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Periodical volume

Full text: Gemeindebrief Issue 85.2015

Gemeindebrief
Evangelische Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord 	

Nr. 85 	

Elias · Gethsemane · Paul Gerhardt · Segen

April  |  Mai 2015

• Willkommen
• Jahresthema
• Olavsweg
• Was soll werden?
• Musiksommer
• Konfirmation
• Abschied

In dieser Ausgabe

Liebe Leserinnen und Leser,

Gemeindenachrichten	
3
Dank Pf. Seidenschnur/Einführung Pf. T. Kuske	 4/5
Das Wort	
6/7
Gedenkgottesdienst	
8
Jahresthema	
9
Ökumene	
10/11
Spurensuche in Elias	
12/13
Kinder, Kinder 	
14/15
Auf ein Wort zum Stadtkloster/»Brandschutz« 	16/17
Olavsweg – Pilgerweg	
18/19
Gottesdienste, Geburtstage, Amtshandlungen	20/21
Gruppen& Kreise	
22/23
Kunst und Nachbarschaft: Achim Niemann	 24/25
Flüchtlinge: Was soll werden?	
26/27
Gedenken Pf. Schellig	
27
Theologischer Wettstreit	
28/29
Konzerte & Veranstaltungen	
30
Musiksommer	
31
Orte & Ansprechpartner	
32
Aktiv in die Praxis	
33
Nachrufe	
34
Klang-Farben-Fest	
35
Konfirmation	
36
Kiezladen braucht Hilfe	
37
Anzeigen	
38/39
Hinweis: Der Gemeindebrief erscheint als pdfDownload auf der gemeinde­eigenen Homepage
www.ekpn.de
Druck mit freundlicher Unterstützung von

Frühlingsgefühle stellen sich nicht so schnell ein bei
diesen gewichtigen Themen, die wir für Sie zusammengebunden haben: neben unserem Jahresthema,
das von Konfirmanden eingeleitet wird, nehmen wir
Abschied von lieben Menschen und empfangen neue
Mitarbeiter. Wir richten unseren Blick auf besondere
Wanderwege, sehen, wie unsere Kinder in die Ferne
radeln, gehen auf Spurensuche in der Gemeinde und
machen uns Sorgen um die Flüchtlinge, wie es weitergehen soll. Bitte richten Sie Ihren Blick auch auf den
Musiksommer. Ostern und Pfingsten werden durch
viele hauptamliche und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorbereitet – wie immer: es
gibt viel An- und Aufregendes! Das Redaktionsteam:
Mario Gugeler, Silke Jochims, Bettina Theben, Ingrid Volz,
Dieter Wendland, Christian Zeiske

Herausgegeben vom 	
Gemeindekirchenrat der
Evangelischen Kirchengemeinde
Prenzlauer Berg Nord.	
Auflage: 2000
Redaktionsanschrift:
Zentralbüro der Ev. Kirchengemeinde
Prenzlauer Berg Nord
Gethsemanestr. 9, 10437 Berlin
T.: 4 45 77 45, F.: 43 73 43 78
gemeindebrief@ekpn.de

Für alle Smartphonebesitzer:
nebenstehender QR-Code zum schnellen
Ansehen der Internetseite www.ekpn.de
Konzeption & Gestaltung:
Grafik-DesignBüro Dieter Wendland
Titelfoto: Dieter Wendland
Redaktionsschluss für die nächste 	
Ausgabe ist der 01. 05. 2015.
Redaktionelle Koordination: 	
Mario Gugeler
Die Artikel geben die Meinung der
Verfasser wieder und nicht immer die
der Redaktion bzw. des Gemeinde­
kirchenrates
Titelfoto: Ingrid Thomas

Ehrung für Freundeskreis »Cochabamba«
Der Bundespräsident hat mit Wirkung vom 	
01. 12. 2014 Herrn Gerd Beyer für seine langjährigen
Leistungen als Leiter des Freundeskreises das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der 	
Bundesrepublik Deutschland verliehen.
Die Auszeichnung fand in feierlichem Rahmen am
27. Februar 2015 im Roten Rathaus statt.
Karl Trillhose

Dank

Die Arbeit des Gemeindekirchenrates besteht oft aus
einer Vielzahl von »Pflichtthemen«, insbesondere aus
den Bereichen Finanzen, Personal und Bau, unterschiedlichen Themen, die aktuell anstehen, sowie
perspektivischen Planungen. So hat der Gemeindekirchenrat auf seiner Sitzung im Februar den Haushaltsplan 2015 beschlossen. An Bauangelegenheiten beschäftigte er sich mit dem Umbau des hinteren Gruppenraums im Gemeindehaus Paul-Gerhardt, damit dieser zukünftig als große Küche insbesondere durch die Junge Gemeinde genutzt werden kann. Über den Stand der Sanierungsarbeiten an
der Gethsemanekirche informierte Markus Rheinfurth (siehe Artikel S. 4). Aus dem Bereich Personal hat
der Gemeindekirchenrat Überlegungen zur Neubesetzung einer Hausmeisterstelle angestellt und erste
Vorbereitungen für die Nachbesetzung der Pfarrstelle von Uta Fey getroffen. Pfarrerin El-Manhy und
Pfarrer Kuske werden ab den Sommerferien Religionsunterricht geben. Zum Thema Flüchtlinge gab
es einen Austausch mit Mitgliedern der AG Flucht,
im Gemeindehaus Elias ist eine Wohnung an eine
syrische Familie vermietet worden. Informiert worden ist über erste Gedanken, im Bereich Öffentlichkeitsarbeit die Webseite neu zu gestalten. Des weiteren hat der Gemeindekirchenrat sich mit einer
effektiveren Gestaltung seiner eigenen Sitzungen
befasst und Themen gesammelt, die in den nächsten Monaten besprochen werden sollten. Außerdem trafen sich Hauptamtliche und Mitglieder des
Gemeindekirchenrates zu einem Klausurtag. Dabei
ging es insbesondere um Fragen von Kommunikation und Kompetenz sowie die Notwendigkeit klarerer
Strukturen für Entscheidungsprozesse, die uns in den
nächsten Monaten noch weiter beschäftigen werden.
Ulrike Lemmel, Vorsitzende des GKR

Mir liegt sehr daran, vor allen Dingen Euch, den Mitgliedern des GKR und den beruflichen MitarbeiterInnen, Dank zu sagen für das Abschiednehmen im
Gottesdienst am 22. März.
Dabei möchte ich nicht auf Einzelheiten eingehen, nur auf ein einmütiges Gefühl, das mir ganz
viele Menschen persönlich gespiegelt haben, auch
die Atheisten und Kirchenkritiker, dass das im Gottesdienst und nach dem Gottesdienst Gesagte ehrliche und echte Dankbarkeit zum Ausdruck gebracht
hat, auch der »stehende Beifall«, der sonst im Gottesdienst nichts zu suchen hat und dem unsichtbar und
ewig Wirkenden gebührt. Dass dieser allein auch in
alle Zukunft hinein seine segnenden Hände über die
Gemeinde halten wird, ist noch sicherer als das Amen
in der Kirche. Ich danke allen Menschen von Herzen,
die mit mir in offener, kritischer und vertrauensvoller
Weise zusammengearbeitet haben und in geistlicher
Gemeinschaft bleiben werden.
Neben der in der letzten Sitzung des GKR beschlossenen »Spende« der Gemeinde für »Tent of Nations«
in Höhe von 2.000 € sind durch viele Einzelspenden
und durch die Sammlung am 22. März weitere
1.041,00 € zusammengetragen worden.
Das wird der Arbeit von Daoud Nassar und seiner Familie und all denen, die das Friedensund Begegnungszentrum auf dem Weinberg
Daher mittragen, sehr helfen.
Vom Freundeskreis »Zelt der Völker« habe
ich heute die Information erhalten, dass im
Moment das Pflanzen der Obst- und Olivenbäume erfolgen soll, weil der Boden von
Regen und Schnee weich ist. 3.000 Bäume
sollen gepflanzt werden.
Daoud Nassar ist mit Helfern dabei, eine große
Höhle unten im Tal, in dem im Sommer letzten Jahres die israelische Armee die Bäume
zerstört hatte, zu renovieren; dort ist früher
die Wohnung der Familie gewesen. Nach der
Fertigstellung mit allen Einrichtungen werden sich dort – wie bereits in anderen ­Höhlen
– Volontäre und Helfer aus Europa aufhalten
können. Heinz-Otto Seidenschnur

Gemeindenachrichten

Gemeindekirchenrat

3

Baustelle Gethsemane

Gemeindenachrichten

Seit Mitte Dezember 2014 steht an der
Süd/Ost-Ecke der Gethsemanekirche
ein Baugerüst. Seit dem werde
ich fast täglich gefragt: Wann
beginnen denn jetzt endlich
die Bauarbeiten. Meine Antwort ist dann stets: Sie sind
schon im vollen Gange.
Was man nicht sieht
ist, dass Maurer
die Bleche
von den
Gesimsen
demontiert
und eine Vielzahl an Formsteinen ausgebaut, gereinigt und als
Mustersteine in die Ziegelei verbracht haben. Mit
Hilfe der Mustersteine wurde ein Formsteinkatalog
erarbeitet, mit dessen Hilfe die erste Bestellung der
Formsteine im Januar erfolgt ist. Die Ziegel werden
seitdem gefertigt. Dazu baut die Ziegelei für jede
Formsteingruppe eine Form. Das sind für die kleinen
Stückzahlen Gipsformen, für die die Ziegelei in
höherer Stückzahl Mundstücke für die Strangpresse fertigen muss. Dabei ist das Schwinden
der Ziegelmasse beim Trocknen und Brennen
einzuberechnen. Es werden Musterbrände hergestellt, an denen die Maßhaltigkeit der fertigen Ziegel und auch die Ziegelfarbe ­kontrolliert
wird. Parallel dazu hat die Restauratorin Frau
Christine Becker zusammen mit dem Bauphysiker Herrn Ullrich die vorhandenen Mauerund Fugenmörtel untersucht und für die eingerüstete Musterfassade exemplarisch kartiert. Seit der Fertigstellung der Kirche wurde
immer wieder an der Fassade gearbeitet. Es finden sich fast zehn verschiedene Fugenmörtel
und -farben an der ­Kirche. Zusammen mit der
Denkmalschutzbehörde, dem Kontaktarchitekten der Senatsverwaltung, der Restauratorin und dem Bauherrenvertreter der Kirchengemeinde stimmen wir die zu verwendenden
Materialen für die bald beginnenden Mau-

4

rerarbeiten ab. Auch wenn auf den ersten Blick
das Baugerüst noch leer ist, arbeiten im Hintergrund schon viele Menschen daran,
dass die Gethsemanekirche bald	
wieder prachtvoll und vor allem
sicher im Prenzlauer Berg steht.
Markus Rheinfurt,
Architekt

OLAVSWEG
Bilderschau
und Vortrag
Ingrid Thomas
Di, 9. 4. 2015,
20:00 Uhr
Gemeindehaus
Gethsemane
Gethsemanestraße 9

Einführung Tobias Kuske
»Willkommen und Abschied«, so heißt eine Rubrik
in Ihrem, jetzt darf ich sagen: unserem, Gemeindebrief. »Willkommen und Abschied«, so heißt auch
meine Situation momentan. Ich bin einer von den
Neuen im Pfarrteam der Gemeinde am Prenzlauer
Berg Nord. Mein Herz wird aber durch den Abschied
nicht verengt und es schlägt vielmehr freudig, in der
Erwartung, mit Ihnen in den nächsten Jahren unsere
Gemeinde gestalten zu dürfen.
und Angst und Schmerz nicht wegbricht. Auch diese
Nähe wird uns, wie der Reichtum der uns begegnenden Menschen, geschenkt.
Daneben interessiert Sie vielleicht aber auch noch
Biographisches: Aufgewachsen bin ich in SchleswigHolstein. In Tübingen habe ich Theologie und Rhetorik studiert, dort meine Liebe für das Theater gefunden, der ich immer wieder aktiv und passiv nachgegangen bin. Nach meinem ersten theologischen Examen habe ich mich dann ins Ausland getraut und
war ein Jahr in Uruguay. Dort habe ich Straßensozialarbeit gemacht. Von Südamerika ging es nach
Berlin mit unterschiedlichen Stationen (Wilmersdorf
– Hohenzollernplatz: Vikariat; Paul Gerhardt Stift
im Wedding / Stiftung Heilig-Geist und Hospitäler
– Schwerpunkt Seniorenarbeit und Krankenhausseelsorge; Kreisjugendpfarrer im Kirchenkreis Berlin
Nord-Ost). Und schließlich hierher in diese Gemeinde. Ich bin verheiratet und vier Kinder begleiten mich
durch mein Leben.  
Ich lade Sie ein zu einem ersten Kennenlernen in das Büro, das ich beziehen darf, in der
Göhrener Straße 11, und zwar am Montag, dem	
11. Mai, von 10:00 bis 13:00 Uhr, am Dienstag,
dem 12. Mai, von 12:00 bis 15:00 Uhr und am
Mittwoch, dem 13. Mai, von 15:00 bis 18:00 Uhr.
Am Donnerstag dieser Woche im Mai – an
­Christi Himmelfahrt – werde ich dann um 11:00
Uhr in der Gethsemanekirche eingeführt, ich
freue mich darauf, von Ihnen mit einem »Willkommen« auf­genommen zu werden. Es grüßt
Sie Pf. Tobias Kuske

Willkommen

Der Abschied gilt meiner bisherigen Aufgabe, ein
Teil des Teams der Jugendarbeit des Kirchenkreises
Berlin Nord-Ost zu sein. Jugendarbeit ist mir wichtig
und daher soll und darf mein Schwerpunkt auch in
Zukunft die Jugendarbeit und die Konfirmandenarbeit in der Gemeinde sein. Mir wird es darum gehen,
die Kinder, Jugendlichen und Eltern zu Gesprächen
anzuregen und ihnen dabei Antworten und Fragen
aus der Bibel und dem christlichen Glauben anzubieten. Meine Erfahrungen und Prägungen der letzten Jahre lassen sich ganz gut und relativ knapp
anhand zweier Lieder umschreiben, die ich gerne
singe: »Komm herein und nimm dir Zeit für dich.
Komm herein, vielleicht erkennst du dich. Komm
herein, tu deine Sinne, deine Seele auf. Denn dein
Leben ist so reich, achte darauf.«
Das reiche Leben in jedem Menschen, vor allem auch
in jedem Jugendlichen, zu sehen, ist meine theologische Prägung und wenn ich es mir genau über­
lege, auch die Grundüberzeugung für mein pädagogisches Handeln. Das ist der Spiegel, den ich mir
und der Gemeinde immer wieder gerne vorhalten
werde. Es ist immer schon alles und alles gleichzeitig da und dann kommt das zweite Lied als Antipode, als andere Seite der Medaille, dazu: In dem Buch
Jubilate heißt es:
»Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott nach dir, dich
zu sehn, dir nah zu sein. Es ist ein Sehnen, ein Durst
nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst.«
Dann bin ich selbst – mit anderen – auf der Suche,
Gott nahe zu sein. In dieser Nähe kann man einen
besonderen Frieden erfahren, eine konkrete Freiheit
erleben und eine Hoffnung haben, die auch in Sorge

5

»Halte fest im Gedächtnis Jesus Christus, der auferstanden ist von den Toten.« (2. Tim 2,8)
Im letzten Jahr rief das Zentrum für evangelische Predigtkultur in Wittenberg zu einem Fasten besonderer Art auf:
Predigerinnen und Prediger wurden aufgefordert, sieben
Wochen lang in ihren Predigten auf »Große Worte« zu
­verzichten. »Kaum eine Predigt kommt ohne Große Worte
aus: Barmherzigkeit, Hoffnung, Kreuz, Auferstehung …
Manchmal funktionieren sie wie Platzhalter, aus denen die
Inhalte längst ausgewandert sind. Die Predigtsprache
gerinnt in Substantiven. Wie kann sie wieder lebendig,
anschaulich und konkret werden?«

In jedem Gottesdienst bekennt die Gemeinde gemeinsam:
»Ich glaube an die Auferstehung der Toten.«
Und es im Gottesdienst gemeinsam zu sagen mit
geprägten Worten fühlt sich vielleicht manchmal etwas
sperrig an, aber die wöchentliche Übung trägt durch die
alten Worte.

Ostern predigen ohne das Große Wort
»Auferstehung« zu verwenden?

Eigene Worte dafür zu finden ist schwer.
Über Auferstehung reden,
das geht am besten in geprägten Formen.

Und die alten Worte tragen durch die schwer zu fassende
Vorstellung: einer war tot und ist wieder lebendig
geworden.

Geht in Worten, die schon tausendfach gesprochen sind.
Geht gut in Worten, die man nicht erst selbst
­zusammen­suchen muss.
Sich trösten zu lassen von Psalmen und Liedern.
Geschichten im Ohr zu haben, wie die von den zwei Jüngern
auf dem Weg nach Emmaus: Neben ihnen geht einer,
der auferstanden ist. Der, den sie so sehr vermissen,
ist bei ihnen.

6

Ich muss nicht alles verstehen.
Kann nicht alles begreifen. Und trotzdem darf ich
der Hoffnung in meinem Herzen trauen:
Er ist wahrhaftig auferstanden.
Der Tod hat nicht das letzte Wort.
Alle zehn Jahre untersucht die evangelische Kirche in
Deutschland, wie es aussieht, mit der Religion. In der
zuletzt erschienenen Untersuchung wurden auch Menschen befragt, die nichts mit der Kirche zu tun haben. Ein
Ergebnis der Studie: Religion ist weiter auf dem Rückzug.
Die, die der Kirche eng verbunden sind, bleiben es auch.
Die aber, die nicht schon aus der Familie heraus mit dem
Glauben in Berührung gekommen sind, vermissen ihn
nicht.
Das ist die Zeit, in die wir unser Bekenntnis sprechen.
Die Botschaft von der Auferstehung und wohin sie uns
tragen kann.

Kraft können wir uns holen aus den alten Worten.
In schweren Zeiten können wir uns auf sie verlassen.
Doch sie sprechen vor allem zu denen, die sie schon
hundert mal und mehr gesprochen haben.
Für viele andere sind die alten Worte kein zu Hause.
Ich denke, deshalb sollten wir es wagen, gestützt auf die
alten, großen Worte unsere kleinen eigenen zu finden.
Auch auf die Gefahr hin, dass sie vielleicht erst mal schief
klingen. Neue Formen muss man ausprobieren.
Damit der Glaube lebendig bleibt.
Ich schlage Ihnen also Folgendes vor:
Ich werde Ostern predigen – ohne Große Worte!
Und Sie schicken mir, wenn Sie mögen, Ihre Gedanken
und Worte dazu, was Auferstehung für Sie bedeutet.
Das kann ganz kurz sein. Ein Satz, ein Bild, das Sie im Kopf
haben. Oder ein Gedicht. Was immer Ihnen einfällt,
verschenken Sie Ihre Gedanken!
Die eingegangenen Texte werden wir mit Ihrem
Einverständnis auf unserer Homepage veröffentlichen.
Wenn Sie anonym bleiben wollen, dann schreiben Sie es
bitte dazu.
Ich wünsche uns allen ein gesegnetes Osterfest.
Pfarrerin Jasmin El-Manhy
Bitte schicken an: kleine-worte@ekpn.de
oder im Zentralbüro, Gethsemanestr. 9, abgeben.

»Man walking to the sky« von Jonathan Borofsky
documenta IX, Foto D. Wendland

Das Wort

Sich der Worte anderer zu bedienen, heißt auch:
es gibt mehr Wahrheit, als in unser eigenes Herz passt.

7

Gedenkgottesdienst in Gethsemane
am 26. 04. 2015 für Zwangsarbeiter
der Kirche zum 70. Jahrestag der
Lager-Befreiung
Von 1943 – 1945 betrieb die
Evangelische Kirche auf
dem Friedhof der Jerusalemsund Neue Kirchengemeinde an
der Neuköllner Hermannstraße
das Berliner »Friedhofslager«, in
dem über hundert »Ostarbeiter«
aus der besetzten Sowjetunion
leben und arbeiten mussten. 	
Es war das einzige Lager in ganz
Deutschland, das von der Kirche
geplant, finanziert und betrieben wurde.

Gedenkgottesdienst

Über die Hälfte von 74 evan­
gelischen Berliner Friedhofs­
gemeinden hat Zwangsarbeiter
bei sich arbeiten lassen.
Darunter auch die Gemeinden
Gethsemane und Segen.

8

Wir möchten in diesem
Gottesdienst an die 	
Befreiung des Zwangs­
arbeiterlagers vor 	
70 Jahren erinnern.
Die Konfirmandinnen 	
und Konfirmanden 	
bereiten diesen Gottesdienst in Zusammen­
arbeit mit dem Landeskirchlichen Archiv in 	
Berlin (ELAB) vor und
werden auch die Predigt
halten. Schülerinnen und
Schüler der Evangelischen Schule Neukölln
zeigen im Eingangsbereich der Gethsemanekirche an diesem Tag  eine Ausstellung zum
Thema, die sie selbst erstellt haben.

Dieser Gottesdienst ist auch Teil der Predigt­reihe, 	
die sich mit unserem Jahresthema »Krieg« ausein­
andersetzt.

War Requiem
von Benjamin Britten –
Konzerte zum 70. Jahrestag des Kriegsendes
Maria Bengtsson – Sopran,
Thomas Michael Allen – Tenor, Sebastian Noack – Bass;
Chor und Sinfonieorchester des Jungen Ensembles Berlin,
Prometheus Ensemble Berlin, Kapellknaben des Staatsund Domchores Berlin;
Karten an allen bekannten VVK-Stellen
und online: www.junges-ensemble-berlin.de
So, 10. Mai, 11:00 Uhr, Gethsemanekirche

Mi, 13. Mai, 19:30 Uhr, Gethsemanekirche

Kantatengottesdienst

»S’ ist Krieg« –

Im Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges
am 8. Mai vor 70 Jahren
Felix Mendelssohn-Bartholdy,
›Wer nur den lieben Gott lässt walten‹
mit Angela Braun (Sopran), Joachim Vetter (Orgel),
einem Instrumentalensemble, der Gethsemanekantorei,
Kantor Oliver Vogt (Leitung) und
Pfarrer Christian Zeiske (Liturgie)

Jehan Alain zum 75. Todestag
Lesung aus Briefen des im Ersten Weltkrieg
gefallenen französischen Komponisten
und aus Texten zu seinen Orgelwerken
Orgelmusik von Jehan Alain,
Max Reger u. a. mit Max Landgrebe (Rezitation)
und Oliver Vogt (Orgel)

Jahresthema 2015

Fr, 8. Mai, 20:00 Uhr, Gethsemanekirche
Sa, 9. Mai, 20:00 Uhr, Gethsemanekirche

2015
1945
19 14
KRIEG

9

Ökumenischer Arbeitskreis
Prenzlauer Berg (Berlin)
Der Ökumenische Arbeitskreis Prenzlauer Berg
wurde 2001 zur Vorbereitung eines Ökumenischen
Straßenfestes gegründet. Er ist ein offener Kreis in
dem sich Haupt- und Ehrenamtliche engagieren, um
sich über Gemeindegrenzen hinweg auszutauschen
und um Veranstaltungen und öffentliche Projekte zu
entwickeln.
Wichtige Höhepunkte waren bisher die Kiezfeste rund
um die Gethsemanekirche (2002, 2004, 2007), Erinnerungswege zum 70. und 75. Jahrestag der Reichspogromnacht, die Ausstellung »Keine Gewalt« in	
den Schönhauser Allee Arcaden (2009) und die
­Film­reihe. »Glaube und Kirche in DDR-Filmen« im
­UCI-Kino Collosseum (2013). Der Ökumenische
Arbeitskreis beteiligt sich auch an zentralen Festen
und Ver­anstaltungen (Ökumenischer Kirchentag
2003, Fest der Kirchen 2006, 2009, Ökumenischer
Gottesdienst im Mauerpark anlässlich des 25. Jahrestages des ­Mauerfalls) und fördert und unterstützt
Ökumenische Gottesdienste und Begegnungen vor
Ort.

100 Jahre Völkermord
an den Armeniern
http://www.genocide-museum.am/eng/gen_musium.php

Armenier lebendig verbrannt in Sheykhalan
von türkischen Soldaten, 1915

Ökumene

100 Jahre nach dem Genozid an rund 1,5 Mio Armeniern gibt es zwei zentrale ökumenische
­Veranstaltungen.
Sonntag, 29. März, 18:00 Uhr: Ökumenischer Buß­
gottesdienst, Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis­kirche
(hier geht es um die ­Mitschuld Deutschlands am
Völkermord)
Donnerstag, 23. April, 19:00 Uhr, Berliner Dom:
Offizielles Nationales Gedenken des Volkermords
Ein Schwerpunktthema im Jahr 2015 ist das Geden- an den Armeniern, Syrern und Pontusgriechen
ken an Christen im Widerstand gegen den National­
sozialismus (Bonhoeffergedenktafel in der Oder­ Ökumenischer Pfingstweg
bergerstraße, Ausstellung zum Fest der Kirchen am	 Pfingstsonntag, 24. Mai
12. September). Es gibt keine feste Mitgliedschaft. Die Der Ökumenische Rat Berlin-Brandenburg lädt zu
regulären Sitzungen finden drei  Mal im Jahr statt. Das einem Pfingstweg der Kirchen ein. Die Veranstalnächste Treffen ist am Donnerstag, dem 7. Mai um tung beginnt um 18:00 Uhr am Brandenburger Tor. 	
19:00 Uhr in der Begegnungsstätte Heilige Familie, Schon ab 17:00 Uhr wird die Band Patchwork 	
Wichert­str. 23. Alle Interessenten (auch Schnup- zu hören sein. Der Weg endet gegen 19:00 Uhr
pergäste) sind herzlich eingeladen.
im Berliner Dom. Dort schließt sich ein internationales Chorkonzert an.
Kontakt:
www.oekumene-im-prenzlauer-berg.de
Arminplatz – Ökumenischer Gottesdienst
Katharina Jany, Tel.: 030-4 49 58 54
Am Pfingstmontag, dem 25. Mai findet er wieder
um 11:00 Uhr auf dem Arnimplatz statt, musikalisch begleitet vom Jugendgospelchor » ... stimmt
so!«. Für den anschließenden Imbiss wird um
Kuchenspenden gebeten.

10

Gedenktafel
für Dietrich Bonhoeffer
von Altbischof Dr. Wolfgang Huber in der Zionskirche über Bon­hoeffers Frie­dens­ethik teilzunehmen. 	
Nach dem Vortrag gibt es einen kleinen Empfang.
Donnerstag, 9. April 2015
17:30 Uhr: Enthüllung der Gedenktafel
in der Oderberger Str. 61 	
mit Vertretern des Stadtbezirkes, 	
Musik: Saxophonquadrat
19:00 Uhr: Vortrag von Altbischof Dr. Wolfgang Huber
in der Zionskirche über Bonhoeffers 	
Friedensethik
18:00 bis 23:00 Uhr
	
Lange Bonhoeffer-Nacht in der 	
Enthüllung am 9. April 2015
St. Matthäuskirche
Oderberger Str. 61
Aus Anlass des 70. Todestages von Dietrich Bon­
hoeffer findet am 9. April in der St. Matthäuskirche
Am 9. April wird in der Oderberger Straße 61, auf 	
am Berliner Kulturforum, der Ordinationskirche
Initiative des Ökumenischen Arbeits­kreises Prenzlauer Berg und der Evangelischen Kirchengemeinde 	 ­Bonhoeffers, eine lange Bonhoeffer-Nacht 	
mit Lesung von Bonhoeffertexten statt.
am Weinberg / Zionskirche, eine Gedenktafel für
Dietrich Bonhoeffer enthüllt.

Ökumenischer Kanzeltausch

Die Pfarrerinnen und Pfarrer der freikirchlich baptistischen Gemeinde ZOAR, der katholischen Gemeinde Heilige Familie/ St. Augustinus und die Evang.
Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord haben
einen unregelmäßigen Kanzeltausch vereinbart. 	
Im Rahmen dessen wird Pfr. Dr. Michael Höhle von
der katholischen Gemeinde am 12. April (Sonntag
nach Ostern) in der Gethsemanekirche predigen.

Ökumene

Der 9. April ist der 70. Todestag des großen Theologen und Mitglieds der Bekennenden Kirche, der 1945
auf persönlichen Befehl Adolf Hitlers hingerichtet
wurde. Bonhoeffer hatte sich von Januar bis März
1932 ein Zimmer in der Oderberger Straße 61 bei
Bäckermeis­ter Heide gemietet, um seinen Konfirmanden, die er an der Zionskirche unterrichtete,
näher zu sein und sich ihnen auch außerhalb des
Unterrichts widmen zu können. Die drei Monate, 	
die Bonhoeffer hier gelebt hat, werfen ein besonderes Licht auf die Per­sönlichkeit dieses großen
­Kirchenmannes. Dass Bonhoeffer als Universitäts­
profes­sor die Arbeit mit den Konfirmanden aus dem
einfachen Arbeitermilieu für so wichtig hielt, dass er
sich hier ein Zimmer mietete, zeugt von einem
starken christlich moti­vier­ten Verantwortungs­
gefühl für die ihm anvertrauten Jugendlichen.
Sie sind herzlich eingeladen, an der Enthüllung 	
der Gedenktafel und dem an­schließen­­den Vortrag

11

Spurensuche
Geweckt wurde mein Interesse an der Geschichte
des Elias-Gemeindehauses und der Eliasgemeinde,
als nach den historisch-politischen Aktivitäten und
Ereignissen in unseren Ursprungsgemeinden gefragt
wurde.
Das Gemeindehaus mit dem Elias-Kuppelsaal in der
Göhrener Str. 11 bildet den Abschluss der Bebauung
der länglichen halbrunden Ausbuchtung im Knick
der Göhrener Straße. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts
war das Gebiet östlich der Dunckerstraße noch weitgehend unbebaut. Die im Jugendstil erbauten Häuser links und rechts im »Göhrener Ei« entstanden zwischen 1909 und 1913. Nur das Grundstück an der Stirnseite blieb frei. Erst 1927 fand dort die Grundsteinlegung für das Gemeindehaus der Elias-Gemeinde statt.

Elias

20 Jahre zuvor im März 1907 wurde die Gemeinde »Gethsemane III (Ost)« von der Muttergemeinde
Gethsemane abgetrennt. Bald zeigte es sich, dass für
das Gemeindeleben eine Kirche notwendig wurde.
Viele Gemeindeglieder besuchten nicht den Gottesdienst im Predigtsaal in der zweiten Etage eines
Hauses in der Raumerstraße, sondern gingen weiterhin in die   Gethsemanekirche oder in die Immanuelkirche. Die Junge Gemeinde wandte sich daher an
die Berliner Stadtsynode und diese bewilligte bereits
im April desselben Jahres die Kosten für den Kirchenneubau . Zugleich begann die Suche nach einem
Namen für die Kirche. Vorgeschlagen und befürwortet wurde zunächst »Erlöser-Kirche«, da dieser Name
für die Tochtergemeinde der Gethsemanegemeinde  
»besonders geeignet sei«. Doch das Evangelische Konsistorium lehnte ab und verwies darauf, »... daß, Seine
Majestät der Kaiser und König bei Gelegenheit der Benennung anderer Berliner Kirchen Aller­höchst Ihre Willensmeinung dahin ausgesprochen haben, daß für
neue Kirchen einfache Namen von Reformatoren,
Aposteln, Propheten oder von heiligen Stätten aus der
Bibel vorgeschlagen werden möchten.«
1908 im März wurde wurde einmütig beschlos-

12

sen, die Kirche nach dem Propheten Elias zu benennen und im November erhielt die Gemeinde den
Namen ­»Elias-Kirchengemeinde«. Die feierliche Weihung der Elias-Kirche fand am 3. Juli 1910 statt.  
Bereits während die Eliaskirche 1909/1910 erbaut
wurde, bemühte sich die Gemeinde um den Erwerb
eines Grundstücks für den Bau eines Gemeindehauses.
Jedoch waren alle Anfragen und Bemühungen vergeblich. Die Sorgen und Nöte des ersten Weltkrieges,
der Nachkriegszeit und der Inflation 1923/24 ließen
den Wunsch nach einem Gemeindehaus in den Hintergrund treten. Erst 1925 trat der Gemeindekirchenrat an den geschäftsführenden Ausschuss der Berliner
Synode mit der Bitte heran, für den Bau eines Gemeindehauses ein Grundstück zu erwerben. Diesmal mit
Erfolg. Bereits im November des Jahres wurde das
große Grundstück Göhrener Str. 11 erstanden. Sicher
spielte für die positive Entscheidung des geschäftsführenden Ausschusses die Tatsache eine Rolle, dass
in der Eliasgemeinde ein reges Gemeinde- und Vereinsleben existierte.
Nachdem die Kosten errechnet, die Finanzierung
geregelt und der Bauentwurf des Architekten Otto
Werner akzeptiert waren, fand der erste Spatenstich
im Mai 1927 und die feierliche Grundsteinlegung des
Gemeindehauses am 3. Juli statt, genau 17 Jahre nach
der feierlichen Weihung der Kirche. Aus der Abschrift
der »Urkunde für die Grundsteinlegung des Gemeindehauses der Eliaskirche«:
»In den Grundstein des Gemeindehausbaues/gelegen im
Haupteingang, rechte Mauer, nahe der hinteren Ecke)
wurden außer der Urkunde eingelegt: ein Briefumschlag
mit Geldscheinen, Lebensmittelkarten aus der Zeit der Not
und der Geldentwertung; ein Briefumschlag, enthaltend die
jetzt geltenden Metallmünzen, zwei ­Nummern des ›Evangelischen Sonntagsblattes für die Eliasgemeinde‹; zwei Nummern des ›Evan­gelischen Berlin‹. Berlin, 3. Juli 1927, Beck,
Pfarrer «

Vorderhaus: 4 Pfarrwohnungen mit Konfirmandensälen und Küsterei;
Seitenflügel: Kindergarten und Diakonissen­
station, »Großer Saal« –
»Elias-Kuppelsaal«, er­strahlt seit 2003 / 2004
wieder im alten Glanz.
Die Außenfassade des
Gemeindehauses mit der
rotbraunen Klinkerverkleidung und die spitzbogigen Portale am Eingang des Hauses und
der Durchfahrt sind der
Fassade der Eliaskirche
angelehnt und unterstreichen die Zusammengehörigkeit der beiden Gebäude, wie auch
die in die Brüstungen
der Erker eingelassenen
vergoldeten Medallions
Prophet Elias mit dem
Raben (unten) Heilige
Barbara (Mitte) Erzvater
Abraham (oben). Wendet man sich in dem mit
einem Kreuzgratgewölbe überspannten Durchgang zum Hof nach links
zum Treppenaufgang des
Vorderhauses so erkennt
man im Scheitelpunkt
des Spitzbogens einen

Christuskopf. Die Medallions, der Christuskopf und
die am Gebäude im Hof stehenden vier TerrakottaPlastiken wurden von dem Bildhauer Alfred Ehlers
geschaffen. Je zwei der Terrakotta-Plastiken halten
eine Schriftrolle bzw. ein Buch in der Hand. Sie symbolisieren das Alte und Neue Testament.
Der »Große Saal«, als Theater- und Konzertsaal ge­plant,
wurde auch für regelmäßige Veranstaltungen z. B.
der Inneren und Äußeren Mission und als Kinosaal
genutzt. Während des Zweiten Weltkrieges fanden
hier Vorführungen der Wochenschauen statt. Im Protokoll des Gemeindekirchenrates am 9. Februar 1941
ist zu lesen: »Herr Pfarrer Schöning übernimmt die Verwaltung und Verfügung des neu angeschafften Filmapparates. Vertreter ist Diakon Kunstmann. – als Benutzungsgebühr werden 2 RM festgelegt. Zur Anschaffung von FilmWochenschauen werden 50 RM aus dem Nebenfond bewilligt. Die Vereine der Gemeinde sollen gebeten werden, auch
je Verein 10 RM zur Anschaffung weiterer Film-Wochenschauen zu stiften.«
Betreut wurde die Gemeinde von vier Pastoren. Jeden
Sonntag fanden Gottesdienste um 10 Uhr und 18 Uhr
und bis 1931 zwei Kindergottesdienste statt. Unvorstellbar ist, dass an ihnen zeitweise bis zu 600 Kinder
teilnahmen. Angebote gab es für Frauen und ­Männer,
Jugendliche und alte Menschen in vielen Kreisen und
Gruppen.
Eine große Bedeutung besaß die Vereinsarbeit. Viele
Gemeindeglieder gehörten dem Positiven ParochialVerein, der Frauenhilfe, den Pfadfindern und anderen Vereinen an. Nicht wenige engagierten sich ehrenamtlich. Mit der Machtübernahme Hitlers 1933 kam
es zu Spannungen und Auseinandersetzungen zwischen Deutschen Christen und anderen Gemeindegliedern. Bei der Neubesetzung von zwei Pfarrstellen 1934 versuchten die Deutsche Christen erfolglos
die Beschlussfähigkeit des Gemeindekirchenrates zu
verhindern. Die Pfarrer E. Schöning und B. Just standen der Bekennenden Kirche nahe und waren bis
1969 bzw. 1961 tätig. Kurz nach dem Ende des
Zweiten Weltkrieges wurde das Elias-Gemeindehaus requiriert und es begann ein neuer
Abschnitt seiner Geschichte. Damit ist meine
»Spurensuche« beendet, jedoch nur für heute.  
Dr. Ortrud Merseburger (Fortsetzung folgt)

Elias

Das Gemeindehaus, im
expressionistischen Stil
erbaut, entstand nach
den Entwürfen des Architekten Otto Werner, dem
auch die Ober- und Bauleitung übertragen wurde.

13

Ab ins herrlich grüne

Fahrradwochenende vom 8. bis 10. Mai 2015

Vom 8. bis 10. Mai 2015 fahren wir mit unseren Rädern ins Schlaubetal.
Wir treffen uns mit den Fahrrädern am Freitagnachmittag um 15 Uhr am Gemeindehaus Elias. Das Gepäck wird in einem Bus gestapelt und transportiert, wir radeln
zum Bahnhof (Alex) – von dort geht es mit der Regionalbahn bis Jacobsdorf. Von
dort radeln wir ca. 20 km gemeinsam ins Schlaubetal. Samstag genießen wir das
GRÜN und spielen und … wir schonen den Allerwertesten, später werden sicher
unsere Füße in der Schlaube baden. Sonntag geht’s dann wieder heimwärts. So
werden wir sicher am späten Sonntagnachmittag abgestrampelt, müde, etwas
schmuddelig, aber glücklich hier in Berlin wieder landen. Bitte mitbringen:
Schlafsack, Isomatte und wer mag Zelt! Kosten: 42,50 Euro (Fahrkarten sind dann
schon dabei, kaufen wir!). Fragen und Anmeldung mit einer Anzahlung von 	
20 Euro bitte bei Antje Erdmann (T.: 41 71 59 57 oder a.erdmann@ekpn.de)

Die Zauberflöte von Kindern – für Kinder!

Von Wolfgang Amadeus Mozart – für Kinder ab 5 Jahren
Mozarts Zauberflöte zählt zu den beliebtesten Opern überhaupt. Die Musik ist
­eingängig und zauberhaft. In leichter Bearbeitung sind viele Lieder und Arien
auch von Kindern singbar. Die Großen der Singschule mit Unterstützung von 	
Kinderchor 2 bringen das Werk in einer ausgezeichneten Bearbeitung für 	
Kinderchor und Klavier zu vier Händen zum Klingen. Die Regie hat die Opern­
regisseurin Solvejg Franke übernommen. Es lässt sich schon erahnen, dass diese
Auf­führungen extraordinär werden: Der Elias Kuppelsaal verwandelt sich in
­seinen verschiedenen Ebenen in die Welten von Tamino, Papageno und Sarastro, 	
der Orchesterpart wird virtuos vierhändig am Klavier gespielt von Hanne Pilgrim 	
und Oliver Vogt, die Kinder schlüpfen voller Freude
in die allseits bekannten Rollen und der Chor steht
sicherlich nicht nur still daneben ... Chr. Rosiny
Kleinere Und Größere Kinder Und Kirche
Sa, 6. 6., 11:00 und 17:00, Elias-Kuppelsaal
Im April sind Osterferien und damit Pause!
So, 7. 6., 17:00, Elias-Kuppelsaal
Sa, 9. Mai 2015, 10:00 in Elias
Karten: s. S. 30
Thema: »Schöpfung«

KUK

KUG

14

Kinder, Kinder

Schlaubetal!

15

»Brandschutz«
Vor einiger Zeit bekamen wir
Besuch vom  Brandschutzprüfingenieur und
vom Bauamt. Sie waren mit den Brandschutzmaßnahmen unzufrieden. Wir hatten –
aus ihrer Sicht – die falsche Reihenfolge
gewählt. Wir hätten zuerst den gesamten 	
Brandschutz im ganzen Gebäude und dann 	
die Gemeindeküche fertig stellen sollen
(vieles wurde in den vergangenen Jahren
schon angepasst). Einige Auflagen sind
nützlich, bei anderen erschließt sich dem
Laien die Logik nicht aufs erste. Aber wir setzen 	
sie trotzdem mit Hochdruck um, damit wir Haus
und Kirche weiter nutzen können.

... endlich weiß man,
wo es die Treppe
herunter geht ...

16

Konfirmandenund Jugendgruppen
Im April und Mai haben wir verschiedene
kleinere Gruppen zu Gast. Vor allem Konfirmandenreisen bevölkern das Haus oft nur 	
für ein paar Stunden. Wir haben verschiedene Programmbausteine ent­wickelt, 	
die wir dann mit den Konfirmanden 	
durchführen und erleben.
Gebäude und Geschichten
Auf einem Rundgang entdecken die
Jugendlichen das Stadtkloster vom Keller
bis hoch zu den Glocken mit dem unglaublichen Blick über den Prenzlauer Berg.
Lebensentwurf Stadtkloster
Gespräch zu Themen wie: Warum in
einem Stadtkloster leben? Wie sehe ich
die Zukunft für mein eigenes Leben?
Gregorianik
Ein Hineinschnuppern in die über 1500
Jahre alten Gesänge der Klöster.
Bonhoeffer – wie gestalte ich mein
Leben?
Was ist wichtig in meinem Leben, 	
was sind die Maßstäbe, die ich anlege?
Fahrradtour zur Geschichte der Trennung
der Stadt
Mit dem Fahrrad lässt sich der Verlauf der
Mauer erkunden. Dabei geht es vor allem
darum, den Jugendlichen ein Stück Geschichte
nahe zu bringen, das für sie sehr weit weg ist
und doch die Gegenwart stark prägt. Es ist ein
Privileg, sich mit Gruppen von jungen Menschen über christliches Leben und den Glauben
auszutauschen. Natürlich hoffen wir, dass Ein­
drücke und Erinnerungen bleiben, die 	
vielleicht später einen Zugang zur Kirche
ermöglichen.

Forum Gott entdecken:
Ein offener Gesprächsabend zu Themen des Glaubens. Dienstag 14. 4. und 12. 5. jeweils 19:30 Uhr
mit Abendessen. Anmeldung erbeten an
info@stadtklostersegen.de
Ostern im Stadtkloster 2. bis 5. April 2015
»Ich seh etwas, was du nicht siehst«
Ein Kinderspiel als Thema für Ostern? Ja, denn es
geht um Hinschauen, um Wahrnehmen, um Aufmerksam sein – auch im Glauben. Achtsam sein auf
die Kraft Gottes, aus der wir leben. Genau hinschauen, um diese Kraft wahrzunehmen, die nicht im 	
Zerbrochenen, Dunkeln, ja Toten stecken bleibt, 	
sondern durchdringt zum neuen Leben. Die Frauen
– damals vor mehr als 2000 Jahren – sahen Jesus,
den Auferstandenen, als erste. Sie sahen, und die
Jünger glaubten nicht. Sie sahen etwas, was die
anderen (noch) nicht sehen konnten.
Wir laden Sie zu einer Entdeckungsreise ein:
Am Donnerstag 19:30 Uhr zum Abendmahl.
Wir erinnern uns an den letzten Abend, an dem
Jesus mit seinen Freunden zu Tisch lag und mit
ihnen gefeiert hat.
Am Freitag 10:00 Uhr zu einem Gottesdienst
und dem ökumenischen Kreuzweg (11:00 Uhr).
Wir sind »pilgernd« mit Menschen aus verschiedenen Gemeinden etwa 2 Stunden unterwegs. 	

Wir bedenken Texte aus der Leidensgeschichte von Jesus, hören von leidvollen
Geschichten von heute, singen und beten.
Auch Familien und Kinder sind herzlich 	
willkommen.
Am Samstag steht die Kirche offen –
Zeit für stille Betrachtung und Gebet.
Um 21:30 Uhr beginnen wir die Osternacht.
Zum Beginn haben Sie die die Möglichkeit, in
Film, Gespräch, in der Meditation oder kreativ das Thema »Ich seh etwas, was du nicht
siehst« zu vertiefen.
Um 23:15 Uhr beginnt die Liturgie der
Osternacht mit der Abendmahlsfeier.
Wir haben allen Grund zur Freude: 	
Das Leben hat sich gegen den Tod durch­
gesetzt. Auferstehung ist nicht nur Erinnerung sondern Zukunft. Wir gehen Gott 	
entgegen und er kommt auf uns zu!
Darum feiern wir am Ostersonntagabend
um 18:00 Uhr einen festlichen Abend mit
Musik und einem schönen Essen.
Wir sind froh, wenn Sie etwas
fürs Buffet mitbringen. Teilen
macht Spaß!

Auf ein Wort – Stadtkloster Segen

Angebote:

17

Ingrid Thomas

Unterwegs auf dem

In Norwegen pilgern ? Ungläubig las ich dieses
Angebot für den Sommer 2014 im Gemeindebrief
der St. Jacobikirche zu Hamburg. Freilich hatte
ich schon viel vom spanischen Jacobsweg gehört;
Freunde und Bekannte waren da gelaufen und
seit dem Erscheinen des Buches von Hape Ker­
peling scheint es, als hätte dieses einen Pilger­
boom ausgelöst.
Doch Norwegen? Der Gedanke daran lies mich
nicht mehr los und ich fuhr nach Hamburg, um
Näheres zu erfahren: Der Funke war gezündet –
ich wollte mit dabei sein.

Pilgerweg

Für Norwegens Geschichte ist Olav der Heilige
von fundamentaler Bedeutung, denn vor etwa
1000 Jahren hatte der Wikingerhäuptling Olav
eine große Vision: Er solle Norwegen sammeln
und zu einem durch das Christentum geeinten
Land machen. Olav wurde 1030 in der Schlacht
bei Stikklestad getötet und später in Nidaros
(heute Trondheim) begraben. Neben seinem Grab
entsprang eine Quelle, der später heilende Wir­
kung nachgesagt wurde. Über Grab und Quelle
wurde eine Taufkapelle errichtet, die den Beginn
der Arbeiten am späteren Nidarosdom darstellen
sollte. Im Lauf des Mittelalters wallfahrteten

18

t­ ausende Menschen nach Trondheim, eine Viel­
zahl von Wegen führte die Pilger nach Nidaros.
Heute gibt es in Dänemark, Schweden und Nor­
wegen ein gut markiertes Wegenetz Richtung
Trondheim. Der zur Zeit am häufigsten
begangene Weg ist jedoch der »Gudbrandsdalsle­
den«, w
­ elcher von Oslo durch das Gudbrandstal
über das Dovre-Fjell nach Trondheim führt. Er
bietet neben seiner Fülle an historischen und
kulturell bemerkenswerten Orten (z. B. die Kathe­
drale in Hamar, die mittelalterliche RingsakerKirche, die Stabkirche von Ringebu bzw. ver­
schiedene Gebetssteine, Olavsquellen sowie Grä­
ber und Lageplätze, an denen auch Rat gehalten
wurde) auch eine breite Infrastruktur. Auch wir
werden ein Stück dieses Weges gehen.
Pilgern in Norwegen ist auch eine Reise in die
von bäuerlichem Leben geprägte norwegische
Kultur. Es ist Begegnung mit einem schlichten
und naturverbundenen Lebensstil. »Bewahren
durch Benutzen« ist in Norwegen eine weit
­verbreitete Idee. Viele Höfe, an denen die Pilger
­vorbei kommen, erscheinen wie kleine Freilicht­
museen; in vielen dieser historischen Hofgebäu­
de dürfen Pilger übernachten. Die Gastgeber
­zeigen gern ihre traditionsreichen Höfe, laden zu

Olavsweg
1997 wurde die erste Strecke dieses »Pilgrimsle­
den« von Kronprinz Hakon Magnus eingeweiht.
Er selbst ist ein regelmäßiger Pilger und ist auch
2010 nach Trondheim gegangen, als die Olavs­
wege vom Europarat zur »europäischen Kultur­
straße« gekürt und damit dem Jacobsweg gleich
gesetzt wurden.
Ausgangspunkt unserer Pilgerreise ist die alte
Domkirchenruine in Hamar, die heute mit einem
Glaszelt geschützt ist. Hier in dieser für uns so
eindrucksvollen Glaskathedrale empfangen wir
unseren Reisesegen. »488 km til Nidaros« steht
auf einem Meilenstein neben der Glaskathedrale.
Aus Zeitgründen legen wir die nächsten 230 km
noch mit dem Auto zurück – dann aber in Dovre
geht es endlich los. Wir pilgern durch das roman­
tische Gudbrandstal über die Höhenzüge des
­wilden Dovrefjells bis schließlich in das geistliche
Zentrum Trondheims, welches auch als das
­Jerusalem des Nordens bezeichnet wird. Unsere
Gruppe wird von Bernd Lohse, Pilgerpastor der

­ ordelbischen Kirche, spirituell begleitet. Die
n
Rituale des Gehens, Schweigens, Betens, Meditie­
rens, Singens, der Einfachheit und der Gemein­
schaft haben wir als wohltuend nicht nur für den
Körper, sondern vor allem für Geist und Seele
­empfunden. Die täglichen Gebete unter freiem
Himmel waren für mich eine ganz neue
be­reichernde Erfahrung. Ja, pilgern ist mehr
als wandern, so lernten wir schnell.
Es war eine alles in allem großartige Zeit –
ge­blieben sind für mich starke Erinnerungen
an erfahrene Gastfreundschaft, an nachhaltige
Begegnungen, an eine wunderbare Natur – und
vor allem Dankbarkeit, diesen Weg gegangen zu
sein. Noch kann dieser Pilgerweg als Geheimtip
weitergegeben werden: Auf dem Olavsweg waren
wir nur wenige, aber im selben Jahr sollen
­nahezu eine viertel Million Menschen unterwegs
auf dem Jacobsweg gewesen sein.
Für Interessenten dieser Pilgerwanderung emp­
fehle ich u. a. den Pilgerführer von Bernd Lohse
»Der Olavsweg«, in dem durch ihn viele ­eigene
Erfahrungen hinsichtlich Streckenverlauf und
Übernachtungsmöglichkeiten dargelegt ­werden.

Olavsweg

Kaffee und Waffel ein und erzählen von der
Geschichte des Hofes – und haben uns auch oft
mit ­köstlichen Speisen und viel Herzlichkeit und
Offenheit verwöhnt.

19

Gottesdienste
Elias-Kuppelsaal

Gethsemane

Göhrener Str. 11
02. 04. 2015
Gründonnerstag
03. 04. 2015
Karfreitag

Stargarder Str. 77

20:00 Pf. Zeiske, A, Tischabendmahl
09:30 Pfn. El Manhy, A
15:00 Pfn. El-Manhy, Pf. Kuske, Liturgische
Andacht zur Sterbestunde, Gemeindechor

11:00 Pf. Zeiske, Kantorei

09:30 Pf. Zeiske, Osterfrühstück, F

05:00 Pf. Zeiske, liturg. Osternacht, Erw.-T.
Projektchor
11:00 Pfn. El-Manhy, T, Kantorei
11:00 Pfn. El-Manhy

09:30 Pf. Zeiske, K, N

11:00 Pf. Dr. Höhle, K, N Gastpredigt

09:30 Pfn. El-Manhy, K, N

11:00 Pfn. El-Manhy, K, N

09:30 Prädikant Georg Schubert

11:00 Pfn. El Manhy, Pf. Zeiske und 	
Konfirmanden, K, N, Predigtreihe

09:30 Pf. Kuske, K, N
Gemeindechor
09:30 Pf. Kuske, K, N

11:00 Pfn. El-Manhy, A, K, N, Predigtreihe

04. 04. 2015
Ostersamstag
05. 04. 2015
Ostersonntag
06. 04. 2015
Ostermontag
12. 04. 2015
Quasimodogeniti
19. 04. 2015
Misericordias Domini
26. 04. 2015
Jubilate
03. 05. 2015
Kantate
10. 05. 2015
Rogate

11:00 Pf. Zeiske, K, N, Kantorei
Kantatengottesdienst

14. 05. 2015
11:00 Sup. Dr. Höcker, Einführung Pf. Kuske,
Christi Himmelfahrt
Empfang im Anschluss
17. 05. 2015
09:30 Pfn. El-Manhy, K, N
11:00 Pfn. El-Manhy, Pf. Zeiske, T, K, N,
Exaudi
Dialogpredigt
23. 05. 2015 Samstag vor der Konfirmation
18:00 Pfn. Fey, Pf. Seidenschnur, A, Abendmahl v
24. 05. 2015
09:30 Pfn. El-Manhy, T
10:00 Pfn. Fey, Pf. Seidenschnur, Konfirmation
Pfingstsonntag
14:00 Pfn. Fey, Pf. Seidenschnur, Konfirmation
25. 05. 2015 Pfingstmontag 11:00 Ökumenischer Gottesdienst auf dem Arnimplatz (bei schlechtem Wetter in St. Augustinus, Dä
30. 05. 2015 Taufsamstag
11:00 Pf. Kuske, T
31. 05. 2015 Trinitatis
09:30 Pfn. El-Manhy, K, N
11:00 Pf. Kuske, K, N

Taufe
Theresa Wierzba, Leon Barisic, Anton Hoffmann
als Erwachsene wurde getauft Bianca Freitag
Lasset uns nicht lieben mit Worten,
sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.
Johannes 3, 18

20

Bestattung
Christa Augustat (76), Gerhard Arendt (89), 	
Dorothea Heinig (104), Heiderose Schumacher-Huó (60), 	
Pf. i .R. Gerhard Schellig (95), Pf. i. R. Waldemar Schmidt (86)*
* Nachruf zu Pf. i. R. Schmidt in der nächsten Ausgabe
Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Psalm 23, 1

Geburtstage
April | Mai

Wisbyer Str. 7

18:00 Pf. Fey, Pf. Kuske, A, Tischabendmahl

Stadtkloster Segen 
Schönhauser Allee 161

09:30 Pfn. Fey, F, T, B, Osterfrühstück,
Taufgedächtnis, Basar für Cochabamba

19:30 Prädikant Georg Schubert, 	
Pf. Kuske u. Team, Tischabendmahl
10:00 Pf. Kuske, anschließend 	
Ökumenischer Kreuzweg
durch den Kiez
21:30 Prädikant Georg Schubert, 	
Pfn. El-Manhy und Team, Osternacht
23:15 Beginn der Osternachtliturgie
18:00 Osterfestabend
im Stadtkloster Segen

09:30 Pfn. Fey, N

21:00 AbendbeSINNung »Unser Vater«

09:30 Pfn. Fey, N, B
11:00 Pfn. Fey, Krabbel-Gottesdienst
09:30 Pf. Kuske, N, Orgel Plus
14:00 Pf. Redmanis, Gottesdienst 	
in lettischer Sprache
11:00 Kuske, F, N,

21:00 AbendbeSINNung »Unser Vater«, A

09:30 Pfn. Fey, T, N, Posaunenchor
11:00 Pf. Kuske, Krabbelgottesdienst
17:00 Pfn. Fey, Gospelandacht

21:00 AbendbeSINNung

09:30 Pfn. Fey, A
Liturgischer Chor

09:30 Pf. Zeiske, N

vor der Konfirmation
14:00 Pf. Redmanis, Gottesdienst 	
in lettischer Sprache
änenstr. 17/18, 10439 Berlin)
09:30 Pf. Kuske, A, N, Orgel Plus

21:00 AbendbeSINNung »Unser Vater«
21:00 AbendbeSINNung

21:00 AbendbeSINNung

21:00 AbendbeSINNung

A	 G
 ottesdienst
mit Abendmahl
K 	 Kindergottesdienst
N 	 Gespräch
nach dem 	
Gottesdienst
T 	 Taufe
TR	 Trauung
F 	 Familiengottesdienst
B	 Basar

21:00 AbendbeSINNung

Geburtstagskaffee
Donnerstag, am 28. Mai 2015 um 15:00 Uhr
in den Räumen des Elias-Gemeindehauses –
herzliche Einladung zu Kaffee, Tee, Kuchen
und guten Gesprächen!

Kirche ist für Hörgeräte
eingerichtet

Angelika Woraschk 70
Luci Lübeck 90 Gertraude
Kubenz 90 Stefanie
Schroth 70 Lieselotte
Steuer de Ferré Garcia 90
Erna Thauer 96 Rudolf
Walther 91 Frieda Arndt
90 Margarete Höppner 80
Christa Koch 80 Gottfried
Keller 92 Gerd Grimm 70
Gerda Bönsch 91 Ingeburg
Rückert 85 Helga Mrozinski 75 Peter Kupke 70
Heinz Quandt 96 Elfriede
Pietzko 93 Eva-Maria
Wartenberg 75 Jürgen
Kersten 80 Irmgard
Kretschmann 85
Astrid Schoeller 75
Ruth Schulz 94
Werner Hennig 94
Brunhilde Grail 90
Wolfgang Lindenberg 75 Joachim
Morgner 85 Erika
Kraßon 94
Gerda Krüger 96
Dr. Wolfgang
Wilde 80 Edith
Witzlau 90 Dr.
Jörg Naumann 70
Klaus Reichelt 70
Marga Schulz 94
Ilse Krell 94

Gottesdienste

Paul Gerhardt

21

Gruppen & Kreise
Angebote für Kinder
Paul Gerhardt
Spielgruppen 	
do., 9:45 –11:30
für Krabbelkinder bis 3 Jahre,
Krabbelgottesdienste / Paul Gerhardt
19. 04., 11:00
»Der gute Hirte« mit Pfn. Fey
10. 05., 11:00
mit Pf. Kuske
Familiengottesdienste / Paul Gerhardt

Konfirmation 2015

05. 04., 11:00

PEKiP®
Paul Gerhardt
a: fr, 10 – 11:30
b: fr, 11:45 – 13:15
Ltg: Stephanie
Neeb

am Ostersonntag mit Pfn. Fey
Osterspiel und Taufgedächtnis	
03. 05., 11:00
mit Pf. Kuske
KiTa-Gottesdienste Elias-Kuppelsaal, freitags
17. 04. 10 :00 mit Pf. Kuske
29. 04 10:00 mit Pf. Kuske
Elias und Gethsemane regelmäßig s. S. 18/19
KUGKUK – Kleinere Und Größere Kinder Und Kirche
Elias, einmal im Monat Sa von 10 – 12:00
April: Osterferien
und damit Pause!
09. 05. 2015
Thema: »Schöpfung«
Christenlehre Elias
Die Geschichtensammler 1. + 2. Kl.
Mi + Do 	
Mi mit Johanna, Noa, Lucas und
15 – 16:00
Antje, Do mit Luisa und Antje
Die Schatzsucher 3. + 4. Kl.
Mi + Do 	
Mi mit Philipp, Lea und Antje
16:15 – 17:15
Do mit Emil, Emilio und Antje
Die Weltenbummler 5. + 6. Kl.
Mi + Do
Mi mit Charlie und Antje
17:30 – 18:30
Do mit Laura und Antje
Christenlehre Paul Gerhardt
Die Geschichtensammler & Schatzsucher 1. – 4. Kl.
mit Ina Düsterdick, Uta ReversDi 16:30 – 17:30
Rheinfurth, Kathrin Kühn
Vorbereitungsgruppen Krabbelgottesdienst
und Familiengottesdienst
Paul-Gerhardt
Termine n. Absprache über Pfn. Fey
Kindergottesdienst-Kreise
Gethsemane
19:30
Lisa Eichhorn	
Elias
Junge Gemeinde • Paul Gerhardt, Jugendkeller
mo.	 18:00
für 14 bis 15-Jährige
di. 	 18:00
für 16 bis 18-Jährige
mi. 	 19:00
für 17 bis 22-Jährige
do. 	 20:00
für 17 bis 22-Jährige
Kontakt: Paul Beutel, T.: 4 45 74 25

22

23. bis 27. 04. Abschlussfahrt Geyer/Erzgebirge, 	
Bitte Infobriefe beachten
Konfirmation 2016
mi., 18:00
jeweils eine Gruppe Zeiske/
do., 18:00
El-Manhy
Väter & Mütter, Männer & Frauen
Kursgebühr 65 €, Gemeinde freut
sich über Spenden zur Deckung der
Heiz- und Betriebskosten. Anmeldung Familienbildung Berlin Stadtmitte, Frau Reich, T.: 25 81 85-410
E-mail: familienbildung@kkbs.de
www.fbs-stadtmitte.de

Stillgruppe
jeden 2. u. 4. Mi im Kontakt:
Monat 10 – 12:00
Ulrike Sandow, T.: 44 73 32 31
Krabbelgruppe für alleinerz. Eltern mit Kindern
Markus Jost / T.: 41 71 59 66
mo., 16 – 18:00
Alleinerziehendenkochgruppe
Dipl. Theol. Sophie Tätweiler
do., 16 – 18:00
elias-kochgruppe@gmx.de
Begegnung und Soziales
Laib & Seele
jeden Do ab 11:00, Gemeindehaus
LebensmittelElias, Göhrener Str. 11, Kontakt: 	
ausgabe
B. Jenichen T.: 0173-2 15 71 32
Kiezfrühstück für alle
25. 04. 2015
Gemeinsames Frühstück und Ge30. 05. 2015
spräche, Elias, Kontakt: B. Jenichen
11 – 13:00
mobil: 0173-2 15 71 32
Elias Mittwochs-Café für alle G
­ enera­tionen
mi. 14 – 18 Uhr
Reden und Entspannen bei 	
Kaffee und Kuchen, Diakonieraum,
Kontakt: Sophie Kottsieper 	
taetweiler@gmail.com
Rechtsberatung
Do,11 – 12:30 Uhr 	
mit RA Matthias
während der Ausgabe, aber nicht
nur ein Angebot für Laib & Seele
Brinkmann
Kindergottesdienst-Vorbereitung
12. 04. und 07. 05.

19:30 Uhr, Kontakt: Pfr. Zeiske

Angebote für Seniorinnen/Senioren
Gethsemane Frauenkreis
07. 04., 12. 05.
14:00 mit Fr. Dahlenburg
Apostelfrühstückskreis
29. 04.
mit Fr. Dahlenburg, Pf. Zeiske
20. 05.
ganztägig, Spargelfahrt

Elias Seniorenfrühstück
13. 04. 2015
09:00 mit Frau Volz
04. 05. 2015
09:00 mit Frau Volz
Paul Gerhardt
16. 04., 15:00
07. 05. 15:00

mit Pfn. Fey
mit Pfn. Fey

Rund um die Bibel
Bibelstunde Paul Gerhardt
02. 04., 18:00
Einladung zum Tischabendmahl
Pfn. Fey
14. 05. , 11:00
GD zu Christi Himmelfahrt in
Gethsemane
Bibelgesprächskreis Elias
20. 04. 2015
15:00
18. 05. 2015
Bibelwerkstatt Gethsemane
08. 04., 22. 04.,
20:00 mit Pf. Zeiske
06. 05., 20. 05.
Gebetsangebote
Stadtkloster Segen
Morgengebet
Mittagsgebet
Nachtgebet

mo. bis fr., 08:00
mo. bis fr., 12:00
do. 21:00
Kontakt: Stadtkloster,
T.: 44 03 77 39

Gesprächskreise
Gesprächskreis Paul Gerhardt
14. 04., 20:00
Buchlesung: Erinnerungen an die
Konfirmation, mit Pfn. Fey
Prof. Dr. Strohmaier-Wiederanders
12. 05., 20:00
und Pfn. Fey zu Altarbildern der
Reformation
Gesprächskreis Elias I
09. 04. 2015, 19:00 Kontakt: Herr Lindenberg,
28. 05. 2015, 19:00 T.: 9 33 26 94
Elias: Gespräche über Gott und die Welt
14. 04. 2015
12. 05. 2015
Offener Kreis
Nach Vereinbarung Kontakt: Frau Bosem,
15:00
T.: 4 42 63 81
Gesprächskreis Elias II
02. 04. 2015, 19:30 Kontakt: Frau Krüger
07. 05. 2015, 19:30 T.: 4 44 40 56
Frauenhilfe Elias
27. 04. 2015
15:00, Kontakt Frau Volz
entfällt im Mai
Partnerschaftsprojekt Cochabamba
21. 04., 19:00

mit Herrn Beyer, Basare finden im
Anschluss an die Gottesdienste am
05. 04., 19. 04., 03. 05. statt

Wanderbegeisterte & Naturliebhaber!
25. 04. 2015, 8:15

Treffpunkt Gethsemanekirche
Biesenthal – Melchow, 14 km
22. 05. 2015, 8:45 Treffpunkt Gethsemanekirche
Klosterfelde – Ruhlsdorf/
Kontakt:
Zerpenschleuse, 16 km
Silke Jochims
T.: (030) 45 30 63 65 E-Mail: jochims-musik@gmx.de
Singschule • Chöre • Kantorei
Singschule – Eltern-Kind-Singen Eltern und Kinder
0 – 2 Jahre: Mi 1. Gr.: »Zwerge« 15:30 – 16:00
2. Gr.: »Pfauen« 16:15 – 16:45; 3. Gr. »Räuber« 17:00 – 17:30
Minis Singen mit 3 – 5jährigen Kindern
Mo 1. Gr. »Amseln« 16:00 – 16:30
Mo 2. Gr. »Spatzen« 16:45 – 17:15
Minis mit Eltern Singen mit 3jährigen Kindern
Mo »Lerchen« 17:30 – 18:00
Vorschulkinder Kinder, die im Sommer 2015
in die Schule kommen; Winterkirche:
Mo 1. Gr. 16:00 – 16:40 ; Mi 2. Gr.: 15:45 – 16:20
Kinderchor 1 Kinder der 1. und 2. Klasse,
Winterkirche: Mo 1. Gr.: 16:45 – 17:30
Mi 2. Gr.: 16:30 – 17:15
Kinderchor 2 – Mittlere Kinder ab der 3. Klasse
Winterkirche, Di 1. Gruppe 16:00 – 16:55
Mi 2. Gruppe 17:30 – 18:25
Kinderchor 3 – Gruppe 1 Kinder ab der 5. Klasse,
Winterkirche: Di 17:00 – 18:30
Kinderchor 3 – Ggruppe 2 Jugendliche ab der
8. Klasse, Winterkirche, Di 17:45 – 19:00
Percussiongruppen Do in der Singschule
Kinder der 2.– 4.Klasse: 16:30 – 17:15 Kinder und
Jugendliche ab der 5. Klasse: 17:30 – 18:30
Jugend-Gospelchor » ... stimmt so!«
do. 19:00 – 21:00, Ltg. Hanjo Krämer, Kuppelsaal- 	
Elias, Göhrener Str. 11; Junge Leute m. Lust a. Popular­
musik, Gospels, neue geistl. Lieder, Jazz, Folk,
in groovigen Arrangements mit Klavier & Band
Gemeindechor mi. 19:30, mit Detlef Lehmann,
Gemeindehaus. Elias, 3. Etage, Göhrener Str. 11,
klassischer, vierstimmig gemischter Chor,
vielseitige Chorliteratur alter u. neuer Meister
Liturgischer Chor mi. 19:30 – 20:45, mit Oliver Vogt,
Gemeindesaal P. Gerhardt, Kuglerstr. 15
Ausgestaltung der Gottesdienste mit Chorliteratur 	
aller Epochen und Stile
Gethsemane-Kantorei di. 19:45 – 22:00, mit Oliver Vogt,
Elias Kuppelsaal, Motetten alter & neuer Meister, Kantaten, Oratorien, Musik zeitgenössischer Komponisten, für
Gottes­dienste u. Konzerte, Anmeldung bei Kantor O. Vogt
Posaunenchor
mo. 19:00 – 20:30, mit Jan Frebel, Gethse­mane, 	
Winterkirche

23

In dieser Ausgabe stellen wir den
Maler und Bildhauer Hans-Joachim
Niemann vor. Er lebt und arbeitet
in der Lychener Str. 65, 10437 Berlin.

Kunst & Nachbarschaft:

VITA (Auswahl)
1951 in Borne bei Magdeburg geboren


1972 bis 1976 Pädagogikstudium 	
an der Humboldt Universität zu Berlin
1980 bis 1985 Diplom für Malerei 	
an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee
- seit 1985 freiberuflich als Maler und Bildhauer
- seit 1998 Maltherapie im Wohnheim Maria Frieden
(Menschen mit geistiger Behinderung)
- seit 1990 Honorartätigkeit an der Volkshochschule
Pankow (Zeichnen/Malen/Plastik)
- diverse Stipendien, Preise und Ausstellungen 	
im In- und Ausland,
- Werke befinden sich in privaten und öffentlichen
Sammlungen,
- lebt und arbeitet als freischaffender Maler 	
und Plastiker in Berlin
Vier Gefäßköpfe, 1999/2000, ca. 55 x 45 x 50 cm, Terrakotta

24

Patmos, 2011, 103 x 150 cm, Mischtechnik auf Leinwand
Torso, 1999, 35 x 58 cm, Tusche auf Papier

Achim Niemann
SPUREN

sofort an zwei farblich unterschiedliche Grundflächen.
Gemeint aber sind die über das Blatt laufenden bleistiftgrauen und kugelschreiberblauen Zahlen und Wort­-	
f­etzen. Blau und Grau grundieren nicht das Bild,
­sondern breiten sich wild auf ihm aus. Wo gemeinhin Ober­flächen blitzen, sieht nämlich der Maler in die  
Tiefe, er kehrt das Sehen um. Und so wendet er auch
das Wort ‚Grund’: für ihn wird es vom Untergrund zum
Beweggrund, von der tragenden Basis zum mobilisierenden Trieb.
Der feine Aberwitz des Zitats, das federleichte Spiel mit
Andeutungen, die Sicherheit des Weglassens – wenn es
so etwas wie eine intelligent philosophierende Art des
Zeichnens gibt, dann vermutlich diese. »Würde man
genau ausdrücken wollen, was man wahrnimmt, man
wäre unverständlich« Silhouetten von Köpfen und Körpern. Wer ist dieser Mensch hinter dem Koordinatensystem von Linien? Ein geringes Verändern einer Linie
nur und es spräche ein anderer Charakter aus dem Blatt.
Aber diese sichere Hand zeichnet nahezu blind, was das
abtastende Auge ihr berichtet hat.
Abgebrochene Linien, verwischte Schatten, Neuansätze
des Stiftes. Nichts am Leben ist endgültig ausser InfragestellenundVerändern,auchdavonerzählendieseBlätter.
Was bleibt vom Blick ins Licht, ins Anwesende? Das
komplementäre Dunkel, was sich auf der Netzhaut
genau dort einbrennt, wo das Licht auftraf. Zeichnen ist
antworten auf Signale, Reize, Unruhe. Der Zeichner liebt
nüchterne Formen: Winkel, Dreiecke, Linien, Bögen,
Haken, Kreise. Eigentlich sind sie kaum der Kunst wert,
unpoetisch, eher Technik oder Mechanik verwandt.
Und trotzdem, gerade in diesem abstrakt Erstarrten
lebt etwas. Dank winziger Verschiebungen und Abweichungen, einer besonderen Dynamik von Zuordnung
und Begegnung. Alles erzählt vom Anderen, Fremden,
das der Zeichner gesehen hat und was man nun ebenso
zu suchen, zu sehen beginnt. Codes einer unbekannten
Fülle, die sich irgendwann irgendwo ereignete. Spuren
der Tiere im Schnee. Magie einer unendlich wiederholbaren Anwesenheit. Durch nichts auszulöschen, durch
keine Zeit. Plötzlich Ahnung von Dauer. »Poesie ist ein
Zustand der Erwartung, der Resonanz.«

»Was sind das eigentlich für Phantome – an denen man
erkennt, dass man nahe dran ist, sich zu erinnern – diese
Schatten der nicht eintretenden Erinnerung, die doch
schon ›auf der Zunge‹ liegt?«
Diese Blätter enthalten vielfach Spuren: von Augen­
bewegungen, vom Gleiten an Formen entlang, ein
mehrfach überlagertes Begleiten, ein Nach- oder Hinterherdenken von Gewesenem: Geraden, Kurven,
Ecken, Silhouetten von Dingen, Körpern, Lichtwechseln. Jedes Blatt ist ein reduziertes Bildstenogramm von
Situationen, deren komplexen Ursprung nur der Zeichner kennt. Das reduzieren in die Zeichnung hinein,
lat. reductio ‚Zurückführung‘, bedeutet auf das richtige
Maß zurückführen. Oder anders gesprochen: ­»Eleganz –
Minimum bei Überfluss. Es muss so sein, dass der Überfluss ahnbar wird, jedoch angezeigt durch ein Minimum.«
Es ist nicht relevant, was man hier sieht. Wichtig wird,
wie man es sieht. Welche inneren Zuordnungen, Dynamiken, Spannungen hinter den Oberflächen wirken,
welche Details worüber erzählen, welche Linie wohin
führt, welches Schwarz was verschweigt, welches Weiss
wovor blendet. Kurzum: Hier wird detailgenau die
Mechanik erklärt, warum man was nicht sieht, wenn
man sieht.
Die wörtliche Bedeutung jener roten arabischen Schriftzeichen spielt deshalb auch keine Rolle mehr. Statt dessen kommt die Grazie dieses unendlich trainierten Produkts der menschlichen Hand zur Sprache. »Die vertiefte
Untersuchung der menschlichen Hand ist tausendmal
empfehlenswerter als das Studium des Gehirns.«
Völlig unrelevant wird auch, ob echte Zahlen und Buchstaben auf den Notizzetteln, Kalenderblättern, Postkarten, Heftseiten oder sonstigem Fundmaterial stehen,
ob es tatsächlich Spuren ehemaliger Notizen, Aufzeichnungen und Berechnungen sind. Sie könnten ebenso
imitiert, nachempfunden, zitiert und eingebaut worden
sein. Denn nicht Kubikmeter, Höhe, Länge und Breite, sondern die beiläufige, skizzenhafte Art im Notieren
Cornelia Jentzsch (... mit Dank an Paul Valéry und seinen
von Raum ist entscheidend, das flüchtige allen Tuns.
»Grund: blau grau« – wer denkt nicht bei dieser Notiz Cahiers für die Zitate)

25

Was soll werden?
In diesen Zeiten soll es mehr Flüchtlinge geben als
nach dem Zweiten Weltkrieg. Wir sind einfach nicht
in der Lage, uns vorzustellen, welche furchtbaren
Kriege, welches Elend, welche Massaker schon in
einer Entfernung von 2 bis 3 Flugstunden angezettelt werden. Wir leben auf einer friedlichen Insel des
glückseligen Friedens. Aber zu uns kommen Flüchtlinge, die uns aus der Glückseligkeit herausreißen
und daran erinnern, dass andernorts die Lage grundlegend anders aussieht.

Die Gemeinde dort hat inzwischen ihre Zusage verlängert, bis Ostern können die Geflüchteten dort bleiben. Begleitet werden sie von einer Gruppe unserer
Gemeinde.

Schnell stellt sich die Frage, ob denn unsere Gesetze
ausreichen, um Flüchtlingen, die zu uns kommen, zu
helfen, oder ob »die Würde des Menschen«, die doch
nach unserem Grundgesetz »unantastbar« sein soll,
wirklich durch die Gesetze unseres Staates geschützt
wird. Müssen wir nicht sogar gegebenenfalls dann
gegen unsere Gesetze verstoßen, wenn sie nicht mehr
dem Recht dienen?

Geboren wurden unsere Gäste in Westafrika. Über
Nordafrika flohen sie, die meisten nach Lampedusa in Italien; von dort aus ging es weiter nach
Deutschland. Sie haben sich auf den Weg nach Berlin gemacht, gegen die Residenzpflicht protestiert, ihr
Camp auf dem Oranienplatz aufgeschlagen. Dort gab
es Zu­sagen seitens des Senates auf eine erneute Einzelfallprüfung, die aber nicht gehalten wurde. Nun
obdachlos, suchten etwa 85 Männer Zuflucht in der	
St. Thomas-Kirche in Kreuzberg. Seither leben sie
provisorisch in unterschiedlichen Kirchengemeinden Ber­lins. Doch das Provisorium dauert an. Und
die Frage, wie es ­weitergeht, bleibt ungelöst.

Eine schwierige Frage. Was ist der Maßstab für
»Recht«? Die katholische und die evangelische Kirche
setzen sich mehr und mehr mit dieser Frage auseinander. Maßstab für das »Recht« ist für die Kirche die
Bibel. Wo Nächstenliebe und das Gebot, den Fremden aufzunehmen und zu beherbergen durch unser
Gesetz nicht gedeckt werden, da berufen sich immer
mehr Christen und kirchliche Institutionen auf die
Bibel und stellen sich an die Seite der Geflüchteten.

AG Flucht

Die Sorge um die Flüchtlinge wächst, die Spendenbereitschaft und das Engagement für sie auch. Immer
mehr breitet sich die Erkenntnis aus, dass man
jetzt nicht mehr warten kann, sondern dass etwas
getan werden muss.
Im November/Dezember des vergangenen Jahres waren 9 Geflüchtete für 5 Wochen zu Gast in
Familien unserer Gemeinde. Inzwischen sind sie
in Räumlichkeiten der Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche in Tiergarten untergebracht.

26

Die Zusagen laufen aus, das Versprechen, sie ȟber
den Winter zu bringen«, haben all die vielen Engagierten des Kirchenkreises gehalten. Aber reicht es,
seine Zusagen zu halten? Was wird mit ihnen nach
Ostern? Ist unsere Verantwortung nun abgegolten?

Neben gemeinsamem Essen, Deutschkursen und
Kickerspielen in unserer Gemeinde gleicht ihr Leben
einer Warteschleife. Jeder Ort ein Zwischenschritt in
eine unbekannte Zukunft. Die meisten der Geflüchteten aus West-Afrika sind in Italien als Flüchtlinge
anerkannt. Was ihnen blühen kann, ist eine Abschiebung nach Italien. Dort allerdings erwartet sie die
pure Obdachlosigkeit, kein Geld, keine Unterkunft,
keine Rechtsberatung. Zur Zeit laufen noch Verhandlungen zwischen dem Senat und unserer Kirche,
bei der vielleicht herauskommen könnte, dass die
Geflüchteten hier bleiben können und – nichts wünschen sie sich sehnlicher – bei uns arbeiten können,
um ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen.

Unsere Gemeinde setzt sich noch an anderer Stelle für Flüchtlinge ein. Der Gemeindekirchenrat hat
beschlossen, einer syrischen Familie eine leer stehende Wohnung im Elias-Gemeindehaus zu vermieten. Glücklicherweise hat die Familie Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis erhalten und erhält
Leistungen über das Jobcenter. Gleichwohl hätte sie
auf dem Wohnungsmarkt kaum Chancen gehabt,
eine Wohnung zu bekommen. Nun hat sie eine bei
uns ge­funden. Die Nachbarn und einige Engagierte
sind liebevoll bemüht, bei der Integration zu helfen.

Weitere Informationen und Möglichkeiten der Beteiligung unter
http://www.kkbs.de/fluechtlingshilfe
Spenden können Sie für die 9 Flüchtlinge
jetzt auch über unser gemeindeeigenes
EKPN-Konto:
IBAN: DE27 5206 0410 6303 9955 69
Evangelische Bank eG
BIC: GENODEF1EK1
Spendenzweck: »Flüchtlingsarbeit Afrika«
(unbedingt angeben!)
Vikarin Stefanie Hoffmann,
Pf. Christian Zeiske

Pf. i. R. Gerhard Schellig
04. 08. 1919 – 12. 02. 2015
Unter großer Anteilnahme haben wir Abschied
genommen von Pf. i. R. Gerhard Schellig. Er war als
junger Pfarrer nach Kriegsende in Gethsemane
tätig, und nach einer Zwischenzeit in den Dorf­
gemeinden Neuglobsow und Groß Ziescht schließlich 27 Jahre lang in Paul Gerhardt. In vielfältigen
leitenden Funktionen war er darüber hinaus im
Nebenamt im Kirchenkreis Berlin Stadt III aktiv, 	
u. a. im Berliner Stadtsynodalverband. Der Bau
von Kirchen im wörtlichen und übertragenen Sinn
war seine Lebensaufgabe bis in das hohe Alter, wo
er noch in Alt-Buckow predigte. Durch seine Kinder und deren Familien blieb er unserer Gemeinde
verbunden und war bei einigen Jubiläen Ehrengast. Er hat die Gemeinde besonders nach dem Bau
der Berliner Mauer geprägt und vielen etwas von
seinem unerschütterlichen Glauben weitergegeben. Besonders dankbar war ich ihm
immer für seine lebhaften Berichte aus seiner aktiven Zeit, die ich wie viele andere in
Erinnerung behalten werde.
Pfn. Uta Fey

Gedenken

Sehr wahrscheinlich wird in unserer Gemeinde,
in unserer Kirche und in unserer Stadt das Thema
»Flüchtlinge« noch brennender werden. Unsere
Gemeinde muss sich mit Frage auseinandersetzen:
›sind wir Gemeinde Jesu Christi, die auch danach
handelt?‹

27

Theologischer Wettstreit auf der Rin 
Die Brücke ist in theologischer Hinsicht ein zwiespältiges Symbol: sie kann religiöse Unterschiede überbrücken oder Menschen verschiedener Herkunft miteinander verbinden. Zugleich kann ein Sturz von
einer Brücke einem Menschen ernsthaften Schaden
zufügen oder gar sein Leben beenden. Nicht ohne
Grund findet dieses Wort deswegen in der Bibel erst
gar keine Erwähnung. Das Christentum verlässt sich
lieber auf große und starke Gestalten wie den Heiligen Christopherus, um Flüsse sicher zu überwinden.
In unserem Gemeindegebiet befinden sich gleich
mehrere Brücken, die allerdings nur über Straßen oder
S-Bahn-Gleise gespannt sind. Auf einer tobt seit einiger
Zeit ein tiefgründiger theologischer Wettstreit – auf der
Ringbahnbrücke in der Dunckerstraße. Ich denke, wir
können davon ausgehen, dass er auch von Mitgliedern unserer Gemeinde mit ausgetragen wird, auch
wenn wir keine Namen kennen und nennen wollen.
Soweit es sich rekonstruieren lässt, begann alles damit,
dass ein Zeitgenosse von Glaubenszweifeln geplagt in
der Mitte der Brücke auf den Gehsteig in weißen Großbuchstaben den Satz sprayte: »I PRAY GOD DOESNT
EXIST!« Was wollte er damit ausdrücken: Ein Gebet
darum, dass Gott nicht existiert? Das erscheint nicht
ganz logisch. Oder stellte er aufgrund eines unerhörten
Gebetes die Gottes Existenz in Frage? Aber warum
so ein tiefer Zweifel gerade an dieser Stelle: weil die
höhere Macht den Berliner öffentlichen Nahverkehr

28

nicht zuverlässiger macht oder weil sie nichts gegen
die Gentrifizierung des Stadtteils unternimmt?
Bekanntermaßen können unerhörte Gebete die Existenz eines Gottes weder beweisen noch widerlegen.
Deswegen ist es vielleicht auch kein Wunder, dass die
gleiche Person in der liturgischen Farbe der christlichen Hochfeste darunter noch ein weißes Kreuz
setzte, um die Paradoxie des Satzes zu unterstreichen.
Ein Wegekreuz also, das den Menschen, die im hektischen Großstadtalltag die Brücke gedankenlos  überoder unterqueren, göttlichen Schutz und Hoffnung
zusprechen soll.
Die Reaktion eines mitfühlenden Mitglieds aus
unserer Gemeinde ließ nicht lange auf sich warten.
Dieser verstand den Spruch eindeutig als Zweifel an
der Existenz Gottes und wollte seelsorgerisch eingreifen. Im gelben-goldenen Farbton sprayte er einen versöhnlichen Satz darunter, der auf Deutsch etwa folgendermaßen lautet: »Habe keine Angst, auch wenn
er nicht antwortet.« Wie immer führt die direkte Übersetzung eines religiösen Textes zu einer Verflachung
der theologischen Aussage. Im Urtext heißt es nämlich »Don’t be afrait even if he doesn’t answer«. Man
beachte die orthographisch falsche Schreibweise von
»afrait«. Ein Blick auf das Graffiti zeigt deutlich ein
absichtlich gespraytes zweites Kreuz als letzten Buchstaben! Inmitten der Ungewissheit um die Existenz
Gottes gibt sich erneut eine versteckte Erlösungshoffnung zu erkennen. Dies wird noch dadurch verstärkt,

 gbahnbrücke in der Dunckerstraße

Wettstreit

dass unser Gemeindemitglied das weiße Kreuz seitlich wenn er/sie antwortet« klänge schon beinahe nach
an zwei Ecken mit der Farbe der aufgehenden Sonne einer weihnachtlichen Engelsansage. Was würden wir
alle erst ins Grübeln kommen, würde einer den zweiverstärkte.
ten Satz umformen zu: »Habe Angst, wenn er/sie antGanz so einfach ist es aber mit dem Gottvertrauen doch wortet.« Was für eine Antwort könnte das sein?
nicht, dachte sich wohl ein weiteres Mitglied unserer Ist dieser »Thesenanschlag« auf dem Asphalt überGemeinde und mischte sich ebenfalls in die theo- haupt ernst zu nehmen oder handelt es sich nur um
logische Auseinandersetzung ein. Müsste das Gebet eine Berliner Spinnerei? Ich denke, wir sollten auf alles
nicht in eine ganz andere Richtung gelenkt werden? gefasst sein. Eine der wichtigsten Schlachten für das
Zick, zack – ein weiteres Kreuz in der liturgischen frühe Christentum wurde von Kaiser Konstantin ausFastenfarbe violett! Diesmal jedoch diagonal durch gerechnet auf der Milvischen Brücke geführt. Unter
das Wort »he« und ein »she« darüber geschrieben. Eine dem Zeichen des Kreuzes wurde sie gewonnen und
provokante Hinterfragung des patriarchalen Gottes- das führte in Folge zur Tolerierung des Christentums
bildes! Würde die Existenz eines weiblich gedachten im Römischen Reich. Man kann sich somit nie sicher
Gottes den Zweifler vom Anfang vielleicht leichter sein, was aus solchen Diskussionen auf Brücken letztzur Glaubenserkenntnis verhelfen? Schnell noch die lich entstehen kann.
übrigen zwei Ecken des Kreuzes mit der eigenen Farbe
markiert. Da traut sich so schnell keiner mehr, dem Vielleicht interessiere ich mich aber auch besonders
Kunstwerk etwas hinzuzufügen. Das muss erst mal für diesen Wettstreit, weil ich einen Vornamen trage,
überdacht, auf seine Standfestigkeit hin überlaufen der ebenfalls eng mit Brücken verbunden ist.
Mein Namenspatron ist der Brückenheilige
und von allen Nebengedanken frei gekehrt werden.
Sind so die theologischen Konflikte im Kiez gelöst oder und verantwortlich für das Wohl und Heil der
ist die Debatte erst eröffnet? Der erste Zeitgenosse hat Menschen auf diesen Bauwerken. Deswegen
auf jeden Fall nicht darauf reagiert. Meiner Meinung habe ich Mitgefühl mit meinen Mitmenschen,
nach gäbe es allerdings noch einiges zu klären: Warum die ihren großen theologischen Fragen gerade
traut sich kein Gemeindemitglied, der Vernei-nungs- dort miteinander diskutieren. Besonders wenn
wut der bisherigen Autorinnen oder Autoren Einhalt die Meinungen deutlicher ausgedrückt werzu gebieten? »Ich bete darum, dass Gott existiert« wäre den, als dies manchmal in unseren Kircheneine durchaus vertretbare Bitte und »Hab keine Angst, häusern der Fall ist. Nepomuk Riva

29

Wenn nicht anders angegeben: Tickets an allen
bekannten Konzertkassen, Tel. 01805 - 70 07 33
Print@home unter www.reservix.de; Kein VVK
im Zentralbüro Gethsemanestraße, außer bei
ausdrücklichem Hinweis. Mehr Infos unter:
www.ekpn.de/veranstaltungen

Konzerte & Veranstaltungen

Fr, 3. 4. Karfreitag, 17:00, Gethsemanekirche
Matthäus-Passion von H. Schütz (in der Bearbeitung von Arnold Mendelssohn), G. Bouzignac: Zwei
Passionsmotetten; Kammerchor der Sing-Akademie
zu Berlin, Lautten Compagney Berlin, Leitung: KaiUwe Jirka; Mehr Infos: www.sing-akademie.de
Sa, 25. 4., 16:00, Gethsemanekirche
»Musik, du himmlisches Gebilde« – Frühlings­
konzert des Gemischten Chores »Ernst Moritz Arndt«
e.V.; Infos und Tickets unter Tel. 030 – 2 41 45 54,
mehr Infos S. 39
Sa, 25. 4., 20:00, Paul-Gerhardt-Kirche
ARCADIA – The Countess of Pembroke’s Paradise; Madrigale, Songs und Instrumentalmusik aus England um 1600; Arcadia-Consort Berlin, Leitung : Beate Dittmann. (s. Anzeige S. 37)
Fr, 8. 5., 20:00, Gethsemanekirche
Sa, 9. 5., 20:00, Gethsemanekirche
WAR REQUIEM von Benjamin Britten –
­Konzerte zum 70. Jahrestag des Kriegsendes;
Maria Bengtsson – Sopran, Thomas Michael
Allen – Tenor, Sebastian Noack – Bass; Chor und
Sinfonieorchester des Jungen Ensembles Berlin, Prometheus Ensemble Berlin, Kapellknaben des Staats- und Domchores Berlin; Mehr
Infos: www.junges-ensemble-berlin.de
So, 10. 5., 17:00, Paul-Gerhardt-Kirche
Gospelkonzert – Abschluss des FrühlingsGospelworkshops Prenzlauer Berg (8. – 10. 5.),
Mehr Infos: www.ekpn.de/gospel
Mi, 13. 5., 19:30, Gethsemanekirche
Musiksommer Prenzlauer Berg Nord 2015 –
Orgelkonzert: »Es ist Krieg – Jehan Alain zum
75. Todestag«; Lesungen aus Briefen des in den
letzten Tagen des ersten Weltkriegs mit 29 Jahren gefallenen französischen Komponisten,
Orgelmusik von Jehan Alain, Max Reger u.a.,
Oliver Vogt – Orgel, Max Landgrebe – Lesungen;

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Mehr Infos und gesamtes Programm des Musiksommers 2015: www.ekpn.de/musiksommer
Sa, 30. 5., 20:00, Elias-Kuppelsaal
Ivy Ensemble & Ravi Srinivasan – »Calma!«; eine
Stunde kontemplative Musik mit dem Ivy Ensemble
und dem singhalesischen Percussionisten Ravi Srinivasan; Improvisationen inspiriert durch Kompositionen von J. S. Bach, Arvo Pärt, der isländischen
Band Sigor Ros sowie die Musik von Jan Garbarek;
Ravi Srinivasan – Tabla u. Percussion, Sara Rilling –
Bratsche, Martin Klenk – Cello, Rainer Fox –
Sopransaxophon u. Altklarinette, Phileas Holweck –
Visuals; Mehr Infos: www.ivyensemble.com
Sa, 6. 6., 11:00 und 17:00, Elias-Kuppelsaal
So, 7. 6., 17:00, Elias-Kuppelsaal
»Die Zauberflöte für Kinder« W. A. Mozart; Bearbeitung für Kinderchor und Klavier zu vier Händen von
Michael Benedict Bender; es singen und spielen Kinderchöre der Singschule, Klavier: Hanne Pilgrim,
Oliver Vogt, Musikalische Leitung: Christiane Rosiny; Regie: Solvejg Franke. Für Kinder ab 5 Jahren;
Eintritt: Kinder & erm.: 5 €, Erw.: 8 €; Familienticket
22 € Karten ab 13. 4. im Zentralbüro, T.: ( 030)4 45 77
45, Gethsemanestr. 9, und zzgl. VVK-Gebühren an
allen bekannten VVK-Stellen.

Gospelworkshop 8. bis 10. Mai

Juliane Lahner (Lichtenrader Gospelchor) und Hanjo
Krämer (Jugendgospelchor »... stimmt so!«) leiten den
nächsten Gospelworkshop, den unsere Gemeinde vom
8. bis 10. Mai 2015 veranstaltet. Geprobt wird am
Freitagabend und Samstag im Elias-Kuppelsaal.
Zum Abschluss gibt es am Sonntag um 17:00 Uhr
ein Konzert mit dem Workshop-Chor und 	
» ... stimmt so!« in der Paul-Gerhardt-Kirche.
Herzliche Einladung an alle, die Gospelmusik 	
lieben – und vielleicht manchmal zu selten zum
Singen kommen.
Alle Infos: www.ekpn.de/gospel

Musiksommer

Seien Sie herzlich willkommen zu allen Veranstaltungen und unterstützen Sie mit Ihrem Besuch die
kirchenmusikalische Arbeit unserer Gemeinde.
Kantor Oliver Vogt (Siehe auch Anzeige letzte Seite)

Sing mit!

… im Projektchor für die
Osternacht am Ostersonntag, 5. April um 5 Uhr
in der Gethsemanekirche. Wie in den letzten Jahren
wollen wir diesen besonderen Gottesdienst mit
Chormusik aus Taizé musikalisch gestalten.
Herzlich willkommen sind alle Menschen, die gerne
singen (auch wenn Sie keine Chorerfahrung
haben). Probe: Karsamstag, 4. April
um 10:30 – 12:00 Uhr im Gemeindehaus
Gethsemanestr. 9.
Bitte um kurze ­ Anmeldung unter
o.vogt@ekpn.de, T.: 030 - 48 49 43 92

Orgel plus

In der Reihe »Orgel plus« am letzten Sonntag
im Monat im Gottesdienst um 9:30 Uhr 	
musiziert Kantor Oliver Vogt mit Instrumental- und Vokalsolisten. Weitere Termine:
So, 26. April, Orgel plus Querflöten
So, 31. Mai, Orgel plus zwei Singstimmen

Musiksommer

Mit einem Eröffnungsgottesdienst mit der Kantate
»Wer nur den lieben Gott läßt walten« von Felix
Mendelssohn-Bartholdy am Sonntag, 10. Mai 	
um 11 Uhr, wird in der Gethsemanekirche der diesjährige Musiksommer eröffnet. Auch in diesem Jahr
habe ich wieder versucht ein interessantes und
abwechs­lungsreiches Programm zusammen zu
­stellen, um Ihr Interesse zu wecken. Neben den traditionellen Orgelkonzerten kombiniert mit
Lesungen und Instrumental­solisten wird es wieder
eine Orgelwanderung geben, bei der wir die vier Kirchen unserer Gemeinde mit ihren Orgeln »erwandern«. Fünf besondere Chorkonzerte:
Monteverdis Marien­vesper, das Chortreffen der
großen Chöre des Kirchenkreises Berlin-Stadtmitte
und erstmals im Musiksommer die »Großen« der
Singschule mit einem Konzert für Chor & Orgel; eine
Kinderchorfassung von Mozarts berühmter Oper
»Die Zauberflöte« und das neu gegründete Frauenvokalensemble an der Gethsemanekirche sind in
diesem Jahr zu erleben. Besonders werden auch
sicher die Konzerte im Rahmen unseres Jahresthemas, die Stummfilmnacht mit live gespielter Orgelmusik und eine Aufführung von Strawinskys Musiktheaterwerk »Die Geschichte vom Soldaten«.

31

Orte & Ansprechpartner
Evangelische Kirchen­gemeinde
Prenzlauer Berg Nord

Gethsemanestraße 9, 10437 Berlin
www.ekpn.de
Zentralbüro, Gethsemanestraße 9, 10437 Berlin
Küster Harald Mößner
T.: (030) 4 45 77 45, F.: (030) 43 73 43 78,
wenn dringend: PC-Fax (030) 43 73 43 79 	
(autom. Weiterleitung auf Mailbox)
Sprechzeiten: Mo 13 – 16 Uhr, Mi 14 – 19 Uhr
Do 9 – 12 & 13 – 16 Uhr
zentralbuero@ekpn.de
Geschäftsführung Frank Esch
T.: (030) 40 00 34 99; f.esch@ekpn.de
Vorsitzende des GKR Ulrike Lemmel
gkr@ekpn.de
Elias-Kuppelsaal
Gemeindebüro, Göhrener Str. 11, 10437 Berlin
T.: (030) 4 42 63 31
Gethsemanekirche, Stargarder Straße 77, 10437 Berlin
Gemeindebüro, Gethsemanestraße 9, 10437 Berlin
T.: (030) 4 45 77 45 / F.: 43 73 43 78
Paul-Gerhardt-Kirche Wisbyer Straße 7, 10439 Berlin
Gemeindebüro Kuglerstraße 15, 10439 Berlin	
T.: (030) 4 45 74 23 / F.: 44 71 95 04
Segenskirche
Schönhauser Allee 161, 10435 Berlin
T.: 4 48 34 83 / F.: 41 71 50 72
Stadtkloster
Schönhauser Allee 161, 10435 Berlin
Stadtkloster-Büro
T.: (030) 44 03 77 39; info@stadtklostersegen.de
Pfarrerin & Pfarrer
Pfn. Uta Fey T.: (030) 44 71 95 06,
T.: (030) 4 45 74 54 (privat), u.fey@ekpn.de
Pfn. Jasmin El-Manhy mobil 0163-863 75 53
j.el-manhy@ekpn.de
Pf. Tobias Kuske mobil 0160-7 17 31 44
T.: (030) 4 42 63 31, t.kuske@ekpn.de
Pf. Christian Zeiske T.: (030) 40 00 39 30
mobil 0176-21 90 34 31, c.zeiske@ekpn.de

32

Kirchenmusik
Kantor Oliver Vogt, T.: (030)48 49 43 92
o.vogt@ekpn.de; kirchenmusik@ekpn.de
Christiane Rosiny, Leiterin der Singschule
T.: (030) 44 71 55 69, c.rosiny@ekpn.de
Detlef Lehmann, T.: (030)47 48 90 75
d.lehmann@ekpn.de
Jan Frebel, Posaunenchorleiter
posaunenchor@ekpn.de
Büro der Singschule: Bärbel Jenichen,
T: (030) 44 71 55 69, baerbel.jenichen@arcor.de
Informationen: www.singschule-ekpn.de
Hanjo Krämer, Leiter Jugendgospelchor »Stimmt so!«
T.: 0179 - 6 64 83 08, stimmtso@ekpn.de
Arbeit mit Kindern, Jugendlichen & Familien
Antje Erdmann, Dipl. Sozialpädagogin /Diakonin
Göhrener Straße 11, 10437 Berlin
T.: (030) 41 71 59 57, a.erdmann@ekpn.de
Markus Jost, Diakon, Ehrenamtlichen Koordinator
Göhrener Straße 11, 10437 Berlin
T.: (030) 41 71 59 66, m.jost@ekpn.de
Paul Beutel, Jugendwart
Kuglerstraße 15, 10439 Berlin
T.: (030) 4 45 74 25, p.beutel@ekpn.de
Veranstaltungsmanagement/Konzertbüro
Gethsemanestraße 9, 10437 Berlin
Mario Gugeler T.: 0151-56 00 86 02
konzertbuero@ekpn.de
Kirchhöfe
Ev. Friedhofsverband Berlin Stadtmitte – Friedhöfe Ost,
Landsberger Allee 48, 10249 Berlin, T.: 030 - 42 20 04 10
Kirchhofsverwaltung Nordend, Katrin Manke
Dietzgenstraße 120 – 162, 13158 Berlin
T.: 4 76 35 54; F.: 4 76 27 70,
www.berlin-friedhof.de; nordend@evfbs.de
Diakoniestation
Hauskrankenpflege Weißensee / Prenzlauer Berg,
Bizetstraße 11, 13088 Berlin , T.: 61 62 27 00
Spenden
Spendenkonto EKPN: Kontoinhaber: EKPN
IBAN: DE27 5206 0410 6303 9955 69 Evangelische Bank eG
BIC: GENODEF1EK1; Spendenzweck: Gethsemane stützen

Aktiv in die Praxis –

Nun gehen Gemeinde und Hochschule einen weiteren
Schritt aufeinander zu und gestalten gemeinsam ein
Seminar über die gottesdienstliche Arbeit mit Kindern. Beide wollen damit das Gottesdienstangebot für
die Kinder in der Gemeinde stärken und Fachkräfte
früh auf die Anforderungen im Beruf vorbereiten. Die
EKPN erfreut sich seit Längerem einer breiten Teilnahme von Kindern (wechselnd zwischen 20 – 60), die das
sonntägliche Angebot in Anspruch nehmen. Hierfür
werden von den Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen
immer wieder neue Wege beschritten, die religiösen
Inhalte altersgerecht mit den Kindern zu erarbeiten.  

Wie stellt man sich dieser zentralen Aufgabe? Bei der
Suche nach Antworten rückte u.a. die positive Erfahrung mit Studierenden der EHB und ihrem tatkräftigen und engagierten Einsatz in den Fokus. So trafen sich das ehrenamtliche Team um Pfarrer Christian
Zeiske von der Gethsemanekirche mit der Professorin Dr. Martina Steinkühler (Beauftragte für den Fachbereich Gemeindepädagogik an der EHB) bereits im
Frühjahr 2014, um einen Grundstein für eine engere
Zusammenarbeit zu legen.
Beide Partner einigten sich darauf, dass die Studierenden zuerst bei Kindergottesdiensten des örtlichen
Teams hospitieren und anschließend in kleinen
Arbeitsgruppen mit Ehrenamtlichen Gottesdienste
gestalten. Fachlich begleitet werden sie dabei von Frau
Dr. Steinkühler.
Viviane Bartl und Nicole Strohschein (Studentinnen der Ev. Religionspädagogik) widmeten
ihren Kindergottesdienst am vierten Advent
dem Symbol des Sterns als leuchtendes Zeichen für Gottes Anwesenheit in der Welt, der in
der Weihnachtsgeschichte den Weg zum neugeborenen Jesuskind weist. »Gott ist für uns
da« – Was diese Glaubensgewissheit für Menschen bedeutet hat, erarbeiteten sie mit den
Kindern über verschiedene Methoden von der
Erzählung bis zu musikalischen Spielen. Mit
Kindern und ­Gottesdienstgemeinde wurde
anschließend gemeinsam das Lied »Stern über
Bethlehem« gesungen, so dass alle Anwesenden
in die Erträge des Kindergottesdienstes eingebunden wurden. Als strahlendes Zeichen dieser gelingenden Zusammenarbeit war der Stern
aus dem Kindergottesdienst noch über die Feiertage auf dem Weihnachtsbaum in der Gethsemanekirche zu sehen. Das Pilotprojekt fand bei
einer gemeinsamen Auswertung in der Evangelischen Hochschule seinen Abschluss und soll
in den kommenden Jahren verstetigt werden.
Wir sind gespannt, wie sich die gemeinsame
Arbeit weiter entwickelt.
Benjamin Liedtke (B.A.) KiGo-Team Gethsemane

Gottesdienste mit Kindern

Praxisferne Theoretiker? Nicht an der Evangelischen
Hochschule Berlin (EHB). Seit November 2014 begleiten und gestalten Studierende des Studienganges
Evangelische Religionspädagogik zusammen mit
Ehrenamtlichen der Gethsemanekirche die gottesdienstliche Arbeit mit Kindern. Dort werden bereits
seit Jahren Studierende der Ev. Religionspädagogik
bei Praktika begleitet.

33

Gemeinde aktiv mit. Plötzlich ist sie von uns gegangen und ihr waches umsichtiges Begleiten trotz
zunehmender gesundheitlicher Probleme werde ich
wie ihre Familie sehr vermissen. Pfn. Uta Fey

Dorothea Heinig
geb. Hoffmann
19. 09. 1910 – 11. 02. 2015
Über ein Jahrhundert
wurde Frau Dorothea
Heinig alt, welch ein
Geschenk. Viele von uns
kennen sie als treues
Gemeindeglied in vielen Kreisen und Gottesdiensten. Nach ihrer vielfältigen aktiven Gemeindetätigkeit in Borna, u. a. auch im GKR, war sie im Alter
in die Gemeinde ihres Sohnes hineingenommen
und konnte die Liebe und Zuwendung erfahren, die
sie in ihrem schweren Leben als Kriegswitwe an
ihren Sohn und viele weitergegeben hat. Im Herbst
2014 feierte sie noch ihr 90jähriges Konfirmations­
jubiläum. Nun durfte sie »nach kurzem Kampf in die
Ewigkeit gehen, wie es ihr innigster Wunsch in
ihrem hohen Alter war.
Pfn. Uta Fey

Christa Maria Augustat

Nachrufe

geb. Dahlmann
28. 04. 1938 – 14. 01. 2015
Frau Christa Augustat
erlitt in ihrer Jugend
durch die Teilung Berlins
die Trennung der Familie
und verkörperte
mit ihrer Biografie
auch ein Stück Berlin-Geschichte sowie der Paul-GerhardtGemeinde. Von 1994 bis 2000 war sie im GKR
und Vertreterin in der Kreissynode. Über die
ehemalige Grenze hinweg wurde der neue Kirchenkreis gebildet. Sie gestaltete diese Zeit der
vielen Veränderungen nach der Wende in der

34

Tauferinnerung
am Ostersonntag
in der Paul-Gerhardt-Kirche
05. 04. 15, 09:30 Uhr
Feier des Taufgedächtnisses
Alle, die Tauferinnerung feiern wollen,
werden gebeten, nach Möglichkeit ihre Taufkerze mitzu­bringen.
In diesem Familiengottesdient
wird auch die Altarverhüllung von
Thomas Florschuetz ab­genommen.
Die Christenlehrekinder gestalten
dazu ein Osterspiel. Im Anschluss an
den Gottesdienst laden wir zum
Osterkaffee in die Seiten­kapelle
ein sowie die Kinder zum
Ostereiersuchen.

Foto: Volkmar Hirth

Klang-Farben-Fest 2015

Wie schon im vergangenen Jahr gibt es auch 2015
am und im Christlichen Garten in den Gärten der
Welt das »Klang-Farben-Fest«. Am 28. Juni werden
von 12:00 bis 17:00 Uhr an verschiedenen Orten
im Christlichen Garten selbst und um ihn herum
durch vielfältige Wort- und Musikbeiträge, durch
Mit-mach-Aktionen für Klein und Groß und durch
Informationen engagierter Gruppen »Klänge« und
»Farben« alter und gegenwärtiger christlich geprägter
Kultur erfahrbar werden.
Daneben gibt es fair Gehandeltes, ein gutes Buch zu
kaufen und natürlich auch etwas Leckeres zu essen
oder zu trinken.

Neben traditioneller Musik werden Lesungen und
Kurzvorträge das bunte Programm abrunden. Die
Mitwirkenden des Programms kommen aus ganz
Berlin. Einzelheiten dazu erscheinen noch in der
Tagespresse.
Der Haupteingang zu den Gärten der Welt befindet
sich in der Eisenacher Straße in 12685 Berlin (Marzahn) und ist mit dem Bus 195 ab S-Bahnhof Marzahn
(S7) oder U-Bahnhof Hellersdorf (U5) zu erreichen.
Volkmar Hirth

35

Konfirmation
Am Pfingstsonntag, dem 24. Mai 2015 werden
in zwei Gottesdiensten (um 10 und um 14 Uhr)
in der Gethsemanekirche 61 Konfirmandinnen
und Konfirmanden »eingesegnet«.

Konfirmation 10:00 Uhr Konfirmation 14:00 Uhr

Lukas Großer
Jasper Grahl-Römer
Hannah Scheufele
Kira Leu
In der Zeit zwischen September 2013 und
Matilda Denker  
Mai 2015 haben sich die Konfirmanden in
drei Gruppen bemüht, die Grundlagen unseres Nel Rieser
Lilith Kautt
christlichen Glaubens zu befestigen.
Tom Koschuth
Mathis Dürr
Konfirmation kommt von dem lateinischen
Julian Horn
Wort »confirmare« und bedeutet Befestigung
Vincent Villwock
und Bekräftigung des christlichen Glaubens.
Luise Demant
Die Konfirmation ist der persönliche und freiwillige Entschluss eines eigenständigen Mens- Carl Schneider
Maja Söchting
chens: welche Lebensauffassung soll für mich
Albert Bauder
verbindlich sein, wem will ich am meisten 	
vertrauen und woran soll ich mich halten? Die Antonia 	
Acosta-Schultze
Konfirmation ist und bleibt eine Station von
vielen auf dem Weg des Lebens, zu dem hinzu- Aaron Wolff
wachsen, der meinem Leben Sinn und Verstand Victor Berndt    
Johann Lange
gibt, meine Bedeutung und Bestimmung im
Luzie Kubischik
Leben zu finden. Mein eigenes Leben fest zu
Mathilda Lüdecke
machen und ihm einen Grund zu geben, auf
Bror Zeuner
dem ich bauen kann.
Luis Geißler
Ich wünsche Euch, die Ihr von uns, Pfn. Uta Fey Luna Schmitt
Jonathan Lüpfert
und mir »eingesegnet« werdet, dass Ihr die
Rosa Kolsch
große »Freiheit der Kinder Gottes« entdeckt,
Hermann Kolsch
eine Freiheit, die immer auch den Andersdenkenden und -glaubenden meint; eine Freiheit, Aruna Berger
Bela Mohr
die auch immer »Verantwortung für ... « einMeinhold Kraatz
schließt. In herzlicher Verbundenheit,

Pf. Heinz-Otto Seidenschnur
Der Gemeindekirchenrat und alle Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter, Ehrenamtliche, alle Pfarrerinnen
und Pfarrer schließen sich mit Wünschen für
Gottes Segen sehr herzlich an!

36

Lilli Kaiser
Lasse Becker
Lucie Grambow
Sophie Grambow
Anton Steudtner
Leopold Thiele
Niklas Tunn
Berenike Hünerbein
Titus Hünerbein
Lucas Zemke
Lars Ebeling
Lina Paul  
Greta Paul
Felina Dittrich
Adele Bähr
Marie Eichhorn
Hanna Bertheau
Jakov Malerius
Elisabeth Buhrke
Mia Völk
Constanze Dumke
Oona Schweikhardt
Greta Schönemeyer
Marco Gerometta
Karl Kaiser
David Horedt
Gregor Horedt
Bryan Lutsche
Jannes Dallmann
Lasse Drägert
Emelie Nickel

ARCADIA

Unterstützer
für Kiezladen gesucht

Dem Ursprung seines Namens versucht das Arcadia-Consort
­Berlin in seinem neuen Programm nachzuspüren. Ausgangspunkt ist der Roman des jungen Sir Philip Sidney (1554 – 1586),
welchen er für seine Schwester, die Gräfin von Pembroke, schrieb.
Er steht als Beispiel für die umfangreiche Rezeption des Mythos
Arkadien in der Kunst und Literatur von den Eklogen des Vergil bis
zur Philosophie eines Jean Jacques Rousseau.

Die Basisgemeinde bittet die Geschwister aus den
Nachbargemeinden um ganz praktische Unter­
stützung für den Erhalt des Kiezladens in der
­Dunckerstraße, für den sie sich von Anfang an stark
engagiert. Der selbst verwaltete Kiezladen in der
Dunckerstraße 14 ist seit über 22 Jahren Treffpunkt
für die Nachbarschaft, Zentrum für soziale Aktivitäten, wie Kleiderkammer mit Kaffeestube, kostenloser Mietrechts- und Sozialberatung, Ausstellungen, Selbsthilfegruppen, Chorproben, Lesungen,
Filmabende, Feiern, Kindergeburtstage und anderes
mehr.
All das wird durch ehrenamtliches Engagement von
Menschen aus dem Kiez getragen. Bisher zahlte der
Bezirk die Miete. Doch ab April 2015 muss die Miete
selbst aufgebracht werden. Rund 1000 Euro fallen
monatlich an für Miete, Nebenkosten, Strom, Telefon
u. a. Daher sucht der neugegründete Trägerverein
Kiezladen Zusammenhalt e. V.
• Spender, die helfen die Miete zu zahlen und
• neue Vereinsmitglieder, die sich mit einem
selbst festgelegten Mitgliedsbeitrag und gern
auch praktischem Engagement für die Anliegen
des Kiez­ladens einsetzen.
Wer den Kiezladen unterstützen möchte, ist ein­
geladen zum »Kieztreff« an jedem ersten und dritten
Dienstag im Monat um 19:30 Uhr. Für Spenden
wurde ein Mietkonto bei der Evangelischen Bank
eingerichtet:

In englischen Madrigalen, Songs und Instrumentalstücken wird
das idyllische, freie Schäferleben, die Wonnen und Wirrungen der
Liebe und schlussendlich die Erkenntnis besungen, dass ein
­Arkadien sich wohl nur in der Kunst, als dem Ausdruck mensch­
licher Visionen von einer besseren Welt, finden lässt. Die Sänger
und Instrumentalisten bringen Werke von Morley, Bennet, 
Gibbons, Byrd, Tomkins und Purcell zu Gehör.

Kontoinhaber: Kiezladen Zusammenhalt e.V.
IBAN: DE80 5206 0410 0003 9000 02,
BIC: GENODEF 1EK1
Ab Mitte 2015 können Spendenbescheinigungen
ausgestellt werden.

The Countess
of Pembroke’s Paradise
Sa, 25. 4., 20:00, Paul-Gerhardt-Kirche
Madrigale, Songs und Instrumentalmusik
aus England um 1600
Arcadia-Consort Berlin:

Anne Schirrmacher – Sopran, Antonia Seeger-Held – Sopran,
Katrin Goehrt – Alt, Hans Praßny – Tenor,
Matthias Lichtenberg – Bariton,
Jörg Eschner – Bass, Ulrike Keefer – Flöten u. Sopran,
Reto Gasser – Viola,
Marcellus Jany – Viola da Gamba und Bass,
Beate Dittmann – Laute, Viola da Gamba, Alt und Leitung

Tickets s. S. 30
Infos auch unter:
www.kiezladenzusammenhalt.wordpress.com
Kontakt: Kiezladen-zusammenhalt@gmx.de

37

Stargarderstraße 5, an der Gethsemanekirche
200 m vom U + S-Bhf. Schönh. Allee
Mo – Fr 10 – 19, Sa 10 – 16 Uhr
6 25 50 44

☎

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maxwerkberlin@t-online.de

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APOTHEKE
Inh. Frank Müller

Stargarder Str. 79 · 10437 Berlin
Telefon 030 44 65 33 70 · Telefax 030 44 65 33 71
mobil 0151-56 35 20 55
gethsemane-apotheke@versanet.de
Mo 08:30 – 19:30 Uhr
Mi 08:30 – 19:30 Uhr
Fr 08:30 – 19:30 Uhr

Di 08:30 – 19:30 Uhr
Do 08:30 – 19:30 Uhr
Sa 09:00 – 18:00 Uhr

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Arbeitsrecht und für
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Strafrecht

Beamtenrecht
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Genossenschaftsrecht
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Stiftungsrecht
Unfallregulierungen
Zivilrecht
Schadensersatz
Haftungsrecht

Greifenhagener Straße 30 · 10437 Berlin
Telefon (030) 4 37 20 00 · Telefax (030) 43 72 00 10
www.dr-theben.de

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Literarische
Buchhandlung

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... und auf Facebook

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Musik, du himmlisches Gebilde!

Trattoria Felice
Die »Trattoria Felice« ist ein kleines
gemütliches Restaurant mit italienischem Lychener Straße 41
10437 Berlin
Ambiente. Es werden täglich hausgemachte Pastagerichte angeboten.

Telefon: 030 - 40 04 19 27

Die Pizzen werden nach alter Tradition Telefax: 030 - 40 04 19 28
im Steinofen gebacken und der frische
Fisch kommt mit kreativen Rezepten auf
den Tisch. Eine Spezialität sind die
Spieße und die Pasta im Parmesanlaib.
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Mi, 13. Mai, 19:30, Gethsemanekirche
»Orgelkonzert mit Lesungen«
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Sa, 6. Juni, 11:00 + 17:00
So, 7. Juni, 17:00, Elias-Kuppelsaal
»Die Zauberflöte für Kinder«
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Vorverkauf über das Zentralbüro
Mi, 10. Juni, 19:30, Gethsmanekirche
»Kontraste«
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So, 14. Juni, 18:00, Gethsemanekirche
»Chor modern«
11 Chöre im Konzert – zeitgenössische Chormusik
So, 28. Juni, 15:00, Stadtkloster Segen
Claudio Monteverdi
»Vespero della Beata Virgine Maria«
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T.: 030 - 48 49 43 92
Fr, 14. August, 21:00, Gethsemanekirche
Stummfilmnacht mit Musik
Ein Oscar-prämierter Filmklassiker von 1930
auf Großleinwand mit Live-Orgelimprovisation
Jacub Sawicki (Orgel)
Mi, 26. August, 19:30, Gethsemanekirche
Igor Strawinsky »Die Geschichte vom Soldaten«
Strawinskys Musiktheaterwerk von 1917
So, 6. September, 18:00,  Gethsemanekirche
»à la Française« Chor- und Orgelmusik
aus Frankreich
Mi, 9. September, 19:30, Gethsemanekirche
»Viola mal 2« Musik für zwei Bratschen & Orgel
So, 27. September, 11:00, Gethsemanekirche
»Abschlussgottesdienst«
Musik für Sologesang & Orgel

Prenzlauer Berg Nord 2015

musiksommer

Mi, 8. Juli, 19:30, Gethsemanekirche
«Laeta vox« – Abendmusik –
Vokal- und Instrumentalklänge
zum Abend

Weitere Infos unter www.ekpn.de/musiksommer

Evangelische Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord
        
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