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Periodical volume

Full text: Gemeindebrief Issue 88.2015

Gemeindebrief
Evangelische Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord 	

Nr. 88 	

Energisch schreitet sie –
in Bronze gegossen –
im Hof des Lutherhauses
zu Wittenberg daher,
Katharina von Bora,
Luthers »Herr Käthe«.
Werk der Bielefelder
Künstlerin Nina Koch.

Elias · Gethsemane · Paul Gerhardt · Segen

Oktober  |  November 2015

In dieser Ausgabe
Das Wort	
Kleine Worte	
Gemeindenachrichten	
Nachruf 	

3
4
5
6/7

Gottesdienste, Geburtstage, Amtshandlungen	20/21
Gruppen und Kreise	
22/23
Berliner lettische
Gemeinde	
24/25
Symbolik	

26/27

Gedenken	

28/29

Ein deutsches Requiem 	 8/9

Reicht die historische
Aufarbeitung?	

10/11

Flüchtlingshilfe	

12/13

Konzerte & Veranstaltungen	
Ökumene	
Zu Besuch bei Freunden	 32

30
31

Christliche Meditation 	 14/15
Kunst und
Nachbarschaft	
Kinder, Kinder	

34 /35

16/17
Orte/Ansprechpartner		
Neue Mitarbeiter	

Auf ein Wort –
Stadtkloster 	

18/19

	
Anzeigen	

36
37

	

38/40

+++ L i v e t i c k e r:+++ Turnhalle der Schliemannschule (Wichertstr. 25) als Notunterkunft für Flüchtlinge eingerichtet. +++ Ca. 100
Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und aus der Ukraine +++ alle, die helfen wollen, in einen E-Mail-Verteiler aufnehmen +++ Frau Ulrike
Fleischer (ulrikefleischer@posteo.de) +++ bereit für die Koordination der Hilfe +++ Facebook: »Pankow hilft« – Seite Notaufnahme
Wichertstr. immer aktuelle Informationen über den Hilfebedarf. +++ Gemeinde Heilige Familie will Deutschunterricht anbieten. +++
kompetente Mitwirkung gesucht +++ Kontakt: Frau Fleischer +++ Unterrichtsmaterial »Deutsch für Ausländer« wird organisiert.

Hinweis: Der Gemeindebrief erscheint als PDF-Download
auf der gemeinde­eigenen Homepage www.ekpn.de
Herausgegeben vom
Gemeindekirchenrat der
Evangelischen Kirchengemeinde
Prenzlauer Berg Nord.
Auflage: 2000
Redaktionsanschrift:
Zentralbüro der Ev. Kirchengemeinde
Prenzlauer Berg Nord
Gethsemanestr. 9, 10437 Berlin
T.: 4 45 77 45, F.: 43 73 43 78
gemeindebrief@ekpn.de

Für alle Smartphonebesitzer:
nebenstehender QR-Code zum schnellen
Ansehen der Internetseite www.ekpn.de
Konzeption & Gestaltung:
Grafik-DesignBüro Dieter Wendland
Redaktionsschluss für die nächste
Ausgabe ist der 01. 11. 2015.
Redaktionelle Koordination:
Mario Gugeler
Die Artikel geben die Meinung der
Verfasser wieder und nicht immer die
der Redaktion bzw. des Gemeinde­
kirchenrates
Titelfoto: Dieter Wendland

Druck mit freundlicher Unterstützung von

Zum Titel:
Martin Luther und Katharina von Bora wurden am
13. Juni 1525 von Johannes Bugenhagen im Schwar­
zen Kloster getraut. Die Luthers lebten und wirk­
ten im ehemaligen Augustinerkloster in der Luther­
stadt Wittenberg, dessen Bewirtschaftung zum gro­
ßen Teil Katharina von Bora übernahm. Neben der
Verwaltung betrieb sie Viehzucht sowie eine Bier­
brauerei und bewirtschaftete die zahlreichen Län­
dereien. Die Lehren Luthers verfolgten hier zahl­
reiche Studenten und Gäste, die Katharina versorgte.
Am Reformationstag sollten wir – stellvertretend für
die vielen gestandenen Frauen der Reformation in
Geschichte und Gegenwart unserer Kirche – dieser
Frau der Reformation gedenken! Dieter Wendland

Haben wir Gutes empfangen von Gott
und sollten das Böse nicht auch annehmen? (Hiob 2,10)
Erbarmt euch derer, die zweifeln. (Judasbrief 22)
Eine Antwort auf diese Fragen gibt es nicht, wohl aber
einen Rat, mit ihnen zu leben. Wir sind mit diesen
zerfleischenden Fragen nicht allein: wir haben uns.
»Erbarmt Euch derer, die zweifeln«, leidet mit denen,
die allen Grund zu verzweifeln haben und verzwei­
felt sind! Gott bewahrt uns nicht vor dem Leiden,
aber er begleitet uns im Leiden. Und er begleitet uns,
in dem er uns gegenseitig zur Seite stellt. Wenn wir in
unserem Leben die Güte Gottes in vollen Zügen erfah­
Aus dem Buch Hiob lesen wir eine logische und ratio­ ren, dann haben wir sehr viel Kraft, bei denen zu sein,
nale Anleitung, wie wir mit dem, was uns Schlimmes die mit Recht verzweifelt sind – nicht nur bis zu einem
widerfährt, umgehen können. Nehmen wir das Gute gewissen Grad.
aus Gottes Hand, dann können wir doch auch das von
ihm empfangen, was unser Leben schwer belastet. Die »Monatssprüche« sind 1934 entstanden, als schon
Bis zu einem gewissen Grad funktioniert das auch recht klar war, wohin es mit der grausamen Dikta­
und macht uns demütig gegenüber allem, was uns tur in unserem Land gehen wird. Ein Jugendwart
zugemutet wird, nimmt uns die Sorgen und das Lei­ aus Kassel hat sie »erfunden« und auf gelbes Papier
den unter Schicksalsschlägen – aber eben nur bis zu drucken lassen. »Gelbe Monatssprüche« wurden sie
genannt. Die Auflage stieg innerhalb kurzer Zeit in
einem gewissen Grad.
enorme Höhen. Die NSDAP reagierte und druckte
Was ist mit Menschen, die erdulden müssen, was in sogleich »den braunen Monatsspruch«. Als das seine
überhaupt keinem Verhältnis mehr steht zu dem Wirkung verfehlte, wurden die »gelben Monatssprü­
Guten, das sie erfahren? Können wir diese Weis­ che« durch das »Gesetz zur Abwehr heimtückischer
heit Menschen vorhalten, die aus ihrer Heimat flie­ Angriffe gegen Partei und Staat« verboten.
hen mussten, weil sie dort im Krieg unter Lebensge­
fahr existieren mussten, einen unvorstellbar groß­ Was haben solche einzelnen Bibelworte nicht für
en Leidensweg durch die Wüste und über das Mit­ eine Kraft?! Uns steht viel zu Gebote, gemeinsam Lei­
telmeer durchgemacht haben, deren Freunde und den zu tragen – auch uns, als Gemeinde Jesu Christi,
Angehörige erschossen wurden oder ertrunken sind im Norden des Prenzlauer Berges. Darauf lasst uns
und dann in Europa auch nur in menschenunwür­ mitein-ander zugehen, wenn wir das Leiden unserer
digen ­»Massenlagern« ohne Zukunftsperspektive exi­ Geschwister in den Kriegsgebieten, das Leiden derer,
die bei uns gestrandet sind und das Leiden
stieren?
unserer Geschwister in unserer Gemeinde in
In unserer Gemeinde starb Christina mit 31 Jahren, den Blick nehmen. Die besinnliche Zeit des
die uns sehr vertraut war und die eine wichtige Rolle Kirchenjahres kommt auf uns zu. In ihr lasst
in unserer Gemeinde gespielt hat. Wir akzeptieren uns Kraft sammeln und unsere Augen aufma­
ihren Tod nicht. Von einem gütigen Gott hätten wir chen füreinander. Der Allmächtige lasse uns
schon erwartet, dass er ihren Tod verhindert. Er hätte diese Zeit fruchtbar werden.
Mit allen guten Wünschen, Ihr Pfarrer Zeiske
es in der Hand gehabt, sie zu heilen.

Das Wort

Liebe Leserin, lieber Leser,
unser Gemeindebrief erscheint alle zwei Monate.
Das gibt uns, den Verfassenden des »Wortes«, die
Gelegenheit, einen der Monatssprüche auszuwählen
und darüber Gedanken zu entfalten. Für die beiden
Monate, die nun kommen, fällt die Auswahl schwer,
denn beide Sprüche ergänzen sich so, als ob die Zusam­
menstellung beabsichtigt und klug gewählt wäre.

3

Auferstehung, Gnade, Sünde, Rechtfertigung,
Christus, Erlösung, Messias, Ewigkeit …
Alles große Worte. Wir hören sie oft im Gottesdienst.
Aber was bedeuten sie? Wie würden Sie jemandem
erzählen, was Gnade ist? In Ihren eigenen kleinen
Worten? Probieren Sie es aus! Schenken Sie uns Ihre
kleinen Worte zu »Gnade«. Glaube bleibt lebendig,
wenn wir immer wieder Worte dafür finden und sie
uns einander erzählen. Schicken Sie Ihre kleinen
Worte an: kleine-worte@ekpn.de. Wir freuen uns
darauf!

Kleine Worte

Gnade

4

»Ich bin ich. Und das ist okay.«
Eigentlich müsste ich das singen. Denn das ist ein Lied.
Eines, das nur einstimmig gesungen werden kann.
Ich habe es gehört bei einer Chorprobe.
In der Gitschiner S traße in Berlin Kreuzberg gibt es ein Haus.
Wenn man durch das Tor hindurch geht, gelangt man auf einen Hinterhof.
Dort ist ein Eingang zu einem Café. Das Café ist ein Treffpunkt für Obdachlose
und arme Menschen.
Sie treffen sich, um einen Kaffee zu trinken und sich aufzuwärmen.
Und manche von ihnen machen Kunst.
Sie malen im Dachgeschoß Bilder in einem Atelier oder singen.
Denn jeden zweiten Mittwoch ist Chorprobe.
Es ist der einzige Chor, den ich kenne, der einstimmig singt.
Es gibt keine zweite oder dritte Stimme, keine Bässe, Altstimmen und Soprane:
Es gibt nur die eine Melodie und verschiedene Stimmen, die sie singen.
Rolf ist eine Stimme. Er ist klein und hat lila gefärbte Haare.
Stefan redet leise und wenn er singt, dann muss er immer den Takt mitklopfen.
Er trommelt auch in der Sambagruppe.
Marita wirkt immer ein wenig nervös, sie schließt beim Singen die Augen und
wiegt ihren Oberkörper hin und her.
Der Raum, in dem wir singen ist klein und hell, wir stehen dicht beieinander.
Und ich sing mit. Und ich bin ich. Und ich bin okay.

Pfarrerin Jasmin El-Manhy

Zur ersten Sitzung nach den Ferien Anfang Septem­
ber trafen wir uns im Stadtkloster Segen. Nach einer
gemeinsamen Andacht in der Kirche haben wir uns
zunächst zum gemeinsamen Essen getroffen, um
ohne drückende Tagesordnung Gelegenheit zu
haben, miteinander ins Gespräch zu kommen. Als
Gäste aus dem Stadtkloster waren Georg Schubert
und Urs Trösch dabei.
Der Austausch blieb uns auch in der weiteren Sit­
zung wichtig. Seit einigen Monaten hören wir zu
Beginn Visionen für die Gemeinde. Jeweils ein GKRMitglied stellt seine Gedanken für die zukünftige
Entwicklung unserer Gemeinde vor, die anderen
dürfen zuhören. So haben wir Denkanstöße für alle
und geben zugleich über die Sachthemen hinaus
Einblicke in die persönlichen Blickwinkel. In ähn­
licher Weise haben wir uns Zeit genommen zu
hören, wie es unseren Pfarrer_innen seit den Verän­
derungen im Pfarrteam geht und wie die ehrenamt­
lichen GKR-Mitglieder die Entwicklung wahrneh­
men. Es ging uns dabei zunächst um das Zuhören
und Austauschen, weniger um das Diskutieren oder
Ableiten von Handlungsnotwendigkeiten, auch
wenn uns das Gehörte und Beobachtete in der näch­
sten Zeit hoffentlich begleiten wird. Ausgetauscht
haben wir uns außerdem zum Thema Flucht. Auch
angesichts der allgemeinen Entwicklung waren wir
uns einig, dass uns Flüchtlinge länger beschäftigen
werden. Es ging uns dabei noch nicht so sehr um
konkrete Fragen, vielmehr um das allgemeine
Bewusstsein und einige Gedanken zu Handlungs­
möglichkeiten. Wir haben bei verschiedenen Stellen
Anträge auf Zuschüsse für die zweite Bauphase der
Sanierung der Gethsemanekirche beschlossen,
sowie die Einstellung eines neuen Hausmeisters,
nachdem in den Sommerferien eine Vielzahl von
Bewerbungen gesichtet und ein Gremium aus Perso­
nal- und GKR-Mitgliedern Auswahlgespräche
geführt hatte. Daniel Kranz wird ab dem 1. Oktober
auf einer 100%-Stelle an den verschiedenen Gemein­
deorten tätig werden. Wir begrüßen ihn herzlich
und wünschen ihm einen guten Start!
Ulrike Lemmel, Vorsitzende des GKR

Stiftung ›Gute Tat‹
Ehrenamtliche helfen Flüchtlingen
in Berlin · neue Koordinierungs­
stelle
Seit Wochen und Monaten engagieren sich Hunder­
te Ehrenamtliche in Gemeinden, Einrichtungen und
Initiativen um Flüchtlinge, damit die Menschen mit
dem Nötigsten versorgt werden. Ihnen allen gebührt
großer Dank für die unmittelbaren Zeichen der
Menschlichkeit. Um dieses Engagement zu nutzen,
hat sich Bischof Dr. Markus Dröge für die Verbes­
serung der Koordination eingesetzt.
Die Stiftung »Gute-Tat.de« (www.gute-tat.de) ist auf
Bitten des Senats die neue Koordinierungsstelle für
Ehrenamtliche zugunsten von Flüchtlingen in
Berlin ist. Bischof Dröge ist Schirmherr der Stiftung.
Die Mitarbeitenden der Stiftung sichten zurzeit
unter Hochdruck, welche Einsatzstellen es gibt, um
dann Ehrenamtliche zu vermitteln. Gemeinden,
Einrichtungen und Initiativen können ehrenamt­
lichen Bedarf bei »Gute Tat« anmelden. Gleich­
zeitig können sich Hilfswillige bei Gute Tat
melden:
Stiftung Gute-Tat.de
Zinnowitzer Straße 1
10115 Berlin
Telefon: (030) 390 88 222
E-Mail: berlin@gute-tat.de
Außerdem wird das Diakonische Werk BerlinBrandenburg-schlesische Oberlausitz in den
kommenden Tagen auf seiner Internetseite
(http://www.diakonie-portal.de/) eine Veröf­
fentlichung der Bedarfe an Spenden und
ehrenamtlichem Engagement der diako­
nischen Träger von Gemeinschaftsunterkünf­
ten veröffentlichen. So können sich Hilfswilli­
ge möglichst aktuell informieren, was an wel­
chem Ort beim Diakonischen Werk gebraucht
wird. Unter­stützer können sich dann direkt an
die Unterkunft wenden.

Gemeindenachrichten

Gemeindekirchenrat

5

und Tante, Freundin und Vertraute. Sie musizierte
auf der Geige und sang gerne. Sie engagierte sich für
Mitstudierende und half, wo sie konnte. Sie schloss
ein Studium der Chemie ab und machte eine Weiter­
bildung bei Parexel, wo sie anschließend arbeitete.

Christina Lehmann
31. 10. 1983 – 14. 8. 2015
Am 14. August 2015 schied Christina Lehmann aus
dem Leben. Lange Jahre engagierte sie sich in der
Gemeinde, im Gemeindekirchenrat und in verschie­
denen Gruppen und Chören. Zuletzt im Chor »stimmt
so«. Am 27. August haben viele Angehörige, Freun­
dinnen und Freunde, Abschied von ihr genommen,
zunächst auf dem Friedhof, am Grab und dann im
Stadtkloster Segen mit einer Trauerfeier.

Es ist, als sähen wir zwei Christinas. Und sie selbst? Sie
erlebte sich wohl oft auch zwei geteilt. Dietrich Bon­
hoeffer, äußerlich im Gefängnis, schildert diesen
Zwiespalt einmal sehr eindrücklich. Und ich denke,
dass die äußere Gefangenschaft und die innere
Unfreiheit, die Christina erlebte, vielleicht ähnliche
Erfahrungen machen lassen. Bonhoeffer schreibt:

Nachruf

Wer bin ich? Sie sagen mir oft,
ich träte aus meiner Zelle
gelassen und heiter und fest
wie ein Gutsherr aus seinem Schloß.
[...]
Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen?
Oder bin ich nur das, was ich selbst von mir weiß?
Unruhig, sehnsüchtig, krank, wie ein Vogel im Käfig,
Ihr Tod erscheint uns als Zumutung – gleichsam die ringend nach Lebensatem …
letzte Zumutung am Ende eines Lebens, das Christina Wer bin ich?
so sehr als Zumutung erlebte, dass sie der Sehnsucht
nachgab, im Tod endlich Erleichterung und Freiheit Wer war Christina? Bevor wir eine Antwort suchen,
zu finden, einen hellen, weiten Raum statt der ist es gut, auf den Apostel Paulus zu hören. Er schreibt
düsteren Enge, in die die Krankheit der Seele sie an die Korinther (1. Kor 4,5):
immer wieder hinein zwang.
Entscheidend ist das Urteil, das der Herr über mich
spricht. Darum urteilt nicht vorschnell, nicht
Christina kämpfte mit ihrer Krankheit und bevor der Herr kommt! Er wird auch, was im Dun­
rang um Licht und Lebensenergie. Therapie, keln verborgen ist, ans Licht bringen und wird
Aufenthalte in der Klinik, Hilfe und Unterstüt­ ­Sinnen und Trachten der Herzen offenbar machen.
zung von Familie und Freunden halfen ihr oft, Und dann wird einem jeden sein Lob zuteil werden
genügend Licht für die Tage zu bekommen, es von Gott.
gab aber auch manche Zeiten, in denen die
Dunkelheit groß war. Und zum Schluss wurde Paulus muss sich mit den Korinthern auseinander
die Verzweiflung zu stark. Dabei hatte Christi­ setzen. Und er bittet sie, nicht über ihn zu urteilen.
na eine andere Seite. Sie war fröhlich und hilfs­ Paulus will sich auf das Urteil des Herrn verlassen.
bereit, aufgelegt zu Späßen. Sie war Schwester Welchen Herrn meint er? Er spricht von Jesus, der

6

Eröffnung Flüchtlingskirche

von sich sagt, dass er gekommen ist für die Kranken,
nicht für die Gesunden, der 99 Schafe zurück lässt, um
das eine verirrte zu suchen. Der uns zuruft: Kommt
her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Er
spricht von dem Herrn, der aus Liebe zu seinen Freun­
den, sein Leben gab.
Und Paulus weist die Korinther darauf hin, dass der
Christus urteilen wird, wenn er kommt. Es ist seine
Aufgabe zu beurteilen. Es ist die Aufgabe des Chri­
stus, ans Licht zu bringen und zu bewerten, nicht
unsere. Solange brauchen wir Geduld. Und dann sagt
Paulus etwas sehr Spannendes: Und dann wird einem
jeden sein Lob zuteil werden von Gott. Und dann wird
einer jeden ihr Lob zuteil werden von Gott. Nicht
»nach seinen Taten«, sondern Lob. Das ist die Zukunft,
der auch Christina entgegen geht.
Und wir? Wir bleiben zurück mit einer Lücke, die sich
nicht einfach füllen lässt. Noch einmal ein Zitat von
Dietrich Bonhoeffer: »Zunächst: es gibt nichts, was
uns die Abwesenheit eines lieben Menschen erset­
zen kann, und man soll das auch gar nicht versuchen;
man muss es einfach aushalten und durchhalten; das
klingt zunächst sehr hart, aber es ist doch zugleich ein
großer Trost; denn indem die Lücke wirklich unaus­
gefüllt bleibt, bleibt man durch sie miteinander ver­
bunden. Es ist verkehrt, wenn man sagt, Gott füllt die
Lücke aus; er füllt sie gar nicht aus, sondern er hält sie
vielmehr gerade unausgefüllt, und hilft uns dadurch,
unsere echte Gemeinschaft miteinander – wenn auch
unter Schmerzen – zu bewahren.«
Ja, der Tod von Christina ist eine Zumutung. Wir hof­
fen und glauben, dass sie jetzt schaut und sieht, wie
gütig Gott ist. Unsere Gedanken und Gebete sind
bei Familie und Freunden, dass Gott sie tröstet, »wie
einen seine Mutter tröstet«. So sagt es der Prophet
Jesaja.
Georg Schubert

8. Oktober 2015 um 18 Uhr
Dazu laden die Ev. Kirche Berlin-Brandenburgschlesische Oberlausitz, das Berliner Missionswerk,
sowie der Kirchenkreis und das Diakonische Werk
Berlin Stadtmitte e.V. St. Simeonkirche in BerlinKreuzberg, Wassertorstr. 21 (U-Bhf. Prinzenstraße)
ein.

Buß- und Bettag
18. 11., 18 Uhr, Paul- Gerhardt
Ökumenische Einladung,
Predigt: Pastor Andreas Güthling (Gemeinde Zoar)

Bibelwerkstatt
7. 10., 20 Uhr
Bibelarbeit mit Prof. Dr. Christof Hardmeier
im Gethsemane- Gemeindehaus mit dem Thema:
»Verantwortung des Menschen für Natur und
Umwelt in der biblischen Schöpfungsgeschichte«.

Jubelkonfirmation
8. 11., 9.30 Uhr
Wer sein 50 jähriges oder ein höheres Konfirma­
tionsjubiläum begehen möchte oder ein ent­
sprechendes Jubiläum einer Erwachsenentaufe, der
sei herzlich eingeladen zum Festgottesdienst in der
Paul-Gerhardt-Kirche. Bitte melden Sie sich im
Zentralbüro oder bei Pfn. Fey und Pf. Kuske an. Sie
erhalten dann weitere Informationen. Wir freuen
uns auf Ihre Anmeldung!

Ewigkeitssonntag
Wir feiern die Friedhofsandachten am 22. 11.
Segen: Pfarrerin Jasmin El-Manhy, 14 Uhr
Nordend: Pfarrer Tobias Kuske, 15 Uhr
Elisabethstift: Pfarrer Gerber, 15 Uhr

7

Ein Deutsches Requiem
lieren, ergriff viele in der ehemaligen DDR. Der Hon­
necker-Satz, dass die Mauer auch noch in 100 Jah­
ren bestehen wird, veranlasste auch meinen damals
16-jährigen Sohn zu dem Satz: »Glaubst Du, dass ich
hier immer bleibe?« Der Trend im Sommer 89 war,
zumindest unter vielen Jugendlichen, „abzuhauen“.
Jeder, der mit Konzertaufführungen beschäftigt ist,
weiß, wie lange vorher ein solches Projekt geplant
werden muss. So hatte unser Kantor zufällig, ohne zu
In Sommer und Herbst 89 verließen immer mehr ahnen, wie schnell sich dieses Land ändern würde,
Menschen, insbesondere die Jugend, das Land. Sie ein in diese Umbruchzeit passendes Stück ausge­
flüchteten über Ungarn, die Prager Botschaft, War­ wählt.
schau. Nach jeder Chorprobe sah ich zu Hause um
halb elf die Tagesthemen. Ich sah Züge mit fröhlich Erfahrungsgemäß war die Nachfrage bei unseren
winkenden Jugend­lichen auf der Fahrt gen Westen Konzerten auch ohne Werbung erheblich größer als
und dachte bei mir: »Und WIR singen ein DEUTSCHES Plätze vorhanden waren, weshalb Stühle dazugestellt
Requiem.« Die Angst, dass die gesamte Jugend das werden mussten. Also schleppten Chormitglieder
Land verlässt, wurde immer größer, und das Gefühl, mindestens zwei Wochen vor dem Konzert Stühle
wir singen für unser Land ein Beerdigungsstück, durch die Kirche, die für ein kurz darauf stattfin­
immer intensiver. Diese Angst, die Jugend zu ver­ dendes Konzert der Domkantorei ebenso gebraucht

Weggehen

Von 1977 bis 1996 war ich Mitglied im Chor der PaulGerhardt Gemeinde unter der Leitung von Friedrich
Rechenberg. Wir haben große Werke gesungen, man­
che Aufführungen fanden in der größeren Gethse­
manekirche statt. So begannen wir im Sommer 1989,
das Deutsche Requiem von Brahms zu üben. Am 12.
November 1989 sollte in der Gethsemanekirche das
Konzert stattfinden.

8

wurden. So haben beide Chöre zusammen Stühle
geschleppt und aufgestellt. Die Kirche war zu der Zeit
einfach offen für jedermann. Durch die Ereignisse am
7. Oktober, den Hungerstreik und die zahlreichen,
sich in der Kirche vorstellenden Initiativen war die
Gethsemane­kirche plötzlich weltbekannt. Viele Men­
schen strömten in die Kirche, wir fanden kaum noch
Platz für die Stühle und mussten uns durch diese
Menschenmassen hindurch­zwängen.
Am Sonnabend, dem 4. November, hatten wir nach­
mittags eine Probe im Konzerthaus der Staatsoper,
unmittelbar zuvor fand die große Kundgebung auf
dem Alex statt. Viele Chormitglieder kamen unmit­
telbar vom Alex zur Probe und waren von dem bewe­
genden Ereignis noch sehr aufgewühlt. Eine Chor­
freundin berichtete, dass sie ihren Mann nur schwer
davon abbringen konnte, ein Plakat mit dem Text
»Für Wiedervereinigung« mitzubringen. Wir fanden
dieses Vorhaben völlig absurd und mussten darü­

ber sehr lachen. Von Mauerfall oder gar Wiederver­
einigung war zu diesem Zeitpunkt keine Rede. Wir
wollten nur, dass sich etwas ändert. Die Probe direkt
danach tat gut, weil man von dem euphorischen
Gefühl wieder auf den Boden der Tatsachen, sprich
der Noten, runterkommen musste.
Die Geschichte des Mauerfalls am darauf folgenden
Donnerstag, auch wieder ein Probentag, hat dann
das Konzert am Sonntag überrollt. Es waren am
Ende erkennbar weniger Plätze besetzt als Karten im
Voraus verkauft wurden. Entweder waren die Leute
bei dem Sonder-Rockkonzert in der Deutschland­
halle oder sie erkundeten den Westen. Die Zuhörer,
die trotz offener Grenze zum Konzert kamen, waren
dankbar für die Ruhe, die sie in der Aufregung dieser
Tage in der Gethsemanekirche fanden.
Evelyn Schott.

9

Reicht die historische Aufarbeitung?
zu­beziehen« ( S. 98). Denn der Erziehungsstil der
­damaligen Zeit hat Bindung konsequent verhindert.
J. Haarer empfahl, das Kind schreien zu lassen, denn
es sollte sich an die Zeitgewohnheiten der Erwach­
senen anpassen lernen. Beim Stillen brauche kein
Augenkontakt hergestellt werden, Körperkontakt sei
überflüssig. .

Die emotionale Aufarbeitung innerhalb der Fami­
lien jedoch war über sehr lange Zeit kein Thema. Erst
um die Jahrtausendwende begann man, sich mit
den Spätfolgen des Krieges zu beschäftigen. Langsam
begann man zu begreifen, dass traumatisierende Fol­
gen der Kriegskindheit sich u. U. erst im Alter bemerk­
bar machen können und dass sie nicht ausschließlich
im Kriegsgeschehen selber zu suchen sind, sondern
in der Vermischung mit den Erziehungsprinzipien
im Nationalsozialismus. So haben diese Jahrgänge
so lange funktioniert, bis sie mehr Zeit und ein
weniger zur Verdrängung fähiges Hirn hatten.

Die im 2. Weltkrieg Krieg Geborenen hatten jedoch
schon Eltern, die durch ihre eigenen Lebensumstän­
de von Angst ergriffen waren. Als Kind erlebten diese
Eltern bereits den 1. Weltkrieg. Hinzu kam die damals
noch vorherrschende »Schwarze Pädagogik«, die
Gewalt und Einschüchterung als Mittel der Erziehung
verherrlichte. Durch die Kombination von Erzie­
hungsmethoden mit Kriegserleben blieben schon die
Eltern in einer unsicheren Bindung zu ihren Eltern.
Für die im 2. Weltkrieg Geborenen kam dann die per­
manente Reizüberflutung durch Luftschutzsirenen,
Luftangriffe, explodierende Bomben hinzu.
Das bedeutete Stress in ganzfrühen Lebensjahren.
Stressverabeitung
und Stressregu­
lation
brau­
chen jedoch
als Unter­
stützung
soziale
Bin-

Jahresthema 2015: Krieg

Seit den neunziger Jahren haben wir die Auseinan­
dersetzung mit unserer Vergangenheit in Fernsehdo­
kumentationen, Kinofilmen und Gedenktagen tat­
sächlich angepackt. Die historische Dimension von
Schuld und Verantwortung, von Tätern und Opfern,
scheint mir in der Öffentlichkeit angekommen und
nicht mehr verdrängt zu sein.

10

Heute werden die Geburtsjahrgänge 1932 – 1947
als Kriegsjahrgänge bezeichnet. Die vor dem
Krieg Geborenen jedoch trennt etwas von den
Jahrgängen der im Krieg Geborenen, denn sie
konnten sich erinnern, Bilder zurückrufen und
dann aussprechen, was sie so vehement gefan­
gen hält in ihren Gefühlen. Die im Krieg Gebo­
renen jedoch waren zu jung, um Erinnerungen
speichern zu können, sie können ihre Gefühle
von Entwurzelung, Angst, Bodenlosigkeit,
­mangelndem Urvertrauen nicht an reale Gege­
benheiten anbinden. Darum werden heute auch
Kriegserinnerungen von Kriegsfolgen unter­
schieden.
B. Alberti resümiert in ihrem Buch »Seelische
Trümmer«: »Für das Verstehen des Leids der
Kriegskindergeneration und seine transge­
nerationelle Weitergabe scheint es bedeut­
sam, die nationalsozialistische Bindungstrau­
matisierung in die Kriegstraumatisierung ein­

dungen. In Verbindung mit den Erziehungsmetho­
den wurde es den Kriegskindern daher unmöglich,
Halt und Geborgenheitsgefühle zu entwickeln. Wenn
ein Kind weder gesehen noch gehört wird, entwickelt
es ein Gefühl von Unwichtigkeit und Ablehnung,
was ein mangelndes Selbstwertgefühl zur Folge hat.
Gefühle sind vererbbar, Bilder nicht! Da die Mütter
durch das Kriegsgeschehen einerseits und die Sorge
um den Vater andererseits sich emotional nicht mehr
um ihre Kinder kümmern konnten, drehte sich sehr
häufig das Beziehungsverhältnis dann auch noch
um: das Kind musste sich um die Mutter kümmern
und konnte deshalb schon ganz früh in seinem Leben
nicht mehr Kind sein. All das zusammen ist dann der
ideale Grundstock für ein Kriegstrauma.

deutlich, wie wichtig eine emotionale Aufarbeitung
der Kriegszeit in den Familien ist. Dafür ist es not­
wendig, Kriegsfolgen und Folgen der Erziehungsme­
thoden zusammenzusehen. Die Schwierigkeit der im
Krieg Geborenen liegt in der Nicht-Erinnerbarkeit
und damit Nicht-Aussprechbarkeit vorsprachlicher
Erlebnisse. Sie haben durchweg ihre Kinder funktio­
nal gut versorgt, emotional aber nicht. Daraus ergibt
sich das Problem der Kriegsfolgen, die bis zur Jahr­
hundertwende unerkannt blieben.

Letzter Themengottesdient zum Jahresthema am
So, 18. Oktober, 11:00, Gethsemanekirche
Predigt: Prof. Dr. Christina von Braun,
Prof. em. für Kulturwissenschaft, Autorin
und Filmemacherin
Liturgie: Pfn. Jasmin El-Manhy

Jahresthema 2015: Krieg

Viele Kriegskinder beschreiben ihr Lebensgefühl als
ein Gefühl der Verlorenheit. Sie funktionierten ihr
Leben hindurch sehr gut . Denn es ging ja immer
für sie ums Überleben, nie um ein Genießen. Im
Alter jedoch, bei zunehmender Abhängigkeit und
Die Weitergabe durch die Generationen hindurch vermehrter Einsamkeit zeigt sich das wahre Ausmaß
erfolgt dann durch die Bindungsbeziehung zu den der früh erworbenen Verunsicherung..
eigenen Kindern. Der Krieg hat nachhaltig Bezie­
hungserleben und Beziehungsfähigkeit beschädigt. »Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen
Viele Kriegsenkel leiden bis heute an einem verun­ getröstet werden«. Dieser Trost reicht für viele
sicherten Lebensgefühl, obwohl sie in sicheren und der Betroffenen nicht aus. Sie hadern häufig
geordneten Verhältnissen aufgewachsen sind. Sie mit Gott ... gibt es darauf eine Antwort?
können es sich nicht erklären, warum sie so Silke Jochims
verunsichert sind. Und eben daran
wird
Hinweis:
Am 13. November 2015 um 19.30 Uhr findet im
Stadtkloster Segen einen Gesprächskreis über
dieses Thema statt.

11

Konkret
»Die Kirche ist den Opfern jeder Gesellschaftsordnung in
unbedingter Weise verpflichtet, auch wenn sie nicht der
christlichen Gemeinde angehören.«
Dietrich Bonhoeffer 1933
Das Flüchtlingsthema ist in aller Munde,die Medien
berichten sehr ausführlich über die neuesten Ent­
wicklungen. Bei allem Erschrecken über die frem­
denfeindlichen Hasstiraden und Brandanschläge
sind wir doch froh und dankbar über die unglaub­
liche Hilfsbereitschaft in unserem Land, in unserer
Stadt – und auch in unserer Gemeinde.

Flüchtlingshilfe

Die Gruppe von Menschen aus West- Afrika, die die
AG-Flucht unserer Gemeinde unterstützt, ist inzwi­
schen zum dritten Mal in diesem Jahr umgezogen.
Erstmalig nach den schlimmen Erlebnissen im Hei­
matland, nach der lebensgefährlichen Fahrt durch
die Sahara, der Zeit in Libyen, in der alle Hoffnungen
zerschlagen wurden, der lebensgefährlichen Fahrt in
Schlauchbooten über das Mittelmeer, dem Leben in
Europa auf der Straße, in Massenunterkünften und
zuletzt in Gemeindesälen sind sie in eine richtige
Wohnung gezogen. Eine leerstehende Pfarrdienst­
wohnung im Süden Neuköllns wurde uns vom
­Kirchenkreis Neukölln zur Verfügung gestellt.
Wir hoffen sehr dringend, dass die Gruppe län­
ger dort wohnen kann, als nur einige Monate.
Inzwischen sind es nicht mehr nur Flüchtlinge,
sie sind Freunde geworden. Nach wie vor ist ihr
Status unsicher. Sie sind in verschiedenen Städ­
ten in Italien als Flüchtlinge registriert, dort
laufen ihre Asylverfahren. In Italien haben sie
nicht die geringste ­Chance auf eine Unterkunft
oder gar eine Arbeit.
Es wird höchste Zeit und wäre mehr als gerecht,
wenn die Menschen, die in der Obhut des Kir­
chenkreises Berlin Stadtmitte sind und die seit
vier Jahren in Deutschland sind, nun endlich
eine Duldung in unserem Land bekommen.

12

Die jungen Männer sind hochmotiviert
zu arbeiten – und sie können enorm zupacken.
Einige von ihnen sprechen schon gut deutsch.
Viele von Ihnen aus der Gemeinde haben
gespendet und Sie haben sich Gedanken um
diese jungen Männer gemacht. Wir danken allen
Spendern von Herzen für ihr Engagement und
bitten darum, nicht nachzulassen in der Sorge
für diese Menschen.
Konkret können Sie helfen:
− mit Spenden von haltbaren Lebensmitteln
(vor allem Reis, Nudeln, Couscous, Tomatenmark,
Konserven mit Tomaten und Gemüse, Gewürze,
etc. - bitte keine Fleischkonserven)
− BVG Monatstickets
−  Bettwäsche, Handtücher
− Waschpulver, Hygieneartikel (wie Duschgel)
für die kalte Jahreszeit:
− Pullover und Jacken: Gr. S bis M (nicht größer!)
−  Jeans
−  Socken
Bitte bringen Sie Ihre Spenden entweder sonntags
zum Gottesdienst, werktags in die Kirche (bis Ende
Oktober ist sie in der Regel von 11 bis 17 Uhr geöff­
net) oder ins Gemeindebüro Gethsemane.
Wenn Sie generell Sachspenden für Flüchtlinge
geben wollen, empfehlen wir Ihnen:
Kleidung: Kleiderkammer Caritas,
Residenzstr. 90, 13409 Berlin, T.: (030) 6 66 33-0
− Kinderkleidung und -spielzeug:
Kinderkleiderkammer Pfalzburger Str. 18, 10719
Berlin, T.: (030) 6 66 33-9 62
Geldspenden bitte auf das Konto
unserer Gemeinde: EKPN
IBAN: DE 27 5206 0410 6303 9955 69
Evangelische Bank eG
BIC: GENODEF1EK1
Spendenzweck (bitte unbedingt angeben!!):
Flüchtlingshilfe Afrika
Am Sonntag, dem 8. November, dem Beginn der
Friedensdekade, feiern wir in der Gethsemanekirche
um 11 Uhr einen besonderen Gottesdienst mit
Flüchtlingen. Dazu erwarten wir auch die StraßenTheatergruppe, die sich aus Geflüchteten und Ber­
linern zusammensetzt. S. S. 2 und 6! Christian Zeiske

Flüchtlingshilfe

Goshca Macuga, Ausschnitt, Wandteppich 520 cm x 1740 cm, 2012, Foto: D. Wendland

13

Christliche Meditation
Ein Versuch, etwas mit Worten zu erklären, was in mein Leben hineingeschenkt ist, um dann auch
sich eigentlich nur ohne Worte erschließen lässt. mein Verständnis davon, was von Gott in mein Leben
hineingegeben ist, zu vertiefen. Wie schnell bin ich
»Frömmigkeit, Glauben hat einen Qualität von Ganz­ dabei, die Geschehnisse beurteilen zu wollen! Wie
heit. Wir suchen eine ganzheitliche Beziehung zum schwer fällt es mir, auch in den schwierigen Dingen
Leben. Frömmigkeit ist der Wunsch, sich selber voll­ Gottes Begleitung und Fürsorge zu erkennen!
ständig, total dem tiefsten Sinn des Lebens zu geben.«
Wie kann das praktisch aussehen? Fullbert Steffens­
schreibt Dorothee Sölle.
ky rät in seinem Buch »Schwarzbrot-Spiritualität« zu
Christliche Meditation ist eine Möglichkeit in der einem Ritual, das nicht überfordert, sondern seine
­Stille, dieser Sehnsucht nachzugehen. So klar, wie Wirkung in der Wiederholung entfaltet. Das ist keine
Dorothee Sölle es ausdrückt, hätte ich es nicht formu­ kleine Herausforderung für uns oft »religiös unbehei­
lieren können. Meine Seele und mein Verstand hören matete« Menschen, Kinder einer schnelllebigen Zeit,
in ihren Worten Bestätigung und Ermutigung, diesen mit Wahlfreiheit von 1001 Möglichkeiten zur Selbst­
verwirklichung und Lebensgestaltung.
Weg zu suchen.
Im evangelischen Kontext ist christliche Meditation
nicht so bekannt. Wir können von unseren katho­
lischen Glaubensgeschwistern lernen, die in ihrer Tra­
dition immer schon gestaltete Stille-Zeiten eingeübt
haben. Wesentliche Impulse gehen unter anderem
von Ignatius von Loyola aus. Der Gründer des Jesui­
tenordens wurde gegen Ende seines Wirkens von sei­
nen Brüdern gebeten, seine reiche Erfahrung in einer
»Anleitung« zu Papier zu bringen. Er beschreibt in sei­
nem Büchlein »Geistliche Übungen«,wie derjenige,
der einen Menschen bei dieser Übung anleitet, vor­
gehen kann. Ein wichtiger Satz daraus: » Denn nicht
das Vielwissen sättigt und befriedigt die Seele, son­
dern das Verspüren(sentir) und Verkosten (gustar)
der Dinge von innen her.«

Stille

Das trifft den Kern der christlichen Meditation. Im
Glauben um das Gegenüber Gottes, der Jeden und
Jede als einzigartiges Geschöpf gewollt hat, wird der
persönliche Lebensvollzug meditiert. Sei das im
Rückblick auf Erlebtes und Erlittenes, in der
Aufmerksamkeit für das Hier und Heute oder in
der Frage, wohin sich etwas entwickeln möchte.
Es geht also darum, meinen Blick, meine Auf­
merksamkeit auf das zu richten, was von Gott

14

Es erweist sich als hilfreich, dem Anliegen eine Form
zu geben: einen Ort (meine Gebetsecke mit einem
Bild oder einer Kerze und sonst nichts, was ablenkt)
eine Zeitdauer (10, 20 Minuten), eine Regelmäßigkeit
(täglich, wöchentlich), eine Form (schweigen und
lauschen) eine Körperhaltung (bequem, aufmerk­
sam und wach), einen Inhalt aus den Schätzen des
Christentums (Bibel, Liedgut, Gebete von Christen).
Das Wort von außen ist wesentlicher Bestandteil,
damit die Meditation nicht zu einem Zustand führt,
den Martin Luther wohl als »homo incorvatus in se«
– der in sich selbst verdrehte Mensch – bezeichnet
hätte.
Oft stellt sich nicht sogleich ein Zugang zur Stille, zum
Hören und zur Wahrnehmung von Gottes Wirken im
eigenen Leben ein. Viele Menschen verspüren jedoch
eine Ruhe, einen Frieden, wenn sie die Erfahrung
machen, dass durch das äußere Weglassen von Rei­
zen und Einflüssen auch die inneren Stimmen mit
der Zeit leiser werden. Ganz still wird es selten, und
dennoch lernen wir gewissen Stimmen nicht mehr
soviel Glauben zu schenken.
Den Stimmen, die uns beurteilen, verurteilen, ängsti­
gen oder unfrei machen wollen. Wir lernen, der Stim­

Ignatius von Loyola benennt Hauptthemen, die
in jeder christlichen Existenz immer wieder zur
­Sprache kommen. Ich versuche das mal in schlich­
ten Fragen auf den Punkt zu bringen: Worauf
gründet sich mein Glaube trotz Hochs und Tiefs?
Wie finde ich meine Ausrichtung auf Gott wie­
der? Was ist mein spezifischer Auftrag in die­
ser Zeit, an meinem Ort? Was lässt sich nicht
umsetzen, muss verändert werden oder gar
sterben? Wo, wann und wie schenkt Gott
neues Leben?
In der christlichen Meditation haben des­
halb die Evangelienberichte einen besonde­
ren Stellenwert: Sie dienen uns so ähnlich wie
eine Landkarte oder ein GPS. Ich lerne mich
wertfrei und achtsam wahr zu nehmen, ver­
spüre und verkoste die Bewegungen der
Seele im Gebet und übe mich ein, die
Stimme Gottes zu hören. Christliche
Meditation bleibt aber nicht nur in
der Stille und im Rück­
zug. Sie setzt dann und
wann auch frei und
in Bewegung. Es ent­
steht – oder soll ich bes­
ser sagen wird geschenkt? –
erneuerte Zuwendung zu den
Menschen, zur Schöpfung, zur
Kirche, zur Gesellschaft, in der
wir leben. Darum geht es bei der
christlichen Meditation: So erkläre
ich es heute – wie ich es in zehn Jahren
wohl sagen werde?

Barbara Schubert-Eugster, Stadtkloster Segen,
Sommer 2015

Hören

me mehr Glauben zu schenken, die sich aus dem
Grundtenor des Evangeliums erkennen lässt, der
befreienden, erlösenden Botschaft Gottes.

15

KUK

KUG

Kleinere Und Größere Kinder Und Kirche

Tornow
großes Wiedersehen
für viele Menschen
ein Ort der Freude
Gemeinschaft!
(Elena)

16

Ankommen
Gemeinsam lachen
Einfach da sein
Heimat auf Zeit finden
Sehnsuchtsort
(Sophie)

Aufwachen!
KIKA Tanzalarm
Jeden Morgen wieder
Freunde, wollt ihr tanzen?
Ja!
(Jasmin)

Sa, 3. Oktober,
10:00 in Elias
Thema: »Daniel bei den Löwen«
Sa, 7. November,
10:00 in Elias
Thema: »Hilfe tut gut –
Der barmherzige Samariter«

St. Martinsumzug und -feuer
Mittwoch, 11. November 2015
16:30 – Stadtkloster Segen (Schönhauser Allee 161)
Start des 1. Laternenumzugs – mit
St. Martinspferd
17:00 – E
 lias Gemeindehaus (Göhrener Str. 11)
Start des 2. Laternenumzugs – mit
St. Martinspferd
17:30 – N
 EU!!! Am Moritzhof NEU!!!
(Schwedterstr. 90) Start des 3. Laternen­
umzugs – mit Martinsgans

Unsere Laternenumzüge treffen sich im
Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Dort
­werden wir das ­Martinsfeuer entzünden,
ein kleines St. Martins­anspiel sehen, Lieder
singen und Martinshörnchen teilen.
Spenden werden für »Laib und Seele« und
unsere Unkosten gesammelt.
Herzlich willkommen! Antje Erdmann

Kinder, Kinder – Sommerrüste Tornow

... ein echtes »Wimmelbild« berichtet von den vielen Aktivitäten in Tornow...

17

Praktikumsbericht
vorstellungen, Ausstellungen, Museen und etliche
Veranstaltungen im Zusammenhang mit »75 Jahre
Kriegsende« und vieles mehr.
Fasziniert hat uns auch das Frühlingserwachen der
Stadt: Von der grauen Wintereintönigkeit zum satt­
grünen, lebendigen Leben in den Alleen und gros­
sen Parks.
Fazit: Es hat sich gelohnt; für uns und – so denken wir
Mitte März 2015 treffen wir im Stadtkloster Segen – auch für das Stadtkloster. Es war eine bereichernde
ein. Während dreier Monate werden wir nun hier als Zeit! Brigitte + Hansueli Hauser
„Seniorpraktikanten“ leben und arbeiten. Als frisch­
gebackenes Rentnerehepaar freuen wir uns auf neue
Aufgaben in einer besonderen Gemeinschaft und
gleichzeitig lockt es uns auch, längere Zeit in dieser
lebendigen, faszinierenden Stadt zu verbringen.
4 Meditationsabende im Advent 2015
Von der Stadtklostergemeinschaft werden wir sehr In der STILLE warten auf den, der HELL
gut aufgenommen und schon gleich mit vielfältigen und HEIL macht
Aufgaben betraut. Ich, Brigitte, arbeite in der Haus­ 25. November, 2., 9., 16. Dezember 2015,
wirtschaft, bin in der Regel für das Frühstücksbuf­ jeweils Mittwochabend, 19.30 bis 20.45 Uhr
fet der Gäste zuständig, auch Einkaufen, Kochen und Nach kurzen Einleitungen üben wir das Gehörte im
Putzen, sowie das Besorgen der Wäsche gehören zu gemeinsamen Sitzen und Schweigen ein.
meinen Tätigkeiten. Ich, Hansueli, erledige vielfäl­ Leitung: Barbara Schubert-Eugster
tige handwerkliche Arbeiten in Gebäudeunterhalt Forum »Gott entdecken«
und -renovierung.
Dienstag, 6. Oktober und 3. November 2105
Morgens um acht und mittags um zwölf rufen die Glo­ jeweils 19.30 Uhr
cken der Segenskirche zum Gebet. Das sind die Fix­ Ein offener Gesprächsabend zu Themen des
punkte des Tages, und es tut gut in all dem Vielen, das Glaubens mit Abendessen. Anmeldung erbeten an
zu tun ist, inne zu halten, still zu werden und sich Gott forum@stadtklostersegen.de
zuzuwenden. Ein Moment der Besinnung, sich zu ver­ Filmabende
gewissern, woher man kommt und wohin man geht. Wenn es draußen früh dunkel wird, laden wir zu
Die werktägliche 10 Uhr-Pause zusammen mit allen, einem Film ins Stadtkloster ein. Die Serie beginnt
die hier mitarbeiten und die gemeinsamen Mitta­ wieder im Oktober. Freuen Sie sich auf gute, anre­
gessen, die reihum in den Mitarbeiterwohnungen gende Unterhaltung durch einen Film und die
stattfinden, bieten Gelegenheit, für interessante und andern Gäste.
anregende Begegnungen und Gespräche.
Freitag, 16. Oktober und 27. November 2015
An den sonntäglichen AbendbeSINNungen, sowie Türöffnung um 19.30, Getränke und Snacks, der
den Osteranlässen oder den „Stille Tagen“ knüp­ Film beginnt um 20 Uhr. Weitere Informationen bei:
fen wir Kontakte zu einigen Gemeindegliedern und corinne.duerr@stadtklostersegen.de , Eintritt frei.
Besuchern.
Kurzreferat und Gesprächskreis:
Berlin erkunden wir vor allem mit dem Fahrrad: vom Kriegsfolgen und ihre Weitergabe an die nächsten
Grunewald bis Köpenick, von Pankow bis Kreuzberg. Generationen
Auch besuchen wir verschiedene Konzerte, Theater­ Freitag, 13. November 2015 19.30 – 22.00 Uhr

Angebote Stadtkloster

18

Der Text der Jahreslosung wird uns in den
Tagen zwischen den Jahren begleiten. Wir
freuen uns, wenn Sie mit der Stadtkloster­
gemeinschaft und Gästen in einer kleinen
Gruppe diese Tage verbringen. Wir hören
Referate, kommen miteinander ins Gespräch
und feiern gemeinsam. Es besteht die Mög­
lichkeit, am Programm teilzunehmen und
nicht im Stadtkloster zu übernachten.
Beginn der Tagung: Mittwoch 30. 12. 2015
18 Uhr / Ende der Tagung: Sonntag, 3. 1.
2016; nach dem Frühstück
Übergang in Segen
Am 31. Dezember um 23 Uhr – Gottesdienst
zum Übergang
Wir halten Rückblick und bitten um Gottes
Segen fürs Kommende. Wir singen,
hören Texte und Gebete. Es bleibt
Raum fürs eigene Betrachten und
Überdenken. Um Mitternacht läuten
die Glocken –
und dann das Feuerwerk!

Auf ein Wort – Stadtkloster Segen

Referentin und Gesprächsleitung: Silke Jochims,
Dipl. Musiktherapeutin/ Psychotherapie
Adventsgeflüster
Am 28. November lädt das Stadtkloster zum
Adventsmarkt. Schönes zum Verschenken, Advents­
kränze zum Selberbinden (unter kundiger Anlei­
tung) und Musik laden in die Kirche, die verlockend
nach Gebäck und Glühwein duftet ...
Beginn um 14 Uhr in der Segenskirche.
Weitere Informationren bei corinne.duerr@stadt­
klostersegen.de oder auf der Homepage.
Krippenspiel
Am 24. Dezember 2015 kommt wieder eine Weih­
nachtsgeschichte auf die Bühne (Gottesdienst mit
Krippenspiel) Interessierte Kinder – oder ihre Eltern
können sich bei Corinne & Felix Dürr melden, um
die Probetermine (ab Ende November) zu erfahren
(corinne.duerr@stadtklostersegen.de oder 0151 184
808 45)
Vorschau
Zum Jahreswechsel im Stadtkloster Segen
mit der Jahreslosung
Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine
Mutter tröstet. Jes 66,13

19

Gottesdienste
Elias-Kuppelsaal

Gethsemane

Göhrener Str. 11

Stargarder Str. 77

04. 10. 2015
18. Sonntag
nach Trinitatis

11:00 Pf. Kuske und Team
Gemeinsamer Erntedankgottesdienst
mit Kinderchor

11. 10. 2015
19. Sonntag
nach Trinitatis

09:30 Pf. Kuske, K, N

17. 10. 2015

11:00 Pf. Kuske, T
Taufsamstag
09:30 Pf. Zeiske, A, N
Chor im Gottesdienst

11:00 P
 rof. Dr. Christina von Braun,
Liturgie: Pfn. El-Manhy, Predigtreihe, N

09:30 Pfn. El-Manhy

11:00 Pf. Zeiske, T, N

09:30 Pf. Kuske, N

18:00 P
 fn. El-Manhy, Pf. Kuske, Pf. Zeiske
Gastmusikgruppe
11:00 Pfn. El-Manhy, T, N

08. 11. 2015
Drittletzter Sonntag
des Kirchenjahres

Kein Gd in Elias

11:00 Pfn. El-Manhy, Pf. Zeiske, K, N

15. 11. 2015
Vorletzter Sonntag
des Kirchenjahres

09:30 Pf. Zeiske, K, N

11:00 Pf. Zeiske, K, N

09:30 Pf. Kuske, A, K, N
Chor im Gottesdienst

11:00 P
 f. Zeiske, A, K, N
Kantorei im Gottesdienst

18. 10. 2015
20. Sonntag
nach Trinitatis
25. 10. 2015
21. Sonntag
nach Trinitatis
31. 10. 2015
Reformationstag
01. 11. 2015
22. Sonntag
nach Trinitatis

18. 11. 2015
Buss- und Bettag
22. 11. 2015
Ewigkeitssonntag
29. 11. 2015
1. Sonntag im Advent

11:00 P
 f. Kuske, A, K, N
Kinderchor 3

Taufe

Trauung

Emil Abdalian, Elsa Geiseler-Bonse, Gregor Streibel, Jules
Dubost, Adele Kloster, Florian Ungerer, Louis Irsiegler,
Jannis Diegmann, Arthur Baum, Hannah Kulka, Gabriella
Tromm, Raphaela Stanzl, Rose Hübscher, Charlotte Sprin­
ger, Sophie Springer, Alma Althausen, Clara Althausen,
Neele Althausen. Gott hat dir nicht den Geist der Verzagtheit
gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. 2. Timotheus 1, 7

Johannes Maria Plümpe und Karin Werner-Plümpe
Felix Wild und Jana Wild geb. Klepers
Jeffrey Zampieri und Arturo Blazquez Navarro
Roman Irsiegler und Sandra Irsiegler geb. Klink
Fabian Diegmann und Regina Diegmann geb. Herdegen
Carlos Gasser und Anna-Maria Gasser geb. Kanthak
Dr. Ulrich Hartwig und Sabine Hartwig geb. Bergmann
Ulrich Balz und Stefanie Barbirz – Euer Herz soll sich freuen,
und eure Freude soll niemand von euch nehmen. Johannes 16, 22 b

20

Geburtstage

Oktober | November

Wisbyer Str. 7

Stadtkloster Segen 
Schönhauser Allee 161

21:00 AbendbeSINNung
»Gottesgeschenke – Erntedank«
Abendmahl
09:30 Pf. Zeiske, A, N
11:00 Pf. Zeiske, Krabbelgottesdienst

21:00 AbendbeSINNung
»Gottesgeschenke – Leben in Fülle«

09:30 Pfn. El-Manhy
14:00 P
 f. Talis Redmanis,
Gottesdienst in lettischer Sprache

21:00 AbendbeSINNung
»Gottesgeschenke – du bist ein
Geschenk Gottes«

09:30 Pf. Zeiske

21:00 AbendbeSINNung
»Gottesgeschenk – können wir Gott
was schenken?«

11:00 P
 fn. Fey, F, T, N
Familiengottesdienst

21:00 AbendbeSINNung
»Zumutung – Was mutet Gott uns
zu?«, Abendmahl

09:30 P
 fn. Fey, Pf. Kuske, A, N
Jubelkonfirmation

21:00 AbendbeSINNung
»Zumutung – Heimatlos, was muten
wir uns zu?«

10:00 Pfn. Fey, Krabbelgottesdienst
11:00 Pfn. Fey, N, Cochabambatag
14:00 P
 f. Talis Redmanis
Gottesdienst in lettischer Sprache

21:00 AbendbeSINNung
»Zumutung – Was muten
wir Gott zu?«
A	Abendmahl

18:00 Pf. G
 üthling, Pf. Zeiske Ökumenischer
Gottesdienst zum Bußtag
09:30 P
 fn. Fey, A, N
Liturgischer Chor im Gottesdienst
11:00 Familiengottesdienst zum 1. Advent

K	Kindergottesdienst
T 	 Taufe
B	 Basar

21:00 AbendbeSINNung
»Zumutung – Tod als Zumutung«, N
21:00 AbendbeSINNung
»Advent – Warten auf Gott«

Beerdigung
Lothar Mrozinski im Alter von 73 Jahren
Wolfgang Handmann im Alter von 70 Jahren
Jürgen Grätz im Alter von 68 Jahren
Christina Lehmann im Alter von 31 Jahren
Elise Krause im Alter von 91 Jahren
Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen
bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein,
der fest gegründet ist.
Jesaja 28, 16 b

Geburtstagskaffee
am Do., 26. November
15:00 Uhr in den
Räumen des EliasGemeindehauses –
herzliche Einladung zu
Kirche ist für
Hörgeräte Kaffee, Tee, Kuchen und
eingerichtet guten Gesprächen!

Herbert Stiens 80 Martha
Klatt 91 Lieselott Fuhs 80
Jürgen Seidler 80 Ger­
hard Voß 85 Helga Krauß
75 Inge Stylow 94 Ilse
Faustmann 95 Walter
Achterberg 93 Sigrid
Langhorst-Minke 75 Gise­
la Siemoneit 80 Ingeborg
Skulski Epouse Lefevre
90 Karlheinz Lehniger 80
Ruth Gbur 91 Helga Gehr­
ke-Jürgens 80 Anneliese
Wolfgramm 90 Meta
Meyer 97 Ruth-Ingrid
Winterfeld 80 Lore Kazda
85 Georg Fuchs 91 Anne­
rose Niederhübner 75
Horst Winter 80 Ingeborg
Wohl 96 Erika Tauchert
80 Edith Ziesler 85
Charlotte Hildegard
Korkow 94 HansJoachim Dorp 75
Hans Müller 96
Ruth Röder 90

Gottesdienste

Paul Gerhardt

Wir bitten um
­Verständnis, dass
wir nicht alle
Seniorengeburtstage
im Gemeindebrief
abdrucken können.
Wir haben uns für die
Altersgruppen, 70, 75,
80, 85 entschieden
und ab 90 wird jeder
Geburtstag genannt.

21

Gruppen & Kreise
Angebote für Kinder
Paul Gerhardt
Spielgruppen
Do, Nachmittag
für Krabbelkinder bis 3 Jahre,
Markus Jost, T.: 41 71 59 66
E-Mail: m.jost@ekpn.de
Krabbelgottesdienste / Paul Gerhardt
11.10., 11:00
Die Luft um uns herum
15.11., 10:00
Kinder der Welt - zum Cochabam­
batag
Familiengottesdienste
04.10., 11:00
01.11., 11:00

Erntedank in Gethsemane
Gemeinschaft der Heiligen – mit
Taufen in Paul Gerhardt
KiTa-Gottesdienste Elias-Kuppelsaal, freitags
09. 10. , 13. 11., jeweils 10:00 im Elias-Kuppelsaal
KiTa-Gottesdienst Paul Gerhardt
01.10., 10:00 mit Pfn. Fey und der Kita Arche
Kugkuk Kleinere Und Größere Kinder Und Kirche
Elias, einmal im Monat Sa von 10 – 12:00
»Daniel bei den Löwen«
03. 10.
»Hilfe tut gut –
07. 11.
Der barmherzige Samariter«
Christenlehre Elias
Die Geschichtensammler 1. + 2. Kl.
mi. + do.
Mi mit Gudrun + Antje
15 – 16:00
Do mit Antje
Die Schatzsucher 3. + 4. Kl.
mi. + do.
Mi mit Georg, Lea, Hannah u. Antje
16:15 – 17:15
Do mit Jonas und Antje
Die Weltenbummler 5. + 6. Kl.
mi. + do.
Mi mit Samuel, Philipp und Antje
17:30 – 18:30
Do mit Hermann, Felix, Elias, Jesse
und Antje
Christenlehre Paul Gerhardt
Die Geschichtensammler & Schatzsucher 1. – 4. Kl.
mit Ute Revers-Rheinfurth
di. 16:30 – 17:30
und Team
Vorbereitungsgruppen Krabbelgottesdienst
und Familiengottesdienst
Paul-Gerhardt
Termine n. Absprache über Pfn. Fey
Kindergottesdienst-Kreise
Gethsemane 19:30 Lisa Eichhorn
Junge Gemeinde • Paul Gerhardt, Jugendkeller
mo.	 18:00
für 14 bis 15-Jährige
di. 	 18:00
für 16 bis 18-Jährige
mi. 	 19:00
für 17 bis 22-Jährige
do. 	 20:00
für 17 bis 22-Jährige
Kontakt: Paul Beutel, T.: 4 45 74 25

22

Konfirmation 2016
mi., 18:00
jeweils eine Gruppe
do., 18:00
Zeiske/El-Manhy
Väter & Mütter, Männer & Frauen
PEKiP®
Paul Gerhardt
a: fr, 10 – 11:30
b: fr, 11:45 – 13:15
Ltg: Stephanie
Neeb

Kursgebühr 65 €, Gemeinde freut
sich über Spenden zur Deckung der
Heiz- und Betriebskosten. Anmel­
dung Familienbildung Berlin Stadt­
mitte, Frau Reich, T.: 25 81 85-410
E-mail: familienbildung@kkbs.de
www.fbs-stadtmitte.de

Stillgruppe
jeden 3. Mi im
Kontakt:
Monat 10 – 12:00
Ulrike Sandow, T.: 44 73 32 31
Alleinerziehendenkochgruppe
Termin und Ort unregelmäßig,
do., 16 – 18:00
bitte vorher anmelden
Sophie Tätweiler
elias-kochgruppe@gmx.de
Begegnung und Soziales
Laib & Seele
jeden Do ab 11:00, Gemeindehaus
LebensmittelElias, Göhrener Str. 11, Kontakt:
ausgabe
B. Jenichen T.: 0173-2 15 71 32
Kiezfrühstück für alle
31. 10.
Gemeinsames Frühstück und Ge­
28. 11.
spräche, Elias, Kontakt: B. Jenichen
11 – 13:00
mobil: 0173-2 15 71 32
Elias Mittwochs-Café für alle G
­ enera­tionen
mi. 14 – 18 Uhr
Reden und Entspannen bei
Kaffee und Kuchen, Diakonie­
raum, Kontakt: Dipl. Theol. Sophie
Tätweiler
Rechtsberatung
Do,11 – 12:30
mit RA Matthias
während der Ausgabe, aber nicht
Brinkmann
nur ein Angebot für Laib & Seele
Kindergottesdienst-Vorbereitung
8. 10., 5. 11.

19:30, Kontakt: Pfr. Zeiske

Angebote für Seniorinnen/Senioren
Gethsemane Frauenkreis
13. 10., 10. 11.
14:00 mit Fr. Dahlenburg
Apostelfrühstückskreis
28. 10.
25. 11.
Paul Gerhardt
01. 10., 15:00
12. 11., 15:00

mit Fr. Dahlenburg, Pf. Zeiske
mit Fr. Dahlenburg, Pf. Zeiske
Erntedank-Kaffeetrinken, Pfn. Fey
Kaffeetrinken mit Reisebericht
Kuba, Pfn. Fey

Rund um die Bibel
Bibelstunde Paul Gerhardt
29. 10.,15:30
mit Pfn. Fey
25. 11., 15:30
mit Pfn. Fey
Bibelwerkstatt Gethsemane
7. 10.
20:00 mit Prof. Dr. Hardmeier;
21. 10., 4. 11.
20:00 mit Pf. Zeiske
Gebetsangebote
Stadtkloster Segen
Morgengebet
mo. bis fr., 08:00
Mittagsgebet
mo. bis fr., 12:00
Nachtgebet
do. 21:00
Kontakt: Stadtkloster,
T.: 44 03 77 39
Gesprächskreise
Gesprächskreis Paul Gerhardt
13. 10., 19:30
10. 11., 19:30
Gesprächskreis Elias I
08. 10.,
Kontakt: Herr Lindenberg,
12. 11., 19:00
T.: 9 33 26 94
Offener Kreis
Nach Vereinbarung Kontakt: Frau Bosem,
15:00
T.: 4 42 63 81
Gesprächskreis Elias II
07. 10.,
Kontakt: Frau Krüger
04. 11., 19:30
T.: 4 44 40 56
Frauenhilfe Elias
Partnerschaftsprojekt Cochabamba
20. 10., 19:00

Freundeskreis Cochabamba mit
Herrn Beyer, Basare finden im
Anschluss an die Gottesdienste am
11. 10. und 15. 11. zum Cochabam­
batag statt.

AG Flucht
Kontakt

Pfarrer Christian Zeiske

Wanderbegeisterte & Naturliebhaber!
10. 10., 8:20

Treffpunkt Gethsemanekirche
Hegermühle – Strausberg, 15 km
Basdorf – Schönfließ, 14 km

Grafik-DesignBüro Dieter Wendland AGD | Foto Kurt Kallensee

7. 11., 8:45
Kontakt:
Silke Jochims
T.: (030) 45 30 63 65 E-Mail: jochims-musik@gmx.de

Singschule • Chöre • Kantorei
Singschule – Eltern-Kind-Singen Eltern und Kinder
0 – 2 Jahre: mo.: »Zwerge« 15:30 – 16:00
»Pfauen« 16:10 – 16:40; »Räuber« 16:50 – 17:20
Minis Singen mit 3 – 5jährigen Kindern
i. d. Winterkirche mo. »Amseln« 15:30 – 16:00
mo. »Spatzen« 16:10 – 16:40
Minis mit Eltern Singen mit 3 – 5jährigen Kindern
in der Singschule  mo. »Lerchen« 17:30 – 18:00
Vorschulkinder Kinder, die im Sommer 2016
in die Schule kommen; Winterkirche:
mo. 1. Gr. 16:50 – 17:30 ; mo. 2. Gr.: 17:35 – 18:15
Kinderchor 1 Kinder der 1. und 2. Klasse, Gemeinde­
haus, Gethsemanestr. 9: mi. 1. Gr.: 16:00 – 16:45
mi.  2. Gr.: 17:00 – 17:45
Kinderchor 2 – Kinder der 3. u. 4. Klasse
Winterkirche, m
 i. 1. Gr.: 16:30 – 17:25
mi.i 2. Gr.: 17:30 – 18:25
Kinderchor 3 Kinder ab der 5. Klasse, Winterkirche:
1. Gr.: Kinder der 5. u. 6. Klasse	 di. 16:30 – 17:40
2. Gr.: Kinder ab der 7. Klasse 	
di. 17:45 – 19:00
Jugend-Gospelchor »... stimmt so!«
do. 19:00 – 21:00, Ltg. Hanjo Krämer, KuppelsaalElias, Göhrener Str. 11; Junge Leute m. Lust a. Popular­
musik, Gospels, neue geistl. Lieder, Jazz, Folk,
in groovigen Arrangements mit Klavier & Band
Gemeindechor mi. 19:30, mit Detlef Lehmann,
Gemeindehaus. Elias, 3. Etage, Göhrener Str. 11,
klassischer, vierstimmig gemischter Chor,
vielseitige Chorliteratur alter u. neuer Meister
Liturgischer Chor mi. 19:30 – 20:45, mit Oliver Vogt,
Gemeindesaal P. Gerhardt, Kuglerstr. 15
Ausgestaltung der Gottesdienste mit Chorliteratur
aller Epochen und Stile
Gethsemane-Kantorei di. 19:45 – 22:00, mit Oliver Vogt,
Elias Kuppelsaal, Motetten alter & neuer Meister, Kanta­
ten, Oratorien, Musik zeitgenössischer Komponisten, für
Gottes­dienste u. Konzerte, Anmeldung bei Kantor O. Vogt
Posaunenchor
mo. 19:00 – 20:30, mit Jan Frebel, Gethse­mane,
Winterkirche

JOHANN SEBASTIAN BACH

Messe
in
h-Moll
GETHSEMANEKANTOREI

(BWV 232)

Sa, 10. Oktober, 19:30

Infos: www.ekpn.de • Evangelische Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord

23

wikipedia

Berliner lettische Gemeinde

Pfarrer Talis Redmanis
Einmal im Monat ­feiert die ­Lettische ­Gemeinde
sonntags um 14 Uhr in der Paul-­Gerhardt-Kirche
­Gottesdienst  mit Pfarrer Talis Redmanis. Als die
Anfrage im Jahr 2009 an uns in gerichtet wurde, war
es für uns selbst­verständlich, Gastfreundschaft zu
ermöglichen und die Kirche einmal im Monat miet­
frei zur Verfügung zu stellen. Ursprünglich bestand
in der ehemaligen Paul-Gerhardt-Gemeinde eine
Gemeinde­part­nerschaft zur Gemeinde in ­Kegums
bei Riga mit einem gegenseitigem Austausch und
Besuchsprogramm. Diese Partnerschaft wurde nie
be­endet, aber die Kontakte schliefen ein.
So gelang nun mit Pf. Talis Redmansi eine neue
Verbindung zu »Berliner Letten«, die zunächst
­einigen Sprachproblemen unterworfen war. Den­
noch haben wir schon Gemeinsames erlebt, etwa
bei Gemeindefesten und in einem Familiengot­
tesdienst mit dem Thema »Advent und Weih­
nachten in Lettland«. Inzwischen ist es aber mög­
lich und wünschenswert, die Kontakte zu intensi­
vieren und zum Beispiel gemeinsame Gottesdienste
zu planen.
Wer daran Freude und Interesse hat, kann sich
direkt mit Pfarrer Talis Redmanis in Verbindung
setzen: redmanis-t@t-online.de

24

Kenntnisse der lettischen Sprache sind nicht er­­
forderlich, Kenntnisse der englischen Umgangs­
sprache wären aber hilfreich. Super wäre, wenn ein
Arbeitskreis »Lettland« entstehen könnte, der im
Kontakt mit Pfarrteam und Gemeinde­leitung die
Ideen der Zu­sammenarbeit umsetzt.
Pfarrerin Uta Fey

Wir sind gern hier
Die Berliner lettische Gemeinde ist eine der jüngsten
in Deutschland. Viele lettische Gemeinden in
Deutschland wurden nach dem Zweiten Weltkrieg
gegründet. In dieser Zeit haben in Berlin nur weni­
ge Letten gelebt, welche zum Großteil eingeheiratet
hatten. Nach dem Mauerfall in Berlin und der Unab­
hängigkeit Lettlands hat sich die Situation verändert.
In Bonn wurde 1991 die lettische Botschaft eröffnet,
welche 1999 nach Berlin wechselte. Riga und Berlin
verbinden mehrere Bus- und Fluglinien. Viele Bür­
ger aus Lettland haben hier Arbeits- und Karriere­
möglichkeiten gefunden. An den Hochschulen, in
Austauschprogrammen und auch im Hauptstudium
studieren Jugendliche aus Lettland. In vielen Ber­
liner Kliniken wird den Menschen aus Lettland in
bestimmten schweren Fällen Hilfe geleistet. Das hat

zu der Überlegung geführt, über die Leitung der Let­
tischen Gemeinde, einen Dienst zur Not­wendigkeit
der geistlichen Pflege in der Region um Berlin einzu­
richten. Der Einrichtung dieses Dienstes habe ich als
neue Herausforderung zugestimmt. In Lettland habe
ich anfangs in kleinen Gemeinden den Pfarrdienst
übernommen. Später habe ich viele Jahre eine große
Gemeinde geleitet. Aber ein solcher Dienst außer­
halb Lettlands ist sehr spezifisch. Es sind schon fast
6 Jahre vergangen seit ich in Berlin bin. Ich versuche
immer neu dazu zu lernen. Jeder Tag bringt neue
­Situationen, immer neue Treffen, welche nach spezi­
ellen Lösungen suchen.

chen. Denen wären unsere Situation und unsere
Probleme nicht fremd. Ja es gibt soziale Netzwerke
im Internet, aber mir hat es etwas mehr gefehlt.
So in Gedanken mit mir selbst und zusammen mit
meinem Freund sind wir zur evangelischen Kirche
gekommen… Das erschien uns sehr verwirrend,
da keiner aus unseren Familien regelmäßig in eine
Kirche geht. Sie haben eher über die Leute gelästert
die dorthin gehen. Aber ich habe Mut gefasst und
über das Internet einen Brief an Pfarrer, Herrn Red­
manis, geschrieben. Ich war sehr froh von Ihm eine
positive und entgegenkommende Antwort erhal­
ten zu haben.

Berliner, dazwischen die Berliner Letten sind wun­
derbare Menschen. Jede Lebensgeschichte ist ein­
malig, unabhängig von Bildung, Spezialisierung und
Qualifikation. Jeder Mensch ist etwas Besonderes.
Nicht allen und nicht immer ist es leicht. Manchmal
ist es sehr schwer und damit ist es wichtig zu ver­
stehen und zu empfinden, dass man nicht allein ist,
dass Gott mit uns ist und das hier Menschen sind,
auf deren Unterstützung und Hilfe man sich verlas­
sen kann. Das ist die Mission unserer Gemeinde, hier
zu dienen, zusammen zu sein, so unterschiedlich wir
auch sind, die Freude zu teilen, dass es Gott gibt und
besonders jemanden zu helfen, wenn es ihm nicht
gut geht. Wir sind der Pfarrerin Frau Uta Fey und der
ganzen Gemeinde für die große Unterstützung sehr
dankbar. Wir freuen uns mit unseren Fähigkeiten der
deutschen Gemeinde Freude zu bereiten und dienen
zu können. Pfarrer Talis Redmanis

Als wir im vorigen heißen Sommer anfingen Got­
tesdienste der Berliner evangelischen lettischen
Gemeinde in Pankow zu besuchen, konnte ich mir
noch nicht vorstellen, dass dies einer von den guten
Punkten ist, welcher uns hilft in Berlin zu bleiben.
Zusammen mit meinem Freund fingen wir an uns
das Evangelium zu verinnerlichen und unsere
Taufe vorzubereiten. Ich war sehr angenehm über­
rascht, dass mein Freund in vielen Punkten mit mir
übereinstimmt. Mit dem Pfarrer, Herrn Redmanis,
ist es sehr angenehm sich zu unterhalten, Probleme
zu besprechen und Gedanken auszutauschen. Das
hat uns sehr angesprochen und geholfen.
Als wir nach den Gottesdiensten nach Hause kamen,
konnten wir besprechen, was wir erfahren haben,
wie wir uns gefühlt haben und waren am Ende
überrascht wie positiv geladen wir uns fühlten.
Mit der Zeit konnten wir nicht erwarten im näch­
sten Monat, zur Paul Gerhardt Kirche in Pankow zu
gehen und Letten zu treffen.

Hmm … ein Lette außerhalb
der Heimat zu sein …
Ganz am Anfang, als ich in Berlin ankam, alles war
so neu und fremd. Ich wollte Neues entdecken und
sehen. Am Anfang hat das auch funktioniert und es
hat mir gefallen. Ich war mit meinem Freund hier
nur zu zweit, von unnötiger Hektik weggelaufen und
endlich konnten wir über uns selbst nachdenken. In
einem anderen Moment habe ich aber verstanden,
dass es uns an Beziehungen zu anderen Menschen
fehlt. Besonders an Letten die auch Lettisch spre­

Berliner der lettischen Gemeinde, der Pfarrer und
seine Frau helfen uns nicht nur der Kirche und Gott
näher zu sein, sondern auch uns selbst. Zusammen­
sein ist sehr wichtig egal wo man ist. Es ist wichtig
zu erkennen, dass man hier nicht allein ist. Auch
wenn es nur einen Gottesdienst im Monat gibt. Es
ist für uns wichtig hinzugehen um zu hören, nach­
denken und sich zu unterhalten. Nach dem Gottes­
dienst fühlt man sich einfach nur gut.
Viktorija Leimane, Künstlerin

25

Symbolik

26

Christus Monogramm
Eine witzige Bezeichnung, finde ich, so als gäbe es
noch aus dem Besitz Jesu Servietten, Taschentücher,
Geschirr und Besteck, auf denen das Monogramm
unseren Heilands zu sehen wäre. Missverständlich
ist es auch noch, das Monogramm. Es besteht aus
den Buchstaben »X« und »P«. Nur sind die uns ver­
trauten Buchstaben im Griechischen mit anderen
Lauten belegt: »X« heißt auf Griechisch: »Chi«, ein
weich gesprochenes »ch« und »P«: »Rho«, es bezeich­
net den uns bekannten Laut »r«. Zusammengenom­
men aber spricht man es »kr«, wie der Anfang des
uns bekannten Namens »Christian«. »Chr« steht in
der Kunstgeschichte für »Christus«, wobei die grie­
chischen Buchstaben übereinander gesetzt werden.
Das führt manchmal zu Missverständnissen. In
Bayern wollte jemand wissen, warum denn auf dem
Antependium, dem Stoffbehang am Altar, so groß
die Buchstaben »P« und »X« aufgestickt wären und
erhielt als Antwort, das wäre die Abkürzung für
»Payrisch’s Xangbuch« (»Bayrisches Gesangbuch«).
Seit der Spätantike bis in die Gegenwart hinein tau­
chen diese beiden übereinander gesetzten Buchsta­
ben immer wieder in der sakralen Kunst auf und
weisen auf die Gegenwart des Auferstandenen hin.
Manchmal allerdings tauchen sie auch in ganz
banalen Zusammenhängen auf. Der Besitzer einer
schwedischen Tankstelle etwa, er wollte sicher weni­
ger seine Kunden darauf aufmerksam machen, dass
Jesus allgegenwärtig ist und man ihm sogar an sol­
chen alltäglichen nach Diesel stinkenden Orten, wie
an der entsprechenden Zapfsäule seiner Tankstelle,
begegnen kann. Er wollte sicher nur mitteilen, dass
er an dieser Stelle das Parken verboten hat ...
Christian Zeiske
... oder wie in der Lychener Straße 1988, am damals
mit Brettertor geschlossenen Friedhofes (!). Im Bild,
linke Seite, ein durchgestrichenes »P« darin enthal­
ten auch das X/P. Auf Reisen entdeckte ich das

S­ ymbol in einer alten Kirche in Südfrankreich und
war von der Perfektion begeistert, mit der es in den
Marmor gearbeitet wurde. Hier aber auch als »Chi«
und »Jota« für Jesus – also Jesus Christus – zu lesen.
Dieter Wendland

27

Gedenken am 9. November
Kein Datum bebt so in der Deutschen Geschichte wie
der 9. November.
So sehr, dass dieser Tag als »Schicksalstag der Deut­
schen« bezeichnet wird. Es sind unterschiedliche
Schicksale, Freude und großes Leid, die an diesem
Tag unserer Geschichte zusammenkommen und
deren Gedenken auch auf unterschiedliche Art und
Weise begangen wird.
Die Gethsemanekirche war im Jahre 1989 in beson­
derer Weise ein Schutzraum für viele Menschen.
Sie war eine Offene Kirche, in der Menschen mit
ihren Gedanken, Ängsten und Hoffnungen Zuflucht
fanden.

28

In dieser Tradition möchten wir in diesem Jahr den
9. November gestalten und dem Beben erinnernd
Raum geben.
Wir werden die Kirche 24 Stunden offen halten.
Wir werden den Tag mit einer Andacht
um 00:00 Uhr beginnen und abschließen.
Dazwischen sind alle Menschen dieser Stadt ein­
geladen gemeinsam diesem Tag zu gedenken –
im Gebet, in den eigenen Erinnerungen, im
Schweigen, im Anzünden von Kerzen.
Der 9. November – Wachet und betet.
Pfn. Jasmin El-Manhy

So, 15. November 2015

Gedenkfeier für die
Zwangsarbeiter

Die Gedenkfeier für die Zwangsarbeiter der Kirche
aus dem Friedhofslager findet
am Volkstrauertag statt.

Beginn: 16:00 am Gedenkstein
am Eingang des St. Thomas Friedhofs,
Hermannstraße 180, U-Bhf. Leinestraße
oder S Bhf. Hermannstraße.
Die Feier wird zusammen mit der
Evangelischen Schule Neukölln gestaltet,
zum ersten Mal mit dem neuen Verein zum
Erhalt der Gedenkstätte. An ihn geht die Arbeit
vermutlich im nächsten Jahr ganz über
und die AG löst sich auf.

Verantwortlich für die diesjährige Gedenkfeier
ist Annette Wodinski vom Vorstand des Vereins.
Vor 70 Jahren wurde das ZWA-Lager befreit.
Wir haben in der Gethsemanekirche in
einem Konfirmandengottesdienst und
in Sonderführungen über die Gedenkstätte
daran erinnert.

Befiehl dem Engel, dass er komm
Andacht zum Ewigkeitssonntag 2015 auf dem Friedhof Nordend
Am Ewigkeitssonntag, dem 22. November 2015 findet um 15 Uhr wie auch in den vergangenen Jahren eine
Andacht in der Frieden Himmelfahrt Kapelle auf dem Friedhof Nordend (Dietzgenstraße 130) statt. Neben die
liturgische Gestaltung durch Pfarrer Tobias Kuske tritt Musik von Dietrich Buxtehude und Heinrich Schütz,
es musizieren das Ensemble Ad Hoc
und Instrumentalisten unter der Leitung
von Kim Nguyen. Neben der Motet­
te »So fahr ich hin« aus der Geistlichen
Chormusik von Heinrich Schütz
erklingen zwei Kantaten von ­Dietrich
Buxtehude für Solisten, Chor
und Instrumente, die beide in der
Tradition der ­Choralkantate
stehen, d. h. einer Bearbeitung
einer Choralmelodie für die
genannte Besetzung. Während
die erste Kantate »Jesu
meine Freude« alles Strophen
des bekannten Choral­
textes vertont, greift die zwei­
te Kantate »Befiehl dem
Engel, dass er komm« den
unbekannteren Cho­
ral »Christ, der du bist
der heilig Tag« auf
und vertont zwei Stro­
phen darauf in frei­
erer Art und Weise.

29

Sa, 21. 11., 20:00, Gethsemanekirche
Wolfgang Amadeus Mozart, Requiem in d-Moll
(Berliner Fassung der Sing-Akademie zu Berlin);
Solisten; Haupt- und Mädchenchor der SingAkademie, Kammersymphonie Berlin; s. S. 40
Mi/Do, 25./26. 11., 20:00, Gethsemanekirche
Wolfgang Amadeus Mozart, Requiem in d-Moll
(Fassung Süssmayr); Konzert für Clarinette und
Sa, 10. 10., 19:30, Gethsemanekirche
Johann Sebastian Bach, Messe in h-Moll; Solisten, Orchester in A-Dur; Humboldts Philharmonischer
Neues Kammerorchester Potsdam, Gethsemanekanto­ Chor, Humboldts Studentische Philharmonie &
rei, O. Vogt (Leitung); Eintritt: Abendkasse 20,– / erm. Symphonisches Orchester der Humboldt-Univer­
15,– / Fam.Ticket 40,– € (2 Erw. + Kinder bis 14 J.); VVK sität; Solisten; s. S. 40
Sa, 28. 11., 17:00, Gethsemanekirche
Zentralbüro, T.: (030) 4 45 77 45, Gethsemanestr. 9
Weihnachtsoratorium für Kinder ab 5 Jahren;
Sa, 17. 10., 20:00, Gethsemanekirche
ca. 50 min, 19:30, Bach, Weihnachts­oratorium
(Winterkirche)
Kant. I – III
Andreas H. Apelt liest aus »Pappelallee« – Ein
So, 29. 11., 17:00, Gethsemanekirche
Roman über die Ereignisse rund um die Gethsema­
Bach, Weihnachtsoratorium Kant. IV, V und I
nekirche im Herbst 1989; Eintritt frei, Spenden
zugunsten »Gethsemane stützen!« erbeten. S. 38 Mehr Infos unter Tel. 030 - 4 76 29 00 und
www.kantorei-niederschoenhausen.de
Sa, 24. 10., 19:00, Gethsemanekirche
Johannes Brahms, Ein Deutsches Requiem;
Tipp für alle engagierten Ehrenamtlichen unserer
Holland Konzert Chor, Akademisches Orchester Gemeinde: Es gibt Freikarten für alle Konzerte (außer
Gemeindekonzerte). Tel. 0151 - 56 00 86 02 oder Mail
Halle, AK 17,50/erm. 12,50 €, s. S.38
an konzertbuero@ekpn.de. Unter dieser Adresse kann
auch der Konzert-Newsletter bestellt werden.
Di, 3. 11., 15:00, Paul-Gerhardt-Kirche
Festkonzert der Pankower Volkssolidarität –
mit A. Hermlin & Swing Dance Ensemble;
Eintritt: 10,50 €; Karten-Tel. 030 - 44 66 77 40
Di, 10. 11., 20:00, Gethsemanekirche
»Concert for Peace in Ukraine« Sinfonieorche­
ster der Musikhochschule Charkiw, 15,– / erm.
12,– €; S. Anzeige
So, 15. 11., 16:00, Elias-Kuppelsaal
»Let the heaven be reflected« – Volkslied,
Concert for peace in Ukraine
Weltmusik, Tango, Blues und Klassik; Do Chor,
The symphony orchestra
Kiezchor Fisch im Wasser, Moving Home
of Kharkiv National University of Arts
Ensemble (Saxophone), Eintritt frei,
10.11.2015 um 20 Uhr / Gethsemanekirche
Spenden erbeten
(Stargarderstraße 77/U-Bahnhof Schönhauser Allee)
So, 15. 11., 19:00, Gethsemanekirche
Ludwig van Beethoven - Egmont-Ouvertüre! op. 84
Gisbert Näther, Stabat Mater (Berliner Erst­
Felix Mendelssohn-Bartholdy aufführung) / Gabriel Fauré, Requiem, Berliner
Symphonie Nr. 3 op. 56! a – Moll!„Schottische“
Johannes Brahms - 3. Symphonie !F - Dur op. 90
Lehrerchor, Singakademie Potsdam, Neues
Kammerorchester Potsdam, Solisten; Eintritt:
Künstlerische Leitung und Dirigent:
Prof. Yuriy Nasushkin Labovsky (Ukraine-Spain)
VVK u. AK 20,– / erm. 15,– €; Karten-Tel.:
03329-6 34 65 04 sowie über blgv1887@web.de;
Ticketpreis: 15 Euro/ ermäßigt 12 Euro
über reservix.de, Abendkasse oder für Gruppen
Mehr Infos: www.berliner-lehrerchor.de
ab 10 Personen bei buero@partners-osteuropa.org

Konzerte & Veranstaltungen

Konzertkarten
Wenn nicht anders angegeben: Karten an allen
bekannten Konzertkassen, Tel. 01805 - 70 07 33
und Print@home unter www.reservix.de; Mehr
Infos zu allen Terminen unter:
www.ekpn.de/veranstaltungen

30

Eine Veranstaltung von:

»Grenzerfahrung«
Ökumenische Friedensdekade
8. – 18. November 2015
»Grenzerfahrung« lautet das Motto für die
Ökumenische FriedensDekade im Jahr 2015.
Mit dem Motto greift die FriedensDekade die aktu­
elle Erfahrung von Menschen auf, die als Flüchtlinge
ihre Heimat verlassen und zahlreiche Grenzen über­
schreiten müssen. Mit den beiden Bibelstellen des
Gebets des Propheten Jona um Rettung (Jona 2,3-10)
und dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter
(Lukas 10,25-37) sollen Wege und Möglichkeiten
aufgezeigt werden, wie Grenzen überwunden
und abgebaut werden können.
Die in unserem Ökumenischen Arbeitskreis
verbundenen Gemeinden laden ein:
Sonntag, 8. November, 11 Uhr
Gottesdienst für und mit Flüchtlingen in der
Gethsemanekirche
Sonntag, 8. November, 15 Uhr
Führung »Jüdisches Leben im Prenzlauer Berg«*
mit Eva Nickel
Dienstag, 10. 11. 19.30 Uhr
Treffen mit einer Gemeindegruppe
aus Donezk/Ukraine in Zoar
Donnerstag, 12. November, 19.30 Uhr
Friedensgebet mit SantEgidio
Montag, 16. November, 18 Uhr
Friedensgebet, Gethsemanekirche
Mittwoch, 18. November 18 Uhr, Paul- Gerhardt
Evangelischer Gottesdienst zum Buß- und Bettag

­ enschen und Geschehnissen, die mit ihrer famili­
M
ären Biografie verbunden sind, während der Nazizeit
und nach der Befreiung.

Ökumenischer
Arbeitskreis Prenzlauer Berg
Der Ökumenische Arbeitskreis Prenzlauer Berg ist
aus dem Arbeitskreis ökumenisches Straßenfest
2001 um die Gethsemanekirche hervorgegangen.
Dem ersten folgten zwei weitere Straßenfeste.
Da­neben unterstützte und organisierte der Ökume­
nische Arbeitskreis andere öffentliche ökumenische
Veranstaltungen, wie die Ausstellungen über
­»Zeugen Gottes in Berlin« und »Keine Gewalt«,
­Erinnerungswege zum 9. November und das Öku­
menische Filmprojekt »Glaube und Kirche in DDR
Filmen«. Dem Arbeitskreis gehören katholische,
evangelische und evangelisch freikirchliche
Christen, darunter Haupt- und Ehrenamtliche,
aus Gemeinden im Prenzlauer Berg an.
Das nächste Treffen des Ökumenischen Arbeits­
kreises findet am 7. Januar 2016 um 19.00 Uhr in
der Begegnungststätte der Katholischen Gemeinde
Heilige Familie in der Wichertstraße 23 statt.

Ökumene

Wir werden uns gegenseitig aus unseren Gemeinden
berichten, gemeinsam Ideen für unser ökume­
nisches Zusammenleben suchen,die Gottes­
* Zur Führung am 8. November bedarf es der
dienste zum Weltgebetstag der Frauen Anfang
Anmeldung. Hierzu werden ab Sonntag, 25. 10. 2015, März und den ökumenischen Gottesdienst am
Listen des Ökumenischen Arbeitskreises in den
Pfingst­montag auf dem Arminsplatz vorberei­
Gemeindebüros und zu den Gottediensten auslie­
ten und bereits schon über Veranstaltungen
gen. Frau Nickel hat beim Erinnerungsweg am
zur Friedens­dekade 2016 nachdenken. Wer
9. November 2013 an der Station Christinen/Ecke
Lust hat, dabei mitzumachen, oder uns auch
Lottumstraße von Schicksal Ihrer beiden Schwestern nur etwas näher kennenzulernen, ist herzlich
während der Nazizeit erzählt. Die Führung zum
eingeladen.
»Jüdischen Leben im Prenzlauer Berg« in der Gegend Sylvia Wallau
um den Teutoburger Platz widmet sich den

31

wikipedia/TUBS

Zu Besuch bei unseren Freunden
Bolivien gehört zu den ärmeren
Länder der Welt. Seit nunmehr
28 Jahren gibt es eine Part­
nerschaftsinitiative unserer
Gemeinde, die es sich zur Auf­
gabe gemacht hat, ein Zeichen zu
setzen und den Menschen vor Ort in ihrer Not zu
helfen. Das ist der »Freundeskreis Cochabamba«.
Nach den Gottesdiensten in Paul Gerhardt und
Gethsemane findet einmal im Monat ein Basar
statt, in dem fair gehandelte Produkte verkauft
werden. Der Erlös geht an das Heilsarmeehospi­
tal Harry Williams in Cochabamba. Mit Ihrem Ein­
kauf unterstützen Sie die medizinische Behand­
lung bedürftiger Menschen im Krankenhaus und
in den Randgebieten Cochabambas sowie einzel­
ne durch das Hospital durchgeführte Projekte in
Katastrophengebieten nach Überschwemmungen
oder Erdbeben.
Cochabamba ist die viertgrößte Stadt Boliviens. Gera­
de im Gesundheitswesen benötigt die Stadt dringend
Hilfe und Unterstützung und diese wird vor Ort auch
dankbar angenommen.Diese Dankbarkeit wurde
uns immer wieder auf unserer Reise nach Cocha­
bamba entgegengebracht.

Cochbamba

Am 31. 07. 2015 um 20.20 Uhr landeten wir auf dem
Flughafen Cochabamba, wo wir herzlich von der
stellvertretenden Klinikleitung des Harry-WilliamsHospitals empfangen wurden. In den folgenden
Tagen besichtigten wir die Klinik und hatten
intensive Gespräche mit der Klinikleitung über
eine Intensivierung der Zusammenarbeit und
über neue Projekte. Dringend benötigt werden
unter anderem zwei Monitore zur Patientenü­
berwachung, ein Defibrilator, ein Sterilisator
und ein neuer Klinikbus.
Wir sind im Moment die einzigen regelmäßigen
Spender aus dem Ausland. Eine in Bolivien
ansässige NGO unterstützt das Krankenhaus ein­

32

mal jährlich mit Sachspenden. Die Beiträge der Pati­
enten zu den entstandenen Behandlungskosten rich­
ten sich nach ihren jeweiligen finanziellen Möglich­
keiten. Zum Glück gibt es auch einige zahlungskräf­
tigere Patienten, deren Beiträge die Behandlung der
anderen zu einem geringen Preis mit ermöglichen.
Aus den Einnahmen durch die Patienten lässt sich
der laufende Betrieb des Krankenhauses finanzieren,
nicht aber größere Investitionen tätigen. Die Rückla­
gen des Hospitals betragen zur Zeit nur 8 000 €. Auf
ein neues Gerät muss sehr lange hingespart werden.
Das gesamte Personal des Hospitals arbeitet nach
Angaben der Klinikleitung aus Überzeugung und
aus Kenntnis der finanziellen Situation für ein sehr
bescheidenes Gehalt. Ein Arzt erhält pro Monat 200.bis 300.- US-Dollar, von denen alleine man nicht
leben, geschweige denn eine Familie ernähren kann.
Generell ist es in Bolivien üblich, dass nicht nur beide
Ehepartner berufstätig sind, sondern häufig zwei ver­
schiedene Jobs annehmen müssen, um über die Run­
den zu kommen.
Mit dem alten Klinikbus fuhren wir mit Dr. med.
Jorge Fernandez und einem mobilen Einsatzteam zu
einem der Stadtrandbezirke.
Der bei uns gebräuchliche Ausdruck »Armenviertel«
wird in Bolivien nicht verwendet, man spricht von
»Vierteln, in denen Menschen mit geringen finan­
ziellen Mitteln leben«. In fünf Bezirken finden von
Montag bis Freitag reihum wöchentliche Treffen der
sogenannten »Unternehmer-Mütter« statt, überwie­
gend Quechua-Frauen, die Lebensberatung z.B. zu
Gewalt in den Familien erhalten und lernen, mit
Handarbeiten und ähnlichem ein bescheidenes eige­
nes Einkommen zu erzielen. Gleichzeitig werden

einige von ihnen ausgebildet, um wiederum ande­
re Frauen zu unterrichten. Parallel dazu wird im Kli­
nikbus ärztliche Behandlung angeboten und die Sozi­
alarbeiter gehen mit den Kindern auf den nahegele­
genen Sportplatz, wo gespielt, gebastelt und Unter­
stützung für die Schule geleistet wird. Vor dem Hin­
tergrund der großen Arbeitsmigration in andere Län­
der, infolge derer die Familien auseinandergerissen
werden, zielt die Arbeit der Heilsarmee darauf ab, den
Menschen dabei zu helfen, vor Ort ein ausreichendes
Einkommen zu erzielen. Dr. Jorge Fernandez: »Wir
möchten, dass unsere Leute hier in Bolivien bleiben,
ihr Leben bestreiten können und nicht ins Ausland
gehen. Wir möchten, dass die Familien zusammen­
bleiben.«
Bei der weiteren Fahrt durch weitere drei der
betreuten Bezirke wurden uns mehrere kleine Treib­
häuser gezeigt, die von der Heilsarmee für einkom­
mensschwache Familien gebaut wurden. In die­
sen können sie wassersparend - denn Wasser muss
immer noch vom LKW oder an Sammeltanks gekauft
werden - Obst und Gemüse selbst anbauen.
An einem anderen Tag wurden wir zur monatlichen
Diabetikerschulung ins Krankenhaus eingeladen. In
sehr einfühlsamer Weise lehrte Dr. Fernandez die
etwa 60 Patientinnen und Patienten, wie das Leben
mit Diabetes aussieht und was alles zu beachten ist.
Eine Patientin sagte zu uns: »Das ist ein toller Arzt, er
ist wie ein Vater zu uns«. Die Diabetiker zeigten sich
sehr erfreut und gerührt darüber, dass sie in Deutsch­
land Freunde haben, die nicht nur Geld spenden, son­
dern sie auch besuchen und für sie beten

Wir haben beschlossen, ab Oktober 2015 dieses Dia­
betikerprojekt aus unserem Spendenfonds mit jähr­
lich 2000.- € zu fördern. Damit werden von uns die
jedes Jahr im November anfallenden Laborkosten im
Zusammenhang mit den Kontrolluntersuchungen
der Diabetes-Patienten mitfinanziert.
Ein besonderes Ereignis für uns war das Treffen mit
Faviola Fernandez und ihren zwei Töchtern. Sie war
im Jahr 2003 11 Monate zum medizinischen Prakti­
kum und zur Partnerschaftsvertiefung bei uns in Ber­
lin und in Wünsdorf.
Die Reise nach Cochabamba war ein voller Erfolg und
wir können allen Gemeindegliedern sagen, dass ihre
Spenden für Cochabamba dort zu 100% ankommen.
Alle Bolivianerinnen und Bolivianer, mit denen wir
sprachen, sagten: »Vielen Dank, liebe Spender dort in
Deutschland über dem großen Wasser.«
Die Interviews mit Heilsarmeechef Moya, mit Klinik­
chef Paredes, mit Dr. Jorge Fernandez und anderen
können Sie am Cochabambatag, den 15. November
2015 ab 11 Uhr in der Paul-Gerhardt-Kirche sehen. Wir
werden dort einen von uns gedrehten kleinen Film
zeigen. Herzliche Einladung!
Wir möchten deutlich betonen, dass von unserem
Cochabamba-Spenden-Fonds der Gemeinde kein
Cent für diese Reise verwendet wurde. Die Reise
wurde dankenswerter Weise von der Stiftung NordSüd-Brücken Berlin und Brot für die Welt – EED der
EKD gefördert.
Gerd Beyer und Dorothea Ernst
vom Freundeskreis Cochabamba

33

Wilhelm Groß
Wilhelm Groß lebt und arbeitet nicht mehr in
unserer Nachbarschaft. Seine Werke aber »leben und
arbeiten«! Wie aktuell seine Werke sind, wird uns
beim Betrachten und Erleben deutlich. Wenn man
den ›Knienden Jesus in Gethsemane‹, die Plastik von
Wilhelm Groß in unserer Kirche wiederholt betrach­
tet oder eben diesen ›Christus expulsus‹, dann spüre
ich die Aktualität dieser Werke und sehe, das der
Künstler uns aufmerksam machen will. – Jesus mit
einer geballten Faust? ... wie, der doch nicht?! wol­
len Sie sagen ... ja doch!, die aktuellen Ereignisse –
Krieg, Flüchtlinge, Menschen in Not. All das Spricht
der Künstler mit seinen Werken an und will uns
stärken und sensibler machen – zum Beispiel auch
für neue Nachbarn, die kommen. DW

Wilhelm Groß
Christus im Purpurmantel
(Christus im Soldatenmantel), 1930, Buchenholz,
Höhe 90 cm, Privatbesitz
Wilhelm Groß: »... stellt
Christus im Purpurmantel
dar, dem roten römischen
Offiziersmantel. Die harten
Grate und Schrunden, die
beim feinen Arbeiten aus
dem Holzblock entstehen,
sind stehen gelassen,
unterstreichen sie doch im
Gegensatz zu einer mehr
runden und glatten Oberfläche das Wesen des
­Darzustellenden: die Herbheit und die tiefe Not der
Passion unseres Herrn«

34

Wilhelm Groß
Christus expulsus
(Christus, der
Hinausgestoßene)
Bronze, auf Anregung von
Otfried von Dewitz
1946/47 gegossen,
Privatbestitz, Eisenach
»Diese Figur entstand aus
einem Baumstamm
konzipiert auf der letzten
Oeynhausener Reichssynode
der BK« (W. Groß)

35

Kunst & Nachbarschaft

Orte & Ansprechpartner
Evangelische Kirchen­gemeinde Prenzlauer Berg Nord
Gethsemanestraße 9, 10437 Berlin · www.ekpn.de
Zentralbüro, Gethsemanestraße 9, 10437 Berlin
Küster Harald Mößner
T.: (030) 4 45 77 45, F.: (030) 43 73 43 78,
wenn dringend: PC-Fax (030) 43 73 43 79
(autom. Weiterleitung auf Mailbox)
Sprechzeiten: Mo 13 – 16 Uhr, Mi 14 – 19 Uhr
Do 9 – 12 & 13 – 16 Uhr zentralbuero@ekpn.de
Geschäftsführung Frank Esch
T.: (030) 40 00 34 99; f.esch@ekpn.de
Vorsitzende des GKR Ulrike Lemmel
gkr@ekpn.de
Stellvertr. GKR-Vorsitzender Pf. Tobias Kuske
Elias-Kuppelsaal
Gemeindebüro, Göhrener Str. 11, 10437 Berlin
T.: (030) 4 42 63 31
Gethsemanekirche, Stargarder Straße 77, 10437 Berlin
Gemeindebüro, Gethsemanestraße 9, 10437 Berlin
T.: (030) 4 45 77 45 / F.: (030) 43 73 43 78
Paul-Gerhardt-Kirche Wisbyer Straße 7, 10439 Berlin
Gemeindebüro Kuglerstraße 15, 10439 Berlin	
T.: (030) 4 45 74 23 / F.: 44 71 95 04
Segenskirche
Schönhauser Allee 161, 10435 Berlin
T.: (030) 4 48 34 83 / F.: (030) 41 71 50 72
Stadtkloster
Schönhauser Allee 161, 10435 Berlin
Stadtkloster-Büro
T.: (030) 44 03 77 39; info@stadtklostersegen.de
Pfarrerinnen & Pfarrer
Pfn. Uta Fey T.: (030) 44 71 95 06,
T.: (030) 4 45 74 54 (privat), u.fey@ekpn.de
Pfn. Jasmin El-Manhy mobil 0163-863 75 53
j.el-manhy@ekpn.de
Pf. Tobias Kuske mobil 0160-7 17 31 44
T.: (030) 4 42 63 31, t.kuske@ekpn.de
Pf. Christian Zeiske T.: (030) 40 00 39 30
mobil 0176-21 90 34 31, c.zeiske@ekpn.de
Hausmeister
Daniel Kranz
d.kranz@ekpn.de

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Kirchenmusik
Kantor Oliver Vogt, T.: (030)48 49 43 92
o.vogt@ekpn.de; kirchenmusik@ekpn.de
Christiane Rosiny, Leiterin der Singschule
T.: (030) 4 4 71 55 69, c.rosiny@ekpn.de
Detlef Lehmann, T.: (030) 47 48 90 75
d.lehmann@ekpn.de
Jan Frebel, Posaunenchorleiter
posaunenchor@ekpn.de
Büro der Singschule: Bärbel Jenichen,
T: (030) 44 71 55 69, baerbel.jenichen@arcor.de
Informationen: www.singschule@ekpn.de
Hanjo Krämer, Leiter Jugendgospelchor »Stimmt so!«
T.: mobil 0179 - 6 64 83 08, stimmtso@ekpn.de
Arbeit mit Kindern, Jugendlichen & Familien
Antje Erdmann, Dipl. Sozialpädagogin /Diakonin
Göhrener Straße 11, 10437 Berlin
T.: (030) 41 71 59 57, a.erdmann@ekpn.de
Markus Jost, Diakon, Ehrenamtlichen Koordinator
Göhrener Straße 11, 10437 Berlin
T.: (030) 41 71 59 66, m.jost@ekpn.de
Paul Beutel, Jugendwart
Kuglerstraße 15, 10439 Berlin
T.: (030) 4 45 74 25, p.beutel@ekpn.de
Veranstaltungsmanagement/Konzertbüro
Mario Gugeler T.: mobil 0151-56 00 86 02
Gethsemanestraße 9, 10437 Berlin
konzertbuero@ekpn.de
Kirchhöfe
Ev. Friedhofsverband Berlin Stadtmitte – Friedhöfe Ost,
Landsberger Allee 48, 10249 Berlin, T.:(030) 42 20 04 10
Kirchhofsverwaltung Nordend, Katrin Manke
Dietzgenstraße 120 – 162, 13158 Berlin
T.: (030) 4 76 35 54; F.: (030) 4 76 27 70,
www.berlin-friedhof.de; nordend@evfbs.de
Diakoniestation
Hauskrankenpflege Weißensee / Prenzlauer Berg,
Bizetstraße 11, 13088 Berlin , T.: (030) 61 62 27 00
Spenden
Spendenkonto EKPN: Kontoinhaber: EKPN
IBAN: DE27 5206 0410 6303 9955 69 Evangelische Bank eG
BIC: GENODEF1EK1

seitigen Mitarbeiter gewinnen, der teamfähig ist und
zugleich eigenständig arbeiten kann. Er hat sowohl
seine Ausbildung zum Tischler, als auch sein DesignStudium an der UdK mit der Note 1 abgeschlossen.
Daniel Kranz hat jahrelange intensive Erfahrung
in der Sanierung und dem Innenausbau denkmal­
geschützter Altbauten; er ist evangelisch, 44 Jahre,
wohnt im Gemeindegebiet und hat eine Tochter.
Um ihm einen guten Start zu ermöglichen und auch
erst einmal Strukturen schaffen zu können, bitten wir
darum, nicht gleich zu Beginn mit allem, was bisher
liegen bleiben mußte, zu ihm zu kommen. Alle Rück­
stände werden selbstverständlich aufgearbeitet!
Frank Esch und Bettina Theben

Zum 1. Oktober 2015 wird Daniel Kranz seine Tätig­
keit als Hausmeister in unserer Gemeinde aufneh­
men, worüber wir uns sehr freuen. Auf Vorschlag des
Personalausschusses, der ein gestuftes Auswahlver­
fahren durchführte hat der Gemeindekirchenrat am
7. September beschlossen, Herrn Kranz einzustellen.
Es ist gelungen, aus mehreren Stellen mit jeweils so
geringem Umfang, daß der Inhaber nicht oder nur
schlecht davon leben kann, eine Stelle mit einem
Umfang von 100 Prozent zu schaffen. – Herr Kranz
wird also in Vollzeit tätig sein und dies an allen Stand­
orten, selbstverständlich im Rahmen seiner Kapazi­
tät. Er ist damit der Nachfolger der bereits ausgeschie­
denen Mitarbeiter Helmut Böhnke, Andreas Schu­
mann und Jürgen Bocheinski. Bärbel Jenichen wird
zum 1. April 2016 in den Ruhestand gehen, so daß sie
Daniel Kranz noch einarbeiten kann. Im Rahmen die­
ser Stellenbesetzung wird die Arbeit des Haus- und
Kirchwartes auch neu organisiert und strukturiert;
Dienstvorgesetzter bleibt der Geschäftsführer.
Mit Herrn Kranz konnte die Gemeinde einen hoch
qualifizierten, sehr versierten, erfahrenen und viel­
Dringend Kraftfahrer gesucht!
Wir suchen für unsere Laib & Seele  Ausgabestelle
im Gemeindehaus Elias, Göhrener Str., einen Kraft­fahrer,
der Donnerstagvormittag von 7.00 – 13.00 Uhr Zeit hat,
der zupacken kann, selbstständig und verantwortlich
handelt. Bitte melden bei Bärbel Jenichen
T.: 0173 - 2 15 71 32

Neue Kitaleitung
in der Kita Gethsemane
Zum 15. September 2015 übernimmt Dennis
Teubert die Kitaleitung der Kita Gethsemane.
Herr Teubert ist 30 Jahre alt und hat »Bil­
dung und Erziehung« (BA) studiert. In den ver­
gangenen Jahren war er als Erzieher in der ev.
Kita Silas in Schöneberg tätig. Wir freuen uns
sehr, dass Herr Teubert den Staffelstab von
Frau Koch übernimmt, die nach vielen Jahr­
zehnten vollen Engagements in ihren wohl­
verdienten Ruhestand geht.
Kathrin Janert, Vorstand

Neue Mitarbeiter

Daniel Kranz – neuer Haumeister
unserer Gemeinde

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Elisabeth Hospizdienst

Trauercafé
ohne vorherige Anmeldung

Im Erdgeschoss
des Ernst-Berendt-Hauses,
Albertinenstraße 20, 13086 Berlin
Jeden 1. Montag im Monat 17 – 19 Uhr

Einladung zum 1. Advent!
Am 1. Advent, 29. 11. 2015 wird es
nach dem gemeinsamen Gottesdienst
auf dem Hof der Paul-Gerhardt-Kirche
Speisen, Getränke und einen kleinen Markt
geben.
Mehr ab Anfang November auf unserer
Homepage.
Wer uns unterstützen möchte,
wendet sich bitte an Markus Jost
(m.jost@ekpn.de)

Konzerte in der Gethsemanekirche
12.12.2O15 | 17.OO Uhr

Weihnachten mit den
Posener Nachtigallen

Trommelzentrum Botho Karger am Nordbahnhof

Djembe, Conga, Bongo,
Schlagzeug
für Jugendliche
und Erwachsene
Einzel- und Gruppenunterricht für Anfänger
und Fortgeschrittene
www.musikmitherrnkarger.de · www.trommelzentrumberlin.de
botho.karger@arcor.de · Tel. 0163 - 2 98 24 03

13.12.2O15 | 17.OO Uhr

Camerata
Instrumentale
Berlin
Chor der
Erlöserkirche

Weihnachtsoratorium
Johann Sebastian Bach | Kantaten 1-3

Drucken in Selbstbedienung. Bis Mitternacht. Klimaneutral.

PRINTPRODUCTION

kopieren bis mitternacht
KASTANIENALLEE 91 Ecke Oderberger · Tel: 030 44 02 44 02
WÖRTHER STR 29 am Kollwitzplatz · Tel: 030 44 03 77 0
alle anderen schönen Drucksachen: www.solid-earth.de

Rechtsanwälte Dr. Theben

18.12.2O15 | 19.3O Uhr

Erfolg durch Kompetenz und Engagement

Swinging
Christmas
BVG-ORCHESTER

Dr. Bettina Theben
Fachanwältin für
Arbeitsrecht und für
Verwaltungsrecht
Schulrecht
Hochschulrecht
Verwaltungsrecht
Verfassungsrecht
Prüfungsrecht
Kirchenrecht

Dr. Martin Theben
Fachanwalt für
Arbeitsrecht

Mark Sieber
Fachanwalt für
Strafrecht

Beamtenrecht
Strafverteidigungen
Genossenschaftsrecht
Nebenklage
Vereinsrecht
Ordnungswidrigkeiten
Stiftungsrecht
Unfallregulierungen
Zivilrecht
Schadensersatz
Haftungsrecht

Greifenhagener Straße 30 · 10437 Berlin
Telefon (030) 4 37 20 00 · Telefax (030) 43 72 00 10
www.dr-theben.de

KLAVIERWERKSTATT

The Gospel
People
3O.12.2O15 | 19.3O Uhr

Tickets: O3O-678O111 | www.berliner-konzerte.de
sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen

Marcellus Jany

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An-& Verkauf von gebrauchten,
überholten Klavieren, Flügeln und
historischen Tasteninstrumenten
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MO. MI. FR. 14 –18 Uhr oder nach Vereinbarung
service@klavierstimmer-jany.de
www.klavierstimmer-jany.de
39
Telefon: 030 - 44 30 80 40
mobil: 0174 - 3213108

SONNABEND, 21. NOVEMBER 2015, 20:00 UHR
G E T H S E M A N E K I R C H E , S TA R G A R D E R S T R . 7 7 , 1 0 4 3 7 B E R L I N
Haupt- und Mädchenchor der Sing-Akademie zu Berlin • Kammersymphonie Berlin • Leitung: Kai-Uwe Jirka

REQUIEM
Karten zu 20 € unter www.sing-akademie.de

Konzert für Klarinette und Orchester in A-Dur

W. A. Mozart
Requiem in d-Moll (Fassung Süssmayr)
Sarah Behrendt Sopran
Michael Pflumm Tenor
Jens Thoben Klarinette

Karina Repova Alt
Stefan Sevenich Bass
Constantin Alex Dirigent

25. / 26. November 2015 • 20 Uhr
GETHSEMANEKIRCHE Berlin-Prenzlauer Berg
Gethsemanekirche • Stargarder Straße 77 • 10437 Berlin • S/U/Tram Schönhauser Allee • Tickets 15€ / ermäßigt 9€ zzgl. VVK-Gebühren im Humboldtstore
(Foyer Hauptgebäude der HU), bei www.reservix.de und allen bekannten VVKwww.hu-berlin.de/musik
Stellen sowie Restkarten an der Abendkasse nach Verfügbarkeit
        
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