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Periodical volume

Full text: Gemeindebrief Issue 51.2009, August/September

Gemeindebrief
WACHET UND BETET
Herbst ’89 in der Gethsemanekirche 20 Jahre danach

Evangelische Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord · Elias · Gethsemane · Paul Gerhardt · Segen Nr. 51 August/Septenber 2009

2 Inhalt

Seite

Editorial

Aus dem GKR 4 Aus den AG,Gruppen und Kreisen 5 Wachet und Betet 6/7 Kinder,Kinder 8/9 Mitteilungen/Amtshandlungen 10 90.Geburtstag Pfarrer Schellig 11 Kirchenmusik/ Bunter Gospelmix 12 Singschule 13 Geburtstage 14 Predigtreihe / ZDF-Gottesdienst Kindergottesdienst 15 Gottesdienste 16/17 Gemeindeversammlung 16/17/19 Regelmäßige Veranstaltungen 18/19 Gedanken zu Mariae Himmelfahrt 20/21 Auf ein Wort zum Kloster 22 Veranstaltungen d.Communität 23 Kirchenbesuch 24/25 Besuch im Pfarrhaus 25 Veranstaltungen & Konzerte 26 Neuer Superintendent 27 Ausstellung auf dem Alex 27 Anzeigen 28/29 Kontakte 30/31 Hinweis: Der Gemeindebrief erscheint als pdf-download auf der gemeindeeigenen Homepage www.ekpn.de Titelbild In den Oktobertagen ’89 kamen täglich viele Menschen zur Mahnwache, Fernsehteams aus aller Welt,vor allem viele junge Menschen kamen zur Gethsemanekirche
Herausgegeben vom Gemeindekirchenrat der Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord. Auflage:2000 Stück. Redaktionsanschrift:Gemeindebüro der Ev.Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord Gethsemanestr.9,10437 Berlin T.:4 45 77 45,F.:43 73 43 78 zentralbuero@ekpn.de Gestaltung:Grafik-DesignBüro Dieter Wendland Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe ist der 1. 9. 2009 Die Artikel geben die Meinung der Verfasser wieder und nicht immer die der Redaktion bzw. des Gemeindekirchenrates

Liebe Leserinnen und Leser, die Vorbereitungen für die Ausstellung »Wachet und Betet«,für die verschiedenen Gottesdienste und Veranstaltungen im September,Oktober und November zum Gedenken an den Herbst 1989,laufen auf vollen Touren.Viele Menschen aus unserer Gemeinde arbeiten zusätzlich zu den von ihnen übernommenen Ehren-ämtern in den unterschiedlichsten Arbeitsgruppen.Dafür wollen wir an dieser Stelle unserer Freude darüber Ausdruck geben.Das Engagement ist nicht selbstverständlich. Manchmal gibt es dabei auch Enttäuschungen und Ärger.Dennoch gilt gerade jetzt,wie wichtig eine jede – ein jeder bei den Vorbereitungen ist,wir sehr dankbar für diese Arbeiten sind! Die »normalen« Arbeiten und Tätigkeiten müssen ja wie immer laufen. Bitte,wenn Sie Möglichkeiten sehen,für Ihr Engagement oder wenn Sie Anregungen haben,melden Sie sich im Gemeindebüro oder rufen an, oder schreiben eine Mail. Jede Anregung und helfende Hand ist willkommen.In diesen Herbsttagen werden auch die Medien auf uns einstürmen... Fernsehen, Rundfunk,Presse.Das ist in einem freien Land auch gut,dass berichtet wird. Wir wollen diese Gäste mit aller gebotenen Achtung empfangen,manchmal wird es auch schwierig werden Kameras,und Mikrophone draussen zu lassen...– haben Sie Verständnis,wenn Menschen diese Gelegenheit ausnutzen wollen und wir das in unserer Kirche nicht zulassen können. Grundsätzlich erteilt die Gemeindeleitung,der GKR,Dreh- und Sendeerlaubnis. D.Wendland

Sorge um Nikolai Galushkov
Viele aus unserer Gemeinde werden sich noch erinnern an den Besuch von Nikolai Galushkov in unserer Gemeinde.Als Jugendlicher arbeitete er auf dem Gethsemane-Friedhof.Er war mit anderen Zwangsarbeitern auf kirchlichen Friedhöfen in Baracken auf einem Neuköllner Friedhof untergebracht bei sehr schlechter Verpflegung und Behandlung.Ein schwarzer,eckiger Granitstein,der auf dem Altar der Gethsemanekirche liegt,erinnert an die Zwangsarbeiter auf dem Gethsemane-Friedhof Nordend.Nikolai Galushkov war als ehemaliger Zwangsarbeiter auf Einladung der Arbeitsgruppe Erinnerungskultur und unserer Gemeinde 2004 und 2005 nach Berlin gekommen und als Freund wieder abgereist.Wir haben einen Freund gefunden,einen charmanten,gebildeten und humorvollen Menschen,der sich für die Sache des Friedens und der

Versöhnung einsetzt.Nun erfahren wir, dass Nikolai Galushkov sehr krank ist. Wir sind mit ihm freundschaftlich verbunden.Unsere Gedanken,unsere guten Wünsche und unsere Gebete begleiten ihn.Pf.Chr.Zeiske

Das Wort

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»Mit allem haben wir gerechnet, nur nicht mit Kerzen.«
Liebe Leserin, lieber Leser, in einem Interview danach befragt,womit denn die DDR-Führung und die Staatssicherheit im Spätsommer und Frühherbst 1989 gerechnet habe, antwortet einer, der es wissen muss, mit diesen Worten:»Mit allem haben wir gerechnet,nur nicht mit Kerzen.« Wenn wir uns heute – 20 Jahre danach – auf die Gottesdienste und Veranstaltungen im Herbst dieses Jahres vorbereiten, uns versuchen zu erinnern und zu vergegenwärtigen, fragen wir uns immer wieder,wer oder was dieses Wunder der friedlichen Revolution an und in uns und in unserem Volk bewirkt hat.Der Psychologe Bernhard Breuer hat in einer Betrachtung über »Die Macht der Gewohnheit« begründet, warum es oft einfacher erscheint, über die Dunkelheit zu klagen, statt ein Licht anzuzünden.Nämlich:Alte und bekannte Wege bringen zwar manche Unannehmlichkeit mit sich,auf sie ist aber Verlass,sie sind sicherer und man weiß,wo es lang geht. Er kommt zu dem mir sehr einleuchtenden Schluss:»Erst wer die Dunkelheit als ein Stück Lebensverlust wahrnimmt, wen sie mehr ängstigt als das Wagnis, Licht zu machen, wird diesen Schritt innerer Befreiung gehen.« Wir alle kennen beide Verhaltensmuster: das Verkriechen in den sicheren Schutzraum und die Klage über manche Dunkelheit im eigenen Leben und in der Welt u n d das Sich-Trauen, ein Licht anzuzünden und sich eben nicht von den vielen Befürchtungen das Leben nehmen zu lassen: von dem Bedürfnis nach Sicherheit,dem Drang nach Anerkennung,der Angst vor Versagen oder vor Nähe. »Es ist oft hilfreich, (sagt Bernhard Breuer) sich dazu Unterstützung zu holen,einen Menschen,der einen bei diesem Prozess begleitet.Doch anzünden kann man das Licht nur selbst, denn es ist das innere Licht.« Der Bergprediger Jesus von Nazareth,der im Johannes-Evangelium sagt: »Ich bin das Licht der Welt« (Johannes 8, 12) macht uns zu gleichberechtigten Partnern,wenn er von unserer Bestimmung spricht: Auch » i h r seid das Licht der Welt« (Matthäus 5,14),ihr seid als Lichtgestalten wie die Stadt auf dem Berg, die weit sichtbar in die Dunkelheit hinein leuchtet. Sein Licht schenkt Erleuchtung,tief in unserem Innern werden wir von Licht erfüllt.»So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.« (Matthäus 5,16) Solchermaßen Erleuchtete stellen sich nicht ins Rampenlicht, lassen keine Scheinwerfer auf sich richten,ziehen keine Schau ab. Sie leuchten von Innen heraus, sind Menschen mit »Ausstrahlung«.Jesus von Nazareth hat mit seinem Licht tiefe Spuren in unser Leben gezogen und lässt selbst unsere Welt mit all den menschengemachten Abgründen und Brüchen in einem besseren Licht erscheinen. Auch heute leben viele Menschen im Dunkeln. Ihre soziale Lage ist düster, auch ihre seelische. In seinem Selbstwertgefühl verletzt fühlt sich, wer in Armut lebt und seine Kinder nicht mal mehr von seiner Hände Arbeit ernähren kann.Wie viele Menschen sind seelisch krank und fallen in Depressionen. Andere packt die Wut, leisten Widerstand oder werden kriminell,schaden anderen und sich selbst. Das die Dunkelheiten hellmachende und wärmende Licht lockt Menschen aus sich heraus: Diejenigen, die in ein depressives Loch gefallen sind, finden heraus, dass in ihnen nicht nur Leere und Dunkelheiten hausen. Die Einsamen finden heraus aus ihrer Einsamkeit, wenn sie von liebenden Menschen berührt und begleitet werden. Dieses Licht setzt in uns heilende Kräfte frei und macht das Leben wieder spürbar. »Mit allem haben wir gerechnet, nur nicht mit Kerzen.« Es sind die Menschen gewesen,die gewusst haben wie das geht und wo die Streichhölzer liegen und dass sie sich die Finger verbrennen können. Menschen, die diesen Schritt innerer Befreiung gegangen sind; in Ängsten und doch frei. Erleuchtete Menschen, die im Schein der Kerzen die vielen leuchtenden Gesichter gesehen und gespürt haben,wir sind nicht allein. So weiß der Psalmist uns mitzunehmen in die Erkenntnis der Wahrheit: »Gott, bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Licht sehen wir das Licht« (Psalm 36,10) – Licht,das wir selbst auch sein sollen und können. Mit herzlichen Grüßen, Ihr Pf.Heinz-Otto Seidenschnur

4 Aus dem GKR

G K R
Aus der Arbeit des Gemeindekirchenrates
Vor der Ferienzeit gab es außer den beiden Sitzungen des Gemeindekirchenrates noch die Gemeindeversammlung und die Rüste des GKR,von denen zu berichten ist. Die Gemeindeversammlung am 05. 07. 2009 in der Gethsemanekirche war sehr gut besucht und wurde von Herrn Pf. Lohenner als Gastmoderator geleitet. Schwerpunktthema war vereinbarungsgemäß die Diskussion über den Brief von Gemeindegliedern,der in der vorherigen Gemeindeversammlung eingebracht wurde und die Aussprache über das Pfarrdienst-Konzept.Viele Gemeindeglieder nutzten die Möglichkeit zur Meinungsäußerung, und es erfolgte eine lebhafte Diskussion. Nach überwiegender Meinung ist die Gemeindeversammlung positiv aufgenommen worden und die aufgeworfenen Fragen werden uns weiter intensiv beschäftigen. Vom 10. bis 12. 07. 2009 fand die Rüste des GKR in Dahme statt.Trotz der anstehenden Probleme und Konflikte fand die Rüste überwiegend in einer entspannten und konstruktiven Atmosphäre statt. Auf der Rüste wurden folgende Themen behandelt: - Auswertung der Gemeindeversammlung und Diskussion - Aussprache über das Pfarrdienst-Konzept - Erarbeitung einer Geschäftsordnung für den GKR - Aussprache über die Verbesserung und Gestaltung der Zusammenarbeit mit dem Stadtkloster mit einem Beitrag von Georg Schubert als Gast - Gemeindeperspektive / Gemeindeverständnis / Zusammenarbeit der Pfarrer und der Mitarbeiter Am Samstag hielt Pf. Mangliers eine Bibelarbeit. Nach dem Gottesdienst am Sonntag und dem Mittagessen ging es wieder nach Hause, und alle äußerten den Wunsch, im nächsten Sommer wieder eine Rüste, vielleicht in Dahme, durchzuführen. Auf den beiden Sitzungen des GKR im Juni und Juli wurden folgende Themen beraten und Beschlüsse gefasst: - Brief des Stadtklosterrates an den GKR über das Verhältnis Kirchengemeinde zum Stadtkloster - Stand der Bauarbeiten. Dazu werden Informationen an anderer Stelle erfolgen. - Verwendung der frei werdenden Pfarrwohnung im Gemeindehaus Kuglerstraße - Weiterführung des Liturgischen Chores unter Leitung von Herrn Weber - Mehrheitliche Zustimmung zur Durchführung des ZDFGottesdienstes als zentralen Gottesdienst unserer Gemeinde mit Pf.Seidenschur als Liturgen. - Beauftragung des Grafikbüros Wendland zur Ausstellungsgestaltung »Wachet und Betet – Herbst 89« - Diskussion der Teilnahme am Friedensgebet am 9.November an der Bornholmer Brücke mit unserer Nachbargemeinde im Wedding - Annahme des Kollektenplanes - Finanzielle Unterstützung des Partnerschaftsprojektes in Cochabamba - Informationen zur Erstellung der neuen Webseite unserer Gemeinde - Nachberufung von Pf.Zeiske als Mitglied des Bauausschusses - Möglichkeit der mietfreien Nutzung von Räumen für die Familienbildungsstätte - Beschluss zur Änderung des Vertrages der Friedhofskommision Ich wünsche uns allen eine erholsame Urlaubs- und Ferienzeit Wolfgang Schellig,Vorsitzender

Aus Ausschüssen, Gruppen und Kreisen

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Öffnung der Arbeit des Bauausschusses der Gemeinde
Der Bauausschuss hat in seiner Juni-Sitzung beschlossen, in vierteljährlichem Abstand öffentliche Sitzungen abzuhalten. Alle interessierten Gemeindeglieder sind eingeladen, mit ihren Fragen, Vorschlägen und Beiträgen an den Sitzungen teilzunehmen und zu Wort zu kommen. Die erste öffentliche Sitzung des Bauausschusses findet am Mittwoch, dem 16. September 2009 um 19.30 Uhr in der Aus Gruppen und Kreisen: Gethsemanestr. 9 statt. Auf der Tagesordnung steht 1. ein Bericht über den Stand der Bauarbeiten 2009 und 2.eine Auswertung der Verbrauchsdaten für Energie- und sonstige Betriebskosten der gemeindlichen Gebäude. Darüber hinaus laden wir alle Gemeindeglieder ein,ihre Anliegen schriftlich über das Zentralbüro an den Bauausschuss zu reichen.Pf.Heinz-Otto Seidenschnur

»Apostelfrühstück«
Ursprünglich hieß er einmal »Senioren-Frühstückskreis«. So fand ich ihn vor, als ich vor neun Jahren in unsere Gemeinde kam. Frau Pfn. Eschner wollte ihn mit ihrer Pensionierung beenden, mit der sehr rücksichtsvollen Absicht, dass ich, als neuer Pfarrer, möglichst große Freiheit haben sollte, die Gemeindearbeit umzugestalten und aufzubauen. Ich habe diese Rücksicht sehr zu schätzen gewusst und konnte mir die Freiheit nehmen, den »Senioren-Frühstückskreis“ weiterzuführen. Die Menschen, die an jedem letzten Mittwoch im Monat zum Frühstück in das Gemeindehaus kamen,waren viel zu liebenswürdig, als dass man diesen Kreis einfach hätte beenden können. Damals waren es gerade zwölf Menschen, die sich um den Tisch versammelten. Meine Frau fand sofort den Namen »Apostel«.Eine sehr sachgemäße Bezeichnung,denn die Apostel des Neuen Testamentes waren diejenigen,die Vergangenheit aus eigenem Erleben kannten, die – genauer gesagt – Jesus selber noch begegnet waren. Die Apostel unseres Kreises haben die Vergangenheit erlebt, wichtige Zeiten unserer Gemeinde und unseres Landes.Viele überblicken ein dreiviertel Jahrhundert. Einige von ihnen erlebten die Zeit vor 20 Jahren in der Gethsemanekirche und haben diese Zeit auch mitgestaltet. In biblischen Zeiten damals und in den meisten Ländern heute erfahren die Alten hohe Ehre und großen Respekt.In unserem Land beginnt das langsam erst wieder zu wachsen,nachdem man gemerkt hat, dass Jugend alleine nicht das Entscheidende ist,sondern dass Lebenserfahrung ein sehr großer Schatz ist. Inzwischen sind einige aus dem Kreis,die uns ans Herz gewachsen sind,gestorben.Neue sind dazugekommen.Heute sind es vierzehn,die zu »Aposteln« geworden sind. Mindestens einmal pro Jahr fahren wir ausführlich zum Spargel- Essen, um damit den Sommer zu begrüßen. Bei dieser Gelegenheit gestalten wir den restlichen Tag in einer Weise, den die meisten nicht kennen und sich von dem Programm überraschen lassen. Mich fasziniert in diesem Kreis, wie dicht tiefe Gedanken und leichter, fröhlicher Humor beieinander liegen – Ausdruck von Lebenserfahrung. Schon als ich in diesen Kreis kam, war ich sehr angetan,mit welcher großen Freude darüber gesprochen wurde, dass immer mehr junge Menschen in unsere Gottesdienste kommen. An jedem unserer Treffen beschäftigen wir uns kurz, manchmal auch sehr lang, mit einem anspruchsvollen theologischen Thema, frühstücken ordentlich, singen alte und neue Kirchenlieder und lassen alles in einer kleinen Andacht ausklingen. Es gibt auch eine »Seele« in dem Kreis,es ist Frau Dahlenburg, die mit großer Liebenswürdigkeit und Sorgfalt die Frühstückstreffen vorbereitet. Frau Siegismund und Frau Hildebrand haben sich inzwischen ihr dazugesellt,so dass die Apostel in würdigem Rahmen zusammenkommen können. An dieser Stelle sei allen dreien sehr herzlich gedankt! Wenn Sie also, liebe junge Leserin und lieber junge Leser, in unserer Gemeinde einem Alten begegnen, halten Sie sich vor Augen, dass Sie möglicherweise einem Apostel gegenüberstehen – entweder aus diesem Kreis oder einem anderen unserer Gemeinde,Menschen mit langer Lebenserfahrung,die sehr viel für unsere Gemeinde getan haben. Pf.Christian Zeiske

6 Wachet und Betet

WACHET UND BETET
Herbst ’89 in der Gethsemanekirche – 20 Jahre danach

»Wachet und Betet« – das Wort aus dem Matthäus-Evangelium stand auf dem Transparent an der Gethsemanekirche im Herbst 1989 und wurde somit zu einem Motto der Fürbittgebete, Mahnwache und der Fastenaktion vor 20 Jahren.Tausende Menschen kamen in diese Kirche und suchten Antworten auf Fragen, suchten Wege aus der Erstarrung, die das gesamte politische und gesellschaftliche Leben in dieser Zeit kennzeichnete, fanden Informationen und Alternativen zu Hass und Resignation. Zum Schutzraum vor physischer Gewalt wurde die Kirche am 7./8.Oktober 1989, als bewaffnete Polizei- und Militäreinheiten den friedlichen Protesten auf den Straßen mit brutaler Gewalt begegneten. Brennende Kerzen und das gesungene »Dona Nobis Pacem – Gib uns Frieden« waren die Antworten auf Schlagstock und Hundestaffel. Die friedliche Revolution des Herbstes 1989 ist heute noch ein Beispiel für die Macht gewaltlosen Widerstandes,für Zivilcourage und bürgerschaftliches Engagement aber auch für die entscheidende Rolle,die einige evangelische Kirchengemeinden in diesem Prozess spielten. Zusammen mit der Nikolaikirche in Leipzig und der Zionskirche Berlin ist die Gethsemanekirche im Prenzlauer Berg zum Symbol für diesen Prozess geworden. Aus diesem Anlass lädt der Gemeindekirchenrat der Gemeinde Prenzlauer Berg Nord im Herbst 2009 zu verschiedenen Veranstaltungen in die Gethsemanekirche ein. Zum Programm gehören eine Ausstellung, Vortrag und Podiumsdiskussion, Konzerte und Kinoabende, eine Predigtreihe und die Herausgabe eines Buches. Eine Vorbereitungsgruppe hat Zeitzeugenberichte gesammelt und Archive durchforstet,hat Menschen befragt und in Bibliotheken nach Zeitungen aus diesen Tagen gesucht.Nun soll dies

zu einer Ausstellung verdichtet werden,die aber nicht nur den Herbst des Jahres 1989 im Blick hat, sondern – gemäß dem Motto »Wachet und Betet« – nach der Vorgeschichte schaut. Wie spiegelt sich die politische Situation in einer Kirchengemeinde wider,welche Schwerpunkte kirchlicher Arbeit gab es im Kaiserreich und in der Weimarer Republik? Welche Formen der Anpassung aber auch des Widerstandes gab es in der Zeit des Nationalsozialismus? Wie äußerte sich die Trennung von Kirche und Staat in der DDR? Wie lebte oder überlebte Kirche im Sozialismus? Und was geschah nach dem Mauerfall bis zur Fusion der Gethsemanegemeinde mit den Nachbargemeinden zur Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord? Das Spektrum der Themen und Veranstaltungen,die wir für den Herbst dieses Jahres – zwischen der Eröffnung der Ausstellung am 12.September und dem Ende der Friedendekade am 18.November 2009 – planen,ist weit gefächert: 1.Gottesdienste mit Predigten zum Thema »FREIHEIT« Dazu werden auch Gäste aus osteuropäischen Ländern erwartet.Eine Besonderheit ist der ZDF-Fernsehgottesdienst mit Bischof Dr. Huber am 4. 10. in der Gethsemanekirche zu »Wachet und Betet«. 2. Unter dem Thema »REVOLUTION IN BERLIN« stehen drei Veranstaltungen 7. Oktober: »Brennpunkt Gethsemane« (HavemannGesellschaft) 8. Oktober: »Machtfrage – Wie die Staatssicherheit versuchte,die friedliche Revolution zu verhindern« (Beauftragte des Bundes für Unterlagen der Staatssicherheit) 9. Oktober: »Ringen um Demokratie 1989 und heute« (Podiumsdiskussion) 3. Vortrag von Jens Reich: »Gebt dem Kaiser, was des

Wachet und Betet

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Kaisers ist, … wann muss Kirche politisch handeln?« (16.Oktober) 4. Kinoabende – mittwochs 20 Uhr im Elias-Kuppelsaal – mit Filmen über die Ereignisse im Herbst 1989. 5. Gospel- und Jazzkonzerte und -Gottesdienste (»New-York-Mass«,»Stationen auf dem Weg zur Freiheit«) 6.Friedensdekade »MAUERN ÜBERWINDEN« vom 9.– 18. November,darin u.a.eine ökumenische Andacht am der Bornholmer Brücke am 9. November, ein musikalischer Gottesdienst in christlicher und reform-jüdischer Tradition am 15. November und der ökumenische Abschlußgottesdienst am 19.November. 7. Liederabend und Orgelkonzert, Cochabambatag,TaizéAbendbesinnung im Stadtkloster und Mose-Oratorium. Das vollständige Programm wird ab 1.August unter www.ekpn.de abrufbar sein;natürlich gibt es dann auch ein gedrucktes Programmheft. Die Gethsemanekirche war im Herbst 1989 ein Ort,der jedem offen stand: ein Ort der Freiheit.Wenn 20 Jahre später dieser Ereignisse gedacht wird, dann soll auch dieses Gedenken jedem Menschen offen stehen. Jeder erhobene Eintritt, sei er noch so klein, vermindert aber die Zahl derer, die an der gemeinsamen Erinnerung teilhaben können.Der freie, offene Geist von einst soll heute wieder lebendig werden, darum möchten wir gern zu a l l e n Veranstaltungen freien Eintritt gewähren. Denn wir vertrauen auch darauf, dass Menschen durch ihre Spende am Ausgang sich solidarisch mit diesem Gedanken erklären und unserer Gemeinde helfen, die erheblichen Unkosten für die Gestaltung dieser Projektwochen mit zu tragen. Ganz herzlich danken wir allen, die dieses Projekt unterstützen und damit ermöglichen:die Zeitzeugen, die ihre

Erinnerungen aufgeschrieben oder erzählt haben, die Förderer und Sponsoren, darunter die Evangelische Kirche BerlinBrandenburg-schlesische Oberlausitz, die Evangelische Kreditgenossenschaft, die Deutsche Bank und die Zeit-Stiftung, der Landesbeauftragte für die Unterlagen der Staatssicherheit und die Bundesbeauftragte für die Unterlagen der Staatssicherheit, die Robert-Havemann-Gesellschaft und der RotaryClub Berlin und vor allem das Vorbereitungsteam, das so viel Zeit und Ideen eingebracht hat! Vielen Dank auch schon hier für Ihre Unterstützung und Ihnen allen ein herzliches Willkommen! Ursula Kästner PREDIGTREIHE in Gethsemane So. 13. 09.,11:00 Gottesdienst (Pf.G.Mangliers) Gedanken zur Freiheit Predigt Pf.i.R.Hans Simon (ehem.Zionsgenmeinde) So. 20. 09. ,11:00 Taufgottesdienst der Konfirmanden; Predigt W.Thierse So. 27. 09.,11:00 Gottesdienst (Pf.Chr.Zeiske,Taufen) Predigt N.N. So. 11.10., 11:00 Gottesdienst (Pf.Chr.Zeiske) Predigt Adam Bonietzki,Krakau (Ev.Akademie) So. 25.10.,11:00 Gottesdienst (Pf.G.Mangliers) Predigt Josef Beneˇ,Prag s So. 01.11., 11:00 Gottesdienst (Pfn.U.Fey) »… und ergreifen die Waffen des Lichts!« Predigt Uta Fey So. 08.11., 11:00 Gottesdienst (Pf.H.-O.Seidenschnur) Predigt Pf.H.-O.Seidenschnur Änderungen vorbehalten – bitte auf Aushänge zu den Gottesdiensten achten!

8 Kinder, Kinder

in Elias
Im August ist noch Sommerpause!!!! Samstag, 12. September 10Uhr in Elias starten wir wieder mit dem Thema: »Auf das mein Haus voll werde« – Das große Gastmahl
Was wir machen? Über Schöpfung nachdenken, Spielen, Baden, Experimente durchführen, Singen, Theaterspielen und ganz viel Lachen und Zeit haben miteinander. Heute nur ein paar brandneue und frische Eindrücke wegen des nahenden Redaktionsschlusses – Was jetzt noch ansteht? Ein RIESENTREFFEN der beiden Rüsten (157 Menschen) am Donnerstag auf der großen grünen Schlosswiese mit fröhlichem Tanz, schallendem Gesang und viel leckerem Kuchen. Wir freuen uns darauf!!! Davon Bilder im nächsten Gemeindebrief, jetzt schon mal die ersten Bilder von gestern und heute:

Der August ist mit der Sommerpause die Brücke vom alten ins NEUE SchulSommerfest jahr.So haben wir die Pause für die Christenlehre und Singschule mit einem Sommerfest eingeläutet,uns im Juli auf große Fahrt zu den Kindersommerreisen nach Tornow und Zootzen aufgemacht und wollen mit dem Schuljahresanfangsgottesdienst mit neuer Kraft und mit Spaß ins neue Schuljahr durchstarten.

Auf großer Fahrt – die Großen im Schloss Tornow und die Kleinen im Waldhof Zootzen

Kinder, Kinder

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Schuljahresanfangsgottesdienst Seit herzlich willkommen zum Familiengottesdienst zum Schuljahresbeginn! »Vertrau’ auf Gott: Es wird gut werden« am 6.September um 11 Uhr in die Gethsemanekirche. Für einen kleinen Imbiss im Anschluss im Garten sind Kuchenspenden gern gesehen! Kindergruppen – Christenlehre im Schuljahr 2009/2010 »Neue« Kinder bitte anmelden! Elias Mi und Do 1.+2. Klasse 15.00 – 16.00 Uhr mit Antje Erdmann, Christian Zeiske & Team Mi und Do 3.+4. Klasse 16.15 – 17.15 Uhr mit Antje Erdmann & Team

Mi und Do 5.+6. Klasse 17.30 – 18.30 Uhr mit Antje Erdmann & Team Paul Gerhardt Di 3.+4. Klasse 16.30 – 17.30 Uhr mit Christina van Laak Mi 1.+2. Klasse 16.30 – 17.30 Uhr mit Christina van Laak

10 Mitteilungen / Amtshandlungen der Gemeinde / Junge Gemeinde

Taufen
Paul Leners,Marlene Schlüter,Kaya Regnery,Anton Palmer,Marlene Asmussen,Arthur Weiche,Emma Wilnat,Matilda Royl,Mara Weißhahn, Emil Rosenfeld,Conner Nathusius, Oscar Sinanian,Silvano Göbel,Silvia Engels,Vincent Engels,Oskar Sinanian, Ada Thiele Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte,Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Galater 5, 22-23

Trauungen
Christian und Nadine Rawald Ökumenisch getraut in unserer katholischen Nachbarkirche Herz-Jesu wurden: Florian Häusler und Antje Terboven

Bestattungen

Gerhard Güthler im Alter von 61 Jahren Edith Ueckert im Alter von 91 Jahren Elfriede Lubitz im Alter von 88 Jahren Hilda Schwenkler im Alter von 88 Jahren Prof.Dr.Max Gärtner im Alter Die Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie von 82 Jahren hofft alles, sie duldet alles. 1.Korinther 13, 7 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die Diamantene Hochzeit größte unter ihnen. Wir gratulieren Gertraude Kubenz,geb. 1.Korinther 13, 13 Regber und Günter Kubenz zur Diamantenen Hochzeit am 4.Juni 2009 in der Paul-Gerhardt-Kirche und übermitteln unsere Segenswünsche mit dem Trauspruch:«So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.« Römer 13,10

Vorabend zum Israelsonntag am Samstag, dem 15. August 09 um 19.30 Uhr in der Gethsemanekirche Kantorin Jalda Rebling und Pfr. Christian Zeiske

Neue Konfis
Ein neuer Konfirmanden-Kurs, der zur Konfirmation Pfingsten 2011 führt,startet Mitte September mit Pfn.Fey und Pf.Seidenschnur. Wir laden alle Kinder,die jetzt in die 7.Klasse kommen,dazu herzlich ein. Auch Kinder,die noch nicht getauft sind,können daran teilnehmen.Die Anmeldungen dafür nimmt unser Zentralbüro entgegen. Ein erster Elternabend findet am 15.September um 19.30 Uhr in Elias,Göhrener Str.11 statt. Die wöchentlichen Konfirmandenstunden sind für Dienstag-nachmittag geplant.Einzelheiten werden zum Elternabend abgesprochen.

»... dass Huld und Wahrheit sich begegnen, Recht und Friede sich küssen«
Dieses Wort aus dem 85. Psalm ist der Leitfaden für den »Vorabend zum Israelsonntag«, der in diesem Jahr Gedanken und Erfahrungen aus dem Herbst `89 aufnimmt und sie mit Elementen aus der jüdischen und der christlichen Theologie zum Sprechen und zum Klingen bringt. Wie in den vergangenen Jahren auch, werden dann, wenn der jüdische Shabbat schon zu Ende gegangen ist und der christliche Sonntag noch nicht begonnen hat – in dieser Zwischenzeit, Judentum und Christentum sich begegnen und jüdische und christliche Lieder miteinander gehört und gesungen. Herzliche Einladung dazu – selbstverständlich ist der Eintritt dazu frei.

90. Geburtstag

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Zum 90. Geburtstag
von Pfarrer i. R. Gerhard Schellig am 4. August
Aus der Chronik »90 Jahre Paul-Gerhardt-Kirche«: »1919 geboren, im Bezirk Wedding und Prenzlauer Berg aufgewachsen (Gleimstraße), besuchte ich bis zum Abitur das Luisenstädtische Gymnasium Gleimstraße 40… Es stand für mich fest einmal Pfarrer zu werden… In der Gethsemanekirche wurde ich 1934 konfirmiert. Die Paul-Gerhardt-Kirche lernte ich durch den Besuch von Gottesdiensten kennen. 1945 war Pfarrer Lic. Wendland, alt und krank, allein an der Gethsemanekirche.Bischof Dr.Dibelius schickte mich,aus dem Krieg zurückgekehrt, als jungen Pfarrer dorthin.« Nach einer Zeit als Pfarrer in Groß-Ziescht und Menz (beides in Brandenburg) kam er wieder nach Berlin, zuerst in eine Lichtenberger Gemeinde und am 01. 04. 1955 als Pfarrer in die Paul-Gerhardt-Gemeinde. Damals gab es fünf Pfarrstellen. Pfarrer Schellig übernahm die Jugendarbeit und die gut besuchte Bibelstunde seines Vorgängers Pfarrer Mickley. Nach vielem kriegs- und nachkriegsbedingten Wechseln in der Pfarrstellenbesetzung begann damit, wie wir heute wissen, wieder eine Zeit der Kontinuität. Im Nebenamt war Pfarrer Schellig zeitweise stellvertretender Superintendent,von 1962 bis 1975 stellvertretender Direktor und Referent im Berliner Stadtsynodalverband und von 1961 bis 1963 Kreisjugendpfarrer im Kirchenkreis Berlin Stadt III. 1957 war die Gemeinde mit 37 000 Gemeindegliedern eine der größten Gemeinden in Berlin.Sehr lag ihm die bauliche Wiederherstellung der Kirche, die einen Bombentreffer hatte, am Herzen. Erfahrung hatte er bereits beim Neubau der Advents-Kirche in Neuglobsow (Brandenburg) gesammelt. Für die Paul-Gerhardt-Kirche wurde 1957 eine Summe von 70.000 Mark aufgewendet. Unter der Geschäftsführung von Pfarrer Schellig begann 1959 die völlige Renovierung der Kirche und des Gemeindehauses. Eine neue Orgel wurde bei der Firma Schuke/Potsdam bestellt. Diese wurde am 1. Advent 1959 feierlich in Gebrauch genommen. Drei Bronzeglocken wurden bei der Fa.Apolda bestellt, die im Februar 1962 eintrafen und geweiht wurden. Am 13. August 1961,dem Tag des Mauerbaus,wurde die Kirche geöffnet und blieb 14 Tage lang täglich offen, denn viele Menschen kamen und suchten seelsorgerlichen Rat. Auch in Pfarrer Schelligs Bibelstunde im Gemeindehaus Kuglerstraße strömten die Menschen.Die Jahre 1962 bis 1970 waren durch rege Gemeindearbeit geprägt.Verstärkt wurde die Arbeit in den Kreisen,im Besuchsdienst und die Kirchensteuerbesuche. Die Opferfreu-

digkeit war groß, obwohl sich ein spürbarer Wandel von der Volkskirche zur Freiwilligkeitskirche abzeichnete.So wurde am 12.März 1962 von Pfarrer Schellig ein Berufstätigenkreis und wenig später auch ein Gesprächskreis für berufstätige Jugendliche und junge Eltern gegründet, die der Jungen Gemeinde entwachsen waren. Der Gesprächskreis wurde für eine große Zahl von Gemeindegliedern ein Treffpunkt einmal im Monat, nachdem die Kinder zu Bett gebracht und die häuslichen Dinge erledigt waren.Es entwickelten sich gute Beziehungen zu den katholischen Nachbargemeinden St. Augustinus und Heilige Familie sowie zur Ev. Gemeinschaft. 1970 wurde der Altarraum der Paul-Gerhardt-Kirche renoviert und am 23.12. 1972 eine Kupferplatte mit Messingbuchstaben »Ev. Kirche Paul Gerhardt« am Haupteingang der Kirche angebracht. Es begann auch die komplexe Renovierung des Gemeindeheimes in der Bornholmerstraße 83. Die Zahl der Gemeindeglieder sank nun ständig, der atheistische Druck des Staates wuchs. Mit einer Festwoche feierte Pfarrer Schellig vom 12.03.bis 19. 03.1980 das 70jährige Kirchweihjubiläum.Baumäßig konnte er 1978 noch eine neue elektrische Glockenanlage in Betrieb nehmen. Am 1. Mai 1982 trat er in den Ruhestand, da seine Frau damals schon sehr krank und auf seine Unterstützung angewiesen war. Das Ehepaar wohnte später im Wohnstift »Otto Dibelius«. Pfarrer Gerhard Schellig hat die Paul-Gerhardt-Gemeinde über 27 Jahre entscheidend geprägt.Wie der Chronikausschnitt zeigt,hat er in der Zeit des Wandels der Stellung von Kirche und Gemeinde immer Impulse gesetzt,sowohl im Gemeindeleben wie auch in der Bautätigkeit.Seine Ehefrau Else, die in diesem Jahr von ihrer langen Krankheit erlöst und in die Ewigkeit gerufen wurde, hat ihn dabei begleitet und unterstützt. Durch Kontakte zu vielen Gemeindegliedern und durch seine Kinder und Enkel blieb er immer der Paul-Gerhardt-Gemeinde verbunden. Seinen Berichten und Erzählungen mit so vielen Details aus dem Gemeindeleben zuzuhören, ist mir immer wieder eine Freude. In seiner neuen Gemeinde Alt-Buckow hält er bis zum heutigen Tag noch gelegentlich Gottesdienste. Wir wünschen ihm weiterhin Gesundheit und danken für alles,was er der Gemeinde und so vielen Einzelnen gegeben hat aus seinem Glauben heraus: »Ich weiß, dass du der Brunn der Gnad und ew´ge Quelle bist, daraus uns allen früh und spät viel Heil und Gutes fließt.« Mit Paul Gerhardts Worten gratuliere ich im Namen des Gemeindekirchenrates unserer Gemeinde und besonders im Namen aller aus Paul Gerhardt! Gott segne Sie! Uta Fey

12 Kirchenmusik Minisingen Mittwoch 1.Gruppe «Pfauen« 16 – 16.30 Uhr, 2.Gruppe «Räuber« 17 – 17.30 Uhr, Gethsemanestr.9,Singschule Singen mit Eltern und Kindern 0 – 2 Jahre Minis Montag 1.Gruppe «Spatzen« 17.30 bis 18 Uhr Dienstag 2.Gruppe «Wölfe« 15.30 bis 16 Uhr Donnerstag 3.Gruppe «Nachtigall« 17 bis 17.30 Uhr,Gethsemanestr.9,Singschule,Singen mit 3 – 4jährigen Kindern Mädchen(be)stimmen Donnerstag,16.30 bis 17.30 Uhr Winterkirche/ Eingang Gethsemanestr. Mädchen im Alter von 5 – 12 Jahren Jungschor Montag 16.30 bis 17.30 Uhr Winterkirche/Eingang Gethsemanestr. Jungs im Alter von 5 – 12 Jahren Jugend-Gospelchor «...stimmt so!« MitChristoph Zschunke, Montag18 Uhr Gemeindesaal P.Gerhardt,Kuglerstr.15 Junge Leute mit Lust auf Popularmusik, Gospels,neue geistliche Lieder,Jazz,Folk,in groovigen Arrangements mit Klavier & Band Kinder-Ensemble Dienstag 16.30 – 18.00 Uhr Kinder im Alter von 10 – 12 Jahren, Winterkirche /Eingang Gethsemanestr. Einstudieren von musikalischen Teilen der Kantoreipraxis Gemeindechor Mit Detlef Lehmann,Mittwoch 19.30 Uhr Gemeindehaus Elias,3.Etage,Göhrener Str.11,klassischer,vierstimmig gemischter Chor,vielseitige Chorliteratur alter und neuer Meister Liturgischer Chor Mit HermfriedWeber,Mittwoch 19.30 Uhr, Gemeindesaal P.Gerhardt,Kuglerstr.15, ein- und mehrstimmiges Ausgestalten der Gottesdienste sowie Erarbeiten freier liturgischer Formen Kantorei Mit Elisabeth Kaiser/ Chr.Zschunke, Dienstag 20 – 22 Uhr,Elias Kuppelsaal, Motetten alter & neuer Meister,Kantaten, Oratorien,Musik zeitgenössischer Komponisten,für Gottesdienste und Konzerte, regelmäßige Teilnahme erwartet!

Bunter Gospelmix

Bunter Gospelmix in der Gethsemanekirche
Erst im Februar war in der Gethsemanekirche mit dem Oslo Gospel Choir Europas renommiertestes Gospel-Ensemble zu Gast. Am 3. Juli wurde nun nachgelegt. Eingeladen hatte der Jugendgospelchor unserer Gemeinde, «stimmt so!«, und der Internetsender Gospelradio.de, der an dem Abend seinen dritten Geburtstag feierte. Mehrere hundert Gospelfans aus ganz Berlin waren dem Ruf gefolgt und erlebten ein Gospelfest der Extraklasse.Den Start machte »stimmt so!« mit einem bunten Mix aus Modern Gospel und groovigen Kirchenliedern.Jung,sympatisch und fröhlich zeigte der Chor, wie vielfältig Gospel sein kann.Eine Band braucht »stimmt so!« gar nicht,hat der Chor doch – neben ausgezeichneten Solistinnen – mit Stephan Hebold einen begabten BeatBoxer in seiner Mitte.»spirited« (wie »stimmt so!« geleitet von Christoph Zschunke) verwöhnte die Ohren der Zuhörer im Anschluss mit einer spannenden Melange aus Gospel und Jazz. Einen guten Anteil am beeindruckenden Sound hatte die fein eingespielte Band mit ihrer erstklassigen Bläser-Sektion.Zweite Gastgruppe des Abends – angereist aus dem nordrhein-westfälischen Viersen – war das Ensemble »His Voice – Gospel People International«.Unter Leitung von Verena Kempkes brannten die elf Sängerinnen und Sänger mit ihrer Band ein wahres Black-Gospel-Feuerwerk ab. Bei den letzten Songs wurde ausgiebig zwischen den Bankreihen getanzt – eine Gospelparty zur Ehre Gottes. Zum Schluss durften noch einmal alle Sänger in den Altarraum treten und gaben dem Abend mit dem fulminanten »Total Praise« ein würdiges Ende. Ein besonderes Dankeschön an die Gemeinde kommt aus der Redaktion von Gospelradio.de: für einen Geburtstag, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Mario Gugeler (Konzertbüro EKPN / Redaktionsleitung Gospelradio.de)

Singschule

13

Singschule
Die Kinder, von klein bis groß, haben Spaß am Singen und Musizieren – und es werden immer mehr.In unserer Gemeinde wird ein großer Teil der Kirchenmusik von den ganz jungen gemacht:von den zur Zeit über 200 Mädchen und Jungen, die im Rahmen der Singschule selbst im Chor singen, sich Erzähllieder vorsingen lassen oder ein Instrument lernen. Das Programm der ersten sechs Monate des Jahres 2009 war vielfältig:Erstmals zeigten beim Frühlingskonzert alle Sängerinnen und Sänger der Singschule, was sie können: Minis, Mädchen- und Jungenchor sowie die Großen aus dem Kinderchor-Ensemble gestalteten am 18. April, dem letzten Samstag der Osterferien,ein großes Frühlingskonzert. Anfang Juni fand in der Gethsemanekirche dann eine musikalische Islandwoche statt. Zu Gast waren zwei Chöre aus Island, die gemeinsam mit der Gethsemanekantorei sowie dem Kinderchor-Ensemble ein großes Festkonzert gestalteten. Dort waren unter anderem die »Berliner Messe« von Arvo Pärt sowie eine Messe für Soli,Chor und Kinderchor des zeitgenössischen isländischen Komponisten Gunnar Thordarson zu hören. Nachdem die erste Jahreshälfte am 3. Juli mit einem Sommerfest zum Schuljahresende in der Paul-Gerhardt-Kirche mit Antje Erdmann, TeilnehmerInnen der Christenlehre und der Singschule zu Ende ging,gibt es auch im zweiten Halbjahr wieder zahlreiche Möglichkeiten, sich von der segensreichen musikalischen Arbeit der Singschule zu überzeugen. Ein erster Höhepunkt ist die Mitwirkung am Gottesdienst zur Erinnerung an die »friedliche Revolution« vor 20 Jahren am 4.Oktober in der Gethsemanekirche, der vom ZDF live übertragen wird. Am Sonntag dem 11. Oktober eröffnet das Kinder- und Jugendchorensemble eine Kinderfestveranstaltung um 11:00 Uhr im Bode-Museum. Die traditionelle Herbstferien-Chorfahrt findet vom 19.bis 24.Oktober statt und wird nach Waldsieversdorf führen. Im Gottesdienst am 8. November in der Gethse-manekirche werden die Ergebnisse eines WochenendWorkshops präsentiert. Am 29. November wird im Anschluss an den alljährlichen Zentralgottesdienst zum 1.Advent um 14 Uhr in der Paul-Gerhardt-Kirche ein offenes Adventsliedersingen mit der gesamten Singschule stattfinden. Auch an den Nachmittagen des 3. und 4. Advents gibt es – jeweils um 16 Uhr – ein solches offenes Adventliedersingen in der Segenskirche bzw.im Elias-Kuppelsaal.Am Nachmittag des 5.Dezember findet ein Adventskonzert gemeinsam mit der Kantorei in der Gethse-manekirche statt.

Für das Jahr 2010 ist eine ganz besondere Reise geplant: In der ersten Woche der Herbstferien soll es für das Kinder-und-Jugend Ensemble nach Island gehen! Damit diese erfolgreiche Arbeit so fortgesetzt werden kann, brauchen nicht nur die Kinder Beistand.Der Förderverein der Singschule möchte deshalb »die pädagogische und musikalische Arbeit der Singschule der Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord ...fördern und ...unterstützen.« (§ 2 der Satzung). Konkret heißt das: Mittel für die Arbeit der Singschule unter der Leitung von Elisabeth Kaiser zu beschaffen.Um möglichst vielen Kindern den Besuch von Sing- und Orchesterschule zu ermöglichen, sind 2009 einige organisatorische Veränderungen geplant. Nachdem die finanziellen Grundlagen geschaffen wurden, konnten mittlerweile erste Honorarkräfte beschäftigt werden,die beispielsweise einzelne Proben abhalten oder die Kinder nach Einzelstimmen unterrichten. Seit Gründung hat der Förderverein bereits über 150 Mitglieder anwerben können, die damit die Arbeit der Singschule tatkräftig unterstützen. Nach dem Ende der Sommerferien wird eine Mitgliederversammlung stattfinden, in der unter anderem über die Planung für das zweite Halbjahr sowie über aktuelle Vorhaben gesprochen wird.Mitglied im Förderverein kann jeder werden – Familien zahlen übrigens nur einen Beitrag, der für Menschen mit geringem Einkommen auf Antrag noch einmal halbiert wird.Wer Bedürftige unterstützen möchte,kann das mit einem freiwilligen Solidarbeitrag tun. Selbstverständlich freut sich der Verein auch über Sponsoren und Einzelspender! Schreiben Sie uns eine Mail (info@singschule.info) oder wenden Sie sich persönlich an die Vorsitzenden des Fördervereins (Signe Zerrahn oder Kim Nguyen) und wir sagen Ihnen, wie Sie sich für die Singschule engagieren können! Umfangreiche Informationen über die Singschule, die aktuellen Termine sowie über die Aktivitäten des Fördervereins finden Sie auch im Internet unter der Adresse www.singschule.info. Chr.Schröter-Nguyen

14 Geburtstagsgrüße

Geburtstage
Lony Ackermann Gerda Seifried Waltraud Kraiczy Ilse Okon Hildegard Grabow Herta Poppe Annerose Richter Erna Böhme Hilde Rüter Elise Krause Elsa Arndt Anna Mucke Dietrich Zuch Manfred Fiebig Sigrid Heubach Helmut Steinert Gerda Neumann Hildegard Zimmernann Irmgard Gehrke Gertrud Miksch Käthe Koch 70 Jahre 75 Jahre 75 Jahre 92 Jahre 96 Jahre 97 Jahre 75 Jahre 103 Jahre 70 Jahre 85 Jahre 98 Jahre 95 Jahre 70 Jahre 75 Jahre 75 Jahre 70 Jahre 85 Jahre 85 Jahre 80 Jahre 101 Jahre 100 Jahre

Herzliche Geburtstagsgrüße für alle,die im August und September Geburtstag haben.Besonders grüßen wir die Jubilare der Gemeinde: am 02.08. am 02.08. am 03.08. am 05.08. am 08.08. am 08.08. am 09.08. am 09. 08. am 13.08. am 14.08. am 15.08. am 17.08. am 18.08. am 18.08. am 25.08. am 26.08. am 26.08. am 26.08. am 03.09. am 03. 09. am 04. 09. Ella Huwe Gerda Buchholz Waltraut Modrow Ursula Brückner Ilse Holtzbecher Elisabeth Schwochow Sigrid Keil Käthe Wendel Elisabeth Müller Dr.Inge Bergemann Hans-Jürgen Führer Anita Hütter Christine Rechenberg Dorothea Heinig Ruth Musilewski Ingrid Wobst Günter Holz Karl-Heinz Noack Horst Bergemann Hilda Fulge 100 Jahre 90 Jahre 80 Jahre 92 Jahre 94 Jahre 97 Jahre 70 Jahre 85 Jahre 70 Jahre 70 Jahre 75 Jahre 70 Jahre 75 Jahre 99 Jahre 85 Jahre 70 Jahre 75 Jahre 70 Jahre 75 Jahre 95 Jahre am 05. 09. am 06.09. am 08.09. am 09.09. am 10.09. am 11.09. am 12.09. am 13.09. am 16.09. am 16.09. am 17.09. am 19.09. am 19.09. am 19.09. am 20.09. am 21.09. am 23.09. am 25.09. am 28.09. am 28.09.

Geburtstagskaffee
Herzliche Einladung
an alle, jung und alt, die im August und September Geburtstag haben. Wir freuen uns, Sie am Donnerstag, dem 24. September, um 15 Uhr in den Räumen des Elias-Gemeindehauses begrüßen zu dürfen. Es wäre schön, wenn wir bei Kaffee oder Tee, Kuchen und Saft miteinander ins Gespräch kommen, Lieder singen und eine Geschichte hören.

Diamantene Hochzeit
Wir gratulieren Gertraude Kubenz, geb.Regber und Günter Kubenz zur Diamantenen Hochzeit am 4.Juni 2009 in der Paul-GerhardtKirche und übermitteln unsere Segenswünsche mit dem Trauspruch:«So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.« Römer 13,10

Predigtreihe

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Predigtreihe zur «Freiheit«
Auch die Gottesdienste sollen im Herbst 2009 in Erinnerung an die Ereignisse vor 20 Jahren einen besonderen Akzent erhalten.In einer Predigtreihe wollen wir Persönlichkeiten aus Kirche und Politik,aus dem näheren Umfeld der Ereignisse in Berlin,aber auch aus Osteuropa auf die Kanzel in Gethsemane einladen,um mit uns über »Freiheit« nachdenken. Freiheit – das war Sehnsucht und Ziel der politischen Aktivitäten von Gruppen und Einzelnen im Herbst ’89 und in den Jahrzehnten davor.Freiheit hat aber auch eine tiefe geistliche

Dimension. Der Gott, der sein Volk Israel aus der Sklaverei in Ägypten befreit und uns in Christus zur Freiheit berufen hat, ist zugleich der,der uns einlädt,auch über die Grenzen und den Sinn von Freiheit nachzudenken. Diese geistliche Dimension war es auch,die verhinderte,dass die Sehnsucht nach Freiheit in Willkür und Gewalt umschlug. Zu diesem spannenden Dialog möchten wir Sie einladen. Die Predigtreihe in der Gethsemanekirche beginnt am 13. September. Die näheren Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem nächsten Gemeindebrief und dem Programmheft zur Veranstaltungsreihe,das demnächst erscheint.Pf.G.Mangliers

ZDF-Gottesdienst
Zum Spektrum der Themen und Veranstaltungen, die wir für den Herbst dieses Jahres planen, gehört der Gottesdienst am Erntedankfest, dem 4. Oktober 2009 um 9.30 Uhr in der Gethsemanekirche zu »WACHET UND BETET«. Gemeinsam mit der großen Zuschauergemeinde an den Bildschirmen im deutschsprachigen Raum und dem Ratsvorsitzenden der EKD und Bischof unserer Landeskirche Wolfgang Huber, der die Predigt halten wird, wollen wir 20 Jahre nach dem Herbst 89 – im Rückblick auf die friedliche Revolution – erinnern und dankbar feiern,welchen Anteil das Vertrauen auf Gott in aktuellen gesellschaftlichen Themen haben kann. In Wachsamkeit und im Gebet wollen wir dankbar sein für die Früchte der Erde,von denen wir leben,und für die Früchte des Geistes, für die Hoffnung, die sich in brennenden Kerzen und Liedern entfaltet.Lassen Sie sich mit Ihren Kindern und Freunden einladen zu diesem Gottesdienst, die Kraft Gottes zu feiern, die in uns Schwachen mächtig ist und uns auch heute trägt.Dieser Fernsehgottdienst wird vom ZDF live übertragen von 9.30 Uhr bis 10.15 Uhr. Ein Vorbereitungskreis von ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird diesen Gottesdienst gemeinsam mit Kindern und ihren Bildern der Hoffnung, mit dem Gesang des Kindermusikensembles und der Kantorei,die den Gemeindegesang mehrstimmig verstärken wird,feiern. Wir bitten um reichhaltige Erntegaben aus Gärten und von Feldern und um haltbare Lebensmittel und Konserven für Menschen,denen wir bei ›Laib und Seele‹ begegnen. Richten Sie sich bitte mit Ihrer ganzen Familie auf die für uns ungewöhnliche Zeit ein und seien Sie bereits zwischen 9.00 und 9.15 Uhr in der Kirche.Ihnen allen ein herzliches Willkommen.(www.zdf.fernsehgottesdienste.de) Heinz-Otto Seidenschnur

Kindergottesdienst
Der Kindergottesdienst wächst und gedeiht – die Freude und das Engagement in den Kindergottesdienst-Teams auch.Allerdings besteht die Gefahr,dass die wachsende Arbeit auf zu wenigen Schultern liegt und zur Belastung wird.Deshalb hier ein Aufruf und ein Angebot an alle,die Freude an der Mitarbeit am Kindergottesdienst haben. Haben Sie/habt keine Scheu,einfach einmal nachzufragen, einmal mit in den Kindergottesdienst zu gehen,um sich anzusehen,was dort gemacht wird.Es macht große Freude, mit Kindern Sonntags Kindergottesdienst zu feiern.Nie-

mand darf so belastet werden,dass es keine Freude mehr macht.Alle haben die Gelegenheit,in biblische Themen bei dieser Gelegenheit tiefer einzusteigen.Wer wann Kindergottesdienst vorbereitet und hält,wird gemeinsam geplant. Niemand muss sich alleine vorbereiten,wenn er/sie es nicht will.Einmal pro Monat trifft sich das ganze Team,um zu planen und Inhalte zu besprechen.Einmal im Jahr gibt es eine Rüste.Wenn Sie/Ihr nachfragen wollt,Pf.Seidenschnur (Team Elias und Paul Gerhardt) und Pf.Zeiske (Team Gethsemane) geben gerne unverbindlich Auskunft oder vermitteln Gesprächspartner aus den Teams.

16 Gottesdienste

Tag

Elias

Gethsemane
11 Uhr Pf.Seidenschnur A, N 11 Uhr Pf.Zeiske T, N 19.30 Uhr Pf.Zeiske und Jalda Rebling 11 Uhr Pf.Zeiske N 11 Uhr Pf.Zeiske T, N 11 Uhr Pf. Mangliers T 11 Uhr Pf.Zeiske A, K, N Goldene Konfirmation 11 Uhr Pfn.Fey und Team F, N Schuljahresanfangsgottesdienst 11 Uhr Pf.Mangliers Predigtreihe: Pf. Hans Simon (1984 – 97 Pf. in 11 Uhr Pf.Mangliers,Pf.Zeiske Predigtreihe:Wolfgang Thierse Taufe der Konfirmanden T, K, N 11 Uhr Pf.Zeiske N Predigtreihe

02. 08. 2009 9.30 Uhr Pf.Zeiske A, N 8. So. nach Trinitatis 09. 08. 2009 9.30 Uhr Pfn.Thorbahn N 9. So. nachTrinitatis 15. 08. 2009 Vorabend zum Israelsonntag 16. 08. 2009 9.30 Uhr Pf.Mangliers T, N 10. So. n. Trinitatis 23. 08. 2009 9.30 Uhr Pf.Zeiske N 11. So. n. Trinitatis 29. 08. 2009 Taufsamstag 30. 08. 2009 9.30 Uhr Pf.Mangliers N 12. So. n. Trinitatis 06.09.2009 9.30 Uhr Pf.Seidenschnur T, K, N, A 13.So. n. Trinitatis 13. 09. 2009 9.30 Uhr Pf.Mangliers T, K, N 14. So. n. Trinitatis 20. 09. 2009 9.30 Uhr Pf.Seidenschnur K, N 15. So. n. Trinitatis 27. 09. 2009 16.Stg. n. Trinitatis 9.30 Uhr Pf.Seidenschnur,Kita Elias, Erntedankfest F, N

Gemeindeversammlung – ein Bericht
Am 4. Sonntag nach Trinitatis fand im Anschluss an den Gottesdienst in der Gethsemanekirche die Fortsetzung der Gemeindeversammlung vom 14.Mai 2009 statt.Am Ende der letzten Veranstaltung bestand noch ein erheblicher Diskussionsbedarf. Zugleich wurde die Zusage der seinerzeitigen GKR-Vorsitzenden Constanze Scherz auf der vorletzten Gemeindeversammlung vom 08. Juni 2008 eingelöst, es solle zum Thema Gemeindekonzept eine weitere Versammlung stattfinden. In Vorbereitung der jetzigen Versammlung wurde festgelegt, dass zwei Papiere Thema sein sollten, die auch in den letzten Wochen in den Kirchen auslagen: zum einen ein aktuelles Diskussionspapier zum Gemeinde- und Gottesdienstverständnis von sechs Gemeindegliedern (mich eingeschlossen), zum anderen ein Papier der vier Pfarrer zum Pfarrdienstkonzept vom 27.Mai 2008. Das Pfarrdienstkonzept sieht vor, dass grundsätzlich jeder Pfarrer an jedem Gottesdienstort auch eingesetzt wird und zwar jenseits von Vertretungssituationen. Daran wurde von dreizehn Gemeindegliedern aus dem Gemeindebezirk Gethsemane kritisiert,da sie sich eine Kontinuität in der Person des Pfarrers wünschen, die es dem Gemeindeglied über den Gottesdienstbesuch ermöglicht, eine Beziehung zu dem Pfarrer aufzubauen. Der gute Besuch von Gottesdiensten in Gethsemane rechtfertige eine Beibehaltung der früheren Dienstverteilung, seit der Einführung des neuen Konzeptes gingen die Besucherzahlen zurück. Die Befürworter des Pfarrdienstkonzeptes wiesen darauf hin, dass dieses Folge des Umstandes war,dass nach der Fusion der vier Gemeinden die Diskussion über ein Gemeindekonzept abgebrochen wurde. Das besagte Papier bringe jedenfalls in einem Teilbereich die Fusion voran.Pfarrer Zeiske bezeichnete das Pfarrdienstkonzept als tragfähigen Kompromiss.Er wandte sich gegen die Bildung eines »Schwerpunkt-Gottesdiens-

Gottesdienste

17

Paul Gerhardt
9.30 Uhr Pf.Seidenschnur N 9.30 Uhr Pf.Zeiske T, N,B

Stadtkloster Segen
21 Uhr AbendbeSINNung 21 Uhr AbendbeSINNung
A Gottesdienst mit Abendmahl K Kindergottesdienst N Gespräch nach dem Gottesdienst T Taufe TR Trauung F Familiengottesdienst B Basar

9.30 Uhr Pfn.Fey T, N 9.30 Uhr Pfn.i.R.Eschner A, N

21 Uhr AbendbeSINNung 21 Uhr AbendbeSINNung

9.30 Uhr Prof.Dr.G.Strohmaier-Wiederanders N

21 Uhr AbendbeSINNung 21 Uhr AbendbeSINNung

9.30 Uhr Pfn.Fey N, B Zion) 9.30 Uhr Pfn.Fey T,K, N 11 Uhr Pfn.Fey und Team,Krabbelgottesdienst 17 Uhr Pf.Mangliers Abschluss Gospelwerkstatt 9.30 Uhr Pfn.Fey und Kita Gethsemane Erntedankfest, F, N

21 Uhr AbendbeSINNung 21 Uhr AbendbeSINNung

21 Uhr AbendbeSINNung

tes» in Gethsemane und formulierte das Ziel von vier gleichwertigen Gottesdienststandorten. Bezogen auf das formulierte Pfarrdienstkonzept blieb die Frage, warum in Segen am Sonntagvormittag keine Gottesdienste mehr stattfinden, leider unbeantwortet. Frau Fey erklärte außerdem, sie predige nicht in Gethsemane, weil sie sich dort nicht wohlfühle. Im Laufe der Versammlung kam es zu derart zahlreichen Wortmeldungen,dass am Ende die Zeit nicht mehr reichte,um allen Interessierten ausreichend Zeit zu geben.Die letzten Beiträge fielen daher sehr knapp aus. Dennoch bildeten die Wortmeldungen das Stimmungs- und Meinungsbild der Gemeinde gut ab: Dieses ist nämlich kontrovers und spannungsreich, wobei sowohl die Kontroversen unter den Gemeindegliedern aufgezeigt wurden,wie auch diejenigen unter den Hauptamtlichen und wiederum zwischen Gemeindegliedern und Hauptamtlichen.

Es wurden Vorbehalte der Befürworter des Pfarrdienstkonzeptes gegenüber den Kritikern desselben spürbar:So wurde formuliert, dass es bei der ganzen Diskussion überhaupt nur um Probleme ginge, die die Gemeindeglieder aus Gethsemane damit hätten, dieser Bezirk werde als dominant empfunden und würde nicht die Vorteile schätzen, die die Fusion auch für Gethsemane gebracht hätte. Auch dem eingangs erwähnten Diskussionspapier wurde entnommen, es ginge mehr oder weniger um die Sicherung von Vorrechten in Gethsemane (dafür wurde sich nach der Versammlung entschuldigt). Schnell wurde die Diskussion auf eine Ebene verlagert,auf der eine sachliche Erörterung der unterschiedlichen Argumente nicht mehr möglich war. So wurde u.a der Vorwurf des »Personenkultes» in die Diskussion geworfen. Ängste wurden spürbar.Bedauerlicherweise ist es auch mit dieser Gemeindeversammlung nicht gelungen, die Ursache dieser Konflikte anzugehen.Dies wäre für den Frieden in der Gemeinde außerFortsetzung Seite 19

18 Regelmäßige Veranstaltungen im Überblick

Angebote für Kinder Eltern-Kind-Gruppen (Kinder bis 3 Jahre) Ort:Paul Gerhardt mo.,16 – 18 Uhr do.,9.30 – 11.30 Uhr Kontakt:Jana Scherle Krabbelgottesdienste Ort:Paul Gerhardt Im August ist Sommerpause 20.09.,11 Uhr »Schatzsuche« Kindergottesdienste Elias,Paul Gerhardt und Gethsemane jeden Sonntag wieder ab September KUGKUK Kleinere Und Größere Kinder Und Kirche Elias:Elias:12.09.,10 Uhr Thema:Auf dass mein Haus voll werde – Das große Gastmahl Christenlehre im Schuljahr 2009/2010 »Neue« Kinder bitte anmelden! Paul Gerhardt Di 3.+4.Kl.16.30 – 17.30 Uhr mit Christina van Laak Mi 1.+2.Kl.16.30 – 17.30 Uhr mit Christina van Laak Elias Mi und Do 1.+2.Kl.15 – 16 Uhr mit Antje Erdmann,Chr.Zeiske & Team Mi und Do 3.+4.Kl.16.15 – 17.15 Uhr mit Antje Erdmann & Team Mi und Do 5.+6.Kl.17.30 – 18.30 Uhr mit Antje Erdmann & Team Angebote für junge Menschen Junge Gemeinde Paul Gerhardt,Jugendkeller mo.,di.und do.ab 19 Uhr Bitte Aushänge beachten, Termine werden neu geregelt

Beratungsangebote Rechtsberatung kostenlos, Fachanwalt für Familienrecht Axel Huep,Anmeldung über das Gemeindebüro ist erwünscht. T:4 45 74 23 oder direkt über die Kanzlei:3 03 00 30 In EFG Zoar,Cantianstr.9 9.6.und 14.7.,18 – 19 Uhr,Anmeldung über das dortige Gemeindebüro ist erwünscht. T:4 48 42 67 Elias:do.11 – 12 Uhr Rechtsanwalt Matthias Brinkmann Das Angebot richtet sich an Laibund-Seele-Teilnehmer. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Berufliches Coaching Termine nach Vereinbarung Kontakt:Julia Karpf T:81 47 49 99 Systemische Familienberatung Termine nach Vereinbarung Kontakt:Jana Scherle T:41 71 59 61 Väter & Mütter, Männer & Frauen Stillgruppe am 1.Mi.im Monat,15.30 – 17.30 Uhr am 2.u.4.Mi.im Monat,10 – 12 Uhr Kontakt:Ulrike Sandow,Anne Lüders T :44 73 32 31 / 36 46 20 60 Alleinerziehendengruppe do.,15.30 – 18 Uhr Termine bitte erfragen bei Jana Scherle PEKiP-Kurs (kostenpflichtig) Elias:mi.,9.30 – 11,11.15 – 12.45 Uhr Paul Gerhardt:fr.,10 – 11.30 ,11.45 – 13.15 Uhr (Geburtsd.bitte erfragen) 60 Euro für 10 Termine Anmeldung direkt bei Ev.Familienbil-

dung Stadtmitte,T.:2 58 18 54 10 familienbildung@kkbs.de Kiezfrühstück für alle Gemeinsames Frühstück und Gespräche,Elias 29.08.,26.09., jeweils 11 – 13 Uhr Kontakt:Pf.Zeiske laib.seele.kiezfruehstueck@ekpn.de Mittwochs-Café für alle Generationen Reden und Entspannen bei Kaffee und Kuchen,Elias,Diakonieraum, mi.,14 – 18 Uhr Kontakt:Jana Scherle Angebote für Seniorinnen/Senioren Segen 19.08.und 16.09.(Geburtstagskaffee), jeweils um 14.30 Uhr mit Pfr.Mangliers Paul Gerhardt Im August ist Sommerpause. 10.09.,15 Uhr mit Pfn.Fey Gethsemane Frauenkreis mit Frau Dahlenburg und Pf.Zeiske 17.08.und 08.09.,14 Uhr Apostel Frühstückskreis mit Pf.Zeiske 26.08.und 23.09.,9 Uhr Elias Seniorenfrühstück 03.08.und 14.09.,9 Uhr im Diakonieraum parterre mit Frau Volz Rund um die Bibel Bibelstunde Paul Gerhardt Im August ist Sommerpause. 23.09.,15.30 Uhr mit Pfn.Fey Bibelgesprächskreis Elias 10.08.und 21.09.,15 Uhr Kontakt:Frau Volz »Kreuz und Quer» Gethsemane: 12.und 26.08.,09.und 23.09., 19.30 Uhr Kontakt:mattias.richter@t-online.de

Regelmäßige Veranstaltungen im Überblick

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Kulinarischer Bibelkreis (KuBi) Gethsemane:do.,19.30 Uhr Kontakt:Dorothee Börtzler T:47 37 87 96 Gebetsangebote Stadtkloster Segen: Mittagsgebet:mo.bis fr.,12 Uhr Komplet: di.& do.21 Uhr Kontakt:Stadtkloster T:44 03 77 39 Taizé-Gebet: fr.,19.30 Uhr Kontakt:Christian Huge T:33 50 65 50 Gethsemane:Ökumenisches Friedensgebet mo.,18 Uhr Gesprächskreise Gesprächskreis Paul Gerhardt Im August Sommerpause 01.09.Exkursion mit Pfn.Fey Wir laden alle Interessierten ein zu einer Führung im buddhistischen FO-GUANG-SHAN-Tempel in der Ackerstraße 85 – 86,13355 Berlin (Wedding) Treffpunkt dort:19 Uhr,Beginn der Führung:19.15 Uhr Bitte Fahrgemeinschaften verabreden. Gesprächskreis Elias I August Sommerpause 10.09.,19 Uhr Kontakt:Herr Lindenberg T:9 33 26 94 Gespräche über Gott und die Welt Elias:11.08.und 15.09. 19.30 Uhr Kontakt:Pf.Seidenschnur Offener Kreis Elias:20.08.,17.09.,16 Uhr Kontakt:Frau Bosem T:4 42 63 81

Gesprächskreis Elias II Elias:19.30 Uhr,Aug.Sommerpause, Mi 01.09. Kontakt:Frau Krüger T:4 44 40 56 Frauenhilfe Elias:Elias:31.08.und 28.09.,15 Uhr Kontakt:Frau Volz Vorbereitungsgruppen Krabbelgottesdienst Paul-Gerhardt-Gemeindehaus parallel zur Eltern-Kind-Gruppe einmal im Monat mo.,17 – 18 Uhr.Konkrete Termine nach Absprache über Pfn.Fey Kindergottesdienst-Kreise Gethsemane:03.09.,19.30 Uhr mit Pf.Chr.Zeiske Elias und Paul Gerhardt über Kontakt Pf.Seidenschnur

Partnerschaftsprojekt Freundeskreis Cochabamba trifft sich nach Absprache mit Herrn Beyer,Termine bitte im Gemeindebüro erfragen.Basare finden im Anschluss an die Gottesdienste am 09.08.und 13.09.statt. Offene Kirchen Gethsemane: Letzter Di.im Monat, Führung 15.30 Uhr mit Frau Dr.Merseburger,andere Termine nach Absprache. Kontakt:Frau Dr. Merseburger, Herr Merseburger,T.:4 49 16 72 Paul Gerhardt: mi.,17 – 19 Uhr Stadtkloster Segen: sa.,14 – 17 Uhr und zu Gebetszeiten Kontakt:Communität Don Camillo

Fortsetzung von Seite 17 ordentlich förderlich. Es wäre in diesem Zusammenhang ein großer Dienst für die Gemeinde,wenn die Hauptamtlichen ihre persönlichen Konflikte beilegen könnten. Es wurde seitens der Gemeindeglieder darauf hingewiesen, dass die Fusion Zeit brauche und dass es wichtig sei,für Transparenz von Entscheidung und ausreichender Information Sorge zu tragen. Der Wunsch nach mehr Öffentlichkeit und mehr Möglichkeiten des Meinungsaustausches wurde geäußert, eventuell mit Hilfe des Internets.Für eine so große Gemeinde ist ausreichender Informationsfluss sicherlich auch notwendig, um das Gemeinschaftsgefühl zu fördern. Eingefordert wurde ferner das Einhalten von Absprachen, von Signe Zerrahn wurde beklagt, dass sie seit Januar auf den Einsatz eines zugesagten Gemeindemediators warte. Von keinem Redner wurde die Fusion als solche in Frage gestellt.Die Frage, wie die von Pfarrer Seidenschnur formulierte »Einheit in Vielfalt» tatsächlich erreicht werden kann, ist jedoch noch zu beantworten.Auch wenn einige des Redens vielleicht schon müde sind, ist doch für andere noch nicht genug geredet. Die Gemeindeversammlung hatte ein offenes Ende, die Aufgaben für die Verantwortlichen sind klar benannt. Zum Abschluss wies der Geschäftsführer, Herr Esch, auf den gebildeten Gemeindebeirat hin.Deren Mitglieder sind namentlich aufgelistet,die Liste hängt im Vorraum der Gethsemanekirche aus.Anne Schößler An dieser Stelle danken wir für den Artikel,die Protokolle und für die vielfältigen Anregungen unsere Arbeit zu verbessern.Redaktion

20 Das Kirchenjahr

Tausendgüldenkraut und Getreidehalme
Gedanken zu Mariae Himmelfahrt Im Verlaufe des Kirchenjahres beginnt mit dem Trinitatissonntag für uns evangelische Christen die so genannte »festlose« Zeit des Jahres. Ein Sonntag reiht sich an den anderen, den ganzen Sommer hindurch. Mehr als 20 Sonntage nach Trinitatis zählt die Gottesdiensttordnung. Für unsere katholischen Schwestern und Brüder ist das anders. Sie begehen am 15.August das Fest der Himmelfahrt Mariae.Es ist für sie ein Hochfest – dem Weihnachts- und Osterfest gleichgestellt – und heißt offiziell »Mariae Aufnahme in den Himmel«. In überwiegend katholisch geprägten Gebieten ist es auch heute noch ein staatlicher Feiertag.Im Jahre 1950 wurde die Aufnahme Mariens in den Himmel von Papst Pius XII. zum Dogma erhoben. »Wir verkünden,…, dass die Gottesmutter Maria nach Ablauf ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde«. Die Anfänge dieses Festes liegen im 5. Jahrhundert in der Ostkirche und werden im 7. Jahrhundert von der westeuropäischen Kirche übernommen. Von den vielen Festen, die der Gottesmutter Maria geweiht wurden, ist dies eines der bedeutendsten. Zunächst nur als »Fest der Entschlafung« begangen, entwickelt es sich im 8. Jahrhundert zum Himmelfahrtsfest und wird unter Karl dem Großen 813 in Deutschland eingeführt und im Laufe der Jahrhunderte immer festlicher ausgestaltet bis hin zur Marienkrönung.

Bild: Sterbeszene Mariens und zugleich die Himmelfahrt der Seele (kleines Kind oben im Bild), von Jesus und den Engeln in Empfang genommen.Garcia da Benadarre, um 1470

Gedanken zu Mariae Himmelfahrt

21

Schon früh rankt sich eine Reihe von Legenden um den Tod Marias. Weder Todestag noch -jahr sind bekannt. Das Neue Testament berichtet darüber nichts. So erzählt eine Legende, dass die Jünger das Grab der Maria öffneten und darin nicht ihren Leichnam, sondern nur Blüten und Kräuter fanden.Eine andere beschreibt, dass Marias Leichnam in Anwesenheit der Jünger von Engeln in den Himmel getragen wurde. Unter allen Marienfesten hat Mariae Himmelfahrt von Anfang an eine besonders enge Verbindung zum religiösen Brauchtum.Seit vielen Jahrhunderten findet an diesem Tag die Kräuterweihe statt. Der Ursprung dieses Brauches ist unklar. Bekannt ist, dass schon die Germanen Kräuter als Opfergabe auf ihre Altäre legten und dies möglicherweise in frühchristlicher Zeit übernommen und mit einem neuen Sinn versehen wurde.Möglich erscheint auch, dass die jahreszeitlich bedingte Reifung des Kornes und die sommerliche Fülle in der Natur in der bäuerlich-ländlich geprägten Lebenswelt zu dieser Verknüpfung beigetragen haben. Auch die traditionell verwendeten Beinamen für Maria als »Blume der Felder«, »Lilie der Täler«, »Rose ohne Dornen« oder »Maria im Ährenkleid« mögen ihren Anteil daran haben.Von Bedeutung sind Anzahl und Auswahl der Kräuter, die regional aber verschieden sein können. Sieben als heilige Zahl ist dabei wohl am gebräuchlichsten.Dazu gehören Johanniskraut,Wermut, Beifuß, Schafgarbe, Tausendgüldenkraut, Eisenkraut und Getreidehalme. Sie werden zu einem Strauß zusammen gebunden, vom Pfarrer im Gottesdienst geweiht und in den Häusern und Ställen aufgehängt. Es werden ihnen besondere Heilkräfte gegen Krankheiten, Schutz vor Unheil, Gewitter und Blitzschlag zugeschrieben. Die christliche Kunst hat die Himmelfahrt Mariae in vielfältiger Weise gestaltet. Zunächst wurde sie in der byzantinischen Malerei dargestellt, dann von der west-

europäischen mittelalterlichen Malerei übernommen. Dabei wird zuerst die Sterbeszene mit der Aufnahme in den Himmel verbunden. Erst später wird die Himmelfahrt zum alleinigen Thema. Anzumerken wäre noch, dass es ein Fest mit ökumenischen Zügen ist, denn sowohl in der orthodoxen als auch in der anglikanischen Kirche hat es seinen Platz.Von den vielen Marienfesten wurden in der Reformationszeit nur drei,darunter Mariae Himmelfahrt, beibehalten und von Luther anerkannt. Bis es dann im Laufe der Zeit in der evangelischen Kirche in Vergessenheit geraten ist. Zu guter Letzt seien noch zwei alte Bauernregeln angefügt, deren Richtigkeit es im jetzigen Zeitalter des Klimawandels zu überprüfen gilt. »Zu Mariae Himmelfahrt, das wisse, gibt’s die ersten guten Nüsse« »Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, es noch zwei Wochen bleiben mag.« Ingrid Volz

»feel the freedom«

am 13. 09. 2009 geöffnet von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr 9.30 Uhr Gottesdienst 17 Uhr Konzert: »Saitenweisen seitenweise« mit Originalkompositionen und Bearbeitungen für Violine und Orgel von J.S.Svendsen,O.Olsson, P.E.Lange-Müller,L.Kogan u.a. Ausführende:Max Lewandowski – Violine Andy Buch – Orgel Eintritt frei,Spenden erbeten

Paul-Gerhardt-Kirche – Tag des offenen Denkmals

Gospel-Workshop mit Christoph Zschunke 18. bis 20. September 2009, Elias-Kuppelsaal Abschlusskonzert,So.20.Sept.2009,17 Uhr Paul-Gerhardt-Kirche,Eintritt frei »feel the freedom« Wir feiern unsere Freiheit – 20 Jahre nach dem Herbst 1989. Zu diesem Workshop im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Wachet und betet« sind alle Gospel- und Sing-Begeisterten herzlich willkommen! Der Workshop bietet Menschen jeden Alters eine gute Gelegenheit,sich beim Singen in einer Gruppe auszuprobieren und gemeinschaftlich das besondere am Gospel und seinem mitreißenden Chorsound zu erleben.Die Teilnahmegebühr beträgt 25 Euro, ermäßigt 15 Euro (inkl. Essen und Trinken).Anmelden könnt Ihr Euch unter Tel. 44 71 55 67 oder per E-Mail: konzertbuero@ekpn.de. Gerne beantworten wir Eure Fragen zum Workshop!

22 Auf ein Wort zum Kloster

Auf ein Wort zum Kloster
Die letzten AbendbeSINNungen standen unter dem Thema »Nur der ganze Gott kann helfen». Sie erinnern sich, Sonntag um 21 Uhr feiern wir im Stadtkloster einen Gottesdienst zum Wochenstart.»Nur der ganze Gott kann helfen.» Der Satz stellt zunächst die Behauptung auf, dass Gott hilft.Aber: Kann Gott helfen? Wie hilft Gott? Die Bibel, die Geschichte Israels, der Christen und Kirchen berichten vom Handeln Gottes. Und doch: Oft leiden wir unter seiner Abwesenheit, sehen sein Handeln nicht mehr, erkennen die Spuren seines Wirkens nicht.Wie können wir seine Hilfe erwarten? Der Satz beinhaltet des weiteren den »ganzen Gott».Was ist denn ein halber Gott? Wir haben oft ein reduziertes Gottesbild vom lieben Gott und das geht dann schnell in

Richtung: G-O-T-T = Guter Opa total taub. Der Gott der Bibel,der eifersüchtig ist und liebt,Jesus,der in seinem Herzen ergrimmt und die Händler aus dem Tempel wirft,diese Seiten Gottes werden leicht vergessen. Gott, der Vater Abrahams, Isaaks und Jakobs, der auch der Vater von Jesus Christus ist, wird weichgespült zu einer immer lächelnden Gottheit. Damit laufen wir Gefahr, dass dieser liebe Gott uns nichts zu sagen hat, denn das Leben ist nicht immer nett zu uns, und Gott kommt dann, wenn´s uns schlecht geht, nicht vor. Vielleicht erwarten viele Menschen nichts von Gott, weil wir das Reden von Gott geglättet haben und keine Ecken und Kanten mehr zulassen? Denn die Bibel zeichnet ein sehr vielseitiges Bild von Gott. Wir treffen auf den Schöpfer, den Richter, den Retter,den Fordernden und Liebenden,den Kriegsherrn und den Friedensstifter, um nur einige zu nennen. Manche Bilder finden sich in den jüdischen, manche in den christlichen Schriften.Dass im Alten Testament Gott Richter und im Neuen Testament der Liebende ist,stimmt nicht! In den Stundengebeten des Stadtklosters singen wir darum sowohl einen Psalm und lesen auch einen Abschnitt aus dem Evangelium.Und wir begegnen dem »ganzen» Gott.Die Antiphon, die wir zurzeit singen, lautet: »Bei dir ist die Quelle des Lebens in deinem Licht schauen wir das Licht.» Damit erinnern wir uns an die großartige Zusage Gottes, dass er uns Leben schenkt,Licht gibt für unseren Weg.Und dann hören wir Jesus zu, wenn Matthäus von ihm berichtet: »Dann begann er den Städten,in denen er die meisten Wunder getan hatte,Vorwürfe zu machen,weil sie sich nicht bekehrt hatten:Weh dir,Bethsaida, weh dir, Chorazin … Weh dir, Kafarnaum, wenn in Sodom die Wunder geschehen wären, die bei dir geschehen sind,dann stünde es noch heute.Ja,das sage ich euch:Dem Gebiet von Sodom wird es im Gericht nicht so schlimm ergehen wie dir.» (Mt 11) Es lohnt sich, Gott zu fragen:Wie sollen wir das verstehen? Oder wie der Psalmist sagt:»O Gott,komm mir zu Hilfe;Herr, eile mir zu helfen.» Im Übrigen: Unsere nächste Reihe handelt von »Vorratsgeschichten», von Gott, der uns versorgt mit dem, was wir zum Leben nötig haben.Kommen Sie doch einmal vorbei. Haben Sie es schon bemerkt? – Die Evangelisten sind wieder auf ihren Plätzen am Gebäude der Segenskirche!

Stadtkloster Segen Angebote

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Angebote vom Stadtkloster im September
Knirpse in Segen Die Knirpse machen Sommerpause.Das erste Treffen der Knirpse findet wieder statt am 3.September 2009 Die Knirpse in Segen sind ein Angebot für Kinder und ihre Eltern am Donnerstag von 16 Uhr bis 17.30 Uhr. Stille in der Stadt Einladung zur Meditation im Herbst 2009 Dienstag 22.und 29.September,6.und 13 Oktober, jeweils 19.30 Uhr in der Winterkirche des Stadtklosters Segen. verantWORTung Gott richtet sein WORT an uns Und hofft auf ANTwort. Wenn wir antworten,übernehmen wir VERANTWORTung Für uns,unsere Umgebung und unsere Welt. Zum Glück aber trägt Gott die letzte Verantwortung,denn auf sein WORT hin handeln und leben wir. Neugierige und Interessierte sind willkommen. Am ersten Abend wird eine Einführung gegeben ins Sitzen,Schweigen und Beten. Die Gruppe meditiert gemeinsam und dennoch geht Jede und Jeder seinen eigenen inneren Weg. Eine regelmässige Teilnahme ist sinnvoll. Eine Beteiligung von Euro 5.– pro Person,pro Abend, wird erbeten. Leitung: Barbara Schubert-Eugster, ökumenische Ausbildung zur Exerzitienleiterin und geistlichen Begleitung Georg Schubert, Projektleiter Stadtkloster Segen Tag des offenen Denkmals / Tag der offenen Tür Am 12.September 2009 findet der Tag des offenen Denkmals statt.Das Stadtkloster nutzt die Gelegenheit,um zu einem Tag der offenen Tür einzuladen.Gelegenheit,das Projekt »von innen» anzusehen und sich zu informieren,was läuft und was geplant ist.Vor allem,eine gute Gelegenheit,den Kirchturm bis zum Glockengeschoss zu besteigen und den Prenzlauer Berg von oben zu sehen. Programm Öffnungszeiten Samstag,12.9.2009:11.00 bis 18.00 Uhr Sonntag geschlossen Führungen zum Thema »Projekt Stadtkloster» 11.00 Uhr / 13.00 Uhr / 14.00 Uhr / 15.00 Uhr / 16.00 Uhr Stundengebete Mittagsgebet um 12.00 Uhr / Abendgebet um 18.00 Uhr Musik 15.30 Konzert der »Schola Berlin Choral» gemeinsam mit »Lauda Sion« 17.00 Uhr Klezmer- und Jazz-Musik Turmbesteigung zu den Glocken und Aussichtsbalkonen 12.30 bis 17.00 Uhr Speis und Trank Kuchen,Kaffee,Getränke,einfaches vom Grill von 11.00 bis 17.30 Uhr Weitere Informationen unter:www.stadtklostersegen.de Stundengebete: Montag bis Freitag 8 Uhr und 12 Uhr Dienstag / Donnerstag 21 Uhr

Schönhauser Allee 161,10435 Berlin U2 (Senefelderplatz)

24 Kirchenbesuch

Alle Vögel waren da
Interview nach einem Kirchenbesuch Am 10./11. und 12. Juni war die Paul-Gerhardt-Kirche bevölkert mit insgesamt 58 sechs bis achtjährigen Kindern aus der Bornholmer Grundschule. Es sind die Teilnehmer des Religionsunterrichts aus den jahrgangsgemischten Klassen 1/2, genannt Amseln, Meisen, Finken, Stare, Schwalben und Spatzen. Empfangen wurden wir von Frau Pfn.Fey und einem Glockengeläut, extra für uns. Dann machten sich die Kinder mit Betrachtungs- und Beschreibungsaufgaben allein auf eine Entdeckungsreise durch die Kirche. Da sollte die Kanzel, der Altar, das Taufbecken, die Fenster, das Deckengewölbe usw. genauer untersucht werden.Wieder in der Schule, haben wir unsere Schüler nach ihren Eindrücken und Meinungen gefragt. Wie sich das Glockengeläut angefühlt habe,schildern die Kinder so:ich war traurig und fröhlich zugleich,ich habe mich frei gefühlt und leicht,es war irgendwie so göttlich,es war sehr schön, als hätte man fliegen können. Alle Kinder jedenfalls waren beeindruckt vom Glockengeläut,das konnten wir an ihren Gesichtern sehen.Viele äußerten den Wunsch,die Glocken einmal ansehen zu können und alle würden gern mal Die Schulkinder bei der Besichtigung der Paul-Gerhardt-Kirche

auf die Knöpfe drücken.Auf die Frage,was das Schönste gewesen sei,nannten einige den Altar,andere das Altarbild oder das Taufbecken.Das Allerschönste für alle war,dass die Kinder auf die Kanzel steigen durften, einzeln natürlich und vorsichtig. Viele hatten auch konkrete Vorstellungen davon,was sie gern einmal von der Kanzel aus zu den Menschen sagen möchten. Sie würden über Krieg, Ungerechtigkeit und Umweltverschmutzung reden. » Wenn die Natur so ist, wie sie sein soll, dann kommt auch Gott», würde ein Sechsjähriger gerne sagen. Ein größeres Kind würde gern einmal sagen: »Gott segne euch.» Die Engel an der Kanzel sind natürlich zum Beschützen da oder zum Abschrecken gegen böse Geister und auch wegen der Göttlichkeit. Die Kinder hätten da auch noch ein paar Fragen an Frau Pfn. Fey. Ein Kind möchte gern wissen, wie man richtig getauft wird.Ein anderes fragt,wann Jesus kommt oder ob es die Arche Noah noch gibt, und jemand wollte wissen, wie denn all die vielen Menschen an den Altartisch passen sollen.Es gibt noch viel zu entdecken und zu lernen, und alle Vögel wollen gern wiederkommen.Vielen Dank an Frau Pfn.Fey, an meine Praktikantin Fr. Lindner und Gott segne euch (ich wollte das auch mal gerne sagen) Beate Kießling, Religionslehrerin. Die Entdeckungen in der Paul-Gerhardt-Kirche wollen wir im neuen

Alle Vögel waren da...

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Schuljahr fortsetzen, welches ja in das Jahr 2010 übergeht, in dem unsere Kirche ihren 100. Geburtstag feiert – und die Schuke-Orgel den 50. Geburtstag. Gute Erfahrungen konnten wir bei diesen Entdeckungen in der Kirche und an der Orgel immerhin schon mit Kindern von drei Kitas machen (Ev. Kindergarten Elias, Ev. Kindergarten Gethsemane, Ev. Kindergarten Arche),mit Kindern der Bornholmer Grundschule und Kindern der Freien Evangelischen Schule, Christburger Straße. Auch wollen wir alle Gruppen, welche die Paul-Gerhardt-Kirche nun schon in Tradition zusätzlich zu den Gottesdiensten für Andachten, Konzerte, Theateraufführungen und Feiern

nutzen, in die Gestaltung der Veranstaltungen im Jubiläumsjahr einbeziehen. Das waren im letzten Schuljahr außer den genannten drei Kitas und 2 Grundschulen das Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasium, zwei außergemeindliche Chöre (Gemischter Chor der Städtischen Musikschule »Johann Sebatian Bach» Potsdam und enCHORe/ ehemals Jugendkammerchor Pankow) sowie die Theatergruppe des Annedore-LeberBerufsbildungswerkes »Die Fäustlinge». Nach der Sommerpause geht es in die konkrete Vorbereitung.Gern nehmen wir auch Ihre Ideen auf. Wer also Interesse an der Planung hat, melde sich bitte bei mir.Pfn.Uta Fey

Besuch im Pfarrhaus
Ralph Neumann,der in den USA lebt,ist mit unserer Gemeinde in sehr besonderer Weise verbunden.Er,der nach des »Rassegesetzen» der Nazis als Jude galt,war damals von Agnes Wendland,der Pfarrfrau,und ihren Töchtern in der Pfarrdienstwohnung Gethsemanestr.9 versteckt worden. Eine Gedenktafel an diesem Haus erinnert heute an diese Frau.Ralph hatte unsere Gemeinde schon zum wiederholten Male besucht.Anlässlich der Gedenktafelenthüllung am Gemeindehaus Gethsemane vor einigen Jahren hatten ihn viele aus unserer Gemeinde kennen gelernt.Einige haben mit großer Freude für ihn und seine Frau Nora ein anspruchsvolles »Berlin-Besuchs- Programm» geplant und durchgeführt.Bei einem zufälligen Anruf in den USA erfuhren wir,dass er auf gepackten Koffern sitzt,um nach Berlin zu fliegen.Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand in der Stauffenbergstraße hatte ihn eingeladen,um Zeitzeugenrecherchen durchzuführen.Wir wollten gleich ein großes Treffen mit allen Freunden aus der Gemeinde organisieren.Er bat uns um Nachsicht,da seine gesundheitlichen Kräfte begrenzt sind. Ralph war krank und befindet sich auf einem langsamen,aber guten Weg der Besserung.So kam es zu einem Abendessen mit Nora,seiner Frau,in der Pfarrdienstwohnung in der Gethsemanestraße,in dem Haus,in dem er einst versteckt wurde und an dessen Hauswand er nach der Eroberung durch die Russen ein russisch geschriebenes Schild »Evangelisches Pfarrhaus» hängte.Es ist noch in unserem Archiv vorhanden.Sicherlich war das der Grund,warum dieses Haus vor plündernden Soldaten verschont blieb. Einige seiner alten Weggefährten kamen an diesem Abend dazu:Angelika Rutenborn,geb.Wendland,eine der beiden Töchter des Pfarrerehepaares Wendland,Pfn.Evamarie Koch aus Spandau und Pfr.Rudolf Weckerling,einem für unsere Kirche wichtigen Pfarrer der Bekennenden Kirche. Über diesen Weg gebe ich die herzlichsten Grüße von Ralph und Nora Neumann an die Gemeinde weiter,vor allem an die,die sich vor drei Jahren mit beiden angefreundet haben. Pf.Christian Zeiske

Ralph Neumann

Pf. Rudolf Weckerling

Oben: Pf.C.Zeiske, Dorle Zeiske-Simon, Angelika Rutenborn, geb. Wendland, Ralph Neumann und Frau Nora (USA), Pf.Rudolf Weckerling, Pfn.Evamarie Koch aus Spandau

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Inhalt

Seite Veranstaltungen & Konzerte

Das Wort

Fr.18.09. Sa.19.09. Mi.30.09.

18.00 10.00 20.00

Elias Kuppelsaal Gospelworkshop »feel the freedom« mit Christoph Zschunke Mehr Infos siehe S.21 Film »10 Tage im Oktober«; anschließend Gespräch mit Regisseur Thomas Frick Gethsemane Orgelkonzert für Kinder – mit Elisabeth Kaiser; Eintritt frei Ausstellungseröffnung »Wachet und betet« Anschließend:Abend der Begegnung mit Zeitzeugen Musik:»Die Gedanken sind frei«; Elisabeth Kaiser (Orgel),Christian Raake (Saxofon) Tag des offenen Denkmals; musikalischer Abschluss Felix Mendelssohn-Bartholdy: »Elias« Konzertchor der Friedenskirche Berlin-Niederschönhausen Young Voices MDO,Orchester,Hauptstadtblech Paul Gerhardt Konzert zum Tag des offenen Denkmals »Saitenweisen seitenweise« – Originalkompositionen und Bearbeitungen von Svendsen,Olsson,Lange-Müller,Kogan u.a. Violine:Max Lewandowski; Orgel:Andy Buch Eintritt frei,Spenden erbeten Abschlussandacht und Konzert des Workshops mit Christoph Zschunke & Gospelchor; Eintritt frei

Mi.09.09. Sa.12.09.

17.30 17.00

So.13.09. Sa.26.09.

19.30 17.00

So.13.09.

17.00

So.20.09.

17.00

Stadtkloster Segen Veranstaltungen im Stadtkloster Segen finden Sie im Internet unter:www.stadtklostersegen.de
Der E-Mail-Newsletter des Konzertbüros. Jetzt bestellen und keine Veranstaltung verpassen. Einfach Mail mit Namen und E-Mail-Adresse an: konzertbuero@ekpn.de

TIPP für alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer unserer Gemeinde:Zu allen Veranstaltungen gibt es ein bestimmtes Kontingent an Freikarten; zu erfragen im Konzertbüro:konzertbuero@ekpn.de;T.:44 71 55 67

Voranzeige, bitte vormerken!

Gemeindefahrt »Brandenburgische Exkursionen«
am 3. Advent, dem 13. Dezember 2009, in die Uckermark:Andacht im sog.»Kirchlein im Grünen« in Alt-Placht und Besuch der Glashütte in Annenwalde mit Adventsverkauf. Nähere Informationen im nächsten Gemeindebrief und durch Pfn.Fey

Neuer Superintendent

Das Wort

Ausstellung zu 89`auf dem Alex

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Neuer Superintendent des Kirchenkreises Berlin Stadtmitte ist Pfr. Dr. Bertold Höcker
Die Mitglieder der Kreissynode Berlin Stadtmitte haben am 9. Juni 2009 in der Heilandskirche Herrn Pfarrer Dr.Bertold Hökker zum neuen Superintendenten gewählt. Bereits im ersten Wahlgang ist er mit absoluter Mehrheit gewählt worden.Auch wir in der Gemeinde freuen uns auf das Kommen von Bertold Höcker,der seinen Dienst als Leiter unseres Kirchenkreises am 1.11.2009 für die Dauer von zunächst 10 Jahren antreten wird. Bertold Höcker wird 1958 in Kiel geboren, absolviert eine Orgelbauer-Lehre, studiert Theologie, Kirchenmusik und Psychologie in München und Tübingen.In Kiel ist er tätig als Universitätsorganist und –kantor und promoviert über »Lateinische Gregorianik im Lutherischen Gottesdienst».Im Jahre 1995 wird er ordiniert,ist Leiter der Arbeitsstelle für Gottesdienst und Kirchenmusik der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kiel, als Kirchenrat im Nordelbischen Kirchenamt Referent im Dezernat für Theologie und Publizistik und Pastor an der Stadtkirche St. Nicolai. Danach ist er als Oberkirchenrat im Nordelbischen Kirchenamt im Dezernat für Theologie und Publizistik schwerpunktmäßig zuständig für Gottesdienst, Fundraising und theologische Bertold Höcker

Grundfragen. Im Jahre 2004 wechselt Bertold Höcker in die Arbeit als Citykirchenpfarrer des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und der Ev. Gemeinde Köln an der Antoniterkirche. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören: Seelsorge, Beratung,Gottesdienste,Fundraising. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit und auf Begegnungen mit Bertold Höcker auch bei uns in der Gemeinde. Nach seiner Einführung als Superintendent,die in einem Gottesdienst am 1. November 2009 um 14 Uhr in der Marienkirche stattfindet, werden wir ihn am Freitag, dem 6. November 2009 um 19.30 Uhr im Gottesdienst zur Eröffnung der Kreissynode in der Gethsemanekirche sehen und erleben können. Ein herzliches Willkommen auch zu diesen beiden Gottesdiensten.Pf.Heinz-Otto Seidenschnur

Freiluftausstellung »Friedliche Revolution 1989/90«
Am 7. Mai 2009 wurde auf dem Alexanderplatz die von der Robert-Havemann-Gesellschaft konzipierte Ausstellung »Friedliche Revolution 1989/90« eröffnet. Genau 20 Jahre nach den nachweislich gefälschten Kommunalwahlen in der DDR. Leider hat sich für diesen gesellschaftlichen Umbruch der Begriff »Wende« etabliert. Zur Erinnerung: Dieser Begriff wurde von Egon Krenz, dem Nachfolger Honeckers, geprägt. Aber viel wichtiger, dieser Begriff impliziert für mich Passivität. Und genau das, passiv, waren wir nicht mehr. Mein persönlicher Untertitel dieser Ausstellung lautet: »Wie immer mehr Menschen in der DDR ihre Angst überwanden.« Dies wurde in einer Rede zu Ausstellungsbeginn auch sehr schön auf den Punkt gebracht.»Natürlich hatten wir bei allem was wir taten auch Angst. Aber das entscheidende war, dass die Angst nicht uns hatte.« Vor allem im September und Oktober 1989 war die Gethsemanekirche einer der Orte, an denen man Ermutigung finden konnte, diese Angst zu überwinden. Hier haben viele Menschen und auch ich erfahren können: ich bin nicht allein, und wir werden immer mehr.Wir mischen uns jetzt in unsere eigenen Angelegenheiten ein. Diese Ausstellung, in der auch der Anteil der Gethsemanekirche einen guten Platz gefunden hat, vermittelt – noch bis zum 14.November – ein sehr lebendiges Bild der Geschehnisse dieser Zeit. Begleitend gibt es ein Veranstaltungsprogramm. Weitere Informationen sind unter den folgenden Internetadressen zu finden: www.mauerfall09.de und www.havemann-gesellschaft.de Albrecht Wetzel (Mitglied der Gethsemanekantorei und gehörte vor 20 Jahren zu denen,die die StaSi-Behörde auflösten – Anm. d. Red.)

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So finden Sie uns

Zentralbüro Evangelische Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord Sitz der Geschäftsführung Gethsemanestraße 9,10437 Berlin Vorsitzender des Gemeindekirchenrates Wolfgang Schellig T.:44 73 67 50 gkr@ekpn.de Küster Harald Mößner T.:4 45 77 45 F.:43 73 43 78 Computerfax (9 –16 Uhr) 43 73 43 79 Sprechzeiten: mo.13 – 16 Uhr,mi.14 – 19 Uhr do.9 – 12 & 13 – 16 Uhr www.ekpn.de zentralbuero@ekpn.de Spendenkonto KVA Berlin Stadtmitte, Kto.411741280 Ev.Darlehnsgenossenschaft, BLZ 210 602 37 Spendenquittung auf Wunsch Zweck:»Prenzlauer Berg Nord«

Elias-Kuppelsaal Gemeindebüro Gethsemanekirche Gemeindebüro Gethsemanestraße 9,10437 Berlin

Göhrener Straße 11,10437 Berlin Öffnungszeiten mi.16 – 19 Uhr T.:4 42 63 31 / F.:44 05 62 18 Stargarder Straße 77,10437 Berlin Öffnungszeiten mo.11 – 13 Uhr, di.16 –18 Uhr,mi.11 – 13 Uhr fr.11 – 13 Uhr T.:4 45 77 45 / F.:43 73 43 78 Wisbyer Straße 7,10439 Berlin Öffnungszeiten mi.und fr.10 – 12 Uhr, mi.17 – 19 Uhr T.:4 45 74 23 / F.:44 71 95 04 Schönhauser Allee 161,10435 Berlin Öffnungszeiten di.17 – 18.30 Uhr,do.9 – 11 Uhr T.:4 48 34 83 / F.:41 71 50 72

Paul-Gerhardt-Kirche Gemeindebüro Kuglerstraße 15,10439 Berlin

Segenskirche Gemeindebüro rechter Aufgang parterre

Stadtkloster Segen Schönhauser Allee 161,10435 Berlin Stadtkloster- Büro T.:44 03 77 39 info@stadtklostersegen.de Pfarrerin & Pfarrer Pfn. Uta Fey u.fey@ekpn.de Sprechzeiten Pf. Gisbert Mangliers g.mangliers@ekpn.de Sprechzeiten Pf. Heinz-Otto Seidenschnur ho.seidenschnur@ekpn.de Sprechzeiten Pf. Christian Zeiske c.zeiske@ekpn.de Sprechzeiten Geschäftsführer Frank Esch Sprechzeiten T.:40 00 34 99 f.esch@ekpn.de Zentralbüro,nach Vereinbarung

T.:44 71 95 06 T.:4 45 74 54 (privat) Büro Kuglerstraße 15,mi.17 – 19 Uhr * T.:4 48 03 33 (privat) mobil 0171 / 1 79 50 07 Büro Segen,di.,17 - 18.30 Uhr * mobil 0179 / 7 64 00 32 Büro Elias,di.15 – 17 Uhr* Büro Gethsemane,mi.15 –17 Uhr T.:40 00 39 30 Büro Gethsemane, di.18 – 19.30 Uhr, fr.9 – 11 Uhr *
*und nach Vereinbarung

Kontakte

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Arbeit mit Kindern Jugendlichen & Familien Antje Erdmann Dipl.Sozialpädagogin /Diakonin Göhrener Straße 11,10437 Berlin T.:41 71 59 57 a.erdmann@ekpn.de Sprechzeit di.11.30 – 13.30 Uhr Christina van Laak c.vanLaak@ekpn.de Jana Scherle Dipl.Pädagogin / Beratung für Familien Göhrener Straße 11,10437 Berlin T.:41 71 59 61 jana.scherle@ekpn.de Sprechzeit mi.14 – 18 Uhr Paul Beutel Jugendwart Kuglerstraße 15,10439 Berlin T.:4 45 74 25 p.beutel@ekpn.de Fachausschuss: kinder.jugend.ausschuss.@ekpn.de Kirchhöfe Segens-Friedhofsverwaltung Monika Peter Gustav-Adolf-Str.67–74,13086 Berlin T.:9 25 30 68 / 47 03 27 32 F.:47 03 27 35 www.segenskirchhof.de kontakt@segenskirchhof.de Kirchhofsverwaltung Nordend Katrin Manke Dietzgenstraße 120 – 162, 13158 Berlin T.:4 76 35 54 F.:4 76 27 70 www.berlin-friedhof.de nordend@berlin-friedhof.de

Kindergärten Ev. Kindergarten Elias Göhrener Str.11,10437 Berlin Leitung Sabine Ostermeyer T.:4 42 24 05,F.:41 71 74 96 elias@kita-berlin.de Ev. Kindergarten Gethsemane Greifenhagener Str.2,10437 Berlin Leitung Eva Koch T.:4 45 55 84,F.:40 00 33 86 kita-gethsemane@gmx.de Ev. Kindergarten »Arche« Schönhauser Allee 104,10439 Berlin Leitungsvertretung Patricia Streich kita.arche@hoffbauer-bildung.de T.:4 45 70 48,F.:40 04 50 30 Hausmeister/Techn. Personal Helmut Böhnke mobil 0179 / 7 36 18 57 Jürgen Bocheinski mobil 0179 / 7 64 00 33 Bärbel Jenichen mobil 0173 / 2 15 71 32 b.jenichen@ekpn.de Andreas Schumann mobil 0176 / 48 11 68 40

Kirchenmusik Elisabeth Kaiser T.:44 71 55 69,e.kaiser@ekpn.de Detlef Lehmann T.:47 48 90 75 Hermfried Weber T.:40 00 79 84 Christoph Zschunke T.:44 71 55 67 konzertbuero@ekpn.de Veranstaltungsmanagement Konzertbüro Gethsemanestraße 9,10437 Berlin Tickethotline 44 71 55 68 Christoph Zschunke Mario Gugeler T.:44 71 55 67 F.:43 73 43 78 konzertbuero@ekpn.de Diakoniestation Hauskrankenpflege Weißensee/Prenzlauer Berg Bizetstraße 49,13088 Berlin T.:9 27 46 94 Leitung Herr Gülker

Ökumenische Pilger-Rad-Tour
in 3 Etappen von Berlin nach München Wir bringen die ökumenische Hoffnung von der Gethsemanekirche 2003 in Berlin zum 2. Ökumenischen Kirchentag 2010 in München 1. Etappe: 1.bis 6.Juni 2009 von Berlin nach Naumburg/Saale 2. Etappe: 6.bis 11.September 2009 von Naumburg/Saale nach Nümberg 3. Etappe: Anfang Mai 2010 von Nümberg nach München zur Eröffnung des Kirchentags Info: Annegret Laakmann,KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche , Flaesheimer Str.269,45721 Haltern • Tel.(02364) 5588,Fax:(02364) 5299, E-Mail:laakmann@wir-sind-kirche.de,www.wir-s ind-kirche.de

WACHET UND BETET
Aus diesem Anlass lädt der Gemeindekirchenrat der Gemeinde Prenzlauer Berg Nord im Herbst 2009 zu verschiedenen Veranstaltungen in die Gethsemanekirche ein.

Herbst ’89 in der Gethsemanekirche – 20 Jahre danach

4. Oktober ZDF-Fernsehgottesdienst mit Bischof Dr. Huber 7. Oktober »REVOLUTION IN BERLIN« »Brennpunkt Gethsemane«

9. Oktober »Ringen um Demokratie 1989 und heute« (Podiumsdiskussion)

Nähere Infos siehe www.ekpn.de oder Aushänge, Programmheft, Veranstaltungsflyer

Grafik-DesignBüro Dieter Wendland AGD /Foto Torsten Friesecke

12. September Ausstellungseröffnung »Wachet und Betet«

8. Oktober »Machtfrage – Wie die Staatssicherheit versuchte, die friedliche Revolution zu verhindern«

16. Oktober Vortrag von Prof. Dr. Jens Reich »Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, … wann muss Kirche politisch handeln?«
        
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