Publication:
2019
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15365859
Path:
Beteiligungsbericht 2018

Anlage 2 zur DRUCKSACHE G-19/010

Beteiligungsbericht
2018
Beteiligungsbericht

2018
2017
Zeile 2

Herausgegeben von:

Stadt Freiburg im Breisgau

Fachliche Verantwortung:

Bürgermeister Stefan Breiter

Text und Bearbeitung
sowie Koordination:

Stadtkämmerei, Abteilung Beteiligungen

Textbeiträge:

Städtische Gesellschaften, Eigenbetriebe
und Zweckverbände

Freiburg im Breisgau, 10.12.2018

VORWORT
Mit dem vorliegenden Beteiligungsbericht wird dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit eine
Übersicht über die Organisation und Entwicklung des „Konzerns“ Stadt Freiburg mit seinen
Beteiligungen, Eigenbetrieben und Zweckverbänden gegeben. Betrachtet werden der Geschäftsverlauf im Jahr 2017 sowie der aktuelle und der künftig zu erwartende Geschäftsverlauf der städtischen Betriebe und Unternehmen. Die Übertragung kommunaler Aufgaben
auf privatrechtlich organisierte Unternehmen und Eigenbetriebe hat sich bewährt. Die städtischen Betriebe und Unternehmen erfüllen die ihnen übertragenen Aufgaben zuverlässig und
auf hohem Niveau zum Wohle der Bürgerschaft. Die Umsetzung der politischen Ziele zur
Daseinsvorsorge trägt nachhaltig zur Stärkung und positiven Weiterentwicklung der Stadt
Freiburg bei.
Eines der Schwerpunktthemen im Jahr 2017 war wiederum der weitere Ausbau unseres
Stadtbahnnetzes im Rahmen des Ausbauprogrammes „Stadtbahn 2020“. Die Fertigstellung
und Inbetriebnahme des Abschnitts Rotteckring-Fahnenbergplatz-Siegesdenkmal wird voraussichtlich Mitte März 2019 erfolgen. Für den Bau eines neuen Stadions wurde im Juli
2018 der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan „Neues Fußballstadion am Flugplatz“ im
Gemeinderat gefasst. Im Juni 2018 konnte zudem das neu errichtete gemeinsame Verwaltungsgebäude an der Messe für die Gesellschaften im Verbund der FWTM bezogen werden.
Freiburg ist nach wie vor eine wachsende Stadt. Das wird auch in den kommenden Jahren
die Stadt und ihre städtischen Betriebe und Unternehmen auf unterschiedliche Weise beeinflussen. Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum als Mittel gegen die aktuelle Wohnungsknappheit und zur Dämpfung der Mietpreisentwicklung soll u.a. mit einer Stärkung und
Weiterentwicklung der Freiburger Stadtbau erreicht werden. Dies wird ein künftiges Schwerpunktthema sein.
Aufgrund der sich ständig ändernden Rahmenbedingungen sind die städtischen Betriebe
und Unternehmen einem stetigen Wandel unterzogen. So stehen weiterhin Strukturveränderungen und Optimierungsprozesse an bzw. befinden sich in der Umsetzung. Ziel hierbei ist,
die hohe Leistungsfähigkeit der städtischen Betriebe und Unternehmen für die Bürgerschaft
zu erhalten und weiter auszubauen, wobei die Belastungen des Kernhaushalts begrenzt
bleiben sollen.
Im Namen des Gemeinderats und Bürgermeisteramts danke ich den Geschäftsleitungen der
Unternehmen und den Betriebsleitungen der Eigenbetriebe, den Aufsichtsorganen und Betriebsausschüssen sowie allen Mitarbeitenden der Beteiligungen und Eigenbetriebe für ihren
stets engagierten Einsatz und ihre wertvolle Unterstützung. Für die Erstellung des Beteiligungsberichts danke ich der Stadtkämmerei.
Freiburg, im Dezember 2018

Martin W. W. Horn
Oberbürgermeister
Beteiligungsbericht 2018

1

Beteiligungen 2017/2018 auf einen Blick
1. Änderungen wichtiger allgemeiner Rahmenbedingungen
Die Energiebranche wird durch einige Gesetzänderungen zusätzlich vor neue Herausforderungen gestellt. Im Wesentlichen sind dies die weitere Novellierung der Anreizregulierungsverordnung (ARegV) sowie die Einführung des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG). Die
ARegV soll Anreize zu Kostensenkungen bei den Betrieben von Gas- und Stromnetzen
schaffen. Die Einführung des MsbG regelt die Trennung der Rollen zwischen Netz- und
Messstellenbetreiber für intelligente Messsysteme und moderne Messeinrichtungen.
Im Juni 2018 wurde das bereits seit 2015 verhandelte neue Kreislaufwirtschaftspaket endgültig auf EU-Ebene angenommen. Die beschlossenen Richtlinien stellen die Weichen für die
Abfallpolitik der EU bis zum Jahr 2025. Ein wichtiges Ziel ist u. a. die Reduzierung der Deponierung von Siedlungsabfällen auf 10 % des Aufkommens im Jahr 2035. Gleichzeitig sollen
bis 2025 mindestens 55 % des Aufkommens an Siedlungsabfällen recycelt oder zur Wiederverwendung vorbereitet werden. Den Mitgliedstaaten bleibt eine Frist von zwei Jahren, die
Richtlinien in nationales Recht umzusetzen.

2. Wirtschaftliche Betätigung und Projekte der wichtigsten Gesellschaften
Die Stadtwerke Freiburg GmbH ist als geschäftsführende Holding für die Freiburger Verkehrs AG, die Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH und die Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH
tätig und hält eine Beteiligung an der badenova AG & Co. KG. Die Ergebnisentwicklung des
Unternehmens wird weiterhin deutlich durch die Realisierung des Ausbauprogramms „Stadtbahn 2020“ durch die Freiburger Verkehrs AG beeinflusst.
Als regionales Energiedienstleistungsunternehmen mit einem stark ausgeprägten ökologischen Profil hat die badenova in 2017 in einem weiterhin stark umkämpften Markt ihre Ergebnisziele erreicht. Die Ertragslage wurde durch konjunkturell-, witterungs- und wettbewerbsbedingte Entwicklungen beeinflusst. In den kommenden Jahren wird u. a. mit der Verlängerung von Konzessionsverträgen, mit der Erschließung von Neukunden sowie mit der
weiteren konjunkturellen Entwicklung eine positive Ergebnisentwicklung erwartet.
Das Ziel der Erweiterung und Sicherung eines guten ÖPNV-Angebots in Freiburg konnte die
Freiburger Verkehrs AG in den Jahren 2017 und 2018 weiter umsetzen. Im Jahr 2017 hat
die VAG mit Bussen und Bahnen ca.80,5 Mio. Fahrgäste befördert. Gegenüber dem Vorjahr
ist dies ein Zuwachs von 2,2 %. Ziel der VAG ist es, das ÖPNV-Angebot weiter auszubauen.
Die Geschäftsentwicklung der Freiburger Stadtbau GmbH wird weiterhin durch die
Schwerpunkte Mietwohnungsbewirtschaftung und Bauträgertätigkeit geprägt. Die FSB bewirtschaftete 2017 insgesamt 11.069 Wohnungen, davon 8.463 im Eigenbestand, 935 Wohnungen in der Verwaltung für die Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG, 80 Wohnungen als Generalmieter sowie 1.591 Wohnungen in der Verwaltung nach dem Wohneigentumsgesetz/Mietsonderverwaltung. Im Berichtsjahr konnten 80 Wohnungen mit einem Investitionsvolumen von 18,2 Mio. € fertiggestellt werden. Zum 31.12.2017 befanden sich weitere
190 Wohnungen für den eigenen Bestand in Fertigstellung.

Beteiligungsbericht 2018

2

Die Entwicklung der Freiburger Kommunalbauten GmbH & Co. KG wurde in 2017 wiederum maßgeblich durch die Geschäftsbereiche Keidel Mineral – Thermalbad, Parkhausbetriebe sowie Vermietung von selbst errihteten Immobilien bestimmt.
Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH verfolgt weiter den Ausbau ihrer
Geschäftsfelder und die Optimierung der Geschäftsprozesse sowie der Sammel- und Transportlogistik. In 2017 erfolgte erfolgreich die Nachzertifizierung als Entsorgungsfachbetrieb
sowie für Qualitäts- und Umweltmanagement.
Die von der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG und der Messe
Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG wahrgenommenen Aufgaben tragen maßgeblich
zur Profilierung und Stärkung des Standortes bei, was sich z.B. in der guten Beschäftigungsquote mit über 176.000 Erwerbstätigen und den Übernachtungszahlen mit rund 1,2 Mio. auf
hohem Niveau ausdrückt. Im Bereich der Veranstaltungshäuser bewegten sich die Veranstaltungs- und Besucherzahlen z. B. mit rund 204.000 Besuchern im Konzerthaus weiter auf
hohem Niveau.
Die Gemeinnützige Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft mbH
konnte in 2017 nahezu 700 Menschen beschäftigen, qualifizieren und sozialpädagogisch
betreuen. Es wurden 41 neue Arbeitsplätze für langzeitarbeitslose Menschen geschaffen.
In 2017 konnte die Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG nach Abschluss eines
EU-weiten Teilnahmewettbewerbs einen Vertrag mit einem Totalunternehmer zum Bau des
neuen Fußballstadions abschließen. Mitte 2018 wurde der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan „Neues Fußballstadion am Flugplatz“ im Gemeinderat gefasst. Die Baugenehmigung liegt seit dem 09.11.2018 vor.

1. Gesellschaftsrechtliche Änderungen
- In der badenova AG & Co. KG wurden diverse gesellschaftsrechtliche Veränderungen
vollzogen (vgl. Kapitel II 1.2.4).
- Das Vermögen der AWF GmbH wurden durch Verschmelzung zum 01.01.2017 auf den
Eigenbetrieb Stadtentwässerung übertragen und die Gesellschaft damit aufgelöst (vgl.
Kapital II 1.1.4).

2. Zahlen und Fakten
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über wesentliche Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung der Beteiligungen und deren Auswirkungen auf den städtischen Haushalt:
2014
Umsatzerlöse
Investitionen
Fremdkapital
Anzahl Beschäftigte1;davon
Männer
Frauen

Abführung an den HH
Zuführung aus dem HH
1

Mio. €
Mio. €
Mio. €
Personen

Mio. €
Mio. €

2015

2016

2017

2018

(Plan / Vorschau)

1.049
117
1.027
3.072

1.116
94
1.040
3.072

1.248
93
1.060
2.977

1.219
144
1.134
3.042

1.310
194

2.175
897

2.161
911

2.097
880

2.136
906

Noch keine Angaben
Noch keine Angaben

14,0
20,3

13,3
12,0

12,4
14,9

13,9
17,1

12,3
17,4

Noch keine Angaben

3.003

ab 2016 Angabe der Beschäftigten gem. Prüfberichten

Beteiligungsbericht 2018

3

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
Wesentliche Beteiligungen
AWF
ASF
ASF Solar
badenova
Energieagentur
FFB
FKB
FKV
FMMI
FSB
FSI
FWI KG
FWI GmbH
FWTM KG
FWTM GmbH
f.q.b.
GAB
GreenCity
Hotel
MF OTG
RBG
RHB
RRSO
SF OTG
StW
StWB
VAG

Abwasser Freiburg GmbH
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar GmbH & Co. KG
badenova AG & Co. KG
Energieagentur Regio Freiburg GmbH
Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH
Freiburger Kommunalbauten GmbH Baugesellschaft & Co. KG
FWTM Kopfbau Vermögensgesellschaft GmbH & Co. KG
Freiburg Management und Marketing International GmbH
Freiburger Stadtbau GmbH
Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG
Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien GmbH & Co. KG
Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien Beteiligungs-GmbH
Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG
Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe Verwaltungs-GmbH
Freiburger Qualifizierungs - und Beschäftigungs gGmbH
Gesellschaft Abfallwirtschaft Breisgau mbH
GreenCity Hotel gGmbH
Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG
Regio Bäder GmbH
Rheinhafen Breisach GmbH
Regionales Rechenzentrum Südlicher Oberrhein GmbH
Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG
Stadtwerke Freiburg GmbH
Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH
Freiburger Verkehrs AG

Sonstige Beteiligungen
Bauverein
Familienheim
RVF
RVG
KR BF

4

Bauverein Breisgau eG
Familienheim Freiburg Baugenossenschaft eG
Regio-Verkehrsverbund Freiburg GmbH
Regio-Verbund Gesellschaft mbH
Kommunales Rechenzentrum Baden-Franken GmbH

Beteiligungsbericht 2018
- Abkürzungsverzeichnis -

Eigenbetriebe
EAF
EBF
ESE
ETF
EVZ

Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Freiburg
Eigenbetrieb Friedhöfe Freiburg
Eigenbetrieb Stadtentwässerung Freiburg
Eigenbetrieb Theater Freiburg
Eigenbetrieb Neubau Verwaltungszentrum

Zweckverbände
ZV KIV BF
ZRF
ZTN

Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken
Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg
Zweckverband für tierische Nebenprodukte Süd

Sonstige Abkürzungen
AG
AEG
AN
AZV
BilRUG
DSD
EEG
eG
EigBG
e.V.
GemO
GmbH
gGmbH
GVFG
HGB
i. Vj.
LVP
m
OB
BM
ÖPNV
PBefG
SchwbG
TREA
T€
w
ZV

Aktiengesellschaft
Allgemeines Eisenbahngesetz
Arbeitnehmer_innen
Abwasserzweckverband
Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz
Duales System Deutschland
Erneuerbare Energien-Gesetz
eingetragene Genossenschaft
Eigenbetriebsgesetz
eingetragener Verein
Gemeindeordnung
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz
Handelsgesetzbuch
im Vorjahr
Leichtverpackungen
männlich
Oberbürgermeister
Bürgermeister
Öffentlicher Personennahverkehr
Personenbeförderungsgesetz
Schwerbehindertengesetz
Thermische Restabfallbehandlungsanlage
Tausend Euro
weiblich
Zweckverband

Beteiligungsbericht 2018
- Abkürzungsverzeichnis -

5

INHALTSVERZEICHNIS

6

I.

Einführung

1.
2.
3.
4.
5.
6.

Gegenstand des Beteiligungsberichtes .................................................................. 8
Übersicht über die Beteiligungen .......................................................................... 11
Betriebswirtschaftliche Eckdaten der Beteiligungen .............................................. 13
Haushaltsauswirkungen der Beteiligungen ........................................................... 33
Strategische Ziele, Leistungs- und Finanzziele der städtischen Gesellschaften.... 39
Energieeffizienznetzwerk von städtischen Gesellschaften und Eigenbetrieben .... 42

II.

Städtische Beteiligungen

1.

Verkehr, Ent- und Versorgung

1.1
1.2
1.3
1.4
1.5
1.6
1.7
1.8
1.9
1.10
1.11

Stadtwerke Freiburg GmbH .................................................................................. 44
badenova AG & Co. KG ....................................................................................... 50
badenova Verwaltungs-AG ................................................................................... 60
Freiburger Verkehrs AG ....................................................................................... 63
Regio-Verkehrs-Verbund Freiburg GmbH............................................................. 69
Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH........................................................................ 74
Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH ........ ...............................................................79
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH ..............................................84
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar GmbH & Co. KG .................. ..90
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar Verwaltungs-GmbH............. ...93
Gesellschaft Abfallwirtschaft Breisgau mbH .................................................... .....95

2.

Wohnungs- und Städtebau, Wohnungs- und Grundstücksverwaltung

2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
2.6
2.7

Freiburger Stadtbau GmbH................................................................................... 99
Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG ...................................................... 107
Freiburger Stadtimmobilien Verwaltungs GmbH ................................................. 110
Freiburger Kommunalbauten GmbH Baugesellschaft & Co. KG ......................... 113
Freiburger Kommunalbauten GmbH ................................................................... 117
Regio Bäder GmbH ............................................................................................ 120
Green City Hotel Vauban gGmbH ....................................................................... 124

3.

Messe, Märkte, Touristik, Wirtschaftsförderung

3.1
3.2
3.3
3.4
3.5
3.6
3.7
3.8

Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG .................................. 128
Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe Beteiligungs-GmbH ............................. 135
Freiburg Management und Marketing International GmbH ................................. 138
Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien GmbH & Co. KG ............................................ 142
Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien Beteiligungs-GmbH ....................................... 145
FWTM Kopfbau Vermögensgesellschaft mbH & Co. KG .................................... 146
Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG.....................................................150
Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungs gGmbH..................................... 154
Beteiligungsbericht 2018
- Inhaltsverzeichnis -

3.9
3.10
4.

Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG...................................................160
Stadion Freiburg Verwaltungsgesellschaft mbH...................................................165

Beteiligungen im Rahmen der regionalen Infrastruktur

4.1
4.2
4.3
4.4

Regionales Rechenzentrum Südlicher Oberrhein GmbH .................................... 167
Rheinhafen Breisach GmbH ............................................................................... 170
Lagerhaus Breisach GmbH ................................................................................ 174
Energieagentur Regio Freiburg Gesellschaft zur Förderung von
Energiesparsystemen und solaren Energien GmbH ........................................... 176

III.

Eigenbetriebe

1.
2.
3.
4.
5.

Eigenbetrieb Stadtentwässerung Freiburg i. Br................................................... 179
Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Freiburg i. Br. ........................................................ 182
Eigenbetrieb Friedhöfe Freiburg i. Br. ................................................................. 187
Eigenbetrieb Theater Freiburg i. Br..................................................................... 190
Eigenbetrieb Neubau Verwaltungszentrum Freiburg i. Br. .................................. 193

Anlage 1:

Mittelfristige Finanzplanung 2019 bis 2023 der wesentlichen
Beteiligungsgesellschaften und Zweckverbände

Anlage 2:

Übersicht Abschlussprüfer in den Geschäftsjahren 2014 bis 2018

Anlage 3:

Nachweis der unmittelbaren Unternehmensbeteiligungen der
Stadt Freiburg i. Br. mit einer Anteilsquote unter 0,5 %

Anlage 4:

Erläuterungen der Kennzahlen

Redaktionelle Hinweise:
• Der einfacheren Lesbarkeit wegen wurde zum Teil auf eine geschlechterspezifische
Differenzierung verzichtet.
• Aus rechnerischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer
Einheit (€, T€) auftreten.

Beteiligungsbericht 2018
- Inhaltsverzeichnis -

7

I

Einführung

1

Gegenstand des Beteiligungsberichts

1.1

Rechtliche Grundlagen

Durch die Gemeindeordnung Baden-Württemberg ist die Stadt Freiburg i. Br. aufgefordert,
zur Information des Gemeinderats und ihrer Einwohner einen Beteiligungsbericht über die
Unternehmen in einer Rechtsform des privaten Rechts zu erstellen und zu veröffentlichen.
Der Beteiligungsbericht muss über alle unmittelbaren Beteiligungen unabhängig von der Höhe der Beteiligung und über mittelbare Beteiligungen, an denen eine Beteiligung von mehr
als 50 % besteht, informieren. Bei unmittelbaren Beteiligungen mit weniger als 25 % können
die Angaben im Beteiligungsbericht auf wenige Eckdaten beschränkt werden. Ansonsten hat
der Beteiligungsbericht folgende Angaben zu enthalten:
•
•
•

der Gegenstand des Unternehmens, die Beteiligungsverhältnisse, die Besetzung der
Organe und die Beteiligungen des Unternehmens
der Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks des Unternehmens
für das jeweilige letzte Geschäftsjahr die Grundzüge des Geschäftsverlaufs, die Lage
des Unternehmens, die Kapitalzuführungen und -entnahmen durch die Stadt und im
Vergleich mit den Werten des vorangegangenen Geschäftsjahrs die durchschnittliche
Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer getrennt nach Gruppen, die wichtigsten Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens sowie die gewährten Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats
oder der entsprechenden Organe des Unternehmens für jede Personengruppe.

Die Stadt hat sich verpflichtet, über den gesetzlichen Mindestumfang hinaus auch über ihre
Eigenbetriebe und wirtschaftlich bedeutsamen mittelbaren Minderheitsbeteiligungen zu berichten. Ferner bleibt es bei den sehr kleinen unmittelbaren Beteiligungen (Quote unter
0,5 %) bei einer Auflistung gem. Anlage 4 zum Beteiligungsbericht, wie mit dem Regierungspräsidium Freiburg abgestimmt.

1.2

Zielsetzung

Der Beteiligungsbericht ist ein Beitrag zu einem Steuerungssystem, das es der Stadt ermöglicht, alle Bereiche der Kommunalverwaltung in vergleichbarer Weise der kommunalpolitischen Verantwortung des Gemeinderats und des Oberbürgermeisters zu unterstellen. Es
werden Informationen für die Entscheidungsträger zur Steuerung der Aktivitäten außerhalb
des Kernhaushaltes geliefert. Die Stadt und die vom Gemeinderat entsandten Aufsichtsratsmitglieder haben bei Mehrheitsbeteiligungen das Unternehmen so zu steuern und zu
überwachen, dass der öffentliche Zweck nachhaltig erfüllt und das Unternehmen wirtschaftlich geführt wird.

8

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

1.3

Inhalt

Der Beteiligungsbericht 2018 setzt sich zusammen aus Kapitel I mit

- einer Übersicht über die Beteiligungen der Stadt Freiburg i. Br. (städtische Gesellschaften, Eigenbetriebe und Zweckverbände, in denen die Stadt Freiburg i. Br.
Verbandsmitglied ist) in Kapitel I 2.,
- den zusammengefassten betriebswirtschaftlichen Eckdaten der Beteiligungen für
das Jahr 2017 (und Vorjahreszahlen) in Kapitel I 3.,
- den Haushaltsauswirkungen bezogen auf die Beteiligungen in Kapital I 4. und
- einer Zusammenfassung der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung der städtischen Gesellschaften (Mehrheitsbeteiligungen) in Kapital I 5.
sowie den Kapiteln II bis IV mit der Darstellung der wirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen Gesellschaften, der Eigenbetriebe und wirtschaftlich bedeutenden Zweckverbände sowie Anlagen.
Der Beteiligungsbericht fasst die wichtigsten Informationen zu den städtischen Beteiligungen
zusammen und gibt einen schnellen Gesamtüberblick über die wirtschaftliche Situation und
weitere Entwicklung der Unternehmen.
Als Anlagen sind dem Beteiligungsbericht u. a. - wie bereits in den Vorjahren - die Übersicht
über die Wirtschaftspläne 2019 sowie die Daten der mittelfristigen Finanzplanung 2019 bis
2023 der städtischen Gesellschaften und der wirtschaftlich bedeutsamen Zweckverbände
beigefügt. Darüber hinaus sind dem Beteiligungsbericht 2018 die mit den städtischen Mehrheitsbeteiligungen vereinbarten Leistungs- und Finanzziele für das Jahr 2019 als Anlage
beigefügt. Damit soll die Erfüllung der auf die Gesellschaften übertragenen öffentlichen Aufgaben im Rahmen der Daseinsvorsorge noch transparenter gemacht werden und es soll
eine weitere Steuerungs- und Diskussionsgrundlage zu deren künftigen Entwicklungen geschaffen werden. Eine Ausweisung der Wirtschaftspläne der Eigenbetriebe ist nicht erforderlich, da diese direkt dem Gemeinderat vorgelegt werden, ebenso wie die Berichte zu den
Jahresergebnissen.
Wie erstmals im Beteiligungsbericht 2011 wird auch im Beteiligungsbericht 2018 wiederum
über Gender-Gesichtspunkte bei der Besetzung der jeweiligen Aufsichtsgremien und im Personalbereich berichtet, im aktuellen Beteiligungsbericht in Kapitel I 3. in einer Übersicht (Tabelle 6). Darüber hinaus wird – wie erstmals im Beteiligungsbericht 2017 – in diesem Abschnitt über den Anteil schwerbehinderter Arbeitnehmer_innen informiert.
Wie ebenfalls im Beteiligungsbericht 2017 in Kapitel II erstmals dargestellt beschäftigen sich
die städtischen Gesellschaften und Eigenbetriebe intensiv mit dem Thema „Klimaschutz“,
das in einem weiter gefassten Sinne zur Nachhaltigkeit gehört. Im aktuellen Beteiligungsbericht wird in Kapital I 6. über das Energieeffizienznetzwerk LEEN Freiburg berichtet, in dem
sich 7 städtische Unternehmen und Eigenbetriebe unterschiedlicher Größe und Branchen
sowie die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau mit dem Ziel zusammengeschlossen haben, insbesondere durch ein Einsparziel an CO 2 einen klaren Beitrag zur Klimaschutzstrategie der Stadt Freiburg i. Br. zu leisten. Wir verweisen auch auf den 3. Freiburger Nachhaltigkeitsbericht (DS G-18/208), in dem u.a. anhand von Beispielen dargestellt wird, wie die städtischen Gesellschaften Nachhaltigkeit in innovativen Ansätzen vor Ort umsetzen. Des WeiteBeteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

9

ren erarbeitet die Stabsstelle Nachhaltigkeitsmanagement parallel dazu mit den städtischen
Gesellschaften die Anwendung des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Ziel ist, ein
Nachhaltigkeitsmonitoring anhand der Freiburger Nachhaltigkeitsziele zu entwickeln und die
nach DNK-Kriterien erstellten Nachhaltigkeitsberichte der städtischen Gesellschaften dem
Gemeinderat vorzulegen.

1.4

Aufbau der Einzelberichte der Beteiligungen / Eigenbetriebe

Um ein übersichtlich strukturiertes Informationsinstrument zur Verfügung zu stellen, werden
die Einzelberichte der Beteiligungen und Eigenbetriebe wie folgt gegliedert:
•
•
•
•
•
•
•
•

10

Zweck und Gegenstand des Unternehmens
Beteiligungsverhältnisse
Besetzung der Organe und gewährte Bezüge
Beteiligungen des Unternehmens
Wesentliche Verträge
Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
Konzernbetrachtung (bei StW und FSB)

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

11

0,13%

100%

Abwasser Freiburg
GmbH (bis 31.12.2016)

100%

Flugplatz FreiburgBreisgau GmbH

100%

Stadtwerke Freiburg
Bäder GmbH

33%

Regio-VerkehrsVerbund Freiburg
GmbH

99,87%

Freiburger
Verkehrs AG

weitere
Beteiligungen
(vgl. Kap. II 1.2.4)

100%

badenova
Verwaltungs-AG

51%

25,1%

2,7%

Gesellschaft
Abfallwirtschaft
Breisgau mbH

49%

ASF Solar
GmbH & Co. KG/
Verwaltungs-GmbH

badenova
AG & Co. KG

32,76%

53%

Abfallwirtschaft
und Stadtreinigung
Freiburg GmbH

100%

Stadtwerke
Freiburg GmbH

33,3%

Green City Hotel
Vauban gGmbH

100%

Freiburger
Stadtimmobilien
Verwaltungs GmbH

100%

Freiburger
Stadtimmobilien
GmbH & Co. KG

100%

Regio Bäder
GmbH

94%

24%

70%

Bis 31.12.2016: Projektgesellschaft VII mbH, Freiburg i. Br.

FWTM Kopfbau
Vermögensgesellschaft mbH & Co. KG -

11,3%

Rheinhafen
Breisach GmbH

33,3%

Energieagentur
Regio Freiburg GmbH
Messe Freiburg
Objektträger GmbH
& Co. KG
100%

28%
100%

Regionales
Rechenzentrum Südlicher Oberrhein GmbH

100%

100%

Freiburg Wirtschaft
Touristik und Messe
Beteiligungs-GmbH

Stadion Freiburg
Objektträger GmbH&Co.
KG/Verwaltungsgesellschaft mbH

100%

Freiburger
Qualifizierungs- und
Beschäftigungs gGmbH

Sonstiges

Freiburg Management
und Marketing
International GmbH

30%

20%

Freiburger
Kommunalbauten GmbH
Baugesellschaft &
Co. KG

80%

Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien GmbH &
Co. KG/
Beteiligungs-GmbH

100%

Freiburg Wirtschaft
Touristik und Messe
GmbH & Co. KG

Freiburger
Kommunalbauten GmbH

100%

Freiburger
Stadtbau GmbH

Stadt Freiburg i. Br.

2
Übersicht über die Beteiligungen (Stand: 31.12.2017)
2.1 Übersicht über die städtischen Gesellschaften

12

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I Entwässerungsverband
Batzenberg-Süd
29,8%

Eigenbetrieb
Theater

100%

100%

Eigenbetrieb
Neubau
Verwaltungszentrum

61,079%

4,269%

100%

100%

Abwasserzweckverband
Staufener Bucht

Eigenbetrieb
Abfallwirtschaft

Wasserversorgungsverband Tuniberggruppe

65,79%

100%

Eigenbetrieb
Friedhöfe

Abwasserzweckverband
Breisgauer Bucht

Eigenbetrieb
Stadtentwässerung

75%

zusätzl. mittelbare
Beteiligung über
FWI

Gewerbepark
Breisgau GmbH

30%

Zweckverband
Gewerbepark Breisgau

100%

43,61%

Zweckverband tierische
Nebenprodukte Süd

4,95%

Zweckverband zur
Rückgewinnung von
Eiweiß und Fett
“Protec Orsingen”

100%

Kommunales
Rechenzentrum
Baden-Franken
GmbH

4,39%

Regio-Verbund
Gesellschaft mbH

33,33%

Zweckverband
Kommunale
Informationsverarbeitung
Baden-Franken

Zweckverband
Regio-Nahverkehr

Stadt Freiburg i. Br.

2.2 Übersicht über die Zweckverbände und Eigenbetriebe

3

Betriebswirtschaftliche Eckdaten der Gesellschaften, Eigenbetriebe und
wichtiger Zweckverbände

Die nachfolgenden Darstellungen geben einen Einblick in die Ertrags- sowie die Vermögensund Finanzlage der städtischen Gesellschaften, Zweckverbände und Eigenbetriebe. Im diesjährigen Beteiligungsbericht wurde – wie im Vorjahr – die Darstellung der Vermögens- und
Ertragslage um Kennzahlen des städtischen Haushaltes ergänzt mit dem Ziel, einen Überblick über die Leistungsfähigkeit der „Gesamtstadt“ zu erhalten und damit die Aussagekraft
zu verbessern. Zudem wurde die Darstellung um eine Übersicht zu den Personalkennzahlen
im Vergleich mit der Kernverwaltung ergänzt. Ferner ist zusätzlich die Darstellung einer
Übersicht zur Finanzierung des Anlagevermögens aufgenommen worden.
Als Basis für die Darstellung dienten die nach HGB aufgestellten und geprüften Jahresabschlüsse und Lageberichte der städtischen Gesellschaften und Eigenbetriebe. Was den
Kernhaushalt der Stadt betrifft, so wendet die Stadt Freiburg i. Br. das Neue Kommunale
Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR) an. Die Eröffnungsbilanz zum 01.01.2015 wurde
am 20.03.2018 vom Gemeinderat festgestellt (DS G-18/045)¸ der Jahresabschluss für das
Haushaltsjahr 01.01.-31.12.2015 wurde am 13.11.2018 durch den Gemeinderat beschlossen
(DS G-18/248). Mit den DS G-17/132 und DS G-18/121 wurden der Gemeinderat über die
vorläufigen Jahresergebnisse (Ergebnis- und Finanzrechnung) der Haushaltsjahre 2016 und
2017 informiert. Der Jahresabschluss 2016 wird derzeit vom örtlichen Rechnungsprüfungsamt geprüft, ehe dieser dem Gemeinderat vorgelegt wird. Daran anschließend wird der Jahresabschluss 2017 von der Verwaltung aufgestellt. Zur Vereinheitlichung des Ausweises sind
die (vorläufigen) Bilanzen 2016 und 2017 der Stadt in einer vereinfachten Form auf HGB
übergeleitet worden. Hierzu war u.a. die Neubildung der Position „Umlaufvermögen“ nach
der Definition des HGB erforderlich (Umgliederungen aus den Posten „Sachvermögen“ bzw.
„Finanzvermögen“ der NKHR-Bilanz), da diese Position nach NKHR nicht existiert. Um auch
in der Gewinn- und Verlustrechnung eine gewisse Vergleichbarkeit mit den „Umsatzerlösen“
nach der Definition des HGB zu erreichen, wurden aus der Position „Ordentliche Erträge“ der
Ergebnisrechnungen der Stadt der Jahre 2016 und 2017 einzelnen Positionen herausgerechnet.
Zum 31.12.2017 ist die Stadt Freiburg i. Br. an 15 privatrechtlichen Unternehmen und an 5
Eigenbetrieben unmittelbar beteiligt (1. Beteiligungsebene). Ferner ist die Stadt Mitglied in 8
Zweckverbänden. Darüber hinaus hält die Stadt mittelbare Beteiligungen (mit einem Anteil
von mindestens 10 %) an weiteren 53 Unternehmen (2. bis 4. Beteiligungsebene). Das Beteiligungsportfolio der Stadt mit Anteilen von mindestens 10 % umfasst somit insgesamt 73
Beteiligungen. Mit einem Anteil von unter 10 % ist die Stadt an weiteren 32 Unternehmen
unmittelbar und mittelbar beteiligt, davon mit einem Anteil von unter 1 % bei 12 Unternehmen.

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

13

Von den insgesamt 100 privatrechtlich organisierten Unternehmen werden






60 Unternehmen als GmbH
26 Unternehmen als GmbH&Co. KG / AG&Co. KG
3 Unternehmen als AG
2 Unternehmen als gGmbH
9 Unternehmen in sonstiger Rechtsform

geführt.
Unter Kapital I. 2 sind die Unternehmen in Privatrechtsform der 1. und 2. Beteiligungsebene,
die Eigenbetriebe und die Zweckverbände graphisch im Überblick (inklusive städtischer Beteiligungsquoten) dargestellt.
Die Kennzahlen der 19 städtischen Gesellschaften mit Mehrheitsbeteiligung, alle weiteren
bedeutsamen unmittelbaren und mittelbaren Gesellschaften, die 5 städtischen Eigenbetriebe
sowie ausgewählte Zweckverbände werden in den folgenden Tabellen berücksichtigt und
aufgezeigt (teilweise auch integriert in den Konzernabschluss der badenova). Nicht enthalten
sind Splitterbeteiligungen von unter 1 % und sonstige, wirtschaftlich unbedeutende Unternehmen, z.B. die Komplementär-GmbHs.
Diese Kennzahlen sind als betriebswirtschaftlich relevante absolute Größen oder Verhältniszahlen ausgestaltet, die messbare betriebliche Ergebnisse aggregiert wiedergeben.
Für den Eigenbetrieb Theater Freiburg enthalten die Übersichten die Abschlussdaten des
abweichenden Geschäftsjahres vom 01.09.2016 bis zum 31.08.2017 (Vorjahr 01.09.2015 bis
31.08.2016)
Die Bilanzkennzahlen stellen Stichtagswerte zum 31.12. (bzw. 31.08. beim Eigenbetrieb
Theater) dar, während sich die Kennzahlen der GuV auf den Zeitraum eines Geschäftsjahres
beziehen.
Eine Erläuterung zur Berechnung der Kennzahlen ist am Ende des Beteiligungsberichts beigefügt.

14

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

Wie in den Vorjahren ist das Zahlenmaterial zu Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung –
ausgenommen badenova – aus dem Abschluss der Stadt Freiburg i. Br. und den (unkonsolidierten) Einzelabschlüssen der jeweiligen Gesellschaften, Zweckverbände und Eigenbetriebe entnommen und aufsummiert. Die badenova (und ihre Tochtergesellschaften) ist mit den
Zahlen gemäß (Teil-)Konzernabschluss des Mutterunternehmens, der badenova AG&Co.
KG, berücksichtigt, d.h. hier sind im Hinblick auf den Konsolidierungskreis der badenova
Innenumsätze, Zwischenergebnisse, Kapital und Schulden etc. eliminiert/konsolidiert.
Das Land Baden-Württemberg hat mit der Umstellung auf NKHR die Kommunen auch verpflichtet, spätestens ab dem 01.01.2022 einen Gesamtabschluss für die Kommune und ihre
Beteiligungen zu erstellen. Ziel des Gesamtabschlusses ist es, die Stadt mit allen ausgelagerten Aufgabenbereichen so darzustellen, als sei sie ein „Konzern“. Die konkrete Ausgestaltung des „Konzernabschlusses“ wird derzeit noch diskutiert. Als Einstieg in diese Thematik
werden am Ende dieses Abschnitts bezogen auf die Jahre 2016 und 2017 erste vereinfachte
Konsolidierungsmaßnahmen vorgestellt.

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

15

Erläuterung zu Tabelle 1: „Umsatzerlöse, Jahresergebnis, Zuschüsse“
Tabelle 1 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Umsatzerlöse, der Jahresergebnisse
sowie der Zuschüsse, Umlagen und Kapitalerhöhungen.
Die Unternehmen der Stadt Freiburg i. Br. erbringen unterschiedlichste Leistungen auf vielen
verschiedenen Gebieten.
So resultieren die Erträge des Eigenbetriebs Theater Freiburg u.a. aus dem Verkauf von
Eintrittskarten, während die FSB ihre Umsatzerlöse zu einem großen Teil aus Mieteinnahmen bzw. die VAG ihre Umsatzerlöse überwiegend aus Fahrscheinerlösen erzielt. Die Zahlen der FWTM zeigen beispielhaft, dass die monetäre Bewertung der Leistung allein mittels
Umsatzerlösen auf Unternehmensebene ohne die Einbeziehung der Sekundäreffekte (z.B.
im Falle der FWTM die Förderung des Tourismus und Stärkung der Wirtschaftskraft der
Stadt Freiburg i. Br.) oft in keinem angemessenen Verhältnis zu den auf Unternehmensebene anfallenden Kosten steht. Gleiches gilt für die im Kultur- und Sozialbereich angesiedelten
Unternehmen und Eigenbetriebe sowie für die VAG (bezogen auf den öffentlicher Personennahverkehr).
Einige in der Tabelle 1 aufgeführte Gesellschaften haben einen Ergebnisabführungsvertrag
mit der jeweiligen Muttergesellschaft. Der Gewinn oder Verlust (in Tabelle 1 in eckigen
Klammern dargestellt) wird deshalb an die jeweilige Muttergesellschaft überwiesen oder von
dort ausgeglichen.
Den größten, allerdings zum Vorjahr deutlich reduzierten Bedarf an Betriebszuschüssen aus
dem städtischen Haushalt der hier dargestellten städtischen Gesellschaften und Eigenbetriebe hat der Eigenbetrieb Theater Freiburg mit einem Betrag von 19,0 Mio. € (Vorjahr 22,1
Mio. €). Nächstgrößter Empfänger von Zuschüssen ist die FWTM, wobei sich der Betrag im
Vergleich zum Vorjahr ebenfalls deutlich auf 5,7 Mio. € reduziert hat (Vorjahr 6,4 Mio. €).
Einen deutlichen Überschuss erwirtschaftet nach wie vor die badenova mit einem Jahresergebnis von 55,6 Mio. € (Vorjahr 55,8 Mio. €), wobei der Anteil der StW hieran bei 32,8 % liegt
und somit 18,3 Mio. € (Vorjahr 18,2 Mio. €) beträgt. Dieser Gewinnanteil dient im steuerlichen Querverbund der Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs (Verlustabdeckung VAG mit 19,3 Mio. €) und der Bäder (Verlustabdeckung StWB mit 4,5 Mio. €). Darüber
hinaus erhielt die StW zur Finanzierung des Stadtbahnausbaues im Jahr 2017 insgesamt
10,0 Mio. € (Rate 2017 mit 5,0 Mio. € und vorgezogen die für 2018 vorgesehene Rate mit
ebenfalls 5,0 Mio. €) aus dem städtischen Haushalt in Form von Rücklagenzuführungen.
Der Eigenbetrieb Neubau Verwaltungszentrum erhielt im Jahr 2017 zur Finanzierung des
ersten Bauabschnitts gemäß Auflage des Regierungspräsidiums im Rahmen der Genehmigung des Doppelhauhalts 2017/2018 ebenfalls 8,0 Mio. € aus dem städtischen Haushalt.

16

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

Tabelle 1: „Umsatzerlöse / erhobene Umlagen, Jahresergebnis, Zuschüsse/gezahlte Umlagen und
Kapitalerhöhungen“
Umsatzerlöse / erhobene
Umlagen

1.
2.

2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
2.6
2.7
2.8
2.9
2.10
2.11

2.12
2.13
2.14
2.15
2.16

2.17
2.18
2.19
2.20
2.21
2.22
2.23
2.24

Stadt Freiburg (Summe 1)
Beteiligungen
Verkehr, Ver- und Entsorgung
StW
badenova (Konzern)
VAG
StWB
FFB
AWF
ASF
ASF Solar
GAB
RHB
Energieagentur
Summe
Wohnen/kommunale
Immobilien
FSB
FSI
FKB
RGB
Green City Hotel
Summe
Wirtschaftsförderung
FWTM
MF OTG
FMMI
FWI
FKV
f.q.b.
SF OTG
RRSO
Summe
Beteiligungen (Summe 2)

3.
3.1
3.2
3.3
3.4
3.5
4.
4.1
4.2
4.3
4.4

Städtische Zuschüsse,
gezahlte Umlagen und
Kapitalerhöhungen

Jahresergebnis

2016

2017

2016

2017

2016

T€

T€

T€

T€

T€

888.544

942.962

1.494
970.117
63.269
2.843
379
14.963
35.375
730
10.868
1.134
1.329
1.102.501

1.489
938.758
66.578
2.973
415
--36.676
761
10.430
1.118
1.288
1.060.486

68.542
5.176
13.738
6.217
1.463
95.136

38.912

[
[
[
[

80.190
5.196
13.953
6.516 [
1.467
107.322

-6.179
55.807
-18.036
-4.178
-219
0
2.441
158
23
132
86
-3.339

69.807

]
]
]
]

[
[
[
[

6.799
1.273
-588
134 ] [
81
7.565

-3.456
57.169
-19.280
-4.458
-235
--2.609
133
35
131
-136
-684

]
]
]
]

2017
T€
---

---

5.000
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
5.000

10.000
0
0
0
0
--0
0
0
0
0
10.000

12.727
2.939
1.034
169 ]
146
16.846

2.420
0
0
0
0
2.420

0
0
0
0
0
0

19.659
17.326
5.495
1.249
0
5.129
2
659
49.519

23.021
17.284
4.597
1.507
0
4.528
1
520
51.458

-6.023
-662
246
161
-23
43
-85
130
-6.213

-5.674
-1.668
-125
-38
-859
-340
-106
141
-8.669

6.394
800
0
0
0
280
26
0
7.500

6.049
1.806
0
0
0
662
0
0
8.517

1.247.156

1.219.266

-1.987

7.493

14.920

18.517

Eigenbetriebe
ESE
EAF
EBF
EBT
EVZ

30.439
23.459
5.882
3.208
0

32.600
23.853
5.668
3.008
1.820

509
867
341
-1.260
-62

2.750
495
166
37
1.950

4.514
222
509
22.101
300

4.543
203
31
19.523
12.200

Eigenbetriebe (Summe 3)

62.988

66.949

395

5.398

27.646

36.500

14.315
103.295
11.411
nb

0
0
-89
nb

0
0
18
nb

10.026
0
3.427
nb

-89

18

13.453

Bedeutende Zweckverbände
AZV Breisgauer Bucht
ZV KIV BF
ZRF
ZV Gewerbepark Breisgau
Zweckverbände (Summe 4)

Gesamtsumme (1 - 4)

Angaben ohne Stadt

14.757
97.515
11.297
nb

8.992
0
2.791
nb

123.569

129.021

2.322.257

2.358.198

37.231

82.716

56.019

66.800

1.433.713

1.415.236

-1.681

12.909

56.019

66.800

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

11.783

17

Erläuterung zu Tabelle 2: „Anlagevermögen, Umlaufvermögen, Eigenkapital“
und Tabelle 3: „Bilanzsumme, Eigenkapitalquote, Anlageintensität, Investitionen“
Die Tabellen 2 und 3 fassen Daten zu Anlagevermögen, Umlaufvermögen, Eigenkapital zusammen, teilweise ergänzt durch die Bildung von Kennzahlen wie Eigenkapitalquote und
Anlageintensität.
Zur Bewertung der Eigenkapitalquote der Gesellschaften ist festzuhalten, dass Quoten, die
in anderen Wirtschaftsbereichen als ausreichend angesehen werden bei Unternehmen der
öffentlichen Hand nicht anwendbar sind, da die Werte sehr von der jeweiligen Branche abhängig sind und im öffentlichen Bereich Unternehmen aufgrund ihres Gesellschaftszwecks
auch durch Finanzhilfen aus dem Haushalt finanziert werden und sich somit nicht über den
Kapitalmarkt refinanzieren müssen. Die Eigenkapitalquote von durchschnittlich ca. 35 % bei
den städtischen Gesellschaften ist angemessen. Bei den Eigenbetrieben mit ca. 1 % und bei
den Zweckverbänden mit ca. 15 % ist die Eigenkapitalquote (sehr) deutlich niedriger. Bei den
Eigenbetrieben handelt es sich um Sondervermögen der Stadt Freiburg i. Br., für die eine
signifikante Ausstattung mit Eigenkapital nicht erforderlich ist, insbesondere auch deswegen,
weil die Ergebnisse der Eigenbetriebe Stadtentwässerung, Abfallwirtschaft und Friedhof sich
zum größten Teil aus Gebührenüber- und -unterdeckungen zusammensetzen, die in nachfolgenden Kalkulationszeiträumen zu berücksichtigen sind.
Was die Bewertung der Anlagenintensität betrifft, so ist festzuhalten, dass in vielen Bereichen der wirtschaftlichen Aktivitäten außerhalb des Kernhaushalts eine typische, sehr anlagenintensive Bilanz vorliegt, da die Stadt ihren Bürger_innen eine vielseitige Infrastruktur zur
Verfügung stellt. Durch den hohen Anteil des langfristig gebundenen Vermögens ist sehr viel
Kapital langfristig gebunden. Je höher die Anlagenintensität, desto höher sind tendenziell
auch die nachfolgenden fixen Kosten (Abschreibungen, Finanzierungskosten, Instandhaltung, Betrieb).

18

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

Tabelle 2: „Anlagevermögen, Umlaufvermögen, Eigenkapital“

1.
2.

2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
2.6
2.7
2.8
2.9
2.10
2.11

2.12
2.13
2.14
2.15
2.16

2.17
2.18
2.19
2.20
2.21
2.22
2.23
2.24

3.
3.1
3.2
3.3
3.4
3.5
4.
4.1
4.2
4.3
4.4

Anlagevermögen

Umlaufvermögen

2016

2017

2016

2017

2016

2017

T€

T€

T€

T€

T€

T€

Stadt Freiburg (Summe 1)
Beteiligungen
Verkehr, Ver- und Entsorgung
StW
badenova (Konzern)
VAG
StWB
FFB
AWF
ASF
ASF Solar
GAB
RHB
Energieagentur
Summe
Wohnen/kommunale
FSB
FSI
FKB
RGB
Green City Hotel
Summe
Wirtschaftsförderung
FWTM
MF OTG
FMMI
FWI
FKV
f.q.b.
SF OTG
RRSO
Summe

1.293.675

1.286.854

106.840
563.043
108.580
1.128
652
0
10.996
4.738
1.233
597
58
797.865

106.065
560.153
107.392
1.431
589
--11.886
4.421
1.191
736
42
793.906

16.513
152.521
40.025
4.678
318
1.941
3.709
180
680
2.659
551
223.775

29.083
189.922
47.426
4.987
348
--4.415
252
327
2.621
376
279.757

91.440
237.141
42.213
1.000
159
105
7.333
1.303
499
2.634
351
384.178

97.984
237.168
42.213
1.000
159
--7.501
1.279
534
2.648
214
390.700

369.075
54.342
48.096
0
535
472.048

410.752
53.921
48.752
0
463
513.888

52.310
5.953
5.952
1.509
414
66.138

51.075
7.174
4.900
1.676
475
65.300

143.186
4.646
21.034
288
219
169.373

155.913
7.584
22.070
288
364
186.219

4.375
26.355
2
27
3.891
1.130
142
4.332
40.254

7.553
29.392
2
153
14.044
1.464
3.450
4.760
60.818

6.447
11.964
2.381
3.012
591
790
344
376
25.905

2.326
9.204
2.011
3.984
5.694
1.218
1.461
360
26.258

1.418
8.712
547
1.523
1
856
466
3.099
16.622

1.789
8.850
421
1.485
7.000
1.177
4.810
3.240
28.772

Beteiligungen (Summe 2)

1.310.167

1.368.612

315.818

371.315

570.173

605.691

199.392
4.458
13.169
37.900
54.577

200.226
4.394
14.093
36.517
62.271

16.807
14.165
15.812
4.156
1.313

15.795
14.114
15.042
965
10.959

-558
-1.092
4.402
-2.167
-209

2.191
-597
4.567
-2.130
1.741

Eigenbetriebe (Summe 3)
Bedeutende Zweckverbände
AZV Breisgauer Bucht
ZV KIV BF
ZRF
ZV Gewerbepark Breisgau

309.496

317.501

52.253

56.875

376

5.772

1.390
38.720
7.095
nb

1.422
56.171
9.691
nb

14.596
16.294
676
nb

14.280
22.338
694
nb

Zweckverbände (Summe 4)

159.276

177.775

47.205

67.284

31.566

37.312

3.072.614

3.150.742

509.044

657.182

1.535.366

1.653.382

1.778.939

1.863.888

415.276

495.474

602.115

648.775

Eigenbetriebe
ESE
EAF
EBF
EBT
EVZ

Gesamtsumme (1 - 4)

Angaben ohne Stadt

69.336
32.815
57.125
nb

76.946
32.860
67.969
nb

93.768

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

161.708

Eigenkapital

933.251

1.004.607

19

Tabelle 3: „Bilanzsumme, Eigenkapitalquote, Anlageintensität, Investitionen“

Bilanzsumme

1. Stadt Freiburg (Summe 1)
2.

2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
2.6
2.7
2.8
2.9
2.10
2.11

2.12
2.13
2.14
2.15
2.16

2.17
2.18
2.19
2.20
2.21
2.22
2.23
2.24

Beteiligungen
Verkehr, Ver- und Entsorgung
StW
badenova (Konzern)
VAG
StWB
FFB
AWF
ASF
ASF Solar
GAB
RHB
Energieagentur
Summe
Wohnen/kommunale
Immobilien
FSB
FSI
FKB
RGB
Green City Hotel
Summe
Wirtschaftsförderung
FWTM
MF OTG
FMMI
FWI
FKV
f.q.b.
SF OTG
RRSO
Summe
Beteiligungen (Summe 2)

3.
3.1
3.2
3.3
3.4
3.5

2016

2017

T€

T€

EigenkapitalQuote
2016
%

2017
%

Anlageintensität
2016
%

Investitionen

2017
%

2016

2017

T€

T€

1.387.443

1.448.562

67,3

69,4

93,2

88,8

101.194

85.319

123.353
715.564
148.605
5.806
970
1.941
14.705
4.918
1.913
3.256
609
1.021.640

135.148
750.076
154.818
6.417
937
--16.301
4.673
1.518
3.357
418
1.073.663

74,1
33,1
28,4
17,2
16,4
5,4
49,9
26,5
26,1
80,9
57,6
37,6

72,5
31,6
27,3
15,6
17,0
--46,0
27,4
35,2
78,9
51,2
36,4

86,6
78,7
73,1
19,4
67,2
0,0
74,8
96,3
64,5
18,3
9,5
78,1

78,5
74,7
69,4
22,3
62,9
--72,9
94,6
78,5
21,9
10,0
73,9

4
37.075
29.476
365
25
0
3.481
2
0
62
7
70.497

11
42.765
23.261
497
3
--3.487
8
0
154
5
70.191

421.385
60.295
54.048
1.509
948
538.185

461.827
61.094
53.652
1.677
939
579.189

34,0
7,7
38,9
19,1
23,1
31,5

33,8
12,4
41,1
17,2
38,8
32,2

87,6
90,1
89,0
0,0
56,4
87,7

88,9
88,3
90,9
0,0
49,3
88,7

19.236
0
1.239
0
39
20.514

55.430
8
2.850
0
35
58.323

10.822
38.319
2.383
3.039
4.482
1.920
486
4.708
66.159

9.879
38.596
2.014
4.137
19.738
2.682
4.911
5.120
87.077

13,1
22,7
23,0
50,1
0,0
44,6
95,9
65,8
25,1

18,1
22,9
20,9
35,9
35,5
43,9
97,9
63,3
33,0

40,4
68,8
0,1
0,9
86,8
58,9
29,2
92,0
60,8

76,5
76,2
0,1
3,7
71,2
54,6
70,3
93,0
69,8

221
891
0
0
0
517
142
92
1.863

468
11
0
1
10.153
441
3.368
566
15.008

1.625.984

1.739.929

35,1

34,8

80,6

78,7

92.874

143.522

Eigenbetriebe
ESE
EAF
EBF
EBT
EVZ

216.199
18.623
28.981
42.056
55.890

216.021
18.508
29.135
37.479
73.230

-0,3
-5,9
15,2
-5,2
-0,4

1,0
-3,2
15,7
-5,7
2,4

92,2
23,9
45,4
90,1
97,7

92,7
23,7
48,4
97,4
85,0

7.932
0
1.216
1.036
27.706

5.480
1
1.348
287
13.110

Eigenbetriebe (Summe 3)

361.749

374.373

0,1

1,5

85,6

84,8

37.890

20.226

20,6
22,8
1,1
nb

18,2
25,1
0,9
nb

98,0
45,9
89,0
nb

98,2
36,9
87,5
nb

4.291
181
10.923
nb

11.911
285
11.539
nb

4. Bedeutende Zweckverbände
4.1
4.2
4.3
4.4

AZV Breisgauer Bucht
ZV KIV BF
ZRF
ZV Gewerbepark Breisgau
Zweckverbände (Summe 4)

Gesamtsumme (1 - 4)

Angaben ohne Stadt

20

70.726
71.535
64.220
nb

78.368
89.032
77.662
nb

206.481

245.062

15,3

15,2

77,1

72,5

15.395

23.735

3.581.657

3.807.926

42,9

43,4

85,8

82,7

247.353

272.802

2.194.214

2.359.364

27,4

27,5

81,1

79,0

146.159

187.483

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

Erläuterung zu Tabelle 4: „Fremdkapital, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutionen“
Tabelle 4 gibt Auskunft über den Schuldenstand der einzelnen Gesellschaften, Zweckverbände und Eigenbetriebe und den Anteil der Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten hieran. Bei
dem Vergleich der Zahlen bestätigt sich bei den operativ tätigen Gesellschaften die allgemeine Erfahrung, dass Bereiche mit einer hohen Anlageintensität (siehe Tabelle 2 und 3)
verstärkt auf Fremdkapital zurückgreifen müssen.
Die höchsten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen die FSB mit 227,3 Mio. €
(Vorjahr: 189,7 Mio. €) und der Eigenbetrieb Stadtentwässerung mit 166,7 Mio. € (Vorjahr
170,9 Mio. €) aus:




Die hohe Verschuldung der FSB ist vor dem Hintergrund der in den vergangenen
Jahren getätigten erheblichen Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen
sowie der Investitionen in Mietwohnungsneubau und Eigentumsmaßnahmen zu sehen. Hierbei ist auch auf das 2002 entwickelte Portfolio-Szenario mit dem Ziel, rund
3.000 Wohnungen innerhalb von 12 Jahren mit einem Investitionsvolumen von 105,0
Mio. € – mit Schwerpunkt auf energetische Sanierungen – zu erneuern, zu verweisen. Die Investitionen und die entsprechenden Aufwendungen betrugen hierfür in den
letzten 10 Jahren durchschnittlich 39,7 Mio. € pro Jahr.
Für die Erweiterung und laufende Instandhaltung/Sanierung des Kanalnetzes in der
Stadt hat der Eigenbetrieb Stadtentwässerung ebenfalls erhebliche Investitionen getätigt. Im Durchschnitt der letzten Jahre wurden hierfür rund 7,7 Mio. € pro Jahr aufgewendet. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass der Eigenbetrieb seit 1996 mit
der Rückführung des Stammkapitals in den städtischen Haushalt (rund 32,8 Mio. €)
vollständig fremdfinanziert ist, wobei darauf hinzuweisen ist, dass das Stammkapitals
ehemals ebenfalls zinstragend war.

Zusätzlich wird der auf den verschiedenen Ebenen vorhandene Saldo der liquiden Mittel
(inkl. städtischer Cash Pool) dargestellt (in der Darstellung der Tabelle 4 stellen Angaben mit
negativem Vorzeichen Guthaben dar). Somit lässt sich eine „Netto-Verschuldung“ ermitteln,
die die verbleibende Verschuldung widerspiegelt, sofern alle kurzfristig zur Verfügung stehenden Mittel zur Schuldentilgung eingesetzt würden.

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

21

Tabelle 4: „Fremdkapital, Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstitute, liquide Mittel und Nettoverschuldung“

Fremdkapital

2016
T€

1. Stadt Freiburg (Summe 1)
2.

2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
2.6
2.7
2.8
2.9
2.10
2.11

2.12
2.13
2.14
2.15
2.16

2.17
2.18
2.19
2.20
2.21
2.22
2.23
2.24

4.
4.1
4.2
4.3
4.4

T€

2016
T€

2017
T€

Saldo liquide
Mittel
(Soll/Haben)
2016
T€

2017
T€

Verschuldung
ggü.
Kreditinstituten
abzgl. liquide
Mittel bei
Kreditinstituten
2016

2017

T€

T€

454.191

443.955

167.121

166.957

-752

-36.906

166.369

130.051

31.913
478.423
106.392
4.806
811
1.836
7.372
3.615
1.414
622
258
637.462

37.163
512.908
112.605
5.417
778
--8.799
3.394
984
709
203
682.960

2.050
145.646
73.401
0
9
0
0
691
0
0
0
221.797

1.414
154.993
77.302
0
0
--1
640
0
0
0
234.350

-14.492
-17.332
-230
4.552
330
973
528
-134
-363
-1.734
-223
-28.125

-26.422
-8.206
-5.432
4.930
177
--513
-174
-246
-874
-35
-35.769

-12.442
128.314
73.171
4.552
339
973
528
557
-363
-1.734
-223
193.672

-25.008
146.787
71.870
4.930
177
--514
466
-246
-874
-35
198.581

278.200
55.649
33.014
1.221
729
368.813

305.914
53.511
31.582
1.389
574
392.970

199.936
52.815
24.036
0
127
276.914

226.720
51.888
22.334
0
108
301.050

-11.484
-5.084
-3.408
-989
-343
-21.308

-1.131
-6.248
-1.901
-743
-420
-10.443

188.452
47.731
20.628
-989
-216
255.606

225.589
45.640
20.433
-743
-312
290.607

9.404
29.607
1.836
1.516
4.481
1.064
20
1.609
49.537

8.090
29.746
1.593
2.652
12.739
1.504
102
1.881
58.307

542
9.649
0
0
921
0
0
109
11.221

459
9.492
0
0
11.850
700
0
98
22.599

-1.649
-10.921
-1.903
-2.354
-22
142
-314
-318
-17.339

1.206
-7.409
-1.382
-1.717
-4.820
-515
-850
-347
-15.834

-1.107
-1.272
-1.903
-2.354
899
142
-314
-209
-6.118

1.665
2.083
-1.382
-1.717
7.030
185
-850
-249
6.765

1.055.812

1.134.237

509.932

557.999

-66.772

-62.046

443.160

495.953

216.757
19.715
24.579
44.223
56.099

213.830
19.105
24.568
39.610
71.489

170.906
0
0
14.842
52.100

170.685
0
0
13.903
69.090

-4.004
-11.346
-13.291
3.359
-1.262

-3.966
-8.499
-12.289
-449
-6.707

166.902
-11.346
-13.291
18.201
50.838

166.719
-8.499
-12.289
13.454
62.383

Eigenbetriebe (Summe 3)
Bedeutende Zweckverbände
AZV Breisgauer Bucht
ZV KIV BF
ZRF
ZV Gewerbepark Breisgau

361.373

368.602

237.848

253.678

-26.544

-31.910

211.304

221.768

56.130
55.241
63.544
nb

64.088
66.693
76.965
nb

46.193
0
5.849
nb

56.796
0
8.803
nb

-51
-16.226
-5
nb

-75
-35.055
0
nb

46.142
-16.226
5.844
nb

56.721
-35.055
8.803
nb

Zweckverbände (Summe 4)

174.915

207.746

52.042

65.599

-16.282

-35.130

35.760

30.469

2.046.291

2.154.540

966.943

1.044.233

-110.350

-165.992

856.593

878.241

1.592.100 1.710.585

799.822

877.276 -109.598 -129.086 690.224

748.190

Beteiligungen
Verkehr, Ver- und Entsorgung
StW
badenova (Konzern)
VAG
StWB
FFB
AWF
ASF
ASF Solar
GAB
RHB
Energieagentur
Summe
Wohnen/kommunale
Immobilien
FSB
FSI
FKB
RGB
Green City Hotel
Summe
Wirtschaftsförderung
FWTM
MF OTG
FMMI
FWI
FKV
f.q.b.
SF OTG
RRSO
Summe
Beteiligungen (Summe 2)

3.
3.1
3.2
3.3
3.4
3.5

2017

davon
Verbindlichkeiten
ggü.
Kreditinstituten

Eigenbetriebe
ESE
EAF
EBF
EBT
EVZ

Gesamtsumme (1 - 4)

Angaben ohne Stadt

22

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

In den beiden nachfolgenden Diagrammen soll die Entwicklung der Verschuldung (hier:
Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) gemäß Tabelle 4 und die
Entwicklung der Investitionen gemäß Tabelle 3 in den Jahren 2015 – 2017 transparent
dargestellt werden. Es wird die Entwicklung dieser wirtschaftlich wichtigen Werte gesamthaft
für den Kernhaushalt einschließlich Beteiligungen und Eigenbetrieben sowie nur für den
Bereich Beteiligungen ausgewiesen.

1.200

300

1.000

250

800

200

600

150

400

100

200

50

0

897,2

914,9

978,6

2015

2016

2017

Verschuldung

Investitionen (Mio. €)

Verschuldung (Mio. €)

Verschuldung (Verb. Kreditinstitute) und Investitionen
Kernhaushalt, Beteiligungen und Eigenbetriebe

0

Investitionen

1.200

300

1.000

250

800

200

600

150

400

100

200

50

0

523,8

510,0

558,0

2015

2016

2017

Verschuldung

Investitionen (Mio. €)

Verschuldung (Mio. €)

Verschuldung (Verb. Kreditinstitute) und Investitionen
der Beteiligungen

0

Investitionen

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

23

Für die „Gesamtstadt“ bzw. für die Beteiligungen stellt sich die „Netto-Verschuldung“ in dem
betrachteten Drei-Jahres-Zeitraum wie folgt dar:

1.200

300

1.000

250

800

200

600

150

400

100

200

50

0

808,1

821,1

847,9

2015

2016

2017

Verschuldung

Investitionen (Mio. €)

Verschuldung (Mio. €)

Netto-Verschuldung (Verb. Kreditinst. ./. liq. Mittel)
und Investitionen Kernhaushalt, Beteiligungen und
Eigenbetriebe

0

Investitionen

1.200

300

1.000

250

800

200

600

150

400

100

200

50

0

463,7

443,6

496,1

2015

2016

2017

Verschuldung

24

Investitionen

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

0

Investitionen (Mio. €)

Verschuldung (Mio. €)

Netto-Verschuldung (Verb. Kreditinst. ./. liq. Mittel)
und Investitionen der Beteiligungen

Erläuterung zu Tabellen 5: „Anlagendeckung I & II“
Beim Anlagevermögen werden solche Vermögensgegenstände ausgewiesen, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauerhaft zu dienen. Hierunter fallen immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen. Da es dem Betrieb dauerhaft dient,
sollte es möglichst durch Eigenkapital (Anlagendeckung I) bzw. Eigenkapital und mittel- und
langfristiges Fremdkapital (Anlagendeckung II) gedeckt sein.
Anlagendeckung I
Die Anlagendeckung I zeigt auf, wie hoch das Anlagevermögen durch Eigenkapital gedeckt
ist. Das Eigenkapital steht langfristig, unverzinslich und ohne Tilgungspflicht zur Verfügung.
Die Anlagendeckung liegt über alle Gesellschaften, Eigenbetriebe und Zweckverbände bei
durchschnittlich 34,8 % (Vorjahr 33,8 %). Die im Vergleich zur Anlagendeckung II deutlich
niedrigeren Werte sind im Wesentlichen auf die besondere Finanzierungsstruktur bei den
Eigenbetrieben und Zweckverbänden zurückzuführen.
Anlagendeckung II
Die goldene Bilanzregel besagt, dass langfristiges Vermögen auch langfristig finanziert sein
soll. Ein Wert nahe 1 (=100,0 %) zeigt, dass die Fristenkongruenz zwischen Mittelherkunft
und Mittelverwendung gegeben ist. Wie auch im Vorjahr übersteigen auch im Berichtsjahr
bei den Eigenbetrieben (107,0 %) und den Zweckverbänden (116,4 %) die langfristigen Mittel das langfristige Vermögen. Bei den Gesellschaften ist dies nicht der Fall, die Quote liegt
stabil bei rund 86 %.
Die Einhaltung der goldenen Bilanzregel ist anzustreben, weil dadurch die langfristige Sicherheit der Kalkulationsgrundlage ermöglicht wird und dadurch wirtschaftliche Risiken verringert werden können.

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

25

Tabelle 5: „Anlagendeckung I & II“

Anlagevermögen

1. Stadt Freiburg (Summe 1)
2.

2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
2.6
2.7
2.8
2.9
2.10
2.11

2.12
2.13
2.14
2.15
2.16

2.17
2.18
2.19
2.20
2.21
2.22
2.23
2.24

Beteiligungen
Verkehr, Ver- und Entsorgung
StW
badenova (Konzern)
VAG
StWB
FFB
AWF
ASF
ASF Solar
GAB
RHB
Energieagentur
Summe
Wohnen/kommunale
Immobilien
FSB
FSI
FKB
RGB
Green City Hotel
Summe
Wirtschaftsförderung
FWTM
MF OTG
FMMI
FWI
FKV
f.q.b.
SF OTG
RRSO
Summe
Beteiligungen (Summe 2)

3.
3.1
3.2
3.3
3.4
3.5

Eigenkapital

2016

2017

2016

2017

T€

T€

T€

T€

1.293.675

1.286.854

106.840
563.043
108.580
1.128
652
0
10.996
4.738
1.233
597
58
797.865

106.065
560.153
107.392
1.431
589
--11.886
4.421
1.191
736
42
793.906

369.075
54.342
48.096
0
535
472.048
4.375
26.355
2
27
3.891
1.130
142
4.332
40.254

933.251

Anlagendeckung Anlagendeckung II
I
(EK+mittel-&
(EK/AV)
langfr. FK/AV)
2016
%

2017
%

2016
%

2017
%

1.004.607

72,1

78,1

98,0

104,9

91.440
237.141
42.213
1.000
159
105
7.333
1.303
499
2.634
351
384.178

97.984
237.168
42.213
1.000
159
--7.501
1.279
534
2.648
214
390.700

85,6
42,1
38,9
88,7
24,4
nb
66,7
27,5
40,5
441,2
605,2
48,2

92,4
42,3
39,3
69,9
27,0
--63,1
28,9
44,8
359,8
509,5
49,2

91,6
66,0
105,1
88,7
67,3
--87,7
95,9
98,9
441,2
605,2
75,6

96,5
65,1
111,1
69,9
74,5
--81,7
101,1
100,8
359,8
509,5
76,3

410.752
53.921
48.752
0
463
513.888

143.186
4.646
21.034
288
219
169.373

155.913
7.584
22.070
288
364
186.219

38,8
8,5
43,7
nb
40,9
35,9

38,0
14,1
45,3
nb
78,6
36,2

100,4
105,7
102,2
nb
82,4
101,2

99,6
110,3
100,7
nb
96,3
100,8

7.553
29.392
2
153
14.044
1.464
3.450
4.760
60.818

1.418
8.712
547
1.523
1
856
466
3.099
16.622

1.789
8.850
421
1.485
7.000
1.177
4.810
3.240
28.772

32,4
33,1
>1000
>1000
0,0
75,8
328,2
71,5
41,3

23,7
30,1
>1000
>1000
49,8
80,4
139,4
68,1
47,3

47,2
117,2
>1000
>1000
0,0
75,8
328,2
71,5
100,7

31,0
104,7
>1000
>1000
134,2
126,1
139,4
68,1
106,6

570.173

605.691

43,5

44,3

85,6

86,9

-0,3
-24,5
33,4
-5,7
-0,4

1,1
-13,6
32,4
-5,8
2,8

98,1
313,6
209,0
91,8
97,7

98,4
296,7
198,0
90,7
110,3

1.310.167

1.368.612

Eigenbetriebe
ESE
EAF
EBF
EBT
EVZ

199.392
4.458
13.169
37.900
54.577

200.226
4.394
14.093
36.517
62.271

-558
-1.092
4.402
-2.167
-209

2.191
-597
4.567
-2.130
1.741

Eigenbetriebe (Summe 3)

309.496

317.501

376

5.772

0,1

1,8

105,1

107,0

14.596
16.294
676
nb

14.280
22.338
694
nb

21,1
49,7
1,2
nb

18,6
68,0
1,0
nb

92,8
161,9
101,0
nb

93,9
201,5
100,8
nb

31.566

37.312

19,8

21,0

110,0

116,4

4. Bedeutende Zweckverbände
4.1 AZV Breisgauer Bucht
4.2 ZV KIV BF
4.3 ZRF
4.4 ZV Gewerbepark Breisgau
Zweckverbände (Summe 4)

Gesamtsumme (1 - 4)

Angaben ohne Stadt

26

69.336
32.815
57.125
nb

76.946
32.860
67.969
nb

159.276

177.775

3.072.614

3.150.742

1.535.366

1.653.382

50,0

52,5

94,1

97,9

1.778.939 1.863.888

602.115

648.775

33,8

34,8

91,2

93,1

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

Einstieg in die Konsolidierung
Wie bereits auf Seite 15 erläutert, hat das Land Baden-Württemberg mit der Umstellung auf
das Neue Kommunale Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR) die Kommunen verpflichtet, spätestens ab dem 01.01.2022 einen Gesamtabschluss für die Kommunen und ihre Beteiligungen zu erstellen. Die konkrete Ausgestaltung wird derzeit noch diskutiert.
Zielsetzung eines Gesamtabschlusses ist die Gesamtdarstellung der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Kernhaushalts, der Eigenbetriebe und der städtischen Gesellschaften
nach Eliminierung der innerkonzernlichen Verflechtungen (Konsolidierung). Der Konsolidierung liegt die Vorstellung zugrunde, dass die in den Gesamtabschluss einbezogenen Aufgabenträger (Stadt, Eigenbetriebe, Unternehmen) eine wirtschaftliche Einheit bilden. Die Konsolidierungsschritte betreffen die Kapital- und Schuldenkonsolidierung, die Aufwands- und
Ertragskonsolidierung und die Zwischenergebniseliminierung.
Mit dem Gesamtabschluss sind Erwartungen in eine größere Transparenz über die wirtschaftliche Entwicklung des „Konzerns Stadt“, zusätzliche Informationen für die Entscheidungsträger sowie eine bessere Vergleichbarkeit mit anderen Kommunen verbunden.
Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern verschiedener Städte unter der Leitung des Städtetages
Baden-Württemberg ist mit der Erarbeitung praktikabler Vorschläge zur Umsetzung des Gesamtabschlusses betraut.
Als Einstieg in den Gesamtabschluss wurden bezogen auf einzelnen Positionen vereinfachte
gesamtstädtische Konsolidierungsmaßnahmen vorgestellt, um im Beteiligungsbericht 2018
mit der Umsetzung zu beginnen.
Dies betrifft die Kapitalkonsolidierung, durch die konzerninterne Kapitalverflechtungen des
„Konzerns Stadt“ bereinigt werden. Hierdurch werden Doppelzählungen, die im Summenabschluss enthalten sind, herausgerechnet. Bei Mutter-Tochter-Enkel-Beziehungen sind die
jeweiligen Beteiligungsbuchwerte in den Einzelabschlüssen der jeweiligen Muttergesellschaft
mit dem auf die Beteiligung entfallenden Eigenkapital der entsprechenden Tochtergesellschaft zu verrechnen. Dadurch ist beim Finanzanlagevermögen der städtischen Gesellschaften ein Betrag von 110,9 Mio. € rechnerisch abzuziehen, im Vorjahr 107,0 Mio. €. Dieselbe
vereinfachte Kapitalkonsolidierung ist auch im Verhältnis der Stadt zu den außerstädtischen
Aktivitäten vorzunehmen: Hierdurch reduziert sich das Finanzanlagevermögen des „Konzerns“ Stadt um weitere 223,5 Mio. €, im Vorjahr um 213,0 Mio. €.
Analog ist im Hinblick auf die Schuldenkonsolidierung vorzugehen, d.h. konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sind zu verrechnen. Wir beschränken uns nachfolgend auf
auf durchgereichte Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zwischen städtischen Tochtergesellschaften, wodurch ein Betrag von 1,4 Mio. €, im Vorjahr 2,0 Mio. €, wegfällt. Ferner
ergab sich im Vorjahr aus dem Liquiditätsverbund (Cash Pool) eine Verrechnung zwischen
der Verbindlichkeit der Stadt und der entsprechenden Forderung der Cash Pool-Teilnehmer
in Höhe von 16,2 Mio. €.
Im Hinblick auf die SF OTG ist zu berücksichtigen, dass die Einlage des stillen Gesellschafters, die im Einzelabschluss im Eigenkapital der SF OTG auszuweisen ist, aus Sicht der
Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

27

Stadt als Fremdkapital zu betrachten ist. Dies führt zu einer Umgliederung von 5,5 Mio. €, im
Vorjahr 0,5 Mio. €.
Im Überblick ergibt sich daraus folgende Veränderung der Kennzahlen (ausgehend von der
bisherigen Darstellung in Form eines Summenabschlusses):
Bilanzsumme
2016
2017
Mio €
Mio €

Anlagevermögen
2016
2017
Mio €
Mio €

Eigenkapital
2016
2017
Mio €
Mio €

Fremdkapital
2016
2017
Mio €
Mio €

Unternehmen (bisherige Darst.)
abzgl. vereinf. Kapital-/
Schuldenkonsolidierung
abzgl./zuzügl. sonstige Effekte

1.626

1.740

1.310

1.368

570

606

1.056

1.134

-106

-111

-106

-111

-104

-1

-111
-6

-2
1

-1
6

=Unternehmen modifiziert

1.520

1.629

1.204

1.257

466

489

1.054

1.139

361

374

309

317

0

5

361

369

1.387

1.449

1.292

1.286

932

1.003

450

438

=Eigenbetriebe (bisherige Darst.)
Stadthaushalt (bisherige Darst.)
abzgl. vereinf. Kapital-/
Schuldenkonsolidierung
abzgl./zuzügl. sonstige Effekte
=Stadthaushalt modifiziert

-229

-223

-213

-223

-213

-223

-16

0

1.158

1.226

1.079

1.063

719

780

434

438

Gesamtsumme

3.039

3.229

2.592

2.637

1.185

1.274

1.849

1.946

Weiterführend hierzu werden in der nachfolgenden Tabelle allein bezogen auf die städtischen Gesellschaften (ohne den Kernhaushalt der Stadt und die Eigenbetriebe) verschiedene Bilanzkennzahlen auf Unternehmensebene (=bisherige summarische Betrachtung), ergänzt um die vereinfachte Kapital- und Schuldenkonsolidierung zwischen den städtischen
Beteiligungen (wie aus vorstehender Tabelle ersichtlich), auf eine vereinfachte Konzernbetrachtung übergeleitet.
Konzernbetrachtung bedeutet, dass
•

•

die bereits vorhandenen (Teil-)Konzernabschlüsse der StW und der FSB (jeweilige
Muttergesellschaft vollkonsolidiert mit ihren Tochtergesellschaften) und der quotale
(Teil-)Konzernabschluss der badenova (vollkonsolidiert mit ihren Tochtergesellschaften)
sowie die Einzelabschlüsse der übrigen Beteiligungen, jeweils unter Berücksichtigung
der städtischen Anteilsquoten, betrachtet werden.1

In der nachfolgenden Tabelle sind die beiden Betrachtungsweisen (bisherige Darstellung in
Form eines Summenabschlusses versus vereinfachte Konzernbetrachtung) zahlenmäßig
gegenübergestellt. Die lediglich quotale Berücksichtigung der badenova führt zu der zahlenmäßig größten Abweichung zur bisherigen Betrachtung (bei allen dargestellten Kennzahlen),
1

Um zu einer Gesamtkonsolidierung bezogen auf die städtischen Gesellschaften zu kommen, müssten in einem
Folgeschritt die Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen den (Teil-)Konzernen und den sonstigen städtischen Gesellschaften eliminiert werden (sog. Aufwands- und Ertragskonsolidierung). Ebendiese Konsolidierung
müsste in einem abschließenden Schritt auch mit den Eigenbetrieben und der Stadt erfolgen.

28

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

mäßig größten Abweichung zur bisherigen Betrachtung (bei allen dargestellten Kennzahlen),
z.B. im Bereich der Umsatzerlöse werden anstatt 938,7 Mio. € (Vorjahr 970,1 Mio. €) lediglich quotal mit 32,76 % Umsätze von 307,5 Mio. € (Vorjahr 317,8 Mio. €) berücksichtigt. Im
Bereich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind bezogen auf die badenova
anstatt eines Betrags von 154,9 Mio. € (Vorjahr 145,6 Mio. €) lediglich quotal mit 32,76 %
Verbindlichkeiten von 50,8 Mio. € (Vorjahr 47,4 Mio. €) zu berücksichtigen.
Bilanzsumme
2016
2017
Mio €
Mio €
Unternehmensebene
(Betrachtung wie bisher)
abzgl. vereinf. Kapital-/
Schuldenkonsolidierung
abzgl./zuzügl. sonstige Effekte
=Unternehmen modifiziert

Anlagevermögen
2016
2017
Mio €
Mio €

Eigenkapital
2016
2017
Mio €
Mio €

Fremdkapital
2016
2017
Mio €
Mio €

1.626

1.740

1.310

1.369

570

606

1.056

1.134

-106

-111

-106

-111

1.520

1.629

1.204

1.258

-104
-1
465

-111
-6
489

-2
1
1.055

-1
6
1.139

991
529

1.066
563

811
393

863
395

295
170

319
170

696
359

728
411

Unternehmensebene in
Konzernbetrachtung und
unter Berücksichtung
von Anteilsquoten
Differenz

Verbindlichk.
Kreditinstitute
2016
2017
Mio €
Mio €

Investitionen
2016
2017
Mio €
Mio €

Umsatzerlöse
2016
2017
Mio € Mio €

JahresZuschüsse/Kapitalergebnis
erhöhungen
2016 2017
2016
2017
Mio € Mio € Mio €
Mio €

Unternehmensebene
(Betrachtung wie bisher)

510

558

93

143

1.247

1.219

-2

8

15

19

Unternehmensebene in
Konzernbetrachtung und
unter Berücksichtung
von Anteilsquoten
Differenz

410
100

451
107

66
27

112
31

563
684

556
663

-2
0

6
2

15
0

19
0

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

29

Erläuterung zu Tabellen 6a und 6b: „ Personalkennzahlen“

In den nachfolgenden Tabellen über den Bereich Personalwirtschaft wird ein Überblick über
die Gesamtzahl der Beschäftigten, die Verteilung nach Geschlecht, die Anzahl der Führungskräfte mit Anteil der weiblichen Führungskräfte für die Jahre 2017 und 2016 gegeben.
Darüber hinaus wird die Anzahl der Auszubildenden für die Jahre 2017 (373) und 2016 (339)
sowie die Höhe des Personalaufwands für die Jahre 2017 (422,5 Mio. €) und 2016 (397,5
Mio. €) ausgewiesen.
Insgesamt werden für das Jahr 2017 bei der Stadt, bei den Eigenbetrieben und den städtischen Gesellschaften 7.210 Beschäftigte (Vorjahr 7.076) ausgewiesen; davon 3.797 Männer
(= 52,7 %; Vorjahr 3.746 Männer = 52,9 %) sowie 3.413 Frauen (47,3 %; Vorjahr 3.330
Frauen = 47,1 %). Der größte Arbeitgeber außerhalb der Stadt ist die badenova, gefolgt von
der VAG, der ASF und dem Eigenbetrieb Theater Freiburg.
Für das Jahr 2017 sind 422 Führungskräfte (Vorjahr 485) zu verzeichnen; davon 135 weibliche Führungskräfte (= 32,0 %; Vorjahr 168 weibliche Führungskräfte = 34,6 %).

1
2

Seit 2017 orientiert sich die Stadt Freiburg i. Br. im Personalbericht bei der Beschäftigtenzahl nur noch an den
aktiv Mitarbeitenden. Die Angabe für das Jahr 2016 wurde entsprechend angepasst (ursprünglich 4.108).
Neue Definition von Führungskräften bei der Stadt Freiburg i. Br.: im Gegensatz zum Vorjahr in 2017 nur noch
Amtsleiter_innen, Dezernatsbüroleiter_innen, Direktor_innen, stellv. Amtsleiter_innen. Im Vj. zusätzlich Abteilungsleiter_innen und Teamleiter_innen.

30

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

Tabelle 6a: "Beschäftigte und Besetzung von Führungspositionen"
Personalkennzahlen

2016
gesamt
1. Stadt Freiburg (Summe 1)
2. Beteiligungen
Verkehr, Ver- und Entsorgung
2.1 StW
2.2 badenova (Konzern)
2.3 VAG
2.4 StWB
2.5 FFB
2.6 AWF
2.7 ASF
2.8 ASF Solar
2.9 GAB
2.10 RHB
2.11 Energieagentur
Summe
Wohnen/kommunale
Immobilien
2.12 FSB
2.13 FSI
2.14 FKB
2.15 RGB
2.16 Green City Hotel
Summe
2.17
2.18
2.19
2.20
2.21
2.22
2.23
2.24

2017

m

w

gesamt
3.741

13
1.252
789
0
14
0
349
0
0
15
29
2.461

5
853
649
0
12
0
308
0
0
13
14
1.854

8
399
140
0
2
0
41
0
0
2
15
607

158
0
84
70
24
336

94
0
37
39
4
174

126
0
0
0
0
49
5
0
180

1

5
856
666
0
13
--324
0
0
13
14
1.891

8
399
144
0
2
--41
0
0
2
15
611

2
132
43
0
1
0
23
0
0
2
7
210

2
27
8
0
0
0
6
0
0
0
2
45

64
0
47
31
20
162

154
0
92
84
26
356

95
0
35
40
5
175

59
0
57
44
21
181

10
0
7
8
1

3
0
3
3
0

26

9

43
0
0
0
0
22
4
0
69

83
0
0
0
0
27
1
0
111

134
0
0
0
0
46
4
0
184

46
0
0
0
0
21
3
0
70

88
0
0
0
0
25
1
0
114

31
0
0
0
0
9
0
0

15
0
0
0
0
4
0
0

40

2.977

2.097

880

3.042

2.136

906

Eigenbetriebe
ESE
EAF
EBF
ETF
EVZ

7
4
60
370
0

4
1
44
192
0

3
3
16
178
0

6
5
55
361
0

3
1
39
189
0

Eigenbetriebe (Summe 3)

441

241

200

427

7.076

3.746

3.330

7.210

Angaben ohne Stadt

2.250

davon gesamt
davon
Frauen
Frauen
2
169
81
84
41

gesamt

13
1.255
810
0
15
--365
0
0
15
29
2.502

Gesamtsumme (1-3)

1.408

w

2017

2.312

Wirtschaftsförderung
FWTM
MF OTG
FMMI
FWI
FKV
f.q.b.
SF OTG
RRSO
Summe

3.658

m

2016

1.429

Beteiligungen (Summe 2)
3.
3.1
3.2
3.3
3.4
3.5

Führungpositionen

Beschäftigte (Jahresdurchschnitt)

3.418

2.338 1.080 3.469

1
155
42
0
2

1
35
7
0
0

--23
0
0
2
7
232

--6
0
0
0
2
51

14
0
7
7
1
29

4
0
3
3
0
10

32
0
0
0
0
9

16
0
0
0
0
4
0
0

19

0
0
41

20

276

73

302

81

3
4
16
172
0

1
1
5
33
0

0
0
1
13
0

1
1
1
33
0

0
0
0
13
0

232

195

40

14

36

13

3.797

3.413

485

168

422

135

2.368 1.101

316

87

338

94

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

31

Tabelle 6b: "Personalaufwand, Anzahl Auszubildende und Schwerbehindertenquote"
Personalkennzahlen

1.
2.

2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
2.6
2.7
2.8
2.9
2.10
2.11

2.12
2.13
2.14
2.15
2.16

2.17
2.18
2.19
2.20
2.21
2.22
2.23
2.24

Stadt Freiburg (Summe 1)

2017

T€

T€

2016

2017

2016

2017

%

%

192.058

205.950

222

248

5,9

6,0

1.015
88.393
44.591
0
228
0
16.576
0
13
726
751
152.293

1.198
92.485
47.718
0
252
--17.023
0
16
760
801
160.253

2
39
27
0
0
0
5
0
0
0
0
73

2
43
30
0
0
--7
0
0
0
0
82

--7,6
9,6
----0
3,4
----0
0

--6,8
9,0
------4,0
----0
0

8.845
0
3.271
2.693
659
15.468

11.084
0
3.488
3.020
638
18.230

6
0
0
8
0
14

7
0
0
6
0
13

7,9
--3,0
3,1
45,8

6,2
--2,4
6,1
46,2

7.327
0
0
0
0
3.003
54
18
10.402

8.003
0
0
0
0
3.145
68
7
11.223

24
0
0
0
0
1
0
0
25

23
0
0
0
0
2
0
0
25

4,7
--------13,3
0
0

4,6
--------12,5
0
0

178.163

189.706

112

120

Eigenbetriebe
ESE
EAF
EBF
ETF
EVZ

567
430
3.047
23.200
0

546
425
3.065
22.760
0

0
0
0
5
0

0
0
0
5
0

0
0
7,4
4,1
---

0
0
7,7
4,9
---

Eigenbetriebe (Summe 3)

27.244

26.796

5

5

397.465

422.452

339

373

205.407

216.502

117

125

Verkehr, Ver- und Entsorgung
StW
badenova (Konzern)
VAG
StWB
FFB
AWF
ASF
ASF Solar
GAB
RHB
Energieagentur
Summe
Wohnen/kommunale
Immobilien
FSB
FSI
FKB
RGB
Green City Hotel
Summe
Wirtschaftsförderung
FWTM
MF OTG
FMMI
FWI
FKV
f.q.b.
SF OTG
RRSO
Summe

Gesamtsumme (1-3)

Angaben ohne Stadt

32

2016

Schwerbehindertenquote

Auszubildende

Beteiligungen

Beteiligungen (Summe 2)
3.
3.1
3.2
3.3
3.4
3.5

Personalaufwand

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

4

Haushaltsauswirkungen

4.1

Gesellschaften

Bei den hier aufgeführten Haushaltsauswirkungen handelt es sich um gegenseitige
Zahlungsströme, die aus der Gesellschafterstellung der Stadt Freiburg i. Br. resultieren.
Übrige Zahlungsströme, die in der Regel auf einem Leistungsaustausch beruhen, sind hier
nicht erfasst. Im Jahr 2017 waren im Saldo die geleisteten Verlustabdeckungen,
Betriebskostenzuschüsse, Rücklagenzuführungen bzw. Investitionszuschüsse wiederum
höher als die vereinnahmten Gewinnausschüttungen sowie Konzessionsabgaben. Die
Rücklagenzuführungen erfolgten im Wesentlichen zugunsten der Stadtwerke Freiburg
GmbH. Die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben im Zeitraum 2014 bis 2018 zeigt
nachfolgende Tabelle. Sie werden im sich anschließenden Textteil näher erläutert.
2014
IST

2015
IST

2016
IST

2017
IST

2018
Plan

2018
Vorschau 1

T€

T€

T€

T€

T€

T€

Einnahmen
badenova (KA)

12.390

11.956

11.028

12.599

12.300

10.968

1.341

1.317

1.361

1.319

1.212

1.377

277

2

0

515

0

4

14.008

13.275

12.389

14.433

13.512

12.349

StW GmbH

5.000

4.500

5.000

10.000

5.000

0

FSB GmbH2
FWTM GmbH & Co. KG3

8.000

0

2.420

0

0

0

5.752

6.242

6.394

6.049

6.704

6.708

MF OTG GmbH & Co. KG

1.050

780

800

1.806

800

800

495

450

280

662

250

445

Gewinnabführungen
Sonstiges
Einnahmen Gesamt
Ausgaben

f.q.b. gGmbH
SF OTG GmbH & Co. KG4

---

---

26

0

2.000

9.500

Ausgaben Gesamt

20.297

11.972

14.920

18.517

14.754

17.453

Saldo

-6.289

1.303

-2.531

-4.084

-1.242

-5.104

1
2

3

4

Stand 10. November 2018
Gemäß Drucksache G-18/233 soll ein Erbbaugrundstück im Wege der Sacheinlage mit einem Wert von rund
553 T€ in die FSB eingebracht werden (Einstellung in die Kapitalrücklage auf Seiten der Gesellschaft). Dieser
Vorgang ist in der obigen Tabelle nicht enthalten.
Die Zusatzmittel für die FWTM (siehe Seite 585 Doppelhaushalt 2017/2018 je 1 Mio. €) zur Tourismusförderung
aus der Übernachtungssteuer werden bis zum Abschluss des laufenden Rechtsverfahrens zurückgestellt. Für
die aufgelaufenen Beträge wird wie in den Vorjahren im HH eine Rückstellung gebildet, in den o.a. Beträgen ist
dies nicht enthalten.
Gemäß Drucksache G-18/106 beschloss der Gemeinderat am 24.07.2018 die Auszahlung der
Investitionszuschüsse in Höhe von insgesamt 9,5 Mio. € im HH-Jahr 2018. Weiterhin stimmte der Gemeinderat
der Einbringung von Grundstücken im Wege der Sacheinlage mit einem Gesamtwert von rund 13,6 Mio. € zu;
davon wird ein Teilbetrag mit rund 1,2 Mio. € zur Erhöhung der Kommanditeinlage/Haftkapitals der Stadt
Freiburg und der restliche Betrag in Höhe von rund 12,4 Mio. € als sonstige Zuführung in das Eigenkapital auf
das Gesellschafterkonto der Stadt Freiburg verwendet. Dieser Vorgang ist in der obigen Tabelle nicht enthalten.

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

33

a.

Gewinnabführungen, Konzessionseinnahmen und Erstattungen

HH-Jahr 2017:
12.599 T€
1.319 T€
515 T€

Konzessionsabgaben badenova
Gewinnausschüttungen mit Steuererstattungen (davon ASF: 1.301 T€)
Sonstiges: 509 T€ Rückzahlung von Verlustabdeckung FWTM/MF
OTG aus 2016. Der Betrag wurde der FWTM/MF OTG in gleicher
Höhe als Kapitalzuführung gewährt (vgl. unter Punkt b.) Weiter 6 T€
Steuererstattungen BgA.

HH-Jahr 2018:
10.968 T€

Konzessionsabgaben badenova
Die Abweichung zum (höheren) Planansatz ist im Wesentlichen durch
Mengenrückgang bedingt, sowohl durch geringere Abnahmemengen,
als auch durch Verschiebung von Abrechnungszeiträumen. Da die
Zahlungen der Konzessionsabgaben immer auf Basis des
Vorjahresergebnisses erfolgen, ist zusätzlich eine Rückerstattung für
zu hohe Vorauszahlungen vorzunehmen, welche den Mengeneffekt
quasi verdoppelt.

1.377 T€
4 T€
b.

Gewinnausschüttungen mit Steuererstattungen BgA
(davon ASF: 1.359 T€, Sonstige: 18 T€)
Sonstiges (Rückzahlung von in 2017
Verlustabdeckung für FWTM / MF OTG)

zu

viel

erhaltener

Kapitalzuführungen / Investive Zuschüsse

HH-Jahr 2017:
Insgesamt wurden aus dem Finanzhaushalt 10.807 T€ ausbezahlt.
10.000 T€

Zuführung zur Kapitalrücklage der Stadtwerke Freiburg GmbH
Im Rahmen der Finanzierung des Stadtbahnausbaues erhielt die
Stadtwerke Freiburg GmbH im Jahr 2017 eine Rücklagenzuführung in
Höhe von insgesamt 10,0 Mio. €. Neben dem planmäßigen Ansatz für
2017 mit 5,0 Mio. € wurde aufgrund aktueller Haushaltsentwicklungen
auch die für das Jahr 2018 geplante Rate mit ebenfalls 5,0 Mio. €
bereits in das Jahr 2017 vorgezogen (vgl. Drucksache G-17/231).

509 T€

34

Vereinbarungsgemäß (Drucksache G-14/008) erhielten die FWTM
371 T€ und die MF OTG 138 T€ Zuführungen in die Kapitalrücklage in
Höhe der zurückerstatteten Verlustabdeckung 2016 (vgl. Drucksache
HA-17/041)

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

292 T€

Für Dachsanierungsarbeiten in der Stadtgärtnerei/Holzhof wurden die
Rücklagen bei der f.q.b. gGmbH planmäßig erhöht.

HH-Jahr 2018:
Der städtische Haushalt wird voraussichtlich im Jahr 2018 Kapital-/Rücklagenzuführungen
bzw. Investitionszuschüsse in Höhe von insgesamt 11.931 T€ an die Beteiligungen
auszahlen, davon:
9.500 T€

SF OTG (vgl. Drucksache G-18/106 vom 24.07.2018)
Die ursprünglich in Teilbeträgen geplante Auszahlung des
Investitionszuschusses für den Bau des neuen Stadions wurde gemäß
Drucksache G-18/106 nun in einem Gesamtbetrag von 9,5 Mio. € im
Jahr 2018 ausbezahlt. Die Einbringung von Grundstücken in die
Gesellschaft ist auf Seiten der Stadt nicht ausgabewirksam und daher
in der obigen Tabelle nicht enthalten.

3.302 T€

4 T€
c.

FWTM – planmäßig 2.427 T€ sowie Erhöhung um 875 T€ gemäß
Drucksache HA-18/036 (für Kopfbaufinanzierung, dafür entsprechend
reduzierte Verlustabdeckung; vgl. unten unter Punkt c.)
Rücklagenzuführungen für FWTM aus Überzahlung Verlustabdeckung
Vorjahre (vgl. Einnahmen unter Punkt a.)

Verlustabdeckung/Betriebskostenzuschüsse

HH-Jahr 2017:
Im Jahr 2017 wurden Verlustabdeckungen von insgesamt 7.716 T€ an städtische
Gesellschaften zum Ausgleich von Jahresfehlbeträgen geleistet, davon:
7.346 T€

FWTM / MF OTG erhielten zusammen planmäßig 7.346 T€ (als
Gesamtbetrag veranschlagt, zwischen FWTM und MF OTG variabel)

370 T€

f.q.b. gGmbH - planmäßig

HH-Jahr 2018:
Im Jahr 2018 werden voraussichtlich Verlustabdeckungen von insgesamt 7.716 T€ an
städtische Gesellschaften zum Ausgleich von Jahresfehlbeträgen geleistet, davon:
4.202 T€

FWTM / MF OTG
Davon 3.402 T€ an die FWTM und 800 T€ an die MF OTG. Der
Verlustabdeckungsansatz für die FWTM wurde um den als
Kapitalzuführung veranschlagten Betrag von 2.427 T€ sowie zusätzlich
875 T€ (vgl. oben unter Punkt b.) reduziert.

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

35

445 T€

4.2

f.q.b. gGmbH – planmäßig 250 T€ Verlustabdeckung sowie
überplanmäßig
195
T€
als
Zuschuss
für
dringende
Sanierungsmaßnahmen an den - überwiegend im städtischen Besitz
befindlichen - bestehenden Gebäuden und im Gelände (Leitungen)

Eigenbetriebe

Die finanziellen Verflechtungen des städtischen Haushalts mit den Eigenbetrieben werden
insbesondere durch den jährlichen Betriebs- und Investitionszuschuss für das Theater, durch
die Erstattungen für die Straßenentwässerung an den Eigenbetrieb Stadtentwässerung
sowie die Investitionszuschüsse für den Eigenbetrieb Neues Verwaltungszentrum geprägt.
Die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben im Zeitraum 2014 bis 2018 zeigt
nachfolgende Tabelle. Nähere Erläuterungen erfolgen im Anschluss daran.

Einnahmen
EB Stadtentwässerung2
EB Friedhof3
EB Verwaltungszentrum4

2014
IST
T€

2015
IST
T€

2016
IST
T€

2017
IST
T€

2018
Plan
T€

2018
Vorschau1
T€

41
18
173

53
18
145

53
16
193

0
16
0

0
20
0

0
14
0

232

216

262

16

20

14

Ausgaben
EB Stadtentwässerung
EB Abfallwirtschaft
EB Friedhof5
EB Theater6
EB Verwaltungszentrum

4.672
267
501
18.635
2.030

4.541
173
579
19.095
232

4.514
222
509
22.101
300

4.543
203
31
19.523
12.200

5.150
173
1
17.204
100

5.150
173
76
17.204
100

Ausgaben Gesamt

26.105

24.620

27.646

36.500

22.628

22.703

-25.873

-24.404

-27.384

-36.484

-22.608

-22.689

Einnahmen Gesamt

Saldo
1
2
3
4
5
6

Stand 10. November 2018
Anteil des EB Stadtentwässerung an den Kapitalkosten Stadtbächle und Verwaltungsgebührenerstattungen;
Verzinsung Stammkapital;
ab 2017 werden Erstattungen von Personalkosten und sonstigen Kosten an den städtischen HH nicht mehr
ausgewiesen.
Erstattung von Gebührenausfällen. 2014-2016 je 500 T€ Zuschuss zur Sanierung der Einsegnungshalle gem.
G-11/154;
Einschließlich Zuführung zu Rückstellungen im städtischen Haushalt für evtl. Nachzahlungen
Rentenversicherung etc. in 2016 = 2.168 T€ und in 2017 = 484 T€.

36

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

a.

Abführungen und sonstige Einnahmen

HH-Jahr 2017/2018:
Die Abführungen an den Haushalt in den Jahren 2017/2018 betragen 16 T€ bzw. 20 T€ und
betreffen jeweils die Verzinsung Stammkapital EB Friedhof.
b.

Investive Zuschüsse

HH-Jahr 2017:
Insgesamt wurden aus dem Finanzhaushalt 14.592 T€ ausbezahlt.
11.500 T€
3.092 T€

EB Verwaltungszentrum, davon 3,5 Mio. € planmäßig sowie 8,0 Mio. €
gemäß Drucksache G-17/231.
EB Theater Freiburg, planmäßigen Zuschuss zur Tilgung des
Darlehens zum Gebäudeerwerb sowie die Schlussrate zur
Bühnensanierung

HH-Jahr 2018:
Der städtische Haushalt wird im Jahr 2018 voraussichtlich Investitionszuschüsse in Höhe
von 1.390 T€ an die Eigenbetriebe wie folgt auszahlen:
1.290 T€
100 T€
c.

Investitionszuschuss (Tilgung Gebäudedarlehen) EB Theater Freiburg
Investitionszuschuss EB Verwaltungszentrum (Ansatz zwar im Erg.HH,
wird jedoch als Investitionszuschuss aus dem Fin.HH gewährt)

Verlustabdeckungen/Betriebszuschuss/Sonstiges

HH-Jahr 2017:
Im Jahr 2017 wurden Betriebszuschüsse von insgesamt 21.908 T€ an die Eigenbetriebe
geleistet, davon:
16.431 T€ EB Theater Freiburg (einschließlich 484 T€ Rückstellungen im städt.
Haushalt für mögliche Nachzahlungen zur Rentenversicherung etc.)
31 T€ EB Friedhof (überplanmäßig 30 T€ zur Pflege der Grünflächen)
203 T€ EB Abfallwirtschaft (lt. VGH-Urteil vom 31.05.2010 einen Anteil der
ASF-Gewinnausschüttung an die Stadt sowie den Ersatz von
Gebührenausfällen: Altfälle bis zur Änderung des KAG Ende 2015)
700 T€ EB Verwaltungszentrum

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

37

4.543 T€ EB Stadtentwässerung (Erstattung von Straßenentwässerungskosten
und Gebührenausfälle bis 2016)
HH-Jahr 2018:
Im Jahr 2018 werden voraussichtlich Zuschüsse von insgesamt 21.599 T€ an die
Eigenbetriebe geleistet, davon:
16.200 T€ EB Theater Freiburg, zusätzlich wurde die bereits in Vorjahren bei der
Stadt gebildete Rückstellung in Höhe von 2.652 T€ ausbezahlt.
76 T€ EB Friedhof, davon 75 T€ überplanmäßig zur Grünpflege
173T€ Der EB Abfallwirtschaft erhält lt. VGH-Urteil vom 31.05.2010 weiter
einen Anteil der ASF-Gewinnausschüttung an die Stadt; für den Ersatz
von Gebührenausfällen (Altfälle bis zur Änderung des KAG Ende 2015)
war 2018 kein Ansatz veranschlagt.
5.150 T€ EB Stadtentwässerung (Erstattung von Straßenentwässerungskosten)

4.3

Zweckverbände

Die Umlagen für den Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht (veranschlagt im
Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Stadtentwässerung) sowie die Umlagen im Rahmen der
Finanzierung des Zweckverbands Regio Nahverkehr Freiburg bestimmen die Ausgaben
zugunsten der Zweckverbände. Die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben im Zeitraum
2014 bis 2018 zeigt nachfolgende Tabelle:

Einnahmen
AZV Breisgauer Bucht1
ZV Gewerbepark Breisgau2
Einnahmen Gesamt
Ausgaben
AZV Breisgauer Bucht 1
ZRF3
Ausgaben Gesamt
Saldo
1
2

3

2014
IST
T€

2015
IST
T€

2016
IST
T€

2017
IST
T€

2018
Plan
T€

2018
Vorschau
T€

567
165

524
180

130
420

374
954

0
500

0
900

732

704

550

1.328

500

900
900

9.418
3.704

9.663
2.194

10.026
3.427

8.992
2.791

10.079
6.347

10.079
6.401

13.122

11.857

13.453

11.783

16.426

16.480

-12.390

-11.153

-12.903

-10.455

-15.926

-15.580

Umlagen und Abwasserabgabenerstattungen sind im Wirtschaftsplan des EB Stadtentwässerung veranschlagt
Rückzahlung von Umlagen bis 2017, ab 2018 Überschussbeteiligung. Aufgrund positiver Ergebnisentwicklung
wurden in 2018 vom Zweckverband Sonderausschüttungen vorgenommen bzw. sind beabsichtigt.
2018 vollständig im Erg.HH veranschlagt, davon in der Vorschau 5.166 T€ stattdessen aus dem Fin.HH.

38

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

5

Strategische Ziele, Leistungs- und Finanzziele

5.1

Strategische Ziele und Leistungsziele

Neben den für jede Gesellschaft - in den jeweiligen Gesellschaftsverträgen - bereits
definierten Aufgaben der Daseinsvorsorge sollen die Beteiligungen darüber hinaus bei der
Erreichung und Umsetzung gesamtstädtischer Ziele nachhaltig und unter Beachtung
städtischer Leit- und Teilziele des Gender Mainstreaming tätig werden.
Die städtischen Gesellschaften und Eigenbetriebe sind aus dem vielfältigen städtischen
Aufgabenspektrum dabei mit folgenden Teilbereichen betraut:
 Sicherstellung der Ver- und Entsorgung in den Bereichen Energie, Wasser, Wärme und
Abfall unter Beachtung der Grundsätze von Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung sowie
von Klima- und Wasserschutz
 Durchführung des öffentlichen Personennahverkehrs im Rahmen gemeinwirtschaftlicher
Verpflichtungen und umweltpolitischer Vorgaben
 Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum, laufende Anpassung des städtischen
Wohnungsbestands an zeitgemäße Wohnbedürfnisse auf einem langfristig klima- und
umweltschonenden Standard sowie Mitwirkung bei nachhaltiger städtebaulicher
Erneuerung
 Förderung des Wirtschaftsstandortes, des Tourismus-, Messe- und Kongresswesens zur
Sicherung und mit dem Ausbau von Beschäftigung, Steuereinnahmen und
der
allgemeinen Standortattraktivität
 Pflege und Förderung der darstellenden Künste und des Konzertwesens
 Bereitstellung von Frei- und Hallenbädern zum Zwecke der Erholung, des Sports und der
Gesundheitsvorsorge
 Förderung der Jugendhilfe, der Bildung und Erziehung, die Unterstützung hilfsbedürftiger
Personen sowie der Förderung der beruflichen Fort- und Weiterbildung von
langzeitarbeitslosen Menschen
Die damit verbundenen auf die städtischen Beteiligungen bezogenen wesentlichen Strategieund Leistungsziele sind als Anlage der Drucksache G-19/010 für die StW und ihre
Tochtergesellschaften (u.a. die VAG), für die Gesellschaften im Verbund der FSB und im
Verbund der FWTM (u.a. die MF OTG), für die ASF, für die f.q.b. und die SF OTG beigefügt.
Die in den städtischen Gesellschaften umzusetzenden Leistungsziele, die sich aus den
strategischen gesamtstädtischen Zielen ableiten, finden in den jeweiligen Erfolgs- und
Investitionsplänen ihren Niederschlag. Die wesentlichen Inhalte dieser Erfolgs- und
Investitionspläne werden dem Gemeinderat mit den jeweiligen Drucksachen zu den
einzelnen Beteiligungsberichten regelmäßig vorgelegt. Eine Berichterstattung über die
Umsetzung der vorgegebenen Leistungsziele in den jeweiligen städtischen Gesellschaften
erfolgt mit der Darstellung der Erfüllung des öffentlichen Zwecks anhand
unternehmensspezifischer Kennzahlen. Hierzu ist auf die Ausführungen zu den einzelnen
Unternehmen im Kapitel II zu verweisen.

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

39

5.2

Finanzziele

Zur Umsetzung der auf die städtischen Gesellschaften übertragenen Aufgaben und Ziele, die
aus verschiedenen Gründen nicht in allen Bereichen kostendeckend von den Unternehmen
erbracht werden können, sind Mittel aus dem städtischen Haushalt für einen Teil der
Unternehmen bereitzustellen. Daneben leisten andere Unternehmen aufgrund
entsprechender Ergebnisse über Gewinnausschüttungen und andere Abführungen einen
positiven Beitrag für den städtischen Haushalt.
Mit der Vorlage der jeweiligen Wirtschafts- und mittelfristigen Investitions- und Finanzpläne
sowie über die Festlegung von Haushaltsansätzen im Rahmen der Haushaltsberatungen hat
der Gemeinderat eine Steuerungsmöglichkeit für die städtischen Gesellschaften in
Abhängigkeit von den übertragenen Aufgaben und Zielen.
Der Beteiligungsbericht enthält mit der Anlage 1 die wichtigsten Daten der Wirtschaftspläne
2019 sowie der mittelfristigen Finanz- und Investitionspläne 2019 bis 2023 der städtischen
Gesellschaften und der wirtschaftlich bedeutenden Zweckverbände. Für die städtischen
Gesellschaften werden in der nachfolgenden Tabelle diese Daten nach den Bereichen
Verkehr, Ver- und Entsorgung, Wohnen und kommunale Immobilien sowie
Wirtschaftsförderung/Regionale Infrastruktur zusammengefasst ausgewiesen:
Investitionen Umsatzerlöse
T€

Jahresergebnis

Einnahmen

T€

T€

T€

der Stadt

1

2019
2020
2021
2022
2023

111.705
103.143
96.390
85.435
80.234

1.242.769
1.293.787
1.362.013
1.400.859
1.435.071

-11.359
-9.528
-8.104
-7.391
-6.579

13.175
12.748
12.891
12.812
---

Wohnen und
kommunale Immobilien4

2019
2020
2021
2022
2023

52.207
67.829
93.172
95.953
77.022

121.048
127.302
127.768
125.299
138.756

3.771
10.296
8.797
4.039
5.534

-

Wirtschaftsförderung /
Regionale Infrastruktur5

2019
2020
2021
2022
2023
2019
2020
2021
2022
2023

38.205
37.245
2.841
656
677
202.117
208.217
192.403
182.044
157.933

54.852
61.226
61.235
62.006
62.629
1.418.669
1.482.315
1.551.016
1.588.164
1.636.456

-10.739
-9.910
-10.409
-10.504
-10.656
-18.327
-9.142
-9.716
-13.856
-11.701

----------13.175
12.748
12.891
12.812
---

1
2
3
4
5

der Stadt

2

T€

Verkehr,Ver- und
Entsorgung3

Beteiligungen Gesamt

Ausgaben

-

-

5.000
5.000
-------

-

-

9.455
9.215
9.363
9.285
--14.455
14.215
9.363
9.285
---

Konzessionen, Gewinnausschüttungen; Angaben nur bis 2022
Verlustabdeckungen; Kapital- und Rücklagenzuführungen sowie Investitionszuschüsse; Angaben nur bis 2021
Bereich Verkehr, Ver-und Entsorgung mit StW Konzern, ASF, RHB, GAB und Energieagentur
Bereich Wohnen und kommunale Immobilien mit Gesellschaften im Verbund der FSB
Bereich Wirtschaftsförderung /Regionale Infrastruktur mit Gesellschaften im Verbund der FWTM, f.q.b., SF
OTG, RRSO

40

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

Bedingt durch die Umsetzung der beschlossenen Investitionsprojekte u.a. im Bereich
Verkehr mit der Erweiterung des Stadtbahnnetzes werden die prognostizierten summierten
Jahresfehlbeträge weiterhin die Jahresüberschüsse übersteigen. Dies findet auch im
städtischen Haushalt seinen Niederschlag. Im Vergleich zu den früheren Jahren (2013 und
früher) sind im Saldo keine „Überschüsse“ der städtischen Gesellschaften zugunsten des
städtischen Haushalts im Zeitraum 2019 bis 2023 zu erwarten.

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

41

6

Energieeffizienznetzwerk von städtischen Gesellschaften und Eigenbetrieben

6.1

Rahmendaten

Wie bereits in Abschnitt 1 angesprochen soll in diesem Beteiligungsbericht über das Energieeffizienznetzwerk „LEEN Freiburg“ berichtet werden. Teilnehmende am Energieeffizienznetzwerk sind die städtischen Tochtergesellschaften ASF, badenova, FSB (inkl. nahestehende Unternehmen), VAG und FWTM sowie auch der städtische Eigenbetrieb Theater
Freiburg und die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau.
Das Netzwerk wurde bereits im März 2017 auf Initiative der Unternehmen gestartet. Zwischen den Teilnehmenden und der Stadt Freiburg i.Br. wurde vereinbart
1. Zunächst soll das Netzwerk über einen Zeitraum von drei Jahren laufen. Damit ist
das voraussichtliche Ende der Netzwerkarbeit im April 2020.
2. Übergreifend: pro Jahr mindestens drei Netzwerktreffen zur spezifischen Wissensvermittlung durch Experten sowie zum Erfahrungsaustausch (Best-Practices, Umsetzungsbeispiele) durchzuführen.
3. Auf Teilnehmerebene: Individuelle Beratungsunterstützung für Maßnahmenumsetzung. Verständigung der Unternehmen auf ein gemeinsames Effizienzziel, welches
dokumentiert sowie kontinuierlich kontrolliert und veröffentlicht wird. Außerdem steht
das Netzwerk weiteren zukünftigen Teilnehmern offen gegenüber.
Insbesondere das Einsparziel soll einen klaren Beitrag zur Klimaschutzstrategie der Stadt
Freiburg i.Br. leisten.
Der Gemeinderat der Stadt Freiburg hat zudem im April 2017 beschlossen (Drucksache G17/012 "Klimaschutzkonzept Freiburg: Mittelverwendung der 25% aus der Konzessionsabgabe für zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen im Doppelhaushalt 2017/18“), das Netzwerk
mit jeweils 25.000 € zu bezuschussen. Für das Haushaltsjahr 2019 steht die Entscheidung
noch aus.
Netzwerkmanager und Moderator ist die in Karlsruhe ansässige LEEN GmbH. Individuelle
Beratungsunterstützung leisten die Energieeffizienz-Experten der badenova. Das Monitoring
des Effizienzziels übernehmen LEEN GmbH und badenova gemeinsam. Zudem werden immer wieder auch externe Experten zu einzelnen Fachthemen hinzugezogen.

6.2

Status quo

Der Status quo (Oktober 2018) stellt sich wie folgt dar: Das Netzwerk "LEEN Freiburg" hat
Anfang 2018 das Gütesiegel der "Arbeitsgemeinschaft Energieeffizienz-Netzwerke" Deutschland erhalten. Zudem wurde das Netzwerk "LEEN Freiburg" im Juni 2018 in die 500 Netzwerkinitiativen der Bundesregierung aufgenommen.

42

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

Bislang fanden 7 Netzwerktreffen statt, in denen die folgenden Themen behandelt wurden:
Wirtschaftlichkeitsrechnung von Energieeffizienzmaßnahmen, Finanzierung und Fördermöglichkeiten, Wärmebereitstellung, Hydraulischer Abgleich, E-Mobilität und Beleuchtung. Im
November 2018 ist ein weiteres Treffen zum Thema Kühlung / Klimatisierung angesetzt.

6.3

Zielsetzung und Monitoring

Die gemeinsame Zielsetzung zur Einsparung erfolgte im Mai 2018. Die Mitglieder des Netzwerks haben vereinbart, bis zum geplanten Ende des Netzwerks (April 2020) Maßnahmen
umzusetzen, die dann einer jährlichen Einsparung von 750 Tonnen CO 2 entsprechen.
Das erste Monitoring über die Zielerreichung wird im März 2019 durchgeführt werden.

Beteiligungsbericht 2018
- Kapitel I -

43

II

Darstellung der einzelnen Beteiligungen

1

Verkehr, Ver- und Entsorgung

1.1

Stadtwerke Freiburg GmbH

1.1.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens
Die öffentliche Zwecksetzung der Gesellschaft ist im Gesellschaftsvertrag festgeschrieben.
Hiernach ist Gegenstand des Unternehmens u.a.
• die Versorgung der Stadt Freiburg i. Br. und des Verflechtungsbereichs des Oberzentrums Freiburg i. Br. mit Elektrizität, Erdgas, Wasser und Wärme, die Wahrnehmung von
Entsorgungsaufgaben sowie die Unterhaltung des öffentlichen Verkehrs mit allen in diesem Zusammenhang stehenden Nebenleistungen,
• die Unterhaltung und der Betrieb des Verkehrslandeplatzes Freiburg als Halter i. S. d.
einschlägigen Vorschriften des Luftverkehrsrechts sowie
• der Betrieb von Frei- und Hallenbädern im vorgenannten Raum.
Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die den Gesellschaftszweck fördern. Sie kann sich hierbei anderer Unternehmen bedienen, sich an ihnen beteiligen oder solche Unternehmen errichten, erwerben, pachten oder verpachten.
1.1.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadt Freiburg i. Br.

100,00 %

= 85.900.000,00 €

1.1.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und
berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die Stadt Freiburg i. Br. wird in den Gesellschafterversammlungen der StW von dem Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. vertreten.
b)

Geschäftsführung

Dr. Helgard Berger (bis 13.12.2017)
Stephan Bartosch (ab 01.01.2017)
Die Gesamtbezüge im Berichtsjahr 2017 von Frau Dr. Helgard Berger betrugen 4 T€ und von
Herrn Stephan Bartosch 27 T€.
c)

Aufsichtsrat

Vorsitzender:

Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg i. Br.

Stellvertr. Vorsitzender:

Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg i. Br.

44

Beteiligungsbericht 2018
- StW -

Gemeinderät_innen:

Arbeitnehmervertreter_innen:

Renate Buchen, Gerhard Frey (ab 13.12.2017), Carolin Jenkner, Atai Keller, Michael Moos, Stefan Schillinger, Sergio
Schmidt, Dr. Klaus Schüle, Timothy Simms, Manfred Stather,
David Vaulont (bis 14.11.2017), Maria Viethen, Dr. Wolf-Dieter
Winkler.
Dietmar Gemander, Thomas Merkt, Uwe Neumann, Markus
Ruf, Günter Schuster, Hubert Schuster, Isabel Wendt

Im Berichtsjahr 2017 erhielt der Aufsichtsrat Vergütungen und Sitzungsgelder in Höhe von
31 T€. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €):

Aufsichtsratsvorsitzender
Stellvertretender AR-Vorsitzender
Aufsichtsratsmitglieder
Beratendes Mitglied

Grundvergütung
pro Jahr
AR
PrA
2.200
--1.650
--1.100
-------

Vergütung
pro Sitzung
AR
PrA
55
--55
55
55
55
-----

Sonstige
Vergütungen
AR
PrA
-----------------

AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss

Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister_innen und Bürgermeister_innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr
übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg i. Br. abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs.
5 GemO auch für Gemeinderät_innen.
Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 21 Mitglieder an, davon 4 Frauen (= 19,0 %).
1.1.4 Beteiligungen des Unternehmens
Freiburger Verkehrs AG
Stadtwerke Bäder GmbH
Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH
badenova AG & Co. KG
Abwasser Freiburg GmbH

99,87 % (Rest = 0,13 % bei der Stadt Freiburg)
100,00 %
100,00 %
32,76 %
100,00 % (bis 01.01.2017)

1.1.5 Wesentliche Verträge
• Gesellschaftsvertrag der badenova AG & Co. KG
• Beherrschungs- und Ergebnis-/Gewinnabführungsvertrag mit der VAG, der StWB und der
FFB
• Geschäftsbesorgungsvertrag mit der VAG und der StWB (über kaufmännische Dienstleistungen für die Tochtergesellschaften)
• Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Stadt Freiburg i. Br. (Cash-Pooling durch die Stadt
Freiburg i. Br.)

Beteiligungsbericht 2018
- StW -

45

1.1.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Gesellschaft hat die in ihrem Gesellschaftsvertrag vorgesehene wirtschaftliche Betätigung auch im Berichtsjahr durchgeführt und somit ihren öffentlichen Zweck erfüllt. Sie ist
eine geschäftsführende Holding mit zentralen Verwaltungs- und Dienstleistungsaufgaben.
Diese Funktionen prägen Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung. Das Unternehmensergebnis wird auf Grund bestehender Organverträge mit Ergebnisübernahmevereinbarungen
vom Geschäftsverlauf der Tochtergesellschaften und dem Ergebnis aus der Beteiligung an
der badenova bestimmt.
1.1.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ
AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzungsposten
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

2015

2016

2017

T€

T€

T€

2018
Plan
T€

2019
Plan
T€

107.540 106.840 106.065 105.434 104.755
20.644 16.471 29.073
9.490 11.361
44
42
10
1
2
128.229 123.353 135.148 114.925 116.117
92.619 91.440 97.984 82.767 79.965
8.075
5.154
3.722
2.899
3.080
27.534 26.758 33.441 29.259 33.073
128.229 123.353 135.148 114.925 116.117

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
1.272
905
2.177

T€
1.494
536
2.031

T€
1.489
130
1.619

2018
Plan
T€
1.515
62
1.577

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

9
953
63
1.570
2.595

9
1.015
59
1.134
2.217

10
1.198
48
706
1.961

10
1.023
40
992
2.065

10
1.045
40
954
2.049

-418

-186

-342

-488

-460

16.875
-16.572
-4.214
-1.116
-5.027

16.588
-18.036
-4.178
-363
-5.989

18.071
-19.280
-4.458
68
-5.600

17.035
-23.186
-4.778
-319
-11.247

17.396
-25.900
-4.751
-324
-13.579

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern Einkommen/Ertrag/sonstige

-5.444
2.743

-6.176
3

-5.942
-2.486

-11.735
3

-14.039
3

Jahresergebnis

-8.187

-6.179

-3.456

-11.738

-14.042

Betriebsergebnis
Erträge aus Beteiligung an badenova
Verlustübernahme VAG
Verlustübernahme StWB
Sonstiges Finanzergebnis
Finanzergebnis

46

2015

Beteiligungsbericht 2018
- StW -

2016

2017

2019
Plan
T€
1.522
66
1.588

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Geschäftsverlauf 2017
Die Stadtwerke Freiburg GmbH fungierte – wie in den Vorjahren – allein als geschäftsführende Holding für die VAG, die StWB und die FFB sowie als Verwalterin der Beteiligung an
der badenova. Zudem stellt sie als Organträgerin den steuerlichen Querverbund zwischen
den Tochtergesellschaften und den Gewinnausschüttungen aus der badenova her.
Bedingt durch die Umsetzung des Stadtbahnausbauprogrammes „Stadtbahn 2020“ und die
damit einhergehende Angebotsausweitung liegen auch in diesem Geschäftsjahr (seit 2014)
die Defizite der Bereiche Verkehr und Bäder über der Gewinnausschüttung der badenova.
Das Beteiligungsportfolio hat sich im Jahr 2017 aufgrund der Neustrukturierung des Eigenbetriebes Stadtentwässerung verändert, da das Vermögen der Tochtergesellschaft AWF mit
wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2017 auf den Eigenbetrieb Stadtentwässerung übertragen worden ist. Die StW hat im Gegenzug für die wegfallende Beteiligung eine Ausgleichszahlung erhalten.
Investitionen
Nur in Betriebs- und Geschäftsausstattung der Holding.
Ausblick
Aufgrund der Kosten des Stadtbahnausbauprogramms erwartet StW für 2018 und 2019 steigende Jahresfehlbeträge, die das Eigenkapital entsprechend schmälern. Kompensatorisch
hierzu wird sich die geplante Einzahlung der Stadt Freiburg i. Br. in die Kapitalrücklage auswirken. Auch mittelfristig wird ein vollständiger Verlustausgleich der Bereiche Verkehr und
Bäder über Beteiligungserträge aus dem Bereich Energie nicht möglich sein.
Risikomanagement
Für das Unternehmen bestehen Chancen und Risiken hauptsächlich in der wirtschaftlichen
Entwicklung der badenova sowie der Tochtergesellschaften. Die Chancen und Risiken bestehen für das Unternehmen aus der Übernahme von Gewinnen und Verlusten der Tochtergesellschaften und der Höhe der Beteiligungserträge von der badenova. Zur Chancen- und
Risikosituation der einzelnen Gesellschaften wird auf die entsprechenden Kapitel verwiesen.
Die Realisierung des ÖPNV-Ausbauprogramms „Stadtbahn 2020“ der VAG, welches der
Gemeinderat der Stadt Freiburg i. Br. beschlossen hat, sieht den Bau und Inbetriebnahme
von insgesamt vier Stadtbahnlinien sowie eine entsprechende Erweiterung des Fuhrparks
vor. Die Entscheidung legt den Grundstein für eine langfristig positive Unternehmensentwicklung der VAG. Damit verbunden ist allerdings auch ein hoher finanzieller Aufwand, der sich
dauerhaft im Unternehmensergebnis der VAG und somit auch der Stadtwerke Freiburg
GmbH widerspiegelt. In diesem Zusammenhang erfolgte zwischen der Stadt Freiburg i. Br.,
VAG und StW in 2017 eine Abstimmung zur strategischen Ausrichtung nach Beendigung des
derzeitigen Stadtbahnausbauprogramms (ab 2020) und es wurde ein Perspektivplan für die
Jahre 2022 bis 2026 erarbeitet. Ziel dieser Perspektivplanung ist es, frühzeitig Maßnahmen
aufzuzeigen, wie der negativen wirtschaftlichen Entwicklung entgegnet werden kann. Eine
Aktualisierung der Berichterstattung im Rhythmus von zwei Jahren wurde festgelegt. Ent-

Beteiligungsbericht 2018
- StW -

47

sprechend wurde im Jahr 2018 der Perspektivplan aktualisiert und für die Jahre 2024 bis
2028 fortgeschrieben.
c)

Kapitalzuführungen, –entnahmen und sonstige Zuschüsse

Im Geschäftsjahr 2017 blieb das gezeichnete Kapital unverändert. Zur Finanzierung des
ÖPNV-Investitionsprogrammes der VAG hat die Gesellschafterin Stadt Freiburg i. Br. im Geschäftsjahr 2017 sowie vorgezogen für das Jahr 2018 jeweils eine Einzahlung in Höhe von
5,0 Mio. € in die Kapitalrücklage der Stadtwerke Freiburg GmbH getätigt.
2013

2014

2015

2016

2017

T€

T€

T€

T€

T€

Kapitalzuführungen
Rücklagenzuführungen (Stadtbahnprogramm)
Sonstige Investitionszuschüsse
Verlustabdeckungen//Betriebskostenzuschüsse

d)

---------

--5.000
-----

--4.500
-----

--5.000
-----

--10.000
-----

Personalentwicklung

Im Jahr 2017 lag die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten (ohne Geschäftsführung
und Auszubildende) bei 13 Personen (davon 5 Männer und 8 Frauen; Vorjahr: 13 Beschäftigte); davon waren fünf Personen in Teilzeit beschäftigt. Darüber hinaus sind zwei Beamtinnen
der Stadt Freiburg i. Br. per Personalgestellungsvertrag der Stadtwerke Freiburg GmbH zugewiesen; davon eine Beamtin in Teilzeit. Zudem bestanden zwei Ausbildungsverhältnisse
zur Industriekauffrau bzw. -kaufmann.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2013

Vermögens- und Finanzkennzahlen
Anlageintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Investitionsquote
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow
Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Vollzeitkraft

48

%
%
%
%

%
%
%
T€
T€
T€

2014

77,9
89,4
63,7
5,4

85,4
96,1
76,1
33,8

2015

2017

86,6
91,6
74,1
9,7

78,5
96,5
72,5
31,0

64,9
1,6
1,3
2.956

-6,5 >-100,0 >-100,0
-0,2
-6,5
-6,8
0,2
-4,0
-4,8
1.313
-5.097
-9.033

-94,5
-1,4
-0,9
-4.837

208,6
97,1

224,2
95,6

Beteiligungsbericht 2018
- StW -

83,9
95,4
72,2
22,4

2016

122,9
92,1

145,9
99,2

147,9
119,0

1.1.8 Konzernbetrachtung
Die StW (Mutterunternehmen) übt bei allen Tochterunternehmen die einheitliche Leitung aus.
Darüber hinaus bestehen Beherrschungsverträge im Sinne des § 290 Abs. 2 HGB; daneben
besteht die Beteiligung an der badenova. Somit sind die Kriterien zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes erfüllt; die Beteiligung an der badenova ist
„At equity“, d.h. mit dem fortgeschriebenen anteiligen Eigenkapital, berücksichtigt.
Der Konzernabschluss stellt sich wie folgt dar:

Konzernbilanz zum 31.12.2017
2016
T€
AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
RAP

187.145
37.793
1.286

Summe

226.224

2017
T€

2016
T€

2017
T€

PASSIVA
186.270 Eigenkapital
49.013 Rückstellungen
1.027 Verbindlichkeiten
RAP
Passive latente Steuern
236.310 Summe

106.817
18.526
96.477
4.317
86
226.224

113.479
19.027
99.392
4.333
78
236.310

Konzern Gewinn- und Verlustrechnung 2017
2016
T€
Umsatzerlöse
Bestandsveränderung
Andere aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge

2017
T€

82.199
-20
1.207
2.294

70.957
2.532
848
1.417

85.680

75.754

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen

41.601
45.843
9.144
8.913
105.501

29.910
49.165
9.175
8.812
97.063

Finanzergebnis
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Ergebnis nach Steuern
Sonstige Steuern

14.943
-8
-4.869
94

15.601
-2.056
-3.651
-313

Konzern Jahresfehlbetrag

-4.963

-3.338

Beteiligungsbericht 2018
- StW -

49

1.2

badenova AG & Co. KG

1.2.1

Zweck und Gegenstand des Unternehmens

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Versorgung mit Elektrizität, Erdgas, Wasser und
Wärme unter Beachtung der Grundsätze von Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung sowie
Klima- und Wasserschutz, das Erbringen von Dienstleistungen im Bereich der Abwasserentsorgung, das Erbringen weiterer Dienstleistungen aller Art, soweit sie mit dem Unternehmensgegenstand Energie-, Wasser- und Wärmeversorgung in Zusammenhang stehen, sowie Datenverarbeitung, Informationstechnologie und Telekommunikation.
Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, durch die der Gesellschaftszweck gefördert werden kann. Die kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben an anderen
Unternehmen beteiligen, fremde Unternehmen erwerben oder pachten und Hilfs- und Nebenbetriebe sowie Zweigniederlassungen errichten.
Die Gesellschaft verfolgt öffentliche Zwecke im Rahmen der rechtlichen Vorgaben der Baden-Württembergischen Gemeindeordnung.
1.2.2

Beteiligungsverhältnisse

Persönlich haftende Gesellschafterin ohne Einlage, ohne Kapitalanteil und ohne Stimmrecht
ist die badenova-Verwaltungs-AG (Komplementärin). Alleinige Aktionärin der badenovaVerwaltungs-AG ist die Gesellschaft selbst. Zum 31.12.2017 bestehen folgende Kapitalanteile der Kommanditisten:
Thüga AG, München
Stadtwerke Freiburg GmbH
Offenburger Gasversorgung-Holding GmbH
Stadt Lörrach
Stadt Breisach am Rhein
Stadtwerke Waldshut-Tiengen GmbH
Stadt Lahr
Stadt Wehr
Stadt Kehl
Stadt Bad Krozingen
ZV für die Gas- und Stromversorgung Lörrach
Stadt Laufenburg
Stadt Weil am Rhein
Gemeinde Ihringen
Gemeinde Albruck
Gemeinde Murg
Stadt Achern
80 weitere Kommanditisten

50

44,6 % = 26.183,3 T€
32,8 % = 19.219,0 T€
7,1 % = 4.169,2 T€
4,1 % = 2.388,6 T€
2,1 % = 1.244,8 T€
1,6 % =
929,7 T€
1,4 % =
836,6 T€
1,0 % =
563,1 T€
0,6 % =
365,1 T€
0,4 % =
235,3 T€
0,4 % ‚= 233,5 T€
0,4 % =
231,4 T€
0,3 % =
189,8 T€
0,3 % =
150,2 T€
0,2 % =
141,4 T€
0,2 % =
141,3 T€
0,2 % =
112,3 T€
2,3 % = 1.331,4 T€

Beteiligungsbericht 2018
- badenova -

1.2.3

Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und
berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die Vertreter der Hauptgesellschafter (≥ 1,0 %) in der Gesellschafterversammlung sind:
Kommanditisten:
Thüga AG, München
Stadtwerke Freiburg GmbH
Offenburger Gasversorgung-Holding GmbH
Stadt Lörrach
Stadt Breisach am Rhein
Stadtwerke Waldshut-Tiengen GmbH
Stadt Lahr
Stadt Wehr
b)

Vertreter:
Dr. Gerhard Holtmeier
Dr. Dieter Salomon
Edith Schreiner
Jörg Lutz
Oliver Rein
Horst Schmidle
Dr. Wolfgang Müller
Michael Thater

Vorstand

Die Geschäftsführung und die Vertretung der Gesellschaft obliegen der badenova
Verwaltungs-AG als Komplementärin; deren Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
Dipl.-Kfm. Dr. Thorsten Radensleben (Vorsitzender)
Dipl.-Ing. Mathias Nikolay
Dipl.-Volksw. Maik Wassmer
Die Bezüge des Vorstands und der ehemaligen Mitglieder des Geschäftsführungsorgans der
badenova Verwaltungs-AG betrugen insgesamt 1.535 T€ (davon 337 T€ für ehemalige Vorstände und Geschäftsführer bzw. Angehörige), die der ehemaligen Vorstände und Geschäftsführer der badenova AG & Co. KG und deren Vorgängerunternehmen 135 T€.
c)

Aufsichtsrat

Dr. Dieter Salomon
Dr. Gerhard Holtmeier
Ralf Kienzler
Isabel Asmus
Dr. Philipp Frank
Eckart Friebis
Michael Gaißer
Udo Harter
Walter Krögner
Jörg Lutz
Dr. Wolfgang G. Müller
Klaus Muttach

Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br., Vorsitzender
1. stellv. Vorsitzender, Vorstand Thüga AG
2. stellv. Vorsitzender, Betriebsratsvorsitzender
Arbeitnehmervertreterin
Oberbürgermeister der Stadt Waldshut-Tiengen
Stadtrat der Stadt Freiburg
Betriebsratsvorsitzender E-MAKS
Stadtrat der Stadt Freiburg
Stadtrat der Stadt Freiburg
Oberbürgermeister der Stadt Lörrach
Oberbürgermeister der Stadt Lahr
Oberbürgermeister der Stadt Achern
Beteiligungsbericht 2018
- badenova -

51

Oliver Rein
Stefan Röbert
Gerd Schmidlin
Edith Schreiner
Dr. Christof Schulte
Joachim Schuster
Michael Thater
Daniela Ullrich
Claudia Wagner

Bürgermeister der Stadt Breisach
Arbeitnehmervertreter (bnNETZE GmbH)
Arbeitnehmervertreter
Oberbürgermeisterin der Stadt Offenburg
Vorstand Thüga AG
Bürgermeister der Stadt Neuenburg
Bürgermeister der Stadt Wehr
Arbeitnehmervertreterin
Arbeitnehmervertreterin

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten an Vergütungen und Sitzungsgeldern 113 T€.
Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister_innen und Bürgermeister_innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr
übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg i. Br. abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs.
5 GemO auch für Gemeinderät_innen.
Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 21 Mitglieder an, davon vier Frauen (19,0 %).

52

Beteiligungsbericht 2018
- badenova -

1.2.4

Beteiligungen des Unternehmens (Konzern)

Name und Sitz der Gesellschaft

Sitz der Ge- Kapitalsellschaft
anteil
%

Eigenkapital

Ergebnis

T€

T€

Anteile an verbundenen Unternehmen
a) unmittelbare
badenCampus GmbH & Co. KG
badenCampus Verwaltungs-GmbH

Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br.

100,0
100,0

250
25

badenIT GmbH
badenova Beteiligungs-GmbH
badenova Verwaltungs-AG
badenova WÄRMEPlus GmbH & Co. KG
badenova WÄRMEPlus Verwaltungs GmbH

Freiburg i.
Freiburg i.
Freiburg i.
Freiburg i.
Freiburg i.

Br.
Br.
Br.
Br.
Br.

100,0
100,0
100,0
100,0
100,0

2.808
124.647
686
32.109
42

0
0
15
0
1

bnNETZE GmbH
E-MAKS GmbH & Co. KG
E-MAKS Verwaltungs-GmbH
Energie-Service Dienstleistungsgesellschaft mbH
Infrastruktur-Trägergesellschaft mbH & Co. KG
Infrastruktur-Trägergesellschaft mbH

Freiburg i.
Freiburg i.
Freiburg i.
Freiburg i.
Freiburg i.
Freiburg i.

Br.
Br.
Br.
Br.
Br.
Br.

100,0
73,5
75,0
100,0
68,0
68,0

214.521
1.662
73
125
105
28

0
354
2
0
-29
1

2

Freiburg i. Br.
Offenburg
Freiburg i. Br.
Mühlheim
Freiburg i. Br.

51,0
100,0
100,0
100,0
51,0

157
65
775
28
4.848

3
36
35
-1
2.489

1

Lörrach
Eschbach
Freiburg i. Br.
Kehl
Kehl

51,0
60,0
55,0

835
667
232

274
96
7

60,0

2.146

150

1

60,0
100,0
100,0
100,0

31
30
22
5.600

1
-6
-3
100

1

50,0

1.357

5

46,0
24,0

3.518
3.883

363
658
151
83
0
-56
641
-1.045

1+3
1+3
2
2
1
2
1

1
2
1
1

b) mittelbare
badenova KONZEPT Verwaltungs-GmbH
badenovaWIND GmbH
ee-invest vier GmbH & Co. KG
Energiegesellschaft Mühlheim Verwaltungs-GmbH
Freiburger Wärmeversorgungs GmbH
regioDATA GmbH
TREA Breisgau Energieverwertung GmbH
Wärme Süd-West GmbH
Wärmegesellschaft Kehl GmbH & Co. KG
Wärmegesellschaft Kehl Verwaltungs-GmbH
Windpark Hohenlochen Gmbh & Co. KG
Windpark Kallenwald Gmbh & Co. KG
Windpark Kambacher Eck GmbH & Co. KG
Assoziierte Unternehmen
a) unmittelbare
Badische Rheingas GmbH
Energie- und Wasserversorgung Kirchzarten GmbH
Energieversorgung Oberes Wiesental GmbH
Energiewerk Ortenau Energiegesell. mbH & Co. KG
Gemeindewerke Gundelfingen GmbH
Gemeindewerke Umkirch GmbH
sparstrom Energievertriebs GmbH (neu ab 2016)
Wärmeverbundkraftwerk Freiburg GmbH

Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br.

Lörrach
Kirchzarten
Todtnau
Achern
Gundelfingen
Umkirch
Köln
Freiburg i. Br.

Beteiligungsbericht 2018
- badenova -

24,5
30,0
40,0
15,0
40,1

699
4.100
1.698
729
5.195

1
1+3
1

1
1+4
1

1
1+3
1

4
4
4
2+4
4

53

Name und Sitz der Gesellschaft

Sitz der Gesellschaft

Kapital- Eigen- Ergebnis
anteil kapital
%

b) mittelbare
ASF Solar GmbH & Co. KG
ASF Solar Verwaltungs-GmbH
badenova KONZEPT GmbH & Co. KG
Badenweiler Energie GmbH
Das Grüne Emissionshaus GmbH
EVB Energieversorgungesell.Bauverein Brsg.mbH
Netzgesellschaft Tuttlingen GmbH & Co. KG
Netzgesellschaft Tuttlingen Verwaltungs-GmbH
regioAQUA GmbH
Regionalwerk Hochrhein GmbH & Co. KG
Regionalwerk Hochrhein Verwaltungs-GmbH
regiosonne Verwaltungs GmbH
regiowind Verwaltungs-GmbH
THEOLIA Utilities Investment Company S.A.
Übrige wesentliche Beteiligungen
a) unmittelbare
Stadtwerke Freudenstadt GmbH & Co. KG
Syneco GmbH & Co. KG
Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG
b) mittelbare
KOM9 GmbH & Co. KG
1
2
3
4
5
6

T€

T€

Freiburg i.Br.

49,0

1.304

158

4

Freiburg i.Br.

49,0

33

1

4

Freiburg i. Br.

49,0

100

144

4

Badenweiler

50,0

666

-21

4

Freiburg i. Br.

50,0

234

-173 4

Freiburg i. Br.

24,8

565

9

Tuttlingen

50,0

4.480

297

Tuttlingen

50,0

27

1

Rheinfelden

50,0

78

16

Lauchringen

25,1

2.904

66

Lauchringen

25,1

60

2

Freiburg i. Br.

37,0

41

5

4

Freiburg i. Br.

50,0

50

6

4

Luxembourg

30,0

1.786

-136

4

Freudenstadt

15,0

17.394

2.980

4

München

9,8

3.153

755

6

München

1,0

203.834

6.571

4

13,6

879.158

101.406

Freiburg i. Br.

4

4

Die Gesellschaft wurde wegen untergeordneter Bedeutung gem. § 296 Abs. 2 HGB nicht in die Konsolidierung einbezogen.
Ergebnisabführungsvertrag oder Ergebnisübernahme durch badenova
erworben oder in Gründung 2017
Zahlen lt. Jahresabschluss 2016
Abweichendes Wirtschaftsjahr (30.06.2017)
Abweichendes Wirtschaftsjahr (30.04.2017)

1.2.5

Wesentliche Verträge

• Es bestehen Ergebnisabführungsverträge mit der badenIT GmbH (21.09.2004), der
bnNETZE GmbH (01.01.2007), der Energie-Service-Dienstleistungsgesellschaft mbH
(01.01.2009) sowie mit der badenova Beteiligungs-GmbH (01.01.2009).
• Schuldenbeitritt mit Erfüllungsübernahme mit der bnNETZE GmbH gemäß Vertrag vom
18.12.2014. Danach erklärt die badenova AG & Co. KG ab dem Bilanzstichtag 31.12.2014
einen Teil der Rückstellungen und Verbindlichkeiten der bnNETZE GmbH in Form eines
Schuldenbeitritts mit Erfüllungsübernahme gegen Verrechnung der Forderungen, die der
bnNETZE GmbH gegenüber der badenova AG & Co. KG aus dem Cash-Pooling zustehen, zu übernehmen.
• Am 19.10.2016 hat die Gesellschaft einen Dienstleistungsrahmenvertrag mit der bnNETZE GmbH über die Erbringung von Dienstleistungen im den Bereichen Arbeitssicherheit,
Gefahrgut, Gleichbehandlung, Technik, Liegenschaften, Modulmanagement und Materialwirtschaft geschlossen.

54

Beteiligungsbericht 2018
- badenova -

• Ab dem Geschäftsjahr 2008/2009 deckt die badenova ihren Erdgasbedarf im Rahmen der
eingeführten strukturierten Beschaffung über mehrere Erdgaslieferanten ein. Wesentlicher
Vertragspartner ist in diesem Zusammenhang die Syneco Trading GmbH.
• Ab dem Jahr 2009 beschafft badenova ihren Strombedarf für die Versorgung im Rahmen
der eingeführten strukturierten Beschaffung über mehrere Bezugsquellen. Wesentlicher
Bestandteil dieser Bezugsgeschäfte ist der Abschluss mit der Syneco Trading GmbH.
• Mit einzelnen Sondervertragskunden im Strom-, Erdgas- und Nahwärmebereich hat die
Gesellschaft Lieferverträge abgeschlossen.
• Bei der Akquise von Kunden aller Segmente setzt die badenova AG & Co. KG verstärkt
auf die Zusammenarbeit mit Vertriebs- und Marktpartnern, die auf Provisionsbasis Kundenverträge vermitteln. Wesentliche Grundlage dieser Zusammenarbeit sind die jeweils
mit dem Partner geschlossenen Vertriebsvereinbarungen.
• Es wurde mit verschiedenen Tochter- und Beteiligungsunternehmen eine Vereinbarung
über die Anbindung an ein automatisches Cash-Management-Verfahren geschlossen. Ziel
dieser Vereinbarung ist, durch die Bündelung von Liquidität Synergieeffekte zu nutzen, die
Liquiditätsversorgung zu optimieren und dadurch Vorteile für die Cash-Pool-Teilnehmer
zu erzielen.
1.2.6

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Gemäß den Vorgaben der regulierenden Gesetzgebung und Verordnungen (hier insbesondere die Strom- und Gasnetzentgeltverordnung sowie die Anreizregulierung) betreibt
bnNETZE das eigene Erdgas- und Stromnetz, das Gasnetz der Hafenverwaltung in Kehl,
der Netzgesellschaft Tuttlingen GmbH & Co. KG, der Stadtwerke MüllheimStaufen GmbH,
der Gemeindewerke Umkirch GmbH und der Energieversorgung Oberes Wiesental GmbH
sowie das Stromnetz der Regionalwerk Hochrhein GmbH & Co. KG und der Gemeindewerke
Umkirch GmbH. Die Netzlänge beträgt zum 31.12.2017 im Erdgasnetz 7.894,5 km; 177.949
Zähler sind in diesem Netz installiert. Das Stromnetz der bnNETZE erstreckt sich über eine
Länge von 5.885,4 km; zum 31.12.2017 sind in diesem Stromnetz 200.791 Zähler installiert.
Das Marktgebiet erstreckt sich bei Erdgas auf 158 Verträge mit Städten und Gemeinden in
zwei Regierungsbezirken und 11 Land- und Stadtkreisen. Bei den Stromkonzessionen ist
gegenüber dem Vorjahr keine Veränderung zu verzeichnen. Es liegen unverändert 21
Stromkonzessionen in der Verantwortung der bnNETZE. Die Stadtwerke MüllheimStaufen
GmbH erteilte der bnNETZE im Mai 2017 den Zuschlag über die Verpachtung ihres Stromnetzes, diese wird das Stromnetz ab dem 01.01.2019 pachten.
Bei den Wasserkonzessionen sind gegenüber dem Vorjahr keine Veränderungen eingetreten. Die Wasserversorgung in den Städten Freiburg i. Br. und Lahr liegen unverändert in der
Verantwortung der bnNETZE.
Die Absatzentwicklung der badenova-Gruppe im Berichtsjahr 2017 und Vorjahren zeigt folgende Tabelle:

Beteiligungsbericht 2018
- badenova -

55

ERDGAS
-Klein-/ Sonderpreisbereich
-Geschäftskundenbereich

Erdgasverkauf Gesamt
STROM
-Privatkunden
-Geschäftskunden

Mio.kWh
Mio.kWh
Mio.kWh

Mio.kWh
Mio.kWh

Stromabsatz Gesamt
Wasser (in Mio. m³)
Wärme (in Mio. kWh)

Mio.kWh

2013

2014

2015

2016

4.125,2
4.187,8
8.313,0

3.360,7
4.448,0
7.808,7

3.753,5
5.612,9
9.366,4

4.357,9
5.449,4
9.807,3

4.517,1
5.967,4
10.484,5

488,2
1.893,3
2.381,5

484,6
1.687,0
2.171,6

503,7
1.641,0
2.144,7

603,0
2.535,0
3.138,0

648,6
2.219,5
2.868,1

18,0

18,3

19,1

19,3

20,3

303,5

256,6

284,4

312,3

313,8

Mio.m³
Mio.kWh

2017

Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens und die Auswirkungen auf den städtischen Haushalt (Konzessionsabgaben direkt; Gewinnausschüttungen über das Ergebnis der
Stadtwerke Freiburg GmbH) zeigen folgende Diagramme:
Erdgas- und Stromabsatz (Mio. kWh)

20,0

11.000
3.000

10.500

18,0
2.500

9.500
9.000

2.000

8.500
8.000

1.500

7.500
7.000

1.000

2013

2014

2015

Erdgasabsatz

2016

2017

Mio kWh Strom

10.000

Mio kWh Gas

Entwicklung der Gewinnausschüttungen (an StW)
und Konzessionsabgaben (an HH)

Mio. €

16,0
14,0
12,0
10,0
2013

2014

2015

Gewinnausschüttung an StW

Stromabsatz

2016

2017

Konzessionsabgabe an HH

1.2.7

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Lage des Unternehmens (Konzern)

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ
AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile
Zuschüsse
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

56

2015

2016

2017
T€

2018
Plan
T€

2019
Plan
T€

T€

T€

569.567
129.414
704
699.685

563.043
150.963
1.558
715.564

560.153
188.579
1.343
750.076

587.054
124.789
1.693
713.536

640.357
166.345
1.526
808.228

232.370
50
64.057
99.562
303.646
0
699.685

236.520
50
64.806
117.005
297.153
31
715.564

237.431
50
64.359
135.484
312.437
315
750.076

232.985
50
61.456
97.639
321.375
31
713.536

233.663
50
59.632
99.985
414.584
314
808.228

Beteiligungsbericht 2018
- badenova -

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse (ohne abzuführender Stromsteuer)
Bestandsveränderung
Andere aktivierte Eigenleistungen
sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
T€
T€
851.752 970.117 938.758
-379
991
-1.362
7.098
6.525
7.748
26.117 13.522 17.035
884.588 991.155 962.180

2018
2019
Plan
Plan
T€
T€
1.004.536 1.114.832
1.530
859
11.095
13.081
6.471
8.712
1.023.632 1.137.483

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

631.486 724.833 686.642
84.457 88.393 92.485
42.056 41.414 42.046
66.545 76.616 72.587
824.544 931.256 893.760

757.621 854.948
95.503 103.490
43.739
49.607
68.436
72.976
965.299 1.081.020

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Sonstige Steuern
Jahresergebnis
Einstellung / Entnahme Rücklage
Entnahme aus dem Innovationsfond (+)
Einstellung in den Innovationsfond (-)
Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn
Bilanzgewinn

b)

2015

60.044
1.080
61.124
8.673
344
52.106
211
879
1.539
1.021
50.636

2016

59.900
7.179
67.079
10.821
451
55.807
232
2.317
1.634
1.096
55.162

2017

68.420
2.067
70.487
11.933
1.386
57.169
201
1.677
1.670
1.314
55.661

58.333
2.414
60.747
7.457
44
53.246
0
1.769
1.570
919
52.526

56.463
3.954
60.416
6.336
-546
54.626
108
1.780
1.602
1.151
53.546

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Geschäftsverlauf 2017
Der Erdgasverkauf konnte gegenüber 2016 um 6,9 % auf 10.484,5 Mio. kWh gesteigert werden. Die Absatzsteigerung im Privat- und Gewerbekundensegment ist vorwiegend auf die
erfolgreiche Neukundengewinnung im bundesweiten Vertrieb zurückzuführen, so dass Mengeneffekte aufgrund der etwas wärmeren Witterung kompensiert werden konnten. Der Zuwachs im Geschäftskundensegment konnte insbesondere durch erhöhte Absatzmengen an
Weiterverteiler realisiert werden. Für 2018 wird ein geringerer Netzabsatz Erdgas geplant, da
die für 2018 angesetzten Gradtagzahlen unter den Werten 2017 liegen und darüber hinaus
erwartet wird, dass die Mengenzuwächse aufgrund neuer Netzanschlüsse im Netzgebiet die
Mengenrückgänge aus Maßnahmen der energetischen Gebäudeoptimierung nicht kompensieren können.
Der Stromverkauf ist im Vergleich zum Vorjahr um 8,6 % gesunken und beträgt für das abgelaufene Geschäftsjahr 2.868,1 Mio. kWh. Im Privat- und Gewerbekundensegment ist die
Absatzsteigerung auf die erfolgreiche Neukundengewinnung im bundesweiten Vertrieb zurückzuführen. Der Absatzrückgang im Geschäftskundensegment ist lediglich auf den Verlust
eines einzelnen Großkunden im Bereich der Netzverlustbeschaffung zurückzuführen.
Im Strombereich wird im Jahr 2018 im Vergleich zu 2017 mit einem leicht geringeren Netzabsatz gerechnet. Dies resultiert im Wesentlichen aus der zunehmenden Eigenversorgung
im Geschäfts-und Privatkundenbereich sowie energiesparenden Maßnahmen und Technologien. Im Planungszeitraum wird dieser allgemeine Trend durch die eingeplanten Netzzugänge überlagert. In 2019 wird der Pachtbeginn des Stromnetzes Müllheim und Staufen für eiBeteiligungsbericht 2018
- badenova -

57

nen deutlichen Anstieg des Netzabsatzes sorgen. Ab 2020 wird mit weiteren geplanten Netz/Pachtübernahmen nochmals ein Anstieg des Netzabsatzes erwartet.
Der Absatz der badenova Gruppe im Bereich der Wärmeversorgung ist im Vergleich zum
Vorjahr um 1,5 Mio. KWh gestiegen. Aufgrund der realisierten Wärmenetzerweiterungen
konnte der Wärmeabsatz gesteigert werden.
Der Wasserabsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,4 % auf 20,3 Mio. m³ in 2017.
Dies liege im Wesentlichen innerhalb der üblichen Schwankungsbreite der Witterungseinflüsse in 2017. Absatzerhöhend wirkte sich insbesondere der geringe Niederschlag in den
bewässerungsnotwendigen Monaten in 2017 aus. Im Bereich der weiterverteilenden Kunden
lässt sich ein Teil der Steigerung auf den ab Dezember 2016 neu belieferten Weiterverteilerkunden Ebringen zurückzuführen.
Im Auftrag des Eigenbetriebs Stadtentwässerung Freiburg i. Br. ist die badenova in der Sparte Abwasser im Stadtgebiet Freiburg tätig. Neben dem erfolgreichen Betrieb und der Unterhaltung der Anlagen konnten 2017 rund 5,8 Mio. € in die Erneuerung und Erweiterung der
Kanäle und Anlagen investiert werden.
Investitionen
Die Investitionen belaufen sich in 2017 auf insgesamt 44,4 Mio. € (Vorjahr: 42,7 Mio. €). Davon entfallen auf immaterielle Vermögensgegenstände 1,0 Mio. €, auf das Sachanlagevermögen 41,8 Mio. € sowie 1,6 Mio. €. auf die Finanzanlagen. Für das Jahr 2018 wird für den
badenova-Konzern ein Investitionsvolumen von rund 70,8 Mio. € geplant. Schwerpunkte
werden hierbei in den Sparten Erdgas (22,5 Mio. €) und Strom (12,5 Mio. €) sowie im allgemeinen Bereich (18,6 Mio. €) liegen. Der nachhaltige Anstieg des Investitionsniveaus in der
Sparte Erdgas resultiert insbesondere aus einer erhöhten Erneuerungsrate, gestiegenen
Investitionen im Zählerbereich sowie der stetigen Erweiterung des Erdgasnetzes durch Verdichtungsmaßnahmen. Im Investitionsbudget Strom sind Investitionen für den gesetzlich vorgeschriebenen Roll-Out der intelligenten Messsysteme (1,5 Mio. €) enthalten. In der Investitionsplanung im allgemeinen Bereich sind u. a. Mittel für den Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes am Standort Freiburg (7,8 Mio. €), für die Anschaffung von zusätzlichen Fahrzeugen (2,2 Mio. €) und für Umbaumaßnahmen am Standort Breisach für die künftige Nutzung
durch die badenCampus GmbH & Co. KG (1,1 Mio. €) vorgesehen. Unter Berücksichtigung
der geplanten Investitionen, der Auflösung von Ertragszuschüssen und der Darlehenstilgungen errechnet sich für das Jahr 2018 ein Mittelbedarf von 92,7 Mio. €. Davon ist ein Betrag
von rund 39,8 Mio. € durch Neuaufnahme oder Verlängerung von Krediten zu decken.
Ausblick
Für das Jahr 2018 wird ein Ergebnisziel von 52,5 Mio. € erwartet. Als wesentliche Einflussfaktoren auf das Ergebnisziel 2018 sind die erfolgreiche Umsetzung der definierten Strukturmaßnahmen, der erfolgreiche Umbau der IT-Systeme auf die zunehmende Digitalisierung
der Geschäftsmodelle, der Ausgang der laufenden Verhandlungen über die Verlängerung
von Konzessionsverträgen, die Erschließung von Neukunden durch die Produkte auf dem
Energiemarkt, die weitere konjunkturelle Entwicklung sowie der Temperaturverlauf zu nennen.

58

Beteiligungsbericht 2018
- badenova -

Risikomanagement
Wesentliche Risiken bei der Erreichung des künftigen Unternehmenserfolgs bestehen sowohl absatz- als auch beschaffungsseitig im Hinblick auf die gegebenen Unsicherheiten bei
den künftigen Mengen- und Preisentwicklungen. Den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken wurden nicht identifiziert und sind derzeit auch nicht erkennbar. Dennoch
stellen der Wettbewerbsmarkt, der bestehende Margendruck im Vertrieb sowie ein volatileres
Geschäftsumfeld eine große Herausforderung dar, sich weiterhin erfolgreich am Markt zu
positionieren. Darüber hinaus können künftig insbesondere externe Faktoren wie technologische Veränderungen, umfassende Digitalisierung von Geschäftsabläufen sowie die zunehmende Dezentralisierung der Wertschöpfung zu einer grundlegenden Veränderung der
Rahmenbedingungen in der Energiewirtschaft führen. Für eine weitere erfolgreiche Marktpräsenz wird entscheidend sein, dass sich das Unternehmen mit einem hohen Maß an Flexibilität an diese sich abzeichnenden Veränderungen anpassen kann.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Die Kapitalanteile der Kommanditisten blieben im Geschäftsjahr 2017 unverändert.
d)

Personalentwicklung

Im Geschäftsjahr 2017 waren im Konzern durchschnittlich 1.255 (davon 856 Männer und 399
Frauen; Vorjahr 1.252) Personen beschäftigt. Zusätzlich waren 43 (Vorjahr 39) Auszubildende tätig.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (Konzern)

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionsquote
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow1
Kostendeckungsgrad
Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Vollzeitkraft
1

2013
%
%
%
%
%
%
%
T€
%
T€
T€

76,3
67,1
25,8
102,1

2014

2015

2016

2017

78,7
62,7
25,8
131,9

81,4
65,4
26,0
105,3

78,7
66,0
25,3
89,7

74,7
65,1
24,2
101,5

7,6
7,4
33,3
32,5
10,2
10,2
98.077 100.332
106,4
105,8

7,2
33,6
10,6
93.035
105,7

6,9
37,0
10,7
91.246
105,4

7,5
38,8
10,9
63.918
106,2

750,8
74,4

851,1
77,5

811,6
80,0

678,8
69,4

683,7
74,6

Kennzahl Cash Flow gemäß Prüfbericht

Beteiligungsbericht 2018
- badenova -

59

1.3

badenova Verwaltungs-AG

1.3.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung als persönlich haftende und geschäftsführende Gesellschafterin an der badenova AG & Co. KG.
1.3.2

Beteiligungsverhältnisse

badenova AG & Co. KG
1.3.3

100% = 50.000,00 €

Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und
berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Hauptversammlung

Die badenova AG & Co. KG wird in der Hauptversammlung der badenova Verwaltungs-AG
durch den Bevollmächtigten Herrn Axel Sträter vertreten.
b)

Vorstand

Dipl.-Kfm. Dr. Thorsten Radensleben (Vorsitzender)
Dipl.-Ing. Mathias Nikolay
Dipl.-Vw. Maik Wassmer
Zu der Höhe der Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2017 wird auf die Ausführungen unter Kapitel 1.2.3b) verwiesen.
c)

Aufsichtsrat

Dr. Dieter Salomon
Dr. Gerhard Holtmeier
Ralf Kienzler

Oberbürgermeister Stadt Freiburg i. Br., Vorsitzender
Vorstandsmitglied der Thüga AG,
Erster stellvertretender Vorsitzender
Betriebsratsvorsitzender,
Zweiter stellvertretender Vorsitzender

Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine Aufsichtsratsvergütungen gewährt. Im Berichtsjahr waren im Aufsichtsrat keine Frauen vertreten.
1.3.4

Beteiligungen des Unternehmens

Die Gesellschaft hält neben der Beteiligung an der badenova AG & Co. KG (ohne Einlage)
keine weiteren Beteiligungen.

60

Beteiligungsbericht 2018
- bn Verwaltungs-AG -

1.3.5

Wesentliche Verträge

Es wurde mit der badenova AG & Co. KG sowie verschiedenen Tochter- und Beteiligungsunternehmen der badenova AG & Co. KG eine Vereinbarung über die Anbindung an ein automatisches Cash-Management-Verfahren geschlossen. Ziel dieser Vereinbarung ist, durch
die Bündelung von Liquidität Synergieeffekte zu nutzen, die Liquiditätsversorgung zu optimieren und dadurch Vorteile für die Cash-Pool-Teilnehmer zu erzielen.
1.3.6

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Die Tätigkeit der Gesellschaft beschränkt sich ausschließlich auf die Geschäftsführung sowie
die persönliche Haftung bei der badenova AG & Co. KG (siehe Abschnitt 1.2.6).
1.3.7

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2015

2016

2017

T€

T€

T€

AKTIVA
Umlaufvermögen
Summe

10.682
10.682

10.707
10.707

11.171
11.171

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

677
9.958
47
10.682

670
10.037
0
10.707

686
10.483
3
11.171

1

2018
Plan 1
T€

2019
Plan 1
T€

10.682

10.707
2019
Plan
T€
2.793

Für die bn Verwaltungs-AG werden keine Planbilanzen erstellt.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Betriebliche Erträge

T€
2.430

T€
1.735

T€
1.990

2018
Plan
T€
2.927

Personalaufwand
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen Gesamt

1.192
8
1.199

1.529
13
1.541

1.096
16
1.112

1.664
15
1.680

1.701
30
1.732

1.231
-1.226
5
6
-1

194
-189
5
12
-7

878
-873
5
-10
15

1.247
-1.242
5
-12
17

1.061
-1.058
3
-1
4

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen / Ertrag (- = Erstattg.)
Jahresüberschuss

b)

2015

2016

2017

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die Entwicklung der Gesellschaft ist im Wesentlichen durch die Entwicklung der badenova
AG & Co. KG bestimmt. Auf die entsprechenden Ausführungen in Abschnitt 1.2.7 b) wird
verwiesen.

Beteiligungsbericht 2018
- bn Verwaltungs-AG -

61

c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Geschäftsjahr 2017 blieb das gezeichnete Kapital unverändert.
d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Da sich die Tätigkeit der badenova Verwaltungs-AG auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin der badenova AG & Co. KG beschränkt, wird auf die Ermittlung von
Kennzahlen verzichtet. Es wird auf die Darstellung der entsprechenden Kennzahlen in Abschnitt 1.2.7 e) verwiesen.

62

Beteiligungsbericht 2018
- bn Verwaltungs-AG -

1.4

Freiburger Verkehrs-AG

1.4.1

Zweck und Gegenstand des Unternehmens

Die öffentliche Zwecksetzung der Gesellschaft ist in der Satzung festgeschrieben. Der wesentliche Gegenstand der VAG ist die Durchführung des öffentlichen Personennahverkehrs
in Freiburg im Breisgau und im Verkehrseinzugsgebiet mit Verkehrsmitteln aller Art. Außerdem betreibt die Gesellschaft die Kabinenumlaufbahn zum Schauinsland (Schauinslandbahn).
1.4.2

Beteiligungsverhältnisse

Stadtwerke Freiburg GmbH
Stadt Freiburg i. Br.
1.4.3

99,87 % = 39.748.260,00 €
0,13 % =
51.740,00 €

Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge

Organe der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand. Die
Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die
sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Hauptversammlung

Die Stadtwerke Freiburg GmbH und die Stadt Freiburg i. Br. werden in der Hauptversammlung durch den Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. vertreten.
b)

Vorstand

Dipl.-Ing. Stephan Bartosch
Dipl.-Verw. Wiss. Oliver Benz (ab 01.03.2017)
Dr. Helgard Berger (bis 30.11.2017)
Die Gesamtbezüge im Berichtsjahr 2017 von Herrn Stephan Bartosch betrugen 210 T€ (inklusive variabler Vergütungen und einer einmaligen Sonderleistung), von Herrn Oliver Benz
150 T€ und von Frau Dr. Helgard Berger 35 T€.
c)

Aufsichtsrat

Vorsitzender:
1. stellvertr. Vorsitzender:
2. stellvertr. Vorsitzender:

Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg i. Br.
Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg i. Br
Uwe Neumann, Arbeitnehmervertreter

Stadträte-innen:

Hermann Aichele (bis 22.07.2017), Dr. Maria Hehn, Atai Keller,
Martin Kotterer, Michael Moos, Stefan Schillinger, Gerlinde
Schrempp, Dr. Klaus Schüle (ab 13.12.2017), Timothy Simms,
Julia Sophie Söhne, Manfred Stather, Helmut Thoma, Simon
Waldenspuhl.

Arbeitnehmervertreter_innen:

Dietmar Gemander, Thomas Merkt, Markus Ruf, Günter Schuster, Hubert Schuster, Isabel Wendt.

Beteiligungsbericht 2018
- VAG -

63

Im Berichtsjahr 2017 erhielt der Aufsichtsrat Vergütungen und Sitzungsgelder in Höhe von
41 T€. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €):

Aufsichtsratsvorsitzender
Stellvertretender AR-Vorsitzender
Aufsichtsratsmitglieder
Beratendes Mitglied

Grundvergütung

Vergütung

Sonstige

pro Jahr

pro Sitzung

Vergütungen

AR
3.200
2.400
1.600
---

PrA
---------

AR
55
55
55
---

PrA
---------

AR
---------

PrA
---------

AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss; nur einmalige Vergütung im PrA StW Konzern

Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister/innen und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg i. Br. abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs. 5
GemO auch für Gemeinderät_innen.
Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 21 Mitglieder an, davon 4 Frauen (= 19,0 %).
1.4.4

Beteiligungen des Unternehmens

Regio-Verkehrsverbund Freiburg GmbH
1.4.5

33,0 %

Wesentliche Verträge

• Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen StW und VAG
• Straßenbenutzungsvertrag zwischen der Stadt Freiburg im Breisgau und der VAG (regelt
die Benutzung öffentlicher Straßen im Stadtgebiet zum Bau und Betrieb von Straßenbahnen)
• Planungs-, Bau -, Betriebs- und Finanzierungsvertrag mit dem ZRF für die Stadtbahn Zähringen
• Grundlagen- und Zuschussvertrag zwischen dem ZRF, dem RVF und den an ihm beteiligten Verkehrsunternehmen (regelt die Grundlagen der Zusammenarbeit, die erforderlichen
Aufgabenabgrenzungen nebst Verfahren zur wechselseitigen Beteiligung sowie die Gewährung von Zuschüssen)
• Einnahmeaufteilungsvertrag RVF (regelt die Aufteilung der im Verbundverkehr erzielten
Einnahmen)
• Vereinbarungen über die Pauschalierung der Ausgleichsleistungen nach § 45a PBefG mit
dem Land Baden-Württemberg für die Schülermonatskarte sowie das Semester Ticket
1.4.6

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Die Gesellschaft hat die in ihrem Gesellschaftsvertrag vorgesehene wirtschaftliche Betätigung auch im Berichtsjahr durchgeführt und somit ihren öffentlichen Zweck erfüllt. Die Verkehrsleistungen der VAG zeigt folgende Übersicht:

64

Beteiligungsbericht 2018
- VAG -

2013

2014

2015

2016

2017

77.039
264.789
1.040.385
7.614
3.154
4.460
36,4
305,2
66
109
25,4
69,3
12,5

75.354
258.871
1.036.454
7.401
3.125
4.276
38,1
184,7
66
101
24,9
71,3
15,8

76.997
264.420
1.092.730
7.494
3.517
3.977
43,9
160,0
72
99
24,2
72,6
20,4

78.756
270.076
1.187.706
7.966
3.825
4.141
43,9
160,0
72
100
22,7
73,8
21,9

80.463
275.609
1.183.574
7.841
3.849
3.992
43,9
165,6
77
103
23,3
75,4
22,7

229.675

310.772

339.309

346.827

358.019

Linienverkehr
(inkl. Mietwagenverkehr)

Fahrgäste
Personen-km
1
Platz-km
1
Linien-km
1
davon Strab
1
davon Bus
Linienlänge Strab
4
Linienlänge Bus
Stadtbahnen
Busse inkl. angemietete
Mittlere Platzausnutzung
Erlöse je Fahrgast
3
Zuschuss je Fahrgast
2
Schauinslandbahn
Fahrgäste
1
2
3
4

Tsd.
Tsd.
Tsd.
Tsd.
Tsd.
Tsd
KM
KM
Anzahl
Anzahl
%
Cent
Cent

Anzahl

ab 2014: Neuberechnung der Linien-/Leer-KM bei ein- und ausfahrenden Kursen
wegen Sanierungsarbeiten vom 05.11.2012 bis 29.04.2013 außer Betrieb
ÖPNV-Defizit je Fahrgast
ab 2014 sind die Nachtbuslinien weggefallen

Das Leistungsangebot der VAG umfasste in 2017 rd. 7,8 Mio. Linienkilometer, die sich annähernd hälftig auf die Stadtbahn (49%) und den Bus (51 %) verteilen. Insgesamt hat die
VAG einen Anstieg der Linienkilometer von 8,6 % innerhalb der letzten fünf Geschäftsjahre
zu verzeichnen. Die statistisch ermittelte Fahrgastzahl für den ÖPNV lag 2017 bei 80,5 Mio.
Fahrgästen. Der Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks sowie die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens sind u.a. den folgenden Diagrammen mit der Veränderung der
Fahrgastzahlen, der Investitionstätigkeit und der Jahresergebnisse in den letzten fünf Jahren
zu entnehmen:
Entwicklung Fahrgäste
(in Mio.)

79

80
78

77

77

80

77

76

35

Investitionen (in Mio. €)
Eigenanteil

30
25

12

9

20

14

10

72

5

70
2013 2014 2015 2015 2017

20

11

15
14

15

74

Defizit VAG (in Mio. €)

Zuschuss

18

21

16

19
9

0

16

18

19

13

10
5
0

2013 2014 2015 2016 2017

2014 2015 2016 2017

Im Jahr 2017 hat die VAG rund 80,5 Mio. Fahrgäste befördert, das sind 2,2 % mehr als im
Vorjahr. Die positive Entwicklung ist vor allem auf gute Verkaufszahlen bei den Zeitkarten für
Erwachsene aber auch auf die positive Entwicklung bei den Zeitkarten im Ausbildungsverkehr zurückzuführen. Die Schauinslandbahn hat 358.019 Fahrgäste im Jahr 2017 befördert.
Damit konnten die Umsätze um 3,2 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.
Beteiligungsbericht 2018
- VAG -

65

Durch das Ausbauprogramm „Stadtbahn 2020“ sind die Investitionen kontinuierlich auf hohem Niveau. Die Bruttoinvestitionen (inklusive Zuschüsse) liegen deutlich über den Abschreibungen. Die mit der Angebotsausweitung verbundenen Kosten konnten nicht mit entsprechenden Mehrerlösen kompensiert werden, so dass das Defizit der VAG deutlich angestiegen ist.
1.4.7

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ
AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Sonderposten mit Rücklageanteil
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

2015

2016

2017
T€

2018
Plan
T€

2019
Plan
T€

T€

T€

98.851
36.359
1.424
136.634

108.580
38.783
1.242
148.605

107.392
46.413
1.013
154.818

121.568
32.226
866
154.659

118.820
39.423
684
158.927

42.213
0
12.210
77.850
4.362
136.635

42.213
0
12.948
89.124
4.320
148.605

42.213
0
14.756
93.511
4.338
154.818

42.213
0
15.967
92.160
4.320
154.659

42.213
0
16.068
96.308
4.338
158.927

2019
Plan
T€
68.273
0
850
1.042
70.165

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2015

2016

2017

Umsatzerlöse
Bestandsveränderung
Andere aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
60.126
22
1.117
1.422
62.688

T€
63.269
-20
942
1.718
65.910

T€
66.578
2.532
848
1.162
71.121

2018
Plan
T€
65.931
0
950
872
67.752

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

18.478
42.329
8.690
7.307
76.805

19.887
44.591
8.811
7.828
81.117

22.666
47.718
8.831
8.148
87.362

20.728
48.342
9.458
9.241
87.769

23.845
51.066
8.685
9.327
92.923

-14.117
-2.364
-16.482
90
16.572

-15.207
-2.738
-17.945
90
18.036

-16.241
-2.916
-19.157
123
19.280

-20.017
-3.075
-23.092
94
23.186

-22.758
-3.048
-25.806
94
25.900

0

0

0

0

0

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Sonstige Steuern
Erträge aus Verlustübernahme
Jahresergebnis

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Geschäftsverlauf 2017
Im Jahr 2017 hat die VAG 66,6 Mio. € an Umsatzerlösen erzielt, das sind 3,0 Mio. € mehr als
geplant. Im Kerngeschäft ÖPNV (Ergebnis aus den Verbundtarifen) konnten 60,7 Mio. € und

66

Beteiligungsbericht 2018
- VAG -

damit 1,1 Mio. € mehr als geplant erzielt werden. Diese Verbesserung resultiert im Wesentlichen aus der Abrechnung des Neuverkehrs Stadtbahn Messe (inklusive Nachzahlungen für
Vorjahre). Die Schauinslandbahn beförderte 358.019 Fahrgäste im Berichtsjahr und erzielte
1,6 Mio. € an Einnahmen. Damit konnten die Umsätze um 5% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.
Die VAG hat das Jahr 2017 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 19,3 Mio. € abgeschlossen. Das sind 3,0 Mio. € weniger als geplant. Es wurden betriebliche Erträge in Höhe von
71,1 Mio. € erzielt. Dem standen betriebliche Aufwendungen in Höhe von 87,4 Mio. € gegenüber. Die Abweichung zur Wirtschaftsplanung ist zum einen auf höhere Erlöse zurückzuführen, zum anderen gab es Budgetunterschreitungen in verschiedenen Aufwandspositionen.
Im Dezember 2017 hat der Freiburger Gemeinderat einstimmig die Direktvergabe des Busund Bahnverkehrs an die VAG beschlossen. Damit wird die VAG auch in den kommenden
22,5 Jahren den ÖPNV in Freiburg betreiben und verfügt so über eine langfristig gesicherte
Geschäftsgrundlage.
Investitionen
Die Gesamtinvestitionen beliefen sich im Berichtsjahr 2017 auf 23,3 Mio. € und lagen damit
rund 6,2 Mio. € unter dem Vorjahreswert (29,5 Mio. €). Die Summe der Investitionszuschüsse betrug 14,1 Mio. €. Wesentliche Investitionsprojekte in 2017 waren die Maßnahmen
Stadtbahn Rotteckring mit 13,4 Mio. €, die Gleiserneuerung in der nördlichen Kaiser-JosephStraße mit 2,3 Mio. € sowie die Beschaffung von neuen Straßenbahnen mit rund 5,7 Mio. €.
Für 2018 ist ein Bruttoinvestitionsvolumen von 24,9 Mio. € geplant; es werden Investitionszuschüsse in Höhe von 10,1 Mio. € erwartet. Investitionsschwerpunkte sind der Abschluss
der Bauarbeiten an der Stadtbahn Rotteckring, planerische Tätigkeiten für den dritten Bauabschnitt der Stadtbahn Messe, Sanierungsarbeiten an der Haltestelle „Am Lindenwäldle“
mit einem barrierefreien Umbau der Haltestelle, die Erweiterung des VAG Betriebsgebäudes
am Rathaus am Stühlinger sowie die Beschaffung von Fahrzeugen.
Ausblick
Für die Freiburger Verkehrs-AG war auch das Jahr 2018 von der Umsetzung des Ausbauprogrammes „Stadtbahn 2020“ geprägt. Die Aktivitäten haben sich dabei auf den Bau der
Stadtbahn Rotteckring konzentriert. Neben dem Bau neuer Stadtbahnstrecken ist auch die
Pflege und Erneuerung bestehender Strecken von grundlegender Bedeutung.
Für die Jahre 2018 und 2019 sieht der Wirtschaftsplan der VAG Defizite von 23,2 Mio. €
bzw. 25,9 Mio. € vor. Die Entwicklung der Jahresfehlbeträge resultiert im Wesentlichen aus
Aufwendungen für Personal, für die Instandhaltung der Fahrzeuge, für die großen Instandhaltungsmaßnahmen im vorhandenen Netz sowie aus den Folgewirkungen der durchgeführten und geplanten Erweiterungsinvestitionen (Abschreibung und Zinsaufwand).
Risikomanagement
Das Risikomanagement wird von der Stadtwerke Freiburg GmbH für die Stadtwerke selbst
und für die Töchter der Stadtwerke als Dienstleistung betrieben. Die Risikosituation der VAG
stellt sich zum Jahresende 2017 wie folgt dar:
Am 14.10.2016 haben Bund und Länder die Eckpunkte zur Neuregelung des bundesstaatlichen Finanzausgleichssystems ab dem Jahr 2020 vereinbart. Das Gesetz zur Änderung des
Beteiligungsbericht 2018
- VAG -

67

Grundgesetzes wurde am 19.07.2017 im Bundesanzeiger verkündet und ist am Folgetag in
Kraft getreten. Das GVFG-Bundesprogramm wird nun dauerhaft und ungekürzt fortgeführt,
allerdings mit „versteinerten“ Mitteln in Höhe von 333 Mio. € bis 2025. Entsprechend konnte
die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos einer Rückforderung von Zuschüssen bei Bundesprojekten deutlich minimiert werden.
Für die Jahre 2017 bis 2021 wurde mit einem Quotienten von 7,37 % (abzüglich Selbstbehalt) bei den Ausgleichszahlungen gemäß § 148 SGB IX geplant. Der im Jahr 2016 ermittelte
Wert (abzüglich Selbstbehalt) liegt bei 5,53 % und ist für die Jahre 2016 und 2017 maßgebend. Eine Neuermittlung des Quotienten findet 2018 statt. Die Planung und Vorschaurechnung werden entsprechend angepasst.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Geschäftsjahr 2017 blieb das gezeichnete Kapital unverändert.
d)

Personalentwicklung (Jahresdurchschnitt)

Im Berichtsjahr waren (ohne Vorstände) durchschnittlich 810 (davon 666 Männer und 144
Frauen; Vorjahr: 789, davon 649 Männer und 140 Frauen) Mitarbeiter_innen beschäftigt.
Davon waren 61 (Vorjahr: 55) Aushilfen/Abrufkräfte. Darüber hinaus wurden durchschnittlich
30 (Vorjahr: 27) Auszubildende beschäftigt.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2013

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Investitionsquote
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow1
Kostendeckungsgrad
Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Vollzeitkraft

68

%
%
%
%

%
%
%
T€
%

T€
T€

2014

2015

2016

2017

74,3
74,9
39,5
211,7

75,3
102,9
34,8
250,3

72,3
107,5
30,9
188,0

73,0
105,1
28,4
210,8

69,4
111,1
27,3
263,4

-22,7
-29,2
-10,8
-4.452
83,1

-23,2
-30,3
-9,1
-5.712
83,4

-27,6
-39,3
-10,4
-7.719
79,1

-28,5
-42,7
-10,3
-9.199
78,5

-29,0
-45,7
-10,6
-8.743
78,7

81,4
57,3

80,0
58,0

82,3
57,9

83,7
59,0

87,1
62,5

Beteiligungsbericht 2018
- VAG -

1.5

Regio-Verkehrsverbund Freiburg GmbH

1.5.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens
Die Gesellschaft nimmt für das Verbundgebiet Aufgaben einer Verkehrskooperation nach § 9
ÖPNVG Baden-Württemberg wahr, insbesondere die Organisation und Durchführung der
Zusammenarbeit zwischen den Verkehrsunternehmen und mit den Aufgabenträgern für den
ÖPNV.
1.5.2 Beteiligungsverhältnisse
Freiburger Verkehrs AG, Freiburg i. Br.
DB Regio AG, Frankfurt a. M.
SüdbadenBus GmbH, Freiburg
Private Busunternehmen GBR (Private)
SWEG - Südwestdeutsche Verkehrs AG, Lahr

33,0 % = 20.460,00 €
25,0 % = 15.500,00 €
20,0 % = 12.400,00 €
10,0 % = 6.200,00 €
12,0 % = 7.440,00 €

1.5.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und
berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die Freiburger Verkehrs AG wird in der Gesellschafterversammlung der RegioVerkehrsverbund Freiburg GmbH durch den Vorstand vertreten.
b)

Geschäftsführung

Diplom-Betriebswirtin Dorothee Koch
Diplom-Betriebswirtin Simone Stahl
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung in 2017 belaufen sich auf 26 T€.
c)

Aufsichtsrat

Dr. Helgard Berger
Oliver Benz
Jürgen Karle
Thomas Böhm
Christoph Landwehr
Manfred Hovenjürgen
Johannes Müller
Jürgen Behringer

Freiburger Verkehrs AG, Vorsitzende (bis 26.07.2017)
Freiburger Verkehrs AG, Vorsitzender (ab 27.07.2017)
Private Busunternehmen GbR, stellvertr. Vorsitzender
DB Regio AG, Region Baden-Württemberg
SüdbadenBus GmbH (bis 22.11.2017)
SüdbadenBus GmbH (ab 23.11.2017)
Südwestdeutsche Verkehrs AG
Breisgau S-Bahn GmbH

Der Aufsichtsrat erhielt im Jahr 2017 keine Aufwandsentschädigungen. Dem Aufsichtsrat
gehören insgesamt sechs Mitglieder an, davon keine Frau (= 0,0 %).
1.5.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen.

Beteiligungsbericht 2018
- RVF -

69

1.5.5 Wesentliche Verträge
• Gesellschaftsvertrag (Fassung Dezember 2017)
• Die Grundlage für die Einnahmeansprüche der Verkehrsunternehmen und Anspruchsgrundlagen für Ausgleichleistungen bildet der am 06.12.2012 (Ersatz für Fassung vom
01.01.2011) unterzeichnete Einnahmeaufteilungsvertrag
• Mit dem Gesellschafterbeschluss vom 15.12.2004 trat der Handlungsrahmen für die Bewertung von Neuverkehren in Kraft (aktuelle Fassung 07/2013)
• Mit Vereinbarung vom 18.11.2009/01.12.2009 wurde der Grundlagen- und Zuschussvertrag (GZV 2009) neu gefasst (Ersatz für GZV 2003) mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2018.
Im Dezember 2017 trat die Änderungsvereinbarung I in Kraft
• Finanzierungsvereinbarung zwischen dem Land Baden-Württemberg, dem ZRF und dem
RVF vom 09.12.2009
• Vereinbarung über den Ausgleich für den Ausbildungsverkehr nach § 45a PBefG/§ 6a
AEG und für das verbundweit gültige SemesterTicket gemäß Vertrag vom 06.08.2002
bzw. 24.07.2002 zwischen dem Land Baden-Württemberg und der RVF
• Vertrag vom 06/12.12.2002 zwischen dem Land Baden-Württemberg und den im Verbund
tätigen Verkehrsunternehmen (vertreten durch die RVF) über die Pauschalierung der
Ausgleichsleistungen der RegioKarte Auszubildende gemäß § 45a PBefG
1.5.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Zum Aufgabengebiet der RVF gehört auch die Abwicklung der Einnahmenaufteilung und
Abrechnung der Verbundeinnahmen nach den Bestimmungen des Einnahmeaufteilungsvertrages mit den Verkehrsunternehmen sowie die Abrechnung des Zuschussbedarfes mit dem
Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF). Insgesamt wurden 2017 über den RVFEinnahmen-Pool 100,7 Mio. € (Vorjahr: 97,7 Mio. €) an die beteiligten Verkehrsunternehmen
verteilt. Darin enthalten ist der vom ZRF und vom Land gewährte Tarifzuschuss in Höhe von
8,9 Mio. € (Vorjahr 8,9 Mio. €). Außerdem ist der RVF bis 2017 Abrechnungsstelle für die
pauschalierten Ausgleichszahlungen des Landes für den Ausbildungsverkehr nach § 45a
PBefG. In 2017 wurden 11,8 Mio. € (Vorjahr 11,6 Mio. €) an die anspruchsberechtigten Verkehrsunternehmen weitergeleitet. Die Entwicklung der jährlich verkauften Zeitkarten zeigt
nachfolgende Tabelle:
2013

2014

2015

2016

2017

Monatskarten Erwachsene Erw.

347.051

335.172

344.670

372.357

392.292

Jahreskarten (in Monatsanteilen) Erw.

276.577

276.475

273.543

225.568

218.092

Abonnement (in Monatsanteilen) Erw.

200.643

202.914

208.929

268.477

277.318

Auszubildendenkarten

486.333

465.599

456.958

409.649

286.836

Auszubildendenkarten Abonnement

---

---

---

56.188

193.195

Semester Ticket (in Monatsanteilen)

230.714

218.334

210.760

215.832

212.662

Kinder-Regio-Karte

2.279

2.357

2.439

2.431

2.298

Kombikarten RVL / TGO / WTV

7.148

9.323

9.573

9.190

9.007

Gesamt

70

1.550.745 1.510.174 1.506.872 1.559.692 1.591.700

Beteiligungsbericht 2018
- RVF -

Die Veränderung der statistisch ermittelten Fahrgastzahlen und der Einnahmen aus dem
Verbundtarif inklusive Tarifzuschüsse zeigen die folgenden Diagramme:

Fahrgastzahlen 2013 - 2017

Mio.

120

Einnahmen 2013 - 2017

Mio. €

140

120

14,21

13,83

100

14,93

15,71

15,51

100
80

80

8,93

8,95

8,95

8,88

8,92

19,57

19,85

21,22

23,26

23,52

60,98

61,29

62,47

65,57

68,25

2013

2014

2015

2016

2017

60
60

105,78

103,27

40

103,27

107,01

109,41

40
20

20
0

0
2013

2014

Zeitkarten

2015

2016

2017

Zeitkarten

Bartarife

Bartarife

Tarifzuschüsse

Im Geschäftsjahr 2017 konnte wieder ein Zuwachs an Fahrgästen erzielt werden. Die statistisch ermittelten Fahrgastzahlen im RVF-Gebiet sind gegenüber dem Vorjahr um 1,8 % auf
124,9 Mio. Fahrgäste angestiegen. Im Geschäftsjahr 2017 sind die Absatzzahlen in allen
Marktbereichen gestiegen. Im Ausbildungsverkehr hat die Einführung des Schülerabos zur
Stabilisierung der Verkaufszahlen beigetragen. Die Verkaufszahlen des SemesterTickets
sind 2017 um -1,5 % zurückgegangen.
1.5.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2015

2016

2017

2018

2019

Plan1
T€

Plan1
T€

T€

T€

T€

89
8.263

114
8.744

75
9.470

5
0

5
0

5

Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen

8.357

8.863

9.550

418
92

300
90

343
81

Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

7.490
357
8.357

8.112
361
8.863

8.771
355
9.550

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung

1

0

0

0

0

Für RVF werden keine Planbilanzen erstellt.

Beteiligungsbericht 2018
- RVF -

71

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2015

2016

2017

Umsatzerlöse
Durchgeleitete Zuschüsse / Fahrgelder2
Weitergeleitete Zuschüsse / Fahrgelder
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
480
24.301
-24.301
1.239
1.718

T€
630
24.690
-24.690
1.544
2.174

T€
504
25.164
-25.164
1.427
1.931

530
36
1.140
1.706

547
39
1.706
2.291

12
3
15

-117
0
-117

Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Jahresüberschuss
1
2

b)

2018
Plan1
T€

2019
Plan1
T€

2.196
2.196

2.145
2.145

550
55
1.283
1.888

576
41
1.757
2.374

606
41
1.498
2.145

43
0
43

-178
0
-178

0
0
0

Für 2018 und 2019 liegen noch keine Angaben für Zuschüsse / Fahrgelder vor.
Die Position „durchgeleitete Zuschüsse/Fahrgelder“ enthält neben dem Tarifzuschuss und den Ausgleichsleistungen für den Ausbildungsverkehr lediglich den Anteil der Fahrgelder, den der Verbund selbst vereinnahmt.

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Geschäftsverlauf 2017
Im Jahr 2017 sind die Absatzzahlen über alle Marktbereiche deutlich gestiegen. Die Gesamteinnahmen stiegen um +3,0 % bei steigenden Fahrgastzahlen (+1,8 %).
Tarifmaßnahmen
Für die Tariferhöhung 2016 wurde erstmalig das große Nachweisverfahren nach Anlage 8
des Grundlagen- und Zuschussvertrages angewandt. Daraus ergab sich ein möglicher Anpassungsbedarf in Höhe von rd. 5 Mio. €. Um die Tarifanpassung kundenverträglich zu gestalten, wurde eine Anpassung über zwei Jahre (2016 und 2017) vereinbart. Die Tarifanpassung 2017 erfolgte nicht über alle Marktsegmente. Erhöht wurden nur die Mehrfahrtenkarten
und die Zeitkarten.
Ausblick, Chancen und Risiken
Nach der erfolgreichen Einführung des Schülerabos zum 01.08.2016 konnte im Ausbildungsverkehr eine Stabilisierung erreicht werden. Bei der Regiokarte Schüler/Azubi hat der
RVF im zurückliegenden Jahr ca. 14.000 Karten (+3,0 %) mehr verkauft. Durch die Einführung des Schülerabos konnte das „Sommerloch“ deutlich reduziert werden.
Die für 2018 geplante Tariferhöhung richtet sich an der ÖPNV-spezifischen Inflationsrate des
Jahres 2017 aus. Diese liegt bei 2,52 %. Auch diese Tariferhöhung wird nicht über alle
Marktsegmente erfolgen und der Erhöhungsspielraum wird nicht komplett ausgenutzt. Die
Preisspreizung zwischen der RegioKarte Übertragbar und der RegioKarte Basis soll erneut
erhöht werden. Am bestehenden Tarifangebot insgesamt sind keine inhaltlichen oder strukturellen Veränderungen vorgesehen.
Die vom Land Baden-Württemberg geplante grundlegende Reform der ÖPNV-Finanzierung
wird zum Januar 2018 umgesetzt werden. In einer Stufe 1 werden die §45a-Mittel (PBefG)

72

Beteiligungsbericht 2018
- RVF -

auf die Stadt und Landkreise übertragen, die diese Mittel dann in Form von allgemeinen Vorschriften oder öffentlichen Dienstleistungsaufträgen an die Verkehrsunternehmen weitergeben. In einer Stufe 2 soll ab 2021 die Verteilung der Mittel auf die Gebietskörperschaften
nach Leistungskennzahlen erfolgen. Art und Umfang der Auswirkungen und mögliche finanzielle Folgen für Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen im RVF können heute noch nicht
abgeschätzt werden.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Berichtsjahr sind keine Kapitalzuführungen und -entnahmen erfolgt.
d)

Personalentwicklung

Im Durchschnitt waren für das Berichtsjahr acht Beschäftigte auszuweisen (davon 5 Männer
und 3 Frauen).
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2013

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Eigenkapitalquote
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow
Kostendeckungsgrad
Personalkennzahlen1
Umsatz je Vollzeitkraft2
Personalkosten je Vollzeitkraft
1

2

2014

2015

2016

2017

%

4,4

5,3

5,0

3,4

3,6

%

-4,1
-20,2
-0,9
-55,9
96,1

3,1
13,3
0,7
70,0
103,2

0,9
3,7
0,2
51,6
100,9

-5,4
-39,0
-1,3
-78,2
94,9

2,2
12,4
0,4
97,7
102,3

273,3
79,6

266,1
79,0

264,4
81,5

334,5
84,1

297,1
84,7

%
%
T€
%

T€
T€

ohne Geschäftsführung (ehrenamtlich) und geringfügig Beschäftigte
die Veränderung der Kennzahl in 2017 im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus höheren Umlagezahlungen der
Gesellschafter im Vorjahr aufgrund der im Jahr 2016 durchgeführten Verkehrserhebung

Beteiligungsbericht 2018
- RVF -

73

1.5

Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH

1.5.1

Zweck und Gegenstand des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Frei- und Hallenbädern im Gebiet der
Stadt Freiburg i. Br. und im Verflechtungsbereich des Oberzentrums Freiburg i. Br.
1.5.2

Beteiligungsverhältnisse

Stadtwerke Freiburg GmbH 100 % = 1.000.000,00 €
1.5.3

Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Die
Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die
sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die Stadtwerke Freiburg GmbH wird in den Gesellschafterversammlungen der StWB von der
Geschäftsführung der Stadtwerke Freiburg GmbH vertreten.
b)

Geschäftsführung

Dr. Helgard Berger (bis 13.12.2017)
Stephan Bartosch (ab 01.01.2017)
Die Geschäftsführung erhielt im Berichtsjahr 2017 keine Vergütung von der Gesellschaft.
c)

Überwachungsorgan

Als Überwachungsorgan fungiert der Aufsichtsrat der StW (vgl. Abschnitt 1.1.3 c).
1.5.4

Beteiligungen des Unternehmens

Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen.
1.5.5

Wesentliche Verträge

• Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Gesellschaft (beherrschtes
Unternehmen) und der Stadtwerke Freiburg GmbH (herrschendes Unternehmen) vom
20.12.2005.
• Pacht- und Betreibervertrag zwischen der Stadt Freiburg i. Br. und der Gesellschaft vom
05.10.2010: Hierzu wurde am 26.04.2018 eine Ergänzung abgeschlossen. Diese führt die
beiden bestehenden Pacht- und Betreiberverträge über die Bäder Haslach, West, Hochdorf, Faulerbad vom 01.01.2006 sowie über Lehen vom 26.06.2009 zusammen und erfährt durch die Aufnahme der Freibäder Strandbad, Lorettobad und St. Georgen eine Ergänzung. Der Vertrag ist für die Dauer von 16 Jahren, beginnend ab dem 01.01.2010 abgeschlossen.

74

Beteiligungsbericht 2018
- StWB -

• Betriebsführungsvertrag mit der Regio Bäder GmbH vom 25.10.2010 mit weiterer Ergänzung vom 03.01.2018: Vertragsgegenstand ist die kaufmännische und technische Betriebsführung der oben genannten Bäder.
• Wärmelieferungsvertrag mit der badenova WÄRMEPLUS GmbH & Co. KG vom
18.09.1996 mit einer Ergänzung vom 16.03.2010: Der Vertrag enthält eine Abnahmeverpflichtung, die die Gesellschaft dazu verpflichtet, den Wärmebedarf der Bäder Faulerbad,
Hallenbad Haslach und Hallenbad West durch die vertraglich fixierten bereitzuhaltenden
Leistungen aus den Wärmelieferungen der badenova zu decken.
• Geschäftsbesorgungsvertrag mit der StW vom 27.10.2006 mit Aktualisierung am
01.01.2018: Zum Leistungsumfang gehört die kaufmännische Betreuung, betreffend den
Betrieb der Bäder gemäß Pacht- und Betreibervertrag, Wirtschaftsplanung, Controlling,
Cash-Management, Erstellung von Jahresabschlüssen etc.
1.5.6

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Die städtischen Hallenbäder werden seit 2006 und die Freibäder seit 2010 an die StW verpachtet. Mit der technischen und kaufmännischen Betriebsführung wurde die RBG beauftragt. Die wirtschaftliche Entwicklung zeigt folgende Tabelle und Grafik:

Erlöse aus Bäderbetrieb
Betriebsführungsentgelt (an Regio Bäder GmbH)
Sanierungsaufwand
Pachtentgelt an die Stadt Freiburg
Zuschuss pro Badegast
Kostendeckungsgrad

Anzahl Badegäste

Tsd.

T€
T€
T€
T€
€
%

2013
2.687
5.924
75
323
4,17
40

€
6,00

1.100

2014
2.509
5.949
428
323
5,34
36

5,34
4,17

933
893

900

841

2017
2.973
6.490
373
323
4,99
40

4,99

5,00

962

2016
2.843
6.186
291
323
4,48
41

Zuschuss pro Badegast

1.021
1.000

2015
2.842
6.304
197
323
4,13
40

4,13

4,48

4,00

800

3,00

700

2,00

600

1,00
0,00

500
2013

2014

2015

2016

2017

2013

Beteiligungsbericht 2018
- StWB -

2014

2015

2016

2017

75

1.5.7

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzungsposten
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

2015

2016

2017

2018
Plan

2019
Plan

T€

T€

T€

T€

T€

925
4.765
1

1.129
4.677
1

1.431
4.987
0

1.848
5.554
0

2.022
5.388
0

5.692

5.806

6.417

7.402

7.409

1.000
394
4.298
5.692

1.000
233
4.574
5.806

1.000
341
5.076
6.417

1.000
11
6.391
7.402

1.000
14
6.395
7.409

2018
Plan
T€
3.075
0
3.075
7.544
236
66
7.846
-4.770
-8
-4.778
4.778
0

2018
Plan
T€
3.111
0
3.111
7.542
242
70
7.855
-4.744
-7
-4.751
4.751
0

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2015

2016

2017

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Abschreibungen auf Sachanlagen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Erträge aus Verlustübernahme
Jahresergebnis

T€
2.842
0
2.842
6.824
151
74
7.049
-4.207
-7
-4.214
4.214
0

T€
2.843
1
2.844
6.801
160
55
7.016
-4.172
-6
-4.178
4.178
0

T€
2.973
7
2.980
7.186
179
67
7.432
-4.452
-7
-4.458
4.458
0

b) Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick
Geschäftsverlauf 2017
Die Geschäftsentwicklung wurde im Wesentlichen durch die Besuchergruppen öffentlicher
Badebetrieb und Schul- und Vereinsschwimmen geprägt. Im Vergleich zum Vorjahr (933
Tsd. Besucher) nahm die Anzahl der Badegäste um rund 4,3 % auf 893 Tsd. ab. Davon besuchten 488 Tsd. Badegäste die Hallenbäder (Vorjahr: 519 Tsd.) und 405 Tsd. Badegäste
die Freibäder (Vorjahr: 414 Tsd.). Bei den Hallenbädern war der größte Rückgang im Hallenbad West zu verzeichnen. Hier wurden weniger Vereinsdurchgänge gezählt und mehrere
Aqua-Kurse konnten aufgrund fehlender Trainer nicht angeboten werden. Der leichte Rückgang bei den Freibädern ist witterungsbedingt. Die Sommer- und Hochsommertage lagen bei
54 Tagen (Vorjahr 70 Tage).
Für das Jahr 2017 weist die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme von
4.458 T€ aus; die Erhöhung des Jahresfehlbetrages gegenüber dem Vorjahr ist u.a. auf den
Besucherrückgang in den Hallenbädern zurück zu führen sowie auf den nur teilweise reali-

76

Beteiligungsbericht 2018
- StWB -

sierten Anstieg der Umsatzerlöse durch die Erhöhung der Eintrittspreise zum 01.01.2017.
Das Betriebsführungsentgelt lag aufgrund des höheren Personalaufwands über dem Vorjahr
(enthalten im Materialaufwand). Der Kostendeckungsgrad lag im Berichtsjahr bei 40 % und
ist damit im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben. Der Zuschuss je Badegast
hat sich von 4,48 € in 2016 auf 4,99 € erhöht. Die Hallenbäder hatten durchschnittlich an 255
Tagen, die Freibäder an durchschnittlich 126 Tagen geöffnet. Mit insgesamt 1.653 Angebotstagen lag das Jahr 2017 sowohl unter Plan als auch unter dem Vorjahr.
Investitionen
Im Berichtsjahr wurden insgesamt 497 T€ (Vorjahr 365 T€) investiert. Die größten Investitionen waren der Neubau des WC-Gebäudes im Freibad St. Georgen mit 210 T€, der Wasserspeier im Nichtschwimmerbecken im Strandbad mit 52 T€, die Erneuerung im Garderobenbereich in Lehen mit 30 T€ sowie die Migration der Kassenanlagen in sechs Bädern mit
164 T€.
Ausblick
Für 2018 erwartet die Betriebsführungsgesellschaft 923 Tsd. Badegäste und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 4,8 Mio. €. Der Anstieg des Jahresfehlbetrags gegenüber 2017 wird
mit größeren geplanten Sanierungsmaßnahmen wie z. B. der Erneuerung der Lüftungsanlage im Faulerbad begründet. Über den Betrachtungszeitraum der mittelfristigen Planung bis
zum Jahr 2023 wird der jährliche Fehlbetrag kontinuierlich steigen und damit weiterhin über
4,0 Mio. € liegen. Im Jahr 2019 werden u.a. 940 Tsd. Badegäste und ein Jahresfehlbetrag in
Höhe von rund 4,8 Mio. €. erwartet.
Aus dem städtischen Haushalt werden für das Jahr 2018 Mittel für die Planung für ein neues
Außenbecken im Westbad zur Verfügung gestellt. Die Umsetzung der Maßnahme steht noch
unter dem Vorbehalt der Entscheidung im Gemeinderat der Stadt Freiburg. Entsprechend
sind in der Planung der Gesellschaft für das geplante Außenbecken keine zusätzlichen zu
erwartenden Betriebskosten und Aufwendungen berücksichtigt.
Risikomanagement
Aufgrund des mit der StW abgeschlossenen Gewinnabführungs- und Verlustübernahmevertrages bestehen - trotz der strukturellen Verlustsituation - hinsichtlich der Ergebnisentwicklung keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Berichtsjahr 2017 blieb das gezeichnete Kapital unverändert.
d)

Personalentwicklung

Die Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH beschäftigt kein eigenes Personal. Das Unternehmen
hat mit der Regio Bäder GmbH einen Betriebsführungsvertrag und mit der Stadtwerke Freiburg GmbH einen Geschäftsbesorgungsvertrag abgeschlossen.

Beteiligungsbericht 2018
- StWB -

77

e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Eigenkapitalquote
Investitionsquote
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow
Kostendeckungsgrad

78

2013
%
%
%
%
%
%
T€
%

2014

2015

2016

2017

19,4
115,0

17,0
223,8

17,6
161,1

17,2
228,2

15,6
277,3

>-100
>-100
-76,7
-3.880
40,1

>-100
>-100
-75,8
-4.339
35,9

> -100
> -100
-73,9
-4.063
40,3

> -100
> -100
-71,8
-4.018
40,5

> -100
> -100
-69,5
-4.279
40,1

Beteiligungsbericht 2018
- StWB -

1.6

Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH

1.6.1

Zweck und Gegenstand des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens sind die Unterhaltung und der Betrieb des Verkehrslandeplatzes Freiburg als Halter im Sinne der einschlägigen Vorschriften des Luftverkehrsrechtes
sowie die Förderung aller mit der Luftfracht, insbesondere mit dem Luftverkehr, zusammenhängenden Geschäfte.
1.6.2

Beteiligungsverhältnisse

Stadtwerke Freiburg GmbH 100 % = 155.000,00 €
1.6.3

Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und
berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die Stadtwerke Freiburg GmbH wird in der Gesellschafterversammlung der FFB grundsätzlich von der Geschäftsführung der StW vertreten.
b)

Geschäftsführung

Michael Broglin
Die Gesamtbezüge im Berichtsjahr 2017 von Herrn Michael Broglin betrugen 24 T€.
c)

Aufsichtsrat

Vorsitzender:
stellv. Vorsitzender:

Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg i. Br.
Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg i. Br.

Stadträt_innen:

Gerhard Frey (ab 30.11.2017), Udo Harter, Ernst Lavori, Michael Moos, Sergio Schmidt, Gerlinde Schrempp, Dr. Klaus
Schüle, Manfred Stather, David Vaulont (bis 30.11.2017), Maria
Viethen

Im Berichtsjahr 2017 erhielt der Aufsichtsrat Sitzungsgelder in Höhe von 1,3 T€. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €):
Grundvergütung

Aufsichtsratsvorsitzender
Stellvertretender AR-Vorsitzender
Aufsichtsratsmitglieder
Beratendes Mitglied

AR
---------

PrA
---------

Vergütung pro Sitzung
AR
PrA
51
--51
--51
-------

Sonstige Vergütungen
AR
PrA
-----------------

AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss; nur einmalige Vergütung im PrA StW Konzern

Beteiligungsbericht 2018
- FFB -

79

Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister/innen und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg i. Br. abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs. 5
GemO auch für Gemeinderät_innen.
Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 11 Mitglieder an, davon 2 Frauen (= 18,2 %).
1.6.4

Beteiligungen des Unternehmens

Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen.
1.6.5

Wesentliche Verträge

• Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen StW und FFB vom 20.12.2000
mit Änderung vom 15.10.2014
• Pachtvertrag zwischen der Gesellschaft und der Stadt Freiburg i. Br. vom 30.11.1992 mit
erstem Nachtrag vom 08.08.1996; die Stadt Freiburg i. Br. verpachtet darin die für die
Abwicklung des zivilen Luftverkehrs notwendigen Teile der Grundstücke an die FFB. Der
Vertrag ist bis zum 31.12. 2031 abgeschlossen. Nach Beendigung des Pachtverhältnisses
hat die FFB alle Lande- und Rollbahnen und sonstige Flugpisten, sonstige Bauwerke und
sämtliche Gebäude sowie alle technischen Einrichtungen auf eigene Kosten und ohne
Anspruch auf Entschädigung zu entfernen.
• Erbbaurecht von der Stadt Freiburg i. Br. vom 19.08.1998 für das Flurstück Nr. 6256/7;
der Vertrag wurde vom 06.10.1998 bzw. 15.12.2011 bis zum 31.12.2031 verlängert.
1.6.6

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Die Verkehrsleistungen der FFB werden durch folgende Angaben deutlich:

Flugzeuge insgesamt
davon Flugzeuge über 10 t
davon Flugzeuge über 5,7 t
davon Flugzeuge 2 t bis 5,7 t
davon Flugzeuge bis 2 t
Drehflügler
Motorsegler
Segelflugzeuge
Militärflugzeuge
UL-Flugzeuge usw.
Gesamt

2013
6.378
13
266
6.099
3.303
792
302
6
5.581

2014
6.093
1
6
623
5.463
3.660
884
245
1
4.397

2015
6.029
1
8
563
5.457
3.608
815
368
7
5.026

2016
5.449
0
6
442
5.001
3.262
644
307
3
4.236

16.362

15.280

15.853

13.901

2017
5.270
0
6
255
5.009
3.484
782
371
0
5.604
15.511

Die Starts haben sich im Berichtsjahr witterungsbedingt von 13.901 im Vorjahr auf 15.511
erhöht. Zum 01.01.2017 wurde eine Erhöhung der Landegebühren vorgenommen. Wesentliche Bestandteile der Geschäftstätigkeit sind die Unterhaltung des Flugplatzgeländes im Auftrag der Stadt, der Flugbetrieb des Verkehrslandeplatzes und die Verpachtung von Teilflä-

80

Beteiligungsbericht 2018
- FFB -

chen des Flugplatzes an Sportgruppen mit fliegerischen Aktivitäten, an Privatflieger und Firmen, die Rettungsflüge, Schulungen u. a. betreiben.
1.6.7

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ
AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern
abgeführte Gewinne (-) / Verlustübernahme (+)
Jahresergebnis

b)

2015

2016

2017

T€

T€

T€

2018
Plan
T€

2019
Plan
T€

690
219
5
914

652
312
6
970

589
339
9
937

1234
242
0
1.476

755
277
7
1.038

159
164
590
0
914

159
180
629
2
970

159
207
570
0
937

159
210
1.107
0
1.476

159
235
644
0
1.038

2019
Plan
T€
417
1
418

2015

2016

2017

T€
319
8
327

T€
379
63
442

T€
415
135
550

2018
Plan
T€
417
9
426

0
205
48
455
708

48
228
64
307
647

58
252
66
396
772

61
255
88
232
636

51
267
100
229
647

-381
-11
-392
0
392
0

-205
-14
-219
0
219
0

-222
-13
-235
0
235
0

-210
-3
-213
1
214
0

-229
-13
-242
1
243
0

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Geschäftsverlauf 2017
Das Geschäftsjahr 2017 war im administrativen Bereich im Wesentlichen geprägt durch die
Bearbeitung der luftrechtlichen Verfahren im Zusammenhang mit dem geplanten Fußballstadion. Der Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf höhere
Landgebühren und höhere Erlöse aus der Treibstoffabgabe zurückzuführen. Als Gegengröße steht ein entsprechender Materialaufwand für den Treibstoffzukauf. Der Personalaufwand
erhöhte sich durch die Einstellung eines neuen Flugleiters und die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen durch erhöhte Instandhaltungskosten. Insgesamt wird für 2017 ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 235 T€ ausgewiesen, der geringfügig über dem Vorjahreswert liegt.
Beteiligungsbericht 2018
- FFB -

81

Investitionen
Im Berichtsjahr 2017 wurden Investitionen lediglich im Bereich der Büroausstattung getätigt.
Der Instandhaltungsaufwand zur Erhaltung des bestehenden Sachanlagevermögens belief
sich auf 72 T€.
Für das Geschäftsjahr 2018 wurden Investitionen in Höhe von insgesamt 730 T€ geplant,
davon werden jedoch nur 5 T€ für EDV und Büroausstattung realisiert. Die restlichen geplanten Investitionen wie die Einrichtung eines Instrumentenan- und -abflugverfahrens, die Beschaffung eines zweiten Feuerwehrfahrzeuges sowie die Installation einer zusätzlichen Anflugbefeuerung werden auf das Jahr 2019 zeitlich verschoben
Ausblick
Künftige Risiken und Chancen bestehen im Zusammenhang mit dem geplanten Standort
eines neuen Fußballstadions u.a. auf den bisherigen Segelfluglandebahnen/ dem Fallschirmspringerkreis. Es wurde eine Möglichkeit gefunden, dass durch eine Verlegung der
Segelflugstart- und Landebahn die Segelflieger in Freiburg verbleiben können. Die Fallschirmspringer mussten den Standort Freiburg dagegen verlassen.
In den Jahren 2018 und 2019 werden gemäß Wirtschaftsplanung negative Jahresergebnisse
in Höhe von 214 T€ bzw. 243 T€ erwartet.
Risikomanagement
Eine Überprüfung möglicher Risikosituationen ergab, dass im Berichtszeitraum keine den
Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestanden haben. Aufgrund des mit
der Stadtwerke Freiburg GmbH abgeschlossenen Gewinnabführungs- und Verlustübernahmevertrages bestehen auch zukünftig hinsichtlich der Ergebnisentwicklung keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Geschäftsjahr 2017 blieb das gezeichnete Kapital unverändert.
d)

Personalentwicklung (Jahresdurchschnitt)

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr 2017 neben den nebenberuflichen Kräften drei
hauptamtliche Flugleiter sowie Aushilfskräfte (insgesamt 15 Personen; davon 13 Männer und
2 Frauen).

82

Beteiligungsbericht 2018
- FFB -

e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Investitionsquote
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow
Kostendeckungsgrad
Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Vollzeitkraft

2013
%
%
%
%
%
%
%
T€
%
T€
T€

2014

2015

2016

2017

89,3
30,2
27,0
6,5

86,6
29,3
25,4
137,7

75,5
23,1
17,5
407,4

67,2
24,5
16,4
40,0

62,8
27,1
17,0
4,8

-15,2
-29,8
-7,9
-5
86,9

-22,5
-43,3
-10,7
-11
81,8

-123,0
-246,0
-49,5
-322
45,5

-57,9
-137,5
-21,8
-130
66,8

-56,7
-147,6
-23,3
-145
70,0

156
43

154
46

106
47

126
48

138
49

Beteiligungsbericht 2018
- FFB -

83

1.8

Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH

1.8.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens
Die öffentliche Zwecksetzung der Gesellschaft ist in der Satzung festgeschrieben. Hiernach
ist Gegenstand des Unternehmens u.a.
 die Sammlung, der Transport, die Behandlung und Verwertung von Abfällen
 der Betrieb von Abfallverwertungs- und -beseitigungsanlagen einschließlich der Rekultivierung und Nachsorge von Deponieeinrichtungen
 die Reinigung von Straßen, Wegen und Plätzen
 die Beschaffung und Wartung von Kraftfahrzeugen und Maschinen für kommunale Auftraggeber und kommunale Einrichtungen
im Bereich der interkommunalen Verflechtung des Oberzentrums Freiburg i. Br..
Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die den Gesellschaftszweck fördern. Hierzu kann sie sich anderer Unternehmen bedienen, sich an anderen Unternehmen beteiligen oder solche Unternehmen errichten, erwerben, pachten oder verpachten.
1.8.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadt Freiburg
REMONDIS Kommunale Dienste Süd GmbH

53,00 % = 921.350,00 €
47,00 % = 817.050,00 €

1.8.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.

a)

Gesellschafterversammlung

Die Stadt Freiburg i. Br. wird in der Gesellschafterversammlung durch den Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. Remondis Kommunale Dienste Süd GmbH wird durch Herrn
Steinborn, Herrn Gärtner und Herrn Neymeyer vertreten.
b)

Geschäftsführung

Michael Broglin
Eckhard Vogt
Die Gesamtbezüge von Herrn Michael Broglin betrugen im Berichtsjahr 210 T€.
c)

Aufsichtsrat

Vorsitzender:

Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg i. Br.

Gemeinderät_innen: Gerhard Frey, Bernhard Schätzle, Ulrike Schubert, Ernst Lavori, Simon
Waldenspuhl (bis 06.12.2017), Sergio Schmidt (ab 06.12.2017), Dr.
Wolf-Dieter Winkler.

84

Beteiligungsbericht 2018
- ASF -

ArbeitnehmerVertreter-innen:
Weitere:

Dirk Gabel, Gert Held, Beatrix Kubisch, Werner Mattlin, Iris Mellert.
Frank Gärtner, Christoph Neymeyer, Ulrich Steinborn (Vertreter des privaten Mitgesellschafters).

Die Beigeordnete für Umwelt der Stadt Freiburg i. Br., Frau Bürgermeisterin Gerda Stuchlik,
nimmt als beratendes Mitglied ohne Stimmrecht an den Aufsichtsratssitzungen teil; sie vertritt
den Oberbürgermeister als stellvertretende Vorsitzende einschließlich der Ausübung des
Stimmrechtes. Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten im Jahr 2017 Aufwandsentschädigungen
von insgesamt 2 T€. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €):

Aufsichtsratsvorsitzender
Stellvertretender AR-Vorsitzender
Aufsichtsratsmitglieder
Beratendes Mitglied

Grundvergütung
pro Jahr
AR
PrA
-----------------

AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss

Vergütung
pro Sitzung
AR
PrA
51,13
51,13
51,13
51,13
51,13
51,13
-----

Sonstige
Vergütungen
AR
PrA
-----------------

Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister/innen und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg i. Br. abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs. 5
GemO auch für Gemeinderät_innen.
Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 15 Mitglieder an; davon 3 Frauen (20 %).
1.8.4 Beteiligungen des Unternehmens
ASF Solar GmbH & Co. KG
ASF Solar Verwaltungs-GmbH
Gesellschaft Abfallwirtschaft Breisgau mbH

51,00 %
51,00 %
2,70 %

1.8.5 Wesentliche Verträge
- Bewirtschaftungsrahmenvertrag vom 22.12.1999 (Laufzeit vom 01.01.2000 bis 31.12.2019,
aufgrund der vom Gemeinderat am 26.07.2016 beschlossenen Nichtkündigung des Bewirtschaftungsrahmenvertrages wird von einer Fortführung des Vertrages bis mindestens
31.12.2024 ausgegangen) mit der Stadt Freiburg i. Br. mit folgenden Inhalten: Aufgaben
der Abfallentsorgung, Reinigung der öffentlichen Straßen, Wege und Plätze der Stadt,
technische Betriebsführung einschließlich der Rekultivierung und Nachsorge für die Deponie Eichelbuck, Unterstützung des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft,
- Immobilienvertrag vom 26.04.1996 /31.05.1996 mit der Stadt Freiburg i. Br. und der St.
Gabriel Grundstückverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG (Leasingvertrag der Stadt / Untermietvertrag der Stadt mit der ASF),
- Betriebsführungsvertrag Betriebshof St. Gabriel vom 01.03.2004 rückwirkend auf den
01.01.2000 mit der Stadt Freiburg i. Br. (Hausverwalterfunktion),

Beteiligungsbericht 2018
- ASF -

85

- Geschäftsbesorgungsvertrag vom 22.07.2010 mit der Stadt Freiburg i. Br. (Teilnahme am
Cash-Pooling),
- Vertrag Reinigen und Kehren von öffentlichen Anlagen vom 01.09.2014,
- Vertrag über die Durchführung der Reinigung von Trockensinkkästen auf Nebenstraßen der
Stadt Freiburg i.Br. vom 15.04.2013,
- Vertrag über die Durchführung der Reinigung von innerstädtischen Bachläufen der Stadt
Freiburg i. Br. vom 22.11.2010.
1.8.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Gesellschaft hat die in ihrem Gesellschaftsvertrag vorgesehene wirtschaftliche Betätigung auch im Berichtsjahr durchgeführt und somit ihren öffentlichen Zweck erfüllt.
Die ASF hat am 01.01.2000 ihr operatives Geschäft aufgenommen. Sie übernahm die nichthoheitlichen Aufgaben des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft Freiburg i. Br. Mit der Stadt Freiburg wurden ein Bewirtschaftungsrahmenvertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren sowie die
dazugehörigen Einzelleistungsverträge für die einzelnen übertragenen Aufgabenbereiche
abgeschlossen. Mit Ausnahme des hoheitlichen Bereichs trat die ASF zudem nahezu in alle
bereits bestehenden Vertragsverhältnisse des Eigenbetriebs ein. Als wesentliche Aufgaben
im Rahmen des Auftrages der Stadt sind die Durchführung der Abfallsammlung, Transport,
Verwertung und Beseitigung der im Stadtgebiet anfallenden Abfälle, Betriebsführung der
Deponie Eichelbuck, einschließlich Nachsorge/Rekultivierung und Reinigung von Fahrbahnen, öffentlichen Plätzen, Fußgängerzonen sowie Winterdienst im Stadtgebiet hervorzuheben. Die im Jahr 2017 und den Vorjahren erbrachten Leistungen lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Leistungsdaten
Kommunalauftrag
Restmüll
Mengenentwicklung
Sammelbehälter
Leerungen/Mitarbeiter/Tag (ohne

Sacksammlung Innenstadt)

t
Stk
Stk/MA

Biomüll

t

PPK (Papier, Pappe, Kartonagen)

t

Straßenreinigung / Winterdienst
Länge der zu reinigenden Straßen
Länge der zu reinigende Gehwege
Aufgestellte Papierkörbe (Stadtgebiet)
Einsatzfahrten im Winterdienst
Deponie/Umschlagstation
- Anlieferungen Stadt
- Anlieferungen Landkreis
- Fremdanlieferungen

86

km
km
Anzahl
Fahrten
t
t
t

2013

2014

2015

2016

2017

20.637
48.856
486

20.519
48.774
488

20.367
48.859
490

20.631
49.273
494

20.511
49.193
495

14.757
20.240

15.273
20.213

15.050
20.180

15.251
19.625

15.532
19.066

490
170
1.092
1.172

499
170
1.092
991

502
170
1.102
327

502
170
1.112
766

502
170
1.158
1.068

32.698
12.570
6.222

33.434
12.378
5.371

33.387
12.322
4.582

33.861
11.681
3.930

34.097
11.810
3.956

Beteiligungsbericht 2018
- ASF -

Die Entwicklung des wichtigsten Abfallbereiches zeigt folgendes Diagramm:
Restmüllsammlung graue Tonne 2006 bis 2017 (in to)

22.000

20.367

2011

2012

2013

2014

2015

20.511

20.367

2010

20.631

20.519

2009

20.637

2008

20.786

21.342

2007

20.000

20.963

21.406

20.500

21.394

21.000

21.750

21.500

2016

2017

19.500
2006

1.8.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ
AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

2015

2016

2017

T€

T€

T€

2018
Plan
T€

2019
Plan
T€

10.013
5.086
49
15.148

10.996
3.646
63
14.705

11.886
4.357
58
16.301

12.412
4.355
60
16.827

14.632
4.355
60
19.047

7.384
3.609
4.155
0
15.148

7.333
4.526
2.846
0
14.705

7.501
5.103
3.696
0
16.301

7.276
4.500
5.051
0
16.827

7.277
4.800
6.970
0
19.047

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2015

2016

2017

Umsatzerlöse
Andere aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
33.225
0
642
33.867

T€
35.375
3
621
35.999

T€
36.676
0
696
37.372

2018
Plan 1
T€
37.618
0
433
38.051

2019
Plan
T€
38.894
0
323
39.216

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

8.163
15.466
2.314
4.345
30.288

8.911
16.576
2.402
4.395
32.284

9.101
17.023
2.589
4.794
33.507

8.743
18.520
2.774
4.557
34.594

8.612
19.631
3.020
4.460
35.723

Betriebsergebnis
Finanzergebnis

3.579
39

3.715
68

3.865
45

3.457
48

3.493
14

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Sonstige Steuern
Jahresüberschuss

3.617
1.075
50
2.492

3.783
1.293
49
2.441

3.910
1.250
50
2.609

3.505
1.071
50
2.384

3.508
1.072
51
2.385

1

Fortgeschriebene Planung

Beteiligungsbericht 2018
- ASF -

87

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Geschäftsverlauf 2017
Aufgabenschwerpunkte im Berichtsjahr in der Sparte kommunale Abfallwirtschaft waren weitere Optimierungen der Sammellogistik im Stadtgebiet aufgrund der steigenden Einwohnerzahlen von Freiburg i. Br. und der Verkehrssituation, weitere qualitative Verbesserungen
beim Identsystem sowie die auf Grundlage des Identsystems erfolgte Tourenoptimierung der
kommunalen Abfallsammlung.
Im Stadtreinigungsbereich bestand die Entwicklungstätigkeit hauptsächlich in weiteren Optimierungen des Winterdienstes und der Verbesserung der Stadtsauberkeit durch das vom
Gemeinderat beschlossene Maßnahmenpaket, der Umsetzung der zusätzlich beauftragten
Reinigungsleistungen am Platz der Alten Synagoge sowie die Optimierung des eingeführten
Qualitätssicherungssystems zum Thema Stadtsauberkeit.
Hauptaktivitäten im Deponiebereich bildeten die Fortführung der Arbeiten der Baumaßnahmen des Bauabschnittes 3 für die Oberflächenabdichtung der ehemaligen Deponie Eichelbuck, die Optimierung der Gaserfassung des Deponiegases und eine verbesserte Nutzung
des zunehmenden Deponieschwachgases sowie die weitere Umsetzung des geplanten
Energiekonzeptes am Standort.
Im administrativen Bereich bildeten die Aktivitäten zur eingeführten „Deckel zu!“-Kampagne
mit Hilfe des Identsystems, die Abschlussarbeiten zur Übernahme des Forderungsmanagements von der Stadt Freiburg sowie der Ausbau des Vollservices für kommunale Abfallbehälter die Aufgabenschwerpunkte. Ein weiterer Aufgabenschwerpunkt wird in den künftigen Jahren das Thema Digitalisierung sein. Aufgrund der Wettbewerbslage auf dem Entsorgungsmarkt ergab sich für die ASF GmbH weiterhin die Notwendigkeit, durch die Zusammenarbeit
mit anderen Entsorgern die Position der Gesellschaft zu verbessern.
Im Bereich der gewerblichen Stadtreinigung konnten keine nennenswerten weiteren Neukunden akquiriert werden. Im Berichtsjahr hat sich die ASF GmbH wiederum erfolgreich sowohl der Nachzertifizierung als Entsorgungsfachbetrieb nach EfbV als auch der DIN EN ISO
9001 (Qualitätsmanagement) und 14001 (Umweltmanagement) unterzogen. Diese Maßnahme führt weiterhin neben der Verbesserung der Wettbewerbschancen und der innerbetrieblichen Abläufe auch zu einer deutlich erhöhten Rechtssicherheit im Unternehmen.
Für das Jahr 2017 wurde ein Jahresüberschuss von 2.609 T€ ausgewiesen, der in voller
Höhe anteilig an die Gesellschafter ausgeschüttet wurde.
Investitionen
Im Berichtsjahr wurden Investitionen (ohne Finanzanlagen) in Höhe von 3.487 T€ getätigt.
Ausblick
In den kommenden Jahren wird die Abfallwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland
maßgeblich von den Entwicklungen auf europäischer Ebene geprägt sein. Die Umsetzung
des Gesetzes zur Neuordnung des Kreislaufwirtschaft - und Abfallrechts wird für die Zukunft
Auswirkungen auf die Abfallwirtschaft haben. Abzuwarten bleiben in diesem Zusammenhang
die Folgen des zum 01.01.2019 eingeführten Verpackungsgesetzes. Die sich im Berichtsjahr
und den folgenden Jahren verändernden Rahmenbedingungen und die damit verbundenen
Änderungen des Entsorgungsmarktes werden auch in den folgenden Geschäftsjahren bestimmendes Thema der Geschäftspolitik der ASF sein.

88

Beteiligungsbericht 2018
- ASF -

Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet die ASF Umsatzerlöse auf dem Niveau des Vorjahres
sowie ein Jahresergebnis von 2.384 T€, das damit unter dem Ergebnis des Berichtsjahres
liegen wird.
Risikomanagement
Gemäß Risikobericht wird hervorgehoben, dass aufgrund der regionalen Markt- und Wettbewerbssituation im Bereich der privatwirtschaftlichen Tätigkeit Risiken darin gesehen werden, sich im zunehmend verschärften Wettbewerb zu behaupten. Darüber hinaus stellen
folgende Faktoren Risiken der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft dar: Neben der andauernden Unsicherheit, welche Abfälle im kommunalen Bereich in Zukunft noch andienungspflichtig sein werden, auch die Einführung des ab 01.01.2019 geltenden Verpackungsgesetzes (VerpackG). Damit einher geht die Möglichkeit der Systembetreiber, eine 100 %ige Vergütungsbeteiligung auf die Wertstofferlöse im Bereich Papier/Pappe/Kartonage
durchzusetzen.
c)

Kapitalzuführungen, –entnahmen und sonstige Zuschüsse

Das gezeichnete Kapital blieb im Berichtsjahr unverändert.
d)

Personalentwicklung

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl betrug im Berichtsjahr 365 Beschäftigte (Vorjahr
349); davon 324 Männer (Vorjahr 308) und 41 Frauen (Vorjahr 41). Zwei Beamte sind über
eine beamtenrechtliche Zuweisung der ASF zuzurechnen und durchschnittlich neun Arbeitnehmer befinden sich in der Freistellungsphase ihrer Altersteilzeit, in Elternzeit oder in einer
befristeten Rente. In der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl sind sieben Auszubildende
(Vorjahr sechs) enthalten.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2013

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Anlagenintensität
Anlagendeckung I
Anlagendeckung II
Eigenkapitalquote (vor Ausschüttung)
Investitionsquote
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow
Kostendeckungsgrad
Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Vollzeitkraft

2014

2015

2016

2017

%
%
%
%
%

65,1
80,5
104,0
52,4
113,7

71,3
76,0
96,4
54,3
123,8

66,1
73,7
92,2
48,7
117,4

74,8
66,7
87,7
49,9
144,9

72,9
63,1
81,7
46,0
134,7

%
%
%
T€
%

10,7
47,7
25,7
4.488
111,8

10,8
47,8
25,5
4.505
111,9

10,8
48,5
25,2
4.700
111,8

10,6
50,7
25,5
5.306
111,5

10,5
52,0
25,1
5.097
111,5

T€
T€

117,5
43

115,2
44

112,2
45

113,0
47

113,0
47

Beteiligungsbericht 2018
- ASF -

89

1.9

ASF Solar GmbH & Co. KG

1.9.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und der Betrieb einer Photovoltaikanlage
auf den Dächern des Zentralen Betriebshofes St. Gabriel und auf der Deponie Eichelbuck
mit allen zusammengehörenden Geschäften.
1.9.2 Beteiligungsverhältnisse
Komplementärin:
ASF Solar Verwaltungs-GmbH (ohne Einlage)
Kommanditisten:
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH
badenova WÄRMEPlus GmbH & Co. KG

51 % = 102.000,00 €
49 % = 98.000,00 €

1.9.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Die
Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die
sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die ASF Solar GmbH & Co. KG und die badenova WÄRMEPlus GmbH & Co. KG werden in
der Gesellschafterversammlung durch Herrn Michael Broglin sowie Herrn Klaus Preiser und
Herrn Michael Klein vertreten.
b)

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft bestimmt ist die persönlich haftende
Gesellschafterin, die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar Verwaltungs-GmbH
vertreten durch Herrn Michael Broglin. Der Geschäftsführer erhält von der Gesellschaft keine
Bezüge.
1.9.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die ASF Solar GmbH & Co. KG war im Berichtsjahr an keinem anderen Unternehmen beteiligt.
1.9.5 Wesentliche Verträge
- Förderkreditvertrag mit der Sparkasse Freiburg – Nördlicher Breisgau vom 22.06.2010 (Investitionskredit der KfW für die Errichtung einer Photovoltaikanlage)
- Darlehensvertrag vom 24.08./01.09.2011 mit dem Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Freiburg i.
Br. (Finanzierung einer Photovoltaikanlage auf der Deponie Eichelbuck)
- Vertrag vom 20.04./25.04.2012 mit der badenova AG & Co. KG über die Direktvermarktung
von Strom nach dem Marktprämienmodell (bezogen auf den EE-Strom, der auf Deponie Eichelbuck erzeugt wird)

90

Beteiligungsbericht 2018
- ASF Solar KG -

- Betriebsführungsvertrag vom 29.03./03.04.2014 zur technischen Betriebsführung der Photovoltaikanlage auf der Deponie Eichelbuck mit dem Ingenierbüro invecco
- Rahmenvereinbarung über Service- und Wartungsarbeiten vom 04.04./07.04.2014 mit FH
Elektrotechnik GmbH über an der Photovoltaikanlage auf der Deponie Eichelbuck
1.9.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die ASF Solar GmbH & Co. KG wurde mit Gesellschaftsvertrag am 15.06.2010 gegründet.
Das Kerngeschäft ist die Betreibung einer Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) auf den Dachflächen des Zentralen Betriebshofes St. Gabriel sowie am Standort der ehemaligen Deponie
Eichelbuck. Die Sonneneinstrahlung lag im Berichtsjahr 2017 etwas über dem Niveau des
Vorjahres. Die eingespeisten Solarenergiemengen entwickelten sich wie folgt:
2013
Solarenergie

2014

2.689

MWh

2015

3.299

2016

3.155

2017

3.046

3.169

1.9.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ
AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Erträge Gesamt
Materialaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Jahresergebnis (vor Verwendungsrechnung)

1

Fortgeschriebene Planung

2015

2016

2017

T€

T€

T€

2018
PLAN
T€

2019
PLAN
T€

5.061
39
29
5.129

4.738
153
27
4.918

4.421
227
25
4.673

4.872
227
25
5.124

5.340
227
25
5.592

1.360
92
3.677
5.129

1.303
32
3.582
4.918

1.279
15
3.379
4.673

1.279
15
3.830
5.124

1.279
15
4.298
5.592

2015

2016

2017

T€

T€

T€

760
208
968

730
1
731

761
0
761

2018
Plan1
T€

730
0
730

2019
Plan
T€

755
0
755

103
325
159
587

34
325
65
424

79
324
85
488

44
327
102
473

45
380
78
503

381
-133
248
34
214

307
-125
182
24
158

273
-119
154
20
133

257
-119
138
19
119

252
-131
121
17
104

Beteiligungsbericht 2018
- ASF Solar KG -

91

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die im Jahr 2017 erzielten Umsatzerlöse wurden ausschließlich durch die Einspeisung von
Solarenergie in das hiesige Stromnetz erzielt. Der Rückgang des Jahresergebnisses ist insbesondere auf höhere Instandhaltungskosten zurückzuführen. Für das Jahr 2018 wird ein
Jahresergebnis von 119 T€ erwartet. In 2018 ist die Erweiterung der PV-Fläche am Standort
Eichelbuck geplant. Der Einfluss auf das Ergebnis wird allerdings erst in 2019 zum Tragen
kommen. Auf Grund der derzeit gültigen Einspeisevergütungen ist hierfür aber von einem
geringeren Gewinnbeitrag auszugehen, weshalb die künftige wirtschaftliche Entwicklung auf
dem bisherigen Niveau verlaufen wird. Die erkennbaren Risiken wie beispielsweise Diebstahl
von PV-Modulen oder Unwetterschäden wurden durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Die meteorologischen Rahmenbedingungen werden künftig für den wirtschaftlichen
Erfolg der Anlage die größte Variable bleiben.
c)

Kapitalzuführungen und –entnahmen

Das Kommanditkapital blieb im Berichtsjahr unverändert.
d)

Personalentwicklung

Die ASF Solar GmbH & Co. KG beschäftigte im Berichtsjahr kein eigenes Personal.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Anlagendeckung I
Anlagendeckung II
Eigenkapitalquote
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow
Kostendeckungsgrad

92

2013

2014

2015

2016

2017

%
%
%

22,6
92,8
22,2

24,3
91,0
23,7

26,9
91,9
26,5

27,5
95,9
26,5

28,9
101,1
27,4

%
%
%
T€
%

17,4
9,1
4,7
426
167

23,3
14,0
5,9
504
171

32,7
18,3
7,5
573
165

24,9
14,0
6,2
483
172

20,1
12,0
5,8
457
156

Beteiligungsbericht 2018
- ASF Solar KG -

1.10 ASF Solar Verwaltungs-GmbH
1.10.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung als persönlich haftende und geschäftsführende Gesellschafterin an der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar GmbH &
Co. KG.
1.10.2 Beteiligungsverhältnisse
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH
badenova WÄRMEPlus GmbH & Co. KG

51 % = 12.750,00 €
49 % = 12.250,00 €

1.10.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Die
Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die
sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die ASF Solar GmbH & Co. KG und die badenova WÄRMEPlus GmbH & Co. KG werden in
der Gesellschafterversammlung durch Herrn Michael Broglin sowie Herrn Klaus Preiser und
Herrn Michael Klein vertreten.
b)

Geschäftsführung

Michael Broglin
Der Geschäftsführer erhält von der Gesellschaft keine Bezüge.
1.10.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen.
1.10.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Gesellschaft entfaltet keine eigene Geschäftstätigkeit. Ihre Aufgabe beschränkt sich auf
die Funktion als persönlich haftende Gesellschafterin der ASF Solar GmbH & Co. KG (siehe
Abschnitt 1.9.6).

Beteiligungsbericht 2018
- ASF Solar GmbH -

93

1.10.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ
AKTIVA
Umlaufvermögen
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Summe

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Umsatzerlöse

2015

2016

2017

T€

T€

T€

2019
Plan

T€

T€

36
36

37
37

38
38

39
39

40
40

32
4
36

33
4
37

34
4
38

35
4
39

36
4
40

2015
T€

2018
Plan

2016

4

T€

2017
4

T€

2018
Plan 1
4

T€

2019
Plan
4

T€

4

Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

3
3

3
3

3
3

3
3

3
3

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Jahresergebnis

1
0
1

1
0
1

1
0
1

1
0
1

1
0
1

1

Fortgeschrieben Planung

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die Tätigkeit der ASF Solar Verwaltungs-GmbH ist auf die Funktion der persönlich haftenden
Gesellschafterin der ASF Solar GmbH & Co. KG beschränkt; es wird daher auf die Ausführungen in Abschnitt 1.9.7 b) verwiesen.
c)

Kapitalzuführungen und –entnahmen

Das Stammkapital blieb im Berichtsjahr unverändert.
d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Tätigkeit der ASF Solar Verwaltungs-GmbH ist auf die Funktion der persönlich haftenden
Gesellschafterin der ASF Solar GmbH & Co. KG beschränkt; es wird daher auf den Ausweis
von Kennzahlen verzichtet.

Beteiligungsbericht 2018

94

- ASF Solar GmbH -

1.11 Gesellschaft Abfallwirtschaft Breisgau mbH
1.11.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens sind abfallwirtschaftliche Tätigkeiten, insbesondere die
Restmüllentsorgung und die Energieverwertung aus Abfall im Bereich des Landkreises
Breisgau-Hochschwarzwald (LKBH), des Zweckverbands Abfallbehandlung Kahlenberg
(ZAK) und der Stadt Freiburg i. Br. Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung Baden-Württemberg.
1.11.2 Beteiligungsverhältnisse
Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Stadt Freiburg i.Br.
ZV Abfallbehandlung Kahlenberg
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH
Gemeinde Eschbach
Gemeinde Hartheim am Rhein
Stadt Heitersheim
Stadt Bad Krozingen
Stadt Neuenburg am Rhein
Gemeinde Ballrechten-Dottingen

50,14 %
25,10 %
20,09 %
2,69 %
0,33 %
0,33 %
0,33 %
0,33 %
0,33 %
0,33 %

=
=
=
=
=
=
=
=
=
=

154.200,00 €
77.200,00 €
61.800,00 €
8.300,00 €
1.000,00 €
1.000,00 €
1.000,00 €
1.000,00 €
1.000,00 €
1.000,00 €

1.11.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und
berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die Stadt Freiburg i. Br. wird in der Gesellschafterversammlung von der Umweltbürgermeisterin der Stadt Freiburg i. Br. vertreten.
b)

Geschäftsführung

Sven Rüdiger Kunz
Angaben über die gewährten Gesamtbezüge unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.
c)

Aufsichtsrat

Dorothea Störr-Ritter
Dr. Dieter Salomon
Hanno Hurth
Frank Scherer
Dr. Reinhard Bentler
Kathrin Schönberger
Wolfgang Mössner
Mario Schlafke

Landrätin, Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald,
Vorsitzende
Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br., stellvertretender Vorsitzender
Landrat, Landkreis Emmendingen, stellvertretender Vorsitzender
Landrat, Ortenaukreis
Bürgermeister a. D.
Bürgermeisterin
Kreisrat
Bürgermeister
Beteiligungsbericht 2018
- GAB -

95

Thomas Breig
Peter Lob
Peter Meybrunn
Rudolf Schuler
Klaus Wiesler
Gerda Stuchlik
Gerhard Frey
Ernst Lavori
Bernhard Schätzle
Willy Kehret
Christian Ringwald

Bürgermeister
Kreisrat
Kreisrat
Bürgermeister
Kreisrat
Bürgermeisterin
Stadtrat
Stadtrat
Stadtrat
Kreisrat
Kreisrat

Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten 2017 Aufsichtsratsvergütungen von 1.380€.
Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister_innen und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg i. Br. abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs. 5
GemO auch für Gemeinderät_innen.
Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 19 Mitglieder an, davon 3 Frauen (= 15,8 %).
1.11.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft hält 9,6 % am gezeichneten Kapital der TREA Breisgau Energieverwertung
GmbH, Eschbach.
1.11.5 Wesentliche Verträge
-

Entsorgungsaufträge der Entsorgungsträger
Entsorgungsvertrag vom 17.05.2002
Bahntransportvertrag vom 13.07.2005
Nutzungs- / Dienstleistungsvertrag vom 21.12.2004
Darlehensverträge mit Gesellschaftern
Personalzuweisungsvertrag vom 06.09.2002

1.11.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Erlöse in den einzelnen Sparten entwickelten sich wie folgt:

Erlöse gem. Entsorgungsvertrag (§14 Abs.4)
Logistik- und Transportleistungen
Sonstige Erlöse
Gesamterlöse

96

2013

2014

2015

2016

2017

T€

T€

T€

T€

T€

8.335
1.968
143
10.446

8.112
1.969
137
10.218

Beteiligungsbericht 2018
- GAB -

8.712
1.959
146
10.817

8.777
1.928
163
10.868

9.206
1.057
167
10.430

1.11.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2015

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Fremdkaptital
Summe

1

2016

2017

T€

T€

T€

1.275
542
1.817

1.233
680
1.913

1.191
327
1.518

476
21
1.320
1.817

499
28
1.385
1.913

534
38
946
1.518

2018

2019

1

Plan1
T€

Plan
T€

Die GAB erstellt keine Planbilanzen

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2015

2016

2017

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Jahresüberschuss

T€
10.818
6
10.824
10.565
12
42
141
10.760
64
-36
28
9
19

T€
10.868
9
10.877
10.615
13
42
140
10.810
67
-34
33
10
23

T€
10.430
16
10.446
10.154
16
42
154
10.366
80
-32
48
15
33

b)

2018
Plan
T€
11.166
6
11.172
10.903
17
42
188
11.150
22
-15
7
3
4

2019
Plan
T€
12.415
6
12.421
12.127
17
42
216
12.402
19
-13
6
2
4

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Geschäftsverlauf 2017
In 2017 ergaben sich für GAB im Wesentlichen folgende Aufgabenschwerpunkte:
- Überwachung der Vorgaben des Entsorgungsvertrages, der bau- und immissionsschutzrechtlichen Genehmigung sowie des Regelbetriebes der TREA Breisgau
- Koordination und Abwicklung der Abfallanlieferungen im Rahmen der Aufträge der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger
- Abrechnung der Abfallanlieferungen sowie der Entsorgungsleistungen mit der MVA TREA
Breisgau GmbH & Co. KG gemäß Entsorgungsvertrag und 4er-Vereinbarung bzw. den öffentlich -rechtlichen Entsorgungsträgern gemäß den jeweiligen Aufträgen
- Umsetzung der Abfallanlieferungen per Bahn aus dem GAB-Gebiet sowie die Abrechnung
der Transportleistung mit den Beteiligten
- Öffentlichkeitsarbeit zum Erhalt der Akzeptanz der TREA in der Bevölkerung
Beteiligungsbericht 2018
- GAB -

97

Ausblick
Der Geschäftsverlauf im 1.Quartal bis 3. 2018 verläuft gut, weshalb für das Jahr 2018 mit
einem ähnlichen Ergebnis wie im Vorjahr gerechnet werden kann. Damit wird das Jahresergebnis voraussichtlich wiederum über dem im Wirtschaftsplan 2018 angesetzten Wert liegen.
Investitionen oder größere Instandhaltungen sind in 2018 nicht geplant.
Risikomanagement
Aufgrund der ausgewogenen Verträge mit den öffentlich-rechtlichen Auftraggebern bzgl. Abfallentsorgung und Bahntransport sind die Erlöse der GAB und damit die Chancen auf zukünftige Umsätze langfristig gesichert.
Ein gewisses Auslastungsrisiko liegt auf der für einen Zeitraum von 20 Jahren gepachteten
„Solargleis-Anlage“. Hier bemüht sich die GAB weiterhin, z.B. durch Untervermietung oder
das Angebot von Logistikleistungen Erlöse zu erzielen, die den Aufwand für den Betrieb der
gesamten Gleisanlagen der GAB im Gewerbepark wirtschaftlicher machen.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Das gezeichnete Kapital blieb im Jahr 2017 unverändert.
d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigt gem. § 285 Nr. 7 HGB vier geringfügig Beschäftigte.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2013

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionsquote1
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow
Kostendeckungsgrad
1

98

%
%
%
%
%
%
%
T€
%

2014

2015

2016

2017

76,1
96,2
24,7
-

73,1
97,0
25,4
-

70,2
97,9
26,2
-

64,5
98,9
26,1
-

78,4
100,8
35,2
-

0,4
6,3
4,4
70
100,8

0,2
3,4
3,4
58
100,6

0,2
4,1
3,6
61
100,6

0,2
4,6
3,0
65
100,6

0,3
6,5
4,4
77
100,8

Aufgrund des geringfügigen Investitionsvolumens wird auf den Ausweis dieser Kennzahlen verzichtet.

Beteiligungsbericht 2018
- GAB -

2

Wohnen und kommunale Immobilien

2.1

Freiburger Stadtbau GmbH

2.1.1

Zweck und Gegenstand des Unternehmens

Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung
Baden-Württemberg. Gegenstand des Unternehmens sind folgende Aufgaben:
- Die Errichtung, Verwaltung und Verwertung von Bauwerken, insbesondere von Wohnungen, sowie die Vornahme und Ausführung aller damit zusammenhängenden Geschäfte oder Handlungen.
- Die Beteiligung an der Freiburger Kommunalbauten GmbH, die geschäftsführende Gesellschafterin der Freiburger Kommunalbauten GmbH Baugesellschaft & Co. KG ist, sowie der
Betrieb und die Verwaltung der von dieser KG erstellten oder anderer baulicher Anlagen.
- Die Geschäftsbesorgungen für die Freiburger Kommunalbauten GmbH Baugesellschaft &
Co. KG und die Freiburger Kommunalbauten GmbH.
- Die Gesellschaft fördert und betreibt die städtebauliche Erneuerung und Entwicklung als
Sanierungsträger oder Entwicklungsträger gemäß den maßgeblichen Vorschriften des
Baugesetzbuches. Zur Erfüllung der Aufgaben kann die Gesellschaft insbesondere städtebauliche und strukturverbessernde Maßnahmen vorbereiten, betreuen, durchführen oder
die Durchführung dieser Maßnahmen leiten.
- Die Beteiligung an der Regio Bäder GmbH und die Geschäftsbesorgungen für Betriebe des
Bäderwesens.
- Die Beteiligung an der Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG und Gesellschafterleistungen für die Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG.
Die Gesellschaft beantragt die Bestätigung als Sanierungsträger und bei Bedarf die Zulassung als Entwicklungsträger.
Hierbei kann die Gesellschaft
• im eigenen Namen, jedoch für fremde Rechnung, also im Treuhandverhältnis,
• im eigenen Namen und für eigener Rechnung, also im Unternehmensverhältnis,
tätig sein. Zum Unternehmensgegenstand gehören sämtliche gesetzlich vorgeschriebenen
Aufgaben eines Sanierungs- und Entwicklungsträgers im Sinne des BauGB sowie die weitere Umsetzung des Zweiten Kapitels des BauGB „Besonderes Städtebaurecht“.
Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar
oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Sie ist befugt, andere Unternehmen zu erwerben, zu
pachten und sich an solchen zu beteiligen.
Die Gesellschaft ist örtlich im Gebiet der Stadt Freiburg i. Br. tätig sowie im Verflechtungsbereich des Oberzentrums Freiburg im Rahmen von interkommunalen Absprachen, darüber
hinaus im Rahmen von interkommunalen Vereinbarungen.
2.1.2

Beteiligungsverhältnisse

Stadt Freiburg i. Br.

100 %

= 39.083.600,00 €

Beteiligungsbericht 2018
- FSB -

99

2.1.3

Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und
berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die Stadt Freiburg i. Br. wird in der Gesellschafterversammlung durch den Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. vertreten.
b)

Geschäftsführung

Ralf Klausmann
Dr. Magdalena Szablewska
Im Berichtsjahr 2017 betrugen die Gesamtbezüge von Herrn Ralf Klausmann 234,5 T€ und
von Frau Magdalena Szablewska 215,8 T€ für die Geschäftsführung aller Gesellschaften im
Verbund der Freiburger Stadtbau GmbH (FSB, FKB, FSI und Regio Bäder).
c)

Aufsichtsrat

Vorsitzender:
Stellv. Vorsitzender:

Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg i. Br.
Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg i. Br.
Prof. Dr. Martin Haag, Bürgermeister Stadt Freiburg i. Br.

Stadträt_innen:

Berthold Bock, Anke Dallmann, Patrick Evers, Pia Federer,
Gerhard Frey, Eckart Friebis, Wendelin Graf von Kageneck,
Martin Kotterer, Walter Krögner, Margot Queitsch MdL a.D.,
Prof. Dr. Lothar Schuchmann, Karin Seebacher, Monika Stein,
Helmut Thoma, Irene Vogel, Dr. Wolf-Dieter Winkler.

Arbeitnehmervertreter_innen:

Stefanie Fleer, Daniel Kempf, Sandra Wartenberg.

Weitere:

Ralf Müller, Mieterbeiratsvorsitzender.

Im Berichtsjahr 2017 erhielt der Aufsichtsrat Vergütungen und Sitzungsgelder in Höhe von
15,8 T€. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde:
Grundvergütung (€)
AR

Vorsitzender
Stellv. Vorsitzender
Mitglied
Beratendes Mitglied

---------

PrA

---------

BA

---------

Vergütung pro Sitzung (€)

Sonstige Vergütungen (€)

FWB
A

AR

PrA

BA

FWBA

AR

---------

210
210
210
210

160
160
160
160

110
110
110
110

110
110
110
110

---------

PrA

---------

BA

---------

FWBA

---------

AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss / BA = Bauausschuss/ FWBA = Finanz-, Wirtschafts- und Bäderausschuss

Gemäß § 64 Abs. 3 Beamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung
haben Oberbürgermeister_innen und Bürgermeister_innen bei Aufwandsentschädigungen
aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg i. Br. abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs. 5 GemO
auch für Gemeinderät_innen.
Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 23 Mitglieder an, davon 8 Frauen (= 34,8 %).

100

Beteiligungsbericht 2018
- FSB -

2.1.4

Beteiligungen des Unternehmens

Regio Bäder GmbH
Freiburg Stadtimmobilien GmbH & Co. KG
Freiburger Kommunalbauten GmbH
Green City Hotel Vauban gGmbH

100 %
100 %
80 %
33,3 %

2.1.5 Wesentliche Verträge
- Mit der Regio Bäder GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung ab dem
1.1.2008 (am 19.11.2014 geändert und insgesamt neu gefasst).
- Mit der Regio Bäder GmbH besteht seit dem 05.07.2006 ein Dienstleistungsvertrag.
- Mit Wirkung ab dem 27.07.1999 besteht ein Geschäftsbesorgungsvertrag mit der FKB
GmbH & Co. KG.
- Mit Vertrag vom 25.07.2013 hat die FSB von der Stadt Freiburg i. Br. die Kommanditanteile an der FSI übernommen.
2.1.6

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Die Geschäftsentwicklung der FSB wurde im Wesentlichen durch die Schwerpunkte Mietwohnungsbewirtschaftung und Bauträgertätigkeit geprägt. Die Versorgung der Bevölkerung
mit preiswertem Wohnraum steht unverändert im Zentrum der Geschäftstätigkeit. Als kommunales Unternehmen übernimmt die FSB damit auch eine wichtige soziale Aufgabe als
verlässlicher Partner bei der Lösung wohnungspolitischer Problem- und Fragestellungen in
der Stadt Freiburg i. Br. Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens in den einzelnen
Sparten:
2013

2014

2015

2016

2017

Wohnungsbestand
eigene Wohnungen

8.167

8.222

8.293

8.285

8.463

davon öffentlich gefördert

2.532

2.715

2.588

2.555

2.739

270
1.457
942
10.836
6,1

267
1.545
936
10.970
6,3

266
1.576
936
11.071
6,1

265
1.573
935
11.058
5,8

80
1.591
935
11.069
5,2

0,0

0,2

0,1

0,08

0,03

5.235
10.314
15.549

6.300
8.304
14.604

4.157
8.742
12.899

1.798
7.930
9.728

3.437
11.771
15.208

48
118
615

72
0
634

73
40
692

0
88
863

80
190
1.076

55
44
169

37
0
118

50
61
115

8
155
335

56
178
485

angemietete Wohnungen
Wohnungsverwaltung (WEG)
FSI
Wohnungsbestand Gesamt
Fluktuationsrate (%)
1

Leerstandsquote (%)
Instandhaltung/Modernisierung (T€)
Modernisierungen (ohne Zuschüsse)
Instandhaltungen / Instandsetzungen
Gesamt

Bautätigkeit eigene Objekte (WE)
Fertigstellung
Begonne Objekte
Geplante Objekte (im jeweiligen mittelfr.Plan)
Eigentumsmaßnahmen (WE)
Übergebene Objekte
Begonne Objekte
Geplante Objekte (im jeweiligen mittelfr.Plan)
1

Berechnung der Kennzahl auf Basis des sofort vermietbaren Leerstands (ohne sanierungsbedingten Leerstand)

Beteiligungsbericht 2018
- FSB -

101

Folgende Diagramme verdeutlichen ebenfalls die Entwicklung der wohnungswirtschaftlichen
Tätigkeit des Unternehmens:
Wohnungsbestand FSB 2013 - 2017

Investitionen

9.000

(in Bestand incl. Instandhaltungen in T€)

8.000

50.000

7.000
40.000

6.000
5.000

30.000

4.000

2016

2017

87.531

2.739

2015

37.593

2.555

2014

0

28.948

2.588

2013

10.000

44.658

2.715

1.000

2.532

2.000

46.539

20.000

3.000

2013

2014

2015

2016

2017

0

Wohnungsbestand (eigene Wg.) gesamt
preis-, belegungsgebundene WE

Weiterhin erbrachte die Gesellschaft allgemeine Verwaltungsleistungen für die FKB GmbH &
Co. KG, die FKB GmbH, die FSI GmbH & Co. KG, die FSI GmbH und für die Regio Bäder
GmbH. Darüber hinaus besteht seit dem Jahr 2008 mit der Regio Bäder GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag; für das Wirtschaftsjahr 2017 konnte damit ein Ertrag aus der Ergebnisabführung in Höhe von 169 T€ vereinnahmt werden (Vorjahr: 134 T€).
2.1.7

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

102

2015

2016

2017

2018
Plan

2019
Plan

T€

T€

T€

T€

T€

362.035 369.075 410.752 469.117 498.035
47.989
51.919
50.793
50.477
48799
553
391
282
282
282
410.577 421.385 461.827 519.876 547.116
133.967 143.186 155.913 162.750 168.570
24.012
24.232
23.288
23.288
23.288
250.408 245.826 275.072 326.285 347.705
2.190
8.142
7.553
7.553
7.553
410.577 421.385 461.826 519.876 547.116

Beteiligungsbericht 2018
- FSB -

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2015

Umsatzerlöse
Bestandsveränderung
Andere aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern aus Einkommen/Ertrag und sonstige
Jahresüberschuss

80.002
-8.145
301
2.860
75.018
33.245
9.778
10.750
3.891
57.664
17.354
143
-6.303
11.194
1.877
9.318

2016

T€

b)

T€

68.542
4.765
378
2.499
76.184
37.149
8.845
11.108
4.211
61.313
14.871
134
-5.774
9.231
2.433
6.799

2017
T€

80.190
9.485
519
7.945
98.139
50.984
11.084
11.644
4.150
77.862
20.277
169
-5.556
14.890
2.164
12.726

2018
Plan
T€

99.342
-5.920
0
1.885
95.307
51.824
11.548
12.462
4.097
79.932
15.375
145
-6.475
9.045
2.208
6.837

2019
Plan
T€

94.178
-2.902
480
980
92.736
49.952
11.821
12.495
4.075
78.343
14.393
145
-6.628
7.910
2.643
5.267

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Geschäftsverlauf 2017
Die Geschäftsentwicklung wurde abermals im Wesentlichen durch die Schwerpunkte Mietwohnungsbewirtschaftung und Bauträgertätigkeit geprägt.
Der Geschäftsbereich Mietwohnungsbewirtschaftung umfasste im Jahr 2017 insgesamt
11.069 Wohnungen, davon 8.463 Wohnungen im Eigenbestand, 935 Wohnungen in der
Verwaltung für die Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG, 80 Wohnungen als Generalanmieterin sowie 1.591 Wohnungen und 36 Gewerbeeinheiten in der Verwaltung nach
dem Wohnungseigentumsgesetz und in der Mietsonderverwaltung.
Das 2002 entwickelte Portfolio-Szenario wurde in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat 2007
fortgeschrieben mit dem Ziel, rund 3.000 Wohnungen innerhalb von 12 Jahren mit einem
Investitionsvolumen von 105 Mio. € zu modernisieren. Ein Schwerpunkt dieser Aufgabe liegt
mit 1.212 Wohnungen in Weingarten-West. Seit dem Start des Programms wurden bereits
1.920 Wohnungen entsprechend der Programmziele entwickelt mit Schwerpunkt auf energetische Sanierungsmaßnahmen, die unmittelbar zu einem geringeren Verbrauch von Primärenergie und damit mittelbar zu geringen Betriebskosten der Mieter führen. Das Investitionsvolumen spiegelt sich in den jährlich dargestellten Modernisierungs- und Instandhaltungsaufwendungen wider.
In 2017 wurden für Modernisierungen 3.437 T€ (ohne Zuschüsse) und für Instandhaltungen
11.078 T€ aufgewendet. Kündigungen und Mieterwechsel haben im Berichtszeitraum um 51
von 495 auf 444 abgenommen; dies entspricht einer Fluktuation von 5,2 %. Die Leerstände
„sofort vermietbarer Wohnungen“ erhöhten sich im Berichtsjahr von 7 auf 26 Wohnungen,
dies entspricht einer Quote von 0,03 %.
Im Geschäftsbereich Bauträgertätigkeit konnten 48 Eigentumswohnungen und 6 Reihenhäuser und eine Gewerbeeinheit an Käufer übergeben werden. Zum Bilanzstichtag befanden
sich weitere 168 Eigentumswohnungen sowie 3 Gewerbeeinheiten im Bau.

Beteiligungsbericht 2018
- FSB -

103

Investitionen
Die Gesellschaft hat in 2017 wiederum erhebliche Investitionen in den Neubau von Mietwohnungen und Modernisierung getätigt, damit zum einen dringend benötigter Wohnraum am
Freiburger Wohnungsmarkt angeboten und zum anderen die gute Vermietbarkeit der
Wohnimmobilien auch in Zukunft sichergestellt werden kann. Das Anlagevermögen stieg
aufgrund Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen und saldiert um Abgänge und Abschreibungen um 41.676 T€. Die Gesellschaft investierte im Geschäftsjahr in Neubauten und
Modernisierung des Bestandes 54.857 T€ vor Saldierung mit Zuschüssen von 786 T€. Die
Finanzierung der Maßnahmen erfolgt in der Regel durch 80 %Fremdmittel und 20% Eigenmittel. Im Bauträgerbereich wurden in der Herstellung von Eigentumswohnungen und Reihenhäusern im Berichtsjahr 20.765 T€ investiert. Für den Erwerb von 223 Wohneinheiten in
Freiburg-Munzingen und Freiburg-Hochdorf investierte die Gesellschaft 25.500 T€ in 2017.
Ausblick
Auf Basis der Unternehmensplanung und der zugrunde gelegten Prämissen erwartet die
Geschäftsführung für 2018 ein positives Jahresergebnis von rund 6,8 Mio. €. Modernisierungen, Instandhaltungen und Reparaturen an den eigenen Beständen werden weiterhin im
Rahmen der finanziellen Möglichkeiten durchgeführt.
Risikomanagement
Die Gesellschaft arbeitet mit einem Frühwarnsystem, welches mögliche Risiken identifizieren
und in einem Risikokatalog zusammenfasst. Das Frühwarnsystem basiert auf aktuellen bzw.
erkennbaren Einflussfaktoren und Einschätzungen. Das Unternehmen setzt ein Kennzahlensystem ein, das betriebs- und finanzwirtschaftliche sowie leistungsorientierte Werte enthält.
Eventuell steigende Zinsen stellen ein Risiko aufgrund des hohen Fremdkapitaleinsatzes für
die FSB dar. Durch die Streuung der Zinsbindungsfristen wurde dieses Risiko minimiert.
Der von der Bundesregierung im Herbst 2016 beschlossene Klimaschutzplan 2050 wird das
Bauen nochmals verteuern und die Mieten weiter steigen lassen. Wohnungsunternehmen
wie die FSB, die sich im preis- und belegungsgebundenen Wohnungsbau engagieren, können die Herstellkosten nicht an die Mieter weitergeben und werden künftig mit noch höheren
Bewirtschaftungskosten konfrontiert. Dies stellt im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit der Investitionen in Neubau und Modernisierung ein weiteres mittelfristig nicht kalkulierbares Risiko dar.
Im Bauträgergeschäft sind die Abverkaufszeiten aufgrund von Nachfrageänderungen sowie
die Überschreitung von geplanten Kosten und Bauzeiten die wesentlichen Risiken. Ebenso
führen steigende Grundstücks- und Herstellungskosten zu geringeren Deckungsbeiträgen,
da die am Markt erzielbaren Verkaufserlöse nur begrenzt steigerungsfähig sind.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Das gezeichnete Kapital blieb im Berichtsjahr unverändert. Die Rücklagen konnten gemäß
dem Ergebnisverwendungsbeschluss um rund 7,4 Mio. € erhöht werden.

104

Beteiligungsbericht 2018
- FSB -

d)

Personalentwicklung

Im Berichtsjahr 2017 waren durchschnittlich 116 Vollzeitkräfte (davon 87 Männer und 29
Frauen; Vorjahr: 117)) und 38 Teilzeitkräfte (davon 8 Männer und 30 Frauen; Vorjahr: 41) bei
der FSB beschäftigt.

e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2013

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionsquote
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow
Kostendeckungsgrad
Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Vollzeitkraft

%
%
%
%

%
%
%
T€
%

T€
T€

2014

2015

2016

2017

87,5
102,0
28,1
167

87,4
106,7
30,4
218

88,2
100,3
32,6
129

87,6
100,4
34,0
162

88,9
99,5
33,8
470

2,9
2,1
2,5
11.632
102,7

7,0
4,2
3,0
15.995
107,0

11,6
7,0
3,8
20.415
113,9

9,9
5,0
3,0
17.722
109,6

15,9
8,3
4,0
24.629
114,6

571
61

542
64

541
71

543
63

661
75

Beteiligungsbericht 2018
- FSB -

105

2.1.8

Konzernbetrachtung

In den Konzernabschluss zum 31.12.2017 wurden neben der FSB (Mutterunternehmen) im
Rahmen der Vollkonsolidierung die Regio Bäder GmbH, die Freiburger Kommunalbauten
GmbH sowie die Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG einbezogen. Auf die Einbeziehung der Green City Hotel Vauban gGmbH, an der die FSB zu 33% beteiligt ist, wurde aufgrund der untergeordneten Bedeutung (§ 296 Abs. 2 HGB) verzichtet. Der Konzernabschluss
stellt sich wie folgt dar:

Konzernbilanz zum 31.12.2017
2016

2017

2016

2017

T€

T€

T€

T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
RAP

423.197
58.856
391

Summe

482.445

PASSIVA
464.452 Eigenkapital
58.813 Differenz aus Kapitalkonsol.
282 Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Passive latente Steuern

147.823
214
26.275
299.923
8.209

163.490
214
24.188
328.040
7.616

523.547 Summe

482.445

523.547

2016

2017

T€

T€

Konzern Gewinn- und Verlustrechnung 2017

Umsatzerlöse
Bestandsveränderung
Andere aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

79.332
4.783
378
2.691
87.184

91.250
9.478
519
9.472
110.719

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

41.553
11.537
11.527
4.740
69.357

55.000
14.104
12.063
4.642
85.810

Betriebsergebnis

17.827

24.909

Finanzergebnis
Steuern aus Einkommen und Ertrag
Ergebnis nach Steuern
Sonstige Steuern

-7.174

-6.960

410

228

10.244
2.142

17.722
2.054

8.102

15.667

Konzernergebnis

106

Beteiligungsbericht 2018
- FSB -

2.2

Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG

2.2.1

Zweck und Gegenstand des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung, Verwaltung und Verwertung von Bauwerken, insbesondere von Wohnungen, sowie die Vornahme und Ausführung aller damit zusammenhängenden Geschäfte und Handlungen.
Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der genannte
Gesellschaftszweck gefördert oder verwirklicht werden kann.
Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung
Baden-Württemberg.
2.2.2

Beteiligungsverhältnisse

Komplementärin
Kommanditistin
2.2.3

FSI Verwaltungs GmbH (ohne Einlage)
Freiburger Stadtbau GmbH

100 % = 100.000,00 €

Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, das Überwachungsorgan und
die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017
und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die FSB und die FSI Verwaltungs GmbH werden in der Gesellschafterversammlung durch
deren Geschäftsführungen vertreten.
b)

Geschäftsführung

Die persönlich haftende Gesellschafterin Freiburger Stadtimmobilien Verwaltungs GmbH
(Komplementärin) ist zur Vertretung und Geschäftsführung der Gesellschaft berechtigt und
verpflichtet. Im Geschäftsjahr waren Herr Ralf Klausmann und Frau Dr. Magdalena
Szablewska zur Geschäftsführung der Komplementärin bestellt.
c)

Überwachungsorgan

Als Überwachungsorgan fungiert der Aufsichtsrat der FSB.
2.2.4

Beteiligungen des Unternehmens

Die Gesellschaft war im Berichtsjahr an keinem anderen Unternehmen beteiligt.
2.2.5 Wesentliche Verträge
Ein Übertragungsvertrag zwischen der Stadt Freiburg i. Br. und der FSI GmbH & Co. KG
vom 14.12.2012.

Beteiligungsbericht 2018
- FSI KG -

107

2.2.6

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Die Gesellschaft ist in den Sparten Wohnungsverwaltung und Instandhaltung tätig. Den
Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks zeigt nachfolgende Tabelle:

Anzahl Wohnungen
Instandhaltung (T€)

2014
936
1.338

2015
936
1.118

2016
935
1.145

2017
935
779

2.2.7

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2015

2016

2017

2018
Plan

2019
Plan

T€

T€

T€

T€

T€

AKTIVA

Anlagevermögen
Umlaufvermögen

54.692
5.646

54.342
5.953

53.921
7.174

53.498
10.392

53.759
10.259

Summe
PASSIVA

60.338

60.295

61.095

63.890

64.018

Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung

3.372
1.752
55.148
66

4.646
1.742
53.840
68

7.584
531
52.917
63

10.245
531
53.051
63

11.294
531
52.130
63

Summe

60.338

60.295

61.095

63.890

64.018

Gewinn- und Verlustrechnung

2015

2016

2017

2018
Plan

2019
Plan

T€

T€

T€

T€

T€

5.021
141
189
5.351
1.816
418
150
2.384
2.967
-1.449
1.518
117
1.401

5.176
18
9
5.203
1.881
420
87
2.388
2.816
-1.425
1.391
117
1.274

5.196
-7
1.315
6.504
1.547
420
82
2.049
4.455
-1.400
3.055
117
2.939

5.299
14
9
5.322
2.038
424
84
2.546
2.776
-1.386
1.390
117
1.273

5.285
16
25
5.326
2.232
419
101
2.752
2.574
-1.409
1.165
116
1.049

Umsatzerlöse
Bestandsveränderungen
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge Gesamt
Materialaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen Gesamt
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Sonstige Steuern
Jahresergebnis

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Geschäftsverlauf 2017
Die Gesellschaft bewirtschaftete im Jahr 2017 insgesamt 935 Wohnungen und 20 Gewerbeeinheiten im Eigenbestand. Im Berichtsjahr 2017 wurden für die Instandhaltung 779 T€ inkl.
Rückstellungen aufgewendet. Die Fluktuationsrate in 2017 betrug 5,2 %. Die Gesellschaft
hat derzeit keinen Leerstand von Wohnungen zu verzeichnen, es stehen lediglich 30 Woh-

108

Beteiligungsbericht 2018
- FSI KG -

nungen aufgrund baulicher Mängel leer. Der Jahresüberschuss in Höhe von rund 2,9 Mio. €
wird durch das Hausbewirtschaftungsergebnis geprägt. Im Vergleich zur Planung 2017 hat
sich das Jahresergebnis um rund 2,3 Mio. € verbessert. Diese Verbesserung ist auf die Auflösung von Rückstellungen sowie geringere Instandhaltungsausgaben im Vergleich zum Ansatz im Wirtschaftsplan 2017 zurück zu führen.
Investitionen
Die Gesellschaft tätigt im Geschäftsjahr keine nennenswerten Investitionen.
Ausblick
Aufgrund der großen Nachfrage nach modernisierten Wohnungen werden Modernisierungen, Instandhaltungen und Reparaturen an den eigenen Beständen weiterhin im Rahmen
der finanziellen Möglichkeiten durchgeführt. Hierzu hat die Gesellschaft einen Portfoliountersuchung vorgenommen und einen Instandhaltungsplan erarbeitet. Im Wirtschaftsjahr 2018
stehen der Gesellschaft weitere 1.312 T€ für Instandhaltungen und Instandsetzungen zur
Verfügung. Für das Geschäftsjahr 2018 wird ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.273 T€
erwartet.
Risikomanagement
Für die FSI mit hohem Kapitaleinsatz bedeuten steigende Zinsen eine Zunahme des Zinsaufwandes, der sich negativ auf ihre Jahresergebnisse auswirken würde. Durch die Vereinbarung langer Zinsbindungsfristen wurde dieses Risiko minimiert.
Trotz der positiven Nachfrageaussichten bestehen die Vermietungsrisiken darin, dass der
Wohnungsbestand der Gesellschaft zeitgemäßen Wohnbedürfnissen nicht mehr entspricht
und aus diesem Grund nicht mehr oder nur schwer zu vermieten ist. Die Gesellschaft unternimmt daher im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten Anstrengungen, den Wohnungsbestand zeitgemäß zu modernisieren.
c)

Kapitalzuführungen und – entnahmen

Die Kommanditeinlage hat sich im Berichtsjahr nicht verändert.
d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2014

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionsquote
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow
Kostendeckungsgrad

%
%
%
%

%
%
%
T€
%

2015

2016

2017

91,8
108,4
3,3
32

90,6
104,4
5,6
18

90,1
105,7
7,7
0

88,3
110,3
12,4
2

21,2
52,2
4,2
1.444
125,5

27,9
41,6
4,7
1.820
135,5

24,6
27,4
4,5
1.713
132,4

56,5
38,7
7,1
3.402
182,4

Beteiligungsbericht 2018
- FSI KG -

109

2.3

Freiburger Stadtimmobilien Verwaltungs GmbH

2.3.1

Zweck und Gegenstand des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung, Verwaltung und Verwertung von Bauwerken, insbesondere von Wohnungen, sowie die Vornahme und Ausführung aller damit zusammenhängender Geschäfte und Handlungen. Hierzu zählt insbesondere die Beteiligung
als persönlich haftende, geschäftsführende Gesellschafterin der Freiburger Stadtimmobilien
GmbH & Co. KG.
Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der genannte
Gesellschaftszweck gefördert oder verwirklicht werden kann.
Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung
Baden-Württemberg.
2.3.2

Beteiligungsverhältnisse

Stadt Freiburg i.Br.
2.3.3

100 %

= 25.000 €

Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, das Überwachungsorgan und
die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017
und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die Stadt Freiburg i. Br. wird in der Gesellschafterversammlung durch den Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. vertreten.
b)

Geschäftsführung

Ralf Klausmann
Dr. Magdalena Szablewska
Zu den Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird auf die Ausführungen
unter Kapitel 2.1.3 b) verwiesen.
c)

Überwachungsorgan

Als Überwachungsorgan für die Gesellschaft fungiert der Aufsichtsrat der FSB.
2.3.4

Beteiligungen des Unternehmens

Die Gesellschaft ist als geschäftsführende Gesellschafterin ohne Kapitalanteile an der FSI
GmbH & Co. KG beteiligt.

110

Beteiligungsbericht 2018
- FSI GmbH -

2.3.5

Wesentliche Verträge

Es sind keine wesentlichen Verträge auszuweisen.
2.3.6

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Nach dem Gesellschaftsvertrag obliegt der Gesellschaft die Geschäftsführung der FSI GmbH
& Co. KG. Sie erhält für die Übernahme der persönlichen Haftung eine jährliche Vergütung
von 2 % ihres Reinvermögens nach dem Stand vom Beginn des Geschäftsjahres.
2.3.7

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ
AKTIVA
Umlaufvermögen
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2015

2016

2017

2018
Plan

2019
Plan

T€

T€

T€

T€

T€

31
31

31
31

32
32

33
33

34
34

26
5
0
31

26
4
0
31

27
5
0
32

28
5
0
33

29
5
0
34

2015

2016

2017

2018
Plan

2019
Plan

T€

T€

T€

T€

T€

Betriebliche Erträge

6

6

6

6

6

Personalaufwand
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit

0
5
5
1
0
1

0
5
5
1
0
1

0
6
6
0
0
0

0
6
6
0
0
0

0
6
6
1
0
1

Steuern
Jahresergebnis

0
1

0
1

0
1

0
0

0
1

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Geschäftsverlauf 2017
Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft wurde durch die Geschäftsführungstätigkeit der
Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG geprägt.
Investitionen
Die Gesellschaft tätigt keine Investitionen.

Beteiligungsbericht 2018
- FSI GmbH -

111

Ausblick
Auf der Basis der Unternehmensplanung und der zugrunde gelegten Prämissen erwartet die
Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2018 ein positives Jahresergebnis von 500,00 €.
Risikomanagement
Risiken der Gesellschaft bestehen aus der Haftungsübernahme für die Kommanditgesellschaft (FSI GmbH & Co. KG).
c)

Kapitalzuführungen und - entnahmen

Das gezeichnete Kapital blieb im Berichtsjahr unverändert.
d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Da sich die Tätigkeit der Gesellschaft auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin bei der FSI GmbH & Co. KG beschränkt, wird auf den Ausweis von Kennzahlen verzichtet. Es wird auf die Darstellung der entsprechenden Kennzahlen der FSI GmbH & Co. KG in
Abschnitt 2.2.7 e) verwiesen.

112

Beteiligungsbericht 2018
- FSI GmbH -

2.4

Freiburger Kommunalbauten GmbH Baugesellschaft & Co. KG

2.4.1

Zweck und Gegenstand des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb von Grundstücken aller Art, sowie die Errichtung, Verwaltung oder Verwertung von Bauwerken, soweit dies den kommunalen Aufgaben
der Stadt Freiburg i. Br. dienlich ist, sowie die Vornahme und Ausführung aller damit zusammenhängenden Geschäfte oder Handlungen, soweit sie zur Erreichung des Gesellschaftszweckes als dienlich erscheinen.
Die Gesellschaft ist befugt, Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art zu erwerben oder zu
pachten und sich an solchen zu beteiligen.
2.4.2

Beteiligungsverhältnisse

Komplementärin:
Kommanditisten:
2.4.3

FKB GmbH (ohne Einlage)
Stadt Freiburg i. Br.
Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau

94 % = 24.057.600,00 €
6 % = 1.533.875,64 €

Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, das Überwachungsorgan und
die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017
und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die Stadt Freiburg i. Br. wird in der Gesellschafterversammlung durch den Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. vertreten. Die Sparkasse Freiburg Nördlicher Breisgau wird in der
Gesellschafterversammlung durch deren Vorstand vertreten.
b)

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung bestimmt ist die persönlich haftende Gesellschafterin (ohne Einlage),
die Freiburger Kommunalbauten GmbH, vertreten durch Herrn Ralf Klausmann und Frau Dr.
Magdalena Szablewska.
Zu den Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird auf die Ausführungen
unter Kapitel 2.1.3 b) verwiesen.
c)

Überwachungsorgan

Als Überwachungsorgan fungiert der Aufsichtsrat der FSB.
2.4.4

Beteiligungen des Unternehmens

Die Gesellschaft war im Berichtsjahr an keinem anderen Unternehmen beteiligt.
2.4.5 Wesentliche Verträge
• Geschäftsbesorgungsvertrag mit der FSB vom 27.07.1989 (vergleiche FSB)
• Pachtvertrag mit der FWTM GmbH & Co. KG bzgl. des Konzerthauses vom 28.05.2018

Beteiligungsbericht 2018
- FKB KG -

113

2.4.6

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Die Gesellschaft ist im Wesentlichen in folgenden Geschäftsbereichen tätig:
•
•
•
•

Errichtung und Betrieb von öffentlichen Parkhäusern/Quartiersgaragen
Betrieb des Keidel Mineral-Thermalbades in Freiburg i. Br.
Verpachtung des Konzerthauses Freiburg und anderer selbst errichteter Immobilien
Realisierung infrastruktureller kommunaler Bauprojekte

Die Aufgabe der Gesellschaft besteht darin, die kommunale Entwicklungspolitik durch damit
in Einklang stehende Baumaßnahmen und Betriebe zu unterstützen. Das Unternehmen ist
durch ein umfangreiches und weitgestreutes Anlagevermögen gekennzeichnet. Zwischen
der Stadt Freiburg i. Br. und der Gesellschaft bestehen eine Vielzahl von Pacht-, Miet- und
Betriebsführungsverträgen.
Aus den Geschäftsbereichen „Parken“ und „Baden“ verdeutlichen die beiden folgenden Diagramme beispielhaft die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens:

Besucher Keidel MineralThermalbad (in Tsd.)

Anzahl Kurzparker (in Tsd.)
1.600

500
450

1.400

1.507

1.200

1.548

1.555

1.597

1.361

400

489

472

499
429

350
300

1.000
2013

2014

2015

2016

2013

2017

2014

2015

2016

2.4.7

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ
AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Passive latente Steuern
Summe

114

456

2017

2015

2016

2017

2018
Plan

2019
Plan

T€

T€

T€

T€

T€

49.159
5.828
4
54.991

48.096
5.945
7
54.048

48.752
4.893
7
53.652

46.448
6.091
7
52.546

55.057
2.123
7
57.187

21.628
727
29.598
811
2.227
54.991

21.034
763
28.719
804
2.728
54.048

22.070
886
26.891
796
3.009
53.652

18.595
886
29.260
796
3.009
52.546

16.049
886
35.947
796
3.509
57.187

Beteiligungsbericht 2018
- FKB KG -

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2015

Umsatzerlöse
Bestandsveränderung
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Sonstige Steuern
Jahresergebnis1

15.871
-479
313
15.705
4.207
3.230
2.227
1.722
11.386
4.319
-1.283
3.036
1.276
317
1.442

1

T€

2016
T€

13.738
0
477
14.215
5.141
3.271
2.208
1.940
12.560
1.655
-1.016
639
757
470
-588

2017
T€

13.953
-16
340
14.277
4.183
3.488
2.153
2.120
11.944
2.333
-602
1.731
377
320
1.034

2018
Plan

2019
Plan

14.154
-150
354
14.358
8.612
3.400
2.302
1.837
16.151
-1.793
-657
-2.450
704
323
-3.477

13.442
0
314
13.756
8.372
3.389
2.029
1.643
15.433
-1.677
-367
-2.044
219
283
-2.546

T€

T€

Jahresergebnis wird in Kapitalkonten eingestellt bzw. aus Kapitalkonten entnommen.

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Geschäftsverlauf 2017
Die Entwicklung des Unternehmens wurde im Jahr 2017 wiederum maßgeblich durch die
operativen Geschäftsbereiche Keidel Mineral-Thermalbad und Parkhausbetriebe bestimmt.
Nach wie vor ist grundsätzlich festzustellen, dass sich in den beiden Kerngeschäften der
Gesellschaft, saisonale und klimatische Einflüsse bemerkbar machen und sich positiv wie
auch negativ auf die Erlöse auswirken. Die Gesamtentwicklung der FKB ist aber als positiv
zu beurteilen. Ein weiterer bedeutender Unternehmensbereich lag in der Vermietung eigener
Immobilien, wie dem Konzerthaus Freiburg sowie anderen Wohn- und Gewerbeobjekten.
Investitionen
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr für die Erneuerung der technischen Anlagen sowie für
die Erweiterung und Sanierung des Keidel Mineral-Thermalbades 2.582 T€ investiert. Die
Finanzierung der Maßnahmen erfolgt mittels Eigen- und Fremdmittel.
Ausblick
Die Gesellschaft verfolgt weiterhin das Ziel, die beiden Kerngeschäftsfelder Keidel MineralThermalbad und Parkhausbetrieb für den Wettbewerb zu stärken. Für den Therapiebetrieb
des Keidel Mineral-Thermalbades wurde eine Organisationsuntersuchung in Auftrag gegeben. Diese soll aufzeigen, welche Entwicklungsmöglichen in diesem Segment möglich sind
und wie diese umgesetzt werden können.
Auf Basis der Unternehmensplanung und der zugrunde gelegten Prämissen erwartet die
Geschäftsführung (inkl. der Auswirkungen der erwarteten Sanierungsaufwendungen) für das
Geschäftsjahr 2019 nochmals ein negatives Jahresergebnis. Ab dem Jahr 2020 ist wieder
mit einem positiven Jahresergebnis zu rechnen.
Risikomanagement
Ertragsrisiken bestehen im Wesentlichen in einem veränderten Kundenverhalten. Durch aktive Marketingmaßnahmen und eine zielgruppenorientierte Neuausrichtung im Geschäftsfeld
Beteiligungsbericht 2018
- FKB KG -

115

Keidel Mineral-Thermalbad soll dieses Risiko minimiert werden.
Im Geschäftsfeld Vermietung des Konzerthauses Freiburg besteht ein langfristiger Pachtvertrag (auf unbestimmte Zeit vereinbart) mit der FWTM, nach dem sämtliche anfallende Kosten
einschließlich der Instandhaltungskosten vom Mieter zu tragen sind. Bei den sonstigen Gewerbeimmobilien besteht das Risiko darin, dass bei Kündigung eines Mietverhältnisses nicht
sofort ein Anschlussmieter gefunden werden kann bzw. eine Anschlussvermietung nur zu
einem niedrigeren Mietpreis möglich ist.
Infolge der Sanierung des Keidel Mineral-Thermalbades muss das Bad im Geschäftsjahr
2019 nochmals für einige Monate geschlossen werden. Die Schließzeiten werden zu verminderten Einnahmen führen. Das im Bad eingesetzte Personal soll während der Schließzeiten aufgelaufene Mehrarbeitsstunden und Urlaub abbauen, sodass insoweit keine zusätzlichen Kosten anfallen. Erstmals im Rahmen der Betriebsprüfung für die Jahre 2008 – 2011
wurde die Sparte „Keidel Mineral-Thermalbad“ als sogenannter Dauerverlustbetrieb behandelt, mit der Folge, dass die in dieser Sparte erwirtschafteten steuerlichen Verluste nicht
mehr mit den Gewinnen aus der anderen Sparte „Vermietung“ verrechnet werden können.
Nachdem zunächst ein Rechtsbehelf eingelegt worden ist, haben in den Jahren 2017 und
2018 hierzu Gespräche stattgefunden mit dem Ziel, über eine verbesserte Wirtschaftlichkeit
der Finanzverwaltung die Gewinnorientierung nachzuweisen. Die Veranlagungen dieser Jahre enthalten nunmehr einen Vorläufigkeitsvermerk
c)
Kapitalzuführungen und -entnahmen
Die Kapitalkonten des Komplementärs sowie der Kommanditisten verändern sich entsprechend der jeweils vorzunehmenden Ergebnisaufteilung.
d)
Personalentwicklung
Im Berichtsjahr 2017 waren durchschnittlich 31 Vollzeitbeschäftigte (davon 21 Männer und
10 Frauen; Vorjahr: 30) und 61 Teilzeitbeschäftige (davon 14 Männer und 47 Frauen; Vorjahr: 54) beschäftigt.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2013

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionsquote
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow
Kostendeckungsgrad
Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Vollzeitkraft

116

%
%
%
%
%
%
%
T€
%
T€
T€

2014

2015

2016

2017

93,9
91,6
33,6
28

94,1
136,2
38,1
12

89,4
104,3
39,3
73

89,0
102,2
38,9
56

90,9
100,7
41,1
132

8,1
5,8
4,7
3.066
105,9

12,1
10,5
6,6
3.928
105,5

9,1
12,6
7,3
3.731
110,1

-4,3
0,8
2,2
1.641
94,4

7,4
6,4
3,8
3.259
106,0

280
48

249
55

283
58

238
57

223
56

Beteiligungsbericht 2018
- FKB KG -

2.5 Freiburger Kommunalbauten GmbH
2.5.1

Gegenstand des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung an der Firma Freiburger Kommunalbauten GmbH Baugesellschaft & Co. KG als geschäftsführende Gesellschafterin ohne Kapitalanteil sowie Betrieb und Verwaltung der von dieser KG erstellten oder anderer baulichen Anlagen.
Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an anderen von der Stadt Freiburg i. Br. ganz oder teilweise betriebenen Gesellschaften in jedweder Form zu beteiligen sowie alle Geschäfte zu
betreiben, die den Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu fördern geeignet sind.
2.5.2

Beteiligungsverhältnisse

Freiburger Stadtbau GmbH
Stadt Freiburg i.Br.
2.5.3

80%
20%

=
=

20.451,68 €
5.112,91 €

Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, das Überwachungsorgan und
die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017
und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die Stadt Freiburg i. Br. wird in der Gesellschafterversammlung durch den Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. vertreten. Die FSB wird durch deren Geschäftsführung vertreten.
b)

Geschäftsführung

Ralf Klausmann
Dr. Magdalena Szablewska
Zu den Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird auf die Ausführungen
unter Kapitel 2.1.3 b) verwiesen.
c)

Überwachungsorgan

Als Überwachungsorgan für die Gesellschaft fungiert der Aufsichtsrat der FSB.
2.5.4

Beteiligungen des Unternehmens

Die Gesellschaft ist als geschäftsführende Gesellschafterin ohne Kapitalanteil an der FKB
GmbH Baugesellschaft & Co. KG beteiligt.
2.5.5

Wesentliche Verträge

Es sind keine wesentlichen Verträge auszuweisen.
2.5.6

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Nach dem Gesellschaftsvertrag obliegt der GmbH die Geschäftsführung der FKB GmbH &
Co. KG. Die Gesellschaft erhält für die Übernahme der persönlichen Haftung eine jährliche
Beteiligungsbericht 2018
- FKB GmbH -

117

Vergütung von 5 % ihres Reinvermögens nach dem Stande vom Beginn des Geschäftsjahres. Am positiven Ergebnis der KG ist sie mit 2 % beteiligt.
Der Geschäftsverlauf hängt ausschließlich von der KG ab.

2.5.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ
AKTIVA
Umlaufvermögen
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Betriebliche Erträge
Personalaufwand
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Außerordentliches Ergebnis
Steuern vom Einkommen/Ertrag
Jahresergebnis

b)

2015

2016

2017

2018
Plan

2019
Plan

T€

T€

T€

T€

T€

175
175

211
211

204
204

208
208

212
212

107
68
0
175

138
62
12
211

139
65
0
204

143
65
0
208

147
65
0
212

2015

2016

2017

2018
Plan

2019
Plan

T€

T€

T€

T€

T€

86
6
79
85
1
31
32
0
0
32

93
0
88
88
5
26
32
0
0
31

141
0
137
137
4
-2
2
0
0
1

157
0
150
150
7
-3
4
0
0
4

157
0
150
150
7
-3
4
0
0
4

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Geschäftsverlauf 2017
Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft wird durch die Geschäftsführungstätigkeit für die
FKB geprägt. Sie erhält für die Übernahme der Haftung eine Entschädigung und ist am Gewinn der Kommanditgesellschaft beteiligt.
Investitionen
Die Gesellschaft tätigt keine Investitionen.
Ausblick
Auf der Basis der Unternehmensplanung und der zugrunde gelegten Prämissen erwartet die
Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2018 ein positives Jahres Ergebnis von rd. 4,0 T€.

118

Beteiligungsbericht 2018
- FKB GmbH -

Risikomanagement
Risiken der Gesellschaft bestehen aus der Haftungsübernahme für die Kommanditgesellschaft. Ereignisse, die zu einer persönlichen Haftung führen könnten, sind bis zum Aufstellungszeitpunkt nicht bekannt geworden.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Das gezeichnete Kapital blieb im Berichtsjahr unverändert.
d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigt kein Personal.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Da sich die Tätigkeit des Unternehmens auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin bei der FKB beschränkt, wird auf die Ermittlung von Kennzahlen verzichtet. Es
wird auf die Darstellung der entsprechenden Kennzahlen der FKB in Abschnitt 2.4.7e) verwiesen.

Beteiligungsbericht 2018
- FKB GmbH -

119

2.6 Regio Bäder GmbH
2.6.1

Zweck und Gegenstand des Unternehmens

Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung
Baden-Württemberg. Gegenstand des Unternehmens sind folgende Aufgaben:
- Das Führen, Betreiben, Verwalten und Entwickeln und der Bau von Bädereinrichtungen
und sonstigen Freizeiteinrichtungen samt Nebeneinrichtungen im Badebereich zum Zwecke der Erholung, des Sports und der Gesundheit sowie aller damit zusammenhängenden
Geschäfte oder Handlungen.
- Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar
oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Sie ist befugt andere Unternehmen zu erwerben,
zu pachten und sich an solchen zu beteiligen.
Die Gesellschaft ist örtlich im Gebiet der Stadt Freiburg i. Br. tätig, im Verflechtungsbereich
des Oberzentrums Freiburg im Rahmen von interkommunalen Absprachen; darüber hinaus
im Rahmen von interkommunalen Vereinbarungen.
2.6.2

Beteiligungsverhältnisse

Freiburger Stadtbau GmbH
2.6.3

100% = 100.000 €

Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, das Überwachungsorgan und
die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017
und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die FSB wird in der Gesellschafterversammlung durch deren Geschäftsführung vertreten.
b)

Geschäftsführung

Ralf Klausmann
Dr. Magdalena Szablewska
Zu den Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird auf die Ausführungen
unter Kapitel 2.1.3 b) verwiesen.
c)

Überwachungsorgan

Als Überwachungsorgan für die Gesellschaft fungiert der Aufsichtsrat der FSB.
2.6.4

Beteiligungen des Unternehmens

Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen.

120

Beteiligungsbericht 2018
- RGB -

2.6.5

Wesentliche Verträge

- Ergebnisabführungsvertrag mit der FSB mit Wirkung ab dem 1.1.2008 (am 19.11.2014 geändert und insgesamt neu gefasst)
- Dienstleistungsvertrag mit der FSB vom 05.07.2006
- Betriebsführungsverträge mit Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH vom 25.10.2010
2.6.6

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Zum 01.01.2006 hat die Regio Bäder GmbH die Betriebsführung der fünf Freiburger Hallenund der drei Freizeitbäder übernommen. Es wurde jeweils ein Betriebsführungsvertrag mit
der Stadt Freiburg i. Br. (Hallenbad Lehen bis 2008 und Freibäder bis 2009) sowie mit der
Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH für die Hallenbäder (Hallenbad Lehen ab 2009 und Freibäder ab 2010) für die kaufmännische und technische Betriebsführung geschlossen.
Die wirtschaftliche Entwicklung der Bäder zeigt folgende Übersicht:
2013

2014

2015

2016

2017

Besucherzahlen
Hallenbäder Gesamt
Freibäder Gesamt

527.620
434.615

507.704
333.066

509.794
510.752

519.118
413.976

487.572
405.440

Besucher Gesamt

962.235

840.770

1.020.546

933.094

893.012

Erlöse
Hallenbäder Gesamt
Freibäder Gesamt

1.803.738
892.913

1.826.424
682.384

1.826.409
982.049

1.968.241
874.893

2.024.119
951.344

Erlöse Gesamt

2.696.651

2.508.808

2.808.458

2.843.134

2.975.463

Die Erlösentwicklung wird beeinflusst durch eine stabile Kundenfrequenz und im Bereich der
Freibäder insbesondere durch Witterungsbedingungen. Nachfolgende Grafiken zeigen die
bisherige Entwicklung:
Erlöse Hallen- und Freibäder (in T€)

Badegäste Hallen- und Freibäder
550

(in Tsd.)
2000

500
1500

450
400

1000

350
500
300
0

250
2013

2014

2015

Freibäder

2016

2017

2013

Hallenbäder

Beteiligungsbericht 2018
- RGB -

2014

Freibäder

2015

2016

2017

Hallenbäder

121

2.6.7

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ
AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Personalaufwand
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen/Ertrag und Sonstige
Jahresüberschuss vor Gewinnabführung
Ergebnisübernahme (gem. Ergebnisabführungsvertrag)
Jahresüberschuss

b)

2015

2016

2017

2018
Plan

2019
Plan

T€

T€

T€

T€

T€

0
1.638
1.638

0
1.509
1.509

0
1.676
1.677

0
1.638
1.638

0
1.633
1.633

288
269
1.081
1.638

288
239
982
1.509

288
304
1.085
1.677

288
300
1.050
1.638

288
280
1.065
1.633

2015

2016

2017

2018
Plan

2019
Plan

T€

T€

T€

T€

T€

6.363
90
6.453
2.763
2.856
688
6.307
145
-1
145
2
143
-143
0

6.217
107
6.324
2.757
2.693
737
6.187
137
-1
136
2
134
-134
0

6.516
109
6.625
2.723
3.020
710
6.453
172
-1
171
2
169
-169
0

6.671
80
6.751
2.705
3.206
692
6.603
148
0
148
3
145
-145
0

6.728
85
6.813
2.684
3.008
973
6.665
148
-1
147
2
145
-145
0

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Geschäftsverlauf 2017
Der Geschäftsverlauf der Gesellschaft wurde im Jahr 2017 ausschließlich durch die Betriebsführung der Hallen- und Freibäder in Freiburg bestimmt. Die Einnahmen aus dem Betrieb der
Bäder stehen in voller Höhe der Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH zu. Die Gesellschaft erhält ab dem 01.01.2010 für die laufende Betriebsführung eine Kostenerstattung in Höhe der
tatsächlich angefallenen Aufwendungen sowie eine fixe Grundvergütung in Höhe von
145 T€. Eine Ergebnisverbesserung gegenüber den im Wirtschaftsplan 2016 vereinbarten
Zielen wurde im Geschäftsjahr 2016 erreicht, so dass der Gesellschaft im Geschäftsjahr
2017 eine im Betriebsführungsvertrag in solchen Fällen vorgesehene Bonuszahlung in Höhe
von 24,2 T€ zugeflossen ist.
Investitionen
Die Gesellschaft tätigt als Betriebsführerin keine eigenen Investitionen in die Hallen- und
Freibäder.

122

Beteiligungsbericht 2018
- RGB -

Ausblick
Aufgrund der bestehenden Verträge mit der StW Bäder GmbH, den Erwartungen im Wirtschaftsplan und der mittelfristigen Finanzplanung erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2018 ein positives Ergebnis von 145 T€.
Risikomanagement
Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen
aufgrund des langfristig abgeschlossenen Betriebsführungsvertrages mit der StW Bäder
GmbH nicht. Ertragsrisiken bestehen in einem veränderten Kundenverhalten und dem
dadurch bedingten Rückgang der Besucherzahlen. Dieses Risiko ist jedoch ausschließlich
von der Auftraggeberin der StW Bäder GmbH zu tragen.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Das gezeichnete Kapital blieb im Berichtsjahr unverändert.
d)

Personalentwicklung (Jahresdurchschnitt)

Im Geschäftsjahr 2017 waren durchschnittlich 48 Vollzeitkräfte (davon 24 Männer und 24
Frauen; Vorjahr:53) sowie 36 Teilzeitkräfte (davon 16 Männer und 20 Frauen; Vorjahr:17)
beschäftigt.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Eigenkapitalquote
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow
Kostendeckungsgrad
Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Vollzeitkraft

2013

2014

2015

2016

2017

%

21,2

21,0

17,6

19,1

17,2

%

2,3
49,6
11,0
143
86,9

2,4
49,2
10,4
142
95,3

2,3
49,8
8,8
143
100,9

2,2
46,4
8,9
134
100,4

2,6
58,7
10,1
169
100,9

97
40

121
51

120
53

107
45

110
50

%
%
T€
%
%
T€

Beteiligungsbericht 2018
- RGB -

123

2.7 Green City Hotel Vauban gGmbH
2.7.1

Gegenstand des Unternehmens

Gesellschaftszweck ist die Förderung des Wohlfahrtswesens durch Schaffung von Arbeitsplätzen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung jeglicher Art, deren Teilhabe an einer sonstigen Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt aufgrund
von Art und Schwere der Behinderung oder wegen sonstiger Umstände voraussichtlich trotz
Ausschöpfung aller Fördermöglichkeiten auf besondere Schwierigkeiten stößt. Hierdurch soll
die soziale Inklusion dergestalt verwirklicht werden, dass die behinderten Beschäftigten wie
jeder Mensch in ihrer Individualität von der Gesellschaft akzeptiert werden und die Möglichkeit erhalten, in vollem Umfang an ihr teilzuhaben, wobei Unterschiede und Abweichungen
bewusst wahrgenommen, aber in ihrer Bedeutung eingeschränkt oder aufgehoben werden.
Dieser Zweck wird verwirklicht insbesondere durch die Einrichtung und die Führung eines
Integrationsbetriebes, der im Bereich der Hotellerie, der Gastronomie, des Tourismus oder in
ähnlichen Bereichen tätig ist.
Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck mittelbar oder
unmittelbar zu dienen geeignet sind. Sie kann Zweigniederlassungen einrichten und sich an
gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen.
2.7.2

Beteiligungsverhältnisse

Vereinigung Freiburger Sozialarbeit e.V.
Freiburger Stadtbau GmbH
2.7.3

66,7 %
33,3 %

= 50.000,00 €
= 25.000,00 €

Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und
berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die FSB wird in der Gesellschafterversammlung durch deren Geschäftsführung vertreten.
b)

Geschäftsführung

Daniel Ferch
Angaben über die gewährten Gesamtbezüge unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.
c)

Aufsichtsrat

Ulrich von Kirchbach
Jochen Pfisterer
Franz-Josef Illenseer
Egon Engler
Pia-Maria Federer
Clemens Metz
Barbara Mietsch

124

Aufsichtsratsvorsitzender, Bürgermeister Stadt Freiburg i. Br.
stellv. Aufsichtsratsvorsitzender, Diakonisches Werk Freiburg
Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Freiburg e.V.
Caritasverband Freiburg-Stadt e.V.
Der Paritätische Wohlfahrtsverband
Studierendenwerk Freiburg
Freiburger Stadtbau GmbH
Beteiligungsbericht 2018
- Green City Hotel -

Michael Seiler
Wolfgang Schäfer-Mai

Freiburger Stadtbau GmbH
Vorstand DRK – Freiburg (ab 04/2016)

Von der Gesellschafterversammlung bestimmte nicht stimmberechtigte Mitglieder:
Matthias Müller
Egbert Greiwet
Sascha Weiss

Amtsleiter Rechtsamt der Stadt Freiburg
Steuerberater
Küchenchef

Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 12 Mitglieder an, davon 2 Frauen (= 16,6 %).
Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten in 2017 keine Aufwandsentschädigungen.
2.7.4

Beteiligungen des Unternehmens

Die Gesellschaft war im Berichtsjahr an keinem anderen Unternehmen beteiligt.
2.7.5

Wesentliche Verträge

Förderung eines Integrationsprojektes des KVJS vom 9.03.2012; der KVJS (Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg) unterstützt die Green City Hotel Vauban
gGmbH mit einem Zuschuss in Höhe von 90 T€ sowie einem zinslosen Darlehen in Höhe
von 120 T€ mit einer Laufzeit von 10 Jahren und einer monatlichen Tilgung in Höhe von 1
T€, die ab dem 01.09.2013 zu leisten ist. Darüber hinaus werden bei Neueinstellung von
Personal mit Behinderung personengebundene Zuschüsse sowie Investitionszuschüsse gewährt.Voraussetzung für die Förderung durch den KVJS ist, dass die Green City Hotel Vauban gGmbH als Integrationsprojekt im Sinne der §§ 132 Abs. 2 SBG IX geführt wird und
mindestens sechs Arbeitsplätze für besonders betroffene schwerbehinderte Menschen nach
§ 132 Abs. 2 SGB IX geschaffen werden.
2.7.6

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Das Unternehmen wurde im Juli 2012 gegründet. Mit der Eröffnung des Green City Hotels im
Juli 2013 nahm das Unternehmen das operative Geschäft auf. Den Stand der Erfüllung des
öffentlichen Zwecks zeigt nachfolgende Tabelle:

Anzahl Übernachtungen
Auslastung (%)
Beschäftigte
davon mit Behinderung

2013
8.544
64,2
21

2014
12.160
67,8
22

2015
13.150
73,5
22

2016
13.691
76,5
24

2017
13.643
76,3
23

(9 VZ/12TZ)

(9 VZ/13 TZ)

(9 VZ/13 TZ)

(7 VZ/17 TZ)

(5VZ/18TZ)

11

10

10

11

11

Beteiligungsbericht 2018
- Green City Hotel -

125

2.7.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzungsposten
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
1

2015

2016

2017

2018
Plan

2019
Plan1

T€

T€

T€

T€

T€

598
362
0
960

534
414
0
948

463
475
1
939

375
488
0
863

493
78
390

514
108
326

604
78
256

569
78
216

Für 2019 liegt keine Planbilanz vor.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Umsatzerlöse
Sonstige (neutrale) Erträge
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkei
Steuern vom Einkommen/Ertrag und Sonstige
Jahresüberschuss

b)

2015

2016

2017

T€

T€

T€

1.375
248
1.622
84
639
114
713
1.550
72
-6
66
0
66

1.463
233
1.696
90
659
114
747
1.610
86
-5
81
0
81

1.467
255
1.722
93
638
106
734
1.571
151
-5
146
0
146

2018
Plan
T€

1.321
206
1.527
85
653
108
674
1.520
7
-6
1
0
1

2019
Plan
T€

1.415
168
1.583
95
672
102
707
1.576
7
-6
1
0
1

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Geschäftsverlauf 2017
Das Geschäftsjahr 2017 verlief im Vergleich zum Vorjahr ähnlich gut. Abweichungen gab es
in der Belegung im Mai 2017 mit einem plus von 19,0 % und im November mit einer Abweichung von minus 10,0 %.
Im Mai wurden die Wochen mit den Feiertagen preislich angepasst und somit eine höhere
Auslastung gefahren. Der November 2016 war mit Abstand zu den Vorjahren der stärkste
November überhaupt und konnte in 2017 nicht auf diesem Niveau gehalten werden. Der
Umsatz stieg in 2017 leicht von 1.462,8 T€ (2016) auf 1.466,9 T€. Das entspricht einem Umsatzplus von rund 4,1 T€.
Von Montag bis Donnerstag wird das Hotel überwiegend von Geschäftskunden genutzt, an
den übrigen Tagen übernachten hauptsächlich Privatreisende und kleinere Reisegruppen.
Der Tagungsraum des Hotels wird neben der klassischen Anmietung durch Firmenkunden

126

Beteiligungsbericht 2018
- Green City Hotel -

auch von lokalen Netzwerken und Initiativen genutzt und ist damit ein Ort der Vernetzung
und Begegnung im Stadtteil Vauban.
Das Hotel erfreut sich einer großen Kundenzufriedenheit, die über „iiQCheck“ abgefragt wird.
Hier liegt der Zufriedenheitsgrad gleichbleibend bei 90,0 %.
Investitionen
Im Berichtsjahr wurden 35 T€ in Sachanlagen investiert.
Ausblick
Für das Jahr 2018 wird erneut eine positive Geschäfts- und Ertragsentwicklung erwartet.
Aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Konjunkturperspektiven wird von
einer weiterhin anhaltenden Nachfrage nach Hotelzimmern in Freiburg ausgegangen. Zur
Erwirtschaftung eines positiven Jahresergebnisses ist der Betrieb des Hotels auch weiterhin
auf Zuschüsse von KVJS und Aktion Mensch angewiesen.
Risikomanagement
Der starke Wettbewerb in der Branche stellt sowohl ein Risiko als auch eine Chance für das
Green City Hotel Vauban dar. In Freiburg sind seit Sommer 2017 vier zusätzliche Hotels geöffnet. Weitere Zimmer kommen ab 2019 hinzu.
Die Risiken bestehen insbesondere in der Verteilung gleichbleibender Gästezahlen, was
einen deutlichen Preiswettbewerb bis zum Preisdumping nach sich ziehen könnte. Es ist
außerdem eine Zuspitzung des Fachkräftemangels zu befürchten.
c)

Kapitalzuführungen und – entnahmen

Das gezeichnete Kapital blieb im Berichtsjahr unverändert.
d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr 2017 gem. § 285 Nr. 7 HGB durchschnittlich 26
Personen, davon sind 12 Menschen mit Behinderung im Sinne von 132 IX SGB.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2013

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Eigenkapitalquote
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow
Kostendeckungsgrad
Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Vollzeitkraft

2014

2015

2016

2017

%

6,7

7,0

14,3

23,1

38,8

%

2,2
20,3
1,8
84,6
104,7

0,3
0,7
1,0
148
105,3

4,8
13,5
6,9
112
104,7

5,5
15,8
9,1
114
105,3

10,3
24,1
15,9
135
109,6

29,5
16,2

57,0
26,4

62,5
29,0

61,0
27,5

63,7
27,7

%
%
T€
%
T€
T€

Beteiligungsbericht 2018
- Green City Hotel -

127

3

Messen, Märkte, Touristik und Wirtschaftsförderung

3.1

Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG

3.1.1

Zweck und Gegenstand des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung der Wirtschaft, des Tourismus- und Kongresswesens sowie der Messen und Märkte. Dazu gehört auch der Betrieb und die Vermarktung des Messegeländes Freiburg sowie des Konzerthauses Freiburg und ähnlicher Einrichtungen in der Stadt Freiburg i. Br., der Betrieb einer Werbeagentur sowie der Vertrieb der
damit zusammenhängenden Waren und Dienstleistungen als auch die Durchführung eigener
Ausstellungen, Messen (insbesondere Frühjahrs- und Herbstmesse) und anderer Veranstaltungen (insbesondere Wochenmarkt und Weihnachtsmarkt), die gewerbliche Vermittlung von
Messen und anderen Veranstaltungen an Veranstalter, die Durchführung örtlicher Arrangements für Veranstalter und die Herausgabe einschlägiger Druckschriften.
Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der genannte
Gesellschaftszweck gefördert oder verwirklicht werden kann.
Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung
Baden-Württemberg.
3.1.2

Beteiligungsverhältnisse

Komplementärin
Kommanditistin
3.1.3

FWTM Beteiligungs-GmbH (ohne Einlage)
Stadt Freiburg i.Br:
100% = 3.106.000,00 €

Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und
berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die Stadt Freiburg i. Br. wurde in der Gesellschafterversammlung der FWTM durch den
Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. vertreten.
b)

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung bestimmt ist die Komplementärin, vertreten durch die Geschäftsführer
Dr. Bernd Dallmann (bis 31.12.2017) und Daniel Strowitzki.
Die Gesamtbezüge im Berichtsjahr 2017 von Herrn Dr. Bernd Dallmann betrugen 217 T€
und von Herrn Daniel Strowitzki 191 T€.
c)

Aufsichtsrat

Vorsitzender:
stellvertr. Vorsitzender:
Weitere:

128

Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg i.Br.
Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg i.Br.
Landrätin Dorothea Störr-Ritter, Wirtschaftsregion Freiburg e.V.
Marcel Thimm, Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau
Beteiligungsbericht 2018
- FWTM KG -

Stadträt_innen:

ArbeitnehmerVertreterin:

Renate Buchen, Patrick Evers, Pia Federer, Dr. Johannes Gröger, Wendelin Graf von Kageneck, Atai Keller, Karl-Heinz
Krawczyk, Ernst Lavori, Lukas Mörchen, Dr. Sylvie Nantcha,
Timothy Simms, Nadyne Saint-Cast, Ibrahim Sarialtin, Bernhard
Schätzle, Stefan Schillinger, Irene Vogel.
Kristin Gugel

Im Berichtsjahr 2017 erhielt der Aufsichtsrat Vergütungen und Sitzungsgelder in Höhe von
4.992,00 €. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €):
Grundvergütung
Vergütung pro Sitzung Sonstige Vergütungen
AR PrA GK MK AR PrA GK MK AR
PrA GK MK
Aufsichtsratsvorsitzender
--- --- --- --52 - - - - - - - - - - - --- --- --Stellvertr. AR-Vorsitzender - - - - - - - - - - - 52
52
52
52 - - --- --- --Aufsichtsratsmitglieder
--- --- --- --52
52
52
52 - - --- --- --Beratendes Mitglied
--- --- --- --- --- --- --- --- ----- --- --AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss / GK = Grundstückskommission / MK = Marktkommission

Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister/innen und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg i. Br. abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs. 5
GemO auch für Gemeinderät_innen.
Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 21 Mitglieder an, davon 7 Frauen (33,3 %).
3.1.4

Beteiligungen des Unternehmens

FWTM Kopfbau Vermögensgesellschaft mbH & Co. KG
(ehemals Projektgesellschaft VII mbH)
FMMI Freiburg Management und Marketing International GmbH
Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien GmbH & Co.KG
Alte Wache - Haus der badischen Weine GmbH
Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien Beteiligungs-GmbH (FWI GmbH)
MCH Messe Schweiz AG
Badischer Gemeinde-Versicherungs-Verband
Schwarzwald Tourismus GmbH (STG)
3.1.5

24 %
100 %
30 %
5,26 %
30 %
Splitterbeteiligung
Splitterbeteiligung
Splitterbeteiligung

Wesentliche Verträge

Betriebsführungs- und Dienstleistungsverträge
- Mit Vertrag vom 05.12.1988 hat die Stadt Freiburg i. Br. der FWTM die Betriebsführung des
Historischen Kaufhauses übertragen.
- Mit Vertrag vom 13.12.2004 und diversen Änderungsverträgen hat die MF OTG der FWTM
die Betriebsführung des Messegeländes übertragen.
- Mit Datum vom 24.07.1996 wurde zwischen der Stadt Freiburg und der FWTM ein Vertrag
zur Durchführung von Messen und Märkten geschlossen.

Beteiligungsbericht 2018
- FWTM KG -

129

- Mit Datum 26.02/10.03.2014 wurde ein Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Stadt Freiburg
i. Br. im Zusammenhang mit der Teilnahme an einen gemeinsamen Cash-Pool geschlossen.
Miet-und Pachtverträge
- Mit Vertrag vom 10.12.1996 und Ergänzungsvertrag vom 16.02.2011/22.12.2015 wurde
zwischen der Gesellschaft und der Freiburger Kommunalbauten GmbH Baugesellschaft &
Co. KG ein Pachtvertrag über das Konzerthaus Freiburg geschlossen.
- Mit Datum vom 16.02.1989 wurde zwischen der Gesellschaft und der Franz-Xaver- und
Emma-Seiler-Stiftung ein Mietvertrag über Räume im Friedrichsbau und in der Gartenstraße geschlossen. Der Vertrag wurde zum 31.03.2019 gekündigt.
Lizenzvertrag
Mit Vertrag vom 13.12.2011 wurde zwischen der Gesellschaft und der FMMI eine Vereinbarung über die Nutzung des Markennamens Intersolar geschlossen. Für die Durchführung der
Intersolarmesse in den USA nutzt die FMMI das Recht an der Marke Intersolar, das im Eigentum der Gesellschaft steht.
3.1.3

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Das Aufgabenspektrum der FWTM umfasst die Wirtschafts- und Tourismusförderung, das
Tagungs- und Kongresswesen, Messen und Märkte sowie die Koordination und Durchführung von Großveranstaltungen. Mit ihrem Leistungsangebot richtet sich die FWTM an Gäste
und Bürger Freiburgs, an die Wirtschaft von Stadt und Region und an Veranstalter von Messen, Tagungen, Kongressen und kulturellen Ereignissen. Die erfolgreiche Erfüllung des öffentlichen Zwecks in den einzelnen Segmenten zeigt nachfolgende Tabelle:

Anzahl Erwerbstätige

1

davon sozialversicherungspflichtig2
3

Hotelübernachtungen
Besucher Konzerthaus3
Umsätze Konzerthaus (T€)3
Belegungstage Konzerthaus3
1
2
3

2013
164.600

2014
168.400

2015
171.700

2016
173.500

2017
176.200

112.167

114.602

116.979

119.149

123.082

1.026.300 1.034.800 1.089.700 1.092.700 1.193.100
195.140
205.917
210.093
200.976
203.930
2.001
1.998
2.106
2.124
2.375
297
287
283
278
266

Quelle: Statistisches Landesamt BW
Quelle: Statistisches Landesamt BW (Stichtag 30. Juni)
Quelle: FWTM

130

Beteiligungsbericht 2018
- FWTM KG -

Die folgenden Grafiken zeigen dazu die entsprechende Entwicklung der Anzahl der Erwerbstätigen und die Anzahl an Hotelübernachtungen:

Anzahl der Erwerbstätige (in Tsd.)

Hotelübernachtungen (in Tsd.)
1.200

2017

1.150

2016

1.100
1.050

2015

1.000

2014

950

2013

900
850

2012

800
100

110

120

Erwerbstätige

3.1.7
a)

130

140

150

2013

170

2014

2015

2016

2017

davon sozialversicherungspflichtig

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

1

160

2015

2016

2017

2018
Plan1
T€

2016
Plan1
T€

T€

T€

T€

4.420
5.654
159

4.375
6.372
75

7.552
2.285
42

10.233

10.823

9.879

0

0

1.418
5.269
3.499
46
10.233

1.418
4.227
5.136
42
10.823

1.789
3.709
4.314
67
9.879

0

0

Es werden keine Planbilanzen erstellt.

Beteiligungsbericht 2018
- FWTM KG -

131

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2015

2016

2017

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Sonstige Steuern
Jahresfehlbetrag (vor Verlustabdeckung)

T€
21.058
1.192
22.250
14.888
7.094
264
6.268
28.515
-6.265
29
-6.236
14
-6.250

T€
19.659
2.147
21.806
12.916
7.327
264
7.344
27.851
-6.045
36
-6.009
14
-6.023

T€
23.021
991
24.012
14.893
8.003
276
6.527
29.699
-5.687
27
-5.660
14
-5.674

b)

2018
Plan
T€
24.428
3.600
28.028
16.407
8.367
286
6.892
31.952
-3.924
-2
-3.926
9
-3.935

2019
Plan
T€
26.587
59
26.646
17.820
9.053
317
8.494
35.684
-9.038
587
-8.451
1
-8.452

Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Geschäftsverlauf 2017
Im Vergleich zum Vorjahr sind die betrieblichen Erträge um 2,2 Mio. € auf 24,0 Mio. € angestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf um 2,8 Mio. € höhere Kostenweiterbelastungen an die MF OTG zurückzuführen. Der Anstieg wurde teilweise durch die im Vergleich zum
Vorjahr niedrigeren Erträge aus der Herabsetzung der Drohverlustrückstellungen für das
Konzerthaus und den Friedrichsbau sowie durch geringere Versicherungsentschädigungen
kompensiert. Der Materialaufwand ist um rund 2,0 Mio. € auf 14,5 Mio. € gegenüber dem
Vorjahr angestiegen. Dabei sind die Aufwendungen für die Betriebsführung um 2,3 Mio. €
höher ausgefallen. Dieser Anstieg ist maßgeblich durch höhere Umsatzbeteiligungen verursacht. Der sonstige betriebliche Aufwand ist im Wesentlichen aufgrund der niedrigeren Instandhaltungsaufwendungen gegenüber dem Vorjahr um 817 T€ gesunken. Insgesamt wird
für das Jahr 2017 ein um 349 T€ geringerer Jahresfehlbetrag als im Vorjahr ausgewiesen.
Die einzelnen Geschäftsbereiche entwickelten sich wie folgt:
Im Messebereich konnte der Umsatz auf Vorjahresniveau gehalten werden. Die fehlenden
Umsätze der „Interbrush“, die nur alle vier Jahre stattfindet (zuletzt 2016) konnten durch Umsatzsteigerungen bei der „Intersolar Europe“ am Standort München weitgehend kompensiert
werden. Am Messeplatz Freiburg konnten die guten Ergebnisse aus den Eigenmessen wie
der Caravan Live oder der Job Start Börse die rückläufigen Erträge aus anderen Messen
nicht kompensieren, so dass das Ergebnis der Betriebsführerin gegenüber dem Vorjahr rückläufig war.
Die anhaltend gute wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Freiburg i. Br. konnte die Wirtschaftsförderung durch eine Vielzahl von An- und Umsiedlungen, vor allem im neuen Gewerbegebiet Haid Süd und im Güterbahnhof Nord unterstützen. Zwischenzeitlich sind die
Handwerksgrundstücke im Güterbahnhof vollständig und auf der Haid zu 60 % vergeben. Im
Rahmen des Standortmarketings beteiligte sich die Wirtschaftsförderung erneut an internationalen Fachmessen, darunter die „ExpoReal“ in München.

132

Beteiligungsbericht 2018
- FWTM KG -

Die Themen Fachkräftegewinnung und Familienfreundlichkeit wurden durch vielfältige Aktivitäten u.a. in Form von Informationsveranstaltungen, Unternehmensnetzwerken sowie Teilnahmen an Job- und Rekrutierungsmessen aktiv unterstützt und gefördert. Durch Landesmittel sowie eingeworbene Beiträge konnte der Betrieb des „Welcome Center für Internationale
Fachkräfte“ bis Ende 2018 gesichert werden.
Der Freiburg-Tourismus lag im Jahr 2017 mit 1,55 Millionen Übernachtungen (Beherbergungsgewerbe mit mindestens zehn Betten) um 7,9 % über dem Vorjahresstand. Trotz der
vier neuen Hotels und damit 24 % Bettenwachstum ist die Bettenauslastung in der Hotellerie
mit 56,3 % weniger als befürchtet gesunken (- 0,8 %). Allerdings geht die FWTM davon aus,
dass die Bettenauslastung in der Freiburger Hotellerie als Folge der Neueröffnung im Jahr
2018 weiter sinken wird. Im Juli 2017 hat die FWTM gemeinsam mit dem Tourismusbeirat
ein Tourismuskonzept für die Stadt Freiburg i. Br. vorgelegt. Das Tourismuskonzept zielt auf
ein qualitativ hochwertiges, individuelles Tourismusangebot, das einerseits der großen ökonomischen Bedeutung des Wirtschaftszweiges für den Standort Freiburg Rechnung trägt,
anderseits aber auch die Sorge der Bevölkerung aufnimmt, der Freiburg Tourismus könne
die Stadt zu stark belasten. Daher soll eine Infrastruktur geschaffen werden, von der Gäste
und Einwohner zugleich profitieren.
Bei den Veranstaltungshäusern lag die Gesamtzahl der Veranstaltungen in 2017 mit insgesamt 301 deutlich unter Vorjahresniveau (466). Der deutliche Rückgang sowohl der Veranstaltungen als auch der Veranstaltungstage ist in der Reduktion der Termine des SWR,
insbesondere Proben, begründet. Dagegen war die Besucherzahl mit insgesamt 203.930
Gästen geringfügig höher im Vergleich zum Vorjahr. Die FWTM geht nach aktuellem Buchungsstand für das Jahr 2018 von einer vergleichbaren Zahl an Veranstaltungen wie 2017
aus.
Nach dem Grundsatzbeschluss in 2014 und nach dem Baubeschluss im Aufsichts- und Gemeinderat (G-15/115 vom 28.07.2015) konnte das gemeinsame Verwaltungsgebäude mit
einem Investitionsvolumen von rund 21 Mio. € Anfang 2018 fertiggestellt werden. Der Bezug
des Gebäudes konnte planmäßig im Juni 2018 erfolgen. Die restlichen Mietflächen sind vollständig an Unternehmen der Medizin- und Energietechnologie sowie an ein IT-Systemhaus
vermietet worden.
Investitionen
Im Berichtsjahr 2017 wurden Investitionen in Höhe von 468 T€ für immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen getätigt. Im Rahmen der Errichtung des neuen Verwaltungsgebäudes wurde mit Beschluss vom 03.02.2017 bei der Tochter FKV eine Kapitalerhöhung durch Barmittel beschlossen und mit einer ersten Tranche in Höhe von 3,0 Mio. € in die
freien Rücklagen eingestellt.
Ausblick
Die FWTM ist auch weiterhin aufgrund der Übernahme von allgemein fördernden, nicht kostendeckenden Maßnahmen, auf vorschüssig gewährte Zahlungen des Gesellschafters auf
den voraussichtlichen Jahresfehlbetrag abhängig. Für das Jahr 2018 ist eine Verlustabdeckung aus dem städtischen Haushalt in Höhe von 6.764 T€ vorgesehen. Die zwischen der
Stadt Freiburg i. Br. und der FWTM getroffenen mittelfristigen Finanz- und Investitionsvereinbarung für die Jahre 2014 bis 2018 wird im dritten Quartal 2018 fortgeschrieben und dem
Beteiligungsbericht 2018
- FWTM KG -

133

Gemeinderat zu Beschlussfassung vorgelegt. Die Vorgaben dieser Zielvereinbarung sind in
die Planung der Gesellschaft einzubeziehen.
Risikomanagement
Die Gesellschaft hat ein ihren individuellen Verhältnissen angepasstes, angemessenes Risikovorsorgesystem eingerichtet. Aufgrund der engeren organisatorischen, wirtschaftlichen
und finanziellen Verflechtungen der FWTM mit der MF OTG und der FMMI werden das Risikofrüherkennungssystem, das Risikomanagementsystem und die Bereiche des internen
Kontrollsystems einheitlich und übergreifend betrachtet und gestaltet.
Bestandsgefährdende Risiken der Zukunft und die Existenzfähigkeit der Gesellschaft sind
unter der Voraussetzung des weiteren vorschüssigen Verlustausgleichs durch die Gesellschafterin Stadt Freiburg i. Br. nicht gegeben.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Berichtsjahr 2017 wurden 371 T€ zur Eigenkapitalstärkung in die Rücklage eingestellt.
Die Kommanditeinlage hat sich im Berichtsjahr nicht verändert.
d)

Personalentwicklung

Unter Zugrundelegung der Berechnungsmethode des § 267 Abs. 5 HGB wurden im Berichtsjahr durchschnittlich 134 (Vorjahr: 126) bzw. Personen beschäftigt; davon 46 Männer und 88
Frauen. Darüber hinaus sind 23 Auszubildende auszuweisen (Vorjahr: 23).
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Investitionsquote
Ertragskennzahlen1
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow
Kostendeckungsgrad
Personalkennzahlen2
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Vollzeitkraft
1
2

2013
%
%
%
%
%
%
%
T€
%
T€
T€

2014

2016

2017

47,1
49,2
14,9
136,8

45,6
47,7
14,5
87,5

43,2
46,1
13,9
75,0

40,4
47,2
13,1
83,7

76,4
31,0
18,1
169,6

0
0
0,4
-5.224
79,4

0
0
0,4
-5.870
78,6

0,3
0,5
0,4
-6.179
78,0

0
0
0,4
-5.022
78,3

0
0
0,2
-6.486
80,9

177,6
52,5

162,1
52,9

173,0
55,2

164,4
55,3

171,1
57,0

Ertragskennzahlen nach Verlustabdeckung
Vollzeitkräfte incl. Geschäftsführung und Auszubildende

134

2015

Beteiligungsbericht 2018
- FWTM KG -

3.2
3.2.1

Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe Beteiligungs-GmbH
Zweck und Gegenstand des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung der Wirtschaft, des Messewesens, des
Tourismus sowie des Kongresswesens. Dazu gehört auch die Beteiligung an Gesellschaften
zur Förderung der kommunalen Infrastruktur, insbesondere die Beteiligung als persönlich
haftende geschäftsführende Gesellschafterin der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe
GmbH & Co. KG und der Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG.
Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der genannte
Gesellschaftszweck gefördert oder verwirklicht werden kann.
Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung
Baden-Württemberg.
3.2.2

Beteiligungsverhältnisse

Stadt Freiburg i. Br.
3.2.3

100 % = 26.000,00 €

Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und
berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die Stadt Freiburg i. Br. wurde in der Gesellschafterversammlung der FWTM BeteiligungsGmbH durch den Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. vertreten.
b)

Geschäftsführung

Dr. Bernd Dallmann (bis 31.12.2017)
Daniel Strowitzki
Zur Geschäftsführungsvergütung von Herrn Dr. Dallmann und Herrn Strowitzki wird auf die
Ausführungen unter Kapitel 3.1.3 b) verwiesen.
c)

Überwachungsorgan

Als Überwachungsorgan fungiert der Aufsichtsrat der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (siehe Abschnitt 3.1.3 c).
3.2.4

Beteiligungen des Unternehmens

Die Gesellschaft ist als persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin ohne Einlage)
an der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG, an der Messe Freiburg
Objektträger GmbH & Co. KG sowie der FWTM Kopfbau Vermögensgesellschaft mbH & Co.
KG beteiligt.

Beteiligungsbericht 2018
- FWTM GmbH -

135

3.2.5

Wesentliche Verträge

Geschäftsbesorgungsvertag (Cash-Pool) vom 09.10.2014 mit der Stadt Freiburg i. Br. zur
Verbesserung des Liquiditätsmanagements für die Stadt Freiburg i. Br., ihrer Eigenbetriebe
und Gesellschaften.
3.2.6

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Die Gesellschaft entfaltet keine eigene Geschäftstätigkeit. Ihre Aufgabe beschränkt sich auf
die Funktion als persönlich haftende Gesellschafterin der Freiburg Wirtschaft Touristik und
Messe GmbH & Co. KG (siehe Abschnitt 3.1.6), der Messe Freiburg Objektträger GmbH &
Co. KG (siehe Abschnitt 3.7.6) sowie der FWTM Kopfbau Vermögensgesellschaft mbH & Co.
KG (siehe Abschnitt 3.6.6).
3.2.7

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

AKTIVA
Umlaufvermögen
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe
1

2015

2016

2017

T€

T€

T€

2018
Plan1
T€

2019
Plan1
T€

128
128

135
135

136
136

0

0

123
4
1
128

126
4
4
135

131
4
1
136

0

0

Es werden keine Planbilanzen erstellt.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG*
Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern
Jahresüberschuss

b)

2015

2016

T€

T€

4
3
7
4
4
-1
0
-1
0
-1

2017
4
3
7
4
4
3
0
3
0
3

T€

6
4
10
5
5
5
0
5
0
5

2018
Plan
T€

0
8
8
4
4
4
0
4
0
4

2019
Plan
T€

6
4
10
5
5
5
-1
4
0
4

Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Aufgrund der eingeschränkten Geschäftstätigkeit der FWTM Beteiligungs-GmbH wird sich
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auch künftig nicht wesentlich verändern.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Das Stammkapital wurde im Berichtsjahr nicht verändert.

136

Beteiligungsbericht 2018
- FWTM GmbH -

d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigt selbst kein eigenes Personal.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Da sich die Tätigkeit der FWTM Beteiligungs-GmbH auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin der FWTM GmbH & Co. KG, der Messe Freiburg Objektträger GmbH &
Co. KG sowie der FKV GmbH & Co. KG beschränkt, wird auf die Ermittlung von Kennzahlen
verzichtet. Es wird auf die Darstellung der entsprechenden Kennzahlen in den Abschnitten
3.1.10 e), 3.7.10 e) sowie 3.6.10 e) verwiesen.

Beteiligungsbericht 2018
- FWTM GmbH -

137

3.3
3.3.1

Freiburg Management und Marketing International GmbH
Zweck und Gegenstand des Unternehmens

Zweck und Gegenstand sind die Konzeption und Durchführung des nationalen und internationalen Marketings für den Wirtschafts-, Tourismus- und Umweltstandort Freiburg i. Br. Hierzu gehören auch die Konzeption, Planung, Organisation und Durchführung von Messen,
Ausstellungen und Kongressen; dieses Geschäftsfeld kann auch international im Rahmen
von interkommunalen Kooperationen z.B. Städtepartnerschaften oder anderweitigen interkommunalen Kooperationen für Einzelvorhaben ausgeübt werden.
Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der genannte
Gesellschaftszweck gefördert oder verwirklicht werden kann.
Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung
Baden-Württemberg.
3.3.2

Beteiligungsverhältnisse

FWTM GmbH & Co. KG
3.3.3

100% = 25.000,00 €

Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und
berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die FWTM wird in der Gesellschafterversammlung der FMMI durch die Geschäftsführung der
FWTM vertreten.
b)

Geschäftsführung

Dr. Bernd Dallmann
Daniel Strowitzki
Zu den Geschäftsführungsvergütungen wird auf die Ausführungen unter Kapitel 3.1.3 b) verwiesen.
c)

Aufsichtsrat

Vorsitzender:
Stellvertreter:
Weitere:
Stadträt_innen:

Arbeitnehmervertreter_innen:

138

Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg i.Br.,
Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg i.Br.,
Landrätin Dorothea Störr-Ritter, Wirtschaftsregion Freiburg e.V.,
Sparkassendirektor Marcel Thimm,
Renate Buchen, Patrick Evers, Pia Federer, Dr. Johannes Gröger,
Wendelin Graf von Kageneck, Atai Keller, Karl-Heinz Krawczyk,
Ernst Lavori, Lukas Mörchen, Dr. Sylvie Nantcha, Timothy Simms,
Nadyne Saint-Cast, Ibrahim Sarialtin, Bernhard Schätzle, Stefan
Schillinger, Irene Vogel.
Kristin Gugel

Beteiligungsbericht 2018
- FMMI GmbH -

Die Aufsichtsratsvergütungen im Jahr 2017 betrugen 2.756,00 €. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €):
Grundvergütung (€)
Vergütung pro Sitzung (€) sonstige Vegütungen (€)r
AR
PrA
AR
PrA
AR
PrA
Aufsichtsratsvorsitzender
--52
------Stellvertretender AR-Vorsitzender
----52
52
----Aufsichtsratsmitglieder
----52
52
----Beratendes Mitglied
------------AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss

Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister_innen und Bürgermeister_innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr
übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg i. Br. abzuführen. Dasselbe gilt über § 32
Abs. 5 GemO auch für Gemeinderät_innen.
Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 21 Mitglieder an, davon 7 Frauen (= 33,30 %).
3.3.4

Beteiligungen des Unternehmens

Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen.
3.3.5

Wesentliche Verträge

- Am 05.05.2008 wurde mit der Solar Promotion International GmbH ein Vertrag zur Durchführung einer Messe mit Kongress für die Solarbranche (Intersolar North America) abgeschlossen. Des Weiteren wurden im Zeitverlauf weitere Verträge mit diesem und anderen
Partnern zu weiteren Messen / Kongressen für die Solarbranche in anderen Ländern geschlossen.
- Am 13.12.2011 wurde mit der FWTM eine Vereinbarung zur Nutzung des Markennamens
Intersolar geschlossen, der durch einen neuen Vertrag vom 17.12.2016 ersetzt wurde.
- Am 09.10.2014 bzw. 24.12.2014 wurde mit der Stadt Freiburg i. Br. ein Geschäftsbesorgungsvertrag zur Teilnahme am „Cash-Pooling“ zur Verbesserung des Liquiditätsmanagements für die Stadt Freiburg i. Br., ihrer Eigenbetriebe und Gesellschaften abgeschlossen.
3.3.6

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Die FMMI wurde am 20.03.2008 gegründet. Gemäß dem Gesellschaftszweck war das Wirtschaftsjahr 2017 geprägt durch die Organisation und Durchführung der zehnten Intersolar
North America, der neunten Intersolar Indien sowie der fünften Intersolar South America in
Brasilien. Die Entwicklung der Gesellschaft zeigt nachfolgende Tabelle:
2013

Anzahl Veranstaltungen
Ausstellerzahlen
Besucherzahlen (Tsd.)
1

1

2014

3
740
28

4
901
45

2015

4
1.130
59

2016

4
1.052
46

2017

3
987
40

nur Messen der FWTM ohne Expo-Shanghai, Kongresse u.a.

Beteiligungsbericht 2018
- FMMI GmbH -

139

3.3.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2015

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe
PASSIVA
Eigenkaptial
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

1

2016

2017

2018

2019

1

Plan1
T€

Plan
T€

T€

T€

T€

2
1.846
90
1.938

2
2.263
117
2.383

2
2.002
10
2.014

0

1

300
389
1.249
1.938

547
524
1.312
2.383

421
188
1.405
2.014

0

0

2015

2016

2017

2018
Plan
T€
4.890
0
4.890
4.025
0
724
4.749
141
0
141
84
57

2019
Plan
T€
2.970
10
2.980
3.170
0
445
3.615
-635
0
-635
15
-650

Es werden keine Planbilanzen erstellt.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Personalaufwand
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Sonstige Steuern
Jahresergebnis

b)

T€
4.435
197
4.632
4.126
0
299
4.425
207
0
207
22
185

T€
5.495
146
5.641
5.017
0
362
5.379
262
0
262
16
246

T€
4.597
57
4.654
4.317
0
427
4.744
-90
0
-90
36
-126

Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Geschäftsverlauf 2017
Die Ausstellerzahlen der bereits etablierten Intersolarmessen konnten aufgrund der Stabilisierung des Solarmarktes im Wesentlichen konstant gehalten werden. Demgegenüber sind
die vermieteten Flächen rückläufig gewesen, was im Geschäftsjahr 2017 im Vergleich zum
Vorjahr zu einem Rückgang der Umsatzerlöse und entsprechend geringerer Materialaufwendungen aufgrund der weniger anzumietenden Flächen führte. Dies führte zu einem Gesamtergebnis in Höhe von - 126 T€, welches deutlich unter dem Planergebnis in Höhe von 13 T€
liegt.
Investitionen
Das Unternehmen hat im Berichtsjahr 2017 keine Investitionen getätigt.

140

Beteiligungsbericht 2018
- FMMI GmbH -

Ausblick
Die Gesellschaft erwartet für das Jahr 2018 einen Verlust in Höhe von rund 236 T€ und für
das Jahr 2019 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 650 T€. Im Jahr 2018 wurden unter anderem die bereits etablierten Messen, die Intersolar North America, die Intersolar South America sowie die Intersolar India durchgeführt.
Risikomanagement
Wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung liegen nach wie vor zum einen in zurückgehenden Aussteller- und Besucherzahlen und zum anderen in Liquiditätsengpässen aufgrund
der marktüblichen Zahlungsmodalitäten der Aussteller. Darüber hinaus bestehen weitere
Risiken in Wechselkursschwankungen sowie in steuerlichen, politischen und konjunkturellen
Rahmenbedingungen.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Das gezeichnete Kapital blieb im Berichtsjahr unverändert.
d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr wie in den Vorjahren kein eigenes Personal.
Zur Durchführung der Intersolar Messen wurden Personalleistungen gegen Kostenersatz von
der FWTM bezogen.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Eigenkapitalquote
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow
Kostendeckungsgrad

2013

2014

2015

2016

2017

%

10,1

8,1

15,5

23,0

20,9

%

1,4
31,3
1,8
-459
101,3

-3,2
-51,5
-4,7
-296
97,3

4,7
160,9
14,5
708
104,7

4,8
82,0
13,5
814
104,9

-2,0
-23,0
-3,8
-521
96,0

%
%
T€
%

Beteiligungsbericht 2018
- FMMI GmbH -

141

3.4
3.4.1

Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien GmbH & Co. KG
Zweck und Gegenstand des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung der Wirtschaftsstrukturen im Geschäftsgebiet der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau durch aktive Gewerbeflächenbedarfsplanung und Gewerbestandortentwicklung, die Entwicklung von gewerblichen Nutzungskonzepten, notwendigen Flächennutzungsänderungen sowie die Erschließung der notwendigen
Infrastrukturen in der Region.
Soweit es zur Erfüllung der oben genannten Zwecke erforderlich ist, kann die Gesellschaft
alle zur Förderung des Gesellschaftszwecks notwendigen Geschäfte vornehmen, z. B. die
Vermittlung, den Erwerb und die Veräußerung von Grundstücken und grundstücksgleichen
Rechten, insbesondere mit Gewerbe- und Industriegrundstücken sowie alle hiermit unmittelbar und mittelbar zusammenhängenden Geschäfte, einschließlich der Durchführung von
Beratungsaufträgen.
Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die den Gesellschaftszweck fördern und verwirklichen können. Ferner ist die Gesellschaft befugt, Unternehmen
gleicher oder ähnlicher Art zu erwerben oder zu pachten und sich an solchen zu beteiligen.
3.4.2

Beteiligungsverhältnisse

Komplementärin
Kommanditistin:
3.4.3

Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien-Beteiligungs-GmbH (ohne Einlage)
Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau
70 % = 715.808,63 €
FWTM GmbH & Co. KG
30 % = 306.775,13 €

Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und
berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)
Gesellschafterversammlung
Die FWTM wird in der Gesellschafterversammlung der FWI GmbH & Co. KG durch die Geschäftsführung der FWTM vertreten.
b)
Geschäftsführung
Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien-Beteiligungs-GmbH (FWI), vertreten durch Dr. Bernd
Dallmann, Markus Hildmann und Thomas Stoffel. Zur Geschäftsführungsvergütung von Herr
Dr. Dallmann wird auf die Ausführungen unter Kapitel 3.1.3 b) verwiesen.
c)
Aufsichtsrat
Vorsitzender:
Ständiger Vertreter:
Sparkassendirektoren:
Stadträt_innen:

Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br.
Otto Neideck, Erster Bürgermeister der Stadt Freiburg i. Br.
Marcel Thimm, Erich Greil, Bernd Rigl
Renate Buchen, Pia Federer, Graf Wendelin von Kageneck

Im Berichtsjahr 2017 erhielt der Aufsichtsrat Vergütungen in Höhe von 960,00 €.

142

Beteiligungsbericht 2018
- FWI KG -

Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i.V.m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister_innen und Bürgermeister_innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr
übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg i. Br. abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs.
5 GemO auch für Gemeinderät_innen.
Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 8 Mitglieder an, davon 2 Frauen (= 25,0 %).
3.4.4

Beteiligungen des Unternehmens

Kepler Projektentwicklungsgesellschaft mbH
Beteiligung Projektgesellschaft Auwald 13 mbH
Gewerbepark Breisgau GmbH
TENINGEN Projekt GmbH
Westbau GmbH Beteiligung
3.4.5

50,00 %
100,00 %
5,00 %
25,00 %
6,15 %

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Die Gesellschaft hat auch im Geschäftsjahr 2017 die Förderung der Wirtschaftsstrukturen im
Raum Freiburg im Rahmen diverser Projekte aktiv weiterverfolgt.
3.4.6

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

1

2015

2016

2017

2018
Plan1
T€

2019
Plan1
T€

T€

T€

T€

27
2.800
69
2.896

27
2.958
54
3.039

153
3.935
49
4.137

0

0

1.523
267
1.106
2.896

1.523
104
1.412
3.039

1.485
49
2.603
4.137

0

0

Es werden keine Planbilanzen erstellt.

Beteiligungsbericht 2018
- FWI KG -

143

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2015

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern
Jahresüberschuss

b)

T€
2.420
1
2.421
1.584
0
0
572
2.156
265
-7
257
47
210

2016
T€
1.249
109
1.358
628
0
0
528
1.156
202
-10
192
31
161

2017
T€
1.507
132
1.639
1.132
0
0
533
1.665
-26
-11
-37
1
-38

2018
Plan
T€
2.054
2373
4.427
1.183
110
1
744
2.038
2.389
-10
2.379
214
2.165

2019
Plan
T€
933
130
1.063
488
0
1
538
1.027
36
-10
26
1
25

Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Wie in Projektentwicklungsgesellschaften des Immobiliensektors üblich, verläuft die Umsatzentwicklung je nach Stand der einzelnen Projekte in höchstem Maße unterschiedlich. Bei
diesen Schwankungen der Geschäftsentwicklung dürfte es auch in den nachfolgenden Jahren grundsätzlich bleiben.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Bedingt durch die Einstellung des Jahresfehlbetrags in die Gesellschafterkonten verändern
sich die Kapitalanteile der Kommanditisten.
d)

Personalentwicklung

Das Unternehmen beschäftigt ab April 2005 kein eigenes Personal mehr; dies wird von den
Gesellschaftern über einen Personalgestellungsvertrag zur Verfügung gestellt.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Auf die Darstellung anhand von Kennzahlen wird verzichtet, da diese aufgrund der sehr unterschiedlichen Umsatzverläufe (aus Grundstücksverkäufen) nicht aussagekräftig sind.

144

Beteiligungsbericht 2018
- FWI KG -

3.5

Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien Beteiligungs-GmbH

3.5.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen sowie
die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften, insbesondere die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin der Freiburg-SWirtschaftsimmobilien GmbH & Co. KG. Aufgabe der Freiburg-S-WirtschaftsimmobilienBeteiligungs GmbH (FWI GmbH) ist die Förderung der Wirtschaftsstrukturen im Raum Freiburg.
3.5.2

Beteiligungsverhältnisse

Sparkasse Freiburg - Nördlicher Breisgau
FWTM GmbH & Co. KG
3.5.3

70 % = 17.895,22 €
30 % = 7.669,37 €

Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und
berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die FWTM wird in der Gesellschafterversammlung der FWI Beteiligungs-GmbH durch die
Geschäftsführung der FWTM vertreten.
b)

Geschäftsführung

Dr. Bernd Dallmann
Markus Hildmann
Thomas Stoffel
Zur Geschäftsführungsvergütung wird auf die Ausführungen unter Kapitel 3.4.3 b) verwiesen.
c)

Überwachungsorgan

Als Überwachungsorgan fungiert der Aufsichtsrat der FWI GmbH & Co. KG.
3.5.4

Beteiligungen des Unternehmens

Die Gesellschaft ist als persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin ohne Einlage)
an der Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien GmbH & Co. KG beteiligt.
3.5.5

Wesentliche Verträge

Es sind keine wesentlichen Verträge auszuweisen.
3.5.6

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Der FWI GmbH obliegt die Geschäftsführung der FWI GmbH & Co. KG. Hierfür erhält sie
einen Auslagenersatz und eine Haftungsentschädigung.

Beteiligungsbericht 2018
- FWI GmbH -

145

3.5.7

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

AKTIVA
Umlaufvermögen
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

1

2015

2016

2017

T€

T€

T€

2018
Plan1
T€

2019
Plan1
T€

45
45

47
47

48
48

0

0

42
3
0
45

43
4
0
47

45
3
0
48

0

0

2015
T€
54
50
3
53
1
0
1
0
1

2016
T€
55
50
3
53
2
0
2
1
1

2017
T€
53
50
2
52
1
0
1
0
1

2018
T€
54
50
2
52
2
0
2
0
2

2019
T€
54
50
2
52
2
0
2
0
2

Es werden keine Planbilanzen erstellt.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Betriebliche Erträge
Personalaufwand
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern
Jahresüberschuss
b)

Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Da sich die Tätigkeit der FWI Beteiligungs-GmbH im Wesentlichen auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin der FWI GmbH & Co. KG beschränkt, wird auf die Darstellung in Abschnitt 3.4.7 b) verwiesen.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Berichtsjahr blieb das Stammkapital unverändert.
d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Da sich die Tätigkeit der FWI Beteiligungs-GmbH im Wesentlichen auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin der FWI GmbH & Co. KG beschränkt, wird auf die Ermittlung und den Ausweis von Kennzahlen verzichtet.

146

Beteiligungsbericht 2018
- FWI GmbH -

3.6

FWTM Kopfbau Vermögensgesellschaft mbH & Co. KG

3.6.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung, Unterhaltung und Verwaltung eines Gebäudes und ggf. weiterer baulicher Anlagen auf dem sogenannten „Kopfbau Messe Grundstück“ in Freiburg i. Br. In dem Gebäude soll insbesondere der Verwaltungssitz der zum
FWTM-Verbund gehörenden Unternehmen untergebracht werden. Daneben sollen weitere
Flächen dieses Gebäudes sogenannten „Gründerunternehmen“ zur Verfügung gestellt werden. Flächen, die weder von den zum FWTM-Verbund gehörenden Unternehmen noch sogenannten „Gründerunternehmen“ benötigt werden, dürfen fremdvermietet werden. Nicht
vom Gesellschaftszweck umfasst ist die Entwicklung und Bauentwicklung weiterer Grundstücke, die von den Unternehmen des FWTM-Verbundes oder von Gründerunternehmen selbst
nicht benötigt werden.
Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der genannte
Gesellschaftszweck gefördert oder verwirklicht werden kann.
Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung
Baden-Württemberg.
3.6.2

Beteiligungsverhältnisse

Komplementärin: FWTM Beteiligungs-GmbH (ohne Einlage)
Kommanditisten: MF OTG
FWTM
Sparkasse Freiburg
3.6.3

70 % = 18.200,00 €
24 % = 6.240,00 €
6 % = 1.560,00 €

Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und
berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die MF OTG sowie die FWTM werden in der Gesellschafterversammlung der FKV durch die
Geschäftsführung der FWTM/MF OTG vertreten.
b)

Geschäftsführung

Die Gesellschaft wird durch die Geschäftsführung der Komplementärin vertreten.
c)

Überwachungsorgan

Als Überwachungsorgan fungiert der Aufsichtsrat der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (siehe Abschnitt 3.1.3 c).
3.6.4

Beteiligungen des Unternehmens

Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen.

Beteiligungsbericht 2018
- FKV -

147

3.6.5

Wesentliche Verträge

- Am 03./17.07.2017 wurde mit der Stadt Freiburg i. Br. ein Geschäftsbesorgungsvertrag zur
Teilnahme am „Cash-Pooling“ zur Verbesserung des Liquiditätsmanagements für die Stadt
Freiburg i. Br., ihre Eigenbetriebe und Gesellschaften abgeschlossen.
- Am 02./09.01.2017 wurde mit der Sparkasse Freiburg ein Darlehnsvertrag über ein zweckgebundenes Darlehen in Höhe von 8.350 T€ aus Fördermitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau geschlossen. Als Verwendungszweck ist das „Investitionsvorhaben Neubau
Verwaltungsgebäude KfW-Effizienzhaus 55“ genannt.
- Am Datum vom 07./12.04.2017 wurde mit der Sparkasse Freiburg ein Darlehensvertrag für
den „Neubau Verwaltungsgebäude“ über den Nennbetrag von 3.500 T€ geschlossen.
- Mit Dienstleistungsvertrag vom 26.07.2017 übernimmt die FWTM die Durchführung von
Buchführungsdienstleistungen für die FKV.
3.6.6

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Das neue Verwaltungsgebäude konnte planmäßig im ersten Halbjahr 2018 fertiggestellt und
bezogen werden. Die vermietete Fläche verteilt sich wie folgt:
FWTM Verbund
Gründerunternehmen
Sonstige Unternehmen

qm
qm
qm

2018
3.182
3.616
713

3.6.7

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2015

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Nicht durch Vermögenseinlagen
gedeckter Fehlbetrag der Kommanditisten
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

1

T€

2016
T€

834
110
10

T€

2018

2019

1

Plan1
T€

Plan
T€

3.891
590
0

14.044
4.835
2

954

4.482

857
19.738

0

0

24
1
929
954

1
0
4.480
4.482

7.000
6
12.732
19.738

0

0

Es werden keine Planbilanzen erstellt.

148

2017

Beteiligungsbericht 2018
- FKV -

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern
Jahresergebnis

b)

2015

2016

2017

T€

T€

T€

0
26
26
0
0
0
26
26
0
-2
-2
0
-2

0
0
0
0
0
0
12
12
-12
-10
-22
1
-23

0
0
0
0
0
0
734
734
-734
123
-858
1
-859

2018
PLAN
T€
743
0
743
0
0
322
196
518
225
-197
28
6
22

2019
PLAN
T€
1.289
1.289
0
0
570
205
775
514
-194
320
20
300

Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Das Jahr 2017 war geprägt mit der Fertigstellung des Verwaltungsgebäudes der FWTM und
dem Abschluss von Mietverträgen. Das Gebäude konnte planmäßig fertiggestellt und bezogen werden.
c)

Kapitalzuführungen und –entnahmen

Mit Gesellschafterbeschluss vom 03.02.2017 haben die Gesellschafter eine sukzessive Kapitalerhöhung in Höhe von 9,0 Mio. € durch Barmittel beschlossen. Die Gesellschafterin MF
OTG erbringt 4,0 Mio. €, die Gesellschafterin FWTM 5,0 Mio. €. Die Beträge sind in die freien
Rücklagen einzustellen, sind zweckgebunden und dienen der Finanzierung des Neubaus
des Verwaltungsgebäudes.
d)

Personalentwicklung

Das Unternehmen beschäftigt kein eigenes Personal.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Auf den Ausweis von Kennzahlen wird vorläufig noch verzichtet.

Beteiligungsbericht 2018
- FKV -

149

3.7

Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG

3.7.1

Zweck und Gegenstand des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Einrichtung, Unterhaltung und Verwaltung sowie der
Betrieb der Messe Freiburg und ähnlicher Einrichtungen in der Stadt Freiburg i. Br. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der sogenannte Gesellschaftszweck gefördert oder verwirklicht werden kann.
3.7.2

Beteiligungsverhältnisse

Komplementärin
Kommanditistin
3.7.3

FWTM Beteiligungs-GmbH (ohne Einlage)
Stadt Freiburg i. Br. 100 % = 13.601.184,57 €

Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und
berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die Stadt Freiburg i. Br. wird in der Gesellschafterversammlung der MF OTG durch den
Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. vertreten.
b)

Geschäftsführung

Die Gesellschaft wird durch die Geschäftsführung der Komplementärin vertreten.
c)

Aufsichtsrat

Vorsitzender:
Stellvertreter:

Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg i. Br.
Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg i. Br.

Weitere:

Landrätin Dorothea Störr-Ritter, Wirtschaftsregion Freiburg e.V.
Marcel Thimm, Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau,
Christian Rasch, Badische Staatsbrauerei Rothaus
Renate Buchen, Patrick Evers, Pia Federer, Dr. Johannes Gröger, Wendelin Graf von Kageneck, Atai Keller, Karl-Heinz Krawczyk, Ernst Lavori,
Lukas Mörchen, Dr. Sylvie Nantcha, Timothy Simms, Nadyne Saint-Cast,
Ibrahim Sarialtin, Bernhard Schätzle, Stefan Schillinger, Irene Vogel

Stadträt_innen:

Arbeitnehmervertreter_innen:

Kristin Gugel

Die Aufsichtsräte erhielten in 2017 Sitzungsgelder in Höhe von insgesamt 2.964,00 €. Der
Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €):

150

Beteiligungsbericht 2018
- MF OTG -

Grundvergütung

Aufsichtsratsvorsitzender
Stellvertr. AR-Vorsitzender
Aufsichtsratsmitglieder
Beratendes Mitglied

AR
---------

PrA
---------

Vergütung pro Sitzung Sonstige Vergütungen
AR
52
52
52
---

PrA
--52
52
---

AR
---------

PrA
---------

AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss

Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister_innen und Bürgermeister_innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr
übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg i. Br. abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs.
5 GemO auch für Gemeinderät_innen.
Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 22 Mitglieder an, davon 6 Frauen (= 31,8 %).
3.1.1

Beteiligungen des Unternehmens

FWTM Kopfbau Vermögensgesellschaft mbH & Co. KG
3.1.2

70%

Wesentliche Verträge

- Mit Vertrag vom 13.12.2004 hat die MF OTG der FWTM die Betriebsführung des Neuen
Messegeländes übertragen. Mit Änderungsvertrag vom 13.12.2011 zum Betriebsführungsvertrag wurde zwischen der MF OTG und der FWTM für die Nutzung der Marke „Intersolar“
durch die MF OTG ein Lizenzvertrag geschlossen.
- Mit Personalgestellungsvertrag vom 05.11.2007 überlässt die FWTM das für die Objektbetreuung notwendige Personal der MF OTG.
- Mit Mietvertrag vom 24.05.2000 hat die MF OTG den auf dem neuen Messegelände gelegenen Festplatz an die FWTM vermietet.
- Mit Vertrag vom 5./16.12.2016 übernimmt die SICK AG das Sponsoring der Veranstaltungshalle vier der Gesellschaft. Dafür erhält die Veranstaltungshalle vier den Namen SickArena sowie ein eigenes Logo.
- Mit Datum vom 26.02.2014 wurde mit der Stadt Freiburg i. Br. ein Geschäftsbesorgungsvertrag zur Teilnahme am „Cash-Pooling“ zur Verbesserung des Liquiditätsmanagements
für die Stadt Freiburg i. Br., ihrer Eigenbetriebe und Gesellschaften abgeschlossen.
3.1.3

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Die MF OTG wurde am 31.07.1998 in das Handelsregister eingetragen. Die Tätigkeit bestand zunächst in der Errichtung des neuen Messplatzes in Freiburg i. Br. und nach Beendigung der Bautätigkeit in der Vermietung an die FWTM, die 2005 die Betriebsführung für das

Beteiligungsbericht 2018
- MF OTG -

151

operative Messegeschäft ausübt. Die wirtschaftliche Entwicklung der Messe zeigt folgende
Übersicht und Grafik:
2013
122
480

Anzahl Veranstaltungen (gesamt)
Anzahl Besucher Gesamt (in Tsd.)

2014
126
503

2015
114
505

2016
136
546

2017
155
545

Die Entwicklung der Anzahl der Veranstaltungen und der Besucher/-innen zeigen nachfolgende Grafiken:

Anzahl Besucher_innen

Anzahl Veranstaltungen
160

560

140

540

120

520

100

500

80

480

60

460

40

440

20

420

0

3.7.7

2013

2014

2015

2016

2017

400

(in Tsd.)

2013

2014

2015

2016

2017

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
BILANZ

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe
1

152

2015

2016

2017

T€

T€

T€

26.417
10.948
1.778
39.143

26.355
11.756
208
38.319

29.392
8.925
279
38.596

7.964
143
31.029
7
39.143

8.712
186
29.422
0
38.319

8.850
118
29.628

Es werden keine Planbilanzen erstellt.

Beteiligungsbericht 2018
- MF OTG -

38.596

2018
Plan1
T€

2019
Plan1
T€

0

0

0

0

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2015

2016

2017

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Außerordentliches Ergebnis
Sonstige Steuern
Jahresergebnis (vor VA durch Stadt Frbg.)

T€
15.433
97
15.530
14.623
968
234
15.824
-294
-334
-628
0
172
-800

T€
17.326
33
17.359
16.199
971
365
17.535
-176
-313
-489
0
172
-662

T€
17.284
184
17.468
17.249
974
431
18.653
-1.185
-309
-1.494
0
174
-1.668

2018
Plan
T€
18.615
861
19.476
18.794
982
1.425
21.201
-1.725
-306
-2.031
0
176
-2.207

2019
Plan
T€
20.731
1.660
22.391
20.646
972
1.526
23.144
-753
-163
-916
0
176
-1.092

b) Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick
Geschäftsverlauf 2017
Die Ertragsentwicklung des Unternehmens ist weiterhin im Wesentlichen geprägt durch Umsatzerlöse aus dem Messegeschäft und der Abrechnung der Betriebsführungsaufwendungen
durch die FWTM. Insbesondere die Caravan Live sowie die Job-Start-Börse konnten ihre
geplanten Ergebnisse übertreffen. Weitere Einnahmen ergeben sich aus Mieterträgen und
aus der Abrechnung vereinbarter Nebenkosten. Für das Jahr 2017 wird ein Rückgang der
Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 42 T€ ausgewiesen; dieser Rückgang resultiert
im Wesentlichen aus dem Wegfall der Erlöse im Rahmen der nur alle vier Jahre stattfindenden Messe „Interbrush“, der jedoch durch Erlössteigerungen in anderen Bereichen fast gänzlich kompensiert werden konnte. Das in 2017 erzielte Ergebnis vor Erträgen aus der Verlustabdeckung durch die Stadt Freiburg i. Br. mit – 1.668 T€ liegt um – 1.006 T€ unter dem Vorjahresergebnis und um 78 T€ schlechter als geplant.
Investitionen
Im Berichtsjahr 2017 wurden Investitionen in Höhe von 11 T€ für Sachanlagen getätigt. Im
Rahmen der Errichtung des neuen Verwaltungsgebäudes wurde mit Beschluss vom
03.02.2017 bei der Tochter FKV eine Kapitalerhöhung durch Barmittel beschlossen und mit
einer ersten Tranche in Höhe von 4,0 Mio. € in die freien Rücklagen eingestellt.
Ausblick
Die zukünftige Ergebnisentwicklung der Gesellschaft wird maßgeblich beeinflusst von den
Ergebnissen aus dem bestehenden Betriebsführungsvertrag mit der FWTM. Die Gesellschaft
erwartet für das Jahr 2018, bedingt durch allgemeine Kostensteigerungen und erhöhte Instandhaltungsaufwendungen, einen Rückgang des Ergebnisses auf – 2.207 T€. Für das Jahr
2018 ist eine Verlustabdeckung aus dem städtischen Haushalt in Höhe von 800 T€ vorgesehen.
Die zwischen der Stadt Freiburg i. Br. und der FWTM getroffene mittelfristigen Finanz- und
Investitionsvereinbarung für die Jahre 2014 bis 2018 wird im dritten Quartal 2018 fortgeschrieben und dem Gemeinderat zu Beschlussfassung vorgelegt. Die Vorgaben dieser Zielvereinbarung sind in die Planung der Gesellschaft einzubeziehen.
Beteiligungsbericht 2018
- MF OTG -

153

Risikomanagement
Seit 2009 hat die Gesellschaft ein ihren individuellen Verhältnissen angepasstes angemessenes Risikovorsorgesystem eingerichtet. Aufgrund der engen organisatorischen, wirtschaftlichen und finanziellen Verflechtungen der MF OTG mit der FWTM sowie der FMMI werden
das Risikofrüherkennungssystem, das Risikomanagementsystem und die Bereiche des internen Kontrollsystems einheitlich und übergreifend betrachtet und gestaltet.
Die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung liegen im Rahmen der allgemeinen Unwägbarkeiten der unternehmerischen Aktivitäten, der messespezifischen und konjunkturbedingten Umstände sowie der sich ändernden wirtschaftlichen, finanziellen und steuerlichen
Rahmenbedingungen. Besondere Risiken, insbesondere solche mit wesentlichem Einfluss
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft, bestehen derzeit in dem zuvor dargelegten Umfang. Es ist Ziel, mit der Etablierung neuer und dem qualitativen Ausbau
vorhandener Messen am Standort Freiburg i. Br. sowie mit der Stärkung der Leitmesse Intersolar Europe die wirtschaftliche Situation zu festigen.
c) Kapitalzuführungen und -entnahmen
Im Berichtsjahr 2017 wurden 138 T€ zur Eigenkapitalstärkung in die Rücklage eingestellt.
Die Kapitalanteile der Kommanditisten blieben im Berichtsjahr unverändert.
d) Personalentwicklung
Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Die benötigten Personalleistungen wurden gegen Kostenerstattungen von der FWTM bezogen.
e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Investitionsquote
Ertragskennzahlen1
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow
Kostendeckungsgrad

2013
%
%
%
%
%
%
%
T€
%

2014

2016

2017

81,3
109,1
23,0
4,7

75,5
112,1
22,0
1,9

67,4
111,1
20,3
0,1

68,7
117,2
22,7
91,8

76,2
104,7
22,9
1,1

0,9
-8,1
0,5
-399
101,8

-3,0
-13,1
-1,4
-1.490
98,1

-3,0
-10,0
-1,3
2.125
98,1

-2,0
-8,3
-0,9
537
99,0

-7,9
-19,1
-3,5
-82
93,6

Ertragskennzahlen vor Verlustabdeckung

154

2015

Beteiligungsbericht 2018
- MF OTG -

3.8

Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungs gGmbH

3.8.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens
Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung der Jugendhilfe, der Bildung und Erziehung sowie die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen im Sinne des § 53 AO, insbesondere
die Schaffung zusätzlicher, Ausbildungs-, Qualifizierungs-, Trainings- und Integrationsplätze
sowie die Förderung der beruflichen Fort- und Weiterbildung von langzeitarbeitslosen Menschen sowie benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen, um eine Eingliederung
ins Berufsleben zu ermöglichen.
Mit der Verfolgung der gemeinnützigen und mildtätigen Zwecke werden zugleich auch ausschließlich öffentliche Zweck im Sinne der Gemeindeordnung Baden-Württemberg verfolgt.
3.8.2 Beteiligungsverhältnis
Stadt Freiburg i.Br.

100,0 % = 25.000,00 €

3.8.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a) Gesellschafterversammlung
Die Stadt Freiburg i. Br. wurde in der Gesellschafterversammlung von Herrn Ersten Bürgermeister Otto Neideck vertreten.
b) Geschäftsführung
Christiane Blümle
Michael Broglin
Im Berichtsjahr 2017 erhielt Frau Blümle eine Gesamtvergütung in Höhe von 97 T€ und Herr
Broglin von 12 T€.
c) Aufsichtsrat
Vorsitzender:
1. stellv. Vorsitzender:
2. stellv. Vorsitzender
Weitere städt. Vertreter:

Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg i. Br.
Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg i. Br.
Ulrich von Kirchbach, Sozialbürgermeister Freiburg i. Br.
Adrian Hurst, Amtsleiter Haupt- und Personalamt Freiburg i. Br.

Stadträt_innen:

Renate Buchen, Anke Dallmann, Gerhard Frey, Martin Kotterer,
Walter Krögner, Lucas Mörchen, Ibrahim Sarialtin, Ulrike Schubert, Dr. Klaus Schüle (bis 26.09.2017), Imgard Waldner (ab
26.09.2018), Dr. Wolf-Dieter Winkler,
Beteiligungsbericht 2018
- f.q.b. -

155

Arbeitnehmervertreter_innen:
Beratende Mitglieder:

Christine Snowdon
Dipl.-Ing. Stephan Bartosch, Vorstand VAG,
Dr. Bernd Dallmann, Geschäftsführer FWTM GmbH & Co. KG,
Ralf Klausmann, Geschäftsführer FSB GmbH.

Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten 2017 keine Aufsichtsratsvergütungen.
Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 15 Mitglieder an (ohne beratende Mitglieder), davon
fünf Frauen = 33,3 %).
3.8.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.
3.8.5 Wesentliche Verträge
- Verschiedene Miet- und Dienstleistungsverträge im Rahmen der Umsetzung des Gesellschaftszweckes.
- Geschäftsbesorgungsvertrag zwischen der Stadt Freiburg i. Br. und der Gesellschaft zur
Bildung eines „Cash-Pools“ vom 18./20. Dezember 2013.
3.8.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungs gGmbH wurde zum 01.01.2014 gegründet. Zielsetzung der fqb ist die Eingliederung von langzeitarbeitslosen Menschen im Stadtgebiet in ein Beschäftigungsverhältnis, um ihnen die Sicherung der Existenz aus eigenen
Kräften zu ermöglichen. Besonderes Augenmerk gilt Personen, die neben ihrer Erwerbslosigkeit weitere spezifische Vermittlungshemmnisse aufweisen und aufgrund dieser Faktoren
einen erhöhten Unterstützungsbedarf bei der Integration in das Arbeitsleben haben. Weiteres
Ziel ist, durch präventive Maßnahmen von Arbeitslosigkeit bedrohten Jugendlichen zu helfen.
Zur Zweckerfüllung unterhält die f.q.b. verschiedene Projekte und Maßnahmen, die alle in
einen sozialen Kreislauf eingebettet sind. Mit einem Teil der Dienstleistungen versorgt die
f.q.b. einkommensschwache Haushalte (HH) und trägt damit zusätzlich zur Erfüllung des
kommunalen Auftrages bei.
Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks des Unternehmens zeigt nachfolgende Tabelle:
2014

IDEELLER BEREICH
Projektteilnehmer_innen (Jahresdurchschnitt)

2015

2016

2017

701

688

704

655

170
446

215
421

190
455

140
424

241
65
41

263
54
29

278
65
16

275
69
25

davon

Jugendliche unter 27 Jahren
Maßnahmen abgeschlossen
davon

erfolgreich abgeschlossen
in Arbeit vermittelt
in Ausbildung vermittelt

156

Beteiligungsbericht 2018
- f.q.b. -

2014

ZWECKBETRIEB
Winterbrandhilfe für einkommensschwache HH1

Möbel/Weißware für einkommensschwache HH

103

2

ca.

Stromsparchecks für einkommensschwache HH
Reinigung und Renovierung von Objekten
1
2
3

2015

3

500

2016

250
ca.

500

2017

85
ca.

750

67
ca.

720

255

297

198

256

61

61

61

73

Seit 2015 Zählung pro Lieferung
Keine exakte Angabe möglich, da Barzahler nicht erfasst werden
Stand Ende 2017; Reduzierung in 2018 auf 32 Objekte aufgrund Wegfall Arbeitsgelegenheiten

3.8.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2015

2016

2017

2018
Plan
T€

2019
Plan
T€

T€

T€

T€

805
613
2

1.130
787
3

1.464
1.213
5

1.470
1.097
5

2.176
905
5

Summe
PASSIVA

1.420

1.920

2.682

2.572

3.086

Eigenkapital
Rückstellungen
Fremdkaptital
Rechnungsabgrenzung
Summe

533
386
364
137
1.420

856
408
455
201
1.920

1.177
310
946
248
2.682

1.166
260
906
240
2.572

1.146
250
1.450
240
3.086

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2015

2016
IST
T€
5.129
-47
79
5.161
863
3.003
112
1.133
5.111
50
-1
49
6
43

2017

2018
Plan
T€
2.715
0
2.355
5.070
590
3.748
134
836
5.308
-238
-10
-248
0
-248

2019
Plan
T€
5.093
0
27
5.120
571
3.824
122
882
5.399
-279
-15
-294
6
-300

AKTIVA

Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung

Umsatzerlöse
Bestandsveränderung
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Jahresergebnis

T€
3.979
56
62
4.097
888
2.370
101
979
4.339
-242
-2
-244
6
-251

Beteiligungsbericht 2018
- f.q.b. -

T€
4.528
-21
181
4.688
740
3.145
106
1.024
5.015
-327
-9
-336
5
-341

157

b) Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick
Geschäftsverlauf 2017
Im Bereich Zweckbetriebe ergab sich ein Erlösrückgang gegenüber dem Vorjahr von über 1
Mio. €, der größtenteils auf den Wegfall des Auftrages aus der Versorgung der Notunterkünfte zurück zu führen ist.
Der Dienstleistungsbereich hat sich positiv weiterentwickelt. Hierzu gehören Quartierservice,
Außenreinigungen, Pflegeaufträge für städtische Einrichtungen, Museumsdienste, Gebäudereinigung, Graffiti-Entfernung und mehr. Ein erheblicher Teil der Dienstleistungsauftrage
kommt aus dem städtischen Umfeld.
Die Veränderungen im Projekt Stadtgärtnerei haben sich stabilisiert. Große private Aufträge
im Gartenbau wurden nicht mehr ausgeführt, die stärkere Ausrichtung auf Pflegeaufträge
v.a. im öffentlichen Bereich hat sich bewährt.
Der ideelle Bereich bleibt von kalkulatorischen Unsicherheiten geprägt, weil Beschäftigungsprogramme weder langfristig konzipiert noch umgesetzt werden. Zum ideellen Bereich gehört
auch die Naturkita Mundenhof. Dort hat sich die 2016 geschaffene dritte Gruppe gut etabliert.
Im Wesentlichen hat sich das Jahresergebnis in der prognostizierten Erwartung entwickelt.
Es wurde gegenüber dem im Wirtschaftsplan 2017 angesetzten Jahresfehlbetrag in Höhe
von 367 T€ ein Fehlbetrag von 340 T€ erzielt. Unter Berücksichtigung der vorschüssigen
Verlustabdeckung in Höhe von 250 T€ ergibt sich für das Berichtsjahr ein Jahresfehlbetrag in
Höhe von insgesamt 90 T€.
Investitionen
Im Berichtsjahr wurden Investitionen (ohne Finanzanlagen) in Gesamthöhe von 441 T€ vorgenommen. Diese Investitionen setzten sich aus 393 T€ für Bauten und Außenanlagen auf
fremden Grundstücken, 3 T€ für Maschinen und Geräte und 45 T€ für Betriebs- und Geschäftsausstattung zusammen.
Ausblick
Insgesamt ist die Entwicklung der Auftragslage weiter positiv. Insbesondere die Dienstleistungen im Außenbereich für die Stadt Freiburg und deren Gesellschaften konnten weiter
ausgebaut werden.
Beschäftigungsgesellschaften werden auch zukünftig sehr stark von der politischen Entwicklung in der aktiven Arbeitsmarktpolitik bestimmt werden. Dabei lassen sich scheinbar widersprechende Tendenzen erkennen. Obwohl die Zahl sozialversicherungspflichtiger Arbeitsverhältnisse in den letzten Jahren gestiegen ist, profitieren Langzeitarbeitslose mit erheblichen Vermittlungshemmnissen von dieser Entwicklung kaum. Hier ergibt sich eine Chance
für Beschäftigungsträger. Sie sind erfahren und kompetent in der Qualifizierung langzeitarbeitsloser Menschen.
Leider wurde das erwartete neue Beschäftigungsprogramm gem. § 16 i SGB II nicht wie geplant bereits im dritten Quartal 2018 umgesetzt, weil das Gesetzgebungsverfahren voraussichtlich erst im Dezember 2018 abgeschlossen wird. Dies wird nach jetzigem Stand zu einem etwas verschlechterten Jahresergebnis 2018 führen als ursprünglich geplant (Plan
2018: -248 T€, Prognose September 2018: - 291 T€), sodass das Jahresergebnis 2018 vo-

158

Beteiligungsbericht 2018
- f.q.b. -

raussichtlich nicht im Rahmen des vorgesehenen städtischen Verlustausgleiches in Höhe
von 250 T€ bleiben wird. Die langfristige Prognose ist dennoch positiv einzuschätzen, wenn
der neue § 16i SGB II wie geplant, ab Januar 2019 umgesetzt wird.
Risikomanagement
Das seit Gründung der Gesellschaft bestehende Risikomanagement wird kontinuierlich weiterentwickelt und die Risikobereiche und die Risikobewertung regelmäßig überprüft sowie bei
Bedarf ergänzt und verändert.
Die wesentlichen Risiken für f.q.b. gGmbH sind in ihrer ideellen Tätigkeit begründet und ergeben sich vorwiegend aus den Veränderungen in der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Dazu gehören gesetzliche Änderungen, rechtliche Auslegungen sowie die Entscheidung über das
Eingliederungsbudget der Jobcenter. Allerdings gibt es auch Wechselwirkungen und Risiken
bei den Zweckbetrieben. Das Leistungsportfolio ist insgesamt heterogener geworden.
Grundsätzlich kann für 2018 davon ausgegangen werden, dass die Überprüfung der gegenwärtigen Risikosituation keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken
beinhaltet.
c) Kapitalzuführungen und -entnahmen
Das gezeichnete Kapital blieb im Berichtsjahr unverändert.
d) Personalentwicklung
Die f.q.b. beschäftigte im Jahr 2017 durchschnittlich 120 Personen. Diese sind in drei Bereiche zu unterteilen:
- Stammpersonal, das in der Qualifizierung, Ausbildung und Betreuung der Beschäftigungsund Bildungsmaßnahmen eingesetzt ist. Dies waren in 2017 durchschnittlich 46 Beschäftigte (davon 21 Männer und 25 Frauen; Vorjahr: 49).
- Arbeitnehmer_innen, die im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen angestellt
sind. Dies waren in 2017 durchschnittlich 57 Arbeitnehmer_innen.
- Auszubildende sind bei der f.q.b. ebenso wie das unter 2. genannte Personal im Rahmen
von Bildungsmaßnahmen angestellt. Dies waren in 2017 durchschnittlich 17 Personen.
e) Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Aufgrund des besonderen Unternehmensgegenstandes werden lediglich Kennzahlen zur
Vermögens- und Finanzlage ausgewiesen:
2013
Vermögens- / Finanzkennzahlen
Anlagenintensität1
Anlagendeckung1
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionsquote2
1

2

%
%
%
%

2014

32,4
28,9
9,4
21,2

27,4
121,0
33,1
78,1

2015
56,7
66,2
37,5
547,5

2016
58,8
75,7
44,6
391,1

2017
54,6
80,4
43,9
415,1

Veränderung der Kennzahl ist neben den in 2015 getätigten Investitionen auf eine neue Zuordnung der Pflanzen aus dem Verleihgeschäft in das Anlagevermögen zurückzuführen.
Veränderung der Kennzahl ist auf den Bau eines neuen Gewächshauses in 2016 sowie die Hackschnitzelheizung in 2017 zurückzuführen.

Beteiligungsbericht 2018
- f.q.b. -

159

3.9

Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG

3.9.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung, Unterhaltung und Verwaltung des Neubaus des Fußballstadions in der Stadt Freiburg i.Br. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der genannte Gesellschaftszweck gefördert oder
verwirklicht werden kann. Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung Baden-Württemberg (GemO).
3.9.2 Beteiligungsverhältnisse
Komplementärin:
Kommanditistin:

Stadion Freiburg Verwaltungsgesellschaft mbH (ohne Einlage)
Stadt Freiburg i.Br: 100% = 1.000,00 € Kapitalanteil

3.9.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und
berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die Stadt Freiburg i. Br. wird in der Gesellschafterversammlung der SF OTG durch den
Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. vertreten.
b)

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung bestimmt ist die Komplementärin, vertreten durch
Marcel Boyé,
Jochen Tuschter und
Reinhard Zähringer.
Die Gesamtbezüge im Berichtsjahr 2017 von Herrn Marcel Boyé, von Herrn Jochen Tuschter
sowie Herrn Reinhard Zähringer betrugen jeweils 13,5 T€.
c)

Aufsichtsrat

Vorsitzender:
stellvertr. Vorsitzender:

Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg i. Br.
Oliver Leki,
Prof. Dr. Martin Haag, Bürgermeister Stadt Freiburg i. Br.
Fritz Keller,
Dr. Heinrich Breit,
Johannes Baumgartner,

Stadträt_innen:

Maria Viethen, Timothy Simms, David Vaulont, Wendelin Graf
von Kageneck, Hermann Aichele (bis 22.07.2017), Carolin Jenkner, Martin Kotterer (ab 26.09.2017), Renate Buchen, Stefan
Schillinger, Michael Moos, Atai Keller, Simon Waldenspuhl, Dr.
Wolf-Dieter Winkler, Dr. Johannes Gröger, Patrick Evers,

Beratendes Mitglied:

Otto Neideck, Erster Bürgermeister der Stadt Freiburg i. Br.

160

Beteiligungsbericht 2018
- SF OTG -

Im Berichtsjahr 2017 betrugen die Sitzungsgelder (netto) für den Aufsichtsrat 3.224,00 €. Der
Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €):

Aufsichtsratsvorsitzender
Stellvertretender AR-Vorsitzender
Aufsichtsratsmitglieder
Beratendes Mitglied

Grundvergütung
pro Jahr
AR
PrA
0
0
0
0
0
0
0
0

AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss

Vergütung
pro Sitzung
AR
PrA
52
52
52
52

0
52
52
52

Sonstige
Vergütungen
AR
PrA
0
0
0
0

0
0
0
0

Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister/innen und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg i. Br. abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs. 5
GemO auch für Gemeinderät_innen.
Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 20 Mitglieder (ohne beratende Mitglieder) an, davon 3
Frauen (15,0 %).
3.9.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.
3.9.5 Wesentliche Verträge
- Mit der Entscheidung und Abschluss des EU-weiten Teilnahmewettbewerbs wurde mit dem
Totalunternehmen (TU), der Firma Köster GmbH, Osnabrück zum 31.08.2017 ein zweistufiger Vertrag abgeschlossen. Die erste Stufe beinhaltet die Planungsleistungen bis HOAI 6.
Die zweite Stufe umfasst sämtliche Bauleistungen im Rahmen des Totalunternehmersvertrags.
- Atypisch stiller Vertrag mit SC Freiburg e.V.; vergleiche Ausführungen unter Ziffer 3.9.6.
3.9.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Gesellschaft wurde im März 2016 zur Errichtung, Unterhaltung und Verwaltung des neuen Fußballstadions gegründet. Ergebnis der mehrstufigen Totalunternehmerausschreibung
war u.a., dass das Investitionsbaubudget von ursprünglich 70 Mio. € auf 76,45 Mio. € anzupassen war. Zur Finanzierung des Vorhabens wird die Stadt Freiburg u.a. das zu bebauende
Grundstück sowie einen nicht rückzahlbaren Investitionszuschuss von 9,5 Mio. € einbringen.
Der Sport Club Freiburg e.V. beteiligt sich an der SFG als atypisch stiller Gesellschafter mit
einer atypisch stillen Einlage, die aufgrund der angepassten Investitionskosten in 2017 auf
nunmehr 26,45 Mio. € ligaunabhängig erhöht werden soll.

Beteiligungsbericht 2018
- SF OTG -

161

3.9.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2016

2017

T€
AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Fremdkaptital
Summe

1

2018

2019

1

Plan1
T€

Plan
T€

T€
142
343
0
486

3.450
1.460
1
4.911

n.n.b.

n.n.b.

466
7
13
486

4.810
11
91
4.911

n.n.b.

n.n.b.

2018

2019

1

Plan
T€

Die Gesellschaft erstellt keine Planbilanzen

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2016

2017

T€

Plan
T€

T€

Umsatzerlöse

2

1

0

0

Sonstige betriebliche Erträge

0

0

210

0

Betriebliche Erträge

2

1

210

0

Materialaufwand

4

0

0

0

Personalaufwand

54

68

70

72

Sonstige betriebliche Aufwendungen

30

39

299

237

Aufwendungen

87

107

369

309

-85

-106

-159

-309

0

0

0

-270

-85

-106

-159

-579

0

0

0

0

-85

-106

-159

-579

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Jahresergebnis

1

Fortgeschriebener Wi-Plan 2018 gem. AR-Sitzung am 16.11.2018

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Geschäftsverlauf 2017
Gemäß dem Unternehmensgegenstand hat das Unternehmen im Wirtschaftsjahr 2017 weitere Maßnahmen zur Errichtung des neuen Fußballstadions getätigt. Hierbei musste ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 106 T€ ausgewiesen werden, der aber im Rahmen des angesetzten Planungswertes lag.
Investitionen
Im Wirtschaftsjahr 2017 wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von rund
3,4 Mio. € getätigt, die im Wesentlichen die Aktivierung erster Planungsaufwendungen betrafen.

162

Beteiligungsbericht 2018
- SF OTG -

Ausblick
Durch die Stadt Freiburg i. Br. wurde für das Gebiet „Im Wolfswinkel“ ein Bebauungsplan
erstellt. Der Gemeinderat der Stadt Freiburg i. Br. beschloss diesen im Jahr 2018 und legte
damit die Grundlage zur Schaffung des Baurechts für die Errichtung des Stadions und der
erforderlichen Verkehrsinfrastruktur.
Die Baugenehmigung zur Errichtung und Fertigstellung des Stadions sowie der städtischen
Erschließungsmaßnahmen wurden im Herbst 2018 erteilt, so dass zum Saisonbeginn
2020/2021 ein spielfertiges Stadion zu erwarten ist. Die Einhaltung dieses Terminplans ist
u.a. abhängig von der weiteren Verfahrensentwicklung nach Erteilung einer vollzugsreifen
Baugenehmigung.
Die Stadt Freiburg i. Br. brachte im Jahr 2018 als Kommanditistin nach erfolgtem Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan das zu bebauende Grundstück als Sacheinlage und den Investitionszuschuss in Höhe von 9,5 Mio. € in die Gesellschaft ein. Der SC Freiburg e.V. wird
ab 2019 weitere typisch stille Einlagen entsprechend den Planungen leisten.
Für die Geschäftsjahre 2018 ff. werden vorerst Jahresfehlbeträge erwartet, da die Gesellschaft erst ab Inbetriebnahme des neuen Stadions Pachterträge erwirtschaften wird.
Risikomanagement
Die Risikofrüherkennung erfolgt im Rahmen der Geschäftsführertätigkeit unter Einbindung
externer Dritter. Die Koordinationsgruppe „Lenkungskreis“ tagt regelmäßig. Dieses Risikofrüherkennungssystem wird als grundsätzlich geeignet erachtet, um Entwicklungen, die den
Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen.
Nach Prüfung der Europäischen Kommission gibt es keine Anzeichen, dass die Maßnahme
nicht als Beihilfe für Sportinfrastrukturen mit Artikel 107 Absatz 3 Buchstabe c des Vertrags
über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) vereinbar sein könnte. Ein beihilferechtliches Risiko ist dementsprechend derzeit nicht erkennbar.
Weitere Risiken können sich aus sich ändernden rechtlichen Rahmenbedingen oder deren
Auslegung ergeben. So bestehen für die Stadt und die SFG die allgemeinen Risiken aus
dem Bebauungsplanverfahren sowie im Rahmen des Bauantrages. Eventuell durch Dritte
bedingte Bau- und Verfahrensverzögerungen können u.a. zur Verschiebung der beabsichtigten Investitionsmaßnahmen im Zeitablauf und dadurch bedingten Veränderungen der Planungsansätze führen.
Auch nach Vertragsabschluss mit dem TU zu einem vereinbarten Pauschalpreis bestehen
für die SFG wirtschaftliche und vertragliche Risiken, die sich u.a. aus möglichen Klagen nach
der Erteilung der Baugenehmigung ergeben können. Auch gesetzliche bzw. sich aus Auflagen der Baugenehmigung begründete Nachträge, die zusätzliche Investitionen erfordern,
können mit Erteilung der Baugenehmigung nicht durch die Gesellschaft kalkuliert werden.
Mit dem geplanten Finanzierungskonzept können sich weitere Risiken bzw. Chancen aus
den Veränderungen der Kapitalmarktkonditionen im Zeitablauf des Bauprojektes ergeben.

Beteiligungsbericht 2018
- SF OTG -

163

c)

Kapitalzuführungen und –entnahmen

Im Berichtsjahr blieb die Kommanditeinlage der Stadt Freiburg i. Br. in Höhe von 1T€ unverändert; die Einlage des Sport Club Freiburg e.V. erhöhte sich durch weitere Einlagen auf
insgesamt 5,0 Mio. €.
d)

Personalentwicklung

Im Berichtsjahr waren neben den Geschäftsführern bis zu zwei teilzeitbeschäftigte Personen
beschäftigt.

e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2016

2017

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionsquote

%
%
%
%

29,3
328,2
95,9
0

70,3
139,4
97,9
0

Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow
Kostendeckungsgrad

%
%
%
T€
%

> - 100
-18,3
-17,6
-85
2,3

> - 100
-2,2
-2,2
-106
1,3

164

Beteiligungsbericht 2018
- SF OTG -

3.10

Stadion Freiburg Verwaltungsgesellschaft mbH

3.10.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung, Unterhaltung und Verwaltung des Neubaus des Fußballstadions in der Stadt Freiburg i. Br. Hierzu zählt insbesondere auch die
Beteiligung als persönlich haftende geschäftsführende Gesellschafterin der Stadion Freiburg
Objektträger GmbH & Co. KG in Freiburg i. Br.
Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der genannte
Gesellschaftszweck gefördert oder verwirklicht werden kann.
Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung
Baden-Württemberg.
3.10.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadt Freiburg i. Br.

100 % = 25.000,00 € gezeichnetes Kapital

3.10.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Die
Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die
sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die Stadt Freiburg i. Br. im Breisgau wurde in der Gesellschafterversammlung der SF GmbH
durch den Oberbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br. vertreten.
b)

Geschäftsführung

Herr Marcel Boyé
Herr Jochen Tuschter und
Herr Reinhard Zähringer.
Zur Vergütung wird auf die Ausführungen unter Kapitel 3.9.3 b) verwiesen.
3.10.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.
3.10.5 Wesentliche Verträge
Mit Vereinbarung vom 08.04.2016 hat die SF OTG die Verträge mit den Geschäftsführern
übernommen und ist in alle Rechte und Pflichten aus diesen Verträgen eingetreten.
3.10.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Gesellschaft entfaltet keine eigenen Geschäftstätigkeiten. Ihre Aufgabe beschränkt sich
auf die Funktion als persönlich haftende Gesellschafterin der SF OTG (vgl. Ziffer 3.9.6).

Beteiligungsbericht 2018
- SF GmbH -

165

3.10.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2016

2017

T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Fremdkaptital
Summe

1

2018

2019

1

Plan1

Plan

T€

T€

T€

0
27
27

0
27
27

n.n.b.

n.n.b.

25
1
1
27

26
1
1
27

n.n.b.

n.n.b.

Die Gesellschaft erstellt keine Planbilanzen

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Jahresergebnis

b)

2016

2017

T€

T€

3
0
3
3
3
0
0
0
0
0

2018
Plan

2019
Plan

T€

3
0
3
3
3
0
0
0
0
0

T€

3
0
3
3
3
0
0
0
0
0

3
0
3
3
3
0
0
0
0
0

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Geschäftsverlauf 2017
Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft wird durch die Geschäftsführungstätigkeit für die
SF OTG geprägt. Sie erhält für die Übernahme der Haftung eine Entschädigung.
c)

Kapitalzuführungen und –entnahmen

Das gezeichnete Kapital blieb im Berichtsjahr unverändert.
d)

Personalentwicklung

Das Unternehmen beschäftigt kein Personal.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Da sich die Tätigkeit der Gesellschaft auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin der SF OTG beschränkt, wird auf die Ermittlung und den Ausweis von Kennzahlen verzichtet. Es wird auf die Kennzahlen unter Ziffer 3.9.7 e) verwiesen.

166

Beteiligungsbericht 2018
- SF GmbH -

4

Beteiligungen im Rahmen der regionalen Infrastruktur

4.1

Regionales Rechenzentrum Südlicher Oberrhein GmbH

4.1.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Vermietung eines jederzeit betriebsbereiten Betriebsund Verwaltungsgebäudes in Freiburg i. Br., Auwaldstraße 11. Die Gesellschaft ist darüber
hinaus zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die den Gesellschaftszweck fördern.
4.1.2 Beteiligungsverhältnisse
Am Stammkapital der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2016 beteiligt:
Stadt Freiburg i.Br.
Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Landkreis Waldshut
Landkreis Emmendingen
Landkreis Lörrach
Ortenaukreis
Landkreis Konstanz

28% =
12% =
12% =
12% =
12% =
12% =
12% =

140.000,00 €
60.000,00 €
60.000,00 €
60.000,00 €
60.000,00 €
60.000,00 €
60.000,00 €

4.1.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Die
Darstellung der Mandate bezieht sich auf den 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im
Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die Stadt Freiburg i. B. wird in den Gesellschafterversammlungen der RRSO GmbH vom
Finanzbürgermeister der Stadt Freiburg i. Br., die Landkreise von der jeweiligen Landrätin
bzw. von den jeweiligen Landräten vertreten.
b)

Geschäftsführung

Helmut Schöpflin
Angaben über die gewährten Gesamtbezüge unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.
4.1.4 Beteiligungen des Unternehmens
Das Unternehmen hält keine Beteiligungen.
4.1.5 Wesentliche Verträge
- Mietverträge mit dem Kommunalen Rechenzentrum Baden-Franken GmbH, Karlsruhe und
mit dem Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken, Karlsruhe.
- Darlehensverträge mit dem Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung BadenFranken, Karlsruhe.

Beteiligungsbericht 2018
- RRSO -

167

4.1.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Das Unternehmen hat bis zum 31.12.2001 Dienstleistungen für Kommunen und deren
Einrichtungen im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit erbracht. Diese Aufgaben sind
zusammen mit den technischen und kaufmännischen Vermögensgegenständen mit Beginn
des Geschäftsjahres 2002 auf die KR BF GmbH (vgl. Kap. 4.2) übertragen worden. Das
Personal ist zum 31.12.2001 auf den Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung
Südlicher Oberrhein (ZV KDSO) überführt worden und ging nach dessen Auflösung zum
01.01.2003 auf den ZV KIV Baden-Franken über.
Seit 01.01.2002 ist die Gesellschaft als Vermieterin ihres Betriebs- und Bürogebäudes sowie
weiterer Räume tätig. Mieter sind der ZV KIV Baden-Franken, der DV-Dienstleistungen für
hoheitliche Kunden anbietet und die KRBF GmbH, die ein Rechenzentrum als
Produktionsstätte betreibt und DV-Dienstleistungen gegenüber gewerblichen Kunden
anbietet.
4.1.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ
AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

1

2015

2016

2017

T€

T€

T€

4.360
146
2
4.508

4.332
373
2
4.708

4.760
358
2
5.120

2.969
389
1.149
0
4.508

3.099
389
1.171
49
4.708

3.240
402
1.478
0
5.120

2018
Plan1

2019
Plan1

2018
Plan

2019
Plan

T€

T€

Die RRSO GmbH erstellt keine Planbilanzen

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Jahresüberschuss

168

2015

2016

2017

T€

T€

T€

712
0
712
291
5
123
52
471
241
-70
171
31
140

Beteiligungsbericht 2018
- RRSO -

659
0
659
285
18
120
50
473
186
-33
153
23
130

520
0
520
115
6
138
45
304
216
-46
170
28
142

T€

617
0
617
237
15
140
54
446
171
-33
138
25
113

T€

618
0
618
217
13
157
56
443
175
-48
127
20
107

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Geschäftsjahr 2017
Seit dem Geschäftsjahr 2002 beschränkt sich die Gesellschaft ausschließlich auf die
Verwaltung ihres eigenen Vermögens, insbesondere der Verwaltung ihrer Betriebsimmobilie.
Investitionen
Im Berichtsjahr wurden Investitionen (ohne Finanzanlagen) in Höhe von 566 T€ getätigt.
Ausblick
Das Vermietungskonzept für die Betriebsimmobilie lässt auch zukünftig ein dem
Geschäftsgegenstand angemessenes Jahresergebnis erwarten. Ein über dem allgemeinen
Durchschnitt liegender Sanierungsaufwand in einem der kommenden Jahre wird die
Herstellung eines barrierefreien Zugangs zum Gebäude sein.
Risikomanagement
Aufgrund bestehender Mietverträge ergibt sich für die Gesellschaft mittelfristig kein Risiko.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Berichtsjahr blieb das gezeichnete Kapital unverändert.
d)

Personalentwicklung

Die RRSO GmbH beschäftigt ab 2002 kein eigenes Personal mehr.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Tätigkeit der RRSO GmbH erstreckt sich auf die kontinuierliche Vermietung eines
betriebsbereiten Betriebs- und Verwaltungsgebäudes; auf die Ermittlung und Ausweisung
von Kennzahlen wird daher verzichtet.

Beteiligungsbericht 2018
- RRSO -

169

4.2

Rheinhafen Breisach GmbH

4.2.1 Zweck und Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und der Betrieb von Hafenanlagen, die
Verwaltung und Verpachtung von Grundstücken und Gebäuden sowie die Erfüllung aller
damit zusammenhängenden Aufgaben. Hierzu gehören der Transport, der Umschlag und die
Lagerung von Gütern aller Art.
4.2.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadt Breisach
Landkreis Breisgau Hochschwarzwald
BAVARIA Schifffahrts- und Speditions-AG
Stadt Freiburg i.Br.
Birkenmeier Stein + Design GmbH & Co. KG
Kies- und Splittverladegesellschaft mbH
Erismann & Cie. GmbH
IHK Südlicher Oberrhein
KLEYLING GmbH
Spedition Bäumle GmbH

31,80 % = 248.040,00 €
23,20 % = 180.960,00 €
27,00 % = 210.600,00 €
11,26 % = 87.880,00 €
1,67 % = 13.000,00 €
1,67 % = 13.000,00 €
1,00 % =
7.800,00 €
1,00 % =
7.800,00 €
1,00 % =
7.800,00 €
0,40 % =
3.120,00 €

4.2.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die Stadt Freiburg i. Br.wird in der Gesellschafterversammlung der RHB durch ihren Finanzbürgermeister vertreten.
b)

Geschäftsführung

Martin Kuttler
Angaben über die gewährten Gesamtbezüge unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.
c)

Aufsichtsrat

Oliver Rein
Andreas Dicke
Peter Bercher
Thomas Birkenmeier
Alexander Hackenjos
Andreas Kempff
Otto Neideck
Dorothea Störr-Ritter
Alfred Vonarb

170

Bürgermeister der Stadt Breisach, Vorsitzender
stellvertretender Vorsitzender
Stadtrat a.D., Breisach
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Hauptgeschäftsführer, IHK
Erster Bürgermeister der Stadt Freiburg i. Br.
Landrätin, Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Bürgermeister a.D. der Stadt Breisach, Vorsitzender
Beteiligungsbericht 2018
- RHB -

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Jahr 2017 auf 10 T€.
Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i.V.m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister/innen und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr
übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg i. Br. abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs.
5 GemO auch für Gemeinderätinnen.
Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 9 Mitglieder an, davon eine Frau (11,1 %).
4.2.4 Beteiligungen des Unternehmens
Lagerhaus Breisach GmbH (66 %)
4.2.5 Wesentliche Verträge
- Grundstückspachtvertrag vom 23. November 2012. Das Betriebsgelände wird von der Stadt
Breisach am Rhein gepachtet. Das Pachtverhältnis begann am 1. Januar 2013 und endet
am 31. Dezember 2042. Die gepachtete Gesamtfläche beträgt 97.465 qm.
- Unterpachtvertrag zwischen der Gesellschaft und der Lagerhaus Breisach GmbH seit dem
1 Juli 1969 zur Überlassung von Hafengelände mit Zusatzvereinbarungen vom 10. Dezember 1986 und 15. November 1994. Der Pachtvertrag hat eine Laufzeit bis 31. Dezember
2017. Er verlängert sich jeweils um fünf Jahre, falls er nicht ein Jahr im Vorlauf gekündigt
wird. Der Vertrag wurde nicht gekündigt, so dass er somit eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2022 hat.
- Wasserrechtliche Erlaubnis des Regierungspräsidiums Freiburg vom 15. April 2005, die der
Gesellschaft ermöglicht, die im Bereich Rhein-km 225,90 bis 226,10 und 226,30 bis 227,58
der Gemarkung Breisach am Rhein bestehende Hafenanlage weiterhin zu betreiben. Die
wasseretliche Erlaubnis ist bis zum 31. Dezember 2023 erteilt.
4.2.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Der Schwerpunkt der wirtschaftlichen Tätigkeit liegt im Betrieb von Hafenanlagen mit dem
Be- und Entladen von Gütern, der Organisation von Transporten und Lagerung, der Verpachtung von Grundstücken, der Vermietung von Lagerhallen sowie der Betrieb einer öffentlichen Brückenwaage und aller damit verbundenen Dienstleistungen. Die Entwicklung der
Umschlagsmengen zeigt folgende Übersicht:
Ankunft (t)
Abgang (t)
Gesamt (t)

2013
249.870
441.030
690.900

2014
303.257
378.793
682.050

2015
232.026
287.194
519.220

Beteiligungsbericht 2018
- RHB -

2016
249.015
353.448
602.463

2017
257.358
351.081
608.439

171

4.2.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ
AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis

2016

2017

T€

T€

T€

528
2.796
3.324

597
2.659
3.256

736
2.621
3.357

910
2.340
3.250

900
2.300
3.200

2.619
595
110
3.324

2.634
587
36
3.256

2.648
623
86
3.357

2.550
650
50
3.250

2.500
600
100
3.200

2015

2016

2017

T€

T€

T€

1.071
77
1.148
131
790
26
303
1.250
-102
153

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern
Jahresüberschuss

b)

2015

51
-2
53

1.134
43
1.177
115
726
17
272
1.131
46
98
144
12
132

1.118
69
1.187
84
760
15
320
1.179
8
134
142
11
131

2018
Plan
T€

2018
Plan
T€

1.200
50
1.250
120
800
30
250
1.200
50
100

2019
Plan
T€

2019
Plan
T€

150
25
125

1.200
50
1.250
100
850
50
210
1.210
40
100
140
30
170

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Geschäftsjahr 2017
Bei den dem Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen e.V. angeschlossenen Umschlagsplätzen ist der Schiffsgüterumschlag gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig. Demgegenüber war bei der RHB GmbH beim wasserseitigen Güterumschlag ein Anstieg von 1 % zu
verzeichnen. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere Mehrmengen beim Umschlag
von Heizöl und Diesel, sowie Getreide und Holzpellets.
Investitionen
Im Berichtsjahr wurden Investitionen (ohne Finanzanlagen) in Höhe von 154 T€ getätigt.
Ausblick
Die weitere Entwicklung ist vor allem von der konjunkturellen Entwicklung der Branchen, die
ihre Produkte und Erzeugnisse in Breisach umschlagen, abhängig. Hinzu kommen einige
andere externe Faktoren, wie zum Beispiel die verkehrspolitisch sinnvolle Verlagerung von
Transporten auf die Wasserstraße.

172

Beteiligungsbericht 2018
- RHB -

Risikomanagement
Laut Risikobericht bestehen derzeit keine Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden oder die wirtschaftliche Lage wesentlich beeinträchtigen können.
Außerdem bestehen keine Währungsrisiken. Die Liquidität liegt weit über dem Durchschnitt,
so dass hier keine Engpässe zu erwarten sind. Die RHB GmbH verfügt über ein effizientes
Mahnwesen.

c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Das Stammkapital blieb im Berichtsjahr unverändert.

d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 15 Personen
(davon 13 Männer und 2 Frauen; Vorjahr: 15).

e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2013

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Investitionsquote
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow
Kostendeckungsgrad
Personalkennzahlen
Umsatz pro Vollzeitkraft
Personalkosten je Vollzeitkraft

2014

2015

2016

2017

%

16,0

16,2

15,9

18,3

21,9

%

>100
81,6
8,0

>100
80,9
192,6

>100
78,8
7,7

>100
80,9
364,7

>100
78,9
1.026,7

24,0
11,5
10,0
303
112,5

23,8
11,7
10,0
326
113,5

4,8
1,9
1,6
87
91,8

12,7
5,5
4,4
144
104,1

12,5
5,3
4,2
146
100,7

81,7
52

85,7
49

66,9
51

75,6
50

74,5
51

%
%

%
%
T€
%

T€
T€

Beteiligungsbericht 2018
- RHB -

173

4.3

Lagerhaus Breisach GmbH

4.3.1

Zweck und Gegenstand des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und der Betrieb von Siloanlagen und Lager, vornehmlich für Getreidelagerung, Umschlag und Transport.
4.3.2

Beteiligungsverhältnisse

Rheinhafen Breisach GmbH
Raiffeisen-Zentralgenossenschaft eG
4.3.3

66 % = 541.200,00 €
34 % = 278.800,00 €

Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die Rheinhafen Breisach GmbH wurde in der Gesellschafterversammlung durch ihre Geschäftsführung vertreten.
b)

Geschäftsführung

Martin Kuttler
Angaben über die gewährten Gesamtbezüge unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.
c)

Aufsichtsrat

Oliver Rein
Alfred Vonarb
Dr. Ewald Glaser
Heinrich B. Frings
Peter Bercher

Bürgermeister der Stadt Breisach, Vorsitzender
Bürgermeister a.D. der Stadt Breisach
Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen - Zentralgenossenschaft eG,
Karlsruhe -, stellvertretender Vorsitzender
Vorstand Bavaria AG
Stadtrat, Gesellschafter-Geschäftsführer, Erismann & Cie, Breisach

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Jahr 2017 auf 10 T€.

Beteiligungsbericht 2018

174

- Lagerhaus Breisach GmbH -

4.3.4

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a) Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
BILANZ
AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern
Jahresüberschuss

2015

2016

2017

T€

T€

T€

1.628
1.749
3.377

1.555
2.119
3.674

1.474
3.275
4.749

1.400
3.000
4.400

1.350
3.100
4.450

2.152
539
686
3.377

2.200
526
948
3.674

2.355
685
1.709
4.749

2.300
650
1.450
4.400

2.350
600
1.500
4.450

2015

2016

2017

T€

T€

T€

3.054
56
3.110
2.169
164
82
486
2.901
209
-2
207
96
111

3.029
44
3.073
2.134
110
82
402
2.728
345
-9
336
124
212

3.585
75
3.660
2.511
163
81
369
3.124
535
-15
520
160
360

2018
Plan
T€

2018
Plan
T€

2.500
50
2.550
1.800
160
80
285
2.325
215
-15
200
100
100

2019
Plan
T€

2019
Plan
T€

3.000
50
3.050
2.175
65
70
350
2.660
290
-20
270
120
150

Für diese mittelbare Beteiligung werden angesichts der Größenverhältnisse keine weiteren
Ausführungen im Beteiligungsbericht gemacht.

Beteiligungsbericht 2018

- Lagerhaus Breisach GmbH -

175

4.4

Energieagentur Regio Freiburg GmbH

4.4.1

Zweck und Gegenstand des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens sind im Verflechtungsbereich des Oberzentrums Freiburg
alle Geschäfte und Dienstleistungen sowie Maßnahmen, die mit einer dem Klimaschutz verpflichteten, sparsamen und umweltschonenden Energieverwendung zusammenhängen; dies
sind insbesondere:
- die Verbesserung des Wärmeschutzes im Gebäudebestand,
- die Förderung des Einsatzes energiesparender Haustechniken,
- die Förderung erneuerbarer Energien, insbesondere Solarenergie und
- die Integration lokaler Akteure in den Klimaschutzprozess.
4.4.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadt Freiburg i.Br.
Förderverein Energie- und Solaragentur Regio Freiburg e.V.
Klimaschutzpartner im Handwerk Regio Freiburg e.V.

33,3 % = 9.000,00 €
33,3 % = 9.000,00 €
33,3 % = 9.000,00 €

4.4.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, die Geschäftsführung und der
Beirat. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2017 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gesellschafterversammlung

Die Stadt Freiburg i. Br. wurde in der Gesellschafterversammlung durch Frau Bürgermeisterin Gerda Stuchlik und durch Herrn Dr. Klaus von Zahn (Umweltschutzamt), der Förderverein
Energie- und Solagentur Regio Freiburg e.V. durch Herrn Stefan Flaig, Vorstandsvorsitzender und durch Frau Diana Sträuber, Geschäftsführerin und die Klimaschutzpartner im Handwerk Regio Freiburg e.V. durch Herrn Thomas Braun, Vorstand und durch Herrn Wolfram
Seitz-Schüle, Handwerkskammer vertreten.
b)

Geschäftsführung

Dipl.-Ing. Rüdiger Fleck
Angaben über die gewährten Bezüge unterbleiben gemäß § 286 HGB.
c)

Beirat

Herr Ilgemann
Frau Steuer
Herr Disch
Herr Rogg
Herr Hoffmann
N.N.

Invest Consult Solar
IHK Südlicher Oberrhein
Eurosolar e.V.
badenova
Architektenforum
Kreishandwerkerschaft FR

Es wurden keine Angaben zu der Höhe der geleisteten Aufwandsentschädigungen für die
Beiratsmitglieder im Jahr 2017 gemacht.

176

Beteiligungsbericht 2018
- Energieagentur Freiburg -

Dem Beirat gehören fünf Personen an; davon eine Frau (= 20,0 %).
4.4.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Energieagentur Regio Freiburg GmbH hält Genossenschaftsanteile von 168,55 € an der
OekoGeno eG, Freiburg und 500,00 € an der GLS Gemeinschaftsbank eG.
4.4.5 Wesentliche Verträge
Es liegen keine wesentlichen Verträge vor.
4.4.6 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Energieagentur Regio Freiburg wurde zum 30.08.1999 gegründet. Die Gesellschaft hat
sich im Berichtsjahr in folgenden Geschäftsbereichen agiert:
- Kampagnenarbeit zum Thema Strom und Wärmeeinsparung,
- Gutachten und Konzepte für Gewerbeunternehmen, kirchliche Einrichtungen, Baugesellschaften und Kommunen,
- Beratungen von Hauseigentümern nach dem Vor-Ort-Beratungsprogramm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA),
- Publikationen und Informationsarbeit,
- Vortragsveranstaltungen, Seminare und Messebeteiligungen und
- Tagungsbetrieb.
4.4.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe
1

2015

2016

2017

T€

T€

T€

75
507
0
582

58
545
6
609

42
369
7
418

264
114
201
3
582

351
93
165
0
609

214
43
160
0
418

2018
Plan 1
T€

2019
Plan 1
T€

Für die Jahre 2018 und 2019 wurden keine Planbilanzen erstellt.

Beteiligungsbericht 2018
- Energieagentur Freiburg -

177

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Umsatzerlöse
Bestandsveränderung
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen/ Ertrag ("-" = Erstattung)
Jahresergebnis

b)

2015
T€
1.624
-149
19
1.494
276
752
22
355
1.405
89
-1
88
0
88

2016
T€
1.329
43
87
1.459
239
751
24
340
1.355
104
-1
103
17
86

2017
T€
1.288
-50
77
1.315
355
801
21
285
1.462
-147
-1
-148
13
-136

2018
Plan
T€
1.379
0
0
1.379
248
760
0
292
1.300
79
0
79
0
79

2019
Plan
T€
1.350
0
0
1.350
260
800
20
250
1.330
20
0
20
0
20

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Nach § 264 Abs. 1 Satz 3 HGB sind kleine Kapitalgesellschaften von der Verpflichtung zur
Aufstellung eines Lageberichtes befreit. Ein Lagebericht wurde daher nicht erstellt.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Das gezeichnete Kapital sowie die Rücklagen blieben im Berichtsjahr unverändert.
d)

Personalentwicklung

Für das Geschäftsjahr 2017 sind durchschnittlich 29 Beschäftigte auszuweisen (davon 14
Männer und 15 Frauen; Vorjahr: 29).
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Aufgrund der Struktur und des Aufgabenspektrums der Gesellschaft wird auf den Ausweis
von Kennzahlen verzichtet.

178

Beteiligungsbericht 2018
- Energieagentur Freiburg -

III

Darstellung der einzelnen Eigenbetriebe

1

Eigenbetrieb Stadtentwässerung Freiburg i.Br.

1.1

Zweck und Gegenstand des Eigenbetriebs

Zweck des Eigenbetriebes ist die Beseitigung des in der Stadt Freiburg i. Br. angefallenen
Abwassers nach Maßgabe der "Stadtentwässerungssatzung" in der jeweils geltenden Fassung.
1.2

Besetzung der Organe

Organe des Eigenbetriebes sind der Gemeinderat, der Betriebsausschuss und die Betriebsleitung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den 31.12.2017 und berücksichtigt die
sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gemeinderat

Der Gemeinderat entscheidet außer über die in § 9 Abs. 1 des EigBG und § 39 Abs. 2 der
GemO genannten Angelegenheiten auch über die Änderungen des Wirtschaftsplans und
über die in § 5 Abs. 2 und Abs. 3 der Eigenbetriebssatzung genannten Angelegenheiten,
soweit dafür nicht die Betriebsleitung oder nach der Eigenbetriebssatzung ein Ausschuss
zuständig ist. Darüber hinaus entscheidet der Gemeinderat über die allgemeine Festsetzung
von Tarifen, die Festsetzung der allgemeinen Lieferbedingungen sowie sonstige wichtige
Angelegenheiten des Eigenbetriebs.
b)

Betriebsausschuss

Dem Hauptausschuss der Stadt Freiburg i. Br. wurde als Betriebsausschuss die Vorberatung
der dem Gemeinderat zur Entscheidung vorbehaltenen Angelegenheiten übertragen.
c)

Betriebsleitung

Erster Betriebsleiter
Zweiter Betriebsleiter
1

Dipl. Ing. Peter Reuß
Dipl. Ing. Frank Uekermann1

in Personalunion Amtsleiter Garten- und Tiefbauamt

1.3

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zweck

Seit 01.01.1999 werden vertragsgemäß die operativen Aufgaben der Stadtentwässerung
durch die bnNETZE GmbH erledigt. ESE hat die Auftraggeberfunktion im Bereich Stadtentwässerung und nimmt seit dem 01.01.2017 zusätzlich die Bauherrenaufgaben wahr. Von
hier werden die Standards vorgegeben und überwacht. Der Eigenbetrieb nimmt ferner sämtliche Hoheitsaufgaben im Bereich Stadtentwässerung wahr. Den Stand der Erfüllung des
öffentlichen Zwecks zeigt nachfolgende Tabelle:

Beteiligungsbericht 2018
- ESE -

179

2013
Kanalausbau
-Gesamtlänge Erweiterung
-Investitionsvolumen
Kanalsanierung
-Gesamtlänge Sanierung
-Sanierungsvolumen
Abwassermengen
Versiegelte Flächen
Regenrückhaltebecken
Regenüberlaufbecken
Hausentwässerungsgenehmig.
Erschließungsobjekte

(ø BRD, ø BW)
1

2016

2017

1.828
733

2.583
1.285

1.281
733

171
422

0
1
308

m
T€

3.866
6.000
13.393

2.577
6.507
13.387

2.090
5.430
13.511

1.709
6.595
13.560

1.589
4.975
14.130

10.183
7
5
247
12
1,8
87

10.109
8
6
197
7
2,5
53

10.084
8
6
260
11
1,2
63

10.020
8
6
243
11
0,1
39

9.979
8
6

Tm³
Tm²
Anzahl
Anzahl
Anzahl
Anzahl
Anzahl
€/m3

(ø BRD, ø BW)

Niederschlagswasser

2015

m
T€

km

Widersprüche
Gebühren
Schmutzwasser

2014

€/m2 J

1,36

1,36

1,37

1,37

215
12
0
31
1,27

(2,13/1,90)

(2,13/1,90)

(2,13/1,90)

(2,13/1,94)

(2,15/1,95)

(0,85/0,45)

(0,85/0,46)

(0,85/0,45)

(0,85/0,46)

(0,95/0,47)

0,697

0,697

0,74

0,74

0,74

Die ausgewiesenen Investitionen sind für Baunebenleistungen wie z.B. für Bodenuntersuchungen oder Abrechnungen für Planungsarbeiten angefallen.

Die Investitions- und Sanierungskosten sind abhängig von der Komplexität der jeweiligen
Projekte, von der Wahl der anzuwendenden Verfahren und der Größe der Kanäle.
1.4

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ
AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Fördermittel / Zuschüsse
Kanalbeiträge
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe
1

2015

2016

2017

T€

T€

T€

2018
Plan1
T€

2019
Plan1
T€

196.146 199.392 200.226
14.247
16.807
15.795
0
0
0
210.393 216.199 216.021
-1.068
-558
2.191
13.875
13.528
13.540
15.535
15.074
14.645
3.133
5.303
4.330
178.918 182.852 181.314
210.393 216.199 216.021

Bilanzwerte werden nicht beplant, Nennung wäre nur durch Berechnung möglich, was allerdings nur mit sehr
großen Unsicherheiten und erheblichem Aufwand möglich wäre. Daher wird von der Nennung von Werten abgesehen.

180

Beteiligungsbericht 2018
- ESE -

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2015

Umsatzerlöse
Bestandsveränderungen
andere aktiviere Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Außerordentliches Ergebnis
Sonstige Steuern
Jahresergebnis

31.961
0
29
252
32.243
20.393
565
4.552
328
25.838
6.405
-5.213
1.192
-7
0
1.185

b)

T€

2016
T€

2017

30.439
30
21
477
30.967
19.378
567
4.705
823
25.473
5.494
-4.985
509
0
0
509

T€

32.600
-30
19
80
32.669
19.217
546
4.888
268
24.918
7.751
-5.002
2.750
0
0
2.750

2018
Plan

2019
Plan

31.203
0
25
1.024
32.252
20.861
696
4.897
280
26.734
5.518
-5.236
282
0
0
282

32.060
0
25
71
32.156
22.036
775
5.095
288
28.194
3.964
-5.132
-1.168
0
0
-1.168

T€

T€

Gebührenentwicklung

Für die Kalkulationszeiträume 2015/2016 und 2017-2019 gelten folgende Abwassergebühren:

Getrennter Gebührenmaßstab
-Schmutzwasser
-Niederschlagswasser
1

2015-2016
ab
01.01.2015
Freiburg
1,37 €/m³
0,74 €/m²J

2017-2019
ab
01.01.2017
Freiburg
1,27 €/m³
0,74 €/m²J

2017

1

Vergleichsgebühr BRD
2,15 €/m³
0,95 €/m²J

2017

1

Vergleichsgebühr BW
1,95€/m³
0,47 €/m²J

DWA (Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.) bzw. Statistisches Landesamt
Baden-Württemberg

Für den Kalkulationszeitraum 2017 bis 2019 konnte die Schmutzwassergebühr um 7,3 % auf
1,27 €/m³ abgesenkt werden. Dies ist insbesondere auf die Berücksichtigung von Überdeckungen der Jahre 2012 bis 2014 in Höhe von 2,9 Mio. € in dieser Sparte zurück zu führen.
Die Niederschlagswassergebühr bleibt im oben genannten Kalkulationszeitraum konstant. Im
Schmutzwasserbereich liegen die Entwässerungsgebühren immer noch deutlich unter den
Mittelwerten der Bundesrepublik Deutschland bzw. Baden-Württemberg. Die im Vergleich
zum Landesdurchschnitt als hoch erscheinenden Niederschlagswassergebühren begründen
sich mit den städtischen Begebenheiten einer Großstadt. Auch andere Großstädte weisen
erhebliche über dem Landesdurchschnitt liegende Gebührensätze auf (z.B. Mannheim 2016:
0,81 €/m²J).
Nach einer Umfrage von „Haus und Grund“ aus dem Jahr 2017 hat Freiburg die drittgünstigste Abwassergebühr der 100 größten Städte Deutschlands.
c)

Personalentwicklung

Im Geschäftsjahr 2017 waren durchschnittlich 6 Personen (davon 3 Männer und 3 Frauen;
Vorjahr:7) beim Eigenbetrieb Stadtentwässerung beschäftigt.
Beteiligungsbericht 2018
- ESE -

181

d)

Entwicklung und Ausblick

Geschäftsverlauf 2017
Das Jahr 2017 war neben der Überwachung der Aufgaben- und Gebührenverantwortung und
der Standards nach dem Leistungsverzeichnis gegenüber der bnNETZE GmbH im Wesentlichen von der Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes für das Wirtschaftsjahr 2016, die Erarbeitung einer neuen Struktur für die Organisation der Stadtentwässerung
ab 2017 und die Auflösung der AWF und Umsetzung der Aufgabenübertragung auf den ESE
zum 01.01.2017 geprägt.
Investitionen
Im Jahr 2017 wurden Investitionen in Höhe von 5.533 T€ getätigt; davon für Kanalsanierungen (4.975 T€), Kanalerschließungen (308 T€), Sonderbauwerke (243 T€) und Sonstiges
(7 T€).
Ausblick
Aufgrund zeitlicher Verschiebungen und Kapazitätsengpässen in 2017 wurde das Investitionsbudget 2018 auf rund 12,3 Mio. € erhöht (vgl. Drucksache G-17/235). Das beschlossene
Investitionsvolumen wird voraussichtlich in 2018 vollständig umgesetzt werden können.
Risikomanagement
Mit Maßnahmen zur kontinuierlichen Kontrolle und Überwachung des Kanalnetzes wie z. B.
laufende TV-Untersuchungen, regelmäßige Funktionsprüfungen der Regenwasserbehandlungsanlagen, die konsequente Kanalnetzsanierung sowie der regelgerechte Ausbau aller
Anlagen kann das Risiko eines schadhaften Kanalnetzes deutlich minimiert werden. Damit
kann für die Stadt Freiburg i. Br. eine Entsorgungssicherheit in hohem Maße gewährleistet
werden.
Auch durch den Klimawandel eventuell verursachte Überlastungen werden aufgrund der
meisten vorhandenen Kapazitätsreserven für beherrschbar gehalten. Dieses Thema wird
auch im Zusammenhang mit der demnächst anlaufenden Untersuchung der Auswirkungen
von Starkniederschlägen weiter hinterfragt.
Risiken in der Gebührenkalkulation liegen in einer nicht geplanten bzw. vorhersehbaren Veränderung der der Kalkulation zu Grunde gelegten Parameter (erhebliche Kostensteigerungen, Verbrauchsveränderungen sowie der Rückgang der versiegelten Flächen), die im Zeitablauf zu höheren Gebühren führen können.

182

Beteiligungsbericht 2018
- ESE -

2

Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Freiburg i. Br.

2.1

Gegenstand des Eigenbetriebs

Zweck des Eigenbetriebes ist das Entsorgen der in der Stadt Freiburg i. Br. angefallenen
Abfälle entsprechend dem Abfallwirtschaftskonzept der Stadt Freiburg i. Br. und nach Maßgabe der Satzung über die Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Abfällen in der
Stadt Freiburg i. Br.. Der Eigenbetrieb bedient sich zur Erfüllung dieser Aufgaben der ASF
GmbH.
2.2

Besetzung der Organe

a)

Gemeinderat

Der Gemeinderat entscheidet außer über die in § 9 Abs. 1 des EigBG und § 39 Abs. 2 der
GemO genannten Angelegenheiten auch über die Änderungen des Wirtschaftsplans und
über die in § 5 Abs. 2 und 3 der Eigenbetriebssatzung genannten Angelegenheiten, soweit
dafür nicht die Betriebsleitung oder nach der Eigenbetriebssatzung der Betriebsausschuss
zuständig ist. Darüber hinaus entscheidet der Gemeinderat über die allgemeine Festsetzung
von Tarifen, die Festsetzung der allgemeinen Lieferbedingungen sowie sonstige wichtige
Angelegenheiten des Eigenbetriebs.
b)

Betriebsausschuss

Der Hauptausschuss der Stadt Freiburg i. Br. übernimmt die Funktion eines beschließenden
Betriebsausschusses für den Eigenbetrieb. Dem Betriebsausschuss werden im Bereich der
Wirtschaftsführung verschiedene Aufgaben übertragen, soweit nicht die Betriebsleitung zuständig ist. Der Betriebsausschuss berät alle Angelegenheiten des Eigenbetriebs vor, die der
Entscheidung des Gemeinderats vorbehalten sind.
c)

Betriebsleitung

Erster Betriebsleiter
Zweite Betriebsleiterin
1

Dr. Dipl.-Ing. Klaus von Zahn1
StVRin Susann Wurst

in Personalunion Amtsleiter Umweltschutzamt

2.3

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

angeschlossene Haushalte
angeschlossene Gewerbebetriebe
Sammelmengen kg/EW
Restmüll (Restmüll Ø BW)
Sperrmüll
PPK
Bioabfälle

2013
98.262
4.336

2014
99.222
4.744

2015
99.953
4.776

2016
101.447
4.798

2017
102.462
4.866

94 (125)
18
92
85

93 (123)
17
92
85

92 (118)
19
91
81

91 (120)
18
87
82

90 (118)
18
84
84

Als Koordinationsstelle zwischen der beauftragten ASF GmbH und Stadt Freiburg i. Br. hat
der EAF ein überwiegend hoheitliches Aufgabenspektrum und nimmt Steuerungsaufgaben in
der Abfallwirtschaft sowie die Vertragskontrolle und -fortschreibung wahr. In 2017 sind folgende Tätigkeiten und Entwicklungen hervorzuheben:
Beteiligungsbericht 2018
- EAF -

183

• Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 28.11.2017 die Änderung der Abfallwirtschaftssatzung beschlossen (G-17/233). Die wesentlichsten Satzungsänderungen waren die Begrenzung der Annahme von Wertstoffen auf den Recyclinghöfen auf 4 cbm pro Anlieferung
und Tag, die Einführung einer Regelung für die Abfallentsorgung in Ferienhäusern und Ferienwohnungen und die Befugnis im Einzelfall für eine effiziente Sammlung und Abholung
von Sperrmüll, Schnittgut und Christbäumen Anordnungen treffen zu können.
• Im Berichtsjahr wurden 14 Widersprüche eingelegt, in einem Fall Klage erhoben.
• Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit wurde im Jahr 2017 die Arbeit mit Geflüchteten in der
Hammerschmiedstraße begonnen. Da ein Umzug aus städtebaulichen Gründen notwendig
war, konnte die Abfalltrennung für diese Bewohner zum ersten Mal seit 15 Jahren thematisiert werden. Diese Arbeit wird in anderen Unterkünften weitergeführt und soll auch die
Grundlage schaffen, dass sie später in einer eigenen Wohnung mit der Abfalltrennung bereits vertraut sind.
• Der Gemeinderat hat am 28.11.2017 die Anpassung des Entsorgungsvertrages mit der
Gesellschaft Abfallwirtschaft Breisgau (GAB) beschlossen (G-17/233). Hintergrund der Änderung ist eine strategische Partnerschaft mit der SUEZ Deutschland GmbH zur Entsorgung von kommunalen Restabfällen aus dem Landkreis Rastatt aus dem Kontingent der
GAB bei der TREA. Dadurch verringert sich das untere Mengenfenster der Stadt bei der
TREA um 829 t und schafft damit einen Puffer zur „bring or pay“ - Regelung.
• Im gesamten südwestlichen Bereich Baden-Württembergs und somit auch im Raum Freiburg und Breisgau-Hochschwarzwald herrscht seit geraumer Zeit ein Defizit an Entsorgungsmöglichkeiten für nicht gefährliche Abfälle mit sehr geringem organischen Anteil (Deponieklasse 1 (DK 1)) und vor allem auch für gering belastete mineralische Abfälle der Deponieklasse 0 (DK 0). Die Stadt Freiburg i. Br. und der Landkreis BreisgauHochschwarzwald kooperieren in diesem Bereich seit Jahren miteinander. Derzeit plant der
Landkreis eine neue Deponie für DK 1-Abfälle auf der Gemarkung von Eschbach, die im
Rahmen einer regionalen Kooperation auf Basis einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung
auch für Abfälle aus Freiburg sein soll.
• Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 02.05.2017 Maßnahmen zur Verbesserung des
Sauberkeitsgrads in der Stadt Freiburg i. Br. beschlossen (G-16/142). Die Einrichtung eines
weiteren Reinigungsbezirks, der erweiterte Einsatz des Urinmobils, die Entfernung von
Kaugummirückständen sowie die Installation von 30 weiteren Abfallkörben im Stadtgebiet
betrafen dabei den Bewirtschaftungsrahmenvertrag. Dieser wurde in Form der 6. ergänzenden Vereinbarung fortgeschrieben.
• Nach der Verlagerung des Gebühreneinzuges und des Mahnwesens auf die ASF GmbH
zum 01.07.2015 ist aufgrund von umfangreichen Programmier- und Abstimmungsprozessen die Übergabe der Vollstreckungsfälle bis zum Jahresende noch immer nicht im Echtlauf.

184

Beteiligungsbericht 2018
- EAF -

• Im Zuge des Stadionneubaus des SC Freiburg war es erforderlich, Ausgleichsflächen von
insgesamt 17 ha für das dort vorhandene, rechtlich geschützte Magerrasenbiotop zu finden.
Auf der Deponie sollen davon 8,6 ha bodensaurer Magerrasen realisiert werden.
2.4

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ
AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

1

2015

2016

2017

T€

T€

T€

4.523
21.812
424
26.759

4.458
13.724
441
18.623

4.394
13.677
437
18.508

-1.958
21.833
6.883
1
26.759

-1.092
18.121
1.593
1
18.623

-597
16.393
2.711
1
18.508

T€

2019
Plan1
T€

Bilanzplanzahlen für 2018 und 2019 liegen nicht vor und sind auch nicht Bestandteil des Wirtschaftsplans.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2015

2016

2017

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge
Materialaufwand1
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen1
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Sonstige Steuern
Jahresergebnis

T€
21.795
869
22.664
4.050
423
54
18.739
23.266
-602
297
-305
34
-339

T€
23.459
1.390
24.849
4.236
429
54
19.519
24.238
611
290
901
34
867

T€
23.852
1.364
25.216
22.134
425
54
2.334
24.947
269
261
530
35
495

1

2018
Plan1

2018
Plan
T€
23.630
657
24.287
4.228
414
54
19.850
24.546
-259
295
36
35
1

2019
Plan
T€
25.463
1.796
27.259
23.609
447
54
3.270
27.380
-121
158
37
37
0

Die deutliche Veränderung der Positionen Materialaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen im Jahr
2017 gegenüber den Vorjahren ist auf die Neuregelungen im BilRUG zurückzuführen, wonach die Betreiberentgelte nicht mehr bei den sonst. betriebl. Aufwendungen gebucht werden dürfen, sondern dem Materialaufwand
zuzuordnen sind.

b)

Gebührenentwicklung

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 28.11.2017 die Gebührenkalkulation 2018/2019
beschlossen (G-17/233). Das Ergebnis der Kalkulation führt zu einer Gebührenerhöhung bei
den Haushalten von durchschnittlich rd. 2,85 % (was einer jährlichen Erhöhung von etwa
1,4 % entsprechen würde), bei den gefäßbezogenen Gebühren von rd. 3,55 % (was einer

Beteiligungsbericht 2018
- EAF -

185

jährlichen Erhöhung von etwa 1,8 % entsprechen würde) und den Selbstanlieferern an die
Umschlagstation Eichelbuck je nach Abfallart im Schnitt um rd. 6,63 %.
c)

Personalentwicklung

Im Geschäftsjahr 2017 waren durchschnittlich 5 Personen (davon 1 Mann und 4 Frauen;
Vorjahr: 4) beim Eigenbetrieb Abfallwirtschaft beschäftigt.
d)

Entwicklung und Ausblick

Ein wesentlicher Kostenfaktor des Gebührenhaushalts ist das Betreiberentgelt der ASF, welches zuletzt am 15.12.2015 für die Jahre 2016 bis 2019 vom Gemeinderat beschlossen wurde (G-15/111). Dieses wird jährlich anhand einer Preisrevisionsformel, die die wesentlichen
Kostenfaktoren der ASF abbildet, fortgeschrieben. Da die Abfallwirtschaft ein sehr personalund treibstoffintensiver Bereich ist, wirken sich Veränderungen in diesen Bereichen auch auf
das Betreiberentgelt und damit auch auf den Gebührenhaushalt aus.
Weiterhin ist die wirtschaftliche Entwicklung geprägt durch das niedrige Zinsniveau bis hin
zur Zahlung von Verwahrgeldern für Gelder auf dem Girokonto bzw. im Cashpool.
Die Erfolge der Kampagne „Deckel zu!“ sowie der Anschluss von Wohnheimen zeigen sich
an den Gebührenmehreinnahmen und entlasten künftig alle Haushalte gleichermaßen. In
2018 sollen die Flüchtlings- und Obdachlosenheime auf die kommunale Abfallentsorgung
umgestellt werden. Dies betrifft 16 Objekte, in denen ca. 2.100 Personen wohnen. Der Anschluss von weiteren Wohnheimen an das kommunale System soll weiterhin vorrangig umgesetzt werden. Dies betrifft beispielsweise auch Personen, die in einer Einrichtung für Betreutes Wohnen leben und dort als Privathaushalt eigenständig wirtschaften.
Seit Anfang 2017 wird geprüft, ob die Ergänzung des bestehenden Abfallbehälterspektrums
durch Unterflurbehälter für die Stadt sinnvoll wäre. Neben den Effekten auf die Abfallgebühren und die Sauberkeit sind dabei auch stadtplanerische Aspekte in eine Entscheidungsfindung mit einzubeziehen. Der Gemeinderat wir im Dezember 2018 entscheiden, ob dieses
neue System eingeführt wird.
Eine Entspannung der angespannten Situation bei der Entsorgung von Bodenaushub kann
durch den neuen Stadtteil Dietenbach erfolgen. Die dort benötigten Erdmassen für die Auffüllung bieten ein hohes Potential für die Verwertung von Erdaushub. Daher wird geprüft, ob
auf der Fläche des künftigen Baugebiets ein Erdaushubzwischenlager eingerichtet werden
kann. Das dort angelieferte Material soll dann direkt im Neubaugebiet wiederverwendet werden, wodurch Deponievolumen geschont und Fahrtwege minimiert werden können.
Das Nachnutzungskonzept auf der Deponie Eichelbuck umfasst die Weiternutzung der bestehenden abfallwirtschaftlichen Anlagen wie z.B. des Abfallumschlags, die Annahme des
Grünschnitts aus Freiburg sowie Anlagen zur stofflichen und energetischen Verwertung. Zur
Sicherung des Betriebs dieser Anlagen hat der Gemeinderat am 26.06.2018 den entsprechenden Bebauungsplan beschlossen (G-18/089).

186

Beteiligungsbericht 2018
- EAF -

3

Eigenbetrieb Friedhöfe Freiburg i.Br.

3.1

Zweck und Gegenstand des Eigenbetriebs

Zweck des Eigenbetriebes ist die Bereitstellung und Pflege von Friedhöfen und Gräbern, der
Betrieb der Feuerbestattungsanlage, die Vorhaltung von Bestattungseinrichtungen, die
Vorbereitung, Durchführung und Abwicklung von Bestattungen, die Erhaltung künstlerisch
oder geschichtlich wertvoller Grab- und Denkmale in den Friedhöfen, die Wahrnehmung der
Aufgaben nach dem Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und
Gewaltherrschaft (Gräbergesetz), die Übernahme der Aufgaben des städtischen
Bestattungsdienstes als kommunales Bestattungsunternehmen (Abwicklung von
Sterbefällen,
Verkauf
von
Trauerartikeln,
Leichentransporte,
Überführungen
Sterbevorsorge).
3.2

Besetzung der Organe

Organe des Eigenbetriebes sind der Gemeinderat, der Betriebsausschuss und die
Geschäftsleitung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den 31.12.2017 und
berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gemeinderat

Der Gemeinderat entscheidet außer über die ihm in § 9 Abs. 1 des EigBG und § 39 Abs. 2
der GemO genannten Angelegenheiten auch über die Festsetzung und Änderungen des
Wirtschaftsplans sowie über die in § 3 der Betriebssatzung geregelten Angelegenheiten,
soweit hierfür nicht die Betriebsleitung oder der Betriebsausschuss zuständig ist.
b)

Betriebsausschuss

Der Hauptausschuss (HA) entscheidet über alle Angelegenheiten gem. § 5 Betriebssatzung,
soweit nicht der Gemeinderat bzw. die Betriebsleitung zuständig ist.
c)

Betriebsleitung

Erster Betriebsleiter
Zweiter Betriebsleiter
3.3

Martin Leser
Clemens Heidenreich

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Der Schwerpunkt der Tätigkeit des EBF gliedert sich in die Aufgabenbereiche
Bestattungsbetrieb und Pflege/Unterhaltung der Friedhofsanlagen (Friedhöfe) sowie
Bestattungsvorbereitungen wie die Abwicklung von Sterbefällen, Verkauf von Trauerartikeln,
Leichentransporte etc. (Bestattungsdienst). Der Bereich Friedhöfe ist aufgeteilt in
gebührenfähige und nichtgebührenfähige Leistungsbereiche:
Gebührenfähige Leistungsbereiche
- Erdbestattung
- Feierhallen
- Urnenbeisetzungen
- Ausgrabung/Umbettung
- Grabnutzung

Nichtgebührenfähige Leistungsbereiche
- Einäscherung
- Grabpflege
- Öffentliches Grün
- Kriegs- und Ehrengräber

Beteiligungsbericht 2018
- EBF -

187

Die nachstehende Übersicht zeigt die Entwicklung der einzelnen Leistungsbereiche:
Erdbestattungen
Urnenbeisetzungen
Benutzung der Einsegnungshallen
Benutzung der Einstellräume (Tage)
Einäscherungen

2013
543
1.141
988
4.454
1.194

2014
538
1.151
1.020
4.299
1.234

2015
551
1.302
1.065
4.900
1.431

2016
455
1.166
959
4.562
1.331

3.4

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Fördermittel / Zuschüsse
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe
1

2015

2016

2017

T€

T€

T€

12.339
15.739
28.078

13.169
15.812
28.981

14.093
15.042
29.135

4.061
2.335
966
4.901
15.815
28.078

4.402
2.287
582
5.835
15.875
28.981

4.568
2.239
598
5.811
15.920
29.135

2015

2016

2017

2017
478
1.168
973
4.805
1.340

2018
Plan1
T€

2019
Plan1
T€

2019
Plan
T€
5.962

Der EBF erstellt keine Planbilanzen

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Umsatzerlöse
Bestandsveränderung
Zu aktivierende Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
5.579
3
7
324
5.913

T€
5.642
1
1
261
5.905

T€
5.669
2
0
68
5.739

2018
Plan
T€
5.742
0
3
45
5.790

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

1.653
2.942
381
370
5.346

1.649
3.047
386
366
5.448

1.597
3.065
391
408
5.461

1.510
3.182
503
430
5.625

1.633
3.264
560
380
5.837

567
-2
564
126
438

457
-3
454
113
341

278
12
290
124
166

165
-13
152
85
67

196
-2
194
71
123

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern v. Einkommen/Ertrag und sonstige
Jahresergebnis

b)

3
68
6.033

Gebührenentwicklung

Für den Zeitraum 2016 bis 2017 wurde dem Gemeinderat mit der Drucksache G-15/159 bzw.
der Ergänzungsdrucksache G-15/159.1 am 15.12.2015 eine neue Gebührenkalkulation zur

188

Beteiligungsbericht 2018
- EBF -

Beschlussfassung vorgelegt. Für den Zeitraum 2018 bis 2019 wurde ebenfalls dem
Gemeinderat mit der Drucksache G-17/198 zur Beschlussbefassung die Kalkulation der
Friedhofgebühren vorgelegt.
c)

Personalentwicklung

Im Geschäftsjahr 2017 waren durchschnittlich 53,5 Personen (davon 40,25 Männer und
13,25 Frauen; Vorjahr: 56,25) beim Eigenbetrieb Friedhöfe beschäftigt.
d)

Entwicklung und Ausblick

Geschäftsverlauf 2017
In den vergangenen Jahren mussten weitreichende Änderungen im Bestattungsverhalten
festgestellt werden. Urnenbeisetzungen sind die überwiegende Bestattungsart und haben
inzwischen einen Anteil von über 70 % und weisen eine weiter steigende Tendenz aus. Die
Zahl der Grabverlängerungen ist verglichen mit dem Vorjahr, leicht gestiegen. Der
Auslastungsgrad und damit der Flächenbedarf der Friedhöfe sinken kontinuierlich. Ca. 40 %
der Friedhofsflächen (ohne Reserveflächen) werden zurzeit nicht genutzt.
Die im Freiburger Krematorium durchgeführte Zahl von Verbrennungen ist gegenüber dem
Vorjahr leicht angestiegen. Auch im Jahr 2017 konnte erneut ein Überschuss erwirtschaftet
werden.
Bezüglich des Verwaltungsgebäudes für die Friedhofverwaltung und den Bestattungsdienst
wird auf die Ausführungen in den Drucksachen G-15/097 und G-16/007 verwiesen. Mit Stand
31.12.2017 wurden für den Neubau bereits knapp 1.848 T€ verausgabt.
Investitionen
Der Eigenbetrieb Friedhof tätigte im Betriebsjahr 2017 Investitionen in Höhe von 1.348 T€.
Davon entfallen rund 1,2 Mio. € auf Anlagen im Bau für das neue Verwaltungsgebäude
sowie rund 60 T€ auf die Anschaffung für Fahrzeuge.
Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2018 wird ein positives Jahresergebnis in Höhe von 67 T€ erwartet.
Risikomanagement
Die Wirtschafts- und Ertragslage der Friedhöfe wie auch des Bestattungsdienstes wird stets
von der Inanspruchnahme der Friedhofseinrichtungen, den Sterbefallzahlen sowie der
Veränderungen in der Bestattungskultur bestimmt. Zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit wird
die Verwaltung weiterhin permanent die Kostenstruktur in den verschiedenen
Leistungsbereichen überprüfen.

Beteiligungsbericht 2018
- EBF -

189

4

Eigenbetrieb Theater Freiburg i.Br.

4.1

Zweck und Gegenstand des Eigenbetriebs

Zweck des Eigenbetriebes ist die Pflege und Förderung der darstellenden Künste und des
Konzertwesens, die Förderung der Kommunikation unter der Bevölkerung und deren
Identität mit der Stadt Freiburg und ihrer Region, sowie die Unterhaltung und der Betrieb der
Einrichtungen und die Durchführung von Theateraufführungen, Konzertveranstaltungen
sowie sonstigen künstlerischen und kommunikativen Veranstaltungen. Der Eigenbetrieb
dient ausschließlich und unmittelbar der Förderung von Kunst und Kultur. Er verfolgt damit
gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der
Abgabenordnung.
4.2

Besetzung der Organe

Organe des Eigenbetriebes sind der Gemeinderat, der Betriebsausschuss und die
Geschäftsleitung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den 31.08.2017 und
berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2016/2017 ergebenden Veränderungen.
a)

Gemeinderat

Der Gemeinderat entscheidet über alle Angelegenheiten, die ihm durch die GemO und
EigBG vorbehalten sind und nicht übertragen werden können oder nicht im Rahmen der
Eigenbetriebssatzung auf den Betriebsausschuss oder die Betriebsleitung übertragen
worden sind.
b)

Betriebsausschuss

Für den Eigenbetrieb Theater wird ein eigenständiger Theaterausschuss als
Betriebsausschuss gebildet. Die Aufgaben und Zuständigkeiten dieses Ausschusses richten
sich nach § 7 der Eigenbetriebssatzung. Der Theaterausschuss setzte sich im Geschäftsjahr
wie folgt zusammen (Stichtag: 31.08.2017):
Vorsitzender:
Stadträt_innen:

Sachkundige:

Ulrich von Kirchbach, Bürgermeister Stadt Freiburg i. Br.
Renate Buchen, Pia Federer, Graf Nikolaus von Gayling-Westphal,
Carolin Jenkner, Wendelin Graf von Kageneck, Türkan Karakurt, Atai
Keller, Karl-Heinz Krawczyk, Michael Moos, Simon Waldenspuhl,
Timothy Simms, Maria Viethen,
Constanze Ganter, Margarete Mehring-Fuchs (bis 25.07.2017), Dr.
Rüdiger Nolte, Michael Pistecky, Dr. Gisela Riescher, Volker
Spietenborg, Dr. Corinna Zimber.

Die Mitglieder des Theaterausschusses erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr keine
Bezüge.
Dem Aufsichtsrat gehören insgesamt 20 Mitglieder an; davon 9 Frauen (45 %).
c)

Betriebsleitung

Erste Betriebsleiterin:
Erster Betriebsleiter:
Zweite Betriebsleiterin:

190

Intendantin Barbara Mundel (bis 31.07.2017)
Intendant Peter Carp (ab 01.08.2017)
Kaufmännische Direktorin Tessa Beecken
Beteiligungsbericht 2018
- ETF -

4.3

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Der Eigenbetrieb Theater Freiburg hat ein abweichendes Wirtschaftsjahr (01.09. - 31.08.). In
der Zielvereinbarung zwischen der Stadt und dem Theater sind jeweils konkrete Zielkorridore
festgelegt. Für die Gesamtbesucherzahl ist ein Korridor zwischen 210.000 - 220.000
vereinbart. Die Entwicklung der Besucherzahlen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen sowie
dem Zuschussbedarf zeigt folgende Übersicht:
1

2013/2014 2014/2015 2015/2016 2016/2017 2017/2018
Besucher_innen
183.347
194.912
186.683
176.173
176.150
Umsatzerlöse (€)
2.955.775 2.961.781 2.877.737 3.007.685 3.454.000
Umsatzerlöse pro Besucher_innen (€)
16,13
15,19
15,41
17,07
19,60
Zuschuss insgesamt (€)
24.102.153 24.260.348 24.591.690 25.440.501 26.542.460
8.209.300

- davon Landeszuschuss
2

- davon städtischer Zuschuss

15.892.853

Zuschuss pro Besucher_innen (€)
1
2

1

131,46

1

8.445.700
15.814.648

1

8.625.000

8.785.233

8.922.600

16.185.051 16..655.268

17.619.860

124,46

132,90

144,40

145,00

Die Angaben für den Zeitraum 2017/2018 entsprechen bis auf die Kennzahl „Besucher“ den Plandaten.
Zusätzlich erhielt der Eigenbetrieb einen städtischen Zuschuss von 15,6 Mio. € in den Jahren 2009 bis 2017 zur
Finanzierung der Bühnentechniksanierung mit Gesamtkosten von 16,2 Mio. € (vgl. HA-17/030 vom 17.07.2017).

Die folgenden Grafiken verdeutlichen die Entwicklung der obigen Kennzahlen:

Entwicklung der Zuschüsse

Zuschuss pro Besucher_in

(Mio. €)

(in €)

20

160
140

15

120
100

10

80
60

5

40
20

0

0

2013/14 2014/15 2015/16 2016/17 2017/18
Landeszuschuss

2013/14

2014/15

2015/16

2016/17 2017/2018

städtischer Zuschuss

Die Gesamtbesucherzahl lag mit 176.150 Besucher_innen auf Vorjahresniveau. Vor dem
Hintergrund des Intendanzwechsels ist dies als Erfolg zu bewerten, da aufgrund des
verspäteten Beginns (Ende Oktober) nicht die Vorstellungs-Disposition umgesetzt werden
konnte, die in einer normalen Spielzeit möglich ist. Positiv hervorzuheben ist der Zuwachs
der abgeschlossenen Abonnements gegenüber der Spielzeit 2016/2017 mit 4,8 %. Der
konstant hohe Anteil (rund 30 %) von Kindern und Jugendlichen an der Gesamtbesucherzahl
ist Ausdruck der großen Bedeutung des Theaters als Bildungseinrichtung und
außerschulischer Lernort.
Beteiligungsbericht 2018
- ETF -

191

4.4

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
31.08.2015 31.08.2016 31.08.2017 31.08.2018 31.08.2019
Plan1
Plan
T€
T€
T€
T€
T€

BILANZ

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Sonderposten
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

1

37.900
3.903
253
42.056

36.517
811
151
37.479

-908
21.300
2.040
24.017
344
46.793

-2.167
21.519
2.584
19.329
791
42.056

-2.130
21.140
2.401
14.745
1.324
37.479

Der Eigenbetrieb erstellt keine Planbilanzen

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse
Andere aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Außerordentlicher Aufwand
Sonstige Steuern
Betriebskostenzuschuss der Stadt Freiburg
Jahresergebnis

1

38.512
8.185
96
46.793

1

2015/2016
T€
2.878
5
10.580
13.463
1.516
23.199
1.658
3.764
30.137
-16.674
-757
-17.431
0
14
16.185
-1.260

2016/17
T€
3.008
1
10.816
13.825
2.295
22.609
1.676
3.129
29.709
-15.884
-712
-16.596
0
23
16.655
37

2017/18
Plan
T€
3.454
0
10.178
13.632
1.205
23.280
1.672
3.796
29.953
-16.321
-667
-16.988
0
16
17.004
0

2018/19 2019/2020
Plan1
Plan
T€
T€
3.454
3.523
0
0
10.178
10.178
13.632
13.701
1.205
1.225
23.869
24.479
1.672
1.672
3.871
3.972
30.617
31.348
-16.985
-17.647
-618
-566
-17.603
-18.213
0
0
16
16
17.620
18.230
0
0

gem. mittelfr. Finanzplanung 2017/2018 bis 2021/2022, da der Wiplan erst im Febr. 2019 neu erstellt wird

b)

Personalentwicklung

Im Geschäftsjahr 2016/2017 waren durchschnittlich 360 Personen beschäftigt (davon 188
Männer, 172 Frauen; Vorjahr: 367)
c)

Entwicklung und Ausblick

Geschäftsverlauf 2016/2017
Das Wirtschaftsjahr 2016/17 schließt mit einem Jahresgewinn von 37 T€. Dies ist gegenüber
dem geplanten Gewinn von 94T€ eine Abweichung von - 57 T€.
Inhaltlich stand die Saison 2016/17 im Zeichen des Abschiedes von der Intendanz Barbara
Mundels, die das Theater Freiburg im August 2017 nach 11-Jähriger erfolgreicher Intendanz

192

Beteiligungsbericht 2018
- ETF -

verlassen hat. Gleichzeitig hat das Team um den designierten Intendanten Peter Carp die
Saison 2017/2018 und die strategische Ausrichtung seiner Intendanz vorbereitet und im Mai
2017 der Öffentlichkeit vorgestellt. Für die Vorbereitungszeit wurde am Theater zur Deckung
der Mehrkosten ein zusätzliches Budget von 300 T€ zur Verfügung gestellt. Technisch
konnte die Saison nach der abgeschlossenen Sanierung der Bühnenmaschinerie
reibungslos umgesetzt werden. Der künstlerische Betrieb der Spielzeit 2016/17 wurde
daneben durch einige Sonderthemen bereichert. Zum einen wurde die vom Deutschen
Bühnenverein initiierte Verleihung des Faust-Preises vom Theater Freiburg ausgerichtet und
zum anderen feierte das Theater Freiburg 150 Jahre Theater in kommunaler Hand. Für die
Theater ist die Verantwortung, die Kommunen und Länder übernehmen von entscheidender
Bedeutung, weil sie das breite kulturelle Angebot in Deutschland erst ermöglichen.
Nach der Auflösung der Pachtverträge für die Kantine und das Theaterfoyer des Großen
Hauses sowie für die Passage 46 hat das Theater Freiburg die Eigenbewirtschaftung der
Foyer-Gastronomie im Großen Haus und in der Passage 46 sowie eines Mitarbeiterkiosks in
den Räumlichkeiten der Kantine übernommen.
Investitionen
Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden Investitionen in Höhe von 287 T€ getätigt.
Ausblick
Die erste Spielzeit unter der neuen Intendanz war erfolgreich. In der Spielzeit 2017/2018
konnte das Niveau der Besucherzahlen gehalten und eine Erhöhung der Abonnements
erreicht werden. Das Team um Intendant Peter Carp hat es geschafft, die Neugier des
Publikums auf neue künstlerische Konzepte und Persönlichkeiten zu wecken. Sehr erfreulich
ist, dass in der aktuellen Spielzeit 2018/2019 der seit Jahren anhaltende Rückgang bei den
Abonnements der Besuchergemeinschaften gestoppt werden konnte. Mit der neuen
Intendanz besteht die Chance, die Besucherzahlen und Einnahmen in den nächsten Jahren
zu steigern.
Risikomanagement
Grundsätzlich liegen die Risiken für die zukünftige Entwicklung des Theaters Freiburg vor
allem in der Abhängigkeit von den Zuschüssen der Stadt Freiburg i. Br. und des Landes
Baden- Württemberg, da die Erlöse aus dem Ticketverkauf bei Weitem nicht ausreichen
können, um die laufenden Kosten zu decken. Zur Reduktion dieser Risiken hat sich der
Abschluss fünfjähriger Zielvereinbarungen zwischen Stadt Freiburg i. Br. und Theater
Freiburg bewährt. Die Zielvereinbarung wurde bis einschließlich 2023 fortgeschrieben. Damit
sind durch Gemeinderatsbeschluss u.a. die Zuschüsse der Stadt Freiburg verbindlich
festgelegt mit der Zusage, auch die Mehrkosten aufgrund von Tariferhöhungen in voller
Höhe zu übernehmen. Außerdem hat der Gemeinderat beschlossen, das Kleine Haus zu
sanieren. Wirtschaftliche Risiken begründen sich jedoch weiterhin in der Gebäudesubstanz
des Theaters sowie dem Investitionsbedarf in technische Ausstattung und Equipment. Mit
dem Übergang des Eigentums am Theatergebäude ergibt sich die Verpflichtung zur
baulichen und technischen Instandhaltung und Sanierung. Diese Aufgabe kann das Theater
Freiburg nicht aus dem laufenden Haushalt gerecht werden. Aus diesem Grund hat das
Theater Freiburg ein Konzept zur langfristigen Sanierung des Altbaus vorgelegt, das in die
Neuverhandlung der Zielvereinbarung eingeflossen ist.

Beteiligungsbericht 2018
- ETF -

193

5

Eigenbetrieb Neubau Verwaltungszentrum Stadt Freiburg i.Br.

5.1

Gegenstand des Eigenbetriebs

Zweck des Eigenbetriebes ist die dauerhafte Bereitstellung und die Finanzierung des
Neubaus des Verwaltungszentrums an der Fehrenbachallee. Unter Bereitstellung wird dabei
die Baureifmachung des Grundstücks, die Errichtung des Gebäudes und dessen
Erstausstattung mit Mobiliar verstanden.
5.2

Besetzung der Organe

Organe des Eigenbetriebes sind der Gemeinderat, der Betriebsausschuss und die
Geschäftsleitung. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den 31.12.2017 und
berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2017 ergebenden Veränderungen.
a)
Gemeinderat
Der Gemeinderat entscheidet außer über die ihm in § 9 Abs. 1 des EigBG und § 39 Abs. 2
der GemO genannten Angelegenheiten auch über die Festsetzung und Änderungen des
Wirtschaftsplans sowie über die in § 3 der Betriebssatzung geregelten Angelegenheiten,
soweit hierfür nicht die Betriebsleitung oder der Betriebsausschuss zuständig ist.
b)
Betriebsausschuss
Der Hauptausschuss (HA) entscheidet über alle Angelegenheiten gem. § 5 Betriebssatzung,
soweit nicht der Gemeinderat bzw. die Betriebsleitung zuständig ist.
c)
Betriebsleitung
Erste Betriebsleiterin:
Zweiter Betriebsleiter
5.4

Christel Brand
Arnold Müller (bis 30.04.2017)
Christoph Federer (ab 01.05.2017)

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Der Eigenbetrieb wurde im Jahr 2013 (Drucksache G-13/262.1) gegründet. Schwerpunkte
des Eigenbetriebes 2017 waren restliche Baumaßnahmen im Rahmen der Umsetzung des
Neubaus Verwaltungszentrum. Im ersten Bauabschnitt wurde ein Verwaltungsgebäude für
rund 840 Beschäftigte sowie eine Kindertagesstätte geplant und realisiert. Ab dem Jahr 2019
wird aufgrund des Gemeinderatsbeschluss zum Neubau der Staudinger-Gesamtschule
(Drucksache G-18/065) auch dieses Vorhaben über den Eigenbetrieb finanziert.
Der Stand der finanziellen Umsetzung des Projektes zeigt nachfolgende Tabelle
(Vermögensplan):
Bauabschnitt I
- Verwaltungszentrum BA I
- Verwaltungszentrum BA II
- Kindergarten1
- Sonstiges
GESAMT
1
2

2014

2015

2016

2017

Insgesamt bis

T€

T€

T€

T€

T€

IST

IST

4.323
--168
130
4.621

19.122
--1.057
1
20.180

IST

25.663
--2.043
1
27.707

IST

25.118
98
1.723
0
26.939

31.12.2017

74.226
98
4.991
132
79.447

2018
PLAN

2

T€

8.037
2.590
0
0
10.627

2019

PLAN
T€

5.925
1.600
0
4.500
0

Hinweis auf Kostenfortschreibung gem. DS G-16/099 vom 10.05.2016
Angaben für 2017 und 2018 gemäß DS G-17/147 vom 27.06.2017 zum Nachtragswirtschaftsplan 2017//2018

194

Beteiligungsbericht 2018
- EVZ -

5.5

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe
PASSIVA
Eigenkapital (Jahresfehlbetrag)
Fördermittel und Zuschüsse von Dritten
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

1

2015

2016

2017

T€

T€

T€

26.870
3
10
26.884

54.577
1.304
10
55.890

62.271
10.960
0
73.230

-147
2.030
19
24.982
0
26.884

-209
2.330
36
53.733
0
55.890

1.741
0
30
71.199
260
73.230

2015

2016

2017

T€

T€

2018
Plan1
T€

2019
Plan1
T€

2018
Plan
T€
3.120
5
325
3.450
0
3.013
113
3.126
324
-445
-121

2019
Plan
T€
3.120
5
193
3.318
0
2.640
220
2.860
458
-408
50

Der Eigenbetrieb erstellt keine Planbilanzen.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Umsatzerlöse
andere aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betriebl. Erträge
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Jahresergebnis

b)

0
69
0
69
0
0
57
57
12
-69
-58

0
340
0
340
0
0
62
62
278
-340
-62

T€
1.820
287
1.242
3.348
0
371
649
1.020
2.328
-378
1.950

Personalentwicklung

Der Eigenbetrieb verfügt über kein eigenes Personal. Für die Planung und Realisierung des
Bauvorhabens wurde das GMF unter Hinzuziehung eines externen Projektsteuerers und
Kostencontrollers beauftragt.
c)

Entwicklung und Ausblick

Geschäftsverlauf 2017
Bis Ende 2017 waren rd. 100% der Bauleistungen, sowie erforderliche Nachtragsaufträge
vergeben. Im Jahr 2017 erfolgte im Wesentlichen die Fertigstellung der
Innenausbauarbeiten.
Der für November 2016 vorgesehene Bezugstermin konnte wegen Verzögerungen im
Bauablauf nicht eingehalten werden. Die Inbetriebnahme der Kindertagesstätte erfolgte am
02.02.2017. Der Umzug in das neue Verwaltungsgebäude wurde ins Frühjahr 2017
verschoben. Im Juli 2017 erfolgte der Bezug der Obergeschosse mit rund 600
Mitarbeitenden und 8 Ämtern. Die Inbetriebnahme des Bürgerservicezentrums sowie der
Beteiligungsbericht 2018
- EVZ -

195

Konferenzräume und der Kantine im Erdgeschoss sowie der Bezug des 1.OG erfolgten im
November 2017. Aufgrund des eingetretenen Bauzeitenverzugs und der Vielzahl von
notwendigen Nachträgen informierte der Projektsteuerer im Mai 2017, dass voraussichtlich
mit einer Überschreitung des Projektbudgets zu rechnen ist. Der Gemeinderat hat im
Rahmen eines Nachtrags zum Wirtschaftsplan 2017/2018 demzufolge eine Erhöhung der
Kreditermächtigung um 8 Mio. Euro genehmigt. (Drucksache G-17/147).
Investitionen
Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Gesamthöhe von 26.939 T€ (brutto) vorgenommen.
Aus dem städtischen Haushalt erhielt der Eigenbetrieb bis zum 31.12.2017
Investitionszuschüsse von insgesamt 13.830 T€, die in voller Höhe im Anlagevermögen zum
Abzug gebracht wurden. Die Investitionen sind im Wesentlichen auf Planungs- und
Baukosten des Bauvorhabens zurückzuführen.
Ausblick
Inwieweit die Kreditermächtigung von 8 Mio. Euro in Anspruch genommen werden muss, ist
noch unklar, weil nach Einschätzung der Projektleitung und des Rechtsamtes
Gegenforderungen in nicht bezifferbarer Höhe bestehen. Es wird noch rechtlich geprüft, in
welcher Höhe Ansprüche aus Gegenforderungen Aussicht auf Erfolg haben. Bereits die
Sachverhaltsklärung stellt sich als schwierig dar. Die sich daran anschließenden
Verhandlungen werden voraussichtlich langwierig und häufig von Gerichten zu entschieden
sein.
Risikomanagement
Nach Vorliegen der meisten Schlussrechnungen/Rückforderungen erfolgt eine
Mietanpassung von Seiten des Eigenbetriebs. Dadurch wird die Zahlungsfähigkeit des
Eigenbetriebs selbst bei erhöhten Investitionskosten bzw. nicht realisierbaren
Nachforderungen garantiert. Es bestehen daher neben dem oben beschriebenen
Baukostenrisiko keine weiteren existenzgefährdenden Risiken.

196

Beteiligungsbericht 2018
- EVZ -

Anlagen

Beteiligungsbericht 2018
- Anlagen -

2019
2020
2021
2022
2023

2019
2020
2021
2022
2023

2019
2020
2021
2022
2023

1.4 Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH

1.5 Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH

1.6 ASF GmbH

2019
2020
2021
2022
2023

2019
2020
2021
2021
2022

1.7 ASF Solar GmbH & Co. KG

1.8 Gesellschaft zur Abfallbeseitigung Breisgau GmbH

(Netto-Dividende + voraussichtl.
Steuererstattungen BgA aus Vorjahren)

2019
2020
2021
2022
2023

2019
2020
2021
2022
2023

2019
2020
2021
2022
2023

1.3 Freiburger Verkehrs-AG

(anstelle des Jahresüberschusses wird der
Bilanzgewinn ausgewiesen)

1.2 badenova AG & Co. KG (Konzern)

(Ergebnis StW umfasst Ergebnisse der Gesellschaften von 1.2 bis 1.5)

1. Verkehr, Ver- und Entsorgung
1.1 Stadtwerke Freiburg GmbH

1

Unternehmen

T€
2

-----------

494
0
5
0
5

5.240
5.960
2.800
2.800
2.790

545
165
90
90
110

725
5
5
5
5

22.265
26.788
19.237
18.416
15.093

82.346
70.150
74.188
64.049
62.166

20
15
15
15
15

12.415
12.918
13.189
12.888
12.342

755
753
751
749
746

38.894
39.529
40.286
41.051
41.827

3.111
3.125
3.140
3.155
3.170

417
419
424
429
431

68.273
69.034
70.606
72.414
75.278

1.114.832
1.163.857
1.229.408
1.265.886
1.296.912

1.522
1.536
1.677
1.689
1.701

T€
3

(ohne Finanzanlagen)

Investitionen

Umsatzerlöse/
Umlagen

4
4
5
5
5

104
104
103
102
100

2.385
2.388
2.389
2.390
2.391

-4.751
-4.924
-4.945
-5.032
-5.170

-243
-249
-252
-254
-260

-25.900
-24.036
-22.536
-22.099
-21.468

53.546
52.795
54.001
55.101
55.680

-14.042
-12.194
-10.666
-10.058
-9.265

T€
4

Jahresergebnis

---------

---------

---------

---------

---------

---------

---------

1.260
1.225
1.228
1.229

T€
5

Gewinne

T€
6

---------

---------

---------

---------

---------

---------

11.902
11.510
11.650
11.570

---------

Konzessionsabgabe

Abführung an den Haushalt1

---------

---------

---------

---------

---------

---------

---------

---------

Verlustausgleich,
sonstige Zuschüsse,
Umlagen ErgHH
T€
7

---------

---------

---------

---------

---------

---------

---------

5.000
5.000
-----

Kapitalerhöhungen,
Umlagen FinHH
Invest.zuschüsse
T€
8

Zuführung aus dem Haushalt1

Mittelfristige Finanzplanung 2019 bis 2023 der wesentlichen Beteiligungsgesellschaften und Zweckverbände (30.11.2018)

Anlage 1

2019
2020
2021
2021
2022

2019
2020
2021
2021
2022

2.2 Freiburger Kommunalbauten
GmbH Baugesellschaft & Co. KG

2.3 Freiburger Stadtimmobilien
GmbH & Co. KG

2019
2020
2021
2021
2022

2019
2020
2021
2021
2022

1.10 Energieagentur Regio
Freiburg GmbH

2. Wohnen und kommunale Immobilien
2.1 Freiburger Stadtbau GmbH

2019
2020
2021
2021
2022

1.9 Rheinhafen Breisach GmbH

1

Unternehmen

T€
3

(ohne Finanzanlagen)

T€
2

680
2.330
6.530
2.690
1.930

10.638
---------

40.860
65.499
86.642
93.263
75.092

0
0
0
0
0

70
60
50
60
50

5.285
5.191
5.199
5.236
5.267

13.442
15.225
15.282
15.632
15.703

94.178
98.614
98.865
95.857
109.072

1.350
1.366
1.382
1.398
1.414

1.200
1.250
1.150
1.200
1.250

Umsatzerlöse/
Umlagen

Investitionen

T€
4

1.048
1.296
1.202
1.120
1.070

-2.546
3.795
3.789
4.034
4.009

5.268
5.202
3.799
-1.124
448

20
20
20
20
20

170
150
45
150
170

Jahresergebnis
T€
5

---------

---------

---------

---------

13
13
13
13

Gewinne

T€
6

---------

---------

---------

---------

---------

Konzessionsabgabe

Abführung an den Haushalt1

---------

---------

---------

---------

---------

Verlustausgleich,
sonstige Zuschüsse,
Umlagen ErgHH
T€
7

---------

---------

---------

---------

---------

Kapitalerhöhungen,
Umlagen FinHH
Invest.zuschüsse
T€
8

Zuführung aus dem Haushalt1

Anlage 1

2019
2020
2021
2022
2023

2019
2020
2021
2022
2023

2019
2020
2021
2022
2023

3.3 MESSE Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG

3.4 FWTM Kopfbau Vermögensgesellschaft mbH & Co. KG

3.5 Freiburger Qualifizierungs- und
Beschäftigungs gGmbH

2019 ff unter Vorbehalt der Fortschreibung der
Finanz- und Investitionszielvereinbarung

2019
2020
2021
2022
2023

2019
2020
2021
2022
2023

2019
2020
2021
2021
2022

2018
2019
2020
2021
2022

3.2 Freiburg Management und Marketing
International GmbH

HH Ansatz VA mit 1 Mio. € p.a.für Tourismusförderung (Übernachtungssteuer); 2019 ff unter
Vorbehalt der Fortschreibung der Finanz- und
Investitionszielvereinbarung

3. Wirtschaftsförderung
3.1 FWTM GmbH & Co. KG

2.5 Green City Hotel Vauban gGmbH

(Hinweis: In der Zwischensumme I wird das Ergebnis
der Regio Bäder aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der FSB nicht ausgewiesen)

2.4 Regio Bäder GmbH

1

Unternehmen

T€
3

(ohne Finanzanlagen)

T€
2

1.244
2.060
178
133
142

-----------

110
6.580
80
80
80

-----------

631
605
451
443
455

29
n/a
n/a
n/a
n/a

-----------

2.830
3.021
3.096
3.163
3.200

1.289
1.293
1.293
1.293
1.293

20.731
22.824
22.228
22.515
22.632

2.765
3.320
3.670
3.910
4.185

26.647
27.746
26.805
27.022
27.226

1.415
1.433
1.465
1.499
1.518

6.728
6.839
6.957
7.075
7.196

Umsatzerlöse/
Umlagen

Investitionen

T€
4

-345
-349
-349
-349
-350

300
312
298
269
275

-1.092
-686
-1.332
-1.283
-1.521

-650
-445
-336
-237
-128

-8.452
-8.858
-8.982
-9.257
-9.289

1
3
7
9
7

145
145
145
145
145

Jahresergebnis
T€
5

---------

---------

---------

---------

---------

---------

---- -- -- -

Gewinne

T€
6

-

---------

---------

---------

---------

---------

---------

-----

Konzessionsabgabe

Abführung an den Haushalt1

-

345
350
358
365

---------

800
800
800
800

---------

8.310
8.065
8.205
8.120

---------

-----

Verlustausgleich,
sonstige Zuschüsse,
Umlagen ErgHH
T€
7

---------

---------

---------

---------

---------

---------

---------

Kapitalerhöhungen,
Umlagen FinHH
Invest.zuschüsse
T€
8

Zuführung aus dem Haushalt1

Anlage 1

T€
2

1.693.648
1.764.481
1.835.708
1.877.189
1.636.456

-18.006
-8.176
-8.729
-13.166
-11.701

321
966
987
690

1.923
1.888
1.541
1.542

650
650
300
300

650
650
300
300

---------

---------

11.902
11.510
11.650
11.570

0
0
0
0

---------

---------

---------

---------

11.902
11.510
11.650
11.570

-----------

---------

21.816
23.062
23.927
24.449

12.361
13.847
14.564
15.164

---------

1.700
2.300
2.300
2.300

---------

10.661
11.547
12.264
12.864

9.455
9.215
9.363
9.285

-----------

---------

Verlustausgleich,
sonstige Zuschüsse,
Umlagen ErgHH
T€
7

11.287
11.130
2.251
1.052

6.287
6.130
2.251
1.052

---------

6.287
6.130
2.251
1.052

---------

---------

5.000
5.000
0
0

-----------

-----------

Kapitalerhöhungen,
Umlagen FinHH
Invest.zuschüsse
T€
8

über die Änderungsliste der Verwaltung werden sich die Ansätze augrund der zusätzlichen Umlagen für die Einführung des Kurzstreckentarifs sowie verschiedener Einsparungen in 2019 auf 1.813 T€ sowie in 2020 auf 2.665 T€ erhöhen.

262.965
254.378
224.805
201.348
157.933

274.979
282.166
284.692
289.025

321
966
987
690

---------

---------

---------

T€
6

Konzessionsabgabe

Zuführung aus dem Haushalt1

Spalte 8+9: Daten für die Jahre 2019 bis 2022 gem. Entwurf DHH 2019/2020 (vorbehaltlich Änderungen bis zur Verabschiedung des DHH) sowie mittelfr. Planung 2018 bis 2022; Angaben für 2023 gem. Fortschreibung auf Basis der Wi-Pläne.

2019
2020
2021
2021
2022

Gesamtsumme I - II

60.848
46.161
32.402
19.304

3.846
3.595
3.605
3.310

8.710
10.346
10.500
10.600

245.578
250.000
251.248
254.839

---------

-----------

---------

1.273
1.238
1.241
1.242

T€
5

Gewinne

Abführung an den Haushalt

2

2019
2020
2021
2021

Zwischensumme II
(Zweckverbände)

7.005
1.050
650
650

29.280
22.130
13.811
5.830

7.952
5.271
5.221
5.184

16.845
18.225
19.339
20.276

107
97
99
103
107

-607
19
193
250
250

-18.327
-9.142
-9.716
-13.856
-11.701

T€
4

Jahresergebnis

Anlage 1

1

2019
2020
2021
2022

Zweckverband Gewerbepark Breisgau

4.

2019
2020
2021
2022

2019
2020
2021
2022

16.611
17.710
12.720
7.640

1.418.669
1.482.315
1.551.016
1.588.164
1.636.456

202.117
208.217
192.403
182.044
157.933

2019
2020
2021
2022
2023

2019
2020
2021
2022

590
580
570
560
550

36.000
28.000
2.132
0
0
220
0
0
0
0

Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg

(Anstalt des öffentlichen Rechts; gegründet im
Rahmen der Fusion der drei Rechenzentren in BW;
vgl. DS G-18/067)

ITEOS

(Umlagen werden im WiPlan des ESE veranschlagt)

Zweckverbände
Abwasserzweckverband
Breisgauer Bucht

T€
3

(ohne Finanzanlagen)

0
2.442
3.573
3.543
3.543

Umsatzerlöse/
Umlagen

Investitionen

2019
2020
2021
2022
2023

2019
2020
2021
2022
2023

3.

2.

1.

(Spalte Jahresüberschuss bzw. fehlbetrag
jeweils ohne Ergebnisse von badenova, VAG,
FFB, StWB und RBG, um Doppelausweis der
Ergebnisse zu vermeiden.)

Zwischensumme I (Gesellschaften)

3.7 Regionales Rechenzentrum
Südlicher Oberrhein

Die Auszahlungstermine für Investitionszuschüsse
und Grd.übertragung werden neu angepasst.

3.6 Stadion Freiburg Objektträger
GmbH & Co. KG

1

Unternehmen

1

Anlage 2

Übersicht Abschlussprüfer in den Geschäftsjahren 2014 bis 2018
2014

2015

2016

2017

1

BTR

1

BTR

1

BTR

1

BTR

3

Rödl

3

Rödl

3

Rödl

3

Rödl

StW Verbund

BTR

badenova

Rödl

11

Bavaria

11

Bavaria

6

BSB&P

FSB Verbund

Bavaria

GCH Vauban

Bavaria

FWTM Verbund

BSB&P

BSB&P

RHB

Lohrmann

7
8
9
10
11
12
13

BSB&P

---

GAB

6

6

---

ConSigna

5

BSB&P

BTR

EARF

4

6

5

SFG

3

Bavaria

PWC

f.q.b.

2

11

BSB&P

E&Y

1

Bavaria

2

ASF Verbund

RRSO

11

7

1

7

ConSigna

6

6

9

Götz&Grimm

Lohrmann
10

6

BSB&P

11

Bavaria

11

Bavaria

6

BSB&P

6

BSB&P

BSB&P

6

11

BSB&P

6

W+ST

6

BSB&P

6

1

BTR

BTR

1

BTR

1

BTR

7

6

Muchenberger
6

9

BSB&P

1

BSB&P

Lohrmann

Lohrmann
6

BSB&P

Baker Tilly Roelfs, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft AG, Stuttgart.
Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart.
Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,. Stuttgart
HABITAT Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH, Stuttgart
PricewaterhouseCoopers AG, Frankfurt
Bansbach Schübel Brösztl & Partner GmbH
ConSigna GmbH Wirtschaftsprüfer, Freiburg
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Muchenberger & Kollegen GmbH & Co. KG, Freiburg
Lohrmann Riehle Lätsch Durach GmbH
Götz & Grimm Wirtschaftsprüfer, Herbolzheim
Bavaria Revisions- und Treuhand AG, München
W+ST Wirtschaftsprüfung AG & Co. KG, Dillingen
Markgräfler Treuhand & Revision GmbH, Eschbach

Beteiligungsbericht 2018
- Anlage 2 -

12

6

BTR

ConSigna

3

11

1

BSB&P

9

1

BTR

6

BSB&P

2018

8

Muchenberger
MTR

9

1

13

9

Lohrmann
6

BSB&P

8

Anlage 3

Nachweis der unmittelbaren Unternehmensbeteiligungen
der Stadt Freiburg i.Br. mit einer Anteilsquote unter 0,5 %
Buchwerte
zum
THH
31.12.2017

€
Bauverein Breisgau eG

9.591

14

945

14

1.625

14

14.150

2

260

17

5.113

12

Holzverwertungsgesellschaft Oberschwaben e.G.

245

10

Einkaufsgenossenschaft Kommunaler Verwaltungen eG

500

2

Kunststiftung Baden-Württemberg GmbH

511

12

Familienheim Freiburg Baugenossenschaft eG
Heimbau Breisgau eG
Bad.Gemeinde-Versicherungsverband Karlsruhe, Körperschaft
d.ö.R.
Volksbank Freiburg eG
Einkaufzentrale für öffentliche Bibliotheken GmbH, Reutlingen

Beteiligungsbericht 2018
- Anlage 3 -

Anlage 4

Erläuterung der Kennzahlen
Kennzahl

Erläuterung

Anlagenintensität
=

Die Kennzahl ermöglicht Aussagen zum Vermögensaufbau.
Eine hohe Anlagenintensität ist ein Indiz für einen
kostenintensiven Betrieb des Unternehmens (Fixkosten).

Anlagevermögen
× 100
Gesamtvermögen

Anlagendeckung I
=

Eigenkapital
× 100
Anlagevermögen

Anlagendeckung II
=

EK + mittel&langfristiges FK
Anlagevermögen

× 100

Eigenkapitalquote
=

Eine hohe Eigenkapitalquote gilt als wichtiger Indikator für
die Bonität eines Unternehmens und verschafft Sicherheit
und Handlungsfähigkeit.

Eigenkapital
× 100
Gesamtkapital

Die Kennzahl gibt das Verhältnis der im Geschäftsjahr
getätigten Nettoinvestitionen (Zugänge Sachanlagen) im
Verhältnis zu den Abschreibungen an. Eine hohe
Investitionsquote deutet darauf hin, dass das
Anlagevermögen entsprechend erneuert wird und auf dem
aktuellen Stand der Technik gehalten wird bzw. ist ein Indiz
für Wachstum.
Die Umsatzrentabilität quantifiziert die Gewinnmarge in %
der Umsatzerlöse. Der Betriebserfolg wird hier am
Geschäftsumfang, nämlich der Umsatztätigkeit, gemessen.
Die Umsatzrentabilität (auch Gewinnspanne) gehört damit
zu den wichtigsten Kennzahlen für die Beurteilung der
Ertragskraft.

Investitionsquote
=

Investitionen
× 100
Abschreibungen

Umsatzrentabilität
=

Es gilt als grundlegende Finanzierungsregel, dass langfristig
gebundene Vermögenswerte auch durch langfristige Mittel
finanziert werden; die Fristigkeit der Finanzierungsmittel soll
der Nutzungsdauer der damit finanzierten Objekte
entsprechen. D. h. Anlagevermögen eines Unternehmens ist
langfristig durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital
zu finanzieren.

Ergebnis $
× 100
Umsatz

Eigenkapitalrentabilität
=

Ergebnis $
× 100
Eigenkapital

Die Kennzahl gibt an, in welcher Höhe sich das eingesetzte
Eigenkapital im Geschäftsjahr verzinst hat.
Sie zeigt an, welche Rendite das im Unternehmen
gebundene Kapital erbracht hat. Mit der Berücksichtigung
des Zinsaufwandes wird die unterschiedliche Ausstattung
der Unternehmen mit Eigen- und Fremdkapital bzw. die
daraus resultierende unterschiedliche Zinsbelastung
neutralisiert. Die Kennzahl bietet so vor allem im
Branchenvergleich eine gute Grundlage zu einer von der
Kapitalstruktur unabhängigen Beurteilung der Ertragskraft.

Gesamtkapitalrentabilität
=

Ergebnis $ + FK Zinsen
× 100
Gesamtkapital

Cash-flow (aus lfd. Geschäftstätigkeit)
gem. Prüfbericht bzw. Berechnung wie folgt:

= Jahresergebnis
+ Abschreibungen
+⁄− Veränderung langfr. Rückstellungen

Unter einem Cashflow versteht man eine Kennzahl bei der
Ein- und Auszahlungen innerhalb eines bestimmten
Zeitraums einander gegenübergestellt werden und dadurch
Aussagen zur Innenfinanzierung oder Liquidität ermöglichen.

Beteiligungsbericht 2018
- Anlage 4 -

Kostendeckungsgrad
=

Gesamtleistung 4
× 100
Kosten 4

Der Kostendeckungsgrad gibt an, welchen Beitrag die
erzielten Erlöse leisten, um die entstandenen Aufwendungen
zu decken.

=

Umsatz
∅Vollzeitkraft

Die Kennzahl ist ein wichtiges Steuerungsinstrument zur
Beurteilung der eigenen Effizienz und zur Bestimmung der
aktuellen Wettbewerbsposition.

=

Personalaufwand 5
∅Vollzeitkraft

Die Kennzahl gibt an, wie personalintensiv ein Unternehmen
arbeitet.

Produktivität je Vollzeitkraft

Personalkosten je Vollzeitkraft

1

2
3
4

5

langfristiges Fremdkapital = Teil der Differenz zwischen Gesamtkapital und Eigenkapital, der dem
Unternehmen länger als ein Jahr zur Verfügung steht; Sonderposten mit Rücklageanteil werden zur Hälfte
berücksichtigt.
Eigenkapital gemäß Bilanzausweis abzüglich beschlossene Gewinnausschüttungen
Ergebnis = Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag zuzüglich Ertragssteuern (+/-) gemäß Ausweis in der GuV
Gesamtleistung ist die Summe aller Ertragspositionen gem. § 275 HGB außer Ziffer 9; Kosten ist die
Summe aller Aufwandspositionen gem. § 275 HGB außer die Ziffern 14 und 12.
Personalaufwand = Personalaufwand gemäß Ausweis in der GuV unter Berücksichtigung von Zinsaufwand
bzw. Zinsertrag aus der Auf- bzw. Abzinsung von Pensionsrückstellungen sowie von außerordentlichem
Aufwand aus Umstellungseffekten der Bewertung der Pensionsrückstellungen durch das BilMoG.

Beteiligungsbericht 2018
- Anlage 4 -
                            
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