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Periodical volume

Full text: Gemeindebrief Issue 39.2007, August/September

Gemeindebrief
Ausgabe Nr. 39 August / September 2007

Elias · Gethsemane · Paul Gerhardt · Segen
Evangelische Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord

2 Inhalt

Seite

Editorial

St.Elisabeth-Stift 4 Religionsunterricht 4 Israelsonntag 5 Israel & Palästina 5 Menschen unserer Gemeinde 6 Gemeindeausflug zu P. Gerhardt 7 Kinder,Kinder 8/9 Mitteilungen/Amtshandlungen 10 Junge Gemeinde 10 Auf den Spuren von Ernst Barlach 11 Tag des offenen Denkmals 12/13 Orgelkonzertreihe 13 Geburtstage 14 Regelmäßige Veranstaltungen 15/18 Gottesdienste 16/17 Rückblick Kiezfrühstück 16 20 Jahre Cochabamba 17 Regelmäßige Veranstaltungen 18 Auf ein Wort zum Kloster 19/20 Der Maler und der Sprüher 20 Kirchentag in Köln 21 Konfirmation 2007 22/23 Religionsunterricht 23 Das Kirchenjahr – Gedanken zum Michaelistag 24/25 Menschen unserer Gemeinde 25 Rückblick Kiezfest 26/27 Umzug,wer hilft mit? 28 Anzeigen 18/29 Konfirmandenkurs 31 Kontakte 30/31 Konzert 32 Titelbild: Kinder beim Kiezfest der Kirchen
Herausgegeben vom Gemeindekirchenrat der Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord. Auflage:2000 Stück. Redaktionsanschrift:Gemeindebüro der Ev.Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord Göhrener Str.11,10437 Berlin Telefon:4 42 63 31 / Telefax:44 05 62 18 E-Mail:eliasgemeinde@gmx.de Titelbild & Gestaltung:Grafik-DesignBüro Dieter Wendland Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe ist der 1. 9. 2007

Wahlen zum Gemeindekirchenrat
Alle drei Jahre wird unser Gemeindekirchenrat, das Leitungsgremium unserer Gemeinde,neu gewählt.Nicht alle Mitglieder werden neu gewählt,sondern nur die Hälfte.Die andere Hälfte wird sich in drei Jahren zur Wahl stellen. Die Wahl findet am Sonntag,dem 4. November 2007 in unseren vier Kirchen statt. Der Gemeindekirchenrat hat auf seiner letzten Sitzung beschlossen,dass es bei dieser Wahl erstmals möglich sein wird, Kandidatinnen und Kandidaten AUS ALLEN BEZIRKEN UNSERER GEMEINDE zu wählen. Gemäß Ältestenwahlgesetz bedarf diese mögliche Änderung der Zustimmung des Kreiskirchenrates Berlin Stadtmitte (KKR).Ein Kandidat aus Segen beispielsweise könnte dann auch von einem Gemeindeglied aus dem Bereich Paul-Gerhardt gewählt werden und jemand aus Gethsemane könnte einen,der im Bereich Elias wohnt,wählen. Die Mitglieder des GKR aus dem Bereich Paul-Gerhardt haben in einem Schreiben den KKR gebeten, rechtlich zu prüfen, ob unser Fusionsvertrag Abweichungen hinsichtlich der Wahl zum GKR zulässt, als auch seine Zustimmung davon abhängig zu machen, ob das Zusammenwachsen der Gemeindeteile durch die knappe Mehrheitsentscheidung des GKR von 8 Ja- und 7 Neinstimmen Schaden nehmen könnte. In jedem Falle brauchen wir viele Kandidatinnen und Kandidaten – mindestens zwölf – aus allen vier Gemeindebezirken. Die sechs unter ihnen, die die meisten Stimmen bekommen, gehören dem künftigen Gemeindekirchenrat für sechs Jahre an. Die Wahl ist zwar noch weit weg,wir müssen aber schon jetzt anfangen,engagierte Menschen für dieses Leitungsamt unserer Gemeinde zu suchen.Wenn Sie jemanden vorschlagen wollen oder auch sich selbst für eine Kandidatur interessieren, dann haben Sie bitte keine Scheu, das auch zu sagen, entweder nach den Gottesdiensten der kommenden Wochen, oder in einem unserer Büros. Vorgeschlagene Personen brauchen 10 Unterschriften von anderen Gemeindegliedern, dann ist der Wahlvorschlag perfekt.Entsprechende Listen liegen nach den Gottesdiensten aus,sie finden sie in unseren Gemeindebüros oder können auch gerne selbst eine anfertigen. Bitte nehmen Sie an der Wahl teil oder überlegen Sie sich,aktiv zu kandidieren.Es ist eine gute demokratische und auch protestantische Tradition, das Leben unserer Gemeinde zu gestalten und zu fördern. Pf.Chr.Zeiske, Pf .H.-O.Seidenschnur, Dieter Wendland GKR

Goldene Konfirmation
Am Sonntag, den 23. 9. 2007 feiern wir im Kuppelsaal Elias Gottesdienst mit Goldener Konfirmation! Herzlich sind alle Gemeindeglieder eingeladen,die vor 50 Jahren in Segen oder Elias oder an einem anderen Ort konfirmiert und demzufolge 1941/1942/1943 geboren worden sind. Nach dem festlichen Gottesdienst wollen wir bei einem kleinen Imbiß beieinander bleiben und erzählen.Bringen Sie dazu alte Fotos oder Ihre Konfirmationsurkunden – sofern vorhanden – mit.Bitte melden Sie sich,wenn Sie Ihr Konfirmationsjubiläum an diesem Tag feiern wollen, telefonisch oder schriftlich im Zentralbüro an.Pfr.Seidenschnur

Das Wort

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Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des Herrn.
Ps.113,3; Monatsspruch für den Monat August Liebe Leserin, lieber Leser, wenn Sie diese Ausgabe des Gemeindebriefes in den Händen halten, dann ist ungefähr Ferienhalbzeit. Das Wetter ist bis dahin hoffentlich etwas sommerlicher geworden, der viele Regen hat sich verzogen, und Sie können bereits auf schöne und erlebnisreiche Urlaubs- und Ferientage zurückblicken oder haben noch schönere vielleicht vor sich. Der Sommer und die Erfahrung der Freizeit, nämlich für ein paar Wochen entlassen zu sein aus den Verpflichtungen und den Anstrengungen der Schule und der Arbeit, schließen unser Herz wie von selbst auf für das Lob Gottes.Wir genießen die Tage und sind dankbar für das Leben und die Lebendigkeit,die wir unmittelbarer als sonst spüren.»Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des Herrn.» Wer wollte dabei nicht an den Kanon denken,den wir in der Gemeinde bei so vielen Anlässen gesungen haben? Bei diesem Vers schwingt für mich auch etwas von der guten Ordnung Gottes mit, in die wir Menschen voller Lob einstimmen können. Ich denke an die Schöpfungserzählung am Anfang der Bibel.Gott ordnet das Chaos -Tohuwabohu – wie es in der hebräischen Bibel heißt,damit ein Lebensraum entsteht,in dem Leben möglich wird.Licht und Dunkel,Land und Wasser, Pflanzen, Gestirne, Tiere und die Menschen werden geschaffen und zu einem sinnvollen Ganzen geordnet. Ordnung hilft,dass Leben gelingt.Ordnung hat zur Voraussetzung, dass wir etwas wiedererkennen, weil da etwas zusammengehört. Alle Lebewesen z.B., die zur Ordnung der Vögel gehören, haben etwas gemeinsam: sie können fliegen. Manchmal sagen wir das ja von einem Menschen:Mein Nachbar,der ist in Ordnung.Oder meine Chefin,die ist in Ordnung. Wir haben gute Erfahrungen mit diesem Menschen gemacht. Er oder sie hat sich als zuverlässig,vertrauenswürdig,menschlich erwiesen.Nicht nur einmal.Vielleicht ist aus diesen guten Erfahrungen sogar Freundschaft entstanden.»Du bist in Ordnung«- das heißt dann:»auf dich lass ich nichts kommen«.Du gehörst zu meiner Welt,zu meiner Ordnung gewissermaßen. Du hast dort einen Platz.Ich bin froh,dass du da bist. Von Gott heißt es,er habe das am Anfang auch so gesagt,von seiner Schöpfung, von allen also, die dazu gehören, Tiere, Pflanzen, Menschen: Ihr seid in Ordnung (»alles war sehr gut«). Wir Menschen vergessen diesen Maßstab leider oft.Wir stellen Ordnungen auf,die andere ausgrenzen.Wir teilen die Welt ein in Schwarze und Weiße, in Deutsche und Ausländer, in Gläubige und Ungläubige, in Junge und Alte, in Starke und Schwache. Unsere Ordnungen sind oft kleinlich und kleinkariert. Alles Fremde, das nicht unserer Ordnung entspricht, ist auch schnell befremdlich und macht Angst. Gottes Ordnung grenzt nicht aus. Gottes Herz ist größer als unser eigenes Herz. In Gottes guter Ordnung hat jeder und jede ein Recht,da zu sein und menschenwürdig zu leben.Das ist der eigentlich Grund, warum der Beter in das überschwängliche Lob ausbricht: »Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des Herrn.“ Denn,so heißt es in diesem Psalm weiter von Gott: »Wer ist wie der Herr,unser Gott,im Himmel und auf Erden? Der oben thront in der Höhe,der herniederschaut in die Tiefe, der den Geringen aufrichtet aus dem Staube und erhöht den Armen aus dem Schmutz,dass er ihn setze neben die Fürsten, neben die Fürsten seines Volkes...“ Die Urlaubszeit ist ja bekanntlich Reisezeit.Wir lernen Neues und Fremdes kennen. Aber egal, wo wir sind, ob in der Ferne oder zu Hause. Neues und Unbekanntes können wir überall kennen lernen, wenn wir nur offen dafür sind. Sogar in der eigenen Gemeinde.Es wäre gut,wenn wir den Maßstab Gottes dann nicht vergessen. Ich wünsche Ihnen allen eine gute und erholsame Zeit und einen guten Start in den Alltag. Ihr Pfr.Gisbert Mangliers

4 St. Elisabethstift

Das St. Elisabeth-Stift Gartenfest & Kurzzeitpflege

»Geh aus mein Herz und suche Freud« unter diesem Motto stand unser diesjähriges Gartenfest am 20.Juni im St.Elisabeth-Stift. Mit einem gemeinsamen Gottesdienst im Garten haben wir unser Fest begonnen. Dabei hat es unser guter Gott mit hochsommerlichen Temperaturen in diesem Jahr besonders gut mit uns gemeint.Mit viel Freude haben Bewohner, Mitarbeitende und Gäste sich bei leckerem Kuchen und gegrillten Köstlichkeiten von einem Kinderballett und musikalischen Darbietungen verzaubern lassen. Eine große Anzahl von Ständen wie Brotstand, Trödel, Bekleidung, Kuchen, Gegrilltes, Filzen regten zum Spazieren und Verweilen an – und eine Clownin sorgte für heitere Begegnungen.Mit viel Freude durften wir Mitglieder aus der

Gemeinde gemeinsam mit Pfarrerin Fey begrüßen und hoffen auf eine wachsende Tradition, gemeinsam dieses schöne Fest und anderes miteinander zu erleben:Sie erfahren rechtzeitig durch Ihren Gemeindebrief von unseren Veranstaltungen,wie z.B.die »Elisabeth-Wanderausstellung«, Weihnachtsmarkt, Kon-

zerte usw.,zu denen wir Sie herzlich einladen. Wir möchten Sie im Gemeindebrief heute auch über Angebote der Kurzzeitpflege in unserem Haus informieren. Kurzzeitpflege ist eine Leistung der Pflegeversicherung und bietet die Mög-

Einladung

Vorabend Israelsonntag

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lichkeit einer zeitweisen stationären Aufnahme,wenn: • nach einem Krankenhausaufenthalt eine gezielte Nachsorge und Mobilisation erforderlich ist, • der Pflegebedarf sich vorübergehend erhöht hat, • sie als pflegender Angehörige selbst erkrankt oder verhindert sind, durch Krankenhausaufenthalt, Urlaub, Kur usw., • eine Übergangspflege (z. B. zur Vorbereitung eines Heimaufenthaltes oder zwischen Krankenhausaufenthalt und weiterführender Reha-Maßnahme) erforderlich ist, • Sie nach einem Krankenhausaufenthalt Ihres Angehörigen mit den notwendigen pflegerischen Maßnahmen und dem Umgang mit Pflegehilfsmitteln vertraut gemacht werden müssen. Für Fragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen als Ansprechpartner gerne zur Verfügung. Wir grüßen Sie herzlich aus dem St. Elisabeth-Stift Marina Althausen (Pflegedienstleitung) und Nicole Pause (Sozialarbeiterin)

Einladung zum Bilder schauen, diskutieren und erzählen – Israel und Palästina
Eine Gruppe unserer Gemeinde fuhr nach Ostern mit einer Gruppe einer Spandauer Gemeinde gemeinsam nach Israel und Palästina. Was wir sahen, erlebten und hörten, war sehr viel mehr, als nur das Besuchen von Sehenswürdigkeiten und Heiligen Stätten.Wir tauchten manchmal sogar schmerzhaft ein in die politisch sehr schwierige Situation dieser beiden Länder. Knapp die Hälfte unserer Zeit »wohnten« wir auf der palästinensischen Seite. Immer wieder wurden wir angesprochen,ob wir denn nicht einen Gemeindeabend gestalten wollen.Wollen wir nicht! Denn sehr viel besser und passender ist es, am Sonntag, dem 12. August 2007 – das ist in unserer Kirche der »Israelsonntag« – nach dem Gottesdienst uns mit einem Imbiss zu stärken (eine bombastische Soljanka wurde schon in Aussicht gestellt) und dann Bilder zu zeigen,zu erzählen und Diskussionen zu forcieren. Herzliche Einladung an alle, die Interesse haben.Das Wetter soll an diesem Tag sowieso schlecht sein... Pfr.Zeiske

Vorabend zum Israelsonntag am Samstag, dem 11. August 2007 um 19.30 Uhr in der Gethsemanekirche Nach alter protestantischer Tradition feiern wir am 10. Sonntag nach Trinitatis – in diesem Jahr am 12. August – den »Israelsonntag«. In der Gethsemanekirche wird es wieder am Abend davor den »Vorabend zum Israelsonntag« geben.Jalda Rebling, jüdische Kantorin und der Gethsemanekirche sehr verbunden, wird diesen Abend gemeinsam mit Pfr. Zeiske gestalten. Jalda Rebling wird singen, Texte und Gedanken werden zu hören sein und natürlich werden wir auch wieder gemeinsam singen. Am Samstag Abend ist der jüdische Shabbat vorbei, der christliche Sonntag hat noch nicht angefangen.Darum ist dieser Abend besonders dazu geeignet, dass Juden und Christen einander begegnen, gemeinsam hören, nachdenken und gemeinsam singen und beten. Herzliche Einladung – natürlich wird kein Eintritt erhoben.

St. Elisabeth-Stift Eberswalder Str.17/18 10437 Berlin Telefon:4 40 20 4-113 Telefax: 4 40 20 4-115 elisabeth-stift@elisabeth-diakonie.de

6 Menschen unserer Gemeinde

dekirchenrates.Er musste seinen Posten aufgeben und schlug bei der nächsten Wahl Hans Thiele zur Ältestenwahl vor:»Erstmal war ick Reserve«,›Ersatzältester‹ nach gängigem Sprachgebrauch. Nach der nächsten Wahl allerdings gehörte er zu den ›Ältesten‹. »Damals war alles noch ganz steif, die kamen alle in Schlips und Kragen«! Entsprechend müssen auch manche Beschlüsse gewesen sein.Da war etwa jene Gruppe – Hans Thiele meint, es müsse der Chor gewesen sein – die zu einer Rüste nach Grünheide gefahren sind. Dort hätten sie auch einmal gebadet.Und zwar ohne Badeanzüge.Die Debatten im GKR füllten Nächte, und es kam zu einer handfesten Kündigung eines Mitarbeitenden.

rer Gemeinde MENSCHEN in unse

Hans Thiele
Das Auffälligste sind wohl seine buschigen Augenbrauen, unter denen seine kritischen Augen hervor gucken, die sein Gegenüber fest in den Blick nehmen.In ihnen blitzt aber auch der Schalk. Und so kann in jedem Moment der kritische Gesichtsausdruck in ein breites Lachen wechseln, meistens begleitet von einer Frage oder einer Bemerkung, die alles auf einen erstaunlich klaren Punkt bringt. Ich erinnere mich sehr genau,als ich ihm das erste Mal begegnete,an einem Sonntag nach dem Gottesdienst,wo er zum Predigtnachgespräch kam, um zu sehen,was denn da für ein neuer Pfarrer gekommen ist – der 13., den er in dieser Gemeinde erlebt, wie er mir vorrechnet. Nun sitze ich ihm gegenüber und frage ihn, wie er denn eigentlich in die Gemeinde gekommen wäre.Der erste Kontakt sei der »Opfergroschen« gewesen, den zwei Frauen aus der Gemeinde gesammelt hätten. Hans Thiele war 1955 gerade erst mit seiner Frau Gisela in die Kopenhagenerstraße gezogen und hatten eine Bäckerei übernommen.Über die vielen Jahre blieben Thieles mit ihrer Bäckerei selbständig – trotz DDR.Die Sammlerinnen gehörten zur Kundschaft.Zu Weihnachten gingen sie dann in die Kirche. Es muss erbärmlich kalt gewesen sein,die Tochter,damals war sie ein Jahr alt,hatte er in seinen dicken Wintermantel eingehüllt. Die Anfangszeiten mit der Bäckerei seien sehr schwer gewesen.Irgendwann nach dem Mauerbau habe ihn »Fritze Koch« angesprochen,ein Fleischermeister und Mitglied des Gemein-

Hans Thiele scheute sich wohl nie,auch einmal einen Fettnapf zu betreten,wenn er von einer Meinung überzeugt war.Als es Schwierigkeiten im Kindergarten gab und man nicht wusste, wie man es organisieren sollte,dass morgens um 6 Uhr jemand die ersten Kinder in Empfang nimmt und beaufsichtigte, da schlug er vor, das könnten doch abwechselnd die Pfarrfrauen machen.Zwei der drei Pfarrer guckten Hans Thiele bis zu deren Pensionierung nicht mehr an. Dann kamen die Zeiten, in denen Kontakte zu West-Gemeinden wichtig waren,in denen irgendwoher Westgeld auftauchte und niemand fragen durfte, woher. Die Kirche und das Gemeindehaus zu reparieren und in Gang zu halten, kostete nicht nur lange Sitzungen, sondern auch den Einsatz vieler Ehrenamtlicher. In diese Zeit platzte auch »der größte Rückschlag«, der plötzliche Tod von Pfr.Imme,von dem immer noch nicht klar ist:war es ein Unfall, war es Totschlag, oder gar geplanter Mord. Kurz vor diesem mysteriösen Ereignis hatte Pfr. Imme bei Thieles noch Kaffee getrunken und hatte sich dann auf den Weg gemacht,von dem er nicht wieder zurückkam. In den 80er Jahren übernahm Hans Thiele dann im GKR die Führung des Protokolls und bekam aus erster Hand die Ereignisse der sog. »Wende« mit. Beeindruckend für ihn der 8. Oktober, wo es dann doch gelang, die Einkesselung der Volkspolizei auf friedliche Weise zu beenden. Oder die unglaublich befreiende Nachricht aus Leipzig:›sie haben nicht geschossen‹.Nach dem 9.November sei dann eine große Leere zurückgeblieben in der Gethsemanekirche. Sie blieb auch in den Gottesdiensten, bis sich nach und nach doch wieder ein gottesdienstliches Leben entwickelte. Fortsetzung Seite 25

Gemeindeausflug zu Paul Gerhardt

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Gemeindeausflug zu Paul Gerhardt
Haben Sie schon einmal »Geh aus mein Herz und suche Freud...« auf Indisch gehört? Auf den Spuren von Paul Gerhardt waren fast 50 Gemeindeglieder aus allen Bezirken der Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg-Nord am Himmelfahrtstag unterwegs – Allerdings nicht nach Indien! Mit dem Reisebus von »Brandenburgische Exkursionen« ging es an der PaulGerhardt-Kirche los. Pfarrerin Fey, die diesen Ausflug organisiert hatte, begrüßte alle Anwesenden mit einem Bibelspruch und einleitenden Worten, bevor sie das Wort an den Reiseleiter Herrn Pohl weiter gab.Dieser begleitete dann die Reise und die einzelnen Stationen mit interessanten und informativen Erzählungen.In Mittenwalde besuchten wir die St.-Moritz-Kirche. Hier war Paul Gerhardts erste Wirkungsstätte von 1651 – 1657. Mit einer Morgenandacht von Pfarrerin Fey und Liedern, natürlich von Paul Gerhardt,begannen wir unsere Exkursion in die Welt Paul Gerhardts. Dann fuhr uns der Bus nach Lübben,wo uns ein gutes Mittagessen erwartete und anschließend eine Kahnfahrt durch die schöne Spreewaldlandschaft. Unser Weg zur nächsten Station auf Paul Gerhardts Spuren führte uns an eine gedeckte Kaffeetafel im Schloss Lübben und von dort weiter zur Paul-GerhardtKirche. Diesen Namen trägt die ehemalige St.-Nikolai-Kirche seit 1930 im Gedenken an Paul Gerhardt,dessen letzte Wirkungsstätte hier von 1669 bis zu seinem Tod im Jahre 1676 war.

türlich noch ein Gruppenfoto sein! »Paul« ließ sich nicht zweimal bitten, vermutlich war er noch so verwirrt und begeistert von seiner Amtskollegin aus Berlin… Hatte auch er diesen Anblick wohl nicht erwartet?! Die Führung durch die Paul-GerhardtKirche in Lübben war dann auch ein besonderes Erlebnis, nicht zuletzt wegen der interessanten Ausstellung von Gesangbüchern aus aller Welt und einer Videovorführung von Paul-Gerhardt-Liedern in verschiedenen Sprachen von Sängern und Chören aus aller Welt: Haben Sie schon einmal »Geh aus mein Herz und suche Freud...« auf Indisch gehört? Wir schon! Marion Körner

Wir staunten nicht schlecht, als der verehrte Meister Paul Gerhardt selbst uns vor seiner Kirche empfing! Wir waren zwar angemeldet,aber damit hatten wir nicht gerechnet, und für einen 400jährigen sah er noch gut aus.Da klickten die Fotoapparate, und es musste na-

8 Kinder, Kinder

Gott geht mit!
Schuljahresanfangsgottesdienst 2. September 2007, 11 Uhr Gethsemanekirche
Gott geht mit dir! – so lautet das Motto für den spannenden Gottesdienst in Gethsemane. Besonders begrüßen wir die »frischgebackenen« Schulkinder, aber auch die Routiniers der Schule. Seid willkommen!!!

Kindergottesdienst jeden Sonntag um 11 Uhr außer in den Sommerferien in Elias von 10 – 12 Uhr jeden 1. Samstag im Monat: 1. 9. 2007 Streiten und Vertragen 6. 10. 2007 Wir feiern Laubhüttenfest

Kinder, Kinder

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Sommerrüste 2007 in Beeskow
Sonntag nach dem Gottesdienst ging’s auf große Fahrt mit 118 Menschen nach Beeskow.Bei strahlendem Sonnenschein sangen,bastelten,aßen, spielten und hörten wir aus der Bibel draußen im herrlichen Grünen.Das Gehörte erlebten wir in 5 Stationen: »Speisung der 5000« – Brot backen, »Anvertraute Pfunde« – Dichten und Modellieren,»Barmherziger Samariter« – 1.Hilfe-leisten-üben,»Fischzug des Petrus« – Fischen wie Petrus,»Feindesliebe« – Üben von Lösungen bei Konflikten. Natürlich kam der Spaß am Nachmittag mit Baden,der Spaßolympiade und Wasserschlachten nicht zu kurz.Dieser Spaß wird uns gemeinsam noch einige Tage erfreuen – jetzt müssen erst einmal die Kinder ins Bett,der Redaktionsschluß ist eigentlich schon überschritten,Fortsetzung folgt...

Christenlehre
Die Zeiten bleiben gleich, allerdings vergesst nicht, dass ihr älter geworden seid und in eine höhere Klasse geht. Beginn ist nach dem Schuljahresanfangsgottesdienst ab 5./6. September 2007 in Elias. »Neue« zum 1. Mal bitte anmelden. Mittwoch 1.+ 2.Klasse 14.30 – 15.30 Uhr 1.+ 2.Klasse 15.45 – 16.45 Uhr 3.+ 4.Klasse 17.00 – 18.00 Uhr Donnerstag 1.+ 2.Klasse 14.30 – 15.30 Uhr 3.+ 4.Klasse 15.45 – 16.45 Uhr 5.+ 6.Klasse 17.00 – 18.00 Uhr

Wer, von den tollen Menschen, die bisher die Christenlehre ehrenamtlich gestaltet haben,weiter machen wird oder wer neu dazu kommt, ist noch im Werden. Wichtig: Kinder der 1. Klasse, die die Christenlehre am Mittwoch um 14.30 Uhr besuchen möchten,können durch Ehrenamtliche aus der Gemeinde abgeholt werden. Bitte wendet euch dazu an Antje Erdmann. Hier einen ganz lieben Dank an Käthe, Ragna, Frau Bosem, Jana Köhler, Frau Benner,Frau Bensch,Leo,Philine,Luisa, Frieda, Johann, Bert, Nina, David und Barbara. Ja, ihr habt richtig gelesen: 15 Menschen haben im Schuljahr 2006/ 2007 die Christenlehre durch ihren Einsatz möglich gemacht.

10 Mitteilungen / Amtshandlungen der Gemeinde / Junge Gemeinde

Taufen
Marie Scherf,Albert Drägerdt, Emil Grunwald,Lieselotte Bielfeldt, Leonie Bogun,Selma Bogun, Noelle Pinnow,Anna Beck, David Nguyen,Simon Reim,Johanna Giesecke,Rosa Gerstenberg, Emil Wagenplast,Leticia Schmidt, Stuart Nathusius,Jana Otten,Charlotte Paetz,David Pohle Als Erwachsene wurden getauft: Thomas Wendel,Katja Mengert, Isa Sonnenschein,Hajo Zendt In Demut achte einer den anderen höher als sich selbst., Phil.2,3b

Trauungen
Andreas Nemetz und Katja Nemetz (geb.Mengert) Herbert Lines-Weber und Sarah Lines Markus und Giovanna Göbel Jörg und Stefanie Schmidt Walter und Christiane Merziger Prof.Dr.Stephan Tomerius und Cornelia Tomerius (geb.Jeske) Ökumenisch getraut wurden: Philipp Krauser und Varinia Krauser (geb.Scharkus) Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.Ruth 1,6

Bestattungen
Christa Preuß im Alter von 93 Jahren Anneliese Kroel im Alter von 89 Jahren Anneliese Steinhardt im Alter von 87 Jahren Heinz Pajurek im Alter von 81 Jahren Michael Nickel im Alter von 51 Jahren Ulrich Rosinski im Alter von 66 Jahren Ingeborg Schnittke im Alter von 83 Jahren Ludwig Krause im Alter von 78 Jahren Robbin Böke im Alter von 14 Jahren

Denn alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.1.Joh.5, 4

Evangelische Jugend Prenzlauer Berg Nord (JG)
Was: Wenn Du zwischen 13 und 20 Jahren bist und Lust hast,Leute in Deinem Alter kennenzulernen,dann bist Du in der Jungen Gemeinde (JG) richtig.Du musst keine Voraussetzungen erfüllen: Wir sind prinzipiell neugierig auf jede(n) Neue(n),und bei uns fühlen sich auch Leute zu Hause,die nicht zur Kirche gehören. Wo: Kuglerstr. 15 / Hof / Jugendkeller unter der Kirche Wann: Wir treffen uns jeden Dienstag und Donnerstag zwischen 17 und 22 Uhr, um gemeinsam zu essen,über religiöse und andere Wunsch-Themen zu reden, zu kickern,Tischtennis zu spielen oder einfach nur zu klönen.Es gibt auch eine JG für über 20-jährige,eine Theatergruppe,Gitarrenunterricht und verschie-

dene Projektgruppen – aber für einen ersten Überblick ist es am besten, dienstags oder donnerstags gegen 18.00 Uhr vorbeizuschauen ...oder Montag 18.30 Uhr zum Gospelchor ... oder ruf an:4 45 74 25 (Paul Beutel)

Auf den Spuren von Ernst Barlach

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Auf den Spuren von Ernst Barlach
Eine Rüstzeit des Gesprächskreises Gemeindebereich Elias, nach Güstrow vom 29.05.bis 01.06.2007 Am 29.05.ging es mit dem RE 33108 von Berlin-Gesundbrunnen in Richtung Barlachstadt Güstrow. Dort angekommen, wurden die 17 Teilnehmer von der Heimleiterin und Schwester Sieglinde Wintzer (Schwester von Gudrun Bosem) im Haus der Kirche herzlich begrüßt. Der Höhepunkt war ein »Bambusflötenkonzert« unter der Regie von Schwester Sieglinde.Wir Teilnehmer wurden aktiv in das Flötenspiel mit einbezogen, indem wir Lieder von Paul Gerhardt sangen.Nach dem Abendessen war eigentlich eine kleine Stadtführung mit Frau Zcymay vorgesehen.Der Regen vereitelte uns das Vorhaben,so dass wir dann in gemütlicher Runde beisammen saßen und schon viel Interessantes über Ernst Barlach und die Stadt Güstrow erfuhren. Am nächsten Tag ging es nach Morgenlob und Frühstück mit Frau Zcymay zu einer Stadtführung. Beeindruckend war die Besichtigung des Schlosses mit seinem wunderschönen Festsaal, den eine prachtvolle Stuckdecke ziert.Dargestellt werden auf den plastischen Reliefs die Jagd auf verschiedene Tiere aus aller Welt und aktive Arenakämpfe zwischen Mensch und Tier. Nach dem Mittagessen, einer Ruhepause und dem Kaffeetrinken folgte eine Domführung mit Propst Helwig. Diese Führung war sehr interessant und lehrreich. In der Nordhalle hängt der »Schwebende«, von Ernst Barlach, dicht über der Erde dahin ziehend oder himmelwärts steigend, soll er zugleich Versöhnung und Mahnung verkörpern. Der Abend des gemeinsamen Beisammenseins stand unter dem Motto: »Denkzeichen des Lebens.« Jeder Teilnehmer sollte ein persönliches Erinnerungsstück mitbringen.Zu diesem wurden Begebenheiten erzählt. Am 31.05.ging es nach Morgenlob und dem Frühstück mit dem Bus zum »Atelierhaus« am Inselsee, der Wirkungsstätte von Ernst Barlach.Frau Moll übernahm die Führung. Sehr eindrucksvoll, persönliche Emotionen ausdrückend, voller künstlerischer Hingabe brachte sie allen Teilnehmern Ernst Barlach nahe.Sie hat uns in ihren Bann gezogen. Die Rückfahrt erfolgte zur »Pfarrkirche«, in der wir an einem Friedensgebet teilnahmen. Am Nachmittag wurde der zweite Teil der Führung in der »Gertrudenkapelle«,der eigentlichen Präsentation der Werke Barlachs,intensiviert.Die DDR-Plastiken auf dem umliegenden Friedhofsgelände machen die unterschiedlichen Kunstauffassungen zwischen Barlach und dem sozialistischen Realismus deutlich. Nach dem Abendessen gab es dann einen »Barlach-Rückblick«. Gestaltet von Pfarrer i. R. Georg Katzorke. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand der »Geistkämpfer«. Die Plastik wurde der Gethsemane-Gemeinde vom Magistrat 1994 in Anerkennung der Demokratiebewegung in der DDR übergeben und an der Gethsemane-Kirche aufgestellt. Ein Kulturhistoriker hätte dieses Thema nicht besser ausführen können. Am letzten Vormittag ging es zu einer Führung in die »Pfarrkirche«. Pfarrer Ortmann erzählte zwei Stunden Wissenswertes über die Kirche, der laufenden Sanierung und das Gemeindeleben. Anstehende Fragen wurden ausgiebig beantwortet. Die kirchliche Situation und das Leben und Werk Ernst Barlachs riefen in uns sein Wort in Erinnerung: »Alles verlieren, nichts sein, nichts haben und doch wissen, dass Gott Gott ist,darauf käme es an.« Es war wieder eine gelungene Reise,die uns viel Neues und Interessantes bescherte. Unser aller Dank gilt allen,die uns diese Rüstzeit ermöglicht und gestaltet haben.Karin Güthler und Team

12 Kirchenmusik in unserer Gemeinde Minisingen Mittwoch 16 –16.30 Uhr und 16.45 – 17.15 Uhr,Singen mit Eltern und Kindern 0 – 2 Jahre,Erzähllieder zum Zuhören,Fingerspiele,Singen mit Bewegung Minis Montag 16.45 – 17.15 Uhr,Singen mit 3 – 4 jährigen Kindern (ohne Eltern) Kinder singen bereits im Chor,lernen ihre Singegruppe kennen Mädchen(be)stimmen Dienstag 15.30 – 16.15 Uhr,Mädchen im Alter von 5 – 12 Jahren, Kinderkantaten, Musicals für Kinder ...und Lieder »nur« für Mädchen... (B)engelchor Montag 15.45 – 16.30 Uhr Jungs im Alter von 5 –12 Jahren Kinderkantaten,Musicals für Kinder ...und Lieder »nur« für Bengels... Jugendchor MitChristophZschunke, Montag18 Uhr Gemeindesaal P.-Gerhardt,Kuglerstr.15 Junge Leute mit Lust auf Popularmusik, Gospels,neue geistliche Lieder,Jazz,Folk,in groovigen Arrangements mit Klavier & Band Kinder-Ensemble Dienstag 16.30 – 17.15 Uhr Kinder im Alter von 10 – 12 Jahren Einstudieren von musikalischen Teilen der Kantoreipraxis Gemeindechor (Elias) Mit Detlef Lehmann,Mittwoch 19.30 Uhr Gemeindehaus Elias,3.E.,Göhrener Str.11, klassischer 4-stimmig gemischter Chor, vielseitige Chorliteratur alter und neuer Meister. Liturgischer Chor (Paul-Gerhardt) Mit HermfriedWeber,Mittwoch 19.30 Uhr, Gemeindesaal P.-Gerhardt,Kuglerstr.15 ein- und mehrstimmiges Ausgestalten der Gottesdienste sowie Erarbeiten freier liturgischer Formen Kantorei (Gethsemane) Mit Elisabeth Kaiser,Dienstag 20 – 22 Uhr, Gethsemanekirche,Erwachsene von 15 – 65 Jahren,Motetten alter & neuer Meister, Kantaten,Oratorien,Musik zeitgenössischer Komponisten,für Gottesdienste und Konzert,regelmäßige Teilnahme erwartet! Kontakt s.Kirchenmusiker

Tag des offenen Denkmals

Orte der Einkehr und des Gebets – Historische Sakralbauten
Sakralbauten – zumeist bedeutende Architekturen in exponierter Lage – sind unübersehbare Landmarken, einprägsame Punkte in den Silhouetten deutscher Dörfer und Städte.Als Denkmale zeugen sie von der Jahrhunderte alten Geschichte religiösen Lebens in unserem Land. Die geschichtlich gewachsene Bauform und Innenausstattung oder der Klang historischer Glocken und Denkmalorgeln symbolisieren,auf welche Weise Menschen Gott verehren.Jede Epoche und jede Religion hat ihre eigenen typischen Gottesdiensträume und Orte geistlicher Einkehr geschaffen: Kirchen, Synagogen, Moscheen, Klöster, Kapellen und Friedhöfe, aber auch zahlreiche sakrale Kleindenkmale wie Bildstöcke,Wegekreuze,Kalvarienberge oder Kreuzwegstationen. Während ein Kirchturm schon von weitem davon zeugt, dass er für Gebet und geistliche Einkehr erbaut wurde, gibt es nicht wenige Baudenkmale mit eher verborgenem religiösem Bezug.Beispiele:In einem barocken Kellergewölbe einer Stadtbücherei befinden sich gut erhaltene Reste einer Mikwe (jüdisches Ritualbad);bei einem »Schlosshotel« handelt es sich um ein ehemaliges Domherrenpalais mit heute noch vorhandener Hauskapelle;eine viel befahrene Bundesstraße folgt im Verlauf dem einst wichtigsten Streckenabschnitt des deutschen St. Jakobus-Pilgerweges und ein Gehöft am Straßenrand war ehemals Pilgerherberge – die Namensgravuren der mittelalterlichen Wanderer wurden jüngst unter dem Wandputz freigelegt.Die Geschichte des abendländischen Europa ist viel enger mit dem religiösen Leben verwoben, als heute für den oberflächlichen Blick erkennbar. Die historischen Sakralbauten sind wie Schlüssellöcher, durch die wir das reiche sakrale Erbe Europas wiederentdecken.Und es sind erstaunlich aktuelle Inhalte, die da zum Vorschein kommen: Als mäzenatische, bildungspolitische, sozialkaritative und interkulturelle Akteure haben die großen Kirchen und Religionsgemeinschaften das Wertefundament unseres Landes maßgeblich geprägt. An zahlreichen schon bekannten oder erstmals zugänglichen Denkmalen sollen diese alten Werte und Inhalte neu lesbar gemacht werden.Dazu lädt der Tag des offenen Denkmals am 9. September 2007 ein.(Aus:www.tag-des-offenen-denkmals.de) Friedhof Nordend 10.30 Uhr bis 16 Uhr: Treffpunkt Zionskapelle Eingang C, Dietzgenstraße 158. 10.30 Uhr: Begrüßung mit Musik 11 Uhr & 14 Uhr: Führungen über den Friedhof,Rundgänge zu typischen Grabanlagen und den drei Kapellen durch Frau Dr.Steindl und Frau Dipl.Archäologin Kästner 12.30 Uhr: Naturkundliche Führung über den Friedhof durch Frau Koch vom Naturschutzbund Berlin Außerdem: • Ausstellung zur Geschichte des Friedhofes Nordend mit Fundstücken und anderen Exponaten sowie bemerkenswerte Grabmale an der Zionskapelle • Informationsstand der Firma Ahorn-Grieneisen • Kaffeestand

Tag des offenen Denkmals

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Tag des offenen Denkmals in unserer Kirchengemeinde 9. September 2007
Gethsemanekirche 14 Uhr: Kirchenführung 16 Uhr: Lesung mit Marianne Pumb »Mit Flügeln flinkeln«, Gedichte und Geschichten Die Autorin liest und gestaltet gemeinsam mit Sönke Maeß Gedichte und Geschichten aus ihren Büchern. Es werden auch noch unveröffentlichte Texte gelesen.Die Texte spannen einen Bogen zwischen Sternstunden und Bruchlandungen, zwischen persönlichem und gesellschaftlichem Erleben. In den Texten geht es auch immer wieder um den Versuch, sich dennoch aufzuraffen und aufzuschwingen – also mit Flügeln zu flinkeln. 19.30 Uhr: Konzert für Orgel und Trompete Paul-Gerhardt-Kirche 15 Uhr: Orgelvorführung (nicht nur) für Kinder 16 Uhr: Lesung mit Gundel Seidler »Willkommen und Abschied« Gundel Seidler liest aus ihrem zweiten Buch: Wir treffen wieder auf eine Frau, die mit suchender Selbstreflexion die Schnittstellen zwischen persönlicher Biographie und Zeitgeschichte abtastet. Es geht um die Suche nach Identität, auch um die Prüfungen, denen wir von Kindheit an ausgesetzt sind,und die wir weiterhin zu bestehen haben.Dabei hat besonders der Alltag mit seinen Freuden und hintergründigen Fallen seinen Platz. »Die genaue Beobachtung dieses Alltages und das Beharren auf der individuellen Wahrnehmung machen die Stärke der Texte von Gundel Seidler aus, an die sich die Leser halten können.« (Annette Simon) 17 Uhr: Orgelmusik 18 Uhr: Texte und Lieder zum PaulGerhardt-Jahr Segenskirche Zu Gast bei Don Camillo 15-17 Uhr:Führungen und Informationen zum Stadtkloster Segen Besichtigen Sie den Umbau der Segenskirche zum Stadtkloster Segen und kommen Sie ins Gespräch mit Menschen der Communität Don Camillo und mit Vertretern der Gemeinde. 17 Uhr: Orgelkonzert auf der Sauer-Orgel mit Martin Schmidt Elias-Kuppelsaal 14-16 Uhr: Offene Kirche mit Führungen 18 Uhr: Konzert des AGvH-JazzQuintetts »What a Friend – Songs from my Grandma’s Hymn Book« Anschließend Record Release Party Jazzbearbeitungen für Jazzquintett von Gemeindeliedern ausschließlich aus dem 19. Jh. Die neue CD erscheint zum 175. Geburtstag von Ernst Gebhardt, dem methodistischen Pastor, und zum 300. Geburtstag von Charles Wesley, dem so produktiven Text- und Liederdichter der Methodisten. Ernst Gebhardt, der u.a. auch Mitbegründer des Christlichen Sängerbundes ist und als erster amerikanische Spirituals im deutschsprachigen Raum veröffentlicht hat, verdanken die Freikirchen im deutschsprachigen Raum das Bekanntwerden mit und viele Übersetzungen von angloamerikanischen Erweckungsund Heilsliedern. Friedhof Nordend Sehr geehrte Friedhofsbesucher, wir laden Sie herzlich ein! S.Seite 12

Bis Oktober findet die Orgelkonzertreihe an der Jehmlichorgel in der Gethsemanekirche statt. Jeden zweiten Mittwoch im Monat um 19.30 Uhr werden Ihnen Organisten ein interessantes Programm darbieten. Im Anschluss an das Konzertes sind Sie herzlich eingeladen zu einem Glas Wein oder Saft, um in ein Gespräch mit den Organisten zu kommen.

08. Aug., 19.30 Uhr Joachim Schumann, Berlin 12. Sept., 19.30 Uhr Julia Warnecke, Hamburg 10. Okt., 19.30 Uhr Ronald Gruschwitz, Oelsnitz (Vogtland) Mittwoch 31. 10. Reformationstag 19.30 Uhr Abschlusskonzert mit Orgel und Orchester Programm: Orgelkonzert von Georg Friedrich Händel Brandenburgisches Konzert in G Dur Sinfonie g moll von Wolfgang Amadeus Mozart Orgel: Prof. Constantin Alex • Leitung : Elisabeth Kaiser

orgelkonzer treihe in gethsemane

14 Geburtstagsgrüße

Geburtstage
Gerda Schalitche Ruth Antman Klaus Quapp Ilse Okon Dieter Augustin Herta Poppe Hildegard Grabow Erna Böhme Ursula Rabe Anita Neumann Raissa Birnbaum Elsa Arndt Monika Banaschewski Marianne Hoppe Charlotte Koal Kurt Haller Christa Schmoldt Elisabeth Stasinski Charlotte Haller Charlotte Schneider Helga Gottschalk Ursula Vogel Solar-Mitteilungen 94 Jahre 75 Jahre 70 Jahre 90 Jahre 70 Jahre 95 Jahre 94 Jahre 101 Jahre 80 Jahre 70 Jahre 70 Jahre 96 Jahre 70 Jahre 70 Jahre 103 Jahre 90 Jahre 75 Jahre 75 Jahre 85 Jahre 99 Jahre 70 Jahre 85 Jahre

Herzliche Geburtstagsgrüße für alle,die im August und September Geburtstag haben.Besonders grüßen wir die Jubilare der Gemeinde: am 02.08. am 03.08. am 04.08. am 05.08. am 05.08. am 08.08. am 08.08. am 09.08. am 09.08. am 10.08. am 13.08. am 15.08. am 17.08. am 17.08. am 17.08. am 18.08. am 18.08. am 22.08. am 23.08. am 28.08. am 31.08. am 02.09. Inge Paasch Gertrud Miksch Werner Töpper Käthe Koch Hermann Jaensch Ella Huwe Ursula Brückner Mathilde Kasimir Ilse Holzbecher Alma Barz Elisabeth Schwochow Gerhard Rogowski Ingrid Hunsicker Siegfried Scheibe Erhard Tarras Christel Bialuch Dorothea Heinig Helga Carl Heinz Jacobi Marie-Luise Dittmer Ingeborg Krüger 75 Jahre 99 Jahre 70 Jahre 98 Jahre 85 Jahre 98 Jahre 90 Jahre 95 Jahre 92 Jahre 94 Jahre 95 Jahre 75 Jahre 70 Jahre 75 Jahre 80 Jahre 85 Jahre 97 Jahre 70 Jahre 85 Jahre 80 Jahre 80 Jahre am 03.09. am 03.09. am 03.09. am 04.09. am 05.09. am 05.09. am 09.09. am 10.09. am 10.09. am 11.09. am 11.09. am 12.09. am 12.09. am 12.09. am 13.09. am 17.09. am 19.09. am 24.09. am 25.09. am 25.09. am 30.09.

Unsere Solaranzeigen in Elias Solar-Ertrag und Paul-Gerhardt haben am 20.7.2007 seit 1. 1. 2007 folgende Erträge ausgewiesen: seit 5. 12. 2002

Paul-Gerhardt 02341 kWh 17944 kWh

Elias 1646 kWh 11281 kWh

Konfirmation für Erwachsene
Manche aus unserer Gemeinde haben Interesse,ihren Konfirmandenunterricht,den sie als Jugendliche erlebt haben, aufzufrischen und die Fragen,die sie jetzt,als Erwachsene haben,zu klären. Taufe gibt es nur eine,Trauung,wenn es irgend geht,auch nur eine. Aber wo steht geschrieben,dass man sich nicht ein zweites Mal »konfirmieren«,d.h.»bestärken« lassen soll? Beendet werden soll dieser Konfirmandenkurs dann auch wirklich mit einer kleinen liturgischen Bestärkung in einem Gottesdienst. Wer zwar getauft ist,aber als Jugendlicher es versäumt hat,sich konfirmieren zu lassen und das nachholen möchte, der kann bei diesem Unternehmen natürlich auch mitmachen. Interesse? Dann setzen Sie sich doch bitte mit Pfr.Zeiske in Verbindung.

Regelmäßige Veranstaltungen im Überblick

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Regelmäßige Veranstaltungen im Überblick
Angebote für Kinder Spielgruppen für Krabbelkinder bis 3 Jahre Ort:Paul-Gerhardt montags,16 – 18 Uhr; donnerstags,9.30 – 11.30 Uhr Krabbelgottesdienste Ort:Paul-Gerhardt 16.9.07 um 11 Uhr, Thema:Luft - überall um uns herum KUGKUK Kleinere Und Größere Kinder und Kirche Ort:Elias 1.9.07,10 Uhr, Thema:Streiten und vertragen Christenlehre am Mittwoch Ort:Elias,ab 5.9.07 1.+2.Klasse,14.30–15.30 Uhr 1.+2.Klasse,15.45–16.45 Uhr 3.+4.Klasse,17-18 Uhr Christenlehre am Donnerstag Ort:Elias,ab 6.9.07 1.+2.Klasse,14.30–15.30 Uhr 3.+4.Klasse,15.45–16.45 Uhr 5.+6.Klasse,17-18 Uhr Angebote für junge Menschen Junge Gemeinde (13–20 Jahre) Paul-Gerhardt:Jugendkeller dienstags und donnerstags,17–22 Uhr Junge Gemeinde (> 20 Jahre) Paul-Gerhardt:Jugendkeller dienstags und donnerstags,ab 18 Uhr Gethsemane: Frauenkreis:14.8.07 und 9.9.07 um 14 Uhr mit Frau Dahlenburg und Pfr.Zeiske Apostel Frühstückskreis:29.8.07 und 26.9.07 um 9 Uhr mit Pfr.Zeiske Elias: 6.8.07 und 3.9.07 um 9 Uhr Seniorenfrühstück im Diakonieraum parterre mit Frau Volz Angebote für Väter & Mütter, Männer & Frauen Rechtsberatung kostenlos Paul-Gerhardt: jeden 3.Mi.,18 – 19 Uhr mit Fachanwalt für Familienrecht Axel Huep,Anmeldung über das Gemeindebüro ist erwünscht. Telefon:4 45 74 23 oder direkt über die Kanzlei:3 03 00 30 in EFG Zoar,Cantianstr.9: jeden 2.Die.,18 – 19 Uhr; Anmeldung über das dortige Gemeindebüro ist erwünscht. Telefon:4 48 42 67 Stillgruppe Paul-Gerhardt:jeden 2.und 4.Mi., 10-11.30 Uhr Kontakt:Ulrike Sandow Telefon:44 73 32 31 PEKIP-Kurs (kostenpflichtig) in Elias und Paul-Gerhardt: Wiederbeginn im September Anmeldung direkt bei Ev.Familienbildungsstätte Stadtmitte Telefon:39 90 48 52 E-Mail:fbs-stadtmitte@t-online.de Kiezfrühstück Elias:25.8.07 und 29.9.07,11 – 13 Uhr Gemeinsames Frühstück und Gespräche Kontakt:Pfr.Zeiske Telefon:445 77 45 Mittwochscafé für Eltern & Großeltern Elias Diakonieraum:jeden Mi., 14 bis 18 Uhr,Reden und Entspannen bei Kaffee und Kuchen Kontakt:Jana Scherle Telefon:41 71 59 61 Rund um die Bibel Bibelstunde Paul-Gerhardt:29.8.07 und 26.9.07 um 15.30 Uhr mit Pfrn.Fey Bibelgesprächskreis Elias:20.8.07 und 17.9.07 um 15 Uhr Kontakt:Frau Volz »Kreuz und Quer« Gethsemane:1.8.07,22.8.07 und 5.9.07 um 19.30 Uhr Kontakt:Pfr.Zeiske,Telefon:4 45 77 45 Kulinarischer Bibelkreis (KuBi) Gethsemane:donnerstags um 19.30 Uhr Kontakt:Jens Neumann Telefon:44 05 25 99 Suchen und Finden Reflexionen über biblische Texte und Themen Segen:August Sommerpause; 5.9.07 um 20 Uhr Kontakt:Pfr.Mangliers Telefon:4 48 03 33

Angebote für Senioren
Segen: 15.8.07 und 19.9.07 um 14.30 Uhr mit Pfr.Mangliers Paul Gerhardt: 6.9.07 um 15 Uhr,mit Pfrn.Fey

16 Gottesdienste in den Pfarrbezirken

Tag
05. 08. 2007 9. Stg. n. Trinitatis 12. 08. 2007 10. Stg. n. Trinitatis 19. 08. 2007 11. Stg. n. Trinitatis 26. 08. 2007 12. Stg. n. Trinitatis 01. 09. 2007 Sonnabend 02. 09. 2007 13. Stg. n.Trinitatis 09. 09. 2007 14. Stg. n.Trinitatis 16. 09. 2007 15. Stg. n. Trinitatis 23. 09. 2007 16. Stg. n. Trinitatis 30. 09. 2007 17. Stg.n. Trinitatis 07. 10. 2007 18. Stg. n.Trinitatis

Elias
9.30 Uhr Pf.Zeiske A, N 9.30 Uhr Pf.Seidenschnur N 9.30 Uhr Pf.Seidenschnur T, K, N 9.30 Uhr Kein Gottesdienst

Gethsemane
11 Uhr Pf.Seidenschnur T, K, N 11 Uhr Pf.Zeiske K, N anschl. Reisebericht Israel 11 Uhr Pf.Zeiske A, T, K, N 11 Uhr Pf.Zeiske T, K, N 11 Uhr Pf.Zeiske Taufgottesdienst 11 Uhr Schuljahresanfangsgottesdienst 11 Uhr Pfn.Fey A, K, N 11 Uhr Pf.Seidenschnur T, K, N 11 Uhr Pf.Mangliers K, N 11 Uhr Pf.Seidenschnur T, K, N Erntedankfest Kein Gottesdienst

9.30 Uhr Kein Gottesdienst 9.30 Uhr Pf.Seidenschnur A, N 9.30 Uhr Thomas Herzog Teílnehmer am kirchl.-theol.Fernunterricht 9.30 Uhr Pf.Mangliers,Pf.Seidenschnur N Goldene Konfirmation 9.30 Uhr Pf.Seidenschnur N Erntedankfest mit der Kita Elias Kein Gottesdienst

Rückblick: Kiezfrühstück und KUGKUK
Am 2. Juni 2007 hieß es mal wieder, wir laden ein zum Kiezfrühstück, diesmal zu einem ganz Besonderen, nämlich zusammen mit den Kindern des KUGKUK (kleine und große Kinder und Kirche). Das bedeutete, dass ca. 25 Kinder kamen, um mit uns zu frühstücken, so dass wir insgesamt etwa 145 »Frühstücker« waren.Wir bauten das kalte Büffet im Hof von Elias auf, holten alle Tische und Stühle nach draußen, frühstückten im Freien und die Sonne lachte die ganze Zeit. Die Kinder hatten vorher aus Streichholzschachteln Marienkäfer

gebastelt, füllten sie mit Schokolade und legten jedem Gast einen auf den Teller.Das löste große Freude aus,ist doch etwas Selbstgebasteltes immer ein besonderes Geschenk.Die Kinder waren mit Feuereifer bei der Sache, hieß doch das Thema des KUGKUK diesmal »Füreinander da sein« und das waren sie und wir. Es war eine bunte Mischung von Gästen, die sich zwei Stunden das Essen schmecken ließ.Wir bekamen viele positive Rückmeldungen. Es war alles in allem ein gelungener Vormittag, den wir sicher wiederholen werden. Unser nächstes Kiezfrühstück findet am 25.August statt,Sie und Ihr seid herzlich eingeladen,wir freuen uns auf euch. Bärbel Jenichen

Gottesdienste in den Pfarrbezirken

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Paul Gerhardt
9.30 Uhr Pfn.i.R.Eschner N 9.30 Uhr Pf.Mangliers N,B 9.30 Uhr Pfn.Fey T, N 9.30 Uhr Kein Gottesdienst

Segen
11 Uhr Pfn.Gabriela Köster N 11 Uhr Pf.Mangliers A, N 11 Uhr Pf.Mangliers N 18 Uhr Begrüßung der Communität anschl. Empfang
Vorabend zum Israelsonntag am Samstag, dem 11. August 2007 um 19.30 Uhr in der Gethsemanekirche

9.30 Uhr Pfn.Fey A, N, B 9.30 Uhr Pfn.Fey N

Kein Gottesdienst Kein Gottesdienst

9.30 Uhr Pfn.Fey N Kein Gottesdienst 11 Uhr Pfn.Fey und Team,Krabbelgottesdienst 9.30 Uhr Pfn.Fey Kein Gottesdienst Erntedank mit Kita Gethsem. Basar für Cochabamba 9.30 Uhr Pf.Neugebauer N Kein Gottesdienst 11 Uhr Pfn.Fey / Pf.Seidenschnur Gemeinsamer Gottesdienst, 20 Jahre Freundeskreis Cochabamba

A Gottesdienst mit Abendmahl K Kindergottesdienst N Gespräch nach dem Gottesdienst T Taufe TR Trauung F Familiengottesdienst B Basar

20 Jahre Cochabamba
20 Jahre Cochabamba-Partnerschaft stehen vor der Tür und vom 30.9.bis 17. 10. dürfen wir zwei Gäste aus Bolivien bei uns begrüßen:Ein leitender Arzt der Klinik, Herr Dr. med. Jorge Fernandez und Heilsarmeemajor Angel Huanca kommen zu uns, um die Partnerschaft zu vertiefen und das Problembewusstsein für diese EINE WELT zu intensivieren.Es wird während des Besuches vielfältig möglich sein, mit den Gästen ins Gespräch zu kommen, auch mit Hilfe von Übersetzern. Der Höhepunkt des Besuchsprogramms wird am Sonntag, dem 7. Oktober sein, an dem wir um 11 Uhr in der Paul-Gerhardt-Kirche gemeinsam einen Festgottesdienst feiern und anschließend bei Informationen,

Gesprächen und Musik die langjährige Partnerschaft würdigen.Dazu erwarten wir auch weitere Gäste, u. a. aus den Niederlanden, Heilsarmeemajor Cornelis Bijl. Wir danken im Voraus schon allen, die uns finanziell unterstützen möchten,für dieses Zeichen der konkreten Nächstenliebe. Es ist möglich, mit den Bolivianern unterwegs zu sein.Wer dafür Zeit und Interesse hat, gebe uns rechtzeitig Bescheid. Informationen zum Besuchsprogramm und auch zum Cochabamba-Festtag erfolgen zu gegebener Zeit. In Vorfreude auf dieses besondere Ereignis in unserer Gemeinde grüßen Sie Ihre Pfn.Uta Fey und Ihr Gerd Beyer als Leiter des Freundeskreises Cochabamba

Spenden erbitten wir an KVA Berlin Innenstadt EDG; BLZ:10060237 KontoNr.: 63606 Cochabamba/PaulGerhardt Aufenthalt Bolivianer 2007 23. 9. 2007 Kuppelsaal Elias

Gottesdienst mit Goldener Konfirmation.
Herzlich sind alle Gemeindeglieder eingeladen, die vor 50 Jahren in Segen oder Elias oder an einem anderen Ort konfirmiert worden sind.

18 Regelmäßige Veranstaltungen

Gebetsangebote Taizé-Gebet Segen:freitags,19.30 Uhr Kontakt:Christian Huge, Telefon:33 50 65 50 Singen der Komplet Segen:dienstags,20 Uhr Kontakt:Daniela Pusinelli Telefon:4 48 13 09 Ökumenisches Friedensgebet Gethsemane:montags,18 Uhr Gesprächskreise Gesprächskreis Paul Gerhardt Paul-Gerhardt:4.9.07 Exkursion nach St.Thomas/Kreuzberg,Informationen folgen Gesprächskreis Elias Elias:Do.13.9.07 um 19 Uhr Kontakt:Herr Lindenberg Telefon:9 33 26 94 Gespräche über Gott und die Welt Elias:Die.14.8.07 und 11.9.07 um 19.30 Uhr

Kontakt:Pfr.Seidenschnur Telefon:56 49 51 31 Offener Kreis Elias:Do.20.9.07 um 16 Uhr Kontakt:Frau Bosem Telefon:4 42 63 81 Berufstätigenkreis Elias:Mi.1.8.07 und 5.9.07 um 19.30 Uhr Kontakt:Frau Krüger Telefon:44 44 056 Frauenhilfe Elias:27.8.07 und 24.9.07 um 15 Uhr Kontakt:Frau Volz Vorbereitungsgruppen Krabbelgottesdienst-Vorbereitung im Paul-Gerhardt-Gemeindehaus parallel zur Eltern-Kind-Gruppe einmal im Monat montags 17 bis 18 Uhr,Termine nach Absprache über Pfrn.Fey

Kindergottesdienst-Kreis Gethsemane:6.9.07 um 19.30 Uhr Kontakt:Antje Erdmann Telefon:41 71 59 57 Partnerschaftsangebot Freundeskreis Cochabamba Paul-Gerhardt:21.8.07 um 19 Uhr; Basare finden jeweils im Anschluss an die Gottesdienste am 12.8.,2.9.und 23.9.statt. Offene Kirche Gethsemane:mittwochs und donnerstags,jeweils 17-19 Uhr und zu anderen unregelmäßigen Zeiten Kontakt:Kitty und Volker Merseburger Telefon:4 49 10 72

Auf ein Wort zum Kloster

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Don Camillo wirbelt staub auf

Die Baumaschinen sind vorgefahren,die Bauarbeiter sind zur Stelle. Der Hof der Segenskirche hat sich in einen Materialumschlagplatz verwandelt und die Winterkirche zum Depot für Heizkörper, Küchenzeilen und alles andere,was nun ausgebaut wird,aber wieder verwendet werden soll. Die erste Bauetappe »Umbau Stadtkloster« hat begonnen.Es geht in einem ersten Schritt darum, drei Wohnungen bereit zu stellen und Arbeiten an der Infrastruktur des Gebäudes vorzunehmen, die dann den Einbau von Gästezimmern erlauben. Dazu gehört, dass die Dachstühle saniert werden,die kontaminiert sind. Dazu gehört auch, dass ein Lift eingebaut wird,damit die Gästezimmer mit einem Rollstuhl erreicht werden können.Viel wird nun gemacht, was man später nicht mehr sieht,weil es in Schächten und Röhren verborgen wird. Dabei sind verschiedene Hindernisse zu bewältigen: Zum einen entdeckt man bei einem älteren Bau immer wieder Dinge,die man so nicht erwartet hat.Da will man eine Tür in einer Wand durchbrechen und die ganze Wand stürzt ein, weil sie nur aus Schlacke war. Es gibt natürlich auch erfreuliche Entdeckun-

gen, wenn einzelnes einfacher geht als erwartet, z.B. wenn Böden noch so gut sind,dass man sie lassen kann. Zum andern kommen wir aus verschiedenen Baukulturen. Werden bei uns Elektroleitungen in kleinen Rohren verlegt (damit man sie später erneuern oder ergänzen kann), werden in Berlin die Leitungen direkt verlegt. Röhrchen gebe es nur im Industriebau. Wie beim Recht entdecken wir auch beim Bauen Begriffe, die wir nicht kennen.»Entfluchtung« ?? doch,doch einen Fluchtweg vorsehen,alles klar? Ein drittes Hindernis sind die zahlreichen (oder zahllosen) Bewilligungen und Bescheinigungen, die es braucht, um zu bauen.Wichtige Entscheide sind gefällt, aber es stehen auch noch Fachplanerberichte aus, die für das Amt und den Entscheid und… wichtig wären.Es stellt sich zurzeit die Frage, ob wir das Dach jetzt ausbauen können, wie der Zeitplan vorsah,weil die Bewilligung für die Arbeiten an der Außenhülle noch fehlt. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir die Wohnungen beziehen können und Anfang August nicht in der Kirche campieren müssen. Denn am 8. August 2007 soll der erste Lastwagen mit Hausrat Dürr/Schubert in der Schönhauser

20 Auf ein Wort zum Kloster

Der Maler und der Sprüher

Allee vorfahren. Da der Lift nicht fertig sein wird, sind wir froh um helfende Hände oder besser gesagt steigende Beine, die Kisten und Möbel in die oberen Stockwerke transportieren.Die erste Bauetappe kostet rund 850.000 Euro. Gemeinde und Communität haben 620.000 Euro zugesagt, im Moment bemühen wir uns um einen Bankkredit für die fehlenden 230.000 Euro. Das Stadtkloster erhält von der Gemeinde und vom Kirchenkreis eine finanzielle Unterstützung für den Umbau. Für den Aufbau und Betrieb des Stadtklosters muss die Communität aufkommen. Es gehört auch zu den ersten Aufgaben in Berlin,dass wir uns um Finanzen für den Betrieb kümmern.In den ersten Wochen werden wir »ankommen« und versuchen, das Leben in Berlin zu lernen.Wir hoffen aber, schon bald mit regelmäßigen Gebeten in der Kirche beginnen zu können.Dazu laden wir Sie herzlich ein, achten Sie doch auf die Informationen in den Gottesdiensten oder besuchen Sie

die Homepage des Stadtklosters oder des Fördervereins. Die Adressen finden Sie am Schluss dieses Berichtes. Sehr herzlich laden wir Sie zum Gottesdienst zum »Start des Stadtklosters« ein.Er findet am 26.August 2007 um 18 Uhr in der Segenskirche statt. Gerne erwarten wir Sie anschließend zu einem kleinen Imbiss im Klostergarten (wenn das Wetter mitspielt).Wir freuen uns auf jeden Fall sehr, dass wir nun bald tatsächlich mit dem Stadtklosterleben beginnen können. Mit herzlichen Grüssen und bis bald! Ihr Stadtkloster-Team Wie kann man jetzt schon beitragen zum Stadtkloster? Gebet Die Zeit ist sehr dicht. Wir bitten um Ihre Fürbitte: - um Bewahrung beim Einpacken und Vorbereiten - um Bewahrung auf der Baustelle - um die nötige Geistesgegenwart in den vielen Entscheiden,die nun gefällt werden müssen.Wir haben viel Grund

zu danken.Es ist nicht selbstverständlich,dass das Projekt bis hierher realisiert werden konnte.Viele Türen haben sich geöffnet. Finanzen Selbstverständlich sind wir auch sehr dankbar,wenn Sie uns mit einer Spende beim Umbau helfen können.Eine Bankadresse finden sie am Ende des Berichtes. Später: In einigen Wochen sind wir sicher auch froh um konkrete Mithilfe beim Umbau. Dafür müssen wir aber zuerst in Berlin sein und noch besser wissen, was uns erwartet. Adressen: Stadtkloster SEGEN Schönhauser Allee 161 D-10435 Berlin www.doncamillo-stadtkloster.de www.stadtklostersegen.de (Förderverein) Bankverbindung: KD Bank BLZ:350 601 90 Konto:15 67311 011

Der Maler und der Sprüher
An heißen Sommertagen fühlt man sich manchmal nach Paris versetzt, wenn man am Portal der Gethsemanekirche vorbei kommt. Seit einigen Jahren schon – mit Unterbrechungen – stellt dort der »Kiezmaler«, wie er sich nennt, Dieter Raedel, seine Grafiken, Ölbilder und Zeichnungen aus.Sie stehen aufgereiht am Zaun der Gethemanekirche, in die Stargarder und die Greifenhagener Straße hinein.Die großen Bäume beugen ihre Äste über die Bürgersteige und spenden wohltuend Schatten. Der Kiezmaler steht irgendwo dabei oder sitzt auf einem Camping- Stuhl, meistens eine Zigarette zwischen die Finger geklemmt. Oft genug sitzt er auch sonntags in der Kirche,manchmal übergibt er mir auch eine Spende für die Gemeindearbeit,wenn er eines der teuren Bilder verkauft hat. Kürzlich aber hat er erheblichen Schaden von unserer Kirche abgewendet, als er einen jungen Mann beobachtete, wie er über den Zaun stieg und sich daran machte,die Christus- Figur mit Farbe zu besprühen. Dieter Raedel rief zu ihm hinüber, er solle machen,dass er da wieder raus käme,er wäre von der Kirche und würde andernfalls Maßnahmen ergreifen. Der junge Mann stieg brav wieder über den Zaun hinaus auf die Straße. Dann setzten sich beide am Straßenrand zusammen und Dieter Raedel fragte den Jungen,wo er denn herkäme,und was er vorgehabt hätte.So kam heraus:Er kam aus Paderborn und er hatte vor, die helle Christus- Figur rot zu besprühen und mit dem Schriftzug »SED« zu versehen. Diesen völlig unsinnigen Ärger zu beseitigen hätte – kurz vor dem »Kiezfest der Kirchen« – erheblichen Aufwand gekostet. So sind wir Dieter Raedel sehr dankbar für sein geistesgegenwärtiges Handeln. Übrigens: Man muss nichts kaufen, man kann die »Pariser Atmosphäre« auch so genießen und sich unter den Bildern umsehen.Und Dieter Raedel ist immer zu einem Schwätzchen aufgelegt.Chr.Zeiske

Der Kirchentag in Köln

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Der Kirchentag in Köln
»Lebendig und kräftig und schärfer« – Die Bibelstelle,aus der das Kirchentagsmotto 2007 entnommen ist, befindet sich im Brief an die Hebräer, Kapitel 4,12: »Denn das Wort GOTTES ist lebendig und kräftig und schärfer denn ein zweischneidig Schwert und dringt durch, bis dass es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.« Ich hatte, ehrlich gesagt, keinen richtigen Zugang zu diesem Wort, und selbst die Fassung in heutigem Deutsch half mir nicht wirklich. Es klang nur alles so martialisch in meinen Ohren, und ich war wirklich sehr gespannt,was ich von diesem Kirchentag mitnehmen würde. Lebendig und kräftig und schärfer... – Was stellte ich mir vor, als ich dieses Motto las? Insbesondere im Angesicht des zum Haifisch verwandelten Symbols der Christenheit? Eine neue Kirche? Starke und wehrhafte Christen? Würde der Kirchentag kräftige und schärfere Argumente liefern für all jene, die manchmal schon daran verzweifeln, dass sie in diesen immer härter werdenden Zeiten nicht auch härter werden sollen oder dürfen? Ich war sehr gespannt,was mich erwar-

ten würde. Immerhin gab es im Programmheft viele Angebote an Kabarett u. ä., da konnte es schon kräftig und scharf zugehen.So manche Diskussionsrunde und die angekündigten Teilnehmer ließen auf Lebendigkeit und sicher auch auf kräftige und scharfe Worte schließen oder gar hoffen. Und dann war da noch der zeitgleich stattfindende G8-Gipfel als wichtiges und brisantes Thema, auch dort waren kräftige und scharfe Worte zu erwarten.Doch es kam dann ganz anders! LAIOSI – ein Theaterprojekt,in dem geistig behinderte und nicht behinderte Menschen gemeinsam spielen – brachte mir diesmal die Erkenntnis zum Motto des Kirchentages. Es waren wie immer, wenn ich diese Theatergruppe auf einem Kirchentag erlebte, sehr bewegende Darstellungen von Alltagsszenen, fast pantomimisch, mit nur spärlichem Text. Besonders eine davon brachte mir die Erleuchtung: Ich sehe einen jungen Mann,der vom Arzt untersucht wird, und gleichzeitig eine Familie, die gespannt wartet auf ihn und das Untersuchungsergebnis. Als er es schriftlich nach Hause bringt, sind alle fassungslos und können es nicht glauben. Um ganz sicher zu gehen, geht der junge Mann nochmals zu einem Arzt, während seine Familie draußen auf ihn wartet. Das Untersuchungsergebnis ist offensichtlich niederschmetternd und der junge Mann sinkt kraftlos und hoff-

nungslos in sich zusammen. Da kommen die einzelnen Familienmitglieder zu ihm: Eine streichelt ihn tröstend und gibt stützende Hilfe – und er erhebt sich langsam wieder. Einer redet ihm zu – und der gesenkte Kopf hebt sich, die gebeugten Schultern straffen sich. Ein anderer kommt zu ihm, reicht ihm den stützenden Arm – und gemeinsam mit ihm geht der junge Mann hinaus, den Blick nach vorn gerichtet. Eben war er noch ohne Hoffnung, kraftlos und schwach,da gab die Familie dem jungen Mann mit ihrer Zuwendung wieder neuen Lebensmut.Lebendiger und kräftiger geht er zurück ins Leben, trotz der Diagnose vom Arzt.Diese hatte den Blick getrübt und allen Lebensmut genommen.Mit der Kräftigung durch die Familie kehrt der klare Blick zurück. Diese Schärfung macht es ihm möglich, in die Zukunft zu schauen und sich dem Leben zuzuwenden. Lebendig und kräftig und schärfer – so wollte ich es haben,darauf hatte ich gewartet, und LAIOSI hat es mir gezeigt. Den Blick schärfen durch das WORT und Kraft schöpfen für eine neue Lebendigkeit, das ist es, was wir Christen im Glauben erleben können und zum Beispiel auch auf einem Kirchentag.Und es sollte uns im Alltag tragen, dass wir lebendig sind, d.h. voller Lebensfreude, und kräftig, d. h. gestärkt im Glauben und Handeln, und schärfer, klarer im Blick auf das Wesentliche. Marion Körner

Geburtstagskaffee: Herzliche Einladung !
Alle, die im August und September Geburtstag haben,
sind am Donnerstag, 27. September 2007, um 15 Uhr eingeladen zu einer kleinen Feier mit Kaffee, Tee und Kuchen, Erzählen, Singen und Geschichten im Elias-Gemeindehaus, Göhrener Str. 11, im Diakonieraum.

22 Rückblick Konfirmation

Konfirmation
Als sich alle langsam in der Gethsemane-Kirche einfanden, stieg sicher nicht nur meine innere Anspannung… Kurz vor dem Gottesdienst trafen wir uns mit allen Beteiligten und den Jugendlichen in der Sakristei zum gemeinsamen Gebet vor dem festlichen Einzug. Plötzlich ergriff einer der Konfis das Wort,um sich im Namen aller bei uns dreien,Pfarrerin Fey, Pfarrer Seidenschnur und mir, zu bedanken.Er hat es selbst sehr schön auf den Punkt gebracht:Die Zeit,auf die wir alle gemeinsam zurückschauen, war schon manchmal eine Herausforderung, weil die Gruppe voller kommunikativer Energie steckte, die sich aber nicht nur auf die Konfirmandenstunden bezog. Mit Mühe und manchmal auch Ratlosigkeit haben wir die Treffen hin und wieder einfach nur überstanden. Dennoch konnte ich mich schon nach meinem Praktikum Ende des Jahres 2005 nicht von der Gruppe trennen. Nun, am Schluss dieser Zeit, stand dieser feierliche Gottesdienst, dessen aufwendige Vorbereitung und auch Durchführung in meinen Augen eine unheimliche Leistung war, die sich sehr gelohnt hat. Alles hat für mich wunderbar zusammen gepasst, so dass wir unsere Konfis in diesem Gottesdienst voller Musik, herzlicher Segenswünsche und den vielen Erinnerungen als neue mündige Gemeindemitglieder gleichzeitig verabschiedet und aufgenommen haben. Für mich war es leider auch ein Abschied von der Ehrenamtlichkeit in der Gemeinde, da ich Berlin nun erst einmal verlasse.Vielen Dank für diesen Pfingstsonntag, der für mich der schönste Abschluss ist, den ich mir vorstellen kann. Alexandra Sobke (Praktikantin der Gem.u. Mitverantwortli.f.d.Konfirmation 2007)

Zweimal Blick zurück im Glück – Konfirmation Die Konfirmation zu Pfingsten hat mir sehr gut gefallen. Obwohl es in der Probe chaotisch zuging und die Gruppe nicht besonders einfach gewesen war, lief doch alles erstaunlich reibungslos. Besonders nett war, dass Dorian, einer der Konfirmanden,kurz vor dem Gottesdienst in der Sakristei sich noch einmal für uns alle bei den Pfarrern bedankt hat. Die Gestaltung und der Ablauf des Gottesdienstes haben mir und – wie ich annehme – auch allen anderen Konfirmanden gut gefallen. Einige werden vielleicht sagen, er hätte zu lange gedauert. Wenn jedoch fast zwanzig Konfirmanden konfirmiert werden,eine gute Predigt gehalten, das Abendmahl gefeiert und ausgiebig gesungen wird, sind zwei Stunden im Nu herum und nach einem guten Frühstück nicht zu lang. Ich erinnere mich noch gerne an diesen Tag zurück und hoffe,dass es den meisten Konfirmanden ähnlich geht. Jansen Wallau

Am Pfingstsonntag feierten wir »unsere« dritte Konfirmation in der Gethsemanekirche. Dieser Tag war für unsere Familie besonders, aber für uns Eltern ein auf vielfältige Weise besonderes Ereignis. Wie seine beiden älteren Geschwister wuchs unser Sohn Jansen im Eliaskindergarten auf, besuchte die Christenlehre und wurde, als er alt genug war,selbstverständlich zum Konfirmandenunterricht angemeldet. Jansen selbst hat in diesem Zusammenhang auch schon von familiärem Gruppenzwang gesprochen. Aber ganz zwanglos ist wohl kaum eine Entscheidung zur Teilnahme am Konfirmandenunterricht. Die Konfirmandengruppe war ausgesprochen inhomogen und insofern wahrscheinlich ein Spiegelbild unserer Gemeinde. Die Konfirmanden kamen aus ganz verschiedenen Lebenssituationen – den klassischen kirchlichen »Werdegang« gibt es eben nicht. Verbunden hat jedoch vermutlich alle der Wunsch, Fragen zu stellen und der Glaube, dass unser Leben sich auf mehr gründet als wir fassen und in Augenschein nehmen können. Ist dieser

Rückblick Konfirmation

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Religionsunterricht
Eine Glosse von Pfarrer Christian Zeiske Ferien! Der Religionsunterricht ist erst einmal vorbei.Er hat sehr viel Kraft gekostet. Dass Pfarrer dazu verpflichtet werden,ihn zu halten und diese Aufgabe den speziell dafür ausgebildeten Katechetinnen und Katecheten vorenthalten wird - was für sie auch mit Gehaltseinbußen verbunden ist - halte ich persönlich nicht für einen sehr freundlichen und sachkompetenten Zug unserer Gesamt-Kirchenleitung. Wie auch immer:Die Zusammenarbeit mit den Kindern macht enorme Freude.Den Kindern der Klasse 5a hatte ich erklärt, dass es »Schleimpunkte« gäbe für schmeichelnde Äußerungen zum Religionsunterricht.Die Kinder stiegen sofort darauf ein. Als ich 20 »Schleimpunkte« vergab für den Satz:»Der Religionsunterricht ist mir das liebste Fach in der Schule«,fingen sie an,dieses System zu kultivieren.So wurde ein Schüler mit einer hohen Punktzahl belohnt, der behauptete: »Wenn die Ferien anfangen und wir keinen Religionsunterricht mehr haben,wird es acht Weltmeere geben,nicht nur sieben,so sehr werde ich weinen.« Ein anderer verstieg sich sogar zu der Meinung,er werde sich umbringen,wenn er »kein Religion« mehr hätte.Als ich aber zu bedenken gab,dass ja dann alle seine gesammelten Schleimpunkte weg wären,antwortete er:»Ach so? Na dann natürlich nicht!« Eine drollige Bemerkung hörte ich auch, als ich mit den Kindern über den »Glauben« sprach und erklärte, den könne man ebenso wenig nachweisen wie etwa »Gewissen«, »Musik« oder »Liebe«. Man wisse zwar ganz genau, dass es das alles gibt,einem anderen beweisen aber könne man das nicht.Darauf kam der Einwand eines naturwissenschaftlich interessierten Schülers, dass man »Liebe« sehr wohl nachweisen könne, wenn man nur ein riesiges Mikroskop hätte und das im Hirn dafür zuständige Zentrum untersuchen würde. Dazu allerdings müsse man einen Menschen entweder betäuben oder erschießen. (Ganz schnell räumte er ein, dass man so jemanden dann natürlich auch wieder beleben müsse,was aber auch kein Problem wäre.) Ich fände es sehr wünschenswert, Religionsunterricht bei solchen aufgeweckten und kiebigen Kindern wieder ausschließlich von den dafür ausgebildeten und hoch motivierten Fachkräften geben zu lassen, wenn dieses Fach in der Schule aufrecht erhalten werden soll. Ergänzung – oder auch Alternative – bieten viele Gemeinden,so auch unsere,in der Christenlehre in den eigenen Gemeinderäumen. Ewige war spürbar bei uns. Anschließend feierten wir zusammen mit Ema Maungue,ihren und Jansens Paten,Verwandten und Freunden bis zum mitternächtlichen Regen im vertrauten EliasGemeindehaus. Wir danken Gott und unserer Gemeinde für diesen Tag.

gemeinsame Nenner wenig oder viel? Darüber lässt sich streiten. Dienstags, wenn Jansen nach dem Konfirmandenunterricht auf die Frage »wie war es?« spärlich antwortete, bot sich uns aus dem Zusammengereimten oft Stoff für Ärger und Mitgefühl für die Pfarrer. In besonderer Erinnerung ist uns der Elternabend geblieben, an dem wir uns die Fürbitten für den Konfirmandengottesdienst überlegten und über unseren Glauben sprachen. Aber den Konfirmationsgottesdienst werden wir bestimmt nicht vergessen: Heinz-Otto Seidenschnur hat sich für seine Predigt direkt vor die Konfirmanden gestellt und zu ihnen gesprochen über den Weg der vor ihnen liegt: Breit oder schmal und auch wir anderen, wir Erwachsenen mussten darüber nachdenken, welche Wahl wir bisher getroffen haben. Jeder Konfirmand bekam besondere Segensworte und eine Kerze. Die Kirchenmusik war himmlisch.Das Abendmahl wurde feierlich vorbereitet, wir nahmen Brot und Wein im Kreis, zusammen auch mit unseren katholischen Verwandten. Der

Sylvia und Wolfram Wallau

24 Das Kirchenjahr

»Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein – die Engel«
Gedanken zum Michaelistag am 29. September So beginnt ein Gedicht von Rudolf Otto Wiemer,in dem er sein Bild vom Wirken der Engel in heutiger Zeit beschreibt. Viele von uns kennen sicher noch das von Johannes Brahms vertonte Abendlied »Guten Abend, gute Nacht, von Engeln bewacht…« oder das Abendgebet von Hänsel und Gretel aus der Oper von Engelbert Humperdinck »Abends, wenn ich schlafen geh, vierzehn Engel bei mir stehn…«. Mehr oder weniger ernsthaft ist auch im täglichen Leben immer wieder von Engeln die Rede.»Da hast Du aber einen Schutzengel gehabt«, wird den Kindern gesagt und der Autofahrer wird ermahnt »Fahre nicht schneller als dein Schutzengel fliegen kann«. Nachdem die Engel in der früheren DDR-Zeit zur »geflügelten Jahresendfigur« mutiert sind, erleben sie heute – nach einer Zeit der Vergessenheit – eine Renaissance und eine Konjunktur, die sich nicht nur auf die Advents- und Weihnachtszeit beschränkt. Engelbücher, Engelfiguren, Leuchterengel, Engelkerzen und vieles mehr sind das ganze Jahr über in Schaufenstern und Regalen der Läden präsent. Am 29. September wird in der evangelischen und katholischen Kirche der Michaelistag begangen (oder auch »über«gangen, wie oftmals in unseren evangelischen Gemeinden).In unserem Gottesdienstbuch heißt dieser Tag »Fest des Erzengels Michael und aller Engel« und bei den katholischen Christen »Fest der Erzengel Michael, Gabriel und Raffael«. Seit dem 5. Jahrhundert werden dem Erzengel Michael Kirchen geweiht. Er gilt später als Schutzpatron des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation (daher kommt der Ausdruck »deutscher Michel«). Engel – gibt es sie? Engel – wer sind sie? Engel als Wegbegleiter?! Im Buch von Fynn »Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna« findet die kleine, etwa vierjährige Anna eine wunderschöne Erklärung: »Der Unterschied von einen Mensch und einen Engel ist leicht.Das meiste von ein Engel ist innen, und das meiste von ein Mensch ist außen.« Bei Martin Luther, unserem Gewährsmann in theologischen Fragen, heißt es: »Wo zwanzig Teufel sind, da sind auch hundert Engel…« und in einer seiner Predigten zum Michaelistag lesen wir »Also beten wir die Engel nicht an…, sondern danken und loben Gott,dass er sie uns zugut geschaffen hat«.Wilhelm Willms formuliert in einem Gedicht über Elia: »Die Bibel sagt ein Engel das sagt die Bibel immer wenn sie nicht weiß wie sie sich ausdrücken soll wenn sie nicht richtig sagen kann woher etwas kommt also – da kam ein Engel…« Engel – im Griechischen »angelos« und im Hebräischen »ma’lak« begegnen uns in der Bibel in vielen verschiedenen Situationen.Sie erscheinen da,wo Menschen an Wendepunkten des Lebens stehen,in Gefahr sind,als Freudenboten oder Beschützer und Retter. Manchmal werden sie als solche bezeichnet, mit Namen genannt, manchmal tragen sie andere Namen oder bleiben völlig unerkannt. Die Bibel selbst vermittelt uns kein einheitliches Bild von den Engeln. »Engel« wird im Laufe der Zeit zu einem Oberbegriff für ganz unterschiedliche Mächte und Gewalten. Sie unterscheiden sich sowohl in ihrer Gestalt als auch in ihrer Bestimmung. Da sind zum einen die Cherubinen und Seraphinen (sie sind keine Engel im biblischen Sinn) – himmlische Mächte, die zum »Hofstaat« Gottes gehören und um seinen Thron schweben.Sie dienen und verherrlichen Gottes Majestät und preisen ihn mit Lobgesängen.So beschreibt es Jesaja in seiner Berufungsgeschichte (Jes.6,1-8). Zum anderen spricht die Bibel von Engeln und Erzengeln – den Boten Gottes, die in seinem Auftrag zu den Menschen gesandt werden. Ihre Aufgabe ist es, den Menschen eine Botschaft von Gott zu übermitteln,ihnen Wegweisung zu geben oder sie vom falschen Weg abzubringen, ihnen Schutz und Beistand zu gewähren, sie zu trösten, zu bewahren und ihnen neuen Lebensmut und Hoffnung zu schenken. Flügel haben sie zunächst nicht. Selbst Jakobs Traumengel brauchten, um die Entfernung zwischen Erde und Himmel zu überwinden, eine Leiter, auf der sie auf- und niederstiegen (1.Mose 28,12). Sie werden erst in späterer Zeit nach dem Vorbild der Cherubim damit ausgestattet.Mit den Flügeln überwinden sie nach menschlichen Vorstellungen den Abstand zwischen Himmel und Erde zwischen Gott und den Menschen. An einigen Stellen redet die Bibel davon, dass die Engel Kleider tragen.So heißt es in der Auferstehungsgeschichte bei Matthäus »ein Mann im weißen Kleid«. In der mittelalterlichen Kunst werden dann aus den schlichten weißen Kleidern vielfach herrliche, farbenprächtige und prunkvolle Gewänder. Von drei biblischen Engeln sind uns die

MENSCHEN in unserer Gemeinde

Fortsetzung von Seite 6

r Gemeinde NSCHEN in unsere ME

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Und da schlägt auch Hans Thiele’s Herz:»das christliche Leben in der Gemeinde«.Die Kirche müsse so »vernünftig aussehen«, dass die Menschen kommen und sich in ihr wohl fühlen.Hans Thiele hat sehr viel dazu beigetragen,hat nach der Wende den Garten um die Kirche herum zu seiner Angelegenheit gemacht. Auch heute sind es fast ausschließlich er und Frau Hildebrand, die im Garten regelmäßig arbeiten. Den Heizungskeller hat er entrümpelt und gestrichen, die Pfeiler der Winterkirche mit Säure gereinigt, viel gebaut und in Stand gehalten. Die Menschen sollen Freude an der Kirche haben – und kommen. Uns Hauptamtlichen schreibt er ins Stammbuch, dass wir uns auf den Gottesdienst konzentrieren sollen und die Freude daran vermitteln, damit die Menschen kommen. An dieser Stelle ist er auch unerbittlich und höchst unzufrieden, dass immer noch »keine Podeste unter den Bänken« gebaut wurden.Ursprünglich standen die Bänke in der Gethsemanekirche einmal auf einem etwas erhöhten Holzboden.Er war nach der Renovierung eingespart worden. Wir waren schon einmal knapp dran, ihn in Auftrag zu geben und haben im letzten

Moment dann doch die Kosten gescheut.Ein Fehler, wie Hans Thiele meint ( – und ich übrigens auch). Hans Thiele ist jemand,der die Freude an Kirche und Gemeinde auch lebt.Da gibt es keinen Unterschied zwischen »Leitungsaufgaben« in einer Gemeinde und Hecke schneiden vor der Kirche. Alles dient dazu,die Freude an der Kirche und ihrem Herrn zu mehren.1997 wurde er vom Gemeindekirchenrat zum ›Ehrenältesten‹ ernannt. Zu seinem 80sten Geburtstag vor drei Jahren haben wir ihm etwas geschenkt, um ihm zu zeigen, wie wertvoll er uns – gerade mit dieser Einstellung – ist: einen neuen, blauen Arbeitskittel (sein alter war schon unansehnlich) mit der Aufschrift auf dem Rücken: »Meister Thiele«. Und den zieht er auch an,wenn er wieder einmal im Kirchengelände unterwegs ist, um dafür zu sorgen, dass andere Freude an seiner Kirche und seiner Gemeinde haben. Spricht man ihn an, dann wird man von seinem kritischen Blick fixiert. Aber der hält nicht lange an,im nächsten Moment schon hört man sein fröhliches Lachen. Chr.Zeiske

Namen bekannt:Michael – »wer ist wie Gott«; Gabriel – »Kraft Gottes oder Held Gottes« und Raffael – »Gott heilt«. Von Michaels Kampf mit dem Drachen lesen wir in der Offenbarung des Johannes. Der Engel Gabriel ist es, der Maria die Geburt Jesu ankündigt und Raffael begegnet uns in dem apokryphen Buch Tobias. Er ist dort »einer der sieben heiligen Engel«, die die Gebete der Frommen zu Gottes Thron tragen. An ein paar biblische Engelgeschichten sei hier erinnert (vielleicht auch als Anregung sie noch einmal nachzulesen): Da ist der Engel, der dem lebensmüden Elia unter dem Wacholderstrauch zuruft »Steh auf und iss« und ihm mit Brot und Wasser neuen Lebensmut schenkt (1. Kön. 19,5 ff.). Oder wir denken an Bileams kluge Eselin,die den Engel des Herrn viel eher erkennt als

Bileam selber (4. Mose 22, 21-35) oder erinnern uns an die Geschichte von der Errettung Daniels aus der Löwengrube durch einen Engel, der den Löwen den Rachen zugehalten hat, damit Daniel unversehrt bleibt (Dan. 6, 17-24). Im Psalm 91 singt und betet der Psalmist »denn ER hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen«.Lukas erzählt in der Apostelgeschichte von der Rettung des Petrus aus dem Gefängnis durch einen Engel, der die verschlossenen Türen öffnet (Apg. 5,19).Am vertrautesten ist uns wohl das Wirken der Engel in der Weihnachtsgeschichte des Lukas (Kap.1 und 2). Ein Engel ist es, der Elisabeth und Zacharias den lang ersehnten Sohn Johannes verheißt und Maria die Geburt Jesu ankündigt.Und später erfährt Joseph im Traum durch einen Engel, dass er mit

Maria und Jesus vor den Soldaten des Herodes nach Ägypten fliehen soll (Matth. 2,13). Kehren wir zu der Frage zurück: Engel – gibt es sie, wer sind sie? »Käme kein Engel mehr, dann ginge die Welt unter«,bekennt der Theologe Claus Westermann. Engel können nicht bewiesen,nur ihr Wirken bezeugt werden. Und das haben Menschen zu allen Zeiten bis auf den heutigen Tag getan. Sie haben erzählt und erzählen von guten Mächten, von Bewahrungen in großer Not, von unverhoffter Hilfe und von Engeln mit menschlichem Antlitz. Von dem württembergischen Pfarrer Christoph Blumhardt wird erzählt, dass er viele seiner Gäste an der Haustüre mit den Worten verabschiedete »Ich geb’dir einen Engel mit«! In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich. Ingrid Volz

26 Kiezfest

Rückblick auf das Kiezfest der Kirchen
Der Wolkenbruch hatte auch sein Gutes. Man musste sich unterstellen. Unter den Zeltdächern der Info-Stände kamen die Besucher somit auf jeden Fall ins Gespräch. In der Regel durch Kommentare übers Wetter und durch Fragen wie »Aus welcher Gemeinde kommen Sie?« Siebzehn Kirchengemeinden und Religionsgemeinschaften haben am Samstag zum dritten Mal das Kiezfest der Kirchen in Prenzlauer Berg gefeiert.Rund um die Gethsemanekirche waren über 70 Stände aufgebaut. Es waren weniger Besucher als in den Jahren zuvor. Das lag am Regen. Ansonsten war das Ökumenische Straßenfest auch 2007 ein Erfolg. Schließlich klarte es nachmittags auf.Mit Bratwurst,Kaffee und Kuchen,Luftballons und Spielspaß für die Kinder war die Wochenendstimmung gerettet. »Wir sind von Anfang an beim Kiezfest dabei gewesen«,sagte Andre Pritzkau, Pastor der mennonitischen Brüdergemeinde aus der Paul-Robeson-Straße.»Diesmal ist das Interesse nach den Angeboten für Kinder wieder gestiegen.« Seit 1999 besteht die evangelische freikirchliche Gemeinde nun im Prenzlauer Berg. Sie ist seitdem gewachsen. Mit »Kids in Aktion« bietet sie Kindern von 5 bis 12 Jahren ein schönes Freizeit-Angebot. Damit liegt die Gemeinde im Trend! Kinderbetreuung und Familienarbeit sind im kinderreichsten Bezirk die Aufgabe der Kirchen schlechthin. Dennoch: Die Kirchen müssen alle Generationen ansprechen. So auch das Kiezfest.Da prallen auch Extreme aufeinander.Das war am großen Rahmenprogramm abzulesen. Während auf der großen Bühne die Rockband Jesus Freaks Obadja (laut) spielte und das jugendliche Publikum begeistert mit von der Partie war, hörten beim Bläserensemble Zoar auf der kleinen Bühne eher die Älteren zu. Beschwingt wippten sie mit dem Fuß im Takt. Doch ganz so friedlich verläuft der demografische Wandel auch im Prenzl’berg nicht.Das zeigte eine der Diskussionsrunden.»Viele Menschen können nach den Jahren der Sanierung ihre Miete nicht mehr bezahlen«, erklärte Renate Stark der Caritas Sozialberatungsstelle.Betroffen sind nach vor viele alte Menschen. »Manche Familien, die wohnen bleiben, wenden über zwei Drittel ihrer monatlichen Einkünfte für die Wohnung auf.« Gestiegen sei auch die Zahl derer,die unters Existenzminimum gerutscht seien. »Manche schaffen es nicht, ihren All-

tag zu organisieren«,schilderte Johannes Kevenhörster,Initiator der Wohnungslosenhilfe »Christliches Sozialwerk Lazarus«. Kevenhörster bietet den Menschen Beratung und einen Treffpunkt. Zurzeit sucht er einen neuen Standort, weil der Bezirk die Fördergelder für sein Vorläuferprojekt hat auslaufen lassen.Auch die so genannte ›neue Armut‹ kommt im Bezirk vor. Gut,dass das Kiezfest davor nicht die Augen verschlossen hat. Sven Scherz-Schade

Kiezfest

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28 Umzug – wer hilft mit?

Veranstaltungsübersicht s. Seite 12 !

Don Camillo zieht ein! 8. 8. 07, 10 Uhr Segenskirche. Wer trägt mit? Umzugs-Helfer und -Helferinnen gesucht!

Am 8.August um 10 Uhr werden die Umzugswagen der Don Camillos erwartet.Wir wollen sie willkommen heißen mit helfenden Händen! Wer sich dafür ein paar Stunden frei machen kann oder eben eine Kiste trägt,ist »heissss« willkommen!!! Meldungen an Constanze Scherz oder Andreas Schulten (Förderverein) über das Zentralbüro T.:4 42 63 31 Stadtkloster Segen

Einladung zum Abendgottesdienst am 26. August 2007
18 Uhr in der Segenskirche Schönhauser Allee 161, Berlin Nach fast drei Jahren Planen,Hoffen,Bangen und Zittern, nach vielen Sitzungen hüben und drüben ist es soweit: Das Stadtkloster Segen wird Realität. Wir wollen diesen Start mit einem Gottesdienst feiern und laden Sie herzlich dazu ein. Im Anschluss an die Feier sind Sie herzlich zu einem kleinen Imbiss im Klostergarten eingeladen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie an diesem für uns wichtigen Tag dabei sein könnten. Gisbert Mangliers Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord Georg Schubert Communität Don Camillo

Erfrischungen und Spenden für den Imbiss nach der Arbeit sind herzlich willkommen in der Schönhauser Allee 161!
Meldungen an Constanze Scherz oder Andreas Schulten (Förderverein) über das Zentralbüro T.:4 42 63 31

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30 Kontakte

Zentralbüro
Zentralbüro Ev. Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord Göhrener Str.11,10437 Berlin Küster Harald Mößner Telefon 4 42 63 31 Telefax 44 05 62 18 Internet www.ekpn.de E-Mail zentralbuero@ekpn.de Sprechzeiten Mo.13 – 16 Uhr,Mi.14 – 19 Uhr Do.9 – 12 Uhr,13 – 16 Uhr Koordination der Geschäftsführung Pf.Heinz-Otto Seidenschnur Telefon 0179-7 64 00 32 privat 56 49 51 31 Sprechzeiten nach Vereinbarung E-Mail k.h.-o.seidenschnur@t-online.de Vorsitzender des Gemeindekirchenrates Dieter Wendland,Telefon 4 48 38 83 E-Mail diewend@snafu.de Spendenkonto KVA Berlin Stadtmitte,Kto.63 606,Ev.Darlehnsgenossenschaft,BLZ 210 602 37,Angabe: Verwendungszweck + »Elias«,»Gethsemane«,»Paul-Gerhardt«,»Segen«, Spendenquittung auf Wunsch

Gethsemane
Kirche Stargarder Str.77,10437 Berlin Gemeindebüro Gethsemanestr.9,10437 Berlin Telefon 4 45 77 45 Telefax 43 73 43 78 Sprechzeiten Mo.11 – 13 Uhr,Di.16 – 18 Uhr Mi.11 – 13 Uhr, Fr.11 – 13 Uhr E-Mail gemeindebuero@gethsemanekirche.de Pfarrer Christian Zeiske Gethsemanestr.9,10437 Berlin Telefon 4 45 77 45 Sprechzeiten Di.18 – 19.30 Uhr,Fr.9 – 11 Uhr und nach Vereinbarung

Kita
Ev. Kindergarten Elias Göhrener Str.11,10437 Berlin Leitung:Sabine Ostermeyer Telefon 4 42 24 05 Ev. Kindergarten Gethsemane Greifenhagener Str.2,10437 Berlin Leitung:Eva Koch,Telefon 4 45 55 84 Ev. Kindergarten »Arche« Schönhauser Allee 104,10439 Berlin Leitung:Frau Häcker Telefon 4 45 70 48

Kirchhöfe
Segens-Friedhofsverwaltung Monika Peter Gustav-Adolf-Str.67–74,13086 Berlin Telefon 9 25 30 68 / 47 03 27 32 Telefax 47 03 27 35 E-Mail kontakt@segenskirchhof.de Internet www.segenskirchhof.de Kirchhofsverwaltung Nordend (Gethsemane) Katrin Manke Dietzgenstraße 120-162,13158 Berlin Telefon 4 76 35 54 Telefax 4 76 27 70 E-Mail nordend@berlin-friedhof.de Internet www.berlin-friedhof.de

Kinder & Jugendarbeit
Dipl. Sozialpädagogin /Diakonin Antje Erdmann Telefon 41 71 59 57 antje.erdmann@gmx.de Dipl. Pädagogin Jana Scherle Beratung für Familien Telefon 41 71 59 61 Jana.Scherle@gmx.de Jugendwart Paul Beutel Telefon 4 45 74 25

Elias
Büro Elias = Zentralbüro Telefon 4 42 63 31 Telefax 44 05 62 18 Pfarrer Heinz-Otto Seidenschnur s.o. Hausmeister Helmut Böhnke Telefon 0179/ 7361857

Kirchenmusik
Kirchenmusikerin Elisabeth Kaiser Telefon 4 45 77 45 elkai.kantorei@gethsemanekirche.de Kirchenmusiker Detlef Lehmann Telefon 47 48 90 75 Kirchenmusiker Christoph Zschunke Telefon 44 71 55 67 konzertbuero@gethsemanekirche.de Kirchenmusiker Hermfried Weber Telefon 4 69 62 54

Konzertbüro
Konzertbüro Christoph Zschunke Gethsemanestr.9,10437 Berlin Bürozeit Di.14 – 17 Uhr Telefon 44 71 55 67 Telefax 43 73 43 78 E-Mail konzertbuero@gethsemanekirche.de

Kontakte

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Paul Gerhardt
Kirche Wisbyer Straße 7,10439 Berlin Gemeindebüro Kuglerstraße 15,10439 Berlin Telefon 4 45 74 23,Telefax 44 71 95 04 Sprechzeiten Mi.und Fr.10 – 12 Uhr Mi.17 – 19 Uhr E-Mail paul.gerhardt@berlin.de Pfarrerin Uta Fey Büro Telefon 44 71 95 06 Privat Telefon 4 45 74 54 Sprechzeiten Mi.17 – 19 Uhr und nach Vereinbarung Hausmeister Jürgen Bocheinski Telefon 0179 / 7 64 00 33

Segen
Kirche und Gemeindebüro Schönhauser Allee 161,10435 Berlin während des Umbaus vorläufig geschlossen Pf.Gisbert Mangliers erreichen Sie über das Zentralbüro: zentralbuero@ekpn.de oder telefonisch unter 4 48 03 33 Internet www.stadtklosterberlin.de

So finden Sie uns

Haltestelle Diakonie
Heike Dierck,Koordinatorin für das Projekt »Haltestelle Diakonie« Öffnungszeiten Bizetstraße 49: Mo.bis Fr.9–17 Uhr,Telefon:9 27 46 94 Sprechstunde:Fr.9–12 Uhr, Öffnungszeiten Blankenburger Str.16: Mo.bis Fr.8–16 Uhr,Telefon:4 77 47 11 Sprechstunde:Di.9–12 Uhr

Diakoniestation
Hauskrankenpflege Weißensee/Prenzlauer Berg Bizetstraße 49,13088 Berlin Telefon 9 27 46 94 Leitung:Herr Gülker
Ankündigung!

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Neuer Konfirmandenkurs

Neuer Konfirmandenkurs
Alle Kinder,die jetzt in die 7.Klasse kommen,laden wir zum neuen Konfirmandenkurs ein. Zwei Jahre wollen wir in dieser Gruppe unterwegs sein,unsere Gemeinde kennen lernen und danach fragen,wie und ob der Glaube an Gott unser Leben tragen kann. Auch Kinder,die noch nicht getauft sind,können daran teilnehmen. Den Kurs begleiten werden Pfr.Heinz-Otto Seidenschnur und Pfr.Gisbert Mangliers. Die Anmeldung zum Konfirmandenkurs kann über das Zentralbüro erfolgen. Zu einem ersten Informationsabend, auf dem alle weiteren Fragen und Planungen besprochen werden können,laden wir Eltern und Konfirmanden am 12. September um 18 Uhr nach Elias ein. Start für die Konfirmandinnen und Konfirmanden ist dann Donnerstag, der 20. 9. 07 um 17 Uhr in Elias. Wir freuen uns auf Euch!
        
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