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Full text: Beteiligungsbericht Issue 2018

Beteiligungsbericht 2018 Anlage 2 zur DRUCKSACHE G-19/010 Beteiligungsbericht 2018 Beteiligungsbericht 2018 2017 Zeile 2 Herausgegeben von: Stadt Freiburg im Breisgau Fachliche Verantwortung: Bürgermeister Stefan Breiter Text und Bearbeitung sowie Koordination: Stadtkämmerei, Abteilung Beteiligungen Textbeiträge: Städtische Gesellschaften, Eigenbetriebe und Zweckverbände Freiburg im Breisgau, 10.12.2018 VORWORT Mit dem vorliegenden Beteiligungsbericht wird dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit eine Übersicht über die Organisation und Entwicklung des „Konzerns“ Stadt Freiburg mit seinen Beteiligungen, Eigenbetrieben und Zweckverbänden gegeben. Betrachtet werden der Geschäftsverlauf im Jahr 2017 sowie der aktuelle und der künftig zu erwartende Geschäftsverlauf der städtischen Betriebe und Unternehmen. Die Übertragung kommunaler Aufgaben auf privatrechtlich organisierte Unternehmen und Eigenbetriebe hat sich bewährt. Die städtischen Betriebe und Unternehmen erfüllen die ihnen übertragenen Aufgaben zuverlässig und auf hohem Niveau zum Wohle der Bürgerschaft. Die Umsetzung der politischen Ziele zur Daseinsvorsorge trägt nachhaltig zur Stärkung und positiven Weiterentwicklung der Stadt Freiburg bei. Eines der Schwerpunktthemen im Jahr 2017 war wiederum der weitere Ausbau unseres Stadtbahnnetzes im Rahmen des Ausbauprogrammes „Stadtbahn 2020“. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme des Abschnitts Rotteckring-Fahnenbergplatz-Siegesdenkmal wird voraussichtlich Mitte März 2019 erfolgen. Für den Bau eines neuen Stadions wurde im Juli 2018 der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan „Neues Fußballstadion am Flugplatz“ im Gemeinderat gefasst. Im Juni 2018 konnte zudem das neu errichtete gemeinsame Verwaltungsgebäude an der Messe für die Gesellschaften im Verbund der FWTM bezogen werden. Freiburg ist nach wie vor eine wachsende Stadt. Das wird auch in den kommenden Jahren die Stadt und ihre städtischen Betriebe und Unternehmen auf unterschiedliche Weise beeinflussen. Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum als Mittel gegen die aktuelle Wohnungsknappheit und zur Dämpfung der Mietpreisentwicklung soll u.a. mit einer Stärkung und Weiterentwicklung der Freiburger Stadtbau erreicht werden. Dies wird ein künftiges Schwerpunktthema sein. Aufgrund der sich ständig ändernden Rahmenbedingungen sind die städtischen Betriebe und Unternehmen einem stetigen Wandel unterzogen. So stehen weiterhin Strukturveränderungen und Optimierungsprozesse an bzw. befinden sich in der Umsetzung. Ziel hierbei ist, die hohe Leistungsfähigkeit der städtischen Betriebe und Unternehmen für die Bürgerschaft zu erhalten und weiter auszubauen, wobei die Belastungen des Kernhaushalts begrenzt bleiben sollen. Im Namen des Gemeinderats und Bürgermeisteramts danke ich den Geschäftsleitungen der Unternehmen und den Betriebsleitungen der Eigenbetriebe, den Aufsichtsorganen und Betriebsausschüssen sowie allen Mitarbeitenden der Beteiligungen und Eigenbetriebe für ihren stets engagierten Einsatz und ihre wertvolle Unterstützung. Für die Erstellung des Beteiligungsberichts danke ich der Stadtkämmerei. Freiburg, im Dezember 2018 Martin W. W. Horn Oberbürgermeister Beteiligungsbericht 2018 1 Beteiligungen 2017/2018 auf einen Blick 1. Änderungen wichtiger allgemeiner Rahmenbedingungen Die Energiebranche wird durch einige Gesetzänderungen zusätzlich vor neue Herausforderungen gestellt. Im Wesentlichen sind dies die weitere Novellierung der Anreizregulierungsverordnung (ARegV) sowie die Einführung des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG). Die ARegV soll Anreize zu Kostensenkungen bei den Betrieben von Gas- und Stromnetzen schaffen. Die Einführung des MsbG regelt die Trennung der Rollen zwischen Netz- und Messstellenbetreiber für intelligente Messsysteme und moderne Messeinrichtungen. Im Juni 2018 wurde das bereits seit 2015 verhandelte neue Kreislaufwirtschaftspaket endgültig auf EU-Ebene angenommen. Die beschlossenen Richtlinien stellen die Weichen für die Abfallpolitik der EU bis zum Jahr 2025. Ein wichtiges Ziel ist u. a. die Reduzierung der Deponierung von Siedlungsabfällen auf 10 % des Aufkommens im Jahr 2035. Gleichzeitig sollen bis 2025 mindestens 55 % des Aufkommens an Siedlungsabfällen recycelt oder zur Wiederverwendung vorbereitet werden. Den Mitgliedstaaten bleibt eine Frist von zwei Jahren, die Richtlinien in nationales Recht umzusetzen. 2. Wirtschaftliche Betätigung und Projekte der wichtigsten Gesellschaften Die Stadtwerke Freiburg GmbH ist als geschäftsführende Holding für die Freiburger Verkehrs AG, die Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH und die Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH tätig und hält eine Beteiligung an der badenova AG & Co. KG. Die Ergebnisentwicklung des Unternehmens wird weiterhin deutlich durch die Realisierung des Ausbauprogramms „Stadtbahn 2020“ durch die Freiburger Verkehrs AG beeinflusst. Als regionales Energiedienstleistungsunternehmen mit einem stark ausgeprägten ökologischen Profil hat die badenova in 2017 in einem weiterhin stark umkämpften Markt ihre Ergebnisziele erreicht. Die Ertragslage wurde durch konjunkturell-, witterungs- und wettbewerbsbedingte Entwicklungen beeinflusst. In den kommenden Jahren wird u. a. mit der Verlängerung von Konzessionsverträgen, mit der Erschließung von Neukunden sowie mit der weiteren konjunkturellen Entwicklung eine positive Ergebnisentwicklung erwartet. Das Ziel der Erweiterung und Sicherung eines guten ÖPNV-Angebots in Freiburg konnte die Freiburger Verkehrs AG in den Jahren 2017 und 2018 weiter umsetzen. Im Jahr 2017 hat die VAG mit Bussen und Bahnen ca.80,5 Mio. Fahrgäste befördert. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Zuwachs von 2,2 %. Ziel der VAG ist es, das ÖPNV-Angebot weiter auszubauen. Die Geschäftsentwicklung der Freiburger Stadtbau GmbH wird weiterhin durch die Schwerpunkte Mietwohnungsbewirtschaftung und Bauträgertätigkeit geprägt. Die FSB bewirtschaftete 2017 insgesamt 11.069 Wohnungen, davon 8.463 im Eigenbestand, 935 Wohnungen in der Verwaltung für die Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG, 80 Wohnungen als Generalmieter sowie 1.591 Wohnungen in der Verwaltung nach dem Wohneigentumsgesetz/Mietsonderverwaltung. Im Berichtsjahr konnten 80 Wohnungen mit einem Investitionsvolumen von 18,2 Mio. € fertiggestellt werden. Zum 31.12.2017 befanden sich weitere 190 Wohnungen für den eigenen Bestand in Fertigstellung. Beteiligungsbericht 2018 2 Die Entwicklung der Freiburger Kommunalbauten GmbH & Co. KG wurde in 2017 wiederum maßgeblich durch die Geschäftsbereiche Keidel Mineral – Thermalbad, Parkhausbetriebe sowie Vermietung von selbst errihteten Immobilien bestimmt. Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH verfolgt weiter den Ausbau ihrer Geschäftsfelder und die Optimierung der Geschäftsprozesse sowie der Sammel- und Transportlogistik. In 2017 erfolgte erfolgreich die Nachzertifizierung als Entsorgungsfachbetrieb sowie für Qualitäts- und Umweltmanagement. Die von der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG und der Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG wahrgenommenen Aufgaben tragen maßgeblich zur Profilierung und Stärkung des Standortes bei, was sich z.B. in der guten Beschäftigungsquote mit über 176.000 Erwerbstätigen und den Übernachtungszahlen mit rund 1,2 Mio. auf hohem Niveau ausdrückt. Im Bereich der Veranstaltungshäuser bewegten sich die Veranstaltungs- und Besucherzahlen z. B. mit rund 204.000 Besuchern im Konzerthaus weiter auf hohem Niveau. Die Gemeinnützige Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft mbH konnte in 2017 nahezu 700 Menschen beschäftigen, qualifizieren und sozialpädagogisch betreuen. Es wurden 41 neue Arbeitsplätze für langzeitarbeitslose Menschen geschaffen. In 2017 konnte die Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG nach Abschluss eines EU-weiten Teilnahmewettbewerbs einen Vertrag mit einem Totalunternehmer zum Bau des neuen Fußballstadions abschließen. Mitte 2018 wurde der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan „Neues Fußballstadion am Flugplatz“ im Gemeinderat gefasst. Die Baugenehmigung liegt seit dem 09.11.2018 vor. 1. Gesellschaftsrechtliche Änderungen - In der badenova AG & Co. KG wurden diverse gesellschaftsrechtliche Veränderungen vollzogen (vgl. Kapitel II 1.2.4). - Das Vermögen der AWF GmbH wurden durch Verschmelzung zum 01.01.2017 auf den Eigenbetrieb Stadtentwässerung übertragen und die Gesellschaft damit aufgelöst (vgl. Kapital II 1.1.4). 2. Zahlen und Fakten Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über wesentliche Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung der Beteiligungen und deren Auswirkungen auf den städtischen Haushalt: 2014 Umsatzerlöse Investitionen Fremdkapital Anzahl Beschäftigte1;davon Männer Frauen Abführung an den HH Zuführung aus dem HH 1 Mio. € Mio. € Mio. € Personen Mio. € Mio. € 2015 2016 2017 2018 (Plan / Vorschau) 1.049 117 1.027 3.072 1.116 94 1.040 3.072 1.248 93 1.060 2.977 1.219 144 1.134 3.042 1.310 194 2.175 897 2.161 911 2.097 880 2.136 906 Noch keine Angaben Noch keine Angaben 14,0 20,3 13,3 12,0 12,4 14,9 13,9 17,1 12,3 17,4 Noch keine Angaben 3.003 ab 2016 Angabe der Beschäftigten gem. Prüfberichten Beteiligungsbericht 2018 3 ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS Wesentliche Beteiligungen AWF ASF ASF Solar badenova Energieagentur FFB FKB FKV FMMI FSB FSI FWI KG FWI GmbH FWTM KG FWTM GmbH f.q.b. GAB GreenCity Hotel MF OTG RBG RHB RRSO SF OTG StW StWB VAG Abwasser Freiburg GmbH Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar GmbH & Co. KG badenova AG & Co. KG Energieagentur Regio Freiburg GmbH Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH Freiburger Kommunalbauten GmbH Baugesellschaft & Co. KG FWTM Kopfbau Vermögensgesellschaft GmbH & Co. KG Freiburg Management und Marketing International GmbH Freiburger Stadtbau GmbH Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien GmbH & Co. KG Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien Beteiligungs-GmbH Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe Verwaltungs-GmbH Freiburger Qualifizierungs - und Beschäftigungs gGmbH Gesellschaft Abfallwirtschaft Breisgau mbH GreenCity Hotel gGmbH Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG Regio Bäder GmbH Rheinhafen Breisach GmbH Regionales Rechenzentrum Südlicher Oberrhein GmbH Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG Stadtwerke Freiburg GmbH Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH Freiburger Verkehrs AG Sonstige Beteiligungen Bauverein Familienheim RVF RVG KR BF 4 Bauverein Breisgau eG Familienheim Freiburg Baugenossenschaft eG Regio-Verkehrsverbund Freiburg GmbH Regio-Verbund Gesellschaft mbH Kommunales Rechenzentrum Baden-Franken GmbH Beteiligungsbericht 2018 - Abkürzungsverzeichnis - Eigenbetriebe EAF EBF ESE ETF EVZ Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Freiburg Eigenbetrieb Friedhöfe Freiburg Eigenbetrieb Stadtentwässerung Freiburg Eigenbetrieb Theater Freiburg Eigenbetrieb Neubau Verwaltungszentrum Zweckverbände ZV KIV BF ZRF ZTN Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg Zweckverband für tierische Nebenprodukte Süd Sonstige Abkürzungen AG AEG AN AZV BilRUG DSD EEG eG EigBG e.V. GemO GmbH gGmbH GVFG HGB i. Vj. LVP m OB BM ÖPNV PBefG SchwbG TREA T€ w ZV Aktiengesellschaft Allgemeines Eisenbahngesetz Arbeitnehmer_innen Abwasserzweckverband Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz Duales System Deutschland Erneuerbare Energien-Gesetz eingetragene Genossenschaft Eigenbetriebsgesetz eingetragener Verein Gemeindeordnung Gesellschaft mit beschränkter Haftung gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz Handelsgesetzbuch im Vorjahr Leichtverpackungen männlich Oberbürgermeister Bürgermeister Öffentlicher Personennahverkehr Personenbeförderungsgesetz Schwerbehindertengesetz Thermische Restabfallbehandlungsanlage Tausend Euro weiblich Zweckverband Beteiligungsbericht 2018 - Abkürzungsverzeichnis - 5 INHALTSVERZEICHNIS 6 I. Einführung 1. 2. 3. 4. 5. 6. Gegenstand des Beteiligungsberichtes .................................................................. 8 Übersicht über die Beteiligungen .......................................................................... 11 Betriebswirtschaftliche Eckdaten der Beteiligungen .............................................. 13 Haushaltsauswirkungen der Beteiligungen ........................................................... 33 Strategische Ziele, Leistungs- und Finanzziele der städtischen Gesellschaften.... 39 Energieeffizienznetzwerk von städtischen Gesellschaften und Eigenbetrieben .... 42 II. Städtische Beteiligungen 1. Verkehr, Ent- und Versorgung 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.10 1.11 Stadtwerke Freiburg GmbH .................................................................................. 44 badenova AG & Co. KG ....................................................................................... 50 badenova Verwaltungs-AG ................................................................................... 60 Freiburger Verkehrs AG ....................................................................................... 63 Regio-Verkehrs-Verbund Freiburg GmbH............................................................. 69 Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH........................................................................ 74 Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH ........ ...............................................................79 Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH ..............................................84 Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar GmbH & Co. KG .................. ..90 Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar Verwaltungs-GmbH............. ...93 Gesellschaft Abfallwirtschaft Breisgau mbH .................................................... .....95 2. Wohnungs- und Städtebau, Wohnungs- und Grundstücksverwaltung 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 Freiburger Stadtbau GmbH................................................................................... 99 Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG ...................................................... 107 Freiburger Stadtimmobilien Verwaltungs GmbH ................................................. 110 Freiburger Kommunalbauten GmbH Baugesellschaft & Co. KG ......................... 113 Freiburger Kommunalbauten GmbH ................................................................... 117 Regio Bäder GmbH ............................................................................................ 120 Green City Hotel Vauban gGmbH ....................................................................... 124 3. Messe, Märkte, Touristik, Wirtschaftsförderung 3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 3.6 3.7 3.8 Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG .................................. 128 Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe Beteiligungs-GmbH ............................. 135 Freiburg Management und Marketing International GmbH ................................. 138 Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien GmbH & Co. KG ............................................ 142 Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien Beteiligungs-GmbH ....................................... 145 FWTM Kopfbau Vermögensgesellschaft mbH & Co. KG .................................... 146 Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG.....................................................150 Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungs gGmbH..................................... 154 Beteiligungsbericht 2018 - Inhaltsverzeichnis - 3.9 3.10 4. Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG...................................................160 Stadion Freiburg Verwaltungsgesellschaft mbH...................................................165 Beteiligungen im Rahmen der regionalen Infrastruktur 4.1 4.2 4.3 4.4 Regionales Rechenzentrum Südlicher Oberrhein GmbH .................................... 167 Rheinhafen Breisach GmbH ............................................................................... 170 Lagerhaus Breisach GmbH ................................................................................ 174 Energieagentur Regio Freiburg Gesellschaft zur Förderung von Energiesparsystemen und solaren Energien GmbH ........................................... 176 III. Eigenbetriebe 1. 2. 3. 4. 5. Eigenbetrieb Stadtentwässerung Freiburg i. Br................................................... 179 Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Freiburg i. Br. ........................................................ 182 Eigenbetrieb Friedhöfe Freiburg i. Br. ................................................................. 187 Eigenbetrieb Theater Freiburg i. Br..................................................................... 190 Eigenbetrieb Neubau Verwaltungszentrum Freiburg i. Br. .................................. 193 Anlage 1: Mittelfristige Finanzplanung 2019 bis 2023 der wesentlichen Beteiligungsgesellschaften und Zweckverbände Anlage 2: Übersicht Abschlussprüfer in den Geschäftsjahren 2014 bis 2018 Anlage 3: Nachweis der unmittelbaren Unternehmensbeteiligungen der Stadt Freiburg i. Br. mit einer Anteilsquote unter 0,5 % Anlage 4: Erläuterungen der Kennzahlen Redaktionelle Hinweise: • Der einfacheren Lesbarkeit wegen wurde zum Teil auf eine geschlechterspezifische Differenzierung verzichtet. • Aus rechnerischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (€, T€) auftreten. Beteiligungsbericht 2018 - Inhaltsverzeichnis - 7 I Einführung 1 Gegenstand des Beteiligungsberichts 1.1 Rechtliche Grundlagen Durch die Gemeindeordnung Baden-Württemberg ist die Stadt Freiburg i. Br. aufgefordert, zur Information des Gemeinderats und ihrer Einwohner einen Beteiligungsbericht über die Unternehmen in einer Rechtsform des privaten Rechts zu erstellen und zu veröffentlichen. Der Beteiligungsbericht muss über alle unmittelbaren Beteiligungen unabhängig von der Höhe der Beteiligung und über mittelbare Beteiligungen, an denen eine Beteiligung von mehr als 50 % besteht, informieren. Bei unmittelbaren Beteiligungen mit weniger als 25 % können die Angaben im Beteiligungsbericht auf wenige Eckdaten beschränkt werden. Ansonsten hat der Beteiligungsbericht folgende Angaben zu enthalten: • • • der Gegenstand des Unternehmens, die Beteiligungsverhältnisse, die Besetzung der Organe und die Beteiligungen des Unternehmens der Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks des Unternehmens für das jeweilige letzte Geschäftsjahr die Grundzüge des Geschäftsverlaufs, die Lage des Unternehmens, die Kapitalzuführungen und -entnahmen durch die Stadt und im Vergleich mit den Werten des vorangegangenen Geschäftsjahrs die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer getrennt nach Gruppen, die wichtigsten Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens sowie die gewährten Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats oder der entsprechenden Organe des Unternehmens für jede Personengruppe. Die Stadt hat sich verpflichtet, über den gesetzlichen Mindestumfang hinaus auch über ihre Eigenbetriebe und wirtschaftlich bedeutsamen mittelbaren Minderheitsbeteiligungen zu berichten. Ferner bleibt es bei den sehr kleinen unmittelbaren Beteiligungen (Quote unter 0,5 %) bei einer Auflistung gem. Anlage 4 zum Beteiligungsbericht, wie mit dem Regierungspräsidium Freiburg abgestimmt. 1.2 Zielsetzung Der Beteiligungsbericht ist ein Beitrag zu einem Steuerungssystem, das es der Stadt ermöglicht, alle Bereiche der Kommunalverwaltung in vergleichbarer Weise der kommunalpolitischen Verantwortung des Gemeinderats und des Oberbürgermeisters zu unterstellen. Es werden Informationen für die Entscheidungsträger zur Steuerung der Aktivitäten außerhalb des Kernhaushaltes geliefert. Die Stadt und die vom Gemeinderat entsandten Aufsichtsratsmitglieder haben bei Mehrheitsbeteiligungen das Unternehmen so zu steuern und zu überwachen, dass der öffentliche Zweck nachhaltig erfüllt und das Unternehmen wirtschaftlich geführt wird. 8 Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - 1.3 Inhalt Der Beteiligungsbericht 2018 setzt sich zusammen aus Kapitel I mit - einer Übersicht über die Beteiligungen der Stadt Freiburg i. Br. (städtische Gesellschaften, Eigenbetriebe und Zweckverbände, in denen die Stadt Freiburg i. Br. Verbandsmitglied ist) in Kapitel I 2., - den zusammengefassten betriebswirtschaftlichen Eckdaten der Beteiligungen für das Jahr 2017 (und Vorjahreszahlen) in Kapitel I 3., - den Haushaltsauswirkungen bezogen auf die Beteiligungen in Kapital I 4. und - einer Zusammenfassung der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung der städtischen Gesellschaften (Mehrheitsbeteiligungen) in Kapital I 5. sowie den Kapiteln II bis IV mit der Darstellung der wirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen Gesellschaften, der Eigenbetriebe und wirtschaftlich bedeutenden Zweckverbände sowie Anlagen. Der Beteiligungsbericht fasst die wichtigsten Informationen zu den städtischen Beteiligungen zusammen und gibt einen schnellen Gesamtüberblick über die wirtschaftliche Situation und weitere Entwicklung der Unternehmen. Als Anlagen sind dem Beteiligungsbericht u. a. - wie bereits in den Vorjahren - die Übersicht über die Wirtschaftspläne 2019 sowie die Daten der mittelfristigen Finanzplanung 2019 bis 2023 der städtischen Gesellschaften und der wirtschaftlich bedeutsamen Zweckverbände beigefügt. Darüber hinaus sind dem Beteiligungsbericht 2018 die mit den städtischen Mehrheitsbeteiligungen vereinbarten Leistungs- und Finanzziele für das Jahr 2019 als Anlage beigefügt. Damit soll die Erfüllung der auf die Gesellschaften übertragenen öffentlichen Aufgaben im Rahmen der Daseinsvorsorge noch transparenter gemacht werden und es soll eine weitere Steuerungs- und Diskussionsgrundlage zu deren künftigen Entwicklungen geschaffen werden. Eine Ausweisung der Wirtschaftspläne der Eigenbetriebe ist nicht erforderlich, da diese direkt dem Gemeinderat vorgelegt werden, ebenso wie die Berichte zu den Jahresergebnissen. Wie erstmals im Beteiligungsbericht 2011 wird auch im Beteiligungsbericht 2018 wiederum über Gender-Gesichtspunkte bei der Besetzung der jeweiligen Aufsichtsgremien und im Personalbereich berichtet, im aktuellen Beteiligungsbericht in Kapitel I 3. in einer Übersicht (Tabelle 6). Darüber hinaus wird – wie erstmals im Beteiligungsbericht 2017 – in diesem Abschnitt über den Anteil schwerbehinderter Arbeitnehmer_innen informiert. Wie ebenfalls im Beteiligungsbericht 2017 in Kapitel II erstmals dargestellt beschäftigen sich die städtischen Gesellschaften und Eigenbetriebe intensiv mit dem Thema „Klimaschutz“, das in einem weiter gefassten Sinne zur Nachhaltigkeit gehört. Im aktuellen Beteiligungsbericht wird in Kapital I 6. über das Energieeffizienznetzwerk LEEN Freiburg berichtet, in dem sich 7 städtische Unternehmen und Eigenbetriebe unterschiedlicher Größe und Branchen sowie die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau mit dem Ziel zusammengeschlossen haben, insbesondere durch ein Einsparziel an CO 2 einen klaren Beitrag zur Klimaschutzstrategie der Stadt Freiburg i. Br. zu leisten. Wir verweisen auch auf den 3. Freiburger Nachhaltigkeitsbericht (DS G-18/208), in dem u.a. anhand von Beispielen dargestellt wird, wie die städtischen Gesellschaften Nachhaltigkeit in innovativen Ansätzen vor Ort umsetzen. Des WeiteBeteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - 9 ren erarbeitet die Stabsstelle Nachhaltigkeitsmanagement parallel dazu mit den städtischen Gesellschaften die Anwendung des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Ziel ist, ein Nachhaltigkeitsmonitoring anhand der Freiburger Nachhaltigkeitsziele zu entwickeln und die nach DNK-Kriterien erstellten Nachhaltigkeitsberichte der städtischen Gesellschaften dem Gemeinderat vorzulegen. 1.4 Aufbau der Einzelberichte der Beteiligungen / Eigenbetriebe Um ein übersichtlich strukturiertes Informationsinstrument zur Verfügung zu stellen, werden die Einzelberichte der Beteiligungen und Eigenbetriebe wie folgt gegliedert: • • • • • • • • 10 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Beteiligungsverhältnisse Besetzung der Organe und gewährte Bezüge Beteiligungen des Unternehmens Wesentliche Verträge Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens Konzernbetrachtung (bei StW und FSB) Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - 11 0,13% 100% Abwasser Freiburg GmbH (bis 31.12.2016) 100% Flugplatz FreiburgBreisgau GmbH 100% Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH 33% Regio-VerkehrsVerbund Freiburg GmbH 99,87% Freiburger Verkehrs AG weitere Beteiligungen (vgl. Kap. II 1.2.4) 100% badenova Verwaltungs-AG 51% 25,1% 2,7% Gesellschaft Abfallwirtschaft Breisgau mbH 49% ASF Solar GmbH & Co. KG/ Verwaltungs-GmbH badenova AG & Co. KG 32,76% 53% Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH 100% Stadtwerke Freiburg GmbH 33,3% Green City Hotel Vauban gGmbH 100% Freiburger Stadtimmobilien Verwaltungs GmbH 100% Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG 100% Regio Bäder GmbH 94% 24% 70% Bis 31.12.2016: Projektgesellschaft VII mbH, Freiburg i. Br. FWTM Kopfbau Vermögensgesellschaft mbH & Co. KG - 11,3% Rheinhafen Breisach GmbH 33,3% Energieagentur Regio Freiburg GmbH Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG 100% 28% 100% Regionales Rechenzentrum Südlicher Oberrhein GmbH 100% 100% Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe Beteiligungs-GmbH Stadion Freiburg Objektträger GmbH&Co. KG/Verwaltungsgesellschaft mbH 100% Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungs gGmbH Sonstiges Freiburg Management und Marketing International GmbH 30% 20% Freiburger Kommunalbauten GmbH Baugesellschaft & Co. KG 80% Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien GmbH & Co. KG/ Beteiligungs-GmbH 100% Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG Freiburger Kommunalbauten GmbH 100% Freiburger Stadtbau GmbH Stadt Freiburg i. Br. 2 Übersicht über die Beteiligungen (Stand: 31.12.2017) 2.1 Übersicht über die städtischen Gesellschaften 12 Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I Entwässerungsverband Batzenberg-Süd 29,8% Eigenbetrieb Theater 100% 100% Eigenbetrieb Neubau Verwaltungszentrum 61,079% 4,269% 100% 100% Abwasserzweckverband Staufener Bucht Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Wasserversorgungsverband Tuniberggruppe 65,79% 100% Eigenbetrieb Friedhöfe Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht Eigenbetrieb Stadtentwässerung 75% zusätzl. mittelbare Beteiligung über FWI Gewerbepark Breisgau GmbH 30% Zweckverband Gewerbepark Breisgau 100% 43,61% Zweckverband tierische Nebenprodukte Süd 4,95% Zweckverband zur Rückgewinnung von Eiweiß und Fett “Protec Orsingen” 100% Kommunales Rechenzentrum Baden-Franken GmbH 4,39% Regio-Verbund Gesellschaft mbH 33,33% Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken Zweckverband Regio-Nahverkehr Stadt Freiburg i. Br. 2.2 Übersicht über die Zweckverbände und Eigenbetriebe 3 Betriebswirtschaftliche Eckdaten der Gesellschaften, Eigenbetriebe und wichtiger Zweckverbände Die nachfolgenden Darstellungen geben einen Einblick in die Ertrags- sowie die Vermögensund Finanzlage der städtischen Gesellschaften, Zweckverbände und Eigenbetriebe. Im diesjährigen Beteiligungsbericht wurde – wie im Vorjahr – die Darstellung der Vermögens- und Ertragslage um Kennzahlen des städtischen Haushaltes ergänzt mit dem Ziel, einen Überblick über die Leistungsfähigkeit der „Gesamtstadt“ zu erhalten und damit die Aussagekraft zu verbessern. Zudem wurde die Darstellung um eine Übersicht zu den Personalkennzahlen im Vergleich mit der Kernverwaltung ergänzt. Ferner ist zusätzlich die Darstellung einer Übersicht zur Finanzierung des Anlagevermögens aufgenommen worden. Als Basis für die Darstellung dienten die nach HGB aufgestellten und geprüften Jahresabschlüsse und Lageberichte der städtischen Gesellschaften und Eigenbetriebe. Was den Kernhaushalt der Stadt betrifft, so wendet die Stadt Freiburg i. Br. das Neue Kommunale Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR) an. Die Eröffnungsbilanz zum 01.01.2015 wurde am 20.03.2018 vom Gemeinderat festgestellt (DS G-18/045)¸ der Jahresabschluss für das Haushaltsjahr 01.01.-31.12.2015 wurde am 13.11.2018 durch den Gemeinderat beschlossen (DS G-18/248). Mit den DS G-17/132 und DS G-18/121 wurden der Gemeinderat über die vorläufigen Jahresergebnisse (Ergebnis- und Finanzrechnung) der Haushaltsjahre 2016 und 2017 informiert. Der Jahresabschluss 2016 wird derzeit vom örtlichen Rechnungsprüfungsamt geprüft, ehe dieser dem Gemeinderat vorgelegt wird. Daran anschließend wird der Jahresabschluss 2017 von der Verwaltung aufgestellt. Zur Vereinheitlichung des Ausweises sind die (vorläufigen) Bilanzen 2016 und 2017 der Stadt in einer vereinfachten Form auf HGB übergeleitet worden. Hierzu war u.a. die Neubildung der Position „Umlaufvermögen“ nach der Definition des HGB erforderlich (Umgliederungen aus den Posten „Sachvermögen“ bzw. „Finanzvermögen“ der NKHR-Bilanz), da diese Position nach NKHR nicht existiert. Um auch in der Gewinn- und Verlustrechnung eine gewisse Vergleichbarkeit mit den „Umsatzerlösen“ nach der Definition des HGB zu erreichen, wurden aus der Position „Ordentliche Erträge“ der Ergebnisrechnungen der Stadt der Jahre 2016 und 2017 einzelnen Positionen herausgerechnet. Zum 31.12.2017 ist die Stadt Freiburg i. Br. an 15 privatrechtlichen Unternehmen und an 5 Eigenbetrieben unmittelbar beteiligt (1. Beteiligungsebene). Ferner ist die Stadt Mitglied in 8 Zweckverbänden. Darüber hinaus hält die Stadt mittelbare Beteiligungen (mit einem Anteil von mindestens 10 %) an weiteren 53 Unternehmen (2. bis 4. Beteiligungsebene). Das Beteiligungsportfolio der Stadt mit Anteilen von mindestens 10 % umfasst somit insgesamt 73 Beteiligungen. Mit einem Anteil von unter 10 % ist die Stadt an weiteren 32 Unternehmen unmittelbar und mittelbar beteiligt, davon mit einem Anteil von unter 1 % bei 12 Unternehmen. Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - 13 Von den insgesamt 100 privatrechtlich organisierten Unternehmen werden      60 Unternehmen als GmbH 26 Unternehmen als GmbH&Co. KG / AG&Co. KG 3 Unternehmen als AG 2 Unternehmen als gGmbH 9 Unternehmen in sonstiger Rechtsform geführt. Unter Kapital I. 2 sind die Unternehmen in Privatrechtsform der 1. und 2. Beteiligungsebene, die Eigenbetriebe und die Zweckverbände graphisch im Überblick (inklusive städtischer Beteiligungsquoten) dargestellt. Die Kennzahlen der 19 städtischen Gesellschaften mit Mehrheitsbeteiligung, alle weiteren bedeutsamen unmittelbaren und mittelbaren Gesellschaften, die 5 städtischen Eigenbetriebe sowie ausgewählte Zweckverbände werden in den folgenden Tabellen berücksichtigt und aufgezeigt (teilweise auch integriert in den Konzernabschluss der badenova). Nicht enthalten sind Splitterbeteiligungen von unter 1 % und sonstige, wirtschaftlich unbedeutende Unternehmen, z.B. die Komplementär-GmbHs. Diese Kennzahlen sind als betriebswirtschaftlich relevante absolute Größen oder Verhältniszahlen ausgestaltet, die messbare betriebliche Ergebnisse aggregiert wiedergeben. Für den Eigenbetrieb Theater Freiburg enthalten die Übersichten die Abschlussdaten des abweichenden Geschäftsjahres vom 01.09.2016 bis zum 31.08.2017 (Vorjahr 01.09.2015 bis 31.08.2016) Die Bilanzkennzahlen stellen Stichtagswerte zum 31.12. (bzw. 31.08. beim Eigenbetrieb Theater) dar, während sich die Kennzahlen der GuV auf den Zeitraum eines Geschäftsjahres beziehen. Eine Erläuterung zur Berechnung der Kennzahlen ist am Ende des Beteiligungsberichts beigefügt. 14 Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - Wie in den Vorjahren ist das Zahlenmaterial zu Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung – ausgenommen badenova – aus dem Abschluss der Stadt Freiburg i. Br. und den (unkonsolidierten) Einzelabschlüssen der jeweiligen Gesellschaften, Zweckverbände und Eigenbetriebe entnommen und aufsummiert. Die badenova (und ihre Tochtergesellschaften) ist mit den Zahlen gemäß (Teil-)Konzernabschluss des Mutterunternehmens, der badenova AG&Co. KG, berücksichtigt, d.h. hier sind im Hinblick auf den Konsolidierungskreis der badenova Innenumsätze, Zwischenergebnisse, Kapital und Schulden etc. eliminiert/konsolidiert. Das Land Baden-Württemberg hat mit der Umstellung auf NKHR die Kommunen auch verpflichtet, spätestens ab dem 01.01.2022 einen Gesamtabschluss für die Kommune und ihre Beteiligungen zu erstellen. Ziel des Gesamtabschlusses ist es, die Stadt mit allen ausgelagerten Aufgabenbereichen so darzustellen, als sei sie ein „Konzern“. Die konkrete Ausgestaltung des „Konzernabschlusses“ wird derzeit noch diskutiert. Als Einstieg in diese Thematik werden am Ende dieses Abschnitts bezogen auf die Jahre 2016 und 2017 erste vereinfachte Konsolidierungsmaßnahmen vorgestellt. Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - 15 Erläuterung zu Tabelle 1: „Umsatzerlöse, Jahresergebnis, Zuschüsse“ Tabelle 1 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Umsatzerlöse, der Jahresergebnisse sowie der Zuschüsse, Umlagen und Kapitalerhöhungen. Die Unternehmen der Stadt Freiburg i. Br. erbringen unterschiedlichste Leistungen auf vielen verschiedenen Gebieten. So resultieren die Erträge des Eigenbetriebs Theater Freiburg u.a. aus dem Verkauf von Eintrittskarten, während die FSB ihre Umsatzerlöse zu einem großen Teil aus Mieteinnahmen bzw. die VAG ihre Umsatzerlöse überwiegend aus Fahrscheinerlösen erzielt. Die Zahlen der FWTM zeigen beispielhaft, dass die monetäre Bewertung der Leistung allein mittels Umsatzerlösen auf Unternehmensebene ohne die Einbeziehung der Sekundäreffekte (z.B. im Falle der FWTM die Förderung des Tourismus und Stärkung der Wirtschaftskraft der Stadt Freiburg i. Br.) oft in keinem angemessenen Verhältnis zu den auf Unternehmensebene anfallenden Kosten steht. Gleiches gilt für die im Kultur- und Sozialbereich angesiedelten Unternehmen und Eigenbetriebe sowie für die VAG (bezogen auf den öffentlicher Personennahverkehr). Einige in der Tabelle 1 aufgeführte Gesellschaften haben einen Ergebnisabführungsvertrag mit der jeweiligen Muttergesellschaft. Der Gewinn oder Verlust (in Tabelle 1 in eckigen Klammern dargestellt) wird deshalb an die jeweilige Muttergesellschaft überwiesen oder von dort ausgeglichen. Den größten, allerdings zum Vorjahr deutlich reduzierten Bedarf an Betriebszuschüssen aus dem städtischen Haushalt der hier dargestellten städtischen Gesellschaften und Eigenbetriebe hat der Eigenbetrieb Theater Freiburg mit einem Betrag von 19,0 Mio. € (Vorjahr 22,1 Mio. €). Nächstgrößter Empfänger von Zuschüssen ist die FWTM, wobei sich der Betrag im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls deutlich auf 5,7 Mio. € reduziert hat (Vorjahr 6,4 Mio. €). Einen deutlichen Überschuss erwirtschaftet nach wie vor die badenova mit einem Jahresergebnis von 55,6 Mio. € (Vorjahr 55,8 Mio. €), wobei der Anteil der StW hieran bei 32,8 % liegt und somit 18,3 Mio. € (Vorjahr 18,2 Mio. €) beträgt. Dieser Gewinnanteil dient im steuerlichen Querverbund der Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs (Verlustabdeckung VAG mit 19,3 Mio. €) und der Bäder (Verlustabdeckung StWB mit 4,5 Mio. €). Darüber hinaus erhielt die StW zur Finanzierung des Stadtbahnausbaues im Jahr 2017 insgesamt 10,0 Mio. € (Rate 2017 mit 5,0 Mio. € und vorgezogen die für 2018 vorgesehene Rate mit ebenfalls 5,0 Mio. €) aus dem städtischen Haushalt in Form von Rücklagenzuführungen. Der Eigenbetrieb Neubau Verwaltungszentrum erhielt im Jahr 2017 zur Finanzierung des ersten Bauabschnitts gemäß Auflage des Regierungspräsidiums im Rahmen der Genehmigung des Doppelhauhalts 2017/2018 ebenfalls 8,0 Mio. € aus dem städtischen Haushalt. 16 Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - Tabelle 1: „Umsatzerlöse / erhobene Umlagen, Jahresergebnis, Zuschüsse/gezahlte Umlagen und Kapitalerhöhungen“ Umsatzerlöse / erhobene Umlagen 1. 2. 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 2.8 2.9 2.10 2.11 2.12 2.13 2.14 2.15 2.16 2.17 2.18 2.19 2.20 2.21 2.22 2.23 2.24 Stadt Freiburg (Summe 1) Beteiligungen Verkehr, Ver- und Entsorgung StW badenova (Konzern) VAG StWB FFB AWF ASF ASF Solar GAB RHB Energieagentur Summe Wohnen/kommunale Immobilien FSB FSI FKB RGB Green City Hotel Summe Wirtschaftsförderung FWTM MF OTG FMMI FWI FKV f.q.b. SF OTG RRSO Summe Beteiligungen (Summe 2) 3. 3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 4. 4.1 4.2 4.3 4.4 Städtische Zuschüsse, gezahlte Umlagen und Kapitalerhöhungen Jahresergebnis 2016 2017 2016 2017 2016 T€ T€ T€ T€ T€ 888.544 942.962 1.494 970.117 63.269 2.843 379 14.963 35.375 730 10.868 1.134 1.329 1.102.501 1.489 938.758 66.578 2.973 415 --36.676 761 10.430 1.118 1.288 1.060.486 68.542 5.176 13.738 6.217 1.463 95.136 38.912 [ [ [ [ 80.190 5.196 13.953 6.516 [ 1.467 107.322 -6.179 55.807 -18.036 -4.178 -219 0 2.441 158 23 132 86 -3.339 69.807 ] ] ] ] [ [ [ [ 6.799 1.273 -588 134 ] [ 81 7.565 -3.456 57.169 -19.280 -4.458 -235 --2.609 133 35 131 -136 -684 ] ] ] ] 2017 T€ --- --- 5.000 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 5.000 10.000 0 0 0 0 --0 0 0 0 0 10.000 12.727 2.939 1.034 169 ] 146 16.846 2.420 0 0 0 0 2.420 0 0 0 0 0 0 19.659 17.326 5.495 1.249 0 5.129 2 659 49.519 23.021 17.284 4.597 1.507 0 4.528 1 520 51.458 -6.023 -662 246 161 -23 43 -85 130 -6.213 -5.674 -1.668 -125 -38 -859 -340 -106 141 -8.669 6.394 800 0 0 0 280 26 0 7.500 6.049 1.806 0 0 0 662 0 0 8.517 1.247.156 1.219.266 -1.987 7.493 14.920 18.517 Eigenbetriebe ESE EAF EBF EBT EVZ 30.439 23.459 5.882 3.208 0 32.600 23.853 5.668 3.008 1.820 509 867 341 -1.260 -62 2.750 495 166 37 1.950 4.514 222 509 22.101 300 4.543 203 31 19.523 12.200 Eigenbetriebe (Summe 3) 62.988 66.949 395 5.398 27.646 36.500 14.315 103.295 11.411 nb 0 0 -89 nb 0 0 18 nb 10.026 0 3.427 nb -89 18 13.453 Bedeutende Zweckverbände AZV Breisgauer Bucht ZV KIV BF ZRF ZV Gewerbepark Breisgau Zweckverbände (Summe 4) Gesamtsumme (1 - 4) Angaben ohne Stadt 14.757 97.515 11.297 nb 8.992 0 2.791 nb 123.569 129.021 2.322.257 2.358.198 37.231 82.716 56.019 66.800 1.433.713 1.415.236 -1.681 12.909 56.019 66.800 Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - 11.783 17 Erläuterung zu Tabelle 2: „Anlagevermögen, Umlaufvermögen, Eigenkapital“ und Tabelle 3: „Bilanzsumme, Eigenkapitalquote, Anlageintensität, Investitionen“ Die Tabellen 2 und 3 fassen Daten zu Anlagevermögen, Umlaufvermögen, Eigenkapital zusammen, teilweise ergänzt durch die Bildung von Kennzahlen wie Eigenkapitalquote und Anlageintensität. Zur Bewertung der Eigenkapitalquote der Gesellschaften ist festzuhalten, dass Quoten, die in anderen Wirtschaftsbereichen als ausreichend angesehen werden bei Unternehmen der öffentlichen Hand nicht anwendbar sind, da die Werte sehr von der jeweiligen Branche abhängig sind und im öffentlichen Bereich Unternehmen aufgrund ihres Gesellschaftszwecks auch durch Finanzhilfen aus dem Haushalt finanziert werden und sich somit nicht über den Kapitalmarkt refinanzieren müssen. Die Eigenkapitalquote von durchschnittlich ca. 35 % bei den städtischen Gesellschaften ist angemessen. Bei den Eigenbetrieben mit ca. 1 % und bei den Zweckverbänden mit ca. 15 % ist die Eigenkapitalquote (sehr) deutlich niedriger. Bei den Eigenbetrieben handelt es sich um Sondervermögen der Stadt Freiburg i. Br., für die eine signifikante Ausstattung mit Eigenkapital nicht erforderlich ist, insbesondere auch deswegen, weil die Ergebnisse der Eigenbetriebe Stadtentwässerung, Abfallwirtschaft und Friedhof sich zum größten Teil aus Gebührenüber- und -unterdeckungen zusammensetzen, die in nachfolgenden Kalkulationszeiträumen zu berücksichtigen sind. Was die Bewertung der Anlagenintensität betrifft, so ist festzuhalten, dass in vielen Bereichen der wirtschaftlichen Aktivitäten außerhalb des Kernhaushalts eine typische, sehr anlagenintensive Bilanz vorliegt, da die Stadt ihren Bürger_innen eine vielseitige Infrastruktur zur Verfügung stellt. Durch den hohen Anteil des langfristig gebundenen Vermögens ist sehr viel Kapital langfristig gebunden. Je höher die Anlagenintensität, desto höher sind tendenziell auch die nachfolgenden fixen Kosten (Abschreibungen, Finanzierungskosten, Instandhaltung, Betrieb). 18 Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - Tabelle 2: „Anlagevermögen, Umlaufvermögen, Eigenkapital“ 1. 2. 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 2.8 2.9 2.10 2.11 2.12 2.13 2.14 2.15 2.16 2.17 2.18 2.19 2.20 2.21 2.22 2.23 2.24 3. 3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 4. 4.1 4.2 4.3 4.4 Anlagevermögen Umlaufvermögen 2016 2017 2016 2017 2016 2017 T€ T€ T€ T€ T€ T€ Stadt Freiburg (Summe 1) Beteiligungen Verkehr, Ver- und Entsorgung StW badenova (Konzern) VAG StWB FFB AWF ASF ASF Solar GAB RHB Energieagentur Summe Wohnen/kommunale FSB FSI FKB RGB Green City Hotel Summe Wirtschaftsförderung FWTM MF OTG FMMI FWI FKV f.q.b. SF OTG RRSO Summe 1.293.675 1.286.854 106.840 563.043 108.580 1.128 652 0 10.996 4.738 1.233 597 58 797.865 106.065 560.153 107.392 1.431 589 --11.886 4.421 1.191 736 42 793.906 16.513 152.521 40.025 4.678 318 1.941 3.709 180 680 2.659 551 223.775 29.083 189.922 47.426 4.987 348 --4.415 252 327 2.621 376 279.757 91.440 237.141 42.213 1.000 159 105 7.333 1.303 499 2.634 351 384.178 97.984 237.168 42.213 1.000 159 --7.501 1.279 534 2.648 214 390.700 369.075 54.342 48.096 0 535 472.048 410.752 53.921 48.752 0 463 513.888 52.310 5.953 5.952 1.509 414 66.138 51.075 7.174 4.900 1.676 475 65.300 143.186 4.646 21.034 288 219 169.373 155.913 7.584 22.070 288 364 186.219 4.375 26.355 2 27 3.891 1.130 142 4.332 40.254 7.553 29.392 2 153 14.044 1.464 3.450 4.760 60.818 6.447 11.964 2.381 3.012 591 790 344 376 25.905 2.326 9.204 2.011 3.984 5.694 1.218 1.461 360 26.258 1.418 8.712 547 1.523 1 856 466 3.099 16.622 1.789 8.850 421 1.485 7.000 1.177 4.810 3.240 28.772 Beteiligungen (Summe 2) 1.310.167 1.368.612 315.818 371.315 570.173 605.691 199.392 4.458 13.169 37.900 54.577 200.226 4.394 14.093 36.517 62.271 16.807 14.165 15.812 4.156 1.313 15.795 14.114 15.042 965 10.959 -558 -1.092 4.402 -2.167 -209 2.191 -597 4.567 -2.130 1.741 Eigenbetriebe (Summe 3) Bedeutende Zweckverbände AZV Breisgauer Bucht ZV KIV BF ZRF ZV Gewerbepark Breisgau 309.496 317.501 52.253 56.875 376 5.772 1.390 38.720 7.095 nb 1.422 56.171 9.691 nb 14.596 16.294 676 nb 14.280 22.338 694 nb Zweckverbände (Summe 4) 159.276 177.775 47.205 67.284 31.566 37.312 3.072.614 3.150.742 509.044 657.182 1.535.366 1.653.382 1.778.939 1.863.888 415.276 495.474 602.115 648.775 Eigenbetriebe ESE EAF EBF EBT EVZ Gesamtsumme (1 - 4) Angaben ohne Stadt 69.336 32.815 57.125 nb 76.946 32.860 67.969 nb 93.768 Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - 161.708 Eigenkapital 933.251 1.004.607 19 Tabelle 3: „Bilanzsumme, Eigenkapitalquote, Anlageintensität, Investitionen“ Bilanzsumme 1. Stadt Freiburg (Summe 1) 2. 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 2.8 2.9 2.10 2.11 2.12 2.13 2.14 2.15 2.16 2.17 2.18 2.19 2.20 2.21 2.22 2.23 2.24 Beteiligungen Verkehr, Ver- und Entsorgung StW badenova (Konzern) VAG StWB FFB AWF ASF ASF Solar GAB RHB Energieagentur Summe Wohnen/kommunale Immobilien FSB FSI FKB RGB Green City Hotel Summe Wirtschaftsförderung FWTM MF OTG FMMI FWI FKV f.q.b. SF OTG RRSO Summe Beteiligungen (Summe 2) 3. 3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 2016 2017 T€ T€ EigenkapitalQuote 2016 % 2017 % Anlageintensität 2016 % Investitionen 2017 % 2016 2017 T€ T€ 1.387.443 1.448.562 67,3 69,4 93,2 88,8 101.194 85.319 123.353 715.564 148.605 5.806 970 1.941 14.705 4.918 1.913 3.256 609 1.021.640 135.148 750.076 154.818 6.417 937 --16.301 4.673 1.518 3.357 418 1.073.663 74,1 33,1 28,4 17,2 16,4 5,4 49,9 26,5 26,1 80,9 57,6 37,6 72,5 31,6 27,3 15,6 17,0 --46,0 27,4 35,2 78,9 51,2 36,4 86,6 78,7 73,1 19,4 67,2 0,0 74,8 96,3 64,5 18,3 9,5 78,1 78,5 74,7 69,4 22,3 62,9 --72,9 94,6 78,5 21,9 10,0 73,9 4 37.075 29.476 365 25 0 3.481 2 0 62 7 70.497 11 42.765 23.261 497 3 --3.487 8 0 154 5 70.191 421.385 60.295 54.048 1.509 948 538.185 461.827 61.094 53.652 1.677 939 579.189 34,0 7,7 38,9 19,1 23,1 31,5 33,8 12,4 41,1 17,2 38,8 32,2 87,6 90,1 89,0 0,0 56,4 87,7 88,9 88,3 90,9 0,0 49,3 88,7 19.236 0 1.239 0 39 20.514 55.430 8 2.850 0 35 58.323 10.822 38.319 2.383 3.039 4.482 1.920 486 4.708 66.159 9.879 38.596 2.014 4.137 19.738 2.682 4.911 5.120 87.077 13,1 22,7 23,0 50,1 0,0 44,6 95,9 65,8 25,1 18,1 22,9 20,9 35,9 35,5 43,9 97,9 63,3 33,0 40,4 68,8 0,1 0,9 86,8 58,9 29,2 92,0 60,8 76,5 76,2 0,1 3,7 71,2 54,6 70,3 93,0 69,8 221 891 0 0 0 517 142 92 1.863 468 11 0 1 10.153 441 3.368 566 15.008 1.625.984 1.739.929 35,1 34,8 80,6 78,7 92.874 143.522 Eigenbetriebe ESE EAF EBF EBT EVZ 216.199 18.623 28.981 42.056 55.890 216.021 18.508 29.135 37.479 73.230 -0,3 -5,9 15,2 -5,2 -0,4 1,0 -3,2 15,7 -5,7 2,4 92,2 23,9 45,4 90,1 97,7 92,7 23,7 48,4 97,4 85,0 7.932 0 1.216 1.036 27.706 5.480 1 1.348 287 13.110 Eigenbetriebe (Summe 3) 361.749 374.373 0,1 1,5 85,6 84,8 37.890 20.226 20,6 22,8 1,1 nb 18,2 25,1 0,9 nb 98,0 45,9 89,0 nb 98,2 36,9 87,5 nb 4.291 181 10.923 nb 11.911 285 11.539 nb 4. Bedeutende Zweckverbände 4.1 4.2 4.3 4.4 AZV Breisgauer Bucht ZV KIV BF ZRF ZV Gewerbepark Breisgau Zweckverbände (Summe 4) Gesamtsumme (1 - 4) Angaben ohne Stadt 20 70.726 71.535 64.220 nb 78.368 89.032 77.662 nb 206.481 245.062 15,3 15,2 77,1 72,5 15.395 23.735 3.581.657 3.807.926 42,9 43,4 85,8 82,7 247.353 272.802 2.194.214 2.359.364 27,4 27,5 81,1 79,0 146.159 187.483 Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - Erläuterung zu Tabelle 4: „Fremdkapital, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutionen“ Tabelle 4 gibt Auskunft über den Schuldenstand der einzelnen Gesellschaften, Zweckverbände und Eigenbetriebe und den Anteil der Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten hieran. Bei dem Vergleich der Zahlen bestätigt sich bei den operativ tätigen Gesellschaften die allgemeine Erfahrung, dass Bereiche mit einer hohen Anlageintensität (siehe Tabelle 2 und 3) verstärkt auf Fremdkapital zurückgreifen müssen. Die höchsten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen die FSB mit 227,3 Mio. € (Vorjahr: 189,7 Mio. €) und der Eigenbetrieb Stadtentwässerung mit 166,7 Mio. € (Vorjahr 170,9 Mio. €) aus:   Die hohe Verschuldung der FSB ist vor dem Hintergrund der in den vergangenen Jahren getätigten erheblichen Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen sowie der Investitionen in Mietwohnungsneubau und Eigentumsmaßnahmen zu sehen. Hierbei ist auch auf das 2002 entwickelte Portfolio-Szenario mit dem Ziel, rund 3.000 Wohnungen innerhalb von 12 Jahren mit einem Investitionsvolumen von 105,0 Mio. € – mit Schwerpunkt auf energetische Sanierungen – zu erneuern, zu verweisen. Die Investitionen und die entsprechenden Aufwendungen betrugen hierfür in den letzten 10 Jahren durchschnittlich 39,7 Mio. € pro Jahr. Für die Erweiterung und laufende Instandhaltung/Sanierung des Kanalnetzes in der Stadt hat der Eigenbetrieb Stadtentwässerung ebenfalls erhebliche Investitionen getätigt. Im Durchschnitt der letzten Jahre wurden hierfür rund 7,7 Mio. € pro Jahr aufgewendet. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass der Eigenbetrieb seit 1996 mit der Rückführung des Stammkapitals in den städtischen Haushalt (rund 32,8 Mio. €) vollständig fremdfinanziert ist, wobei darauf hinzuweisen ist, dass das Stammkapitals ehemals ebenfalls zinstragend war. Zusätzlich wird der auf den verschiedenen Ebenen vorhandene Saldo der liquiden Mittel (inkl. städtischer Cash Pool) dargestellt (in der Darstellung der Tabelle 4 stellen Angaben mit negativem Vorzeichen Guthaben dar). Somit lässt sich eine „Netto-Verschuldung“ ermitteln, die die verbleibende Verschuldung widerspiegelt, sofern alle kurzfristig zur Verfügung stehenden Mittel zur Schuldentilgung eingesetzt würden. Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - 21 Tabelle 4: „Fremdkapital, Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstitute, liquide Mittel und Nettoverschuldung“ Fremdkapital 2016 T€ 1. Stadt Freiburg (Summe 1) 2. 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 2.8 2.9 2.10 2.11 2.12 2.13 2.14 2.15 2.16 2.17 2.18 2.19 2.20 2.21 2.22 2.23 2.24 4. 4.1 4.2 4.3 4.4 T€ 2016 T€ 2017 T€ Saldo liquide Mittel (Soll/Haben) 2016 T€ 2017 T€ Verschuldung ggü. Kreditinstituten abzgl. liquide Mittel bei Kreditinstituten 2016 2017 T€ T€ 454.191 443.955 167.121 166.957 -752 -36.906 166.369 130.051 31.913 478.423 106.392 4.806 811 1.836 7.372 3.615 1.414 622 258 637.462 37.163 512.908 112.605 5.417 778 --8.799 3.394 984 709 203 682.960 2.050 145.646 73.401 0 9 0 0 691 0 0 0 221.797 1.414 154.993 77.302 0 0 --1 640 0 0 0 234.350 -14.492 -17.332 -230 4.552 330 973 528 -134 -363 -1.734 -223 -28.125 -26.422 -8.206 -5.432 4.930 177 --513 -174 -246 -874 -35 -35.769 -12.442 128.314 73.171 4.552 339 973 528 557 -363 -1.734 -223 193.672 -25.008 146.787 71.870 4.930 177 --514 466 -246 -874 -35 198.581 278.200 55.649 33.014 1.221 729 368.813 305.914 53.511 31.582 1.389 574 392.970 199.936 52.815 24.036 0 127 276.914 226.720 51.888 22.334 0 108 301.050 -11.484 -5.084 -3.408 -989 -343 -21.308 -1.131 -6.248 -1.901 -743 -420 -10.443 188.452 47.731 20.628 -989 -216 255.606 225.589 45.640 20.433 -743 -312 290.607 9.404 29.607 1.836 1.516 4.481 1.064 20 1.609 49.537 8.090 29.746 1.593 2.652 12.739 1.504 102 1.881 58.307 542 9.649 0 0 921 0 0 109 11.221 459 9.492 0 0 11.850 700 0 98 22.599 -1.649 -10.921 -1.903 -2.354 -22 142 -314 -318 -17.339 1.206 -7.409 -1.382 -1.717 -4.820 -515 -850 -347 -15.834 -1.107 -1.272 -1.903 -2.354 899 142 -314 -209 -6.118 1.665 2.083 -1.382 -1.717 7.030 185 -850 -249 6.765 1.055.812 1.134.237 509.932 557.999 -66.772 -62.046 443.160 495.953 216.757 19.715 24.579 44.223 56.099 213.830 19.105 24.568 39.610 71.489 170.906 0 0 14.842 52.100 170.685 0 0 13.903 69.090 -4.004 -11.346 -13.291 3.359 -1.262 -3.966 -8.499 -12.289 -449 -6.707 166.902 -11.346 -13.291 18.201 50.838 166.719 -8.499 -12.289 13.454 62.383 Eigenbetriebe (Summe 3) Bedeutende Zweckverbände AZV Breisgauer Bucht ZV KIV BF ZRF ZV Gewerbepark Breisgau 361.373 368.602 237.848 253.678 -26.544 -31.910 211.304 221.768 56.130 55.241 63.544 nb 64.088 66.693 76.965 nb 46.193 0 5.849 nb 56.796 0 8.803 nb -51 -16.226 -5 nb -75 -35.055 0 nb 46.142 -16.226 5.844 nb 56.721 -35.055 8.803 nb Zweckverbände (Summe 4) 174.915 207.746 52.042 65.599 -16.282 -35.130 35.760 30.469 2.046.291 2.154.540 966.943 1.044.233 -110.350 -165.992 856.593 878.241 1.592.100 1.710.585 799.822 877.276 -109.598 -129.086 690.224 748.190 Beteiligungen Verkehr, Ver- und Entsorgung StW badenova (Konzern) VAG StWB FFB AWF ASF ASF Solar GAB RHB Energieagentur Summe Wohnen/kommunale Immobilien FSB FSI FKB RGB Green City Hotel Summe Wirtschaftsförderung FWTM MF OTG FMMI FWI FKV f.q.b. SF OTG RRSO Summe Beteiligungen (Summe 2) 3. 3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 2017 davon Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten Eigenbetriebe ESE EAF EBF EBT EVZ Gesamtsumme (1 - 4) Angaben ohne Stadt 22 Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - In den beiden nachfolgenden Diagrammen soll die Entwicklung der Verschuldung (hier: Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) gemäß Tabelle 4 und die Entwicklung der Investitionen gemäß Tabelle 3 in den Jahren 2015 – 2017 transparent dargestellt werden. Es wird die Entwicklung dieser wirtschaftlich wichtigen Werte gesamthaft für den Kernhaushalt einschließlich Beteiligungen und Eigenbetrieben sowie nur für den Bereich Beteiligungen ausgewiesen. 1.200 300 1.000 250 800 200 600 150 400 100 200 50 0 897,2 914,9 978,6 2015 2016 2017 Verschuldung Investitionen (Mio. €) Verschuldung (Mio. €) Verschuldung (Verb. Kreditinstitute) und Investitionen Kernhaushalt, Beteiligungen und Eigenbetriebe 0 Investitionen 1.200 300 1.000 250 800 200 600 150 400 100 200 50 0 523,8 510,0 558,0 2015 2016 2017 Verschuldung Investitionen (Mio. €) Verschuldung (Mio. €) Verschuldung (Verb. Kreditinstitute) und Investitionen der Beteiligungen 0 Investitionen Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - 23 Für die „Gesamtstadt“ bzw. für die Beteiligungen stellt sich die „Netto-Verschuldung“ in dem betrachteten Drei-Jahres-Zeitraum wie folgt dar: 1.200 300 1.000 250 800 200 600 150 400 100 200 50 0 808,1 821,1 847,9 2015 2016 2017 Verschuldung Investitionen (Mio. €) Verschuldung (Mio. €) Netto-Verschuldung (Verb. Kreditinst. ./. liq. Mittel) und Investitionen Kernhaushalt, Beteiligungen und Eigenbetriebe 0 Investitionen 1.200 300 1.000 250 800 200 600 150 400 100 200 50 0 463,7 443,6 496,1 2015 2016 2017 Verschuldung 24 Investitionen Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - 0 Investitionen (Mio. €) Verschuldung (Mio. €) Netto-Verschuldung (Verb. Kreditinst. ./. liq. Mittel) und Investitionen der Beteiligungen Erläuterung zu Tabellen 5: „Anlagendeckung I & II“ Beim Anlagevermögen werden solche Vermögensgegenstände ausgewiesen, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauerhaft zu dienen. Hierunter fallen immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen. Da es dem Betrieb dauerhaft dient, sollte es möglichst durch Eigenkapital (Anlagendeckung I) bzw. Eigenkapital und mittel- und langfristiges Fremdkapital (Anlagendeckung II) gedeckt sein. Anlagendeckung I Die Anlagendeckung I zeigt auf, wie hoch das Anlagevermögen durch Eigenkapital gedeckt ist. Das Eigenkapital steht langfristig, unverzinslich und ohne Tilgungspflicht zur Verfügung. Die Anlagendeckung liegt über alle Gesellschaften, Eigenbetriebe und Zweckverbände bei durchschnittlich 34,8 % (Vorjahr 33,8 %). Die im Vergleich zur Anlagendeckung II deutlich niedrigeren Werte sind im Wesentlichen auf die besondere Finanzierungsstruktur bei den Eigenbetrieben und Zweckverbänden zurückzuführen. Anlagendeckung II Die goldene Bilanzregel besagt, dass langfristiges Vermögen auch langfristig finanziert sein soll. Ein Wert nahe 1 (=100,0 %) zeigt, dass die Fristenkongruenz zwischen Mittelherkunft und Mittelverwendung gegeben ist. Wie auch im Vorjahr übersteigen auch im Berichtsjahr bei den Eigenbetrieben (107,0 %) und den Zweckverbänden (116,4 %) die langfristigen Mittel das langfristige Vermögen. Bei den Gesellschaften ist dies nicht der Fall, die Quote liegt stabil bei rund 86 %. Die Einhaltung der goldenen Bilanzregel ist anzustreben, weil dadurch die langfristige Sicherheit der Kalkulationsgrundlage ermöglicht wird und dadurch wirtschaftliche Risiken verringert werden können. Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - 25 Tabelle 5: „Anlagendeckung I & II“ Anlagevermögen 1. Stadt Freiburg (Summe 1) 2. 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 2.8 2.9 2.10 2.11 2.12 2.13 2.14 2.15 2.16 2.17 2.18 2.19 2.20 2.21 2.22 2.23 2.24 Beteiligungen Verkehr, Ver- und Entsorgung StW badenova (Konzern) VAG StWB FFB AWF ASF ASF Solar GAB RHB Energieagentur Summe Wohnen/kommunale Immobilien FSB FSI FKB RGB Green City Hotel Summe Wirtschaftsförderung FWTM MF OTG FMMI FWI FKV f.q.b. SF OTG RRSO Summe Beteiligungen (Summe 2) 3. 3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 Eigenkapital 2016 2017 2016 2017 T€ T€ T€ T€ 1.293.675 1.286.854 106.840 563.043 108.580 1.128 652 0 10.996 4.738 1.233 597 58 797.865 106.065 560.153 107.392 1.431 589 --11.886 4.421 1.191 736 42 793.906 369.075 54.342 48.096 0 535 472.048 4.375 26.355 2 27 3.891 1.130 142 4.332 40.254 933.251 Anlagendeckung Anlagendeckung II I (EK+mittel-& (EK/AV) langfr. FK/AV) 2016 % 2017 % 2016 % 2017 % 1.004.607 72,1 78,1 98,0 104,9 91.440 237.141 42.213 1.000 159 105 7.333 1.303 499 2.634 351 384.178 97.984 237.168 42.213 1.000 159 --7.501 1.279 534 2.648 214 390.700 85,6 42,1 38,9 88,7 24,4 nb 66,7 27,5 40,5 441,2 605,2 48,2 92,4 42,3 39,3 69,9 27,0 --63,1 28,9 44,8 359,8 509,5 49,2 91,6 66,0 105,1 88,7 67,3 --87,7 95,9 98,9 441,2 605,2 75,6 96,5 65,1 111,1 69,9 74,5 --81,7 101,1 100,8 359,8 509,5 76,3 410.752 53.921 48.752 0 463 513.888 143.186 4.646 21.034 288 219 169.373 155.913 7.584 22.070 288 364 186.219 38,8 8,5 43,7 nb 40,9 35,9 38,0 14,1 45,3 nb 78,6 36,2 100,4 105,7 102,2 nb 82,4 101,2 99,6 110,3 100,7 nb 96,3 100,8 7.553 29.392 2 153 14.044 1.464 3.450 4.760 60.818 1.418 8.712 547 1.523 1 856 466 3.099 16.622 1.789 8.850 421 1.485 7.000 1.177 4.810 3.240 28.772 32,4 33,1 >1000 >1000 0,0 75,8 328,2 71,5 41,3 23,7 30,1 >1000 >1000 49,8 80,4 139,4 68,1 47,3 47,2 117,2 >1000 >1000 0,0 75,8 328,2 71,5 100,7 31,0 104,7 >1000 >1000 134,2 126,1 139,4 68,1 106,6 570.173 605.691 43,5 44,3 85,6 86,9 -0,3 -24,5 33,4 -5,7 -0,4 1,1 -13,6 32,4 -5,8 2,8 98,1 313,6 209,0 91,8 97,7 98,4 296,7 198,0 90,7 110,3 1.310.167 1.368.612 Eigenbetriebe ESE EAF EBF EBT EVZ 199.392 4.458 13.169 37.900 54.577 200.226 4.394 14.093 36.517 62.271 -558 -1.092 4.402 -2.167 -209 2.191 -597 4.567 -2.130 1.741 Eigenbetriebe (Summe 3) 309.496 317.501 376 5.772 0,1 1,8 105,1 107,0 14.596 16.294 676 nb 14.280 22.338 694 nb 21,1 49,7 1,2 nb 18,6 68,0 1,0 nb 92,8 161,9 101,0 nb 93,9 201,5 100,8 nb 31.566 37.312 19,8 21,0 110,0 116,4 4. Bedeutende Zweckverbände 4.1 AZV Breisgauer Bucht 4.2 ZV KIV BF 4.3 ZRF 4.4 ZV Gewerbepark Breisgau Zweckverbände (Summe 4) Gesamtsumme (1 - 4) Angaben ohne Stadt 26 69.336 32.815 57.125 nb 76.946 32.860 67.969 nb 159.276 177.775 3.072.614 3.150.742 1.535.366 1.653.382 50,0 52,5 94,1 97,9 1.778.939 1.863.888 602.115 648.775 33,8 34,8 91,2 93,1 Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - Einstieg in die Konsolidierung Wie bereits auf Seite 15 erläutert, hat das Land Baden-Württemberg mit der Umstellung auf das Neue Kommunale Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR) die Kommunen verpflichtet, spätestens ab dem 01.01.2022 einen Gesamtabschluss für die Kommunen und ihre Beteiligungen zu erstellen. Die konkrete Ausgestaltung wird derzeit noch diskutiert. Zielsetzung eines Gesamtabschlusses ist die Gesamtdarstellung der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Kernhaushalts, der Eigenbetriebe und der städtischen Gesellschaften nach Eliminierung der innerkonzernlichen Verflechtungen (Konsolidierung). Der Konsolidierung liegt die Vorstellung zugrunde, dass die in den Gesamtabschluss einbezogenen Aufgabenträger (Stadt, Eigenbetriebe, Unternehmen) eine wirtschaftliche Einheit bilden. Die Konsolidierungsschritte betreffen die Kapital- und Schuldenkonsolidierung, die Aufwands- und Ertragskonsolidierung und die Zwischenergebniseliminierung. Mit dem Gesamtabschluss sind Erwartungen in eine größere Transparenz über die wirtschaftliche Entwicklung des „Konzerns Stadt“, zusätzliche Informationen für die Entscheidungsträger sowie eine bessere Vergleichbarkeit mit anderen Kommunen verbunden. Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern verschiedener Städte unter der Leitung des Städtetages Baden-Württemberg ist mit der Erarbeitung praktikabler Vorschläge zur Umsetzung des Gesamtabschlusses betraut. Als Einstieg in den Gesamtabschluss wurden bezogen auf einzelnen Positionen vereinfachte gesamtstädtische Konsolidierungsmaßnahmen vorgestellt, um im Beteiligungsbericht 2018 mit der Umsetzung zu beginnen. Dies betrifft die Kapitalkonsolidierung, durch die konzerninterne Kapitalverflechtungen des „Konzerns Stadt“ bereinigt werden. Hierdurch werden Doppelzählungen, die im Summenabschluss enthalten sind, herausgerechnet. Bei Mutter-Tochter-Enkel-Beziehungen sind die jeweiligen Beteiligungsbuchwerte in den Einzelabschlüssen der jeweiligen Muttergesellschaft mit dem auf die Beteiligung entfallenden Eigenkapital der entsprechenden Tochtergesellschaft zu verrechnen. Dadurch ist beim Finanzanlagevermögen der städtischen Gesellschaften ein Betrag von 110,9 Mio. € rechnerisch abzuziehen, im Vorjahr 107,0 Mio. €. Dieselbe vereinfachte Kapitalkonsolidierung ist auch im Verhältnis der Stadt zu den außerstädtischen Aktivitäten vorzunehmen: Hierdurch reduziert sich das Finanzanlagevermögen des „Konzerns“ Stadt um weitere 223,5 Mio. €, im Vorjahr um 213,0 Mio. €. Analog ist im Hinblick auf die Schuldenkonsolidierung vorzugehen, d.h. konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sind zu verrechnen. Wir beschränken uns nachfolgend auf auf durchgereichte Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zwischen städtischen Tochtergesellschaften, wodurch ein Betrag von 1,4 Mio. €, im Vorjahr 2,0 Mio. €, wegfällt. Ferner ergab sich im Vorjahr aus dem Liquiditätsverbund (Cash Pool) eine Verrechnung zwischen der Verbindlichkeit der Stadt und der entsprechenden Forderung der Cash Pool-Teilnehmer in Höhe von 16,2 Mio. €. Im Hinblick auf die SF OTG ist zu berücksichtigen, dass die Einlage des stillen Gesellschafters, die im Einzelabschluss im Eigenkapital der SF OTG auszuweisen ist, aus Sicht der Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - 27 Stadt als Fremdkapital zu betrachten ist. Dies führt zu einer Umgliederung von 5,5 Mio. €, im Vorjahr 0,5 Mio. €. Im Überblick ergibt sich daraus folgende Veränderung der Kennzahlen (ausgehend von der bisherigen Darstellung in Form eines Summenabschlusses): Bilanzsumme 2016 2017 Mio € Mio € Anlagevermögen 2016 2017 Mio € Mio € Eigenkapital 2016 2017 Mio € Mio € Fremdkapital 2016 2017 Mio € Mio € Unternehmen (bisherige Darst.) abzgl. vereinf. Kapital-/ Schuldenkonsolidierung abzgl./zuzügl. sonstige Effekte 1.626 1.740 1.310 1.368 570 606 1.056 1.134 -106 -111 -106 -111 -104 -1 -111 -6 -2 1 -1 6 =Unternehmen modifiziert 1.520 1.629 1.204 1.257 466 489 1.054 1.139 361 374 309 317 0 5 361 369 1.387 1.449 1.292 1.286 932 1.003 450 438 =Eigenbetriebe (bisherige Darst.) Stadthaushalt (bisherige Darst.) abzgl. vereinf. Kapital-/ Schuldenkonsolidierung abzgl./zuzügl. sonstige Effekte =Stadthaushalt modifiziert -229 -223 -213 -223 -213 -223 -16 0 1.158 1.226 1.079 1.063 719 780 434 438 Gesamtsumme 3.039 3.229 2.592 2.637 1.185 1.274 1.849 1.946 Weiterführend hierzu werden in der nachfolgenden Tabelle allein bezogen auf die städtischen Gesellschaften (ohne den Kernhaushalt der Stadt und die Eigenbetriebe) verschiedene Bilanzkennzahlen auf Unternehmensebene (=bisherige summarische Betrachtung), ergänzt um die vereinfachte Kapital- und Schuldenkonsolidierung zwischen den städtischen Beteiligungen (wie aus vorstehender Tabelle ersichtlich), auf eine vereinfachte Konzernbetrachtung übergeleitet. Konzernbetrachtung bedeutet, dass • • die bereits vorhandenen (Teil-)Konzernabschlüsse der StW und der FSB (jeweilige Muttergesellschaft vollkonsolidiert mit ihren Tochtergesellschaften) und der quotale (Teil-)Konzernabschluss der badenova (vollkonsolidiert mit ihren Tochtergesellschaften) sowie die Einzelabschlüsse der übrigen Beteiligungen, jeweils unter Berücksichtigung der städtischen Anteilsquoten, betrachtet werden.1 In der nachfolgenden Tabelle sind die beiden Betrachtungsweisen (bisherige Darstellung in Form eines Summenabschlusses versus vereinfachte Konzernbetrachtung) zahlenmäßig gegenübergestellt. Die lediglich quotale Berücksichtigung der badenova führt zu der zahlenmäßig größten Abweichung zur bisherigen Betrachtung (bei allen dargestellten Kennzahlen), 1 Um zu einer Gesamtkonsolidierung bezogen auf die städtischen Gesellschaften zu kommen, müssten in einem Folgeschritt die Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen den (Teil-)Konzernen und den sonstigen städtischen Gesellschaften eliminiert werden (sog. Aufwands- und Ertragskonsolidierung). Ebendiese Konsolidierung müsste in einem abschließenden Schritt auch mit den Eigenbetrieben und der Stadt erfolgen. 28 Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - mäßig größten Abweichung zur bisherigen Betrachtung (bei allen dargestellten Kennzahlen), z.B. im Bereich der Umsatzerlöse werden anstatt 938,7 Mio. € (Vorjahr 970,1 Mio. €) lediglich quotal mit 32,76 % Umsätze von 307,5 Mio. € (Vorjahr 317,8 Mio. €) berücksichtigt. Im Bereich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind bezogen auf die badenova anstatt eines Betrags von 154,9 Mio. € (Vorjahr 145,6 Mio. €) lediglich quotal mit 32,76 % Verbindlichkeiten von 50,8 Mio. € (Vorjahr 47,4 Mio. €) zu berücksichtigen. Bilanzsumme 2016 2017 Mio € Mio € Unternehmensebene (Betrachtung wie bisher) abzgl. vereinf. Kapital-/ Schuldenkonsolidierung abzgl./zuzügl. sonstige Effekte =Unternehmen modifiziert Anlagevermögen 2016 2017 Mio € Mio € Eigenkapital 2016 2017 Mio € Mio € Fremdkapital 2016 2017 Mio € Mio € 1.626 1.740 1.310 1.369 570 606 1.056 1.134 -106 -111 -106 -111 1.520 1.629 1.204 1.258 -104 -1 465 -111 -6 489 -2 1 1.055 -1 6 1.139 991 529 1.066 563 811 393 863 395 295 170 319 170 696 359 728 411 Unternehmensebene in Konzernbetrachtung und unter Berücksichtung von Anteilsquoten Differenz Verbindlichk. Kreditinstitute 2016 2017 Mio € Mio € Investitionen 2016 2017 Mio € Mio € Umsatzerlöse 2016 2017 Mio € Mio € JahresZuschüsse/Kapitalergebnis erhöhungen 2016 2017 2016 2017 Mio € Mio € Mio € Mio € Unternehmensebene (Betrachtung wie bisher) 510 558 93 143 1.247 1.219 -2 8 15 19 Unternehmensebene in Konzernbetrachtung und unter Berücksichtung von Anteilsquoten Differenz 410 100 451 107 66 27 112 31 563 684 556 663 -2 0 6 2 15 0 19 0 Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - 29 Erläuterung zu Tabellen 6a und 6b: „ Personalkennzahlen“ In den nachfolgenden Tabellen über den Bereich Personalwirtschaft wird ein Überblick über die Gesamtzahl der Beschäftigten, die Verteilung nach Geschlecht, die Anzahl der Führungskräfte mit Anteil der weiblichen Führungskräfte für die Jahre 2017 und 2016 gegeben. Darüber hinaus wird die Anzahl der Auszubildenden für die Jahre 2017 (373) und 2016 (339) sowie die Höhe des Personalaufwands für die Jahre 2017 (422,5 Mio. €) und 2016 (397,5 Mio. €) ausgewiesen. Insgesamt werden für das Jahr 2017 bei der Stadt, bei den Eigenbetrieben und den städtischen Gesellschaften 7.210 Beschäftigte (Vorjahr 7.076) ausgewiesen; davon 3.797 Männer (= 52,7 %; Vorjahr 3.746 Männer = 52,9 %) sowie 3.413 Frauen (47,3 %; Vorjahr 3.330 Frauen = 47,1 %). Der größte Arbeitgeber außerhalb der Stadt ist die badenova, gefolgt von der VAG, der ASF und dem Eigenbetrieb Theater Freiburg. Für das Jahr 2017 sind 422 Führungskräfte (Vorjahr 485) zu verzeichnen; davon 135 weibliche Führungskräfte (= 32,0 %; Vorjahr 168 weibliche Führungskräfte = 34,6 %). 1 2 Seit 2017 orientiert sich die Stadt Freiburg i. Br. im Personalbericht bei der Beschäftigtenzahl nur noch an den aktiv Mitarbeitenden. Die Angabe für das Jahr 2016 wurde entsprechend angepasst (ursprünglich 4.108). Neue Definition von Führungskräften bei der Stadt Freiburg i. Br.: im Gegensatz zum Vorjahr in 2017 nur noch Amtsleiter_innen, Dezernatsbüroleiter_innen, Direktor_innen, stellv. Amtsleiter_innen. Im Vj. zusätzlich Abteilungsleiter_innen und Teamleiter_innen. 30 Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - Tabelle 6a: "Beschäftigte und Besetzung von Führungspositionen" Personalkennzahlen 2016 gesamt 1. Stadt Freiburg (Summe 1) 2. Beteiligungen Verkehr, Ver- und Entsorgung 2.1 StW 2.2 badenova (Konzern) 2.3 VAG 2.4 StWB 2.5 FFB 2.6 AWF 2.7 ASF 2.8 ASF Solar 2.9 GAB 2.10 RHB 2.11 Energieagentur Summe Wohnen/kommunale Immobilien 2.12 FSB 2.13 FSI 2.14 FKB 2.15 RGB 2.16 Green City Hotel Summe 2.17 2.18 2.19 2.20 2.21 2.22 2.23 2.24 2017 m w gesamt 3.741 13 1.252 789 0 14 0 349 0 0 15 29 2.461 5 853 649 0 12 0 308 0 0 13 14 1.854 8 399 140 0 2 0 41 0 0 2 15 607 158 0 84 70 24 336 94 0 37 39 4 174 126 0 0 0 0 49 5 0 180 1 5 856 666 0 13 --324 0 0 13 14 1.891 8 399 144 0 2 --41 0 0 2 15 611 2 132 43 0 1 0 23 0 0 2 7 210 2 27 8 0 0 0 6 0 0 0 2 45 64 0 47 31 20 162 154 0 92 84 26 356 95 0 35 40 5 175 59 0 57 44 21 181 10 0 7 8 1 3 0 3 3 0 26 9 43 0 0 0 0 22 4 0 69 83 0 0 0 0 27 1 0 111 134 0 0 0 0 46 4 0 184 46 0 0 0 0 21 3 0 70 88 0 0 0 0 25 1 0 114 31 0 0 0 0 9 0 0 15 0 0 0 0 4 0 0 40 2.977 2.097 880 3.042 2.136 906 Eigenbetriebe ESE EAF EBF ETF EVZ 7 4 60 370 0 4 1 44 192 0 3 3 16 178 0 6 5 55 361 0 3 1 39 189 0 Eigenbetriebe (Summe 3) 441 241 200 427 7.076 3.746 3.330 7.210 Angaben ohne Stadt 2.250 davon gesamt davon Frauen Frauen 2 169 81 84 41 gesamt 13 1.255 810 0 15 --365 0 0 15 29 2.502 Gesamtsumme (1-3) 1.408 w 2017 2.312 Wirtschaftsförderung FWTM MF OTG FMMI FWI FKV f.q.b. SF OTG RRSO Summe 3.658 m 2016 1.429 Beteiligungen (Summe 2) 3. 3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 Führungpositionen Beschäftigte (Jahresdurchschnitt) 3.418 2.338 1.080 3.469 1 155 42 0 2 1 35 7 0 0 --23 0 0 2 7 232 --6 0 0 0 2 51 14 0 7 7 1 29 4 0 3 3 0 10 32 0 0 0 0 9 16 0 0 0 0 4 0 0 19 0 0 41 20 276 73 302 81 3 4 16 172 0 1 1 5 33 0 0 0 1 13 0 1 1 1 33 0 0 0 0 13 0 232 195 40 14 36 13 3.797 3.413 485 168 422 135 2.368 1.101 316 87 338 94 Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - 31 Tabelle 6b: "Personalaufwand, Anzahl Auszubildende und Schwerbehindertenquote" Personalkennzahlen 1. 2. 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 2.8 2.9 2.10 2.11 2.12 2.13 2.14 2.15 2.16 2.17 2.18 2.19 2.20 2.21 2.22 2.23 2.24 Stadt Freiburg (Summe 1) 2017 T€ T€ 2016 2017 2016 2017 % % 192.058 205.950 222 248 5,9 6,0 1.015 88.393 44.591 0 228 0 16.576 0 13 726 751 152.293 1.198 92.485 47.718 0 252 --17.023 0 16 760 801 160.253 2 39 27 0 0 0 5 0 0 0 0 73 2 43 30 0 0 --7 0 0 0 0 82 --7,6 9,6 ----0 3,4 ----0 0 --6,8 9,0 ------4,0 ----0 0 8.845 0 3.271 2.693 659 15.468 11.084 0 3.488 3.020 638 18.230 6 0 0 8 0 14 7 0 0 6 0 13 7,9 --3,0 3,1 45,8 6,2 --2,4 6,1 46,2 7.327 0 0 0 0 3.003 54 18 10.402 8.003 0 0 0 0 3.145 68 7 11.223 24 0 0 0 0 1 0 0 25 23 0 0 0 0 2 0 0 25 4,7 --------13,3 0 0 4,6 --------12,5 0 0 178.163 189.706 112 120 Eigenbetriebe ESE EAF EBF ETF EVZ 567 430 3.047 23.200 0 546 425 3.065 22.760 0 0 0 0 5 0 0 0 0 5 0 0 0 7,4 4,1 --- 0 0 7,7 4,9 --- Eigenbetriebe (Summe 3) 27.244 26.796 5 5 397.465 422.452 339 373 205.407 216.502 117 125 Verkehr, Ver- und Entsorgung StW badenova (Konzern) VAG StWB FFB AWF ASF ASF Solar GAB RHB Energieagentur Summe Wohnen/kommunale Immobilien FSB FSI FKB RGB Green City Hotel Summe Wirtschaftsförderung FWTM MF OTG FMMI FWI FKV f.q.b. SF OTG RRSO Summe Gesamtsumme (1-3) Angaben ohne Stadt 32 2016 Schwerbehindertenquote Auszubildende Beteiligungen Beteiligungen (Summe 2) 3. 3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 Personalaufwand Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - 4 Haushaltsauswirkungen 4.1 Gesellschaften Bei den hier aufgeführten Haushaltsauswirkungen handelt es sich um gegenseitige Zahlungsströme, die aus der Gesellschafterstellung der Stadt Freiburg i. Br. resultieren. Übrige Zahlungsströme, die in der Regel auf einem Leistungsaustausch beruhen, sind hier nicht erfasst. Im Jahr 2017 waren im Saldo die geleisteten Verlustabdeckungen, Betriebskostenzuschüsse, Rücklagenzuführungen bzw. Investitionszuschüsse wiederum höher als die vereinnahmten Gewinnausschüttungen sowie Konzessionsabgaben. Die Rücklagenzuführungen erfolgten im Wesentlichen zugunsten der Stadtwerke Freiburg GmbH. Die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben im Zeitraum 2014 bis 2018 zeigt nachfolgende Tabelle. Sie werden im sich anschließenden Textteil näher erläutert. 2014 IST 2015 IST 2016 IST 2017 IST 2018 Plan 2018 Vorschau 1 T€ T€ T€ T€ T€ T€ Einnahmen badenova (KA) 12.390 11.956 11.028 12.599 12.300 10.968 1.341 1.317 1.361 1.319 1.212 1.377 277 2 0 515 0 4 14.008 13.275 12.389 14.433 13.512 12.349 StW GmbH 5.000 4.500 5.000 10.000 5.000 0 FSB GmbH2 FWTM GmbH & Co. KG3 8.000 0 2.420 0 0 0 5.752 6.242 6.394 6.049 6.704 6.708 MF OTG GmbH & Co. KG 1.050 780 800 1.806 800 800 495 450 280 662 250 445 Gewinnabführungen Sonstiges Einnahmen Gesamt Ausgaben f.q.b. gGmbH SF OTG GmbH & Co. KG4 --- --- 26 0 2.000 9.500 Ausgaben Gesamt 20.297 11.972 14.920 18.517 14.754 17.453 Saldo -6.289 1.303 -2.531 -4.084 -1.242 -5.104 1 2 3 4 Stand 10. November 2018 Gemäß Drucksache G-18/233 soll ein Erbbaugrundstück im Wege der Sacheinlage mit einem Wert von rund 553 T€ in die FSB eingebracht werden (Einstellung in die Kapitalrücklage auf Seiten der Gesellschaft). Dieser Vorgang ist in der obigen Tabelle nicht enthalten. Die Zusatzmittel für die FWTM (siehe Seite 585 Doppelhaushalt 2017/2018 je 1 Mio. €) zur Tourismusförderung aus der Übernachtungssteuer werden bis zum Abschluss des laufenden Rechtsverfahrens zurückgestellt. Für die aufgelaufenen Beträge wird wie in den Vorjahren im HH eine Rückstellung gebildet, in den o.a. Beträgen ist dies nicht enthalten. Gemäß Drucksache G-18/106 beschloss der Gemeinderat am 24.07.2018 die Auszahlung der Investitionszuschüsse in Höhe von insgesamt 9,5 Mio. € im HH-Jahr 2018. Weiterhin stimmte der Gemeinderat der Einbringung von Grundstücken im Wege der Sacheinlage mit einem Gesamtwert von rund 13,6 Mio. € zu; davon wird ein Teilbetrag mit rund 1,2 Mio. € zur Erhöhung der Kommanditeinlage/Haftkapitals der Stadt Freiburg und der restliche Betrag in Höhe von rund 12,4 Mio. € als sonstige Zuführung in das Eigenkapital auf das Gesellschafterkonto der Stadt Freiburg verwendet. Dieser Vorgang ist in der obigen Tabelle nicht enthalten. Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - 33 a. Gewinnabführungen, Konzessionseinnahmen und Erstattungen HH-Jahr 2017: 12.599 T€ 1.319 T€ 515 T€ Konzessionsabgaben badenova Gewinnausschüttungen mit Steuererstattungen (davon ASF: 1.301 T€) Sonstiges: 509 T€ Rückzahlung von Verlustabdeckung FWTM/MF OTG aus 2016. Der Betrag wurde der FWTM/MF OTG in gleicher Höhe als Kapitalzuführung gewährt (vgl. unter Punkt b.) Weiter 6 T€ Steuererstattungen BgA. HH-Jahr 2018: 10.968 T€ Konzessionsabgaben badenova Die Abweichung zum (höheren) Planansatz ist im Wesentlichen durch Mengenrückgang bedingt, sowohl durch geringere Abnahmemengen, als auch durch Verschiebung von Abrechnungszeiträumen. Da die Zahlungen der Konzessionsabgaben immer auf Basis des Vorjahresergebnisses erfolgen, ist zusätzlich eine Rückerstattung für zu hohe Vorauszahlungen vorzunehmen, welche den Mengeneffekt quasi verdoppelt. 1.377 T€ 4 T€ b. Gewinnausschüttungen mit Steuererstattungen BgA (davon ASF: 1.359 T€, Sonstige: 18 T€) Sonstiges (Rückzahlung von in 2017 Verlustabdeckung für FWTM / MF OTG) zu viel erhaltener Kapitalzuführungen / Investive Zuschüsse HH-Jahr 2017: Insgesamt wurden aus dem Finanzhaushalt 10.807 T€ ausbezahlt. 10.000 T€ Zuführung zur Kapitalrücklage der Stadtwerke Freiburg GmbH Im Rahmen der Finanzierung des Stadtbahnausbaues erhielt die Stadtwerke Freiburg GmbH im Jahr 2017 eine Rücklagenzuführung in Höhe von insgesamt 10,0 Mio. €. Neben dem planmäßigen Ansatz für 2017 mit 5,0 Mio. € wurde aufgrund aktueller Haushaltsentwicklungen auch die für das Jahr 2018 geplante Rate mit ebenfalls 5,0 Mio. € bereits in das Jahr 2017 vorgezogen (vgl. Drucksache G-17/231). 509 T€ 34 Vereinbarungsgemäß (Drucksache G-14/008) erhielten die FWTM 371 T€ und die MF OTG 138 T€ Zuführungen in die Kapitalrücklage in Höhe der zurückerstatteten Verlustabdeckung 2016 (vgl. Drucksache HA-17/041) Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - 292 T€ Für Dachsanierungsarbeiten in der Stadtgärtnerei/Holzhof wurden die Rücklagen bei der f.q.b. gGmbH planmäßig erhöht. HH-Jahr 2018: Der städtische Haushalt wird voraussichtlich im Jahr 2018 Kapital-/Rücklagenzuführungen bzw. Investitionszuschüsse in Höhe von insgesamt 11.931 T€ an die Beteiligungen auszahlen, davon: 9.500 T€ SF OTG (vgl. Drucksache G-18/106 vom 24.07.2018) Die ursprünglich in Teilbeträgen geplante Auszahlung des Investitionszuschusses für den Bau des neuen Stadions wurde gemäß Drucksache G-18/106 nun in einem Gesamtbetrag von 9,5 Mio. € im Jahr 2018 ausbezahlt. Die Einbringung von Grundstücken in die Gesellschaft ist auf Seiten der Stadt nicht ausgabewirksam und daher in der obigen Tabelle nicht enthalten. 3.302 T€ 4 T€ c. FWTM – planmäßig 2.427 T€ sowie Erhöhung um 875 T€ gemäß Drucksache HA-18/036 (für Kopfbaufinanzierung, dafür entsprechend reduzierte Verlustabdeckung; vgl. unten unter Punkt c.) Rücklagenzuführungen für FWTM aus Überzahlung Verlustabdeckung Vorjahre (vgl. Einnahmen unter Punkt a.) Verlustabdeckung/Betriebskostenzuschüsse HH-Jahr 2017: Im Jahr 2017 wurden Verlustabdeckungen von insgesamt 7.716 T€ an städtische Gesellschaften zum Ausgleich von Jahresfehlbeträgen geleistet, davon: 7.346 T€ FWTM / MF OTG erhielten zusammen planmäßig 7.346 T€ (als Gesamtbetrag veranschlagt, zwischen FWTM und MF OTG variabel) 370 T€ f.q.b. gGmbH - planmäßig HH-Jahr 2018: Im Jahr 2018 werden voraussichtlich Verlustabdeckungen von insgesamt 7.716 T€ an städtische Gesellschaften zum Ausgleich von Jahresfehlbeträgen geleistet, davon: 4.202 T€ FWTM / MF OTG Davon 3.402 T€ an die FWTM und 800 T€ an die MF OTG. Der Verlustabdeckungsansatz für die FWTM wurde um den als Kapitalzuführung veranschlagten Betrag von 2.427 T€ sowie zusätzlich 875 T€ (vgl. oben unter Punkt b.) reduziert. Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - 35 445 T€ 4.2 f.q.b. gGmbH – planmäßig 250 T€ Verlustabdeckung sowie überplanmäßig 195 T€ als Zuschuss für dringende Sanierungsmaßnahmen an den - überwiegend im städtischen Besitz befindlichen - bestehenden Gebäuden und im Gelände (Leitungen) Eigenbetriebe Die finanziellen Verflechtungen des städtischen Haushalts mit den Eigenbetrieben werden insbesondere durch den jährlichen Betriebs- und Investitionszuschuss für das Theater, durch die Erstattungen für die Straßenentwässerung an den Eigenbetrieb Stadtentwässerung sowie die Investitionszuschüsse für den Eigenbetrieb Neues Verwaltungszentrum geprägt. Die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben im Zeitraum 2014 bis 2018 zeigt nachfolgende Tabelle. Nähere Erläuterungen erfolgen im Anschluss daran. Einnahmen EB Stadtentwässerung2 EB Friedhof3 EB Verwaltungszentrum4 2014 IST T€ 2015 IST T€ 2016 IST T€ 2017 IST T€ 2018 Plan T€ 2018 Vorschau1 T€ 41 18 173 53 18 145 53 16 193 0 16 0 0 20 0 0 14 0 232 216 262 16 20 14 Ausgaben EB Stadtentwässerung EB Abfallwirtschaft EB Friedhof5 EB Theater6 EB Verwaltungszentrum 4.672 267 501 18.635 2.030 4.541 173 579 19.095 232 4.514 222 509 22.101 300 4.543 203 31 19.523 12.200 5.150 173 1 17.204 100 5.150 173 76 17.204 100 Ausgaben Gesamt 26.105 24.620 27.646 36.500 22.628 22.703 -25.873 -24.404 -27.384 -36.484 -22.608 -22.689 Einnahmen Gesamt Saldo 1 2 3 4 5 6 Stand 10. November 2018 Anteil des EB Stadtentwässerung an den Kapitalkosten Stadtbächle und Verwaltungsgebührenerstattungen; Verzinsung Stammkapital; ab 2017 werden Erstattungen von Personalkosten und sonstigen Kosten an den städtischen HH nicht mehr ausgewiesen. Erstattung von Gebührenausfällen. 2014-2016 je 500 T€ Zuschuss zur Sanierung der Einsegnungshalle gem. G-11/154; Einschließlich Zuführung zu Rückstellungen im städtischen Haushalt für evtl. Nachzahlungen Rentenversicherung etc. in 2016 = 2.168 T€ und in 2017 = 484 T€. 36 Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - a. Abführungen und sonstige Einnahmen HH-Jahr 2017/2018: Die Abführungen an den Haushalt in den Jahren 2017/2018 betragen 16 T€ bzw. 20 T€ und betreffen jeweils die Verzinsung Stammkapital EB Friedhof. b. Investive Zuschüsse HH-Jahr 2017: Insgesamt wurden aus dem Finanzhaushalt 14.592 T€ ausbezahlt. 11.500 T€ 3.092 T€ EB Verwaltungszentrum, davon 3,5 Mio. € planmäßig sowie 8,0 Mio. € gemäß Drucksache G-17/231. EB Theater Freiburg, planmäßigen Zuschuss zur Tilgung des Darlehens zum Gebäudeerwerb sowie die Schlussrate zur Bühnensanierung HH-Jahr 2018: Der städtische Haushalt wird im Jahr 2018 voraussichtlich Investitionszuschüsse in Höhe von 1.390 T€ an die Eigenbetriebe wie folgt auszahlen: 1.290 T€ 100 T€ c. Investitionszuschuss (Tilgung Gebäudedarlehen) EB Theater Freiburg Investitionszuschuss EB Verwaltungszentrum (Ansatz zwar im Erg.HH, wird jedoch als Investitionszuschuss aus dem Fin.HH gewährt) Verlustabdeckungen/Betriebszuschuss/Sonstiges HH-Jahr 2017: Im Jahr 2017 wurden Betriebszuschüsse von insgesamt 21.908 T€ an die Eigenbetriebe geleistet, davon: 16.431 T€ EB Theater Freiburg (einschließlich 484 T€ Rückstellungen im städt. Haushalt für mögliche Nachzahlungen zur Rentenversicherung etc.) 31 T€ EB Friedhof (überplanmäßig 30 T€ zur Pflege der Grünflächen) 203 T€ EB Abfallwirtschaft (lt. VGH-Urteil vom 31.05.2010 einen Anteil der ASF-Gewinnausschüttung an die Stadt sowie den Ersatz von Gebührenausfällen: Altfälle bis zur Änderung des KAG Ende 2015) 700 T€ EB Verwaltungszentrum Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - 37 4.543 T€ EB Stadtentwässerung (Erstattung von Straßenentwässerungskosten und Gebührenausfälle bis 2016) HH-Jahr 2018: Im Jahr 2018 werden voraussichtlich Zuschüsse von insgesamt 21.599 T€ an die Eigenbetriebe geleistet, davon: 16.200 T€ EB Theater Freiburg, zusätzlich wurde die bereits in Vorjahren bei der Stadt gebildete Rückstellung in Höhe von 2.652 T€ ausbezahlt. 76 T€ EB Friedhof, davon 75 T€ überplanmäßig zur Grünpflege 173T€ Der EB Abfallwirtschaft erhält lt. VGH-Urteil vom 31.05.2010 weiter einen Anteil der ASF-Gewinnausschüttung an die Stadt; für den Ersatz von Gebührenausfällen (Altfälle bis zur Änderung des KAG Ende 2015) war 2018 kein Ansatz veranschlagt. 5.150 T€ EB Stadtentwässerung (Erstattung von Straßenentwässerungskosten) 4.3 Zweckverbände Die Umlagen für den Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht (veranschlagt im Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Stadtentwässerung) sowie die Umlagen im Rahmen der Finanzierung des Zweckverbands Regio Nahverkehr Freiburg bestimmen die Ausgaben zugunsten der Zweckverbände. Die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben im Zeitraum 2014 bis 2018 zeigt nachfolgende Tabelle: Einnahmen AZV Breisgauer Bucht1 ZV Gewerbepark Breisgau2 Einnahmen Gesamt Ausgaben AZV Breisgauer Bucht 1 ZRF3 Ausgaben Gesamt Saldo 1 2 3 2014 IST T€ 2015 IST T€ 2016 IST T€ 2017 IST T€ 2018 Plan T€ 2018 Vorschau T€ 567 165 524 180 130 420 374 954 0 500 0 900 732 704 550 1.328 500 900 900 9.418 3.704 9.663 2.194 10.026 3.427 8.992 2.791 10.079 6.347 10.079 6.401 13.122 11.857 13.453 11.783 16.426 16.480 -12.390 -11.153 -12.903 -10.455 -15.926 -15.580 Umlagen und Abwasserabgabenerstattungen sind im Wirtschaftsplan des EB Stadtentwässerung veranschlagt Rückzahlung von Umlagen bis 2017, ab 2018 Überschussbeteiligung. Aufgrund positiver Ergebnisentwicklung wurden in 2018 vom Zweckverband Sonderausschüttungen vorgenommen bzw. sind beabsichtigt. 2018 vollständig im Erg.HH veranschlagt, davon in der Vorschau 5.166 T€ stattdessen aus dem Fin.HH. 38 Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - 5 Strategische Ziele, Leistungs- und Finanzziele 5.1 Strategische Ziele und Leistungsziele Neben den für jede Gesellschaft - in den jeweiligen Gesellschaftsverträgen - bereits definierten Aufgaben der Daseinsvorsorge sollen die Beteiligungen darüber hinaus bei der Erreichung und Umsetzung gesamtstädtischer Ziele nachhaltig und unter Beachtung städtischer Leit- und Teilziele des Gender Mainstreaming tätig werden. Die städtischen Gesellschaften und Eigenbetriebe sind aus dem vielfältigen städtischen Aufgabenspektrum dabei mit folgenden Teilbereichen betraut:  Sicherstellung der Ver- und Entsorgung in den Bereichen Energie, Wasser, Wärme und Abfall unter Beachtung der Grundsätze von Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung sowie von Klima- und Wasserschutz  Durchführung des öffentlichen Personennahverkehrs im Rahmen gemeinwirtschaftlicher Verpflichtungen und umweltpolitischer Vorgaben  Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum, laufende Anpassung des städtischen Wohnungsbestands an zeitgemäße Wohnbedürfnisse auf einem langfristig klima- und umweltschonenden Standard sowie Mitwirkung bei nachhaltiger städtebaulicher Erneuerung  Förderung des Wirtschaftsstandortes, des Tourismus-, Messe- und Kongresswesens zur Sicherung und mit dem Ausbau von Beschäftigung, Steuereinnahmen und der allgemeinen Standortattraktivität  Pflege und Förderung der darstellenden Künste und des Konzertwesens  Bereitstellung von Frei- und Hallenbädern zum Zwecke der Erholung, des Sports und der Gesundheitsvorsorge  Förderung der Jugendhilfe, der Bildung und Erziehung, die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen sowie der Förderung der beruflichen Fort- und Weiterbildung von langzeitarbeitslosen Menschen Die damit verbundenen auf die städtischen Beteiligungen bezogenen wesentlichen Strategieund Leistungsziele sind als Anlage der Drucksache G-19/010 für die StW und ihre Tochtergesellschaften (u.a. die VAG), für die Gesellschaften im Verbund der FSB und im Verbund der FWTM (u.a. die MF OTG), für die ASF, für die f.q.b. und die SF OTG beigefügt. Die in den städtischen Gesellschaften umzusetzenden Leistungsziele, die sich aus den strategischen gesamtstädtischen Zielen ableiten, finden in den jeweiligen Erfolgs- und Investitionsplänen ihren Niederschlag. Die wesentlichen Inhalte dieser Erfolgs- und Investitionspläne werden dem Gemeinderat mit den jeweiligen Drucksachen zu den einzelnen Beteiligungsberichten regelmäßig vorgelegt. Eine Berichterstattung über die Umsetzung der vorgegebenen Leistungsziele in den jeweiligen städtischen Gesellschaften erfolgt mit der Darstellung der Erfüllung des öffentlichen Zwecks anhand unternehmensspezifischer Kennzahlen. Hierzu ist auf die Ausführungen zu den einzelnen Unternehmen im Kapitel II zu verweisen. Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - 39 5.2 Finanzziele Zur Umsetzung der auf die städtischen Gesellschaften übertragenen Aufgaben und Ziele, die aus verschiedenen Gründen nicht in allen Bereichen kostendeckend von den Unternehmen erbracht werden können, sind Mittel aus dem städtischen Haushalt für einen Teil der Unternehmen bereitzustellen. Daneben leisten andere Unternehmen aufgrund entsprechender Ergebnisse über Gewinnausschüttungen und andere Abführungen einen positiven Beitrag für den städtischen Haushalt. Mit der Vorlage der jeweiligen Wirtschafts- und mittelfristigen Investitions- und Finanzpläne sowie über die Festlegung von Haushaltsansätzen im Rahmen der Haushaltsberatungen hat der Gemeinderat eine Steuerungsmöglichkeit für die städtischen Gesellschaften in Abhängigkeit von den übertragenen Aufgaben und Zielen. Der Beteiligungsbericht enthält mit der Anlage 1 die wichtigsten Daten der Wirtschaftspläne 2019 sowie der mittelfristigen Finanz- und Investitionspläne 2019 bis 2023 der städtischen Gesellschaften und der wirtschaftlich bedeutenden Zweckverbände. Für die städtischen Gesellschaften werden in der nachfolgenden Tabelle diese Daten nach den Bereichen Verkehr, Ver- und Entsorgung, Wohnen und kommunale Immobilien sowie Wirtschaftsförderung/Regionale Infrastruktur zusammengefasst ausgewiesen: Investitionen Umsatzerlöse T€ Jahresergebnis Einnahmen T€ T€ T€ der Stadt 1 2019 2020 2021 2022 2023 111.705 103.143 96.390 85.435 80.234 1.242.769 1.293.787 1.362.013 1.400.859 1.435.071 -11.359 -9.528 -8.104 -7.391 -6.579 13.175 12.748 12.891 12.812 --- Wohnen und kommunale Immobilien4 2019 2020 2021 2022 2023 52.207 67.829 93.172 95.953 77.022 121.048 127.302 127.768 125.299 138.756 3.771 10.296 8.797 4.039 5.534 - Wirtschaftsförderung / Regionale Infrastruktur5 2019 2020 2021 2022 2023 2019 2020 2021 2022 2023 38.205 37.245 2.841 656 677 202.117 208.217 192.403 182.044 157.933 54.852 61.226 61.235 62.006 62.629 1.418.669 1.482.315 1.551.016 1.588.164 1.636.456 -10.739 -9.910 -10.409 -10.504 -10.656 -18.327 -9.142 -9.716 -13.856 -11.701 ----------13.175 12.748 12.891 12.812 --- 1 2 3 4 5 der Stadt 2 T€ Verkehr,Ver- und Entsorgung3 Beteiligungen Gesamt Ausgaben - - 5.000 5.000 ------- - - 9.455 9.215 9.363 9.285 --14.455 14.215 9.363 9.285 --- Konzessionen, Gewinnausschüttungen; Angaben nur bis 2022 Verlustabdeckungen; Kapital- und Rücklagenzuführungen sowie Investitionszuschüsse; Angaben nur bis 2021 Bereich Verkehr, Ver-und Entsorgung mit StW Konzern, ASF, RHB, GAB und Energieagentur Bereich Wohnen und kommunale Immobilien mit Gesellschaften im Verbund der FSB Bereich Wirtschaftsförderung /Regionale Infrastruktur mit Gesellschaften im Verbund der FWTM, f.q.b., SF OTG, RRSO 40 Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - Bedingt durch die Umsetzung der beschlossenen Investitionsprojekte u.a. im Bereich Verkehr mit der Erweiterung des Stadtbahnnetzes werden die prognostizierten summierten Jahresfehlbeträge weiterhin die Jahresüberschüsse übersteigen. Dies findet auch im städtischen Haushalt seinen Niederschlag. Im Vergleich zu den früheren Jahren (2013 und früher) sind im Saldo keine „Überschüsse“ der städtischen Gesellschaften zugunsten des städtischen Haushalts im Zeitraum 2019 bis 2023 zu erwarten. Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - 41 6 Energieeffizienznetzwerk von städtischen Gesellschaften und Eigenbetrieben 6.1 Rahmendaten Wie bereits in Abschnitt 1 angesprochen soll in diesem Beteiligungsbericht über das Energieeffizienznetzwerk „LEEN Freiburg“ berichtet werden. Teilnehmende am Energieeffizienznetzwerk sind die städtischen Tochtergesellschaften ASF, badenova, FSB (inkl. nahestehende Unternehmen), VAG und FWTM sowie auch der städtische Eigenbetrieb Theater Freiburg und die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau. Das Netzwerk wurde bereits im März 2017 auf Initiative der Unternehmen gestartet. Zwischen den Teilnehmenden und der Stadt Freiburg i.Br. wurde vereinbart 1. Zunächst soll das Netzwerk über einen Zeitraum von drei Jahren laufen. Damit ist das voraussichtliche Ende der Netzwerkarbeit im April 2020. 2. Übergreifend: pro Jahr mindestens drei Netzwerktreffen zur spezifischen Wissensvermittlung durch Experten sowie zum Erfahrungsaustausch (Best-Practices, Umsetzungsbeispiele) durchzuführen. 3. Auf Teilnehmerebene: Individuelle Beratungsunterstützung für Maßnahmenumsetzung. Verständigung der Unternehmen auf ein gemeinsames Effizienzziel, welches dokumentiert sowie kontinuierlich kontrolliert und veröffentlicht wird. Außerdem steht das Netzwerk weiteren zukünftigen Teilnehmern offen gegenüber. Insbesondere das Einsparziel soll einen klaren Beitrag zur Klimaschutzstrategie der Stadt Freiburg i.Br. leisten. Der Gemeinderat der Stadt Freiburg hat zudem im April 2017 beschlossen (Drucksache G17/012 "Klimaschutzkonzept Freiburg: Mittelverwendung der 25% aus der Konzessionsabgabe für zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen im Doppelhaushalt 2017/18“), das Netzwerk mit jeweils 25.000 € zu bezuschussen. Für das Haushaltsjahr 2019 steht die Entscheidung noch aus. Netzwerkmanager und Moderator ist die in Karlsruhe ansässige LEEN GmbH. Individuelle Beratungsunterstützung leisten die Energieeffizienz-Experten der badenova. Das Monitoring des Effizienzziels übernehmen LEEN GmbH und badenova gemeinsam. Zudem werden immer wieder auch externe Experten zu einzelnen Fachthemen hinzugezogen. 6.2 Status quo Der Status quo (Oktober 2018) stellt sich wie folgt dar: Das Netzwerk "LEEN Freiburg" hat Anfang 2018 das Gütesiegel der "Arbeitsgemeinschaft Energieeffizienz-Netzwerke" Deutschland erhalten. Zudem wurde das Netzwerk "LEEN Freiburg" im Juni 2018 in die 500 Netzwerkinitiativen der Bundesregierung aufgenommen. 42 Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - Bislang fanden 7 Netzwerktreffen statt, in denen die folgenden Themen behandelt wurden: Wirtschaftlichkeitsrechnung von Energieeffizienzmaßnahmen, Finanzierung und Fördermöglichkeiten, Wärmebereitstellung, Hydraulischer Abgleich, E-Mobilität und Beleuchtung. Im November 2018 ist ein weiteres Treffen zum Thema Kühlung / Klimatisierung angesetzt. 6.3 Zielsetzung und Monitoring Die gemeinsame Zielsetzung zur Einsparung erfolgte im Mai 2018. Die Mitglieder des Netzwerks haben vereinbart, bis zum geplanten Ende des Netzwerks (April 2020) Maßnahmen umzusetzen, die dann einer jährlichen Einsparung von 750 Tonnen CO 2 entsprechen. Das erste Monitoring über die Zielerreichung wird im März 2019 durchgeführt werden. Beteiligungsbericht 2018 - Kapitel I - 43 II Darstellung der einzelnen Beteiligungen 1 Verkehr, Ver- und Entsorgung 1.1 Stadtwerke Freiburg GmbH 1.1.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Die öffentliche Zwecksetzung der Gesellschaft ist im Gesellschaftsvertrag festgeschrieben. Hiernach ist Gegenstand des Unternehmens u.a. • die Versorgung der Stadt Freiburg i. Br. und des Verflechtungsbereichs des Oberzentrums Freiburg i. Br. mit Elektrizität, Erdgas, Wasser und Wärme, die Wahrnehmung von Entsorgungsaufgaben sowie die Unterhaltung des öffentlichen Verkehrs mit allen in diesem Zusammenhang stehenden Nebenleistungen, • die Unterhaltung und der Betrieb des Verkehrslandeplatzes Freiburg als Halter i. S. d. einschlägigen Vorschriften des Luftverkehrsrechts sowie • der Betrieb von Frei- und Hallenbädern im vorgenannten Raum. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die den Gesellschaftszweck fördern. Sie kann sich hierbei anderer Unternehmen bedienen, sich an ihnen beteiligen oder solche Unternehmen errichten, erwerben, pachten oder verpachten. 1.1.2 Beteiligungsverhältnisse Stadt Freiburg i. Br. 100,00 % = 85.900.000,00 € 1.1.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die Stadt Freiburg i. Br. wird in den Gesellschafterversammlungen der StW von dem Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. vertreten. b) Geschäftsführung Dr. Helgard Berger (bis 13.12.2017) Stephan Bartosch (ab 01.01.2017) Die Gesamtbezüge im Berichtsjahr 2017 von Frau Dr. Helgard Berger betrugen 4 T€ und von Herrn Stephan Bartosch 27 T€. c) Aufsichtsrat Vorsitzender: Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg i. Br. Stellvertr. Vorsitzender: Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg i. Br. 44 Beteiligungsbericht 2018 - StW - Gemeinderät_innen: Arbeitnehmervertreter_innen: Renate Buchen, Gerhard Frey (ab 13.12.2017), Carolin Jenkner, Atai Keller, Michael Moos, Stefan Schillinger, Sergio Schmidt, Dr. Klaus Schüle, Timothy Simms, Manfred Stather, David Vaulont (bis 14.11.2017), Maria Viethen, Dr. Wolf-Dieter Winkler. Dietmar Gemander, Thomas Merkt, Uwe Neumann, Markus Ruf, Günter Schuster, Hubert Schuster, Isabel Wendt Im Berichtsjahr 2017 erhielt der Aufsichtsrat Vergütungen und Sitzungsgelder in Höhe von 31 T€. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €): Aufsichtsratsvorsitzender Stellvertretender AR-Vorsitzender Aufsichtsratsmitglieder Beratendes Mitglied Grundvergütung pro Jahr AR PrA 2.200 --1.650 --1.100 ------- Vergütung pro Sitzung AR PrA 55 --55 55 55 55 ----- Sonstige Vergütungen AR PrA ----------------- AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister_innen und Bürgermeister_innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg i. Br. abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderät_innen. Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 21 Mitglieder an, davon 4 Frauen (= 19,0 %). 1.1.4 Beteiligungen des Unternehmens Freiburger Verkehrs AG Stadtwerke Bäder GmbH Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH badenova AG & Co. KG Abwasser Freiburg GmbH 99,87 % (Rest = 0,13 % bei der Stadt Freiburg) 100,00 % 100,00 % 32,76 % 100,00 % (bis 01.01.2017) 1.1.5 Wesentliche Verträge • Gesellschaftsvertrag der badenova AG & Co. KG • Beherrschungs- und Ergebnis-/Gewinnabführungsvertrag mit der VAG, der StWB und der FFB • Geschäftsbesorgungsvertrag mit der VAG und der StWB (über kaufmännische Dienstleistungen für die Tochtergesellschaften) • Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Stadt Freiburg i. Br. (Cash-Pooling durch die Stadt Freiburg i. Br.) Beteiligungsbericht 2018 - StW - 45 1.1.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Die Gesellschaft hat die in ihrem Gesellschaftsvertrag vorgesehene wirtschaftliche Betätigung auch im Berichtsjahr durchgeführt und somit ihren öffentlichen Zweck erfüllt. Sie ist eine geschäftsführende Holding mit zentralen Verwaltungs- und Dienstleistungsaufgaben. Diese Funktionen prägen Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung. Das Unternehmensergebnis wird auf Grund bestehender Organverträge mit Ergebnisübernahmevereinbarungen vom Geschäftsverlauf der Tochtergesellschaften und dem Ergebnis aus der Beteiligung an der badenova bestimmt. 1.1.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Summe 2015 2016 2017 T€ T€ T€ 2018 Plan T€ 2019 Plan T€ 107.540 106.840 106.065 105.434 104.755 20.644 16.471 29.073 9.490 11.361 44 42 10 1 2 128.229 123.353 135.148 114.925 116.117 92.619 91.440 97.984 82.767 79.965 8.075 5.154 3.722 2.899 3.080 27.534 26.758 33.441 29.259 33.073 128.229 123.353 135.148 114.925 116.117 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge T€ 1.272 905 2.177 T€ 1.494 536 2.031 T€ 1.489 130 1.619 2018 Plan T€ 1.515 62 1.577 Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen 9 953 63 1.570 2.595 9 1.015 59 1.134 2.217 10 1.198 48 706 1.961 10 1.023 40 992 2.065 10 1.045 40 954 2.049 -418 -186 -342 -488 -460 16.875 -16.572 -4.214 -1.116 -5.027 16.588 -18.036 -4.178 -363 -5.989 18.071 -19.280 -4.458 68 -5.600 17.035 -23.186 -4.778 -319 -11.247 17.396 -25.900 -4.751 -324 -13.579 Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Steuern Einkommen/Ertrag/sonstige -5.444 2.743 -6.176 3 -5.942 -2.486 -11.735 3 -14.039 3 Jahresergebnis -8.187 -6.179 -3.456 -11.738 -14.042 Betriebsergebnis Erträge aus Beteiligung an badenova Verlustübernahme VAG Verlustübernahme StWB Sonstiges Finanzergebnis Finanzergebnis 46 2015 Beteiligungsbericht 2018 - StW - 2016 2017 2019 Plan T€ 1.522 66 1.588 b) Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Geschäftsverlauf 2017 Die Stadtwerke Freiburg GmbH fungierte – wie in den Vorjahren – allein als geschäftsführende Holding für die VAG, die StWB und die FFB sowie als Verwalterin der Beteiligung an der badenova. Zudem stellt sie als Organträgerin den steuerlichen Querverbund zwischen den Tochtergesellschaften und den Gewinnausschüttungen aus der badenova her. Bedingt durch die Umsetzung des Stadtbahnausbauprogrammes „Stadtbahn 2020“ und die damit einhergehende Angebotsausweitung liegen auch in diesem Geschäftsjahr (seit 2014) die Defizite der Bereiche Verkehr und Bäder über der Gewinnausschüttung der badenova. Das Beteiligungsportfolio hat sich im Jahr 2017 aufgrund der Neustrukturierung des Eigenbetriebes Stadtentwässerung verändert, da das Vermögen der Tochtergesellschaft AWF mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2017 auf den Eigenbetrieb Stadtentwässerung übertragen worden ist. Die StW hat im Gegenzug für die wegfallende Beteiligung eine Ausgleichszahlung erhalten. Investitionen Nur in Betriebs- und Geschäftsausstattung der Holding. Ausblick Aufgrund der Kosten des Stadtbahnausbauprogramms erwartet StW für 2018 und 2019 steigende Jahresfehlbeträge, die das Eigenkapital entsprechend schmälern. Kompensatorisch hierzu wird sich die geplante Einzahlung der Stadt Freiburg i. Br. in die Kapitalrücklage auswirken. Auch mittelfristig wird ein vollständiger Verlustausgleich der Bereiche Verkehr und Bäder über Beteiligungserträge aus dem Bereich Energie nicht möglich sein. Risikomanagement Für das Unternehmen bestehen Chancen und Risiken hauptsächlich in der wirtschaftlichen Entwicklung der badenova sowie der Tochtergesellschaften. Die Chancen und Risiken bestehen für das Unternehmen aus der Übernahme von Gewinnen und Verlusten der Tochtergesellschaften und der Höhe der Beteiligungserträge von der badenova. Zur Chancen- und Risikosituation der einzelnen Gesellschaften wird auf die entsprechenden Kapitel verwiesen. Die Realisierung des ÖPNV-Ausbauprogramms „Stadtbahn 2020“ der VAG, welches der Gemeinderat der Stadt Freiburg i. Br. beschlossen hat, sieht den Bau und Inbetriebnahme von insgesamt vier Stadtbahnlinien sowie eine entsprechende Erweiterung des Fuhrparks vor. Die Entscheidung legt den Grundstein für eine langfristig positive Unternehmensentwicklung der VAG. Damit verbunden ist allerdings auch ein hoher finanzieller Aufwand, der sich dauerhaft im Unternehmensergebnis der VAG und somit auch der Stadtwerke Freiburg GmbH widerspiegelt. In diesem Zusammenhang erfolgte zwischen der Stadt Freiburg i. Br., VAG und StW in 2017 eine Abstimmung zur strategischen Ausrichtung nach Beendigung des derzeitigen Stadtbahnausbauprogramms (ab 2020) und es wurde ein Perspektivplan für die Jahre 2022 bis 2026 erarbeitet. Ziel dieser Perspektivplanung ist es, frühzeitig Maßnahmen aufzuzeigen, wie der negativen wirtschaftlichen Entwicklung entgegnet werden kann. Eine Aktualisierung der Berichterstattung im Rhythmus von zwei Jahren wurde festgelegt. Ent- Beteiligungsbericht 2018 - StW - 47 sprechend wurde im Jahr 2018 der Perspektivplan aktualisiert und für die Jahre 2024 bis 2028 fortgeschrieben. c) Kapitalzuführungen, –entnahmen und sonstige Zuschüsse Im Geschäftsjahr 2017 blieb das gezeichnete Kapital unverändert. Zur Finanzierung des ÖPNV-Investitionsprogrammes der VAG hat die Gesellschafterin Stadt Freiburg i. Br. im Geschäftsjahr 2017 sowie vorgezogen für das Jahr 2018 jeweils eine Einzahlung in Höhe von 5,0 Mio. € in die Kapitalrücklage der Stadtwerke Freiburg GmbH getätigt. 2013 2014 2015 2016 2017 T€ T€ T€ T€ T€ Kapitalzuführungen Rücklagenzuführungen (Stadtbahnprogramm) Sonstige Investitionszuschüsse Verlustabdeckungen//Betriebskostenzuschüsse d) --------- --5.000 ----- --4.500 ----- --5.000 ----- --10.000 ----- Personalentwicklung Im Jahr 2017 lag die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten (ohne Geschäftsführung und Auszubildende) bei 13 Personen (davon 5 Männer und 8 Frauen; Vorjahr: 13 Beschäftigte); davon waren fünf Personen in Teilzeit beschäftigt. Darüber hinaus sind zwei Beamtinnen der Stadt Freiburg i. Br. per Personalgestellungsvertrag der Stadtwerke Freiburg GmbH zugewiesen; davon eine Beamtin in Teilzeit. Zudem bestanden zwei Ausbildungsverhältnisse zur Industriekauffrau bzw. -kaufmann. e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2013 Vermögens- und Finanzkennzahlen Anlageintensität Anlagendeckung Eigenkapitalquote Investitionsquote Ertragskennzahlen Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Cash-flow Personalkennzahlen Umsatz je Vollzeitkraft Personalkosten je Vollzeitkraft 48 % % % % % % % T€ T€ T€ 2014 77,9 89,4 63,7 5,4 85,4 96,1 76,1 33,8 2015 2017 86,6 91,6 74,1 9,7 78,5 96,5 72,5 31,0 64,9 1,6 1,3 2.956 -6,5 >-100,0 >-100,0 -0,2 -6,5 -6,8 0,2 -4,0 -4,8 1.313 -5.097 -9.033 -94,5 -1,4 -0,9 -4.837 208,6 97,1 224,2 95,6 Beteiligungsbericht 2018 - StW - 83,9 95,4 72,2 22,4 2016 122,9 92,1 145,9 99,2 147,9 119,0 1.1.8 Konzernbetrachtung Die StW (Mutterunternehmen) übt bei allen Tochterunternehmen die einheitliche Leitung aus. Darüber hinaus bestehen Beherrschungsverträge im Sinne des § 290 Abs. 2 HGB; daneben besteht die Beteiligung an der badenova. Somit sind die Kriterien zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes erfüllt; die Beteiligung an der badenova ist „At equity“, d.h. mit dem fortgeschriebenen anteiligen Eigenkapital, berücksichtigt. Der Konzernabschluss stellt sich wie folgt dar: Konzernbilanz zum 31.12.2017 2016 T€ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen RAP 187.145 37.793 1.286 Summe 226.224 2017 T€ 2016 T€ 2017 T€ PASSIVA 186.270 Eigenkapital 49.013 Rückstellungen 1.027 Verbindlichkeiten RAP Passive latente Steuern 236.310 Summe 106.817 18.526 96.477 4.317 86 226.224 113.479 19.027 99.392 4.333 78 236.310 Konzern Gewinn- und Verlustrechnung 2017 2016 T€ Umsatzerlöse Bestandsveränderung Andere aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge 2017 T€ 82.199 -20 1.207 2.294 70.957 2.532 848 1.417 85.680 75.754 Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen 41.601 45.843 9.144 8.913 105.501 29.910 49.165 9.175 8.812 97.063 Finanzergebnis Steuern vom Einkommen und Ertrag Ergebnis nach Steuern Sonstige Steuern 14.943 -8 -4.869 94 15.601 -2.056 -3.651 -313 Konzern Jahresfehlbetrag -4.963 -3.338 Beteiligungsbericht 2018 - StW - 49 1.2 badenova AG & Co. KG 1.2.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Der Gegenstand des Unternehmens ist die Versorgung mit Elektrizität, Erdgas, Wasser und Wärme unter Beachtung der Grundsätze von Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung sowie Klima- und Wasserschutz, das Erbringen von Dienstleistungen im Bereich der Abwasserentsorgung, das Erbringen weiterer Dienstleistungen aller Art, soweit sie mit dem Unternehmensgegenstand Energie-, Wasser- und Wärmeversorgung in Zusammenhang stehen, sowie Datenverarbeitung, Informationstechnologie und Telekommunikation. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, durch die der Gesellschaftszweck gefördert werden kann. Die kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben an anderen Unternehmen beteiligen, fremde Unternehmen erwerben oder pachten und Hilfs- und Nebenbetriebe sowie Zweigniederlassungen errichten. Die Gesellschaft verfolgt öffentliche Zwecke im Rahmen der rechtlichen Vorgaben der Baden-Württembergischen Gemeindeordnung. 1.2.2 Beteiligungsverhältnisse Persönlich haftende Gesellschafterin ohne Einlage, ohne Kapitalanteil und ohne Stimmrecht ist die badenova-Verwaltungs-AG (Komplementärin). Alleinige Aktionärin der badenovaVerwaltungs-AG ist die Gesellschaft selbst. Zum 31.12.2017 bestehen folgende Kapitalanteile der Kommanditisten: Thüga AG, München Stadtwerke Freiburg GmbH Offenburger Gasversorgung-Holding GmbH Stadt Lörrach Stadt Breisach am Rhein Stadtwerke Waldshut-Tiengen GmbH Stadt Lahr Stadt Wehr Stadt Kehl Stadt Bad Krozingen ZV für die Gas- und Stromversorgung Lörrach Stadt Laufenburg Stadt Weil am Rhein Gemeinde Ihringen Gemeinde Albruck Gemeinde Murg Stadt Achern 80 weitere Kommanditisten 50 44,6 % = 26.183,3 T€ 32,8 % = 19.219,0 T€ 7,1 % = 4.169,2 T€ 4,1 % = 2.388,6 T€ 2,1 % = 1.244,8 T€ 1,6 % = 929,7 T€ 1,4 % = 836,6 T€ 1,0 % = 563,1 T€ 0,6 % = 365,1 T€ 0,4 % = 235,3 T€ 0,4 % ‚= 233,5 T€ 0,4 % = 231,4 T€ 0,3 % = 189,8 T€ 0,3 % = 150,2 T€ 0,2 % = 141,4 T€ 0,2 % = 141,3 T€ 0,2 % = 112,3 T€ 2,3 % = 1.331,4 T€ Beteiligungsbericht 2018 - badenova - 1.2.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die Vertreter der Hauptgesellschafter (≥ 1,0 %) in der Gesellschafterversammlung sind: Kommanditisten: Thüga AG, München Stadtwerke Freiburg GmbH Offenburger Gasversorgung-Holding GmbH Stadt Lörrach Stadt Breisach am Rhein Stadtwerke Waldshut-Tiengen GmbH Stadt Lahr Stadt Wehr b) Vertreter: Dr. Gerhard Holtmeier Dr. Dieter Salomon Edith Schreiner Jörg Lutz Oliver Rein Horst Schmidle Dr. Wolfgang Müller Michael Thater Vorstand Die Geschäftsführung und die Vertretung der Gesellschaft obliegen der badenova Verwaltungs-AG als Komplementärin; deren Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Dipl.-Kfm. Dr. Thorsten Radensleben (Vorsitzender) Dipl.-Ing. Mathias Nikolay Dipl.-Volksw. Maik Wassmer Die Bezüge des Vorstands und der ehemaligen Mitglieder des Geschäftsführungsorgans der badenova Verwaltungs-AG betrugen insgesamt 1.535 T€ (davon 337 T€ für ehemalige Vorstände und Geschäftsführer bzw. Angehörige), die der ehemaligen Vorstände und Geschäftsführer der badenova AG & Co. KG und deren Vorgängerunternehmen 135 T€. c) Aufsichtsrat Dr. Dieter Salomon Dr. Gerhard Holtmeier Ralf Kienzler Isabel Asmus Dr. Philipp Frank Eckart Friebis Michael Gaißer Udo Harter Walter Krögner Jörg Lutz Dr. Wolfgang G. Müller Klaus Muttach Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br., Vorsitzender 1. stellv. Vorsitzender, Vorstand Thüga AG 2. stellv. Vorsitzender, Betriebsratsvorsitzender Arbeitnehmervertreterin Oberbürgermeister der Stadt Waldshut-Tiengen Stadtrat der Stadt Freiburg Betriebsratsvorsitzender E-MAKS Stadtrat der Stadt Freiburg Stadtrat der Stadt Freiburg Oberbürgermeister der Stadt Lörrach Oberbürgermeister der Stadt Lahr Oberbürgermeister der Stadt Achern Beteiligungsbericht 2018 - badenova - 51 Oliver Rein Stefan Röbert Gerd Schmidlin Edith Schreiner Dr. Christof Schulte Joachim Schuster Michael Thater Daniela Ullrich Claudia Wagner Bürgermeister der Stadt Breisach Arbeitnehmervertreter (bnNETZE GmbH) Arbeitnehmervertreter Oberbürgermeisterin der Stadt Offenburg Vorstand Thüga AG Bürgermeister der Stadt Neuenburg Bürgermeister der Stadt Wehr Arbeitnehmervertreterin Arbeitnehmervertreterin Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten an Vergütungen und Sitzungsgeldern 113 T€. Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister_innen und Bürgermeister_innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg i. Br. abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderät_innen. Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 21 Mitglieder an, davon vier Frauen (19,0 %). 52 Beteiligungsbericht 2018 - badenova - 1.2.4 Beteiligungen des Unternehmens (Konzern) Name und Sitz der Gesellschaft Sitz der Ge- Kapitalsellschaft anteil % Eigenkapital Ergebnis T€ T€ Anteile an verbundenen Unternehmen a) unmittelbare badenCampus GmbH & Co. KG badenCampus Verwaltungs-GmbH Freiburg i. Br. Freiburg i. Br. 100,0 100,0 250 25 badenIT GmbH badenova Beteiligungs-GmbH badenova Verwaltungs-AG badenova WÄRMEPlus GmbH & Co. KG badenova WÄRMEPlus Verwaltungs GmbH Freiburg i. Freiburg i. Freiburg i. Freiburg i. Freiburg i. Br. Br. Br. Br. Br. 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 2.808 124.647 686 32.109 42 0 0 15 0 1 bnNETZE GmbH E-MAKS GmbH & Co. KG E-MAKS Verwaltungs-GmbH Energie-Service Dienstleistungsgesellschaft mbH Infrastruktur-Trägergesellschaft mbH & Co. KG Infrastruktur-Trägergesellschaft mbH Freiburg i. Freiburg i. Freiburg i. Freiburg i. Freiburg i. Freiburg i. Br. Br. Br. Br. Br. Br. 100,0 73,5 75,0 100,0 68,0 68,0 214.521 1.662 73 125 105 28 0 354 2 0 -29 1 2 Freiburg i. Br. Offenburg Freiburg i. Br. Mühlheim Freiburg i. Br. 51,0 100,0 100,0 100,0 51,0 157 65 775 28 4.848 3 36 35 -1 2.489 1 Lörrach Eschbach Freiburg i. Br. Kehl Kehl 51,0 60,0 55,0 835 667 232 274 96 7 60,0 2.146 150 1 60,0 100,0 100,0 100,0 31 30 22 5.600 1 -6 -3 100 1 50,0 1.357 5 46,0 24,0 3.518 3.883 363 658 151 83 0 -56 641 -1.045 1+3 1+3 2 2 1 2 1 1 2 1 1 b) mittelbare badenova KONZEPT Verwaltungs-GmbH badenovaWIND GmbH ee-invest vier GmbH & Co. KG Energiegesellschaft Mühlheim Verwaltungs-GmbH Freiburger Wärmeversorgungs GmbH regioDATA GmbH TREA Breisgau Energieverwertung GmbH Wärme Süd-West GmbH Wärmegesellschaft Kehl GmbH & Co. KG Wärmegesellschaft Kehl Verwaltungs-GmbH Windpark Hohenlochen Gmbh & Co. KG Windpark Kallenwald Gmbh & Co. KG Windpark Kambacher Eck GmbH & Co. KG Assoziierte Unternehmen a) unmittelbare Badische Rheingas GmbH Energie- und Wasserversorgung Kirchzarten GmbH Energieversorgung Oberes Wiesental GmbH Energiewerk Ortenau Energiegesell. mbH & Co. KG Gemeindewerke Gundelfingen GmbH Gemeindewerke Umkirch GmbH sparstrom Energievertriebs GmbH (neu ab 2016) Wärmeverbundkraftwerk Freiburg GmbH Freiburg i. Br. Freiburg i. Br. Freiburg i. Br. Lörrach Kirchzarten Todtnau Achern Gundelfingen Umkirch Köln Freiburg i. Br. Beteiligungsbericht 2018 - badenova - 24,5 30,0 40,0 15,0 40,1 699 4.100 1.698 729 5.195 1 1+3 1 1 1+4 1 1 1+3 1 4 4 4 2+4 4 53 Name und Sitz der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapital- Eigen- Ergebnis anteil kapital % b) mittelbare ASF Solar GmbH & Co. KG ASF Solar Verwaltungs-GmbH badenova KONZEPT GmbH & Co. KG Badenweiler Energie GmbH Das Grüne Emissionshaus GmbH EVB Energieversorgungesell.Bauverein Brsg.mbH Netzgesellschaft Tuttlingen GmbH & Co. KG Netzgesellschaft Tuttlingen Verwaltungs-GmbH regioAQUA GmbH Regionalwerk Hochrhein GmbH & Co. KG Regionalwerk Hochrhein Verwaltungs-GmbH regiosonne Verwaltungs GmbH regiowind Verwaltungs-GmbH THEOLIA Utilities Investment Company S.A. Übrige wesentliche Beteiligungen a) unmittelbare Stadtwerke Freudenstadt GmbH & Co. KG Syneco GmbH & Co. KG Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG b) mittelbare KOM9 GmbH & Co. KG 1 2 3 4 5 6 T€ T€ Freiburg i.Br. 49,0 1.304 158 4 Freiburg i.Br. 49,0 33 1 4 Freiburg i. Br. 49,0 100 144 4 Badenweiler 50,0 666 -21 4 Freiburg i. Br. 50,0 234 -173 4 Freiburg i. Br. 24,8 565 9 Tuttlingen 50,0 4.480 297 Tuttlingen 50,0 27 1 Rheinfelden 50,0 78 16 Lauchringen 25,1 2.904 66 Lauchringen 25,1 60 2 Freiburg i. Br. 37,0 41 5 4 Freiburg i. Br. 50,0 50 6 4 Luxembourg 30,0 1.786 -136 4 Freudenstadt 15,0 17.394 2.980 4 München 9,8 3.153 755 6 München 1,0 203.834 6.571 4 13,6 879.158 101.406 Freiburg i. Br. 4 4 Die Gesellschaft wurde wegen untergeordneter Bedeutung gem. § 296 Abs. 2 HGB nicht in die Konsolidierung einbezogen. Ergebnisabführungsvertrag oder Ergebnisübernahme durch badenova erworben oder in Gründung 2017 Zahlen lt. Jahresabschluss 2016 Abweichendes Wirtschaftsjahr (30.06.2017) Abweichendes Wirtschaftsjahr (30.04.2017) 1.2.5 Wesentliche Verträge • Es bestehen Ergebnisabführungsverträge mit der badenIT GmbH (21.09.2004), der bnNETZE GmbH (01.01.2007), der Energie-Service-Dienstleistungsgesellschaft mbH (01.01.2009) sowie mit der badenova Beteiligungs-GmbH (01.01.2009). • Schuldenbeitritt mit Erfüllungsübernahme mit der bnNETZE GmbH gemäß Vertrag vom 18.12.2014. Danach erklärt die badenova AG & Co. KG ab dem Bilanzstichtag 31.12.2014 einen Teil der Rückstellungen und Verbindlichkeiten der bnNETZE GmbH in Form eines Schuldenbeitritts mit Erfüllungsübernahme gegen Verrechnung der Forderungen, die der bnNETZE GmbH gegenüber der badenova AG & Co. KG aus dem Cash-Pooling zustehen, zu übernehmen. • Am 19.10.2016 hat die Gesellschaft einen Dienstleistungsrahmenvertrag mit der bnNETZE GmbH über die Erbringung von Dienstleistungen im den Bereichen Arbeitssicherheit, Gefahrgut, Gleichbehandlung, Technik, Liegenschaften, Modulmanagement und Materialwirtschaft geschlossen. 54 Beteiligungsbericht 2018 - badenova - • Ab dem Geschäftsjahr 2008/2009 deckt die badenova ihren Erdgasbedarf im Rahmen der eingeführten strukturierten Beschaffung über mehrere Erdgaslieferanten ein. Wesentlicher Vertragspartner ist in diesem Zusammenhang die Syneco Trading GmbH. • Ab dem Jahr 2009 beschafft badenova ihren Strombedarf für die Versorgung im Rahmen der eingeführten strukturierten Beschaffung über mehrere Bezugsquellen. Wesentlicher Bestandteil dieser Bezugsgeschäfte ist der Abschluss mit der Syneco Trading GmbH. • Mit einzelnen Sondervertragskunden im Strom-, Erdgas- und Nahwärmebereich hat die Gesellschaft Lieferverträge abgeschlossen. • Bei der Akquise von Kunden aller Segmente setzt die badenova AG & Co. KG verstärkt auf die Zusammenarbeit mit Vertriebs- und Marktpartnern, die auf Provisionsbasis Kundenverträge vermitteln. Wesentliche Grundlage dieser Zusammenarbeit sind die jeweils mit dem Partner geschlossenen Vertriebsvereinbarungen. • Es wurde mit verschiedenen Tochter- und Beteiligungsunternehmen eine Vereinbarung über die Anbindung an ein automatisches Cash-Management-Verfahren geschlossen. Ziel dieser Vereinbarung ist, durch die Bündelung von Liquidität Synergieeffekte zu nutzen, die Liquiditätsversorgung zu optimieren und dadurch Vorteile für die Cash-Pool-Teilnehmer zu erzielen. 1.2.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Gemäß den Vorgaben der regulierenden Gesetzgebung und Verordnungen (hier insbesondere die Strom- und Gasnetzentgeltverordnung sowie die Anreizregulierung) betreibt bnNETZE das eigene Erdgas- und Stromnetz, das Gasnetz der Hafenverwaltung in Kehl, der Netzgesellschaft Tuttlingen GmbH & Co. KG, der Stadtwerke MüllheimStaufen GmbH, der Gemeindewerke Umkirch GmbH und der Energieversorgung Oberes Wiesental GmbH sowie das Stromnetz der Regionalwerk Hochrhein GmbH & Co. KG und der Gemeindewerke Umkirch GmbH. Die Netzlänge beträgt zum 31.12.2017 im Erdgasnetz 7.894,5 km; 177.949 Zähler sind in diesem Netz installiert. Das Stromnetz der bnNETZE erstreckt sich über eine Länge von 5.885,4 km; zum 31.12.2017 sind in diesem Stromnetz 200.791 Zähler installiert. Das Marktgebiet erstreckt sich bei Erdgas auf 158 Verträge mit Städten und Gemeinden in zwei Regierungsbezirken und 11 Land- und Stadtkreisen. Bei den Stromkonzessionen ist gegenüber dem Vorjahr keine Veränderung zu verzeichnen. Es liegen unverändert 21 Stromkonzessionen in der Verantwortung der bnNETZE. Die Stadtwerke MüllheimStaufen GmbH erteilte der bnNETZE im Mai 2017 den Zuschlag über die Verpachtung ihres Stromnetzes, diese wird das Stromnetz ab dem 01.01.2019 pachten. Bei den Wasserkonzessionen sind gegenüber dem Vorjahr keine Veränderungen eingetreten. Die Wasserversorgung in den Städten Freiburg i. Br. und Lahr liegen unverändert in der Verantwortung der bnNETZE. Die Absatzentwicklung der badenova-Gruppe im Berichtsjahr 2017 und Vorjahren zeigt folgende Tabelle: Beteiligungsbericht 2018 - badenova - 55 ERDGAS -Klein-/ Sonderpreisbereich -Geschäftskundenbereich Erdgasverkauf Gesamt STROM -Privatkunden -Geschäftskunden Mio.kWh Mio.kWh Mio.kWh Mio.kWh Mio.kWh Stromabsatz Gesamt Wasser (in Mio. m³) Wärme (in Mio. kWh) Mio.kWh 2013 2014 2015 2016 4.125,2 4.187,8 8.313,0 3.360,7 4.448,0 7.808,7 3.753,5 5.612,9 9.366,4 4.357,9 5.449,4 9.807,3 4.517,1 5.967,4 10.484,5 488,2 1.893,3 2.381,5 484,6 1.687,0 2.171,6 503,7 1.641,0 2.144,7 603,0 2.535,0 3.138,0 648,6 2.219,5 2.868,1 18,0 18,3 19,1 19,3 20,3 303,5 256,6 284,4 312,3 313,8 Mio.m³ Mio.kWh 2017 Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens und die Auswirkungen auf den städtischen Haushalt (Konzessionsabgaben direkt; Gewinnausschüttungen über das Ergebnis der Stadtwerke Freiburg GmbH) zeigen folgende Diagramme: Erdgas- und Stromabsatz (Mio. kWh) 20,0 11.000 3.000 10.500 18,0 2.500 9.500 9.000 2.000 8.500 8.000 1.500 7.500 7.000 1.000 2013 2014 2015 Erdgasabsatz 2016 2017 Mio kWh Strom 10.000 Mio kWh Gas Entwicklung der Gewinnausschüttungen (an StW) und Konzessionsabgaben (an HH) Mio. € 16,0 14,0 12,0 10,0 2013 2014 2015 Gewinnausschüttung an StW Stromabsatz 2016 2017 Konzessionsabgabe an HH 1.2.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Lage des Unternehmens (Konzern) a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzung Summe PASSIVA Eigenkapital Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile Zuschüsse Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzung Summe 56 2015 2016 2017 T€ 2018 Plan T€ 2019 Plan T€ T€ T€ 569.567 129.414 704 699.685 563.043 150.963 1.558 715.564 560.153 188.579 1.343 750.076 587.054 124.789 1.693 713.536 640.357 166.345 1.526 808.228 232.370 50 64.057 99.562 303.646 0 699.685 236.520 50 64.806 117.005 297.153 31 715.564 237.431 50 64.359 135.484 312.437 315 750.076 232.985 50 61.456 97.639 321.375 31 713.536 233.663 50 59.632 99.985 414.584 314 808.228 Beteiligungsbericht 2018 - badenova - GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse (ohne abzuführender Stromsteuer) Bestandsveränderung Andere aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge T€ T€ T€ 851.752 970.117 938.758 -379 991 -1.362 7.098 6.525 7.748 26.117 13.522 17.035 884.588 991.155 962.180 2018 2019 Plan Plan T€ T€ 1.004.536 1.114.832 1.530 859 11.095 13.081 6.471 8.712 1.023.632 1.137.483 Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen 631.486 724.833 686.642 84.457 88.393 92.485 42.056 41.414 42.046 66.545 76.616 72.587 824.544 931.256 893.760 757.621 854.948 95.503 103.490 43.739 49.607 68.436 72.976 965.299 1.081.020 Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis Einstellung / Entnahme Rücklage Entnahme aus dem Innovationsfond (+) Einstellung in den Innovationsfond (-) Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn Bilanzgewinn b) 2015 60.044 1.080 61.124 8.673 344 52.106 211 879 1.539 1.021 50.636 2016 59.900 7.179 67.079 10.821 451 55.807 232 2.317 1.634 1.096 55.162 2017 68.420 2.067 70.487 11.933 1.386 57.169 201 1.677 1.670 1.314 55.661 58.333 2.414 60.747 7.457 44 53.246 0 1.769 1.570 919 52.526 56.463 3.954 60.416 6.336 -546 54.626 108 1.780 1.602 1.151 53.546 Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Geschäftsverlauf 2017 Der Erdgasverkauf konnte gegenüber 2016 um 6,9 % auf 10.484,5 Mio. kWh gesteigert werden. Die Absatzsteigerung im Privat- und Gewerbekundensegment ist vorwiegend auf die erfolgreiche Neukundengewinnung im bundesweiten Vertrieb zurückzuführen, so dass Mengeneffekte aufgrund der etwas wärmeren Witterung kompensiert werden konnten. Der Zuwachs im Geschäftskundensegment konnte insbesondere durch erhöhte Absatzmengen an Weiterverteiler realisiert werden. Für 2018 wird ein geringerer Netzabsatz Erdgas geplant, da die für 2018 angesetzten Gradtagzahlen unter den Werten 2017 liegen und darüber hinaus erwartet wird, dass die Mengenzuwächse aufgrund neuer Netzanschlüsse im Netzgebiet die Mengenrückgänge aus Maßnahmen der energetischen Gebäudeoptimierung nicht kompensieren können. Der Stromverkauf ist im Vergleich zum Vorjahr um 8,6 % gesunken und beträgt für das abgelaufene Geschäftsjahr 2.868,1 Mio. kWh. Im Privat- und Gewerbekundensegment ist die Absatzsteigerung auf die erfolgreiche Neukundengewinnung im bundesweiten Vertrieb zurückzuführen. Der Absatzrückgang im Geschäftskundensegment ist lediglich auf den Verlust eines einzelnen Großkunden im Bereich der Netzverlustbeschaffung zurückzuführen. Im Strombereich wird im Jahr 2018 im Vergleich zu 2017 mit einem leicht geringeren Netzabsatz gerechnet. Dies resultiert im Wesentlichen aus der zunehmenden Eigenversorgung im Geschäfts-und Privatkundenbereich sowie energiesparenden Maßnahmen und Technologien. Im Planungszeitraum wird dieser allgemeine Trend durch die eingeplanten Netzzugänge überlagert. In 2019 wird der Pachtbeginn des Stromnetzes Müllheim und Staufen für eiBeteiligungsbericht 2018 - badenova - 57 nen deutlichen Anstieg des Netzabsatzes sorgen. Ab 2020 wird mit weiteren geplanten Netz/Pachtübernahmen nochmals ein Anstieg des Netzabsatzes erwartet. Der Absatz der badenova Gruppe im Bereich der Wärmeversorgung ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Mio. KWh gestiegen. Aufgrund der realisierten Wärmenetzerweiterungen konnte der Wärmeabsatz gesteigert werden. Der Wasserabsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,4 % auf 20,3 Mio. m³ in 2017. Dies liege im Wesentlichen innerhalb der üblichen Schwankungsbreite der Witterungseinflüsse in 2017. Absatzerhöhend wirkte sich insbesondere der geringe Niederschlag in den bewässerungsnotwendigen Monaten in 2017 aus. Im Bereich der weiterverteilenden Kunden lässt sich ein Teil der Steigerung auf den ab Dezember 2016 neu belieferten Weiterverteilerkunden Ebringen zurückzuführen. Im Auftrag des Eigenbetriebs Stadtentwässerung Freiburg i. Br. ist die badenova in der Sparte Abwasser im Stadtgebiet Freiburg tätig. Neben dem erfolgreichen Betrieb und der Unterhaltung der Anlagen konnten 2017 rund 5,8 Mio. € in die Erneuerung und Erweiterung der Kanäle und Anlagen investiert werden. Investitionen Die Investitionen belaufen sich in 2017 auf insgesamt 44,4 Mio. € (Vorjahr: 42,7 Mio. €). Davon entfallen auf immaterielle Vermögensgegenstände 1,0 Mio. €, auf das Sachanlagevermögen 41,8 Mio. € sowie 1,6 Mio. €. auf die Finanzanlagen. Für das Jahr 2018 wird für den badenova-Konzern ein Investitionsvolumen von rund 70,8 Mio. € geplant. Schwerpunkte werden hierbei in den Sparten Erdgas (22,5 Mio. €) und Strom (12,5 Mio. €) sowie im allgemeinen Bereich (18,6 Mio. €) liegen. Der nachhaltige Anstieg des Investitionsniveaus in der Sparte Erdgas resultiert insbesondere aus einer erhöhten Erneuerungsrate, gestiegenen Investitionen im Zählerbereich sowie der stetigen Erweiterung des Erdgasnetzes durch Verdichtungsmaßnahmen. Im Investitionsbudget Strom sind Investitionen für den gesetzlich vorgeschriebenen Roll-Out der intelligenten Messsysteme (1,5 Mio. €) enthalten. In der Investitionsplanung im allgemeinen Bereich sind u. a. Mittel für den Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes am Standort Freiburg (7,8 Mio. €), für die Anschaffung von zusätzlichen Fahrzeugen (2,2 Mio. €) und für Umbaumaßnahmen am Standort Breisach für die künftige Nutzung durch die badenCampus GmbH & Co. KG (1,1 Mio. €) vorgesehen. Unter Berücksichtigung der geplanten Investitionen, der Auflösung von Ertragszuschüssen und der Darlehenstilgungen errechnet sich für das Jahr 2018 ein Mittelbedarf von 92,7 Mio. €. Davon ist ein Betrag von rund 39,8 Mio. € durch Neuaufnahme oder Verlängerung von Krediten zu decken. Ausblick Für das Jahr 2018 wird ein Ergebnisziel von 52,5 Mio. € erwartet. Als wesentliche Einflussfaktoren auf das Ergebnisziel 2018 sind die erfolgreiche Umsetzung der definierten Strukturmaßnahmen, der erfolgreiche Umbau der IT-Systeme auf die zunehmende Digitalisierung der Geschäftsmodelle, der Ausgang der laufenden Verhandlungen über die Verlängerung von Konzessionsverträgen, die Erschließung von Neukunden durch die Produkte auf dem Energiemarkt, die weitere konjunkturelle Entwicklung sowie der Temperaturverlauf zu nennen. 58 Beteiligungsbericht 2018 - badenova - Risikomanagement Wesentliche Risiken bei der Erreichung des künftigen Unternehmenserfolgs bestehen sowohl absatz- als auch beschaffungsseitig im Hinblick auf die gegebenen Unsicherheiten bei den künftigen Mengen- und Preisentwicklungen. Den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken wurden nicht identifiziert und sind derzeit auch nicht erkennbar. Dennoch stellen der Wettbewerbsmarkt, der bestehende Margendruck im Vertrieb sowie ein volatileres Geschäftsumfeld eine große Herausforderung dar, sich weiterhin erfolgreich am Markt zu positionieren. Darüber hinaus können künftig insbesondere externe Faktoren wie technologische Veränderungen, umfassende Digitalisierung von Geschäftsabläufen sowie die zunehmende Dezentralisierung der Wertschöpfung zu einer grundlegenden Veränderung der Rahmenbedingungen in der Energiewirtschaft führen. Für eine weitere erfolgreiche Marktpräsenz wird entscheidend sein, dass sich das Unternehmen mit einem hohen Maß an Flexibilität an diese sich abzeichnenden Veränderungen anpassen kann. c) Kapitalzuführungen und -entnahmen Die Kapitalanteile der Kommanditisten blieben im Geschäftsjahr 2017 unverändert. d) Personalentwicklung Im Geschäftsjahr 2017 waren im Konzern durchschnittlich 1.255 (davon 856 Männer und 399 Frauen; Vorjahr 1.252) Personen beschäftigt. Zusätzlich waren 43 (Vorjahr 39) Auszubildende tätig. e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (Konzern) Vermögens- / Finanzkennzahlen Anlagenintensität Anlagendeckung Eigenkapitalquote Nettoinvestitionsquote Ertragskennzahlen Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Cash-flow1 Kostendeckungsgrad Personalkennzahlen Umsatz je Vollzeitkraft Personalkosten je Vollzeitkraft 1 2013 % % % % % % % T€ % T€ T€ 76,3 67,1 25,8 102,1 2014 2015 2016 2017 78,7 62,7 25,8 131,9 81,4 65,4 26,0 105,3 78,7 66,0 25,3 89,7 74,7 65,1 24,2 101,5 7,6 7,4 33,3 32,5 10,2 10,2 98.077 100.332 106,4 105,8 7,2 33,6 10,6 93.035 105,7 6,9 37,0 10,7 91.246 105,4 7,5 38,8 10,9 63.918 106,2 750,8 74,4 851,1 77,5 811,6 80,0 678,8 69,4 683,7 74,6 Kennzahl Cash Flow gemäß Prüfbericht Beteiligungsbericht 2018 - badenova - 59 1.3 badenova Verwaltungs-AG 1.3.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung als persönlich haftende und geschäftsführende Gesellschafterin an der badenova AG & Co. KG. 1.3.2 Beteiligungsverhältnisse badenova AG & Co. KG 1.3.3 100% = 50.000,00 € Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Hauptversammlung Die badenova AG & Co. KG wird in der Hauptversammlung der badenova Verwaltungs-AG durch den Bevollmächtigten Herrn Axel Sträter vertreten. b) Vorstand Dipl.-Kfm. Dr. Thorsten Radensleben (Vorsitzender) Dipl.-Ing. Mathias Nikolay Dipl.-Vw. Maik Wassmer Zu der Höhe der Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2017 wird auf die Ausführungen unter Kapitel 1.2.3b) verwiesen. c) Aufsichtsrat Dr. Dieter Salomon Dr. Gerhard Holtmeier Ralf Kienzler Oberbürgermeister Stadt Freiburg i. Br., Vorsitzender Vorstandsmitglied der Thüga AG, Erster stellvertretender Vorsitzender Betriebsratsvorsitzender, Zweiter stellvertretender Vorsitzender Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine Aufsichtsratsvergütungen gewährt. Im Berichtsjahr waren im Aufsichtsrat keine Frauen vertreten. 1.3.4 Beteiligungen des Unternehmens Die Gesellschaft hält neben der Beteiligung an der badenova AG & Co. KG (ohne Einlage) keine weiteren Beteiligungen. 60 Beteiligungsbericht 2018 - bn Verwaltungs-AG - 1.3.5 Wesentliche Verträge Es wurde mit der badenova AG & Co. KG sowie verschiedenen Tochter- und Beteiligungsunternehmen der badenova AG & Co. KG eine Vereinbarung über die Anbindung an ein automatisches Cash-Management-Verfahren geschlossen. Ziel dieser Vereinbarung ist, durch die Bündelung von Liquidität Synergieeffekte zu nutzen, die Liquiditätsversorgung zu optimieren und dadurch Vorteile für die Cash-Pool-Teilnehmer zu erzielen. 1.3.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Die Tätigkeit der Gesellschaft beschränkt sich ausschließlich auf die Geschäftsführung sowie die persönliche Haftung bei der badenova AG & Co. KG (siehe Abschnitt 1.2.6). 1.3.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ 2015 2016 2017 T€ T€ T€ AKTIVA Umlaufvermögen Summe 10.682 10.682 10.707 10.707 11.171 11.171 PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Summe 677 9.958 47 10.682 670 10.037 0 10.707 686 10.483 3 11.171 1 2018 Plan 1 T€ 2019 Plan 1 T€ 10.682 10.707 2019 Plan T€ 2.793 Für die bn Verwaltungs-AG werden keine Planbilanzen erstellt. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Betriebliche Erträge T€ 2.430 T€ 1.735 T€ 1.990 2018 Plan T€ 2.927 Personalaufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Gesamt 1.192 8 1.199 1.529 13 1.541 1.096 16 1.112 1.664 15 1.680 1.701 30 1.732 1.231 -1.226 5 6 -1 194 -189 5 12 -7 878 -873 5 -10 15 1.247 -1.242 5 -12 17 1.061 -1.058 3 -1 4 Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen / Ertrag (- = Erstattg.) Jahresüberschuss b) 2015 2016 2017 Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Die Entwicklung der Gesellschaft ist im Wesentlichen durch die Entwicklung der badenova AG & Co. KG bestimmt. Auf die entsprechenden Ausführungen in Abschnitt 1.2.7 b) wird verwiesen. Beteiligungsbericht 2018 - bn Verwaltungs-AG - 61 c) Kapitalzuführungen und -entnahmen Im Geschäftsjahr 2017 blieb das gezeichnete Kapital unverändert. d) Personalentwicklung Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Da sich die Tätigkeit der badenova Verwaltungs-AG auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin der badenova AG & Co. KG beschränkt, wird auf die Ermittlung von Kennzahlen verzichtet. Es wird auf die Darstellung der entsprechenden Kennzahlen in Abschnitt 1.2.7 e) verwiesen. 62 Beteiligungsbericht 2018 - bn Verwaltungs-AG - 1.4 Freiburger Verkehrs-AG 1.4.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Die öffentliche Zwecksetzung der Gesellschaft ist in der Satzung festgeschrieben. Der wesentliche Gegenstand der VAG ist die Durchführung des öffentlichen Personennahverkehrs in Freiburg im Breisgau und im Verkehrseinzugsgebiet mit Verkehrsmitteln aller Art. Außerdem betreibt die Gesellschaft die Kabinenumlaufbahn zum Schauinsland (Schauinslandbahn). 1.4.2 Beteiligungsverhältnisse Stadtwerke Freiburg GmbH Stadt Freiburg i. Br. 1.4.3 99,87 % = 39.748.260,00 € 0,13 % = 51.740,00 € Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge Organe der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Hauptversammlung Die Stadtwerke Freiburg GmbH und die Stadt Freiburg i. Br. werden in der Hauptversammlung durch den Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. vertreten. b) Vorstand Dipl.-Ing. Stephan Bartosch Dipl.-Verw. Wiss. Oliver Benz (ab 01.03.2017) Dr. Helgard Berger (bis 30.11.2017) Die Gesamtbezüge im Berichtsjahr 2017 von Herrn Stephan Bartosch betrugen 210 T€ (inklusive variabler Vergütungen und einer einmaligen Sonderleistung), von Herrn Oliver Benz 150 T€ und von Frau Dr. Helgard Berger 35 T€. c) Aufsichtsrat Vorsitzender: 1. stellvertr. Vorsitzender: 2. stellvertr. Vorsitzender: Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg i. Br. Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg i. Br Uwe Neumann, Arbeitnehmervertreter Stadträte-innen: Hermann Aichele (bis 22.07.2017), Dr. Maria Hehn, Atai Keller, Martin Kotterer, Michael Moos, Stefan Schillinger, Gerlinde Schrempp, Dr. Klaus Schüle (ab 13.12.2017), Timothy Simms, Julia Sophie Söhne, Manfred Stather, Helmut Thoma, Simon Waldenspuhl. Arbeitnehmervertreter_innen: Dietmar Gemander, Thomas Merkt, Markus Ruf, Günter Schuster, Hubert Schuster, Isabel Wendt. Beteiligungsbericht 2018 - VAG - 63 Im Berichtsjahr 2017 erhielt der Aufsichtsrat Vergütungen und Sitzungsgelder in Höhe von 41 T€. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €): Aufsichtsratsvorsitzender Stellvertretender AR-Vorsitzender Aufsichtsratsmitglieder Beratendes Mitglied Grundvergütung Vergütung Sonstige pro Jahr pro Sitzung Vergütungen AR 3.200 2.400 1.600 --- PrA --------- AR 55 55 55 --- PrA --------- AR --------- PrA --------- AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss; nur einmalige Vergütung im PrA StW Konzern Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister/innen und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg i. Br. abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderät_innen. Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 21 Mitglieder an, davon 4 Frauen (= 19,0 %). 1.4.4 Beteiligungen des Unternehmens Regio-Verkehrsverbund Freiburg GmbH 1.4.5 33,0 % Wesentliche Verträge • Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen StW und VAG • Straßenbenutzungsvertrag zwischen der Stadt Freiburg im Breisgau und der VAG (regelt die Benutzung öffentlicher Straßen im Stadtgebiet zum Bau und Betrieb von Straßenbahnen) • Planungs-, Bau -, Betriebs- und Finanzierungsvertrag mit dem ZRF für die Stadtbahn Zähringen • Grundlagen- und Zuschussvertrag zwischen dem ZRF, dem RVF und den an ihm beteiligten Verkehrsunternehmen (regelt die Grundlagen der Zusammenarbeit, die erforderlichen Aufgabenabgrenzungen nebst Verfahren zur wechselseitigen Beteiligung sowie die Gewährung von Zuschüssen) • Einnahmeaufteilungsvertrag RVF (regelt die Aufteilung der im Verbundverkehr erzielten Einnahmen) • Vereinbarungen über die Pauschalierung der Ausgleichsleistungen nach § 45a PBefG mit dem Land Baden-Württemberg für die Schülermonatskarte sowie das Semester Ticket 1.4.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Die Gesellschaft hat die in ihrem Gesellschaftsvertrag vorgesehene wirtschaftliche Betätigung auch im Berichtsjahr durchgeführt und somit ihren öffentlichen Zweck erfüllt. Die Verkehrsleistungen der VAG zeigt folgende Übersicht: 64 Beteiligungsbericht 2018 - VAG - 2013 2014 2015 2016 2017 77.039 264.789 1.040.385 7.614 3.154 4.460 36,4 305,2 66 109 25,4 69,3 12,5 75.354 258.871 1.036.454 7.401 3.125 4.276 38,1 184,7 66 101 24,9 71,3 15,8 76.997 264.420 1.092.730 7.494 3.517 3.977 43,9 160,0 72 99 24,2 72,6 20,4 78.756 270.076 1.187.706 7.966 3.825 4.141 43,9 160,0 72 100 22,7 73,8 21,9 80.463 275.609 1.183.574 7.841 3.849 3.992 43,9 165,6 77 103 23,3 75,4 22,7 229.675 310.772 339.309 346.827 358.019 Linienverkehr (inkl. Mietwagenverkehr) Fahrgäste Personen-km 1 Platz-km 1 Linien-km 1 davon Strab 1 davon Bus Linienlänge Strab 4 Linienlänge Bus Stadtbahnen Busse inkl. angemietete Mittlere Platzausnutzung Erlöse je Fahrgast 3 Zuschuss je Fahrgast 2 Schauinslandbahn Fahrgäste 1 2 3 4 Tsd. Tsd. Tsd. Tsd. Tsd. Tsd KM KM Anzahl Anzahl % Cent Cent Anzahl ab 2014: Neuberechnung der Linien-/Leer-KM bei ein- und ausfahrenden Kursen wegen Sanierungsarbeiten vom 05.11.2012 bis 29.04.2013 außer Betrieb ÖPNV-Defizit je Fahrgast ab 2014 sind die Nachtbuslinien weggefallen Das Leistungsangebot der VAG umfasste in 2017 rd. 7,8 Mio. Linienkilometer, die sich annähernd hälftig auf die Stadtbahn (49%) und den Bus (51 %) verteilen. Insgesamt hat die VAG einen Anstieg der Linienkilometer von 8,6 % innerhalb der letzten fünf Geschäftsjahre zu verzeichnen. Die statistisch ermittelte Fahrgastzahl für den ÖPNV lag 2017 bei 80,5 Mio. Fahrgästen. Der Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks sowie die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens sind u.a. den folgenden Diagrammen mit der Veränderung der Fahrgastzahlen, der Investitionstätigkeit und der Jahresergebnisse in den letzten fünf Jahren zu entnehmen: Entwicklung Fahrgäste (in Mio.) 79 80 78 77 77 80 77 76 35 Investitionen (in Mio. €) Eigenanteil 30 25 12 9 20 14 10 72 5 70 2013 2014 2015 2015 2017 20 11 15 14 15 74 Defizit VAG (in Mio. €) Zuschuss 18 21 16 19 9 0 16 18 19 13 10 5 0 2013 2014 2015 2016 2017 2014 2015 2016 2017 Im Jahr 2017 hat die VAG rund 80,5 Mio. Fahrgäste befördert, das sind 2,2 % mehr als im Vorjahr. Die positive Entwicklung ist vor allem auf gute Verkaufszahlen bei den Zeitkarten für Erwachsene aber auch auf die positive Entwicklung bei den Zeitkarten im Ausbildungsverkehr zurückzuführen. Die Schauinslandbahn hat 358.019 Fahrgäste im Jahr 2017 befördert. Damit konnten die Umsätze um 3,2 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Beteiligungsbericht 2018 - VAG - 65 Durch das Ausbauprogramm „Stadtbahn 2020“ sind die Investitionen kontinuierlich auf hohem Niveau. Die Bruttoinvestitionen (inklusive Zuschüsse) liegen deutlich über den Abschreibungen. Die mit der Angebotsausweitung verbundenen Kosten konnten nicht mit entsprechenden Mehrerlösen kompensiert werden, so dass das Defizit der VAG deutlich angestiegen ist. 1.4.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzung Summe PASSIVA Eigenkapital Sonderposten mit Rücklageanteil Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzung Summe 2015 2016 2017 T€ 2018 Plan T€ 2019 Plan T€ T€ T€ 98.851 36.359 1.424 136.634 108.580 38.783 1.242 148.605 107.392 46.413 1.013 154.818 121.568 32.226 866 154.659 118.820 39.423 684 158.927 42.213 0 12.210 77.850 4.362 136.635 42.213 0 12.948 89.124 4.320 148.605 42.213 0 14.756 93.511 4.338 154.818 42.213 0 15.967 92.160 4.320 154.659 42.213 0 16.068 96.308 4.338 158.927 2019 Plan T€ 68.273 0 850 1.042 70.165 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2015 2016 2017 Umsatzerlöse Bestandsveränderung Andere aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge T€ 60.126 22 1.117 1.422 62.688 T€ 63.269 -20 942 1.718 65.910 T€ 66.578 2.532 848 1.162 71.121 2018 Plan T€ 65.931 0 950 872 67.752 Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen 18.478 42.329 8.690 7.307 76.805 19.887 44.591 8.811 7.828 81.117 22.666 47.718 8.831 8.148 87.362 20.728 48.342 9.458 9.241 87.769 23.845 51.066 8.685 9.327 92.923 -14.117 -2.364 -16.482 90 16.572 -15.207 -2.738 -17.945 90 18.036 -16.241 -2.916 -19.157 123 19.280 -20.017 -3.075 -23.092 94 23.186 -22.758 -3.048 -25.806 94 25.900 0 0 0 0 0 Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Sonstige Steuern Erträge aus Verlustübernahme Jahresergebnis b) Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Geschäftsverlauf 2017 Im Jahr 2017 hat die VAG 66,6 Mio. € an Umsatzerlösen erzielt, das sind 3,0 Mio. € mehr als geplant. Im Kerngeschäft ÖPNV (Ergebnis aus den Verbundtarifen) konnten 60,7 Mio. € und 66 Beteiligungsbericht 2018 - VAG - damit 1,1 Mio. € mehr als geplant erzielt werden. Diese Verbesserung resultiert im Wesentlichen aus der Abrechnung des Neuverkehrs Stadtbahn Messe (inklusive Nachzahlungen für Vorjahre). Die Schauinslandbahn beförderte 358.019 Fahrgäste im Berichtsjahr und erzielte 1,6 Mio. € an Einnahmen. Damit konnten die Umsätze um 5% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Die VAG hat das Jahr 2017 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 19,3 Mio. € abgeschlossen. Das sind 3,0 Mio. € weniger als geplant. Es wurden betriebliche Erträge in Höhe von 71,1 Mio. € erzielt. Dem standen betriebliche Aufwendungen in Höhe von 87,4 Mio. € gegenüber. Die Abweichung zur Wirtschaftsplanung ist zum einen auf höhere Erlöse zurückzuführen, zum anderen gab es Budgetunterschreitungen in verschiedenen Aufwandspositionen. Im Dezember 2017 hat der Freiburger Gemeinderat einstimmig die Direktvergabe des Busund Bahnverkehrs an die VAG beschlossen. Damit wird die VAG auch in den kommenden 22,5 Jahren den ÖPNV in Freiburg betreiben und verfügt so über eine langfristig gesicherte Geschäftsgrundlage. Investitionen Die Gesamtinvestitionen beliefen sich im Berichtsjahr 2017 auf 23,3 Mio. € und lagen damit rund 6,2 Mio. € unter dem Vorjahreswert (29,5 Mio. €). Die Summe der Investitionszuschüsse betrug 14,1 Mio. €. Wesentliche Investitionsprojekte in 2017 waren die Maßnahmen Stadtbahn Rotteckring mit 13,4 Mio. €, die Gleiserneuerung in der nördlichen Kaiser-JosephStraße mit 2,3 Mio. € sowie die Beschaffung von neuen Straßenbahnen mit rund 5,7 Mio. €. Für 2018 ist ein Bruttoinvestitionsvolumen von 24,9 Mio. € geplant; es werden Investitionszuschüsse in Höhe von 10,1 Mio. € erwartet. Investitionsschwerpunkte sind der Abschluss der Bauarbeiten an der Stadtbahn Rotteckring, planerische Tätigkeiten für den dritten Bauabschnitt der Stadtbahn Messe, Sanierungsarbeiten an der Haltestelle „Am Lindenwäldle“ mit einem barrierefreien Umbau der Haltestelle, die Erweiterung des VAG Betriebsgebäudes am Rathaus am Stühlinger sowie die Beschaffung von Fahrzeugen. Ausblick Für die Freiburger Verkehrs-AG war auch das Jahr 2018 von der Umsetzung des Ausbauprogrammes „Stadtbahn 2020“ geprägt. Die Aktivitäten haben sich dabei auf den Bau der Stadtbahn Rotteckring konzentriert. Neben dem Bau neuer Stadtbahnstrecken ist auch die Pflege und Erneuerung bestehender Strecken von grundlegender Bedeutung. Für die Jahre 2018 und 2019 sieht der Wirtschaftsplan der VAG Defizite von 23,2 Mio. € bzw. 25,9 Mio. € vor. Die Entwicklung der Jahresfehlbeträge resultiert im Wesentlichen aus Aufwendungen für Personal, für die Instandhaltung der Fahrzeuge, für die großen Instandhaltungsmaßnahmen im vorhandenen Netz sowie aus den Folgewirkungen der durchgeführten und geplanten Erweiterungsinvestitionen (Abschreibung und Zinsaufwand). Risikomanagement Das Risikomanagement wird von der Stadtwerke Freiburg GmbH für die Stadtwerke selbst und für die Töchter der Stadtwerke als Dienstleistung betrieben. Die Risikosituation der VAG stellt sich zum Jahresende 2017 wie folgt dar: Am 14.10.2016 haben Bund und Länder die Eckpunkte zur Neuregelung des bundesstaatlichen Finanzausgleichssystems ab dem Jahr 2020 vereinbart. Das Gesetz zur Änderung des Beteiligungsbericht 2018 - VAG - 67 Grundgesetzes wurde am 19.07.2017 im Bundesanzeiger verkündet und ist am Folgetag in Kraft getreten. Das GVFG-Bundesprogramm wird nun dauerhaft und ungekürzt fortgeführt, allerdings mit „versteinerten“ Mitteln in Höhe von 333 Mio. € bis 2025. Entsprechend konnte die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos einer Rückforderung von Zuschüssen bei Bundesprojekten deutlich minimiert werden. Für die Jahre 2017 bis 2021 wurde mit einem Quotienten von 7,37 % (abzüglich Selbstbehalt) bei den Ausgleichszahlungen gemäß § 148 SGB IX geplant. Der im Jahr 2016 ermittelte Wert (abzüglich Selbstbehalt) liegt bei 5,53 % und ist für die Jahre 2016 und 2017 maßgebend. Eine Neuermittlung des Quotienten findet 2018 statt. Die Planung und Vorschaurechnung werden entsprechend angepasst. c) Kapitalzuführungen und -entnahmen Im Geschäftsjahr 2017 blieb das gezeichnete Kapital unverändert. d) Personalentwicklung (Jahresdurchschnitt) Im Berichtsjahr waren (ohne Vorstände) durchschnittlich 810 (davon 666 Männer und 144 Frauen; Vorjahr: 789, davon 649 Männer und 140 Frauen) Mitarbeiter_innen beschäftigt. Davon waren 61 (Vorjahr: 55) Aushilfen/Abrufkräfte. Darüber hinaus wurden durchschnittlich 30 (Vorjahr: 27) Auszubildende beschäftigt. e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2013 Vermögens- / Finanzkennzahlen Anlagenintensität Anlagendeckung Eigenkapitalquote Investitionsquote Ertragskennzahlen Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Cash-flow1 Kostendeckungsgrad Personalkennzahlen Umsatz je Vollzeitkraft Personalkosten je Vollzeitkraft 68 % % % % % % % T€ % T€ T€ 2014 2015 2016 2017 74,3 74,9 39,5 211,7 75,3 102,9 34,8 250,3 72,3 107,5 30,9 188,0 73,0 105,1 28,4 210,8 69,4 111,1 27,3 263,4 -22,7 -29,2 -10,8 -4.452 83,1 -23,2 -30,3 -9,1 -5.712 83,4 -27,6 -39,3 -10,4 -7.719 79,1 -28,5 -42,7 -10,3 -9.199 78,5 -29,0 -45,7 -10,6 -8.743 78,7 81,4 57,3 80,0 58,0 82,3 57,9 83,7 59,0 87,1 62,5 Beteiligungsbericht 2018 - VAG - 1.5 Regio-Verkehrsverbund Freiburg GmbH 1.5.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Die Gesellschaft nimmt für das Verbundgebiet Aufgaben einer Verkehrskooperation nach § 9 ÖPNVG Baden-Württemberg wahr, insbesondere die Organisation und Durchführung der Zusammenarbeit zwischen den Verkehrsunternehmen und mit den Aufgabenträgern für den ÖPNV. 1.5.2 Beteiligungsverhältnisse Freiburger Verkehrs AG, Freiburg i. Br. DB Regio AG, Frankfurt a. M. SüdbadenBus GmbH, Freiburg Private Busunternehmen GBR (Private) SWEG - Südwestdeutsche Verkehrs AG, Lahr 33,0 % = 20.460,00 € 25,0 % = 15.500,00 € 20,0 % = 12.400,00 € 10,0 % = 6.200,00 € 12,0 % = 7.440,00 € 1.5.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die Freiburger Verkehrs AG wird in der Gesellschafterversammlung der RegioVerkehrsverbund Freiburg GmbH durch den Vorstand vertreten. b) Geschäftsführung Diplom-Betriebswirtin Dorothee Koch Diplom-Betriebswirtin Simone Stahl Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung in 2017 belaufen sich auf 26 T€. c) Aufsichtsrat Dr. Helgard Berger Oliver Benz Jürgen Karle Thomas Böhm Christoph Landwehr Manfred Hovenjürgen Johannes Müller Jürgen Behringer Freiburger Verkehrs AG, Vorsitzende (bis 26.07.2017) Freiburger Verkehrs AG, Vorsitzender (ab 27.07.2017) Private Busunternehmen GbR, stellvertr. Vorsitzender DB Regio AG, Region Baden-Württemberg SüdbadenBus GmbH (bis 22.11.2017) SüdbadenBus GmbH (ab 23.11.2017) Südwestdeutsche Verkehrs AG Breisgau S-Bahn GmbH Der Aufsichtsrat erhielt im Jahr 2017 keine Aufwandsentschädigungen. Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt sechs Mitglieder an, davon keine Frau (= 0,0 %). 1.5.4 Beteiligungen des Unternehmens Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen. Beteiligungsbericht 2018 - RVF - 69 1.5.5 Wesentliche Verträge • Gesellschaftsvertrag (Fassung Dezember 2017) • Die Grundlage für die Einnahmeansprüche der Verkehrsunternehmen und Anspruchsgrundlagen für Ausgleichleistungen bildet der am 06.12.2012 (Ersatz für Fassung vom 01.01.2011) unterzeichnete Einnahmeaufteilungsvertrag • Mit dem Gesellschafterbeschluss vom 15.12.2004 trat der Handlungsrahmen für die Bewertung von Neuverkehren in Kraft (aktuelle Fassung 07/2013) • Mit Vereinbarung vom 18.11.2009/01.12.2009 wurde der Grundlagen- und Zuschussvertrag (GZV 2009) neu gefasst (Ersatz für GZV 2003) mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2018. Im Dezember 2017 trat die Änderungsvereinbarung I in Kraft • Finanzierungsvereinbarung zwischen dem Land Baden-Württemberg, dem ZRF und dem RVF vom 09.12.2009 • Vereinbarung über den Ausgleich für den Ausbildungsverkehr nach § 45a PBefG/§ 6a AEG und für das verbundweit gültige SemesterTicket gemäß Vertrag vom 06.08.2002 bzw. 24.07.2002 zwischen dem Land Baden-Württemberg und der RVF • Vertrag vom 06/12.12.2002 zwischen dem Land Baden-Württemberg und den im Verbund tätigen Verkehrsunternehmen (vertreten durch die RVF) über die Pauschalierung der Ausgleichsleistungen der RegioKarte Auszubildende gemäß § 45a PBefG 1.5.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Zum Aufgabengebiet der RVF gehört auch die Abwicklung der Einnahmenaufteilung und Abrechnung der Verbundeinnahmen nach den Bestimmungen des Einnahmeaufteilungsvertrages mit den Verkehrsunternehmen sowie die Abrechnung des Zuschussbedarfes mit dem Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF). Insgesamt wurden 2017 über den RVFEinnahmen-Pool 100,7 Mio. € (Vorjahr: 97,7 Mio. €) an die beteiligten Verkehrsunternehmen verteilt. Darin enthalten ist der vom ZRF und vom Land gewährte Tarifzuschuss in Höhe von 8,9 Mio. € (Vorjahr 8,9 Mio. €). Außerdem ist der RVF bis 2017 Abrechnungsstelle für die pauschalierten Ausgleichszahlungen des Landes für den Ausbildungsverkehr nach § 45a PBefG. In 2017 wurden 11,8 Mio. € (Vorjahr 11,6 Mio. €) an die anspruchsberechtigten Verkehrsunternehmen weitergeleitet. Die Entwicklung der jährlich verkauften Zeitkarten zeigt nachfolgende Tabelle: 2013 2014 2015 2016 2017 Monatskarten Erwachsene Erw. 347.051 335.172 344.670 372.357 392.292 Jahreskarten (in Monatsanteilen) Erw. 276.577 276.475 273.543 225.568 218.092 Abonnement (in Monatsanteilen) Erw. 200.643 202.914 208.929 268.477 277.318 Auszubildendenkarten 486.333 465.599 456.958 409.649 286.836 Auszubildendenkarten Abonnement --- --- --- 56.188 193.195 Semester Ticket (in Monatsanteilen) 230.714 218.334 210.760 215.832 212.662 Kinder-Regio-Karte 2.279 2.357 2.439 2.431 2.298 Kombikarten RVL / TGO / WTV 7.148 9.323 9.573 9.190 9.007 Gesamt 70 1.550.745 1.510.174 1.506.872 1.559.692 1.591.700 Beteiligungsbericht 2018 - RVF - Die Veränderung der statistisch ermittelten Fahrgastzahlen und der Einnahmen aus dem Verbundtarif inklusive Tarifzuschüsse zeigen die folgenden Diagramme: Fahrgastzahlen 2013 - 2017 Mio. 120 Einnahmen 2013 - 2017 Mio. € 140 120 14,21 13,83 100 14,93 15,71 15,51 100 80 80 8,93 8,95 8,95 8,88 8,92 19,57 19,85 21,22 23,26 23,52 60,98 61,29 62,47 65,57 68,25 2013 2014 2015 2016 2017 60 60 105,78 103,27 40 103,27 107,01 109,41 40 20 20 0 0 2013 2014 Zeitkarten 2015 2016 2017 Zeitkarten Bartarife Bartarife Tarifzuschüsse Im Geschäftsjahr 2017 konnte wieder ein Zuwachs an Fahrgästen erzielt werden. Die statistisch ermittelten Fahrgastzahlen im RVF-Gebiet sind gegenüber dem Vorjahr um 1,8 % auf 124,9 Mio. Fahrgäste angestiegen. Im Geschäftsjahr 2017 sind die Absatzzahlen in allen Marktbereichen gestiegen. Im Ausbildungsverkehr hat die Einführung des Schülerabos zur Stabilisierung der Verkaufszahlen beigetragen. Die Verkaufszahlen des SemesterTickets sind 2017 um -1,5 % zurückgegangen. 1.5.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ 2015 2016 2017 2018 2019 Plan1 T€ Plan1 T€ T€ T€ T€ 89 8.263 114 8.744 75 9.470 5 0 5 0 5 Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen 8.357 8.863 9.550 418 92 300 90 343 81 Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzung Summe 7.490 357 8.357 8.112 361 8.863 8.771 355 9.550 AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzung Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung 1 0 0 0 0 Für RVF werden keine Planbilanzen erstellt. Beteiligungsbericht 2018 - RVF - 71 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2015 2016 2017 Umsatzerlöse Durchgeleitete Zuschüsse / Fahrgelder2 Weitergeleitete Zuschüsse / Fahrgelder Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge T€ 480 24.301 -24.301 1.239 1.718 T€ 630 24.690 -24.690 1.544 2.174 T€ 504 25.164 -25.164 1.427 1.931 530 36 1.140 1.706 547 39 1.706 2.291 12 3 15 -117 0 -117 Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Jahresüberschuss 1 2 b) 2018 Plan1 T€ 2019 Plan1 T€ 2.196 2.196 2.145 2.145 550 55 1.283 1.888 576 41 1.757 2.374 606 41 1.498 2.145 43 0 43 -178 0 -178 0 0 0 Für 2018 und 2019 liegen noch keine Angaben für Zuschüsse / Fahrgelder vor. Die Position „durchgeleitete Zuschüsse/Fahrgelder“ enthält neben dem Tarifzuschuss und den Ausgleichsleistungen für den Ausbildungsverkehr lediglich den Anteil der Fahrgelder, den der Verbund selbst vereinnahmt. Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Geschäftsverlauf 2017 Im Jahr 2017 sind die Absatzzahlen über alle Marktbereiche deutlich gestiegen. Die Gesamteinnahmen stiegen um +3,0 % bei steigenden Fahrgastzahlen (+1,8 %). Tarifmaßnahmen Für die Tariferhöhung 2016 wurde erstmalig das große Nachweisverfahren nach Anlage 8 des Grundlagen- und Zuschussvertrages angewandt. Daraus ergab sich ein möglicher Anpassungsbedarf in Höhe von rd. 5 Mio. €. Um die Tarifanpassung kundenverträglich zu gestalten, wurde eine Anpassung über zwei Jahre (2016 und 2017) vereinbart. Die Tarifanpassung 2017 erfolgte nicht über alle Marktsegmente. Erhöht wurden nur die Mehrfahrtenkarten und die Zeitkarten. Ausblick, Chancen und Risiken Nach der erfolgreichen Einführung des Schülerabos zum 01.08.2016 konnte im Ausbildungsverkehr eine Stabilisierung erreicht werden. Bei der Regiokarte Schüler/Azubi hat der RVF im zurückliegenden Jahr ca. 14.000 Karten (+3,0 %) mehr verkauft. Durch die Einführung des Schülerabos konnte das „Sommerloch“ deutlich reduziert werden. Die für 2018 geplante Tariferhöhung richtet sich an der ÖPNV-spezifischen Inflationsrate des Jahres 2017 aus. Diese liegt bei 2,52 %. Auch diese Tariferhöhung wird nicht über alle Marktsegmente erfolgen und der Erhöhungsspielraum wird nicht komplett ausgenutzt. Die Preisspreizung zwischen der RegioKarte Übertragbar und der RegioKarte Basis soll erneut erhöht werden. Am bestehenden Tarifangebot insgesamt sind keine inhaltlichen oder strukturellen Veränderungen vorgesehen. Die vom Land Baden-Württemberg geplante grundlegende Reform der ÖPNV-Finanzierung wird zum Januar 2018 umgesetzt werden. In einer Stufe 1 werden die §45a-Mittel (PBefG) 72 Beteiligungsbericht 2018 - RVF - auf die Stadt und Landkreise übertragen, die diese Mittel dann in Form von allgemeinen Vorschriften oder öffentlichen Dienstleistungsaufträgen an die Verkehrsunternehmen weitergeben. In einer Stufe 2 soll ab 2021 die Verteilung der Mittel auf die Gebietskörperschaften nach Leistungskennzahlen erfolgen. Art und Umfang der Auswirkungen und mögliche finanzielle Folgen für Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen im RVF können heute noch nicht abgeschätzt werden. c) Kapitalzuführungen und -entnahmen Im Berichtsjahr sind keine Kapitalzuführungen und -entnahmen erfolgt. d) Personalentwicklung Im Durchschnitt waren für das Berichtsjahr acht Beschäftigte auszuweisen (davon 5 Männer und 3 Frauen). e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2013 Vermögens- / Finanzkennzahlen Eigenkapitalquote Ertragskennzahlen Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Cash-flow Kostendeckungsgrad Personalkennzahlen1 Umsatz je Vollzeitkraft2 Personalkosten je Vollzeitkraft 1 2 2014 2015 2016 2017 % 4,4 5,3 5,0 3,4 3,6 % -4,1 -20,2 -0,9 -55,9 96,1 3,1 13,3 0,7 70,0 103,2 0,9 3,7 0,2 51,6 100,9 -5,4 -39,0 -1,3 -78,2 94,9 2,2 12,4 0,4 97,7 102,3 273,3 79,6 266,1 79,0 264,4 81,5 334,5 84,1 297,1 84,7 % % T€ % T€ T€ ohne Geschäftsführung (ehrenamtlich) und geringfügig Beschäftigte die Veränderung der Kennzahl in 2017 im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus höheren Umlagezahlungen der Gesellschafter im Vorjahr aufgrund der im Jahr 2016 durchgeführten Verkehrserhebung Beteiligungsbericht 2018 - RVF - 73 1.5 Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH 1.5.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Frei- und Hallenbädern im Gebiet der Stadt Freiburg i. Br. und im Verflechtungsbereich des Oberzentrums Freiburg i. Br. 1.5.2 Beteiligungsverhältnisse Stadtwerke Freiburg GmbH 100 % = 1.000.000,00 € 1.5.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die Stadtwerke Freiburg GmbH wird in den Gesellschafterversammlungen der StWB von der Geschäftsführung der Stadtwerke Freiburg GmbH vertreten. b) Geschäftsführung Dr. Helgard Berger (bis 13.12.2017) Stephan Bartosch (ab 01.01.2017) Die Geschäftsführung erhielt im Berichtsjahr 2017 keine Vergütung von der Gesellschaft. c) Überwachungsorgan Als Überwachungsorgan fungiert der Aufsichtsrat der StW (vgl. Abschnitt 1.1.3 c). 1.5.4 Beteiligungen des Unternehmens Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen. 1.5.5 Wesentliche Verträge • Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Gesellschaft (beherrschtes Unternehmen) und der Stadtwerke Freiburg GmbH (herrschendes Unternehmen) vom 20.12.2005. • Pacht- und Betreibervertrag zwischen der Stadt Freiburg i. Br. und der Gesellschaft vom 05.10.2010: Hierzu wurde am 26.04.2018 eine Ergänzung abgeschlossen. Diese führt die beiden bestehenden Pacht- und Betreiberverträge über die Bäder Haslach, West, Hochdorf, Faulerbad vom 01.01.2006 sowie über Lehen vom 26.06.2009 zusammen und erfährt durch die Aufnahme der Freibäder Strandbad, Lorettobad und St. Georgen eine Ergänzung. Der Vertrag ist für die Dauer von 16 Jahren, beginnend ab dem 01.01.2010 abgeschlossen. 74 Beteiligungsbericht 2018 - StWB - • Betriebsführungsvertrag mit der Regio Bäder GmbH vom 25.10.2010 mit weiterer Ergänzung vom 03.01.2018: Vertragsgegenstand ist die kaufmännische und technische Betriebsführung der oben genannten Bäder. • Wärmelieferungsvertrag mit der badenova WÄRMEPLUS GmbH & Co. KG vom 18.09.1996 mit einer Ergänzung vom 16.03.2010: Der Vertrag enthält eine Abnahmeverpflichtung, die die Gesellschaft dazu verpflichtet, den Wärmebedarf der Bäder Faulerbad, Hallenbad Haslach und Hallenbad West durch die vertraglich fixierten bereitzuhaltenden Leistungen aus den Wärmelieferungen der badenova zu decken. • Geschäftsbesorgungsvertrag mit der StW vom 27.10.2006 mit Aktualisierung am 01.01.2018: Zum Leistungsumfang gehört die kaufmännische Betreuung, betreffend den Betrieb der Bäder gemäß Pacht- und Betreibervertrag, Wirtschaftsplanung, Controlling, Cash-Management, Erstellung von Jahresabschlüssen etc. 1.5.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Die städtischen Hallenbäder werden seit 2006 und die Freibäder seit 2010 an die StW verpachtet. Mit der technischen und kaufmännischen Betriebsführung wurde die RBG beauftragt. Die wirtschaftliche Entwicklung zeigt folgende Tabelle und Grafik: Erlöse aus Bäderbetrieb Betriebsführungsentgelt (an Regio Bäder GmbH) Sanierungsaufwand Pachtentgelt an die Stadt Freiburg Zuschuss pro Badegast Kostendeckungsgrad Anzahl Badegäste Tsd. T€ T€ T€ T€ € % 2013 2.687 5.924 75 323 4,17 40 € 6,00 1.100 2014 2.509 5.949 428 323 5,34 36 5,34 4,17 933 893 900 841 2017 2.973 6.490 373 323 4,99 40 4,99 5,00 962 2016 2.843 6.186 291 323 4,48 41 Zuschuss pro Badegast 1.021 1.000 2015 2.842 6.304 197 323 4,13 40 4,13 4,48 4,00 800 3,00 700 2,00 600 1,00 0,00 500 2013 2014 2015 2016 2017 2013 Beteiligungsbericht 2018 - StWB - 2014 2015 2016 2017 75 1.5.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Summe 2015 2016 2017 2018 Plan 2019 Plan T€ T€ T€ T€ T€ 925 4.765 1 1.129 4.677 1 1.431 4.987 0 1.848 5.554 0 2.022 5.388 0 5.692 5.806 6.417 7.402 7.409 1.000 394 4.298 5.692 1.000 233 4.574 5.806 1.000 341 5.076 6.417 1.000 11 6.391 7.402 1.000 14 6.395 7.409 2018 Plan T€ 3.075 0 3.075 7.544 236 66 7.846 -4.770 -8 -4.778 4.778 0 2018 Plan T€ 3.111 0 3.111 7.542 242 70 7.855 -4.744 -7 -4.751 4.751 0 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2015 2016 2017 Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge Materialaufwand Abschreibungen auf Sachanlagen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Erträge aus Verlustübernahme Jahresergebnis T€ 2.842 0 2.842 6.824 151 74 7.049 -4.207 -7 -4.214 4.214 0 T€ 2.843 1 2.844 6.801 160 55 7.016 -4.172 -6 -4.178 4.178 0 T€ 2.973 7 2.980 7.186 179 67 7.432 -4.452 -7 -4.458 4.458 0 b) Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Geschäftsverlauf 2017 Die Geschäftsentwicklung wurde im Wesentlichen durch die Besuchergruppen öffentlicher Badebetrieb und Schul- und Vereinsschwimmen geprägt. Im Vergleich zum Vorjahr (933 Tsd. Besucher) nahm die Anzahl der Badegäste um rund 4,3 % auf 893 Tsd. ab. Davon besuchten 488 Tsd. Badegäste die Hallenbäder (Vorjahr: 519 Tsd.) und 405 Tsd. Badegäste die Freibäder (Vorjahr: 414 Tsd.). Bei den Hallenbädern war der größte Rückgang im Hallenbad West zu verzeichnen. Hier wurden weniger Vereinsdurchgänge gezählt und mehrere Aqua-Kurse konnten aufgrund fehlender Trainer nicht angeboten werden. Der leichte Rückgang bei den Freibädern ist witterungsbedingt. Die Sommer- und Hochsommertage lagen bei 54 Tagen (Vorjahr 70 Tage). Für das Jahr 2017 weist die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme von 4.458 T€ aus; die Erhöhung des Jahresfehlbetrages gegenüber dem Vorjahr ist u.a. auf den Besucherrückgang in den Hallenbädern zurück zu führen sowie auf den nur teilweise reali- 76 Beteiligungsbericht 2018 - StWB - sierten Anstieg der Umsatzerlöse durch die Erhöhung der Eintrittspreise zum 01.01.2017. Das Betriebsführungsentgelt lag aufgrund des höheren Personalaufwands über dem Vorjahr (enthalten im Materialaufwand). Der Kostendeckungsgrad lag im Berichtsjahr bei 40 % und ist damit im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben. Der Zuschuss je Badegast hat sich von 4,48 € in 2016 auf 4,99 € erhöht. Die Hallenbäder hatten durchschnittlich an 255 Tagen, die Freibäder an durchschnittlich 126 Tagen geöffnet. Mit insgesamt 1.653 Angebotstagen lag das Jahr 2017 sowohl unter Plan als auch unter dem Vorjahr. Investitionen Im Berichtsjahr wurden insgesamt 497 T€ (Vorjahr 365 T€) investiert. Die größten Investitionen waren der Neubau des WC-Gebäudes im Freibad St. Georgen mit 210 T€, der Wasserspeier im Nichtschwimmerbecken im Strandbad mit 52 T€, die Erneuerung im Garderobenbereich in Lehen mit 30 T€ sowie die Migration der Kassenanlagen in sechs Bädern mit 164 T€. Ausblick Für 2018 erwartet die Betriebsführungsgesellschaft 923 Tsd. Badegäste und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 4,8 Mio. €. Der Anstieg des Jahresfehlbetrags gegenüber 2017 wird mit größeren geplanten Sanierungsmaßnahmen wie z. B. der Erneuerung der Lüftungsanlage im Faulerbad begründet. Über den Betrachtungszeitraum der mittelfristigen Planung bis zum Jahr 2023 wird der jährliche Fehlbetrag kontinuierlich steigen und damit weiterhin über 4,0 Mio. € liegen. Im Jahr 2019 werden u.a. 940 Tsd. Badegäste und ein Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 4,8 Mio. €. erwartet. Aus dem städtischen Haushalt werden für das Jahr 2018 Mittel für die Planung für ein neues Außenbecken im Westbad zur Verfügung gestellt. Die Umsetzung der Maßnahme steht noch unter dem Vorbehalt der Entscheidung im Gemeinderat der Stadt Freiburg. Entsprechend sind in der Planung der Gesellschaft für das geplante Außenbecken keine zusätzlichen zu erwartenden Betriebskosten und Aufwendungen berücksichtigt. Risikomanagement Aufgrund des mit der StW abgeschlossenen Gewinnabführungs- und Verlustübernahmevertrages bestehen - trotz der strukturellen Verlustsituation - hinsichtlich der Ergebnisentwicklung keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken. c) Kapitalzuführungen und -entnahmen Im Berichtsjahr 2017 blieb das gezeichnete Kapital unverändert. d) Personalentwicklung Die Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH beschäftigt kein eigenes Personal. Das Unternehmen hat mit der Regio Bäder GmbH einen Betriebsführungsvertrag und mit der Stadtwerke Freiburg GmbH einen Geschäftsbesorgungsvertrag abgeschlossen. Beteiligungsbericht 2018 - StWB - 77 e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögens- / Finanzkennzahlen Eigenkapitalquote Investitionsquote Ertragskennzahlen Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Cash-flow Kostendeckungsgrad 78 2013 % % % % % % T€ % 2014 2015 2016 2017 19,4 115,0 17,0 223,8 17,6 161,1 17,2 228,2 15,6 277,3 >-100 >-100 -76,7 -3.880 40,1 >-100 >-100 -75,8 -4.339 35,9 > -100 > -100 -73,9 -4.063 40,3 > -100 > -100 -71,8 -4.018 40,5 > -100 > -100 -69,5 -4.279 40,1 Beteiligungsbericht 2018 - StWB - 1.6 Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH 1.6.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens sind die Unterhaltung und der Betrieb des Verkehrslandeplatzes Freiburg als Halter im Sinne der einschlägigen Vorschriften des Luftverkehrsrechtes sowie die Förderung aller mit der Luftfracht, insbesondere mit dem Luftverkehr, zusammenhängenden Geschäfte. 1.6.2 Beteiligungsverhältnisse Stadtwerke Freiburg GmbH 100 % = 155.000,00 € 1.6.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die Stadtwerke Freiburg GmbH wird in der Gesellschafterversammlung der FFB grundsätzlich von der Geschäftsführung der StW vertreten. b) Geschäftsführung Michael Broglin Die Gesamtbezüge im Berichtsjahr 2017 von Herrn Michael Broglin betrugen 24 T€. c) Aufsichtsrat Vorsitzender: stellv. Vorsitzender: Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg i. Br. Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg i. Br. Stadträt_innen: Gerhard Frey (ab 30.11.2017), Udo Harter, Ernst Lavori, Michael Moos, Sergio Schmidt, Gerlinde Schrempp, Dr. Klaus Schüle, Manfred Stather, David Vaulont (bis 30.11.2017), Maria Viethen Im Berichtsjahr 2017 erhielt der Aufsichtsrat Sitzungsgelder in Höhe von 1,3 T€. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €): Grundvergütung Aufsichtsratsvorsitzender Stellvertretender AR-Vorsitzender Aufsichtsratsmitglieder Beratendes Mitglied AR --------- PrA --------- Vergütung pro Sitzung AR PrA 51 --51 --51 ------- Sonstige Vergütungen AR PrA ----------------- AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss; nur einmalige Vergütung im PrA StW Konzern Beteiligungsbericht 2018 - FFB - 79 Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister/innen und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg i. Br. abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderät_innen. Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 11 Mitglieder an, davon 2 Frauen (= 18,2 %). 1.6.4 Beteiligungen des Unternehmens Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen. 1.6.5 Wesentliche Verträge • Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen StW und FFB vom 20.12.2000 mit Änderung vom 15.10.2014 • Pachtvertrag zwischen der Gesellschaft und der Stadt Freiburg i. Br. vom 30.11.1992 mit erstem Nachtrag vom 08.08.1996; die Stadt Freiburg i. Br. verpachtet darin die für die Abwicklung des zivilen Luftverkehrs notwendigen Teile der Grundstücke an die FFB. Der Vertrag ist bis zum 31.12. 2031 abgeschlossen. Nach Beendigung des Pachtverhältnisses hat die FFB alle Lande- und Rollbahnen und sonstige Flugpisten, sonstige Bauwerke und sämtliche Gebäude sowie alle technischen Einrichtungen auf eigene Kosten und ohne Anspruch auf Entschädigung zu entfernen. • Erbbaurecht von der Stadt Freiburg i. Br. vom 19.08.1998 für das Flurstück Nr. 6256/7; der Vertrag wurde vom 06.10.1998 bzw. 15.12.2011 bis zum 31.12.2031 verlängert. 1.6.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Die Verkehrsleistungen der FFB werden durch folgende Angaben deutlich: Flugzeuge insgesamt davon Flugzeuge über 10 t davon Flugzeuge über 5,7 t davon Flugzeuge 2 t bis 5,7 t davon Flugzeuge bis 2 t Drehflügler Motorsegler Segelflugzeuge Militärflugzeuge UL-Flugzeuge usw. Gesamt 2013 6.378 13 266 6.099 3.303 792 302 6 5.581 2014 6.093 1 6 623 5.463 3.660 884 245 1 4.397 2015 6.029 1 8 563 5.457 3.608 815 368 7 5.026 2016 5.449 0 6 442 5.001 3.262 644 307 3 4.236 16.362 15.280 15.853 13.901 2017 5.270 0 6 255 5.009 3.484 782 371 0 5.604 15.511 Die Starts haben sich im Berichtsjahr witterungsbedingt von 13.901 im Vorjahr auf 15.511 erhöht. Zum 01.01.2017 wurde eine Erhöhung der Landegebühren vorgenommen. Wesentliche Bestandteile der Geschäftstätigkeit sind die Unterhaltung des Flugplatzgeländes im Auftrag der Stadt, der Flugbetrieb des Verkehrslandeplatzes und die Verpachtung von Teilflä- 80 Beteiligungsbericht 2018 - FFB - chen des Flugplatzes an Sportgruppen mit fliegerischen Aktivitäten, an Privatflieger und Firmen, die Rettungsflüge, Schulungen u. a. betreiben. 1.6.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzung Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzung Summe GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Steuern abgeführte Gewinne (-) / Verlustübernahme (+) Jahresergebnis b) 2015 2016 2017 T€ T€ T€ 2018 Plan T€ 2019 Plan T€ 690 219 5 914 652 312 6 970 589 339 9 937 1234 242 0 1.476 755 277 7 1.038 159 164 590 0 914 159 180 629 2 970 159 207 570 0 937 159 210 1.107 0 1.476 159 235 644 0 1.038 2019 Plan T€ 417 1 418 2015 2016 2017 T€ 319 8 327 T€ 379 63 442 T€ 415 135 550 2018 Plan T€ 417 9 426 0 205 48 455 708 48 228 64 307 647 58 252 66 396 772 61 255 88 232 636 51 267 100 229 647 -381 -11 -392 0 392 0 -205 -14 -219 0 219 0 -222 -13 -235 0 235 0 -210 -3 -213 1 214 0 -229 -13 -242 1 243 0 Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Geschäftsverlauf 2017 Das Geschäftsjahr 2017 war im administrativen Bereich im Wesentlichen geprägt durch die Bearbeitung der luftrechtlichen Verfahren im Zusammenhang mit dem geplanten Fußballstadion. Der Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf höhere Landgebühren und höhere Erlöse aus der Treibstoffabgabe zurückzuführen. Als Gegengröße steht ein entsprechender Materialaufwand für den Treibstoffzukauf. Der Personalaufwand erhöhte sich durch die Einstellung eines neuen Flugleiters und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen durch erhöhte Instandhaltungskosten. Insgesamt wird für 2017 ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 235 T€ ausgewiesen, der geringfügig über dem Vorjahreswert liegt. Beteiligungsbericht 2018 - FFB - 81 Investitionen Im Berichtsjahr 2017 wurden Investitionen lediglich im Bereich der Büroausstattung getätigt. Der Instandhaltungsaufwand zur Erhaltung des bestehenden Sachanlagevermögens belief sich auf 72 T€. Für das Geschäftsjahr 2018 wurden Investitionen in Höhe von insgesamt 730 T€ geplant, davon werden jedoch nur 5 T€ für EDV und Büroausstattung realisiert. Die restlichen geplanten Investitionen wie die Einrichtung eines Instrumentenan- und -abflugverfahrens, die Beschaffung eines zweiten Feuerwehrfahrzeuges sowie die Installation einer zusätzlichen Anflugbefeuerung werden auf das Jahr 2019 zeitlich verschoben Ausblick Künftige Risiken und Chancen bestehen im Zusammenhang mit dem geplanten Standort eines neuen Fußballstadions u.a. auf den bisherigen Segelfluglandebahnen/ dem Fallschirmspringerkreis. Es wurde eine Möglichkeit gefunden, dass durch eine Verlegung der Segelflugstart- und Landebahn die Segelflieger in Freiburg verbleiben können. Die Fallschirmspringer mussten den Standort Freiburg dagegen verlassen. In den Jahren 2018 und 2019 werden gemäß Wirtschaftsplanung negative Jahresergebnisse in Höhe von 214 T€ bzw. 243 T€ erwartet. Risikomanagement Eine Überprüfung möglicher Risikosituationen ergab, dass im Berichtszeitraum keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestanden haben. Aufgrund des mit der Stadtwerke Freiburg GmbH abgeschlossenen Gewinnabführungs- und Verlustübernahmevertrages bestehen auch zukünftig hinsichtlich der Ergebnisentwicklung keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken. c) Kapitalzuführungen und -entnahmen Im Geschäftsjahr 2017 blieb das gezeichnete Kapital unverändert. d) Personalentwicklung (Jahresdurchschnitt) Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr 2017 neben den nebenberuflichen Kräften drei hauptamtliche Flugleiter sowie Aushilfskräfte (insgesamt 15 Personen; davon 13 Männer und 2 Frauen). 82 Beteiligungsbericht 2018 - FFB - e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögens- / Finanzkennzahlen Anlagenintensität Anlagendeckung Eigenkapitalquote Investitionsquote Ertragskennzahlen Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Cash-flow Kostendeckungsgrad Personalkennzahlen Umsatz je Vollzeitkraft Personalkosten je Vollzeitkraft 2013 % % % % % % % T€ % T€ T€ 2014 2015 2016 2017 89,3 30,2 27,0 6,5 86,6 29,3 25,4 137,7 75,5 23,1 17,5 407,4 67,2 24,5 16,4 40,0 62,8 27,1 17,0 4,8 -15,2 -29,8 -7,9 -5 86,9 -22,5 -43,3 -10,7 -11 81,8 -123,0 -246,0 -49,5 -322 45,5 -57,9 -137,5 -21,8 -130 66,8 -56,7 -147,6 -23,3 -145 70,0 156 43 154 46 106 47 126 48 138 49 Beteiligungsbericht 2018 - FFB - 83 1.8 Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH 1.8.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Die öffentliche Zwecksetzung der Gesellschaft ist in der Satzung festgeschrieben. Hiernach ist Gegenstand des Unternehmens u.a.  die Sammlung, der Transport, die Behandlung und Verwertung von Abfällen  der Betrieb von Abfallverwertungs- und -beseitigungsanlagen einschließlich der Rekultivierung und Nachsorge von Deponieeinrichtungen  die Reinigung von Straßen, Wegen und Plätzen  die Beschaffung und Wartung von Kraftfahrzeugen und Maschinen für kommunale Auftraggeber und kommunale Einrichtungen im Bereich der interkommunalen Verflechtung des Oberzentrums Freiburg i. Br.. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die den Gesellschaftszweck fördern. Hierzu kann sie sich anderer Unternehmen bedienen, sich an anderen Unternehmen beteiligen oder solche Unternehmen errichten, erwerben, pachten oder verpachten. 1.8.2 Beteiligungsverhältnisse Stadt Freiburg REMONDIS Kommunale Dienste Süd GmbH 53,00 % = 921.350,00 € 47,00 % = 817.050,00 € 1.8.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die Stadt Freiburg i. Br. wird in der Gesellschafterversammlung durch den Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. Remondis Kommunale Dienste Süd GmbH wird durch Herrn Steinborn, Herrn Gärtner und Herrn Neymeyer vertreten. b) Geschäftsführung Michael Broglin Eckhard Vogt Die Gesamtbezüge von Herrn Michael Broglin betrugen im Berichtsjahr 210 T€. c) Aufsichtsrat Vorsitzender: Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg i. Br. Gemeinderät_innen: Gerhard Frey, Bernhard Schätzle, Ulrike Schubert, Ernst Lavori, Simon Waldenspuhl (bis 06.12.2017), Sergio Schmidt (ab 06.12.2017), Dr. Wolf-Dieter Winkler. 84 Beteiligungsbericht 2018 - ASF - ArbeitnehmerVertreter-innen: Weitere: Dirk Gabel, Gert Held, Beatrix Kubisch, Werner Mattlin, Iris Mellert. Frank Gärtner, Christoph Neymeyer, Ulrich Steinborn (Vertreter des privaten Mitgesellschafters). Die Beigeordnete für Umwelt der Stadt Freiburg i. Br., Frau Bürgermeisterin Gerda Stuchlik, nimmt als beratendes Mitglied ohne Stimmrecht an den Aufsichtsratssitzungen teil; sie vertritt den Oberbürgermeister als stellvertretende Vorsitzende einschließlich der Ausübung des Stimmrechtes. Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten im Jahr 2017 Aufwandsentschädigungen von insgesamt 2 T€. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €): Aufsichtsratsvorsitzender Stellvertretender AR-Vorsitzender Aufsichtsratsmitglieder Beratendes Mitglied Grundvergütung pro Jahr AR PrA ----------------- AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss Vergütung pro Sitzung AR PrA 51,13 51,13 51,13 51,13 51,13 51,13 ----- Sonstige Vergütungen AR PrA ----------------- Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister/innen und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg i. Br. abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderät_innen. Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 15 Mitglieder an; davon 3 Frauen (20 %). 1.8.4 Beteiligungen des Unternehmens ASF Solar GmbH & Co. KG ASF Solar Verwaltungs-GmbH Gesellschaft Abfallwirtschaft Breisgau mbH 51,00 % 51,00 % 2,70 % 1.8.5 Wesentliche Verträge - Bewirtschaftungsrahmenvertrag vom 22.12.1999 (Laufzeit vom 01.01.2000 bis 31.12.2019, aufgrund der vom Gemeinderat am 26.07.2016 beschlossenen Nichtkündigung des Bewirtschaftungsrahmenvertrages wird von einer Fortführung des Vertrages bis mindestens 31.12.2024 ausgegangen) mit der Stadt Freiburg i. Br. mit folgenden Inhalten: Aufgaben der Abfallentsorgung, Reinigung der öffentlichen Straßen, Wege und Plätze der Stadt, technische Betriebsführung einschließlich der Rekultivierung und Nachsorge für die Deponie Eichelbuck, Unterstützung des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft, - Immobilienvertrag vom 26.04.1996 /31.05.1996 mit der Stadt Freiburg i. Br. und der St. Gabriel Grundstückverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG (Leasingvertrag der Stadt / Untermietvertrag der Stadt mit der ASF), - Betriebsführungsvertrag Betriebshof St. Gabriel vom 01.03.2004 rückwirkend auf den 01.01.2000 mit der Stadt Freiburg i. Br. (Hausverwalterfunktion), Beteiligungsbericht 2018 - ASF - 85 - Geschäftsbesorgungsvertrag vom 22.07.2010 mit der Stadt Freiburg i. Br. (Teilnahme am Cash-Pooling), - Vertrag Reinigen und Kehren von öffentlichen Anlagen vom 01.09.2014, - Vertrag über die Durchführung der Reinigung von Trockensinkkästen auf Nebenstraßen der Stadt Freiburg i.Br. vom 15.04.2013, - Vertrag über die Durchführung der Reinigung von innerstädtischen Bachläufen der Stadt Freiburg i. Br. vom 22.11.2010. 1.8.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Die Gesellschaft hat die in ihrem Gesellschaftsvertrag vorgesehene wirtschaftliche Betätigung auch im Berichtsjahr durchgeführt und somit ihren öffentlichen Zweck erfüllt. Die ASF hat am 01.01.2000 ihr operatives Geschäft aufgenommen. Sie übernahm die nichthoheitlichen Aufgaben des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft Freiburg i. Br. Mit der Stadt Freiburg wurden ein Bewirtschaftungsrahmenvertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren sowie die dazugehörigen Einzelleistungsverträge für die einzelnen übertragenen Aufgabenbereiche abgeschlossen. Mit Ausnahme des hoheitlichen Bereichs trat die ASF zudem nahezu in alle bereits bestehenden Vertragsverhältnisse des Eigenbetriebs ein. Als wesentliche Aufgaben im Rahmen des Auftrages der Stadt sind die Durchführung der Abfallsammlung, Transport, Verwertung und Beseitigung der im Stadtgebiet anfallenden Abfälle, Betriebsführung der Deponie Eichelbuck, einschließlich Nachsorge/Rekultivierung und Reinigung von Fahrbahnen, öffentlichen Plätzen, Fußgängerzonen sowie Winterdienst im Stadtgebiet hervorzuheben. Die im Jahr 2017 und den Vorjahren erbrachten Leistungen lassen sich wie folgt zusammenfassen: Leistungsdaten Kommunalauftrag Restmüll Mengenentwicklung Sammelbehälter Leerungen/Mitarbeiter/Tag (ohne Sacksammlung Innenstadt) t Stk Stk/MA Biomüll t PPK (Papier, Pappe, Kartonagen) t Straßenreinigung / Winterdienst Länge der zu reinigenden Straßen Länge der zu reinigende Gehwege Aufgestellte Papierkörbe (Stadtgebiet) Einsatzfahrten im Winterdienst Deponie/Umschlagstation - Anlieferungen Stadt - Anlieferungen Landkreis - Fremdanlieferungen 86 km km Anzahl Fahrten t t t 2013 2014 2015 2016 2017 20.637 48.856 486 20.519 48.774 488 20.367 48.859 490 20.631 49.273 494 20.511 49.193 495 14.757 20.240 15.273 20.213 15.050 20.180 15.251 19.625 15.532 19.066 490 170 1.092 1.172 499 170 1.092 991 502 170 1.102 327 502 170 1.112 766 502 170 1.158 1.068 32.698 12.570 6.222 33.434 12.378 5.371 33.387 12.322 4.582 33.861 11.681 3.930 34.097 11.810 3.956 Beteiligungsbericht 2018 - ASF - Die Entwicklung des wichtigsten Abfallbereiches zeigt folgendes Diagramm: Restmüllsammlung graue Tonne 2006 bis 2017 (in to) 22.000 20.367 2011 2012 2013 2014 2015 20.511 20.367 2010 20.631 20.519 2009 20.637 2008 20.786 21.342 2007 20.000 20.963 21.406 20.500 21.394 21.000 21.750 21.500 2016 2017 19.500 2006 1.8.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzung Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzung Summe 2015 2016 2017 T€ T€ T€ 2018 Plan T€ 2019 Plan T€ 10.013 5.086 49 15.148 10.996 3.646 63 14.705 11.886 4.357 58 16.301 12.412 4.355 60 16.827 14.632 4.355 60 19.047 7.384 3.609 4.155 0 15.148 7.333 4.526 2.846 0 14.705 7.501 5.103 3.696 0 16.301 7.276 4.500 5.051 0 16.827 7.277 4.800 6.970 0 19.047 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2015 2016 2017 Umsatzerlöse Andere aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge T€ 33.225 0 642 33.867 T€ 35.375 3 621 35.999 T€ 36.676 0 696 37.372 2018 Plan 1 T€ 37.618 0 433 38.051 2019 Plan T€ 38.894 0 323 39.216 Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen 8.163 15.466 2.314 4.345 30.288 8.911 16.576 2.402 4.395 32.284 9.101 17.023 2.589 4.794 33.507 8.743 18.520 2.774 4.557 34.594 8.612 19.631 3.020 4.460 35.723 Betriebsergebnis Finanzergebnis 3.579 39 3.715 68 3.865 45 3.457 48 3.493 14 Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und Ertrag Sonstige Steuern Jahresüberschuss 3.617 1.075 50 2.492 3.783 1.293 49 2.441 3.910 1.250 50 2.609 3.505 1.071 50 2.384 3.508 1.072 51 2.385 1 Fortgeschriebene Planung Beteiligungsbericht 2018 - ASF - 87 b) Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Geschäftsverlauf 2017 Aufgabenschwerpunkte im Berichtsjahr in der Sparte kommunale Abfallwirtschaft waren weitere Optimierungen der Sammellogistik im Stadtgebiet aufgrund der steigenden Einwohnerzahlen von Freiburg i. Br. und der Verkehrssituation, weitere qualitative Verbesserungen beim Identsystem sowie die auf Grundlage des Identsystems erfolgte Tourenoptimierung der kommunalen Abfallsammlung. Im Stadtreinigungsbereich bestand die Entwicklungstätigkeit hauptsächlich in weiteren Optimierungen des Winterdienstes und der Verbesserung der Stadtsauberkeit durch das vom Gemeinderat beschlossene Maßnahmenpaket, der Umsetzung der zusätzlich beauftragten Reinigungsleistungen am Platz der Alten Synagoge sowie die Optimierung des eingeführten Qualitätssicherungssystems zum Thema Stadtsauberkeit. Hauptaktivitäten im Deponiebereich bildeten die Fortführung der Arbeiten der Baumaßnahmen des Bauabschnittes 3 für die Oberflächenabdichtung der ehemaligen Deponie Eichelbuck, die Optimierung der Gaserfassung des Deponiegases und eine verbesserte Nutzung des zunehmenden Deponieschwachgases sowie die weitere Umsetzung des geplanten Energiekonzeptes am Standort. Im administrativen Bereich bildeten die Aktivitäten zur eingeführten „Deckel zu!“-Kampagne mit Hilfe des Identsystems, die Abschlussarbeiten zur Übernahme des Forderungsmanagements von der Stadt Freiburg sowie der Ausbau des Vollservices für kommunale Abfallbehälter die Aufgabenschwerpunkte. Ein weiterer Aufgabenschwerpunkt wird in den künftigen Jahren das Thema Digitalisierung sein. Aufgrund der Wettbewerbslage auf dem Entsorgungsmarkt ergab sich für die ASF GmbH weiterhin die Notwendigkeit, durch die Zusammenarbeit mit anderen Entsorgern die Position der Gesellschaft zu verbessern. Im Bereich der gewerblichen Stadtreinigung konnten keine nennenswerten weiteren Neukunden akquiriert werden. Im Berichtsjahr hat sich die ASF GmbH wiederum erfolgreich sowohl der Nachzertifizierung als Entsorgungsfachbetrieb nach EfbV als auch der DIN EN ISO 9001 (Qualitätsmanagement) und 14001 (Umweltmanagement) unterzogen. Diese Maßnahme führt weiterhin neben der Verbesserung der Wettbewerbschancen und der innerbetrieblichen Abläufe auch zu einer deutlich erhöhten Rechtssicherheit im Unternehmen. Für das Jahr 2017 wurde ein Jahresüberschuss von 2.609 T€ ausgewiesen, der in voller Höhe anteilig an die Gesellschafter ausgeschüttet wurde. Investitionen Im Berichtsjahr wurden Investitionen (ohne Finanzanlagen) in Höhe von 3.487 T€ getätigt. Ausblick In den kommenden Jahren wird die Abfallwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland maßgeblich von den Entwicklungen auf europäischer Ebene geprägt sein. Die Umsetzung des Gesetzes zur Neuordnung des Kreislaufwirtschaft - und Abfallrechts wird für die Zukunft Auswirkungen auf die Abfallwirtschaft haben. Abzuwarten bleiben in diesem Zusammenhang die Folgen des zum 01.01.2019 eingeführten Verpackungsgesetzes. Die sich im Berichtsjahr und den folgenden Jahren verändernden Rahmenbedingungen und die damit verbundenen Änderungen des Entsorgungsmarktes werden auch in den folgenden Geschäftsjahren bestimmendes Thema der Geschäftspolitik der ASF sein. 88 Beteiligungsbericht 2018 - ASF - Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet die ASF Umsatzerlöse auf dem Niveau des Vorjahres sowie ein Jahresergebnis von 2.384 T€, das damit unter dem Ergebnis des Berichtsjahres liegen wird. Risikomanagement Gemäß Risikobericht wird hervorgehoben, dass aufgrund der regionalen Markt- und Wettbewerbssituation im Bereich der privatwirtschaftlichen Tätigkeit Risiken darin gesehen werden, sich im zunehmend verschärften Wettbewerb zu behaupten. Darüber hinaus stellen folgende Faktoren Risiken der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft dar: Neben der andauernden Unsicherheit, welche Abfälle im kommunalen Bereich in Zukunft noch andienungspflichtig sein werden, auch die Einführung des ab 01.01.2019 geltenden Verpackungsgesetzes (VerpackG). Damit einher geht die Möglichkeit der Systembetreiber, eine 100 %ige Vergütungsbeteiligung auf die Wertstofferlöse im Bereich Papier/Pappe/Kartonage durchzusetzen. c) Kapitalzuführungen, –entnahmen und sonstige Zuschüsse Das gezeichnete Kapital blieb im Berichtsjahr unverändert. d) Personalentwicklung Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl betrug im Berichtsjahr 365 Beschäftigte (Vorjahr 349); davon 324 Männer (Vorjahr 308) und 41 Frauen (Vorjahr 41). Zwei Beamte sind über eine beamtenrechtliche Zuweisung der ASF zuzurechnen und durchschnittlich neun Arbeitnehmer befinden sich in der Freistellungsphase ihrer Altersteilzeit, in Elternzeit oder in einer befristeten Rente. In der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl sind sieben Auszubildende (Vorjahr sechs) enthalten. e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2013 Vermögens- / Finanzkennzahlen Anlagenintensität Anlagendeckung I Anlagendeckung II Eigenkapitalquote (vor Ausschüttung) Investitionsquote Ertragskennzahlen Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Cash-flow Kostendeckungsgrad Personalkennzahlen Umsatz je Vollzeitkraft Personalkosten je Vollzeitkraft 2014 2015 2016 2017 % % % % % 65,1 80,5 104,0 52,4 113,7 71,3 76,0 96,4 54,3 123,8 66,1 73,7 92,2 48,7 117,4 74,8 66,7 87,7 49,9 144,9 72,9 63,1 81,7 46,0 134,7 % % % T€ % 10,7 47,7 25,7 4.488 111,8 10,8 47,8 25,5 4.505 111,9 10,8 48,5 25,2 4.700 111,8 10,6 50,7 25,5 5.306 111,5 10,5 52,0 25,1 5.097 111,5 T€ T€ 117,5 43 115,2 44 112,2 45 113,0 47 113,0 47 Beteiligungsbericht 2018 - ASF - 89 1.9 ASF Solar GmbH & Co. KG 1.9.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und der Betrieb einer Photovoltaikanlage auf den Dächern des Zentralen Betriebshofes St. Gabriel und auf der Deponie Eichelbuck mit allen zusammengehörenden Geschäften. 1.9.2 Beteiligungsverhältnisse Komplementärin: ASF Solar Verwaltungs-GmbH (ohne Einlage) Kommanditisten: Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH badenova WÄRMEPlus GmbH & Co. KG 51 % = 102.000,00 € 49 % = 98.000,00 € 1.9.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die ASF Solar GmbH & Co. KG und die badenova WÄRMEPlus GmbH & Co. KG werden in der Gesellschafterversammlung durch Herrn Michael Broglin sowie Herrn Klaus Preiser und Herrn Michael Klein vertreten. b) Geschäftsführung Zur Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft bestimmt ist die persönlich haftende Gesellschafterin, die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar Verwaltungs-GmbH vertreten durch Herrn Michael Broglin. Der Geschäftsführer erhält von der Gesellschaft keine Bezüge. 1.9.4 Beteiligungen des Unternehmens Die ASF Solar GmbH & Co. KG war im Berichtsjahr an keinem anderen Unternehmen beteiligt. 1.9.5 Wesentliche Verträge - Förderkreditvertrag mit der Sparkasse Freiburg – Nördlicher Breisgau vom 22.06.2010 (Investitionskredit der KfW für die Errichtung einer Photovoltaikanlage) - Darlehensvertrag vom 24.08./01.09.2011 mit dem Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Freiburg i. Br. (Finanzierung einer Photovoltaikanlage auf der Deponie Eichelbuck) - Vertrag vom 20.04./25.04.2012 mit der badenova AG & Co. KG über die Direktvermarktung von Strom nach dem Marktprämienmodell (bezogen auf den EE-Strom, der auf Deponie Eichelbuck erzeugt wird) 90 Beteiligungsbericht 2018 - ASF Solar KG - - Betriebsführungsvertrag vom 29.03./03.04.2014 zur technischen Betriebsführung der Photovoltaikanlage auf der Deponie Eichelbuck mit dem Ingenierbüro invecco - Rahmenvereinbarung über Service- und Wartungsarbeiten vom 04.04./07.04.2014 mit FH Elektrotechnik GmbH über an der Photovoltaikanlage auf der Deponie Eichelbuck 1.9.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Die ASF Solar GmbH & Co. KG wurde mit Gesellschaftsvertrag am 15.06.2010 gegründet. Das Kerngeschäft ist die Betreibung einer Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) auf den Dachflächen des Zentralen Betriebshofes St. Gabriel sowie am Standort der ehemaligen Deponie Eichelbuck. Die Sonneneinstrahlung lag im Berichtsjahr 2017 etwas über dem Niveau des Vorjahres. Die eingespeisten Solarenergiemengen entwickelten sich wie folgt: 2013 Solarenergie 2014 2.689 MWh 2015 3.299 2016 3.155 2017 3.046 3.169 1.9.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzung Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Summe GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Erträge Gesamt Materialaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und Ertrag Jahresergebnis (vor Verwendungsrechnung) 1 Fortgeschriebene Planung 2015 2016 2017 T€ T€ T€ 2018 PLAN T€ 2019 PLAN T€ 5.061 39 29 5.129 4.738 153 27 4.918 4.421 227 25 4.673 4.872 227 25 5.124 5.340 227 25 5.592 1.360 92 3.677 5.129 1.303 32 3.582 4.918 1.279 15 3.379 4.673 1.279 15 3.830 5.124 1.279 15 4.298 5.592 2015 2016 2017 T€ T€ T€ 760 208 968 730 1 731 761 0 761 2018 Plan1 T€ 730 0 730 2019 Plan T€ 755 0 755 103 325 159 587 34 325 65 424 79 324 85 488 44 327 102 473 45 380 78 503 381 -133 248 34 214 307 -125 182 24 158 273 -119 154 20 133 257 -119 138 19 119 252 -131 121 17 104 Beteiligungsbericht 2018 - ASF Solar KG - 91 b) Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Die im Jahr 2017 erzielten Umsatzerlöse wurden ausschließlich durch die Einspeisung von Solarenergie in das hiesige Stromnetz erzielt. Der Rückgang des Jahresergebnisses ist insbesondere auf höhere Instandhaltungskosten zurückzuführen. Für das Jahr 2018 wird ein Jahresergebnis von 119 T€ erwartet. In 2018 ist die Erweiterung der PV-Fläche am Standort Eichelbuck geplant. Der Einfluss auf das Ergebnis wird allerdings erst in 2019 zum Tragen kommen. Auf Grund der derzeit gültigen Einspeisevergütungen ist hierfür aber von einem geringeren Gewinnbeitrag auszugehen, weshalb die künftige wirtschaftliche Entwicklung auf dem bisherigen Niveau verlaufen wird. Die erkennbaren Risiken wie beispielsweise Diebstahl von PV-Modulen oder Unwetterschäden wurden durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Die meteorologischen Rahmenbedingungen werden künftig für den wirtschaftlichen Erfolg der Anlage die größte Variable bleiben. c) Kapitalzuführungen und –entnahmen Das Kommanditkapital blieb im Berichtsjahr unverändert. d) Personalentwicklung Die ASF Solar GmbH & Co. KG beschäftigte im Berichtsjahr kein eigenes Personal. e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögens- / Finanzkennzahlen Anlagendeckung I Anlagendeckung II Eigenkapitalquote Ertragskennzahlen Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Cash-flow Kostendeckungsgrad 92 2013 2014 2015 2016 2017 % % % 22,6 92,8 22,2 24,3 91,0 23,7 26,9 91,9 26,5 27,5 95,9 26,5 28,9 101,1 27,4 % % % T€ % 17,4 9,1 4,7 426 167 23,3 14,0 5,9 504 171 32,7 18,3 7,5 573 165 24,9 14,0 6,2 483 172 20,1 12,0 5,8 457 156 Beteiligungsbericht 2018 - ASF Solar KG - 1.10 ASF Solar Verwaltungs-GmbH 1.10.1 Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung als persönlich haftende und geschäftsführende Gesellschafterin an der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar GmbH & Co. KG. 1.10.2 Beteiligungsverhältnisse Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH badenova WÄRMEPlus GmbH & Co. KG 51 % = 12.750,00 € 49 % = 12.250,00 € 1.10.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die ASF Solar GmbH & Co. KG und die badenova WÄRMEPlus GmbH & Co. KG werden in der Gesellschafterversammlung durch Herrn Michael Broglin sowie Herrn Klaus Preiser und Herrn Michael Klein vertreten. b) Geschäftsführung Michael Broglin Der Geschäftsführer erhält von der Gesellschaft keine Bezüge. 1.10.4 Beteiligungen des Unternehmens Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen. 1.10.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Die Gesellschaft entfaltet keine eigene Geschäftstätigkeit. Ihre Aufgabe beschränkt sich auf die Funktion als persönlich haftende Gesellschafterin der ASF Solar GmbH & Co. KG (siehe Abschnitt 1.9.6). Beteiligungsbericht 2018 - ASF Solar GmbH - 93 1.10.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Umlaufvermögen Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Summe GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse 2015 2016 2017 T€ T€ T€ 2019 Plan T€ T€ 36 36 37 37 38 38 39 39 40 40 32 4 36 33 4 37 34 4 38 35 4 39 36 4 40 2015 T€ 2018 Plan 2016 4 T€ 2017 4 T€ 2018 Plan 1 4 T€ 2019 Plan 4 T€ 4 Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 Betriebsergebnis Finanzergebnis Jahresergebnis 1 0 1 1 0 1 1 0 1 1 0 1 1 0 1 1 Fortgeschrieben Planung b) Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Die Tätigkeit der ASF Solar Verwaltungs-GmbH ist auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin der ASF Solar GmbH & Co. KG beschränkt; es wird daher auf die Ausführungen in Abschnitt 1.9.7 b) verwiesen. c) Kapitalzuführungen und –entnahmen Das Stammkapital blieb im Berichtsjahr unverändert. d) Personalentwicklung Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Tätigkeit der ASF Solar Verwaltungs-GmbH ist auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin der ASF Solar GmbH & Co. KG beschränkt; es wird daher auf den Ausweis von Kennzahlen verzichtet. Beteiligungsbericht 2018 94 - ASF Solar GmbH - 1.11 Gesellschaft Abfallwirtschaft Breisgau mbH 1.11.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens sind abfallwirtschaftliche Tätigkeiten, insbesondere die Restmüllentsorgung und die Energieverwertung aus Abfall im Bereich des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald (LKBH), des Zweckverbands Abfallbehandlung Kahlenberg (ZAK) und der Stadt Freiburg i. Br. Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung Baden-Württemberg. 1.11.2 Beteiligungsverhältnisse Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Stadt Freiburg i.Br. ZV Abfallbehandlung Kahlenberg Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH Gemeinde Eschbach Gemeinde Hartheim am Rhein Stadt Heitersheim Stadt Bad Krozingen Stadt Neuenburg am Rhein Gemeinde Ballrechten-Dottingen 50,14 % 25,10 % 20,09 % 2,69 % 0,33 % 0,33 % 0,33 % 0,33 % 0,33 % 0,33 % = = = = = = = = = = 154.200,00 € 77.200,00 € 61.800,00 € 8.300,00 € 1.000,00 € 1.000,00 € 1.000,00 € 1.000,00 € 1.000,00 € 1.000,00 € 1.11.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die Stadt Freiburg i. Br. wird in der Gesellschafterversammlung von der Umweltbürgermeisterin der Stadt Freiburg i. Br. vertreten. b) Geschäftsführung Sven Rüdiger Kunz Angaben über die gewährten Gesamtbezüge unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB. c) Aufsichtsrat Dorothea Störr-Ritter Dr. Dieter Salomon Hanno Hurth Frank Scherer Dr. Reinhard Bentler Kathrin Schönberger Wolfgang Mössner Mario Schlafke Landrätin, Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, Vorsitzende Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br., stellvertretender Vorsitzender Landrat, Landkreis Emmendingen, stellvertretender Vorsitzender Landrat, Ortenaukreis Bürgermeister a. D. Bürgermeisterin Kreisrat Bürgermeister Beteiligungsbericht 2018 - GAB - 95 Thomas Breig Peter Lob Peter Meybrunn Rudolf Schuler Klaus Wiesler Gerda Stuchlik Gerhard Frey Ernst Lavori Bernhard Schätzle Willy Kehret Christian Ringwald Bürgermeister Kreisrat Kreisrat Bürgermeister Kreisrat Bürgermeisterin Stadtrat Stadtrat Stadtrat Kreisrat Kreisrat Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten 2017 Aufsichtsratsvergütungen von 1.380€. Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister_innen und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg i. Br. abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderät_innen. Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 19 Mitglieder an, davon 3 Frauen (= 15,8 %). 1.11.4 Beteiligungen des Unternehmens Die Gesellschaft hält 9,6 % am gezeichneten Kapital der TREA Breisgau Energieverwertung GmbH, Eschbach. 1.11.5 Wesentliche Verträge - Entsorgungsaufträge der Entsorgungsträger Entsorgungsvertrag vom 17.05.2002 Bahntransportvertrag vom 13.07.2005 Nutzungs- / Dienstleistungsvertrag vom 21.12.2004 Darlehensverträge mit Gesellschaftern Personalzuweisungsvertrag vom 06.09.2002 1.11.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Die Erlöse in den einzelnen Sparten entwickelten sich wie folgt: Erlöse gem. Entsorgungsvertrag (§14 Abs.4) Logistik- und Transportleistungen Sonstige Erlöse Gesamterlöse 96 2013 2014 2015 2016 2017 T€ T€ T€ T€ T€ 8.335 1.968 143 10.446 8.112 1.969 137 10.218 Beteiligungsbericht 2018 - GAB - 8.712 1.959 146 10.817 8.777 1.928 163 10.868 9.206 1.057 167 10.430 1.11.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ 2015 AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Fremdkaptital Summe 1 2016 2017 T€ T€ T€ 1.275 542 1.817 1.233 680 1.913 1.191 327 1.518 476 21 1.320 1.817 499 28 1.385 1.913 534 38 946 1.518 2018 2019 1 Plan1 T€ Plan T€ Die GAB erstellt keine Planbilanzen GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2015 2016 2017 Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und Ertrag Jahresüberschuss T€ 10.818 6 10.824 10.565 12 42 141 10.760 64 -36 28 9 19 T€ 10.868 9 10.877 10.615 13 42 140 10.810 67 -34 33 10 23 T€ 10.430 16 10.446 10.154 16 42 154 10.366 80 -32 48 15 33 b) 2018 Plan T€ 11.166 6 11.172 10.903 17 42 188 11.150 22 -15 7 3 4 2019 Plan T€ 12.415 6 12.421 12.127 17 42 216 12.402 19 -13 6 2 4 Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Geschäftsverlauf 2017 In 2017 ergaben sich für GAB im Wesentlichen folgende Aufgabenschwerpunkte: - Überwachung der Vorgaben des Entsorgungsvertrages, der bau- und immissionsschutzrechtlichen Genehmigung sowie des Regelbetriebes der TREA Breisgau - Koordination und Abwicklung der Abfallanlieferungen im Rahmen der Aufträge der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger - Abrechnung der Abfallanlieferungen sowie der Entsorgungsleistungen mit der MVA TREA Breisgau GmbH & Co. KG gemäß Entsorgungsvertrag und 4er-Vereinbarung bzw. den öffentlich -rechtlichen Entsorgungsträgern gemäß den jeweiligen Aufträgen - Umsetzung der Abfallanlieferungen per Bahn aus dem GAB-Gebiet sowie die Abrechnung der Transportleistung mit den Beteiligten - Öffentlichkeitsarbeit zum Erhalt der Akzeptanz der TREA in der Bevölkerung Beteiligungsbericht 2018 - GAB - 97 Ausblick Der Geschäftsverlauf im 1.Quartal bis 3. 2018 verläuft gut, weshalb für das Jahr 2018 mit einem ähnlichen Ergebnis wie im Vorjahr gerechnet werden kann. Damit wird das Jahresergebnis voraussichtlich wiederum über dem im Wirtschaftsplan 2018 angesetzten Wert liegen. Investitionen oder größere Instandhaltungen sind in 2018 nicht geplant. Risikomanagement Aufgrund der ausgewogenen Verträge mit den öffentlich-rechtlichen Auftraggebern bzgl. Abfallentsorgung und Bahntransport sind die Erlöse der GAB und damit die Chancen auf zukünftige Umsätze langfristig gesichert. Ein gewisses Auslastungsrisiko liegt auf der für einen Zeitraum von 20 Jahren gepachteten „Solargleis-Anlage“. Hier bemüht sich die GAB weiterhin, z.B. durch Untervermietung oder das Angebot von Logistikleistungen Erlöse zu erzielen, die den Aufwand für den Betrieb der gesamten Gleisanlagen der GAB im Gewerbepark wirtschaftlicher machen. c) Kapitalzuführungen und -entnahmen Das gezeichnete Kapital blieb im Jahr 2017 unverändert. d) Personalentwicklung Die Gesellschaft beschäftigt gem. § 285 Nr. 7 HGB vier geringfügig Beschäftigte. e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2013 Vermögens- / Finanzkennzahlen Anlagenintensität Anlagendeckung Eigenkapitalquote Nettoinvestitionsquote1 Ertragskennzahlen Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Cash-flow Kostendeckungsgrad 1 98 % % % % % % % T€ % 2014 2015 2016 2017 76,1 96,2 24,7 - 73,1 97,0 25,4 - 70,2 97,9 26,2 - 64,5 98,9 26,1 - 78,4 100,8 35,2 - 0,4 6,3 4,4 70 100,8 0,2 3,4 3,4 58 100,6 0,2 4,1 3,6 61 100,6 0,2 4,6 3,0 65 100,6 0,3 6,5 4,4 77 100,8 Aufgrund des geringfügigen Investitionsvolumens wird auf den Ausweis dieser Kennzahlen verzichtet. Beteiligungsbericht 2018 - GAB - 2 Wohnen und kommunale Immobilien 2.1 Freiburger Stadtbau GmbH 2.1.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung Baden-Württemberg. Gegenstand des Unternehmens sind folgende Aufgaben: - Die Errichtung, Verwaltung und Verwertung von Bauwerken, insbesondere von Wohnungen, sowie die Vornahme und Ausführung aller damit zusammenhängenden Geschäfte oder Handlungen. - Die Beteiligung an der Freiburger Kommunalbauten GmbH, die geschäftsführende Gesellschafterin der Freiburger Kommunalbauten GmbH Baugesellschaft & Co. KG ist, sowie der Betrieb und die Verwaltung der von dieser KG erstellten oder anderer baulicher Anlagen. - Die Geschäftsbesorgungen für die Freiburger Kommunalbauten GmbH Baugesellschaft & Co. KG und die Freiburger Kommunalbauten GmbH. - Die Gesellschaft fördert und betreibt die städtebauliche Erneuerung und Entwicklung als Sanierungsträger oder Entwicklungsträger gemäß den maßgeblichen Vorschriften des Baugesetzbuches. Zur Erfüllung der Aufgaben kann die Gesellschaft insbesondere städtebauliche und strukturverbessernde Maßnahmen vorbereiten, betreuen, durchführen oder die Durchführung dieser Maßnahmen leiten. - Die Beteiligung an der Regio Bäder GmbH und die Geschäftsbesorgungen für Betriebe des Bäderwesens. - Die Beteiligung an der Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG und Gesellschafterleistungen für die Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG. Die Gesellschaft beantragt die Bestätigung als Sanierungsträger und bei Bedarf die Zulassung als Entwicklungsträger. Hierbei kann die Gesellschaft • im eigenen Namen, jedoch für fremde Rechnung, also im Treuhandverhältnis, • im eigenen Namen und für eigener Rechnung, also im Unternehmensverhältnis, tätig sein. Zum Unternehmensgegenstand gehören sämtliche gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben eines Sanierungs- und Entwicklungsträgers im Sinne des BauGB sowie die weitere Umsetzung des Zweiten Kapitels des BauGB „Besonderes Städtebaurecht“. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Sie ist befugt, andere Unternehmen zu erwerben, zu pachten und sich an solchen zu beteiligen. Die Gesellschaft ist örtlich im Gebiet der Stadt Freiburg i. Br. tätig sowie im Verflechtungsbereich des Oberzentrums Freiburg im Rahmen von interkommunalen Absprachen, darüber hinaus im Rahmen von interkommunalen Vereinbarungen. 2.1.2 Beteiligungsverhältnisse Stadt Freiburg i. Br. 100 % = 39.083.600,00 € Beteiligungsbericht 2018 - FSB - 99 2.1.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die Stadt Freiburg i. Br. wird in der Gesellschafterversammlung durch den Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. vertreten. b) Geschäftsführung Ralf Klausmann Dr. Magdalena Szablewska Im Berichtsjahr 2017 betrugen die Gesamtbezüge von Herrn Ralf Klausmann 234,5 T€ und von Frau Magdalena Szablewska 215,8 T€ für die Geschäftsführung aller Gesellschaften im Verbund der Freiburger Stadtbau GmbH (FSB, FKB, FSI und Regio Bäder). c) Aufsichtsrat Vorsitzender: Stellv. Vorsitzender: Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg i. Br. Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg i. Br. Prof. Dr. Martin Haag, Bürgermeister Stadt Freiburg i. Br. Stadträt_innen: Berthold Bock, Anke Dallmann, Patrick Evers, Pia Federer, Gerhard Frey, Eckart Friebis, Wendelin Graf von Kageneck, Martin Kotterer, Walter Krögner, Margot Queitsch MdL a.D., Prof. Dr. Lothar Schuchmann, Karin Seebacher, Monika Stein, Helmut Thoma, Irene Vogel, Dr. Wolf-Dieter Winkler. Arbeitnehmervertreter_innen: Stefanie Fleer, Daniel Kempf, Sandra Wartenberg. Weitere: Ralf Müller, Mieterbeiratsvorsitzender. Im Berichtsjahr 2017 erhielt der Aufsichtsrat Vergütungen und Sitzungsgelder in Höhe von 15,8 T€. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde: Grundvergütung (€) AR Vorsitzender Stellv. Vorsitzender Mitglied Beratendes Mitglied --------- PrA --------- BA --------- Vergütung pro Sitzung (€) Sonstige Vergütungen (€) FWB A AR PrA BA FWBA AR --------- 210 210 210 210 160 160 160 160 110 110 110 110 110 110 110 110 --------- PrA --------- BA --------- FWBA --------- AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss / BA = Bauausschuss/ FWBA = Finanz-, Wirtschafts- und Bäderausschuss Gemäß § 64 Abs. 3 Beamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister_innen und Bürgermeister_innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg i. Br. abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderät_innen. Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 23 Mitglieder an, davon 8 Frauen (= 34,8 %). 100 Beteiligungsbericht 2018 - FSB - 2.1.4 Beteiligungen des Unternehmens Regio Bäder GmbH Freiburg Stadtimmobilien GmbH & Co. KG Freiburger Kommunalbauten GmbH Green City Hotel Vauban gGmbH 100 % 100 % 80 % 33,3 % 2.1.5 Wesentliche Verträge - Mit der Regio Bäder GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung ab dem 1.1.2008 (am 19.11.2014 geändert und insgesamt neu gefasst). - Mit der Regio Bäder GmbH besteht seit dem 05.07.2006 ein Dienstleistungsvertrag. - Mit Wirkung ab dem 27.07.1999 besteht ein Geschäftsbesorgungsvertrag mit der FKB GmbH & Co. KG. - Mit Vertrag vom 25.07.2013 hat die FSB von der Stadt Freiburg i. Br. die Kommanditanteile an der FSI übernommen. 2.1.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Die Geschäftsentwicklung der FSB wurde im Wesentlichen durch die Schwerpunkte Mietwohnungsbewirtschaftung und Bauträgertätigkeit geprägt. Die Versorgung der Bevölkerung mit preiswertem Wohnraum steht unverändert im Zentrum der Geschäftstätigkeit. Als kommunales Unternehmen übernimmt die FSB damit auch eine wichtige soziale Aufgabe als verlässlicher Partner bei der Lösung wohnungspolitischer Problem- und Fragestellungen in der Stadt Freiburg i. Br. Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens in den einzelnen Sparten: 2013 2014 2015 2016 2017 Wohnungsbestand eigene Wohnungen 8.167 8.222 8.293 8.285 8.463 davon öffentlich gefördert 2.532 2.715 2.588 2.555 2.739 270 1.457 942 10.836 6,1 267 1.545 936 10.970 6,3 266 1.576 936 11.071 6,1 265 1.573 935 11.058 5,8 80 1.591 935 11.069 5,2 0,0 0,2 0,1 0,08 0,03 5.235 10.314 15.549 6.300 8.304 14.604 4.157 8.742 12.899 1.798 7.930 9.728 3.437 11.771 15.208 48 118 615 72 0 634 73 40 692 0 88 863 80 190 1.076 55 44 169 37 0 118 50 61 115 8 155 335 56 178 485 angemietete Wohnungen Wohnungsverwaltung (WEG) FSI Wohnungsbestand Gesamt Fluktuationsrate (%) 1 Leerstandsquote (%) Instandhaltung/Modernisierung (T€) Modernisierungen (ohne Zuschüsse) Instandhaltungen / Instandsetzungen Gesamt Bautätigkeit eigene Objekte (WE) Fertigstellung Begonne Objekte Geplante Objekte (im jeweiligen mittelfr.Plan) Eigentumsmaßnahmen (WE) Übergebene Objekte Begonne Objekte Geplante Objekte (im jeweiligen mittelfr.Plan) 1 Berechnung der Kennzahl auf Basis des sofort vermietbaren Leerstands (ohne sanierungsbedingten Leerstand) Beteiligungsbericht 2018 - FSB - 101 Folgende Diagramme verdeutlichen ebenfalls die Entwicklung der wohnungswirtschaftlichen Tätigkeit des Unternehmens: Wohnungsbestand FSB 2013 - 2017 Investitionen 9.000 (in Bestand incl. Instandhaltungen in T€) 8.000 50.000 7.000 40.000 6.000 5.000 30.000 4.000 2016 2017 87.531 2.739 2015 37.593 2.555 2014 0 28.948 2.588 2013 10.000 44.658 2.715 1.000 2.532 2.000 46.539 20.000 3.000 2013 2014 2015 2016 2017 0 Wohnungsbestand (eigene Wg.) gesamt preis-, belegungsgebundene WE Weiterhin erbrachte die Gesellschaft allgemeine Verwaltungsleistungen für die FKB GmbH & Co. KG, die FKB GmbH, die FSI GmbH & Co. KG, die FSI GmbH und für die Regio Bäder GmbH. Darüber hinaus besteht seit dem Jahr 2008 mit der Regio Bäder GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag; für das Wirtschaftsjahr 2017 konnte damit ein Ertrag aus der Ergebnisabführung in Höhe von 169 T€ vereinnahmt werden (Vorjahr: 134 T€). 2.1.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzung Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzung Summe 102 2015 2016 2017 2018 Plan 2019 Plan T€ T€ T€ T€ T€ 362.035 369.075 410.752 469.117 498.035 47.989 51.919 50.793 50.477 48799 553 391 282 282 282 410.577 421.385 461.827 519.876 547.116 133.967 143.186 155.913 162.750 168.570 24.012 24.232 23.288 23.288 23.288 250.408 245.826 275.072 326.285 347.705 2.190 8.142 7.553 7.553 7.553 410.577 421.385 461.826 519.876 547.116 Beteiligungsbericht 2018 - FSB - GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2015 Umsatzerlöse Bestandsveränderung Andere aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Erträge aus Gewinnabführungsverträgen Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Steuern aus Einkommen/Ertrag und sonstige Jahresüberschuss 80.002 -8.145 301 2.860 75.018 33.245 9.778 10.750 3.891 57.664 17.354 143 -6.303 11.194 1.877 9.318 2016 T€ b) T€ 68.542 4.765 378 2.499 76.184 37.149 8.845 11.108 4.211 61.313 14.871 134 -5.774 9.231 2.433 6.799 2017 T€ 80.190 9.485 519 7.945 98.139 50.984 11.084 11.644 4.150 77.862 20.277 169 -5.556 14.890 2.164 12.726 2018 Plan T€ 99.342 -5.920 0 1.885 95.307 51.824 11.548 12.462 4.097 79.932 15.375 145 -6.475 9.045 2.208 6.837 2019 Plan T€ 94.178 -2.902 480 980 92.736 49.952 11.821 12.495 4.075 78.343 14.393 145 -6.628 7.910 2.643 5.267 Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Geschäftsverlauf 2017 Die Geschäftsentwicklung wurde abermals im Wesentlichen durch die Schwerpunkte Mietwohnungsbewirtschaftung und Bauträgertätigkeit geprägt. Der Geschäftsbereich Mietwohnungsbewirtschaftung umfasste im Jahr 2017 insgesamt 11.069 Wohnungen, davon 8.463 Wohnungen im Eigenbestand, 935 Wohnungen in der Verwaltung für die Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG, 80 Wohnungen als Generalanmieterin sowie 1.591 Wohnungen und 36 Gewerbeeinheiten in der Verwaltung nach dem Wohnungseigentumsgesetz und in der Mietsonderverwaltung. Das 2002 entwickelte Portfolio-Szenario wurde in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat 2007 fortgeschrieben mit dem Ziel, rund 3.000 Wohnungen innerhalb von 12 Jahren mit einem Investitionsvolumen von 105 Mio. € zu modernisieren. Ein Schwerpunkt dieser Aufgabe liegt mit 1.212 Wohnungen in Weingarten-West. Seit dem Start des Programms wurden bereits 1.920 Wohnungen entsprechend der Programmziele entwickelt mit Schwerpunkt auf energetische Sanierungsmaßnahmen, die unmittelbar zu einem geringeren Verbrauch von Primärenergie und damit mittelbar zu geringen Betriebskosten der Mieter führen. Das Investitionsvolumen spiegelt sich in den jährlich dargestellten Modernisierungs- und Instandhaltungsaufwendungen wider. In 2017 wurden für Modernisierungen 3.437 T€ (ohne Zuschüsse) und für Instandhaltungen 11.078 T€ aufgewendet. Kündigungen und Mieterwechsel haben im Berichtszeitraum um 51 von 495 auf 444 abgenommen; dies entspricht einer Fluktuation von 5,2 %. Die Leerstände „sofort vermietbarer Wohnungen“ erhöhten sich im Berichtsjahr von 7 auf 26 Wohnungen, dies entspricht einer Quote von 0,03 %. Im Geschäftsbereich Bauträgertätigkeit konnten 48 Eigentumswohnungen und 6 Reihenhäuser und eine Gewerbeeinheit an Käufer übergeben werden. Zum Bilanzstichtag befanden sich weitere 168 Eigentumswohnungen sowie 3 Gewerbeeinheiten im Bau. Beteiligungsbericht 2018 - FSB - 103 Investitionen Die Gesellschaft hat in 2017 wiederum erhebliche Investitionen in den Neubau von Mietwohnungen und Modernisierung getätigt, damit zum einen dringend benötigter Wohnraum am Freiburger Wohnungsmarkt angeboten und zum anderen die gute Vermietbarkeit der Wohnimmobilien auch in Zukunft sichergestellt werden kann. Das Anlagevermögen stieg aufgrund Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen und saldiert um Abgänge und Abschreibungen um 41.676 T€. Die Gesellschaft investierte im Geschäftsjahr in Neubauten und Modernisierung des Bestandes 54.857 T€ vor Saldierung mit Zuschüssen von 786 T€. Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgt in der Regel durch 80 %Fremdmittel und 20% Eigenmittel. Im Bauträgerbereich wurden in der Herstellung von Eigentumswohnungen und Reihenhäusern im Berichtsjahr 20.765 T€ investiert. Für den Erwerb von 223 Wohneinheiten in Freiburg-Munzingen und Freiburg-Hochdorf investierte die Gesellschaft 25.500 T€ in 2017. Ausblick Auf Basis der Unternehmensplanung und der zugrunde gelegten Prämissen erwartet die Geschäftsführung für 2018 ein positives Jahresergebnis von rund 6,8 Mio. €. Modernisierungen, Instandhaltungen und Reparaturen an den eigenen Beständen werden weiterhin im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten durchgeführt. Risikomanagement Die Gesellschaft arbeitet mit einem Frühwarnsystem, welches mögliche Risiken identifizieren und in einem Risikokatalog zusammenfasst. Das Frühwarnsystem basiert auf aktuellen bzw. erkennbaren Einflussfaktoren und Einschätzungen. Das Unternehmen setzt ein Kennzahlensystem ein, das betriebs- und finanzwirtschaftliche sowie leistungsorientierte Werte enthält. Eventuell steigende Zinsen stellen ein Risiko aufgrund des hohen Fremdkapitaleinsatzes für die FSB dar. Durch die Streuung der Zinsbindungsfristen wurde dieses Risiko minimiert. Der von der Bundesregierung im Herbst 2016 beschlossene Klimaschutzplan 2050 wird das Bauen nochmals verteuern und die Mieten weiter steigen lassen. Wohnungsunternehmen wie die FSB, die sich im preis- und belegungsgebundenen Wohnungsbau engagieren, können die Herstellkosten nicht an die Mieter weitergeben und werden künftig mit noch höheren Bewirtschaftungskosten konfrontiert. Dies stellt im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit der Investitionen in Neubau und Modernisierung ein weiteres mittelfristig nicht kalkulierbares Risiko dar. Im Bauträgergeschäft sind die Abverkaufszeiten aufgrund von Nachfrageänderungen sowie die Überschreitung von geplanten Kosten und Bauzeiten die wesentlichen Risiken. Ebenso führen steigende Grundstücks- und Herstellungskosten zu geringeren Deckungsbeiträgen, da die am Markt erzielbaren Verkaufserlöse nur begrenzt steigerungsfähig sind. c) Kapitalzuführungen und -entnahmen Das gezeichnete Kapital blieb im Berichtsjahr unverändert. Die Rücklagen konnten gemäß dem Ergebnisverwendungsbeschluss um rund 7,4 Mio. € erhöht werden. 104 Beteiligungsbericht 2018 - FSB - d) Personalentwicklung Im Berichtsjahr 2017 waren durchschnittlich 116 Vollzeitkräfte (davon 87 Männer und 29 Frauen; Vorjahr: 117)) und 38 Teilzeitkräfte (davon 8 Männer und 30 Frauen; Vorjahr: 41) bei der FSB beschäftigt. e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2013 Vermögens- / Finanzkennzahlen Anlagenintensität Anlagendeckung Eigenkapitalquote Nettoinvestitionsquote Ertragskennzahlen Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Cash-flow Kostendeckungsgrad Personalkennzahlen Umsatz je Vollzeitkraft Personalkosten je Vollzeitkraft % % % % % % % T€ % T€ T€ 2014 2015 2016 2017 87,5 102,0 28,1 167 87,4 106,7 30,4 218 88,2 100,3 32,6 129 87,6 100,4 34,0 162 88,9 99,5 33,8 470 2,9 2,1 2,5 11.632 102,7 7,0 4,2 3,0 15.995 107,0 11,6 7,0 3,8 20.415 113,9 9,9 5,0 3,0 17.722 109,6 15,9 8,3 4,0 24.629 114,6 571 61 542 64 541 71 543 63 661 75 Beteiligungsbericht 2018 - FSB - 105 2.1.8 Konzernbetrachtung In den Konzernabschluss zum 31.12.2017 wurden neben der FSB (Mutterunternehmen) im Rahmen der Vollkonsolidierung die Regio Bäder GmbH, die Freiburger Kommunalbauten GmbH sowie die Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG einbezogen. Auf die Einbeziehung der Green City Hotel Vauban gGmbH, an der die FSB zu 33% beteiligt ist, wurde aufgrund der untergeordneten Bedeutung (§ 296 Abs. 2 HGB) verzichtet. Der Konzernabschluss stellt sich wie folgt dar: Konzernbilanz zum 31.12.2017 2016 2017 2016 2017 T€ T€ T€ T€ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen RAP 423.197 58.856 391 Summe 482.445 PASSIVA 464.452 Eigenkapital 58.813 Differenz aus Kapitalkonsol. 282 Rückstellungen Verbindlichkeiten Passive latente Steuern 147.823 214 26.275 299.923 8.209 163.490 214 24.188 328.040 7.616 523.547 Summe 482.445 523.547 2016 2017 T€ T€ Konzern Gewinn- und Verlustrechnung 2017 Umsatzerlöse Bestandsveränderung Andere aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge 79.332 4.783 378 2.691 87.184 91.250 9.478 519 9.472 110.719 Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen 41.553 11.537 11.527 4.740 69.357 55.000 14.104 12.063 4.642 85.810 Betriebsergebnis 17.827 24.909 Finanzergebnis Steuern aus Einkommen und Ertrag Ergebnis nach Steuern Sonstige Steuern -7.174 -6.960 410 228 10.244 2.142 17.722 2.054 8.102 15.667 Konzernergebnis 106 Beteiligungsbericht 2018 - FSB - 2.2 Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG 2.2.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung, Verwaltung und Verwertung von Bauwerken, insbesondere von Wohnungen, sowie die Vornahme und Ausführung aller damit zusammenhängenden Geschäfte und Handlungen. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der genannte Gesellschaftszweck gefördert oder verwirklicht werden kann. Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung Baden-Württemberg. 2.2.2 Beteiligungsverhältnisse Komplementärin Kommanditistin 2.2.3 FSI Verwaltungs GmbH (ohne Einlage) Freiburger Stadtbau GmbH 100 % = 100.000,00 € Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, das Überwachungsorgan und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die FSB und die FSI Verwaltungs GmbH werden in der Gesellschafterversammlung durch deren Geschäftsführungen vertreten. b) Geschäftsführung Die persönlich haftende Gesellschafterin Freiburger Stadtimmobilien Verwaltungs GmbH (Komplementärin) ist zur Vertretung und Geschäftsführung der Gesellschaft berechtigt und verpflichtet. Im Geschäftsjahr waren Herr Ralf Klausmann und Frau Dr. Magdalena Szablewska zur Geschäftsführung der Komplementärin bestellt. c) Überwachungsorgan Als Überwachungsorgan fungiert der Aufsichtsrat der FSB. 2.2.4 Beteiligungen des Unternehmens Die Gesellschaft war im Berichtsjahr an keinem anderen Unternehmen beteiligt. 2.2.5 Wesentliche Verträge Ein Übertragungsvertrag zwischen der Stadt Freiburg i. Br. und der FSI GmbH & Co. KG vom 14.12.2012. Beteiligungsbericht 2018 - FSI KG - 107 2.2.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Die Gesellschaft ist in den Sparten Wohnungsverwaltung und Instandhaltung tätig. Den Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks zeigt nachfolgende Tabelle: Anzahl Wohnungen Instandhaltung (T€) 2014 936 1.338 2015 936 1.118 2016 935 1.145 2017 935 779 2.2.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ 2015 2016 2017 2018 Plan 2019 Plan T€ T€ T€ T€ T€ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen 54.692 5.646 54.342 5.953 53.921 7.174 53.498 10.392 53.759 10.259 Summe PASSIVA 60.338 60.295 61.095 63.890 64.018 Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzung 3.372 1.752 55.148 66 4.646 1.742 53.840 68 7.584 531 52.917 63 10.245 531 53.051 63 11.294 531 52.130 63 Summe 60.338 60.295 61.095 63.890 64.018 Gewinn- und Verlustrechnung 2015 2016 2017 2018 Plan 2019 Plan T€ T€ T€ T€ T€ 5.021 141 189 5.351 1.816 418 150 2.384 2.967 -1.449 1.518 117 1.401 5.176 18 9 5.203 1.881 420 87 2.388 2.816 -1.425 1.391 117 1.274 5.196 -7 1.315 6.504 1.547 420 82 2.049 4.455 -1.400 3.055 117 2.939 5.299 14 9 5.322 2.038 424 84 2.546 2.776 -1.386 1.390 117 1.273 5.285 16 25 5.326 2.232 419 101 2.752 2.574 -1.409 1.165 116 1.049 Umsatzerlöse Bestandsveränderungen Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge Gesamt Materialaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Gesamt Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Sonstige Steuern Jahresergebnis b) Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Geschäftsverlauf 2017 Die Gesellschaft bewirtschaftete im Jahr 2017 insgesamt 935 Wohnungen und 20 Gewerbeeinheiten im Eigenbestand. Im Berichtsjahr 2017 wurden für die Instandhaltung 779 T€ inkl. Rückstellungen aufgewendet. Die Fluktuationsrate in 2017 betrug 5,2 %. Die Gesellschaft hat derzeit keinen Leerstand von Wohnungen zu verzeichnen, es stehen lediglich 30 Woh- 108 Beteiligungsbericht 2018 - FSI KG - nungen aufgrund baulicher Mängel leer. Der Jahresüberschuss in Höhe von rund 2,9 Mio. € wird durch das Hausbewirtschaftungsergebnis geprägt. Im Vergleich zur Planung 2017 hat sich das Jahresergebnis um rund 2,3 Mio. € verbessert. Diese Verbesserung ist auf die Auflösung von Rückstellungen sowie geringere Instandhaltungsausgaben im Vergleich zum Ansatz im Wirtschaftsplan 2017 zurück zu führen. Investitionen Die Gesellschaft tätigt im Geschäftsjahr keine nennenswerten Investitionen. Ausblick Aufgrund der großen Nachfrage nach modernisierten Wohnungen werden Modernisierungen, Instandhaltungen und Reparaturen an den eigenen Beständen weiterhin im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten durchgeführt. Hierzu hat die Gesellschaft einen Portfoliountersuchung vorgenommen und einen Instandhaltungsplan erarbeitet. Im Wirtschaftsjahr 2018 stehen der Gesellschaft weitere 1.312 T€ für Instandhaltungen und Instandsetzungen zur Verfügung. Für das Geschäftsjahr 2018 wird ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.273 T€ erwartet. Risikomanagement Für die FSI mit hohem Kapitaleinsatz bedeuten steigende Zinsen eine Zunahme des Zinsaufwandes, der sich negativ auf ihre Jahresergebnisse auswirken würde. Durch die Vereinbarung langer Zinsbindungsfristen wurde dieses Risiko minimiert. Trotz der positiven Nachfrageaussichten bestehen die Vermietungsrisiken darin, dass der Wohnungsbestand der Gesellschaft zeitgemäßen Wohnbedürfnissen nicht mehr entspricht und aus diesem Grund nicht mehr oder nur schwer zu vermieten ist. Die Gesellschaft unternimmt daher im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten Anstrengungen, den Wohnungsbestand zeitgemäß zu modernisieren. c) Kapitalzuführungen und – entnahmen Die Kommanditeinlage hat sich im Berichtsjahr nicht verändert. d) Personalentwicklung Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2014 Vermögens- / Finanzkennzahlen Anlagenintensität Anlagendeckung Eigenkapitalquote Nettoinvestitionsquote Ertragskennzahlen Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Cash-flow Kostendeckungsgrad % % % % % % % T€ % 2015 2016 2017 91,8 108,4 3,3 32 90,6 104,4 5,6 18 90,1 105,7 7,7 0 88,3 110,3 12,4 2 21,2 52,2 4,2 1.444 125,5 27,9 41,6 4,7 1.820 135,5 24,6 27,4 4,5 1.713 132,4 56,5 38,7 7,1 3.402 182,4 Beteiligungsbericht 2018 - FSI KG - 109 2.3 Freiburger Stadtimmobilien Verwaltungs GmbH 2.3.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung, Verwaltung und Verwertung von Bauwerken, insbesondere von Wohnungen, sowie die Vornahme und Ausführung aller damit zusammenhängender Geschäfte und Handlungen. Hierzu zählt insbesondere die Beteiligung als persönlich haftende, geschäftsführende Gesellschafterin der Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der genannte Gesellschaftszweck gefördert oder verwirklicht werden kann. Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung Baden-Württemberg. 2.3.2 Beteiligungsverhältnisse Stadt Freiburg i.Br. 2.3.3 100 % = 25.000 € Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, das Überwachungsorgan und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die Stadt Freiburg i. Br. wird in der Gesellschafterversammlung durch den Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. vertreten. b) Geschäftsführung Ralf Klausmann Dr. Magdalena Szablewska Zu den Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird auf die Ausführungen unter Kapitel 2.1.3 b) verwiesen. c) Überwachungsorgan Als Überwachungsorgan für die Gesellschaft fungiert der Aufsichtsrat der FSB. 2.3.4 Beteiligungen des Unternehmens Die Gesellschaft ist als geschäftsführende Gesellschafterin ohne Kapitalanteile an der FSI GmbH & Co. KG beteiligt. 110 Beteiligungsbericht 2018 - FSI GmbH - 2.3.5 Wesentliche Verträge Es sind keine wesentlichen Verträge auszuweisen. 2.3.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Nach dem Gesellschaftsvertrag obliegt der Gesellschaft die Geschäftsführung der FSI GmbH & Co. KG. Sie erhält für die Übernahme der persönlichen Haftung eine jährliche Vergütung von 2 % ihres Reinvermögens nach dem Stand vom Beginn des Geschäftsjahres. 2.3.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Umlaufvermögen Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Summe GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2015 2016 2017 2018 Plan 2019 Plan T€ T€ T€ T€ T€ 31 31 31 31 32 32 33 33 34 34 26 5 0 31 26 4 0 31 27 5 0 32 28 5 0 33 29 5 0 34 2015 2016 2017 2018 Plan 2019 Plan T€ T€ T€ T€ T€ Betriebliche Erträge 6 6 6 6 6 Personalaufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit 0 5 5 1 0 1 0 5 5 1 0 1 0 6 6 0 0 0 0 6 6 0 0 0 0 6 6 1 0 1 Steuern Jahresergebnis 0 1 0 1 0 1 0 0 0 1 b) Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Geschäftsverlauf 2017 Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft wurde durch die Geschäftsführungstätigkeit der Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG geprägt. Investitionen Die Gesellschaft tätigt keine Investitionen. Beteiligungsbericht 2018 - FSI GmbH - 111 Ausblick Auf der Basis der Unternehmensplanung und der zugrunde gelegten Prämissen erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2018 ein positives Jahresergebnis von 500,00 €. Risikomanagement Risiken der Gesellschaft bestehen aus der Haftungsübernahme für die Kommanditgesellschaft (FSI GmbH & Co. KG). c) Kapitalzuführungen und - entnahmen Das gezeichnete Kapital blieb im Berichtsjahr unverändert. d) Personalentwicklung Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Da sich die Tätigkeit der Gesellschaft auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin bei der FSI GmbH & Co. KG beschränkt, wird auf den Ausweis von Kennzahlen verzichtet. Es wird auf die Darstellung der entsprechenden Kennzahlen der FSI GmbH & Co. KG in Abschnitt 2.2.7 e) verwiesen. 112 Beteiligungsbericht 2018 - FSI GmbH - 2.4 Freiburger Kommunalbauten GmbH Baugesellschaft & Co. KG 2.4.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb von Grundstücken aller Art, sowie die Errichtung, Verwaltung oder Verwertung von Bauwerken, soweit dies den kommunalen Aufgaben der Stadt Freiburg i. Br. dienlich ist, sowie die Vornahme und Ausführung aller damit zusammenhängenden Geschäfte oder Handlungen, soweit sie zur Erreichung des Gesellschaftszweckes als dienlich erscheinen. Die Gesellschaft ist befugt, Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art zu erwerben oder zu pachten und sich an solchen zu beteiligen. 2.4.2 Beteiligungsverhältnisse Komplementärin: Kommanditisten: 2.4.3 FKB GmbH (ohne Einlage) Stadt Freiburg i. Br. Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau 94 % = 24.057.600,00 € 6 % = 1.533.875,64 € Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, das Überwachungsorgan und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die Stadt Freiburg i. Br. wird in der Gesellschafterversammlung durch den Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. vertreten. Die Sparkasse Freiburg Nördlicher Breisgau wird in der Gesellschafterversammlung durch deren Vorstand vertreten. b) Geschäftsführung Zur Geschäftsführung bestimmt ist die persönlich haftende Gesellschafterin (ohne Einlage), die Freiburger Kommunalbauten GmbH, vertreten durch Herrn Ralf Klausmann und Frau Dr. Magdalena Szablewska. Zu den Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird auf die Ausführungen unter Kapitel 2.1.3 b) verwiesen. c) Überwachungsorgan Als Überwachungsorgan fungiert der Aufsichtsrat der FSB. 2.4.4 Beteiligungen des Unternehmens Die Gesellschaft war im Berichtsjahr an keinem anderen Unternehmen beteiligt. 2.4.5 Wesentliche Verträge • Geschäftsbesorgungsvertrag mit der FSB vom 27.07.1989 (vergleiche FSB) • Pachtvertrag mit der FWTM GmbH & Co. KG bzgl. des Konzerthauses vom 28.05.2018 Beteiligungsbericht 2018 - FKB KG - 113 2.4.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Die Gesellschaft ist im Wesentlichen in folgenden Geschäftsbereichen tätig: • • • • Errichtung und Betrieb von öffentlichen Parkhäusern/Quartiersgaragen Betrieb des Keidel Mineral-Thermalbades in Freiburg i. Br. Verpachtung des Konzerthauses Freiburg und anderer selbst errichteter Immobilien Realisierung infrastruktureller kommunaler Bauprojekte Die Aufgabe der Gesellschaft besteht darin, die kommunale Entwicklungspolitik durch damit in Einklang stehende Baumaßnahmen und Betriebe zu unterstützen. Das Unternehmen ist durch ein umfangreiches und weitgestreutes Anlagevermögen gekennzeichnet. Zwischen der Stadt Freiburg i. Br. und der Gesellschaft bestehen eine Vielzahl von Pacht-, Miet- und Betriebsführungsverträgen. Aus den Geschäftsbereichen „Parken“ und „Baden“ verdeutlichen die beiden folgenden Diagramme beispielhaft die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens: Besucher Keidel MineralThermalbad (in Tsd.) Anzahl Kurzparker (in Tsd.) 1.600 500 450 1.400 1.507 1.200 1.548 1.555 1.597 1.361 400 489 472 499 429 350 300 1.000 2013 2014 2015 2016 2013 2017 2014 2015 2016 2.4.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzung Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzung Passive latente Steuern Summe 114 456 2017 2015 2016 2017 2018 Plan 2019 Plan T€ T€ T€ T€ T€ 49.159 5.828 4 54.991 48.096 5.945 7 54.048 48.752 4.893 7 53.652 46.448 6.091 7 52.546 55.057 2.123 7 57.187 21.628 727 29.598 811 2.227 54.991 21.034 763 28.719 804 2.728 54.048 22.070 886 26.891 796 3.009 53.652 18.595 886 29.260 796 3.009 52.546 16.049 886 35.947 796 3.509 57.187 Beteiligungsbericht 2018 - FKB KG - GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2015 Umsatzerlöse Bestandsveränderung Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und Ertrag Sonstige Steuern Jahresergebnis1 15.871 -479 313 15.705 4.207 3.230 2.227 1.722 11.386 4.319 -1.283 3.036 1.276 317 1.442 1 T€ 2016 T€ 13.738 0 477 14.215 5.141 3.271 2.208 1.940 12.560 1.655 -1.016 639 757 470 -588 2017 T€ 13.953 -16 340 14.277 4.183 3.488 2.153 2.120 11.944 2.333 -602 1.731 377 320 1.034 2018 Plan 2019 Plan 14.154 -150 354 14.358 8.612 3.400 2.302 1.837 16.151 -1.793 -657 -2.450 704 323 -3.477 13.442 0 314 13.756 8.372 3.389 2.029 1.643 15.433 -1.677 -367 -2.044 219 283 -2.546 T€ T€ Jahresergebnis wird in Kapitalkonten eingestellt bzw. aus Kapitalkonten entnommen. b) Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Geschäftsverlauf 2017 Die Entwicklung des Unternehmens wurde im Jahr 2017 wiederum maßgeblich durch die operativen Geschäftsbereiche Keidel Mineral-Thermalbad und Parkhausbetriebe bestimmt. Nach wie vor ist grundsätzlich festzustellen, dass sich in den beiden Kerngeschäften der Gesellschaft, saisonale und klimatische Einflüsse bemerkbar machen und sich positiv wie auch negativ auf die Erlöse auswirken. Die Gesamtentwicklung der FKB ist aber als positiv zu beurteilen. Ein weiterer bedeutender Unternehmensbereich lag in der Vermietung eigener Immobilien, wie dem Konzerthaus Freiburg sowie anderen Wohn- und Gewerbeobjekten. Investitionen Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr für die Erneuerung der technischen Anlagen sowie für die Erweiterung und Sanierung des Keidel Mineral-Thermalbades 2.582 T€ investiert. Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgt mittels Eigen- und Fremdmittel. Ausblick Die Gesellschaft verfolgt weiterhin das Ziel, die beiden Kerngeschäftsfelder Keidel MineralThermalbad und Parkhausbetrieb für den Wettbewerb zu stärken. Für den Therapiebetrieb des Keidel Mineral-Thermalbades wurde eine Organisationsuntersuchung in Auftrag gegeben. Diese soll aufzeigen, welche Entwicklungsmöglichen in diesem Segment möglich sind und wie diese umgesetzt werden können. Auf Basis der Unternehmensplanung und der zugrunde gelegten Prämissen erwartet die Geschäftsführung (inkl. der Auswirkungen der erwarteten Sanierungsaufwendungen) für das Geschäftsjahr 2019 nochmals ein negatives Jahresergebnis. Ab dem Jahr 2020 ist wieder mit einem positiven Jahresergebnis zu rechnen. Risikomanagement Ertragsrisiken bestehen im Wesentlichen in einem veränderten Kundenverhalten. Durch aktive Marketingmaßnahmen und eine zielgruppenorientierte Neuausrichtung im Geschäftsfeld Beteiligungsbericht 2018 - FKB KG - 115 Keidel Mineral-Thermalbad soll dieses Risiko minimiert werden. Im Geschäftsfeld Vermietung des Konzerthauses Freiburg besteht ein langfristiger Pachtvertrag (auf unbestimmte Zeit vereinbart) mit der FWTM, nach dem sämtliche anfallende Kosten einschließlich der Instandhaltungskosten vom Mieter zu tragen sind. Bei den sonstigen Gewerbeimmobilien besteht das Risiko darin, dass bei Kündigung eines Mietverhältnisses nicht sofort ein Anschlussmieter gefunden werden kann bzw. eine Anschlussvermietung nur zu einem niedrigeren Mietpreis möglich ist. Infolge der Sanierung des Keidel Mineral-Thermalbades muss das Bad im Geschäftsjahr 2019 nochmals für einige Monate geschlossen werden. Die Schließzeiten werden zu verminderten Einnahmen führen. Das im Bad eingesetzte Personal soll während der Schließzeiten aufgelaufene Mehrarbeitsstunden und Urlaub abbauen, sodass insoweit keine zusätzlichen Kosten anfallen. Erstmals im Rahmen der Betriebsprüfung für die Jahre 2008 – 2011 wurde die Sparte „Keidel Mineral-Thermalbad“ als sogenannter Dauerverlustbetrieb behandelt, mit der Folge, dass die in dieser Sparte erwirtschafteten steuerlichen Verluste nicht mehr mit den Gewinnen aus der anderen Sparte „Vermietung“ verrechnet werden können. Nachdem zunächst ein Rechtsbehelf eingelegt worden ist, haben in den Jahren 2017 und 2018 hierzu Gespräche stattgefunden mit dem Ziel, über eine verbesserte Wirtschaftlichkeit der Finanzverwaltung die Gewinnorientierung nachzuweisen. Die Veranlagungen dieser Jahre enthalten nunmehr einen Vorläufigkeitsvermerk c) Kapitalzuführungen und -entnahmen Die Kapitalkonten des Komplementärs sowie der Kommanditisten verändern sich entsprechend der jeweils vorzunehmenden Ergebnisaufteilung. d) Personalentwicklung Im Berichtsjahr 2017 waren durchschnittlich 31 Vollzeitbeschäftigte (davon 21 Männer und 10 Frauen; Vorjahr: 30) und 61 Teilzeitbeschäftige (davon 14 Männer und 47 Frauen; Vorjahr: 54) beschäftigt. e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2013 Vermögens- / Finanzkennzahlen Anlagenintensität Anlagendeckung Eigenkapitalquote Nettoinvestitionsquote Ertragskennzahlen Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Cash-flow Kostendeckungsgrad Personalkennzahlen Umsatz je Vollzeitkraft Personalkosten je Vollzeitkraft 116 % % % % % % % T€ % T€ T€ 2014 2015 2016 2017 93,9 91,6 33,6 28 94,1 136,2 38,1 12 89,4 104,3 39,3 73 89,0 102,2 38,9 56 90,9 100,7 41,1 132 8,1 5,8 4,7 3.066 105,9 12,1 10,5 6,6 3.928 105,5 9,1 12,6 7,3 3.731 110,1 -4,3 0,8 2,2 1.641 94,4 7,4 6,4 3,8 3.259 106,0 280 48 249 55 283 58 238 57 223 56 Beteiligungsbericht 2018 - FKB KG - 2.5 Freiburger Kommunalbauten GmbH 2.5.1 Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung an der Firma Freiburger Kommunalbauten GmbH Baugesellschaft & Co. KG als geschäftsführende Gesellschafterin ohne Kapitalanteil sowie Betrieb und Verwaltung der von dieser KG erstellten oder anderer baulichen Anlagen. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an anderen von der Stadt Freiburg i. Br. ganz oder teilweise betriebenen Gesellschaften in jedweder Form zu beteiligen sowie alle Geschäfte zu betreiben, die den Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu fördern geeignet sind. 2.5.2 Beteiligungsverhältnisse Freiburger Stadtbau GmbH Stadt Freiburg i.Br. 2.5.3 80% 20% = = 20.451,68 € 5.112,91 € Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, das Überwachungsorgan und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die Stadt Freiburg i. Br. wird in der Gesellschafterversammlung durch den Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. vertreten. Die FSB wird durch deren Geschäftsführung vertreten. b) Geschäftsführung Ralf Klausmann Dr. Magdalena Szablewska Zu den Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird auf die Ausführungen unter Kapitel 2.1.3 b) verwiesen. c) Überwachungsorgan Als Überwachungsorgan für die Gesellschaft fungiert der Aufsichtsrat der FSB. 2.5.4 Beteiligungen des Unternehmens Die Gesellschaft ist als geschäftsführende Gesellschafterin ohne Kapitalanteil an der FKB GmbH Baugesellschaft & Co. KG beteiligt. 2.5.5 Wesentliche Verträge Es sind keine wesentlichen Verträge auszuweisen. 2.5.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Nach dem Gesellschaftsvertrag obliegt der GmbH die Geschäftsführung der FKB GmbH & Co. KG. Die Gesellschaft erhält für die Übernahme der persönlichen Haftung eine jährliche Beteiligungsbericht 2018 - FKB GmbH - 117 Vergütung von 5 % ihres Reinvermögens nach dem Stande vom Beginn des Geschäftsjahres. Am positiven Ergebnis der KG ist sie mit 2 % beteiligt. Der Geschäftsverlauf hängt ausschließlich von der KG ab. 2.5.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Umlaufvermögen Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Summe GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Betriebliche Erträge Personalaufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Außerordentliches Ergebnis Steuern vom Einkommen/Ertrag Jahresergebnis b) 2015 2016 2017 2018 Plan 2019 Plan T€ T€ T€ T€ T€ 175 175 211 211 204 204 208 208 212 212 107 68 0 175 138 62 12 211 139 65 0 204 143 65 0 208 147 65 0 212 2015 2016 2017 2018 Plan 2019 Plan T€ T€ T€ T€ T€ 86 6 79 85 1 31 32 0 0 32 93 0 88 88 5 26 32 0 0 31 141 0 137 137 4 -2 2 0 0 1 157 0 150 150 7 -3 4 0 0 4 157 0 150 150 7 -3 4 0 0 4 Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Geschäftsverlauf 2017 Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft wird durch die Geschäftsführungstätigkeit für die FKB geprägt. Sie erhält für die Übernahme der Haftung eine Entschädigung und ist am Gewinn der Kommanditgesellschaft beteiligt. Investitionen Die Gesellschaft tätigt keine Investitionen. Ausblick Auf der Basis der Unternehmensplanung und der zugrunde gelegten Prämissen erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2018 ein positives Jahres Ergebnis von rd. 4,0 T€. 118 Beteiligungsbericht 2018 - FKB GmbH - Risikomanagement Risiken der Gesellschaft bestehen aus der Haftungsübernahme für die Kommanditgesellschaft. Ereignisse, die zu einer persönlichen Haftung führen könnten, sind bis zum Aufstellungszeitpunkt nicht bekannt geworden. c) Kapitalzuführungen und -entnahmen Das gezeichnete Kapital blieb im Berichtsjahr unverändert. d) Personalentwicklung Die Gesellschaft beschäftigt kein Personal. e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Da sich die Tätigkeit des Unternehmens auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin bei der FKB beschränkt, wird auf die Ermittlung von Kennzahlen verzichtet. Es wird auf die Darstellung der entsprechenden Kennzahlen der FKB in Abschnitt 2.4.7e) verwiesen. Beteiligungsbericht 2018 - FKB GmbH - 119 2.6 Regio Bäder GmbH 2.6.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung Baden-Württemberg. Gegenstand des Unternehmens sind folgende Aufgaben: - Das Führen, Betreiben, Verwalten und Entwickeln und der Bau von Bädereinrichtungen und sonstigen Freizeiteinrichtungen samt Nebeneinrichtungen im Badebereich zum Zwecke der Erholung, des Sports und der Gesundheit sowie aller damit zusammenhängenden Geschäfte oder Handlungen. - Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Sie ist befugt andere Unternehmen zu erwerben, zu pachten und sich an solchen zu beteiligen. Die Gesellschaft ist örtlich im Gebiet der Stadt Freiburg i. Br. tätig, im Verflechtungsbereich des Oberzentrums Freiburg im Rahmen von interkommunalen Absprachen; darüber hinaus im Rahmen von interkommunalen Vereinbarungen. 2.6.2 Beteiligungsverhältnisse Freiburger Stadtbau GmbH 2.6.3 100% = 100.000 € Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, das Überwachungsorgan und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die FSB wird in der Gesellschafterversammlung durch deren Geschäftsführung vertreten. b) Geschäftsführung Ralf Klausmann Dr. Magdalena Szablewska Zu den Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird auf die Ausführungen unter Kapitel 2.1.3 b) verwiesen. c) Überwachungsorgan Als Überwachungsorgan für die Gesellschaft fungiert der Aufsichtsrat der FSB. 2.6.4 Beteiligungen des Unternehmens Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen. 120 Beteiligungsbericht 2018 - RGB - 2.6.5 Wesentliche Verträge - Ergebnisabführungsvertrag mit der FSB mit Wirkung ab dem 1.1.2008 (am 19.11.2014 geändert und insgesamt neu gefasst) - Dienstleistungsvertrag mit der FSB vom 05.07.2006 - Betriebsführungsverträge mit Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH vom 25.10.2010 2.6.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Zum 01.01.2006 hat die Regio Bäder GmbH die Betriebsführung der fünf Freiburger Hallenund der drei Freizeitbäder übernommen. Es wurde jeweils ein Betriebsführungsvertrag mit der Stadt Freiburg i. Br. (Hallenbad Lehen bis 2008 und Freibäder bis 2009) sowie mit der Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH für die Hallenbäder (Hallenbad Lehen ab 2009 und Freibäder ab 2010) für die kaufmännische und technische Betriebsführung geschlossen. Die wirtschaftliche Entwicklung der Bäder zeigt folgende Übersicht: 2013 2014 2015 2016 2017 Besucherzahlen Hallenbäder Gesamt Freibäder Gesamt 527.620 434.615 507.704 333.066 509.794 510.752 519.118 413.976 487.572 405.440 Besucher Gesamt 962.235 840.770 1.020.546 933.094 893.012 Erlöse Hallenbäder Gesamt Freibäder Gesamt 1.803.738 892.913 1.826.424 682.384 1.826.409 982.049 1.968.241 874.893 2.024.119 951.344 Erlöse Gesamt 2.696.651 2.508.808 2.808.458 2.843.134 2.975.463 Die Erlösentwicklung wird beeinflusst durch eine stabile Kundenfrequenz und im Bereich der Freibäder insbesondere durch Witterungsbedingungen. Nachfolgende Grafiken zeigen die bisherige Entwicklung: Erlöse Hallen- und Freibäder (in T€) Badegäste Hallen- und Freibäder 550 (in Tsd.) 2000 500 1500 450 400 1000 350 500 300 0 250 2013 2014 2015 Freibäder 2016 2017 2013 Hallenbäder Beteiligungsbericht 2018 - RGB - 2014 Freibäder 2015 2016 2017 Hallenbäder 121 2.6.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Summe GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen/Ertrag und Sonstige Jahresüberschuss vor Gewinnabführung Ergebnisübernahme (gem. Ergebnisabführungsvertrag) Jahresüberschuss b) 2015 2016 2017 2018 Plan 2019 Plan T€ T€ T€ T€ T€ 0 1.638 1.638 0 1.509 1.509 0 1.676 1.677 0 1.638 1.638 0 1.633 1.633 288 269 1.081 1.638 288 239 982 1.509 288 304 1.085 1.677 288 300 1.050 1.638 288 280 1.065 1.633 2015 2016 2017 2018 Plan 2019 Plan T€ T€ T€ T€ T€ 6.363 90 6.453 2.763 2.856 688 6.307 145 -1 145 2 143 -143 0 6.217 107 6.324 2.757 2.693 737 6.187 137 -1 136 2 134 -134 0 6.516 109 6.625 2.723 3.020 710 6.453 172 -1 171 2 169 -169 0 6.671 80 6.751 2.705 3.206 692 6.603 148 0 148 3 145 -145 0 6.728 85 6.813 2.684 3.008 973 6.665 148 -1 147 2 145 -145 0 Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Geschäftsverlauf 2017 Der Geschäftsverlauf der Gesellschaft wurde im Jahr 2017 ausschließlich durch die Betriebsführung der Hallen- und Freibäder in Freiburg bestimmt. Die Einnahmen aus dem Betrieb der Bäder stehen in voller Höhe der Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH zu. Die Gesellschaft erhält ab dem 01.01.2010 für die laufende Betriebsführung eine Kostenerstattung in Höhe der tatsächlich angefallenen Aufwendungen sowie eine fixe Grundvergütung in Höhe von 145 T€. Eine Ergebnisverbesserung gegenüber den im Wirtschaftsplan 2016 vereinbarten Zielen wurde im Geschäftsjahr 2016 erreicht, so dass der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2017 eine im Betriebsführungsvertrag in solchen Fällen vorgesehene Bonuszahlung in Höhe von 24,2 T€ zugeflossen ist. Investitionen Die Gesellschaft tätigt als Betriebsführerin keine eigenen Investitionen in die Hallen- und Freibäder. 122 Beteiligungsbericht 2018 - RGB - Ausblick Aufgrund der bestehenden Verträge mit der StW Bäder GmbH, den Erwartungen im Wirtschaftsplan und der mittelfristigen Finanzplanung erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2018 ein positives Ergebnis von 145 T€. Risikomanagement Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen aufgrund des langfristig abgeschlossenen Betriebsführungsvertrages mit der StW Bäder GmbH nicht. Ertragsrisiken bestehen in einem veränderten Kundenverhalten und dem dadurch bedingten Rückgang der Besucherzahlen. Dieses Risiko ist jedoch ausschließlich von der Auftraggeberin der StW Bäder GmbH zu tragen. c) Kapitalzuführungen und -entnahmen Das gezeichnete Kapital blieb im Berichtsjahr unverändert. d) Personalentwicklung (Jahresdurchschnitt) Im Geschäftsjahr 2017 waren durchschnittlich 48 Vollzeitkräfte (davon 24 Männer und 24 Frauen; Vorjahr:53) sowie 36 Teilzeitkräfte (davon 16 Männer und 20 Frauen; Vorjahr:17) beschäftigt. e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögens- / Finanzkennzahlen Eigenkapitalquote Ertragskennzahlen Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Cash-flow Kostendeckungsgrad Personalkennzahlen Umsatz je Vollzeitkraft Personalkosten je Vollzeitkraft 2013 2014 2015 2016 2017 % 21,2 21,0 17,6 19,1 17,2 % 2,3 49,6 11,0 143 86,9 2,4 49,2 10,4 142 95,3 2,3 49,8 8,8 143 100,9 2,2 46,4 8,9 134 100,4 2,6 58,7 10,1 169 100,9 97 40 121 51 120 53 107 45 110 50 % % T€ % % T€ Beteiligungsbericht 2018 - RGB - 123 2.7 Green City Hotel Vauban gGmbH 2.7.1 Gegenstand des Unternehmens Gesellschaftszweck ist die Förderung des Wohlfahrtswesens durch Schaffung von Arbeitsplätzen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung jeglicher Art, deren Teilhabe an einer sonstigen Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt aufgrund von Art und Schwere der Behinderung oder wegen sonstiger Umstände voraussichtlich trotz Ausschöpfung aller Fördermöglichkeiten auf besondere Schwierigkeiten stößt. Hierdurch soll die soziale Inklusion dergestalt verwirklicht werden, dass die behinderten Beschäftigten wie jeder Mensch in ihrer Individualität von der Gesellschaft akzeptiert werden und die Möglichkeit erhalten, in vollem Umfang an ihr teilzuhaben, wobei Unterschiede und Abweichungen bewusst wahrgenommen, aber in ihrer Bedeutung eingeschränkt oder aufgehoben werden. Dieser Zweck wird verwirklicht insbesondere durch die Einrichtung und die Führung eines Integrationsbetriebes, der im Bereich der Hotellerie, der Gastronomie, des Tourismus oder in ähnlichen Bereichen tätig ist. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck mittelbar oder unmittelbar zu dienen geeignet sind. Sie kann Zweigniederlassungen einrichten und sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen. 2.7.2 Beteiligungsverhältnisse Vereinigung Freiburger Sozialarbeit e.V. Freiburger Stadtbau GmbH 2.7.3 66,7 % 33,3 % = 50.000,00 € = 25.000,00 € Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die FSB wird in der Gesellschafterversammlung durch deren Geschäftsführung vertreten. b) Geschäftsführung Daniel Ferch Angaben über die gewährten Gesamtbezüge unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB. c) Aufsichtsrat Ulrich von Kirchbach Jochen Pfisterer Franz-Josef Illenseer Egon Engler Pia-Maria Federer Clemens Metz Barbara Mietsch 124 Aufsichtsratsvorsitzender, Bürgermeister Stadt Freiburg i. Br. stellv. Aufsichtsratsvorsitzender, Diakonisches Werk Freiburg Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Freiburg e.V. Caritasverband Freiburg-Stadt e.V. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Studierendenwerk Freiburg Freiburger Stadtbau GmbH Beteiligungsbericht 2018 - Green City Hotel - Michael Seiler Wolfgang Schäfer-Mai Freiburger Stadtbau GmbH Vorstand DRK – Freiburg (ab 04/2016) Von der Gesellschafterversammlung bestimmte nicht stimmberechtigte Mitglieder: Matthias Müller Egbert Greiwet Sascha Weiss Amtsleiter Rechtsamt der Stadt Freiburg Steuerberater Küchenchef Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 12 Mitglieder an, davon 2 Frauen (= 16,6 %). Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten in 2017 keine Aufwandsentschädigungen. 2.7.4 Beteiligungen des Unternehmens Die Gesellschaft war im Berichtsjahr an keinem anderen Unternehmen beteiligt. 2.7.5 Wesentliche Verträge Förderung eines Integrationsprojektes des KVJS vom 9.03.2012; der KVJS (Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg) unterstützt die Green City Hotel Vauban gGmbH mit einem Zuschuss in Höhe von 90 T€ sowie einem zinslosen Darlehen in Höhe von 120 T€ mit einer Laufzeit von 10 Jahren und einer monatlichen Tilgung in Höhe von 1 T€, die ab dem 01.09.2013 zu leisten ist. Darüber hinaus werden bei Neueinstellung von Personal mit Behinderung personengebundene Zuschüsse sowie Investitionszuschüsse gewährt.Voraussetzung für die Förderung durch den KVJS ist, dass die Green City Hotel Vauban gGmbH als Integrationsprojekt im Sinne der §§ 132 Abs. 2 SBG IX geführt wird und mindestens sechs Arbeitsplätze für besonders betroffene schwerbehinderte Menschen nach § 132 Abs. 2 SGB IX geschaffen werden. 2.7.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Das Unternehmen wurde im Juli 2012 gegründet. Mit der Eröffnung des Green City Hotels im Juli 2013 nahm das Unternehmen das operative Geschäft auf. Den Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks zeigt nachfolgende Tabelle: Anzahl Übernachtungen Auslastung (%) Beschäftigte davon mit Behinderung 2013 8.544 64,2 21 2014 12.160 67,8 22 2015 13.150 73,5 22 2016 13.691 76,5 24 2017 13.643 76,3 23 (9 VZ/12TZ) (9 VZ/13 TZ) (9 VZ/13 TZ) (7 VZ/17 TZ) (5VZ/18TZ) 11 10 10 11 11 Beteiligungsbericht 2018 - Green City Hotel - 125 2.7.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 1 2015 2016 2017 2018 Plan 2019 Plan1 T€ T€ T€ T€ T€ 598 362 0 960 534 414 0 948 463 475 1 939 375 488 0 863 493 78 390 514 108 326 604 78 256 569 78 216 Für 2019 liegt keine Planbilanz vor. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Sonstige (neutrale) Erträge Betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkei Steuern vom Einkommen/Ertrag und Sonstige Jahresüberschuss b) 2015 2016 2017 T€ T€ T€ 1.375 248 1.622 84 639 114 713 1.550 72 -6 66 0 66 1.463 233 1.696 90 659 114 747 1.610 86 -5 81 0 81 1.467 255 1.722 93 638 106 734 1.571 151 -5 146 0 146 2018 Plan T€ 1.321 206 1.527 85 653 108 674 1.520 7 -6 1 0 1 2019 Plan T€ 1.415 168 1.583 95 672 102 707 1.576 7 -6 1 0 1 Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Geschäftsverlauf 2017 Das Geschäftsjahr 2017 verlief im Vergleich zum Vorjahr ähnlich gut. Abweichungen gab es in der Belegung im Mai 2017 mit einem plus von 19,0 % und im November mit einer Abweichung von minus 10,0 %. Im Mai wurden die Wochen mit den Feiertagen preislich angepasst und somit eine höhere Auslastung gefahren. Der November 2016 war mit Abstand zu den Vorjahren der stärkste November überhaupt und konnte in 2017 nicht auf diesem Niveau gehalten werden. Der Umsatz stieg in 2017 leicht von 1.462,8 T€ (2016) auf 1.466,9 T€. Das entspricht einem Umsatzplus von rund 4,1 T€. Von Montag bis Donnerstag wird das Hotel überwiegend von Geschäftskunden genutzt, an den übrigen Tagen übernachten hauptsächlich Privatreisende und kleinere Reisegruppen. Der Tagungsraum des Hotels wird neben der klassischen Anmietung durch Firmenkunden 126 Beteiligungsbericht 2018 - Green City Hotel - auch von lokalen Netzwerken und Initiativen genutzt und ist damit ein Ort der Vernetzung und Begegnung im Stadtteil Vauban. Das Hotel erfreut sich einer großen Kundenzufriedenheit, die über „iiQCheck“ abgefragt wird. Hier liegt der Zufriedenheitsgrad gleichbleibend bei 90,0 %. Investitionen Im Berichtsjahr wurden 35 T€ in Sachanlagen investiert. Ausblick Für das Jahr 2018 wird erneut eine positive Geschäfts- und Ertragsentwicklung erwartet. Aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Konjunkturperspektiven wird von einer weiterhin anhaltenden Nachfrage nach Hotelzimmern in Freiburg ausgegangen. Zur Erwirtschaftung eines positiven Jahresergebnisses ist der Betrieb des Hotels auch weiterhin auf Zuschüsse von KVJS und Aktion Mensch angewiesen. Risikomanagement Der starke Wettbewerb in der Branche stellt sowohl ein Risiko als auch eine Chance für das Green City Hotel Vauban dar. In Freiburg sind seit Sommer 2017 vier zusätzliche Hotels geöffnet. Weitere Zimmer kommen ab 2019 hinzu. Die Risiken bestehen insbesondere in der Verteilung gleichbleibender Gästezahlen, was einen deutlichen Preiswettbewerb bis zum Preisdumping nach sich ziehen könnte. Es ist außerdem eine Zuspitzung des Fachkräftemangels zu befürchten. c) Kapitalzuführungen und – entnahmen Das gezeichnete Kapital blieb im Berichtsjahr unverändert. d) Personalentwicklung Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr 2017 gem. § 285 Nr. 7 HGB durchschnittlich 26 Personen, davon sind 12 Menschen mit Behinderung im Sinne von 132 IX SGB. e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2013 Vermögens- / Finanzkennzahlen Eigenkapitalquote Ertragskennzahlen Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Cash-flow Kostendeckungsgrad Personalkennzahlen Umsatz je Vollzeitkraft Personalkosten je Vollzeitkraft 2014 2015 2016 2017 % 6,7 7,0 14,3 23,1 38,8 % 2,2 20,3 1,8 84,6 104,7 0,3 0,7 1,0 148 105,3 4,8 13,5 6,9 112 104,7 5,5 15,8 9,1 114 105,3 10,3 24,1 15,9 135 109,6 29,5 16,2 57,0 26,4 62,5 29,0 61,0 27,5 63,7 27,7 % % T€ % T€ T€ Beteiligungsbericht 2018 - Green City Hotel - 127 3 Messen, Märkte, Touristik und Wirtschaftsförderung 3.1 Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG 3.1.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung der Wirtschaft, des Tourismus- und Kongresswesens sowie der Messen und Märkte. Dazu gehört auch der Betrieb und die Vermarktung des Messegeländes Freiburg sowie des Konzerthauses Freiburg und ähnlicher Einrichtungen in der Stadt Freiburg i. Br., der Betrieb einer Werbeagentur sowie der Vertrieb der damit zusammenhängenden Waren und Dienstleistungen als auch die Durchführung eigener Ausstellungen, Messen (insbesondere Frühjahrs- und Herbstmesse) und anderer Veranstaltungen (insbesondere Wochenmarkt und Weihnachtsmarkt), die gewerbliche Vermittlung von Messen und anderen Veranstaltungen an Veranstalter, die Durchführung örtlicher Arrangements für Veranstalter und die Herausgabe einschlägiger Druckschriften. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der genannte Gesellschaftszweck gefördert oder verwirklicht werden kann. Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung Baden-Württemberg. 3.1.2 Beteiligungsverhältnisse Komplementärin Kommanditistin 3.1.3 FWTM Beteiligungs-GmbH (ohne Einlage) Stadt Freiburg i.Br: 100% = 3.106.000,00 € Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die Stadt Freiburg i. Br. wurde in der Gesellschafterversammlung der FWTM durch den Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. vertreten. b) Geschäftsführung Zur Geschäftsführung bestimmt ist die Komplementärin, vertreten durch die Geschäftsführer Dr. Bernd Dallmann (bis 31.12.2017) und Daniel Strowitzki. Die Gesamtbezüge im Berichtsjahr 2017 von Herrn Dr. Bernd Dallmann betrugen 217 T€ und von Herrn Daniel Strowitzki 191 T€. c) Aufsichtsrat Vorsitzender: stellvertr. Vorsitzender: Weitere: 128 Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg i.Br. Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg i.Br. Landrätin Dorothea Störr-Ritter, Wirtschaftsregion Freiburg e.V. Marcel Thimm, Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau Beteiligungsbericht 2018 - FWTM KG - Stadträt_innen: ArbeitnehmerVertreterin: Renate Buchen, Patrick Evers, Pia Federer, Dr. Johannes Gröger, Wendelin Graf von Kageneck, Atai Keller, Karl-Heinz Krawczyk, Ernst Lavori, Lukas Mörchen, Dr. Sylvie Nantcha, Timothy Simms, Nadyne Saint-Cast, Ibrahim Sarialtin, Bernhard Schätzle, Stefan Schillinger, Irene Vogel. Kristin Gugel Im Berichtsjahr 2017 erhielt der Aufsichtsrat Vergütungen und Sitzungsgelder in Höhe von 4.992,00 €. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €): Grundvergütung Vergütung pro Sitzung Sonstige Vergütungen AR PrA GK MK AR PrA GK MK AR PrA GK MK Aufsichtsratsvorsitzender --- --- --- --52 - - - - - - - - - - - --- --- --Stellvertr. AR-Vorsitzender - - - - - - - - - - - 52 52 52 52 - - --- --- --Aufsichtsratsmitglieder --- --- --- --52 52 52 52 - - --- --- --Beratendes Mitglied --- --- --- --- --- --- --- --- ----- --- --AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss / GK = Grundstückskommission / MK = Marktkommission Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister/innen und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg i. Br. abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderät_innen. Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 21 Mitglieder an, davon 7 Frauen (33,3 %). 3.1.4 Beteiligungen des Unternehmens FWTM Kopfbau Vermögensgesellschaft mbH & Co. KG (ehemals Projektgesellschaft VII mbH) FMMI Freiburg Management und Marketing International GmbH Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien GmbH & Co.KG Alte Wache - Haus der badischen Weine GmbH Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien Beteiligungs-GmbH (FWI GmbH) MCH Messe Schweiz AG Badischer Gemeinde-Versicherungs-Verband Schwarzwald Tourismus GmbH (STG) 3.1.5 24 % 100 % 30 % 5,26 % 30 % Splitterbeteiligung Splitterbeteiligung Splitterbeteiligung Wesentliche Verträge Betriebsführungs- und Dienstleistungsverträge - Mit Vertrag vom 05.12.1988 hat die Stadt Freiburg i. Br. der FWTM die Betriebsführung des Historischen Kaufhauses übertragen. - Mit Vertrag vom 13.12.2004 und diversen Änderungsverträgen hat die MF OTG der FWTM die Betriebsführung des Messegeländes übertragen. - Mit Datum vom 24.07.1996 wurde zwischen der Stadt Freiburg und der FWTM ein Vertrag zur Durchführung von Messen und Märkten geschlossen. Beteiligungsbericht 2018 - FWTM KG - 129 - Mit Datum 26.02/10.03.2014 wurde ein Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Stadt Freiburg i. Br. im Zusammenhang mit der Teilnahme an einen gemeinsamen Cash-Pool geschlossen. Miet-und Pachtverträge - Mit Vertrag vom 10.12.1996 und Ergänzungsvertrag vom 16.02.2011/22.12.2015 wurde zwischen der Gesellschaft und der Freiburger Kommunalbauten GmbH Baugesellschaft & Co. KG ein Pachtvertrag über das Konzerthaus Freiburg geschlossen. - Mit Datum vom 16.02.1989 wurde zwischen der Gesellschaft und der Franz-Xaver- und Emma-Seiler-Stiftung ein Mietvertrag über Räume im Friedrichsbau und in der Gartenstraße geschlossen. Der Vertrag wurde zum 31.03.2019 gekündigt. Lizenzvertrag Mit Vertrag vom 13.12.2011 wurde zwischen der Gesellschaft und der FMMI eine Vereinbarung über die Nutzung des Markennamens Intersolar geschlossen. Für die Durchführung der Intersolarmesse in den USA nutzt die FMMI das Recht an der Marke Intersolar, das im Eigentum der Gesellschaft steht. 3.1.3 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Das Aufgabenspektrum der FWTM umfasst die Wirtschafts- und Tourismusförderung, das Tagungs- und Kongresswesen, Messen und Märkte sowie die Koordination und Durchführung von Großveranstaltungen. Mit ihrem Leistungsangebot richtet sich die FWTM an Gäste und Bürger Freiburgs, an die Wirtschaft von Stadt und Region und an Veranstalter von Messen, Tagungen, Kongressen und kulturellen Ereignissen. Die erfolgreiche Erfüllung des öffentlichen Zwecks in den einzelnen Segmenten zeigt nachfolgende Tabelle: Anzahl Erwerbstätige 1 davon sozialversicherungspflichtig2 3 Hotelübernachtungen Besucher Konzerthaus3 Umsätze Konzerthaus (T€)3 Belegungstage Konzerthaus3 1 2 3 2013 164.600 2014 168.400 2015 171.700 2016 173.500 2017 176.200 112.167 114.602 116.979 119.149 123.082 1.026.300 1.034.800 1.089.700 1.092.700 1.193.100 195.140 205.917 210.093 200.976 203.930 2.001 1.998 2.106 2.124 2.375 297 287 283 278 266 Quelle: Statistisches Landesamt BW Quelle: Statistisches Landesamt BW (Stichtag 30. Juni) Quelle: FWTM 130 Beteiligungsbericht 2018 - FWTM KG - Die folgenden Grafiken zeigen dazu die entsprechende Entwicklung der Anzahl der Erwerbstätigen und die Anzahl an Hotelübernachtungen: Anzahl der Erwerbstätige (in Tsd.) Hotelübernachtungen (in Tsd.) 1.200 2017 1.150 2016 1.100 1.050 2015 1.000 2014 950 2013 900 850 2012 800 100 110 120 Erwerbstätige 3.1.7 a) 130 140 150 2013 170 2014 2015 2016 2017 davon sozialversicherungspflichtig Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzung Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzung Summe 1 160 2015 2016 2017 2018 Plan1 T€ 2016 Plan1 T€ T€ T€ T€ 4.420 5.654 159 4.375 6.372 75 7.552 2.285 42 10.233 10.823 9.879 0 0 1.418 5.269 3.499 46 10.233 1.418 4.227 5.136 42 10.823 1.789 3.709 4.314 67 9.879 0 0 Es werden keine Planbilanzen erstellt. Beteiligungsbericht 2018 - FWTM KG - 131 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2015 2016 2017 Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Sonstige Steuern Jahresfehlbetrag (vor Verlustabdeckung) T€ 21.058 1.192 22.250 14.888 7.094 264 6.268 28.515 -6.265 29 -6.236 14 -6.250 T€ 19.659 2.147 21.806 12.916 7.327 264 7.344 27.851 -6.045 36 -6.009 14 -6.023 T€ 23.021 991 24.012 14.893 8.003 276 6.527 29.699 -5.687 27 -5.660 14 -5.674 b) 2018 Plan T€ 24.428 3.600 28.028 16.407 8.367 286 6.892 31.952 -3.924 -2 -3.926 9 -3.935 2019 Plan T€ 26.587 59 26.646 17.820 9.053 317 8.494 35.684 -9.038 587 -8.451 1 -8.452 Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Geschäftsverlauf 2017 Im Vergleich zum Vorjahr sind die betrieblichen Erträge um 2,2 Mio. € auf 24,0 Mio. € angestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf um 2,8 Mio. € höhere Kostenweiterbelastungen an die MF OTG zurückzuführen. Der Anstieg wurde teilweise durch die im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Erträge aus der Herabsetzung der Drohverlustrückstellungen für das Konzerthaus und den Friedrichsbau sowie durch geringere Versicherungsentschädigungen kompensiert. Der Materialaufwand ist um rund 2,0 Mio. € auf 14,5 Mio. € gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Dabei sind die Aufwendungen für die Betriebsführung um 2,3 Mio. € höher ausgefallen. Dieser Anstieg ist maßgeblich durch höhere Umsatzbeteiligungen verursacht. Der sonstige betriebliche Aufwand ist im Wesentlichen aufgrund der niedrigeren Instandhaltungsaufwendungen gegenüber dem Vorjahr um 817 T€ gesunken. Insgesamt wird für das Jahr 2017 ein um 349 T€ geringerer Jahresfehlbetrag als im Vorjahr ausgewiesen. Die einzelnen Geschäftsbereiche entwickelten sich wie folgt: Im Messebereich konnte der Umsatz auf Vorjahresniveau gehalten werden. Die fehlenden Umsätze der „Interbrush“, die nur alle vier Jahre stattfindet (zuletzt 2016) konnten durch Umsatzsteigerungen bei der „Intersolar Europe“ am Standort München weitgehend kompensiert werden. Am Messeplatz Freiburg konnten die guten Ergebnisse aus den Eigenmessen wie der Caravan Live oder der Job Start Börse die rückläufigen Erträge aus anderen Messen nicht kompensieren, so dass das Ergebnis der Betriebsführerin gegenüber dem Vorjahr rückläufig war. Die anhaltend gute wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Freiburg i. Br. konnte die Wirtschaftsförderung durch eine Vielzahl von An- und Umsiedlungen, vor allem im neuen Gewerbegebiet Haid Süd und im Güterbahnhof Nord unterstützen. Zwischenzeitlich sind die Handwerksgrundstücke im Güterbahnhof vollständig und auf der Haid zu 60 % vergeben. Im Rahmen des Standortmarketings beteiligte sich die Wirtschaftsförderung erneut an internationalen Fachmessen, darunter die „ExpoReal“ in München. 132 Beteiligungsbericht 2018 - FWTM KG - Die Themen Fachkräftegewinnung und Familienfreundlichkeit wurden durch vielfältige Aktivitäten u.a. in Form von Informationsveranstaltungen, Unternehmensnetzwerken sowie Teilnahmen an Job- und Rekrutierungsmessen aktiv unterstützt und gefördert. Durch Landesmittel sowie eingeworbene Beiträge konnte der Betrieb des „Welcome Center für Internationale Fachkräfte“ bis Ende 2018 gesichert werden. Der Freiburg-Tourismus lag im Jahr 2017 mit 1,55 Millionen Übernachtungen (Beherbergungsgewerbe mit mindestens zehn Betten) um 7,9 % über dem Vorjahresstand. Trotz der vier neuen Hotels und damit 24 % Bettenwachstum ist die Bettenauslastung in der Hotellerie mit 56,3 % weniger als befürchtet gesunken (- 0,8 %). Allerdings geht die FWTM davon aus, dass die Bettenauslastung in der Freiburger Hotellerie als Folge der Neueröffnung im Jahr 2018 weiter sinken wird. Im Juli 2017 hat die FWTM gemeinsam mit dem Tourismusbeirat ein Tourismuskonzept für die Stadt Freiburg i. Br. vorgelegt. Das Tourismuskonzept zielt auf ein qualitativ hochwertiges, individuelles Tourismusangebot, das einerseits der großen ökonomischen Bedeutung des Wirtschaftszweiges für den Standort Freiburg Rechnung trägt, anderseits aber auch die Sorge der Bevölkerung aufnimmt, der Freiburg Tourismus könne die Stadt zu stark belasten. Daher soll eine Infrastruktur geschaffen werden, von der Gäste und Einwohner zugleich profitieren. Bei den Veranstaltungshäusern lag die Gesamtzahl der Veranstaltungen in 2017 mit insgesamt 301 deutlich unter Vorjahresniveau (466). Der deutliche Rückgang sowohl der Veranstaltungen als auch der Veranstaltungstage ist in der Reduktion der Termine des SWR, insbesondere Proben, begründet. Dagegen war die Besucherzahl mit insgesamt 203.930 Gästen geringfügig höher im Vergleich zum Vorjahr. Die FWTM geht nach aktuellem Buchungsstand für das Jahr 2018 von einer vergleichbaren Zahl an Veranstaltungen wie 2017 aus. Nach dem Grundsatzbeschluss in 2014 und nach dem Baubeschluss im Aufsichts- und Gemeinderat (G-15/115 vom 28.07.2015) konnte das gemeinsame Verwaltungsgebäude mit einem Investitionsvolumen von rund 21 Mio. € Anfang 2018 fertiggestellt werden. Der Bezug des Gebäudes konnte planmäßig im Juni 2018 erfolgen. Die restlichen Mietflächen sind vollständig an Unternehmen der Medizin- und Energietechnologie sowie an ein IT-Systemhaus vermietet worden. Investitionen Im Berichtsjahr 2017 wurden Investitionen in Höhe von 468 T€ für immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen getätigt. Im Rahmen der Errichtung des neuen Verwaltungsgebäudes wurde mit Beschluss vom 03.02.2017 bei der Tochter FKV eine Kapitalerhöhung durch Barmittel beschlossen und mit einer ersten Tranche in Höhe von 3,0 Mio. € in die freien Rücklagen eingestellt. Ausblick Die FWTM ist auch weiterhin aufgrund der Übernahme von allgemein fördernden, nicht kostendeckenden Maßnahmen, auf vorschüssig gewährte Zahlungen des Gesellschafters auf den voraussichtlichen Jahresfehlbetrag abhängig. Für das Jahr 2018 ist eine Verlustabdeckung aus dem städtischen Haushalt in Höhe von 6.764 T€ vorgesehen. Die zwischen der Stadt Freiburg i. Br. und der FWTM getroffenen mittelfristigen Finanz- und Investitionsvereinbarung für die Jahre 2014 bis 2018 wird im dritten Quartal 2018 fortgeschrieben und dem Beteiligungsbericht 2018 - FWTM KG - 133 Gemeinderat zu Beschlussfassung vorgelegt. Die Vorgaben dieser Zielvereinbarung sind in die Planung der Gesellschaft einzubeziehen. Risikomanagement Die Gesellschaft hat ein ihren individuellen Verhältnissen angepasstes, angemessenes Risikovorsorgesystem eingerichtet. Aufgrund der engeren organisatorischen, wirtschaftlichen und finanziellen Verflechtungen der FWTM mit der MF OTG und der FMMI werden das Risikofrüherkennungssystem, das Risikomanagementsystem und die Bereiche des internen Kontrollsystems einheitlich und übergreifend betrachtet und gestaltet. Bestandsgefährdende Risiken der Zukunft und die Existenzfähigkeit der Gesellschaft sind unter der Voraussetzung des weiteren vorschüssigen Verlustausgleichs durch die Gesellschafterin Stadt Freiburg i. Br. nicht gegeben. c) Kapitalzuführungen und -entnahmen Im Berichtsjahr 2017 wurden 371 T€ zur Eigenkapitalstärkung in die Rücklage eingestellt. Die Kommanditeinlage hat sich im Berichtsjahr nicht verändert. d) Personalentwicklung Unter Zugrundelegung der Berechnungsmethode des § 267 Abs. 5 HGB wurden im Berichtsjahr durchschnittlich 134 (Vorjahr: 126) bzw. Personen beschäftigt; davon 46 Männer und 88 Frauen. Darüber hinaus sind 23 Auszubildende auszuweisen (Vorjahr: 23). e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögens- / Finanzkennzahlen Anlagenintensität Anlagendeckung Eigenkapitalquote Investitionsquote Ertragskennzahlen1 Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Cash-flow Kostendeckungsgrad Personalkennzahlen2 Umsatz je Vollzeitkraft Personalkosten je Vollzeitkraft 1 2 2013 % % % % % % % T€ % T€ T€ 2014 2016 2017 47,1 49,2 14,9 136,8 45,6 47,7 14,5 87,5 43,2 46,1 13,9 75,0 40,4 47,2 13,1 83,7 76,4 31,0 18,1 169,6 0 0 0,4 -5.224 79,4 0 0 0,4 -5.870 78,6 0,3 0,5 0,4 -6.179 78,0 0 0 0,4 -5.022 78,3 0 0 0,2 -6.486 80,9 177,6 52,5 162,1 52,9 173,0 55,2 164,4 55,3 171,1 57,0 Ertragskennzahlen nach Verlustabdeckung Vollzeitkräfte incl. Geschäftsführung und Auszubildende 134 2015 Beteiligungsbericht 2018 - FWTM KG - 3.2 3.2.1 Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe Beteiligungs-GmbH Zweck und Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung der Wirtschaft, des Messewesens, des Tourismus sowie des Kongresswesens. Dazu gehört auch die Beteiligung an Gesellschaften zur Förderung der kommunalen Infrastruktur, insbesondere die Beteiligung als persönlich haftende geschäftsführende Gesellschafterin der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG und der Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der genannte Gesellschaftszweck gefördert oder verwirklicht werden kann. Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung Baden-Württemberg. 3.2.2 Beteiligungsverhältnisse Stadt Freiburg i. Br. 3.2.3 100 % = 26.000,00 € Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die Stadt Freiburg i. Br. wurde in der Gesellschafterversammlung der FWTM BeteiligungsGmbH durch den Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. vertreten. b) Geschäftsführung Dr. Bernd Dallmann (bis 31.12.2017) Daniel Strowitzki Zur Geschäftsführungsvergütung von Herrn Dr. Dallmann und Herrn Strowitzki wird auf die Ausführungen unter Kapitel 3.1.3 b) verwiesen. c) Überwachungsorgan Als Überwachungsorgan fungiert der Aufsichtsrat der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (siehe Abschnitt 3.1.3 c). 3.2.4 Beteiligungen des Unternehmens Die Gesellschaft ist als persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin ohne Einlage) an der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG, an der Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG sowie der FWTM Kopfbau Vermögensgesellschaft mbH & Co. KG beteiligt. Beteiligungsbericht 2018 - FWTM GmbH - 135 3.2.5 Wesentliche Verträge Geschäftsbesorgungsvertag (Cash-Pool) vom 09.10.2014 mit der Stadt Freiburg i. Br. zur Verbesserung des Liquiditätsmanagements für die Stadt Freiburg i. Br., ihrer Eigenbetriebe und Gesellschaften. 3.2.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Die Gesellschaft entfaltet keine eigene Geschäftstätigkeit. Ihre Aufgabe beschränkt sich auf die Funktion als persönlich haftende Gesellschafterin der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (siehe Abschnitt 3.1.6), der Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG (siehe Abschnitt 3.7.6) sowie der FWTM Kopfbau Vermögensgesellschaft mbH & Co. KG (siehe Abschnitt 3.6.6). 3.2.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Umlaufvermögen Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Summe 1 2015 2016 2017 T€ T€ T€ 2018 Plan1 T€ 2019 Plan1 T€ 128 128 135 135 136 136 0 0 123 4 1 128 126 4 4 135 131 4 1 136 0 0 Es werden keine Planbilanzen erstellt. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG* Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Steuern Jahresüberschuss b) 2015 2016 T€ T€ 4 3 7 4 4 -1 0 -1 0 -1 2017 4 3 7 4 4 3 0 3 0 3 T€ 6 4 10 5 5 5 0 5 0 5 2018 Plan T€ 0 8 8 4 4 4 0 4 0 4 2019 Plan T€ 6 4 10 5 5 5 -1 4 0 4 Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Aufgrund der eingeschränkten Geschäftstätigkeit der FWTM Beteiligungs-GmbH wird sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auch künftig nicht wesentlich verändern. c) Kapitalzuführungen und -entnahmen Das Stammkapital wurde im Berichtsjahr nicht verändert. 136 Beteiligungsbericht 2018 - FWTM GmbH - d) Personalentwicklung Die Gesellschaft beschäftigt selbst kein eigenes Personal. e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Da sich die Tätigkeit der FWTM Beteiligungs-GmbH auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin der FWTM GmbH & Co. KG, der Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG sowie der FKV GmbH & Co. KG beschränkt, wird auf die Ermittlung von Kennzahlen verzichtet. Es wird auf die Darstellung der entsprechenden Kennzahlen in den Abschnitten 3.1.10 e), 3.7.10 e) sowie 3.6.10 e) verwiesen. Beteiligungsbericht 2018 - FWTM GmbH - 137 3.3 3.3.1 Freiburg Management und Marketing International GmbH Zweck und Gegenstand des Unternehmens Zweck und Gegenstand sind die Konzeption und Durchführung des nationalen und internationalen Marketings für den Wirtschafts-, Tourismus- und Umweltstandort Freiburg i. Br. Hierzu gehören auch die Konzeption, Planung, Organisation und Durchführung von Messen, Ausstellungen und Kongressen; dieses Geschäftsfeld kann auch international im Rahmen von interkommunalen Kooperationen z.B. Städtepartnerschaften oder anderweitigen interkommunalen Kooperationen für Einzelvorhaben ausgeübt werden. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der genannte Gesellschaftszweck gefördert oder verwirklicht werden kann. Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung Baden-Württemberg. 3.3.2 Beteiligungsverhältnisse FWTM GmbH & Co. KG 3.3.3 100% = 25.000,00 € Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die FWTM wird in der Gesellschafterversammlung der FMMI durch die Geschäftsführung der FWTM vertreten. b) Geschäftsführung Dr. Bernd Dallmann Daniel Strowitzki Zu den Geschäftsführungsvergütungen wird auf die Ausführungen unter Kapitel 3.1.3 b) verwiesen. c) Aufsichtsrat Vorsitzender: Stellvertreter: Weitere: Stadträt_innen: Arbeitnehmervertreter_innen: 138 Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg i.Br., Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg i.Br., Landrätin Dorothea Störr-Ritter, Wirtschaftsregion Freiburg e.V., Sparkassendirektor Marcel Thimm, Renate Buchen, Patrick Evers, Pia Federer, Dr. Johannes Gröger, Wendelin Graf von Kageneck, Atai Keller, Karl-Heinz Krawczyk, Ernst Lavori, Lukas Mörchen, Dr. Sylvie Nantcha, Timothy Simms, Nadyne Saint-Cast, Ibrahim Sarialtin, Bernhard Schätzle, Stefan Schillinger, Irene Vogel. Kristin Gugel Beteiligungsbericht 2018 - FMMI GmbH - Die Aufsichtsratsvergütungen im Jahr 2017 betrugen 2.756,00 €. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €): Grundvergütung (€) Vergütung pro Sitzung (€) sonstige Vegütungen (€)r AR PrA AR PrA AR PrA Aufsichtsratsvorsitzender --52 ------Stellvertretender AR-Vorsitzender ----52 52 ----Aufsichtsratsmitglieder ----52 52 ----Beratendes Mitglied ------------AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister_innen und Bürgermeister_innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg i. Br. abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderät_innen. Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 21 Mitglieder an, davon 7 Frauen (= 33,30 %). 3.3.4 Beteiligungen des Unternehmens Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen. 3.3.5 Wesentliche Verträge - Am 05.05.2008 wurde mit der Solar Promotion International GmbH ein Vertrag zur Durchführung einer Messe mit Kongress für die Solarbranche (Intersolar North America) abgeschlossen. Des Weiteren wurden im Zeitverlauf weitere Verträge mit diesem und anderen Partnern zu weiteren Messen / Kongressen für die Solarbranche in anderen Ländern geschlossen. - Am 13.12.2011 wurde mit der FWTM eine Vereinbarung zur Nutzung des Markennamens Intersolar geschlossen, der durch einen neuen Vertrag vom 17.12.2016 ersetzt wurde. - Am 09.10.2014 bzw. 24.12.2014 wurde mit der Stadt Freiburg i. Br. ein Geschäftsbesorgungsvertrag zur Teilnahme am „Cash-Pooling“ zur Verbesserung des Liquiditätsmanagements für die Stadt Freiburg i. Br., ihrer Eigenbetriebe und Gesellschaften abgeschlossen. 3.3.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Die FMMI wurde am 20.03.2008 gegründet. Gemäß dem Gesellschaftszweck war das Wirtschaftsjahr 2017 geprägt durch die Organisation und Durchführung der zehnten Intersolar North America, der neunten Intersolar Indien sowie der fünften Intersolar South America in Brasilien. Die Entwicklung der Gesellschaft zeigt nachfolgende Tabelle: 2013 Anzahl Veranstaltungen Ausstellerzahlen Besucherzahlen (Tsd.) 1 1 2014 3 740 28 4 901 45 2015 4 1.130 59 2016 4 1.052 46 2017 3 987 40 nur Messen der FWTM ohne Expo-Shanghai, Kongresse u.a. Beteiligungsbericht 2018 - FMMI GmbH - 139 3.3.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ 2015 AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzung Summe PASSIVA Eigenkaptial Rückstellungen Verbindlichkeiten Summe 1 2016 2017 2018 2019 1 Plan1 T€ Plan T€ T€ T€ T€ 2 1.846 90 1.938 2 2.263 117 2.383 2 2.002 10 2.014 0 1 300 389 1.249 1.938 547 524 1.312 2.383 421 188 1.405 2.014 0 0 2015 2016 2017 2018 Plan T€ 4.890 0 4.890 4.025 0 724 4.749 141 0 141 84 57 2019 Plan T€ 2.970 10 2.980 3.170 0 445 3.615 -635 0 -635 15 -650 Es werden keine Planbilanzen erstellt. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Sonstige Steuern Jahresergebnis b) T€ 4.435 197 4.632 4.126 0 299 4.425 207 0 207 22 185 T€ 5.495 146 5.641 5.017 0 362 5.379 262 0 262 16 246 T€ 4.597 57 4.654 4.317 0 427 4.744 -90 0 -90 36 -126 Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Geschäftsverlauf 2017 Die Ausstellerzahlen der bereits etablierten Intersolarmessen konnten aufgrund der Stabilisierung des Solarmarktes im Wesentlichen konstant gehalten werden. Demgegenüber sind die vermieteten Flächen rückläufig gewesen, was im Geschäftsjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr zu einem Rückgang der Umsatzerlöse und entsprechend geringerer Materialaufwendungen aufgrund der weniger anzumietenden Flächen führte. Dies führte zu einem Gesamtergebnis in Höhe von - 126 T€, welches deutlich unter dem Planergebnis in Höhe von 13 T€ liegt. Investitionen Das Unternehmen hat im Berichtsjahr 2017 keine Investitionen getätigt. 140 Beteiligungsbericht 2018 - FMMI GmbH - Ausblick Die Gesellschaft erwartet für das Jahr 2018 einen Verlust in Höhe von rund 236 T€ und für das Jahr 2019 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 650 T€. Im Jahr 2018 wurden unter anderem die bereits etablierten Messen, die Intersolar North America, die Intersolar South America sowie die Intersolar India durchgeführt. Risikomanagement Wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung liegen nach wie vor zum einen in zurückgehenden Aussteller- und Besucherzahlen und zum anderen in Liquiditätsengpässen aufgrund der marktüblichen Zahlungsmodalitäten der Aussteller. Darüber hinaus bestehen weitere Risiken in Wechselkursschwankungen sowie in steuerlichen, politischen und konjunkturellen Rahmenbedingungen. c) Kapitalzuführungen und -entnahmen Das gezeichnete Kapital blieb im Berichtsjahr unverändert. d) Personalentwicklung Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr wie in den Vorjahren kein eigenes Personal. Zur Durchführung der Intersolar Messen wurden Personalleistungen gegen Kostenersatz von der FWTM bezogen. e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögens- / Finanzkennzahlen Eigenkapitalquote Ertragskennzahlen Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Cash-flow Kostendeckungsgrad 2013 2014 2015 2016 2017 % 10,1 8,1 15,5 23,0 20,9 % 1,4 31,3 1,8 -459 101,3 -3,2 -51,5 -4,7 -296 97,3 4,7 160,9 14,5 708 104,7 4,8 82,0 13,5 814 104,9 -2,0 -23,0 -3,8 -521 96,0 % % T€ % Beteiligungsbericht 2018 - FMMI GmbH - 141 3.4 3.4.1 Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien GmbH & Co. KG Zweck und Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung der Wirtschaftsstrukturen im Geschäftsgebiet der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau durch aktive Gewerbeflächenbedarfsplanung und Gewerbestandortentwicklung, die Entwicklung von gewerblichen Nutzungskonzepten, notwendigen Flächennutzungsänderungen sowie die Erschließung der notwendigen Infrastrukturen in der Region. Soweit es zur Erfüllung der oben genannten Zwecke erforderlich ist, kann die Gesellschaft alle zur Förderung des Gesellschaftszwecks notwendigen Geschäfte vornehmen, z. B. die Vermittlung, den Erwerb und die Veräußerung von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten, insbesondere mit Gewerbe- und Industriegrundstücken sowie alle hiermit unmittelbar und mittelbar zusammenhängenden Geschäfte, einschließlich der Durchführung von Beratungsaufträgen. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die den Gesellschaftszweck fördern und verwirklichen können. Ferner ist die Gesellschaft befugt, Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art zu erwerben oder zu pachten und sich an solchen zu beteiligen. 3.4.2 Beteiligungsverhältnisse Komplementärin Kommanditistin: 3.4.3 Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien-Beteiligungs-GmbH (ohne Einlage) Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau 70 % = 715.808,63 € FWTM GmbH & Co. KG 30 % = 306.775,13 € Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die FWTM wird in der Gesellschafterversammlung der FWI GmbH & Co. KG durch die Geschäftsführung der FWTM vertreten. b) Geschäftsführung Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien-Beteiligungs-GmbH (FWI), vertreten durch Dr. Bernd Dallmann, Markus Hildmann und Thomas Stoffel. Zur Geschäftsführungsvergütung von Herr Dr. Dallmann wird auf die Ausführungen unter Kapitel 3.1.3 b) verwiesen. c) Aufsichtsrat Vorsitzender: Ständiger Vertreter: Sparkassendirektoren: Stadträt_innen: Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. Otto Neideck, Erster Bürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. Marcel Thimm, Erich Greil, Bernd Rigl Renate Buchen, Pia Federer, Graf Wendelin von Kageneck Im Berichtsjahr 2017 erhielt der Aufsichtsrat Vergütungen in Höhe von 960,00 €. 142 Beteiligungsbericht 2018 - FWI KG - Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i.V.m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister_innen und Bürgermeister_innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg i. Br. abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderät_innen. Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 8 Mitglieder an, davon 2 Frauen (= 25,0 %). 3.4.4 Beteiligungen des Unternehmens Kepler Projektentwicklungsgesellschaft mbH Beteiligung Projektgesellschaft Auwald 13 mbH Gewerbepark Breisgau GmbH TENINGEN Projekt GmbH Westbau GmbH Beteiligung 3.4.5 50,00 % 100,00 % 5,00 % 25,00 % 6,15 % Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Die Gesellschaft hat auch im Geschäftsjahr 2017 die Förderung der Wirtschaftsstrukturen im Raum Freiburg im Rahmen diverser Projekte aktiv weiterverfolgt. 3.4.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzung Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Summe 1 2015 2016 2017 2018 Plan1 T€ 2019 Plan1 T€ T€ T€ T€ 27 2.800 69 2.896 27 2.958 54 3.039 153 3.935 49 4.137 0 0 1.523 267 1.106 2.896 1.523 104 1.412 3.039 1.485 49 2.603 4.137 0 0 Es werden keine Planbilanzen erstellt. Beteiligungsbericht 2018 - FWI KG - 143 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2015 Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Steuern Jahresüberschuss b) T€ 2.420 1 2.421 1.584 0 0 572 2.156 265 -7 257 47 210 2016 T€ 1.249 109 1.358 628 0 0 528 1.156 202 -10 192 31 161 2017 T€ 1.507 132 1.639 1.132 0 0 533 1.665 -26 -11 -37 1 -38 2018 Plan T€ 2.054 2373 4.427 1.183 110 1 744 2.038 2.389 -10 2.379 214 2.165 2019 Plan T€ 933 130 1.063 488 0 1 538 1.027 36 -10 26 1 25 Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Wie in Projektentwicklungsgesellschaften des Immobiliensektors üblich, verläuft die Umsatzentwicklung je nach Stand der einzelnen Projekte in höchstem Maße unterschiedlich. Bei diesen Schwankungen der Geschäftsentwicklung dürfte es auch in den nachfolgenden Jahren grundsätzlich bleiben. c) Kapitalzuführungen und -entnahmen Bedingt durch die Einstellung des Jahresfehlbetrags in die Gesellschafterkonten verändern sich die Kapitalanteile der Kommanditisten. d) Personalentwicklung Das Unternehmen beschäftigt ab April 2005 kein eigenes Personal mehr; dies wird von den Gesellschaftern über einen Personalgestellungsvertrag zur Verfügung gestellt. e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Auf die Darstellung anhand von Kennzahlen wird verzichtet, da diese aufgrund der sehr unterschiedlichen Umsatzverläufe (aus Grundstücksverkäufen) nicht aussagekräftig sind. 144 Beteiligungsbericht 2018 - FWI KG - 3.5 Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien Beteiligungs-GmbH 3.5.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen sowie die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften, insbesondere die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin der Freiburg-SWirtschaftsimmobilien GmbH & Co. KG. Aufgabe der Freiburg-S-WirtschaftsimmobilienBeteiligungs GmbH (FWI GmbH) ist die Förderung der Wirtschaftsstrukturen im Raum Freiburg. 3.5.2 Beteiligungsverhältnisse Sparkasse Freiburg - Nördlicher Breisgau FWTM GmbH & Co. KG 3.5.3 70 % = 17.895,22 € 30 % = 7.669,37 € Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die FWTM wird in der Gesellschafterversammlung der FWI Beteiligungs-GmbH durch die Geschäftsführung der FWTM vertreten. b) Geschäftsführung Dr. Bernd Dallmann Markus Hildmann Thomas Stoffel Zur Geschäftsführungsvergütung wird auf die Ausführungen unter Kapitel 3.4.3 b) verwiesen. c) Überwachungsorgan Als Überwachungsorgan fungiert der Aufsichtsrat der FWI GmbH & Co. KG. 3.5.4 Beteiligungen des Unternehmens Die Gesellschaft ist als persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin ohne Einlage) an der Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien GmbH & Co. KG beteiligt. 3.5.5 Wesentliche Verträge Es sind keine wesentlichen Verträge auszuweisen. 3.5.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Der FWI GmbH obliegt die Geschäftsführung der FWI GmbH & Co. KG. Hierfür erhält sie einen Auslagenersatz und eine Haftungsentschädigung. Beteiligungsbericht 2018 - FWI GmbH - 145 3.5.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Umlaufvermögen Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Summe 1 2015 2016 2017 T€ T€ T€ 2018 Plan1 T€ 2019 Plan1 T€ 45 45 47 47 48 48 0 0 42 3 0 45 43 4 0 47 45 3 0 48 0 0 2015 T€ 54 50 3 53 1 0 1 0 1 2016 T€ 55 50 3 53 2 0 2 1 1 2017 T€ 53 50 2 52 1 0 1 0 1 2018 T€ 54 50 2 52 2 0 2 0 2 2019 T€ 54 50 2 52 2 0 2 0 2 Es werden keine Planbilanzen erstellt. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Betriebliche Erträge Personalaufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Steuern Jahresüberschuss b) Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Da sich die Tätigkeit der FWI Beteiligungs-GmbH im Wesentlichen auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin der FWI GmbH & Co. KG beschränkt, wird auf die Darstellung in Abschnitt 3.4.7 b) verwiesen. c) Kapitalzuführungen und -entnahmen Im Berichtsjahr blieb das Stammkapital unverändert. d) Personalentwicklung Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Da sich die Tätigkeit der FWI Beteiligungs-GmbH im Wesentlichen auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin der FWI GmbH & Co. KG beschränkt, wird auf die Ermittlung und den Ausweis von Kennzahlen verzichtet. 146 Beteiligungsbericht 2018 - FWI GmbH - 3.6 FWTM Kopfbau Vermögensgesellschaft mbH & Co. KG 3.6.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung, Unterhaltung und Verwaltung eines Gebäudes und ggf. weiterer baulicher Anlagen auf dem sogenannten „Kopfbau Messe Grundstück“ in Freiburg i. Br. In dem Gebäude soll insbesondere der Verwaltungssitz der zum FWTM-Verbund gehörenden Unternehmen untergebracht werden. Daneben sollen weitere Flächen dieses Gebäudes sogenannten „Gründerunternehmen“ zur Verfügung gestellt werden. Flächen, die weder von den zum FWTM-Verbund gehörenden Unternehmen noch sogenannten „Gründerunternehmen“ benötigt werden, dürfen fremdvermietet werden. Nicht vom Gesellschaftszweck umfasst ist die Entwicklung und Bauentwicklung weiterer Grundstücke, die von den Unternehmen des FWTM-Verbundes oder von Gründerunternehmen selbst nicht benötigt werden. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der genannte Gesellschaftszweck gefördert oder verwirklicht werden kann. Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung Baden-Württemberg. 3.6.2 Beteiligungsverhältnisse Komplementärin: FWTM Beteiligungs-GmbH (ohne Einlage) Kommanditisten: MF OTG FWTM Sparkasse Freiburg 3.6.3 70 % = 18.200,00 € 24 % = 6.240,00 € 6 % = 1.560,00 € Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die MF OTG sowie die FWTM werden in der Gesellschafterversammlung der FKV durch die Geschäftsführung der FWTM/MF OTG vertreten. b) Geschäftsführung Die Gesellschaft wird durch die Geschäftsführung der Komplementärin vertreten. c) Überwachungsorgan Als Überwachungsorgan fungiert der Aufsichtsrat der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (siehe Abschnitt 3.1.3 c). 3.6.4 Beteiligungen des Unternehmens Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen. Beteiligungsbericht 2018 - FKV - 147 3.6.5 Wesentliche Verträge - Am 03./17.07.2017 wurde mit der Stadt Freiburg i. Br. ein Geschäftsbesorgungsvertrag zur Teilnahme am „Cash-Pooling“ zur Verbesserung des Liquiditätsmanagements für die Stadt Freiburg i. Br., ihre Eigenbetriebe und Gesellschaften abgeschlossen. - Am 02./09.01.2017 wurde mit der Sparkasse Freiburg ein Darlehnsvertrag über ein zweckgebundenes Darlehen in Höhe von 8.350 T€ aus Fördermitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau geschlossen. Als Verwendungszweck ist das „Investitionsvorhaben Neubau Verwaltungsgebäude KfW-Effizienzhaus 55“ genannt. - Am Datum vom 07./12.04.2017 wurde mit der Sparkasse Freiburg ein Darlehensvertrag für den „Neubau Verwaltungsgebäude“ über den Nennbetrag von 3.500 T€ geschlossen. - Mit Dienstleistungsvertrag vom 26.07.2017 übernimmt die FWTM die Durchführung von Buchführungsdienstleistungen für die FKV. 3.6.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Das neue Verwaltungsgebäude konnte planmäßig im ersten Halbjahr 2018 fertiggestellt und bezogen werden. Die vermietete Fläche verteilt sich wie folgt: FWTM Verbund Gründerunternehmen Sonstige Unternehmen qm qm qm 2018 3.182 3.616 713 3.6.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ 2015 AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzung Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Fehlbetrag der Kommanditisten Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Summe 1 T€ 2016 T€ 834 110 10 T€ 2018 2019 1 Plan1 T€ Plan T€ 3.891 590 0 14.044 4.835 2 954 4.482 857 19.738 0 0 24 1 929 954 1 0 4.480 4.482 7.000 6 12.732 19.738 0 0 Es werden keine Planbilanzen erstellt. 148 2017 Beteiligungsbericht 2018 - FKV - GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Steuern Jahresergebnis b) 2015 2016 2017 T€ T€ T€ 0 26 26 0 0 0 26 26 0 -2 -2 0 -2 0 0 0 0 0 0 12 12 -12 -10 -22 1 -23 0 0 0 0 0 0 734 734 -734 123 -858 1 -859 2018 PLAN T€ 743 0 743 0 0 322 196 518 225 -197 28 6 22 2019 PLAN T€ 1.289 1.289 0 0 570 205 775 514 -194 320 20 300 Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Das Jahr 2017 war geprägt mit der Fertigstellung des Verwaltungsgebäudes der FWTM und dem Abschluss von Mietverträgen. Das Gebäude konnte planmäßig fertiggestellt und bezogen werden. c) Kapitalzuführungen und –entnahmen Mit Gesellschafterbeschluss vom 03.02.2017 haben die Gesellschafter eine sukzessive Kapitalerhöhung in Höhe von 9,0 Mio. € durch Barmittel beschlossen. Die Gesellschafterin MF OTG erbringt 4,0 Mio. €, die Gesellschafterin FWTM 5,0 Mio. €. Die Beträge sind in die freien Rücklagen einzustellen, sind zweckgebunden und dienen der Finanzierung des Neubaus des Verwaltungsgebäudes. d) Personalentwicklung Das Unternehmen beschäftigt kein eigenes Personal. e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Auf den Ausweis von Kennzahlen wird vorläufig noch verzichtet. Beteiligungsbericht 2018 - FKV - 149 3.7 Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG 3.7.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Einrichtung, Unterhaltung und Verwaltung sowie der Betrieb der Messe Freiburg und ähnlicher Einrichtungen in der Stadt Freiburg i. Br. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der sogenannte Gesellschaftszweck gefördert oder verwirklicht werden kann. 3.7.2 Beteiligungsverhältnisse Komplementärin Kommanditistin 3.7.3 FWTM Beteiligungs-GmbH (ohne Einlage) Stadt Freiburg i. Br. 100 % = 13.601.184,57 € Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die Stadt Freiburg i. Br. wird in der Gesellschafterversammlung der MF OTG durch den Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. vertreten. b) Geschäftsführung Die Gesellschaft wird durch die Geschäftsführung der Komplementärin vertreten. c) Aufsichtsrat Vorsitzender: Stellvertreter: Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg i. Br. Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg i. Br. Weitere: Landrätin Dorothea Störr-Ritter, Wirtschaftsregion Freiburg e.V. Marcel Thimm, Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, Christian Rasch, Badische Staatsbrauerei Rothaus Renate Buchen, Patrick Evers, Pia Federer, Dr. Johannes Gröger, Wendelin Graf von Kageneck, Atai Keller, Karl-Heinz Krawczyk, Ernst Lavori, Lukas Mörchen, Dr. Sylvie Nantcha, Timothy Simms, Nadyne Saint-Cast, Ibrahim Sarialtin, Bernhard Schätzle, Stefan Schillinger, Irene Vogel Stadträt_innen: Arbeitnehmervertreter_innen: Kristin Gugel Die Aufsichtsräte erhielten in 2017 Sitzungsgelder in Höhe von insgesamt 2.964,00 €. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €): 150 Beteiligungsbericht 2018 - MF OTG - Grundvergütung Aufsichtsratsvorsitzender Stellvertr. AR-Vorsitzender Aufsichtsratsmitglieder Beratendes Mitglied AR --------- PrA --------- Vergütung pro Sitzung Sonstige Vergütungen AR 52 52 52 --- PrA --52 52 --- AR --------- PrA --------- AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister_innen und Bürgermeister_innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg i. Br. abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderät_innen. Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 22 Mitglieder an, davon 6 Frauen (= 31,8 %). 3.1.1 Beteiligungen des Unternehmens FWTM Kopfbau Vermögensgesellschaft mbH & Co. KG 3.1.2 70% Wesentliche Verträge - Mit Vertrag vom 13.12.2004 hat die MF OTG der FWTM die Betriebsführung des Neuen Messegeländes übertragen. Mit Änderungsvertrag vom 13.12.2011 zum Betriebsführungsvertrag wurde zwischen der MF OTG und der FWTM für die Nutzung der Marke „Intersolar“ durch die MF OTG ein Lizenzvertrag geschlossen. - Mit Personalgestellungsvertrag vom 05.11.2007 überlässt die FWTM das für die Objektbetreuung notwendige Personal der MF OTG. - Mit Mietvertrag vom 24.05.2000 hat die MF OTG den auf dem neuen Messegelände gelegenen Festplatz an die FWTM vermietet. - Mit Vertrag vom 5./16.12.2016 übernimmt die SICK AG das Sponsoring der Veranstaltungshalle vier der Gesellschaft. Dafür erhält die Veranstaltungshalle vier den Namen SickArena sowie ein eigenes Logo. - Mit Datum vom 26.02.2014 wurde mit der Stadt Freiburg i. Br. ein Geschäftsbesorgungsvertrag zur Teilnahme am „Cash-Pooling“ zur Verbesserung des Liquiditätsmanagements für die Stadt Freiburg i. Br., ihrer Eigenbetriebe und Gesellschaften abgeschlossen. 3.1.3 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Die MF OTG wurde am 31.07.1998 in das Handelsregister eingetragen. Die Tätigkeit bestand zunächst in der Errichtung des neuen Messplatzes in Freiburg i. Br. und nach Beendigung der Bautätigkeit in der Vermietung an die FWTM, die 2005 die Betriebsführung für das Beteiligungsbericht 2018 - MF OTG - 151 operative Messegeschäft ausübt. Die wirtschaftliche Entwicklung der Messe zeigt folgende Übersicht und Grafik: 2013 122 480 Anzahl Veranstaltungen (gesamt) Anzahl Besucher Gesamt (in Tsd.) 2014 126 503 2015 114 505 2016 136 546 2017 155 545 Die Entwicklung der Anzahl der Veranstaltungen und der Besucher/-innen zeigen nachfolgende Grafiken: Anzahl Besucher_innen Anzahl Veranstaltungen 160 560 140 540 120 520 100 500 80 480 60 460 40 440 20 420 0 3.7.7 2013 2014 2015 2016 2017 400 (in Tsd.) 2013 2014 2015 2016 2017 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzung Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzung Summe 1 152 2015 2016 2017 T€ T€ T€ 26.417 10.948 1.778 39.143 26.355 11.756 208 38.319 29.392 8.925 279 38.596 7.964 143 31.029 7 39.143 8.712 186 29.422 0 38.319 8.850 118 29.628 Es werden keine Planbilanzen erstellt. Beteiligungsbericht 2018 - MF OTG - 38.596 2018 Plan1 T€ 2019 Plan1 T€ 0 0 0 0 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2015 2016 2017 Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge Materialaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Außerordentliches Ergebnis Sonstige Steuern Jahresergebnis (vor VA durch Stadt Frbg.) T€ 15.433 97 15.530 14.623 968 234 15.824 -294 -334 -628 0 172 -800 T€ 17.326 33 17.359 16.199 971 365 17.535 -176 -313 -489 0 172 -662 T€ 17.284 184 17.468 17.249 974 431 18.653 -1.185 -309 -1.494 0 174 -1.668 2018 Plan T€ 18.615 861 19.476 18.794 982 1.425 21.201 -1.725 -306 -2.031 0 176 -2.207 2019 Plan T€ 20.731 1.660 22.391 20.646 972 1.526 23.144 -753 -163 -916 0 176 -1.092 b) Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Geschäftsverlauf 2017 Die Ertragsentwicklung des Unternehmens ist weiterhin im Wesentlichen geprägt durch Umsatzerlöse aus dem Messegeschäft und der Abrechnung der Betriebsführungsaufwendungen durch die FWTM. Insbesondere die Caravan Live sowie die Job-Start-Börse konnten ihre geplanten Ergebnisse übertreffen. Weitere Einnahmen ergeben sich aus Mieterträgen und aus der Abrechnung vereinbarter Nebenkosten. Für das Jahr 2017 wird ein Rückgang der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 42 T€ ausgewiesen; dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Wegfall der Erlöse im Rahmen der nur alle vier Jahre stattfindenden Messe „Interbrush“, der jedoch durch Erlössteigerungen in anderen Bereichen fast gänzlich kompensiert werden konnte. Das in 2017 erzielte Ergebnis vor Erträgen aus der Verlustabdeckung durch die Stadt Freiburg i. Br. mit – 1.668 T€ liegt um – 1.006 T€ unter dem Vorjahresergebnis und um 78 T€ schlechter als geplant. Investitionen Im Berichtsjahr 2017 wurden Investitionen in Höhe von 11 T€ für Sachanlagen getätigt. Im Rahmen der Errichtung des neuen Verwaltungsgebäudes wurde mit Beschluss vom 03.02.2017 bei der Tochter FKV eine Kapitalerhöhung durch Barmittel beschlossen und mit einer ersten Tranche in Höhe von 4,0 Mio. € in die freien Rücklagen eingestellt. Ausblick Die zukünftige Ergebnisentwicklung der Gesellschaft wird maßgeblich beeinflusst von den Ergebnissen aus dem bestehenden Betriebsführungsvertrag mit der FWTM. Die Gesellschaft erwartet für das Jahr 2018, bedingt durch allgemeine Kostensteigerungen und erhöhte Instandhaltungsaufwendungen, einen Rückgang des Ergebnisses auf – 2.207 T€. Für das Jahr 2018 ist eine Verlustabdeckung aus dem städtischen Haushalt in Höhe von 800 T€ vorgesehen. Die zwischen der Stadt Freiburg i. Br. und der FWTM getroffene mittelfristigen Finanz- und Investitionsvereinbarung für die Jahre 2014 bis 2018 wird im dritten Quartal 2018 fortgeschrieben und dem Gemeinderat zu Beschlussfassung vorgelegt. Die Vorgaben dieser Zielvereinbarung sind in die Planung der Gesellschaft einzubeziehen. Beteiligungsbericht 2018 - MF OTG - 153 Risikomanagement Seit 2009 hat die Gesellschaft ein ihren individuellen Verhältnissen angepasstes angemessenes Risikovorsorgesystem eingerichtet. Aufgrund der engen organisatorischen, wirtschaftlichen und finanziellen Verflechtungen der MF OTG mit der FWTM sowie der FMMI werden das Risikofrüherkennungssystem, das Risikomanagementsystem und die Bereiche des internen Kontrollsystems einheitlich und übergreifend betrachtet und gestaltet. Die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung liegen im Rahmen der allgemeinen Unwägbarkeiten der unternehmerischen Aktivitäten, der messespezifischen und konjunkturbedingten Umstände sowie der sich ändernden wirtschaftlichen, finanziellen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Besondere Risiken, insbesondere solche mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft, bestehen derzeit in dem zuvor dargelegten Umfang. Es ist Ziel, mit der Etablierung neuer und dem qualitativen Ausbau vorhandener Messen am Standort Freiburg i. Br. sowie mit der Stärkung der Leitmesse Intersolar Europe die wirtschaftliche Situation zu festigen. c) Kapitalzuführungen und -entnahmen Im Berichtsjahr 2017 wurden 138 T€ zur Eigenkapitalstärkung in die Rücklage eingestellt. Die Kapitalanteile der Kommanditisten blieben im Berichtsjahr unverändert. d) Personalentwicklung Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Die benötigten Personalleistungen wurden gegen Kostenerstattungen von der FWTM bezogen. e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 1 Vermögens- / Finanzkennzahlen Anlagenintensität Anlagendeckung Eigenkapitalquote Investitionsquote Ertragskennzahlen1 Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Cash-flow Kostendeckungsgrad 2013 % % % % % % % T€ % 2014 2016 2017 81,3 109,1 23,0 4,7 75,5 112,1 22,0 1,9 67,4 111,1 20,3 0,1 68,7 117,2 22,7 91,8 76,2 104,7 22,9 1,1 0,9 -8,1 0,5 -399 101,8 -3,0 -13,1 -1,4 -1.490 98,1 -3,0 -10,0 -1,3 2.125 98,1 -2,0 -8,3 -0,9 537 99,0 -7,9 -19,1 -3,5 -82 93,6 Ertragskennzahlen vor Verlustabdeckung 154 2015 Beteiligungsbericht 2018 - MF OTG - 3.8 Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungs gGmbH 3.8.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung der Jugendhilfe, der Bildung und Erziehung sowie die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen im Sinne des § 53 AO, insbesondere die Schaffung zusätzlicher, Ausbildungs-, Qualifizierungs-, Trainings- und Integrationsplätze sowie die Förderung der beruflichen Fort- und Weiterbildung von langzeitarbeitslosen Menschen sowie benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen, um eine Eingliederung ins Berufsleben zu ermöglichen. Mit der Verfolgung der gemeinnützigen und mildtätigen Zwecke werden zugleich auch ausschließlich öffentliche Zweck im Sinne der Gemeindeordnung Baden-Württemberg verfolgt. 3.8.2 Beteiligungsverhältnis Stadt Freiburg i.Br. 100,0 % = 25.000,00 € 3.8.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die Stadt Freiburg i. Br. wurde in der Gesellschafterversammlung von Herrn Ersten Bürgermeister Otto Neideck vertreten. b) Geschäftsführung Christiane Blümle Michael Broglin Im Berichtsjahr 2017 erhielt Frau Blümle eine Gesamtvergütung in Höhe von 97 T€ und Herr Broglin von 12 T€. c) Aufsichtsrat Vorsitzender: 1. stellv. Vorsitzender: 2. stellv. Vorsitzender Weitere städt. Vertreter: Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg i. Br. Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg i. Br. Ulrich von Kirchbach, Sozialbürgermeister Freiburg i. Br. Adrian Hurst, Amtsleiter Haupt- und Personalamt Freiburg i. Br. Stadträt_innen: Renate Buchen, Anke Dallmann, Gerhard Frey, Martin Kotterer, Walter Krögner, Lucas Mörchen, Ibrahim Sarialtin, Ulrike Schubert, Dr. Klaus Schüle (bis 26.09.2017), Imgard Waldner (ab 26.09.2018), Dr. Wolf-Dieter Winkler, Beteiligungsbericht 2018 - f.q.b. - 155 Arbeitnehmervertreter_innen: Beratende Mitglieder: Christine Snowdon Dipl.-Ing. Stephan Bartosch, Vorstand VAG, Dr. Bernd Dallmann, Geschäftsführer FWTM GmbH & Co. KG, Ralf Klausmann, Geschäftsführer FSB GmbH. Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten 2017 keine Aufsichtsratsvergütungen. Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 15 Mitglieder an (ohne beratende Mitglieder), davon fünf Frauen = 33,3 %). 3.8.4 Beteiligungen des Unternehmens Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen an anderen Unternehmen. 3.8.5 Wesentliche Verträge - Verschiedene Miet- und Dienstleistungsverträge im Rahmen der Umsetzung des Gesellschaftszweckes. - Geschäftsbesorgungsvertrag zwischen der Stadt Freiburg i. Br. und der Gesellschaft zur Bildung eines „Cash-Pools“ vom 18./20. Dezember 2013. 3.8.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Die Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungs gGmbH wurde zum 01.01.2014 gegründet. Zielsetzung der fqb ist die Eingliederung von langzeitarbeitslosen Menschen im Stadtgebiet in ein Beschäftigungsverhältnis, um ihnen die Sicherung der Existenz aus eigenen Kräften zu ermöglichen. Besonderes Augenmerk gilt Personen, die neben ihrer Erwerbslosigkeit weitere spezifische Vermittlungshemmnisse aufweisen und aufgrund dieser Faktoren einen erhöhten Unterstützungsbedarf bei der Integration in das Arbeitsleben haben. Weiteres Ziel ist, durch präventive Maßnahmen von Arbeitslosigkeit bedrohten Jugendlichen zu helfen. Zur Zweckerfüllung unterhält die f.q.b. verschiedene Projekte und Maßnahmen, die alle in einen sozialen Kreislauf eingebettet sind. Mit einem Teil der Dienstleistungen versorgt die f.q.b. einkommensschwache Haushalte (HH) und trägt damit zusätzlich zur Erfüllung des kommunalen Auftrages bei. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks des Unternehmens zeigt nachfolgende Tabelle: 2014 IDEELLER BEREICH Projektteilnehmer_innen (Jahresdurchschnitt) 2015 2016 2017 701 688 704 655 170 446 215 421 190 455 140 424 241 65 41 263 54 29 278 65 16 275 69 25 davon Jugendliche unter 27 Jahren Maßnahmen abgeschlossen davon erfolgreich abgeschlossen in Arbeit vermittelt in Ausbildung vermittelt 156 Beteiligungsbericht 2018 - f.q.b. - 2014 ZWECKBETRIEB Winterbrandhilfe für einkommensschwache HH1 Möbel/Weißware für einkommensschwache HH 103 2 ca. Stromsparchecks für einkommensschwache HH Reinigung und Renovierung von Objekten 1 2 3 2015 3 500 2016 250 ca. 500 2017 85 ca. 750 67 ca. 720 255 297 198 256 61 61 61 73 Seit 2015 Zählung pro Lieferung Keine exakte Angabe möglich, da Barzahler nicht erfasst werden Stand Ende 2017; Reduzierung in 2018 auf 32 Objekte aufgrund Wegfall Arbeitsgelegenheiten 3.8.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ 2015 2016 2017 2018 Plan T€ 2019 Plan T€ T€ T€ T€ 805 613 2 1.130 787 3 1.464 1.213 5 1.470 1.097 5 2.176 905 5 Summe PASSIVA 1.420 1.920 2.682 2.572 3.086 Eigenkapital Rückstellungen Fremdkaptital Rechnungsabgrenzung Summe 533 386 364 137 1.420 856 408 455 201 1.920 1.177 310 946 248 2.682 1.166 260 906 240 2.572 1.146 250 1.450 240 3.086 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2015 2016 IST T€ 5.129 -47 79 5.161 863 3.003 112 1.133 5.111 50 -1 49 6 43 2017 2018 Plan T€ 2.715 0 2.355 5.070 590 3.748 134 836 5.308 -238 -10 -248 0 -248 2019 Plan T€ 5.093 0 27 5.120 571 3.824 122 882 5.399 -279 -15 -294 6 -300 AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzung Umsatzerlöse Bestandsveränderung Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und Ertrag Jahresergebnis T€ 3.979 56 62 4.097 888 2.370 101 979 4.339 -242 -2 -244 6 -251 Beteiligungsbericht 2018 - f.q.b. - T€ 4.528 -21 181 4.688 740 3.145 106 1.024 5.015 -327 -9 -336 5 -341 157 b) Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Geschäftsverlauf 2017 Im Bereich Zweckbetriebe ergab sich ein Erlösrückgang gegenüber dem Vorjahr von über 1 Mio. €, der größtenteils auf den Wegfall des Auftrages aus der Versorgung der Notunterkünfte zurück zu führen ist. Der Dienstleistungsbereich hat sich positiv weiterentwickelt. Hierzu gehören Quartierservice, Außenreinigungen, Pflegeaufträge für städtische Einrichtungen, Museumsdienste, Gebäudereinigung, Graffiti-Entfernung und mehr. Ein erheblicher Teil der Dienstleistungsauftrage kommt aus dem städtischen Umfeld. Die Veränderungen im Projekt Stadtgärtnerei haben sich stabilisiert. Große private Aufträge im Gartenbau wurden nicht mehr ausgeführt, die stärkere Ausrichtung auf Pflegeaufträge v.a. im öffentlichen Bereich hat sich bewährt. Der ideelle Bereich bleibt von kalkulatorischen Unsicherheiten geprägt, weil Beschäftigungsprogramme weder langfristig konzipiert noch umgesetzt werden. Zum ideellen Bereich gehört auch die Naturkita Mundenhof. Dort hat sich die 2016 geschaffene dritte Gruppe gut etabliert. Im Wesentlichen hat sich das Jahresergebnis in der prognostizierten Erwartung entwickelt. Es wurde gegenüber dem im Wirtschaftsplan 2017 angesetzten Jahresfehlbetrag in Höhe von 367 T€ ein Fehlbetrag von 340 T€ erzielt. Unter Berücksichtigung der vorschüssigen Verlustabdeckung in Höhe von 250 T€ ergibt sich für das Berichtsjahr ein Jahresfehlbetrag in Höhe von insgesamt 90 T€. Investitionen Im Berichtsjahr wurden Investitionen (ohne Finanzanlagen) in Gesamthöhe von 441 T€ vorgenommen. Diese Investitionen setzten sich aus 393 T€ für Bauten und Außenanlagen auf fremden Grundstücken, 3 T€ für Maschinen und Geräte und 45 T€ für Betriebs- und Geschäftsausstattung zusammen. Ausblick Insgesamt ist die Entwicklung der Auftragslage weiter positiv. Insbesondere die Dienstleistungen im Außenbereich für die Stadt Freiburg und deren Gesellschaften konnten weiter ausgebaut werden. Beschäftigungsgesellschaften werden auch zukünftig sehr stark von der politischen Entwicklung in der aktiven Arbeitsmarktpolitik bestimmt werden. Dabei lassen sich scheinbar widersprechende Tendenzen erkennen. Obwohl die Zahl sozialversicherungspflichtiger Arbeitsverhältnisse in den letzten Jahren gestiegen ist, profitieren Langzeitarbeitslose mit erheblichen Vermittlungshemmnissen von dieser Entwicklung kaum. Hier ergibt sich eine Chance für Beschäftigungsträger. Sie sind erfahren und kompetent in der Qualifizierung langzeitarbeitsloser Menschen. Leider wurde das erwartete neue Beschäftigungsprogramm gem. § 16 i SGB II nicht wie geplant bereits im dritten Quartal 2018 umgesetzt, weil das Gesetzgebungsverfahren voraussichtlich erst im Dezember 2018 abgeschlossen wird. Dies wird nach jetzigem Stand zu einem etwas verschlechterten Jahresergebnis 2018 führen als ursprünglich geplant (Plan 2018: -248 T€, Prognose September 2018: - 291 T€), sodass das Jahresergebnis 2018 vo- 158 Beteiligungsbericht 2018 - f.q.b. - raussichtlich nicht im Rahmen des vorgesehenen städtischen Verlustausgleiches in Höhe von 250 T€ bleiben wird. Die langfristige Prognose ist dennoch positiv einzuschätzen, wenn der neue § 16i SGB II wie geplant, ab Januar 2019 umgesetzt wird. Risikomanagement Das seit Gründung der Gesellschaft bestehende Risikomanagement wird kontinuierlich weiterentwickelt und die Risikobereiche und die Risikobewertung regelmäßig überprüft sowie bei Bedarf ergänzt und verändert. Die wesentlichen Risiken für f.q.b. gGmbH sind in ihrer ideellen Tätigkeit begründet und ergeben sich vorwiegend aus den Veränderungen in der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Dazu gehören gesetzliche Änderungen, rechtliche Auslegungen sowie die Entscheidung über das Eingliederungsbudget der Jobcenter. Allerdings gibt es auch Wechselwirkungen und Risiken bei den Zweckbetrieben. Das Leistungsportfolio ist insgesamt heterogener geworden. Grundsätzlich kann für 2018 davon ausgegangen werden, dass die Überprüfung der gegenwärtigen Risikosituation keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken beinhaltet. c) Kapitalzuführungen und -entnahmen Das gezeichnete Kapital blieb im Berichtsjahr unverändert. d) Personalentwicklung Die f.q.b. beschäftigte im Jahr 2017 durchschnittlich 120 Personen. Diese sind in drei Bereiche zu unterteilen: - Stammpersonal, das in der Qualifizierung, Ausbildung und Betreuung der Beschäftigungsund Bildungsmaßnahmen eingesetzt ist. Dies waren in 2017 durchschnittlich 46 Beschäftigte (davon 21 Männer und 25 Frauen; Vorjahr: 49). - Arbeitnehmer_innen, die im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen angestellt sind. Dies waren in 2017 durchschnittlich 57 Arbeitnehmer_innen. - Auszubildende sind bei der f.q.b. ebenso wie das unter 2. genannte Personal im Rahmen von Bildungsmaßnahmen angestellt. Dies waren in 2017 durchschnittlich 17 Personen. e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Aufgrund des besonderen Unternehmensgegenstandes werden lediglich Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage ausgewiesen: 2013 Vermögens- / Finanzkennzahlen Anlagenintensität1 Anlagendeckung1 Eigenkapitalquote Nettoinvestitionsquote2 1 2 % % % % 2014 32,4 28,9 9,4 21,2 27,4 121,0 33,1 78,1 2015 56,7 66,2 37,5 547,5 2016 58,8 75,7 44,6 391,1 2017 54,6 80,4 43,9 415,1 Veränderung der Kennzahl ist neben den in 2015 getätigten Investitionen auf eine neue Zuordnung der Pflanzen aus dem Verleihgeschäft in das Anlagevermögen zurückzuführen. Veränderung der Kennzahl ist auf den Bau eines neuen Gewächshauses in 2016 sowie die Hackschnitzelheizung in 2017 zurückzuführen. Beteiligungsbericht 2018 - f.q.b. - 159 3.9 Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG 3.9.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung, Unterhaltung und Verwaltung des Neubaus des Fußballstadions in der Stadt Freiburg i.Br. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der genannte Gesellschaftszweck gefördert oder verwirklicht werden kann. Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung Baden-Württemberg (GemO). 3.9.2 Beteiligungsverhältnisse Komplementärin: Kommanditistin: Stadion Freiburg Verwaltungsgesellschaft mbH (ohne Einlage) Stadt Freiburg i.Br: 100% = 1.000,00 € Kapitalanteil 3.9.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die Stadt Freiburg i. Br. wird in der Gesellschafterversammlung der SF OTG durch den Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. vertreten. b) Geschäftsführung Zur Geschäftsführung bestimmt ist die Komplementärin, vertreten durch Marcel Boyé, Jochen Tuschter und Reinhard Zähringer. Die Gesamtbezüge im Berichtsjahr 2017 von Herrn Marcel Boyé, von Herrn Jochen Tuschter sowie Herrn Reinhard Zähringer betrugen jeweils 13,5 T€. c) Aufsichtsrat Vorsitzender: stellvertr. Vorsitzender: Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg i. Br. Oliver Leki, Prof. Dr. Martin Haag, Bürgermeister Stadt Freiburg i. Br. Fritz Keller, Dr. Heinrich Breit, Johannes Baumgartner, Stadträt_innen: Maria Viethen, Timothy Simms, David Vaulont, Wendelin Graf von Kageneck, Hermann Aichele (bis 22.07.2017), Carolin Jenkner, Martin Kotterer (ab 26.09.2017), Renate Buchen, Stefan Schillinger, Michael Moos, Atai Keller, Simon Waldenspuhl, Dr. Wolf-Dieter Winkler, Dr. Johannes Gröger, Patrick Evers, Beratendes Mitglied: Otto Neideck, Erster Bürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. 160 Beteiligungsbericht 2018 - SF OTG - Im Berichtsjahr 2017 betrugen die Sitzungsgelder (netto) für den Aufsichtsrat 3.224,00 €. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €): Aufsichtsratsvorsitzender Stellvertretender AR-Vorsitzender Aufsichtsratsmitglieder Beratendes Mitglied Grundvergütung pro Jahr AR PrA 0 0 0 0 0 0 0 0 AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss Vergütung pro Sitzung AR PrA 52 52 52 52 0 52 52 52 Sonstige Vergütungen AR PrA 0 0 0 0 0 0 0 0 Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister/innen und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg i. Br. abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderät_innen. Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 20 Mitglieder (ohne beratende Mitglieder) an, davon 3 Frauen (15,0 %). 3.9.4 Beteiligungen des Unternehmens Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen an anderen Unternehmen. 3.9.5 Wesentliche Verträge - Mit der Entscheidung und Abschluss des EU-weiten Teilnahmewettbewerbs wurde mit dem Totalunternehmen (TU), der Firma Köster GmbH, Osnabrück zum 31.08.2017 ein zweistufiger Vertrag abgeschlossen. Die erste Stufe beinhaltet die Planungsleistungen bis HOAI 6. Die zweite Stufe umfasst sämtliche Bauleistungen im Rahmen des Totalunternehmersvertrags. - Atypisch stiller Vertrag mit SC Freiburg e.V.; vergleiche Ausführungen unter Ziffer 3.9.6. 3.9.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Die Gesellschaft wurde im März 2016 zur Errichtung, Unterhaltung und Verwaltung des neuen Fußballstadions gegründet. Ergebnis der mehrstufigen Totalunternehmerausschreibung war u.a., dass das Investitionsbaubudget von ursprünglich 70 Mio. € auf 76,45 Mio. € anzupassen war. Zur Finanzierung des Vorhabens wird die Stadt Freiburg u.a. das zu bebauende Grundstück sowie einen nicht rückzahlbaren Investitionszuschuss von 9,5 Mio. € einbringen. Der Sport Club Freiburg e.V. beteiligt sich an der SFG als atypisch stiller Gesellschafter mit einer atypisch stillen Einlage, die aufgrund der angepassten Investitionskosten in 2017 auf nunmehr 26,45 Mio. € ligaunabhängig erhöht werden soll. Beteiligungsbericht 2018 - SF OTG - 161 3.9.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ 2016 2017 T€ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzung Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Fremdkaptital Summe 1 2018 2019 1 Plan1 T€ Plan T€ T€ 142 343 0 486 3.450 1.460 1 4.911 n.n.b. n.n.b. 466 7 13 486 4.810 11 91 4.911 n.n.b. n.n.b. 2018 2019 1 Plan T€ Die Gesellschaft erstellt keine Planbilanzen GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2016 2017 T€ Plan T€ T€ Umsatzerlöse 2 1 0 0 Sonstige betriebliche Erträge 0 0 210 0 Betriebliche Erträge 2 1 210 0 Materialaufwand 4 0 0 0 Personalaufwand 54 68 70 72 Sonstige betriebliche Aufwendungen 30 39 299 237 Aufwendungen 87 107 369 309 -85 -106 -159 -309 0 0 0 -270 -85 -106 -159 -579 0 0 0 0 -85 -106 -159 -579 Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und Ertrag Jahresergebnis 1 Fortgeschriebener Wi-Plan 2018 gem. AR-Sitzung am 16.11.2018 b) Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Geschäftsverlauf 2017 Gemäß dem Unternehmensgegenstand hat das Unternehmen im Wirtschaftsjahr 2017 weitere Maßnahmen zur Errichtung des neuen Fußballstadions getätigt. Hierbei musste ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 106 T€ ausgewiesen werden, der aber im Rahmen des angesetzten Planungswertes lag. Investitionen Im Wirtschaftsjahr 2017 wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von rund 3,4 Mio. € getätigt, die im Wesentlichen die Aktivierung erster Planungsaufwendungen betrafen. 162 Beteiligungsbericht 2018 - SF OTG - Ausblick Durch die Stadt Freiburg i. Br. wurde für das Gebiet „Im Wolfswinkel“ ein Bebauungsplan erstellt. Der Gemeinderat der Stadt Freiburg i. Br. beschloss diesen im Jahr 2018 und legte damit die Grundlage zur Schaffung des Baurechts für die Errichtung des Stadions und der erforderlichen Verkehrsinfrastruktur. Die Baugenehmigung zur Errichtung und Fertigstellung des Stadions sowie der städtischen Erschließungsmaßnahmen wurden im Herbst 2018 erteilt, so dass zum Saisonbeginn 2020/2021 ein spielfertiges Stadion zu erwarten ist. Die Einhaltung dieses Terminplans ist u.a. abhängig von der weiteren Verfahrensentwicklung nach Erteilung einer vollzugsreifen Baugenehmigung. Die Stadt Freiburg i. Br. brachte im Jahr 2018 als Kommanditistin nach erfolgtem Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan das zu bebauende Grundstück als Sacheinlage und den Investitionszuschuss in Höhe von 9,5 Mio. € in die Gesellschaft ein. Der SC Freiburg e.V. wird ab 2019 weitere typisch stille Einlagen entsprechend den Planungen leisten. Für die Geschäftsjahre 2018 ff. werden vorerst Jahresfehlbeträge erwartet, da die Gesellschaft erst ab Inbetriebnahme des neuen Stadions Pachterträge erwirtschaften wird. Risikomanagement Die Risikofrüherkennung erfolgt im Rahmen der Geschäftsführertätigkeit unter Einbindung externer Dritter. Die Koordinationsgruppe „Lenkungskreis“ tagt regelmäßig. Dieses Risikofrüherkennungssystem wird als grundsätzlich geeignet erachtet, um Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. Nach Prüfung der Europäischen Kommission gibt es keine Anzeichen, dass die Maßnahme nicht als Beihilfe für Sportinfrastrukturen mit Artikel 107 Absatz 3 Buchstabe c des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) vereinbar sein könnte. Ein beihilferechtliches Risiko ist dementsprechend derzeit nicht erkennbar. Weitere Risiken können sich aus sich ändernden rechtlichen Rahmenbedingen oder deren Auslegung ergeben. So bestehen für die Stadt und die SFG die allgemeinen Risiken aus dem Bebauungsplanverfahren sowie im Rahmen des Bauantrages. Eventuell durch Dritte bedingte Bau- und Verfahrensverzögerungen können u.a. zur Verschiebung der beabsichtigten Investitionsmaßnahmen im Zeitablauf und dadurch bedingten Veränderungen der Planungsansätze führen. Auch nach Vertragsabschluss mit dem TU zu einem vereinbarten Pauschalpreis bestehen für die SFG wirtschaftliche und vertragliche Risiken, die sich u.a. aus möglichen Klagen nach der Erteilung der Baugenehmigung ergeben können. Auch gesetzliche bzw. sich aus Auflagen der Baugenehmigung begründete Nachträge, die zusätzliche Investitionen erfordern, können mit Erteilung der Baugenehmigung nicht durch die Gesellschaft kalkuliert werden. Mit dem geplanten Finanzierungskonzept können sich weitere Risiken bzw. Chancen aus den Veränderungen der Kapitalmarktkonditionen im Zeitablauf des Bauprojektes ergeben. Beteiligungsbericht 2018 - SF OTG - 163 c) Kapitalzuführungen und –entnahmen Im Berichtsjahr blieb die Kommanditeinlage der Stadt Freiburg i. Br. in Höhe von 1T€ unverändert; die Einlage des Sport Club Freiburg e.V. erhöhte sich durch weitere Einlagen auf insgesamt 5,0 Mio. €. d) Personalentwicklung Im Berichtsjahr waren neben den Geschäftsführern bis zu zwei teilzeitbeschäftigte Personen beschäftigt. e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2016 2017 Vermögens- / Finanzkennzahlen Anlagenintensität Anlagendeckung Eigenkapitalquote Nettoinvestitionsquote % % % % 29,3 328,2 95,9 0 70,3 139,4 97,9 0 Ertragskennzahlen Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Cash-flow Kostendeckungsgrad % % % T€ % > - 100 -18,3 -17,6 -85 2,3 > - 100 -2,2 -2,2 -106 1,3 164 Beteiligungsbericht 2018 - SF OTG - 3.10 Stadion Freiburg Verwaltungsgesellschaft mbH 3.10.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung, Unterhaltung und Verwaltung des Neubaus des Fußballstadions in der Stadt Freiburg i. Br. Hierzu zählt insbesondere auch die Beteiligung als persönlich haftende geschäftsführende Gesellschafterin der Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG in Freiburg i. Br. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der genannte Gesellschaftszweck gefördert oder verwirklicht werden kann. Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung Baden-Württemberg. 3.10.2 Beteiligungsverhältnisse Stadt Freiburg i. Br. 100 % = 25.000,00 € gezeichnetes Kapital 3.10.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die Stadt Freiburg i. Br. im Breisgau wurde in der Gesellschafterversammlung der SF GmbH durch den Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. vertreten. b) Geschäftsführung Herr Marcel Boyé Herr Jochen Tuschter und Herr Reinhard Zähringer. Zur Vergütung wird auf die Ausführungen unter Kapitel 3.9.3 b) verwiesen. 3.10.4 Beteiligungen des Unternehmens Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen an anderen Unternehmen. 3.10.5 Wesentliche Verträge Mit Vereinbarung vom 08.04.2016 hat die SF OTG die Verträge mit den Geschäftsführern übernommen und ist in alle Rechte und Pflichten aus diesen Verträgen eingetreten. 3.10.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Die Gesellschaft entfaltet keine eigenen Geschäftstätigkeiten. Ihre Aufgabe beschränkt sich auf die Funktion als persönlich haftende Gesellschafterin der SF OTG (vgl. Ziffer 3.9.6). Beteiligungsbericht 2018 - SF GmbH - 165 3.10.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ 2016 2017 T€ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Fremdkaptital Summe 1 2018 2019 1 Plan1 Plan T€ T€ T€ 0 27 27 0 27 27 n.n.b. n.n.b. 25 1 1 27 26 1 1 27 n.n.b. n.n.b. Die Gesellschaft erstellt keine Planbilanzen GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und Ertrag Jahresergebnis b) 2016 2017 T€ T€ 3 0 3 3 3 0 0 0 0 0 2018 Plan 2019 Plan T€ 3 0 3 3 3 0 0 0 0 0 T€ 3 0 3 3 3 0 0 0 0 0 3 0 3 3 3 0 0 0 0 0 Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Geschäftsverlauf 2017 Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft wird durch die Geschäftsführungstätigkeit für die SF OTG geprägt. Sie erhält für die Übernahme der Haftung eine Entschädigung. c) Kapitalzuführungen und –entnahmen Das gezeichnete Kapital blieb im Berichtsjahr unverändert. d) Personalentwicklung Das Unternehmen beschäftigt kein Personal. e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Da sich die Tätigkeit der Gesellschaft auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin der SF OTG beschränkt, wird auf die Ermittlung und den Ausweis von Kennzahlen verzichtet. Es wird auf die Kennzahlen unter Ziffer 3.9.7 e) verwiesen. 166 Beteiligungsbericht 2018 - SF GmbH - 4 Beteiligungen im Rahmen der regionalen Infrastruktur 4.1 Regionales Rechenzentrum Südlicher Oberrhein GmbH 4.1.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Vermietung eines jederzeit betriebsbereiten Betriebsund Verwaltungsgebäudes in Freiburg i. Br., Auwaldstraße 11. Die Gesellschaft ist darüber hinaus zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die den Gesellschaftszweck fördern. 4.1.2 Beteiligungsverhältnisse Am Stammkapital der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2016 beteiligt: Stadt Freiburg i.Br. Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Landkreis Waldshut Landkreis Emmendingen Landkreis Lörrach Ortenaukreis Landkreis Konstanz 28% = 12% = 12% = 12% = 12% = 12% = 12% = 140.000,00 € 60.000,00 € 60.000,00 € 60.000,00 € 60.000,00 € 60.000,00 € 60.000,00 € 4.1.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die Stadt Freiburg i. B. wird in den Gesellschafterversammlungen der RRSO GmbH vom Finanzbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br., die Landkreise von der jeweiligen Landrätin bzw. von den jeweiligen Landräten vertreten. b) Geschäftsführung Helmut Schöpflin Angaben über die gewährten Gesamtbezüge unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB. 4.1.4 Beteiligungen des Unternehmens Das Unternehmen hält keine Beteiligungen. 4.1.5 Wesentliche Verträge - Mietverträge mit dem Kommunalen Rechenzentrum Baden-Franken GmbH, Karlsruhe und mit dem Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken, Karlsruhe. - Darlehensverträge mit dem Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung BadenFranken, Karlsruhe. Beteiligungsbericht 2018 - RRSO - 167 4.1.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Das Unternehmen hat bis zum 31.12.2001 Dienstleistungen für Kommunen und deren Einrichtungen im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit erbracht. Diese Aufgaben sind zusammen mit den technischen und kaufmännischen Vermögensgegenständen mit Beginn des Geschäftsjahres 2002 auf die KR BF GmbH (vgl. Kap. 4.2) übertragen worden. Das Personal ist zum 31.12.2001 auf den Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Südlicher Oberrhein (ZV KDSO) überführt worden und ging nach dessen Auflösung zum 01.01.2003 auf den ZV KIV Baden-Franken über. Seit 01.01.2002 ist die Gesellschaft als Vermieterin ihres Betriebs- und Bürogebäudes sowie weiterer Räume tätig. Mieter sind der ZV KIV Baden-Franken, der DV-Dienstleistungen für hoheitliche Kunden anbietet und die KRBF GmbH, die ein Rechenzentrum als Produktionsstätte betreibt und DV-Dienstleistungen gegenüber gewerblichen Kunden anbietet. 4.1.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzung Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzung Summe 1 2015 2016 2017 T€ T€ T€ 4.360 146 2 4.508 4.332 373 2 4.708 4.760 358 2 5.120 2.969 389 1.149 0 4.508 3.099 389 1.171 49 4.708 3.240 402 1.478 0 5.120 2018 Plan1 2019 Plan1 2018 Plan 2019 Plan T€ T€ Die RRSO GmbH erstellt keine Planbilanzen GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und Ertrag Jahresüberschuss 168 2015 2016 2017 T€ T€ T€ 712 0 712 291 5 123 52 471 241 -70 171 31 140 Beteiligungsbericht 2018 - RRSO - 659 0 659 285 18 120 50 473 186 -33 153 23 130 520 0 520 115 6 138 45 304 216 -46 170 28 142 T€ 617 0 617 237 15 140 54 446 171 -33 138 25 113 T€ 618 0 618 217 13 157 56 443 175 -48 127 20 107 b) Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Geschäftsjahr 2017 Seit dem Geschäftsjahr 2002 beschränkt sich die Gesellschaft ausschließlich auf die Verwaltung ihres eigenen Vermögens, insbesondere der Verwaltung ihrer Betriebsimmobilie. Investitionen Im Berichtsjahr wurden Investitionen (ohne Finanzanlagen) in Höhe von 566 T€ getätigt. Ausblick Das Vermietungskonzept für die Betriebsimmobilie lässt auch zukünftig ein dem Geschäftsgegenstand angemessenes Jahresergebnis erwarten. Ein über dem allgemeinen Durchschnitt liegender Sanierungsaufwand in einem der kommenden Jahre wird die Herstellung eines barrierefreien Zugangs zum Gebäude sein. Risikomanagement Aufgrund bestehender Mietverträge ergibt sich für die Gesellschaft mittelfristig kein Risiko. c) Kapitalzuführungen und -entnahmen Im Berichtsjahr blieb das gezeichnete Kapital unverändert. d) Personalentwicklung Die RRSO GmbH beschäftigt ab 2002 kein eigenes Personal mehr. e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Tätigkeit der RRSO GmbH erstreckt sich auf die kontinuierliche Vermietung eines betriebsbereiten Betriebs- und Verwaltungsgebäudes; auf die Ermittlung und Ausweisung von Kennzahlen wird daher verzichtet. Beteiligungsbericht 2018 - RRSO - 169 4.2 Rheinhafen Breisach GmbH 4.2.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und der Betrieb von Hafenanlagen, die Verwaltung und Verpachtung von Grundstücken und Gebäuden sowie die Erfüllung aller damit zusammenhängenden Aufgaben. Hierzu gehören der Transport, der Umschlag und die Lagerung von Gütern aller Art. 4.2.2 Beteiligungsverhältnisse Stadt Breisach Landkreis Breisgau Hochschwarzwald BAVARIA Schifffahrts- und Speditions-AG Stadt Freiburg i.Br. Birkenmeier Stein + Design GmbH & Co. KG Kies- und Splittverladegesellschaft mbH Erismann & Cie. GmbH IHK Südlicher Oberrhein KLEYLING GmbH Spedition Bäumle GmbH 31,80 % = 248.040,00 € 23,20 % = 180.960,00 € 27,00 % = 210.600,00 € 11,26 % = 87.880,00 € 1,67 % = 13.000,00 € 1,67 % = 13.000,00 € 1,00 % = 7.800,00 € 1,00 % = 7.800,00 € 1,00 % = 7.800,00 € 0,40 % = 3.120,00 € 4.2.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die Stadt Freiburg i. Br.wird in der Gesellschafterversammlung der RHB durch ihren Finanzbürgermeister vertreten. b) Geschäftsführung Martin Kuttler Angaben über die gewährten Gesamtbezüge unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB. c) Aufsichtsrat Oliver Rein Andreas Dicke Peter Bercher Thomas Birkenmeier Alexander Hackenjos Andreas Kempff Otto Neideck Dorothea Störr-Ritter Alfred Vonarb 170 Bürgermeister der Stadt Breisach, Vorsitzender stellvertretender Vorsitzender Stadtrat a.D., Breisach Geschäftsführer Geschäftsführer Hauptgeschäftsführer, IHK Erster Bürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. Landrätin, Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Bürgermeister a.D. der Stadt Breisach, Vorsitzender Beteiligungsbericht 2018 - RHB - Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Jahr 2017 auf 10 T€. Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i.V.m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister/innen und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg i. Br. abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderätinnen. Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 9 Mitglieder an, davon eine Frau (11,1 %). 4.2.4 Beteiligungen des Unternehmens Lagerhaus Breisach GmbH (66 %) 4.2.5 Wesentliche Verträge - Grundstückspachtvertrag vom 23. November 2012. Das Betriebsgelände wird von der Stadt Breisach am Rhein gepachtet. Das Pachtverhältnis begann am 1. Januar 2013 und endet am 31. Dezember 2042. Die gepachtete Gesamtfläche beträgt 97.465 qm. - Unterpachtvertrag zwischen der Gesellschaft und der Lagerhaus Breisach GmbH seit dem 1 Juli 1969 zur Überlassung von Hafengelände mit Zusatzvereinbarungen vom 10. Dezember 1986 und 15. November 1994. Der Pachtvertrag hat eine Laufzeit bis 31. Dezember 2017. Er verlängert sich jeweils um fünf Jahre, falls er nicht ein Jahr im Vorlauf gekündigt wird. Der Vertrag wurde nicht gekündigt, so dass er somit eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2022 hat. - Wasserrechtliche Erlaubnis des Regierungspräsidiums Freiburg vom 15. April 2005, die der Gesellschaft ermöglicht, die im Bereich Rhein-km 225,90 bis 226,10 und 226,30 bis 227,58 der Gemarkung Breisach am Rhein bestehende Hafenanlage weiterhin zu betreiben. Die wasseretliche Erlaubnis ist bis zum 31. Dezember 2023 erteilt. 4.2.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Der Schwerpunkt der wirtschaftlichen Tätigkeit liegt im Betrieb von Hafenanlagen mit dem Be- und Entladen von Gütern, der Organisation von Transporten und Lagerung, der Verpachtung von Grundstücken, der Vermietung von Lagerhallen sowie der Betrieb einer öffentlichen Brückenwaage und aller damit verbundenen Dienstleistungen. Die Entwicklung der Umschlagsmengen zeigt folgende Übersicht: Ankunft (t) Abgang (t) Gesamt (t) 2013 249.870 441.030 690.900 2014 303.257 378.793 682.050 2015 232.026 287.194 519.220 Beteiligungsbericht 2018 - RHB - 2016 249.015 353.448 602.463 2017 257.358 351.081 608.439 171 4.2.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Summe GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis 2016 2017 T€ T€ T€ 528 2.796 3.324 597 2.659 3.256 736 2.621 3.357 910 2.340 3.250 900 2.300 3.200 2.619 595 110 3.324 2.634 587 36 3.256 2.648 623 86 3.357 2.550 650 50 3.250 2.500 600 100 3.200 2015 2016 2017 T€ T€ T€ 1.071 77 1.148 131 790 26 303 1.250 -102 153 Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Steuern Jahresüberschuss b) 2015 51 -2 53 1.134 43 1.177 115 726 17 272 1.131 46 98 144 12 132 1.118 69 1.187 84 760 15 320 1.179 8 134 142 11 131 2018 Plan T€ 2018 Plan T€ 1.200 50 1.250 120 800 30 250 1.200 50 100 2019 Plan T€ 2019 Plan T€ 150 25 125 1.200 50 1.250 100 850 50 210 1.210 40 100 140 30 170 Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Geschäftsjahr 2017 Bei den dem Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen e.V. angeschlossenen Umschlagsplätzen ist der Schiffsgüterumschlag gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig. Demgegenüber war bei der RHB GmbH beim wasserseitigen Güterumschlag ein Anstieg von 1 % zu verzeichnen. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere Mehrmengen beim Umschlag von Heizöl und Diesel, sowie Getreide und Holzpellets. Investitionen Im Berichtsjahr wurden Investitionen (ohne Finanzanlagen) in Höhe von 154 T€ getätigt. Ausblick Die weitere Entwicklung ist vor allem von der konjunkturellen Entwicklung der Branchen, die ihre Produkte und Erzeugnisse in Breisach umschlagen, abhängig. Hinzu kommen einige andere externe Faktoren, wie zum Beispiel die verkehrspolitisch sinnvolle Verlagerung von Transporten auf die Wasserstraße. 172 Beteiligungsbericht 2018 - RHB - Risikomanagement Laut Risikobericht bestehen derzeit keine Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden oder die wirtschaftliche Lage wesentlich beeinträchtigen können. Außerdem bestehen keine Währungsrisiken. Die Liquidität liegt weit über dem Durchschnitt, so dass hier keine Engpässe zu erwarten sind. Die RHB GmbH verfügt über ein effizientes Mahnwesen. c) Kapitalzuführungen und -entnahmen Das Stammkapital blieb im Berichtsjahr unverändert. d) Personalentwicklung Die Gesellschaft beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 15 Personen (davon 13 Männer und 2 Frauen; Vorjahr: 15). e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2013 Vermögens- / Finanzkennzahlen Anlagenintensität Anlagendeckung Eigenkapitalquote Investitionsquote Ertragskennzahlen Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Cash-flow Kostendeckungsgrad Personalkennzahlen Umsatz pro Vollzeitkraft Personalkosten je Vollzeitkraft 2014 2015 2016 2017 % 16,0 16,2 15,9 18,3 21,9 % >100 81,6 8,0 >100 80,9 192,6 >100 78,8 7,7 >100 80,9 364,7 >100 78,9 1.026,7 24,0 11,5 10,0 303 112,5 23,8 11,7 10,0 326 113,5 4,8 1,9 1,6 87 91,8 12,7 5,5 4,4 144 104,1 12,5 5,3 4,2 146 100,7 81,7 52 85,7 49 66,9 51 75,6 50 74,5 51 % % % % T€ % T€ T€ Beteiligungsbericht 2018 - RHB - 173 4.3 Lagerhaus Breisach GmbH 4.3.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und der Betrieb von Siloanlagen und Lager, vornehmlich für Getreidelagerung, Umschlag und Transport. 4.3.2 Beteiligungsverhältnisse Rheinhafen Breisach GmbH Raiffeisen-Zentralgenossenschaft eG 4.3.3 66 % = 541.200,00 € 34 % = 278.800,00 € Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die Rheinhafen Breisach GmbH wurde in der Gesellschafterversammlung durch ihre Geschäftsführung vertreten. b) Geschäftsführung Martin Kuttler Angaben über die gewährten Gesamtbezüge unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB. c) Aufsichtsrat Oliver Rein Alfred Vonarb Dr. Ewald Glaser Heinrich B. Frings Peter Bercher Bürgermeister der Stadt Breisach, Vorsitzender Bürgermeister a.D. der Stadt Breisach Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen - Zentralgenossenschaft eG, Karlsruhe -, stellvertretender Vorsitzender Vorstand Bavaria AG Stadtrat, Gesellschafter-Geschäftsführer, Erismann & Cie, Breisach Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Jahr 2017 auf 10 T€. Beteiligungsbericht 2018 174 - Lagerhaus Breisach GmbH - 4.3.4 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Summe GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Steuern Jahresüberschuss 2015 2016 2017 T€ T€ T€ 1.628 1.749 3.377 1.555 2.119 3.674 1.474 3.275 4.749 1.400 3.000 4.400 1.350 3.100 4.450 2.152 539 686 3.377 2.200 526 948 3.674 2.355 685 1.709 4.749 2.300 650 1.450 4.400 2.350 600 1.500 4.450 2015 2016 2017 T€ T€ T€ 3.054 56 3.110 2.169 164 82 486 2.901 209 -2 207 96 111 3.029 44 3.073 2.134 110 82 402 2.728 345 -9 336 124 212 3.585 75 3.660 2.511 163 81 369 3.124 535 -15 520 160 360 2018 Plan T€ 2018 Plan T€ 2.500 50 2.550 1.800 160 80 285 2.325 215 -15 200 100 100 2019 Plan T€ 2019 Plan T€ 3.000 50 3.050 2.175 65 70 350 2.660 290 -20 270 120 150 Für diese mittelbare Beteiligung werden angesichts der Größenverhältnisse keine weiteren Ausführungen im Beteiligungsbericht gemacht. Beteiligungsbericht 2018 - Lagerhaus Breisach GmbH - 175 4.4 Energieagentur Regio Freiburg GmbH 4.4.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens sind im Verflechtungsbereich des Oberzentrums Freiburg alle Geschäfte und Dienstleistungen sowie Maßnahmen, die mit einer dem Klimaschutz verpflichteten, sparsamen und umweltschonenden Energieverwendung zusammenhängen; dies sind insbesondere: - die Verbesserung des Wärmeschutzes im Gebäudebestand, - die Förderung des Einsatzes energiesparender Haustechniken, - die Förderung erneuerbarer Energien, insbesondere Solarenergie und - die Integration lokaler Akteure in den Klimaschutzprozess. 4.4.2 Beteiligungsverhältnisse Stadt Freiburg i.Br. Förderverein Energie- und Solaragentur Regio Freiburg e.V. Klimaschutzpartner im Handwerk Regio Freiburg e.V. 33,3 % = 9.000,00 € 33,3 % = 9.000,00 € 33,3 % = 9.000,00 € 4.4.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, die Geschäftsführung und der Beirat. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gesellschafterversammlung Die Stadt Freiburg i. Br. wurde in der Gesellschafterversammlung durch Frau Bürgermeisterin Gerda Stuchlik und durch Herrn Dr. Klaus von Zahn (Umweltschutzamt), der Förderverein Energie- und Solagentur Regio Freiburg e.V. durch Herrn Stefan Flaig, Vorstandsvorsitzender und durch Frau Diana Sträuber, Geschäftsführerin und die Klimaschutzpartner im Handwerk Regio Freiburg e.V. durch Herrn Thomas Braun, Vorstand und durch Herrn Wolfram Seitz-Schüle, Handwerkskammer vertreten. b) Geschäftsführung Dipl.-Ing. Rüdiger Fleck Angaben über die gewährten Bezüge unterbleiben gemäß § 286 HGB. c) Beirat Herr Ilgemann Frau Steuer Herr Disch Herr Rogg Herr Hoffmann N.N. Invest Consult Solar IHK Südlicher Oberrhein Eurosolar e.V. badenova Architektenforum Kreishandwerkerschaft FR Es wurden keine Angaben zu der Höhe der geleisteten Aufwandsentschädigungen für die Beiratsmitglieder im Jahr 2017 gemacht. 176 Beteiligungsbericht 2018 - Energieagentur Freiburg - Dem Beirat gehören fünf Personen an; davon eine Frau (= 20,0 %). 4.4.4 Beteiligungen des Unternehmens Die Energieagentur Regio Freiburg GmbH hält Genossenschaftsanteile von 168,55 € an der OekoGeno eG, Freiburg und 500,00 € an der GLS Gemeinschaftsbank eG. 4.4.5 Wesentliche Verträge Es liegen keine wesentlichen Verträge vor. 4.4.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Die Energieagentur Regio Freiburg wurde zum 30.08.1999 gegründet. Die Gesellschaft hat sich im Berichtsjahr in folgenden Geschäftsbereichen agiert: - Kampagnenarbeit zum Thema Strom und Wärmeeinsparung, - Gutachten und Konzepte für Gewerbeunternehmen, kirchliche Einrichtungen, Baugesellschaften und Kommunen, - Beratungen von Hauseigentümern nach dem Vor-Ort-Beratungsprogramm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), - Publikationen und Informationsarbeit, - Vortragsveranstaltungen, Seminare und Messebeteiligungen und - Tagungsbetrieb. 4.4.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzung Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzung Summe 1 2015 2016 2017 T€ T€ T€ 75 507 0 582 58 545 6 609 42 369 7 418 264 114 201 3 582 351 93 165 0 609 214 43 160 0 418 2018 Plan 1 T€ 2019 Plan 1 T€ Für die Jahre 2018 und 2019 wurden keine Planbilanzen erstellt. Beteiligungsbericht 2018 - Energieagentur Freiburg - 177 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Bestandsveränderung Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen/ Ertrag ("-" = Erstattung) Jahresergebnis b) 2015 T€ 1.624 -149 19 1.494 276 752 22 355 1.405 89 -1 88 0 88 2016 T€ 1.329 43 87 1.459 239 751 24 340 1.355 104 -1 103 17 86 2017 T€ 1.288 -50 77 1.315 355 801 21 285 1.462 -147 -1 -148 13 -136 2018 Plan T€ 1.379 0 0 1.379 248 760 0 292 1.300 79 0 79 0 79 2019 Plan T€ 1.350 0 0 1.350 260 800 20 250 1.330 20 0 20 0 20 Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick Nach § 264 Abs. 1 Satz 3 HGB sind kleine Kapitalgesellschaften von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Lageberichtes befreit. Ein Lagebericht wurde daher nicht erstellt. c) Kapitalzuführungen und -entnahmen Das gezeichnete Kapital sowie die Rücklagen blieben im Berichtsjahr unverändert. d) Personalentwicklung Für das Geschäftsjahr 2017 sind durchschnittlich 29 Beschäftigte auszuweisen (davon 14 Männer und 15 Frauen; Vorjahr: 29). e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Aufgrund der Struktur und des Aufgabenspektrums der Gesellschaft wird auf den Ausweis von Kennzahlen verzichtet. 178 Beteiligungsbericht 2018 - Energieagentur Freiburg - III Darstellung der einzelnen Eigenbetriebe 1 Eigenbetrieb Stadtentwässerung Freiburg i.Br. 1.1 Zweck und Gegenstand des Eigenbetriebs Zweck des Eigenbetriebes ist die Beseitigung des in der Stadt Freiburg i. Br. angefallenen Abwassers nach Maßgabe der "Stadtentwässerungssatzung" in der jeweils geltenden Fassung. 1.2 Besetzung der Organe Organe des Eigenbetriebes sind der Gemeinderat, der Betriebsausschuss und die Betriebsleitung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gemeinderat Der Gemeinderat entscheidet außer über die in § 9 Abs. 1 des EigBG und § 39 Abs. 2 der GemO genannten Angelegenheiten auch über die Änderungen des Wirtschaftsplans und über die in § 5 Abs. 2 und Abs. 3 der Eigenbetriebssatzung genannten Angelegenheiten, soweit dafür nicht die Betriebsleitung oder nach der Eigenbetriebssatzung ein Ausschuss zuständig ist. Darüber hinaus entscheidet der Gemeinderat über die allgemeine Festsetzung von Tarifen, die Festsetzung der allgemeinen Lieferbedingungen sowie sonstige wichtige Angelegenheiten des Eigenbetriebs. b) Betriebsausschuss Dem Hauptausschuss der Stadt Freiburg i. Br. wurde als Betriebsausschuss die Vorberatung der dem Gemeinderat zur Entscheidung vorbehaltenen Angelegenheiten übertragen. c) Betriebsleitung Erster Betriebsleiter Zweiter Betriebsleiter 1 Dipl. Ing. Peter Reuß Dipl. Ing. Frank Uekermann1 in Personalunion Amtsleiter Garten- und Tiefbauamt 1.3 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zweck Seit 01.01.1999 werden vertragsgemäß die operativen Aufgaben der Stadtentwässerung durch die bnNETZE GmbH erledigt. ESE hat die Auftraggeberfunktion im Bereich Stadtentwässerung und nimmt seit dem 01.01.2017 zusätzlich die Bauherrenaufgaben wahr. Von hier werden die Standards vorgegeben und überwacht. Der Eigenbetrieb nimmt ferner sämtliche Hoheitsaufgaben im Bereich Stadtentwässerung wahr. Den Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks zeigt nachfolgende Tabelle: Beteiligungsbericht 2018 - ESE - 179 2013 Kanalausbau -Gesamtlänge Erweiterung -Investitionsvolumen Kanalsanierung -Gesamtlänge Sanierung -Sanierungsvolumen Abwassermengen Versiegelte Flächen Regenrückhaltebecken Regenüberlaufbecken Hausentwässerungsgenehmig. Erschließungsobjekte (ø BRD, ø BW) 1 2016 2017 1.828 733 2.583 1.285 1.281 733 171 422 0 1 308 m T€ 3.866 6.000 13.393 2.577 6.507 13.387 2.090 5.430 13.511 1.709 6.595 13.560 1.589 4.975 14.130 10.183 7 5 247 12 1,8 87 10.109 8 6 197 7 2,5 53 10.084 8 6 260 11 1,2 63 10.020 8 6 243 11 0,1 39 9.979 8 6 Tm³ Tm² Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl €/m3 (ø BRD, ø BW) Niederschlagswasser 2015 m T€ km Widersprüche Gebühren Schmutzwasser 2014 €/m2 J 1,36 1,36 1,37 1,37 215 12 0 31 1,27 (2,13/1,90) (2,13/1,90) (2,13/1,90) (2,13/1,94) (2,15/1,95) (0,85/0,45) (0,85/0,46) (0,85/0,45) (0,85/0,46) (0,95/0,47) 0,697 0,697 0,74 0,74 0,74 Die ausgewiesenen Investitionen sind für Baunebenleistungen wie z.B. für Bodenuntersuchungen oder Abrechnungen für Planungsarbeiten angefallen. Die Investitions- und Sanierungskosten sind abhängig von der Komplexität der jeweiligen Projekte, von der Wahl der anzuwendenden Verfahren und der Größe der Kanäle. 1.4 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzung Summe PASSIVA Eigenkapital Fördermittel / Zuschüsse Kanalbeiträge Rückstellungen Verbindlichkeiten Summe 1 2015 2016 2017 T€ T€ T€ 2018 Plan1 T€ 2019 Plan1 T€ 196.146 199.392 200.226 14.247 16.807 15.795 0 0 0 210.393 216.199 216.021 -1.068 -558 2.191 13.875 13.528 13.540 15.535 15.074 14.645 3.133 5.303 4.330 178.918 182.852 181.314 210.393 216.199 216.021 Bilanzwerte werden nicht beplant, Nennung wäre nur durch Berechnung möglich, was allerdings nur mit sehr großen Unsicherheiten und erheblichem Aufwand möglich wäre. Daher wird von der Nennung von Werten abgesehen. 180 Beteiligungsbericht 2018 - ESE - GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2015 Umsatzerlöse Bestandsveränderungen andere aktiviere Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Außerordentliches Ergebnis Sonstige Steuern Jahresergebnis 31.961 0 29 252 32.243 20.393 565 4.552 328 25.838 6.405 -5.213 1.192 -7 0 1.185 b) T€ 2016 T€ 2017 30.439 30 21 477 30.967 19.378 567 4.705 823 25.473 5.494 -4.985 509 0 0 509 T€ 32.600 -30 19 80 32.669 19.217 546 4.888 268 24.918 7.751 -5.002 2.750 0 0 2.750 2018 Plan 2019 Plan 31.203 0 25 1.024 32.252 20.861 696 4.897 280 26.734 5.518 -5.236 282 0 0 282 32.060 0 25 71 32.156 22.036 775 5.095 288 28.194 3.964 -5.132 -1.168 0 0 -1.168 T€ T€ Gebührenentwicklung Für die Kalkulationszeiträume 2015/2016 und 2017-2019 gelten folgende Abwassergebühren: Getrennter Gebührenmaßstab -Schmutzwasser -Niederschlagswasser 1 2015-2016 ab 01.01.2015 Freiburg 1,37 €/m³ 0,74 €/m²J 2017-2019 ab 01.01.2017 Freiburg 1,27 €/m³ 0,74 €/m²J 2017 1 Vergleichsgebühr BRD 2,15 €/m³ 0,95 €/m²J 2017 1 Vergleichsgebühr BW 1,95€/m³ 0,47 €/m²J DWA (Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.) bzw. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg Für den Kalkulationszeitraum 2017 bis 2019 konnte die Schmutzwassergebühr um 7,3 % auf 1,27 €/m³ abgesenkt werden. Dies ist insbesondere auf die Berücksichtigung von Überdeckungen der Jahre 2012 bis 2014 in Höhe von 2,9 Mio. € in dieser Sparte zurück zu führen. Die Niederschlagswassergebühr bleibt im oben genannten Kalkulationszeitraum konstant. Im Schmutzwasserbereich liegen die Entwässerungsgebühren immer noch deutlich unter den Mittelwerten der Bundesrepublik Deutschland bzw. Baden-Württemberg. Die im Vergleich zum Landesdurchschnitt als hoch erscheinenden Niederschlagswassergebühren begründen sich mit den städtischen Begebenheiten einer Großstadt. Auch andere Großstädte weisen erhebliche über dem Landesdurchschnitt liegende Gebührensätze auf (z.B. Mannheim 2016: 0,81 €/m²J). Nach einer Umfrage von „Haus und Grund“ aus dem Jahr 2017 hat Freiburg die drittgünstigste Abwassergebühr der 100 größten Städte Deutschlands. c) Personalentwicklung Im Geschäftsjahr 2017 waren durchschnittlich 6 Personen (davon 3 Männer und 3 Frauen; Vorjahr:7) beim Eigenbetrieb Stadtentwässerung beschäftigt. Beteiligungsbericht 2018 - ESE - 181 d) Entwicklung und Ausblick Geschäftsverlauf 2017 Das Jahr 2017 war neben der Überwachung der Aufgaben- und Gebührenverantwortung und der Standards nach dem Leistungsverzeichnis gegenüber der bnNETZE GmbH im Wesentlichen von der Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes für das Wirtschaftsjahr 2016, die Erarbeitung einer neuen Struktur für die Organisation der Stadtentwässerung ab 2017 und die Auflösung der AWF und Umsetzung der Aufgabenübertragung auf den ESE zum 01.01.2017 geprägt. Investitionen Im Jahr 2017 wurden Investitionen in Höhe von 5.533 T€ getätigt; davon für Kanalsanierungen (4.975 T€), Kanalerschließungen (308 T€), Sonderbauwerke (243 T€) und Sonstiges (7 T€). Ausblick Aufgrund zeitlicher Verschiebungen und Kapazitätsengpässen in 2017 wurde das Investitionsbudget 2018 auf rund 12,3 Mio. € erhöht (vgl. Drucksache G-17/235). Das beschlossene Investitionsvolumen wird voraussichtlich in 2018 vollständig umgesetzt werden können. Risikomanagement Mit Maßnahmen zur kontinuierlichen Kontrolle und Überwachung des Kanalnetzes wie z. B. laufende TV-Untersuchungen, regelmäßige Funktionsprüfungen der Regenwasserbehandlungsanlagen, die konsequente Kanalnetzsanierung sowie der regelgerechte Ausbau aller Anlagen kann das Risiko eines schadhaften Kanalnetzes deutlich minimiert werden. Damit kann für die Stadt Freiburg i. Br. eine Entsorgungssicherheit in hohem Maße gewährleistet werden. Auch durch den Klimawandel eventuell verursachte Überlastungen werden aufgrund der meisten vorhandenen Kapazitätsreserven für beherrschbar gehalten. Dieses Thema wird auch im Zusammenhang mit der demnächst anlaufenden Untersuchung der Auswirkungen von Starkniederschlägen weiter hinterfragt. Risiken in der Gebührenkalkulation liegen in einer nicht geplanten bzw. vorhersehbaren Veränderung der der Kalkulation zu Grunde gelegten Parameter (erhebliche Kostensteigerungen, Verbrauchsveränderungen sowie der Rückgang der versiegelten Flächen), die im Zeitablauf zu höheren Gebühren führen können. 182 Beteiligungsbericht 2018 - ESE - 2 Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Freiburg i. Br. 2.1 Gegenstand des Eigenbetriebs Zweck des Eigenbetriebes ist das Entsorgen der in der Stadt Freiburg i. Br. angefallenen Abfälle entsprechend dem Abfallwirtschaftskonzept der Stadt Freiburg i. Br. und nach Maßgabe der Satzung über die Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Abfällen in der Stadt Freiburg i. Br.. Der Eigenbetrieb bedient sich zur Erfüllung dieser Aufgaben der ASF GmbH. 2.2 Besetzung der Organe a) Gemeinderat Der Gemeinderat entscheidet außer über die in § 9 Abs. 1 des EigBG und § 39 Abs. 2 der GemO genannten Angelegenheiten auch über die Änderungen des Wirtschaftsplans und über die in § 5 Abs. 2 und 3 der Eigenbetriebssatzung genannten Angelegenheiten, soweit dafür nicht die Betriebsleitung oder nach der Eigenbetriebssatzung der Betriebsausschuss zuständig ist. Darüber hinaus entscheidet der Gemeinderat über die allgemeine Festsetzung von Tarifen, die Festsetzung der allgemeinen Lieferbedingungen sowie sonstige wichtige Angelegenheiten des Eigenbetriebs. b) Betriebsausschuss Der Hauptausschuss der Stadt Freiburg i. Br. übernimmt die Funktion eines beschließenden Betriebsausschusses für den Eigenbetrieb. Dem Betriebsausschuss werden im Bereich der Wirtschaftsführung verschiedene Aufgaben übertragen, soweit nicht die Betriebsleitung zuständig ist. Der Betriebsausschuss berät alle Angelegenheiten des Eigenbetriebs vor, die der Entscheidung des Gemeinderats vorbehalten sind. c) Betriebsleitung Erster Betriebsleiter Zweite Betriebsleiterin 1 Dr. Dipl.-Ing. Klaus von Zahn1 StVRin Susann Wurst in Personalunion Amtsleiter Umweltschutzamt 2.3 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks angeschlossene Haushalte angeschlossene Gewerbebetriebe Sammelmengen kg/EW Restmüll (Restmüll Ø BW) Sperrmüll PPK Bioabfälle 2013 98.262 4.336 2014 99.222 4.744 2015 99.953 4.776 2016 101.447 4.798 2017 102.462 4.866 94 (125) 18 92 85 93 (123) 17 92 85 92 (118) 19 91 81 91 (120) 18 87 82 90 (118) 18 84 84 Als Koordinationsstelle zwischen der beauftragten ASF GmbH und Stadt Freiburg i. Br. hat der EAF ein überwiegend hoheitliches Aufgabenspektrum und nimmt Steuerungsaufgaben in der Abfallwirtschaft sowie die Vertragskontrolle und -fortschreibung wahr. In 2017 sind folgende Tätigkeiten und Entwicklungen hervorzuheben: Beteiligungsbericht 2018 - EAF - 183 • Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 28.11.2017 die Änderung der Abfallwirtschaftssatzung beschlossen (G-17/233). Die wesentlichsten Satzungsänderungen waren die Begrenzung der Annahme von Wertstoffen auf den Recyclinghöfen auf 4 cbm pro Anlieferung und Tag, die Einführung einer Regelung für die Abfallentsorgung in Ferienhäusern und Ferienwohnungen und die Befugnis im Einzelfall für eine effiziente Sammlung und Abholung von Sperrmüll, Schnittgut und Christbäumen Anordnungen treffen zu können. • Im Berichtsjahr wurden 14 Widersprüche eingelegt, in einem Fall Klage erhoben. • Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit wurde im Jahr 2017 die Arbeit mit Geflüchteten in der Hammerschmiedstraße begonnen. Da ein Umzug aus städtebaulichen Gründen notwendig war, konnte die Abfalltrennung für diese Bewohner zum ersten Mal seit 15 Jahren thematisiert werden. Diese Arbeit wird in anderen Unterkünften weitergeführt und soll auch die Grundlage schaffen, dass sie später in einer eigenen Wohnung mit der Abfalltrennung bereits vertraut sind. • Der Gemeinderat hat am 28.11.2017 die Anpassung des Entsorgungsvertrages mit der Gesellschaft Abfallwirtschaft Breisgau (GAB) beschlossen (G-17/233). Hintergrund der Änderung ist eine strategische Partnerschaft mit der SUEZ Deutschland GmbH zur Entsorgung von kommunalen Restabfällen aus dem Landkreis Rastatt aus dem Kontingent der GAB bei der TREA. Dadurch verringert sich das untere Mengenfenster der Stadt bei der TREA um 829 t und schafft damit einen Puffer zur „bring or pay“ - Regelung. • Im gesamten südwestlichen Bereich Baden-Württembergs und somit auch im Raum Freiburg und Breisgau-Hochschwarzwald herrscht seit geraumer Zeit ein Defizit an Entsorgungsmöglichkeiten für nicht gefährliche Abfälle mit sehr geringem organischen Anteil (Deponieklasse 1 (DK 1)) und vor allem auch für gering belastete mineralische Abfälle der Deponieklasse 0 (DK 0). Die Stadt Freiburg i. Br. und der Landkreis BreisgauHochschwarzwald kooperieren in diesem Bereich seit Jahren miteinander. Derzeit plant der Landkreis eine neue Deponie für DK 1-Abfälle auf der Gemarkung von Eschbach, die im Rahmen einer regionalen Kooperation auf Basis einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung auch für Abfälle aus Freiburg sein soll. • Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 02.05.2017 Maßnahmen zur Verbesserung des Sauberkeitsgrads in der Stadt Freiburg i. Br. beschlossen (G-16/142). Die Einrichtung eines weiteren Reinigungsbezirks, der erweiterte Einsatz des Urinmobils, die Entfernung von Kaugummirückständen sowie die Installation von 30 weiteren Abfallkörben im Stadtgebiet betrafen dabei den Bewirtschaftungsrahmenvertrag. Dieser wurde in Form der 6. ergänzenden Vereinbarung fortgeschrieben. • Nach der Verlagerung des Gebühreneinzuges und des Mahnwesens auf die ASF GmbH zum 01.07.2015 ist aufgrund von umfangreichen Programmier- und Abstimmungsprozessen die Übergabe der Vollstreckungsfälle bis zum Jahresende noch immer nicht im Echtlauf. 184 Beteiligungsbericht 2018 - EAF - • Im Zuge des Stadionneubaus des SC Freiburg war es erforderlich, Ausgleichsflächen von insgesamt 17 ha für das dort vorhandene, rechtlich geschützte Magerrasenbiotop zu finden. Auf der Deponie sollen davon 8,6 ha bodensaurer Magerrasen realisiert werden. 2.4 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzung Summe PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzung Summe 1 2015 2016 2017 T€ T€ T€ 4.523 21.812 424 26.759 4.458 13.724 441 18.623 4.394 13.677 437 18.508 -1.958 21.833 6.883 1 26.759 -1.092 18.121 1.593 1 18.623 -597 16.393 2.711 1 18.508 T€ 2019 Plan1 T€ Bilanzplanzahlen für 2018 und 2019 liegen nicht vor und sind auch nicht Bestandteil des Wirtschaftsplans. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2015 2016 2017 Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge Materialaufwand1 Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen1 Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Sonstige Steuern Jahresergebnis T€ 21.795 869 22.664 4.050 423 54 18.739 23.266 -602 297 -305 34 -339 T€ 23.459 1.390 24.849 4.236 429 54 19.519 24.238 611 290 901 34 867 T€ 23.852 1.364 25.216 22.134 425 54 2.334 24.947 269 261 530 35 495 1 2018 Plan1 2018 Plan T€ 23.630 657 24.287 4.228 414 54 19.850 24.546 -259 295 36 35 1 2019 Plan T€ 25.463 1.796 27.259 23.609 447 54 3.270 27.380 -121 158 37 37 0 Die deutliche Veränderung der Positionen Materialaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen im Jahr 2017 gegenüber den Vorjahren ist auf die Neuregelungen im BilRUG zurückzuführen, wonach die Betreiberentgelte nicht mehr bei den sonst. betriebl. Aufwendungen gebucht werden dürfen, sondern dem Materialaufwand zuzuordnen sind. b) Gebührenentwicklung Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 28.11.2017 die Gebührenkalkulation 2018/2019 beschlossen (G-17/233). Das Ergebnis der Kalkulation führt zu einer Gebührenerhöhung bei den Haushalten von durchschnittlich rd. 2,85 % (was einer jährlichen Erhöhung von etwa 1,4 % entsprechen würde), bei den gefäßbezogenen Gebühren von rd. 3,55 % (was einer Beteiligungsbericht 2018 - EAF - 185 jährlichen Erhöhung von etwa 1,8 % entsprechen würde) und den Selbstanlieferern an die Umschlagstation Eichelbuck je nach Abfallart im Schnitt um rd. 6,63 %. c) Personalentwicklung Im Geschäftsjahr 2017 waren durchschnittlich 5 Personen (davon 1 Mann und 4 Frauen; Vorjahr: 4) beim Eigenbetrieb Abfallwirtschaft beschäftigt. d) Entwicklung und Ausblick Ein wesentlicher Kostenfaktor des Gebührenhaushalts ist das Betreiberentgelt der ASF, welches zuletzt am 15.12.2015 für die Jahre 2016 bis 2019 vom Gemeinderat beschlossen wurde (G-15/111). Dieses wird jährlich anhand einer Preisrevisionsformel, die die wesentlichen Kostenfaktoren der ASF abbildet, fortgeschrieben. Da die Abfallwirtschaft ein sehr personalund treibstoffintensiver Bereich ist, wirken sich Veränderungen in diesen Bereichen auch auf das Betreiberentgelt und damit auch auf den Gebührenhaushalt aus. Weiterhin ist die wirtschaftliche Entwicklung geprägt durch das niedrige Zinsniveau bis hin zur Zahlung von Verwahrgeldern für Gelder auf dem Girokonto bzw. im Cashpool. Die Erfolge der Kampagne „Deckel zu!“ sowie der Anschluss von Wohnheimen zeigen sich an den Gebührenmehreinnahmen und entlasten künftig alle Haushalte gleichermaßen. In 2018 sollen die Flüchtlings- und Obdachlosenheime auf die kommunale Abfallentsorgung umgestellt werden. Dies betrifft 16 Objekte, in denen ca. 2.100 Personen wohnen. Der Anschluss von weiteren Wohnheimen an das kommunale System soll weiterhin vorrangig umgesetzt werden. Dies betrifft beispielsweise auch Personen, die in einer Einrichtung für Betreutes Wohnen leben und dort als Privathaushalt eigenständig wirtschaften. Seit Anfang 2017 wird geprüft, ob die Ergänzung des bestehenden Abfallbehälterspektrums durch Unterflurbehälter für die Stadt sinnvoll wäre. Neben den Effekten auf die Abfallgebühren und die Sauberkeit sind dabei auch stadtplanerische Aspekte in eine Entscheidungsfindung mit einzubeziehen. Der Gemeinderat wir im Dezember 2018 entscheiden, ob dieses neue System eingeführt wird. Eine Entspannung der angespannten Situation bei der Entsorgung von Bodenaushub kann durch den neuen Stadtteil Dietenbach erfolgen. Die dort benötigten Erdmassen für die Auffüllung bieten ein hohes Potential für die Verwertung von Erdaushub. Daher wird geprüft, ob auf der Fläche des künftigen Baugebiets ein Erdaushubzwischenlager eingerichtet werden kann. Das dort angelieferte Material soll dann direkt im Neubaugebiet wiederverwendet werden, wodurch Deponievolumen geschont und Fahrtwege minimiert werden können. Das Nachnutzungskonzept auf der Deponie Eichelbuck umfasst die Weiternutzung der bestehenden abfallwirtschaftlichen Anlagen wie z.B. des Abfallumschlags, die Annahme des Grünschnitts aus Freiburg sowie Anlagen zur stofflichen und energetischen Verwertung. Zur Sicherung des Betriebs dieser Anlagen hat der Gemeinderat am 26.06.2018 den entsprechenden Bebauungsplan beschlossen (G-18/089). 186 Beteiligungsbericht 2018 - EAF - 3 Eigenbetrieb Friedhöfe Freiburg i.Br. 3.1 Zweck und Gegenstand des Eigenbetriebs Zweck des Eigenbetriebes ist die Bereitstellung und Pflege von Friedhöfen und Gräbern, der Betrieb der Feuerbestattungsanlage, die Vorhaltung von Bestattungseinrichtungen, die Vorbereitung, Durchführung und Abwicklung von Bestattungen, die Erhaltung künstlerisch oder geschichtlich wertvoller Grab- und Denkmale in den Friedhöfen, die Wahrnehmung der Aufgaben nach dem Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft (Gräbergesetz), die Übernahme der Aufgaben des städtischen Bestattungsdienstes als kommunales Bestattungsunternehmen (Abwicklung von Sterbefällen, Verkauf von Trauerartikeln, Leichentransporte, Überführungen Sterbevorsorge). 3.2 Besetzung der Organe Organe des Eigenbetriebes sind der Gemeinderat, der Betriebsausschuss und die Geschäftsleitung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gemeinderat Der Gemeinderat entscheidet außer über die ihm in § 9 Abs. 1 des EigBG und § 39 Abs. 2 der GemO genannten Angelegenheiten auch über die Festsetzung und Änderungen des Wirtschaftsplans sowie über die in § 3 der Betriebssatzung geregelten Angelegenheiten, soweit hierfür nicht die Betriebsleitung oder der Betriebsausschuss zuständig ist. b) Betriebsausschuss Der Hauptausschuss (HA) entscheidet über alle Angelegenheiten gem. § 5 Betriebssatzung, soweit nicht der Gemeinderat bzw. die Betriebsleitung zuständig ist. c) Betriebsleitung Erster Betriebsleiter Zweiter Betriebsleiter 3.3 Martin Leser Clemens Heidenreich Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Der Schwerpunkt der Tätigkeit des EBF gliedert sich in die Aufgabenbereiche Bestattungsbetrieb und Pflege/Unterhaltung der Friedhofsanlagen (Friedhöfe) sowie Bestattungsvorbereitungen wie die Abwicklung von Sterbefällen, Verkauf von Trauerartikeln, Leichentransporte etc. (Bestattungsdienst). Der Bereich Friedhöfe ist aufgeteilt in gebührenfähige und nichtgebührenfähige Leistungsbereiche: Gebührenfähige Leistungsbereiche - Erdbestattung - Feierhallen - Urnenbeisetzungen - Ausgrabung/Umbettung - Grabnutzung Nichtgebührenfähige Leistungsbereiche - Einäscherung - Grabpflege - Öffentliches Grün - Kriegs- und Ehrengräber Beteiligungsbericht 2018 - EBF - 187 Die nachstehende Übersicht zeigt die Entwicklung der einzelnen Leistungsbereiche: Erdbestattungen Urnenbeisetzungen Benutzung der Einsegnungshallen Benutzung der Einstellräume (Tage) Einäscherungen 2013 543 1.141 988 4.454 1.194 2014 538 1.151 1.020 4.299 1.234 2015 551 1.302 1.065 4.900 1.431 2016 455 1.166 959 4.562 1.331 3.4 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Summe PASSIVA Eigenkapital Fördermittel / Zuschüsse Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzung Summe 1 2015 2016 2017 T€ T€ T€ 12.339 15.739 28.078 13.169 15.812 28.981 14.093 15.042 29.135 4.061 2.335 966 4.901 15.815 28.078 4.402 2.287 582 5.835 15.875 28.981 4.568 2.239 598 5.811 15.920 29.135 2015 2016 2017 2017 478 1.168 973 4.805 1.340 2018 Plan1 T€ 2019 Plan1 T€ 2019 Plan T€ 5.962 Der EBF erstellt keine Planbilanzen GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Bestandsveränderung Zu aktivierende Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge T€ 5.579 3 7 324 5.913 T€ 5.642 1 1 261 5.905 T€ 5.669 2 0 68 5.739 2018 Plan T€ 5.742 0 3 45 5.790 Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen 1.653 2.942 381 370 5.346 1.649 3.047 386 366 5.448 1.597 3.065 391 408 5.461 1.510 3.182 503 430 5.625 1.633 3.264 560 380 5.837 567 -2 564 126 438 457 -3 454 113 341 278 12 290 124 166 165 -13 152 85 67 196 -2 194 71 123 Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Steuern v. Einkommen/Ertrag und sonstige Jahresergebnis b) 3 68 6.033 Gebührenentwicklung Für den Zeitraum 2016 bis 2017 wurde dem Gemeinderat mit der Drucksache G-15/159 bzw. der Ergänzungsdrucksache G-15/159.1 am 15.12.2015 eine neue Gebührenkalkulation zur 188 Beteiligungsbericht 2018 - EBF - Beschlussfassung vorgelegt. Für den Zeitraum 2018 bis 2019 wurde ebenfalls dem Gemeinderat mit der Drucksache G-17/198 zur Beschlussbefassung die Kalkulation der Friedhofgebühren vorgelegt. c) Personalentwicklung Im Geschäftsjahr 2017 waren durchschnittlich 53,5 Personen (davon 40,25 Männer und 13,25 Frauen; Vorjahr: 56,25) beim Eigenbetrieb Friedhöfe beschäftigt. d) Entwicklung und Ausblick Geschäftsverlauf 2017 In den vergangenen Jahren mussten weitreichende Änderungen im Bestattungsverhalten festgestellt werden. Urnenbeisetzungen sind die überwiegende Bestattungsart und haben inzwischen einen Anteil von über 70 % und weisen eine weiter steigende Tendenz aus. Die Zahl der Grabverlängerungen ist verglichen mit dem Vorjahr, leicht gestiegen. Der Auslastungsgrad und damit der Flächenbedarf der Friedhöfe sinken kontinuierlich. Ca. 40 % der Friedhofsflächen (ohne Reserveflächen) werden zurzeit nicht genutzt. Die im Freiburger Krematorium durchgeführte Zahl von Verbrennungen ist gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen. Auch im Jahr 2017 konnte erneut ein Überschuss erwirtschaftet werden. Bezüglich des Verwaltungsgebäudes für die Friedhofverwaltung und den Bestattungsdienst wird auf die Ausführungen in den Drucksachen G-15/097 und G-16/007 verwiesen. Mit Stand 31.12.2017 wurden für den Neubau bereits knapp 1.848 T€ verausgabt. Investitionen Der Eigenbetrieb Friedhof tätigte im Betriebsjahr 2017 Investitionen in Höhe von 1.348 T€. Davon entfallen rund 1,2 Mio. € auf Anlagen im Bau für das neue Verwaltungsgebäude sowie rund 60 T€ auf die Anschaffung für Fahrzeuge. Ausblick Für das Geschäftsjahr 2018 wird ein positives Jahresergebnis in Höhe von 67 T€ erwartet. Risikomanagement Die Wirtschafts- und Ertragslage der Friedhöfe wie auch des Bestattungsdienstes wird stets von der Inanspruchnahme der Friedhofseinrichtungen, den Sterbefallzahlen sowie der Veränderungen in der Bestattungskultur bestimmt. Zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit wird die Verwaltung weiterhin permanent die Kostenstruktur in den verschiedenen Leistungsbereichen überprüfen. Beteiligungsbericht 2018 - EBF - 189 4 Eigenbetrieb Theater Freiburg i.Br. 4.1 Zweck und Gegenstand des Eigenbetriebs Zweck des Eigenbetriebes ist die Pflege und Förderung der darstellenden Künste und des Konzertwesens, die Förderung der Kommunikation unter der Bevölkerung und deren Identität mit der Stadt Freiburg und ihrer Region, sowie die Unterhaltung und der Betrieb der Einrichtungen und die Durchführung von Theateraufführungen, Konzertveranstaltungen sowie sonstigen künstlerischen und kommunikativen Veranstaltungen. Der Eigenbetrieb dient ausschließlich und unmittelbar der Förderung von Kunst und Kultur. Er verfolgt damit gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. 4.2 Besetzung der Organe Organe des Eigenbetriebes sind der Gemeinderat, der Betriebsausschuss und die Geschäftsleitung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den 31.08.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2016/2017 ergebenden Veränderungen. a) Gemeinderat Der Gemeinderat entscheidet über alle Angelegenheiten, die ihm durch die GemO und EigBG vorbehalten sind und nicht übertragen werden können oder nicht im Rahmen der Eigenbetriebssatzung auf den Betriebsausschuss oder die Betriebsleitung übertragen worden sind. b) Betriebsausschuss Für den Eigenbetrieb Theater wird ein eigenständiger Theaterausschuss als Betriebsausschuss gebildet. Die Aufgaben und Zuständigkeiten dieses Ausschusses richten sich nach § 7 der Eigenbetriebssatzung. Der Theaterausschuss setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen (Stichtag: 31.08.2017): Vorsitzender: Stadträt_innen: Sachkundige: Ulrich von Kirchbach, Bürgermeister Stadt Freiburg i. Br. Renate Buchen, Pia Federer, Graf Nikolaus von Gayling-Westphal, Carolin Jenkner, Wendelin Graf von Kageneck, Türkan Karakurt, Atai Keller, Karl-Heinz Krawczyk, Michael Moos, Simon Waldenspuhl, Timothy Simms, Maria Viethen, Constanze Ganter, Margarete Mehring-Fuchs (bis 25.07.2017), Dr. Rüdiger Nolte, Michael Pistecky, Dr. Gisela Riescher, Volker Spietenborg, Dr. Corinna Zimber. Die Mitglieder des Theaterausschusses erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr keine Bezüge. Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 20 Mitglieder an; davon 9 Frauen (45 %). c) Betriebsleitung Erste Betriebsleiterin: Erster Betriebsleiter: Zweite Betriebsleiterin: 190 Intendantin Barbara Mundel (bis 31.07.2017) Intendant Peter Carp (ab 01.08.2017) Kaufmännische Direktorin Tessa Beecken Beteiligungsbericht 2018 - ETF - 4.3 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Der Eigenbetrieb Theater Freiburg hat ein abweichendes Wirtschaftsjahr (01.09. - 31.08.). In der Zielvereinbarung zwischen der Stadt und dem Theater sind jeweils konkrete Zielkorridore festgelegt. Für die Gesamtbesucherzahl ist ein Korridor zwischen 210.000 - 220.000 vereinbart. Die Entwicklung der Besucherzahlen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen sowie dem Zuschussbedarf zeigt folgende Übersicht: 1 2013/2014 2014/2015 2015/2016 2016/2017 2017/2018 Besucher_innen 183.347 194.912 186.683 176.173 176.150 Umsatzerlöse (€) 2.955.775 2.961.781 2.877.737 3.007.685 3.454.000 Umsatzerlöse pro Besucher_innen (€) 16,13 15,19 15,41 17,07 19,60 Zuschuss insgesamt (€) 24.102.153 24.260.348 24.591.690 25.440.501 26.542.460 8.209.300 - davon Landeszuschuss 2 - davon städtischer Zuschuss 15.892.853 Zuschuss pro Besucher_innen (€) 1 2 1 131,46 1 8.445.700 15.814.648 1 8.625.000 8.785.233 8.922.600 16.185.051 16..655.268 17.619.860 124,46 132,90 144,40 145,00 Die Angaben für den Zeitraum 2017/2018 entsprechen bis auf die Kennzahl „Besucher“ den Plandaten. Zusätzlich erhielt der Eigenbetrieb einen städtischen Zuschuss von 15,6 Mio. € in den Jahren 2009 bis 2017 zur Finanzierung der Bühnentechniksanierung mit Gesamtkosten von 16,2 Mio. € (vgl. HA-17/030 vom 17.07.2017). Die folgenden Grafiken verdeutlichen die Entwicklung der obigen Kennzahlen: Entwicklung der Zuschüsse Zuschuss pro Besucher_in (Mio. €) (in €) 20 160 140 15 120 100 10 80 60 5 40 20 0 0 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17 2017/18 Landeszuschuss 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17 2017/2018 städtischer Zuschuss Die Gesamtbesucherzahl lag mit 176.150 Besucher_innen auf Vorjahresniveau. Vor dem Hintergrund des Intendanzwechsels ist dies als Erfolg zu bewerten, da aufgrund des verspäteten Beginns (Ende Oktober) nicht die Vorstellungs-Disposition umgesetzt werden konnte, die in einer normalen Spielzeit möglich ist. Positiv hervorzuheben ist der Zuwachs der abgeschlossenen Abonnements gegenüber der Spielzeit 2016/2017 mit 4,8 %. Der konstant hohe Anteil (rund 30 %) von Kindern und Jugendlichen an der Gesamtbesucherzahl ist Ausdruck der großen Bedeutung des Theaters als Bildungseinrichtung und außerschulischer Lernort. Beteiligungsbericht 2018 - ETF - 191 4.4 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 31.08.2015 31.08.2016 31.08.2017 31.08.2018 31.08.2019 Plan1 Plan T€ T€ T€ T€ T€ BILANZ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzung Summe PASSIVA Eigenkapital Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzung Summe 1 37.900 3.903 253 42.056 36.517 811 151 37.479 -908 21.300 2.040 24.017 344 46.793 -2.167 21.519 2.584 19.329 791 42.056 -2.130 21.140 2.401 14.745 1.324 37.479 Der Eigenbetrieb erstellt keine Planbilanzen GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Andere aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit Außerordentlicher Aufwand Sonstige Steuern Betriebskostenzuschuss der Stadt Freiburg Jahresergebnis 1 38.512 8.185 96 46.793 1 2015/2016 T€ 2.878 5 10.580 13.463 1.516 23.199 1.658 3.764 30.137 -16.674 -757 -17.431 0 14 16.185 -1.260 2016/17 T€ 3.008 1 10.816 13.825 2.295 22.609 1.676 3.129 29.709 -15.884 -712 -16.596 0 23 16.655 37 2017/18 Plan T€ 3.454 0 10.178 13.632 1.205 23.280 1.672 3.796 29.953 -16.321 -667 -16.988 0 16 17.004 0 2018/19 2019/2020 Plan1 Plan T€ T€ 3.454 3.523 0 0 10.178 10.178 13.632 13.701 1.205 1.225 23.869 24.479 1.672 1.672 3.871 3.972 30.617 31.348 -16.985 -17.647 -618 -566 -17.603 -18.213 0 0 16 16 17.620 18.230 0 0 gem. mittelfr. Finanzplanung 2017/2018 bis 2021/2022, da der Wiplan erst im Febr. 2019 neu erstellt wird b) Personalentwicklung Im Geschäftsjahr 2016/2017 waren durchschnittlich 360 Personen beschäftigt (davon 188 Männer, 172 Frauen; Vorjahr: 367) c) Entwicklung und Ausblick Geschäftsverlauf 2016/2017 Das Wirtschaftsjahr 2016/17 schließt mit einem Jahresgewinn von 37 T€. Dies ist gegenüber dem geplanten Gewinn von 94T€ eine Abweichung von - 57 T€. Inhaltlich stand die Saison 2016/17 im Zeichen des Abschiedes von der Intendanz Barbara Mundels, die das Theater Freiburg im August 2017 nach 11-Jähriger erfolgreicher Intendanz 192 Beteiligungsbericht 2018 - ETF - verlassen hat. Gleichzeitig hat das Team um den designierten Intendanten Peter Carp die Saison 2017/2018 und die strategische Ausrichtung seiner Intendanz vorbereitet und im Mai 2017 der Öffentlichkeit vorgestellt. Für die Vorbereitungszeit wurde am Theater zur Deckung der Mehrkosten ein zusätzliches Budget von 300 T€ zur Verfügung gestellt. Technisch konnte die Saison nach der abgeschlossenen Sanierung der Bühnenmaschinerie reibungslos umgesetzt werden. Der künstlerische Betrieb der Spielzeit 2016/17 wurde daneben durch einige Sonderthemen bereichert. Zum einen wurde die vom Deutschen Bühnenverein initiierte Verleihung des Faust-Preises vom Theater Freiburg ausgerichtet und zum anderen feierte das Theater Freiburg 150 Jahre Theater in kommunaler Hand. Für die Theater ist die Verantwortung, die Kommunen und Länder übernehmen von entscheidender Bedeutung, weil sie das breite kulturelle Angebot in Deutschland erst ermöglichen. Nach der Auflösung der Pachtverträge für die Kantine und das Theaterfoyer des Großen Hauses sowie für die Passage 46 hat das Theater Freiburg die Eigenbewirtschaftung der Foyer-Gastronomie im Großen Haus und in der Passage 46 sowie eines Mitarbeiterkiosks in den Räumlichkeiten der Kantine übernommen. Investitionen Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden Investitionen in Höhe von 287 T€ getätigt. Ausblick Die erste Spielzeit unter der neuen Intendanz war erfolgreich. In der Spielzeit 2017/2018 konnte das Niveau der Besucherzahlen gehalten und eine Erhöhung der Abonnements erreicht werden. Das Team um Intendant Peter Carp hat es geschafft, die Neugier des Publikums auf neue künstlerische Konzepte und Persönlichkeiten zu wecken. Sehr erfreulich ist, dass in der aktuellen Spielzeit 2018/2019 der seit Jahren anhaltende Rückgang bei den Abonnements der Besuchergemeinschaften gestoppt werden konnte. Mit der neuen Intendanz besteht die Chance, die Besucherzahlen und Einnahmen in den nächsten Jahren zu steigern. Risikomanagement Grundsätzlich liegen die Risiken für die zukünftige Entwicklung des Theaters Freiburg vor allem in der Abhängigkeit von den Zuschüssen der Stadt Freiburg i. Br. und des Landes Baden- Württemberg, da die Erlöse aus dem Ticketverkauf bei Weitem nicht ausreichen können, um die laufenden Kosten zu decken. Zur Reduktion dieser Risiken hat sich der Abschluss fünfjähriger Zielvereinbarungen zwischen Stadt Freiburg i. Br. und Theater Freiburg bewährt. Die Zielvereinbarung wurde bis einschließlich 2023 fortgeschrieben. Damit sind durch Gemeinderatsbeschluss u.a. die Zuschüsse der Stadt Freiburg verbindlich festgelegt mit der Zusage, auch die Mehrkosten aufgrund von Tariferhöhungen in voller Höhe zu übernehmen. Außerdem hat der Gemeinderat beschlossen, das Kleine Haus zu sanieren. Wirtschaftliche Risiken begründen sich jedoch weiterhin in der Gebäudesubstanz des Theaters sowie dem Investitionsbedarf in technische Ausstattung und Equipment. Mit dem Übergang des Eigentums am Theatergebäude ergibt sich die Verpflichtung zur baulichen und technischen Instandhaltung und Sanierung. Diese Aufgabe kann das Theater Freiburg nicht aus dem laufenden Haushalt gerecht werden. Aus diesem Grund hat das Theater Freiburg ein Konzept zur langfristigen Sanierung des Altbaus vorgelegt, das in die Neuverhandlung der Zielvereinbarung eingeflossen ist. Beteiligungsbericht 2018 - ETF - 193 5 Eigenbetrieb Neubau Verwaltungszentrum Stadt Freiburg i.Br. 5.1 Gegenstand des Eigenbetriebs Zweck des Eigenbetriebes ist die dauerhafte Bereitstellung und die Finanzierung des Neubaus des Verwaltungszentrums an der Fehrenbachallee. Unter Bereitstellung wird dabei die Baureifmachung des Grundstücks, die Errichtung des Gebäudes und dessen Erstausstattung mit Mobiliar verstanden. 5.2 Besetzung der Organe Organe des Eigenbetriebes sind der Gemeinderat, der Betriebsausschuss und die Geschäftsleitung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen. a) Gemeinderat Der Gemeinderat entscheidet außer über die ihm in § 9 Abs. 1 des EigBG und § 39 Abs. 2 der GemO genannten Angelegenheiten auch über die Festsetzung und Änderungen des Wirtschaftsplans sowie über die in § 3 der Betriebssatzung geregelten Angelegenheiten, soweit hierfür nicht die Betriebsleitung oder der Betriebsausschuss zuständig ist. b) Betriebsausschuss Der Hauptausschuss (HA) entscheidet über alle Angelegenheiten gem. § 5 Betriebssatzung, soweit nicht der Gemeinderat bzw. die Betriebsleitung zuständig ist. c) Betriebsleitung Erste Betriebsleiterin: Zweiter Betriebsleiter 5.4 Christel Brand Arnold Müller (bis 30.04.2017) Christoph Federer (ab 01.05.2017) Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks Der Eigenbetrieb wurde im Jahr 2013 (Drucksache G-13/262.1) gegründet. Schwerpunkte des Eigenbetriebes 2017 waren restliche Baumaßnahmen im Rahmen der Umsetzung des Neubaus Verwaltungszentrum. Im ersten Bauabschnitt wurde ein Verwaltungsgebäude für rund 840 Beschäftigte sowie eine Kindertagesstätte geplant und realisiert. Ab dem Jahr 2019 wird aufgrund des Gemeinderatsbeschluss zum Neubau der Staudinger-Gesamtschule (Drucksache G-18/065) auch dieses Vorhaben über den Eigenbetrieb finanziert. Der Stand der finanziellen Umsetzung des Projektes zeigt nachfolgende Tabelle (Vermögensplan): Bauabschnitt I - Verwaltungszentrum BA I - Verwaltungszentrum BA II - Kindergarten1 - Sonstiges GESAMT 1 2 2014 2015 2016 2017 Insgesamt bis T€ T€ T€ T€ T€ IST IST 4.323 --168 130 4.621 19.122 --1.057 1 20.180 IST 25.663 --2.043 1 27.707 IST 25.118 98 1.723 0 26.939 31.12.2017 74.226 98 4.991 132 79.447 2018 PLAN 2 T€ 8.037 2.590 0 0 10.627 2019 PLAN T€ 5.925 1.600 0 4.500 0 Hinweis auf Kostenfortschreibung gem. DS G-16/099 vom 10.05.2016 Angaben für 2017 und 2018 gemäß DS G-17/147 vom 27.06.2017 zum Nachtragswirtschaftsplan 2017//2018 194 Beteiligungsbericht 2018 - EVZ - 5.5 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung BILANZ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzung Summe PASSIVA Eigenkapital (Jahresfehlbetrag) Fördermittel und Zuschüsse von Dritten Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzung Summe 1 2015 2016 2017 T€ T€ T€ 26.870 3 10 26.884 54.577 1.304 10 55.890 62.271 10.960 0 73.230 -147 2.030 19 24.982 0 26.884 -209 2.330 36 53.733 0 55.890 1.741 0 30 71.199 260 73.230 2015 2016 2017 T€ T€ 2018 Plan1 T€ 2019 Plan1 T€ 2018 Plan T€ 3.120 5 325 3.450 0 3.013 113 3.126 324 -445 -121 2019 Plan T€ 3.120 5 193 3.318 0 2.640 220 2.860 458 -408 50 Der Eigenbetrieb erstellt keine Planbilanzen. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse andere aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebl. Erträge Betriebliche Erträge Materialaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Jahresergebnis b) 0 69 0 69 0 0 57 57 12 -69 -58 0 340 0 340 0 0 62 62 278 -340 -62 T€ 1.820 287 1.242 3.348 0 371 649 1.020 2.328 -378 1.950 Personalentwicklung Der Eigenbetrieb verfügt über kein eigenes Personal. Für die Planung und Realisierung des Bauvorhabens wurde das GMF unter Hinzuziehung eines externen Projektsteuerers und Kostencontrollers beauftragt. c) Entwicklung und Ausblick Geschäftsverlauf 2017 Bis Ende 2017 waren rd. 100% der Bauleistungen, sowie erforderliche Nachtragsaufträge vergeben. Im Jahr 2017 erfolgte im Wesentlichen die Fertigstellung der Innenausbauarbeiten. Der für November 2016 vorgesehene Bezugstermin konnte wegen Verzögerungen im Bauablauf nicht eingehalten werden. Die Inbetriebnahme der Kindertagesstätte erfolgte am 02.02.2017. Der Umzug in das neue Verwaltungsgebäude wurde ins Frühjahr 2017 verschoben. Im Juli 2017 erfolgte der Bezug der Obergeschosse mit rund 600 Mitarbeitenden und 8 Ämtern. Die Inbetriebnahme des Bürgerservicezentrums sowie der Beteiligungsbericht 2018 - EVZ - 195 Konferenzräume und der Kantine im Erdgeschoss sowie der Bezug des 1.OG erfolgten im November 2017. Aufgrund des eingetretenen Bauzeitenverzugs und der Vielzahl von notwendigen Nachträgen informierte der Projektsteuerer im Mai 2017, dass voraussichtlich mit einer Überschreitung des Projektbudgets zu rechnen ist. Der Gemeinderat hat im Rahmen eines Nachtrags zum Wirtschaftsplan 2017/2018 demzufolge eine Erhöhung der Kreditermächtigung um 8 Mio. Euro genehmigt. (Drucksache G-17/147). Investitionen Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Gesamthöhe von 26.939 T€ (brutto) vorgenommen. Aus dem städtischen Haushalt erhielt der Eigenbetrieb bis zum 31.12.2017 Investitionszuschüsse von insgesamt 13.830 T€, die in voller Höhe im Anlagevermögen zum Abzug gebracht wurden. Die Investitionen sind im Wesentlichen auf Planungs- und Baukosten des Bauvorhabens zurückzuführen. Ausblick Inwieweit die Kreditermächtigung von 8 Mio. Euro in Anspruch genommen werden muss, ist noch unklar, weil nach Einschätzung der Projektleitung und des Rechtsamtes Gegenforderungen in nicht bezifferbarer Höhe bestehen. Es wird noch rechtlich geprüft, in welcher Höhe Ansprüche aus Gegenforderungen Aussicht auf Erfolg haben. Bereits die Sachverhaltsklärung stellt sich als schwierig dar. Die sich daran anschließenden Verhandlungen werden voraussichtlich langwierig und häufig von Gerichten zu entschieden sein. Risikomanagement Nach Vorliegen der meisten Schlussrechnungen/Rückforderungen erfolgt eine Mietanpassung von Seiten des Eigenbetriebs. Dadurch wird die Zahlungsfähigkeit des Eigenbetriebs selbst bei erhöhten Investitionskosten bzw. nicht realisierbaren Nachforderungen garantiert. Es bestehen daher neben dem oben beschriebenen Baukostenrisiko keine weiteren existenzgefährdenden Risiken. 196 Beteiligungsbericht 2018 - EVZ - Anlagen Beteiligungsbericht 2018 - Anlagen - 2019 2020 2021 2022 2023 2019 2020 2021 2022 2023 2019 2020 2021 2022 2023 1.4 Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH 1.5 Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH 1.6 ASF GmbH 2019 2020 2021 2022 2023 2019 2020 2021 2021 2022 1.7 ASF Solar GmbH & Co. KG 1.8 Gesellschaft zur Abfallbeseitigung Breisgau GmbH (Netto-Dividende + voraussichtl. Steuererstattungen BgA aus Vorjahren) 2019 2020 2021 2022 2023 2019 2020 2021 2022 2023 2019 2020 2021 2022 2023 1.3 Freiburger Verkehrs-AG (anstelle des Jahresüberschusses wird der Bilanzgewinn ausgewiesen) 1.2 badenova AG & Co. KG (Konzern) (Ergebnis StW umfasst Ergebnisse der Gesellschaften von 1.2 bis 1.5) 1. Verkehr, Ver- und Entsorgung 1.1 Stadtwerke Freiburg GmbH 1 Unternehmen T€ 2 ----------- 494 0 5 0 5 5.240 5.960 2.800 2.800 2.790 545 165 90 90 110 725 5 5 5 5 22.265 26.788 19.237 18.416 15.093 82.346 70.150 74.188 64.049 62.166 20 15 15 15 15 12.415 12.918 13.189 12.888 12.342 755 753 751 749 746 38.894 39.529 40.286 41.051 41.827 3.111 3.125 3.140 3.155 3.170 417 419 424 429 431 68.273 69.034 70.606 72.414 75.278 1.114.832 1.163.857 1.229.408 1.265.886 1.296.912 1.522 1.536 1.677 1.689 1.701 T€ 3 (ohne Finanzanlagen) Investitionen Umsatzerlöse/ Umlagen 4 4 5 5 5 104 104 103 102 100 2.385 2.388 2.389 2.390 2.391 -4.751 -4.924 -4.945 -5.032 -5.170 -243 -249 -252 -254 -260 -25.900 -24.036 -22.536 -22.099 -21.468 53.546 52.795 54.001 55.101 55.680 -14.042 -12.194 -10.666 -10.058 -9.265 T€ 4 Jahresergebnis --------- --------- --------- --------- --------- --------- --------- 1.260 1.225 1.228 1.229 T€ 5 Gewinne T€ 6 --------- --------- --------- --------- --------- --------- 11.902 11.510 11.650 11.570 --------- Konzessionsabgabe Abführung an den Haushalt1 --------- --------- --------- --------- --------- --------- --------- --------- Verlustausgleich, sonstige Zuschüsse, Umlagen ErgHH T€ 7 --------- --------- --------- --------- --------- --------- --------- 5.000 5.000 ----- Kapitalerhöhungen, Umlagen FinHH Invest.zuschüsse T€ 8 Zuführung aus dem Haushalt1 Mittelfristige Finanzplanung 2019 bis 2023 der wesentlichen Beteiligungsgesellschaften und Zweckverbände (30.11.2018) Anlage 1 2019 2020 2021 2021 2022 2019 2020 2021 2021 2022 2.2 Freiburger Kommunalbauten GmbH Baugesellschaft & Co. KG 2.3 Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG 2019 2020 2021 2021 2022 2019 2020 2021 2021 2022 1.10 Energieagentur Regio Freiburg GmbH 2. Wohnen und kommunale Immobilien 2.1 Freiburger Stadtbau GmbH 2019 2020 2021 2021 2022 1.9 Rheinhafen Breisach GmbH 1 Unternehmen T€ 3 (ohne Finanzanlagen) T€ 2 680 2.330 6.530 2.690 1.930 10.638 --------- 40.860 65.499 86.642 93.263 75.092 0 0 0 0 0 70 60 50 60 50 5.285 5.191 5.199 5.236 5.267 13.442 15.225 15.282 15.632 15.703 94.178 98.614 98.865 95.857 109.072 1.350 1.366 1.382 1.398 1.414 1.200 1.250 1.150 1.200 1.250 Umsatzerlöse/ Umlagen Investitionen T€ 4 1.048 1.296 1.202 1.120 1.070 -2.546 3.795 3.789 4.034 4.009 5.268 5.202 3.799 -1.124 448 20 20 20 20 20 170 150 45 150 170 Jahresergebnis T€ 5 --------- --------- --------- --------- 13 13 13 13 Gewinne T€ 6 --------- --------- --------- --------- --------- Konzessionsabgabe Abführung an den Haushalt1 --------- --------- --------- --------- --------- Verlustausgleich, sonstige Zuschüsse, Umlagen ErgHH T€ 7 --------- --------- --------- --------- --------- Kapitalerhöhungen, Umlagen FinHH Invest.zuschüsse T€ 8 Zuführung aus dem Haushalt1 Anlage 1 2019 2020 2021 2022 2023 2019 2020 2021 2022 2023 2019 2020 2021 2022 2023 3.3 MESSE Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG 3.4 FWTM Kopfbau Vermögensgesellschaft mbH & Co. KG 3.5 Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungs gGmbH 2019 ff unter Vorbehalt der Fortschreibung der Finanz- und Investitionszielvereinbarung 2019 2020 2021 2022 2023 2019 2020 2021 2022 2023 2019 2020 2021 2021 2022 2018 2019 2020 2021 2022 3.2 Freiburg Management und Marketing International GmbH HH Ansatz VA mit 1 Mio. € p.a.für Tourismusförderung (Übernachtungssteuer); 2019 ff unter Vorbehalt der Fortschreibung der Finanz- und Investitionszielvereinbarung 3. Wirtschaftsförderung 3.1 FWTM GmbH & Co. KG 2.5 Green City Hotel Vauban gGmbH (Hinweis: In der Zwischensumme I wird das Ergebnis der Regio Bäder aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der FSB nicht ausgewiesen) 2.4 Regio Bäder GmbH 1 Unternehmen T€ 3 (ohne Finanzanlagen) T€ 2 1.244 2.060 178 133 142 ----------- 110 6.580 80 80 80 ----------- 631 605 451 443 455 29 n/a n/a n/a n/a ----------- 2.830 3.021 3.096 3.163 3.200 1.289 1.293 1.293 1.293 1.293 20.731 22.824 22.228 22.515 22.632 2.765 3.320 3.670 3.910 4.185 26.647 27.746 26.805 27.022 27.226 1.415 1.433 1.465 1.499 1.518 6.728 6.839 6.957 7.075 7.196 Umsatzerlöse/ Umlagen Investitionen T€ 4 -345 -349 -349 -349 -350 300 312 298 269 275 -1.092 -686 -1.332 -1.283 -1.521 -650 -445 -336 -237 -128 -8.452 -8.858 -8.982 -9.257 -9.289 1 3 7 9 7 145 145 145 145 145 Jahresergebnis T€ 5 --------- --------- --------- --------- --------- --------- ---- -- -- - Gewinne T€ 6 - --------- --------- --------- --------- --------- --------- ----- Konzessionsabgabe Abführung an den Haushalt1 - 345 350 358 365 --------- 800 800 800 800 --------- 8.310 8.065 8.205 8.120 --------- ----- Verlustausgleich, sonstige Zuschüsse, Umlagen ErgHH T€ 7 --------- --------- --------- --------- --------- --------- --------- Kapitalerhöhungen, Umlagen FinHH Invest.zuschüsse T€ 8 Zuführung aus dem Haushalt1 Anlage 1 T€ 2 1.693.648 1.764.481 1.835.708 1.877.189 1.636.456 -18.006 -8.176 -8.729 -13.166 -11.701 321 966 987 690 1.923 1.888 1.541 1.542 650 650 300 300 650 650 300 300 --------- --------- 11.902 11.510 11.650 11.570 0 0 0 0 --------- --------- --------- --------- 11.902 11.510 11.650 11.570 ----------- --------- 21.816 23.062 23.927 24.449 12.361 13.847 14.564 15.164 --------- 1.700 2.300 2.300 2.300 --------- 10.661 11.547 12.264 12.864 9.455 9.215 9.363 9.285 ----------- --------- Verlustausgleich, sonstige Zuschüsse, Umlagen ErgHH T€ 7 11.287 11.130 2.251 1.052 6.287 6.130 2.251 1.052 --------- 6.287 6.130 2.251 1.052 --------- --------- 5.000 5.000 0 0 ----------- ----------- Kapitalerhöhungen, Umlagen FinHH Invest.zuschüsse T€ 8 über die Änderungsliste der Verwaltung werden sich die Ansätze augrund der zusätzlichen Umlagen für die Einführung des Kurzstreckentarifs sowie verschiedener Einsparungen in 2019 auf 1.813 T€ sowie in 2020 auf 2.665 T€ erhöhen. 262.965 254.378 224.805 201.348 157.933 274.979 282.166 284.692 289.025 321 966 987 690 --------- --------- --------- T€ 6 Konzessionsabgabe Zuführung aus dem Haushalt1 Spalte 8+9: Daten für die Jahre 2019 bis 2022 gem. Entwurf DHH 2019/2020 (vorbehaltlich Änderungen bis zur Verabschiedung des DHH) sowie mittelfr. Planung 2018 bis 2022; Angaben für 2023 gem. Fortschreibung auf Basis der Wi-Pläne. 2019 2020 2021 2021 2022 Gesamtsumme I - II 60.848 46.161 32.402 19.304 3.846 3.595 3.605 3.310 8.710 10.346 10.500 10.600 245.578 250.000 251.248 254.839 --------- ----------- --------- 1.273 1.238 1.241 1.242 T€ 5 Gewinne Abführung an den Haushalt 2 2019 2020 2021 2021 Zwischensumme II (Zweckverbände) 7.005 1.050 650 650 29.280 22.130 13.811 5.830 7.952 5.271 5.221 5.184 16.845 18.225 19.339 20.276 107 97 99 103 107 -607 19 193 250 250 -18.327 -9.142 -9.716 -13.856 -11.701 T€ 4 Jahresergebnis Anlage 1 1 2019 2020 2021 2022 Zweckverband Gewerbepark Breisgau 4. 2019 2020 2021 2022 2019 2020 2021 2022 16.611 17.710 12.720 7.640 1.418.669 1.482.315 1.551.016 1.588.164 1.636.456 202.117 208.217 192.403 182.044 157.933 2019 2020 2021 2022 2023 2019 2020 2021 2022 590 580 570 560 550 36.000 28.000 2.132 0 0 220 0 0 0 0 Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (Anstalt des öffentlichen Rechts; gegründet im Rahmen der Fusion der drei Rechenzentren in BW; vgl. DS G-18/067) ITEOS (Umlagen werden im WiPlan des ESE veranschlagt) Zweckverbände Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht T€ 3 (ohne Finanzanlagen) 0 2.442 3.573 3.543 3.543 Umsatzerlöse/ Umlagen Investitionen 2019 2020 2021 2022 2023 2019 2020 2021 2022 2023 3. 2. 1. (Spalte Jahresüberschuss bzw. fehlbetrag jeweils ohne Ergebnisse von badenova, VAG, FFB, StWB und RBG, um Doppelausweis der Ergebnisse zu vermeiden.) Zwischensumme I (Gesellschaften) 3.7 Regionales Rechenzentrum Südlicher Oberrhein Die Auszahlungstermine für Investitionszuschüsse und Grd.übertragung werden neu angepasst. 3.6 Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG 1 Unternehmen 1 Anlage 2 Übersicht Abschlussprüfer in den Geschäftsjahren 2014 bis 2018 2014 2015 2016 2017 1 BTR 1 BTR 1 BTR 1 BTR 3 Rödl 3 Rödl 3 Rödl 3 Rödl StW Verbund BTR badenova Rödl 11 Bavaria 11 Bavaria 6 BSB&P FSB Verbund Bavaria GCH Vauban Bavaria FWTM Verbund BSB&P BSB&P RHB Lohrmann 7 8 9 10 11 12 13 BSB&P --- GAB 6 6 --- ConSigna 5 BSB&P BTR EARF 4 6 5 SFG 3 Bavaria PWC f.q.b. 2 11 BSB&P E&Y 1 Bavaria 2 ASF Verbund RRSO 11 7 1 7 ConSigna 6 6 9 Götz&Grimm Lohrmann 10 6 BSB&P 11 Bavaria 11 Bavaria 6 BSB&P 6 BSB&P BSB&P 6 11 BSB&P 6 W+ST 6 BSB&P 6 1 BTR BTR 1 BTR 1 BTR 7 6 Muchenberger 6 9 BSB&P 1 BSB&P Lohrmann Lohrmann 6 BSB&P Baker Tilly Roelfs, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft AG, Stuttgart. Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart. Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,. Stuttgart HABITAT Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH, Stuttgart PricewaterhouseCoopers AG, Frankfurt Bansbach Schübel Brösztl & Partner GmbH ConSigna GmbH Wirtschaftsprüfer, Freiburg Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Muchenberger & Kollegen GmbH & Co. KG, Freiburg Lohrmann Riehle Lätsch Durach GmbH Götz & Grimm Wirtschaftsprüfer, Herbolzheim Bavaria Revisions- und Treuhand AG, München W+ST Wirtschaftsprüfung AG & Co. KG, Dillingen Markgräfler Treuhand & Revision GmbH, Eschbach Beteiligungsbericht 2018 - Anlage 2 - 12 6 BTR ConSigna 3 11 1 BSB&P 9 1 BTR 6 BSB&P 2018 8 Muchenberger MTR 9 1 13 9 Lohrmann 6 BSB&P 8 Anlage 3 Nachweis der unmittelbaren Unternehmensbeteiligungen der Stadt Freiburg i.Br. mit einer Anteilsquote unter 0,5 % Buchwerte zum THH 31.12.2017 € Bauverein Breisgau eG 9.591 14 945 14 1.625 14 14.150 2 260 17 5.113 12 Holzverwertungsgesellschaft Oberschwaben e.G. 245 10 Einkaufsgenossenschaft Kommunaler Verwaltungen eG 500 2 Kunststiftung Baden-Württemberg GmbH 511 12 Familienheim Freiburg Baugenossenschaft eG Heimbau Breisgau eG Bad.Gemeinde-Versicherungsverband Karlsruhe, Körperschaft d.ö.R. Volksbank Freiburg eG Einkaufzentrale für öffentliche Bibliotheken GmbH, Reutlingen Beteiligungsbericht 2018 - Anlage 3 - Anlage 4 Erläuterung der Kennzahlen Kennzahl Erläuterung Anlagenintensität = Die Kennzahl ermöglicht Aussagen zum Vermögensaufbau. Eine hohe Anlagenintensität ist ein Indiz für einen kostenintensiven Betrieb des Unternehmens (Fixkosten). Anlagevermögen × 100 Gesamtvermögen Anlagendeckung I = Eigenkapital × 100 Anlagevermögen Anlagendeckung II = EK + mittel&langfristiges FK Anlagevermögen × 100 Eigenkapitalquote = Eine hohe Eigenkapitalquote gilt als wichtiger Indikator für die Bonität eines Unternehmens und verschafft Sicherheit und Handlungsfähigkeit. Eigenkapital × 100 Gesamtkapital Die Kennzahl gibt das Verhältnis der im Geschäftsjahr getätigten Nettoinvestitionen (Zugänge Sachanlagen) im Verhältnis zu den Abschreibungen an. Eine hohe Investitionsquote deutet darauf hin, dass das Anlagevermögen entsprechend erneuert wird und auf dem aktuellen Stand der Technik gehalten wird bzw. ist ein Indiz für Wachstum. Die Umsatzrentabilität quantifiziert die Gewinnmarge in % der Umsatzerlöse. Der Betriebserfolg wird hier am Geschäftsumfang, nämlich der Umsatztätigkeit, gemessen. Die Umsatzrentabilität (auch Gewinnspanne) gehört damit zu den wichtigsten Kennzahlen für die Beurteilung der Ertragskraft. Investitionsquote = Investitionen × 100 Abschreibungen Umsatzrentabilität = Es gilt als grundlegende Finanzierungsregel, dass langfristig gebundene Vermögenswerte auch durch langfristige Mittel finanziert werden; die Fristigkeit der Finanzierungsmittel soll der Nutzungsdauer der damit finanzierten Objekte entsprechen. D. h. Anlagevermögen eines Unternehmens ist langfristig durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital zu finanzieren. Ergebnis $ × 100 Umsatz Eigenkapitalrentabilität = Ergebnis $ × 100 Eigenkapital Die Kennzahl gibt an, in welcher Höhe sich das eingesetzte Eigenkapital im Geschäftsjahr verzinst hat. Sie zeigt an, welche Rendite das im Unternehmen gebundene Kapital erbracht hat. Mit der Berücksichtigung des Zinsaufwandes wird die unterschiedliche Ausstattung der Unternehmen mit Eigen- und Fremdkapital bzw. die daraus resultierende unterschiedliche Zinsbelastung neutralisiert. Die Kennzahl bietet so vor allem im Branchenvergleich eine gute Grundlage zu einer von der Kapitalstruktur unabhängigen Beurteilung der Ertragskraft. Gesamtkapitalrentabilität = Ergebnis $ + FK Zinsen × 100 Gesamtkapital Cash-flow (aus lfd. Geschäftstätigkeit) gem. Prüfbericht bzw. Berechnung wie folgt: = Jahresergebnis + Abschreibungen +⁄− Veränderung langfr. Rückstellungen Unter einem Cashflow versteht man eine Kennzahl bei der Ein- und Auszahlungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums einander gegenübergestellt werden und dadurch Aussagen zur Innenfinanzierung oder Liquidität ermöglichen. Beteiligungsbericht 2018 - Anlage 4 - Kostendeckungsgrad = Gesamtleistung 4 × 100 Kosten 4 Der Kostendeckungsgrad gibt an, welchen Beitrag die erzielten Erlöse leisten, um die entstandenen Aufwendungen zu decken. = Umsatz ∅Vollzeitkraft Die Kennzahl ist ein wichtiges Steuerungsinstrument zur Beurteilung der eigenen Effizienz und zur Bestimmung der aktuellen Wettbewerbsposition. = Personalaufwand 5 ∅Vollzeitkraft Die Kennzahl gibt an, wie personalintensiv ein Unternehmen arbeitet. Produktivität je Vollzeitkraft Personalkosten je Vollzeitkraft 1 2 3 4 5 langfristiges Fremdkapital = Teil der Differenz zwischen Gesamtkapital und Eigenkapital, der dem Unternehmen länger als ein Jahr zur Verfügung steht; Sonderposten mit Rücklageanteil werden zur Hälfte berücksichtigt. Eigenkapital gemäß Bilanzausweis abzüglich beschlossene Gewinnausschüttungen Ergebnis = Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag zuzüglich Ertragssteuern (+/-) gemäß Ausweis in der GuV Gesamtleistung ist die Summe aller Ertragspositionen gem. § 275 HGB außer Ziffer 9; Kosten ist die Summe aller Aufwandspositionen gem. § 275 HGB außer die Ziffern 14 und 12. Personalaufwand = Personalaufwand gemäß Ausweis in der GuV unter Berücksichtigung von Zinsaufwand bzw. Zinsertrag aus der Auf- bzw. Abzinsung von Pensionsrückstellungen sowie von außerordentlichem Aufwand aus Umstellungseffekten der Bewertung der Pensionsrückstellungen durch das BilMoG. Beteiligungsbericht 2018 - Anlage 4 -
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