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Periodical volume

Full text: Gemeindebrief Issue 38.2007, Juni/Juli

Gemeindebrief
Ausgabe Nr. 38 Juni/Juli 2007

Elias · Gethsemane · Paul Gerhardt · Segen
Evangelische Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord

2 Inhalt

Seite

Editorial

Meldungen 4/5 Krabbelgottesdienst/Kindersegnung 6 Hollandfahrt der Konfirmanden 7 Familienrüstzeit 7 Kinder,Kinder 8/9 Mitteilungen/Amtshandlungen 10 Junge Gemeinde 10 Was ist denn mit denen los? 11 Singen,Spaß,Abenteuer 12 Orgelkonzertreihe 13 Geburtstage 14 Regelmäßige Veranstaltungen 15/18 Gottesdienste 16/17 Regelmäßige Veranstaltungen 18 Auf ein Wort zum Kloster 19 Unterwegs durch Israel und Palestina 20/23 Sommerweihnacht & Frohfeuer 24 Menschen unserer Gemeinde 25 Jazz und Gospel beim Kiezfest 26 Palmarumtreffen 27 Veranstaltungsübersicht 28 Dank an Katrin Klöpfel 31 Ökumenisches Straßenfest 32

Editorial
»Über’n Tellerand sehen«:das ökumenische Straßenfest mit seinen vielfältigen Ständen und Aktionen möchten wir Ihnen sehr ans Herz legen, aber nicht nur das. In diesem Jahr feiert die Mark Brandenburg 850 Jahre – etwas frech möchte ich sagen:»ein ziemlich altes Bundesland«! Und die Stadt, die diesem Land den Namen gab,ist mittendrin.Ich war gerade dort und besuchte mit Freunden die St. Gotthardtkirche. Ihre Grundmauern sind noch älter als die des Doms zu Brandenburg. Neben den vielen in der Gotthardtkirche zu entdeckenden Schätzen, kann man dort einen fünf Meter langen Teppich bewundern: »Dieser Wirkteppich ist vermutlich 1470 /80 entstanden und hing seit 1906 an der Nordwand des Altarraumes. Als Herstellungsort wird Lüneburg vemutet. Wann und wie dieser Teppich in die Gotthardtkirche kam, bleibt ungeklärt.Verwandt wurden Teppiche dieses Formates (5570 x 960 cm) als Rücklaken, über Kirchenbänken zum Schutz vor der Mauerfeuchtigkeit. Zwischenzeitlich muss unser Teppich als Altarbehang gedient haben. Die Darstellung beruht auf spätmittelalterlicher Minnesymbolik,wo das »Einhorn« für Stärke, Reinheit und Keuschheit stand – hier wird eine profane Jagdszene gezeigt. Dem Horn des Einhorns, wurde die Unschädlichmachung von Giften zugeschrieben, die Zähne des Narwals,die als Einhorn gehandelt wurden, wurden dementsprechend als Arzneimittel mit Gold auf- gewogen.Kunde davon geben die „Einhorn«-Apotheken (z.B.in Genthin). Im Marienkult des Mittelalters war die Einhornallegorie geläufig – die Jungfrau-Einhorn-Gruppe wurde in christ-

Titelbild: Ausschnitt: Einhornteppich in der Kirche St.Gotthardt zu Brandenburg ca.1470/80 Foto St.Gotthardgemeinde
Herausgegeben vom Gemeindekirchenrat der Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord. Auflage:2000 Stück. Redaktionsanschrift:Gemeindebüro der Ev.Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord Göhrener Str.11,10437 Berlin Telefon:4 42 63 31 / Telefax:44 05 62 18 E-Mail:eliasgemeinde@gmx.de Titelbild & Gestaltung:Grafik-DesignBüro Dieter Wendland Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe ist der 1. 7. 2007

licher Interpretation als Symbol der Menschwerdung Christi gesehen: Der Erzengel Gabriel hetzt mit Hunden das Einhorn (als Verkörperung der Kardinaltugenden), das im Schoß der Maria Schutz sucht. Interessant ist hier auch, dass auf dem in Hildesheim aufbewahrten Bischofsstab des Namenspatrons St. Godehard eine Einhornjagd dargestellt ist.« (Faltblatt St. Gotthardtkirchengemeinde, Kirche ist täglich 11 bis 17 Uhr geöffnet) Auch in dieser Kirchengemeinde stehen Ehrenamtliche für die Öffnung der Kirche und es gibt eine große Anzahl von schönen Bildkarten zu erwerben. Der Dom St. Peter und Paul bietet ebenso wie St. Gotthardt und St. Katharinen ein Orgelmusikprogramm. So sind wir in der reichen Kulturlandschaft geistlich und musikalisch verbunden. Eine Fahrt mit dem Fahrrad oder dem Regionalzug nach Brandenburg lohnt sich... und wer die Petrikapelle beim Dom mit dem besonderen Gewölbe entdeckt hat...und in dem nahelegenen Café einkehrt, ist sowieso begeistert. Unter www.evang-kirche-brb.de; www.stadt-brandenburg.de; www.850-jahre-mark-brandenburg.de können Sie weitere Informationen bekommen.D.Wendland

Das Wort

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»Niemand hat Gott jemals gesehen«
so steht es in der Bibel,im Johannesevangelium 1,18 und im 1.Johannesbrief 4,12,und so ist es. Liebe Gemeindeglieder und liebe Freunde der Gemeinde, jeder von uns hat trotzdem Bilder von Gott im Kopf: Als den alten Herrn mit Bart oder als das alles sehende »Auge« oder als »Abba«,Vater,das Gottesbild,das wir von Jesus haben.Voller Gottesbilder ist selbst die Bibel:der gute Hirte,der zornige Kriegsgott,der Gott mit der bergenden Mutterbrust,der Gott, den man im sanften Säuseln begegnen kann.Bilder über Bilder,obwohl wir im Christentum mit dem Judentum und dem Islam die religiöse Tradition teilen: »Du sollst dir kein Bildnis machen von Gott.« Ob die Bilder,die wir uns dennoch von ihm machen, nicht alle mit größter Zurückhaltung zu betrachten sind? Wir spüren einerseits, dass sie Gott eine Kontur geben, ihn vorstellbar und fühlbar machen,und dass sie andererseits in die Irre führen.Denn Gott ist nicht so und will so auch nicht sein,wie wir es uns »ein – bilden«.Deshalb ist und bleibt die Erkenntnis wohl richtig, dass jeder Gott, den wir uns vorstellen (können),eine Einbildung ist.Und deshalb sollten wir uns vor Gottesbildern hüten, denn sie sind immer eher falsch als richtig.Natürlich haben wir gelernt und wissen,dass sich das Bilderverbot ursprünglich gegen die Anbetung und Verehrung von sichtbaren Gottesbildern wie dem Goldenen Kalb wendet. Aber wir sollten noch tiefer verstehen lernen, dass dieses kritische Signal in diesem uralten Verbot weit mehr meint als sichtbare Statuen und Bilder in ihrer Äußerlichkeit. Nämlich, dass Gott immer anders, immer größer, unfassbar und geheimnisvoll bleibt und dass Gott unsere Bilder und Vorstellungen von ihm übersteigt.Dass ER sich letztlich nicht fassen lässt in Bildern,mit denen wir ihn uns verfügbar machen. Alle Gottesbilder, auch die der Bibel, sind und bleiben menschliche Versuche, dem EWIGEN in seinem Wesen und seinem Wirken gerecht zu werden, ihn für uns verstehbar zu machen und was dieses Verstehen mit unserem Leben macht. Auf unseren Lebens- und Erkenntniswegen machen wir immer wieder die Erfahrung, dass Gottesbilder zerbrechen und zerbrechen müssen, weil die Wahrheit Gottes, der wahre Gott immer »anders« ist.Und wir lernen darin, dass sich jede starre und fundamentalistische Gottesvorstellung verbietet und dass sie gleichzeitig unser Menschenbild prägt.Das ist die Denkvoraussetzung des 2.Gebotes, die ihre Bedeutung nicht verloren hat, auch wenn Martin Luther dieses Gebot aus seinem Katechismus entfernt hat: Bilder haben Macht; und die sollten wir uns nicht anmaßen.Was ein Bild vermag,und dass soll noch einmal der Vertiefung der Sinnhaftigkeit des alten Bilderverbotes dienen, hat Max Frisch in seinen Tagebuchgeschichten dargestellt. Da erzählt er die Geschichte eines jungen Mannes aus Andorra, aus der das spätere gleichnamige Drama entstanden ist,den man für einen Juden hält und dem überall das fertige Bild,das Klischee vom Juden entgegentritt. Dieses Bild formt ihn und verdrängt alle anderen Möglichkeiten. Und ohne, dass die Bildermacher dies merken, macht es den jungen Mann zum Sklaven – in jeder Hinsicht.Dem Vaterland gilt er als unzuverlässig und so formt sicht sein Verhältnis zum Vaterland problematisch und kritisch.Er gilt als unfähig zu einer fröhlichen Unmittelbarkeit »und so (schreibt Max Frisch) erlaubt er sich nur noch ein gebrochenes Verhältnis zu anderen Menschen. Als Fremder angesehen, übernimmt er die Rolle des Fremden« und wird sein vorgezeichnetes Bild,so wie jeder andere es geworden wäre.Und das alles,obwohl der vermeintliche Jude in Wirklichkeit »ein Andorraner wie alle andern« ist.Seine angeblich typischen jüdischen Eigenschaften sind ihm nicht angeboren, sondern durch die Bilder und die Verhältnisse übermittelt.Entdeckt wird das allerdings erst, nachdem er bei einem Progrom grausam ermordet worden ist.Hier hat das Bild seine lebensgefährliche Macht erwiesen. In so vielen Tauf- und Traugesprächen, in Kirchencafés und Gottesdienstnachgesprächen dreht sich das Thema meiner Gespräche um existentielle Fragen wie nach dem Gottesbild und dem davon abgeleiteten Menschenbild. Bei Dorothee Sölle habe ich gelesen:»Wer immer sich ein Bild vom anderen macht, der leugnet das Fremde, Unerwartete, Nochnichterschienene im andern. Das Bild besetzt die Stelle der Zukunft und beraubt so die Wirklichkeit ihrer wichtigsten Dimension. Ich bin mehr als jedes Bild,das mein Verhalten vorausberechnet, meine Gefühle vorwegkennt, das mich erfasst und sich auskennt mit mir«. »DU sollst dir kein Bildnis machen« heißt doch dann: Der Ewige selbst macht sich zum Anwalt meiner Freiheit und der Freiheit aller.Der Ewige nimmt meine Partei und die der anderen und wacht über die Freiheit aller.Die Freiheit des andern, die wir offen lassen können, wenn wir uns kein Bild machen. ER traut uns gegenseitig diese Freiheit zu, die ihn ausmacht. Dieses Geschenk sollte unseren offenen Umgang in der Gemeinde und in der Wirkung nach außen prägen.In herzlicher Verbundenheit grüßt Sie / Euch Pfr.Heinz-Otto Seidenschnur

4 Meldungen

Geplatzte Föderation
W i t t e n b e r g (idea) – Die Vereinigung der EvangelischLutherischen Kirche in Thüringen und der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen zur Vereinigten Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland ist vom Tisch. Bei den parallelen Abstimmungen der beiden Synoden am 21. April in der Lutherstadt Wittenberg verfehlte die Vorlage der Föderationskirchenleitung die notwendige Zweidrittelmehrheit in der provinzialsächsischen Synode mit zwei Stimmen.

Huber, und des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz,Kardinal Karl Lehmann,nachgeholt werden. Der Magdeburger Dom kann auch als Symbol für die Einheit der Taufe gesehen werden.Dort steht ein Taufstein,der bereits seit rund tausend Jahren benutzt wird,also noch vor der Trennung der West- und Ostkirche im Jahr 1054. Aus theologischen Gründen wollen nicht alle der 16 ACK-Kirchen der Tauf-Erklärung beitreten.Vor allem die täuferischen Kirchen wie die Baptisten und Mennoniten aber auch die Heilsarmee haben dem Text nicht zugestimmt. Die Baptisten zum Beispiel lehnen die in den Volkskirchen übliche Säuglingstaufe ab und taufen nur gläubige Erwachsene.Hier wird zurzeit eine Annäherung versucht. Die Taufe ist nach christlichem Verständnis ein Ritual, das einen Neuanfang zwischen Gott und dem Menschen setzt. Protestanten kennen die beiden Sakramente Taufe und Abendmahl.In der katholischen und orthodoxen Kirche ist die Taufe eines von sieben Sakramenten, die den Lebensweg der Menschen vom Anfang bis zum Ende begleiten soll. Die Taufpraxis geht zurück auf Jesus von Nazareth, der sich selbst der Bibel zufolge von Johannes dem Täufer im Jordan taufen ließ und vielleicht auch eine Zeitlang an seinen eigenen Anhängern diesen Ritus vollzog. Von der gegenseitigen Taufanerkennung heute erhoffen sich Theologen langfristig auch eine Chance auf einen Durchbruch beim gemeinsamen Abendmahl zwischen Christen unterschiedlicher Konfession.

Kirchen erkennen Taufen wechselseitig an
Von Stephan Cezanne (epd) Frankfurt a.M. (epd). Die wechselseitige Anerkennung der Taufe zwischen den Kirchen ist eines der wichtigsten Ziele der Ökumene.Das uralte Ritual zur Aufnahme in die christliche Kirche wird von allen Glaubensrichtungen praktiziert. Elf von 16 in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) verbundene Kirchen wollen am Sonntag (29.April) in Magdeburg eine Vereinbarung zur gegenseitigen Taufanerkennung unterzeichnen und darin erklären: Die Taufe in Christus ist ein Ruf an die Kirchen,ihre Trennungen zu überwinden und ihre Gemeinschaft sichtbar zu manifestieren. Der von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der katholischen Deutschen Bischofskonferenz erarbeiteten Vereinbarung haben sich neun Kirchen angeschlossen - darunter Orthodoxe, Anglikaner, Methodisten, Altkatholiken sowie die Evangelische Brüderunität (Herrnhuter Brüdergemeine) und andere Freikirchen. Die wechselseitige Anerkennung der Taufe zwischen evangelischer und katholischer Kirche wird freilich schon lange praktiziert.Wer von der einen in die andere Kirche wechselte,musste dafür nicht neu getauft werden - allerdings beendete erst das Zweite Vatikanische Konzil Mitte der 1960er Jahre die grundsätzlichen Vorbehalte Roms gegenüber der evangelischen Taufe. In Deutschland gibt es seit rund 30 Jahren regionale Vereinbarungen zwischen evangelischen Landeskirchen und römischkatholischen Diözesen. Doch eine alle Mitgliedskirchen der EKD oder die katholische Deutsche Bischofskonferenz betreffende Vereinbarung fehlte bisher. Dies soll im Magdeburger Dom unter Anwesenheit des EKD-Ratsvorsitzenden Wolfgang

Wie die Kirche auch künftig im Dorf bleibt
H a n n o v e r (idea) – Die EKD will die Kirche auch künftig im Dorf lassen. Um eine kirchliche Grundversorgung auf dem Land zu sichern, ist eine Neustrukturierung der Arbeit unerlässlich.So heißt es in einer neuen Publikation unter dem Titel »Wandeln und gestalten«, die das EKD-Kirchenamt am 18. Januar in Hannover veröffentlicht hat. In der 80-seitigen Broschüre geht es um die Frage,wie die Kirche ihren Missionsauftrag in ländlichen Räumen erfüllen kann – trotz Abwanderung und Überalterung der Bevölkerung in vielen Regionen. In manchen Bereichen Deutschlands habe

Meldungen

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eine neue Wanderungsbewegung eingesetzt, schreibt der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber (Berlin), im Vorwort. Demographische Veränderungen ergriffen auch ländliche Gegenden.Sie seien auch stark vom wirtschaftlichen Strukturwandel betroffen.Besonders dramatisch habe man solche Veränderungen in den letzten Jahren in ostdeutschen Landeskirchen gespürt.Der Wandel sei jedoch nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance für kirchliche Arbeit. »Allerdings muss sie wahrgenommen und gestaltet und nicht nur beklagt oder erlitten werden«, schreibt Huber. Er hofft, dass sich Kirchenvorstände, Kreissynoden und Pfarrkonvente mit dem Text befassen: »Denn für die Zukunft unserer Kirche hängt viel daran, ob und wie sie ‚Land gewinnt’.« Die Publikation wurde im Auftrag des Rates der EKD von einer Arbeitsgruppe unter der Leitung von Bischof Martin Hein (Kassel) erarbeitet. Dorfkirchen erhalten Dem Papier zufolge muss es das Ziel aller Bemühungen sein, das Entstehen kirchlicher Brachlandschaften zu verhindern.Der Erhaltung der Dorfkirchen sei dabei von zentraler Bedeutung.Es gelte,lokale Kräfte für deren Erhaltung zu mobilisieren,etwa Kirchbau-Vereine. Alle anderen kirchlichen Gebäude sollten verkauft bzw. umgenutzt werden, wenn sie sich finanziell nicht weitgehend selber tragen. Nicht mehr benötigte Pfarrhäuser könne man etwa an ehrenamtliche Mitarbeiter als Form der Anerkennung vermieten. Um die kirchliche Präsenz vor Ort zu gewährleisten, seien regelmäßige Gottesdienste wichtig. Sie müssten aber nicht jede Woche und nicht notwendigerweise am Sonntag stattfinden. Ziel müsse es ferner sein, zunehmend Lektoren und Prädikanten in die Arbeit einzubeziehen. Worauf sich Pfarrer konzentrieren müssen Für Hauptamtliche auf dem Land, insbesondere Pfarrerinnen und Pfarrer, wird sich die Arbeit deutlich verändern, heißt es.Ihre Tätigkeit werde sich darauf konzentrieren,ehrenamtliche Mitarbeiter zu qualifizieren,Amtshandlungen und die zentralen Gottesdienste im Kirchenjahr zu gestalten.Eine Betreuung von Gemeindekreisen vor Ort durch Pfarrer könne es nicht mehr geben.Der Konfirmandenunterricht finde für mehrere Dörfer an einem zentralen Ort statt.Das EKD-Papier regt an, in den Regionen »Gemeindenetze« aus bisher unabhängigen Gemeinden zu schaffen. Diesen Netzwerkgemeinden,denen auch die Pfarrstellen zugeordnet werden sollen,sollen von einem zentralen Gremium geleitet werden. Dies diene der strukturellen Verschlankung und der Bündelung von Kompetenzen,so das Papier.Eine kirchliche Entwicklungschance in ländlichen Gebieten biete auch die Ansiedlung geistlicher Zentren, etwa von Kommunitäten. Sie könnten »eine überregionale kirchliche Ausstrahlungskraft und missionarische Wirkung entfalten«.Nach Ansicht der EKD ist es für die weitere Entwicklung der Kirche in ländlichen Räumen entscheidend,dass sich ein innerkirchlicher Mentalitätswechsel bei den Mitarbeitern vollzieht – »weg von der depressiven Grundstimmung hin zu einer hoffnungsvollen, zukunftorientierten Aufbruchstimmung«. Das Ziel der kirchlichen Arbeit bestehe nicht in der Selbsterhaltung gewachsener kirchlicher Strukturen, sondern in der bestmöglichen Verkündigung des Evangeliums an alle Menschen.

Einladung der Communität Georg Schubert von der Communität Don Camillo schrieb uns untenstehenden Brief.Wir freuen uns mit ihnen auf den bevorstehenden Umzug. Für den GKR D.Wendland »Montmirail,14. Mai 07 Sehr geehrter Herr Wendland, lieber Dieter Sehr geehrte Damen und Herren des Gemeindekirchenrates Der Umzug naht,der Start des Projektes in Berlin auch.Wir laden Sie sehr herzlich zum Eröffnungsgottesdienst fürs Stadtkloster am 26.August um 18 Uhr in die Segenskirche ein. Das ist die Zeit der Abendgottesdienste,die einmal monatlich in Segen stattfinden. Wir laden Sie zu diesem Gottesdienst sehr herzlich ein.Wir würden uns sehr freuen,wenn Sie dabei sein könnten. Ihre Bereitschaft,sich auf einen neuen,ungewohnten und unbekannten Weg zu wagen,macht das Projekt erst möglich.Wir möchten mit diesem Gottesdienst auch den Start für eine gute und fruchtbare Zusammenarbeit legen. In den nächsten Monaten sind wir regelmäßiger in Berlin,wir hoffen,die Baubewilligung bald zu erhalten, damit das Nötige gemacht werden kann. Der Umzug ist auf Anfang August geplant.Die Details zu dem Gottesdienst werden wir wohl erst im Juli ausarbeiten können.Aber die Einladung soll jetzt schon sehr herzlich ausgesprochen sein. Mit freundlichen Grüßen, Georg Schubert«

6 Krabbelgottesdienst

Krabbelgottesdienst mit Kindersegnung am 22. April 2007 in der Paul-Gerhardt-Kirche
Gedanken von Anne Lüders, Franka Segebrecht und Pfn.Fey Heutzutage ist es eigentlich nicht mehr so üblich, dass Eltern ihren Kindern ein Kreuzzeichen auf die Stirn malen und sie segnen. Doch wir haben gute Wünsche für unsere Kinder.Wir wollen,dass ihnen nichts passiert,dass sie gut ankommen und gut nach Hause kommen.Wie können wir also den Segen für unsere Kinder spürbar machen? Gottes Segen ist wie ein großes Zelt,ein großer Hut,ein Schirm! Wenn wir durch den Segen so geschützt sind wie vor Sonne und Regen, dann ist das beeindruckend für Kinder und Erwachsene. Auch die Hand beim Segnen auf dem Kopf ist wie ein kleiner Schirm spürbar: eine zarte Berührung.Das ist ein gutes Gefühl,das wir Kindern

mit auf ihren Lebensweg geben können. Im Krabbelgottesdienst am 22.April haben wir das erlebt.Mit kleinen und größeren Schirmen haben wir den Segen Gottes verdeutlicht und schließlich hielten die Eltern ein großes Sprungtuch über die Kinder wie einen großen Schirm. Zuvor hörten wir die Geschichte von Jesus, der die Kinder zu sich ruft und sie segnet. Der kleine Pepe wurde gesegnet und anschließend alle Kinder von ihren Eltern. Das war bewegend und eindrücklich. Geschichten der Bibel zu erleben, das versuchen wir in unseren Krabbelgottesdiensten immer wieder. Kinder und Eltern, Großeltern,Tanten und Onkel sind mit allen Sinnen dabei und werden die Eindrücke lange in Erinnerung behalten.Nur wollen diese schönen Gottesdienste besonders vorbereitet sein. Das Krabbelgottesdienst-Team sucht dringend Mütter und Väter,die sich darauf einlassen können und mit ein wenig Zeit viel Freude an Kinder und Erwachsene weitergeben können. Je mehr in der Vorbereitung mitmachen,umso weniger Arbeit ist es für jede und jeden im Team. Kontakt über Pfn.Fey

Eindrücke vom Segnungs-Krabbelgottesdienst

Konfirmandenfahrt /Familienrüstzeit

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Hollandfahrt – Eindrücke von Konfirmanden
Die gemeinsame Hollandreise hat mir sehr gut gefallen,da ich viel Neues kennen gelernt habe. Ich habe in Holland viele gute und hilfreiche Erfahrungen gesammelt und mein Wissen gemehrt. Auch habe ich viele nette Leute kennen gelernt. Das »Strandwandeling« und das »Diekschwimmen« waren sehr unterhaltsam, der Besuch in Amsterdam, insbesondere die Fahrt auf der Amstel und der Besuch im »ReligionsMuseum« waren sehr lehrreich.Ich fand die Reise nach Holland schön, sie war gut gelungen.Jacob Uschmann Ich fand,dass unsere Hollandfahrt organisatorisch und vom Programm her sehr gut gelungen war. Ich habe Erinnerungen mitgenommen, die ich noch lange behalten werde. Auch bei der Unterkunft gab es nichts zu beklagen. Allerdings gab es auch Probleme zu bewältigen.Als es zum Beispiel zum Streit zwi-

schen einigen Betreuern und ein paar Konfirmanden kam.Trotzdem überwog meiner Meinung nach das Angenehhatten oft etwas zu lachen. Für die Kinder war es spannend,auch mal in Nachbars Garten zu spielen. Der Pfarrer der Gemeinde hatte uns eingeladen, seine Spielzeuge im Garten mitzunutzen. Dabei kam die Rutsche besonders gut an. Beim Sonntagsgottesdienst gab es viel Verständnis für die nicht allzu stillsitzfreudigen Kleinen. Und auch sonst

mere und ich glaube, nicht jeder kann von sich behaupten, dass er schon einmal in Holland war.Jansen Wallau konnten sie sich immer tüchtig austoben, was sie auch sehr genossen. Wir hatten eine schöne Zeit miteinander und haben Lust, uns demnächst noch einmal gemeinsam auf den Weg zu machen. Vielleicht sehen wir ja dann auch wieder ein paar Feuerkäfer- das würde einige der Kinder bestimmt sehr freuen.Ruth Reichmayr

Familienrüstzeit der Krabbelgruppe in Brüssow
Vom 30. März bis zum 1. April krabbelten,liefen,sprangen und tobten die Kinder unserer Krabbelgruppe einmal nicht in den Räumen des Paul-GerhardtGemeindehauses, sondern im Garten des Rüstzeitheims in Brüssow. In Brüssow - einem kleinen Örtchen bei Prenzlau in der Uckermark mit einer schönen, schlichten Kirche - gab es viel Grün und frische Luft für dreizehn stadtluftgewöhnte Erwachsenennasen und neun Kindernäschen. Bei Spaziergängen in der Umgebung, leckeren Mahlzeiten im Garten, gemeinsamem Abwaschen, Basteln,Spielen und einem kleinen Gartenfeuerchen am Abend konnten wir miteinander ins Gespräch kommen und

8 Kinder, Kinder

Vom Fahrradwochenende…
Am Freitag,dem 20.4.07,bestiegen Kinder der Christenlehregruppen ihr Rad und machten sich auf die Fahrradtour nach Falkensee.Wir waren 13 Kinder und wurden von Antje Erdmann und Teamern begleitet.Wir hatten superschöööönes Wetter und konnten sogar unsere Füße baden! Übernachten durften wir in den Gemeinderäumen und an einem Abend guckten wir den Film »Ronja Räubertochter« bis Mitternacht! Sonntag früh gingen wir in den Gottesdienst,wo wir auch mithalfen ihn zu gestalten. Glücklich und geschafft kamen wir Sonntagnachmittag wieder in Berlin an.Marthe Meinhold, 9 Jahre

KindersommerSchuljahresabschlussfest
Herzliche Einladung zur Aufführung des Joseph Musical am 22.6.07 und zum Kiezfest der Kirchen am 23.6.07.Danach endet für dieses Schuljahr die Christenlehre und wir werden in der 1.Septemberwoche nach dem Schuljahresanfangsgottesdienst am 2.September 2007 wieder »durchstarten«.

Hunger nach Gottesdienst?!
Wir fahren wie jedes Jahr mit den Kindern unserer Gemeinde zur Sommerrüste.Nur dieses Jahr wollen wir gemeinsam mit der Gemeinde,den Eltern und Kindern den Abschluss der Rüste mit einem Gottesdienst am 22.Juli 2007 um 11 Uhr in Gethsemane feiern.Seien Sie herzlich eingeladen und lassen Sie uns die Speisung der 5000 erleben.

Kinder, Kinder

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Unterwegs zu Nachbarn
Die Kinder der 5.und 6.Klasse der Christenlehre sind fast am Ende des Themas Judentum.Gemeinsam versuchen wir soviel wie möglich über das Judentum kennen zulernen:von den Festen im Leben eines Juden,bis hin zu den Festen in ihrem Jahreslauf: Sukkot,Purim,Pessah,eines gemeinsamen Seddermahls,die ältere und jüngere Geschichte der Juden.So durfte ein Besuch in einer Synagoge nicht fehlen und wir besuchten das Centrum Judaikum in der Oranienburger Straße und die kleine Synagoge im oberen Stockwerk.Wir erfuhren viel über den jüdischen Gottesdienst, sangen gemeinsam hebräische Lieder.
Antje Erdmann Jana Scherle Dipl.Sozialpädago- Dipl.Pädagogin / gin / Diakonin Beratung für Familien T.:41 71 59 57 T.:41 71 59 61
Antje.Erdmann@gmx.de Jana.Scherle@gmx.de

Sprechzeit Di.11 – 13 Uhr Elias Gemeindehaus , Göhrenerstr.11, 10437 Berlin

Sprechzeit Mi.14 – 18 Uhr Fr.9 – 12 Uhr Elias Gemeindehaus Göhrenerstr.11, 10437 Berlin

am Samstag, den 2. Juni 2007 um 10 Uhr in Elias mit dem Thema Füreinander da sein! – KUGKUK gemeinsam mit dem Kiezfrühstück Juli / August ist Pause

10 Mitteilungen / Amtshandlungen der Gemeinde / Junge Gemeinde

Taufen
Jonas Reichelt,Susanne Clausnitzer, Leif Böttger,Marieke Kandulla, Mathis Witthauer,Nina Rose, Noa Linda Sander,Simon Franzen,Lara Wack,Ole Wesenberg,Oskar Günzel, Linus Schenke Plisch,Feline Lütjens, Feline Schneider,Sophia Bonitz,Frida Jasper,Silja Albrecht, Als Erwachsene wurden getauft: Birgit Lehmann,Ekkehard Stein, Jörn Wesenberg,Kai Bonitz, Maren Kandulla,Vivien Küßner, Severine Krüger,Reinhard Schwalke,: Ilko Kowalczuk Sei mutig und stark! Fürchte dich also nicht, und hab keine Angst; denn der Herr, dein Gott, ist mit Dir bei allem, was Du unternimmst.Josua 1, 9

Konfirmation
Pfingstsonntag wurden konfirmiert: Maximilian Arndt,Freya Astrup, Lukas Berg,Tom Bond,Jakob Donner, Emilia Ganschow,Helge Gernhardt, Luisa Girke,Valentin Handrick, Hannah Looks,Ema Maungue, Dorian Persch,Maximilian Schulz, Tim Malte Scigalla,Jacob Uschmann, Leonard Wagenbreth,Jansen Wallau, Lydia Wönne. Als Erwachsener wurde in der PaulGerhardt-Kirche konfirmiert: Alexander Wellenthin Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. 2.Tim 1, 7

Trauungen
Holger und Katharina Mann Thomas Ziller und Doris Klammt, Simon und Jennifer Dushe, Henrike und udo Pollter Wachet, steht im Glauben, seid mutig und stark! Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen! 1.Korinther 16, 13,14

Bestattungen
Ingeborg Wottrich im Alter von 84 Jahren Elisabeth Lange im Alter von 81 Jahren Anneliese Kroel im Alter von 89 Jahren Denn alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.1.Joh.5, 4

Evangelische Jugend Prenzlauer Berg Nord (JG)
Was: Wenn Du zwischen 13 und 20 Jahren bist und Lust hast,Leute in Deinem Alter kennenzulernen,dann bist Du in der Jungen Gemeinde (JG) richtig.Du musst keine Voraussetzungen erfüllen: Wir sind prinzipiell neugierig auf jede(n) Neue(n),und bei uns fühlen sich auch Leute zu Hause,die nicht zur Kirche gehören. Wo: Kuglerstr. 15 / Hof / Jugendkeller unter der Kirche Wann: Wir treffen uns jeden Dienstag und Donnerstag zwischen 17 und 22 Uhr, um gemeinsam zu essen,über religiöse und andere Wunsch-Themen zu reden, zu kickern,Tischtennis zu spielen oder einfach nur zu klönen.Es gibt auch eine JG für über 20-jährige,eine Theatergruppe,Gitarrenunterricht und verschie-

dene Projektgruppen – aber für einen ersten Überblick ist es am besten, dienstags oder donnerstags gegen 18.00 Uhr vorbeizuschauen ...oder Montag 18.30 Uhr zum Gospelchor ... oder ruf an:4 45 74 25 (Paul Beutel)

Was ist denn mit denen los?

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Die JG beim Karate-Lernen mit Anton

»Was ist denn mit denen los?« –
frage ich mich, wenn ich fremde Jugendliche sehe, die sinnlos zerstören oder grundlos aggressiv gegen Andere vorgehen. Schnell entwickle ich Bestrafungsfantasien oder bedaure den Zustand der Gesellschaft mit viel zu wenig harten Händen. Dabei hat jedes Verhalten Gründe. Einer von 77 möglichen: Sexueller Missbrauch. Nach Schätzungen des Bundeskriminalamts ist in Deutschland jede(r) fünfte Jugendliche als Kind oder Jugendliche(r) sexuell missbraucht worden. Die größten Tätergruppen bei Kindern: ältere männliche Verwandte / Erzieher, bei Jugendlichen: ältere Jugendliche oder Vertrauenspersonen wie z.B.Trainer oder Gruppenleiter. Oft waren die Täter selbst Opfer. Mögliche Symptome, die Opfer sexuellen Missbrauchs entwickeln: - Aggressivität oder völlig übertriebene Coolness (eher bei Jungen) - »Aufdonnern« und häufiger Partnerwechsel (eher bei Mädchen) - Rückzug auf sich selbst - Fixierung auf materiellen Besitz - Anhänglichkeit an eine Person bis hin zum »Klammern«. Es gibt das Beispiel eines Jugendlichen, der mehrfach »völlig grundlos« ältere Männer verprügelte, die er gar nicht kannte. Der Grund: Sie sahen seinem Peiniger ähnlich. Das heißt nun nicht, dass man überall sexuellen Missbrauch vermuten soll. Aber, man wird einverstandener mit dem Lehen, mitfühlender, wenn man für möglich hält, dass böse Menschen Ängste haben.Wenn man die Betonung der Anfangsfrage verschiebt: »Was ist denn mit denen los?« Paul G.Beutel

12 Kirchenmusik in unserer Gemeinde Minisingen Mittwoch 16 –16.30 Uhr und 16.45 – 17.15 Uhr,Singen mit Eltern und Kindern 0 – 2 Jahre,Erzähllieder zum Zuhören,Fingerspiele,Singen mit Bewegung Minis Montag 16.45 – 17.15 Uhr,Singen mit 3 – 4 jährigen Kindern (ohne Eltern) Kinder singen bereits im Chor,lernen ihre Singegruppe kennen Mädchen(be)stimmen Dienstag 15.30 – 16.15 Uhr,Mädchen im Alter von 5 – 12 Jahren, Kinderkantaten, Musicals für Kinder ...und Lieder »nur« für Mädchen... (B)engelchor Montag 15.45 – 16.30 Uhr Jungs im Alter von 5 –12 Jahren Kinderkantaten,Musicals für Kinder ...und Lieder »nur« für Bengels... Jugendchor MitChristophZschunke, Montag18 Uhr Gemeindesaal P.-Gerhardt,Kuglerstr.15 Junge Leute mit Lust auf Popularmusik, Gospels,neue geistliche Lieder,Jazz,Folk,in groovigen Arrangements mit Klavier & Band Kinder-Ensemble Dienstag 16.30 – 17.15 Uhr Kinder im Alter von 10 – 12 Jahren Einstudieren von musikalischen Teilen der Kantoreipraxis Gemeindechor (Elias) Mit Detlef Lehmann,Mittwoch 19.30 Uhr Gemeindehaus Elias,3.E.,Göhrener Str.11, klassischer 4-stimmig gemischter Chor, vielseitige Chorliteratur alter und neuer Meister. Liturgischer Chor (Paul-Gerhardt) Mit HermfriedWeber,Mittwoch 19.30 Uhr, Gemeindesaal P.-Gerhardt,Kuglerstr.15 ein- und mehrstimmiges Ausgestalten der Gottesdienste sowie Erarbeiten freier liturgischer Formen Kantorei (Gethsemane) Mit Elisabeth Kaiser,Dienstag 20 – 22 Uhr, Gethsemanekirche,Erwachsene von 15 – 65 Jahren,Motetten alter & neuer Meister, Kantaten,Oratorien,Musik zeitgenössischer Komponisten,für Gottesdienste und Konzert,regelmäßige Teilnahme erwartet! Kontakt s.Kirchenmusiker

Singen, Spaß, Abenteuer

Singen, Spaß, Abenteuer
(aus Sicht eines blinden Passagiers namens Loba) Ostermontag 9.4.2007: Große Aufregung vor der Segenskirche,der Jugendchor und das Kinderchorensemble fahren heute auf Konzertreise nach Leipzig (Herzklopfen auch bei mir,hoffentlich entdeckt mich niemand...).Nachdem im Gottesdienst schon mal ein Teil des Konzertprogramms gesungen wurde, bekam der Chor den Reisesegen,es gab noch eine Suppe und los ging´s.So gegen 16 Uhr treffen wir in Leipzig ein.Doch das Ökumenische Gästehaus haben wir nicht so schnell gefunden. Als wir ca.17 Uhr endlich dort ankamen,gab´s erst mal »Kaffee«,dann wurde noch ein wenig draußen gespielt und ab ins Bett.Leider ist der Bus gleich kaputt gegangen und musste in die Werkstatt. Dienstag 10. 4. 2007: Nach Schloss Neuenburg sind wir nach dem Frühstück gefahren.Und weil unser kaputter Bus erst am Mittwoch fertig sein sollte,mussten wir mit einem Bus vom Leipziger Verkehrsbetrieb fahren.Vielen Dank an alle netten Leipziger Busfahrer! In der Kinder-Kemenate wurden wir übers Schloss informiert,dann wurden alle verkleidet:als erstes 2 Wachen,dann einen schwarzen,einen grünen,einen blauen und einen goldenen Ritter mit je einem Knappen,einen Fürst mit seiner Fürstin, ein Bischof mit seinem Berater und zwei Mönchen,den besten Gauklern und zum Schluss König,Königin mit ihren Hofdamen.Alle (außer Fürst und Fürstin) sind zum Fest vom Fürsten gekommen,die Gaukler haben Kunststücke vorgeführt und die Hofdamen haben getanzt.Und einen »Geist« haben wir besucht.Wieder in Leipzig hat sich der Chor dann in Gruppen aufgeteilt und die Stadt angeschaut,der eine hat etwas für zu Hause,der andere ein Knüti Püt (das ist ein Kuscheltier) oder ein Eis gekauft.Am Abend ist der Chor zum »Griechen« gegangen,so wie an den anderen Tagen auch,und ich hab mich heimlich mitschmuggeln lassen,..hmm, lecker! Christoph hat abends eine total witzige »Gute-Nacht-Ballade« gesungen.In der es um einen Mann ging,der einen Pudel im Wald gefunden hat. Mittwoch 11. 4. 2007: Nach dem Frühstück hat der Chor erst mal geprobt.Weil der Bus immer noch kaputt ist,müssen wir wieder den Bus aus Leipzig nehmen,auch gut! Im Wörlitzer Park versteckten die Kinder Osterhasen,Gummibärchen usw.und der Jugendchor und die Erwachsenen mussten suchen und in Gruppen durch den Park gehen.Die eine Gruppe sucht die Falkenshow und verläuft sich mindestens 7 km,während die anderen schon bei der Falkenshow sind.Pech gehabt! Donnerstag 12. 4. 2007: Nach dem Frühstück sind wir nach Erfurt zur EGA gefahren.Auf dem Spielplatz dort hatten alle großen Spaß.Danach sind alle in die Kirche gefahren,der Chor

Singen, Spaß, Abenteuer

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probte dort noch einmal.Das Konzert war ein toller Erfolg. Dann fuhren wir gemeinsam nach Leipzig zum Griechen zurück. Freitag 13. 4. 2007: Natürlich erst Frühstücken,dann sind wir in die Nähe von Halle gefahren,zum Petersberg.Auf diesem Berg steht ein altes Kloster,also sind wir hochgelaufen und haben uns alles angeschaut (...schön,dass ich mit dabei sein konnte!).In der Kirche sang der Chor einen schönen Wechselgesang,das machte allen Spaß (auch mir beim Zuhören...).Auf der Sommerrodelbahn an diesem Petersberg haben sich alle noch sehr amüsiert.Dann fuhren wir nach Halle zur Bartholomäuskirche für unser zweites Konzert.Bevor der Chor in Kirche noch probte,gehen einige in der Nähe noch kurz auf den Spielplatz.Nach der Probe machen sie sich dann für das Konzert fertig.

Das Konzert war noch viel besser als das in Erfurt.Es war eine total gute Stimmung und die Leute haben richtig toll mit gemacht,und sie brachten richtig Schwung in die Kirche. Samstag 14. 4. 2007: Die Sachen wurden nach dem Frühstück gepackt.Es gab noch ein paar Probleme mit dem Bus,weil der immer noch kaputt war.Rettung in der Not:der Leipziger Verkehrsbetrieb stellte uns wieder einen Bus zu Verfügung.Ein dickes Lob! Und schließlich,wieder Heil zu Hause,Ankunft Segenskirche!!! (...puh,zum Glück hat mich niemand entdeckt.Als blinder Passagier ist sowas ganz schön peinlich.Ich fand die Reise toll und glaube,dass es dem Jugendchor und dem Kinderchorensemble auch sehr gut gefallen hat.Für dass nächste Mal lerne ich wohl besser Singen,statt nur Plüschtiergebell,dann muss ich nicht mehr als »blinder Passagier« mitfahren.) Loba (9 Jahre)

orgelkonzer treihe in gethsemane
Vom Mai bis Oktober findet die Orgelkonzertreihe an der Jehmlichorgel in der Gethsemanekirche statt. Jeden zweiten Mittwoch im Monat um 19.30 Uhr werden Ihnen Organisten ein interessantes Programm darbieten. Im Anschluss an das Konzertes sind Sie herzlich eingeladen zu einem Glas Wein oder Saft, um in ein Gespräch mit den Organisten zu kommen. 13. Juni, 19.30 Uhr Daniel Clark,Berlin 11. Juli, 19.30 Uhr Matthias Jacob, Potsdam 08. Aug.,19.30 Uhr Joachim Schumann, Berlin 12. Sept., 19.30 Uhr Julia Warnecke, Hamburg 10. Okt., 19.30 Uhr Ronald Gruschwitz, Oelsnitz (Vogtland) Mittwoch 31. 10. Reformationstag 19.30 Uhr Abschlusskonzert mit Orgel und Orchester Programm: Orgelkonzert von Georg Friedrich Händel Brandenburgisches Konzert in G Dur Sinfonie g moll von Wolfgang Amadeus Mozart Orgel: Prof. Constantin Alex Leitung : Elisabeth Kaiser

Kammerchor der Humboldt-Universität zu Berlin Zum 25. Gründungsjubiläum (s. Konzert 2. 6. 07) Der Chor entstand aus einer kleinen Gruppe von Sangeslustigen,die neugierig waren auf Musik,die in ihren Chören nicht zum Repertoire gehörten.Diese sechzehn Enthusiasten suchten sich aus ihrer Mitte den Chorleiter,zogen in die Wohnung einer jungen Mitsängerfamilie ein und beschäftigten sich zunächst mit der Alten Musik.Bald war die Gruppe für öffentliche Auftritte gerüstet und stellte sich einer Fachjury, der Kammerchor der Humboldt-Universität war gegründet. Der Chor widmete sich verstärkt der zeitgenössischen Musik. 1989 sang er nach intensiven Vorbereitung ein Konzert bei der Musik-Biennale Berlin.Es gelang ihm,das Publikum mit neuer Musik zu begeistern,darunter mehrere Uraufführungen und für den Chor komponierte Stücke.Seit 1989 arbeitet

der Kammerchor regelmäßig mit anderen Ensembles zusammen.Dabei erwies sich der Chor als flexibler Partner bei chorsinfonischen Projekten,sängerisch auf hohem Niveau.Die Öffnung der Berliner Mauer ermöglichte einen regen Choraustausch,verbunden mit einer Zunahme der Konzerttätigkeit:1990 in die USA,1993 nach Portugal,bald darauf nach Italien,Israel,Tschechien.Der Chor nahm an mehreren Wettbewerben teil,unter anderem am Deutschen Chorwettbewerb,kehrte mit 1.Preisen aus Tschechien und Italien zurück und ersang sich einen Sonderpreis für die gelungenste Interpretation des Pflichtstückes beim Internationalen Chorwettbewerb in Riva.Das Konzert am 2.Juni,17 Uhr,in der Gethsemanekirche bietet einen reichhaltigen Querschnitt durch die Repertoiregeschichte.Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Chores www2.hu-berlin.de/kammerchor/.

14 Geburtstagsgrüße

Geburtstage
Karl-Heinz Schildberger Elise Huse Erika Hanf Eva Fuchs Elsa Faschina Martha Büßner Christel Dierks Gertrud Liepe Lieselotte Selisko Georg Baumbach Frieda Hauke Horst Huth Wolfgang Bartz Christa Preuß Charlotte Höhnel Lieselotte Wegener 70 Jahre 96 Jahre 97 Jahre 93 Jahre 97 Jahre 99 Jahre 70 Jahre 96 Jahre 75 Jahre 70 Jahre 104 Jahre 80 Jahre 75 Jahre 93 Jahre 94 Jahre 75 Jahre

Herzliche Geburtstagsgrüße für alle,die im Juni und Juli Geburtstag haben. Besonders grüßen wir die Jubilare der Gemeinde:

am 07.06. am 10.06. am 11.06. am 11.06. am 12.06. am 14.06. am 16.06. am 19.06. am 22.06. am 23.06. am 25.06. am 27.06. am 01.07. am 01.07. am 01.07. am 04.07.

Helga Dahlenburg Dietmar Kirst Marta Kümmerle Wera Lindemann Anni Fritsch Klaus Pfeiffer Doris Hartmann Elfriede Gonczynski Herbert Hoffmann Georg Katzorke Käthe Hübler Charlotte Schulz Anna Weirich Frieda Unger Else Wiggert Else Wagner

75 Jahre 70 Jahre 85 Jahre 75 Jahre 93 Jahre 70 Jahre 70 Jahre 95 Jahre 70 Jahre 75 Jahre 94 Jahre 93 Jahre 94 Jahre 97 Jahre 98 Jahre 92 Jahre

am 04.07. am 07.07. am 09.07. am 13.07. am 15.07. am 18.07. am 19.07. am 22.07. am 24.07. am 25.07. am 25.07. am 26.07. am 28.07. am 29.07. am 31.07. am 31.07.

Solar-Mitteilungen Unsere Solaranzeigen in Elias Solar-Ertrag und Paul-Gerhardt haben im seit 1. 1. 2007 Mai 2007 folgende Erträge ausgewiesen: seit 5. 12. 2002 Paul-Gerhardt 01378 kWh 16981 kWh Elias 01904 kWh 10539 kWh

Ökumenische Chorwerkstatt
Alle Sängerinnen und Sänger sind herzlich eingeladen an einem Chorprojekt mitzuarbeiten. Die Probentermine sind jeweils am Freitag um 20 Uhr in der Gethsemane-Kirche (Eingang Winterkirche), am 1. 6. 07, 8. 6. 07, 15. 6. 07 und am 22. 6. 07. Es werden Stücke geprobt,die sich an einem Gottesdienstablauf orientieren. Die Leitung hat Dr. Kim Nguyen. Der ökumenische Chor wird das, was er einstudiert hat,in einem kleinen Konzert bei unserem Kiezfest der Kirchen am Samstag,den 23.6.07 in der Gethsemanekirche zur Aufführung bringen. Wir wünschen uns viele sangesfreudige Katholiken,Baptisten,Freikirchler, Evangelische,Heilsarmisten,... ...kurz,Christenmenschen,die Spaß am Singen haben!! Wenn Sie mitmachen wollen,melden Sie sich im Büro der Gethsemanekirche oder kommen Sie einfach zum ersten Probentermin!

Regelmäßige Veranstaltungen im Überblick

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Regelmäßige Veranstaltungen im Überblick
Angebote für Kinder Spielgruppen für Krabbelkinder bis 3 Jahre Ort:Paul-Gerhardt montags,16 – 18 Uhr; donnerstags,9.30 – 11.30 Uhr Krabbelgottesdienste Ort:Paul-Gerhardt,24.6.07, Thema:Ein kleines Senfkorn Hoffnung KUGKUK Kleinere Und Größere Kinder und Kirche Ort:Elias,2.6.07,10 Uhr Thema:Füreinander da sein Im Juli und August macht KUGKUK Sommerpause! Christenlehre am Mittwoch Ort:Elias 1.+2.Klasse,14.30 – 15.30 Uhr Mit Käthe,Ragna,Frau Bosem und Antje (Erstklässler werden abgeholt) 1.+2.Klasse,15.45 – 16.45 Uhr mit Leo,Philine und Antje 3.+4.Klasse,17 – 18 Uhr mit Luisa,Frieda und Antje Christenlehre am Donnerstag Ort:Elias 1.+2.Klasse,14.30 – 15.30 Uhr 3.+4.Klasse,15.45 – 16.45 Uhr mit Bert,Johann und Antje 5.+6.Klasse,17 – 18 Uhr mit Nina,David,Barbara und Antje Angebote für junge Menschen Junge Gemeinde (13–20 Jahre) Paul-Gerhardt:Jugendkeller dienstags und donnerstags,17–22 Uhr Junge Gemeinde (> 20 Jahre) Paul-Gerhardt:Jugendkeller dienstags und donnerstags,ab 18 Uhr

Angebote für Senioren
Segen: 20.6.07,18.7.07 um 14.30 Uhr mit Pfr. Mangliers Paul Gerhardt: 14. 6.07 und 12.7.07um 15 Uhr,mit Pfrn.Fey,bei schönem Wetter im Hof Gethsemane: Frauenkreis:12.6.07 und 10.7.07 um 14 Uhr mit Pfr.Zeiske Apostel Frühstückskreis:27.6.07 und 25.7.07 um 9 Uhr mit Pfr.Zeiske Elias: 4.6.07 und 9.7.07 um 9 Uhr Frühstück im Diakonieraum parterre mit Frau Volz Angebote für Väter & Mütter, Männer & Frauen Rechtsberatung kostenlos Paul-Gerhardt: jeden 3.Mi., 18 – 19 Uhr,Fachanwalt für Familienrecht Axel Huep Anmeldung über das Gemeindebüro ist bis zwei Tage vorher erwünscht: Telefon:4 45 74 23 in EFG Zoar,Cantianstr.9: jeden 2.Die.,18 – 19 Uhr; Anmeldung über das dortige Gemeindebüro erwünscht! Telefon:4 48 42 67 Stillgruppe Paul-Gerhardt:jeden 2.und 4.Mi., 10 – 11.30 Uhr Kontakt:Ulrike Sandow Telefon:44 73 32 31 PEKIP-Kurs (kostenpflichtig) in Elias und Paul-Gerhardt Anmeldung direkt bei Ev.Familienbildungsstätte Stadtmitte Telefon:39 90 48 52 E-Mail:fbs-stadtmitte@t-online.de Kiezfrühstück Elias:30.6.07 und 28.7.07,11-13 Uhr Gemeinsames Frühstück und Gespräche Kontakt:Pfr.Zeiske Telefon:4 45 77 45 Mittwochscafé für Eltern & Großeltern Elias Diakonieraum: jeden Mi.,14 – 18 Uhr,Reden und Entspannen bei Kaffee und Kuchen Kontakt:Jana Scherle Telefon:41 71 59 61 Rund um die Bibel Bibelstunde Paul-Gerhardt:27.6.07 um 15.30 Uhr mit Pfrn.Fey Bibelgesprächskreis Elias:18.6.07 und 16.7.07 um 15 Uhr Kontakt:Frau Volz »Kreuz und Quer« Gethsemane:20.6.07,4.7.07 und 25.7.07 um 19.30 Uhr Kontakt:Pfr.Zeiske Telefon:4 45 77 45 Gespräche über Gott und die Welt Elias:Die.,12.6.07 und 10.7.07 um 19.30 Uhr Kontakt:Pfr.Seidenschnur Telefon:56 49 51 31 Kulinarischer Bibelkreis (KuBi) Gethsemane:donnerstags um 19.30 Uhr, Kontakt:Jens Neumann Telefon:44 05 25 99 Suchen und Finden Reflexionen über biblische Texte und Themen Segen:20.6.07 um 20 Uhr Kontakt:Pfr.Mangliers Telefon:4 48 03 33

16 Gottesdienste in den Pfarrbezirken

Tag
03. 06. 2007 Trinitatis 10. 06. 2007 1. Stg. n. Trinitatis 17. 06. 2007 2. Stg. n.Trinitatis 24. 06. 2007 3. Stg. n. Trinitatis 01. 07. 2007 4. Stg. n. Trinitatis 08. 07. 2007 5. Stg. n.Trinitatis 15. 07. 2007 6. Stg. n. Trinitatis 22. 07. 2007 7. Stg. n. Trinitatis 29. 07. 2007 8. Stg. n. Trinitatis

Elias
9.30 Uhr Pf.Seidenschnur A, K, N 9.30 Uhr Pf.Seidenschnur N 9.30 Uhr Pf.Seidenschnur T, K, N Kein Gottesdienst 9.30 Uhr Pf.Seidenschnur A, N 9.30 Uhr Pf.Zeiske N 9.30 Uhr Pf.Seidenschnur N 9.30 Uhr Sabine Ostermeyer 9.30 Uhr Pf.Seidenschnur N

Gethsemane
11 Uhr Pf.Zeiske K, N 11 Uhr Pf.Seidenschnur K, N 11 Uhr Pf.Zeiske T, K, N 11 Uhr Pf.Mangliers/Zeiske K, N Gemeinsamer Gottesdienst 11 Uhr Pf.Seidenschnur A, K, N 11 Uhr Pf.Zeiske K, N 11 Uhr Pf.Zeiske K, N 11 Uhr Pf.Mangliers und Team Abschluss Kinderrüste 11 Uhr Pf.Zeiske T, K, N

Laib & Seele
Seit über zwei Jahren beteiligt sich jetzt unsere evangelische Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord an der Aktion »Laib & Seele« in Zusammenarbeit mit der Berliner Tafel e.V.Wir versorgen durch unsere Ausgabestelle in der Göhrener Straße 11 jeden Donnerstag ca.100 Haushalte,das sind etwa 140 Bedürftige einschließlich von 25 Kindern.Wir wollten uns auf diesem Wege einmal bei den vielen Spendern bedanken,ohne die eine Versorgung von 140 Bedürftigen gar nicht möglich wäre.Jeden Donnerstag holen wir von der Bäckerei Torsten Schnell,Roelckestr.,von der Bäckerei & Cafe Cicek und Cicek in der Sredzkistr.,von der Bäckerei Tinius in der Danziger Str.und von Cafe und Food in der Prenzlauer Allee viele Brötchen,Brot und leckeren Kuchen in manchmal wirklich großen Mengen ab.Mit Obst und Gemüse versorgt uns zusätzlich der vivBioFrischeMarkt in der Schönhauser Allee 10/11,in der Schliemannstraße und in der Greisfwalder Straße.Viele unterschiedliche Lebensmittel bekommen wir von den Kaiser’s Verbrauchermärkten in der Marienburger Straße und in der Prenzlauer Allee und von den Lidl Märkten in der Kniprodestraße und in der Prenzlauer Allee. Auch der Kita der kath.Gemeinde Heilige Familie ein großes Dankeschön,sie versorgen uns mehrmals im Jahr mit einer selbstgekochten,leckeren Suppe.Auch von den Eltern der Kita Kinder erhalten wir sehr viele Sachspenden,vielen Dank.Die Kita in Elias organisierte Donnerstag früh ein Frühstück für alle,mit von den Kindern selbst zubereiteten Brötchen.Innerhalb der Kinderbibelwoche backten die Kinder für jeden Bedürftigen und jeden Helfer einen Engel und legten einen selbstausgesuchten Spruch dazu.Sie waren mit großer Begeisterung dabei,ein herzliches Dankeschön. Auch den privaten Spendern,die uns immer mal wieder etwas in die Körbe legen,die in den Kirchen stehen,oder unsere Aktion finanziell unterstützen,sei herzlich gedankt. Wir freuen uns uns sehr und sind dankbar für jede Unterstützung. Bärbel Jenichen,Telefon 4 45 82 69

Gottesdienste in den Pfarrbezirken

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Paul Gerhardt

Segen

9.30 Uhr Pfn.Fey F, N 11 Uhr Pf.i.R.Ritter Familiengd. mit Krabbelgruppe + Kiga Gethsemane 9.30 Uhr Pfn.Hanschmann N 11 Uhr Pf.Mangliers A, N 9.30 Uhr Pfn.Fey N 9.30 Uhr Pfn.Fey T, N 11 Uhr Pfn.Fey und Team Krabbelgottesdienst 9.30 Uhr Pfn.Fey A, N, Chor 9.30 Uhr Pfn.Fey N, Basar 9.30 Uhr Pfn.Fey T 9.30 Uhr Pfn.Fey A, N 9.30 Uhr Frau Prof.Dr.Strohmaier-Wiederanders N 11 Uhr Pfn.Fey Kein Gottesdienst 11 Uhr Veronika Krötke 11 Uhr Pf.Mangliers 11 Uhr Pf.Mangliers 11 Uhr Sabine Ostermeyer A, N 18 Uhr Pf.Mangliers
A Gottesdienst mit Abendmahl K Kindergottesdienst N Gespräch nach dem Gottesdienst T Taufe TR Trauung F Familiengottesdienst B Basar

»Der christliche Glaube, das Zeugnis der Freiheit,lässt sich nicht in die Mauern der Kirche einsperren. Dass sie in ihrer kritischen und orientierenden Bedeutung für die Gesellschaft zur Geltung kommen, ist für Zeugnis und Dienst der Kirche unentbehrlich. Wir wollen, dass die evangelische Stimme im kritischen Diskurs unserer Gesellschaft gehört wird. Die evangelische Kirche will auch im 21. Jahrhundert eine gesellschaftlich engagierte und wache Kirche sein. Es bleibt ihre Aufgabe, die Freiheit zu stärken und Abhängigkeiten anzuklagen. Sie erhofft die nötige Kraft dafür, für die unantastbare Würde eines jeden Menschen einzutreten und die Gerechtigkeit zu fördern, die allen Menschen faire Beteiligungschancen eröffnet. « EKD-Ratsvors. Bischof Dr. W. Huber, Zukunftskongress der EKD,Wittenberg

Goldene Konfirmation
in Gethsemane Am 15. 7. 07 feiern wir in der Gethsemanekirche Goldene Konfirmation. Sollten Sie vor 50 Jahren konfirmiert worden sein – oder auch schon vor längerer Zeit – dann lassen Sie es uns bitte wissen, wenn Sie mitfeiern wollen. Anmeldungen über das Zentralbüro oder das Büro der Gethsemanekirche.

Stadtkloster Segen Eröffnungsgottesdienst am 26.August 2007 18 Uhr in der Segenskirche Schönhauser Allee 16 Berlin

18 Regelmäßige Veranstaltungen

Gebetsangebote Taizé-Gebet Segen:freitags,19.30 Uhr Kontakt:Christian Huge, Telefon:33 50 65 50 Singen der Komplet Segen:dienstags,20 Uhr Kontakt:Daniela Pusinelli Telefon:4 48 13 09 Ökumenisches Friedensgebet Gethsemane:montags,18 Uhr Gesprächskreise Gesprächskreis Paul Gerhardt 19.06.ab 19 Uhr Sommerfest auf dem Hof mit Pfn.Fey und Team Gesprächsgruppe Elias Elias:Do.14.6.07 um 19 Uhr, im Juli Sommerpause Kontakt:Herr Lindenberg Telefon:9 33 26 94 Offener Kreis Elias:Do.21.6.07 und 19.7.07 um 16 Uhr,Kontakt:Frau Bosem

Telefon:4 42 63 81 Berufstätigenkreis Elias:Mi.6.6.07 um 19.30 Uhr, im Juli Sommerpause Kontakt:Frau Krüger Telefon:4 44 40 56 Frauenhilfe Elias:25.6.07 und 30.7.07 um 15 Uhr Kontakt:Frau Volz Vorbereitungsgruppen Krabbelgottesdienst-Vorbereitung P.- G.- Gemeindehaus parallel zur Eltern-Kind-Gr.uppe einmal im Monat, montags 17 – 18 Uhr,Termine nach Absprache über Pfn.Fey Partnerschaftsangebot Freundeskreis Cochabamba Paul-Gerhardt:26.6.07 um 19 Uhr; Basare finden jeweils im Anschluss an die Gottesdienste am 3.6.und 8.7.statt.

Auf ein Wort zum Kloster

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Vertragsunterzeichnung
Alle diejenigen, die in GKR und Steuerungsrunde an Vertragstexten gearbeitet haben, wissen, wie mühsam und trocken mitunter die Beschäftigung mit dieser Materie sein kann.Und doch sind gute Verträge ein wichtiges Fundament für eine gelingende Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Partnern. Nun endlich wurden die langen Verhandlungen zwischen Konsistorium, Kommunität und Gemeinde erfolgreich zum Anschluss gebracht. Am 11. April fand um 10 Uhr in den Räumen der Kanzlei des Notars und Rechtsanwalts Jann Fiedler, der selbst Mitglied der Kirchenleitung ist, die Unterzeichnung der drei ausgehandelten Verträge statt: des Grundstückskaufvertrages zwischen der Landeskirche und der Kommunität; des Vertrages zwischen der Landeskirche und der Kommunität, der die kirchenrechtliche Einbindung der Arbeit des Stadtklosters unter dem Dach der Landeskirche regelt und der Vereinbarung zwischen der Kommunität und unserer Gemeinde, die Fragen des praktischen Miteinanders an diesem Ort regelt. Für die Kommunität waren Werner Weiss vom Kapitel der Kommunität und Georg Schubert vertreten, für die Landeskirche Herr Fritz und für unsere Gemeinde der Vorsitzende des GKR, Dieter Wendland und Pfr. Gisbert Mangliers. Es war für uns alle ein ziemlich bewegender Augenblick. Für die Kommunität war es in doppelter Hinsicht ein denkwürdiger Tag: genau vor 19 Jahren gingen sie von Basel nach Montmirail, um mit ihrer Arbeit dort zu beginnen. Nun ist der vertragliche Grundstein für die neue Arbeit in Berlin gelegt.Uns alle hat die Losung für diesen Tag des 11. April dankbar gemacht und ermutigt: »Einiges fiel auf gutes Land und trug Frucht, einiges hundertfach, einiges sechzigfach,einiges dreißigfach.« Mt 13,8 Anschließend waren wir noch etwas festlich bei Wendlands zusammen und haben auf die Verträge und den gemeinsamen Weg angestoßen. Herzlichen Dank an dieser Stelle an Erdmute Wendland,die uns diesen schönen Rahmen zauberte. Inzwischen ist Felix immer öfter in Berlin, hält Kontakt mit Fachplanern und konzipiert erste bauliche Veränderungen. Im Mai werden wohl die ersten Wand- und Deckendurchbrüche erfolgen. Anfang August wird dann der Einzug der Familien erfolgen. Begrüßen werden wir die Kommunität voraussichtlich in einem Gottesdienst am 26. August um 18 Uhr! Nähere Einzelheiten dazu im nächsten Gemeindebrief.Seien Sie dazu alle schon jetzt herzlich eingeladen.Gisbert Mangliers

20 Unterwegs durch Israel und Palästina

Unterwegs durch Israel und Palästina

Mit 25 Leuten aus Prenzlauer Berg Nord und Staaken durch Israel und Palästina: zwei intensive Wochen mit judäischer Wüste,Totem Meer,grünen Hügelketten um dem See Genezareth mit den vielen Stätten des Alten und Neuen Testaments, römischen Ausgrabungen, Klöstern, Synagogen, der Klagemauer in Jerusalem.Aber auch mit politischer Brisanz,die uns in Bewegung bringt: die große Holocaust-Gedenkstätte YadVashem (im Gelände der Baum für Agnes Wendland,Pfarrfrau in Gethsemane) die friedlose Grenze zum Libanon (nicht weit die deutschen Schiffe), die immer dichter gebaute hohe Mauer.Wie soll ich da Besonderes auswählen,wie zusammenfassen? Diese Zusammenfassung strukturiert sich nach den drei Quartieren, die wir nacheinander bezogen, jede forderte Debatte über Vergangenheit und Gegenwart heraus »Abrahams Herberge«, nobles lutherisches Gästehaus mit Schule in Beit Jala,dicht bei Bethlehem und Jerusalem,Begegnungsstätte der Religionen und Völker,zuletzt spontanes Auffanglager für Flüchtlinge des Libanonkriegs. [Abrahams Herberge ist Partnerprojekt u.a. auch unserer Gemeinde, mit den Einnahmen des Gästehauses wird eine Jugendbegegnungsstätte für Christen,Muslime und Juden finanziert.Anm.Zeiske] Nebenan die Moschee mit Muezzinruf. An der Rezeption der junge islamische Mohamed, hier im Internat aufgewachsen, Beispiel für das Motto des Hauses: »Der Segen des einen Volkes hängt vom Segen des anderen Volkes ab.« Besonderer Höhepunkt der Gottesdienst am Sonntag. Die Kirche mit den Engelsfenstern voll bis in die letzte Bankreihe. Marianne aus

Staaken überrollt uns mit ihrem vehementen Epistelvortrag. Ich darf das Evangelium lesen:Johannes 20,der »ungläubige« Thomas – Ich schaue in die hellen und dunklen Gesichter: Da braucht es volle Konzentration, damit es mir vor Bewegung nicht die Sprache verschlägt, hier im heiligen Land – werden sie hinter meinen deutschen Worten die Geschichte erspüren können? Der Chor der jungen einheimischen Frauen will sein Lied zum Evangelischen Kirchentag nach Deutschland bringen. Und dann steht unser Jörg Schneider vorn und singt in Arabisch.Christian Zeiske predigt über Jesaja, neben ihm dolmetscht der Hausvater Pfr. Djadallah Shihade. »Ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen.« So wie wir hier zusammen Gottesdienst feiern, sind wir ein Stück davon.Und anschließend geht das weiter:wir sind eingeladen zu Familien des Ortes. Im Kibbuz En Harod, nördlicher im Land. Abend erläutert das alte Mitglied Ezra die Prinzipien des Zusammenlebens der Feld- und Viehwirtschaft und der kibbuzeigenen High-TechFabrik für flüssige Luft.Wir sehen die Kindergärten (vielfältig gefächert nach Altersgruppen ab dem 3. Lebensmonat) und die elektrische Melkanlage. Wir essen im großen Speisesaal, mensaartig mit Geschirrfließband. Dieser einstmals pilotartige Versuch eines neuen Lebensmodells - ist er längst im Wandel (oder Verfall?) zu Privatisierungsgedanken, ist er längst orientiert auf total kommerzielles Gewinndenken? Viel Stoff für nächtliche Diskussionen unterm waagrecht liegenden Neumond.

Unterwegs durch Israel und Palästina

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Gedenktafel für Ruth und Agnes Wendland in der Allee der Gerechten, Gedenkstätte Yad Vashem

Letzte Etappe in Neve Shalom: paradiesisch gelegenes Dorf zwischen Jerusalem und Tel Aviv, am Bergrang flache Reihenhäuschen mit Gästezimmern, dazwischen blühen unterschiedlichste Gehölze und Bäume. Der Tagungsort ist verbunden mit der israelischen Friedensbewegung. Abends Gespräch mit Boas: sein Sohn starb mit über 70 Opfern bei einem militärischen Hubschrauberzusammenstoß überm Libanon. Seitdem leitet er einen Verein von israelischen und palästinensischen Eltern,deren Kindern auf beiden seiten im Krieg fielen. Seine Devise: Gleichberechtigung und Versöhnung über politische Grenzen hinweg, die Juden beanspruchen das Alibi des Holocaust,aber die Palästinenser zeigen –

wie Wundmale - ihre von Juden zerstörten Häuser.Trauerarbeit. Das Gesicht des sensiblen ernsten Mannes hat sich mir eingebrannt bis jetzt. Eingebrannt wie andere Gesichter und Erlebnisse: Unser wunderbarer alter Reiseführer Reuven Moskovitz, der unermüdlich für seine Sache, der politischen und moralischen Gerechtigkeit brennt (und uns immer wieder zur eigenen Stellungnahme treibt).Der Güterbahnwaggon in YadVashem für die Judentransporte der Hitlerzeit. Und unser Singen überall:abends in den großen Gesprächsrunden,draußen am Berg der Seligpreisungen, tief unten in der Grabeskirche in Jerusalem und...und...und.Eberhard Keienburg

Geburtstagskaffee: Herzliche Einladung !
die im Juni und Juli Geburtstag haben, sind am Donnerstag, 26. Juli 2007, um 15 Uhr eingeladen zu einer kleinen Feier mit Kaffee,Tee und Kuchen, Erzählen, Singen und Geschichten im Elias-Gemeindehaus, Göhrener Str. 11, im Diakonieraum

ALLE,

22 Die Mauer, zwei Checkpoints, Ines und Ja

Die Mauer, zwei Checkpoints, Ines und Jael

Am zweiten Tag unserer Israel-Palästina-Reise haben wir zwei der Checkpoints besucht, der vom israelischen Militär kontrollierte Übergänge, die typisch sein dürften für das Grenzregime an insgesamt rund 650 solcher Kontrollpunkte im Verlauf der Mauer.Jael Jenner,eine Deutsche, die vor 17 Jahren nach Israel gezogen ist, führt uns. Sie gehört zu »Machsom Watch«,einer Frauenorganisation, die regelmäßig das Geschehen an den Kontrollpunkten beobachtet.Die Frauen kommen früh und abends,wenn die Palästinenser, die in Israel arbeiten, die Grenzübergänge passieren. Langsame Abfertigung und Schikane seien häufig,sagt Jael. Der erste Checkpoint, der von jungen Soldaten bewacht wird, ist eigentlich nur aufgeschütteter Schotter, eine

Schranke und ein Unterstand. Hier verläuft eine Straße, die nun eine Sackgasse ist. Zwei von uns passieren die Schranke, die von dieser Seite der einzige Zugang zu dem Dorf Scheich Sahar ist, das unmittelbar an einen Jerusalemer Außenbezirk grenzt.Wir gehen auf der Suche nach einem Englisch sprechenden Menschen durch das Dorf und finden schließlich Ines, eine zwanzigjährige Studentin, die von ihrer Mutter aus dem Haus geholt wird und gern bereit ist, unsere Fragen zu beantworten. Wir stehen, umringt von Ines' jüngeren Geschwistern auf der Straße vor ihrem Haus. Im Tal verläuft die acht Meter hohe Mauer,und auf der Bergseite des Dorfes sind bereits die Fundamente für den Weiterbau gegossen. Das Leben sei schwierig geworden,sagt

Ines.Im Dorf gibt es noch zwei Schulen, eine für Jungen, eine für Mädchen und ein paar kleine Läden, aber keinen Arzt und kein Krankenhaus. Ines studiert an der Al Quds Hochschule in El Asaria am Rand von Jerusalem und weiß schon heute, dass sie nur in den palästinensischen Gebieten nach Arbeit suchen kann. Die Mauer und die Grenzkontrollen machen einen Job in Israel unmöglich. Was wir nicht erfahren, ist, ob sie selbst durch die Verhältnisse behindert wird. Sie erzählt nur, dass es auf dem Weg zur Uni, der durch palästinensisches Gebiet führt, Auseinandersetzungen mit israelischen Soldaten gab, dass etwa Studenten aus Ramallah mit Tränengas daran gehindert worden seien, zur Hochschule zu kommen. Aus Ines' Familie hat nur ihre Mutter

Die Mauer, zwei Checkpoints, Ines und Jael

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eine Genehmigung, die Checkpoints zu passieren. Kinder bis 16 Jahre kann sie mitnehmen, Ältere brauchen eine eigene Genehmigung. Ines' Vater hat kein Papier, er hat vermutlich auch keine Arbeit, denn Ines sagt, er arbeite in der Moschee im Dorf. Jobs gebe es hier nicht.Später erfahren wir,dass es üblich ist, nur einem oder zwei Familienmitgliedern ein »permit« zum Grenzübertritt zu erteilen. So kann die Familie nie zusammen nach Jerusalem fahren, das praktisch vor der Tür liegt.Während wir mit Ines sprechen, bekommt unsere Gruppe unten am Checkpoint mit, dass eine junge Frau, die zum Zahnarzt will, nicht durchgelassen wird. Sie hat keine Erlaubnis und da hilft ihr auch nicht, dass sie schon eine arg geschwollene Wange hat.

Der zweite Checkpoint ist alles andere als ein improvisierter Kontrollpunkt auf einem Schotterhaufen.Er trennt El Asaria/Bethanien von Jerusalem - eigentlich aber verläuft die Mauer hier mitten durch Wohngebiete, die zusammengehören.Es ist ein vergitterter,überdachter Komplex von Schleusen, der den Übergängen für Fußgänger zwischen Ostund Westberlin zu DDR-Zeiten ähnelt. Die Außenmauern sind mit dem rötlichen Jerusalemer Stein verkleidet. Der Posten scheint für die Ewigkeit gebaut. Jael Jenner erzählt,dass an den Gittern, durch die sie frühmorgens die langsam vorrückenden Schlangen der Palästinenser beobachten, vor Kurzem Sichtblenden angebracht worden sind. So können die Frauen nicht mehr sehen, was auf der anderen Seite passiert.Dennoch haben sie Erfolge mit ihren Aktionen. Palästinenser sagen ihnen, die Abfertigung gehe reibungsloser, wenn sie da seien. Beschwerden richten die Frauen von «Machsom Watch« an die israelische Armee. In der Regel würden diese registriert, oft auch Anweisungen an die unteren Dienstgrade an den Posten durchgegeben, sagt Jael. Dennoch dominierten Schikane und Willkür. Wer etwa in ein Krankenhaus nach Jerusalem müsse, brauche eine ärztliche Bescheinigung, um eine Passiererlaubnis zu bekommen. Diese bekomme er nur in Jerusalem, wenn in seinem Ort kein Arzt mehr sei - wohin er aber nicht könne, weil er keinen Passierschein habe... Jael sagt,sie könnte in Israel nicht mehr leben, wenn sie sich nicht gegen die Mauer engagieren würde. Aber sie sei alt, viele der Frauen, die mit ihr an den

Checkpoints arbeiten,ebenfalls.Es fehle an Nachwuchs. Zusätzlich verfolgen die Frauen Verfahren gegen Palästinenser vor israelischen Militärgerichten. Sie arbeiten stets zu zweit, manchmal auch zu viert,um Vorfälle oder Verfahrensfehler bezeugen zu können. Die Einwohner von Ines' Dorf Scheich Sahar,erzählt uns Jael,die selbst Juristin ist, hätten mit einer Klage gegen die Mauer um ihren Ort vor einem israelischen Gericht sogar Recht bekommen oder zumindest einen Aufschub - aber noch am Tag der richterlichen Entscheidung sei der Checkpoint errichtet worden,um Fakten zu schaffen. Ob sie eine Vision habe für die Zukunft Israels und Palästinas habe, wird sie gefragt. Die habe sie nicht mehr, sagt Jael.Sie habe einmal auf die Zwei-Staaten-Lösung gesetzt. Die Westbank werde jedoch »vollgebaut« mit jüdischen Ansiedlungen auf palästinensischem Land. Es gebe immer weniger Raum für einen zweiten Staat. Was ihr bleibe,sagt sie,sei ihre Arbeit fortzusetzen, Tag für Tag, und auf Ereignisse zu hoffen,die von keiner Politik vorbereitet werden und doch die Welt verändern wie der Fall der Berliner Mauer.Jael, die Israelin und Ines,die Palästinenserin,die wir an diesem Tag innerhalb weniger Stunden getroffen haben, kennen sich nicht.Aber sicher hofft Ines dasselbe wie Jael - während die Mauer um ihr Dorf weiter wächst.Bettina Markmeyer

Foto: Mauer, die Jerusalem von der West Bank trennt in Bethanien

24 Das Kirchenjahr

»Sommerweihnacht« und »Frohfeuer«
Im Festkalender des Kirchenjahres ist der 24.Juni der Gedenktag für Johannes den Täufer – volkstümlich »Johanni« oder in einigen Gegenden auch »Sommerweihnacht« genannt. Was wissen wir von Johannes – dem letzten großen Propheten der biblischen Tradition? Das Lukasevangelium überliefert uns Einzelheiten seiner Geburt. Seine Eltern sind Elisabeth und Zacharias,ein betagtes Ehepaar, das vergeblich auf ein Kind gehofft hat.Ein Engel kündigt Zacharias im Tempel die Geburt eines Sohnes an und bestimmt zugleich seinen Namen. Entgegen der Familientradition soll er Johannes = ›Gott ist gnädig‹ heißen (Luk.1,5-25;57-80).In Vers 80 lesen wir dann »Und das Kindlein wuchs und wurde stark im Geist«.Um das Jahr 28 n. Chr. beginnt seine öffentliche Wirksamkeit. Er begegnet uns als Bußprediger, der in der Wüste lebt, sich von Heuschrecken und wildem Honig ernährt, die Menschen zur Umkehr aufruft »denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen«,sie tauft und den Juden das Kommen des ersehnten Messias verkündet. Das Markusevangelium berichtet von der Taufe Jesu durch Johannes im Jordan und erzählt die Umstände seines Todes. Von König Herodes Antipas gefangen genommen (Johannes hatte dessen unrechtmäßiges Verhältnis mit der Frau seines Bruders getadelt), wurde er auf seinen Befehl enthauptet (Mk 6,14-29). Als sein Todestag gilt der 29.August. Die frühe Christenheit legte den Geburtstag Johannes des Täufers auf den 24. Juni fest und folgte damit einem Hinweis im Lukasevangelium (Lk 1, 26. 36). Danach ist Elisabeth im sechsten Monat schwanger, als der Engel Gabriel Maria besucht und ihr verkündigt, dass sie ein Kind empfangen wird. Nach der Festlegung von Jesu Geburt auf den 25. Dezember ergibt sich dann der 24. Juni als Geburtstag für den Täufer. Beide Daten sind für die biblische Lichtsymbolik bedeutsam. Während die Tage nach dem 24.Juni – dem Sommerhöhepunkt – wieder kürzer werden und am 25.Dezember ihren Tiefpunkt erreichen, werden sie danach wieder länger, das Licht nimmt zu. »ER muss wachsen, ich aber muss abnehmen«, so sagt Johannes von sich (Joh.3,30) und weist damit auf Jesus,als das Licht der Welt hin. die einen alten germanisch/keltischen Brauch (die sog. Sonnenwendfeiern) aufnehmen. In der Nacht vom 23. zum 24.Juni werden sie angezündet, um das schwächer werdende Licht zu verstärken.Später gehört auch der Segen bringende Sprung über das Feuer dazu.Seit dem 10. Jahrhundert wurde es üblich, geweihten Wein zu trinken. Johannes, von dem es bei Lk 1,15 heißt »Wein und starkes Getränk wird er nicht trinken«, wird zum Schutzpatron der Winzer!

Der Johannistag gehört zu den ökumenischen Festen,und ist heute noch in der katholischen Kirche ein Hochfest, wähIn wunderbar eindringlicher Weise hat rend in unserer evangelischen Kirche Matthias Grünewald in seinem Isen - seine Bedeutung eher gering ist und heimer Altar (im Museum von Colmar) wie manche anderen Gedenktage im die Beziehung zwischen Johannes und Kirchenjahr ein Schattendasein führt. Jesus dargestellt: Im Mittelfeld die Für Johann Sebastian Bach und seine Kreuzigung Jesu und an der rechten Zeitgenossen war das wohl noch anders, Seite des Bildes steht Johannes, der in denn er hat eigens für den 24.Juni eine einer demonstrativen Geste mit seinem Kantate »Christ, unser Herr, zum Jordan Arm und dem überlangen Finger von kam…« geschrieben. sich weg auf Jesus deutet. Die einstige Popularität dieses Festes Schon im 4. Jahrhundert ist die Ver- bezeugen auch Namen aus Flora und ehrung des Johannes des Täufers Fauna wie z.B. das Johanniskraut, die nachweisbar.Neben Jesus und Maria ist Johannesbeeren und die Johanniskäfer. er der einzige Heilige, dessen Geburts- Viele Orte und Kirchen tragen den tag – und nicht wie sonst üblich – der Namen St.Johannis. Todestag gefeiert wird.Auch ein Zeichen für seine außerordentliche, heilsge- Für diejenigen unter uns, die sich für schichtliche Bedeutung im liturgischen bäuerliche Wetterregeln interessieren, Festkalender. und sie auf ihre Gültigkeit testen möchten, seien am Schluss zwei von vielen Das Brauchtum für diesen Fest- und angefügt: Gedenktag ist besonders vielfältig. »Vor Johanni bitt’ um Regen, Ursprünglich heidnische Rituale und nachher kommt er ungelegen.« christliche Inhalte vermischen sich. Am »Glüh’n Johanniswürmchen helle, bekanntesten und auch heute noch schöner Juni st zur Stelle« weit verbreitet, sind die Johannisfeuer, Ingrid Volz

MENSCHEN in unserer Gemeinde

rer Gemeinde MENSCHEN in unse

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Ein etwas anderer Bericht über den Arbeitskreis Ökumenisches Straßenfest (AKÖS) von Constanze Scherz »Ich muss gleich wieder los…« »Warum?« »Die Theatergruppe ruft!« »Haste hier nicht genug Theater?« Dieser kleine Dialog zweier sehr aktiver,ehrenamtlicher Helfer dringt mir als erstes ins Ohr als ich die Senioren-Begegnungsstätte in der katholischen Gemeinde Heilige Familie betrete, wo sich heute Abend der AKÖS trifft.Es ist 19 Uhr und am großen Tisch haben sich wieder einmal 25 Menschen aus den verschiedensten Gemeinden im Prenzlauer Berg zusammengefunden,um gemeinsam das Ökumenische Straßenfest zu planen, das am 23.Juni rund um die Gethsemanekirche stattfinden wird.Heute – da ich diesen Artikel schreibe – sind es noch sechs Wochen bis zum Fest. Insgesamt 15 Kirchengemeinden beteiligen sich, darunter die katholische Kirchengemeinde Heilige Familie,die Basisgemeinde,die Studierendengemeinden beider Konfessionen, die Heilsarmee, das Ökumenische Zentrum »Net for God«, verschiedene freikirchliche Gemeinden, die Baptistische Gemeinde Zoar, außerdem Prenzlauer Berg Nord und dieses Mal gar der Rat Afrikanischer Christen in Berlin Brandenburg.Beim Anblick der druckfrischen Handzettel, die auf dem Tisch ausliegen und auf deren Rückseite alle Gemeinden genau mit Adresse aufgelistet sind, denke ich das erste Mal,wie wunderbar es ist,auf diese Weise Ökumene erleben zu dürfen. Reinhard Assmann, Pastor aus der baptistischen Gemeinde Zoar, eröffnet die Sitzung mit einem Hinweis auf die Losung des heutigen Tages. Er spricht von Gott, dem Gott, an den wir alle glauben und der »mit starkem Arm sein Volk führt«. In einem offenen Gebet, in dem jede und jeder seine Bitten und seinen Dank formulieren kann, finde ich erst mal Ruhe und Geborgenheit in dieser großen Gruppe. Ich habe die Augen geschlossen und freue mich auch am unterschiedlichen Duktus des gesprochenen Gebets:Gibt es »hörbare« Unterschiede in der Art wie Christen beten? Hängt das mit der Konfession zusammen? Es ist eine spannende Frage,aber:Angesichts der Größe der Bitten um Gelingen des Festes und angesichts des Dankes dafür, dass wir die Freiheit haben, uns zu unserem Glauben an Jesus Christus auf der Straße bekennen zu dürfen,

höre ich vor allem die Gemeinsamkeiten,die in unserem Glauben an den auferstandenen Herrn liegen. Wie wunderbar ist es,auf diese Weise Ökumene erleben zu dürfen. Wie immer gibt es dann eine Vorstellungsrunde: Alle Anwesenden sagen kurz, wie sie heißen, zu welcher Gemeinde sie gehören und in welcher Arbeitsgruppe sie mitarbeiten. Wie schon auf den letzten Sitzungen des AKÖS sind einige neue Gesichter dabei und so lässt sich die tatsächliche Zahl derer,die im AKÖS mitarbeiten, sicher nicht auf die 25 Anwesenden beschränken. Hilfreich ist, dass am Kopfende des Tisches der Ortsplan des Straßenfestes aufgestellt ist. Dort ist in bunten Farben eingetragen,wo welche Stände aufgestellt werden sollen. Katharina Jany erläutert kurz, was sich die OrtskonzeptGruppe bei der bisherigen Aufteilung gedacht hat:Die Stände sortieren sich grob nach »Glaubensangeboten«, »Sozialen Angeboten« und »Gemeindeangeboten«; rot sind diejenigen Stände markiert, an denen es »Kulinarisches« geben wird.Bis heute sind 70 Stände angemeldet und es werden wohl noch mehr werden.So eine Vielfalt! Wie wunderbar ist es,auf diese Weise Ökumene erleben zu dürfen. Katharina Jany aus der Gemeinde Heilige Familie hat 2002 das erste und 2004 das zweite »Kiezfest der Kirchen« wesentlich organisiert.Und nun bewährt sie sich beim dritten Mal.Diese »Bewährung« besteht darin, diese vielen Menschen für das Straßenfest und damit für die Ökumene zu begeistern.Offensichtlich lassen sich auch viele Christenmenschen für die Idee des ökumenischen Straßenfestes begeistern – gut.Aber es ist wesentlich Katharinas Verdienst,dass es eben diese große Vorbereitungsgruppe gibt,dass die Last der Organisation auf viele Schultern verteilt wird,dass Anträge bei den genehmigenden Behörden eben nicht von einer bestimmten Person unterschrieben werden müssen,sondern dass jedes AKÖS-Glied »im Namen des AKÖS« unterschreiben darf.Ich denke,dass ist doch eine besondere Gemeinschaft! Wie wunderbar ist es,auf diese Weise Ökumene erleben zu dürfen. Faszinierend ist, dass alle sehr aufmerksam zuhören und mitdenken. Christian Zeiske, der heute durch die Tagesordnung führt, berichtet zunächst, dass die vier Probentermine der »Ökumenischen Chorwerkstatt« festgelegt sind.Unter der Leitung von Kim Nyguen werden kirchenmusikalische Chorstükke einstudiert werden,die dann am Straßenfest um 19 Uhr in der Gethsemanekirche aufgeführt werden sollen. »Dort können alle ihre Stimme einbringen!« – wirbt Pfarrer Zeiske für den Chor.Und dann geht es in die detaillierten Dinge der Festorganisation: Es werden 5.000 Flyer für die allgemeine Wer-

26 MENSCHEN in unserer Gemeinde

Jazz und Gospel

bung und 1.000 Flyer für die Anwohner zur Information gedruckt.Doch wie organisieren wir die Verteilung an Schulen, Bezirksämter,Geschäfte,Kneipen und Apotheken? Prompt finden sich einige Menschen, die gezielt Handzettel verteilen werden – eine große Hilfe, blieben doch beim letzten Kiezfest einige Werbezettel unverteilt liegen… Die AG Programm berichtet, dass nun genügend Musiker und Künstler zugesagt haben,um ein buntes Programm auf unterschiedlichen Bühnen anbieten zu können. Die AG Stände berichtet, dass sie bei der Organisation der Stände gut in der Zeit lägen, aber die AG Kulinarisches benötigt noch dringend helfende Hände für das Ausschenken von Kaffee und das Grillen von Würstchen. »Macht Euch keine Sorgen, erfahrungsgemäß melden sich noch viele Helferinnen und Helfer« schallt es Ihnen als Zuspruch aus der Runde entgegen. »Doch, ich mach mir schon etwas Sorgen!«, so die Antwort der Verantwortlichen – denn natürlich wäre es beruhigender,wenn nicht erst kurz vor dem Fest die Helferlisten gefüllt wären… Die AG Kinder hat die Zusage für einen Kletterturm bekommen! So werden sich die Kleinsten – für die es einen Extrabereich auf dem Straßenfest geben wird – gemeinsam ausprobieren, spielen und fröhlich sein. Nach eineinhalb Stunden treten erste Ermüdungserscheinungen auf. Aber die Köpfe wenden sich auf die andere Seite des Tisches,wo die AG Sponsoring nun berichtet,dass 1.000 Handzettel 17 Euro kosten, dass die Junge Gemeinde von Prenzlauer Berg Nord das Kleben der Plakate übernimmt.Aber wer stellt die Plakate dann auf? Immer häufiger fallen jetzt auch Worte wie »Überforderung« und »Wie brauchen dringend noch Hilfe!«. Prompt kommt wieder eine positive Mitteilung: Eine Privatperson sponsert 30 Züricher Bibeln, die kostenlos auf dem Fest verteilt werden sollen. Wer hat noch Bibeln, die in einem guten Zustand sind? Ich merke, dass die AKÖS-Sitzung sich wohl langsam dem Ende neigen müsste. Seit zwanzig Minuten heißt es immer wieder »Wir sind bald fertig,aber…« Aber es gibt immer noch was zu verkünden und zu besprechen. Und es ist erstaunlich, wie sich bei jedem neuen Punkt immer wieder jemand findet,der sagt »Ja,klar,kann ich machen« oder »Ach doch, das geht schon noch«! Tolle Menschen, jede und jeder arbeitet nach seinem Stil und ist mit Herzblut dabei. Wie wunderbar ist es, auf diese Weise Ökumene erleben zu dürfen!

Jazz- und Gospel beim Kiezfest der Kirchen

Das Kiezfest der Kirchen am 23.Juni findet einen Abschluss mit einer großen Jazz- und Gospelnacht in der Gethsemanekirche.Um 21 Uhr startet der Kinder- und Jugendchor der Gethsemanekirche unter der Leitung von Christoph Zschunke. Es folgt Sarah Kaiser, die vielen Gemeindemitgliedern und Zuschauern der Gethsemane-Gospelnacht im September 2002 noch in guter Erinnerung sein wird. Als Haupt-Act des Abends präsentiert die Berliner Sängerin mit ihrer Band das Programm ihres neuen Albums »Geistesgegenwart«: die Neu-Vertonung alter Kirchenlieder- und Choräle im Jazzgewand. Anlässlich des Paul-Gerardt-Jahres hat Sarah Kaiser auch ihre Neu-Arrangements von Liedern Paul-Gerhardts im Repertoire.Mehr Infos:www.sarahkaiser.de. Den Gospelteil des Abends übernehmen dann nach einer kurzen Pause die Fraggel Singers.Mit ihrem fetzig-alternativen Gospel-Pop zählen die 15 Sängerinnen und Sänger plus Band zu den innovativsten Gospelgruppen Berlins.Traditionelle Gospellieder treffen bei den Fraggels auf neuere Popklassiker,kombiniert mit Musik aus R'n'B,Reggae,Pop,Blues und Rock. Tanzen erlaubt! Mehr Infos: www.fraggel-singers.de. Die Jazz- und Gospelnacht wird in diesem Jahr von www.Gospelradio.de präsentiert. Das deutschsprachige Gospel-Internet-Radio,das rund um die Uhr Gospelmusik aus der ganzen Welt spielt,feiert im Juni seinen 1.Geburtstag. Karte gibt's nicht im Vorverkauf,aber während des gesamten Kiezfestes am Gospelradio/ProGospel-Stand (vor dem Gemeindebüro Gethsemanestr.9) sowie an der Abendkasse. Eintritt: 5,- Euro.Mario Gugeler

29. Palmarumbegegnung 29. Palmarumbegegnung zwischen den Kirchengemeinden Iserlohn und der Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord in Berlin vom 29. 3. bis1. 4. 2007

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»Himmel und Hölle«
Am Donnerstag, dem 29. März, hat eine Gruppe unserer Gemeinde die ankommenden 28 Besucher von der Partnergemeinde in Iserlohn auf dem Ostbahnhof herzlich begrüßt. Anschließend nahmen die Gastgeber die Gäste mit in ihre Quartiere.Freitag um 8.45 Uhr wurde die Begegnung mit einer Andacht im Elias-Kuppelsaal eröffnet. Anschließend fuhren wir zu der angemeldeten Führung auf dem jüdischen Friedhof in der Herbert-Baum-Straße.Hier wurde unser Interesse über die jüdische Art der Bestattung und die Gestaltung der Gräber geweckt. Auch war uns neu, dass die jüdischen Gräber keiner Liegefrist wie auf unseren Friedhöfen unterliegen.Sie bleiben auf Ewigkeit erhalten. Die Gruppe erhielt viele Informationen und konnte sich einige alte Begräbnisstätten ansehen. Vor dem Mittagessen wurde die neueste Entwicklung der Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord vom Vorsitzenden des Gemeindekirchenrates, Herrn Dieter Wendland, vorgetragen. Nachdem gemeinsamen Mittagessen folgte die thematische Begründung des Themas »Himmel und Hölle«. Aus jüdischer Sicht referierte zu diesem großen Thema der Rebbe Baruch ben Mordechai Kogan (Rabbiner in der Synagoge »Freude am Baum des Lebens«).In der folgenden Pause fand das gemeinsame Kaffeetrinken statt. Nun stand eine zweite Bibelarbeit zum Thema auf dem Programm.Prof.Martin Behnisch (Evangelische Fachhochschule Berlin) hatte dazu den biblischen Text Matthäus 18, Verse 21 bis 35, der Schalksknecht, ausgewählt. Seine Hinführung bestand aus einer Atemübung und dem Gesang des Kanons »Der Himmel geht über uns auf,…«. Mit Hilfe eines Overhead projizierte er eine andere Übersetzung,die er in verschiedenen Gesprächsgängen erschloss. Der Abend war freigehalten für die persönliche Begegnung der Gastgeber mit ihren Gästen. Der Vormittag des nächsten Tages stand im Zeichen einer Erkundung der Unterwelt (Hölle) Berlins.Wir trafen uns am S-

Bahnhof Prenzlauer Allee. Dieser Samstag, der 31. März, war der Geburtstag des Mitgereisten »Aktivisten der Partnerschaft« Karl Schreiber.Ihm sangen die dort Versammelten ein Ständchen:»Viel Glück und viel Segen,auf all Deinen Wegen«. Am Bahnhof Gesundbrunnen ging es dann in die Katakomben des II.Weltkrieges und des »Kalten Krieges«. Die Begegnung mit diesen Zeugnissen der dunkelsten Kapitel Deutscher und Berliner Geschichte weckte bei vielen Erinnerungen an eigenes Erleben und hinterließ bei allen tiefe Betroffenheit. Für manchen war dieses die Wiederbegegnung mit der Hölle des II. Weltkrieges. Der andere Bezugspunkt des Themas war der »Himmel«.Dem galt der Besuch des Technikmuseums in Berlin Kreuzberg. Die Führung konkretisierte das Thema: Erfindung des Flugzeuges und die Eroberung des Weltalls. Uns wurde die spannende Entwicklung von den Anfängen der Fliegerei bis hin zu den raketenbetriebenen Flugkörpern vor Augen geführt.Zum Abschluss des Tages wurde ein »Himmlischer Abend« im Kuppelsaal des Gemeindehauses gefeiert.Die beiden Kirchenmusiker Detlef Lehmann und Christoph Zschunke sorgten für himmlische Klänge. Das Trio Regina, Claudia und Christine Lehmann sangen eine herrliche Parodie auf den Jubilar Karl Schreiber. Eine besondere Würdigung erfuhren für ihren jahrzehntelangen Einsatz in der Partnerschaft Frau Irene Fischer und Herr Dietrich Herrmann aus Iserlohn.Der Abend hielt was er versprach. Der Abschluss und Höhepunkt der Begegnung war die Feier des gemeinsamen Abendmahlsgottesdienstes am Sonntag Palmarum. Die versammelte Gemeinde begrüßte und grüßte im Gottesdienst Renate Lehmann, Frau unseres Kantors, zu ihrem 50. Geburtstag. Am Tisch des Herrn versammelten sich Gäste, Gastgeber und weitere Gemeindeglieder zu einer großen Gemeinschaft. Es blieb nicht viel Zeit zum Abschiednehmen, denn bereits um 11.38 Uhr verließen die Gäste mit dem ICE den Ostbahnhof in Richtung Köln. Bleibt zu danken allen Gastgebern und Helfern, die zum Gelingen der Palmarumbegegnung beigetragen haben.So Gott will wird es ein Wiedersehen Palmarum 2008 in Iserlohn geben.Wolfgang Lindenberg

28 Veranstaltungsübersicht

Veranstaltungen & Konzerte in den Gemeindebezirken auf einen Blick Sa.,02.06. 17.00 Uhr Gethsemane »Klangfarben Vol. 25« Kammerchor der Humboldt-Universität zu Berlin Konzert zum 25-jährigen Chor-Jubiläum Eintritt:12,- Euro (erm.7,- Euro,Schülergruppen pro Person:5,- Euro) Karten unter: www2.hu-berlin.de/kammerchor und an der Abendkasse Orgelkonzert mit Daniel Clark,Berlin Eintritt frei! »Joseph und seine Brüder« Ein Kindermusical von Gerd-Peter Münden Eintritt:3,- Euro Jazz- und Gospelnacht zum Abschluss des Ökumenischen Kiezfestes der Kirchen mit Sarah Kaiser & Band,Gospelchor Fraggel-Singers und dem Kinder- und Jugendchor der Gethsemanekirche.Eintritt:5,- Euro Karten sind tagsüber auf dem Kiezfest sowie an der Abendkasse erhältlich Mehr Infos:www.kiezfest-der-kirchen.de; www.sarahkaiser.de; www.fraggel-singers.de Orgelkonzert mit Matthias Jacob,Potsdam,Eintritt frei! GLORIA Chormusik der Romantik,Gloria D-Dur RV 589 für Soli,Chor,Trompete,Oboe,Streicher und Basso continuo von Antonio Vivaldi (1678–1741),Belcanto-Chor Berlin und Solisten, Leitung:Natalija Tschaplygina,Eintritt:12,00 / ermäßigt 9,00 Euro, Karten an der Abendkasse,Reservierungen möglich per E-Mail:info@belcanto-chor.de, Bestellte Karten sind bis 19.30 Uhr an der Abendkasse abzuholen Orgelkonzert mit Joachim Schumann,Berlin,Eintritt frei! Elias-Kuppelsaal Kindertanzaufführung der Popelbühne Eintritt:Erwachsene 3,- Euro Vocalmusik von Heinrich Isaac,Kammerchor Hortus Vocalis Leitung:Markus Wettstein.Eintritt frei! Segen »Jungfrau, dein schön Gestalt« Lieder über die Liebe und wie's kommt,wenn's nicht geht. Chormusik aus Renaissance und Gegenwart mit dem ChorInMitte,Leitung:Bernd Medek Am Kontrabass:Horst Nonnenmacher (mit einer Uraufführung) Mehr Infos:www.chorinmitte.de Paul Gerhardt Romantische a-capella Werke von Brahms,Mendelssohn und Rger Chor des Jungen Ensemble Berlin,Leitung:Frank Markowitsch,Eintritt:10,- Euro,ermäßigt 7,- Euro(für Schüler, Studenten,Azubis) Im VVK 1 Euro Ermäßigung,Tel.(030) 69 20 10 100,Mail:chor@junges-ensemble-berlin.de, Web-Site:www.j-e-b.de

Mi.,13.06. Fr.,22.06. Sa.,23.06.

19.30 Uhr 17.00 Uhr 21.00 Uhr

Mi.,11.07. Fr.,13.07.

19.30 Uhr 20.00 Uhr

Mi.,08.08.

19.30 Uhr,

Di.,05.06. So.,10.06.

16.30 Uhr 17.00 Uhr

Sa.,16.06.

20.00 Uhr

Sa.,14.07.

20.00 Uhr

Stand:15.06.2007; Änderungen vorbehalten.Infos zu Kartenverkauf unter:www.gethsemanekirche.de, Mail an:konzertbuero@gethsemanekirche.de

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30 Kontakte

Zentralbüro
Zentralbüro Ev. Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord Göhrener Str.11,10437 Berlin Küster Harald Mößner Telefon 4 42 63 31 Telefax 44 05 62 18 Internet www.ekpn.de E-Mail zentralbuero@ekpn.de Sprechzeiten Mo.13 – 16 Uhr,Mi.14 – 19 Uhr Do.9 – 12 Uhr,13 – 16 Uhr Koordination der Geschäftsführung Pf.Heinz-Otto Seidenschnur Telefon 0179-7 64 00 32 privat 56 49 51 31 Sprechzeiten nach Vereinbarung E-Mail k.h.-o.seidenschnur@t-online.de Vorsitzender des Gemeindekirchenrates Dieter Wendland,Telefon 4 48 38 83 E-Mail diewend@snafu.de Spendenkonto KVA Berlin Stadtmitte,Kto.63 606,Ev.Darlehnsgenossenschaft,BLZ 210 602 37,Angabe: Verwendungszweck + »Elias«,»Gethsemane«,»Paul-Gerhardt«,»Segen«, Spendenquittung auf Wunsch

Gethsemane
Kirche Stargarder Str.77,10437 Berlin Gemeindebüro Gethsemanestr.9,10437 Berlin Telefon 4 45 77 45 Telefax 43 73 43 78 Sprechzeiten Mo.11 – 13 Uhr,Di.16 – 18 Uhr Mi.11 – 13 Uhr, Fr.11 – 13 Uhr E-Mail gemeindebuero@gethsemanekirche.de Pfarrer Christian Zeiske Gethsemanestr.9,10437 Berlin Telefon 4 45 77 45 Sprechzeiten Di.18 – 19.30 Uhr,Fr.9 – 11 Uhr und nach Vereinbarung Sozialprojekt »Schneckenhaus« Gethsemanestr.9 (Seitenflügel) Telefon 4 44 75 65

Kita
Ev. Kindergarten Elias Göhrener Str.11,10437 Berlin Leitung:Sabine Ostermeyer Telefon 4 42 24 05 Ev. Kindergarten Gethsemane Greifenhagener Str.2,10437 Berlin Leitung:Eva Koch,Telefon 4 45 55 84 Ev. Kindergarten »Arche« Schönhauser Allee 104,10439 Berlin Leitung:Frau Häcker Telefon 4 45 70 48

Kirchhöfe
Segens-Friedhofsverwaltung Monika Peter Gustav-Adolf-Str.67–74,13086 Berlin Telefon 9 25 30 68 / 47 03 27 32 Telefax 47 03 27 35 E-Mail kontakt@segenskirchhof.de Internet www.segenskirchhof.de Kirchhofsverwaltung Nordend (Gethsemane) Katrin Manke Dietzgenstraße 120-162,13158 Berlin Telefon 4 76 35 54 Telefax 4 76 27 70 E-Mail nordend@berlin-friedhof.de Internet www.berlin-friedhof.de

Kinder & Jugendarbeit
Diakonin Antje Erdmann Telefon 41 71 59 57 antje.erdmann@gmx.de Dipl. Pädagogin Jana Scherle Beratung für Familien Telefon 41 71 59 61 Jana.Scherle@gmx.de Jugendwart Paul Beutel Telefon 4 45 74 25

Elias
Büro Elias = Zentralbüro Telefon 4 42 63 31 Telefax 44 05 62 18 Pfarrer Heinz-Otto Seidenschnur s.o. Hausmeister Helmut Böhnke Telefon 0179/ 7361857

Kirchenmusik
Kirchenmusikerin Elisabeth Kaiser Telefon 4 45 77 45 elkai.kantorei@gethsemanekirche.de Kirchenmusiker Detlef Lehmann Telefon 47 48 90 75 Kirchenmusiker Christoph Zschunke Telefon 44 71 55 67 konzertbuero@gethsemanekirche.de Kirchenmusiker Hermfried Weber Telefon 4 69 62 54

Konzertbüro
Konzertbüro Christoph Zschunke Gethsemanestr.9,10437 Berlin Bürozeit Di.14 – 17 Uhr Telefon 44 71 55 67 Telefax 43 73 43 78 E-Mail konzertbuero@gethsemanekirche.de

Kontakte

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Paul-Gerhardt
Kirche Wisbyer Straße 7,10439 Berlin Gemeindebüro Kuglerstraße 15,10439 Berlin Telefon 4 45 74 23,Telefax 44 71 95 04 Sprechzeiten Mi.und Fr.10 – 12 Uhr Mi.17 – 19 Uhr E-Mail paul.gerhardt@berlin.de Pfarrerin Uta Fey Büro Telefon 44 71 95 06 Privat Telefon 4 45 74 54 Sprechzeiten Mi.17 – 19 Uhr und nach Vereinbarung Hausmeister Jürgen Bocheinski Telefon 44 71 95 06

Segen
Kirche und Gemeindebüro Schönhauser Allee 161,10435 Berlin Telefon 4 48 34 83 Telefax 41 71 50 72 E-Mail segensgemeinde@t-online.de Internet www.stadtklosterberlin.de Sprechzeiten Di.9 – 11,18 – 19.30 Uhr Do.9 – 11 Uhr Pfarrer Gisbert Mangliers Telefon 97 98 62 24 Hausmeister Helmut Böhnke Telefon 0179/ 7361857

So finden Sie uns

Haltestelle Diakonie
Heike Dierck,Koordinatorin für das Projekt »Haltestelle Diakonie« Öffnungszeiten Bizetstraße 49: Mo.bis Fr.9–17 Uhr,Telefon:9 27 46 94 Sprechstunde:Fr.9–12 Uhr, Öffnungszeiten Blankenburger Str.16: Mo.bis Fr.8–16 Uhr,Telefon:4 77 47 11 Sprechstunde:Di.9–12 Uhr

Diakoniestation
Hauskrankenpflege Weißensee/Prenzlauer Berg Bizetstraße 49,13088 Berlin Telefon 9 27 46 94 Leitung:Herr Gülker
Katrin Klöpfel

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Mit Gitarre und Ideen, mit Herz und Freude
hat Katrin Klöpfel den Kindergottesdienst aufgebaut und begleitet. Als Mitbegründerin des Kindergottesdienstes in Gethsemane ist sie seit fast sieben Jahren dabei und hat mit Herz und Verstand den Kindern unserer Gemeinde das christliche Leben nahe gebracht:die Geschichten spannend erzählt, das Liederbuch mitgestaltet, Gebete geschrieben, Bastelideen entworfen und Spiel für die Kinder entwickelt. Durch ihr Engagement hat sie den Kindergottesdienst Gethsemane entscheidend mitgeprägt.Jetzt ist es soweit,dass sie ihr Studium der Theologie beendet (wir drücken die Daumen) und im September ins Vikariat geht und unsere Gemeinde verläßt. Für diese nächsten Schritte wünschen wir Gottes Segen,Kraft und Menschen,wie sie einer ist,

die ihr zur Seite stehen. Am 15. Juli wird Katrin Klöpfel im Gottesdienst verabschiedet. Im Namen des Kindergottesdienstteams Antje Erdmann
        
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