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Volume Nr. 36

Full text: Zentralblatt der Bauverwaltung vereinigt mit Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Issue 1931 (Public Domain)

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gebiet am 8., im Wesergebiet am 7. und 8. und im Rhein? 
gebiet am 7. und 20. Juli gemessen. 
Während sich im Memel- und Pregelgebiet die Wasserstände 
ohne erhebliche Schwankungen im Bereich zwischen Mittel- 
niedrig- und Mittelwasser hielten, lagen sie' im Weichselgebiet 
in der Nähe des mittleren Niedrigwassers und zeitweilig in 
der zweiten Monathälfte sogar darunter. An der Oder, Elbe, 
Weser und Ems wurden vorwiegend Wasserstände zwischen 
Mittelniedrig- und Mittelwasser beobachtet. Leichte An 
schwellungen, bei denen die Pegelstände bis auf Mittelwasser 
und etwas darüber gehoben wurden, hatte die Oder in der 
zweiten und die Elbe in der ersten Julihälfte. Die Weser und 
Aller hatten zwei solcher leichten Wellen. Der Rhein und seine 
Nebenflüsse führten für die Jahreszeit verhältnismäßig viel 
Wasser. Bei Kaub und bei Köln hielten sich die Wasserstände 
zwischen Mittel- und Mittelhochwasser. Heftige Gewittergüsse 
riefen im Neckar mehrere Anschwellungen hervor, von denen 
die dritte am 20. Juli bis zur Höhe eines mittleren Hochwassers 
auf lief. Der Beckeninhalt des Waldecker Stausees nahm im 
Laufe des Monats von 200 auf 189 Millionen cbm ab. 
Wie aus der Zahlentafel hervorgeht, liegen die Monatmittel 
für Juli an der Memel, Weichsel, Oder, Elbe, Spree und Ems 
unter und in den übrigen Flußgebieten über dem entsprechen 
den langjährigen Durchschnitt. Dr. W. Friedrich. 
Wasserstände im Juli 1931. 
Gewässer 
Pegelstelle 
Ji 
NW 
ili 1931 
MW 
Juli 
96/25*) 
Jahresmittel 
96/25*) 
MW 
HW 
MNW 
MW 
MHW 
Memel .. 
Tilsit .......... 
108 
121 
138 
139 
76 
242 
610 
Weichsel. 
Kurzebrack .... 
16 
35 
62 
150 
25 
181 
526 
Oder .... 
Ratibor 
71 
96 
290 
177 
80 
178 
601 
Frankfurt 
61 
72 
110 
129 
51 
160 
370 
Warthe .. 
Landsberg 
11 
29 
45 
7 
—36 
66 
252 
Netze.... 
Verdamm 
—42 
—3 
50 
—17 
—45 
28 
140 
Elbe 
41 
91 
173 
115 
23 
172 
454 
Wittenberge .... 
93 
126 
176 
126 
43 
187 
441 
Saale ... 
Trotha U. P. ,,, 
140 
178 
236 
170 
117 
210 
484 
Havel ... 
Spandau U. P. . 
36 
56 
76 
47 
22 
74 
143 
Spree ... 
Kersdorf U. P. . 
179 
193 
206 
200 
178 
225 
306 
Weser . . . 
Minden 
190 
228 
279 
209 
163 
264 
565 
Aller .... 
Westen 
185 
283 
360 
228 
181 
287 
480 
Ems .... 
Greven 
10 
49 
96 
53 
—10 
168 
567 
Rhein ... 
Maxau 
531 
•581 
657 
502 
290 
429 
661 
Kaub 
285 
347 
451 
274 
101 
236 
522 
Köln 
259 
327 
446 
266 
76 
256 
643 
Main .... 
Wertheim 
114 
149 
202 
116 
83 
158 
422 
Mosel ,., 
Trier 
20 
65 
189 
36 
—5 
101 
476 
*) Bel Kersdorf 1914/25 
TECHNISCHE NEUERUNGEN. 
Linoldeckschienen und Putzschienen. 
Neukonstruktionen von Prof. Ernst N e uf e r t, Gelmeroda-Berlin. 
Die auf Seite 275, Heft 18/1931 beschriebene Linoldeckschiene 
von Neufert (die Abbildung stand infolge eines Versehens 
der Druckerei auf dem Kopf) kann ohne den losen Teil auch 
als Putzabschluß und Anschluß einer Hohlkehle aus Steinholz 
estrich oder dergleichen verwendet werden (Abb. 1). Weitere 
Verwendungsmöglichkeiten ohne den losen Teil ergeben sich 
beim Übergang von einer stärkeren in eine schwächere Putz 
schicht (Abb. 2) oder bei größeren einheitlichen Putzflächen, 
wenn auf Genauigkeit der Ausführung besonderer Wert ge 
legt wird (Abb. 3). Eine Weiterentwicklung der Linoldeck 
schiene zeigt Abb. 4 („Linoldeckschiene dübellos“). Bei 
dieser Schiene Bind Dübel zur Befestigung nicht mehr er 
forderlich. Die Schiene wird zunächst durch Nägel, die in 
die Mauerfugen geschlagen werden, nachher hauptsächlich 
durch den Putz und den Estrich festgehalten. Die Deck- 
schione wird katsiliert (Kadmium und Silber) und dadurch 
rostsicher gemacht. Die Schrauben, mit denen der lose Teil 
befestigt wird, schließen bündig mit der Deckschiene ah, was 
vorteilhaft für die Reinigung ist. G. 
Ein ausschwenkbares Schiebefenster. (D. R. P.) 
Die Konstruktion des neuen Fensters ist in den Abbil 
dungen 1—3 im Schema dargestellt. Übertragende Zahnräder 
(i) an den seitlichen Fensterzargen bewirken ein gegenseitig 
ausbalanciertesVerscbieben der Fensterflügel, die an den Seiten 
kanten ihrer Rahmen mit Zahnstangen versehen sind, welche 
mit den von ihnen eingeschlossenen Zahnrädern Zahnradtriebe 
bilden. Aus der geschlossenen Fensterstellung (Abb. 1) gehen 
die Flügel in die geöffnete Fenstcrstellung (Abb. 2), indem sie 
sich auf Mitte zusammenschieben. In dieser Stellung können 
die Flügel verbleiben, und das Fenster bewirkt so, durch die 
entstandene untere und obere Öffnung, eine gute Luftzirku 
lation. Soll das Fenster ganz geöffnet werden, so können die 
Flügel, die ihre sich nur auf etwa halbe Flügelhöhe erstreckenden 
Führungen verlassen haben, mit den Achsen der Zahnräder als 
Schwenkachsen in die horizontale Lage umgelegt werden 
(Abb. 3). Die Flügel haben sich für diese Schwenkung, bei der 
sie die Bindungen mit der Fensterzarge verlassen, durch Haken, 
(n) selbsttätig zusammengekuppelt. Durch den wechsel 
seitigen Nut- und Federeingriff der Fensterführung (b, a 
bzw, e, f) und die Anschläge (h) an der Zarge ist eine absolute 
Fensterdichtung gewährleistet. Da die ausgesohwenkten Flügel
	        
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