Path:
Periodical volume

Full text: Gemeindebrief Issue 56.2010, Juni/Juli

Gemeindebrief

 Evangelische Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord · Elias · Gethsemane · Paul Gerhardt · Segen Nr. 56	 Juni / Juli 2010

	 2	 Inhalt 	

Seite 	 Editorial		

Aus dem GKR	 4 GKR-WAHLEN	 4/5 Standpunkte Ökumene	 6/7 Berater für Barrierefreiheit	 7 Kinder, Kinder	 8/9 Mitteilungen/Amtshandlungen	 10 Und ihr Halm ist grün	 11 Kirchenmusik	 12 Markus Dröge	 13 Geburtstage	 14 Osterimpressionen	 15 Gottesdienste	 16/17 Regelmäßige Veranstaltungen	 18/19 Auf ein Wort zum Stadtkloster	 20/21 Berichte vom ÖKT	 22/24 Melanchthons 450. Todestag	 25 Veranstaltungen & Konzerte	 26 Anzeigen	 26 bis 29 Kontakte	 30/31 Hinweis: Der Gemeindebrief erscheint als pdf-download auf der gemeindeeigenen Homepage www.ekpn.de
Herausgegeben vom Gemeindekirchenrat der Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord. Auflage: 2000 Stück. Redaktionsanschrift: Gemeindebüro der Ev. Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord Gethsemanestr. 9, 10437 Berlin T.: 4 45 77 45, F.: 43 73 43 78 zentralbuero@ekpn.de Gestaltung: Grafik-DesignBüro Dieter Wendland Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe ist der 1. 7. 2010 Die Artikel geben die Meinung der Verfasser wieder und nicht immer die der Redaktion bzw. des Gemeindekirchenrates

Liebe Leserinnen und Leser, zwei wichtige Themen beschäftigen uns in diesem Gemeindebrief: Der 450. Todestag Philipp Melanchthons und die Ökumene. Beides hat miteinander zu tun: Melanchthon war nicht nur der Weggefährte Luthers, als der er heute oft gesehen wird, er war eine treibende Kraft des Protestantismus, ein Wegbereiter in persönlicher und theologischer Hinsicht. Melanchthon, der als Reformator des Bildungswesens begonnen hatte, wurde bald mit Luther zu einem Reformator der Kirche. Er verfaßte u.a. eine der wichtigsten Bekenntnisschriften, das Augsburger Bekenntnis (Confessio Augustana), bemühte sich aber auch immer um einen Ausgleich und eine Einigung der Kirche. – Von der Einheit der Kirche sind wir noch immer weit entfernt, umso wichtiger ist daher die Rolle der Ökumene. Vom 12. bis 16. Mai fand in München der 2. Ökumenische Kirchentag statt (zwei Berichte! S.22/24). Wer in Berlin beim 1. Ökumenischen Kirchentag dabei war, vielleicht sogar bei den beiden Abendmahls-/ Eucharistiegottesdiensten, hat die bewegende Atmosphäre miterlebt und auch, wie groß das Verlangen nach einem gemeinsamen Abendmahl ist. Nun, sieben Jahre später, hat es eine neue Bestandaufnahme gegeben, einiges hat sich auch auf ›offzieller‹ Ebene getan, etwa die gegenseitige Anerkennung der Taufe. Dennoch bleibt die Basis, also wir Christen in den Gemeinden vor Ort, die treibende Kraft der Ökumene. Unsere Gemeinde hat in den vergangenen Jahren die ökumenische Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden ausgebaut und intensiviert. Interessante Projekte konnten realisiert werden, und Freundschaften sind entstanden. Diese Entwicklung und die noch immer großen Differenzen vor allem zwischen den beiden großen Kirchen führen zu der Frage, wie es weiter geht und weiter gehen kann mit der Ökumene, auch hier vor Ort. Mit dieser Ausgabe beginnen wir eine neue Rubrik »Standpunkte«. Sie stellt zwei Ansichten zu Themen, die in unserer Gemeinde aktuell sind, vor und soll die Diskussion anregen. Überhaupt wollen wir Sie verstärkt teilhaben lassen an den aktuellen Entwicklungen unserer großen Gemeinde, die selbstverständlich auch von Diskussionen, manchmal auch von Kontroversen begleitet werden. Machen Sie sich selber ein Bild und nutzen Sie die Chance, in einer der vielen Gruppen und Gremien mitzureden, mitzugestalten! Und lassen Sie auch uns teilhaben an dem, was Sie in unserer Gemeinde ärgert, was Sie freut oder was Sie vermissen. Wir möchten auch ein Medium der Entwicklung sein und freuen uns über Ihre Zuschriften (zentralbuero@ ekpn.de). Herzliche Grüße, für die Redaktion Bettina Theben stolze Gesichter zu sehen. Etwa 10.000 Bewohner des Prenzlauer Bergs hatten mit ihrem Protest und den Sitzblockaden in der Wisbyer Straße und der Wichertstraße verhindert, dass ausgerechnet hier die Demonstration der Neonazis entlangführen konnte. Morgens um zehn Uhr begrüßten die vier Polizisten am Hofeingang der Paul-GerhardtKirche die Ankommenden mit einem bayerischen »Grüß Gott« und auch sonst war die Atmosphäre den ganzen Tag sowohl bei den Demonstranten als auch von Seiten der Polizisten sehr freundlich und locker. Ein ganz herzliches Dankeschön für die Öffnung der PaulGerhardt-Kirche und das dortige Angebot an Getränken! Peter Rottmann

Titelbild 1. Mai 2010 Der Luftballon mit der Aufschrift »Kein Platz für Nazis« schmückte das Christusstandbild an unserer Gethsemanekirche am Abend des ersten Mai und gab Anlass zu vielen spontanen Fotos der Vorbeigehenden. Gerade war die Blockade der Neonazi-Demonstration zu Ende gegangen, überall waren entspannte, glückliche und auch etwas

Das Wort	

		

3

Gott spricht: Suchet mich, so werdet ihr leben.
Amos 5,4 Liebe Leserin, lieber Leser, Irgendjemand hat einen Luftballon am 1. Mai an einen Finger der Jesus-Statue vor der Gethsemanekirche gehängt. Nun trug sie in der einen Hand die Heilige Schrift, in der anderen jenen grünen Luftballon. Luftballons schwebten wie eine Wolke über Tausenden von Menschen, die sich an einigen wichtigen Straßenkreuzungen zusammengefunden hatten, um den Aufmarsch der NeoNazis zu verhindern. Ein gewaltiger Stein fiel uns allen vom Herzen, dass der Aufmarsch, schon viel zu spät begonnen, nach einigen hundert Metern schon wieder zu Ende war. Sie mussten umkehren und sich auflösen. Nach dem gescheiterten Versuch in Dresden, so einen Aufmarsch zu inszenieren, ging es für sie nun auf dem Prenzlauer Berg auch wieder schief. Viele aus unserer Gemeinde gingen auf die Straße und rechneten damit, vielleicht irgendwann von der Polizei geräumt zu werden. Menschen aus dem Bezirk Paul-Gerhardt machten die Kirche auf, kochten Kaffee, ließen die Blockierer die Toiletten benutzen und hielten den Zugang über den Hof offen. Im Falle einer Sperrung der Wisbyer Str. hätten dann noch Menschen durch die Kirche auf die Wisbyer Str. gelangen können. Riesige grün-gelbe Banner hingen von der PaulGerhardt-Kirche und dem Gethsemane-Gemeindehaus mit der Aufschrift »keine Gewalt«. Die Banner‚ hatten wir noch von der Ausstellung in den Schönhauser-Allee-Arkaden im Juli des vergangenen Jahres. Diese Erfahrung hat uns sehr bewegt. Wir taten etwas gemeinsam, obwohl eigentlich anfangs niemand so recht wusste, was nun richtig sei, zu tun. Plötzlich merken wir: wir ziehen an einem Strang beim Versuch, den Aufmarsch der Neo-Nazis zu verhindern, beim Versuch, eine Stimmung der
probeabo1_10a.qxp 07.01.2010 16:45 Uhr

Gewalt gar nicht erst hochkommen zu lassen. Schließlich gab es genug »Autonome« auf der Straße, die ganz offensichtlich nur darauf warteten, sich mit der Polizei eine Schlacht zu liefern. Niemand sollte Pflastersteine in die Hand nehmen, wohl aber grüne Luftballons, als wirksame Waffe. Fröhlichkeit verbreitete sich innerhalb unserer Gemeinde schon während der Blockade, als es sich von Mund zu Mund und von Handy zu Handy herumsprach, wer wo überall stand und wer was tat. Bewunderung kam auf für ›unsere Leute‹ in der Paul-Gerhardt-Kirche mit ihren Ideen und ihren Aktivitäten. Was das mit dem Monatsspruch zu tun hat? Ich meine, diese Erfahrung vom 1. Mai ist eine wunderbare Auslegung dieses Propheten- Wortes. »Suchet...« – Mehrzahl! Nicht jeder einzelne sucht nach Gott, sondern wir suchen gemeinsam als Gemeinde. Es ist gar nicht einmal so wichtig, dass wir eine gemeinsame ausgeklügelte Konzeption haben, wichtig ist, dass wir bei unserer Suche losgehen, uns einmischen, Bosheiten blockieren. 1989 sind die Menschen auch einfach losgegangen und haben gemeinsam gehandelt und gebetet. »Suchet mich, so werdet ihr leben«. In den Tagen nach dem 1. Mai haben wir zumindest aufgelebt. Der Aufmarsch wurde verhindert und es gab keine Gewalt. Ich meine, dass es schon eine Ermutigung war, sich bewusst gemeinsam als Gemeinde auf die Suche nach Gott zu machen, uns einander zu fragen, was Gott von uns will und dann den Weg zum Leben, den Lebensweg zu gehen. In der einen Hand hält die Jesus-Figur die heilige Schrift, die andere scheint auszudrücken: »suchet Gott, so werdet ihr leben – so steht es hier in der Bibel!«. Und an einem Finger dieser anderen Hand weht fröhlich ein grüner Luftballon im Wind. Mit herzlichen Grüßen, Ihr Pf. Christian Zeiske
Seite 1
Die Lieferung endet nach drei Wochen automatisch

Hier gibt’s Evangelischen Wochenzeitung das kostenlose Probe-Abonnement Ihrer
Telefon

28 874817

vertrieb@wichern.de

G K R
Aus der Arbeit des Gemeindekirchenrates

	 4	 Aus dem GKR					

Am 12. April und am 3. Mai tagte der Gemeindekirchenrat. Es ist mittlerweile eine gute Tradition, dass zu Beginn der Sitzungen ein kritischer Rückblick auf die Ereignisse und Veranstaltungen des vergangenen Monats gehalten wird. Auf der Aprilsitzung wurde insbesondere Rückschau auf das 100-jährige Kirchweihjubiläum der Paul-Gerhardt-Kirche und auf das Osterfest gehalten. Allgemein wurden die Feiern trotz einiger Kritik als gelungen bezeichnet. Folgende weitere Themen wurden besprochen: • Vorstellung des »Fledermaus«-Kinderkirchenführers durch die Arbeitsgruppe vertreten durch Corinne Dürr und Beate Kießling, Erscheinungsdatum soll der 04. 07. 2010 sein. • Damit steht auch das Thema offene Kirchen erneut im Mittelpunkt • Vorschlag zur Durchführung eines Workshops zum Thema Schaffung von Räumlichkeiten zur Erweiterung der Jugendarbeit in Paul Gerhardt • Anschaffung eines neuen VW-Busses als Ersatz für den alten Bus zusammen mit der Sophien-Gemeinde • Durchführung der GKR-Wahlen im Oktober • Durchführung von Baumaßnahmen zur Instandhaltung unserer Kirchen und Gemeindehäuser • Durch­ führung des Religionsunterrichtes nach den Sommerferien • Neuordnung des Organistendienstes in unserer Gemeinde • Stellung des Stadtklosters in unserer Gemeinde • Durchführung der Klausurtagung des GKR am ersten Juniwochenende • Antrag auf Unterstützung des Bürgerbegehrens zur Sperrung der Straßen um die Gethsemanekirche für den Autoverkehr • Vorbereitung des 100-jährigen Kirch­weihjubiläums der Elias-Kirche. Dazu folgende Informationen über die wichtigsten gefassten Beschlüsse: • Workshop ist öffentlich, Termin wird noch bekannt gegeben! • Die Gemeindeversammlung findet am 07. Oktober um 19 Uhr in Elias statt, mit Vorstellung der Kandidaten zur GKR-Wahl • Die GKR-Wahl findet am 31. 10. 2010 statt (nebenstehend) • Hauptthema der GKR-Rüste wird das Thema »offenen Stellen / Tätigkeitsfelder« sein • Die Aussprache zum Bürgerbegehren wurde auf die nächste Sitzung vertagt Ich wünsche allen eine schöne Sommerzeit Wolfgang Schellig, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates

Bekanntmachung zur Wahl des Gemeindekirchenrates am 31.10.2010
Der Gemeindekirchenrat hat in seiner Sitzung am 12. 04. 2010 beschlossen, die Wahl zum Gemeindekirchenrat wie folgt durchzuführen und gibt dies gemäß § 7 Absatz 6 Ältestenwahlgesetzes hiermit bekannt: Wahlbezirke der Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord Wahlbezirk Elias	Elias-Kuppelsaal, Göhrener Str. 11, 10437 Berlin Wahlbezirk Gethsemane	Gethsemanekirche, Stargarder Str. 77, 10437 Berlin Wahlbezirk Paul-Gerhardt	Paul-Gerhardt-Kirche, Wisbyer Str. 7, 10439 Berlin Wahlbezirk Segen	Segenskirche, Schönhauser Allee 161, 10435 Berlin Die Ältestenwahl findet am 31. 10. 2010 in der Zeit von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr statt. Der Tag der Wahl wurde von der Kirchenleitung festgesetzt. Es besteht die Möglichkeit der Briefwahl (§ 18 Ältestenwahlgesetz). Der Antrag auf Briefwahl soll spätestens am 27. 10. 2010 im Zentralbüro Gethsemanestr. 9, 10437 Berlin eingehen. Bei besonderen Umständen (z. B. plötzlicher Erkrankung) können Ausnahmen zugelassen werden. Nach § 10 Absatz 5 Satz 1 Ältestenwahlgesetz werden die Gemeindeglieder aufgefordert, Wahlvorschläge einzureichen. Die Wahlvorschläge müssen spätestens am 56. Tag vor dem Wahltag (06. 09. 2010) beim Gemeindekirchenrat eingehen (Zentralbüro Gethsemanestr. 9, 10437 Berlin). Auf die Vorschriften des § 10 Absatz 2 Sätze 2 und 3 und Absatz 3 Ältestenwahlgesetz wird hingewiesen.

Gemeindekirchenratswahl 2010		

		

5

Gemeindekirchenratswahl 2010
Im Herbst werden in unserer Landeskirche die Gemeindekirchenräte neu gewählt. Hier eine Kurzübersicht der wichtigsten Fragen dazu: Wann wird gewählt? am 31. 10. 2010 von 9.00 bis 16 Uhr – die Wahl ruht jedoch während des Gottesdienstes am jeweiligen Ort Wo wird gewählt? 4 Wahlbezirke gleich Wahllokale: Elias-Kuppelsaal, Gethsemanekirche, Paul-Gerhardt-Kirche, Segenskirche Was mache ich, wenn ich am 31. 10. Briefwahl beantragen – bis spätestens 27. 10. 2 010 nicht zum Wahllokal gehen kann? Wer kann wählen? Alle Gemeindeglieder, die am Wahltag mindestens 14 Jahre alt und zum Abendmahl zugelassen sind Wo kann ich wählen? Die Gemeinde ist – wie bei der letzten Wahl – in 4 Wahlbezirke eingeteilt, Gemeindeglieder sind in dem Wahlbezirk wahlberechtigt, in dem sie wohnen. * Wer kann gewählt werden? Wahlberechtigte Gemeindeglieder, die am Leben der Gemeinde teilnehmen, sich zu Wort und Sakrament halten und bereit sind, über die innere und äußere Lage der Gemeinde Kenntnis und Urteil zu gewinnen und am Wahltag mindestens 18 Jahre alt sind. Wer kann Wahlvorschläge machen? Alle wahlberechtigten Gemeindeglieder. Ein Wahlvorschlag kann mehrere Namen enthalten. Jeder Wahlvorschlag muss von mindestens 10 Gemeindegliedern unterschrieben sein. Wo kann man sich zur Wahl In der Regel in dem Wahlbezirk in dem man wohnt. Der Gemeindekirchenrat aufstellen lassen? kann die Wahl in einem anderen Wahlbezirk zulassen.* Wie lange dauert die Wahlperiode? 6 Jahre Wie viele Kandidaten werden gewählt? Wie viele Kandidaten gibt es? Bis wann müssen die Kandidaten feststehen? Wie erfahre ich, wer für den Gemeindekirchenrat kandidiert? Es werden immer 50 % der Kirchenältesten gewählt. Unser Gemeindekirchenrat besteht aus 12 gewählten Ältesten. Also wählen wir in diesem Jahr 6 Älteste neu und zwar in Elias 2, in Gethsemane 1, in Paul-Gerhardt 2 und in Segen 1. In Elias und Paul-Gerhardt mindestens 4 Kandidaten, in Gethsemane und Segen mindestens 2 Spätestens bis zum 56.Tag vor der GKR-Wahl – also bis zum 06. 09. 2010 – besser etwas früher Spätestens am 28. Tag vor der GKR-Wahl (also bis 04. 10.) ist der Gesamtwahlvorschlag bekannt zu machen. Dies geschieht im Gemeindebrief, durch Aushang in den Schaukästen, Kirchen und Gemeindehäusern, auf unserer Webseite. Außerdem wird es eine Gemeindeversammlung geben, in der sich die Kandidaten und Kandidatinnen vorstellen werden (Termin: 07. 10. 2010, 19 Uhr, Elias-Kuppelsaal) Nach dem Wahlgesetzt entscheidet der Gemeindekirchenrat in welchem Wahlbezirk Sie wählen und gewählt werden können. Diese Gemeindeglieder werden bei der Umgemeindung gefragt, in welchem Pfarrbezirk = Wahlbezirk sie geführt werden wollen. Dies bleibt dann bestehen.

* Ich bin Gemeindeglied, wohne aber nicht im Bereich der Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord (Umgemeindung)

Wer sich für die Feinheiten interessiert, kann näheres im Gemeindebüro erfahren und auf der Webseite der Landeskirche unter www.ekbo.de nachlesen.

	 6	 Standpunkte		

Ökumene		

Das Beste miteinander teilen
»Ökumene ist kein Zusatz zum übrigen Auftrag der Kirche; sie ist nicht das Hobby einiger weniger Spezialisten und Enthusiasten. Der Einsatz für die Ökumene ist ein alle Christen verpflichtendes Gebot Jesu.« Dieser Satz stammt aus der Feder des katholischen Theologen Kardinal Walter Kasper. Es ist mir immer wieder wichtig, ihn mir ins Gedächtnis zu rufen, gerade dann, wenn es schwierig wird in der Ökumene, wenn sich Hindernisse und Gräben auftun. Dass die katholische Kirche die anderen Kirchen nicht als gleichberechtigte Kirchen akzeptiert und dass sie getaufte Christen anderer Konfessionen von der Eucharistie ausschließt, belastet die ökumenischen Beziehungen. Als Katholikin verstehe ich den Ärger und den Unmut auf evangelischer Seite. Die katholische Kirche bewegt sich langsam und nicht immer nur vorwärts. Man kann sich fragen, ob sie sich nicht zu stark von Ängsten leiten lässt und zu wenig auf das Wirken des Heiligen Geistes vertraut.Wenn wir den Satz von Walter Kasper ernst nehmen, dürfen wir uns in unseren ökumenischen Bemühungen aber nicht von den Hindernissen entmutigen und lähmen lassen. Die Einheit der Kirche ist nicht zuerst ein Werk von Theologen und Kirchenleitungen. Sie ist ein Werk des Heiligen Geistes. Bereits die alte Kirche weiß, dass Kirche immer da ist, wo der Geist Gottes wirkt. Auf geistlicher, unsichtbarer Ebene ist die Einheit der Kirche bereits gegeben. Das kann seit der gegenseitigen Anerkennung der Taufe von keiner Kirche mehr bestritten werden. Früher oder später wird sich die Erkenntnis durchsetzen, dass wir nur gemeinsam, in der Unterschiedlichkeit der Konfessionen, Kirche, das heißt Leib Christi, sein können. In seinem Einleitungsreferat zur Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung in Sibiu 2007 stellte Kardinal Walter Kasper fest, dass die Ökumene der Konsensbildung zu einem gewissen Endpunkt gekommen sei. Er postulierte, dass die nächste Etappe eine »Ökumene des Austauschs« sein müsse. Dem kann ich nur aus vollem Herzen zustimmen. Mir kommt dazu ein Bild. Ich sehe, wie Christen aller Konfessionen zu einem großen Fest zusammen kommen und alle das Beste, was sie haben, mitbringen und miteinander teilen. Katharina Jany

Ökumene – gefangen zwischen Basis und Dogmatik?
Ökumene leben – das klingt zunächst einfach: Dass Kirchen und Glaubensgemeinschaften miteinander reden, miteinander feiern und gemeinsame Veranstaltungen organisieren, ist eine gute und mittlerweile gewachsene Tradition der Ökumene in Prenzlauer Berg Nord. Dies habe ich im Rahmen des ökumenischen Arbeitskreises (AKÖS), sei es bei den Diskussionen, sei es bei der Vorbereitung des ökumenischen Straßenfestes, bei der Vorbereitung der Ausstellungen »wachet und betet«und »keine Gewalt«und an vielen anderen Stellen – stets als bereichernd - erlebt. Auf den ersten Blick ist das klar, schließlich sind wir alle die eine Kirche Jesu Christi, unser Glauben basiert auf den Evangelien, der Heiligen Schrift. Aber Ökumene soll ja mehr sein, als die Zusammenarbeit von Christen verschiedener Konfessionen. – Kann sie das? Hier beginnen die Schwierigkeiten, denn gerade die Dogmatik, die kirchlichen Lehrmeinungen, sind es, welche die Kirchen trennen; die Auslegung der Heiligen Schrift, des Lebens und Wirkens Jesu. Was kann Ökumene hier sein? Eine Synthese des Besten der einzelnen Konfessionen? Schwierig, denn jeder wird die Frage nach dem Besten anders beantworten. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass es gerade die Lehrmeinungen sind, die die Zusammenarbeit erschweren, oft unmöglich machen. Hält ein Katholik etwa den Papst oder den Zölibat für das Beste, so wird es vielen Evangelischen schwerfallen, dies anzuerkennen. Denn die eigene Konfession ist ja (in der Regel) nicht nur ein Zufall, sondern auch Ergebnis einer Auseinandersetzung: Confessio heißt: ›Ich glaube‹ . Und selbstverständlich können wir als Evangelische sagen, dass uns die Trennung von Person und Amt (etwa bei Bischöfen) oder die Abschaffung des Zölibates mehr überzeugt und uns dies wichtig ist, wir weder Zölibat noch Papst möchten. Es ist gerade die Dogmantik, welche die Ökumene erschwert: Denken wir an das gemeinsame Abendmahl/Eucharistie beim Ökumenischen Kirchentag in unserer Gethsemanekirche. Wer dabei war, war tief bewegt,hat das Wirken des Heiligen Geistes gespürt; zu spüren war auch die Sehnsucht der Beteiligten danach, an dem EINEN Tisch des Herren zu sitzen. Dennoch zeigen die als Reaktion ausgesprochenen Suspendierungen der katholischen Priester, dass hier kompromisslos auf die Dogmatik abgestellt wurde, und die ist nicht nur in der Abendmahlsfrage eindeutig: Andere Lehrmeinungen werden nicht anerkannt. Das verdeutlicht den wunden Punkt: Wenn Ökumene anders funktioniert, als

Ökumene		

Berater für Barrierefreiheit	

7

Martin Theben – Berater für Barrierefreiheit der EKPN!
Der Gemeindekirchenrat hat mich auf seiner Sitzung im Oktober vergangenen Jahres zum Berater unserer Gemeinde für Barrierefreiheit berufen. Diese Tätigkeit übernehme ich ehrenamtlich. Ich selbst bin 40 Jahre alt, Rollstuhlfahrer und seit 2003 aktives Gemeindeglied. Im Hauptberuf betreibe ich gemeinsam mit meiner Frau Bettina Theben eine Rechtsanwaltskanzlei im Prenzlauer Berg. Ich sehe meine Aufgabe darin, den Blick der anderen haupt- und ehrenamtlich engagierten Mitstreiter unser Gemeinde für die Belange behinderter Gemeindeglieder zu schärfen; dabei denke ich nicht nur an Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte! Gleichwohl fallen einem ihre Probleme sofort ins Auge, bedenkt man die entsprechenden baulichen Zustände unserer Kirchen der vier Teilgemeinden. Sie sind nur z.T., das Gemeindehaus Gethsemane überhaupt nicht, barrierefrei zugänglich. Ich habe daher in einem ersten Schritt mit einer systematischen Bestandsaufnahme aller Standorte begonnen. Hier habe ich übrigens in Markus Rheinfurth, Mitglied des Bauausschusses, einen gleichermaßen kompetenten und engagierten Mitstreiter gefunden. Auch unserem Geschäftsführer Herrn Esch möchte ich an dieser Stelle für seine großartige Unterstützung danken. Gemeinsam haben wir bei unseren Begehungen/Berollungen der Standorte Paul-Gerhardt, Elias und Gethsemane (Segen steht noch aus!) viele gute Ideen entwickelt, wie Barrierefreiheit zeitnah und kostengünstig realisiert werden kann. Der Standort Elias verfügt beispielsweise über ein behindertengerechtes WC und einen Treppenlift über den auch der Diakonieraum erreicht werden kann. Beides wird nun dem jahrelangen Dornröschenschlaf entrissen und nutzbar gemacht. Mehr dazu, und zu den Entwicklungen der anderen Standorte, im nächsten Gemeindebrief. Doch Barrierefreiheit bedeutet nicht nur die ungehinderte Nutzung von Gebäuden. Es geht auch um die Integration bzw. Inklusion von behinderten Kindern und Jugendlichen in die Angebote unserer Gemeinde (Singschule, Christenlehre, Junge Gemeinde!) oder die Gestaltung unserer Informationsangebote für sehbehinderte und blinde Menschen. Können Gehörlose unsere Gottesdienste wahrnehmen usw. Bei all diesen Fragen stehe ich den Betroffenen und Verantwortlichen gern mit Rat und Tat zur Seite. Über meine Emailadresse m.theben@dr-theben.de können Sie gern Kontakt zu mir aufnehmen. Ich freue mich über Anregungen und bin natürlich offen für Kritik – auch an meinem Wirken! Martin Theben

dass die Dogmatik einer Konfession als verbindlich anerkannt wird, bedeutet dies, dass gerade auch bei der Dogmatik ein Konsens gefunden werden muss. Dies ist umso schwieriger, weil eine der beteiligten Kirchen sich selber für die eine und wahre Kirche hält und andere Konfessionen gerade nicht als Kirchen anerkennt, weil sie andere Lehrmeinungen haben. Nein, Ökumene soll und kann kein ›Einheitsbrei‹ sein. Sie lebt aus der Vielfalt gleichberechtigter Konfes­sionen. Sie ist aber nicht (nur) ein Thema der Dogmatiker, sondern wird von der Basis getragen. So kann sie nur gelingen, wenn dem Bedürfnis der Christen, etwa nach einem gemeinsamen Tisch des Herrn, Rechnung getragen wird. Denn der Heilige Geist weht, wo er will und schert sich auch nicht um Dogmatik. Bettina Theben

Sponsoren für Kinderkirchenführer gesucht
Der Kinderkirchenführer erscheint demnächst... wir würden uns über finanzielle Unterstützung freuen bei diesem echt zukunftsfähigen, nachhaltigen Projekt. Neugierig? Bitte unter 030/40 00 34 99 anrufen und mit Herrn Frank Esch sprechen!

	 8	 Kinder, Kinder				

Was ist eine Minbar, eine Mihrab, ... warum beten Frauen und Männer getrennt?
Mit Kindern zu Besuch in der Moschee am Columbiadamm Das Thema Islam hat uns in den Christenlehregruppen der 5. + 6. Klasse etliche Wochen begleitet. Als abschließenden Höhepunkt besuchten wir die Sehiltik-Moschee. Gespannt und neugierig betraten wir das Gelände der Moschee. Unsere Führung mit Edibe Erol begann mit dem Hinweis, dass wir gerade in der Türkei seien. (Das Grundstück war damals ein Geschenk an einen türkischen Botschafter und deshalb ist es wie eine »kleine Türkei« in Berlin). Edibe Erol erklärte uns verschiedenes in der Moschee. So auch, dass der Eingang zur Minbar (Predigttreppe) so niedrig ist, damit sich der Imam beim Betreten bewusst ist: er ist nicht der Größte, sondern er ist einer wie alle anderen Menschen und Allah ist der Größte. Alle Muslime wenden sich in ihren Gebeten Richtung Mekka, so ist die Mihrab (Gebetsnische) als Richtungsweiser nach Mekka ausgerichtet und dient als »Lautsprecher« für den Vorbeter, damit auch er Richtung Mekka beten kann und dennoch gehört wird. Wir erfuhren, dass beim Gebet die Betenden ganz nah bei einander stehen, Schulter an Schulter und Hüfte an Hüfte. Das zeigt den Betenden, ob arm ob reich, keiner ist etwas Besonderes. Da es so nahen Körperkontakt beim Gebet gibt, ist es sinnvoll, wenn Frauen und Männer getrennt beten, damit sich niemand unangenehm berührt oder gestört fühlt. Dies und einiges Spannende mehr wurde uns bei der Moscheeführung gezeigt und erklärt.

Sehiltik-Moschee

Die Minbar

Die Gebetskette wird erklärt

Die Mihrab

Unser Christenlehreausflug in diese durchaus fremde und doch auch in Berlin bekannte Welt, in der wir Christen, Muslime, Juden und andere religiöse Menschen miteinander verwoben sind, zeigte uns, wie wichtig es ist von den »Anderen«, den »Fremden« mehr zu wissen und zu erfahren, um Angst und Vorurteile zu überwinden.

in Elias
5. Juni » Prophet Elias« Im Juli und August sind Sommerferien!
jeden 1. Sa. im Monat von 10 bis 12 Uhr

Kinder, Kinder	

		

9

Begegnung mit den Emmaus-Jüngern
Die Kinder und Erzieherinnen der Kita Arche feierten die Osterandacht gemeinsam mit Pfn. Fey in der Waldschule Bucher Forst. Es wurde für alle ein eindrückliches Erlebnis, so wie es im Osterlied heißt: »Zu Ostern in Jerusalem da ist etwas geschehn, das ist noch heute wunderbar, nicht jeder kann’s verstehen. Hört, hört, hört, hört, nicht jeder kann’s verstehn. Zwei Jünger gingen einst daher, da war etwas geschehn, ihr Jesus lebte nun nicht mehr, nicht jeder kann’s verstehn. Ein dritter Mann, der kam heran, was war denn da geschehn? Sie blickten ihn ganz traurig an, er konnt’ es nicht verstehn… Und als sie nun im Hause warn, was war denn da geschehn? Er brach das Brot – und sie ihn sahn, jetzt konnten sie’s verstehn. Vorbei war ihre Traurigkeit, o je, das war geschehn. Nun macht sich Osterfreude breit und alle konnten’s sehn.« Und als auch noch der Osterhase dagewesen war, war die Osterfreude bei den Kindern perfekt!

Biblisch Kochen Für Kinder und Erwachsene!
Jeden 3. Dienstag im Monat außer in den Schulferien 15. 6. von 17.30-19.30 Im Juli und August sind Sommerferien!

	 10	 Mitteilungen / Amtshandlungen der Gemeinde 	

	

Taufen
Sora Behne, Anne Seher, Bela Seher, Felina Bahr, Anna Klingert, Ambra Landgraf, Elisa Theben, Leni Häusler, Jakob Berner, Jolanthe Brieger, Laurenz Wack, Lilli Gerch, Elias Lines, Pia Høyem, Frida Haubner, Felix Friedel, Remi Mrasek, Charlotte Sophie Reichert, Helene Reichelt Als Erwachsene wurden getauft Andrea Mettke, Michael Koch, Christin Guth, Barbara Seher, Volker Mundt, Cordelia Gormanns, Maren Haubner Der Herr ist meine Stärke und mein Schild; auf ihn hofft mein Herz, und mir ist geholfen. Psalm 28, 7

Trauungen
Jens und Sylvia Bahr Adrian Hollenberg und Nina Wolf Thorsten Kahnt und SoYoung Park Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf; sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbitten, sie rechnet das Böse nicht zu; sie freut sich nicht über Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Die Liebe hört niemals auf. 1. Korinther 13, 4-8a

Bestattungen
Jörg Deter, Käthe Havenstein, Erika Kristkeitz Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Psalm 23, 1-4

Am Pfingstsonntag wurden konfirmiert: Am Pfingstonntag konfirmiert wurden: Paul David Beck, Pia Broßmann, Carlo Christiansen, Susanne Clausnitzer, Katharina Diestel, Gina Drischel, Anna Eckert, Max Fliedner, Pit Gaigal, Jakob Hausmann, Richard Heine, Julia Herzog, Fritzi Carlotta Heubaum, Luisa Imdahl, Nils Kahlbaum, Kilian Klammt, Bruno Knigge, Hans Jasper Koch, Emilia Krohn, Cora-Lou Kutsch, Caspar Loch-

Konfirmation

mann, Jonas Martin, Balthasar Matzat, Luca-Els Mauritz, Aron Moritz, Melia Papp, Mathilde Plociennik, Swea Rau, Sarah Rheinfurth, Clara Schattauer, Konrad Schlaich, Maria Schneider, Wiebke Stache, Dörte Zerbst, Bente Zerrahn Denn Weisheit wird in dein Herz eingehen, und Erkenntnis wird deiner Seele lieblich sein, Besonnenheit wird dich bewahren und Einsicht dich behüten. Sprüche 2, 10-11

in der Paul-Gerhardt-Kirche Wer sein 50-jähriges oder ein höheres Konfirmationsjubiläum begehen kann, ist herzlich zum Gottesdienst am 27. Juni 2010 um 9.30 Uhr eingeladen. Anmeldungen dafür sind erbeten über das Zentralbüro oder Pfn. Fey

Jubelkonfirmation

G eburt s t ag s k affe e Herzliche Ei nlad u n g an alle, jung und alt, die im Juni und Juli Geburtstag haben.

Wir freuen uns, Sie am Donnerstag, dem 29. Juli 2010 um 15 Uhr in den Räumen des Elias-Gemeindehauses begrüßen zu dürfen. Es wäre schön,wenn wir bei Kaffee oder Tee, Kuchen undSaft miteinander ins Gespräch kommen, Lieder singen und eine Geschichte hören.

Und ihr Halm ist grün!
4. März 2010 – die Kirchenfahnen wehen vom Turm: Festgottesdienst in der Paul-Gerhardt-Kirche! Vor 100 Jahren in Anwesenheit des Kronprinzenpaares eingeweiht, damals (und heute?) inmitten des Arbeiterbezirks Prenz­lauer Berg mit Hinterhofschluchten und dunklen Kochstuben. 100 Jahre mit zwei Weltkriegen, Weltwirtschafts­ krise und manchmal friedlichen Zeiten, 100 Jahre mit verschiedenen Staatsordnungen, lange geteilt in Ost und West, mit Bedrängungen von außen und Situationen, in denen wir uns selbst schwer taten. 100 Jahre mit immer neuen Pfarrern, 100 Jahre in Gottes Hand. Der Jubiläumsgottesdienst bekannte sich zum Namenspatron der Kirche und nahm gleichzeitig die Gemeindegeschichte der letzten Jahrzehnte deutlich auf. Deshalb teilte sich Frau Pfarrerin Fey die Predigt zu Strophen des PaulGerhardt-Liedes »Ich singe dir mit Herz und Mund« mit drei Pfarrern, die uns in Gemeindepatenschaften aus der DDRZeit bis heute verbunden sind: Pfarrerin Smidt, ehem. Maarsenbroek/ Niederlande, betonte das Vertrauen, das die Gemeinde aus schwierigen Zeiten herausführte – so, wie Paul Gerhardt sein Lied in den Nachwirren des Dreißigjährigen Krieges schrieb.  Pfarrer Streppel aus dem westdeutschen Halver arbeitete 1988 und 1989 bei uns im Praktikum: er fand hier einen »trotzigen Glauben« inmitten der »Kirche im Sozialismus« und der Ausreisewellen (»wenn unser Herze seufzt und schreit«), einen Glauben, der der Zeit trotzen kann. Und Pfarrer Boon/Niederlande registrierte, daß zu unseren eigenen

Jubiläum Paul-Gerhardt-Kirche100 Jahre	 		

11

Jubiläum: 100 Jahre Paul-Gerhardt-Kirche in Prenzlauer Berg Nord

Lebensgeschichten eben auch Niederlagen – gesellschaftliche wie persönliche – gehören. Aber über allen Veränderungen,über allen wechselnden Pfarrern stand schließlich Gottes Angebot zu immer wieder neuem Leben, so dass »wohlauf, mein Herze, sing und spring!« das zuversichtliche Fazit sein darf und muss. Paul-Gerhardt-Gemeinde offen nach vielen Seiten: manche wichtigen Kontakte hatten ihre Zeit, andere sind Gegenwart – wie unsere jahrzehntelange Unterstützung des Hospitals in Cochabamba/Bolivien. Und bei der Fürbitte standen Leute aus anderen Teilen unserer Fusion Prenzlauer Berg Nord neben dem Pastor der Heilsarmee und einer Vertreterin der Gemeinde Kegums in Lettland. Frau Pfarrerin Fey hatte die geistliche Dimension seit langem mit Weitblick und Organisationskunst vorbereitet: dafür spendete ihr die Gemeinde großen Überraschungsbeifall. Applaus auch für die Organistin Elisabeth Kaiser, den Landessingwart Lothar Kirchbaum und unseren Kirchenmusiker Christoph Zschunke: wenn der Workshop-Chor mit seinem kraftvollen »Jubilate!« den Auftakt mit neuer Musik

gab, wenn sich Orgel, Sänger vom Altarplatz, der Jugendchor auf der Empore und die Gemeinde vielstimmig zum »Ich singe dir mit Herz und Mund« mischten, dann erwies sich die Paul-Gerhardt-Kirche als wunderbare Klangwelt, als idealer Raum auch für gedankliche Weite. Dieser Raum hat Vergangenheit und Gegenwart, um seine Zukunft soll uns nicht bange sein. Die Grußstunde nach dem Gottesdienst, begonnen mit einem Brief aus dem Büro der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, mit Worten von Dr. Wolfgang Thierse und einem Vertreter des Bezirks Pankow, die folgende Bewirtung, der Ausflug zum Mach-MitKindermueum in der umfunktionierten Eliaskirche (sie wird auch 100 Jahre alt!) und das große Chorkonzert am Abend waren lebendige, vielfältige Gemeinde. Die Krabbelgottesdienste stimmen zuversichtlich für kommende Generationen – aber wo war die Jugend beim Jubiläum? Ist die öfters gewünschte Rutschbahn von der Empore herunter ihr deutlichstes Anliegen? Oder sollte es (mit ihrem Wortschatz) heißen: PaulGerhardt ist geil auf Zukunft? E. Keienburg

	 12	 Kirchenmusik 		 Minisingen Mittwoch 1. Gruppe »Pfauen« 16 – 16.30 Uhr, 2. Gruppe »Räuber« 17 – 17.30 Uhr, Gethsemanestr. 9, Singschule Singen mit Eltern und Kindern 0 – 2 Jahre Minis Montag 1. Gruppe »Spatzen« 17.30 bis 18 Uhr Dienstag 2. Gruppe »Wölfe« 15.30 bis 16 Uhr Donnerstag 3. Gruppe »Nachtigall« 17 bis 17.30 Uhr, Gethsemanestr. 9, Singschule, Singen mit 3 – 4jährigen Kindern Mädchen(be)stimmen Donnerstag, 16.30 bis 17.30 Uhr Winterkirche/ Eingang Gethsemanestr. Mädchen im Alter von 5 – 12 Jahren Jungschor Montag 16.30 bis 17.30 Uhr Winterkirche/Eingang Gethsemanestr. Jungen im Alter von 5 – 12 Jahren Jugend-Gospelchor «...stimmt so!« Mit Stefan Wieske, Montag 18 Uhr Gemeindesaal P. Gerhardt, Kuglerstr. 15 Junge Leute mit Lust auf Popularmusik, Gospels, neue geistliche Lieder, Jazz, Folk, in groovigen Arrangements mit Klavier & Band Kinder-Ensemble Dienstag 16.30 – 18.00 Uhr Kinder im Alter von 10 – 12 Jahren, Winterkirche /Eingang Gethsemanestr. Einstudieren von musikalischen Teilen der Kantoreipraxis Gemeindechor Mit Detlef Lehmann, Mittwoch 19.30 Uhr Gemeindehaus Elias, 3. Etage, Göhrener Str. 11, klassischer, vierstimmig gemischter Chor, vielseitige Chorliteratur alter und neuer Meister Liturgischer Chor Mit Hermfried Weber, Mittwoch 19.30 Uhr, Gemeindesaal P. Gerhardt, Kuglerstr. 15, ein- und mehrstimmiges Ausgestalten der Gottesdienste sowie Erarbeiten freier liturgischer Formen Gethsemane-Kantorei Mit Chr. Zschunke, Dienstag 19.45 – 22 Uhr, Elias Kuppelsaal, Motetten alter & neuer Meister, Kantaten, Oratorien, Musik zeitgenössischer Komponisten, für Gottesdienste und Konzerte, regelmäßige Teilnahme erwartet!

Vortragsreihe	

	

Vortragsreihe
Von unserer Vortragsreihe aus Anlass des 100jährigen Kirchweihfestes in Paul Gerhardt und Elias wurde drei Vorträge zur Geschichte der Kirchen vorgesehen. Zwei davon wurde bereits gehalten. Der 3. Vortrag von E. Neubert findet am 3. Juni statt. Unter www.ekpn.de können Sie die bereits gehaltenen Vorträge im Text nachlesen. Demnächst dann auch den 3. Vortrag. 1. 1910 bis 1930 – Die Paul-Gerhardt- und die Eliasgemeinde der ersten 20 Jahre 2. 1933 bis 1949 – Die Zeit des Nationalsozialismus und der Neuanfang bis 1949 3. 3. 6., 19 Uhr, Elias-Kuppelsaal, »1949 bis 1989 – Gemeindeleben in der DDR bis zur Friedlichen Revolution«.

Liebesfreud und Liebesleid – Lieder von der Liebe

Konzertankündigung

Herzliche Einladung zum Sommerkonzert des Kammerchores enCHORe unter der Leitung von Christiane Söndgen Der junge Kammerchor enCHORe wird auch in diesem Jahr ein erfrischendes Sommerkonzert zum Besten geben. Zum Thema Liebesfreud und Liebesleid – Lieder von der Liebe – erklingen Sätze von Melchior Franck, Johannes Brahms, Hugo Distler und Francis Poulenc. Die ganze Vielfalt von Freude, Leidenschaft und zärtlicher Verehrung bis hin zu Trennungsschmerz und Enttäuschung wird sich in diesem Konzert wiederfinden. Sonntag, den 13. Juni 2010 um 18 Uhr Paul-Gerhardt-Kirche!

WAS GLAUBST DU DENN ? Familiengottesdienst
am Sonntag, dem 6. Juni 2010, in der Paul-Gerhardt-Kirche um 11 Uhr für Kinder und Erwachsene von 0-99 Jahren

Interview Bischof Markus Dröge		

	

13

Bischof Markus Dröge
Es gebe noch immer viele Vorurteile gegenüber Christen, erklärt Markus Dröge. Dies sei ein Erbe aus der DDR-Zeit, glaubt der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz. Herr Bischof, haben Sie sich schon einiges in der Region angesehen seit Ihrem Amtsantritt? Bischof Dröge: Ja, ich habe viele Termine wahrgenommen. Mein Eindruck nach diesen Gesprächen ist: Die Kirche hat im Zuge des Sparprozesses schwierige Zeiten durchgemacht. Aber man geht damit sehr engagiert um. Säkularisierung und Mitgliederschwund schreiten weiter voran. Andererseits haben die Haushälter für die kommenden Jahre einen Einnahmerückgang von bis zu zehn Prozent berechnet. Wie wollen Sie diesem Trend begegnen? Es gibt unterschiedliche Strategien. Beim Religionsunterricht in Berlin haben wir das Problem, dass wir ihn nicht mehr flächendeckend anbieten können. Wir sind dabei, in Berlin sogenannte Profilschulen zu benennen, in denen der Unterricht verlässlich angeboten wird. Eine andere Frage ist die: Was tun wir, wenn Pfarrstellen und kirchliche Mitarbeiterstellen weiter reduziert werden müssen? Das erfordert ein Umdenken. Die Kirchenkreise müssen Vorschläge erarbeiten, denn nicht jede Gemeinde wird alle Arbeitsfelder abdecken können. Aber wird denn das nicht schon so gemacht? Sicher, zum Teil schon, aber die Zusammenarbeit muss sich etablieren als die künftige Gestalt der kirchlichen Arbeit. Und da gibt es immer noch Widerstände. Wäre es nicht besser, neue Mitglieder zu gewinnen? Wir wollen natürlich auch neue Milieus erreichen. Dazu gibt es viele Möglichkeiten: Kirchenfeste in Stadt- oder Dorffeste integrieren und noch mehr kulturelle Veranstaltungen in Gotteshäusern. Ansonsten versuchen wir durch unsere Arbeit an den Schulen die nächste Generation zu prägen. Wir wollen die Schüler natürlich nicht missionieren, sie sollen aber lernen, was christlicher Glaube ist, damit Vorurteile überwunden werden. Die soziale Not ist ja nicht gering, Lebenskrisen nicht selten die Folge. Und doch scheint es ein Interesse an Sinn und Trost nicht zu geben. Wie erklären Sie sich dieses Desinteresse? Machen die Kirchen da etwas falsch? Das ist für mich immer noch das Erbe der Jahrzehnte in der DDR, in denen christliche Bildung im Staat keine Rolle

spielte. Bei den Gesprächen, die ich führe, gewinne ich den Eindruck, dass es bei vielen Nichtchristen immense Vorurteile gibt gegenüber dem christlichen Glauben. Viele Menschen erwarten nichts von der Kirche, weil sie einfach nicht wissen, was christlich gelebter Glaube ist. Vielleicht können sie einmal erklären, wie Sie für sich selbst das Amt des Bischofs verstehen? Das Bischofsamt soll durch den Predigtdienst Mut machen, die Einheit der Kirche fördern, Konflikte lösen helfen und die Kirche in der Öffentlichkeit repräsentieren. All dies soll durch Überzeugungskraft geschehen, nicht durch Zwang. In Ihrer Antrittsrede haben Sie den Dialog zu Muslimen hervorgehoben. Glauben Sie, dass die Muslime in Berlin daran interessiert sind? Ich glaube nicht, dass es die Muslime in Berlin gibt. Es gibt unterschiedliche Gruppen, die ich gerne kennenlernen möchte. Ich halte die Idee einer Islamkonferenz für eine gute Sache und könnte mir vorstellen, dass die Kirchen einen Dialog mit den unterschiedlichen Gruppierungen moderierend unterstützen, aber auch ihre eigenen Positionen einbringen. Die Evangelische Kirche hat sich im übrigen immer dafür eingesetzt, an den Universitäten nicht nur christliche, sondern auch islamische Theologie zu lehren. Man muss nun sehen, wie das im Einzelnen geregelt wird. Letzte Frage: Weshalb sollten Menschen in heutiger Zeit an Gott glauben? Was sagen Sie da kirchenfernen Menschen? Menschen sollen an Gott glauben, weil Menschen vom Evangelium her in ihrer unantastbaren Würde angesprochen werden. Jeder einzelne Mensch ist ein von Gott geliebtes und geachtetes Geschöpf und nicht nur eine Nummer. Das halte ich für eine Botschaft, die zunehmend wichtiger wird. Interview: Volker Jastrzembski, Christian Stiller

	 14	 Geburtstagsgrüße	

		

	

Geburtstage
Rosemarie Burchert	 Helmut Kutzner	 Elisabeth Wassermann	 Jürgen Laskowski	 Lothar Goetze	 Helga Liebner	 Irmgard Jürß	 Ilse Otto	 Annemarie Bayer	 Albert Hundertmark	 Christel Köppe	 Dr. Karin Krohn	 Elsa Faschina	 Horst Schmidt	 Martha Büßner	 Adelheid John	 Gertrud Liepe	 Ingeborg Schwarzbach	 Hildegard Thiel	 Frieda Hauke	 Gudrun Haeffner	 Katharina Salm	

Herzliche Geburtstagsgrüße an alle, die im Juni und Juli Geburtstag haben. Besonders grüßen wir die Jubilare der Gemeinde: Lieselotte Wegener	 Erika Großmann	 Hildegard Heyde	 Lore Bohr	 Helga Thur	 Lissy Faerber	 Dorothea Marquardt	 Klaus Meißner	 Gisela Preuß	 Siegfried Spaude	 Charlotte Pekel	 Günther Gundelach	 Anna Weirich	 Helga Schultze	 Fritz Hartthaler	 Frieda Unger	 Günter Kluttig	 Ursula Grunow	 Gertraute Bergelt	 Liselotte Belkins	 Else Wagner	 Else Wiggert	 94 Jahre 	 am 04. 07. 80 Jahre 	 am 13. 07. 92 Jahre 	 am 15. 07. 75 Jahre 	 am 16. 07. 80 Jahre	 am 16. 07. 91 Jahre 	 am 17. 07. 85 Jahre 	 am 18. 07. 75 Jahre 	 am 20. 07. 75 Jahre 	 am 23. 07. 75 Jahre 	 am 26. 07. 85 Jahre 	 am 26. 07. 75 Jahre 	 am 28. 07. 97 Jahre 	 am 28. 07. 85 Jahre	 am 29. 07. 90 Jahre 	 am 29. 07. 100 Jahre 	 am 29. 07. 80 Jahre 	 am 30. 07. 70 Jahre 	 am 31. 07. 85 Jahre 	 am 31. 07. 90 Jahre 	 am 31. 07. 95 Jahre 	 am 31. 07. 101 Jahre 	 am 31. 07.

75 Jahre 	 am 02. 06. 80 Jahre 	 am 02. 06. 93 Jahre 	 am 02. 06. 70 Jahre 	 am 03. 06. 70 Jahre 	 am 04. 06. 75 Jahre 	 am 04. 06. 75 Jahre 	 am 04. 06. 75 Jahre 	 am 05. 06. 80 Jahre 	 am 05. 06. 70 Jahre 	 am 07. 06. 85 Jahre 	 am 07. 06. 75 Jahre 	 am 09. 06. 100 Jahre 	 am 12. 06. 85 Jahre 	 am 13. 06. 102 Jahre 	 am 14. 06. 70 Jahre	 am 19. 06. 99 Jahre 	 am 19. 06. 85 Jahre 	 am 23. 06. 91 Jahre 	 am 24 .06. 107 Jahre 	 am 25. 06. 85 Jahre 	 am 30. 06. 70 Jahre 	 am 02. 07.

Wir bitten um Verständnis, dass wir nicht alle Seniorengeburtstage im Gemeindebrief abdrucken können. Wir haben uns für die Altersgruppen 70, 75, 80, 85 entschieden und ab 90 Jahren wird jedes Geburtsjahr erfasst. 100 Jahre Paul-Gerhardt-Kirche und 100 Jahre Eliaskirche Vortragsreihe: 3. Juni 2010, 19.00 Uhr Kuppelsaal Elias, Göhrner Str. 11, Pfarrer Dr. Erhart Neubert:  »1949 bis 1989 – Gemeindeleben in der DDR bis zur ›friedlichen Revolution‹« Kammermusikreihe 17. Juni 2010 um 19.00 Uhr »Some Handsome Hands« 3 Pianistinnen an einem Flügel, Anne Salié, Alina Pronina und Xenia Kouroumeli, haben einen Weg gefunden, Klassik, Moderne und Unterhaltungsmusik zu verbinden. Menschen in Berliner Parks Fotografien Claudia Dani Ausstellung vom 8. Juni bis 30. Juli 2010 in der Paul-Gerhardt-Kirche Dienstag und Mittwoch 14 – 18 Uhr Freitag 14 – 19 Uhr Eintritt frei

Osterimpressionen				

15

Osterimpressionen
Manon Vollprecht ist bis Mitte Juni im Auftrag des Ökumenischen Rats der Kirchen und von »pax christi« als ökumenische Freiwillige in Hebron und berichtet anlässlich der weltweiten Aktionswoche für Frieden in Israel und Palästina über ihre Eindrücke vor Ort. Es ist Ostern und ich bin in Hebron, der zweitgrößten Stadt des Westjordanlandes. Abraham, Isaak und Jakob mit ihren Frauen sind hier begraben und machen Hebron damit zu einem Wallfahrtsort für Muslime und Juden zugleich. Palästinenser und einige hundert israelische Siedler fordern die Stadt für sich. Die Westbank wurde für die gesamte Pessachwoche vom 28. März bis 6. April abgeriegelt und Palästinenser, ob nun Christen oder Muslime, können weder nach Jerusalem noch nach Israel reisen. Die Nähe zwischen Christen und Juden, die in unserer Gemeinde durch das Tischabendmahl am Gründonnerstag zelebriert wird, scheint in Berlin weitaus näher zu sein. An Pessach, das in diesem Jahr in die Karwoche fällt, wird Hebron zum Wallfahrtsort für israelische Siedler und andere Touristen. Reisebusse fahren die Schuhadastraße entlang. Die ehemalige Hauptgeschäftsstraße gleicht sonst nur einer Geisterstraße, da palästinensische Ladenbesitzer und Familien aus ihr vertrieben wurden. Aber in diesen Tagen werden sogar die Bushaltestellen benutzt. Am Donnerstag können Palästinenser, die den Großteil der Bevölkerung Hebrons stellen, den Checkpoint nahe der Ibrahimimoschee nicht passieren und die Geschäfte in der Nähe mussten geschlossen bleiben. Stattdessen laufen Touristengruppen durch die Straßen und genießen das warme und sonnige Wetter. Von Zeit zu Zeit taucht eine Gruppe Siedler auf, umgeben von schwer bewaffneten israelischen Soldaten und begibt sich in Hebrons Altstadt, die fast ausschließlich von Palästinensern bewohnt wird. Sofort hören Kinder mit dem Fußballspiel auf und Händler verstummen inmitten eines Kundengesprächs. Spannung liegt in der Luft als sich die Gruppen von Siedlern durch die engen Gassen zwängen, vorbei an Verkäufern, die traditionelle Kleidung, Schmuck, Obst und Gemüse und Baklawa feilbieten. Sowohl Palästinenser als auch Mitglieder verschiedener Friedensorganisation umringen sie, während die Siedler lauthals die Häuser als Teil der ehemaligen jüdischen Gemeinde zurückfordern. Die Situation beruhigt sich etwas, als sie den Checkpoint erreichen und wieder in den israelisch kontrollierten Teil Hebrons entschwinden. Am Freitag ist der Checkpoint an der Moschee wieder offen und Männer, Frauen und Kinder gehen zum Gebet, während zum gleichen Zeitpunkt auch Juden die Synagoge zum Gebet nutzen. Die Läden sind geöffnet und sogar Siedler schauen herein und kaufen Souvenirs von palästinensischen Verkäufern. Der Klang dieses Karfreitags ist dennoch ein ganz besonderer: Der Ruf des Muezzins zum Gebet mischt sich mit der lauten Musik israelischer Siedler, die mit diesem dauerhaften Beschall die anliegenden palästinensischen Ladenbesitzer vertreiben wollen und hindert damit auch Soldaten daran miteinander zu sprechen. Eine politische Lösung des Konflikts erscheint mir nicht nur schwierig, sondern angesichts der hier geschaffenen Tatsachen unmöglich. Es fällt mir schwer, diesen Eindruck nach Berlin zu schicken. Ob diese Mauer wohl jemals fällt?

	 16	 Gottesdienste 	

			

Tag 06. 06. 2010 1. Sonntag nach Trinitatis 13. 06. 2010 2. Sonntag nach Trinitatis 20. 06. 2010 3. Sonntag nach Trinitatis 27. 06. 2010 4. Sonntag nach Trinitatis 04. 07. 2010 5. Sonntag nach Trinitatis 11. 07. 2010 6. Sonntag nach Trinitatis 18. 07. 2010 7. Sonntag nach Trinitatis 25. 07. 2010 8. Sonntag nach Trinitatis

Elias-Kuppelsaal • Göhrener Str. 11
9.30 Uhr Pf. Seidenschnur T, K, N 9.30 Uhr Pf. Seidenschnur A, K, N 9.30 Uhr Pf. Seidenschnur T, K, N 9.30 Uhr Pf. Mangliers K, N 11 Uhr Pf. Seidenschnur und Team, Festgottesdienst unter freiem Himmel auf dem »Göhrener Ei« mit anschließendem Gemeindefest 9.30 Uhr Pf. Jastrzembski N 9.30 Uhr Pf. Seidenschnur T, N 9.30 Uhr Pf. Mangliers N

Gethsemanekirche • Stargarder Str. 77
11 Uhr Pf. Zeiske A, K, N 11 Uhr Pf. Mangliers T, K, N 11 Uhr Pfn. Fey, Pf. Seidenschnur T, K, N, Gospelchor 11 Uhr Pf. Seidenschnur T, K, N 11 Uhr Orgelmatinée

11 Uhr Pf. Jastrzembski K, N 11 Uhr Pf. Zeiske T, K, N 11 Uhr Pf. Zeiske T, N

Feierliche Eröffnung des Ausstellungspavillons auf dem St. Thomas-Friedhof in der Hermannstraße am 24. April Über 150 Gemeindeglieder und Interessierte waren gekommen um gemeinsam mit dem Generalsuperintendenten Meister, der Botschafterin der Ukraine Botschafterin Zarunda und Präsident Momper den Pavillon mit der Ausstellung über Zwangsarbeit in unseren Gemeinden in den Jahren 1942 bis 1945 zu eröffnen. Bis in den Oktober hinein werden Ehrenamtliche, dankenswerter Weise auch aus unserer Gemeinde, diesen Dienst übernehmen und für die Öffnung, zu Fragen der Besucher, zur Verfügung zu stehen. So wird mit dem Gendenkstein und der Tafel am Lagerstandort ein würdiges Gedenken

möglich. Der Pavillon erweitert die Gedenkstätte für kirchliche Zwangsarbeiter an der Neuköllner Hermannstraße um ein Informations- und Bildungszentrum. Er beherbergt nicht nur eine Ausstellung, sondern auch zusätzliche Medien, darunter Filme, Tonbandinterviews, Zeitungsartikel und Kopien von Dokumenten aus kirchlichen Archiven. Die Dokumentationsstätte eignet sich besonders für Gruppen-, Einzel und Projektarbeit. Auf Wunsch stehen Referenten zur Verfügung. D. Wendland

Gottesdienste 	

		

17

Paul Gerhardt • Wisbyer Str. 7
11 Uhr Pfn. Fey F, N, B Basar für Cochabamba 9.30 Uhr Pfn. Fey N 11 Uhr Pfn. Fey und Team, Krabbelgottesdienst 9.30 Uhr Ina Düsterdick N 17 Uhr Abschlussgottesdienst Gospelworkshop mit Pfn. Fey 9.30 Uhr Pfn. Fey A, K, N Orgel Plus und Jubelkonfirmation

Stadtkloster Segen • Schönh. Allee 161
21 Uhr AbendbeSINNung Beten – und wenn die Worte fehlen 21 Uhr AbendbeSINNung Davids Berufung 21 Uhr AbendbeSINNung David und Goliath 21 Uhr AbendbeSINNung König David 21 Uhr AbendbeSINNung Versager David
A 	Gottesdienst mit Abendmahl K 	Kindergottesdienst N 	Gespräch nach dem Gottesdienst T 	 Taufe TR Trauung F 	Familiengottesdienst B 	 Basar

Gottesdienst jeden Sonntag auch im St. ElisabethStift 10.30 Uhr

9.30 Uhr Pfn. Fey T, N, B 11 Uhr Pfn. Fey und Team, Krabbelgottesdienst 9.30 Uhr Pfn. Fey A, N 9.30 Uhr Pfn. Fey T, N Orgel Plus

21 Uhr AbendbeSINNung Vom Sämann 21 Uhr AbendbeSINNung Vom Hausbau 21 Uhr AbendbeSINNung Vom großen Gastmahl

Ruven Moskowitz Friedensaktivist aus Israel kommt nach Berlin und wird am Samstag, dem 5. Juni um 19.30 Uhr in der Gethsemanekirche sein. Viele aus unserer Gemeinde kennen ihn, entweder von der Israelreise, von seinen Mitwirkungen in unseren Gottesdiensten oder Vorträgen in anderen Gemeinden. Alle anderen sind herzlich eingeladen, ihn kennenzulernen: seine leidenschaftlichen Appelle an die Verantwortlichen in Israel und Palästina und seine Mundharmonika, die Gerhard Schöne in seinem Lied vom »Mann mit der Mundharmonika« besungen hat.Wenn alle etwas Leckeres fürs Büfett mitbringen, dann müsste es auch für alle reichen.

Am 20. Juni 2010 ist im Gottesdienst in Elias um 9.30 Uhr einer der bekanntesten Kirchenmusiker zu Gast: KMD i.R. Lothar Graap. Der Elias-Chor unter Leitung von Detlef Lehmann wird Werke von ihm singen, er selbst wird eines seiner Werke als Orgelnachspiel zu Gehör bringen. Herr und Frau Graap stehen im Anschluss zum Gespräch zur Verfügung.

	 18	 Regelmäßige Veranstaltungen im Überblick 			

Angebote für Kinder Spielgruppen für Krabbelkinder bis 3 Jahre Ort: Paul Gerhardt mo., 16 – 18 Uhr do., 9. 30 – 11. 30 Uhr Kontakt: Jana Scherle Spielgruppe für Kleinkinder von Alleinerziehenden Paul Gerhardt, fr 16 – 18 Uhr, Kontakt: Jana Scherle Krabbelgottesdienste Ort: Paul Gerhardt, 13. 06. 11 Uhr, Thema: Jesus lädt die Kinder ein 11. 07. 11 Uhr, Thema: Wir in einem Boot Kindergottesdienste regelmäßig in Elias, Paul Gerhardt und Gethsemane s. S. 16/17 KUGKUK Kleinere Und Größere Kinder Und Kirche (jeden 1. Sa. im Monat von 10-12 Uhr) 5. Juni » Prophet Elias« Im Juli und August sind Sommerferien! Biblisch Kochen für Kinder und Erwachsene jeden 3. Dienstag im Monat außer in den Schulferien von 17.30 – 19.30, am 15. 6 in Elias Im Juli und August sind Sommerferien! Christenlehre am Dienstag Paul Gerhardt 1.+2. Klasse, 16.30-17.30 Uhr mit Christian Zeiske 3.+4. Klasse, 16.30-17.30 Uhr mit Laura Struppek Christenlehre am Mittwoch Elias 1.+2. Klasse, 15 –16 Uhr mit Antje, Christian u. Gudrun 3.+4. Klasse, 16.15 – 17.15 Uhr mit Julia, Elena, Lea Zora und Antje 5.+6. Klasse, 17.30 – 18.30 Uhr mit Johann, Nina und Antje

Christenlehre am Donnerstag Elias 1.+2. Klasse, 15 – 16 Uhr mit Pia und Antje 3.+4. Klasse, 16.15 – 17.15 Uhr mit Richard, Frederik und Antje 5.+6. Klasse, 17.30 – 18.30 Uhr mit Barbara, Luisa und Antje Angebote für junge Menschen Junge Gemeinde Paul Gerhardt, Jugendkeller mo., di. und do. ab 19 Uhr Bitte Aushänge beachten, Termine werden neu geregelt Beratungsangebote Rechtsberatung kostenlos, Fachanwalt für Familienrecht Axel Huep, Anmeldung über das Gemeindebüro T: 4 45 74 23 oder direkt über die Kanzlei: 3 03 00 30 In EFG Zoar, Cantianstr. 9 am 2. Dienstag im Monat 18 – 19 Uhr, Anmeldung über Gemeindebüro T: 4 48 42 67 Elias: do., 11 Uhr bis 12Uhr Rechtsanwalt Matthias Brinkmann Ein Beratungsangebot, n i c h t nur für Laib & Seele Teilnehmer, Anmeldung ist nicht erforderlich Systemische Familienberatung Termine nach Vereinbarung Kontakt: Jana Scherle, T: 41 71 59 61 Väter & Mütter, Männer & Frauen Stillgruppe am 1. Mi. im Monat, 15.30 – 17.30 Uhr am 2. u. 4. Mi. im Monat, 10 – 12 Uhr Kontakt: Ulrike Sandow, Anne Lüders T : 44 73 32 31 / 36 46 20 60 Alleinerziehendengruppe do., 15.30 – 18 Uhr 14tägig Termine bitte erfragen bei Jana Scherle

PEKiP® Kursgebühr 60 € Gemeinde freut sich über Spenden zur Deckung der Heiz- und Betriebskosten. Paul-Gerhardt Termin a: fr, 10 – 11.30 Uhr Termin b: fr, 11.45 – 13.15 Uhr Weitere Kurse: 10. 9. 2010 Leitung: Stephanie Neeb Ort: Gemeinde Prenzlauer Berg Nord, Elias Termin a: mi , 9.30 – 11.00 Uhr, 10 Treffen Termin b: mi, 11.15 – 12.45 Uhr , 10 Treffen Kursbeginn: 2. Juni 2010 Leitung: Judith Haase Anmeldung Familienbildungsstätte Berlin Stadtmitte, Ansprechpartnerin: Frau Reich, Sprechzeiten: mo 11–13 Uhr, mi 15–17 Uhr T.: 25 81 85-410 / F.: 25 81 85-409 / E-mail: familienbildung@kkbs.de www.fbs-stadtmitte.de Kiezfrühstück für alle Gemeinsames Frühstück und Gespräche, Elias 26. 06. und 31. 07. jeweils 11 – 13 Uhr, Kontakt: Pf. Zeiske Mittwochs-Café für alle Generationen – Reden und Entspannen bei Kaffee und Kuchen, in Elias im Diakonieraum, mi., 14 – 18 Uhr, Kontakt: Jana Scherle Angebote für Seniorinnen/Senioren Segen 16. 6. und 21. 7. (Geburtstagskaffee) jeweils um 14.30 Uhr mit Pf. Mangliers. Gethsemane Frauenkreis mit Frau Dahlenburg und Pf. Zeiske, 8. 6., 13. 7.,14 Uhr Gemeindehaus Gethsemane Apostelfrühstückskreis 30.6., 28.7.mit Frau Dahlenburg und Pf. Zeiske

			Regelmäßige Veranstaltungen im Überblick	

19

Elias Seniorenfrühstück 7. Juni und 5. Juli 9 Uhr im Diakonieraum parterre m. Frau Volz Paul Gerhardt:10. 06. um 15 Uhr mit Pfn. Fey, im Juli Sommerpause Rund um die Bibel Bibelstunde Paul Gerhardt 30.06. um 15.30 Uhr mit Pfn. Fey im Juli Sommerpause Bibelgesprächskreis Elias 21. Juni und 19. Juli 2010, jeweils 15 Uhr, Kontakt: Frau Volz Bibelwerkstatt Gethsemane 2. und 16. 6., 7. und 21. 7. um 20 Uhr Gethsemanstr. 9, mit Pf. Chr. Zeiske Kulinarischer Bibelkreis (KuBi) s.S. 21, Stadtkloster: do. ,19.30 Uhr Kontakt: Dorothee Börtzler T: 47 37 87 96 Gebetsangebote Stadtkloster Segen: Morgengebet mo. bis fr., 8 Uhr Mittagsgebet: mo. bis fr., 12 Uhr Nachtgebet: di. & do. 21 Uhr Kontakt: Stadtkloster T: 44 03 77 39 Taizé-Gebet: fr., 19.30 Uhr Kontakt: Christian Huge T: 33 50 65 50 Gethsemane: Ökumenisches Friedensgebet mo., 18 Uhr Gesprächskreise Gesprächskreis Paul Gerhardt 08. 06. um 20 Uhr Grillabend – gemeinsam mit der JG im Juli Sommerpause Gesprächskreis Elias I Sommerpause Kontakt: Herr Lindenberg, T: 9 33 26 94

Gespräche über Gott und die Welt Elias: 08. 06. , 31. 07., 19.30 Uhr Kontakt: Pf. Seidenschnur Offener Kreis Informationen und Termine bei Frau Bosem erfragen! T: 4 42 63 81 Gesprächskreis Elias II Elias: Im Juni Teilnahme am Vortrag am 3. Juni im Kuppelsaal von Elias Im Juli Sommerpause Kontakt: Frau Krüger T: 4 44 40 56 Frauenhilfe Elias: 28. Juni, 26. Juli, 15 Uhr, Kontakt: Frau Volz Vorbereitungsgruppen Krabbelgottesdienst Paul-Gerhardt-Gemeindehaus parallel zur Eltern-Kind-Gruppe einmal im Monat mo., 17 – 18 Uhr. Konkrete Termine nach Absprache über Pfn. Fey Kindergottesdienst-Kreise Gethsemane: 3.6. (während der Ferien Pause) 19.30 Uhr mit Pf. Chr. Zeiske Elias und Paul Gerhardt über Kontakt Pf. Seidenschnur

Partnerschaftsprojekt Freundeskreis Cochabamba 15. 06. um 19 Uhr mit Herrn Beyer Basare finden im Anschluss an die Gottesdienste am 04. 06. und 11. 07. statt Offene Kirchen Gethsemane: mo 16 – 19 Uhr, mi 17 – 19 Uhr, do 17 – 19 Uhr, Letzter Di. im Monat, Führung 15.30 Uhr mit Frau Dr. Merseburger, andere Termine nach Absprache. T.: 4 49 16 72 Um die Kirchen zu öffnen, brauchen wir Ehrenamtliche, die sich in der Kirche auskennen und in der o.g. Zeit vor Ort sein können. Paul Gerhardt: Mi, 17 – 19 Uhr Stadtkloster Segen: Sa., 14 – 17 Uhr (s. S. 21) Kontakt: Communität Don Camillo Laib & Seele Lebensmittelausgabe jeden Do., ab 11 Uhr, Gemeindehaus Elias, Göhrener Str.11

Konfirmanden Konfirmanden des 1. Jahres treffen sich mit Pfn. Uta Fey, Paul Beutel und Pf. Heinz-Otto Seidenschnur wöchentlich in 2 Gruppen: dienstags von 17.30 – 18.30 Uhr in Elias, Göhrener Str. 11; donnerstags von 17.30 – 18.30 Uhr in Paul-Gerhardt, Kuglerstr. 15.

	 20	 Auf ein Wort zum Stadtkloster Segen				

Auf ein Wort zum Stadtkloster Segen

Zettel aus dem Fürbittekasten »Zu keiner Zeit war das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung so stark wie heute. Doch es gab auch keine Zeit, in der dieses Ziel so selten erreicht wurde, in der ein solcher Zwang ausgeübt wurde, sich Konventionen zu fügen, sich Klischees und Modetrends anzupassen. Das Selbst ist stumm, Worte sind tot, und Beten ist eine vergessene Sprache. [...] Der Mensch ist in Vergessenheit geraten. Wir kennen seine Wünsche, seine Launen, seine Schwächen; seine endgültige Bestimmung kennen wir nicht. Wir verstehen, was er tut; wir verstehen nicht, was er bedeutet. Ehrfurchtsvoll stehen wir vor vielen Dingen, aber wir wissen nicht, wofür wir einstehen sollen.« So beginnt Abraham Joshua Heschel, jüdischer Theologe und Philosoph, die Einführung zu seinem Buch »Der Mensch fragt nach Gott«. »Beten ist eine vergessene Sprache« stellt er fest. Wir wollen diese vergessene Sprache als Christen wieder entdecken und lernen. Dabei erleben wir, dass Beten nicht einfach ist. Oft sind unsere Gebete Aufzählungen von Wünschen an den lieben Gott. Themen, die wir nicht bewältigen, werden an ihn abgeschoben. »Hilf mir, …« »Steh mir bei …« »Gib mir …« Aber, wie lernt man Beten? Drei Wege, die mir helfen: Die Stundengebete sind mir Hilfe. Ein Psalm, jetzt gerade Psalm 16, mit der großartigen Antiphon: »Du zeigst mir den Pfad zum Leben!«, eine Lesung aus der Bibel, Stille, und täglich das Vater unser, das Gebet, was Jesus uns gab, damit wir beten lernen.

Die Meditation ist mir Hilfe. Regelmäßige Zeiten, in denen ich mich Gott aussetze. Nicht, weil er dann reden müsste, wenn ich schon einmal still bin, aber im Bewusstsein, dass es mir gut tut, innezuhalten. Ich fahre das Tempo herunter, sitze eine halbe Stunde ruhig. Manches Mal finde ich schon das Sitzen mühsam. Bis ich nur ruhig bin und nicht mehr herumzapple. Und dann die Gedanken! Wie Schmetterlinge schwirren sie herum und brummen wie Hornissen. Die Anliegen der Menschen sind mir Hilfe. Von Zeit zu Zeit legt jemand eine Bitte in das Kästchen für die Fürbitten. Bitte um Hilfe in Krankheit, um Arbeit oder um eine hellere Zukunft. Es hilft mir zu sehen, dass Menschen um Gebet bitten, offenbar erwarten sie etwas davon. Learning by doing (Lernen beim Tun) gilt auch beim Beten. Oft zaghaft, manchmal gewiss und sicher – immer aber im Bewusstsein, dass Gott lebendig ist und hört. (Siehe Zettel) Im Übrigen: die Stundengebete sind öffentlich, kommen Sie doch einmal vorbei! Georg Schubert

Angebote vom Stadtkloister Segen	 		

21

Einführung in die Meditation »Stille in der Stadt« Donnerstag, 3. / 10. / 17. / 24. Juni 2010 jeweils 19.30 Uhr Im Juni laden wir zu vier Abenden Einführung in die Meditation ein. Am ersten Abend wird eine Einführung ins Meditieren, Sitzen und Schweigen gegeben und auch gleich in die Praxis umgesetzt. An jedem Abend wird ein Thema, Text oder Bild zur Meditation vorgeschlagen. Die Gruppe meditiert gemeinsam. Jede und Jeder geht aber seinen eigenen inneren Weg. Eine regelmässige Teilnahme ist sinnvoll. Leitung: Barbara Schubert-Eugster, ökumenische Ausbildung zur Exerzitienleiterin und geistlichen Begleitung. Georg Schubert, Projektleiter Stadtkloster Segen Ein Wort noch zur Meditation: Der Weg führt nicht über das Denken und nicht über das Tun. Der Weg geht über die Wahrnehmung, das Hineinhorchen zum Ich und sich Ausrichten auf das Du: Gott, den Ursprung, Schöpfer und Ziel des Lebens. »Wie ein Baum seine Wurzeln zum Bach hinstreckt…«singt der Psalmist. Es geht darum, die Verwurzelung im Glauben zu vertiefen und dem Geheimnis, was das Leben alles so mit sich bringt, auf der Spur zu bleiben. Offene Kirche Samstag von 14 – 17 Uhr Am Samstagnachmittag findet offene Kirche statt. Raum, sich einfach hinzusetzen und Musik zu hören, zu beten, nachzudenken. Es gibt einen Fürbittetisch, eine Tür als Tischblatt, die symbolisiert, dass ein Gebet manchmal Türen öffnen kann. Auf einem anderen Tisch liegen Texte zum Lesen oder Abschreiben. Und natürlich sind Menschen da, die ansprechbar sind, zuhören, versuchen Auskunft zu geben. Kulinarischer Bibelkreis – Tisch und Bibel teilen im Stadtkloster Wer Lust hat gemeinsam mit anderen tiefer in die Bibel einzusteigen, Bibeltexte zu lesen, zu erspüren und dar­ über ins Gespräch zu kommen, mehr über biblische Themen zu erfahren, Fragen loszuwerden und davor beim gemeinsamen Abendbrot miteinander ›warm zu werden‹, den Alltagsstress

Kindertreff Im Stadtkloster Segen findet jeden Donnerstag von 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr ein Programm für Kinder von 1 bis ca. 6 Jahren mit ihren Mamas oder Papas oder Tanten oder Opas statt. Wir singen, hören Geschichten oder basteln und spielen. Und danach gibt es Kaffee, Tee und Kekse. Ist das Wetter warm und schön, sind wir in unserem Garten. (In den Sommerferien machen wir Pause) Herzlich Willkommen! Kontakt: Stadtkloster Segen Corinne Dürr (030 44 31 24 37), Christin Schwetz AbendbeSINNung Jeden Sonntag um 21 Uhr findet im Stadtkloster die AbendbeSINNung statt. Lieder, kurze Texte und Zeit, sich selbst mit dem Thema zu beschäftigen, prägen diese Abende. Anschließend ist Raum zum Gespräch und Austausch. Eine gute Möglichkeit, in die Arbeitswoche einzusteigen.

Stadtkloster Segen Schönhauser Allee 161 10435 Berlin U2 (Senefelderplatz) 030 44 03 77 39 Danach steigen wir mit einem Text ins Thema ein. Den Abschluss bildet der gemeinsame Besuch der Abendgebetszeit mit der Stadtkloster­ gemeinschaft. Kontakt: Email: info-kubi@gmx.de Zeit: Donnerstag, 14 tägig, am: 3.6., 17.6., 19.15 – 21.15 Uhr Ort: Stadtkloster Segen Schönhauser Allee 161

hinter sich zu lassen, … wer sich einfach einen Abend Zeit nehmen möchte, für die Gemeinschaft mit Gott und anderen Menschen … ist herzlich eingeladen zum Kulinarischen Bibelkreis im Stadtkloster. Wir beginnen 19.15 Uhr mit dem gemeinsamen Abendbrot, zu dem alle etwas mitbringen (für Brot, Butter und Tee ist gesorgt, darüber hinaus sind alle Leckereien willkommen).

	 22	 Kirchentagsberichte vom ÖKT	

	

	

	

Damit ihr Hoffnung habt – Eindrücke vom 2. ÖKT in München
»Damit ihr Hoffnung habt und nach der Zukunft fragt,/ damit das Leid der Welt uns nicht gefangen hält,/ bleibt Gott uns zugewandt und reicht uns seine Hand,/ damit die Hoffnung bleibt und die Liebe.« So singen wir es auf einem der drei Eröffnungsgottesdienste am Mittwochabend in München. Ich stehe mit vielen anderen auf dem Odeonsplatz mit Blick auf die Bühne, die ein wunderschönes Kreuz schmückt, das vor dem Rund eines sternenübersäten Himmels golden leuchtet. Gold, blau und rot sind die bestimmenden Farben, ein sehr warmes, festliches, kostbares Bild, das mich an die Ikonenmalerei erinnert. Der Himmel ist grau, das Wetter kalt und doch springt an diesem Abend der Funke über. Ich freue mich in München zu sein und die Gemeinschaft zu erleben, die an einer Stelle ganz handgreiflich wird, wenn wir uns gegenseitig mit dem Zeichen des Kreuzes auf der Stirn oder auf der Hand segnen. Ein Kirchentag, soviel wird schon an diesem ersten Abend deutlich, der in schwieriger Zeit stattfindet. Keine Fortschritte in der Ökumene auf der Ebene der Amtskirche, ein Vertrauensverlust in das Hirtenamt durch die aktuellen Missbrauchsfälle, Mitgliederschwund in Pfarreien und Gemeinden. Irgendwie bin ich trotz allem froh, dass dieser Kirchentag vielleicht gerade deshalb kein Event-Spektakel ist, sondern nüchterner daher kommt, ernster, drängender. Von 3000 Veranstaltungen wird gesprochen, wie soll man da den Überblick behalten? Am Donnerstagvormittag bin ich auf dem Messegelände, im Zentrum »Juden und Christen im Dialog“. Eine Podiumsdiskussion habe ich mir rausgesucht mit dem Titel: »Heute glauben? Zwischen Zweifel und Überzeugung«. Ein jüdischer Erziehungswissenschaftler, ein Berliner Philosoph und eine Ordensfrau gehen der Frage nach, wie man heute glauben kann und welche positive Rolle dem Zweifel dabei zukommt. Glauben, das wird besonders im Beitrag des jüdischen Vertreters deutlich, ist nicht einfach ein privates Für-wahr-halten irgendwelcher Lehrsätze, sondern ist ein aktives, öffentliches Einstehen für eine Sache, und zwar jetzt. »Emeth« – die »Wahrheit« und »Amen« kommen vom selben Wortstamm und gehören zusammen. Dieses öffentliche Einstehen von Christen für ein menschenwürdiges Leben, das sich von Gott leiten lässt, ist heute mehr denn je gefragt. Auch Hans Küng geht dieser Frage nach in seinem Vortrag: »Wie Glauben leben?«Er ist einer der heimlichen »Stars« nicht nur auf diesem Kirchentag und einer der wenigen zeitgenössischen Kirchenlehrer auf katholischer Seite, der das Kirchenvolk nicht mit leeren Formeln abspeist und seine Kirche immer kritisch und engagiert begleitet hat. »Mit katholischer Weite und in evangelischer Konzentration«versucht er, seinen Glauben zu leben. Im Vorfeld des ÖKT hat Küng anlässlich »Fünf Jahre Benedikt XVI« einen »offenen Brief an die katholischen Bischöfe weltweit« veröffentlicht, in dem er zur Sache kommt. Er beklagt darin den »historischen Vertrauensverlust«, der durch vertane Chancen in diesen 5 Jahren z. B. im Verhältnis zu den evangelischen Kirchen, dem Judentum, dem Islam, den modernen Wissenschaften, durch die Stärkung der antikonziliaren Kräfte und besonders durch die jüngsten Skandale eingetreten ist. Gleichzeitig macht er, der eine zweite Reformation fordert, sechs Vorschläge, die darauf abzielen, die eigene Verantwortung vor Ort wahrzunehmen und Reformen anzupacken, – wenn es nicht anders geht, zunächst durch regionale Lösungen. Der Reformstau und die Ungeduld der Laien und Gemeinden vor Ort waren für mich das Thema dieses Kirchentages. Worte, wie die des Münchner Erzbischofs

Fotos Gisbert Mangliers

Kirchentagsberichte vom ÖKT			

23

Reinhard Marx zum Stand der Ökumene, lassen leider wenig Bewegung erkennen: Während sich in der evangelischen Kirche die Vorstellung durchsetze, es gehe um eine Anerkennung der Vielfalt verschiedener Kirchen, wollten Katholiken und Orthodoxe »wirklich eine sichtbare Einheit«. Auch die Einladung zur orthodoxen Vesper »Gesegnetes Brot« am Odeonsplatz, an der am Freitag ca. 10.000 Menschen teilnahmen, kann über den Skandal der getrennten Einladung zum Tisch des Herrn nicht hinwegtäuschen. So war es nur folgerichtig, dass sich am Samstagabend zwischen 17.30 und 17.45 eine Menschenkette von der evangelischen St. Matthäuskirche zum katholischen Liebfrauendom bildete, die weiterhin ihre Forderung nach einer gemeinsamen Malfeier unterstrich. »Damit ihr Hoffnung habt.« Pf. Gisbert Mangliers Ökumenischer Kirchentag in München Ob ich denn schnell noch, kurz vor dem Druck, etwas in den Gemeindebrief schreiben könnte vom ÖKT in München. Mit heißer Nadel gestrickte Artikel sind selten objektiv und umfassend, aber sie sind leidenschaftlich. Ich komme aufgewühlt vom Kirchentag in München zurück. Große Erwartungen hatte ich nicht, sprechen doch viele von einer »Eiszeit« im Verhältnis der Kirchen untereinander. Das Wetter schien das noch zu unterstreichen: es war – mit Verlaub – ›saukalt‹. Wie bei jedem Kirchentag, war das Angebot unübersehbar. Wie bei jedem Kirchentag trifft man alte Freunde; plötzlich stehe ich einigen aus dem Elias-Chor gegenüber, den Jugendlichen aus unserer JG oder den Geschwistern aus der katholischen und freikirchlichen Gemeinde. Wie bei jedem Kirchentag, so gab es auch »Stars«, an deren vorderste Stelle Margot Kässmann gehören dürfte, die von einer großen Welle der Sympathie getragen wurde und die mit Brillanz sprach. Politiker und Prominente waren zu Gast, die dieMessehallen überfüllt sein ließen. Zwei Themen prägten aber diese fünf Tage, die unter dem Thema standen: »damit ihr Hoffnung habt«. Das eine war ein Thema, das man krampfhaft versuchte, unter dem Tisch zu halten: die gemeinsame Mahlfeier. Leider gab es keinen Gottesdienst, der fortgeführt hätte, was beim letzten Ökumenischen Kirchentag 2003 in der Gethsemanekirche begonnen hatte, als Protestanten und Katholiken sich gegenseitig zu Abendmahl und Eucharistie eingeladen hatten. Leider fand sich kein katholischer Priester, der so etwas in München mitgemacht hätte. Es fand sich offensichtlich auch keine evan-

gelische Gemeinde in München, die bereit gewesen wäre, so einen Gottesdienst in ihren Mauern zu beherbergen. Stattdessen hatte wohl die Kirchentagsleitung gerne zugegriffen, als die orthodoxen Kirchen zu einer »Artoklasia« einluden, zu deutsch zum »Brot-Brechen«. Das Ereignis war schon eindrucksvoll: auf dem Odeonsplatz waren 1000 Tische gestellt, an jedem hatten 10 Menschen Platz, noch einmal so viele mussten stehen, weil die Plätze an den Tischen schon besetzt waren. Eine eindrucksvolle orthodoxe Liturgie wurde auf Deutsch gesungen, an den Tischen dann Brot miteinander geteilt, das man in Olivenöl tauchen konnte, und Äpfel, die aufgeschnitten und weitergereicht wurden. So weit, so eindrucksvoll. Dass aber auf dem Altar Brot und Wein standen, an den Tischen aber nur Brot und Wasser weitergereicht wurde, war schon merkwürdig. Die griechischorthodoxen Christen beteten inbrünstig für Ihren Patriarchen und die serbisch-orthodoxen Christen für den ihren. Wir waren dann mehr ›alle anderen Christen‹, für die dann auch gebetet wurde. Abendmahl war es keines, sollte es auch nicht sein. Aber ein Ersatz für die gegenseitige Einladung zur Mahlfeier war es auch nicht, eher eine Verschleierung, um die Diskussion darüber nicht hoch kochen zu lassen. Die Diskussion kochte trotzdem. Da gab es die Menschenkette am Samstag von der katholischen Laienbewegung »Wir sind Kirche« organisiert, von der evangelischen St. Matthäuskirche zum katholischen Dom, der Frauenkirche, von der niemand dachte, dass sie zustande kommt. Plötzlich waren es aber doch so viele, dass man die Kette durchaus »doppelt« hätte anlegen können. »Gemeinsame Mahlfeier« wird ein Thema bleiben, zuvielen Christen brennt es auf den Nägeln. Das andere Thema, das mich sehr bewegt hat war »Missbrauch«. Die entscheidende Veranstaltung war so kurzfristig ins Programm aufgenommen worden, dass sie nur noch durch Flugblätter und Zeitungsberichte beworben werden konnte. Klaus Mertes saß auf dem Podium, der Berliner Rektor des Canisius-Kollegs, Wunibald Müller, Theologe und Psychologe aus Münsterschwarzach, dort arbeitet er mit »ausgebrannten« Priestern, also letztendlich auch mit den »Tätern« und dem Trierer Bischof, Stefan Ackermann, Beauftragter seiner Kirche für Missbrauchsangelegenheiten. Ein »Opfer« hatte versucht, die Veranstaltung zu kippen. Er beschimpfte die Menschen auf dem Podium als »Lügner«, sofort war er von der Presse umringt, später von Ordnern, die ihn sanft hinausgeleiteten. Was dann gesprochen wurde, war das Eindrucksvollste für mich auf dem Kirchentag. Mertes und

	 24	 Kirchentagsberichte vom ÖKT			

	

Müller vertraten in glasklaren Argumenten, dass diese Krise der katholischen Kirche Änderungen in ihrer Struktur zur Folge haben müsse. Es gäbe das Verbrechen des Missbrauchs, das die Opfer schmerze, es gäbe aber auch das Vertuschen der Vorfälle, was die Opfer möglicherweise noch mehr schmerzen würde. Beide klagten an, dass disziplinarische Maßnahmen angedroht würden, wenn man versuchte, die Frage nach Struktur und Macht in der katholischen Kirche zu stellen. Die Täter, so vor allem Müller, seien nicht einfach nur durch den Zölibat geschädigt. Auch seien es nicht die homosexuellen Priester, von denen es einen hohen Anteil in der katholischen Kirche geben muss. Die Täter seien Unreife oder »pädophil Veranlagte, die ihre Sexualität auslebten, davor schützt weder die Ehe noch der Zölibat«. Diese Täter schützt das Amt in ihrer Kirche. Die Kirche würde glaubhafter, so Müller, wenn sie Frauen ins Priesteramt zuließe, wenn sie die Heirat von Priestern gestattete und wenn sie nicht die homosexuellen Priester verteufele. Gerade sie bezeichnete Müller als »einen Schatz der Kirche«, auf den man keinesfalls verzichten dürfe.Bringt ausgerechnet der Missbrauchsvorwurf Bewegung in die Struktur der katholischen Kirche? Es sieht fast so aus. Ein befreundeter katholischer Priester, den ich im Gewühl traf, hat diese Hoffnung, »dass zumindest die Strukturen transparenter werden«. Uns Protestanten steht es nicht zu, mit Fingern auf unsere katholischen Geschwister zu zeigen. So vielleicht ein »heiß gestricktes« Fazit – aber uns steht die Ungeduld zu, immer wieder anzustoßen, den gemeinsamen Weg nun auch frisch und hoffnungsvoll weiter zu gehen, beseelt vom Heiligen Geist, der, wie wir aus der Pfingstgeschichte wissen, sehr gut ohne einengende kirchliche Direktiven auskommt. Vielleicht erleben wir in diesen beiden Fragen den frischen Wind des Heiligen Geistes, »damit ihr Hoffnung habt«. Pf. Christian Zeiske ... übrigens kann man ein Hörbild des Bayerischen Rundfunks über den ­Kirchentag mit all den kritischen Anfragen bestellen unter »ÖKTShop, Rundfunkplatz 4, 300335 München, Fax 089-559997-109 oder Internet: oekt.de/shop. Die CD kostet 5,– Euro

Ökumene light? Was beim Kirchentag nicht auf der Agenda steht Zusätzlich bzw. außerhalb des ÖKTProgramms gab es eine Einladung – von Publik-Forum verantwortet – zu einem großen Abschlusspodium in der Technischen Universität München mit Professorin Dr. Angela Berlis (altkatholisch) Bern, Prof. Dr. Gotthold Hasenhüttl, Saarbrücken, Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach, Ludwigshafen und Prof. Dr. Fulbert Steffensky, Hamburg. Im Anschluss an die rege und überaus fundierte Podiumsdikussion wurde zu einem Ökumenischen Abendmahlsgottesdienst eingeladen in der Form einer modifizierten LimaLiturgie. (Diese liturgische Form eines Abendmahlsgottesdienstes wurde erstmals auf einer Tagung der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung 1982 in Lima/Peru verwendet) Die Liturgie in München übernahm Pfr. i.R. Eberhard Braun, die Predigt hielt Prof. Dr. Gotthold Hasenhüttl. Beide teilten das Abendmahl aus. Im überfüllten Hörsaal der Universität sollte mit diesem Gottesdienst »ein Zeichen der ökumenischen Versöhnung« (Prof. Hasenhüttl) gesetzt werden. Nach dem Segen umarmten sich viele der Teilnehmenden und gingen mit dem Gedanken des Dankgebetes als gemeinsame Hoffnung in den Abend: »Herr unser Gott, wir sagen dir Dank, dass du uns im Leib Christi vereinst durch die Taufe und uns mit Freude erfüllst in der Eucharistie. Leite uns auf dem Weg zur vollen sichtbaren Einheit deiner Kirche und hilf uns, alle Zeichen der Versöhnung wertzuschätzen, die du uns gewährt hast…« Pfn. Uta Fey

450. Todestag Philipp Melanchthon	 		

25

450. Todestag (19. 04. 2010) Philipp Melanchthon (1497 – 1560)

Als Praeceptor Germaniae – als Lehrer Deutschlands – ging Philipp Melanchthon in die Geschichtsbücher ein. Geboren am 16. Februar 1497 in Bretten als Sohn des Rüstmeisters und Waffenschmieds Georg Schwarzerdt, lernte er schon früh Griechisch, Hebräisch und Latein. Als sein Vater starb, verließ Melanchthon mit elf Jahren die Heimatstadt und besuchte die Lateinschule in Pforzheim. Ein Verwandter, der Humanist Johannes Reuchlin, war von den Griechischkenntnissen des Jungen so angetan, dass er ihm den Namen »Melanchthon« gab, die griechische Übersetzung des Namens »Schwarzerdt«. Mit zwölf Jahren dichtete Melanchthon schon lateinische Verse, mit 21 verfasste er eine Grammatik des Altgriechischen, die später zum Standardwerk wurde. Keine 13 Jahre alt, begann er in Heidelberg sein Philosophie-Studium, wechselte aber drei Jahre später an die Universität in Tübingen und machte dort seinen Magister – die Professoren in Heidelberg hatten ihn nicht zur Prüfung zugelassen, weil sie ihn für zu jung befanden. War er neben dem Studium als Tutor zweier Grafensöhne tätig gewesen, lehrte er nach seinem Abschluss an der Universität. Reformator der Schule 1518 stiftete Kurfürst Friedrich der Weise an seiner Universität Wittenberg einen Lehrstuhl für Griechische Sprache. Johannes Reuchlin empfahl seinen Zögling, der die Stelle auch bekam. Schon bei seiner Antrittsrede in Wittenberg sprach

Melanchthon über eine Universitätsreform. Der Griechischprofessor förderte die sprachliche Gewandtheit seiner Studenten, als Rektor der Universität Wittenberg führte er 1523/1524 eine neue Studienordnung ein. Im 16. Jahrhundert waren Melanchthons Bücher in vielen Schulen als Unterrichtsstoff vorgeschrieben. Dies trug ihm schon zu Lebzeiten den Titel »Lehrer Deutschlands«ein. Melanchthon bildete Lehrer aus, beteiligte sich bei der Gründung von Schulen und entwarf die Schulordnungen dafür. Auch visitierte er im Auftrag des Kurfürsten Kirchen und Schulen, überprüfte die Situation vor Ort und machte Verbesserungsvorschläge. Die Obere Schule St. Egidien, die Melanchthon gründete, wurde zur Urform des deutschen Gymnasiums. Reformator der Kirche Gemeinsam mit Martin Luther kämpfte Melanchthon für die Erneuerung der Kirche. Mit seinen Schriften und als Berater auf Reichstagen sowie bei Religionsgesprächen war er neben Luther der einflussreichste Reformator in Deutschland. 1521 verfasste Melanchthon die erste evangelische Dogmatik, die »Loci Communes«. Diese gelten, neben der »Confessio Augustana« (dem Augsburger Bekenntnis), die er ebenfalls verfasste, als Grundlage des evangelischen Glaubens. Als wichtigster Mitarbeiter Luthers wirkte Melanchthon an dessen deutscher Bibelübersetzung mit: Er sah das Manuskript durch und nahm linguistische Korrekturen vor. Nach Luthers Tod fiel Melanchthon die Führungsrolle im Protestantismus zu. Nicole Marten (Ev. Landeskirche Württemberg, Internet)

Confessio Augustana – das wichtigste Lehrdokument der lutherischen Reformation wird von den Evangelischen Ständen auf dem Augsburger Reichstag 1530 dem Kaiser vorgelegt. In ihm sind die Reformanliegen der Reformatoren zusammengefasst. Zeitgenössische Darstellung. Oben: Porträt Melanchthons von H. Holbein d. J. 1533/35

	 		26				 Seite 	 26	 Inhalt Veranstaltungen & Konzerte		Das Wort		

Elias Kuppelsaal Vortrag zur Gemeindegeschichte: Gemeindeleben in der DDR bis zur Wende; Eintritt frei, Spenden willkommen Do. 17. 06.	 19.00		Kammermusikabend: Some Handsome Hands (3 Pianistinnen an einem Flügel), Eintritt frei Fr. 18. 06.	 18.00		 Gospelworkshop mit Verena Kempkes und Stefan Wieske Sa. 19. 06	 10.00		 Infos und Anmeldung: Tel. 44 71 55 67; gospel@ekpn.de 					Wer Spaß am Singen hat, aber keine Zeit für regelmäßige Chorproben, ist hier genau richtig! Vorkenntnisse sind nicht erforderlich – dafür aber Lust auf moderne groovige Gospelmusik Teilnahmebeitrag: 25,- (erm. 15,-) inkl. Essen und Trinken So. 04. 07.	 ab 11.00	 Großes Gemeinde-Kiezfest im Göhrener Ei 						 Gethsemane Sa. 05. 06.	 17.00		Kinderchöre des Ev. Kirchenkreises Berlin-Stadtmitte präsentieren die Ergebnisse ihres Kinderchortages; Eintritt frei Mi. 09. 06.	 17.30		 Orgelkonzert für Kinder 			 19.30		 Orgelkonzert am Abend Sa. 19. 06.	 16.00		Geistliche Chormusik vom Barock bis zur Neuzeit – Werke von Vivaldi bis Rutter; Berliner Konzert-Chor; Tickets: Tel. 56 49 71 67 und unter: www.berliner-konzert-chor.de So. 04. 07.	 18.00		Beethoven: Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93; Händel: Konzert für Harfe und Orchester; Sinfonische Musik aus Norwegen, Japan, China, Nord- und Südamerika; Oberstufenorchester der Rudolf-Steiner-Schule Berlin; Eintritt frei Fr. 09. 07.	 20.00		Monteverdi: Vespro della beata vergine; RIAS Kammerchor, Akademie für Alte Musik Berlin; Tickets: Tel. 20 29 87 25 und unter: www.rias-kammerchor.de Mi. 14. 07.	 17.30		 Orgelkonzert für Kinder 			 19.30		 Orgelkonzert am Abend Do. 15. 07.	 20.00		Steffens: Cosmos-Symphonie (Uraufführung); Beethoven: Symphonie Nr. 9 d-Moll; Chor und Orchester der Humboldt-Universität zu Berlin; Tickets: Tel. 20 93 24 42 Vorschau: 3. – 5. September	14. Gospelchortreffen Berlin-Brandenburg in der Gethsemanekirche; Mehr Infos: www.gospelchortreffen.de 					 Paul Gerhardt So. 13. 06.	 18.00		 »Liebesfreud und Liebesleid« – Lieder von der Liebe – Kammerchor enCHORe; Eintritt frei So. 20. 06.	 17.00		Abschlusskonzert des Gospelworkshops mit Verena Kempkes, Stefan Wieske und Workshopchor; Eintritt frei; Kollekte am Ausgang 				 Stadtkloster Segen Sa. 05. 06.	 19.00		 Chorkonzert mit dem Kammerchor JEUNESSE Berlin, Eintritt frei Weitere aktuelle Veranstaltungen im Stadtkloster Segen finden Sie im Internet unter: www.stadtklostersegen.de
Der E-Mail-Newsletter des Konzertbüros. Jetzt bestellen und keine Veranstaltung verpassen. 		 		 Einfach Mail mit Namen und E-Mail-Adresse an: konzertbuero@ekpn.de Veranstaltungen & Konzerte auf einen Blick (www.ekpn.de/veranstaltungen) Achtung: Kein Ticket-Vorverkauf für Fremd-Veranstaltungen im Konzertbüro. Wir bitten um Verständnis. TIPP für alle ehrenamtl. Helferinnen und Helfer unserer Gemeinde: Zu allen Veranstaltungen gibt es ein bestimmtes Kontingent an Freikarten; zu erfragen im Konzertbüro: konzertbuero@ekpn.de; T.: 44 71 55 67

					 Do. 03. 06.	 19.00		

		Veranstaltungen 100 Jahre Paul-Gerhardt-Kirche – 100 Jahre Elias-Kirche	 Das Wort	 	

27 26

Kartenvorverkauf:

www.berliner-service.de (Tel 030 - 564 971 67) sowie www.ticketonline.de oder an den bekannten Vorverkaufsstellen Preise von 10 - 28 € evtl. zzgl. Vorverkaufsgebühren
Mit freundlicher Unterstützung durch

  4. Abonnementkonzert
der 46. Abonnementsaison

Samstag, 19. Juni 2010, 16:00 Uhr Gethsemanekirche
Stargarder Straße 77, 10437 Berlin S+U-Bahnhof Schönhauser Allee

Senatskanzlei für kulturelle Angelegenheiten

HECKER WERNER HIMMELREICH RECHTSANWÄLTE

Änderungen vorbehalten www.berlinerkonzertchor.de

WERKE VON VIVALDI BIS RUTTER Orgel: Johannes Raudszus


Geistliche Chormusik vom Barock bis zur Neuzeit



Geigen Br atschen und Celli

aus meisterhand

Jea n Sever in geigenbaumeister
Schliemannstraße 23 · 10437 Berlin 030. 72 29 60 70 · info@severin-geigenbau.de

	 28	 Anzeigen 				

Solar-Mitteilungen Solar-Ertrag	 Paul Gerhardt	 Unsere Solaranzeigen in Elias und Paul Gerhardt haben am 04. 03. 2010 seit 1. 1. 2010		 1008 kWh	 folgende Erträge ausgewiesen: seit 5. 2. 2002		27670 kWh	 Elias 605	kWh 17869	kWh

Anzeigen 			

29

Klavier- & Cembalobauer Marcellus Jany
Stimmungen & Reparaturen für Klaviere & Historische Tasteninstrumente Werkstatt: Paul-Robeson-Str. 47 – Termine nach Vereinbarung Fon & Fax: 030 / 44 30 80 40 service@klavierstimmer-jany.de Mobil: 0174 / 3 21 31 08 www.klavierstimmer-jany.de 	 	

Rechtsanwälte Dr. Theben
Dr. Bettina Theben Fachanwältin für Arbeitsrecht und für Verwaltungsrecht Arbeitsrecht Prüfungsrecht Hochschul- und Schulrecht Verwaltungs- und Verfassungsrecht Kirchenrecht Greifenhagener Straße 30 10437 Berlin Dr. Martin Theben Fachanwalt für Arbeitsrecht Erbrecht Familienrecht Vereinsrecht Vertragsrecht Unfallregulierung www.dr-theben.de Mark Sieber Spezialist für Strafverteidigung Verkehrsstrafrecht Ordnungswidrigkeitsverfahren

Telefon (030) 43 72 00-0 Telefax (030) 43 72 00-10

	 30	 Kontakte		

So finden Sie uns	

	

Zentralbüro Evangelische Kirchen­gemeinde Prenzlauer Berg Nord Geschäftsführung Gethsemanestraße 9, 10437 Berlin Frank Esch T.: 40 00 34 99	 f.esch@ekpn.de Küster Harald Mößner T.: 4 45 77 45 F.: 43 73 43 78 Computerfax (9 –16 Uhr) 43 73 43 79 Sprechzeiten: mo. 13 – 16 Uhr, mi. 14 – 19 Uhr do. 9 – 12 & 13 – 16 Uhr www.ekpn.de zentralbuero@ekpn.de Vorsitzender des Gemeindekirchenrates Wolfgang Schellig T.: 44 73 67 50 gkr@ekpn.de

Elias-Kuppelsaal		 Gemeindebüro 		 			 		 Gethsemanekirche		 Gemeindebüro 		 Gethsemanestraße 9, 	 	 10437 Berlin		 			 Paul-Gerhardt-Kirche		 Gemeindebüro		 Kuglerstraße 15, 10439 Berlin	 			 			 Segenskirche		 Gemeindebüro		 rechter Aufgang parterre		 			

Göhrener Straße 11, 10437 Berlin Öffnungszeiten mi. 16 – 19 Uhr T.: 4 42 63 31 Stargarder Straße 77, 10437 Berlin	 Öffnungszeiten mo. 11 – 13 Uhr, di. 16 –18 Uhr, mi. 11 – 13 Uhr fr. 11 – 13 Uhr T.: 4 45 77 45 / F.: 43 73 43 78 Wisbyer Straße 7, 10439 Berlin Öffnungszeiten mi. und fr. 10 – 12 Uhr, mi. 17 – 19 Uhr T.: 4 45 74 23 / F.: 44 71 95 04 Schönhauser Allee 161, 10435 Berlin	 Öffnungszeiten di. 17 – 18.30 Uhr, do. 9 – 11 Uhr T.: 4 48 34 83 / F.: 41 71 50 72

Stadtkloster Segen Schönhauser Allee 161, 10435 Berlin	 Stadtkloster- Büro		 T.: 44 03 77 39 			 info@stadtklostersegen.de Pfarrerin & Pfarrer Pfn. Uta Fey	 u.fey@ekpn.de	 Sprechzeiten	 Pf. Gisbert Mangliers 	 g.mangliers@ekpn.de	 Sprechzeiten	 Pf. Heinz-Otto Seidenschnur 	 ho.seidenschnur@ekpn.de	 Sprechzeiten	 	 Pf. Christian Zeiske	 c.zeiske@ekpn.de	 Sprechzeiten 	 Spendenkonto	 Spendenquittung auf Wunsch	 Zweck: »Prenzlauer Berg Nord«	 T.: 44 71 95 06 T.: 4 45 74 54 (privat) Büro Kuglerstraße 15, mi. 17 – 19 Uhr * T.: 4 48 03 33 (privat) mobil 0171 / 1 79 50 07 Büro Segen, di.,17 - 18.30 Uhr *	 mobil 0179 / 7 64 00 32 Büro Elias, di. 15 – 17 Uhr* Büro Gethsemane, mi. 15 –17 Uhr T.: 40 00 39 30 Büro Gethsemane, di. 18 – 19.30 Uhr, fr. 9 – 11 Uhr *
* und nach Vereinbarung

KVA Berlin Stadtmitte, Kto. 411 741 280, BLZ 210 602 37 Ev. Darlehnsgenossenschaft

Kontakte			

31

Arbeit mit Kindern Jugendlichen & Familien Antje Erdmann Dipl. Sozialpädagogin /Diakonin Göhrener Straße 11, 10437 Berlin T.: 41 71 59 57 a.erdmann@ekpn.de Sprechzeit di. 11.30 – 13.30 Uhr Jana Scherle Dipl. Pädagogin / Beratung für Familien Göhrener Straße 11, 10437 Berlin T.: 41 71 59 61 jana.scherle@ekpn.de Sprechzeit mi. 14 – 18 Uhr Paul Beutel Jugendwart Kuglerstraße 15, 10439 Berlin T.: 4 45 74 25 p.beutel@ekpn.de Fachausschuss: kinder.jugend.ausschuss.@ekpn.de Kirchhöfe Segens-Friedhofsverwaltung Monika Mangliers Gustav-Adolf-Str. 67 – 74, 13086 Berlin T.: 9 25 30 68 / 47 03 27 32 F.: 47 03 27 35 www.segenskirchhof.de m.mangliers@evfbs.de Kirchhofsverwaltung Nordend Katrin Manke Dietzgenstraße 120 – 162, 13158 Berlin T.: 4 76 35 54 F.:4 76 27 70 www.berlin-friedhof.de nordend@evfbs.de

Kindergärten Ev. Kindergarten Elias Göhrener Str. 11, 10437 Berlin Leitung Sabine Ostermeyer T.: 4 42 24 05, F.: 41 71 74 96 kindergarten.elias@gmx.de Ev. Kindergarten Gethsemane Greifenhagener Str. 2, 10437 Berlin Leitung Eva Koch T.: 4 45 55 84, F.:40 00 33 86 kita-gethsemane@gmx.de Ev. Kindergarten »Arche« Schönhauser Allee 104, 10439 Berlin Leitung Mirjam Häcker kita.arche@hoffbauer-bildung.de T.: 4 45 70 48, F.: 40 04 50 30 Hausmeister/Techn. Personal Helmut Böhnke mobil 0179 / 7 36 18 57 Bärbel Jenichen mobil 0173 / 2 15 71 32 b.jenichen@ekpn.de Andreas Schumann mobil 0176 / 48 11 68 40

Kirchenmusik Elisabeth Kaiser T.: 44 71 55 69, e.kaiser@ekpn.de Detlef Lehmann T.: 47 48 90 75, d.lehmann@ekpn.de Hermfried Weber T.: 40 00 79 84 Christoph Zschunke mobil 0176 / 24249692 kirchenmusik@ekpn.de Veranstaltungsmanagement Konzertbüro Gethsemanestraße 9, 10437 Berlin Tickethotline 44 71 55 68 Mario Gugeler T.: 44 71 55 67 F.: 43 73 43 78 konzertbuero@ekpn.de Diakoniestation Hauskrankenpflege Weißensee/Prenzlauer Berg Bizetstraße 49, 13088 Berlin T.: 9 27 46 94 Leitung Herr Gülker

Voranzeige: Orgel-Plus-Gottesdienst am 29. 08. 2010 um 9.30 Uhr in der Paul-Gerhardt-Kirche mit dem Posaunenchor der Diakoniestiftung Lazarus, Berlin, Leitung: Theo Dirks

11 Uhr Gottesdienst unter freiem Himmel, anschließend Programm auf Bühne und Straße, in Kirche und Kuppelsaal
■ Fotoausstellung ■ Gartencafé mit Kaffee und Kuchen ■ Strandbar für alt und jung ■ Imbiss- und

Getränkestände (Suppen, Grillwurst, Kuchen) ■ Bastelstand der Christenlehre ■ div. Informationsstände ■ Fotostand für Kinder ■ Kita-Stand mit Waffelbacken und Basteln ■ Bücherstände ■ Info- und Gespächsstand der Gemeinde ■ Stand des Förder­ vereins der Singschule ■ »Laibund Seele-Stand« ■ Projektstand »Cochabamba« (Bolivien) mit Waren aus fairem Handel ■ Erstveröffentlichung des Kinderkirchenführers »Fred Fledermaus« mit Kantorei und Kinderchor der Gemeinde ■ Führung durch das »Mach-MitMuseum für Kinder« ■ Straßenspiele ■ Laierkastenmusik ■ Stand und Sammelaktion für die Instandsetzung der Turmuhr der Eliaskirche ■ Schminkstand für Kinder ■ Stände mit Eis, Blumen und der Filzkönigin

Bühnenprogramm:
■  heaterstück mit den »Fäustlingen« T ■  uftritt von »Angi Domdey« – A

des Annedore-Leber-Berufs­ bildungswerkes »Der Ja-Sager und der Nein-Sager« von Bertolt Brecht (Kuppelsaalbühne) ■  uftritt der »Joyful Singers« – A Gospelchor (Kuppelsaalbühne) ■ Liedprogramm der Kinder der Singschule der Gemeinde (Bühne »Göhrener Ei«)

Soulmusik (Bühne »Göhrener Ei«)
■ Programm des Jugend- und

Für die Kinder der Kindertagesstätten Elias und Gethsemane, für die Kinder der Christenlehre und der Singschule ist dieses Fest mit der ganzen Gemeinde und den Anwohnern im Kiez ein Innehalten und Feiern – schon mit Blick auf die großen Ferien und die Zeit des Urlaubs.

Gospelchores der Gemeinde (Bühne »Göhrener Ei«) ■  uftritt vom Kammerchor A »enCHORe« - A Capella (Kuppelsaalbühne) ■ Deutsch-spanischer Kammerchor – alte klassische spanische Musik bis zu populärer spanischer Musik (Kirche)

100 Jahre Elias-Kirche

Gemeinde- & Kiezfest
im »Göhrener Ei« am 4. Juli 2010 von 11.00 bis 17.00 Uhr zwischen Elias-Kirche und Elias-Gemeindehaus
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.