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Volume Nr. 51

Full text: Zentralblatt der Bauverwaltung vereinigt mit Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Issue 1931 (Public Domain)

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Abb. 3. Ansicht der Brücke. Größte Durchfahrthöhe 41,15 
durch 4,25 m hoho Stahlblechmantel zwischen Niedrig- und 
Hoch wassergrenze geschützt. Die Montage der Hubbrücke 
wurde im freien Vorbau durchgeführt, wozu auf der Pennsylva 
nia-Seite ein Gerüstpfeiler beim Knotenpunkt VI und auf der 
Neujersey-Seite bei VI an Stelle des Gerüstpfeilers eine weitere 
Reihe Montagekabel Verwendung fanden. 
m. 
Das gesamte Bauwerk ist durch und durch feuerfest, 
sämtliches Stahlwerk erhielt einen Aluminiumanstrich. Bau 
herr der Brücke war die Burlington-Bristol Bridge Co. Als 
beratende Ingenieure waren Ash-Howard-Needles and Tammen, 
Neuyork, tätig. Generalunternehmer war The McClintic- 
Marshall Co., Pittsburgh, Pa. Ta. 
MITTEILUNGEN. 
Richard Eger f- 
In aller Stille ist am 19. November d. J. der Oberbaurat i. R. 
Geheimer Baurat Eger in Berlin-Dahlem, Ehrenbürger der 
Technischen Hochschule Berlin, im 83. Lebensjahre von uns 
geschieden. Vier Jahrzehnte lang hat er seine fleißige Feder 
der Mitarbeit am Zentralblatt auf den verschiedensten Gebieten 
(Versuchswesen, amerikanischer Wasserbau, Erfindungen) ge 
widmet, insbesondere in der Zeit seiner Tätigkeit als ständiger 
Hilfsarbeiter im früheren preußischen Ministerium der öffent 
lichen Arbeiten. Zu seinem achtzigsten Geburtstag ist dieser 
schriftstellerischen Arbeiten ehrend gedacht worden 1 ). Der 
w r eite Kreis von «älteren Wasserbaubeamten, die ihm im Leben 
nähergetreten sind, wird dem zuverlässigen Manne ein treues 
Andenken bewahren. 
Hochschulen. 
Technische Hochschule Aachen. 
Der Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung hat 
den Dr. phil. Walter Fuchs aus Berlin-Weißensee zum ordent 
lichen Professor ernannt und ihn zum J. April 1932 auf den 
Lehrstuhl für Technische Chemie der Technischen Hochschule 
Aachen berufen, ferner den Privatdozent für Bergschadenkunde 
bei der Fakultät für Stoffwirtschaft dieser Hochschule, Dr. phil. 
Karl Oberste-Brink aus Essen, zum nichtbeamteten außer 
ordentlichen Professor ernannt. 
Ausstellungen, Vereine. 
Das zeitgemäße Gebrauchsgerät. 
Im Anschluß an die Ausstellung über dieses Thema im ehe 
maligen Kunstgewerbemuseum Berlin (vgl. S. 560 d. Bl.) ver 
anstaltet die staatliche Kunstbibliothek drei Vorträge mit 
Lichtbildern, jeweils Montag abends 8 Uhr im Hörsaal Prinz- 
Albrecht-Straße 7a. Es werden sprechen: am 30. November 
Dr. Justus Bier, Hannover, über „Standardform im Ge 
brauchsgerät“; am 7. Dezember Dr. Wilhelm Lotz, Berlin, 
über „Ware und Wirtschaft“; am 14. Dezember Wilhelm 
Wagenfeld, Weimar, über „Handwerk und Industrie“. 
Werkbund-Ausstellung „Wohhbedarf“ 1932. 
Der Deutsche Werkbund wird im Frühjahr 1932 in Stuttgart 
unter in- und ausländischer Beteiligung eine größere Veran 
staltung unter d.;m Titel Werkbund-Ausstellung „Wohnbedarf“, 
Typ und Standard 1932, durchführen. Folgende Gebiete sollen 
behandelt werden: Bodenbelag, Wandbekleidung, Möbel, 
Textilien, Beleuchtung, Heizung. Beschläge und Armaturen, 
Glas, Porzellan, Bestecke, Bedienungsgerät für den Haushalt 
(Metall- und Holzgerät, elektrische Apparate, hygienische Ein 
richtungen). Die Ausstellung will die Gestaltungsmöglichkeiten 
zeigen, die in der Serienherstellung der Gegenstände des täg 
lichen Gebrauchs gegeben sind bei äußerster Herabdrückung 
der Gestehungskosten. 
•) Vgl. Jahr*. 1929 <1. Bl., S. 245. 
Ausstellung für Anbauhaus, Kleingarten und Wochenende 
Berlin 1932. 
Das Berliner Ausstellungs- und Messeamt plant für die Zeit 
vom 14. Mai bis 7. August 1932 eine Sommerschau „Sonne, 
Luft und Haus für Alle!“ auf dem Ausstellungsgelände am 
Funkturm. Die Ausstellung soll folgende Abteilungen um 
fassen: A. Das Anbauhaus „Das Haus für Alle“ (verschiedene 
Wohntypen in natürlicher Größe auf dem Freigelände mit 
bindenden Angeboten für bestimmte Siedlungsgelände, Plänen, 
Kosten und Materialschau; Ausstellung der Ergebnisse des 
Wettbewerbes für ein Anbauhaus, vgl. S. 647 d. Bl.) t B, Der 
Kleingarten (Bedeutung für Körper- und Geisteskultur und in 
volkswirtschaftlicher Hinsicht; Darstellung der Einrichtungs 
kosten, der jährlichen Ausgaben, der Arbeitszeit und des Er 
trages; städtebauliche Bedeutung; „fliegende“ und Dauer 
kleingartengebiete; Finanzierung; gesetzliche Grundlagen). 
C. Das Wochenende (u. a. historische Abteilung, Hygiene, Sport, 
Wochenendhaus, Wochenendgarten). 
Technische Hochschule Berlin. 
Das Architekturmuseum zeigte eine Ausstellung von Aquarellen 
des Geheimen Oberbaurats Arthur Kickton, die — Ernte 
einer reichen und am Schönen begeisterten Lebensarbeit — 
einer Darstellung der Beziehung vom Bauwerk zur Natur 
gewidmet sind in dem besonderen Sinne, wie sie der Architekt 
sieht und für seine Zwecke festzuhalten wünscht. Die Aus 
stellung wurde ergänzt durch Studien und Entwürfe des 
Architekten B.D.A. Heinrich Schmieden und eine Reihe 
frischer Blei- und Farbskizzen, die Regierungsbaumeister 
Wilhelm Seeger von einer Studienreise aus Spanien mit 
gebracht hat. 
Der Architekten- und Ingenieur-Verein Berlin 
(Bezirksverein der Deutschen Gesellschaft für Bauwesen) 
hat in diesem Herbst eine Vortragsreihe über Fragen der 
Bauwirtschaft veranstaltet. In der Vortragsreihe sprachen: 
Stadtbaurat Dr.-Ing. Martin Wagner über „Die Zukunft der 
deutschen Bauwirtschaft“, Oberregierungsrat Dr. Wilder- 
muth, Direktor der Deutschen Bau- und Bodenbank, über 
„Umwandlung der Hauszinssteuer“, Regierungsbaumeister a.D. 
Gustav Langen über „Die Krise im Bau- und Siedlungs 
wesen“, Regierungsbaumeister a. D. Bruno Ahrends über 
„Probleme des neuen Bauens auf dem Lande“ und Dr. jur. 
Lubowski, Syndikus der preußischen Landespfandbrief - 
anstalt, über „Gestaltung und Finanzierung des zukünftigen 
Wohnungsbaues“. 
Im Anschluß an den letzten Vortrag wurde folgende Ent 
schließung gefaßt, die den zuständigen Reichs- und Staats 
ministerien übersandt wurde: „Ein Volk, das lebt, baut! 
Auch ein Volk, das unter schwierigen Verhältnissen zu leben 
gezwungen wird, muß bauen. Denn es kann angesichts der 
notwendigen Einschränkungen und ihrer Folgen erst recht 
nicht die befruchtende Wirkung entbehren, die jede Bau
	        
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