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Volume Nr. 22

Full text: Zentralblatt der Bauverwaltung vereinigt mit Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Issue 1931 (Public Domain)

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Abb.2, Widerlager, Viergurtbrücke (l. o.) Dreigurtbrücke (r. o.) 
Abb. 3. Unteransicht der Fahrbahn. 
die erhöhten Spannungen zugelassen werden. Der Quer 
verband vermittelt den Ausgleich der Untergurtspannungen. 
Durch die Brüekenbreite von 13,5 m ist eine große Seiten 
steifigkeit erzielt, da l : b = 78 m: 13,5 m ^ nur 5,8 ist. 
Zu der baulichen Durchbildung ist folgendes zu sagen: 
Die Fahrbahnlängsträger sind durch Laschen oben verbunden 
und auf Konsolen abgestützt. Ein möglichst hochliegender 
Schlingerverband und 3 Querverbände sind bei der Lange 
von 13 m nötig (Abb. 3). Die 13,5 m langen Querträger 
(Abb. 3) sind mit geknickter oberer Lamelle und unterem 
Knotenblech an den Untergurt angeschlossen. Der Untergurt 
(Abb. 3 u. 4) hat im Gegensatz zu bisherigen Ausführungen 
von Brücken gleicher Größe einen kastenförmigen Querschnitt, 
bei dem alle Winkel nach innen und die Knotenbleche nach 
außen gelegt sind. Die dem Rosten ausgesetzte Fläche wird 
durch Vermeidung der vielen Ecken und Kanten verringert 
und das Bauwerk bekommt ein ruhiges, flächiges Aussehen 
(Abb. 8). 
Der Obergurt hat geneigte Außenflächen (s. Abb. 6 u. 7). 
Auch hier sind alle Profile nach innen verlegt. Die oberen 
Innenwinkel sind warm aufgebogen worden. Entsprechend 
den Viergurtbrücken sind 4 Knotenbleche mit einem Mittelsteg 
beibchalten worden. Die inneren Knotenbleche sind ab 
geknickt. 
Die Eüllstäbe sind wie bisher ausgebildet worden. 
An den Lagern (s. Abb. 5) wurde der Oberteil entsprechend 
der geneigten Lage des Untergurts abgeschrägt ausgebildet. 
Der Seitenschub der Hauptträger infolge der geneigten Lage 
beträgt etwa 300 t und wird durch eine besondere Lamelle 
am Endquerträger (s. Abb. 4) aufgenommen, so daß die Lager 
nur lotrechten Druck erhalten. 
Die Aufstellung der Fahrbahn und des Untergurts ge 
schah mittels eines niedrigen. Portalkrans. Der Obergurt 
wurde in drei Teilen, einem rd. 43 m langen Mittelteil und 
zwei etwa 11 m langen Endstücken zur Baustelle befördert 
und an zwei Hilfsböcken auf die endgültige Höhe gezogen. 
Von den Seiten konnten nun die Füllstäbe mit einem kleinen 
Schwenkkran eingelegt und die Außenknotenbleche aufgebracht 
werden. Für das Hochziehen der Endstücke des Obergurts 
mußten die Böcke je um ein Feld versetzt werden (s. Abb. 6). 
Die Gesamtaufstellung hat keinerlei Schwierigkeiten ver 
ursacht, doch dürfte es sich vielleicht empfehlen, an Stelle 
Abb. 4. Untergurt, 
Abb. 5. Auflager.
	        
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