Path:
Volume Nr. 17

Full text: Zentralblatt der Bauverwaltung vereinigt mit Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Issue 1931 (Public Domain)

255 
Modell der Gesamtanlage. 
kleinen, in diesem Geschoß nötigen Hörsaal genügte ge 
wöhnliche Geschoßhöhe. Zu seiner höchsten Stelle, dem 
Studenteneingang, führt eine Schräge, die auch nach dem 
offenen, allen Studenten zugänglichen niedrigen Samm 
lungsraum führt. Her Langbau hat Mittelflur mit Kopf- 
licht und Licht vom Treppenhaus am Ende, außerdem 
seitliche Fluroberlichte. Dieser Mittelflur, der entgegen 
manchen Bedenken taghell und gut entlüftbar ist, er 
möglicht eine kompakte Nebeneinanderstellung von Räu 
men, die untereinander enge Beziehung haben müssen. 
Der Hörsaal im zweiten Obergeschoß hebt sich mit seiner 
größeren Höhe über den Gesamtbau heraus und verstärkt 
den vertikalen Abschluß des Langbaues an der Eingang 
seite. Die Studierenden betreten den Hörsaal, wie im Bau 
programm gefordert, auf der höchsten Stufe des Hörsaales 
hinter der letzten Sitzreihe, während der Dozent aus den 
Experimentierräumen seines abgeschlossenen Institutes 
direkt neben dem Vortragtisch den Saal betritt. Die 
Höhendifferenzen werden vom Treppenhaus selbst aus 
geglichen, in dem die Studenteneingänge an den hell er 
leuchteten, entsprechend vergrößerten Podesten hegen. 
Trotz der verschiedenen Höhen harmoniert das Treppen 
haus mit den Fenstern der Geschosse. 
KONSTRUKTIONSSYSTEM. 
Da ebene Decken erwünscht waren, wurde die Pohl 
manndecke gewählt, die bei der großen Spannweite ohne 
Unterzüge wirtschaftlieh ist. Die Tragkonstruktion besteht 
aus Eisenbetonsäulen mit Pohlmanndecken. Die Stein 
brüstungen und Außenwände werden von der Eisenbeton 
konstruktion getragen, um verschiedenartiges Setzen zu 
vermeiden und den Bau schneller hochführen zu können. 
Die Außenwände bestehen aus gelben hartgebrannten 
Steinen aus der Ziegelei Hohenbüchen bei Hannover in 
12 cm Stärke als Wetterschutz, einem dann folgenden Luft 
raum von 6 cm und einer inneren 12 cm starken Leicht 
wand aus porösen Lochsteinen. Die äußeren und inneren 
Steinschalen sind durch stärkere, verzinkte gekreuzte Eisen- 
drahte miteinander zu einer statischen Einheit sicher 
■==-1 
1 A 
7* 
' 
e 
9 4 
L 
d 
1 * 1 
r 
. 
3 
.... 
r 
a Heizung und Kohlenraum, 
b Hausmannswohnung, 
c Räume de» Optischen Instituts, 
d Hörsaal des Optischen Instituts, 
e Mathematisches Institut mit 
kleinem Hörsaal in normaler 
Geschoßhöhe. 
1 Niedriger Sammlungsraum des 
Mathematischen Instituts. 
g Schräge zum Sammlungsraum, 
h Instituträume für angewandte 
Mathematik. 
i Großer Hörsaal für Mathematik. 
I Haupteingang, 
o Kino-Projektionsraum, 
p Entlüftung sauf bau und Austritt 
zum Dach. 
Schnitt a—a durch den Hörsaalflüget. M. 1: 300.
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.