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Bewerbung der LAG Vulkaneifel

Full text: Bewerbung der LAG Vulkaneifel

Die Region der Vulkane & Maare bewirbt sich!

Lokales integriertes ländliches Entwicklungskonzept (LILE) für die Förderperiode 2007-2013 Bewerbung der LAG Vulkaneifel
18. Juni 2007

Erstellt:

LAG Vulkaneifel Geschäftsstelle bei der Kreisverwaltung Vulkaneifel Mainzer Straße 25, 54550 Daun Telefon-Nr.: 06592/933-201, Fax-Nr.:06592/985-900 E-Mail: alfred.bauer@vulkaneifel.de Internet: www.leaderplus-vulkaneifel.de

Bearbeitet:

Institut für Regionalmanagement Braunfelser Straße 86,35606 Solms info@ifr-regional.de Institut für Mittelstandsökonomie an der Universität Trier e.V. (Inmit) Bahnhofstr. 30-32, 54292 Trier www.inmit.de

Konzeptionelle Beratung:

LAG Vulkaneifel – unser Selbstverständnis

Die LAG Vulkaneifel wurde gegründet von Menschen, die Ideen und Projekte haben, mit denen im LAG-Gebiet etwas bewegt werden kann für die Bevölkerung, die Natur, die Kultur, den Tourismus und das wirtschaftliche Wohl.

Mit der Bewerbung für die Förderperiode 2007-2013 verbinden wir Stärkung für das Erreichte und Rückenwind für das, was wir auch in Zukunft mit Kopf, Herz und Hand für die Vulkaneifel tun wollen.

Ziel unserer gemeinsamen lokalen Entwicklungsstrategie ist die konsequente Erhaltung und fortgesetzte kreative Inwertsetzung der reichen natürlichen und kulturellen Potenziale in unserer Region. Dies geschieht zum Wohle der Menschen, die im LAG-Gebiet leben, arbeiten und sich erholen.

Herzstück und unverwechselbares Gesicht ist dabei das große natürliche Kapital des LAG-Gebietes als Land der Eifel-Vulkane und Maare. Mit seinem außerordentlichen geologischen Formenreichtum stellt es ein Geschenk für die Region dar. Dieses Geschenk gilt es mit Engagement und authentischer Geradlinigkeit immer wieder neu zu verdienen, ohne dass die anvertrauten Werte dabei aus dem Blick geraten.

Die besonderen Gaben von Mutter Erde für die Region und ihre Menschen in Wert zu setzen, das verstehen wir als unsere große Aufgabe.

REGION VULKANEIFEL – Leben, arbeiten und erholen, wo die Natur Ereignis ist.

REGION VULKANEIFEL Leben, arbeiten und erholen, wo die Natur Ereignis ist

Inhaltsverzeichnis
1. Abgrenzung und Lage des LAG-Gebietes Vulkaneifel ..................................... 2
1.1 1.2 1.3 1.4 2.1 2.3 2.4 3.1 3.3 Lage im Raum................................................................................................. 2 Gebietsabgrenzung.......................................................................................... 3 Kriterien der Gebietsabgrenzung ....................................................................... 4 Darlegung der Kohärenzkriterien ....................................................................... 4 Die LAG Vulkaneifel und ihre Mitglieder .............................................................. 6 Effizienz der Funktionsweise und Entscheidungsfindungsmechanismen................... 8 Methodik der Erarbeitung/Der Bottom-up-Ansatz ................................................ 8 Allgemeines sozioökonomisches Umfeld .......................................................... 10 Umwelt und Landbewirtschaftung .................................................................... 14

2. Zusammensetzung und Aufgaben der LAG Vulkaneifel .................................. 6
2.2. Eignung der LAG Vulkaneifel zur Ausarbeitung und Durchführung eines LILE........... 7

3. Ausgangslage/Bestandsaufnahme des LAG-Gebietes Vulkaneifel ............... 10
3.2. Sektoren Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft .............................................. 14

4. SWOT-Analyse für das Aktionsgebiet LAG Vulkaneifel ................................. 14
4.1. Naturraum.................................................................................................... 15 4.2. Siedlungs- und Bevölkerungsstruktur/ Lebensraum ........................................... 16 4.3. Wirtschaftsstruktur ........................................................................................ 16 4.4. Tourismus .................................................................................................... 18

5. Leitbild und Zielvorstellungen ..................................................................... 19
5.1 Unser Leitbild für die Vulkaneifel........................................................................ 19 5.2 Unser Oberziel für die Entwicklung unserer Region............................................... 19

6. Beschreibung der Entwicklungsziele, -strategien und Handlungsfelder....... 20
6.1. Unsere Entwicklungsziele ................................................................................. 20 6.2. Unsere Entwicklungsstrategie ........................................................................... 24 6.3. Unsere Handlungsfelder und Maßnahmenbereiche............................................... 27

7

Beschreibung der geplanten Maßnahmenbereiche mit exemplarischen Schlüsselprojektideen........................................................ 29
7.1. Handlungsfeld A: Werte der Vulkaneifel wahren und entwickeln............................ 29 7.2. Handlungsfeld B: Arbeitschancen für die Vulkaneifel schaffen ............................... 32 7.3. Handlungsfeld C: Lebensräume der Vulkaneifel zukunftsfähig machen................... 38

8. Beschreibung der geplanten gebietsübergreifenden und transnationalen Zusammenarbeit ................................................................ 39 9. Geplante Arbeit der LAG sowie Kompetenzentwicklung und Sensibilisierung im Leader-Gebiet ........................................................ 40
9.1. Regionalmanagement...................................................................................... 40 9.2. Öffentlichkeitsarbeit ........................................................................................ 40 9.3. Kompetenzentwicklung.................................................................................... 40

10. Finanzierungsüberlegungen ....................................................................... 41 11. Monitoring und Verfahren zur Selbstevaluierung........................................ 42
11.1 Monitoring..................................................................................................... 42 11.2. Ergebnis der externen Bewertung ................................................................... 42 11.3. Erstellung des LILE Vulkaneifel ....................................................................... 42 11.4. Verfahren zur Selbstevaluierung ..................................................................... 42

Anlagen ............................................................................................................ 44

1

1. Abgrenzung und Lage des LAG-Gebietes Vulkaneifel
1.1 Lage im Raum
Das LAG-Gebiet Vulkaneifel befindet sich im zentralen Herzstück der Eifel und grenzt im Norden an den deutsch-belgischen Naturpark „Nordeifel - Hohes Venn“. Die weiteren naturräumlichen Grenzen des LAG-Gebietes bilden Ost- und Südeifel sowie die Moselberge im Süden. Das LAG-Gebiet liegt nordöstlich des Oberzentrums Trier. Trotz seiner zentralen europäischen Lage ist das LAG-Gebiet Vulkaneifel auf Grund seiner Topographie (Mittelgebirge) nur bedingt an die angrenzenden Regionen, insbesondere an Wirtschaftsräume mit bedeutender wirtschaftlicher Dynamik, angeschlossen.
Abbildung 1: Lage im Raum des LAG-Gebietes Vulkaneifel

>>> LAG-Gebiet Vulkaneifel: mitten in Europa - und doch am nationalen Rand

Quelle: Eigene Darstellung.

2

1.2

Gebietsabgrenzung
>>> 195 Ortsgemeinden in den VG Daun, Gerolstein, Hillesheim Kaisersesch, Kelberg, Kröv-Bausendorf, Manderscheid, Obere Kyll, Ulmen, Wittlich-Land und verbandsfreie Stadt Wittlich

Das LAG-Gebiet Vulkaneifel umfasst Ortschaften aus 10 Verbandsgemeinden in den Landkreisen Bernkastel-Wittlich, Cochem-Zell und Vulkaneifel. Im Vergleich zur ehemaligen Gebietskulisse wurde damit das aktuelle LAG-Gebiet um drei weitere Verbandsgemeinden sowie 20 Ortschaften aus den Landkreisen Bernkastel-Wittlich, Cochem-Zell und Vukaneifel (Daun) erweitert.
Abbildung 2: Abgrenzung des LAG-Gebietes Vulkaneifel

Quelle: Eigene Darstellung

3

1.3

Kriterien der Gebietsabgrenzung

Die Abgrenzung des LAG-Gebietes orientiert sich an den Vorgaben des rheinland-pfälzischen Entwicklungsprogramms PAUL (Programm „Agrarwirtschaft, Umwelt, Landentwicklung“). Die Verbandsgemeinden Kelberg (Kreis Vulkaneifel) sowie Kaisersesch und Ulmen (Kreis Cochem-Zell) wurden aufgrund der engen räumlichen und natürlichen Verknüpfung (naturräumlich der Vulkaneifel zugeordnet) und einiger gemeinsam durchgeführten/ in der Umsetzung befindlichen Projekte (z. B. Vulkanbike Trailpark, Naturpark Vulkaneifel, gemeinsame Ausschilderung von Radwegen, Eifelsteig, Deutscher Wandertag 2006, Deutsche Vulkanstraße, Eifelquerbahn) neu mit in die LAG Vulkaneifel aufgenommen. Hinzu kommt, dass die Verbandsgemeinden Kelberg und Ulmen bereits Mitgesellschafter bei der Natur- und Geopark Vulkaneifel GmbH geworden sind. Bisher standen der Zugehörigkeit der genannten Verbandsgemeinden zum LAG-Gebiet im Wesentlichen die Vorgaben zur Größenabgrenzung des LAG-Gebietes entgegen. Die Ausdehnung der maximalen Einwohnerzahl auf 150.000 Einwohner/-innen ermöglicht zusätzlich die Aufnahme der restlichen Gemeinden des Landkreises Vulkaneifel und einiger weiterer des Landkreises Bernkastel-Wittlich in das LAG-Gebiet. Im LAG-Gebiet Vulkaneifel leben nach dem erweiterten Zuschnitt nunmehr insgesamt 138.287 Einwohner/-innen auf einer Fläche von 1.670 km². Dies entspricht einer Einwohnerdichte von 83 EW/ km².
>>> Neu dabei: die 3 Verbandsgemeinden Kaisersesch, Kelberg und Ulmen

1.4

Darlegung der Kohärenzkriterien

Das LAG-Gebiet Vulkaneifel als naturräumliche Einheit Das LAG-Gebiet, das in einer Mittelgebirgslandschaft liegt, ist durch seine hohe Konzentration und reiche Vielfalt an geologischen Besonderheiten geprägt. Geologische Vorgänge haben dem Gebiet der LAG, das dem „Westeifeler Vulkanfeld“ entspricht, ein unverwechselbares Profil als das Land der Maare und Vulkane gegeben. Das Vulkanfeld liegt im Herzen der Eifel und erstreckt sich auf eine Breite von 30 Kilometer und eine Länge von 50 Kilometer. Sowohl die Abwechslung zwischen verschiedenen Höhenlagen, die sich von 300 bis auf 700 Meter über NN erstrecken, mit tief eingeschnittenen Tälern als auch die insgesamt rund 350 vulkanischen Ausbruchszentren verleihen dem LAG-Gebiet sein zugleich vielschichtiges und einzigartiges Landschaftsprofil. Das LAGGebiet Vulkaneifel nennt mit Stolz eine der jüngsten und formenreichsten Vulkanlandschaften Europas sein eigen. 75 von Geologen nachgewiesene Maare geben dem LAG-Gebiet Vulkaneifel naturräumlich sein unverwechselbares Gesicht. Ganze 9 davon sind mit einem der seltenen Maarseen gefüllt, von der Eifeldichterin Clara Viebig „Die Augen der Eifel“ getauft. Weiterhin einzigartig: Im LAG-Gebiet findet sich in der Mosenberg-Vulkangruppe der einzige BergKratersee nördlich der Alpen. Auch über die Maarseen hinaus ist das Element des Wassers im LAGGebiet von besonderer Präsenz: zahlreiche Bachläufe sowie Kyll, Salm, Lieser, Endert und Alf durchfließen das LAG-Gebiet Vulkaneifel. Weiterhin nennt das LAG-Gebiet auf Grund des Vulkanismus und des geologischen Untergrunds eine schiere Fülle von Heil- und Mineralquellen sein eigen. Bekannte Mineralwassermarken von nationaler Bedeutung, wie Gerolsteiner Brunnen, Nürburgquelle und

>>> Eine der formenreichsten Vulkanlandschaften als hervorstechendes natürliches Kapital

4

Dauner Quellen haben im LAG-Gebiet ihre Heimat. In vielen Orten sprudelt das Mineralwasser aus gepflegten Quellen, die im örtlichen Sprachgebrauch als Drees oder Sauerbrunnen bezeichnet werden (z. B. Steinborner Drees, Hotzendrees, Darscheider Drees, Dockweiler Sauerbrunnen usw.). Das LAG-Gebiet Vulkaneifel bildet auf Grund der zuvor genannten natürlichen Gegebenheiten eine naturräumliche Einheit, die bei der Inwertsetzung auf ein unverwechselbares Alleinstellungsmerkmal zurückgreifen kann. Zahlreiche Auszeichnungen und Prädikate dokumentieren den einzigartigen geologischen Reichtum der Region. So ist der zum LAG-Gebiet gehörende Vulkaneifel Geopark Gründungspartner und Mitglied im Kreis des European Geopark Network. Als Geopark kann nach der UNESCO-Definition nur eine geschützte Region anerkannt werden, die „Phänomene spezieller geologischer Signifikanz, Seltenheit oder Schönheit“ enthält. Im Jahre 2004 erfolgte die Anerkennung der Vulkaneifel als UNESCO Global Geopark. Erst jüngst wurden die Dauner Maare und die Mosenberg-Vulkangruppe in die Liste „Deutschlands bedeutendste Geotope“ aufgenommen. Das LAG-Gebiet Vulkaneifel als soziokulturelle Einheit Das LAG-Gebiet Vulkaneifel ist soziokulturell in das größere Gebiet der Eifel eingebunden. Damit ist es nicht nur in sich, sondern auch in Bezug zum Großraum Eifel homogen. Diese Homogenität äußert sich vor allem in den Gemeinsamkeiten der sprachlichen Identität und der Identität des Brauchtums. Auch wenn ortsüblich spezifische Dialekte gepflegt werden, so gehört das LAG-Gebiet fast in seiner Gesamtheit zum moselfränkischen Sprachraum. Lediglich im Norden ist ein Übergang in den Kölner Sprachraum (Ripuarisch) festzustellen. Im LAG-Gebiet ist auch heute noch ein gewachsenes, eifeltypisches Brauchtum erhalten. So gibt es viele Traditionen, die sich an kirchlichen Festen (z. B. das „Klappern“ in der Karwoche, Prozessionen), am Lebenslauf der Menschen (z. B. zu Geburt, Hochzeit, Tod) oder am weltlichen Jahreskalender (z. B. Fastnacht, Maibaum, Kirmes, Handelsmärkte) und dem Lauf der Natur (z. B. Erntezeit) orientieren. Darüber hinaus findet man im LAG-Gebiet Gemeinsamkeiten bei der Baukultur und der kultur-geschichtlichen Entwicklung. Das LAG-Gebiet Vulkaneifel als ökonomische Einheit Im Landschaftsbild hat die jahrhundertlange Landwirtschaft die Prägung gegeben. Ökonomisch hat die Landwirtschaft jedoch ihren Stellenwert verloren. Mittelständische Betriebe bilden heute das Rückgrat der regionalen Ökonomie und den homogenen wirtschaftsstrukturellen Rahmen. Die vorhandenen Betriebe und Unternehmen bauen oftmals auf der Nutzung von vorhandenen natürlichen Ressourcen auf. Dazu zählen neben der Holzwirtschaft, dem Abbau von Bodenschätzen und der Nutzung von Mineralquellen vor allem auch die touristische Vermarktung und Inwertsetzung des besonderen landschaftlichen Reichtums und des hohen Erholungswertes – insbesondere auch als Naherholungsgebiet für angrenzende Ballungsräume. Potenziale für neue Einkommensquellen ergeben sich u. a. aus dem Bereich der erneuerbaren Energien. Ein weiteres Herzstück der regionalen Ökonomie bilden Handwerksbetriebe. Diese stehen für solide handwerkliche Wertarbeit aus der Eifel, sind oft über Generationen in Familienhand und immer
>>> Naturphänomene mit Auszeichnungen von höchster Stelle: u. a. UNESCOPrädikat, Deutschlands bedeutendste Geotope

>>> Einheit in der Vielfalt: man spricht Moselfränkisch und lebt gemeinsame Traditionen …

>>> Solider Mittelstand bildet das Rückgrat und den einheitlichen Rahmen

>>> Regionale Potenziale nutzen: Land- und Forstwirtschaft, erneuerbare Energien, Tourismus

>>> Starke Tradition, aber mit Nachfolgesorgen: das Handwerk

5

öfter in der Fortführung Nachfolgeprobleme.

ihrer

Tradition

gefährdet

durch

Industriekonzentrationen sind im LAG-Gebiet Vulkaneifel nicht zu identifizieren. Auch ist die Tertiärisierung noch nicht im LAG-Gebiet angekommen - der Dienstleistungssektor, insbesondere im Bereich der wirtschaftlich potenzialträchtigen höherwertigen unternehmensnahen Dienstleistungen (HUDL) ist nach wie vor unterdurchschnittlich ausgeprägt.

>>> Industrie und unternehmensnahe Dienstleistungen wenig präsent

2. Zusammensetzung und Aufgaben der LAG Vulkaneifel
2.1 Die LAG Vulkaneifel und ihre Mitglieder
Die Lokale Aktionsgruppe Vulkaneifel wurde am 24. Mai 2007 in Daun von 34 Mitgliedern gegründet. Die Zuständigkeit der LAG Vulkaneifel erstreckt sich auf das räumlich festgesetzte Gebiet der Aktionsgruppe (vgl. Abbildung 2). Die LAG ist Träger des Entwicklungsprozesses und verantwortlich für deren Durchführung. Die Geschäftsordnung der Lokalen Aktionsgruppe Vulkaneifel gewährleistet Transparenz und Klarheit der Zuweisung von Aufgaben und Zuständigkeiten. Die Zusammensetzung der LAG ergab sich aus den im Zusammenhang mit der Strategieentwicklung durchgeführten Workshops, Arbeitsgruppensitzungen und Informationsveranstaltungen unter Berücksichtigung der Vorgaben des rheinland-pfälzischen Entwicklungsprogramms PAUL und orientiert sich an den Handlungsfeldern des LILE sowie den horizontalen Zielen der LAG Vulkaneifel (vgl. Kapitel 6).
Tabelle 1: Mitglieder der LAG Vulkaneifel
Nr
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24

Name
Adolphi, Annemie Böffgen, Hans-Peter Boos, Lothar Borsch, Klara Drayer, Hubert Ehrlich, Hans-Werner Führ, Birger Greib, Rolf Görgen, Ernst Johann, Hermann-Josef Junk, Wibke Karst, Peter Klassmann, Thomas Klöckner, Werner Kowall, Markus Koziol Dr., Martin Krumeich, Elke Mayer, Alois Metzen, Georg Mies, Judith Onnertz, Heinz Peters, Edith Pinn, Johannes Schäfer, Klaus TW Gerolsteiner Land Jugendbetreuer

Institution
Interessengemeinschaft „Naturlaub bei Freunden“

Öffentl.

Privat
X X X X X X X

Landfrauenverband Bernkastel-Wittlich IHK Tourismusausschuss als Hotelier Projektentwicklungsgesellschaft Ulmen Visenda GmbH Biotopbetreuer DLR Eifel Naturpark Nordeifel Kreisverwaltung Cochem-Zell Geoparkgastgeber Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Wittlich Vertreter Bereich Jugend, Kirche Vertreter der Verbandsgemeinden Kreis Vulkaneifel Dorferneuerung Maarmuseum Manderscheid, Seniorenvertretung Eifelverein Moseleifel-Touristik e.V. Existenzgründerin Landrat Kreis Vulkaneifel Gleichstellungsbeauftragte Holzenergieberatung/ Biomassenmanagement Eifel-Tourismus GmbH X X X X X X X X

X X X

x x X X X

x

6

25 26 27 28 29 30 31 32 33 34

Schmitz, Rainer Schneider, Harald Schüller Dr., Andreas Sieding, Bettina Simon, Angela Simon, Werner Theunert Dr., Sabine Thommes-Burbach, Inge Ulmen, Helmut Zelder, Manfred

Vertreter der Verbandsgemeinden Kreis Bernkastel-Wittlich Landjugend des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau Natur- und Geopark Vulkaneifel GmbH Weiterbildungsbeirat Management Qualitätsbetriebe Marke Eifel Architekt Sprecherin Projektgruppe Energie/Ökologisches Agenda 21 der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich Verein der Direktvermarkter Eifel-Mosel-Saar e.V. Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich Bauern- und Winzerverband Bernkastel-Wittlich Bauen,

x X X X X X X X X X

Quelle: Eigene Darstellung.

Somit weist die LAG Vulkaneifel folgende relevante Kennzeichen auf: Die LAG-Mitglieder sind im LAG-Gebiet ansässig. Der LAG gehören insgesamt 34 Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Landwirtschaft, Naturschutz, Forst, Tourismus, Jugend, Frauen, Kirchen, Unternehmen, Handwerker, Direktvermarkter, Geopark-Gastgeber, Landjugend, Senioren, Weiterbildung, Dorfentwicklung, Architektur, Agenda 21, Eifelverein, Urlaub auf Bauernhöfen und Kommunen an. Somit ist eine breite Einbeziehung möglichst unterschiedlicher Interessen gewährleistet. Die Mehrzahl der insgesamt 34 Mitglieder stammt aus dem privaten Sektor (70 % Wirtschafts- und Sozialpartner und Verbände). Auf eine möglichst hohe Beteiligung von Frauen/ Frauenorganisationen in der LAG wurde besonderen Wert gelegt. Eine Frauenorganisation ist in der LAG vertreten, der Frauenanteil in der Mitgliedschaft beträgt 30 %. In die LAG wurde sowohl eine Interessensvertretung der Landjugend als auch von Kindern und Jugendlichen sowie von Seniorinnen und Senioren aufgenommen. Die LAG Vulkaneifel stellt somit eine ausgewogene und repräsentative Mischung von Akteurinnen und Akteuren aus unterschiedlichen sozioökonomischen Bereichen des LAG-Gebietes dar.
>>> Zentrale Kriterien der Zusammensetzung sind erfüllt

2.2. Eignung der LAG Vulkaneifel zur Ausarbeitung und Durchführung eines LILE
Die LAG Vulkaneifel ist aus folgenden Gründen zur Ausarbeitung und Durchführung eines LILE in hohem Maße geeignet: Fachliche Eignung: Die Mitglieder der LAG Vulkaneifel stellen eine ausgewogene, repräsentative und kompetente Mischung von Akteurinnen und Akteuren dar. Erfahrungen mit dem LEADER-Programm: 17 der insgesamt 34 Mitglieder waren bereits in der letzten Förderperiode in der LAG Vulkaneifel aktiv. Vorhandene Netzwerke: Im Rahmen der vorangegangenen Förderperioden konnte bereits ein gutes Fundament an regionalen, gebietsübergreifenden und transnationalen Netzwerken aufgebaut werden. Kenntnis der Region: Durch ihre Ansässigkeit im LAGGebiet und ihre lokale Verbundenheit ist den LAG-

>>> Erfahrung, Regionenkenntnis und sich ergänzende Kompetenzen als Eignungsvoraussetzungen

7

Mitgliedern eine gute Kenntnis der Gegebenheiten der Region Vulkaneifel, der Stärken, der Schwachstellen und Engpässe sowie der Entwicklungspotentiale und –hemmnisse eigen. Geschäftsführung: Der Geschäftsführer der LAG Vulkaneifel Alfred Bauer bringt einen umfangreichen Erfahrungsschatz mit dem Leader-Instrument und im Bereich des komplexen Projektmanagements ein. Kritische Masse: Die LAG Vulkaneifel verfügt über eine ausreichende Anzahl an agierenden und profitierenden Menschen (nahezu 120 Personen beteiligten sich an der Strategieentwicklung und Ideenfindung, 138.287 Einwohner/-innen leben im LAG-Gebiet), über wirtschaftliches Potenzial (in der vergangenen Förderperiode wurde ein Investitionsvolumen von etwa 5 Mio. EUR ausgelöst) und über eine solide Mittelbasis (die Kommunen haben sich bisher in hohem Maße an der Finanzierung der Projekte beteiligt).

2.3 Effizienz der Funktionsweise und Entscheidungsfindungsmechanismen
Die Zusammensetzung und Arbeitsweise der LAG sowie die Einrichtung der Geschäftsführung garantieren auf der Grundlage der in Kraft gesetzten Geschäftsordnung einen geordneten und effizienten Ablauf der Findungs- und Entscheidungsprozesse.
>>>Geschäftsordnung der LAG in Kraft

2.4 Methodik der Erarbeitung/ Der Bottom-up-Ansatz
Die LAG Vulkaneifel hat bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt im April 2005 damit begonnen, sich mit der Weiterentwicklung der Strategie zu beschäftigen. Von Anfang an wurden alle LAG-Mitglieder sowie weitere regionale Schlüsselakteurinnen und -akteure intensiv in die Diskussion mit einbezogen (vgl. die folgende Abbildung 3).
>>> Seit April 2005 Überlegungen zur Weiterentwicklung, danach kontinuierlich Meilensteine

8

Abbildung 3: Beteiligungsverfahren Förderperiode 2007 – 2013

zur

Vorbereitung

auf

die

Leader-

Quelle: Eigene Darstellung.

9

Für die externe Mitwirkung bei der Erstellung des Lokalen Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (LILE) Vulkaneifel (Kurzfassung) wurde von der LAG Vulkaneifel das IfR Institut für Regionalmanagement beauftragt. Das Institut für Mittelstandsökonomie an der Universität Trier e.V. (Inmit) hatte im Auftrag der LAG Vulkaneifel beratende und konzeptionelle Aufgaben bei der Entwicklung der Bewerbungsunterlagen inne. Im Rahmen der Vorbereitung auf die neue Förderperiode erfolgte eine externe Evaluierung der bisherigen Zusammenarbeit innerhalb der LAG Vulkaneifel. Ergänzend zu der insgesamt guten und erfolgreichen Zusammenarbeit wurden weitere Optimierungspotenziale identifiziert. Die diesbezüglichen Punkte wurden aufgegriffen und als Anregung verstanden, die Zusammenarbeit in der LAG für die kommende Förderperiode weiter zu verbessern und noch effizienter zu gestalten: Weiterbildung: Bedarf wird im Bereich der Qualifizierung der LAG-Mitglieder und Projektträger gesehen. Von Anderen lernen: Zum Ausbau der Kooperation und zur Netzwerkbildung mit anderen Regionen sollten Exkursionen in andere LEADER-Regionen ermöglicht werden. Privatpersonen stärker einbinden: In dieser Förderperiode soll Privatpersonen die Möglichkeit der temporären Mitarbeit in der LAG gegeben werden. Als besonders geeignet dazu werden die Arbeitskreise oder die konkrete Mitwirkung an der Projektumsetzung gesehen. Mittlerweile verfügt die LAG Vulkaneifel über einen Fundus von insgesamt 97 Projektideen. Von diesen wurden – ebenfalls in einem breiten Beteiligungsprozess – 19 Projekte als Schlüsselprojekte ausgewählt, die aufgrund ihres Innovationscharakters das Potenzial haben, für die Region Vulkaneifel eine Vorbildfunktion zu entfalten. Die Arbeitsgruppen werden sich über die gesamte LEADERFörderperiode hinaus in regelmäßigen Abständen treffen (Zuordnung der Projekte aus den Gebietskörperschaften zu den einzelnen Arbeitskreisen, Konkretisierung der Projekte, Ausarbeitung detaillierter Kostenund Finanzierungspläne, Einbindung von Privatpersonen, Auswahl weiterer Projekte, etc.). Durch weitere Treffen der Arbeitsgruppensprecher und die LAG-Sitzungen erfolgt zudem ein regelmäßiger Austausch zwischen den einzelnen Arbeitsgruppen.

>>> LILE Vulkaneifel unter Einbziehung externer Unterstützung erarbeitet

>>> Gute und erfolgreiche Zusammenarbeit in der LAG mit Ausbauchancen

>>> Innovativer Projektideen-Pool für die kommende Förderperiode >>> Mit Blick auf Prioritäten: Schlüsselprojekte als Leuchttürme

>>>Maßnahmen und Strukturen konsequent am Bottom-up-Prinzip ausgerichtet

3. Ausgangslage/Bestandsaufnahme des LAGGebietes Vulkaneifel
3.1 Allgemeines sozioökonomisches Umfeld
Raum- und Siedlungsstruktur Das gesamte LAG-Gebiet Landesentwicklungsprogramms IV „Ländlicher Raum“ zugeordnet. wird laut Rheinland-Pfalz Entwurf des der Kategorie

10

Im LAG-Gebiet leben insgesamt 138.287 Einwohnerinnen und Einwohner auf einer Fläche von 1.670 km². Dies entspricht einer Einwohnerdichte von 83 EW/ km², die deutlich unter der durchschnittlichen Einwohnerdichte von Rheinland-Pfalz mit 204 EW/ km² liegt. Auch wenn die gemeindliche Struktur des LAG-Gebietes überwiegend durch Klein- und Kleinstgemeinden geprägt ist (164 der insgesamt 195 Gemeinden haben weniger als 1.000 EW), so leben mittlerweile dennoch nur 42 % der Bevölkerung in Gemeinden mit weniger als 1.000 EW. Bevölkerungsstruktur und -entwicklung Bevölkerungsentwicklung von 1950 bis 2006 im LAG-Gebiet Im Zeitraum von 1950 bis 2005 wies das LAG-Gebiet Vulkaneifel eine positive Bevölkerungsentwicklung auf (+22,4 % von 107.345 Einw. auf 138.287 Einw.). Im gleichen Zeitraum ist der Bevölkerungszuwachs in Rheinland-Pfalz etwas stärker (+26 %). Seit dem Jahr 2005 ist die Bevölkerungsentwicklung im LAG-Gebiet ebenso wie in Rheinland-Pfalz stagnierend bis minimal rückläufig (2006: 138.025 EW im LAGGebiet). Bevölkerungsstruktur und -prognose bis 2015 Im LAG-Gebiet wird ebenso wie in anderen Landesteilen bis zum Jahr 2015 eine deutliche Abnahme der Bevölkerung zu verzeichnen sein. Laut Statistischem Landesamt Rheinland-Pfalz werden für das Jahr 2015 gegenüber dem Jahr 2005 rund 2% weniger Einwohner für das LAG-Gebiet prognostiziert. Auf Grund des Demografischen Wandels ist auch das LAG-Gebiet von einer Verschiebung in der Bevölkerungsstruktur betroffen. Bis zum Jahr 2015 wird laut Bevölkerungsprognosen des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz ein deutlicher Zuwachs der über 60Jährigen (im Vergleich zum Jahr 2005 ein Plus von gut 7 %) und eine gleichzeitige Abnahme der unter 20-Jährigen (im Vergleich zum Jahr 2005 ein Minus von 14 %) erfolgen. Die Gruppe der 20- bis 60Jährigen wird noch bis zum Jahr 2010 zunehmen, danach wird auch diese kleiner werden. Wirtschaftsraum Bei Betrachtung des LAG-Gebietes als Wirtschaftsraum gesamt ist festzustellen, dass der Anteil der Bruttowertschöpfung (BWS) deutlich unter dem Landesdurchschnitt (48.862 EUR je Erwerbstätigem) liegt. Dabei ist die BWS insgesamt je Erwerbstätigem in den einzelnen Landkreisen im LAG-Gebiet sehr unterschiedlich (Landkreis Cochem-Zell: 40.748 EUR, Landkreis Vulkaneifel: 44.408 EUR, Landkreis Bernkastel-Wittlich: 45.568 EUR). Dienstleistungsbereiche nehmen – ebenso wie auf Landesebene - im Vergleich zu den anderen Wirtschaftsbereichen (Produzierendes Gewerbe, Land- und Forstwirtschaft) auch in den beteiligten Landkreisen des LAG-Gebietes eine bedeutende Rolle bei der Bruttowertschöpfung ein. Unterrepräsentiert sind dabei im LAG-Gebiet – typisch für strukturschwache ländliche Regionen - allerdings die dynamischen unternehmensnahen Dienstleistungen (vgl. Tabelle 2).

>>> Einwohnerdichte 83 EW/km²

>>> Seit 2005 stagnierende bis leicht rückläufige Bevölkerung

>>> Blick in die Zukunft I : Die Bevölkerung im LAG-Gebiet nimmt weiter ab

>>> Blick in die Zukunft II : Die Bevölkerung wird älter

>>> BWS unter Landesdurchschnitt

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Tabelle 2: Bruttowertschöpfung(BWS) nach Wirtschaftsbereichen 2004
BWS nach Wirtschaftsbereichen 2004 absolut (Anteil in % an der BWS insgesamt) Insg. Land-u. Forstwirt. Prod. Gewerbe DLBereiche Finanzierung/unternehmensnahe DL Öfftl. u. priv. DL

Gebiet

BWS insges. je Erwerbstätigem

Mill. EUR RheinlandPfalz BernkastelWittlich Cochem-Zell Vulkaneifel 87.026 1.291 2.274 1.171 1.166 65 28 33 27.810 825 264 384 57.925 1.384 878 749 21.634 468 281 245 21.293 (24,5 %) 493 (21,7%) 358 (30,6 %) 322 (27,6 %) (1,5 %) (32,0 %) (66,6 %) (24,9 %) (2,9 %) (36,3 %) (60,9 %) 20,6 %) (2,4 %) (22,5 %) (75,0 %) (24,0 %) (2,8 %) (32,9 %) (64,2 %) (21,0 %)

EUR 48.862 45.568 40.748 44.408

Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung der Länder, Kreisberechnung.

Produzierendes Gewerbe Die Anzahl der produzierenden Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten ist im LAG-Gebiet im Zeitraum von 1995 bis 2006 nach einem Zwischenhoch mit 100 Betrieben im Jahr 2000 annähernd gleich geblieben (95 bzw. 96 Betriebe). In Rheinland-Pfalz hingegen ist die Anzahl insgesamt rückläufig (-9,2 %). Bei den Beschäftigten im produzierenden Gewerbe ist die Anzahl im LAG-Gebiet sowie auch in Rheinland-Pfalz rückläufig, wobei der Rückgang im LAG-Gebiet mit -4,7 % deutlich niedriger ausfällt als in Rheinland-Pfalz mit -16,2 %. Tourismus Im LAG-Gebiet ist sowohl bei Gäste- wie auch Übernachtungszahlen ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Die durchschnittliche Verweildauer der Urlaubsgäste mit 4,3 Tagen (2006) im LAG-Gebiet ist liegt deutlich über dem Landesdurchschnitt (2,8 Tagen). Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (svB) Insgesamt ist im LAG-Gebiet Vulkaneifel im Zeitraum 1999 bis 2005 in allen Wirtschaftszweigen ein Rückgang der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (svB) zu verzeichnen. Im Zeitraum 1999 bis 2005 hat die Zahl der svB im LAG-Gebiet von 26.530 (Juni 1999) um 3,8 % auf 25.507 (Juni 2005) abgenommen. Dieser Rückgang ist jedoch nicht so stark wie in Gesamt-Rheinland-Pfalz (-6,6 %). Bei Betrachtung nach Wirtschaftszweigen ist festzustellen, dass ein Rückgang der svB den Bereichen Land- und Forstwirtschaft (34 %), Verarbeitendes Gewerbe (-5,4 %), Baugewerbe (-17,7 %) und öffentliche Verwaltung (-2 %) stattgefunden hat. Ein Zuwachs an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen erfolgte dagegen in den Bereichen Handel, Gastgewerbe, Verkehr (+5 %) und sonstige Dienstleistungen (+20 %). Beschäftigtendichte 2005 Die Beschäftigtendichte im Jahr 2005 war im Vergleich zum Landesdurchschnitt unterdurchschnittlich ausgeprägt. Einer der Gründe hierfür ist der hohe Auspendleranteil ins benachbarte Nordrhein-Westfalen und nach Luxemburg.

>>> Rückläufige Beschäftigtenanzahl

>>> Leichter GästeRückgang, aber Verweildauer über Landesdurchschnitt

>>> Rückgang bei den svB, aber geringer als im Landesdurchschnitt

>>> Mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse bei Handel, Gastgewerbe, Verkehr und sonstigen DL

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Arbeitslosigkeit In allen Landkreisen des LAG-Gebietes ist - ebenso wie in RheinlandPfalz - die Arbeitslosenquote im Jahr 2006 geringer als noch im Jahr 1999. Im LAG-Gebiet beträgt diese 2006 mit 5,8 % über einen Prozentpunkt weniger als noch 1999 (7,1 %). Struktur der Arbeitslosigkeit Die Arbeitslosenquote im LAG-Gebiet ist bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen mit 5,8 % im Jahr 2006 im Vergleich zum Landesdurchschnitt Rheinland-Pfalz mit 8,0 % deutlich niedriger. Bei den Frauen beträgt sie 2,4 Prozentpunkte, den Männern 2,5 Prozentpunkte bei den Jugendlichen unter 25 Jahren 1,8 Prozentpunkte bei den Älteren über 55 Jahren 0,3 Prozentpunkte und bei den Langzeitarbeitslosen 11,0 Prozentpunkte weniger als im Landesdurchschnitt von Rheinland-Pfalz. Den größten Anteil der Arbeitslosen im LAG-Gebiet bilden (bezogen auf das Jahr 2006) die Langzeitarbeitslosen mit 23,6 %, gefolgt von den Älteren über 55 Jahren mit 11,5 %, den Jugendlichen unter 25 Jahren mit 7,1 %, den Frauen mit 6,7 % und den Männern mit 6,3 %. Kulturraum Das LAG-Gebiet ist geprägt durch eine gemeinsame Kultur und Geschichte. Die einzelnen identitätsstiftenden und traditionellen Merkmale bilden in ihrer Gesamtheit das kulturelle Erbe des LAGGebietes Vulkaneifel: Sprache und Brauchtum – lebendige Traditionen, die es in der Zukunft zu erhalten gilt. Agrarisch geprägte Kulturlandschaft mit attraktiven Dörfern und Städten. Kulturelle Einrichtungen, die mit ihrer großer Vielfalt und Bandbreite von inhaltlichen Schwerpunkten einen touristischen Anziehungspunkt bilden. Dazu zählen beispielsweise die zahlreichen Museen mit einem breiten Themen- und Zielgruppenspektrum. Bedeutende Kulturdenkmäler wie bspw. die zahlreichen Burgen (z. B. Burgen von Manderscheid, Burg Kerpen, Burgruine Glaadt, Burg Lissingen, Burg Daun, Burgruine Ulmen, etc.). Kunst, Kultur und Literatur wird aktiv gelebt – u. a. mit erfolgreichen Festival-Reihen, die weit über die Region hinaus Zulauf finden (z. B. Eifel-Literaturfestival, Eifeler Kulturtage, Tatort Eifel, Klassik auf dem Vulkan, GeoErlebniswoche terramaargica) Zahlreiche ausgezeichnete Gemeinden auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene sowie im Rahmen des europäischen Dorferneuerungspreises und bei der kinderund jugendfreundlichen Dorferneuerung. Hervorzuheben sind die Gemeinden Kerpen und Steffeln (Goldplaketten), Wittlich - Lüxem (Silberplakette) und Bruch (Bronzeplakette auf Bundesebene).

>>> Arbeitslosenquote gesunken, hoher Auspendleranteil

>>> Größter Anteil an AL: Langzeitarbeitslose und Ältere 55+

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3.2. Sektoren Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft
Bedingt durch Änderungen in den agrarpolitischen Rahmenbedingungen und die Entwicklung auf den Märkten landwirtschaftlicher Produkte ist weiterhin ein deutlicher Rückgang der Landwirtschaft zu beobachten. Im Jahr 2005 ist im Vergleich zum Jahr 1983 ein Rückgang der landwirtschaftlichen Betriebe im LAG-Gebiet um knapp 66 % zu verzeichnen (im Vergleich RLP: knapp 60 % Rückgang). Besonders bei den Klein- und Kleinstbetrieben bis 30 ha landwirtschaftlich genutzter Fläche hat bis 2005 eine gravierende Abnahme stattgefunden. Im LAG-Gebiet besteht weiterhin eine Tendenz hin zu steigenden Betriebsgrößen. Der Waldanteil im LAG-Gebiet ist mit über 40 % der Gesamtfläche sehr hoch und wird forstwirtschaftlich genutzt.1
>>> Deutlicher Rückgang der Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe

>>> Konzentrationsprozess bei den landwirtschaftlichen Betrieben

3.3 Umwelt und Landbewirtschaftung
Schutzgebiete im LAG-Gebiet Das LAG-Gebiet Vulkaneifel verfügt insgesamt über die Fülle von rund 60 Naturschutzgebieten und über 11 ausgewiesene Landschaftsschutzgebiete, davon 4 geschützte Landschaftsbestandteile. Nachfolgend eine Auswahl signifikanter Naturschutzgebiete: Holzmaargruppe, Ernstberg, Nerother Kopf, Hochkelberg mit Mosbrucher Weiher, Möschelberg, Gerolsteiner Dolomiten, Wirfttal, Eishöhlen Birresborn, Reihenkrater Mosenberg, Meerfelder Maar, Ulmener Maar, Falkenlay Naturpark Vulkaneifel Das Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz, Mainz beabsichtigt in Würdigung der natürlichen Gegebenheiten des Landschaftsraumes Vulkaneifel eine Naturparkverordnung zu erlassen. Der betroffene Raum erfülle weitgehend die gesetzlich geforderten Voraussetzungen für die Ausweisung von Naturparken. Das seitens des Ministeriums eingeleitete Anhörverfahren ist inzwischen abgeschlossen. Nunmehr steht die Offenlage an.

>>>Region strebt Naturpark an

4. SWOT-Analyse für das Aktionsgebiet LAG Vulkaneifel
Die Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken der Region Vulkaneifel wurden im Laufe der letzten Monate intensiv mit den Mitgliedern der LAG und der Arbeitskreise diskutiert und überarbeitet. Die Ergebnisse der Veranstaltung „Genderperspektiven und demografische Entwicklung“ am 15.11.2006 in Bitburg flossen ebenfalls mit ein.
>>> SWOT-Analyse auf breiter Basis diskutiert und aktualisiert

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Genauere Zahlen lassen sich auf Grund der unterschiedlichen Abgrenzungen zwischen Forstamtsbezirken einerseits und der Gebietskulisse des LAG-Gebietes andererseits in der gegebenen Zeit nicht erheben.

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4.1. Naturraum
Stärken Attraktive und einzigartige Landschaftsstrukturen, hohe Arten-, Geo- und Biotopvielfalt, abwechslungsreiche Topografie (Hochebenen von Flusstälern durchzogen) Geologische Besonderheiten als europaweit einzigartiges Alleinstellungsmerkmal. Im LAGGebiet u. a. über 360 Vulkane in einem der jüngsten Vulkangebiete Europas. Hoher Anteil an unzerschnittenen, verkehrsarmen Räumen (Meulenwald, Heckenland, Kyll) Hoher Waldanteil Kurz vor der Realisierung stehender „Naturpark Vulkaneifel“ Hoher Flächenanteil rechtskräftig gesicherter Landschafts-, Naturschutz-, FFH- und Natura 2000-Gebiete Bedeutende Wasservorkommen, gute Wasser- und Luftqualität Glaubersalzquelle Bad Bertrich (deutschlandweit einzigartig) Gute Darstellung der Wirkungszusammenhänge in der Natur sowie der geologischen Besonderheiten mit Optimierungspotenzial Chancen LAG-Gebiet bietet hervorragende Vorausset-zungen für einen natur-, geo- und gesundheitsorientierten Tourismus und Naherholung Weitere Vernetzungen zwischen den Bereichen Geologie und Tourismus Hochwertiges Arten-, Biotop- u. Geotoppotenzial Ökologisch aufwertbare Flächen bieten im Rahmen von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen überregionale Vermarktungspotenziale Risiken Verlust seltener Lebensraumtypen und stenöker Arten durch andere Nutzungsansprüche Probleme bei der Offenhaltung der Landschaft Schwächen Noch nicht ausreichende Vernetzung der einzelnen, hochwertigen Schutzgebiete Noch nicht ausreichende Inwertsetzung des natürlichen Potenzials im Sinne von Schutz, Pflege und Information Informations- und Bewusstseinsdefizite bei der einheimischen Bevölkerung und bei Touristen, noch nicht ausreichende Koordination Tourismus und Naturschutz Noch nicht ausreichende Besucherlenkung (Rundum-)Erlebnischarakter noch nicht ausreichend umgesetzt

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4.2. Siedlungs- und Bevölkerungsstruktur/ Lebensraum
Stärken Hohe Wohnqualität, gesundes Wohnumfeld Attraktive Landschaft mit hohem Erholungswert Gewachsene Verbundenheit der Bevölkerung mit ihrer Heimat Intakte Dorfgemeinschaften, reges Vereinsleben Familienfreundliche Strukturen Niedrige Bauland- und Wohnraummietpreise, günstige Voraussetzungen zur Bildung von selbst genutztem Wohneigentum Attraktive Dörfer durch regionstypische Baukultur Schwächen Limitiertes Angebot an Arbeitsplätzen, insbesondere für höher Qualifizierte und Frauen Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familie für Frauen schwierig (Mangel an wohnort- und arbeitsplatznahen Betreuungs-angeboten für Kinder und Pflegebedürftige; zum Teil hinsichtlich Haltepunkten und Fahrrhythmen lückenhaftes ÖPNV-Netz) Insbesondere Klein- und Kleinstgemeinden weisen Funktionsverluste auf (Schlafstätten) Teilw. unausgewogene Bevölkerungsstruktur, Abwanderung mobiler Bevölkerungsgruppen Chancen Aktivierung von Baulücken bzw. Nutzung leer stehender alter Häuser und landwirtschaftlicher Anwesen, ggf. als Ferien- oder Zweitwohnsitz Dorferneuerung als Instrument zur Inwertsetzung der Dörfer (unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung) Starke Verbundenheit der Bevölkerung mit ihrer Heimat, Gewinn an regionaler, kultureller Identität, Suche nach Heimat Stärkung der Funktionen Erholung und Landschaft ist geeignet, die Lebensgrundlagen der Bevölkerung zu sichern und bietet Potenziale für Zuwanderung Demografischer Wandel als Chance (neue Modelle des Zusammenlebens der Generationen, Nutzen der Lebens- und Berufserfahrung älterer Mitmenschen, lebenslanges Lernen, ...) Risiken Abwanderung junger Menschen wegen fehlender Ausbildungs- und Berufsangebote Unzureichende Nahversorgungsmöglichkeiten, z. B. Telefonzellen, Dorfladen, Poststelle, reduzieren Lebensqualität und führen zur Zunahme der Abwanderung Abnahme der Bevölkerung in Klein- und Kleinstgemeinden mit unzureichender verkehrlichen Erreichbarkeit Verödung der Ortskerne Auflösung der Dorfgemeinschaft Demografischer Wandel als Herausforderung (Gefahr des weiteren Funktionsverlustes der Dörfer) Schleichender Verlust von Brauchtum und Mundart

4.3. Wirtschaftsstruktur
Stärken
Land- und Forstwirtschaft Land- und Forstwirtschaft als wichtige Standbeine der regionalen Ökonomie , notwendige Diversifizierung der Landwirtschaft hat bereits begonnen Landwirtschaft als bedeutender Kulturlandschaftspfleger Wachsende Bedeutung der Landwirtschaft als Arbeitgeber und Ausbilder Land- u. Forstwirtschaft als bedeutender Energieund Rohstofflieferant Diversifizierungsstrategien wie Direktvermarktung (Regionalmarke Eifel), Energiewirt und touristische DL als zusätzliche Einkommensquellen Rückgang landwirtschaftlicher Betriebe mit teilweise ungeklärter Hofnachfolge Nachlassen landwirtschaftlichen Bewusstseins Vergleichsweise schlechtes Image des Berufs Landwirt

Schwächen

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Industrie, Gewerbe und Handwerk Arbeitnehmende identifizieren sich mit dem Betrieb, insbesondere bei Familienbetrieben Gewerbliche Bauflächen ausreichend und preiswert vorhanden 2 Gründerzentren, eines davon mit KiTa Arbeiten in intakter Umwelt in touristisch attraktiver Region Leistungsstarkes Handwerk als bedeutende Säule Ausgewogene mittelständische Betriebsstrukturen - geringe Abhängigkeit von Großunternehmen Hohe Flexibilität der KMU Touristisch attraktive Handwerks- und Gewerbebetriebe (Glockengießerei, Kerzenmanufaktur, Gerolsteiner, etc.) Im Landesvergleich geringe Beschäftigtendichte, bedeutet hohes regionales Arbeitskräftepotenzial Gutes Angebot im Zukunftsmarkt Gesundheitswirtschaft (z. B. hoher Anteil an Kliniken und Krankenhäusern im Landesvergleich) Gutes Vermarktungskonzept mit Dachmarke Eifel Vorhandene Gründer/-innen-Potenziale (Mobilisierung durch Leader+: „Innovationsberatung Gastgewerbe“, „Gründen auf dem Land“) Großräumige Verkehrserschließung als Standortvorteil (bis Lückenschluss A 1) Chancen Land- und Forstwirtschaft Strukturwandel in der Landwirtschaft bietet Möglichkeiten zur Diversifizierung: Bestehende Vernetzungen zwischen den Bereichen Landwirtschaft und Tourismus ausbauen (Angebote in den Bereichen Urlaub auf dem Bauernhof, Tag des offenen Bauernhofes, Schulbauernhof, etc. ausbauen) Industrie, Gewerbe und Handwerk Tourismus bietet Möglichkeiten zur Schaffung von Arbeitsplätzen im LAG-Gebiet, insbes. für Frauen Stabilität durch mittelständische Unternehmen Innovationspotential der KMU Profilierung als Wirtschaftsstandort mit sehr guten weichen Standortfaktoren Weitere Förderung von Gründungen (Pilotregion in der Inmit-Studie „Gründen auf dem Land“, Leader+-Projekt „Gründen auf dem Land“) Ausbau der Stadt-Land-Kooperationen (Transferpotenzial/ wissenschaftliche Kompetenz in großer Dichte in den umliegenden Hochschulen) Verschlechterung der Arbeitsplatzsituation im industriellen Bereich durch teilweise konzernabhängige Arbeitsplätze (verlängerte Werkbänke) Weiterer Verlust von Bevölkerungsgruppen im erwerbsfähigen Alter durch Abwanderung Weiterer Bedeutungsverlust der Landwirtschaft Risiken Allgemeine Strukturschwäche des LAG-Gebietes: Anteil an der Bruttowertschöpfung im Landesvergleich unterdurchschnittlich Unterdurchschnittliche Beschäftigten- und Unternehmerdichte Mangel an (hoch qualifizierten) industriellen wohnortnahen Arbeitsplätzen Hoher Auspendlerüberschuss (daher auch geringe Arbeitslosigkeit) Unterdurchschnittliche Erwerbsbeteiligung der Frauen im Landesvergleich Strukturelle Arbeitslosigkeit Fachkräftemangel, insbesondere im akademischen, technologieorientierten Bereich Strukturwandel im Gastronomie- und Beherbergungsbereich, teilweise ungeklärte Nachfolge Hoher Anteil von witterungsabhängigen Arbeitsplätzen, z. B. in der Bauwirtschaft, in der Land- und Forstwirtschaft und im Tourismusbereich Unzureichende Breitbandinfrastruktur

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4.4. Tourismus
Stärken Vulkanismus und Geologie als herausragende Besonderheit und Alleinstellungsmerkmal (Vulkaneifel European Geopark ist Gründungsmitglied des Netzwerkes der Europäischen Geoparks) Attraktive, intakte Natur- und Kulturlandschaft keine Großindustrien Netz von Rad- und Wanderwegen als touristische Infrastruktur vorhanden (z. B. kinderfreundlicher Radwege) Gewachsene und räumlich verteilte Beherbergungsinfrastruktur sowie in das Landschaftsbild integrierte Ferienparks Gute bilaterale Ansätze zur Vernetzung von Landwirtschaft und Tourismus (Urlaub auf dem Bauernhof, Donnerstag ist Bauerntag, etc.) und aktive Kooperationen Gute bilaterale Ansätze zur Vernetzung von Geologie und Tourismus (Geo-Pfade, Geo-Park, Vulkan- und Maarmuseum, Kooperation der Geopark-Gastgeber Vulkaneifel, Dt. Vulkanstraße, Geo-Erlebniswochen „terramaargica“) Gute Inwertsetzung der natürlichen und kulturellen Potenziale mit Optimierungsbedarf Touristisches Angebot des LAG-Gebietes ist eingebettet in die Dachmarke „Eifel". Touristische Events mit Markencharakter und überregionaler Reichweite (z. B. historisches Burgenfest Manderscheid, Wittlicher Säubrenner Kirmes, Burgfest Ulmen, Tatort Eifel, GeoErlebniswochen, Eifel-Literaturfestival) Vielzahl kulturhistorischer Sehenswürdigkeiten (Burgen, Kirchen, Klöster, historische Gebäudeensembles, etc.) Insbes. gute Ansätze für museale Aufbereitung der Themen Vulkanismus und Geologie, Vielzahl an Museen Im Vergleich zu anderen Mittelgebirgsregionen hoher Bekanntheitsgrad der (Vulkan-) Eifel als Ferienregion Chancen Gute Erreichbarkeit für potenzielle Gäste aus den Ballungsräumen (Rhein-Ruhr, Rhein-Main) sowie aus Luxemburg, Belgien und den Niederlanden Radwege und Geoangebote als touristische Vernetzungsinfrastruktur Synergetische Verknüpfung von kulturellen und natürlichen Potenzialen kann weitere Attraktivitätssteigerung des touristischen Angebotes realisieren Risiken Strukturwandel im Beherbergungs- und Gastronomiegewerbe (teilweise unklare Betriebsnachfolge) Qualitäts- und Profilanpassungen an die Veränderungen im Freizeitverhalten und in den Ansprüchen notwendig Gestiegener nationaler und internationaler Wettbewerbsdruck Schwächen Landschaftserlebnisse werden teilweise zersplittert dargestellt Verbesserungsbedürftige Vernetzung der natürlichen und kulturellen Potenziale Wirtschaftliche Probleme bei mittelständischer Hotellerie und Gastronomie (vgl. Wirtschaftsstruktur) Strukturen im Übernachtungsgewerbe (geringe Bettenzahlen, verbesserungsfähiger Qualitätsstandard) Angebote sind nicht immer auf die Bedürfnisse und Kenntnisse der Besucher/-innen zugeschnitten. Wenig witterungsunabhängige Freizeiteinrichtungen Gefahr der mangelnden Fokussierung bei Angeboten („Bauchladen“) Dachmarke „Eifel“ nicht als Allheilmittel; regionale Besonderheiten und Profile müssen zusätzlichen Mehrwert im regionalen Portfolio bieten

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Stärkung der Wettbewerbsposition der Vulkaneifel (Vgl. mit anderen dt. Mittelgebirgslandschaften) durch Profilschärfung mit europaweit einzigartigen Alleinstellungsmerkmalen (Vulkane, Maare) Landschaftsmarke Vulkaneifel Passgenaue zielgruppenspez. Angebote (z.B. Bildungstourismus, insbesondere für Schulklassen; Seniorentourismus) Gute Voraussetzungen für Zukunftssegment des gesundheits-orientierten Tourismus In der Planung befindlicher Eifelsteig und Submarkenwege als Besuchermagnete Erhaltung /Etablierung weiterer Gastronomiebetriebe im Nebenerwerb/ stärkere Vernetzung zwischen Gastronomie und Tourismus Gute Ansätze für innovatives und kundenorientiertes Denken bei den Gastgebern

Mehrheit der Angebote mit spezialisiertem Geoprofil, zu dem für breitere Zielgruppen erst in seinem Erlebnischarakter ein emotionaler Zugang geschaffen werden muss

5. Leitbild und Zielvorstellungen

5.1 Unser Leitbild für die Vulkaneifel
Als Leitbild setzt die LAG-Vulkaneifel konsequent auf das, was das LAGGebiet an Einzigartigem als Kapital einzubringen hat: die Gabe einer Natur, die nicht einfach nur eine attraktive, passive Landschaftskulisse bildet, sondern die aus sich heraus Ereignis ist und als solches mehrdimensional in Wert gesetzt werden kann und muss: NaturEreignis also im wahrsten Sinne des Wortes. Dies gilt für die bewegte Erdgeschichte der Region Vulkaneifel, deren Folgen sich im Land der Eifel-Vulkane und Maare in einer europäisch einzigartigen Vielfalt und Dichte sammeln. Ebenso wie für die Gegenwart und Zukunft, in denen dieser bedeutende natürliche Reichtum mit Rücksicht und Weitsicht zum Vorteil von Natur, Gemeinschaft und Wirtschaft mit vereinter Kraft und Kreativität in Wert gesetzt und veredelt werden soll.
Region Vulkaneifel – Leben, arbeiten und erholen, wo die Natur Ereignis ist

5.2 Unser Oberziel für die Entwicklung unserer Region
Das einzigartige natürliche Kapital ist für das LAG-Gebiet Vulkaneifel große Gabe und große Aufgabe zugleich. Langfristiges Oberziel unseres LAG-Engagements ist es, basierend auf diesem Alleinstellungskapital eine zukunftsfähige ländliche Vorbildregion als integrierter Natur-, Lebens- und Wirtschaftsraum für die Menschen in der Vulkaneifel – Einheimische und Gäste - zu schaffen.

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Abbildung 4: Leitbild und Zielvorstellungen der LAG Vulkaneifel

Quelle: Eigene Darstellung.

6. Beschreibung der Entwicklungsziele, -strategien und Handlungsfelder
6.1. Unsere Entwicklungsziele
Abgeleitet aus der Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken verfolgen wir bei der LAG-Vulkaneifel für den Ausbau einer zukunftsorientierten Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Region sechs zentrale gebietsspezifische Entwicklungsziele. Die in der vergangenen Förderperiode verfolgten Ziele werden dabei in wesentlichen Teilen fortgeschrieben und weiterentwickelt. Tiefe statt Breite: drei Kriterien für die Priorisierung Die LAG Vulkaneifel hat sich bewusst bei der Auswahl ihrer Ziele für die zukunftsfähige Entwicklung der Region auf Kernziele konzentriert, welche die folgenden drei Kriterien bestmöglich erfüllen:
>>> Fortgeschrieben und weiterentwickelt: sechs zentrale, gebietsspezifische Entwicklungsziele

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Stärkenpotenzial: dazu zählen wir Ziele, die für die Vulkaneifel das größte Entwicklungspotenzial bieten, weil sie als endogene Potenziale auf spezifischen Stärken und Eigenheiten fußen, um die Region weiter zu profilieren und zukunftsgewappnet zu positionieren, Relevanz: dazu zählen wir Ziele, die für die Bewältigung typischer zukunftsentscheidender Herausforderungen in der ländlich-strukturschwachen Region der Vulkaneifel von schicksalhafter Bedeutung sind und Synergiepotenzial: dazu zählen wir Ziele, die im Einklang mit den Zielen der bereits bestehenden wesentlichen Entwicklungsaktivitäten in der Region stehen (Dachmarke Eifel, Netzwerk der europäischen Geoparke und die des kurz vor der Realisierung stehenden Natur- und Geoparks Vulkaneifel) und Synergien als gemeinsamen Antrieb nutzen.

>>> 3 Kriterien zur Priorisierung der Ziele: Stärkenpotenzial, Relevanz, Synergiepotenzial

>>> Unser Entwicklungsziel 1:

Auf das Alleinstellungsmerkmal Vulkanismus setzen!
Wohl dem, dem Mutter Erde Besonderheiten in die Wiege gelegt hat. Wehe dem im Wettbewerb der Regionen, der diese nicht nachhaltig nutzt. Die einzigartigen, in ganz Europa hervorstechenden natürlichen Potenziale und der geologische Reichtum der Vulkaneifel als Land der Vulkane und Maare stellen das wesentliche Alleinstellungsmerkmal dar, welches wir entschlossen sind, konsequent zu erhalten, in Wert zu setzen und – weit über rein geologisch-wissenschaftlich Interessierte hinaus - für breite Zielgruppen authentisch erlebbar zu machen. Die Region ist dabei auf gutem, gemeinsamem Weg, aber das natürliche Kapital bietet eine Fülle von Chancen, die in der Vergangenheit noch nicht in Gänze genutzt werden konnten. Indem für zukünftige Maßnahmen mit Konsequenz und vereinten Kräften auf den Vulkanismus als das zentrale natürliche Kapital gesetzt wird, bieten sich für die Attraktivität unserer Region als touristische Destination ebenso wie als Wirtschafts- und Lebensraum neue Chancen im Wettbewerb der Regionen. >>> Unser Entwicklungsziel 2:

>>> Nur steter Tropfen höhlt den Stein

Vernetzung als Motor nutzen!
Die Aufgabe, die wir uns gestellt haben ist groß für eine strukturschwache ländliche Region. Deshalb setzen wir auf Kooperation und Vernetzung und bilden Allianzen. Die Erfahrung der LAGVulkaneifel in der vorausgegangenen Förderperiode hat gezeigt, welche Dynamik in der Zusammenarbeit über Grenzen hinaus steckt. Um die vorhandenen vielfältigen Potenziale unserer Region auch zukünftig möglichst erfolgreich nutzen zu können und die gemeinsamen Herausforderungen zu schultern, ist nach Überzeugung und Erfahrung der LAG-Vulkaneifel eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit und die Einbindung eines breiten Spektrums an Akteurinnen und Akteuren in den Entwicklungs- und Entscheidungsprozess unabdingbar.

>>> Kooperation statt Kirchturmdenken

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Zentrales Ziel ist zudem – aufbauend auf den beispielhaften bisherigen Erfolgen der Ausbau der gebietsübergreifenden und transnationalen Zusammenarbeit. Dies gilt insbesondere für das internationale Engagement im Netzwerk der europäischen Geoparks, die Umsetzung der gemeinsamen Entwicklungsansätze der Zukunftsinitiative Eifel, des Nationalparks Eifel, der Naturparke in der Eifel, in Luxemburg und Belgien sowie die Kooperation mit den zukünftig anerkannten angrenzenden LAG's. >>> Unser Entwicklungsziel 3:

Mehr Arbeitsplätze vor Ort schaffen & Arbeitskraft sichern!
Menschen können und wollen dort leben, wo sie Arbeit finden. Unternehmen können nur dort überleben, wo es ihnen gelingt, die richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden und zu binden. Mit Blick auf den Strukturwandel ist es das Ziel, für die Vulkaneifel zum einen neue Arbeitsplätze und Erwerbsmöglichkeiten in Zukunftssegmenten mit guten ländlichen Standortvoraussetzungen zu schaffen. Zum zweiten muss der besonders in der Fläche als Auswirkung des demografischen Wandels unausweichlich kommende Fachkräftemangel als besondere Zukunftsherausforderung für die regionale Wirtschaft in unserer ländlich geprägten Region angegangen werden. Hierbei wird es von besonderer Bedeutung sein, diejenigen Zielgruppen stärker in den Erwerbsprozess zu integrieren und an unsere Region zu binden, bei denen noch ungenutzte Potenziale und eine gute Standorttreue bestehen. An dieser Stelle seien besonders Frauen und Ältere genannt, aber auch Jugendliche, die ihre Ausbildung vor Ort machen und so in der Region verbleiben. Für die Sicherung bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze vor Ort ist es nach unserer Überzeugung zentral, dem Mittelstand, der das Rückgrat unserer heimischen Wirtschaft bildet, einen Standort zu bieten, der sich durch hohe Mittelstandsfreundlichkeit auszeichnet. Dies gilt sowohl für die Bedarfe von bestehenden Unternehmen, als auch für die Akquise von Neuansiedlungen und für die Gründung neuer Unternehmen im LAG-Gebiet. >>> Unser Entwicklungsziel 4:

>>> Arbeitskraft statt arbeitslos

Mit Klimaschutz regionalen Mehrwert schaffen!
Es ist unser Ziel, den Klimaschutz in der Region Vulkaneifel aktiv voranzutreiben. Dazu werden wir durch entsprechende Sanierungsund Energieeinsparmaßnahmen den Energieverbrauch senken und den verbleibenden Energiebedarf weitestgehend aus regionalen Ressourcen abdecken. Dazu gehören u. a. die Solarenergie, Geothermie, Wasserkraft und die energetische Nutzung von Biomasse. Durch den Aufbau einer regionalen Wertschöpfungskette rund um den Sektor "regenerativer Energiewirtschaft" werden bedeutende Beschäftigungsimpulse in der Region generiert.

>>> Aus regionalen Ressourcen schöpfen und das Klima schützen

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>>> Unser Entwicklungsziel 5:

Innovative zukunftsfähige Dorf- & Lebensmodelle gestalten!
Dorf ohne Zukunft oder Dorf der Zukunft? Unsere ländliche Region ist geprägt durch ihre Dörfer und das Leben in ihnen. Durch die Folgen des demografischen Wandels stellen sich gerade dort in vielerlei Hinsicht besondere Herausforderungen. Klar ist, unsere ländliche Region hat in weiteren Teilen nur Zukunft mit Dörfern, die für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet sind. Deshalb ist es unser Ziel, für die Vulkaneifel neue Modelle des Zusammenlebens in den dörflichen Einheiten zu entwickeln und pilothaft zu erproben, um so dem Ausbluten und Vergreisen der Dörfer, die das Herzstück unserer ländlichen Region bilden, entgegen zu wirken. Es entspricht dabei unserer Überzeugung, dass für das dörfliche Leben zur Sicherung einer lebenswerten Zukunft in neuer Weise der Austausch in Form von Stadt-Land-Beziehungen gesucht werden muss. >>> Unser Entwicklungsziel 6:
>>> Ausloten statt Ausbluten

Kulturelle Identität leben & erlebbar machen!
Eigenständige Attraktivität hat nur, was Identität und Authentizität hat. Um die Attraktivität unserer Region für die Menschen, die in ihr leben und die sie besuchen, zu erhalten und zu mehren ist wichtig: Das spezielle kulturelle Erbe und die gewachsene regionale Identität in den Traditionen der Vulkaneifel sowie die Echtheit ihrer Menschen müssen bewahrt, aufgewertet und authentisch nach innen und außen kommuniziert werden. In Zeiten eines Umfeldes, welches für die Menschen einerseits in hohem Maße von Schnelllebigkeit, Auswechselbarkeit, Entwertung und Entwurzelung geprägt ist und anderseits von Sinn- und Heimatsuche, ist dies sowohl wesentlich für eine nachhaltige Steigerung der Attraktivität der Region als heimischer Lebensraum, als auch als authentische touristische Destination mit eigener Prägung. Es geht dabei ausdrücklich nicht darum, der Region – wie dies vielerorts im Zuge von ambitionierten, aber auch austauschbaren Vermarktungsbemühungen geschieht - künstlich ein „Soll-Image“ aufzupfropfen, sondern die gewachsene, einzigartige regionale Identität weiter nach innen zu leben und nach außen erlebbar zu machen. Es ist unsere Überzeugung, dass dazu die Traditionen unserer Region in vielerlei Bereichen von der Sprache bis zum Vereinsleben der nachhaltigen Unterstützung und Weiterentwicklung bedürfen, um diese als wertvollen Teil der gemeinsamen Identität für weitere Generationen bewahren zu können.

>>> Nicht nach anderen schielen: gewachsene Identität statt gekauftes Image

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Neben diesen sechs zentralen gebietsspezifischen Entwicklungszielen verfolgen wir für die Region Vulkaneifel 3 horizontale Ziele. Chancengleichheit Wir engagieren uns dafür, dass die ausgewählten Projekte einen Beitrag zur Erhöhung der Chancengleichheit zwischen allen gesellschaftlichen Gruppen (Frauen und Männern, Kindern, Jugendlichen, Seniorinnen und Senioren, Menschen mit und ohne Behinderungen, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund) leisten. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Beitrag zur Erhöhung der Chancen für die Erwerbsbeteiligung von Jugendlichen, Frauen und Älteren. Nachhaltigkeit Es ist Teil unseres Tuns, dass die ausgewählten Projekte eine ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltige Entwicklung fördern. Demografischen Wandel als Herausforderung annehmen Wir stellen uns den Herausforderungen und Chancen des unumkehrbaren demografischen Wandels. Es ist uns wichtig, dass unsere Projekte einen spürbaren Beitrag zum konstruktiven und proaktiven Umgang mit den Auswirkungen des demografischen Wandels leisten, von denen unsere ländlich geprägte Region in besonderem Ausmaß betroffen sein wird. Eingebunden in die gebietsspezifischen Entwicklungsziele und horizontalen Ziele verfolgt die Region Vulkaneifel die Entwicklungsziele der EU (ELER-VO), des Bundes (Nationalen Strategieplanes) und des Landes Rheinland-Pfalz (EntwicklungsProgramm PAUL, LEP IV, Entwurf) (vgl. hierzu Tabelle im Anhang).

>>> 3 horizontale Ziele: Chancengleichheit, Nachhaltigkeit, Demografie als Chance

>>> Entwicklungsziele der EU, des Bundes und des Landes RLP wurden konsequent berücksichtigt

6.2. Unsere Entwicklungsstrategie
Dualer Ansatz Wir konzentrieren uns zur Erreichung der von uns definierten sechs zentralen Entwicklungsziele auf zwei sich ergänzende, zentrale Strategiestränge: Penetration: konsequente, authentische Inwertsetzung der in dieser Form europäisch einzigartigen gebietsspezifischen natürlichen und geschaffenen Potenziale (Natur/ Vulkanismus, Land- und Forstwirtschaft, Tourismus) und Kooperation: konsequente, mehrdimensionale Vernetzung (regionale, gebietsübergreifende, transnationale Zusammenarbeit, Vernetzung von Akteuren und Sektoren).

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Abbildung 5: Duale Entwicklungsstrategie LAG Vulkaneifel

Quelle: Eigene Darstellung

Die Doppelstrategie - Inwertsetzung der besonderen gebietsspezifischen Potenziale und der gebietsübergreifenden, zum Teil transnationalen Vernetzung von Akteuren und Sektoren - weist für unsere Region Pilotcharakter auf und kann als Vorbild für andere Regionen dienen. Zudem ist sie in hohem Maße nachhaltig, da sie auf den besonderen gebietsspezifischen natürlichen und geschaffenen Potenzialen der Vulkaneifel aufbaut und gezielt Synergien nutzt. Bezug zu den übergeordneten Themen des Entwicklungs-Programms PAUL Das Lokale integrierte ländliche Entwicklungskonzept (LILE) Vulkaneifel beschränkt sich nicht nur auf eines der vier in den Teilnahmebedingungen des Wettbewerbes zur Auswahl der rehinlandpfälzischen Lokalen Aktionsgruppen vorgegebenen Schwerpunktthemen. Die Strategie der LAG Vulkaneifel basiert vielmehr auf Inwertsetzungs- und Vernetzungselementen, sodass alle vier übergeordneten Themen in die Strategie Eingang finden. 1. Einsatz neuen Know-Hows und neuer Technologien zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Erzeugnisse und Dienstleistungen der Gebiete: Diesem Thema trägt insbesondere das später vorzustellende Handlungsfeld B „Arbeitschancen für die Vulkaneifel schaffen“ Rechnung. 2. Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum, insbesondere im Bereich der Daseinsvorsorge Die Verbesserung der Lebensqualität in der Region Vulkaneifel wird in besonderem Maße durch die Projekte des später vorzustellenden Handlungsfeldes C „Lebensräume der Vulkaneifel zukunftsfähig machen“ realisiert.

>>> Nachhaltige Entwicklungsstrategie mit Pilotcharakter

>>> Alle vier übergeordneten Themen finden in der Strategie der LAG Vulkaneifel Berücksichtigung

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3. Berücksichtigung des demografischen Wandels: Die Berücksichtigung des demografischen Wandels, seiner Auswirkungen und die Entwicklung notwendiger Anpassungsstrategien stellen einen besonderen Schwerpunkt des LILE Vulkaneifel dar (Aufnahme des horizontalen Zieles „Demografischen Wandel als Herausforderung annehmen“, Auswahl des Handlungsfeldes C „Lebensräume der Vulkaneifel zukunftsfähig machen“) 4. Aufwertung der lokalen Erzeugnisse, indem insbesondere Kleinbetrieben der Marktzugang erleichtert wird Mit diesem Thema beschäftigt sich insbesondere das später vorzustellende Handlungsfeld B „Arbeitschancen für die Vulkaneifel schaffen“ und in Teilen das Handlungsfeld A „Werte der Vulkaneifel wahren & entwickeln“.

Bezug zu weiteren Entwicklungsaktivitäten in der Region/ Berücksichtigung übergeordneter Planungen Zentral für unsere Überlegungen zur Entwicklungsstrategie der Vulkaneifel ist, dass sich die Maßnahmen in weitere die Region betreffende Entwicklungsaktivitäten und Planungsvorgaben sinnvoll einordnen und Synergien bestmöglich nutzen. Diese sind insbesondere Der Aktionsplan der Zukunftsinitiative Eifel mit den Kompetenz- und Handlungsfeldern Tourismus, Holz- und Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Handwerk und Gewerbe sowie Technologie- und Innovationstransfer Die Aktivitäten des European Geopark Network (EGN), insb. die transnationale Marketingoffensive zur Förderung des Geotourismus in Europa Die Umsetzung der Charta der Europäischen Vereinigung vulkanischer Städte und Territorien Das Qualitätskonzept der Regionalmarke Eifel Das touristische Entwicklungskonzept Rheinland-Pfalz Der Landesentwicklungsplan (LEP) IV (Entwurf) Das regionale Entwicklungskonzept Region Trier Ländliche Region im Aufbruch - Aktionsraum Westeifel Die Kreisentwicklungskonzepte Die Maßnahmenplanungen Tourismus Das Konzept Natura 2000 der Regionalagentur Eifel-

>>> Vernetzung mit übergeordneten Entwicklungsaktivitäten und Berücksichtigung übergeordneter Planungen

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6.3. Unsere Handlungsfelder und Maßnahmenbereiche
Zur Erreichung der gesetzten Entwicklungsziele sehen wir drei zentrale Handlungsfelder, in denen die zukünftige Entwicklung der Region Vulkaneifel im Schwerpunkt angepackt werden soll. Zur Darstellung der operativen Umsetzung der von uns gewählten Strategie werden bereits für diese Bewerbung die Handlungsfelder mit Maßnahmenbereichen und konkreten Schlüsselprojektideen angereichert, die das Ergebnis eines umfassenden Diskussionsprozesses in der LAG Vulkaneifel und in den Arbeitsgruppen sind. Die nachfolgend aufgeführten Schlüsselprojektideen sind zum jetzigen Zeitpunkt im Rahmen der Bewerbung exemplarisch zu verstehen. Sie sind Teil des Prozesses und werden im Laufe der nächsten Monate noch im Detail angepasst bzw. ergänzt. Wichtigste Auswahlkriterien für das hier vorgestellte vorläufige Projektspektrum waren die Übereinstimmung mit der Entwicklungsstrategie als „roter Faden“ und der erwartete Beitrag zur Erreichung der Entwicklungsziele. Die LAG Vulkaneifel wird die Projekte im Laufe des Entwicklungsprozesses regelmäßig auf Übereinstimmung mit der Entwicklungsstrategie und den Entwicklungszielen prüfen, um so möglichst hohe Effektivität und Synergieeffekte zwischen den Einzelprojekten zu gewährleisten.
Abbildung 6: Handlungsfelder und Maßnahmenbereiche der LAG Vulkaneifel im Überblick

>>> Drei zentrale Handlungsfelder >>> mit dazugehörigen Maßnahmenbereichen >>> mit Schlüsselprojektideen als Beispiele für die Strategieumsetzung

Quelle: Eigene Darstellung

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Unser Handlungsfeld A:

Werte der Vulkaneifel wahren & entwickeln
Die großen Gaben der Natur als Land der Eifel-Vulkane und Maare verstehen wir zugleich als unsere große Aufgabe. Handlungsfeld A zielt daher auf den Schutz, die Pflege und die Inwertsetzung der einzigartigen natürlichen Potenziale unserer Region, die das größte natürliche Kapital und das zentrale Alleinstellungsmerkmal darstellen. Die Erhaltung des einzigartigen geologischen Erbes der Region Vulkaneifel und der charakteristischen, gewachsenen Kulturlandschaft sehen wir als die Grundlage für den Aufbau eines dauerhaft umweltgerechten, sozial verantwortbaren und wirtschaftlich ergiebigen Tourismus und Geotourismus mit international wettbewerbsfähiger Ausrichtung im Rahmen des existierenden European Geopark-Netzwerkes. Dabei wollen wir bewusst die Faszination des natürlichen Kapitals unserer Region für eine breite Zielgruppe – also nicht nur für den kleinen Kreis der geologischwissenschaftlich Interessierten – erlebbar machen und dazu zielgruppenspezifische Angebote entwickeln.

>>> Wir wollen: die großen Gaben der Natur zu unserer größten Aufgabe machen!

Unser Handlungsfeld B:

Arbeitschancen für die Vulkaneifel schaffen
Arbeit in der Vulkaneifel schaffen, schafft Zukunft für die Vulkaneifel. Die Zukunftsfähigkeit unseres ländlichen Raums wird in entscheidendem Maß davon geprägt, inwieweit es gelingt, ein ausreichendes Angebot an wohnortnahen Arbeitsplätzen und Fachkräften für die Menschen und Unternehmen in der Vulkaneifel bereit zu stellen. Daher verfolgen wir in Handlungsfeld B Maßnahmen, die darauf abzielen, vorhandene Arbeitsplätze zu sichern und neue Arbeitsplätze, besonders auch bei verbesserter Einbeziehung der Potenziale von Frauen, Jugendlichen und Älteren, zu schaffen. Insbesondere im Bereich der konsequenten Förderung der Mittelstandsfreundlichkeit unseres Wirtschaftsstandorts, der Mobilisierung des Gründungspotenzials sowie des Auf- und Ausbaus von regionsrelevanten Zukunftsbranchen und der Schaffung von zusätzlichen Einkommenschancen in der Landund Forstwirtschaft sehen wir die zentralen Potenziale für den Arbeitsmarkt mit Zukunft in unserer Region. Durch den Ausbau der "Zukunftsbranche Tourismus" ergeben sich durch den hohen Anteil von Teilzeitbeschäftigungen vielfältige Beschäftigungspotenziale für Frauen, insbesondere für diejenigen, die nach der Elternzeit einen Wiedereinstieg ins Erwerbsleben wohnortnah planen. Unser Handlungsfeld C:

>>>Wir glauben: Arbeit schaffen, heißt Zukunft schaffen!

Lebensräume der Vulkaneifel zukunftsfähig machen
Eifelsüchtig oder eifelflüchtig? So wird eine der Fragen der Zukunft heißen, wenn es angesichts der Folgen des demografischen Wandels um den Erhalt der Attraktivität unserer Region geht. Im Handlungsfeld C verfolgen wir daher Aktivitäten, die darauf abzielen, die Attraktivität der ländlichen Region Vulkaneifel als Wohn- und Lebensraum langfristig zu sichern und zu erhöhen. Die Attraktivität der Region
>>> Unser Ziel: weiter eifelsüchtig, statt eifelflüchtig!

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Vulkaneifel als Wohn- und Lebensraum sowie als touristische Destination wird von einer Vielzahl von Faktoren bestimmt. Neben einem ausreichenden Angebot an wohnortnahen Arbeitsplätzen (vgl. Handlungsfeld B) sind dies vor allem die Aufrechterhaltung intakter Dorfgemeinschaften mit einer bedarfsangepassten sozialen und technischen Infrastrukturausstattung, die Attraktivität des Ortsbildes, das Identitäts- und Heimatgefühl der Menschen in unserer Region, begründet aus einer gemeinsamen Kultur und Geschichte, sowie ein gesundes, landschaftlich reizvolles Wohnumfeld (vgl. Handlungsfeld A).

7. Beschreibung der geplanten Maßnahmenbereiche mit exemplarischen Schlüsselprojektideen

7.1 Handlungsfeldsfeld A: Werte der Vulkaneifel wahren und entwickeln
Maßnahmenbereich A1:

Inwertsetzung des Alleinstellungsmerkmals Vulkanismus
Schlüsselprojekt: Bewahrung des geologischen Erbes mit internationaler Wertigkeit Europa verfügt über eine große Vielfalt an einzigartigen geologischen Zeugnissen. Dies setzt sich im Gebiet der Vulkaneifel als geologisches „Juwel“ fort, wo 400 Millionen Jahre Erdgeschichte nachverfolgt werden können. Jung ist der Vulkanismus, der in der Landschaft nicht nur die deutlichsten Spuren hinterlassen hat, es gründet sich hierauf auch die international bedeutende Stellung der Vulkaneifel in der geowissenschaftlichen Gemeinschaft. Nirgendwo anders lässt sich der Maarvulkanismus mit seinem gesamten Formenschatz so deutlich beobachten und erforschen wie hier. Die Vulkaneifel ist zur Typuslokaliät für diese besondere Ausprägung des Vulkanismus geworden. Nicht zuletzt ist der Vulkanismus das touristische Alleinstellungsmerkmal der Region. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden bedarf es geeigneter Anschauungsobjekte in der Natur, sogenannter Aufschlüsse. Der Erhalt und die Dokumentation der geologischen Strukturen in diesen Aufschlüssen sowie die Bergung besonderer geologischer Funde ist grundlegend für die Sicherung des international anerkannten Status der Vulkaneifel als wissenschaftliche wie auch als touristische Destination. Zum Maßnahmenportfolio des Projekts zählen daher auch die Bereitstellung von Lagerkapazitäten und die didaktische Aufbereitung im Rahmen der geowissenschaftlichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. Durch die europaweite Zusammenarbeit im European und UNESCO Geopark Network kann die Vulkaneifel bei der Umsetzung von Sicherungs- und Erhaltungsmaßnahmen von Geotopen auf einen Pool von Erfahrungen und Best practice-Modellen zurückgreifen. Eine europaweite Dokumentation bereits umgesetzter Erhaltungsmaßnahmen ist aus diesem Grund auch ein Projektbaustein, von dem die Vulkaneifel profitieren wird.

>>> Europaweiter Austausch

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Maßnahmenbereich A2:

Ausbau der interregionalen und transnationalen Vernetzung
Schlüsselprojekt: Netzwerk Naturzentren im Dreiländereck Deutschland – Belgien Luxemburg In direkter Nachbarschaft zum Europäischen Geopark Vulkaneifel befinden sich Naturzentren wie der Deutsch-Luxemburgische Naturpark, der Deutsch-Belgische Naturpark Hohes Venn – Eifel, der Naturpark Our, sowie der Nationalpark Eifel. Stehen im Vulkaneifel European Geopark die geologischen Erscheinungen und Prozesse, also die unbelebte Natur, stärker im Mittelpunkt, so haben die benachbarten Naturzentren vornehmlich die biologisch/ ökologischen Zusammenhänge, also die belebte Natur, im Blick. Gemeinsamkeiten bestehen jedoch bei den Instrumenten, die bei der Maßnahmenumsetzung, den Aktivitäten, den Projekten usw. zum Einsatz kommen. Ziel dieses Projektes ist der Aufbau eines Netzwerkes zwischen den benachbarten Naturzentren. Durch die gegenseitige Kenntnis der Angebots- und Produktpalette, der Austausch von Best PracticeErfahrungen, die Entwicklung von gemeinsamen Strategien zur Umweltbildung etc. können Synergien entstehen und genutzt werden. Eigene Profile können gezielt gestärkt werden und redundante Entwicklungen in den Naturzentren lassen sich so vermeiden. Das Netzwerk Naturzentren kann in der Eifel eine Bündelungsfunktion übernehmen und über die Wege des Austauschs und der Kooperation die Zusammenhänge zwischen unbelebter und belebter Natur für eine Region in ihrer Gesamtheit verdeutlichen. Schlüsselprojekt: Europäische Route der Vulkane Vulkane verbinden europäische Landschaften und Kulturen. Die im Jahre 2006 unter Mitwirkung der Vulkaneifel ins Leben gerufene „Europäische Vereinigung vulkanischer Städte und Territorien“ steht am Anfang ihrer Zusammenarbeit. Erste Aktivitäten zielen auf die touristische Verknüpfung der europäischen Vulkangebiete ab. Eine „Europäische Route der Vulkane“ soll zu einem Marketinginstrument entwickelt werden, welches die Vulkanregionen in den europäischen Randbereichen, im Mittelmeerraum und Mitteleuropas miteinander verbindet. Touristische Angebotspakete aus allen Regionen werden zu einem gemeinsamen Angebot zusammengefügt und über gemeinsam zu entwickelnde und zu nutzende Kommunikationsinstrumente vermarktet. Durch Cross-Marketing können so Synergien genutzt und eine Verbesserung der touristischen Wahrnehmung der jeweiligen Regionen erreicht werden.

>>> Transnationales Kooperationsprojekt

>>> Unbelebte und belebte Natur gehören zusammen

>>>Verknüpfung der europäischen Vulkangebiete und gemeinsame, transnationale Vermarktung

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Maßnahmenbereich A3:

Gebietstypischer Natur- und Landschaftsschutz
Schlüsselprojekt: Extensive Beweidung mit alten, regionstypischen Nutztierrassen Ziel des Projektes ist es, durch die Beweidung - vorzugsweise mit alten, vom Aussterben bedrohten Nutztierrassen (Fleckvieh, Glanrinder, alte Schaf- und Ziegenrassen) - eine Offenhaltung der Landschaft insb. im Maarkessel und auf den Maarhochflächen des Meerfelder Maares zu gewährleisten – und damit den Erhalt ökologisch wertvoller Lebensraumtypen mit ihren entsprechenden Biozönosen und der Aufrechterhaltung eines ansprechenden Landschaftsbildes mit jahreszeitlich abwechselnden Blühaspekten. Dadurch und durch den Einsatz selten zu sehender Tierarten wird der Erlebnischarakter der Landschaft für die Besucher nachhaltig erhöht. Das Fleisch ist lokal und regional als Eifel- (Maar-, Vulkan-) typische Spezialität (Einbindung in die Vermarktungsstruktur der Regionalmarke Eifel) zu vermarkten. Es erfolgt somit auch ein Beitrag zur Sicherung von Erwerbsmöglichkeiten, insbesondere in der Landwirtschaft. Schlüsselprojekt: Historische Waldbewirtschaftungsformen an der Niederwaldstraße zwischen Rhein und Kermeter Die Wiederaufnahme der Niederwaldbewirtschaftung leistet einen nachhaltigen Beitrag zum Erhalt von Lebensräumen für seltene Tierarten wie Haselhuhn und Wildkatze, dient als naturgemäße Verbissund Äsungsfläche heimischer Wildarten und sichert den Boden vor Aushagerung und Abrutschung und stellt so einen Beitrag zum Schutz der wertvollen Kultur- und Naturlandschaft dar. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Verbindung diverser Natura 2000-Projekträume und FFH-Gebiete. Zudem soll für interessierte Zielgruppen diese spezifische Kultur- und Naturlandschaft über die Konzeption einer „Niederwaldstraße zwischen Rhein, Mosel und Kermeter (Waldgebiet am Rursee in NWR)“ mit erlebnisorientierten Ausschlusspunkten wie z. B. zur Köhlerei, Eisenverhüttung Gewinnung von Lohrinde und Grubenholz erschlossen werden. Der Verlauf der Straße ist über Cochem, Kaisersesch, Ulmen, Eisenschmitt, Hillesheim, Jünkerath bis zum Rursee in der Nordeifel vorgesehen. Anzustreben ist die Ausdehnung der Initiative über Rheinland-Pfalz, NRW nach Ostbelgien und Luxemburg. Aufgrund seiner systematischen Überörtlichkeit, der Vernetzung der vielen Biotope und der Kooperation der vielen Institutionen, Vereine und Verbände weist das Projekt Pilotcharakter für die Vulkaneifel auf. Maßnahmenbereich A4:

>>> Beitrag zur Stabilisierung der Einnahmequellen aus Landwirtschaft

>>>Niederwaldstraße als integrierendes gebietsübergreifendes Projekt zwischen Natur, Kultur und Tourismus

>>>Verlauf vom Rhein - Mosel - quer durch die Gesamteifel

Nutzung des Potenzials der erneuerbaren Energien

Schlüsselprojekt; Dezentrale Holzenergielogistik Vulkaneifel Durch den rasant ansteigenden Zubau von HolzhackschnitzelHeizungen in der waldreichen Region Vulkaneifel öffnet sich eine Versorgungslücke zwischen den Verbrauchern, die genormte, hochwertige Energiehackschnitzel beziehen wollen und den vorhandenen Rohstoffquellen. Die in der Region ansässigen Unternehmen zeigen

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großes Interesse ihre Dienstleistungspalette in einer aufzubauenden Holzenergielogistik einzusetzen. Gleiches gilt für landwirtschaftliche Unternehmen, Dienstleistende und Speditionen. Durch den Aufbau einer Holzenergielogistik können diese Interessen vernetzt und gebündelt werden. Das Projekt leistet zudem einen Beitrag zur Erhöhung der Beschäftigungsmöglichkeiten in der strukturschwachen ländlichen Region, insbesondere von gering qualifizierten Arbeitssuchenden und erschließt bislang ungenutzte regionale Potenziale.

>>> Beitrag zum RLPSchwerpunkt-Thema „Logistik“ >>> Beiträge zu „Energieland RLP“ >>> Besonderer Beitrag zur Beschäftigung formal geringer Qualifizierter

7.2 Handlungsfeld B: Arbeitschancen für die Vulkaneifel schaffen
Maßnahmenbereich B1:

Unternehmens-Bestandssicherung und Neugründung
Schlüsselprojekt: UnternehmerLand Vulkaneifel Aufbauend auf dem sehr erfolgreich umgesetzten LEADER+-Projekt „Gründen auf dem Land“ wurde das Projekt „UnternehmerLand Vulkaneifel“ entwickelt. Stand in dem Projekt „Gründen auf dem Land“ die Unterstützung in der frühen Phase der Gründung im Mittelpunkt, so soll das Projekt „UnternehmerLand Vulkaneifel“ die Unterstützung der Bestandssicherung und –pflege junger Unternehmerinnen und Unternehmer in den ersten Jahren am Markt fokussieren. Ziel ist die Förderung der Konkurrenz- und Wettbewerbsfähigkeit der KMU im LAG-Gebiet insbesondere in den überlebenskritischen ersten 5 Jahren. Hierzu sieht das Projekt ein Maßnahmenpaket vor u. a. mit: Modularem Unternehmer/-innen –Training, Erste-Hilfe-Sprechstunde für Unternehmen, Branchen-Treffs (u. a. Gastgewerbe). Ein weiterer Projektschwerpunkt ist das Thema Unternehmensnachfolge in der ländlichen Region. In der Vulkaneifel besteht ein erheblicher Bedarf an Angeboten, die eine Unternehmensnachfolge begleiten. Die bisher bestehenden Angebote beinhalten im Wesentlichen die Vermittlung. Mit dem Angebot „NachfolgeWerkstatt“ im Rahmen des Projektes „UnternehmerLand Vulkaneifel“ erfolgt eine Ergänzung um eine Moderation und Begleitung des Prozesses mit persönlichen Coachingbestandteilen. Die speziellen Anforderungen an die beiden Parteien bei einer erfolgreichen Unternehmensnachfolge werden praxisorientiert trainiert. Besonderes Augenmerk wird bei diesem Teilprojekt auf die Unterstützung der regionalen Handwerksbetriebe und des Gastgewerbes gelegt. Im Rahmen des Projektes „UnternehmerLand Vulkaneifel“ sollen auch stark nachgefragte Angebotsbestandteile des Leader+-Projektes „Gründen auf dem Land“ weiter angeboten werden können: bspw. der so genannte GründungsberatungsParcours sowie die GründungsTour für Schulen.
>>> Gute Möglichkeit zur Fortsetzung der Zusammenarbeit mit den Wirtschaftskammern vor Ort

>>> Erfolgsprojekt: Beratungs- und SensibilisierungsAngebote des Projektes „Gründen auf dem Land“ werden weiter angeboten

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Schlüsselprojekt: „Innovationsberatung plus“ - Aufbauprojekt Innovationsberatung Hotellerie und Gastronomie Aufgrund des Erfolges soll das LEADER+-Projekt „Innovationsberatung für Hotellerie und Gastronomie in Form von vier weiteren Teilprojekten weiter fortgesetzt und weiter entwickelt werden. Teilprojekt 1: Entlang der Deutschen Vulkanstraße - neue regionale Wirtshauskultur in der Vulkaneifel Nach der Auswertung der Ergebnisse aus dem Projekt “Innovationsberatung“, werden gemeinsame Standards für die Neuausrichtung der Betriebe (Teilnahmekriterien) am Thema Regionalität und Vulkanismus (Geologie) für die Schwerpunkte Einrichtung/ Ausstattung, Ambiente sowie Gastronomisches Angebot definiert. Teilprojekt 2: Ausbau (Verbesserung) der regionalen Dienstleistungsqualität“ Dieses Teilprojekt beinhaltet die Durchführung von Qualifizierungsprogrammen (Qualitätsoffensive) mit dem Schwerpunkt „Vulkanismus“ zu den Themen Erlebbarmachung Qualitätsphilosophie, Serviceverhalten, Mitarbeiter/-innen-Motivation, Beschwerdemanagement sowie Umsatz und Gewinn mit regionalen Produkten. Teilprojekt 3: Regionale Baukultur mit Mehrwert In Teilprojekt 3 soll ein Konzept für die Schwerpunkte Gebäudesanierung (regionaltypische Fassaden, Heizkostenreduktion), Nutzung großer Dachflächen, Beleuchtungskonzepte, Atmosphäreschaffende Holzfeuerungsanlagen sowie Möglichkeiten der Regenwassernutzung entwickelt werden Teilprojekt 4: Investitionsförderprogramm Bei Teilprojekt 4 handelt es sich um ein Investitionsförderprogramm für gastgewerbliche Kleinbetriebe zur Verbesserung der Angebotssituation (Gästezimmer, Gästebetreuung, Vermarktungskonzepte) mit den Schwerpunkten - Vulkanismus - Barrierefreiheit - erneuerbare Energienutzung. Darüber hinaus ist der Aufbau von Kooperationsstrukturen - z. B. als Geopark-Gastgeber - vorgesehen.

>>> Weiterentwicklung der Innovationsberatung für die regionale Hotellerie und Gastronomie

>>Auftragschancen für örtliches Handwerk >>> Kooperation mit dem Umweltzentrum der HwK Trier

Maßnahmenbereich B2:

Aufbau von Zukunftsbranchen
>>> Zukunftsbranche Tourismuswirtschaft<<< Schlüsselprojekt: „Fit für China“ Der Vulkaneifel European Geopark ist Partner im Europäischen Geopark Netzwerk sowie im Global Geopark Netzwerk der UNESCO. Das UNESCO Geopark Netzwerk umfasst z. Zt. eine große Gruppe chinesischer Geoparks. Die wachsende Bekanntheit der Vulkaneifel in China wird auf die Zusammenarbeit im UNESCO Global Geopark Netzwerk zurückgeführt, außerdem hat die Nähe zur Stadt Trier als Geburtsstadt von Karl Marx für chinesische Touristen eine besondere Anziehungskraft. Ziel dieses Projektes ist es, geeignete Marketingangebote im Bereich Geo-Tourismus für den chinesischen Markt zu entwickeln. Derzeit gibt es noch keinerlei Marketingprodukte für diesen Markt. Geplant ist ebenso die Bereitstellung von chinesisch-sprachigen Geopark-Begleitern in der Vulkaneifel. Durch die Zusammenarbeit mit der Universität

>>> Hohes Potenzial für weitere transnationale Kooperationen

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Trier, den dortigen Fachbereichen Sinologie sowie Freizeit- und Tourismus-Geographie sind kompetente Partner vorhanden, die die Aktivitäten mit entwickeln und begleiten. Ziel des Projektes ist auch die Etablierung von Partnerschaften zwischen den Geoparkregionen. Schlüsselprojekt: Besucher-Informationssystem Eifelquerbahn Die Eifelquerbahn von Gerolstein über Daun nach Ulmen ist eine der landschaftlich schönsten und interessantesten Nebenstrecken Deutschlands. Nach Abschluss einer Streckenertüchtigung werden die historischen Schienenbusse über Ulmen hinaus bis Kaisersesch mit Anschluss an das Gebiet der Osteifel wieder verkehren. Im Jahr 2006 hatte die Eifelquerbahn im ausschließlichen Wochenendbetrieb rund 20.000 Fahrgäste, eine Erweiterung des Fahrplans auf die Werktage ist vorgesehen. Aufgrund der wachsenden touristischen Bedeutung wird eine Aufwertung der bestehenden Infrastruktur durch ein einheitliches Besucherinformationssystem an den Haltepunkten entlang der Strecke angestrebt. Die Eifelquerbahn bietet aufgrund der Streckenführung für das LeaderGebiet einen Entwicklungsansatz mit gebietsübergreifendem Charakter, bei dem die Informationen gebündelt transportiert und vermittelt werden. >>>Zukunftsbranche Gesundheitswirtschaft<<< Schlüsselprojekt: Vulkanness- Schwerpunkt gesundheitsbezogener Tourismus a la Vulkaneifel Langfristiges Ziel dieses Projektes ist die bessere Ausschöpfung der Potenziale, welche die Region Vulkaneifel als Gesundheitsregion mitbringt, insbesondere im Bereich der gesundheitsbezogenen Tourismusangebote. Es ist dazu zunächst ein Strategie-Konzept zu entwickeln, wie die vorhandenen besonderen natürlichen Potenziale (vulkanische Erscheinungen, Quellen-Land, einzige deutsche Glaubersalzquelle Bad Bertrich, Naherholungsqualität der intakten, vielgestaltigen Natur, etc.) mit der notwendigen Infrastruktur (Einrichtungen der Gesundheitsversorgung, Tourismusinfrastruktur, etc.) so kombiniert werden können, dass im national und international wettbewerbsintensiven Umfeld der gesundheitsbezogenen Tourismuswirtschaft ein eigenständiges, relevantes Angebot im LAGGebiet entstehen kann – z. B. durch gezielte Konzentration auf bestimmte zukunftsrelevante Zielgruppenschwerpunkte (Stichwort: Seniorenmarketing) oder auf bestimmte Segmente (Stichwort: Mental Wellness, Burn-out-Prophylaxe & -therapie). Die kommende Förderperiode soll dazu dienen, ein derartiges fundiertes Positionierungs-Konzept für das LAG-Gebiet mit dem entsprechenden Maßnahmenkatalog und Pilotmaßnahmen zu erarbeiten, ebenso wie ein entsprechendes Vermarktungs- und Kommunikationskonzept. Das Projekt leistet einen Beitrag dazu in der ländlichen Region vor Ort neue Beschäftigungspotenziale– insbesondere auch für Frauen – zu erschließen.

>>> Stadt-LandKooperationen – insbes. mit der Universität und Stadt Trier- angestrebt

>>> Gebietsübergreifende Verbindung von Teilräumen der Eifel

>>> Regionaler Beitrag zur „Initiative Gesundheitswirtschaft RLP“

>>> Gesundheitswirtschaft als weibliche Beschäftigungsdomäne

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>>>Zukunftsbranche regenerative Energiewirtschaft<<< Die regenerative Energiewirtschaft stellt eine weitere bedeutende Zukunftsbranche in dem LAG-Gebiet dar. Ansätze, die auf den Ausbau dieser Zukunftsbranche abzielen, wurden bereits in dem Maßnahmenbereich A 4 - Nutzung des Potenzials der erneuerbaren Energien - dargestellt. An dieser Stelle wird abermals deutlich, dass Projektansätze im Rahmen von Leader in der Regel querschnittsorientiert sind und sich daher meist nicht nur einem Handlungsfeld zu ordnen lassen. Maßnahmenbereich B3:

Zusätzliche Einkommenschancen in der Land- und Forstwirtschaft
Schlüsselprojekt: Ganzheitliches nachhaltiges Marketing-, Vertriebs- und Energiekonzept Abtei Himmerod Die Abtei Himmerod sieht die Sicherung ihrer bedrohten wirtschaftlichen Zukunft darin, sich als Wirtschaftsbetrieb neu aufzustellen und zu positionieren. Dies unter der Maßgabe eines ganzheitlichen Ansatzes, der die Energieversorgung und den Klimaschutz mit den verschiedensten Wirtschaftsbereichen integriert. Um zukünftig den Erfordernissen der Energieeinsparung und optimalen Energienutzung gerecht werden zu können, wird die Wärmeenergieversorgung der Abtei Himmerod erneuert. Am Konventgebäude und am Gäste- und Jugendhaus erfolgen parallel hierzu Umbau- und Sanierungsarbeiten, u.a. mit dem Ziel einer Senkung des Energiebedarfs. Dieser selbst soll zukünftig ganz aus nachhaltig verfügbaren, eigenen Ressourcen gedeckt werden. Dies sind zum einen auf den vorhandenen Gebäuden installierte Solarenergie-Anlagen sowie die auf eigenen landwirtschaftlichen Flächen erzeugte Biomasse (Miscanthus-Gras). Der nachhaltige Anbau des benötigten Miscanthus auf ca. 20 ha eigener landwirtschaftlicher Fläche und die Nutzung in einem Biomasseheizwerk dieser Größenordnung hat Pilotcharakter. Durch die Kooperation mit dem landwirtschaftlichen Betrieb „Altenhof“ soll die Selbstvermarktung von landwirtschaftlichen und fischereiwirtschaftlichen Produkten aufgebaut werden. Klosterkäserei, Schweinemast und Biofischerei (ebenfalls pilothaft in RheinlandPfalz) werden hierbei die Produkte liefern, die in der Klostergaststätte und im Klosterladen zur Vermarktung angeboten werden. Die Stoffströme in allen Teilbereichen der Abtei und in den Kooperationsbetrieben sollen mit dem Ziel einer autarken, nachhaltigen Kreislaufwirtschaft optimiert werden, die sich aus eigenen Ressourcen versorgt und in der fast alle Reststoffe effizient genutzt und erneut in den Produktionslinien integriert werden. Mit der Umsetzung der Gesamtmaßnahme u. a. auch als Integrationsbetrieb wird ein Beschäftigungsimpuls erwartet in einer Größenordnung von bis zu 30 Beschäftigten.

>>>Abtei Himmerod Verbundkonzept Energie, Landwirtschaft, Direktvermarktung

>>>Stoffströme effizient nutzen

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Schlüsselprojekt: Leder aus der Eifel Aufbau einer Verwertungs- und Vermarktungsstruktur Der Strukturwandel in der Landwirtschaft ist noch nicht zum Abschluss gekommen. Betriebe streben nach Diversifizierung ihrer betrieblichen Struktur und wollen auch im Rahmen des Vertragsnaturschutz Aufgaben übernehmen. Ziegen- und Schafhaltung spielen hierbei eine Rolle und sind mittlerweile (wieder) feste Bestandteile der bäuerlichen Wirtschaft in der Vulkaneifel. Für die Milcherzeugung und Käseproduktion sowie die Fleisch- und Wollegewinnung sind funktionierende Produktions- und Absatzketten geschaffen worden, die eine regionale Wertschöpfung ermöglichen. Für die ebenfalls anfallenden Tierhäute erfolgt eine Verwertung auf niedrigem Niveau, oftmals nur als Abfall. Um eine erweiterte und höherwertige Nutzung der Tierhäute zu erzielen soll die Gerbung bzw. Lederproduktion angestrebt werden. Die Gerbung soll dabei nach Maßgabe guter handwerklicher Traditionen mit Naturstoffen erfolgen. Ziegenleder ist ein hochwertiges Produkt, dass entsprechend verarbeitet für hochwertige Bekleidung Verwendung findet. Hier schließt sich ein weiterer Schritt in der Wertschöpfungskette an: die Herstellung und die Vermarktung von Lederbekleidung. Die Region verfügt mit der Fachhochschule Trier, Studiengang Mode-Design, über einen potenziellen Projektpartner, der bei der Entwicklung einer stilsicheren Produktmarke „Eifelleder“ mitwirken soll. In die Entwicklung kann neben Ziegenleder auch Schafund Kuhleder integriert werden. Verbunden mit der (Re-)aktivierung der Ledererzeugung in der Eifel ist der Aufbau eines Logistiknetzwerkes, dass für die Einsammlung und den Transport der Häute vom Bauernhof/Schlachtbetrieb zur Gerberei sorgt. Das Projekt umfasst somit mehrere Wirtschaftsbereiche wie Tierhaltung, Transport, Gerberei/Ledererzeugung, Design und Schneiderei sowie Vertrieb. Neben dem Ziel einer verbesserten Nutzung der Tierhaltung bzw. Tiernutzung und dadurch verbesserter wirtschaftlichen Betriebsbasis werden von dem Projekt auch zusätzliche Beschäftigungsimpulse erwartet.

>>> Markenentewicklung „Eifelleder“ >>> Wirtschaftsbereichübergreifend >>> Kooperation mit FH Trier, FB Modedesign angedacht

Maßnahmenbereich B4: Erwerbsausbau bei Jugend, Frauen und Älteren

Schlüsselprojekt: Lernpartner-Allianz Vulkaneifel Die Projektidee beinhaltet den Aufbau von Lernpartnerschaften als Kooperationsnetzwerk zwischen Schule und Unternehmen. Möglicher modellhafter Baustein ist die Durchführung eines kontinuierlichen Schulpraktikums einmal in der Woche über ein Jahr lang. Dies wäre eine neue, ergänzende Vorgehensweise zu den bisher temporär durchgeführten Schulpraktika und üblichen Informationswegen. Den Schülerinnen und Schülern wird dabei über längere Zeit Einblick in die Anforderungen der Arbeitswelt vermittelt. Diese enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Schulen führt zu einem verbesserten Berufsorientierungsverhalten der Schülerinnen und

Berufsorientierung durch modellhafte Lernpartnerschaften verbessern

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Schüler und trägt so langfristig zur Fachkräftesicherung für die Unternehmen in der Region bei. Dieses modellhafte Vorgehen kann auch die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe erhöhen, weil die Beteiligten sich besser kennen lernen, mehr von einander wissen und gegenseitiges Vertrauen aufbauen können. Die Projektidee leistet auch einen Beitrag dazu, der Abwanderung junger Menschen aus der Region entgegenwirken. Schlüsselprojekt: Hochschule trifft Praxis- Studentennetzwerk Eifel Motto: Karriere in der Eifel Durch den Aufbau dieses Netzwerkes mit technologieorientierten Unternehmen der Region und vornehmlich aus der Region stammenden Hochschulabsolventen/-innen, die in den die Eifel umgebenden Hochschulen Trier, Koblenz, Aachen, Köln und Birkenfeld studieren, wird ein Beitrag zur Umkehrung der Abwanderung der jungen, qualifizierten Bevölkerungsteile aus der Region sowie zum Transfer zwischen Hochschule und Wirtschaft geleistet. Das Projektvorhaben begrenzt sich nicht nur auf die Region Vulkaneifel, sondern kann für die gesamte Eifel im Rahmen der „Zukunftsinitiative Eifel“ realisiert werden. Darüber hinaus sollen über einer Zielgruppenbefragung weitere Handlungsbedarfe ermittelt werden. Mit der Fachhochschule Trier ist dezentral in den Schulen und den Gründerzentren des LAG-Gebietes der Start einer Kinder-Uni geplant. Schlüsselprojekt: Kompetenz 50plus Im Hinblick auf den sich abzeichnenden demografischen Wandel kommt gerade der Aktivierung und Sicherung aller verfügbaren Arbeitskräftepotenziale besondere Bedeutung zu. Hier setzt das Projekt Kompetenz für 50plus an. Dabei geht es in einem ersten Schritt darum, Beschäftigungsnischen und Betätigungsfelder (z. B. Direktvermarktung, Dienstleistung, Tourismus, Pflegenetzwerk sowie Verbesserung der ländlichen Infrastruktur und Versorgung unter besonderer Berücksichtigung nachhaltig-ökologischer Aspekte) zu erschließen. Hierbei wird besonderes Augenmerk auf die Beschäftigungschancen für ältere Frauen gelegt. In einem zweiten Schritt sollen spezielle Qualifizierungsmodule für den Wiedereinstieg in den Beruf oder die Existenzgründung für die 50plus-Generation geschaffen werden, denn in dieser Lebensphase stellt die potenzielle Existenzgründerin andere Fragen als die 20-Jährige.

>>> Gebietsübergreifendes Kooperationsprojekt >>> Ausbau der Stadt-LandKooperationen >>>Technologie Transfer Hochschule und Wirtschaft

Beschäftigungsnischen für ältere Frauen

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7.3 Handlungsfeldsfeld C: Lebensräume der Vulkaneifel zukunftsfähig machen
Maßnahmenbereich C1: Eifel-Dorf der Zukunft Schlüsselprojekt: Dorfflurbereinigung/ Weiterentwicklung der prägenden Dorfstruktur Grundlage dieses Projektes ist eine Analyse der ortsprägenden Raumstrukturen und Bauelemente des jeweiligen Dorfes und die Erarbeitung eines Strukturplanes. Abriss- und Neuparzellierungsmaßnahmen sollen gezielt gefördert werden, um so insbesondere junge Menschen und Familien dazu zu bewegen, auf ein Grundstück im Neubaugebiet zu verzichten und im Ortskern zu bauen bzw. ein Haus zu kaufen. Damit entstehen wieder vermehrt altersgemischte Nachbarschaften. In Form eines Musterdorfes soll dieses Konzept modellhaft erprobt werden, um dann sukzessive in weiteren EifelDörfern umgesetzt zu werden. Eine intrakommunale Zusammenarbeit ist vorgesehen. Maßnahmenbereich C2: Erhalt intakte Sozialstruktur Schlüsselprojekt: Etablieren eines regionalen Vereinsmanagements In diesem Projekt soll im Hinblick auf den Rückgang der Mitgliederzahlen in den Vereinen sowie die Vergreisung der Vereine für einen begrenzten Raum in der Vulkaneifel ein Vereinsmanagement etabliert werden. Aufgabe dieses Vereinsmanagements ist die Bildung von intrakommunalen Allianzen auf Vereinsebene. Zu fördern sind der Austausch der Vereine, die Vernetzung der Vereine und die Stärkung der Position der Vereine in der Dorfstruktur. Das Projekt zielt auf eine Stärkung der örtlichen Vereinsarbeit zur Verbesserung der Jugend- und Familienintegration in den Dörfern der Vulkaneifel ab. Maßnahmenbereich C3: Stärkung regionale Identität Schlüsselprojekt: Bewusstseinsbildung für eine regionale Baukultur In einer vergleichenden Dokumentation soll anhand der unterschiedlichen europäischen Regionen im Rahmen der Netzwerke European Geoparks und Europäische Vereinigung vulkanischer Städte und Territorien sowie in Zusammenarbeit mit Hochschulen aufgezeigt werden, welchen Einfluss die traditionellen Bauweisen auf die heutige Bautätigkeit ausüben. Die transnationale Auseinandersetzung mit den jeweils eigenen Stärken soll das Bewusstsein für die gewachsene Baukultur in den beteiligten Regionen fördern und positiven Einfluss auf eine regionaltypische und traditionell inspirierte Bautätigkeit ausüben, die sich mit dem natürlichen Umfeld in Einklang und im Dialog findet.
>>> Transnationales Kooperationsprojekt

>>>Mit „Musterdorf“zur pilothaften Erprobung

>>> Intrakommunale Zusammenarbeit

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8. Beschreibung der geplanten gebietsübergreifenden und transnationalen Zusammenarbeit
Die Region Vulkaneifel widmet dem Aspekt der gebietsübergreifenden und transnationalen Zusammenarbeit mit anderen ländlichen Regionen bereits seit Jahren große Aufmerksamkeit. So ist die Vulkaneifel Gründungsmitglied im Netzwerk der Europäischen Geoparke (EGN) und kann bereits heute intensive Kooperationen im Rahmen dieses Netzwerkes vorweisen (bspw. die transnationale Marketingoffensive zur Förderung des Geotourismus in Europa). In diesem Netzwerk befinden sich neben der LAG Vulkaneifel weitere LEADER-Regionen, so z. B. die LAGen Bergstraße Odenwald (Hessen), Eisenwurzen (Niederösterreich), Lesvos (Griechenland), Madonie (Sizilien), North Pennines (Nordengland), Beigua (Norditalien), Psiloritis (Kreta). Zudem ist die Vulkaneifel Mitbegründer der „Europäischen Vereinigung vulkanischer Städte und Territorien“. Im Rahmen dieser beiden Netzwerke ist zukünftig eine gebietsübergreifende bzw. transnationale Kooperation auf Projektebene vorgesehen. So hat das Schlüsselprojekt „Europäische Route der Vulkane“ die Verknüpfung der europäischen Vulkangebiete und eine gemeinsame, transnationale Vermarktung zum Ziel. Eine gebietsübergreifende und transnationale Zusammenarbeit wird auch im Rahmen der Schlüsselprojekte „Bewahrung des geologischen Erbes mit internationaler Wertigkeit" sowie „Fit für China“ angestrebt. Doch nicht nur das enorme geologische und vulkanologische Potenzial der Vulkaneifel bietet Anknüpfungspunkte für Kooperationen mit anderen LEADER-Regionen. Im Rahmen eines nationalen und transnationalen Kooperationsnetzwerkes der LAGen im Eifel-ArdennenRaum sollen die umfassenden Synergieeffekte genutzt werden, die sich aus der Zukunftsinitiative Eifel ergeben und die in der Kooperation der unterschiedlichen Partner aus den LEADER-Netzwerken in RheinlandPfalz, den Fördergebietskulissen in Nordrhein-Westfalen, Luxemburg und Belgien eine Zusammenführung bzw. inhaltliche und organisatorische Koordination finden. Die LAGen Vulkaneifel, Bitburg-Prüm und Nordeifel/ NRW haben sich im Zuge der Erarbeitung der LEADERBewerbungen darauf verständigt, die im Rahmen der Zukunftsinitiative Eifel und der Regionalmarke Eifel gemeinsam entwickelten Ansätze auch in ihren LEADER-Entwicklungskonzeptionen zu platzieren und umzusetzen. Hierzu zählt bspw. das Schlüsselprojekt „Netzwerk Naturzentren im Dreiländereck D –B– Lux“, in dessen Rahmen eine Zusammenarbeit mit den ILEK-Regionen Eifel-Rur und Kalkeifel und der möglicherweise zukünftigen LEADERRegion in der nordrhein-westfälischen Eifel sowie mit dem Deutschluxemburgischen Naturpark, dem Deutsch-belgischen Naturpark Hohes Venn-Eifel, dem Naturpark Our, sowie dem Nationalpark Eifel erfolgen wird. Ein weiteres gebietsübergreifendes Projekt der Eifelregion ist das Besucher-Informationssystem Eifelquerbahn“. Aktivitäten im Rahmen der Regionalmarke Eifel bieten ebenfalls die Möglichkeit für gebietsübergreifende Kooperationen. Das kulturelle Erbe der Vulkaneifel aus der Römerzeit bietet die Grundlage für die Zusammenarbeit mit zahlreichen deutschen und europäischen LAGen (Mosel, Hunsrück, LAGen im Saarland, LAG Mousel in Luxemburg) im Rahmen des Schlüsselprojektes „Straße der
>>> LAG Vulkaneifel weist umfangreiche Erfahrungen in der gebietsübergreifenden und transnationalen Kooperation auf

>>> LAG Vulkaneifel als Gründungsmitglied des Netzwerke der Europäischen Geoparke >>> Internationale Geopark-Charta

>>> LAG Vulkaneifel als Mitbegründer der Europäischen Vereinigung vulkanischer Städte und Territorien

>>> Zusammenarbeit im Rahmen der Zukunftsinitiative Eifel

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Römer – Ausbau des grenzübergreifenden Großprojektes mit Infotainment, Jugendprojekten „Römershops“ mit regionalen Produkten und vielem mehr“. Analog zur erfolgreichen touristischen Inwertsetzung des Maare-MoselRadweges in der Leaderperiode 2000-2006 wird in Zusammenarbeit mit der benachbarten LAG Mosel die Projektidee „Touristische Aufwertung des Maare-Mosel-Wanderweges“ vom Ulmener Maar durch das wilde Tal der Endert bis an die Mosel voran getrieben. Das Projekt passt durch seine Alleinstellungsmerkmale Mühlen und das Kleinod Kloster Maria-Martental in die Landesinitiative PremiumWanderwege. Eine weitere Projektidee ist die Entwicklung von IncomingMaßnahmen zur Erschließung zusätzlicher Gästepotenziale aus dem Ausland am Flughafen Frankfurt - Hahn zusammen mit den LAGen Hunsrück, Mosel, Mittelrhein, Moselfranken und Erbeskopf.

>>> Zusammenarbeit mit der Nachbarregion Mosel

9. Geplante Arbeit der LAG sowie Kompetenzentwicklung und Sensibilisierung im Leader-Gebiet
9.1. Regionalmanagement
Wie bereits in der vergangenen Förderperiode überträgt die LAG Vulkaneifel die Geschäftsführung der LAG auf die Kreisverwaltung Vulkaneifel (internes Regionalmanagement).

9.2. Öffentlichkeitsarbeit
Die LAG Vulkaneifel wird im Falle einer Anerkennung zur Optimierung ihrer Öffentlichkeitsarbeit die Erstellung eines Kommunikationsplanes extern beauftragen. Erste Ansätze sind folgende:Nach der Anerkennung plant die LAG Vulkaneifel eine öffentliche Informationsveranstaltung durchzuführen, bei der Interessierte auf breiter Ebene über die strategische Ausrichtung informiert und die Möglichkeit der Mitarbeit für die Bürgerinnen und Bürger angeboten wird. Über die gesamte Förderperiode ist in regelmäßigen Abständen eine Information der Bevölkerung über die lokale und regionale Presse vorgesehen. Darüber hinaus erfolgt eine regelmäßige Aktualisierung des Internetauftrittes der LAG Vulkaneifel.

9.3. Kompetenzentwicklung
Mit der Auswahl der Maßnahmenbereiche, insb. „Unternehmensbestandsicherung und Neugründung“, „Ausbau der interregionalen und transnationalen Zusammenarbeit“, „Ausbau von Zukunftsbranchen“ und „Erwerbsausbau bei Jugend, Frauen und Älteren“ legt die LAG Vulkaneifel einen deutlichen Schwerpunkt auf die Kompetenzentwicklung der regionalen Akteurinnen und Akteure. Darüber hinaus wird die LAG Vulkaneifel mit der deutschen und der europäischen Vernetzungsstelle eng zusammenarbeiten, bspw. werden die LAG-Mitglieder an Seminaren und Fortbildungen der deutschen Vernetzungsstelle teilnehmen. Exkursionen in andere LAGen sind ebenfalls vorgesehen.
>>> Zusammenarbeit mit der deutschen und europäischen Vernetzungsstelle

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Die Region Vulkaneifel trägt durch ihre vielfältigen Netzwerke dem Europagedanken in hohem Maße Rechnung. Sie versteht sich als eine lernende Region, die im Austausch mit ihren europäischen Nachbarn neben den Aspekten Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch auch die Erhöhung der regionalen Wertschöpfung und die Erschließung neuer touristischer Märkte mit einem besonderen Schwerpunkt auf einem nachhaltigen Geotourismus im Blick hat. Aufbauend auf der Tatsache, dass Geologie und Landschaft mitbestimmend für die Ausprägung der regionalen Kultur und der Traditionen sind, bringt sich die Vulkaneifel als Region in die kulturelle Diversität Europas ein.

10. Finanzierungsüberlegungen
In einem ersten Schritt wurden die in der LILE Vulkaneifel ausgewählten Handlungsfelder und Maßnahmenbereiche auf Kohärenz mit den Zielen des Entwicklungs-Programms PAUL geprüft (vgl. Tabelle im Anhang). Die ausgewählten Maßnahmenbereiche greifen prinzipiell auf die im Entwicklungsprogramm PAUL aufgeführten Fördertatbestände zurück, insbesondere auf die Fördertatbestände in den Schwerpunkten 3 „Lebensqualität im ländlichen Raum und Förderung der Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft“ und 4 „Leader-Konzept“.
Tabelle 3: Voraussichtliche Mittelverteilung kommende LEADER-Förderperiode
Code Maßnahmenbereiche des LILE Vulkaneifel ELER- Mittel Öffentliche Ausgaben ohne ELER Private Ausgaben * Gesamtkosten ** Herkunft der nicht ELER-Mittel

€ 412 413 413 413 413 413 413 413 413 413 421 431 Gebietstypischer Natur- und Landschaftsschutz Inwersetzung des Alleinstellungsmerkmals Vulkanismus Nutzung des Potenzials der erneuerbaren Energien Unternehmensbestandssicherung und Neugründung Ausbau von Zukunftsbranchen Zusätzliche Einkommenschancen in der Land- und Forstwirtschaft Erwerbsausbau bei Jugend, Frauen und Älteren Eifel-Dorf der Zukunft Erhalt intakter Sozialstruktur Stärkung regionale Identität Ausbau der interregionalen und transnationalen Vernetzung Arbeit der LAG, sowie Kompetenzentwicklung und Sensibilisierung
Gesamt

€ 163.636,36 163.636,36 130.909,09 114.545,45 139.090,91 130.909,09 81.818,18 81.818,18 40.909,09 65.454,55 147.272,73 210.000,00

€

€ 363.636,36 Kommunen, privat

200.000,00 200.000,00 160.000,00 140.000,00 170.000,00 160.000,00 100.000,00 100.000,00 50.000,00 80.000,00 180.000,00 260.000,00

363.636,36 Kommunen, privat 290.909,09 Kommunen, privat 254.545,45 Kommunen, privat 309.090,91 Kommunen, privat 290.909,09 Kommunen, privat 181.818,18 Kommunen, privat 181.818,18 Kommunen, privat 90.909,09 Kommunen, privat 145.454,55 Kommunen, privat 327.272,73 Kommunen, privat 470.000,00 Kommunen, privat

1.800.000,00

1.470.000,00

0,00

3.270.000,00

* Private Ausgaben lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ermitteln. Sollten private Mittel im Einzelfall in die Finanzierung eingehen, verändert sich der öffentliche Mittelbedarf ** Aus den Erfahrungen Leader+ (1 Euro Fördermittel generiert 3 Euro Investitionsmittel) werden sich die Investitionsvolumen verdreifachen.

Quelle: Eigene Darstellung.

Aus den positiven Erfahrungen der LEADER+-Förderperiode wird die LAG Vulkaneifel auch in der nächsten Förderperiode frühzeitig mit der Kommunalaufsicht die Sicherstellung der Eigenanteilsfinanzierung abstimmen, um damit Hemmnisse bei der "Haushaltsgenehmigung“ von vornherein auszuschließen.

>>> Finanzierung des nationalen Anteils der Förderung ist gewährleistet

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11. Monitoring und Verfahren zur Selbstevaluierung
11.1 Monitoring
Wie bereits in den beiden vergangenen Förderperioden nimmt die LAG Vulkaneifel auch in dieser Förderperiode am Verfahren zur Begleitung und Bewertung des rheinland-pfälzischen LEADER+-Programmes teil und liefert die benötigten Daten an die zuständigen Stellen (ADD, Ministerium).

11.2 Ergebnis der externen Bewertung
Die LAG Vulkaneifel war – wie dargelegt –bereits in den beiden vergangenen Förderperioden als LEADER-Region angenommen und hat in diesem Zusammenhang an den obligatorischen Evaluierungen des Landes teilgenommen. So war die LAG Vulkaneifel Untersuchungsgegenstand in der Halbzeitbewertung und der Aktualisierung der Halbzeitbewertung des rheinland-pfälzischen LEADER+-Programmes. Dabei wurden insgesamt eine erfolgreiche Durchführung des LEADER+-Programmes in Rheinland-Pfalz und damit auch für die LAG Vulkaneifel bescheinigt. Damit ist nachgewiesen, dass die gewählte Strategieausrichtung der LAG Vulkaneifel zielführend und tragfähig war und vom Grundsatz her auch in dieser Förderperiode beibehalten werden kann. Da sich das LEADER+-Programm aufgrund der n+2-Regelung noch in der Abwicklung befindet, ist sowohl die landesweite als auch die regionale Ex-Post-Bewertung derzeit noch nicht erfolgt. Allerdings hat sich die LAG Vulkaneifel im Rahmen eines Workshops am 11.1. 2006 bereits intensiv mit der Evaluierung des LEADER+-Prozesses auseinandergesetzt (vgl. hierzu Kap. 2.4).

>>> Evaluierungen bestätigen erfolgreiche Arbeit der LAG Vulkaneifel und Tragfähigkeit der Entwicklungsstrategie

11.3. Erstellung des LILE Vulkaneifel
Die LAG Vulkaneifel wird im Falle der erneuten Anerkennung als LEADER-Region die Langfassung des LILE extern beauftragen.

11.4. Verfahren zur Selbstevaluierung
Die LAG Vulkaneifel nimmt selbstverständlich auch in dieser Förderperiode wieder an der landesweiten Evaluierung teil. Eine Ergebnis- und Erfolgskontrolle der sich in Umsetzung befindlichen und abgeschlossenen Projekte wird anhand der vorgegebenen Output-, Ergebnis- und Wirkungsindikatoren erfolgen (vgl. Anlage IV b zu Kap. 3.3 des Entwicklungs-Programms PAUL sowie Anlage VIII der Verordnung (EG) Nr. 1974/2006 der Kommission vom 15. Dezember 2006 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 des Rates über die Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)). Bereits in der Geschäftsführung Schwerpunkt auf Prozesses und der akteure gelegt. vergangenen Förderperiode wurde seitens der der LAG sowie der LAG-Mitglieder ein besonderer die möglichst optimale Ausgestaltung des LEADEREinbindung der regionalen Schlüsselakteurinnen und -

>>> Die LAG Vulkaneifel wird auch weiterhin die Arbeit der Evaluatoren aktiv unterstützen

>>> Schwerpunkt der regionalen Evaluierung liegt auf einer kontinuierlichen Prozessevaluation

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In dieser Förderperiode soll daher eine kontinuierliche Prozessevaluation zentraler Bestandteil der regionalen Evaluation sein. Hierzu sind zwei zentrale Bausteine – das sog. interne Review auf Ebene der LAG sowie ein sog. Regionalforum auf Ebene der regionalen Schlüsselakteurinnen und –akteure – vorgesehen. Das interne Review versteht sich als eine interne Klausur der LAG und der Geschäftsführung der LAG, bei der man sich unabhängig vom operativen Tagesgeschäft mit der grundlegenden Ausrichtung der regionalen Entwicklungsstrategie und der aktuell verfolgten Projekte auseinander setzt. Hierbei werden auch Fragen des regionalen Netzwerkaufbaus, des gemeinsamen Arbeitsprozesses und der öffentlichen Information, etc. thematisiert. Das interne Review wird als jährlich statt findender ganztägiger Workshop der LAG Vulkaneifel konzipiert, die Vorbereitung, Moderation und Aufbereitung wird durch einen externen Berater übernommen. Ergänzend zum internen Review wird ein Regionalforum durchgeführt. Hier wird ein größerer Kreis an Akteurinnen und Akteuren zugeladen (Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitskreise der LAG Vulkaneifel, Projektträgerinnen und Projektträger, weitere Multiplikatoren) um einen regionalen Austausch über das in der Umsetzung befindliche Projektportfolio zu initiieren. Ziel ist es, dass sich die einzelnen Arbeitskreise und ggf. Projektteams untereinander austauschen, voneinander lernen und einen gemeinsamen Erfahrungshintergrund in der Region Vulkaneifel aufbauen. Darüber hinaus kann das Regionalforum zur breiten Information der Bevölkerung sowie zum Know-how-Transfer aus anderen ländlichen Regionen genutzt werden. Das Regionalforum, das alle zwei Jahre statt findet, wird daher als öffentliche regionale Veranstaltung ausgerichtet.
>>> Internes Review und Regionalforum als Instrumente einer kontinuierlichen Prozessbegeleitung und -evaluation

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Lokales integriertes ländliches Entwicklungskonzept (LILE) für die Förderperiode 2007-2013 Bewerbung der LAG Vulkaneifel – Anlagen –

Anlage I: Geschäftsordnung der Lokalen Aktionsgruppe Vulkaneifel

Anlage II: Auflistung LAG-Kommunen

Anlage III: Auszug aus der Niederschrift über die Konstituierende Sitzung der LAG Vulkaneifel

Anlage IV: Bezug der geplanten Maßnahmenbereiche der LAG Vulkaneifel zu den programmspezifischen Zielen des EP PAUL

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Anlage I: Geschäftsordnung der Lokalen Aktionsgruppe Vulkaneifel
nach der ELER-VO, Schwerpunkt 4: LEADER für die Entwicklung des ländlichen Raumes im Zeitraum 2007 bis 2013

Auf der Grundlage
des Entwicklungs"Programm Agrarwirtschaft, Umweltmaßnahmen, Landentwicklung“ (PAUL) des Landes Rheinland-Pfalz für den Zeitraum 20072013, Kapitel 5.3.4 „Schwerpunkt 4: Umsetzung des Leader-Konzeptes“ der Verordnung (EG) Nr. 1698/ 2005 des Rates vom 20. September 2005 über die Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), (Amtsblatt der Europäischen Union L 277), Schwerpunkt 4, Artikel 61-65. der Nationale Rahmenregelung der Bundesrepublik Deutschland für die Entwicklung ländlicher Räume vom 6. Oktober 2006, Kapitel 4.4. „Schwerpunkt 4: LEADER“ des Nationalen Strategieplanes der Bundesrepublik Deutschland für die Entwicklung ländlicher Räume vom 19. September 2006, Kapitel 3.4 „Schwerpunkt 4: Leader des Beschlusses des Rates vom 20. Februar 2006 über strategische Leitlinien der Gemeinschaft für die Entwicklung des ländlichen Raums, (Programmplanungszeitraum 2007-2013) (2006/144/EG), Kapitel 3.4. „Aufbau lokaler Kapazitäten für Beschäftigung und Diversifizierung“ der Verordnung (EG) Nr. 1974/2006 der Kommission vom15. Dezember 2006 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 des Rates über die Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), Schwerpunkt 4, Artikel 37-39., (Amtsblatt L 368).

wird für die Gebietskulisse Vulkaneifel eine lokale Aktionsgruppe (LAG) eingerichtet.

Präambel

Leitgedanke für die Durchführung des Schwerpunktes 4 des EntwicklungsProgramms PAUL bildet der Bottom up-Ansatz, der durch die Lokalen Aktionsgruppen (LAG) gewährleistet wird. Hierbei handelt es sich um eine Partnerschaft, die die Beteiligten zur Umsetzung von LEADER bilden. Die LAG gewährleistet, dass die Entwicklungsstrategie sowie die Maßnahmen und Projekte, die sich daraus entwickeln, aus Sicht des ländlichen Raums vor Ort geboren werden und sich somit im Einklang mit den Vorstellungen der Bevölkerung der ländlichen Gebiete befinden.

1. Name, Zielgebiet, Sitz der Geschäftsstelle
Die Lokale Aktionsgruppe trägt den Namen „LAG Vulkaneifel“ (kurz LAG genannt). Ihre Zuständigkeit erstreckt sich auf das räumlich festgesetzte Gebiet der Aktionsgruppe (siehe kartenmäßige Darstellung sowie Übersicht zum Bewerbungspapiers). Die Geschäftsstelle ist bei der Kreisverwaltung Vulkaneifel in Daun eingerichtet

2. Aufgaben
1) Die LAG ist der Träger der Entwicklungsstrategie und verantwortlich für deren Durchführung. 2) Sie ist Bindeglied zwischen den Projektträgern und den Behörden des Landes. Es obliegt ihr insbesondere die Auswahl der geeigneten Projekte zur Durchführung des Konzeptes, die Betreuung der Projektträger und die erforderliche Berichterstattung und Moderation. Die LAG nimmt die Anträge der Antragsteller entgegen und legt in einer Prioritätenliste die Rangfolge der von ihnen zur Umsetzung beabsichtigten Maßnahmen fest.

3. Zusammensetzung und Vorsitz der LAG
1) Die LAG ist eine Partnerschaft von privaten Akteuren aus unterschiedlichen sozioökonomischen Bereichen sowie Vertretern von Kommunalbehörden. Sie stellt eine ausgewogene und repräsentative Partnerschaft von Akteuren mit Wirkungsbereichen im ländlichen Raum dar und ist somit in der Lage, gemeinsam eine Entwicklungsstrategie für das LAG-Gebiet selbstverantwortlich auszuarbeiten und durchzuführen. 2) Die Mitglieder der LAG müssen in dem betreffenden Gebiet ansässig sein oder für das Gebiet zuständig sein (z. B. Vertreter von Landes- oder Kommunalbehörden). 3) Die Mitgliedschaft in der LAG erfolgt auf freiwilliger Basis. Die Mitglieder verpflichten sich, die Aufgaben und Ziele der LAG unparteiisch zu unterstützen.

4) Soweit es sich bei einem Mitglied um eine juristische Person oder eine Vereinigung handelt, benennt es schriftlich eine Person, die in der LAG stimmberechtigt ist, sowie eine/n Stellvertreter/in. 5) Der Anteil der Vertreter von Landes- und Kommunalbehörden sowie gewählter Vertreter in politischen Ämtern nicht übersteigen. 6) Zu den Sitzungen der LAG können bei Bedarf weitere Institutionen, Organisationen oder Sachverständige beratend hinzu gezogen werden. 7) Die Vorsitzende/der Vorsitzende und sein/e Stellvertreter/in werden von den Mitgliedern der LAG gewählt. 8) Die Geschäftsführung wird im Einvernehmen mit der LAG durch die Vorsitzende/ den Vorsitzenden bestimmt. Die Institution muss die Befähigung zur Verwaltung öffentlicher Zuschüsse besitzen. darf die Hälfte aller stimmberechtigten Mitglieder

4. Arbeitsweise
1) Die LAG wird von der Vorsitzenden/dem Vorsitzenden nach Bedarf einberufen. Sie tagt in der Regel mindestens zweimal jährlich. Die Sitzungen sind grundsätzlich öffentlich. Bei Bedarf kann die LAG themen- und projektbezogene Arbeitsgruppen bilden. 2) Eine Sitzung ist einzuberufen, wenn 1/3 der ständigen Mitglieder der LAG es unter Angabe des Beratungsgegenstandes, der zu den Aufgaben der LAG gehören muss, beantragen. Dies gilt nicht, wenn die LAG den gleichen Gegenstand innerhalb der letzten sechs Monate bereits beraten hat. 3) Die/der Vorsitzende lädt die Mitglieder der LAG schriftlich unter Mitteilung von Zeit, Ort und Tagesordnung der Sitzung ein. 4) Zwischen Einladung und Sitzung müssen mindestens 10 volle Kalendertage liegen. Sofern eine Entscheidung nicht ohne Nachteil für die LAG aufgeschoben werden kann (Dringlichkeit), kann die Einladungsfrist verkürzt werden; auf die Verkürzung ist in der Einladung hinzuweisen. Die Dringlichkeit ist von der LAG vor Eintritt in die Tagesordnung festzustellen. 5) Eine Verletzung von Form und Frist der Einladung eines LAG-Mitglieds gilt als geheilt, wenn dieses Mitglied zu der Sitzung erscheint oder bis zu Beginn der Sitzung auf die Geltendmachung von Form- und Fristverletzungen schriftlich verzichtet.

6) Der/die Vorsitzende setzt die Tagesordnung fest. Auf Antrag von 1/3 der ständigen Mitglieder der LAG ist eine Angelegenheit, die zu den Aufgaben der LAG gehört, auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung zu setzen. Absatz 2 letzter Satz gilt entsprechend. 7) Die LAG kann mit 2/3 Mehrheit der anwesenden Mitglieder beschließen, bei Dringlichkeit (Nr. 4 Absatz 4) auch über Gegenstände, die nicht in die Tagesordnung aufgenommen waren, zu beraten und zu entscheiden. 8) Die/der Vorsitzende eröffnet und schließt die Sitzungen und leitet die Verhandlungen. Die/der Vorsitzende hat ebenfalls Stimmrecht. 9) Über alle Sitzungen der LAG werden Ergebnisniederschriften angefertigt. Ein Exemplar der Niederschrift ist innerhalb von vier Wochen nach der Sitzung den Mitgliedern der LAG zuzuleiten. 10) Über Einwendungen gegen die Niederschrift entscheidet die LAG. Einwendungen sind spätestens bei der nächsten Sitzung vorzubringen.

5. Beschlussfähigkeit
1) Die LAG ist beschlussfähig, wenn bei der Beschlussfassung mehr als die Hälfte der ständigen Mitglieder anwesend sind. Sofern ein Mitglied bzw. sein Stellvertreter an einer Sitzung nicht teilnehmen können, haben sie dies der/dem Vorsitzenden unverzüglich mitzuteilen. 2) Wird die LAG wegen Beschlussunfähigkeit zum zweiten Mal zur Verhandlung über den gleichen Tagesordnungspunkt eingeladen, so entscheidet die LAG mit einer Mehrheit von 2/3 der anwesenden Mitglieder. Hierauf ist in der Einladung hinzuweisen.

6. Beschlussfassung
1) Stimmberechtigt sind die ständigen Mitglieder der LAG. Die/der Vorsitzende hat, soweit er/sie nicht aus dem Kreis der ständigen Mitglieder gewählt wird, ebenfalls Stimmrecht. 2) Eine Beschlussfassung erfolgt durch Zweidrittelmehrheit der anwesenden LAGMitglieder. 3) Bei der Beschlussfassung wird offen abgestimmt, soweit nicht die LAG mit einer Mehrheit von 2/3 der Zahl der ständigen Mitglieder im Einzelfall etwas anderes beschließt. 4) Bei Wahlen können nur solche Personen gewählt werden, die von den ständigen Mitgliedern der LAG vor der Wahl vorgeschlagen worden sind.

5) Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen zählen bei der Feststellung der Stimmenmehrheit nicht mit. Bei der Abstimmung durch Stimmzettel gelten unbeschrieben abgegebene Stimmzettel als Stimmenthaltungen. Stimmzettel, aus denen der Wille des Abstimmenden nicht unzweifelhaft erkennbar ist, und Stimmzettel, die einen Vorbehalt enthalten, sind ungültig.

7. Beschlussfassung über die Geschäftsordnung, Änderungen
1) Die LAG beschließt die Geschäftsordnung sowie Änderungen mit einer Mehrheit von 2/3 der ständigen Mitglieder. 2) Für Änderungen der Geschäftsordnung ist die Schriftform erforderlich.

8. Öffentlichkeitsarbeit
1) Im Sinne der Präambel wird zur Gewährleistung des Leader-Ansatzes (Bottom up) die Arbeit der LAG durch eine transparente Öffentlichkeitsarbeit begleitet.

9. In-Kraft-Treten
Die Geschäftsordnung tritt mit der Gründung der LAG Vulkaneifel am 24.05.2007 in Kraft.

Anlage II: Auflistung LAG-Kommunen
Dem LAG-Gebiet Vulkaneifel gehören folgende Städte und Gemeinden an: Aus dem Landkreis Bernkastel-Wittlich: VG Kröv-Bausendorf: Bausendorf, Bengel, Diefenbach, Flußbach, Hontheim, Kinderbeuern, Willwerscheid VG Manderscheid: Bettenfeld, Dierfeld, Eckfeld, Eisenschmitt, Gipperath,
Greimerath, Manderscheid, Oberöfflingen, Wallscheid Großlittgen, Hasborn, Karl, Laufeld, Meerfeld, Musweiler, Niederöfflingen, Niederscheidweiler, Oberscheidweiler, Pantenburg, Schladt, Schwarzenborn,

VG

Wittlich-Land: Altrich, Arenrath, Bergweiler, Binsfeld, Bruch, Dierscheid, Dodenburg, Dreis, Esch, Gladbach, Heckenmünster, Heidweiler, Hetzerath, Hupperath, Klausen, Landscheid, Minderlittgen, Niersbach, Platten, Plein, Rivenich, Salmtal, Sehlem Verbandsgemeindefreie Stadt Wittlich Aus dem Landkreis Vulkaneifel: VG Daun: Betteldorf, Bleckhausen, Brockscheid, Darscheid, Demerath, Daun,
Deudesfeld, Dockweiler, Dreis-Brück, Ellscheid, Gefell, Gillenfeld, Hinterweiler, Hörscheid, Immerath, Kirchweiler, Kradenbach, Mehren, Meisburg, Mückeln, Nerdlen, Niederstadtfeld, Oberstadtfeld, Sarmersbach, Saxler, Schalkenmehren, Schönbach, Schutz, Steineberg, Steiningen, Strohn, Strotzbüsch, Udler, Üdersdorf, Utzerath, Wallenborn, Weidenbach, Winkel (Eifel)

VG Gerolstein: Berlingen, Birresborn, Densborn, Duppach, Gerolstein,
Hohenfels-Essingen, Kalenborn-Scheuern, Kopp, Mürlenbach, Neroth, Pelm, Rockeskyll, Salm

VG Hillesheim: Basberg, Berndorf, Dohm-Lammersdorf, Hillesheim, Kerpen (Eifel), Nohn, Oberbettingen, Oberehe-Stroheich, Uexheim, Walsdorf, Wiesbaum VG Kelberg: Arbach, Beinhausen, Bereborn, Berenbach, Bodenbach, Bongard, Borler, Boxberg, Brücktal, Drees, Gelenberg, Gunderath, Höchstberg, Hörschhausen, Horperath, Kaperich, Katzwinkel, Kelberg, Kirsbach, Kötterichen, Kolverath, Lirstal, Mannebach, Mosbruch, Neichen, Nitz, Oberelz, Reimerath, Retterath, Sassen, Uersfeld, Ueß, Welcherath VG Obere Kyll: Birgel, Esch, Feusdorf, Gönnersdorf, Hallschlag, Jünkerath, Kerschenbach, Lissendorf, Ormont, Reuth, Scheid, Schüller, Stadtkyll, Steffeln

Aus dem Landkreis Cochem-Zell: VG Ulmen: Alflen, Auderath, Bad Bertrich, Beuren, Büchel, Filz, Gevenich,
Gillenbeuren, Kliding, Lutzerath, Schmitt, Ulmen, Urschmitt, Wagenhausen, Weiler, Wollmerath

VG Kaisersesch: Brachtendorf, Düngenheim, Eppenberg, Eulgem, Gamlen, Hambuch, Hauroth, Illerich, Kaifenheim, Stadt Kaisersesch, Kalenborn, Landkern, Laubach, Leienkaul, Masburg, Müllenbach, Urmersbach, Zettingen Damit hat sich das LAG-Gebiet nunmehr erweitert um: die Verbandsgemeinden Kelberg, Kaisersesch und Ulmen sowie die 20 Ortsgemeinden Binsfeld (VG Wittlich-Land), Darscheid, Demerath, Gefell, Hörscheid, Kradenbach, Nerdlen, Sarmersbach, Schönbach, Steiningen, Utzerath, Winkel (alle VG Daun), Duppach, KalenbornScheuern, Mürlenbach (alle VG Gerolstein), Wiesbaum (VG Hillesheim), Esch, Feusdorf, Reuth, Scheid (alle VG Obere Kyll).

Anlage III: Auszug aus der Niederschrift
über die Konstituierende Si tzung der LAG Vulkaneifel

Don ne rs ta g , 24 .05 .200 7 in der Kreisverwaltung Daun, Sitzungssaal 15 a Sitzungsbeginn: 16.00 Uhr Sitzungsende: 17.45 Uhr

Teilnehmer/-innen der Sitzung:
Lfd Nr. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 2 27 28 29 Name Adolphi Annemie Bauer, Alfred Böffgen Hans-Peter Boos, Lothar Drayer, Hubert Führ, Birger Görgen, Ernst Greib, Rolf Johann, HermannJosef Junk, Wiebke Karst, Peter Klöckner, Werner Kowall, Markus Koziol, Dr. Martin Krumeich Elke Mayer, Alois Metzen, Georg Mies, Judith Müller, Martina Onnertz, Heinz Pinn, Johannes Romes, Daniel Schäfer, Klaus Schmitz, Rainer Schneider, Michael Schneider, Rita Schüller, Andreas Dr. Seibert, Caroline Simon, Angela Simon, Werner Theunert Dr., Sabine Thommes-Burbach, Inge Ulmen, Helmut Institution Interessengemeinschaft „Naturlaub bei Freunden“ WFG Daun-Vulkaneifel mbH u. LAG-Manager TW Gerolsteiner Land Jugendbetreuer IHK Tourismusausschuss Visenda GmbH – Biotopbetreuer BKS-WIL Naturpark Nordeifel DLR Eifel, Prüm Kreisverwaltung Cochem-Zell Geogastgeber Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Wittlich Vertreter der Verbandsgemeinden Kreis Daun Dorferneuerung Maarmuseum Manderscheid Seniorenbeirat Kreis Bernkastel-Wittlich Eifelverein Moseleifel-Touristik e.V. Existenzgründerin Geschäftsstelle der LAG Vulkaneifel Landrat Kreis Daun Holzenergieberatung/Biomassenmanagement Auszubildender Kreisverwaltung Daun ET GmbH; Prüm Vertreter der Verbandsgemeinden Kreis BernkastelWittlich VG Ulmen Geschäftsstelle der LAG Vulkaneifel Natur- und Geopark Vulkaneifel GmbH Fa. IFR ET GmbH, Prüm Architekt Sprecherin Projektgruppe Energie/Ökologisches Bauen, Agenda 21 der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich Verein der Direktvermarkter der Eifel-Mosel-Saar e.V. Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich

TOP 1: Konstituierung der erweiterten Förderperiode 2007-2013 Lokalen Aktionsgruppe (LAG) für die

Zunächst stellen sich alle Anwesenden vor. Herr Bauer ergänzt die Vorstellungsrunde mit den Namen der abwesenden LAG-Mitglieder, die jedoch Ihre Bereitschaft zur Mitarbeit in der LAG Vulkaneifel erklärt haben. 1. Berufung der vorgeschlagenen LAG-Mitglieder Die anwesenden Personen erklären sich einstimmig bereit, in der LAG Vulkaneifel mitzuarbeiten und werden in die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Vulkaneifel berufen. Die Kreisverwaltung Cochem-Zell meldet ggf. Mitglieder nach. 2. Geschäftsordnung Der Entwurf der Geschäftsordnung wird einstimmig angenommen. 3. Geschäftsstelle und Geschäftsführung der LAG Vulkaneifel Die LAG Vulkaneifel beschließt einstimmig, dass die Geschäftsstelle bei der Kreisverwaltung Vulkaneifel in Daun verbleibt und die Geschäftsführung der LAG Vulkaneifel wie bisher fortgesetzt wird. 4. Wahl des(r) Vorsitzenden und Stellvertreter(in) Zur Wahl des Vorsitzenden wird Herr Landrat Heinz Onnertz vorgeschlagen. Herr Onnertz wird einstimmig gewählt. Er nimmt die Wahl an. Zur Wahl der(s) Vertreters wird Frau Dr. Sabine Theunert als privates LAGMitglied vorgeschlagen. Frau Theunert wird einstimmig bei einer Stimmenthaltung zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Die Gewählte nimmt die Wahl an. Beschluss: 1. Die LAG Vulkaneifel beteiligt sich am Auswahlverfahren und beauftragt den Vorsitzenden und die Geschäftsstelle, die Bewerbung termingerecht bis zum 18.06.2007 einzureichen. 2. Dem Strategieplan Gebietsabgrenzung SWOT-Analyse-Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken Leitbild und Zielvorstellungen Entwicklungsziele, -strategien und Handlungsfelder geplante Maßnahmenbereiche mit Leitprojekten geplante gebietsübergreifende und transnationale Zusammenarbeit wird zugestimmt. 54550 Daun, den 30. Mai 2007 gez. Heinz Onnertz Vorsitzender der LAG Vulkaneifel

gez. Martina Müller Protokollführerin
        
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