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Periodical volume

Full text: Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden Issue 6.2014

LANDESHAUPTSTADT

Monitoring
zur Bildungsbeteiligung
in Wiesbaden

Bericht

www.wiesbaden.de

2014

Herausgeber

Landeshauptstadt Wiesbaden
Amt für Strategische Steuerung,
Stadtforschung und Statistik
Wilhelmstraße 32, 65183 Wiesbaden
in Zusammenarbeit mit dem
Amt für Soziale Arbeit und dem
Dezernat für Schule, Kultur und Integration
- Dezember 2014

Bezug

Amt für Strategische Steuerung,
Stadtforschung und Statistik
Information & Dokumentation
Postfach 39 20, 65029 Wiesbaden
Tel.:
FAX:
E-Mail:
Internet:

06 11/31-54 34
06 11/31-39 62
dokumentation@wiesbaden.de
www.wiesbaden.de/statistik

Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Quellenangabe gestattet und mit der Bitte um ein
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Für gewerbliche Zwecke ist es grundsätzlich nicht gestattet, diese Veröffentlichung oder
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Systeme zu speichern.

Monitoring zur Bildungsbeteiligung
in Wiesbaden 2014

Seite

1

Hintergrund und Zielsetzung ........................................

1

2
2.1

Früh- und Elementarbildung ........................................

3

Rahmenbedingungen .............................................................
Betreuungsquote „unter 3 Jahre“ ...........................................
Betreuungsquote „3- bis unter 6-Jährige“ ..............................
Kinder im Elementarbereich ...................................................

3
4
6
8

Allgemeinbildende Schulen - Primarstufe ...................

10

Allgemeinbildende Schulen - Sekundarstufe I .............

19

2.2
2.3
2.4

3

3.1
3.2
3.3
3.4
3.5

4

4.1
4.2
4.3

Übergang in die Grundschule ................................................
Grundschulen .........................................................................
Private Grundschulen ............................................................
Tagesbetreuung für Grundschulkinder ..................................
Allgemeinbildende Schulen – Inklusion ..................................

10
11
13
14
17

4.7
4.8
4.9

Rahmendaten zur Sekundarstufe I ........................................
Schulbesuch in der Jahrgangsstufe 5 ....................................
Schulbesuch in der Jahrgangsstufe 5
nach sozialer Bedarfslage des Stadtteils ...............................
Schulbesuch in der Jahrgangsstufe 8 ....................................
Schulbesuch in der Jahrgangsstufe 8
nach sozialer Bedarfslage des Stadtteils ...............................
Schulbesuch in der Sekundarstufe I
nach Wohnstandort der Schüler/-innen .................................
Absteiger ................................................................................
Klassenwiederholungen .........................................................
Schulsozialarbeit ....................................................................

5

Allgemeinbildende Schulen - Sekundarstufe II ............

39

6

Schulabschlüsse an allgemeinbildenden Schulen .......

42

7

Berufliche Schulen ......................................................

45

8

Abschlüsse an beruflichen Schulen .............................

52

9

Bewertung aus Sicht
von Bildungs- und Sozialplanung .................................

54

4.4
4.5
4.6

7.1
7.2

8.1

Nutzung der Ausbildungsvielfalt .............................................
Beruflicher Übergang .............................................................

Allgemeinbildende Abschlüsse an beruflichen Schulen ........

19
21
24
26
28
30
33
34
37

47
50

52

Verzeichnis der Tabellen und Bilder

Seite

Tab. 1:

Bevölkerung im Alter unter 6 Jahren ..........................

4

Tab. 2:
Bild 1:

Kinder unter 3 Jahren in öffentlich
geförderter Tagesbetreuung ......................................

5

Tab. 3:
Bild 2:

3- bis unter 6-jährige Kinder in öffentlich
geförderter Tagesbetreuung ......................................

7

Tab. 4:

Dauer des Kindergartenbesuchs ...............................

9

Bild

3:

Anteil der Kinder mit einem Kindergartenbesuch
von mindestens 18 Monaten ......................................

9

Tab. 5:

Schulempfehlung .......................................................

10

Bild

4:

Anteil der Kinder mit regulärer Schulempfehlung ......

11

Tab. 6:

Grundschüler/-innen ..................................................

12

Tab. 7:

Grundschüler/-innen an privaten Schulen .................

13

Bild

5:

Anteil von Grundschüler/-innen an privaten Schulen .

14

Tab. 8:

Tagesbetreuung für Kinder im Grundschulalter .........

15

Bild

6:

Platzangebotsquote für Kinder im Grundschulalter ...

16

Tab. 9:

Inklusionsquote nach Förderschwerpunkten
im Schuljahr 2013/14 .................................................

18

Bild

7:

Inklusionsquote nach ausgewählten
Förderschwerpunkten im Schuljahr 2013/14 .............

18

Tab. 10:

Schüler/-innen in der Sekundarstufe I
(Jahrgangsstufen 5 bis 10) ........................................

20

Tab. 11:

Schulbesuch in der 5. Jahrgangsstufe .......................

22

Bild

8:

Anteil einzelner Schulformen bei Schüler/-innen
der 5. Klasse im Schuljahr 2013/2014 .......................

23

Bild

9:

Anteil einzelner Schulformen bei Schüler/-innen
der 5. Klasse ..............................................................

24

Tab. 12:

Schüler/-innen der 5. Klasse nach sozialer
Bedarfslage des Stadtteils im Schuljahr 2013/14 ......

25

Bild 10:

Schüler/-innen der 5. Klasse nach sozialer
Bedarfslage des Stadtteils im Schuljahr 2013/14 ......

26

Tab. 13:

Schulbesuch in der 8. Jahrgangsstufe .......................

27

Bild 11:

Schulbesuch in der 8. Jahrgangsstufe .......................

28

Tab. 14:

Schüler/-innen der Jahrgangsstufe 8 nach sozialer
Bedarfslage des Stadtteils im Schuljahr 2013/14 ......

29

Bild 12:

Schüler/-innen der Jahrgangsstufe 8 nach sozialer
Bedarfslage des Stadtteils im Schuljahr 2013/14 ......

30

Verzeichnis der Tabellen und Bilder
Tab. 15:

Seite

Schulbesuch in der Sekundarstufe I nach
Wohnstandort der Schüler/-innen
im Schuljahr 2013/14 ..................................................

31

Gymnasialquote in der Sekundarstufe I
nach Wohnstandort der Schüler/-innen
im Schuljahr 2013/14 ..................................................

32

Tab. 16:

Absteiger/-innen in der Sekundarstufe I .....................

33

Bild 14:

Absteiger/-innen in der Sekundarstufe I .....................

34

Tab. 17:

Anteil der Schüler/-innen, die dieselbe
Klassenstufe besuchen wie im Vorjahr ......................

36

Bild 15:

Anteil der Schüler/-innen, die dieselbe
Klassenstufe besuchen wie im Vorjahr ......................

37

Tab. 18:

Anteil der Schüler/-innen mit Schulsozialarbeit
(Stufe 1) an allen Schüler/-innen
der Sekundarstufe I ....................................................

38

Anteil der Schüler/-innen mit Schulsozialarbeit
(Stufe 1) an allen Schüler/-innen
der Sekundarstufe I ....................................................

39

Tab. 19:

Gymnasialschüler/-innen in der Sekundarstufe II ......

40

Bild 17:

Gymnasialschüler/-innen in der Sekundarstufe II ......

41

Tab. 20:

Schulentlassene aus allgemeinbildenden
Schulen 2013 nach Schulform und Schulabschluss ..

42

Tab. 21:

Schulentlassene aus allgemeinbildenden Schulen
nach Abschlussart 2010 bis 2013 ..............................

44

Bild 18:

Schulentlassene nach Abschlussart 2010 bis 2013 ...

44

Tab. 22:

Schüler/-innen an beruflichen Schulen ......................

47

Tab. 23:
Bild 19:

Konzentration auf die zehn
häufigsten Ausbildungsberufe ....................................

48

Tab. 24:

Die häufigsten Ausbildungsberufe
im Schuljahr 2013/14 ..................................................

49

Tab. 25:
Bild 20:

Schüler/-innen
im beruflichen Übergangssystem ...............................

51

Tab. 26:
Bild 21:

An beruflichen Schulen erworbene
allgemeinbildende Schulabschlüsse ..........................

53

Bild 13:

Bild 16:

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

1
Element der Wiesbadener
Bildungsberichterstattung

1

Hintergrund und Zielsetzung

Das Monitoring zur Bildungsbeteiligung wurde 2005 im
Rahmen des „Sozialberichts zur Bildungsbeteiligung in
Wiesbaden“ konzipiert. Einem Magistratsbeschluss 1 folgend wurde es seitdem regelmäßig fortgeschrieben und
kontinuierlich weiterentwickelt. Der „Bericht 2014“ basiert
nun auf der sechsten Fortschreibung des Monitorings.

Ziele des Monitorings

Mit dem Bildungsmonitoring kann sowohl der Ist-Stand
der Bildungsbeteiligung in Wiesbaden dokumentiert als
auch deren bisherige Entwicklung im Zeitverlauf verfolgt
werden. Kern des Monitorings ist ein Bündel ausgewählter Indikatoren aus unterschiedlichen Phasen des schulischen und außerschulischen Bildungssystems. Damit
wird das Ziel verfolgt,
• den aktuellen Stand der Bildungsteilhabe von Wiesbadener Kindern und Jugendlichen zu belegen,
• Fortschritte, aber auch Rückschritte in der Bildungsbeteiligung messbar zu machen und
• Unterschiede im Bildungsverhalten und Bildungserfolg
von Mädchen und Jungen aufzuzeigen.

Daten

Die meisten Kennziffern basieren auf Daten der amtlichen Schulstatistik. Daneben werden Geschäftsstatistiken des Amtes für Soziale Arbeit sowie die Ergebnisse
der Schuleingangsuntersuchungen des Gesundheitsamtes genutzt. Eine Ergänzung stellen Daten des Dezernats für Schule, Kultur und Integration dar, die für Schüler/-innen öffentlicher allgemeinbildender Schulen eine
Zuordnung zum Wohngebiet ermöglichen.

aus unterschiedlichen Quellen

Stationen
des Bildungsprozesses

Das Monitoring erstreckt sich über wichtige Stationen
des schulischen Bildungssystems und bezieht mit Indikatoren zur Früh- und zur Elementarbildung auch den vorschulischen Bereich ein. Im Bereich des formalen Bildungssystems überwiegen Kennziffern des allgemeinbildenden Schulwesens; sie werden durch einige
Indikatoren zum Feld „Berufliche Bildung“ ergänzt.

1

Beschluss Nr. 1155 vom 13. Dezember 2005.

2

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

Übersicht:
Grundstruktur der Bildungsangebote in Wiesbaden

GYMNASIALER
Bildungsgang

REALSCHULE
Bildungsgang

Berufsschule

Berufsfachschulen

HAUPTSCHULE
Bildungsgang

Schule für Kranke

körperl. u. motorische Entwickl.

Geistige Entwicklung

Lernen

Verb. Haupt- und Realsch.

Hauptschule

5

Berufsqualifizierende
Bildungsgänge

Integrierte Gesamtschule

6

Gymnasium (G9)

7

Gymnasium (G8)

8

Realschule

9

Integrierte Gesamtschule

10

Verbundene Haupt- und Realsch.

Studienqualifizierende
Bildungsgänge

Integrierte Gesamtschule

11

Höhere Berufsfachschulen

12

Fachoberschule

Gymnasiale
Oberstufe

Q
3/4
Q
1/2
E
1/2

Berufliches
Gymnasium

Fachschulen

FÖRDERSCHULE

4

GRUNDSCHULE

3
2
1
0

Vorklasse

Eingangsstufe

FÖRDERSCHULE
Flexibler
Schulanfang
mit
Eingangsstufe

Quelle: Dezernat für Schule, Kultur und Integration
(in Anlehnung an eine Darstellung des Hessischen Kultusministeriums)

Neue Darstellung

Im Interesse einer besseren Lesbarkeit und Handhabung
wurde die Struktur und die Darstellungsweise des Monitorings zur Bildungsbeteiligung verändert. Die einzelnen
Indikatoren sind jetzt jeweils auf ein bis zwei Seiten abschließend dokumentiert – in einer einheitlichen Gliederung und einschließlich tabellarischer und graphischer

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

3

Darstellungen. So können ohne Umblättern die Definitionen der Kennziffern, ihre Datenquellen, methodische
Hinweise sowie die Ergebnisse „auf einen Blick“ erfasst
werden. Den einzelnen Stationen des Bildungswegs
werden jeweils Eckdaten vorangestellt.
Differenzierung nach Migrationshintergrund bleibt dem Integrationsmonitoring vorbehalten

In den früheren Ausgaben des Bildungsmonitorings wurden die Ergebnisse jeweils nach deutschen und ausländischen Schülern, später auch nach Schülern mit und
ohne Migrationshintergrund aufgegliedert. Hintergrund
war die unterschiedliche Bildungsbeteiligung dieser
Gruppen. Im vorliegenden Bericht wurde die Unterscheidung aufgegeben, da Bildungsbeteiligung und –erfolg
ausländischer Schüler (bzw. Schüler mit Migrationshintergrund) umfassend und zielgerichtet im Integrationsmonitoring dokumentiert werden. 2

2

Früh- und Elementarbildung

2.1 Rahmenbedingungen
Die Zahl der Kinder im Krippen- und Kindergartenalter
hat sich in den letzten Jahren nur geringfügig erhöht.
Unter 3 Jahre alt waren am 31.12.2013 7 861 Kinder
(plus 2,1 % gegenüber 2003); weitere 8 112 Kinder waren 3, 4 oder 5 Jahre alt (plus 3,4 %). Für Kinder vom
vollendeten dritten Lebensjahr bis zur Einschulung gibt
es bereits seit 1996 einen Rechtsanspruch. Seit dem
1. August 2013 haben Eltern auch für unter 3-jährige
Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres einen
gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung oder in der Kindertagespflege.

2

Vgl. z. B. Landeshauptstadt Wiesbaden, Amt für Strategische Steuerung,
Stadtforschung und Statistik: Monitoring zur Integration von Migranten in
Wiesbaden, Bericht 2014.

4

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

Tab. 1:
Bevölkerung im Alter unter 6 Jahren
Jahr

2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013

Kinder im Alter von ... Jahren
davon
3 bis unter 6
unter 6
unter 3
15 548
15 577
15 578
15 466
15 470
15 500
15 615
15 780
15 920
16 014
15 973

7 699
7 821
7 857
7 777
7 740
7 728
7 932
8 062
8 033
7 993
7 861

7 849
7 756
7 721
7 689
7 730
7 772
7 683
7 718
7 887
8 021
8 112

Quelle: Bestandsdatensatz Einwohnerwesen,
jeweils 31.12.

2.2 Betreuungsquote „unter 3 Jahre“
Definition:

Anteil der unter 3-Jährigen mit Besuch einer öffentlich
geförderten Tagesbetreuung an allen unter 3-Jährigen

Relevanz:

Der Besuch einer Kindertagesstätte (KT) ab dem Alter
von ein bis zwei Jahren wird von den meisten Bildungsexpert/-innen - insbesondere für Kinder aus bildungsfernen Familien – als entwicklungs- und bildungsförderlich
betrachtet.

Datenquelle:

Kindertagesbetreuungsstatistik des Hessischen Statistischen Landesamtes

Methodische Hinweise:

Kinder in Kinderkrippen und bei Tagesmüttern. Durch
Rechtsänderung liegt die Statistik in der Form erst seit
2006 vor.

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

5

Tab. 2:
Kinder unter 3 Jahren in öffentlich geförderter
Tagesbetreuung
Unter 3-jährige Kinder
in öffentlich geförderter Kindertagesbetreuung

Jahr

insgesamt

2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013

1
1
1
1
1
1
2
2

059
111
253
432
816
972
027
155

Betreuungs- mit einer Betreuungszeit von mehr
quote1)
als 7 Stunden2)
%
%
13,6
64,2
14,4
67,9
16,2
76,4
18,1
77,5
22,5
81,6
24,5
83,1
25,4
79,8
27,4
69,5

1) Anteil an allen unter 3-Jährigen
2) Anteil an allen betreuten Kindern
Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt, Stichtag
jeweils der 01.03. (2008 und früher 15.03.)

Bild 1:
Kinder unter 3 Jahren in öffentlich geförderter
Tagesbetreuung
35 %
30 %

27,4

25 %
20 %
15 %
10 %

13,6

5%
0%
2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt, Stichtag
jeweils der 01.03. (2008 und früher 15.03.)

Besuchsquote innerhalb von
sieben Jahren verdoppelt

Der Anteil der Kinder unter 3 Jahren, die eine Kindertagesstätte besuchen, ist seit 2006 kontinuierlich angestiegen. Er liegt im Jahr 2013 bei 27,4 % aller Kinder. In den
vergangenen 7 Jahren hat sich in der Gruppe der unter
3-Jährigen die KT-Besuchsquote mehr als verdoppelt –
von 13,6 % im Jahr 2006 auf 27,4 % im Jahr 2013. Um

6

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

den Rechtsanspruch auf Tagesbetreuung für Kinder ab
einem Jahr zu erfüllen, werden in Wiesbaden systematisch Betreuungsplätze für Kinder unter 3 Jahren geschaffen. Damit werden auch die Erwartungen der Eltern
berücksichtigt: In einer 2010/2011 von der Landeshauptstadt Wiesbaden durchgeführten Elternbefragung
wünschte sich zwischen dem ersten und zweiten Lebensjahr bereits fast die Hälfte der Eltern (47 %) einen
Krippenplatz in einer Kindertagesstätte. Ab dem zweiten
Lebensjahr wird für 75 % der Kinder ein Krippenplatz
gewünscht. 3 Die Landeshauptstadt Wiesbaden hat sich
deshalb zum Ziel gesetzt, bis zum Ende der Kommunalwahlperiode 2016 für 48 % aller Kinder unter 3 Jahren
ein Betreuungsangebot in Kindertagesstätte oder in Kindertagespflege bereitzustellen. Ende des Jahres 2014
können für knapp 40 % der unter 3-jährigen Kinder Betreuungsangebote gemacht werden. Somit ist künftig mit
einem weiteren deutlichen Anstieg der Betreuungsquote
zu rechnen.

2.3 Betreuungsquote „3- bis unter 6-Jährige“
Definition:

Anteil der 3- bis unter 6-Jährigen mit Besuch einer öffentlich geförderten Tagesbetreuung in einer Kindertagesstätte an allen 3- bis unter 6-Jährigen

Relevanz:

Der Besuch eines Kindergartens, des sogenannten Elementarbereichs, wird von den Bildungsexpert/-innen als
entwicklungs- und bildungsförderlich und als Voraussetzung für eine erfolgreiche Einschulung betrachtet.

Datenquelle:

Kindertagesbetreuungsstatistik des Hessischen Statistischen Landesamtes

3

Landeshauptstadt Wiesbaden, Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik: Elternwünsche und Betreuungsbedarfe für Kinder unter 3 Jahren in Wiesbaden. Stadtanalyse, 2011.

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

7

Tab. 3:
3- bis unter 6-jährige Kinder in öffentlich
geförderter Tagesbetreuung
3- bis unter 6-jährige Kinder
in öffentlich geförderter
Kindertagesbetreuung
mit einer
Betreuungszeit von mehr

BetreuungsJahr

quote1)

insgesamt

als 7 Stunden2)
%
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013

6 844
6 746
6 897
7 116
7 108
7 253
7 455
7 384

%
89,0
87,3
88,7
92,6
92,1
92,0
92,9
91,0

50,5
53,2
57,9
62,6
70,1
70,8
69,2
69,5

1) Anteil an allen 3- bis unter 6-Jährigen
2) Anteil an allen betreuten Kindern
Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt, Stichtag
jeweils der 01.03. (2008 und früher 15.03.)

Bild 2:
3- bis unter 6-jährige Kinder in öffentlich
geförderter Tagesbetreuung
100 %

95 %

91,0
90 %

89,0
85 %

80 %
2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt, Stichtag
jeweils der 01.03. (2008 und früher 15.03.)

Trend zu längeren
Betreuungszeiten

Im Jahr 2013 besuchen knapp 7 400 Kinder einen Wiesbadener Kindergarten. Damit liegt der Anteil der Kinder
zwischen drei und fünf Jahren, die aktuell eine Kinderta-

8

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

gesbetreuung besuchen, bei 91 %. In den vergangenen
7 Jahren war diese Betreuungsquote relativ konstant.
Deutlich angestiegen ist hingegen der Anteil der Kinder,
die die Einrichtung täglich länger als 7 Stunden besuchen: von 51 % im Jahr 2006 auf 70 % im Jahr 2013.

2.4 Kinder im Elementarbereich
Definition:

Anteil der Kinder mit Kindertagesstättenbesuch von mindestens 18 Monaten an allen 6-Jährigen

Relevanz:

Die frühkindliche Förderung hat für den gesamten Bildungserfolg eine zentrale Bedeutung. Ein ausreichend
langer Besuch einer Kindertagesstätte stellt – wie zahlreiche Studien belegen - eine wichtige Basis für einen
gelingenden Schulstart und einen erfolgreichen Bildungsverlauf dar. Eine Kindertagesstätten-Besuchsdauer von 18 Monaten entspricht dabei einem absoluten
Mindeststandard. Anzustreben sind mindestens drei Jahre.
In Kindertagesstätten werden Kinder in ihrer sozialen,
sprachlichen, motorischen und kognitiven Entwicklung
gefördert und gestärkt. Insbesondere Kinder aus Elternhäusern, die ihren Kindern nicht genügend Förderung
und Anregung bieten (können), profitieren von einem
ausreichend langen Besuch einer Kindertagesstätte.

Datenquelle:

Gesundheitsamt (Schuleingangsuntersuchung)

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

9

Tab. 4:
Dauer des Kindergartenbesuchs
Untersuchte
Jahr

Kinder

2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013

2 824
2 737
2 892
2 959
2 678
2 742
2 706
2 810
2 864
2 718
2 682

darunter mit einem Kindergartenbesuch von mindestens 18 Monaten
insgesamt

93,1
92,5
92,2
93,3
94,8
93,4
94,7
95,0
95,7
95,4
95,2

Jungen
%

Mädchen

92,6
93,0
91,7
92,6
95,2
93,4
94,7
95,8
95,6
95,4
95,0

93,7
91,9
92,8
94,1
94,3
93,4
94,7
94,1
95,8
95,4
95,5

Quelle: Gesundheitsamt (Schuleingangsuntersuchung)

Bild 3:
Anteil der Kinder mit einem Kindergartenbesuch
von mindestens 18 Monaten
100 %
98 %
96 %
94 %
92 %
90 %
2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
insgesamt

Jungen

Mädchen

Quelle: Gesundheitsamt (Schuleingangsuntersuchung)

Der Kindergartenbesuch
ist für fast alle Kinder die Regel
geworden

Als ein Angebot zur Bildung, Betreuung und Erziehung
wird der Elementarbereich („Kindergarten“) von den allermeisten Kindern zwischen drei Jahren und dem
Schuleintritt genutzt. In den letzten Jahren hat sich der
Anteil derer, die diese Elementareinrichtung mindestens
18 Monate besucht haben, bei rund 95 % eingependelt.

10

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

3

Allgemeinbildende Schulen Primarstufe

3.1 Übergang in die Grundschule
Definition:

Anteil der Kinder mit regulärer Schulempfehlung an allen
6-Jährigen

Relevanz:

Der Indikator zeigt, wie viele Kinder bei der Schuleingangsuntersuchung durch den jugendärztlichen Dienst
als schulfähig eingestuft wurden, d. h. weder eine Empfehlung zur Zurückstellung vom Grundschulbesuch noch
eine Empfehlung zur sonderpädagogischen Überprüfung
erhielten.

Datenquelle:
Methodische Hinweise:

Gesundheitsamt (Schuleingangsuntersuchung)
Der Indikator wird auf sogenannte „Regelkinder“ beschränkt, d. h. auf Kinder, die bis zum 30. Juni des laufenden Jahres das sechste Lebensjahr vollenden.

Tab. 5:
Schulempfehlung
Untersuchte
Jahr

Kinder 1)

2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013

1 986
1 910
2 013
2 054
1 931
1 907
1 936
1 996
2 118
1 991
2 103

darunter mit regulärer
Schulempfehlung
insgesamt

89,0
87,1
85,8
87,3
87,5
87,0
87,9
85,5
84,0
85,1
82,8

Jungen
%
85,8
84,6
82,3
85,2
85,4
83,4
86,1
82,0
80,7
83,4
79,5

1) Nur „Regelkinder“.
Quelle: Gesundheitsamt (Schuleingangsuntersuchung)

Mädchen

92,6
89,9
90,0
90,0
89,9
91,3
89,7
89,6
87,8
86,9
86,6

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

11

Bild 4:
Anteil der Kinder mit regulärer Schulempfehlung
100 %
95 %
90 %
85 %
80 %
75 %
70 %
2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
insgesamt

Jungen

Mädchen

Quelle: Gesundheitsamt (Schuleingangsuntersuchung)

Einstieg in die Grundschule

Der Anteil der Kinder, denen nach ihrem Entwicklungsstand Schulfähigkeit attestiert wurde, bewegte sich in
den letzten Jahren um die 85 %. Mädchen fällt der Start
offensichtlich leichter als Jungen.

3.2 Grundschulen
Für alle schulpflichtigen und schulfähigen Kinder besteht
die Pflicht, die vierjährige Grundschule zu besuchen. Sie
legt die Grundlage für den weiteren Bildungsweg. Wenn
an Grundschulen Eingangsstufen eingerichtet sind, so
ersetzen diese die Jahrgangsstufe 1 und sind Bestandteil
der Grundschule. 4 Dagegen werden Kinder in Vorklassen
nicht zu den Grundschüler/-innen gezählt.

4

Im Schuljahr 2013/14 waren an sechs Grundschulen Eingangsklassen eingerichtet, in denen 457 Kinder unterrichtet wurden.

12

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

Tab. 6:
Grundschüler/-innen
Schuljahr
insgesamt

Grundschüler/-innen
davon in Jahrgangsstufe
1 1)
2
3

Von den Schüler/-innen wohnen
außerhalb von Wiesbaden
abs.
%

4

Alle Schulen
2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14

10 124
10 251
10 375
10 467
10 095
10 012
9 911
9 938
10 137
10 203
10 336

2 851
2 820
2 823
2 857
2 718
2 606
2 619
2 773
2 871
2 690
2 769

2 445
2 575
2 573
2 540
2 456
2 473
2 386
2 376
2 494
2 641
2 476

2 458
2 400
2 559
2 548
2 470
2 498
2 437
2 398
2 409
2 491
2 637

2 370
2 456
2 420
2 522
2 451
2 435
2 469
2 391
2 363
2 381
2 454

207
281
336
375
263
259
288
308
318
323
325

2,0
2,7
3,2
3,6
2,6
2,6
2,9
3,1
3,1
3,2
3,1

2 258
2 340
2 288
2 345
2 291
2 268
2 278
2 191
2 160
2 173
2 224

47
50
52
52
58
47
48
48
38
34
39

0,5
0,5
0,5
0,5
0,6
0,5
0,5
0,5
0,4
0,4
0,4

112
116
132
177
160
167
191
200
203
208
230

160
231
284
323
205
212
240
260
280
289
286

30,9
39,8
42,9
43,1
30,0
27,9
29,5
29,3
30,8
29,6
28,3

Öffentliche Schulen
2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14

9 606
9 671
9 713
9 718
9 411
9 251
9 098
9 050
9 229
9 227
9 327

2 681
2 660
2 633
2 645
2 519
2 401
2 394
2 511
2 614
2 409
2 490

2 319
2 402
2 412
2 353
2 293
2 277
2 188
2 161
2 260
2 387
2 218

2 348
2 269
2 380
2 375
2 308
2 305
2 238
2 187
2 195
2 258
2 395
Private Schulen

2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14

518
580
662
749
684
761
813
888
908
976
1 009

170
160
190
212
199
205
225
262
257
281
279

126
173
161
187
163
196
198
215
234
254
258

1) einschließlich Eingangsstufen
Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt (Schulstatistik)

110
131
179
173
162
193
199
211
214
233
242

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

13

3.3 Private Grundschulen
Definition:

Anteil von Schüler/-innen privater Schulen an allen
Grundschüler/-innen

Relevanz:

Schulen in privater Trägerschaft erfüllen die Aufgabe,
das staatliche Schulwesen zu ergänzen und zu bereichern. Bei vielen Eltern beruht die Wahl einer privaten
Schule auf einer kritischen Einschätzung der Funktionsfähigkeit staatlicher Schulen. Mit dem Besuch von privaten Schulen werden oft bessere Unterrichtsbedingungen
assoziiert. Andererseits wird privaten Schulen auch
nachgesagt, durch ihre Zugangsselektivität die Tendenz
zu einer sozialen und kulturellen Segregation zu fördern.

Datenquelle:

Hessisches Statistisches Landesamt (Schulstatistik)

Tab. 7:
Grundschüler/-innen an privaten Schulen
Schuljahr

Anteil von Grundschüler/-innen
an privaten Schulen in %

2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14

5,1
5,7
6,4
7,2
6,8
7,6
8,2
8,9
9,0
9,6
9,8

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt
(Schulstatistik)

14

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

Bild 5:
Anteil von Grundschüler/-innen
an privaten Schulen
12 %
10 %
8%
6%
4%
2%
0%

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt
(Schulstatistik)

Private Grundschulen
mit zunehmender Bedeutung

Derzeit gibt es in Wiesbaden sechs Schulen in privater
Trägerschaft, an denen Grundschülerinnen und –schüler
unterrichtet werden. Fast jedes zehnte Grundschulkind
(9,8 %) besucht eine Privatschule. Vor zehn Jahren lag
der Anteil mit nur 5,1 % gerade einmal halb so hoch; er
hat sich seitdem – auch aufgrund von Neugründungen
privater Schulen – fast stetig erhöht. Jedes dritte bis vierte Kind auf privaten Grundschulen in Wiesbaden wohnt
außerhalb der Stadtgrenzen.

3.4 Tagesbetreuung für Grundschulkinder
Definition:

Die „Platzangebotsquote“ ist der Anteil des Betreuungsplatzangebotes für Grundschulkinder an allen 6- bis unter 10-Jährigen.

Relevanz:

Der Besuch eines Tagesbetreuungsangebotes sichert
nicht nur die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die
Grundschuleltern, sondern bietet auch ergänzende nonformale und informelle Bildungsangebote für die jungen
Menschen.

Datenquelle:

Amt für Soziale Arbeit (Bericht Tagesbetreuung für Kinder)

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

Methodische Hinweise:

15

Berücksichtigt werden Plätze an Kindertagesstätten
(Hort), an Betreuenden Grundschulen (Zuständigkeit:
Amt für Soziale Arbeit) sowie an Grundschulen bei
Schulfördervereinen und freien Trägern nach § 15 Hessisches Schulgesetz (Zuständigkeit: Städtisches Schulamt). Das Platzangebot bezieht sich jeweils auf den Beginn eines Schuljahres, die Zahl der 6- bis unter 10–
Jährigen auf den Stichtag 31.12. Unterschieden werden
die Betreuungsplätze nach Ganz- und Halbtagsplätzen
(Betreuungsangebot bis 14 Uhr).

Tab. 8:
Tagesbetreuung für Kinder im Grundschulalter
Kinder im Grundschulalter
Jahr

6- bis unter
10-Jährige
insgesamt

Plätze zur
Betreuung

Platzangebots1)

quote
%

2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
1)

9 754
9 966
10 151
10 522
10 606
10 196
10 144
10 208
10 284
10 378
10 532

2 994
3 034
3 457
3 480
3 692
4 096
4 550
4 683
5 024
5 579
5 724

Anteil der Plätze an allen 6- bis unter 10-Jährigen

Quelle: Amt für Soziale Arbeit

Anteil
Ganztagesplätze
%

30,7
30,4
34,1
33,1
34,8
40,2
44,9
45,9
48,9
53,8
54,3

83,0
81,8
72,1
74,0
71,7
74,0
74,7
79,0
79,8
83,4
82,3

16

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

Bild 6:
Platzangebotsquote1) für Kinder im Grundschulalter
60 %

54,3

55 %
50 %
45 %
40 %
35 %
30 %

30,7

25 %
20 %
2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013

1)

Anteil der Plätze an allen 6- bis unter 10-Jährigen

Quelle: Amt für Soziale Arbeit

Starker Ausbau
der Nachmittagsbetreuung
für Grundschüler

Zu Beginn des Schuljahres 2013/2014 standen 5 724
Plätze für die Nachmittagsbetreuung von Grundschüler/innen zur Verfügung. Damit ist mittlerweile für mehr als
jede/n zweite/n Schüler/-in eine Betreuung im Anschluss
an den Schulbesuch möglich. Diese Versorgungsquote
ist in den vergangenen 10 Jahren stark angestiegen: von
30,7 % im Jahr 2003 auf 54,3 % im Jahr 2013. Aktuell
sind über 80 % der Betreuungsplätze Ganztagsangebote
und damit genauso viel wie im Jahr 2003. Betrachtet
man die vergangenen zehn Jahre ist die „Ganztagsquote“ im Jahr 2007 mit 72 % die niedrigste. Dies erklärt sich
durch den Sachverhalt, dass zum Start der Schulkinderbetreuung, insbesondere durch Schulfördervereine, dies
zunächst als elterliche Selbsthilfe zur Sicherung einer
Halbtagsbetreuung geschah. Erst mit der sukzessive
einsetzenden Professionalisierung und verstärkten finanziellen Förderung konnten auch ganztägige Betreuungsarrangements an Schulen entstehen.
Im Jahr 2007 wurde die Zuständigkeit für die Schulfördervereine vom Amt für Soziale Arbeit an das Schulamt
übertragen. Seitdem erfolgte ein massiver Ausbau der
Betreuungsplätze anfänglich auch bei den Halbtagsplätzen. Aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklungen und
familiären Bedarfe wuchs auch hier die Nachfrage nach

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

17

Ganztagsplätzen und mit Schaffung der räumlichen und
organisatorischen Voraussetzungen (Einrichtung von
Schulküchen/Mensen u.v.m.) stieg auch hier der Anteil
an Ganztagsplätzen. Diese Entwicklung setzt sich konsequent fort.

3.5 Allgemeinbildende Schulen - Inklusion
Definition:

Anteil der Schüler/-innen mit festgestelltem Anspruch auf
sonderpädagogische Förderung, die nicht an Förderschulen, sondern im gemeinsamen Unterricht an allgemeinen Schulen unterrichtet werden.

Relevanz:

Mit der Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte
der Menschen mit Behinderung im Jahr 2009 hat
Deutschland sich zum Ziel gesetzt, Menschen mit Behinderungen eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. Benachteiligungen im Bildungsbereich aufgrund
einer geistigen oder körperlichen Behinderung oder einer
Sinnesschädigung sollen sukzessive zugunsten einer
„inklusiven Beschulung“ in einer Regelschule abgebaut
werden.
Die Inklusionsquote bildet das Ausmaß der Integration
von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in das allgemeine Schulsystem ab
und misst zukünftig den Fortschritt des Inklusionsprozesses.

Datenquelle:
Methodische Hinweise:

Hessisches Kultusministerium
In den Zahlen nicht enthalten sind Schülerinnen und
Schüler ohne festgestellten Anspruch auf sonderpädagogische Förderung, die über die vorbeugenden Maßnahmen gefördert und unterstützt werden.

18

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

Tab. 9:
Inklusionsquote nach Förderschwerpunkten im Schuljahr 2013/14
davon werden unterrichtet

Schüler/-innen
mit Förderbedarf

Insgesamt ...............................................
davon mit Förderschwerpunkt
Lernen .................................................
Sprachheilförderung .............................
Emotionale und soziale Entwicklung .......
Geistige Entwicklung .............................
Körperliche und motorische Entwicklung .
Sehen ..................................................
Hören ..................................................

in einer
im gemeinFörderschule 1) samen Unterricht

Inklusionsquote
(%)

1 455

1 076

379

26,0

555
361
196
173
161
5
4

405
174
193
153
151
-

150
187
3
20
10
5
4

27,0
51,8
1,5
11,6
6,2
100,0
100,0

1) einschließlich Vorklassen an Förderschulen.
Quelle: Hessisches Kultusministerium

Bild 7:
Inklusionsquote nach ausgewählten
Förderschwerpunkten im Schuljahr 2013/14
Insgesamt

Sprachheilförderung
Lernen
Geistige Entwicklung
Körperliche und motorische
Entwicklung
Emotionale und soziale
Entwicklung
0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 %

Quelle: Hessisches Kultusministerium

Jede(r) Vierte
wird „inklusiv beschult“

Im Schuljahr 2013/14 lag die Inklusionsquote in Wiesbaden bei 26 %. Das heißt: Jede vierte Schülerin bzw. jeder vierte Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf wurde an einer allgemeinen Schule unterrichtet.
Überdurchschnittlich hoch ist die Quote bei Kindern und
Jugendlichen mit Anspruch auf Sprachheilförderung.

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

4

19

Allgemeinbildende Schulen Sekundarstufe I

4.1 Rahmendaten zur Sekundarstufe I
An die Grundschule schließen sich die weiterführenden
Schulen an. Im Rahmen der Sekundarstufe I (Jahrgangsstufen 5 bis 10) gehören dazu
• die Hauptschule
• die Realschule
• das Gymnasium
• die Gesamtschule (in Wiesbaden derzeit nur noch als
integrierte Gesamtschule)
• die Förderschule (früher: Sonderschule), die es in
Wiesbaden innerhalb der Sekundarstufe I als Schule
mit Förderschwerpunkt Lernen, geistige Entwicklung,
körperliche und motorische Entwicklung, emotionale
und soziale Entwicklung sowie kranke Schülerinnen
und Schüler gibt.
Im Rahmen des Monitorings zur Bildungsbeteiligung
bleibt die Förderschule für kranke Schülerinnen und
Schüler unberücksichtigt, da sie im Schulsystem eine
Sonderfunktion wahrnimmt. 5
Auslaufmodell „Förderstufe“

Seit dem Schuljahr 2010/11 werden in Wiesbaden keine
Schüler/-innen mehr in Förderstufen (Jahrgangsstufen 5
und 6) unterrichtet. Diese Schulform war in den Jahren
zuvor sukzessive abgebaut worden.

5

Dort werden Schülerinnen und Schüler unterrichtet, die aus gesundheitlichen Gründen nicht unterrichtsfähig sind und ihrer angestammten Schule
voraussichtlich länger als sechs Wochen fernbleiben müssen. Ziel ist es,
erkrankten Schülerinnen und Schülern den Anschluss an den Unterricht ihrer Herkunftsschule zu ermöglichen.

20

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

Tab. 10:
Schüler/-innen in der Sekundarstufe I (Jahrgangsstufen 5 bis 10)

Schuljahr

Förderschüler 1)

Hauptschüler

Realschüler

Gymnasialschüler

Schüler in
Von den Schülern
integrierten
wohnen außerhalb
Gesamtschulen Förderstufen von Wiesbaden (%)

Alle Schulen
2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14

630
632
654
665
626
572
552
551
552
514
601

2 034
1 841
1 753
1 656
1 586
1 395
1 297
1 146
1 013
939
857

3 412
3 363
3 396
3 321
3 176
3 149
3 114
3 060
2 953
2 905
2 848

6 219
6 243
6 213
6 479
6 540
6 544
6 465
6 103
5 720
5 614
5 608

3 099
3 096
3 015
2 918
3 140
3 399
3 705
3 975
4 237
4 378
4 440

493
480
449
400
100
73
25
-

10,8
10,7
10,4
9,9
9,4
9,3
9,5
8,9
8,6
8,5
8,2

3 099
3 096
3 015
2 918
3 140
3 330
3 562
3 761
3 947
4 015
4 052

493
480
449
400
100
73
25
-

9,1
8,7
8,0
7,3
6,6
6,5
6,3
5,5
5,1
5,0
4,3

69
143
214
290
363
388

-

42,8
44,3
47,1
46,9
46,4
42,2
46,1
44,9
43,2
43,0
42,2

Öffentliche Schulen
2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14

609
611
627
637
597
552
544
543
545
504
451

2 034
1 841
1753
1 656
1 586
1 395
1 297
1146
1 013
939
857

3 412
3 344
3 351
3 255
3 087
3 037
2 980
2 934
2 827
2 789
2 752

5 424
5 390
5 329
5 560
5 575
5 550
5 536
5 192
4 829
4 764
4 750

Private Schulen
2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14

21
21
27
28
29
20
8
8
7
10
150

-

19
45
66
89
112
134
126
126
116
96

1) Ohne Schule für Kranke.
Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt (Schulstatistik)

795
853
884
919
965
994
929
911
891
850
858

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

21

4.2 Schulbesuch in der Jahrgangsstufe 5
Definition:

Anteil einzelner Schulformen an allen Schüler/-innen der
Jahrgangsstufe 5

Relevanz:

Der Indikator misst die realisierten Übergänge vom Primarbereich in die verschiedenen weiterführenden Schularten der Sekundarstufe I. An dieser Schnittstelle werden
die Weichen gestellt für den Verlauf späterer Bildungswege und beruflicher Entwicklungsmöglichkeiten.

Datenquelle:
Methodische Hinweise:

Hessisches Statistisches Landesamt (Schulstatistik)
Der Indikator bildet das Verteilungsmuster nach Übergang in die Sekundarstufe I ab. Bezugsgrundlage ist die
Eingangsklasse der weiterführenden Schulen in Wiesbaden; hier sind auch Übergänge aus Grundschulen des
Umlandes einbezogen.

22

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

Tab. 11:
Schulbesuch in der 5. Jahrgangsstufe

Jahr

Schüler/-innen
in integrierten Schüler/-innen
FörderHauptRealGymnasialschüler/-innen 1) schüler/-innen schüler-/innen schüler/-innen Gesamtschulen in Förderstufen
%
Schüler/-innen insgesamt

2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14

3,5
3,2
4,5
1,9
2,6
2,9
3,0
3,7
3,7
2,4
3,0

8,0
6,4
7,8
6,0
5,4
4,7
4,6
4,3
2,8
4,1
2,5

19,5
17,1
16,9
16,3
17,9
19,7
18,0
16,9
16,7
15,3
16,5

40,3
43,4
43,3
48,7
47,5
44,2
44,3
46,0
46,3
47,2
49,0

20,0
20,0
19,4
19,9
25,5
27,5
30,1
29,2
30,5
30,9
29,0

8,7
10,0
8,1
7,1
1,1
1,0
-

40,0
40,8
42,2
47,9
46,8
41,1
43,1
44,3
44,2
44,9
45,4

18,9
19,7
18,6
19,0
24,9
27,5
28,7
27,7
30,4
30,3
29,1

8,9
11,4
8,1
7,3
0,7
1,0
-

40,7
46,3
44,4
49,6
48,3
47,5
45,5
47,9
48,6
49,6
52,8

21,1
20,2
20,2
21,0
26,2
27,6
31,7
30,9
30,7
31,6
28,9

8,5
8,4
8,1
7,0
1,5
0,9
-

Jungen
2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14

4,0
3,4
5,0
1,8
3,0
4,0
3,8
4,8
4,5
2,6
4,0

8,5
6,9
8,1
6,0
5,9
5,8
5,2
5,4
4,1
4,9
2,8

19,7
17,8
18,0
18,0
18,7
20,6
19,3
17,9
16,8
17,3
18,8
Mädchen

2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14

3,0
2,9
4,1
2,0
2,1
1,8
2,2
2,4
2,8
2,2
1,9

7,4
5,9
7,5
6,0
4,8
3,4
4,0
3,1
1,4
3,3
2,3

1) Ohne Schule für Kranke.
Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt (Schulstatistik)

19,3
16,3
15,7
14,4
17,1
18,7
16,6
15,7
16,6
13,3
14,1

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

23

Bild 8:
Anteil einzelner Schulformen bei Schüler/-innen
der 5. Klasse im Schuljahr 2013/2014
Gymnasium
Integr. Gesamtschule
Realschule
Hauptschule
Förderschule 1)
0%

10 %

Jungen

20 %

30 %

40 %

50 %

60 %

Mädchen

1) Ohne Schule für Kranke.
Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt
(Schulstatistik)

Bezeichnend ist die vorherrschende Stellung des Gymnasiums: Im Schuljahr 2013/2014 gehen 49,7 % aller
Fünftklässler auf ein Gymnasium. Während hier die
Mädchen in der Mehrzahl sind, sind in den fünften Klassen der Real- und Hauptschulen Jungen überrepräsentiert.
Hauptschülerzahlen
rückläufig

Jede(r) Dritte in Klasse 5
geht auf eine IGS

Tendenziell rückläufige Zugangszahlen verzeichnen die
Hauptschulen. Weniger als drei Prozent der Fünftklässler
werden heute in Hauptschulen unterrichtet; vor zehn
Jahren lag der Anteil noch bei acht Prozent.
Die Übergangsquoten auf Realschulen waren in den
letzten Jahren relativ konstant. Steigende Schülerzahlen
verbuchten dagegen die integrierten Gesamtschulen: Sie
nehmen mittlerweile rund ein Drittel der neuen Fünftklässler auf, von denen zumindest ein Teil nach der
zehnten Klasse die Schullaufbahn zum Abitur an einem
Oberstufengymnasium fortsetzt.

24

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

Bild 9:
Anteil einzelner Schulformen bei Schüler/-innen
der 5. Klasse
60 %
50 %
40 %
30 %
20 %
10 %
0%

Förderschule 1)

Hauptschule

Gymnasium

IGS

Realschule

1) Ohne Schule für Kranke.
Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt
(Schulstatistik)

4.3 Schulbesuch in der Jahrgangsstufe 5
nach sozialer Bedarfslage des Stadtteils
Definition:

Anteil einzelner Schulformen an allen Schüler/-innen der
Jahrgangsstufe 5, differenziert nach Wohngebietstypen

Relevanz:

Nationale und internationale Vergleichsstudien haben
immer wieder gezeigt, dass Bildungsbeteiligung und Bildungserfolg in starkem Maße von der sozialen Herkunft
der Kinder abhängen. Auch für Wiesbaden hat 2008 eine
Studie der Universität Mainz den hohen Einfluss der „sozialen Schicht“ auf die Wahl der weiterführenden Schulform belegt. 6
Im Bildungsmonitoring wird die Verteilung der Schülerinnen und Schüler auf die Schulformen in Abhängigkeit
vom sozioökonomischen Status des Wohngebiets dargestellt. In Zukunft kann die Zeitreihe Auskunft darüber
geben, ob und inwieweit Ungleichheiten von Bildungschancen abgebaut werden konnten.
6

Schulze A., Unger R., Hradil S. (2008): Bildungschancen und Lernbedingungen an Wiesbadener Grundschulen am Übergang zur Sekundarstufe I.
Projekt- und Ergebnisbericht zur Vollerhebung der GrundschülerInnen der
4. Klasse im Schuljahr 2006/07. Herausgegeben von: Projektgruppe Sozialbericht zur Bildungsbeteiligung, Amt für Soziale Arbeit, Abteilung Grundsatz und Planung, Landeshauptstadt Wiesbaden.

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

Datenquelle:
Methodische Hinweise:

25

Dezernat für Schule, Kultur und Integration
Grundlage bildet eine räumliche Typisierung des Amtes
für Soziale Arbeit, das bestimmte Gebietseinheiten
(„Stadtteile“) in solche mit hohen, mittleren und niedrigen
Bedarfslagen eingeordnet hat. Die Kriterien für die Zuordnung sind die anhand von 23 einzelnen „Risikoindikatoren“ gemessenen Dimensionen „riskante Lebenslagen“
und „sozialadministrative Interventionen“. 7
Für diesen Indikator können nur öffentliche Schulen berücksichtigt werden, nicht aber Schulen in privater Trägerschaft.
Einschränkend muss ergänzt werden, dass der Wohnort
einer Schülerin oder eines Schülers keine eindeutige
Aussage über den sozioökonomischen und kulturellen
Hintergrund zulässt, sondern lediglich mit einer gewissen
Wahrscheinlichkeit eine soziale Zuordnung nahelegt.

Tab. 12:
Schüler/-innen der 5. Klasse nach sozialer
Bedarfslage des Stadtteils im Schuljahr 2013/14
Bedarfslage
des Stadtteils

hoch
mittel
niedrig

Von den Schüler/-innen aus dem Stadtteil gehen auf ein(e)
integrierte
Förderschule 1) Hauptschule Realschule Gymnasium Gesamtschule
%
3,8
4,0
1,1

3,5
3,4
0,6

20,9
19,5
13,9

35,3
44,1
58,7

36,6
28,9
25,8

1) ohne Schule für Kranke.
Quelle: Dezernat für Schule, Kultur und Integration

7

Landeshauptstadt Wiesbaden, Amt für Soziale Arbeit: Wiesbadener Sozialraumanalyse. Entwicklung der sozialen Bedarfslage in den Stadtteilen. Beiträge zur Sozialplanung Nr. 32/2014.

26

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

Bild 10:
Schüler/-innen der 5. Klasse nach sozialer
Bedarfslage des Stadtteils im Schuljahr 2013/14
niedrig

mittel

hoch

0%

20 %

40 %

60 %

Förderschule 1)

Hauptschule

Gymnasium

IGS

80 %

100 %

Realschule

1) ohne Schule für Kranke.
Quelle: Dezernat für Schule, Kultur und Integration

Übergänge variieren
je nach „sozialer Bedarfslage“
im Wohngebiet

Aus Gebieten mit niedriger sozialer Bedarfslage wechseln 58,7 % der Schüler/-innen auf ein Gymnasium; die
entsprechende Quote in Gebieten mit hoher sozialer
Bedarfslage beträgt 35,3 %. Umgekehrt liegt die Übergangsquote zu Hauptschulen in gut situierten Gebieten
wesentlich niedriger als in Stadtteilen mit sozialen Risiken.

4.4 Schulbesuch in der Jahrgangsstufe 8
Definition:

Anteil einzelner Schulformen an allen Schüler/-innen der
Jahrgangsstufe 8

Relevanz:

Der Indikator beschreibt die Anteile der jeweiligen Schulformen zu einem Zeitpunkt, an dem die meisten Schülerinnen und Schüler die „endgültige“ Schulform innerhalb
der allgemeinbildenden Schulen erreicht haben. Die Verteilung unterscheidet sich von der in der Jahrgangsstufe
5, da in der Zwischenzeit Übergänge zwischen den
Schulformen (meist in Form von Abstiegen, vgl. Indikator
4.8) stattfinden.

Datenquelle:

Hessisches Statistisches Landesamt (Schulstatistik)

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

27

Tab. 13:
Schulbesuch in der 8. Jahrgangsstufe

Jahr

Schüler/-innen
FörderHauptRealGymnasialin integrierten
schüler/-innen 1) schüler/-innen schüler-/innen schüler/-innen Gesamtschulen
%
Schüler/-innen insgesamt

2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14

5,3
4,8
6,1
6,6
4,9
4,5
4,3
3,7
3,6
3,6
5,0

17,7
14,9
14,8
14,3
13,6
15,6
11,0
10,2
9,0
9,0
7,7

23,1
22,5
23,0
20,9
20,1
20,9
17,9
19,9
20,6
17,7
18,0

35,5
37,7
37,0
39,1
41,9
39,6
42,0
42,2
40,2
39,9
40,1

18,4
20,2
19,1
19,0
19,4
19,5
24,9
24,0
26,7
29,7
29,3

32,5
36,0
35,3
39,4
39,5
37,5
40,1
41,4
37,2
37,9
37,7

18,3
20,6
17,8
18,6
20,2
19,0
23,8
23,1
26,6
28,4
28,2

38,6
39,5
38,8
38,8
44,4
41,7
44,0
43,0
43,3
41,9
42,9

18,6
19,7
20,4
19,5
18,7
20,0
26,1
25,0
26,8
31,2
30,4

Jungen
2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14

7,1
5,2
7,8
7,2
5,1
5,1
4,4
4,2
4,9
4,7
6,8

19,9
16,3
15,2
14,7
15,0
16,7
12,4
10,1
10,6
10,7
9,3

22,2
22,0
23,9
20,1
20,1
21,7
19,3
21,1
20,7
18,2
18,0
Mädchen

2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14

3,5
4,4
4,3
6,0
4,6
3,7
4,1
3,0
2,2
2,5
2,9

15,4
13,4
14,4
14,0
12,2
14,5
9,4
10,4
7,2
7,2
5,8

1) Ohne Schule für Kranke.
Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt (Schulstatistik)

23,9
23,0
22,1
21,7
20,2
20,0
16,3
18,6
20,5
17,2
17,9

28

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

Bild 11:
Schulbesuch in der 8. Jahrgangsstufe
45 %
40 %
35 %
30 %
25 %
20 %
15 %
10 %
5%
0%

Förderschule 1)

Hauptschule

Gymnasium

IGS

Realschule

1) Ohne Schule für Kranke.
Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt
(Schulstatistik)

Bei der Verteilung der Achtklässler auf die einzelnen
Schulformen zeigen sich die bereits in der Jahrgangsstufe 5 dokumentierten Tendenzen: hohe Zuwächse beim
Besuch integrierter Gesamtschulen, ein gleichbleibend
hoher Anteil des Gymnasiums und eine abnehmende
Tendenz zur Hauptschule. Dabei zeigen sich durchaus
geschlechtsspezifische Differenzen: In den achten Klassen der Gymnasien sind Mädchen häufiger vertreten als
Jungen; auf den Hauptschulen ist es umgekehrt. Lediglich in den integrierten Gesamtschulen sind Jungen und
Mädchen in etwa gleichmäßig verteilt.

Hauptschule verliert
an Bedeutung

4.5 Schulbesuch in der Jahrgangsstufe 8
nach sozialer Bedarfslage des Stadtteils
Definition:

Anteil einzelner Schulformen an allen Schüler/-innen der
Jahrgangsstufen 8, differenziert nach Wohngebietstypen

Relevanz:

Nationale und internationale Vergleichsstudien haben
immer wieder gezeigt, dass Bildungsbeteiligung und Bildungserfolg in starkem Maße von der sozialen Herkunft

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

29

der Kinder abhängen. Auch für Wiesbaden hat 2008 eine
Studie der Universität Mainz den hohen Einfluss der „sozialen Schicht“ auf die Wahl der weiterführenden Schulform belegt.
Im Bildungsmonitoring wird die Verteilung der Schülerinnen und Schüler auf die Schulformen in Abhängigkeit
vom sozioökonomischen Status des Wohngebiets dargestellt. In Zukunft kann die Zeitreihe Auskunft darüber
geben, ob und inwieweit Ungleichheiten von Bildungschancen abgebaut werden konnten.
Datenquelle:
Methodische Hinweise:

Dezernat für Schule, Kultur und Integration
Grundlage bildet eine räumliche Typisierung des Amtes
für Soziale Arbeit, das bestimmte Gebietseinheiten
(„Stadtteile“) in solche mit hohen, mittleren und niedrigen
Bedarfslagen eingeordnet hat. Die Kriterien für die Zuordnung sind die anhand von 23 einzelnen „Risikoindikatoren“ gemessenen Dimensionen „riskante Lebenslagen“
und „sozialadministrative Interventionen“. 8
Für diesen Indikator können nur öffentliche Schulen berücksichtigt werden, nicht aber Schulen in privater Trägerschaft.
Tab. 14:
Schüler/-innen der Jahrgangsstufe 8 nach sozialer
Bedarfslage des Stadtteils im Schuljahr 2013/14
Bedarfslage
des Stadtteils

hoch
mittel
niedrig

Von den Schüler/-innen aus dem Stadtteil gehen auf ein(e)
integrierte
Förderschule 1) Hauptschule Realschule Gymnasium Gesamtschule
%
5,5
3,5
1,5

10,9
8,8
4,1

22,9
17,5
17,2

24,4
38,0
52,6

36,3
32,1
24,7

1) Ohne Schule für Kranke.
Quelle: Dezernat für Schule, Kultur und Integration

8

Landeshauptstadt Wiesbaden, Amt für Soziale Arbeit: Wiesbadener Sozialraumanalyse. Entwicklung der sozialen Bedarfslage in den Stadtteilen. Beiträge zur Sozialplanung Nr. 32/2014.

30

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

Bild 12:
Schüler/-innen der Jahrgangsstufe 8 nach sozialer
Bedarfslage des Stadtteils im Schuljahr 2013/14
niedrig

mittel

hoch

0%

20 %

40 %

60 %

Förderschule 1)

Hauptschule

Gymnasium

IGS

80 %

100 %

Realschule

1) Ohne Schule für Kranke.
Quelle: Dezernat für Schule, Kultur und Integration

Zusammenhang
von Sozialstruktur
und Bildungsbeteiligung

Der Einfluss der Sozialstruktur auf die Bildungsbeteiligung, der sich bereits beim Einstieg in die Sekundarstufe
I gezeigt hatte, setzt sich im weiteren Verlauf fort. Aus
Gebieten mit niedriger sozialer Bedarfslage besuchten in
der Jahrgangsstufe 8 52,6 % der Schüler/-innen ein
Gymnasium; die entsprechende Quote in Gebieten mit
hoher sozialer Bedarfslage ist mit 24,4 % nicht einmal
halb so hoch. Andererseits gehen aus sozialschwachen
Stadtteilen mehr als doppelt so viele Kinder auf die
Hauptschule wie aus gut situierten Vierteln.

4.6 Schulbesuch in der Sekundarstufe I
nach Wohnstandort der Schüler/-innen
Definition:

Verteilung der Schüler/-innen in der Sekundarstufe I auf
die Schulformen, nach Ortsbezirk des Wohnsitzes

Relevanz:

Der Indikator dokumentiert, wie sich die Kinder aus den
einzelnen Ortsbezirken auf die unterschiedlichen weiterführenden Schulformen aufteilen.

Datenquelle:

Dezernat für Schule, Kultur und Integration

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

Methodische Hinweise:

31

Für diesen Indikator können nur öffentliche Schulen berücksichtigt werden, nicht aber Schulen in privater Trägerschaft.

Tab. 15:
Schulbesuch in der Sekundarstufe I nach Wohnstandort der Schüler/-innen
im Schuljahr 2013/14
Von den Kindern aus dem Ortsbezirk gehen auf ein(e)
FörderHauptintegrierte
Realschule 1)
schule
schule
Gymnasium Gesamtschule
%

Ortsbezirk
01 Mitte .......................................
02 Nordost ...................................
03 Südost ....................................
06 Rheingauviertel, Hollerborn .......
07 Klarenthal ................................
08 Westend, Bleichstraße .............
11 Sonnenberg ............................
12 Bierstadt .................................
13 Erbenheim ..............................
14 Biebrich ..................................
16 Dotzheim ................................
21 Rambach ................................
22 Heßloch ..................................
23 Kloppenheim ...........................
24 Igstadt ....................................
25 Nordenstadt .............................
26 Delkenheim .............................
27 Schierstein ..............................
28 Frauenstein .............................
31 Naurod ...................................
32 Auringen .................................
33 Medenbach .............................
34 Breckenheim ...........................
51 Amöneburg .............................
52 Kastel .....................................
53 Kostheim .................................

3,9
0,9
2,3
2,5
3,5
6,4
1,8
1,2
5,1
3,6
2,8
1,7
1,4
2,8
1,6
1,6
1,2
1,3
3,2
1,8
3,2
7,2
5,8

9,3
2,7
4,9
9,2
3,1
15,3
2,1
3,4
5,3
4,9
6,4
1,4
2,4
4,5
0,8
0,7
2,4
3,9
4,0
0,7
3,2
3,1
1,2

21,2
9,0
11,4
21,3
21,7
21,3
6,2
15,2
16,4
16,9
17,5
10,6
7,1
16,9
10,9
18,6
19,3
26,1
12,0
16,9
10,2
20,8
16,1
15,1
14,8
19,3

41,9
67,8
59,6
49,5
40,6
35,9
80,1
58,7
39,0
42,2
43,5
75,2
73,8
58,8
54,3
58,7
52,0
43,3
55,2
70,0
75,9
51,3
56,3
31,2
31,1
27,2

23,7
19,5
21,8
17,4
31,1
21,1
9,8
21,5
34,2
32,5
29,7
12,8
16,7
18,1
34,1
20,6
23,6
25,0
27,2
11,9
11,9
24,7
25,9
47,3
43,8
46,5

1) Ohne Schule für Kranke.
Quelle: Dezernat für Schule, Kultur und Integration

Die Verteilung der Schulformen offenbart ein Muster, das
mit der Sozialstruktur der Bevölkerung in den einzelnen
Stadtgebieten korreliert. Die höchste Gymnasialquote
haben Schüler/-innen aus Sonnenberg, und auch aus

32

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

den nordöstlichen Stadtteilen (Auringen, Rambach, Heßloch, Naurod) gehen viele Kinder auf ein Gymnasium.
Dagegen sind die Ortsbezirke Westend/Bleichstraße,
Mitte und Rheingauviertel/Hollerborn durch eine relativ
große Zahl von Hauptschüler/-innen charakterisiert. Auffällig in allen AKK-Stadtteilen ist der hohe IGS-Anteil
(auch bedingt durch das Angebot der WilhelmLeuschner-Schule). Dass dort gleichzeitig die Gymnasialquote weit unter dem Durchschnitt liegt, dürfte teilweise
auf Auspendler auf Mainzer Gymnasien zurückzuführen
sein, deren Zahl in den letzten Jahren durchschnittlich
bei 30 Schüler/-innen lag.
Bild 13:
Gymnasialquote in der Sekundarstufe I nach Wohnstandort der Schüler/-innen im Schuljahr 2013/14
Naurod

Auringen

Rambach
Heßloch
Nordost

Medenbach
Sonnenberg

Klarenthal

Kloppenheim
Bierstadt

08

Dotzheim
06

Igstadt

01
Südost

Frauenstein

Nordenstadt
Erbenheim
Schierstein

Biebrich
Amöneburg

01 = Mitte
06 = Rheingauviertel, Hollerborn
08 = Westend, Bleichstraße

Kastel

unter 40 % 1)
40 % bis unter 50 %
50 % bis unter 60 %
60 % und mehr

1)

Delkenheim

Die Quoten in Amöneburg, Kastel und Kostheim
werden durch die Auspendler nach Mainz unterschätzt.
Quelle: Dezernat für Schule, Kultur und Integration

Kostheim

Breckenheim

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

33

4.7 Absteiger
Definition:

Anteil der Schüler/-innen, die im laufenden Schuljahr
eine Schulform mit niedrigeren Anforderungen besuchen
als im vergangenen Schuljahr.

Relevanz:

Die Wahl des Bildungsganges nach dem Besuch der
Grundschule ist Sache der Eltern. Nicht immer erweist
sich der gewählte Bildungsgang als für das Kind geeignet. Schulartwechsel sind die Folge, wobei Abstiege wesentlich häufiger vorkommen als Aufstiege.

Datenquelle:
Methodische Hinweise:

Hessisches Statistisches Landesamt (Schulstatistik)
Als „Abstieg“ gezählt werden Schulartwechsel
• vom Gymnasium auf die Realschule
• vom Gymnasium auf die Hauptschule
• von der Realschule auf die Hauptschule.
Schüler/-innen, die nach einem Schulartwechsel die
Klasse wiederholen, gelten nicht als Absteiger, sondern
als Wiederholer (vgl. Indikator 4.7).

Tab. 16:
Absteiger/-innen in der Sekundarstufe I
Anteil der Absteiger an allen
Schüler/-innen der Sekundarstufe I
Schuljahr
2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14

insgesamt
1,9
2,0
1,8
1,3
1,9
1,6
2,1
1,8
2,0
2,1
1,7

Jungen
%
2,3
2,1
2,0
1,3
2,5
1,8
2,5
2,0
2,5
2,7
2,1

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt
(Schulstatistik)

Mädchen
1,4
1,9
1,5
1,4
1,3
1,4
1,6
1,6
1,6
1,6
1,2

34

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

Bild 14:
Absteiger/-innen in der Sekundarstufe I
3,0 %
2,5 %
2,0 %
1,5 %
1,0 %
0,5 %
0,0 %

insgesamt

Jungen

Mädchen

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt
(Schulstatistik)

Im „Fahrstuhl abwärts“
mehr Jungen als Mädchen

Jahr für Jahr wechseln um die zwei Prozent der Schüler/innen von Gymnasien und Realschulen auf eine geringer
qualifizierende Schulform. Für Jungen ist das Abstiegsrisiko deutlich höher als für Mädchen.
Die „Absteiger“ erklären auch, warum sich die Verteilung
der Schulformen zwischen den Jahrgangsstufen 5 und 8
deutlich unterscheidet: So war beispielsweise unter den
Achtklässlern des Schuljahrs 2013/14 die Gymnasialquote um sechs Prozentpunkte niedriger als unter den Fünftklässlern des Schuljahrs 2010/11 – und die Hauptschulquote um drei Prozentpunkte höher (vgl. Tab. 11 und
13). „Aufsteiger“ sind sehr selten; ihre Zahl kann die
Herabstufungen bei Weitem nicht ausgleichen.

4.8 Klassenwiederholungen
Definition:

Anteil der Schüler/-innen, die dieselbe Jahrgangsstufe
besuchen wie im Vorjahr, differenziert nach Schulform

Relevanz:

Schülerinnen und Schüler ohne ausreichende Leistungen müssen die Jahrgangsstufe wiederholen. Insoweit
gibt der Indikator Auskunft über den Schulerfolg von Kindern und Jugendlichen während der Sekundarstufe I.

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

35

Allerdings wird die Regelung in den Bildungsdebatten
kontrovers diskutiert. Ungeachtet der Frage, ob die Motivation von Schülerinnen und Schülern positiv oder negativ beeinflusst wird, führen Klassenwiederholungen zu
erheblichen Mehraufwendungen im Bildungsbereich. Die
Kosten, die vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung
von Klassenwiederholungen verursachen, gelten als
wesentlich niedriger als die, die dadurch entstehen, dass
Schülerinnen und Schüler ein weiteres Jahr zur Schule
gehen.
Datenquelle:
Methodische Hinweise:

Hessisches Statistisches Landesamt (Schulstatistik)
Es lassen sich mehrere Arten von Klassenwiederholungen unterscheiden. Zwingend sind Wiederholungen,
wenn die erforderlichen Leistungsnachweise für eine
Versetzung nicht erbracht werden konnten (§ 75 Hessisches Schulgesetz). Außerdem können Schülerinnen
und Schüler eine Jahrgangsstufe freiwillig wiederholen,
wenn zu erwarten ist, dass sie dadurch in ihrer Lernentwicklung besser gefördert werden können. Die dritte
Gruppe stellen Klassenwiederholungen dar, die sich an
einen Schulartwechsel anschließen. Der Indikator des
Monitorings berücksichtigt alle drei Gruppen.
Wiederholungen an integrierten Gesamtschulen sind
nicht dargestellt, da es dort kein „Sitzenbleiben“ gibt und
eine Jahrgangsstufe nur freiwillig wiederholt werden
kann.

36

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

Tab. 17:
Anteil der Schüler/-innen, die dieselbe
Klassenstufe besuchen wie im Vorjahr
Anteil der Wiederholer in der Sekundarstufe I
Schuljahr

auf Gymnasien auf Realschulen auf Hauptschulen
%
Insgesamt

2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14

3,3
3,5
3,6
3,5
3,4
3,1
3,6
3,5
3,6
4,2
4,4

7,8
8,8
7,7
6,7
7,7
7,8
7,3
7,2
6,4
6,1
4,7

8,8
7,5
8,8
6,3
6,7
5,1
6,9
9,0
6,6
8,2
7,7

9,8
10,4
8,5
7,4
8,5
8,1
8,4
7,9
6,8
7,0
4,8

9,6
8,5
8,8
5,8
7,1
5,1
6,1
9,0
6,1
8,4
8,5

Jungen
2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14

4,3
4,1
4,2
4,0
4,0
3,5
4,1
3,9
4,1
5,0
5,3

Mädchen
2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14

2,5
2,9
3,1
3,2
2,8
2,8
3,1
3,1
3,1
3,5
3,6

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt
(Schulstatistik)

5,7
7,2
6,9
5,8
6,7
7,4
6,0
6,2
6,0
5,1
4,7

7,9
6,3
8,9
6,9
6,2
5,0
7,9
9,0
7,4
7,8
6,3

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

37

Bild 15:
Anteil der Schüler/-innen, die dieselbe
Klassenstufe besuchen wie im Vorjahr
10 %
8%
6%
4%
2%
0%

Gymnasien

Realschulen

Hauptschulen

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt
(Schulstatistik)

Sitzenbleiber vor allem
unter Haupt- und Realschülern

Klassenwiederholungen sind heute vor allem bei Hauptschüler/-innen zu beobachten. Von ihnen wurden im
Schuljahr 2013/2014 7,7 % in derselben Jahrgangsstufe
unterrichtet wie im Vorjahr. Während die Zahl der Wiederholer an Realschulen stark rückläufig war, ist auf
Gymnasien in den letzten Jahren ein leichtes Plus festzustellen. Generell gilt, dass Jungen eher eine „Ehrenrunde“ drehen als Mädchen.

4.9 Schulsozialarbeit
Definition:

Anteil der Schüler mit Schulsozialarbeit (Stufe 1) an allen
Schüler/-innen der Sekundarstufe I

Relevanz:

Schulsozialarbeit ist ein Angebot der Kinder- und Jugendhilfe mit dem Ziel, insbesondere benachteiligte und
von Benachteiligung bedrohte junge Menschen hinsichtlich ihrer Bildungsteilhabe zu fördern und Bildungsabbrüche zu vermeiden. Mit dem Kompetenz-EntwicklungsProgramm unterstützen die Fachkräfte einen erfolgreichen und passgenauen Übergang in Berufsausbildung
oder einen weiterführenden Schulbesuch.

38

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

Datenquelle:

Hessisches Statistisches Landesamt (Schulstatistik),
Amt für Soziale Arbeit

Tab. 18:
Anteil der Schüler/-innen mit Schulsozialarbeit
(Stufe 1) an allen Schüler/-innen der Sekundarstufe I
Schuljahr

Schüler/innen in der
Sekundarstufe I 1)

darunter an Schulen mit Schulsozialarbeit
abs.
%
Insgesamt

2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14

15 887
15 655
15 480
15 439
15 168
15 132
15 158
14 835
14 475
14 350
14 354

4 776
4 602
4 446
4 270
4 098
4 011
3 978
4 421
5 012
5 121
5 099

30,1
29,4
28,7
27,7
27,0
26,5
26,2
29,8
34,6
35,7
35,5

2 519
2 409
2 288
2 182
2 118
2 100
2 056
2 329
2 660
2 730
2 726

31,2
30,4
29,5
27,7
27,4
27,2
26,6
30,3
35,2
36,8
36,5

2 257
2 193
2 158
2 088
1 980
1 911
1 922
2 092
2 352
2 391
2 373

28,9
28,4
27,9
27,6
26,6
25,8
25,9
29,3
34,0
34,5
34,4

Jungen
2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14

8 073
7 923
7 756
7 864
7 725
7 722
7 724
7 683
7 550
7 422
7 459
Mädchen

2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14

7 814
7 732
7 724
7 575
7 443
7 410
7 434
7 152
6 925
6 928
6 895

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt
(Schulstatistik), Amt für Soziale Arbeit

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

39

Bild 16:
Anteil der Schüler/-innen mit Schulsozialarbeit
(Stufe 1) an allen Schüler/-innen der Sekundarstufe I
40 %
30 %
20 %
10 %
0%

insgesamt

Jungen

Mädchen

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt
(Schulstatistik), Amt für Soziale Arbeit

Schulsozialarbeit erreicht rund
ein Drittel der Schüler/-innen in
der Sekundarstufe I

Die Schulsozialarbeit wurde mit dem Schuljahr
2011/2012 erheblich ausgebaut. Es gibt sie nun in Wiesbaden an allen Hauptschulen, an sechs integrierten Gesamtschulen sowie an drei Schulen mit Förderschwerpunkt Lernen. Sie hat insbesondere mit dem KompetenzEntwicklungs-Programm die Aufgabe die Bildungsabschlüsse der Schüler/-innen zu fördern, Abgänge ohne
einen Schulabschluss zu reduzieren und den Übergang
in Ausbildung und Beruf für die am Arbeitsmarkt benachteiligte Gruppe der Hauptschüler/-innen vorzubereiten,
zu begleiten und zu fördern. Mit dem Ausbau der
Schulsozialarbeit hat sich auch der Anteil und die Anzahl
der Schülerinnen und Schüler, die von den Angeboten
der Schulsozialarbeit erreicht werden, auf rund ein Drittel
der Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I
erhöht.

5

Allgemeinbildende Schulen Sekundarstufe II

Im Bereich der allgemeinbildenden Schulen umfasst die
Sekundarstufe II die drei Jahrgangsstufen der gymnasialen Oberstufe. Die gymnasiale Oberstufe kann sowohl
Bestandteil des Gymnasiums als auch eigenständige
Schule sein.

40

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

Tab. 19:
Gymnasialschüler/-innen in der Sekundarstufe II
Schuljahr

Schüler/-innen
in der gymnasialen
Oberstufe

Von den Schüler/-innen wohnen
außerhalb von Wiesbaden
abs.
%
Alle Schulen

2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14

3 268
3 336
3 469
3 504
3 444
3 390
3 545
4 021
4 393
4 289
4 086

1 124
1 172
1 091
1 068
986
900
933
1 016
1 032
880
759

34,4
35,1
31,4
30,5
28,6
26,5
26,3
25,3
23,5
20,5
18,6

Öffentliche Schulen
2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14

2 895
2 969
3 123
3 168
3 117
3 061
3 096
3 527
3 867
3 799
3 607

889
941
900
899
826
739
713
779
787
656
554

30,7
31,7
28,8
28,4
26,5
24,1
23,0
22,1
20,4
17,3
15,4

Private Schulen
2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14
Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt
(Schulstatistik)

373
367
346
336
327
329
449
494
526
490
479

235
231
191
169
160
161
220
237
245
224
205

63,0
62,9
55,2
50,3
48,9
48,9
49,0
48,0
46,6
45,7
42,8

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

41

Bild 17:
Gymnasialschüler/-innen in der Sekundarstufe II
5 000
4 000
3 000
2 000
1 000
0

Öffentliche Schulen

Private Schulen

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt
(Schulstatistik)

Seit vier Jahren
steigende Schülerzahlen
in der Oberstufe

Bis zum Schuljahr 2009/10 unterlag die Zahl der Schüler/-innen in der gymnasialen Oberstufe nur geringfügigen Änderungen. Seitdem haben sich die Schülerzahlen
deutlich erhöht. Der Zuwachs ist eine Folge der Einführung des achtjährigen Gymnasiums in Hessen (seit
2004/05), das ab 2010/11 zu verstärkten Übergängen in
die Sekundarstufe II geführt hat.
Derzeit beträgt der Anteil der Schüler/-innen an privaten
Gymnasien in der Oberstufe 11,7 %; er hat sich im Beobachtungszeitraum kaum verändert.

Jede(r) Fünfte
kommt aus dem Umland

Knapp ein Fünftel der Oberstufenschüler/-innen auf
Wiesbadener Schulen pendelt von außerhalb ein. Dies
zeigt die überörtliche Bedeutung, die Wiesbaden hinsichtlich der Infrastruktur der allgemeinbildenden Schulen besitzt. Allerdings hat die Ausweitung des entsprechenden Schulangebots im Umland auch dazu geführt,
dass der Einpendleranteil der Oberstufe in den letzten
zehn Jahren erheblich zurückgegangen ist – sowohl auf
den privaten als auch auf den öffentlichen Gymnasien.

42

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

6

Schulabschlüsse
an allgemeinbildenden Schulen

Jahr für Jahr verlassen zwischen 2 500 und 3 000 Schülerinnen und Schüler die allgemeinbildenden Schulen in
Wiesbaden. 2013 kam mehr als die Hälfte von ihnen aus
Gymnasien. Weitere 20 % der Schulabgänger hatten
zuvor integrierte Gesamtschulen besucht. Der Bedeutungsverlust der Hauptschule zeigt sich auch bei den
Schulentlassenen: Heute kommt nicht einmal mehr jede(r) zehnte Abgänger/-in aus einer Hauptschule.

Tab. 20:
Schulentlassene aus allgemeinbildenden Schulen
2013 nach Schulform und Schulabschluss
davon
ohne
mit
Hauptschul- Hauptschulinsgesamt abschluss abschluss

mit
Realschulmit (Fach-)
abschluss Hochschulreife

Schulentlassene insgesamt ........

2 849

151

319

1 080

1 299

davon aus
Förderschulen 1) ...................
Hauptschulen ........................
Realschulen ..........................
Gymnasien ............................
integrierten Gesamtschulen ....

85
236
440
1 447
641

65
53
.
.
33

7
132
.
.
180

13
51
440
148
428

1 299
-

1) ohne Schule für Kranke.
Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt
(Schulstatistik)

Definition:

Anteil der Schulabgänger/-innen nach erreichtem Abschluss an allen Schulabgängern/-innen aus allgemeinbildenden Schulen am Ende eines Schuljahres

Relevanz:

Qualifizierte Schulabschlüsse sind eine Voraussetzung
für den erfolgreichen Start ins Berufsleben oder in weiterführende Bildungsgänge. Auf der anderen Seite bilden
Schulabgänger/-innen ohne Abschluss eine besonders
problematische Gruppe, deren Aussichten auf einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz äußerst gering sind.

Datenquelle:
Methodische Hinweise:

Hessisches Statistisches Landesamt (Schulstatistik)
Schulabgänger/-innen: Darunter werden alle Absolventen/-innen bzw. Abgänger/-innen allgemeinbildender
Schulen verstanden, die im Verlauf oder am Ende des

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

43

Schuljahres mit einem Abschluss- oder Abgangszeugnis
die Schule verlassen, unabhängig davon, ob sie (zum
Erwerb zusätzlicher Abschlussqualifikationen) an eine
andere allgemeinbildende Schule wechseln.
Abschlussart: Die Absolventen/-innen bzw. Abgänger/innen verlassen nach Beendigung der Vollzeitschulpflicht
die allgemeinbildenden Schulen mit folgenden Abschlüssen:
• ohne Hauptschulabschluss
• mit Hauptschulabschluss (bzw. entsprechende Abschlüsse)
• mit Mittlerem Abschluss (Realschulabschluss, Fachschulreife oder entsprechende gleichwertige Bildungsabschlüsse einschließlich Versetzung in die
gymnasiale Oberstufe)
• mit Hochschulreife (allgemeine oder Fachhochschulreife)

44

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

Tab. 21:
Schulentlassene aus allgemeinbildenden Schulen nach Abschlussart 2010 bis 2013
Schulabgänger/-innen …
Jahr

ohne Hauptschul- mit Hauptschulabschluss
abschluss
insgesamt
abs.
abs.
%
abs.
%

mit Realschulabschluss
abs.
%

mit (Fach-)
Hochschulreife
abs.
%

Insgesamt
2010
2011
2012
2013

2 673
2 598
2 795
2 909

209
202
178
160

7,8
7,8
6,4
5,5

493
463
447
370

18,4
17,8
16,0
12,7

966
902
970
1 080

36,1
34,7
34,7
37,1

1 005
1 031
1 200
1 299

37,6
39,7
42,9
44,7

468
437
517
566

36,3
35,2
35,8
39,1

443
430
569
580

34,4
34,6
39,4
40,1

498
465
453
514

36,0
34,3
33,5
35,1

562
601
631
719

40,6
44,3
46,7
49,1

Jungen
2010
2011
2012
2013

1 289
1 241
1 443
1 446

106
119
102
87

8,2
9,6
7,1
6,0

272
255
255
213

21,1
20,5
17,7
14,7

Mädchen
2010
2011
2012
2013

1 384
1 357
1 352
1 463

103
83
76
73

7,4
6,1
5,6
5,0

221
208
192
157

16,0
15,3
14,2
10,7

Ohne Schulentlassene aus der Förderschule für Kranke.
Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt (Schulstatistik)

Bild 18:
Schulentlassene nach Abschlussart 2010 bis 2013
50 %
40 %
30 %
20 %
10 %
0%
2010

2011

2012

2013

ohne Hauptschulabschluss

mit Hauptschulabschluss

mit Realschulabschluss

mit (Fach-)Hochschulreife

Ohne Schulentlassene aus der Förderschule für Kranke.
Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt
(Schulstatistik)

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

45

Immer öfter Abitur

Im Beobachtungszeitraum kann ein kontinuierlich steigender Anteil von Abiturienten/-innen, eine nur wenig
veränderte Quote mittlerer Abschlüsse und ein sinkender
Anteil von Hauptschulabschlüssen registriert werden.
Erfreulicherweise ist die Zahl der Abgänger ohne Hauptschulabschluss rückläufig; sie liegt derzeit bei 5,5 %. 9

Frauen schneiden besser ab

Frauen erlangen im Durchschnitt höherqualifizierende
Schulabschlüsse als Männer. Vor allem machen sie häufiger Abitur: Mit 49,1 % verlässt fast die Hälfte aller Abgängerinnen die Schule mit der Hochschul- oder Fachhochschulreife; von den männlichen Mitschülern schaffen das lediglich 40,1 %.

Verstärkte Abiturjahrgänge

In Hessen wurde ab dem Schuljahr 2004/2005 schrittweise das achtjährige Gymnasium (G8) flächendeckend
eingeführt. Diese Umstellung führt derzeit zu „doppelten
Abiturjahrgängen“: Im Sommer 2012 haben die ersten
Abiturienten aus dem achtjährigen Gymnasium die
Schule verlassen, während gleichzeitig der letzte vollständige Abiturientenjahrgang aus den neunjährigen
Gymnasien (G9) von der Schule abging. Auch 2013 und
2014 werden gleichzeitig Abiturienten aus G8 und G9
entlassen, was die Zahl der Abgängerinnen und Abgänger mit allgemeiner Hochschulreife erhöht.

durch G8

7

Berufliche Schulen

Zu den beruflichen Schulen zählen:
• die Berufsschulen
• die Berufsfachschulen
• die Fachschulen
• die Fachoberschulen
• die Beruflichen Gymnasien.
Berufsschule

Die Berufsschule muss von Jugendlichen und Erwachsenen besucht werden, die eine duale Berufsausbildung
im Sinne des Berufsbildungsgesetzes durchlaufen. Auch
Jugendliche ohne Beschäftigung und solche, die in ei9

2013 besaß rund ein Drittel von ihnen einen schulartspezifischen Förderschulabschluss.

46

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

nem Arbeits- oder Dienstverhältnis stehen, sind berufsschulpflichtig. Die Berufsschulen gliedern sich in die
Grund- und Fachstufe. In der Regel dauert die Grundstufe ein Schuljahr und die Fachstufe zwei Schuljahre.
Berufsfachschule

Die Berufsfachschule ist eine Einrichtung mit Vollzeitunterricht von mindestens einjähriger Dauer, für deren Besuch weder eine Berufsausbildung noch eine berufliche
Tätigkeit vorausgesetzt wird. Sie vermittelt berufliche
und allgemeine Lerninhalte und bereitet auf eine Fachbildung in einem Ausbildungsberuf vor oder führt unmittelbar zu einem Berufsabschluss. Ferner bieten Berufsfachschulen Bildungsgänge an, die zu einem Mittleren
Abschluss führen.

Fachschule

Die Fachschule dient der vertiefenden beruflichen Ausund Weiterbildung und wird nach einer Berufsausbildung
oder ausreichenden Berufspraxis besucht. Die Ausbildung dauert ein bis drei Jahre und wird als Vollzeit- oder
Teilzeitunterricht durchgeführt.

Fachoberschule

Die Fachoberschule baut auf dem mittleren Abschluss
auf und führt neben oder nach einer beruflichen Qualifizierung zur Fachhochschulreife. Sie umfasst in der Regel die Jahrgangsstufen 11 und 12.

Berufliches Gymnasium

Das Berufliche Gymnasium baut auf einem mittleren
Abschluss auf und umfasst wie die Oberstufe an allgemeinbildenden Schulen eine einjährige Einführungsphase sowie eine zweijährige Qualifikationsphase. Berufliche Gymnasien sind durch berufliche Fachrichtungen
geprägt und führen zur allgemeinen Hochschulreife.

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

47

Tab. 22:
Schüler/-innen an beruflichen Schulen
Schuljahr
2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14

insgesamt
10 931
10 914
10 974
11 146
10 976
11 180
11 184
11 103
11 061
11 037
11 041

an
an Berufsschulen
beruflichen
mit
ohne
an Berufsan Fachan FachAusbildungsvertrag fachschulen
schulen oberschulen Gymnasien
444
6 960
1 083
792
791
861
6 895
1 069
845
791
862
452
7 248
840
893
696
849
448
7 384
881
963
595
865
458
7 507
748
879
580
845
417
7 533
722
913
658
876
478
7 309
772
906
688
934
575
7 122
780
901
723
942
635
6 967
827
944
682
960
681
6 882
710
1 006
707
999
733
6 745
721
1 032
682
1 080
781

Im Schuljahr 2013/14 wohnten von den Schüler/-innen außerhalb von Wiesbaden
absolut
in %

4 903
44,4

3 505
52,0

97
13,5

336
32,6

355
52,1

211
19,5

399
51,1

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt (Schulstatistik)

7.1 Nutzung der Ausbildungsvielfalt
Definition:

Anteil der jeweils zehn häufigsten Berufe im dualen Ausbildungssystem

Relevanz:

Der Indikator misst die Konzentration der Auszubildenden auf die häufigsten Ausbildungsberufe. Je höher der
Wert des Indikators ist, desto „einseitiger“ gestaltet sich
die Berufswahl der Jugendlichen.

Datenquelle:

Hessisches Statistisches Landesamt (Schulstatistik)

48

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

Tab. 23:
Konzentration auf die zehn häufigsten
Ausbildungsberufe
Anteil der jeweils zehn häufigsten Berufe
im dualen Ausbildungssystem
Schuljahr

insgesamt

2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14

35,4
36,5
37,8
37,8
38,9
37,5
37,2
37,3
36,9
36,2
36,4

Jungen
%
38,7
36,9
39,7
43,0
43,9
44,1
44,0
43,4
44,4
44,3
44,8

Mädchen
51,8
53,4
54,5
52,0
54,3
53,5
54,2
55,3
54,0
54,0
53,0

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt
(Schulstatistik)

Bild 19:
Konzentration auf die zehn häufigsten
Ausbildungsberufe
60 %
50 %
40 %
30 %
20 %
10 %
0%

insgesamt

Jungen

Mädchen

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt
(Schulstatistik)

Berufswahl folgt nach wie vor
geschlechtsspezifischen Mustern

Mädchen schöpfen die Angebotsvielfalt des Ausbildungsmarktes weniger aus als Jungen: Derzeit konzentrieren sich 53,0 % der weiblichen Lehrlinge auf die zehn
von ihnen am stärksten besetzten Berufe. An erster Stelle steht der Beruf der medizinischen Fachangestellten,

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

49

gefolgt von der Bürokauffrau und der zahnmedizinischen
Fachangestellten. Favoriten bei den männlichen Azubis
sind der Kaufmann im Einzelhandel, der Kraftfahrzeugmechatroniker sowie der Beruf des Malers und Lackierers.
Es besteht also immer noch eine ausgeprägte Tendenz
zu „typischen Männerberufen“ und „typischen Frauenberufen“. Daran haben offensichtlich auch die alljährlichen
Aktionstage, die das Interesse an spezifischen Berufsfeldern des jeweils anderen Geschlechts wecken sollen
(„Girls‘ Day“, „Boys‘ Day“), nicht viel ändern können.
Tab. 24:
Die häufigsten Ausbildungsberufe
im Schuljahr 2013/14
Platz

Beruf

Schüler/-innen
abs.
%

Alle Berufsschüler/-innen
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10

Kaufmann/-frau im Einzelhandel
Bürokaufmann/-frau
Medizinische/r Fachangestellte/r
Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r
Maler/-in und Lackierer/-in FR Gestaltung und Instandhaltung
Verkäufer/-in
Fachkraft für Veranstaltungstechnik
Kraftfahrzeugmechatroniker/-in - Personenkraftwagentechnik
Friseur/-in
Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

372
356
270
229
216
215
214
210
186
184

5,5
5,3
4,0
3,4
3,2
3,2
3,2
3,1
2,8
2,7
36,4

212
207
207
202
184
162
155
139
134
120

5,5
5,4
5,4
5,3
4,8
4,2
4,0
3,6
3,5
3,1
44,8

268
237
225
160
158
111
109
105
83
82

9,2
8,2
7,8
5,5
5,4
3,8
3,8
3,6
2,9
2,8
53,0

Jungen
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10

Kaufmann im Einzelhandel
Kraftfahrzeugmechatroniker - Personenkraftwagentechnik
Maler und Lackierer FR Gestaltung und Instandhaltung
Fachkraft für Veranstaltungstechnik
Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Tischler
Elektroniker - Fachrichtung: Energie- und Gebäudetechnik
Verkäufer
Fachinformatiker FR Systemintegration
Elektroniker für Geräte und Systeme

Mädchen
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10

Medizinische Fachangestellte
Bürokauffrau
Zahnmedizinische Fachangestellte
Kauffrau im Einzelhandel
Friseurin
Fachangestellte für Bürokommunikation
Immobilienkauffrau
Fachverkäuferin Lebensmittelhandwerk - Bäckerei
Kauffrau für Bürokommunikation
Kauffrau für Marketingkommunikation

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt
(Schulstatistik)

50

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

7.2 Beruflicher Übergang
Definition:

Anteil der Schüler/-innen im beruflichen Übergangssystem an allen Schülern/-innen der beruflichen Schulen

Relevanz:

Im „beruflichen Übergangssystem“ nehmen Jugendliche
Qualifizierungsangebote wahr, die unterhalb einer qualifizierten Berufsausbildung liegen bzw. zu keinem anerkannten Ausbildungsabschluss führen. Sie zielen vielmehr auf eine Verbesserung der Vorqualifikation und der
Ausbildungsreife der Jugendlichen ab; teilweise können
allgemeinbildende Schulabschlüsse nachgeholt werden
oder auf einen mittleren Schulabschluss „aufgestockt“
werden.

Datenquelle:
Methodische Hinweise:

Hessisches Statistisches Landesamt (Schulstatistik)
Das „berufliche Übergangssystem“ wird durch folgende
Schulformen definiert:
• Berufsschule Vollzeit
• Berufsgrundbildungsjahr
• Besondere Bildungsgänge (Vollzeit oder Teilzeit)
• Einjährige höhere Berufsfachschule Vollzeit
• Zweijährige Berufsfachschule Vollzeit
Bezugsgröße ist die Gesamtheit aller Schüler/-innen an
beruflichen Schulen.

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

51

Tab. 25:
Schüler/-innen im beruflichen Übergangssystem
Von den Schüler/-innen werden im
beruflichen Übergangssystem unterrichtet
Schuljahr
2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2013/14

insgesamt
abs.
1 600
1 620
1 403
1 422
1 199
1 197
1 104
1 066
1 117
959
944

14,6
14,8
12,8
12,8
10,9
10,7
9,9
9,6
10,1
8,7
8,5

Jungen
%
15,9
15,8
13,7
14,2
12,2
11,5
10,9
11,2
11,6
10,2
10,2

Mädchen
13,1
13,7
11,6
11,0
9,4
9,7
8,6
7,6
8,3
6,9
6,4

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt
(Schulstatistik)

Bild 20:
Schüler/-innen im beruflichen Übergangssystem
20 %
15 %
10 %
5%
0%

insgesamt

Jungen

Mädchen

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt
(Schulstatistik)

In diesen Bildungsgängen befinden sich derzeit 8,5 %
aller Schüler/-innen an beruflichen Schulen - bei rückläufiger Tendenz in den letzten Jahren. Bei Jungen ist die
Quote höher als bei Mädchen, d. h. männliche Jugendliche haben größere Schwierigkeiten bei der Ausbildungsplatzsuche als weibliche und sind eher auf Förderung im beruflichen Übergang angewiesen.

52

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

8

Abschlüsse an beruflichen Schulen

8.1 Allgemeinbildende Abschlüsse
an beruflichen Schulen
Definition:

Anzahl und Art der allgemeinbildenden Schulabschlüsse,
die an beruflichen Schulen erworben werden

Relevanz:

Die beruflichen Schulen bieten viele unterschiedliche
Möglichkeiten, einen Abschluss zu erlangen. Unter anderem ist (an Fachoberschulen) der gezielte Erwerb der
(Fach-)Hochschulreife möglich. Zudem kann im Rahmen
der beruflichen Erstausbildung und der beruflichen Fortund Weiterbildung oftmals noch ein allgemeinbildender
Abschluss zusätzlich erworben werden.
Der Indikator gibt Auskunft über die „Durchlässigkeit“
des Bildungswesens, d. h. über die Möglichkeit, nach
Erwerb eines niedrigeren Schulabschlusses über das
berufliche Bildungswesen noch einen höheren Schulabschluss zu erwerben. Es wird angestrebt, möglichst vielen Schülerinnen und Schülern den Zugang zu höherer
Bildung zu ermöglichen, so dass eine hohe „Durchlässigkeit“ wünschenswert ist.

Datenquelle:
Methodische Hinweise:

Hessisches Statistisches Landesamt (Schulstatistik)
Der Indikator weist die Zahl und die Verteilung der in
Wiesbaden erworbenen Abschlüsse aus. Aufgrund des
großen Einzugsgebiets der beruflichen Schulen kann
über den Bildungsstand der in Wiesbaden ansässigen
Jugendlichen keine Aussage getroffen werden: 44 %
aller Schülerinnen und Schüler an beruflichen Schulen in
Wiesbaden wohnen außerhalb der Landeshauptstadt.

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

53

Tab. 26:
An beruflichen Schulen erworbene allgemeinbildende Schulabschlüsse
Schulabschlüsse
davon
Jahr

insgesamt
abs.

Hauptschulabschluss
abs.
%

Realschulabschluss
abs.
%

Fachhochschulreife
abs.
%

allgemeine
Hochschulreife
abs.
%

Insgesamt
2010
2011
2012
2013

760
838
893
989

75
92
102
103

9,9
11,0
11,4
10,4

119
148
118
186

15,7
17,7
13,2
18,8

456
471
564
531

60,0
56,2
63,2
53,7

110
127
109
169

14,5
15,2
12,2
17,1

235
239
287
281

56,0
51,6
59,5
52,5

78
90
78
95

18,6
19,4
16,2
17,8

221
232
277
250

65,0
61,9
67,4
55,1

32
37
31
74

9,4
9,9
7,5
16,3

Jungen
2010
2011
2012
2013

420
463
482
535

54
57
56
56

12,9
12,3
11,6
10,5

53
77
61
103

12,6
16,6
12,7
19,3

Mädchen
2010
2011
2012
2013

340
375
411
454

21
35
46
47

6,2
9,3
11,2
10,4

66
71
57
83

19,4
18,9
13,9
18,3

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt (Schulstatistik)

Bild 21:
An beruflichen Schulen erworbene
allgemeinbildende Schulabschlüsse
100 %
80 %
60 %
40 %
20 %
0%
2010

2011

2012

Hauptschulabschluss

Realschulabschluss

Fachhochschulreife

Allg. Hochschulreife

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt
(Schulstatistik)

2013

54

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

Die Zahl derer, die an den beruflichen Schulen einen
allgemeinbildenden Abschluss erwerben, nimmt seit Jahren kontinuierlich zu. Mit knapp 1 000 Abschlüssen (gegenüber 2 800 an allgemeinbildenden Schulen) haben
die beruflichen Schulen einen erheblichen Anteil an den
in Wiesbaden erreichten allgemeinbildenden Abschlüssen. Die Fachhochschulreife wird sogar an beruflichen
Schulen (darunter überwiegend an den Fachoberschulen) öfter erworben als an allgemeinbildenden Schulen.
Wichtig ist die nachqualifizierende Funktion der beruflichen Schulen auch für Schulabgänger/-innen ohne
Hauptschulabschluss, immerhin ca. 100 gelang es jeweils in den letzten Jahren, einen Schulabschluss quasi
im zweiten Anlauf zu erreichen. Zu berücksichtigen sind
allerdings die unterschiedlichen Einzugsgebiete der allgemeinbildenden und der beruflichen Schulen (vgl. methodische Hinweise).

9

Bewertung aus Sicht von Bildungsund Sozialplanung

Die Monitoringdaten geben einen hervorragenden Überblick über die Entwicklung der Bildungsteilhabe und der
formalen Bildungsabschlüsse von der Frühbildung bis
zum Übergang in die berufliche Bildung in Wiesbaden.
Insgesamt zeigt diese kommunale Bildungsbilanz eine
sehr erfolgreiche Entwicklung.
Bildungsteilhabe und Bildungsabschlüsse zeigen eine
klar steigende Tendenz. Die Bildungsteilhabe der jungen
Menschen in der Landeshauptstadt Wiesbaden steigt in
den letzten fünf Jahren (2008 bis 2013) deutlich an:
 in der frühkindlichen Bildung der unter 3-Jährigen um
70 %.
 im Elementarbereich der 3- bis 6-Jährigen, insbesondere im Bereich der ganztägigen Bildung (über 7
Stunden pro Tag) um 20 %.
 Die Nutzung der Tagesbetreuung der Grundschülerinnen und Grundschüler ist um 30 % angestiegen.
 Auch die Übergangsquoten auf weiterführende Schu-

 Monitoring zur Bildungsbeteiligung in Wiesbaden 2014

55

len, insbesondere auf Gymnasien, sind um 11 % auf
49 % der Übergänge von der Grundschule in den Sekundar-I-Bereich angestiegen.
• Diesem Trend folgt auch eine deutliche Expansion
des Abschlussniveaus der allgemeinbildenden Schulen in Wiesbaden. Seit 2010 ist der Anteil der Absolventinnen und Absolventen mit einer (Fach)Hochschulreife um 19 % auf knapp 45 % geklettert. Gleichzeitig ist die Zahl der Absolventinnen und Absolventen
ohne Schulabschluss von 7,8 % auf 5,5 % zurückgegangen.
Trotz dieser eindrucksvoll positiven Bildungsbilanz dürfen die nach wie vor bestehenden Probleme der sozialen
Selektivität des Bildungssystems nicht unterschlagen
werden. Insbesondere die soziale Schichtzugehörigkeit
entscheidet in Deutschland wie in Wiesbaden nach wie
vor maßgeblich über Bildungsteilhabe und insbesondere
Bildungserfolg. So zeigen sich z. B. bei der Bildungsteilhabe in der 8. Klasse gravierende Differenzen:
• Stadtteile mit hohen sozialen Bedarfslagen (insbesondere Einkommensarmut und Arbeitslosigkeit) haben mit 24 % weniger als halb so hohe Gymnasialquoten wie Stadtteile mit niedrigen sozialen Bedarfslagen (fast 53 %).
• Auch der Förderschulbesuch folgt diesem Muster. In
Stadtteilen mit hohen sozialen Bedarfslagen liegt die
Förderschulquote in der 8. Klasse bei 5,5 %, in Gebieten mit niedrigen sozialen Bedarfslagen bei 1,5 %.
Es ist die besondere Aufgabe der kommunalen Politik,
diese soziale Selektivität des Bildungssystems zu mildern und verstärkt Bildungschancen für Benachteiligte zu
eröffnen:
Im Auftrag der städtischen Gremien haben ressort- und
trägerübergreifende Arbeitsgruppen und ein Fachbeirat
aus diesem Grunde ein Handlungsprogramm zum Abbau
herkunftsbedingter Bildungsbenachteiligung entwickelt
und in verschiedenen Feldern konkrete Maßnahmen
bereits umgesetzt oder auf den Weg gebracht:

56

Amt für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, Wiesbaden

Exemplarisch zu nennen sind hier die zielgruppenorientierte Elternbildung und die Kinder-Eltern-Zentren (KiEZe), der zielgerichtete quantitative und qualitative Ausbau der Frühbildung und Kindertagesbetreuung, sei es in
Kindertagespflege, Kindertagesstätten, Betreuenden
Grundschulen, Ganztagsschulen oder schulischen Betreuungsangeboten kleiner Träger. Die Schulsozialarbeit
mit dem Kompetenz-Entwicklungs-Programm im Übergang Schule – Beruf ist hier ebenso zu nennen wie das
städtische Sanierungs- bzw. Modernisierungsprogramm
für die Schulbauten oder die Modellregion Inklusion.
Für besonders Benachteiligte sichert das sogenannte
Bildungspaket finanzielle Unterstützung für Schulmaterialien, schulisches Mittagessen, Klassenfahrten und
nicht zuletzt Lernförderangeboten zur Vermeidung von
Abbrüchen oder Nichtversetzungen. Schulpaten und die
Landeshauptstadt finanzieren unbürokratische Förderund Unterstützungsangebote.
Diese vielfältigen Beispiele zeigen einerseits das hohe
Engagement von Schulen, Stadtverwaltung, Trägern und
Zivilgesellschaft. Andererseits verweisen die vorliegenden Monitoringdaten auf einen immensen Handlungsbedarf zur Verbesserung der Chancengerechtigkeit bei der
Bildungsteilhabe und dem Bildungserfolg der jungen
Menschen in unserer Stadt.

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Amt für Strategische Steuerung,
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