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Volume Nr. 32

Full text: Zentralblatt der Bauverwaltung vereinigt mit Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Issue 1931 (Public Domain)

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das Gesehene in den — auch auf Freemans Betreiben errich 
teten — neuen Versuchsanstalten der Mississippi-River- 
Kommission in Memphis und des Bureau of Standarte in 
Washington C. D. anwenden sollen. Freeman ist es auch, 
der in jungen Jahren selbst wertvolle Arbeiten auf dem Gebiete 
des wasserbaulichen Versuchs wesens geleistet hat und auf dessen 
Anregung das deutsche Werk: Die Wasserbaulaboratorien 
Europas*) und die englische Übersetzung in erweiterter Gestalt 
unter dem Titel: Hydraulic Laboratory Practice**) heraus 
gegeben sind. 
Mit Krey verband Freeman persönlich ein Gefühl großer Wert 
schätzung und Freundschaft. Die Stiftung der Gedenktafel ist 
eine Äußerung seiner regsten Teilnahme, mit der er die Tätig 
keit der Versuchsanstalt dauernd verfolgt. Die Versuchsanstalt 
wird Kreys Bild in Ehren halten und dem Stifter aufrichtigen 
Dank bewahren. 
Reiseprämien. 
Der preußische Finanzminister hat den Regierungsbaumeistern 
Ernst Krüger (Hochbau), Kurt Forner (Wasser- und Straßen 
bau), Rudolf Peukert (Eisenbahn- und Straßenbau), 
Ernst Beilfuß und Hans Schulze (Maschinenbau) in Aner 
kennung ihrer bei der Ablegung der Staatsprüfung im Bau 
fache bekundeten tüchtigen Leistungen Prämien von je 1500RM 
zur Ausführung von Studienreisen bewilligt. 
Der preußische Finanzminister hat den Regierungsbauführem 
Otto Reichert und Wilhelm Schwedes (Hochbau), 
Dethard von dem Busche-Haddenhausen (Wasser- und 
Straßenbau), Werner Borschdorf (Eisenbahn- und Straßen 
bau) und Joachim Robrade (Maschinenbau) in Anerkennung 
ihrer bei der Ablegung der Diplom-Hauptprüfung bekundeten 
tüchtigen Kenntnisse und Leistungen Prämien von je 750 RM 
zur Ausführung von Studienreisen bewilligt. 
Hochschulen. 
Die Würde eines Doktor-Ingenieurs ehrenhalber 
haben Rektor und Senat der Technischen Hochschule Aachen 
durch einstimmigen Beschluß auf Antrag der Fakultät für 
Bauwesen dem Ingenieur Carl Bachmann in Rheydt verliehen 
„in Anerkennung der großen Verdienste, die er sich durch seine 
von schöpferischem Geiste getragene Lebensarbeit um die Forde 
rung der Eisenbahnsicherungstechnik erworben hat“. 
Ausstellungen, Tagungen. 
Ausstellung der Staatshochbauverwaltung auf der Deutschen 
Bauausstelhmg Berlin 1931. 
Die in der Beschreibung des Einwohnermeldeamts bei der 
staatlichen Polizei auf S. 346 d. BL (Abb, 8 auf S. 344) er 
wähnte Meldeamtskartei ist eine Z. B.-Trogkartei der Firma 
F. Soennecken in Bomi. 
Der XV. Internationale Schiffahrtkongreß 
wird vom 12. bis 22. September d. J. im Dogenpalast in 
Venedig (nicht wie anfänglich geplant in Genua) unter der 
Schirmherrschaft des Königs Victor Emanuel III., dem Ehren 
vorsitz des Herzogs der Abruzzen und dem Vorsitz des Präsi 
denten der Abgeordnetenkammer Giovanni Giuriati tagen. 
Zur Beratung stehen in Abt. I (Binnenschiffahrt) drei Fragen 
und drei Mitteilungen, in Abt. II (Seeschiffahrt) zwei Fragen 
und drei Mitteilungen (vgl. Zentralblatt der Bauverwaltung 
1929, S„ 640). Zu jedem Thema sind sieben bis zwölf Abhand 
lungen bearbeitet, deren Ergebnisse in einem Generalbericht 
zusammengefaßt werden. Insgesamt sind 109 Berichte und 
Mitteilungen in den drei Kongreßsprachen (deutsch, französisch 
und englisch) gedruckt, die an die Mitglieder verteilt werden. 
Deutschland hat zu jedem Thema einen Berichterstatter. 
Während der Tagung des Kongresses werden nicht nur Venedig 
und seine Häfen, sondern auch Wasserkraft- und Schiffahrt- 
anlagen in Oberitalien besichtigt. Es sind folgende Ausflüge 
geplant: 
1. Besuch der Wasserkraftwerke von S. Croce und am Cardano 
an der Dolomitenstraße. 
2. Besuch der Schleuse von Pontelagoscuro und der Verbesse 
rungsarbeiten am Rpflusse sowie die Besichtigung des Po- 
Museums in Parma. 
3. Besuch einiger Entwässerungsanlagen in der Umgebung 
von Venedig, die in Verbindung mit dem Binnenscbiffahrt- 
netz stehen. 
4. Besuch des Schiffahrtkanals der Brenta und der Schleuse 
von Battaglia. 
5. Besuch der Stadt und des Hafens von Triest. 
*) V. D. I.-Verlag, Berlin 1926. 
**) Veröffentlicht durch The American Society of Hechanical Engineers, Neuyork 1929. 
Nach offiziellem Schluß des Kongresses sollen weitere Aus 
flüge stattfinden, und zwar am 23 /24. September nach Genua, 
wo den Teilnehmern die Stadt, der Hafen und die Ansaldo- 
Werften gezeigt werden, am 24./26. September nach Rom zur 
Besichtigung der dortigen Denkmäler und sonstigen Sehens 
würdigkeiten. 
Diejenigen Kongreßteilnehmer, deren Zeit einen längeren Auf 
enthalt in Italien gestattet, können anschließend unter 
sachkundiger Führung die Häfen von Neapel, Bari oder Pa 
lermo usw. besuchen. 
Um die Beteiligung an dem Kongreß zu erleichtern, sind den 
Teilnehmern wesentliche Vergünstigungen zugestanden worden. 
Sie erhalten auf den italienischen Bahnen eine Fahrpreis 
ermäßigung von 50 vH. Die italienischen Zollämter sind ange 
wiesen, Inhaber der Mitgliedskarte entgegenkommend zu be 
handeln. Näheres enthält ein Rundschreiben, das an die Mit 
glieder des Internationalen Ständigen Verbandes für Schiffahrt 
kongresse verteilt ist und anderen Beteiligten von der Abteilung 
Deutschland des Verbandes, Berlin W 8, Wilhelmstraße 80, 
auf Wunsch kostenlos zugesandt wird. 
Wasserstände. 
Die WasserstandverhäUnisse der norddeutschen Stromgebiete 
im Juni 1931. 
(Nach den an die Landesanstalt für Gewässerkunde und 
Hauptnivellements gelangenden Nachrichten). — Im Memel-, 
Pregel- und Weichselgebiet sind die Wasserstände in dem Be 
reich zwischen Mittel- und Mittelniedrigwasser langsam zurück 
gegangen, ohne stärker zu schwanken. In demselben Bereich 
bewegten sich im allgemeinen die Oderwasserstände, nur an 
der unteren Stromstrecke sowie im Warthe- und Netzegebiet 
wurden gegen Anfang des Monats noch Pegelstände über Mittel 
wasser abgelesen. Bei der Elbe bewegten sich die Wasserstände 
vorwiegend unter Mittelwasser, nur an der Saale und Havel 
lagen sie zu Anfang und gegen Mitte des Monats infolge er 
giebiger Gewittergüsse darüber. Im Weser- und Emsgebiet 
waren die Schwankungen der Wasserstände nur mäßig. Der 
Rheinstrom führte für die Jahreszeit verhältnismäßig viel 
Wasser, Von seinen Nebenflüssen aus dem Mittelgebirge brachte 
der Neckar am 26. ein kräftiges Sommerhochwasser. Der 
Beckeninhalt des Waldecker Stausees betrug am 30. Juni 
200,4 Millionen cbm. 
Wie aus der Zahlentafel hervorgeht, liegen die Monatmittel 
für Juni meist über dem entsprechenden langjährigen Durch 
schnitt. Nur an der Weichsel, Oder, Elbe und Mosel liegen sie 
darunter. Dr. W. Friedrich. 
Wasserstände im Juni 1931. 
Gewässer 
Pegelstelle 
Juni 1931 
MW 
Juni 
96/25*) 
Jahresmittel 
96/25*) 
NW 
MW 
HW 
MNW 
MW 
MHW 
Memel .. 
Tilsit 
142 
190 
234 
144 
76 
242 
610 
W eichsei. 
Kurzebrack .... 
59 
89 
127 
136 
25 
181 
526 
Oder .... 
Ratibor 
83 
109 
166 
153 
80 
178 
601 
Frankfurt ..... 
87 
109 
174 
124 
51 
160 
370 
Warthe .. 
Landsberg 
45 
77 
139 
18 
—36 
66 
252 
Netze.... 
Vordaram 
—3 
22 
42 
—3 
—45 
28 
140 
Elbe 
70 
89 
124 
128 
23 
172 
454 
Wittenberge.... 
112 
136 
164 
147 
43 
187 
441 
Saale ... 
Trotha 17. P. ... 
158 
186 
236 
183 
117 
210 
484 
Havel ... 
Spandau U, P. , 
48 
74 
90 
52 
22 
74 
143 
Spree . .. 
Kersdorf U. P. . 
189 
199 
209 
196 
178 
225 
306 
Weser ... 
Minden 
198 
229 
260 
222 
163 
264 
565 
Aller .... 
Westen 
198 
249 
284 
239 
181 
287 
480 
Erna .... 
Greven 
18 
105 
242 
67 
—10 
168 
567 
Rhein ,,. 
Maxau 
557 
583 
635 
510 
290 
429 
661 
Kaub 
315 
345 
386 
285 
101 
236 
522 
Köln 
294 
327 
372 
278 
76 
256 
643 
Main .... 
Wertheim ..... 
130 
145 
170 
128 
83 
158 
422 
Mosel ... 
Trier 
25 
49 
99 
. 50 
—5 
101 
476 
•) BeLKeredorf 1914/26. 
Wettbewerbe. 
Großer Staatspreis 1931 der preußischen Akademie der Künste 
in Berlin für Bildhauer und Architekten. 
Die Bewerber müssen die preußische Staatsangehörigkeit be 
sitzen und dürfen am 5. Dezember 1931, dem Tage der Eiidief erung 
der Wettbewerbarbeiten an die Akademie, als Bildhauer das 
32. Lebensjahr, als Architekten das 30. Lebensjahr nicht über 
schritten haben. Von der Bestimmung der Altersgrenze kann 
in Ausnahmelällen abgesehen werden, wenn der Bewerber den 
Nachweis führt, daß er in seiner künstlerischen Ausbildung 
durch die Teilnahme am Kriege erheblich gehemmt worden
	        
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