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Volume Nr. 48

Full text: Zentralblatt der Bauverwaltung vereinigt mit Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Issue 1931 (Public Domain)

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1. Gute Stube 
2. Flur, Treppe 
3. Schlafstube 
4. Wohnstube 
5. Koch- und Futterküche 
fl. Vorratskammer 
7. JungviehstaU 
8. Pferdestull 
9. Schweinestall 
10. Kuhstall 
11. Tenne mit 
12- Arbeitsplatz 
13. Hansen 
15. Dünger-Hängebahn 
16. Futtergang 
Abb. 3. 
15 Hektar-Stelle (Nr. 4). Entwurf Krüger-Kannenbery. 
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1 bis 4 im Kellergeschoß, 
5. Kochküche, 6. Futterküche, 7. Speisekammer, 8. Wand 
schrank, 9. Wohnzimmer, 10. Schlafzimmer, 11. Gute Stube, 
12. Flur, 13. Eingebauter Schrank, 14. ZuchlSchweineStall, 
15. HühnerstaU und Torfklosett, 17. Mastschweinestall, 
IS. Neben- und Kellertreppe, 19. Pferdestull, 20. Gang, 
21. Kuhslall, 21a. Jungvieh, 21b. Saugkalb, 22. Futtergang, 
23. Futter schacht. 
Abb. 4. 15 Hektar-Stelle (Nr. 8). Entwurf Ahrends. 
Abb. 5. Weidewirtschafts-Stelle (Nr. 11). Entwurf Roder. 
1 bis 3 Kellergeschoß 
4. Wohntreppe 
ö. Eingangsflur 
C. Oute Stube 
7. Schlafstube 
8. Wohnstube 
9. Knchkilche 
10. Futterküche 
11. Nebeneingang 
12. Krause 
13. Abort 
14. Speisekammer 
15. Kellertreppe 
IG. Silo 
17 a. Pferdestull 
17 b. Hühnerstall 
17 c. Schweinestull 
18. Tenne 
19. Kuhstall 
20 a. JungviehstaU 
20 b. Kälberslull 
21. Wagenschuppen 
Es wäre sicher sehr interessant, gewesen, 
neben den neuartigen Bauten auch ein 
zelne alte Lösungen in den bisher üb 
lichen Konstruktionen, etwa mit der 30 cm 
starken Ziegelwand, zum Vergleich zu 
stellen und eine Kritik der Besucher über 
das Alte und Neue herbeizuführen. Aber 
wenn einzelne Kreise die ganze Bauaus 
stellung schon als eine gewisse Verschwen 
dung betrachten, so wäre das Errichten 
eines Ausstellungsbaues, in dem nichts 
neues gezeigt wurde, mit Sicherheit eine 
Verschwendung gewesen. Wer sich über den 
Stand des Siedlungsbaus bis zum Juli 1931 
unterrichten will, der findet in den Bauten 
der letzten Jahre auf dem Lande ja hin 
reichend Beispiele, 
a) Die Planung. 
In den ländlichen Siedlungen finden 
sich Bauten von 15 Hektar- und 
7,5 Hektar - Stellen, Weidewirtschafts- 
Stellen, Landarbeiter- oder Handwerker- 
Stellen. 
Am umstrittensten war die Planung der 
15 Hektar-Stelle, und sie wurde auf der 
Ausstellung darum in drei verschiedenen 
Ausführungen gezeigt (Abb. 3, 4 und 6). 
Bei zwei Gehöften (T yp Krügerj Kannen - 
berg und Typ Ahrends, Abb. 3 und 4) 
wurden Wohn teil, Stall und Scheune unter 
einem Dache vereinigt. Bei dem dritten 
(Typ Klement, Abb. 6) war die Scheune 
abgetrennt. Der Typ Krüger/Kannenberg 
versuchte eine möglichste Konzentration 
des Grundrisses und weitgehendste Kosten 
verbilligung, unter Verzicht der Unter 
bringung der drei Viehgattungen in be 
sonderen Ställen, während der Typ 
Ahrends gerade auf diese Unterbringung 
des Viehes in abgetrennten Stallungen, 
auf möglichste Erweiterungsfähigkeit und 
leichteste Bewirtschaftung besonderen 
Wert legte. Bei dem Typ Klement wirkte 
sich das im Gegensatz zu den anderen 
flach gedeckten Bauten gewählte Steil 
dach darin aus, daß der Schüttboden erst 
über dem Obergeschoß lag und die Aus 
baufähigkeit des Obergeschosses eine er 
heblich geringere ist als bei den vor 
genannten. 
Der vierte Bau (Weidewirtschafts-Stelle 
mich dem Entwurf Roder, Abb. 5) wollte 
eine Lösung für einen im wesentlichen 
Milchwirtschaft und Viehzucht treibenden 
Bauern riiit etwa 25ha Land und 20 Kühen 
geben. Der Grundriß schloß sich den 
in Holstein oft ausgeführten Grundriß 
lösungen an, zeigte darüber hinaus in 
der Futtertennc den Einbau von zwei 
größeren Futtersilos. 
Die Abb, 7 zeigt den Grundriß einer 
Halbbauern-Stelle nach dem Entwurf Kle 
ment für 7,5 ha (1 Pferd). 
Dann folgte das Gehöft einer „Aus 
bau-Stelle“ (Entwurf Homann fAhrends, 
Abb. 9). Das Projekt wurde nach den 
Richtlinien des Reichsarbeitsministeriuras 
vom Herbst 1930 entworfen, beschränkte 
Wohnteil und Stall auf das äußerste und 
verlangte auch zunächst einen Verzicht 
auf eine feste Scheune. 
Schließlich als letztes Gehöft der rein 
bäuerlichen Siedlung das Beispiel einer 
Imp darbeiter-Stelle für y 2 bis 1 ha Land 
(Abb. 8). 
Der Landarbeiter ist auf zusätzlichen 
Verdienst angewiesen und hat in seinem 
kleinen Stall nur eine Ziege (oder auch eine 
Kuh) und einige Schweine und Hühner 
unterzubringen. Hieraus ergab sich ein 
Bau mit zwei Stuben und Kochnische 
im Erdgeschoß, zwei ausbaufähigen Räu 
men im Obergeschoß, über dem kleinen 
Stall ein Heuboden. Die Kosten eines der-
	        
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