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Full text: Suchthilfestatistik ... Issue 2014

Suchthilfestatistik 2014
Jahresbericht zur aktuellen Situation der Suchthilfe in Berlin

Addiction Treatment 2014
Annual report on the current situation of addiction treatment in Berlin

Herausgeber

Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales
Oranienstraße 106
10969 Berlin
www.berlin.de/sen/gessoz
Erarbeitet durch das IFT Institut für Therapieforschung, München
im Auftrag der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales
Stand: Oktober 2015
Autoren
Mag. Hanna Brand
(Diplompsychologin)

Wissenschaftliche Mitarbeiterin; Arbeitsgruppe Therapie- und
Versorgungsforschung am IFT Institut für Therapieforschung
München

Jutta Künzel
(Dipl.-Psych.)

Wissenschaftliche Mitarbeiterin; Arbeitsgruppe Therapie- und
Versorgungsforschung am IFT Institut für Therapieforschung
München

Dr. Barbara Braun
(Dipl.-Psych.)

Leiterin der Arbeitsgruppe Therapie- und Versorgungsforschung
am IFT Institut für Therapieforschung München

Dieser Bericht basiert auf den Daten der Deutschen Suchthilfestatistik (DSHS),

gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit.

Weitere Informationen:
IFT Institut für Therapieforschung
Parzivalstrasse 25
80804 München
+49 (0) 89 360804 - 0
doku@ift.de
www.suchthilfestatistik.de
© IFT Institut für Therapieforschung, München

1

Inhalt
1. Einleitung

3

2. Methodik

4

2.1. Datenerhebung und -auswertung

4

2.2. Datenbasis

5

3. Einrichtungsmerkmale

6

3.1. Trägerschaft

6

3.2. Zielgruppen

6

4. Behandlungsvolumen

6

5. Klientenbezogene Merkmale

8

5.1. Hauptdiagnosen

8

5.2. Substanzbezogene Komorbiditäten

10

5.3. Altersstruktur

15

5.4. Beziehungsstatus

17

5.5. Berufliche Integration

19

5.6. Migration

23

5.7. Schulabschluss

25

5.8. Wohnsituation

28

6. Behandlungsbezogene Merkmale

31

6.1. Vermittlungswege

31

6.2. Behandlungsauflagen

34

6.3. Maßnahmen

37

6.4. Behandlungsdauer

39

6.5. Behandlungserfolg

41

7. Längsschnittliche Veränderungen

45

7.1. Veränderungen zum Vorjahr

45

7.2. Veränderungen der Hauptdiagnosen im zeitlichen Verlauf

50

ANHANG

52

Literatur

52

Verzeichnisse

54

Tabellenverzeichnis
Tabellen im Tabellenanhang
Abbildungsverzeichnis
Tabellenanhang
Abkürzungsverzeichnis

54
54
57
58
105
2

1. Einleitung
In diesem Bericht werden jährlich die wichtigsten Ergebnisse der Berliner
Suchthilfestatistik (BSHS) zusammengefasst. Die folgenden Kapitel sollen einen
Überblick über die aktuelle Situation der Suchthilfe in Berlin geben. Primäres Ziel
dieses Beitrags ist dabei eine breite Ergebnisdarstellung zu aktuellen Daten der
Berliner Suchthilfestatistik.
Die Daten der Berliner Suchthilfestatistik werden jährlich von ambulanten und
stationären Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe, mit dem von der Deutschen
Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) veröffentlichten Deutschen Kerndatensatz zur
Dokumentation im Bereich der Suchtkrankenhilfe (KDS) (DHS, 2010; das Manual ist
verfügbar unter www.dhs.de) erhoben, der in seiner aktuellen Fassung seit 2007
Verwendung findet. Im Rahmen des KDS werden sowohl Daten zur jeweiligen
Einrichtung (z.B. Art der Angebote in der Einrichtung, Mitarbeiterstruktur) als auch
Informationen zu den betreuten Personen sowie zu Behandlungsmerkmalen und
-ergebnissen, erfasst. Der Bericht bietet somit einen Überblick über diagnostische
Angaben sowohl zum primären Betreuungsanlass der Klienten/Patienten als auch zu
weiteren substanzbezogenen Störungen, die auf Basis der ICD-10 (Internationale
Klassifikation

psychischer

Störungen)

diagnostiziert

werden.

Neben

diesen

diagnostischen Daten werden soziodemographische Merkmale und anamnestische
Daten der betreuten Personen wie Alter, Beziehungsstatus und Erwerbssituation
berichtet

sowie

Informationen

zu

Behandlungsmerkmalen

und

-ergebnissen

dargestellt.
Die aktuell vorliegende Statistik basiert auf den Daten des Jahres 2014. Im Jahr 2014
wurden in 42 ambulanten und 13 stationären Einrichtungen, die sich an der BSHS
beteiligt haben, 20.021 ambulante Betreuungen und 2.531 stationäre Behandlungen
durchgeführt. Angesichts der großen Anzahl an Klienten/Patienten ist das Berliner
Suchthilfesystem eines der umfangreichsten in ganz Deutschland.

Hinweise zum gendergerechten Sprachgebrauch:
Die verwendeten personenbezogenen Ausdrücke beziehen sich gleichermaßen auf Frauen und
Männer.

3

2. Methodik
2.1. Datenerhebung und -auswertung
Einrichtungen der ambulanten und stationären Suchtkrankenhilfe, die ihre Arbeit
entsprechend der Vorgaben des Deutschen Kerndatensatzes zur Dokumentation im
Bereich der Suchtkrankenhilfe (KDS) dokumentieren und in aggregierter Form für die
bundesweite Auswertung zur Verfügung stellen, können an der Deutschen
Suchthilfestatistik (DSHS) teilnehmen. Diese wird jährlich vom IFT Institut für
Therapieforschung veröffentlicht. Eine weitere Voraussetzung für die Teilnahme ist
die Verwendung einer zertifizierten Dokumentationssoftware, die technisch in der
Lage ist, die notwendigen Daten in standardisierter Form für die Auswertung
aufzubereiten. Gegenwärtig (Stand: Oktober 2015) verfügen 23 Softwareanbieter
über ein entsprechendes Zertifikat. Das IFT sammelt die bereits in den Einrichtungen
aggregierten und damit anonymisierten Daten und erstellt Bundes-, Landes- und
Verbandsauswertungen in Form von Tabellenbänden und Jahresberichten. In Berlin
hat das IFT die Möglichkeit, neben den aggregierten Daten auch anonymisierte
Daten anhand eines so genannten HIV-Codes auszuwerten, wobei aufgrund des
Datenschutzes zu keinem Zeitpunkt Behandlungs- und Individualdaten gemeinsam
vorliegen. Neben den Daten der Vorjahre sind auch die aktuellen (unkommentierten)
Tabellenbände des Berichtjahres 2014 unter www.suchthilfestatistik.de frei verfügbar.
Eine ausführliche Darstellung der Erhebungsmethodik der DSHS kann der
Publikation von Bauer, Sonntag, Hildebrand, Bühringer und Kraus (2009)
entnommen werden.
Ziel dieser Darstellung ist es, die aktuellen Berliner Daten mit den Vergleichswerten
anderer Jahre und mit bundesweiten Angaben unabhängig von den Absolutwerten
vergleichen zu können (da in Berlin naturgemäß deutlich weniger Menschen
behandelt werden als im gesamten Bundesgebiet). Für den Vergleich zum Bund
werden prozentuale Veränderungen daher „multiplikativ“ dargestellt: So wird
beispielsweise ein Wert, der zwischen 2007 und 2014 von „2.0%“ auf „6.0%“
gestiegen ist, als Anstieg um +200% dargestellt. Der „Faktor“ (verdoppelt,
verdreifacht, vervierfacht, etc.) ergibt sich aus der prozentualen Angabe (im Beispiel:
+200%) plus 1 (=100%). Im obigen Beispiel bedeutet ein Anstieg der Kategorie um
+200% insgesamt also eine Verdreifachung (100%+200%=300%).

4

2.2. Datenbasis
Bei

der

zugrunde

liegenden

Stichprobe

handelt

es

sich

um

eine

Gelegenheitsstichprobe aller Einrichtungen in Berlin, die sich 2014 an der
Auswertung für die DSHS beteiligt haben. In die Erhebung im ambulanten Bereich
gingen

die

Daten

von

42

Beratungs-

und/oder

Behandlungsstellen

bzw.

Fachambulanzen mit ein1. Im stationären Bereich stammen die Daten aus 10
(teil)stationären Rehabilitationseinrichtungen und drei Adaptionseinrichtungen 2.
Die Gruppierung in „ambulant“ und „stationär“ gewährleistet eine relativ hohe interne
Datenhomogenität

der

beiden

Gruppen.

Die

nachfolgenden

Darstellungen

unterscheiden jeweils zwischen den Daten dieser beiden Gruppen. Die Daten
anderer Einrichtungstypen bleiben bei der weiteren Analyse unberücksichtigt.
Für den ambulanten Bereich basieren die hier dargestellten Analysen auf der
Bezugsgruppe der „Zugänge/Beender“ (N=13.730/ N=13.217), d.h. es werden Daten
zu jenen Klienten berichtet, die 2014 eine Betreuung begonnen bzw. beendet haben.
Dieses Verfahren ermöglicht es am besten, aktuelle Entwicklungen darzustellen, da
die Schwankungen der Zahl jener Personen, die sich bereits seit Jahren in
Behandlung befinden, die Datengrundlage nicht verzerren. Diese Praxis steht
überdies in Übereinstimmung mit internationalen Standards in diesem Bereich wie
dem Treatment Demand Indicator (TDI) des European Monitoring Centre for Drugs
and Drug Addiction (EMCDDA).
Für den stationären Bereich basieren die Analysen auf der Bezugsgruppe der
„Beender“ (N=2.027), d.h. es werden Daten zu jenen Patienten berichtet, die 2014
eine Behandlung beendet haben. Im Gegensatz zum ambulanten Bereich werden für
die Auswertung im stationären Bereich nur Daten der Beender herangezogen, da der
Bezug auf Entlassungsjahrgänge im stationären Bereich für Leistungserbringer und
Leistungsträger

die

übliche

Bezugsgröße

darstellt.

Die

Stichprobe

der

Pathologischen Glückspieler ist im stationären Bereich bei einigen Variablen sehr
gering, so dass hier nicht immer verlässliche Aussagen zu dieser Störungsgruppe
möglich sind.
_________________________
1
2

Im Datenjahr 2013 hatten sich 41 ambulante und 13 stationäre Einrichtungen beteiligt.
Adaption ist die zweite Phase der medizinischen Rehabilitation.

5

3. Einrichtungsmerkmale
3.1. Trägerschaft
Mit einem Anteil von 88% (ambulant) bzw. 92% (stationär) befindet sich der
überwiegende Teil der Einrichtungen in Trägerschaft der freien Wohlfahrtspflege oder
anderer gemeinnütziger Träger. Die restlichen Einrichtungen haben einen öffentlichrechtlichen (ambulant: 7%, stationär: 8%) oder sonstigen Träger (ambulant: 5%,
stationär: 0%). In Berlin gibt es im Gegensatz zum Bund keine Einrichtungen in
privatwirtschaftlicher Trägerschaft.

3.2. Zielgruppen
Fast alle ambulanten Einrichtungen nennen als ihre Zielgruppe Personen mit einer
Problematik im Zusammenhang mit Alkohol (76%), illegalen Drogen (67%) und
Medikamenten (69%). 45% haben Angebote, die sich an Personen mit Störungen
aufgrund des Konsums von Tabak richten und 33% der Einrichtungen geben als
Zielgruppe pathologische Glückspieler an. Etwa ein Viertel (21%) der ambulanten
Einrichtungen hat darüber hinaus auch Personen mit Essstörungen als Zielgruppe
und weitere 31% betreuen Personen mit einer Problematik im Bereich sonstiger
Stoffe oder mit bestimmten Verhaltenssüchten (Mediensucht, Kaufsucht, etc.).
Ein ähnliches Bild zeigt sich in den stationären Einrichtungen: Jeweils 85% der
Einrichtungen behandeln Störungen aufgrund von Alkohol, Medikamenten und
illegalen Drogen und weitere 77% Störungen aufgrund des Konsums von Tabak.
Pathologische Glückspieler und Personen mit einer Problematik aufgrund sonstiger
Stoffe oder mit Verhaltenssüchten werden von 54% der Einrichtungen behandelt,
Personen mit Essstörungen von weiteren 23% der Einrichtungen. Im stationären
Bereich ist die Stichprobe der Pathologischen Glückspieler bei einigen Variablen sehr
gering, so dass keine verlässlichen Aussagen zu dieser Störungsgruppe möglich
sind.

4. Behandlungsvolumen
Im Jahr 2014 wurden in Berliner Suchthilfeeinrichtungen insgesamt 20.021
Betreuungen in ambulanten und 2.531 Behandlungen in stationären Einrichtungen
dokumentiert. Während im stationären Bereich jede Betreuung (100%) aufgrund
einer eigenen Problematik erfolgte, waren dies in ambulanten Einrichtungen nur
6

94%.

Hier

wurde

die

Betreuung

zu

6%

mit

Angehörigen

und

anderen

Bezugspersonen durchgeführt. Die Gesamtzahl der Betreuungen setzt sich aus
Übernahmen aus dem Jahr 2013, Neuzugängen des Jahres 2014, im Jahr 2014
beendeten Betreuungen und Übernahmen in das Jahr 2015 zusammen (siehe
Abbildung 1 und a Gesamtzahl der Behandlungen in stationären Einrichtungen (N=13)
b

Durchschnittliche Zahl der Behandlungen pro Einrichtung.

Abbildung 2).

Im Gegensatz zu allen nachfolgenden Analysen sind in diesen Angaben zunächst
auch noch jene Betreuungen enthalten, die nicht aufgrund einer eigenen
Problematik, sondern aufgrund der Suchtproblematik eines Angehörigen oder
anderer Bezugspersonen durchgeführt wurden.

a
b

Gesamtzahl der Betreuungen in ambulanten Einrichtungen (N=42)
Durchschnittliche Zahl der Betreuungen pro Einrichtung.

Abbildung 1. Gesamtzahl Betreuungen 2014 in ambulanten Einrichtungen

7

a
b

Gesamtzahl der Behandlungen in stationären Einrichtungen (N=13)
Durchschnittliche Zahl der Behandlungen pro Einrichtung.

Abbildung 2. Gesamtzahl der Behandlungen 2014 in stationären Einrichtungen

5. Klientenbezogene Merkmale
5.1. Hauptdiagnosen
Die diagnostischen Informationen zu den in den Einrichtungen behandelten
Personen beruhen auf der internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD10) der Weltgesundheitsorganisation WHO (Dilling, Mambour & Schmidt, 2009). Die
Hauptdiagnose

stellt

die

Behandlung

leitende

Diagnose

des

jeweiligen

Betreuungsfalls dar. Darüber hinaus erlaubt der KDS die Vergabe weiterer
Diagnosen, um Komorbiditäten oder polyvalente Konsummuster abzubilden.
Abbildung 3 und Abbildung 4 zeigen die Verteilung der Hauptdiagnosen unter den
Personen in ambulanten und stationären Einrichtungen für Berlin im Vergleich zum
Bund. Die Daten dieser Abbildungen sind in Tabelle A (für den ambulanten Bereich)
und Tabelle B (für den stationären Bereich) dargestellt.

8

Ähnlich wie in den Vorjahren stellen sowohl im ambulanten als auch im stationären
Bereich Personen mit Störungen aufgrund des Konsums von Alkohol, Opioiden und
Cannabis die drei größten Hauptdiagnosegruppen dar. Dabei sind Störungen
aufgrund des Konsums von Alkohol am häufigsten (ambulant: 40%, stationär: 42%),
gefolgt von Opioiden (ambulant: 25%, stationär: 17%) und Cannabis (ambulant: 19%,
stationär: 16%). Weitere häufige Hauptdiagnosen sind Probleme im Zusammenhang
mit Kokain bzw. Crack (ambulant: 5%, stationär: 10%) und Stimulanzien
(Amphetamine, MDMA und verwandte Substanzen, Ephedrin, Ritalin, etc.; ambulant:
4%, stationär: 12%). Pathologisches Glückspielen stellt den sechsten großen
Hauptdiagnosebereich dar (ambulant: 5%, stationär: 1%).

Abbildung 3. Verteilung der Hauptdiagnosen (ambulant)

Insgesamt weisen Männer – wie auch in den Vorjahren – wesentlich höhere Anteile
bei allen Hauptdiagnosen auf. Die Rangfolge der Geschlechterverhältnisse reicht im
ambulanten und stationären Setting zusammen genommen von einem Verhältnis von
7:1 bei pathologischem Glückspielen, 6:1 bei Kokain, 5:1 bei Cannabis, 3:1 bei
Opioiden bis zu 2:1 bei Alkohol und Stimulanzien. Ein leicht umgekehrtes Verhältnis
findet sich bei Störungen aufgrund des Konsums von Sedativa/Hypnotika. Wie auch
in den vergangenen Jahren liegt hier der Anteil betroffener Frauen mit einem
Verhältnis von 1,2:1 etwas höher als der der Männer.

9

Abbildung 4. Verteilung der Hauptdiagnosen (stationär)

Im Vergleich zum Bund (Brand, Künzel & Braun, 2015) zeigt sich, dass in Berliner
ambulanten Suchthilfeeinrichtungen die Hauptdiagnosen Opioide (+69%), Cannabis
(+15%), Sedativa/Hypnotika (+22%) und Kokain (+130%) einen höheren Anteil
ausmachen, während die Hauptdiagnosen Alkohol (-21%), Stimulanzien (-34%),
Halluzinogene (-41%), andere psychotrope Substanzen (-67%) und pathologisches
Glückspielen (-27%) in Berlin seltener vorkommen.
Im stationären Bereich ist diese Berliner Sonderstellung noch stärker ausgeprägt.
Hier ist der Anteil an behandelten Personen der Störungsgruppen Opioide (+173%),
Cannabis (+105%), Kokain (+420%), Stimulanzien (+123%) und Halluzinogene
(+97%) deutlich größer als auf Bundesebene. Alkoholbezogene Störungen (-41%),
pathologisches Glückspielen (-83%) und andere psychotrope Substanzen (-59%)
sind dagegen im Vergleich zur Bundesstatistik deutlich reduziert.

5.2. Substanzbezogene Komorbiditäten
In

der

Systematik

des

KDS

werden

neben

den

Hauptdiagnosen

auch

Einzeldiagnosen für alle Substanzen vergeben, die zusätzlich zur primären
Problematik in schädlicher oder abhängiger Weise konsumiert werden. Dies
ermöglicht eine Analyse von Konsummustern (siehe Tabelle 1 und Tabelle 2).
Bei knapp der Hälfte (43%) der ambulant betreuten Klienten mit einer primären
Störung aufgrund des Konsums von Alkohol wurde zusätzlich eine tabakbezogene
10

Störung

diagnostiziert,

im

stationären

Segment

wurde

diese

zusätzliche

Einzeldiagnose mit 74% noch deutlich häufiger vergeben. Darüber hinaus
konsumieren 15% (ambulant) bzw. 26% (stationär) der Personen mit einer primären
Alkoholproblematik auch Cannabis auf eine schädliche oder abhängige Weise. Im
stationären Bereich wurde bei weiteren 13% eine zusätzliche Einzeldiagnose
aufgrund des Konsums von Kokain (ambulant: 6%) und bei 22% eine zusätzliche
Störung durch Stimulanzien (Amphetamine, MDMA und andere Stimulanzien)
dokumentiert (ambulant: 8%).
Tabelle 1. Substanzbezogene Komorbiditäten (ambulant)

11

Bei Opioidabhängigen wurde, wie auch in den Vorjahren, sowohl in ambulanten als
auch in stationären Einrichtungen die größte Zahl ergänzender substanzbezogener
Störungen diagnostiziert. Bei einem großen Teil der Personen mit einer primären
opioidbezogenen Störung liegt auch eine Einzeldiagnose aufgrund des Konsums von
Tabak vor (ambulant: 60%, stationär: 65%). Darüber hinaus spielen hier ergänzende
Störungen aufgrund des Konsums von Cannabis (ambulant: 39%, stationär: 35%),
Alkohol (ambulant: 29%, stationär: 38%), Kokain (ambulant: 28%, stationär: 34%)
und Benzodiazepinen (ambulant: 19%, stationär: 22%) eine wichtige Rolle.
Außerdem werden von nennenswerten Anteilen der Personen mit einer primären
Opioidproblematik auch Amphetamine (ambulant: 19%, stationär: 25%) und
Halluzinogene (ambulant: 5%, stationär: 9%) in problematischer Weise konsumiert,
so dass es zur Vergabe entsprechender Einzeldiagnosen kommt. Dies unterstreicht
die erhebliche Mehrfachbelastung, der diese Personengruppe alleine aufgrund des
Konsums verschiedener Substanzen unterliegt.
Bei Personen mit einer Hauptdiagnose Cannabis wurden vor allem ergänzende
Einzeldiagnosen aufgrund des Konsums von Tabak (ambulant: 58%, stationär: 71%)
und Alkohol (ambulant: 30%, stationär: 48%) vergeben. Auch Probleme im
Zusammenhang mit Amphetaminen (ambulant: 19%, stationär: 40%), MDMA und
anderen Stimulanzien (ambulant: 11%, stationär: 25%) sowie Kokain (ambulant:
12%, stationär: 23%) und Halluzinogene (ambulant: 4%, stationär: 18%) treten hier
häufig auf.
Personen

mit

einer

primären

Kokainproblematik

weisen

ein

den

Cannabiskonsumenten sehr ähnliches Gebrauchsmuster auf. Allerdings erhielten
wesentlich mehr Kokainpatienten auch Einzeldiagnosen aufgrund des Konsums von
Heroin

(ambulant:

6%,

stationär:

13%).

Die

höchsten

Anteile

weiterer

Einzeldiagnosen zeigten sich im Bereich des Konsums von Cannabis (ambulant:
53%, stationär: 57%), Alkohol (ambulant: 52%, stationär: 58%) und Tabak (ambulant:
53%, stationär: 73%). Weiterhin spielen Einzeldiagnosen aufgrund des Konsums von
Amphetaminen, MDMA und anderen Stimulanzien (ambulant: 28%, stationär: 49%)
sowie von Benzodiazepinen (ambulant: 4%, stationär: 7%) eine wichtige Rolle.
Etwa die Hälfte der Personen mit einer Störung aufgrund von Stimulanzien weist
zusätzlich eine Einzeldiagnose aufgrund des Konsums von Cannabis auf (ambulant:
50%, stationär: 55%). Weitere Zusatzdiagnosen betreffen vor allem Probleme durch
12

den Konsum von Alkohol (ambulant: 29%, stationär: 39%), Tabak (ambulant: 47%,
stationär: 73%), Kokain (ambulant: 19%, stationär: 17%) und Halluzinogenen
(ambulant: 5%, stationär: 10%). Weitere 6% (stationär) bzw. 3% (ambulant)
konsumieren zudem auch Heroin in problematischer Weise.

Tabelle 2. Substanzbezogene Komorbiditäten (stationär)

13

Etwa die Hälfte der Personen mit einer Störung aufgrund von Stimulanzien weist
zusätzlich eine Einzeldiagnose aufgrund des Konsums von Cannabis auf (ambulant:
50%, stationär: 55%). Weitere Zusatzdiagnosen betreffen vor allem Probleme durch
den Konsum von Alkohol (ambulant: 29%, stationär: 39%), Tabak (ambulant: 47%,
stationär: 73%), Kokain (ambulant: 19%, stationär: 17%) und Halluzinogenen
(ambulant: 5%, stationär: 10%). Weitere 6% (stationär) bzw. 3% (ambulant)
konsumieren zudem auch Heroin in problematischer Weise.
Bei

pathologischen

Glückspielern

können

aufgrund

der

relativ

geringen

Stichprobengröße im stationären Bereich keine zuverlässigen Aussagen über
substanzbezogene Komorbiditäten getroffen werden. Im ambulanten Bereich
entfallen die wenigen zusätzlichen Einzeldiagnosen auf die Bereiche Alkohol (+10%),
Cannabis (+7%) und Tabak (+23%).
Ein Vergleich der substanzbezogenen Komorbiditäten in Berlin mit den Bundesdaten
(siehe Brand, Künzel & Braun, 2015) kann Aufschluss über ortstypische
Konsummuster geben. Hier zeigt sich, dass in Berlin vor allem im stationären Bereich
deutlich

weniger

zusätzliche

Einzeldiagnosen

vergeben

wurden

als

in

Gesamtdeutschland. Dies trifft insbesondere auf die Zusatzdiagnosen Alkohol
(-14%), Opioide (-32%), Benzodiazepine (-37%) und Barbiturate (-71%), Crack
(-49%), LSD (-21%) und Meskalin (-24%) zu. Etwas häufiger sind dagegen in Berlin
weitere Diagnosen aufgrund des Konsums von Cannabis (+15%), Kokain (+29%),
Amphetaminen (+148%) und anderen Halluzinogenen (+16%).
Im ambulanten Bereich zeigt sich im Gegensatz dazu eine deutlich stärkere Vergabe
weiterer

Einzeldiagnosen

als

im

Bundesvergleich,

insbesondere

der

Zusatzdiagnosen Opioide (+62%), Kokain (+73%), Amphetamine (+23%), MDMA
(+45%), andere Halluzinogene (+39%), Meskalin (+95%), Alkohol (+9%), Tabak
(+50%), Benzodiazepine (+26%) und andere Sedativa (+70%). Reduziert sind
lediglich weitere Diagnosen aufgrund des Konsums von Cannabis (-15%), Crack
(-66%), Barbituraten (-15%) und anderen psychotropen Substanzen (-70%).
Besonders auffällig ist im Berliner ambulanten und stationären Bereich die deutlich
höhere Zusatzbelastung von Personen mit alkoholbezogenen Störungen. Diese
weisen wesentlich höhere substanzbezogene Komorbiditäten auf, als dies auf
Bundesebene der Fall ist. Ein weiterer Unterschied der Berliner Daten zum Bund
betrifft die Verteilung der verschiedenen Opiate. So entfallen in Berlin (über die
14

Hauptdiagnosen

hinweg)

im

stationären

Bereich

geringere

Anteile

an

Zusatzdiagnosen auf Buprenorphin (-45%) und Methadon (-46%), während andere
opiathaltige Mittel vor allem im ambulanten Bereich gegenüber dem Bund als
zusätzliche Einzeldiagnosen deutlich überrepräsentiert sind (+126%). Die genauen
Zahlen zu den Bundesdaten finden sich im Online-Bericht der Deutschen
Suchthilfestatistik (Brand, Künzel & Braun, 2015).

5.3. Altersstruktur
Das

Durchschnittsalter

der

Personen

variiert

erheblich

zwischen

den

Substanzgruppen. Personen mit Störungen aufgrund des Konsums von Cannabis
sind die durchschnittlich jüngsten (ambulant: 26 Jahre; stationär: 28 Jahre), gefolgt
von Personen mit einer Problematik im Zusammenhang mit Stimulanzien (ambulant:
30 Jahre; stationär: 28 Jahre). Die betreuten Kokainkonsumenten waren im
Durchschnitt 34 Jahre (ambulant) bzw. 33 Jahre (stationär) alt, Personen mit einer
Opioidabhängigkeit im Schnitt 37 Jahre (ambulant) bzw. 35 Jahre (stationär) alt. Die
beiden durchschnittlich ältesten Gruppen sind die der pathologischen Glückspieler
(ambulant: 38 Jahre; stationär: 42 Jahre) und der Alkoholpatienten (ambulant: 45
Jahre; stationär: 43 Jahre). Die Altersstruktur wird für den ambulanten Bereich in
Abbildung 5 und für den stationären Bereich in Abbildung 6 dargestellt. Eine
tabellarische Darstellung findet sich außerdem in Tabelle C und Tabelle D im
Anhang.
Im Vergleich zur DSHS liegen Klienten im ambulanten Berliner Bereich hinsichtlich
ihres Durchschnittsalters größtenteils über den Vergleichsdaten für den Bund. Am
deutlichsten ist dies für die Störungsbereiche pathologisches Glückspielen (+2,8
Jahre), Stimulanzien (+2,2 Jahre), Cannabis (+1,7 Jahre) und Kokain (+0,4 Jahre) zu
beobachten.

Ausnahme

bilden

Personen

mit

alkohol-

(-0,3

Jahre)

und

opioidbezogenen Störungen (-0,6 Jahre), deren Durchschnittsalter unter dem
Bundesdurchschnitt liegt.
Im stationären Berliner Segment liegen die wegen Alkohol (-3,1 Jahre), Opioiden
(-0,6

Jahre)

und

Kokain

(-0,6

Jahre)

behandelten

Patienten

unter

dem

Durchschnittsalter der Bundesdaten, während die Personen mit den Hauptdiagnosen
Cannabis (+0,4 Jahre) und Pathologisches Glückspielen (+3,6) leicht über dem

15

Bundesdurchschnitt liegen. Bei stimulanzienbezogenen Störungen zeigen sich keine
Unterschiede im durchschnittlichen Alter.

Abbildung 5. Altersstruktur (ambulant); N=42

Abbildung 6. Altersstruktur (stationär); N=13

16

5.4. Beziehungsstatus
Betrachtet man die verschiedenen Hauptdiagnosegruppen, ist erwartungsgemäß der
Anteil der in festen Beziehungen lebenden Personen unter Personen mit einer
Cannabisproblematik im Vergleich zu den Personen anderer Hauptdiagnosegruppen
gering und macht nur etwa ein Drittel (ambulant: 29%, stationär: 27%) dieser Gruppe
aus (siehe Abbildung 7 und Abbildung 8 bzw. Tabelle E und Tabelle F im Anhang).
Ähnlich geringe Raten fester Beziehungen finden sich auch bei stimulanzien(ambulant: 35%, stationär: 32%) und opioidbezogenen Störungen (ambulant: 35%,
stationär: 31%). Am häufigsten in festen Beziehungen leben Personen mit einer
Glückspielproblematik (ambulant: 48%, stationär zu geringes Sample), gefolgt von
Perosnen mit einer Kokain- (ambulant: 40%, stationär: 28%) oder Alkoholproblematik
(ambulant: 40%, stationär: 37%).

Abbildung 7. Beziehungsstatus (ambulant); N=42

Nach

wie

vor

ist

Hauptdiagnosegruppen

ein

erheblicher

alleinstehend.

Teil

der

Betroffenen

nahezu

aller

Unter

den

ambulanten

Klienten

(mit

Ausnahme der Personen mit einer Cannabisproblematik) trifft dies auf etwa jeden
zweiten zu. Unter den stationär Behandelten sind die Anteile der Alleinstehenden im
Vergleich zum ambulanten Segment mit Ausnahme von kokainbezogenen Störungen
17

geringer. Da die Cannabispatienten zum Teil noch sehr jung sind, ist davon
auszugehen, dass sie zwar nicht in fester Partnerschaft, aber dennoch häufig in
festen sozialen Bezügen (Familie) leben.
Deutliche Unterschiede zeigen sich auch im Beziehungsstatus von Frauen und
Männern. Vor allem stationär ist der Anteil an Alleinstehenden unter Männern
deutlich höher als bei Frauen (mit Ausnahme opioidbezogener Störungen). Im
ambulanten Bereich ist dieser Unterschied weniger stark ausgeprägt, hier findet sich
dafür in allen Hauptdiagnosegruppen (mit Ausnahme von Stimulanzien) ein größerer
Anteil an Frauen, die in zeitweiligen Beziehungen leben.
Im Vergleich zur bundesdeutschen Suchthilfestatistik (Brand, Künzel & Braun, 2015)
zeigen sich für Berlin Unterschiede hinsichtlich des Beziehungsstatus. In Berlin ist
der Anteil von Personen in festen Beziehungen gegenüber den Bundesdaten sowohl
ambulant als auch stationär störungsübergreifend reduziert: Alkohol (ambulant: 17%, stationär: -14%), Opioide (ambulant: -11%, stationär: -16%), Cannabis
(ambulant: -1%, stationär: -11%), Kokain (ambulant: -13%, stationär: -30%),
Stimulanzien (ambulant: -1%, stationär: -2%) und pathologisches Glückspielen
(ambulant: -5%, stationär: Sample zu gering).

Abbildung 8. Beziehungsstatus (stationär), N=12

18

5.5. Berufliche Integration
In

Verbindung mit anderen

Indikatoren

wie

z.B.

den

Informationen

zum

Beziehungsstatus (siehe oben) liefert die berufliche Integration ergänzende Hinweise
zum Grad der sozialen Exklusion der betreuten Personengruppen (siehe Tabelle 3
und Tabelle 4).
Der höchste Anteil erwerbsloser Personen findet sich unter den betreuten Opioid(ambulant: 65%, stationär: 71%) und Stimulanzienkonsumenten (ambulant: 50%,
stationär: 81%), gefolgt von Personen mit primären Cannabisproblemen (ambulant:
44%, stationär: 71%), alkoholbezogenen Störungen (ambulant: 44%, stationär: 59%)
und Personen mit einer Hauptdiagnose Kokain (ambulant: 41%, stationär: 49%). Die
niedrigste Quote Erwerbsloser findet sich in der Gruppe der pathologischen
Glückspieler (ambulant: 30%, stationär: Sample zu gering). Insgesamt ist der Anteil
erwerbsloser Personen im stationären Bereich deutlich höher als im ambulanten
Setting.
Demzufolge findet sich auch der geringste Anteil erwerbstätiger Personen unter den
Personen mit einer Opioid- (ambulant: 11%, stationär: 14%), Cannabis- (ambulant:
24%, stationär: 16%) und Stimulanzienproblematik (ambulant: 27%, stationär: 12%)
und der höchste Anteil erwerbstätiger Personen bei pathologischem Glückspielern
(ambulant: 54%, stationär: Sample zu klein) sowie alkohol- (ambulant: 39%,
stationär: 33%) und kokainbezogenen Störungen (ambulant: 36%, stationär: 35%).
Ein Vergleich der Berliner Daten zur beruflichen Integration mit den Daten der
Deutschen Suchthilfestatistik zeigt, dass der Anteil an Erwerbslosen in Berlin über
alle Hauptdiagnosegruppen hinweg (bis auf Kokain im stationären Bereich ) größer
ist als im Bundesschnitt: Alkohol (ambulant: +28%, stationär: +35%:), Cannabis
(ambulant: +42%, stationär: +27%), Stimulanzien (ambulant: +7, stationär: +31%),
Opioide (ambulant: +10%, stationär: +7%), Kokain (ambulant: +7%, stationär: -6%),
pathologisches Glückspielen (ambulant: +25%, stationär: Sample zu gering). Die
konkreten Zahlen zu den Bundesdaten finden sich im Online-Bericht der Deutschen
Suchthilfestatistik (Brand, Künzel & Braun, 2015).
Inwiefern es sich hier um ein „Großstadtphänomen“ handelt oder ob der Anteil
erwerbsloser Klienten/Patienten in Berlin aus einem anderen Grund deutlich höher
ist, kann nicht beurteilt werden. Ein Vergleich mit der – hinsichtlich der Größe – am
besten vergleichbaren Stadt Hamburg zeigt, dass die Arbeitslosenquoten nach ALG I
19

und ALG II in Hamburg für alle Hauptdiagnosegruppen unter jenen von Berlin liegen.
Dabei

ist

zu

beachten,

dass

die

Arbeitslosenquote

der

Hamburger

Allgemeinbevölkerung ebenfalls deutlich niedriger ist (Stand Dezember 2014: 7,2%).
Insgesamt stehen die Berliner Ergebnisse in Übereinstimmung mit einer allgemein
erhöhten Arbeitslosigkeit in Berlin, die nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit
im Dezember 2014 bei 10,5% (Bundesagentur für Arbeit, 2014) und damit um ca. 4%
über dem Bundesdurchschnitt (6,4%) lag.

20

Tabelle 3. Berufliche Integration (ambulant)

21

Tabelle 4. Berufliche Integration (stationär)

22

5.6. Migration
Migration ist ein häufig berücksichtigter Aspekt im Zusammenhang mit Abhängigkeit.
Die folgenden Abbildungen veranschaulichen den Migrationsstatus für die einzelnen
Hauptdiagnosegruppen. Als Migrationshintergrund wird hier gewertet, wenn jemand
entweder selbst migriert ist oder als Kind von Migranten geboren wurde.

Abbildung 9. Migrationsstatus (ambulant); N=27

Abbildung 9 zeigt, dass der Anteil an Personen mit Migrationshintergrund in den
verschiedenen Hauptdiagnosegruppen variiert. Der höchste Anteil von Personen mit
Migrationshintergrund zeigt sich unter Personen mit kokainbezogenen Störungen,
19% sind selbst migriert und 23% als Kind von Migranten geboren. Ebenfalls einen
hohen Anteil an Migranten weisen auch Personen mit den Hauptdiagnosen Opioide
(30%) und pathologisches Glückspielen (33%) auf. Im Vergleich dazu zeigen sich bei
den Störungsgruppen Alkohol (11%) und Stimulanzien (13%) deutlich geringere
Anteile von Personen mit Migrationshintergrund. In der Hauptdiagnosegruppe
Cannabis findet sich ein mittlerer Anteil von Personen mit Migrationshintergrund
(20%).
Im stationären Bereich zeigt sich eine ähnliche Verteilung, wobei hier Patienten mit
cannabis- (16%), kokain- (16%) und stimulanzienbezogenen Störungen (8%) einen
23

geringeren Migrantenanteil aufweisen, während in den Hauptdiagnosegruppen
Alkohol (13%) und Opioide (31%) mehr Patienten mit Migrationshintergrund zu finden
sind (Abbildung 10).

Abbildung 10. Migrationsstatus (stationär), N=11

Abbildung 11 zeigt den Vergleich der Migrationsquote Berlin versus Hamburg für die
verschiedenen Hauptdiagnosen. Hier zeigt sich, dass der Anteil von Personen mit
Migrationshintergrund in Hamburg über alle Hauptdiagnosegruppen (mit Ausnahme
Kokain) höher ist als in Berlin. Der größte Unterscheid zeigt sich in der Gruppe der
pathologischen Glückspieler, wobei hier Hamburg mit einem Migrantenanteil von
45%

deutlich

über

jenem

von

Berlin

liegt

(33%).

Aber

auch

in

den

Hauptdiagnosegruppen Cannabis (Hamburg: 31%, Berlin: 20%), Alkohol (Hamburg:
21%,

Berlin: 11%), Stimulanzien (Hamburg: 21%,

Berlin: 13%) und Opioiden

(Hamburg: 35%, Berlin: 30%) zeigt sich unter der Hamburger Suchthilfeklientel ein
deutlich höherer Anteil an Migranten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes
(2015) liegt der Migrantenanteil in der Allgemeinbevölkerung in Hamburg und Berlin
vergleichbar bei 25-30%, was darauf hindeutet, dass im Hamburger Suchthilfesystem
mehr Migranten erreicht werden (Statistisches Bundesamt, 2015).
24

Abbildung 11. Personen mit Migrationshintergrund im Vergleich Berlin-Hamburg, ambulant
(N= Berlin=27, N Hamburg=50)

5.7. Schulabschluss
Hinsichtlich der schulischen Ausbildung zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen
den Hauptdiagnosegruppen (siehe Abbildung 12 und Abbildung 13 bzw. Tabelle G
und Tabelle H im Anhang). Als Parameter für den Anteil schulisch gut ausgebildeter
Personen erweist sich der Prozentsatz von Personen mit (Fach)Hochschulreife/Abitur
bzw. Realschulabschluss/ Polytechnische Oberschule als sinnvoll, während als
Indikator für den Anteil von Personen mit niedriger schulischer Ausbildung der
Prozentsatz von Personen mit Hauptschulabschluss oder ohne Schulabschluss
verwendet werden kann. Beide Indikatoren zeigen ein übereinstimmendes Bild
hinsichtlich der unterschiedlichen Bildungsaffinität innerhalb der verschiedenen
Substanzgruppen.
Personen mit den Hauptdiagnosen Alkohol und pathologisches Glückspielen weisen
das höchste Bildungsniveau auf. Bei beiden Störungen zeigt sich ein Anteil an
Personen mit Abitur bzw. Realschulabschluss von über 60% und zugleich der
niedrigste Prozentsatz von Personen ohne Hauptschulabschluss (Alkohol - ambulant:
6%, stationär: 8%; pathologisches Glückspielen - ambulant: 5%, stationär: Sample zu
gering).

25

Abbildung 12. Schulabschluss (ambulant), N=42

Abbildung 13. Schulabschluss (stationär), N=12

26

Personen mit Störungen aufgrund des Konsums der illegalen Substanzen Kokain,
Cannabis und Opioide weisen sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich
wesentlich geringere Bildungsgrade auf, so dass zum einen der Anteil an Personen
mit Fachhochschulreife/Abitur niedriger und zum anderen der Anteil an Personen mit
Hauptschulabschluss oder ohne Schulabschluss deutlich erhöht ist. Insbesondere
Personen mit einer cannabisbezogenen Störung besitzen oft keinen Schulabschluss
(ambulant: 31%, stationär: 14%) oder befinden sich noch in Schulausbildung
(ambulant: 17%), was durch den frühen durchschnittlichen Beginn der Störung bzw.
durch die spezifische Symptomatik bei cannabisbezogenen Störungen bedingt sein
dürfte. Personen mit stimulanzienbezogenen Störungen liegen mit einem Anteil von
50% an Personen mit (Fach)Hochschulreife/Abitur und Realschulabschluss/
Polytechnische Oberschule im mittleren Bereich.
Im Vergleich zur bundesdeutschen Suchthilfestatistik (DSHS) zeigt sich ein
ambivalentes Bild. Einerseits ist in Berlin der Anteil von Personen ohne
Schulabschluss größer, andererseits ist aber auch das höhere Bildungssegment (z.B.
Fachhochschulreife/Abitur) im Vergleich zu den Bundesdaten überrepräsentiert.
Demnach ist in Berlin im ambulanten Bereich sowohl der Anteil an Personen ohne
Schulabschluss über alle Störungen hinweg (einzige Ausnahme PG: -38%) erhöht:
Opioide (+36%), Stimulanzien (+17%), Cannabis (+12%), Kokain (+29) und Alkohol
(+11%), als auch ein höherer Anteil an Personen mit (Fach-)Hochschulreife/Abitur zu
finden (Stimulanzien: +190%, Alkohol: +60%, Cannabis: +96%; Opioide: +51%;
Kokain: +24%, PG: +6%). Das gleiche Bild zeigt sich im stationären Bereich. Auch
hier weisen die Hauptdiagnosegruppen Alkohol (+80%), Kokain (+66%), Opioide
(+11%) und Cannabis (+7%) in Berlin zum einen höhere Anteile von Personen ohne
Schulabschluss (Ausnahme: Stimulanzien: -40%) und zum anderen einen höheren
Anteil an Personen mit (Fach)Hochschulreife/Abitur (Alkohol: +45%; Opioide: +89%;
Cannabis: +37%; Kokain: +7%, Stimulanzien: +48%) auf.
Diese ambivalente Bildungsaffinität der Personen in Berliner Suchthilfeeinrichtungen
im Vergleich zum Bund, könnte darauf zurückzuführen sein, dass in die
Bundesstatistik

weniger

urbane

Gebiete

mit

möglicherweise

anderen

Schulbildungsmustern einfließen. Zum anderen könnte es sein, dass in Berlin auch
bildungsnahe Schichten mit einer Suchtproblematik in stärkerem Maße erreicht
werden.
27

5.8. Wohnsituation
Unabhängig von der Hauptdiagnose zeigt eine Analyse der Wohnsituation, dass der
überwiegende Anteil der Personen selbstständig wohnt (ambulant: 50-81%,
stationär: 36-69%), wobei Personen mit den Hauptdiagnosen Alkohol (ambulant:
81%, stationär: 69%) und pathologisches Glückspielen (ambulant: 75%, stationär:
Sample zu gering) deutlich häufiger selbstständig wohnen als Personen mit einer
Hauptdiagnose aufgrund illegaler Substanzen (Opioide: ambulant: 50%, stationär:
38%; Cannabis: ambulant: 59%, stationär: 43%; Kokain: ambulant: 61%, stationär:
36%; Stimulanzien: ambulant: 61%, stationär: 44%).

Abbildung 14. Wohnsituation in den letzten 6 Monaten vor Betreuungsbeginn (ambulant), N=42

Ein weiterer relevanter Anteil – mit Ausnahme von Personen mit alkoholbezogenen
Störungen (ambulant: 6%, stationär: 8%) – wohnt bei anderen Personen wie der
Familie, Freunden oder Verwandten. Diese Wohnsituation ist am stärksten bei
cannabis- (ambulant: 19%, stationär: 23%) und stimulanzienbezogenen Störungen
(ambulant: 15%, stationär: 19%) ausgeprägt, vermutlich aufgrund des im
Durchschnitt jüngeren Alters dieser Personen. Dies zeigt sich auch darin, dass die
durchschnittlich älteste Patientengruppe mit alkoholbezogenen Störungen am
28

seltensten bei anderen Personen lebt (ambulant: 6%, stationär: 8%). Eine
Mittelposition nehmen die Hauptdiagnosegruppen Opioide (ambulant: 15%, stationär:
17%), Kokain (ambulant: 10%, stationär: 34%) und pathologisches Glückspielen
(ambulant: 12%, stationär: Sample zu gering) ein.
Deutliche Unterschiede zwischen den Hauptdiagnosegruppen insbesondere entlang
der Achse legal-illegal zeigen sich neben der Wohnselbstständigkeit auch in der
Unterbringung in Justizvollzugsanstalten. Vor allem bei Störungsgruppen im Bereich
illegaler Substanzen entfällt ein nicht unerheblicher Anteil auf Personen, die in
Justizvollzugsanstalten untergebracht sind. Dies trifft insbesondere auf Personen mit
kokain- (ambulant: 21%, stationär: 13%) und opioidbezogenen Störungen (ambulant:
12%, stationär: 17%) sowie auf die Hauptdiagnosen Cannabis (ambulant: 5%,
stationär: 7%) und Stimulanzien (ambulant: 6%, stationär: 6%) zu. Personen mit
Störungen bezogen auf legale Substanzen sind dagegen deutlich seltener in
Justizvollzugsanstalten untergebracht (Alkohol: ambulant: 1%, stationär: 1%;
pathologisches Spielen: ambulant: 4%, stationär: Sample zu gering).
In Fachkliniken bzw. stationären Rehabilitationseinrichtungen untergebracht sind
neben Personen mit Störungen bezogen auf die illegalen Substanzen Opioide
(ambulant: 3%, stationär: 15%), Kokain (ambulant: 3%, stationär: 7%), Stimulanzien
(ambulant: 6%, stationär: 26%) und Cannabis (ambulant: 2%, stationär: 17%) im
stationären Bereich auch 14% der Personen mit einer alkoholbezogenen Störung
(ambulant: 3%). Bei den pathologischen Glückspielern macht diese Wohnform im
ambulanten Bereich nur 1% aus (stationär: Sample zu gering).
Obdachlos (ohne Wohnung) oder in Notunterkünften, d. h. in sehr prekärer
Wohnsituation befinden sich ambulant 2,6% (n=327) und stationär 2,4% (n=37).
Personen mit opioidbezogenen Störungen sind dabei von allen Störungen am
häufigsten von Obdachlosigkeit betroffen (ambulant: 6%, stationär: 5%).
Auf alle anderen Wohnformen entfallen sowohl im ambulanten als auch im
stationären Bereich Prozentanteile von weniger als 5% (siehe Abbildung 14 und
Abbildung 15 bzw. Tabelle I und Tabelle J im Anhang).

29

Abbildung 15. Wohnsituation in den letzten 6 Monaten vor Betreuungsbeginn (stationär), N=12

Im Vergleich zur Deutschen Suchthilfestatistik (Brand, Künzel & Braun, 2015) zeigen
sich einige Unterschiede bezüglich der Wohnsituation. In Berlin wohnen ambulant
betreute

Klienten

aller

Hauptdiagnosegruppen

(außer

Cannabis)

seltener

selbstständig (Alkohol: -4%, Opioide: -20%, Kokain: -1%, PG: -1%) oder bei anderen
Personen (Alkohol: -15%, Cannabis: -49%, Stimulanzien: -29%, Kokain: -20%, PG: 31%) als im Bundesvergleich. Dafür ist der Anteil von Personen ohne Wohnung
besonders bei alkohol- (+174%), opioid- (+110%), stimulanzien- (+154%) und
cannabisbezogenen Störungen (+215%) in Berlin deutlich höher und auch der Anteil
an Personen, die in einem Übergangswohnheim oder ambulant betreuten
Wohneinrichtungen untergebracht sind, ist größer als auf Bundesebene.
Im stationären Berliner Bereich zeigt sich ebenfalls über alle Hauptdiagnosegruppen
hinweg eine geringere Wohnselbstständigkeit (Alkohol: -19%, Opioide: -20%,
Cannabis: -7%, Kokain: -22%, Stimulanzien: -5%), allerdings leben hier Personen mit
alkohol- (+29%), opioid- (+17%) und kokainbezogenen Störungen (+87%) häufiger
bei anderen Personen. Zudem sind deutlich mehr Patienten (mit Ausnahme
Cannabis) in Fachkliniken und stationären Rehabilitationseinrichtungen sowie
30

ambulanten Wohneinrichtungen und Übergangswohnheimen untergebracht und auch
der Anteil an Patienten, die unter prekären Umständen leben ist im Vergleich zum
Bund erhöht. Demzufolge sind in Berlin Personen mit

alkohol- (+55%) und

kokainbezogenen Störungen (+104%) häufiger in Notunterkünften untergebracht und
Personen mit einer Opioid- (+109%), Cannabis- (+22%) und Kokainabhängigkeit
(+45%) häufiger obdachlos. Die konkreten Zahlen zu den Bundesdaten finden sich
im Online-Bericht der Deutschen Suchthilfestatistik (Brand, Künzel & Braun, 2015).

6. Behandlungsbezogene Merkmale
6.1. Vermittlungswege
Der größte Teil der Klienten, die eine ambulante Einrichtung der Suchthilfe in Berlin
aufsuchen, sind Selbstmelder (44%), d. h. die Klienten werden weder durch Dritte
noch durch eine andere Institution vermittelt. Weitere wichtige Vermittlungswege sind
Suchtberatungs- und Behandlungsstellen (7%), Krankenhäuser (10%), ärztliche bzw.
psychotherapeutische Praxen (9%), Familie (7%), Sozialdienst/JVA/ Maßregelvollzug
(3%), stationäre Rehabilitationseinrichtungen (3%), Einrichtungen der Jugendhilfe/
Jugendamt (3%), Justizbehörden (2%), Arbeitgeber, Betrieb oder Schule (1%),
ambulant betreute Wohneinrichtungen (2%) und andere Beratungsdienste (1%)
(siehe Abbildung 16 bzw. Tabelle K im Anhang).
In stationären Einrichtungen ist im Vergleich zum ambulanten Bereich nur ein sehr
geringer Anteil der Patienten Selbstmelder (6%). Personen, die in stationären
Einrichtungen der Suchthilfe aufgenommen werden, werden hauptsächlich durch
Suchtberatungs- und Behandlungsstellen (55%), Krankenhäuser (17%) und
stationäre

Rehabilitationseinrichtungen

(15%)

vermittelt.

Auf

alle

weiteren

Vermittlungswege entfallen im stationären Bereich weniger als 2% (siehe Abbildung
17 bzw. Tabelle L im Anhang).
In den verschiedenen Hauptdiagnosegruppen zeigen sich deutliche Unterschiede in
den Vermittlungswegen: Selbstmelder finden sich im ambulanten Bereich vor allem
bei Personen mit der Hauptdiagnose pathologisches Glückspielen (65%), Kokain
(53%) und Stimulanzien (51%), gefolgt von Personen mit den Hauptdiagnosen
Alkohol (43%), Opioide (42%) und Cannabis (40%). Im stationären Bereich macht
der Anteil an Selbstmeldern nur 3-6% aus.
31

Abbildung 16. Vermittlungswege ambulant, N=42

Abbildung 17. Vermittlungswege stationär, N=12

32

Im ambulanten Bereich werden besonders Klienten mit den behandlungsleitenden
Diagnosen Cannabis (12%), Stimulanzien (8%), Kokain (7%), Alkohol (6%) und
pathologisches Glückspielen (13%) von der Familie zur Behandlung veranlasst.
Personen mit opioidbezogenen Störungen (2%) kommen dagegen etwas seltener
durch eine Intervention der Familie in Behandlung. Im stationären Bereich spielt die
Vermittlung durch die Familie keine Rolle, da eine stationäre Behandlung in der
Regel eine fachliche Vermittlung voraussetzt.
Durch Krankenhäuser vermittelt werden in erster Linie nur Personen mit einer
primären Alkoholproblematik (ambulant: 18%, stationär: 30%). Alle weiteren
Störungen

werden

im

ambulanten

und

stationären

Bereich

nur

in

einer

Größenordnung von 2%-7% durch Krankenhäuser vermittelt.
Durch ärztliche bzw. psychotherapeutische Praxen in den ambulanten Bereich
vermittelt werden in erster Linie Personen mit Störungen aufgrund der Konsums von
Opioiden (27%). Personen mit den Hauptdiagnosen Alkohol, Cannabis, Kokain,
Stimulanzien und pathologisches Glückspielen werden nur in geringem Maße durch
ärztliche und psychotherapeutische Praxen (2-5%) vermittelt. Im stationären Bereich
spielt dieser Vermittlungsweg keine signifikante Rolle (<1%).
Durch Justizbehörden in den ambulanten Bereich vermittelt werden überwiegend
Personen mit den Hauptdiagnosen Kokain (5%), Stimulanzien (3%) und Cannabis
(4%). Im stationären Bereich spielt dieser Vermittlungsweg keine Rolle.
Im Vergleich zur gesamtdeutschen Suchthilfestatistik (Brand, Künzel & Braun, 2015)
melden sich Personen im ambulanten Bereich in Berlin häufiger selbst, was vor allem
auf Klienten mit den Hauptdiagnosen pathologisches Glückspielen (+25%),
Stimulanzien (+18%), Cannabis (+10%), Kokain (+8%) und Alkohol (+9%) zutrifft,
kommen dafür aber (mit Ausnahme cannabisbezogener Störungen) seltener
aufgrund der Familie in die Beratung (Alkohol: -21%, Opioide: -20%, Kokain: -10%,
Stimulanzien: -28%, PG: -30%). Zudem werden Personen in Berlin deutlich häufiger
durch niedrigschwellige Einrichtungen, Krankenhäuser, (teil)stationäre Einrichtungen
der Sozialtherapie, ambulant betreute Wohneinrichtungen, soziale Verwaltungen
(Sozialamt, Wohnungsamt, Gesundheitsamt) und den sozialpsychiatrischen Dienst in
die ambulante Suchthilfe vermittelt als im Bundesvergleich. Personen mit einer
Hauptdiagnose aufgrund illegaler Substanzen werden in Berlin häufiger durch den
Sozialdienst/JVA vermittelt (Opioide: +89%; Kokain: +87%, Stimulanzien: +10%),
33

während Vermittlungen durch Justiz- und Straßenverkehrsbehörden in Berlin seltener
vorkommen als auf Bundesebene.
Bei Patienten im stationären Segment zeigt sich bis auf kokainbezogene Störungen
über alle Störungsgruppen hinweg ein höherer Anteil an Vermittlungen durch
stationäre Rehabilitationseinrichtungen (Alkohol: +205%, Opioide: +27%, Cannabis
+30%, Stimulanzien: +92%). Zudem ist der Anteil an Vermittlungen durch
Einrichtungen der Jugendhilfe/Jugendamt gegenüber dem Bund erhöht (Alkohol:
+198%, Opioide: +119%, Cannabis: +148%, Kokain: +359%) und es werden mehr
Personen

mit

einer

Problematik

aufgrund

illegaler

Substanzen

durch

niedrigschwellige Einrichtungen (Opioide: +448%, Cannabis: +239%, Kokain:
+129%, Stimulanzien: +241%) in den stationären Bereich vermittelt. Die konkreten
Zahlen zu den Bundesdaten finden sich im Online-Bericht der Deutschen
Suchthilfestatistik (Brand, Künzel & Braun, 2015).

6.2. Behandlungsauflagen
Behandlungsauflagen stehen in der Regel im Zusammenhang mit gerichtlichen
Verfahren im Bereich des Konsums illegaler Substanzen. Demgemäß finden sich
gerichtliche Auflagen selten in Verbindung mit Alkohol (ambulant: 3%, stationär: 5%)
und pathologischem Glückspielen (ambulant: 2%, stationär: Sample zu gering).
Innerhalb der Gruppe von Personen mit einer Hauptsuchtdiagnose aufgrund „illegaler
Substanzen“ haben Personen mit den Hauptdiagnosen Kokain am häufigsten
gerichtliche Auflagen (ambulant: 27%, stationär: 43%), gefolgt von Personen mit
einer Problematik aufgrund von Opioiden (ambulant: 21%, stationär: 39%),
Stimulanzien (ambulant: 14%, stationär: 17%) und Cannabis (ambulant: 12%,
stationär: 19%). Abbildung 18 und Abbildung 19 zeigen die Verteilung der
Behandlungsauflagen in Abhängigkeit der Hauptdiagnose (siehe auch Tabelle M und
Tabelle N im Anhang).

34

Abbildung 18. Behandlungsauflagen ambulant, N=41

Abbildung 19. Behandlungsauflagen stationär, N=12

35

Die häufigsten gerichtlichen Auflagen werden – mit Ausnahme von Alkohol und
pathologischem Glückspiel – im Rahmen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG)
angeordnet. Alle vier illegalen Substanzgruppen (Opioide, Cannabis, Stimulanzien
und Kokain) haben dabei einen mindestens 7%-igen Anteil von Personen, die eine
solche gerichtliche Auflage nach BtMG mitbringen. Gerichtliche Auflagen bei
Personen mit der Hauptdiagnose Alkohol haben in der Regel andere strafrechtliche
Grundlagen (ambulant: 2%, stationär: 2%). Bei den Hauptdiagnosen aufgrund
illegaler Substanzen ist der Anteil an anderen strafrechtlichen Grundlagen ebenfalls
etwas höher (4-7%).
Ein Vergleich dieser Daten mit den Daten der Deutschen Suchthilfestatistik (Brand,
Künzel & Braun, 2015) zeigt, dass besonders Personen mit cannabis- (-72%),
stimulanzien- (-48%), alkohol- (-36%) und kokainbezogenen Störungen (-10%) in
Berlin seltener Auflagen aufgrund des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) in
ambulante Einrichtungen mitbringen und auch in höherem Ausmaß keinen anderen
gerichtlichen Auflagen unterliegen (Cannabis +27%, Stimulanzien +9%, Kokain:
+5%, Alkohol: +4%). Lediglich Personen mit einer Opioidproblematik (+23%)
kommen in Berlin häufiger aufgrund anderer strafrechtlicher Grundlagen in
Behandlung als auf Bundesebene. Im stationären Bereich ist der gleiche Trend –
keine Auflagen mitzubringen – für cannabis- (+11%), opioid- (+14%) und
stimulanzienbezogene Störungen (+14%) zu beobachten. Der Anteil an Auflagen
nach BtMG ist bis auf die Hauptdiagnosen Alkohol und Kokain im Vergleich zum
Bund ebenfalls reduziert (Opioide: -19%, Cannabis: -31%, Kokain: - 6%,
Stimulanzien: -21%).
Der geringere Anteil an Auflagen nach BtMG, insbesondere bei cannabisbezogenen
Störungen, kann dadurch erklärt werden, dass Personen mit derartigen Störungen in
Berlin tatsächlich seltener Auflagen aufgrund des BtMG mitbringen. Dies könnte
darauf zurückgeführt werden, dass Cannabiskonsumenten aufgrund der in Berlin
praktizierten Einstellung der gerichtlichen Verfahren bis zu einer Höchstgrenze von
10 Gramm sichergestellten Cannabis (fakultativ 15 Gramm) eine geringere
Wahrscheinlichkeit haben, mit der Justiz in Konflikt zu geraten.

36

6.3. Maßnahmen
Im ambulanten Bereich stellt die ambulante Suchtberatung den größten Teil der
durchgeführten Maßnahmen dar (bei allen Substanzen >95% außer Opioide 82%).
Ein wesentlich kleinerer aber relevanter Anteil entfällt auf die ambulante
Entwöhnungsbehandlung

(7%)

und

die

psychosoziale

Begleitbetreuung

bei

Substitution, die naturgemäß nur bei der Hauptdiagnose Opioide (17%) angezeigt ist.
Ambulante

sozialtherapeutische

Maßnahmen

(2%)

und

teilstationäre

sozialtherapeutische Maßnahmen (3%) spielen im ambulanten Bereich ebenfalls eine
Rolle. Auf alle weiteren Maßnahmen entfallen im ambulanten Bereich weniger als
2%. Abbildung 20 und Abbildung 21 stellen die Verteilung von Maßnahmen für die
verschiedenen Störungsgruppen dar (siehe auch Tabelle O und Tabelle P im
Anhang).

Abbildung 20. Maßnahmen ambulant, N=41

Im stationären Bereich entfällt störungsunabhängig der größte Teil auf die stationäre
(47%) und teilstationäre Entwöhnungsbehandlung (9%). Weitere wichtige Anteile
entfallen auf psychotherapeutische (35%) und psychiatrische Behandlung (23%),
Adaptionsbehandlungen (15%) sowie Entzug/Entgiftung (10%) und sonstige
37

medizinische Maßnahmen (23%). Stationäre sozialtherapeutische Maßnahmen
kommen vor allem bei alkoholbezogenen Störungen (12%) zur Anwendung.

Abbildung 21. Maßnahmen stationär, N=13

Im Vergleich zur Deutschen Suchthilfestatistik (DSHS) zeigen sich Unterschiede, was
die Art der durchgeführten Maßnahmen betrifft. Im ambulanten Bereich zeigt sich
dies

am

deutlichsten

hinsichtlich

der

teilstationären

sozialtherapeutischen

Maßnahmen, die in Berlin über alle Störungsgruppen hinweg deutlich häufiger zur
Anwendung kommen. Ambulante sozialtherapeutische Maßnahmen kommen in
Berlin bei kokain-, stimulanzien- und cannabisbezogenen Störungen ebenfalls
häufiger zur Anwendung als im Bundesvergleich. Darüber hinaus werden in Berlin
bei Personen mit den Hauptdiagnosen Kokain (+64%), Stimulanzien (+23%) und
pathologisches

Glückspielen

(+334%)

häufiger

ambulante

Entwöhnungs-

behandlungen durchgeführt. Sonstige medizinische Maßnahmen kommen im
ambulanten Bereich Berlins bei allen Hauptdiagnosen außer Alkohol und
pathologischem Glückspielen ebenfalls deutlich häufiger zur Anwendung. Ein
weiterer Unterschied zum Bund betrifft den höheren Anteil an psychiatrischer
Behandlung bei Personen mit einer Stimulanzienproblematik (+78%).
38

Im stationären Bereich zeigt sich in Berlin eine zu den Bundesdaten noch stärker
abweichende Maßnahmenstruktur. So kann in Berlin über den Großteil aller
Störungsgruppen hinweg ein deutlich höherer Anteil an Maßnahmen in Form von
Entzug/Entgiftungsmaßnahmen, Adaptionsbehandlung, Kombinationstherapie sowie
(teil-)stationären sozialtherapeutischen Maßnahmen beobachtet werden. Zudem
entfallen im stationären Bereich in Berlin höhere Anteile auf psychiatrische und
psychotherapeutische Behandlungen, vor allem bei den Hauptdiagnosen Alkohol,
Cannabis und Kokain. Die konkreten Zahlen zu den Bundesdaten finden sich im
Online-Bericht der Deutschen Suchthilfestatistik (Brand, Künzel & Braun, 2015).

6.4. Behandlungsdauer
Die durchschnittliche Behandlungsdauer liegt im ambulanten Bereich zwischen 87
und 190 Tagen. Opioidbezogene Störungen weisen hier mit Abstand die längste
Betreuungsdauer auf (190 Tage), gefolgt von alkohol- (155 Tage), kokain- (138
Tage), stimulanzien- (107 Tage) und cannabisbezogenen Störungen (106 Tage). Die
kürzeste Betreuungsdauer weisen pathologische Glückspieler auf (87 Tage). Der
Anteil an Personen, die über einen Zeitraum von mehr als 24 Monaten betreut
werden, ist in der Hauptdiagnosegruppe Opioide deutlich größer (6%) als bei den
anderen Hauptdiagnosegruppen (siehe Abbildung 22 und Abbildung 23). Dies dürfte
auf jene Personen zurückzuführen sein, die sich in psychosozialer Begleitbetreuung
bei Substitutionsbehandlung befinden.
Im stationären Bereich liegt die mittlere Behandlungsdauer zwischen 92 und 121
Tagen. Damit zeigen sich hier weniger Unterschiede in der Behandlungsdauer
zwischen den Substanzklassen. Die kürzeste Behandlungsdauer weisen Patienten
mit Störungen aufgrund des Konsums von Alkohol (92 Tage) auf, die längste Dauer
Patienten mit stimulanzienbezogenen Störungen (121 Tage). Im mittleren Bereich
liegen Patienten mit den Hauptdiagnosen Opioide (106 Tage), Kokain (106 Tage)
und Cannabis (113 Tage). Durchschnittlich werden in allen Substanzklassen etwa
90% der Patienten nicht länger als sechs Monate behandelt. Über 24 Monate in
Behandlung sind ausschließlich Patienten mit der Hauptdiagnose Opioide (1,2%).

39

Abbildung 22. Behandlungsdauer ambulant, N=42

Abbildung 23. Behandlungsdauer stationär, N=13

40

Im Vergleich zum Bund zeigt sich, dass die durchschnittliche Behandlungsdauer in
Berlin im ambulanten Bereich über alle Störungsgruppen hinweg deutlich geringer
ist. Am deutlichsten ist dieser Unterschied bei opioidbezogenen Störungen, deren
Behandlungen im Durchschnitt um 210 Tage kürzer ausfallen. Auch bei kokain(-58 Tage), alkohol- (-80 Tage), cannabis- (-64 Tage) und stimulanzienbezogenen
Störungen (-103 Tage) sowie pathologischem Glückspielen (-93 Tage) ist die mittlere
Behandlungsdauer in Berlin deutlich kürzer als im Bundesschnitt. Im stationären
Bereich ist die mittlere Behandlungsdauer dagegen im Vergleich zum Bund über
allen Hauptdiagnosen erhöht (Alkohol: +11 Tage, Opioide: +13 Tage, Cannabis: +14
Tage, Kokain: +9 Tage, Stimulanzien: +12 Tage).

6.5. Behandlungserfolg
Als ein Indikator für den Behandlungserfolg wurde die Planmäßigkeit der Betreuung
erfasst. Dabei wird als „planmäßige Beendigung“ eine „reguläre“, „auf therapeutische
Veranlassung“

bzw. „mit therapeutischem Einverständnis vorzeitige Beendigung“

oder der „planmäßige Wechsel in eine andere Einrichtung“ gewertet. Unter
„unplanmäßiger Beendigung“ der Therapie wird ein „Abbruch durch den Patienten“,
eine „disziplinarische Beendigung“, der „außerplanmäßige Wechsel in eine andere
Einrichtung“ sowie der „Tod des Patienten“ verstanden.

Abbildung 24. Anteil planmäßiger Beendigungen im ambulanten und stationären Bereich (im
Vergleich zu den Daten der Deutschen Suchthilfestatistik)

41

Hinsichtlich des Behandlungserfolges zeigen sich Unterschiede zwischen ambulanter
und stationärer Versorgung. Der Anteil der planmäßigen Beendigungen liegt im
ambulanten Bereich bei allen Störungsgruppen um die 60% (mit Ausnahme
pathologisches Glückspielen bei 42%). Im stationären Bereich ist der Anteil
planmäßiger Beendigungen bis auf Alkohol in allen Hauptdiagnosegruppen geringer
als im ambulanten Bereich (siehe Abbildung 24 bzw. Tabelle 5).
Insgesamt kam es bei der Behandlung von Cannabis- (ambulant: 41%, stationär:
44%), Opioid- (ambulant: 35%, stationär: 52%), Kokain- (ambulant: 38%, stationär:
41%) und Stimulanzienkonsumenten (ambulant: 42%, stationär: 43%) häufiger zu
unplanmäßigen Beendigungen als bei Personen mit einer Alkoholproblematik
(ambulant: 34%, stationär: 28%). Bei pathologischen Glückspielern kann nur das
Ergebnis im ambulanten Bereich als zuverlässig erachtet werden, das auf eine
verhältnismäßig hohe Wahrscheinlichkeit für unplanmäßige Beendigungen schließen
lässt (58%).
Anzumerken ist hierbei, dass Behandlungsergebnisse für opioidbezogene Störungen
mitunter deshalb schlechter ausfallen, weil im Fall einer Substitutionsbehandlung der
KDS per definitionem keine Deklaration als „erfolgreich“ oder „gebessert“ erlaubt,
auch wenn der Patient stabil ist.
Im Vergleich zum Bund konnten in Berlin im ambulanten Bereich höhere
Planmäßigkeitsraten bei Personen mit den Hauptdiagnosen Opioide (+25%), Kokain
(+4%), Stimulanzien (+1%) und pathologisches Glückspielen (+3%) verzeichnet
werden,

wohingegen

Betreuungen

aufgrund

von

alkohol-

(-4%)

und

cannabisbezogenen Störungen (-6%) seltener planmäßig beendet wurden. Im
stationären Bereich wurden Behandlungen störungsübergreifend seltener planmäßig
beendet als im Bundesvergleich (Alkohol: -15%, Opioide: -16%, Cannabis: -14%,
Kokain: -10% und Stimulanzien: -14%).

42

Tabelle 5. Art der Beendigung im ambulanten und stationären Bereich

43

Hinsichtlich des Erfolgs der Behandlung wird zwischen einem positiven („erfolgreich“
bzw. „gebessert“) und einem negativen Ergebnis („unverändert“, „verschlechtert“) der
Intervention differenziert (für eine Definition der Begriffe siehe KDS Manual; DHS,
2010). Über alle Hauptdiagnosegruppen zeigt sich, dass eine planmäßige
Beendigung der Therapie mit einem höheren Behandlungserfolg assoziiert ist,
während eine unplanmäßige Beendigung mit einem niedrigeren Behandlungserfolg
verknüpft ist (siehe Tabelle 6). Dabei kamen 70% der ambulanten und 89% der
stationären Patienten, die die Behandlung planmäßig beendeten, zu einem positiven
Ergebnis. Von jenen Personen, deren Behandlung unplanmäßig beendet wurde,
kamen etwa ein Drittel (34%) der ambulanten und 38% der stationären Patienten zu
einem positiven Behandlungsergebnis.

Tabelle 6. Beratungs- /Behandlungsergebnisse im ambulanten und stationären Bereich

44

7. Längsschnittliche Veränderungen
7.1. Veränderungen zum Vorjahr
Zur Darstellung von aktuellen Trends wurden die Daten mit denen des Vorjahres
verglichen. Abbildung 25 zeigt die prozentualen Veränderungen der Fallzahlen in
Abhängigkeit von der Hauptdiagnose.
Insgesamt ist die Beteiligung an der Berliner Suchthilfestatistik gegenüber 2013
relativ konstant geblieben. Während 2013 41 ambulante und 13 stationäre
Einrichtungen an der Berliner Suchthilfestatistik teilgenommen haben, war dies im
Jahr 2014 für 42 ambulante und 13 stationäre Einrichtungen der Fall. Insgesamt
wurden 2013 und 2014 ähnliche Fallzahlen dokumentiert.

Abbildung 25. Prozentuelle Veränderungen der Fallzahlen im Vergleich zu 2013

Im ambulanten Bereich zeigte sich insgesamt eine leichte Abnahme der
dokumentierten Fallzahlen um -2,3%, während im stationären Bereich eine Zunahme
von +14% zu beobachten war.

45

Im ambulanten Bereich zeigte sich vor allem bei den Hauptdiagnosen Alkohol (-5%),
Opioide (-2%) und Flüchtige Lösungsmittel (-32%) ein Rückgang der Fallzahlen,
während

bei

den

Substanzgruppen

Stimulanzien

(+20%),

Kokain

(+17%),

pathologisches Glückspielen (+19%), andere psychotrope Substanzen (+73%) und
Tabak

(+15%)

eine

Zunahme

beobachtet

werden

konnte.

Nur

geringe

Veränderungen zeigten sich bei den Hauptdiagnosen Cannabis (+2%) und Sedativa
(+2%). Die Zunahme der Fallzahlen im stationären Bereich ist vor allem durch einen
Anstieg der Hauptdiagnosen Opioide (+11%), Cannabis (+10%), Kokain (+19%),
Flüchtige Lösungsmittel (+75%) und Stimulanzien (+3%) bedingt. Rückläufig waren
dagegen die Hauptdiagnosegruppen Alkohol (-10%), Halluzinogene (-13%), Tabak
(-56%), andere psychotrope Substanzen (-9%) und Sedativa/Hypnotika (-24%) (zum
Vergleich siehe Tabelle 7).
Hinsichtlich der substanzbezogenen Komorbiditäten konnten einige Veränderungen
zum Vorjahr beobachtet werden. Während im ambulanten Bereich deutlich mehr
Zusatzdiagnosen dokumentiert wurden, zeigte sich im stationären Bereich ein
deutlicher Rückgang weiterer Zusatzdiagnosen. Die Zunahme an Zusatzdiagnosen
im ambulanten Bereich betrifft vor allem die weiteren Einzeldiagnosen Alkohol
(+40%), Opioide (+36%), Cannabis (-43%), Kokain (+39%), andere Stimulanzien
(+87%) und andere psychotrope Substanzen (-142%). Die einzige Zusatzdiagnose
die hier im Vergleich zum Vorjahr seltener vergeben wurde ist Crack (-39%). Im
stationären Bereich haben sich dagegen bis auf Sedativa (+13%) und andere
Halluzinogene (+132%) alle weiteren Einzeldiagnosen im Vergleich zum Vorjahr
reduziert. Am deutlichsten ist dies bei den Zusatzdiagnosen Buprenorphin (-42%),
Barbiturate (-59%), Benzodiazepine (-26%), Crack (-22%), Amphetamine (-15%),
LSD (-29%), andere Stimulanzien (-28%) und anderen psychotropen Substanzen
(-18%) zu beobachten.
Das mittlere Alter der verschiedenen Störungsgruppen hat im ambulanten Bereich
bis auf Kokain im Vergleich zum Vorjahr in allen Hauptdiagnosegruppen
zugenommen (Alkohol: +0.1 Jahre, Opioide: +0,8 Jahre, Cannabis: +0,6 Jahre,
Stimulanzien: +1,1 Jahre, PG: +1,4 Jahre). Im stationären Bereich ist es in den
Hauptdiagnosegruppen Opioide (+0,2 Jahre), Cannabis (-0,8 Jahre), Kokain (-0,5
Jahre) und Stimulanzien (+0,1 Jahre) im Vergleich zum Vorjahr nur zu geringen
Veränderungen gekommen.
46

Hinsichtlich des Beziehungsstatus zeigt sich im Vergleich zum Jahr 2013, dass der
Anteil von Personen in festen Partnerschaften im ambulanten Setting bis auf
Stimulanzien (+1,7%) über alle Störungsgruppen hinweg abgenommen hat: Kokain
(-22%), Alkohol (-6%), Opioide (-4%), Cannabis (-8%), PG (-3%). Der Anteil von
Personen in zeitweiligen Beziehungen ist bei Personen mit den Hauptdiagnosen
Kokain (+54%), Stimulanzien (+6%) und PG (+96%) gestiegen, während er bei
Personen mit alkohol- (-14%), cannabis- (-3%) und opioidbezogenen Störungen
(-4%) im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist. Im stationären Setting zeigte
sich ein Rückgang fester Beziehungen bei Personen mit den Hauptdiagnosen
Opioide (-6%) und Kokain (-22%), wohingegen der Anteil bei Personen mit alkohol(+18%),

stimulanzien-

(+13%)

und

cannabisbezogenen

Störungen

(+6%)

zugenommen hat. Zudem hat der Anteil an Patienten in zeitweiligen Beziehungen bis
auf Alkohol (+4%) und Opioide: (+1%) in den meisten Substanzgruppen
abgenommen (Kokain: -22%, Cannabis: -21%, Stimulanzien: -4%).
Der Anteil erwerbsloser Personen weist im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls leichte
Schwankungen je nach Hauptdiagnose auf. So kam es im ambulanten Bereich zu
einer Reduktion des Erwerbslosenanteils bei allen Hauptdiagnosegruppen außer
Kokain (+1%) (Stimulanzien: -3%, Opioide: -3%, Alkohol: -3% Cannabis: -2% und
PG: -3%). Im stationären Segment war dagegen (bis auf Alkohol: -2%) eine
Zunahme des Erwerbslosenanteils zu verzeichnen: Opioide (+18%), Kokain (+2%)
und Stimulanzien (+23%). Keine Veränderung im Vergleich zum Vorjahr zeigte sich
bei cannabisbezogenen Störungen.
Bezogen auf die Wohnsituation konnte im Vergleich zum Vorjahr eine hohe Stabilität
des selbstständigen Wohnens beobachtet werden. Daneben kam es in einigen
Bereichen zu Veränderungen. Im ambulanten Bereich ist der Anteil an Klienten, die
bei anderen Personen leben bis auf Alkohol (+21%) und pathologisches Glückspielen
(+21%) über alle Hauptdiagnosegruppen hinweg zurückgegangen (Opioide: -8%,
Cannabis: -10%, Kokain: -18%, Stimulanzien: -4%). Zugenommen hat dagegen der
Anteil an Personen in Fachkliniken und stationären Rehabilitationseinrichtungen
(Alkohol: +22%, Opiode: +12%, Cannabis: +11%, Stimulanzien: +62) sowie in
ambulant betreuten Wohneinrichtungen (außer Kokain: -73%). Der Anteil an
Personen, die in Übergangswohnheimen untergebracht waren, ist im Vergleich zum
Vorjahr (bis auf Cannabis: +17% und Kokain: +49%) zurückgegangen (Alkohol: 17%, Opioide: -3%, Stimulanzien: -33%) und bis auf Opioid- (+9%) und
47

Kokainkonsumenten (+12%) waren im Vergleich zum Vorjahr auch weniger Klienten
in

einer Justizvollzugsanstalt untergebracht

(Alkohol:

-5%, Cannabis:

-9%,

Stimulanzien: -24%, PG: -18%). Insgesamt waren dieses Jahr weniger Personen mit
einer

Alkohol-

(+8%),

Opioid-

(-10%),

Cannabis

(-50%)

und

Stimulanzienabhängigkeit (-14%) in einer Notunterkunft untergebracht, jedoch lebten
deutlich mehr Klienten mit einer Alkohol- (+8%) und Kokainproblematik (+31%) in
einer Notunterkunft als im Jahr zuvor.
Im stationären Bereich war bei cannabis (-7%), kokain (-11%) und alkoholbezogenen
Störungen (-4%) ein Rückgang der Wohnselbstständigkeit zu verzeichnen. Von den
Patienten mit einer Alkohol- (+9%), Cannabis- (+20%), Stimulanzien- (+45%) und
Kokainproblematik (+13%) lebten im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr Patienten
bei anderen Personen. Deutlich mehr Patienten mit einer Alkohol- (+47%) und
Kokainabhängigkeit (+12%) waren in ambulant betreuten Wohneinrichtungen
untergebracht, wohingegen sich der Anteil an Patienten die in einer Fachklinik oder
stationären Rehabilitationseinrichtung untergebracht waren im Vergleich zum Vorjahr
insbesondere bei Kokain (-48%) und Stimulanzien (-15%) reduziert hat. Von den
Personen mit einer Opioid- (-43%), Cannabis- (-26%), Stimulanzienproblematik
(-14%) waren im Vergleich zum Vorjahr weniger Personen in Justizvollzugsanstalten
untergebracht. Der Anteil an Personen ohne Wohnung hat sich unter Opioid- (+11%),
und Cannabiskonsumenten (+107%) im Vergleich zum Vorjahr erhöht und
Alkoholpatienten waren häufiger in Notunterkünften untergebracht (+130%).
Im Bereich der schulischen Bildung (siehe Abbildung 26) ist es im Vergleich zum
Vorjahr größtenteils zu positiven Veränderungen gekommen. Im ambulanten Bereich
hat der Anteil an Personen ohne Schulabschluss bis auf die Gruppe der
opioidbezogenen Störungen (+7%) und der pathologischen Glückspieler in allen
Hauptdiagnosegruppen abgenommen (Alkohol: -9%, Cannabis: -5%, Kokain: -5%,
Stimulanzien: -19%). Im stationären Bereich waren dieses Jahr ebenfalls deutlich
weniger Personen mit opioid- (-4%), cannabis- (-6%) und stimulanzienbezogenen
Störungen (-44%) ohne Schulabschluss. Leidglich bei Personen mit einer Alkohol(+25%) und Kokainproblematik (+13%) hat der Anteil an Personen ohne
Schulabschluss im Vergleich zum Vorjahr zugenommen

48

Abbildung 26. Anteil von Personen ohne Schulabschluss im Vergleich zum Vorjahr

Hinsichtlich der gerichtlichen Auflagen ist es im ambulanten Bereich im Vergleich
zum Vorjahr zu einer deutlichen Reduktion an gerichtlichen Auflagen gekommen.
Demnach hat sich der Anteil an Personen ohne gerichtliche Auflagen in allen
Hauptdiagnosegruppen (bis auf Stimulanzien) vergrößert. Dies zeigt sich sowohl in
einer störungsübergreifenden Reduktion des Anteils an Auflagen nach BtMG
(Alkohol: -5%, Opioide: -10%, Cannabis: -11%, Kokain: -6%, Stimulanzien: -11%) als
auch in einem geringeren Anteil an Auflagen aufgrund anderer strafrechtlicher
Grundlagen: Alkohol: -13%, Cannabis: -5%, Kokain: -8% (mit Ausnahme opioid(+20%) und stimulanzienbezogener Störungen (+94%)). Im stationären Bereich zeigt
sich ein uneinheitlicheres Bild. Hier ist der Anteil an Auflagen nach Bt;G bei Patienten
mit alkohol- (+62%) und stimulanzienbezogenen Störungen (+15%) im Vergleich zum
Vorjahr gestiegen, während er bei Personen mit einer Abhängigkeit von Opioiden (21%), Cannabis (-5%) und Kokain (-17%) zurückgegangen ist. Auflagen aufgrund
anderer strafrechtlicher Grundlagen spielten dieses Jahr insbesondere bei Personen
mit den Hauptdiagnosen Alkohol (+40%), Cannabis (+9%) und Kokain (+31%) eine
größere Rolle als im Vorjahr, während dies bei den Hauptdiagnosen Opioide (-12%)
und Stimulanzien (-90%) umgekehrt der Fall war. Insgesamt hat sich aber auch
stationär der Anteil an Personen, die keine gerichtlichen Auflagen mit in die
Behandlung bringen, bis auf Alkohol (-2%) in allen Störungsgruppen erhöht.
49

In Bezug auf die Dauer der Betreuung konnte im ambulanten Bereich im Vergleich
zum Vorjahr eine Reduktion der mittleren Betreuungsdauer beobachtet werden. So
hat sich die mittlere Betreuungsdauer bei Opioiden (-19 Tage), Cannabis (-6 Tage),
Stimulanzien (-14 Tage), Kokain (-24 Tage) und pathologischem Glückspielen (-16
Tage) um einige Tage verkürzt. Einzig alkoholbezogene Störungen wurden ambulant
etwas länger behandelt als im Vorjahr (+12 Tage). Im stationären Segment zeigte
sich dagegen in fast allen Hauptdiagnosen eine Zunahme der mittleren
Behandlungsdauer im Vergleich zum Vorjahr (Alkohol: +11 Tage, Opioide: +20 Tage,
Kokain:

+16

Tage;

Stimulanzien:

+12

Tage).

Lediglich

die

Behandlung

cannabisbezogener Störungen hat sich im Durchschnitt um 3 Tage verkürzt.
Hinsichtlich der Art der Beendigung der Behandlung zeigen sich nur wenige
Unterscheide im Vergleich zum Vorjahr. Im ambulanten Bereich ist der Anteil an
planmäßigen Beendigungen relativ stabil geblieben. Lediglich die Gruppe der
pathologischen Glückspieler beendete die Behandlung seltener planmäßig (-11%)
als im Vorjahr. Deutlichere Unterscheide ergeben sich im stationären Bereich. Hier
kam es störungsübergreifend zu einer Reduktion der Planmäßigkeit (Alkohol: -13%,
Opioide: -37%, Cannabis: -30%, Kokain: -25%, Stimulanzien: -29%).

7.2. Veränderungen der Hauptdiagnosen im zeitlichen Verlauf
Abbildung 27 zeigt den Verlauf der Behandlungsfälle im Zeitraum zwischen 2004 und
2014 in ambulanten Berliner Einrichtungen. Hieraus wird ersichtlich, dass besonders
die Hauptdiagnosen Alkohol und Cannabis in diesem Zeitraum hinsichtlich der
absoluten Fallzahlen angestiegen sind. Ebenso ist es bei Stimulanzien und
pathologischem Glückspielen insbesondere in den letzten Jahren zu einer Zunahme
gekommen. Dabei ist zu beachten, dass pro Jahr eine unterschiedliche Anzahl an
dokumentierenden Einrichtungen für die Zahlen verantwortlich ist. Betrachtet man die
Fallzahlenentwicklung pro Einrichtung, so zeigt sich dennoch ein ähnliches Bild. Die
Ergebnisse sind in Tabelle 7 dargestellt.

50

Abbildung 27. Verlauf der Behandlungsfälle nach Hauptdiagnose in Berliner Einrichtungen seit 2004

Tabelle 7. Fallzahlenentwicklung in ambulanten Berliner Einrichtungen seit 2004

51

ANHANG
Literatur
Bauer, C., Sonntag, D., Hildebrand, A., Bühringer, G. & Kraus, L. (2009),
Studiendesign und Methodik der Suchthilfestatistik 2007. Sucht, 55 (Sonderheft
1), 6-14.
Brand, H., Künzel, J. & Braun, B. (2014). Suchthilfestatistik 2013 – Jahresbericht zur
aktuellen Situation der Suchthilfe in Berlin. IFT München.
Brand, H., Künzel, J. & Braun, B. (2015). Suchtkrankenhilfe in Deutschland.
Jahresstatistik 2014 der Deutschen Suchtkrankenhilfe. Verfügbar unter
www.suchthilfestatistik.de.
Braun, B., Brand, H. & Künzel, J. (2015). Deutsche Suchthilfestatistik 2014. Alle
Bundesländer.

Tabellenband

für

ambulante

Beratungs-

und/oder

Behandlungsstellen, Fachambulanzen und Institutsambulanzen (Typ 3 und
4). Bezugsgruppe: Zugänge Beender ohne Einmalkontakte. München: IFT
Institut für Therapieforschung.
Braun, B., Brand, H. & Künzel, J. (2015). Deutsche Suchthilfestatistik 2013. Alle
Bundesländer. Tabellenband für (teil-)stationäre Rehabilitations-einrichtungen
und Adaptionseinrichtungen (Typ 8,9,10). Bezugsgruppe: Beender mit
Einmalkontakte. München: IFT Institut für Therapieforschung.
Braun, B., Brand, H. & Künzel, J. (2015). Deutsche Suchthilfestatistik 2014.
Bundesland Berlin. Tabellenband für ambulante Beratungs- und/oder
Behandlungsstellen, Fachambulanzen und Institutsambulanzen (Typ 3 und
4). Bezugsgruppe: Zugänge Beender ohne Einmalkontakte. München: IFT
Institut für Therapieforschung.
Braun, B., Brand, H. & Künzel, J. (2015). Deutsche Suchthilfestatistik 2014.
Bundesland

Berlin.

Tabellenband

für

(teil-)stationäre

Rehabilitations-

einrichtungen und Adaptionseinrichtungen (Typ 8,9,10). Bezugsgruppe:
Beender mit Einmalkontakte. München: IFT Institut für Therapieforschung.

52

Bundesagentur

für

Arbeit

(2015).

Arbeitsmarkt

2014.

Verfügbar

unter:

www.arbeitsagentur.de
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (Hrsg.) (2010). Deutscher Kerndatensatz zur
Dokumentation im Bereich der Suchtkrankenhilfe (KDS). Definitionen und
Erläuterungen

zum

Gebrauch.

DHS:

Hamm.

Verfügbar

unter:

http://www.dhs.de/makeit/cms/cms_upload/dhs/kds_manual_ev_080623.pdf
[29.09.2010]
Dilling, H., Mombour, W. & Schmidt, M.H. (Hrsg.) (2009). Internationale Klassifikation
psychischer Störungen. ICD-10 Kapitel V (F) Klinisch diagnostische Leitlinien.
Bern: Hans Huber.
Statistisches Bundesamt (2015). Bevölkerung und Erwerbstätigkeit Bevölkerung mit
Migrationshintergrund. Ergebnisse des Mikrozensus. Verfügbar unter:
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Bevoelkerung/MigrationIn
tegration/Migrationshintergrund2010220147004.pdf?__blob=publicationFile

53

Verzeichnisse
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1. Substanzbezogene Komorbiditäten (ambulant)

11

Tabelle 2. Substanzbezogene Komorbiditäten (stationär)

13

Tabelle 3. Berufliche Integration (ambulant)

21

Tabelle 4. Berufliche Integration (stationär)

22

Tabelle 5. Art der Beendigung im ambulanten und stationären Bereich

43

Tabelle 6. Beratungs- /Behandlungsergebnisse ambulant und stationär

44

Tabelle 7. Fallzahlenentwicklung in ambulanten Berliner Einrichtungen seit 2004

51

Tabellen im Tabellenanhang
Tabelle A. Hauptdiagnosen nach Geschlecht (ambulant)

58

Tabelle B. Hauptdiagnosen nach Geschlecht (stationär)

58

Tabelle C. Altersstruktur nach Hauptdiagnose (ambulant)

59

Tabelle D. Altersstruktur nach Hauptdiagnose (stationär)

60

Tabelle E. Beziehungsstatus (ambulant)

61

Tabelle F. Beziehungsstatus (stationär)

61

Tabelle G. Schulabschluss (ambulant)

62

Tabelle H. Schulabschlus (stationär)

62

Tabelle I. Wohnsituation (ambulant)

63

Tabelle J. Wohnsituation (stationär)

64

Tabelle K. Vermittlungswege (ambulant)

65

Tabelle L. Vermittlungswege (stationär)

66

Tabelle M. Behandlungsauflagen (ambulant)

67

Tabelle N. Behandlungsauflagen (stationär)

67

Tabelle O. Maßnahmen (ambulant)

68

Tabelle P. Maßnahmen (stationär)

69

Tabelle Q1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, ambulant, Rohwerte 70
Tabelle Q2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, ambulant, Prozent

71

Tabelle Q3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, ambulant,
Zeilenprozent

72

54

Tabelle R1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, illegale Substanzen,
ambulant, Rohwerte

73

Tabelle R2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, illegale Substanzen,
ambulant, Prozent

74

Tabelle R3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, illegale Substanzen,
ambulant, Zeilenprozent

75

Tabelle S1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Opioide,
ambulant, Rohwerte

76

Tabelle S2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Opioide,
ambulant, Prozent

77

Tabelle S3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Opioide,
ambulant, Zeilenprozent

78

Tabelle T1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Alkohol,
ambulant, Rohwerte

79

Tabelle T2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Alkohol,
ambulant, Prozent

80

Tabelle T3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Alkohol,
ambulant, Zeilenprozent

81

Tabelle U1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose
Cannabis, ambulant, Rohwerte

82

Tabelle U2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose
Cannabis, ambulant, Prozent

83

Tabelle U3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose
Cannabis ambulant, Zeilenprozent

84

Tabelle V1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Kokain,
ambulant, Rohwerte

85

Tabelle V2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Kokain,
ambulant, Prozent

86

Tabelle V3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Kokain,
ambulant, Zeilenprozent

87

Tabelle W1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose
Stimulanzien, ambulant, Rohwerte

88

Tabelle W2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose
Stimulanzien, ambulant, Prozent

89
55

Tabelle W3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose
Stimulanzien, ambulant, Zeilenprozent

90

Tabelle X1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose
Pathologisches Spielen, ambulant, Rohwerte

91

Tabelle X2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose
Pathologisches Spielen, ambulant, Prozent

92

Tabelle X3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose
Pathologisches Spielen, ambulant, Zeilenprozent

93

Tabelle Y1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Substituierte, ambulant,
Rohwerte

94

Tabelle Y2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Substituierte, ambulant,
Prozent

95

Tabelle Y3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Substituierte, ambulant,
ambulant, Zeilenprozent

96

Tabelle Z. Anzahl Hauptdiagnosen (in Klammer schädlicher Gebrauch) und keine
Angaben pro Einrichtung (alle Betreuungen, inklusive Einmalkontakte)

97

Tabelle Z (Fortsetzung)

98

Tabelle Z (Fortsetzung)

99

Tabelle Z (Fortsetzung)

100

Tabelle Z (Fortsetzung)

101

Tabelle Z (Fortsetzung)

102

Tabelle Z (Fortsetzung)

103

Tabelle Z (Fortsetzung)

104

56

Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1. Gesamtzahl der Klienten 2014 in ambulanten Einrichtungen

7

Abbildung 2. Gesamtzahl der Patienten 2014 in stationären Einrichtungen

8

Abbildung 3. Verteilung der Hauptdiagnosen (ambulant)

9

Abbildung 4. Verteilung der Hauptdiagnosen (stationär)

10

Abbildung 5. Altersstruktur (ambulant)

16

Abbildung 6. Altersstruktur (stationär)

16

Abbildung 7. Beziehungsstatus (ambulant)

17

Abbildung 8. Beziehungsstatus (stationär)

18

Abbildung 9. Migrationsstatus (ambulant)

23

Abbildung 10. Migrationsstatus (stationär)

24

Abbildung 11. Personen mit Migrationshintergrund i Berlin-Hamburg, ambulant

25

Abbildung 12. Schulabschluss (ambulant)

26

Abbildung 13. Schulabschluss (stationär)

26

Abbildung 14. Wohnsituation vor Betreuungsbeginn (ambulant)

28

Abbildung 15. Wohnsituation vor Betreuungsbeginn (stationär)

30

Abbildung 16. Vermittlungswege (ambulant)

32

Abbildung 17. Vermittlungswege (stationär)

32

Abbildung 18. Behandlungsauflagen (ambulant)

35

Abbildung 19. Behandlungsauflagen (stationär)

35

Abbildung 20. Maßnahmen (ambulant)

37

Abbildung 21. Maßnahmen (stationär)

38

Abbildung 22. Behandlungsdauer (ambulant)

40

Abbildung 23. Behandlungsdauer (stationär)

40

Abbildung 24. Anteil planmäßiger Beendigungen ambulant und stationär

41

Abbildung 25. Prozentuelle Veränderungen der Fallzahlen im Vergleich zu 2013

45

Abbildung 26. Anteil von Personen ohne Schulabschluss im Vergleich zum Vorjahr 49
Abbildung 27. Verlauf der Behandlungsfälle nach Hauptdiagnose in Berliner
Einrichtungen seit 2004

51

57

Tabellenanhang
Tabelle A. Hauptdiagnosen nach Geschlecht (ambulant)

Angaben in Prozent. N=42 ambulante Berliner Einrichtungen (unbekannt :087%); Bezug: Zugänge/Beender.
N=820 bundesweite ambulante Einrichtungen (unbekannt: 3,6%); Bezug: Zugänge/Beender
G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen

Tabelle B. Hauptdiagnosen nach Geschlecht (stationär)

Angaben in Prozent.. N=13 stationäre Berliner Einrichtungen (unbekannt: 1,4%); Bezug: Beender
N=206 bundesweite stationäre Einrichtungen (unbekannt: 0,3%); Bezug: Beender
G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen

58

Tabelle C. Altersstruktur nach Hauptdiagnose (ambulant)

Angaben in Prozent. N=42 ambulante Einrichtungen (unbekannt: 0,7%). Bezug: Zugänge / Beender.
M=Männer; F=Frauen; G=Gesamt. PG=Pathologisches Glücksspielen
a
Alterskategorien in Jahren.
b
MW=Mittelwert

59

Tabelle D. Altersstruktur nach Hauptdiagnose (stationär)

Angaben in Prozent. N=13 stationäre Einrichtungen (unbekannt: 1,4%). Bezug: Zugänge / Beender.
M=Männer; F=Frauen; G=Gesamt. PG=Pathologisches Glücksspielen
a
Alterskategorien in Jahren.
b
MW=Mittelwert

60

Tabelle E. Beziehungsstatus (ambulant)

Angaben in Prozent; N=42 ambulante Einrichtungen (unbekannt: 2,8 %); Bezug: Zugänge / Beender; G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen. PG=pathologisches Glücksspielen

Tabelle F. Beziehungsstatus (stationär)

Angaben in Prozent; N=12 stationäre Einrichtungen (unbekannt: 4,5 %); Bezug: Beender; G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen. PG=pathologisches Glücksspielen

61

Tabelle G. Schulabschluss (ambulant)

Angaben in Prozent; N=42 ambulante Einrichtungen (unbekannt: 3,0%); Bezug: Zugänge / Beender
PG=pathologisches Glücksspielen, G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen
a
Das Statistische Bundesamt dokumentiert diese Kategorien nicht gesondert. Deshalb wurden sie zu „ohne Hauptschulabschluss“ zusammengefasst

Tabelle H. Schulabschluss (stationär)

Angaben in Prozent; N=12 stationäre Einrichtungen (unbekannt: 3,7%); Bezug: Beender;
PG=pathologisches Glücksspielen, G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen
a
Das Statistische Bundesamt dokumentiert diese Kategorien nicht gesondert. Daher wurden sie zu „ohne Hauptschulabschluss“ zusammengefasst

62

Tabelle I. Wohnsituation (ambulant)

Angaben in Prozent; N=42 ambulante Einrichtungen (unbekannt: 1,3%); Bezug: Zugänge / Beender.
PG=pathologisches Glücksspielen.
G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen.
a
JVA=Justizvollzugsanstalt.

63

Tabelle J. Wohnsituation (stationär)

Angaben in Prozent; N=12 stationäre Einrichtungen (unbekannt: 3,7%); Bezug: Beender.
PG=pathologisches Glücksspielen.
G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen.
a
JVA=Justizvollzugsanstalt.

64

Tabelle K. Vermittlungswege (ambulant)

Angaben in Prozent; N=42 ambulante Einrichtungen (unbekannt: 1,9%); Bezug: Zugänge / Beender, PG=pathologisches Glücksspielen, G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen

65

Tabelle L. Vermittlungswege (stationär)

Angaben in Prozent; N=12 stationäre Einrichtungen (unbekannt: 2,1%); Bezug: Zugänge / Beender, PG=pathologisches Glücksspielen, G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen

66

Tabelle M. Behandlungsauflagen (ambulant)

Angaben in Prozent; N=41 ambulante Einrichtungen (unbekannt: 3,5%); Bezug: Zugänge / Beender, PG=pathologisches Glücksspielen, G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen
a
BtMmG=Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln
b
Psych-KG=Psychisch-Kranken-Gesetz

Tabelle N. Behandlungsauflagen (stationär)

Angaben in Prozent; N=12 stationäre Einrichtungen (unbekannt: 2,8%); Bezug: Beender, PG=pathologisches Glücksspielen, G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen
a
BtMmG=Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln
b
Psych-KG=Psychisch-Kranken-Gesetz

67

Tabelle O. Maßnahmen (ambulant)

Angaben in Prozent; N=41 ambulante Einrichtungen (unbekannt: 0,4%); Bezug: Zugänge/Beender; Mehrfachnennungen möglich, PG=pathologisches Glücksspielverhalten, G=Gesamt, M=Männer;
F=Frauen

68

Tabelle P. Maßnahmen (stationär)

Angaben in Prozent; N=13 stationäre Einrichtungen (unbekannt: 0,5%); Bezug: Beender; Mehrfachnennungen möglich, PG=pathologisches Glücksspielverhalten, G=Gesamt, M=Männer; F=Frauen.

69

Tabelle Q1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, ambulant, Rohwerte

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie
„falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.

70

Tabelle Q2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, ambulant, Angaben in Prozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie
a
„falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden. Die Prozentangaben beziehen sich hier auf den Anteil an der Gesamtsumme.

71

Tabelle Q3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, ambulant, Angaben in Zeilenprozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie
„falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.
a
Zeilenprozente bezeichnen die relativen Häufigkeiten bezogen auf die jeweiligen Zeilensummen, die sich in jeder Zeile zu 100 % addieren.

72

Tabelle R1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, illegale Substanzen, ambulant, Rohwerte

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die
Zeilenkategorie „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.

73

Tabelle R2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, illegale Substanzen, ambulant, Angaben in Prozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie
„falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.
a
Die Prozentangaben beziehen sich hier auf den Anteil an der Gesamtsumme.

74

Tabelle R3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, illegale Substanzen, ambulant, Angaben in Zeilenprozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie
„falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.
a
Zeilenprozente bezeichnen die relativen Häufigkeiten bezogen auf die jeweiligen Zeilensummen, die sich in jeder Zeile zu 100 % addieren.

75

Tabelle S1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Opioide, ambulant, Rohwerte

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie
„falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.

76

Tabelle S2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Opioide, ambulant, Angaben in Prozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie
„falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.
a
Die Prozentangaben beziehen sich hier auf den Anteil an der Gesamtsumme.

77

Tabelle S3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Opioide, ambulant, Angaben in Zeilenprozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie
„falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.
a
Zeilenprozente bezeichnen die relativen Häufigkeiten bezogen auf die jeweiligen Zeilensummen, die sich in jeder Zeile zu 100 % addieren.

78

Tabelle T1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Alkohol, ambulant, Rohwerte

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie
„falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.

79

Tabelle T2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Alkohol, ambulant, Angaben in Prozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie
„falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.
a
Die Prozentangaben beziehen sich hier auf den Anteil an der Gesamtsumme.

80

Tabelle T3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Alkohol, ambulant, Angaben in Zeilenprozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie
„falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.
a
Zeilenprozente bezeichnen die relativen Häufigkeiten bezogen auf die jeweiligen Zeilensummen, die sich in jeder Zeile zu 100 % addieren.

81

Tabelle U1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Cannabis, ambulant, Rohwerte

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie
„falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.

82

Tabelle U2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Cannabis, ambulant, Angaben in Prozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie
„falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.
a
Die Prozentangaben beziehen sich hier auf den Anteil an der Gesamtsumme.

83

Tabelle U3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Cannabis ambulant, Angaben in Zeilenprozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie
„falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.
a
Zeilenprozente bezeichnen die relativen Häufigkeiten bezogen auf die jeweiligen Zeilensummen, die sich in jeder Zeile zu 100 % addieren.

84

Tabelle V1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Kokain, ambulant, Rohwerte

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie
„falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.

85

Tabelle V2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Kokain, ambulant, Angaben in Prozent

a

a

Die Prozentangaben beziehen sich hier auf den Anteil an der Gesamtsumme. Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen
zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.

86

Tabelle V3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Kokain, ambulant, Angaben in Zeilenprozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie
„falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.
a
Zeilenprozente bezeichnen die relativen Häufigkeiten bezogen auf die jeweiligen Zeilensummen, die sich in jeder Zeile zu 100 % addieren.

87

Tabelle W1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Stimulanzien, ambulant, Rohwerte

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie
„falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.

88

Tabelle W2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Stimulanzien, ambulant, Angaben in Prozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie
„falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.
a
Die Prozentangaben beziehen sich hier auf den Anteil an der Gesamtsumme.

89

Tabelle W3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Stimulanzien, ambulant, Angaben in Zeilenprozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie
a
„falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden. Zeilenprozente bezeichnen die relativen Häufigkeiten bezogen auf die jeweiligen Zeilensummen,
die sich in jeder Zeile zu 100 % addieren.

90

Tabelle X1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Pathologisches Spielen, ambulant, Rohwerte

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie
„falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.

91

Tabelle X2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Pathologisches Spielen, ambulant, Angaben in Prozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie
„falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.
a
Die Prozentangaben beziehen sich hier auf den Anteil an der Gesamtsumme.

92

Tabelle X3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Pathologisches Spielen, ambulant, Angaben in Zeilenprozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie
„falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.
a
Zeilenprozente bezeichnen die relativen Häufigkeiten bezogen auf die jeweiligen Zeilensummen, die sich in jeder Zeile zu 100 % addieren

93

Tabelle Y1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Substituierte, ambulant, Rohwerte

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie
„falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.

94

Tabelle Y2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Substituierte, ambulant, Angaben in Prozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie
„falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.
a
Die Prozentangaben beziehen sich hier auf den Anteil an der Gesamtsumme.

95

a

Tabelle Y3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Substituierte, ambulant, ambulant, Angaben in Zeilenprozent

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie
„falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.
a
Zeilenprozente bezeichnen die relativen Häufigkeiten bezogen auf die jeweiligen Zeilensummen, die sich in jeder Zeile zu 100 % addieren

96

Tabelle Z. Anzahl Hauptdiagnosen (in Klammer schädlicher Gebrauch) und keine Angaben pro Einrichtung (alle Betreuungen, inklusive Einmalkontakte)

97

Tabelle Z (Fortsetzung). Anzahl Hauptdiagnosen (in Klammer schädlicher Gebrauch) und keine Angaben pro Einrichtung (alle Betreuungen, inklusive
Einmalkontakte)

98

Tabelle Z (Fortsetzung). Anzahl Hauptdiagnosen (in Klammer schädlicher Gebrauch) und keine Angaben pro Einrichtung (alle Betreuungen, inklusive
Einmalkontakte)

99

Tabelle Z (Fortsetzung). Anzahl Hauptdiagnosen (in Klammer schädlicher Gebrauch) und keine Angaben pro Einrichtung (alle Betreuungen, inklusive
Einmalkontakte)

100

Tabelle Z (Fortsetzung). Anzahl Hauptdiagnosen (in Klammer schädlicher Gebrauch) und keine Angaben pro Einrichtung (alle Betreuungen, inklusive
Einmalkontakte)

101

Tabelle Z (Fortsetzung). Anzahl Hauptdiagnosen (in Klammer schädlicher Gebrauch) und keine Angaben pro Einrichtung (alle Betreuungen, inklusive
Einmalkontakte)

102

Tabelle Z (Fortsetzung). Anzahl Hauptdiagnosen (in Klammer schädlicher Gebrauch) und keine Angaben pro Einrichtung (alle Betreuungen, inklusive
Einmalkontakte)

103

Tabelle Z (Fortsetzung). Anzahl Hauptdiagnosen (in Klammer schädlicher Gebrauch) und keine Angaben pro Einrichtung (alle Betreuungen, inklusive
Einmalkontakte

104

Abkürzungsverzeichnis
ALG................................................................................................................................. Arbeitslosengeld
BSHS ............................................................................................................... Berliner Suchthilfestatistik
BtMG................................................................................................................... Betäubungsmittelgesetz
DHS .............................................................................................. Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen
DSHS ............................................................................................................ Deutsche Suchthilfestatistik
EMCDDA ..................................................... European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction
HIV ......................................................................................................... Humanes Immundefizienz Virus
ICD-10 ............................................................................................ international classification of disease
IFT ............................................................................................................. Institut für Therapieforschung
JVA .......................................................................................................................... Justizvollzugsanstalt
KDS ................................................................................................................ Deutscher Kerndatensatz
LSD ..................................................................................................................... Lysergsäurediethylamid
MDMA ...................................................................................... 3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin
SGB .............................................................................................................................. Sozialgesetzbuch
TDI ............................................................................................................. Treatmend Demand Indicator
WHO ............................................................................................................... World Health Organisation

105

Anmerkungen
Autoren:
Mag. Hanna Brand
(Diplompsychologin)

Wissenschaftliche Mitarbeiterin; Arbeitsgruppe Therapie- und
Versorgungsforschung am IFT Institut für Therapieforschung
München

Jutta Künzel
(Dipl.-Psych.)

Wissenschaftliche Mitarbeiterin; Arbeitsgruppe Therapie- und
Versorgungsforschung am IFT Institut für Therapieforschung
München

Dr. Barbara Braun
(Dipl.-Psych.)

Leiterin der Arbeitsgruppe Therapie- und Versorgungsforschung
am IFT Institut für Therapieforschung München

Für weitere Informationen:

IFT Institut für Therapieforschung
Parzivalstrasse 25
80804 München
Tel.: +49 (0)89 360804 – 0
Email: doku@ift.de
Website: www.suchthilfestatistik.de

© Januar 2016 IFT Institut für Therapieforschung, München
All rights reserved.

106
        
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