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Periodical volume

Full text: Gemeindebrief Issue 47.2008/2009, Dezember/Januar

Gemeindebrief
Ausgabe Nr. 47 Dezember 2008 / Januar 2009

Elias · Gethsemane · Paul Gerhardt · Segen
Evangelische Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord

2 Inhalt

Seite

Editorial

Aus dem GKR 4 Und Josef rührt die Suppe um 5 20 Jahre friedl.Revolution,Aufruf 6/7 Kinder,Kinder 8/9 Mitteilungen/Amtshandlungen 10 Junge Gemeinde 10 Vier Tage,siebzehn Leute 11 Kirchenmusik/ Weihnachtsoratorium 12/13 Geburtstage 14 100 Jahre Segenskirche 15 Die Krippe in Segen 15 Gottesdienste 16/17 Regelmäßige Veranstaltungen 18/19 Engel und andere Wesen 19 Weihnachtskrippen in Paul Gerhardt 20/21 Auf ein Wort zum Kloster 22 Veranstaltungen d.Communität 23 Ich steh an deiner Krippe hier /Elias 24 Die Krippe in Gethsemane 25 Konzerte/Veranstaltungen 26 Anzeigen 27 Partnerschaftsseminare 28 Anzeigen 29 Kontakte 30/31 Hinweis: Der Gemeindebrief erscheint als pdf-download auf der gemeindeeigenen Homepage www.ekpn.de Titelbild Bildausschnitt Zirkelbrüderaltar,Lübeck um 1405/30 Detail mit der Geburt Christi s.Seite 5. Heute befindet sich der Altar im Museum f.Kunst u.Kulturgeschichte der Hansestadt Lübeck
Herausgegeben vom Gemeindekirchenrat der Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord. Auflage:2000 Stück. Redaktionsanschrift:Gemeindebüro der Ev.Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord Gethsemanestr.9,10437 Berlin T.:4 45 77 45,F.:43 73 43 78 zentralbuero@ekpn.de Gestaltung:Grafik-DesignBüro Dieter Wendland Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe ist der 2. 1. 2009

Editorial
Liebe Leserin,lieber Leser Sie haben die Weihnachtsausgabe unseres Gemeindebriefes in Händen.Schnell kam sie, die Weihnachtszeit, gerade erst war doch noch Sommer! Nun haben wir einige weihnachtliche Themen hineingenommen.Besonders froh sind wir, dass es Berichte von den Krippen unserer Gemeinde aus allen vier Kirchen gibt.Sie führen uns vor Augen, was für unterschiedliche Leute zur Krippe kamen: einerseits die Hirten, damals eher Strauchdiebe als brave Bürger,andrerseits hohe Herren aus aller Herren Länder mit wertvollen Geschenken.Das lässt unsere Gedanken zurückkehren in den Sommer,als in Heinersdorf die Ahmadiyyah-Mosche gebaut und eingeweiht wurde. Wenn schon edle Menschen,in fernen Ländern geboren,zur Krippe zu Besuch kommen, dann sollen uns die Muslime, die in unserer Nachbarschaft ein Gotteshaus errichtet haben, besonders willkommen sein. Die Krippen können uns daran erinnern, uns doch gegenseitig zu besuchen. So kommen uns in der Weihnachtszeit Gedanken an den gerade erst vergangenen Sommer. Bitte geben Sie unseren Gemeindebrief weiter,noch können wir es uns leisten,ihn umsonst zu verteilen.Wie immer freuen wir uns über Ihre Zuschriften, auch Ihre Kritik, die wir sehr ernst nehmen.Eine besinnliche Adventszeit,ein fröhliches Weihnachtsfest und ein gutes und gesegnetes neues Jahr mit vielen wertvollen nachbarschaftlichen Begegnungen wünscht Ihnen mit Ihrem Redaktionsteam,Pf.Christian Zeiske

Allianzgebetswoche 11. 1. – 18. 1. 09
Gesamtthema: Durch den Glauben Hebr.11
Tag, Uhrzeit So., 11. 1. 10 Uhr Veranstaltungsort Eröffnungsgottesdienst mit Abendmahl,P.-G.Kirche,Wisbyer Str.7 Mo., 12.1.,19.30 Uhr Heilsarmee Mitte, Kastanienallee 71 Di., 13.1., 6 Uhr Freie Evangelische Schule Berlin, Christburger Str.14 19.30 Uhr Evangelische Gemeinschaft, Driesener Str.1 Mi., 14.1., 15 Uhr Landeskirchliche Gemeinschaft Nord-Ost, Schönhauser Allee 134 A 19.30 Uhr Glaubensgemeinde, Dolomitenstr.87 Do., 15.1., 19.30 Uhr Christus-Kirche, Anklamer Str.31 Fr., 16.1., 19.30 Uhr EfG »Zoar«, Cantianstr.9 Sa., 17.1., 19.30 Uhr Evangelischmethodistische Kirche, Schröderstr.5 Friedhelm Geiß Clemens Volber Clemens Volber Verkündigung Gastgeber

Uta Fey Conny Vogler Michael Bremicker

Reinhard Assmann Edith Senkbeil Schwester Heidi Siegfried Fischer Friedhelm Fehr Jugend N.N. K.Schneider Friedhelm Fehr Erhart Zeiser Reinhard Assmann Lars Weinknecht

Das Wort

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Von menschlichen Schwachpunkten und göttlichen Möglichkeiten
handelt die biblische Geschichte, der die Jahreslosung für 2009 entnommen ist. Sie steht in Lukas 18, 27: »Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.« Liebe Leserin, lieber Leser, gern möchte ich Sie gedanklich mitnehmen,in der Geschichte vom Reichen Mann (Lukas 18, 18 – 27; synoptische Parallelen stehen auch in Matthäus 19 und Markus 10) Überraschendes zu entdecken. Ein Synagogenvorsteher redet Jesus an mit »guter Meister«.Was ist davon zu halten? Wenn ich das in meinem beruflichen Alltag als Pfarrer betrachte, dann gehen bei mir alle Warnlampen an. Wer mich in solcher übertriebenen und erkennbar einschleimenden Weise mit »Herr Pfarrer« anspricht und noch hinzufügt »Dürfte ich Sie freundlicherweise mal etwas fragen...«,der hat mehr im Sinn.Meine Erfahrung lehrt, dass dieser meist nichts Gutes im Schilde führt. Offenbar hat auch Jesus so seine Erfahrungen und ein gutes Gespür dafür.Meistens gelingt es mir,trotzdem freundlich und höflich zu bleiben, nicht immer. Jesus antwortet abweisend und ruppig:»Was nennst du mich gut.Niemand ist gut als Gott allein.« Ich finde es fast ein wenig überzogen,denn auch Menschen können gut sein. Aber bei Jesus scheinen die roten Warnleuchten angegangen zu sein. Es gefällt ihm nicht, wie dieser Mann ihn anspricht, und das lässt er ihn spüren. Die Frage, mit der der Mann kommt, ist bezeichnend: »Was muss ich tun, damit ich das ewige Leben ererbe?« Da will einer in den Himmel.Und er scheint von sich überzeugt zu sein,dass er das selbstverständlich schafft.Er braucht nur jemand,der ihm sagt, wie. Offenbar ein selbstgerechter Zweihunderprozentiger.Dass Jesus schroff wird und auf Abwehr geht,kann ich gut verstehen. Schon oft habe ich es erlebt:Wer einen so um Rat fragt, der wird einem gleich danach erklären, warum der Rat nichts taugt, was man auch immer geantwortet haben mag. Offenbar hilft manchmal nur Konfrontation, den Ball zurückspielen.Das tut Jesus souverän:Auf das,was niemand bestreiten kann,verweist er ihn,die Gebote. Jesus antwortet ganz als jüdischer Rabbi. »Wohl denen, die ohne Tadel leben,die im Gesetz des Herrn wandeln...Wie wird ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen? Wenn er sich hält an deine Worte«.Jesus gibt nichts anderes zur Antwort als das,was im 119.Psalm steht.Mit Abstand betrachtet,muss die Entgegnung des Mann verwundern und im Grunde auch abstoßen:»Das habe ich alles gehalten von Jugend auf.« Überheblicher geht es nicht.Ich kenne keinen der großen jüdischen Gelehrten, der je von sich behauptet hätte, alle Gebote das ganze Leben über gehalten zu haben.Und da behauptet einer, er habe immer alles richtig gemacht. Ja, ich verstehe die anfängliche Zurückhaltung Jesu.Und doch geschieht jetzt eine Wende in der Begegnung der beiden Männer.Ich gebe zu,dass mir der Schlüsselsatz der Geschichte, der nur bei Markus vorkommt, fehlt: »Und Jesus sah ihn an und gewann ihn lieb.« Dass Jesus einen eher unangenehmen oder unbequemen Menschen lieb gewinnen kann, das zeichnet ihn aus. Das gelingt mir nicht immer. Aber das, was Jesus nun – und dies offenbar aus Liebe – tut, ist überraschend.Denn er sagt ihm jetzt nicht etwa etwas Nettes,sondern:»Es fehlt dir noch eins.Verkaufe alles,was du hast, und gib´s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben,und komm,folge mir nach!« Eine solche Antwort kennt die Seelsorge als »konfrontative Intervention«. (Allein dieses Wort wird mir einen freundlich-kritischen Brief eines treuen Gemeindegliedes einbringen.) Jesus will dem Mann wirklich helfen. Aber das würde nicht gehen mit Nettigkeiten. Er konfrontiert ihn mit seinem schwachen Punkt.Nur so geht es und nicht, wenn er ihn auf seine Selbstgerechtigkeit ansprechen würde.Nur über seinen schwachen Punkt kann er ihn packen, der offenbar äußerlich erkennbare Besitz des Mannes. In der Seelsorge habe ich gelernt und das klingt zunächst ziemlich brutal: »Wo der Schmerz ist, geht’s lang.« Nur wenn wir uns wirklich unserem schmerzhaftesten Punkt stellen, können wir etwas lernen und uns verändern.Sonst bleibt alles oberflächlich und beim Alten.Eine solche seelsorgerliche Auseinandersetzung tut weh,ist aber oft das einzige,was hilft. Jesu Reaktion passt schon mit seiner Liebe zu dem Mann zusammen: Er nimmt ihn ernst, weil er ihn trotz allem lieb gewonnen hat.Und weil er ihn ernst nimmt,speist er ihn eben gerade nicht mit Nettigkeiten ab. Er konfrontiert ihn mit seiner schmerzhaftesten Stelle. Und die Antwort trifft ihn ganz tief. Tiefer kann man nicht erschüttert sein.Und es scheint fast so,als würde da sein ganzer selbstgerechter Panzer durchbrochen sein.Er hört auf,den Besserwisser und Alleskönner zu spielen: »Da er aber das hörte,ward er traurig; denn er war sehr reich.« Und doch macht die Auslegung dieser Geschichte deutlich,
Fortsetzung Seite 4/5

4 Aus dem GKR

G K R
Aus der Arbeit des Gemeindekirchenrates
Wir können bereits nach wenigen Wochen feststellen, dass die Neuschaffung der Stelle eines Geschäftsführers und der Besetzung mit Herrn Frank Esch für unsere Arbeit in der Gemeindeleitung ein großer Gewinn ist und zur Entlastung der bisherigen geschäftsführenden Pfarrer beiträgt. Dadurch können diese ihre Kraft verstärkt in die Gemeinde- und Verkündigungsarbeit einbringen. Ebenso trägt die Arbeit von Frau van Laak zur Bewältigung der zunehmenden Arbeit mit Kindern, Jugendlichen & Familie bei,und es kommt auch dort zu einer wesentlichen Bereicherung. Der Gemeindekirchenrat hat sich auf seinen Sitzungen am 6.10.und 3.11.2008 u.a.mit folgenden Themen befasst: • Unterstützung der Unterschriftensammlung für »Pro Reli« • Bauangelegenheiten:Zustimmung zum Einbau eines neuen Strahler-Heizsystems in der Segenskirche zur Verbesserung der Beheizbarkeit • Besetzung von Vertreterstellen für die Kreissynode • Diskussion und Beschluss des Stellenplanes 2009 • Erweiterung des Stellenbereiches Kirchenmusik • Vorbereitung des Projektes »Wachet und betet – 20 Jahre Herbst 1989« • Vorbereitung der Ausstellung »Christen jüdischer Herkunft« in der Segenskirche dass es nicht um den Reichtum als solchen geht. Bei diesem Mann war der Reichtum der wunde Punkt, mit dem Jesus ihn konfrontieren musste. Der wunde Punkt kann bei anderen Menschen auch woanders liegen. Jeder Mensch hat wunde Punkte, die ihn daran hindern, die Mitte seines Lebens zu finden und zum wahren Sinn seines Lebens durchzudringen. Das Bild vom Nadelöhr, dass Jesus am Ende verwendet, während er den Mann ansieht, ist übrigens anders,als man weithin denkt.

• Einsatz von Herrn Georg Schubert (Don Camillo) in Gottesdiensten in unserer Gemeinde • Neustrukturierung der Bezirksausschüsse und Schaffung eines Gemeindebeirates Dazu folgende weitere Informationen: Bei Tagungen der Kreissynode wird Pf. Zeiske im Falle einer Verhinderung von Pfn.Fey vertreten und Pf.Seidenschnur von Pf.Mangliers Der GKR beschließt die Aufstockung der Kirchenmusikerstellen um eine halbe Stelle. Dieser Entscheidung liegt der nicht vorhersehbare,aber sehr begrüßenswerte Zuwachs der Chorarbeit mit Kindern und Jugendlichen zugrunde.Da dieser zeitliche Mehrumfang durch unsere Kantorin Elisabeth Kaiser nur geleistet werden kann,wenn sie Unterstützung erhält,soll die Aufstockung dazu führen, dass an allen Gottesdienstorten und insbesondere in der Kantorei Gethsemane die Arbeit in bisheriger und erweiterter Form weitergeführt werden kann. Dazu soll die Genehmigung des Kreiskirchenrates eingeholt werden.Der Einsatz von Herrn Georg Schubert in Gottesdiensten unserer Gemeinde wurde beschlossen. Damit soll die Verbindung des Stadtklosters mit unserer Gemeinde noch sichtbarer gestaltet werden. Herr Schubert wird in die gemeinsame Planung der Gottesdienste einbezogen und wird dann regelmäßig Gottesdienste in der Gemeinde halten. Die bisherige Arbeit der Bezirksausschüsse soll neu strukturiert werden, und es soll die Schaffung eines bisher noch nicht bestehenden Gemeindebeirates vorbereitet werden. Daran interessierte Gemeindeglieder können sich gern im Gemeindebüro oder bei Mitarbeitern der Gemeinde melden. Ich wünsche allen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit Wolfgang Schellig man muss sich auf seine wunden Punkte ansprechen lassen. Denn die Geschichte handelt – wenn wir sie zu unserer Lebensgeschichte machen – von unseren schmerzhaftesten Stellen, auf die Jesus uns anspricht. Wenn wir der Einladung,ihm zu folgen,nachkommen und wirklich etwas hinter uns lassen wollen, dann geht das auch bei uns nur,in dem wir uns auf die schmerzhafteste Stelle in unserer Seele ansprechen lassen, was immer das bei uns ist.»Was bei den Menschen unmöglich ist,das ist

Das Nadelöhr war damals ein kleiner Zugang in der Stadtmauer, ein kleiner Durchgang neben dem Stadttor.Bei Einbruch der Dunkelheit wurde das Tor geschlossen. Spät ankommende Menschen konnten sich durch den kleinen schlitzartigen Durchgang in der Mauer in Sicherheit bringen. Nur ein einzelner Mensch ohne Rüstung konnte sich durchzwängen,keine Reiter,keine Tiere. Durch dieses »Nadelöhr« kam eben kein Kamel. Man muss sich eben klein machen und den Panzer ablegen, und

Josef rührt die Suppe um

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Und Joseph rührt die Suppe um
Assoziationen zum Altarbild von der Geburt Christi
Jesus und Maria sind von einem Strahlenkreuz erleuchtet. Die Mutter ist mit einer reich verzierten Decke bequem umhüllt und ganz dem kleinen Jungen zugewandt.Und auch der Sohn wendet sich aufschauend allein der Frau zu.Und Joseph rührt die Suppe um … Konzentriert, vordergründig, hingehockt, kümmert er sich um die Alltagsarbeit. Muss der Vater die Suppe auslöffeln, die Gott ihm und der Welt eingebrockt hat? Da wird der Sohn Gottes von einer jungen Frau geboren,ohne biologischen Vater – einfach nur so: aus Gottes Geist und Marias Bereitschaft zur Austragung. Unverständlich – unverschämt – unmöglich? Und Joseph rührt die Suppe um … Einfach nur so,als Mann hier die Nebenrolle übernehmend, gibt er sich der Zubereitung der Lebensmittel hin. Unverständlich – unverschämt – unmöglich? Vielleicht – und doch, danke Joseph, dass es Dich hier gibt, dass Du dazugehörst, die Familie menschlich gesehen ganz sein lässt.Dich später mit Frau und Kind auf den Weg begibst, um gemeinsam vor den Mördern des irdischen Königs zu fliehen. Und es wagst, mit Maria und Jesus zusammen einen neuen Weg in ein Dir und Euch unbekanntes Land zu gehen. Danke, Joseph, dass es Dich auch gibt.Doris Riffelmann bei Gott möglich.« Das alles ist nicht moralisch zu verstehen, gute Vorsätze, wie man sich verändern müsste, zu fassen. Sich auf die eigene schmerzhafte Stelle ansprechen zu lassen, heißt, an der Stelle,an der wir stehen,in die Tiefe zu gehen.Da wo wir sind,einen Lebensbrunnen zu bohren; dort verweilen, in aller Ruhe, Gelassenheit und Stille. Und in die Tiefe unseres Lebensbrunnens zu sehen.Sich ansprechen lassen, sich darauf einlassen,was dort ist.Auch auf den Schmerz einlassen.Dann kann Veränderung geschehen und neue Schritte sind möglich. Die eigenen Unmöglichkeiten hinter sich lassen und auf die unbegrenzten Möglichkeiten Gottes einlassen, das wünsche ich Ihnen auf dem Weg durch das neue Jahr 2009, Ihr Pf.H.-O.Seidenschnur

6 2009 – 20 Jahre nach den Ereignissen im Oktober 89

2009 – 20 Jahre nach den Ereignissen im Oktober ‘89
»Wachet und Betet« – 20 Jahre Herbst 1989 in der Gethsemanekirche
Vor 20 Jahren fand eine politische Umwälzung statt, die zur Auflösung eines Staates,der DDR,führte.Die »friedliche Revolution« des Herbstes 1989 ist heute noch ein Beispiel für die Macht gewaltlosen Widerstandes, für Zivilcourage und bürgerschaftliches Engagement,aber auch für die entscheidende Rolle, die einige evangelische Kirchengemeinden in diesem Prozess spielten. Zusammen mit der Nikolaikirche in Leipzig und der Zionskirche in Berlin ist die im Prenzlauer Berg gelegene Gethsemanekirche zum Symbol für diesen Prozess geworden. Kirche und Kietz, Jung und Alt, Oppositionelle und »normale« Christen fanden sich im Oktober 1989 vereint bei den Friedensgebeten, Mahnwachen und dem stillen Protest durch Kerzen. 20 Jahre danach hat sich die Bevölkerung des Prenzlauer Berges verändert:Junge Leute - viele mit westlicher Sozialisation – bestimmen das Bild in der Kirche und im Kiez.Sie stellen Fragen nach der Geschichte, nach den Gründen der Proteste und nach der Vereinbarkeit von Kirche und Politik.Viele Touristen kommen in die Gethsemanekirche,die auch an einigen Tagen der Woche außerhalb der Gottesdienste geöffnet ist,und wollen etwas erfahren über die Ereignisse damals und deren Hintergründe. Aus diesem Anlass plant der GKR der Gemeinde Prenzlauer Berg Nord, zu der die Gethsemanekirche gehört, eine Veranstaltungsreihe, zu der die Eröffnung einer ständigen Ausstellung,Vortrag und Konzert, Podiumsdiskussion, ein Abend der Erinnerung und ein Buch gehören.

Erinnern Sie sich noch an den »heißen Herbst« 1989?
Für die Gethsemanegemeinde waren das bewegte, gefährliche und aufregende Tage. Tage, in denen sich viel verändert hat.Und,wie wir inzwischen wissen,Tage,in denen in unserer Gethsemanekirche Geschichte geschrieben wurde. Sie waren damals mit dabei. Ob als Organisator oder Teilnehmer der Fürbittgebete, Mahnwachen und der Fastengruppe, als Helfer und Ordner, oder vielleicht auch als jemand, der in diesen Tagen zum ersten Mal eine Kirche von innen gesehen hat.Sie waren einer/eine von denen,die damals gewacht und gebetet haben. 20 Jahre später hat sich einiges verändert.Auch das Bild,welches von jenen Oktobertagen gezeichnet wird. Nun leben in der großen fusionierten Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord / Elias – Gethsemane – Paul Gerhardt – Segen inzwischen viele Menschen, die diese Tage nicht erlebt haben, weil sie zu jung waren oder aus anderen Landesteilen nach Berlin gezogen sind. Sie kommen in unsere Kirche und stellen Fragen. Um diese Zeit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und um die vielen Fragen beantworten zu können, bitten wir Sie, sich zu erinnern:Wie haben Sie die Tage vom 1.– 10.Oktober 1989 erlebt? Wo waren Sie damals, und warum? Vielleicht gab es Erfahrungen, die sich besonders eingeprägt haben? Welche Ängste und Hoffnungen haben Sie damals bewegt? Es wäre schön, wenn Sie diese Erinnerungen für die Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord aufschreiben,an das Gemeindebüro Gethsemanestraße 9, 10439 Berlin senden bzw. dort abgeben könnten. Sehr willkommen sind auch Fotos – von Ihnen zur Zeit der Wende und heute – und andere Bilder, die in diesen Tagen im Umfeld der Gethsemanekirche entstanden sind. Im Umfang können und sollen vorerst keine Grenzen gesetzt werden.Wir bitten Sie lediglich darum, sich inhaltlich an folgendem »Stichwortzettel« zu orientieren, und die Texte bis spätestens 1.Februar 2009 abzugeben.

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Die Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord plant,mit diesen Erinnerungen ein »Wendearchiv« anzulegen. Auszüge dieser Berichte werden wir außerdem für zwei Dinge verwenden: Für eine Dauerausstellung,die im Herbst 2009 in der Gethsemanekirche eröffnet werden soll, und für eine begleitende Publikation.Vielen Dank für Ihre Hilfe! Bei Rückfragen steht Ihnen Cornelia Kästner, email:Connykaestner@gmx.de, zur Verfügung oder T.:Zentralbüro (030) 4 45 77 45 zentralbuero@ekpn.de Arbeitskreis »Gethsemane 89« beim GKR der Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord Stichworte für die Erinnerungsschilderungen: Wie kamen Sie damals mit den Aktivitäten rund um die Gethsemanekirche in Kontakt? Was haben Sie gedacht, als Sie zum ersten Mal davon gehört haben? Schildern Sie Begebenheiten möglichst von der Zeit zwischen 1. und 10. Oktober

1989, an die Sie sich besonders gut erinnern! Das können auch einzelne Episoden sein.Überlegen Sie:Was erzählen Sie Kindern, Verwandten, Freunden, wenn Sie nach dieser Zeit gefragt werden? Was haben Sie damals getan? Wie kam es dazu? Welche Probleme wurden in diesem Zusammenhang diskutiert? Wie sind Sie in den entsprechenden Gremien zu welchen Entscheidungen gelangt? Was haben Sie gehofft, zu erreichen? Hatten Sie Angst? In welchen Situationen? Wovor? Wie ist Ihr Umfeld (Familie, Freunde, Arbeitskollegen) mit Ihrem Engagement umgegangen? Haben Glaube und Gebet damals eine Rolle für Sie gespielt? Wenn ja, welche? Haben Sie die Kirche/Gemeinde damals anders wahrgenommen? Was haben Sie gesehen, gehört, gefühlt? Bitte bedenken Sie: Hier geht es nicht um Heldengeschichten oder Mythen, sondern um ein möglichst umfassendes Bild dieser Tage. U.Kästner

Ein offenes Wort zur Allianz und Ökumene
Viele in der Gemeinde denken,nach der »Advents- und Weihnachts-HOCHzeit« (im Sinne von »hoher Zeit«) sei in unserer Gemeinde nicht viel los.Der Januar sei eine Zeit zum Erholen für alle Haupt- und Ehrenamtlichen.Wer schon dabei war,der weiß,der Januar ist die »hohe Zeit« für die Verbindung der Christen untereinander in der Allianzgebetswoche und in der »Woche für die Einheit der Christen«.Schon der Tatbestand,dass es zwei Gebetswochen nacheinander gibt,zeigt,dass noch viele Schritte auf dem Weg zu einer gemeinsamen Verkündigung notwendig sind.Die Allianz hat nur insofern etwas mit Versicherung zu tun,dass wir uns im Gebet auf die Versicherung der Gegenwart Gottes verlassen.Wir sind dabei vereint mit vielen freikirchlichen Gemeinden,die im Prenzlauer Berg ansässig sind.Der Eröffnungsgottesdienst findet seit einigen Jahren als Abendmahlsgottesdienst in der Paul-Gerhardt-Kirche statt.Auch der ökumenische Gottesdienst in der Gebetswoche für die Einheit der Christen ist – diesmal am 22. Januar – in der Paul-Gerhardt-Kirche gemeinsam mit den katholischen Geschwistern und denen aus der Baptistengemeinde.Auch hier wird es um die Versicherung der Gegenwart Gottes in unseren täglichen Problemen und Nöten gehen,auch auf dem schwierigen Weg eines gemeinsamen Bekenntnisses in unserer Welt. Im Januar 2008 haben die Verantwortlichen den Versuch gewagt,einen gemeinsamen Gebetsabend für alle
weiter auf Seite 11

8 Kinder, Kinder

Martinsfeuer

Sommerrüste vom 18. – 25. Juli 2009

Schöpfung erleben und bewahren
Die »Kleinen«
Die »Kleinen« fahren nach Zootzen auf den Waldhof direkt am Stolpsee mit Heinz-Otto Seidenschnur und Antje Erdmann. Den Wald entdecken bei Tag und bei Nacht,über Lagerfeuer und Baden … und … und … wollen wir viel miteinander in der Natur erleben und mehr über Gottes wunderbare Schöpfung erfahren.Plätze: ca.50 (Klein heißt: 1. – ca. 4. Klasse vollendet)

Die »Großen«
Die »Großen« fahren nach Tornow mit Gisbert Mangliers und Christina van Laak. Auf der Spree Kanu fahrend,Solarenergie testend und … und … und … wollen wir viel miteinander über Gottes Schöpfung erfahren und Natur verstehen lernen.Plätze: ca.50 (Groß heißt:ca. 4. – 7. Klasse vollendet)

Lust auf Theater mit Johanna (23) und Diethard (26) In Neuschadow werden sich die Kinder,die Lust auf Theaterspielen und tausend Dinge mehr haben,z.B.baden, spielen,Nachtwanderung oder selber kochen … und … und … und …, treffen und sich in Gottes Schöpfung wohlfühlen. Plätze: mind.15 – max.20 Kinder (1. Klasse bis 6. Klasse vollendet)

Antje Erdmann, Heinz-Otto Seidenschnur

Christina van Laak, Gisbert Mangliers

Johanna und Diethard

Kosten für die Rüste: 150 Euro,es gibt Geschwisterrabatt.Keiner soll zu Hause bleiben; daher bitte ansprechen,wenn’s mit dem Geld nicht reicht.Anmeldung und die Anmeldegebühr: 30 Euro (fließt später in die Gesamtkosten ein) bis zum 31.Januar 2009 für alle drei Rüsten bei:Antje Erdmann,T.:41 71 59 57,a.erdmann@ekpn.de Die Anmeldung ist nur gültig mit der Anmeldegebühr!

Kinder, Kinder

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Auf dem Martinsweg

Not sehen und konkret helfen!
Ein Artikel vor einiger Zeit im Stern hat auch Menschen in unserer Gemeinde erschüttert – Hilfe die nicht hilft,so war die Überschrift und beschrieb die elende Situation einer armen und in jeder Hinsicht kaputten Familie.Wir Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen kennen solche ,ähnliche und oft auch ganz anders gelagerten Geschichten sehr gut.Oft ist die anonyme Wohnsituation und der Mangel an sozialen Beziehungen der Grund für Verelendung und Verwahrlosung.Kinder, die in solchen Verhältnissen groß werden, sind die Leidtragenden, da ihnen die Zukunft genommen wird.Wir wollen in unserer Gemeinde im Glitzerbezirk Prenzlauer Berg etwas entgegensetzen und haben uns vor einigen Jahren der gemeinsamen Aktion von RBB und Berliner Tafel als Gemeinde angeschlossen und auch eine Laib und Seele Ausgabe Stelle eingerichtet. Lebensmittel werden jeden Donnerstag an bedürftige Menschen verteilt.Seit einigen Monaten gibt es auch hier eine anwaltliche kostenlose Beratung für Ratsuchende. Immer am letzten Samstag im Monat gibt es ein gemeinsames Kiez-Frühstück,zu dem alle,kirchennahe und kirchenferne Menschen eingeladen sind. Ein Kreis von Beratern und Beraterinnen stehen den Frühstücksgästen mit professionellem Rat zur Verfügung.Anwälte/innen,Sozialarbeiter/innen, Psychologen und die Pfarrer. Beide Angebote werden inzwischen von vielen Menschen gerne angenommen,so dass zum Kiezfrühstück Platz und Essen Mangelware wird. Daher rufen wir ganz konkret auf, weiterhin Lebensmittel zu spenden und sie in die dafür vorgesehenen Körbe in unseren Kirchen zu legen oder in den Gemeindebüros abzugeben! Gerade zur Advent und Weihnachtszeit ist es schön,wenn Kinder auch ein kleines Päckchen bekommen! Mit großem Engagement wurde das Angebot Mittwochskaffee in Elias/Göhrenerstrasse entwickelt,das sich vorrangig an alleinerziehende Mütter und Väter wendet. In unserer Gemeinde leben viele »Profis« die in unterschiedlichen Fachbereichen arbeiten.Seit einiger Zeit hat sich über die AG Soziales ein runder Tisch gebildet,der vor einigen Wochen zum zweiten Mal stattfand. Es soll versucht werden, Mängel in der psychosozialen Versorgung von Menschen in unseren Kirchengemeinden aufzuzeigen ein Netzwerk zu initiieren. Hier ist jede fachliche Mitarbeit sehr willkommen! Dorle Simon-Zeiske

»Daniel in der Löwengrube« Kinderbibeltage vom 3. – 5. Februar 2009 für Kinder der 1.– 6. Klasse. Es erwartet euch jede Menge Bastelund Spielangebote,Theaterspaß, gemeinsames Essen und Singen.Wir treffen uns in der Zeit von 10 – 15 Uhr im Kuppelsaal von Elias (Göhrener Straße 11).Ein Unkostenbeitrag von 7 Euro wird für das Mittagessen und das Material benötigt.Anmeldungen bitte bis zum 27.Januar 2009 an:Christina van Laak: c.vanLaak@ekpn.de oder in der Christenlehre abgeben!

Samstag, 6. Dezember 2008 10 Uhr, Elias Thema: Nikolaus Samstag, 10. Januar 2009 10 Uhr, Elias Thema: Kindergeschichten von Jesus Weihnachtsbasteln für Groß und Klein (ab 4 Jahren) liebevoll genannt:

›PANIKbasteln‹
am 10. 12. 2008 von 15 bis 18 Uhr im Eliaskuppelsaal Unkostenbeitrag:2 Euro Kuchen und Kekse erwünscht!!!

10 Mitteilungen / Amtshandlungen der Gemeinde / Junge Gemeinde

Taufen
Emil Becker,Lena Lüdke,Olivia Ellspermann,Fidelia Sommer,Martha Schlunk,Isabel Eichhorn,Jakob Eichhorn,Johann Niemann,Jelle Jurinke, Lukas Ulrich,Max Neuhauser,Simon Reichelt,Fanny Sembill,Pina Sembill, Frederik Sackersdorff,Frida Baier,Max Zimmermann,Mathilda Schönfeld, Anna Kania,Lenn Schwabedissen, Tobias Trautsch,Jade Czesnik,Lillah Busslinger Hausammann Als Erwachsene wurdegetauft : Marleen Massanz Behüte mich wie einen Augapfel im Auge, beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel.Psalm 17, 8

Trauungen
Lars Jung und Marlene Zöller Lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit. 1.Johannes 3, 18

Bestattungen
Adelheid Schulz im Alter von 99 Jahren Andre Fuchs im Alter von 46 Jahren Ingeborg Wolff im Alter von 79 Jahren Als ich den Herrn suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht. Psalm 34, 5

Evangelische Jugend Prenzlauer Berg Nord (JG)
Falls Du zwischen 14 und 22 Jahre alt bist und andere kennenlernen willst: Herzlich willkommen zur JG. Unsere Zeiten: Montags 18 Uhr, (eher traute Runde) Dienstags 18 Uhr (Jüngere / sehr voll) Donnerstags 19 Uhr (Ältere / mittelvoll) Jeweils in der Kuglerstr.15, 10439 Berlin, Keller unter der Kirche

Vier Tage, siebzehn Leute

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Vier Tage, siebzehn Leute, nicht ganz ohne Folgen

Wenn eine Gruppe junger Menschen für 4 Tage in 3 Räumen nebeneinander schläft, zusammen aufsteht und frühstückt, abends gemeinsam kocht und ein friedliches Zusammenleben versucht – dann nennt sich das »JG-WG«.Nach kurzer Vorplanung trafen wir uns am 23.September nach der Dienstags-JG in den Gemeinderäumen von Paul Gerhardt: ein bunt zusammengewürfelter Haufen aus allen JG-Gruppen mit einer Alterspanne von 14 – 18 Jahren.Zunächst mussten die Regeln abgesprochen werden.Einige verstanden sich von selbst:kein Lärm nach zehn,keine Drogen,respektvoller Umgang mit Räumen und Einrichtung. Ebenfalls schnell einig waren wir uns darüber, eine gemeinsame Kasse einzurichten, aus der Frühstück und Abendbrot bezahlt werden (mittags waren ja alle in

der Schule). Über anderes diskutierten wir lange. Das größte Problem waren die gemeinsamen Zeiten – es gab keine,zu der alle da waren; auch mit siebzehn hat man einen vollen Terminkalender. 18.30 Uhr war dann die Abendbrotzeit, zu der nur drei Leute nicht konnten, einschließlich mir... Als ich am nächsten Tag um 20 Uhr in Paul Gerhardt ankam,war das Essen allerdings noch nicht fertig – und außerdem ziemlich missglückt: es sollte selbstgemachte Pommes mit Speck geben, aber die Köche trauten sich nicht, das Öl auf volle Temperatur zu erhitzen, und so wurden es weiche Kartoffelstückchen.Die restliche Woche lief unkompliziert – wenn man davon absieht, dass einmal alle beide Schlüssel zu Pauls Wohnung (wo wir duschen konnten) in der Wohnung vergessen wurden. Zum Glück gibt es Drittschlüssel. Am letzten Tag war es schwierig, die Aufgaben beim Saubermachen gerecht zu verteilen: es gab keinen richtigen Schluss, weil alle zu unterschiedlichen Zeiten aus der Schule kamen. Wir Ersten versuchten, viel zu machen,damit die Letzten nicht mit allem allein dasitzen.Eine solche WG ist interessant und lustig,aber – wie ich in diesen 4 Tagen gemerkt habe – auch anstrengend.Vielen Dank an die toleranten Nachbarn!!! Anton Sielmann Die nächsten Rüstzeiten der JG: 5. – 7. Dezember in Vietmannsdorf 2. – 7. Februar in Alterode/Harz … und im Mai fahren wir zum Kirchentag nach Bremen, Mitfahrer sind willkommen…

Fortsetzung von Seite 7: Allianz und Ökumene
vorzubereiten und anzubieten,egal zu welcher Gemeinde sie gehören.Dieser vorsichtige Versuch wird aber leider keine Wiederholung finden,da es deutliche Stimmen gibt,doch lieber getrennt zu beten.Wenn ich nach vier Jahren Tätigkeit im Leitungskreis der Allianz Prenzlauer Berg/Mitte die Stafette weitergebe,dann auch mit dieser Unvollkommenheit meiner eigenen Bemühungen.Es ist schmerzvoll,aber Realität.Angedacht ist,wenigstens gegenseitig Grußworte an den Gebetsabenden auszutauschen. Damit bleibt die Hoffnung,dass weitere Schritte aufeinanderzu möglich werden.Lassen Sie sich also einladen zur Allianzgebetswoche wie zum Ökumenischen Gottesdienst,und bringen Sie Ihre eigenen Erfahrungen und Ihr Gebet ein.»Ich sagte zu dem Engel, der an der Pforte des neuen Jahres stand:Gib mir ein Licht,damit ich sicheren Fußes der Ungewissheit entgegengehen kann.Aber er antwortete: Geh nur hinein in die Dunkelheit und lege deine Hand in Gottes Hand. Das ist besser als Licht und sicherer als ein beleuchteter Weg.« Pfarrerin Uta Fey

Herzliche Einladung zu unseren SeniorenAdventsfeiern in Vorfreude auf das kommende Weihnachtsfest
Donnerstag, 11. 12., 15 Uhr Gemeindehaus Paul Gerhardt Kugler Str.15 Samstag, 13. 12., 15 Uhr im Kuppelsaal von Elias, Göhrener Str.11 Dienstag, 16. 12., 14 Uhr Gemeindehaus Gethsemane Gethsemanestr.9

12 Kirchenmusik Minisingen Mittwoch 1.Gruppe »Pfauen« 16 – 16.30 Uhr, 2.Gruppe »Räuber« 17 – 17.30 Uhr, Gethsemanestr.9,Singschule Singen mit Eltern und Kindern 0 – 2 Jahre Minis Montag 1.Gruppe »Spatzen« 17.30 bis 18 Uhr Donnerstag 2.Gruppe »Nachtigall« 17.30 bis 18 Uhr Gethsemanestr.9,Singschule Singen mit 3 – 4jährigen Kindern Mädchen(be)stimmen Donnerstag,16.30 bis 17.30 Uhr Winterkirche/ Eingang Gethsemanestr. Mädchen im Alter von 5 – 12 Jahren Jungschor Montag 16.30 bis 17.30 Uhr Winterkirche/Eingang Gethsemanestr. Jungs im Alter von 5 – 12 Jahren Jugendchor MitChristophZschunke, Montag18 Uhr Gemeindesaal P.Gerhardt,Kuglerstr.15 Junge Leute mit Lust auf Popularmusik, Gospels,neue geistliche Lieder,Jazz,Folk,in groovigen Arrangements mit Klavier & Band Kinder-Ensemble Dienstag 16.30 – 18.00 Uhr Kinder im Alter von 10 – 12 Jahren, Winterkirche /Eingang Gethsemanestr. Einstudieren von musikalischen Teilen der Kantoreipraxis Gemeindechor (Elias) Mit Detlef Lehmann,Mittwoch 19.30 Uhr Gemeindehaus Elias,3.Etage,Göhrener Str.11,klassischer,vierstimmig gemischter Chor,vielseitige Chorliteratur alter und neuer Meister Liturgischer Chor (Paul Gerhardt) Mit HermfriedWeber,Mittwoch 19.30 Uhr, Gemeindesaal P.Gerhardt,Kuglerstr.15, ein- und mehrstimmiges Ausgestalten der Gottesdienste sowie Erarbeiten freier liturgischer Formen Kantorei (Gethsemane) Mit Elisabeth Kaiser,Dienstag 20 – 22 Uhr, Gethsemanekirche,Motetten alter & neuer Meister,Kantaten,Oratorien,Musik zeitgenössischer Komponisten,für Gottesdienste und Konzerte,regelmäßige Teilnahme erwartet! Kontakt siehe Kirchenmusiker

Weihnachtsoratorium

Zu Bachs Weihnachts-Oratorium
Im Jahr 1723 kam J. S. Bach vom Köthener Hof nach Leipzig. Aus einem Hofkapellmeister wurde ein Lehrer und Kantor an St.Thomas. Seine Wohnung befand sich in der Thomasschule.Vier Kirchen hatte er mit Kirchenmusik zu »versorgen«.Die Leipziger erwarteten in der Regel sonntäglich eine Kantate im Gottesdienst.Sie musste nicht von ihm selbst sein,aber sein Fleiß und seine Begabung ermöglichten es,dass er immerhin ca.260 Kantaten (die »weltlichen« mit einbezogen) komponierte.Diese »Pflicht« erforderte zwar ein großes Arbeitspensum, aber aus seiner Musik und der sorgfältigen Auswahl der Texte ist die Lust herauszuspüren,den Gottesdienst mitzugestalten,die Kantate zu einem unverzichtbaren Stück in dessen Ablauf zu machen, nicht Beigabe und auch nicht Illustration. In Bachs Bibel, in der er einige handschriftliche Bemerkungen machte, findet sich neben 1.Chronik 28, 21 der Satz:»Ein herrlicher Beweiß,daß neben andern Anstalten des Gottesdienstes,besonders auch die Musica von Gottes Geist durch David mit angeordnet worden.« Dem tragen auch die 6 Teile des Weihnachts-Oratoriums für die Weihnachtszeit des Jahres 1734/35 Rechnung.In diesem Jahr gab es keinen Sonntag nach Weihnachten, dafür aber einen nach Neujahr. Bach hat ganz gezielt für diese Festtagszeit die 6 in sich geschlossenen Kantaten geschrieben.Das lässt sich in diesem Falle aus Quellen sehr genau belegen.Es sind Originalstimmen erhalten,auf denen sein Sohn – Philipp Emanuel vermerkt hat:»komponiert anno 1734 im fünfzigsten Jahr des Verfassers«. Ebenfalls ist ein Textbuch aus dem Jahr der ersten Aufführung erhalten.(Die Gemeinde hatte also den Text vor Augen.) Die Werke waren vorgesehen für den 1.,2.und 3.Feiertag,für Neujahr,den Sonntag nach Neujahr und für den 6.Januar,das Epiphaniasfest. Die Teile 1 – 3,die die Gethsemanekantorei in diesem Jahr aufführt,gehören inhaltlich und musikalisch sehr eng zusammen.Sie beinhalten das Weihnachtsevangelium nach Lukas 2,1 – 20. Bach hatte in diesem besagten Jahr 1734 sehr viel weltliche Auftragswerke zu komponieren:Huldigungs- und Gratulationskantaten für Fürsten und Ratsherren.Knapp war deshalb die Zeit,in der er gottesdienstliche Musik vorbereiten konnte.Der Kantor bedient sich deshalb einer damals üblichen Praxis, dem Parodieverfahren: Er verwendet von ihm bereits komponierte Musik und unterlegt den neuen,für diesen Anlass vorgesehenen Text. So auch in beträchtlichem Maße hier beim WeihnachtsOratorium. Der Eingangschor »Jauchzet, frohlocket« stammt zum Beispiel aus der weltlichen Kantate »Tönet,ihr Pauken,erschallet,Trompeten! Nur zu gut versteht man nun den Anfang des Weihnachts-Oratoriums:Pauken beginnen,Trompeten folgen,dann erst setzen die Streicher ein.Und trotzdem kann man sich nichts anderes als diese Eröffnung vorstellen. Die Arie Nr. 4 »Bereite dich, Zion« hatte ursprünglich den Text »Ich will dich nicht hören, ich will dich nicht wissen« und war an Herkules gerichtet. Bach wäre aber nicht Bach,wenn er dies gedankenlos und beliebig ausgewechselt hätte.Er,der auch »Ausleger der Bibel« sein wollte,hat genauestens überlegt,was machbar ist und was nicht.Bezeichnend für seine innere Haltung ist,dass er niemals einen geistlichen Text

Weihnachtsoratorium

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parodiert hat, nur der umgekehrte Weg war akzeptabel: Eine in seinen Augen wertvolle, aber kurzlebige Gelegenheitsmusik mit weltlichem Text wurde in ein »geistliches Gewand« gekleidet. Wunderbares ist uns vermutlich auf diesem Wege erhalten geblieben. Bach war Christ seiner Zeit. August Hermann Francke hatte der Gemeinde eine Anleitung zum rechten Bibellesen gegeben: Lesung – Betrachtung – Gebet. Als wolle Bach der Gemeinde sagen, ja, so ist es gut, macht er ihr es allein durch seine Anordnung und der Nummernfolge deutlich: Nr.2 Es begab sich aber zu der Zeit…= Lesung Nr.3 Nun wird mein liebster Bräutigam = Betrachtung

Nr.4 Bereite dich,Zion = Gebet Und quasi als »Amen« der Gemeinde setzt er einen in der Regel allen bekannten Choral ans Ende dieser Periode:Wie soll ich dich empfangen. (Unvergleichlich ist für uns heute die Assoziation dieser Melodie mit dem Passionslied »O Haupt voll Blut und Wunden«!) Mit der Folge der Nummern 6,7,8,9 verhält es sich ganz ähnlich: Lesung, Betrachtung, Gebet, Amen der Gemeinde.Im 2.Teil schweigen Trompeten und Pauken.Es wird »ärmlicher«,es geht ganz tief nach unten,von den Engeln zu den Hirten,vom Himmel zum Stall.In der Sinfonia Nr.10 zu Beginn dieses Teiles musizieren Engel (Streicher und Flöten) mit den Hirten (Oboen).Die Geburt wird berichtet.In die Mitte des 2.Teiles mit den Nummern 10 – 23 setzt Bach als Nummer 17 den Choral »Schaut hin, dort liegt im finstern Stall«.(Übrigens auch die Mitte der gesamten Teile 1 – 3,die 35 Nummern haben!!) Die Mitte, das ist hier der Stall, die Krippe.Die Tonart C-Dur ist die tiefste,die hier vorkommt,der letzte Ton des Chorals im Kontrabass, das tiefe C, symbolisiert, tiefer kann Gott nicht kommen. Und das Wunder geschieht im Choral Nr. 23: Gleiche Melodie wie Nr. 17, gleiches Motiv wie in Nr. 10. Die Engel sind wieder da und ziehen förmlich die Hirten von C-Dur nach G-Dur in die Höhe, unbeschreiblicher Glanz ist über dem Stall erschienen, Glanz ohne äußere Attribute,Trompeten und Pauken schweigen noch… Aber dann greifen sie wieder ins Geschehen ein, der 3. Teil beginnt und endet majestätisch, königlich! Doch kurz vorm Ende,im schlichten Choral Nr.35,ein kleines Zögern, Zweifeln:Auf der Endsilbe des Wortes »dieweil« im 1.Takt verwendet Bach einen so genannten »Trugschluss«. War es ein Trug,könnten die Hirten sich fragen – ist jetzt Schluss? Nein – es geht weiter.»Seid froh dieweil« es wird noch einmal bestätigt …»dass euer Heil ist hie ein Gott und auch ein Mensch geboren«.Joachim Vetter

14 Geburtstagsgrüße

Geburtstage
Hilda Schulze Charlotte Kühn Marianne Lindgens Anneliese Boschek Hans Thiele Else Reinke Wolfgang Menke Christel Lochau Amanda Arendt Helga Reuthebuch Luzie Zakrzewski Lena Loos Hildegard Jerichow Erna Holzlöhner Hans Vogel Christel Jerschkewitz Erika Wikowski Günter Salein Ursula Aschemann Gertrud Blocksdorf 90 Jahre 92 Jahre 75 Jahre 80 Jahre 85 Jahre 95 Jahre 70 Jahre 70 Jahre 95 Jahre 70 Jahre 75 Jahre 91 Jahre 93 Jahre 96 Jahre 90 Jahre 80 Jahre 92 Jahre 85 Jahre 85 Jahre 85 Jahre

Herzliche Geburtstagsgrüße für alle,die im Dezember und Januar Geburtstag haben.Besonders grüßen wir die Jubilare der Gemeinde: am 01.12. am 01.12. am 02.12. am 03.12. am 03.12. am 04.12. am 06.12. am 10.12. am 11.12. am 21.12. am 21.12. am 22.12. am 22.12. am 24.12. am 01.01. am 03.01. am 03.01. am 04.01. am 04.01. am 07.01. Erika Miericke Ingrid Siegmund Ehrentraud Schulz Erwin Dietrich Herta Bentkowsky Bernhard Müller Wolfgang Schüler Lothar Gmorczynski Märy Tarras Käthe Wulf Dora Schmidt Gertrud Menzel Helga Hartrumpf Elfriede Giese Amalie Swientek Kurt Rickersfeld Brigitte Gottschalk Freia Otto Margot Leist Richard Rückert 95 Jahre 70 Jahre 80 Jahre 94 Jahre 93 Jahre 80 Jahre 70 Jahre 75 Jahre 85 Jahre 70 Jahre 80 Jahre 96 Jahre 70 Jahre 90 Jahre 92 Jahre 75 Jahre 70 Jahre 70 Jahre 75 Jahre 91 Jahre am 07.01. am 08.01. am 10.01. am 10.01. am 12.01. am 13.01. am 15.01. am 16.01. am 17.01. am 19.01. am 19.01. am 20.01. am 21.01. am 25.01. am 25.01. am 26.01. am 27.01. am 28.01. am 28.01. am 30.01.

Geburtstagskaffee
Herzliche Einladung
an alle, jung und alt, die im Dezember und Januar Geburtstag haben. Wir freuen uns, Sie am Donnerstag, 29. Januar 2009, um 15 Uhr in den Räumen des Elias-Gemeindehauses begrüßen zu dürfen. Es wäre schön, wenn wir bei Kaffee oder Tee, Kuchen und Saft miteinander ins Gespräch kommen, Lieder singen und eine Geschichte hören.

Eiserne Hochzeit
Das besondere Ereignis der Eisernen Hochzeit beging das Ehepaar Helene und Richard Kirchbaum am 9.10.2008.Das Kirchenmusikerehepaar Ulrike und Lothar Kirchbaum hatte gemeinsam mit allen Angehörigen für das Jubelpaar als Überraschung eine Andacht in der Paul-Gerhardt-Kirche vorbereitet,in der vor 65 Jahren die Trauung war.Wir übermitteln unsere Segenswünsche mit dem Trauspruch Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubet, wie die Schrift saget, von des Leibe werden Ströme des lebendigen Wassers fließen. Johannes 7,37b-38 Pfn.Uta Fey

100 Jahre Segen

Die Krippe in Segen

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100 Jahre Segenskirche
Noch sieht die Kirche aus wie eine Baustelle:die Bänke des Kirchenschiffes sind entfernt, eine Hebebühne steht im Raum, um die Montagearbeiten für die neue Kirchenheizung zu ermöglichen. Das Gemeindebüro ist gerade vom 1. Stock in’s Parterre gezogen und muss auf kleinerem Raum neu organisiert werden. Allerdings hat sich nun eine neue und interessante Perspektive ergeben:vom Hof zur Straße hin.So ist alles nach wie vor in Bewegung in Segen.Das ist auch gut so,denn 100 Jahre sind für eine Kirche noch kein so hohes Alter.Trotzdem freuen wir uns natürlich, dass wir dieses Jubiläum feiern können und dass es zu diesem Anlass eine Edition geben wird, die wir – wenn alles klappt – schon am 1. Advent vorstellen und zum Verkauf anbieten können. Keine Festschrift im üblichen Sinne, sondern ein Kirchen-ABC, das mit Beiträgen verschiedener und interessanter Autorinnen und Autoren Vergangenheit,Gegenwart und Zukunft von Kirche,und natürlich auch der Segenskirche,in den Blick nehmen wird. Zu dem Festgottesdienst am 2. Advent gibt es noch weitere Veranstaltungen,zu denen wir Sie herzlich einladen möchten. Gisbert Mangliers Programm Donnerstag, 4. 12. 2008 21 Uhr Abendmahl Freitag, 5. 12. 2008, 20 Uhr: Zeitzeugen – ein Abend mit Menschen,die ein Stück Geschichte der Segenskirche erlebt und geprägt haben.Kurze Berichte,Musik und Raum zum Erzählen und Hören. Samstag, 6. 12. 2008 13.30 Uhr Eröffnung der Ausstellung »getauft – verstoßen – deportiert« s.S.17 u.19 Anschließend offene Kirche mit offenen Fragen zum Stil des Stadtklosters. Samstag, 6. 12. 2008, 14.30 Uhr Konzert von ›con licenza‹ Bläserensemble Sonntag, 7. 12. 2008 11 Uhr Festgottesdienst Pfarrer Gisbert Mangliers, Predigt:Pröpstin Friederike von Kirchbach Musik:›con licenza‹ und Orgel (Christoph Zschunke) Sonntag, 7. 12. 2008, 16 Uhr Weihnachtsoratorium für Kinder in der Segenskirche

Die Krippe in Segen
In Segen gab es, soweit ich mich erinnern kann, keine Krippe. Ich habe jedenfalls keine vorgefunden. Bis auf die Futterkrippe,die jeweils zu Weihnachten zum Krippenspiel hervorgeholt und mit Stroh gefüllt wurde. Eine brennende Kerze symbolisierte das geborene Jesuskind. Sie stand dann während der Weihnachtszeit vor dem Christbaum. Aber diese Krippe ist ja wohl nicht gemeint.Doch dann sind wir überraschenderweise doch im letzten Jahr zu einer Krippe gekommen. Die Schweizer haben sie uns geschenkt. Beim Krippenspiel. Ich erinnere mich: das lebendige Schlussbild stand an der Futterkrippe, Maria und Joseph und die Hirten,die Engel und Weisen – und wir sangen mit der Gemeinde das Lied:Ich steh an deiner Krippen hier.Dann gingen alle Spieler ab und dann standen plötzlich Mitglieder der Communität »Don Camillo« auf und stellten ihre selbstgefertigten Krippenfiguren auf. Große Figuren mit prächtigen Gewändern, der Engel mit weitgeschwungenen Flügeln. Kantige Gesichter, raue Gestalten. Das war ein feierlicher Augenblick, der die versammelte Gemeinde sichtlich ergriffen hatte und der sich schließlich in spontanem Beifall löste.Ja,so ist Segen zu einer Krippe gekommen.Lebendig sind sie, die Figuren. Deshalb hält es sie auch nicht in der Kirche. Hier sehen wir sie, wie sie im Hof von Segen stehen. Die Schweizer haben sie uns geschenkt,speziell Corinne Dürr hatte hier die künstlerische Gestaltung übernommen. Gisbert Mangliers

16 Gottesdienste

Tag
7. 12. 2008 2. Stg. im Advent 14. 12. 2008 3. Stg. im Advent 21. 12. 2008 4. Stg. im Advent 24. 12. 2008 Hlg. Abend

Elias
9.30 Uhr Pf.Seidenschnur A, K, N 9.30 Uhr Präd.Ostermeyer / Pf.Seidenschnur K, N 9.30 Uhr Pf.Seidenschnur T, K, N 15 Uhr Präd.Ostermeyer Christvesper mit Krippenspiel 17.30 Uhr Pf.Seidenschnur,Jenichen Kiezweihnacht 9.30 Uhr Pf.Seidenschnur

Gethsemane
11 Uhr Pf.Zeiske T, N, K 11 Uhr Pf.Zeiske A, K, N 11 Uhr Pf.Zeiske K, N

14.30 Uhr Pf.Seidenschnur Kindermusical 16 Uhr Pf.Seidenschnur Christvesp.+Kindermu 18 Uhr Pf.Zeiske Christvesper 23 Uhr Pf.Zeiske Gospelmette 11 Uhr Pf.Seidenschnur 11 Uhr Pf.Zeiske Singegottesdienst 11 Uhr Dr.B.Theben /Pf.Zeiske

25. 12. 2008 1. Weihnachtstag 26. 12. 2008 2. Weihnachtstag 28. 12. 2008 31. 12. 2008 Silvester 1.1. 2009 Neujahrstag 4. 1. 2008 2. Stg. n. Weihnachten 6. 1. 2008 Epiphanias 11. 1. 2008 1. Stg. n. Epiphanias 18. 1. 2008 2. Stg. n. Epiphanias 25. 1. 2008 3. Stg. n. Epiphanias 22. 1. 2009

17 Uhr Pf.Seidenschnur A

22 Uhr Pf.Zeiske mit Kantor Joachim Vetter 11 Uhr Pf.Zeiske 11 Uhr Pf.Mangliers A

9.30 Uhr Pf.Seidenschnur A, N 19.30 Uhr Pfn. Fey 9.30 Uhr Pf.Seidenschnur N 9.30 Uhr Pf.Mangliers N 9.30 Uhr Pf.Zeiske N

11 Uhr Pf.Seidenschnur K 11 Uhr Pf.Zeiske K 11 Uhr Pf.Zeiske K

Atem holen an der Krippe
Wir laden ein zu drei Krippenandachten, jeweils 9.30 Uhr, in der Paul-Gerhardt-Kirche:mit Nachdenklichem,Musik und Betrachtung von Krippenfiguren aus aller Welt.Anschließend an die Andachten wird zum Gespräch und Kaffeetrinken in der Seitenkapelle eingeladen.Bis jeweils 12 Uhr ist die Kirche geöffnet. 21. 12. Thema: Die Engel 26. 12. Thema: Der Stern 28. 12. Thema: Die Weisen Gern können sie auch eigene Figuren zum Thema mitbringen und vorstellen!

Kiezweihnacht im Kuppelsaal Elias der ganz besonderen Art Heilig Abend, 24. 12. 2008, 17.30 bis 19.30 Uhr im Kuppelsaal Elias, Göhrener Str.11 Eingeladen sind Menschen aus dem Kiez,Familien,Einsame, Menschen,die alleine sind,um an diesem Heiligen Abend für ein paar Stunden beisammen zu sein.Wir wollen miteinander essen und trinken, Weihnachtslieder singen, die Weihnachtsgeschichte und Musik hören und vieles mehr... dem Wunder der Weihnacht nachspüren. Ein herzliches Willkommen sagen Bärbel Jenichen, Pf. Heinz-Otto Seidenschnur und das Team der Helfer der Ev. Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord

ChristVesper

Gottesdienste

17

Paul Gerhardt
9.30 Uhr Pfn.Fey N, K, B 9.30 Uhr Dr.Strohmaier-Wiederanders K, N, B 9.30 Uhr Pfn.Fey 1. Krippenandacht K, N, B 11 Uhr Pfn.Fey + Team Krabbelgottesdienst 15.30 Uhr Pfn.Fey,Beutel und JG Krippenspiel 17.30 Uhr Pfn.Fey Musikalische Vesper

Stadtkloster Segen
11 Uhr Pf.Mangliers,100 Jahre Segen Pröbstin Friederike von Kirchbach 21 Uhr AbendbeSINNung Pf.Mangliers

ical

16 Uhr Pf.Mangliers Krippenspiel Chr. van Laak 18 Uhr Pf.Mangliers 23 Uhr P.Beutel + JG

Heilig Abend

9.30 Uhr Pfn.Fey 2. Krippenandacht, N 9.30 Uhr Pfn.Fey 3. Krippenandacht, N 16 Uhr Pfn.Fey A, N 18 Uhr Pf.Mangliers A

9.30 Uhr Pfn.Fey N

21 Uhr AbendbeSINNung Georg Schubert / Pf.Mangliers

10 Uhr Pfn.Fey und Team A, N, K, Allianzeröffnung 9.30 Uhr Pfn.i.R.Eschner K, N

21 Uhr AbendbeSINNung Georg Schubert / Pf.Seidenschnur 21 Uhr AbendbeSINNung Georg Schubert 9.30 Uhr Pfn.Fey K,N 21 Uhr AbendbeSINNung 11 Uhr Pfn.Fey und Team Krabbelgottesdienst Pf.Gisbert Mangliers 19.30 Uhr Ökumenischer Gottesdienst zur Einheit der Christen Anlässlich des 100.Geburtstages der Segenskirche zeigen wir die Wanderausstellung zum Schicksal evangelischer Christen jüdischer Herkunft während des Nationalsozialismus.Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Taufen inder Messiaskapelle gelegt, die – auf dem Gebiet der Segensgemeinde gelegen – von 1902 bis Ende 1940 Sitz der Berliner Judenmission war.Die Täuflinge kamen aus 35 verschiedenen Berliner Gemeinden.Sie

A Gottesdienst mit Abendmahl K Kindergottesdienst N Gespräch nach dem Gottesdienst T Taufe TR Trauung F Familiengottesdienst B Basar

wurde damit zum wichtigsten Taufort von Menschen jüdischer Herkunft.In einer Zeit,in der in den meisten Berliner Gemeinden Taufen von Juden bereits verboten waren,hat die Segenskirche dank der damals an ihr amtierenden Pfarrer Otto Mähl,Fritz Figur und Alfred Ulrich durch Eintragung in das Taufregister von Segen offiziell als Taufort fungiert.Ausstellungseröffnung 6. 12.08,13.30 Uhr Musikalische Umrahmung durch das Bläserensemble »con licenza« (s.S.19)

18 Regelmäßige Veranstaltungen im Überblick

Angebote für Kinder Eltern-Kind-Gruppen (Kinder bis 3 Jahre) Paul Gerhardt mo.,16 – 18 Uhr do.,9.30 – 11.30 Uhr Kontakt:Jana Scherle Krabbelgottesdienste Paul Gerhardt:21.1.12.,11 Uhr, Thema:Der Adventskranz 25.1.,11 Uhr, Thema: Wir machen Musik KUGKUK Kleinere Und Größere Kinder und Kirche Elias: 6.12.08 Nikolaus 10.1.09 Kindergeschichten von Jesus Christenlehre Paul Gerhardt di., 16.30 – 17.30 Uhr,1.– 4.Klasse Elias 1.+2.Klasse mi., 15 – 16 Uhr, mi., 16.15 – 17.15 Uhr, 3.+4.Klasse mi., 17.30 – 18.30 Uhr, 5.+6.Klasse do., 15 – 16 Uhr, 1.+2.Klasse do., 16.15 – 17.15 Uhr, 3.+4.Klasse do., 17.30 – 18.30 Uhr, 5.+6.Klasse Angebote für junge Menschen Junge Gemeinde Paul Gerhardt,Jugendkeller dienstags und donnerstags, 13 –20 Jahre:17–22 Uhr > 20 Jahre:ab 18 Uhr Beratungsangebote Rechtsberatung kostenlos, Paul Gerhardt: 17.12.und 21.1.,18 – 19 Uhr Fachanwalt für Familienrecht Axel Huep,Anmeldung über das Gemeindebüro ist erwünscht. Telefon:4 45 74 23 oder direkt über die Kanzlei:3 03 00 30 In EFG Zoar,Cantianstr.9: 9.12.und 13.1.,18 – 19 Uhr

Anmeldung über das dortige Gemeindebüro ist erwünscht. Telefon:4 48 42 67 Elias:9.12.und 13.1.,18 – 19 Uhr Rechtsanwalt Matthias Brinkmann Das Angebot richtet sich an Laibund-Seele-Teilnehmer. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Berufliches Coaching Termine nach Vereinbarung Kontakt:Julia Karpf Telefon:81 47 49 99 Systemische Familienberatung Termine nach Vereinbarung Kontakt:Jana Scherle Telefon:41 71 59 61 Väter & Mütter, Männer & Frauen Stillgruppe 10.12.,14.und 28.1.,10 – 11.30 Uhr Kontakt:Ulrike Sandow Telefon:44 73 32 31 Alleinerziehendengruppe Elias Diakonieraum: do.,15.30 – 18 Uhr Termine bitte erfragen bei Jana Scherle PEKIP-Kurs (kostenpflichtig) Elias mi.,9.30 – 11 Uhr,11.15 – 12.45 Uhr, Leitung Judith Haase Paul Gerhardt: fr.,10 – 11.30 Uhr,11.45 – 13.15 Uhr Leitung:Stephanie Neeb Anmeldung direkt bei der Ev.Familienbildungsstätte Stadtmitte T.:2 58 18 54 10 familienbildung@kkbs.de Kiezfrühstück Gemeinsames Frühstück und Gespräche, Elias 6.12.,und 31.1.,11 – 13 Uhr Kontakt:Pf.Zeiske laib.seele.kiezfruehstueck@ekpn.de

Mittwochs-Café für Eltern & Großeltern, Reden und Entspannen bei Kaffee und Kuchen, Elias,Diakonieraum,mi.,14 – 18 Uhr Angebote für Senioren Segen Mi.,17.12.um 14.30 Uhr Weihnachtfeier mit Pf.Mangliers Paul Gerhardt 11.12.,15 Uhr,Adventsfeier 14.1.,15 Uhr,Epiphaniasfeier mit Pfn.Fey Gethsemane Frauenkreis mit Frau Dahlenburg und Pf.Zeiske: 20.1.,14 Uhr Apostel Frühstückskreis mit Pf.Zeiske 28.1.09,9 Uhr,Senioren-Weihnachtsfeier s.S.11 Elias: 1.12.08,5.1.2009,9 Uhr Seniorenfrühstück im Diakonieraum parterre mit Frau Volz Rund um die Bibel Bibelstunde Paul Gerhardt:28.1.,15.30 Uhr mit Pfn. Fey Bibelgesprächskreis Elias:15.12.,19.1.09,15 Uhr Kontakt:Frau Volz »Kreuz und Quer« Gethsemane: 10.12.und 28.1.,19.30 Uhr Kontakt:mattias.richter@t-online.de Kulinarischer Bibelkreis (KuBi) Gethsemane:do.,19.30 Uhr Kontakt:Jens Neumann Telefon:44 05 25 99

Regelmäßige Veranstaltungen im Überblick

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Gebetsangebote Gebete im Stadtkloster Segen Mittagsgebet:mo.bis fr.,12 Uhr Komplet:di.& do.21.00 Uhr Kontakt:Communität Don Camillo Segen:Taizé-Gebet fr.,19.30 Uhr Kontakt:Christian Huge Telefon:33 50 65 50 Gethsemane:Ökumenisches Friedensgebet montags,18 Uhr Allianz-Gebetsabend Landeskirchliche Gemeinschaft Nordost Schönhauser Allee 134 A s.Seite 2 Gesprächskreise Gesprächskreis Paul Gerhardt Paul Gerhardt:9.12.,20 Uhr, Adventsfeier 6.1.,19.30 Uhr,Einladung zum Epiphanias-Gottesdienst in Elias mit Pfn.Fey Gesprächskreis Elias Elias:11.12.08,15.1.09,15 Uhr Kontakt:Herr Lindenberg Telefon:9 33 26 94 Gespräche über Gott und die Welt Elias:9.12.und 13.1.,19.30 Uhr Kontakt:Pf.Seidenschnur Telefon 0333 97 27 73 45 (privat) mobil 0179 / 7 64 00 32 Offener Kreis Elias:Termine über Frau Bosem Kontakt:Frau Bosem Telefon:4 42 63 81 Berufstätigenkreis Elias: 3.12.08,7.1.09,19.30 Uhr Kontakt:Frau Krüger Telefon:4 44 40 56 Frauenhilfe Elias:29.12.08,26.1.09,15 Uhr Kontakt:Frau Volz

Vorbereitungsgruppen In der Paul-Gerhardt-Kirche findet einmal im Monat parallel zum Gottesdienst auch Kindergottesdienst statt. Haben Sie Lust,ihn mit vorzubereiten? Wir freuen uns über Verstärkung. Kontakt:Jana Scherle Krabbelgottesdienst Paul-Gerhardt-Gemeindehaus parallel zur Eltern-Kind-Gruppe einmal im Monat mo.,17 – 18 Uhr.Konkrete Termine nach Absprache über Pfn.Fey Kindergottesdienst-Kreise Gethsemane 4.12.und 8.1.,19.30 Uhr Kontakt:Antje Erdmann Elias über Kontakt:Dörte Maungue T.:4 41 29 94 und Pf.Seidenschnur Paul Gerhardt über Kontakt:Jana Scherle Partnerschaftsangebot Freundeskreis Cochabamba Paul Gerhardt:16.12.,19 Uhr,Adventsfeier,Basare finden im Anschluss an die Gottesdienste an allen Adventssonntagen statt. Offene Kirche Gethsemane: Termine nach Absprache. Kontakt:Kitty und Volker Merseburger T.:4 49 10 72 Paul Gerhardt mi.,17 – 19 Uhr Stadtkloster Segen: sa.,14 – 17 Uhr und zu Gebetszeiten Kontakt:Communität Don Camillo Ausstellung Segenskirche Öffnungszeiten: Mittwoch und Freitag von 15.30 – 17.30 Uhr (außer 24./26./31.12.08) Samstag von 14 – 17 Uhr (außer 27.12.08)

ENGEL und andere Wesen…
Hin und wieder fahre ich extra noch mal einen kleinen Umweg, um in den Laden von Eckehart Ruthenberg in der Schliemannstasse reinzuschauen. Der Laden ist so groß oder besser so klein, dass wirklich nur der Betreiber selbst und vielleicht noch ein Mensch Platz hat. Mehr geht nicht, denn der Laden ist voll von Engeln, kleinen und großen, dicken und dünnen, lachende und nachdenkliche,zwischendrin eine Krippe mit Maria und Josef, Bildern an der Wand, die Geschichten erzählen. Eckehart Rutenberg ist da zuhause,der Laden lebt,er hat Seele und ist für mich eine Wohltat in unserer oft so seelenlosen und kommerzorientierten Welt. Er schnitzt seine Engel alle selbst,malt ihnen Gesichter und wenn nicht er sie malt, dann holt er Jaqueline aus dem Laden Troika, direkt gegenüber der Gethsemanekirche,zu Hilfe. Den Namen Eckehart Ruthenberg kannte ich schon sehr lange, lange bevor wir uns hier im Prenzlauer Berg persönlich begegnet sind. Er recherchiert seit vielen Jahren über jüdische Friedhöfe in Polen. Er nimmt lange Wege in Kauf, forscht und geht den Spuren nach, dokumentiert und sortiert,ordnet zu und lässt so Geschichte wieder lebendig werden.Und darüber kann man sich in seinem Laden auch informieren und er erzählt gerne über seine Erlebnisse. Im Institut für Kirche und Judentum haben seine oft sehr mühevollen und zeitintensiven Forschungen Eingang in die Veröffentlichungen gefunden. Vielleicht haben Sie ja auch Lust bekommen, den kleinen Laden, der übrigens »Süssholz« heißt, zu besuchen. Wir freuen uns, dass am 1.Advent Herr Ruthenberg mit seinen Engeln auf unserem kleinen Adventsmarkt in der Paul-GerhardtKirche sein wird. Dorle Simon-Zeiske

20 Weihnachtskrippen in Paul Gerhardt

Die Weihnachtskrippen in Paul Gerhardt

Mit Weihnachtskrippen ist die Paul-Gerhardt-Kirche reich gesegnet. Das freut eine mich mit Wurzeln im Erzgebirge natürlich besonders.So möchte ich diese vier Krippen vorstellen: Die älteste Weihnachtskrippe stand jahrzehntelang in einer Vitrine im Vorraum der Kirche von der Wisbyer Straße aus.Wenn sie beleuchtet war,strahlten besonders die Kinderaugen. Nach der Neugestaltung des Eingangsbereiches der Kirche in diesem Jahr braucht diese alte Krippe einen neuen Platz.Die Marolin-Papiermaché-Figuren stammen vermutlich aus den 30er Jahren. Die Manufaktur, in der Figuren aus diesem ungewöhnlichen Werkstoff hergestellt werden, steht in Steinach in Thüringen.In den 30er Jahren galt diese Manufaktur als größter Krippenhersteller in ganz Europa. Die vielen Formen stammen aus einer Hand,nämlich der des Modelleurs Julius Weigelt, der von 1920 bis 1982 für die Firma tätig war. So tragen alle Figuren und Tiere die gleiche gestalterische Handschrift. Wer alte Krippenfiguren davon besitzt, kann sie ohne Stilbruch mit heutigen vervollständigen. Die Steinacher Krippengeschichte wäre wohl nicht besonders,wenn sie nicht zwei Brüche aufzuweisen hätte.Der erste Bruch kam mit dem Zweiten Weltkrieg.Ab 1941 musste die Produktion eingestellt werden, denn christliche Weihnachtskrippen galten nicht als »kriegswichtig«. Der zweite Bruch kam 1972 mit der Enteignung. Die Zeit der Weihnachtskrippen und der Papiermachéherstellung schien Vergangenheit zu sein.Nach der Wende half ein Zufallsfund dem Familienbetrieb den Weg zu den eigenen Wurzeln zurück.Bei Aufräumungsarbeiten entdeckte man das verloren geglaubte Rezept für das original »Marolin«-Papiermaché – auf einer alten Kellertür und startete die Produktion. Heute sind diese Figuren wieder auf vielen Weihnachtsmärkten zu finden. Papiermaché besteht hauptsächlich aus Ton bzw.der Porzellanerde Kaolin, Papierflocken sowie Naturklei-

ster,also Zelluloseklebstoff.Die genaue Zusammensetzung ist Betriebsgeheimnis. Bei der Herstellung entstehen Hohlfiguren, ähnlich einem Schokoladenweihnachtsmann, die dann komplettiert und bemalt werden. In unserer PapiermachéKrippe finden wir Maria und Joseph mit dem Kind in der Krippe, Ochs und Esel, zwei Hirten und Schafe sowie die drei Weisen mit einem Kamel und dem Kameltreiber. Im Jahre 1960 wurde das 50jährige Kirchweihjubiläum der Paul-GerhardtKirche gefeiert. Im Zusammenhang mit diesem Jubiläum wurde nach Aussagen von Pfr.Schellig auch eine neue Krippe gekauft,da die alte nicht mehr dem Zeitgeschmack entsprach. Nun gab es eine »moderne« geschnitzte Krippe, die unter der Kanzel ihren Platz fand und die bis heute zu den Christvespern eine besondere Rolle spielt, weil die Kinder beim üblichen »Krippengang« die Figuren bestaunen. Beim Aufstellen der Krippe ergibt sich jedes Mal die Frage,wer nun der Joseph sei. Auf dem Foto kniet ein jüngerer Mann mit Maria an der Krippe.Meines Erachtens ist Joseph aber doch der ältere stehende Mann.Sie können ja selbst einmal nachschauen,wie die Krippe in diesem Jahr aufgebaut ist! Ein kleiner leuchtender Herrnhuter Adventsstern komplettiert diese schöne Krippe. Unsere dritte Krippe steht jetzt auf dem Altar im Gemeindesaal,nachdem ihr Platz jahrelang im Büro in der Kuglerstraße war. Da dort durch die Verkleinerung der Räume kein Platz mehr ist, erfreut sie nun alle, die zu Advents- und Weihnachtsfeiern im großen Saal zusammen sind. Die drei Keramikfiguren stammen aus der Produktion des Oberlin-Hauses und wurden von Pfr.Düsterdick Ende der 70er Jahre besorgt.Maria,Joseph und das Kind in der Krippe sind auch schon gemeinsam mit mir zu Andachten in Heimen unterwegs gewesen.Unsere vierte Krippe ist im eigentlichen Sinne keine Krippe, sondern eine Krippendarstellung auf einem Transparent. Leider ist nicht mehr

Weihnachtskrippen in Paul Gerhardt

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nachzuvollziehen, seit wann es in der Paul-Gerhardt-Kirche üblich wurde, am Heiligabend und zu den Weihnachtsgottesdiensten dieses Transparent auf den Altar zu stellen.Mit seiner Beleuchtung hüllt es den Altarraum in ein ganz spezielles Licht. Das Transparent trägt die unverkennbare Handschrift von Paula Jordan (1896 bis 1986),mit der eine ganze Generation im Nachkriegsdeutschland aufwuchs.Die Graphikerin stiftete ihre bleibende Erinnerung durch eines der meistverlegten katechetischen Bücher in Deutschland in der Mitte des 20. Jahrhunderts,durch die von ihr illustrierte Kinderbibel »Schild des Glaubens«.Für den kirchlichen und schulischen Unterricht wurde diese Kinderbibel über 1,6 Millionen Mal gedruckt.Die Geschichte des Buches »Schild des Glaubens in der BRD und in der DDR ist eng verwoben mit der Entwicklung der Religionspädagogik im Religionsunterricht und in der Christenlehre.So überarbeitete in den beiden Nachkriegsjahrzehnten Paula Jor-

dan ihre Bilder – und sie erhielten eine Grautonunterlegung, so dass sie nicht mehr ausgemalt werden konnten. Denn in dieser Zeit galt das Ausmalen als rückschrittliche,fantasielose Methode.Seit den 50er Jahren entwarf Paula Jordan dann vor allem Glasfenster, Wandbilder und Transparente.In den 70er Jahren gerieten die Lebensumstände von Paula Jordan in Vergessenheit, ihr Werk löste sich von der Person und führt bis heute ein relativ stabiles Eigenleben in einigen Spuren von Veröffentlichungen fort. So ist das Transparent auf unserem Altar auch Erinnerung an eine große Graphikerin und Mahnung an unsere Verantwortung als Christen in unserer Zeit,die Botschaft von Weihnachten auch im Alltag zu leben und die Geschichten der Bibel auf anschauliche Weise weiterzugeben. Die aufgezeigten Hintergründe zu den Krippen helfen uns vielleicht dabei,manches in einem neuen Licht zu sehen.Viel Freude also beim Betrachten der Krippen wünsche ich allen.Uta Fey

22 Auf ein Wort zum Kloster

Auf ein Wort zum Kloster
Wochenrhythmus Auszug aus der Broschüre 100 Jahre Segen »Wo Kloster draufsteht, muss Kloster drin sein!«, so fasste ein Besucher seine Bemerkungen zum Stadtkloster einmal zusammen. Draufsteht bei uns »EVANGELISCHES STADT-KLOSTER« Evangelisch sind wir. Wir gehören zur Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Evangelisch ist »drin«.Stadt auch – wir leben mitten im Prenzlauer Berg,mitten in der Stadt.Die Feuerwache an der Oderberger Straße,die Polizei in der Eberswalder oder die singenden und manchmal grölenden Passanten mitten in der Nacht erinnern uns notfalls daran.Unsere Kirche steht mitten im pulsierenden Leben. Aber Kloster? Wir sind nicht katholisch, keine Mönche oder Nonnen,nicht einmal Brüder und Schwestern,die arm,keusch und gehorsam, also nach den evangelischen Räten, leben. Warum also Kloster? Wir leben als Gemeinschaft. Wir teilen unser Leben und unser Geld. Wir teilen einen gemeinsamen Wochenrhythmus.Montag bis Freitag beginnen wir um 07.30 mit den Losungen und einem kurzen Gebet.Dann starten wir in die Arbeit in den verschiedenen Arbeitszweigen.Um 12 Uhr rufen uns die Glocken zum Mittagsgebet. Wenn es zu läuten beginnt, kann man alles verlassen und in die Kirche gehen. Nach einem kurzen Eingang beten wir einen Psalm und hören einen Text aus dem Evangelium. Mitten im Alltag lassen wir uns unterbrechen von einem Wort aus der Bibel.Die Erfahrung zeigt, dass dieses fremde Wort, das ich mir nicht ausgesucht habe, an manchen Tagen mitten in meine Situation redet, an anderen Tagen sagt es mir nicht viel, aber ich bin wenigstens präsent. Für einen Moment zählt ganz anderes als Effizienz, Kreativität oder Beharrlichkeit. »Von allem, was wir tun, ist Beten das am wenigsten Zweckmäßige,am wenigsten Weltliche, am wenigsten Praktische. Darum ist Beten ein Akt der Selbstläuterung. Beten ist eine Seinsnotwendigkeit,« sagt Abraham Heschel, ein jüdischer Theologe und Philosoph. Am Samstag ist die Kirche offen – Menschen kommen, zünden eine Kerze an,verharren einen Moment und schweigen,manche schauen auch einfach die Kirche an, bemerken vielleicht die Schäden durch die Feuchtigkeit und gehen wieder. Die neue Woche beginnen wir am Sonntagabend mit der AbendbeSINNung. Die kurzen Gottesdienste laden ein zu Stille und zum Durchatmen. Menschen kommen und tanken auf, bevor am Montag die Arbeitswoche beginnt. Mit der AbendbeSINNung beginnt die Arbeitswoche.Ich habe ein ambivalentes Verhältnis zu Arbeit. Auf der einen Seite ist es oft eine Last und mühsam. Ich bin erschöpft. Meine Tage erfordern ein hohes Maß an Umstellen von einer Tätigkeit zur anderen. Meine Arbeit ist nicht sehr ausgewogen zwischen Kopf und Hand. Ich bin mehr auf der Seite Büro und Kopf. Ich leide darunter, dass gute Ideen nicht umgesetzt werden, dass ich nicht vom Fleck komme etc. Andererseits kann ich mir ein Leben ohne Arbeit schlecht vorstellen. Ich arbeite eigentlich gerne. Ich weiß gar nicht, ob ich 38 Stunden als höchstes der Gefühle bezeichnen sollte. Warum arbeiten? Warum arbeiten wir? Genügt es,Geld zu verdienen? Das ist sicher eine hohe Motivation, aber reicht das aus? Dass Arbeit mehr ist als nur Geld beschaffen,zeigt sich am Phänomen der Arbeitslosigkeit, es genügt nicht, den Lebensunterhalt zu bekommen.Der Mensch möchte etwas »tun«.Ich möchte eine »gute Arbeit« haben und ich möchte die Arbeit gut machen. Auch Jesus hat gearbeitet.Er war Zimmermann(s.Markus 6,3), das darf man nicht vergessen.Er hat Dächer gebaut und Türen, Fenster eingesetzt und wohl Tische gemacht. Nicht immer feine Arbeit.Eher wohl einfache Handwerksarbeit.Er hatte das Zeug zu mehr: Er redet wie ein Schriftgelehrter und schon als Zwölfjähriger kann er mit ihnen mithalten.Er hätte es auf der Thoraschule weit gebracht, sicher soweit wie Paulus, der Gelehrte. Aber nicht nur Jesus hat gearbeitet. Die Sache beginnt schon früher:Gott selbst hat gearbeitet.Die Schöpfung der Welt und des ganzen Kosmos war Arbeit. Mich hat das sehr begeistert, als ich einmal las,wie einer schildert,dass Gott wie ein Künstler Material wählte, sich beschränken musste, und dann anfing,zu wirken.Daraus ist die Welt entstanden. Unsere Arbeitswelt ist aus den Fugen geraten. Viele haben keine Arbeit, die entlohnt wird. Manche haben zuviel Arbeit und werden krank. Gerade in sozialen Berufen brennen Menschen aus. Die Väter und Mütter der Kirche, unter anderen Benedikt von Nursia, der eine Regel für eine Mönchsgemeinschaft schrieb, warnen vor dem Maßlosen.So sollte jeder – nach Möglichkeit – mit Kopf und Hand arbeiten. In unserer Zeit ist die Kopfarbeit hoffnungslos überbewertet. Wenn ich die Gehälter von Spitzenmanagern ansehe und vergleiche mit dem Lohn einer Lehrerin oder eines Bauern, dann ahne ich etwas vom

Stadtkloster Segen Angebote

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Ungleichgewicht, in dem wir leben. Arbeit hatte für die Mütter und Väter der Kirche aber immer auch ihren Wert,weil die Gottesbegegnung nach ihrer Erfahrung nicht im Außergewöhnlichen stattfindet,sondern in der Arbeit,im Alltäglichen. Besonders eindrücklich schildert das Nicolas Hermann, der als Bruder Lorenz im 17.Jahrhundert in einem Karmeliterkloster lebte: »Sobald ich am Morgen meine Arbeit begann, sagte ich mit kindlichem Vertrauen: ›Mein Gott, du bist bei mir. Du willst, dass ich meinen Geist jetzt diesen äußeren Dingen zuwende. Gib mir die Gnade,bei dir zu sein und mit dir verbunden zu bleiben. Damit das geschehen kann, bitte ich dich: Herr, arbeite du mit mir. Nimm meine Werke an. Ich will sie aus Liebe zu dir vollbringen.‹ Während des Tages fuhr ich dann fort,mit Gott vertraulich zu sprechen,meine Dienste für ihn zu tun und ihn um seine Hilfe zu bitten. War die Arbeit beendet, prüfte ich mich: Habe ich alles richtig getan? Fand ich Gutes, dankte ich Gott. Entdekkte ich Fehler, bat ich um Verzeihung. Ohne den Mut zu verlieren, lenkte ich meine Gedanken auf die rechte Bahn und begann wieder, bei Gott zu sein, als hätte ich mich niemals von ihm entfernt. Weil ich diese Akte des Glaubens und der Liebe sehr oft wiederholt habe,bin ich daran so gewöhnt, dass es mir heute ebenso schwer fällt,nicht an Gott zu denken,wie es mir am Anfang Mühe bereitet hat, mich an den Gedanken an Gott zu gewöhnen.«1 Der Wochenrhythmus hält und lädt uns ein, nicht zu vergessen, dass wir als Kirche unterwegs sind, Christus im Alltag zu begegnen.Georg Schubert
1 Nicolas Hermann »Von der wahren Freude«

Meditieren im Stadtkloster: Nicht-Furcht, Vor-Freude, Für-Viele-Frieden, Frohe-Botschaft Eine andere Art sich auf Weihnachten einzustimmen Vier stille,meditative Abendstunden in der Adventszeit jeweils dienstags von 19.45 – 20.45 Uhr: 25.November,2.Dezember, 9.Dezember 16.Dezember Advent: Egal,ob Sie sich Gott fern oder Gott nah fühlen. Gott will ankommen in heutigen Lebensgeschichten,in sehnsüchtigen Herzen dieser Zeit.Immer wieder. Unerwartet,unverhofft – vielleicht wird daraus Neues,ein Stück »change«? Neugierige und Interessierte sind willkommen. Am ersten Abend wird eine Einführung ins Sitzen,Beten und Schweigen gegeben.An allen Abenden bekommen Sie Anregungen und Hilfe für Ihren persönlichen Weg. Die Gruppe meditiert gemeinsam und doch geht Jede und Jeder einen eigenen inneren Weg.Eine regelmäßige Teilnahme ist sinnvoll. Kosten: 5,- Euro pro Person pro Abend Leitung: Barbara Schubert-Eugster,ökum.Ausbildung zur Exerzitienleiterin Georg Schubert,Projektleiter Stadtkloster Segen Bei Fragen können Sie gerne anrufen:030 44 03 77 39 oder eine Mail schicken: barbara.schubert@stadtklostersegen.de Stadtkloster Segen Schönhauser Allee 161 · 10435 Berlin U2 (Senefelderplatz)

Die Knirpse in Segen Jeweils am Donnerstagnachmittag von 16 bis 18 Uhr treffen sich im Garten des Stadtklosters Segen - bei schlechtem Wetter in der Winterkirche – Kinder von 0 bis 4 Jahren mit ihren Mamas oder Papas.Gemeinsam singen und spielen wir und erzählen Geschichten. Anschliessend gibt es Kaffee für die Grossen und für die Kleinen einen Imbiss – und für manche Knirpse ist der Höhepunkt des Nachmittags nach dem Kinderprogramm auf dem Trampolin zu hüpfen oder im Buddelkasten Burgen zu bauen. Ein Unkostenbeitrag von 4 Euro pro Nachmittag hilft uns,die Kosten zu decken. Ort: Evangelisches Stadtkloster Segen, Schönhauser Allee 161,10435 Berlin Achtung: Wir machen eine Weihnachtspause:Am 18.Dezember sind die Knirpse das letzte Mal in diesem Jahr ins Stadtkloster eingeladen. Wir starten wieder am 8.Januar 2009! Sonntag 18. Januar Am Sonntag,18.Januar 2009,15 Uhr wird Rabbiner Tovia Ben Chorin, der zur Zeit am Abraham Geiger Kolleg in Potsdam unterrichtet,eine Zeit des »Bibel Lernens« anbieten.Wir haben Rabbiner Tovia Ben Chorin in Montmirail kennengelernt.Wir konnten bei zwei oder drei Gelegenheiten diese Möglichkeit,gemeinsam Bibel zu lesen, geniessen. Es ist uns eine ganz besondere Freude,dass er im Januar noch hierher kommt,bevor er Mitte Februar nach Israel zurückkehrt. Genauere Angaben finden Sie unter www.stadtklostersegen.de

24 Die Weihnachtskrippe in Elias

Ich steh an deiner Krippe hier...
Die Weihnachtskrippe in Elias Vor einigen Jahrzehnten hat uns in Elias ein gütiges Geschick eine wunderschöne Weihnachtskrippe aus Ton aus dem Oberlinhaus in Potsdam beschert. Seitdem ist sie zur Freude aller ein fester Bestandteil in unseren Gottesdiensten und Veranstaltungen in der Weihnachtszeit und spiegelt auf ihre Weise das wechselvolle Leben von Elias wider. Ihre Figuren sind weder bunt noch gefällig oder im üblichen Sinne hübsch. Dafür überzeugen sie durch ihre Gesammeltheit und Ausdruckskraft.Maria ganz in sich ruhend und versunken, Joseph steht staunend da und die Hirten blicken voller Ernsthaftigkeit auf das neugeborene Kindlein. Die Magier sind keine herrschaftlichen, stolzen Könige, sondern anbetende Weise, die sich vor dem Kinde in der Krippe beugen. Ein Betrachter schreibt über die Krippe:»In ihrer Schlichtheit… berühren sie die Seele, regen an zu Besinnung und Meditation« und verkünden die Weihnachtsbotschaft. Zunächst hatte die Heilige Familie samt den herbeigeeilten Hirten und Tieren ihren Platz direkt unter dem riesengroßen Tannenbaum in unserer Kirche – erhöht auf einem kleinen Tischchen. Unbehaust – wie die Heilige Familie damals – stehen sie da, kein noch so bescheidenes Dach gibt ihnen Geborgenheit. Im Verlaufe der Jahre erhielten sie dann von uns aber ein kleines, selbst gezimmertes Häuschen mit spitzem Giebel, an dem nun der Stern von Bethlehem leuchtete. Als wir im Jahre 2000 unsere Kirche abgegeben haben, siedelte auch die Krippe mit uns in unser Gemeindehaus über und findet sie ihren Platz nun an unterschiedlichen Stellen im Kuppelsaal. Mal stand sie wie früher neben dem Weihnachtsbaum,ein anderes Mal in der Mitte des Raumes und bildete den Mittelpunkt der festlich gestimmten Gemeinde.Seit dem vergangenen Jahr stehen die Figuren auf dem Altar direkt vor dem Kreuz – Sinnbild dafür, dass Krippe und Kreuz zusammen gehören –»Krippe und Kreuz sind aus demselben Holz«, so heißt es ja. Dort müssen sie alle eng zusammenrücken – der Platz ist ja begrenzt – auch darin

ähneln sie dem Weihnachtsgeschehen vor 2000 Jahren. Selbstverständlich erreichen die Weisen aus dem Morgenlande erst am 6.Januar den Ort ihrer Bestimmung. Das Alter und die Wanderschaft von einem Ort zum andern haben es mit sich gebracht,dass der Esel ein Ohr verloren hat. Da wohl jedermann weiß,wie schwerhörig ein Esel schon mit zwei Ohren sein kann, ist der Verlust besonders schmerzlich. Brüderlich hat deshalb der schwergewichtige Ochse seinem Stallgefährten eins von seinen Ohren geschenkt.Dankbar hat das Grautier diese Gabe angenommen und kann nun mit diesem Ochsenohr andächtig zuhören und den weihnachtlichen Liedern und Geschichten lauschen, in denen auch er schließlich eine nicht unbedeutende Rolle spielt. Übrigens: Das bergende Haus für die Heilige Familie ist inzwischen wieder verloren gegangen, und das hat wohl auch so seine Richtigkeit. Ich wünsche Ihnen allen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit mit vielen schönen Krippen-Erfahrungen. Ingrid Volz Im Oberlinhaus werden in langer Tradition Weihnachtskrippenfiguren hergestellt.Zu Beginn waren behinderte Menschen aus dem Oberlinhaus wesentlich an ihrer Herstellung beteiligt.Das Original dieser Krippen stammt von der Bildhauerin Ilse Scheffer (gest.1977), die es in den 1950er Jahren dem Oberlinhaus schenkte und die Vervielfältigung gestattete und mit vorbereitete.Seitdem sind diese Figuren zum Markenzeichen des Oberlinhauses geworden und in aller Welt bekannt. Heute werden die Krippenfiguren von Monika Uhlig in einer kleinen Werkstatt im Oberlinhaus nach den Motiven von Ilse Scheffer per Hand angefertigt.(Quelle: Monika Uhlig)

Das ehrenamtliche ökumenische Team »Laib und Seele« sucht dringend Kraftfahrer. Wenn Sie donnerstags Vormittag Zeit und eine Fahrerlaubnis haben (PKW), gerne Auto fahren, aktiv, zupackend und bereit sind, ehrenamtlich zu arbeiten, melden Sie sich bitte.Ihre Aufgabe wird es sein,Lebensmittel in bestimmten Supermärkten und Geschäften sowie bei der Berliner Tafel anzuholen, in unser Auto zu laden und dem Team zur Aufbereitung zu bringen.Sicher gibt es dynamische, flexible Männer in unserer Gemeinde,denen diese interessante Arbeit Spaß machen würde.Selbsverständlich sind Sie dabei versichert. Also,geben Sie sich einen Ruck und rufen Sie mich an,T.:4 45 82 69,dann erfahren Sie alles Nähere.Bärbel Jenichen

Laib & Seele: Tatkräftige Männer gesucht !!!

Die Krippe in Gethsemne

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Die Krippe in Gethsemane
Längst ist Berlin meine Heimat geworden.Eines aber vermisse ich doch: die Liebe zu den Weihnachtskrippen. Mir tut es immer ein wenig weh,wenn ich in den Konfirmandengruppen frage, in welchen Familien über Weihnachten eine Krippe unter dem Weihnachtsbaum steht.In fast allen Familien steht über die Feiertage ein Weihnachtsbaum. Bei der Frage nach der Krippe gehen oft weniger als die Hälfte der Finger hoch. Aus meinem bayrischen Dorf kenne ich den Brauch, in den Weihnachtsfeiertagen sich gegenseitig zu besuchen. »Kripppal schaung« nennt man das.Man geht einfach zu den Nachbarn, sieht sich die Krippe an, bekommt Kaffee und Kuchen angeboten, manchmal – oder sagen wir lieber: meistens – auch einen kräftigen Schnaps (oder mehrere). In diesem Jahr sehen wir uns in unserer eigenen Gemeinde um. Die Krippe in der Gethsemanekirche hat schon etwas bemerkenwertes:niemand scheint zu wissen,woher sie kommt.Alle, die ich gefragt habe,wussten aber sofort,wer etwas über diese Krippe wissen muss. Wenn ich die dann angesprochen habe, wussten sie andere Namen,die etwas zur Krippe sicher sagen könnten.So bildete sich für mich sehr schnell ein großer Kreis von Gemeindegliedern, die alle etwas wissen müssten, aber nichts wussten.In unserer Gemeinde ist es eben wichtiger,die Menschen zu kennen, als die Krippenfiguren. Fest steht, dass sie anfang der 70er Jahre in ein Inventarverzeichnis aufgenommen wurde und dass Anfang der 80er Jahre zumindest ein König geklaut wurde und die Tiere: Ochs, Esel und wohl zwei Schafe. Ob diese Krippe einst in einem Wohnzimmer stand und gespendet wurde? Dazu ist sie eigentlich zu groß! Ob sie einmal für die Gethsemanekirche angeschafft wurde? Dazu ist sie entschieden zu klein. Vielleicht bringt ja dieser Artikel Licht in die Vergangenheit der Krippe, wenn es doch jemanden gibt,der ihren Ursprung kennt. Es lohnt sich,die Figuren ein wenig anzusehen.Der Stil dürfte in die 20er Jahre passen, naturalistisch aus Lindenholz geschnitzt, nicht bemalt. Die (bislang noch nicht geklauten) Könige haben sich schon zu den Hirten gesellt und tragen eine Goldschatulle und ein Weihrauchfass. Sehr königlich sind sie gekleidet, bei dem einen lässt sich sogar der Hermelinkragen erkennen,das Gewand des anderen fließt elegant und schwer bis zum Boden.Sie scheinen etwa gleich alt zu sein und tragen lange Bärte,ähnlich den Bärten,die Bürgerrechtler gemeinhin trugen – nur sehr viel gepflegter.Die Hirten, die von links zur

Krippe kommen, haben sich ein Einheitsgewand übergezogen,aus Schaffell,wie es sich für Hirten gehört.Sie gehören zu uneterschiedlichen Generationen. Der Hirtenjunge kniet, der glatzköpfige Alte auch,zwischen ihnen der junge Erwachsene mit seiner etwas verwegenen Frisur und seinem nach hinten geschobenen Hut. Auffallend sind die Scheitel. Soweit die Figuren keine Kopfbedeckung tragen, haben sie einen Scheitel.Nur der Glatzköpfige hatte keine Chance, einen zu ziehen. Auch Maria, die sich hingebungsvoll zur Krippe niederneigt, hat ihr Haar sehr sogfältig in der Mitte gescheitelt.Joseph mit seiner Stalllaterne hatte sich auch beim Haarekämmen sorgfältig seinen Scheitel gezogen. Sogar das Jesuskind, das dem Betrachter seine kleinen Hände entgegenstreckt (eine ist leider schon abgebrochen) hat für sein doch sehr jugendliches Alter schon erstaunlich viele Haare – und einen beginnenden, aber deutlichen Scheitel.Fast scheint es, als wollte der Künstler den Wildwuchs ordnen, was ihm aber nicht gelang, denn der oder die Diebe ließen sich nicht davon beeindrucken. Leider recht mürrisch sieht das Jesuskind drein mit seinem eigentlich schon erwachsenen Gesicht. Aber seine Verstimmung kann man gut verstehen, wurden ihm doch alle Tiere gestohlen und ein Monarch entführt.Vielleicht besuchen Sie in den Feiertagen einmal diese Krippe. Aber vielleicht sollten Sie auch lieber Ihre Freunde und Nachbarn besuchen, um deren Krippen anzusehen, oder sie einladen,einmal zu kommen,zum Ansehen Ihrer Krippe.Kaffee und Kuchen dürfte doch wohl auch drin sein – und statt dem Schnaps lieber einen heißen Kakao für die Kinder! Chr.Zeiske

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Inhalt

Seite Veranstaltungen & Konzerte

Das Wort

Elias Kuppelsaal »Gospel Christmas« Konzert mit dem Jugendgospelchor Prenzlauer Berg.Eintritt frei Gethsemane Sa. 29.11. 17 Uhr J.S.Bach:Weihnachtsoratorium; Kantaten 1-3,Ticket-Hotline:T.:(030) 4 76 29 00 So. 30.11. 17 Uhr J.S.Bach:Weihnachtsoratorium; Kantaten 4-6 Konzertchor der Friedenskirche Niedershsn. Fr. 5.12. 20 Uhr Jochen Kowalski & J.B.B.New Quintett,Jazz Classics, Infos und Tickets:T.:(030) 6 78 01 11 www.berlinerkonzerte.de Sa. 6.12. 17 Uhr J. S. Bach: Weihnachtsoratorium; Kantaten 1-3 Gethsemanekantorei,s.S.32 Do. 11.12. 19.30 Uhr Die Gunst des Augenblicks,Festkonzert zum 250.Geburtstag von C.F.Zelter,Sing-Akademie zu Berlin,Lautten Compagney Berlin,Tickets:T.:(030) 20 91 28 30,www.sing-akademie.de Fr. 12.12. 19 Uhr Weihnachtskonzert des Georg-Friedrich-Händel-Gymnasiums Berlin-Friedrichshain Tickets:T.:(030) 564 971 67,www.berliner-service.de So. 14.12. 17 Uhr J. S. Bach: Weihnachtsoratorium; Kantaten 1-3,Chor der Erlöserkirche,Camerata Instrumentale Berlin,Tickets:T.:(030) 678 01 11,www.berlinerkonzerte.de Sa. 20.12. 16 Uhr J. S. Bach: Weihnachtsoratorium; Kantaten 1-3,Konzertchor der Staatsop.Unter den Linden Mitgl.der Staatskapelle Berlin,Tickets:T.:(030) 2 035 45 55,www.konzertchor-staatsoper.de So. 21.12. 17 Uhr Träume unterm Christbaum – ein musikalisches,Weihnachtsvergnügen; bunte WeihnachtsShow mit Weihnachtsliedern und Geschichten;Tickets:T.:(030) 27 89 19 08 Mi. 31.12. 19 Uhr Silvesteropergala,Solisten der Kammeroper Schloss Rheinsberg,Kammerakademie Berlin; Leitung:Uri Rom,Tickets:T.:(030) 6 78 01 11,www.berlinerkonzerte.de So. 25.1. 20 Uhr »Sing With Us!« – Gospel-Benefizkonzert zugunsten der Hugo-Tempelmann-Stiftg.,Eintr.frei Paul Gerhardt So. 7.12. 18 Uhr »Power In The Blood« – Gospel im Doppelpack,Rapha Gospel Music & Potsdam Gospel Choir Mehr Infos:www.rapha-gospelmusic.com Sa. 13.12. 17 Uhr Weihnachtskonzert des Jugendkammerchores Pankow,Leitung:Frau Blazey (Vogt) Di. 16.12. 20 Uhr Weihnachtsaufführung des Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasiums Mi. 17.12. 16 Uhr Weihnachtsaufführung der Kita »Arche« Stadtkloster Segen So. 7.12. 16 Uhr Bachs Weihnachtsoratorium für Kinder,Karten an der Abendkasse,s.S.32 Sa. 13.12. 15.30 Uhr Weihnachtskonzert mit dem Blasorchester Zehlendorf,Eintritt frei Mehr Infos:www.blasorchester-zehlendorf.de So. 21.12. 19.30 Uhr Alte Weihnachtslieder neu,Christian Steyer und Chor.Mehr Infos:www.christiansteyer.de Weitere Veranstaltungen im Stadtkloster Segen finden Sie im Internet unter:www.stadtklostersegen.de Fr. 12.12. 19.30 Uhr
Der E-Mail-Newsletter des Konzertbüros. Jetzt bestellen und keine Veranstaltung verpassen. Einfach Mail mit Namen und E-Mail-Adresse an: konzertbuero@ekpn.de

TIPP für alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer unserer Gemeinde:Zu allen Veranstaltungen gibt es ein bestimmtes Kontingent an Freikarten; zu erfragen im Konzertbüro:konzertbuero@ekpn.de;T.:44 71 55 67 Auch in diesem Jahr wollen wir wieder innerhalb unserer Aktion Laib & Seele an allen Advenstsonntagen und an allen vier Gottesdienstorten weihnachtliche Lebensmittel z.B.Pfefferkuchen,Baumbehang,Schokolade, Weihnachtssüßigkeiten usw.sammeln.Wir wollen am Donnerstag vor Weihnachten,am 18.12.08, an die über 130 Bedürftigen,die regelmäßig zu uns nach Elias kommen,eine kleine Weihnachtstüte ausgeben. Daher würden wir uns sehr freuen,wären Ihnen dankbar,wenn Sie unser Vorhaben unterstützen würden und uns ein paar weihnachtliche Lebensmittel (es können natürlich auch andere Lebensmittel,Kaffee, Konserven etc.sein) spenden würden.Bärbel Jenichen

Weihnachtliches für Laib & Seele

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Das Wort

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Solar-Mitteilungen Unsere Solaranzeigen in Elias und Paul Gerhardt haben am 6.11.2008 folgende Erträge ausgewiesen:

Solar-Ertrag seit 1. 1. 2008 seit 5. 2. 2002

Paul Gerhardt 3.464 kWh 22.753 kWh

Elias 2.418 kWh 14.587 kWh

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»Beziehungsweise« Partnerschaftsseminare in der Gemeinde Prenzlauer Berg Nord
Die Kunst als Paar zu leben, scheint immer herausfordernder zu werden. Dabei sind es meist die einfachen kleinen Dinge im Alltag, die Frauen wie Männer aufleben lassen.Ich lade Sie ein, an drei Themenabenden Impulse für Ihre Partnerschaft aufzugreifen, wieder Zugang zu Ressourcen zu finden und mit neuen Ideen an alte Konflikte heranzugehen. Ort: Kuglerstraße 15,im kleinen Gemeindesaal des Paul-GerhardtGemeindehauses Zeit: jeweils 20.30 Uhr an den Donnerstagen:22.+29.1.09,12.2.09 Drei Themenbereiche werden im Mittelpunkt stehen: I. Wunschlos glücklich?? Vom Umgang mit unseren Wünschen. Ein offener Umgang mit den eigenen Wünschen und denen des Partners/der Partnerin ist für eine Beziehung sehr bereichernd. Es gibt viele Vorstellungen,die diesen offenen und freien Umgang mit Wünschen schwierig machen.Zum Beispiel die Vorstellung:»wenn der andere mich wirklich liebt,dann muss er doch wissen,was ich mir wünsche« … Oder eine andere Variante:ein Partner deutet seine Wünsche an und erwartet, dass der andere die Andeutung entschlüsselt.Ich möchte mit Ihnen darüber nachdenken,wie es kommt,dass Wünschen und Umgang damit manchmal ein schwieriges Thema ist,über biografische Hintergründe und praktische Hinweise,dass Wünschen wieder ein erfreuliches Thema wird. II. Wie redest Du mit mir?? Vom Umgang miteinander in Auseinandersetzungen Untersuchungen haben gezeigt, auch glückliche Paare streiten und ärgern sich beim Streiten übereinander. Dennoch verhalten sie sich deutlich anders als Paare, die es auf Dauer nicht miteinander aushalten. Der Unterschied: die unzertrennlichen Paare schaffen es, die Zahl der negativen Verhaltensweisen im Zaum zu halten.Wie können wir lernen, auch wenn die Fetzen fliegen einen angenehmen Umgang miteinander beizubehalten? III. Vom Umgang mit unlösbaren Probleme in der Beziehung »Rede doch etwas mehr von dir selber und darüber wie es dir ganz persönlich geht«,oder »Sag mal,bist du blind,dass du nicht siehst, was hier alles herumliegt?« Probleme dieser Art sind chronische Paarprobleme, denn sie tauchen immer wieder auf, obwohl wir schon tausendmal darüber geredet haben. Aber geändert hat sich nichts, trotzdem bleiben wir dabei, verlangen Veränderung, verlangen Abgewöhnen, verlangen Anderes angewöhnen, verlangen anderes Verhalten – aber es funktioniert nicht.Was ist hier zu tun?

Praxis für Paar- und Lebensberatung
Iris Dittberner-Glatz, Theologin Dipl. Ehe- und Lebensberaterin Prenzl. Berg Gethsemanestr. 6 Telefon: 01577 / 3 94 62 81
Paarberatung: Beziehungsprobleme – Streit – Konflikte – sexuelle Probleme – Affäre – Kommunikationsprobleme – Kinderwunsch Lebensberatung/Coaching: Ziele finden und umsetzen – Ressourcen zugänglich machen,berufliche Probleme – Selbstwert – Stress Psychotherapie (Erlaubnis nach HPG): depressive Verstimmungen – Angstproblematik – Psychosomatik – Tinnitus – Schlafstörungen www. paar-lebensberatung.de

Ist hier noch etwas zu machen? Ich werde zu jedem Thema einen ausführlichen Input geben. Es gibt Anregungen,sich persönlich mit dem Thema auseinanderzusetzen und wir können miteinander ins Gespräch kommen. Iris Dittberner-Glatz Paartherapeutin, Gethsemanestraße 6.

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Telefon (030) 43 72 00-0 Telefax (030) 43 72 00-10

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So finden Sie uns

Zentralbüro Evangelische Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord Sitz der Geschäftsführung Gethsemanestraße 9,10437 Berlin Küster Harald Mößner T.:4 45 77 45 F.:43 73 43 78 Computerfax (9 –16 Uhr) 43 73 43 79 Sprechzeiten: Mo.13 – 16 Uhr,Mi.14 – 19 Uhr Do.9 – 12 & 13 – 16 Uhr www.ekpn.de zentralbuero@ekpn.de Vorsitzender des Gemeindekirchenrates Wofgang Schellig T.:44 73 67 50 gkr@ekpn.de Spendenkonto KVA Berlin Stadtmitte, Kto.411741280 Ev.Darlehnsgenossenschaft, BLZ 210 602 37 Spendenquittung auf Wunsch Zweck:»Prenzlauer Berg Nord«

Elias Gemeindehaus Göhrener Str.11,10437 Berlin Gemeindebüro Elias Gethsemane-Kirche Stargarder Straße 77,10437 Berlin Gemeindebüro Gethsemane Gethsemanestr.9,10437 Berlin

Öffnungszeiten Mi.16 – 19 Uhr T.:4 42 63 31 / F.:44 05 62 18

Öffnungszeiten Mo.11 – 13 Uhr, Di.16 –18 Uhr,Mi.11 – 13 Uhr Fr.11 – 13 Uhr T.:4 45 77 45 / F.:43 73 43 78

Paul-Gerhardt-Kirche Wisbyer Straße 7,10439 Berlin Gemeindebüro Paul Gerhardt Kuglerstraße 15,10439 Berlin

Öffnungszeiten Mi.und Fr.10 – 12 Uhr, Mi.17 – 19 Uhr T.:4 45 74 23 / F.:44 71 95 04

Stadtkloster Segen Schönhauser Allee 161,10435 Berlin Communität Don Camillo T.:44 03 77 39 www.stadtklostersegen.de Gemeindebüro Segen Schönhauser Allee 161,10435 Berlin Wir sind umgezogen: rechter Aufgang parterre, Öffnungszeiten Di.17.30 – 18.30 Uhr,Do.9 – 11 Uhr T.:4 48 34 83 / F.:41 71 50 72 Pfarrerin & Pfarrer Pfn. Uta Fey u.fey@ekpn.de Sprechzeiten Pf. Gisbert Mangliers g.mangliers@ekpn.de Sprechzeiten Pf. H.-Otto Seidenschnur ho.seidenschnur@ekpn.de Sprechzeiten Pf. Christian Zeiske c.zeiske@ekpn.de Sprechzeiten Geschäftsführer Frank Esch Sprechzeiten T.:40 00 34 99 Büro Gethsemane,nach Vereinbarung

T.:44 71 95 06 T.:4 45 74 54 (privat) Büro Kuglerstraße 15,Mi.17 – 19 Uhr * T.:4 48 03 33 (privat) mobil 0171 / 1 79 50 07 Büro Segen,Di.,17.30 – 18.30 Uhr * T.:0333 97 27 73 45 (privat) mobil 0179 / 7 64 00 32 Büro Elias,Di.15 – 17 Uhr* Büro Gethsemane,Mi.15 –17 Uhr T.:40 00 39 30 Büro Gethsemane, Di.18 – 19.30 Uhr, Fr.9 – 11 Uhr *
*und nach Vereinbarung

Kontakte

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Arbeit mit Kindern Jugendlichen & Familien Antje Erdmann Dipl.Sozialpädagogin /Diakonin Göhrener Straße 11,10437 Berlin T.:41 71 59 57 a.erdmann@ekpn.de Sprechzeit Di.11.30 – 13.30 Uhr Christina van Laak c.vanLaak@ekpn.de Jana Scherle Dipl.Pädagogin / Beratung für Familien Göhrener Straße 11,10437 Berlin T.:41 71 59 61 jana.scherle@ekpn.de Sprechzeit Mi.14 – 18 Uhr Paul Beutel Jugendwart Kuglerstraße 15,10439 Berlin T.:4 45 74 25 p.beutel@ekpn.de Fachausschuss: kinder.jugend.ausschuss.@ekpn.de Kirchhöfe Segens-Friedhofsverwaltung Monika Peter Gustav-Adolf-Str.67–74,13086 Berlin T.:9 25 30 68 / 47 03 27 32 F.:47 03 27 35 www.segenskirchhof.de kontakt@segenskirchhof.de Kirchhofsverwaltung Nordend Katrin Manke Dietzgenstraße 120–162, 13158 Berlin T.:4 76 35 54 F.:4 76 27 70 www.berlin-friedhof.de nordend@berlin-friedhof.de Diakoniestation Hauskrankenpflege Weißensee/Prenzlauer Berg Bizetstraße 49,13088 Berlin T.:9 27 46 94 Leitung Herr Gülker

Kindergärten Ev. Kindergarten Elias Göhrener Str.11,10437 Berlin Leitung Sabine Ostermeyer T.:4 42 24 05,F.:41 71 74 96 elias@kita-berlin.de Ev. Kindergarten Gethsemane Greifenhagener Str.2,10437 Berlin Leitung Eva Koch T.:4 45 55 84,F.:4 45 55 84 kita-gethsemane@gmx.de Ev. Kindergarten »Arche« Schönhauser Allee 104,10439 Berlin Leitungsvertretung Patricia Streich kita.arche@hoffbauer-bildung.de T.:4 45 70 48,F.:40 04 50 30 Hausmeister/Techn. Personal Helmut Böhnke mobil 0179 / 7 36 18 57 Jürgen Bocheinski mobil 0179 / 7 64 00 33 Bärbel Jenichen mobil 0173 / 2 15 71 32 b.jenichen@ekpn.de

Kirchenmusik Elisabeth Kaiser T.:44 71 55 69,e.kaiser@ekpn.de Detlef Lehmann T.:47 48 90 75 Hermfried Weber T.:40 00 79 84 Christoph Zschunke T.:44 71 55 67 konzertbuero@ekpn.de Veranstaltungsmanagement Konzertbüro Gethsemanestraße 9,10437 Berlin Tickethotline 44 71 55 68 Christoph Zschunke Mario Gugeler T.:44 71 55 67 F.:43 73 43 78 konzertbuero@ekpn.de

Grafik-DesignBüro Dieter Wendland AGD
        
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