Path:
Rückblick 2015 und Ausblick 2016

Full text: Konjunkturbericht Issue 2015,4 Rückblick 2015 und Ausblick 2016

Q1 Q2 Q3 Q4
Konjunkturbericht
Zur wirtschaftlichen Lage in Berlin
4. Quartal 2015
Rückblick 2015 und Ausblick 2016

Impressum
Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung
Referat Grundsatzangelegenheiten der Wirtschaftspolitik
und des Mittelstands, Politische Koordinierung
Martin-Luther-Straße 105
10825 Berlin
Telefon	 (030) 90 13 74 67
Telefax	 (030) 90 13 82 81
Internet: www.berlin.de/sen/wtf
Der Bericht enthält Zahlen, die bis zum 30. März 2016 vorlagen.
Titelfotos: Jim D. Woodward; Hans-Georg Kauert; hosszuka; Gregor Fischer; Ferdinand-Braun-Institut/Leibniz-Institut
für Höchstfrequenztechnik (FBH); Arbeitgeberverband Gesamtmetall; Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und
Energie (HZB); Jean-Pierre Dalbéra; Felix O.; Mathias Richel; Daniel Neugebauer
Dieser Bericht ist Teil der Öffentlichkeitsarbeit des Landes Berlin.
Er ist nicht zum Verkauf bestimmt und darf nicht zur Werbung
für politische Parteien verwendet werden.

Inhalt

Zur wirtschaftlichen Lage in Berlin
RÜCKBLICK 2015 UND AUSBLICK 2016
Standort Berlin	

Wirtschaftsentwicklung weiter positiv

2

4. QUARTAL 2015
Standort Berlin	

Auch Ende 2015 im Plus

4

VERARBEITENDES GEWERBE
Industriestadt Berlin	
Industrie gefestigt

5

BAUHAUPTGEWERBE
Bauplatz Berlin	

Bau expandiert weiter

7

TOURISMUS, EINZELHANDEL UND GASTGEWERBE
Tourismushochburg Berlin	

Konsumkräfte stärken Handel und Gastgewerbe

8

UNTERNEHMENSGRÜNDUNGEN
Gründungsmetropole Berlin	
Weitere Gründungsimpulse

10

ARBEITSPLÄTZE
Arbeitsmarkt Berlin	

Starke Beschäftigungsdynamik

11

AUF EINEN BLICK
Zahlenwerk Berlin	

Wirtschaftsdaten auf einen Blick

13

1

Rückblick 2015

Standort Berlin

zunahmen. Hier gab es Impulse durch
den Berlin-Tourismus, der mit 12,4 Mio.
Gästen und 30,3 Mio. Übernachtungen
neue Bestmarken aufstellte.

Wirtschaftsentwicklung weiter positiv
Die Berliner Wirtschaft blieb auch 2015 aufwärtsgerichtet und setzte
ihre positive Entwicklung der letzten Jahre fort. Ein wichtiger Faktor
waren die Binnenkräfte, die mit einem überdurchschnittlichen Beschäftigungszuwachs einhergingen. Aber auch die produzierenden Branchen
haben in der Hauptstadt zugelegt. Die Perspektive ist günstig, dass Berlins Wirtschaft trotz des unsicheren internationalen Umfeldes 2016 weiter expandiert und um etwa 2,5 % wachsen kann.
Wachstum 2015
überdurchschnittlich

den zunehmenden Wohnungsbau den
Umsatz gesteigert hat.

Berlin konnte 2015 den Positivtrend
der letzten Jahre bestätigen und hatte
mit einem realen Wirtschaftswachstum
von 3,0  % nach Baden-Württemberg
das zweitstärkste Wachstum unter den
Bundesländern. In Deutschland insgesamt entstand ein Plus von 1,7  %.
Wichtige Beiträge für den Anstieg des
Bruttoinlandsprodukts, das in der
Hauptstadt 2015 insgesamt 124,2 Mrd.
Euro betrug, erbringt der stetig expandierende Dienstleistungssektor. Aber
auch die produzierenden Branchen tragen zum wirtschaftlichen Wachstum
bei. Gute Nachrichten für den Produktionsstandort Berlin sind die im letzten
Jahr in der Industrie und im Baugewerbe leicht gestiegenen Wertschöpfungszahlen, die mit einem höheren Umsatzniveau einhergingen.

Dienstleistungen
expandieren

Industrie mit Plus – mehr Exporte
In der Berliner Industrie hat zum Umsatzanstieg im vergangenen Jahr neben dem Inlandsgeschäft auch das
Ausland beigetragen. Damit konnte
sich die Industrie in einem unsicheren
geopolitischen Umfeld insgesamt gut
behaupten. Auch die gesamten Ausfuhren Berlins befanden sich dadurch
im Plus. Die Exporte stiegen 2015 um
6,3 % auf 14,1 Mrd. Euro, u. a. gab es
Zuwächse auch auf klassischen Exportmärkten wie den USA und Frankreich.
Die Zahl der Beschäftigten lag 2015 in
der Berliner Industrie über dem Vorjahresniveau. Dies gilt auch für das Bauhauptgewerbe, das insbesondere durch
2

Boom an neuen
Arbeitsplätzen
Im Zuge der günstigen konjunkturellen
Entwicklung hat sich die Erwerbstätigenzahl 2015 um 36.000 auf 1,846 Mio.
erhöht, dem höchsten Stand im wieder
vereinten Berlin. Dies entsprach einer
Zuwachsrate von 2,0 %, womit sich die
Zahl der Arbeitsplätze wie schon seit
2012 stärker als in allen anderen Bundesländern erhöht hat. Basis hierfür
ist insbesondere die starke Zunahme
an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Die Arbeitslosenquote ist
in Berlin zwar noch überdurchschnittlich hoch, hat sich in den letzten Jahren aber stetig abgebaut und lag 2015
bei 10,7 %, gegenüber 11,1 % ein Jahr
zuvor. Obwohl Stellenbesetzungen oft
mit Zuzügen von außerhalb verbunden
sind, nutzt die gute Entwicklung am
Arbeitsmarkt somit auch den Berlinerinnen und Berlinern. Wichtige Impulse
gehen auch von der Gründungstätigkeit
aus, bei der Berlin im Vergleich der Bundesländer an der Spitze liegt. 2015 entstanden in der Hauptstadt insgesamt
rund 39.000 neue Unternehmen.

Die Dienstleistungen haben sich in Berlin auch 2015 als starker Wachstumstreiber erwiesen und die Wertschöpfung gesteigert. Zuwächse gab es bei
den unternehmensnahen Branchen,
die zudem bei den Umsätzen und der
Beschäftigtenzahl deutlich gewachsen
sind. Expandiert sind weitere Wachstumsbranchen wie Information und
Kommunikation, aber auch die öffentlichen und sonstigen Dienstleistungen,
Erziehung und Gesundheit. Deutlich im
Plus waren 2015 zudem die konsumnahen Wirtschaftszweige Einzelhandel und
Gastgewerbe, wo die Umsätze spürbar
Bruttoinlandsprodukt (BIP) – real
BERLIN im Vergleich mit Deutschland
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
6

Prognose

5
4
+3,2

3
2

+3,7

+3,3+3,3

+3,0

+1,7

1

+4,1

+4,0

+3,6+3,7

+3,0
+2,1
+1,6

+1,1

+0,7

+2,5
+1,7

+1,7

+0,4 +0,2 +0,3

0

-0,2

-1
-1,4

-2
-3
-4
-5
-6

-5,6

-7
	 2005	

	 Berlin	

2006	

2007	

2008	

	 Deutschland

2009	

2010	

2011	

2012	

2013	

2014	

2015	

2016

Quellen: Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“, Statistisches Bundesamt, Bundesregierung (DeutschlandPrognose 2016 Stand Januar), eigene Berechnungen	
WiTechForsch 2016

Ausblick 2016

Ausblick für 2016
bleibt positiv
Die konjunkturellen Aussichten für Berlin sind grundsätzlich positiv. Auch im
Jahr 2016 wächst die Wirtschaft und
zahlreiche neue Jobs entstehen. Darauf
deuten wichtige Stimmungsindikatoren
hin. Das Geschäftsklima in der Berliner
Wirtschaft war am Jahresbeginn weiter
günstig. Gemäß IHK-Umfrage gaben
64 % der Unternehmen gute Urteile zur
aktuellen Lage ab, während diese nur
9 % negativ bewerteten. Auch Frühindikatoren wie die Geschäftserwartungen
und die Investitionsabsichten fielen im
Saldo der Unternehmen positiv aus. Auf
Ebene des Handwerks sind die Vorzeichen für wirtschaftliches Wachstum in
Berlin ebenfalls günstig.

Erwerbstätige1
BERLIN
Anzahl in 1.000

Prognose

2.000
1.950

1.885

1.900
1.846,3

1.850

1.810,3

1.800

1.774,7
1.747,3

1.750
1.700

1.671,5

1.650
1.600

1.616,1
1.556,7

1.689,0

1.707,6

1.645,7

1.582,5

1.550
1.500
	 2005	

2006	

2007	

2008	

2009	

2010	

2011	

2012	

2013	

2014	

2015	

2016

	 Erwerbstätige im Inland.

1

Quellen: Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“; eigene Berechnungen

Globales Umfeld unsicher

Binnenkräfte aber weiter stark

Gleichwohl ist der Jahresbeginn 2016
von Unsicherheit über die internationalen Entwicklungen geprägt, was sich
bundesweit z. B. in der Entwicklung des
ifo-Index ausgedrückt hat. Risiken zur
weiteren Entwicklung der Schwellenländer und des Ölpreises dämpfen insofern zurzeit die Erwartungshaltung für
das laufende Jahr. Das Verarbeitende
Gewerbe in Berlin befindet sich aber in
stabiler Verfassung und ist letztes Jahr
expandiert. Zwar fielen die Geschäftsprognosen am Jahresanfang 2016 nicht
mehr so günstig aus wie vergangenen
Herbst, aber sie bewegten sich ebenso
wie die Exporterwartungen weiter im
positiven Bereich. Allerdings könnte
die Entwicklung im Jahr 2016 in Berlin
verhaltener ausfallen als noch im letzten Jahr, zumal das industrielle Wachstum bundesweit einen eher moderaten
Kurs einschlagen dürfte. Weiter im Plus
sollte sich 2016 das Berliner Baugewerbe befinden, das von starken Impulsen durch den Wohnungsbau profitiert
und insgesamt günstige konjunkturelle Rahmenbedingungen vorfindet.
Dazu zählen auch verstärkte öffentlichen Investitionen, unter anderem im
Zuge der Flüchtlingsmigration, sowie
der im laufenden Jahr expansive gesamtkonjunkturelle Ausblick für Berlin.

Die Binnenkräfte werden sich 2016
auch in den Dienstleistungsbereichen
positiv auswirken, die in Berlin rund
84 % der Wertschöpfung erbringen. So
gibt es einen robusten Aufwärtstrend
bei den Unternehmensdienstleistungen, die bspw. im Bereich der freiberuflichen Branchen am aufstrebenden
Standort Berlin stetig expandieren.
Auch besteht im Zuge der zahlreichen
Startups und wichtiger Technologiestandorte wie z. B. Adlershof oder Buch
ein gutes Wachstumspotential für die
Zukunftstechnologien. Bei den weiteren Dienstleistungen, zu denen bspw.
Branchen wie das Gesundheits- und
Sozialwesen, Erziehung und Unterricht
oder die Gebäudebetreuung gehören,
stehen die Zeichen ebenfalls auf Expansion. Damit dürfte vom Berliner
Dienstleistungssektor insgesamt im
laufenden Jahr ein wiederum deutlicher
Aufbau an neuen Arbeitsplätzen ausgehen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist
2016 der private Konsum, bei dem sich
zunehmende Einwohner- und Beschäftigtenzahlen sowie steigende Einkommen bei moderater Preisentwicklung
positiv auswirken. Hinzu kommt der
weiterhin boomende Berlin-Tourismus.
Berlin zählt neben London und Paris
zu den drei Top-Destinationen in Euro-

WiTechForsch 2016

pa und hat die Übernachtungszahl allein in den letzten vier Jahren um rund
7,9 Millionen gesteigert. Das insgesamt
günstige Konsumumfeld wirkt sich positiv auf das Berliner Gastgewerbe und
den Einzelhandel aus, der einen zusätzlichen Schub durch den in Berlin stark
präsenten Onlinehandel erfährt.
Wachstum 2016
etwa 2,5 %
Die Berliner Wirtschaft dürfte 2016
weiter expandieren und die positive
Entwicklung der letzten Jahre fortführen. Ein wichtiger Faktor hierfür werden die Dienstleistungsbranchen sein,
die in Berlin insgesamt einen höheren
Anteil an der Wirtschaftsleistung erbringen als bundesweit und ein robustes Wachstum aufweisen. Dies wird in
Berlin mit einem weiteren Anstieg der
Beschäftigtenzahlen verbunden sein.
Trotz der globalen Konjunkturrisiken
besteht daher eine gute Grundlage für
wirtschaftliches Wachstum. In Berlin
ist aus heutiger Sicht im Jahr 2016 ein
Wachstum von 2,5 % zu erwarten. Für
Deutschland insgesamt prognostiziert
die Bundesregierung aktuell 1,7 %
Wachstum. Bereits in den vergangenen
beiden Jahren ist die Wirtschaft in der
Hauptstadt stärker expandiert als im
Bundesdurchschnitt.
3

4. Quartal 2015

Standort Berlin

Auch Ende 2015 im Plus
Die Berliner Wirtschaft bewegte sich bei den meisten Indikatoren auch
im vierten Quartal 2015 über dem Niveau des Vorjahres. Umsatzzuwächse im Einzelhandel, ein Plus an Touristen und ein starker Beschäftigungsaufbau in den Berliner Dienstleistungsbranchen unterstreichen
die insgesamt positive Entwicklung. Die Industrie lag bei den Umsätzen
annähernd auf Vorjahresniveau, der Bau befand sich im Plus.
Industrie stabil – Bau expandiert
Die Berliner Industrie zeigt sich stabil
in einem unsicheren internationalen
Umfeld. Die Umsätze lagen im vierten
Quartal annähernd auf Vorjahresniveau, haben dieses über das gesamte
Jahr 2015 aber um 4,5 % übertroffen.
Im Plus befanden sich dabei umsatzstarke Berliner Industriezweige wie
Pharma und Elektro. Daneben fiel auch
der Personalstand höher aus als ein
Jahr zuvor, ein Indiz für den gefestigten Produktionsstandort Berlin. Die
Auftragseingänge für Berlins Industrie
bewegten sich im vierten Quartal über
dem Vorjahresstand, der bezogen auf
das Gesamtjahr 2015 aber nicht ganz
erreicht wurde. Auf eine zunächst eher
moderate Entwicklung der Industriekonjunktur deutet auch der bundesweite ifo-Index hin. Gleichwohl waren die
industriellen Geschäftserwartungen in
Berlin Anfang des Jahres noch positiv
ausgerichtet, ebenso die Investitionsabsichten. Expansiv fallen die Umsatzzahlen für das Berliner Bauhauptgewerbe
aus, wobei im Jahresabschlussquartal
der wesentliche Impuls erneut von der
dynamischen Entwicklung im Wohnungsbau ausging. Ein günstiges Bild
ergibt sich insgesamt auch bei den Auftragseingängen, die im vierten Quartal
2015 höher ausfielen als ein Jahr zuvor.

günstiger ausfielen als im Bundesdurchschnitt. Ein besonders deutliches
Plus gab es dabei im Onlinehandel, der
in der Hauptstadt stark präsent ist.
Neben der positiven Entwicklung der
Konsumkräfte am Standort Berlin, u. a.
durch zunehmende Einwohner- und
Beschäftigtenzahlen, bleibt der BerlinTourismus ein zentraler Impulsgeber
für Einzelhandel und Gastgewerbe.
Auch im vierten Quartal 2015 lagen die
Gäste- und Übernachtungszahlen über
dem Stand des Vorjahres.
Jobzuwachs hält an
Das dynamische Wachstum an neuen
Beschäftigungsmöglichkeiten in Berlin
zeigte sich auch Ende letzten Jahres.
Mit Stand Dezember 2015 befanden
sich insgesamt 1,342 Mio. Personen
in einem sozialversicherungspflichti4. Quartal 2015

Umsatz

4

Beschäftigte

Aufträge

Veränderung gegenüber Vorjahr

▼

▲

▲

▲

▼

▲

Einzelhandel

▲

▲

–

Gastgewerbe

▲

▲

–

Verarbeitendes Gewerbe1
Bauhauptgewerbe2

Handel und Tourismus
weiter aufwärtsgerichtet
Im Berliner Einzelhandel und auch im
Gastgewerbe lagen die preisbereinigten
Umsätze im vierten Quartal und 2015
insgesamt über dem Stand des Vorjahres, wobei die Entwicklungen jeweils

gen Arbeitsverhältnis. Damit wurde der
Stand vom Dezember 2014 um rund
54.000 bzw. 4,2 % übertroffen. Berlin
erzielte weiterhin die höchste Zuwachsrate im Vergleich der Bundesländer. In
Deutschland insgesamt lag das Plus bei
2,6 %. Die meisten neuen Arbeitsplätze
entstehen im Dienstleistungssektor, der
auch den Großteil der Stellen in Berlin
stellt. Am stärksten ist der Personalaufbau hier bei den unternehmensnahen Dienstleistungen, geprägt durch
die freiberuflichen, wissenschaftlichen
und technischen Dienstleistungen. Aber
auch die Berliner Wachstumsbranche
Information/Kommunikation sowie der
Handel und das Gastgewerbe legen bei
der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung deutlich zu. Die weiter hohe
Nachfrage nach Arbeitskräften in Berlin
und die Beschäftigungspläne der Unternehmen sprechen für einen anhaltenden Beschäftigungsaufbau. Dies wirkt
sich positiv auf die Arbeitslosenzahlen
aus, obgleich zahlreiche Stellen von
außerhalb besetzt werden. Im Februar
2016 lag die Zahl der Arbeitslosen in
Berlin bei 193.700 und die Arbeitslosenquote betrug 10,6 %, gegenüber 11,2 %
ein Jahr zuvor.

▲▼ bis +/- 5 %

▲
▼mehr als +/- 5 %

	 Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten; Beschäftigtenangaben bezogen
	 auf Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.
2
	 Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten.
1

Quellen: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Bundesagentur für Arbeit	

WiTechForsch 2016

Verarbeitendes Gewerbe

Industriestadt Berlin
Industrie gefestigt

Die Berliner Industrie hat sich 2015 in einem unsicheren internationalen Umfeld gut entwickelt. Die Umsätze lagen im vierten Quartal etwa
auf Vorjahresniveau, sind im Gesamtjahr 2015 aber ebenso wie die Beschäftigung expandiert. Bei den Aufträgen zeigte sich 2015 eine eher
verhaltene Entwicklung, allerdings entstand zuletzt wieder ein Plus zum
Vorjahr. Insgesamt ist Berlins Industrie damit in stabiler Verfassung.
Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe1
BERLIN
in Mrd. Euro
6,2

6,0

5,8

5,6

5,4

5,2

5,0
	

3. Vj.	

	

2014		

	 Aktuell	

4. Vj.	

1. Vj.	

2. Vj.	

3. Vj.	

4. Vj.

2015

	 Mehrjahresdurchschnitt (3 Jahre)

	 Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten (einschl. prod. Handwerk).
Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg	
1

Die Industrie in Berlin hat im vergangenen Jahr ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Nachdem die Umsätze 2014 um
2,7 % gestiegen waren, gab es 2015
insgesamt einen Zuwachs um 4,5 %. Im
vierten Quartal expandierten die Umsätze indes etwas geringer als in den
letzten Jahren und lagen etwa auf dem
Vorjahresniveau, wobei als Basiseffekt
ein hoher Vergleichswert aus dem Vorjahresquartal zu beachten ist.
Positiv war die Entwicklung im Gesamtjahr 2015 sowohl im Inlandsgeschäft
als auch auf den Auslandsmärkten. Im
Inland gab es in allen vier Quartalen ein
Umsatzplus zum Vorjahr, im Ausland
war dies in den ersten drei Quartalen
der Fall. 2015 insgesamt stiegen die Inlandsumsätze der Berliner Industrie um
6,0 %, bei den Auslandsumsätzen wur-

WiTechForsch 2016

de ein Plus von 3,4 verzeichnet. Damit
hat sich die Berliner Industrie auf den
internationalen Märkten gut behauptet. Entsprechend hat auch die gesamte
Außenhandelsstatistik Berlins im letzten Jahr ein positives Vorzeichen. Dabei
stiegen die Ausfuhren 2015 u. a. nach
China und in den arabischen Raum,
aber auch in klassische Berliner Exportmärkte wie den USA, Frankreich, dem
Vereinigten Königreich oder Polen. Ein
Minus bei den Ausfuhren gab es indes
z. B. gegenüber Russland.
Günstig ist das Umsatzbild im abgelaufenen Jahr in einigen wichtigen Berliner
Industriebranchen. In der Pharmaindustrie, dem umsatzstärksten Berliner
Industriezweig, entstand 2015 ein Plus
gegenüber 2014 von 8,5 %. Dabei stiegen die Umsätze im Inland und Ausland.
Bei den Herstellern von elektrischen
Ausrüstungen erhöhten sich die Umsätze 2015 um 10,1 %, ausgelöst durch
ein starkes Plus im Auslandsgeschäft.
Im Bereich der Berliner Nahrungsmittelindustrie entstand ein Zuwachs von
12,3  %. Gedämpft waren die Umsätze

Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe1
BERLIN
Anzahl
109.000
108.000
107.000
106.000
105.000
104.000
103.000
102.000
101.000
100.000

	 Berlin	

	

3. Vj.	

	

2014		

4. Vj.	

1. Vj.	

2. Vj.	

3. Vj.	

4. Vj.

2015

	 Deutschland

	 Bezogen auf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.
Quelle: Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit	
1

WiTechForsch 2016

5

Verarbeitendes Gewerbe

Auftragseingang (real) im Verarbeitenden Gewerbe1
BERLIN
2010 = 100
120

115

110

105

100

95

90
	

3. Vj.	

	

2014		

	 Aktuell	

4. Vj.	

1. Vj.	

2. Vj.	

3. Vj.	

4. Vj.

2015

	 Mehrjahresdurchschnitt (3 Jahre)

	 Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten (einschl. prod. Handwerk).
Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg	
1

2015 unter anderem in der Metallindustrie und im Maschinenbau.
Höherer Personalstand
in der Industrie
In Berlin hat sich im Zuge der günstigen
konjunkturellen Entwicklung auch die
Zahl der Industriearbeitsplätze erhöht.
Im vierten Quartal 2015 waren in der
Industrie nach vorläufigen Angaben
2,0 % mehr Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt als ein Jahr
zuvor. Die Industriebeschäftigung war
somit expansiv ausgerichtet und auch
für das laufende Jahr kann es für den
Wirtschaftsstandort Berlin hier eine
günstige Entwicklung geben. Gemäß
IHK-Umfrage vom Anfang des Jahres
signalisierte die Industrie in der Hauptstadt im Saldo der Unternehmen einen
Aufbau an Beschäftigung.

WiTechForsch 2016

ge im vierten Quartal etwa gehalten.
Dies wurde u. a. durch Großaufträge für
den Berliner Fahrzeugbau im Dezember
erreicht. Beim Vorjahresvergleich gab
es zwischen Oktober und Dezember
indes ein Auftragsplus von 5,7 %, unterstützt durch einen eher schwachen
Quartalswert ein Jahr zuvor. Dabei
entstand ein deutliches Auftragsplus
im Inland, aber auch ein Rückgang bei
der Auslandsnachfrage. Daneben ist

zu beachten, dass der bundesweite ifoIndex zu den Geschäftserwartungen in
der Industrie am Jahresanfang gesunken war und auf eine eher schwächere
Entwicklung hingedeutet hat. Dies geht
einher mit den aktuellen Unsicherheiten hinsichtlich der Entwicklung auf den
Weltmärkten, insbesondere mit Blick auf
die Schwellenländer oder den Ölpreis.
Dies dämpft zunächst den konjunkturellen Ausblick für die Industrie, die sich
im laufenden Jahr somit eher moderat
entwickeln könnte. In Berlin waren die
Geschäftsprognosen der Industrieunternehmen Anfang des Jahres noch positiv
ausgerichtet, wenn auch weniger stark
als im vergangenen Herbst. Auch die Investitionsvorhaben zeigten sich bei gut
ausgelasteten Kapazitäten expansiv.
Ein uneinheitliches Bild ergibt aber der
Blick auf die einzelnen Berliner Industriebranchen. Weniger Bestellungen als
ein Jahr zuvor gingen 2015 bspw. in
der Berliner Pharmaindustrie und der
Metallindustrie ein. Der Maschinenbau
und insbesondere der Fahrzeugbau, wo
die Auftragseingänge aus dem Inland
spürbar zunahmen, zählen wiederum zu
den Industriebranchen mit einem Orderzuwachs im Jahr 2015. Im Plus befanden
sich bezogen auf das letzte Jahr auch die
Hersteller von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen.

Auftragseingang (real) im Verarbeitenden Gewerbe1
BERLIN im Vergleich mit Deutschland
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
10
5
0
-5
-10

Die Auftragseingänge haben sich für
die Berliner Industrie im letzten Jahr
im Gegensatz zu den Umsätzen eher
verhalten entwickelt. Bezogen auf 2015
insgesamt lagen die Bestellungen um
1,4 % unter dem Niveau des Vorjahres.
Nach den günstigen Entwicklungen hin
zum zweiten und zum dritten Quartal
wurde das Niveau der Auftragseingän6

-15
-20
-25

	 Berlin	

	

3. Vj.	

	

2014		

4. Vj.	

1. Vj.	

2. Vj.	

3. Vj.	

4. Vj.

2015

	 Deutschland

	 Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten (einschl. prod. Handwerk).
Quellen: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Statistisches Bundesamt	
1

WiTechForsch 2016

Bauhauptgewerbe

Bauplatz Berlin

Bau expandiert weiter
Das Berliner Bauhauptgewerbe bewegt sich bei den Umsätzen und Aufträgen auf einem höheren Niveau. Sowohl im vierten Quartal als auch im
Gesamtjahr 2015 entstand ein Plus zum Vorjahr, womit sich die Branche
insgesamt weiter gut entwickelt hat. Dies unterstreicht die im letzten
Jahr höhere Anzahl an geleisteten Arbeitsstunden, die sich besonders im
Wohnungsbau positiv entwickelte. Auch der Ausblick ist günstig.
Umsatz (nominal) im Bauhauptgewerbe1
BERLIN

Aufträge
im Plus

in Mio. Euro
700

650

600

550

500

450

400

350
	

3. Vj.	

	

2014		

	 Aktuell	

gleich zum Vorjahr zwar ein Rückgang
ausgewiesen. Bezogen auf das gesamte
letzte Jahr kam es im Bauhauptgewerbe aber zu einem leichten Plus von
0,6 %. Günstig ist die baukonjunkturelle
Perspektive am Standort Berlin, zumal
auch die Geschäftserwartungen weiter
positiv ausgerichtet sind.

4. Vj.	

1. Vj.	

2. Vj.	

3. Vj.	

4. Vj.

2015

	 Mehrjahresdurchschnitt (3 Jahre)

	 Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten (einschl. Arbeitsgemeinschaften, unabhängig von der Beschäftigtenzahl).
Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg	
WiTechForsch 2016
1

Die Umsätze entwickeln sich in Berlins
Bauhauptgewerbe insgesamt positiv.
Im vierten Quartal 2015 entstand gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 9,6 %
und im Gesamtjahr 2015 ein Zuwachs
von 6,6 % (Berichtskreis der Betriebe
ab 20 Beschäftigten). Der wichtigste
Impuls ging dabei vom Wohnungsbau
aus, der im letzten Jahr den Umsatz um
21,2 % gesteigert hat und weiter von
dem günstigen konjunkturellen Rahmen für die Branche profitiert. Im Plus
befand sich aber auch der gewerbliche
Bau, während die Umsätze im öffentlichen Bau verhaltener ausfielen. Bei den
geleisteten Arbeitsstunden gab es 2015
insgesamt einen Zuwachs von 2,7 %,
wobei hier ebenso der entscheidende
Beitrag vom Wohnungsbau ausgegangen ist. Bei der Zahl der tätigen Personen wird für das vierte Quartal im Ver-

Der Blick auf die Auftragseingänge ergibt für das vierte Quartal 2015 gut ein
Fünftel mehr Bestellungen als ein Jahr
zuvor. Für das Gesamtjahr 2015 liegt
das Auftragsplus im Berliner Bauhauptgewerbe bei 3,0 %, wobei im Gegensatz
zum gewerblichen Bau Zuwächse im
Wohnungsbau und im öffentlichen Bau
entstanden. Vermehrte öffentliche Infrastrukturinvestitionen dürften sich
auch künftig positiv auswirken. Daneben sind die zunehmenden Einwohnerund Beschäftigtenzahlen, steigende
Einkommen und die günstige gesamtkonjunkturelle Entwicklung Berlins positive Faktoren für die Entwicklung des
Berliner Baugewerbes.

Auftragseingang (nominal) im Bauhauptgewerbe1
BERLIN im Vergleich mit Deutschland
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
25
20
15
10
5
0
-5
-10
-15
-20
-25

	 Berlin	

	

3. Vj.	

	

2014		

4. Vj.	

1. Vj.	

2. Vj.	

3. Vj.	

4. Vj.

2015

	 Deutschland

	 Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten (einschl. Arbeitsgemeinschaften, unabhängig von der Beschäftigtenzahl).
Quellen: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Statistisches Bundesamt	
WiTechForsch 2016
1

7

Tourismus, Einzelhandel und Gastgewerbe

Tourismushochburg Berlin

Konsumkräfte stärken Handel und Gastgewerbe
Berlins Einzelhandel und Gastgewerbe profitieren vom günstigen Konsumumfeld aus wachsenden Einwohner- und Beschäftigtenzahlen sowie
steigenden Einkommen in einem moderaten Preisumfeld. Beide Branchen
haben 2015 die Umsätze gesteigert. Wichtiger Impulsgeber ist auch der
Berlin-Tourismus, der im letzten Jahr mit mehr als 12 Millionen Gästen
und mehr als 30 Millionen Übernachtungen Rekordstände erreichte.
Gästeankünfte1 in Beherbergungsstätten
BERLIN im Vergleich mit Deutschland
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
8
7
6

Von den internationalen Gästen, die
im Jahr 2015 Berlin besuchten, kam
die größte Zahl aus Großbritannien
(556.000). Dahinter folgten die USA
(389.000), Italien (304.000) und die Niederlande (302.000). Mehr als 200.000
Gäste reisten im vergangenen Jahr
aus Spanien (273.000), der Schweiz
(237.000), Dänemark (234.000) und
Frankreich (216.000) an.

5
4
3
2
1
0
-1

	 Berlin	

	

3. Vj.	

	

2014		

4. Vj.	

1. Vj.	

2. Vj.	

3. Vj.	

4. Vj.

2015

	 Deutschland

	 Einschließlich übrige Beherbergungsstätten.
Quellen: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Statistisches Bundesamt	
1

2015 gut 1,5 Millionen
zusätzliche Übernachtungen
Der Berlin-Tourismus bleibt auf der
Erfolgsspur und entwickelt sich überdurchschnittlich. Im Jahr 2015 kam
es in der Hauptstadt zu insgesamt
30,25  Mio. Gästeübernachtungen. Der
Stand vom Vorjahr wurde damit um
1,56 Mio. bzw. 5,4 % übertroffen
(Deutschland +2,9 %). Mit einem Plus
von 4,8 % fiel auch das vierte Quartal
positiv aus. Damit verbunden expandierten die Gästezahlen in Berlin. Insgesamt kamen im abgelaufenen Jahr
12,4 Mio. Besucher nach Berlin, womit
der Stand aus 2014 um rund 500.000
bzw. 4,2 % übertroffen wurde (Deutschland +3,7 %). Im vierten Quartal 2015
entstand in Berlin ein Gästeplus gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 2,6 %.
8

Die Tourismus-Destination Berlin hat dabei international weiter an Anziehungskraft gewonnen. Die Zahl der ausländischen Besucher stieg 2015 im Vergleich
zum Vorjahr um immerhin 7,6 %, bei
einer um 9,2 % höheren Übernachtungszahl. Impulse entstanden zudem im Inland, aus dem 2,1 % mehr Gäste nach
Berlin reisten und 2,5 % mehr Übernachtungen verbucht wurden. Rund 39 % der
Gäste und 45 % der Übernachtungen in
der Hauptstadt entfielen 2015 auf Besucher aus dem Ausland.

WiTechForsch 2016

Ende 2015 gab es in Berlin insgesamt
137.300 Gästebetten, was einem Plus
gegenüber dem Vorjahresmonat von

Übernachtungen in Beherbergungsstätten1
BERLIN im Vergleich mit Deutschland
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
10

8

6

4

2

0

-2

	 Berlin	

	

3. Vj.	

	

2014		

4. Vj.	

1. Vj.	

2. Vj.	

3. Vj.	

4. Vj.

2015

	 Deutschland

	 Einschließlich übrige Beherbergungsstätten.
Quellen: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Statistisches Bundesamt	
1

WiTechForsch 2016

Tourismus, Einzelhandel und Gastgewerbe

wurden 2015 in Berlin 2,2 % bzw. 2,1 %
mehr realer Umsatz erzielt. Dies vollzog
sich in einem günstigen preislichen Umfeld, womit kaum Abstand zwischen nominaler und realer Umsatzentwicklung
zu verzeichnen war. Die Verbraucherpreise in Berlin blieben 2015 insgesamt
weitgehend stabil.

Umsatz (real) im Einzelhandel1
BERLIN im Vergleich mit Deutschland
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
8
7
6
5
4

Umsatzplus auch im Gastgewerbe

3
2
1
0
-1

	 Berlin	
1

	

3. Vj.	

	

2014		

4. Vj.	

1. Vj.	

2. Vj.	

3. Vj.	

4. Vj.

2015

	 Deutschland

	 Einzelhandel ohne Kfz-Handel.

Quellen: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Statistisches Bundesamt	

2,2 % entsprach. Die Auslastung der
Gästebetten wiederum lag im Dezember 2015 bei 53,7 %, gegenüber 52,6 %
im Dezember 2014. Im Gesamtjahr 2015
betrug die Bettenauslastung in Berlin
60,5 %, nach 58,3 % im Jahr 2014.
Einzelhandel expandiert weiter
Die Vorzeichen für den Berliner Einzelhandel sind insgesamt günstig und haben zu einem neuerlichen Anstieg der
Umsatzzahlen geführt. Im Jahr 2015
erhöhten sich die Umsätze um preisbereinigt 5,2 % (Deutschland +2,9 %).
Das vorteilhafte Konsumumfeld aus
zunehmenden Einwohner- und Beschäftigtenzahlen, aber auch steigenden Einkommen bei einer moderaten
Preisentwicklung wirkt sich positiv aus.
Gleiches gilt für das anhaltende Wachstum der Touristenzahlen in Berlin.
Günstig waren im Einzelhandel auch
die Werte für das vierte Quartal 2015
mit einem realen Umsatzanstieg zum
Vorjahr von 4,4 %.
Besonders positiv entwickelte sich der
vom Onlinehandel geprägte sogenannte
Einzelhandel außerhalb von Verkaufsräumen. In dieser Wachstumsbranche,
die in Berlin stark präsent ist, lag der reale Umsatz 2015 um 18,6 % über dem

WiTechForsch 2016

Niveau vom Vorjahreszeitraum. Im Plus
waren weitere Handelssparten, wenn
auch nicht mit der Dynamik des Onlinehandels. Der Einzelhandel u. a. mit Verlagsprodukten und Sportausrüstungen
hatte vergangenes Jahr ein Umsatzplus
von 5,0 %, während beim Einzelhandel mit Nahrungsmitteln/Getränken/
Tabakwaren der Umsatz um 3,6 % höher ausfiel. Im Einzelhandel mit Waren
verschiedener Art und im Einzelhandel
mit IKT-Technik, Haushaltsgeräten etc.

Neben dem Einzelhandel wirken sich
die Konsumkräfte auch in Berlins Gastgewerbe günstig aus. 2015 fielen die
preisbereinigten Umsätze in dieser
Branche um 3,2 % höher aus als ein
Jahr zuvor (Deutschland +0,8 %). Dabei
weist die amtliche Statistik für die Gastronomie einen Anstieg von 4,2 % und
für das Beherbergungsgewerbe ein Plus
von 1,8 % aus.
Verbunden mit der konjunkturellen
Aufwärtsbewegung im Berliner Einzelhandel und Gastgewerbe hat sich die
Beschäftigung in beiden Branchen erhöht. Im vierten Quartal 2015 waren
im Einzelhandel insgesamt 1,5 % mehr
Personen tätig als ein Jahr zuvor, während im Gastgewerbe in der Hauptstadt
ein Zuwachs von 3,0 % entstand. Dabei
erhöhten sich jeweils sowohl die Zahl
der Vollzeitstellen als auch die Zahl der
Teilzeitstellen.

Umsatz (real) im Gastgewerbe
BERLIN im Vergleich mit Deutschland
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
7
6
5
4
3
2
1
0
-1

	 Berlin	

	

3. Vj.	

	

2014		

4. Vj.	

1. Vj.	

2. Vj.	

3. Vj.	

4. Vj.

2015

	 Deutschland

Quellen: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Statistisches Bundesamt	

WiTechForsch 2016

9

Unternehmensgründungen

Gründungsmetropole Berlin
Weitere Gründungsimpulse

Ein wichtiger Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung Berlins ist das
Gründungsgeschehen. Im Jahr 2015 sind in der Hauptstadt wiederum
zahlreiche neue Unternehmen entstanden. Der Vorjahresstand wurde
zwar nicht erreicht, allerdings ist die Gründungstätigkeit weiterhin rege
und außerdem stärker als in den anderen Bundesländern. Dies unterstreicht die hohe Dynamik des Wirtschaftsstandortes Berlin.
Gewerbeneuerrichtungen1
BERLIN
Anzahl in 1.000
12

10

8

6

4

2

0
	

3. Vj.	

	

2014		

4. Vj.	

1. Vj.	

2. Vj.	

3. Vj.	

4. Vj.

2015

	 Berlin
	 Neuerrichtungen berücksichtigen nicht die Anmeldungen wegen Übernahme eines Betriebes, Gesellschaftereintritt, Änderung der Rechtsform
oder Zuzug aus einem anderen Meldebezirk.

1

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg	

Im vierten Quartal des letzten Jahres
kam es in Berlin zu knapp 8.900 Gewerbeneuerrichtungen. Damit sind 2015
insgesamt rund 38.900 neue Unternehmen entstanden. Dies waren 6,1 %
weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der
Stilllegungen ging in Berlin ebenfalls
zurück und lag um 1,9 % unter dem
Vorjahresstand. Weiterhin deutlich positiv ist der Gründungssaldo aus Neuerrichtungen und Stilllegungen. Zudem
zeigt sich der Wirtschaftsstandort Berlin bei neuen Unternehmen nach wie
vor überdurchschnittlich dynamisch.

WiTechForsch 2016

Bundesländer auf dem Spitzenplatz.
Auf 10.000 Einwohner kamen 2015
(Zeitraum Januar bis November) in der
Hauptstadt 105 Gewerbeneuerrichtungen. Im Ranking folgten hinter Berlin
die Länder Hamburg und Hessen mit
Werten von 93 bzw. 70. In Deutschland
insgesamt wurden 66 Neuerrichtungen
je 10.000 Einwohner erreicht. Rund drei
Viertel der neuen Unternehmen im Jahr
2015 entstanden im Berliner Dienstleistungssektor. Der Handel mit rund 5.900
Neuerrichtungen stand hier an erster
Stelle, gefolgt von den sonstigen persönlichen bzw. wirtschaftlichen Dienstleistungen mit 5.600 bzw. 5.100 neuen Unternehmen. Die freiberuflichen,
wissenschaftlichen und technischen
Dienstleistungen, die sich stetig positiv
entwickeln und 2015 bei den Umsätzen
und Beschäftigten weiter expandierten,
zählten im vergangenen Jahr rund 3.700
Neuerrichtungen. Gründungsstärkste
Einzelbranche in Berlin bleibt aber das
Baugewerbe. Unter den 38.900 Neuerrichtungen im Jahr 2015 befanden sich
31.500 bzw. 81  % Einzelunternehmen.
Rund 30 % der Einzelunternehmen entstanden im Jahr 2015 durch Frauen.

Gewerbeneuerrichtungen im Jahr 2015
BERLIN
Baugewerbe

9.021

Handel

5.905

Sonstige inkl. persönl. Dienstleistungen1

5.572

Sonstige wirtschaftl. Dienstleistungen2

5.123

Freiberufliche wiss. u. techn. Dienstleistungen

3.723

Gastgewerbe
Information u. Kommunikation
Erziehung u. Unterricht, Gesundheit, Sozialwesen

Meiste Gründungen
im Ländervergleich

2.379
1.789
1.384

	 Berlin

Berlin liegt bei den neuen Unternehmen pro Einwohner im Vergleich der
10

	 z. B. Erbringung persönlicher Dienstleistungen, Reparatur von DV-Geräten und Gebrauchsgütern.

1

	 z. B. Vermietung von beweglichen Sachen, Vermittlung von Arbeitskräften, Reisebüros, Gebäudebetreuung.

2

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg.	

WiTechForsch 2016

Arbeitsplätze

Arbeitsmarkt Berlin

Starke Beschäftigungsdynamik
Das Wachstum an neuen Jobs ist in Berlin weiter stark. Infolge der robusten wirtschaftlichen Expansion und einer hohen Arbeitskräftenachfrage
lag die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Dezember
2015 um gut 4 Prozent über dem ein Jahr zuvor erreichten Stand. Dies
war erneut die größte Zuwachsrate von allen Bundesländern. Auch der
Abbau der Arbeitslosigkeit ist in der Hauptstadt weiter vorangekommen.
Arbeitslose
BERLIN
Anzahl in 1.000
220
215
210
205
200
195
190
185
180
175
170
	
	

Feb	

Mrz	

Apr	

Mai	

Jun	

Jul	

Aug	

Sep	

Okt	

Nov	

Dez	

Jan	

2015											

	 Aktuell	

Feb

2016

	 Mehrjahresdurchschnitt (3 Jahre)

Quelle: Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit	

In den ersten beiden Monaten 2016
unterschritt die Zahl der Arbeitslosen
den Stand vom Vorjahreszeitraum um
11.300 bzw. 5,5 %. Damit verlief die
Entwicklung besser als in Deutschland
insgesamt, wo ein Rückgang von 3,6 %
verzeichnet wurde.
Arbeitslosenquote gesunken
Die neuesten Monatszahlen für Februar 2016 weisen für Berlin insgesamt
193.700 Arbeitslose aus. Zwölf Monate
zuvor waren es noch 205.100 gewesen,
womit die Arbeitslosenzahl binnen Jahresfrist um 5,5 % zurückgegangen ist.
Im Bundesdurchschnitt entstand ein
Minus von 3,5 %. Positiv verliefen in
Berlin die Entwicklungen sowohl bei
den Frauen als auch bei den Männern.
Während die Zahl der arbeitslosen
Frauen zwischen Februar 2015 und

WiTechForsch 2016

Februar 2016 um 5,4 % gesunken ist,
wurde bei den Männern ein Rückgang
von 5,6 % verzeichnet. Eine günstige
Entwicklung gibt es entsprechend bei
der Arbeitslosenquote, die höher ausfällt als in Deutschland insgesamt, sich
aber weiter abgebaut hat. Im Februar
2016 lag die Arbeitslosenquote in Berlin bei 10,6 %, ein Jahr zuvor hatte sie
11,2 % betragen. Auch der Mehrjahresvergleich bringt ein positives Bild,
bspw. hatte die Arbeitslosenquote vor
5 Jahren, also im Februar 2011, in Berlin
noch 14,0 % erreicht.
Berlin kennzeichnet aber einen starken
Zuzug, womit zahlreiche neue Stellen
von außerhalb besetzt werden. Damit
gehen die Arbeitslosenzahlen nicht
so stark zurück, wie es der Beschäftigungsaufbau auf den ersten Blick erwarten ließe. Denn wenn die erwerbsfähige Bevölkerung u. a. infolge von
Zuzügen expandiert, muss die Zahl
der Beschäftigungsmöglichkeiten noch
stärker zunehmen, damit die Arbeitslosigkeit vor Ort zurückgehen kann. Dass

Arbeitslose
BERLIN im Vergleich mit Deutschland
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
1

0

-1

-2

-3

-4

-5

-6
	 Feb	

Mrz	

Apr	

Mai	

Jun	

Jul	

Aug	

Sep	

Okt	

Nov	

Dez	

	 2015											

	 Berlin	

Jan	

Feb

2016

	 Deutschland

Quellen: Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, Bundesagentur für Arbeit	

WiTechForsch 2016

11

Arbeitsplätze

Dezember 2015 wurde der Beschäftigtenstand des Vorjahres um 54.000 Personen übertroffen.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
BERLIN im Vergleich mit Deutschland
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
5,0
4,5
4,0
3,5
3,0
2,5
2,0
1,5
1,0
0,5
0,0

	 Berlin	

	

3. Vj.	

	

2014		

4. Vj.	

1. Vj.	

2. Vj.	

4. Vj.

	 Deutschland

Quellen: Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, Bundesagentur für Arbeit	

ein Rückgang der Arbeitslosenzahlen
zu verzeichnen ist, ist auch aus diesem
Blickwinkel positiv zu werten. Die Vorzeichen für die weitere Entwicklung sind
ebenfalls als günstig einzustufen. Die
Nachfrage nach Arbeitskräften bewegt
sich gemäß Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit auf einem anhaltend
hohen Niveau. Die IHK-Umfrage vom
Jahresbeginn signalisierte ebenfalls einen weiteren Zuwachs an Arbeitsplätzen. Auf einen Anstieg der Jobzahl deutet auch das wirtschaftliche Wachstum
im laufenden Jahr hin, das für Berlin aktuell mit etwa 2,5 Prozent veranschlagt
wird. Ein wichtiger Faktor sind hierbei
die Dienstleistungsbranchen, die in der

12

3. Vj.	

2015

WiTechForsch 2016

Hauptstadt robust expandieren und damit auch die Beschäftigtenzahl steigern
dürften.
Länderweit höchste Zuwachsrate
bei neuen Jobs
In Berlin wächst die Zahl der neuen
Arbeitsplätze seit 2012 so stark wie
in keinem anderen Bundesland. Diese
Entwicklung hat im vergangenen Jahr
angehalten. Grundlage hierfür war die
Dynamik bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, deren Zahl in
der Hauptstadt Mitte 2015 um 3,3  %
und Ende 2015 sogar um 4,2 % über
dem jeweiligen Vorjahresstand lag. Im

Die wachsenden Dienstleistungsbranchen, die rund 88 % aller Arbeitsplätze in
Berlin stellen, haben entsprechend den
Hauptanteil an den neu entstehenden
Jobs. Viele neue Stellen gibt es bei den
unternehmensnahen Dienstleistungen,
wo die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Dezember
2015 um rund 14.600 höher lag als ein
Jahr zuvor. Rund zwei Drittel dieses Zuwachses entfiel auf freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Einen starken Zuwachs an
Beschäftigten verzeichnen außerdem
die konsumnahen Branchen des Gastgewerbes und des Handels, wo 6.000 bzw.
5.700 zusätzliche Stellen entstanden
sind. Auch die Berliner Wachstumsbranche Information/Kommunikation ist
weiter expandiert. Hier lag die Beschäftigtenzahl im Dezember 2015 um 5.600
über dem Stand vom Dezember 2014.
Ein gutes Zeichen für den Produktionsstandort Berlin ist der Personalaufbau
bei Industrie und Bau, die ebenso wie die
unternehmensnahen Branchen sowie
Handel und Gastgewerbe die Umsätze
im vergangenen Jahr gesteigert haben.
In Berlins Industrie gab es im Dezember
2015 insgesamt 2,3 % sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mehr als ein
Jahr zuvor, während im Baugewerbe ein
Zuwachs von 4,1 % entstanden ist.

Auf einen Blick

Zahlenwerk Berlin

Wirtschaftsdaten auf einen Blick
Wirtschaftszweige

2014
4. Vj.

2015
1. Vj.

2. Vj.

3. Vj.

4. Vj.

Jahr

Veränderung gegenüber Vorjahreszeitraum in %

Verarbeitendes Gewerbe
Auftragseingang (real) insgesamt1
Inland
Ausland
darunter: H. v. pharmazeutischen Erzeugnissen
Metallerzeugung und -bearbeitung

- 19,8

- 2,4

- 11,0

+ 3,5

+ 5,7

- 1,4

- 8,7

- 1,4

- 11,6

+ 24,7

+ 39,1

+ 11,8

- 24,8

- 3,1

- 10,7

- 8,3

- 12,6

- 8,8

- 3,7

- 18,6

- 21,3

- 23,7

- 19,7

- 20,8
- 3,5

- 11,4

- 3,2

- 16,2

- 5,9

+ 17,7

H. v. Metallerzeugnissen

- 9,9

- 1,6

- 7,6

- 2,5

+ 5,4

- 1,9

H. v. DV-geräten, elektron. u. optischen Erzeugnissen

- 5,8

+ 16,8

- 2,8

- 7,5

+ 2,8

+ 2,0

H. v. elektrischen Ausrüstungen

- 62,3

+ 11,3

- 20,9

+ 17,6

- 4,4

- 0,7

Maschinenbau

- 18,7

+ 10,6

- 20,0

+ 28,9

+ 8,8

+ 5,3

Fahrzeugbau2

+ 16,1

- 1,2

+ 13,6

+ 51,7

+ 68,8

+ 31,5

+ 5,9

+ 6,3

+ 7,8

+ 4,6

- 0,1

+ 4,5

Inland

+ 6,2

+ 10,7

+ 5,2

+ 6,5

+ 2,3

+ 6,0

Ausland

+ 5,6

+ 2,9

+ 9,8

+ 3,2

- 2,1

+ 3,4

- 11,6

+ 14,4

+ 9,9

+ 9,8

+ 15,0

+ 12,3

Umsatz (nominal) insgesamt3

darunter: H. v. Nahrungs- und Futtermitteln
H. v. Druckerzeugnissen; Vervielfältigung
von bespielten Ton-, Bild- u. Datenträgern

+ 9,1

- 1,1

.

+ 2,0

- 5,3

+ 0,9

H. v. pharmazeutischen Erzeugnissen

+ 8,5

+ 13,6

+ 17,6

+ 6,0

- 1,5

+ 8,5

+ 10,5

- 5,6

- 4,6

- 6,4

- 4,3

- 5,3

Metallerzeugung und -bearbeitung

+ 1,3

- 1,0

- 2,7

- 0,8

+ 3,3

- 0,5

H. v. Metallerzeugnissen

- 2,4

- 6,9

- 5,0

- 7,2

- 1,7

- 5,3

H. v. DV-geräten, elektron. u. optischen Erzeugnissen

+ 2,2

+ 8,2

+ 4,3

+ 1,8

- 7,4

+ 1,2

+ 11,5

+ 4,9

+ 12,1

+ 12,7

+ 10,3

+ 10,1

- 9,3

- 6,6

- 0,7

- 1,7

- 11,8

- 5,1

+ 10,6

+ 6,2

- 20,1

+ 7,7

+ 21,2

+ 3,0

+ 35,2

- 12,9

- 15,7

+ 16,1

+ 10,5

- 0,7

Gewerblicher Bau

+ 25,5

- 38,6

- 35,0

- 3,1

+ 19,9

- 17,9

Öffentlicher Bau

+ 36,7

+ 143,5

- 46,7

+ 31,7

- 34,6

- 0,2

Wohnungsbau

+ 39,7

- 6,2

+ 5,1

+ 23,2

+ 15,8

+ 9,6
+ 9,9

H. v. Gummi- u. Kunststoffwaren

H. v. elektrischen Ausrüstungen
Maschinenbau

Bauhauptgewerbe
Auftragseingang (nominal) insgesamt3
Hochbau

Tiefbau

- 21,7

+ 52,2

- 26,6

- 5,2

+ 45,6

Gewerblicher Bau

- 28,2

+ 69,3

- 35,9

- 32,2

+ 86,6

+ 8,7

Öffentlicher Bau

- 11,5

+ 23,5

- 8,9

+ 43,3

- 6,7

+ 12,0

Umsatz insgesamt3

- 10,4

+ 8,8

+ 8,3

+ 0,7

+ 9,6

+ 6,6

+ 7,7

+ 19,8

+ 14,5

- 0,2

+ 9,2

+ 9,2

Gewerblicher Bau

+ 15,5

+ 19,6

+ 0,8

- 18,2

- 8,1

- 3,4

Öffentlicher Bau

- 10,2

+ 13,6

+ 3,9

- 27,2

+ 10,5

- 3,8

+ 8,5

+ 21,4

+ 25,7

+ 17,5

+ 21,2

+ 21,2

Hochbau

Wohnungsbau
Tiefbau

- 24,7

- 5,6

+ 1,2

+ 4,4

+ 10,1

+ 3,5

Gewerblicher Bau

- 30,9

+ 11,5

- 1,7

+ 4,3

+ 14,9

+ 7,3

Öffentlicher Bau

- 7,3

- 27,6

+ 7,2

+ 4,4

+ 0,1

- 3,6

1 Betriebe mit 50 u. mehr tätigen Personen (einschl. prod. Handwerk); starke Veränderungen in einzelnen Wirtschaftszweigen können auch strukturelle Gründe haben.
2 Kraftwagen und -teile und sonstiger Fahrzeugbau.
3 Betriebe von Unternehmen mit 20 u. mehr Beschäftigten (einschl. Arbeitsgemeinschaften, unabhängig von der Beschäftigtenzahl).

13

Auf einen Blick

Wirtschaftszweige

2014
4. Vj.

2015
1. Vj.

2. Vj.

3. Vj.

4. Vj.

Jahr

Veränderung gegenüber Vorjahreszeitraum in %

Einzelhandel
Umsatz (real) insgesamt1

+ 4,5

+ 6,3

+ 4,8

+ 5,4

+ 4,4

+ 5,2

- 0,3

+ 2,7

+ 0,8

+ 2,7

+ 2,6

+ 2,2

+ 2,6

+ 4,0

+ 3,2

+ 5,4

+ 2,1

+ 3,6

Heimtextilien, Einrichtungsbedarf u. a.

+ 0,9

+ 5,5

+ 0,9

+ 0,8

+ 1,5

+ 2,1

mit Verlagsprodukten, Sportausrüst. u. a.

+ 6,6

+ 6,6

+ 6,5

+ 4,0

+ 3,3

+ 5,0

+ 20,2

+ 18,6

+ 19,8

+ 23,7

+ 14,3

+ 18,6

Umsatz (real) insgesamt

+ 6,3

+ 2,0

+ 4,3

+ 2,9

+ 3,4

+ 3,2

darunter: Beherbergung

+ 3,2

+ 1,9

+ 4,4

+ 1,9

- 0,9

+ 1,8

darunter: Hotellerie

+ 3,0

+ 1,8

+ 4,3

+ 1,7

- 1,5

+ 1,6

Gastronomie

+ 8,7

+ 2,0

+ 4,1

+ 3,7

+ 6,6

+ 4,2

Gästeankünfte insgesamt3

+ 7,7

+ 7,1

+ 3,4

+ 4,4

+ 2,5

+ 4,2

Inland

+ 7,2

+ 6,4

- 0,2

+ 3,5

- 0,4

+ 2,1

Ausland

+ 8,5

+ 8,2

+ 9,6

+ 5,7

+ 7,5

+ 7,6

+ 8,3

+ 8,3

+ 2,5

+ 6,9

+ 4,8

+ 5,4

Inland

+ 7,5

+ 7,5

- 1,5

+ 4,2

+ 1,2

+ 2,5

Ausland

+ 9,3

+ 9,5

+ 7,8

+ 10,0

+ 9,6

+ 9,2

darunter: Einzelhandel in Verkaufsräumen
mit Waren verschiedener Art
Facheinzelhandel mit Nahrungsmitteln,
Getränken und Tabakwaren
mit IK-Technik, Haushaltsgeräten,

Einzelhandel nicht in Verkaufsräumen2

Gastgewerbe

Gästeübernachtungen insgesamt3

Unternehmensgründungen

2014
4. Vj.

2015
1. Vj.

2. Vj.

3. Vj.

4. Vj.

Jahr

Anzahl

Neuerrichtungen4

9.793

10.647

9.637

9.757

8.855

38.896

Stilllegungen5

7.940

8.911

7.090

7.153

7.845

30.999

SALDO

+ 1.853

+ 1.736

+ 2.547

+ 2.604

+ 1.010

+ 7.897

Einzelunternehmen

2014
4. Vj.

2015
1. Vj.

2. Vj.

3. Vj.

4. Vj.

Jahr

Neuerrichtungen von Einzelunternehmen

1
2
3
4
5

14

Anzahl
7.932

8.691

7.728

8.004

7.066

31.489

weiblich

2.477

2.572

2.303

2.440

2.222

9.537

männlich

5.455

6.119

5.425

5.564

4.844

21.952

deutsch

4.091

4.261

3.811

3.994

3.631

15.697

ausländisch

3.841

4.430

3.917

4.010

3.435

15.792

Einzelhandel ohne Kfz-Handel.
Versand- (inkl. Internethandel), Markt- und Lagerhandel sowie sonstiger Einzelhandel außerhalb von Verkaufsräumen.
In Beherbergungsstätten einschließlich übrige Beherbergungsstätten.
Neuerrichtungen berücksichtigen nicht die Gewerbeanmeldungen wegen Übernahme eines Betriebes, Gesellschaftereintritt, Änderung der Rechtsform oder Zuzug aus einem anderen Meldebezirk.
Zu den Stilllegungen zählen nicht die Gewerbeabmeldungen bei Verkauf, Verpachtung, Änderung der Rechtsform, Gesellschafteraustritt oder Verlegung in einen anderen Meldebezirk.

Auf einen Blick

noch Einzelunternehmen
Stilllegungen von Einzelunternehmen

2014
4. Vj.

2015
1. Vj.

2. Vj.

3. Vj.

4. Vj.

Jahr

Anzahl
6.626

7.331

5.774

5.980

6.597

25.682

weiblich
männlich

2.033
4.593

2.134
5.197

1.693
4.081

1.796
4.184

1.927
4.670

7.550
18.132

deutsch
ausländisch

3.627
2.999

4.110
3.221

3.310
2.464

3.275
2.705

3.653
2.944

14.348
11.334

+ 1.306

+ 1.360

+ 1.954

+ 2.024

+ 469

+ 5.807

weiblich

+ 444

+ 438

+ 610

+ 644

+ 295

+ 1.987

männlich

+ 862

+ 922

+ 1.344

+ 1.380

+ 174

+ 3.820

deutsch

+ 464

+ 151

+ 501

+ 719

- 22

+ 1.349

ausländisch

+ 842

+ 1.209

+ 1.453

+ 1.305

+ 491

+ 4.458

2015
1. Vj.

2. Vj.

3. Vj.

SALDO Einzelunternehmen

Beschäftigung

2014
4. Vj.

4. Vj.

Jahr

Veränderung gegenüber Vorjahreszeitraum in %

Verarbeitendes Gewerbe1

- 0,0

+ 1,2

+ 1,0

+ 1,3

+ 2,0

+ 1,4

Bauhauptgewerbe2

- 0,4

+ 3,2

+ 1,5

+ 1,0

- 3,2

+ 0,6

Einzelhandel3

- 0,7

+ 2,9

+ 2,9

+ 1,4

+ 1,5

+ 2,2

Gastgewerbe

+ 1,7

+ 4,1

+ 4,2

+ 4,4

+ 3,0

+ 3,9

Arbeitslosigkeit

2015
Okt

Arbeitslose insgesamt

Nov

Dez

Jahr

2016
Jan

Feb

Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat
- 8.754

- 9.258

- 7.546

- 8.115

- 11.296

- 11.378

Frauen

- 3.711

- 4.147

- 3.316

- 3.429

- 4.655

- 4.829

Männer

- 5.043

- 5.111

- 4.230

- 4.686

- 6.641

- 6.549

10,6

in %
Arbeitslosenquote insgesamt4

1
2
3
4

10,2

10,0

10,1

10,7

10,7

Frauen

9,6

9,3

9,3

9,8

9,8

9,6

Männer

10,9

10,7

10,9

11,4

11,6

11,5

Bezogen auf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.
Betriebe von Unternehmen mit 20 u. mehr Beschäftigten (einschl. Arbeitsgemeinschaften, unabhängig von der Beschäftigtenzahl).
Einzelhandel ohne Kfz-Handel.
Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen.

Quellen: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit; eigene Berechnungen

15
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.