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und grüsstentheils ungedruckten Nachrichten, mit Benutzung der in Küsters Berlin und in andern
Werken gegebenen Nachweisungen zusammengestellt worden. Der Mühlenhofsehe Amtshauptmann,
bis 1680 auch l\lühlenhauptmann genannt, wurde nach seiner Stellung in der Residenz gewöhnlich
auch schon zu einer Zeit, als seine \Vürde noch ein Amt war, zu wichtigeren Staatsbedienungen
und zu Hofamtern berufen; später, als sein Amt nur noch eine Würde war, verlieh man sie
immer höheren verdienten Civil- und besonders l\Iilitair- Bedienten, so dass wir in diesem Ver-
zeichnisse nicht wenigen, dem Kenner einheimischer Geschichte wohlbekannten lHännern begegnen
werden.
1) Caspar von Klitzing, etwa 1530, wird in Seydels Bildersammlung von Küster S. 67.
erwahnt.
2) Christoph von T h ii m e n (auch Christoph Tbcurnen genannt) zugleich Chorfürstlicher
Rath, unter Joachim II., cfr. Küster A. u. N. Berlin, Th. 111. S. 24 7.
3) Sirnon Gottstieg oder Gottstei~, Churfiirstlicher Rath, kommt 1571. in einer Coolir-
rnation Churfürst' s Johann Georg als "Unser Amtmann ulfrn l\löllenhofe und lieber Ge-
treuer" vor, auch 1574 im Cöllnischen Schöppenbuche als "Hauptmann uf 1\lüllenhoff."
Nach Küster A. u. N. Berlin, Th. II. S. 937 war er 1574 einer von den drei erst-
ernannten Aufsehern des damals im Grauen Kloster errichteten Gymnasii. •
4) Heinrich von Vorhauer (vorllawer), auf Gandikow und Drenow Erbgesessen, 1571
Hauptmann zu Damm, findet sich in den Acten seit 1580 als Hauptmann zu Mühlenhof
und l'tlühlenbeck, und starb 159<1. ...rr. Wohlbrück Lcbu", Tb. III :S. [)i.:$5; Fischbach
historisch politische Beiträge, Th. III S. 480.
5) Johann von Reinspergk, gewöhnlich Jahn von Reinspergk und Jahn Reinsperger, ist
aus den Acten als Amtshauptmann von 1593 Februar bis 1598 Februar nachzuweisen.
6) Baizer (Balthasar) von Sc h 1 i eben, Chorfürstlicher Oberschenk, war 1603 Amtshaupt-
mann, findet sich 1618 als Schlosshauptmann, und starb als letzterer 1639 Septbr. 25.
cfr. Küster A. u. N. Berlin, Th. I, S. 331 und 473.
7) Antonius von Panwitz zeigt sich als A. H. von 1612 Septbr. bis 1614.
8) Christoph von Blumen t h a l (auch Bluemendahl geschrieben) zuerst Churf. Hofjunker,
dann Churf. Fischmeister, findet sich actenmässig als A. H. von 1616 Aug. bis 1620
Febr., und starb 1625 Octbr. 1. Sein Sohn, von seiner Gattin Dorothea von Hacke,
war der bekannte Joa('him Friedrich Freiherr von Blumenthai, als Wirklicher Geheimer
Ratlt und Stalthalter von Halberstadt 1657 verstorben. cfr. Küster, I. c. Th I, S. 312,
Th. III, S. 295. Fischbach hist. pol. Beitriige, Th. II, S. 493.
9) Johann von \V il m erst o rf f, auf Schmargendorf und Teltow Erbgesessen, auch Churf.
Ober- Amtskammer- Rath, früher, 1616, Kammergerichts- Rath, findet sich als A. H. von
1626 bis 1632 Apr. Er starb etwa 1637, und in den Unruhen des Krieges blieb die
Stelle mehrere Jahre unbesetzt und wurde von den Amtsschreibern auf beiden Aemtern
versehen.
1 0) Zacharias "Friedrich von Go eh: e n (Goetze), wahrscheinlich ein Sohn des Kanzlers Si-
gismund von Goetzen, auf Rosentbal, später auch auf Hermsdorf, T egel und Pinnow ge-
sessen, erscheint vom Jan. 1642 bis zum Novbr. 1681 - fast 40 Jahre - ununter-
brochen als ein sehr thätiger und umsichtiger Hauptmann der beiden Aemter Mühlenhof
und lllültlenheck. Er wurde daneben 1650 Kammerherr, 1650 bis wahrscheinlich 1675
Schlos~hauptmann, 1660 Oberhofmeister Jer regierenden Churfürstin, und vorn grossen Chur-
fürsten nach lHyl, C. C. lH. Th. IV. Sect. IV. Nr. 20, mit Entwerfung einer Verordnung
über das lHühlenwesen 1665 beauftragt. (cfr. auch König historische Schilderung von
Berlin, Th. II, S. 293.)
11) Friedrirh Ludwig Rudolf von Ca n i t z, Kammerherr, Geheimer, auch Hof- und Legations-
ralb, seit 1697 Wirklicher Geheimer (Staats-) Rath, fungirte schon 1683, und erhielt