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Full text: Klimaschutzbericht ... (Rights reserved) Issue2018 (Rights reserved)

Klimaschutzbericht 2018 Umweltreferat Klimaschutzbericht 2018 CO2-Bilanz, Indikatoren und Daten zum Klimawandel Herausgeber Stadt Augsburg Referat 2 (Umwelt, Nachhaltigkeit und Migration) Bearbeitet vom Umweltamt, Abteilung Klimaschutz Stand: Oktober 2018 Impressum Herausgeber: Stadt Augsburg Referat 2 (Umwelt, Nachhaltigkeit und Migration) Rathausplatz 2a 86150 Augsburg Tel.: (08 21) 3 24-48 01 Fax: (08 21) 3 24-48 05 umweltreferat@augsburg.de Konzeption und Bearbeitung: Umweltamt Augsburg Abteilung Klimaschutz An der Blauen Kappe 18 86152 Augsburg Tel.: (08 21) 3 24-73 22 Fax: (08 21) 3 24-73 23 umweltamt@augsburg.de Daten: Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund GmbH LEW Verteilnetz GmbH Stadt Augsburg, Amt für Statistik und Stadtforschung Stadt Augsburg, Klärwerk Stadt Augsburg, Umweltamt Stadtwerke Augsburg Energie GmbH Stadtwerke Augsburg Holding GmbH swa Netze GmbH Redaktionsschluss: 08/2018 und 10/2018 Vorwort Wie der neue Weltklimabericht „Global Warming of 1,5 °C“ (www.ipcc.ch/report/sr15/) aufzeigt, ist die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5° C mit der gegenwärtigen Klimaschutzpolitik nicht mal annähernd zu erreichen. Das ist die entscheidende Botschaft des neuen IPCC-Berichtes 2018 an Politik und Öffentlichkeit. In Augsburg haben wir im Betrachtungszeitraum 2011 bis 2016 12,70 Prozent CO2-Emissionen - bezogen auf die Einwohnerzahl eingespart. Das ist deutlich mehr als die Vorgabe des Klima-Bündnisses, das eine Einsparung von zehn Prozent im Fünfjahreszeitraum verlangt. Auch absolut wurde im Stadtgebiet weniger CO2 ausgestoßen. Ein Erfolg? Ich meine ja, sogar ein Rekorderfolg! Herzlichen Dank an alle, die in privaten Haushalten, Gewerbe, Industrie und im Dienstleistungsbereich weniger Energie verbraucht haben und immer mehr erneuerbare Energien nutzten. Aber seien wir ehrlich zu uns selbst: Die nächsten Etappen des Klimaschutzes werden auch in Augsburg sehr steinig. Dies zeigt sich schon an einem unserer Indikatoren im vorliegenden Klimaschutzbericht: Der Zubau der erneuerbaren Energien in Augsburg hat sich in den letzten Jahren deutlich abgeschwächt. Besonders der Ausbau der Photovoltaik blieb hinter unseren Erwartungen und Möglichkeiten zurück. Zur Stabilisierung der globalen CO2-Konzentration sind kurzfristige Reduktionen der weltweiten CO2-Emissionen um rund 70 Prozent erforderlich und zur Stabilisierung der Temperatur sind noch weitere (Netto-)Reduktionen notwendig. Und noch gravierender: um die Meeresspiegelerhöhung noch aufzuhalten, wäre sogar eine spätere Temperaturabsenkung notwendig. Deutschlands Langfristziel dafür ist es, bis zum Jahr 2050 weitgehend treibhausgasneutral zu werden. Damit orientiert sich die Bundesregierung am Ziel des Pariser Abkommens, dass in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts weltweit Treibhausgasneutralität erreicht werden soll. Aber Papier ist geduldig. Ziele zu formulieren ist einfach, die Ziele umzusetzen kann dann einfach, schwierig oder nahezu unmöglich sein. So ist Deutschland bei der Senkung seiner Treibhausgase im Verzug. Nach dem Klimaschutzbericht des Bundesumweltministeriums vom Juni 2018 wird Deutschland seinen Kohlendioxid-Ausstoß bis 2020 nur um 32 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren können - statt wie angekündigt um 40 Prozent. Auch im Klimaschutz aktive Städte wie Augsburg können ohne gewichtige Vorgaben und die Unterstützung von Bund und Freistaat Bayern den steinigen Weg kaum gehen. Klimaschutz jenseits der bisherigen kleinen Schritte erfordert zielorientiertes Handeln in allen Wirtschaftssektoren und die Zusammenarbeit aller - und alles deutlich schneller als bisher. Versuchen wir also weiterhin, das fast Unmögliche zu schaffen. Es wird sich lohnen! Augsburg, im Oktober 2018 Reiner Erben, Berufsmäßiger Stadtrat Referat 2 für Umwelt, Nachhaltigkeit und Migration 4 Inhaltsverzeichnis Einleitung und Hauptergebnisse ................................................................................... 7 1 Klimaschutz-Monitoring mit dem Klimaschutz-Planer ................................................ 11 1.1 Minimalbilanz ...................................................................................................... 12 1.2 Basisbilanz .......................................................................................................... 16 1.3 Berücksichtigung lokaler Faktoren ...................................................................... 19 1.3.1 Entwicklung Erdgasverbrauch zu Heizölverbrauch .................................... 19 1.3.2 Lokale Emissionsfaktoren der Fernwärme ................................................. 20 1.3.3 Lokale Stromerzeugungsanlagen .............................................................. 21 1.3.4 Witterungsbereinigte Gesamtdarstellung ................................................... 22 1.4 Entwicklung in den Sektoren ............................................................................... 23 1.4.1 Sektoren GHD, Industrie und Private Haushalte ........................................ 24 1.4.2 Sektor Verkehr ........................................................................................... 26 2 Bilanzierungsergebnisse und Analyse ....................................................................... 28 3 Augsburger Anlagen im Emissionshandel ................................................................. 33 4 Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ............................................................ 41 4.1 Photovoltaikanlagen ............................................................................................ 45 5 Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien .......................................................... 48 6 Energieerzeugung über Kraft-Wärme-Kopplung ........................................................ 52 7 Mobilität ...................................................................................................................... 55 8 Wohnen, Modernisieren und Flächenverbrauch ........................................................ 58 9 Daten zum Klimawandel ............................................................................................ 62 Anhang: Graphiken ........................................................................................................ 65 Literatur .......................................................................................................................... 72 Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen .................................................................... 74 Autoren und Redaktion .................................................................................................. 77 5 6 Einleitung und Hauptergebnisse Anlässlich des Treffens der Staatschefs der zwanzig führenden Industrienationen (G20-Gipfel in Hamburg am 7. und 8. Juli 2017) stellten deutsche Klimaforscher in einem Verbund die Fakten zum bereits beobachtbaren Klimawandel vor. Angesichts der Dringlichkeit eines weltweiten Klimaschutzes wurden folgende Punkte herausgestellt (siehe auch www.klimafakten.de/meldung/forscher-zum-g20-gipfel-klimafakten-als-grundlage-fuer-politische-entscheidungen, Abruf vom 10. Oktober 2018): 1. Der Klimawandel ist eine Tatsache und der Mensch die Hauptursache. Ohne die menschliche Aktivität, insbesondere die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas, lassen sich die beobachteten Veränderungen im Klimasystem nicht erklären. 2. Der natürliche Wechsel von Kalt- und Warmzeiten erfolgt über Jahrzehntausende. Die derzeit beobachtete, im Vergleich dazu schnelle Erwärmung in nur etwa 150 Jahren mit ihren vielfältigen Folgen ist eine völlig neue Entwicklung. Der Vergleich mit früheren Warmzeiten ist unzulässig. 3. Fortgesetzte Emissionen von Treibhausgasen werden eine weitere Erwärmung und langanhaltende Änderungen aller Komponenten des Klimasystems verursachen und damit die Wahrscheinlichkeit von schwerwiegenden weitverbreiteten und irreversiblen Folgen für Menschen und Ökosysteme erhöhen. „2013: Jetzt ist es passiert: Der CO2-Gehalt in der Atmosphäre hat erstmals die Schwelle von 400 ppm überschritten. Wohlgemerkt: Erstmals seit 25 Millionen Jahren. Von einem weiterhin rasanten Anstieg ist auszugehen:“ Diese Meldung stand in der Einleitung des Klimaschutzberichtes 2013 (Stadt Augsburg 2013a, S. 7). Der rasante Anstieg hat sich erwartungsgemäß bestätigt. Abbildung 1 auf S. 8 zeigt zwei Messungen am Mauna Loa Observatorium im Jahre 2018. Keeling Kurve Seit 60 Jahren zeichnen Geräte auf der Insel Hawai den Kohlendioxid-Gehalt der Atmosphäre auf. Die Messreihe ist das Lebenswerk von Charles Keeling. Die Messstationen stehen in 3.400 Metern Höhe. Neben der Tür eines Gebäudes ist eine Messkurve auf einer Bronzetafel eingraviert. „Sie zeigt den unaufhaltsamen Anstieg der CO2-Werte seit Beginn der Messungen 1958, überlagert vom jährlichen Ein- und Ausatmen der Natur: Von Mai bis Oktober sinken die Werte, wenn Bäume und andere Pflanzen auf der Nordhalbkugel Kohlendioxid verbrauchen, weil sie wachsen und neue Blätter bekommen. Den Rest des Jahres steigen die Werte wieder. Einjährige Pflanzen sterben, Blätter fallen und verrotten und geben das CO2 frei. Und jedes Jahr erreicht die Kurve im Mai einen neuen Höhepunkt, weil die vielen Milliarden Menschen der Erde Kohlendioxid aus ihren Auspuffen und Schornsteinen geblasen haben.“ „Weil dieser Verlauf den Einfluss von Natur und Menschheit auf die globale Umwelt dokumentiert, ist die Keeling-Kurve ein zentrales Symbol des Klimawandels“ (siehe www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-eine-kurve-veraendertdie-welt-1.277211, Artikel vom 17. Mai 2010). 7 Abbildung 1: CO2-Messungen am Mauna Loa Observatorium Quelle: https://scripps.ucsd.edu/programs/keelingcurve/, Abrufe am 28. Mai 2018 bzw. am 27. August 2018 Neben dem wichtigsten, durch menschliche Aktivität emittierten Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) gibt es weitere Treibhausgase wie beispielsweise Methan (CH4) oder Lachgas (N2O). Die verschiedenen Gase tragen nicht in gleichem Maße zum Treibhauseffekt bei und verbleiben über unterschiedlich lange Zeiträume in der Atmosphäre. Um die Wirkung verschiedener 8 Treibhausgase vergleichbar zu machen, wurde das sogenannte „Globale Erwärmungspotenzial“ definiert. Dieser Index drückt die Erwärmungswirkung einer bestimmten Menge eines Treibhausgases über einen festgelegten Zeitraum (meist 100 Jahre) im Vergleich zu CO2 aus. So hat beispielsweise Methan eine 28mal größere Klimawirkung als CO2, bleibt aber weniger lange in der Atmosphäre. Die Klimawirkung von Lachgas übersteigt die von CO2 sogar um beinahe das 300fache. Treibhausgasemissionen können so in „CO2-Äquivalente“ umgerechnet und zusammengefasst werden. Der Abkürzungsstandard „CO2-e“ (e für Englisch „equivalents“) hat sich inzwischen durchgesetzt. „In Deutschland wurden 2017 insgesamt 904,7 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt 4,7 Millionen Tonnen weniger als 2016. Das zeigt die erste Prognose-Berechnung des Umweltbundesamtes (UBA). Während die Emissionen im Energiebereich deutlich zurückgingen, stiegen sie im Verkehrssektor sowie in der Industrie an. Daher sind zusätzliche Maßnahmen nötig, um Deutschland wieder auf Kurs in Richtung der Klimaziele zu bringen. Gegenüber 1990 hat Deutschland seine Emissionen bis zum Jahr 2017 um 27,7 Prozent gesenkt. Das für 2020 vereinbarte Klimaziel von 40 Prozent soll so schnell wie möglich erreicht werden. Bis 2030 müssen die Emissionen um mindestens 55 Prozent gesenkt werden“ (www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/klimabilanz-2017-emissionen-gehen-leicht-zurueck, Abruf vom 10. Oktober 2018) . „Nach jahrelangen Rückgängen steigen die energiebedingten CO2-Emissionen in Bayern wieder an. Nach den offiziellen Erhebungen des Bayerischen Landesamtes für Statistik waren im zuletzt veröffentlichten Jahr 2015 CO2-Emissionen in Höhe von 76,8 Millionen Tonnen zu verzeichnen. Im Jahr 2014 waren es noch 2,6 % weniger. Für 2016 und folgende Jahre wird mit weiteren Anstiegen zu rechnen sein. Mit zunehmendem Anteil ist der Verkehrssektor in Bayern mit 32,3 Millionen Tonnen der mit Abstand größte CO2-Verursacher in Bayern.“ Während mittlerweile rund 44 % des in Bayern verbrauchten Stroms aus heimischen erneuerbaren Energien gedeckt werden und man damit voll im Plan liegt, machen sich die Defizite bei der Umsetzung der Energiewende vor allem im Verkehrssektor mittlerweile bemerkbar. Der Verkehrssektor verantwortet mit über 42 % den weitaus größten Anteil aller statistisch erfassten CO2-Emissionen in Bayern. Und der bayerische Anteil am internationalen Flugund Schiffsverkehr ist darin aufgrund der Erhebungsmethode (sogenannte Quellenbilanz) noch nicht einmal eingerechnet. (siehe www.vbew.de/presse/presseinformationen/detailansicht/co2-emissionen-steigen-in-bayern-an/, Abruf vom 10. Oktober 2018) Die CO2-Bilanz für Augsburg der Jahre 2011 bis 2016 wurde mit der Software „KlimaschutzPlaner“ erstellt (siehe Kapitel 1 ab S. 11). Es ist ein absoluter Rückgang der CO2-Emissionen zu verzeichnen. Bezogen auf die Einwohnerzahl wurde im Betrachtungszeitraum 2011 bis 2016 ein relativer Rückgang der CO2-e-Emissionen um 12,70 % je Einwohner erreicht. Die Zielvorgabe des Klima-Bündnisses (Reduzierung um 10 % alle fünf Jahre) wurde damit übererfüllt. Gründe dafür sind niedrigere Emissionsfaktoren und die Einsparung von Energie in den Sektoren „Industrie“ und „Private Haushalte“ (siehe Kapitel 2 und 3 ab S. 28). 9 Zu beachten ist, dass die erstellte CO2-Bilanz vorwiegend der Kontrolle der Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Augsburg dient. Ein Vergleich mit anderen Kommunen ist selbst bei einheitlicher Methodik nur bedingt möglich. So haben beispielsweise lokale Industrien oder spezifische Verkehrsinfrastrukturen (eine Bundesautobahn geht durch das Stadtgebiet) in der Regel einen erheblichen Einfluss auf die Emissionshöhen. Im Klimaschutz-Planer wird eine erste Minimalbilanz mithilfe weniger lokal erhobener Energiedaten und weiteren im Tool hinterlegten, kommunenspezifischen Daten erstellt. Die Minimalbilanz wird durch zusätzliche Daten zur Basisbilanz ergänzt, indem weitere lokal erhobene Werte eingegeben werden. Grundlage der Berechnung ist das „endenergiebasierte Territorialprinzip“, das heißt es werden die jährlichen Energieverbräuche als Basis genommen, die innerhalb der Stadtgrenzen angefallen sind. Für die Berechnung der CO2-Emissionen des Strombedarfs wird jedoch der bundesweite Strom-Mix herangezogen. (siehe www.klimaschutz-planer.de) Die Kapitel 4 bis 8 beschäftigen sich mit ausgewählten Indikatoren: - - - - Der Aufschwung der erneuerbaren Energien in Augsburg hält an, verlangsamt sich jedoch. Der Ausbau der Photovoltaik bleibt hinter den Erwartungen und Möglichkeiten zurück (siehe Kapitel 4 ab S. 41). Für die Indikatoren „Anteil der Wärmeerzeugung aus Erneuerbaren Energien“ und „Erzeugte Energiemengen aus Kraft-Wärme-Kopplung“ liegen Teildaten für den Zeitraum ab 2001 (teilweise ab 1998) bzw. ab 2007 vor (siehe Kapitel 5 und 6 ab S. 48). Für den Indikator „Modal Split (Personenverkehr)“ liegen keine neueren Daten als die von 2013 vor. Der Kraftfahrzeugbestand in Augsburg hat sich absolut und bezogen auf die Einwohnerzahl weiter erhöht (siehe Kapitel 7 ab S. 55). Im Kapitel 8 (ab S. 58) wurde - ergänzend zu den KfW-Förderungen - erstmalig in einem Klimaschutzbericht die Flächennutzung bilanziert. Ausgewählte Daten zum Klimawandel finden sich in Kapitel 9 (ab S. 62). Die Auswertung der Jahrestemperaturen und Extremtage seit 1947 (Wetterstation Augsburg) zeigt einen klaren Erwärmungstrend für den Raum Augsburg. 10 1 Klimaschutz-Monitoring mit dem Klimaschutz-Planer Der Klimaschutz-Planer ist ein internetbasiertes Software-Tool zum Monitoring des kommunalen Klimaschutzes. Städte, Gemeinden und Landkreise können über die Software Energieund Treibhausgas-Bilanzen nach einer deutschlandweit standardisierten Methode erstellen. Die Entwicklung des Klimaschutz-Planers wurde von den drei Projektpartnern Klima-Bündnis e. V., ifeu – Institut für Energie und Umweltforschung Heidelberg und Institut dezentrale Energietechnologien (IdE) durchgeführt und vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert. Der Klimaschutz-Planer löste im Mai 2016 die Software ECORegion (siehe Stadt Augsburg 2013a, S. 19 ff.) als empfohlenes Bilanzierungstool des Klima-Bündnisses in Deutschland ab. Klima-Bündnis Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder - Alianza del Clima e.V., Hauptsitz der europäischen Geschäftsstelle: Galvanistraße 28, 60486 Frankfurt a. M. Im Klima-Bündnis arbeiten 1.700 Mitgliedskommunen in 26 europäischen Staaten, Bundesländer, Provinzen, NGOs und andere Organisationen gemeinsam aktiv daran, den Klimawandel zu bekämpfen. Das Klima-Bündnis ist das größte europäische Städtenetzwerk, das sich dem Klimaschutz verschrieben hat. Die Mitglieder - von der kleinen ländlichen Gemeinde bis hin zu Millionenstädten - verstehen den Klimawandel als eine globale Herausforderung, die lokale Lösungen erfordert (siehe www.klimabuendnis.org). Die Stadt Augsburg ist seit 1998 Mitglied im Klima-Bündnis. Mit dem webbasierten Instrument will die Geschäftsstelle des Klima-Bündnisses ihr kontinuierliches Beratungs- und Serviceangebot zum Nutzen aller Kommunen in Deutschland erweitern. Über den Klimaschutz-Planer soll schlussendlich gezeigt werden, wo eine Kommune bezüglich ihrer Klimaschutzarbeit im Vergleich zu anderen Kommunen steht. Die integrierte Datenbank stellt dafür umfangreiche statistische Werte, Faktoren und Kennzahlen für alle Gebietskörperschaften in Deutschland bereit, die mit eigenen kommunalen Daten ergänzt werden müssen. Zur Gewährleistung der Vergleichbarkeit von Bilanzen werden im Klimaschutz-Planer einheitliche (Emissions-)Faktoren bereitgestellt. Für Wärmeemissionsfaktoren wird überwiegend auf Daten der GEMIS-Datenbank und Studien des Umweltbundesamtes zurückgegriffen. Die Strombilanz wird im Klimaschutz-Planer mit einem jährlich angepassten einheitlichen Bundesstrommix berechnet. Alle verwendeten Emissionsfaktoren sind als CO2Äquivalente (CO2, CH4, N2O) inklusive Vorketten der Energieträgerbereitstellung angegeben. Die standardisierte Einheit ist Tonne je Megawattstunde (t/MWh). Tabelle 1 auf S. 12 zeigt eine Auswahl von Emissionsfaktoren aus den Jahren 2001 bis 2016. (siehe www.klimaschutz-planer.de) 11 Tabelle 1: Emissionsfaktoren zur Berechnung der Treibhausgasemissionen Jahr Einheit Erdgas Strom Fernwärme Heizöl 2001 t/MWh 0,257 0,712 0,279 0,32 2002 t/MWh 0,257 0,727 0,278 0,32 2003 t/MWh 0,257 0,732 0,277 0,32 2004 t/MWh 0,257 0,7 0,276 0,32 2005 t/MWh 0,258 0,702 0,275 0,321 2006 t/MWh 0,258 0,687 0,274 0,321 2007 t/MWh 0,258 0,656 0,273 0,321 2008 t/MWh 0,258 0,656 0,272 0,321 2009 t/MWh 0,258 0,62 0,271 0,321 2010 t/MWh 0,25 0,614 0,27 0,32 2011 t/MWh 0,25 0,633 0,269 0,32 2012 t/MWh 0,25 0,645 0,268 0,32 2013 t/MWh 0,25 0,633 0,267 0,32 2014 t/MWh 0,25 0,62 0,266 0,32 2015 t/MWh 0,25 0,6 0,265 0,32 2016 t/MWh 0,247 0,581 0,264 0,318 Datenquelle: www.klimaschutz-planer.de 1.1 Minimalbilanz Die Energie- und Treibhausgas-Bilanzierung des Klimaschutz-Planers für Kommunen basiert auf dem endenergiebasierten Territorialprinzip. Demnach werden beispielsweise alle in der Kommune anfallenden Verbräuche auf Ebene der Endenergie (Energie, die beispielsweise am Hauszähler gemessen und verrechnet wird) bilanziert und den verschiedenen Verbrauchssektoren zugeordnet. Graue Energie (die beispielsweise in Produkten steckt) und Energie, die außerhalb der Kommunengrenzen konsumiert wird, wird nicht bilanziert. Die Minimalbilanz stellt einen Startpunkt für die weitere Bilanzerstellung einer Kommune dar. Sie eignet sich - aufgrund der sehr vereinfachten Datenerfassung - nicht für ein Monitoring im Sinne eines Klimaschutzkonzeptes. Ausgehend von dieser ersten Berechnung der Minimalbilanz kann die Qualität der anschließenden Ist-Bilanz aber durch die Eingabe von weiteren kommunenspezifischen Werten schrittweise optimiert werden, so dass eine kommunale Basisbilanz für den Ist-Stand erstellt werden kann. Für die Minimalbilanz des KlimaschutzPlaners sind folgende Daten zu beschaffen (www.klimaschutz-planer.de): 12 Übersicht 1: Notwendige Daten für die Minimalbilanz Datenbeschreibung Energieträger und Einheit E1: Endenergieverbrauch Erdgas (Gesamtverbrauch innerhalb der Kommune): Angabe des gesamten Erdgasverbrauchs innerhalb der Kommune mit Heizwert. Ohne Erdgas, das in Großkraftwerken oder zur Erzeugung von Fernwäme bereits berücksichtigt bzw. benötigt wird. Erdgas in Megawattstunden (MWh) E2: Endenergieverbrauch Erdgas, kleine Anlagen: Erfassung des Erdgasverbrauchs für kleine Energieumwandlungsanlagen (z. B. im BHKW) kleiner 20 MW. Erdgas in Megawattstunden E3: Nicht vom Netzbetreiber erfasster Erdgasverbrauch (z. B. Stichleitung) lokaler Verbraucher: d. h. Angabe des Erdgasverbrauchs außerhalb der lokal erfassten Netzdaten. Erdgas in Megawattstunden E4: Angabe Erdgasanteil - Verhältnis Erdgas- zu Heizölverbrauch in der Kommune Erdgas zu Heizöl in Prozent (%) S1: Endenergieverbrauch Strom, Gesamtverbrauch innerhalb der Kommune Strom in Megawattstunden S2: Nicht vom Netzbetreiber erfasster Stromverbrauch (z. B. Stichleitung) lokaler Verbraucher: d. h. Angabe des Stromverbrauchs außerhalb der lokal erfassten Netzdaten. Strom in Megawattstunden V1: Fahrleistung Linienbus Fahrzeugkilometer in Millionen (Mio. Fz.-km) V2: Fahrleistung Stadt-, Straßen- und U-Bahn Zugkilometer in Millionen (Mio. Zug-km) Zur Berechnung der Minimalbilanz stellt die Software weitere benötigte statistische Daten (u. a. sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, Wohnflächen, Faktoren usw.) automatisch bereit. (siehe www.klimaschutz-planer.de – Handbuch und Datenerfassungsbögen) Folgende Daten stehen für die Minimalbilanz nach Klimaschutz-Planer in Augsburg zur Verfügung (Übersichten 2a bis 2c, Jahre 2001 bis 2016): Tabelle 2a: Verfügbare Daten für die Minimalbilanz (Erdgasdaten) Jahr Erdgasverbrauch in der Stadt Augsburg (MWh) 1) 2001 3.181.467 2002 2.958.234 2003 3.100.624 1) = Ohne Erdgasverbrauch der Erzeugungsanlagen (Großkraftwerke, Fernwärme), der Erdgasverbrauch für kleine Erzeugungsanlagen ist in den Verbrauchszahlen enthalten. Fortsetzung 13 Fortsetzung 2004 3.180.558 2005 3.242.537 2006 3.127.457 2007 3.234.616 2008 2.936.793 2009 2.764.843 2010 3.006.340 2011 2.698.352 2012 2.834.677 2013 2.924.348 2014 2.626.096 2015 2.748.382 2016 2.625.747 Hinweise: Der nicht vom Netzbetreiber erfasste Erdgasverbrauch ist in den Jahren 2001 bis 2016 jeweils null. Der Anteil Erdgasverbrauch zu Heizölverbrauch (E:H) war im Jahr 2009 70:30 (Daten zum Regionalen Klimaschutzkonzept 2011) und wird für die Minimalbilanz in den anderen Jahren entsprechend abgeschätzt (siehe auch Kapitel 1.3.1, S. 19 f.). Datenquelle: Stadtwerke Augsburg Holding GmbH, Vertriebsplanung und Statistik Tabelle 2b: Verfügbare Daten für die Minimalbilanz (Stromdaten) Stromverbrauch 1) in der Stadt Augsburg, Netzgebiet der Stadtwerke Augsburg (MWh) Stromverbrauch 1) in der Stadt Augsburg, Netzgebiet der Lechwerke AG 2) 3) (MWh) Summen in MWh (gerundet bis 2011) 2001 1.615.409 103.300 1.718.709 2002 1.586.264 101.000 1.687.264 2003 1.633.351 103.400 1.736.751 2004 1.727.105 109.400 1.836.505 2005 1.761.194 111.300 1.872.494 2006 1.757.732 111.400 1.869.132 2007 1.773.000 112.070 1.885.070 2008 1.743.668 109.610 1.853.278 2009 1.624.506 107.680 1.732.186 2010 1.767.038 107.730 1.874.768 2011 1.713.429 106.630 1.820.059 2012 1.678.589 104.633,118 1.783.222 2013 1.660.521 105.572,221 1.766.093 Jahr Fortsetzung 14 Fortsetzung 2014 1.624.175 102.246,942 1.726.422 2015 1.611.453 101.348,513 1.712.802 2016 1.661.415 102.350,873 1.763.766 1) = nutzbare Abgabe ohne Netzverluste 2) = Stadtteile Bergheim, Göggingen, Inningen (BGI-Gebiet) 3) = 2001 bis 2011 gerundete Angaben Der nicht vom Netzbetreiber erfasste Stromverbrauch ist in den Jahren 2001 bis 2016 jeweils null. Datenquellen: Stadtwerke Augsburg Holding GmbH, Vertriebsplanung und Statistik; LEW Verteilnetz GmbH Tabelle 2c: Verfügbare Daten für die Minimalbilanz (Verkehrsdaten) Jahr Fahrleistungen Linienbusse, Stadtgebiet Augsburg (Mio. Fz.-km) AVV-Regionalbusverkehr in Augsburg (Mio. Fz.-km) 1) Fahrleistungen Straßenbahnen, Stadtgebiet Augsburg (Mio. Zugkm) 2001 5,215118 keine Angabe 3,460478 2002 5,677539 keine Angabe 3,435547 2003 5,266080 keine Angabe 3,633107 2004 5,477400 keine Angabe 3,807532 2005 5,265400 keine Angabe 3,868673 2006 5,269091 keine Angabe 3,875364 2007 5,437674 keine Angabe 3,894027 2008 5,570349 keine Angabe 3,958716 2009 5,407290 1,640608 3,848329 2010 5,271378 1,465087 3,937202 2011 4,437841 1,388844 4,608012 2012 5,555008 1,388525 3,553216 2013 5,756223 1,399692 3,347559 2014 4,587402 1,390727 4,422204 2015 5,330298 1,392482 4,199956 2016 5,215133 1,393751 4,365113 1) = Berücksichtigt sind die AVV-Regionalbuslinien 100-799, Linie 600 von Augsburg Hbf bis Holzara, Anruf-Sammel-Taxi-Verkehre (AST) und Rufbusse (z. T. nur anteilig für das Kalenderjahr, je nach Stand der Rechnungsstellung zum Zeitpunkt der Erstellung der entsprechenden Statistik); nicht enthalten sind die Linien der GVG (Gersthofer Verkehrsgesellschaft). Datenquellen: Stadtwerke Augsburg Holding GmbH, Vertriebsplanung und Statistik; Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund GmbH 15 Mit den Angaben in den Tabellen 2a bis 2c berechnet die Software „Klimaschutz-Planer“ folgende Minimalbilanz für die Jahre 2010 bis 2016 (alle Vorgabedaten und Strukturdaten für die Minimalbilanz erst ab 2010 jeweils zu 100 % verfügbar): Tabelle 3: Ergebnis Minimalbilanz Jahr Endenergie (EEV) in MWh Treibhausgase (THG) Bundesmix in Tonnen 2010 7.136.176,28 2.613.674,64 2011 6.646.084,99 2.500.389,18 2012 6.757.239,41 2.534.546,73 2013 6.879.063,25 2.543.215,31 2014 6.438.901,38 2.388.567,05 2015 6.577.632,10 2.392.685,26 2016 6.497.857,43 2.347.798,21 Datenquelle: Berechnung über Klimaschutz-Planer am 23. Juli 2018 1.2 Basisbilanz Zur Verbesserung der Minimalbilanz sind die Daten nach den Übersichten 2 und 3 hilfreich („empfohlene Datenbeschaffung zur Berechnung der Basisbilanz“ und „Daten beschaffen, falls möglich“). Die Daten sind nach den Sektoren „Gewerbe-Handel-Dienstleistungen (GHD), sonstige“, „Industrie“ und „Private Haushalte“ gegliedert (siehe www.klimaschutz-planer.de – Handbuch und Datenerfassungsbögen). Vor allem die Daten zu den Heizungskesseln standen für den Betrachtungszeitraum nicht zur Verfügung („rot“ markiert). Übersicht 2: Datenvorgabe für die Basisbilanz (empfohlene Daten) Sektor Datenbeschreibung Einheit GDH, sonstige Endenergieverbrauch GHD Erdgas MWh GDH, sonstige Endenergie GHD Strom MWh GDH, sonstige Fernwärmeverbrauch GHD MWh GDH, sonstige Kohlekessel, Leistungsklasse über 100 kW Anzahl GDH, sonstige Biomassekessel, Leistungsklasse über 100 kW Anzahl GDH, sonstige Gaskessel, Leistungsklasse über 100 kW Anzahl GDH, sonstige Flüssiggaskessel, Leistungsklasse über 100 kW Anzahl GDH, sonstige Ölkessel, Leistungsklasse über 100 kW Anzahl Industrie Endenergieverbrauch Industrie Erdgas MWh Industrie Endenergieverbrauch Industrie Strom MWh Fortsetzung 16 Fortsetzung Industrie Fernwärmeverbrauch Industrie MWh Private Haushalte Endenergieverbrauch Haushalte Erdgas MWh Private Haushalte Endenergie Haushalte Strom MWh Private Haushalte Fernwärmeverbrauch Haushalte MWh Private Haushalte Kohlekessel, Leistungsklasse 4-11 kW Anzahl Private Haushalte Kohlekessel, Leistungsklasse 11-25 kW Anzahl Private Haushalte Kohlekessel, Leistungsklasse 25-50 kW Anzahl Private Haushalte Kohlekessel, Leistungsklasse 50-100 kW Anzahl Private Haushalte Biomassekessel, Leistungsklasse 4-11 kW Anzahl Private Haushalte Biomassekessel, Leistungsklasse 11-25 kW Anzahl Private Haushalte Biomassekessel, Leistungsklasse 25-50 kW Anzahl Private Haushalte Biomassekessel, Leistungsklasse 50-100 kW Anzahl Private Haushalte Gaskessel, Leistungsklasse 4-11 kW Anzahl Private Haushalte Gaskessel, Leistungsklasse 11-25 kW Anzahl Private Haushalte Gaskessel, Leistungsklasse 25-50 kW Anzahl Private Haushalte Gaskessel, Leistungsklasse 50-100 kW Anzahl Private Haushalte Flüssiggaskessel, Leistungsklasse 4-11 kW Anzahl Private Haushalte Flüssiggaskessel, Leistungsklasse 11-25 kW Anzahl Private Haushalte Flüssiggaskessel, Leistungsklasse 25-50 kW Anzahl Private Haushalte Flüssiggaskessel, Leistungsklasse 50-100 kW Anzahl Private Haushalte Ölkessel, Leistungsklasse 4-11 kW Anzahl Private Haushalte Ölkessel, Leistungsklasse 11-25 kW Anzahl Private Haushalte Ölkessel, Leistungsklasse 25-50 kW Anzahl Private Haushalte Ölkessel, Leistungsklasse 50-100 kW Anzahl Übersicht 3: Weitere Daten für die Basisbilanz (ohne Kommunale Einrichtungen) 1) Einheit Sektor Datenbeschreibung Gesamt geförderte Biomasseanlagen kW Gesamt geförderte thermische Solaranlagen m2 Gesamt geförderte Wärmepumpen (Umweltwärme) Gesamt Stromverbrauch Wärmepumpen MWh Gesamt Stromverbrauch Nachtspeicherheizungen MWh GHD, sonstige Endenergieverbrauch GHD Biogas MWh GHD, sonstige Endenergieverbrauch GHD Nahwärme MWh GHD, sonstige Endenergieverbrauch GHD sonstige erneuerbare MWh Anzahl Energieträger Fortsetzung 17 Fortsetzung GHD, sonstige Endenergieverbrauch GHD sonstige konventionelle Energieträger MWh Industrie Endenergieverbrauch Industrie Biogas MWh Industrie Endenergieverbrauch Industrie Nahwärme MWh Industrie Endenergieverbrauch Industrie sonstige erneuerbare MWh Energieträger Industrie Endenergieverbrauch Industrie sonstige konventionelle Energieträger MWh Private Haushalte Endenergieverbrauch Haushalte Biogas MWh Private Haushalte Endenergieverbrauch Haushalte Nahwärme MWh Private Haushalte Endenergieverbrauch Haushalte sonstige erneuerbare MWh Energieträger Private Haushalte Endenergieverbrauch Haushalte sonstige konventionelle MWh Energieträger 1) = Die kommunalen Einrichtungen werden in der zu erstellenden Augsburger CO 2-Bilanz nicht extra betrachtet. Deren Verbrauchsdaten untersucht das Kommunale Energiemanagement im Augsburger Hochbauamt. Siehe hierzu die Energieberichte unter https://www.augsburg.de/umwelt-soziales/umwelt/einrichtungen/kommunales-energiemanagement/ - insbesondere Stadt Augsburg 2016a. Die Straßenbeleuchtung wird ebenfalls nicht getrennt betrachtet. Folgende Daten waren und sind in Augsburg für den Klimaschutz-Planer verfügbar: - Endenergieverbrauch GHD Erdgas Endenergie GHD Strom Fernwärmeverbrauch GHD Endenergieverbrauch Industrie Erdgas Endenergieverbrauch Industrie Strom Fernwärmeverbrauch Industrie (siehe Kapitel 1.4.1, S. 24) Endenergieverbrauch Haushalte Erdgas Endenergie Haushalte Strom Fernwärmeverbrauch Haushalte (siehe Kapitel 1.4.1, S. 25) geförderte Biomasseanlagen (siehe Kapitel 5, S. 50) geförderte thermische Solaranlagen (siehe Kapitel 5, S. 49) genehmigungspflichtige Wärmepumpen (Umweltwärme), siehe Kapitel 5, S. 51 Neben dem Fernwärmenetz konnten noch eine Vielzahl von KWK-Anlagen und Wärmeerzeugungsanlagen (Energiedienstleistungen der Stadtwerke Augsburg) berücksichtigt werden (siehe Kapitel 6, S. 53). Mit den vorhandenen Daten berechnet die Software „Klimaschutz-Planer“ folgende Basisbilanz für die Jahre 2010 bis 2016 (alle Vorgabedaten und Strukturdaten für die Basisbilanz ab 2010 nach Klimaschutz-Planer jeweils zu 83 % verfügbar): 18 Tabelle 4: Ergebnis Basisbilanz Jahr Endenergie (EEV) in MWh Treibhausgase (THG) Bundesmix in Tonnen 2010 7.324.562,65 2.640.727,48 2011 6.836.983,54 2.529.697,02 2012 6.912.686,67 2.547.981,89 2013 7.090.637,10 2.569.659,82 2014 6.679.826,39 2.428.996,84 2015 6.829.418,95 2.431.011,81 2016 6.728.041,46 2.373.923,23 Datenquelle: Berechnung über Klimaschutz-Planer am 6. August 2018 1.3 Berücksichtigung lokaler Faktoren Die Software Klimaschutz-Planer berechnet die Bilanz mit Treibhausgasfaktoren, die auf bundesdurchschnittlichen Werten oder Standardwerten (bei der Fernwärme) basieren. Dies soll eine für ganz Deutschland einheitliche Methodik der kommunalen Energie- und CO2-Bilanzierung sicherstellen (sogenannte BISKO-Methode). Zusätzlich gibt es im KlimaschutzPlaner aber die Option lokale Anlagen einzugeben, um damit die regionale Energieversorgungsstruktur zu berücksichtigen. Diese lokalen Elemente sind für die Darstellung der kommunalen Anstrengungen im Klimaschutz, sowie zur Erfolgsfeststellung bei bestimmten Klimaschutzmaßnahmen hilfreich. Schlussendlich wird mit Hilfe der regionalen Treibhausparameter deutlich, wie viel Treibhausgasemissionen die Kommunen durch die Erzeugung von erneuerbaren Energien im Vergleich zum nationalen Energiemix einsparen (vgl. www.klimaschutz-planer.de). 1.3.1 Entwicklung Erdgasverbrauch zu Heizölverbrauch Über das Regionale Klimaschutzkonzept wurde für 2009 das Verhältnis Gas- zu Heizölverbrauch in Augsburg mit 70:30 berechnet (Heizkesselermittlung über eine Schornsteinfegerabfrage, siehe auch Green City Energy und Identität & Image 2011). Wie hat sich nun dieses Verhältnis bis zum Jahr 2016 entwickelt? In der Tabelle 5 finden sich Zahlen zu den neu gebauten Erdgasanschlüssen. Tabelle 5: Neu gebaute Erdgasanschlüsse Private Haushalte 2) Jahr Einwohner in Augsburg 1) Erdgasanschlüsse in Neubauten Umstellung zu Erdgas 2010 264.708 139.672 152 192 2011 269.402 142.050 185 267 Fortsetzung 19 Fortsetzung 2012 272.699 145.117 182 338 2013 276.542 147.400 154 354 2014 281.111 150.022 119 268 2015 286.374 152.413 171 259 2016 289.584 155.045 150 240 1) = mit Hauptwohnsitz in Augsburg, 2) = jeweils zum 31. Dezember des Vorjahres Datenquellen: Stadtwerke Augsburg Energie GmbH, Stadt Augsburg (2012b, 2013b, 2014,2015b, 2016b, 2017b), Zahlenauskunft des Amtes für Statistik und Stadtforschung vom 3. August 2018, www.klimaschutz-planer.de Nach dem Strukturatlas 2017 (Stadt Augsburg 2017b, S. 63 ff.) gab es zum 31. Dezember 2016 in Augsburg 37.935 Wohngebäude mit 147.110 Wohnungen. Man kann also von rund 3,88 Haushalten je Wohngebäude ausgehen. Abschätzung: Umstellungen zu Erdgas 2010 bis 2016: 1.918, Annahme: Umstellung von Erdöl nach Erdgas in 1.200 Wohngebäuden, also für 4.656 Haushalte, 20 Megawattstunden (MWh) Energieverbrauch pro Jahr und Haushalt. Damit ergibt sich ein Energieverbrauch von 93.120 MWh für 2016. Emissionsfaktoren für 2016 nach Tabelle 1, S. 12: Heizöl 0,318 t/MWh, Erdgas: 0,247 t/MWh. Verbesserung des Emissionsfaktors durch Erdgas: 0,071 t/MWh. Durch die Umstellungen zum Energieträger Erdgas sind mit obigen Annahmen 2016 rund 6.600 t CO2-e eingespart worden. 1.3.2 Lokale Emissionsfaktoren der Fernwärme Die Fernwärme ist in Augsburg ein wichtiger Baustein der Energieversorgung. Die größten Erzeuger sind die Verwertungsanlage des Abfallzweckverbands, das Biomasseheizkraftwerk und das Gasturbinen-Heizkraftwerk der Stadtwerke (vgl. Stadt Augsburg 2015a, S. 118 ff.). Die Augsburger Fernwärme wird besonders CO2-arm erzeugt: Tabelle 6a: Fernwärmeverbrauch und lokale CO2-Emissionsfaktoren Jahr Fernwärmeverbrauch in MWh Emissionsfaktoren „Standardwerte“ – CO2-e Emissionsfaktoren „lokal“ – CO2 (Fernwärme Augsburg) 1) 2010 498.472 0,270 t/MWh keine Angabe 2011 430.940 0,269 t/MWh keine Angabe 2012 479.013 0,268 t/MWh 0,124 t/MWh 2013 527.208 0,267 t/MWh 0,113 t/MWh Fortsetzung 20 Fortsetzung 2014 428.549 0,266 t/MWh 0,093 t/MWh 2015 475.899 0,265 t/MWh 0,101 t/MWh 2016 513.193 0,264 t/MWh 0,114 t/MWh 1) = Berechnungsmethode: IEA-Methode, zur Erläuterung siehe beispielsweise www.ffe.de/download/wissen/334_Allokationsmethoden_CO2/ET_Allokationsmethoden_CO2.pdf; Wert für 2017: 0,097 t/MWh – ab 2017 Berechnung nach der AGFW-Methode, www.sw-augsburg.de/fileadmin/content/6_pdf_Downloadcenter/1_Energie/3_Fernwaerme/2018_SW_Augsburg_-_CO2_Bescheinigung.pdf, Abrufe vom 23. August 2018 Datenquellen: Stadtwerke Augsburg Holding GmbH, Vertriebsplanung und Statistik; Stadtwerke Augsburg Energie GmbH Tabelle 6b: Vergleich der Treibhausgas-Emissionen bei der Fernwärme Jahr Treibhausgase in t CO2-e (Emissionsfaktoren „Standardwerte“) Treibhausgase in t CO2 (Emissionsfaktoren „lokal“) 2012 128.375,48 59.397,61 2013 140.764,54 59.574,50 2014 113.994,03 39.855,06 2015 126.113,24 48.065,80 2016 135.482,95 58.504,00 Datenquelle: Berechnung nach den Angaben in Tabelle 6a Ergebnis: Mit den lokalen Emissionsfaktoren der Fernwärme errechnet sich für 2016 eine Einsparung der CO2-e-Emissionen in Höhe von rund 68.000 Tonnen (die Höhe der CO2Äquivalenten wurden mit zusätzlichen rund 15 % der CO2-Emissionen abgeschätzt). 1.3.3 Lokale Stromerzeugungsanlagen Nach Eingabe der lokalen Stromerzeugungsanlagen (siehe auch Kapitel 4 und 6) können im Klimaschutz-Planer die Treibhausgasemissionen mit Bundesstrommix mit den Emissionen verglichen werden, die die Software mit den lokalen Stromemissionsfaktoren berechnet hat. Tabelle 7: Vergleich der Treibhausgas-Emissionen: Bundes- mit lokalem Strom-Mix Jahr THG Bundes-Strom-Mix in t CO2-e THG lokaler Strom-Mix in t CO2-e 2010 1.206.882,92 1.123.954,22 2011 1.206.167,77 1.111.411,43 2012 1.203.663,46 1.092.665,73 Fortsetzung 21 Fortsetzung 2013 1.170.939,43 1.058.366,38 2014 1.120.081,05 1.014.837,73 2015 1.076.965,39 965.168,51 2016 1.074.983,51 960.163,09 Hinweis: Im Sektor Verkehr findet bei den beiden Verkehrsmitteln Schienenpersonenfern- und Schienengüterverkehr die Emissionsermittlung mit den lokalen Stromemissionsfaktoren keine Anwendung. Datenquelle: Berechnung über Klimaschutz-Planer am 10. August 2018 Ergebnis: Mit den lokalen Stromerzeugungsanlagen errechnet sich eine Einsparung der CO2e-Emissionen von 114.820,5 Tonnen für das Jahr 2016. Die CO2-e-Einsparungen aus den Umstellungen zu Erdgas (abgeschätzt mit 6.600 Tonnen), den lokalen Emissionsfaktoren der Fernwärme (abgeschätzt mit 68.000 Tonnen) und den lokalen Stromerzeugungsanlagen (114.820,5 Tonnen) addieren sich zu 189.420,5 Tonnen. Mit der Berücksichtigung lokaler Faktoren (aus den vorhandenen Daten) reduzieren sich so die Treibhausgasemissionen 2016 aus der Basisbilanz (Tabelle 4, S. 19) von 2.373.923,23 Tonnen auf 2.184.502,7 Tonnen. 1.3.4 Witterungsbereinigte Gesamtdarstellung Der Heizenergieverbrauch wird von Jahr zu Jahr durch unterschiedliche klimatische Bedingungen beeinflusst. Um den Heizenergieverbrauch unterschiedlicher Jahre vergleichen zu können, müssen die Energieverbräuche witterungsbereinigt werden. Hierzu werden die Gradtagszahlen eines Vergleichszeitraums in Relation gesetzt und es wird ein Klimakorrekturfaktor ermittelt. Tabelle 8: Gradtagszahlen Augsburg Langjähriges Mittel (1971 bis 2017): 4018, 2017: 3872 Jahr Gradtagszahl 20/15 2001 3987 2002 3773 2003 4057 2004 4087 2005 4199 2006 4019 2007 3706 2008 3829 Jahr Gradtagszahl 20/15 2009 3923 2010 4398 2011 3733 2012 3871 2013 4097 2014 3493 2015 3725 2016 3757 Die Gradtagszahlen (Gt) geben für jeden Tag, dessen Mitteltemperatur unter 15° C liegt, an dem also geheizt werden muss, die Differenz von 20° C zu dieser Mitteltemperatur an. Einheit ist der Gradtag (Kd). Beispiel: Für 13° C beträgt der Wert Gt = 7 Kd [20° C - 13° C], für eine Mitteltemperatur von -11° C, Gt = 31 Kd [20° C - (-11° C) = 20° C + 11° C]. Diese Werte, die der Differenz von Innenund Außentemperatur entsprechen und deshalb mit dem Heizenergiebedarf korrelieren, werden dann jeweils für den betrachteten Zeitraum (z. B. 1 Jahr) aufsummiert. Datenquelle: www.iwu.de/fileadmin/user_upload/dateien/energie/werkzeuge/Gradtagszahlen_Deutschland.xls, Abfrage vom 21. August 2018 22 Im Klimaschutz-Planer sind die Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hinterlegt. Die Witterungskorrektur liefert folgende Zahlen: Tabelle 9: Ergebnis Basisbilanz, witterungskorrigiert Jahr Endenergie (EEV) in MWh Treibhausgase (THG) Bundesmix in Tonnen 2010 7.115.034,42 2.585.625,89 2011 7.011.287,48 2.575.432,01 2012 7.004.799,71 2.571.915,72 2013 7.050.082,61 2.559.107,39 2014 7.012.628,77 2.515.864,21 2015 7.018.157,79 2.480.016,11 2016 6.895.615,53 2.416.598,53 Datenquelle: Berechnung über Klimaschutz-Planer am 10. August 2018 1.4 Entwicklung in den Sektoren Daten zu Heizkesseln (siehe auch Kapitel 1.3.1, S. 19 f.) wurden zur Erstellung des Regionalen Klimaschutzkonzeptes (Green City Energy und Identität & Image 2011) erhoben. Sie liegen aber nur für das Jahr 2009 vor und fanden deshalb für die Berechnung der Augsburger CO2-Bilanz über den Klimaschutz-Planer keine Verwendung. Als gute Näherung wurde das Verhältnis der Erdgas- zu den Heizölverbräuchen mit 70:30 angenommen. Über diese Abschätzung nimmt der Klimaschutz-Planer jedoch eine für Augsburg unrealistische Zuordnung der Heizölverbräuche zu den einzelnen Sektoren vor. So beträgt beispielsweise die Zuordnung des Heizölverbrauchs 2016 zum Sektor „Private Haushalte“ 0 MWh - eine sicherlich falsche Zahl. Der Klimaschutz-Planer informiert hierzu mit folgenden Anmerkungen: Sektor GHD: Heizölverbrauch entspricht dem verbleibenden Restwärmebedarf des Sektors (nach Abzug der bereits ermittelten Energieträger). Vom ermittelten Wert werden die ermittelten Verbrauchswerte von Heizöl der kommunalen Einrichtungen subtrahiert. Wichtig: Diese Option ist eine gute Herangehensweise, um den Heizölverbrauch über die Schornsteinfegerdaten an den realen Erdgasverbrauch zu koppeln. Aktuell ist es jedoch so, dass die Definition des GHD-Sektors bei den EVU als auch bei den Schornsteinfegern unterschiedlich sein können. Auch sind oft die Schornsteinfegerwerte mit den EVU-Werten gebiets- bzw. erfassungsbedingt nicht vereinbar. Diese Option deswegen mit Vorsicht betrachten. Sektor Industrie: Bei Landkreisen und kreisfreien Städte werden die Endenergieverbräuche des verarbeitenden Gewerbes hinterlegt (Quelle: Statistische Landesämter bzw. Ableitung aus Statistik). 23 Sektor Haushalte: Heizölverbrauch entspricht dem verbleibenden Restwärmeverbrauch des Sektors nach Subtraktion der anderen Energieträger. Die Entwicklung in den Sektoren bildet wahrscheinlich besser ein Vergleich der leitungsgebundenen Energien ab, der im folgenden Teilkapitel durchgeführt wird. 1.4.1 Sektoren GHD, Industrie und Private Haushalte Ein Großteil der Augsburger Energieversorgung erfolgt über die leitungsgebundenen Energien Strom, Erdgas und Fernwärme. In den Tabellen 10a bis 10c ist deren Verbrauch nach Sektoren aufgeschlüsselt. Tabelle 10a: Leitungsgebundener Energieverbrauch im Sektor „GHD, sonstige“ 1) Jahr Erdgas in MWh Strom in MWh Fernwärme in MWh 2010 490.276 491.424 235.992 2011 437.187 486.664 197.193 2012 469.741 489.643 220.149 2013 502.524 487.940 242.227 2014 425.358 465.809 196.176 2015 455.591 465.973 217.083 2016 462.544 463.340 234.691 1) = mit Straßenbeleuchtung und städtischen Gebäuden Datenquellen: Stadtwerke Augsburg Holding GmbH, Vertriebsplanung und Statistik; LEW Verteilnetz GmbH Tabelle 10b: Leitungsgebundener Energieverbrauch im Sektor „Industrie“ Jahr Erdgas in MWh Strom in MWh Fernwärme in MWh 2010 1.248.439 972.475 82.854 2011 1.175.653 926.946 65.583 2012 1.225.506 894.116 74.789 2013 1.198.994 886.927 85.231 2014 1.143.887 883.008 57.844 2015 1.144.599 870.421 66.368 2016 977.246 923.903 74.558 Datenquellen: Stadtwerke Augsburg Holding GmbH, Vertriebsplanung und Statistik; LEW Verteilnetz GmbH 24 Tabelle 10c: Leitungsgebundener Energieverbrauch im Sektor „Private Haushalte“ Jahr Erdgas in MWh Strom in MWh Fernwärme in MWh 2010 1.267.625 410.869 179.626 2011 1.085.512 406.449 168.164 2012 1.139.430 399.463 184.075 2013 1.222.830 391.226 199.750 2014 1.056.851 377.605 174.529 2015 1.148.192 376.408 192.448 2016 1.185.957 376.523 203.944 Datenquellen: Stadtwerke Augsburg Holding GmbH, Vertriebsplanung und Statistik; LEW Verteilnetz GmbH Es ergeben sich folgende Treibhausgasemissionen: Tabelle 11: Treibhausgase in Tonnen nach leitungsgebundenen Energien - Sektoren Jahr GHD, sonstige 1) 2010 488.021 931.580 617.679 2011 470.400 898.312 573.896 2012 492.255 903.125 591.843 2013 499.172 883.930 606.687 2014 447.324 848.823 544.753 2015 451.009 825.990 563.892 2016 445.407 797.851 565.532 Industrie Haushalte 1) = mit Straßenbeleuchtung und städtischen Gebäuden Datenquellen: Eigene Berechnung nach den Verbrauchszahlen in den Tabellen 10a bis 10c, Emissionsfaktoren (Bundesmix) siehe Tabelle 1, Seite 12. Die prozentuale Aufteilung der CO2-e-Emissionen zu den einzelnen Sektoren (leitungsgebundene Energien, ohne Sektor „Verkehr“) zeigt Tabelle 12. Im nächsten Teilkapitel wird dann näher auf die Verbrauchszahlen des Sektors „Verkehr“ eingegangen. Tabelle 12: Treibhausgase in Tonnen – prozentuale Verteilung nach Sektoren Jahr GHD, sonstige 1) 2010 23,95 % 45,73 % 30,32 % 2011 24,21 % 46,24 % 29,54 % Industrie Haushalte Fortsetzung 25 Fortsetzung 2012 24,77 % 45,45 % 29,78 % 2013 25,09 % 44,42 % 30,49 % 2014 24,30 % 46,11 % 29,59 % 2015 24,50 % 44,87 % 30,63 % 2016 24,62 % 44,11 % 31,27 % 1) = mit Straßenbeleuchtung und städtischen Gebäuden Datenquelle: Eigene Berechnung nach den ermittelten Zahlen in Tabelle 11, Prozentzahlen auf zwei Stellen nach dem Komma gerundet. 1.4.2 Sektor Verkehr Die Ermittlung der Endenergieverbräuche von Verkehrsmitteln erfolgt im Klimaschutz-Planer in der Regel nach einem einheitlichen Schema. Der Endenergieverbrauch eines Verkehrsmittels ergibt sich aus dem Produkt einer Fahrleistung (zurückgelegte Strecke eines Verkehrsmittels in Fahrzeug-Kilometer) und einem spezifischen Endenergieverbrauchsfaktor (Endenergieverbrauch des Verkehrsmittels je zurückgelegten Kilometer). Diese Berechnungen werden sowohl für den Energieträger Kraftstoff als auch Strom durchgeführt. Im Verkehrssektor werden die Endenergieverbräuche und Treibhausgasemissionen der Kommune - wie in den anderen Sektoren auch - nach dem „Territorialprinzip“ ermittelt. Dabei werden alle Fahr- und Verkehrsleistungen sowie teilweise Endenergieverbräuche der Verkehrsmittel erfasst, die innerhalb der Gemarkungsgrenzen der Kommune erbracht werden. Das geschieht unabhängig davon, ob der Verkehr durch die Einwohner der Kommune verursacht wird oder durch andere Personen wie Pendler oder Durchreisende (siehe www.klimaschutzplaner.de). Das Ergebnis der Berechnungen findet sich in Tabelle 13: Tabelle 13: Endenergien und Treibhausgase im Sektor „Verkehr“ Jahr Endenergie (EEV) in MWh Treibhausgase (THG) Bundesmix in Tonnen 2010 1.279.108,34 409.119,04 2011 1.286.052,05 413.446,29 2012 1.274.978,73 409.083,45 2013 1.273.173,86 409.005,82 2014 1.288.444,03 414.544,18 2015 1.298.136,17 421.587,67 2016 1.289.967,33 419.669,80 Datenquelle: Berechnung über Klimaschutz-Planer am 7. August 2018 26 Insgesamt ergibt sich somit für das Jahr 2016 die in Abbildung 2 skizierte Aufteilung der CO2-e-Emissionen. Abbildung 2: Sektorale Aufteilung der CO2-e-Emissionen im Jahre 2016 17,70% 25,70% Private Haushalte Verkehr GHD, sonstige 2016 20,30% Industrie 36,30% Datenquelle: Eigene Berechnung nach den Zahlen in den Tabellen 11 und 13 Im CO2-Minderungskonzept für die Stadt Augsburg (Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH 2004, S. 4) wurde für 2001 noch ein CO2-e-Anteil von 28 % des Sektors „Private Haushalte“ und von 15 % des Sektors „Verkehr“ ermittelt. Eine Verschiebung des Ausstoßes von CO2-e-Emissionen hin zum Sektor „Verkehr“ ist also festzustellen. 27 2 Bilanzierungsergebnisse und Analyse Betrachtungszeitraum sind die Jahre 2011 bis 2016. Nach der gerechneten Basisbilanz (siehe Tabelle 4, S. 19) reduzierte sich der Endenergieverbrauch in Augsburg von 6.836.983,54 Megawattstunden (2011) auf 6.728.041,46 Megawattstunden (2016). Der Ausstoß von Treibhausgasen sank von 2.529.697,02 Tonnen (2011) auf 2.373.923,23 Tonnen (2016). Abbildung 9 in der Anlage (S. 66) skizziert die Entwicklung der energiebedingten CO2-e-Emissionen seit dem Jahre 1990. Da drei unterschiedliche Bilanzierungstools Anwendung fanden, sind die absoluten Zahlenwerte nur bedingt vergleichbar. Der Sektor Verkehr war aufgrund der fehlenden Datenverfügbarkeit erst ab dem Jahr 2001 bilanzierbar. Die Stadt Augsburg hat sich durch ihre Mitgliedschaft im Klima-Bündnis (siehe S. 11) zu einer kontinuierlichen Verminderung der Treibhausgasemissionen verpflichtet. Ziel ist, den CO2-Ausstoß alle fünf Jahre um zehn Prozent zu reduzieren. Dabei soll der wichtige Meilenstein einer Halbierung der Pro-Kopf-Emissionen (Basisjahr 1990) bis spätestens 2030 erreicht werden. Der Indikator 1 informiert über die Zielerreichung im Zeitraum 2011 bis 2016. Indikator 1: CO2 und Äquivalente pro Einwohner 2011 bis 2016 (Klimaschutz-Planer) 12,00 t CO2-e pro Einwohner 10,00 Trendlinie 9,39 9,34 9,29 8,64 8,49 2014 2015 8,20 8,00 6,00 4,00 2,00 0,00 2011 2012 2013 Jahr Datenquelle: Berechnung über Klimaschutz-Planer am 10. August 2018 28 2016 Beschreibung des Indikators: Der Indikator zeigt die Entwicklung der energiebedingten CO2-e-Emissionen pro Einwohner. Rechnerisch werden dafür alle durch den Augsburger Energiebezug verursachten CO2-eEmissionen den Einwohnern mit Hauptwohnsitz zugewiesen (siehe auch Tabelle 5, S. 19 f.). Datenlage: Die verwendeten Energieverbrauchsdaten stammen aus verschiedenen Quellen (siehe Kapitel 1.2, S. 16 ff.). Die Bilanzierung wurde mit der Software Klimaschutz-Planer durchgeführt. Aussage des Indikators: CO2-Äquivalente (CO2-e) sind eine Maßeinheit zur Vereinheitlichung der Klimawirkung der unterschiedlichen Treibhausgase. Neben dem wichtigsten, durch menschliche Aktivität emittierten Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) gibt es weitere Treibhausgase wie beispielsweise Methan (CH4) oder Lachgas (N2O). Die CO2-e-Emissionen sind für den Klimaschutz ein zentraler Leitindikator, zu dem die anderen Indikatoren in einem untergeordneten Verhältnis stehen, zumal diese die Umsetzung verschiedener Strategien zur CO2-Reduktion bewerten. Der Indikator 1 veranschaulicht somit den Fortschritt im Klimaschutz. Ergebnis/Kurzbewertung: Die CO2-e-Emissionen haben im Betrachtungszeitraum 2011 bis 2016 von 9,3900 t CO2-e pro Einwohner auf 8,1977 t CO2-e pro Einwohner abgenommen. Das entspricht einer Abnahme von 12,70 %. Die Zielvorgabe des Klima-Bündnisses (Reduktion des CO2-Ausstoßes im Betrachtungszeitraum von 2011 bis 2016 um 10 %) wurde damit deutlich übertroffen. Was sind nun die Gründe für den absoluten Rückgang der CO2-e-Emissionen im Betrachtungszeitraum und den starken Rückgang der CO2-e-Emissionen bezogen auf die Einwohnerzahl? Prinzipiell in Frage kommen Witterungseinflüsse, niedrigere Emissionsfaktoren (CO2-ärmere Erzeugung - beispielsweise durch einen höheren Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien) und die Einsparung von Energie in den Sektoren. A) Untersuchung der Witterungseinflüsse Die witterungsbereinigten Ergebnisse finden sich in Tabelle 9 (S. 23). Es ergibt sich ein Rückgang von 9,5598 Tonnen je Einwohner in 2011 auf 8,3451 Tonnen je Einwohner in 2016. Dies entspricht einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 12,71 % (nicht witterungsbereinigt 12,70 %). Die Witterung spielte also im Betrachtungszeitraum für den Rückgang der Emissionen keine Rolle. B) Emissionsfaktoren Setzt man mit dem Klimaschutz-Planer für die Endenergie 2016 (siehe Tabelle 4, S. 19) die Emissionsfaktoren für 2011 an, ergibt die Rechnung 2.476.643,14 Tonnen Treibhausgase. Mit den Emissionsfaktoren 2016 wurden 2.373.923,23 Tonnen ermittelt (Tabelle 4, S. 19). Die niedrigeren Emissionsfaktoren 2016 bewirken also rechnerisch eine Einsparung von 102.719,91 Tonnen. 29 C) Energieeinsparung Betrachtet wird der leitungsgebundene Energieverbrauch in den Sektoren „GHD, Industrie und Private Haushalte“ (siehe Tabellen 10a bis 10c, S. 24 f.). Im Sektor „Industrie“ wurden im Jahr 2016 198.407 MWh weniger Erdgas verbraucht als im Jahr 2011. Mehrbedarfe gab es beim Strom (3.043 MWh) und bei der Fernwärme (8.975 MWh). Im Sektor „GHD, sonstige“ erhöhten sich der Erdgasverbrauch um 25.357 MWh und der Fernwärmeverbrauch um 37.498 MWh. Beim Stromverbrauch war eine Reduzierung von 23.324 MWh zu verzeichnen. Insgesamt reduzierten sich die Treibhausgasemissionen (leitungsgebundene Energien) aus den Sektoren „GHD, sonstige“ und „Industrie“ um 125.454 Tonnen. Neben den Energieeinsparungen in diesen Sektoren spielt sicher auch der weitere Strukturwandel der Augsburger Wirtschaft hin zum Dienstleistungssektor eine Rolle (siehe auch den Hinweis in Kapitel 3, S. 40). Dienstleistungsbetriebe sind im Mittel weniger energieintensiv als Produktionsbetriebe. Die Entwicklung der Beschäftigtenzahlen von 2011 bis 2016 (siehe Tabelle 14) spiegelt diesen Strukturwandel wieder. Tabelle 14: Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer in Augsburg Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer am 30. Juni Nachweisgegenstand Beschäftigte am Arbeitsort 2011 2012 2) 2013 2014 2015 2016 128.484 31.659 133.341 135.546 137.799 140.295 Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 158 155 124 133 125 122 Produzierendes Gewerbe 34.383 34.694 36.000 36.281 36.630 35.214 Handel, Verkehr, Gastgewerbe 24.834 27.601 27.432 26.822 26.829 27.149 Unternehmensdienstleister 28.367 27.791 27.524 28.815 29.622 31.905 Öffentliche und private Dienstleister 40.740 41.415 42.259 43.494 44.592 45.905 Beschäftigte am Wohnort 94.720 99.251 101.614 104.787 108.181 112.956 darunter 1) 1) = Klassifikation der Wirtschaftszweige 2008 (WZ 2008, siehe www.destatis.de), 2) = Werte von der Bundesagentur für Arbeit, die Zahlen für 2016 sind vorläufige Ergebnisse Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik (2018) Im Sektor „Private Haushalte erhöhte sich der absolute Erdgasverbrauch um 100.445 MWh, der Fernwärmeverbrauch um 35.780 MWh. Der absolute Stromverbrauch reduzierte sich um 29.926 MWh. Bezogen auf die Einwohnerzahlen erhöhte sich der Erdgasverbrauch nur marginal und der Fernwärmeverbrauch leicht von 0,6242 MWh/Einwohner auf 0,7043 MWh/Ein- 30 wohner. Der Stromverbrauch im Sektor „Private Haushalte“ sank von 1,5087 MWh/Einwohner auf 1,3002 MWh/Einwohner - oder bezogen auf die Anzahl der privaten Haushalte (siehe Tabelle 5, S. 19 f.) von 2,86 MWh/Haushalt auf 2,43 MWh/Haushalt. Wie Tabelle 15 zeigt, liegt die Stromeinsparung der Augsburger Haushalte im Bundestrend. Die wichtigsten Maßnahmen zur Energieeinsparung in privaten Haushalten waren die Einführung von Effizienzstandards für elektrische Geräte und energieverbrauchsrelevante Produkte im Rahmen der Umsetzung der Ökodesign-Richtlinie (2009/125/EG) sowie eine erweiterte Energieverbrauchskennzeichnung. Zurückgegangen ist auch in den letzten Jahren der Stromeinsatz für Raumwärme, der sich fast halbierte (siehe https://www.umweltbundesamt.de/daten/energie/stromverbrauch, Abruf vom 21. August 2018 und Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 2017). Tabelle 15: Stromverbrauch der privaten Haushalte in Deutschland 1) Jahr 2010 2012 2014 2016 2016 zu 2010 in % Strom insgesamt in Gigawattstunden 139.756 136.823 131.024 128.418 -8,1 Anzahl Haushalte in 1.000 40.301 39.707 40.222 40.959 1,6 Stromverbrauch je Haushalt in Kilowattstunden 3.468 3.446 3.258 3.135 -9,6 1-Personen-Haushalt 2.103 2.101 2.035 1.964 -6,6 2-Personen-Haushalt 3.538 3.506 3.340 3.215 -9,1 Drei und mehr Personen-Haushalt 5.517 5.498 5.154 4.961 -10,1 Strom je Haushalt für Elektrogeräte 2.862 2.874 2.708 2.609 -8,8 1-Personen-Haushalt 1.655 1.668 1.613 1.555 -6,0 2-Personen-Haushalt 2.890 2.897 2.753 2.651 -8,3 Drei und mehr Personen-Haushalt 4.720 4.759 4.450 4.290 -9,1 darunter: 1) = Strom für Raumwärme, Warmwasser (Hygienezwecke), Beleuchtung und Elektrogeräte Datenquelle: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/Umwelt/UmweltoekonomischeGesamtrechnungen/MaterialEnergiefluesse/Tabellen/StromverbrauchHaushalte.html, Abruf vom 21. August 2018 Grund für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen im Sektor „Private Haushalte“ (siehe auch Tabelle 11, S. 25) von 2,1303 Tonnen/Einwohner (2011) auf 1,9529 Tonnen/Einwohner (2016) sind also die umgesetzten Stromeinsparungen. 31 Trotz Steigerungen der Effizienz bei den Fahrzeugantrieben sind die Emissionen aus dem Verkehr deutschlandweit unvermindert hoch. Die Gründe dafür sind die Zunahme der Verkehrsleistung, insbesondere im Straßengüterverkehr, anhaltend niedrige Kraftstoffpreise und der Trend zu größeren und schwereren Personenkraftwagen (siehe BMU 2018). Im Augsburger Verkehrssektor stiegen die CO2-e-Emissionen 2016 um 6.223,52 Tonnen im Vergleich zum Jahr 2011 an (siehe Tabelle 13, S. 26). Der wichtigste Grund dafür dürfte der weitere Anstieg des Pkw-Bestands in Augsburg sein (siehe Kapitel 7, S. 56). Mehr Autos auf der Straße lassen höhere Fahrleistungen und damit höhere Treibhausgasemissionen erwarten. Abbildung 3: SUV in Augsburg „So sehr die Deutschen auch das Klima retten und die Luft reinhalten und dafür Stickoxide und Kohlendioxid vermeiden wollen - oder das zumindest behaupten: Wenn es beim Autohändler zum Schwur kommt, bleiben energieeffiziente, abgasarme Kleinwagen und Mini-Vans immer öfter links liegen. Dann muss es eben ein SUV sein.“ (Wirtschaftswoche, Kolumne: Der SUV-Boom entlarvt die deutsche Seelenlage, 10. September 2017, www.wiwo.de). Bild: Ralf Bendel 32 3 Augsburger Anlagen im Emissionshandel Die Europäische Union führte den Emissionshandel am 1. Januar 2005 in ihren Mitgliedsstaaten für bestimmte Branchen ein. Das Emissionshandels-System bietet eine wirtschaftliche Basis, um den Ausstoß des klimaschädlichen Gases CO2 zu reduzieren. Dazu erhält die Tonne CO2 einen Wert, den der (Handels-)Markt bestimmt. In der Folge werden Reduktionsmaßnahmen dort durchgeführt, wo sie am kostengünstigsten sind. Die Treibhausgasemissionen werden bis 2020 schrittweise um 21 % gegenüber 2005 gesenkt. Die Menge der Emissionsberechtigungen nimmt dazu jährlich um 1,74 % ab. Mit der dritten Handelsperiode (2013 bis 2020) wurde das Europäische Emissionshandelssystem weitreichend harmonisiert: Neben der gemeinsamen Obergrenze für Treibhausgas-Emissionen gelten erstmals in allen EU-Mitgliedsstaaten dieselben Regeln für die Zuteilung von kostenlosen Emissionsberechtigungen. Die Europäische Kommission hat außerdem verbindliche Anforderungen für die Überwachung von Treibhausgasemissionen festgelegt und ein gemeinsames Emissionshandelsregister eingeführt. Übersicht 4: Fakten zu den Handelsperioden in Deutschland 1. Handelsperiode 2. Handelsperiode 3. Handelsperiode Dauer 2005 - 2007 2008 - 2012 2013 - 2020 Deutsches Emissionshandelsbudget 499 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr 444 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr EU-weites Gesamtbudget: 2,04 Mrd. Tonnen CO2 im Jahr 2013; jährliche Reduktionsrate: 1,74 %; Anteil deutscher Unternehmen: 416 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr (durchschnittlicher Anteil über die gesamte Handelsperiode) Teilnehmer ca. 1.850 Energieund Industrieanlagen ca. 1.650 Energieund Industrieanlagen ca. 1.929 Energie- und Industrieanlagen Zuteilung Zuteilung kostenloser Zertifikate auf Basis historischer Emissionen Energie: kostenlose Zertifikate auf Basis historischer Produktion; zusätzliche Kürzung von 40 Mio. Zertifikaten pro Jahr für Versteigerung Industrie Grundzuteilungsregel: Auktionierung: Stromsektor muss Bedarf zu 100 % am Markt decken, Industrie und Wärmeproduktion erhalten kostenlose Zuteilung anhand strenger Benchmarks; Anteil der kostenlosen Zuteilung sinkt von 80 % 2013 auf 30 % 2020 und 0 % 2027 Quelle: DEHSt (2014) 33 In Deutschland nehmen Anlagen der Energiewirtschaft (Feuerungswärmeleistung über 20 MW) und der emissionsintensiven Industrie am Europäischen Emissionshandel teil. Sie müssen ihre jährlichen CO2-Emissionen mit Emissionsberechtigungen ausgleichen. In Deutschland betrifft dies - zu Beginn der 3. Handelsperiode - 1.929 Anlagen und 477 Luftfahrzeugbetreiber (Stand: Mai 2014). Zuständig für die Zuteilung der Emissionsberechtigungen und den jährlichen Abgleich von tatsächlichen Emissionen mit Emissionsberechtigungen ist die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt. Hier die Ergebnisse der Augsburger Anlagen (siehe http://ec.europa.eu/environment/ets/, Stand: 16. Oktober 2018): Tabelle 16a: Premium AEROTEC Heizwerk Werk IV, Haunstetter Str. 225, 86179 Augsburg Premium AEROTEC GmbH (Zulassungsnummer 14310-0352) Verpflichtungsperiode Jahr 2005 - 2007 2005 2006 2007 2008 - 2012 2008 2009 2010 2011 2012 2013 - 2020 2013 2014 Ausgabe Berechtigungen in t 5.917 5.917 5.917 6.478 6.478 6.478 6.478 6.478 6.567 0 Geprüfte Emissionen in t 6.966 6.713 6.388 5.930 6.617 6.776 6.295 6.793 3.311 Konto geschlossen Tabelle 16b: Zentralklinikum Augsburg Energiezentrale Zentralklinikum Augsburg, Stenglinstraße 2, 86156 Augsburg Zentralklinikum Augsburg (Zulassungsnummer 14310-1216) Verpflichtungsperiode 2005 - 2007 2008 - 2012 2013 - 2010 34 Jahr 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Ausgabe Berechtigungen in t 15.232 15.232 15.232 15.717 15.717 15.717 15.717 15.717 5.617 5.028 4.453 3.896 3.357 2.834 2.329 1.843 Geprüfte Emissionen in t 12.538 7.596 7.460 6.934 5.749 3.861 4.428 4.116 3.975 3.180 3.520 2.347 3.282 - Tabelle 16c: Osram GmbH Glasschmelzwannen, Berliner Allee 65, 86153 Augsburg Osram GmbH (Zulassungsnummer 14250-002) Verpflichtungsperiode Jahr 2005 - 2007 2005 2006 2007 2008 - 2012 2008 2009 2010 2011 Ausgabe Berechtigungen in t 28.318 28.318 28.318 33.424 33.424 33.424 0 Geprüfte Emissionen in t 31.269 34.136 33.657 29.239 26.217 8.668 Konto geschlossen Tabelle 16d: LEDVANCE GmbH - B Glasschmelzwanne Wanne B, Berliner Allee 65, 86153 Augsburg LEDVANCE GmbH (ehemals Osram GmbH, Zulassungsnummer 14250-0105) Verpflichtungsperiode Jahr 2005 - 2007 2005 2006 2007 2008 - 2012 2008 2009 2010 2011 2012 2013 - 2020 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Ausgabe Berechtigungen in t 0 0 0 0 66.664 7.512 7.381 7.250 7.116 6.981 6.845 6.707 6.569 Geprüfte Emissionen in t 8.026 7.969 7.806 8.600 7.623 7.320 7.037 - Tabelle 16e: LEDVANCE GmbH - C Glasschmelzwanne Wanne C, Berliner Allee 65, 86153 Augsburg LEDVANCE GmbH (ehemals Osram GmbH, Zulassungsnummer 14250-0100) Verpflichtungsperiode 2005 - 2007 2008 - 2012 Jahr 2005 2006 2007 2008 2009 2010 Ausgabe Berechtigungen in t 0 0 0 Geprüfte Emissionen in t 22.877 Fortsetzung 35 Fortsetzung 2013 - 2020 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 40.969 28.030 19.602 19.262 18.917 18.569 18.217 17.862 17.502 17.142 23.795 21.017 21.065 17.845 15.613 13.088 14.304 - Tabelle 16f: Stadtwerke HW-West HW-West Stadtwerke Augsburg, Flandernstraße 10, 86157 Augsburg Stadtwerke Augsburg Energie GmbH (Zulassungsnummer 14310-0038) Verpflichtungsperiode 2005 - 2007 2008 - 2012 2013 - 2020 Jahr 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Ausgabe Berechtigungen in t 433 433 433 356 356 356 356 356 2.766 3.266 6.288 5.605 2.928 2.598 2.279 1.970 Geprüfte Emissionen in t 205 350 800 1.860 3.664 3.606 2.670 4.792 6.547 5.189 7.081 3.750 6.363 - Tabelle 16g: Stadtwerke Heizkraftwerk Franziskanergasse Heizkraftwerk Stadtwerke Augsburg, Franziskanergasse 9, 86152 Augsburg Stadtwerke Augsburg Energie GmbH (Zulassungsnummer 14310-0040) Verpflichtungsperiode 2005 - 2007 2008 - 2012 Jahr 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 Ausgabe Berechtigungen in t 111.474 111.474 111.474 110.504 110.504 110.504 110.504 110.504 Geprüfte Emissionen in t 70.633 77.227 60.908 63.078 65.097 61.504 42.072 40.766 Fortsetzung 36 Fortsetzung 2013 - 2020 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 27.207 24.684 22.229 19.851 17.544 15.311 13.147 11.059 38.805 24.340 32.973 41.133 38.799 - Tabelle 16h: Stadtwerke HW-Süd HW-Süd Stadtwerke Augsburg, Alter Postweg 93, 86159 Augsburg Stadtwerke Augsburg Energie GmbH (Zulassungsnummer 14310-0044) Verpflichtungsperiode 2005 - 2007 2008 - 2012 2013 - 2020 Jahr 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Ausgabe Berechtigungen in t 1.085 1.085 1.085 1.137 1.137 1.137 1.137 1.137 2.317 7.333 6.596 5.886 3.137 2.797 2.467 2.148 Geprüfte Emissionen in t 874 715 298 445 338 245 385 3.556 9.508 6.636 7.963 3.845 7.290 - Tabelle 16i: Stadtwerke BHKW GT-Ost BHKW GT-Ost Stadtwerke Augsburg, Beim Grenzgraben 10, 86167 Augsburg Stadtwerke Augsburg Energie GmbH (Zulassungsnummer 14310-0048) Verpflichtungsperiode 2005 - 2007 2008 - 2012 2013 - 2020 Jahr 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Ausgabe Berechtigungen in t 154.133 154.133 154.133 138.796 138.796 138.796 138.796 138.796 24.434 22.496 13.772 Geprüfte Emissionen in t 105.434 97.864 91.826 94.643 66.160 72.176 67.067 45.128 33.378 20.962 19.520 Fortsetzung 37 Fortsetzung 2016 2017 2018 2019 2020 12.794 17.002 15.279 13.607 11.991 46.347 57.739 - Tabelle 16j: UPM PM 3 Thermoöl- und Lufterhitzer PM 3, Georg-Haindl-Str. 4, 86153 Augsburg UPM GmbH (Zulassungsnummer 14280-0116) Verpflichtungsperiode 2005 - 2007 2008 - 2012 2013 - 2020 Jahr 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Ausgabe Berechtigungen in t 20.336 20.336 20.336 12.798 12.798 12.798 12.798 12.798 145.645 143.077 140.481 137.857 135.210 132.539 129.834 127.123 Geprüfte Emissionen in t 12.930 12.489 12.910 11.245 8.741 11.695 11.937 11.151 120.485 118.691 120.569 90.910 68.166 - Tabelle 16k: UPM Dampferzeuger Dampferzeuger, Turbinen am Standort Augsburg, Georg-Haindl-Str. 4, 86153 Augsburg UPM GmbH (Zulassungsnummer 14310-1171) Verpflichtungsperiode 2005 - 2007 2008 - 2012 2013 - 2020 38 Jahr 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Ausgabe Berechtigungen in t 222.741 222.741 222.741 136.245 136.245 136.245 136.245 136.245 - Geprüfte Emissionen in t 139.419 135.116 145.046 129.952 103.431 120.279 107.961 111.629 Konto geschlossen Tabelle 16l: MAN Turboladerprüfstände Turboladerprüfstände, Stadtbachstraße 1, 86153 Augsburg MAN Diesel & Turbo SE (Zulassungsnummer 14310-1799) Verpflichtungsperiode 2013 - 2020 Jahr 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Ausgabe Berechtigungen in t 527 517 508 499 489 480 470 461 Geprüfte Emissionen in t 569 582 695 704 566 - Tabelle 16m: MAN Motorprüfstände Motorprüfstände, Stadtbachstraße 1, 86153 Augsburg MAN Diesel & Turbo SE (Zulassungsnummer 14310-1817) Verpflichtungsperiode 2013 - 2020 Jahr 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Ausgabe Berechtigungen in t 7.759 7.624 7.488 7.350 7.211 7.070 6.928 6.785 Geprüfte Emissionen in t 14.315 17.718 17.779 20.641 19.547 - Hinweis: Die Zahlenwerte unter „Ausgabe Berechtigungen in t“ und „Geprüfte Emissionen in t“ sind, nach dem Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz (TEHG), Angaben in Tonnen Kohlendioxidäquivalent. Eine Tonne Kohlendioxidäquivalent ist eine Tonne Kohlendioxid oder die Menge eines anderen Treibhausgases, die in ihrem Potenzial zur Erwärmung der Atmosphäre einer Tonne Kohlendioxid entspricht. Insgesamt entwickelten sich die CO2-e-Emissionen in den dreizehn (aktuell zehn) Augsburger Energieerzeugungsanlagen wie folgt: Tabelle 17: CO2-e-Emissionen der Augsburger Anlagen im Emissionshandel Verpflichtungsperiode 2005 – 2007 Jahr Geprüfte Emissionen in Tonnen 2005 2006 2007 380.268 372.206 359.293 Fortsetzung 39 Fortsetzung Verpflichtungsperiode 2008 – 2012 Jahr Geprüfte Emissionen in Tonnen 2008 2009 2010 2011 2012 343.326 286.014 311.687 274.636 256.917 Verpflichtungsperiode 2013 – 2020 Jahr Geprüfte Emissionen in Tonnen 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 259.764 223.743 233.336 230.085 223.093 - - - Quelle: Auswertung der Tabellen 16a bis 16m, Stand: 16. Oktober 2018 Hinweis: Die Glasschmelzwannen B und C der LEDVANCE GmbH (Tabellen 16d und 16e) wurden bis Ende September 2018 stillgelegt. Die Handelskonten der beiden Anlagen werden folglich zum 31. Dezember 2018 geschlossen. Abbildung 4: Öffentliche Emissionshandelsseite der EU Quelle: European Transaction Log unter http://ec.europa.eu (Beispielseite), Abruf am 8. Oktober 2018 40 4 Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien In den Jahren 2002 bis 2016 wurden die in der folgenden Graphik genannten Strommengen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) eingespeist bzw. erzeugt. Die Zahl der Anlagen hat sich bis 2016 von 109 auf 1.795 erhöht. 2002 wurden 77.461,732 Megawattstunden (MWh) eingespeist; 2016 waren es 192.572,222 MWh. Tabelle 18: Eingespeiste Strommengen nach EEG (2002 bis 2016) Energiemenge in MWh (Anzahl der Anlagen) Jahr Wasserkraft (Wasserkraftanlagen) Deponieund Klärgas Biomasse (Biomasseanlagen) Solare Strahlungsenergie (Photovoltaikanlagen) Summe EEGEinspeisung 2002 65.381,646 11.800,083 (31) (1) 3,015 (1) 276,988 (76) 77.461,732 (109) 2003 53.250,319 10.765,332 (32) (1) 4,950 (1) 426,984 (95) 64.447,585 (129) 2004 57.427,428 13.123,980 (34) (1) 112,357 (2) 515,982 (130) 71.179,747 (167) 2005 57.182,988 10.089,491 (33) (1) 1.050,602 (3) 985,824 (156) 69.308,905 (193) 2006 70.415,505 11.528,514 (34) (1) 1.565,052 (4) 1.459,489 (209) 84.968,560 (248) 2007 77.317,699 (35) 7.476,447 (1) 1.088,130 (4) 2.366,018 (303) 88.248,294 (343) 2008 70.867,134 (34) 1.077,250 (4) 39.354,424 (5) 3.651,271 (367) 114.950,079 (410) 2009 68.660,862 (34) 878,350 (3) 45.376,311 (6) 5.151,135 (511) 120.066,658 (554) 2010 77.877,302 (35) 766,800 (3) 41.725,777 (5) 9.033,176 (787) 129.403,055 (830) 2011 79.916,318 (35) 3.151,800 (1) 42.574,738 (3) 18.185,149 (1.025) 143.828,005 (1.064) 2012 95.864,519 (34) 4.182,993 (2) 43.639,955 (4) 23.895,192 (1.288) 167.582,659 (1.328) Fortsetzung 41 Fortsetzung 2013 99.574,637 (36) 3.923,101 (2) 45.678,722 (5) 24.918,423 (1.471) 174.094,883 (1.514) 2014 93.392,597 (38) 4.254,662 (2) 40.556,346 (9) 27.904,066 (1.584) 166.107,671 (1.633) 2015 102.961,064 (38) 4.220,731 (2) 45.891,879 (9) 31.470,171 (1.673) 184.543,845 (1.722) 2016 112.729,405 (39) 4.077,514 (2) 44.538,254 (9) 31.227,049 (1.745) 192.572,222 (1.795) Hinweise: Das Klärwerk Augsburg speist seit 2008 nur noch Restmengen des erzeugten Stromes nach EEG ein; die Deponiegasanlage wurde von 2012 bis 2016 der Stadt Augsburg zugeordnet (vgl. Tabelle 19). Angaben für 2011 bis 2016: Einschließlich der von den EEG-Anlagenbetreibern direkt vermarkteten Strommengen (Wasserkraft, Solare Strahlungsenergie). Bei der Solaren Strahlungsenergie ist auch der Solarstromverbrauch durch die Anlagenbetreiber enthalten (Selbstverbrauchsmengen und Eigenverbrauch bzw. für 2013 bis 2016 „Selbstverbrauchte Strommenge“). Ab 2010 sind Anlagenzahlen nur bedingt mit früheren Statistiken vergleichbar, da eine Änderung der Anlagendefinition erfolgte. Mehrere EEG-Anlagen, welche nach § 19 Abs. 1 EEG über eine gemeinsame Messeinrichtung verfügen, werden nun als eigenständige Anlage gewertet (betrifft Solarenergie). Durch unterjährige Außerbetriebnahmen kann es zu gezählten Einspeisemengen „ohne Anlage“ kommen. Datenquellen: Jeweilige Jahresberichte der Stadtwerke Augsburg Netze GmbH und der LEW Verteilnetz GmbH entsprechend dem Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien (EEG), Angaben der Netzbetreiber, Berechnungen des Umweltamtes Augsburg (ohne rückwirkende Korrekturen, deshalb kleinere Abweichungen zu anderen Veröffentlichungen möglich). Tabelle 19: Stromeinspeisung Deponie Augsburg-Nord In der Tabelle 18 „Eingespeiste Strommengen nach EEG (2002 bis 2016)“, die zur Ermittlung des Indikator 2a verwendet wurde, sind bis 2011 nur Strommengen, die über die Netze auf dem Stadtgebiet Augsburg eingespeist werden, aufgeführt. Die Stromeinspeisung der Deponie Augsburg-Nord (ehemalige Hausmülldeponie) fehlte hier. Die Deponie liegt zwar auf Augsburger Stadtgebiet, Einspeisepunkt ist jedoch in Gersthofen. Von 2012 bis 2016 wurden die EEG-Einspeisungen der Deponiegasanlage der Stadt Augsburg zugeordnet. Jahr Einspeisung in Mio. kWh 2001 5,12 2002 3,23 2003 3,51 2004 3,00 2005 2,47 2006 2,12 Hinweis Einspeisepunkt: E31177010000000005001323710-00000, Kanalstraße, 86368 Gersthofen Leistung: 420 kW 2.119.078 kWh (EEG-Mitteilung) Fortsetzung 42 Fortsetzung 2007 1,76 1.757.064 kWh (EEG-Mitteilung) 2008 2,17 2.170.366 kWh (EEG-Mitteilung) 2009 1,70 1.702.395 kWh (EEG-Mitteilung) 2010 1,59 1.593.919 kWh (EEG-Mitteilung) 2011 1,45 1.447.222 kWh (EEG-Mitteilung) 2012 1,13 1.131.393 kWh (EEG-Mitteilung) 2013 0,81 812.151 kWh (EEG-Mitteilung) 2014 0,93 925.312 kWh (EEG-Mitteilung) 2015 0,63 632.881 kWh (EEG-Mitteilung) 2016 0,75 749.864 kWh (EEG-Mitteilung) Quellen: Regierung von Schwaben, Daten nach Deponietagebücher (bis 2006); Berichte der LEWVerteilnetz GmbH entsprechend dem Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien (EEG) Die swa Netze GmbH übermittelte für 2017 folgende Einspeisezahlen (einschließlich EEG Direktvermarktung und Eigenverbrauch Solar): - Wasserkraft: 99.885,520 MWh Deponie- und Klärgas: 3.210,050 MWh Biomasse: 42.612,011 MWh Solare Strahlungsenergie: 32.495,209 MWh Insgesamt ergibt sich eine Einspeisung bzw. Erzeugung von 178.202,790 MWh. Tabelle 20: Transportierte Menge in den Augsburger Stromnetzen (swa, LEW) Jahr Gesamtbezug in Mio. kWh Jahr Gesamtbezug in Mio. kWh Jahr 1) Gesamtbezug in Mio. kWh 2002 1.727,60 2007 1.921,07 2012 1.809,63 2003 1.767,60 2008 1.888,61 2013 1.801,57 2004 1.870,60 2009 1.769,68 2014 1.753,25 2005 1.903,30 2010 1.909,73 2015 1.744,35 2006 1.904,40 2011 1.838,63 2016 1.798,35 1) = Strom aus fossilen und regenerativen Quellen Datenquellen: Stadtwerke Augsburg Holding GmbH (2002 bis 2016); LEW Verteilnetz GmbH, ERSD-A und ERSD-E-E Mit den Tabellen 18 und 20 ergibt sich nun der Indikator 2a: 43 Indikator 2a: Anteil der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien 12,0 10,6 10,0 9,5 9,3 8,0 Anteil in % 10,7 9,7 7,8 6,8 6,8 6,1 6,0 4,5 4,0 4,5 3,8 4,6 3,6 3,6 2,0 0,0 2000 2002 2004 2006 2008 2010 2012 2014 2016 2018 Jahr Datenquellen: swa Netze GmbH, LEW Verteilnetz GmbH Beschreibung des Indikators: Der Indikator beschreibt den prozentualen Anteil des in Augsburg erzeugten regenerativen Stroms (nach EEG) am Augsburger Gesamtbezug aus den öffentlichen Stromnetzen. Datenlage: Die Daten wurden jährlich von der swa Netze GmbH und der LEW Verteilnetz GmbH veröffentlicht. Aktuell im Schaubild sichtbar sind die Prozentanteile der Jahre 2002 bis 2016. Die Linie beschreibt den Trend. Aussage des Indikators: Erneuerbare Energie, auch regenerative Energie genannt, bezeichnet Energie aus nachhaltigen Quellen, die nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich sind. Das Grundprinzip ihrer Nutzung besteht darin, dass aus den in der Umwelt laufend stattfindenden Prozessen Energie abgezweigt und der technischen Verwendung zugeführt wird. Der Ausbau Erneuerbarer Energien, und somit die Zunahme des Anteils regenerativ erzeugten Stroms am Gesamtstromverbrauch, veranschaulicht die Fortschritte im Klimaschutz und bei der Ressourceneinsparung. Ergebnis/Kurzbewertung: Der rechnerische Anteil des regenerativen Stroms aus Augsburger Anlagen betrug 2016 rund 10,7 %. Der Aufschwung der erneuerbaren Energien in Augsburg hält an, verlangsamt sich jedoch. 44 4.1 Photovoltaikanlagen Nach dem regionalen Klimaschutzkonzept ist die Solarenergie derzeit die einzige regenerative Energie in Augsburg mit hohem Ausbaupotenzial. In der Stadt Augsburg könnten jährlich 325.300 MWh Strom über PV-Anlagen erzeugt werden (vgl. Green City Energy und Identität & Image 2011, S. 99 und S. 163). Den Ertrag einer Photovoltaikanlage beeinflussen insbesondere folgende Faktoren: Globalstrahlung Unter Globalstrahlung versteht man die gesamte an der Erdoberfläche auf eine horizontale Empfangsfläche auftreffende Solarstrahlung. Sie setzt sich aus der auf direktem Weg eintreffenden Solarstrahlung (Direktstrahlung) und der diffusen Strahlung, welche die Erdoberfläche über Streuung an Wolken, Wasser- und Staubteilchen erreicht, zusammen. Die Sonnenscheindauer in Sonnenstunden stellt im Gegensatz zur Globalstrahlung eine einfacher zu messende Größe dar: Sie wird als die Zeitspanne definiert, in der die direkte Sonnenstrahlung senkrecht zur Sonnenrichtung mindestens 120 W/m2 beträgt. Über die Sonnenstunden an der Wetterstation Augsburg in den Jahren 2002 bis 2017 informiert Abbildung 5, S. 46. Der Deutsche Wetterdienst stellt alle Strahlungsdaten (global, diffus) auf Stundenbasis entgeltfrei zur Verfügung. Daneben stehen sogenannte Rasterwerte der Globalstrahlung in einer Auflösung von 1 km für Deutschland zur Verfügung (siehe www.dwd.de). Richtung und Neigung der PV-Module Anzustreben sind der Einbau bzw. die Aufstellung der PV-Module auf einer exakt nach Süden ausgerichteten Fläche. Abweichungen um 45° nach West bzw. Ost sind wegen der geringen Ertragseinbußen akzeptabel. Neigungen der Modulflächen zwischen 20° und 45° gelten als machbar, weil der Minderertrag gegenüber dem Neigungsoptimum (ca. 35° in Augsburg) vertretbar ist. Verschattung Bereits kleinere Abschattungen eines Moduls können zu starken Ertragseinbußen führen. Abschattungen entstehen beispielsweise durch Bäume, Schornsteine, Dachvorsprünge oder Antennenanlagen. Modultemperatur Die Modultemperatur hat Einfluss auf den Ertrag. Auf eine gute Belüftung der Module ist zu achten. Dachintegrierte Module haben nachweislich geringere Erträge als aufgeständerte Module, da hier die Luft frei zirkulieren und die Wärme abführen kann. Verschmutzung Die normale Verschmutzung, wie sie von liegenden Dachflächenfenstern bekannt ist, mindert den Ertrag um ca. 3 %. Man setzt hierbei auf den Selbstreinigungseffekt des Regens, der bei Modulneigungen oberhalb 20° gut funktioniert. Eine Reinigung der Abdeckung der Module ist daher im Normalfall nicht erforderlich. 45 Abbildung 5: Sonnenscheindauer (Wetterstation Augsburg) 2002 bis 2017 2.500,0 2.095,1 2.000,0 Sonennstunden 1.556,0 1.500,0 1.000,0 500,0 0,0 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 Jahr Datenquelle: Deutscher Wetterdienst, www.dwd.de, Tageswerte Sonnenscheindauer an der Wetterstation Augsburg Die Strommengen aus Photovoltaik haben sich von 2010 auf 2011 mehr als verdoppelt und sind auch in den folgenden Jahren weiter angestiegen. Ab 2015 sind jedoch keine höheren Zuwachsraten mehr zu verzeichnen (siehe Tabelle 21 und Abbildung 14 in der Anlage, S. 71). Die Investition in Photovoltaik scheint derzeit nicht attraktiv genug zu sein, an geeigneten Dachflächen wäre kein Mangel (siehe Solardachflächenkataster Augsburg unter https://geoportal.augsburg.de/WebDaten/synserver?project=solar&client=flex). Tabelle 21: Erzeugte und eingespeiste Solarenergie in Augsburg Unterscheidung nach Netzeinspeisung, Selbstverbrauch und Verbrauch durch Dritte in räumlicher Nähe nach § 20 Abs. 3 Nr. 2 EEG 2014 Jahr 2014 2015 2016 2017 Netzeinspeisung in MWh 26.890,428 29.740,883 29.108,740 30.289,928 Selbstverbrauch in MWh 1.013,638 1.670,847 2.036,186 2.077,046 0 58,441 82,123 128,235 27.904,066 31.470,171 31.227,049 32.495,209 Marktprämienmodell in MWh Summen in MWh Datenquellen: Jeweilige Jahresberichte der swa Netze GmbH und der LEW Verteilnetz GmbH entsprechend dem Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien EEG, Angaben der swa Netze GmbH (2017), Berechnungen des Umweltamtes Augsburg 46 Die Stagnation beim Photovoltaikausbau ist bundesweit zu beobachten. Städte wie beispielsweise Freiburg versuchen der mangelnden Nachfrage nach PV-Anlagen mit Solarkampagnen entgegenzusteuern (siehe www.freiburg.de/pb/,Lde/1071692.html). Ein aktueller Vergleich der Entwicklung des PV-Ausbaus in Augsburg mit der Entwicklung in anderen Städten (mit und ohne Solarkampagne) wäre wünschenswert, ist jedoch wegen der schlechten Datenverfügbarkeit derzeit nicht machbar (siehe hierzu die Informationen im untenstehenden Kasten). Vergleichbarkeit des PV-Ausbaus und Marktstammdatenregister Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fordert seit 2004 Transparenz. Dazu gehörte primär die Forderung aus § 52 Abs. 1 (EEG 2012), dass die Öffentlichkeit unverzüglich im Internet über jede neue Anlage informiert werden soll. Seit in Kraft treten der Anlagenregisterverordnung am 1. August 2014 gibt es aber faktisch keine Transparenz mehr beim Zubau der Photovoltaik, da bis heute von der Bundesnetzagentur für diesen Anlagentyp keine auswertbaren und nachprüfbaren Daten veröffentlicht wurden. Die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion und TransnetBW hatten - wohl im Vorgriff auf die Umsetzung der "Anlagenregisterverordnung" - zum 31. Juli 2014 aufgehört, neue Anlagen öffentlich zu dokumentieren. Nur Tennet pflegte und veröffentlichte weiterhin sein Anlagenregister (vgl. die Informationen hierzu auf www.energymap.info, Abruf vom 8. Oktober 2018). Am 1. Juli 2017 ist die „Verordnung über das zentrale elektronische Verzeichnis energiewirtschaftlicher Daten - Marktstammdatenregisterverordnung - MaStRV“ in Kraft getreten. Mit dem Marktstammdatenregister (MaStR) soll nun endlich ein umfassendes behördliches Register des Stromund Gasmarktes aufgebaut werden, das von Behörden und Marktakteuren des Energiebereichs genutzt werden kann. Für viele energiewirtschaftliche Prozesse wird der Rückgriff auf die Stammdaten des Marktstammdatenregisters eine deutliche Steigerung der Datenqualität und eine Vereinfachung darstellen. Viele behördliche Meldepflichten können zukünftig durch die zentrale Registrierung vereinheitlicht, vereinfacht oder ganz abgeschafft werden. Das MaStR befindet sich noch im Aufbau. Zurzeit können nur Strom- und Gasnetzbetreiber, denen bereits eine Genehmigung nach § 4 EnWG für den Netzbetrieb vorliegt, ihr Unternehmen im MaStR-Webportal registrieren. Für alle anderen Marktakteure und für sämtliche Anlagen und Einheiten ist die Nutzung des MaStR-Webportals ab dem 4. Dezember 2018 möglich. Mit Inbetriebnahme des Webportals werden die registrierten Marktstammdaten öffentlich einsehbar sein (vgl. die Informationen hierzu auf www.bundesnetzagentur.de, Abruf vom 8. Oktober 2018). 47 5 Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Rahmen des Marktanreizprogramms des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Der Solaratlas (www.solaratlas.de) enthält sämtliche solarthermischen Anlagen, die im Rahmen des Marktanreizprogramms (siehe beispielsweise www.bafa.de) in Deutschland gefördert wurden. Die Anlagen in der Datenbank werden jenem Monat bzw. Jahr zugeordnet, an dem die Anlage tatsächlich in Betrieb gegangen ist. Deshalb können die Zahlen von den Statistiken des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) abweichen. Die Statistiken des BAFA beziehen sich häufig auf das spätere Zahlungsdatum der Förderung. Abbildung 6: Photovoltaik und Solarthermie Dach in Augsburg mit PV-Modulen und Solarkollektoren, Bild: Ralf Bendel Der Biomasseatlas ist ein interaktives Auswertungssystem für den Datenbestand aus dem bundesweiten Marktanreizprogramm (MAP), Programmtitel Biomassekessel. Über das Förderprogramm werden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) seit 2001 Anlagen mit Einsatz von Pellets, Holzhackschnitzeln und Scheitholz (im Leistungsbereich von 8 bis 100 kW) gefördert. Der Datenbestand der geförderten Anlagen ist vollständig über den Biomasseatlas abrufbar und wird monatlich mit den aktuellen Daten des Bundesamtes 48 erweitert. Es gilt zu beachten, dass in der Datenbank nur Anlagen enthalten sind, die tatsächlich eine Förderung erhielten. Die Ablehnungsquote für Förderanträge betrug in der Vergangenheit ca. 10 %. Durch verschärfte Bestimmungen, gültig seit Juni 2010, hat sich diese Quote (laut Biomasseatlas) mittlerweile auf ca. 25 % erhöht. Indikator 2b: Anteil der Wärmeerzeugung aus Erneuerbaren Energien Beschreibung des Indikators und Datenlage: Der Indikator soll den prozentualen Anteil der in Augsburg erzeugten regenerativen Wärme am gesamten Augsburger Wärmeverbrauch beschreiben. Für den Indikator liegen Teildaten vor. Es gibt Übersichten über die geförderten thermischen Solaranlagen und Biomasseanlagen. Es ist nicht bekannt, ob alle thermischen Solaranlagen oder Biomasseanlagen noch in Betrieb sind. Über die Wärmeerzeugung aus regenerativer Kraft-Wärme-Kopplung (insbesondere aus dem Biomasseheizkraftwerk der Stadtwerke Augsburg Energie GmbH) informiert Kapitel 6 ab S. 52. Geförderte Solarkollektoranlagen in Augsburg Jahr Kollektorfläche in qm Anlagenzahl 2001 983,60 134 2002 643,00 72 2003 711,00 86 2004 684,00 87 2005 985,00 92 2006 1.351,54 137 2007 1.035,40 127 2008 2.059,36 236 2009 1.660,81 168 2010 601,22 46 2011 837,43 63 2012 585,43 43 2013 595,31 46 2014 360,51 35 2015 400,79 36 2016 146,59 16 2017 103,61 11 Quelle: Datenabfrage über www.solaratlas.de, siehe Stadt Augsburg 2012a, S. 131, Stadt Augsburg 2015a, S. 144, Abfrage der Zahlen für 2014 bis 2017 am 25. Mai 2018 49 Geförderte Biomasseanlagen (Pellets, Holzhackschnitzel, Scheitholz) in Augsburg Thermische Leistung in kW (Anlagen Jahr von 8 bis 100 kW, Jahressummen) Anlagenzahl 2001 269,0 10 2002 258,1 8 2003 84,1 7 2004 329,3 15 2005 533,9 21 2006 995,4 48 2007 555,5 31 2008 828,7 56 2009 969,8 50 2010 554,6 21 2011 329,7 18 2012 525,6 23 2013 321,6 18 2014 291,4 14 2015 258,9 10 2016 29,0 2 2017 62,9 4 Quelle: Datenabfrage über www.biomasseatlas.de, siehe Stadt Augsburg 2012a, S. 131 f., Stadt Augsburg 2015a, S. 145, Abfrage der Zahlen für 2014 bis 2017 und 2001 bis 2017 (Anlagenzahlen) am 25. Mai 2018 Wärmepumpen nutzen die in der Umwelt gespeicherte Sonnenenergie. Sie können sowohl zur Raumbeheizung als auch zur Kälteerzeugung verwendet werden. Grundsätzlich können vier verschiedene Arten von Wärmepumpen unterschieden werden: Erdsonden, Erdkollektoren, Wasser-Wärmepumpen und Luft-Wärmepumpen. Das Funktionsprinzip der Wärmepumpe ist dabei stets identisch. In einem Kreislauf zirkuliert ein Kältemittel, welches durch die in der Umgebung gespeicherten Wärme seinen Aggregatszustand von flüssig zu gasförmig wechselt. Das verdampfte Kältemittel wird nun im Verdichter unter erhöhten Druck gesetzt, wodurch das Temperaturniveau angehoben wird. Nun wird das Kältemittel wieder verflüssigt und gibt die Wärme (Umweltwärme plus Antriebsenergie) an das Heizsystem ab. Im Expansionsventil wird das Kältemittel anschließend entspannt, sodass der Kreislaufprozess von Neuem beginnt. 50 Wärmepumpen sind - am jeweiligen Standort - schadstofffreie Heizsysteme und tragen bei ausreichender Effizienz zur CO2-Minderung bei. Unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten ist der Betrieb einer Wärmepumpe besonders bei gut gedämmten Gebäuden in Kombination mit Flächenheizungssystemen sinnvoll. Zusätzlich sollte die zur Verdichtung benötigte Energie aus regenerativen Quellen stammen. In Augsburg sind derzeit (Stand 31. Dezember 2017) 475 Wasser-Wärmepumpen genehmigt. Tabelle 22: Grundwasser-Wärmepumpen, Genehmigungen 1998 bis 2017 Jahr Anlagenzahl (auf 20 Jahre genehmigt) Jahr Anlagenzahl (auf 20 Jahre genehmigt) 1998 1 2008 54 1999 5 2009 40 2000 15 2010 43 2001 27 2011 31 2002 28 2012 25 2003 11 2013 38 2004 15 2014 16 2005 16 2015 22 2006 14 2016 15 2007 50 2017 9 Datenquelle: Umweltamt Augsburg, Abteilung Wasserrecht, interne Erfassungsliste 51 6 Energieerzeugung über Kraft-Wärme-Kopplung Im Gegensatz zu thermischen Wärmekraftwerken, die nur auf Stromproduktion ausgelegt sind, wird bei KWK-Anlagen durch die gleichzeitige Abgabe von Strom und Wärme ein sehr viel höherer Nutzungsgrad (bis zu 90 %) erreicht. Hierdurch kann Brennstoff eingespart werden, wenn Abnehmer der Wärme zur Verfügung stehen. Im Gegensatz dazu wird bei Kraftwerken ohne Kraft-Wärme-Kopplung die Restwärme über Kondensator und Kühlturm an die Umwelt abgegeben. Im Vergleich zu den derzeit besten Technologien der getrennten Erzeugung von Strom und Wärme erzielen KWK-Anlagen Primärenergieeinsparungen von ca. 10 bis 25 %. Weit verbreitet sind Blockheizkraftwerke (BHKW). Dabei handelt es sich um kleine bis mittelgroße KWK-Anlagen auf Basis von Motoren oder Turbinen. Während bei diesen Anlagen die Wärmeversorgung auf ein bestimmtes Objekt oder auf die nähere Umgebung (z. B. eine Wohnsiedlung) beschränkt ist, dienen die größeren Heizkraftwerke zur flächigen Fernwärme-Versorgung oder zur Erzeugung von Prozesswärme in der Industrie. Indikator 3: Erzeugte Energiemengen aus Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) Der Indikator bildet die erzeugten Energiemengen (Strom und Wärme) aus KWK ab. Hierzu liegen als wichtiger Teilindikator die Zahlen der Stadtwerke Augsburg Energie GmbH für die Jahre 2011 bis 2016 vor (Zahlen 2007 bis 2011 siehe Stadt Augsburg 2013a, S.47 f.). Stromeinspeisung und Strom aus KWK (in Mio. kWh) Jahr Einspeisung durch Stadtwerke und Private 2011 2012 2013 2014 2015 2016 357,88 306,93 282,39 233,45 247,42 309,87 - aus der Gasturbine (KWK) 122,84 82,72 61,85 38,41 35,67 84,81 - aus der Abfallverwertung Augsburg GmbH (KWK) 77,00 72,81 69,15 64,13 62,51 58,62 - aus sonstigen nichtregenerativen Anlagen (KWK) 32,21 26,68 26,38 5,01 17,79 35,03 - aus eigenen und fremden Kleinanlagen (KWK) 4,48 5,07 5,83 5,02 3,79 4,22 - Stromerzeugung ohne KWK 0,09 0,09 0,03 0,05 0,04 0,15 - aus Wasserkraftanlagen 65,24 57,87 53,90 46,82 46,31 48,51 - aus PV-Anlagen 14,30 18,92 19,73 22,18 23,85 23,88 - aus dem Biomasseheizkraftwerk (KWK) 36,68 37,64 39,71 37,86 41,27 40,59 - aus eigenen Windkraftanlagen (Schwäbische Alb, Thüringen) 5,04 5,13 5,81 13,97 16,19 14,06 davon: Datenquelle: Stadtwerke Augsburg Energie GmbH, BW-U, interne Zusammenstellung 52 Wärme aus KWK – Fernwärme (in Mio. kWh) Jahr 2011 Gesamteinspeisung 2012 2013 2014 2015 2016 496,31 549,96 596,69 495,31 541,73 584,51 Bezug aus der Abfallverwertung Augsburg GmbH (KWK) 86,53 160,29 201,38 214,54 202,85 192,80 Wärmeeinspeisung Stadtwerke 409,78 389,67 395,31 280,77 338,88 391,71 - aus der Gasturbine (KWK) 154,94 103,06 77,53 48,46 44,99 107,14 - aus sonstigen nichtregenerativen Anlagen (KWK) 132,73 110,84 105,75 21,85 71,31 141,13 - Wärmeerzeugung ohne KWK 34,55 80,96 116,02 136,30 129,09 46,61 - aus dem Biomasseheizkraftwerk (KWK) 87,56 94,81 96,01 74,16 93,49 96,83 davon: Datenquelle: Stadtwerke Augsburg Energie GmbH, BW-U, interne Zusammenstellung Tabelle 23: Energiedienstleistungen der Stadtwerke Augsburg 1) Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung Anlagen ohne Kraft-Wärme-Kopplung Jahr Input Gas in MWh Output Strom in MWh Input Gas in MWh 2011 29.134 5.726 17.581 44.003 39.587 2012 39.701 6.419 26.023 42.512 38.502 2013 45.383 7.375 28.847 43.171 41.719 2014 42.586 7.518 26.508 36.631 35.193 2015 49.357 7.783 31.559 40.647 39.169 2016 54.411 8.269 35.198 41.179 39.506 Wärme- und Kälteabgabe in MWh Wärme- und Kälteabgabe in MWh 1) = Nur Objekte im Stadtgebiet Augsburg; bei den Energiedienstleistungen werden die Energieträger Strom, Fernwärme (Erzeugung aus Erdgas), Holz (Pellets) aber vor allem Erdgas (siehe obige Zahlen) eingesetzt. Achtung: Die obigen „Input-Zahlen“ beziehen sich nur auf den Energieträger Erdgas – Zahlen der anderen Energieträger standen nicht zur Verfügung! Geplant ist für das Jahr 2018 ein 97 prozentiger Anteil des Energieträgers Erdgas. Von den restlichen 3 % sollen 2/3 der Vorlieferungen Fernwärme - erzeugt aus Erdgas - sein. Datenquelle: Stadtwerke Augsburg Holding GmbH, Vertriebsplanung und Statistik 53 Das Klärwerk Augsburg speist nur noch Restmengen der Stromerzeugung nach EEG ein. Ein Großteil des Stroms wird vor Ort erzeugt (aus Blockheizkraftwerken, Wasserturbine, PVAnlage) und gleich wieder verbraucht. Seit der Erneuerung des Blockheizkraftwerkes (BHKW) I im Dezember 2010 ist das Klärwerk Augsburg energieautark. Die erzeugte Wärme wird lokal verbraucht. Die erzeugten Strommengen aus den BHKWs seit 2007 finden sich in untenstehender Tabelle. Tabelle 24: Erzeugte Strommengen im Klärwerk Augsburg (BHKW) Jahr BHKW I in MWh BHKW II in MWh BHKW III in MWh Gesamterzeugung in MWh nach EEG eingespeist in MWh 2007 4.222 5.146 - 9.368 7.476 2008 2.823 3.101 9.472 15.396 1.077 2009 2.557 4.268 6.407 13.232 878 2010 3.776 2.452 7.916 14.144 767 2011 7.655 1.987 7.450 17.092 3.152 2012 7.765 1.393 7.696 16.854 3.052 2013 6.179 1.656 9.386 17.221 3.111 2014 8.714 1.941 6.182 16.837 3.329 2015 7.394 1.637 7.953 16.984 3.588 2016 8.280 1.871 6.821 16.972 3.328 2017 6.578 2.182 7.668 16.428 3.210 Hinweise: Strommengen auf MWh gerundet;  BHKW I (Inbetriebnahme im November 1991 mit 643 kW elektrischer und 1.183 kW thermischer Leistung); Ersatz im Dezember 2010 durch ein neues BHKW mit 1.191 elektrischer und 1.076 thermischer Leistung.  BHKW II (Inbetriebnahme im Dezember 1997 mit 738 kW elektrischer und 1.076 kW thermischer Leistung); Ersatz im Dezember 2017  BHKW III (Inbetriebnahme im Januar 2008 mit 1.364 kW elektrischer und 1.439 kW thermischer Leistung) Datenquelle: Stadt Augsburg, Klärwerk, interne Zusammenstellung 54 7 Mobilität Die Bundesregierung hatte Ende 2016 mit dem Klimaschutzplan 2050 einen nationalen Rahmen für die künftige Klimapolitik beschlossen (siehe BMU 2016). Darin ist auch ein Reduktionsziel für den Sektor Verkehr enthalten: bis 2030 sollen die verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen um mindestens 40 bis 42 % gegenüber 1990 verringert werden. Angesichts der Tatsache, dass die CO2-e-Emissionen im Sektor Verkehr gegenwärtig sogar über dem Niveau von 1990 liegen (Bezug: Jahr 2016), eine große Herausforderung. Indikator 4: Modal Split (Personenverkehr) Beschreibung des Indikators: Der Indikator definiert die Aufteilung des Verkehrs auf die verschiedenen Verkehrssysteme ÖPNV, MIV, Fahrrad- und Fußgängerverkehr und bildet damit das Bevölkerungsverhalten bei der Verkehrsmittelwahl ab. Datenlage: Die Daten werden seit 2003 alle fünf Jahre erhoben (Verkehrserhebung "Mobilität in Städten“, siehe http://daten.clearingstelle-verkehr.de/193/, erstmalige Teilnahme der Stadt Augsburg). Aktuell sind Werte für das Jahr 2013 verfügbar - siehe www.projekt-augsburgcity.de/fahrradstadt/die-vision/. Binnenverkehr Alle Wege 2,9 Wege pro Person und Tag 3,5 Wege pro Person und Tag 2013 31% 27% zu Fuß 27% 42% MIV zu Fuß MIV MIV-Mitfahrer Rad ÖPNV 17% 16% Rad 9% 15% ÖPNV 16% Als Haushaltsbefragung erfasst die Verkehrserhebung den örtlichen Verkehr der Wohnbevölkerung, in erster Linie deren Binnen- und Quellverkehr sowie den rückfließenden Zielverkehr. Unter Binnenverkehr wird die Summe aller Verkehrsvorgänge innerhalb der betrachteten Verkehrszelle - also in diesem Fall innerhalb der Stadt Augsburg - verstanden. Das bedeutet, der Verkehr entsteht innerhalb der Verkehrszelle, bewegt sich dort und endet dort wieder. Wenn von „allen Wegen“ gesprochen wird, sind alle in der Erhebung erfassten Wege, auch die weiteren Quell- und Zielverkehre nach bzw. von außerhalb gemeint (www.projekt-augsburg-city.de/fahrradstadt/die-vision/). 55 Aussage des Indikators: Die verschiedenen Verkehrsträger belasten die Umwelt und Gesundheit bei gleicher Verkehrsleistung unterschiedlich stark. Der motorisierte Individualverkehr trägt dabei mehr zu den schadstoff- und klimarelevanten Emissionen, zur Lärmbelastung, zu Flächenverbrauch und Flächenzerschneidung bei, als der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) und der Fußgänger- und Radverkehr. Neben der Entkopplung von Wirtschafts- und Verkehrsleistung und technischen Verbesserungen geht es daher darum, die verkehrsbedingten Belastungen durch Erhöhung der Anteile des nicht motorisierten Verkehrs sowie des umweltfreundlicheren Verkehrsträger ÖPNV zu reduzieren. Ergebnis/Kurzbewertung (siehe https://www.projekt-augsburg-city.de – Beschlussvorlage BSV/15/02705 vom 26. Januar 2015, Tiefbauamt Augsburg): Mit dem städtischen Beschluss zum Projekt Fahrradstadt 2020 aus dem Jahre 2012 wurden weitgehende Ziele zur Förderung des Radverkehrs und zur Steigerung des Radverkehrsanteils am Modal Split formuliert. Um diese Ziele zu erreichen, ist in den kommenden Jahren die Angebotsplanung sowie die Kommunikation für den Radverkehr erheblich auszuweiten. Im Binnenverkehr wurden 2013 17,2 % der Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt (2008: 15,3 %). Im Gesamtverkehr wurden 2013 14.7 % der Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt (2008: 13,4 % - siehe Stadt Augsburg 2013a, S. 48 f.). In den statistischen Jahrbüchern der Stadt Augsburg werden die Entwicklung des Kraftfahrzeugbestandes, die Personenbeförderungen im öffentlichen Nahverkehr und die Entwicklung der Gütertransporte der Augsburger Localbahn erfasst. Tabelle 25: Kraftfahrzeugbestand in Augsburg Merkmal Kraftfahrzeuge insgesamt 2011 2012 2013 2014 2015 2016 138.081 141.143 144.300 146.952 149.839 153.110 513 518 522 523 523 533 Kfz-Dichte 1) 1) = Kraftfahrzeuge je 1.000 Einwohner nach der amtlichen Einwohnerzahl des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung jeweils zum 31.12 des Vorjahres Datenquellen: Stadt Augsburg 2017a und 2017b, Kraftfahrt-Bundesamt Tabelle 26: Augsburger Localbahn Güterverkehr Gesamttonnage Güterverkehr Gesamttonnage 2005 2006 2007 2008 2009 2010 990.658 981.406 1.126.778 1.192.529 1.065.785 1.248.986 2011 2012 2013 2014 2015 1.126.778 1.237.210 1.164.000 1.091.000 1.038.000 Datenquelle: Stadt Augsburg 2017a, Augsburger Localbahn 56 Abbildung 7: Bescheinigung für die CO2-Kompensation der Geschäftsreisen Positiver Ansatz für weniger CO2-Emissionen im Sektor Verkehr: Verlagerung des Verkehrs von Flugzeug und Straße auf die Schiene und Kompensation der CO2-Emissionen im Fernverkehr. Quelle: Bescheinigung der DB für das Personalamt der Stadt Augsburg 57 8 Wohnen, Modernisieren und Flächenverbrauch Das rasante Bevölkerungswachstum der vergangenen Jahre in Augsburg hat sich abgeschwächt. Zum 31. Dezember 2017 gab es 295.268 Einwohner (wohnberechtigte Bevölkerung, darunter mit Hauptwohnsitz 291.026 – siehe www.augsburg.de/buergerservice-rathaus/rathaus/statistik-stadtforschung/augsburg-in-kuerze/, Abruf vom 9. Oktober 2018). Das waren knapp 2.500 mehr als zum Vorjahresstichtag. In den Jahren seit 2012 hatte es jeweils immer deutlich höhere Bevölkerungszuwächse gegeben (siehe auch Tabelle 5, S. 19 f.). Einer der Gründe für den Trend dürfte sein, dass der inzwischen angespannte Wohnungsmarkt dafür sorgt, dass nicht mehr so viele Neubürger zuziehen können. Grundlage für den Klimaschutz in den eigenen vier Wänden sind energieeffiziente Gebäude, klimafreundliche Quartiere und eine insgesamt zukunftsfähige Stadtplanung, die auf attraktive verdichtete Räume, statt auf Ausfransung und Flächenverbrauch an den Stadträndern setzt. Für Energieeffizienzmaßnahmen im Gebäudebereich stehen Mittel der KfW-Förderbank zur Verfügung. Indikator 5: Bewilligte KfW-Fördermittel für Bau- und Sanierungsprogramme Programme: Energieeffizient bauen, Energieeffizient Sanieren (Effizienzhaus, Einzelmaßnahmen, Ergänzungskredit, Zuschuss), KfW-Wohneigentumsprogramm, Wohnraum Modernisieren Altersgerecht Umbauen, Altersgerecht Umbauen (Kredit, Zuschuss, Investitionszuschuss) 1) Jahr Förderkredite Förderbetrag in Mio. Euro 2) Anzahl Wohneinheiten 3) 2009 947 52 3.787 2010 1.237 69 5.373 2011 899 59 2.134 2012 1.078 77 2.740 2013 1.157 78 2.958 2014 934 51 1.532 2015 948 54 2.163 2016 897 59 2.121 2017 908 60 2.215 1) = Werte auf Basis der bis zum Auswertungszeitpunkt eingegangenen Einzelfallmeldungen zu den Globaldarlehen. 2) = Beträge gerundet 3) = Werte auf Basis der bis zum Auswertungszeitpunkt eingegangenen Einzelfallmeldungen zu den Globaldarlehen. Bei gleichzeitiger Inanspruchnahme mehrerer Förderprodukte sind Doppelzählungen möglich. Quellen: KfW Bankengruppe (2013 bis 2017), Stadt Augsburg 2013a, S. 51 ff. Beschreibung des Indikators: Der Indikator listet die bewilligten KfW-Fördermittel für Bau- und Sanierungsprogramme in Augsburg auf. 58 Datenlage: Die Daten finden sich seit 2009 in den Förderreports der KfW Bankengruppe. Aktuell sind Zahlen für die Jahre 2004 bis 2007 (siehe Stadt Augsburg 2008, S. 58 f. - Abfrage bei der KfW Bankengruppe) und 2009 bis 2017 verfügbar. Aussage des Indikators: Bundesweit entstehen etwa ein Drittel der CO2-Emissionen bei der Erzeugung von Raumwärme. Dieser Raumwärmebedarf kann jedoch mit wesentlich weniger Umweltbelastung gedeckt werden, wenn wirksame Sanierungsmaßnahmen im Gebäudebestand und energieeffiziente Neubauten umgesetzt werden. Die Altbausanierung schützt das Klima und fördert die Wirtschaft in der Stadt. Der Indikator zeigt die Inanspruchnahme und damit auch den Fortschritt beim energieoptimierten Modernisieren und Bauen. Ergebnis/Kurzbewertung: Im Jahr 2017 wurden 2.215 Wohneinheiten über KfW-Programme gefördert; das sind etwas mehr als 2016 bzw. 2015. Qualitative Aussagen zu diesem Indikator sind nicht möglich, es wird auf die untenstehende vergleichende Auflistung verwiesen, in der die Anzahl der geförderten Wohneinheiten (KfW Bankengruppe) im Verhältnis zu Bayern und Deutschland gezeigt wird. Geförderte Wohneinheiten und Förderanteile (KfW-Privatkundenbank) Geförderte Wohneinheiten im Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 Stadt Augsburg 3.787 5.373 2.134 2.740 2.958 Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Augsburg 1.055 2.392 1.987 3.283 618 1.226 733 1.349 794 1.659 Stadt Augsburg und Landkreise Bayern 7.234 1.39.700 10.643 207.982 3.978 78.916 4.822 86.968 5.411 99.964 Deutschland 828.970 1.233.953 533.008 488.451 549.444 2014 2015 Geförderte Wohneinheiten im Jahr 2016 2017 Stadt Augsburg 1.532 2.163 2.121 2.215 Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Augsburg 780 1.735 933 2.305 1.275 2.527 1.063 2.254 4.047 81.913 5.401 98.869 5.923 122.843 5.532 100.110 482.925 564.028 736.597 680.547 Stadt Augsburg und Landkreise Bayern Deutschland Fortsetzung 59 Fortsetzung Förderanteile in Prozent 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 Augsburg zu Bayern 2,71 2,58 2,70 3,15 2,96 1,87 2,19 1,73 2,21 Augsburg und Landkreise 5,18 5,12 5,04 5,54 5,41 4,94 5,46 4,82 5,53 Augsburg zu Deutschland 0,46 0,44 0,40 0,56 0,54 0,32 0,38 0,29 0,33 Augsburg und Landkreise zu 0,87 0,86 0,75 0,99 0,98 0,85 0,96 0,80 0,81 zu Bayern Deutschland Datenquellen: KfW Bankengruppe (2013 bis 2017), Stadt Augsburg 2013a, S. 53 Durch das Bevölkerungswachstum rückt auch der Flächenverbrauch in Augsburg immer mehr in den Fokus, umso mehr, da die Zunahme der Siedlungsfläche auch auf das Wohlstandswachstum durch die technisch-ökonomischen und gesellschaftlichen Veränderungen der vergangenen 50 Jahre zurückzuführen ist. Viele können diese Flächenzunahme im eigenen Lebensumfeld beobachten: trotz kleinerer Haushalte gibt es nun erheblich mehr Wohnfläche pro Person, größere Büros, und ein flächenintensives Mobilitäts- und Freizeitverhalten (siehe auch www.bodenwelten.de/content/flächenverbrauch-trends-und-entwicklungen, Abruf vom 9. Oktober 2018). Boden ist eine wichtige Lebensgrundlage und eine nur bedingt erneuerbare Ressource. Er erfüllt vielfältige, für das Leben notwendige Funktionen. Für die Landwirtschaft ist die Fruchtbarkeit des Bodens ein entscheidender Faktor. Doch nicht nur Boden und Landwirtschaft bedingen sich gegenseitig. Böden sind auch für den Schutz von Wasser, Luft, Klima und Artenvielfalt besonders wichtig. Der Verlust an fruchtbarem sowie ökologisch vielfältigem Land ist weltweit gewaltig. Gründe sind beispielsweise Wüstenbildung durch den Klimawandel, Erosion durch Wetterextreme, Degradation durch industrielle Verunreinigungen oder Zubetonieren durch Straßen und Siedlungen. Auch in Deutschland werden immer noch zu viele Flächen verbaut. Während der letzten 60 Jahre hat sich die Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland mehr als verdoppelt. Dieser Verlust an nutzbarem Land ist eine der größten Hypotheken auf die Zukunft. Nachhaltige Flächennutzung ist jedoch kompliziert, weil verschiedene Sektoren um die Ressource Fläche konkurrieren: Land- und Forstwirtschaft, Siedlungsbau und Verkehr, Naturschutz, Rohstoffabbau und Energieerzeugung. Eine sparsame und verantwortliche Flächennutzung ist auch ein Zeichen dafür, wie sich Stadt und Land nachhaltig entwickeln und die Ressource Boden schützen. (siehe www.nachhaltigkeitsrat.de/thema/landwirtschaft-flaechennutzung-und-bodenschutz/) Die folgende Tabelle 27 zeigt die Flächennutzung in Augsburg der Jahre 2015 und 2016. Weitere Informationen und Jahre siehe www.nachhaltigkeit.augsburg.de (Indikator „Flächeninanspruchnahme“). 60 Tabelle 27: Flächennutzung in Augsburg Jahr1) Gesamtfläche Siedlungsfläche in Hektar (ha) in ha in % darunter Wohnbau in ha Verkehr Vegetation Gewässer in ha in ha in ha 2015 14.689,1 4.758,2 32,4 2.038,7 1.589,8 7.931,8 409,3 2016 14.689,1 4.797,8 32,7 2.049,3 1.595,3 7.886,0 409,9 1) = jeweils zum 31.12 des Jahres Datenquellen: Stadt Augsburg 2016b und 2017b Abbildung 8 zeigt beispielhaft die Zunahme der Wohnbebauung von 2003 bis 2015 in Augsburg (Stadtteil Göggingen, Bürgermeister-Miehle-Straße). Abbildung 8: Luftbilder 2003 und 2015 Quelle: Geoportal Augsburg, Abruf der Luftbilder 2003 und 2015 am 10. Oktober 2018 61 9 Daten zum Klimawandel „Der Norden und Osten Deutschlands erlebten 2018 den bisher wärmsten Sommer, deutschlandweit war dieser Sommer nach 2003 der bisher zweitwärmste. Bei insgesamt sehr trockenen Bedingungen wurde in der Mitte Deutschlands im Sommer noch nie so wenig Niederschlag gemessen wie in diesem Jahr. Dies hatte insbesondere gravierende Auswirkungen in der Landwirtschaft“ (Deutscher Wetterdienst 2018, S. 1). Wetter, Witterung und Klima Wetter ist der physikalische Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort oder in einem Gebiet zu einem bestimmten Zeitpunkt oder in einem kurzen Zeitraum von Stunden bis hin zu wenigen Tagen. Dieser Zustand wird durch meteorologische Größen beschrieben, die an den meteorologischen Beobachtungsstationen (beispielsweise an der Wetterstation Augsburg) regelmäßig gemessen und aufgezeichnet werden. Dazu zählen unter anderem Lufttemperatur, Luftdruck, Windgeschwindigkeit und Windrichtung, Luftfeuchte, Bewölkung und Niederschlag. Als Witterung bezeichnen die Meteorologen den durchschnittlichen Charakter des Wetterablaufs an einem Ort oder in einem Gebiet über mehrere Tage bis zu mehreren Wochen. Klima ist der mittlere Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort oder in einem bestimmten Gebiet über einen längeren Zeitraum. Als Zeitspanne werden mindestens 30 Jahre herangezogen, aber auch Betrachtungen über längere Zeiträume wie Jahrhunderte und Jahrtausende sind bei der Erforschung des Klimas gebräuchlich. Das Klima wird durch statistische Eigenschaften der Atmosphäre charakterisiert, wie Mittelwerte, Häufigkeiten, sowie Extremwerte meteorologischer Größen. Quelle: siehe www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/was-ist-eigentlich-klima An der Wetterstation Augsburg gab es 2018 die Anzahl von 75 Sommertagen (Tagesmaximum der Temperatur 25° C oder höher, Stand: 12. Oktober 2018). Das ist nach dem Jahr 2003 (80 Sommertage) die zweithöchste Anzahl (Zahlenreihe seit 1947). Hitzetage (Tagesmaximum der Temperatur 30° C oder höher) wurden jedoch nur 12 gezählt. Tabelle 28 zeigt die Charakteristika der bisher wärmsten Sommer in Augsburg seit 1947. Tabelle 28: Augsburger Rekordsommer Jahr Anzahl Sommertage 1) Anzahl Hitzetage 1) Temperaturen (meteorologischer Sommer) Niederschläge (meteorologischer Sommer) 1947 68 31 Juni: 17,9° C Juli: 19,6° C August: 19,4° C Juni: 106,6 mm Juli: 71,9 mm August: 23,8 mm 2003 80 21 Juni: 20,5° C Juli: 18,4° C August: 21,0° C Juni: 70,7 mm Juli: 105,1 mm August: 25,4 mm Fortsetzung 62 Fortsetzung 2015 54 24 Juni: 17,0° C Juli: 20,8° C August: 20,2° C Juni: 76,2 mm Juli: 37,2 mm August: 44,9 mm 2018 75 12 Juni: 17,4° C Juli: 19,1° C August: 20,0° C Juni: 84,3 mm Juli: 78,7 mm August: 35,6 mm 1) = Definition Sommertage und Hitzetage sowie Stationscharakteristika siehe S. 65, Stand: 12. Oktober 2018 Datenquelle: Deutscher Wetterdienst, www.dwd.de, Monatswerte und Tagesmaxima der Wetterstation Augsburg (86444 Affing, Kennziffer 10852) Kostenfreie Temperaturdaten der Wetterstation Augsburg ab dem Jahr 1947 können u. a. über die Internetseite www.dwd.de/DE/leistungen/klimadatendeutschland/klimadatendeutschland.html?nn=480164 abgerufen werden. Wie unterschiedlich hoch die durchschnittlichen Monatstemperaturen in Augsburg ausfallen können (insbesondere im Winter), zeigt der Vergleich der Jahre 2007 und 2017 in folgender Tabelle. Tabelle 29: Monatliche Temperaturvarianzen Monat Durchschnittstemperatur 2007 in ° C Durchschnittstemperatur 2017 in ° C Differenz in ° C Januar 4,1 -5,0 9,1 Februar 3,9 2,8 1,1 März 5,1 7,0 1,9 April 11,1 7,2 3,9 Mai 14,4 13,9 0,5 Juni 17,5 18,7 1,2 Juli 17,7 18,6 0,9 August 16,5 18,6 2,1 September 11,8 12,1 0,3 Oktober 7,7 10,0 2,3 November 2,1 4,3 2,2 Dezember 0,3 1,5 1,2 Jahr (über Durchschnitt der Monatstemperaturen) 9,4 9,1 0,3 Datenquelle: Deutscher Wetterdienst, www.dwd.de, Monatswerte der Wetterstation Augsburg (86444 Affing, Kennziffer 10852) 63 Die Entwicklung der Jahrestemperaturen sowie der Eis- und Hitzetage finden sich in den Abbildungen 10 und 11 im Anhang (S. 67 f.). In Abbildung 12 im Anhang (S. 69) sind die Jahresniederschläge von 1947 bis 2017 abgebildet. Fazit: Die Auswertung der Temperaturreihen von 1947 bis 2018 zeigt einen klaren Erwärmungstrend für den Raum Augsburg. Bei den Niederschlagsmengen ist kein Trend festzustellen. Eine Aussage zur Entwicklung von Starkniederschlägen (eventuelle Zunahme) ist mit den vorliegenden Daten nicht möglich. Die Entwicklung weiterer Klimaelemente (Luftdruck, Wind, Bewölkung, Schneedeckenhöhe, Sonnenscheindauer) kann auf den Seiten des Deutschen Wetterdienstes - www.dwd.de - recherchiert werden. Zur Beurteilung im Kontext der globalen Klimaerwärmung wird auf die Fachliteratur (Klimatologie) und insbesondere auf folgende Internetseiten verwiesen: https://www.deutsches-klima-konsortium.de/de/klima-themen/klimaforschung/dokumentenserver-klimawandel.html, https://www.dwd.de/DE/klimaumwelt/klimaumwelt_node.html, https://www.pik-potsdam.de/pik-startseite. 64 Anhang: Graphiken Auf den nächsten Seiten finden sich sechs zentrale Graphiken - für die bessere Lesbarkeit im Querformat: - Abbildung 9: Entwicklung der energiebedingten CO2-e-Emissionen in Augsburg - Abbildung 10: Jahrestemperaturen 1947 bis 2017 in Augsburg mit Trendlinie - Abbildung 11: Eistage und Hitzetage in Augsburg (1947 bis 2017) - Abbildung 12: Niederschläge 1947 bis 2017 in Augsburg - Abbildung 13: Stromeinspeisung in Augsburg nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz - Abbildung 14: Stromerzeugung der Photovoltaikanlagen in Augsburg, Zuwachsraten Wichtig für die Abbildungen 10 bis 12 ist die Kenntnis der Stationscharakteristika: Tabelle 30: Charakteristika der Wetterstation Augsburg und Definitionen Stations-ID: 232, Geographische Breite: 48° 25‘, Geographische Länge: 10° 56‘, Beginn Klimareihe: 1947, Automat seit dem 10. November 1996 Kennziffer Name Datum von 01.11.1946 Breite Länge Stationshöhe bis 31.05.1979 48.3819 10.8525 477,0 m 10852 AugsburgKriegshaber 10852 Augsburg 01.06.1979 18.03.1998 48.4278 10.9303 461,0 m 10852 Augsburg 19.03.1998 14.12.2006 48.4264 10.9431 462,0 m 10852 Augsburg 15.12.2006 09.03.2010 48.4261 10.9431 461,4 m 10852 Augsburg 10.03.2010 - 48.4261 10.9431 461,4 m Bis zum 31. März 2001 wurden zur Berechnung der Tagesmittelwerte die Messungen an den drei Klimaterminen benutzt. Diese Beschränkung auf nur drei Klimatermine war sinnvoll in einer Zeit, in der die Beobachtungen überwiegend manuell durchgeführt wurden. Die Klimatermine werden auf die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) bezogen. TI: 07:30 MEZ, TII: 14:30 MEZ, TIII: 21:30 MEZ. Die Tagesextremata und -summen werden direkt gemessen und nicht aus den Klimaterminen berechnet. Ab dem 1. April 2001 wurde der Standard wie folgt geändert: Berechnung der Tagesmittel aus 24 Stundenwerten. Wenn mehr als 3 Stundenwerte fehlen, dann erfolgt die Berechnung aus den vier Hauptterminen (00, 06, 12, 18 UTC), Bezugszeit für einen Tag i. d. R. 23:51 UTC des Vortages bis 23:50 UTC, nur der Niederschlag des Vortages wird morgens um 05:50 UTC gemessen. Hierbei werden die Beobachtungstermine auf die global genutzte Zeit in Greenwich (GMT oder UTC) bezogen. Die Beobachtungszeit ist jeweils zehn Minuten vor dem Bezugstermin (daher die krummen Zeitangaben). Diese Umstellung war erforderlich, nachdem das Stationsnetz weitgehend automatisiert wurde. Hitzetag: Tageshöchsttemperatur von 30° C wird erreicht oder überschritten. Sommertag: Tageshöchsttemperatur von 25° C wird erreicht oder überschritten. Die Menge der Hitzetage ist eine Untermenge der Sommertage. Gemessen wird in einer Standard-Wetterhütte in zwei Metern Höhe. Eistag: Lufttemperatur bleibt stets unter 0° C. Frosttag: Minimum der Lufttemperatur liegt unter 0° C. Gemessen wird in einer Standard-Wetterhütte in zwei Metern Höhe. Quelle: Deutscher Wetterdienst, www.dwd.de 65 Abbildung 9: Entwicklung der energiebedingten CO2-e-Emissionen in Augsburg 1) 1) = mit Emissionsfaktoren Bundesmix 3,00 Bilanzierung mit ECORegion (2011) 2,50 Alle Sektoren ohne Verkehr 2,48 2,23 2,22 2,00 2,04 2,05 2,01 1,95 ifeu-Institut (2004) Bilanzierung mit Klimaschutz-Planer (2018) Mio. t CO2-e 1,50 Bilanzierung mit ECORegion (2011) 2) 1,00 0,73 Bilanzierung mit Klimaschutz-Planer (2018) Sektor Verkehr 0,50 0,40 0,41 0,42 ifeu-Institut (2004) 0,00 1985 1990 1995 2000 Jahr 2005 2) = In den Verkehrsdaten der Bilanzierung nach ECORegion sind anteilig Flug- und Schiffsverkehr enthalten. 2010 2015 2020 Abbildung 10: Jahrestemperaturen 1) 1947 bis 2017 in Augsburg mit Trendlinie 12,0 10,1 10,0 y = 0,012x - 15,349 Temperatur in Grad C 8,0 6,6 6,0 Stationscharakteristika siehe Seite 65 4,0 2,0 1 = Jeweilige Jahrestemperatur aus der Summe der Monatswerte, geteilt durch 12, ermittelt. 0,0 1940 1950 1960 1970 1980 1990 2000 Jahr Datenquelle: Deutscher Wetterdienst, www.dwd.de, Monatswerte der Wetterstation Augsburg (86444 Affing, Kennziffer 10852) 2010 2020 Abbildung 11: Eistage und Hitzetage in Augsburg (1947 bis 2017) 80 Eistag: Lufttemperatur bleibt stets unter 0° C. Hitzetag: Tageshöchsttemperatur von 30° C wird erreicht oder überschritten. Gemessen wird in einer Standard-Wetterhütte in 2 m Höhe. 70 67 58 60 53 Anzahl der Extremtage Eistage und Linear 50 40 30 Hitzetage und Linear 31 24 21 20 10 0 1940 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2010 Jahr Datenquelle: Deutscher Wetterdienst, www.dwd.de, Tageswerte der Wetterstation Augsburg (86444 Affing, Kennziffer 10852) 2020 Abbildung 12: Niederschläge 1947 bis 2017 in Augsburg 1.200,0 1.058,1 1.054,0 Winterhalbjahr 1.000,0 Niederschläge in mm 800,0 600,0 522,5 527,1 400,0 Sommerhalbjahr 200,0 0,0 Jahr Datenquelle: Deutscher Wetterdienst, www.dwd.de, Monatswerte der Wetterstation Augsburg (86444 Affing, Kennziffer 10852), siehe auch Seite 65 Abbildung 13: Stromeinspeisung in Augsburg nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 250.000 192.572 200.000 Strom in MWh Solare Strahlungsenergie 150.000 Biomasse Deponie- und Klärgas 100.000 50.000 0 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Jahr Wasserkraft Datenquellen: Jahresberichte und Informationen der swa Augsburg Netze GmbH, Informationen der LEW Verteilnetz GmbH, siehe S. 41 ff. 2016 2017 Abbildung 14: Stromerzeugung der Photovoltaikanlagen in Augsburg, Zuwachsraten 10.000 9.152 8.000 5.710 Strom in MWh 6.000 3.882 4.000 3.566 2.986 2.192 2.000 1.500 470 150 1.268 1.023 907 474 89 0 2002/2003 2003/2004 2004/2005 2005/2006 2006/2007 2007/2008 2008/2009 2009/2010 2010/2011 2011/2012 2012/2013 2013/2014 2014/2015 2015/2016 2016/2017 -243 -2.000 Jahr Datenquellen: Jahresberichte und Informationen der swa Augsburg Netze GmbH, Informationen der LEW Verteilnetz GmbH, siehe S. 41 ff. Literatur Bayerisches Landesamt für Statistik (2018): Statistik kommunal 2017. Kreisfreie Stadt Augsburg 09 761. Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten. Fürth: Bayerisches Landesamt für Statistik. www.statistik.bayern.de Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) (Hrsg.) (2016): Klimaschutzplan 2050 – Klimaschutzpolitische Grundsätze und Ziele der Bundesregierung. Stand: November 2016. Berlin: BMUB. www.bmub.bund.de Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) (2018): Klimaschutz in Zahlen: Der Sektor Verkehr. Fact-Sheet im Internet. www.bmu.de-/fileadmin/Daten _BMU/Download_PDF/Klimaschutz/klimaschutz_zahlen_2018_verkehr_bf.pdf Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Hrsg.) (2017): Energieeffizienz in Zahlen. Frankfurt: Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG. www.bmwi.de Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt (2014): Europäischer Emissionshandel 2013 - 2020. 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M.: KfW Bankengruppe. www.kfw.de KfW Bankengruppe (2015): Förderreport KfW Bankengruppe. Stand: 31.12.2015. Frankfurt a. M.: KfW Bankengruppe. www.kfw.de KfW Bankengruppe (2016): Förderreport KfW Bankengruppe. Stand: 31.12.2016. Frankfurt a. M.: KfW Bankengruppe. www.kfw.de 72 KfW Bankengruppe (2017): Förderreport KfW Bankengruppe. Stand: 31.12.2017. Frankfurt a. M.: KfW Bankengruppe. www.kfw.de Stadt Augsburg, Referat 2 (Hrsg.) (2008): Klimaschutzbericht 2008. Teil B: CO2-Bilanz und Indikatoren. Augsburg: Umweltamt, Abteilung Klimaschutz. www.augsburg.de Stadt Augsburg, Referat 2 (Hrsg.) (2012a): Klimaschutzbericht 2012. 9-Punkte-Plan, Augsburger Energiewende und Regionale Energieagentur. Augsburg: Umweltamt, Abteilung Klimaschutz. www.klimaretter.augsburg.de Stadt Augsburg, Referat 2 (Hrsg.) (2013a): Klimaschutzbericht 2013. CO2-Bilanz und Indikatoren. Augsburg: Umweltamt, Abteilung Klimaschutz. www.augsburg.de Stadt Augsburg, Referat 2 (Hrsg.) (2015a): Klimaschutzbericht 2015. 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Augsburg: Amt für Statistik und Stadtforschung. www.augsburg.de Stadt Augsburg, Referat Oberbürgermeister (2017b): Strukturatlas 2017. Augsburg: Amt für Statistik und Stadtforschung. www.augsburg.de Stadtwerke Augsburg Holding GmbH (Hrsg.) (2002 bis 2016): Zahlen, Daten, Fakten. Augsburg: swa. www.sw-augsburg.de 73 Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen Abbildung 1: CO2-Messungen am Mauna Loa Observatorium ........................................ 8 Abbildung 2: Sektorale Aufteilung der CO2-e-Emissionen im Jahre 2016 ........................ 27 Abbildung 3: SUV in Augsburg ......................................................................................... 32 Abbildung 4: Öffentliche Emissionshandelsseite der EU .................................................. 40 Abbildung 5: Sonnenscheindauer (Wetterstation Augsburg) 2002 bis 2017 .................... 46 Abbildung 6: Photovoltaik und Solarthermie ..................................................................... 48 Abbildung 7: Bescheinigung für die CO2-Kompensation der Geschäftsreisen ................. 57 Abbildung 8: Luftbilder 2003 und 2015 ............................................................................. 61 Abbildung 9: Entwicklung der energiebedingten CO2-e-Emissionen in Augsburg ........... 66 Abbildung 10: Jahrestemperaturen 1947 bis 2017 in Augsburg mit Trendlinie ............... 67 Abbildung 11: Eistage und Hitzetage in Augsburg (1947 bis 2017) ................................. 68 Abbildung 12: Niederschläge 1947 bis 2017 in Augsburg ................................................ 69 Abbildung 13: Stromeinspeisung in Augsburg nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 70 Abbildung 14: Stromerzeugung und Photovoltaikanlagen in Augsburg, Zuwachsraten ... 71 Indikator 1: CO2 und Äquivalente pro Einwohner 2011 bis 2016 (Klimaschutz-Planer) ... 28 Indikator 2a: Anteil der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien ………….............. 44 Indikator 2b: Anteil der Wärmeerzeugung aus Erneuerbaren Energien ........................... 49 Indikator 3: Erzeugte Energiemengen aus Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ...................... 52 Indikator 4: Modal Split (Personenverkehr) ...................................................................... 55 Indikator 5: Bewilligte KfW-Fördermittel für Bau- und Sanierungsprogramme ................. 58 Tabelle 1: Emissionsfaktoren zur Berechnung der Treibhausgasemissionen .................. 12 Tabelle 2a: Verfügbare Daten für die Minimalbilanz (Erdgasdaten) ................................. 13 Tabelle 2b: Verfügbare Daten für die Minimalbilanz (Stromdaten) ................................... 14 Tabelle 2c: Verfügbare Daten für die Minimalbilanz (Verkehrsdaten) .............................. 15 Tabelle 3: Ergebnis Minimalbilanz .................................................................................... 16 Tabelle 4: Ergebnis Basisbilanz ....................................................................................... 19 Tabelle 5: Neu gebaute Erdgasanschlüsse ...................................................................... 19 Tabelle 6a: Fernwärmeverbrauch und lokale CO2-Emissionsfaktoren ............................. 20 74 Tabelle 6b: Vergleich der Treibhausgas-Emissionen bei der Fernwärme ........................ 21 Tabelle 7: Vergleich der Treibhausgas-Emissionen: Bundes- mit lokalem Strom-Mix …. 21 Tabelle 8: Gradtagszahlen Augsburg ............................................................................... 22 Tabelle 9: Ergebnis Basisbilanz, witterungskorrigiert ....................................................... 23 Tabelle 10a: Leitungsgebundener Energieverbrauch im Sektor „GHD, sonstige“ ............ 24 Tabelle 10b: Leitungsgebundener Energieverbrauch im Sektor „Industrie“ ..................... 24 Tabelle 10c: Leitungsgebundener Energieverbrauch im Sektor „Private Haushalte“ …... 25 Tabelle 11: Treibhausgase in Tonnen nach leitungsgebundenen Energien – Sektoren .. 25 Tabelle 12: Treibhausgase in Tonnen – prozentuale Verteilung nach Sektoren .............. 25 Tabelle 13: Endenergien und Treibhausgase im Sektor „Verkehr“ .................................. 26 Tabelle 14: Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer in Augsburg ........... 30 Tabelle 15: Stromverbrauch der privaten Haushalte in Deutschland ............................... 31 Tabelle 16a: Premium AEROTEC .................................................................................... 34 Tabelle 16b: Zentralklinikum Augsburg ............................................................................ 34 Tabelle 16c: Osram GmbH ............................................................................................... 35 Tabelle 16d: LEDVANCE GmbH – B ................................................................................ 35 Tabelle 16e: LEDVANCE GmbH – C ............................................................................... 35 Tabelle 16f: Stadtwerke HW-West ................................................................................... 36 Tabelle 16g: Stadtwerke Heizkraftwerk Franziskanergasse ............................................. 36 Tabelle 16h: Stadtwerke HW-Süd .................................................................................... 37 Tabelle 16i: Stadtwerke BHKW GT-Ost ........................................................................... 37 Tabelle 16j: UPM PM 3 ..................................................................................................... 38 Tabelle 16k: UPM Dampferzeuger ................................................................................... 38 Tabelle 16l: MAN Turboladerprüfstände ........................................................................... 39 Tabelle 16m: MAN Motorprüfstände ................................................................................. 39 Tabelle 17: CO2-e-Emissionen der Augsburger Anlagen im Emissionshandel ................ 39 Tabelle 18: Eingespeiste Strommengen nach EEG (2002 bis 2016) ............................... 41 Tabelle 19: Stromeinspeisung Deponie Augsburg-Nord .................................................. 42 Tabelle 20: Transportierte Menge in den Augsburger Stromnetzen (swa, LEW) ............. 43 Tabelle 21: Erzeugte und eingespeiste Solarenergie in Augsburg ................................... 46 Tabelle 22: Grundwasser-Wärmepumpen, Genehmigungen 1998 bis 2017 …………..... 51 75 Tabelle 23: Energiedienstleistungen der Stadtwerke Augsburg ………………………...… 53 Tabelle 24: Erzeugte Strommengen im Klärwerk Augsburg (BHKW) …………………..… 54 Tabelle 25: Kraftfahrzeugbestand in Augsburg …………………………………………… 56 Tabelle 26: Augsburger Localbahn ………………………………….................................... 56 Tabelle 27: Flächennutzung in Augsburg ......................................................................... 61 Tabelle 28: Augsburger Rekordsommer ........................................................................... 62 Tabelle 29: Monatliche Temperaturvarianzen .................................................................. 63 Tabelle 30: Charakteristika der Wetterstation Augsburg und Definitionen ....................... 65 Übersicht 1: Notwendige Daten für die Minimalbilanz ...................................................... 13 Übersicht 2: Datenvorgabe für die Basisbilanz (empfohlene Daten) ................................ 16 Übersicht 3: Weitere Daten für die Basisbilanz (ohne Kommunale Einrichtungen) .......... 17 Übersicht 4: Fakten zu den Handelsperioden in Deutschland .......................................... 33 76 Autoren und Redaktion Autor: Ralf Bendel (Stadt Augsburg, Umweltamt) Datenrecherche und Datenlieferung: Ralf Bendel (Stadt Augsburg, Umweltamt), Julia Boxler (Stadtwerke Augsburg Holding GmbH), Tobias Bühler (LEW Verteilnetz GmbH), Andreas Droll (swa Netze GmbH), Siegfried Eberle (Stadtwerke Augsburg Holding GmbH), Joachim Ehinger (swa Netze GmbH), Dieter Kohlenberger (Stadtwerke Augsburg Energie GmbH), Dr. Markus Pröll (Stadtwerke Augsburg Energie GmbH), Rupert Schöttler (LEW Verteilnetz GmbH), Silke Schmid (Umweltamt Augsburg), Bernd Wagner (Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund GmbH), Claudia Wagner (Stadtwerke Augsburg Energie GmbH), Günter Wagner (Stadt Augsburg, Klärwerk) Redaktion Ralf Bendel 77 78
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