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Periodical volume

Full text: Suchthilfestatistik ... Issue 2013(2014)

Suchthilfestatistik 2013
Jahresbericht zur aktuellen Situation der Suchthilfe in Berlin

Addiction Treatment 2013
Annual report on the current situation of addiction treatment in Berlin

Herausgeber

Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales Oranienstraße 106 10969 Berlin www.berlin.de/sen/gessoz Erarbeitet durch das IFT Institut für Therapieforschung, München im Auftrag der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales Stand: Oktober 2014 Autoren Mag. Hanna Brand (Diplompsychologin) Wissenschaftliche Mitarbeiterin; Arbeitsgruppe Therapie- und Versorgungsforschung am IFT Institut für Therapieforschung München Wissenschaftliche Mitarbeiterin; Arbeitsgruppe Therapie- und Versorgungsforschung am IFT Institut für Therapieforschung München Leiterin der Arbeitsgruppe Therapie- und Versorgungsforschung am IFT Institut für Therapieforschung München

Jutta Künzel (Dipl.-Psych.)

Dr. Barbara Braun (Dipl.-Psych.)

Dieser Bericht basiert auf den Daten der Deutschen Suchthilfestatistik (DSHS),

gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit.

Weitere Informationen: IFT Institut für Therapieforschung Parzivalstrasse 25 80804 München +49 (0) 89 360804 - 0 doku@ift.de www.suchthilfestatistik.de © IFT Institut für Therapieforschung, München

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Inhalt
Abstract Einleitung Methodik Datenbasis Einrichtungsmerkmale Trägerschaft Zielgruppen Behandlungsvolumen Hauptdiagnosen Substanzbezogene Komorbiditäten Altersstruktur Beziehungsstatus Berufliche Integration Migration Schulabschluss Wohnsituation Vermittlungswege Behandlungsauflagen Maßnahmen Behandlungsdauer Behandlungserfolg Veränderungen zum Vorjahr Veränderungen der Hauptdiagnosen im zeitlichen Verlauf Sonderauswertung zur Wohnsituation ANHANG Literatur Verzeichnisse Tabellenverzeichnis Tabellen im Tabellenanhang Abbildungsverzeichnis Tabellenanhang Abkürzungsverzeichnis 4 5 5 6 8 8 8 8 10 12 17 20 22 26 28 32 35 39 41 44 46 50 56 58 73 73 75 75 75 78 80 127
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Zusammenfassung
In diesem Bericht werden jährlich die wichtigsten Ergebnisse der Berliner Suchthilfestatistik (BSHS) zusammengefasst. Die aktuell vorliegende Statistik basiert auf den Daten des Jahres 2013. Diese sind mit dem Deutschen Kerndatensatz zur Dokumentation im Bereich der Suchtkrankenhilfe (KDS), der in seiner aktuellen Fassung seit 2007 Verwendung findet, erhoben worden. Im Jahr 2013 wurden in 41 ambulanten und 13 stationären Einrichtungen, die sich an der BSHS beteiligt haben, 20.464 ambulante Betreuungen und 2.382 stationäre Behandlungen durchgeführt. Angesichts der großen Anzahl an Klienten/Patienten ist das Berliner

Suchthilfesystem eines der umfangreichsten in ganz Deutschland. Die folgenden Kapitel sollen einen Überblick über die aktuelle Situation der Suchthilfe in Berlin geben. Primäres Ziel dieses Beitrags ist dabei eine breite Ergebnisdarstellung zu aktuellen Daten der Berliner Suchthilfestatistik. Der Bericht bietet einen Überblick über diagnostische Angaben zum primären Betreuungsanlass der Klienten/Patienten sowie Informationen zu weiteren substanzbezogenen Störungen. Diese auf Basis der ICD-10 (internationale Klassifikation psychischer erlauben Störungen) eine diagnostizierten häufiger

substanzbezogenen

Komorbiditäten

Identifikation

Gebrauchsmuster von Personen, die in Berlin suchtspezifische Hilfe in Anspruch nehmen. Neben diesen diagnostischen Daten werden soziodemographische Variablen wie Alter, Beziehungsstatus und Erwerbssituation berichtet sowie Angaben zu Behandlungsdauer und -erfolg dargestellt.

Hinweise zum gendergerechten Sprachgebrauch: Die verwendeten personenbezogenen Ausdrücke beziehen sich gleichermaßen auf Frauen und Männer.

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Abstract
The most important results of the Statistical report on substance abuse treatment in Berlin (BSHS) are summarized in this article. The current statistics are based on data from 2013, which were gathered by means of the German Core Dataset (updated version valid from 2007) for documentation in the area of drug treatment (KDS). The 2013 BSHS data set was composed of 41 outpatient and 13 inpatient centres, in which 20.464 and 2.382 cases were carried out. Given the large number of patients, the Berlin drug treatment system is among the most extensive in Germany. The following chapters provide an overview of the current substance abuse treatment situation in Berlin. The primary purpose of this article is a broad presentation of results. In detail this chapter includes diagnostic data on the primary causes of treatment as well as information on further substance-related disorders. Substancerelated comorbidities, based on diagnoses by means of ICD-10, permit an identification of the most frequent patterns of substance abuse in patients who have entered substance abuse treatment. Besides diagnostic data, socio-demographic variables such as age, marital and employment status are reported. Finally the results of treatment duration and outcome are presented.

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Einleitung
Die Daten der Berliner Suchthilfestatistik werden jährlich von ambulanten und stationären Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe erhoben. Die Dokumentation und Datenerhebung erfolgt seit Anfang 2007 mit dem von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) veröffentlichten Deutschen Kerndatensatz zur Dokumentation im Bereich der Suchtkrankenhilfe (DHS, 2010; das Manual ist verfügbar unter www.dhs.de). Im Rahmen des KDS werden sowohl Daten zur jeweiligen Einrichtung (z.B. Art der Angebote in der Einrichtung, Mitarbeiterstruktur) als auch Informationen zu den betreuten Personen erfasst, wie z.B. soziodemographische Merkmale, anamnestische Daten, Diagnosen sowie Informationen zu Behandlungsverlauf und ergebnis.

Methodik
Einrichtungen der ambulanten und stationären Suchtkrankenhilfe, die ihre Arbeit entsprechend der Vorgaben des Deutschen Kerndatensatzes zur Dokumentation im Bereich der Suchtkrankenhilfe (KDS) dokumentieren und in aggregierter Form für die bundesweite Auswertung zur Verfügung stellen, können an der Deutschen Suchthilfestatistik (DSHS) teilnehmen. Diese wird jährlich vom IFT Institut für Therapieforschung veröffentlicht. Eine weitere Voraussetzung für die Teilnahme ist die Verwendung einer zertifizierten Dokumentationssoftware, die technisch in der Lage ist, die notwendigen Daten in standardisierter Form für die Auswertung aufzubereiten. Gegenwärtig (Stand: Oktober 2014) verfügen 15 Softwareanbieter über ein entsprechendes Zertifikat. Das IFT sammelt die bereits in den Einrichtungen aggregierten und damit anonymisierten Daten und erstellt Bundes-, Landes- und Verbandsauswertungen in Form von Tabellenbänden und Jahresberichten. In Berlin hat das IFT die Möglichkeit, neben den aggregierten Daten auch anonymisierte Daten anhand eines so genannten HIV-Codes auszuwerten, wobei aufgrund des Datenschutzes zu keinem Zeitpunkt Behandlungs- und Individualdaten gemeinsam vorliegen. Neben den Daten der Vorjahre sind auch die aktuellen (unkommentierten) Tabellenbände des Berichtjahres 2013 unter www.suchthilfestatistik.de frei verfügbar. Eine ausführliche Darstellung der Erhebungsmethodik der DSHS kann der Publikation von Bauer, Sonntag, Hildebrand, Bühringer und Kraus (2009) entnommen werden.
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Für den ambulanten Bereich basieren die hier dargestellten Analysen auf der Bezugsgruppe der „Zugänge/Beender“ (N=14.083/ N=13.423), d.h. es werden Daten zu jenen Klienten berichtet, die 2013 eine Betreuung begonnen bzw. beendet haben. Dieses Verfahren ermöglicht es am besten, aktuelle Entwicklungen darzustellen, da die Schwankungen der Zahl jener Personen, die sich bereits seit Jahren in Behandlung befinden, die Datengrundlage nicht verzerren. Diese Praxis steht überdies in Übereinstimmung mit internationalen Standards in diesem Bereich wie dem Treatment Demand Indicator (TDI) des European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction (EMCDDA). Für den stationären Bereich basieren die Analysen auf der Bezugsgruppe der „Beender“ (N=1.862), d.h. es werden Daten zu jenen Patienten berichtet, die 2013 eine Behandlung beendet haben. Im Gegensatz zum ambulanten Bereich werden für die Auswertung im stationären Bereich nur Daten der Beender herangezogen, da der Bezug auf Entlassungsjahrgänge im stationären Bereich für Leistungserbringer und Leistungsträger die übliche Bezugsgröße darstellt. Ziel der Darstellung ist es, die aktuellen Berliner Daten mit den Vergleichswerten anderer Jahre und mit bundesweiten Angaben unabhängig von den Absolutwerten vergleichen zu können (da in Berlin naturgemäß deutlich weniger Menschen betreut/behandelt werden als im gesamten Bundesgebiet). Für den Vergleich zum Bund werden prozentuale Veränderungen daher „multiplikativ“ dargestellt: So wird beispielsweise ein Wert, der zwischen 2007 und 2013 von „2.0%“ auf „6.0%“ gestiegen ist, als Anstieg um +200% dargestellt. Der „Faktor“ (verdoppelt, verdreifacht, vervierfacht, etc.) ergibt sich aus der prozentualen Angabe (im Beispiel: +200%) plus 1 (=100%). Im obigen Beispiel bedeutet ein Anstieg der Kategorie um +200% insgesamt also eine Verdreifachung (100%+200%=300%).

Datenbasis
Bei der zugrunde liegenden Stichprobe handelt es sich um eine Gelegenheitsstichprobe aller Einrichtungen in Berlin, die sich 2013 an der Auswertung für die DSHS beteiligt haben. In die Erhebung im ambulanten Bereich gingen die Daten von 41 Beratungund/oder Behandlungsstellen bzw.

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Fachambulanzen mit ein1. Im stationären Bereich stammen die Daten aus 13 (teil)stationären Rehabilitationseinrichtungen und vier Adaptionseinrichtungen 2. Die Gruppierung in „ambulant“ und „stationär“ gewährleistet eine relativ hohe interne Datenhomogenität der beiden Gruppen. Die nachfolgenden Darstellungen

unterscheiden jeweils zwischen den Daten dieser beiden Gruppen. Die Daten der anderen Einrichtungstypen bleiben bei der weiteren Analyse unberücksichtigt.

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Im Datenjahr 2012 hatten sich 42 ambulante und 14 stationäre Einrichtungen beteiligt. Adaption ist die zweite Phase der medizinischen Rehabilitation.

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Einrichtungsmerkmale
Trägerschaft
Mit einem Anteil von 88% (ambulant) bzw. 92% (stationär) befindet sich der überwiegende Teil der Einrichtungen in Trägerschaft der freien Wohlfahrtspflege oder anderer gemeinnütziger Träger. Die restlichen Einrichtungen haben einen öffentlichrechtlichen (ambulant: 7%, stationär: 8%) oder sonstigen Träger (ambulant: 5%, stationär: 0%). In Berlin gibt es im Gegensatz zum Bund keine Einrichtungen in privatwirtschaftlicher Trägerschaft.

Zielgruppen
Fast alle ambulanten Einrichtungen nennen als ihre Zielgruppe Klienten mit einer Problematik im Zusammenhang mit Alkohol (73%), illegalen Drogen (71%) und Medikamenten (71%). 46% haben Angebote, die sich an Personen mit Störungen aufgrund des Konsums von Tabak richten und 39% der Einrichtungen geben als Zielgruppe pathologische Glückspieler an. Etwa ein Viertel (27%) der ambulanten Einrichtungen hat darüber hinaus auch Klienten mit Essstörungen als Zielgruppe und weitere 32% betreuen Personen mit einer Problematik im Bereich sonstiger Stoffe oder mit bestimmten Verhaltenssüchten (Mediensucht, Kaufsucht, etc.). Ein ähnliches Bild zeigt sich in den stationären Einrichtungen: Jeweils 77% der Einrichtungen behandeln Störungen aufgrund von Alkohol, Medikamenten und Tabak und weitere 69% Störungen aufgrund des Konsums illegaler Drogen. Pathologische Glückspieler und Personen mit einer Problematik aufgrund sonstiger Stoffe oder mit Verhaltenssüchten werden von 46% der Einrichtungen behandelt, Personen mit Essstörungen von weiteren 23% der Einrichtungen. Im stationären Bereich ist die Stichprobe der Pathologischen Glückspieler bei einigen Variablen sehr gering, so dass keine verlässlichen Aussagen zu dieser Störungsgruppe möglich sind.

Behandlungsvolumen
Im Jahr 2013 wurden in Berliner Suchthilfeeinrichtungen insgesamt 20.464 Betreuungen in ambulanten und 2.382 Behandlungen in stationären Einrichtungen dokumentiert. Während im stationären Bereich jede Betreuung (100%) aufgrund einer eigenen Problematik erfolgte, waren dies in ambulanten Einrichtungen nur 94%. Hier wurde die Betreuung zu 6% mit Angehörigen und anderen
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Bezugspersonen durchgeführt. Die Gesamtzahl der Betreuungen setzt sich aus Übernahmen aus dem Jahr 2012, Neuzugängen des Jahres 2013, im Jahr 2013 beendeten Betreuungen und Übernahmen in das Jahr 2014 zusammen (siehe Abbildung 1 und Abbildung 2). Im Gegensatz zu allen nachfolgenden Analysen sind in diesen Angaben zunächst auch noch jene Betreuungen enthalten, die nicht aufgrund einer eigenen Problematik, sondern aufgrund der Suchtproblematik eines Angehörigen oder anderer Bezugspersonen durchgeführt wurden.

a b

Gesamtzahl der Klienten in ambulanten Einrichtungen (N=41; ohne Einmalkontakte). Durchschnittliche Zahl der Klienten pro Einrichtung.

Abbildung 1. Gesamtzahl der Klienten 2013 in ambulanten Einrichtungen

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a b

Gesamtzahl der Patienten in stationären Einrichtungen (N=13 ohne Einmalkontakte). Durchschnittliche Zahl der Patienten pro Einrichtung.

Abbildung 2. Gesamtzahl der Patienten 2013 in stationären Einrichtungen

Hauptdiagnosen
Die diagnostischen Informationen zu den in den Einrichtungen behandelten Klienten/ Patienten beruhen auf der internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD10) der Weltgesundheitsorganisation WHO (Dilling, Mambour & Schmidt, 2009). Die Hauptdiagnose stellt die Behandlung leitende Diagnose des jeweiligen Patienten und Betreuungsfalls dar. Darüber hinaus erlaubt der KDS die Vergabe weiterer Diagnosen, um Komorbiditäten oder polyvalente Konsummuster abzubilden. Abbildung 3 und Abbildung 4 zeigen die Verteilung der Hauptdiagnosen unter den Personen in ambulanten und stationären Einrichtungen für Berlin im Vergleich zum Bund. Die Daten dieser Abbildungen sind in Tabelle A (für den ambulanten Bereich) und Tabelle B (für den stationären Bereich) dargestellt.
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Abbildung 3. Verteilung der Hauptdiagnosen (ambulant)

Ähnlich wie in den Vorjahren stellen sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich Patienten mit Störungen aufgrund des Konsums von Alkohol, Opioiden und Cannabis die drei größten Hauptdiagnosegruppen dar. Dabei sind Störungen aufgrund des Konsums von Alkohol am häufigsten (ambulant: 42%, stationär: 47%), gefolgt von Opioiden (ambulant: 25%, stationär: 16%) und Cannabis (ambulant: 19%, stationär: 15%). Weitere häufige Hauptdiagnosen sind Probleme aufgrund des Konsums von Kokain bzw. Crack (ambulant: 5%, stationär: 8%) und Stimulanzien (MDMA und verwandte Substanzen, Amphetamine, Ephedrin, Ritalin, etc.; ambulant: 4%, stationär: 11%). Pathologisches Glückspiel stellt den sechsten großen Hauptdiagnosebereich dar (ambulant: 4%, stationär: 0,4%). Insgesamt weisen Männer – wie auch in den Vorjahren – wesentlich höhere Anteile bei allen Hauptdiagnosen auf. Die Rangfolge der Geschlechterverhältnisse reicht im ambulanten und stationären Setting zusammen genommen von einem Verhältnis von 6:1 bei pathologischem Spielen und Kokain, 4:1 bei Cannabis, 3:1 bei Opioiden bis zu 2:1 bei Alkohol und Stimulanzien. Ein leicht umgekehrtes Verhältnis findet sich bei Störungen aufgrund des Konsums von Sedativa/Hypnotika. Wie auch in den vergangenen Jahren liegt hier der Anteil betroffener Frauen etwas höher als der der Männer mit einem Verhältnis von 1,2:1.

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Abbildung 4. Verteilung der Hauptdiagnosen (stationär)

Im Vergleich zum Bund (Brand, Steppan, Künzel & Braun, 2014) zeigt sich, dass in Berliner ambulanten Suchthilfeeinrichtungen die Hauptdiagnosen Opioide (+69%), Cannabis (+22%), Sedativa/Hypnotika (+11%) und Kokain (+100%) einen höheren Anteil annehmen. Im stationären Bereich ist diese Berliner Sonderstellung noch stärker ausgeprägt. Hier ist der Anteil an behandelten Patienten bei den Störungsgruppen Opioide (+130%), Cannabis (+107%), Kokain (+358%) und Stimulanzien (+147%) deutlich größer als auf Bundesebene. Einzige Ausnahme bilden alkoholbezogene Störungen (ambulant: -19%, stationär: -34%) und

pathologisches Glückspiel (ambulant: -38%, stationär: -87%), die in Berlin gegenüber der Bundesstatistik wesentlich reduziert sind.

Substanzbezogene Komorbiditäten
In der Systematik des KDS werden neben den Hauptdiagnosen auch Einzeldiagnosen für alle Substanzen vergeben, die zusätzlich zur primären Problematik in schädlicher oder abhängiger Weise konsumiert werden. Dies ermöglicht eine Analyse von Konsummustern (siehe Tabelle 1 und Tabelle 2). Bei etwa einem Drittel (38%) der ambulant betreuten Klienten mit einer primären Störung aufgrund des Konsums von Alkohol wurde zusätzlich eine tabakbezogene Störung diagnostiziert, im stationären Segment wurde diese zusätzliche

Einzeldiagnose mit 77% noch deutlich häufiger vergeben. Tabakbezogene Störungen dürften allerdings relativ unvollständig dokumentiert werden. Darüber
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hinaus konsumieren 14% (ambulant) bzw. 29% (stationär) der Personen mit einer primären Alkoholproblematik auch Cannabis auf eine schädliche oder abhängige Weise. Im stationären Bereich wurde bei weiteren 13% eine zusätzliche Einzeldiagnose aufgrund des Konsums von Kokain (ambulant: 5%) und bei 21% eine zusätzliche Störung durch Stimulanzien (Amphetamine, MDMA und andere Stimulanzien) dokumentiert (ambulant: 6%).

Tabelle 1. Substanzbezogene Komorbiditäten (ambulant)

Angaben in Prozent. Stimul.= Stimulanzien; PG= Pathologisches Glücksspielen. N=33 ambulante Einrichtungen (unbekannt 4,3%). Bezug: Zugänge/Beender. Mehrfachnennungen möglich. Bei der Hauptdiagnose Opioide addieren sich die Einzeldiagnosen der Opiatgruppe nicht zu 100, da die Hauptdiagnose Opioide verschiedenen Einzeldiagnosen (ED) entsprechen kann (Heroin, Methadon, Buprenorphin, andere opiathaltige Mittel). Dies gilt analog für die HD Kokain (ED Kokain, Crack) und die HD Stimulanzien (ED Amphetamine, MDMA, andere Stimulanzien).
a

MDMA=3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin.

Bei Opioidabhängigen wurde, wie auch in den Vorjahren, sowohl in ambulanten als auch in stationären Einrichtungen die größte Zahl ergänzender substanzbezogener Störungen diagnostiziert. Bei einem großen Teil der Personen mit einer primären opioidbezogenen Störung liegt auch eine Einzeldiagnose aufgrund des Konsums von Tabak vor (ambulant: 54%, stationär: 71%). Darüber hinaus spielen hier ergänzende
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Störungen aufgrund des Konsums von Cannabis (ambulant: 33%, stationär: 49%), Alkohol (ambulant: 26%, stationär: 41%), Kokain (ambulant: 25%, stationär: 45%) und Benzodiazepinen (ambulant: 17%, stationär: 23%) eine wichtige Rolle. Außerdem werden von nennenswerten Anteilen der Personen mit einer primären Opioidproblematik auch Amphetamine (ambulant: 10%, stationär: 20%), MDMA (ambulant: 4%, stationär: 7%) und LSD (ambulant: 3%, stationär: 9%) in problematischer Weise konsumiert, so dass es zur Vergabe entsprechender Einzeldiagnosen kommt. Dies unterstreicht die erhebliche Mehrfachbelastung, der diese Personengruppe alleine aufgrund des Konsums verschiedener Substanzen unterliegt.

Tabelle 2. Substanzbezogene Komorbiditäten (stationär)

Angaben in Prozent. Stimul.= Stimulanzien; PG= Pathologisches Glücksspielen. N=12 stationäre Einrichtung (unbekannt 6,5%). Bezug: Beender. Mehrfachnennungen möglich. Bei der Hauptdiagnose Opioide addieren sich die Einzeldiagnosen der Opiatgruppe nicht zu 100, da die Hauptdiagnose Opioide verschiedenen Einzeldiagnosen (ED) entsprechen kann (Heroin, Methadon, Buprenorphin, andere opiathaltige Mittel). Dies gilt analog für die HD Kokain (ED Kokain, Crack) und die HD Stimulanzien (ED Amphetamine, MDMA, andere Stimulanzien).
a

MDMA=3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin.

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Bei Personen mit einer cannabisbezogenen Hauptdiagnose wurden vor allem ergänzende Einzeldiagnosen aufgrund des Konsums von Tabak (ambulant: 52%, stationär: 77%) und Alkohol (ambulant: 30%, stationär: 57%) vergeben. Auch Probleme im Zusammenhang mit Amphetaminen (ambulant: 16%, stationär: 37%), MDMA und anderen Stimulanzien (ambulant: 9%, stationär: 28%) sowie Kokain (ambulant: 13%, stationär: 30%) treten hier häufig auf. Personen mit einer primären Kokainproblematik weisen ein den

Cannabiskonsumenten sehr ähnliches Gebrauchsmuster auf. Es findet sich ein ähnliches Ranking der zusätzlichen Einzeldiagnosen. Allerdings erhielten wesentlich mehr Kokainpatienten auch Einzeldiagnosen aufgrund des Konsums von Heroin (ambulant: 8%, stationär: 13%). Die höchsten Anteile weiterer Einzeldiagnosen zeigten sich im Bereich des Konsums von Cannabis (ambulant: 47%, stationär: 57%), Alkohol (ambulant: 44%, stationär: 66%) und Tabak (ambulant: 41%, stationär: 78%). Weiterhin spielten auch Einzeldiagnosen aufgrund des Konsums von Amphetaminen (ambulant: 16%, stationär: 45%), MDMA und anderen Stimulanzien (ambulant: 8%, stationär: 14%) sowie von Benzodiazepinen (ambulant: 4%, stationär: 11%) eine wichtige Rolle. Etwa die Hälfte der Personen mit einer Störung aufgrund von Stimulanzien weist zusätzlich eine Einzeldiagnose aufgrund des Konsums von Cannabis auf (ambulant: 46%, stationär: 62%). Weitere Zusatzdiagnosen betreffen vor allem Probleme durch den Konsum von Alkohol (ambulant: 34%, stationär: 56%), Tabak (ambulant: 42%, stationär: 79%), Kokain (ambulant: 19%, stationär: 28%), Benzodiazepinen (ambulant: 2%, stationär: 5%) und LSD (ambulant: 2%, stationär: 12%). Weitere 6% (stationär) bzw. 4% (ambulant) konsumieren zudem auch Heroin in problematischer Weise. Bei pathologischen Glückspielern können aufgrund der geringen Stichprobengröße im stationären Bereich keine zuverlässigen Aussagen über substanzbezogene Komorbiditäten getroffen werden. Im ambulanten Bereich entfielen die wenigen zusätzlichen Einzeldiagnosen auf die Bereiche Alkohol (+3%), Cannabis (+2%) und Tabak (+3%).

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Ein Vergleich der substanzbezogenen Komorbiditäten in Berlin mit den Bundesdaten (siehe Brand, Steppan, Künzel & Braun, 2014) kann Aufschluss über ortstypische Konsummuster geben. Hier zeigt sich, dass in Berlin vor allem im stationären Bereich deutlich weniger zusätzliche Einzeldiagnosen vergeben wurden als in der gesamtdeutschen Suchthilfestatistik. Deutlich geringere Anteile entfallen in Berlin auf die Zusatzdiagnosen Barbiturate (ambulant: -4%, stationär: -27%), Crack (ambulant: -31%, stationär: -27%) und flüchtige Lösungsmittel (ambulant: -18%, stationär: -9%). Im ambulanten Bereich sind zudem die Zusatzdiagnosen andere Stimulanzien (-39%), LSD (-19%) und andere psychotrope Substanzen (-88%) im Vergleich zum Bund reduziert, im stationären Bereich werden die Zusatzdiagnosen Benzodiazepine (-12%) und Barbiturate (-27%) seltener vergeben. Ausnahmen betreffen vor allem die deutlich höhere Zusatzbelastung von Personen mit alkoholbezogenen Störungen in Berliner Suchthilfeeinrichtungen. Diese weisen sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich wesentlich höhere substanzbezogene Komorbiditäten auf, als dies für die Bundesdaten der Fall ist. Ein weiterer Unterschied der Berliner Daten zum Bund betrifft die Verteilung der verschiedenen Opiate. So entfallen in Berlin geringere Anteile (über die Hauptdiagnosen hinweg) auf Buprenorphin (ambulant:-20%, stationär: -5%) und Methadon (ambulant: -25%, stationär: -9%) als Zusatzdiagnose, während andere opiathaltige Mittel vor allem im ambulanten Bereich gegenüber dem Bund als zusätzliche Einzeldiagnosen deutlich überrepräsentiert sind (ambulant: +100%, stationär: +3%). Eine stärkere Mehrfachbelastung als auf Bundesebene zeigt sich im ambulanten Bereich durch die zusätzlichen Einzeldiagnosen Cannabis (+8%), Benzodiazepine (+39%), andere Sedativa/Hypnotika (+48%), Kokain (+44%), MDMA (+16%), andere Halluzinogene (+39%) sowie Tabak (+20%) und andere Opiate (+100%). Im stationären Bereich zeigen sich mit Ausnahme der alkoholbezogenen Störungen nur vereinzelt höhere Komorbiditäten als auf Bundesebene. Diese betreffen im Speziellen die Vergabe der zusätzlichen Einzeldiagnosen andere Stimulanzien (+89%), andere psychotrope Substanzen (+52%), Kokain (+29%) und Amphetamine

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(+17%). Die genauen Zahlen zu den Bundesdaten finden sich im Online-Bericht der Deutschen Suchthilfestatistik (Brand, Steppan, Künzel & Braun, 2014).

Abbildung 5. Mittlere Anzahl Einzeldiagnosen pro Hauptdiagnose

Abbildung 5 zeigt die aufsummierten substanzbezogenen Komorbiditäten, die man auch als durchschnittliche Substanzzusatzbelastung auffassen kann. Die hier am stärksten belastete Gruppe ist jene der Personen mit einer opioidbezogenen Störungen. Ambulant betreute Klienten dieser Hauptdiagnosegruppe konsumieren im Durchschnitt 3,3 und stationär betreute Patienten 4,3 verschiedene Substanzen in schädlicher oder abhängiger Weise. Die Abbildung zeigt die Bundesvergleichsdaten, die für den ambulanten und stationären Bereich sehr ähnlich zu jenen der Berliner Daten sind.

Altersstruktur
Das Durchschnittsalter der Personen variiert erheblich zwischen den Substanzgruppen. Patienten mit Störungen aufgrund des Konsums von Cannabis sind die durchschnittlich jüngsten (Durchschnittsalter ambulant: 26 Jahre; stationär: 28 Jahre), gefolgt von Patienten mit einer Problematik im Zusammenhang mit Stimulanzien (ambulant: 29 Jahre; stationär: 28 Jahre). Die betreuten

Kokainkonsumenten waren im Durchschnitt 34 Jahre (ambulant) bzw. 33 Jahre
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(stationär) alt, Patienten mit einem primären Problem aufgrund des Konsums von Opioiden im Schnitt 36 Jahre (ambulant) bzw. 35 Jahre (stationär) alt. Die beiden durchschnittlich ältesten Gruppen sind die der pathologischen Glückspieler (ambulant: 38 Jahre; stationär: 29 Jahre) und der Alkoholpatienten (ambulant: 45 Jahre; stationär: 43 Jahre). Die Altersstruktur wird für den ambulanten Bereich in Abbildung 6 und für den stationären Bereich in Abbildung 7 dargestellt. Eine tabellarische Darstellung findet sich außerdem in Tabelle C und Tabelle D im Anhang. Im Vergleich der DSHS und den Berliner Einrichtungen zeigen sich Unterschiede hinsichtlich der Altersstruktur einzelner Hauptdiagnosegruppen. Im ambulanten Bereich liegen die Klienten hinsichtlich ihres Durchschnittsalters über den Vergleichsdaten für den Bund. Am deutlichsten ist dies für die Störungsbereiche pathologisches Glückspiel (+2,8 Jahre), Stimulanzien (+1,7 Jahre) und Cannabis (+1,2 Jahre) zu beobachten, gefolgt von Kokain (+0,4 Jahre) und Alkohol (+0,2 Jahre). Einzige Ausnahme bilden Klienten mit einer opioidbezogenen Störung, deren Durchschnittsalter unter dem Bundesdurchschnitt liegt (-0,6 Jahre). Im stationären Segment liegen die wegen Alkohol (-2,6 Jahre) und Kokain (-0,4 Jahre) behandelten Patienten unter dem Durchschnittsalter der Bundesdaten, während die Substanzgruppen Cannabis (+0,9 Jahre) und Stimulanzien (+0,2 Jahre) leicht über dem Durchschnitt der Bundesdaten liegen. Bei opioidbezogenen Störungen zeigen sich keine Unterschiede im durchschnittlichen Alter.

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Abbildung 6. Altersstruktur (ambulant); N=41

Abbildung 7. Altersstruktur (stationär); N=13

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Beziehungsstatus
Betrachtet man die verschiedenen Hauptdiagnosegruppen, ist erwartungsgemäß der Anteil der in festen Beziehungen lebenden Personen unter den Cannabispatienten im Vergleich zu den Patienten anderer Hauptdiagnosegruppen gering und macht nur etwa ein Drittel (ambulant: 31%, stationär: 25%) dieser Gruppe aus (siehe Abbildung 8 und Abbildung 9 bzw. Tabelle E und Tabelle F im Anhang). Ähnlich geringe Raten fester Beziehungen finden sich auch bei stimulanzien(ambulant: 35%, stationär: 29%) und opioidbezogenen Störungen (ambulant: 36%, stationär: 32%). Am häufigsten in festen Beziehungen leben Personen mit primären Problemen im Zusammenhang mit pathologischem Glückspiel (ambulant: 49%, stationär zu geringes Sample), gefolgt von Kokainpatienten (ambulant: 51%, stationär: 36%) und Patienten mit einer Alkoholproblematik (ambulant: 42%, stationär: 31%). Deutliche Unterschiede zeigen sich auch im Beziehungsstatus von Frauen und Männern. Sowohl ambulant als auch stationär ist der Anteil an Personen in einer festen Beziehung in allen Hauptdiagnosegruppen (bis auf Kokain) bei Frauen höher als bei Männern.

Abbildung 8. Beziehungsstatus (ambulant); N=41

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Nach

wie

vor

ist

ein

erheblicher

Teil Unter

der den

Betroffenen ambulanten

nahezu Klienten

aller (mit

Hauptdiagnosegruppen

alleinstehend.

Ausnahme der Personen mit einer Cannabisproblematik) trifft dies auf etwa jeden zweiten Betreuten zu. Unter den stationär Behandelten sind die Anteile der Alleinstehenden im Vergleich zum ambulanten Segment mit Ausnahme von opioidund stimulanzienbezogenen Störungen noch höher. Da die Cannabispatienten zum Teil noch sehr jung sind, ist davon auszugehen, dass sie zwar nicht in fester Partnerschaft, aber dennoch häufig in festen sozialen Bezügen (Familie) leben. Der Anteil an Alleinstehenden ist im ambulanten und stationären Bereich unter Männern deutlich höher als bei Frauen. Einzige Ausnahme bilden kokainbezogene Störungen, bei denen deutlich mehr Frauen alleinstehend sind als Männer. Der Anteil an Personen, die in zeitweiligen Beziehungen leben, ist bei kokainbezogenen Störungen (stationär) bei Männern höher, während bei opioidund

stimulanzienbezogenen Störungen mehr Frauen in zeitweiligen Beziehungen leben. Im Vergleich zur bundesdeutschen Suchthilfestatistik (Brand, Steppan, Künzel & Braun, 2014) zeigen sich für Berlin leicht unterschiedliche Verteilungen des Beziehungsstatus in den einzelnen Hauptdiagnosegruppen. Sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich ist in Berlin der Anteil von Personen in festen Beziehungen gegenüber den Bundesdaten störungsübergreifend reduziert:

Stimulanzien (ambulant: -3%, stationär: -3%), Opioide (ambulant: -8%, stationär:12%), Alkohol (ambulant: -12%, stationär: -29%), Cannabis (ambulant: +3%, stationär: -14%), Kokain (ambulant: +5%, stationär: -10%) und pathologisches Glückspiel (ambulant: -3%, stationär: Sample zu gering).

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Abbildung 9. Beziehungsstatus (stationär), N=12

Berufliche Integration
In Verbindung mit anderen Indikatoren wie z.B. den Informationen zum Beziehungsstatus (siehe oben) liefert die berufliche Integration ergänzende Hinweise zum Grad der sozialen Exklusion der betreuten Personengruppen (siehe Tabelle 3 und Tabelle 4). Der höchste Anteil erwerbsloser Personen findet sich unter den betreuten Opioid(ambulant: 66%, stationär: 60%) und Stimulanzienkonsumenten (ambulant: 52%, stationär: 66%), gefolgt von Personen mit primären Cannabisproblemen (ambulant: 45%, stationär: 71%), Alkoholstörungen (ambulant: 45%, stationär: 60%) und Personen mit der Hauptdiagnose Kokain (ambulant: 40%, stationär: 48%). Die niedrigste Quote Erwerbsloser findet sich in der Gruppe der pathologischen Glückspieler (ambulant: 31%, stationär: Sample zu gering). Demzufolge findet sich auch der geringste Anteil erwerbstätiger Personen unter den Personen mit einer Opioid- (ambulant: 11%, stationär: 10%), Cannabis- (ambulant: 24%, stationär: 17%) und Stimulanzienproblematik (ambulant: 28%, stationär: 23%).
22

Der höchste Anteil erwerbstätiger Personen findet sich bei pathologischem Glückspiel (ambulant: 56%, stationär: Sample zu klein) sowie alkohol- (ambulant: 39%, stationär: 30%) und kokainbezogenen Störungen (ambulant: 36%, stationär: 37%). Insgesamt ist der Anteil erwerbsloser Personen im stationären Bereich deutlich höher als im ambulanten Setting. Ein Vergleich der Berliner Daten zur beruflichen Integration mit den Daten der Deutschen Suchthilfestatistik zeigt, dass in Berlin der Anteil der Erwerbspersonen über alle Hauptdiagnosegruppen (bis auf Opioide und Kokain im stationären Bereich) hinweg geringer und jener der Erwerbslosen größer als im Bundesschnitt ist: Alkohol (ambulant: +29%, stationär: +38%:), Cannabis (ambulant: +40%, stationär: +18%), Stimulanzien (ambulant: +12%, stationär: +12%), Opioide (ambulant: +12%, stationär: -5%), Kokain (ambulant: +3%, stationär: -5%), pathologisches Glückspiel (ambulant: +32%, stationär: Sample zu gering). Die konkreten Zahlen zu den Bundesdaten finden sich im Online-Bericht der Deutschen Suchthilfestatistik (Brand, Steppan, Künzel & Braun, 2014). Inwiefern es sich hier um ein „Großstadtphänomen“ handelt oder ob der Anteil erwerbsloser Klienten/Patienten in Berlin aus einem anderen Grund deutlich höher ist, kann nicht beurteilt werden. Ein Vergleich mit der – hinsichtlich der Größe – am besten vergleichbaren Stadt Hamburg zeigt, dass die Arbeitslosenquoten nach ALG I und ALG II in Hamburg für alle Hauptdiagnosegruppen unter jenen von Berlin lagen. Dabei ist zu beachten, dass die Arbeitslosenquote der Hamburger

Allgemeinbevölkerung ebenfalls deutlich niedriger ist (Stand Dezember 2013: 7,3%). Insgesamt stehen die Berliner Ergebnisse in Übereinstimmung mit einer allgemein erhöhten Arbeitslosigkeit in Berlin, die nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit im Dezember 2013 bei 11,2% (Bundesagentur für Arbeit, 2014) und damit um ca. 5% über dem Bundesdurchschnitt (6,7%) lag.

23

Tabelle 3. Berufliche Integration (ambulant)

Angaben in Prozent. N=41 ambulante Einrichtungen (unbekannt: 2,3 %); Bezug: Zugänge. PG=pathologisches Glücksspielen. G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen a SGB=Sozialgesetzbuch b ALG=Arbeitslosengeld

24

Tabelle 4. Berufliche Integration (stationär)

Angaben in Prozent. N=12 stationäre Einrichtungen (unbekannt: 0,5%); Bezug: Zugänge. PG=pathologisches Glücksspielen. G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen a SGB=Sozialgesetzbuch b ALG=Arbeitslosengeld

25

Migration
Migration ist ein häufig berücksichtigter Aspekt im Zusammenhang mit Abhängigkeit. Die folgenden Abbildungen veranschaulichen den Migrationsstatus für die einzelnen Hauptdiagnosen. Als Migrationshintergrund wird hier gewertet, wenn jemand entweder selbst migriert ist oder als Kind von Migranten geboren wurde.

Abbildung 10. Migrationsstatus und Hauptdiagnose (ambulant); N=22

Abbildung 10 zeigt, dass der Anteil an Personen mit Migrationshintergrund in den verschiedenen Hauptdiagnosegruppen variiert. Der höchste Anteil von Personen mit Migrationshintergrund zeigt sich unter den Personen mit kokainbezogenen Störungen, 21% sind selbst migriert und 19% als Kind von Migranten geboren. Einen hohen Anteil an Migranten weisen auch Personen mit der Hauptdiagnose Opioide (28%) und pathologisches Glückspiel (30%) auf. Im Vergleich dazu zeigen sich bei den Störungsgruppen Alkohol und Stimulanzien deutlich geringere Anteile von Personen mit Migrationshintergrund (10% bzw. 14%). Im Vergleich der

verschiedenen Störungsgruppen findet sich in der Hauptdiagnosegruppe Cannabis ein mittlerer Anteil von Personen mit Migrationshintergrund (21%).

Im stationären Bereich zeigt sich eine ähnliche Verteilung, wobei hier Patienten mit alkohol-, cannabis- und stimulanzienbezogenen Störungen einen geringeren Migrantenanteil aufweisen, während in den Hauptdiagnosegruppen Kokain und Opioide mehr Patienten mit Migrationshintergrund zu finden sind (Abbildung 11).

Abbildung 11. Migrationsstatus und Hauptdiagnose (stationär), N=9

Abbildung 12 zeigt den Vergleich der Migrationsquote Berlin versus Hamburg für die verschiedenen Hauptdiagnosen. Hier zeigt sich, dass der Anteil von Personen mit Migrationshintergrund in Hamburg für alle Hauptdiagnosegruppen höher ist als in Berlin. Der größte Unterscheid zeigt sich bei der Hauptdiagnosegruppe Cannabis, wobei hier Hamburg mit einem Migrantenanteil von 34% deutlich über jenem von Berlin liegt (21%), gefolgt von den Hauptdiagnosen pathologisches Glückspiel (Hamburg: 35%, Berlin: 30%) und Alkohol (Hamburg: 18%, Berlin: 9%). In der Allgemeinbevölkerung liegt der Migrantenanteil in Hamburg ebenfalls leicht über jenem von Berlin (Hamburg: 27%, Berlin: 25%) (Bundeszentrale für politische Bildung, 2011).

27

Abbildung 12. Personen mit Migrationshintergrund nach Hauptdiagnose Berlin-Hamburg (ambulant) (N Berlin=21, N Hamburg=49)

Schulabschluss
Hinsichtlich der schulischen Ausbildung zeigen sich markante Unterschiede zwischen den Hauptdiagnosen (siehe Abbildung 13 und Abbildung 14 bzw. Tabelle G und H im Anhang). Als Parameter für den Anteil schulisch gut ausgebildeter Personen erweist sich der Prozentsatz von Personen mit (Fach-) Hochschulreife bzw. Abitur und Realschulabschluss/ Polytechnische Oberschule als sinnvoll, während als Indikator für den Anteil von Personen mit niedriger schulischer Ausbildung der Prozentsatz von Personen mit und ohne Hauptschulabschluss verwendet werden kann. Beide Indikatoren zeigen ein übereinstimmendes Bild hinsichtlich der unterschiedlichen Bildungsaffinität verschiedener Patientengruppen.

28

Abbildung 13. Schulabschluss (ambulant), N=41

Abbildung 14. Schulabschluss (stationär), N=12

29

Personen mit den Hauptdiagnosen Alkohol und pathologisches Glückspiel weisen das höchste Bildungsniveau auf. Bei beiden Störungen zeigt sich ein Anteil an Personen mit Abitur bzw. Realschulabschluss von über 60% und zugleich der niedrigste Prozentsatz von Personen ohne Hauptschulabschluss (Alkohol - ambulant: 7%, stationär: 7%; pathologisches Glückspiel - ambulant: 4%, stationär: Sample zu gering). Personen mit stimulanzienbezogenen Störungen liegen mit einem Anteil von 50% an (Fach-)Hochschulreife/Abitur und Realschulabschluss/Polytechnische Oberschule im mittleren Bereich. Personen mit Störungen aufgrund des Konsums der illegalen Substanzen Kokain, Cannabis und Opioide weisen sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich wesentlich geringere Bildungsgrade auf, so dass zum einen der Anteil an Personen mit Fachhochschulreife/Abitur niedriger und zum anderen der Anteil an Personen mit Hauptschulabschluss oder ohne Schulabschluss deutlich erhöht ist. Als sehr markantes Ergebnis zeigte sich, dass insbesondere Patienten mit einer cannabisbezogenen Störung oft ohne Hauptschulabschluss sind (ambulant: 33%, stationär: 15%). Dies dürfte durch den frühen durchschnittlichen Beginn der Störung bzw. durch die spezifische Symptomatik bei cannabisbezogenen Störungen bedingt sein. Außerdem zeigt sich vor allem im ambulanten Bereich, dass sich ein erheblicher Anteil der Patienten noch in Schulausbildung befindet (16%). Im Vergleich zur bundesdeutschen Suchthilfestatistik (DSHS) zeigt sich ein ambivalentes Bild. Einerseits ist in Berlin der Anteil von Personen ohne Schulabschluss im Suchthilfesystem größer, andererseits ist auch das höhere Bildungssegment (z.B. Fachhochschulreife/Abitur) gegenüber den Bundesdaten überrepräsentiert. Demnach ist in Berlin im ambulanten Bereich der Anteil an Personen ohne Schulabschluss über alle Störungen hinweg erhöht: Opioide (+33%), Stimulanzien (+37%), Cannabis (+19%), Kokain (+36%) und Alkohol (+17%). Eine Ausnahme bilden die pathologischen Glückspieler (-45%). Zudem ist aber auch der Anteil an Personen mit (Fach-)Hochschulreife/Abitur deutlich höher als im Bundesvergleich (Alkohol: +31%, Opioide: +51%; Cannabis: +86%; Stimulanzien: +29%).

30

Das

gleiche

Bild

zeigt

sich

im

stationären

Bereich.

Hier

weisen

die

Hauptdiagnosegruppen Alkohol (+41%), Kokain (+51%), Opioide (+13%) und Stimulanzien (+10%) in Berlin ebenfalls höhere Anteile von Personen ohne Schulabschluss auf als dieselben Gruppen in der DSHS (Ausnahme Cannabis: -5%). Der Anteil an Personen mit (Fach-)Hochschulreife/Abitur ist im Vergleich zum Bund ebenfalls deutlich erhöht (Alkohol: +66%; Opioide: +57%; Cannabis: +69%; Kokain: +35%, Stimulanzien: +203%). Diese ambivalente Bildungsaffinität der Patienten in Berliner Suchthilfeeinrichtungen gegenüber dem Bund könnte darauf zurückzuführen sein, dass in die Bundesstatistik weniger urbane Gebiete mit möglicherweise anderen Schulbildungsmustern einfließen. Zum anderen könnte es sein, dass in Berlin das Problem „Sucht“ zunehmend auch bildungsnahe Schichten in stärkerem Maße erreicht. Hier könnte ein Vergleich mit anderen deutschen Großstädten wie Hamburg oder München Aufschluss darüber geben, inwiefern dieser Befund spezifisch für Berlin oder spezifisch für den urbanen Lebensraum geworden ist.

31

Wohnsituation
Unabhängig von der Hauptdiagnose zeigt eine Analyse der Wohnsituation der Betroffenen, dass der überwiegende Anteil der Personen selbstständig wohnt (ambulant: 50-83%, stationär: 25-72%).

Abbildung 15. Wohnsituation in den letzten 6 Monaten vor Betreuungsbeginn (ambulant), N=41

Ein weiterer relevanter Anteil – mit Ausnahme von alkoholbezogenen Störungen (ambulant: 5%, stationär: 8%) – wohnt bei anderen Personen wie der Familie oder bei Freunden, wobei diese Wohnsituation am stärksten bei cannabisbezogenen Störungen ausgeprägt ist (ambulant: 21%, stationär: 19%). Bei einigen

Störungsgruppen (v.a. bei den illegalen Substanzen) entfällt ein nicht unerheblicher Anteil auf Personen, die in Justizvollzugsanstalten untergebracht sind, wobei dieser Wert bei kokain- (ambulant: 19%, stationär: 12%) und opioidbezogenen Störungen (ambulant: 11%, stationär: 30%) am höchsten ist. Im stationären Bereich entfällt ein weiterer relevanter Anteil auf Personen, die in Fachkliniken oder stationären Rehabilitationseinrichtungen wohnhaft sind. Dieser Anteil macht bei allen
32

Hauptdiagnosen 12-30% aus. Auf alle anderen Wohnsituationen entfallen sowohl im

ambulanten als auch im stationären Bereich Prozentanteile von weniger als 5% (siehe Abbildung 15 und Abbildung 16 bzw. Tabelle I und Tabelle J im Anhang). In Fachkliniken bzw. stationären Rehabilitationseinrichtungen untergebracht sind neben Patienten mit Störungen bezogen auf die illegalen Substanzen Opioide (ambulant: 2%, stationär: 15%), Kokain (ambulant: 3%, stationär: 13%), Stimulanzien (ambulant: 4%, stationär: 30%) und Cannabis (ambulant: 2%, stationär: 17%) im stationären Bereich auch 13% der Patienten mit einer alkoholbezogenen Störung (ambulant: 2%). Bei den pathologischen Glückspielern macht diese Wohnsituation im ambulanten Bereich nur 1% aus (stationär: Sample zu gering).

Abbildung 16. Wohnsituation in den letzten 6 Monaten vor Betreuungsbeginn (stationär), N=12

Bei Eltern, Freunden und Verwandten (anderen Personen) wohnen vor allem Personen mit den Hauptdiagnosen Cannabis (ambulant: 21%, stationär: 19%) und Stimulanzien (ambulant: 16%, stationär: 13%), vermutlich aufgrund des im Durchschnitt jüngeren Alters dieser Patienten. Dies zeigt sich auch darin, dass die durchschnittlich älteste Patientengruppe mit alkoholbezogenen Störungen am seltensten bei anderen Personen lebt (ambulant: 5%, stationär: 8%). Eine Mittelposition nehmen die Hauptdiagnosegruppen Opioide (ambulant: 16%, stationär:
33

20%), Kokain (ambulant: 13%, stationär: 30%) und pathologisches Glückspiel (ambulant: 10%, stationär: Sample zu gering) ein. Obdachlos (ohne Wohnung) oder in Notunterkünften, d. h. in sehr prekärer Wohnsituation befinden sich ambulant 2,6% (N=326) und stationär 1,5% (N=23) der Personen. In Übergangswohnheimen leben im ambulanten Bereich 4,7% (N=594) der Klienten und im stationären Bereich 2,8% (N=42) der Patienten. Unter Obdachlosen und Personen in Übergangswohnheimen befinden sich vor allem Personen mit opioid-, alkohol- und cannabisbezogenen Störungen. Deutliche Unterschiede zwischen den Hauptdiagnosegruppen insbesondere entlang der Achse legal-illegal zeigen sich vor allem hinsichtlich der Wohnselbstständigkeit und der Unterbringung in Justizvollzugsanstalten. Patienten mit den Hauptdiagnosen Alkohol (ambulant: 83%, stationär: 72%) und pathologisches Glückspiel (ambulant: 78%, stationär: Sample zu gering) wohnen häufiger selbstständig als Patienten mit einer Hauptdiagnose aufgrund illegaler Substanzen (Opioide - ambulant: 50%, stationär: 25%; Cannabis - ambulant: 57%, stationär: 47%; Kokain - ambulant: 60%, stationär: 41%; Stimulanzien - ambulant: 64%, stationär: 42%). Ebenso sind Patienten mit Störungen bezogen auf legale Substanzen seltener in

Justizvollzugsanstalten untergebracht (Alkohol - ambulant: 1%, stationär: 1%), pathologisches Spielen - ambulant: 5%, stationär: Sample zu gering) als Patienten mit den Hauptdiagnosen Opioide (ambulant: 11%, stationär: 30%), Kokain (ambulant: 19%, stationär: 12%), Cannabis (ambulant: 5%, stationär: 9%) und Stimulanzien (ambulant: 8%, stationär: 7%). Im Vergleich zur Deutschen Suchthilfestatistik (Brand, Steppan, Künzel & Braun, 2014) zeigen sich einige Unterschiede bezüglich der Wohnsituation. Im ambulanten Bereich ist in Berlin über alle Hauptdiagnosegruppen hinweg ein deutlich höherer Anteil an Personen in einem Übergangswohnheim oder ambulant betreuten Wohneinrichtungen untergebracht als auf Bundesebene. Der Anteil von Personen ohne Wohnung ist in Berlin besonders bei alkohol- (+94%), opioid- (+138%) und cannabisbezogenen Störungen (+127%) deutlich höher und es wohnen weniger Personen mit alkohol- (-34%), cannabis- (-41%) und stimulanzienbezogenen Störungen (-29%) bei anderen Personen. Bei Klienten mit einer opioidbezogenen Störung (-20%) ist die Wohnselbstständigkeit deutlich geringer als im Bundesschnitt.
34

Im

stationären

Bereich

sind

in

Berlin

deutlich

mehr

Patienten

aller

Hauptdiagnosegruppen in Fachkliniken und stationären Rehabilitationseinrichtungen sowie ambulanten Wohneinrichtungen untergebracht. Patienten mit einer Alkohol(+98%) und Stimulanzienproblematik (+100%) wohnen zudem häufiger in

Übergangswohnheimen. Im Vergleich zum Bund zeigt sich hier über alle Hauptdiagnosegruppen eine geringere Wohnselbstständigkeit (Alkohol: -15%, Opioide: -46%, Cannabis: -7%, Kokain: -12%, Stimulanzien: -14%). Die konkreten Zahlen zu den Bundesdaten finden sich im Online-Bericht der Deutschen Suchthilfestatistik (Brand, Steppan, Künzel & Braun, 2014).

Vermittlungswege
Der größte Teil der Klienten, die eine ambulante Einrichtung der Suchthilfe in Berlin aufsuchen, sind Selbstmelder (44%), d. h. die Klienten werden weder durch Dritte noch durch eine andere Institution vermittelt. Weitere wichtige Vermittlungswege sind: Suchtberatungs- und Behandlungsstellen (8%), Krankenhäuser (9%), ärztliche bzw. psychotherapeutische Praxen (10%), Familie (7%), Sozialdienst/JVA/

Maßregelvollzug (4%), stationäre Rehabilitationseinrichtungen (3%), Einrichtungen der Jugendhilfe/Jugendamt (3%), Justizbehörden (2%), Arbeitgeber, Betrieb oder Schule (2%), ambulant betreute Wohneinrichtungen (2%) und andere

Beratungsdienste (1%) (siehe Abbildung 17 bzw. Tabelle K im Anhang).

35

Abbildung 17. Vermittlungswege (ambulant), N=41

In stationären Einrichtungen ist im Vergleich zum ambulanten Bereich nur ein sehr geringer Anteil der Patienten Selbstmelder (3%). Patienten, die in stationären Einrichtungen der Suchthilfe aufgenommen werden, werden hauptsächlich durch Suchtberatungs- und Behandlungsstellen (54%), Krankenhäuser (21%) und stationäre Rehabilitationseinrichtungen (16%) vermittelt. Auf alle weiteren

Vermittlungswege entfallen im stationären Bereich Prozentanteile von weniger als 2% (siehe Abbildung 18 bzw. Tabelle L im Anhang). Hinsichtlich der unterschiedlichen Hauptdiagnosen zeigen sich markante

Unterschiede in den Vermittlungswegen: Selbstmelder finden sich im ambulanten Bereich vor allem bei Patienten mit der Hauptdiagnose pathologisches Glückspiel (62%), Kokain (53%) und Stimulanzien (48%), gefolgt von Patienten mit der Hauptdiagnose Alkohol (44%), Opioide (41%) und Cannabis (39%). Im stationären Bereich macht der Anteil an Selbstmeldern nur 1-5% aus.

36

Abbildung 18. Vermittlungswege (stationär), N=11

Durch Krankenhäuser vermittelt werden in erster Linie nur Personen mit einer primären Alkoholproblematik (ambulant: 17%, stationär: 38%). Alle weiteren Störungen werden im ambulanten und stationären Bereich in einer Größenordnung zwischen 3% und 7% durch Krankenhäuser vermittelt. Im ambulanten Bereich werden besonders Klienten mit den behandlungsleitenden Diagnosen Cannabis (13%), Stimulanzien (10%), Kokain (9%), Alkohol (6%) und pathologisches Glückspiel (7%) von der Familie zur Behandlung veranlasst. Personen mit opioidbezogenen Störungen (2%) kommen dagegen nur selten durch eine Intervention der Familie in Behandlung. Im stationären Bereich spielt die Vermittlung durch die Familie keine Rolle, da eine stationäre Behandlung in der Regel eine fachliche Vermittlung voraussetzt. Durch ärztliche bzw. psychotherapeutische Praxen in den ambulanten Bereich vermittelt werden in erster Linie Patienten mit Störungen aufgrund der Konsums von Opioiden (28%). Patienten mit der Hauptdiagnose Alkohol, Cannabis, Kokain, Stimulanzien und pathologisches Glückspiel werden durch ärztliche und

psychotherapeutische Praxen nur in geringem Maße (1-5%) vermittelt. Im stationären Bereich spielt dieser Vermittlungsweg keine signifikante Rolle.
37

Justizbehörden vermitteln im ambulanten Bereich überwiegend Patienten mit den Hauptdiagnosen Kokain (4%), Stimulanzien (4%), Cannabis (4%) und pathologisches Glückspiel (4%). Im stationären Bereich spielt der Vermittlungsweg durch Justizbehörden keine Rolle. Im Vergleich zur gesamtdeutschen Suchthilfestatistik (Brand, Steppan, Künzel & Braun, 2014) zeigt sich, dass in Berlin der Anteil an Klienten, die durch Suchtberatungs-/-behandlungsstellen in den ambulanten Bereich vermittelt werden, mit Ausnahme der Hauptdiagnosen Kokain und pathologisches Spielen deutlich höher ist. Zudem melden sich Klienten in Berlin häufiger selbst als in Gesamtdeutschland. Dies trifft vor allem auf Patienten der Hauptdiagnosen pathologisches Spielen (+21%), Stimulanzien (+17%) und Alkohol (+13%) zu. Insgesamt ist der Anteil an Personen, die durch Krankenhäuser, (teil)stationäre Einrichtungen der Sozialtherapie, Dienst ambulant betreutes in Wohnen höher und als den im

sozialpsychiatrischen

vermittelt

werden,

Berlin

Bundesvergleich. Personen mit einer Hauptdiagnose aufgrund illegaler Substanzen werden in Berlin häufiger durch den Sozialdienst/JVA vermittelt (Opioide: +145%; Kokain: +78%). Weiterhin wird ein deutlich höherer Anteil an Klienten mit alkohol(+217%), opiod- (+100%), cannabis- (+235%) und kokainbezogenen (+123%) Störungen sowie pathologische Glückspieler (+93%) in Berlin durch soziale Verwaltungen (Sozialamt/ Wohnungsamt/ Gesundheitsamt) in ambulante

Einrichtungen vermittelt. Bei Patienten im stationären Segment zeigt sich in Berlin bis auf kokainbezogene Störungen über alle Störungsgruppen hinweg ein höherer Anteil von Vermittlungen durch stationäre Rehabilitationseinrichtungen. Bei Patienten mit einer

Alkoholproblematik kommt es zudem häufiger zu einer Vermittlung durch ambulant betreute Wohneinrichtungen (+33%), Krankenhausabteilungen (+90%) und

Einrichtungen der Jugendhilfe/Jugendamt (+513%) als in Gesamtdeutschland.

Die konkreten Zahlen zu den Bundesdaten finden sich im Online-Bericht der Deutschen Suchthilfestatistik (Brand, Steppan, Künzel & Braun, 2014).

38

Behandlungsauflagen
Behandlungsauflagen stehen in der Regel im Zusammenhang mit gerichtlichen Verfahren im Bereich des Konsums illegaler Substanzen. Demgemäß finden sich gerichtliche Auflagen selten in Verbindung mit Alkohol (ambulant: 3%, stationär: 3%) und pathologischem Glückspiel (ambulant: 0%, stationär: Sample zu gering). Innerhalb der Gruppe von Personen mit einer Hauptsuchtdiagnose aufgrund „illegaler Substanzen“ haben Personen mit den Hauptdiagnosen Kokain (ambulant: 29%, stationär: 48%) und Opioide (ambulant: 23%, stationär: 49%) am häufigsten gerichtliche Auflagen, gefolgt von Cannabis (ambulant: 13%, stationär: 20%) und Stimulanzien (ambulant: 12%, stationär: 20%). Abbildung 19 und Abbildung 20 zeigen die Verteilung der Behandlungsauflagen in Abhängigkeit der Hauptdiagnose (siehe auch Tabelle M und Tabellen N im Anhang). Die häufigsten gerichtlichen Auflagen werden – mit Ausnahme von Alkohol und pathologischem Glückspiel – im Rahmen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) angeordnet. Alle vier illegalen Substanzgruppen (Opioide, Cannabis, Stimulanzien und Kokain) haben dabei einen mindestens 8%-igen Anteil von Personen, die eine solche gerichtliche Auflage nach BtMG mitbringen. Gerichtliche Auflagen bei Patienten mit der Hauptdiagnose Alkohol haben in der Regel andere strafrechtliche Grundlagen (ambulant: 2%, stationär: 1%). Bei den Hauptdiagnosen aufgrund illegaler Substanzen ist der Anteil an anderen strafrechtlichen Grundlagen ebenfalls etwas höher (3-6%).

39

Abbildung 19. Behandlungsauflagen (ambulant), N=39

Abbildung 20. Behandlungsauflagen (stationär), N=11

40

Ein Vergleich dieser Daten mit den Daten der Deutschen Suchthilfestatistik (Brand, Steppan, Künzel & Braun, 2014) zeigt, dass besonders Klienten mit cannabis- (66%), stimulanzien- (-38%), alkohol- (-29%) und kokainbezogenen Störungen (-8%) in Berlin seltener Auflagen aufgrund des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) in ambulante Einrichtungen mitbringen und auch in höherem Ausmaß keinen anderen gerichtlichen Auflagen unterliegen (Cannabis +25%, Stimulanzien +10%, Alkohol: +5%). Klienten mit opioid- (+3%) und kokainbezogenen Störungen (+4%) kommen in Berlin häufiger aufgrund anderer strafrechtlicher Grundlagen in Behandlung, bei allen anderen Störungsgruppen ist dieser Anteil im Vergleich zum Bund reduziert. Im stationären Bereich ist der gleiche Trend – keine Auflagen mitzubringen – für cannabis- (+11%) und stimulanzienbezogenen Störungen (+17%) zu beobachten. Der Anteil an Klienten, die eine Auflage des BtMG mit in die Behandlung mitbringen, ist bis auf die Hauptdiagnosen Alkohol und Kokain hier ebenfalls geringer als auf Bundesebene. Hinsichtlich cannabisbezogener Störungen kann der Unterschied im ambulanten Bereich dadurch erklärt werden, dass Patienten mit derartigen Störungen in Berlin tatsächlich seltener Auflagen aufgrund des BtMG mitbringen. Dies könnte darauf zurückgeführt werden, dass Cannabiskonsumenten aufgrund der in Berlin

praktizierten Einstellung der gerichtlichen Verfahren bis zu einer Höchstgrenze von 10 Gramm sichergestellten Cannabis (fakultativ 15 Gramm) eine geringere Wahrscheinlichkeit besteht, mit der Justiz in Konflikt zu geraten.

Maßnahmen
Im ambulanten Bereich stellt die ambulante Suchtberatung den größten Teil der durchgeführten Maßnahmen dar (bei allen Substanzen >95% außer Opioide 83%). Ein wesentlich kleinerer aber relevanter Anteil entfällt bei den Hauptdiagnosegruppen Kokain (16%) und pathologisches Glückspiel (58%) auf die ambulante

Entwöhnungsbehandlung. Eine weitere Maßnahme, die naturgemäß nur bei der Hauptdiagnose Opioide (16%) angezeigt ist, ist die psychosoziale Begleitbetreuung bei Substitution. Ambulante sozialtherapeutische Maßnahmen spielen im ambulanten Bereich besonders bei Kokain (13%) und in geringerem Maße bei Stimulanzien (3%), Alkohol (2%), Cannabis (2%) und Opioiden (1%) eine Rolle. Ein Grund für die relativ hohen Zahlen bei Kokain könnte darin liegen, dass sich zwei spezialisierte
41

Therapieeinrichtungen für Kokainabhängige an der Berliner Suchthilfestatistik beteiligen. Abbildung 21 und Abbildung 22 stellen die Verteilung von Maßnahmen für die verschiedenen Störungsgruppen dar (siehe auch Tabelle O und Tabelle P im Anhang).

Abbildung 21. Maßnahmen (ambulant), N=41

Im stationären Bereich entfällt störungsunabhängig der größte Teil auf die stationäre Entwöhnungsbehandlung (bei allen Substanzen >50%). Auf die

psychotherapeutische Behandlung entfallen weitere wichtige Anteile, die für alle Hauptdiagnosen größer als 18% (Opioide und Kokain), aber nicht höher als 43% (Alkohol) sind. Von Bedeutung im stationären Bereich sind außerdem

Adaptionsbehandlungen, die bei allen Störungen in mindestens 7% der Fälle (Kokain) und maximal 26% der Fälle (Stimulanzien) zur Anwendung kommen. Stationäre sozialtherapeutische Maßnahmen kommen vor allem bei

alkoholbezogenen Störungen (12%) zur Anwendung. Nicht mit einbezogen in die Darstellung des stationären Bereiches sind die Patienten mit Hauptdiagnose pathologisches Glückspiel aufgrund der zu kleinen Stichprobe (N=7).
42

Abbildung 22. Maßnahmen (stationär), N=13

Im Vergleich zur Deutschen Suchthilfestatistik (DSHS) zeigen sich Unterschiede, was die durchgeführten Maßnahmen für die verschiedenen Störungsgruppen betrifft. Am deutlichsten zeigt sich dies im ambulanten Bereich hinsichtlich der teilstationären sozialtherapeutischen Maßnahmen, die in Berlin über alle Störungsgruppen hinweg deutlich häufiger zur Anwendung kommen, als dies im Rahmen der Bundesdaten der Fall ist. Ambulante sozialtherapeutische Maßnahmen kommen in Berlin bei kokain-, stimulanzien- und cannabisbezogenen Störungen ebenfalls häufiger zur Anwendung als im Bundesvergleich. Darüber hinaus werden in Berlin bei Personen mit den Hauptdiagnosen Cannabis (+71%), Kokain (+56%), Stimulanzien (-54%) und pathologisches Glückspiel häufiger ambulante Entwöhnungstherapien durchgeführt. Sonstige medizinische Maßnahmen kommen im ambulanten Bereich Berlins bei allen Hauptdiagnosen außer Alkohol und pathologisches Glückspiel ebenfalls deutlich häufiger zur Anwendung, als dies im Rahmen der Bundesdaten der Fall ist. Ein weiterer Unterschied zum Bund betrifft den höheren Anteil an psychiatrischer Behandlung (Opioide: +90%, Stimulanzien: +95%). Im stationären Behandlungssegment Berlins zeigt sich eine zu den Bundesdaten noch stärker abweichende Maßnahmenstruktur. So konnte in Berlin im stationären
43

Segment über den Großteil aller Störungsgruppen hinweg ein deutlich höherer Anteil an Maßnahmen in Form von Entzug/Entgiftungsmaßnahmen, Suchtberatung, teilstationärer

Entwöhnungsbehandlung,

ambulanter

Adaptionsbehandlung,

Kombinationstherapie sowie ambulanten und teilstationären sozialtherapeutischen Maßnahmen beobachtet werden. Auch im stationären Bereich entfallen in Berlin höhere Anteile auf psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung. Die konkreten Zahlen zu den Bundesdaten finden sich im Online-Bericht der Deutschen Suchthilfestatistik (Brand, Steppan, Künzel & Braun, 2014).

Behandlungsdauer
Die Behandlungsdauer ist für alle Hauptdiagnosegruppen im ambulanten Bereich länger (102-209 Tage mittlere Betreuungsdauer) als im stationären Bereich (81-109 Tage mittlere Behandlungsdauer). Dabei zeigen sich im ambulanten Bereich bis auf die Hauptdiagnosegruppe Opioide nur wenig Unterschiede zwischen den

Substanzklassen, wobei der Anteil an Personen, die über einen Zeitraum von mehr als 24 Monaten betreut wurden, in der Hauptdiagnosegruppe Opioide deutlich größer ist (7%) als bei den anderen Hauptdiagnosegruppen (siehe Abbildung 23 und Abbildung 24). Dies dürfte auf jene Personen zurückzuführen sein, die sich in psychosozialer Begleitbetreuung bei Substitutionsbehandlung befinden. Die

geringste Behandlungsdauer (102 Tage) weisen Pathologische Glückspieler auf.

44

Abbildung 23. Behandlungsdauer (ambulant), N=41

Abbildung 24. Behandlungsdauer (stationär), N=13

45

Im stationären Bereich zeigen sich ebenfalls nur wenige Unterschiede in der Behandlungsdauer zwischen den Substanzklassen. Die kürzeste Behandlungsdauer weisen Patienten mit Störungen aufgrund des Konsums von Alkohol (81 Tage) auf, während Patienten mit stimulanzienbezogenen Störungen die längste mittlere Behandlungsdauer (109 Tage) aufweisen. Durchschnittlich werden in allen Substanzklassen 42% der Patienten (min. Alkohol 33% - max. Stimulanzien 51%) bis zu sechs Monaten behandelt. Über 24 Monate in Behandlung sind ausschließlich Patienten mit der Hauptdiagnose Opioide (0,5%). Im Vergleich zum Bund zeigt sich, dass die durchschnittliche Behandlungsdauer in Berlin im ambulanten Bereich über alle Störungsgruppen hinweg geringer ist. Am deutlichsten ist dieser Unterschied bei opioidbezogenen Störungen, deren

Behandlungen im Durchschnitt um 192 Tage kürzer ausfallen. Auch bei kokain- (-41 Tage), alkohol- (-84 Tage), cannabis- (-54 Tage) und stimulanzienbezogenen Störungen (-84 Tage) sowie pathologischem Glückspiel (-67 Tage) ist die mittlere Behandlungsdauer in Berlin deutlich kürzer als im Bundesschnitt. Im stationären Bereich zeigen sich geringere Unterschiede in der mittleren Behandlungsdauer. Im Vergleich zum Bund ist lediglich die durchschnittliche Behandlungsdauer bei Opioiden (-5 Tage) und Kokain (-10 Tage) verkürzt. Bei alkohol-, cannabis- und stimulanzienbezogenen Störungen zeigen sich keine Unterschiede im Vergleich zum Bund.

Behandlungserfolg
Als ein Indikator für den Behandlungserfolg wurde die Planmäßigkeit der Betreuung erfasst. Dabei wird als „planmäßige Beendigung“ eine „reguläre“, „auf therapeutische Veranlassung“ bzw. „mit therapeutischem Einverständnis vorzeitige Beendigung“ oder der „planmäßige Wechsel in eine andere Einrichtung“ gewertet. Unter „unplanmäßiger Beendigung“ der Therapie wird ein „Abbruch durch den Patienten“, eine „disziplinarische Beendigung“, der „außerplanmäßige Wechsel in eine andere Einrichtung“ sowie der „Tod des Patienten“ verstanden.

46

Abbildung 25. Anteil planmäßiger Beendigungen im ambulanten und stationären Bereich (im Vergleich zu den Daten der Deutschen Suchthilfestatistik)

Hinsichtlich des Behandlungserfolges zeigen sich Unterschiede zwischen ambulanter und stationärer Versorgung (siehe Abbildung 25 bzw. Tabelle 5). Der Anteil der planmäßigen Beendigungen liegt im ambulanten Bereich bei allen Störungsgruppen um die 60% (mit Ausnahme pathologisches Glückspiel bei 47%). Im stationären Bereich ist der Anteil planmäßiger Beendigungen in allen Hauptdiagnosegruppen höher als im ambulanten Bereich. Insgesamt kam es im ambulanten Bereich bei pathologischen Glückspielern am häufigsten zu unplanmäßigen Beendigungen (53%), vor Patienten mit primärem Cannabiskonsum (41%), Patienten mit einer Problematik im Zusammenhang mit Stimulanzien (40%), Kokain (36%) und Opioiden (35%). Im stationären Bereich zeigte sich der größte Anteil unplanmäßig beendeter Behandlungen bei Patienten mit einer Störung aufgrund von Opioiden (23%), Kokain (21%), Cannabis (20%) und Stimulanzien (19%). Leicht bessere Ergebnisse zeigten sich bei Alkoholpatienten (ambulant: 34%, stationär: 17%). Anzumerken ist hierbei, dass im Fall einer Substitutionsbehandlung bei

opiodbezogenen Störungen der KDS per definitionem keine Deklaration als „erfolgreich“ oder „gebessert“ erlaubt, auch wenn der Patient stabil ist.

47

Tabelle 5. Art der Beendigung im ambulanten und stationären Bereich

Angaben in Prozent. N=41 ambulante Einrichtungen (unbekannt: 2,7%), Bezug: Zugänge/Beender; N=12 stationäre Einrichtungen (unbekannt: 0,0%) Bezug: Beender G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen. PG=pathologisches Glücksspielen.

48

Im Vergleich zum Bund (2014) konnten in Berlin im ambulanten Bereich höhere Planmäßigkeitsraten bei Klienten mit den Hauptdiagnosen Opioide (+24%), Kokain (+5%), Stimulanzien (+7%) und pathologisches Glückspiel (+17%) verzeichnet werden, wohingegen die Planmäßigkeit bei Betreuungen aufgrund alkohol- (-2%) und cannabisbezogener Störungen (-5%) etwas geringer war. Im stationären Bereich war die Planmäßigkeit ebenfalls bei Opioiden (+22%), Cannabis (+22%), Kokain (+8%) und Stimulanzien (+16%) erhöht, während sich bei alkoholbezogenen Störungen geringere Planmäßigkeitsraten als im Bundesdurchschnitt zeigten (-2%). Hinsichtlich des Erfolgs der Behandlung wurde zwischen einem positiven („erfolgreich“ bzw. „gebessert“) und einem negativen Ergebnis („unverändert“, „verschlechtert“) der Intervention differenziert (für eine Definition der Begriffe vgl. das Manual zum KDS; DHS, 2010). Bei globaler Betrachtung über alle

Hauptdiagnosegruppen zeigt sich, dass eine planmäßige Beendigung der Therapie mit einem höheren Behandlungserfolg assoziiert ist, während eine unplanmäßige Beendigung mit einem niedrigeren Behandlungserfolg verknüpft ist (siehe Tabelle 6). Dabei kamen 73% der ambulanten und 84% der stationären Patienten, die die Behandlung planmäßig beendeten, zu einem positiven Ergebnis. Von jenen Patienten, deren Behandlung unplanmäßig beendet wurde, kamen etwas mehr als ein Drittel (36%) der ambulanten und 23% der stationären Patienten zu einem positiven Behandlungsergebnis.
Tabelle 6. Beratungs- /Behandlungsergebnisse im ambulanten und stationären Bereich

n= 41 ambulante Einrichtungen (unbekannt: 3,9%) Bezug: Zugänge/Beender; n=13 stationäre Einrichtungen (unbekannt: 2,3%). Bezug: Beender.

49

Veränderungen zum Vorjahr
Zur Darstellung von aktuellen Trends wurden die Daten mit denen des Vorjahres verglichen. Abbildung 26 zeigt die prozentualen Veränderungen der Fallzahlen in Abhängigkeit von der Hauptdiagnose. Insgesamt ist die Beteiligung an der Berliner Suchthilfestatistik gegenüber 2012 relativ konstant geblieben. Während 2012 42 ambulante und 14 stationäre Einrichtungen an der Berliner Suchthilfestatistik teilgenommen haben, war dies im Jahr 2013 für 41 ambulante und 13 stationäre Einrichtungen der Fall. Insgesamt wurden 2012 und 2013 ähnliche Fallzahlen dokumentiert. Die geringere Anzahl an Einrichtungen ist durch die Zusammenlegung und gemeinsame Datendokumentation von Einrichtungen zu erklären.

Abbildung 26. Prozentuelle Veränderungen der Fallzahlen im Vergleich zu 2012

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Im ambulanten Bereich zeigte sich eine leichte Zunahme der dokumentierten Fallzahlen um +5%, während im stationären Bereich ein leichter Rückgang von -5% zu beobachten war. Die Zunahme im ambulanten Bereich betraf vor allem die Substanzgruppen Stimulanzien (+31%), Cannabis (+14%), Sedativa/Hypnotika (+13%), pathologisches Glückspiel (+9%) und andere psychotrope Substanzen (+78%). Ein Rückgang der Fallzahlen zeigte sich lediglich bei den Hauptdiagnosen Halluzinogene (-50%) und flüchtige Lösungsmittel (-33%). Der Rückgang der Fallzahlen im stationären Bereich betraf vor allem die Hauptdiagnosegruppen Opioide (-21%), Cannabis (-20%) und Sedativa/Hypnotika (-16%). Eine Zunahme war im stationären Bereich vor allem bei Stimulanzien (+19%) und anderen psychotropen Substanzen (+18%) zu verzeichnen. Die Substanzgruppen Alkohol und Kokain sind hinsichtlich ihrer Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr relativ konstant geblieben (zum Vergleich siehe Tabelle 7). Hinsichtlich der substanzbezogenen Komorbiditäten konnten im ambulanten Bereich einige Veränderungen zum Vorjahr beobachtet werden. Bei alkoholbezogenen Störungen sind bis auf die Zunahme zusätzlicher Einzeldiagnosen im Bereich Benzodiazepine (+23%), Amphetamine (+32%) und MDMA (+14%) alle weiteren Zusatzdiagnosen aufgrund des Missbrauchs oder der Abhängigkeit von Kokain (17%), Crack (-65%), LSD (-38%), anderen Halluzinogenen (-30%), flüchtigen Lösungsmitteln (-77%), anderen Sedativa/Hypnotika (-39%), anderen Stimulanzien (-30%) und anderen psychotropen Substanzen (-65%) deutlich zurückgegangen. Bei der Hauptdiagnosegruppe Opioide haben sich bis auf die Zunahme von Buprenorphin (+97%) und Methadon (+14%) alle weiteren Einzeldiagnosen im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Der deutlichste Rückgang zeigte sich bei Barbituraten (-45%), Benzodiazepinen (-23%), anderen Sedativa/Hypnotika (-58%), Alkohol (-20%), Amphetaminen (-19%), MDMA (-15%), LSD (-20%), Kokain (-18%), Cannabis (-16%), flüchtigen Lösungsmitteln (-71%) und anderen psychotropen Substanzen (-33%). Im Bereich der cannabisbezogenen Störungen wurden Buprenorphin (+242%), Benzodiazepine (+38%), Amphetamine (+27%), MDMA (+29%), andere opiathaltige Mittel (+25%) und flüchtige Lösungsmittel (-46%) häufiger als Zusatzdiagnose dokumentiert, während Zusatzdiagnosen aufgrund von Alkohol (-14%), Heroin (-24%), Methadon (-51%), anderen Sedativa/Hypnotika (51%), anderen psychotropen Substanzen (-51%), Crack (-35%), anderen
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Stimulanzien (-29%) und anderen Halluzinogenen (-53%) zurückgegangen sind. Im

Bereich der kokainbezogenen Störungen haben sich ebenfalls die meisten zusätzlichen Einzeldiagnosen leicht reduziert. Der deutlichste Rückgang zeigte sich hier bei den Einzeldiagnosen MDMA (-44%), Heroin (-25%), Methadon (-16%), Barbiturate (-58%), andere Sedativa/Hypnotika (-44%), Amphetamine (-21%) LSD (28%) und andere psychotropen Substanzen (-100%). Zunahmen betrafen vor allem Zusatzdiagnosen im Bereich Buprenorphin (+68%), Crack (+162%), andere Halluzinogene (+40%) und andere Stimulanzien (+12%). In der

Hauptdiagnosegruppe Stimulanzien zeigte sich ein Rückgang aller zusätzlichen Einzeldiagnosen. Am deutlichsten war dies bei Heroin (-30%), Benzodiazepinen (71%), anderen Sedativa/Hypnotika (-51%), LSD (-84%), Meskalin (-48%) und anderen Halluzinogenen (-74%) der Fall. Tabak als zusätzliche Einzeldiagnose hat im Vergleich zum Vorjahr über alle Störungsgruppen (bis auf Stimulanzien) wieder leicht zugenommen. Die konkreten Zahlen hierzu sind im Jahresbericht der Berliner Suchthilfestatistik 2012 nachzulesen (Brand, Steppan, Künzel & Pfeiffer-Gerschel, 2013). Für den stationären Bereich ist ein Vergleich mit dem Vorjahr aufgrund der geringen Stichprobengröße des Jahres 2012 (N=1) nicht möglich. In Bezug auf das mittlere Alter der verschiedenen Störungsgruppen ist es im ambulanten Bereich im Vergleich zum Vorjahr kaum zu relevanten Veränderungen gekommen. Bis auf die Hauptdiagnose Cannabis (-0,4 Jahre) ist das

Durchschnittsalter in allen Störungsgruppen leicht gestiegen (bis zu +0.9 Jahre). Im stationären Bereich ist das durchschnittliche Alter ebenfalls in allen Störungsgruppen (bis auf Kokain) leicht gestiegen (bis zu +1.5 Jahre). Die stärkste Veränderung zum Vorjahr zeigte sich in einem Rückgang des durchschnittlichen Alters bei pathologischem Glückspiel um 7,5 Jahre im Vergleich zu 2012. Hinsichtlich des Beziehungsstatus ist es im Vergleich zum Vorjahr nur zu leichten Veränderungen gekommen. Im ambulanten Setting hat der Anteil von Personen in festen Partnerschaften bis auf Alkohol (-1%) und pathologisches Glückspiel (-2%) über die Störungsgruppen hinweg leicht zugenommen: Kokain (+7%), Opioide (+8%), Cannabis (+3%) und Stimulanzien (+23%). Der Anteil von Personen in zeitweiligen Beziehungen ist bei Patienten mit einer Problematik in Bezug auf Cannabis (+33%), Opioide (+17%) und Stimulanzien (+10%) gestiegen, während er bei kokainbezogenen Störungen (-30%) und pathologischen Spielern (-48%) im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist. Im stationären Setting zeigte sich ein
52

Rückgang fester Beziehungen bei Opioiden (-8%), Stimulanzien (-11%) und Alkohol (-14%), wohingegen der Anteil bei cannabisbezogenen Störungen (+2%)

zugenommen hat. Zudem hat sich der Anteil an Patienten in zeitweiligen Beziehungen bei alkohol- (+48%), kokain- (+22%), opioid- (+19%), cannabis- (+91%) und stimulanzienbezogenen Störungen (+74%) erhöht. Der Anteil erwerbsloser Personen weist im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls leichte Schwankungen je nach Hauptdiagnose auf. So kam es im ambulanten Bereich zu einer Reduktion des Erwerbslosenanteils bei den Hauptdiagnosegruppen

Stimulanzien (-4%), Kokain (-5%), Cannabis (-2%) und Alkohol (-2%). Im stationären Segment war bis auf Cannabis (+3%) ebenfalls ein teilweise starker Rückgang des Erwerbslosenanteils in den Hauptdiagnosegruppen Kokain (-19%), Opioide (-13%), Alkohol (-0,5%) und Stimulanzien (-3%) zu verzeichnen. Bezogen auf die Wohnsituation war im Vergleich zum Vorjahr eine hohe Stabilität des selbstständigen Wohnens zu beobachten. Daneben kam es in einigen Bereichen zu Veränderungen. Im ambulanten Bereich ist der Anteil an Klienten, die bei anderen Personen leben, über alle Hauptdiagnosegruppen hinweg zurückgegangen.

Ebenfalls zurückgegangen ist der Anteil an Klienten in Fachkliniken und stationären Rehabilitationseinrichtungen (Opiate: -22%, Cannabis: -33%, Kokain: -22%,

Stimulanzien: -44%). Dafür hat der Anteil an Personen, die angaben, in ambulant betreuten Wohneinrichtungen zu leben, in fast allen Substanzgruppen zugenommen, und auch der Anteil von Personen, die in Übergangswohnheimen untergebracht waren, ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (Alkohol: +17%, Opioide: +3%, Cannabis: +12%, Stimulanzien: +131%). Bis auf Opioidkonsumenten waren im Vergleich zum Vorjahr mehr Klienten in einer Justizvollzugsanstalt untergebracht (Alkohol: +8%, Cannabis: +5%, Kokain: +5%, Stimulanzien: +35%). Von den Personen mit einer Alkohol- (-16%), Opioid- (-17%) und Stimulanzienabhängigkeit (23%) waren weniger in einer Notunterkunft untergebracht, während deutlich mehr Klienten mit einer Cannabis- (+51%) und Kokainproblematik (+99%) in einer Notunterkunft lebten. Der Anteil an Personen ohne Wohnung hat sich bei Alkohol- (6%) und Kokainabhängigen (-17%) reduziert, während deutlich mehr Klienten mit einer Opioid- (+33%), Cannabis- (+49%) und Stimulanzienabhängigkeit (-29%) keinen festen Wohnsitz hatten.

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Im stationären Bereich war im Bereich Opioide (-25%), Kokain (-11%) und Stimulanzien (-5%) ein Rückgang der Wohnselbstständigkeit zu verzeichnen. Von den Patienten mit einer Opioid- (+55%), Kokain- (+75%) und Alkoholproblematik (+10%) lebten im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr Patienten bei anderen Personen, während der Anteil bei Cannabis- (-20%) und Stimulanzienpatienten (34%) zurückgegangen ist. Deutlich mehr Patienten mit einer Opioid- (+79%), Cannabis- (+48%) und Stimulanzienproblematik (+248%) waren in ambulant betreuten Wohneinrichtungen untergebracht. Der Anteil an Alkohol- (-16%) und Opioidpatienten (-20%), die in einer Fachklinik oder stationären

Rehabilitationseinrichtung untergebracht waren, hat sich im Vergleich zum Vorjahr reduziert, während sich der Anteil bei Kokain- (+13%) und Stimulanzienpatienten (+38%) erhöht hat. Im Vergleich zum Vorjahr waren mehr Alkohol (+60%) und Opioidpatienten (+29%) in Justizvollzugsanstalten untergebracht, während der Anteil bei Kokain- (-43%) und Stimulanzienpatienten (-26%) gesunken ist. Von den Patienten mit einer Opioidabhängigkeit lebten im Jahr 2013 weniger in

Übergangswohnheimen (-54%) oder in Notunterkünften (-44%) oder waren obdachlos (-44%). Alkoholpatienten waren im Vergleich zum Vorjahr häufiger obdachlos (Notunterkunft: +28%, ohne Wohnung: +28%) und auch von den Cannabis- (+166%) und Kokainpatienten (+98%) waren deutlich mehr Personen ohne Wohnung als im Vorjahr. Im Bereich der schulischen Bildung (siehe Abbildung 27) ist es im ambulanten Bereich im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls zu leichten Veränderungen gekommen. Der Anteil an Personen ohne Schulabschluss hat bei den Hauptdiagnosegruppen Alkohol (-2%), Opioide (-4%) und pathologisches Glückspiel (-24%) im Vergleich zum Jahr 2012 abgenommen, während der Anteil unter Personen mit einer Cannabis(+7%), Kokain- (+11%) und Stimulanzienproblematik (+8%) gestiegen ist. Der Anteil an Personen, die sich noch in schulischer Ausbildung befinden, hat sich in den Hauptdiagnosegruppen Alkohol (+30%), Opioide (+49%) und Cannabis (+8%) im Vergleich zum Vorjahr erhöht, wohingegen er bei Kokain (-61%) und Stimulanzien (6%) abgenommen hat. Im stationären Bereich zeigte sich nur bei Opioiden (+5%) und Stimulanzien (+17%) eine Zunahme des Anteils von Personen ohne Schulabschluss im Vergleich zum Vorjahr, bei alkohol(-23%) und

cannabisbezogenen Störungen (-20%) hat sich der Anteil verringert. Der Anteil an Personen in schulischer Ausbildung hat im Vergleich zum Vorjahr in fast allen
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Störungsgruppen zugenommen (Alkohol: +31%, Opioide: +49%, Cannabis: +8%; Kokain: +60%, Stimulanzien: +6%).

Abbildung 27. Anteil von Personen ohne Schulabschluss im Vergleich zum Vorjahr

Hinsichtlich des Aufnahmegrundes und der gerichtlichen Auflagen ist es im ambulanten Segment im Vergleich zum Vorjahr zu einer deutlichen Reduktion anderer strafrechtlicher Auflagen bei alkohol- (-25%), opioid- (-24%), cannabis- (18%), kokain- (-12%) und stimulanzienbezogenen Störungen (-23%) gekommen. Auflagen nach BtmG gingen im ambulanten Bereich ebenfalls in allen

Störungsgruppen zurück (Alkohol: -7%; Opioide: -3%; Cannabis: -7%; Kokain: -13%; Stimulanzien: -6%). Im stationären Segment zeigte sich dagegen eine Zunahme der Auflagen nach BtmG bei Alkohol (+301%), Opioiden (+9%), Cannabis (+21%) und Kokain (+18%). Dafür ist der Anteil an anderen strafrechtlichen Auflagen in den meisten Hauptdiagnosegruppen zurückgegangen (Alkohol: -40%; Opioide: -2%, Cannabis: -17%; Kokain: -4%). In Bezug auf die Dauer der Betreuung konnten im ambulanten Bereich leichte Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr beobachtet werden. So hat sich die mittlere Betreuungsdauer bei Alkohol (+7 Tage), Stimulanzien (+7 Tage) und Opioiden (+18 Tage) erhöht, während es bei Cannabis (-4 Tage) und pathologischem Glückspiel (-10 Tage) im Vergleich zum Vorjahr zu einer Abnahme der mittleren
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Behandlungsdauer kam. Im stationären Segment zeigte sich im Jahr 2013 über alle Störungsgruppen hinweg ein Rückgang der durchschnittlichen Behandlungsdauer (Alkohol: -13 Tage; Opioide: -10 Tage; Cannabis: -10 Tage; Kokain: -5 Tage; Stimulanzien: -7 Tage). Hinsichtlich der Art der Beendigung zeigten sich leichte Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil planmäßiger Beendigungen hat über alle Störungsgruppen zugenommen (Alkohol: +2%; Opioide: +10%; Cannabis: +1%, Kokain: +2%; Stimulanzien: +5% und pathologisches Glückspiel: +11%). Im stationären Bereich war die Zunahme planmäßiger Beendigungen noch stärker ausgeprägt (Alkohol: +19%; Opioide: +42%; Cannabis: +22%; Kokain: +27%; Stimulanzien: +13%).

Veränderungen der Hauptdiagnosen im zeitlichen Verlauf
Abbildung 28 zeigt den Verlauf der Behandlungsfälle im Zeitraum zwischen 2004 und 2013 in ambulanten Berliner Einrichtungen. Ersichtlich wird, dass besonders die Hauptdiagnosen Alkohol und Cannabis hinsichtlich der absoluten Fallzahlen angestiegen sind. Ebenso ist es bei Stimulanzien und pathologischem Glückspiel zu einer Zunahme gekommen. Dabei ist zu beachten, dass pro Jahr eine unterschiedliche Anzahl an dokumentierenden Einrichtungen für die Zahlen verantwortlich ist. Betrachtet man die Fallzahlenentwicklung pro Einrichtung, so zeigt sich dennoch ein ähnliches Bild. Die Ergebnisse sind in Tabelle 7 dargestellt.

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Abbildung 28. Verlauf der Behandlungsfälle nach Hauptdiagnose in Berliner Einrichtungen seit 2004

Tabelle 7. Fallzahlenentwicklung in ambulanten Berliner Einrichtungen seit 2004

Ambulante Einrichtungen. Bezug: Zugänge/Beender.

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Spezielle Merkmale der Wohnsituation von Klienten/ Patienten aus ambulanten und stationären Suchthilfeeinrichtungen in Berlin
Ergänzend zu den Standardauswertungen zur Wohnsituation sollen hier spezielle Merkmale der Klienten und Patienten aus ambulanten und stationären Berliner Suchthilfeeinrichtungen in unterschiedlichen Wohnsituationen genauer betrachtet werden. Dazu werden Klienten/Patienten, die sechs Wochen vor Beginn der Betreuung/Behandlung entweder 1) selbstständig, 2) bei anderen Personen, 3) in institutionellen Einrichtungen (Fachkliniken/ stationären Rehabilitationseinrichtungen, Übergangswohnheimen, JVA, etc.) oder 4) in prekären Wohnverhältnissen (Notunterkünfte, Übernachtungsstelle) gelebt haben bzw. obdachlos waren,

hinsichtlich verschiedener Merkmale untersucht und gegenübergestellt. Die Abbildungen 15 und 16 auf den Seiten 32 und 33 zeigen die Verteilung der Klienten/Patienten in unterschiedlichen Wohnsituationen sechs Wochen vor

Betreuungs-/Behandlungsbeginn. Hier zeigt sich, dass ein Großteil der Personen selbstständig lebt (ambulant: 68%, stationär: 56%). Weitere 12% (ambulant) bzw. 14% (stationär) leben bei anderen Personen, 5% (ambulant) bzw. 3% (stationär) sind in ambulanten Wohneinrichtungen, 2% (ambulant) bzw. 16% (stationär) in Fachkliniken/ stationären Rehabilitationseinrichtungen, 5% (ambulant) bzw. 3% (stationär) in Übergangswohnheimen und 6% (ambulant) bzw. 8% (stationär) in

einer JVA untergebracht. Weitere 2% (ambulant) bzw. 1% (stationär) sind obdachlos (ohne Wohnung) und jeweils 1% lebt in Notunterkünften/Übernachtungsstellen.

Soziodemographische Variablen
Geschlecht Bei der Betrachtung der Klienten/Patienten der verschiedenen Wohnformen zeigt sich, dass über alle Wohnformen hinweg erheblich mehr Männer als Frauen betreut bzw. behandelt wurden (ca. drei Viertel vs. ein Viertel). In etwa eine ähnliche Geschlechterverteilung wie in der Berliner Gesamtstatistik weist die Gruppe der selbstständig Wohnenden auf. Demgegenüber liegt in den anderen Gruppen der Anteil der Männer mit über 75% (ambulant) bzw. 85% (stationär) noch deutlich höher (Abbildung 29).
58

Abbildung 29: Geschlechterverteilung (ambulant/stationär)

Alter Personen, die vor Betreuungs-/Behandlungsbeginn selbstständig gelebt haben, sind mit durchschnittlich 40 Jahren (ambulant und stationär) die Ältesten. Das niedrigste Durchschnittsalter (28 bzw. 30 Jahre) zeigt sich bei denjenigen Klienten/Patienten, die vor der Behandlung bei anderen Personen gewohnt haben. Da es sich bei den „anderen“ auch um die Familie handeln kann, ist dies durchaus erwartungsgemäß. Personen, die in prekären Wohnverhältnissen (ohne Wohnung/Notunterkunft) gelebt haben, liegen hinsichtlich ihres Altersdurchschnitts im mittleren Bereich (33 vs. 36 Jahre), ebenso wie Personen, die in einer Institution untergebracht waren (34 Jahre) (Abbildung 30).

Abbildung 30. Alter Ø (ambulant/stationär)

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Migrationshintergrund Personen mit Migrationshintergrund finden sich merklich häufiger bei den Klienten/Patienten, die in weniger stabilen Wohnverhältnissen gelebt haben. Dies trifft für den ambulanten Bereich noch in höherem Maße zu als für den stationären (siehe Abbildung 31). Im ambulanten Bereich ist der Anteil der Klienten mit Migrationshintergrund unter denjenigen am höchsten, die bei anderen Personen gelebt haben (29%).

Abbildung 31: Klienten mit Migrationshintergrund (ambulant/stationär)

Beziehungsstatus Den höchsten Anteil an Alleinstehenden (ambulant: 72%, stationär: 84%) weist die Gruppe derjenigen auf, die in prekären Wohnverhältnissen gelebt haben, gefolgt von Klienten/Patienten in institutionellen Wohneinrichtungen (ambulant: 69%, stationär: 56%) und Klienten/Patienten, die bei anderen Personen gelebt haben (ambulant: 63%, stationär: 66%). Der mit Abstand geringste Anteil an alleinstehenden Klienten/Patienten findet sich unter denjenigen, die selbstständig wohnten (ambulant: 50%, stationär: 54%) (Abbildung 32).

60

Abbildung 32: Beziehungsstatus (ambulant/stationär)

Schulbildung Verglichen mit den anderen Gruppen weisen selbstständig lebende

Klienten/Patienten ein deutlich höheres Bildungsniveau auf. So hat mehr als die Hälfte von ihnen entweder einen Realschulabschluss oder die (Fach-)Hochschulreife (ambulant: 61%, stationär: 58%). Unter den Klienten/Patienten, die bei anderen Personen wohnen, findet sich der größte Anteil an Personen, die keinen Schulabschluss haben oder sich noch in Ausbildung befinden (ambulant: 32%, stationär: 26%). Sowohl bei Personen ohne festen Wohnsitz als auch bei denjenigen, die in institutionellen Einrichtungen untergebracht waren, zeigen sich Unterschiede hinsichtlich des Bildungsstandes in ambulanten und stationären Einrichtungen. Während im ambulanten Bereich jeweils ein Viertel dieser Personen ohne Schulabschluss ist, hat im stationären Bereich der Großteil dieser Personen zumindest einen Haupt- oder Realschulabschluss (87% bzw. 74%) (Abbildung 33).

61

Abbildung 33: Höchster Schulabschluss (ambulant/stationär)

Berufsausbildung Von den Klienten gelebt und Patienten, die vor drei Betreuungs-/Behandlungsbeginn Viertel eine abgeschlossene

selbstständig

haben,

haben

Berufsausbildung (ambulant: 64%, stationär: 65%). Bei Klienten, die bei anderen Personen, in institutionellen Einrichtungen oder in prekären Verhältnissen gelebt haben, ist dies im ambulanten Bereich bei nur etwa einem Viertel bis zu einem Drittel der Fall (Abbildung 34). Im stationären Bereich liegen die Anteile der Patienten mit abgeschlossener Berufsausbildung zum Teil deutlich höher, was vor allem auf Patienten ohne festen Wohnsitz zutrifft, von denen 54% (im Vergleich zu 26%) eine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Bei Klienten/Patienten, die bei anderen Personen gelebt haben, ist der Anteil abgeschlossener Berufsausbildungen sowohl ambulant als auch stationär am geringsten (24% bzw. 29%).

62

Abbildung 34: Berufsausbildung (ambulant/stationär)

Erwerbstätigkeit Abbildung 35 zeigt sehr deutlich, dass etwa ein Drittel der Klienten/Patienten, die selbstständig gewohnt haben, vor Beginn der Betreuung/Behandlung auch erwerbstätig war. Betrachtet man dagegen die anderen Gruppen, so ist festzustellen, dass je prekärer die Wohnsituation vor der Betreuung/Behandlung war, desto geringer auch der Anteil der Erwerbstätigen in der Gruppe. So waren nur noch 5% (ambulant) bzw. 8% (stationär) der Klienten/Patienten aus der Gruppe derer, die in Notunterkünften gelebt haben oder obdachlos waren, erwerbstätig. Insgesamt ist der Erwerbstätigenanteil im stationären Bereich bis auf die Gruppe der selbstständig Wohnenden durchgehend höher.

63

Abbildung 35: Anteil der erwerbstätigen Klienten/Patienten (ambulant/stationär)

Spezifische Suchtproblematik der Klienten/Patienten in unterschiedlichen Wohnsituationen
Verteilung der Hauptdiagnosen Sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich zeigen sich deutliche Unterschiede in der Verteilung der Hauptdiagnosen bei Personen in

unterschiedlichen Wohnverhältnissen. Wie aus Abbildung 36 ersichtlich, macht unter den Personen, die selbstständig leben, die Hauptdiagnose Alkohol (ambulant: 52%, stationär: 63%) den größten Anteil aus. Dementsprechend entfallen bei dieser Personengruppe geringere Anteile auf Störungen aufgrund illegaler Substanzen. Bei der Gruppe der ambulanten Klienten, die bei anderen Personen wohnten, weist der Großteil entweder eine opioid- (34%) oder cannabisbezogene Störung (34%) auf, gefolgt von Alkohol als drittgrößter Hauptdiagnosegruppe (18%). Im stationären Bereich zeigt sich hier eine relativ gleichmäßige Verteilung der Hauptdiagnosen. Knapp zwei Drittel der Klienten/Patienten ohne festen Wohnsitz, die in ambulanten Institutionen untergebracht sind, weisen eine Opioidabhängigkeit auf. Der Rest entfällt zu gleichen Teilen auf Alkohol- und Cannabisdiagnosen (16% bzw. 17%). Kokainbzw. eine Stimulanzienabhängigkeit machen hier nur 1-2% der

Hauptdiagnosen aus. Im stationären Bereich ist dagegen mehr als die Hälfte dieser Patienten aufgrund einer Alkoholabhängigkeit in Behandlung (51%). Opioidbezogene Störungen sind hier wesentlich seltener (16%).
64

Abbildung 36: Hauptsächlich konsumierte Substanzen

Personen, die in ambulanten Institutionen untergebracht sind, haben einen hohen Anteil an Opioid-Diagnosen (40%), gefolgt von den Hauptdiagnosen Alkohol (26%), Cannabis (20%) und Kokain (7%). Im stationären Bereich macht der Anteil an Alkoholstörungen bei diesen Patienten den größten Anteil aus (33%) und auch der Anteil an stimulanzienbezogenen Störungen ist hier im Vergleich zu den anderen Gruppen relativ hoch (16%). Substanzbezogene Komorbiditäten Abbildung 37 zeigt, dass im ambulanten Bereich bei Personen ohne festen Wohnsitz die meisten Zusatzdiagnosen vergeben werden. Zudem entfallen hier auch deutlich höhere Anteile auf die Zusatzdiagnose Opioide als bei Personen in anderen Wohnsituationen. Die höchste Mehrfachbelastung zeigt sich dabei unter den obdachlosen Personen mit einer Kokain- oder Stimulanzienproblematik. Personen, die selbstständig oder bei anderen Personen lebten, weisen wesentlich geringere Anteile an Zusatzdiagnosen auf. Zusätzlich vergebene Einzeldiagnosen entfallen hier hauptsächlich auf Alkohol, Cannabis und zu sehr geringen Teilen auf Kokain. Zusatzdiagnosen aufgrund von Opioiden betreffen hier weniger als 0,5% der Personen. In institutionellen Einrichtungen untergebrachte Personen zeigen eine ähnliche Verteilung der Zusatzdiagnosen, jedoch liegen hier häufiger Zusatzdiagnosen
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aufgrund von Opioiden vor. Dies betrifft vor allem Klienten mit einer Kokain- und Stimulanzienabhängigkeit.

Abbildung 37. Substanzbezogene Komorbiditäten (ambulant)

Abbildung 38. Substanzbezogene Komorbiditäten (stationär)

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Wie aus Abbildung 38 ersichtlich, konsumieren Patienten im stationären Bereich insgesamt deutlich häufiger mehrere Substanzen als ambulant betreute Klienten. Darüber hinaus zeigt sich aber auch hier die geringste Zusatzbelastung bei selbstständig wohnenden Personen. Dahingegen ist der Anteil weiterer

Zusatzdiagnosen bei Patienten, die bei anderen Personen lebten, deutlich höher. So haben hier mehr als die Hälfte aller Patienten mindestens eine weitere Diagnose aufgrund von problematischem Alkohol-, Cannabis- oder Kokainkonsum. Personen ohne festen Wohnsitz mit einer Alkoholabhängigkeit zeigen eine sehr geringe Zusatzbelastung durch den Konsum weiterer Substanzen. Dagegen werden bei obdachlosen Personen mit einer Opioid- oder Cannabisabhängigkeit häufiger Zusatzdiagnosen vergeben. Eine ebenfalls sehr hohe Zusatzbelastung aufgrund weiterer Diagnosen weist die Gruppe der Personen in institutionellem Wohnen auf, bei denen auch der Anteil einer weiteren Diagnose aufgrund von Opiatmissbrauch oder -abhängigkeit höher ist als bei den Personen anderer Gruppen.

Betreuung/Behandlung von Klienten/Patienten in unterschiedlichen Wohnsituationen
Art der Beendigung Personen, die vor Betreuungsbeginn selbstständig gelebt haben, weisen mit 66% im ambulanten Bereich die höchste Rate an planmäßigen Beendigungen auf. Auffallend niedriger liegt diese Rate bei den Klienten, die in prekären Wohnverhältnissen gelebt haben, von denen nur die Hälfte die Betreuung planmäßig beendet (51%). Personen, die bei anderen oder in Institutionen gewohnt haben, liegen mit 58% bzw. 62% planmäßigen Beendigungen im mittleren Bereich (Abbildung 39). Ähnliche Unterschiede liegen im stationären Behandlungssetting vor, wobei hier die Raten an planmäßigen Beendigungen über alle Gruppen hinweg höher sind als im ambulanten Bereich. Wie im ambulanten Bereich auch, besteht eine erhebliche Differenz zwischen den Anteilen an planmäßigen Beendigungen in der Gruppe der selbstständig Wohnenden und der Gruppe der Patienten ohne festen Wohnsitz (79% vs. 56%). Der Anteil planmäßiger Beendigungen bei Personen in stationären Institutionen ist hier ähnlich hoch wie unter den selbstständig lebenden Personen (77%). Patienten, die bei anderen Personen gewohnt haben, liegen wie auch im ambulanten Setting im mittleren Bereich (66%).

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Abbildung 10. Abbildung 39: Art der Beendigung der Betreuung

Betreuungs- und Behandlungsdauer Wie aus Abbildung 40 ersichtlich, weisen im ambulanten Bereich Personen, die selbstständig gewohnt haben, mit 158 Tagen insgesamt die längste durchschnittliche Betreuungsdauer auf. Demgegenüber sind Personen aus institutionellen

Einrichtungen (147 Tage) und Personen ohne festen Wohnsitz (141 Tage) deutlich kürzer in Betreuung. Am geringsten ist die Betreuungsdauer bei Klienten, die vor Betreuungsbeginn bei anderen gewohnt haben (137 Tage). In Bezug auf die zugrunde liegende Hauptdiagnose weisen die Klienten mit einer cannabisbezogenen Störung in allen Gruppen die kürzeste Betreuungsdauer auf; Klienten mit der Hauptdiagnose Opioide mit Ausnahme der institutionell untergebrachten Personen die längste Betreuungsdauer. Im stationären Bereich ist die Behandlungsdauer durchgehend geringer als im ambulanten Bereich und es zeigen sich kaum Unterschiede zwischen den Gruppen. Die durchschnittliche Betreuungsdauer liegt zwischen 89 Tagen bei selbstständig Wohnenden und 97 Tagen bei Personen in institutionellen Einrichtungen.

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Abbildung 40: Dauer der Betreuung (Ø in Tagen)

Weitervermittlung nach Betreuungs- bzw. Behandlungsende Abbildung 41 zeigt, dass im ambulanten Bereich Klienten, die in prekären Wohnverhältnissen gelebt haben, die höchste Rate an Weitervermittlungen nach Betreuungsende aufweisen. 53% von ihnen werden weitervermittelt, wobei der größte Anteil an eine Beratungs- oder Behandlungsstelle vermittelt wird (29%). Weitere 15% werden an eine stationäre Rehabilitationseinrichtung vermittelt, 12% an eine Krankenhausabteilung, 9% an eine ärztliche oder psychotherapeutische Praxis und 4% an eine Selbsthilfegruppe. Der Anteil an Weitervermittlungen liegt in den übrigen Gruppen zwischen 40% und 43% und findet damit in gleichem Maße statt. Hinsichtlich der Art der Einrichtungen, in welche die Personen vermittelt werden, ergeben sich hier ebenfalls kaum Unterschiede. So wird etwa ein Viertel der Personen in stationäre Rehabilitationseinrichtungen vermittelt, ein weiteres Viertel in eine Beratungs-/Behandlungsstelle und jeweils ca. 10% in eine

ärztliche/psychotherapeutische Praxis oder Krankenhausabteilung. Der einzige Unterschied zwischen den Gruppen besteht hinsichtlich der Vermittlung in eine Selbsthilfegruppe. Dorthin werden selbstständig lebende Personen deutlich häufiger

69

vermittelt (24%) als Personen, die bei anderen leben (11%) oder institutionell untergebracht sind (11%).

Abbildung 41: Weitervermittlung nach Betreuungsende (ambulant; Mehrfachnennungen möglich)

Im stationären Bereich ist die Weitervermittlungsquote insgesamt wesentlich höher als im ambulanten Sektor (Abbildung 42). Im Gegensatz zum ambulanten Bereich werden hier aber deutlich weniger Patienten ohne festen Wohnsitz (46%) weitervermittelt. Der höchste Anteil an Weitervermittlung findet sich hier bei den selbstständig wohnenden Personen (74%), gefolgt von Personen, die in Institutionen (68%) oder bei anderen Personen gewohnt haben (63%). Zudem unterscheiden sich die Gruppen im stationären Setting deutlicher in der Art der Vermittlung. So wird von den ehemals selbstständig wohnenden Patienten der Großteil in eine

Selbsthilfegruppe (78%) oder Beratungsstelle (65%) vermittelt. Weitere 29% werden in eine ärztliche oder psychotherapeutische Praxis vermittelt und nur ein geringer Anteil in eine Adaptionseinrichtung (14%) oder ambulant betreutes Wohnen (11%). Von den Patienten, die bei anderen gewohnt haben, wird etwa die Hälfte in eine Beratungsstelle (55%) oder Selbsthilfegruppe (55%) vermittelt. Ein weiterer großer Anteil wird in eine ambulant betreute Wohneinrichtung vermittelt (26%), 19% an eine Adaptionseinrichtung und 8% an eine ärztliche/psychotherapeutische Praxis.
70

Abbildung 42: Weitervermittlung nach Behandlungsende (stationär; Mehrfachnennungen möglich)

Von

den

Personen

ohne

festen

Wohnsitz,

die

nach

Behandlungsende

weitervermittelt werden, wurden 81% in eine Selbsthilfegruppe vermittelt. Ein weiteres Drittel wird in eine Adaptionseinrichtung vermittelt, 25% in eine ambulant betreute Wohneinrichtung, 19% an eine Beratungs-/Behandlungsstelle und ein weiteres Viertel an eine ärztliche oder psychotherapeutische Praxis. Unter den Personen, die aus institutionellen Einrichtungen weitervermittelt werden, erfolgt der Großteil der Weitervermittlungen in eine Selbsthilfegruppe (65%), gefolgt von ambulant betreuten Wohneinrichtungen (54%), Beratungs-/Behandlungsstellen

(39%) und ärztlichen oder psychotherapeutischen Praxen (25%). Behandlungsergebnis Hinsichtlich des Betreuungs-/Behandlungserfolgs zeigt sich sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich ein deutlicher Unterschied zwischen

Klienten/Patienten der verschiedenen Wohnformen. Im ambulanten Bereich weist in etwa die Hälfte der Personen ein positives Behandlungsergebnis auf. Der geringste Anteil positiver Ergebnisse zeigt sich bei Personen ohne festen Wohnsitz (48%). Bei fast der Hälfte dieser Personengruppe ist die Problematik nach Ende der Behandlung unverändert oder verschlechtert. In den anderen Gruppen liegt der Anteil positiver Behandlungsergebnisse mit 54% bis 62% etwas höher. Der höchste Anteil erfolgreicher Beendigungen zeigt sich bei selbstständig wohnenden Personen (63%).
71

Im stationären Bereich ist der Anteil positiver Behandlungsergebnisse durchgehend höher als im ambulanten Bereich. Der höchste Anteil positiver Ergebnisse zeigt sich auch hier bei den selbstständig wohnenden Patienten (76%), gefolgt von Patienten in institutionellen Wohneinrichtungen (71%) sowie denjenigen, die bei anderen Personen wohnen (65%) und jenen ohne Wohnung (58%). Auch hier zeigt sich bei knapp der Hälfte (42%) der Patienten ohne Wohnung keine Veränderung der Problematik nach Behandlungsende.

Abbildung 43: Betreuungs-/Behandlungsergebnis

72

ANHANG
Literatur
Bauer, C., Hildebrand, A., Wegmann, L., Sonntag, D. (2009). Patienten mit alkoholbezogenen Störungen: Analyse soziodemographischer und

behandlungsbezogener Daten der Deutschen Suchthilfestatistik 2007. Sucht, 55 , 35-42. Bauer, C., Sonntag, D., Hildebrand, A., Bühringer, G. & Kraus, L. (2009), Studiendesign und Methodik der Suchthilfestatistik 2007. Sucht, 55 (Sonderheft 1), 6-14. Bundesagentur für Arbeit (2013). Arbeitsmarkt 2012. Verfügbar unter:

www.arbeitsagentur.de Bundeszentrale für politische Bildung (2011). Bevölkerung mit Migrationshintergrund. Verfügbar unter: www.bpb.de Brand, H., Steppan, M., Künzel, J. & Pfeiffer-Gerschel, T. (2014). Suchthilfestatistik 2012 – Jahresbericht zur aktuellen Situation der Suchthilfe in Berlin. IFT München. Brand, H., Steppan, M., Künzel, J. & Braun, B. (2014). Suchtkrankenhilfe in Deutschland. Jahresstatistik 2013 der Deutschen Suchtkrankenhilfe. Verfügbar unter www.suchthilfestatistik.de. Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (Hrsg.) (2010). Deutscher Kerndatensatz zur Dokumentation im Bereich der Suchtkrankenhilfe (KDS). Definitionen und Erläuterungen zum Gebrauch. DHS: Hamm. Verfügbar unter:

http://www.dhs.de/makeit/cms/cms_upload/dhs/kds_manual_ev_080623.pdf [29.09.2010] Dilling, H., Mombour, W. & Schmidt, M.H. (Hrsg.) (2009). Internationale Klassifikation psychischer Störungen. ICD-10 Kapitel V (F) Klinisch diagnostische Leitlinien. Bern: Hans Huber.

73

Hildebrand, A., Sonntag, D., Bauer, C. & Bühringer, G. (2009). Versorgung Suchtkranker in Deutschland: Ergebnisse der Suchthilfestatistik 2007. Sucht, 55 , 15-34.

74

Verzeichnisse
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1. Substanzbezogene Komorbiditäten (ambulant) Tabelle 2. Substanzbezogene Komorbiditäten (stationär) Tabelle 3. Berufliche Integration (ambulant) Tabelle 4. Berufliche Integration (stationär) Tabelle 5. Art der Beendigung im ambulanten und stationären Bereich Tabelle 6. Beratungs- /Behandlungsergebnisse im ambulanten und stationären Bereich Tabelle 7. Fallzahlenentwicklung in ambulanten Berliner Einrichtungen seit 2004 13 14 24 25 48 49 57

Tabellen im Tabellenanhang
Tabelle A. Hauptdiagnosen nach Geschlecht (ambulant) Tabelle B. Hauptdiagnosen nach Geschlecht (stationär) Tabelle C. Altersstruktur in Abhängigkeit der Hauptdiagnose (ambulant) Tabelle D. Altersstruktur in Abhängigkeit der Hauptdiagnose (stationär) Tabelle E. Beziehungsstatus (ambulant) Tabelle F. Beziehungsstatus (stationär) Tabelle G. Schulabschluss (ambulant) Tabelle H. Schulabschluss (stationär) Tabelle I. Wohnsituation (ambulant) Tabelle J. Wohnsituation (stationär) Tabelle K. Vermittlungswege (ambulant) Tabelle L. Vermittlungswege (stationär) Tabelle M. Behandlungsauflagen (ambulant) Tabelle N. Behandlungsauflagen (stationär) Tabelle O. Maßnahmen (ambulant) Tabelle P. Maßnahmen (stationär) Tabelle Q1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, ambulant, Rohwerte 80 80 81 82 83 83 84 84 85 86 87 88 89 89 90 91 92

Tabelle Q2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, ambulant, Angaben in Prozent 93 Tabelle Q3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, ambulant, Angaben in Zeilenprozent 94

Tabelle R1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, illegale Substanzen, ambulant, Rohwerte 95

75

Tabelle R2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, illegale Substanzen, ambulant, Angaben in Prozent 96

Tabelle R3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, illegale Substanzen, ambulant, Angaben in Zeilenprozent Tabelle S1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Opioide, ambulant, Rohwerte Tabelle S2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Opioide, ambulant, Angaben in Prozent Tabelle S3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Opioide, ambulant, Angaben in Zeilenprozent Tabelle T1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Alkohol, ambulant, Rohwerte Tabelle T2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Alkohol, ambulant, Angaben in Prozent Tabelle T3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Alkohol, ambulant, Angaben in Zeilenprozent Tabelle U1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Cannabis, ambulant, Rohwerte Tabelle U2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Cannabis, ambulant, Angaben in Prozent Tabelle U3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Cannabis ambulant, Angaben in Zeilenprozent Tabelle V1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Kokain, ambulant, Rohwerte Tabelle V2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Kokain, ambulant, Angaben in Prozent Tabelle V3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Kokain, ambulant, Angaben in Zeilenprozent 109 108 107 106 105 104 103 102 101 100 99 98 97

Tabelle W1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Stimulanzien, ambulant, Rohwerte 110

Tabelle W2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Stimulanzien, ambulant, Angaben in Prozent 111

Tabelle W3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Stimulanzien, ambulant, Angaben in Zeilenprozent 112

Tabelle X1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Pathologisches Spielen, ambulant, Rohwerte 113

76

Tabelle X2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Pathologisches Spielen, ambulant, Angaben in Prozent 114

Tabelle X3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Pathologisches Spielen, ambulant, Angaben in Zeilenprozent Tabelle Y1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Substituierte, ambulant, Rohwerte Tabelle Y2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Substituierte, ambulant, Angaben in Prozent Tabelle Y3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Substituierte, ambulant, ambulant, Angaben in Zeilenprozent 118 117 116 115

Tabelle Z. Anzahl Hauptdiagnosen (in Klammer schädlicher Gebrauch) und keine Angaben pro Einrichtung (alle Betreuungen, inklusive Einmalkontakte) 119

Tabelle Z (Fortsetzung). Anzahl Hauptdiagnosen (in Klammer schädlicher Gebrauch) und keine Angaben pro Einrichtung (alle Betreuungen, inklusive Einmalkontakte) 120

Tabelle Z (Fortsetzung). Anzahl Hauptdiagnosen (in Klammer schädlicher Gebrauch) und keine Angaben pro Einrichtung (alle Betreuungen, inklusive Einmalkontakte) 121

Tabelle Z (Fortsetzung). Anzahl Hauptdiagnosen (in Klammer schädlicher Gebrauch) und keine Angaben pro Einrichtung (alle Betreuungen, inklusive Einmalkontakte) 122

Tabelle Z (Fortsetzung). Anzahl Hauptdiagnosen (in Klammer schädlicher Gebrauch) und keine Angaben pro Einrichtung (alle Betreuungen, inklusive Einmalkontakte) 123

Tabelle Z (Fortsetzung). Anzahl Hauptdiagnosen (in Klammer schädlicher Gebrauch) und keine Angaben pro Einrichtung (alle Betreuungen, inklusive Einmalkontakte 124

Tabelle Z (Fortsetzung). Anzahl Hauptdiagnosen (in Klammer schädlicher Gebrauch) und keine Angaben pro Einrichtung (alle Betreuungen, inklusive Einmalkonte) 125

Tabelle Z (Fortsetzung). Anzahl Hauptdiagnosen (in Klammer schädlicher Gebrauch) und keine Angaben pro Einrichtung (alle Betreuungen, inklusive Einmalkontakte) 126

77

Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1. Gesamtzahl der Klienten 2013 in ambulanten Einrichtungen Abbildung 2. Gesamtzahl der Patienten 2013 in stationären Einrichtungen Abbildung 3. Verteilung der Hauptdiagnosen (ambulant) Abbildung 4. Verteilung der Hauptdiagnosen (stationär) Abbildung 5. Mittlere Anzahl Einzeldiagnosen pro Hauptdiagnose Abbildung 6. Altersstruktur (ambulant) Abbildung 7. Altersstruktur (stationär) Abbildung 8. Beziehungsstatus (ambulant) Abbildung 9. Beziehungsstatus (stationär) Abbildung 10. Migrationsstatus und Hauptdiagnose (ambulant) Abbildung 11. Migrationsstatus und Hauptdiagnose (stationär) 9 10 11 12 17 19 19 20 22 26 27

Abbildung 12. Personen mit Migrationshintergrund nach Hauptdiagnose im Vergleich BerlinHamburg (ambulant) Abbildung 13. Schulabschluss (ambulant) Abbildung 14. Schulabschluss (stationär) 28 29 29

Abbildung 15. Wohnsituation in den letzten 6 Monaten vor Betreuungsbeginn (ambulant) 32 Abbildung 16. Wohnsituation in den letzten 6 Monaten vor Betreuungsbeginn (stationär) Abbildung 17. Vermittlungswege (ambulant) Abbildung 18. Vermittlungswege (stationär) Abbildung 19. Behandlungsauflagen (ambulant) Abbildung 20. Behandlungsauflagen (stationär) Abbildung 21. Maßnahmen (ambulant) Abbildung 22. Maßnahmen (stationär) Abbildung 23. Behandlungsdauer (ambulant) Abbildung 24. Behandlungsdauer (stationär) 33 36 37 40 40 42 43 45 45

Abbildung 25. Anteil planmäßiger Beendigungen im ambulanten und stationären Bereich (im Vergleich zu den Daten der Deutschen Suchthilfestatistik) Abbildung 26. Prozentuelle Veränderungen der Fallzahlen im Vergleich zu 2012 Abbildung 27. Anteil von Personen ohne Schulabschluss im Vergleich zum Vorjahr Abbildung 28. Verlauf der Behandlungsfälle nach Hauptdiagnose in Berliner Einrichtungen seit 2004 Abbildung 29: Wohnsituation - Geschlechterverteilung (ambulant/stationär) Abbildung 30. Wohnsituation - Alter Ø (ambulant/stationär) Abbildung 31: Wohnsituation - Migrationshintergrund (ambulant/stationär) Abbildung 32: Wohnsituation - Beziehungsstatus (ambulant/stationär) Abbildung 33: Wohnsituation - Höchster Schulabschluss (ambulant/stationär) 57 59 59 60 61 62 78 47 50 55

Abbildung 34: Wohnsituation - Berufsausbildung (ambulant/stationär) Abbildung 35: Wohnsituation - Erwerbstätigkeit (ambulant/stationär) Abbildung 36: Wohnsituation - Hauptsächlich konsumierte Substanzen Abbildung 37. Wohnsituation - Substanzbezogene Komorbiditäten (ambulant) Abbildung 38. Wohnsituation - Substanzbezogene Komorbiditäten (stationär) Abbildung 39: Wohnsituation - Art der Beendigung der Betreuung Abbildung 40: Wohnsituation - Dauer der Betreuung (Ø in Tagen) Abbildung 41: Wohnsituation - Weitervermittlung nach Betreuungsende (ambulant) Abbildung 42: Wohnsituation - Weitervermittlung nach Behandlungsende (stationär)

63 64 65 66 66 68 69 70 71

79

Tabellenanhang
Tabelle A. Hauptdiagnosen nach Geschlecht (ambulant)

Angaben in Prozent. n=41 ambulante Berliner Einrichtungen (unbekannt:1,0%); Bezug: Zugänge/Beender. n=822 bundesweite ambulante Einrichtungen (unbekannt: 5,1%); Bezug: Zugänge/Beender G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen

Tabelle B. Hauptdiagnosen nach Geschlecht (stationär)

Angaben in Prozent.. n=13 stationäre Berliner Einrichtungen (unbekannt: 6,4%); Bezug: Beender n=198 bundesweite stationäre Einrichtungen (unbekannt: 2,3%); Bezug: Beender G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen

80

Tabelle C. Altersstruktur in Abhängigkeit der Hauptdiagnose (ambulant)

Angaben in Prozent. n=41 ambulante Einrichtungen (unbekannt: 1,0%). Bezug: Zugänge / Beender. M=Männer; F=Frauen; G=Gesamt. PG=Pathologisches Glücksspielen a Alterskategorien in Jahren.
b

MW=Mittelwert

81

Tabelle D. Altersstruktur in Abhängigkeit der Hauptdiagnose (stationär)

Angaben in Prozent. n=13 stationäre Einrichtungen (unbekannt:6,4%). Bezug: Beender M=Männer; F=Frauen; G=Gesamt. PG=Pathologisches Glücksspielen a Alterskategorien in Jahren. b MW=Mittelwert

82

Tabelle E. Beziehungsstatus (ambulant)

Angaben in Prozent; n=41 ambulante stationäre Einrichtungen (unbekannt: 3,0 %); Bezug: Zugänge/Beender; G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen. PG=pathologisches Glücksspielen

Tabelle F. Beziehungsstatus (stationär)

Angaben in Prozent; n=12 stationäre Einrichtungen (unbekannt: 2,0 %); Bezug: Beender; G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen. PG=pathologisches Glücksspielen

83

Tabelle G. Schulabschluss (ambulant)

Angaben in Prozent; n=41 ambulante Einrichtungen (unbekannt: 3,4 %); Bezug: Zugänge / Beender PG=pathologisches Glücksspielen, G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen a Das Statistische Bundesamt dokumentiert diese Kategorien nicht gesondert. Deshalb wurden sie zu „ohne Hauptschulabschluss“ zusammengefasst

Tabelle H. Schulabschluss (stationär)

Angaben in Prozent; N=12 stationäre Einrichtungen (unbekannt: 0,5%); Bezug: Beender; PG=pathologisches Glücksspielen, G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen a Das Statistische Bundesamt dokumentiert diese Kategorien nicht gesondert. Daher wurden sie zu „ohne Hauptschulabschluss“ zusammengefasst

84

Tabelle I. Wohnsituation (ambulant)

Angaben in Prozent; n=41 ambulante Einrichtungen (unbekannt: 1,4%); Bezug: Zugänge / Beender. PG=pathologisches Glücksspielen. G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen. a JVA=Justizvollzugsanstalt.

85

Tabelle J. Wohnsituation (stationär)

Angaben in Prozent; n=12 stationäre Einrichtungen (unbekannt: 0,4%); Bezug: Beender. PG=pathologisches Glücksspielen. G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen. a JVA=Justizvollzugsanstalt.

86

Tabelle K. Vermittlungswege (ambulant)

Angaben in Prozent; n=41 ambulante Einrichtungen (unbekannt: 2,4%); Bezug: Zugänge / Beender, PG=pathologisches Glücksspielen, G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen

87

Tabelle L. Vermittlungswege (stationär)

Angaben in Prozent; n=11 stationäre Einrichtungen (unbekannt: 0,2%); Bezug: Zugänge / Beender, PG=pathologisches Glücksspielen, G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen

88

Tabelle M. Behandlungsauflagen (ambulant)

a b

Angaben in Prozent; n=39 ambulante Einrichtungen (unbekannt: 3,4%); Bezug: Zugänge / Beender, PG=pathologisches Glücksspielen, G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen BtMmG=Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln Psych-KG=Psychisch-Kranken-Gesetz

Tabelle N. Behandlungsauflagen (stationär)

Angaben in Prozent; N=11 stationäre Einrichtungen (unbekannt: 0,5%); Bezug: Beender, PG=pathologisches Glücksspielen, G=Gesamt; M=Männer; F=Frauen a BtMmG=Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln b Psych-KG=Psychisch-Kranken-Gesetz

89

Tabelle O. Maßnahmen (ambulant)

Angaben in Prozent; n=41 ambulante Einrichtungen (unbekannt: 0,5%); Bezug: Zugänge/Beender; Mehrfachnennungen möglich, PG=pathologisches Glücksspielverhalten, G=Gesamt, M=Männer; F=Frauen

90

Tabelle P. Maßnahmen (stationär)

Angaben in Prozent; N=13 stationäre Einrichtungen (unbekannt: 6,4%); Bezug: Beender; Mehrfachnennungen möglich, PG=pathologisches Glücksspielverhalten, G=Gesamt, M=Männer; F=Frauen

91

Tabelle Q1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, ambulant, Rohwerte

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.

92

Tabelle Q2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, ambulant, Angaben in Prozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie a „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden. Die Prozentangaben beziehen sich hier auf den Anteil an der Gesamtsumme.

93

Tabelle Q3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, ambulant, Angaben in Zeilenprozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden. a Zeilenprozente bezeichnen die relativen Häufigkeiten bezogen auf die jeweiligen Zeilensummen, die sich in jeder Zeile zu 100 % addieren.

94

Tabelle R1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, illegale Substanzen, ambulant, Rohwerte

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.

95

Tabelle R2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, illegale Substanzen, ambulant, Angaben in Prozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden. a Die Prozentangaben beziehen sich hier auf den Anteil an der Gesamtsumme.

96

Tabelle R3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, illegale Substanzen, ambulant, Angaben in Zeilenprozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie a „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden. Zeilenprozente bezeichnen die relativen Häufigkeiten bezogen auf die jeweiligen Zeilensummen, die sich in jeder Zeile zu 100 % addieren.

97

Tabelle S1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Opioide, ambulant, Rohwerte

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.

98

Tabelle S2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Opioide, ambulant, Angaben in Prozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden. a Die Prozentangaben beziehen sich hier auf den Anteil an der Gesamtsumme.

99

Tabelle S3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Opioide, ambulant, Angaben in Zeilenprozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie a „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden. Zeilenprozente bezeichnen die relativen Häufigkeiten bezogen auf die jeweiligen Zeilensummen, die sich in jeder Zeile zu 100 % addieren.

100

Tabelle T1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Alkohol, ambulant, Rohwerte

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.

101

Tabelle T2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Alkohol, ambulant, Angaben in Prozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden. a Die Prozentangaben beziehen sich hier auf den Anteil an der Gesamtsumme.

102

Tabelle T3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Alkohol, ambulant, Angaben in Zeilenprozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie a „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden. Zeilenprozente bezeichnen die relativen Häufigkeiten bezogen auf die jeweiligen Zeilensummen, die sich in jeder Zeile zu 100 % addieren.

103

Tabelle U1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Cannabis, ambulant, Rohwerte

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.

104

Tabelle U2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Cannabis, ambulant, Angaben in Prozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.
a

Die Prozentangaben beziehen sich hier auf den Anteil an der Gesamtsumme.

105

Tabelle U3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Cannabis ambulant, Angaben in Zeilenprozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden. a Zeilenprozente bezeichnen die relativen Häufigkeiten bezogen auf die jeweiligen Zeilensummen, die sich in jeder Zeile zu 100 % addieren.

106

Tabelle V1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Kokain, ambulant, Rohwerte

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.

107

Tabelle V2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Kokain, ambulant, Angaben in Prozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden. a Die Prozentangaben beziehen sich hier auf den Anteil an der Gesamtsumme.

108

Tabelle V3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Kokain, ambulant, Angaben in Zeilenprozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie a „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden. Zeilenprozente bezeichnen die relativen Häufigkeiten bezogen auf die jeweiligen Zeilensummen, die sich in jeder Zeile zu 100 % addieren.

109

Tabelle W1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Stimulanzien, ambulant, Rohwerte

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.

110

Tabelle W2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Stimulanzien, ambulant, Angaben in Prozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie a „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden. Die Prozentangaben beziehen sich hier auf den Anteil an der Gesamtsumme.

111

Tabelle W3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Stimulanzien, ambulant, Angaben in Zeilenprozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie a „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden. Zeilenprozente bezeichnen die relativen Häufigkeiten bezogen auf die jeweiligen Zeilensummen, die sich in jeder Zeile zu 100 % addieren.

112

Tabelle X1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Pathologisches Spielen, ambulant, Rohwerte

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.

113

Tabelle X2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Pathologisches Spielen, ambulant, Angaben in Prozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden. a Die Prozentangaben beziehen sich hier auf den Anteil an der Gesamtsumme.

114

Tabelle X3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Hauptdiagnose Pathologisches Spielen, ambulant, Angaben in Zeilenprozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie a „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden. Zeilenprozente bezeichnen die relativen Häufigkeiten bezogen auf die jeweiligen Zeilensummen, die sich in jeder Zeile zu 100 % addieren

115

Tabelle Y1. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Substituierte, ambulant, Rohwerte

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden.

116

Tabelle Y2. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Substituierte, ambulant, Angaben in Prozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurden. a Die Prozentangaben beziehen sich hier auf den Anteil an der Gesamtsumme.

117

Tabelle Y3. Beratungs- und Wohnbezirke: alle Betreuungen, Substituierte, ambulant, ambulant, Angaben in Zeilenprozent

a

Anmerkung. Angaben als absolute Fallzahlen. Die Zeilenkategorie „keine Angaben“ setzt sich aus jenen Fällen zusammen, für die keine Angabe zum Wohnort gemacht wurde. Die Zeilenkategorie „falsche Postleitzahl“ enthält jene Fälle, für die nicht existente Postleitzahlen angegeben wurdenaZeilenprozente bezeichnen die relativen Häufigkeiten bezogen auf die jeweiligen Zeilensummen, die sich in jeder Zeile zu 100 % addieren

118

Tabelle Z. Anzahl Hauptdiagnosen (in Klammer schädlicher Gebrauch) und keine Angaben pro Einrichtung (alle Betreuungen, inklusive Einmalkontakte)

119

Tabelle Z (Fortsetzung). Anzahl Hauptdiagnosen (in Klammer schädlicher Gebrauch) und keine Angaben pro Einrichtung (alle Betreuungen, inklusive Einmalkontakte)

120

Tabelle Z (Fortsetzung). Anzahl Hauptdiagnosen (in Klammer schädlicher Gebrauch) und keine Angaben pro Einrichtung (alle Betreuungen, inklusive Einmalkontakte)

121

Tabelle Z (Fortsetzung). Anzahl Hauptdiagnosen (in Klammer schädlicher Gebrauch) und keine Angaben pro Einrichtung (alle Betreuungen, inklusive Einmalkontakte)

122

Tabelle Z (Fortsetzung). Anzahl Hauptdiagnosen (in Klammer schädlicher Gebrauch) und keine Angaben pro Einrichtung (alle Betreuungen, inklusive Einmalkontakte)

123

Tabelle Z (Fortsetzung). Anzahl Hauptdiagnosen (in Klammer schädlicher Gebrauch) und keine Angaben pro Einrichtung (alle Betreuungen, inklusive Einmalkontakte)

124

Tabelle Z (Fortsetzung). Anzahl Hauptdiagnosen (in Klammer schädlicher Gebrauch) und keine Angaben pro Einrichtung (alle Betreuungen, inklusive Einmalkontakte)

125

Tabelle Z (Fortsetzung). Anzahl Hauptdiagnosen (in Klammer schädlicher Gebrauch) und keine Angaben pro Einrichtung (alle Betreuungen, inklusive Einmalkontakte)

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Abkürzungsverzeichnis
ALG................................................................................................................................. Arbeitslosengeld BSHS ............................................................................................................... Berliner Suchthilfestatistik BtMG................................................................................................................... Betäubungsmittelgesetz DHS .............................................................................................. Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen DSHS ............................................................................................................ Deutsche Suchthilfestatistik EMCDDA ..................................................... European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction HIV ......................................................................................................... Humanes Immundefizienz Virus ICD-10 ............................................................................................ international classification of disease IFT ............................................................................................................. Institut für Therapieforschung JVA .......................................................................................................................... Justizvollzugsanstalt KDS ................................................................................................................ Deutscher Kerndatensatz LSD ..................................................................................................................... Lysergsäurediethylamid MDMA ...................................................................................... 3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin SGB .............................................................................................................................. Sozialgesetzbuch TDI ............................................................................................................. Treatmend Demand Indicator WHO ............................................................................................................... World Health Organisation

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Anmerkungen
Autoren: Mag. Hanna Brand (Diplompsychologin) Wissenschaftliche Mitarbeiterin; Arbeitsgruppe Therapie- und Versorgungsforschung am IFT Institut für Therapieforschung München Wissenschaftliche Mitarbeiterin; Arbeitsgruppe Therapie- und Versorgungsforschung am IFT Institut für Therapieforschung München Leiterin der Arbeitsgruppe Therapie- und Versorgungsforschung am IFT Institut für Therapieforschung München

Jutta Künzel (Dipl.-Psych.)

Dr. Barbara Braun (Dipl.-Psych.)

Für weitere Informationen:

IFT Institut für Therapieforschung Parzivalstrasse 25 80804 München Tel.: +49 (0)89 360804 – 0 Email: doku@ift.de Website: www.suchthilfestatistik.de

© Oktober 2014 IFT Institut für Therapieforschung, München All rights reserved.

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