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Full text: Beteiligungsbericht ... Issue 2014

16.094

Stadtkreis Baden-Baden

Beteiligungsbericht 2014

Baden-Baden, im März 2016
Herausgeber:
Stadtverwaltung Baden-Baden
Fachbereich Finanzen
Fachgebiet Beteiligungsadministration und Projekte

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Beteiligungsbericht 2014

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Beteiligungsbericht 2014

Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeiner Teil ______________________________________ 5
1.1 Städtische Aufgaben_______________________________________________ 6
1.2 Rechtsgrundlagen der wirtschaftlichen Betätigung________________________ 6
1.3 Organisationsformen wirtschaftlicher Betätigung _________________________ 7
1.4 Betriebe gewerblicher Art __________________________________________ 10
1.5 Erläuterung der wichtigsten Bilanzkennzahlen __________________________ 11
1.6 Beteiligungsverwaltung ____________________________________________ 14

2. Übersicht über die Beteiligungen der Stadt Baden-Baden __ 17
3. Übersichten über ausgewählte Unternehmenskennzahlen __ 21
4. Wesentliche Beteiligungen der Stadt Baden-Baden ________ 29
4.1 Parkgaragengesellschaft Baden–Baden mbH __________________________ 30
4.2 Gemeinschaftskraftwerk Baden–Baden GmbH _________________________ 37
4.3 Gesellschaft für Stadterneuerung und Stadtentwicklung Baden-Baden mbH __ 44
4.4 Kongresshaus Baden-Baden Betriebsgesellschaft mbH __________________ 55
4.5 Forst Service GmbH ______________________________________________ 63
4.6 Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH ________________________________ 70
4.7 Baden-Baden Events GmbH________________________________________ 79
4.8 EurAka Baden-Baden gGmbH ______________________________________ 86
4.9 Entwicklungsgesellschaft Cité mbH __________________________________ 97
4.10 Klinikum Mittelbaden gGmbH _____________________________________ 105
4.11 Krematorium Baden-Baden GmbH _________________________________ 119
4.12 Gewerbeentwicklung Baden-Baden GmbH __________________________ 125
4.13 Baden-Baden Award GmbH ______________________________________ 134
4.14 Gemeinnützige Gesellschaft zum Erwerb und anschließender
Nutzungsüberlassung des Festspielhauses mbH (gGENF mbH)______________ 140
4.15 Energieagentur Mittelbaden gGmbH _______________________________ 146

5. Eigenbetriebe ______________________________________ 153
5.1 Stadtwerke Baden-Baden _________________________________________ 154
5.2 Eigenbetrieb Umwelttechnik _______________________________________ 166

6. Stiftungen _________________________________________ 175
6.1 Stiftung Altenpflegeheim Schafberg _________________________________ 176
6.2 Friederike-Kroes-Stiftung _________________________________________ 179
6.3 Michael-Schuncke-Stiftung ________________________________________ 182

7. Sonstige Beteiligungen und Geschäftsanteile ___________ 185

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1. Allgemeiner Teil

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1.1 Städtische Aufgaben
Die Stadt Baden-Baden nimmt für Ihre Bürgerinnen und Bürger eine Vielzahl öffentlicher
Aufgaben wahr. Sie ist dabei auch Teil der örtlichen Wirtschaft. Ihre Tätigkeit vollzieht sich
in unterschiedlichen Organisationsformen innerhalb, aber auch außerhalb des städtischen
Haushalts in der privatrechtlichen Gesellschaft, dem öffentlich-rechtlichen Zweckverband,
der Stiftung und im rechtlich unselbständigen Eigenbetrieb.
Die Stadt Baden-Baden erstellt seit dem Geschäftsjahr 1999 einen Beteiligungsbericht
nach den gesetzlichen Vorgaben des §105 GemO.
1.2 Rechtsgrundlagen der wirtschaftlichen Betätigung
Im Grundgesetz, insbesondere Art. 28, wird den Gemeinden die kommunale Selbstverwaltung garantiert. Zu diesem Selbstverwaltungsrecht gehört, dass die Gemeinde alle Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft im Rahmen der Gesetze als eigenverantwortlicher
Träger der öffentlichen Verwaltung selbst regeln kann.
Aus dieser Garantie der kommunalen Selbstverwaltung ergibt sich für die Gemeinde das
Recht, Einrichtungen zum Wohle der Einwohner im Rahmen der so genannten Daseinsvorsorge zu errichten und zu unterhalten. Daneben haben sie die Organisationshoheit, d.h.
sie haben das Recht, die Verwaltungsorganisation unter Berücksichtigung örtlicher Gegebenheiten und Zweckmäßigkeit selbst festzulegen.
Durch das "Gesetz zur Änderung gemeindewirtschaftsrechtlicher Vorschriften und anderer
Gesetze" wurde auch die Gemeindeordnung Baden-Württemberg in den Vorschriften des
Gemeindewirtschaftsrechts geändert bzw. neu gefasst.
Folgendes soll mit der Gesetzesänderung erreicht werden:


stärkeren gemeindlichen Einfluss auf die in Privatrechtsform geführten Eigen- und
Beteiligungsgesellschaften



umfassendere Information der Stadt als Gesellschafterin



Sicherstellen der Erfüllung des öffentlichen Zwecks mittels Festschreibung im Gesellschaftsvertrag bzw. der Satzung

Allerdings stehen diese Neuregelungen im Spannungsverhältnis zu dem Gesellschaftsrecht mit dem Ziel der wirtschaftlich selbständigen Betätigung der Gesellschaft nach privatwirtschaftlichen Kriterien.
Nach den novellierten Bestimmungen der §§ 102 ff GemO darf eine Gemeinde wirtschaftliche Unternehmen ungeachtet der Rechtsform errichten, übernehmen, wesentlich erweitern oder sich daran beteiligen, wenn


der öffentliche Zweck das Unternehmen rechtfertigt,



das Unternehmen nach Art und Umfang in einem angemessenen Verhältnis zur Leistungsfähigkeit der Gemeinde und zum voraussichtlichen Bedarf steht und



bei einem Tätigwerden außerhalb der kommunalen Daseinsvorsorge der Zweck
nicht ebenso gut und wirtschaftlich durch einen privaten Anbieter erfüllt wird oder
erfüllt werden kann.

Bei der Errichtung, Übernahme, wesentlichen Erweiterung oder Beteiligung eines Unternehmens in Privatrechtsform muss außerdem gewährleistet sein, dass

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

das Unternehmen seine Aufwendungen nachhaltig zu mindestens 25 v.H. mit Umsatzerlösen zu decken vermag



durch Ausgestaltung des Gesellschaftsvertrags oder der Satzung der öffentliche
Zweck des Unternehmens sichergestellt wird



die Gemeinde einen angemessenen Einfluss, insbesondere im Aufsichtsrat oder in
einem entsprechenden Überwachungsorgan des Unternehmens erhält



die Haftung der Gemeinde auf einen ihrer Leistungsfähigkeit angemessenen Betrag
begrenzt ist und



bei Beteiligungen von Gebietskörperschaften mit Anteilen von mehr als 50 v.H. (allein oder gemeinsam mit weiteren Gebietskörperschaften), muss im Gesellschaftsvertrag oder der Satzung auch sichergestellt sein, dass:
-

ein Wirtschaftsplan und eine fünfjährige Finanzplanung aufgestellt werden

-

der Jahresabschluss nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften aufgestellt und geprüft wird

-

der Gemeinde Wirtschaftsplan, Finanzplanung, Jahresabschluss mit Lagebericht sowie Prüfungsbericht des Abschlussprüfers übersandt werden

-

den örtlichen und überörtlichen Prüfungseinrichtungen für Betätigungsprüfung der Gemeinde Einsichts- und Unterrichtungsrechte und

-

das Recht zur überörtlichen Prüfung der Haushalts- und Wirtschaftsführung
des Unternehmens eingeräumt werden.

1.3 Organisationsformen wirtschaftlicher Betätigung
Für die wirtschaftliche Betätigung stehen den Gemeinden sowohl öffentlich-rechtliche als auch
privatrechtliche Organisationsformen zur Verfügung. In jedem Fall finden die wirtschaftlichen
Vorgänge gänzlich außerhalb des städtischen Haushalts statt. Die Einflussnahme auf die Aufgabenerfüllung sowie die wirtschaftliche Entwicklung erfolgt über Besitz- und damit Stimmanteile.
Im Folgenden wird ein kurzer Überblick über die häufigsten Organisationsformen der städt.
Beteiligungen gegeben:
a.) Öffentlich-rechtlich:
Regiebetrieb
Der Regiebetrieb wird hier lediglich der Vollständigkeit halber erörtert. Es handelt sich um eine
Einrichtung im Sinne des klassischen Verwaltungsaufbaus. Er ist ein in haushaltsrechtlicher,
rechnungstechnischer, organisatorischer und personeller Hinsicht unselbständiger Bestandteil
der Gemeinde, also im Gegensatz zu anderen Beteiligungen ein voll integrierter Zweig der
Kommunalverwaltung. Hier fehlen die selbständige Willensbildung und die eigene Haushaltsführung. Regiebetriebe werden daher im Rahmen des Beteiligungsberichts nicht erwähnt.
Eigenbetrieb
Der Eigenbetrieb ist ein von der Stadt geführtes Unternehmen ohne eigene Rechtspersönlichkeit. Er verfügt über eine vom städtischen Haushalt getrennte eigene Wirtschaftsplanung, doppelte kaufmännische Buchführung (oder entsprechende Verwaltungsbuchführung) und Rechnungslegung. Die Willensbildung und Kontrolle in Eigenbetrieben erfolgt im Rahmen einer Betriebssatzung durch die Betriebsleitung (Geschäftsführung), den Betriebsausschuss und den
Gemeinderat.
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Die Stadt Baden-Baden unterhält die Eigenbetriebe Stadtwerke und Umwelttechnik.
Anstalt
Bei einer Anstalt handelt es sich um eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie zeichnet
sich dadurch aus, dass sie keine Mitglieder, sondern nur Träger hat. Die Trägerschaft wird
dabei im Namen (Firma) deutlich. Es gibt rechtsfähige und nicht rechtsfähige Anstalten.
Auf der Grundlage des Gesetzes zur Änderung der Gemeindeordnung, des Gesetzes zur kommunalen Zusammenarbeit und weiterer Gesetze vom 09.12.2015 (GBl. 2015, 1147-1154) können nun auch baden-württembergische Kommunen rechtsfähige Anstalten des öffentlichen
Rechts (Kommunalanstalt) errichten. Mit der selbstständigen Kommunalanstalt wird eine neue
Organisationsform für die Erfüllung von Aufgaben den Kommunen zur Verfügung gestellt. Träger einer Kommunalanstalt können einzelne Kommunen, aber auch mehrere Kommunen oder
Landkreise sein. Im Vergleich zu der rechtlich unselbständigen Organisationsforme Eigenbetrieb erleichtert die rechtliche Selbständigkeit der Kommunalanstalt eine eigenverantwortliche
und unternehmerische Betriebsführung. Durch den Anstaltscharakter ist andererseits hoheitliches Handeln erlaubt.
Stiftung
Stiftungen sind Vermögensmassen, die aufgrund eines Rechtsgeschäftes durch den Stifter zur
Erfüllung eines bestimmten Zwecks verwendet werden sollen. Stiftungen sind sowohl in der
Rechtsform des privaten wie auch im öffentlichen Recht zu finden. Die Stiftung hat die Eigenheit, dass sie keinem Eigentümer gehört und streng an den Zweck des Stifters gebunden ist.
Die Stiftung, auch die des öffentlichen Rechts, ist ein Vermögensbestand mit eigener Rechtspersönlichkeit. Sie hat einen Stiftungsvorstand und eine Stiftungssatzung, aus der der Zweck
der Stiftung hervorgeht. Die Stiftung kann entweder in Geld, unbeweglichen Sachen, beweglichen Sachen oder Forderungen und Vermögenswerten bestehen. Die Gemeinden sind seit
Jahrhunderten Träger der Verwaltung örtlicher Stiftungen. Die Stiftungen hatten früher vorwiegend die Aufgabe, die Versorgung von Armen und Kranken sicherzustellen. Diese Aufgabe
hatten auch die Gemeinden zu erfüllen, daher wurden ihnen diese Stiftungen anvertraut. Kommunale Stiftungen sind damit solche Einrichtungen, die einen öffentlichen Zweck verfolgen,
der im Bereich der Aufgaben der Kommune liegt, bei der die Stiftung errichtet wird und die
nach dem Willen des Stifters von dieser Kommune verwaltet werden soll. Informationen zu
städtischen Stiftungen stehen unter dem Punkt „6. Stiftungen“ dieses Beteiligungsberichts zur
Verfügung.
Zweckverband
Zweckverbände sind rechtlich selbständige Körperschaften, die von kommunalen Mitgliedern
getragen werden. Sie dienen der kommunalen Zusammenarbeit bei regionalen Aufgaben oder
Interessen.
Die Stadt Baden-Baden ist Mitglied in Abwasser- und Hochwasserschutzverbänden, dem
Zweckverband Regio Pamina, dem Zweckverband Regionales Rechenzentrum sowie dem
Zweckverband Gewerbepark mit Regionalflughafen Söllingen.
b) Privat-rechtlich:
Verein
Ein Verein erhält eine Rechtspersönlichkeit durch Eintragung. Ein eingetragener Verein ist somit eine juristische Person, die einen nicht wirtschaftlichen Charakter hat und in ein Vereinsregister einzutragen ist. Daher hat der eingetragene Verein im Wirtschaftsleben als Unternehmensform nur eine sehr geringe Bedeutung.
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BGB-Gesellschaft
Bei der BGB-Gesellschaft (Gesellschaft des bürgerlichen Rechts) handelt es sich um eine Personengesellschaft in der Rechtsform des privaten Rechts. Sie beruht auf einem Vertrag, bei
der sich die Gesellschafter zur Förderung eines gemeinsamen Zwecks zusammenschließen.
Bei der Personenvereinigung haften neben dem Gesellschaftsvermögen der Gesellschaft des
bürgerlichen Rechts die Gesellschafter (natürliche oder juristische Personen) persönlich unbeschränkt und unmittelbar als Gesamtschuldner. Die BGB-Gesellschaft wird grundsätzlich
gemeinschaftlich geleitet und alle Gesellschafter sind gleichmäßig am Gewinn und Verlust beteiligt, vertragliche Abweichungen sind möglich.
Die Stadt Baden-Baden ist an der TechnologieRegion Karlsruhe beteiligt, welche eine BGBGesellschaft darstellt.
Private Stiftung
Wie bereits ausgeführt, kann eine Stiftung in der Rechtsform des öffentlichen aber auch des
privaten Rechts geführt werden. Das nähere ist im Stiftungsgesetz geregelt.
Genossenschaft
Die Genossenschaft ist eine Rechtsform, die im Genossenschaftsgesetz gesondert geregelt
ist. Sie ist eine eigene Rechtsform des privaten Rechts. Eine Genossenschaft ist eine Gesellschaft von nicht geschlossener Mitgliederzahl, welche die Förderung des Erwerbes oder der
Wirtschaft ihrer Mitglieder mittels gemeinschaftlichen Geschäftsbetriebes bezweckt (§ 1
GenG). Die Mitglieder der Genossenschaft zeichnen einen Geschäftsanteil und leisten eine
Einlage, die das Eigenkapital darstellt. Die Genossenschaft wird vom Vorstand geleitet. Der
Vorstand wird von einem Aufsichtsrat kontrolliert. Die Genossen kommen in einer Generalversammlung zusammen, um den Aufsichtsrat und den Vorstand zu wählen.
Die Stadt Baden-Baden hält zum Beispiel Genossenschaftsanteile der Volksbank Baden-Baden-Rastatt eG und der Baden-Badener Winzergenossenschaft eG.
GmbH
Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist eine mit eigener Rechtspersönlichkeit ausgestattete Gesellschaft, an der sich die Gesellschafter mit Einlagen auf das Stammkapital beteiligen, ohne persönlich für die Verbindlichkeiten zu haften. Die Buchführung erfolgt nach kaufmännischen Gesichtspunkten in eigener Zuständigkeit. Hält die Stadt 100% der Geschäftsanteile der GmbH spricht man von einer Eigengesellschaft.
Für die GmbH finden die Vorschriften des GmbH-Gesetzes Anwendung, ergänzend gelten die
Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB). Die Gesellschaft wird durch eine oder mehrere
Personen errichtet, indem eine Stammeinlage übernommen wird und in der Summe das
Stammkapital mindestens 25.000 EUR betragen muss. Da eine GmbH auch von nur einer
(juristischen) Person gegründet werden kann (Einmann-GmbH) stellt sie auch die überwiegende Rechtsform der wirtschaftlichen Betätigung von Gemeinden dar. Weiterhin ist die GmbH
eine sehr verbreitete Rechtsform, da die Haftung auf das Stammkapital beschränkt ist und die
Gesellschafter nur mit Ihrem Geschäftsanteil haften, wobei eine Nachschusspflicht vertraglich
regelbar ist. Die Rechenschaftspflicht ist seit dem Bilanzrichtliniengesetz an die Vorschriften
für Aktiengesellschaften angepasst und verschärft worden.
Aktiengesellschaft
Die Aktiengesellschaft ist eine Kapitalgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit, sie ist eine
typische Rechtsform für Großunternehmen, da der große Kapitalbedarf durch Anteilseigner
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(Aktionäre) gedeckt wird. Im Bereich der Kommune findet die Rechtsform der AG insbesondere im Bereich der Energieversorgung Anwendung. Da die Stadt Baden-Baden an einer Aktiengesellschaft nicht beteiligt ist, wird auf eine genauere Ausführung verzichtet.
Zusammenfassende grafische Darstellung möglicher Organisationsformen:

Organisationsformen öffentlicher wirtschaftlicher Betätigung

des öffentlichen Rechts

ohne eigene
Rechtspersönlichkeit

des privaten Rechts

mit eigener
Rechtspersönlichkeit

BGB-Gesellschaft

Regiebetrieb

Anstalt

Verein

Eigenbetrieb

Stiftung

Stiftung

Zweckverband

Genossenschaft

GmbH

Aktiengesellschaft

1.4 Betriebe gewerblicher Art
Der Betrieb gewerblicher Art ist keine Person im rechtlichen Sinne, vielmehr handelt es sich
hierbei um eine steuerliche Konstruktion. Ein Betrieb der gewerblichen Art unterliegt der Umsatzsteuer- und der Körperschaftsteuerpflicht. Handelt es sich zudem um einen Gewerbebetrieb, ist auch die Gewerbesteuerpflicht gegeben.
Im Gemeindewirtschaftsrecht ist die wirtschaftliche Betätigung der Gemeinde im neu gefassten § 102 Abs. 1 der Gemeindeordnung geregelt. Bei wirtschaftlichen Unternehmen ergibt sich
die Zielsetzung darin, einen Ertrag für den kommunalen Haushalt zu erwirtschaften. Die Gemeindeordnung unterscheidet somit zwischen wirtschaftlichen und nichtwirtschaftlichen Unternehmen. Die Negativabgrenzung ergibt sich aus § 102 Abs. 4 Gemeindeordnung. Nichtwirtschaftliche Unternehmen sind solche, zu denen die Gemeinde gesetzlich verpflichtet ist
(z.B. Abwasser), Betriebe im Bereich Kultur, Erziehung, Gesundheit oder Wohlfahrt, Hilfsbetriebe, die ausschließlich zur Deckung des Eigenbedarfs der Kommune dienen und zusätzlich
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der Wald und die reine Vermögensverwaltung. Nichtwirtschaftliche Unternehmen sind im Rahmen ihrer hoheitlichen Tätigkeit bzw. bei der reinen Vermögensverwaltung kein Betrieb gewerblicher Art. Eine Ausnahme ist hier der Zweckbetrieb. Der Zweckbetrieb stellt sich im Gegensatz zur ideellen Sphäre und zur Vermögensverwaltung als Teilnahme am wirtschaftlichen
Geschäftsverkehr dar. Er ist damit wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb und ist deshalb grundsätzlich steuerpflichtig.
Merkmale eines wirtschaftlichen Unternehmens sind gemäß der Verwaltungsvorschrift zu §
102 Gemeindeordnung die Anwendung erwerbswirtschaftlicher Arbeitsweisen, das Ziel Gewinne zu erzielen und das Herauslösen aus der allgemeinen Verwaltungstätigkeit. Wirtschaftliche Unternehmen (z.B. Versorgung, Verkehr, Nebenbetriebe im Kulturbereich) sind in aller
Regel auch Betriebe gewerblicher Art.
Sowohl wirtschaftliche als auch nichtwirtschaftliche Unternehmen können als kostenrechnende Einrichtung und in den Formen des Eigenbetriebs, des Zweckverbandes oder in privatrechtlicher Organisationsform geführt werden. Kostenrechnende Einrichtungen, Eigenbetriebe
und Zweckverbände unterliegen dann der Steuerpflicht, wenn eine nicht hoheitliche privatwirtschaftliche Tätigkeit durchgeführt wird. Unternehmen in Privatrechtsform unterliegen i. d. R.
der Steuerpflicht (§ 1 Körperschaftssteuergesetz).
1.5 Erläuterung der wichtigsten Bilanzkennzahlen
In diesem Bericht sind die wirtschaftlichen Beteiligungen dargestellt. Denn die Gemeinde hat
nach § 105 Abs. 2 Gemeindeordnung zur Information des Gemeinderates und der Einwohner
jährlich einen Beteiligungsbericht über die Unternehmen in einer Rechtsform des privaten
Rechts, an denen sie unmittelbar oder mit mehr als 50 % mittelbar beteiligt ist, zu erstellen.
Die wesentlichen Inhalte des Beteiligungsberichts müssen neben dem Gegenstand des Unternehmens, den Beteiligungsverhältnissen, der Besetzung der Organe, den Beteiligungen
des Unternehmens, dem Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks und den Grundzügen
des Geschäftsverlaufs insbesondere auch die wichtigsten Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens sein. Diese Kennzahlen werden im Rahmen der
Bilanzanalyse ermittelt. Die Bilanzanalyse ist eine Auswertung des Jahresabschlusses. Die
Auswertung dient dazu, Informationen über die derzeitige und künftige Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Unternehmen zu erhalten. Durch die Bildung von Kennzahlen oder ganzer
Kennzahlensysteme aus den Zahlen des Jahresabschlusses wird eine Jahresabschlussanalyse entwickelt.
Die Bilanzanalyse wird in einen finanzwirtschaftlichen und in einen erfolgswirtschaftlichen Teil
gegliedert. Im finanzwirtschaftlichen Teil werden sowohl die Investitionen als auch die Finanzierung untersucht.
Die Aktivseite einer Bilanz stellt das Vermögen des Unternehmens dar, das durch Investitionen
aufgebaut wurde. Die Aktivseite dient der Beurteilung der Verwendung finanzieller Mittel. Die
Vermögensstrukturkennzahlen auf der Aktivseite dienen der Beurteilung der Zusammensetzung des Vermögens und der Länge der Kapitalbindung. Hierzu wird im Beteiligungsbericht
die Kennzahl Anlagenintensität gebildet.
Die Passivseite einer Bilanz stellt die Finanzierung des Unternehmens und damit sein Kapital
(Mittelherkunft) dar. Die Passivseite dient der Beurteilung der Finanz- und Ertragslage, durch
Kapitalkennzahlen lassen sich die Zusammensetzung des Kapitals und Finanzierungsrisiken
beurteilen. Wichtige Bilanzkennzahlen auf der Passivseite sind die Eigen- und Fremdkapitalquote sowie die Anlagendeckung. Durch die Bildung von Anlagendeckungsgraden wird die
Liquiditätssituation untersucht.

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Eine zeitraumbezogene Betrachtung der Finanzierung umfasst Kennzahlen, die den Cashflow
verwenden. Der Cashflow ist der Saldo zwischen Kassenzufluss und -abfluss eines Unternehmens in einer bestimmten Periode. Er ist eine Maßgröße zur Beurteilung der Selbstfinanzierungskraft des Unternehmens. Durch die Darstellung des Cashflows und seiner Veränderung
im Zeitlauf wird deutlich, in welcher Höhe finanzielle Mittel für Investitionsausgaben und Schuldentilgung bzw. Ausschüttung zur Verfügung stehen bzw. standen. Zum anderen gibt der
Cashflow Auskunft über die Art der Mittelherkunft und Verwendung sowie die Art der Finanzierung eines Unternehmens.
Die erfolgswirtschaftliche Analyse erfolgt vorwiegend durch die Bildung von Rentabilitätskennzahlen. Unter Rentabilität versteht man den durch unternehmerischen Handel entstandenen
Gewinn im Verhältnis zu dem dafür eingesetzten Kapital. In einer erweiterten Bilanzanalyse
können Aspekte der Produktivität, also der mengenmäßigen Wirtschaftlichkeit, berücksichtigt
werden. Solche Produktivitätskennzahlen ergeben sich aus einer Gewinn- und Verlustrechnungsstruktur.
Die volle Aussagefähigkeit erzielt eine Bilanzanalyse erst dann, wenn die ermittelten Kennzahlen in einer Zeitreihe verglichen werden können, um eine Entwicklung darzustellen. Kennzahlen werden auch dann aussagekräftiger, wenn sie denen vergleichbarer Unternehmen gegenübergestellt werden können. Wird im Rahmen des Wirtschaftsplanes bereits eine Sollbilanz erstellt, sind auch sogenannte Soll-/Istvergleiche möglich.
Nachfolgend ist der exemplarische Aufbau einer Strukturbilanz dargestellt sowie die wichtigsten Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erläutert und ihre Berechnungsgrundlagen angegeben.
Aufbau einer Strukturbilanz

Dauer der Kapitalbindung
AKTIVA
Anlagevermögen
(einschl. Finanzanlagen)

Umlaufvermögen
Gesamtvermögen

Kapitalüberlassungsdauer
PASSIVA
Eigenkapital
(ohne
empfangene
Ertragszuschüsse)
Jahresüberschuss
(=
Jahresergebnis
vor
Gewinnabführung
bzw.
Verlustübernahme)
Fremdkapital
(= Bilanzsumme ./. Eigenkapital)
Gesamtkapital

Zusätzliche Angaben aus Gewinn- und Verlustrechnung:
- Fremdkapitalzinsen
- Umsatzerlöse (ohne Bestandsveränderungen, aktivierte Eigenleistungen und sonstige betriebliche Erträge)
Zu beachten ist, dass alle Kennzahlen nach einem festen Schema ermittelt werden. Sollten
sich Besonderheiten ergeben, sind diese im Einzelnen zu erläutern.

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Kennzahlen zur:
a.) Vermögenslage

Anlageverm ögen *100
Anlagenint ensität 
Gesamtvermögen

Prozentualer Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen. Eine hohe
Anlagenintensität ist ein Indiz für einen
kostenintensiven (Fixkosten) Betrieb
des Unternehmens.

b.) Finanzlage

Eigenkapit alquote 

Eigenkapit al *100
Gesamtkapital

Fremdkapitalquote 

Anlagendec kung I

Prozentualer Anteil des Eigenkapitals am
Gesamtkapital. Eine hohe Eigenkapitalquote gilt als Indikator für die Bonität eines Unternehmens.

Fremdkapital *100
Gesamtkapital

Prozentualer Anteil des Eigenkapitals am
Anlagevermögen. Es gilt als grundlegende Finanzierungsregel, dass langfristig gebundene Vermögenswerte auch
durch langfristige Mittel finanziert werden.
Das heißt, dass zumindest das Anlagevermögen eines Unternehmens langfristig
zu finanzieren ist.

Eigenkapit al *100

Anlageverm ögen

Anlagendec kung II 

Prozentualer Anteil des Fremdkapitals
am Gesamtkapital.

(EK  langfr. FK) *100
Anlageverm ögen

Prozentualer Anteil des langfristigen Kapitals am Anlagevermögen. Die Anlagendeckung dient der Beurteilung der langfristigen Liquidität. Ab dem Jahr 2013 werden
durchgängig langfristige Rückstellungen
und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren (gem. § 285
Abs. 1 HGB) als langfristiges Fremdkapital ausgewiesen.

c.) Ertragslage:

Umsatzrentabilität 

Jahresüberschuss *100
Umsatzerlöse

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Prozentualer Anteil des Jahresüberschusses an den Umsatzerlösen. Der
Betriebserfolg wird hier an der Umsatztätigkeit gemessen. Die Umsatzrentabilität (auch Gewinnspanne) gehört damit zu den wichtigsten Kennzahlen für
die Beurteilung der Ertragskraft.

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Jahresüberschuss *100
Eigenkapit alrentabil ität 
Eigenkapit al

Prozentualer Anteil des Jahresüberschusses am Eigenkapital. Die Eigenkapitalrentabilität gibt an, in welcher
Höhe sich das eingesetzte Eigenkapital im Geschäftsjahr verzinst hat.

Prozentualer Anteil des Jahresüber-

(Jahresüberschuss  FK schusses am Gesamtkapital. Diese
Gesamtkapitalrentabilität 

Kostendeckung 

- Zins) *100
Gesamtkapital

Kennzahl gibt an, in welcher Höhe sich
das eingesetzte Gesamtkapital im Geschäftsjahr verzinst hat.

Prozentualer Anteil der Umsatzerlöse
am Gesamtaufwand. Der Kostendeckungsgrad gibt an, in welchem Maße
das Unternehmen seine Aufwendungen am Markt über Umsatzerlöse decken kann.

Umsatzerlöse *100
Gesamtaufwand

Cash-Flow=
Jahresüberschuss
+ Abschreibung auf Anlagevermögen
+ Erhöhung der Rückstellungen
./. Verminderung der Rückstellungen

Der Cash-Flow beschreibt den Mittelzufluss (Einzahlungen) des Geschäftsjahres, dem kein unmittelbarer Mittelabfluss (Auszahlungen) gegenübersteht. Er zeigt somit den aus der laufenden Umsatztätigkeit resultierenden
Finanzmittelüberschuss, der der Unternehmung für Investitionsausgaben,
Tilgungszahlungen und Gewinnausschüttungen zur Verfügung steht.

1.6 Beteiligungsverwaltung
Die Gemeinde ist gemäß § 105 Abs. 2 Gemeindeordnung gesetzlich verpflichtet, jährlich einen
Bericht über ihre Unternehmen zu erstellen, an denen sie unmittelbar oder mit mehr als 50
v.H. mittelbar beteiligt ist. Die Erstellung des Berichtes ist ortsüblich bekannt zu geben. Der
Beteiligungsbericht stellt damit die Dokumentation der verwalteten Beteiligungen dar. Die
Stadt Baden-Baden nimmt über die Vertretung in den Aufsichtsräten und Gesellschafterversammlungen Einfluss auf die Eigengesellschaften und Beteiligungen. So trägt die Gemeinde
dafür Sorge, dass sie die Rechte nach § 53 Abs. 1 des Haushaltsgrundsätzegesetzes ausübt
und dass der Beschluss über die Feststellung des Jahresabschlusses ortsüblich bekannt gegeben wird. Gleichzeitig sind der Jahresabschluss und der Lagebericht der Unternehmen an
7 Tagen öffentlich auszulegen.
Die Gemeinde hat ebenfalls die Zulässigkeitsvoraussetzungen wirtschaftlicher Unternehmen
zu beachten. In den §§ 102, 103 und 103 a der Gemeindeordnung sind die notwendigen Tatbestandsvoraussetzungen dargelegt. Diese sind insbesondere bei der Gründung neuer Beteiligungen und der Auslagerung von Verwaltungstätigkeiten in Eigengesellschaften zu beachten. Weiter sind die Regelungen zur Vertretung der Gemeinde in Unternehmen mit Privatrechtsform anzuwenden. Insbesondere wurde festgelegt, dass die Gemeinde ihren Vertretern
Weisung erteilen kann. Hierfür bedarf es Regelungen, in welcher Form dies geschehen soll.

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Dies bedeutet, dass eventuell vor entsprechenden Gesellschafterversammlungen oder Aufsichtsratssitzungen Vorlagen (je nach ihrer Bedeutung) in den zuständigen Gremien der Stadt
Baden- Baden zu beraten sind.
Die Anforderungen an die Vertreter in Aufsichtsräten und Gesellschafterversammlungen wurden spezifiziert. Insbesondere durch das am 1. Mai 1998 in Kraft getretene Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) ergeben sich Auswirkungen auf
kommunale Unternehmen, die Beteiligungsverwaltung und die Vertreter in den Gremien. Eine
wesentliche Forderung ist, dass die Verpflichtung besteht, ein so genanntes Risikomanagement einzurichten. Dies gilt auch für Gesellschaften mit beschränkter Haftung, soweit dies im
Gesellschaftsvertrag nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist. Für kommunale Unternehmen ist
zusätzlich die Regelung des § 53 Haushaltsgrundsätzegesetz zu beachten. Gehört einer Gebietskörperschaft die Mehrheit der Anteile eines Unternehmens in einer Rechtsform des privaten Rechts, so hat nach dieser Regelung das zuständige Organ des Unternehmens auf Verlangen der Gebietskörperschaft den Abschlussprüfer mit einer Erweiterung der Schlussprüfung zu beauftragen. Es ist dann im Rahmen der Abschlussprüfung auch die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung sowie die wirtschaftlichen Verhältnisse zu prüfen und zu beurteilen.
Den Maßstab für die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung bilden die Vorschriften des § 93 Aktiengesetz bzw. des § 43 GmbH-Gesetz, nach denen der Vorstand bzw.
der Geschäftsführer die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters anzuwenden hat. Damit vergrößert sich durch das KonTraG die Verantwortung der mit der Kontrolle der Unternehmen befassten Personen erheblich. Insbesondere die Haftung des Aufsichtsrates wurde verstärkt, d.h. auch sie haben die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsführers anzuwenden und haften der Gesellschaft für Pflichtverletzungen auf
Schadensersatz. Damit ist auch die Gemeinde in der Verpflichtung, die abgesandten Vertreter
vor den jeweiligen Versammlungen zu beraten.
Ebenso kommt dem bereits erwähnten Risikomanagement eine erhebliche Bedeutung zu. Die
Anforderungen an ein so genanntes Risikomanagement ergeben sich gemäß § 92 Abs. 2 Aktiengesetz. Danach ist für ein angemessenes Risikomanagement mit Risikoidentifikation, -bewertung und -streuung sowie einer Risikoüberwachung zu sorgen. Es ist zu überwachen, ob
es nicht zu den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Entwicklungen kommen kann,
hierzu gehören insbesondere risikobehaftete Geschäfte, Unrichtigkeiten der Rechnungslegung und Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft auswirken können. Die Maßnahmen interner Überwachung sollen so eingerichtet sein, dass gefährdende Entwicklungen frühzeitig, also zu einem Zeitpunkt
erkannt werden, an dem noch geeignete Maßnahmen zur Sicherung des Fortbestandes ergriffen werden können.
Mit diesen Ausführungen soll deutlich gemacht werden, dass die Beteiligungsverwaltung über
die Erstellung eines Beteiligungsberichtes hinausgeht. Dazu bedarf es weiterhin der Beratung
von Vorlagen in den zuständigen Gremien der Stadt Baden-Baden und einer Abstimmung mit
der Beteiligungsverwaltung insbesondere bei Fragen des Wirtschaftsplans, des Planvollzugs
und der Jahresabschlüsse.

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2. Übersicht über die Beteiligungen der Stadt Baden-Baden
(Stand 12/2014)

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Eigenbetrieb Stadtwerke
Parkgaragengesellschaft Baden-Baden
mbH (100 %)
Windpool GmbH & Co. KG
(Kommanditanteil
1.050.000 € = 2,56 %)
Gemeinschaftskraftwerk
Baden-Baden mbH
(50 %)
Energieagentur
Mittelbaden gGmbH
(15 %)

Abwasserverband Murg
100%
GSE Baden-Baden mbH
Entwicklungsgesellschaft
Cité mbH (11,65 %)
GSE + IDEAL OHG
(50 %)
Gewerbeentwicklung BadenBaden GmbH

>= 25 %
Klinikum Mittelbaden
gGmbH (40%)
Aspichhof gGmbH
(100 %)
Klinikum Mittelbaden
Service GmbH (100 %)
Klinikum Mittelbaden
Catering GmbH (100 %)

Baden-Baden Events GmbH
TelemaxX
Telekommunikation GmbH
(9,09 %)
Karlsruher
Verkehrsverbund GmbH
(8 %)

Baden-Baden Kur und
Tourismus GmbH (10 %)
GbR Christkindelsmarkt

Kongresshaus Baden-Baden
Betriebsgesellschaft mbH

Klinikum Mittelbaden MVZ
GmbH (100 %)
Klinikum Mittelbaden
Durmersheim MVZ GmbH
(100 %)
Entwicklungsgesellschaft Cité
mbH (38,83 %)

Endica GmbH (1 %)
KEA GmbH
(über Energieagenturbeteiligungs- GbR 0,1 %)
Solaranlage MLG
(2.358,29 €)

Eigenbetrieb Umwelttechnik

Baden-Baden Kur und
Tourismus GmbH (5 %)
Krematorium Baden-Baden
GmbH
Forst Service GmbH

< 25 %
Baden-Airpark
Beteiligungsgesellschaft mbH
(15,5 %)
Baden-Airpark GmbH
(34,17 %)

Abwasserverband
Sandbach
Badenova AG & Co KG
(0,099%)

Energieagentur Mittelbaden
gGmbH (10 %)
Neue Messe Karlsruhe GmbH
& Co KG (1,23 %)
Landsiedlung GmbH (0,08 %)
Grundstückseigentümergemeinschaft RRZ Karlsruhe
GbR (3,3 %)

Kunststiftung BadenWürttemberg GmbH (0,5 %)

Baden-Baden Kur- und
Tourismus GmbH (35 %)
GbR Christkindelsmarkt
Schwarzwald Tourismus
GmbH (0,89 %)

gGENF mbH
ASEW Energie und
Umwelt Service GmbH &
Co KG (1.300 € =7,14%)

EurAka GmbH
Baden-Baden Award
GmbH (100 %)
IHWTK (12 %) gGmbH

Erläuterungen:
Beteiligungsquote
= 100 % unmittelbare
Beteiligung

Beteiligungsquote
< 100 % / >= 25 %
unmittelbare Beteiligung

Beteiligungsquote
< 25 % unmittelbare und
mittelbare Beteiligungen

Stadt Baden-Baden

Beteiligungsbericht 2014

Mitgliedschaft in Zweckverbänden

Zweckverband
Hochwasserschutz
Raum Baden-Baden / Bühl

Zweckverband Riedkanal

Regionalverband
Mittlerer Oberrhein

Zweckverband Tierische
Nebenprodukte
Neckar-Franken

Zweckverband
Gewerbepark mit
Regionalflughafen Söllingen

Zweckverband Kommunale
Informationsverarbeitung
Baden-Franken

Zweckverband Regio
Pamina

Sonstige Mitgliedschaften und Beteiligungen
Volksbank
Baden-Baden Rastatt eG

Volksbank Bühl eG
(früher Raiffeisenbank
Steinbach eG)

VR Bank in Mittelbaden eG
(früher Raiffeisenbank
Haueneberstein eG)

Raiffeisenwarengenossenschaft Yburg eG

Baden-Badener
Winzergenossenschaft eG

Badischer
GemeindeversicherungsVerband BGV

Naturpark Schwarzwald
Mitte/Nord e.V.

Holzhof Oberschwaben eG

Gemeinnützige
Baugenossenschaft

Technologie-Region
Karlsruhe
(BGB Gesellschaft)

Stiftung Schaffberg
(Rechtsfähige kommunale
Stiftung)

Stadt Baden-Baden

Beteiligungsbericht 2014

Änderungen im Beteiligungsportfolio der Stadt Baden-Baden im Jahr 2014 gegenüber
dem Vorjahr:
Gegenüber dem Jahr 2013 haben sich folgende Änderungen im Beteiligungsportfolio der Stadt
Baden-Baden im Berichtsjahr ergeben.
 Im Jahr 2014 wurden 8 % der Geschäftsanteile an der Internationalen Hochschule für Wirtschaft, Technik und Kultur (IHWTK) an die Internationale Gesellschaft für Hochschulentwicklung und Beteiligungen gGmbH verkauft. Dadurch ist die Beteiligung der EurAka an
der IHWTK von 20 % (5,2 T€) auf 12 % (3,1 T€) gesunken.

Seite 20

Stadt Baden-Baden

Beteiligungsbericht 2014

3. Übersichten über ausgewählte
Unternehmenskennzahlen
Für die Jahre 2010-2014

Seite 21

Stadt Baden-Baden

Beteiligungsbericht 2014

Übersicht über ausgewählte Unternehmenskennzahlen für das Jahr 2010

In T€

PGG BadenBaden mbH

Bilanzsumme

Anlagevermögen

Umlaufvermögen

Eigenkapital

Fremdkapital
(davon
langfristig)

Verbindlich
keiten ggü.
Kreditinstituten

Umsatzerlöse

Jahresüberschuß/verlust

Gesamtaufwand

CashFlow

6.995

1.536

5.459

4.800

1.781
(647)

727

4.265

614

3.751

1.095

3.212

1.677

1.510

2.242

892
(338)

488

1.995

435

1.609

584

49.152

46.671

2.441

24.550

24.575
(21.703)

21.141

5.529

415

5.567

1.255

Kongresshaus
Baden-Baden
GmbH

960

77

883

816

144
(0)

0

1.320

-66

1.426

-58

Forst Service
GmbH

44

0

44

26

18
(0)

0

884

0

884

2

1.034

66

926

577

453
(0)

0

2.778

-41

2.978

-7

Baden-Baden
Events GmbH

1.304

61

1.238

593

711
(379)

0

2.287

161

2.173

142

EurAka gGmbH

10.162

9.838

324

8.088

1.116
(850)

0

1.987

-176

3.257

85

Entwicklungsgesellschaft Cité
mbH

25.294

5.087

20.200

6.283

19.011
(12.533)

14.223

7.842

104

8.294

1.018

151

0

151

79

72
(0)

0

681

23

659

28

Stadtwerke

101.900

49.564

47.186

43.313

53.449
(4.293)

4.990

71.407

2.138

77.115

8.360

Klinikum
Mittelbaden
gGmbH

168.271

58.323

40.980

27.899

73.491
(31.718)

36.211

149.438

1.028

172.963

10.644

6.111

1.691

4.420

4.816

1.295
(687)

721

2.193

201

3.249

523

38

0

38

18

20
(18)

0

53

11

41

11

1.203

1.198

5

1.201

2
(0)

0

0

1

4

5

122

2

120

119

3
(0)

0

0

94

12

94

Eigenbetrieb
Umwelttechnik 1)

72.426

56.658

15.765

2.552

59.989
(42.000)

57.045

19.356

-1.234

22.092

2.182

Biomasseverwertung (EigB
Umwelttechnik)

5.330

4.086

1.243

1.249

0

1.004

-320

1.198

189

453.709

236.535

142.933

129.221

4.059
(2.805)
241.081

135.546

273.019

3.388

307.272

26.152

Gemeinschaftskraftwerk
Baden-Baden
GmbH
GSE mbH

Baden-Baden
Kur & Tourismus
GmbH

Krematorium
Baden-Baden
GmbH

Gewerbeentwicklung BadenBaden GmbH
Baden-Baden
Award gGmbH
gGENF mbH
Energieagentur
Mittelbaden
gGmbH

Summe

1) Darstellung ohne den Betriebszweig Biomasseverwertung

Seite 22

Stadt Baden-Baden

Beteiligungsbericht 2014

Übersicht über ausgewählte Unternehmenskennzahlen für das Jahr 2011

In T€

PGG BadenBaden mbH

Bilanzsumme

Anlagevermögen

Umlaufvermögen

Eigenkapital

FremdVerbindlich Umsatz- Jahres- Gesamtkapital
keiten ggü. erlöse
über- aufwand
(davon
Kreditinschuß/langfristig)
stituten
verlust

CashFlow

7.328

1.504

5.824

4.800

2.160
(182)

647

4.540

971

3.665

1.299

3.343

1.801

1.437

2.421

775
0

338

1.997

480

1.542

669

GSE mbH

52.340

49.789

2.539

25.299

27.041
(23.917)

23.272

6.104

449

7.060

1.552

Kongresshaus
Baden-Baden
GmbH

1.011

68

943

812

199
(0)

0

1.428

-4

1.450

7

Forst Service
GmbH

42

0

42

26

16
(0)

0

738

0

738

-2

952

57

853

577

371
(0)

0

2.779

0

2.962

36

Baden-Baden
Events GmbH

1.510

56

1.449

708

802
(371)

0

2.492

115

2.429

115

EurAka gGmbH

10.423

10.049

374

7.742

1.298
(0)

0

2.174

-346

3.611

765

21.903

4.118

17.785

7.786

14.108
(10.703)

12.480

7.874

1.504

5.346

1.878

242

0

242

99

143
(0)

0

688

20

670

25

Stadtwerke

98.128

50.587

42.297

44.665

48.236
(4.680)

5.490

66.480

2.515

73.243

7.342

Klinikum
Mittelbaden
gGmbH

164.303

58.446

39.202

29.028

70.523
(32.461)

30.593

150.318

1.177

185.761

10.241

7.976

3.501

4.475

5.056

2.920
(1.708)

1.797

1.089

200

1.366

124

41

0

41

21

20
(10)

0

36

3

34

3

1.220

1.198

22

1.218

2
(0)

0

0

17

1

18

Energieagentur
Mittelbaden
gGmbH

181

3

177

169

12
(0)

0

9

50

107

52

Eigenbetrieb
Umwelttechnik

85.057

63.699

10.509

0

60.742

20.233

-2.540

23.820

2.318

Summe

456.000

244.876

128.211

130.427

74.663
(45.498)
243.289

135.359

268.979

4.611

313.805

26.442

Gemeinschaftskraftwerk
Baden-Baden
GmbH

Baden-Baden
Kur & Tourismus
GmbH

Entwicklungsgesellschaft Cité
mbH
Krematorium
Baden-Baden
GmbH

Gewerbeentwicklung BadenBaden GmbH
Baden-Baden
Award gGmbH
gGENF mbH

Seite 23

Stadt Baden-Baden

Beteiligungsbericht 2014

Übersicht über ausgewählte Unternehmenskennzahlen für das Jahr 2012

In T€

PGG BadenBaden mbH

Bilanzsumme

Anlagevermögen

Umlaufvermögen

Eigenkapital

Fremdkapital
(davon
langfristig)

Verbindlich Umsatz- Jahres- Gesamtkeiten ggü. erlöse
über- aufwand
Kreditinschuß/stituten
verlust

CashFlow

6.761

1.553

5.208

4.800

1.624
(7)

562

4.350

625

3.810

993

3.668

1.643

1.927

2.893

645
0

188

2.573

772

1.841

1.064

58.378

53.378

4.995

25.474

32.905
(26.333)

28.585

6.063

175

7.475

1.041

Kongresshaus
Baden-Baden
GmbH

878

62

816

668

210
0

0

1.289

-144

1.464

-125

Forst Service
GmbH

60

0

60

26

34
(0)

0

463

0

463

-1

994

60

864

579

410
0

0

2.719

2

2.920

55

Baden-Baden
Events GmbH

1.572

41

1.526

869

703
-375

0

2.436

161

2.320

184

EurAka gGmbH

10.111

9.732

350

7.405

1.401
(0)

0

2.319

-337

4.167

253

Entwicklungsgesellschaft Cité
mbH

21.880

4.449

17.431

9.276

12.604
(8.827)

10.660

6.618

1.489

5.251

2.004

221

0

221

112

109
(0)

0

693

13

682

5

Stadtwerke

102.230

50.845

45.785

44.265

52.392
(4.305)

5.402

69.722

1.100

77.063

5.524

Klinikum
Mittelbaden
gGmbH

168.698

60.353

42.258

26.991

77.375
(31.335)

34.564

148.862

-2.553

180.677

4.342

Gewerbeentwicklung BadenBaden GmbH

10.598

3.442

7.156

7.396

3.202
(2.438)

2.447

1.617

77

3.733

178

Baden-Baden
Award GmbH

53

0

53

26

27
(5)

0

51

5

46

5

gGENF mbH

1.637

798

839

1.635

2
(0)

0

0

17

1

17

Energieagentur
Mittelbaden
gGmbH

233

4

228

207

26
0

0

34

38

144

42

Eigenbetrieb
Umwelttechnik

95.762

65.448

19.735

0

85.738
(45.172)

62.388

27.987

-101

29.140

10.137

Summe

483.734

251.808

149.452

132.622

269.032

144.796

277.796

1.339

321.197

25.718

Gemeinschaftskraftwerk
Baden-Baden
GmbH
GSE mbH

Baden-Baden
Kur & Tourismus
GmbH

Krematorium
Baden-Baden
GmbH

Seite 24

Stadt Baden-Baden

Beteiligungsbericht 2014

Übersicht über ausgewählte Unternehmenskennzahlen für das Jahr 2013

In T€

PGG BadenBaden mbH

Bilanzsumme

Anlagevermögen

Umlaufvermögen

Eigenkapital

Fremdkapital
(davon
langfristig)

Verbindlichkeiten ggü.
Kreditinstituten

Umsatz- Jahres- Gesamterlöse
über- aufwand
schuß/verlust

CashFlow

7.087

1.578

5.509

4.800

2.000
(0)

474

4.624

803

3.900

1.113

4.910

1.485

1.451

3.025

1.773
(402)

888

2.951

282

2.762

350

59.700

55.940

3.356

26.177

33.523
(23.153)

29.539

8.114

703

7.141

2.150

Kongresshaus
Baden-Baden
GmbH

760

66

694

578

182
(0)

0

1.393

-90

1.491

-73

Forst Service
GmbH

60

0

59

26

34
(0)

0

842

0

842

6

1.081

126

904

583

493
(0)

0

2.868

4

3.045

31

Baden-Baden
Events GmbH

1.790

43

1.736

1.005

785
(370)

15

2.490

135

2.425

162

EurAka gGmbH

9.629

9.236

360

7.323

1.078
(0)

0

2.310

-82

3.982

458

Entwicklungsgesellschaft Cité
mbH

20.448

4.154

16.294

10.430

10.018
(756)

8.768

7.089

1.155

5.829

949

222

34

188

163

59
(0)

0

709

51

665

70

Stadtwerke

99.167

54.740

38.703

46.101

47.353
(5.274)

5.995

75.317

3.335

81.516

7.781

Klinikum
Mittelbaden
gGmbH

175.569

59.456

40.681

30.065

71.844
(17.506)

32.465

153.124

-2.875

190.049

6.675

Gewerbeentwicklung BadenBaden GmbH

11.832

4.216

7.616

7.504

4.328
(2.077)

2.840

1.910

-24

2.638

51

Baden-Baden
Award GmbH

39

0

39

27

12
(0)

0

0

1

52

1

gGENF mbH

1.751

1.600

151

1.749

2
(0)

0

0

14

1

15

Energieagentur
Mittelbaden
gGmbH

216

5

210

188

28
(0)

0

39

-19

178

-15

Eigenbetrieb
Umwelttechnik

95.876

71.771

14.371

-1.031

63.790

24.043

-476

32.488

7.155

Summe

490.137

264.450

132.322

138.713

87.174
(48.483)
260.686

144.774

287.823

2.917

339.004

26.879

Gemeinschaftskraftwerk
Baden-Baden
GmbH
GSE mbH

Baden-Baden
Kur & Tourismus
GmbH

Krematorium
Baden-Baden
GmbH

Seite 25

Stadt Baden-Baden

Beteiligungsbericht 2014

Übersicht über ausgewählte Unternehmenskennzahlen für das Jahr 2014

In T€

PGG BadenBaden mbH

Bilanzsumme

Anlagevermögen

Umlaufvermögen

Eigenkapital

FremdVerbindlich- Umsatz- Jahres- Gesamtkapital
keiten ggü. erlöse
über- aufwand
(davon
Kreditinschuß/langfristig)
stituten
verlust

CashFlow

7.136

1.548

5.588

4.800

2.098
(0)

381

4.811

1.103

3.795

1.164

4.629

1.328

1.469

3.221

1.313
(307)

779

2.524

376

2.242

538

62.207

59.444

2.376

26.835

35.337
(25.347)

31.382

8.627

658

6.941

1.781

Kongresshaus
Baden-Baden
GmbH

655

59

596

478

177
(0)

0

1.371

-101

1.485

-89

Forst Service
GmbH

89

0

89

26

63
(0)

0

774

0

774

3

1.040

148

851

585

451
(0)

0

3.435

2

3.630

62

Baden-Baden
Events GmbH

1.943

40

1.894

1.149

794
(372)

0

2.686

145

2.603

132

EurAka gGmbH

9.140

8.729

403

7.398

598
(0)

0

2.257

75

3.773

601

Entwicklungsgesellschaft Cité
mbH

19.402

3.846

15.554

11.503

7.899
(512)

6.796

4.923

1.073

3.909

1.209

360

30

330

262

98
(0)

0

792

99

693

138

Stadtwerke

104.350

54.586

43.477

46.605

51.501
(8.077)

8.425

73.498

1.104

79.988

5.422

Klinikum
Mittelbaden
gGmbH

188.314

65.153

46.106

25.708

87.576
(20.076)

39.352

166.970

-3.987

209.910

8.272

12.833

6.408

6.425

6.951

5.880
(3.823)

4.898

1.709

-124

1.690

280

Baden-Baden
Award GmbH

43

0

43

29

14
(0)

0

0

2

51

2

gGENF mbH

3.161

1.600

1.561

3.159

2
(0)

0

0

10

1

9

Energieagentur
Mittelbaden
gGmbH

188

4

183

171

17
(0)

0

89

-17

223

-14

Eigenbetrieb
Umwelttechnik

95.587

74.618

11.600

-683

70.955

22.057

348

23.469

-2.322

Summe

511.077

277.541

138.545

138.197

86.916
(67.638)
280.734

162.968

296.523

766

345.177

17.188

Gemeinschaftskraftwerk
Baden-Baden
GmbH
GSE mbH

Baden-Baden
Kur & Tourismus
GmbH

Krematorium
Baden-Baden
GmbH

Gewerbeentwicklung BadenBaden GmbH

Seite 26

Stadt Baden-Baden

Beteiligungsbericht 2014

Zusammenfassende Darstellung

600.000
550.000
500.000
450.000
400.000
350.000
300.000
250.000
200.000
150.000

100.000
50.000
0
Jahr
Bilanzsumme
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Eigenkapital
Fremdkapital
Verb. Ggü. Kreditinstituten

2014
511.077
277.541
138.545
138.197
280.734
162.968

2013
490.137
264.450
132.322
138.713
260.686
144.774

Seite 27

2012
483.734
251.808
149.452
132.622
269.032
144.796

2011
456.000
244.876
128.211
130.427
243.289
135.359

2010
453.709
236.535
142.933
129.221
241.081
135.546

Stadt Baden-Baden

Beteiligungsbericht 2014

Seite 28

Stadt Baden-Baden

Beteiligungsbericht 2014

4. Wesentliche Beteiligungen der
Stadt Baden-Baden
Gesellschaften mit beschränkter
Haftung

Seite 29

Stadt Baden-Baden

4.1

Parkgaragengesellschaft Baden-Baden mbH

Parkgaragengesellschaft 
Baden–Baden mbH

I. Gegenstand des Unternehmens und öffentlicher Zweck
Gegenstand des Unternehmens sind der Bau und Betrieb von Parkhäusern für den ruhenden
Verkehr, die Anpachtung und das Betreiben von Parkhäusern und artverwandten Verkehrseinrichtungen sowie die Durchführung aller Maßnahmen, die der Förderung des kombinierten
Parkens und Fahrens dienen.

Die Gesellschaft betrieb im Berichtsjahr sowohl mehrere Parkhäuser als auch oberirdische
Parkflächen. Diese erbrachten Leistungen stimmen mit dem Unternehmensgegenstand gemäß Gesellschaftsvertrag überein. Der öffentliche Zweck des Unternehmens ist somit erfüllt.

II. Beteiligungsverhältnisse
Die Stadt Baden-Baden ist über den Eigenbetrieb Stadtwerke Baden-Baden alleinige Gesellschafterin. Das Stammkapital beträgt 4.800 T€.

III. Besetzung der Organe
Die Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die
Geschäftsführung. Der gesetzliche Vertreter der Stadt Baden-Baden in der Gesellschafterversammlung ist Frau Oberbürgermeisterin Margret Mergen.
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:













Herr Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner, Vorsitzender (bis 09.06.2014)
Frau Oberbürgermeisterin Margret Mergen, Vorsitzende (ab 10.06.2014)
Herr Erster Bürgermeister Werner Hirth, ständiger Vertreter der Vorsitzenden
Herr Stadtrat Michael Bollinger
Herr Stadtrat Paul Haußmann
Herr Stadtrat Werner Henn (ab 28.07.2014)
Herr Stadtrat Rainer Lauerhaß
Herr Stadtrat Fritz Leese (bis 28.07.2014)
Herr Stadtrat Dr. Werner Löhle
Herr Stadtrat Klaus Maas
Frau Stadträtin Margit Oser (ab 28.07.2014)
Herr Stadtrat Rolf Pilarski (ab 28.07.2014)
Seite 30

Stadt Baden-Baden









Parkgaragengesellschaft Baden-Baden mbH

Frau Stadträtin Marianne Raven (ab 28.07.2014)
Herr Stadtrat Hans Schindler (bis 28.07.2015)
Herr Stadtrat Hans-Jürgen Schnurr
Herr Stadtrat Ralf Schwellinger (bis 28.07.2015)
Herr Stadtrat Günter Seifermann
Herr Stadtrat Alfons Seiterle
Herr Stadtrat Michael Velten

Geschäftsführer im Berichtsjahr war Herr Dipl.-Ing. Rainer Pahl.

IV. Beteiligungen der Gesellschaft
Die Gesellschaft war im Berichtsjahr an keinem anderen Unternehmen beteiligt.

V. Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Lage des Unternehmens
Die Gesellschaft betreibt fünf Parkgaragen, welche insgesamt über 1.993 Garagenstellplätze
verfügen. Daneben stehen der Gesellschaft auch oberirdische Parkflächen mit 554 Stellplätzen, die mit Parkautomaten und Parkuhren betrieben werden, zur Verfügung. Zum Bilanzstichtag waren 1.080 Stellplätze (Vorjahr 1.009 Stellplätze) an Dauerparker vermietet. Die Gesellschaft konnte im Berichtsjahr folgende Umsätze erzielen:

Umsatzerlöse PGG
Kurparkgarage
Kongresshausgarage
Vincentigarage
Festspielhausgarage
Garage Falkenstraße
Oberirdische Parkraumbewirtschaftung
Summe

2014
T€
2.004
1.033
811
487
67

2013
T€
1.945
988
780
456
57

2012
T€
1.811
943
786
397
53

2011
T€
1.896
989
813
429
48

2010
T€
1.850
914
722
410
41

409

398

360

365

329

4.811

4.624

4.350

4.540

4.265

Im Jahr 2014 waren bei allen Parkgaragen aufgrund der zum 01.03.2014 durchgeführten
Preiserhöhung Umsatzzuwächse zu verzeichnen. Bei der „Oberirdischen Parkraumbewirtschaftung“ haben sich die Umsatzerlöse ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Diese
Entwicklung ist auf die zum 01.03.2014 durchgeführte Preiserhöhung zurückzuführen, welche
sich insbesondere bei den Dauerparkern bemerkbar macht. Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse im Berichtsjahr um 187 T€ auf 4.811 T€ an. Bei den Aufwendungen erhöhte sich der
Materialaufwand im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 156 T€ auf 2.376 T€ aufgrund

Seite 31

Stadt Baden-Baden

Parkgaragengesellschaft Baden-Baden mbH

gestiegener Fremdleistungen für Wartung und Unterhaltung. Die Zunahme des Personalaufwands um 19 T€ auf 782 T€ im Jahr 2014 ist auf die Tariferhöhung zum 01.03.2014 um 3 %
zurückzuführen.
Der erwirtschaftete Jahresgewinn in Höhe von 1.103 T€ (Vorjahr 803 T€) wird aufgrund des
bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an den Eigenbetrieb Stadtwerke abgeführt. Der Wirtschaftsplan 2014 weist einen Jahresgewinn vor Gewinnabführung in
Höhe von 1.000 T€ aus.

Aktiva
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
aktive RAP
Gesamtvermögen

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
1.548
1.578
1.553
1.504
1.536
5.588
5.509
5.208
5.824
5.459
0
0
0
0
0
7.136
7.087
6.761
7.328
6.995

Das Gesamtvermögen hat sich im Laufe des Berichtsjahres um 49 T€ auf 7.136 T€ erhöht.
Der Buchwert des Anlagevermögens ist gegenüber dem Vorjahr um 30 T€ auf 1.548 T€ im
Berichtsjahr zurückgegangen. Diese Veränderung ergibt sich aus Zugängen in Höhe von 19
T€, vor allem von Betriebs- und Geschäftsausstattung, vermindert um Anlagenabgänge und
die planmäßige Abschreibung. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten
ausschließlich Forderungen gegenüber den Stadtwerken Baden-Baden und bestehen vor allem aus den in der Vergangenheit gewährten Kassenkrediten. Diese Forderungen sind im
Vergleich zum Jahr 2013 um 129 T€ auf 4.974 T€ aufgrund höheren Forderungen aus Kapitalgewährungen gegenüber den Stadtwerken Baden-Baden angestiegen. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 114 T€ (Vorjahr 51 T€) ergeben sich im Wesentlichen aus
der Jahresendabrechnung von Verträgen mit der BKV. Diese beinhalten die Vereinbarung
über den Quotennießbrauch der Vincentigarage und das Pachtverhältnis über die Kurhausgarage. Die flüssigen Mittel verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 123 T€ auf 415 T€.

Passiva
Eigenkapital
Fremdkapital
davon langfristig

passive RAP
Gesamtkapital

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
4.800
4.800
4.800
4.800
4.800
2.098
2.000
1.624
2.160
1.781
0

0

7

182

647

238
7.136

287
7.087

337
6.761

368
7.328

414
6.995

Auf der Passivseite ist die Erhöhung des Gesamtkapitals hauptsächlich auf die Erhöhung der
Verbindlichkeiten gegenüber verbundener Unternehmen um 340 T€ auf 1.308 T€ zurückzu-

Seite 32

Stadt Baden-Baden

Parkgaragengesellschaft Baden-Baden mbH

führen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die vertraglich vereinbarte Gewinnabführung der Gesellschaft an die Stadtwerke. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind
um 93 T€ auf 381 T€ aufgrund der planmäßigen Tilgung zurückgegangen. Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind hauptsächlich der abgegrenzte Quotennießbrauch der Vincentigarage sowie die Grunddienstbarkeit Falkenstraße enthalten. Insgesamt verringerte sich der
passive Rechnungsabgrenzungsposten im Berichtsjahr um 49 T€ auf 238 T€.

VI. Ausblick
Am 16. April 2015 wurde das neue Cineplex-Kino in der Cité eröffnet. Gleichzeitig ist das dazugehörige Park & Ride Parkhaus in Betrieb gegangen, dessen Bewirtschaftung durch die
Gesellschaft erfolgt. Die seit März 2014 bestehenden Preiserhöhungen in den Garagen Falkenstraße, Vincenti- und Kongresshausgarage sowie die Erlöse des neuen Cineplex-Parkhauses werden das Ergebnis der Gesellschaft weiterhin positiv beeinflussen. Die Gesellschaft ist
weiterhin bestrebt, zusätzliche Parkflächen in ihre Bewirtschaftung aufzunehmen, um die Ertragskraft zu steigern.

VII. Kapitalzuführungen und -entnahmen durch die Stadt
Die Stammeinlage der Stadt Baden-Baden über den Eigenbetrieb Stadtwerke blieb im Berichtsjahr unverändert.

Finanzbeziehungen zur Stadt Baden-Baden:
Nach dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wird der Gewinn in Höhe von 1.103
T€ an den Eigenbetrieb Stadtwerke Baden-Baden abgeführt.

VIII. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 19 Arbeitnehmer bei der Gesellschaft beschäftigt.

Seite 33

Stadt Baden-Baden

Parkgaragengesellschaft Baden-Baden mbH

IX. Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Positionen aus der GuV (in T€)

Gewinn/Verlust 1)
Umsatzerlöse
Gesamtaufwand
FK-Zinsen
Abschreibungen
Veränderung
Rückstellungen,
Zunahme/ Abnahme (-)

2014
1.103
4.811
3.795
21
50

2013
803
4.624
3.900
25
317

2012
625
4.350
3.810
29
316

2011
971
4.540
3.665
33
318

2010
614
4.265
3.751
37
480

11

-7

52

10

1

1) Vor Gewinnabführung

KENNZAHLEN
Vermögenslage
Anlagenintensität

2014

2013

2012

2011

2010

21,7

22,3

23,0

20,5

22,0 % =(AV/Gesamtvermögen)*100

Finanzlage
Eigenkapitalquote
Fremdkapitalquote
Anlagendeckung I
Anlagendeckung II

67,3
29,4
310,1
310,1

67,7
28,2
304,2
304,2

71,0
24,0
309,1
309,5

65,5
29,5
319,1
331,3

68,6
25,5
312,5
354,6

%
%
%
%

Ertragslage
Umsatzrentabilität
EK-Rentabilität
GK-Rentabilität
Kostendeckung
Cash-Flow

22,9
23,0
15,8
126,8
1.164

17,4
16,7
11,7
118,6
1.113

14,4
13,0
9,7
114,2
993

21,4
20,2
13,7
123,9
1.299

14,4
12,8
9,3
113,7
1.095

% =(Jahresüberschuss/UE)*100
% =(Jahresüberschuss/EK)*100
% =((JÜ+FK-Zins)/GK)*100
% =(UE/Gesamtaufwand)*100
T€

=(EK/GK)*100
=(FK/GK)*100
=(EK/AV)*100
=((EK+ lfr. FK)/AV)*100

Die Abnahme von 30 T€ beim Anlagevermögen bei gleichzeitiger Zunahme des Gesamtvermögens von 49 T€ führt zu einer Senkung der Anlagenintensität. Das Anlagevermögen war
wie in den Vorjahren schon alleine durch das Eigenkapital vollständig gedeckt, was sich an
der Kennzahl Anlagendeckung I erkennen lässt. Die Kennzahlen der Ertragslage haben sich
durch den um 300 T€ angestiegenen Gewinn sowie die um 187 T€ höheren Umsatzerlöse im
Vergleich zum Vorjahr verbessert.

X. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Die Prüfung durch den Abschlussprüfer INVRA Treuhand AG hat zu keinen Einwendungen geführt.

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Stadt Baden-Baden

Parkgaragengesellschaft Baden-Baden mbH

XI. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
Aktiva
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software

31.12.2014
€

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

40,00

1

1

1

1

575.681,19

568

1.024

1.296

1.352

368.877,65

369

350

0

0

486.781,00
116.159,00
282,66
1.547.781,50

498
143
0
1.578

0
178
0
1.552

0
207
0
1.503

0
149
34
1.535

1.547.821,50

1.579

1.553

1.504

1.536

B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
58.358,32
4.973.898,83
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
(davon gegen Gesellschafter)
(4.845.627,27)
3. Forderungen an die Stadt
26.754,75
4. Sonstige Vermögensgegenstände
113.685,06
5.172.696,96

48
4.845
(4.845)
26
51
4.970

50
4.605
(4.605)
25
94
4.774

62
5.342
(5.342)
24
9
5.437

53
5.113
(5.113)
24
20
5.210

414.894,62

538

434

387

249

5.587.591,58

5.508

5.208

5.824

5.459

7.135.413,08

7.087

6.761

7.328

6.995

II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne
Bauten
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit
Geschäfts-/Betriebs- und anderen Bauten
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung
5. Anlagen im Bau

II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Summe Aktiva

Passiva
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
B. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen

31.12.2014
€

Summe Passiva

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

4.800.000,00

4.800

4.800

4.800

4.800

84.945,00

74

81

29

19

474
221
(221)

562
25
(25)

647
8
(8)

727
25
(25)

968
(968)
(968)
52
(52)
211

837
(837)
(832)
36
(36)
83

1.182
(1.182)
(1.182)
42
(42)
252

815
(815)
(815)
15
(15)
180

(211)
(6)
(0)
1.926

(83)
(6)
(0)
1.543

(252)
(5)
(0)
2.131

(180)
(4)
(0)
1.762

237.685,40

287

337

368

414

7.135.413,08

7.087

6.761

7.328

6.995

C. Verbindlichkeiten
380.842,90
1. Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten
43.131,64
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
(43.131,64)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
1.307.765,14
3. Unternehmen
(davon gegenüber Gesellschaftern)
(1.307.765,14)
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
(1.307.765,14)
49.777,26
4. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
(49.777,26)
5. Sonstige Verbindlichkeiten
231.265,74
davon
a) mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
(231.265,74)
b) aus Steuern
(7.595,36)
c) im Rahmen der sozialen Sicherheit
(0,00)
2.012.782,68
D. Rechnungsabgrenzungsposten

31.12.2013
T€

Seite 35

Stadt Baden-Baden

Gewinn- und Verlustrechnung 2014
(01.01. - 31.12.2014)

Parkgaragengesellschaft Baden-Baden mbH

2014
€

2010
T€

2011
T€

2012
T€

2013
T€

4.811.431,87

4.624

4.350

4.540

4.265

64.274,98

56

54

50

55

377.797,46
1.998.331,52

337
1.883

338
1.819

280
1.804

302
1.713

606.855,60

590

601

537

546

175.282,54
(44.283,66)

173
(44)

173
(44)

155
(39)

156
(40)

49.749,71

317

316

318

481

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

488.198,50

499

457

460

446

7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
(davon aus verbundenen Unternehmen)

22.366,16
(23.150,00)

24
(24)

31
(30)

45
(44)

46
(45)

20.995,84

25

29

33

37

1.180.861,84

880

702

1.048

685

77.978,39

77

77

77

71

1.102.883,45

803

625

971

614

12. Eträge aus Verlustübernahme

0,00

0

0

0

0

13. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

0,00

0

0

0

0

1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und soziale Unterstützung
(davon für Altersversorgung)
5. Abschreibungen auf Sachanlagen

8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
10. Sonstige Steuern
11. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter
Gewinn

Seite 36

Stadt Baden-Baden

4.2

Gemeinschaftskraftwerk Baden-Baden GmbH

Gemeinschaftskraftwerk
Baden–Baden GmbH



I. Gegenstand des Unternehmens und öffentlicher Zweck
Gegenstand des Unternehmens ist die wirtschaftliche, ressourcen- und umweltschonende
Energieversorgung von Liegenschaften des Landes, der Stadt und anderen Abnehmern in der
Stadt Baden-Baden. Es hat die für Krankenversorgungseinrichtungen erforderliche Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Die Gesellschaft kann zu diesem Zweck Energieanlagen
erwerben, errichten, pachten und betreiben. Sie soll Fernheizanlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung ausbauen. Die Gesellschaft kann ferner Geschäfte jeder Art durchführen, die dem Gegenstand des Unternehmens dienen.

Die Gemeinschaftskraftwerk Baden-Baden GmbH gibt an Einrichtungen des Landes, der Stadt
und andere Abnehmer Wärme ab. Diese erbrachten Leistungen stimmen mit dem Unternehmensgegenstand gemäß Gesellschaftsvertrag überein. Der öffentliche Zweck des Unternehmens ist somit erfüllt.

II. Beteiligungsverhältnisse
Das Stammkapital beträgt insgesamt 512 T€. An der Gesellschaft sind mit jeweils 256 T€ bzw.
50 % die Fernwärmegesellschaft Baden-Württemberg mbH (FBW), Stuttgart, und die Stadt
Baden-Baden über den Eigenbetrieb Stadtwerke beteiligt.

III. Besetzung der Organe
Die Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die
Geschäftsführung.

Die Gesellschafterversammlung setzt sich aus den Vertretern der Gesellschafter zusammen
(siehe II.).

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Stadt Baden-Baden/Stadtwerke:


Herr Erster Bürgermeister Werner Hirth, Vorsitzender
Seite 37

Stadt Baden-Baden

Gemeinschaftskraftwerk Baden-Baden GmbH



Herr Stadtrat Werner Henn



Herr Stadtrat Klaus Maas

Fernwärmegesellschaft Baden-Württemberg mbH, Stuttgart:


Herr Regierungsdirektor Steffen Ratzel, stellvertretender Vorsitzender



Herr Ministerialrat Dr. Frank Güntert



Herr Geschäftsführer Dr. Karlheinz Hillenbrand

Geschäftsführer der Gesellschaft im Berichtsjahr ist Herr Martin Benner, Prokurist der FBW,
Stuttgart.

IV. Beteiligungen der Gesellschaft
Es bestehen keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.

V. Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Lage des Unternehmens
Die Witterung des Jahres 2014 fiel bei einer Gradtagszahlsumme von 2.629 K*d (Vorjahr 3.397
K*d) im Vergleich zum Vorjahr deutlich wärmer aus. Die gesunkene Wärmeabgabe um 10.058
MWh auf 29.185 MWh (Vorjahr 39.243 MWh) ist hauptsächlich auf die wärmere Witterung
zurückzuführen. Der Netznutzungsgrad, der das Verhältnis zwischen abgegebener und bezogener Wärmemenge angibt, fiel von 95,0 % im Vorjahr auf 88,4 % im Berichtsjahr. Dieser
Rückgang ist nach Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung im Wesentlichen abgrenzungsbedingt.

Geschäftsjahr
2010
2011
2012
2013
2014

Wärmeabgabe
MWh
34.410
29.075
37.145
39.243
29.185

Umsatz *
T€
1.988
2.001
2.580
2.957
2.531

*(inkl. aufgelöster Ertragszuschüsse)

Seite 38

Investitionen
T€
16
327
15
8
5

Jahresergebnis
T€
435
480
772
282
376

Stadt Baden-Baden

Gemeinschaftskraftwerk Baden-Baden GmbH

Der Jahresüberschuss 2014 von 376 T€ (Vorjahr 282 T€) übertraf das im Wirtschaftsplan für
2014 geplante Ergebnis in Höhe von 185 T€ deutlich. Durch den witterungsbedingten Rückgang der Wärmeerlöse sanken gleichzeitig auch die Aufwendungen für den Energiebezug.
Dadurch erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr der Rohgewinn (Wärmeerlöse abzüglich Wärmebezugskosten) um 85 T€ auf 904 T€ (Vorjahr 819 T€). Im Berichtsjahr konnte die Gesellschaft aus der Fernwärmeabgabe Erlöse in Höhe von 2.520 T€ (Vorjahr 2.951 T€) erwirtschaften. Die Aufwendungen für den Energiebezug sanken im Geschäftsjahr preis- und mengenbedingt um 516 T€ auf 1.616 T€.

Aktiva
Anlagevermögen 1)
Umlaufvermögen
aktive RAP
Gesamtvermögen
Bilanzsumme

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
1.328
1.485
1.643
1.801
1.677
1.469
1.451
1.927
1.437
1.510
1.748
1.883
0
0
0
4.545
4.819
3.570
3.238
3.187
4.629
4.910
3.668
3.343
3.212

1) Abzüglich Ertragszuschüsse, deshalb Differenz Gesamtvermögen/Bilanzsumme

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 281 T€ auf 4.629 T€ vermindert. Beim
Anlagevermögen führten die Zugänge in Höhe von 5 T€ sowie die Abschreibung von 169 T€
im Saldo zu einem Rückgang von 164 T€. Beim Umlaufvermögen sind die Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen einerseits zurückgegangen, die flüssigen Mittel sind hingegen um
213 T€ auf 968 T€ im Berichtsjahr angestiegen. Der Rückgang des Rechnungsabgrenzungsposten auf 1.748 T€ (Vorjahr 1.883 T€) ergibt sich aus einer Einmalzahlung im Vorjahr für
bezogene Leistungen von der EnBW Energy Solution GmbH gemäß Vertrag vom 27.04.2012
über die Verpachtung technischer Anlagen und Wärmelieferung, die über einen Zeitraum von
fünfzehn Jahren aufgelöst wird.

Passiva 2)
Eigenkapital
Fremdkapital
davon langfristig

passive RAP
Gesamtkapital
Bilanzsumme

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
3.221
3.025
2.893
2.421
2.242
1.313
1.773
645
775
892
307

402

0

0

338

11
4.545
4.629

21
4.819
4.910

32
3.570
3.668

42
3.238
3.343

53
3.187
3.212

2) Abzüglich Ertragszuschüsse, deshalb Differenz Gesamtkapital/Bilanzsumme

Auf der Passivseite der Bilanz hat sich das Eigenkapital der Gesellschaft von 3.025 T€ auf
3.221 T€ zum 31.12.2014 erhöht. Ursächlich hierfür sind der Anstieg des Gewinnvortrags aus
Vorjahren sowie der höhere Jahresüberschuss aus 2014. Der Gesamtbetrag des Fremdkapi-

Seite 39

Stadt Baden-Baden

Gemeinschaftskraftwerk Baden-Baden GmbH

tals hat sich um 460 T€ auf 1.313 T€ vermindert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind aufgrund der planmäßigen Tilgung um 108 T€ auf 779 T€ zurückgegangen. Die
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 438 T€ (Vorjahr 765 T€) betreffen im Wesentlichen Wärmelieferungen. Zum Zeitpunkt der Jahresabschlussprüfung waren
davon noch rund 6 T€ offen. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält wie in den
Vorjahren eine Abstandszahlung aus dem Jahr 2005. Der hierfür gebildete Rechnungsabgrenzungsposten wird entsprechend der Restlaufzeit aufgelöst.

VI. Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2015 wird gemäß Wirtschaftsplan mit einem Gewinn von 220 T€ gerechnet. Für das Jahr 2016 geht die Wirtschaftsplanung noch einmal von einem Jahresüberschuss in Höhe von 200 T€ aus. Mit Auslaufen der zeitlich befristeten gesetzlichen KWK-Förderung etwa Mitte 2017 geht die Gesellschaft davon aus, dass die Ertragskraft in den Geschäftsjahren 2017 bzw. 2018 bei ansonsten gleichbleibenden Bedingungen spürbar zurückgehen wird. Um die Erträge zu steigern wird deshalb die Vermarktung der BHKW-Stromerzeugung am Regelenergiemarkt eingehender geprüft. Um Einsparpotentiale zu nutzen werden
Verhandlungen zur Teilabschaltbarkeit des Gasbezugs der im Heizwerk installierten Kesselanlage geführt.

VII. Kapitalzuführungen und -entnahmen durch die Stadt
Die Stammeinlage der Stadt blieb im Berichtsjahr mit 256 T€ unverändert.

Finanzbeziehungen zur Stadt Baden-Baden:
Der Aufsichtsrat hat der Gesellschafterversammlung empfohlen, vom Bilanzgewinn zum
31.12.2014 in Höhe von 609 T€ einen Betrag in Höhe von 250 T€ (Vorjahr 180 T€) an die
Gesellschafter auszuschütten und 200 T€ (Vorjahr 200 T€) in die Gewinnrücklagen einzustellen sowie 159 T€ (Vorjahr 233 T€) auf neue Rechnung vorzutragen. Diesem hat die Stadt
Baden-Baden zugestimmt.

Seite 40

Stadt Baden-Baden

Gemeinschaftskraftwerk Baden-Baden GmbH

VIII. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
Die Gemeinschaftskraftwerk Baden-Baden GmbH beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter. Es
besteht ein Geschäftsbesorgungsvertrag zwischen der Gesellschaft und den Stadtwerken Baden-Baden vom 3. Juni 1996 in der 2. Nachtragsfassung vom 6. Dezember 2001.

IX. Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Positionen aus der GuV (in T€)
Gewinn/Verlust
Umsatzerlöse 3)
Gesamtaufwand
FK-Zinsen
Abschreibungen
Veränderung Rückstellungen,
Zunahme/Abnahme (-)

2014
376
2.524
2.242
17
169

2013
282
2.951
2.762
18
173

2012
772
2.573
1.841
13
177

2011
480
1.997
1.542
20
161

2010
435
1.995
1.609
28
160

-7

-105

115

28

-11

3) ohne Erlöse aus der Auflösung empfangener Ertragszuschüsse

KENNZAHLEN
Vermögenslage
Anlagenintensität

2014

2013

2012

2011

2010

29,2

30,8

46,0

55,6

52,6 % =(AV/Gesamtvermögen)*100

Finanzlage
Eigenkapitalquote
Fremdkapitalquote
Anlagendeckung I
Anlagendeckung II

70,9
28,9
242,5
265,7

62,8
36,8
203,7
230,8

81,0
18,1
176,1
176,1

74,8
23,9
134,4
134,4

70,3
28,0
133,7
153,8

%
%
%
%

Ertragslage
Umsatzrentabilität
EK-Rentabilität
GK-Rentabilität
Kostendeckung
Cash-Flow

14,9
11,7
8,6
112,6
538

9,6
9,3
6,2
106,8
350

30,0
26,7
22,0
139,8
1.064

24,0
19,8
15,4
129,5
669

21,8
19,4
14,5
124,0
584

% =(Jahresüberschuss/UE)*100
% =(Jahresüberschuss/EK)*100
% =((JÜ+FK-Zins)/GK)*100
% =(UE/Gesamtaufwand)*100
T€

=(EK/GK)*100
=(FK/GK)*100
=(EK/AV)*100
=((EK+ lfr. FK)/AV)*100

Aufgrund des im Berichtsjahr gestiegen Eigenkapitals bei gleichzeitig gesunkenem Gesamtvermögen hat sich die Eigenkapitalquote im Vergleich zum Vorjahr von 62,8 % auf 70,9 %
erhöht. Die Fremdkapitalquote hat sich entsprechend verringert. Das gesamte Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt wie an der Kennzahl Anlagendeckung I zu erkennen ist. Die Kennzahlen der Ertragslage haben sich im Berichtsjahr aufgrund des im Vergleich zum Vorjahr auf 376 T€ angestiegenen Gewinns verbessert.

Seite 41

Stadt Baden-Baden

Gemeinschaftskraftwerk Baden-Baden GmbH

X. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Die Prüfung durch den Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft hat zu keinen Einwendungen geführt.

XI. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
31.12.2014
€

Aktiva
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
II. Sachanlagen
1. Verteilungsanlagen
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

8.526,00

11

12

15

17

1.380.553,00
23.204,00
0,00
1.403.757,00

1.528
34
3
1.565

1.688
41
0
1.729

1.854
36
0
1.890

1.685
0
0
1.685

1.412.283,00

1.576

1.741

1.905

1.702

409.452,38
(0,00)

563
(0)

456
(0)

319
(0)

335
(0)

0,00
(0,00)
(0,00)
90.920,65
(959,00)
500.373,03

0
(0)
(0)
133
(1)
696

0
(0)
(0)
5
(2)
461

1
(0)
(1)
29
(2)
349

0
(0)
(0)
2
(2)
337

968.146,00

755

1.466

1.089

1.173

1.468.519,03

1.451

1.927

1.438

1.510

C. Rechnungsabgrenzungsposten

1.748.066,00

1.883

0

0

0

Summe Aktiva

4.628.868,03

4.910

3.668

3.343

3.212

B. Umlaufvermögen
I.

Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
(davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr)
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
(davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr)
(davon gegen Gesellschafter)
3. Sonstige Vermögensgegenstände
(davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr)

II. Guthaben bei Kreditinstituten

Seite 42

Stadt Baden-Baden

Passiva
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Gewinnrücklage
III. Gewinn- (+)/ Verlustvortrag (-)
IV. Jahresüberschuss

B. Empfangene Ertragszuschüsse
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen
2. Sonstige Rückstellungen

D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
4. Sonstige Verbindlichkeiten
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
(davon aus Steuern)

E. Rechnungsabgrenzungsposten
Summe Passiva

Gewinn- und Verlustrechnung 2014
(01.01. - 31.12.2014)

Gemeinschaftskraftwerk Baden-Baden GmbH

31.12.2014
€

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

512.000,00
2.100.000,00
233.011,46
375.620,94
3.220.632,40

512
1.900
331
282
3.025

512
1.400
209
772
2.893

512
1.250
180
480
2.422

512
1.050
245
435
2.242

84.722,00

91

97

104

26

28.435,50
17.521,43
45.956,93

17
36
53

154
5
159

40
4
44

12
4
16

779.164,00
(94.448,00)
437.950,21
(437.950,21)
20.355,68
(20.355,68)
29.526,81
(29.526,81)
(17.495,76)
1.266.996,70

888
(108)
765
(765)
51
(51)
16
(16)
(0)
1.720

188
(150)
206
(206)
45
(45)
48
(48)
(31)
487

338
(150)
299
(299)
59
(59)
35
(35)
(9)
731

487
(150)
325
(325)
27
(27)
36
(36)
(16)
875

10.560,00

21

32

42

53

4.628.868,03

4.910

3.668

3.343

3.212

2014
€

2013
T€

2012
T€

2011
T€

2010
T€

2.530.779,65

2.957

2.580

2.001

1.998

86.477,01

85

17

11

37

3. Gesamtleistung

2.617.256,66

3.042

2.598

2.012

2.035

4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen

1.618.376,61
50.389,79

2.138
55

1.156
44

918
86

1.051
56

5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen

169.443,11

173

177

161

160

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

230.935,23

254

122

153

129

7. Betriebliches Ergebnis

548.111,92

422

1.099

694

639

431,05

2

15

10

8

17.091,14

18

13

20

27

10. Finanzergebnis

-16.660,09

-15

2

-10

-19

11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

531.451,83

407

1.101

684

620

12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

155.830,89

125

329

204

185

13. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

375.620,94

282

772

480

435

1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge

8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Seite 43

Stadt Baden-Baden

4.3

GSE Baden-Baden mbH

Gesellschaft für Stadterneuerung und Stadtentwicklung Baden-Baden mbH 

I. Gegenstand des Unternehmens und öffentlicher Zweck
Gegenstand der Gesellschaft ist, im Rahmen ihrer kommunalen Aufgabenstellung vorranging
zu einer sozial verantwortbaren Wohnungsversorgung für weite Kreise der Bevölkerung beizutragen, die kommunale Siedlungspolitik und Maßnahmen der Infrastruktur zu unterstützen
sowie städtebauliche Entwicklungs- und Sanierungsmaßnahmen durchzuführen.
Die tatsächlichen Leistungen entsprechen dem Gesellschaftszweck. Der öffentliche Zweck ist
erfüllt.

II. Beteiligungsverhältnisse
Die Stadt Baden-Baden ist alleinige Gesellschafterin. Das Stammkapital beträgt 22.000 T€.

III. Besetzung der Organe
Die Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die
Geschäftsführung.
Der gesetzliche Vertreter der Stadt Baden-Baden in der Gesellschafterversammlung war bis
zum 09.06.2014 Herr Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner. Seit dem 10.06.2014 hat Frau
Oberbürgermeisterin Margret Mergen dieses Amt inne.
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:














Herr Erster Bürgermeister Werner Hirth, Vorsitzender
Herr Bürgermeister Michael Geggus, stellv. Vorsitzender
Herr Stadtrat Klaus Bloedt-Werner
Frau Stadträtin Beate Böhlen (bis 31.08.2014)
Herr Stadtrat Michael Bollinger (ab 01.09.2014)
Herr Stadtrat Andreas Frietsch (bis 31.08.2014)
Herr Stadtrat Heinz Gehri
Herr Stadtrat Werner Henn
Herr Stadtrat Kurt Jülg (bis 31.08.2014)
Herr Stadtrat Joachim Knöpfel
Herr Stadtrat Christian Mussler (bis 31.08.2014)
Frau Stadträtin Ulla Opitz
Frau Stadträtin Marianne Raven (ab 01.09.2014)
Seite 44

Stadt Baden-Baden






GSE Baden-Baden mbH

Herr Stadtrat Hans Schindler (ab 01.09.2014)
Herr Stadtrat Alfons Seiterle (ab 01.09.2014)
Herr Stadtrat Bernd Weigel (bis 31.08.2014)
Herr Stadtrat Oliver Weiss (ab 01.09.2014)

Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer im Geschäftsjahr sind Herr Markus M. Börsig
und Herr Alexander Wieland.

IV. Beteiligungen der Gesellschaft
Die Gesellschaft ist an der Entwicklungsgesellschaft Cité GmbH mit 600 T€ (11,65 %) sowie
seit 2004 mit 50 T€ (50%) an der GSE + IDEAL Baden-Baden OHG beteiligt.
Der Verwaltungsgerichtshof Mannheim entschied, dass eine Beteiligung der GSE an der OHG
nicht rechtens ist. Somit wird die GSE aus der OHG austreten.

V. Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Lage des Unternehmens
Die Ertragslage ist wie in den Vorjahren durch die Hausbewirtschaftung geprägt. Zudem unterliegt das Jahr 2014 dem Sondereinfluss aus den Verkäufen der Areale „Wohnen im Pavillongarten“ und „Wohnen am Weinberg“. Für die Instandhaltung des Wohnungsbestandes wurden 1,24 Mio. € verausgabt (Vorjahr: 1,34 Mio. €) und 2,76 Mio. € in den bestehenden Gebäudebestand investiert.

Wohnungsbewirtschaftung
Im Berichtsjahr bewirtschaftete die GSE 826 Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von
59.850 m². Daneben verwaltete sie 78 eigene und 5 angemietete Gewerbeeinheiten mit einer
Fläche von 12.540 m², 511 eigene Garagen- und Stellplätze sowie 3 von der Stadt BadenBaden angemietete Stellplätze. Im Berichtsjahr wurden insgesamt 89 neue Mietverträge abgeschlossen.

Zum Bilanzstichtag sind 414 Wohnungsinteressenten bei der GSE gemeldet. Es sind Wohnungen in allen Größenordnungen gefragt, wobei die Nachfrage nach kleineren Wohnungen
im 1- bzw. 2-Zimmer-Bereich unverändert steigend ist. Die Leerstandsquote an vermietbaren
Wohnungen lag zum Jahresende 2014 bei 0,73 % (Vorjahr: 0,86 %).
Verwaltungsbetreuung
Die GSE verwaltete wie im Vorjahr die Wohnungseigentümergemeinschaft in der Seniorenwohnanlage Baden-Baden-Lichtental mit 44 Wohneinheiten und 14 Stellplätzen.
Seite 45

Stadt Baden-Baden

GSE Baden-Baden mbH

Die Tätigkeit als anerkannter Sanierungsträger für die Stadt Baden-Baden erstreckte sich im
Geschäftsjahr auf die ausgewiesenen Sanierungsgebiete Cité und Stadtteil Oos.
Das Sanierungsgebiet Cité wurde im Jahr 2012 gegenüber dem Land Baden-Württemberg
abgerechnet. Der Sanierungsträger ist lediglich noch bei der Modernisierung von Gebäuden
beteiligt, für welche eine erhöhte Abschreibung im Sinne der §§ 7h und 10f EStG in Anspruch
genommen wird und mit der Stadt entsprechende Modernisierungsvereinbarungen abgeschlossen sind. Dem Sanierungsträger obliegt die Prüfung der Rechnungen und der Modernisierungsmaßnahmen sowie die Vorbereitung der Ausstellung von Bescheinigungen gemäß
§§7h, 10f EStG.

Für das städtebauliche Erneuerungsgebiet Stadtteil Oos wurde mit Bewilligungsbescheid des
Landes eine Fördermaßnahme von 4,166 Mio. € bzw. eine Landesfinanzhilfe von 2,5 Mio. €
aus dem Landessanierungsprogramm bewilligt. Der Bewilligungszeitraum erstreckt sich vom
01.01.2011 bis 31.12.2019.
Die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes erfolgte mit rechtskräftiger Bekanntmachung am 11.07.2011.

Die Umgestaltung der Ooser Bahnhofsstraße konnte abgeschlossen werden. Durch Rückbau
der Fahrbahn, Verbreiterung der Gehwege und Schaffung von Aufenthaltsflächen konnten den
Fußgängern mehr Raum und Aufenthaltsqualitäten geschaffen werden. Der ruhende Verkehr
wurde geordnet, Kurzparkzonen ausgewiesen und eine Geschwindigkeitsbeschränkung von
30 km/h trägt zur Beruhigung des Verkehrs und zur Lärmminderung bei. Außerdem wurde der
Radverkehr integriert.

Als weiterer Abschnitt zur Straßenraumgestaltung ist am Ooser Leopoldsplatz die Anlegung
eines Kreisverkehrsplatzes anstelle der bisher beampelten Kreuzung vorgesehen. Die Entwurfs- und Ausführungsplanungen wurden hierzu erarbeitet. Wo möglich, werden Längsparker
entlang des Straßenraumes angeordnet. Fußgänger erhalten an allen Zufahrtarmen des Verkehrskreisels Querungshilfen mit Zebrastreifen. Der Platz um den Narrenbrunnen herum wird
in das Gestaltungskonzept mit eingebunden. Neue Beläge und Stadtmobiliar sollen diesen
Platz aufwerten; eine Erneuerung der Brunnentechnik wird untersucht.
Die Bauausführung wurde im Jahr 2015 begonnen.

Auch die Sanierung des Festhallengebäudes wurde weitergeführt indem der Bühnenboden
erneuert und ein Anbau fertiggestellt wurde.

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GSE Baden-Baden mbH

Im Jahr 2014 konnte mit mehreren privaten Gebäudeeigentümern Modernisierungsvereinbarungen zur Sanierung von deren Gebäuden abgeschlossen werden. Die Mitwirkungsbereitschaft der privaten Grundstückseigentümer im Sanierungsgebiet kann als gut bezeichnet werden.

Aus dem städtebaulichen Entwicklungskonzept heraus wird für verschiedene Teilbereiche
Bauordnungsrecht durch die Aufstellung von Bebauungsplänen geschaffen. Einer dieser Teilbereiche ist das Festhallenumfeld. Der erste Vorentwurf dieses Bebauungsplanes ging in die
Behördenrunde zur Abstimmung. Das Verfahren zur Aufstellung dieses Bebauungsplanes wird
fortgeführt.

Neubautätigkeit
Im Sommer 2014 war der Neubau der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in der Industriestraße 41a fertiggestellt (Gesamtinvestition 2013 und 2014: 1,8 Mio. €). Das dreigeschossige Gebäude bietet seit August 2014 Wohnraum für die Erstunterbringung von 96 Asylbewerbern.

Instandhaltung
Wesentlicher Schwerpunkt war die Instandhaltung des Wohnungsbestandes. Die Aufwendungen beliefen sich auf insgesamt 1,24 Mio. € (Vorjahr: 1,34 Mio. €).

Modernisierung
Um Gebäude und Wohnungen an zeitgemäße technische und energetische Anforderungen
anzupassen, folgten im Geschäftsjahr 2014 weitere Modernisierungsmaßnahmen.

Die Gesamtinvestitionssumme im Bereich Modernisierung von Wohnbauten belief sich im Jahr
2014 für die Häuser Breslauerstraße 1-3, Breslauerstraße 12/ Danzigerstraße 13-15 und Maximilianstraße 112-118 auf 1,2 Mio. €.

Unter anderem begann beim Mehrfamilienhaus Breslauerstraße 12/ Danzigerstraße 13-15 in
2014 die energetische Sanierung. Hierfür belief sich die Investition im Geschäftsjahr auf 700
T€. Die Baumaßnahmen werden im Sommer 2015 zum Abschluss kommen. Auch für diese
Maßnahme wurde ein zinsgünstiges Darlehen der KFW in Anspruch genommen.

Die Modernisierungs- und Umbauarbeiten beim Mehrfamilienhaus Ufgaustraße 3-5 endeten
im Frühjahr 2014. Die Gesamtinvestitionssumme 2012 bis 2014 belief sich auf 3,83 Mio. €,
davon 1,56 Mio. € im Berichtsjahr. Die Finanzierung erfolgte unter anderem mit zinsgünstigen

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GSE Baden-Baden mbH

Darlehen aus dem Wohnraummodernisierungsprogramm der KFW. Zum 1.04.2014 wurden
16 attraktive 2-4 -Zimmerwohnungen bezugsfertig.

Hochbau
Die brandschutztechnische Sanierung und Fassadenerneuerung am Kongresshaus wurden
fortgeführt und dauern voraussichtlich bis 2017 an. Für das neue Verwaltungsgebäude der
Forstverwaltung Baden-Baden übernahm die GSE in 2014 die Projektleitung und Bauherrenvertretung. Die Baumaßnahmen kamen noch im Juli 2015 zum Abschluss.

Grundstücksverkäufe
Vom Areal der ehemaligen Pavillongrundschule (Danzigerstraße/Breslauerstraße) „Wohnen
im Pavillongarten“ wurden weitere 9 Bauplätze veräußert. Zum Jahresende 2014 standen
noch zwei Bauplätze zum Verkauf. Im ehemaligen Gelände der Winzergenossenschaft Varnhalt „Wohnen am Weinberg“ konnten in 2014 die restlichen 5 von 11 Bauplätzen den neuen
Eigentümern übergeben werden.
Im Geschäftsjahr wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 658 T€ (Vorjahr: 703 T€) ausgewiesen. Somit liegt das Jahresergebnis mit 266 T€ über dem Wirtschaftsplanansatz (392 T€).
Der Jahresüberschuss soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Der größte Erlösposten,
die

Erlöse

aus

der

Hausbewirtschaftung,

in

Höhe

von

6.415

T€

(Vorjahr: 6.040 T€) resultierte aus dem Anstieg der Mieterlöse (+365,1 T€) und den geringeren
Instandhaltungsaufwendungen (-105,8 T€). Höhere Abschreibungen auf Objekte (+156,0 T€)
wirkten sich gegenläufig aus.
Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Berichtsjahr um 467 T€ im Vergleich zum
Vorjahr verringert. Die Reduzierung resultiert hauptsächlich daraus, dass keine Erträge aus
Geschäftsbesorgungen eingegangen sind sowie die Positionen Erträge aus Anlagenverkäufen
und übrige sonstige betriebliche Erträge deutlich schwächer als im Vorjahr ausfielen.
Für die Instandhaltung des Wohnungsbestandes wurden 1,24 Mio. € verausgabt (Vorjahr: 1,34
Mio. €). In den bestehenden Gebäudebestand wurden 2,76 Mio. € investiert. Vorrangiges Ziel
der GSE ist es, die Instandhaltung und Modernisierung des Wohnungsbestandes weiter zu
steigern.
Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Berichtsjahr von 59.700 T€ um 2.507 T€ auf
62.207 T€ erhöht.

Seite 48

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Aktiva
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
aktive RAP
Gesamtvermögen

GSE Baden-Baden mbH

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
59.444
55.940
53.378
49.789
46.671
2.376
3.356
4.996
2.539
2.441
387
404
5
12
13
62.207
59.700
58.379
52.340
49.125

Auf der Aktivseite der Bilanz hat sich das Anlagevermögen im Vergleich zum Vorjahr um 3.504
T€ von 55.940 T€ auf 59.444 T€ erhöht. Der Zugang betrifft insbesondere das Objekt Ufgaustraße 3-5 (1,56 Mio. €) sowie ein Asylbewerberwohnheim in der Industriestraße 41a in
Baden-Baden (1,68 Mio. €).

Beim Umlaufvermögen hat sich die Position Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte
ohne Bauten um 1.150 T€ durch Verkauf verringert. Auf dem Areal der ehemaligen Pavillongrundschule (Danzigerstraße/Breslauerstraße) „Wohnen im Pavillongarten“ stehen noch zwei
Bauplätze zur Verfügung.
Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 73 T€ auf 94 T€. Dies zeugt vor allem
aus den deutlich gestiegenen Forderungen an das Finanzamt.

Passiva
Eigenkapital
Fremdkapital

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
26.835
26.177
25.474
25.299
24.550
35.337
33.523
32.905
27.041
24.575

davon langfristig

25.437

23.153

26.333

23.917

21.703

passive RAP
Gesamtkapital

35
62.207

0
59.700

0
58.379

0
52.340

0
49.125

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital auf 26.835 T€ (Vorjahr: 26.177 T€) durch
den erwirtschafteten Jahresüberschuss von 658 T€ (Vorjahr: 703 T. Die Zunahme beim
Fremdkapital (1.814 T€) resultiert aus der erfolgten Darlehensaufnahme (4.089,7 T€) abzüglich der Rückzahlung eines endfälligen Darlehens in Höhe von 1.250 T€ und der ordentlichen
Tilgung von 1.093,8T€.

VI. Ausblick
Der Wirtschaftsplan für das Jahr 2015 weist einen Jahresüberschuss in Höhe von 147 T€ aus.
Bei gleichbleibender Aufwands- und Ertragssituation rechnet die Geschäftsführung weiterhin
mit einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung.

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GSE Baden-Baden mbH

Als kommunales Wohnungsunternehmen der Stadt Baden-Baden liegt die Hauptaufgabe der
Gesellschaft in der Versorgung breiter Bevölkerungsschichten mit Wohnraum. Dies bedeutet
in erster Linie die Versorgung von sozial benachteiligten Mietern, da diese auf dem privaten
Wohnungsmarkt nur schwer geeignete Mietwohnungen finden. Aufgrund des aktuell starken
Zustroms von Asylbewerbern hat der Bedarf an geeignetem Wohnraum für Asylbewerber massiv zugenommen. Für die Schaffung geeigneten Wohnraums wird die GSE aufgrund ihrer
Funktion in Anspruch genommen. Dies führt zu einer Erweiterung des Bestandes und stellt
somit eine wesentliche Expansionschance dar, wobei zu beachten ist, dass die GSE dieses
Wachstum strukturell verkraften muss.
Nachdem die Ergebnisse 2013 und 2014 von den Erträgen aus den Verkaufsgeschäften „Wohnen im Pavillongarten“ und „Wohnen am Weinberg“ beeinflusst waren, steht aktuell kein weiteres Verkaufsprojekt an, was vermutlich zu einem Rückgang des Jahresüberschusses führen
wird.

Folgende Projekte bzw. Aufgaben werden für 2015 und für die Folgejahre im Vordergrund
stehen:

Weiterentwicklung, Modernisierung und Instandhaltung des Wohnungsbestands


Wohnungsbestand muss kontinuierlich an die Anforderungen des Marktes angepasst
werden.

Mietwohnungsbau


Erweiterung des Mietwohnungsbestandes um ca. 20 %, was ca. 150 Einheiten, da



Eine Erweiterung des Mietwohnungsbestandes um ca. 20 % ist beabsichtigt, da es
eine Unterversorgung an preiswerten Wohnungen gibt.



Es wird Wohnraum zur Erstunterbringung sowie Anschlussunterbringung von Asylbewerbern geschaffen.



Die Gewerbevermietung stellt durch einen beachtlichen Bestand an Ladenlokalen und
Büroeinheiten einen nicht unbedeutenden Bereich der GSE dar.



Die Maßnahme „Wohnen am Pavillongarten“ wurde abgeschlossen.

Vincenti-Areal der GSE & IDEAL Baden-Baden OHG


Die Stadt Baden-Baden unterlag im Revisionsverfahren vor dem Verwaltungsgerichtshof Mannheim.



Der geschlossene Kaufvertrag ist gültig, die GSE ist jedoch nicht berechtigt das Objekt
zu übernehmen.
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GSE Baden-Baden mbH

Hochbau


Die über mehrere Jahre andauernde Sanierung des Kongresshauses wird noch bis ca.
2017 andauern.

VII. Kapitalzuführungen und -entnahmen durch die Stadt
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert 22 Mio. €.
Finanzbeziehungen zur Stadt Baden-Baden:
Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 1.210 T€ (Vorjahr:
1.401 T€). Darin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern in Höhe
von 1.183 T€. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Stadt bestehen zum
31.12.2014 in Höhe von 242 T€ (Vorjahr: 195 T€).

VIII. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte
Summe

2014
14
11,5
25,5

2013
15,75
11,75
27,5

2012
15,5
10,25
25,75

2011
13,75
10
23,75

2010
13
10
23

Die GSE beschäftigt im Geschäftsjahr durchschnittlich 25,5 Mitarbeiter.

IX. Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Positionen aus der GuV (in T€)
Gewinn-/Verlust
Umsatzerlöse
Gesamtaufwand
FK-Zinsen
Abschreibungen
Veränderung
Rückstellungen,
Zunahme/Abnahme (-)

2014
658
8.627
6.941
1.049
1.272

2013
703
8.114
7.141
1.082
1.118

2012
175
6.063
7.475
997
1.018

2011
449
6.104
7.060
948
1.006

2010
415
5.529
5.567
914
913

-149

329

-152

97

-73

Seite 51

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KENNZAHLEN
Vermögenslage
Anlagenintensität

GSE Baden-Baden mbH

2014

2013

2012

2011

2010

95,6

93,7

91,4

95,1

95,0 % =(AV/Gesamtvermögen)*100

Finanzlage
Eigenkapitalquote
Fremdkapitalquote
Anlagendeckung I
Anlagendeckung II

43,1
56,8
45,1
87,9

43,8
56,2
46,8
88,2

43,6
56,4
47,7
97,1

48,3
51,7
50,8
98,8

50,0
50,0
52,6
99,1

%
%
%
%

Ertragslage
Umsatzrentabilität
EK-Rentabilität
GK-Rentabilität
Kostendeckung
Cash-Flow

7,6
2,5
2,7
124,3
1.781

8,7
2,7
3,0
113,6
2.150

2,9
0,7
2,0
81,1
1.041

7,4
1,8
2,7
86,5
1.552

7,5
1,7
2,7
99,3
1.255

%
%
%
%
T€

=(EK/GK)*100
=(FK/GK)*100
=(EK/AV)*100
=((EK+ lfr. FK)/AV)*100

=(Jahresüberschuss/UE)*100
=(Jahresüberschuss/EK)*100
=((JÜ+FK-Zins)/GK)*100
=(UE/Gesamtaufw and)*100

Aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme verringerte sich die Eigenkapitalquote leicht um
0,7 %. Die weiteren Kennzahlen der Finanz- und Ertragslage bewegen sich größtenteils auf
Vorjahresniveau.

X. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Die Prüfung durch den Abschlussprüfer vbw Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.,
Stuttgart hat zu keinen Einwendungen geführt.

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XI. Bilanz und Gewinn und Verlustrechnung
31.12.2014
€

Aktiva
A.

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

Anlagevermögen
I.
II.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
III.

B.
I.

Umlaufvermögen
Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte
1. Grundstücke ohne Bauten
2. Unfertige Leistungen
3. Geleistete Anzahlungen

1.
2.
3.
4.
5.
III.

C.

Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit anderen Bauten
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten
Grundstücke mit Erbbaurechten Dritter
Technische Anlagen und Maschinen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Anlagen im Bau

Finanzanlagen
1. Beteiligungen
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
3. Wertpapiere des Anlagevermögens

II.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Vermietung
Forderungen aus Betreuungstätigkeit
Forderungen aus anderen Lieferungen und Leistungen
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Sonstige Vermögensgegenstände

Flüssige Mittel
1. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
Rechnungsabgrenzungsposten
1. Geldbeschaffungskosten
2. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten

Summe Aktiva

A.

16.465,00

18

17

8

17

50.515.049,85
6.589.653,02
75.816,59
63.517,00
362.240,00
49.000,00
48.910,20
57.704.186,66

44.726
6.606
56
63
383
51
2.428
54.313

44.320
6.472
56
64
286
50
719
51.967

40.704
5.474
56
63
301
67
2.448
49.113

41.338
4.182
56
63

650.000,00
1.072.304,07
700,00
1.723.004,07

650
958
1
1.609

650
743
1
1.394

650
16
1
667

637

143.079,96
3.479,21
655.435,74
801.994,91

1.293
81
672
2.046

2.307
16
609
2.932

1.300
80
588
1.968

327
0
576
903

127.168,91
0,00
358.887,13
0,00
93.986,25
580.042,29

134
0
286
0
22
442

96
5
144
0
664
909

70
0
169
0
80
319

78
7
127
0
110
322

994.400,56

868

1.154

252

1.216

369,00
386.924,75
387.293,75

0
404
404

1
5
6

1
11
12

2
11
13

62.207.387,24

59.700

58.379

52.339

49.125

31.12.2014
€

Passiva

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

84
293
46.016

1
638

31.12.2010
T€

Eigenkapital
I.

Gezeichnetes Kapital

II.

Kapitalrücklage

III.

Gewinnrücklage
Gesellschaftsvertragliche Rücklage

IV.

Gewinnvortrag/ Verlustvortrag

V.

Jahresüberschuss/-verlust (-)

B.

22.000.000,00

22.000

22.000

22.000

22.000

300.000,00

300

300

300

0

89.476,08

90

90

89

89

3.787.444,11

3.084

2.909

2.460

2.045

658.319,99

703

175

449

415

26.835.240,18

26.177

25.474

25.298

24.549

25.010,80
262.585,53

146
291

16
91

24
236

8
155

287.596,33

437

107

260

163

31.382.215,94
1.364.947,90
710.846,95
880.572,57
465.616,40
244.836,37
(222.126,60)
(956,00)
35.049.036,13

29.539
1.524
742
743
429
109
(101)
(1)
33.086

28.585
2.059
691
735
661
66
(63)
(0)
0

23.272
1.616
740
707
421
25
(19)
(1)
26.781

21.141
1.588
674
713
228
69
(60)
(1)
24.413

35.514,60

0

0

0

0

62.207.387,24

59.700

58.378

52.339

49.125

Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen
2. Sonstige Rückstellungen

C.

Verbindlichkeiten
1.
2.
3.
4.
5.
6.

D.

31.12.2013
T€

Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten
Verbindlichkeiten ggü. anderen Kreditgebern
Erhaltene Anzahlungen
Verbindlichkeiten aus Vermietung
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige Verbindlichkeiten
(davon aus Steuern)
(davon im Rahmen sozialer Sicherheit)

Rechnungsabgrenzungsposten

Summe Passiva

Seite 53

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Gewinn- und Verlustrechnung
(01.01. - 31.12.2014)
1.
a)
b)
c)
d)

Umsatzerlöse
aus der Hausbewirtschaftung
aus Verkauf von Grundstücken
aus Betreuungstätigkeit
aus anderen Lieferungen u. Leistungen

2.

Erhöhung/Verminderung des Bestandes an zum Verkauf bestimmten
Grundstücken mit unfertigen Bauten sowie unfertigen Leistungen

3.

Andere aktivierte Eigenleistungen

4.

Sonstige betriebliche Erträge

5.

6.

7.

2014
€

Auwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen
a) Aufwendungen für Hausbewirtschaftung
b) Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke
c) Aufwendungen für andere Lieferungen u. Leistungen
Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung
(davon Altersversorgung)
Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
b) auf Finanzanlagen

2013
T€

2012
T€

2011
T€

2010
T€

6.414.700,44
1.673.996,78
117.373,08
420.976,79

6.040
2.003
54
17

5.787
203
59
15

5.431
605
53
16

5.459
0
53
17

-1.227.815,99
84.395,75

-949
93

944
74

917
98

20
51

101.616,88

569

559

383

371

2.642.061,59
81.089,99
108.298,45

2.752
158
95

2.692
1.140
66

2.217
1.309
30

2.192
42
31

980.188,14
240.981,26
(70.367,90)

980
237
(68)

880
217
(64)

799
189
(55)

722
187
(51)

1.271.968,18
0,00
14,00

1.118
0

1.018
0

1.006
0

913
4

307.251,76
14,00
14.048,62

292

290

325

350

3

0

0

640,94

15
3
3

7

7

11

1.048.992,43

1.082

997

948

914

919.101,49

1.131

351

687

631

78.877,58

257

9

72

62

8.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

9.

Erträge aus Beteiligungen

10.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

11.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

12.

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

13.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

14.

Sonstige Steuern

181.903,92

171

167

166

150

15.

Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

658.319,99

703

175

449

419

Seite 54

Stadt Baden-Baden

4.4

Kongresshaus Baden-Baden Betriebsgesellschaft mbH

Kongresshaus Baden-Baden
Betriebsgesellschaft mbH 

I. Gegenstand des Unternehmens und öffentlicher Zweck
Gegenstand des Unternehmens ist das Kongressgeschäft und die Betriebsführung des Kongresshauses in Baden-Baden.

Im Kongresshaus stehen neben dem Auditorium für ca. 700 Personen zwei Kongresssäle,
zwölf Seminarräume, eine VIP-Lounge sowie Ausstellungsflächen von rd. 2.624 m² zur Verfügung. Eigentümerin des Kongresshauses ist die Stadt Baden-Baden. Die Gesellschaft vermietet diese Räumlichkeiten und stellt dem Kunden auf Wunsch, gegen ein gesondertes Entgelt,
Mobiliar, technische Anlagen, Personal sowie einen Cateringservice zur Verfügung. Darüber
hinaus kann die Gesellschaft auch Veranstaltungen in eigenem Namen und auf eigene Rechnung durchführen.

Die im Geschäftsjahr 2014 erbrachten Leistungen des Unternehmens stimmen insgesamt mit
dem Unternehmensgegenstand laut Gesellschaftsvertrag überein. Der öffentliche Zweck des
Unternehmens ist somit erfüllt.

II. Beteiligungsverhältnisse
Die Stadt Baden-Baden ist alleinige Gesellschafterin. Das Stammkapital beträgt 51.129,19 €.

III. Besetzung der Organe
Die Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die
Geschäftsführung.

Der gesetzliche Vertreter der Stadt Baden-Baden in der Gesellschafterversammlung war im
Berichtsjahr bis zum 22.06.2014 Herr Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner. Ab dem
23.06.2014 war Frau Oberbürgermeisterin Margret Mergen die gesetzliche Vertreterin der
Stadt Baden-Baden in der Gesellschafterversammlung.

Seite 55

Stadt Baden-Baden

Kongresshaus Baden-Baden Betriebsgesellschaft mbH

Der Aufsichtsrat setzt sich laut Gesellschaftsvertrag aus den ordentlichen Mitgliedern des
Hauptausschusses der Stadt Baden-Baden zusammen. Dieser setzt sich wie folgt zusammen:

















Herr Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner, Vorsitzender, ausgeschieden zum
22.06.2014
Frau Oberbürgermeisterin Margret Mergen, Vorsitzende, eingetreten zum 23.06.2014
Frau Stadträtin Beate Böhlen
Herr Stadtrat Dr. Hans-Peter Ehinger
Herr Stadtrat Dr. Kurt Hochstuhl
Frau Stadträtin Reinhilde Kailbach-Siegle
Herr Stadtrat Joachim Knöpfel
Herr Stadtrat Dr. Werner Löhle
Herr Stadtrat Klaus Maas
Herr Stadtrat Patrick Meinhardt, ausgeschieden zum 24.11.2014
Frau Stadträtin Ursula Opitz
Herr Stadtrat Rolf Pilarski, eingetreten zum 25.11.2014
Herr Stadtrat Tilman Schachtschneider
Herr Stadtrat Armin Schöpflin
Herr Stadtrat Günter Seifermann
Frau Stadträtin Elfriede Walter

Geschäftsführerin im Berichtsjahr war Frau Brigitte Goertz-Meissner.

IV. Beteiligungen der Gesellschaft
Die Gesellschaft ist mit einem Geschäftsanteil in Höhe von 5 %, im Nennbetrag von 5.112,92
€, am Stammkapital der Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH, Baden-Baden, beteiligt.

V. Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Lage des Unternehmens
Durch gezielte Akquisitionsmaßnahmen konnten im Geschäftsjahr 2014 trotz der umfangreichen Baumaßnahmen (Fassadengestaltung und Brandschutzarbeiten) insgesamt 19 neue,
davon 6 mehrtägige Kongresse und Tagungen akquiriert werden, welche primär als Ersatz für
Einjahresveranstaltungen bzw. für Veranstaltungen mit wechselnden Veranstaltungsorten
dienten.
Im Berichtsjahr schloss die Gesellschaft mit einem Jahresfehlbetrag von -101 T€ ab (Vorjahr:
-90 T€). Die Budgetplanung sah ein negatives Ergebnis von -299 T€ vor. Das verabschiedete
negative Planergebnis reduzierte sich, da im Jahr 2014 einige der bereits für Baumaßnahmen
vermietungsfrei gehaltenen Räumlichkeiten dennoch vermietet werden konnten. Zudem hatten einige Veranstalter im Rahmen der geplanten Veranstaltung einen Mehrbedarf.

Seite 56

Stadt Baden-Baden

Kongresshaus Baden-Baden Betriebsgesellschaft mbH

In den einzelnen Bereichen haben sich die Umsätze der Gesellschaft wie folgt entwickelt:

Umsatzerlöse

2014

2013

2012

2011

2010

T€

T€

T€

T€

T€

Erlöse aus Ausstellungen

428

478

410

447

440

Erlöse aus Raummieten

336

317

349

385

358

Erlöse aus Technik- u. Personalgestellung

509

508

459

516

453

Erlöse aus Pachteinnahmen Gastronomie

97

67

71

75

69

Provisionserlöse

1

6

0

5

0

Erlöse aus Auslagenersatz

0

17

0

0

0

1.371

1.393

1.289

1.428

1.320

Summe

Bei den Umsatzerlösen war aufgrund von Sanierungen ein leichter Rückgang zu verzeichnen.
Gegenüber dem Vorjahr sanken die Umsatzerlöse um 22 T€ auf 1.371 T€. Dies ist neben den
Sanierungsmaßnahmen auch darauf zurückzuführen, dass die nur alle zwei oder vier Jahre
im Kongresshaus stattfindenden umsatzstärksten Veranstaltungen im Geschäftsjahr nicht
durchgeführt wurden. Der Umsatzrückgang resultiert in erster Linie aus den gesunkenen Erlösen aus Ausstellungen. Zudem wurden im Vergleich zu Vorjahr keine Erlöse aus Auslagenersatz generiert.
Im Berichtsjahr sind Gesamtaufwendungen in Höhe von 1.488 T€ (Vorjahr: 1.491 T€) angefallen. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beliefen sich wie im Vorjahr auf 174
T€. Die Aufwendungen für Fremdbezug von technischen Leistungen verringerten sich um 12
T€ auf 64 T€. Diese Kosten sind veranstaltungsbezogen und werden dem Veranstalter in
Rechnung gestellt. Bei den bezogenen Leistungen erhöhten sich die Aufwendungen für
Fremdpersonal (Dienstleistung Stadt) leicht um 3 T€ auf 110 T€. Die Personalkosten für die
fest angestellten Mitarbeiter verringerten sich im Jahr 2014 um 6 T€ auf 391 T€. Aufgrund des
An- bzw. Umbaus wird vorläufig die Wiedereinstellung eines dritten Projektleiters, der darüber
hinaus zukünftig für Marketing und Verkauf zuständig sein soll, verschoben.

Aktiva
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
aktive RAP
Gesamtvermögen

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
59
66
62
68
77
596
694
816
943
883
0
0
0
0
0
655
760
878
1.011
960

Seite 57

Stadt Baden-Baden

Kongresshaus Baden-Baden Betriebsgesellschaft mbH

Im Berichtsjahr verringerte sich das Gesamtvermögen gegenüber dem Vorjahr insgesamt um
105 T€ (-14 %) auf 655 T€. Die Abnahme resultiert insbesondere aus dem negativen Ergebnis
des Geschäftsjahres 2014.

Passiva
Eigenkapital
Fremdkapital

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
478
578
668
812
816
177
182
210
199
144

davon langfristig

passive RAP
Gesamtkapital

0

0

0

0

0

0
655

0
760

0
878

0
1.011

0
960

Das Eigenkapital verringerte sich durch den Jahresfehlbetrag auf 478 T€. Es ist damit weiterhin ausreichend bemessen. Das Fremdkapital verringerte sich um 5 T€ auf 177 T€.

VI. Ausblick
Für das Jahr 2015 konnten trotz der eingeschränkten Nutzungsmöglichkeit bzw. des hohen
Bedarfs an veranstaltungsfreien Zeiten für Baumaßnahmen 10 neue, davon 3 mehrtägige Veranstaltungen als Ersatz für nicht jährlich stattfindende Vorjahresveranstaltungen akquiriert
werden.

Die Gesellschafterversammlung hat für das Jahr 2015 aufgrund der Baumaßnahmen und der
damit verbundenen eingeschränkten Nutzungsmöglichkeit der Räume, ein negatives Planergebnis in Höhe von -98 T€ genehmigt. Die Geschäftsleitung geht aktuell davon aus, dass das
negative Planergebnis im Jahr 2015 nicht überschritten bzw. nicht in voller Höhe zum Tragen
kommen wird.

VII. Kapitalzuführungen und -entnahmen durch die Stadt Baden-Baden
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 51.129,19 €. Die Stadt Baden-Baden hält die
Stammeinlagen zu 100 %.
Finanzbeziehungen zur Stadt Baden-Baden:
Die Mietzahlungen der Gesellschaft an die Stadt Baden-Baden beliefen sich im Berichtsjahr
auf 310 T€. Analog zum Vorjahr bestanden zum 31.12.2014 Verbindlichkeiten gegenüber der
Gesellschafterin in Höhe von 35 T€, welche die Kosten für die von der Stadt überlassenen

Seite 58

Stadt Baden-Baden

Kongresshaus Baden-Baden Betriebsgesellschaft mbH

Arbeitnehmer im 4. Quartal sowie Verwaltungskosten für die Gehaltsabrechnungen der Mitarbeiter des Kongresshauses enthalten.

VIII. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
2014

2013

2012

2011

2010

Vollzeitkräfte

8

8

8

8

8

Teilzeitkräfte

4,25

4,5

4

2

2

Aufgrund eines Dienstleistungsüberlassungsvertrags werden 2 Mitarbeiter von der Stadt Baden-Baden gestellt.

IX. Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Positionen aus der GuV (in T€)
Gewinn-/Verlust
Umsatzerlöse
Gesamtaufwand
FK-Zinsen
Abschreibungen

2014
-101
1.371
1.485
0
12

2013
-90
1.393
1.491
0
14

2012
-144
1.289
1.464
0
21

2011
-4
1.428
1.450
0
18

2010
-66
1.320
1.426
0
25

0

3

-1

-7

-17

Veränderung
Rückstellungen,
Zunahme/Abnahme '(-)
KENNZAHLEN
Vermögenslage
Anlagenintensität

2014

2013

2012

2011

2010

9,0

8,7

7,1

6,7

Finanzlage
Eigenkapitalquote
Fremdkapitalquote
Anlagendeckung I
Anlagendeckung II

73,0
27,0
810,2
810,2

76,1
23,9
875,8
875,8

76,1
23,9
1.077,4
1.077,4

80,3
19,7
1.194,1
1.194,1

85,0
15,0
1.059,7
1.059,7

%
%
%
%

Ertragslage
Umsatzrentabilität
EK-Rentabilität
GK-Rentabilität
Kostendeckung
Cash-Flow

-7,4
-21,1
-15,4
92,1
-89

-6,5
-15,6
-11,8
93,4
-73

-11,2
-21,6
-16,4
88,0
-124

-0,3
-0,5
-0,4
98,5
7

-5,0
-8,1
-6,9
92,6
-58

%
%
%
%
T€

8,0 % =(AV/Gesamtvermögen)*100

=(EK/GK)*100
=(FK/GK)*100
=(EK/AV)*100
=((EK+ lfr. FK)/AV)*100

=(Jahresüberschuss/UE)*100
=(Jahresüberschuss/EK)*100
=((JÜ+FK-Zins)/GK)*100
=(UE/Gesamtaufw and)*100

Die Anlagenintensität im Berichtsjahr hat sich von 8,7 % auf 9,0 % erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 73,0 % (Vorjahr 76,1 %). Der Cash-Flow ist mit -89 T€ ergebnisbedingt negativ.

Seite 59

Stadt Baden-Baden

Kongresshaus Baden-Baden Betriebsgesellschaft mbH

Ebenso haben sich die übrigen Kennzahlen der Ertragslage durch den Jahresfehlbetrag verschlechtert.

X. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Die Prüfung durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gkm glück.mäschke partnerschaft hat zu keinen Einwendungen geführt.

XI. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
AKTIVA
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsaustattung
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

II. Finanzanlagen
1. Beteiligungen

B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
II. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
(davon mit einer Restlaufzeit von
mehr als einem Jahr)
2. Forderungen geg. Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht
(davon mit einer Restlaufzeit von
von mehr als einem Jahr)
3. Sonstige Vermögensgegenstände
(davon Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr)

III. Kassenbestand, Guthaben
bei Kreditinstituten

C. Rechnungsabgrenzungsposten
1. Sonstige Abgrenzungen

Summe Aktiva

31.12.2014
€

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

54.012,00
0,00
54.012,00

61
0
61

57
0
57

63
0
63

61
11
72

5.112,92

5

5

5

5

59.124,92

66

62

68

77

2.186,59

2

2

-

-

81.525,77
(0,00)

74
(0)

105
(0)

52
(0)

21
(0)

0,00
(0,00)

0
(0)

1
(0)

(-)

(-)

80.295,87

2
(0)

5
(0)

16
(0)

56
(0)

161.821,64

76

110

68

77

431.511,84

616

704

875

806

595.520,07

694

816

943

883

0,00

0

0

0

0

654.644,99

760

878

1.011

960

Seite 60

Stadt Baden-Baden

PASSIVA
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Kapitalrücklage
III. Andere Gewinnrücklagen
IV. Gewinnvortrag
V. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag (-)

B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen
2. Sonstige Rückstellungen

C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
(davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr)
3. Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu
einem Jahr)
4. Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern
(davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr)
5. Sonstige Verbindlichkeiten
(davon
a) mit einer Restlaufzeit bis zu
einem Jahr
b) aus Steuern
c) im Rahmen der sozialen
Sicherheit)

D. Rechnungsabgrenzungsposten
1. Sonstige Abgrenzungen

Summe Passiva
0 *) unter 1T€

Kongresshaus Baden-Baden Betriebsgesellschaft mbH

31.12.2014
€

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

51.129,19
153.387,56
128,12
373.785,28
-100.788,20
477.641,95

51
153
0 *)
463
-89
578

51
153
0 *)
608
-144
668

51
153
0 *)
612
-4
812

51
153
0 *)
678
-66
816

0,00
40.435,00
40.435,00

0
40
40

0
37
37

0
38
38

16
29
45

0,00
38.905,39
(38.905,39)

10
37
(37)

25
67
(67)

10
62
(62)

25
35
(35)

0,00
(0,00)

1
(1)

0
(0)

0
(0)

1
(1)

35.542,03
(35.542,03)

36
(36)

34
(34)

33
(33)

32
(32)

62.120,62

58

47

56

5

(62.120,62)

(58)

(47)

(56)

(5)

(62.120,62)
(0,00)

(58)
(0,00)

(47)
(0)

(56)
(0)

(5)
(0)

136.568,04

142

173

161

99

0,00

0

0

0

0

654.644,99

760

878

1.011

960

Seite 61

Stadt Baden-Baden

Gewinn- und Verlustrechnung 2014
(01.01. - 31.12.2014)
1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe u. für bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen

4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben

5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens u. Sachanlagen
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

11. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag (-)

Kongresshaus Baden-Baden Betriebsgesellschaft mbH

2014
€

2013
T€

2012
T€

2011
T€

2010
T€

1.371.027,77

1.393

1.289

1.428

1.320

13.064,29

8

26

12

8

174.255,25

174

166

164

162

404.425,83
578.681,08

376
550

367
533

376
540

351
513

325.954,12
64.556,29
390.510,41

331
66
397

327
66
393

319
64
383

306
61
367

11.599,05

14

21

18

25

504.430,77

531

517

509

507

343,44

1

4

5

6

3,03

0

0

0

0

-100.788,84

-90

-145

-4

-78

0,64

0

-1

0 *)

-12

-100.788,20

-90

-144

-4

-66

Seite 62

Stadt Baden-Baden

4.5

Forst Service GmbH

Forst Service GmbH



I. Gegenstand des Unternehmens und öffentlicher Zweck
Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von Forstarbeiten und Arbeiten der Landschaftspflege aller Art, die Erbringung forstlicher und naturschutzfachlicher Dienstleistungen
sowie der An- und Verkauf von Holz und sonstigen land- und forstwirtschaftlichen Produkten
(z. B. Wildfleisch, Weihnachtsbäume). Die Struktur des Unternehmens soll darauf ausgerichtet
werden, dass sie geeignet ist, saisonale Arbeitsspitzen herkömmlicher Forstbetriebe, insbesondere auch durch den Einsatz ausländischer Arbeitskräfte, auszugleichen.

Die Forst Service GmbH führt Forstarbeiten sowie den An- und Verkauf von Holz durch. Diese
tatsächlichen Leistungen entsprechen dem Gesellschaftszweck gemäß Gesellschaftsvertrag.
Der öffentliche Zweck wurde erfüllt, da die Gesellschaft ausschließlich für den städtischen
Forstbetrieb tätig ist.

II. Beteiligungsverhältnisse
Die Stadt Baden-Baden ist alleinige Gesellschafterin der Forst Service GmbH. Das Stammkapital beträgt 26.000 €.

III. Besetzung der Organe
Die Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und der
Geschäftsführer.

Der gesetzliche Vertreter der Stadt Baden-Baden in der Gesellschafterversammlung ist Frau
Oberbürgermeisterin Margret Mergen.

Der Aufsichtsrat besteht aus folgenden ordentlichen Mitgliedern des Forstausschusses des
Gemeinderats. Vorsitzender ist Herr Erster Bürgermeister Werner Hirth.






Herr Stadtrat Ansgar Gernsbeck (ab 07/2014)
Frau Stadträtin Dr. Ingrid Kath
Herr Stadtrat Dr. Werner Löhle
Herr Stadtrat Alfons Seiterle
Herr Stadtrat Michael Bollinger (ab 07/2014)
Seite 63

Stadt Baden-Baden












Forst Service GmbH

Herr Stadtrat Jürgen Louis
Frau Stadträtin Ursula Opitz
Herr Stadtrat Werner Henn
Her Stadtrat Werner Schmoll (ab 07/2014)
Herr Stadtrat Rainer Lauerhaß
Frau Stadträtin Elfriede Walter
Herr Stadtrat Prof. Dr. med. Heinrich Liesen (ab 07/2014)
Herr Stadtrat Rolf Pilarski (ab 07/2014)
Herr Stadtrat Jürgen Waldvogel (bis 07/2014)
Herr Stadtrat Michael Bauer (bis 07/2014)

Der Geschäftsführer der Forst Service GmbH ist der Leiter des städtischen Forstamtes, Herr
Thomas Hauck.

IV. Beteiligungen der Gesellschaft
Die Forst Service GmbH ist an keiner Gesellschaft beteiligt.

V. Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Lage des Unternehmens
Das Geschäftsjahr bezieht sich auf den Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis 31.12.2014, Grundlage hierfür ist der geänderte Gesellschaftsvertrag. Der Geschäftsverlauf ist sowohl von der
Vergütung des entstandenen Aufwands für den Einsatz von Saisonarbeitskräften im Stadtwald
als auch vom Einsatz der Beschäftigten geprägt. Schwerpunkt war der Personaleinsatz beim
planmäßigen Holzeinschlag und bei der Pflege von Jungbestandsflächen. Vorgänge von besonderer Bedeutung während des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.
Die Umsatzerlöse in Höhe von 774 T€ ergeben sich durch die Erstattung des entstandenen
Aufwandes in Höhe von 774 T€ durch die Stadt Baden-Baden. Der Wirtschaftsplan ging von
einem ausgeglichenen Ergebnis aus.

Aktiva
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
aktive RAP
Gesamtvermögen

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 30.06.2012 30.06.2011 30.06.2010
T€
RWJ T€
T€
T€
T€
T€
0
0
0
0
0
0
89
59
60
42
44
42
0
1
0
0
0
0
89
60
60
42
44
42

Die Bilanzsumme des Berichtsjahres beträgt 88.789,30 € und liegt damit deutlich über dem
Niveau des Wirtschaftsjahres 2013 in Höhe vom 59.718,56 €.
Seite 64

Stadt Baden-Baden

Passiva
Eigenkapital
Fremdkapital

Forst Service GmbH

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 30.06.2012 30.06.2011 30.06.2010
T€
RWJ T€
T€
T€
T€
T€
26
26
26
26
26
26
63
34
34
16
18
16

davon langfristig

0

0

0

0

0

0

passive RAP
Gesamtkapital

0
89

0
60

0
60

0
42

0
44

0
42

Der Eigenkapitalanteil im Berichtsjahr beträgt 26.176,90 €. Dieser setzt sich zusammen aus
dem gezeichneten Kapital (26.000,00 €), dem Gewinnvortrag (186,58 €) und dem ausgewiesenen Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2014 (9,68 €). Die Eigenkapitalquote beträgt
29,2 % und die Fremdkapitalquote 70,8 %.
Zum Bilanzstichtag am 31.12.2014 bestanden Rückstellungen in Höhe von 23.553 €. Hierbei
handelte es sich um eine zum Bilanzstichtag noch nicht vollzogene Abwicklung der Bonusregelung.

VI. Ausblick
Im Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2015 wird damit gerechnet, dass sich die Einnahmen
für Forstbetriebsarbeiten und gleichzeitig die Personalausgaben und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in jeweils gleicher Höhe erhöhen. Dadurch soll ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht werden. Der Ansatz für 2015 beträgt 838.100 € (Vorjahr: 905.100 T€).

Die Buchführung erfolgte bis zum 31.12.2013 in Form eines amerikanischen Journals als
Excel-Tabelle. Ab dem 01.01.2014 kommt die Buchhaltungssoftware newsystem kommunal
der Firma INFOMA Software Consulting GmbH zum Einsatz.

VII. Kapitalzuführungen und -entnahmen durch die Stadt
Die Stammeinlage der Stadt blieb im Berichtsjahr unverändert.

Seite 65

Stadt Baden-Baden

Forst Service GmbH

VIII. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
01.01.2014 01.01.2013 01.07.2012 01.07.2011 01.07.2010
bis
bis
bis
bis
bis
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012**) 30.06.2012*) 30.06.2011*)
Festangestellte
15
16
15
14
15
geringfügiges
Beschäftigungs8
6
7
8
6
verhältnis
Gesamtanzahl
23
22
22
22
21
Arbeitnehmer
Außerdem werden Saisonarbeitskräfte beschäftigt.

*) Das Forstwirtschaftsjahr beginnt am 01.07. eines Jahres und endet am 30.06 des
darauf folgenden Jahres.
**) Rumpfwirtschaftsjahr vom 01.07.2012 bis 31.12.2012
Ab dem Berichtsjahr ist das Geschäftsjahr gleich dem Kalenderjahr.

IX. Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Positionen aus der GuV (in T€)
seit dem Jahr 2014 ist das Geschäftsjahr gleich dem Kalenderjahr

Gewinn-/Verlust
Umsatzerlöse
Gesamtaufwand
FK-Zinsen
Abschreibungen
Veränderung
Rückstellungen,
Zunahme/Abnahme '(-)

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 30.06.2012 30.06.2011 30.06.2010
RWJ
0
0
0
0
0
0
774
842
463
738
884
758
774
842
463
738
884
758
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
3

6

Seite 66

-1

-2

2

-11

Stadt Baden-Baden

KENNZAHLEN

Forst Service GmbH

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 30.06.2012 30.06.2011 30.06.2010
RWJ

Vermögenslage
Anlagenintensität

0,0

0,3

0,3

0,5

0,5

Eigenkapitalquote

29,2

43,3

43,3

61,9

59,1

Fremdkapitalquote

70,8

56,7

56,7

38,1

40,9

0,5 % =(AV/Gesamtvermögen)*100

Finanzlage
61,9 % =(EK/GK)*100
38,1 % =(FK/GK)*100

Anlagendeckung I

% =(EK/AV)*100

Anlagendeckung II

% =((EK+ lfr. FK)/AV)*100

Ertragslage
Umsatzrentabilität
EK-Rentabilität

0

0

0

0

0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

GK-Rentabilität

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

Kostendeckung

100,0

100,0

100,0

100,0

100,0

3

6

-1

-2

2

Cash-Flow

0 % =(Jahresüberschuss/UE)*100
0,0 % =(Jahresüberschuss/EK)*100
0,0 % =((JÜ+FK-Zins)/GK)*100
100,0 % =(UE/Gesamtaufw and)*100
-11 T€

Aufgrund des geringen Bilanzvolumens und des gleichmäßigen Verhältnisses Umsatzerlöse/Gesamtaufwand haben die Kennzahlen nur eine untergeordnete Bedeutung.

X. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Mit Schreiben vom 24.08.2006 hat das Regierungspräsidium Karlsruhe auf Antrag des Gesellschafters eine Ausnahme von dem bisherigen Prüfungserfordernis zugelassen, sofern das
städtische Rechnungsprüfungsamt die Buch-, Betriebs- und Kassenprüfungen anhand vorgegebener Kriterien durchführt. Die Gesellschafterversammlung vom 03.07.2014 beauftragte
weiterhin das Rechnungsprüfungsamt der Stadt Baden-Baden mit der Abschlussprüfung.

Die Abschlussprüfung hat das städtische Rechnungsprüfungsamt der Stadt Baden-Baden
durchgeführt. Es gab keine Beanstandungen.

Seite 67

Stadt Baden-Baden

Forst Service GmbH

XI. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
Bilanz zum 31.12.2014
ab dem Jahr 2013 ist das Geschäftsjahr gleich dem Kalenderjahr
AKTIVA

A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegenüber Gesellschaftern
2. Sonstige Vermögensgegenstände

II. Kassenbestand, Guthaben bei
Kreditinstituten
C. Rechnungsabgrenzungsposten
1. Sonstige Abgrenzungen
Summe Aktiva

PASSIVA

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Gewinn- / Verlustvortrag (-)
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag (-)
B. Rückstellungen
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
2. Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschafter
3. Sonstige Verbindlichkeiten

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 30.06.2012 30.06.2011 30.06.2010
€
RWJ T€
T€
T€
T€
T€

0,00

0

0

0

0

1

51.209,89
11,39

46
0
46

52
52

23
0
23

18
1
19

19
1
20

37.568,02

13

7

19

25

21

0,00

0

0

0

0

0

88.789,30

59

59

42

44

42

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 30.06.2012 30.06.2011 30.06.2010
€
RWJ T€
T€
T€
T€
T€

26.000,00

26

26

26

26

26

186,58

0

0

0

0

1

-9,68

0

0

0

0

-1

23.552,82

20

14

15

17

15

32.750,28

12

16

0

1

1

0,00
6.309,30

0
1

0
3

0
0

0
0

0
0

13

19

1

1

1

0,00

0

0

0

0

0

88.789,30

59

59

42

44

42

D. Rechnungsabgrenzungsposten

Summe Passiva

Seite 68

Stadt Baden-Baden

Gewinn- und Verlustrechnung
01.01.2014 - 31.12.2014

Forst Service GmbH

2014
€

RWJ 2013
T€

2012
T€

2012
T€

2011
T€

2010
T€

1. Umsatzerlöse

774.059,39

842

463

738

883

758

2. Personalaufwand

712.302,74

778

418

666

704

601

0,00

0

0

0

0

0

61.766,33

64

45

72

180

158

5. Zinserträge

0,00

0

0

0

0

0

6. Zinsaufwand

0,00

0

0

0

0

0

7. Steuern

0,00

0

0

0

0

0

-9,68

0

0

0

-1

-1

3. Abschreibungen
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

8. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

Seite 69

Stadt Baden-Baden

4.6

Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH

Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH 

I. Gegenstand des Unternehmens und öffentlicher Zweck
Gegenstand des Unternehmens sind die Konzeption, Abstimmung und Umsetzung des Marketings für Baden-Baden in den Bereichen Kur, Touristik und Stadtentwicklung. Des Weiteren
erfolgt die Erbringung von Dienst- und Serviceleistungen für die Gäste, Bürger und Firmen
Baden-Badens, insbesondere die Vornahme und Vermittlung von Werbeleistungen an Gesellschafter und deren Mitglieder. Die tatsächlich erbrachten Leistungen des Unternehmens stimmen mit dem Unternehmensgegenstand laut Gesellschaftsvertrag überein. Der öffentliche
Zweck des Unternehmens ist somit erfüllt.

II. Beteiligungsverhältnisse
Das Stammkapital beträgt 200.000 DM (102.258,38 €). Die Gesellschafter sind:
 Stadt Baden-Baden mit einer Stammeinlage i.H.v. 70.000 DM / 35.790,43 € (35 %)
 Baden-Württembergische Spielbanken GmbH & Co., Baden-Baden, mit einer Stammeinlage i.H.v. 40.000 DM / 20.451,68 € (20 %)
 Sparkasse Baden-Baden Gaggenau, Baden-Baden, mit einer Stammeinlage i.H.v.
20.000 DM / 10.225,84 € (10 %)
 Touristik Baden-Baden e.V., Baden-Baden, mit einer Stammeinlage i.H.v. 20.000 DM
/ 10.225,84 € (10 %)
 Baden-Baden Events GmbH, Baden-Baden, mit einer Stammeinlage i.H.v. 20.000 DM
/ 10.225,84 € (10 %)
 Arbeitsgemeinschaft Baden-Badener Kliniken e.V., Baden-Baden, mit einer Stammeinlage i.H.v. 20.000 DM / 10.225,84 € (10 %)
 Kongresshaus Baden-Baden Betriebsgesellschaft mbH, Baden-Baden, mit einer
Stammeinlage i.H.v. 10.000 DM / 5.112,92 € (5 %).

III. Besetzung der Organe
Die Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die
Geschäftsführung.

Seite 70

Stadt Baden-Baden

Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH

Der gesetzliche Vertreter der Stadt Baden-Baden in der Gesellschafterversammlung war bis
zum 09.06.2014 Herr Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner. Seit dem 10.06.2014 ist Frau
Oberbürgermeisterin Margret Mergen die gesetzliche Vertreterin der Stadt Baden-Baden in
der Gesellschafterversammlung.

Aufsichtsratsmitglieder im Berichtsjahr waren:
Herr Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner, Vorsitzender, ausgeschieden zum 09.06.2014
Frau Oberbürgermeisterin Margret Mergen, Vorsitzende, neu eingetreten zum 10.06.2014
Stadträte der Stadt Baden-Baden:

Frau Stadträtin Beate Böhlen

Herr Stadtrat Dr. Hans-Peter Ehinger

Herr Stadtrat Ralf Müller
Touristik Baden-Baden e.V.

Michael Jäschke, Hoteldirektor, Baden-Baden
Baden-Württembergische Spielbanken GmbH

Herr Otto Wulferding, Geschäftsführer, Hamburg
Sparkasse Baden-Baden Gaggenau

Herr Stefan Siebert, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Baden-Baden Gaggenau,
Kenzingen
Baden-Baden Events GmbH

Aufgrund der Geschäftsführung in Personalunion vertreten durch Herrn Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner, Vorsitzender, bzw. ab dem 10.06.2014 vertreten durch
Frau Oberbürgermeisterin Margret Mergen, Vorsitzende.
Arbeitsgemeinschaft der Baden-Badener Kliniken e.V./MediNet

Herr Martin Hausmann, Klinikdirektor, Baden-Baden, stellvertretender Vorsitzender
Kongresshaus Baden-Baden Betriebsgesellschaft mbH

Aufgrund der Geschäftsführung in Personalunion vertreten durch Herrn Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner, Vorsitzender, bzw. ab dem 10.06.2014 vertreten durch
Frau Oberbürgermeisterin Margret Mergen, Vorsitzende.
Darüber hinaus haben die Badeärzte, der Südwestrundfunk, die Volksbank Baden-Baden/
Rastatt e.G. mit Sitz in Rastatt, die Aktionsgemeinschaft Baden-Baden e.V., die Touristik Baden-Baden e.V. und das Land Baden-Württemberg das Recht, je einen Vertreter als Gast ohne
Stimmrecht in den Aufsichtsrat zu entsenden. Diese Vertreter bleiben bei der Bemessung der
Stärke des Aufsichtsrats außer Ansatz.

Geschäftsführerin der Gesellschaft im Berichtsjahr war Frau Brigitte Goertz-Meissner.

Seite 71

Stadt Baden-Baden

Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH

IV. Beteiligungen der Gesellschaft
Die Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH ist mit einer Stammeinlage in Höhe von 178,25 €
an der Schwarzwald Tourismus GmbH, Freiburg, beteiligt.

Für die Durchführung des Christkindelsmarktes wurde mit der Baden-Baden Events GmbH
eine Gesellschaft, die GbR Christkindelsmarkt, gegründet.

V. Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Lage des Unternehmens
Die seit Jahren kontinuierlich steigenden Übernachtungszahlen konnten im Jahr 2014 erneut
mit einem Plus von 2,8 % bei den Übernachtungen und einem Plus von 2,7 % bei den Ankünften gesteigert werden. Mit 976.073 (Vorjahr: 949.519) Übernachtungen konnte das beste Ergebnis der Nachkriegszeit erzielt werden. Das Plus von 4,5 % der Übernachtungen von Gästen
mit Hauptwohnsitz im Ausland (+6,9 % bei den Ankünften) ist hierbei besonders positiv zu
bewerten. Auch der Baden-Badener Christkindelsmarkt wirkte sich erneut positiv mit einem
Plus von insgesamt 3 % bei den Übernachtungen und 13,8 % bei den Ankünften aus.

Im Berichtsjahr konnten für das Kongresshaus Baden-Baden, trotz der begrenzten Vermietbarkeit aufgrund der Umbaumaßnahmen, 19 neue, davon 6 mehrtägige, übernachtungsrelevante Kongresse und Tagungen akquiriert werden. Diese dienten als Ersatz für Einjahresveranstaltungen bzw. Veranstaltungen mit wechselnden Veranstaltungsorten.

In 2014 wurde, wie geplant und vom Aufsichtsrat genehmigt, ein nahezu ausgeglichenes Jahresergebnis erzielt.
Die Umsatzerlöse der Gesellschaft erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 567 T€ bzw.
19,8 % auf insgesamt 3.435 T€. Diese gestalten sich wie folgt:

Tätigkeitsbereich
Marketingleistungen
(lt. Gesellschaftsvertrag)
Reiseleistungen
Werbeleistungen
Provisionen
Handelswaren
Sonstiges
Summe

2014

2013

2012

2011

2010

T€

T€

T€

T€

T€

1.713

1.689

1.659

1.613

1.605

1.342
87
201
35
57
3.435

799
97
191
35
57
2.868

602
113
253
35
57
2.719

749
103
216
37
61
2.779

709
128
239
35
61
2.777

Seite 72

Stadt Baden-Baden

Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH

Die Erlössteigerung betrifft hauptsächlich die Erlöse aus Reiseleistungen (Incentives und Tagestourismus) mit 543 T€ und die Marketingleistungen gegenüber der Stadt Baden-Baden mit
24 T€. Die Zunahme der Erlöse in 2014 ist primär auf eine bedeutende Kosmetik-IncentiveVeranstaltung zurückzuführen, bei der die komplette Abwicklung der Baden-Baden Kur- &
Tourismus GmbH übertragen wurde.

Die Einnahmen aus Provisionen konnten nach einem Rückgang im Jahr 2013 wieder um 10
T€ auf 201 T€ gesteigert werden. Den erhöhten Reiseleistungen standen gleichzeitig erhöhte
Reisevorleistungen mit 520 T€ gegenüber. Die Marge aus Reiseleistungen lag bei 4 % und
damit geringer als im Vorjahr. Hierbei handelt es sich primär um Leistungen, die im Namen
und im Auftrag eines Kunden bei Dritten Leistungsanbietern beauftragt und dem Kunden anschließend weiter berechnet werden. Den Erlössteigerungen standen Rückgänge aus Erlösen
aus Werbeleistungen an Dritte mit 10 T€ gegenüber.
Der Personalaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 50 T€ auf 1.142 T€. Grund
hierfür ist, dass zwei Stellen der Verkaufs- und Marketingabteilung im Laufe des Jahres wieder
neu besetzt wurden. Zudem kam es zu Tarif- bzw. Gehaltserhöhungen. Die Abschreibungen
erhöhten sich aufgrund der umfangreichen Neuinvestitionen in 2014 um 18 T€. Die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen blieben im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Die sonstigen
Zinserträge reduzierten sich aufgrund des allgemein niedrigen Zinsniveaus nochmals um 1
T€.
Der betriebliche Verlust in Höhe von 132 T€ (Vorjahr: 105 T€) resultiert aus gestiegenen
Fremdleistungen und Personalaufwendungen. Die Zunahme der betrieblichen Erträge konnte
die Kostensteigerung in 2014 zu 95,5 % abdecken.

Die neutralen Posten waren wie im Vorjahr durch den Zuschuss der Stadt Baden-Baden für
die Tourismus-Information in der Schwarzwaldstraße (60 T€), durch den Zuschuss der Medien- und Filmgesellschaft mbH (26 T€) sowie durch die Zuflüsse seitens der Royal Spas of
Europe (17 T€) bestimmt.

Aktiva
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
aktive RAP
Gesamtvermögen

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
148
126
60
57
66
851
904
864
853
926
41
51
70
42
42
1.040
1.081
994
952
1.034

Seite 73

Stadt Baden-Baden

Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH

Das Gesamtvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 41 T€ verringert. Die Investitionen
und der Aufbau der Forderungen wurden durch liquide Mittel finanziert. Das Anlagevermögen
ist vollständig langfristig finanziert.

Investitionsschwerpunkte bildeten die komplette Überarbeitung und Neukonzeption des Internet-Auftritts sowie die Neugestaltung zur Nutzung als Web-App. Weitere Investitionsschwerpunkte waren die Neuinstallation und Freischaltung einer zusätzlichen Homepage für die Organisation von Rückversicherer-Meetings in Baden-Baden in kompletter Eigenregie und regelmäßige Ersatzbeschaffungen von Hard- und Software. Die endgültige Fertigstellung eines
neuen Werbefilms über Baden-Baden und die erstmalige Einführung eines Shopping-Guides
wurden konkret in Angriff genommen. Insgesamt wurden im Jahr 2014 Investitionen in Höhe
von 74 T€ vollständig aus eigener Liquidität getätigt.

Passiva
Eigenkapital
Fremdkapital

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
585
583
579
577
577
451
493
410
371
453

davon langfristig

0

0

0

0

0

passive RAP
Gesamtkapital

4
1.040

5
1.081

5
994

4
952

4
1.034

Die Eigenkapitalquote ist mit 56 % überdurchschnittlich. Das Eigenkapital ist gegenüber dem
Vorjahr um 2 T€ gestiegen. Das Fremdkapital hat sich gegenüber dem Jahr 2013 um 42 T€
verringert.

VI. Ausblick
Nach der Schließung des Hotels Europäischer Hof (ca. 50.000 Übernachtungen pro Jahr) im
Dezember 2014 und der rückläufigen Nachfrage aus Russland, konnten die sehr guten Vorjahresergebnisse in den ersten drei Monaten, primär aus Kapazitätsgründen, nicht ganz erzielt
werden. Die Gesellschaft setzt dabei weiterhin verstärkt neben Kongressen, Tagungen, Incentive-Veranstaltungen auf ausgewählte ausländische Wachstumsmärkte und Zukunftsmärkte
wie beispielsweise China, Indien, Mittlerer Osten und Brasilien. Mit großem personellen und
finanziellen Einsatz und speziellen Angeboten wird auch der deutsche Markt (Mailings, Präsentationen, Messebesuche, Medienkampagnen) umworben. Für die Stadt Baden-Baden als
international anerkannte Bäderstadt ist zudem weiterhin der so genannte „Zweite Gesundheitsmarkt“ von Bedeutung. Oberste Zielsetzung muss bei der touristischen Weiterentwicklung

Seite 74

Stadt Baden-Baden

Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH

und Bewerbung immer die Steigerung der Wertschöpfung sein. Die belegungsschwachen Monate Januar bis März sowie November können nur durch mehrtägige, deutlich übernachtungsrelevante Veranstaltungen wie z.B. im Festspielhaus und durch Ausstellungen im Museum
Frieder Burda belebt werden.

Die Geschäftsleitung geht von einem ausgeglichenen Jahresergebnis 2015 aus.

VII. Kapitalzuführungen und -entnahmen durch die Stadt Baden-Baden
Die Stammeinlage der Stadt Baden-Baden blieb unverändert.

Finanzbeziehungen zur Stadt Baden-Baden:
Für die Durchführung der vertraglich vereinbarten Dienst- und Serviceleistungen erhielt die
Gesellschaft von der Stadt Baden-Baden eine Vergütung von 1.415 T€. Außerdem bestehen
gegenüber der Stadt Baden-Baden Verbindlichkeiten in Höhe von 45 T€, die die Weiterberechnung der von der Stadt Baden-Baden überlassenen Arbeitnehmer für das 4.Quartal 2014
betreffen. Diese wurden mit den Forderungen aus der Dynamisierung der Ausgleichszahlungen 2014 verrechnet.

VIII. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
2014

2013

2012

2011

2010

Angestellte (Vollzeit)

12

12

11

12

12

Teilzeitkräfte

8

7

6

6

8

Geringfügig Beschäftigte

4

4

5

5

5

Auszubildende

1

1

1

1

1

Praktikanten

-

-

1

1

1

Aufgrund eines Dienstleistungsüberlassungsvertrags von der Stadt Baden-Baden gestellt
Gesamt

4

4

4

4

4

29

28

28

29

31

Seite 75

Stadt Baden-Baden

Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH

IX. Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Positionen aus der GuV (in T€)
Gewinn-/Verlust
Umsatzerlöse
Gesamtaufwand
FK-Zinsen
Abschreibungen
Veränderung
Rückstellungen,
Zunahme/Abnahme '(-)
KENNZAHLEN
Vermögenslage
Anlagenintensität

2014
2
3.435
3.630
0
52

2013
4
2.868
3.045
0
34

2012
2
2.719
2.920
0
36

2011
0
2.779
2.962
0
36

2010
-41
2.778
2.978
0
37

8

-7

17

0

-3

2014

2013

2012

2011

2010

14,2

11,7

6,0

6,0

Finanzlage
Eigenkapitalquote
Fremdkapitalquote
Anlagendeckung I
Anlagendeckung II

56,3
43,4
395,3
395,3

53,9
45,6
462,7
462,7

58,2
41,2
965,0
965,0

60,6
39,0
1.012,3
1.012,3

55,8
43,8
874,2
874,2

Ertragslage
Umsatzrentabilität
EK-Rentabilität
GK-Rentabilität
Kostendeckung
Cash-Flow

0,1
0,3
0,2
94,7
62

0,1
0,7
0,4
94,2
31

0,1
0,3
0,2
93,1
55

0,0
0,0
0,0
93,8
36

-1,5
-7,1
-4,0
93,3
-7

6,4 % =(AV/Gesamtvermögen)*100

%
%
%
%

=(EK/GK)*100
=(FK/GK)*100
=(EK/AV)*100
=((EK+ lfr. FK)/AV)*100

% =(Jahresüberschuss/UE)*100
% =(Jahresüberschuss/EK)*100
% =((JÜ+FK.Zins)/GK)*100
% =(UE/Gesamtaufw and)*100
in T€

Die Eigenkapitalquote ist mit 56,3 % überdurchschnittlich. Der Anteil des Anlagenvermögens
am Gesamtvermögen hat sich durch die Investitionen 2014 erhöht. Die Anlagenintensität ist
damit um 2,5 % auf 14,2 % angestiegen. Das Anlagenvermögen ist vollständig langfristig finanziert.

X. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Die Prüfung durch den Abschlussprüfer Residenz Treuhand Dr. Eichhorn, Oberle und Partner GmbH hat zu keinen Einwendungen geführt.

Seite 76

Stadt Baden-Baden

Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH

XI. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

AKTIVA
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte u. ähnliche Rechte u.
Werte
2. geleistete Anzahlungen

31.12.2014
€

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

75.818,00

41

32

11

23

28.703,00
104.521,00

34
75

0
32,00

0
11,00

0
23,00

1,00
43.565,00
43.566,00

0
51
51

0
28
28

7
39
46

8
35
43

178,25

0

0

0

0

148.265,25

126

60

57

66

31.486,21

34

36

35

34

70.463,93
39.463,27
122.832,34
232.759,54

62
22
108
192

45
4
108
157

49
15
93
157

86
2
115
203

586.212,21

678

671

661

689

850.457,96

904

864

853

926

40.962,01

51

70

42

42

Summe Aktiva

1.039.685,22

1.081

994

952

1.034

PASSIVA

31.12.2014
€

II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung

III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen

B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren
II. Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen
2. Forderungen gegen Gesellschafter
3. Sonstige Vermögensgegenstände

III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

C. Rechnungsabgrenzungsposten

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Gewinnrücklagen
III. Gewinnvortrag
IV. Jahresüberschuss / -fehlbetrag (-)

B. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
3. Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern
4. Sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:

D. Rechnungsabgrenzungsposten

Summe Passiva

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

102.258,38
373.966,38
106.952,47
1.646,75
584.823,98

102
374
103
4
583

102
374
100
2
579

102
374
100
0
577

102
374
141
-41
577

78.984,00

71

79

61

62

73.752,97
208.767,94
57.895,94
31.302,25
(21.905,27)
(1.752,12)
371.719,10

73
244
68
37
(21)
(3)
422

69
184
41
37
(22)
(6)
330

67
140
72
31
(21)
(2)
309

62
218
76
35
(21)
(4)
391

4.158,14

5

5

4

4

1.039.685,22

1.081

994

952

1.034

Seite 77

Stadt Baden-Baden

Gewinn- und Verlustrechnung 2014
(01.01. - 31.12.2014)
1. Umsatzerlöse

Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH

2014
€

2013
T€

2012
T€

2011
T€

2010
T€

3.434.601,06

2.868

2.719

2.779

2.777

92.656,52

75

94

75

63

23.015,81
1.287.420,14

22
767

22
570

26
717

18
672

4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben

775.077,35
140.736,16

732
135

760
137

749
136

736
137

5. Personalaufw. aufgr. Dienstleistungsüberlassungsvertrag

226.422,28

224

216

210

206

52.437,17

34

36

35

37

0,00

0

0

0

0

1.125.070,91

1.130

1.179

1.088

1.173

2.103,63

3

7

5

4

0,88

0

0

0

0

-100.819,49

-98

-100

-102

-135

102.466,08

102

102

102

93

0,16

0

0

0

-1

1.646,75

4

2

0

-41

2. Sonstige betriebliche Erträge
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen

6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufsvermögens,
soweit diese in der Kapitalgesellschaft übliche
Abschreibungen überschreiten
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
11. Außerordentliche Erträge
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

13. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag (-)

Seite 78

Stadt Baden-Baden

4.7

Baden-Baden Events GmbH

Baden-Baden Events GmbH



I. Gegenstand des Unternehmens und öffentlicher Zweck
Gegenstand des Unternehmens ist die Produktion, Durchführung und Vermarktung von Programmen und Veranstaltungen, insbesondere im Kurhaus in Baden-Baden sowie die Künstlerund public-relations-Beratung mit Erstellung von Mediakonzepten.

Die Gesellschaft führte im Berichtsjahr die vertraglich vereinbarten Pflichtveranstaltungen im
und vor dem Kurhaus durch. Die erbrachten Leistungen stimmen mit dem Unternehmensgegenstand gemäß Gesellschaftsvertrag überein. Der öffentliche Zweck des Unternehmens ist
somit erfüllt.

II. Beteiligungsverhältnisse
Die Stammeinlagen von insgesamt 52.000 € wurden zum 31.12.2014 von der Stadt BadenBaden als alleinige Gesellschafterin gehalten.

III. Besetzung der Organe
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung.

Der gesetzliche Vertreter der Stadt Baden-Baden in der Gesellschafterversammlung war bis
zum 09.06.2014 Herr Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner und ab dem 10.06.2014 Frau
Oberbürgermeisterin Margret Mergen.

Die Geschäftsführerin im Berichtsjahr war Frau Brigitte Goertz-Meissner.

IV. Beteiligungen der Gesellschaft
Die Baden-Baden Events GmbH ist mit einer Stammeinlage in Höhe von 10.225,84 € (entspricht 10 % des Stammkapitals) an der Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH beteiligt.

Seite 79

Stadt Baden-Baden

Baden-Baden Events GmbH

Für die Durchführung des Christkindelsmarktes wurde mit der Baden-Baden Kur & Tourismus
GmbH eine Gesellschaft (GbR Christkindelsmarkt) gegründet.

V. Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Lage des Unternehmens
Die Zahl der vertraglich vereinbarten Pflichtveranstaltungen wurde auch im Jahr 2014 nicht
nur in vollem Umfang erfüllt, sondern überschritten. Dies bedeutet, dass die Gesellschaft mehr
Veranstaltungen als vorgesehen abwickeln konnte. Die Gesellschaft unterstützte weiterhin im
Jahr 2014 Veranstaltungen wie die VHS/Quadriga, die Philosophisch-Literarische Gesellschaft
oder „Das Gespräch“. Des Weiteren wurden die imageträchtigen Fernsehsendungen „Sportler
des Jahres“ und „Kaffee oder Tee“ mit veranstaltet. Ferner wurde im Jahr 2014 erneut gemeinsam mit der Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH der Baden-Badener Christkindelsmarkt
erfolgreich durchgeführt, welcher Jahr für Jahr mehr Übernachtungsgäste aus aller Welt in die
Stadt lockt. Während die Kur & Tourismus GmbH für die Gesamtkonzeption sowie für die Organisation und Durchführung des Baden-Badener Christkindelsmarktes verantwortlich ist, fällt
der Baden-Baden Events GmbH die Aufgabe der Programmgestaltung auf der „Himmelsbühne“ zu.
Die Gesellschaft erzielte im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von 145 T€ und liegt
somit 139 T€ über dem Planergebnis von 6 T€.

In den einzelnen Bereichen haben sich die Umsätze der Gesellschaft wie folgt entwickelt:

Umsatzerlöse
Stadt Baden-Baden:
Pflicht- und Zusatzveranstaltungen
Konzerte und Theateraufführungen
Galas und Bälle
Fremd- und externe Veranstaltungen
Sponsoring
Sonstige Erlöse
Summe

2014
T€
1.873
159
308
154
157
35
2.686

2013
T€
1.835
86
286
75
158
50
2.490

2012
T€
1.796
123
272
29
152
64
2.436

2011
T€
1.758
130
233
176
158
37
2.492

2010
T€
1.726
114
214
34
165
34
2.287

Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtsjahr 2.686 T€ und nahmen gegenüber dem Vorjahr um
196 T€ bzw. um 7,9 % zu. Der Grund für die höheren Erlöse lag primär an dem Anstieg der
gesamten Veranstaltungserlöse um 24 % auf 813 T€. Die Erlöse für die Durchführung der
Pflicht- und Zusatzveranstaltungen in Baden-Baden erhöhten sich in 2014 vertragsgemäß um
2,07 % auf 1.873 T€. Ihr Anteil am Gesamtumsatz betrug 70 % (Vorjahr: 74 %). Während sich
Seite 80

Stadt Baden-Baden

Baden-Baden Events GmbH

die Einnahmen aus Konzerten und Theateraufführungen um 73 T€ sowie die Einnahmen aus
Galas und Bällen um 22 T€ erhöhten, reduzierten sich die Einnahmen aus Sponsoring geringfügig um 1 T€ und die Einnahmen aus sonstigen Erlösen um 15 T€.
Die Betriebsaufwendungen der Gesellschaft erhöhten sich im Berichtsjahr um 186 T€ auf
2.528 T€, was auf höhere Künstlerhonorare zurückzuführen ist. Ziel ist es, die Veranstaltungen
aufzuwerten, um ein überregionales Publikum zu akquirieren. Darüber hinaus sind die Technik- und Sicherheitskosten um 13 T€ auf 282 T€ gestiegen. Die Aufwendungen für bezogene
Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 192 T€ auf insgesamt 1.880 T€ erhöht. Die
Zunahme betrifft hauptsächlich die Künstlerhonorare (+90 T€), die Kosten für Saalmieten (+21
T€), Catering-, Reise- und Menükosten (+26 T€) sowie Werbekosten für Veranstaltungen (+23
T€). Ebenso erhöhten sich die Aufwendungen für die Dekoration (+5 T€) sowie für die übrigen
Kosten (+23 T€). Der Personalaufwand reduzierte sich um 19 T€. Die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen erhöhten sich leicht auf 292 T€ (Vorjahr: 288 T€).

Aktiva
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
aktive RAP
Gesamtvermögen

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
40
43
41
56
61
1.894
1.736
1.526
1.449
1.238
9
11
5
5
5
1.943
1.790
1.572
1.510
1.304

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von 1.790 T€ auf 1.943 T€ erhöht (+153
T€). Dabei wurden Investitionen in Höhe von 9 T€ getätigt. Die Investitionen umfassen vornehmlich die Neugestaltung der Homepage mit 4 T€ sowie die Anschaffung von Funkgeräten
und Monitoren mit 5 T€. Das Umlaufvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 158 T€
auf 1.894 T€ erhöht, was in erster Linie auf die Erhöhung des Kassenbestands zurückzuführen
ist.

Passiva
Eigenkapital
Fremdkapital

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
1.149
1.005
869
708
593
794
785
703
802
711

davon langfristig

372

370

375

371

379

passive RAP
Gesamtkapital

0
1.943

0
1.790

0
1.572

0
1.510

0
1.304

Das Eigenkapital konnte in 2014 um 144 T€ auf 1.149 T€ erhöht werden. Die Eigenkapitalquote zum 31.12.2014 beträgt damit 59 %. Satzungsgemäß wurden in den Vorjahren 78 T€

Seite 81

Stadt Baden-Baden

Baden-Baden Events GmbH

aus dem Jahresüberschuss in die Gewinnrücklagen eingestellt. Das langfristige Fremdkapital
betrifft zum Bilanzstichtag die Pensionsverpflichtungen.

VI. Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2015 ist ein Jahresüberschuss in Höhe von 3 T€ geplant. Ein Jahresüberschuss von 4 T€ ist für das Jahr 2016 vorgesehen.

Nachdem die Mitarbeiter nicht nur zu den üblichen Bürostunden tätig waren, sondern auch in
der Veranstaltungsbetreuung oft abends und insbesondere an den Wochenenden zum Einsatz
kamen, muss das vor einigen Jahren deutlich reduzierte Team um mindestens 1/2 bis 1 Stelle
wieder aufgestockt werden. Darüber hinaus ist geplant, einen weiteren Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterin für den Bereich Presse, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit einzustellen. Hintergrund
ist, dass die Fremdvergabe an ein externes Pressebüro hohe Kosten verursacht und die Pressearbeit zu Fachzeitschriften und zu Lifestyle-Magazinen intensiviert werden soll.

Eine kontinuierliche Qualitätssteigerung wird weiterhin angestrebt, um ausgesuchte Veranstaltungen so attraktiv zu gestalten, dass sie noch erfolgreicher überregional beworben werden
können. Das Ziel der Gesellschaft ist, mit zu Baden-Baden passenden, herausragenden Veranstaltungen zur positiven Imagebildung der Bäder- und Kulturstadt beizutragen und weitere
Übernachtungsgäste zu gewinnen. Erfolgreiche Kooperationen sollen weiter ausgebaut und
langfristige Partnerschaften vereinbart werden. Diese Zielsetzung zeigte bereits einen großen
Erfolg. Die im Jahr 2013 konzipierte und erstmalig durchgeführte Tanzgala „European Dance
Award“ wurde im Jahr 2014 als beste, innovativste Tanzgala Deutschlands ausgezeichnet.

VII. Kapitalzuführungen und -entnahmen durch die Stadt Baden-Baden
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 52.000 €. Die Anteile werden zu 100 % von der
Stadt Baden-Baden gehalten.

Finanzbeziehungen zur Stadt Baden-Baden:
Für die Durchführung der gemäß dem Kooperationsvertrag vereinbarten „Pflicht- und Zusatzveranstaltungen“ erhielt die Gesellschaft von der Stadt Baden-Baden eine Vergütung in Höhe
von 1.873 T€ (netto). Darüber hinaus hat die Gesellschaft kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Baden-Baden in Höhe von 42 T€ (Vorjahr 21 T€).

Seite 82

Stadt Baden-Baden

Baden-Baden Events GmbH

VIII. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
2014

2013

Anzahl der Mitarbeiter 7

2012

7

2011

7

2010

7

9

IX. Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Passiva
Eigenkapital
Fremdkapital

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
1.149
1.005
869
708
593
794
785
703
802
711

davon langfristig

372

370

375

371

379

passive RAP
Gesamtkapital

0
1.943

0
1.790

0
1.572

0
1.510

0
1.304

KENNZAHLEN
Vermögenslage
Anlagenintensität

2014

2013

2012

2011

2010

2,1

2,4

2,6

3,7

Finanzlage
Eigenkapitalquote
Fremdkapitalquote
Anlagendeckung I
Anlagendeckung II

59,1
40,9
2.872,5
3.802,5

56,1
43,9
2.337,2
3.197,7

55,3
44,7
2.119,5
3.034,1

46,9
53,1
1.264,3
1.926,8

45,5
54,5
972,1
1.593,4

%
%
%
%

Ertragslage
Umsatzrentabilität
EK-Rentabilität
GK-Rentabilität
Kostendeckung
Cash-Flow

5,4
12,6
8,3
103,2
132

5,4
13,4
8,6
102,7
162

6,6
18,5
11,5
105,0
184

4,6
16,2
8,9
102,6
115

7,0
27,2
14,0
105,2
142

%
%
%
%
T€

4,7 % =(AV/Gesamtvermögen)*100

=(EK/GK)*100
=(FK/GK)*100
=(EK/AV)*100
=((EK+ lfr. FK)/AV)*100

=(Jahresüberschuss/UE)*100
=(Jahresüberschuss/EK)*100
=((JÜ+FK-Zins)/GK)*100
=(UE/Gesamtaufw and)*100

Aufgrund der weiteren positiven Ergebnisentwicklung konnte die Eigenkapitalquote weiter erhöht werden. Diese liegt zum 31.12.2014 bei 59,1 % (Vorjahr: 56,1%). Die Kennzahlen der
Ertragslage bewegen sich aufgrund des Jahresüberschusses weiterhin im positiven Bereich.
Die Gesellschaft erreichte in 2014 einen positiven Cash Flow in Höhe von 132 T€.

X. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Die Prüfung durch den Abschlussprüfer gkm glück.mäschke partnerschaft hat zu keinen Einwendungen geführt.

Seite 83

Stadt Baden-Baden

Baden-Baden Events GmbH

XI. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

AKTIVA

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnliche Rechte u. Werte
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung
2. geleistete Anzahlungen

III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen

B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. geleistete Anzahlungen
II. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1. Ford. aus Lieferungen u. Leistungen
2. Sonstige Vermögensgegenstände

III. Kassenbestand, Guthaben bei
Kreditinstituten

C. Rechnungsabgrenzungsposten

Summe Aktiva

31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2011

€

T€

T€

T€

31.12.2010
T€

14.306,50

15

8

8

7

15.277,50
0,00
15.277,50

18
0
18

23
0
23

34
4
38

45
0
45

10.225,84

10

10

10

10

39.809,84

43

41

56

62

0,00

0

0

5

0

84.748,01
121.230,25
205.978,26

120
114
234

87
118
205

125
61
186

58
57
115

1.688.543,75

1.501

1.321

1.258

1122

1.894.522,01

1.735

1.526

1.449

1.237

8.603,00

11

5

5

5

1.942.934,85

1.789

1.572

1.510

1.304

Seite 84

Stadt Baden-Baden

PASSIVA
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Gewinnrücklagen
III. Gewinnvortrag
IV. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (-)

B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen u.
ähnliche Verpflichtungen
2. Steuerrückstellungen
3. Sonstige Rückstellungen

C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2. Erhaltene Anzahlungen
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
4. Sonstige Verbindlichkeiten
(davon aus Steuern)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit)

Summe Passiva

Gewinn- und Verlustrechnung 2014
(01.01. - 31.12.2014)
1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge
3. Aufwendungen für bezogene Leistungen
4. Personalaufwand
a) Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung
(davon für Altersversorgung)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagenvermögens und Sachanlagen
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
10. Außerordentliche Aufwendungen
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
12. Sonstige Steuern
13. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag (-)

Baden-Baden Events GmbH

31.12.2014
€

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

52.000,00
78.000,00
874.689,98
144.655,17
1.149.345,15

52
78
739
135
1.004

52
78
578
161
869

52
78
463
115
708

52
78
302
161
593

372.056,00
7.320,00
75.657,71
455.033,71

370
17
93
480

375
0
92
467

371
2
88
461

380
2
95
477

0,00
49.766,88

15
39

0
29

0
36

0
17

274.998,90
13.790,01
(12.591,20)
(0,00)
338.555,79

242
9
(5)
(1)
305

200
7
(6)
(0)
236

291
14
(12)
(1)
341

213
4
(4)
(0)
234

1.942.934,85

1.789

1.572

1.510

1.304

2014
€

2013
T€

2012
T€

2011
T€

2010
T€

2.685.568,22

2.489

2.436

2.492

2.287

60.265,15

65

38

35

33

1.879.608,73

1.688

1.596

1.709

1.358

284.057,72

303

276

257

259

60.246,62
(13.545,28)

50
(5)

57
(13)

44
0

41
(3)

12.408,00

13

17

16

18

291.989,75

288

287

336

329

2.277,55

6

8

16

14

16.719,32

19

20

19

21

203.080,78

199

229

162

308

0,00

0

0

0

58

58.041,61

63

68

47

89

384,00

0

0

0

0

144.655,17

136

161

115

161

Seite 85

Stadt Baden-Baden

4.8

EurAka Baden-Baden gGmbH

EurAka Baden-Baden gGmbH 

I. Gegenstand des Unternehmens und öffentlicher Zweck
Die Gesellschaft ist national und international ausgerichtet. Gegenstand des gemeinnützigen
Unternehmens ist die Entwicklung, Durchführung und Koordinierung von Bildungsangeboten
im beruflichen und Hochschulbereich. Dieser umfasst die Bereiche Ausbildung, Studium, Umschulung sowie Weiter- und Fortbildung. Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt im Event-Bereich. Dieser umfasst insbesondere die Bereiche Veranstaltungstechnik, Veranstaltungssicherheit sowie Event-Management. Die Gesellschaft kann das Ausbildungsangebot um Inhalte
erweitern, die mit diesem Gegenstand des Unternehmens im Zusammenhang stehen. Sie
kann Bildungsmaßnahmen und Projekte externer Träger in ihr Programm mit aufnehmen. Sie
organisiert und koordiniert Bildungsgänge externer Bildungsträger und führt diese in einem
einheitlichen Programm zusammen. Ferner führt sie das dazu notwendige Marketing und die
Akquisition durch. Die EurAka Baden-Baden gGmbH (EurAka) plant und koordiniert alle Maßnahmen und Bildungsträger auf dem Campus der EurAka und stimmt diese mit den Belangen
der Stadt Baden-Baden ab. Der öffentliche Zweck des Unternehmens ist erfüllt.

II. Beteiligungsverhältnisse
Die Stadt Baden-Baden ist alleinige Gesellschafterin. Das Stammkapital beträgt 25.000 €.

III. Besetzung der Organe
Die Organe der Gesellschaft sind die Geschäftsführung, die Gesellschafterversammlung, der
Beirat und der Aufsichtsrat.

Der gesetzliche Vertreter der Stadt Baden-Baden in der Gesellschafterversammlung war im
Berichtsjahr bis zum 09.06.2014 Herr Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner. Seit dem
10.06.2014 ist Frau Oberbürgermeisterin Margret Mergen die gesetzliche Vertreterin der Stadt
Baden-Baden in der Gesellschafterversammlung.

Der Aufsichtsrat besteht aus folgenden Mitgliedern:

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Stadt Baden-Baden




















EurAka Baden-Baden gGmbH

Herr Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner, Vorsitzender, ausgeschieden zum
09.06.2014
Frau Oberbürgermeisterin Margret Mergen, Vorsitzende, neu eingetreten zum
10.06.2014
Herr Bürgermeister Michael Geggus, stellv. Vorsitzender
Herr Stadtrat Michael Bauer, ausgeschieden zum 28.07.2014
Herr Stadtrat Dr. Hans-Peter Ehinger
Frau Stadträtin Karin Fierhauser-Merkel, neu eingetreten zum 28.07.2014
Herr Stadtrat Werner Henn, ausgeschieden zum 28.07.2014
Herr Stadtrat Dr. Kurt Hochstuhl
Frau Stadträtin Sabine Iding-Dihlmann, neu eingetreten zum 28.07.2014
Frau Stadträtin Reinhilde Kailbach-Siegle
Herr Stadtrat Klaus Maas
Herr Stadtrat Patrick Meinhardt, neu eingetreten zum 28.07.2014
Frau Stadträtin Ulla Opitz, ausgeschieden zum 28.07.2014
Frau Stadträtin Margit Oser, ausgeschieden zum 28.07.2014
Frau Stadträtin Marianne Raven, neu eingetreten zum 28.07.2014
Herr Stadtrat Werner Schmoll, ausgeschieden zum 28.07.2014
Herr Stadtrat Uwe Serr
Frau Stadträtin Astrid Sperling-Theis, neu eingetreten zum 28.07.2014

Geschäftsführer im Berichtsjahr war Herr Thomas Eibl, Fachbereichsleiter für Finanzen der
Stadt Baden-Baden. Einzelprokura wurde an Herrn Sven Pries, Schulleiter der EurAka, erteilt.

Der Südwestrundfunk ist geborenes Mitglied und Vorsitzender des Beirats. Ferner gibt es weitere Beiratsmitglieder, deren Zusammensetzung sich von Zeit zu Zeit ändern kann.

IV. Beteiligungen der Gesellschaft
Die EurAka Baden-Baden gGmbH ist mit einer Stammeinlage von 25 T€ alleinige Gesellschafterin der Baden-Baden Award GmbH mit Sitz in Baden-Baden.

Im Jahr 2014 wurden 8 % der Geschäftsanteile an der Internationalen Hochschule für Wirtschaft, Technik und Kultur (IHWTK) an die Internationale Gesellschaft für Hochschulentwicklung und Beteiligungen gGmbH verkauft. Dadurch ist die Beteiligung der EurAka an der IHWTK
von 20 % (5,2 T€) auf 12 % (3,1 T€) gesunken.

V. Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Lage des Unternehmens
Derzeit ist die Gesellschaft auf die Zuschüsse der Stadt Baden-Baden angewiesen. Zielsetzung der EurAka ist es, für den eigentlichen Betrieb keine Zuschüsse mehr zu benötigen. Die
Zuschüsse wurden im Wesentlichen für die Refinanzierung der Leistungen für die beruflichen

Seite 87

Stadt Baden-Baden

EurAka Baden-Baden gGmbH

Schulen und für die Kooperationspartner verwendet. Diese Bereiche arbeiten damit kostendeckend. Im Bereich der Bildungsleistung der EurAka mit den beruflichen Schulen, Seminaren
und Lehrgängen wurde weiter konsolidiert. Trotz des Rückgangs bei den Anmeldezahlen für
die beruflichen Erstausbildungen ist es das Ziel, dass dieser Zweig komplett ohne städtischen
Zuschuss auskommt. Bei der Entwicklung der EurAka wird entscheidend sein, wie sich das
Hochschulangebot weiter entwickelt und ob die notwendigen Studierendenzahlen erreicht werden können. Dies hängt auch von der demographischen Entwicklung ab.

Die Infrastrukturauslastung auf dem Campus wurde durch neue Raumvermietungen an die
VHS gesteigert. Dennoch kann sowohl im Campusbereich als auch in der Akademiebühne der
Auslastungsgrad noch erhöht werden. Hierbei unternimmt die Geschäftsführung sowohl auf
der strategischen als auch auf der Marketingebene alle Anstrengungen, um das Defizit weiter
zu minimieren und einen ausgeglichenen Haushalt zu erwirtschaften. Entscheidend wird hierbei sein, inwieweit die Auslastung durch Dritte verbessert werden kann. Die Konsolidierung
der EurAka wird weiter vorangetrieben. Beispielsweise wurden eingeplante Personalstellen
durch Umstrukturierungen ausgeglichen anstatt sie neu zu besetzen. Weiterhin wurden Bildungsangebote reduziert. Diese Reduktion wird durch den weiteren Aufbau des Hochschulangebotes und des Seminarbereiches ausgeglichen.

Für Bildungsmaßnahmen, welche direkt von der EurAka angeboten werden, konnten folgende
Teilnehmerzahlen gezählt werden:

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Stadt Baden-Baden

EurAka Baden-Baden gGmbH

Die Teilnehmerzahlen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 52 auf insgesamt 516 Schüler
und Teilnehmer verringert. Vor allem bei den Weiterbildungen/Lehrgängen ist ein Rückgang
von 36 Teilnehmern bzw. 29 % zu verzeichnen. Auch die Zahlen bei der Ausbildung sind im
Vergleich zum Vorjahr rückläufig (-46). Im Gegensatz dazu, konnte bei den Seminaren eine
Zunahme von 30 Teilnehmern (+29 %) registriert werden.

Das Geschäftsjahr 2014 schloss erstmals seit vier Jahren wieder mit einem Gewinn in Höhe
von 75 T€ (Vorjahr -82 T€) ab. Statt des geplanten Jahresverlusts in Höhe von 213 T€ verbessert sich das Ergebnis um 288 T€. Die betrieblichen Erträge in Höhe von 4.234 T€ liegen um
28 T€ über dem Planwert von 4.206 T€. Dagegen belaufen sich die betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 4.158 T€ um 257 T€ unter dem Planansatz von 4.415 T€. Unter Berücksichtigung des Betriebs- und Finanzergebnisses ergibt sich somit ein Überschuss von 75 T€.

Im Berichtsjahr konnte die Gesellschaft folgende Erlöse erzielen:

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Stadt Baden-Baden

In T€
Umsatzerlöse Bildungsbereich
Umsatzerlöse Vermietungen
Umsatzerlöse
Mensa/Catering/F2
Übrige Umsatzerlöse
Zuwendungen und ähnliche Erträge
Auflösung der Sonderposten
Sonstige Erträge
Summe

EurAka Baden-Baden gGmbH

2014

2013

2012

2011

2010

576
1.333
249

788
1.238
228

884
1.133
216

842
1.082
197

871
913
143

99
1.455

56
1.455

52
1.108

54
982

61
990

75
60
3.847

88
43
3.896

102
15
3.510

99
6
3.262

58
41
3.077

Die Umsatzerlöse im Berichtsjahr bestehen zu 26 % (Vorjahr: 34 %) aus Bildungsleistungen,
zu 59 % (Vorjahr: 54 %) aus Vermietungen, zu 11 % (Vorjahr: 10 %) aus Gastronomieleistungen und zu 4 % (Vorjahr: 2 %) aus übrigen Leistungen. Die Erlöse verringerten sich im Berichtsjahr um 49 T€ auf 3.847 T€. Die Umsatzerlöse im Bildungsbereich haben sich gegenüber
dem Vorjahr um 212 T€ auf 576 T€ (Vorjahr 788 T€) stark verringert und erreichten den geplanten Ansatz von 655 T€ nicht. Grund hierfür war in erster Linie die Schließung der Hotelfachschule und der Berufsfachschule Fachkraft für Audiotechnik. Zudem gingen die Umsatzerlöse bei den Seminaren und Lehrgängen auf 293 T€ zurück (Vorjahr: 311 T€). Die Erlöse im
Vermietungsbereich konnten aufgrund weiterer Auslastungen bei den Wohnheimen um 8 %
bzw. 95 T€ erhöht werden. Ebenso konnten die Erlöse aus dem Gastronomiebereich auf 249
T€ (Vorjahr: 228 T€) gesteigert werden. Die qualitativ gute Speisenversorgung sowohl für den
Tagesbetrieb als auch bei der Versorgung von Sonderveranstaltungen auf dem Campus bleibt
somit weiterhin ein wichtiger Faktor. Die Zuschüsse der Stadt Baden-Baden wurden wie im
Vorjahr in Höhe von 1.455 T€ vollständig vereinnahmt. Damit leistet die Stadt Baden-Baden
einen kostendeckenden Zuschuss im Bereich der beruflichen Schulen und der Kooperationen.
Die sonstigen Erträge enthalten unter anderem Vorsteuererstattungen in Höhe von 30 T€ und
Erträge aus Zuschüssen vom Arbeitsamt von 22 T€.
Die Summe der Aufwendungen betragen 4.158 T€ (Vorjahr: 4.357 T€) und liegen damit 257
T€ unter dem geplanten Ansatz von 4.415 T€. Durch die Bemühungen der Gesellschaft um
eine aktive Personalpolitik, mit der Personal- durch Sachkosten ersetzt werden konnten, wurden Einsparungen von 32 T€ bei den Personalkosten gegenüber dem Vorjahr (885 T€) erzielt.
Bedingt durch den milden Winter ergaben sich erhebliche Ersparnisse bei den Aufwendungen
für Gas, sodass sich die Sachkosten gegenüber dem Planansatz um 80 T€ auf 288 T€ (Vorjahr: 348 T€) reduziert haben. Die Instandhaltungskosten konnten ebenfalls reduziert werden
und liegen bei 202 T€ (Vorjahr: 229 T€). Im Berichtsjahr wurden nur die notwendigsten Maßnahmen durchgeführt, die erforderlich waren, um die Bausubstanz nicht zu gefährden. Die
sonstigen bezogenen Leistungen reduzierten sich von geplanten 1.000 T€ auf 973 T€ und
fallen damit im Vergleich zum Vorjahr um 12 T€ höher aus. Bei den sonstigen betrieblichen

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Stadt Baden-Baden

EurAka Baden-Baden gGmbH

Aufwendungen ergaben sich gegenüber dem Planansatz Mehrkosten in Höhe von 23 T€.
Diese resultierten unter anderem aus dem erhöhten Zuschuss für den Studienort Baden-Baden der HWTK und nicht eingeplanten Kosten für die Rechtsberatung.

Aktiva
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
aktive RAP
Gesamtvermögen

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
8.729
9.236
9.732
10.049
9.838
403
360
350
374
324
8
33
29
0
0
9.140
9.629
10.111
10.423
10.162

Das Gesamtvermögen der EurAka verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 489 T€ auf
insgesamt 9.140 T€. Die Abnahme resultiert aus den Abschreibungen im Anlagevermögen.
Dieses verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 507 T€. Investiert wurde hauptsächlich in
eine Brandmeldeanlage (52 T€) sowie in eine Löschanlage (31 T€). Die Abschreibungen überstiegen insgesamt die Zugänge im Anlagevermögen, woraus die Abnahme resultiert. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 43 T€ auf insgesamt 403 T€. Während die Vorräte nahezu
konstant blieben, erhöhten sich die Forderungen um 19 T€ auf insgesamt 183 T€ (Vorjahr: 164
T€). Der Rechnungsabgrenzungsposten verringerte sich deutlich um 25 T€ auf 8 T€ (Vorjahr:
33 T€).

Passiva
Eigenkapital
Sonderposten
Fremdkapital

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
7.398
7.323
7.405
7.742
8.088
1.071
1.146
1.234
1.331
830
598
1.078
1.401
1.298
1.116

davon langfristig

0

0

0

0

0

passive RAP
Gesamtkapital

73
9.140

82
9.629

71
10.111

53
10.423

128
10.162

Das Eigenkapital erhöhte sich durch den Jahresüberschuss 2014 um 75 T€ auf insgesamt
7.398 T€. Zuschüsse für Investitionen werden erfolgsneutral in den Sonderposten für Investitionszuschüsse eingestellt und entsprechend den Abschreibungen der finanzierten Anlagegüter aufgelöst. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgte entsprechend der Abschreibung der
geförderten Anlagegüter mit 75 T€ (Vorjahr: 88 T€). Das Fremdkapital hat sich um 480 T€ auf
598 T€ stark verringert. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betreffen hauptsächlich den gewährten Kassenkredit der Stadt Baden-Baden. Soweit Entgelte für die Bildungsveranstaltungen im Voraus bezahlt wurden, wurden diese Umsatzerlöse um den in den
Folgejahren zu erbringenden Anteil vermindert und gegebenenfalls zeitanteilig, im passiven

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Stadt Baden-Baden

EurAka Baden-Baden gGmbH

Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag waren diesbezüglich 73 T€
abzugrenzen.

VI. Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2015 rechnete die Geschäftsführung gemäß Wirtschaftsplan mit einem
Jahresverlust in Höhe von -142 T€.

Bereits mit den unterjährigen Auswertungen im Jahr 2015 deutete sich aber eine offensichtliche Verbesserung des Ergebnisses auf zunächst prognostizierte -60 T€ an. Entsprechend den
Auswertungen zum Ende des Geschäftsjahres 2015 wird sich nach Einschätzung der Geschäftsführung auch dieser Wert voraussichtlich noch einmal verbessern.

Mit Hilfe der Konsolidierungsmaßnahmen soll sich der Rückgang des Defizits im Bildungsbereich weiter fortsetzen. Bei der Infrastrukturauslastung wird entscheidend sein, in welchem
Maße die Auslastung durch Dritte gesteigert werden kann. Der Rückgang bei den beruflichen
Schulen stellt für die Gesellschaft in Zukunft eine große Herausforderung dar. Bedingt durch
den demographischen Wandel und der guten Arbeitsmarktlage wird die Bildung rentabler Klassengrößen im Bereich der beruflichen Schulen immer schwerer. An die Stelle der privaten
beruflichen Schulen soll weiterhin mit zunehmenden Studierendenzahlen das Hochschulangebot der HWTK treten. Hier besteht die Herausforderung in der Erreichung der notwendigen
Studierendenzahlen. Hierfür haben die Gesellschaft und der Aufsichtsrat mit dem Ausbau der
Bereiche Marketing und Vertrieb wichtige unterstützende Maßnahmen beschlossen und eingeleitet. Für die weitere Betriebsgenehmigung der Hochschule am Standort Baden-Baden sind
mittelfristig 100 Studierende erforderlich. Ende 2014 kam die Zahl der aktuell Studierenden
nur auf etwa knapp die Hälfte dieses Wertes, was eine Gefährdung der geleisteten Investitionen in die Hochschule darstellt. Für 2015 wurden verschiedene Maßnahmen eingeleitet um
den Anforderungen gerecht zu werden. Hierzu zählt die Schaffung einer weiteren Stelle für
den Bereich Studienberatung und Vertrieb, die Unterstützung durch einen externen Senior
Berater und die Ausweitung des Marketingbudgets. Für den Start des Wintersemesters im
Oktober 2016/2017 liegt nach Aussage der Geschäftsführung die aktuelle Prognose bei 90 bis
100 immatrikulierten Studierenden.

Wesentlich für die Leistungserbringung der EurAka ist, dass der Zuschuss der Stadt BadenBaden im Bereich der beruflichen Schulen und der Kooperationen ausreichend bleibt.

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Stadt Baden-Baden

EurAka Baden-Baden gGmbH

Die Geschäftsführung erwartet auf der Grundlage der bestehenden Verhältnisse und der daraus gewonnen Einschätzung der bestehenden und künftigen Unternehmensrisiken keine wesentliche Beeinträchtigung der zukünftigen Entwicklung und keine Gefährdung des Fortbestands der Gesellschaft.

VII. Kapitalzuführungen und -entnahmen durch die Stadt Baden-Baden
Die Stammeinlage der Stadt blieb unverändert.

Finanzbeziehungen zur Stadt Baden-Baden:
Die Zuwendungen der Stadt Baden-Baden beliefen sich wie im Vorjahr auf insgesamt 1.455
T€.
Diese setzen sich wie folgt zusammen:
 Zuschuss Allgemein
 Zuschuss F2-Lounge
 Zuschuss Mensa
 Zuschuss Berufsschulen
 Zuschuss Hochschule
 Zuschuss Campus Park

358 T€
35 T€
36 T€
845 T€
111 T€
70 T€

(Vorjahr: 358 T€)
(Vorjahr: 35€)
(Vorjahr: 36 T€)
(Vorjahr: 845 T€)
(Vorjahr: 111 T€)
(Vorjahr: 70 T€)

Der „Zuschuss Allgemein“ betrifft unter anderem das Engagement des SWR (Kooperationspartner der EurAka) auf dem Campus. Daneben verteilt sich der „Zuschuss Allgemein“ auch
auf die Berufsfachschulen, die Bildungsmaßnahmen und auf die Bildungsträger der EurAka.
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betragen im Wirtschaftsjahr 356 T€
(Vorjahr 863 T€).

VIII. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
2014

2013

2012

2011

2010

Voll- und Teilzeitkräfte

20

21

20*

18*

18*

Auszubildende

6

5

4

4

4

Aushilfen

4

5

5

4

4

Summe

30

31

29

26

26

*Zusätzlich wurde eine Mitarbeiterin von der Stadt Baden-Baden an die Gesellschaft bis zum
30.07.2012 unentgeltlich überlassen.

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Stadt Baden-Baden

EurAka Baden-Baden gGmbH

IX. Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Positionen aus der GuV (in T€)
Gewinn-/Verlust
Umsatzerlöse
Gesamtaufwand
FK-Zinsen
Abschreibungen
Veränderung
Rückstellungen,
Zunahme/Abnahme '(-)
Veränderung
Sonderposten,
Zunahme/Abnahme '(-)
KENNZAHLEN
Vermögenslage
Anlagenintensität

2014
75
2.257
3.773
1
606

2013
-82
2.310
3.982
2
634

2012
-337
2.319
4.167
6
670

2011
-346
2.174
3.611
8
605

2010
-176
1.987
3.257
5
529

-5

-6

17

5

-230

-75

-88

-97

501

-38

2014

2013

2012

2011

2010

95,5

95,9

96,3

96,4

96,8 % =(AV/Gesamtvermögen)*100

Finanzlage
Eigenkapitalquote
Fremdkapitalquote
Anlagendeckung I
Anlagendeckung II

80,9
6,5
84,8
84,8

76,1
11,2
79,3
79,3

73,2
13,9
76,1
76,1

74,3
12,5
77,0
77,0

79,6
11,0
82,2
82,2

%
%
%
%

Ertragslage
Umsatzrentabilität
EK-Rentabilität
GK-Rentabilität
Kostendeckung
Cash-Flow

3,3
1,0
0,8
59,8
601

-3,5
-1,1
-0,8
58,0
458

-14,5
-4,6
-3,3
55,7
253

-15,9
-4,5
-3,2
60,2
765

-8,9
-2,2
-1,7
61,0
85

%
%
%
%
T€

=(EK/GK)*100
=(FK/GK)*100
=(EK/AV)*100
=((EK+ lfr. FK)/AV)*100

=(Jahresüberschuss/UE)*100
=(Jahresüberschuss/EK)*100
=((JÜ+FK-Zins)/GK)*100
=(UE/Gesamtaufw and)*100

Die Anlagenintensität blieb im Vergleich zu den Vorjahren nahezu unverändert. Das Eigenkapital der EurAka erhöht sich durch den Jahresüberschuss 2014 um 75 T€. Die Eigenkapitalquote beträgt nunmehr 80,9 % und erhöht sich somit um 4,8 %. Die Kennzahlen der Ertragslage bewegen sich wieder im positiven Bereich.

X. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Die Prüfung durch den Abschlussprüfer Residenz Treuhand Dr. Eichhorn, Oberle und Partner GmbH hat zu keinen Einwendungen geführt.

Seite 94

Stadt Baden-Baden

EurAka Baden-Baden gGmbH

XI. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

AKTIVA
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.
ähnliche Rechte und Werte
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten
2. Technische Anlagen
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung
4. Anlagen im Bau

II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Beteiligungen

B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren
II. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
3. Sonstige Vermögensgegenstände

III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
und Schecks

C. Rechnungsabgrenzungsposten

Summe Aktiva

31.12.2014
€

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

28.098,00

86

109

100

34

8.307.275,00

8.679

9.115

9.395

9.171

32.794,00
332.409,00
0,00
8.672.478,00

46
394
0
9.119

84
378
16
9.593

139
370
15
9.919

204
389
15
9.779

25.000,00
3.120,00
28.120,00

25
5
30

25
5
30

25
5
30

25
0
25

8.728.696,00

9.235

9.732

10.049

9.838

23.173,13

22

20

12

8

92.397,43
0,00
90.944,80
183.342,23

119
0
45
164

138
5
22
165

149
10
2
161

77
18
57
152

196.929,70

175

165

201

164

403.445,06

361

350

374

324

7.627,08

33

29

0

0

9.139.768,14

9.629

10.111

10.423

10.162

Seite 95

Stadt Baden-Baden

PASSIVA
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Kapitalrücklage
III. Gewinnrücklagen
1. andere Gewinnrücklagen
IV. Gewinnvortrag / Verlustvortrag (-)
V. Jahresüberschuss / -fehlbetrag (-)

B. Sonderposten mit Rücklageanteil
1. Sonderposten für Investitionszuschüse
zum Anlagevermögen
C. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
Unternehmen
3. Sonstige Verbindlichkeiten
-davon aus Steuern:
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:

E. Passive Rechnungsabgrenzung

Summe Passiva

Gewinn- und Verlustrechnung 2014
(01.01. - 31.12.2014)

EurAka Baden-Baden gGmbH

31.12.2014
€

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

25.000,00
8.055.081,50

25
8.055

25
8.055

25
8.055

25
8.055

7.897,25
-765.345,90
75.085,50
7.397.718,35

8
-683
-82
7.323

8
-346
-337
7.405

8
0
-346
7.742

8
175
-176
8.087

1.070.902,00

1.146

1.234

1.331

830

54.476,58

59

65

48

43

121.030,34

98

123

171

164

355.819,64

863

1.150

1.004

859

66.501,53
(8.351,95)
(0,00)
543.351,51

58
(8)
(0)
1.019

62
(10)
(0)
1.335

75
(13)
(0)
1.250

50
(0)
(0)
1.073

73.319,70

82

72

52

128

9.139.768,14

9.629

10.111

10.423

10.162

2014
€

2013
T€

2012
T€

2011
T€

2010
T€

1. Umsatzerlöse

2.257.165,95

2.310

2.318

2.174

1.987

2. sonstige betriebliche Erträge

1.590.501,85

1.589

1.509

1.088

1.090

133.604,38

121

113

100

68

931.510,24

1.042

-

-

-

701.634,38
151.422,43

715
170

697
173

600
147

586
144

605.872,19

634

670

605

529

1.247.141,64

1.291

2.502

2.127

1.921

268,33
(0,00)

1
(0)

2
(0)

3
-

4
-

1.411,37

2

6

8

5

75.339,50

-74

-332

-322

-172

0,00

0

5

24

0

254,00

8

0

0

4

75.085,50

-82

-337

-346

-176

3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen

4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
6. sonstige betriebliche Aufwendungen
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
(davon aus verbundenen Unternehmen)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
10. außerordentliche Aufwendungen /
außerordentliche Ertrag
11. Sonstige Steuern

12. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag (-)

Seite 96

Stadt Baden-Baden

4.9

Entwicklungsgesellschaft Cité mbH

Entwicklungsgesellschaft Cité mbH 

I. Gegenstand des Unternehmens und öffentlicher Zweck
Gegenstand der Gesellschaft ist die Umwandlung von Liegenschaften in Baden-Baden, insbesondere durch Erwerb, Neuordnung und Verwertung um
a)

städtebauliche Entwicklungs-, Erschließungs- und Sanierungsmaßnahmen zu übernehmen,

b)

kommunal und regional die Städtebaupolitik und Maßnahmen der Infrastruktur zu unterstützen,

c)

Gewerbe und Dienstleistungsunternehmen anzusiedeln und damit zu einer Wirtschaftsförderung in Baden-Baden beizutragen,

d)

eine Wohnraumversorgung für breite Schichten der Bevölkerung sicherzustellen.

II. Beteiligungsverhältnisse
Die Entwicklungsgesellschaft Cité mbH ist am 27.12.2001 aus der Kommunalbau GmbH hervorgegangen. Das Stammkapital beträgt 5.150 T€.


Stadt Baden-Baden mit 2.000.000 € (38,8 %)



Gesellschaft für Stadterneuerung und Stadtentwicklung Baden-Baden mbH (GSE)
mit Sitz in Baden-Baden mit 600.000 € (11,7 %)



Volkswohnung GmbH mit Sitz in Karlsruhe mit 2.000.000 € (38,8 %)



Baugenossenschaft Familienheim Baden-Baden eG mit Sitz in Baden-Baden mit
550.000 € (10,7 %)

III. Besetzung der Organe
Die Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die
Geschäftsführung.
Der gesetzliche Vertreter der Stadt Baden-Baden in der Gesellschafterversammlung ist Frau
Oberbürgermeisterin Margret Mergen.

Seite 97

Stadt Baden-Baden

Entwicklungsgesellschaft Cité mbH

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
















Herr Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner, Vorsitzender (bis 09.06.2014)
Frau Oberbürgermeisterin Margret Mergen, Vorsitzende (ab 10.06.2014)
Herr Stadtrat Tilman Pfannkuch, 1. stellv. Vorsitzender
Herr Stadtrat Klaus Bloedt-Werner, 2. stellv. Vorsitzender
Herr Stadtrat Hans Pfalzgraf (ab 10/2014)
Frau Stadträtin Marianne Raven (ab 10/2014)
Herr Stadtrat Dr. Heinrich Maul, Schriftführer (bis 10/2014)
Herr Stadtrat Joachim Knöpfel, Schriftführer (bis 07/2014)
Herr Tobias Wald (ab 02/2014)
Herr Stadtrat Michael Borner
Frau Stadträtin Beate Böhlen (ab 07/2014)
Herr Stadtrat Heinz Gehri (bis 07/2014)
Herr Stadtrat Karl-Heinz Jooß, Schriftführer (ab 10/2014)
Herr Stadtrat Werner Schmoll, Schriftführer (ab 10/2014)
Frau Stadträtin Margot Döring (bis 10/2014)

Gäste mit den Rechten eines beratenden Mitglieds:




Herr Bürgermeister Michael Obert, Karlsruhe
Herr Stadtkämmerer Thomas Eibl, Baden-Baden
Herr Bürgermeister Michael Geggus, Baden-Baden

Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:




Herr Erster Bürgermeister Werner Hirth, Baden-Baden
Herr Markus Börsig, Gesellschaft für Stadterneuerung und Stadtentwicklung (GSE)
Baden-Baden mbH
Herr Peter Schmid, Baugenossenschaft Familienheim Baden-Baden eG

IV. Beteiligungen der Gesellschaft
Eine geringfügige Beteiligung am Stammkapital besteht beim Badischen Gemeinde- Versicherungs- Verband in Karlsruhe in Höhe von 250 €.

V. Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Lage des Unternehmens
Gewerbepark Cité (Ehemalige Kaserne)
Die Entwicklung des Gewerbeparks Cité ist bereits seit Jahren abgeschlossen.
Mit Ausnahme eines direkt am Europa-Kreisel gelegenen Grundstücks, welches von einem
Privatinvestor erworben wurde, ist der gesamte Gewerbepark Cité bebaut. In den vier erhaltenen Bestandsgebäuden befinden sich heute das „Zentrum für Arbeit und Soziales“, das „Arcadium Antiquitäten- und Restauratoren-Zentrum“, das „Media-IT-Center“ sowie der „Marstall
Unterlinden“. Von den Neubauten nimmt das Fachmarktzentrum „Shopping Cité“ die dominierende Rolle ein.
Seite 98

Stadt Baden-Baden

Entwicklungsgesellschaft Cité mbH

Quartier Paris
Nachdem das letzte „Krahn-Loft“ im Geschäftsjahr 2014 veräußert werden konnte, ist das mit
einem Verkaufsvolumen von über acht Millionen Euro größte Einzelprojekt der Entwicklungsgesellschaft Cité mbH abgeschlossen. Die denkmalgeschützte, ehemalige Grundschule Ècole
Paris wurde von Grund auf saniert und umgebaut. Hier entstanden 30 attraktive Loft-Wohnungen. Diese komplexe Sanierungsmaßnahme wurde bereits im Herbst 2011 beendet.
Mit der noch anstehenden Bebauung des Palais Paris durch einen Privatinvestor ist die Entwicklungsphase des Quartier Paris abgeschlossen.

Quartier Bretagne
Da im Quartier Paris alle Grundstücke und Eigentumswohnungen umgesetzt werden konnten,
konzentrierten sich die Aktivitäten der Entwicklungsgesellschaft Cité mbH im Geschäftsjahr
2014 fast ausschließlich auf das Quartier Bretagne.
Mit Ausnahme von drei Grundstücken, konnten im Jahr 2014 im Jalta-Ring der Verkauf von
Grundstücken abgeschlossen werden. Die meisten Bauherren haben ihre Bauaktivität in 2014
aufgenommen bzw. fortgeführt.
Bis zum Jahresende konnten 17 der 20 Grundstücke im Baufeld V veräußert werden. Dieses
Gebiet liegt direkt an der neuen Bushaltestelle der BBL-Linie 205, die ab April 2015 ihren Betrieb um das Quartier Bretagne ausgeweitet hat.
Ein im Kreuzungsbereich Allee Cité / Breisgaustraße gelegenes Grundstück konnte im Geschäftsjahr 2014 an einen Bauträger vermarktet werden. Dieser beabsichtigt ein gemischt genutztes Objekt mit zwei Geschossen Büros bzw. Praxen und in drei weiteren Geschossen
Wohnungen zu errichten. Am 17. Oktober 2014 konnte das neu erstellte Vincentiushaus eingeweiht werden. Der Betreiber hat dort ein neues Pflegekonzept verwirklicht, in dem die Bewohner in einer Familien-ähnlichen Situation wohnen
Am 29.10.2014 fand bereits das Richtfest statt. Im Frühjahr 2014 wurden die Bauarbeiten für
das direkt am Europa-Kreisel gelegene Multiplexkino aufgenommen. Dieses beinhaltet acht
Säle für ca. 1.350 Sitzplätze, dazugehörige Gastronomie und ein Fitness-Center. Im Objekt ist
ein Parkhaus mit 260 Pkw-Stellplätzen integriert, die die unter dem Kino entstehenden ca. 90
Stellplätze ergänzen. Das Parkhaus wird in das Stellplatzkonzept der Stadt Baden-Baden integriert und durch die stadteigene Parkgaragengesellschaft betrieben.
Im südöstlichen Bereich des Quartiers Bretagne konnten drei Gebäude mit ca. 50 Mietwohnungen fertiggestellt und von den jeweiligen Mietern bezogen werden.
In der Breisgaustraße wurde ein Geschosswohnbau fertiggestellt und den Käufern der Wohnungen übergeben. Im Bereich des Wendehammers entstehen zwei Geschosswohngebäude.
Hier wurde die Bautätigkeit im Jahr 2014 aufgenommen.

Seite 99

Stadt Baden-Baden

Entwicklungsgesellschaft Cité mbH

Für das Flurstück 4300/14 zwischen Ortenau- und Ufgaustraße wurde ein städtebauliches
Konzept erstellt. Die Ausschreibung von vier Teilflächen fand Ende Dezember 2014 statt. Die
zwei weiteren Teilflächen des Flurstücks werden ebenfalls von den Gesellschaftern der Entwicklungsgesellschaft Cité, der GES sowie der Baugenossenschaft Familienheim bebaut.

Im Berichtsjahr 2014 konnte ein Jahresüberschuss von 1.072.882,07 € (Vorjahr: 1.154.686,48
€) erzielt werden. Geplant wurde mit einem Jahresüberschuss von 820 T€.
Dieser resultiert hauptsächlich aus Verkaufserlösen von unbebauten Grundstücken. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von 5.280.114,48 € beträgt der zum 31.12.2014 ausgewiesene Bilanzgewinn 6.352.996,55 €. Dieser soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Das Eigenkapital erhöht sich von 10.430 T€ im Jahr 2013 auf 11.503 T€ im Berichtsjahr aufgrund des Jahresüberschusses.
Das Ergebnis aus der Hausbewirtschaftung verbessert sich 2014 im Vergleich zum Vorjahr
um 15,4 T€ auf 278,8 T€ insbesondere durch geringere Instandhaltungskosten. Im Bereich
der Bau- und Verkaufstätigkeit wurden Erträge i.H.v. 1.950,4 T€ (Vorjahr: 2.662,5 T€) erwirtschaftet. Es wurde eine geringere Fläche verkauft und daher wurden niedrigere Gewinne erzielt. Das Ergebnis der Kapitaldisposition hat sich aufgrund der Tilgungsleistung verbessert.
Der Rückgang des Verwaltungsaufwands (- 137 T€) ist insbesondere auf den Rückgang der
periodenfremden Aufwendungen im Zusammenhang mit Verkaufsgrundstücken zurückzuführen. Die Zunahme der übrigen Rechnung resultiert auf dem Wegfall des Einmaleffekts aus
Ergebnissen der Betriebsprüfung im Vorjahr.

Aktiva
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
aktive RAP
Gesamtvermögen

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
3.846
4.154
4.449
4.118
5.087
15.554
16.294
17.431
17.785
20.200
2
0
0
0
7
19.402
20.448
21.880
21.903
25.294

Die Bilanzsumme sinkt von 20.448 T€ auf 19.402 T€. Das Anlagevermögen vermindert sich
abschreibungsbedingt. Die zum Verkauf bestimmten Grundstücke sind um 1.969 T€ zurückgegangen, was einen Anstieg der liquiden Mittel zur Folge hat.

Seite 100

Stadt Baden-Baden

Passiva
Eigenkapital
Fremdkapital

Entwicklungsgesellschaft Cité mbH

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
11.503
10.430
9.276
7.786
6.283
7.899
10.018
12.604
14.108
19.011

davon langfristig

512

756

872

10.703

12.533

passive RAP
Gesamtkapital

0
19.402

0
20.448

0
21.880

9
21.903

0
25.294

Auf der Passivseite der Bilanz erhöhte sich das Eigenkapital durch den erwirtschafteten Jahresüberschuss in Höhe von 1.073 T€. Die langfristigen Verbindlichkeiten reduzieren sich aufgrund von planmäßigen Tilgungen.

VI. Ausblick
Nach einem erfolgreichen Jahr 2014 wird sich die Entwicklungsgesellschaft Cité mbH auch im
Jahr 2015 ausschließlich auf die Entwicklung und die Vermarktung des Quartiers Bretagne
konzentrieren. Die Eröffnung des Multiplexkinos im April 2015 sowie die Eröffnung des CaritasZentrums werden die Besucherfrequenz in der Cité, insbesondere in der Allee Cité deutlich
erhöhen. Somit wird davon ausgegangen, dass damit eine Steigerung des Interesses an den
Flächen am Kreisel und an der Allee Cité einhergehen wird.
Aufgrund der laufenden Verhandlungen und der aktuellen Entwicklung kann für das Jahr 2015
und die Folgejahre von einer positiven Entwicklung ausgegangen werden und die Ergebnisse
gemäß des Wirtschaftsplanes erzielt werden. Auf Basis der noch vorhandenen Grundstücke
kann von einem Entwicklungshorizont von weiteren ca. drei Jahren gerechnet werden. Die
Grundauslastung der Gesellschaft besteht aus der Vermietung und der Bewirtschaftung der
vier Bestandsobjekte.
Insgesamt wird für das Jahr 2015 mit nahezu unveränderten Umsatzerlösen von 4.930 T€
gerechnet. Durch die höheren Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke wird ein Jahresüberschuss von 690 T€ erwartet.

VII. Kapitalzuführungen und -entnahmen durch die Stadt
Die Stammeinlage der Stadt blieb unverändert und beträgt 2.000 T€.

Seite 101

Stadt Baden-Baden

Entwicklungsgesellschaft Cité mbH

VIII. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
Die Gesellschaft beschäftigt durchschnittlich fünf eigene Mitarbeiter. Darüber hinaus ist die
Volkswohnung GmbH ermächtigt, die Geschäfte der Entwicklungsgesellschaft Cité mbH gemäß Geschäftsbesorgungsvertrages im Namen und für Rechnung der Gesellschaft zu besorgen.

IX. Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Positionen aus der GuV (in T€)

Gewinn-/Verlust
Umsatzerlöse
Gesamtaufwand
FK-Zinsen
Abschreibungen
Veränderung Rückstellungen,
Zunahme/Abnahme (-)

KENNZAHLEN
Vermögenslage
Anlagenintensität

2014
1.073
4.923
3.909
325
326

2013
1.155
7.089
5.829
432
298

2012
1.489
6.618
5.251
506
320

2011
1.504
7.874
5.346
577
315

2010
104
7.842
8.294
683
429

-190

-504

195

59

485

2014

2013

2012

2011

2010

19,8

20,3

20,3

18,8

20,1 % =(AV/Gesamtvermögen)*100

Finanzlage
Eigenkapitalquote
Fremdkapitalquote
Anlagendeckung I
Anlagendeckung II

59,3
40,7
299,1
312,4

51,0
49,0
251,1
269,3

42,4
57,6
208,5
228,1

35,5
64,4
189,1
449,0

24,8
75,2
123,5
369,9

%
%
%
%

Ertragslage
Umsatzrentabilität
EK-Rentabilität
GK-Rentabilität
Kostendeckung
Cash-Flow

21,8
9,3
7,2
125,9
1.209,0

16,3
11,1
7,8
121,6
949,0

22,5
16,1
9,1
126,0
2.004,0

19,1
19,3
9,5
147,3
1.878,0

1,3
1,7
3,1
94,6
1.018,0

%
%
%
%
T€

=(EK/GK)*100
=(FK/GK)*100
=(EK/AV)*100
=((EK+ lfr. FK)/AV)*100

=(Jahresüberschuss/UE)*100
=(Jahresüberschuss/EK)*100
=((JÜ+FK-Zins)/GK)*100
=(UE/Gesamtaufw and)*100

Die Eigenkapitalquote hat sich im Vergleich zu 2013 von 51,0 % auf 59,3 % erhöht. Dementsprechend hat sich die Fremdkapitalquote von 49,0 % auf 40,7 % verringert. Grund hierfür ist
einerseits der eingestellte Jahresgewinn und anderseits der Rückgang der Verbindlichkeiten.

IX. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Die Prüfung durch den Abschlussprüfer Deloitte & Touch GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim hat zu keinen Einwendungen geführt.
Seite 102

Stadt Baden-Baden

Entwicklungsgesellschaft Cité mbH

X. Bilanz und Gewinn-und Verlustrechnung
31.12.2014
€

Aktiva
A.

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

Anlagevermögen
I.
II.

Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts- und anderen Bauten
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung

III.

2.561,74

0

1

2

3

3.825.682,99
17.383,86
3.843.066,85

4.147
7
4.154

4.441
7
4.448

4.110
7
4.117

5.071
13
5.084

0,00

0

0

0

0

5.786.827,40
0,00
133.327,73
5.920.155,13

7.501
255
141
7.897

10.386
443
176
11.005

12.843
1.193
133
14.169

14.279
4.099
163
18.541

17.741,78
8.541,11
0,00
73.540,16
26.122,83
125.945,88

31
103
0
73
68
275

28
222
0
2
136
388

11
1.723
0
1
36
1.771

0
1.437
5
26
27
1.495

9.508.383,42

8.122

6.038

1.844

163

Finanzanlagen
Andere Finanzanlagen

B.

Umlaufvermögen
I.

Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte
1. Grundstücke ohne Bauten
2. Grundstücke mit Bauten
3. Unfertige Leistungen

II.
1.
2.
3.
4.
5.
III.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Vermietung
Forderungen aus dem Verkauf von Grundstücken
Forderungen aus anderen Lieferungen und Leistungen
Forderungen gegenüber Gesellschaftern
Sonstige Vermögensgegenstände

Flüssige Mittel
1. Guthaben bei Kreditinstituten

C.

Rechungsabgrenzungsposten
Andere Rechnungsabgrenzungskosten

Summe Aktiva

Passiva
A.

2.373,89

0

0

0

7

19.402.486,91

20.448

21.880

21.903

25.293

31.12.2014
€

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

Eigenkapital
I.

Gezeichnetes Kapital

5.150.000,00

5.150

5.150

5.150

5.150

II.

Gewinnvortrag/Verlustvortrag (-)

5.280.114,48

4.125

2.636

1.133

1.029

III.

Jahresüberschuss/ -fehlbetrag (-)

1.072.882,07

1.155

1.489

1.504

104

11.502.996,55

10.430

9.275

7.787

6.283

240.022,49
438.544,83
678.567,32

362
505
867

857
515
1.372

304
873
1.177

0
1.118
1.118

6.795.870,94
146.918,40
19.296,48
104.058,13
140.403,81
14.375,28
(14.288,29)
(0,00)
7.220.923,04

8.768
141
19
95
118
10
(4)
(0)
9.151

10.660
224
48
93
116
92
(91
(0)
11.233

12.480
141
59
133
81
36
(36)
(0)
12.930

14.223
1.580
34
746
1.305
4
(4)
(0)
17.892

0,00

0

0

9

0

19.402.486,91

20.448

21.880

21.903

25.293

B.

Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen
2. Sonstige Rückstellungen

C.

Verbindlichkeiten
1.
2.
3.
4.
5.
6.

D.

31.12.2013
T€

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Erhaltene Anzahlungen
Verbindlichkeiten aus Vermietung
Verbindlichkeiten gegenüber Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
Sonstige Verbindlichkeiten
(davon aus Steuern)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit)

Passive Rechnungsabgrenzung
Andere Rechnungsabgrenzungsposten

Summe Passiva

Seite 103

Stadt Baden-Baden

Entwicklungsgesellschaft Cité mbH

Gewinn- und Verlustrechnung
(01.01. - 31.12.2014)
1.

2014
€

Umsatzerlöse
a) aus der Hausbewirtschaftung
b) aus dem Verkauf von Grundstücken
Veränderung des Bestandes an Verkaufsgrundstücken und unfertigen
Leistungen

2.
3.
4.
5.
a)
b)
6.
a)
b)

Andere aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen
Aufwendungen für die Hausbewirtschaftung
Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke
Personalaufwendungen
Gehälter
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und
Unterstützung

2013
T€

2012
T€

2011
T€

2010
T€

771.645,96
4.151.635,00

828
6.260

684
5.934

775
7.099

931
6.911

-263.561,83

-237

-707

-2.936

264

0,00
284.045,55

0
107

0
802

0
1.899

5
226

151.460,83
1.950.783,30

217
3.410

223
2.951

144
3.275

166
5.930

165.798,13

257

224

242

256

29.292,67

39

41

44

48

325.834,71

298

320

315

430

8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Außerordentliche Aufwendungen
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Sonstige Steuern

520.303,64
37.801,77
324.938,64
1.513.154,53
0,00
377.018,23
63.254,23

570
26
432
1.761
0
511
95

364
27
506
2.111
0
552
70

360
12
578
1.891
0
305
83

568
61
683
317
0
99
114

15.

Jahresüberschuss/ -fehlbetrag (-)

1.072.882,07

1.155

1.489

1.503

104

7.

Seite 104

Stadt Baden-Baden

4.10

Klinikum Mittelbaden gGmbH

Klinikum Mittelbaden gGmbH 

I. Gegenstand des Unternehmens und öffentlicher Zweck
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb der Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen Kreiskrankenhaus Bühl, Kreiskrankenhaus Forbach, Kreiskrankenhaus Rastatt, Kreisklinik für Geriatrische Rehabilitation Gernsbach, der Stadtklinik Baden-Baden und der Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen Kreispflegeheim Hub in Ottersweier, Kreispflegeheim Kuppenheim, Pflegeheim Theresienheim in Baden-Baden Lichtental und der Kurzzeitpflege an der
Stadtklinik Baden-Baden.

Zweck der Gesellschaft ist die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens, des Wohlfahrtswesens, der Aus-, Fort- und Weiterbildung, der Forschung und Lehre auf dem Gebiet
der Medizin und Pflege. Der öffentliche Zweck ist erfüllt.

II. Beteiligungsverhältnisse
Zum 01.01.2004 wurde der Eigenbetrieb Stadtklinik Baden-Baden und der Eigenbetrieb Kliniken und Pflegeeinrichtungen des Landkreises Rastatt in die gemeinsame Klinikum Mittelbaden
gGmbH eingebracht, welche mit notarieller Beurkundung zum 01.10.2003 gegründet wurde.
Das gesamte Stammkapital beträgt 12.500 T€. Daran sind die folgenden Gesellschafter beteiligt:


Stadt Baden-Baden: 5.000 T€ (40 %)



Landkreis Rastatt: 7.500 T€ (60 %)

III. Besetzung der Organe
Die Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die
Geschäftsführung.

Der gesetzliche Vertreter der Stadt Baden-Baden in der Gesellschafterversammlung war bis
zum 09.06.2014 Herr Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner. Ab dem 10.06.2014 hat Frau
Oberbürgermeisterin Margret Mergen dieses Amt inne.

Seite 105

Stadt Baden-Baden

Klinikum Mittelbaden gGmbH

Aufsichtsratsmitglieder im Berichtsjahr waren:
 Herr OB Wolfgang Gerstner bis 09.06.2014
(Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender)

 Herr LR Jürgen Bäuerle
(Aufsichtsratsvorsitzender)

 Frau OB Margret Mergen ab 10.06.2014
(Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender)
Kreisräte des Landkreises Rastatt:

Stadträte der Stadt Baden-Baden:




















Herr Heinz Gehri
Herr Paul Haussmann
Frau Dr. Ingrid Kath
Herr Klaus Maas
Frau Astrid Sperling-Theis
Frau Marianne Raven (ab 09/2014)
Frau Brigitte Feldmann (bis 08/2014)

Herr Heinz Goll (bis 08/2014)
Herr Toni Huber
Frau Dr. Evelyn Herz
Herr Walter Jüngling
Herr Kuno Kußmann (bis 08/2014)
Herr Karsten Mußler (bis 08/2014)
Herr Hubert Schnurr
Herr Dr. Gerhard Wendenburg
Herr Dr. Jörg Engelhardt (bis 09/2014)
Herr Bernhard Fritz (ab 09/2014)
Herr Wolfgang Jokerst (ab 09/2014)

Für die Arbeitnehmer der Gesellschaft:




Herr Gerhard Klug
Herr Otmar Wahnsiedel (bis 08/2014)
Herr Joachim Kottler (ab 09/2014)

Der/Die Finanzdezernent/in oder Fachbeamter/in für das Finanzwesen des Landkreises Rastatt und des Stadtkreises Baden-Baden nehmen an den Sitzungen des Aufsichtsrates mit beratender Stimme teil.

Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Jürgen Jung.

IV. Beteiligungen der Gesellschaft


Aspichhof gGmbH
Stammkapital: 25 T€
Gesellschafter: Klinikum Mittelbaden gGmbH
Gründung: mit Vertrag vom 05.08.2004



Klinikum Mittelbaden Service GmbH
Stammkapital: 25 T€
Seite 106

Stadt Baden-Baden

Klinikum Mittelbaden gGmbH

Gesellschafter: Klinikum Mittelbaden gGmbH
Gründung: mit Vertrag vom 23.12.2004


Klinikum Mittelbaden Catering GmbH
Stammkapital: 25 T€
Gesellschafter: Klinikum Mittelbaden gGmbH
Gründung: mit Vertrag vom 28.07.2008

.



Klinikum Mittelbaden MVZ GmbH (Medizinisches Versorgungszentrum)
Stammkapital: 25 T€
Gesellschafter: Klinikum Mittelbaden gGmbH
Gründung: mit Vertrag vom 01./17.12.2008



Klinikum Mittelbaden Durmersheim MVZ gGmbH
Stammkapital: 25 T€
Gesellschafter: Klinikum Mittelbaden gGmbH
Gründung: mit Vertrag vom 24.10.2013

V. Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Lage des Unternehmens
Das Geschäftsjahr 2014 war vor allem durch folgende Geschäftsvorfälle geprägt:


Die Sanierung und Erweiterung der Intensivstation am Standort Balg



Die Inbetriebnahme des gemeinsam mit der Scherer Stiftung Baden-Baden sanierten
Haus am Park des Klinikum Mittelbaden Hub zu einem Demenzzentrum



Der Übernahme der DRK-Klinik Baden-Baden am 01.01.2014 und gleichzeitiger Zusammenschluss mit dem 2013 übernommenen Krankenhaus Ebersteinburg und der
früheren Stadtklinik Baden-Baden zum einheitlichen Krankenhaus Klinikum Mittelbaden Baden-Baden, bestehend aus den Standorten Balg, Annaberg und Ebersteinburg.



Der Umstellung auf ein neues Krankenhausinformationssystem für alle Klinikstandorte.

Aufgrund der weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen und den um 2,5 % verfehlten mit
den Kostenträgern vereinbarten Behandlungsvolumen in den Akutkliniken muss im abgeschlossenen Geschäftsjahr ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 3.986.531 € ausgewiesen werden. Der Bereich der Pflegebetriebe konnte im Jahr 2014 ein Jahresüberschuss von 653 T€
erwirtschaften. Nach der Entnahme von Abschreibungen aus mit Eigenmitteln finanzierten Investitionen in Höhe von 3.427.552 € aus der Kapitalrücklage ergibt sich ein Bilanzverlust von
558.979 €.
Seite 107

Stadt Baden-Baden

Klinikum Mittelbaden gGmbH

Der Jahresfehlbetrag der Klinikum Mittelbaden gGmbH übersteigt mit 3.986.531 € den Vorjahresfehlbetrag von 2.875.185 € um 1.111.346 €. Dieser beinhaltet die Erlöse aus allgemeinen
Krankenhaus-/Pflegeleistungen i.H.v. 151.714 T€ (Vorjahr: 139.243 T€), den Wahlleistungen
i.H.v. 7.424 T€ (Vorjahr: 3.680 T€), den ambulanten Leistungen des Krankenhauses i.H.v.
5.067 T€ (Vorjahr: 3.473 T€) sowie den Nutzungsentgelten der Ärzte i.H.v. 2.765 T€ (Vorjahr:
6.729 T€).

Der Steigerung der Erlöse aus dem Pflegebetrieb ist bei einem insgesamt leichten Anstieg der
Pflegetage um 220 auf 235.998 Pflegetage, Pflegesatzerhöhungen sowie der Zunahme höherer Pflegestufen begründet.
Im Berichtsjahr stiegen die Personalaufwendungen um 10.443 T€ bzw. 9,2% auf 123.895 T€
(Vorjahr: 113.452 T€). Der Anstieg des Personalaufwands ist auf die um insgesamt 76 Mitarbeiter auf 1.820 Mitarbeiter gestiegenen Personalbestand sowie den Tarifsteigerungen im Berichtjahr zurückzuführen. Die Anzahl der Mitarbeiter stieg insbesondere durch die neu erworbene DKR-Klinik Baden-Baden.

Der Materialaufwand hat sich im Wesentliche durch die Übernahme der DRK-Klinik im Berichtsjahr von 47,9 Mio. € auf 48,7 Mio. € erhöht. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen
erhöhen sich insbesondere der Bedarf an Implantaten sowie Narkose- und OP-Artikel.

Aktiva
Anlagevermögen 1)
Umlaufvermögen
aktive RAP
Gesamtvermögen
Bilanzsumme
1)

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
65.153
59.456
60.353
58.446
58.323
46.106
40.681
42.258
39.202
40.980
2.437
2.229
2.381
2.531
2.690
113.696
102.366
104.992
100.179
101.993
188.314
175.569
168.698
164.303
168.271

abzüglich Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens und Ausgleichsposten aus
Darlehensförderung

Auf der Aktivseite stieg das bereinigte Anlagevermögen um 5.697 T€ auf 65.153 T€.
Die Buchwerte der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erhöhten sich um
6.516 T€ auf 132.089 T€. Diese Veränderung zum Vorjahr resultiert aus Zugängen in Höhe
von 17.740 T€, Verlust aus den Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe
von -105 T€ sowie Abschreibungen in Höhe von -11.119 T€.
Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 5.425 T€.
Dieser Anstieg resultiert hauptsächlich aus der Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen von 23.671 T€ im Jahr 2013 auf 29.373 T€ im Jahr 2014.
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Klinikum Mittelbaden gGmbH

Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr erneut um 12.745 T€ auf 188.314 T€ gestiegen (Vorjahr:
175.569 T€). In den vorgenannten Beträgen sind die Ausgleichsbeträge nach KHEntG nicht
enthalten.

Passiva
Eigenkapital 2)
Fremdkapital

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
25.708
30.065
26.991
29.028
27.899
87.576
71.844
77.375
70.523
73.491

davon langfristig

20.191

17.506

31.335

32.461

31.718

passive RAP
Gesamtkapital
Bilanzsumme

413
113.697
188.314

457
102.366
175.569

626
104.992
168.698

628
100.179
164.303

603
101.993
168.271

2) Abzüglich Ausgleichsposten nach dem KHG

Auf der Passivseite der Bilanz betragen die eigenen Mittel 32.990 T€ (Vorjahr: 36.977 T€). Sie
umfassen

das

unveränderte

Stammkapital

i.H.v.

12.500

T€,

die

Kapitalrücklage

21.234 T€ (Vorjahr: 24.662 T€), die Gewinnrücklage 0 T€ (Vorjahr: 0 T€), den Verlustvortrag
-185 T€ (Vorjahr: -887 T€) und den Bilanzverlust i.H.v. 559 T€ (Vorjahr: Bilanzgewinn von 702
T€). Das Fremdkapital setzt sich aus Verbindlichkeiten in Höhe von 78.202 T€ und Rückstellungen in Höhe von 9.374 T€ zusammen.
Zum 31.12.2014 betrugen die Rückstellungen 9.374 T€ (Vorjahr: 8.234 T€). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind auf Grund der erhöhten Investitionstätigkeit im
letzten Quartal des Vorjahres gesunken. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen im Wesentlichen Betriebsmittelkredite, der Stadt Baden-Baden, die sich
um 6.000 T€ auf 14.000 T€ erhöht haben. Des Weiteren ist hier ein kurzfristiges Gesellschafterdarlehen des Landratsamtes Rastatt in Höhe von 2.000 T€ ausgewiesen.

Verbindlichkeiten aus Fördermittel und Zuweisungen beinhalten größtenteils noch nicht
zweckentsprechend verwendete Fördermittel der Einzelförderung in Höhe von 1.356 T€ und
der Pauschalförderung von 1.536 T€.

Seite 109

Stadt Baden-Baden

Klinikum Mittelbaden gGmbH

Akutkliniken

Trotz der über das gesamte Jahr andauernden Umbaumaßnahmen der Intensivstation im Klinikum Mittelbaden Baden-Baden Balg, die zum Jahresbeginn 2015 fertig gestellt werden
konnte, wurde mit über 18.498 stationär behandelten Patienten eine neue Höchstmarke erzielt.
Über alle drei Betriebsstätten in Baden-Baden nahm damit die Zahl der stationär versorgten
Patienten von 21.476 auf nunmehr 22.199 zu, was einem Anstieg von 723 bzw. 3,4 % entspricht. Die durchschnittliche Verweildauer der Patienten lag mit 5,53 Tagen weiterhin deutlich
unter dem Landesdurchschnitt.

Im Klinikum Mittelbaden Rastatt musste 2014 nach der im Vorjahr erreichten Höchstmarke von
11.475 stationären Patienten ein leichter Rückgang auf 11.254 (- 1,9 %) verzeichnet werden.
Wegen des gleichzeitig niedrigen Schweregrades der Patienten und dem damit einhergehenden rückläufigen Casemix-Index wurde das mit den Kostenträgern vereinbarte Budget um ca.
150 Casemixpunkte unterschritten. Mit einer durchschnittlichen Verweildauer von 5,92 Tagen
blieb diese gegenüber dem Jahr 2013 nahezu konstant.
Seite 110

Stadt Baden-Baden

Klinikum Mittelbaden gGmbH

Bereits die beiden Vorjahre waren durch das Ausscheiden des internistischen, gynäkologischen und des chirurgischen Chefarzt von äußerst schwierigen Rahmenbedingungen geprägt.
Auch die im Jahr 2014 über einen Zeitraum von sechs Monaten andauernde Vakanz der medizinischen Leitung der Altersmedizin hat dazu beigetragen, dass trotz einer gegenüber dem
Vorjahr unveränderte Patientenzahl das Betriebsergebnis der Klinik nicht verbessert werden
konnte.

Einen weiteren Rückgang der stationären Patientenzahl war im Klinikum Mittelbaden Forbach
zu verzeichnen. Dieser fiel mit einem Minus von 7,5 % noch etwas höher als im Vorjahr (- 5%)
aus. Ein Hauptgrund hierfür ist sicherlich in dem im Einzugsbereich in den letzten Jahren zunehmenden Bevölkerungsrückgang zu sehen. Die für die Aufrechterhaltung der medizinischen
Notfallversorgung erforderliche Mindestbesetzung des Personals führt zu einer deutlichen Ergebnisverschlechterung. Die durchschnittliche Verweildauer lag mit 5,23 Tagen geringfügig
über dem Vorjahreswert.

Die Gesamtzahl der ambulant durchgeführten Eingriffe nahm um 147 bzw. 3,7 % von 3.977
auf 4.124 zu. Davon wurden mit 2.430 mehr als die Hälfte der Operationen im AOP-Zentrum
Baden-Baden am Standort Balg durchgeführt.
Insgesamt schlossen die Akutkliniken den Berichtszeitraum mit einem Jahresfehlbetrag von
4.659 T€ ab. Grund hierfür war im Wesentlichen die Nichterreichung der mit den Kostenträgern
vereinbarten Erlösbudgets in Höhe von ca. drei Millionen Euro. Nach der Entnahme aus den
Kapitalrücklagen für mit Eigenmitteln finanzierten Anlagegüter verbleibt ein Bilanzverlust von
2.187 T€.

Seite 111

Stadt Baden-Baden

Klinikum Mittelbaden gGmbH

Pflegeeinrichtungen

Mit einem Jahresüberschuss von 653 T€ trugen die Pflegeangebote bereits im zweiten Jahr in
Folge positiv zum Gesamtergebnis des Unternehmens bei. Unter Berücksichtigung der Entnahme aus den Kapitalrücklagen für mit Eigenmitteln finanzierten Anlagegüter ergibt sich ein
Bilanzgewinn von 1.400 T€.

Für das Klinikum Mittelbaden Hub waren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin
schwierig. Die anhaltende Sanierung vieler Gebäude und Einrichtung des Pflegedorfes Hub,
verbunden mit einem nachhaltigen Abbau von Plätzen im Pflege- und im Behindertenheim,
hinterließ auch 2014 wirtschaftlich Spuren. Nachdem die Bewohnerzahl 2013 deutlich zurückging, verlangsamt sich dieser Prozess im Berichtsjahr (-2,6% gegenüber -7,8% im Jahr 2013).
Mit der Eröffnung des Demenzzentrums der Scherer Stiftung konnte das denkmalgeschützte
Gebäude erfolgreich saniert und ein landesweit richtungsweisendes Versorgungskonzept für
an fortschreitender Demenz erkrankte Pflegegäste realisiert werden.

Im vierten Jahr nach der Inbetriebnahme des generalsanierten Klinikum Mittelbaden Haus
Fichtental konnte eine kontinuierliche Vollauslastung und die Bestätigung des wirtschaftlichen
Turn-Arounds verzeichnet werden.

Seite 112

Stadt Baden-Baden

Klinikum Mittelbaden gGmbH

Durch eine Zunahme der höheren Pflegestufen steuert das Erich-Burger-Heim Bühl wieder
einen deutlich positiven Beitrag zum Ergebnis der Pflegeeinrichtungen bei. Während die 138
stationären Pflegeplätze wieder nahezu das ganze Jahr vollbelegt waren, besteht für die im
Jahr 2013 in Betrieb gegangene Tagespflegeeinrichtung noch ein Steigerungspotential.

Die Pflegeeinrichtungen Klinikum Mittelbaden Lichtental Schafberg und Theresienheim konnten bereits zum fünften Mal in Folge das Geschäftsjahr mit einem positiven Betriebsergebnis
abschließen.

Der Ambulante Pflegedienst konnte sein seit der Gründung wirtschaftlich erfolgreichstes Geschäftsjahr verzeichnen. Positiv dazu beigetragen haben neben der häuslichen Betreuung von
Palliativpatienten in Kooperation mit PaTe e.V. Baden-Baden die Versorgung der betreuten
Wohnungseinrichtungen in der Hub, am Theresienheim und im Erich-Burger-Heim. Seit dem
01.03.2013 wird dort vom Ambulanten Pflegedienst eine Tagespflegestätte betrieben.

VI. Ausblick
Neben den tariflich bedingten Mehrkosten und der auch weiterhin nicht auskömmlichen Investitionsfinanzierung im Krankenhausbereich bereitet auch der moderate Anstieg des Landesbasisfallwertes Baden-Württemberg für 2015 Sorgen. Trotz einer Grundlohnsummensteigerung von 2,53 % für 2015 wird der Landesbasiswert nur um 1,05 % ansteigen. Die Landesverbände der Krankenkassen haben bei der Verhandlung für 2015 auf einer rechtlich zulässigen
Interpretation des Krankenhausentgeltgesetztes bestanden. Danach sollen sich die 2014 vereinbarte, aber nicht von den Kliniken erreichte (und nicht von den Kassen bezahlte) Leistungsmengen im Folgejahr erlössenkend auf den Landesbasisfallwert auswirken.

Eine völlig andere Erlösentwicklung stellt sich für den Bereich der Pflege- und Behinderteneinrichtung dar. Hier konnte im Rahmen der Pflegesatzverhandlungen mit den Kostenträgern die
Refinanzierung der Belastung durch den Tarifabschluss erreicht werden.

Die Belegung in den Pflegeeinrichtungen sowie in den größeren Kliniken in Rastatt und BadenBaden liegt in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres über dem Vorjahresniveau.
In Forbach ist derzeit kein Gegentrend zum Belegungsrückgang der beiden letzten Jahre festzustellen. Im KMB Bühl macht sich die seit dem 01.10.2014 besetzte medizinische Leitung der
Altersmedizin positiv in der Entwicklung des Casemixes bemerkbar. Zur Erreichung des für

Seite 113

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Klinikum Mittelbaden gGmbH

das Geschäftsjahr 2015 geplanten Jahresfehlbetrags in Höhe von 1.458.000 € und des Bilanzgewinnes von 1.647.000 € muss sich dieser Trend als Basis für die eingeleiteten Ergebnisverbesserungsmaßnahmen stabilisieren.

In der Sitzung des Aufsichtsrates am 06.05.2015 wurde eine noch stärkere Zentralisierung von
medizinischen Leistungen zur Sicherung eines nachhaltigen Unternehmenserfolges beschlossen. Durch häuserübergreifende Versorgungskonzepte soll die Effizienz in der Leistungserbringung weiter verbessert werden.

VII. Kapitalzuführungen und -entnahmen durch die Stadt Baden-Baden
Im Geschäftsjahr 2014 wurde kein Kapital zugeführt oder entnommen.
Die Geschäftsführung schlägt vor, den im Geschäftsjahr 2014 ausgewiesenen Bilanzverlust in
Höhe von 559 T€ auf neue Rechnung vorzutragen.

VIII. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer (Vollkräfte) einschließlich sonstigem
Personal getrennt nach Einrichtungen betrug im Berichtsjahr:
Einrichtung:

2014

2013

2012

2011

2010

Stadtklinik Baden-Baden

811

675

658

654

657

Kreiskrankenhaus Rastatt

394

389

392

388

408

Kreiskrankenhaus Bühl

206

217

218

220

230

72

74

72

74

75

30

34

36

38

43

124

128

140

142

148

38

41

44

44

46

Kreiskrankenhaus Forbach
Klinik für Geriatrische Reha.
Gernsbach
Kreispflegeheim Hub
Haus Fichtental Kuppenheim
Alten- u. Pflegeheim
Theresienheim/Schafberg

60

62

60

59

61

Kurzzeitpflege in der Stadtklinik

0

3

6

6

6

Kurzzeitpflege Bühl

0

0

2

7

8

Ambulanter Pflegedienst

11

11

9

9

8

Erich-Burger-Heim

63

63

64

64

67

0

0

0

0

0

11

47

0

Zentrale Dienste
Krankenhaus Ebersteinburg
Gesamt:

1.820 1.744 1.701 1.705 1.757

Seite 114

Stadt Baden-Baden

Klinikum Mittelbaden gGmbH

Die Klinikum Mittelbaden gGmbH hat im Jahr 2014 2.704 (Vorjahr: 2.571) Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht rund 1.820 Vollkräften und damit 76 Vollkräfte mehr als im Vorjahr. Der
Anstieg resultiert dabei aus der Übernahme der DRK-Klinik Baden-Baden.

IX. Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Positionen aus der GuV (in T€)

Gewinn-/ Verlust
Umsatzerlöse
Sonstige betriebl. Erträge 3)
Gesamtaufwand
FK-Zinsen
Abschreibungen
Veränderung Rückstellungen,
Zunahme/Abnahme (-)
3) Ohne Auflösungserträge

KENNZAHLEN
Vermögenslage
Anlagenintensität

2014
-3.987
166.970
26.355
209.910
1.586
11.119

2013
-2.875
153.124
24.686
190.049
1.508
9.501

2012
-2.553
148.862
20.020
180.677
1.414
9.516

2011
580
150.318
16.316
185.761
1.721
9.402

2010
432
149.438
14.917
172.963
1.419
9.175

1.140

49

-2.621

259

441

2014

2013

2012

2011

2010

57,3

58,1

57,5

58,3

57,2 % =(AV/Gesamtvermögen)*100

Finanzlage
Eigenkapitalquote
Fremdkapitalquote
Anlagendeckung I
Anlagendeckung II

22,6
77,0
39,5
70,3

29,4
70,2
50,6
80,0

25,7
73,7
44,7
96,6

29,0
70,4
49,7
105,2

27,4
72,1
47,8
102,2

%
%
%
%

Ertragslage
Umsatzrentabilität
EK-Rentabilität
GK-Rentabilität
Kostendeckung I
Kostendeckung II
Cash-Flow

-2,4
-15,5
-2,1
79,5
92,1
8.272

-1,9
-9,6
-1,3
80,6
93,6
6.675

-1,7
-9,5
-1,1
82,4
93,5
4.342

0,4
2,0
2,3
80,9
89,7
10.241

0,3
1,5
1,8
86,4
95,0
10.048

%
%
%
%

=(Jahresüberschuss/UE)*100

%

=((UE+sonst betr. Ertr.)/Gesamtaufw and)*100

=(EK/GK)*100
=(FK/GK)*100
=(EK/AV)*100
=((EK+ lfr. FK)/AV)*100

=(Jahresüberschuss/EK)*100
=((JÜ+FK-Zins)/GK)*100
=(UE/Gesamtaufw and)*100

T€

Das Eigenkapital verringert sich durch den Bilanzverlust 2014 in Höhe von -559 T€, sowie der
Entnahme aus der Kapitalrücklage in Höhe der nichtgeförderten Abschreibungen von - 3.428
T€. Der Bilanzgewinn 2013 in Höhe von 702 T€ wurde auf neue Rechnung vorgetragen und
mit dem Verlustvortrag verrechnet. Vom Eigenkapital abgesetzt wurde der Ausgleichsposten
für Eigenmittelförderung, da es sich hierbei wegen des ungewissen Zeitpunkts seiner Realisierung und der Unverzinslichkeit um eine Bilanzierungshilfe handelt.

Die Ertragslage hat sich weiter verschlechtert. Im betrieblichen Bereich konnten die höheren
Aufwendungen nicht durch den Anstieg der Erlöse kompensiert werden.

Seite 115

Stadt Baden-Baden

Klinikum Mittelbaden gGmbH

X. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Die Prüfung durch den Abschlussprüfer Invra Treuhand AG, Stuttgart, hat zu keinen Einwendungen geführt.

XI. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
31.12.2014
€

Aktiva

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

A. Anlagevermögen
I.
II.

III.

Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
1. Grundstücke mit Betriebsbauten
2. Grundstücke mit Wohnbauten
3. Grundstücke ohne Bauten
4. Technische Anlagen
5. Betriebs- und Geschäftsausstattung
6. Anlagen im Bau

Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Beteiligungen
2. Sonstige Finanzanlagen

1.927.504,19

1.383

691

988

1.030

95.793.451,00
748.246,14
33.342,24
16.310.250,75
11.707.023,34
5.569.460,32
130.161.773,79

93.297
824
33
15.888
11.405
2.742
124.189

86.707
899
33
10.510
10.576
7.627
116.352

87.559
974
33
11.454
10.511
4.083
114.614

90.818
1.050
33
12.493
11.654
603
116.651

125.000,00
200.000,00
74.049,99
399.049,99

125
0
50
175

100
0
49
149

100
0
50
150

150

4.337.810,15
1.651.863,90
0,00
5.989.674,05

3.998
1.613
0
5.611

4.130
1.428
0
5.558

4.115
1.705
0
5.820

4.042
1.580
0
5.622

29.372.781,45
3.555,85
2.254.741,66
(421.924,29)
0,00
3.440.409,96
915.475,52
35.986.964,44

23.671
807
1.587
(271)
0
1.910
1.697
29.672

20.165
1.301
6.481
(805)
0
1.963
1.073
30.983

17.377
804
10.576
(564)
0
2.028
764
31.549

20.847
0
3.411
(334)
385
3.532
1.001
29.176

B. Umlaufvermögen
I.

II.

III.

Vorräte
1. Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe
2. Unfertige Erzeugnisse/Leistungen
3. Geleistete Anzahlungen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen an die Gesellschafter
3. Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht
- davon mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr
4. Forderungen nach dem Landespflegegesetz
5. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
6. Sonstige Vermögensgegenstände

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
1. Kassenbestand
Guthaben bei Kreditinstituten

4.129.453,77

5.397

5.718

1.833

6.181

C. Ausgleichsposten nach dem KHG
Ausgleichsposten für Eigenmittelförderung

7.282.361,49

6.913

6.865

6.818

6.771

D. Rechnungsabgrenzungsposten

2.437.255,83

2.229

2.381

2.531

2.690

188.314.037,55

175.569

168.697

164.303

168.271

Summe Aktiva

Seite 116

Stadt Baden-Baden

Klinikum Mittelbaden gGmbH

31.12.2014
€

Passiva

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

A. Eigenkapital
I.

Gezeichnetes Kapital

12.500.000,00

12.500

12.500

12.500

12.500

II.

Kapitalrücklagen

21.233.766,89

24.662

22.242

21.645

21.049

III.

Gewinnrücklage

0,00

0

1.103

524

92

IV.

Gewinn-/ Verlustvortrag

-184.796,65

-887

0

0

0

V.

Bilanzverlust/Bilanzgewinn

-558.978,65
32.989.991,59

702
36.977

-1.990

1.177

1.028

57.882.692,51
8.863.263,42
426.767,59
67.172.723,52

56.214
9.614
431
66.259

41.525
14.828
450
56.803

41.156
15.626
481
57.263

42.489
16.445
524
59.458

114.526,00
25.400,00
9.233.977,51
9.373.903,51

95
0
8.140
8.235

81
60
8.045
8.186

69
60
10.678
10.807

59
60
10.430
10.549

39.351.846,43
42.921,04
5.639.442,43
18.367.358,47
3.629.056,56
(22.234,04)
0,00

32.465
133
7.882
8.242
3.379
(0)
0

34.564
58
4.525
8.986
11.905
(0)
0

30.593
49
4.087
2.099
14.519
(199)
0

36.211
88
3.756
6.207
5.577
(210)
0

180.731,86
1.170.370,97
9.819.999,54
78.201.727,30

251
1.016
10.241
63.609

324
860
7.967
69.189

5
719
7.645
59.716

3
2.013
9.088
62.943

163.088,43

32

38

43

49

B. Sonderposten aus Zuwendugen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens
1. Sonderposten aus Fördermittel nach dem KHG
2. Sonderposten aus Zuweisungen und Zuschüssen öffentl. Hand
3. Sonderposten aus Zuwendungen Dritter

C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
2. Steuerrückstellungen
3. Sonstige Rückstellungen

D. Verbindlichkeiten
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Erhaltene Anzahlungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern
Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht
- davon nach KHEntgG
Verbindlichkeiten nach dem Landespflegegesetz
Verbindlichkeiten aus sonstigen Zuwendungen zur Finanzierung
des Anlagevermögens
Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen
sonstige Verbindlichkeiten

E. Ausgleichsposten aus Darlehensförderung
F. Rechnungsabgrenzungsposten
Summe Passiva

412.603,20

457

626

628

603

188.314.037,55

175.569

168.697

164.303

168.271

Seite 117

Stadt Baden-Baden

Gewinn- und Verlustrechnung
(01.01. - 31.12.2014)

Klinikum Mittelbaden gGmbH

2014
€

2013
T€

2012
T€

2011
T€

2010
T€

1.

Erlöse aus allgemeinen Krankenhaus- /Pflegeleistungen

151.713.988,16

139.243

130.828

132.898

132.417

2.

Erlöse aus Wahlleistungen

7.424.255,16

3.680

3.659

3.501

3.341

3.

Erlöse aus ambulanten Leistungen des Krankenhauses

5.067.172,89

3.473

7.611

7.540

7.463

4.

Nutzungsentgelte der Ärzte

2.764.606,59

6.729

6.764

6.379

6.217

5.

Erhöhung oder Verminderung an unfertigen Leistungen

39.100,00

162

-277

125

-8

6.

Andere aktivierten Leistungen

352.586,00

442

317

420

554

7.

Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand, soweit nicht unter
Nr. 8

8.

Sonstige betriebliche Erträge
(davon aus Ausgleichsbeträgen für frühere Geschäftsjahre)

9.

10.

11.
12.
13.

153.919,67

113

147

242

421

26.200.949,55
(401.554,36)

24.573
(244)

19.872
(699)

16.074
(203)

14.496
(484)

Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung
(davon für Altersversorgung)

99.852.656,34

91.611

86.689

83.873

84.272

24.042.658,74
(6.967.385,50)

21.841
(6.461)

21.006
(6.351)

20.436
(6.068)

19.114
(6.079)

Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen

28.662.950,61
20.081.808,20

27.340
20.588

26.060
19.598

26.310
17.487

25.687
16.607

5.196.749,92
(3.029.749,92)

3.019
(2.844)

2.752
(2.752)

13.501
(12.701)

2.917
(2.514)

47.190,28

47

47

47
47,00

47

6.900.784,29

5.649

6.362

5.530

5.106

28.195,70

6

6

6

6

-4.657.661,19

-2.577

-3.274

13.101

2.655

-559.699,28

-516

-511

467

301

Erträge aus Zuwendungen zur Finanzierung von Investitionen
(davon Fördermittel nach dem KHG)
Erträge aus der Einstellung von Ausgleichsposten aus
Darlehensförderung und Eigenmittelförderung
Erträge aus der Auflösung von Sonderposten/Verbindlichkeiten nach dem
KHG und aufgrund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung des
Anlagevermögens

14.

Erträge aus der Auflösung des Ausgleichspostens für
Darlehensförderung

15.

Aufwendugen aus der Zuführung zu Sonderposten/Verbindlichkeiten
nach dem KHG und aufgrund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung
des Anlagevermögens

16.

Aufwendungen für die nach dem KHG geförderte Nutzung von
Anlagegegenständen

17.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen
für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes

18.

Sonstige betriebliche Aufwendungen
(davon aus Ausgleichsbeträgen für frühere Geschäftsjahre)

19.

Erträge aus Beteiligungen

20.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

21.

Zinsen und ähnliche Aufwendugen
(davon für Betriebsmittelkredite)

11.119.360,72

9.501

9.516

9.402

9.175

19.253.357,63

14.319
(0)

12.528
(0)

12.891
(0)

13.623
(0)

(0,00)

27,86

0

0

0

0

33.649,02

38

35

77

51

1.585.563,98
(182.938,65)

1.508
(119)

1.414
(173)

1.721
(252)

1.419
(383)

22.

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

-3.892.541,60

-2.627

-2.473

652

175

23.

Außerordentliche Erträge

0,00

0

0

0

367

24.

Außerordentliche Aufwendungen

0,00

0

0

0

39

25.

Außerordentliches Ergebnis

0,00

0

0

0

328

26.
27.

Steuern
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

-93.989,08

-248
-2.875

-79
-2.552

-72
580

-71
432

28.
29.

Entnahme aus der Kapitalrücklage
Bilanzgewinn (+) / Bilanzverlust (-)

3.577
702

562
-1.990

597
1.177

596
1.028

-3.986.530,68

3.427.552,03
-558.978,65

Seite 118

Stadt Baden-Baden

4.11

Krematorium Baden-Baden GmbH

Krematorium Baden-Baden GmbH



I. Gegenstand des Unternehmens und öffentlicher Zweck
Gegenstand des Unternehmens ist im Rahmen seiner kommunalen Aufgabenstellung nach §§
17 bis 19 Bestattungsgesetz Baden-Württemberg der Betrieb eines Krematoriums für das Gemeindegebiet sowie das Umland zur Gewährleistung einer würdevollen örtlichen Kremation
der Toten unter Berücksichtigung der bestehenden Bestattungskultur.

Die erbrachten Leistungen stimmen mit dem Unternehmensgegenstand gemäß Gesellschaftsvertrag überein. Der öffentliche Zweck des Unternehmens ist somit erfüllt.

II. Beteiligungsverhältnisse
Die Stadt Baden-Baden ist alleiniger Gesellschafter. Das Stammkapital beträgt 30.000 €.

III. Besetzung der Organe
Die Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die
Geschäftsführung.

Der gesetzliche Vertreter der Stadt Baden-Baden in der Gesellschafterversammlung war bis
zum 09.06.2014 Herr Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner. Seit dem 10.06.2014 ist Frau
Oberbürgermeisterin Margret Mergen die gesetzliche Vertreterin der Stadt Baden-Baden in
der Gesellschafterversammlung.

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:






Herr Werner Hirth, Erster Bürgermeister, Vorsitzender
Herr Stadtrat Alfons Seiterle
Herr Stadtrat Rainer Lauerhaß, ausgeschieden zum 28.07.2014
Herr Stadtrat Jürgen Louis, neu eingetreten zum 28.07.2014
Herr Thomas Eibl, Leiter des Fachbereichs für Finanzen der Stadt Baden-Baden

Als Geschäftsführer war im Berichtsjahr Herr Frank Geyer bestellt.
Seite 119

Stadt Baden-Baden

Krematorium Baden-Baden GmbH

IV. Beteiligungen der Gesellschaft
Eine geringfügige Beteiligung am Stammkapital besteht beim Badischen Gemeinde-Versicherungs-Verband in Karlsruhe in Höhe von 50 €.

V. Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Lage des Unternehmens
Im Berichtsjahr wurde ein neuer Höchststand der Einäscherungszahlen seit Bestehen der Gesellschaft erreicht. Die Gesellschaft hat 2.078 (Vorjahr: 1.912) Kremationen durchgeführt und
damit Gebühren in Höhe von 788 T€ (Vorjahr: 704 T€) für Einäscherungen und 4 T€ für übrige
Leistungen vereinnahmt (Vorjahr: 5 T€).
Bei den Erlösen kam es im Vergleich zum Vorjahr (709 T€) zu einem Zuwachs um 12 % auf
792 T€. Ausschlaggebend hierfür war neben den höheren Einäscherungszahlen die Umstellung des Abrechnungsverfahrens für die amtsärztliche Leichenschau. Die zuvor durch die Baden-Badener Bestattungsunternehmen direkt mit dem Gesundheitsamt abgerechneten Untersuchungen laufen seither auch ertragsseitig ausschließlich über die Krematorium Baden-Baden GmbH.

Aktiva
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
aktive RAP
Gesamtvermögen

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
30
34
0
0
0
330
188
221
242
151
0
0
0
0
0
360
222
221
242
151

Mit Ausnahme des in 2013 in Betrieb genommenen Emissionswerterechners sowie der Einäscherungsanlage, welche mit einem Erinnerungswert von 1 Euro geführt wird, besitzt die Gesellschaft kein weiteres Anlagevermögen. Dieses wird von der Stadt Baden-Baden für einen
Gesamtmietzins von 145 T€ angemietet.

Passiva
Eigenkapital
Fremdkapital
davon langfristig
passive RAP
Gesamtvermögen

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
262
163
112
99
79
98
59
109
143
72
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
360
222
221
242
151

Seite 120

Stadt Baden-Baden

Krematorium Baden-Baden GmbH

Das Eigenkapital ist im Vergleich zum Vorjahr um 61 % gestiegen. Grund hierfür ist der im
Berichtsjahr erzielte Jahresüberschuss in Höhe von 99 T€. Das Fremdkapital der Gesellschaft
hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 39 T€ erhöht. Grund dafür ist unter anderem die erhebliche Erhöhung der Steuerrückstellungen um 35 T€ auf 52 T€.
Positionen aus der GuV (in T€)

Gewinn-/Verlust
Umsatzerlöse
Gesamtaufwand
FK-Zinsen
Abschreibungen
Veränderung Rückstellungen,
Zunahme/Abnahme `(-)

2014
99
792
693
0
4

2013
51
709
665
0
2

2012
13
693
682
0
0

2011
20
688
670
0
0

2010
23
682
659
0
0

35

17

-8

5

5

Der Anstieg der Kremationen um 9 % und die Ausweitung der Gebührenpositionen steigerte
den Zuwachs der Erlöse um insgesamt 12 %. Die Umsatzerlöse aus Einäscherungen einschließlich Kühlzellenbenutzung sind im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 83 T€ auf
792 T€ gestiegen. Demgegenüber stehen höhere Aufwendungen für die Personalkostenerstattung, für Aufwandsentschädigungen der Bestatter sowie für die amtsärztlichen Untersuchungen. Trotz dessen konnte der veranschlagte betriebliche Aufwand deutlich unterschritten
werden. Dies ist auf Einsparungen beim Unterhaltungsaufwand für die technischen Anlagen
sowie auf die Neuorganisation der Lagerung und Entsorgung von Kremationssonderabfällen
zurückzuführen. Durch die gesteigerten Erlöse und den erzielten Einsparungen des betrieblichen Aufwands hat sich gegenüber dem Vorjahr das Betriebsergebnis mit 140 T€ fast verdoppelt. Der Wirtschaftsplan für das Jahr 2014 ging von einem Gewinn in Höhe von 35 T€ aus,
tatsächlich konnten 99 T€ erwirtschaftet werden.

VI. Ausblick
Der Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2015 weist einen Jahresgewinn in Höhe von 24 T
€ aus. Die Geschäftsführung erwartet auch künftig ein positives Ergebnis auch wenn zu erwarten ist, dass der Anteil an Feuerbestattungen nur noch geringfügig wachsen wird. Durch
höhere Sterbezahlen der geburtenstarken Jahrgänge und durch Gewinnung von weiteren
Marktanteilen sind Zuwächse in Zukunft durchaus noch möglich. Um die positive Entwicklung
weiter voranzutreiben und dem Wettbewerbsdruck in der Branche entgegenzuwirken, soll die
Kundenzufriedenheit durch einen überdurchschnittlichen Service weiter gestärkt werden.

Seite 121

Stadt Baden-Baden

Krematorium Baden-Baden GmbH

Die Konzeption der Einäscherungsanlage mit nur einer Ofenlinie ist weiter im Auge zu behalten. Ist ein Abschalten der Anlage aufgrund von Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten notwendig, kann nicht auf eine zweite Ofenlinie ausgewichen werden. Mit den gegenwärtigen
Zahlen an Einäscherungen ist die Kapazität der Anlage nahezu ausgeschöpft, sodass ein weiterer Zuwachs nur durch eine Investition in die Erneuerung bzw. in eine Erweiterung der Anlage zu bewältigen ist.

VII. Kapitalzuführungen und -entnahmen durch die Stadt
Die Stammeinlage der Stadt Baden-Baden blieb im Berichtsjahr unverändert.
Finanzbeziehungen zur Stadt Baden-Baden:
Die Geschäftsbesorgung der Gesellschaft wird durch die Stadt Baden-Baden durchgeführt.
Dafür erhält sie gemäß Geschäftsbesorgungsvertrag vom 05.12.2005, in der Fassung vom
18.12.2012 ein Entgelt. Im Berichtsjahr waren für die Personalkostenerstattung für den technischen Einäscherungsbetrieb, für die Verwaltungsleistungen und für die Geschäftsführung
199 T€ zu zahlen. Der Verwaltungskostenbeitrag (Sach- und Gemeinkosten) betrug 55 T€.
Ferner erhält die Stadt Baden-Baden aus dem Mietvertrag vom 08.12.2005, zuletzt geändert
mit Wirkung zum 01.01.2012, den jährlichen Gesamtmietzins in Höhe von 145 T€.

Die Gesellschafterversammlung hat am 23.09.2015 den Jahresabschluss zum 31.12.2014
festgestellt und beschlossen, dass der Jahresüberschuss in Höhe von 99.417,98 € auf das
Geschäftsjahr 2015 vorgetragen wird.

VIII. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
Die Gesellschaft verfügt über kein eigenes Personal. Die Aufgaben der Gesellschaft werden
von städtischem Personal wahrgenommen, wofür Kostenerstattungen an die Stadt Baden-Baden entrichtet werden. Näheres regelt der Geschäftsbesorgungsvertrag.

Seite 122

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Krematorium Baden-Baden GmbH

IX. Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Positionen aus der GuV (in T€)

Gewinn-/Verlust
Umsatzerlöse
Gesamtaufwand
FK-Zinsen
Abschreibungen
Veränderung Rückstellungen,
Zunahme/Abnahme `(-)
KENNZAHLEN
Vermögenslage
Anlagenintensität

2014
99
792
693
0
4

2013
51
709
665
0
2

2012
13
693
682
0
0

2011
20
688
670
0
0

2010
23
682
659
0
0

35

17

-8

5

5

2014

2013

2012

2011

2010

8,3

15,3

0,0

0,0

Finanzlage
Eigenkapitalquote
Fremdkapitalquote
Anlagendeckung I
Anlagendeckung II

72,8
27,2
873,3
873,3

73,4
26,6
479,4
479,4

50,6
49,3
-

40,9
59,1
-

52,3
47,7
-

%
%
%
%

Ertragslage
Umsatzrentabilität
EK-Rentabilität
GK-Rentabilität
Kostendeckung
Cash-Flow

12,5
37,8
27,5
114,3
138

7,2
31,3
23,0
106,6
70

1,9
11,6
5,9
101,6
5

2,9
20,2
8,3
102,7
25

3,4
29,1
15,2
103,5
28

%
%
%
%

0,0 % =(AV/Gesamtvermögen)*100

=(EK/GK)*100
=(FK/GK)*100
=(EK/AV)*100
=((EK+ lfr. FK)/AV)*100

=(Jahresüberschuss/UE)*100
=(Jahresüberschuss/EK)*100
=((JÜ+FK-Zins)/GK)*100
=(UE/Gesamtaufw and)*100

T€

Die Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage spiegeln die positive Entwicklung
der Gesellschaft wider.

X. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Die Prüfung durch den Abschlussprüfer Wissler Protzen & Partner WPG hat zu keinen Einwendungen geführt.

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Krematorium Baden-Baden GmbH

XI. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
31.12.2014 31.12.2013
€
T€

Aktiva
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

29.602,00

34

0

0

67.306,44
50,00
67.356,44

52
2
54

51
2
53

54
6
60

58
6
64

262.822,01

134

168

182

87

Summe Aktiva

359.780,45

222

221

242

151

Passiva

31.12.2014
€

B. Umlaufvermögen
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Sonstige Vermögensgegenstände

III. Kassenbestand, Bankguthaben

A. Eigenkapital
I. Stammkapital
II. Gewinn-/Verlustvortrag
III. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen
2. Sonstige Rückstellungen

C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
3. Sonstige Verbindlichkeiten

Summe Passiva

Gewinn- und Verlustrechnung
01.01.2014 - 31.12.2014
1. Umsatzerlöse

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

30.000,00
132.628,93
99.417,98
262.046,91

30
82
51
163

30
69
13
112

30
49
20
99

30
26
23
79

51.747,00
7.560,30
59.307,30

17
7
24

1
6
7

9
6
15

3
7
10

21.891,73
(21.891,73)
16.534,51
(16.534,51)
0,00
38.426,24

26
(26)
9
(9)
0
35

33
(33)
68
(68)
1
102

21
(20)
107
(107)
0
128

27
(27)
35
(35)

359.780,45

222

221

242

151

2014
€

2013
T€

2012
T€

2011
T€

62

2010
T€

791.785,25

709

693

688

681

4,05

7

0

- *)

1

7.443,32
426.722,20

4
424

8
423

10
404

10
43

4.497,00

2

0

0

0

213.014,90

215

245

248

598

283,89

1

1

2

1

56,00

0

0

0

0

140.339,77

72

18

28

32

9. Steuern von Einkommen und Ertrag

40.921,79

21

5

8

9

10. Jahresgewinn/-verlust
- *) unter T€

99.417,98

51

13

20

23

2. Sonstige betriebliche Erträge
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
7. Zinsen und ähnlich Aufwendungen
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

Seite 124

Stadt Baden-Baden

4.12

Gewerbeentwicklung Baden-Baden GmbH

Gewerbeentwicklung Baden-Baden GmbH 

I. Gegenstand des Unternehmens und öffentlicher Zweck
Gegenstand des Unternehmens ist die Planung, Erschließung und Vermarktung von Gewerbeflächen einschließlich öffentlicher Flächen und Flächen von Gemeindebedarfseinrichtungen
sowie die Wirtschaftsförderung. Zur Erreichung dieses Gesellschaftszwecks kann die Gesellschaft Grundstücke erwerben, veräußern, verpachten, bewirtschaften oder verwalten.
Der öffentliche Zweck des Unternehmens ist gegeben.

II. Beteiligungsverhältnisse
Die Stadt Baden-Baden ist alleinige Gesellschafterin. Das Stammkapital beträgt 100.000 €.

III. Besetzung der Organe
Die Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die
Geschäftsführung.

Der gesetzliche Vertreter der Stadt Baden-Baden in der Gesellschafterversammlung war bis
zum 09.06.2014 Herr Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner. Seit dem 10.06.2014 hat Frau
Oberbürgermeisterin Margret Mergen dieses Amt inne.

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:














Herr Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner, Vorsitzender (bis 09.06.2014)
Frau Oberbürgermeisterin Margret Mergen, Vorsitzende (ab 10.06.2014)
Herr Erster Bürgermeister Werner Hirth, stellv. Vorsitzender
Frau Stadträtin Beate Böhlen
Herr Stadtrat Dr. Hans-Peter Ehinger (bis 31.08.2014)
Herr Stadtrat Andreas Frietsch (bis 31.08.2014)
Herr Stadtrat Heinz Gehri
Herr Stadtrat Paul Haussmann
Herr Stadtrat Joachim Knöpfel (ab 01.09.2014)
Herr Stadtrat Christian Mussler (bis 31.08.2014)
Herr Stadtrat Tilman Schachtschneider (ab 01.09.2014)
Herr Stadtrat Hans Schindler
Herr Stadtrat Hans-Jürgen Schnurr
Seite 125

Stadt Baden-Baden






Gewerbeentwicklung Baden-Baden GmbH

Herr Stadtrat Günter Seifermann
Herr Stadtrat Alfons Seiterle (ab 01.09.2014)
Herr Stadtrat Jürgen Waldvogel (bis 31.08.2014)
Herr Stadtrat Oliver Weiss (ab 01.09.2014)

Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer im Geschäftsjahr sind Herr Markus M. Börsig
und Herr Alexander Wieland.

IV. Beteiligungen der Gesellschaft
Eine geringfügige Beteiligung am Stammkapital besteht beim Badischen Gemeinde-Versicherungs-Verband in Karlsruhe in Höhe von 100 €.

V. Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Lage des Unternehmens
Das Jahr 2014 schließt mit einem negativen Ergebnis in Höhe von 124 T€ ab. Dies liegt an
der Tatsache, dass als Ergebnis der Wirtschaftsprüfung eine umfangreiche Rückstellung (242
T€) gebildet werden musste. Diese war für die Restlaufzeit des Mietvertrages für das ELAN
Gründerzentrum der Gewerbeentwicklung mit der GSE über ca. 10 weitere Jahre und für die
Differenz der zu zahlenden Miete zu den geringeren Mieteinnahmen zu bilden.

Das Ergebnis aus dem operativen Geschäft ist positiv. Die anhaltend positive wirtschaftliche
Lage sorgte im Geschäftsjahr 2014 für eine kontinuierliche Nachfrage nach Gewerbegrundstücken und -objekten. Mit steigender Belegung nimmt die Nachfrage nach Flächen im Gewerbepark Oos-West kontinuierlich zu. Hier wurden 2014 vier Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 13.389 m² verkauft. Zusätzlich wurde ein Kaufvertrag über eine weitere Fläche von
4.019 m² unterzeichnet, der jedoch erst im Geschäftsjahr 2015 ertragswirksam wird.

Das Bauhofgrundstück mit einer Fläche von 16.406 m² wurde im Geschäftsjahr durch Änderung des Übertragungsvertrages wieder ins Eigentum der Stadt Baden-Baden übertragen, da
diese die Realisierung des Neubaus Baubetriebshof übernimmt. Die Entwicklung des Neubaus
wurde im Jahr 2012 von der Gewerbeentwicklung begonnen.

Das fünfte Betriebsjahr des Gründerzentrums ELAN war durch eine durchschnittliche Nachfrage nach den Mieteinheiten und in Folge von einigen Mieterwechseln geprägt. Die Vermietungsquote lag im Berichtsjahr durchschnittlich bei 72%. Im Herbst 2014 wurde die Kooperation mit dem CyberForum eingegangen. Insbesondere im Bereich der „Neuen Technologien“

Seite 126

Stadt Baden-Baden

Gewerbeentwicklung Baden-Baden GmbH

besitzt das CyberForum große Erfahrungen. Diese sollen den Unternehmen und den Einrichtungen in Baden-Baden zugänglich gemacht werden.

Der Bau des zweiten Technologiezentrums für die Firma Ipetronik konnte im Berichtsjahr fertiggestellt werden. Ein weiteres Investorenprojekt für die Firma TVS wurde begonnen.

Die Öffentlichkeitsarbeit wurde 2014 kontinuierlich fortgeführt, vor allem im Bereich der Printwerbung, bei offiziellen Terminen und im Internet.
Gewerbepark Oos-West
Vermarktung


Im Berichtsjahr wurden fünf Kaufverträge mit einer Gesamtfläche von 17.408 m² protokolliert, wobei vier davon ertragswirksam verbucht werden konnten.



Es haben sich Firmen der unterschiedlichsten Branchen angesiedelt. So sind bei konjunkturellen Schwankungen die Auswirkungen auf die Gewerbesteuereinnahmen nicht
so gravierend wie bei einer Monostruktur.



Im Herbst 2014 erfolgte der Spatenstich für ein großes Autohaus. Auf dem 20.000 m²
großen Grundstück hat in einem ersten Schritt Audi seinen neuen Firmensitz erhalten.



Ein weiteres Projekt stellte der Neubau des Baubetriebshofs mit Verlagerung der Verwaltung des Eigenbetriebs Umwelttechnik dar.



Ein Versicherungsmakler und ein Zentrum für Tiergesundheit haben sich angesiedelt
und bereits Erweiterungen eingeplant.



Im September des Berichtsjahres wurde das von Rastatt nach Baden-Baden verlagerte Druckhaus eingeweiht. Hier wird inzwischen u.a. das Badische Tageblatt gedruckt.



Das Interesse an Grundstücken im Gewerbepark Oos-West war weiter hoch. Bedingt
war dies neben der bereits bestehenden guten ÖPNV-Anbindung durch den direkten
Zugang zum Bahnhof Baden-Baden und die starke Zunahme der Verkehrsfrequenz
auf der neuen B3 in Verbindung mit dem BAB5-Anschluss Rastatt-Süd.

Investorenprojekte


Mitte Mai wurde das Technologiezentrum II, welches die Gewerbeentwicklung an die
Ipetronik vermietet hat, eingeweiht.



Zum Jahreswechsel 2014/2015 konnte das vierte Investorenprojekt der Gewerbeentwicklung fertiggestellt werden. Die Halle mit Büro-Trakt liegt zwischen der Flugstraße
und dem Rollfeld und ist ab dem 01.01.2015 an einen Autozulieferer vermietet.

Seite 127

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Gewerbeentwicklung Baden-Baden GmbH

„Mömax“-Möbelmarkt


Mit der Ansiedlung des Mömax-Möbelmarkts wird eine seit langem bestehende Versorgungslücke in diesem Segment in Baden-Baden geschlossen.



Die 44. Filiale in Deutschland konnte im März 2015 eröffnet werden.

Gewerbepark Wörnersangewand (Haueneberstein)


Im Geschäftsjahr konnte nur ein Kaufvertrag protokolliert werden.



Auf einer ca. 3.900 m² großen Fläche am nördlichen Ende der Gottlieb-Daimler-Straße
soll eine Container-Anlage zur Unterbringung von Asyl-Bewerbern erstellt werden.

Gewerbegebiet Steinbach-West/ Gewerbepark Bollgraben


Das Plangebiet wurde verkleinert und das Erschließungssystem dem Bedürfnis nach
eher kleineren Grundstücken für Gewerbetriebende angepasst.



Es wird damit gerechnet, dass erste baureife Grundstücke im Jahr 2016 zur Verfügung
stehen.

Gewerbepark Aschmatt/Sellmatt


Hier können künftige Gewerbeflächen den vorhandenen und zukünftigen Bedarf abdecken.

Flächennutzungsplan/ künftige Gewerbegebiete


Die geplante gewerbliche Baufläche „In der Hüfenau“ im Stadtteil Oos wurde durch ihre
Lage aus regionalplanerischen Gründen am Rande einer Grünzäsur um ca. 2 ha auf
ca. 2 ha reduziert.



Die Gesamtfortschreibung des Flächennutzungsplanes ist seit März 2014 rechtskräftig.
Durch die damit zur Verfügung stehen Gewerbeflächenpotentiale wird sichergestellt,
dass auch künftig neue Ansiedlungen erfolgen können.

Im Geschäftsjahr 2014 wird ein Jahresfehlbetrag von 124 T€ ausgewiesen, der 100 T€ unter
dem Ergebnis des Vorjahres (-24 T€) liegt. Gegenüber dem Wirtschaftsplan 2014, der von
einem Gewinn in Höhe von 62 T€ ausging, ergibt sich eine Planabweichung in Höhe von 186
T€. Diese resultiert vor allem aus der Bildung einer neuen Rückstellung für Drohverluste im
Höhe von 242 T€. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsatzerlöse, im Wesentlichen bestehend aus Mieterträgen aus der Hausbewirtschaftung (507 T€) und Erlösen aus Grundstücksverkäufen (1.085 T€), um 201 T€ gesunken. Hauptsächlich bedingt durch die Reduzierung des
Ablösebeitrages als Folge der Rückabwicklung des Bauhofgrundstückes in Oos-West sind die
sonstigen betrieblichen Erträge um 202 T€ gestiegen. Der sonstige betriebliche Aufwand stieg
Seite 128

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Gewerbeentwicklung Baden-Baden GmbH

im Vergleich zum Vorjahr um 292 T€. Dies ist vor allem auf die Bildung der Rückstellung für
Drohverluste zurück zu führen. Durch Aktivierung des Investorenprojekts Ipetronik sind die
Abschreibungen im Geschäftsjahr um 32 T€ gestiegen. Der Zinsaufwand erhöhte sich aufgrund der Darlehensauszahlungen der laufenden Investorenprojekte um 46 T€.

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um 1.001 T€ auf 12.833 T€ angestiegen. Das
Anlagevermögen, als Saldo aus Abschreibung und Investitionen, hat sich um 2.193 T€ auf
6.408 T€ erhöht. Wohingegen sich das Umlaufvermögen um 1.191 T€ auf 6.425 T€ verringert
hat. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Bestandsminderungen der Grundstücke und
Aktivierung von Erschließungsleistungen.

Auf der Passivseite der Bilanz reduzierte sich das Eigenkapital durch die Rückübertragung
des Bauhofgrundstückes aus der Kapitalrücklage (428 T€) und durch den Jahresfehlbetrag
(124 T€) um insgesamt 553 T€. Das Eigenkapital beträgt im Verhältnis zum Gesamtkapital
54,17 v.H. (Vorjahr: 63,42 v.H.). Die Rückstellungen erhöhen sich als Folge der Bildung einer
neuen Rückstellung für Drohverluste um insgesamt 263 T€. Die Verbindlichkeiten stiegen um
insgesamt 1.291 T€. Dies ist einerseits auf die Darlehensauszahlung der Investorenprojekte
(2.058 T€), andererseits auf die Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Baden-Baden durch Zahlungsausgleich des Erschließungsbeitrags (685 T€) im Jahr 2014 zurückzuführen. Das Fremdkapital ist im Vergleich zum Vorjahr um 1.552 T€ auf 5.880 T€ angestiegen. Der Anstieg bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 4.898 T€ ist vorwiegend auf die Darlehensaufnahme (2.178,9 T€), vermindert um die planmäßigen Tilgungen
(123,9 T€), zurückzuführen.

Seite 129

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Gewerbeentwicklung Baden-Baden GmbH

VI. Ausblick
Die Nachfrage nach Gewerbeflächen war auch 2014 ungebrochen. Entsprechend gilt es weitere Flächen, die im Flächennutzungsplan gesichert sind, für interessante Ansiedlungen zu
generieren. So kann das attraktive Gewerbegebiet Oos-West durch den neu zu schaffenden
Gewerbepark Hüfenau sinnvoll fortgesetzt werden. Daneben gilt es natürlich im Rahmen der
Flächennutzungsplanänderung auch die sonstigen Gewerbegebiete voranzutreiben.

Das neu erstellte Wirtschaftsförderungskonzept, welches im Frühjahr 2015 den städtischen
Gremien vorgelegt wurde, soll als Basis für die Wirtschaftsförderung in Baden-Baden dienen.
Darin wird aufgezeigt, dass neben der Vermarktung von Gewerbeflächen, die Bestandspflege
und die Gründungsförderung eine wichtige Rolle spielen.

Im neuen Steinbacher Gewerbegebiet Bollgraben wurde die Erschließung des Areals im zweiten Halbjahr 2015 umgesetzt, sodass dort ab 2016 Gewerbeflächen verkauft und bebaut werden können.

Das ELAN Gründerzentrum entwickelt sich ständig weiter. Bereits für das erste Halbjahr 2015
sind mehr Mieterwechsel zu verzeichnen als im gesamten Jahr 2014. Zudem startete am
01.07.2015, zeitgleich mit dem Antritt des neuen Geschäftsführers Elmar Hohmann, eine Kooperation mit dem CyberForum Karlsruhe. Damit wird die Expertise für den Bereich IT für das
ELAN Gründerzentrum geschärft.

Die positive Entwicklung im laufenden Jahr 2015 kann auch für das Jahr 2016 prognostiziert
werden. Sowohl im Verkaufs- als auch im Vermietungsbereich besteht eine wesentliche Abhängigkeit zur allgemeinen wirtschaftlichen Lage. Diese lässt sich für die weitere Zukunft nicht
exakt vorhersagen.

VII. Kapitalzuführungen und -entnahmen durch die Stadt
Die Stammeinlage der Stadt Baden-Baden beträgt unverändert 100 T€. Im Geschäftsjahr 2014
kam es zu einer Rückabwicklung eines von der Stadt Baden-Baden eingelegten Grundstücks
(428,4 T€), wodurch sich die Kapitalrücklage verminderte. Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Stadt Baden-Baden in Höhe
von 59,9 T€ (Vorjahr: 741,8 T€).

Seite 130

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Gewerbeentwicklung Baden-Baden GmbH

VIII. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
Die Gewerbeentwicklung Baden-Baden GmbH verfügt über kein eigenes Personal. Von der
Stadt Baden-Baden werden im Rahmen eines Dienstüberlassungsvertrages 2 Mitarbeiter bei
der Gesellschaft eingesetzt. Hiervon waren ein Mitarbeiter im kaufmännischen Bereich und
0,5 Mitarbeiter im technischen Bereich tätig. Des Weiteren besteht ein Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Gesellschaft für Stadterneuerung und Stadtentwicklung mbH (GSE), der die
Bereiche Geschäftsführung, Sekretariat, Rechnungswesen und EDV abdeckt.

IX. Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Eigenkapitalquote verringert sich gegenüber dem Vorjahr um 9,2 Prozentpunkte. Grund
hierfür ist der Jahresfehlbetrag (124,5 T€) und die Rückabwicklung eines von der Stadt BadenBaden eingelegtes Grundstück (428,4 T€).
Die Anlagenintensität ist aufgrund von zugegangenen Fremdkosten für Neubaumaßnahmen
(2.180,5 T€) und der Umbuchung eines Grundstücks aus dem Umlaufvermögen (152,6 T€) im
Vergleich zum Vorjahr um 14,3 % angestiegen. Die Kennzahlen der Ertragslage haben sich
aufgrund des Jahresverlustes in Höhe von 124 T€ bis auf die Kostendeckung und den CashFlow verschlechtert.

Seite 131

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Gewerbeentwicklung Baden-Baden GmbH

X. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Die Prüfung durch den Abschlussprüfer HABITAT Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Stuttgart hat zu keinen Einwendungen geführt.

XI. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
31.12.2014
€

Aktiva
A.

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

Anlagevermögen
I.
II.

Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
1. Grundstücke mit anderen Bauten
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
3. Anlagen im Bau

III.

Finanzanlagen
Beteiligungen

B.

3,00

0

0

0

1

5.267.348,68
2.424,00
1.138.717,69
6.408.490,37

3.446
3
767
4.216

3.440
3
0
3.443

3.498
3
0
3.501

1.363
4
322
1.689

100,00

0

0

0

0

6.408.593,37

4.216

3.443

3.501

1.690

5.449.083,50
41.388,07
5.490.471,57

6.633
48
6.681

5.545
739
6.284

3.457
645
4.102

3.199
703
3.902

3.421,36
1.534,28
304.161,31
116.909,30
426.026,25

28
17
268
160
473

4
7
209
52
272

2
52
182
36
272

8
20
138
85
251

508.391,50

462

600

101

268

6.424.889,32

7.616

7.156

4.475

4.421

12.833.482,69

11.832

10.599

7.976

6.111

Umlaufvermögen
I.

Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte
1. Grundstücke ohne Bauten
2. Unfertige Leistungen

II.
1.
2.
3.
4.
III.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Vermietungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen gegenüber Gesellschafter
Sonstige Vermögensgegenstände
Flüssige Mittel
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Summe Aktiva

Seite 132

Stadt Baden-Baden

Gewerbeentwicklung Baden-Baden GmbH

31.12.2014
€

Passiva
A.

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

Eigenkapital
I.

Gezeichnetes Kapital

II.

Kapitalrücklagen

III.

Gewinnvortrag

IV.

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (-)

B.

C.

Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten
Erhaltene Anzahlungen
Verbindlichkeiten aus Vermietung
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
Sonstige Verbindlichkeiten
(davon aus Steuern)

Rechnungsabgrenzungsposten

Summe Passiva

Gewinn- und Verlustrechnung 2014
(01.01. - 31.12.2014)

100

100

4.555

4.515

454.324,53

478

401

201

0

-124.482,02

-24

77

200

201

6.950.877,19

7.504

7.397

5.056

4.816

10.259,82
523.181,00
533.440,82

3
267
270

36
269
305

90
223
313

13
442
455

4.897.565,87
314.504,25
19.051,17
93.243,40
23.050,69
(23.050,69)
5.347.415,38

2.841
335
17
865
0
(0)
4.058

2.447
310
26
38
76
(76)
2.897

1.797
0
27
764
19
(19)
2.607

721
0
22
97
0
0
840

1.749,30

0

0

0

0

12.833.482,69

11.832

10.599

7.976

6.111

2014
€

Umsatzerlöse
a) aus der Hausbewirtschaftung
b) aus Verkauf von Grundstücken
c) aus anderen Lieferungen und Leistungen

2.

Erhöhung des Bestandes an Verkaufsgrundstücken und unfertigen Leistungen

3.

Andere aktivierte Eigenleistungen

4.

Sonstige betriebliche Erträge

5.

100
6.819

Verbindlichkeiten
1.
2.
3.
4.
5.

1.

100
6.950

Rückstellungen
Steuerrückstellungen
Sonstige Rückstellungen

D.

100.000,00
6.521.034,68

Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen
a) Aufwendungen für Hausbewirtschaftung
b) Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke
c) Aufwendungen für andere Lieferungen und Leistungen

2013
T€

2012
T€

2011
T€

2010
T€

507.013,67
1.085.700,00
116.348,29

418
1.434
58

398
1.171
49

251
754
85

187
1.921
84

-609.506,40

451

2.182

197

1.160

5.420,00

2

2

25

14

453.276,16

251

1

253

0

172.877,40
348.426,08
47,52

192
1.575
0

163
2.984
31

156
658
9

155
2.704
5

6.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen

140.641,00

109

109

67

48

7.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

808.684,25

517

292

285

298

8.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
- davon Erträge aus der Abzinsung

6.857,44
(0)

1
(0)

7
(4)

1
(0,00)

101
(99)

9.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon Aufwendungen aus der Abzinsung

168.624,53
(18.038,00)

122
(21)

110
(8)

106
(19)

38

10.

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

-74.191,62

100

121

285

219

11.

Außerordentlicher Aufwand

0,00

85

0

0

0

12.

Außerordentliches Ergebnis

0,00

85

0

0

0

13.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

42.941,83

31

37

77

14

14.

sonstige Steuern

15.

Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Seite 133

7.348,57

8

7

9

4

-124.482,02

-24

77

199

201

Stadt Baden-Baden

4.13

Baden-Baden Award GmbH

Baden-Baden Award GmbH



I. Gegenstand des Unternehmens und öffentlicher Zweck
Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsausbildung
einschließlich der Studentenhilfe, insbesondere die Förderung der bundesweit ausgelobten
Bildungspreise. Der Gesellschaftszweck soll durch Auslobung und Verleihung des „BadenBaden Award“, eines Nachwuchspreises für Theater-, Film- und Veranstaltungsberufe, verwirklicht werden. Weitere Preise für eine Weiterentwicklung des Baden-Baden Award sind
möglich.

Die Baden-Baden Award GmbH führte im Berichtsjahr die Preisverleihung des Baden-Baden
Award 2014 durch. Die erbrachte Leistung stimmt mit dem Unternehmensgegenstand gemäß
Gesellschaftsvertrag überein. Der öffentliche Zweck des Unternehmens ist erfüllt.

II. Beteiligungsverhältnisse
Die EurAka Baden-Baden gGmbH (Stadt Baden-Baden) ist alleinige Gesellschafterin. Das
Stammkapital beträgt 25.000 €.

III. Besetzung der Organe
Die Organe der Gesellschaft sind die Geschäftsführung, die Gesellschafterversammlung und
der Aufsichtsrat.

Der gesetzliche Vertreter der Stadt Baden-Baden in der Gesellschafterversammlung war bis
zum 09.06.2014 Herr Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner. Seit dem 10.06.2014 ist Frau
Oberbürgermeisterin Margret Mergen die gesetzliche Vertreterin der Stadt Baden-Baden in
der Gesellschafterversammlung.

Der Aufsichtsrat besteht aus folgenden Mitgliedern:
• Herr Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner, Vorsitzender, ausgeschieden zum
09.06.2014
• Frau Oberbürgermeisterin Margret Mergen, Vorsitzende, neu eingetreten zum
10.06.2014
Seite 134

Stadt Baden-Baden

•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•

Baden-Baden Award GmbH

Herr Bürgermeister Michael Geggus, stellv. Vorsitzender
Herr Stadtrat Michael Bauer, ausgeschieden zum 28.07.2014
Herr Stadtrat Dr. Hans-Peter Ehinger
Frau Stadträtin Karin Fierhauser-Merkel, neu eingetreten zum 28.07.2014
Herr Stadtrat Werner Henn, ausgeschieden zum 28.07.2014
Herr Stadtrat Dr. Kurt Hochstuhl
Frau Stadträtin Sabine Iding-Dihlmann, neu eingetreten zum 28.07.2014
Frau Stadträtin Reinhilde Kailbach-Siegle
Herr Stadtrat Klaus Maas
Herr Stadtrat Patrick Meinhardt, neu eingetreten zum 28.07.2014
Frau Stadträtin Ulla Opitz, ausgeschieden zum 28.07.2014
Frau Stadträtin Margit Oser, ausgeschieden zum 28.07.2014
Frau Stadträtin Marianne Raven, neu eingetreten zum 28.07.2014
Herr Stadtrat Werner Schmoll, ausgeschieden zum 28.07.2014
Herr Stadtrat Uwe Serr
Frau Stadträtin Astrid Sperling-Theis, neu eingetreten zum 28.07.2014

Geschäftsführer der Gesellschaft war Herr Thomas Eibl, Fachbereichsleiter für Finanzen der
Stadt Baden-Baden.

Einzelprokura wurde an Herrn Sven Pries, Schulleiter der EurAka Baden-Baden gGmbH, Baden-Baden, erteilt.

IV. Beteiligungen der Gesellschaft
Die Baden-Baden Award GmbH ist an keinen Gesellschaften beteiligt.

V. Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Lage des Unternehmens
Die Baden-Baden Award GmbH wurde im Jahr 2009 als 100 %-ige Tochter der EurAka BadenBaden gGmbH gegründet, um jährlich die Preisverleihung der von der IHK ermittelten Preisträger des Baden-Baden Awards durchzuführen. Dabei sollen die Berufsgruppen Maskenbildner, Bühnenmaler, Bühnenplastiker, Veranstaltungskaufleute, Veranstaltungstechniker und
Mediengestalter für Bild und Ton, die hinter den Kulissen Herausragendes leisten, ins Rampenlicht gerückt und geehrt werden. Der jährliche Event hat sich in der Branche etabliert und
ist zum Highlight für alle Nachwuchskräfte in der Veranstaltungsbranche geworden.

In Abstimmung mit dem Finanzamt Baden-Baden wurde 2011 die Gemeinnützigkeit der Gesellschaft aufgegeben. Seitdem ist die Gesellschaft ertragssteuerpflichtig. Eine entsprechende Satzungsänderung erfolgte im Jahr 2013.

Seite 135

Stadt Baden-Baden

Baden-Baden Award GmbH

Insgesamt schloss das Geschäftsjahr mit einem Gesamtertrag in Höhe von 52 T€ und einem
Gesamtaufwand von 51 T€ ab. Durch den daraus entstehenden Jahresüberschuss von 1,5 T€
konnte ein Bilanzgewinn in Höhe von 4 T€ (Vorjahr: 2 T€) ausgewiesen werden, welcher auf
neue Rechnung vorgetragen werden soll.
Die betrieblichen Erträge setzen sich aus den Sponsoringerlösen in Höhe von 52 T€ (Vorjahr
53 T€) zusammen. Damit konnten die Veranstaltungskosten des Baden-Baden Award 2014
wie bereits im Vorjahr zu 100 % gedeckt werden.

Aktiva
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
aktive RAP
Gesamtvermögen

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
0
0
0
0
0
43
39
53
41
38
0
0
0
0
0
43
39
53
41
38

Das Gesamtvermögen der Gesellschaft beinhaltet kein eigenes Anlagevermögen. Es besteht
ausschließlich aus liquiden Mitteln.

Passiva
Eigenkapital
Fremdkapital

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
29
27
26
21
18
14
12
27
20
20

davon langfristig

0

0

5

10

18

passive RAP
Gesamtkapital

0
43

0
39

0
53

0
41

0
38

Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöhte sich im Geschäftsjahr 2014 durch den Jahresüberschuss um 2 T€ auf 29 T€. Durch die Gewinnung von Sponsorengelder in Höhe der geplanten
Ausgaben bestehen derzeit keine Liquiditätsprobleme.

VI. Ausblick
Die Gesellschaft hat sich mit ihrer jährlichen Preisverleihung zwischenzeitlich in der Branche
etabliert, so dass die Sponsorengelder den jährlichen Aufwand ausgleichen. Langfristig wird
angestrebt, den finanziellen Sponsorenbeitrag der EurAka durch die Gewinnung weiterer
Sponsoren zu senken. Für das Geschäftsjahr 2015 ist ein Jahresüberschuss von 500 € geplant. Das Risiko der Gesellschaft besteht in Abhängigkeit von den Sponsoren und den Kosten
Seite 136

Stadt Baden-Baden

Baden-Baden Award GmbH

der Veranstaltung, woraus sich ein bestandsgefährdendes Risiko für die Gesellschaft ergeben
kann. Die Geschäftsführung geht davon jedoch derzeit nicht aus.

VII. Kapitalzuführungen und -entnahmen durch die Stadt Baden-Baden
Das Stammkapital wurde durch die Gesellschafterin EurAka Baden-Baden gGmbH (Stadt Baden-Baden) mit 25 T€ voll einbezahlt.

Finanzbeziehung zur Stadt Baden-Baden:
Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Baden-Baden.

VIII. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
Die Baden-Baden Award GmbH hat keine eigenen Mitarbeiter.

IX. Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Positionen aus der GuV (in T€)

Gewinn-/Verlust
Umsatzerlöse
Gesamtaufwand
FK-Zinsen
Abschreibungen
Veränderung Rückstellungen,
Zunahme/Abnahme '(-)
KENNZAHLEN
Vermögenslage
Anlagenintensität

2014
2
0
51
0
0

2013
1
0
52
0
0

2012
5
0
46
0
0

2011
3
0
34
0
0

2010
11
0
41
1
0

0

0

0

0

0

2014

2013

2012

2011

0,0

0,0

0,0

0,0

Finanzlage
Eigenkapitalquote
Fremdkapitalquote
Anlagendeckung I
Anlagendeckung II

67,4
32,6
-

69,2
30,8
-

49,1
50,9
-

51,2
48,8
-

47,4
52,6
-

%
%
%
%

Ertragslage
Umsatzrentabilität
EK-Rentabilität
GK-Rentabilität
Kostendeckung
Cash-Flow

6,9
4,7
0,0
2

3,7
2,6
0,0
1

19,2
9,4
0,0
5

14,3
7,3
0,0
3

61,1
31,6
0,0
11

%
%
%
%

Seite 137

2010
0,0 % =(AV/Gesamtvermögen)*100

T€

=(EK/GK)*100
=(FK/GK)*100
=(EK/AV)*100
=((EK+ lfr. FK)/AV)*100

=(Jahresüberschuss/UE)*100
=(Jahresüberschuss/EK)*100
=((JÜ+FK-Zins)/GK)*100
=(UE/Gesamtaufw and)*100

Stadt Baden-Baden

Baden-Baden Award GmbH

Die Gesellschaft hat kein eigenes Anlagenvermögen, weshalb die Anlagenintensität sowie die
Anlagendeckung einen Wert von 0 % ausweisen. Die Eigenkapitalquote verringerte sich geringfügig auf 67,4 % (Vorjahr 69,2 %). Dagegen erhöhte sich die Fremdkapitalquote auf 32,6
% (Vorjahr 30,8 %). Die Kennzahlen der Ertragslage erhöhten sich aufgrund des, im Vergleich
zum Vorjahr, höheren Jahresüberschusses in Höhe von 2 T€.

X. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Die Prüfung durch den Abschlussprüfer Residenz Treuhand Dr. Eichhorn, Oberle und Partner GmbH hat zu keinen Einwendungen geführt.

XI. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

AKTIVA
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. sonstige Vermögensgegenstände
II. Guthaben bei Kreditinstituten

Summe Aktiva

PASSIVA
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Eigenkapital
II. Verlustvortrag
III. Jahresüberschuss

B. Rückstellungen
1. sonstige Rückstellungen
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2. Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen
3. sonstige Verbindlichkeiten

Summe Passiva

31.12.2014
€

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

46,83

0

0

0

5

42.773,55

39

53

41

33

42.820,38

39

53

41

38

31.12.2014
€

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

25.000,00
2.013,72
1.549,71
28.563,43

25
1
1
27

25
-4
5
26

25
-7
3
21

25
-18
11
18

2.500,00

3

2

2

2

6.832,40
0,00
4.924,55
11.756,95

7
0
2
9

19
5
1
25

4
10
4
18

0
18
0
18

42.820,38

39

53

41

38

Seite 138

Stadt Baden-Baden

Gewinn- und Verlustrechnung 2014
(01.01. - 31.12.2014)

Baden-Baden Award GmbH

2014
€

2013
T€

2012
T€

2011
T€

2010
T€

1. sonstige betriebliche Erträge

52.310,92

53

52

37

53

2. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen

33.350,57

29

32

27

29

3. sonstige betriebliche Aufwendungen

17.426,87

23

15

7

12

4. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

16,23

0

0

0

0

5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(davon an verbundene Unternehmen)

0,00
(0,00)

0
(0)

0
(0)

0
(0)

1
(1)

1.549,71

1

5

3

11

6. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit /
Jahresüberschuss

Seite 139

Stadt Baden-Baden

4.14

gGENF mbH

Gemeinnützige Gesellschaft zum Erwerb und
anschließender Nutzungsüberlassung des Festspielhauses mbH (gGENF mbH)


I. Gegenstand des Unternehmens und öffentlicher Zweck
Gegenstand des gemeinnützigen Unternehmens ist die Förderung von Kunst und Kultur in
Baden-Baden. Die Gesellschaft verwirklicht diesen Zweck insbesondere durch die Beschaffung von Mitteln für den Erwerb der Immobilie „Am Alten Bahnhof“ im Jahr 2020 mit dem Ziel,
diese Immobilie anschließend unter dem Marktniveau an steuerbegünstigte Körperschaften,
insbesondere an die Festspielhaus und Festspiele gGmbH (kurz: FSH gGmbH) zu überlassen,
welche diese Mittel unmittelbar für ihren steuerbegünstigten Zweck verwenden. Der öffentliche
Zweck wurde erfüllt, weil die Gesellschaft im Berichtsjahr ausschließlich für die Beschaffung
von Mitteln für den Erwerb der Immobilie „Am Alten Bahnhof“ tätig war.

II. Beteiligungsverhältnisse
Die Stadt Baden-Baden ist alleinige Gesellschafterin. Das Stammkapital beträgt 25.000 €.

III. Besetzung der Organe
Die Organe der Gesellschaft sind die Geschäftsführung und die Gesellschafterversammlung.

Der gesetzliche Vertreter der Stadt Baden-Baden in der Gesellschafterversammlung war bis
zum 09.06.2014 Herr Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner und ab dem 10.06.2014 Frau
Oberbürgermeisterin Margret Mergen.

Geschäftsführer der Gesellschaft war Herr Thomas Eibl, Fachbereichsleiter für Finanzen der
Stadt Baden-Baden.

Seite 140

Stadt Baden-Baden

gGENF mbH

IV. Beteiligungen der Gesellschaft
Die Gemeinnützige Gesellschaft zum Erwerb und anschließender Nutzungsüberlassung des
Festspielhauses mbH (gGENF mbH) ist an keinen Gesellschaften beteiligt.

V. Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Lage des Unternehmens
Die gGENF mbH wurde im Jahr 2010 als 100 %-ige Tochter der Stadt Baden-Baden für den
Erwerb und zur Sicherung der Anschlussfinanzierung der Immobilie Festspielhaus errichtet.
Die Immobilie Festspielhaus steht momentan im Eigentum der TANJA Grundstücksverwaltungs-GmbH & Co. Objekt Festspielhaus-KG (TANJA). Der Grund und Boden steht im Eigentum der Stadt Baden-Baden. Mit Erbbaurechtsvertrag vom 02.04.1996 hat die Stadt BadenBaden der TANJA an diesem Grund und Boden ein Erbbaurecht eingeräumt. Dieses Erbbaurecht endet mit Ablauf des 31.12.2036. Der Erbbaurechtsvertrag regelt, dass die Erbbauberechtigte (TANJA) zum Ablauf der Mietzeit am 30.06.2020 von der Stadt Baden-Baden den
Abkauf des Mietobjekts/Erbbaurechts verlangen kann (Andienungsrecht). Die Stadt BadenBaden muss bei einem Abkauf des Mietobjektes/Erbbaurechts rd. 18 Mio. Euro finanzieren.
Die Gründung der gGENF mbH ermöglicht die frühzeitige Ansammlung der Mittel zur Finanzierung des Festspielhauses.

Durch eine Ergänzende Vereinbarung zum Erbbaurechtsvertrag (02.04.1996) vom 02.05.2012
besteht für die Stadt Baden-Baden als Grundstückseigentümerin nun zusätzlich auch die Möglichkeit, neben der Ansammlung finanzieller Mittel auch die Ankaufsverpflichtung durch die
gGENF mbH erfolgen zu lassen.

Im September 2010 erfolgte durch die Stadt Baden-Baden die erste Zuführung zu der Kapitalrücklage der gGENF mbH in Höhe von insgesamt 1.175 T€. Diese wurde, zusammen mit dem
Stammkapital, für den Kauf von Finanzanlagen in Höhe von 1.200 T€ eingesetzt. Während im
Jahr 2011 keine weitere Zuführung zur Kapitalrücklage der gGENF mbH erfolgte, beschloss
der Gemeinderat der Stadt Baden-Baden in seiner Sitzung am 26.03.2012, dass im Jahr 2012
zusätzlich zu der bereits in der Haushaltsplanung vorgesehenen Zuführung in Höhe von 100
T€ weitere Mittel in Höhe von 300 T€ der gGENF mbH im Rahmen einer Kapitalzuführung
zugeteilt werden. Im Jahr 2013 erfolgte ebenfalls eine Kapitalzuführung in die Kapitalrücklage
in Höhe von 100 T€. Neben dem im Haushaltsplan 2014 der Stadt Baden-Baden vorgesehenen Betrag von 500 T€ hat der Gemeinderat am 24.11.2014 beschlossen, eine weitere Kapitalzuführung in Höhe von 900 T€ zu leisten. Im Berichtsjahr zahlte die Stadt Baden-Baden
somit insgesamt als weitere Zuführung 1.400 T€ in die Kapitalrücklage der gGENF mbH ein.
Seite 141

Stadt Baden-Baden

gGENF mbH

Der Bestand an Finanzlagen im Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr nicht verändert.
Dieses schließt mit einem Jahresüberschuss von 10 T€ ab. Der Jahresüberschuss entspricht
vollständig den erzielten Zinsen aus den Finanzanlagen und kurzfristigen Sparbriefen bei der
Sparkasse Baden-Baden, Gaggenau und der Volksbank Baden-Baden. Aufgrund des sehr
niedrigen Zinsniveaus für Finanzanlagen konnte lediglich ein Zinsertrag in Höhe von 11 T€
erzielt werden (Vorjahr: 14T€). Die Aufwendungen beinhalten die Kosten für die Jahresabschlussprüfung und die Kontoführungsgebühren.

Das Jahresergebnis wird vollständig in eine zweckgebundene Rücklage eingestellt werden.

Aktiva
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
aktive RAP
Gesamtvermögen

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
1.600
1.600
798
1.198
1.198
1.561
151
839
22
5
0
0
0
0
0
3.161
1.751
1.637
1.220
1.203

Das Gesamtvermögen der Gesellschaft, welches nahezu vollständig aus Finanzanlagen und
liquiden Mitteln besteht, hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1.410 T€ auf 3.161 T€ erhöht.
Die Erhöhung wurde im Wesentlichen durch die Kapitalzuführung der Stadt Baden-Baden in
Höhe von 1.400 T€ bewirkt. Das Anlagevermögen hat sich im Berichtsjahr nicht verändert.

Passiva
Eigenkapital
Fremdkapital

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
3.159
1.749
1.635
1.218
1.201
2
2
2
2
2

davon langfristig

0

0

0

0

0

passive RAP
Gesamtkapital

0
3.161

0
1.751

0
1.637

0
1.220

0
1.203

Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöhte sich zum 31.12.2014 durch den Jahresüberschuss
von 10 T€ und durch die Zuführung zur Kapitalrücklage in Höhe von 1.400 T€ auf 3.159 T€
(Vorjahr: 1.749 T€). Die zum 31.12.2014 gebildete Rückstellung enthält die externen Kosten
der Jahresabschlussprüfung (1 T€).

Seite 142

Stadt Baden-Baden

gGENF mbH

VI. Ausblick
Im Jahr 2014 erfolgte durch die Stadt bereits eine weitere Zuführung zur Kapitalrücklage in
Höhe von insgesamt 1.400 T€. In 2015 soll eine weitere Zuführung in die Kapitalrücklage der
Gesellschaft in Höhe von 500 T€ erfolgen. Die Gesellschaft sieht den Kauf neuer Finanzanlagen vor. Das Eigenkapital befindet sich bis 2015 bzw. 2017 in sicheren Finanzanlagen. Die
Festlegungen von weiteren Zuführungen durch die Stadt Baden-Baden stehen unter dem Vorbehalt der Haushaltsplanung.

VII. Kapitalzuführungen und -entnahmen durch die Stadt Baden-Baden
Das Stammkapital wurde durch die Gesellschafterin Stadt Baden-Baden mit 25 T€ voll einbezahlt.

Finanzbeziehung zur Stadt Baden-Baden:
Die Gesellschaft bildet durch die weiteren Einzahlungen der Gesellschafterin (oder weiterer
Spender) Rücklagen, um im Jahr 2020 den Gesellschaftszweck zu erreichen. In 2014 erfolgte
durch die Stadt Baden-Baden eine Kapitalzuführung in Höhe von 1.400 T€.

Weiterhin genehmigte die Gesellschafterversammlung nach § 268 Abs. 1 HGB die zum
31.12.2014 vorgenommene Einstellung des Jahresüberschusses in Höhe von 10 T€ in eine
zweckgebundene Rücklage.

VIII. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
Die gGENF mbH hatte im Berichtsjahr keine eigenen Mitarbeiter.

Seite 143

Stadt Baden-Baden

gGENF mbH

IX. Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Positionen aus der GuV (in T€)

Gewinn-/Verlust
Umsatzerlöse
Gesamtaufwand
FK-Zinsen
Abschreibungen
Veränderung Rückstellungen,
Zunahme/Abnahme '(-)

KENNZAHLEN
Vermögenslage
Anlagenintensität

2014
10
0
1
0
0

2013
14
0
1
0
0

2012
17
0
1
0
1

2011
17
0
1
0
0

2010
1
0
4
0
2

-1

1

-2

1

2

2014

2013

2012

2011

2010

50,6

91,4

48,7

98,2

99,6 % =(AV/Gesamtvermögen)*100

Finanzlage
Eigenkapitalquote
Fremdkapitalquote
Anlagendeckung I
Anlagendeckung II

99,9
0,1
197,4
197,4

99,9
0,1
109,3
109,3

99,9
0,1
204,9
204,9

99,8
0,2
101,7
101,7

99,8
0,2
100,3
100,3

%
%
%
%

Ertragslage
Umsatzrentabilität
EK-Rentabilität
GK-Rentabilität
Kostendeckung
Cash-Flow

0,3
0,3
9

0,8
0,8
15

1,0
1,0
16

1,4
1,4
18

0,1
0,1
5

%
%
%
%

=(EK/GK)*100
=(FK/GK)*100
=(EK/AV)*100
=((EK+ lfr. FK)/AV)*100

=(Jahresüberschuss/UE)*100
=(Jahresüberschuss/EK)*100
=((JÜ+FK-Zins)/GK)*100
=(UE/Gesamtaufw and)*100

T€

Durch die deutliche Steigerung des Gesamtvermögens reduzierte sich die Anlagenintensität
auf 50,6 % (Vorjahr: 91,4 %). Im Gegensatz dazu erhöhte sich der Anlagendeckungsgrad um
88,1 %, was auf die Erhöhung des Eigenkapitals zurückzuführen ist. Die Eigenkapitalquote hat
sich gegenüber den Vorjahren nicht verändert und liegt weiterhin bei 99,9 %. Die Gesellschaft
verfügt über keine Umsatzerlöse, weshalb die Kennzahlen „Umsatzrentabilität“ und „Kostendeckungsgrad“ keine Werte aufweisen.

X. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Die Prüfung durch den Abschlussprüfer Residenz Treuhand Dr. Eichhorn, Oberle und Partner GmbH hat zu keinen Einwendungen geführt.

Seite 144

Stadt Baden-Baden

gGENF mbH

XI. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

AKTIVA
A. Anlagevermögen
I. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagenvermögens

31.12.2014
€

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

1.599.500,00

1.600

798

1.198

1.198

3.569,44
1.557.765,87
1.561.335,31

0
151
151

0
839
839

0
22
22

0
5
5

Summe Aktiva

3.160.835,31

1.751

1.637

1.220

1.203

PASSIVA

31.12.2014
€

B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
II. Guthaben bei Kreditinstituten

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
Ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

25.000,00
0,00
25.000,00

25
0
25

25
0
25

25
0
25

25
0
25

3.075.000,00

1.675

1.575

1.175

1.175

59.180,87

49

35

0

0

III. Gewinnvortrag

0,00

0

0

1

0

IV. Jahresüberschuss

0,00

0

0

17

1

3.159.180,87

1.749

1.635

1.218

1.201

B. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen

850,00

2

1

2

2

C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

804,44

0

1

0

0

3.160.835,31

1.751

1.637

1.220

1.203

II. Kapitalrücklage
III. Gewinnrücklagen
1. zweckgebundene Rücklagen

Summe Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung 2014
(01.01. - 31.12.2014)

2014
€

1. Sonstige betriebliche Erträge
2. Sonstige betriebliche Aufwendungen
3. Erträge aus anderen Wertpapieren und anderen
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

6. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit /
Jahresüberschuss

2011
T€

2010
T€

2

0

0

0

947,63

1

0

1

1

10.334,73

11

17

18

4

0,00

0

1

0

2

278,75

3

1

0

0

9.665,85

15

17

17

1

0,00

0

18

-9.665,85

-15

-35

0,00

0,00

0

7. Gewinnvortrag
8. Einstellung in zweckgebundene Rücklage

2012
T€

0,00

4. Abschreibungen auf Finanzanlagen und
Wertpapieren des Umlaufvermögens
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

2013
T€

9. Bilanzgewinn

Seite 145

Stadt Baden-Baden

4.15

Energieagentur Mittelbaden gGmbH

Energieagentur Mittelbaden gGmbH



I. Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des gemeinnützigen Unternehmens ist die Durchführung von Beratungen und die
Erbringung von Serviceleistungen im Landkreis Rastatt und im Stadtkreis Baden-Baden zur
Erreichung folgender Ziele:


Öffentlichkeitsorientierte Energieberatung



Erschließung von Energieeffizienzpotentialen



Förderung regenerativer Energien



Wissenstransfer im Bereich der Energieeffizienz und der regenerativen Energien

Durch die Durchführung von Beratungen und die Erbringung von Serviceleistungen im Landkreis Rastatt und im Stadtkreis Baden-Baden im Berichtsjahr ist der öffentliche Zweck des
Unternehmens erfüllt.

II. Beteiligungsverhältnisse
Das Stammkapital beträgt 25.000 € und wird wie folgt gehalten:


Landkreis Rastatt: 10.000 € (40 %)



Stadt Baden-Baden: 2.500 € (10 %)



Stadt Baden-Baden über den Eigenbetrieb Stadtwerke Baden-Baden: 3.750 € (15 %)



Stadtwerke Bühl GmbH: 3.750 € (15 %)



star.Energiewerke GmbH & Co. KG: 3.750 € (15 %)



Stadtwerke Gaggenau: 1.250 € (5 %)

III. Besetzung der Organe
Die Organe der Gesellschaft sind die Geschäftsführung und die Gesellschafterversammlung.
Zusätzlich besteht ein Beirat, dessen Hauptaufgabe die Beratung der Geschäftsführung und
der Gesellschafterversammlung ist. Der gesetzliche Vertreter der Stadt Baden-Baden in der

Seite 146

Stadt Baden-Baden

Energieagentur Mittelbaden gGmbH

Gesellschafterversammlung ist Frau Oberbürgermeisterin Margret Mergen. Ständiger Vertreter der Oberbürgermeisterin ist Herr Erster Bürgermeister Werner Hirth.

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr:


Frau Sybille Feurer, Dipl.-Ing



Herr Claus Haberecht, Dezernent im Landratsamt Rastatt

IV. Beteiligungen der Gesellschaft
Die Energieagentur Mittelbaden gGmbH ist an keinen Gesellschaften beteiligt.

V. Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Lage des Unternehmens
Die Energieagentur Mittelbaden gGmbH hat im Berichtsjahr einen Jahresfehlbetrag in Höhe
von -17 T€ (Vorjahr -19 T€) erzielt. Die Zahl der Beratungskunden steigt weiter an und lag im
Berichtsjahr bei 417 Beratungskunden (Vorjahr 406 Beratungskunden). Die Tätigkeiten in den
vier Geschäftsfeldern gestalteten sich im Berichtsjahr wie folgt:

Geschäftsfeld Erstberatung und Information
In den Außenstellen Baden-Baden, Gaggenau und Bühl als auch in der Geschäftsstelle Rastatt wurden Erstberatungen durchgeführt. Es wurden monatliche Energiespartipps und regelmäßige Pressemitteilungen über neue Förderprogramme und ähnliches herausgegeben.

Geschäftsfeld Netzwerkarbeit und gemeinsame Aktionen
Durch eigene Veranstaltungen, wie Vortragsabende und Ausstellungen bzw. die Beteiligung
an spezifischen Aktionen in der Region wurden die Themen Energiesparen, Energie effizient
nutzen und Einsatz von erneuerbaren Energien durch die Energieagentur weitergetragen.
Durch die Konstitution und Erweiterung der „Energieberaternetzwerks“ konnte die Vernetzung
der regionalen Akteure auf mittlerweile 20 zertifizierte Energieberater gefestigt werden.

Geschäftsfeld Kommunales Energiemanagement
Die Energieagentur soll die Kommunen der Region Mittelbaden bei der Umsetzung von Klimaschutzzielen unterstützen. Es wurden Schulprojekte gestartet und umgesetzt wie zum Beispiel
das „Fifty-Fifty-Projekt“, an dem sich der Landkreis Rastatt mit neun Schulen, die Gemeinde
Durmersheim mit drei Schulen und die Stadt Baden-Baden mit acht Schulen beteiligt haben.
Seite 147

Stadt Baden-Baden

Energieagentur Mittelbaden gGmbH

Für die Stand-by-Projekte konnten im Schuljahr 2014/2015 44 Schulen mit insgesamt 82 Klassen der Stadt Baden-Baden und des Landkreises Rastatt akquiriert werden.

Geschäftsfeld Energiekonzepte und Energieausweise
Nachdem im Jahr 2013 keine Projekte durchgeführt werden konnten, fanden im Berichtsjahr
wieder Beratungen für Unternehmen zur Nutzung erneuerbarer Energien statt. Das Interesse
an Beratungen und Konzepten steigt zunehmend.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entwickelte sich im Jahr 2014 in fast allen Bereichen
entsprechend der Budgetplanung. Die Umsatzerlöse 2014 betrugen 89 T€ (Vorjahr 39 T€). Im
Vergleich zur Budgetplanung zeigt sich eine Abweichung von 20 T€, diese resultiert aus nicht
abgerufenen Leistungen bei den Fifty-Fifty-Projekten in 2014. Die sonstigen betrieblichen Erträge ergaben sich aus den Kostenbeiträgen der Gesellschafter in Höhe von 114 T€ und der
finanziellen Beteiligung der Stadt Bühl mit 3 T€ aufgrund des Kooperationsvertrags vom
13.08./21.08.2014. Die Position Aufwand für bezogene Leistungen, worunter Fremdvergaben
von Leistungen an andere Energieagenturen und freie Mitarbeiter fallen, hat sich mit 73 T€
(Vorjahr 52 T€) erneut erhöht. Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um
knapp 15 T€ auf 85 T€ angestiegen. Grund dafür ist die seit September 2014 neu geschaffene
Vollzeitstelle eines Projektingenieurs mit Schwerpunkt Energieeffizienz. Nach Abzug der Kosten für den laufenden Geschäftsbetrieb und für die Personalkosten ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von rund 17 T€. Im Wirtschaftsplan war ein Fehlbetrag von 32 T€ angesetzt.

Aktiva
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
aktive RAP
Gesamtvermögen

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
4
5
4
3
2
183
210
228
177
120
1
2
1
1
0
188
217
233
181
122

Im Berichtsjahr verringerte sich das Gesamtvermögen auf 188 T€ (Vorjahr 216 T€). Das Anlagevermögen verminderte sich nach unterjährigen Zu- und Abgängen abzüglich der Abschreibungen auf 4 T€ (Vorjahr 5 T€). Das Umlaufvermögen hat sich insgesamt um rund 27 T€ auf
183 T€ verringert.

Passiva
Eigenkapital
Fremdkapital
davon langfristig

Gesamtkapital

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
171
188
207
169
119
17
29
26
12
3
0

0

0

0

0

188

217

233

181

122

Seite 148

Stadt Baden-Baden

Energieagentur Mittelbaden gGmbH

Durch den Jahresfehlbetrag 2014 in Höhe von 17 T€ verringerte sich das Eigenkapital der
Gesellschaft entsprechend. Die Abnahme des Fremdkapitals auf 17 T€ (Vorjahr 28 T€) resultiert aus dem Rückgang der Verbindlichkeiten um 13 T€. Gleichzeitig erhöhten sich die Rückstellungen um 2 T€.

VI. Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2015 rechnet die Geschäftsführung nach der angepassten Planungsrechnung mit Erträgen in Höhe von 281 T€. Diese setzten sich aus den Kostenbeiträgen der
Gesellschafter und der Stadt Bühl von 117 T€ und Umsatzerlösen aus den Geschäftsfeldern
in Höhe von 164 T€ zusammen. Durch die vorschüssigen Gesellschafterbeiträge für das Geschäftsjahr 2015 ist die Liquidität der Gesellschaft gesichert. Für das Jahr 2015 wird ein Verlust
in Höhe von -10 T€ prognostiziert. Der Wirtschaftsplan für das Jahr 2016 geht von einem Gewinn von rund 32 T€ aus.

VII. Kapitalzuführungen und -entnahmen durch die Stadt
Das anteilige Stammkapital wurde im Jahr 2010 durch die Gesellschafterin Stadt Baden-Baden mit 2.500 € und die Gesellschafterin Stadt Baden-Baden über den Eigenbetrieb Stadtwerke Baden-Baden mit 3.750 € einbezahlt.

Finanzbeziehung zur Stadt Baden-Baden:
Gemäß der Zusatzvereinbarung zum Gesellschaftsvertrag der Energieagentur Mittelbaden
gGmbH entrichten die Gesellschafter einen Kostenbeitrag zur Deckung der anfallenden Kosten des Unternehmens, der proportional zu den Geschäftsanteilen zu leisten ist. Die Stadt
Baden-Baden hat im Jahr 2014 einen Betrag von 11.400 € entrichtet. Zudem haben die Stadtwerke Baden-Baden entsprechend ihrem Anteil von 15 % einen Betrag von 17.100 € geleistet.

Der Gemeinderat der Stadt Baden-Baden hat in seiner Sitzung am 12.05.2014 entschieden,
die Energieagentur Mittelbaden für weitere fünf Jahre bis 9/2020 unter Beibehaltung des bisherigen Kostenbeitrags weiterzuführen.

VIII. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
Seit dem 01.01.2012 ist Frau Dipl.-Ing. Sybille Feurer in Vollzeit als Geschäftsführerin tätig.
Derzeit wird sie durch Personalgestellung einer 20 Stunden Stelle des Landratsamts Rastatt

Seite 149

Stadt Baden-Baden

Energieagentur Mittelbaden gGmbH

unterstützt. Zusätzlich bestehen zwei Rahmenverträge mit freien Mitarbeitern. Seit September
2014 wurde eine zusätzliche Vollzeitstelle aufgenommen, die sich überwiegend dem Bereich
Energieeffizienz widmet. Mittelfristig wird im Zuge des Ausbaus der vergütungspflichtigen Geschäftsfelder mit zusätzlichem Personalbedarf gerechnet, um die Nachfrage im Bereich Energieeffizienz abdecken zu können.

IX. Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Positionen aus der GuV (in T€)
2014

2013

2012

2011

2010

Gewinn/Verlust
Umsatzerlöse
Gesamtaufwand
FK-Zinsen
Abschreibungen

-17
89
223
0
1

-19
39
178
0
2

38
34
144
0
2

50
9
107
0
1

94
0
12
0
0

Veränderung
Rückstellungen,
Zunahme/
Abnahme (-)

2

2

2

1

0

KENNZAHLEN
Vermögenslage
Anlagenintensität
Finanzlage
Eigenkapitalquote
Fremdkapitalquote
Anlagendeckung I
Anlagendeckung II
Ertragslage
Umsatzrentabilität
EK-Rentabilität
GK-Rentabilität
Kostendeckung
Cash-Flow

2014

2013

2012

2011

2010
1,6 % =(AV/Gesamtvermögen)*100

2,1

2,3

1,7

1,7

91,0
9,0
4.275,0
4.275,0

87,0
13,0
3.760,0
3.760,0

88,8
11,2
5.175,0
5.175,0

93,4
6,6
5.633,3
5.633,3

97,5
2,5
5.950,0
5.950,0

-19,1
-9,9
-9,0
39,9
-14

-48,7
-10,1
-8,8
21,9
-15

111,8
18,4
16,3
23,6
42

555,6
29,6
27,6
8,4
52

0,0
79,0
77,0
0,0
94

%
%
%
%

=(EK/GK)*100
=(FK/GK)*100
=(EK/AV)*100
=((EK+ lfr. FK)/AV)*100

% =(Jahresüberschuss/UE)*100
% =(Jahresüberschuss/EK)*100
% =((JÜ+FK-Zins)/GK)*100
% =(UE/Gesamtaufwand)*100
T€

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 91 %. Aufgrund der deutlichen Erhöhung der
Umsatzerlöse hat sich die Umsatzrentabilität im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Sie liegt
aber noch immer im negativen Bereich. Auch der Kostendeckungsgrad wurde durch die höheren Umsatzerlöse positiv beeinflusst. Der Cash-Flow bleibt durch den erneuten Jahresverlust
weiterhin negativ.

Seite 150

Stadt Baden-Baden

Energieagentur Mittelbaden gGmbH

X. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Die Prüfung durch den Abschlussprüfer Eversheim Stuible Treuberater GmbH hat zu keinen Einwendungen geführt.

XI. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
Bilanz zum 31.12.2014
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
€
T€

Aktiva
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen
Lizenzen an solchen Rechten und Werten

388,00

1

1

1

1

4.095,00
4.483,00

4
5

3
4

2
3

0
1

6.897,50
1.945,46
8.842,96

9
16
25

0
33
33

0
62
62

0
30
30

173.743,11

185

194

115

91

182.586,07

210

227

177

121

855,17

2

1

1

0

Summe Aktiva

187.924,24

217

232

181

122

Passiva

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
€
T€
T€
T€
T€

II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Sonstige Vermögensgegenstände

II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben,
Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

C. Rechnungsabgrenzungsposten

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Gewinnvortrag
III. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss

B. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
2. Sonstige Verbindlichkeiten
(davon aus Steuern)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit)

Summe Passiva

25.000,00
163.019,90
-17.339,55
170.680,35

25
182
-19
188

25
144
38
207

25
94
50
169

25
0
94
119

9.330,00

8

5

4

3

1.400,00
6.513,89
(1.302,87)
(904,04)
7.913,89

1
20
(1)
(1)
21

5
15
(0)
(0)
20

0
8
(0)
(0)
8

0
0
(0)
(0)
0

187.924,24

217

232

181

122

Seite 151

Stadt Baden-Baden

Gewinn- und Verlustrechnung 2014
(01.01. - 31.12.2014)

Energieagentur Mittelbaden gGmbH

2014
€

2010
T€

2011
T€

2012
T€

2013
T€

88.665,66

39

34

9

0

2. Sonstige betriebliche Erträge

116.900,00

120

147

147

106

3. Gesamtleistung

205.565,66

159

181

156

106

73.471,12

52

19

9

0

68.330,34

57

57

36

0

16.792,06
(2.606,06)

14
(3)

13
(3)

7
(0)

0
(0)

1.456,41

2

2

1

0

63.224,28

54

53

53

12

369,00

1

1

0

0

-17.339,55

-19

38

50

94

0,00

0

0

0

0

-17.339,55

-19

38

50

94

1. Umsatzerlöse

4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung
(davon für Altersversorgung)
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagemermögens und Sachanlagen
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
11. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

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5.

Beteiligungsbericht 2014

Eigenbetriebe

Seite 153

Stadt Baden-Baden

5.1

Stadtwerke Baden-Baden

Stadtwerke Baden-Baden 

I. Gegenstand des Unternehmens und öffentlicher Zweck
Gegenstand des Eigenbetriebs ist die Versorgung der Bevölkerung mit Strom, Gas, Wärme,
Wasser und Telekommunikation und den damit verbundenen Dienstleistungen, die Personenbeförderung durch Verkehrsmittel verschiedener Art sowie den Betrieb von Bädern.

Diese Leistungen wurden im Berichtsjahr erbracht und stimmen mit dem Unternehmensgegenstand gemäß Betriebssatzung überein.

II. Beteiligungsverhältnisse
Das von der Stadt Baden-Baden erbrachte Stammkapital beträgt 24.500 T€.

III. Besetzung der Organe
Die Organe der Stadtwerke Baden-Baden sind der Gemeinderat, der Betriebsausschuss und
die Geschäftsführung.
Der Betriebsausschuss setzte sich im Jahr 2014 wie folgt zusammen:


















Herr Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner, Vorsitzender (bis 09.06.2014)
Frau Oberbürgermeisterin Margret Mergen, Vorsitzende (ab 10.06.2014)
Herr Erster Bürgermeister Werner Hirth, ständiger Vertreter des Vorsitzenden
Herr Stadtrat Paul Haußmann
Herr Stadtrat Werner Henn ab 28.07.2014
Herr Stadtrat Rainer Lauerhaß
Herr Stadtrat Fritz Leese bis 28.07.2014
Herr Stadtrat Dr. Werner Löhle
Herr Stadtrat Klaus Maas
Frau Stadträtin Margit Oser ab 28.07.2014
Herr Stadtrat Rolf Pilarski ab 28.07.2014
Frau Stadträtin Marianne Raven ab 28.07.2014
Herr Stadtrat Hans Schindler bis 28.07.2014
Herr Stadtrat Hans-Jürgen Schnurr
Herr Stadtrat Ralf Schwellinger bis 28.07.2014
Herr Stadtrat Günter Seifermann
Herr Stadtrat Alfons Seiterle
Herr Stadtrat Michael Velten

Geschäftsführer im Berichtsjahr war Dipl.-Ing. Rainer Pahl.
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Stadtwerke Baden-Baden

IV. Beteiligungen des Eigenbetriebs


Parkgaragengesellschaft Baden-Baden mbH (PGG)
Stammkapital: 4.800.000 €
Der Eigenbetrieb Stadtwerke Baden-Baden ist alleiniger Gesellschafter.
Zwischen den Stadtwerken und der PGG besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.



Windpool GmbH & Co KG
Die Stadtwerke Baden-Baden halten einen Kommanditanteil an der Windpool GmbH &
Co KG im Wert von 1.050.000,00 €.



Gemeinschaftskraftwerk Baden-Baden GmbH (GKB)
Stammkapital: 512.000 €
Die Stadtwerke Baden-Baden halten eine Stammeinlage von 256.000 € (50 %).



TelemaxX Telekommunikation GmbH:
Stammkapital: 2.000.000 €.
Die Stadtwerke Baden-Baden halten eine Stammeinlage von 181.800 € (9,09 %).



Endica GmbH
Stammkapital: 500.000,00 €
Im Berichtsjahr erwarben die Stadtwerke einen Anteil am Stammkapital der Endica
GmbH in Höhe von 5.000,00 € (1 %).



Karlsruher Verkehrsverbund GmbH (KVV):
Stammkapital: 63.911,49 €.
Der Eigenbetrieb Stadtwerke Baden-Baden ist mit einer Stammeinlage von 5.112,92 €
(8 %) beteiligt.



Energieagentur Mittelbaden gGmbH:
Stammkapital: 25.000 €
Der Eigenbetrieb Stadtwerke Baden-Baden ist mit 3.750 € (15 %) beteiligt.



Solaranlage MLG:
Im Rahmen eines mit der Gemeinschafts-Solaranlage Baden-Baden geschlossenen
Vertrages erwarben die Stadtwerke Baden-Baden drei Eigentumsanteile an der Gesellschaft des bürgerlichen Rechts in Höhe von 2.358,29 €.



ASEW Energie und Umwelt Service GmbH & Co. KG:
Der Eigenbetrieb Stadtwerke ist als Kommanditist mit einer Einlage in Höhe von 1.300
€ beteiligt.



Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA):
Verschiedene Energieversorgungsunternehmen aus Baden-Württemberg haben sich
zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts zusammengeschlossen, um einen Anteil von
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Stadt Baden-Baden

Stadtwerke Baden-Baden

insgesamt 25,1 % des Stammkapitals der KEA zu übernehmen. Die Stadtwerke Baden-Baden sind über die Energieagenturbeteiligungs- GbR mit einem Anteil von 766,94
€ (rund 0,1 %) beteiligt. Die Beteiligung wird im Rahmen eines Treuhandverhältnisses
vom Verband der Elektrizitätswerke Baden-Württemberg e.V. als Treuhänder gehalten.

V. Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Lage des Unternehmens
Das abgelaufene Geschäftsjahr war erneut von den verschiedenen politischen Entscheidungen bezüglich der Energiewende geprägt. Dazu zählen insbesondere die Novelle des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG), Debatten über Kapazitätsmärkte, der Ausbau von Stromtrassen sowie die Novellierung des Gesetzes für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWKG). Sämtliche Verordnungs- und Gesetzesänderungen hatten Auswirkungen sowohl auf die Geschäftsprozesse als auch auf die
IT- und EDV-Systeme des Eigenbetriebs Stadtwerke Baden-Baden. Mit Beteiligung der „endica GmbH“ konnten Lösungen dafür entwickelt werden.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Jahresüberschuss 2014 verschlechtert. Der Eigenbetrieb Stadtwerke Baden-Baden konnte im Berichtsjahr einen Gewinn von 1,1 Mio. € (Vorjahr
3,3 Mio. €) erwirtschaften. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass das Jahresergebnis 2013
durch eine Betriebsprüfung des Finanzamtes positiv beeinflusst wurde. Laut dem Wirtschaftsplan 2014 war ein Gewinn von 500 T€ vorgesehen. Die Versorgungsbetriebe erwirtschafteten
einen Gewinn von 5,8 Mio. € (Vorjahr 6,3 Mio. €), während die Bäderbetriebe mit einem Verlust
von -2,0 Mio. € (Vorjahr -1,1 Mio. €) und die Verkehrsbetriebe mit einem Verlust von -2,7 Mio.
€ (Vorjahr -1,9 Mio. €) abschlossen.

Aufgrund des milden Winters 2013/2014 konnte die Menge im Strom- und Gasabsatz des Vorjahres nicht erwirtschaftet werden. Witterungsbedingt gingen somit auch die Umsatzerlöse um
im Vergleich zum Jahr 2013 um 1.872 T€ auf 73.773 T€ zurück. Die Umsatzerlöse setzen sich
wie folgt zusammen:

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Umsatzerlöse je Betriebszweig
Stromversorgung
Gasversorgung
Wasserversorgung
Wärmeversorgung
Bäderbetrieb
Omnibusbetrieb
Bergbahnbetrieb
Nebengeschäft
Versorgungsbetriebe
Auflösung empfangener
Ertragszuschüsse
Betriebe insgesamt

Stadtwerke Baden-Baden

2014
T€
39.889
15.836
6.256
559
305
7.547
393

2013
T€
37.995
19.986
5.938
734
396
7.423
305

2012
T€
35.177
17.756
5.891
638
345
7.234
300

2011
T€
33.978
15.740
5.937
608
308
7.310
282

2010
T€
34.434
20.263
5.867
504
370
7.914
260

2.713

2.541

2.381

2.317

1.796

275

327

364

399

467

73.773

75.645

70.086

66.879

71.874

Bei den Aufwendungen reduzierte sich der Materialaufwand im Vergleich zu 2013 um 2.706
T€ auf 44.470 T€ hauptsächlich durch den im Vergleich zum Vorjahr witterungsbedingt niedrigeren Gasbezug im Gasvertrieb. Der Personalaufwand ist gegenüber dem Jahr 2013 um
1.156 T€ auf 20.389 T€ angestiegen. Grund dafür ist neben der Tariferhöhung der höhere
Mitarbeiterstand (siehe auch Punkt VIII.). Im Beteiligungsergebnis sind Gewinnausschüttungen der TelemaxX GmbH in Höhe von 118 T€ sowie der Gemeinschaftskraftwerk Baden-Baden GmbH in Höhe von 90 T€ für 2013 enthalten. Aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der
Parkgaragengesellschaft mbH haben die Stadtwerke Baden-Baden eine Gewinnabführung
von 1.103 T€ erhalten. Die Aufwendungen für Verlustübernahme in Höhe von 200 T€ betreffen
ausschließlich die vereinbarte Verlustübernahme des KVV.

Beim Betriebszweig Stromversorgung sind im Berichtsjahr Mengenrückgänge um 3,6 GWh
im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Die Stromabgabe verringerte sich auf 165,1 GWh.
Die Mengenrückgänge konnten durch Preiserhöhungen ausgeglichen werden. Die Umsatzerlöse erhöhten sich trotz einer leicht gesunkenen Absatzmenge. An Netzkunden, die vertriebsseitig nicht durch die Stadtwerke Baden-Baden versorgt werden, wurden insgesamt 104,1 Mio.
kWh Strom (Vorjahr 109,0 kWh) durchgeleitet. Das anteilige Unternehmensergebnis im Strombereich mit den Teilen Vertrieb, Netz und sonstige Aktivitäten beläuft sich im Berichtsjahr auf
einen Gewinn in Höhe von 3.945 T€ (Vorjahr 3.568 T€).
Bei der Gasversorgung hat sich der Gasabsatz aufgrund des warmen Frühjahres im Wirtschaftsjahr 2014 deutlich um rund 100 Mio. GWh auf 305,8 GWh abgesenkt. Die Versorgung
der Kunden erfolgte störungsfrei und mit immer ausreichender Mengenverfügbarkeit. An Netzkunden, die vertriebsseitig nicht durch die Stadtwerke Baden-Baden versorgt werden, wurden

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Stadtwerke Baden-Baden

insgesamt 161,6 Mio. kWh (Vorjahr 162,5 Mio. kWh) Gas durchgeleitet. Das anteilige Unternehmensergebnis der Gasversorgung mit den Teilen Vertrieb, Netz und sonstige Aktivitäten
beläuft sich auf einen Gewinn in Höhe von 2.580 T€ (Vorjahr 3.252 T€).
Die Umsatzerlöse der Wasserversorgung haben im Vergleich zum Jahr 2013 um 318 T€
zugenommen. Bedingt durch die vermehrte Wasserabnahme eines Großkunden aus dem Versorgungsnetz, konnte die Wasserabgabe gesteigert werden. Sie betrug im Berichtsjahr insgesamt 3.527 Tsd. m³ (Vorjahr 3.326 Tsd. m³). Die Darbietungskosten für den Fremdbezug bzw.
die Eigenförderung sind im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 64 T€ auf 667 T€ gesunken. Dies lag im Wesentlichen daran, dass es keinen Fremdbezug gab. Die Konzessionsabgabe konnte nur im Verbund der Versorgungsbetriebe erwirtschaftet werden. Das anteilige
Unternehmensergebnis im Bereich der Wasserversorgung beläuft sich auf einen Verlust von 475 T€ (Vorjahr -347 T€).
Die milde Winterperiode 2013/2014 hat die Abgabemenge im Bereich der Wärmeversorgung
im Jahr 2014 absinken lassen. Sie lag im Berichtsjahr mit 6.033 MWh deutlich unter der Abgabe des Vorjahres (Vorjahr 8.021 MWh). Dadurch sind die Erlöse aus der Wärmeabgabe um
175 T€ auf 559 T€ im Jahr 2014 gesunken. Im Bereich der Aufwendungen waren im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr für den Gasbezug 16 T€ und für Hackschnitzel 37 T€ weniger
aufzubringen. Das anteilige Unternehmensergebnis im Bereich der Wärme beläuft sich auf
einen Verlust in Höhe von -288 T€ (Vorjahr -154 T€).
Die Besucherzahlen des Bäderbetriebes haben 2014 im Vergleich zum Vorjahr deutlich abgenommen. Insgesamt besuchten im Berichtsjahr 151.389 (Vorjahr 211.970) Badegäste die
Bäder. Dies macht sich auch bei den Verkaufserlösen bemerkbar, die sich im Vergleich zum
Jahr 2013 um 91 T€ auf 305 T€ im Berichtsjahr reduzierten. Die betriebsbedingten Aufwendungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 78 T€ auf 2.508 T€ hauptsächlich aufgrund
des gestiegenen Personalaufwands. Das anteilige Unternehmensergebnis in diesem Bereich
beläuft sich im Jahr 2013 auf einen Verlust von -2.015 T€ (Vorjahr -1.100 T€). Das Vorjahresergebnis wurde durch die Betriebsprüfung des Finanzamtes beeinflusst.
Im Bereich des Omnibusbetriebes sind die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 124 T€ auf
7.547 T€ angestiegen. Im Geschäftsjahr 2014 hat sich die Anzahl der Personenbeförderungen
bei der Baden-Baden-Linie mit rund 9,2 Mio. gegenüber dem Vorjahr (9,2 Mio. in 2013) nicht
verändert. Der Gemeinschaftstarif im Karlsruher Verkehrsverbund wurde zum 15.12.2013 und
14.12.2014 angehoben. Die betriebsbedingten Aufwendungen erhöhten sich im Vergleich zu

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Stadtwerke Baden-Baden

2013 um 935 T€ auf 12.967 T€. Wesentliche Veränderungen ergaben sich beim Personalaufwand sowie insbesondere beim sonstigen Aufwand. Das anteilige Unternehmensergebnis verschlechterte sich von -1.827 T€ im Vorjahr auf einen Verlust von -2.662 T€ im Berichtsjahr.
Die Erlöse des Bergbahnbetriebs sind im Vergleich zum Vorjahr um 88 T€ auf 393 T€ gestiegen. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 268 Tsd. Personen (Vorjahr 210 Tsd. Personen) befördert. Dadurch hat sich das anteilige Unternehmensergebnis des Bergbahnbetriebs um 74
T€ auf 18 T€ im Berichtsjahr gegenüber dem Verlust des Vorjahres in Höhe von – 56 T€ gesteigert.

Die Konzessionsabgaben für die Betriebszweige Strom-, Gas- und Wasserversorgung wurden
im Verbund voll erwirtschaftet. An die Stadt Baden-Baden sowie an die Gemeinden Hügelsheim und Iffezheim sind 3,01 Mio. € abzuführen.

Aktiva
Anlagevermögen 1)
Umlaufvermögen
aktive RAP
Gesamtvermögen
Bilanzsumme

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
54.586
54.740
50.845
50.587
49.564
43.477
38.703
45.785
42.297
47.186
56
73
92
31
21
98.119
93.516
96.722
92.915
96.771
104.350
99.167
102.230
98.128
101.900

1) Abzüglich Ertrags- und Investitionszuschüsse, deshalb Differenz Gesamtvermögen/Bilanzsumme

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 5.183 T€ erhöht. Die Buchwerte der
immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erhöhten sich gegenüber dem
Vorjahr um 427 T€ auf 54.372 T€. Die Veränderung resultiert aus Zugängen (5.317 T€), Abgängen zu Restbuchwerten (1 T€) und Abschreibungen (4.889 T€). Die Zugänge betreffen im
Wesentlichen die Stromversorgung (2.504 T€), die gemeinsamen Anlagen (909 T€) sowie den
Omnibusbetrieb (713 T€). Die Finanzanlagen haben sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig verändert. Im Bereich des Umlaufvermögens sind vor allem die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1.494 T€ auf 25.293 T€ im Berichtsjahr zurückgegangen. Grund
dafür sind die gesunkenen Forderungen der Verbrauchsabgrenzung Gas. Die flüssigen Mittel
sind im Vergleich zum Vorjahr um 6.361 T€ auf 12.532 T€ angestiegen.

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Stadt Baden-Baden

Passiva 2)
Eigenkapital 3)
Fremdkapital

Stadtwerke Baden-Baden

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
46.605
46.101
44.265
44.665
43.313
51.501
47.353
52.392
48.236
53.449

davon langfristig

passive RAP
Gesamtkapital
Bilanzsumme

8.077

5.274

4.305

4.680

4.293

13
98.119
104.350

61
93.516
99.167

65
96.722
102.230

14
92.915
98.128

9
96.771
101.900

2) Ohne Ertrags- und Investitionszuschüsse, deshalb Differenz Gesamtkapital/Bilanzsumme
3) Einschließlich abzuführender Gewinn

Das Eigenkapital der Stadtwerke hat sich im Berichtsjahr um 504 T€ auf 46.605 T€ erhöht. Die
erhaltenen Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 853 T€ auf 5.379 T€. Die empfangenen Ertragszuschüsse verminderten sich gemäß
der planmäßigen Auflösung um 274 T€. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 4.720 T€ auf
45.090 T€ im Jahr 2014. Nennenswert sind dabei die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die sich im Berichtsjahr um 2.430 T€ auf 8.425 T€ erhöht haben. Dies Anstieg resultiert
im Wesentlichen aus dem Saldo der im Berichtsjahr geleisteten planmäßigen Tilgungen und
der Neuaufnahme eines Darlehens in Höhe von 3.500 T€.

VI. Ausblick
Für die kommenden Jahre wird weiterhin von einer stabilen Kundenbindung ausgegangen.
Aufgrund der konkurrenzfähigen Angebote wird von Seiten des Eigenbetriebs Stadtwerke Baden-Baden mit der Rückgewinnung verschiedener Industrie- und Gewerbekunden gerechnet.
Durch die Einführung des 15-Minutentaktes auf der Linie 205 und weiterer Maßnahmen wird
eine deutliche Qualitätssteigerung, aber auch Kostensteigerung im ÖPNV erwartet. Der Wirtschaftsplan für 2015 weist einen Jahresüberschuss in Höhe von 800 T€ aus.

Für die künftigen Jahre geht die Geschäftsführung von einem weiterhin positiven, jedoch sinkenden Geschäftsergebnis aus.

VII. Kapitalzuführungen und -entnahmen durch die Stadt
Die Stammeinlage der Stadt Baden-Baden blieb im Berichtsjahr unverändert.

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Stadtwerke Baden-Baden

Finanzbeziehungen zur Stadt Baden-Baden:
Die Konzessionsabgaben für die Betriebszweige Strom-, Gas- und Wasserversorgung wurden
im Verbund voll erwirtschaftet. An die Stadt Baden-Baden wurden für das Jahr 2014 insgesamt
2.986 T€ abgeführt.
Der Verwendung des Jahresgewinns 2013 in Höhe von 3.335.491,23 € liegt der Beschluss
des Gemeinderats vom 28. Januar 2015 zugrunde. Vom Jahresgewinn 2013 werden
1.500.000,00 € an den Haushalt der Stadt abgeführt und 1.835.491,35 € auf neue Rechnung
vorgetragen. Ein Gemeinderatsbeschluss über die Verwendung des Jahresgewinns 2014 lag
bei der Erstellung des Beteiligungsberichts noch nicht vor.

VIII. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Beamte
Beschäftigte
Auszubildende
Summe*
*darunter Teilzeitbeschäftigte
*ohne Zeitverträge,
Sonderurlaub, Rente auf Zeit

2014
4
345
52
401

2013
4
340
49
393

2012
4
337
54
395

2011
4
333
49
386

2010
4
335
47
386

(56)

(51)

(50)

(51)

(45)

(31)

(29)

(24)

(28)

(26)

IX. Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Positionen aus der GuV (in T€)
Gewinn/Verlust
Umsatzerlöse 4)
Gesamtaufwand
FK-Zinsen
Abschreibungen
Veränderung Rückstellungen,
Zunahme/Abnahme (-)

2014
1.104
73.498
79.988
257
4.890

2013
3.335
75.317
81.516
316
4.759

2012
1.100
69.722
77.063
226
4.777

2011
2.515
66.480
73.243
206
4.940

2010
2.138
71.407
77.115
434
5.121

-572

-313

-353

-113

1.101

4) Ohne Erlöse aus der Auflösung empfangener Ertragszuschüsse

Seite 161

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KENNZAHLEN
Vermögenslage
Anlagenintensität

Stadtwerke Baden-Baden
2014

2013

2012

2011

2010

55,6

58,5

52,6

54,4

51,2 % =(AV/Gesamtvermögen)*100

Finanzlage
Eigenkapitalquote
Fremdkapitalquote
Anlagendeckung I
Anlagendeckung II

47,5
52,5
85,4
100,2

49,3
50,6
84,2
93,9

45,8
54,2
87,1
95,5

48,1
51,9
88,3
97,5

44,8
55,2
87,4
96,0

Ertragslage
Umsatzrentabilität
EK-Rentabilität
GK-Rentabilität
Kostendeckung
Cash-Flow

1,5
2,4
1,4
91,9
5.422

4,4
7,2
3,9
92,4
7.781

1,6
2,5
1,4
90,5
5.524

3,8
5,6
2,9
90,8
7.342

3,0
4,9
2,7
92,6
8.360

%
%
%
%

=(EK/GK)*100
=(FK/GK)*100
=(EK/AV)*100
=((EK+ lfr. FK)/AV)*100

% =(Jahresüberschuss/UE)*100
% =(Jahresüberschuss/EK)*100
% =((JÜ+FK-Zins)/GK)*100
% =(UE/Gesamtaufwand)*100
T€

Im Vergleich zum Jahr 2013 ist eine Verminderung der Anlagenintensität auf 55,6 % im Jahr
2014 zu verzeichnen. Grund dafür ist hauptsächlich die Zunahme des Umlaufvermögens. Aufgrund des deutlich niedrigeren Jahresgewinns ist die Eigenkapitalquote auf 47,5 % gefallen.
Im Gegenzug dazu ist die Fremdkapitalquote auf 52,5 % gestiegen. Das niedrigere Jahresergebnis wirkt sich auch auf die Ertragslage aus, deren Kennzahlen sich alle im Vergleich zum
Jahr 2013 verschlechtert haben. Jedoch wurde das Jahresergebnis 2013 durch die Auswirkungen einer Betriebsprüfung des Finanzamtes positiv beeinflusst.

X. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Die Prüfung durch den Abschlussprüfer INVRA Treuhand AG hat zu keinen Einwendungen geführt.

Seite 162

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Stadtwerke Baden-Baden

XI. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
Aktiva
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten
und Werten
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit
Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit
Wohnbauten
3.
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen
5. Verteilungsanlagen
6. Streckenausrüstung und Sicherheitsanlagen
7. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr
8. Betriebs- und Geschäftsausstattung
9. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Beteiligungen
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
4. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile

B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
2. Noch nicht abgerechnete Aufträge
3. Waren

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
3. Forderungen gg. Unternehmen mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
4. Forderungen an die Gemeinde
5. Sonstige Vermögensgegenstände

III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

C. Rechnungsabgrenzungsposten
Sonstige Abgrenzungen
Summe Aktiva

31.12.2014
€

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

835.978,00

1.015

1.192

1.287

1.876

9.474.037,37

9.932

8.123

8.496

8.419

82.728,06

84

85

85

87

468.727,02
3.647.315,00
34.429.787,00
175.911,00
1.415.022,00
3.192.607,00
649.621,73
53.535.756,18

464
3.491
33.493
262
1.411
2.929
865
52.931

460
3.144
31.230
353
1.975
2.712
1.763
49.845

458
3.317
30.358
444
2.055
2.602
1.379
49.194

449
1.931
30.071
1.009
2.263
2.793
477
47.499

4.800.000,00
1.631.392,32

4.800
1.631

4.800
511

4.800
511

4.800
511

10.208,28
3.447,03
6.445.047,63

10
4
6.445

0
5
5.316

0
7
5.318

0
7
5.318

60.816.781,81

60.391

56.353

55.799

54.693

1.074.420,77
25.802,32
242.747,43
1.342.970,52

1.153
249
235
1.637

1.093
161
242
1.496

1.206
280
174
1.660

1.144
192
172
1.508

25.293.439,68
1.306.228,69

26.787
967

29.776
836

24.041
1.182

25.681
814

963.162,44
244.926,33
1.793.839,48
29.601.596,62

1.377
174
1.590
30.895

842
70
778
32.302

973
483
1.331
28.010

900
4.303
1.335
33.033

12.532.390,86

6.171

11.988

12.628

12.645

43.476.958,00

38.703

45.786

42.298

47.186

55.937,01

72

92

31

21

104.349.676,82

99.166

102.231

98.128

101.900

Seite 163

Stadt Baden-Baden

Passiva
A. Eigenkapital
I. Stammkapital
II. Allgemeine Rücklagen
III. Gewinnrücklagen
IV. Gewinn
1. Gewinn/Verlust der Vorjahre
2. Verwendung für den Haushalt der Gemeinde
3. Jahresgewinn

B. Sonderposten für Investitionszuschüsse
C. Empfangene Ertragszuschüsse
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen
2. Steuerrückstellungen
3. Sonstige Rückstellungen

E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
(davon mit einer Restlauftzeit bis zu einem Jahr)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
5. Verbindlichkeiten gegenüber der Gemeinde
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
6. Sonstige Verbindlichkeiten
davon
a) mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
b) aus Steuern
c) im Rahmen der sozialen Sicherheit

F. Rechnungsabgrenzungsposten
Summe Passiva

Stadtwerke Baden-Baden

31.12.2014
€

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

24.500.000,00

24.500

24.500

24.500

24.500

13.099.672,12

13.100

13.100

13.100

13.100

8.940,00

9

9

9

9

8.492.015,63
-600.000,00
1.104.268,33
8.996.283,96

6.656
-1.500
3.336
8.492

7.056
-1.500
1.100
6.656

5.704
-1.163
2.515
7.056

4.566
-1.000
2.138
5.704

46.604.896,08

46.101

44.265

44.665

43.313

5.378.842,00

4.525

4.055

3.395

2.911

851.717,00

1.126

1.454

1.818

2.217

3.409.317,00
170.586,00
2.831.398,34
6.411.301,34

3.273
325
3.385
6.983

3.203
761
3.332
7.296

3.162
1.160
3.328
7.650

3.205
786
3.772
7.763

8.424.639,44
(1.140.415,77)
5.911.289,08
(5.911.289,08)
4.974.524,83
(4.974.524,83)

5.995
(1.007)
4.926
(4.927)
4.846
(4.846)

5.402
(910)
6.569
(6.569)
4.605
(4.605)

5.490
(795)
7.408
(7.408)
5.342
(5.342)

4.990
(697)
6.565
(6.565)
5.113
(5.113)

1.223.586,69
(1.223.586,69)
4.850.420,76
(4.850.420,76)
19.705.800,64

545
(545)
5.288
(5.288)
18.770

231
(231)
6.400
(6.400)
21.889

17
(17)
5.156
(5.156)
17.173

134
(134)
6.317
(6.317)
22.568

(19.705.800,64)
(1.724.512,84)
(24.473,36)
45.090.261,44

(18.770)
(2.059)
(58)
40.370

(21.889)
(726)
(89)
45.096

(17.173)
(741)
(113)
40.586

(22.568)
(1.228)
(92)
45.687

12.658,96

61

65

14

9

104.349.676,82

99.166

102.231

98.128

101.900

Seite 164

Stadt Baden-Baden

Gewinn- und Verlustrechnung 2014
(01.01. - 31.12.2014)

Stadtwerke Baden-Baden

2014
€

2013
T€

2012
T€

2011
T€

2010
T€

78.710.645,20
-3.283.159,70
-1.654.454,22
73.773.031,28

81.190
-3.359
-2.186
75.645

75.550
-3.450
-2.014
70.086

72.069
-3.367
-1.823
66.879

77.705
-3.582
-2.249
71.874

-223.006,68
461.714,94
5.756.976,67

88
470
7.633

-119
470
6.783

88
468
6.990

50
497
5.890

39.875.255,52
4.594.805,36

42.456
4.720

38.749
4.769

36.147
4.763

40.413
4.025

15.608.207,69

14.701

14.436

13.671

13.447

4.780.666,72
(1.622.103,21)

4.531
(1.622)

4.496
(1.593)

4.266
(1.407)

4.266
(1.491)

7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
9. Erträge aus Beteiligungen
(davon aus verbundenen Unternehmen)
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
(davon aus verbundenen Unternehmen)
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
(davon aus verbundenen Unternehmen)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(davon an verbundene Unternehmen)
(davon aus Aufzinsung von Rückstellungen)

4.889.629,29
8.696.073,27
208.170,00
(0,00)
345,72
(0,00)
11.659,28
(0,00)
457.320,27
(22.150,00)
(199.984,20)

4.759
7.737
193
(0)
0
(0)
19
(0)
510
(24)
(194)

4.778
8.621
268
(0)
0
(0)
51
(0)
424
(30)
(198)

4.940
7.694
268
(0)
0
(0)
93
(0)
424
(44)
(215)

5.121
7.609
268
(0)
1
(0)
58
(0)
433
(45)
(203)

13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

1.086.933,09

4.634

1.266

2.881

3.324

14. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen
15. Aufwendungen aus Verlustübernahme

1.102.883,45
199.914,89
902.968,56

803
198
605

625
163
462

971
162
809

614
173
441

0,00
775.007,09
110.626,23

0
1.717
187

0
512
115

0
1.067
108

138
1.313
176

1.104.268,33

3.335

1.101

2.515

2.138

1. Umsatzerlöse
darin enthaltene Stromsteuer
darin enthaltene Erdgassteuer
Umsatzerlöse netto
2. Erhöhung/Verminderung des Bestandes an noch nicht
abgerechneten Aufträgen
3. Andere aktivierte Eigenleistungen
4. Sonstige betriebliche Erträge
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung
(davon für Altersversorgung )

16. Außerordentliche Aufwendungen
17. Steuern vom Einkommen und Ertrag
18. Sonstige Steuern
19. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

Seite 165

Stadt Baden-Baden

5.2

Eigenbetrieb Umwelttechnik

Eigenbetrieb Umwelttechnik



I. Gegenstand des Unternehmens und öffentlicher Zweck
Gegenstand des Eigenbetriebs Umwelttechnik ist die Sicherstellung der Entsorgung in den
Bereichen Abwasser und Abfall nach den jeweils geltenden Vorschriften.

Der Eigenbetrieb Umwelttechnik betreibt im Bereich der Abwasserentsorgung das städtische
Kanalnetz inklusive Pumpwerke und die Gemeinschaftskläranlage. Im Bereich der Abfallentsorgung betreibt er die Müllabfuhr, die Bioabfallaufbereitung, die Biomasseverwertung, die Deponien Tiefloch und Ebersteinburg und die Erdaushubannahmestelle Niederwald. Außerdem
übernimmt der Eigenbetrieb Umwelttechnik auf Rechnung der Stadt Baden-Baden die Sanierung der kommunalen Altlasten. Des Weiteren werden auch Aufgaben im Rahmen des Dualen
Systems Deutschland wahrgenommen. Diese erbrachten Leistungen stimmen mit dem Unternehmensgegenstand gemäß Betriebssatzung überein. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks
ist somit gegeben.

II. Beteiligungsverhältnisse
Am Eigenbetrieb Umwelttechnik sind keine weiteren privaten oder juristischen Personen beteiligt. Das von der Stadt Baden-Baden erbrachte Stammkapital beträgt 0 €.

III. Besetzung der Organe
Die Organe des Eigenbetriebs Umwelttechnik sind gemäß § 4 der Betriebssatzung der Gemeinderat, der Betriebsausschuss sowie die Geschäftsführung.

Der Betriebsausschuss setzte sich im Jahr 2014 wie folgt zusammen:








Herr Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner, Vorsitzender bis 09.06.2014
Frau Oberbürgermeisterin Margret Mergen, Vorsitzende ab 10.06.2014
Herr Erster Bürgermeister Werner Hirth, ständiger Vertreter des Vorsitzenden
Herr Stadtrat Paul Haußmann
Herr Stadtrat Werner Henn ab 28.07.2014
Herr Stadtrat Rainer Lauerhaß
Herr Stadtrat Fritz Leese bis 28.07.2014
Seite 166

Stadt Baden-Baden













Eigenbetrieb Umwelttechnik

Herr Stadtrat Dr. Werner Löhle
Herr Stadtrat Klaus Maas
Frau Stadträtin Margit Oser ab 28.07.2014
Herr Stadtrat Rolf Pilarski ab 28.07.2014
Frau Stadträtin Marianne Raven ab 28.07.2014
Herr Stadtrat Hans Schindler bis 28.07.2014
Herr Stadtrat Hans-Jürgen Schnurr
Herr Stadtrat Ralf Schwellinger bis 28.07.2014
Herr Stadtrat Günter Seifermann
Herr Stadtrat Alfons Seiterle
Herr Stadtrat Michael Velten

Die Geschäftsführung setzt sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:


Technischer Geschäftsführer, Herr Bernhard Schäfer



Kaufmännischer Geschäftsführer, Herr Thomas Eibl (bis 31.03.2014)



Kaufmännischer Geschäftsführer, Herr Günter Heller (ab 01.04.2014)

IV. Beteiligungen des Eigenbetriebs
Der Eigenbetrieb Umwelttechnik ist an folgenden Zweckverbänden beteiligt:


Abwasserverband Murg



Abwasserverband Sandbach

Der Eigenbetrieb Umwelttechnik ist an folgenden Unternehmen beteiligt:


badenova AG & Co. KG

Zum 01.01.2013 erwarb der Eigenbetrieb Umwelttechnik einen Kommanditanteil an der badenova AG & Co KG in Höhe von 58.080,00 Euro. Dies entspricht einem Kapitalanteil in Höhe
von 0,099 %. Außerdem besteht eine Einlage als „Stiller Gesellschafter“ in Höhe von 1.564
T€. Von der Stadt Baden-Baden wurden ebenfalls die Mitgliedschaften am Abwasserverband
„Murg“ (82.787,15 €) und Abwasserverband „Sandbach“ (1.284.150,40 €) erworben.

V. Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Lage des Unternehmens
Der Jahresgewinn des Eigenbetriebs Umwelttechnik beträgt 348 T€ (Vorjahresverlust: - 476
T€). Im Wirtschaftsplan 2014 war ein Jahresverlust von - 293 T€ geplant. Das Jahresergebnis
2014 setzt sich aus den nachfolgenden Teilergebnissen zusammen:

Seite 167

Stadt Baden-Baden

In T€
Erträge
Aufwand
Ergebnis

Eigenbetrieb Umwelttechnik

Abwasser
14.279
13.691
588

Abfall

Altlasten

8.354
9.051
-697

BgA Biomasse

141
141
0

897
472
425

BgA DSD

BgA
Elektroaltgeräte
75
72
67
47
8
25

Gesamt
23.817
23.469
348

Insgesamt konnte der Eigenbetrieb Umwelttechnik Erlöse in Höhe von 23.817 T€ erzielen.
Darin enthalten sind Umsatzerlöse in Höhe von 22.057 T€. Diese sind im Vergleich zum Vorjahr um 1.986 T€ gesunken, weil 1.422 T€ für die Bildung der Rückstellung für den Gebührenausgleich im Abwasserbereich abgesetzt wurden. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um 6.137 T€ auf 1.603 T€ im Berichtsjahr aufgrund der Auflösung der Rückstellung
aus Gebührenausgleich für die Abwasser- und Abfallentsorgung der Vorjahre. Die Materialaufwendungen beliefen sich im Jahr 2014 auf 9.012 T€ (Vorjahr 8.799 T€) und enthalten unter
anderem die Unterhaltungen für das Kanalnetz (712 T€, Vorjahr 1.773 T€), die Unterhaltung
sonstiger Anlagen (1.551 T€, Vorjahr 1.716 T€), die thermische Entsorgung von Restmüll
(1.482 T€, Vorjahr 1.040 T€), die Beseitigung von Rechengut, Klärschlamm und Reststoffen
(1.129 T€, Vorjahr 885 T€), die Verwertung von Abfällen (824 T€, Vorjahr 694 T€) sowie die
Müllabfuhr durch Subunternehmer (828 T€, Vorjahr 635 T€). Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Jahr 2013 um 345 T€ bzw. 7,3 % auf 5.094 T€ angestiegen. Grund dafür ist neben
der Tariferhöhung (3%, jedoch mindestens 90 Euro) der höhere durchschnittliche Mitarbeiterstand. Der sonstige betriebliche Aufwand verringerte sich um 9.651 € auf 1.950 T€ im Jahr
2014. Grund hierfür ist hauptsächlich die im Jahr 2013 erfolgte Zuführung zur Rückstellung für
Schmutz- und Niederschlagswasser.

Betriebszweig Abwasserentsorgung
Der Betriebszweig Abwasserentsorgung setzt sich aus den Bereichen Kanäle und Pumpwerke
sowie der Gemeinschaftskläranlage zusammen. Die Abwassergebühren werden aufgrund der
Satzung über die öffentliche Abwasserbeseitigung (Abwassersatzung) der Stadt Baden-Baden
in der Fassung vom 08.04.2013 unter Berücksichtigung der 1. Änderungssatzung vom
12.05.2014 erhoben. Da der Kalkulationszeitraum 2011 bis 2015 zum 31.12.2015 endet, hat
der Gemeinderat in seiner Sitzung am 21.12.15 die Neukalkulation der Abwassergebühren
beschlossen. Im Jahr 2014 konnten Erlöse aus Entwässerungsgebühren in Höhe von 14.337
T€ erzielt werden. Der Materialaufwand des Betriebszweiges Abwasserentsorgung beläuft
sich im Berichtsjahr auf 4.156 T€. Die Personalkosten, bestehend aus Gehältern, Sozialversicherung und ZKV, sind in Höhe von 2.462 T€ angefallen. Die Abschreibungen in der Abwasserversorgung belaufen sich für das Geschäftsjahr 2014 auf insgesamt 3.301 T€. Ein Zinsaufwand in Höhe von 2.223 T€ ist im Berichtsjahr diesem Betriebszweig zuzuordnen. Unter der
Position der sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurde im Jahr 2013 ein Rückstellungsbe-

Seite 168

Stadt Baden-Baden

Eigenbetrieb Umwelttechnik

trag für zu erstattende Schmutz- und Niederschlagswassergebühr (8.918 T€) eingestellt, welcher im Jahr 2014 an die Gebührenpflichtigen zurückerstattet wurde und von dem zum Bilanzstichtag noch 364 T€ ausstanden. Der Betriebszweig erwirtschaftet einen Jahresgewinn in
Höhe von 588 T€ (Vorjahr: -588 T€).

Im Geschäftsjahr wurden auf der Gemeinschaftskläranlage Baden-Baden/Sinzheim 9.748.359
m³ (Vorjahr: 10.619.170 m³) Abwasser behandelt.
Betriebszweig Abfallentsorgung
Der Betriebszweig Abfallentsorgung setzt sich aus den Bereichen Müllabfuhr sowie den Deponien Tiefloch, Ebersteinburg und Niederwald zusammen. Die Umsatzerlöse und betrieblichen Erträge der Abfallentsorgung betragen 8.353 T€ und enthalten vor allem die Müllgebühren nach der derzeit aktuellen Gebührensatzung. Die Umsatzerlöse aus den Müllabfuhrgebühren belaufen sich für 2014 auf 6.549 T€. Der Personalaufwand und die Abschreibungen sind
in Höhe von 2.285 T€ bzw. 598 T€ angefallen. Der Zinsaufwand beläuft sich im Berichtsjahr
auf 183 T€. Die Abfallentsorgung schloss das Wirtschaftsjahr 2014 mit einem Verlust von 697 T€ (Vorjahr: -106 T€) ab.

Im Bereich Müllabfuhr wurden im Jahr 2014 insgesamt 24.790 t (Vorjahr: 24.459 t) Abfälle
eingesammelt. Auf der Deponie Tiefloch wurden 18.449 t (Vorjahr: 16.536 t) Abfälle umgeschlagen und 11.329 t (Vorjahr: 8.330 t) mineralische Abfälle abgelagert.

BgA Biomasseverwertung
Die BgA Biomasseverwertung beinhaltet die Grünschnittanlage, die technischen Anlagen der
Biomasse, das Duale System Deutschland sowie der Elektroaltgeräte. Die Aufwendungen für
Abschreibungen und Personalkosten betragen 629 T€ bzw. 322 T€. Der BgA erwirtschaftete
2014 einen Gewinn in Höhe von 457 T€ (Vorjahr: 218 T€). Im Jahr 2014 wurden im Betriebszweig Biomasseverwertung 7.377.265 KWh (6.055.173 KWh) Strom erzeugt.

Kommunale Altlasten
Der Bereich der kommunalen Altlasten ist im Vergleich zu den anderen Betriebszeiten wirtschaftlich unbedeutend. Die Differenz zwischen den Erträgen und den Aufwendungen wird
von der Stadt Baden-Baden ausgeglichen. Diese beträgt im Geschäftsjahr 2014 40 T€. Daraus
ergibt sich ein ausgeglichenes Ergebnis.

Die wesentlichen Bilanzpositionen der Aktivseite haben sich im Geschäftsverlauf 2014 für das
Gesamtunternehmen wie folgt verändert:

Seite 169

Stadt Baden-Baden

Aktiva
Anlagevermögen 1)
Umlaufvermögen
aktive RAP
Nicht durch EK gedeckter FB
Gesamtvermögen
Bilanzsumme

Eigenbetrieb Umwelttechnik

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
74.618
71.771
65.448
63.699
60.744
11.600
14.371
19.735
10.509
11.172
15
1
0
1
4
0
0
555
454
0
86.233
86.143
85.738
74.663
71.920
95.587
95.876
95.762
85.057
82.517

1) Abzüglich Sonderposten, deshalb Differenz Gesamtvermögen/Bilanzsumme

Das gesamte Anlagevermögen erhöhte sich im Berichtsjahr von 81.504 T€ um 2.467 T€ auf
83.971 T€. Grund dafür sind die um 2.466 T€ durch Anlagenzugänge vermindert um die Abschreibungen auf 80.184 T€ gestiegenen Sachanlagen. Die Zugänge belaufen sich auf insgesamt 7.001 T€ und betreffen im Wesentlichen die Abwasserkanäle (1.692 T€), einige Nutzfahrzeuge (440 T€) und Anlagen im Bau (4.080 T€). Bei den Anlagen im Bau handelt es sich
insbesondere um den Neubau des Betriebshofs (2.000 T€) und eine Druckleitung für das
Pumpwerk Oos-West (1.084 T€).
Das Umlaufvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um 2.770 T€ auf 11.600 T€ zurückgegangen. Der Bestand an Vorräten, der aus Bioabfalltüten und -säcken sowie Restmüllsäcken besteht, ist im Vergleich zum Vorjahr um 2 T€ zurückgegangen. Bedeutsamer für den Rückgang
waren aber vor allem die um 1.347 T€ auf 3.226 T€ gesunkenen Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen aufgrund der im Vorjahr ursprünglich höher festgesetzten Schmutz und Niederschlagswassergebühren. Die Forderungen an die Stadt beinhalten Forderungen gegenüber dem Eigenbetrieb Stadtwerke in Höhe von 3.975 T€. Diese beinhalten im Wesentlichen
die Abrechnungen der Müllabfuhr- und Schmutzwassergebühren für die Monate November
und Dezember 2014. Außerdem sind die flüssigen Mittel im Vergleich zum Vorjahr um 1.541
T€ auf 3.985 T€ zurückgegangen.

Die wesentlichen Bilanzpositionen der Passivseite haben sich im Geschäftsverlauf 2014 wie
folgt verändert:

Passiva
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
davon langfristig

Gesamtkapital 2)
Bilanzsumme

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
T€
T€
T€
T€
T€
-683
-1.031
0
0
2.086
12.633
19.832
16.597
10.610
9.906
74.283
67.342
69.141
64.053
59.928
67.638

61.024

45.172

45.498

42.000

86.233
95.587

86.143
95.876

85.738
95.762

74.663
85.057

71.920
82.517

2) Abzüglich Sonderposten

Seite 170

Stadt Baden-Baden

Eigenbetrieb Umwelttechnik

Der Eigenbetrieb verfügt gemäß § 2 der Betriebssatzung über kein Eigenkapital. Entsprechend
den Vorschriften des Eigenbetriebsgesetzes Baden-Württemberg wird der in den Vorjahren
ausgewiesene „Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag“ im Berichtsjahr unter dem Posten Eigenkapital ausgewiesen. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse enthält Zuschüsse
Dritter für Investitionen des Eigenbetriebs Umwelttechnik. Der Anfangsbestand von 3.956 T€
hat sich nach unterjährigen Zugängen und Auflösungen auf 3.833 T€ zum 31.12.2014 verringert. Der Sonderposten für Beiträge beinhaltet Entgelte von Grundstückseigentümern, denen
durch die Möglichkeit des Anschlusses ihres Grundstückes an die Abwasserentsorgungseinrichtung nicht nur vorübergehende Vorteile geboten werden. Der Anfangsbestand von 5.776
T€ hat sich nach unterjährigen Auflösungen auf 5.520 T€ reduziert.
Die Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 7.199 T€ auf 12.633 T€ verringert. Die Rückstellung für den Gebührenausgleich wurde für den Bereich Abwasserentsorgung
gebildet. Gemäß Gerichtsurteil des Verwaltungsgerichts Karlsruhe vom 30.01.2014 ergab sich
im Vorjahr ein Rückstellungsbetrag für die zu erstattende Schmutz- und Niederschlagswassergebühr in Höhe von 8.918 T€, die zum 31.12.2014 auf 364 T€ gesunken ist. Die Rückstellung für den Verwaltungskostenbeitrag verminderte sich um 434 T€ auf 534 T€. Der Bestand
der Rückstellung zur Deponienachsorge blieb im Jahr 2014 unverändert und beläuft sich daher
weiterhin auf 9.582 T€. In den Verbindlichkeiten in Höhe von 74.283 T€ sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 70.955 T€ (Vorjahr 63.790 T€) enthalten. Dieser
Anstieg um 7.165 T€ resultiert aus der Darlehensaufnahme in Höhe von 10.000 T€ vermindert
um die Tilgungsleistungen. Zum 31.12.2014 bestanden kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von 1.502 T€.

VI. Ausblick
Der Erfolgsplan 2015 geht von einem negativem Ergebnis in Höhe von -243 T€ aus. Im Vermögensplan sind Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 21,24 Mio. Euro vorgesehen. Darin
sind Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 17.145 T€ vorgesehen. Kreditaufnahmen für
Investitionen werden in Höhe von 6.400 T€ ausgewiesen.

VII. Kapitalzuführungen und -entnahmen durch die Stadt
Die Stammeinlage der Stadt Baden-Baden blieb im Berichtsjahr unverändert bei 0 €.

Seite 171

Stadt Baden-Baden

Eigenbetrieb Umwelttechnik

Finanzbeziehungen zur Stadt Baden-Baden:
Der Eigenbetrieb Umwelttechnik entrichtet als Ersatz für die bisherige Service- und Steuerungsumlage einen Verwaltungskostenbeitrag. Für 2014 wurden dem Eigenbetrieb Umwelttechnik 614 T€ Verwaltungskostenbeitrag in Rechnung gestellt. Für die städtischen Mitarbeiter, die anteilig beim Eigenbetrieb Umwelttechnik tätig sind, werden Personalaufwendungen in
Höhe von 104 T€ (Vorjahr 139 T€) an die Stadt Baden-Baden entrichtet. Für die Mitarbeiter
des Eigenbetriebs Umwelttechnik, die anteilig bei der Stadt Baden-Baden tätig sind, werden
im Jahr 2014 Ersätze in Höhe von 49 T€ (Vorjahr 32 T€) eingenommen.

VIII. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
Zum 31.12.2014 waren beim Eigenbetrieb Umwelttechnik 94 Stellen besetzt. Durchschnittlich
waren im Geschäftsjahr 91,5 Arbeitnehmer beschäftigt.

IX. Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Positionen aus der GuV (in T€)

Gewinn (+) / Verlust (-)
Umsatzerlöse
Sonstige betriebl. Erträge 3)
Gesamtaufwand
FK-Zinsen
Abschreibungen
Veränderung Rückstellungen,
Zunahme/Abnahme (-)

2014
348
22.057
1.162
23.469
2.698
4.529

2013
-476
24.043
7.223
32.488
2.839
4.397

2012
-101
27.987
523
29.140
2.745
4.251

2011
-2.540
20.233
476
23.820
2.720
4.154

2010
-1.554
19.774
305
22.161
2.614
3.947

-7.199

3.234

5.987

704

-22

3) Abzüglich Erträge aus der Auflösung von Beiträgen, Zuweisungen und Zuschüssen

KENNZAHLEN
Vermögenslage
Anlagenintensität

2014

2013

2012

2011

2010

86,5

83,3

76,3

85,3

84,5 % =(AV/Gesamtvermögen)*100

Finanzlage
Eigenkapitalquote
Fremdkapitalquote
Anlagendeckung I
Anlagendeckung II

-0,8
100,8
-0,9
89,7

-1,2
101,2
-1,4
83,6

0,0
100,0
0,0
69,0

0,0
100,0
0,0
71,4

2,9
97,1
3,4
72,6

%
%
%
%

Ertragslage
Umsatzrentabilität
EK-Rentabilität
GK-Rentabilität
Kostendeckung
Cash-Flow

1,6
-1,0
3,5
94,0
-2.322

-2,0
0,0
2,7
74,0
7.155

-0,4
0,0
3,1
96,0
10.137

-12,6
0,0
0,2
84,9
2.318

-7,9
-74,5
1,5
89,2
2.371

%
%
%
%
T€

Seite 172

=(EK/GK)*100
=((FK+Rückstellungen)/GK)*100
=(EK/AV)*100
=((EK+ lfr. FK)/AV)*100

=(Jahresergebnis/UE)*100
=(Jahresergebnis/EK)*100
=((Jahresergebnis+FK-Zins)/GK)*100
=(UE/Gesamtaufwand)*100

Stadt Baden-Baden

Eigenbetrieb Umwelttechnik

Die Kennzahl Anlagenintensität ist im Vergleich zum Jahr 2013 um 3,2 % auf 86,5 % in 2014
angestiegen. Grund dafür ist das um rund 3.000 T€ gestiegene Anlagevermögen bei gleichzeitig nur geringfügig gestiegenem Gesamtvermögen. Die Kennzahlen der Finanzlage werden
durch die aufgelaufenen Verluste der Vorjahre beeinflusst, die gemäß den Vorschriften des
Eigenbetriebsgesetzes Baden-Württemberg seit dem Vorjahr unter der Position Eigenkapital
ausgewiesen werden. Die Anlagendeckung II weist eine Deckung des Anlagevermögens
durch langfristige Finanzierungsmittel in Höhe von 89,7 % aus. Wobei zusätzlich aus der Deponierückstellung langfristige Mittel in Höhe von 9.582 T€ zur Deckung zur Verfügung stehen
und somit das Anlagevermögen vollständig durch langfristige Finanzierungsmittel gedeckt ist.

X. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Die Prüfung durch den Abschlussprüfer EversheimStuible Treuberater GmbH hat zu keinen Einwendungen geführt.

XI. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
AKTIVA
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Leitungsrechte
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten
2. Erzeugungs-, Gewinnungs-, Bezugs-, Reinigungsund Entsorgungsanlagen sowie weitere
technische Anlagen und Betriebsvorrichtungen
3. Verteilungs- und Sammlungsanlagen
4. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr
5. Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht
zu Nr. 2 und 4 gehören
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung
7. Anlagen im Bau
III. Finanzanlagen
Beteiligungen

B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen an die Stadt
3. Forderungen gegen Unternehmen mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht
4. Sonstige Vermögensgegenstände

III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

C. Rechnungsabgrenzungsposten
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag
Summe Aktiva

31.12.2014
€

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

73.014,76

73

73

73

73

5.921.170,35

4.495

4.149

4.381

4.325

16.326.088,00

18.108

19.778

19.460

20.120

47.777.195,00
1.220.571,00

42.529
1.100

42.478
1.171

43.270
1.368

41.764
1.022

1.596.331,00
285.250,00
7.057.709,55
80.184.314,90

1.015
305
10.166
77.718

1.190
254
6.379
75.399

840
186
4.515
74.020

867
149
3.022
71.269

3.714.087,73

3.713

0

0

0

83.971.417,39

81.504

75.472

74.093

71.342

21.450,09

24

27

10

21

3.226.157,49
4.221.513,06

4.573
4.090

10.084
3.339

1.060
4.884

801
4.767

99.358,83
47.452,44
7.594.481,82

97
62
8.822

0
4.181
17.604

0
44
5.988

0
530
6.098

3.984.537,34

5.525

2.104

4.511

5.053

11.600.469,25

14.371

19.735

10.509

11.172

14.572,88

1

0

1

3

0,00

0

555

454

0

95.586.459,52

95.876

95.762

85.057

82.517

Seite 173

Stadt Baden-Baden

PASSIVA
A. Eigenkapital
I. Stammkapital
II. Rücklagen
Allgemeine Rücklage
III. Verlust
1. Verlustvortrag
2. Jahresgewinn/ -verlust (-)

Eigenbetrieb Umwelttechnik

31.12.2014
€

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

0,00

0

0

0

0

0,00

0

0

0

5.956

-1.030.800,65
347.529,73
-683.270,92

-555
-476
-1.031

0
0
0

0
0
0

-2.316
-1.554
2.086

3.833.273,48
5.520.370,00
9.353.643,48

3.957
5.776
9.733

3.992
6.032
10.024

4.105
6.288
10.393

4.061
6.536
10.597

52.549,00
12.580.580,26
12.633.129,26

95
19.737
19.832

11
16.586
16.597

6
10.604
10.610

0
9.906
9.906

70.955.078,24
(3.316.982,67)
1.501.771,90
(1.501.771,90)
1.233.759,31
(1.233.759,31)

63.790
(2.766)
1.208
(1.208)
2.002
(2.002)

62.388
(3.122)
1.564
(1.564)
4.899
(4.899)

60.742

57.045

1.118

1.423

2.138

1.387

0,00
(0,00)
585.116,40
(585.116,40)
(242.017,17)
(0,00)
74.275.725,85

15
(15)
327
(327)
(187)
(0)
67.342

0
(0)
290
(290)
(190)
(0)
69.141

0

0

56

73

64.054

59.928

7.231,85

0

0

0

0

Summe Passiva

95.586.459,52

95.876

95.762

85.057

82.517

Gewinn- und Verlustrechnung 2014
(01.01.-31.12.2014)

31.12.2014
€

B. Sonderposten für Investitionszuschüsse und Beiträge
1. Sonderposten für Investitionszuschüsse
2. Sonderposten für Beiträge

C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen
2. Sonstige Rückstellungen

D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
3. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
4. Verbindlichkeiten gegen Unternehmen mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
5. Sonstige Verbindlichkeiten
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
(davon aus Steuern)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit)

E. Passiv latente Steuern

1. Umsatzerlöse

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

31.12.2010
T€

22.056.627,56

24.043

27.987

20.233

19.774

1.602.963,62

7.740

1.024

972

796

462.744,33

476

460

519

480

8.548.818,41

8.323

8.340

8.695

8.750

3.831.179,61
1.262.897,47

3.599
1.150

3.339
1.104

2.985
1.013

2.844
954

(530.334,52)

(483)

(321)

(297)

(279)

5. Abschreibungen auf Sachanlagen

4.528.669,44

4.397

4.251

4.154

3.947

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

1.950.597,43

11.601

8.884

3.720

2.566

153.383,86

211

0

0

0

3.638,92

19

27

75

37

2.697.549,32

2.839

2.745

2.720

2.614

10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

534.157,95

-372

-85

-2.526

-1.548

11. Steuern vom Einkommenn und vom Ertrag

177.043,83

95

7

7

0

9.584,39

8

9

7

6

347.529,73

-476

-101

-2.540

-1.554

2. Sonstige betriebliche Erträge
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
b) Aufwand für bezogene Leistungen
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung
(davon für Altersversorgung )

7. Erträge aus Beteiligungen
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

12. Sonstige Steuern
13. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

Seite 174

Stadt Baden-Baden

6.

Beteiligungsbericht 2014

Stiftungen

Seite 175

Stadt Baden-Baden

6.1

Stiftung Altenpflegeheim Schafberg

Stiftung Altenpflegeheim Schafberg



I. Zweck der Stiftung
Zweck der Stiftung ist die Altersfürsorge und zwar vorrangig und soweit möglich durch Betrieb eines
Altenpflegeheims. Dabei ist Wert auf die Bereitstellung angemessener Pflegeleistungen zu legen.
Soweit der Betrieb nicht in eigener alleiniger Trägerschaft möglich ist und die Organe es für erforderlich halten, kann das Altenpflegeheim auch durch einen Dritten betrieben werden, wenn ausreichender Einfluss verbleibt.

II. Rechtsform
Rechtsfähige kommunale Stiftung des öffentlichen Rechts.

III. Organe
Das Organ der Stiftung ist der Stiftungsrat.

Dieser setzt sich wie folgt zusammen:
Herr Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner, Vorsitzender (bis 09.06.2014)
Frau Oberbürgermeisterin Magret Mergen, Vorsitzende (ab 10.06.2014)
Herr Pfarrer Michael Teipel, Stellvertretender Vorsitzender
Frau Stadträtin Reinhilde Kailbach-Siegle
Frau Stadträtin Ulla Opitz (bis 27.07.2014)
Frau Stadträtin Astrid Sperling-Theis (ab 28.07.2014)
Herr Richard Schmitz
Herr Dr. Gerhard Kittel

IV. Geschäftsentwicklung
Die Erträge der Stiftung belaufen sich auf insgesamt 405.154,05 €. Somit haben sich diese gegenüber dem Vorjahr um 13.737,39 € erhöht. Die Erträge stammen hauptsächlich aus den Pachterträgen vom Klinikum sowie aus Erbbaupacht- und Pachterträge von Dritten. Die Aufwendungen der

Seite 176

Stadt Baden-Baden

Stiftung Altenpflegeheim Schafberg

Stiftung belaufen sich auf 244.635,86 €. Diese beinhalten hauptsächlich Abschreibungen und Darlehenszinsen. Die Verordnung des Sozialministeriums zur baulichen Gestaltung von Heimen und
zur Verbesserung der Wohnqualität in den Heimen Baden-Württembergs sieht langfristig für Pflegeeinrichtungen Einzelzimmer vor. Daraufhin sind Baumaßnahmen geplant.
Als Gesamtergebnis wurde ein Jahresgewinn von 160.518,19 € (Vorjahr: 69.908,15 €) erwirtschaftet. Am 30.11.2015 wurde vom Stiftungsrat beschlossen diesen Jahresgewinn auf neue Rechnung
vorzutragen.

V. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
31.12.2014
€

Aktiva
A.

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

Anlagevermögen
I.

Immaterielle Vermögensgegenstände

II.
1.
2.
3.
4.

III.

B.

Sachanlagen
Grundstücke mit Betriebsbauten
Grundstücke mit Wohnbauten
Grundstücke ohne Bauten
Betriebs- und Geschäftsausstattung

Anzahlungen und Anlagen im Bau

0,00

0

0

0

4.028.232,09
106.083,03
260.488,92
59.136,00
4.453.940,04

4.208
109
261
45
4.623

4.387
112
261
5
4.765

4.567
116
260
6
4.949

97.353,71

88

4

0

4.551.293,75

4.711

4.769

4.949

0,00

0

0

0

13.835,00
0,00
13.835,00

6
0
6

6
0
6

6
0
6

124.692,03

101

99

40

8.713,23

8

8

8

147.240,26

115

113

54

4.698.534,01

4.826

4.882

5.003

Umlaufvermögen
I.

II.

III.

C.

31.12.2013
T€

Vorräte

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen Leistungen
2. Sonstige Vermögensgegenstände

Flüssige Mittel
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
Rechnungsabgrenzungsposten

Summe Aktiva

Seite 177

Stadt Baden-Baden

Stiftung Altenpflegeheim Schafberg
31.12.2014
€

Passiva

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

A. Eigenkapital
I.

Stammkapital

1.991.914,52

1.992

1.992

1.992

II.

Ergebnisvortrag aus den Vorjahren

899.500,81

830

696

553

III.

Ergebnis des laufenden Jahres

160.518,19

70

134

142

519.192,00
47.593,00
566.785,00

602
50
652

686
52
738

769
55
824

0,00
0,00

0
0

0
0

0
0

444.625,91
25.189,58
610.000,00
1.079.815,49

624
48
610
1.282

797
45
480
1.322

966
26
500
1.492

4.698.534,01

4.826

4.882

5.003

B. Sonderposten aus Zuschüssen
1. Sonderposten aus öffentlichen Fördermitteln für Investitionen
2. Sonderposten aus nicht öffentlichen Fördermitteln für Investitionen

C. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen

D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter/ Träger

Summe Passiva

Gewinn- und Verlustrechnung
(01.01. - 31.12.2014)
1.

2014
€

Umsatzerlöse
a) Erträge aus Pachten

2013
T€

2012
T€

2011
T€

311.426,30

305

309

323

93.669,00

86

86

79

2.

Sonstige betriebliche Erträge

3.

Materialaufwand

0,00

75

12

6

4.

Bezogene Leistungen

0,00

0

0

0

5.

Abschreibungen

189.802,16

185

183

174

6.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

33.253,36

33

32

33

7.

Betriebsergebnis

182.039,78

98

168

189

8.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

58,75

0

0

0

9.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

20.555,16

27

33

46

10.

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

161.543,37

71

135

143

11.

Außerordentliche Aufwendungen

0,00

0

0

0

12.

Außerordentliches Ergebnis

0,00

0

0

0

13.

Sonstige Steuern

1.025,18

1

1

1

160.518,19

70

134

142

14

Jahresüberschuss

Seite 178

Stadt Baden-Baden

6.2

Friederike-Kroes-Stiftung

Friederike-Kroes-Stiftung



I. Zweck der Stiftung
Zweck der Stiftung ist die Verbesserung der technischen und musikalischen Leistungsfähigkeit der
Baden-Badener Philharmonie sowie der Präsentation des Orchesters in der Öffentlichkeit.

II. Rechtsform
Nichtrechtsfähige Stiftung des öffentlichen Rechts.

III. Organe
Das Organ der Stiftung ist der Stiftungsrat.

Dieser setzt sich wie folgt zusammen:
Herr Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner, Vorsitzender (bis 09.06.2014)
Frau Oberbürgermeisterin Margret Mergen, Vorsitzende (ab 10.06.2014)
Frau Stadträtin Reinhilde Kailbach-Siegle
Herr Chefdirigent Pavel Baleff
Herr Holger Bronner, Mitglied des Orchestervorstandes der Baden-Badener Philharmonie
Herr Dr. Franz van Erckelens, Präsident der Patronatsgesellschaft für das Theater u. Orchester Baden-Baden e.V.
Herr Stadtkämmerer Thomas Eibl

IV. Geschäftsentwicklung
Die Stiftung erwirtschaftete im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von 6.938,34 €.
Die betrieblichen Erträge belaufen sich auf insgesamt 14.315,65 € und haben sich somit gegenüber
dem Vorjahr geringfügig um 243,42 € erhöht. Darin sind Zinserträge für Finanzanlagen in Höhe von
14.312,19 € enthalten.
Die betrieblichen Aufwendungen der Friederike-Kroes-Stiftung betragen 7.377,31 €. Damit blieb er
um 2.964,55 € hinter dem Vorjahr zurück. Dies ist vor allem auf die geringeren Aufwendungen für
Seite 179

Stadt Baden-Baden

Friederike-Kroes-Stiftung

die Förderung der Philharmonie zurückzuführen. Laut Beschluss des Stiftungsrats vom 22.11.2013
sollen im Jahr 2014 weniger Projekte bezuschusst werden, um Mittel für die Förderung des internationalen Schuncke-Hornwettbewerbs anzusammeln. Dieser fand 2015 statt und soll zukünftig alle
drei Jahre stattfinden. Im Geschäftsjahr wurden zwei Konzerte mit jeweils 3.000 € bezuschusst.
Zudem wurde wieder der Stennebrüggen-Preis in Höhe von 1.000 € vergeben.

V. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Aktiva
A.

31.12.2014
€

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

623.144,00

625

595

585

30.000,00

30

30

30

653.144,00

655

625

615

2.295,94

2

2

3

25.890,78

22

60

65

28.186,72

24

62

68

681.330,72

679

687

683

Anlagevermögen
I.

Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens
2. Festgeld Stennebrüggen

B.

Umlaufvermögen
I.

Forderungen
1. Forderungen aus Lieferungen Leistungen

II.

Flüssige Mittel
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Summe Aktiva

Passiva

31.12.2014

31.12.2013

€

T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

A. Eigenkapital
I.
II.

III.

Stiftungskapital
Rücklagen
1. Freie Rücklage
2. Umschichtungsrücklage
3. Zustiftung Stennebrüggen
Ergebnis des laufenden Jahres

647.003,82

616

616

615

37.958,61
-11.570,05
0,00

34
-10
31

33
-2
31

31
-11
31

6.938,34

4

1

2

0,00

0

7

1

1.000,00

4

1

14

681.330,72

679

687

683

B. Rückstellungen
1. Rückstellung für Förderung Philharmonie
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Summe Passiva

Seite 180

Stadt Baden-Baden

Friederike-Kroes-Stiftung

Gewinn- und Verlustrechnung
(01.01. - 31.12.2014)
1.

2.

2014
€

Sonstige betriebliche Erträge
Erträge aus Zinsen für Wertpapiere
Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Aufwand für die Förderung der Baden-Badener Philharmonie
b) Aufwand für Geschäftsausgaben
c) Aufwand für Depotgebühren

2013
T€

2012
T€

2011
T€

14.315,65

14

16

16

7.000,00
13,80
363,51

10
0
0

14
0
0

14
0
0

3.

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

6.938,34

4

2

2

4.

Jahresüberschuss

6.938,34

4

2

2

Seite 181

Stadt Baden-Baden

6.3

Michael-Schuncke-Stiftung

Michael-Schuncke-Stiftung



I. Zweck der Stiftung
Zweck der Stiftung ist die Förderung kultureller Zwecke. Dieser wird insbesondere durch die Förderung der lyrischen Hornmusik verwirklicht und beinhaltet auch die Verleihung eines Preises an einen
besonders begabten jungen Musiker.

II. Rechtsform
Nichtrechtsfähige treuhänderische Stiftung des öffentlichen Rechts.

III. Organe
Das Organ der Stiftung ist der Stiftungsrat.

Dieser setzt sich wie folgt zusammen:
Herr Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner, Vorsitzender (bis 09.06.2014)
Frau Oberbürgermeisterin Margret Mergen, Vorsitzende (ab 10.06.2014)
Herr Chefdirigent Pavel Baleff
Stifter Herr Michael Schuncke
Herr Stadtkämmerer Thomas Eibl

IV. Geschäftsentwicklung
Mit Beschluss des Stiftungsrats vom 12.05.2014 wurde die Stiftungssatzung dahingehend geändert,
dass die bislang jährliche Preisverleihung durch eine nicht mehr jährlich stattfindende Preisverleihung ersetzt wird. Diese trat zum 05.11.2014 in Kraft.
Der Aufwand für Geschäftsausgaben setzt sich aus den Kosten für die öffentliche Bekanntmachung
der geänderten Satzung und den Kontoführungsgebühren zusammen.
Das Anlagevermögen der Stiftung besteht ausschließlich aus Finanzanlagen. Diese haben sich gegenüber des Vorjahres nicht verändert.
Im Geschäftsjahr erwirtschaftet die Stiftung einen Jahresüberschuss von 3.801,27 €.
Seite 182

Stadt Baden-Baden

Michael-Schuncke-Stiftung

Aufgrund der Neuorganisation des Hornpreises fand im Jahr 2014 keine Preisverleihung statt. Zukünftig wird der Preisträger in einem Wettbewerb ermittelt, der alle drei Jahre stattfindet. Der erste
Hornpreiswettbewerb wurde 2015 durchgeführt.

V. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
31.12.2014
€

Aktiva
A.

31.12.2013
T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

Anlagevermögen
I.

Finanzanlagen
1. Festgelder

B.

75.000,00

75

55

54

75.000,00

75

55

54

1.468,25

1

2

1

Umlaufvermögen
I.

Forderungen
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

II.

Flüssige Mittel
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Summe Aktiva

Passiva

9.491,88

1

1

0

10.960,13

2

3

1

85.960,13

77

58

55

31.12.2014

31.12.2013

€

T€

31.12.2012
T€

31.12.2011
T€

A. Eigenkapital
I.

II.

Stiftungskapital
1. Stiftungsvermögen
2. Zustiftungen
Rücklagen
1. Rücklage § 62 Abs. 4 AO
2. Freie Rücklage § 62 Abs. 1 Nr. 3 AO
3. Projektrücklage § 62 Abs. 1 Nr. 1 AO

20.000,00
52.010,20

20
47

20
29

20
22

2.942,51
1.956,89
5.249,26

3
1
4

3
1
3

0
0
0

III.

Ergebnisvortrag aus Vorjahren

0,00

0

0

11

IV.

Ergebnis des laufenden Jahres

3.801,27

2

1

1

0,00

0

1

1

85.960,13

77

58

55

B. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Summe Passiva

Seite 183

Stadt Baden-Baden

Michael-Schuncke-Stiftung

Gewinn- und Verlustrechnung
(01.01. - 31.12.2014)

2014
€

2013
T€

2012
T€

2011
T€

1.

Erträge aus Spenden

2.035,00

0

0

1

2.

Zinserträge

2.495,96

2

2

2

3.

Sonstige betriebliche Erträge

723,69

0

0

0

4.

Aufwand für die Preisverleihungen

0,00

0

1

2

5.

Aufwand für Geschäftsausgaben

1.453,38

0

0

0

4.

Jahresüberschuss

3.801,27

2

1

1

Seite 184

Stadt Baden-Baden

Sonstige Beteiligungen

7. Sonstige Beteiligungen und Geschäftsanteile
Beteiligungen der Stadt Baden-Baden unter 25 Prozent

Baden-Airpark
Beteiligungsgesellschaft mbH

Unternehmensgegenstand
Beteiligungsverhältnisse
Gegenstand der Gesellschaft ist Das Stammkapital in Höhe von 32.800
die Beteiligung von Kommunen, Euro setzt sich aus folgenden EinlaLandkreisen und sonstigen öffentli- gen zusammen (Stand 11.07.07):
chen Körperschaften sowie ggf. 1. Stadt Karlsruhe 14.400 Euro (ca.
Privaten aus der Region an der als
44 %)
Tochtergesellschaft der Flughafen 2. Stadt Baden-Baden 5.100 Euro
Stuttgart GmbH gegründeten Ba(ca. 15 %)
den Airpark GmbH. Deren Zweck 3. Landkreis Karlsruhe 4.150 Euro
ist im Wesentlichen die Einrichtung
(ca. 13 %)
und der Betrieb des Gewerbeparks 4. Landkreis Rastatt 4.150 Euro (ca.
Baden Airpark sowie des Regional13 %)
flughafens Baden Airport Karls- 5. Stadt Bühl 1.400 Euro (ca. 4 %)
ruhe/Baden-Baden. Dazu gehört 6. Gemeinde Hügelsheim 1.600
die Übernahme der dafür erforderEuro (ca. 5 %)
lichen Grundstücke und Anlagen 7. Gemeinde Rheinmünster 1.600
sowie die Einrichtung und der BeEuro (ca. 5 %)
trieb bzw. die Ermöglichung von 8. Gemeinde Rheinau 400 Euro (ca.
Freizeiteinrichtungen
(Golfplatz,
1%)
Eissporthalle, Bogenschützen etc.)
auf dem Konversionsgelände. Die
Baden Airpark GmbH hat ein
Stammkapital von 25,05 Mio. €,
von dem die Beteiligungsgesellschaft ein Drittel hält.

Baden-Badener Winzergenossenschaft eG
Badischer GemeindeVersicherungs-Verband
BGV
Gemeinnützige
Baugenossenschaft

Die Stadt Baden-Baden hält 5 Geschäftsanteile zu jeweils 520,00 €.
Die Stadt Baden-Baden ist Mitglied
beim „Badischen Gemeinde-Versicherungs-Verband BGV“.
Die Stadt Baden-Baden hält 120 Geschäftsanteile zu jeweils 178,95 € (davon 16 Pflichtanteile).
GrundstückseigentüZweck der Gesellschaft ist die Vor- Die Höhe der Beteiligung der Stadt Bamergemeinschaft Regi- haltung und Vermietung eines je- den-Baden beträgt 230.834,35 €, das
onales Rechenzentrum derzeit betriebsbereiten Betriebs- entspricht 3,3 % des Eigenkapitals.
Karlsruhe GbR (RRZ und
Verwaltungsgebäudes
in
Karlsruhe GbR)
Karlsruhe, Pfannkuchstraße 4, mit
allen für den Betrieb eines Rechenzentrums erforderlichen Sondereinrichtungen. Das Gebäude und
sein Inventar dienen zur Vermietung an den Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung
Baden-Franken, dessen Unternehmen und Einrichtungen. Diese Regelung gilt auch für Unternehmen
und Einrichtungen, an denen der
Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken beteiligt ist. Eine Vermietung
an Dritte ist möglich

Seite 185

Stadt Baden-Baden

Sonstige Beteiligungen
Unternehmensgegenstand

Holzhof Oberschwaben
eG
Kunststiftung Baden- Die Stiftung dient der Förderung
Württemberg GmbH
der Kunst vornehmlich in BadenWürttemberg. 


Beteiligungsverhältnisse
Die Stadt Baden-Baden ist an der Gesellschaft mit einem Geschäftsanteil in
Höhe von 552,20 € beteiligt.
Das Stammkapital beträgt 102.258,00
Euro. Die Stadt Baden-Baden ist mit einem Gesellschafteranteil in Höhe von
511,29 Euro an der Kunststiftung Baden-Württemberg beteiligt.
Das Stammkapital beträgt 3.120 T€.
Daran sind beteiligt:
- Land Baden-Württemberg 2.672,8
T€
- Landeskreditbank Baden-Württemberg –Förderbank- 299,0 T€
- Sparkassenverband Baden-Württemberg 107,12 T€
- Neckar-Odenwald-Kreis 2,6 T€
- Städte, Gemeinden und Gemeindetag Baden-Württemberg (darunter die Stadt Baden-Baden mit
2,6 T€)
- Bäuerliche Berufsorganisationen
8,32 T€
- Landsiedlung 14,04 T€.

Landsiedlung Baden- Die Gesellschaft hat den Zweck zur
Württemberg GmbH
Verbesserung der Lebensverhältnisse in ländlich geprägten Gebieten beizutragen. Zu diesem Zweck
führt sie Untersuchungen und Planungen und Projekte durch, übernimmt die Trägerschaft oder Betreuung von Maßnahmen in den
Aufgabenfeldern:
-Verbesserung der Agrarstruktur
und Unterstützung der Landwirtschaft
-Sicherung und Entwicklung der
natürlichen Lebensgrundlagen und
Ressourcen sowie eines naturnahen, umweltverträglichen Tourismus in ländlich geprägten Gebieten
-Vorhaben zur Sanierung und Entwicklung von Städten und Gemeinden aufgrund der jeweiligen Bundes- und Landesbestimmungen sowie
- die Erfüllung weiterer, im Interesse des Landes liegender Aufgaben.
Naturpark
Schwarz- Der Naturpark Schwarzwald
Die Stadt Baden-Baden ist Mitglied im
wald Mitte/Nord e.V.
Mitte/Nord e.V. verfolgt zwei
„Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord e.
Hauptziele:
V.“.
- Die Schwarzwaldlandschaft zu
erhalten und Natur und Landschaft für den Menschen erlebbar zu machen.
- Die touristische Infrastruktur im
Schwarzwald zu verbessern
und Aktiv-Erlebnisse für die Erholung des Menschen in der
Natur zu schaffen. Dazu gehören auch Angebote zur Naturund Umweltbildung.
Zusammengefasst ist die Aufgabe
des Naturparks, die Vielfalt im
Schwarzwald zu erhalten und
Wege in eine nachhaltige Zukunft
der Region aufzuzeigen.

Seite 186

Stadt Baden-Baden

Sonstige Beteiligungen

Unternehmensgegenstand
Beteiligungsverhältnisse
Neue Messe Karlsruhe Gegenstand des Unternehmens ist 1. Persönlich haftende GesellschafGmbH & Co. KG
die Erarbeitung der Planung, die
terin (Komplementärin) ist die
Projektentwicklung, die FinanzieMesse Karlsruhe GmbH mit Sitz in
rung und die Realisierung der
Karlsruhe. Sie leistet keine Einlage
Neuen Messe Karlsruhe auf dem
und hat keinen Festkapitalanteil.
Gelände des bisherigen Verkehrs- 2. Die Kommanditisten mit folgendem
landeplatzes Karlsruhe-Forchheim
Festkapitalanteil sind:
zum Zwecke der anschließenden
- Stadt Karlsruhe 58,277 Mio. €
Vermietung an eine Messebe- Landkreis Karlsruhe 23.775
triebsgesellschaft.
Mio. €
- Stadt Baden-Baden 1,023 Mio.
€
- Handwerkskammer Karlsruhe
0,102 Mio. €
- Industrie- und Handelskammer
Karlsruhe 0,102 Mio. €
- Landkreis Germersheim 0,020
Mio. €
- Landkreis Südliche Weinstraße
0,020 Mio. €
- Regionalverband Mittlere Oberrhein 0,020 Mio. €
- Stadt Landau 0,020 Mio. €
Das Festkapital beträgt 83,359
Mio. €.
VR Bank in Mittelbaden
eG (früher Raiffeisenbank Haueneberstein
eG)

Die Stadt Baden-Baden hält zwei Anteile in Höhe von jeweils 153,39 €.

Raiffeisenwarengenossenschaft Steinbach
Regionalverband Mitt- Der Regionalverband ist Träger der
lerer Oberrhein
Regionalplanung in der Region
Mittlerer Oberrhein. Er ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts
und verwaltet als solche seine Angelegenheiten im Rahmen des Gesetzes in eigener Verantwortung.
Rechtsgrundlage ist das Landesplanungsgesetz Baden-Württemberg. Wichtigste Aufgabe des Verbands ist die Aufstellung und Fortschreibung des Regionalplans für
den Verbandsbereich. Der Regionalplan ist ein rechtsverbindliches
Leitbild für die Entwicklung der
Siedlungs- und Wirtschaftsstruktur
und der Sicherung und Verbesserung der natürlichen Lebensgrundlagen in der Region.

Das Geschäftsguthaben der Stadt Baden-Baden beträgt 1.393,83 €.
Die Region Mittlerer Oberrhein ist eine
von zwölf Raumordnungs- und Planungsregionen in Baden-Württemberg.
Sie umfasst die Stadtkreise Baden-Baden und Karlsruhe, den Landkreis
Karlsruhe und den Landkreis Rastatt.

Seite 187

Stadt Baden-Baden

Technologie-Region
Karlsruhe
(BGB-Gesellschaft)

Sonstige Beteiligungen
Unternehmensgegenstand
Zweck der Gesellschaft ist es, den
Wirtschaftsraum Karlsruhe in seiner Entwicklung zu unterstützen
und die regionale Zusammenarbeit
nach Kräften zu fördern. Es soll darauf hingewirkt werden, dass für regional bedeutsame Aufgaben gemeinsame Lösungen erarbeitet
und umgesetzt werden. Der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit
am Oberrhein ist dabei besondere
Aufmerksamkeit zu widmen.

Volksbank Baden-Baden*Rastatt eG
Volksbank Bühl (früher
Raiffeisenbank Steinbach eG)
Zweckverband Gewer- Ziel des Zweckverbands ist es für
bepark mit Regional- die Ansiedlung von Gewerbe- und
flughafen Söllingen
Industriebetrieben, Einrichtung eines Regionalflughafens und Nutzung von Freizeitflächen für Golf
und andere Feldsportarten die planerischen Voraussetzungen zu
schaffen.
Zweckverband Hoch- Aufgaben des Verbandes sind die
wasserschutz
Raum Regelung der HochwasserschutzBaden-Baden/Bühl
maßnahmen an den im Verbandsgebiet befindlichen Gewässern II.
Ordnung, Ausbau, Sanierung und
Renaturierung von Gewässern II.
Ordnung, Neubau, Erweiterung
und Sanierung von Hochwasserrückhaltebecken und die Unterhaltung der Verbandsanlagen.
Zweckverband
Der Zweckverband hat das Ziel, die
Regio Pamina
örtliche und regionale grenzüberschreitende Zusammenarbeit insbesondere im Bereich der Themenfelder Raumentwicklung, Wirtschaftsförderung, Umweltschutz,
Verkehr, Rohstoffsicherung, Fremdenverkehr, Naherholung, Sport,
Kultur, Zweisprachigkeit, Gesundheits- und Sozialwesen, Katastrophenschutz und Rettungsdienste
zu fördern, zu unterstützen, zu koordinieren und bei Zuständigkeitskompetenz auch umzusetzen.

Seite 188

Beteiligungsverhältnisse
Die Städte Baden-Baden, Bretten,
Bruchsal, Bühl, Ettlingen, Gaggenau,
Karlsruhe, Rastatt und Stutensee, die
Landkreise Karlsruhe und Rastatt sowie der Regionalverband Mittlerer
Oberrhein bilden die TechnologieRegion Karlsruhe. Die Gesellschaft deckt
ihren Finanzbedarf durch regelmäßige
Beiträge der Gesellschafter, deren Bemessung das Finanzstatut bestimmt,
sowie über projektbezogene Sonderumlagen, die die Gesellschafterversammlung beschließt.
Die Stadt Baden-Baden hält 15 Geschäftsanteile in Höhe von jeweils
51,13 €.
Der Geschäftsanteil der Stadt BadenBaden beträgt 102,26 €.
Mitglieder des Zweckverbands sind die
Gemeinden Rheinmünster, Hügelsheim sowie die Städte Baden-Baden,
Bühl, Ettlingen und Karlsruhe sowie der
Landkreis Rastatt.

Mitglieder des Zweckverbands Hochwasserschutz sind die Stadt Baden-Baden, die Stadt Bühl und die Gemeinde
Sinzheim. Der nicht durch Zuwendungen gedeckte Aufwand wird dem Verband von den Mitgliedern in voller Höhe
oder entsprechend dem von der Verbandsversammlung festgelegten Umlageschlüssel zur Verfügung gestellt.
Mitglieder sind das Département du
Bas-Rhin, die Région Alsace, die Stadt
Hagenau, der Regionalverband Mittlerer Oberrhein, der Landkreis Karlsruhe,
der Landkreis Rastatt, der Stadtkreis
Karlsruhe, der Stadtkreis Baden-Baden
die Stadt Rastatt, der Verband Region
Rhein-Neckar, der Landkreis Südliche
Weinstraße, der Landkreis Germersheim, die Stadt Landau, der Landkreis
Südwestpfalz und die Stadt Germersheim.

Stadt Baden-Baden

Zweckverband
Kommunale Informationsverarbeitung
Baden
Franken (KIVBF genannt)

Sonstige Beteiligungen
Unternehmensgegenstand
Der Zweckverband erledigt die ihm
von seinen Mitgliedern übertragenen Aufgaben der automatisierten
Datenverarbeitung.

Zweckverband
Riedkanal

Aufgabe des Verbandes ist es, die
Verbandsstrecke und die Verbandsanlagen zu unterhalten und
zu betreiben, die der Entwässerung
des natürlichen Geländes und der
Siedlungsflächen dienen, die die
Riedkanalstrecke als Vorfluter haben.
Insbesondere ist es Aufgabe des
Verbandes
a) die Verlegung, Vertiefung,
Renaturierung und die Verbesserung des Riedkanals,
b) die regelmäßige Räumung
des Riedkanals,
c) die Unterhaltung und Reinigung des Dükers,
d) die Unterhaltung und den Betrieb des Schöpfwerkes auf
der Gemarkung Steinmauern,
e) die im Interesse des Riedkanals erforderliche Offenhaltung des Durchstiches im
Steinmauerner Altrhein bis
ca. 300 m unterhalb des
Schöpfwerkes.
Zweckverband
Tieri- Aufgabe des Zweckverbandes ist
sche
Nebenprodukte eine umweltfreundliche und wirtNeckar-Franken
schaftliche Entsorgung von tierischen Nebenprodukten unter Beachtung der VO (EG) 1774 / 2002
um Gefahren für Mensch, Tier
und Umwelt durch auftretende
Tierseuchen zu beseitigen.

Seite 189

Beteiligungsverhältnisse
Mitglieder des Zweckverbandes sind
die Städte, Gemeinden und Landkreise
der Regionen Heilbronn-Franken /Unterer
Neckar,
Mittlerer
Oberrhein/Nordschwarzwald und Südlicher
Oberrhein/Hochrhein. Der Anteil der
Stadt Baden-Baden am Eigenkapital
(Allgemeine Rücklage) des Zweckverbands KIVBF zum 31.12.2014 beträgt
73.782,05 Euro (entspricht 1,092 %).
Die Mitglieder des Zweckverbandes
sind die Stadt Baden-Baden, die Gemeinde Iffezheim, die Stadt Rastatt und
die Gemeinde Steinmauern. Die Verbandsumlage für die Stadt Baden-Baden beträgt 9,31 %.

Die Mitglieder des Zweckverbandes
sind die Stadtkreise Baden-Baden,
Heilbronn, Heidelberg, Karlsruhe,
Pforzheim, Stuttgart sowie die Landkreise Enzkreis, Heilbronn, Hohenlohekreis, Karlsruhe, Ludwigsburg,
Main-Tauber-Kreis,
Neckar-Odenwald-Kreis,
Ostalbkreis,
Rastatt,
Rems-Murr-Kreis, Schwäbisch Hall
und Miltenberg (Bayern).
        
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