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Full text: Beteiligungsbericht Issue 2017

Anlage 2 zur DRUCKSACHE G-18/002

Beteiligungsbericht
2017
2017
Zeile 2

Beteiligungsbericht 2017

Herausgegeben von:

Stadt Freiburg im Breisgau

Fachliche Verantwortung:

Erster Bürgermeister Otto Neideck

Text und Bearbeitung
sowie Koordination:

Stadtkämmerei, Abteilung Beteiligungen

Textbeiträge:

Städtische Gesellschaften, Eigenbetriebe
und Zweckverbände

Freiburg im Breisgau, Dezember 2017

Beteiligungsbericht 2017

Beteiligungsbericht 2017

Vorwort
Mit dem vorliegenden Beteiligungsbericht wird dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit eine Übersicht über die Organisation und Entwicklung des „Konzerns“ Stadt mit
seinen städtischen Beteiligungen, Eigenbetrieben und Zweckverbände gegeben.
Auf der Grundlage der Jahresabschlüsse 2016 und der Wirtschaftspläne 2018 und
mittelfristigen Investitions- und Finanzpläne 2018 bis 2022 informiert der Beteiligungsbericht 2017 über die Grundzüge des bisherigen, des aktuellen und künftigen
Geschäftsverlaufs der städtischen Beteiligungsgesellschaften und stellt somit eine
wichtige Informations- und Entscheidungsgrundlage für Politik, Wirtschaft, Verwaltung und für Bürgerinnen und Bürger dar.
Die Übertragung kommunaler Aufgaben in privatwirtschaftliche Rechts- und Organisationsformen hat sich bewährt. Gesellschaften und Beteiligungen erfüllen die ihnen
übertragenen Aufgaben trotz der teilweise schwierigen Rahmenbedingungen zuverlässig und auf hohem Niveau zum Wohle der Bürgerschaft. Die Umsetzung der politischen Ziele zur Daseinsvorsorge trägt nachhaltig zur Stärkung und positiven Weiterentwicklung des Standorts Freiburg bei.
Eines der Schwerpunktthemen war auch in 2016 der weitere Ausbau des Stadtbahnnetzes im Rahmen des Ausbauprogrammes „Stadtbahn 2020“ mit Gesamtinvestitionen von über 150 Mio. €. Die Arbeiten konzentrierten sich im Berichtsjahr im Wesentlichen auf das Projekt Rotteckring. Nach Fertigstellung des Abschnitts RotteckringFahnenbergplatz-Siegesdenkmal kann die Strecke voraussichtlich Ende 2018 in Betrieb gehen. Die Umsetzung des Grundsatzbeschlusses zum Bau eines neuen Fußballstadions war in 2016 ebenfalls Schwerpunktthema. Ende 2016 erfolgte mit dem
Spatenstich die Umsetzung des Baues eines gemeinsamen Verwaltungsgebäudes
für die Gesellschaften im Verbund der FWTM mit einem Investitionsvolumen von
rund 21 Mio. € unter Federführung der FWTM Kopfbaugesellschaft. Der Eigenbetrieb
Neubau Verwaltungszentrum konnte den ersten Bauabschnitt des Projekts „Zentrales
Rathaus im Stühlinger“ größtenteils Ende 2016 fertigstellen; im Sommer 2017 zogen
städtische Ämter ins neue Gebäude ein. Erstmals wird im Beteiligungsbericht 2017
auch über die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen in den einzelnen Gesellschaften und Eigenbetrieben berichtet.
In nahezu allen Gesellschaften stehen weiterhin Strukturveränderungen und Optimierungsprozesse an bzw. sind in der Umsetzungsphase. Damit sollen das Leistungsspektrum für die Bürgerinnen und Bürger nachhaltig verbessert sowie gleichzeitig der
städtische Haushalt entlastet werden.
Im Namen von Gemeinderat und Bürgermeisteramt danke ich den Vorständen, Geschäftsführern und den Vertreterinnen und Vertretern in den Aufsichtsorganen der
städtischen Beteiligungen sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Beteiligungen und der Stadtkämmerei für ihren engagierten Einsatz und ihre Unterstützung.
Freiburg, im Dezember 2017

Dr. Dieter Salomon
Oberbürgermeister
Beteiligungsbericht 2017

Beteiligungen 2016/2017 auf einen Blick
1 Änderungen wichtiger allgemeiner Rahmenbedingungen
Im Energieversorgungsbereich ist die im September 2016 erfolgte Novellierung der Anreizregulierungsverordnung (ARegV) eine bedeutsame Entwicklung. Die ARegV definiert die
Netzentgelte für Strom und Gas und wirkt sich bereits in der dritten, fünfjährigen Regulierungsperiode (Gas ab 2018, Strom ab 2019) aus. Die ARegV soll Anreize zu Kostensenkungen bei den Betreibern von Gas und Stromnetzen schaffen.
Die Rahmenbedingungen für die Abfallwirtschaft werden in den kommenden Jahren maßgeblich von den Entwicklungen auf europäischer Ebene geprägt sein. Die weitere Umsetzung des Gesetzes zur Neuordnung des Kreislaufwirtschaft- und Abfallrechts, insbesondere
der Fortgang im Gesetzgebungsverfahren zum Verpackungsgesetz und die daraus resultierenden Auswirkungen, bleiben abzuwarten.
Das Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz (BilRUG) war erstmals im Jahr 2016 anzuwenden.
Bedeutsame Änderungen sind die Neudefinition des Begriffs der Umsatzerlöse und der Wegfall der Posten „außerordentliche Erträge“ und „außerordentliche Aufwendungen“. Aufgrund
BilRUG wird deshalb ab dem Jahr 2016 kein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
und kein außerordentliches Ergebnis mehr gezeigt. Die Vorjahresbeträge für das Jahr 2015
sind entsprechend angepasst, nicht jedoch die früheren Jahre, sodass nur eine eingeschränkte Vergleichbarkeit gegeben ist.

2 Wirtschaftliche Betätigung und Projekte der wichtigsten Gesellschaften
Die Stadtwerke Freiburg GmbH ist als geschäftsführende Holding für die Freiburger Verkehrs AG, die Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH, die Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH und
die Abwasser Freiburg GmbH (bis 31.12.2016) tätig und hält eine Beteiligung an der badenova AG & Co. KG. Die Ergebnisentwicklung des Unternehmens wird weiterhin mittelbar
deutlich durch die Realisierung des Ausbauprogramms „Stadtbahn 2020“ beeinflusst.
Als regionales Energiedienstleistungsunternehmen mit einem stark ausgeprägten ökologischen Profil hat die badenova in 2016 in einem weiterhin stark umkämpften Markt ihre Ergebnisziele erreicht. Die Ertragslage wurde durch konjunkturell-, witterungs- und wettbewerbsbedingte Absatzveränderungen beeinflusst. In den kommenden Geschäftsjahren wird
u. a. mit der erfolgreichen Umsetzung von Strukturmaßnahmen, mit der Verlängerung von
Konzessionsverträgen, mit der Erschließung von Neukunden sowie mit der weiteren konjunkturellen Entwicklung weiterhin eine positive Ergebnisentwicklung erwartet.
Das Ziel der Erweiterung und Sicherung eines guten ÖPNV-Angebots in Freiburg konnte die
Freiburger Verkehrs AG in den Jahren 2016 und 2017 weiter umsetzen. Im Jahr 2016 hat
die VAG mit Bussen und Bahnen ca.79 Mio. Fahrgäste transportiert. Gegenüber dem Vorjahr
ist dies ein Zuwachs von 2,3 %. Ziel der VAG ist es, das ÖPNV-Angebot weiter auszubauen.
Im Jahr 2016 wurden dabei die Aktivitäten auf die Stadtbahn Rotteckring konzentriert. Im
November 2016 konnten die Gleis- und Straßenbauarbeiten in der Kronenstraße abgeschlossen werden. Der Neubau der Kronenbrücke begann in 2016 und wird einschließlich
Rampenbauwerke in 2018 enden. Die komplette Inbetriebnahme der Rottecklinie ist für Ende
2018 geplant.
Die Geschäftsentwicklung der Freiburger Stadtbau GmbH wird weiterhin durch die
Schwerpunkte Mietwohnungsbewirtschaftung und Bauträgertätigkeit geprägt. Die FSB bewirtschaftete 2016 insgesamt 11.058 Wohnungen, davon 8.285 im Eigenbestand, 935 Wohnungen in der Verwaltung für die Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG, 265 Wohnungen als Generalmieter sowie 1.535 Wohnungen in der Verwaltung nach dem Wohneigentumsgesetz und in der Mietsonderverwaltung. Zum Bilanzstichtag befanden sich 128 Wohnungen im Bau für den eigenen Bestand. Fertigstellungen waren in 2016 nicht zu verzeichnen.
Beteiligungsbericht 2017

Die Entwicklung der Freiburger Kommunalbauten GmbH & Co. KG wurde in 2016 wiederum maßgeblich durch die Geschäftsbereiche Keidel Mineral - Thermalbad und Parkhausbetriebe bestimmt. Ein weiterer Geschäftszweig lag in der Vermietung von selbst errichteten
Immobilien. Aufgrund der zielorientierten Unternehmenspolitik hat die FKB in den zurückliegenden Jahren eine positive wirtschaftliche Entwicklung genommen. Der Rückgang der Besucher im Keidel Mineral-Thermalbad von 498.896 auf 429.414 ist der sanierungsbedingten
Schließung in den Sommermonaten geschuldet.
Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH verfolgt permanent den Ausbau
ihrer Geschäftsfelder und die Optimierung der Geschäftsprozesse sowie der Sammel- und
Transportlogistik, wozu u.a. auch neu der Vollservice bei der Abfallsammlung eingeführt
wurde. In 2016 erfolgte erfolgreich die Nachzertifizierung als Entsorgungsfachbetrieb sowie
für Qualitäts- und Umweltmanagement. Im Bereich Stadtreinigung erfolgte die weitere Optimierung in Bezug auf Logistik und Qualität des Winterdienstes und der Reinigungsleistungen. Schwerpunkte bei der Deponie Eichelbuck lagen auf den Rekultivierungsmaßnahmen
und der Umsetzung des für die Deponie speziell entwickelten Energiekonzepts.
Die von der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG wahrgenommenen
Aufgaben tragen maßgeblich zur Profilierung und Stärkung des Standortes bei, was sich z.B.
in der guten Beschäftigungsquote und den Übernachtungszahlen auf hohem Niveau ausdrückt. Im Bereich der Veranstaltungshäuser bewegten sich die Veranstaltungs- und Besucherzahlen weiter auf hohem Niveau. Das wirtschaftliche Ergebnis ist geprägt durch die Besonderheiten der im allgemeinen wirtschaftlichen Interesse betrauten Aufgaben.
Die Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG schloss im Berichtsjahr zwar mit einem
Jahresfehlbetrag ab, jedoch erheblich besser als im Wirtschaftsplan prognostiziert. Erheblichen Umsatz- und Ergebnisanteil hatte wie in den Vorjahren die Intersolar Europe in München sowie zusätzlich die nur alle vier Jahre stattfindende umsatzstarke Messe „Interbrush“
in 2016. Neben dem Ausbau vorhandener Messen sollen auch neue Messen etabliert sowie
Gastveranstaltungen akquiriert werden.

3 Gesellschaftsrechtliche Änderungen
- In der badenova AG & Co. KG wurden diverse gesellschaftsrechtliche Veränderungen
vollzogen (vgl. Kapitel II 1.2.4).
- Im Rahmen der Neustrukturierung des Eigenbetriebes Stadtentwässerung gemäß Drucksache G-16/138 vom 26.07.2016 wurde das Vermögen der AWF GmbH auf den Eigenbetrieb Stadtentwässerung übertragen und die AWF GmbH durch Verschmelzung mit dem
Eigenbetrieb Stadtentwässerung zum 01.01.2017 aufgelöst. (vgl. Kapitel II 1.9).
- Die Projektgesellschaft VII mbH zum Bau eines Verwaltungsgebäudes für die Gesellschaften im Verbund der FWTM GmbH & Co. KG wurde zum 01.01.2017 in die FWTM
Kopfbau Vermögensgesellschaft mbH & Co. KG umgewandelt (vgl. Kapitel II 3.6).

4 Zahlen und Fakten
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über wesentliche Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung der Beteiligungen und deren Auswirkungen auf den städtischen Haushalt:
2013

2014

2015

2016

2017
(Plan / Vorschau)

Umsatzerlöse
Investitionen
Fremdkapital
Anzahl Beschäftigte2;davon

Mio. €
Mio. €
Mio. €
Personen

Männer
Frauen

Abführung an den HH1
Zuführung aus dem HH1
1
2

Mio. €
Mio. €

1.046,3
140,8
1.041,4
3.007

1.049,7
117,7
1.027,8
3.072

1.116
94,1
1.040,0
3.072

1.248
93,0
1.060,2
3.126

1.224
140,0

2.158
849

2.175
897

2.161
911

2.191 noch keine Angaben
935 noch keine Angaben

64,3
56,5

14,0
20,3

13,3
12,0

12,4
14,9

noch keine Angaben

3.029

Angaben für das Jahr 2013 mit finanziellen Auswirkungen aus der Übertragung der städtischen Wohnungen auf die FSB
Ab 2014 einschließlich der Beschäftigen der f.q.b. gGmbH

Beteiligungsbericht 2017

14,4
18,5

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
AN
ASF
AWF
AZV
DSD
EAF
EBF
EEG
EigBG
ESDG
ESE
ETF
EVZ
FFB
FKB
FKV
FMMI
FSB
FSI
FWI
FWTM
f.q.b.
GAB
GemO
GVFG
KR BF
LVP
m
MF OTG
ÖPNV
PBefG
RBG
RRSO
RVF
RVG
SchwbG
SF OTG
StW
StWB
TREA
VAG
w
ZRF
ZTN
ZV
ZV KIV BF

Arbeitnehmer_innen
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH
Abwasser Freiburg GmbH
Abwasserzweckverband
Duales System Deutschland
Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Freiburg
Eigenbetrieb Friedhöfe Freiburg
Erneuerbare Energien-Gesetz
Eigenbetriebsgesetz
Energie-Service Dienstleistungsgesellschaft mbH
Eigenbetrieb Stadtentwässerung Freiburg
Eigenbetrieb Theater Freiburg
Eigenbetrieb Neubau Verwaltungszentrum
Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH
Freiburger Kommunalbauten GmbH Baugesellschaft & Co. KG
FWTM Kopfbau Vermögensgesellschaft GmbH & Co. KG
Freiburg Management und Marketing International GmbH
Freiburger Stadtbau GmbH
Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG
Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien GmbH & Co. KG
Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG
Freiburger Qualifizierungs - und Beschäftigungs gGmbH
Gesellschaft Abfallwirtschaft Breisgau mbH
Gemeindeordnung
Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz
Kommunales Rechenzentrum Baden-Franken GmbH
Leichtverpackungen
männlich
Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG
Öffentlicher Personennahverkehr
Personenbeförderungsgesetz
Regio Bäder GmbH
Regionales Rechenzentrum Südlicher Oberrhein GmbH
Regio-Verkehrsverbund Freiburg GmbH
Regio-Verbund Gesellschaft mbH
Schwerbehindertengesetz
Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG
Stadtwerke Freiburg GmbH
Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH
Thermische Restabfallbehandlungsanlage
Freiburger Verkehrs AG
weiblich
Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg
Zweckverband für tierische Nebenprodukte Süd
Zweckverband
Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken

Beteiligungsbericht 2017 - Abkürzungsverzeichnis -

INHALTSVERZEICHNIS
I.

Einführung

1.
2.
3.
4.
5.
6.

Gegenstand des Beteiligungsberichtes ..................................................................... 7
Übersicht über die Beteiligungen der Stadt Freiburg i. Br. ......................................... 8
Wirtschaftliche Kennzahlen „Konzern“ Stadt Freiburg 2016 .................................... 10
Haushaltsauswirkungen ........................................................................................... 11
Entwicklung der Vermögenslage von städtischen Gesellschaften
und Eigenbetrieben .................................................................................................. 13
Strategische Ziele, Leistungs- und Finanzziele........................................................ 15

II.

Städtische Beteiligungen

1.
1.1
1.2
1.3
1.4
1.5
1.6
1.7
1.8
1.9
1.10
1.11
1.12
1.13

Verkehr, Ent- und Versorgung
Stadtwerke Freiburg GmbH ..................................................................................... 18
badenova AG & Co. KG ........................................................................................... 22
badenova Verwaltungs-AG ...................................................................................... 32
Freiburger Verkehrs AG ........................................................................................... 34
Regio-Verkehrs-Verbund Freiburg GmbH................................................................ 41
Regio-Verbund Gesellschaft mbH ........................................................................... 45
Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH........................................................................... 48
Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH ......... ................................................................51
Abwasser Freiburg GmbH (AWF) .............................................................................55
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH ......... .......................................58
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar GmbH & Co. KG........................64
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar Verwaltungs-GmbH...................66
Gesellschaft Abfallwirtschaft Breisgau mbH ......... ...................................................68

2.
2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
2.6
2.7

Wohnungs- und Städtebau, Wohnungs- und Grundstücksverwaltung
Freiburger Stadtbau GmbH...................................................................................... 72
Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG .......................................................... 79
Freiburger Stadtimmobilien GmbH .......................................................................... 82
Freiburger Kommunalbauten GmbH Baugesellschaft & Co. KG.............................. 84
Freiburger Kommunalbauten GmbH ........................................................................ 88
Regio Bäder GmbH ................................................................................................. 90
Green City Hotel Vauban gGmbH............................................................................ 93

3.
3.1
3.2
3.3
3.4
3.5
3.6
3.7

Messe, Märkte, Touristik, Wirtschaftsförderung
Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG ...................................... 96
Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe Beteiligungs-GmbH................................ 103
Freiburg Management und Marketing International GmbH .................................... 105
Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien GmbH & Co. KG .............................................. 109
Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien Beteiligungs-GmbH .......................................... 112
FWTM Kopfbau Vermögensgesellschaft mbH & Co. KG ....................................... 114
Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG .....................................................117

Beteiligungsbericht 2017 - Inhaltsverzeichnis -

3.8
Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungs gGmbH.....................................121
3.9
Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG...................................................126
3.10 Stadion Freiburg Verwaltungsgesellschaft mbH...................................................130
4.

Beteiligungen im Rahmen der regionalen Infrastruktur

4.1
4.2
4.3
4.4
4.5
4.6

Regionales Rechenzentrum Südlicher Oberrhein GmbH .................................... 132
Kommunales Rechenzentrum Baden-Franken GmbH ........................................ 135
Rheinhafen Breisach GmbH ............................................................................... 138
Lagerhaus Breisach GmbH ................................................................................. 141
Gewerbepark Breisgau GmbH ............................................................................ 143
Energieagentur Regio Freiburg Gesellschaft zur Förderung von
Energiesparsystemen und solaren Energien GmbH ........................................... 146

III.

Eigenbetriebe

1.
2.
3.
4.
5.

Eigenbetrieb Stadtentwässerung Freiburg i. Br. .................................................. 148
Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Freiburg i. Br. ........................................................ 152
Eigenbetrieb Friedhöfe Freiburg i. Br. ................................................................. 157
Eigenbetrieb Theater Freiburg i. Br. .................................................................... 160
Eigenbetrieb Neubau Verwaltungszentrum Freiburg i. Br. .................................. 164

Anlage 1:

Mittelfristige Finanzplanung 2018 bis 2022 der wesentlichen
Beteiligungsgesellschaften und Zweckverbände

Anlage 2:

Die Verteilung von Frauen und Männern im Bereich Beschäftigung
und politische Teilhabe 2016

Anlage 3:

Übersicht Abschlussprüfer in den Geschäftsjahren 2013 bis 2017

Anlage 4:

Nachweis der unmittelbaren Unternehmensbeteiligungen der
Stadt Freiburg i. Br. mit einer Anteilsquote unter 0,5 %

Anlage 5:

Erläuterungen der Kennzahlen

Redaktionelle Hinweise:
• Der einfacheren Lesbarkeit wegen wurde zum Teil auf eine geschlechterspezifische Differenzierung verzichtet.
Entsprechende Begriffe gelten für beide Geschlechter.
• Aus rechnerischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (€, T€) auftreten.

Beteiligungsbericht 2017 - Inhaltsverzeichnis -

I

Einführung

1

Gegenstand des Beteiligungsberichtes

1.1

Rechtliche Grundlagen

In § 105 Abs. 2 GemO wird von der Gemeinde die jährliche Erstellung eines Beteiligungsberichtes gefordert, mit dem sie dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit Rechenschaft über die Entwicklung der Unternehmen in Privatrechtsform gibt. Der Beteiligungsbericht muss über alle unmittelbaren Beteiligungen unabhängig von der Höhe der Beteiligung und über mittelbare Beteiligungen, wenn deren Beteiligungsquote mehr als 50 %
beträgt, informieren. Bei unmittelbaren Beteiligungen mit weniger als 25 % können die
Angaben im Beteiligungsbericht auf wenige Eckdaten beschränkt werden.

1.2

Zielsetzung

Der Beteiligungsbericht ist ein Beitrag zu einem Steuerungssystem, das es der Stadt
ermöglicht, alle Bereiche der Kommunalverwaltung in vergleichbarer Weise der kommunalpolitischen Verantwortung des Gemeinderats und des Oberbürgermeisters zu unterstellen. Es werden Informationen für die Entscheidungsträger zur Steuerung der Beteiligungen geliefert.

1.3

Inhalt

Der Beteiligungsbericht 2017 gibt für das Berichtsjahr 2016 eine Übersicht über die betriebswirtschaftlichen Unternehmensdaten, die Unternehmensaufgaben und die Aufgabenerfüllung der Eigen- und Beteiligungsgesellschaften der Stadt Freiburg i. Br. und der
Eigenbetriebe.
Als Anlage beigefügt sind dem Beteiligungsbericht die Übersicht über die Wirtschaftspläne 2018 und die mittelfristige Finanzplanung 2018 bis 2022 der städtischen Beteiligungen und der wirtschaftlich bedeutsamen Zweckverbände. Neben den Finanzzielvorgaben
sind in der Anlage 1 der Drucksache G-18/002 zum Beteiligungsbericht 2017 die strategischen Ziele sowie die daraus abgeleiteten Leistungsziele der städtischen Gesellschaften vollständig beigefügt. Damit soll die Erfüllung der auf die Gesellschaften übertragenen öffentlichen Aufgaben im Rahmen der Daseinsvorsorge noch transparenter gemacht
werden und es soll eine weitere Steuerungs- und Diskussionsgrundlage zu deren künftigen Entwicklungen geschaffen werden.
Über den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestumfang hinaus wird in dem vorliegenden
Bericht auch über die Eigenbetriebe und wirtschaftlich bedeutende mittelbare Minderheitsbeteiligungen berichtet. In Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Freiburg
bleibt es für die kleinen unmittelbaren Beteiligungen (Quote unter 0,5 %) bei einer Auflistung gemäß Anlage 4 des Beteiligungsberichtes 2017.
Die Planung und Umsetzung inklusionsorientierter Maßnahmen im Rahmen des vom
Gemeinderat in 2015 beschlossenen Aktionsplans (Drucksache G-15/126) wird in den
Leistungszielvereinbarungen mit den städtischen Gesellschaften berücksichtigt. Mit dem
Ausweis der Schwerbehindertenquote in den jeweiligen Gesellschaften soll die Umsetzung dieser Maßnahmen erstmals im Beteiligungsbericht ausgewiesen werden. Der
Ausweis dieser Kennzahl erfolgt gemäß den Vorgaben des Schwerbehindertengesetzes
nur bei Beteiligungen, die über 20 Arbeitsplätze verfügen.

Beteiligungsbericht 2017

2
Übersicht über die Beteiligungen (Stand: 31.12.2016)
2.1 Übersicht über die städtischen Gesellschaften

Stadt Freiburg i. Br.
100%

32,76%

badenova
AG & Co. KG

100%

53%

Abfallwirtschaft
und Stadtreinigung
Freiburg GmbH

Stadtwerke
Freiburg GmbH

49%

51%

ASF Solar
GmbH & Co. KG/

badenova
Verwaltungs-AG

Beteiligungsbericht 2017

weitere
Beteiligungen
(vgl. Kap. 1.2.4)

99,87%
0,13%

33%

100%

Freiburger
Verkehrs AG

2,7%

Gesellschaft
Abfallwirtschaft
Breisgau mbH

25,1%

100%

1

Freiburger
Kommunalbauten
GmbH
Freiburger
Kommunalbauten
GmbH
Baugesellschaft & Co.
KG

100%

Regio Bäder
GmbH

100%

Freiburger Stadtimmobilien GmbH &
Co. KG

Regio-VerkehrsVerbund Freiburg
GmbH
Stadtwerke Freiburg
Bäder GmbH
Flugplatz FreiburgBreisgau GmbH

Abwasser Freiburg
GmbH
bis 31.12.2016

Freiburg Wirtschaft
Touristik und Messe

20%

94%

30%

100%

Green City Hotel
Vauban gGmbH

Stadion Freiburg
Objektträger
GmbH&Co.KG/
Verwaltungsgesellschaft mbh

Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien
GmbH & Co. KG/
Beteiligungs-GmbH

Regionales
Rechenzentrum Südlicher
Oberrhein GmbH

Freiburg
Management und
Marketing
International GmbH

Freiburg Wirtschaft
Touristik und Messe
Beteiligungs-GmbH
Messe Freiburg
Objektträger GmbH
& Co. KG

Freiburger
Stadtimmobilien
Verwaltungs GmbH

33,3 %
100%

80%

100%

100%

Freiburger
Stadtbau GmbH

Verwaltungs-GmbH
100%

1

Energieagentur
Regio Freiburg
GmbH

100%

51%

100%

70%

24%

FWTM Kopfbau
Vermögensge-sellschaft mbH &
Co. KG²
100%
Freiburger
Qualifizierungs- und
Beschäftigungs
gGmbH

Darüber hinaus ist die Stadt Freiburg i. Br. an weiteren 9 Unternehmen, jedoch mit einer Anteilsquote unter 0,5 %, beteiligt (vgl. Anlage 4)
² Bis 31.12.2016: Projektgesellschaft VII mbH, Freiburg i. Br.

Rheinhafen
Breisach GmbH

100 %

Lagerhaus
Breisach GmbH

28%

33,3%

11,3%

2.2 Übersicht über die Zweckverbände und Eigenbetriebe (Stand: 31.12.2016)

Stadt Freiburg i. Br.

Eigenbetrieb
Stadtentwässerung

Abwasserzweckverband
Breisgauer Bucht

Zweckverband
Regio-Nahverkehr
100 %

Eigenbetrieb
Abfallwirtschaft
Beteiligungsbericht 2017

Eigenbetrieb
Friedhöfe

Abwasserzweckverband
Staufener Bucht

Wasserversorgungsverband Tuniberggruppe

Regio-Verbund
Gesellschaft mbH

Zweckverband Kommunale
Informationsverarbeitung
Baden-Franken
100 %

Kommunales
Rechenzentrum
Baden-Franken
GmbH

Zweckverband
Gewerbepark Breisgau
75 %

Zweckverband zur Rückgewinnung von Eiweiß und
Fett "Protec Orsingen"

Gewerbepark
Breisgau GmbH
Eigenbetrieb
Theater

Eigenbetrieb
Neubau
Verwaltungszentrum

Entwässerungsverband
Batzenberg-Süd

zusätzl. mittelbare
Beteiligung über FWI

Zweckverband tierische
Nebenprodukte Süd

3 Wirtschaftliche Kennzahlen "Konzern1" Stadt Freiburg 2016
Umsatzerlöse /
Umlagen

Investitionen5
T€
1. Stadt Freiburg4 (Summe 1)
2. Beteiligungen
2.1 Stadtwerke Freiburg GmbH
2.2 badenova Konzern
2.3 Freiburger Verkehrs-AG
2.4 Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH
2.5 Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH
2.6 Abwasser GmbH
2.7 Regio-Verkehrsverbund Freiburg GmbH

Jahresergebnis

T€

70.150

Bilanzsumme

T€

889.054

9

T€

39.014

T€

1.387.815

Mitarbeiter/-innen

Anlagevermögen

Fremdkapital

(Jahresdurchschnitt)

T€

167.100

Gesamt

1.340.094

m

w

4.108 1.530 2.578

1.494

-6.179

123.353

31.913

106.840

18

6

12

970.117

55.807

2

715.564

479.044

563.043

1.328

900

428

29.476
365

63.269

-18.036

2

148.605

106.392

108.580

827

679

148

2.843

-4.178

2

5.806

4.806

1.128

---

---

---

25

379

-219

2

970

811

652

14

12

2

0

14.963

0

2

1.941

1.836

1.941

---

---

---

4
37.075

64

630

-117

8.863

8.563

114

7

5

2

3.481
2

35.375

2.441

14.705

7.372

10.996

349

308

41

730

158

4.918

3.615

4.738

---

---

---

2.10 GAB GmbH

0

10.868

23

1.913

1.414

1.233

---

---

---

2.11 RHB GmbH

62

1.134

132

3.256

622

597

15

13

2

7

1.329

86

609

258

58

16

9

7

70.561

1.103.131

(3.456)

1.030.503

646.646

799.920

2.574 1.932

642

19.236

68.542

6.799

421.385

278.199

369.075

158

94

64

0

5.176

1.273

60.295

55.650

54.342

---

---

---

1.239

13.738

-588

54.048

33.014

48.096

84

37

47

0

6.217

134

1.509

1.221

0

70

39

31

2.8 ASF GmbH
2.09 ASF Solar GmbH & Co. KG

2.12 Energieagentur Regio Freiburg GmbH
Bereich Verkehr,Ver-und Entsorgung
2.13 FSB GmbH
2.14 FSI GmbH & Co. KG
2.15 FKB GmbH & Co. KG
2.16 Regio Bäder GmbH
2.17 Green City Hotel Vauban gGmbH
Bereich Wohnen/kommunale Immobilien

2

39

1.463

81

948

434

534

24

4

20

20.514

95.136

7.565

538.185

368.518

472.047

336

174

162

2.21 FWTM GmbH & Co. KG

221

19.659

-6.023

10.822

9.404

4.374

152

52

100

2.22 MF Objektträger GmbH & Co. KG

891

17.326

-662

38.319

29.607

26.355

---

---

---

2.23 FMMI GmbH

0

5.495

246

2.383

1.836

2

---

---

---

2.24 FWI GmbH & Co. KG

0

1.249

161

3.039

1.517

27

---

---

---

2.25 f.q.b. gGmbH

517

5.129

43

1.920

1.064

1.130

59

29

30

2.26 SF Objektträger GmbH & Co. KG

142

2

-85

486

20

142

5

4

1

92

659

130

4.708

1.609

4.332

---

---

---

216

85

131

3.126 2.191

935

2.27 RRSO GmbH
Bereich Wirtschaftsförderung

1.863

Beteiligungen (Summe 2)

92.938

49.519

-6.190

1.247.786

61.677

-2.081

45.057

36.362

1.630.365

1.060.221

1.308.329

8
3. Eigenbetriebe

3.1 Eigenbetrieb Stadtentwässerung
3.2 Eigenbetrieb Abfallwirtschaft
3.3 Eigenbetrieb Friedhöfe
3
3.4 Eigenbetrieb Theater

7.932

30.439

509

216.200

216.758

199.392

9

5

0

23.459

867

18.623

19.715

4.458

7

2

4
5

1.216

5.642

341

28.981

24.579

13.169

60

44

16
178

1.036

2.878

-1.260

43.056

44.223

37.900

370

192

27.706

0

-62

55.890

56.099

54.577

---

---

---

Eigenbetriebe (Summe 3)

37.890

62.418

395

362.750

361.374

309.496

446

243

203

4. Bedeutende Zweckverbände
4.1 AZV Breisgauer Bucht

4.291

14.757

0

70.726

56.130

69.285

99

84

15

181
10.923

97.515
22.220

0
(89)

71.535
64.220

55.241
0

32.815
57.125

-------

-------

-------

99

84

15

3.5 Eigenbetrieb Neubau Verw.zentrum

4.2 ZV KIV BF
4.3 ZRF6
4.4 ZV Gewerbepark Breisgau
Zweckverbände (Summe 4)

Gesamtsumme (1 - 4)
1

2
3
4

5
6
7
8

9

---

7

---

15.395

134.492

216.373

2.333.750

7

--(89)

37.239

7

--206.481

3.587.411

7

--111.371

1.700.066

7

--159.225

3.117.144

7

7.779 4.048 3.731

Es handelt sich um unkonsolidierte Zahlen der Beteiligungen und Eigenbetriebe mit Ausnahme des unter Fußnote 2 geschilderten Sachverhalts. Auf die
Erstellung einer handelsrechtlichen Konzernbilanz wird verzichtet.
Jahresergebnisse sind im Ergebnis von StW GmbH bzw. von FSB GmbH (ggf. jeweils entsprechend der Beteiligungsquote) enthalten.
Abweichendes Wirtschaftsjahr (jeweils 01.09 - 31.08).
Der Gemeinderat hat die vorläufige Eröffnungsbilanz zum 01.01.2015 gemäß DS G-15/163 zur Kenntniss genommen; im ersten Quartal 2018 wird die
finale Eröffnungsbilanz zur Beschlussfassung vorgelegt. Mit der DS G-17/132 wurde dem Gemeinderat am 25.07.2017 der vorläufige Jahresabschluss 2016
vorgelegt. Durch evtl. Änderungen in der Eröffnungsbilanz können sich noch Folgewirkungen in den anschließenden Jahresabschlüssen ergeben.
Investitionen ohne Finanzanlagen.
Der ZRF leistet Investitionszuschüsse für Maßnahmen des ÖPNV an die Infrastrukturunternehnmen, die nicht beim ZRF aktiviert werden.
Für das Jahr 2016 lagen aufgrund der Umstellung des Rechnungswesens auf NKHR noch keine Angaben bis zum Redaktionsschluss vor.
Ergebnisse der Eigenbetriebe ESE, EAF und EBF setzen sich zum größten Teil aus Gebührenüber- und unterdeckungen zusammen und sind in
nachfolgenden Kalkulationszeiträumen zu berücksichtigen.
Ordentliche Erträge abzüglich Zinserträge, aktivierte Eigenleistungen, Bestandsveränderungen und Sondererträge.

Beteiligungsbericht 2017

4

Haushaltsauswirkungen

4.1

Gesellschaften

Im Jahr 2016 waren im Saldo die geleisteten Verlustabdeckungen, Rücklagenzuführungen bzw. Investitionszuschüssen höher als die vereinnahmten Gewinnausschüttungen
sowie Konzessionsabgaben. Die Rücklagenzuführungen erfolgten zugunsten der Stadtwerke Freiburg GmbH und der Freiburger Stadtbau GmbH. In der Vorschaubetrachtung
wird berücksichtigt, dass aufgrund der positiven Entwicklung des städtischen Haushalts
gemäß Drucksache G-17/231 geplant ist, den für das Jahr 2018 vorgesehene Investitionszuschuss für die Stadtwerke Freiburg GmbH von 5 Mio. € bereits in 2017 zusätzlich
auszubezahlen. Die für das Jahr 2017 geplante Auszahlung des Investitionszuschusses
mit 2 Mio. € für die Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG verschiebt sich dagegen in das Jahr 2018. Die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben im Zeitraum 2013
bis 2017 zeigt nachfolgende Tabelle:

Einnahmen
badenova (KA)
Gewinnabführungen
Sonstiges2
Einnahmen Gesamt
Ausgaben
StW GmbH
FSB GmbH2
SF OTG
FWTM GmbH & Co. KG3
MF OTG
f.q.b. gGmbH
Ausgaben Gesamt4
Saldo
1
2

3

4

2013

2014

2015

2016

2017

IST

IST

IST

IST

Plan

2017
Vorschau1

T€

T€

T€

T€

T€

T€

12.419
1.380

12.390
1.341

11.956
1.317

11.028
1.361

12.388
1.242

12.599
1.319

50.550
64.349

277
14.008

2
13.275

0
12.389

0
13.630

509
14.427

---

5.000

4.500

5.000

5.000

10.000

49.667
---

8.000
---

0
---

2.420
26

0
2.000

0
0

5.937
650
250

5.752
1.050
495

6.242
780
450

6.394
800
280

7.546
800
542

6.917
938
662

56.504

20.297

11.972

14.920

15.888

18.517

7.845

-6.289

1.303

-2.531

-2.258

-4.090

Stand Dezember 2017;
Einnahmen und Ausgaben einschließlich der finanziellen Auswirkungen im Rahmen der Übertragung des städtischen
Wohnungsbestands gemäß Drucksache G-12/233 vom 11.12.2012;
Die Zusatzmittel für die FWTM (siehe Seite 585 Doppelhaushalt 2017/2018) zur Tourismusförderung aus der Übernachtungssteuer sind bis zum Abschluss des laufenden Rechtsverfahrens zurückgestellt. Für die aufgelaufenen Beträge wird im HH eine Rückstellung gebildet.
Zusätzlich zu den auszahlungswirksamen Rücklagenzuführungen wurden im Jahr 2016 verschiedene Grundstücke
als Sacheinlage in Höhe von 747 T€ in die MF OTG (vgl. G-16/217) eingebracht für das Projekt „FWTM Kopfbaugebäude“. Für das Wirtschaftsjahr 2017 war ebenfalls eine nicht auszahlungswirksame Sacheinlage (Grundstück) für
die SF OTG (vgl. G-17/005) geplant, die allerdings erst im Haushaltsjahr 2018 vollzogen werden soll. Beide Vorgänge sind in der obigen Tabelle nicht enthalten.

4.2

Eigenbetriebe

Die finanziellen Verflechtungen des städtischen Haushalts mit den Eigenbetrieben werden insbesondere durch den jährlichen Betriebs- und Investitionszuschuss für das Theater, durch die Erstattungen für die Straßenentwässerung an den Eigenbetrieb Stadtent-

Beteiligungsbericht 2017

wässerung sowie die Investitionszuschüsse für den Eigenbetrieb Neues Verwaltungszentrum geprägt. Die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben im Zeitraum 2013 bis
2017 zeigt nachfolgende Tabelle:
2013
IST
T€

2014
IST
T€

2015
IST
T€

2016
IST
T€

2017
Plan
T€

2017
Vorschau
T€

Einnahmen
EB Stadtentwässerung1
EB Friedhof2
EB Verwaltungszentrum

115
10
70

41
18
173

53
18
145

53
16
193

0
20
239

0
16
341

Einnahmen Gesamt

195

232

216

262

259

357

Ausgaben
EB Stadtentwässerung3
EB Abfallwirtschaft4
EB Friedhof5
EB Theater6
EB Verwaltungszentrum7

4.665
176
511
17.880
---

4.672
267
501
18.635
2.030

4.541
173
579
19.095
232

4.514
222
509
22.101
300

5.050
203
1
20.015
8.192

5.050
203
1
19.146
14.892

Ausgaben Gesamt

23.232

26.105

24.620

27.646

33.461

39.292

-23.037

-25.873

-24.404

-27.384

-33.202

-38.935

Saldo
1
2
3
4
5
6

7

Anteil des EB Stadtentwässerung an den Kapitalkosten Stadtbächle und Verwaltungsgebührenerstattungen;
Verzinsung Stammkapital und Erstattung Gebührenzuschüsse aus beschlossener Unterdeckung;
Erstattung von Straßenentwässerungskosten und Gebührenausfälle bis 2016;
Erstattung von Gebührenausfällen und anteilige Gewinnabführung gemäß VGH Urteil vom 31.05.2010;
Erstattung von Gebührenausfällen und Zuschuss zur Sanierung der Einsegnungshalle gem. G-11/154;
Betriebskostenzuschuss, sonstige Zuschüsse (u.a. für Bühnensanierung von jährlich 3 Mio. € im Zeitraum 2013 bis
2016 zuzüglich der Schlussabrechnung im Jahr 2017); ab 2015 mit inneren Verrechnungen;
Zuschuss in 2017 (Vorschau) mit Berücksichtigung von zusätzlichen Investitionszuschüssen in Höhe von 8 Mio. €
gemäß Drucksache G-17/231;

4.3

Zweckverbände

Die Umlagen für den Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht (veranschlagt im Haushalt des Eigenbetriebs Stadtentwässerung) sowie die Umlagen im Rahmen der Finanzierung des Zweckverbands Regio Nahverkehr Freiburg bestimmen die Ausgaben zugunsten der Zweckverbände. Die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben im Zeitraum
2013 bis 2017 zeigt nachfolgende Tabelle:
2013
IST
T€

2014
IST
T€

2015
IST
T€

2016
IST
T€

2017
Plan
T€

2017
Vorschau
T€

Einnahmen
AZV Breisgauer Bucht1
ZV Gewerbepark Breisgau2

195
150

567
165

524
180

130
420

0
500

0
954

Einnahmen Gesamt

345

732

704

550

500

954

9.087
2.757

9.418
3.704

9.663
2.194

10.026
3.427

10.026
3.940

10.026
3.940

11.844

13.122

11.857

13.453

13.966

13.966

-11.499

-12.390

-11.153

-12.903

-13.466

-13.012

Ausgaben
AZV Breisgauer Bucht1
ZRF
Ausgaben Gesamt
Saldo
1
2

Umlagen und Abwasserabgabenerstattungen sind im HH des EB Stadtentwässerung veranschlagt
Gewerbesteueranteil ab 2013

Beteiligungsbericht 2017

5

Entwicklung der Vermögenslage von städtischen Gesellschaften
und Eigenbetrieben

Für den Ausweis der Entwicklung der Vermögenslage von städtischen Gesellschaften
und Eigenbetrieben wurden für nachfolgende Gesellschaften und Eigenbetriebe das Anlagevermögen und der Stand der Bankverbindlichkeiten für die letzten fünf Jahre betrachtet:
ANLAGEVERMÖGEN

31.12.2012 31.12.2013 1

31.12.2014

31.12.2015

31.12.2016

T€

T€

T€

T€

T€

Gesellschaften
StW Verbund (mit VAG und StW Bäder)
FSB Verbund (mit FKB und FSI)
ASF GmbH
FWTM GmbH & Co. KG
MF Objektträger GmbH & Co. KG
f.q.b.
SF Objektträger GmbH & Co. KG
Summe Gesellschaften

183.571
393.305
8.774
4.401
29.229
----619.280

190.542
453.767
9.123
4.512
28.307
----686.251

200.174
462.909
9.614
4.479
27.358
353
--704.887

207.316
465.886
10.013
4.419
26.417
805
--714.856

216.549
471.513
10.996
4.375
26.355
1130
142
731.060

Eigenbetriebe
ESE
EAF
EBF
ETF (abweichendes Wi-Jahr!)
EVZ
Summe Eigenbetriebe

185.553
16.002
9.294
27.851
0
238.700

189.325
13.391
11.029
28.907
2.081
244.733

193.142
4.532
12.452
34.883
6.690
251.699

196.146
4.523
12.339
38.512
26.870
278.390

199.392
4.459
13.168
37.900
54.576
309.495

Gesellschaften und EB

857.980

930.984

956.586

993.246

1.040.555

31.12.2012 31.12.2013 1

31.12.2014

31.12.2015

31.12.2016

VERBINDLICKEITEN 2

T€

T€

T€

T€

T€

Gesellschaften
StW Verbund (mit VAG und StW Bäder)
FSB Verbund (mit FKB und FSI)
ASF GmbH
FWTM GmbH & Co. KG
MF Objektträger GmbH & Co. KG
f.q.b.
SF Objektträger GmbH & Co. KG
Summe Gesellschaften

33.608
240.749
1
841
10.410
----285.608

17.232
293.398
1
771
10.265
----321.667

56.006
291.287
0
698
10.114
82
--358.187

67.987
283.464
0
622
9.895
28
--361.996

75.451
276.787
0
542
9.649
0
0
362.429

Eigenbetriebe
ESE
EAF
EBF
ETF (abweichendes Wi-Jahr!)
EVZ
Summe Eigenbetriebe

161.173
0
343
17.643
--179.159

164.214
0
0
16.858
0
181.072

167.794
0
0
16.035
0
183.829

166.584
0
0
15.169
17.000
198.753

170.055
0
0
14.261
52.100
236.416

Gesellschaften und EB

464.767

502.739

542.016

560.749

598.845

1

2

im Jahr 2013 ist bei der Entwicklung des Anlagevermögens bzw. der Verbindlichkeiten die Übertragung der städtischen Wohnungen auf die Freiburger Stadtbau GmbH gemäß DS 12/095 vom 03.07.2012 zu berücksichtigen
es werden nur Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrachtet

Der Anstieg der Verbindlichkeiten im Verbund der Stadtwerke Freiburg GmbH ist auf die
Investitionen im Rahmen des Ausbaues des Stadtbahnnetzes zurückzuführen. Für den
Bau der vier neuen Stadtbahnlinien wurde gemäß Drucksache G-13/170 vom
15.10.2013 ein Gesamtfinanzierungsbedarf von über 150 Mio. € ausgewiesen. Unter
Beteiligungsbericht 2017

Berücksichtigung von Landes- und Bundeszuschüsse sowie Rücklagenzuführungen der
Stadt Freiburg von insgesamt 34,5 Mio. € sind hiervon rund 119 Mio. € von der VAG
über Kredite zu finanzieren. Mit der Drucksache G-17/141 vom 24.10.2017 wurde über
die damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen sowie über die Finanzierungssituation im
Stadtwerke-Verbund unterrichtet und unter Berücksichtigung verschiedener Maßnahmen
und Rahmenbedingungen für den Zeitraum 2022 bis 2026 ein Perspektivplan erarbeitet,
um nach Abschluss des Stadtbahnprogramms in eine Phase der Konsolidierung zu treten.
Die Verschuldung des Eigenbetriebes Neubau Verwaltungszentrum ist auf das Finanzierungskonzept gemäß Drucksache G-12/262 vom 16.04.2013 und die Vorgehensweise,
das neue Verwaltungszentrum vorab über Kredite zu finanzieren, zurückzuführen. In den
Haushaltsjahren 2017 und 2018 sind zusätzliche Investitionszuschüsse zur Rückführung
der Verschuldung geplant. Die hohen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten des
Eigenbetriebs Theater resultieren aus der vom Gemeinderat mit Beschluss vom
04.04.2008 (G-08/095) genehmigten Kreditaufnahme zur Finanzierung des Erwerbs des
Theatergebäudes. Das aufgenommene Darlehen wird bis zum Jahr 2028 getilgt sein.
Bei den städtischen Eigenbetrieben ist darauf hinzuweisen, dass die gebührenfinanzierten Eigenbetriebe bis auf den Eigenbetrieb Friedhöfe Freiburg zu 100 % fremdfinanziert
sind; die damit verbundenen Zins- und Tilgungsleistungen belasten jedoch nicht den
städtischen Haushalt, sondern werden über die jeweiligen Gebühren refinanziert.
Nachfolgendes Diagramm macht die Entwicklung des Anlagevermögens und die Verschuldung der städtischen Gesellschaften und Eigenbetriebe nochmals deutlich. Insgesamt bleibt festzustellen, dass 57,5 % des Anlagevermögens mit Darlehensverbindlichkeiten finanziert werden und somit in der Gesamtbetrachtung zum 31.12.2016 eine noch
zufriedenstellende Vermögenslage festgestellt werden kann.

1.200

Verschuldung und Anlagevermögen städtischer
Gesellschaften und Eigenbetriebe (in Mio. €)

1.000
800
600
400
200
0
2012

2013

Schulden städtische Gesellschaften
Anlagevermögen städtische Gesellschaften

2014

2015

Schulden Eigenbetriebe
Anlagevermögen Eigenbetriebe

Beteiligungsbericht 2017

2016

6

Strategische Ziele, Leistungs- und Finanzziele

6.1

Strategische Ziele und Leistungsziele

Neben den für jede Gesellschaft - in den jeweiligen Gesellschaftsverträgen - bereits definierten Aufgaben der Daseinsvorsorge sollen die Beteiligungen darüber hinaus bei der
Erreichung und Umsetzung gesamtstädtischer Ziele nachhaltig und unter Beachtung
städtischer Leit- und Teilziele des Gender Mainstreaming tätig werden.
Die städtischen Gesellschaften und Eigenbetriebe sind aus dem vielfältigen städtischen
Aufgabenspektrum dabei mit folgenden Teilbereichen betraut:
•

Sicherstellung der Ent- und Versorgung mit Verkehr unter Beachtung der Grundsätze
von Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung sowie von Klima- und Wasserschutz.

•

Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum, laufende Anpassung des Wohnungsbestands an zeitgemäße Wohnbedürfnisse auf einem langfristig klima- und umweltschonenden Standard sowie Mitwirkung bei nachhaltiger städtebaulicher Erneuerung.

•

Förderung des Wirtschaftsstandortes, des Tourismus-, Messe- und Kongresswesens
zur Sicherung und mit dem Ausbau von Beschäftigung, Steuereinnahmen und der
allgemeinen Standortattraktivität.

•

Pflege und Förderung der darstellenden Künste und des Konzertwesens.

•

Bereitstellung von Frei- und Hallenbädern zum Zwecke der Erholung, des Sports und
der Gesundheitsvorsorge.

•

Förderung der Jugendhilfe, der Bildung und Erziehung, die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen sowie der Förderung der beruflichen Fort- und Weiterbildung von
langzeitarbeitslosen Menschen.

Die damit verbundenen auf die städtischen Beteiligungen bezogenen wesentlichen Strategie- und Leistungsziele sind als Anlage der Drucksache G-18/002 für die Stadtwerke
Freiburg GmbH, für die Freiburger Verkehrs AG, für die Gesellschaften im Verbund der
Freiburger Stadtbau GmbH und der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH &
Co. KG, für die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH, für die Freiburger
Qualifizierungs- und Beschäftigungs gGmbH und die Stadion Freiburg Objektträger
GmbH & Co. KG beigefügt.
Die in den städtischen Gesellschaften umzusetzenden Leistungsziele, die sich aus den
strategischen gesamtstädtischen Zielen ableiten, finden in den jeweiligen Erfolgs- und
Investitionsplänen ihren Niederschlag. Die wesentlichen Inhalte dieser Erfolgs- und Investitionspläne werden dem Gemeinderat mit den jeweiligen Drucksachen zu den einzelnen Beteiligungsberichten regelmäßig vorgelegt. Eine Berichterstattung über die Umsetzung der vorgegebenen Leistungsziele in den jeweiligen städtischen Gesellschaften
erfolgt gemäß § 105, Abs. 2, Satz 2 GemO BW mit der Darstellung der Erfüllung des öffentlichen Zwecks anhand unternehmensspezifischer Kennzahlen. Hierzu ist auf die Ausführungen zu den einzelnen Unternehmen im Kapitel II zu verweisen.

6.2

Finanzziele

Zur Umsetzung der auf die Gesellschaften übertragenen Aufgaben und Ziele, die aus
verschiedenen Gründen nicht in allen Bereichen kostendeckend von den Beteiligungen
erbracht werden können, sind entsprechende wirtschaftliche Mittel aus dem städtischen
Haushalt für einen Teil der Unternehmen bereitzustellen. Daneben leisten andere GeBeteiligungsbericht 2017

sellschaften aufgrund entsprechender Ergebnisse über Gewinnausschüttungen und andere Abführungen einen positiven Beitrag für den städtischen Haushalt.
Mit der Vorlage der jeweiligen Wirtschafts- und mittelfristigen Investitions- und Finanzpläne sowie über die Festlegung von Haushaltsansätzen im Rahmen der Haushaltsberatungen hat der Gemeinderat eine Steuerungsmöglichkeit für die städtischen Gesellschaften in Abhängigkeit von den übertragenen Aufgaben und Zielen.
Der Beteiligungsbericht enthält mit der Anlage 1 die wichtigsten Daten der Wirtschaftspläne 2018 sowie der mittelfristigen Finanz- und Investitionspläne 2018 bis 2022 der
Beteiligungen und der wirtschaftlich bedeutenden Zweckverbände. Für die Beteiligungen
werden in der nachfolgenden Tabelle diese Daten nach den Bereichen Verkehr, Ent- und
Versorgung, Wohnen und Wirtschaftsförderung zusammengefasst ausgewiesen:

Investitionen Umsatzerlöse
T€

T€

Jahresergebnis

Einnahmen

T€

T€

der Stadt

1

2018
2019
2020
2021
2022

100.039
95.060
83.486
77.766
63.785

1.127.130
1.172.249
1.237.927
1.269.830
1.302.480

-9.135
-6.553
-4.655
-2.888
-1.143

13.510
13.518
13.524
13.516
---

Wohnen und
kommunale Immobilien4

2018
2019
2020
2021
2022

69.263
81.224
73.153
65.948
72.539

126.787
118.919
121.183
132.051
117.638

4.635
7.843
6.931
5.904
5.115

-

Wirtschaftsförderung /
Regionale Infrastruktur5

2018
2019
2020
2021
2022
2018
2019
2020
2021
2022

24.240
37.358
28.545
1.494
586
193.542
213.642
185.184
145.208
136.910

56.442
53.038
58.132
57.886
58.331
1.310.359
1.344.206
1.417.242
1.459.767
1.478.449

-6.355
-9.094
-7.484
-8.097
-7.970
-10.855
-7.804
-5.208
-5.081
-3.998

1
2
3
4
5

2

T€

Verkehr,Ver- und
Entsorgung3

Beteiligungen Gesamt

Ausgaben
der Stadt

-

5.000
5.000
5.000
-----

-

----------13.510
13.518
13.524
13.516
---

-

-

-

10.804
10.973
12.674
9.293
--15.804
15.973
17.674
9.293
---

Konzessionen, Gewinnausschüttungen; Angaben nur bis 2021
Verlustabdeckungen; Kapital- und Rücklagenzuführungen sowie Investitionszuschüsse; Angaben nur bis 2021
Bereich Verkehr, Ver-und Entsorgung mit StW Konzern, ASF, RHB, GAB und Energieagentur
Bereich Wohnen und kommunale Immobilien mit Gesellschaften im Verbund der FSB
Bereich Wiförderung /Regionale Infrastruktur mit Gesellschaften im Verbund der FWTM, f.q.b., SF OTG, RRSO

Danach verteilen sich die in den Jahren 2018 bis 2022 geplanten Investitionen Umsatzerlöse und Ergebnisse wie folgt auf die Aufgabenfeldern Verkehr, Ver- und Entsorgung,
Wohnen und Wirtschaftsförderung (mit Messen und Märkten):

Beteiligungsbericht 2017

Investitionen 2018 bis 2022
200

1.400

175

1.200

150

1.000

125

800
Mio. €

Mio. €

Umsatzerlöse 2018 bis 2022

1.600

225

100
75

600
400

50

200

25

0

0
2018

2019

2020

2021

2018

2022

2019

2020

2021

2022

Wirtschaftsförderung
Wohnen
Verkehr, Ver- und Entsorgung

Wirtschaftsförderung
Wohnen
Verkehr, Ver- und Entsorgung
Investitionen für Wiförderung liegen ab 2021 unter 2,0 Mio. €.

Die folgenden Grafiken zeigen die Ergebnisse der Gesellschaften für den Zeitraum 2017
bis 2021 und die finanziellen Auswirkungen auf den städtischen Haushalt 2016 (Vorschau) bis 2020. Dabei werden auf der Einnahmenseite Gewinnausschüttungen und
sonstige Abführungen (Konzessionsabgaben und Sonstiges) an den Haushalt berücksichtigt. Auf der Ausgabenseite werden die summierten Verlustausgleiche und sonstigen
Zuführungen aus dem Ergebnishaushalt sowie die summierten Kapitalerhöhungen,
Rücklagenzuführungen sowie Investitionszuschüsse aus dem Finanzhaushalt ausgewiesen.
Bedingt durch die Umsetzung der beschlossenen Investitionsprojekte u.a. im Bereich
Verkehr mit der Erweiterung des Stadtbahnnetzes werden die summierten Jahresfehlbeträge weiterhin die prognostizierten gesamten Jahresüberschüsse übersteigen. Dies findet auch im städtischen Haushalt seinen Niederschlag. Im Vergleich zu den Vorjahren
(2013 und früher) sind im Saldo keine „Überschüsse“ der städtischen Beteiligungen zugunsten des städtischen Haushalts im Zeitraum 2016 bis 2020 zu erwarten.

10

Jahresergebnisse 2018 bis 2022

HH Auswirkungen 2017 (VS) bis 2021

15
10

5

5
0
Mio. €

Mio. €

0
-5

-10

-5
-10
-15

-15

-20

-20
2018

2019

2020

2021

2022

-25
2017 (VS) 2018

Wirtschaftsförderung
Verkehr, Ver- und Entsorgung
Wohnen und kommunale Immobilien

Beteiligungsbericht 2017

2019

2020

2021

Einnahmen Verkehr, Ver- und Entsorgung
Ausgaben Verkehr, Ver- und Entsorgung
Ausgaben Wirtschaftsförderung

II

Darstellung der einzelnen Beteiligungen

1

Verkehr, Ent- und Versorgung

1.1

Stadtwerke Freiburg GmbH

1.1.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Versorgung der Stadt Freiburg und des Verflechtungsbereichs des Oberzentrums Freiburg
- mit Elektrizität, Erdgas, Wasser und Wärme, die Wahrnehmung von Entsorgungsaufgaben sowie die Unterhaltung des öffentlichen Verkehrs mit allen in diesem Zusammenhang stehenden Nebenleistungen,
- die Unterhaltung und der Betrieb des Verkehrslandeplatzes Freiburg als Halter i. S. d.
einschlägigen Vorschriften des Luftverkehrsrechts sowie
- der Betrieb von Frei- und Hallenbädern.
1.1.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadt Freiburg i. Br. 100 %
1.1.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 1.1.2)

b)
Geschäftsführung (Stand 31.12.2016)
Dr. Helgard Berger
Stephan Bartosch (ab 01.01.2017; befristet bis 31.12.2017)
Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen im Berichtsjahr 28 T€1.
1

In diesem Betrag sind die Grundvergütung, die variable Vergütung (sofern vereinbart), über den gesetzlichen Rahmen hinausgehende Leistungen für Altersvorsorge (sofern vereinbart) und sonstige Leistungen (Sachbezüge, geldwerte Vorteile u. a.) enthalten.

c)
Aufsichtsrat (Stand 31.12.2016)
Vorsitzender:
Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg
Stellvertr. Vorsitzender:
Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg
Stadträt_innen:

Arbeitnehmervertreter_innen:

Renate Buchen, Carolin Jenkner, Atai Keller, Michael Moos,
Stefan Schillinger, Sergio Schmidt, Dr. Klaus Schüle, Timothy
Simms, Manfred Stather, David Vaulont, Maria Viethen, Dr.
Wolf-Dieter Winkler.
Dietmar Gemander, Thomas Merkt, Uwe Neumann, Markus
Ruf, Günter Schuster, Hubert Schuster, Isabel Wendt.

Im Berichtsjahr 2016 erhielt der Aufsichtsrat Vergütungen und Sitzungsgelder in Höhe
von 30 T€. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €):

Aufsichtsratsvorsitzender
Stellvertretender AR-Vorsitzender
Aufsichtsratsmitglieder
Beratendes Mitglied

Grundvergütung
pro Jahr
AR
PrA
2.200
--1.650
--1.100
-------

Vergütung
pro Sitzung
AR
PrA
55
--55
55
55
55
-----

AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss

Beteiligungsbericht 2017 - StW -

Sonstige
Vergütungen
AR
PrA
-----------------

Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister/innen und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 €
pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt über
§ 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderät-innen.
Zum 31.12.2016 lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 19,0 %.
1.1.4 Beteiligungen des Unternehmens

Stadtwerke Freiburg GmbH
badenova

VAG

FFB

StWB

AWF (bis 31.12.2016)

32,76%

99,87%

100%

100%

100%

1.1.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Stadtwerke Freiburg GmbH ist eine geschäftsleitende Holding mit zentralen Verwaltungsaufgaben. Diese Funktionen prägen Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung.
Das Unternehmensergebnis wird auf Grund bestehender Organverträge mit Ergebnisübernahmevereinbarungen vom Geschäftsverlauf der Tochtergesellschaften und dem
Ergebnis aus der Beteiligung an der badenova AG & Co. KG bestimmt.
1.1.6 Klimaschutz
Im Nachgang zu dem durch badenova durchgeführten Energieaudit wurden Einsparmaßnahmen im Bereich der Beleuchtung umgesetzt und Umrüstungen durchgeführt. Bei
Neubeschaffungen wird jeweils der aktuelle Stand der Technik verwendet.
1.1.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012
T€

2013
T€

2014
T€

2015
T€

2016
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

112.817 110.499 108.101 107.540 106.840
4.598 31.316 18.461 20.644 16.471
13
7
28
44
42
117.429 141.822 126.590 128.229 123.353

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

87.907 90.383 96.306 92.619 91.440
6.574
5.861
6.180
8.075
5.154
22.935 45.578 24.104 27.534 26.758
13
0
0
0
0
117.429 141.822 126.590 128.229 123.353

Beteiligungsbericht 2017 - StW -

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2014

2015 1

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

0
2.248
2.248

T€
1.272
905
2.177

T€
1.494
536
2.031

2017
Plan
T€
1.486
806
2.291

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

959
63
1.427
2.449

9
953
63
1.570
2.595

9
1.015
59
1.134
2.217

10
1.048
66
1.598
2.722

10
1.023
40
992
2.065

-201

-418

-186

-431

-488

17.103
-12.784
-4.487
226
58

16.875
-16.572
-4.214
-1.116
-5.027

16.588
-18.036
-4.178
-363
-5.989

17.396
-22.316
-4.021
-267
-9.208

17.035
-23.186
-4.778
-318
-11.247

-143
-1.065

-5.444
2.743

-6.175
3

-9.639
3

-11.735
3

923

-8.187

-6.179

-9.642

-11.738

T€

Betriebsergebnis
Erträge aus Beteiligung an badenova
Verlustübernahme VAG
Verlustübernahme Bäder
Sonstiges Finanzergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern Einkommen/Ertrag/sonstige ("-" = Erstattungen)
Jahresergebnis
1

2016

2018
Plan
T€
1.515
62
1.577

Zuordnung GuV Positionen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab 2015

b)
Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick
Die Stadtwerke Freiburg GmbH fungiert als geschäftsführende Holding für die Freiburger
Verkehrs AG, die Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH, die Flugplatz Freiburg-Breisgau
GmbH und die Abwasser Freiburg GmbH (bis 31.12.2016) als Organträger zur Herstellung des steuerlichen Querverbundes zwischen diesen Gesellschaften sowie als Gesellschafterin der Beteiligung an der badenova AG & Co. KG. Für das Unternehmen bestehen Chancen und Risiken hauptsächlich aus der wirtschaftlichen Entwicklung der badenova AG & Co. KG sowie der Tochterunternehmen Freiburger Verkehrs AG, Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH, Abwasser Freiburg GmbH (bis 31.12.2016) und Flugplatz
Freiburg-Breisgau GmbH. Im Rahmen der Neustrukturierung des Eigenbetriebes Stadtentwässerung gemäß Drucksache G-16/138 vom 26.07.2016 bzw. gemäß Beschluss der
Gesellschafterversammlung vom 27.07.2016 wurde das Vermögen der AWF GmbH auf
den Eigenbetrieb Stadtentwässerung übertragen. Die Austragung aus dem Handelsregister erfolgte am 25.07.2017. Zur Risikosituation der einzelnen Gesellschaften wird auf
die entsprechenden Kapitel verwiesen.
c)
Kapitalzuführungen und -entnahmen
Im Geschäftsjahr 2016 blieb das gezeichnete Kapital unverändert. Im Rahmen der Finanzierungskonzepts für das Stadtbahnausbauprogramm erhielt die Stadtwerke Freiburg
GmbH in 2016 eine Zuführung in die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB von
5,0 Mio. €.

Beteiligungsbericht 2017 - StW -

d)

Personalentwicklung (Jahresdurchschnitt)
2014 2015

2016
Gesamt

Beamtinnen1
Beschäftigte
Zwischensumme
Aushilfen
Auszubildende
Beschäftigte ohne Entgeltzahlung
Beschäftigte Gesamt 2

2

2
14
16
0
2
0
18

0
5
5
0
1
0
6

2
9
11
0
1
0
12

2

2

2

0

2

Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte

13
4

13
4

12
6

3
3

9
3

davon Führungskräfte

---

---

---

---

---

2
13
15
0
2
2
19

2
14
16
0
2
0
18

davon eine Beamtin teilzeitbeschäftigt.
mit Geschäftsführung und Assistenz

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2012

Vermögens- und Finanzkennzahlen
Anlageintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität1
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow (überschlägig)
Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Mitarbeiter/-in2
2

w

2
13
15
0
2
0
17

e)

1

m

2
12
14
0
2
1
17

davon Führungskräfte

1

2017 2018
Plan Plan

%
%
%
T€

%
%
%
T€

T€
T€

2013

2014

2015

2016

96,1
84,3
74,9
-2.325

77,9
85,3
63,7
-2.318

85,4
91,6
76,1
-2.397

83,9
88,0
72,2
-561

86,6
86,9
74,1
-700

-12,3
8,1
6,5
7.345

-18,8
2,7
2,1
2.956

-8,9
1,0
1,0
1.313

-19,2
-8,8
-5,7
-5.097

-12,5
-6,8
-4,8
-9.033

207,0
88,8

190,7
88,8

202,9
86,5

191,8
84,0

127,8
86,9

Umsatzerlöse wurden 2012 bis 2014 durch „Sonstige betriebliche Erträge“ ersetzt.
Zur Berechnung wird die durchschnittliche Anzahl der MA zu Grunde gelegt; ab 2005 mit Geschäftsführung.

Beteiligungsbericht 2017 - StW -

1.2

badenova AG & Co. KG

1.2.1 Gegenstand des Unternehmens
Der Gegenstand des Unternehmens ist u. a.
a) Erzeugung, Gewinnung, Förderung, Speicherung, Beschaffung, Nutzung, Fortleitung,
Übertragung, Verteilung, Wandlung und Transport von Energie, Wasser, Wärme und
Kälte,
b) Versorgung mit sowie Handel und Vertrieb von Energie, Wasser, Wärme und Kälte,
c) Entsorgung und Behandlung von energetisch verwertbaren Abfällen zur Energieerzeugung und Entsorgung von Abwasser,
d) Planung, Errichtung, Betrieb, Verpachtung, Vermietung und sonstige Überlassung von
Anlagen für die in lit. a) und c) beschriebenen Zwecke,
e) öffentliche Infrastrukturmaßnahmen zum Zwecke der Umsetzung und nachhaltigen
Implementierung der Energiewende,
f) Planung, Errichtung, Betrieb, Verpachtung, Vermietung und sonstige Überlassung von
Anlagen der Telekommunikation, Datenverarbeitung und Informationstechnologie,
g) Entwicklung, Implementierung sowie beratende Begleitung von Energiemanagementsystemen (Systemlösungen) und
h) Erbringen von Dienstleistungen aller Art in den vorgenannten Bereichen sowie zur
Förderung der Elektromobilität und Energieeffizienz.
Die Tätigkeit der Gesellschaft erfolgt unter Beachtung der Grundsätze von Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung sowie Klima- und Wasserschutz. Die Gesellschaft verfolgt
öffentliche Zwecke im Rahmen der rechtlichen Vorgaben der Baden-Württembergischen
Gemeindeordnung.
1.2.2 Beteiligungsverhältnisse (Stand: 31.12.2016)
Persönlich haftende Gesellschafterin ohne Einlage, ohne Kapitalanteil und ohne Stimmrecht ist die badenova-Verwaltungs-AG (Komplementärin). Alleinige Aktionärin der badenova-Verwaltungs-AG ist die Gesellschaft selbst. Zum 31.12.2016 bestehen folgende
Kapitalanteile der Kommanditisten:
Thüga AG, München
Stadtwerke Freiburg GmbH
Offenburger Gasversorgung-Holding GmbH
Stadt Lörrach
Stadt Breisach am Rhein
Stadtwerke Waldshut-Tiengen GmbH
Stadt Lahr
Stadt Wehr
Stadt Kehl
Stadt Bad Krozingen
ZV für die Gas- und Stromversorgung Lörrach
Stadt Laufenburg
Stadt Weil am Rhein
Gemeinde Ihringen
Gemeinde Albruck
Gemeinde Murg
Stadt Achern
80 weitere Kommanditisten

Beteiligungsbericht 2017 - badenova AG & Co. KG -

44,6 %
32,8 %
7,1 %
4,1 %
2,1 %
1,6 %
1,4 %
1,0 %
0,6 %
0,4 %
0,4 %
0,4 %
0,3 %
0,3 %
0,2 %
0,2 %
0,2 %
2,3 %

1.2.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (Vgl. Kommanditisten Ziffer 1.2.2)

b)

Vorstand

Die Geschäftsführung und die Vertretung der Gesellschaft obliegen der badenova
Verwaltungs-AG als Komplementärin; deren Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
Dr. rer. pol. Thorsten Radensleben (Vorsitzender)
Dipl.-Ing. Mathias Nikolay
Dipl.-Volksw. Maik Wassmer
Die Bezüge des Vorstands und der ehemaligen Mitglieder des Geschäftsführungsorgans
der badenova Verwaltungs-AG betrugen insgesamt 1.481 T€ (davon 333 T€ für ehemalige Vorstände und Geschäftsführer), die der ehemaligen Vorstände und Geschäftsführer
der badenova AG & Co. KG und deren Vorgängerunternehmen 132 T€.
c)
Aufsichtsrat (Stand: 31.12.2016)
Dr. Dieter Salomon
Oberbürgermeister der Stadt Freiburg, Vorsitzender
Dr. Gerhard Holtmeier
1. stellv. Vorsitzender, Vorstand Thüga AG
Ralf Kienzler
2. stellv. Vorsitzender, Betriebsratsvorsitzender
Dr. Christof Schulte
Vorstand Thüga AG
Martin Albers (bis 07/2016)
Oberbürgermeister a. D. der Stadt Waldshut-Tiengen
Dr. Philipp Frank (ab 07/2016)
Oberbürgermeister der Stadt Waldshut-Tiengen
Eckart Friebis
Stadtrat der Stadt Freiburg
Michael Gaißer
Betriebsratsvorsitzender E-MAKS
Udo Harter
Stadtrat der Stadt Freiburg
Beate Hertweck (bis 07/2016)
Arbeitnehmervertreterin
Isabel Asmus (ab 07/2016)
Arbeitnehmervertreterin
Walter Krögner
Stadtrat der Stadt Freiburg
Rainer Kühlwein (bis 07/2016)
Arbeitnehmervertreter
Stefan Röbert (ab 07/2016)
Arbeitnehmervertreter (bnNETZE GmbH)
Jörg Lutz
Oberbürgermeister der Stadt Lörrach
Dr. Wolfgang G. Müller
Oberbürgermeister der Stadt Lahr
Klaus Muttach
Oberbürgermeister der Stadt Achern
Oliver Rein
Bürgermeister der Stadt Breisach
Gerd Schmidlin
Arbeitnehmervertreter
Edith Schreiner
Oberbürgermeisterin der Stadt Offenburg
Joachim Schuster
Bürgermeister der Stadt Neuenburg
Martin Schwer (bis 07/2016)
Arbeitnehmervertreter (bnNetze GmbH)
Claudia Wagner (ab 07/2016)
Arbeitnehmervertreterin
Daniela Ullrich
Arbeitnehmervertreterin
Michael Thater
Bürgermeister der Stadt Wehr
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten an Vergütungen und Sitzungsgeldern 118 T€.
Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister/innen und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 €
pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt über
§ 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderät_innen.
Zum 31.12.2016 lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 19,0 %.

Beteiligungsbericht 2017 - badenova AG & Co. KG -

Kommanditisten
100%



Komplementärin

AG & Co. KG
58.665.970 €

100%



badenova
Verwaltungs-AG
50.000 €

Beteiligungsbericht 2017 - badenova AG & Co. KG

100%

bnNETZE GmbH
5.000.000 €

75%

E-MAKS
Verwaltungs-GmbH
50.000 €

50%

Badische Rheingas GmbH
800.000 €

24,5%

Energiewerk Ortenau Energiegesellschaft mbH & Co. KG
500.000 €

4%

Wirtschaftsregion
Südwest GmbH
50.000 €

100%

badenovaWÄRMEPLUS
GmbH & Co. KG
1.000.000 €

73,5%

E-MAKS
GmbH & Co. KG
100.000 €

46%

Energie- u. Wasserversorgung
Kirchzarten GmbH
1.000.000 €

24%

Energieversorgung Oberes
Wiesental GmbH
770.000 €

3,5%

Energieagentur Landkreis
Tuttlingen GmbH
43.500 €

100%

badenIT GmbH
105.000 €

60%

Wärmegesellschaft Kehl
GmbH & Co. KG
100.000 €

40,1%

Wärmeverbundkraftwerk
Freiburg GmbH
100.000 €

15,0%

Stadtwerke Freudenstadt
GmbH & Co. KG
2.945.949 €

3,1%

Energieagentur Landkreis
Rottweil GbR
8.000 €

100%

badenova
Beteiligungs-GmbH
100.000 €

60%

Wärmegesellschaft Kehl
Verwaltungs-GmbH
25.000 €

40%

Gemeindwerke
Umkirch GmbH
500.000 €

15%

sparstrom
Energievertriebs GmbH
100.000 €

100%

badenovaWÄRMEPLUS
Verwaltungs-GmbH
25.000 €

30%

Gemeindewerke
Gundelfingen GmbH
1.000.000 €

10,0%

Energieagentur Landkreis
Lörrach GmbH
50.000 €

1,1%

Thüga Erneuerbare Energien
GmbH & Co. KG
135.784.000 €

100%

ESDGmbH
25.000 €

8,0%

homeandsmart GmbH
25.000 €

0,3%

GEDEA-Wasserkraftwerk
Linach KG
357.900 €

100%

Infrastruktur
Verwaltungsgesellschaft mbH
25.000 €

6,7%

100 Prozent GmbH
41.700 €

0,03%

BGV-Versicherung AG
50.251.000 €

100%

Infrastruktur Trägergesellschaft mbH & Co. KG
25.000 €

6,7%

5%

31.12.2016

Ortenauer
Energieagentur GmbH
37.500 €
Burghof Kultur- und
Verwaltungsgesellschaft mbH
1.030.000 €

2,93% Klimaschutz- und Energieagentur
B-W GbR
502.000 DM

1.2.4 Beteiligungen des Unternehmens
a)
Grafische Übersicht der Unternehmensbeteiligungen

- Thüga AG
- 96 kommunale
Kommanditisten

b a d e n o v a

b)

Übersicht Beteiligungen mit finanzwirtschaftlichen Kennzahlen (31.12.2016)

Name und Sitz der Gesellschaft

Sitz der Ge- Kapitalsellschaft
anteil
%

Anteile an verbundenen Unternehmen
a) unmittelbare
badenIT GmbH
badenova Beteiligungs-GmbH
badenova Verwaltungs-AG
badenova WÄRMEPlus GmbH & Co. KG
badenova WÄRMEPlus Verwaltungs GmbH

Eigenkapital

Ergebnis

T€

T€

Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br.

100,0
100,0
100,0
100,0
100,0

2.808
124.647
670
31.111
41

0
0
-7
0
1

Wärmegesellschaft Kehl GmbH & Co. KG

Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br.
Kehl

100,0
73,5
75,0
100,0
100,0
100,0
60,0

214.521
1.788
71
125
25
26
1.985

0
479
2
0
0
1
189

Wärmegesellschaft Kehl Verwaltungs-GmbH

Kehl

60,0

30

1

Freiburger Wärmeversorgungs GmbH

Freiburg i. Br.
Offenburg
Freiburg i. Br.
Mühlheim
Freiburg i. Br.

51,0
100,0
100,0
100,0
51,0

157
30
50
29
4.337

3
3
-4
0
1.978

regioDATA GmbH
TREA Breisgau Energieverwertung GmbH
Wärme Süd-West GmbH
Windpark Kambacher Eck GmbH & Co. KG

Lörrach
Eschbach
Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br.

51,0
60,0
55,0
100,0

718
570
125
5.600

168
64
-18
210

Assoziierte Unternehmen
a) unmittelbare
Badische Rheingas GmbH
Energie- und Wasserversorgung Kirchzarten GmbH
Energieversorgung Oberes Wiesental GmbH
Energiewerk Ortenau Energiegesellschaft mbH & Co. KG
Gemeindewerke Gundelfingen GmbH
Gemeindewerke Umkirch GmbH
sparstrom Energievertriebs GmbH (neu ab 2016)
Wärmeverbundkraftwerk Freiburg GmbH

Lörrach
Kirchzarten
Todtnau
Achern
Gundelfingen
Umkirch
Köln
Freiburg i. Br.

50,0

1.430

46,0
24,0

3.464
3.789

24,5
30,0
40,0
15,0
40,1

500
4.100
1.754
86
10.245

436
604
57
-166
0
204
-14
5

a) mittelbare
ASF Solar GmbH & Co. KG
ASF Solar Verwaltungs-GmbH
badenova KONZEPT GmbH & Co. KG

Freiburg i.Br.
Freiburg i.Br.
Freiburg i. Br.

49,0
49,0
49,0

1.360
32
100

214
1
3

bnNETZE GmbH
E-MAKS GmbH & Co. KG
E-MAKS Verwaltungs-GmbH
Energie-Service Dienstleistungsgesellschaft mbH
Infrastruktur-Trägergesellschaft mbH & Co. KG (neu ab 2016)
Infrastruktur-Trägergesellschaft mbH (neu ab 2016)

2
2
1
2
1
2

1
2
3
1+6
1
1

b) mittelbare
badenova KONZEPT Verwaltungs-GmbH
badenovaWIND GmbH
badenovaWIND GmbH & Co. KG
Energiegesellschaft Mühlheim Verwaltungs-GmbH

Beteiligungsbericht 2017 - badenova AG & Co. KG -

1
1
1
1

1+4
1+4
1
1

4+5
4
4
4
2+4
4
3

4
4
4

Name und Sitz der Gesellschaft

Sitz der Gesellschaft

Kapitalanteil

Eigen- Ergebnis
kapital

%

b) mittelbare
Badenweiler Energie GmbH
Das Grüne Emissionshaus GmbH (neu ab 2016)
EVB Energieversorgungesell.Bauverein Breisgau mbH
Netzgesellschaft Tuttlingen GmbH & Co. KG
Netzgesellschaft Tuttlingen Verwaltungs-GmbH
regioAQUA GmbH
Regionalwerk Hochrhein GmbH & Co. KG
Regionalwerk Hochrhein Verwaltungs-GmbH

Badenweiler
Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br.
Tuttlingen
Tuttlingen
Rheinfelden
Lauchringen
Lauchringen

regiosonne Verwaltungs GmbH
regiowind Verwaltungs-GmbH
THEOLIA Utilities Investment Company S.A.

T€

T€
4

50,0

732

57

50,0
24,8

408
639

141 4
31 4

50,0
50,0
50,0
25,1
25,1

4.479
26
93
2.970
58

30
1
15
78
2

Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br.
Luxembourg

37,0
50,0
30,0

41
73
1.922

8
4
-78

Übrige wesentliche Beteiligungen
a) unmittelbare
Stadtwerke Freudenstadt GmbH & Co. KG
Syneco GmbH & Co. KG
Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG

Freudenstadt
München
München

15,0 15.229
9,8 41.393
1,0 152.726

2.787
2.136
6.023

b) mittelbare
KOM9 GmbH & Co. KG

Freiburg i. Br.

13,6 877.752

96.905

1
2
3
4
5
6

Die Gesellschaft wurde wegen untergeordneter Bedeutung
gem. § 296 Abs. 2 HGB nicht in die Konsolidierung einbezogen
Ergebnisabführungsvertrag oder Ergebnisübernahme durch badenova
erworben oder in Gründung 2016
Zahlen lt. Jahresabschluss 2015
Abweichendes Wirtschaftsjahr (30.06.2016)
Umfirmierung von Projektgesellschaft Biogas Appenweier GmbH in Infrastruktur-Verwaltungsgesellschaft mbH

1.2.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß den Vorgaben der regulierenden Gesetzgebung und Verordnungen betreibt
bnNETZE das eigene Erdgas- und Stromnetz, das Gasnetz der Hafenverwaltung in
Kehl, der Netzgesellschaft Tuttlingen GmbH & Co. KG, der Stadtwerke MüllheimStaufen
GmbH, der Gemeindewerke Umkirch GmbH (GWU) und der Energieversorgung Oberes
Wiesental GmbH sowie das Stromnetz der Regionalwerk Hochrhein GmbH & Co. KG
und der GWU.
Das Marktgebiet erstreckt sich bei Erdgas auf 158 Verträge mit Städten und Gemeinden
in zwei Regierungsbezirken und 11 Land- und Stadtkreisen. Im Stromkonzessionsbereich ist gegenüber dem Vorjahr keine Veränderung anzuzeigen. Es sind unverändert 21
Stromkonzessionen in der Verantwortung der bnNETZE. Zum 01.01.2016 verpachtete
die Energieversorgung Oberes Wiesental GmbH ihr Erdgasnetz an die bnNETZE.
Von den Städten Freiburg und Lahr ist die bnNETZE als Konzessionsnehmer beauftragt,
die Trinkwasserversorgung sicherzustellen. Vom Wasserwerk in Hausen an der Möhlin
werden darüber hinaus Kommunen ganz oder teilweise mit Wasser versorgt. Die Gemeinde Ebringen erhält seit Dezember 2016 Zusatzwasser aus dem Wasserwerk Hausen.
Die Absatzentwicklung der badenova-Gruppe zeigt folgende Tabelle:

Beteiligungsbericht 2017 - badenova AG & Co. KG -

4

4
4
4

4
4
4

ERDGAS (in Mio. kWh)
-Klein-/ Sonderpreisbereich
-Geschäftskundenbereich
Erdgasverkauf Gesamt
STROM (in Mio. kWh)
-Privatkunden
-Geschäftskunden
Stromabsatz Gesamt
Wasser (in Mio. m³)
Wärme (in Mio. kWh)

2012

2013

2014

2015

2016

3.875,6
4.034,8
7.910,4

4.125,2
4.187,8
8.313,0

3.360,7
4.448,0
7.808,7

3.753,5
5.612,9
9.366,4

4.357,9
5.449,4
9.807,3

465,4
1.384,9
1.850,3
18,2
263,0

488,2
1.893,3
2.381,5
18,0
303,5

484,6
1.687,0
2.171,6
18,3
256,6

503,7
1.641,0
2.144,7
19,1
284,4

603,0
2535,0
3.138,0
19,3
312,3

Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens und die Auswirkungen auf den städtischen Haushalt (Konzessionsabgaben direkt; Gewinnausschüttungen über das Ergebnis
der Stadtwerke Freiburg GmbH) zeigen folgende Diagramme:
Erdgas- und Stromabsatz (Mio. kWh)

Mio. €

20,0

10.000
3.000

9.500

18,0

9.000

2.500

8.500

2.000

8.000
1.500

7.500
7.000

1.000

2012 2013 2014 2015 2016
Erdgasabsatz

Stromabsatz

Mio kWh Strom

Mio kWh Gas

Entwicklung der Gewinnausschüttungen (an StW)
und Konzessionsabgaben (an HH)

16,0
14,0
12,0
10,0
2012

2013

2014

Gewinnausschüttung an StW

2015

2016

Konzessionsabgabe an HH

1.2.6 Klimaschutz
Im jährlich veröffentlichten Ökologie- und Nachhaltigkeitsbericht stellt badenova eine
Übersicht über die Klimarelevanz der eigenen Maßnahmen vor. Wesentliche Effekte bei
der CO2-Vermeidung entstehen durch Kraft-Wärme-Kopplung, Nutzung Erneuerbarer
Energien und Effizienzsteigerung in eigenen Anlagen. Diese erreichten in 2016 eine
Vermeidung von 55.349 Tonnen. Die CO2-Vermeidung durch von badenova geförderte
Anlagen und durch die Ökostromnutzung bei Kunden summiert sich auf weitere 703.843
Tonnen.
Schwerpunkte für den regionalen Klimaschutz sind Investitionen in Neubau und Modernisierung von Fernwärmenetzen und Blockheizkraftwerken (BHKW); Ausbau von Windkraft- und PV-Anlagen, Nutzung von Bioerdgas und Holz in der Wärmeerzeugung, Optimierung der bestehenden Biogasanlagen und der Aufbereitung von Biogas. Aber ebenfalls wichtig ist das Angebot von Ökostrom-Produkten für alle Kundengruppen zu einem
marktfähigen Preis. Darüber hinaus ist die erfolgreiche Vermarktung von Ökostrom über
die bundesweit tätige Tochtergesellschaft ESDG mit für die hohen CO2-Einspareffekte
verantwortlich.
Die Beratung von Kommunen und Gewerbekunden, die Erstellung von Quartierskonzepten und die Durchführung von Energiewerkstätten, die Zusammenarbeit mit verschiedenen Interessensgruppen (zum Beispiel bei Green Industry Park) und nicht zuletzt der
Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz mit seiner jährlichen Fördersumme von ca
1,6 Millionen Euro belegen den durchgängigen und ganzheitlichen Ansatz, den badeno-

Beteiligungsbericht 2017 - badenova AG & Co. KG -

va beim Klimaschutz für die Region verfolgt. Damit ist badenova für die Stadt Freiburg
ein wichtiger Partner bei der Erreichung der städtischen Klimaschutzziele.
1.2.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Lage des Unternehmens (Konzern)
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012
T€

2013
T€

2014
T€

2015
T€

2016
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

542.483
167.068
627
710.178

539.968
165.443
2.041
707.452

553.654
147.564
1.955
703.173

569.567
129.414
704
699.685

563.043
150.963
1.558
715.564

PASSIVA
Eigenkapital
Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile
Zuschüsse
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

236.985
50
64.187
122.027
286.930
0
710.178

234.540
50
64.914
108.194
299.624
130
707.452

232.665
50
63.687
102.999
303.685
87
703.173

232.370
50
64.057
99.562
303.646
0
699.685

236.520
50
64.806
117.005
297.153
31
715.564

2015 1

2016

2017
2018
Plan
Plan
T€
T€
954.852 1.004.536
612
1.530
7.350
11.095
3.669
6.471
966.483 1.023.632

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2014

Umsatzerlöse (ohne abzuführender Stromsteuer)
Bestandsveränderung
Andere aktivierte Eigenleistungen
sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
T€
T€
795.432 851.752 970.117
608
-379
991
7.923
7.098
6.525
42.757 26.117 13.522
846.720 884.588 991.155

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

598.079 631.486 724.833 714.736
86.839 84.457 88.393 87.661
46.134 42.056 41.414 42.941
58.051 66.545 76.616 63.755
789.103 824.544 931.256 909.093

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Sonstige Steuern
Jahresergebnis
Einstellung / Entnahme Rücklage
Entnahme aus dem Innovationsfond (+)
Einstellung in den Innovationsfond (-)
Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn
Bilanzgewinn
1

57.617
1.933
59.550
6.616
592
52.342
226
1.923
1.534
995
51.510

60.044
1.080
61.124
8.673
344
52.106
211
879
1.539
1.021
50.636

59.900
7.179
67.079
10.821
451
55.807
232
2.317
1.634
1.096
55.162

57.391
3.531
60.922
6.982
225
53.715
0
2.058
1.575
1.205
52.992

757.621
95.503
43.739
68.436
965.299
58.333
2.414
60.747
7.457
44
53.246
0
1.769
1.570
919
52.526

Zuordnung GuV Positionen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab 2015

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Gesellschaftsrechtliche Veränderungen
Auf Basis der seit 2015 bestehenden neuen Geschäftsfeldstruktur in der badenova
Gruppe wurden die Geschäftsfeldstrategien überarbeitet und in der Mittelfristplanung
bewertet. Zum 01.01.2016 wurde die direkt durch das Geschäftsfeld Wärme und ErzeuBeteiligungsbericht 2017 - badenova AG & Co. KG -

gung verantworteten Tochtergesellschaften der badenova WÄRMWEPlus GmbH & Co.
KG gesellschaftsrechtlich zugeordnet. Zum 01.01.2016 wurde die GrünHaus Energie
GmbH auf die badenova verschmolzen. Mit der Gründung der sparstrom Energievertriebs GmbH nutzt die badenova gemeinsam mit Kooperationspartnern eine neu entwickelte Online-Plattform für das Vertriebsgeschäft. Im Rahmen des Projektes RegioWIn
„Vernetzte Industrie“ wurde in 2016 eine Infrastrukturgesellschaft gegründet. Die badenova WÄRMEPlus GmbH & Co. KG beteiligte sich mit 50 % an der „Das Grüne Emissionshaus GmbH (DGE)“ zur Generierung von Synergieeffekten im Bereich Entwicklung,
Finanzierungsbeschaffung und Betriebsführung von Wind- und Solarparkanlagen.
Absatz- und Umsatzentwicklung 2016 (ohne Absatz/Umsatz für Netznutzung Dritter)
Der Erdgasverkauf ist gegenüber 2015 um 4,7 % auf 9.807,3 Mio. kWh gestiegen. Die
Absatzsteigerung im Privat- und Gewerbekundensegment ist vorwiegend auf das gegenüber dem Vorjahr etwas kältere Jahr zurückzuführen. Darüber hinaus konnte badenova trotz des weiter zunehmenden Wettbewerbs die Kundenverluste in diesem Segment durch neu hinzu gewonnene Kunden überkompensieren. Das Geschäftskundensegment bewegte sich leicht unter Vorjahresniveau. Für 2017 wird ein geringerer Netzabsatz Erdgas geplant, da die für 2017 angesetzten Gradtagzahlen unter den Werten
2016 liegen und darüber hinaus erwartet wird, dass die Mengenzuwächse aufgrund neuer Netzanschlüsse im Netzgebiet die Mengenrückgänge aus Maßnahmen der energetischen Gebäudeoptimierung nicht kompensieren können.
Der Stromverkauf ist im Vergleich zum Vorjahr um 46,3 % gestiegen und beträgt für das
abgelaufene Geschäftsjahr 3.138,0 Mio. kWh. Im Privat- und Gewerbekundensegment
ist die deutliche Absatzsteigerung auf die erfolgreiche Neukundengewinnung im bundesweiten Vertrieb zurückzuführen. Der starke Anstieg im Geschäftskundensegment
beruht auf besonders wirksamen Akquisemaßnahmen mit eigenem Personal und der
Zusammenarbeit mit Marktpartnern, die auf Provisionsbasis Kundenverträge vermitteln.
Im Strombereich wird im Jahr 2017 im Vergleich zu 2016 mit einem leicht höheren Netzabsatz gerechnet. Im Planungszeitraum von 2017 bis 2021 vermindert sich der Netzabsatz. Dieser Rückgang ist insbesondere auf eine zu erwartende Eigenversorgung im Geschäftskunden- und Industriesegment zurückzuführen. Zuwächse im Privatkundenbereich durch neue Hausanschlüsse werden durch Annahmen wie dem Ausbau dezentraler Erzeugungsanlagen sowie zunehmender Einsparungen aufgrund von Modernisierung
und steigendem Energiebewusstsein kompensiert.
Der Absatz der badenova Gruppe im Bereich der Wärmeversorgung ist im Vergleich zum
Vorjahr um 27,9 Mio. Kilowattstunden gestiegen. Dies ist insbesondere auf das im Vergleich zum Vorjahr 2015 etwas kältere Jahr und auf einen weiteren Zubau der Erzeugungsanlagen und –netze zurückzuführen. Darüber hinaus wurden die Anlagen und Netze der Energiegesellschaft Mühlheim mbH & Co. KG zum 01.04.2016 im Rahmen einer
Verschmelzung auf die bnWÄRMEPlus übertragen.
Der Wasserabsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,0 % auf 19,3 Mio. m³ in
2016. Diese Veränderung liegt im Rahmen der normalen Schwankungsbreite.
Im Auftrag des Eigenbetriebs Stadtentwässerung Freiburg ist die badenova in der Sparte
Abwasser für die Abwasser Freiburg GmbH im Stadtgebiet Freiburg tätig. Neben dem
erfolgreichen Betrieb und der Unterhaltung der Anlagen konnten 2016 rund 6,7 Mio. € in
die Erneuerung und Erweiterung der Kanäle und Anlagen investiert werden.
Für das Jahr 2017 wird ein Jahresergebnis von 53,0 Mio. € erwartet. Als wesentliche
Einflussfaktoren auf das Ergebnisziel 2017 sind die erfolgreiche Umsetzung der definierten Strukturmaßnahmen, der weitere Ausgang der laufenden Verhandlungen über die

Beteiligungsbericht 2017 - badenova AG & Co. KG -

Verlängerung von Konzessionsverträgen, die Erschließung von Neukunden, die weitere
konjunkturelle Entwicklung sowie der Temperaturverlauf zu nennen.
Investitionen
Die Investitionen belaufen sich in 2016 auf 42,7 Mio. € (Vorjahr: 59,7 Mio. €). Davon entfallen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,6 Mio. €, auf das Sachanlagevermögen
36,5 Mio. € sowie 5,6 Mio. €. auf die Finanzanlagen. Für 2017 sind Investitionen von
rund 47,2 Mio. € vorgesehen. Schwerpunkte werden hierbei in den Bereichen Gas- und
Stromnetze sowie im Bereich Wasser und Wärme liegen. Im Stromnetz sind die weitere
Erneuerung von Übergangsmuffen sowie Leitungsverlegungen im Zuge des Ausbaus der
Stadtbahnlinie Freiburg vorgesehen. Im Gasnetz sind Planung und Bau von Netzanschlüssen für Großkunden berücksichtigt. Unter Berücksichtigung der geplanten Investitionen, der Auflösung von Ertragszuschüssen und der Darlehenstilgungen errechnet sich
für das 2017 ein Mittelbedarf von 68,4 Mio. €. Davon ist ein Betrag von rund 17,1 Mio. €
durch Neuaufnahme oder Verlängerung von Krediten zu decken.
Risikomanagement
Wesentliche Risiken bei der Erreichung des künftigen Unternehmenserfolgs bestehen
sowohl absatz- als auch beschaffungsseitig im Hinblick auf die gegebenen Unsicherheiten bei der Prognose künftiger Mengen- und Preisentwicklungen. Den Fortbestand des
Unternehmens gefährdende Risiken wurden nicht identifiziert und sind derzeit auch nicht
erkennbar. Dennoch stellen derzeit der Wettbewerbsmarkt, der bestehende Margendruck im Vertrieb sowie ein volatileres Geschäftsumfeld eine große Herausforderung dar,
sich weiterhin erfolgreich am Markt zu positionieren. Darüber hinaus können künftig insbesondere externe Faktoren wie technologische Veränderungen, umfassende Digitalisierung von Geschäftsabläufen sowie die zunehmende Dezentralisierung der Wertschöpfung zu einer grundlegenden Veränderung der Rahmenbedingungen in der Energiewirtschaft führen. Für eine weitere erfolgreiche Marktpräsenz wird entscheidend sein, dass
sich das Unternehmen mit einem hohen Maß an Flexibilität an diese sich abzeichnenden
Veränderungen reaktionsschnell und adäquat anpassen kann.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Die Kapitalanteile der Kommanditisten sind unter Ziffer 1.2.2 aufgeführt.
d)

Personalentwicklung (Jahresdurchschnitt)
2014

Beschäftigte
Zwischensumme
Aushilfen
Auszubildende
Beschäftigte ohne Entgeltzahlung.
Beschäftigte Gesamt
davon Führungskräfte

Anteil schwerbehinderter AN (in %)
2

130

1.162 1.142
202
187

davon Führungspersonal
1

1.271 1.258
1.271 1.258
37
22
56
49
----1.364 1.329
173

Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte

2015

20171
Plan2

2016
Gesamt
1.252
1.252
37
39
--1.328
132

m
w
853 399
853 399
22 15
25 14
---

-- -

900 428
105

1.175
1.175
--38
--1.213

20181
Plan
1.172
1.172
--56
--1.228

27

1.094 826 268
234 74 160

3

3

8

8,2

9,0

7,6

4
---

4
---

Diese Werte berücksichtigen die Anzahl Planstellen und nicht die Anzahl der Beschäftigten (Jahre 2013 bis 2015).
Anzahl der Beschäftigten Plan 2017 gemäß Planungsstand Oktober 2016; Stand November 2017: 1.174 AN

Beteiligungsbericht 2017 - badenova AG & Co. KG -

e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (Konzern)
2012

2013

2014

2015

2016

Vermögens- / Finanzkennzahlen

1

Anlagenintensität
Anlagendeckung1
Eigenkapitalquote1
Nettoinvestitionen

%
%
%
T€

76,4
55,5
25,5
23.609

76,3
58,8
25,8
-2.515

78,7
55,8
25,8
13.686

81,4
58,0
26,0
15.912

78,7
56,3
25,3
-6.524

Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität1
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow (aus lfd. Geschäftstätigkeit)

%
%
%
T€

9,5
30,7
9,4
64.863

7,8
7,2
28,6
28,4
9,0
9,1
98.077 100.332

7,0
27,9
9,1
93.035

6,2
30,4
9,1
91.246

Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Mitarbeiter/-in

T€
T€

529,4
58,5

640,9
66,0

751,4
70,6

570,9
60,9

Eigenkapital ohne Ausschüttungsbetrag

Beteiligungsbericht 2017 - badenova AG & Co. KG -

583,2
66,4

1.3

badenova Verwaltungs-AG

1.3.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung als persönlich haftende und geschäftsführende Gesellschafterin an der badenova AG & Co. KG.
1.3.2 Beteiligungsverhältnisse
Alleinige Aktionärin ist die badenova AG & Co. KG.
1.3.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Hauptversammlung (Vgl. Ziffer 1.3.2)

b)

Vorstand

Dipl.-Kfm. Dr. Thorsten Radensleben (Vorsitzender)
Dipl.-Ing. Mathias Nikolay
Dipl.-Vw. Maik Wassmer
Zu der Höhe der Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2016 wird auf die Ausführungen unter Kapitel 1.2.3b) verwiesen.
c)

Aufsichtsrat (Stand 31.12.2016)

Dr. Dieter Salomon

Oberbürgermeister Stadt Freiburg, Vorsitzender

Dr. Gerhard Holtmeier

Vorstandsmitglied der Thüga AG,
Erster stellvertretender Vorsitzender

Ralf Kienzler

Betriebsratsvorsitzender,
Zweiter stellvertretender Vorsitzender

Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine Aufsichtsratsvergütungen gewährt. Im Berichtsjahr
waren im Aufsichtsrat keine Frauen vertreten.
1.3.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die badenova Verwaltungs-AG hält keine Beteiligungen.
1.3.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Tätigkeit der Gesellschaft beschränkt sich ausschließlich auf die Geschäftsführung
sowie die persönliche Haftung bei der badenova AG & Co. KG (siehe Abschnitt 1.2.5).
1.3.6 Klimaschutz
Zu den Maßnahmen zum Klimaschutz im Geschäftsjahr 2016 wird auf die Ausführungen
unter Kapitel 1.2.6 verwiesen.

Beteiligungsbericht 2017 - badenova Verwaltungs-AG -

1.3.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012
T€

2013
T€

2014
T€

2015
T€

2016
T€

AKTIVA
Umlaufvermögen
Summe

7.770
7.770

8.074
8.074

9.639
9.639

10.682
10.682

10.707
10.707

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

158
7.569
43
7.770

108
7.947
19
8.074

678
8.915
46
9.639

677
9.958
47
10.682

670
10.037
0
10.707
2018
Plan
T€
2.927

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2014

2015 1

Betriebliche Erträge

T€
2.305

T€
2.430

T€
1.735

2017
Plan
T€
2.382

Personalaufwand
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen Gesamt

1.503
7
1.510

1.192
8
1.199

1.529
13
1.541

1.481
9
1.490

1.664
15
1.680

795
-790
5
-565

1.231
-1.226
5
6

194
-189
5
12

892
-888
5
-13

1.247
-1.242
5
-12

570

-1

-7

18

17

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen / Ertrag (- = Erstattg.)
Jahresüberschuss
1

2016

Zuordnung GuV Positionen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab 2015

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die Entwicklung der Gesellschaft ist im Wesentlichen durch die Entwicklung der badenova AG & Co. KG bestimmt. Auf die entsprechenden Ausführungen in Abschnitt 1.2.6 b)
wird verwiesen.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Geschäftsjahr 2016 blieb das gezeichnete Kapital unverändert.
d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Da sich die Tätigkeit der badenova Verwaltungs-AG auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin der badenova AG & Co. KG beschränkt, wird auf die Ermittlung
von Kennzahlen verzichtet. Es wird auf die Darstellung der entsprechenden Kennzahlen
in Abschnitt 1.2.6 e) verwiesen.

Beteiligungsbericht 2017 - badenova Verwaltungs-AG -

1.4

Freiburger Verkehrs-AG

1.4.1 Gegenstand des Unternehmens
Der wesentliche Gegenstand der VAG ist die Beförderung von Personen im Stadtgebiet
von Freiburg im Breisgau und Umgebung mittels Straßenbahnen und Omnibussen. Außerdem betreibt die Gesellschaft die Kabinenumlaufbahn zum Schauinsland (Schauinslandbahn).
1.4.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadtwerke Freiburg GmbH
Stadt Freiburg i. Br.

99,87 %
0,13 %

1.4.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Hauptversammlung (vgl. Ziffer 1.4.2)

b)

Vorstand (Stand 31.12.2016)

Dr. Helgard Berger (bestellt bis zum 31.12.2021)
Dipl.-Ing. Stephan Bartosch (bestellt bis zum 31.12.2021)
Dipl.-Verw. Wiss. Oliver Benz (bestellt seit 01.03.2017, befristet)
Die Bezüge im Berichtsjahr 2016 von Frau Dr. Berger betrugen 184 T€1 und von Herr
Bartosch 185 T€1.
1

In diesem Beträgen sind die Grundvergütung, die variable Vergütungen (sofern vereinbart), über den gesetzlichen
Rahmen hinausgehende Leistungen für Altersvorsorge (sofern vereinbart) und sonstige Leistungen (Sachbezüge,
geldwerte Vorteile u.a.) enthalten.

c)

Aufsichtsrat (Stand 31.12.2016)

Vorsitzender:
Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg
1. stellvertr. Vorsitzender: Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg
2. stellvertr. Vorsitzender: Uwe Neumann, Arbeitnehmervertreter
Stadträte-innen:

Arbeitnehmervertreter_innen:

Hermann Aichele, Renate Buchen (bis 23.11.2016), Dr. Maria Hehn, Atai Keller, Martin Kotterer (ab 12.04.2016), Michael
Moos, Hansjörg Sandler (bis 03.03.2016), Stefan Schillinger,
Gerlinde Schrempp, Timothy Simms, Julia Sophie Söhne (ab
24.11.2016), Manfred Stather, Helmut Thoma, Simon Waldenspuhl.
Dietmar Gemander, Thomas Merkt, Markus Ruf, Günter
Schuster, Hubert Schuster, Isabel Wendt.

Im Berichtsjahr 2016 erhielt der Aufsichtsrat Vergütungen und Sitzungsgelder in Höhe
von 40 T€. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €):

Aufsichtsratsvorsitzender
Stellvertretender AR-Vorsitzender
Aufsichtsratsmitglieder
Beratendes Mitglied

Grundvergütung
pro Jahr
AR
PrA
3.200
--2.400
--1.600
-------

Vergütung
pro Sitzung
AR
PrA
55
--55
--55
-------

AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss; nur einmalige Vergütung im PrA StW Konzern

Beteiligungsbericht 2017 - VAG -

Sonstige
Vergütungen
AR
PrA
-----------------

Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister/innen und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 €
pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt über
§ 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderät_innen.
Am 31.12.2016 lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 19,0 %.
1.4.4 Beteiligungen des Unternehmens
Regio-Verkehrsverbund Freiburg GmbH

33,0 %

1.4.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die unternehmerische Tätigkeit der VAG liegt in der Beförderung von Personen im
Stadtgebiet von Freiburg im Breisgau und Umgebung mittels Stadtbahnen und Omnibussen. Außerdem betreibt sie eine Kabinenumlaufbahn (Schauinslandbahn). Die Verkehrsleistungen der VAG zeigt folgende Übersicht:
2012

2013

2014

2015

2016

76.009
261.257
1.020.932
7.512
25,6
67,2
4,7

77.039
264.789
1.040.385
7.614
25,4
69,3
12,5

75.354
258.871
1.036.454
7.401
24,9
71,3
15,8

76.997
264.420
1.092.730
7.494
24,2
72,6
20,4

78.756
270.076
1.187.706
7.966
22,7
73,8
21,9

226.716

229.675

310.772

339.309

346.827

Linienverkehr
(inkl. Mietwagenverkehr)

Fahrgäste
Personen-km
1
Platz-km
1
Linien-km
Mittlere Platzausnutzung
Erlöse je Fahrgast
3
Zuschuss je Fahrgast
2
Schauinslandbahn
Fahrgäste
1
2
3

Tsd.
Tsd.
Tsd.
Tsd.
%
Cent
Cent

ab 2014: Neuberechnung der Linien-/Leer-KM bei ein- und ausfahrenden Kursen
wegen Sanierungsarbeiten vom 05.11.2012 bis 29.04.2013 außer Betrieb
ÖPNV-Defizit je Fahrgast

Der Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks sowie die wirtschaftliche Entwicklung
des Unternehmens sind den folgenden Diagrammen mit der Veränderung der Fahrgastzahlen, der Investitionstätigkeit und der Jahresergebnisse in den letzten fünf Jahren zu
entnehmen:

78
76

Investitionen (in Mio. €)

Fahrgäste (in Mio.)

80

77

77

79

35,0

Eigenanteil

16

25,0

76

12,0

8,9

13,8

10,9

20,0
15,0

74

5,0

17,8

20,5

16,3

18,6

2012

2013

2014

2015

2016

13

6

6

4
2

0,0

70

12
8

12,5

12

14

18

10

9,1

10,0

72

16

18

30,0

77

Defizit VAG (in Mio. €)

20

Zuschuss

2012

2013

2014

2015

2016

Beteiligungsbericht 2017 - VAG -

0

2012

2013

2014

2015

2016

Im Jahr 2016 hat die VAG rund 79 Mio. Fahrgäste befördert, das sind 2,3 % mehr als im
Vorjahr. Die positive Entwicklung ist vor allem auf gute Verkaufszahlen im Barverkehr,
bei den Zeitkarten für Erwachsene aber auch auf die positive Entwicklung bei den Zeitkarten im Ausbildungsverkehr sowie den Semester Tickets zurückzuführen. Die Schauinslandbahn hat 346.827 Fahrgäste im Jahr 2016 befördert. Damit konnten die Umsätze
um 5,4 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.
1.4.6 Klimaschutz
Die VAG sorgt für eine stadt- und umweltverträgliche Mobilität in Freiburg und leistet so
einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Durch die Realisierung des
Stadtbahnausbauprogramms mit der Inbetriebnahme der neuen Stadtbahnlinie Zähringen im Jahre 2014 und der Stadtbahn Messe bis zur technischen Fakultät im Jahre
2015, sowie dem Bau der Stadtbahn Rotteckring und der Stadtbahn Waldkircherstraße
gewinnt die umweltfreundliche Mobilität in Freiburg weiter an Bedeutung.
Darüber hinaus wird das Thema Umweltschutz mit der Umsetzung des Energiekonzeptes bei der VAG auch innerbetrieblich täglich gelebt. Bereits im Jahr 2004 hat die Freiburger Verkehrs AG ein Energiekonzept verabschiedet und seither sukzessive umgesetzt. Somit konnte der Gesamt-CO2-Ausstoß bis 2009 bereits um über 50% reduziert
werden. Dies trägt nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern entlastet auch das Energiebudget des Unternehmens.
Den Einsparungen liegen Maßnahmen, wie zum Beispiel der Einbau eines Blockheizkraftwerks, die Installation von Photovoltaik- und Solaranlagen und Wärmeschutzmaßnahmen in Werkstätten und Abstellhallen zugrunde.
Auch beim Fuhrparkmanagement stehen Umweltschutzaspekte im Mittelpunkt. Die Straßenbahnen und die Schauinslandbahn fahren mit Ökostrom und sind mit Vorrichtungen
zur Bremsenergierückgewinnung ausgestattet. Alle Busse sind mit Partikelfiltern und
modernster Abgasfiltertechnik ausgestattet und 95% der Busse entsprachen im Jahr
2016 mindestens der Euro 5 Norm. Des Weiteren wurden beispielsweise die Modernisierung von Heizungsanlagen oder der Einbau eines Schwungradspeichers realisiert, mit
dem jährlich nicht nur 240.000 kWh Energie einspart werden, sondern auch zur Emissionsreduzierung beigetragen wird.
Auch im Jahre 2016 wurden bei der Freiburger Verkehrs AG weitere Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt bzw. begonnen:
Die Umstellung des Fuhrparks der VAG auf umweltschonende Antriebe wurde mit der
Beschaffung eines weiteren Hybridfahrzeugs und eines weiteren Elektrofahrzeugs weiter
ausgebaut. Die Fahrzeuge werden sukzessiv im Rahmen von Ersatzbeschaffungen umgestellt. Auch die elektrischen Kleintransporter in Kooperation mit Ikea werden nach der
zweijährigen Projektphase weiter zur Verfügung gestellt. Bei der Schauinslandbahn
wurde der Einbau von Solarlüftern in die Kabinen abgeschlossen. An der Haltestelle
Runzmattenweg wurde die Beleuchtung wie auch schon im Vorjahr am Hauptbahnhof
auf LED-Technik umgerüstet. Im Verwaltungsgebäude der VAG wurde eine Wärmerückgewinnung aus der Kälteanlage in der Kantine installiert - aus der Abwärme der Kälteerzeugung wird nun das Brauchwasser erwärmt.
In Summe konnte dadurch 2016 eine weitere jährliche Reduktion um 10t CO2 pro Jahr
erzielt werden. Gesamthaft konnten seit 2009 damit - trotz der gestiegener Fahrleistungen im gleichen Zeitraum - nochmals weitere 16% CO2 eingespart werden.

Beteiligungsbericht 2017 - VAG -

1.4.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012
T€

2013
T€

2014
T€

2015
T€

2016
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

70.117
79.388
91.237
98.851 108.580
20.911
25.593
28.317
36.359
38.783
1.834
1.804
1.593
1.424
1.242
92.861 106.786 121.147 136.634 148.605

PASSIVA
Eigenkapital
Sonderposten mit Rücklageanteil
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

42.213
42.213
42.213
42.213
42.213
430
37
0
0
0
12.858
11.444
11.034
12.210
12.948
33.359
48.894
63.577
77.850
89.124
4.002
4.198
4.323
4.362
4.320
92.861 106.786 121.147 136.634 148.605

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2014

Umsatzerlöse
Bestandsveränderung
Andere aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
55.060
-60
945
8.173
64.118

T€
60.126
22
1.117
1.422
62.688

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

18.914
39.887
8.177
8.054
75.032

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Sonstige Steuern
Erträge aus Verlustübernahme
Jahresergebnis
1

2015 1

2016
T€
63.269
-20
942
1.718
65.910

2017
Plan
T€
63.580
0
950
468
64.998

2018
Plan
T€
65.931
0
950
872
67.752

18.478
42.329
8.690
7.307
76.805

19.887
44.591
8.811
7.828
81.117

19.345
46.946
9.157
8.790
84.238

20.728
48.342
9.458
9.241
87.769

-10.914
-1.778
-12.692
91
12.784

-14.117
-2.364
-16.482
90
16.572

-15.207
-2.738
-17.945
90
18.036

-19.241
-2.981
-22.221
95
22.316

-20.017
-3.075
-23.092
94
23.186

0

0

0

0

0

Zuordnung GuV Positionen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab 2015

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Geschäftsverlauf 2016
Die VAG hat das Jahr 2016 mit einem Defizit von 18,0 Mio. € abgeschlossen. Das sind
6,0 Mio. € weniger als geplant. Die hohe Abweichung zur ursprünglichen Wirtschaftsplanung resultiert im Wesentlichen aus Erlössteigerungen, niedrigeren Abschreibungen und
Budgetunterschreitungen in sonstigen Aufwandspositionen. Im Jahr 2016 wurden die
Aktivitäten der Umsetzung des Programmes „Stadtbahn 2020“ auf die Stadtbahn
Rotteckring konzentriert. Als erster großer Schritt dieses Stadtbahnprojekts stand Anfang
Februar 2015 der Abriss der Kronenbrücke an, der in 2016 abgeschlossen werden konnte. Im November 2016 konnten die Gleis- und Straßenbauarbeiten in der Kronenstraße
beendet werden. Der Brückenneubau begann in 2016 und wird einschließlich Rampenbauwerke in 2018 enden. Die komplette Inbetriebnahme der Strecke erfolgt mit der Fertigstellung des Abschnitts Rotteckring-Fahnenbergplatz-Siegesdenkmal Ende 2018. Bei
der Stadtbahn Messe erfolgten in 2016 weitgehend nur Planungstätigkeiten. Neben dem

Beteiligungsbericht 2017 - VAG -

Bau neuer Stadtbahnstrecken wurde in 2016 auch in die Pflege und Erneuerung bestehender Strecken und Fahrzeuge investiert wie z.B. Umgestaltung Sundgauallee, Sanierung der Stadtbahnbrücke Berliner Allee, Erneuerung des Gleiskörpers Bertoldstraße
und die Fortsetzung der aufwendigen mechanischen und elektrischen Modernisierung
der GT8Z Fahrzeuge. Der Gemeinderat der Stadt Freiburg hat die VAG am 31.03.2009
mit gemeinwirtschaftlichen Verpflichtungen im öffentlichen Personennahverkehr betraut.
Gemäß den Vorgaben der EU-VO 1370/207 ist nach Auslaufen der Übergangsfristen
(spätestens 31.12.2019) eine Direktvergabe gemäß der EU-VO erforderlich. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 18.10.2016 die Vorabbekanntmachung zur Direktvergabe beschlossen. Die europaweite Vorabbekanntmachung wurde am 26.11.2016
veröffentlicht.
Investitionen
Die Gesamtinvestitionen beliefen sich in 2016 auf 29,5 Mio. € und lagen damit geringfügig mit rund 0,6 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Die Summe der Investitionszuschüsse
betrug 10,9 Mio. €. Wesentliche Investitionsprojekte im Berichtsjahr waren die Beschaffung von neuen Straßenbahnen mit 5.670 T€ sowie die Maßnahmen Stadtbahn Rotteckring mit 13.614 T€ und Messe mit 3.200 T€ sowie die Gleiserneuerung zwischen Paduaallee und Angelilus-Silesius-Straße mit 3.415 T€. Für 2017 ist ein Bruttoinvestitionsvolumen von 26,3 Mio. € geplant. Investitionsschwerpunkte sind die neue Stadtbahnlinie
Rotteckring, die Beschaffung von weiteren Straßenbahnen sowie die Sanierung der
Gleisanlage nördlicher Kaiser-Joseph-Straße. Entsprechend wurden Zuschusszahlungen
in Höhe von 13,3 Mio. € eingeplant.
Ausblick
Für die Freiburger Verkehrs-AG war auch das Jahr 2017 von der Umsetzung des Ausbauprogrammes „Stadtbahn 2020“ geprägt. Die Aktivitäten haben sich dabei auf den Bau
der Stadtbahn Rotteckring konzentriert. Bei der Stadtbahn Messe erfolgen in 2017 nur
planerische Tätigkeiten; die baulichen Maßnahmen werden erst ab 2018 fortgesetzt.
Nach dem Austausch der Gleise und Weichen auf einem Teilstück der Kaiser-JosephStraße in 2014 wurden in 2017 in einem zweiten Bauabschnitt die restlichen Gleisanlagen erneuert. Für die Jahre 2017 und 2018 sieht der Wirtschaftsplan der VAG Defizite
von 22,3 Mio. € bzw. 23,2 Mio. € vor. Die Entwicklung der Jahresfehlbeträge resultiert
im Wesentlichen aus Aufwendungen für Personal, für die Instandhaltung der Fahrzeuge,
für die großen Instandhaltungsmaßnahmen im vorhandenen Netz sowie aus den Folgewirkungen der durchgeführten und geplanten Erweiterungsinvestitionen (Abschreibung
und Zinsaufwand).
Risikomanagement
Das Risikomanagement wird von der Stadtwerke Freiburg GmbH für die Stadtwerke
selbst und für die Töchter der Stadtwerke als Dienstleistung betrieben. Die Risikosituation der VAG stellt sich zum Jahresende 2016 wie folgt dar:
Aufgrund des EU-Beihilferechts besteht für die VAG ein Restrisiko für die steuerliche
Verlustverrechnung. Um diesem Risiko entgegenzuwirken und die Beihilferechtskonformität zu erlangen, wurde die Betrauung der VAG durch die Gesellschafterin Stadt –
gleichzeitig Aufgabenträger gemäß ÖPNVG – im Jahr 2009 umgesetzt. Das Betrauungsmodell wurde von zwei unabhängigen Gutachtern geprüft, die übereinstimmend
festgestellt haben, dass die Betrauung der VAG keine Auswirkungen auf den steuerlichen Querverbund hat. Durch das Finanzamt wurde eine verbindliche Auskunft erteilt. Es
verbleibt ein Restrisiko der Überkompensation.

Beteiligungsbericht 2017 - VAG -

Im September 2015 wurde eine Einigung zwischen Bund und Ländern über die Verlängerung des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) über das Jahr 2019 hinaus erzielt. Somit können die in den Rahmenverträgen der VAG aufgeführten weiteren
Bundes-Projekte auch künftig über das GVFG abgewickelt werden. Förderfähig nach
dem GVFG sind Vorhaben mit einer Gesamtinvestitionssumme über 50 Mio. €. Die gesetzliche Umsetzung sowie die Laufzeit der Verlängerung sind noch nicht bekannt.
Der überwiegende Teil der Stadtbahnprojekte wird durch Bund und Land gefördert. Es
wurden drei Rahmenanträge gestellt. Voraussetzung für die Förderung war bisher die
Fertigstellung der Projekte aus den Rahmenanträgen bis Ende 2019.
Für die Jahre 2017 bis 2021 wurde mit einem Quotienten von 7,37 % (abzüglich Selbstbehalt) bei den Ausgleichszahlungen gemäß § 148 SGB IX geplant. Der im Jahr 2016
ermittelte Wert (abzüglich Selbstbehalt) liegt bei 5,55 % und ist für die Jahre 2016 und
2017 maßgebend. Eine Neuermittlung des Quotienten findet 2018 statt. Die Planung und
Vorschaurechnung werden entsprechend angepasst.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Geschäftsjahr 2016 blieb das gezeichnete Kapital unverändert.
d)

Personalentwicklung (Jahresdurchschnitt)
2017 2
Plan

2016 1
Jahresdurchschnitt 2016

2015

2014

Gesamt

m

2018 2
Plan

w

Beschäftigte

694,00

719,25

733,50

627,75

105,75

748

759

Abrufkräfte
Zwischensumme
Vorstand
Elternzeit/Zeitrentner
ATZ (in Altersfreizeit)
Auszubildende
Praktikant_innen bezahlt
Beschäftigte Gesamt

50,25
744,25
2,00
3,00
13,00
25,00
1,25
788,50

53,75
773,00
2,00
4,75
--25,25
2,00
807,00

55,25
788,75
2
8,75
--26,50
1,25
827,25

21,50
649,25
1,00
4,75
--23,50
0,75
679,25

33,75
139,50
1,00
4,00
--3,00
0,50
148,00

58
806
2
7
--34
--849

65
824
2
7
--35
--868

davon Führungskräfte

Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte
davon Führungskräfte

Anteil schwerbeh. AN in %
1
2

42,00

43,00

43

35

8

635,00
154,00

659,00
148,00

679,50
147,75

605,25
74,25

74,25
73,50

1

1

1

9,6%

9,7%

9,6%

Personalzahlen auf Durchschnittsbasis
Personalzahlen Planjahre jeweils zum Stichtag 31.12.

Beteiligungsbericht 2017 - VAG -

e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2012

2013

2014

2015

2016

%
%
%
T€

75,5
80,0
45,5
3.694

74,3
75,3
67,3
97,5
39,5
34,8
9.271 11.848

72,3
102,4
30,9
7.614

73,0
100,4
28,4
9.729

%
%
%
T€

-7,9
-15,0
-5,8
597

-21,0
-29,2
-10,8
-4.452

-19,8
-30,3
-9,1
-5.712

-23,5
-39,3
-10,4
-7.562

-24,0
-42,7
-10,3
-9.199

T€
T€

78,9
51,7

81,4
53,4

80,0
53,6

82,3
54,8

83,7
56,5

Vermögens- / Finanzkennzahlen

Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen1
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow2
Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Mitarbeiter/-in
1
2

ohne Zuschüsse
in 2012 inkl. Abschreibungen auf Finanzanlagen

Beteiligungsbericht 2017 - VAG -

1.5

Regio-Verkehrsverbund Freiburg GmbH

1.5.1 Gegenstand des Unternehmens
Die Gesellschaft nimmt für das Verbundgebiet Aufgaben einer Verkehrskooperation nach
§ 9 ÖPNVG Baden-Württemberg wahr, insbesondere die Organisation und Durchführung
der Zusammenarbeit zwischen den Verkehrsunternehmen und mit den Aufgabenträgern
für den ÖPNV.
1.5.2 Beteiligungsverhältnisse
Freiburger Verkehrs AG (VAG), Freiburg
DB Regio AG, Frankfurt a. M.
SüdbadenBus GmbH, Freiburg
Private Busunternehmen GBR (Private)
SWEG - Südwestdeutsche Verkehrs AG, Lahr
Breisgau S-Bahn GmbH (BSB), Freiburg

33,0 %
25,0 %
20,0 %
10,0 %
8,0 %
4,0 %

1.5.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 1.5.2)

b)

Geschäftsführung

Diplom-Betriebswirtin Dorothee Koch
Diplom-Betriebswirtin Simone Stahl
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung in 2016 belaufen sich auf 26 T€.
c)

Aufsichtsrat (Stand 31.12.2016)

Dr. Helgard Berger
Frank Buermeyer
Christoph Landwehr
Jürgen Karle
Johannes Müller
Jürgen Behringer

Freiburger Verkehrs AG, Vorsitzende
DB Regio AG
SüdbadenBus GmbH
Private Busunternehmen GbR, stellvertr. Vorsitzender
Südwestdeutsche Verkehrs AG
Breisgau S-Bahn GmbH

Der Aufsichtsrat erhielt im Jahr 2016 keine Aufwandsentschädigungen. Zum 31.12.2016
lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 16,7 %.
1.5.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Regio-Verkehrsverbund Freiburg GmbH (RVF) hält keine Beteiligungen.

Beteiligungsbericht 2017 - RVF -

1.5.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Zum Aufgabengebiet der RVF gehört auch die Abwicklung der Einnahmenaufteilung und
Abrechnung der Verbundeinnahmen nach den Bestimmungen des Einnahmeaufteilungsvertrages mit den Verkehrsunternehmen sowie die Abrechnung des Zuschussbedarfes mit dem Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF).
Insgesamt wurden 2016 über den RVF-Einnahmen-Pool 97,7 Mio. € (Vorjahr: 92,6 Mio.
€) an die beteiligten Verkehrsunternehmen verteilt. Darin enthalten ist der vom ZRF und
vom Land gewährte Tarifzuschuss in Höhe von 8,9 Mio. € (Vorjahr 8,9 Mio. €). Außerdem ist der RVF Abrechnungsstelle für die pauschalierten Ausgleichszahlungen des
Landes für den Ausbildungsverkehr nach § 45a PbefG. In 2016 wurden 11,6 Mio. € (Vorjahr 11,6 Mio. €) an die anspruchsberechtigten Verkehrsunternehmen weitergeleitet. Die
Entwicklung der jährlich verkauften Zeitkarten zeigt nachfolgende Tabelle:

2012

2013

2014

2015

2016

Monatskarten

346.580

347.051

335.172

344.670

372.357

Jahreskarten (in Monatsanteilen)

273.653

276.577

276.475

273.543

225.568

Abonnement (in Monatsanteilen)

195.459

200.643

202.914

208.929

268.477

Auszubildendenkarten

483.885

486.333

465.599

456.958

409.649

Semester Ticket (in Monatsanteilen)

223.440

230.714

218.334

210.760

215.832

Kinder-Regio-Karte

2.360

2.279

2.357

2.439

2.431

Kombikarten RVL / TGO / WTV

7.232

7.148

9.323

9.573

9.190

1.532.609

1.550.745

1.510.174

1.506.872

1.559.692

Gesamt

Die Veränderung der statistisch ermittelten Fahrgastzahlen und die Einnahmen aus dem
Verbundtarif inklusiv Tarifzuschuss zeigen die folgenden Diagramme:

Mio. €
120
100

Einnahmen im Vergleich 2012 - 2016
8,95

8,93

8,95

8,95

18,38

19,57

19,85

21,22

58,06

60,98

61,29

62,47

2012

2013
Zeitkarten

80
60
40
20

8,88
23,26

65,57

0
2014
2015
Bartarife
Tarifzuschüsse

2016

Im Geschäftsjahr 2016 konnte wieder ein Zuwachs an Fahrgästen erzielt werden. Die
statistisch ermittelten Fahrgastzahlen im RVF-Gebiet sind gegenüber dem Vorjahr um
3,8 % auf 122,7 Mio. Fahrgäste angestiegen. Die Absatzentwicklung war geprägt durch
steigende Verkaufszahlen in allen Sparten. Auch im Ausbildungsverkehr konnte sowohl
beim SemesterTicket als auch bei den Monatskarten Steigerungen zum Vorjahr erzielt
werden. Bei den Monatskarten hat sich insbesondere die Einführung des Schülerabos
positiv auf die Verkaufszahlen ausgewirkt.
Beteiligungsbericht 2017 - RVF -

1.5.6 Klimaschutz
Maßnahmen zum Klimaschutz liegen in der Verantwortung der Mitgliedsunternehmen
des RVF. Siehe exemplarisch die Freiburger Verkehrs AG Ziff. 1.4.6.
1.5.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Jahresüberschuss
1
2
3

2015
T€

2016
T€

36
7.844

108
7.538

89
8.263

114
8.744

5
7

5
25

5
0

5
0

5
0

7.271

7.910

7.651

8.357

8.863

419
82

349
88

402
96

418
92

300
90

6.770
0
7.271

7.169
304
7.910

7.153
0
7.651

7.490
357
8.357

8.112
361
8.863

2015 3

2016

24.431
-24.431
1.730
1.730

T€
480
24.301
-24.301
1.239
1.718

T€
630
24.690
-24.690
1.544
2.174

513
16
1.154
1.684

530
36
1.140
1.706

46
8
54

12
3
15

2014
T€

Umsatzerlöse
Durchgeleitete Zuschüsse / Fahrgelder2
Weitergeleitete Zuschüsse / Fahrgelder
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

2014
T€

39
7.221

Rechnungsabgrenzung
Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung
Summe

2013
T€

2017 1
Plan
T€

2018 1
Plan
T€

2.095
2.095

2.196
2.196

547
39
1.706
2.291

563
41
1.654
2.258

576
41
1.757
2.374

-117
0
-117

-163
0
-163

-178
0
-178

Für 2017 und 2018 liegen noch keine Angaben für Zuschüsse / Fahrgelder vor.
Die Position „durchgeleitete Zuschüsse/Fahrgelder“ enthält neben dem Tarifzuschuss und den Ausgleichsleistungen
für den Ausbildungsverkehr lediglich den Anteil der Fahrgelder, den der Verbund selbst vereinnahmt.
Zuordnung GuV Positionen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab 2015

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Im Jahr 2016 konnte der RVF die Absatzzahlen über alle Marktbereiche deutlich steigern. Die Gesamteinnahmen stiegen um +5,5 % bei steigenden Fahrgastzahlen
(+3,8 %). Der starke Zuwachs beruht vor allem auf den Investitionen in neue Verkehrsangebote in der Stadt Freiburg (u.a. Stadtbahn Zähringen, Messe und Einführung Nachtverkehr) und in der Region (u.a. Regiobuslinie Bad-Krozingen - Breisach). In Summe
wurden durch diese Verkehrsangebote ca. 2,5 Mio. Euro Mehreinnahmen „erwirtschaftet“, die den entsprechenden Verkehrsunternehmen direkt zustehen.

Beteiligungsbericht 2017 - RVF -

Tarifmaßnahmen
Für die Tariferhöhung 2016 wurde erstmalig das große Nachweisverfahren nach Anlage 8 des GZV angewandt. Daraus ergab sich ein möglicher Anpassungsbedarf in Höhe
von rd. 5 Mio. Euro. Um die Tarifanpassung kundenverträglich zu gestalten, wurde eine
Anpassung über zwei Jahre (2016 und 2017) vereinbart.
Ausblick
Nach der erfolgreichen Einführung des Schülerabos zum 01.08.2016 konnte im Ausbildungsverkehr wieder eine Steigerung erzielt werden. Es zeichnet sich ab, dass durch die
erhöhte Kundenbindung in diesem Marktsegment Nachfrageschwankungen abgeschwächt werden können.
Die für 2017 geplante Tariferhöhung nach dem großen Nachweisverfahren soll sich über
alle Marktsegmente, mit Ausnahme der Einzelfahrscheine, erstrecken. Der kalkulierte
Ertragszuwachs beträgt rund 2,1 Mio. €. Die Preisspreizung zwischen der RegioKarte
Übertragbar und der RegioKarte Basis soll nochmals leicht erhöht werden. Am bestehenden Tarifangebot insgesamt sind keine inhaltlichen oder strukturellen Veränderungen
vorgesehen.
Die vom Land Baden-Württemberg geplante grundlegende Reform der ÖPNVFinanzierung soll ab Januar 2018 umgesetzt werden. In einer Stufe 1 sollen die §45aMittel auf die Stadt und Landkreise übertragen werden, die diese Mittel dann in Form von
allgemeinen Vorschriften oder öffentlichen Dienstleistungsaufträgen an die Verkehrsunternehmen weitergeben. In einer Stufe 2 soll ab 2021 die Verteilung der Mittel auf die
Gebietskörperschaften nach Leistungskennzahlen erfolgen. Art und Umfang der Auswirkungen und mögliche finanzielle Folgen für Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen
im RVF können heute noch nicht abgeschätzt werden.
c)
Kapitalzuführungen und -entnahmen
Im Berichtsjahr sind keine Kapitalzuführungen und -entnahmen erfolgt.
d)

Personalentwicklung (Jahresdurchschnitt)
2014

2015

2016
Gesamt

Beschäftigte Gesamt
Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte
e)

7

7

m

2018
Plan

w

7
5
6
5
1 ---

2
1
1

7

7

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2012

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Eigenkapitalquote
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow
Personalkennzahlen1
Umsatz je Mitarbeiter/-in
Personalkosten je Mitarbeiter/-in
1

2017
Plan

2013

2014

2015

2016

%

5,8

4,4

5,3

5,0

3,4

%
%
%
T€

5,9
22,8
1,3
105,8

-4,1
-20,2
-0,9
-55,9

3,1
13,3
0,7
70,0

0,9
3,7
0,2
51,6

-5,4
-39,0
1,3
-78,2

T€
T€

251,4
77,1

273,3
79,6

266,1
79,0

264,4
81,5

334,5
84,1

ohne Geschäftsführung (ehrenamtlich) und geringfügig Beschäftigte

Beteiligungsbericht 2017 - RVF -

1.6

Regio-Verbund Gesellschaft mbH

1.6.1 Gegenstand des Unternehmens
Zentrales Geschäftsfeld der Tätigkeit der Gesellschaft ist die Organisation und Gewährleistung der Zusammenarbeit zwischen den Aufgabenträgern für den öffentlichen Personennahverkehr im Verbandsgebiet des ZRF und den Verkehrsunternehmen entsprechend § 9 des Gesetzes über die Planung, Organisation und Gestaltung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNVG Baden-Württemberg) vom 8. Juni 1995 (GBl.
417). Sie hat sich hierbei an den Vorgaben der regionalen Nahverkehrsentwicklungsplanung in der Form des jeweiligen Nahverkehrsplans des ZRF zu orientieren. Die Gesellschaft strebt an, die Leistungsfähigkeit des regionalen ÖPNV stetig zu steigern, sowie seine Angebote und deren Attraktivität schrittweise auszubauen. Die Gesellschaft
verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke i. S. der Gemeindeordnung BW.
1.6.2 Beteiligungsverhältnisse
Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF)

100 %

1.6.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 1.6.2)

b)

Geschäftsführung

Uwe Schade
Thomas Wisser
Die gewährten Gesamtbezüge der Geschäftsführung gemäß § 286 Abs. 4 HGB betrugen im Berichtsjahr 10.200 €.
c)

Aufsichtsrat (Stand:31.12.2016)

Vorsitzende:
Dorothea Störr-Ritter, Landrätin Breisgau-Hochschwarzwald
stellvertr. Vorsitzende: Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg
Hanno Hurth, Landrat Landkreis Emmendingen
Kreisrät_innen:

Gabriel Schweizer, Stefan Wirbser, Albert Gamb, Dr. Karin Müller-Sandner, Mathias Hirschbolz, Pia Lach, Fritz Schlotter, Barbara Schuler.

Stadträt_innen:

Martin Kotterer, Hermann Aichele, Stefan Schillinger, Helmut
Thoma.

Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten 2016 Aufwandsentschädigungen von 894,75 €.
Gemäß § 64 Abs. 3 Beamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister/innen und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro
Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt über
§ 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderät_innen.
Im Berichtsjahr lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 26,7 %.

Beteiligungsbericht 2017- RVG -

1.6.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die REGIO-VERBUND GmbH hält keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.
1.6.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Gesellschaft führt die ihr vom ZRF im Gesellschaftsvertrag zugewiesenen Aufgaben aus. Es handelt sich hierbei um die Umsetzung und Fortschreibung des Nahverkehrs- und Nahverkehrsentwicklungsplanes sowie um Koordinationsaufgaben im regionalen ÖPNV. Insbesondere ist die Gesellschaft für die Umsetzung des „INTEGRIERTEN REGIONALEN NAHVERKEHRSKONZEPTES BREISGAU-S-BAHN“ unter Berücksichtigung der aktuellen Investitionsplanung zuständig. Gleichzeitig werden die Zukunftsperspektiven des ÖPNV in der Region weiter entwickelt.
1.6.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012
T€

2013
T€

2014
T€

2015
T€

2016
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Summe

1
129
130

1
135
136

4
132
136

3
132
135

2
131
133

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

108
17
5
130

107
21
8
136

110
21
5
136

114
14
7
135

114
14
5
133
2018
Plan
T€
91
394
485

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

61
364
425

88
381
469

96
362
458

2017
Plan
T€
87
387
474

Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

336
4
82
422

376
3
85
464

371
1
86
458

380
1
93
474

370
1
114
485

3
-1
2

5
-1
4

0
0
0

0
0
0

0
0
0

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Jahresergebnis

b)

2014

2015

2016

T€

T€

T€

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Aufgrund der bekannt gewordenen erheblichen Kostenerhöhungen beschloss die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Regio-Nahverkehr Freiburg die Anpassung
der bisherigen Ausbaustufe 2018 zur Ausbaustufe 2018-neu.
Ziel der Ausbaustufe 2018-neu ist es, den ursprünglichen Kostenrahmen weitestgehend einzuhalten, gleichzeitig jedoch die wesentlichen Kernelemente der bisherigen
Planung beizubehalten, um so einen möglichst großen Nutzen für die Fahrgäste zu
erreichen und dieses Infrastrukturausbauprogramm im Rahmen des Bundes-GVFG bis
Ende 2019 zu realisieren und abzurechnen.

Beteiligungsbericht 2017 - RVG -

In 2016 stand die weitere Umsetzung des Projekts Breisgau-S-Bahn 2020, Ausbaustufe 2018-neu an. Die RVG war 2016 u.a. mit den Planfeststellungsverfahren für die DBStrecken sowie für die SWEG-Strecken der Kaiserstuhlbahn beschäftigt.
Bei der Drei-Seen-Bahn erfolgte der barrierefreie Ausbau der insgesamt fünf Stationen
im 1. Halbjahr 2016. Die Strecke wurde am 02.07.2016 wieder eröffnet. Die Strecke
Müllheim-Neuenburg wurde am 17.09.2016 nach einer zweimonatigen Vollsperrung
fristgerecht wieder in Betrieb genommen. Der Bahnhof Neuenburg verfügt nun über
einen barrierefreien Bahnhof. Die Signaltechnik und die Bahnübergänge wurden erneuert.
Die RVG ist in ständigem Dialog mit dem Land Baden-Württemberg, der Deutschen
Bahn AG und der SWEG, um die Voraussetzungen für die Realisierung des Ausbauprogramms BREISGAU-S-BAHN 2020, Ausbaustufe 2018-neu zu erhalten.
In 2017 steht die weitere Umsetzung des Gesamtnetzbauvorhabens „Breisgau-S-Bahn
2020“ an. Dabei ist die RVG weiterhin verstärkt mit den Planfeststellungsverfahren der
DB-Strecken aber auch mit der Realisierung der Vorhaben an den Kaiserstuhlbahnen
beschäftigt sowie mit den Planungen für den barrierefreien Ausbau der Nahverkehrsbahnsteige im Freiburger Hauptbahnhof. Für das Geschäftsjahr 2017 wird mit einem
ausgeglichenen Ergebnis gerechnet.
Die Gesellschaft steht, da sie überwiegend mit Zuschüssen des Alleingesellschafters
ZRF finanziert wird, in Abhängigkeit zur Entwicklung der öffentlichen Haushalte. Diese
wird sich zukünftig im Hinblick auf die Weiterentwicklung und Umsetzung des Nahverkehrskonzepts Breisgau-S-Bahn 2020 eher steigern, so dass voraussichtlich mehr
Ressourcen zur Verfügung gestellt werden müssen.
c)
Kapitalzuführungen und -entnahmen
Im Geschäftsjahr 2016 sind keine Kapitalzuführungen oder -entnahmen erfolgt.
d)

Personalentwicklung (Jahresdurchschnitt)
2014 2015

2016
Gesamt

Beschäftigte Gesamt

7

6

4

1

1

Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte

4
2

---

Ertragskennzahlen
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow
Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Mitarbeiter/-in

7

6

4

2
--2

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2012
2013
2014

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Eigenkapitalquote

2018
Plan

w

Davon Führungskräfte

e)

7

m

2017
Plan

2015

2016

%

83,1

79,1

80,9

84,7

85,8

%
%
T€

0,3
0,2
3

0,5
0,4
1

2,4
1,9
5,6

4,3
3,6
8,1

-0,2
-0,1
14,0

T€
T€

15,9
48,8

12,3
54,3

10,2
55,9

15,0
53,7

16,3
53,0

Beteiligungsbericht 2017- RVG -

1.7

Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH

1.7.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Frei- und Hallenbädern im Gebiet der
Stadt Freiburg und im Verflechtungsbereich des Oberzentrums Freiburg.
1.7.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadtwerke Freiburg GmbH

100 %

1.7.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 1.7.2)

b)

Geschäftsführung

Dr. Helgard Berger (bestellt bis zum 14.12.2020)
Stephan Bartosch (bestellt ab 01.01.2017 bis zum 31.12.2017)
Die Geschäftsführung erhielt keine Vergütung von der Gesellschaft.
c)

Überwachungsorgan

Als Überwachungsorgan fungiert der Aufsichtsrat der StW GmbH (vgl. Abschnitt 1.1.3 c).
1.7.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH hält keine Beteiligungen.
1.7.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die städtischen Hallenbäder werden seit 2006 und die Freibäder seit 2010 an die Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH verpachtet. Mit der technischen und kaufmännischen Betriebsführung wurde die Regio Bäder GmbH beauftragt. Zur Umsetzung von Bauunterhaltungs-, Sanierungs- und Investitionsmaßnahmen wurde ein unbefristeter Vertrag mit der
Regio Bäder GmbH abgeschlossen. Die wirtschaftliche Entwicklung zeigt folgende Tabelle und Grafik:
2012
Erlöse aus Bäderbetrieb
Betriebsführungsentgelt (an Regio Bäder GmbH)
Sanierungsaufwand
Pachtentgelt an die Stadt Freiburg
Zuschuss pro Badegast
Kostendeckungsgrad

T€
T€
T€
€
%

Anzahl Badegäste

Tsd.
1.100
1.000

T€

962

900

2.516
5.600
373
323
4,37
40

933

5,00

2014

2.687
5.924
75
323
4,17
40

2015

2.509
5.949
428
323
5,34
36

2016

2.842
6.304
197
323
4,13
40

2.843
6.186
291
323
4,48
40

Zuschuss pro Badegast

€
6,00

1.021
915

2013

5,34
4,37

4,17

2012

2013

4,13

4,48

4,00

841

800

3,00

700

2,00

600

1,00
0,00

500
2012

2013

2014

2015

2016

Beteiligungsbericht 2017 - StWB -

2014

2015

2016

1.7.6 Klimaschutz
Zu Maßnahmen im Rahmen des Klimaschutzes wird auf die Ausführungen der Regio
Bäder GmbH als Betriebsführerin der städtischen Bäder unter Kapitel 2.6.6 verwiesen.
1.7.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012

2013

2014

2015

2016

T€

T€

T€

T€

T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzungsposten
Summe

637
4.494
0
5.131

655
4.495
0
5.150

836
5.039
1
5.876

925
4.765
1
5.692

1.129
4.677
1
5.806

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

1.000
247
3.885
5.131

1.000
489
3.660
5.150

1.000
10
4.866
5.876

1.000
394
4.298
5.692

1.000
233
4.574
5.806

2018
Plan
T€
3.075
0
3.075

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2015 1

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
2.509
2
2.511

T€
2.842
0
2.842

T€
2.843
1
2.844

2017
Plan
T€
3.017
0
3.017

Materialaufwand
Abschreibungen auf Sachanlagen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

6.377
147
438
6.963

6.824
151
74
7.049

6.801
160
55
7.016

6.751
207
52
7.010

7.544
236
66
7.846

Betriebsergebnis
Finanzergebnis

-4.452
-35

-4.207
-7

-4.172
-6

-3.993
-28

-4.770
-8

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Erträge aus Verlustübernahme

-4.487
4.487

-4.214
4.214

-4.178
4.178

-4.021
4.021

-4.778
4.778

0

0

0

0

0

Jahresergebnis
1

2014

2016

Zuordnung GuV Positionen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab 2015

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die Geschäftsentwicklung wurde im Wesentlichen durch die Besuchergruppen öffentlicher Badebetrieb und Schul- und Vereinsschwimmen geprägt. Im Jahr 2016 nahmen 933
Tsd. Badegäste das Angebot der Freiburger Hallen- und Freibäder wahr. Davon besuchten 519 Tsd. Badegäste die Hallenbäder (Vorjahr: 510 Tsd.) und 414 Tsd. Badegäste die
Freibäder (Vorjahr: 511 Tsd.). Die größte Nutzergruppe ist der öffentliche Badebetrieb
mit 745 Tsd. Badegästen. Das Schulschwimmen zählte 105 Tsd., das Vereinsschwimmen 83 Tsd. Badegäste. Das Freibadwetter lag mit 49 Hochsommertagen (mindestens
22 ºC und 10 Stunden Sonnenschein) deutlich unter dem Vorjahr. Im Vorjahr gab es 89
Hochsommertage.

Beteiligungsbericht 2017 - StWB -

Für das Jahr 2016 weist die Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH einen Jahresfehlbetrag
vor Verlustübernahme von 4.178 T€ aus. Damit hat sich das Ergebnis gegenüber dem
Vorjahr um 36 T€ verbessert. Die Umsatzerlöse der Freibäder lagen in 2016 auf einem
durchschnittlichen Niveau. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist auf die überdurchschnittliche Saison in 2015 zurück zu führen. Höhere Umsätze in den Hallenbädern
konnten den Rückgang bei den Freibädern kompensieren. Die Umsätze lagen deutlich
über der Planung. Der Betriebsführer erhält für das Geschäftsjahr einen Bonus. Dieser
fällt an, wenn das Ergebnis aus Umsatzerlösen und Betriebsführungsentgelt besser ist,
als geplant. Der Kostendeckungsgrad liegt in 2016 bei rund 40 % auf Vorjahresniveau.
Der Zuschuss je Badegast hat sich aufgrund der geringeren Anzahl von Freibadbesuchern in 2016 im Vergleich zum Vorjahr von 4,13 € auf 4,48 € erhöht. Die Hallenbäder
hatten durchschnittlich an 259 Tagen, die Freibäder an durchschnittlich 129 Tagen geöffnet.
Im Berichtsjahr wurden insgesamt 365 T€ investiert; davon entfallen u. a. 98 T€ auf die
Neugestaltung des Parkplatzes am Lorettobad, 85 T€ auf die Anschaffung neuer Filterumwälzpumpen und einer UV-Bestrahlungsanlage im Hallenbad Haslach sowie 115
T€ auf den Neubau des WC-Gebäudes im Freibad St. Georgen. Die Instandhaltungsaufwendungen in 2016 in Höhe von 291 T€ betreffen im Wesentlichen die Erneuerung des
Nichtschwimmerbeckens im Strandbad (103 T€), die Sanierung der Trinkwasserleitung
im Hallenbad West (97 T€) sowie die Dachflächensanierung in St. Georgen (57 T€).
Aufgrund des mit der Stadtwerke Freiburg GmbH abgeschlossenen Gewinnabführungsund Verlustübernahmevertrages bestehen - trotz der strukturellen Verlustsituation - hinsichtlich der Ergebnisentwicklung keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken.
Für 2017 erwartet die Betriebsführungsgesellschaft 901 Tsd. Badegäste und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 4,0 Mio. €. Für 2018 erwartet die Betriebsführungsgesellschaft
923 Tsd. Badegäste und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 4,8 Mio. €.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Berichtsjahr 2016 blieb das gezeichnete Kapital unverändert.
d)

Personalentwicklung

Die Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH beschäftigt kein eigenes Personal. Das Unternehmen hat mit der Regio Bäder GmbH einen Betriebsführungsvertrag und mit der
Stadtwerke Freiburg GmbH einen Geschäftsbesorgungsvertrag abgeschlossen.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2012

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow

%
T€

2013

2014

2015

2016

19,5
22

19,4
17

17,0
182

17,6
89

17,2
203

>-100
>-100
-75,9
-3.885

>-100
>-100
-76,7
-3.880

>-100
>-100
-75,8
-4.339

> -100
> -100
-73,9
-4.063

> -100
> -100
-71,8
-4.018

%
%
%
%
T€

Beteiligungsbericht 2017 - StWB -

1.8

Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH

1.8.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens sind die Unterhaltung und der Betrieb des Verkehrslandeplatzes Freiburg als Halter im Sinne der einschlägigen Vorschriften des Luftverkehrsrechtes sowie die Förderung aller mit der Luftfracht, insbesondere mit dem Luftverkehr,
zusammenhängenden Geschäfte.
1.8.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadtwerke Freiburg GmbH

100 %

1.8.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 1.8.2)

b)
Geschäftsführung
Michael Broglin
Als Geschäftsführungsvergütung erhielt Herr Broglin im Berichtsjahr 24 T€1.
1

In diesem Betrag sind die Grundvergütung, die variable Vergütung (sofern vereinbart), über den gesetzlichen Rahmen hinausgehende Leistungen für Altersvorsorge (sofern vereinbart) und sonstige Leistungen
(Sachbezüge, geldwerte Vorteile u.a.) enthalten.

c)

Aufsichtsrat (31.12.2016)

Vorsitzender:
stellv. Vorsitzender:

Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg
Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg.

Stadträt_innen:

Maria Viethen, Udo Harter, Michael Moos, David Vaulont, Dr.
Klaus Schüle, Sergio Schmidt, Gerlinde Schrempp, Manfred
Stather, Ernst Lavori.

Im Berichtsjahr 2016 erhielt der Aufsichtsrat Sitzungsgelder in Höhe von 1,6 T€. Der
Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €):

Aufsichtsratsvorsitzender
Stellvertretender AR-Vorsitzender
Aufsichtsratsmitglieder
Beratendes Mitglied

Grundvergütung Vergütung pro Sitzung Sonstige Vergütungen
AR
PrA
AR
PrA
AR
PrA
----51
----------51
----------51
-------------------

AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss; nur einmalige Vergütung im PrA StW Konzern

Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister/innen und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 €
pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt über
§ 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderät_innen.
Am 31.12.2016 lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 18,2 %.
1.8.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH hält keine Beteiligungen.

Beteiligungsbericht 2017 - FFB -

1.8.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Verkehrsleistungen der FFB GmbH werden durch folgende Angaben deutlich:

Flugzeuge insgesamt
davon Flugzeuge über 10 t
davon Flugzeuge über 5,7 t
davon Flugzeuge 2 t bis 5,7 t
davon Flugzeuge bis 2 t
Drehflügler
Motorsegler
Segelflugzeuge
Militärflugzeuge
UL-Flugzeuge usw.
Gesamt

2013
6.378

2015
6.029
1
8
563
5.457
3.608
815
368
7

2016
5.449

13
266
6.099
3.303
792
302
6

2014
6.093
1
6
623
5.463
3.660
884
245
1

5.581
16.362

4.397
15.280

5.026
15.853

4.236
13.901

6
442
5.001
3.262
644
307
3

Die Starts haben sich im Berichtsjahr witterungsbedingt von 15.853 im Vorjahr auf
13.901 reduziert. Wesentliche Bestandteile der Geschäftstätigkeit sind die Unterhaltung
des Flugplatzgeländes im Auftrag der Stadt, der Flugbetrieb des Verkehrslandeplatzes
und die Verpachtung von Teilflächen des Flugplatzes an Sportgruppen mit fliegerischen
Aktivitäten, an Privatflieger und Firmen, die Rettungsflüge, Schulungen u. a. betreiben.
1.8.6 Klimaschutz
Die im Rahmen des Energieaudits von der Badenova empfohlenen Maßnahmen werden
sukzessive von der FFB GmbH umgesetzt. Für das Geschäftsjahr 2018 ist die Erneuerung der veralteten Heizungs- und Klimaanlage im Towergebäude geplant.
1.8.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012
T€

2013
T€

2014
T€

2015
T€

2016
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

567
51
2
621

527
61
2
591

544
81
3
628

690
219
5
914

652
312
6
970

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

159
133
328
1
621

159
123
309
0
591

159
139
330
0
628

159
164
590
0
914

159
180
629
2
970

Beteiligungsbericht 2017 - FFB -

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2015 1

2014
T€
307
4
311

T€
319
8
327

T€
379
63
442

2017
Plan
T€
370
1
371

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

0
145
43
188
376

0
205
48
455
708

48
228
64
307
647

35
238
80
220
573

61
255
88
232
636

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern
abgeführte Gewinne (-) / Verlustübernahme (+)

-65
-4
-69
0
69

-381
-11
-392
0
392

-205
-14
-219
0
219

-202
-4
-206
1
207

-210
-3
-213
1
214

0

0

0

0

0

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

Jahresergebnis
1

2016

2018
Plan
T€
417
9
426

Zuordnung GuV Positionen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab 2015.

b) Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick
Das Geschäftsjahr war im Wesentlichen geprägt durch den Abschluss der im Vorjahr
begonnenen umfangreichen Erneuerungen und Sanierungsmaßnahmen. Wesentliche
Investitionen wurden für Büroausstattung und andere Anlagen getätigt. Der Instandhaltungsaufwand zur Erhaltung des Sachanlagevermögens belief sich auf 55 T€.
Künftige Risiken und Chancen bestehen im Zusammenhang mit dem geplanten Standort
eines neuen Fußballstadions u.a. auf den bisherigen Segelfluglandebahnen/dem Fallschirmspringerkreis. Von der Geschäftsführung wird nach Möglichkeiten gesucht, dass
durch eine Verlegung der Segelflugstart- und Landebahn im Jahr 2017 die Segelflieger
in Freiburg verbleiben können. Die Fallschirmspringer müssen den Standort Freiburg
dagegen verlassen. Aufgrund des mit der Stadtwerke Freiburg GmbH abgeschlossenen
Gewinnabführungs- und Verlustübernahmevertrages bestehen auch zukünftig hinsichtlich der Ergebnisentwicklung keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende
Risiken.
Im Geschäftsjahr 2017 sind Investitionen in Höhe von 289 T€ für die Verlegung der Startund Landebahn für den Segelflug, Erneuerung der Zaunanlage im nördlichen Flugplatzbereich, Einrichtung eines Instrumentenan- und Ablugverfahrens sowie die Erneuerung
der Heizungsanlage und Klimatisierung des Towers geplant. Für 2017 wird ein Jahresfehlbetrag (vor Verlustabdeckung) in Höhe von 207 T€ erwartet.
c) Kapitalzuführungen und -entnahmen
Im Geschäftsjahr 2016 blieb das gezeichnete Kapital unverändert.
d) Personalentwicklung (Jahresdurchschnitt)
2014
Beschäftigte Gesamt

13

davon Führungskräfte

Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte (Aushilfen/geringfügig Beschäftigte)
davon Führungskräfte

2015

2016

Gesamt m
12
14 12

1

1

2
11

2
10

1

1

Beteiligungsbericht 2017 - FFB -

1

2017 2018
Plan Plan

w
2

1

0

2 2
12 10

0
2

1

1

0

14

14

e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2012

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow
Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Mitarbeiter/-in

2013

2014

2015

2016

%
%
%
T€

91,3
74,0
25,6
-21

89,3
83,3
26,9
-39

86,6
80,8
25,3
16

75,5
63,7
17,5
148

67,2
67,4
16,4
-38

%
%
%
T€

11,4
20,9
5,7
72

-15,1
-29,8
-7,8
-5

-21,0
-43,3
-10,4
-26

-119,4
-246,0
-41,7
-322

-54,0
-137,5
-21,1
-156

T€
T€

158
47,3

156
42,8

154
46,4

106
46,5

126
47,5

Beteiligungsbericht 2017 - FFB -

1.9

Abwasser Freiburg GmbH

1.9.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Bewirtschaftung von Anlagen der Abwasserentsorgung im Verflechtungsbereich des Oberzentrums Freiburg sowie Planung und Bau
von Abwasserentsorgungsanlagen einschließlich der Übernahme aller damit verbundenen Nebenarbeiten.
1.9.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadtwerke Freiburg GmbH

100 %

1.9.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 1.9.2)

b)

Geschäftsführung

Dipl.-Ing. Mathias Nikolay
Dipl.-Betriebswirtin Monika Walter
Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 12 T€.
1.9.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die AWF GmbH hält keine Beteiligungen.
1.9.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die AWF GmbH wurde am 26.11.1998 gegründet und übernahm zum 01.01.1999 gemäß Gesellschaftsvertrag die Bewirtschaftung von Anlagen der Abwasserversorgung im
Verflechtungsbereich des Oberzentrums Freiburg einschließlich Planung und Bau der
Abwasserentsorgungsanlagen sowie die Übernahme aller damit verbundenen Nebenarbeiten. Dafür wurde zwischen der Stadt Freiburg und der AWF ein Bewirtschaftungsvertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren abgeschlossen.
Danach wurden auf die AWF die Bewirtschaftung der Abwasseranlagen, die Abwicklung
der Investitionen, sonstige nicht gebühren- und beitragsfähige Leistungen sowie das Inkasso der Abwassergebühren übertragen. Die Entwicklung der Umsatzerlöse zeigt folgende Tabelle:
2012

2013

2014

2015

2016

T€

T€

T€

T€

T€

Umsatzerlöse Kanal

5.541

7.880

6.833

4.736

6.707

Betreiberentgelt

7.482

7.555

7.904

7.820

7.727

365

308

445

778

529

13.388

15.743

15.182

13.334

14.963

Nebengeschäft Kanal
Umsatzerlöse Gesamt

Beteiligungsbericht 2017 - AWF -

1.9.6 Klimaschutz
Da die AWF für den Betrieb der Anlagen und Netze die bnNETZE, eine 100%ige badenova-Tochter, beauftragt hat, gelten die Aussagen zum Klimaschutz bei badenova
zum großen Teil auch für die AWF.
Die gesamte badenova-Gruppe ist in Bezug auf ihre Umweltleistung und Energieeffizienz
zertifiziert nach der DIN ISO 14.001 und nach der DIN ISO 50.001. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Zertifizierungen ist die kontinuierliche Verbesserung der Energieeffizienz
in den eigenen Anlagen, was konkreten Klimaschutz bedeutet. Auch den Fuhrpark und
die Sonderfahrzeuge betrifft die kontinuierliche Verbesserung. So wurde beispielsweise
im Jahr 2016 ein erstes Spülfahrzeug mit Schadstoffklasse Euro 6 und mit AerosolAbsaugung in Betrieb genommen, das deutlich weniger Emissionen verursacht. Eine
andere beispielhafte Maßnahme ist die Beweidung von einigen Anlagenflächen durch
Ziegen. Ziel ist Verbesserung der Landschaftspflege und der Neophytenbekämpfung.
1.9.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012
T€

2013
T€

2014
T€

2015
T€

2016
T€

AKTIVA
Umlaufvermögen
Summe

2.330
2.330

2.919
2.919

2.308
2.308

1.293
1.293

1.941
1.941

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

105
306
1.919
2.330

105
730
2.084
2.919

105
165
2.038
2.308

105
95
1.093
1.293

105
11
1.825
1.941

2015 1

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2013

2014

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
15.743
559
16.302

T€
15.182
552
15.734

T€
13.334
4
13.338

T€
14.963
15
14.978

Materialaufwand (bezogene Leistungen)
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

16.077
222
16.299

15.348
383
15.732

13.235
102
13.337

14.867
110
14.977

3
-3
0

2
-2
0

1
-1
0

1
-1
0

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Jahresergebnis
1

2016

Zuordnung GuV Positionen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab 2015

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die AWF ist selbst nicht operativ tätig, sondern bedient sich zur Aufgabenerfüllung der
Leistungen der badenova. Der Investitionsplan des ESE wurde zu 95 % (Vorjahr: 77 %)
abgearbeitet. Die Kalkulation und Abrechnung der AWF erfolgt nach den Leitsätzen für
die Preisermittlung aufgrund von Selbstkosten (LSP, Anlage zur Verordnung PR Nr.:
30/53). Daraus folgt, dass die AWF weder Jahresfehlbeträge noch -überschüsse erwirtschaftet.

Beteiligungsbericht 2017 - AWF -

Im Juli 2016 beschloss der Gemeinderat gemäß Drucksache G-16/138 die Verschmelzung und Vermögensübertragung sowie Aufgabenübertragung der AWF GmbH auf die
Stadt bzw. den Eigenbetrieb Stadtentwässerung Freiburg zum 01.01.2017.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Geschäftsjahr 2016 blieb das gezeichnete Kapital unverändert.
d)

Personalentwicklung

Die AWF GmbH beschäftigt kein eigenes Personal. Sie bedient sich zur Erfüllung der
Aufgaben des Personals der badenova AG & Co. KG und der Stadtwerke Freiburg
GmbH.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Auf die Darstellung von Kennzahlen wird verzichtet, da das Unternehmen selbst nicht
operativ tätig ist und ausgeglichene Jahresergebnisse ausweist.

Beteiligungsbericht 2017 - AWF -

1.10 Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH
1.10.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Sammlung, der Transport, die Behandlung und
Verwertung von Abfällen; der Betrieb von Abfallverwertungs- und -beseitigungsanlagen
einschließlich der Rekultivierung und Nachsorge von Deponieeinrichtungen; die Reinigung von Straßen, Wegen und Plätzen; die Beschaffung und Wartung von Kraftfahrzeugen und Maschinen für kommunale Auftraggeber und kommunale Einrichtungen im Bereich der interkommunalen Verflechtung des Oberzentrums Freiburg i. Br..
1.10.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadt Freiburg i. Br.
REMONDIS Kommunale Dienste Süd GmbH

53 %
47 %

1.10.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 1.11.2)

b)

Geschäftsführung

Michael Broglin
Eckhard Vogt
Als Geschäftsführungsvergütung erhielt Herr Broglin im Berichtsjahr 210 T€1.
1

In diesem Betrag sind die Grundvergütung, die variable Vergütung (sofern vereinbart), über den gesetzlichen Rahmen hinausgehende Leistungen für Altersvorsorge (sofern vereinbart) und sonstige Leistungen
(Sachbezüge, geldwerte Vorteile u.a.) enthalten.

c)

Aufsichtsrat (Stand: 31.12.2016)

Vorsitzender:

Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg i. Br.

Stadträt_innen:

Gerhard Frey, Dipl.-Ing., Bernhard Schätzle, Ulrike Schubert, Ernst
Lavori, Simon Waldenspuhl, Dr. Wolf-Dieter Winkler.

ArbeitnehmerVertreter-innen:

Weitere:

Paul Egle (bis 29.11.2016), Dirk Gabel (ab 29.11.2016), Gert Held,
Wolfgang Kern (bis 29.11.2016), Beatrix Kubisch (ab 29.11.2016),
Petra Kurt (bis 29.11.2016), Werner Mattlin (ab 29.11.2016) Iris Mellert.
Frank Gärtner, Christoph Neymeyer, Ulrich Steinborn (Vertreter des
privaten Mitgesellschafters).

Die Beigeordnete für Umwelt der Stadt Freiburg i. Br., Frau Bürgermeisterin Gerda
Stuchlik, nimmt als beratendes Mitglied ohne Stimmrecht an den Aufsichtsratssitzungen
teil; sie vertritt den Oberbürgermeister als stellvertretende Vorsitzende einschließlich der
Ausübung des Stimmrechtes. Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten im Jahr 2016 Aufwandsentschädigungen von insgesamt 2 T€. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €):

Beteiligungsbericht 2017 - ASF -

Grundvergütung (€)
AR
PrA

Vorsitzender
Stellv. Vorsitzender
Mitglied
Beratendes Mitglied

---------

Vergütung pro Sitzung (€)
AR
PrA

---------

51,13
51,13
51,13
---

51,13
51,13
51,13
---

Sonstige Vergütungen (€)
AR
PrA

---------

---------

AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss

Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister/innen und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 €
pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt über
§ 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderät_innen.
Im Berichtsjahr lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 20 %.
1.10.4 Beteiligungen des Unternehmens
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar GmbH & Co. KG
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar Verwaltungs-GmbH
Gesellschaft Abfallwirtschaft Breisgau mbH

51,0 %
51,0 %
2,7 %

1.10.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die ASF GmbH hat am 01.01.2000 ihr operatives Geschäft aufgenommen. Als wesentliche Aufgaben im Rahmen des Auftrages der Stadt sind die Durchführung der Abfallsammlung, Transport, Verwertung und Beseitigung der im Stadtgebiet anfallenden Abfälle, Betriebsführung der Deponie Eichelbuck, einschließlich Nachsorge/Rekultivierung
und Reinigung von Fahrbahnen, öffentlichen Plätzen, Fußgängerzonen sowie Winterdienst im Stadtgebiet hervorzuheben. Mit der Stadt Freiburg wurden hierzu ein Bewirtschaftungsrahmenvertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren sowie die dazugehörigen Einzelleistungsverträge für die einzelnen übertragenen Aufgabenbereiche abgeschlossen.
Die ASF GmbH trat zudem nahezu in alle bereits bestehenden Vertragsverhältnisse ein.
Die im Jahr 2016 erbrachten Leistungen lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Leistungsdaten
Abfallsammlung
- Restmüll
- Biomüll
1
- Sperrmüll
- Schnittgut
- Eisenschrott
- Altholz
1
- Elektroschrott
Deponie/Umschlagstation
- Anlieferungen Stadt
- Anlieferungen Landkreis
- Fremdanlieferungen

2012
Tonnen
Tonnen
Tonnen
Tonnen
Tonnen
Tonnen
Tonnen
Tonnen
Tonnen
Tonnen

2013

2014

2015

2016

20.786
15.168
4.925
5.339
900
3.219
1.739

20.637
14.757
3.613
4.694
898
2.982
1.702

20.519
15.273
3.649
5.000
920
2.831
1.703

20.367
15.050
3.797
4.731
924
2.706
1.641

20.631
15.251
3.729
5.085
1.020
2.683
1.569

35.464
12.594
7.321

32.698
12.570
6.222

33.434
12.378
5.371

33.387
12.322
4.582

33.861
11.681
3.930

20.404
5.141
6.331

20.240
5.241
6.353

20.213
5.527
6.428

20.180
5.399
6.565

19.625
5.462
6.481

Abfallmengen DSD (Input)
- PPK (Papier, Pappe, Kartonagen) Tonnen

1

- LVP (Leichtverpackungen)

Tonnen

- Glas

Tonnen

Ab 2013 ohne Kunststoffe, da separat verwertet.

Beteiligungsbericht 2017 - ASF -

Die Entwicklung des wichtigsten Abfallbereiches zeigt folgendes Diagramm:

Restmüllsammlung graue Tonne 2005 bis 2016

t
25.000

21.394

21.406

21.342

20.963

20.786

20.637

20.519

20.367

20.367

20.631

17.500

21.750

20.000

22.571

22.500

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

2016

15.000
2005

1.10.6 Klimaschutz
Das ökologisch einflussreichste Betriebsmittel der ASF GmbH ist der Fuhrpark. Aufgrund
eigener Vorgaben wird die ASF GmbH den Fuhrpark im Rahmen der wirtschaftlichen
Zumutbarkeit auf dem ökologisch und sicherheitstechnisch höchsten Stand halten und
somit die negativen ökologischen Externalitäten ihres Wirkens minimieren.
Neben den Betriebsmitteln als Solches ist auch deren Verwendung von entscheidender
Bedeutung. Zur Reduzierung von Verkehrsbelastung und Ressourcenverbrauch wurde
im Sommer 2017 die gesamte kommunale Abfallsammlung neu geplant. Ziel ist es die
wachsende Stadt so lange wie möglich mit den vorhandenen Ressourcen zu entsorgen.
Über Ihr Tochterunternehmen, die ASF Solar GmbH & Co. KG (49%ige Beteiligung durch
badenova), betreibt die ASF GmbH zwei Photovoltaikanlagen mit einer kumulierten Leistung von rd. 2,9 MWp und einer gesamten CO2 -Einsparung von Ø 1.700 to p.a..
Neben den klassischen abfallwirtschaftlichen Geschäftsfeldern sammelt und verwertet
die ASF GmbH Speisereste aus Gastronomie, Lebensmittelindustrie und –Handel. Das
hergestellte Gärsubstrat hat ein Energiepotential von rd. 2.500 MWh p.a. und somit eine
CO2-Einsparung von Ø 1.600 to p.a..
Durch Umsetzung des eigenen Grünschnitt-Verwertungskonzepts in einer energetischen
Kaskadennutzung werden nochmals 2.600 to CO2 p.a. vermieden. Die als Produkt hergestellte Pflanzenkohle wird perspektivisch als „Heilmittel“ zur Senkung der Nitratbelastung im Grundwasser gesehen.
Kleinere Projekte wie die Umrüstung der betriebsinternen Beleuchtung auf LEDTechnologie ersparen rd. 5 to CO2-Emissionen. Die über das BHKW-Landwasser (badenovaWÄRMEPLUS) verwerteten Deponiegasmengen sind hierbei nicht berücksichtigt.
Als eines von wenigen Unternehmen in der Branche verfügt die ASF GmbH über ein eigenes Umweltmanagementsystem, welches nach DIN EN ISO 140001 zertifiziert ist. Zusätzlich absolviert die ASF GmbH ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1. Im Ergebnis
kann die ASF u.a. eine Stromproduktion vorweisen, welche um das 2 ½ -fache über dem
eigenen Verbrauch liegt.

Beteiligungsbericht 2017 - ASF -

1.10.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012
T€

2013
T€

2014
T€

2015
T€

2016
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

8.774
5.701
0
14.475

9.123
4.890
1
14.013

9.614
3.862
0
13.476

10.013
5.086
49
15.148

10.996
3.646
63
14.705

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

7.460
4.088
2.927
0
14.475

7.344
3.759
2.910
0
14.013

7.311
3.519
2.647
0
13.476

7.384
3.609
4.155
0
15.148

7.333
4.526
2.846
14.705

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2014

2016

Umsatzerlöse
Andere aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
32.374
6
927
33.306

T€
33.225
0
642
33.867

T€
35.375
3
621
35.999

2017
Plan 2
T€
36.242
0
292
36.534

2018
Plan
T€
37.060
0
250
37.310

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

8.830
14.325
2.277
4.327
29.759

8.163
15.466
2.314
4.345
30.288

8.911
16.576
2.402
4.395
32.284

8.526
17.419
2.593
4.614
33.152

8.687
17.883
2.749
4.611
33.930

Betriebsergebnis
Finanzergebnis

3.547
4

3.579
39

3.715
68

3.382
25

3.380
39

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Sonstige Steuern

3.551
1.088
45

3.617
1.075
50

3.783
1.293
49

3.407
1.037
50

3.419
1.044
51

Jahresüberschuss

2.418

2.492

2.441

2.320

2.324

1
2

2015 1

Zuordnung GuV Positionen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab 2015
fortgeschriebener Plan

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Lage des Unternehmens/Geschäftsverlauf
Aufgabenschwerpunkte im Berichtsjahr waren in der Sparte kommunale Abfallwirtschaft
weitere Optimierungen der Sammellogistik im Stadtgebiet aufgrund der steigenden Einwohnerzahlen von Freiburg und der Verkehrssituation sowie weitere Verbesserungen
beim Identsystem. Im Stadtreinigungsbereich bestand die Entwicklungstätigkeit hauptsächlich in weiteren Verbesserungen des Winterdienstes und der Anhebung des Qualitätsstandards der Reinigungsleistungen im Innenstadtbereich. Hauptaktivitäten im Deponiebereich bildeten die Fortführung der Arbeiten der Baumaßnahmen des Bauabschnittes 3 für die Oberflächenabdichtung der Deponie und die Umsetzung des Energiekonzeptes. Im administrativen Bereich bildeten die Aktivitäten zur Einführung der EDVgestützten Tourenplanung auf Basis des Identsystems, die Umsetzung des vom Gemeinderat beschlossenen Vollservice und die Arbeiten im Zusammenhang mit der Über-

Beteiligungsbericht 2017 - ASF -

nahme des Mahnwesens von der Stadt die Aufgabenschwerpunkte. Aufgrund der Wettbewerbslage auf dem Entsorgungsmarkt ergab sich für die ASF GmbH weiterhin die
Notwendigkeit, durch die Zusammenarbeit mit anderen Entsorgern die Position der Gesellschaft zu verbessern. Im Bereich der gewerblichen Stadtreinigung konnten keine
nennenswerten weiteren Neukunden akquiriert werden. Im Berichtsjahr hat sich die ASF
GmbH wiederum erfolgreich sowohl der Nachzertifizierung als Entsorgungsfachbetrieb
nach EfbV als auch der DIN EN ISO 9001 (Qualitätsmanagement) und 14001 (Umweltmanagement) unterzogen. Diese Maßnahme führt weiterhin neben der Verbesserung
der Wettbewerbschancen und der innerbetrieblichen Abläufe auch zu einer deutlich erhöhten Rechtssicherheit im Unternehmen.
Für das Jahr 2016 wurde ein Jahresüberschuss von 2.441 T€ ausgewiesen, der in voller
Höhe anteilig an die Gesellschafter ausgeschüttet wurde. Im Berichtsjahr wurden Investitionen (ohne Finanzanlagen) in Gesamthöhe von 3.481 T€ getätigt.
Risikobericht
Gemäß Risikobericht im Rahmen des Jahresabschlusses 2015 wird hervorgehoben,
dass aufgrund der regionalen Markt- und Wettbewerbssituation Risiken darin gesehen
werden, sich im zunehmend verschärften Wettbewerb zu behaupten. Darüber hinaus
stellen neben der andauernden Unsicherheit, welche Abfälle in Zukunft noch andienungspflichtig sein werden, auch die Versuche der Systembetreiber, eine 100 % -ige
Vergütungsbeteiligung auf die Wertstofferlöse im Bereich PKK zu erreichen, Risiken der
zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft dar. In den kommenden Jahren wird die Abfallwirtschaft in Deutschland maßgelblich von den Entwicklungen auf europäischer Ebene geprägt sein. Die Umsetzung des Gesetzes zur Neuordnung des Kreislaufwirtschaftund Abfallrechts wird für die Zukunft Auswirkungen auf die Abfallwirtschaft haben. Abzuwarten bleibt in diesem Zusammenhang das Gesetzgebungsverfahren zum Verpackungsgesetz.
Ausblick
Aufgabenschwerpunkte der nächsten Jahre in der Sparte kommunale Abfallwirtschaft
werden weitere Optimierungen der Sammellogistik im Stadtgebiet sowie Optimierung
des Transportkonzeptes zur TREA für die im Stadtgebiet anfallenden Abfälle sein. Ein
bemerkenswerter Vorteil wird künftig mit der Tourenoptimierung auf Grundlage des
Identsystems für die kommunale Abfallsammlung erwartet. Die hierbei freiwerdenden
Kapazitäten sollen Belastungen wie Überstunden deutlich reduzieren. Im Stadtreinigungsbereich wird die Konzentration von weiteren Reinigungsleistungen, weitere Optimierungen des Winterdienstes sowie die Verbesserung der Stadtsauberkeit im Mittelpunkt stehen. Hierzu sollen u.a. zusätzliche Reinigungsleistungen akquiriert sowie ein
Qualitätssicherungssystem zum Thema Stadtsauberkeit eingeführt werden. Hauptaktivitäten im Deponiebereich werden in 2018 die Fortführung der Baumaßnahmen des Bauabschnittes 3 der Oberflächenabdichtung der Deponie Eichelbuck, die Optimierung der
Gaserfassung und eine verbesserte Nutzung des zunehmenden Deponieschwachgases
sowie die Umsetzung des geplanten Energiekonzepts sein.
Im gewerblichen Bereich wird die ASF versuchen, ihre Marktstellung in den Geschäftsbereichen Umleerbehälter, Alttextilverwertung und Speiseresteentsorgung/-behandlung
weiter auszubauen. Die aktuell steigenden Preisen der gesamten Entsorgungslandschaft
konnten teilweise dadurch kompensiert werden, dass frühzeitig längerfristige Kontingente zu fest vereinbarten Konditionen gesichert wurden. Es wird auch in Zukunft das Ziel
verfolgt, sich von einem reinen Logistikunternehmen zu einem Unternehmen zu entwickeln, das an der gesamten Wertschöpfungskette von Sammlung bis Verwertung/Vermarktung bestimmter Abfallfraktionen partizipiert.

Beteiligungsbericht 2017 - ASF -

c)
Kapitalzuführungen und -entnahmen
Das gezeichnete Kapital blieb im Berichtsjahr unverändert.
d)

Personalentwicklung (Jahresdurchschnitt)
2014 2015

Beamt_innen
Tariflich Beschäftigte
Zwischensumme
Aushilfen
Auszubildende
Beschäftigte ohne Entgeltzahlung.
Beschäftigte Gesamt

2
280
282
23
8
10
323

davon Führungskräfte

Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte
davon Führungspersonal

Anteil schwerbehinderter AN (%)
e)

2
292
294
29
6
11
340

21

22

281
19

296
44

2016
Gesamt m
2
1
303 270
305 271
31 28
5
4
8
5
349 308
23

2017 2018
Plan Plan
w
1
33
34
3
1
3
41

2
292
294
32
7
12
345

2
309
311
33
7
12
363

17

6

23

23

295 267
54 41

28
13

293
52

307
56

1

1

2

2

0

1

1

4,6

4,1

3,4

3,9

0

3,5

3,0

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2012

2013

2014

2015

2016

Vermögens- / Finanzkennzahlen

Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote (vor Ausschüttung)
Nettoinvestitionen

%
%
%
T€

60,6
85,0
51,5
-702

65,1
80,5
52,4
346

71,3
76,0
54,3
509

66,1
73,7
48,7
399

74,8
66,7
49,9
983

%
%
%
T€

12,1
50,4
25,9
4.884

10,7
47,7
25,7
4.488

10,8
47,8
25,5
4.505

10,8
48,5
25,2
4.700

10,6
50,7
25,5
5.306

T€
T€

115,0
43

117,5
43

115,2
44

112,2
45

113,0
47

Ertragskennzahlen

Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow
Personalkennzahlen

Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Mitarbeiter/-in

Beteiligungsbericht 2017 - ASF -

1.11 Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar GmbH & Co. KG
1.11.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und der Betrieb einer Photovoltaikanlage auf den Dächern des Zentralen Betriebshofes St. Gabriel und auf der Deponie Eichelbuck mit allen zusammengehörenden Geschäften.
1.11.2 Beteiligungsverhältnisse
Komplementärin:
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar Verwaltungs-GmbH (ohne Einlage)
Kommanditisten:
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH
badenova WärmePLUS GmbH & Co. KG

51 %
49 %

1.11.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 1.12.2)

b)

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft bestimmt ist die persönlich haftende Gesellschafterin, die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar Verwaltungs-GmbH vertreten durch Herrn Michael Broglin.
1.11.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die ASF Solar GmbH & Co. KG war im Berichtsjahr an keinem anderen Unternehmen
beteiligt.
1.11.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die ASF Solar GmbH & Co. KG wurde mit Gesellschaftsvertrag am 15.06.2010 gegründet. Das Kerngeschäft ist die Betreibung einer Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) auf den
Dachflächen des Zentralen Betriebshofes St. Gabriel sowie am Standort der ehemaligen
Deponie Eichelbuck. Die Sonneneinstrahlung lag im Berichtsjahr 2015 auf dem Niveau
des Vorjahres. Die eingespeisten Solarenergiemengen entwickelten sich wie folgt:

Solarenergie

MWh

2012

2013

2014

2015

2016

3.295

2.689

3.299

3.155

3.046

1.11.6 Klimaschutz
Die ASF Solar GmbH & Co. KG betreibt zwei Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rd. 2,9 MWp. Durchschnittlich werden durch diese Anlagen jährlich 1.700 to
CO2 eingespart.

Beteiligungsbericht 2017 - ASF Solar GmbH & Co. KG -

1.11.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012

2013

2014

2015

2016

T€

T€

T€

T€

T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

5.625
403
35
6.064

5.514
71
33
5.618

5.365
103
31
5.499

5.061
39
29
5.129

4.738
153
27
4.918

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

1.375
40
4.649
6.064

1.245
9
4.365
5.618

1.302
18
4.179
5.499

1.360
92
3.677
5.129

1.303
32
3.582
4.918

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2014

2015 1

2016

2017
Plan 2

2018
Plan

T€

T€

T€

T€

T€

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Erträge Gesamt

782
1
783

760
208
968

730
1
731

715
0
715

705
0
705

Materialaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

40
322
97
459

103
325
159
587

34
325
65
424

62
324
94
480

50
324
98
472

324
-142
182
26
156

381
-133
248
34
214

307
-125
182
24
158

235
-117
118
16
102

233
-110
123
17
106

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Jahresergebnis (vor Verwendungsrechnung)
1
2

Zuordnung GuV Positionen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab 2015
fortgeschriebener Plan

b)
Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick
Die im Jahr 2016 erzielten Umsatzerlöse wurden ausschließlich durch die Einspeisung
von Solarenergie in das hiesige Stromnetz erzielt. Die Sonneneinstrahlung lag etwas
unter dem Niveau des Vorjahres. Der Rückgang des Jahresergebnisses ist insbesondere
auf aperiodische Effekte in 2015 aus einer Schadensregulierung zurückzuführen.
c)
Kapitalzuführungen und –entnahmen
Das Kommanditkapital blieb im Berichtsjahr unverändert.
d)
Personalentwicklung
Die ASF Solar GmbH & Co. KG beschäftigte im Berichtsjahr kein eigenes Personal.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2012

2013

2014

2015

2016

Vermögens- / Finanzkennzahlen

Eigenkapitalquote

%

22,7

22,2

23,7

26,5

26,5

%

33,6
19,6
7,1
571

17,4
9,1
4,7
426

23,3
14,0
5,9
504

32,7
18,3
7,5
573

24,9
14,0
6,2
483

Ertragskennzahlen

Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow

%
%
T€

Beteiligungsbericht 2017 - ASF Solar GmbH & Co. KG -

1.12 Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar Verwaltungs-GmbH
1.12.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung als persönlich haftende und geschäftsführende Gesellschafterin an der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar GmbH & Co. KG
1.12.2 Beteiligungsverhältnisse
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH
badenova WärmePLUS GmbH & Co. KG

51 %
49 %

1.12.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 1.13.2)

b)

Geschäftsführung

Michael Broglin
Der Geschäftsführer erhält von der Gesellschaft keine Bezüge.
1.12.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen.
1.12.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Gesellschaft entfaltet keine eigene Geschäftstätigkeit. Ihre Aufgabe beschränkt sich
auf die Funktion als persönlich haftende Gesellschafterin der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar GmbH & Co. KG (siehe Abschnitt 1.11.5).
1.12.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012

2013

2014

2015

2016

T€

T€

T€

T€

T€

AKTIVA
Umlaufvermögen
Summe

30
30

32
32

34
34

36
36

37
37

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Summe

28
2
30

29
3
32

31
3
34

32
4
36

33
4
37

Beteiligungsbericht 2017 - ASF Solar Verwaltungs-GmbH -

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2015 1

2014
T€

2016

T€

2017
Plan 2

T€

2018
Plan

T€

T€

Umsatzerlöse

5

4

4

5

5

Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

3
3

3
3

3
3

3
3

3
3

2
-1
1

1
0
1

1
0
1

2
0
2

2
0
2

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Jahresergebnis
1
2

Zuordnung GuV Positionen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab 2015
fortgeschriebener Plan

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die Tätigkeit der ASF Solar Verwaltungs-GmbH ist auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin der ASF Solar GmbH & Co. KG beschränkt; es wird daher auf
die Ausführungen in Abschnitt 1.11.6 b) verwiesen.
c)

Kapitalzuführungen und –entnahmen

Das Stammkapital blieb im Berichtsjahr unverändert.
d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Tätigkeit der ASF Solar Verwaltungs-GmbH ist auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin der ASF Solar GmbH & Co. KG beschränkt; es wird daher auf
den Ausweis von Kennzahlen verzichtet.

Beteiligungsbericht 2017 - ASF Solar Verwaltungs-GmbH -

1.13 Gesellschaft Abfallwirtschaft Breisgau mbH
1.13.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens sind abfallwirtschaftliche Tätigkeiten, insbesondere die
Restmüllentsorgung und die Energieverwertung aus Abfall im Bereich des Landkreises
Breisgau-Hochschwarzwald (LKBH), des Zweckverbands Abfallbehandlung Kahlenberg
(ZAK) und der Stadt Freiburg i. Br.. Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche
Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung Baden-Württemberg.
1.13.2 Beteiligungsverhältnisse
Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Stadt Freiburg i.Br.
ZV Abfallbehandlung Kahlenberg
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH
Gemeinde Eschbach
Gemeinde Hartheim am Rhein
Stadt Heitersheim
Stadt Bad Krozingen
Stadt Neuenburg am Rhein
Gemeinde Ballrechten-Dottingen

50,14 %
25,10 %
20,09 %
2,69 %
0,33 %
0,33 %
0,33 %
0,33 %
0,33 %
0,33 %

1.13.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 1.13.2)

b)

Geschäftsführung

Sven Rüdiger Kunz
Angaben über die gewährten Gesamtbezüge unterbleiben gemäss § 286 Abs. 4 HGB.
c)

Aufsichtsrat (Stand 31.12.2016)

Dorothea Störr-Ritter
Dr. Dieter Salomon
Hanno Hurth
Frank Scherer
Dr. Reinhard Bentler
Kathrin Schönberger
Mario Schlafke
Thomas Breig
Peter Lob
Peter Meybrunn
Rudolf Schuler
Klaus Wiesler
Gerda Stuchlik
Gerhard Frey
Ernst Lavori
Bernhard Schätzle
Willy Kehret
Christian Ringwald

Landrätin, Vorsitzende
Oberbürgermeister, stellvertretender Vorsitzender
Landrat, stellvertretender Vorsitzender
Landrat
Bürgermeister a. D.
Bürgermeisterin
Bürgermeister
Bürgermeister
Kreisrat
Kreisrat
Bürgermeister
Kreisrat
Bürgermeisterin
Stadtrat
Stadtrat
Stadtrat
Kreisrat
Kreisrat

Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten 2016 Aufsichtsratsvergütungen von 1.744,80 €.

Beteiligungsbericht 2017 - GAB -

Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister/innen und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 €
pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt über
§ 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderät_innen.
Der Frauenanteil im Aufsichtsrat lag im Berichtsjahr bei 15,8 %.
1.13.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft hält 9,6 % am gezeichneten Kapital der TREA Breisgau Energieverwertung GmbH, Eschbach.
1.13.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
In 2016 ergaben sich für GAB im Wesentlichen folgende Aufgabenschwerpunkte:
- Überwachung der Vorgaben des Entsorgungsvertrages, der bau- und immissionsschutzrechtlichen Genehmigung sowie des Regelbetriebes der TREA Breisgau.
- Koordination und Abwicklung der Abfallanlieferungen im Rahmen der Aufträge der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger.
- Abrechnung der Abfallanlieferungen sowie der Entsorgungsleistungen mit der MVA
TREA Breisgau GmbH & Co. KG gemäß Entsorgungsvertrag und 4er-Vereinbarung
bzw. den öffentlich -rechtlichen Entsorgungsträgern gemäß den jeweiligen Aufträgen.
- Umsetzung der Abfallanlieferungen per Bahn aus dem GAB-Gebiet und Rastatt/BadenBaden sowie die Abrechnung der Transportleistung mit den Beteiligten.
- Öffentlichkeitsarbeit zum Erhalt der Akzeptanz der TREA in der Bevölkerung.
Die Erlöse in den einzelnen Sparten entwickelten sich wie folgt:

Erlöse gem. Entsorgungsvertrag (§14 Abs.4)
Logistik- und Transportleistungen
Sonstige Erlöse
Gesamterlöse

2012

2013

2014

2015

2016

T€

T€

T€

T€

T€

8.548
1.926
151
10.625

8.335
1.968
143
10.446

8.112
1.969
137
10.218

8.712
1.959
146
10.818

8.777
1.928
163
10.868

1.13.6 Klimaschutz
Auf Basis des zwischen GAB mbH und der EEW Energy from Waste Saarbrücken
GmbH geschlossenen Entsorgungsvertrages wird die bei der Verbrennung der Restabfälle entstehende Energie bestmöglich genutzt. Die entstehende Energie wird zum einen
in Strom umgewandelt und entweder vor Ort selbst verbraucht oder in das Stromnetz
eingespeist. Im Jahr 2016 wurden auf diese Weise rund 100.000 MWh Strom in das Netz
eingespeist, was einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von über 25.000 Haushalten
entspricht.
Zum anderen wurde eine eigene Gesellschaft zur Vermarktung der entstehenden Fernwärme - TBW GmbH - gegründet, an der die GAB ebenfalls beteiligt ist. Ziel dieser Ge-

Beteiligungsbericht 2017 - GAB -

sellschaft ist die Vermarktung von Fernwärme im Bereich des Gewerbeparks Breisgau.
Im Jahr 2016 wurden rund 12.500 MWh Fernwärme eingespeist.
Auf diese Weise kann durch die im Abfall enthaltene und wie oben beschrieben genutzte
Energie, der Einsatz anderer Energieträger entsprechend reduziert werden und somit ein
sinnvoller Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden."
1.13.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012
T€

2013
T€

2014
T€

2015
T€

2016
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Summe

1.402
617
2.019

1.359
426
1.785

1.317
484
1.801

1.275
542
1.817

1.233
680
1.913

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Fremdkaptital
Summe

513
13
1.492
2.019

441
14
1.330
1.785

457
14
1.330
1.801

476
21
1.320
1.817

499
28
1.385
1.913
2018
Plan
T€
11.166
6
11.172

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2014

2015

2016

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
10.218
7
10.225

T€
10.818
6
10.824

T€
10.868
9
10.877

2017
Plan
T€
10.037
6
10.043

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

9.952
13
42
158
10.165

10.565
12
42
141
10.760

10.615
13
42
140
10.810

9.760
17
42
186
10.005

10.903
17
42
188
11.150

60
-37

64
-36

67
-34

38
-31

22
-15

23
7
16

28
9
19

33
10
23

7
3
4

7
3
4

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Jahresüberschuss

b)
Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick
Das Unternehmen erzielte 2016 hauptsächlich Umsatzerlöse aus den von den öffentlichrechtlichen Entsorgungsträgern erhobenen Entgelten für die Abfallbehandlung in der
TREA bzw. für den Bahntransport sowie für Logistikleistungen für Dritte. Die Erlöse lagen nahezu auf Vorjahresniveau. Vertriebsaktivitäten für Logistikleistungen für Dritte waren im Berichtsjahr nicht erfolgreich. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Aufwendungen
für bezogene Leistungen um rund 50 T€ angestiegen. Dies ist auf höhere Entsorgungsentgelte zurück zu führen. Die Abfallmenge 2016 lag bei 82.407 t. Sie bleibt damit nahezu konstant (Vorjahr: 82.760 t).
Aufgrund der ausgewogenen Verträge mit den öffentlich-rechtlichen Auftraggebern sind
die Erlöse und damit die Chancen auf künftige Umsätze der GAB langfristig gesichert.
Preisänderungs-, Ausfall- oder Liquiditätsrisiken der GAB sind unter diesen VoraussetBeteiligungsbericht 2017 - GAB -

zungen für die Laufzeit der Verträge als sehr gering anzusehen. Ein gewisses Auslastungsrisiko liegt auf der für einen Zeitraum von 20 Jahren angepachteten „SolargleisAnlage“. Die GAB bemüht sich weiterhin, z.B. durch Untervermietung oder das Angebot
von Logistikleistungen, Erlöse zu erzielen, um den Betrieb der Anlage wirtschaftlicher zu
machen. Weitere Chancen und Risiken sind für die GAB nicht ersichtlich.
Für das Jahr 2017 wird aufgrund des Geschäftsverlaufs ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet.
c)
Kapitalzuführungen und -entnahmen
Das gezeichnete Kapital blieb im Jahr 2016 unverändert.
d)

Personalentwicklung

In 2016 waren drei geringfügig Beschäftigte für die GAB tätig. Weitere Personalleistungen wurden gegen Kostenerstattung von der Abfallwirtschaft Landkreis BreisgauHochschwarzwald (ALB) bezogen.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2012

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen*
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow

2013

2014

2015

2016

%
%
%
T€

69,4
97,1
25,4
-42

76,1
96,2
24,7
-42

73,1
97,0
25,4
-42

70,2
97,9
26,2
-42

64,5
99,1
26,1
-42

%
%
%
T€

0,2
4,9
3,3
68

0,4
6,3
4,4
70

0,2
3,4
3,4
58

0,2
4,1
3,6
61

0,2
4,6
3,0
65

Beteiligungsbericht 2017 - GAB -

2

Wohn- und Baubereich

2.1

Freiburger Stadtbau GmbH

2.1.1 Gegenstand des Unternehmens
• Errichtung, Verwaltung und Verwertung von Bauwerken, insbesondere von Wohnungen, sowie die Vornahme und Ausführung aller damit zusammenhängenden Geschäfte
und Handlungen.
• Beteiligung an der Freiburger Kommunalbauten GmbH, die geschäftsführende Gesellschafterin der Freiburger Kommunalbauten GmbH Baugesellschaft & Co. KG ist, sowie
der Betrieb und die Verwaltung der von dieser KG erstellten oder anderer baulicher Anlagen und Geschäftsbesorgungen für diese beiden Gesellschaften.
• Die Gesellschaft fördert und betreibt die städtebauliche Erneuerung und Entwicklung
als Sanierungs- oder Entwicklungsträger gemäß den maßgeblichen Vorschriften des
Baugesetzbuches.
• Beteiligung an der Regio Bäder GmbH sowie Geschäftsbesorgungen für Betriebe des
Bäderwesens.
• Beteiligung an der Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG und Gesellschafterleistungen für diese.
• Beteiligung an der Green City Hotel Vauban GmbH.
2.1.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadt Freiburg i. Br.

100 %

2.1.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 2.1.2)

b)

Geschäftsführung

Ralf Klausmann
Magdalena Szablewska (ab 01.12.2016)
Herr Klausmann erhielt 234 T€1 und Frau Szablewska 18,2 T€1+2 für die Geschäftsführung aller Gesellschaften im Verbund der Freiburger Stadtbau GmbH (FSB, FKB, FSI
und Regio Bäder) im Berichtsjahr 2016.
1

2

In diesem Betrag sind die Grundvergütung, die variable Vergütung (sofern vereinbart), über den gesetzlichen Rahmen hinausgehende Leistungen für Altersvorsorge (sofern vereinbart) und sonstige Leistungen
(Sachbezüge, geldwerte Vorteile u.a.) enthalten.
Vergütung ab dem 01.12.2016

c)

Aufsichtsrat (Stand 31.12.2016)

Vorsitzender:
Stellv. Vorsitzender:

Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg
Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg
Prof. Dr. Martin Haag, Bürgermeister Stadt Freiburg

Stadträt_innen:

Berthold Bock, Anke Dallmann, Patrick Evers, Pia Federer,
Gerhard Frey, Eckart Friebis, Hendrijk Guzzoni (bis
Beteiligungsbericht 2017 - FSB GmbH -

21.06.2016), Wendelin Graf von Kageneck, Martin Kotterer,
Walter Krögner, Coineach McCabe (bis 27.09.2016), Margot
Queitsch MdL a.D., Prof. Dr. Lothar Schuchmann (ab
22.06.2016), Karin Seebacher, Monika Stein (ab 28.09.2016),
Helmut Thoma, Irene Vogel, Dr. Wolf-Dieter Winkler.
Arbeitnehmervertreter_innen:

Stefanie Fleer, Daniel Kempf (ab 09.04.2016), Marcus Kleint,
(bis 08.04.2016), Sandra Wartenberg.
Ralf Müller, Mieterbeiratsvorsitzender.

Weitere:

Im Berichtsjahr 2016 erhielt der Aufsichtsrat Vergütungen und Sitzungsgelder in Höhe
von 20,9 T€. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde:
Grundvergütung (€)
Vorsitzender
Stellv. Vorsitzender
Mitglied
Beratendes Mitglied

AR

PrA

BA

---------

---------

---------

FWBA

---------

Vergütung pro Sitzung (€) Sonstige Vergütungen (€)
AR

PrA

BA

210
210
210
210

160
160
160
160

110
110
110
110

FWBA

AR

PrA

BA

FWBA

110
110
110
110

---------

---------

---------

---------

AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss / BA = Bauausschuss/ FWBA = Finanz-, Wirtschafts- und Bäderausschuss

Gemäß § 64 Abs. 3 Beamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung
haben Oberbürgermeister/innen und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen
aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt über § 32
Abs. 5 GemO auch für Gemeinderät_innen.
Im Berichtsjahr lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 34,8 %.
2.1.4 Beteiligungen des Unternehmens
Regio Bäder GmbH
Freiburg Stadtimmobilien GmbH & Co. KG
Freiburger Kommunalbauten GmbH
Green City Hotel Vauban gGmbH

100 %
100 %
80 %
33,3 %

2.1.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Geschäftsentwicklung der Freiburger Stadtbau GmbH wurde im Wesentlichen durch
die Schwerpunkte Mietwohnungsbewirtschaftung und Bauträgertätigkeit geprägt. Die
Versorgung der Bevölkerung mit preiswertem Wohnraum steht unverändert im Zentrum
der Geschäftstätigkeit. Als kommunales Unternehmen übernimmt die Freiburger Stadtbau GmbH damit auch eine wichtige soziale Aufgabe als verlässlicher Partner bei der
Lösung wohnungspolitischer Problem- und Fragestellungen in der Stadt Freiburg. Die
wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens in den einzelnen Sparten:

Beteiligungsbericht 2017 - FSB GmbH -

2012

2013

2014

2015

2016

Wohnungsbestand
eigene Wohnungen

8.130

8.167

8.222

8.293

8.285

2.490

2.532

2.715

2.588

2.555

268
1.378
--9.776

270
1.457
942
10.836

267
1.545
936
10.970

266
1.576
936
11.071

265
1.573
935
11.058

6,3
0,3

6,1
0,0

6,3
0,2

6,1
0,1

5,8
0,08

12.930
8.775
21.705

5.235
10.314
15.549

6.300
8.304
14.604

4.157
8.742
12.899

1.798
7.930
9.728

Bautätigkeit eigene Objekte (WE)
Fertigstellung
Begonne Objekte
Geplante Objekte (im jeweiligen mittelfr.Plan)

125
27
415

48
118
615

72
0
634

73
40
692

0
88
863

Eigentumsmaßnahmen (WE)
Übergebene Objekte
Begonne Objekte
Geplante Objekte (im jeweiligen mittelfr.Plan)

32
36
136

55
44
169

37
0
118

50
61
115

8
155
335

davon öffentlich gefördert

angemietete Wohnungen
Wohnungsverwaltung (WEG)
FSI
Wohnungsbestand Gesamt
Fluktuationsrate (%)
Leerstandsquote1 (%)
Instandhaltung/Modernisierung (T€)
Modernisierungen (ohne Zuschüsse)
Instandhaltungen / Instandsetzungen
Gesamt

1

Berechnung der Kennzahl auf Basis des sofort vermietbaren Leerstands (ohne sanierungsbedingten Leerstand)

Folgende Diagramme verdeutlichen ebenfalls die Entwicklung der wohnungswirtschaftlichen Tätigkeit des Unternehmens:

9.000
8.000
7.000
6.000
5.000
4.000
3.000
2.000
1.000
0

Wohnungsbestand FSB 2012 - 2016

60.000

Investitionen (in Bestand incl. Instandhaltungen inT€)

50.000
40.000
30.000
20.000
10.000
0

2012
2013
2014
2015
2016
preis-, belegungsgebundene WE Wohnungsbestand gesamt

2012

2013

2014

2015

2016

Weiterhin erbrachte die Gesellschaft allgemeine Verwaltungsleistungen für die FKB
GmbH & Co. KG, die FKB GmbH, die FSI GmbH & Co. KG, die FSI GmbH und für die
Regio Bäder GmbH. Darüber hinaus besteht seit dem Jahr 2008 mit der Regio Bäder
GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag; für das Wirtschaftsjahr 2016 konnte damit ein
Jahresüberschuss von 134 T€ vereinnahmt werden (Vorjahr: 143 T€).

Beteiligungsbericht 2017 - FSB GmbH -

2.1.6 Klimaschutz
Die Freiburger Stadtbau hat im Zeitraum 2014 bis 2016 insgesamt 311 Wohnungen
energetisch saniert im Freiburger Effizienzstandard (EH) 70 oder EH 55, zum Teil sogar
im Passivhaus-Standard (z.B. Hochhäuser in Weingarten West). Im selben Zeitraum
wurden 253 Wohnungen in Neubauten als EH 55 oder EH 40 (z.B. Berliner Allee, Sternenhof) errichtet.
Die Freiburger Stadtbau plant im Zeitraum 2017 bis zum Jahr 2022 368 Wohnungen
(u.a. im Binzengrün und in Haslach Süd-Ost) energetisch zu sanieren und rund 1.590
Wohnungen neu zu errichten, davon würden 440 Wohnungen aus Altbauten mit hohem
Energieverbrauch ersetzt. Die Neubauten werden im Freiburger Effizienzstandard 55
erstellt, die Sanierung werden je nach Gebäudetyp mit EH Standard 55 oder 70 durchgeführt. Weiterhin werden kontinuierlich Wohnungen auf eine effiziente Energieversorgung
mit sehr guten Primärenergiefaktoren (hohe Anteil von Nutzung erneuerbarer Energien
und Kraft-Wärmekopplung) umgestellt (z.B. in Haslach Süd-Ost und in der Gartenstadt).
Darüber hinaus arbeitet die Freiburger Stadtbau an der Realisierung eines Mieterstrommodells. Als erstes Pilotprojekt für ein Mieterstrommodell sollen die Wohngebäude in der
Belchenstraße dienen. Die Umsetzung soll noch in 2018 erfolgen. Ziel ist eine Reduktion
des CO2 Ausstoßes sowie den Mieter_innen einen attraktiven Strompreis anzubieten
und dies unter wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Freiburger Stadtbau darzustellen.
2.1.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012

2013

2014

2015

2016

T€

T€

T€

T€

T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

339.604
47.633
830
388.067

346.718
49.077
659
396.454

358.104
51.047
697
409.848

362.035
47.989
553
410.577

369.075
51.919
391
421.385

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

109.057
20.007
259.003
0
388.067

111.393
21.676
263.385
0
396.454

124.649
21.608
263.591
0
409.848

133.967
24.012
250.408
2.190
410.577

143.186
24.232
245.826
8.142
421.385

Beteiligungsbericht 2017 - FSB GmbH -

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2014

2015 1

2016

2017
Plan

2018
Plan

T€

T€

T€

T€

T€

Umsatzerlöse
Bestandsveränderung
Andere aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

74.625
-786
311
3.191
77.341

80.002
-8.145
301
2.860
75.018

68.542
4.765
378
2.499
76.184

79.702
15.051
300
2.068
97.121

99.342
-5.920
0
1.885
95.307

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

39.354
9.141
10.321
4.483
63.299

33.245
9.778
10.750
3.891
57.664

37.149
8.845
11.108
4.211
61.313

61.403
10.707
11.278
3.593
86.981

51.824
11.548
12.462
4.097
79.932

Betriebsergebnis
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen
Finanzergebnis

14.043
142
-7.000

17.354
143
-6.303

14.871
134
-5.774

10.140
145
-6.753

15.375
145
-6.475

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Außerordentliches Ergebnis
Steuern aus Einkommen/Ertrag und sonstige

7.185
-101
1.828

11.194
0
1.877

9.231
0
2.433

3.532
0
1.892

9.045
0
2.208

Jahresüberschuss

5.256

9.318

6.799

1.640

6.837

1

Zuordnung der GuV Positionen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab 2015

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die Geschäftsentwicklung wurde abermals im Wesentlichen durch die Schwerpunkte
Mietwohnungsbewirtschaftung und Bauträgertätigkeit geprägt. Die Freiburger Stadtbau
GmbH bewirtschaftete 2016 insgesamt 11.058 Wohnungen, davon 8.285 im Eigenbestand, 935 Wohnungen in der Verwaltung für die FSI GmbH & Co. KG, 265 Wohnungen
als Generalmieter sowie 1.573 Wohnungen in der Verwaltung nach dem Wohnungseigentumsgesetz und in der Mietsonderverwaltung. Die Gesellschaft stellte für den eigenen Bestand im Geschäftsjahr keine Wohnungen fertig; 128 Wohnungen (aus den Jahren 2015 und 2016) befanden sich zum Bilanzstichtag im Bau.
Das 2002 entwickelte Portfolio-Szenario wurde in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat
2007 fortgeschrieben mit dem Ziel, rund 3.000 Wohnungen innerhalb von 12 Jahren mit
einem Investitionsvolumen von 105 Mio. € zu modernisieren. Ein Schwerpunkt dieser
Aufgabe liegt mit 1.212 Wohnungen in Weingarten-West. Seit dem Start des Programms
wurden bereits 1.920 Wohnungen entsprechend den Programmzielen entwickelt mit
Schwerpunkt auf energetische Sanierungsmaßnahmen, die unmittelbar zu einem geringeren Verbrauch von Primärenergie und damit mittelbar zu geringen Betriebskosten der
Mieter führen.
In 2016 wurden für Modernisierungen 1.798 T€ (ohne Zuschüsse) und für Instandhaltungen 7.930 T€ aufgewendet. Kündigungen und Mieterwechsel haben im Berichtszeitraum
um 24 von 519 auf 495 abgenommen; dies entspricht einer Fluktuation von 5,8 %. Die
Leerstände „sofort vermietbarer Wohnungen“ verminderten sich in 2016 von 11 auf 7
Wohnungen, dies entspricht einer Quote von 0,08 %. Modernisierungen, Instandhaltungen und Instandsetzungen in den eigenen Beständen werden weiterhin im Rahmen der
finanziellen Möglichkeiten durchgeführt. Im Wirtschaftsplan der Gesellschaft stehen für
das Jahr 2017 für Instandhaltung und Instandsetzungen insgesamt 12.898 T€ sowie für
Modernisierungen 8.109 T€ zur Verfügung.

Beteiligungsbericht 2017 - FSB GmbH -

Im Geschäftsbereich Bauträgertätigkeit wurden 1 Eigentumswohnung und 7 Reihenhäuser an Käufer übergeben. Zum Bilanzstichtag befanden sich weitere 216 Eigentumswohnungen und Reihenhäuser (aus den Jahren 2015 und 2016) sowie 3 Gewerbeeinheiten
im Bau. Im Bauträgergeschäft wird sich das Unternehmen auch künftig innovativen, zukunftsorientierten Bauvorhaben widmen mit dem Ziel, auch sogenannten Schwellenhaushalten die Bildung von Wohneigentum zu ermöglichen.
Auf der Basis der Unternehmensplanung und der zugrunde gelegten Prämissen wird für
das Jahr 2017 ein positives Jahresergebnis von rund 9.030 T€ erwartet.
Risikomanagement
Das Unternehmen verfügt über ein Risikofrüherkennungssystem, um bestandsgefährdende und entwicklungsbeeinträchtigende Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Im
Geschäftsfeld Vermietung bestehen Hauptrisiken für die FSB darin, dass trotz positiver
Nachfragesituation der Wohnungsbestand den zeitgemäßen Wohnungsbedürfnissen
nicht entspricht und deshalb nachhaltig nicht oder nur schwer zu vermieten ist. Die FSB
unternimmt daher große Anstrengungen, die Wohnungsbestände zeitgemäß - insbesondere mit energetischen Maßnahmen - zu modernisieren mit dem Risiko, dass die damit
verbundenen Kosten nicht durch die erzielbaren Mieten bei Neuvermietung und Modernisierungsmietanpassung vollumfänglich gedeckt werden können.
Darüber hinaus stellen eventuelle steigende Zinsen ein weiteres Risiko aufgrund des
hohen Fremdkapitaleinsatzes für die FSB dar. Durch die Streuung der Zinsbindungsfristen wurde dieses Risiko minimiert.
Der von der Bundesregierung im Herbst 2016 beschlossene Klimaschutzplan 2050 wird
das Bauen nochmals verteuern und die Mieten weiter steigen lassen. Wohnungsunternehmen wie die FSB, die sich im preis- und belegungsgebundenen Wohnungsbau engagieren, können die Herstellkosten nicht an die Mieter weitergeben und werden künftig
mit noch höheren Bewirtschaftungskosten konfrontiert. Dies stellt im Hinblick auf die
Wirtschaftlichkeit der Investitionen in Neubau und Modernisierung ein mittelfristig nicht
kalkulierbares Risiko dar.
Im Bauträgergeschäft sind die Abverkaufszeiten aufgrund von Nachfrageänderungen
sowie die Überschreitung von geplanten Kosten und Bauzeiten die wesentlichen Risiken.
Dem wird durch eine sorgfältige Auswahl der Projekte und der Projektstandorte gegengesteuert. Ebenso führen steigende Grundstücks- und Herstellungskosten zu geringeren
Deckungsbeiträgen, da die am Markt erzielbaren Verkaufserlöse nur begrenzt steigerungsfähig sind.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Das Eigenkapital erhöhte sich durch den Jahresüberschuss des Berichtsjahres sowie
durch eine Einlage des Gesellschafters (2.420 T€) in die Kapitalrücklage.

Beteiligungsbericht 2017 - FSB GmbH -

d)

Personalentwicklung (Jahresdurchschnitt)
2014 2015

2016
Gesamt

Beschäftigte
Aushilfen
Auszubildende
Beschäftigte ohne Entgeltzahlg.
Beschäftigte Gesamt

147
0
6
5
158

davon Führungskräfte

Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte

e)

m

w

91
0
3
0
94

61
0
3
0
64

152
0
6
0
158

11

10

10

7

3

124
34

121
33

117
41

82
12

35
29

1

1

2

0

2

10,1

8,4

7,9

---

--

davon Führungkräfte

Anteil schwerbehinderter AN (%)

143
0
6
5
154

2017 2018
Plan Plan

154
2
5
0
161

160
2
5
0
167

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2012

2013

2014

2015

2016

Vermögens- / Finanzkennzahlen

Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow nach DVFA/SG
Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Vollzeitkraft

%
%
%
T€

87,5
102,8
28,1
24.231

87,5
102,0
28,1
7.111

87,4
106,7
30,4
11.386

88,2
103,6
32,6
3.963

87,6
103,1
34,0
7.057

%
%
%
T€

2,6
1,7
2,4
11.056

2,9
2,1
2,5
11.632

7,0
4,2
3,0
15.995

11,6
7,0
3,8
20.415

9,9
5,0
3,0
17.722

T€
T€

502
56

571
61

542
64

541
71

543
63

Beteiligungsbericht 2017 - FSB GmbH -

2.2

Freiburg Stadtimmobilien GmbH & Co. KG

2.2.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung, Verwaltung und Verwertung von
Bauwerken, insbesondere von Wohnungen, sowie die Vornahme und Ausführung aller
damit zusammenhängender Geschäfte und Handlungen.
2.2.2 Beteiligungsverhältnisse
Komplementärin
Kommanditistin:

FSI Verwaltungs GmbH (ohne Einlage)
Freiburger Stadtbau GmbH (mit einer Einlage von 100.000 €)

2.2.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 2.2.2)

b)

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung bestimmt ist die persönlich haftende Gesellschafterin (ohne Einlage), die Freiburger Stadtimmobilien GmbH, vertreten durch Herrn Ralf Klausmann und
Frau Magdalena Szablewska. Zu den Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird auf die Ausführungen unter Kapitel 2.1.3 b) verwiesen.
c)

Überwachungsorgan

Als Überwachungsorgan fungiert der Aufsichtsrat der FSB GmbH (vgl. Abschnitt 2.1.3 c).
2.2.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die FSI GmbH & Co. KG war im Berichtsjahr an keinem anderen Unternehmen beteiligt.
2.2.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Gesellschaft ist in den Sparten Wohnungsverwaltung und Instandhaltung tätig. Den
Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks zeigt nachfolgende Tabelle:
Anzahl Wohnungen
Instandhaltung (T€)

2013
942
2.266

2014
936
1.338

2015
936
1.118

2016
935
1.145

2.2.6 Klimaschutz
Bisher wurden bei der FSI keine energetischen Modernisierungen durchgeführt. In der
Planung sind jedoch umfassende Modernisierungsmaßnahmen, welche auch ein Energiekonzept beinhalten, vorgesehen.
Die Knopfhäusle-Siedlung, für welche Fördermittel aus dem Programm „Soziale Stadt“
bereit stehen, wird in den nächsten Jahren umfassend modernisiert. Derzeit laufen im
Auftrag der Stadt Freiburg die „Vorbereitenden Untersuchungen“ als Voraussetzung für
die Sanierungssatzung und danach kann eine energetische Modernisierung unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes mit einer effizienten Energieversorgung durchgeführt werden. Die Maßnahmen sind für die Jahre 2019 bis etwa 2023 vorgesehen.
Im Breisacher Hof sollen die Bestandsgebäude auf der Nordwestseite saniert werden,
sobald die Wohnungen im Neubau für Umsetzungen zur Verfügung stehen, dies wird
voraussichtlich ab 2020 möglich sein. Auch diese Gebäude werden mit einer effizienten
Energieversorgung versorgt.

Beteiligungsbericht 2017 - FSI GmbH & Co. KG -

2.2.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012

2013

2014

2015

2016

T€

T€

T€

T€

T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Summe

338
118
456

55.321
4.587
59.908

55.036
4.901
59.937

54.692
5.646
60.338

54.342
5.953
60.295

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

98
0
358
0
456

942
1.686
57.281
0
59.908

1.971
1.763
56.203
0
59.937

3.372
1.752
55.148
66
60.338

4.646
1.742
53.840
68
60.295

2014

2015 1

2016

2017
Plan

2018
Plan

T€

T€

T€

T€

T€

Umsatzerlöse
Bestandsveränderungen
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge Gesamt

4.854
-110
314
5.058

5.021
141
189
5.351

5.176
18
9
5.203

5.204
14
25
5.243

5.299
14
9
5.322

Materialaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen Gesamt

1.958
415
68
2.441

1.816
418
150
2.384

1.881
420
87
2.388

2.470
425
185
3.080

2.038
424
84
2.546

2.617
-1.471
1.146
117
1.029

2.967
-1.449
1.518
117
1.401

2.815
-1.425
1.390
117
1.273

2.163
-1.418
745
117
628

2.776
-1.386
1.390
117
1.273

Gewinn- und Verlustrechnung

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Sonstige Steuern
Jahresergebnis
1

Zuordnung der GuV Positionen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab 2015

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die Gesellschaft bewirtschaftete im Jahr 2016 insgesamt 935 Wohnungen und 20 Gewerbeeinheiten im Eigenbestand. Mit einer Portfoliountersuchung sollen Maßnahmen
aufgezeigt werden, den Bestand zu erhalten und weiterzuentwickeln mit Schwerpunkt
auf energetische Maßnahmen. In 2016 wurden für Instandhaltungen und Instandsetzungen 1.145 T€ aufgewendet. Im Berichtsjahr betrug die Fluktuation 4,9 %. Der Jahresüberschuss von 1.273 T€ wird durch die Hausbewirtschaftung geprägt und liegt aufgrund
von geringeren Instandhaltungsausgaben als geplant um rund 527 T€ über dem Planansatz. Im Jahr 2017 sind gemäß Wirtschaftsplan Instandhaltungen und Instandsetzungen
in Höhe von 1.725 T€ sowie 360 T€ für Modernisierung geplant. Bei der Gesellschaft
liegen keine bestandsgefährdenden Risiken vor. Es besteht jedoch ein Instandhaltungsstau, welcher die Gesellschaft in den nächsten Jahren erheblich belasten wird.
c)
Kapitalzuführungen und – entnahmen
Die Kommanditeinlage hat sich im Berichtsjahr nicht verändert.

Beteiligungsbericht 2017 -FSI GmbH & Co. KG -

d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Die entsprechenden Dienstleistungen erbringt die Freiburger Stadtbau GmbH im Rahmen ihrer Gesellschafterstellung.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2013

2014

2015

2016

Vermögens- / Finanzkennzahlen

Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow

%
%
%
T€

%
%
%
T€

92,3
103,8
1,6
54.983

91,8
108,4
3,3
-285

90,6
115,1
5,6
-344

90,1
121,1
7,7
-350

19,9
89,4
2,5
1.260

21,2
52,2
4,2
1.444

27,9
41,6
4,7
1.820

24,6
27,4
4,5
1.713

Beteiligungsbericht 2017 - FSI GmbH & Co. KG -

2.3

Freiburger Stadtimmobilien Verwaltungs GmbH

2.3.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung, Verwaltung und Verwertung von
Bauwerken, insbesondere von Wohnungen, sowie die Vornahme und Ausführung aller
damit zusammenhängender Geschäfte und Handlungen. Hierzu zählt insbesondere die
Beteiligung als persönlich haftende geschäftführende Gesellschafterin der Freiburger
Stadtimmobilien GmbH & Co. KG.
2.3.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadt Freiburg i.Br.

100 %

2.3.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 2.3.2)

b)

Geschäftsführung

Ralf Klausmann
Magdalena Szablewska (ab 08.12.2016)
Zu den Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird auf die Ausführungen unter Kapitel 2.1.3 b) verwiesen.
c)

Überwachungsorgan

Als Überwachungsorgan für die Gesellschaft fungiert der Aufsichtsrat der Freiburger
Stadtbau GmbH (siehe Abschnitt 2.1.3 c).
2.3.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft ist als geschäftsführende Gesellschafterin ohne Kapitalanteile an der
FSI GmbH & Co. KG beteiligt.
2.3.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Nach dem Gesellschaftsvertrag obliegt der GmbH die Geschäftsführung der FSI GmbH
& Co. KG. Die FSI GmbH erhält für die Übernahme der persönlichen Haftung eine jährliche Vergütung von 2 % ihres Reinvermögens nach dem Stande vom Beginn des Geschäftsjahres.
2.3.6 Klimaschutz
Da sich die Tätigkeit der FSI Verwaltungs GmbH auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin bei der FSI GmbH & Co. KG beschränkt wird auf die Ausführungen
zur FSI GmbH & Co. KG unter Kapitel 2.2.6 verwiesen.

Beteiligungsbericht 2017 - FSI GmbH -

2.3.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012

2013

2014

2015

2016

T€

T€

T€

T€

T€

AKTIVA
Umlaufvermögen
Summe

26
26

27
27

30
30

31
31

31
31

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

25
0
1
26

25
1
1
27

25
5
0
30

26
5
0
31

26
4
0
31

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2014

2015 1

2016

2017
Plan

2018
Plan

T€

T€

T€

T€

T€

Betriebliche Erträge

7

6

6

7

6

Personalaufwand
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

0
6
6

0
5
5

0
5
5

0
6
6

0
6
6

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern

1
0
1
0

1
0
1
0

1
0
1
0

1
0
1
0

0
0
0
0

Jahresergebnis

1

1

1

1

0

1

Zuordnung der GuV Positionen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab 2015

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Aufgrund der bestehenden Gesellschaftsverträge ist die FSI GmbH nicht an den Gewinnen und Verlusten der Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG beteiligt. Die Haftungsentschädigung richtet sich nach der Höhe des Haftkapitals. Risiken aus der Haftungsübernahme sind nicht zu erwarten.
c)

Kapitalzuführungen und - entnahmen

Das gezeichnete Kapital blieb im Berichtsjahr unverändert.
d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Da sich die Tätigkeit der FSI Verwaltungs GmbH auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin bei der FSI GmbH & Co. KG beschränkt, wird auf den Ausweis von
Kennzahlen verzichtet. Es wird auf die Darstellung der entsprechenden Kennzahlen der
FSI GmbH & Co. KG in Abschnitt 2.2.6 e) verwiesen.

Beteiligungsbericht 2017 - FSI GmbH -

2.4

Freiburger Kommunalbauten GmbH Baugesellschaft & Co. KG

2.4.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb von Grundstücken aller Art, sowie die
Errichtung, Verwaltung oder Verwertung von Bauwerken, soweit dies den kommunalen
Aufgaben der Stadt Freiburg im Breisgau dienlich ist, sowie die Vornahme und Ausführung aller damit zusammenhängenden Geschäfte oder Handlungen, soweit sie zur Erreichung des Gesellschaftszweckes als dienlich erscheinen.
2.4.2 Beteiligungsverhältnisse
•
•
•

die Freiburger Kommunalbauten GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin ohne Einlageverpflichtung,
die Stadt Freiburg als Kommanditistin mit einer Einlage (haftendes Kapital) von
24.057.600 € (94 %),
die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau als Kommanditistin mit einer Einlage
(haftendes Kapital) von 1.533.875,64 € (6 %).

2.4.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 2.2.2)

b)

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung bestimmt ist die persönlich haftende Gesellschafterin (ohne Einlage), die Freiburger Kommunalbauten GmbH, vertreten durch Herrn Ralf Klausmann und
Magdalena Szablewska (ab 08.12.2016). Zu den Angaben über die Gesamtbezüge der
Geschäftsführung wird auf die Ausführungen unter Kapitel 2.1.3 b) verwiesen.
c)

Überwachungsorgan

Als Überwachungsorgan fungiert der Aufsichtsrat der Freiburger Stadtbau GmbH (siehe
Abschnitt 2.1.3.c).
2.4.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die FKB GmbH & Co. KG war im Berichtsjahr an keinem anderen Unternehmen beteiligt.
2.4.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Gesellschaft ist im Wesentlichen in folgenden Geschäftsbereichen tätig:
•
•
•
•

Errichtung und Betrieb von öffentlichen Parkhäusern/Quartiersgaragen,
Betrieb des Keidel Mineral-Thermalbades in Freiburg,
Verpachtung des Konzerthauses Freiburg und anderer selbst errichteter Immobilien,
Realisierung infrastruktureller kommunaler Bauprojekte.

Die Aufgabe der Gesellschaft besteht darin, die kommunale Entwicklungspolitik durch
damit in Einklang stehende Baumaßnahmen und Betriebe zu unterstützen. Das Unternehmen ist durch ein umfangreiches und weitgestreutes Anlagevermögen gekennzeichnet. Zwischen der Stadt Freiburg und der FKB GmbH & Co. KG bestehen eine Vielzahl
von Pacht-, Miet- und Betriebsführungsverträgen.
Aus den Geschäftsbereichen „Parken“ und „Baden“ verdeutlichen die beiden folgenden
Diagramme beispielhaft die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens:
Beteiligungsbericht 2017 - FKB GmbH & Co. KG -

1.300

472

400

499

1.194

1.200

Besucher Keidel Mineral-Thermalbad

429

1.361

1.400

Tsd.

1.555

1.507

1.500

1.548

500

433

1.600

489

Anzahl Kurzparker

Tsd.

1.100

300

1.000
2012

2013

2014

2015

2012

2016

2013

2014

2015

2016

Der Rückgang der Besucher im Keidel Mineral-Thermalbad von 499 Tsd. auf 429. Tsd.
ist auf die sanierungsbedingte Schließung in den Sommermonaten zurück zu führen.
Auch im Jahr 2017 muss das Bad in der Folge der Sanierung nochmals für einige Monate geschlossen werden. Die Schließzeiten werden zu verminderten Einnahmen führen
und das Ergebnis insgesamt negativ beeinflussen.
2.4.6 Klimaschutz
Im Jahr 2016 wurde für die Garagen der FKB ein Energieaudit durchgeführt. Hierbei
wurden Schwerpunkte des Energieverbrauchs und Möglichkeiten zur Reduzierung aufgezeigt. Zur Stromeinsparung soll eine Umstellung auf LED-Beleuchtung erfolgen. In der
Rotteckgarage sowie auch in Teilen in der Schlossberggarage ist die Umrüstung auf eine
energieeffizientere Beleuchtung bereits umgesetzt. Darüber hinaus bietet die FKB ihren
Kunden in der Schlossberggarage ein Angebot an Ladestationen für Elektroautos an.
Derzeit ist vorgesehen, dieses Angebot auch auf weitere Garagen auszuweiten.
Im Keidel-Mineral-Thermalbad Freiburg wurden im Jahr 2017 ca. 1.400 m² Dachfläche
einschließlich der Dämmung erneuert sowie 162 veraltete Lichtkuppeln gegen neue mit
entsprechend verbesserten Dämmwerten ausgetauscht. Durch diese Maßnahmen wird
die Energieeffizienz des MTF verbessert. Ebenso wird im Zuge der laufenden Sanierungsmaßnahmen bis einschließlich 2019 durch den damit verbundenen Austausch von
Leuchtmitteln und badewassertechnischen Elektroaggregaten eine weitere Verbesserung des Energieverbrauchs angestrebt.
2.4.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012

2013

2014

2015

2016

T€

T€

T€

T€

T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

53.363
4.184
4
57.551

51.728
3.329
3
55.061

49.769
3.138
3
52.910

49.159
5.828
4
54.991

48.096
5.945
7
54.048

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Passive latente Steuern
Summe

18.378
408
37.411
846
508
57.552

18.485
302
34.649
830
795
55.061

20.184
391
30.347
820
1.168
52.910

21.628
727
29.598
811
2.227
54.991

21.034
763
28.719
804
2.728
54.048

Beteiligungsbericht 2017 - FKB GmbH & Co. KG -

2015 1

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2014

Umsatzerlöse
Bestandsveränderung
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

14.034
-70
304
14.268

15.871
-479
313
15.705

13.738
0
477
14.215

14.373
-290
250
14.333

14.154
-150
354
14.358

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

2.925
3.118
2.229
2.196
10.468

4.207
3.230
2.227
1.722
11.386

5.141
3.271
2.208
1.940
12.560

9.139
3.409
2.193
1.786
16.528

8.612
3.400
2.302
1.837
16.151

Betriebsergebnis
Finanzergebnis

3.800
-1.368

4.319
-1.283

1.655
-1.016

-2.195
-1.127

-1.793
-657

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Sonstige Steuern

2.432
412
321

3.036
1.276
317

639
757
470

-3.322
551
331

-2.450
704
323

Jahresergebnis2

1.699

1.442

-588

-4.204

-3.476

T€

T€

2016
T€

2017
Plan
T€

2018
Plan
T€

1

Zuordnung der GuV Positionen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab 2015.
2
Jahresergebnis wird in Kapitalkonten eingestellt bzw. aus Kapitalkonten entnommen.

b)
Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick
Die Entwicklung der FKB wurde wiederum maßgeblich durch die operativen Geschäftsbereiche Keidel Mineral Thermalbad und Parkhausbetriebe bestimmt. Ein weiterer bedeutender Unternehmensbereich lag in der Vermietung eigener Immobilien, wie dem
Konzerthaus Freiburg sowie anderen Wohn-und Gewerbeobjekten. Der Jahresfehlbetrag
in 2016 ist im Wesentlichen auf die Sanierung der technischen Anlagen im Keidel Mineral-Thermalbad und der damit verbundenen Schließzeiten zurück zu führen. Aufgrund
der Arbeiten an der neuen Einfahrt und der Neugestaltung des Straßenraumes an der
Rotteckgarage sind die Umsatzerlöse in der Sparte Parkhausbetriebe geringfügig gegenüber dem Vorjahr gesunken.
Nach wie vor ist grundsätzlich festzustellen, dass sich in den beiden Kerngeschäften des
Unternehmens, dem Keidel Mineral-Thermalbad und den Parkhausbetrieben saisonale
und klimatische Einflüsse bemerkbar machen und sich positiv wie auch negativ auf die
Erlöse auswirken. Die Gesamtentwicklung der Gesellschaft ist aber als positiv zu beurteilen.
Risikomanagement
Ein Risikofrüherkennungssystem, mit dessen Hilfe bestandsgefährdende Risiken rechtzeitig erkannt werden können, ist im wesentlichen Teilen eingerichtet und wird weiter
ausgebaut. Die Ertragsrisiken des Unternehmens bestehen im Wesentlichen - wie bereits oben erwähnt - in einem veränderten Kundenverhalten sowie in Form von unvorhergesehen Instandhaltungsmaßnahmen. In der Sparte Vermietung von Gewerbeimmobilien bestehen Risiken bei Kündigungen von Mietverhältnissen, dass Anschlussmieter
nicht sofort bzw. zu niedrigeren Mietpreisen gefunden werden können. Weitere Risiken
für das Unternehmen liegen aufgrund des hohen Fremdkapitaleinsatzes in der Entwicklung des Kapitalmarktes.
In Folge der Sanierung des Keidel Mineral-Thermalbades muss das Bad in den Jahren
2016 und 2017 für jeweils 1-2 Monate geschlossen werden. Dies führte zu verminderten

Beteiligungsbericht 2017 - FKB GmbH & Co. KG -

Einnahmen. Gesamtkosten in Höhe von 17,3 Mio. € sind für die Sanierung der technischen Anlagen, die Sanierung und Teilerweiterung der Sauna, die Dachsanierung sowie
die Stellplatzerweiterung in der aktuellen Mittelfristigen Planung vorgesehen. Von diesen
17,3 Mio. € werden rund 8,8 Mio. € die Ergebnisse als Instandsetzungsaufwendungen
unmittelbar beeinflussen. Es ist geplant, dass die FKB die Aufwendungen für Instandsetzungen aus eigenen Mitteln finanzieren wird.
Auf Basis der Unternehmensplanung und der zugrunde gelegten Prämissen sowie unter
Berücksichtigung der in den nächsten Jahren vorzunehmenden Sanierungsmaßnahmen
im Keidel Mineral-Thermalbad werden für das Jahr 2017 - 2018 negative Jahresergebnisse erwartet.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Die Kapitalkonten des Komplementärs sowie der Kommanditisten verändern sich entsprechend der jeweils vorzunehmenden Ergebnisaufteilung.
d)

Personalentwicklung (Jahresdurchschnitt)
2014 2015

2016
Gesamt

Beschäftigte

Aushilfen
Auszubildende
Beschäftigte ohne Entgeltzahlung.
Beschäftigte Gesamt
davon Führungskräfte

Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte
davon Führungskräfte

Anteil schwerbehinderter AN (%)

e)

2017 2018
Plan Plan

m

w

68

71

77

35

42

80

77

7
0
5

9
0
4

3
0
4

1
0
1

2
0
3

2
0
0

2
0
0

80

84

84

37

47

82

79

8

7

7

4

3

29
51

38
46

30
54

20
17

10
37

1

0

1

3,0 - - -

---

2

1

6,3

4,8

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2012

2013

2014

2015

2016

Vermögens- / Finanzkennzahlen

Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen

%
%
%
T€

92,7
91,1
31,9
-1.733

93,9
91,6
33,6
-1.635

94,1
136,2
38,1
-1.959

89,4
140,9
39,3
-610

89,0
136,8
38,9
-1.063

Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow

%
%
%
T€

-30,6
-19,5
-3,6
-816

8,1
5,8
4,7
3.066

12,1
10,5
6,6
3.928

9,1
12,6
7,3
3.731

-4,3
0,8
2,2
1.641

Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Vollzeitkraft

T€
T€

256
47

280
48

249
55

283
58

238
57

Beteiligungsbericht 2017 - FKB GmbH & Co. KG -

2.5 Freiburger Kommunalbauten GmbH
2.5.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung an der Firma Freiburger Kommunalbauten GmbH, Baugesellschaft & Co. KG als geschäftsführende Gesellschafterin ohne
Kapitalanteil sowie Betrieb und Verwaltung der von dieser KG erstellten oder anderer
baulichen Anlagen.
2.5.2 Beteiligungsverhältnisse
Freiburger Stadtbau GmbH
Stadt Freiburg i.Br.

80%
20%

2.5.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 2.4.2)

b)

Geschäftsführung

Ralf Klausmann
Magdalena Szablewska (ab 08.12.2016)
Zu den Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird auf die Ausführungen unter Kapitel 2.1.3 b) verwiesen.
c)

Überwachungsorgan

Als Überwachungsorgan für die Gesellschaft fungiert der Aufsichtsrat der Freiburger
Stadtbau GmbH (siehe Abschnitt 2.1.3 c).
2.5.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft ist als geschäftsführende Gesellschafterin ohne Kapitalanteil an der
FKB GmbH Baugesellschaft & Co. KG beteiligt.
2.5.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Nach dem Gesellschaftsvertrag obliegt der GmbH die Geschäftsführung der FKB GmbH
& Co. KG. Die FKB GmbH erhält für die Übernahme der persönlichen Haftung eine jährliche Vergütung von 5 % ihres Reinvermögens nach dem Stande vom Beginn des Geschäftsjahres. Am positiven Ergebnis der KG ist sie mit 2 % beteiligt.
Der Geschäftsverlauf hängt ausschließlich von der KG ab.
2.5.6 Klimaschutz
Da sich die Tätigkeit der FKB GmbH auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin bei der FKB GmbH & Co. KG beschränkt wird auf die Ausführungen zur FKB
GmbH & Co. KG unter Kapitel 2.4.6 verwiesen.

Beteiligungsbericht 2017- FKB GmbH -

2.5.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012

2013

2014

2015

2016

T€

T€

T€

T€

T€

AKTIVA
Umlaufvermögen
Summe

160
160

142
142

141
141

175
175

211
211

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

57
66
37
160

74
67
1
142

75
66
0
141

107
68
0
175

138
62
12
211

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2014
T€

Betriebliche Erträge
Personalaufwand
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Außerordentliches Ergebnis
Steuern vom Einkommen/Ertrag
Jahresergebnis
1

2015 1

2016

2017
Plan

2018
Plan

T€

T€

T€

T€

0

86

93

93

157

4
75
79

6
79
85

0
88
88

6
83
89

0
150
150

-79
81
2
1
0

1
31
32
0
0

5
26
32
0
0

4
-3
1
0

7
-3
4
0
0

1

32

31

1

4

Zuordnung der GuV Positionen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab 2015

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft wird durch die Geschäftsführungstätigkeit für
die FKB GmbH & Co. KG geprägt. Sie erhält für die Übernahme der Haftung eine Entschädigung und ist am Gewinn der Kommanditgesellschaft beteiligt.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Berichtsjahr gab es keine Kapitalzuführungen oder -entnahmen.
d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigt kein Personal.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Da sich die Tätigkeit der FKB GmbH auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin bei der FKB GmbH & Co. KG beschränkt, wird auf die Ermittlung von Kennzahlen verzichtet. Es wird auf die Darstellung der entsprechenden Kennzahlen der FKB
GmbH & Co. KG in Abschnitt 2.4.6 e) verwiesen.

Beteiligungsbericht 2017- FKB GmbH -

2.6

Regio Bäder GmbH

2.6.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist das Führen, Betreiben, Verwalten und Entwickeln
und der Bau von Bädereinrichtungen und sonstigen Freizeiteinrichtungen samt Nebeneinrichtungen im Badebereich zum Zwecke der Erholung, des Sports und der Gesundheit sowie aller damit zusammenhängenden Geschäfte oder Handlungen.
2.6.2 Beteiligungsverhältnisse
Freiburger Stadtbau GmbH

100%

2.6.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 2.4.2)

b)
Geschäftsführung
Ralf Klausmann
Magdalena Szablewska
Zu den Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird auf die Ausführungen unter Kapitel 2.1.3 b) verwiesen.
2.6.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Regio Bäder GmbH hält keine Beteiligungen
2.6.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Zum 01.01.2006 hat die Regio Bäder GmbH die Betriebsführung der fünf Freiburger Hallen- und der drei Freizeitbäder übernommen. Es wurde jeweils ein Betriebsführungsvertrag mit der Stadt Freiburg (Hallenbad Lehen bis 2008 und Freibäder bis 2009) sowie mit
der Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH für die Hallenbäder (Hallenbad Lehen ab 2009
und Freibäder ab 2010) für die kaufmännische und technische Betriebsführung geschlossen. Die wirtschaftliche Entwicklung der Bäder zeigt folgende Übersicht:

Besucherzahlen
Hallenbäder Gesamt
Freibäder Gesamt
Besucher Gesamt
Erlöse
Hallenbäder Gesamt
Freibäder Gesamt
Erlöse Gesamt

2012

2013

2014

2015

513.727
401.279
915.006

527.620
434.615
962.235

507.704
509.794
333.066
510.752
840.770 1.020.546

2016
519.118
413.976
933.094

1.741.306 1.803.738 1.826.424 1.826.409 1.968.241
760.264
892.913
682.384
982.049
874.893
2.501.570 2.696.651 2.508.808 2.808.458 2.843.134

Die Erlösentwicklung wird beeinflusst durch eine stabile Kundenfrequenz und im Bereich
der Freibäder insbesondere durch Witterungsbedingungen. Nachfolgende Grafiken zeigen die bisherige Entwicklung:

Beteiligungsbericht 2017 - Regio Bäder GmbH -

Badegastzahlen Hallen- und Freibäder (in Tsd.)

Erlöse Hallen- und Freibäder (in T€)

2.000

550

1.750

500

1.500
1.250

450

1.000

400

750

350

500

300

250
0

250
2012

2013
2015
2015
Freibäder
Hallenbäder

2016

2012

2013
Freibäder

2014
2015
Hallenbäder

2016

2.6.6 Klimaschutz
Die Regio Bäder GmbH hat 2016 ein Energieaudit durchgeführt. Von den insgesamt acht
Bädern wurden fünf Bäder im Rahmen des Energieaudits betrachtet, darunter zwei Freibäder und drei Hallenbäder. Festgestellt wurde hierbei, dass die Stadtwerke Bäder
GmbH bzw. Regio Bäder GmbH im Hinblick auf den Einsatz energieeffizienter Technologien, sowie der Identifizierung und Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen bereits
gut aufgestellt ist. Als Beispiel seien hier die regelmäßig durchgeführten Sanierungen der
Hallenbäder sowie die sukzessive Umrüstung von Pumpen und Leuchtmitteln genannt.
2.6.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012

2013

2014

2015

2016

T€

T€

T€

T€

T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Summe

0
1.859
1.859

0
1.361
1.361

0
1.370
1.370

0
1.638
1.638

0
1.509
1.509

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

288
416
1.155
1.859

288
380
693
1.361

288
385
697
1.370

288
269
1.081
1.638

288
239
982
1.509

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2014

2015 1

2016

2017
Plan

2018
Plan

T€

T€

T€

T€

T€

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

6.038
442
6.480

6.363
90
6.453

6.217
107
6.324

6.190
50
6.240

6.671
80
6.751

Materialaufwand
Personalaufwand
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

2.752
2.727
856
6.335

2.763
2.856
688
6.307

2.757
2.693
737
6.187

2.515
2.929
648
6.092

2.705
3.206
692
6.603

144
0
144
2
142
-142
0

145
-1
145
2
143
-143
0

137
-1
136
2
134
-134
0

148
0
148
3
145
-145
0

148
0
148
3
145
-145
0

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen/Ertrag und Sonstige
Jahresüberschuss vor Gewinnabführung
Ergebnisübernahme (gem. Ergebnisabführungsvertrag)
Jahresüberschuss
1

Zuordnung der GuV Positionen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab 2015

Beteiligungsbericht 2017- Regio Bäder GmbH -

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Der Geschäftsverlauf der Gesellschaft wird ausschließlich durch die Betriebsführung der
Hallen- und Freibäder in Freiburg bestimmt. Ab dem 01.01.2010 erhält die Regio Bäder
GmbH für die laufende Betriebsführung eine Kostenerstattung in Höhe der tatsächlich
angefallenen Aufwendungen sowie eine fixe Grundvergütung. Bei einer Ergebnisverbesserung gegenüber der Zielvorgabe im Wirtschaftsplan sieht der Betriebsführungsvertrag
eine Bonusregelung vor. Aufgrund der positiven Entwicklung der Umsatzzahlen hat die
RBG eine Bonuszahlung für das Jahr 2016 erhalten.
Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen auf Grund des langfristig abgeschlossenen Betriebsführungsvertrages mit der
Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH nicht. Ertragsrisiken aufgrund von verändertem Kundenverhalten mit dadurch bedingtem Rückgang der Besucherzahlen sind von der Auftraggeberin der Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH zu tragen.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Berichtsjahr gab es keine Kapitalzuführungen oder -entnahmen.
d)

Personalentwicklung (Jahresdurchschnitt)
2014 2015

2016
Gesamt

Beschäftigte
Aushilfen
Auszubildende
Beschäftigte ohne Entgeltzahlung
Beschäftigte Gesamt

2017 2018
Plan Plan

m

w

54
9
7
1
71

49
8
8
0
65

60
2
8
0
70

31
1
7
0
39

29
1
1
0
31

9

8

8

5

3

Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte

66
5

61
4

53
17

33
6

20
11

davon Führungskräfte

---

---

---

---

---

Anteil schwerbehinderter AN (%)

7,0

6,2

3,1

davon Führungskräfte

e)

56
4
5
0
65

57
3
4
0
64

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2012

2013

2014

2015

2016

Vermögens- / Finanzkennzahlen

Eigenkapitalquote
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow

%

15,5

21,2

21,0

17,6

19,1

%

2,6
52,2
8,4
150

2,3
49,6
11,0
143

2,4
49,2
10,4
142

2,3
49,8
8,8
143

2,2
46,4
8,9
134

T€

Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Vollzeitkraft

T€

95
41

97
40

121
51

120
53

107
45

%
%

%

Beteiligungsbericht 2017 - Regio Bäder GmbH -

2.7

Green City Hotel Vauban gGmbH

2.7.1 Gegenstand des Unternehmens
Gesellschaftszweck ist die Förderung des Wohlfahrtswesens durch Schaffung von Arbeitsplätzen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung jeglicher
Art. Dieser Zweck wird verwirklicht insbesondere durch die Einrichtung und Führung eines Integrationsbetriebes, der im Bereich der Hotellerie, der Gastronomie, des Tourismus oder in ähnlichen Bereichen tätig ist.
2.7.2 Beteiligungsverhältnisse
Vereinigung Freiburger Sozialarbeit e.V.
Freiburger Stadtbau GmbH

66,7 %
33,3 %

2.7.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 2.7.2)

b)

Geschäftsführung

Daniel Ferch
Angaben über die gewährten Gesamtbezüge unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4HGB.
c)

Aufsichtsrat (31.12.2016)

von Kirchbach, Ulrich
Pfisterer Jochen
Illenseer Franz-Josef
Engler Egon
Federer Pia-Maria
Metz Clemens
Mietsch Barbara
Seiler Michael
Schäfer-Mai Wolfgang

Aufsichtsratsvorsitzender, Bürgermeister Stadt Freiburg,
stellv. Aufsichtsratsvorsitzender, Diakonisches Werk Freiburg,
Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Freiburg e.V.,
Caritasverband Freiburg-Stadt e.V.,
Der Paritätische-Wohlfahrtsverband
Studierendenwerk Freiburg,
Freiburger Stadtbau GmbH,
Freiburger Stadtbau GmbH,
Vorstand DRK – Freiburg (ab 04/2016)

Von der Gesellschafterversammlung bestimmte nicht stimmberechtigte Mitglieder:
Greiwe Egbert
Weiss Saschat

Steuerberater,
Küchenchef.

Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten in 2016 keine Aufwandsentschädigungen. Der
Frauenanteil lag zum 31.12.2016 bei 18 %.
2.7.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Green City Hotel Vauban gGmbH war im Berichtsjahr an keinem anderen Unternehmen beteiligt.
2.7.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Das Unternehmen wurde im Juli 2012 gegründet. Mit der Eröffnung des Green City Hotels im Juli 2013 nahm das Unternehmen das operative Geschäft auf. Den Stand der
Erfüllung des öffentlichen Zwecks zeigt nachfolgende Tabelle:

Beteiligungsbericht 2017 - Green City Hotel -

Anzahl Übernachtungen
Auslastung (%)
Beschäftigte

2013
8.544
64,2
21

2014
12.160
67,8
22

2015
13.150
73,5
22

2016
13.691
76,5
24

(9 VZ/12TZ)

(9 VZ/13 TZ)

(9 VZ/13 TZ)

(7 VZ/17 TZ)

11

10

10

11

davon mit Behinderung

2.7.6 Klimaschutz
Nachhaltiger Tourismus ist im Green City Hotel Vauban gelebter Alltag. Es wird höchster
Komfort mit ökologischem Bewusstsein und sozialer Verantwortung verbunden. Mit Blick
auf nachkommende Generationen ist es ein dringendes Anliegen, Ressourcen zu schonen und ökologisch zu handeln. Deshalb ist das Hotel konsequent nachhaltig ausgerichtet: Es wird weitestgehend jede Form von Einmalverpackungen vermieden, Lebensmittel
aus der Region bezogen und z. B. auf Minibars in den Zimmern verzichtet.
Das Gebäude weist hohe energetische Standards aus und ist direkt an den öffentlichen
Nahverkehr angebunden. Die vor den Fenstern an der Low-Tech-Fassade wachsend
Kletterpflanzen kühlen im Sommer die Hotelzimmer. So kann auf eine energieintensive
Klimaanlage verzichtet werden und erreicht ein Maximum an Wohlbefinden bei minimalem Energieverbrauch. 2017 wurde ein CO2-Fußabdruck erstellt: Im Ergebnis wurde die
höchste Klimaeffizienzklasse A erreicht.
2.7.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012

2013

2014

2015

2016

T€

T€

T€

T€

T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Summe

329
110
439

791
224
1.015

687
323
1.010

598
362
960

534
414
948

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

246
7
186
439

556
15
444
1.015

492
60
458
1.010

493
78
390
960

514
108
326
948

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2014

2015 1

2016

2017
Plan

2018
Plan

T€

T€

T€

T€

T€

Umsatzerlöse
Sonstige (neutrale) Erträge
Betriebliche Erträge

1.255
260
1.515

1.375
248
1.622

1.463
233
1.696

1.362
208
1.570

1.321
206
1.527

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

88
582
109
726
1.505

84
639
114
713
1.550

90
659
114
747
1.610

95
625
98
744
1.562

85
653
108
674
1.520

10
-7
3
0
3

72
-6
66
0
66

86
-5
81
0
81

8
-6
2
0
2

7
-6
1
0
1

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkei
Steuern vom Einkommen/Ertrag und Sonstige
Jahresüberschuss
1

Zuordnung der GuV Positionen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab 2015

Beteiligungsbericht 2017 - Green City Hotel -

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die wirtschaftliche Entwicklung des Mitte 2014 in Betrieb gegangenen Green City Hotels
Vauban ist im Wesentlichen von der künftigen Auslastung abhängig.
c)

Kapitalzuführungen und – entnahmen

Im Berichtsjahr gab es keine Kapitalzuführungen oder -entnahmen.
d)

Personalentwicklung

In 2016 weist die Green City Hotel Vauban gGmbH 24 Beschäftigte aus.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2013

2014

2015

2016

Vermögens- / Finanzkennzahlen

Eigenkapitalquote
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow

%

6,7

7,0

14,3

23,1

%
%
%
T€

2,2
20,3
1,8
84,6

0,3
0,7
1,0
148

4,8
13,5
6,9
112

5,5
15,8
9,1
114

Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Mitarbeiter

T€
T€

29,5
16,2

57,0
26,4

62,5
29,0

61,0
27,5

Beteiligungsbericht 2017 - Green City Hotel -

3

Messen, Märkte, Touristik und Wirtschaftsförderung

3.1

Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG

3.1.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung der Wirtschaft, des Tourismus- und
Kongresswesens sowie der Messen und Märkte. Dazu gehören der Betrieb und die Vermarktung des Konzerthauses und ähnlicher Einrichtungen in der Stadt Freiburg, die Betriebsführung für die Messe Freiburg, die Übernahme von Marketing und Kommunikationsfragen sowie der Vertrieb der damit zusammenhängenden Waren und Dienstleistungen.
Weiterhin die Durchführung eigener Ausstellungen, Messen (insbesondere Frühjahrs- und
Herbstmesse) und anderer Veranstaltungen (insbesondere Wochenmarkt und Weihnachtsmarkt), die gewerbliche Vermittlung von Messen und anderen Veranstaltungen an
Veranstalter und die Herausgabe einschlägiger Druckschriften.
3.1.2 Beteiligungsverhältnisse
Komplementärin:
Kommanditistin:

FWTM Beteiligungs-GmbH (ohne Einlage)
Stadt Freiburg i.Br. (Einlage: 3.106 T€)

3.1.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 3.1.2)

b)

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung bestimmt ist die Komplementärin, vertreten durch die Geschäftsführer Dr. Bernd Dallmann und Daniel Strowitzki.
Herr Dr. Dallmann und Herr Strowitzki erhielten für die Geschäftsführung der Gesellschaften im Verbund der FWTM (FWTM Beteiligungs-GmbH, FWTM GmbH & Co. KG, MF OTG
GmbH & Co. KG, FMMI GmbH, und FWI GmbH & Co. KG) im Berichtsjahr 2016 eine Gesamtvergütung von 234 T€1 bzw. 143 T€ 1.
1

In diesem Beträgen sind die Grundvergütungen, die variablen Vergütungen (sofern vereinbart), über den
gesetzlichen Rahmen hinausgehende Leistungen für Altersvorsorge (sofern vereinbart) und sonstige Leistungen (Sachbezüge, geldwerte Vorteile, Auszahlung von nicht genommenen Urlaub u.a.) enthalten.

c)
Aufsichtsrat (Stand: 31.12.2016)
Vorsitzender:
Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg i.Br.
stellvertr. Vorsitzender: Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg i.Br.
Weitere:

Landrat Hanno Hurth, Wirtschaftsregion Freiburg e.V.,
Marcel Thimm, Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau.

Stadträt_innen:

Renate Buchen, Patrick Evers, Pia Federer, Dr. Johannes Gröger, Wendelin Graf von Kageneck, Atai Keller, Karl-Heinz
Krawczyk, Ernst Lavori, Lukas Mörchen, Hansjörg Sandler (bis
03.03.2016), Dr. Sylvie Nantcha (ab 12.04.2016), Timothy
Simms, Nadyne Saint-Cast, Ibrahim Sarialtin, Bernhard Schätzle,
Stefan Schillinger, Irene Vogel.

Arbeitnehmervertreter-innen:

Thomas Schnitzer (bis 28.04.2016), Kristin Zeiffer (ab 28.04.2016).

Beteiligungsbericht 2017 - FWTM GmbH & Co. KG -

Im Berichtsjahr 2016 erhielt der Aufsichtsrat Vergütungen und Sitzungsgelder in Höhe von
5.668,00 €. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €):

Aufsichtsratsvorsitzender
Stellvertr. AR-Vorsitzender
Aufsichtsratsmitglieder
Beratendes Mitglied

Grundvergütung
Vergütung pro Sitzung Sonstige Vergütungen
AR PrA GK MK AR PrA GK MK AR PrA GK MK
--- --- --- --52 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - --- --- --- --52
52
52
52 - - - - - - - - - - - --- --- --- --52
52
52
52 - - - - - - - - - - - --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ---

AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss / GK = Grundstückskommission / MK = Marktkommission

Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister/innen und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro
Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt über § 32
Abs. 5 GemO auch für Gemeinderät_innen.
Zum 31.12.2016 lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 28,6 %.
3.1.4 Beteiligungen des Unternehmens
FMMI Freiburg Management und Marketing International GmbH 625.000,00 € (100 %)
Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien GmbH & Co.KG
356.775,13 € (30 %)
Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien-Beteiligungs-GmbH
7.669,38 € (30 %)
Alte Wache - Haus der badischen Weine GmbH
25.564,59 € (5,26 %)
Projektgesellschaft VII mbH
16.569,23 € (24 %)
Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien Beteiligungs-GmbH (FWI GmbH)
7.669,38 € (30%)
MCH Messe Schweiz AG
6.408,13 €
Badischer Gemeinde-Versicherungs-Verband
800,00 €
Schwarzwald Tourismus GmbH (STG)
1,00 €
3.1.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Das Aufgabenspektrum der FWTM umfasst die Wirtschafts- und Tourismusförderung, das
Tagungs- und Kongresswesen, Messen und Märkte sowie die Koordination und Durchführung von Großveranstaltungen. Mit ihrem Leistungsangebot richtet sich die FWTM an Gäste und Bürger Freiburgs, an die Wirtschaft von Stadt und Region und an Veranstalter von
Messen, Tagungen, Kongressen und kulturellen Ereignissen. Die erfolgreiche Erfüllung
des öffentlichen Zwecks in den einzelnen Segmenten zeigt nachfolgende Tabelle:

1

Anzahl Erwerbstätige
davon
sozialversicherungspflichtig2
Hotelübernachtungen3
Besucher Konzerthaus3
Umsätze Konzerthaus (T€)3
Belegungstage Konzerthaus3
1
2
3

2012
161.600

2013
164.600

2014
168.400

2015
171.700

2016
174.000

110.219 112.167 114.602 116.979 119.149
1.014.800 1.026.300 1.034.800 1.089.700 1.092.700
183.919 195.140 205.917 210.093 200.976
1.868
2.001
1.998
2.106
2.124
293
297
287
283
278

Quelle: Statistisches Landesamt BW
Quelle: Statistisches Landesamt BW (Stichtag 30. Juni)
Quelle: FWTM

Die folgenden Grafiken zeigen dazu die entsprechende Entwicklung der Anzahl der Erwerbstätigen und die Anzahl an Hotelübernachtungen:

Beteiligungsbericht 2017 - FWTM GmbH & Co. KG -

Hotelübernachtungen

Anzahl der Erwerbstätigen (Tsd.)
2016

1.100

2015

1.050

2014

in Tsd.

1.000

2013
2012

950

2011

900

2010

850

2009
100

110

120

Erwerbstätige

130

140

150

160

davon sozialversicherungspflichtig

170

800
2012

2013

2014

2015

2016

3.1.6 Klimaschutz
Im April 2017 wurde im Zuge der Dachsanierung die neue Photovoltaik-Anlage des Konzerthauses installiert. Die dort erzeugte Energie fließt zu 100 Prozent für den Eigenverbrauch des Konzerthauses ein. Die Leistung dieser neuen Anlage beläuft sich auf 60 Kilowatt Peak. Darüber hinaus beziehen alle von der FWTM betriebenen Häuser zertifizierten
Ökostrom von badenova.
In punkto Mobilität unterstützt die FWTM den Öffentlichen Personennahverkehr durch die
Bereitstellung von VAG-Mehrfahrtenkarten für innerstädtische Dienstfahrten und die Bezuschussung der RVF-RegioKarten ihrer Beschäftigten. Vorgesehen ist auch die Beteiligung
am Dienstfahrrad-Konzept „Job-Rad“ des Anbieters LeaseRad. Seit Juli 2011 zählt ein
Elektroauto der Marke smart fortwo electric drive zum firmeneigenen Fuhrpark. Auf der
Messe kommen darüber hinaus zwei Hybrid-Gabelstapler zum Einsatz.
Im Rahmen der Aktivitäten im Bereich der Wirtschafts- und Tourismusförderung sowie des
Kongress- und Messewesens ist die FWTM Initiator, Veranstalter, Träger und/oder Partner
diverser Projekte und Maßnahmen zur Verbesserung des Klimaschutzes. Angefangen von
der GETEC als führende regionale Fach-Bauherrenmesse für energieeffizientes Planen,
Bauen und Modernisieren sowie erneuerbare Energien und gesundes, nachhaltiges Wohnen bis hin zur Durchführung der internationalen Fachmesse INTERSOLAR EUROPE in
München, die im Jahr 2018 zusammen mit weiteren führenden Energiefachmessen erstmals unter dem neuen Dach „The smarter E“ stattfinden wird. Seit April 2017 bietet die
Tourist Information ein Fahrradverleihsystem an; hierdurch eröffnen sich Gästen und Besucher_innen der Stadt vielfältige Möglichkeiten, um die Stadt klimafreundlich auf dem
Fahrrad zu erkunden.
Bereits im Jahr 2007 wurde auf Vorschlag der FWTM im Rahmen des Stadt- und Standortmarketing das Label "Green City" eingeführt verbunden mit dem Ziel, zum einen das umweltpolitische Profil der Stadt auf internationaler Ebene zu schärfen und gezielt zu vermarkten und zum anderen eine Marke zu etablieren. In diesem Zusammenhang sind u.a.
der Start der regionalen Clusterinitiative „Green City“ (2008), die Beteiligung der „Green
City“ an der Weltausstellung EXPO in Shanghai (2010) und die seit 2012 jährlich in Freiburg stattfindenden Internationalen Umweltkonvente zu nennen.
Darüber hinaus treibt die FWTM seit dem Jahr 2014 gemeinsam mit dem städtischen Umweltschutzamt sowie den Partnern badenova und Fraunhofer-ISE die Initiative „Green Industry Park“ (GIP) voran. Ziel ist, das größte Industriegebiet der Stadt zu einem energieund ressourceneffizienten Gewerbegebiet mit Modellcharakter weiterzuentwickeln. Dabei

Beteiligungsbericht 2017 - FWTM GmbH & Co. KG -

ist die FWTM das Bindeglied zu den ansässigen Unternehmen und zuständig für die Vernetzung, die Kommunikation und Vermarktung der Marke "GIP". In Kooperation mit dem
Gründerzentrum Grünhof sowie gefördert durch den Europäischen Sozialfonds ESF und
das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg setzt die FWTM schließlich mit dem
 Green Accelerator seit Juli 2017 ein neues Förderprogramm für ambitionierte
Startups der Green Economy um.
3.1.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012
T€

2013
T€

2014
T€

2015
T€

2016
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

4.401
3.901
142
8.444

4.512
4.982
76
9.570

4.479
5.257
95
9.831

4.420
5.654
159
10.233

4.375
6.372
75
10.823

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

1.425
4.754
2.196
69
8.444

1.425
5.497
2.583
65
9.570

1.425
5.078
3.268
60
9.831

1.418
5.269
3.499
46
10.233

1.418
4.227
5.136
42
10.823

2018
Plan
T€

2014

2015 1

2016

T€

T€

T€

2017
Plan
T€

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

5.543
15.429
20.972

21.058
1.192
22.250

19.659
2.147
21.806

21.194
749
21.943

24.428
3.600
28.028

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

14.128
6.850
265
5.436
26.679

14.888
7.094
264
6.268
28.515

12.916
7.327
264
7.344
27.851

13.240
7.804
297
7.015
28.356

16.407
8.367
286
6.892
31.952

Betriebsergebnis
Finanzergebnis

-5.707
-30

-6.265
29

-6.045
36

-6.413
-14

-3.924
-2

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit *
Sonstige Steuern

-5.737
14

-6.236
14

-6.009
14

-6.427
12

-3.926
9

Jahresfehlbetrag (vor Verlustabdeckung durch Stadt Frbg.)

-5.751

-6.250

-6.023

-6.439

-3.935

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1

Zuordnung der GuV Positionen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab 2015.

b)

Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Gegenüber dem Vorjahr reduzierten sich die betrieblichen Erträge um 444 T€. Dieser
Rückgang ist überwiegend auf den um 1.547 T€ geringeren, vertraglich vereinbarten, an
die MF OTG KG weiter berechneten Kostenersatz im Rahmen der Betriebsführung des
Messegeschäfts durch die FWTM zurückzuführen. Dieser Rückgang konnte teilweise
durch die im Vergleich zum Vorjahr höheren Erträge aus der Verminderung der Zuführung
der Drohverlustrückstellungen für Konzerthaus und Friedrichsbau sowie höheren Erträgen
aus der Auflösung von Rückstellungen und höheren Erträgen aus Versicherungsentschä-

Beteiligungsbericht 2017 - FWTM GmbH & Co. KG -

digungen im Vergleich zum Vorjahr kompensiert werden. Die Aufwendungen für die Betriebsführung haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.844 T€, im Wesentlichen aufgrund geringerer Umsatzbeteiligungen, reduziert. Höhere Instandhaltungsaufwendungen
sind ursächlich für gestiegene sonstige betriebliche Aufwendungen. Insgesamt wird für das
Jahr 2016 ein um 227 T€ geringerer Jahresfehlbetrag als im Vorjahr ausgewiesen. Für das
Jahr 2017 ist eine Verlustabdeckung aus dem städtischen Haushalt in Höhe von 6.546 T€,
abzüglich 60 T€ aus der Umschichtung an die MF OTG, vorgesehen. Die FWTM bleibt
daher auch weiterhin von vorschüssig gewährten Zahlungen des Gesellschafters auf den
voraussichtlichen Jahresfehlbetrag abhängig. Die einzelnen Geschäftsbereiche entwickelten sich wie folgt:
Die positive Umsatzentwicklung 2016 im Messebereich ist insbesondere auf die in 2016
durchgeführte „Interbrush“, welche alle vier Jahre stattfindet, sowie auf Umsatzsteigerungen bei der „Intersolar Europe“ am Standort München zurückzuführen. Am Messeplatz
Freiburg konnten die sehr guten Erträge aus den Eigenmessen wie der Interbrush, der
AUTOMOBIL und der Baby & Kind die rückläufigen Erträge aus anderen Messen vollständig kompensieren und somit das Gesamtergebnis des Messegeschäfts gegenüber dem
Vorjahr verbessern.
Im Rahmen des Standortmarketings beteiligte sich die Wirtschaftsförderung erneut an
internationalen Fachmessen, darunter an der „ExpoReal“ München. Um Gründer/innen
sowie jungen kreativen Unternehmen ein attraktives und zeitgemäßes Raumangebot zur
Verfügung zu stellen, entsteht in der Lokhalle auf dem Freiburger Güterbahnhof ein neuer
„Kreativpark“. Darüber hinaus schafft die Wirtschaftsförderung zusammen mit der Technologiestiftung BioMed Freiburg speziell für Start-ups, Spin-offs sowie junge und innovative
Unternehmen ein zusätzliches Raumangebot im Industriegebiet Nord. Die Themen Fachkräftegewinnung und Familienfreundlichkeit wurden durch vielfältige Aktivitäten u.a. in
Form von Informationsveranstaltungen, Unternehmensnetzwerken sowie Teilnahmen an
Job- und Rekrutierungsmessen aktiv unterstützt und gefördert. Durch Landesmittel sowie
eingeworbene Beiträge konnte der Betrieb des in 2014 eingerichteten „Welcome Center
für Internationale Fachkräfte“ zunächst bis Ende 2017 gesichert werden.
Der Freiburg-Tourismus lag im Jahr 2016 mit 1,438 Millionen Übernachtungen (Beherbergungsgewerbe insgesamt) geringfügig mit 0,3 % unter dem Vorjahresstand. In der Hotellerie konnte ein Zuwachs von 0,3 % gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. In BadenWürttemberg hatte Freiburg in 2016 mit 57,1 % die höchste Bettenauslastung in der Hotellerie. Zu Beginn des Jahres 2016 hat die FWTM den Buchungsservice für Hotelzimmer
und Ferienwohnungen in Freiburg übernommen. Ziel ist es, ein für alle Seiten günstiges
und attraktives Angebot zu schaffen, das auch die unterschiedlichen Bedürfnisse der Anbieter berücksichtigt. Sechs Wochen nach Übernahme des Buchungssystems waren bereits 65 % der Hotelbetten akquiriert.
Bei den Veranstaltungshäusern lag die Gesamtzahl der Veranstaltungen in 2016 mit insgesamt 466 über dem Vorjahresniveau. Im Konzerthaus fanden an 278 Tagen insgesamt
388 Veranstaltungen statt. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang, der hauptsächlich in der Reduktion der Termine des SWR begründet ist. Insgesamt konnten im vergangenen Jahr 200.976 Besucher im Konzerthaus verzeichnet werden. Davon kamen 61.627
Besucher zu 129 Tagungen und Kongressen. 124.421 Besucher kamen zu 147 kulturellen
Veranstaltungen. Im Bereich der gesellschaftlichen und sonstigen Veranstaltungen lag die
Besucherzahl bei 14.928.
Nach dem Grundsatzbeschluss in 2014 und nach dem Baubeschluss im Aufsichts- und
Gemeinderat (G-15/115 vom 28.07.2015) wurde ab 2015 mit den konkreten Vorbereitun-

Beteiligungsbericht 2017 - FWTM GmbH & Co. KG -

gen und Planungen für die Errichtung eines gemeinsamen Verwaltungsgebäudes mit
einem Investitionsvolumen von rund 21 Mio. € begonnen. Die Finanzierung erfolgt zu rund
40 % aus Eigenmitteln der FWTM (davon u.a. 5 Mio. € aus der Veräußerung des Rotteckhauses) und der MF OTG KG. Das Risiko einer Baukostenüberschreitung konnte mit dem
Abschluss eines Generalunternehmervertrages im Rahmen eines Share-Deal-Modells minimiert werden. Die dafür notwendigen Verträge wurden am 24.November 2015 notariell
unterzeichnet. Die energetische Optimierung des „FWTM-Kopfbaus“ macht neben der Einbindung in das Rhodia Acetow (ehemals Solvay) -Niedertemperatur-Abwärmenetz der badenova weitere Maßnahmen am Gebäude notwendig, mit denen der Zielsetzung eines
energetischen Leuchtturmprojekts entsprochen wird.
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
Bestandsgefährdende Risiken für die Zukunft und für die Existenzfähigkeit der Gesellschaft sind unter der Voraussetzung der weiteren vorschüssigen Verlustübernahme durch
die Gesellschafterin nicht gegeben. Für die Jahre 2014 bis 2018 wurde eine Finanz- und
Investitionsvereinbarung mit der Stadt Freiburg abgeschlossen, die eine Fortschreibung
der Verlustabdeckung auf Basis des Ansatzes 2013 zuzüglich der rein tariflich bedingten
Personalkostensteigerungen vorsieht (vgl. Drucksache G-14/008 vom 28.01.2014).
Im Zusammenhang mit der Fusion des SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden / Freiburg
mit dem Radio Sinfonieorchester Stuttgart ab Sommer 2016 zu einem Orchester mit
Hauptprobenstandort in Stuttgart sind bei der FWTM aufgrund reduzierter Probetermine
Umsatzrückgänge von 200 T€ im Jahr zu erwarten.
Die Chancen der Gesellschaft liegen in der konsequenten Weiterentwicklung bestehender
sowie der Implementierung neuer Konzepte, die vorsehen, Freiburg und die Region als
attraktiven Wirtschaftsstandort zu stärken und somit Wachstum und Wohlstand der Region
im nationalen und internationalen Wettbewerb zu sichern.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Die Kommanditeinlage hat sich im Berichtsjahr nicht verändert.
d)

Personalentwicklung
2014

1

2015

1

2016
Gesamt

Beamt_innen
Beschäftigte
Zwischensumme
Aushilfen
Auszubildende
Beschäftigten ohne Entgeltzahlg.
Beschäftigte Gesamt3
davon Führungskräfte

Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte
davon Führungskräfte

Anteil schwerbehinderter AN (%)
1
2
3

2
119
121
--22
4
147

2
117
119
--24
6
149

1
122
123
--23,5
5,5
152

1

m

2

2017
Plan

2

2018
Plan

w

1
45
46

0
77
77

---

---

6 17,5
0,25 5,25
52 100

31

31

31

16

15

113
34

113
36

112
40

48
4

64
36

---

---

---

---

---

2,3

2,7

4,7

---

---

1
133
134
--22
--156

1
138
139
--22
--161

Angaben für 2013 bis 2016 nach Köpfen (Jahresdurchschnitt)
Angaben für 2017 und 2018 gemäß Stellenplan
Geplanter Anstieg in 2018 resultiert aus zusätzlichen Aufgaben; der zusätzliche Personalaufwand wird größtenteils
über entsprechende Refinanzierungen gedeckt.

Beteiligungsbericht 2017 - FWTM GmbH & Co. KG -

e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2012

2013

2014

2015

2016

Vermögens- / Finanzkennzahlen

Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen
Ertragskennzahlen1
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow (ab 2011 vor Verlustabdeckung)
Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Mitarbeiter/in
1

%
%
%
T€

52,1
52,1
16,9
-147

47,1
49,2
14,9
111

45,6
47,7
14,5
-33

43,2
46,1
13,9
-59

40,4
44,3
13,1
-45

%
%
%
T€

0
0
0,7
-6.245

0
0
0,4
-5.563

0
0
0,4
-5.708

0,3
0,5
0,4
-6.104

0
0
0,4
-6.203

T€
T€

233,0
46,7

175,0
47,0

164,6
47,2

175,8
48,8

182,9
58,0

Ertragskennzahlen nach Verlustabdeckung

Beteiligungsbericht 2017 - FWTM GmbH & Co. KG -

3.2

Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe Beteiligungs-GmbH

3.2.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung der Wirtschaft, des Messewesens, des
Tourismus sowie des Kongresswesens. Dazu gehört auch die Beteiligung an Gesellschaften zur Förderung der kommunalen Infrastruktur, insbesondere die Beteiligung als
persönlich haftende geschäftsführende Gesellschafterin der Freiburg Wirtschaft Touristik
und Messe GmbH & Co. KG. Mit der Fusion der Neuen Messe Freiburg BeteiligungsGmbH zum 01.01.2007 wurde auch die Geschäftsführung für die Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG übernommen.
3.2.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadt Freiburg i. Br.

100 %

3.2.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 3.2.2)

b)

Geschäftsführung

Dr. Bernd Dallmann
Daniel Strowitzki
Zur Geschäftsführungsvergütung von Herrn Dr. Dallmann und Herrn Strowitzki wird auf
die Ausführungen unter Kapitel 3.1.3 b) verwiesen.
c)

Überwachungsorgan

Als Überwachungsorgan fungiert der Aufsichtsrat der Freiburg Wirtschaft Touristik und
Messe GmbH & Co. KG (siehe Abschnitt 3.1.3 c).
3.2.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft ist als persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin ohne Einlage) an der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG sowie an der
Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG beteiligt.
3.2.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Gesellschaft entfaltet keine eigene Geschäftstätigkeit. Ihre Aufgabe beschränkt sich
auf die Funktion als persönlich haftende Gesellschafterin der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (siehe Abschnitt 3.1.5) und der Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG (siehe Abschnitt 3.5.3).
3.2.6 Klimaschutz
Da sich die Tätigkeit der FWTM Beteiligungs-GmbH auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin der FWTM GmbH & Co. KG, der Messe Freiburg Objektträger
GmbH & Co. KG sowie der FKV GmbH & Co. KG beschränkt wird auf die Ausführungen
unter Kapitel 3.1.6, 3.6.6 und 3.7.6 verwiesen.

Beteiligungsbericht 2017 - FWTM GmbH -

3.2.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012
T€

2013
T€

2014
T€

2015
T€

2016
T€

AKTIVA
Umlaufvermögen
Summe

118
118

121
121

125
125

128
128

135
135

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

113
3
1
118

116
3
1
121

120
3
1
125

123
4
1
128

126
4
4
135

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG*

2014

2015 1

2016

T€

T€

T€

2017
Plan
T€

2018
Plan
T€

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge

0
7
7

4
3
7

4
3
7

0
8
8

0
8
8

Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

4
4

4
4

4
4

5
5

4
4

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern

3
0
3
0

-1
0
-1
0

3
0
3
0

3
0
3
0

4
0
4
0

Jahresüberschuss

3

-1

3

3

4

1

Zuordnung der GuV Positionen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab 2015.

b)

Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Aufgrund der eingeschränkten Geschäftstätigkeit der FWTM Beteiligungs-GmbH wird
sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auch künftig nicht wesentlich verändern.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Das Stammkapital wurde im Berichtsjahr nicht verändert.
d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigt selbst kein eigenes Personal.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Da sich die Tätigkeit der FWTM Beteiligungs-GmbH auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin der FWTM GmbH & Co. KG, der Messe Freiburg Objektträger
GmbH & Co. KG sowie der FKV GmbH & Co. KG beschränkt, wird auf die Ermittlung von
Kennzahlen verzichtet. Es wird auf die Darstellung der entsprechenden Kennzahlen in
den Abschnitten 3.1.7 e) und 3.6.7 e) sowie 3.7.7 e) verwiesen.

Beteiligungsbericht 2017 - FWTM GmbH -

3.3

Freiburg Management und Marketing International GmbH

3.3.1 Gegenstand des Unternehmens
Zweck und Gegenstand sind die Konzeption und Durchführung des nationalen und internationalen Marketings für den Wirtschafts-, Tourismus- und Umweltstandort Freiburg.
Hierzu gehören auch die Konzeption, Planung, Organisation und Durchführung von
Messen, Ausstellungen und Kongressen; dieses Geschäftsfeld kann auch international
im Rahmen von interkommunalen Kooperationen für Einzelvorhaben ausgeübt werden.
3.3.2 Beteiligungsverhältnisse
FWTM GmbH & Co. KG

100%

3.3.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 3.6.2)

b)
Geschäftsführung
Dr. Bernd Dallmann
Daniel Strowitzki
Zu den Geschäftsführungsvergütungen wird auf die Ausführungen unter Kapitel 3.1.3 b)
verwiesen.
c)

Aufsichtsrat (Stand: 31.12.2016)

Vorsitzender:
Stellvertreter:

Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg i.Br.,
Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg i.Br.,

Weitere:

Landrat Hanno Hurth, Wirtschaftsregion Freiburg e.V.,
Sparkassendirektor Marcel Thimm,

Stadträt_innen:

Renate Buchen, Patrick Evers, Pia Federer, Dr. Johannes Gröger, Wendelin Graf von Kageneck, Atai Keller, Karl-Heinz
Krawczyk, Ernst Lavori, Lukas Mörchen, Hansjörg Sandler (bis
03.03.2016), Dr. Sylvie Nantcha (ab 12.04.2016), Timothy
Simms, Nadyne Saint-Cast, Ibrahim Sarialtin, Bernhard Schätzle, Stefan Schillinger, Irene Vogel.

Arbeitnehmervertreter_innen:

Thomas Schnitzer
28.04.2016).

(bis

28.04.2016),

Kristin

Zeiffer

(ab

Die Aufsichtsratsvergütungen im Jahr 2016 betrugen 3.640,00 €. Der Auszahlung lag
folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €):
Grundvergütung (€) Vergütung pro Sitzung (€) sonstige Vegütungen (€)r
AR
PrA
AR
PrA
AR
PrA
Aufsichtsratsvorsitzender
--52
------Stellvertretender AR-Vorsitzender
----52
52
----Aufsichtsratsmitglieder
----52
52
----Beratendes Mitglied
------------AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss

Beteiligungsbericht 2017 - FMMI GmbH -

Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro
Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt über § 32
Abs. 5 GemO auch für Gemeinderät_innen. Der Frauenanteil im Aufsichtsrat lag zum
31.12.2016 bei 28,6 %.
3.3.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen.
3.3.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die FMMI GmbH wurde am 20.03.2008 gegründet. Gemäß dem Gesellschaftszweck war
das Wirtschaftsjahr 2016 geprägt durch die Organisation und Durchführung der neunten
Intersolar North America, der achten Intersolar Indien, der vierten Intersolar South America in Brasilien sowie der ersten Intersolar Middle East in Dubai. Die Entwicklung der
Gesellschaft zeigt nachfolgende Tabelle:
2012
Anzahl Veranstaltungen
Ausstellerzahlen
Besucherzahlen (Tsd.)
1

1

2013

2
7042
25

2014

3
740
28

2015

4
901
45

2016

4
1.130
59

4
1.052
46

nur Messen der FWTM ohne Expo-Shanghai, Kongresse u.a.

3.3.6 Klimaschutz
Die auf vier Kontinenten durchgeführte Fachmesse INTERSOLAR leistet als weltweit
führende Ausstellung der Solarwirtschaft mit ihren begleitenden Konferenzprogrammen
und parallel durchgeführten Spezialmessen einen aktiven Beitrag zum globalen Klimaschutz.
3.3.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012
T€

2013
T€

2014
T€

2015
T€

2016
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag
Summe

2
2.875
62
48
2.987

2
2.269
64
0
2.336

2
1.363
62
0
1.427

2
1.846
90
0
1.938

2
2.263
117
0
2.383

PASSIVA
Eigenkaptial
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

0
892
2.094
2.987

237
285
1.814
2.336

115
242
1.070
1.427

300
389
1.249
1.938

547
524
1.312
2.383

Beteiligungsbericht 2017 – FMMI GmbH -

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2015 1

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
3.427
515
3.943

T€
4.435
197
4.632

T€
5.495
146
5.641

2017
Plan
T€
5.050
15
5.065

Materialaufwand
Personalaufwand
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

3.406
0
645
4.052

4.126
0
299
4.425

5.017
0
362
5.379

4.380
24
633
5.037

4.025
0
724
4.749

Betriebsergebnis
Finanzergebnis

-109
0

207
0

262
0

28
0

141
0

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Sonstige Steuern

-109
13

207
22

262
16

28
15

141
84

Jahresergebnis

-122

185

246

13

57

1

2014

2016

2018
Plan
T€
4.890
0
4.890

Zuordnung der GuV Positionen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab 2015.

b)

Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die Ausstellerzahlen der bereits etablierten Intersolarmessen konnten aufgrund der Stabilisierung des Solarmarktes sowie der verstärkten internationalen Nachfrage gesteigert
werden. Dies führte im Berichtsjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr zu einer Erhöhung
der Umsatzerlöse und entsprechend höheren Materialaufwendungen aufgrund der mehr
anzumietenden Flächen. Dies führt zu einem Ergebnis in Höhe von 246 T€, welches
deutlich über dem Planergebnis liegt.
In 2017 konnten die Messeveranstaltungen in Nordamerika, Indien und Südamerika fortgesetzt werden. Die Intersolar Middle East fand dagegen in Form einer Konferenz mit
begleitender Ausstellung in Dubai statt. Vor diesem Hintergrund plante die FMMI für das
Jahr 2017 einen Jahresüberschuss von 13 T€ sowie einen Jahresüberschuss von 57 T€
in 2018.
Im Übrigen sind die Chancen und Risiken der zukünftigen geschäftlichen Entwicklung
abhängig von allgemeinen Unwägbarkeiten der unternehmerischen Aktivitäten, den
messespezifischen und konjunkturbedingten Faktoren sowie den sich ändernden wirtschaftlichen, finanziellen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Finanzielle Risiken bestehen insbesondere auch im Forderungsausfall- als auch im Liquiditätsrisiko sowie in
dem Risiko von Wechselkursschwankungen. Die finanziellen Risiken werden einerseits
durch Vorfakturierung und andererseits durch die Abwicklung von Zahlungsein- und Zahlungsausgängen über ein entsprechendes Fremdwährungskonto minimiert.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Das gezeichnete Kapital blieb im Berichtsjahr unverändert.
d)

Personalentwicklung

Zur Durchführung der Intersolar Messen wurden Personalleistungen gegen Kostenersatz
von der FWTM bezogen.

Beteiligungsbericht 2017 – FMMI GmbH -

e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2012

2013

2014

2015

2016

Vermögens- / Finanzkennzahlen

Eigenkapitalquote

%

neg.

10,1

8,1

15,5

23,0

%
%
%
T€

-6,5
-119,3
-11,6
-291

1,4
31,3
1,8
-15

-3,2
-51,5
-4,7
-122

4,7
160,9
14,5
185

4,8
82,0
13,5
246

Ertragskennzahlen

Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow1
1

Kennzahl ab 2012 gemäß jeweiligem Prüfbericht

Beteiligungsbericht 2017 – FMMI GmbH -

3.4

Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien GmbH & Co. KG

3.4.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung der Wirtschaftsstrukturen im Raum
Freiburg durch aktive Gewerbeflächenbedarfsplanung und Gewerbestandortentwicklung,
die Entwicklung von gewerblichen Nutzungskonzepten sowie die Erschließung der notwendigen Infrastrukturen in dieser Region.
3.4.2 Beteiligungsverhältnisse
Komplementärin: Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien-Beteiligungs-GmbH (FWI), (ohne
Einlage)

Kommanditistin:

70 % Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau (Einlage: 716 T€) und

30 % FWTM GmbH & Co. KG (Einlage: 307 T€)
3.4.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 3.4.2)

b)

Geschäftsführung

Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien-Beteiligungs-GmbH (FWI), vertreten durch Dr. Bernd
Dallmann, Markus Hildmann und Thomas Stoffel. Zur Geschäftsführungsvergütung von
Herr Dr. Dallmann wird auf die Ausführungen unter Kapitel 3.1.3 b) verwiesen.
c)

Aufsichtsrat (Stand 31.12.2016)

Vorsitzender:
Ständiger Vertreter:

Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister der Stadt Freiburg
Otto Neideck, Erster Bürgermeister der Stadt Freiburg

Stadträt_innen:

Renate Buchen, Pia Federer, Graf Wendelin von Kageneck

Sparkassendirektoren:

Marcel Thimm, Erich Greil, Bernd Rigl

Im Berichtsjahr 2016 erhielt der Aufsichtsrat Vergütungen von 160,00 €.
Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i.V.m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr
übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs. 5
GemO auch für Gemeinderät-innen.
Der Frauenanteil im Aufsichtsrat lag zum 31.12.2016 bei 28,6 %.
3.4.4 Beteiligungen des Unternehmens
Kepler Projektentwicklungsgesellschaft mbH, Emmendingen
TENINGEN Projekt GmbH
Westbau GmbH
Gewerbepark Breisgau GmbH

50,00 %
25,00 %
6,15 %
5,00 %

3.4.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Gesellschaft hat auch im Geschäftsjahr 2016 die Förderung der Wirtschaftsstrukturen im Raum Freiburg im Rahmen diverser Projekte aktiv weiterverfolgt.

Beteiligungsbericht 2017 - FWI GmbH & Co. KG -

3.4.6 Klimaschutz
Die FWI betriebt seit dem Jahr 2006 auf dem Dach der Messe Freiburg eine Photovoltaik-Anlage mit 1.210 Solarmodulen, die eine Leistung von 0,25 MWh p.a. generiert (vgl.
dazu auch Kapitel 3.7.6)
3.4.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012
T€

2013
T€

2014
T€

2015
T€

2016
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

28
1.942
95
2.065

27
3.779
85
3.891

27
3.616
75
3.717

27
2.800
69
2.896

27
2.958
54
3.039

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

1.155
106
804
2.065

1.033
100
2.758
3.891

1.504
229
1.984
3.717

1.523
267
1.106
2.896

1.523
104
1.412
3.039

2018
Plan
T€
870
496
1.366

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2015 1

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
2.735
6
2.741

T€
2.420
1
2.421

T€
1.249
109
1.358

2017
Plan
T€
2.663
6
2.669

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

1.275
0
1
917
2.192

1.584
0
0
572
2.156

628
0
0
528
1.156

1.732
342
1
481
2.556

482
360
1
394
1.237

549
-10
539
69
470

265
-7
257
47
210

202
-10
192
31
161

113
-8
105
25
80

129
-8
121
38
83

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern
Jahresüberschuss
1

2014

2016

Zuordnung der GuV Positionen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab 2015.

b)
Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick
Wie in Projektentwicklungsgesellschaften des Immobiliensektors üblich, verläuft die Umsatzentwicklung je nach Stand der einzelnen Projekte im höchsten Maße unterschiedlich.
Bei diesen Schwankungen der Geschäftsentwicklung dürfte es auch in den nachfolgenden Jahren grundsätzlich bleiben.
c)
Kapitalzuführungen und -entnahmen
Bedingt durch die Einstellung des Jahresüberschusses in die Gesellschafterkonten verändern sich die Kapitalanteile der Kommanditisten.

Beteiligungsbericht 2017 - FWI GmbH & Co. KG -

d)
Personalentwicklung
Das Unternehmen beschäftigt ab April 2005 kein eigenes Personal mehr; dies wird von
den Gesellschaftern über einen Personalgestellungsvertrag zur Verfügung gestellt.
e)
Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Auf die Darstellung anhand von Kennzahlen wird verzichtet, da diese aufgrund der sehr
unterschiedlichen Umsatzverläufe (aus Grundstücksverkäufen) nicht aussagekräftig sind.

Beteiligungsbericht 2017 - FWI GmbH & Co. KG -

3.5

Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien Beteiligungs-GmbH

3.5.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen
sowie die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften, insbesondere die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin
der Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien GmbH & Co. KG (FWI). Aufgabe der Freiburg-SWirtschaftsimmobilien-Beteiligungs GmbH (FWI GmbH) ist die Förderung der Wirtschaftsstrukturen im Raum Freiburg.
3.5.2 Beteiligungsverhältnisse
Sparkasse Freiburg - Nördlicher Breisgau
Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG

70 %
30 %

3.5.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 3.5.2)

b)

Geschäftsführung

Dr. Bernd Dallmann
Thomas Stoffel
Zur Geschäftsführungsvergütung wird auf die Ausführungen unter Kapitel 3.3.3 b) verwiesen.
3.5.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft ist als persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin ohne Einlage) an der Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien GmbH & Co. KG beteiligt (FWI).
3.5.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Der FWI GmbH obliegt die Geschäftsführung der “Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien
GmbH & Co. KG”. Hierfür erhält sie einen Auslagenersatz und eine Haftungsentschädigung.
3.5.6 Klimaschutz
Da sich die Tätigkeit der FWI Beteiligungs-GmbH im Wesentlichen auf die Funktion der
persönlich haftenden Gesellschafterin der FWI GmbH & Co. KG beschränkt wird auf die
Ausführungen unter Kapitel 3.4.6 verwiesen.
3.5.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012
T€

2013
T€

2014
T€

2015
T€

2016
T€

AKTIVA
Umlaufvermögen
Summe

41
41

42
42

43
43

45
45

47
47

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

38
3
0
41

39
3
0
42

40
3
0
43

42
3
0
45

43
4
0
47

Beteiligungsbericht 2017 - FWI GmbH -

2012
T€
54

2013
T€
53

2014
T€
54

2015 1
T€
54

2016 1
T€
55

50
2
52

50
2
52

50
3
53

50
3
53

50
3
53

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern

1
0
1
0

1
0
1
0

1
0
1
0

1
0
1
0

2
-1
2
1

Jahresüberschuss

1

1

1

1

1

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1
Betriebliche Erträge
Personalaufwand
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

1

Auf den Ausweis von Planzahlen kann aufgrund der Geringfügigkeit verzichtet werden.

b)

Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Da sich die Tätigkeit der FWI Beteiligungs-GmbH im Wesentlichen auf die Funktion der
persönlich haftenden Gesellschafterin der FWI GmbH & Co. KG beschränkt, wird auf die
Darstellung in Abschnitt 3.3.6 b) verwiesen.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Berichtsjahr blieb das Stammkapital unverändert.
d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Da sich die Tätigkeit der FWI Beteiligungs-GmbH im Wesentlichen auf die Funktion der
persönlich haftenden Gesellschafterin der FWI GmbH & Co. KG beschränkt, wird auf die
Ermittlung und den Ausweis von Kennzahlen verzichtet.

Beteiligungsbericht 2017 - FWI GmbH -

3.6

FWTM Kopfbau Vermögensgesellschaft mbH & Co. KG

3.6.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung, Unterhaltung und Verwaltung eines
Gebäudes und ggf. weiterer baulicher Anlagen auf dem sogenannten „Kopfbau Messe
Grundstück“ in Freiburg. In dem Gebäude soll insbesondere der Verwaltungssitz der
zum FWM-Verbund gehörenden Unternehmen untergebracht werden. Daneben sollen
weitere Flächen dieses Gebäudes sogenannten „Gründerunternehmen“ zur Verfügung
gestellt werden. Flächen, die weder von den zum FWTM-Verbund gehörenden Unternehmen noch sogenannten „Gründerunternehmen“ benötigt werden, dürfen fremdvermietet werden. Nicht vom Gesellschaftszweck umfasst ist die Entwicklung und Bauentwicklung weiterer Grundstücke, die von den Unternehmen des FWTM-Verbundes oder
von Gründerunternehmen selbst nicht benötigt werden.
3.6.2 Beteiligungsverhältnisse
Komplementärin: Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe Beteiligungs-GmbH (ohne Einlage)
Kommanditisten: 70 % MF OTG GmbH & Co. KG (Einlage 18.200 €)
24 % FWTM GmbH & Co. KG (Einlage 6.240 €)
6 % Sparkasse Freiburg - Nördlicher Breisgau (Einlage 1.560 €)
3.6.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 3.6.2)

b)
Geschäftsführung
Die Gesellschaft wird durch die Geschäftsführung der Komplementärin vertreten.
c)
Überwachungsorgan
Als Überwachungsorgan fungiert der Aufsichtsrat der Freiburg Wirtschaft Touristik und
Messe GmbH & Co. KG (siehe Abschnitt 3.1.3 c).
3.6.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen.
3.6.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Mit der Gemeindedrucksache G-15/115 wurde im Juli 2015 die Umbenennung der
FWTM –Kopfbaugesellschaft (PG VII GmbH) in die FWTM Kopfbau Vermögensgesellschaft mbH & Co. KG (FKV) beschlossen. Die Umwandlung der PG VII GmbH in die
FKV KG erfolgte zum 01.01.2017. Im Jahr 2016 wurden im Zusammenhang mit dem
FWTM-Kopfbau in erster Linie vertragliche Vereinbarungen getroffen. Die PG VII erwarb
– mit Übergang der Nutzen und Lasten zum 01.01.2016 – das Grundstück an der EmmyNoether-Straße mit einer Freifläche von 3.354 qm, auf dem der FWTM Kopfbau errichtet
wird. Mit dem Kopfbau soll die FWTM einen einheitlichen Firmensitz erhalten. Die FWTM
wird 35 Prozent der Flächen selbst nutzen, die weiteren Räumlichkeiten werden an Unternehmen vermietet. Das Investitionsvolumen beträgt 21 Mio. €. Die Fertigstellung des
Gebäudes ist für das Frühjahr 2018 vorgesehen.

Beteiligungsbericht 2017 - FKV GmbH & Co. KG -

3.6.6 Klimaschutz
Die Nutzung industrieller Abwärme von Rhodia Acetow im Rahmen der Quartiersversorgung ist eine vorbildliche ökologische Lösung, die durch die gleichzeitige Projektentwicklung von SC Stadion, Messe und FWTM-Kopfbau ermöglicht wird.
Der neue FWTM-Kopfbau, dessen Bezug im Juni 2018 vorgesehen ist, erreicht KfWEffizienzhaus-Standard 55. Zusammen mit der geplanten Photovoltaik-Anlage auf dem
Dach des neuen Verwaltungsgebäudes sowie einer kompletten Ausstattung mit LEDBeleuchtung wird sich dessen Wirtschaftlichkeit nochmals deutlich erhöhen.
3.6.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2015
T€

2016
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

834
110
10
954

3.891
590
0
4.482

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

24
1
929
954

1
0
4.480
4.482

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2015

2016

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

0
26
26

0
0
0

0
0
0

2018
PLAN
T€
743
0
743

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

0
0
0
26
26

0
0
0
12
12

0
0
0
747
747

0
0
322
196
518

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern
Jahresergebnis

0
-2
-2
0
-2

-12
-10
-22
1
-23

-747
-123
-870
1
-871

225
-197
28
6
22

T€

b)

2017
PLAN
T€

T€

Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Das Jahr 2016 war geprägt mit den Vorbereitungen zur Umsetzung des künftigen Verwaltungsgebäudes der FWTM. Im November 2016 konnten planmäßig mit dem Spatenstich die ersten Bauarbeiten beginnen.

Beteiligungsbericht 2017 - FKV GmbH & Co. KG -

c)

Kapitalzuführungen und –entnahmen

Die Kommanditeinlage hat sich im Berichtsjahr nicht verändert.
d)

Personalentwicklung

Das Unternehmen beschäftigt kein eigenes Personal.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Auf den Ausweis von Kennzahlen wird verzichtet.

Beteiligungsbericht 2017 - FKV GmbH & Co. KG -

3.7

Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG

3.7.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Einrichtung, Unterhaltung und Verwaltung sowie
der Betrieb der Messe Freiburg und ähnlicher Einrichtungen in der Stadt Freiburg.
3.7.2 Beteiligungsverhältnisse
Komplementärin: Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe Beteiligungs-GmbH (ohne Einlage)
Kommanditistin: Stadt Freiburg i. Br. mit einer Einlage von 13.601.184,57 €
3.7.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 3.7.2)

b)
Geschäftsführung
Die Gesellschaft wird durch die Geschäftsführung der Komplementärin vertreten.
c)
Aufsichtsrat (Stand 31.12.2016)
Vorsitzender:
Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg,
Stellvertreter:
Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg,
Weitere:

Landrat Hanno Hurth, Wirtschaftsregion Freiburg e.V.,
Marcel Thimm, Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau,
Christian Rasch, Badische Staatsbrauerei Rothaus.

Stadträt_innen:

Renate Buchen, Patrick Evers, Pia Federer, Dr. Johannes Gröger,
Wendelin Graf von Kageneck, Atai Keller, Karl-Heinz Krawczyk, Ernst
Lavori, Lukas Mörchen, Hansjörg Sandler (bis 03.03.2016), Dr. Sylvie
Nantcha (ab 22.04.2016), Timothy Simms, Nadyne Saint-Cast, Ibrahim Sarialtin, Bernhard Schätzle, Stefan Schillinger, Irene Vogel.

Arbeitnehmervertreter_innen:

Thomas Schnitzer (bis 28.04.2016), Kristin Zeiffer (ab 28.04.2016).

Die Aufsichtsräte erhielten in 2016 Sitzungsgelder in Höhe von insgesamt 3.744,00 €.
Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €):

Aufsichtsratsvorsitzender
Stellvertr. AR-Vorsitzender
Aufsichtsratsmitglieder
Beratendes Mitglied

Grundvergütung
AR
PrA
-----------------

Vergütung pro Sitzung
AR
PrA
52
--52
52
52
52
-----

Sonstige Vergütungen
AR
PrA
-----------------

AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss

Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro
Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt über § 32
Abs. 5 GemO auch für Gemeinderät_innen.
Der Frauenanteil im Aufsichtsrat lag zum 31.12.2016 bei 27,3 %.
Beteiligungsbericht 2017 - MF GmbH & Co. KG -

3.7.4 Beteiligungen des Unternehmens
Projektgesellschaft VII mbH

18.200,00 € (70%)

Die Projektgesellschaft VII mbH wurde am 16.01.2017 in die FWTM Kopfbau Vermögensgesellschaft mbH & Co. KG (FKV) umgewandelt.
3.7.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die MF OTG wurde am 31.07.1998 in das Handelsregister eingetragen. Die Tätigkeit
bestand zunächst in der Errichtung des neuen Messplatzes in Freiburg und nach Beendigung der Bautätigkeit in der Vermietung an die FWTM, die ab 2005 die Betriebsführung
für das operative Messegeschäft ausübt. Die wirtschaftliche Entwicklung der Messe zeigt
folgende Übersicht und Grafik:
2012
Anzahl Veranstaltungen (gesamt)
Anzahl Besucher Gesamt (in Tsd.)
1

2013

107
5181

2014

122
480

2015

126
503

2016

114
505

136
546

ab 2012 unter Hinzurechnung der Besucher der „Intersolar Europe“ am Standort München

Die Entwicklung der Anzahl der Veranstaltungen und der Besucher/-innen zeigen nachfolgende Grafiken:

Anzahl Veranstaltungen

130

Anzahl Besucher_innen (in Tsd.)
520

125

500

120

480

115
110

460

105

440

100

420

95
2012

2013

2014

2015

2016

400
2012

2013

2014

2015

2016

3.7.6 Klimaschutz
Seit der Erweiterung der Messe Freiburg im Jahr 2006 ist auf dem Flachdach der vier
Messehallen Freiburgs zweitgrößte Photovoltaik-Anlage mit insgesamt 3.540 Quadratmeter Modulfläche und 0,441 Megawatt installiert (vgl. dazu auch Kapitel 3.4.6).
Im Sommer 2014 wurden die energieintensiven Quecksilberdampflampen gegen eine
hocheffiziente LED-Hallenbeleuchtung ausgetauscht. Die Messe bezieht Ökostrom von
badenova.
Die Nutzung industrieller Abwärme von Rhodia Acetow im Rahmen der Quartiersversorgung ist eine vorbildliche ökologische Lösung, die durch die gleichzeitige Projektentwicklung von SC Stadion, Messe und FWTM-Kopfbau ermöglicht wird. Mit den Arbeiten zur
Umstellung des Heiz- bzw. Lüftungssystems der Messe zur Nutzung dieser Abwärme
wird im Jahr 2017 begonnen.

Beteiligungsbericht 2017 - MF GmbH & Co. KG -

3.7.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012
T€

2013
T€

2014
T€

2015
T€

2016
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

29.229
6.435
174
35.838

28.307
6.290
218
34.815

27.358
8.689
195
36.242

26.417
10.948
1.778
39.143

26.355
11.756
208
38.319

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

7.997
138
27.570
133
35.838

7.991
122
26.624
77
34.815

7.986
105
28.134
18
36.242

7.964
143
31.029
7
39.143

8.712
186
29.422
0
38.319

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2014

2016

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
16.233
125
16.358

T€
15.433
97
15.530

T€
17.326
33
17.359

2017
Plan
T€
16.179
109
16.288

2018
Plan
T€
18.615
861
19.476

Materialaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

15.328
968
385
16.681

14.623
968
234
15.824

16.199
971
365
17.535

15.735
971
688
17.394

18.794
982
1.425
21.201

-323
-548
-872
0
172

-294
-334
-628
0
172

-176
-313
-489
0
172

-1.106
-310
-1.416
0
174

-1.725
-306
-2.031
0
176

-1.044

-801

-662

-1.590

-2.207

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Außerordentliches Ergebnis
Sonstige Steuern
Jahresergebnis (vor VA durch Stadt Frbg.)
1

2015 1

Zuordnung der GuV Positionen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab 2015.

b)

Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die Ertragsentwicklung des Unternehmens ist weiterhin im Wesentlichen geprägt durch
Umsatzerlöse aus dem Messegeschäft und der Abrechnung der Betriebsführungsaufwendungen durch die FWTM. Weitere Einnahmen ergeben sich aus Mieterträgen und
aus der Abrechnung vereinbarter Nebenkosten. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum
Vorjahr um rund 1,9 Mio. € angestiegen. Diese Entwicklung ist auf erhöhte Erlöse der
Messe „Intersolar Europe“ sowie die Erträge der nur alle vier Jahr stattfindenden Messe
„Interbrush“ zurück zu führen. Die Betrachtung der Umsatzerlöse im Zeitablauf beinhaltet
deutliche Schwankungen, die auch darauf zurück zu führen sind, dass einige Messen
nicht jedes Jahr stattfinden. Das in 2016 erzielte Ergebnis vor Verlustausgleich durch die
Stadt Freiburg mit -662 T€ liegt um 220 T€ über dem Planansatz auf Basis des Wirtschaftsplans 2016.
Für die Jahre 2014 bis 2018 wurde eine Finanz- und Investitionsvereinbarung mit der
Stadt Freiburg verhandelt, die eine Fortschreibung der Verlustabdeckung auf Basis des
Ansatzes 2013 zuzüglich der rein tariflich bedingten Personalkostensteigerungen vorsieht. Die Finanz- und Investitionsvereinbarung sieht für das Jahr 2017 eine Verlustabdeckung von 860 T€ nach Umschichtung von der FWTM für die MF OTG vor.

Beteiligungsbericht 2017 - MF GmbH & Co. KG -

Zusammen mit den traditionellen Messen und den bisher gebuchten sonstigen Veranstaltungen wird für das Jahr 2016 aufgrund der sich langsam wieder erholenden Konjunktur in der Solarbranche und dem Wegfall des Ergebnisses der nur alle vier Jahre
stattfindenden Interbrush, insgesamt ein unter dem Jahresergebnis vor Verlustausgleich
des Jahres 2016 liegendes Jahresergebnis für die MF OTG erwartet. Die notwendige
Anbindung der Messehallen an die Fernwärmeversorgung im Zusammenhang mit dem
Bau des neuen Verwaltungsgebäudes der FKV wird in den Jahren 2017 und 2018 zu
höheren Aufwendungen führen und damit die Jahresergebnisse entsprechend belasten.
Im Übrigen liegen die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung im Rahmen der
allgemeinen Unwägbarkeiten der unternehmerischen Aktivitäten, den messespezifischen
und konjunkturbedingten Umständen sowie der sich ändernden wirtschaftlichen, finanziellen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Besondere Risiken, insbesondere solche
mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft, bestehen derzeit in dem zuvor dargelegten Umfang.
Mit der Etablierung neuer und dem qualitativen Ausbau vorhandener Messen am Standort Freiburg sowie mit der Stärkung der Leitmesse Intersolar Europe versucht die Gesellschaft, die wirtschaftliche Situation zu festigen.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Eine im Berichtsjahr erfolgte Entnahme (Zinsabschlagsteuer einschließlich des darauf
entfallenden Solidaritätszuschlages) führte zu einem geringfügigen Rückgang des Kommanditkapitals.
d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Die benötigten Personalleistungen
wurden gegen Kostenerstattungen von der FWTM bezogen.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2012

2013

2014

2015

2016

Vermögens- / Finanzkennzahlen

Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen1

%
%
%
T€

81,6
106,2
22,3
1.741

81,3
109,1
23,0
-922

75,5
112,1
22,0
-949

67,4
111,1
20,3
-942

68,7
113,3
22,7
-62

%
%
%
T€

3,5
7,5
2,7
1.839

0,9
-8,1
0,5
320

-3,0
-13,1
-1,4
312

-3,0
-10,0
-1,3
167

-2,0
-8,3
-0,9
309

Ertragskennzahlen2

Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow3
1

2
3

ab 2010 unter Berücksichtigung von Abgängen zu Restbuchwerten; Anlagenzugang in 2012 unter Berücksichtigung
einer Umgliederung einer Forderung gegen die Stadt Freiburg ins Anlagevermögen
Ertragskennzahlen vor Verlustabdeckung
Kennzahl ab 2012 gemäß jeweiligem Prüfbericht

Beteiligungsbericht 2017 - MF GmbH & Co. KG -

3.8

Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungs gGmbH

3.8.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung der Jugendhilfe, der Bildung und Erziehung sowie die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen im Sinne des § 53 AO, insbesondere die Schaffung zusätzlicher, Ausbildungs-, Qualifizierungs-, Trainings- und Integrationsplätze sowie die Förderung der beruflichen Fort- und Weiterbildung von langzeitarbeitslosen Menschen sowie benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen,
um eine Eingliederung ins Berufsleben zu ermöglichen.
3.8.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadt Freiburg i.Br.100,0 %
3.8.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 3.8.2)

b)

Geschäftsführung

Christiane Blüme
Michael Broglin
Im Berichtsjahr 2016 erhielt Frau Blümle eine Gesamtvergütung von 95 T€1 und Herr
Broglin von 12 T€ 1
1

In diesen Beträgen sind die Grundvergütungen, die variable Vergütungen (sofern vereinbart), über den
gesetzlichen Rahmen hinausgehende Leistungen für Altersvorsorge (sofern vereinbart) und sonstige
Leistungen (Sachbezüge, geldwerte Vorteile u.a.) enthalten.

c)

Aufsichtsrat (Stand 31.12.2016)

Vorsitzender:
1. stellv. Vorsitzender:
2. stellv. Vorsitzender

Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg,
Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg,
Ulrich von Kirchbach, Sozialbürgermeister Freiburg,

Weitere städt. Vertreter: Adrian Hurst, Amtsleiter Haupt- und Personalamt Freiburg,
Stadträt_innen:

Arbeitnehmervertreter_innen:
Beratende Mitglieder:

Renate Buchen, Anke Dallmann, Gerhard Frey, Martin Kotterer,
Walter Krögner, Lucas Mörchen, Ibrahim Sarialtin, Ulrike Schubert, Dr. Klaus Schüle, Dr. Wolf-Dieter Winkler,
Günter Heuler (bis 02.08.2016), Christine Snowdon (ab
01.12.2016),
Dipl.-Ing. Stephan Bartosch, Vorstand VAG,
Dr. Bernd Dallmann, Geschäftsführer FWTM GmbH & Co. KG,
Ralf Klausmann, Geschäftsführer FSB GmbH.

Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten 2016 keine Aufsichtsratsvergütungen. Der Frauenanteil im Aufsichtsrat lag zum Stichtag 31.12.2016 bei 26,7 %.

Beteiligungsbericht 2017 - f.q.b. -

3.8.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.
3.8.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungs gGmbH wurde zum 01.01.2014 gegründet. Zielsetzung der fqb ist die Eingliederung von langzeitarbeitslosen Menschen im
Stadtgebiet in ein Beschäftigungsverhältnis, um ihnen die Sicherung der Existenz aus
eigenen Kräften zu ermöglichen. Besonderes Augenmerk gilt Personen, die neben ihrer
Erwerbslosigkeit weitere spezifische Vermittlungshemmnisse aufweisen und aufgrund
dieser Faktoren einen erhöhten Unterstützungsbedarf bei der Integration in das Arbeitsleben haben. Weiteres Ziel ist, durch präventive Maßnahmen von Arbeitslosigkeit bedrohten Jugendlichen zu helfen. Zur Zweckerfüllung unterhält die f.q.b. verschiedene
Projekte und Maßnahmen, die alle in einen sozialen Kreislauf eingebettet sind. Mit einem
Teil der Dienstleistungen versorgt die f.q.b. einkommensschwache Haushalte und trägt
damit zusätzlich zur Erfüllung des kommunalen Auftrages bei. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks des Unternehmens zeigt nachfolgende Tabelle:
2012

IDEELLER BEREICH
Projektteilnehmer/-innen (Jahresdurchschnitt)

1

2013

1

2014

2015

2016

588

707

701

688

704

174
332

192
444

170
446

215
421

190
455

217
46
23

259
43
25

241
65
41

263
54
29

278
65
16

102

115

davon

Jugendliche unter 27 Jahren
Maßnahmen abgeschlossen
davon

erfolgreich abgeschlossen
in Arbeit vermittelt
in Ausbildung vermittelt
ZWECKBETRIEB
Winterbrandhilfe für einkommensschwache HH2
Möbel/Weißware für einkommensschwache HH3
Stromsparchecks für einkommensschwache HH
Reinigung und Renovierung von Objekten
1
2
3

ca. 400 ca. 400

315
60

305
60

103
ca.

500

255
61

250
ca.

500

297
61

85
Ca. 750

198
61

Angaben des VABEs für die Jahre 2012 und 2013 zum Vergleich
Seit 2015 Zählung pro Lieferung
Keine exakte Angaben möglich, da Barzahler nicht erfasst werden.

3.8.6 Klimaschutz
Als Gesellschaft der Stadt Freiburg ist die f.q.b. bei der Erfüllung ihrer Aufgaben dem
Klimaschutz verpflichtet. Im Jahr 2015 wurde bei der f.q.b. ein Energieaudit durchgeführt.
In diesem Zusammenhang wurden alle Projekte mit Energieverbrauch begangen und
auditiert. Aus den Ergebnissen wurden verschiedene Maßnahmen abgeleitet, von denen
folgende im Jahr 2016 umgesetzt wurden:
- Heizungsanlage Stadtgärtnerei: Die veraltete Ölheizung war mit einem Heizölbedarf
von ca. 110.000 Litern/Jahr der größte Energieverbraucher der f.q.b. (Anteil 48%). Im
Jahr 2016 wurde mit dem Bau einer Hackschnitzelheizung begonnen, die künftig nicht
nur die Projekte der f.q.b. am Mundenhof versorgt, sondern auch noch Wärme an den
Mundenhof selbst liefert. Die Fertigstellung erfolgt im Jahr 2017, sodass ab der
Heizperiode 2017/2018 überwiegend mit Hackschnitzeln geheizt wird. Damit können
künftig ca. 80% der Heizenergie weitgehend Co2-neutral produziert werden. Durchzusätzliche Dämm- und Sanierungsarbeiten am Leitungssystem ist außerdem eine Gesamteinsparung der Heizenergie um bis zu 20% zu erwarten.

Beteiligungsbericht 2017 - f.q.b. -

- In Zusammenhang mit der künftigen Versorgung des Mundenhofes konnten in der
Naturkita der f.q.b. die dort vorhandenen Nachtspeicheröfen ausgetauscht werden,
sodass dort künftig nicht mehr mit Strom geheizt wird.
- Erneuerung von Gewächshäusern: Zu Beginn der Pflanzenüberwinterung 2015/2016
wurden drei alte kleine Folienhäuser durch ein großes Gewächshaus mit Stegplatten
ersetzt. Es ist davon auszugehen, dass bereits der Ersatz der alten Folienhäuser zu
Energieeinsparungen geführt hat. Durch die Inbetriebnahme der Hackschnitzelheizung kann das neue Gewächshaus an die zentrale Heizungsanlage angeschlossen
werden. Hierdurch können drei einzelne Ölheizungen entfallen, die bisher direkt in den
Gewächshäusern installiert waren. Die genauen Einsparungen lassen sich erst nach
der kommenden Heizperiode – der 1. Heizperiode mit neuer Heizung – ermitteln.
- Im Jahr 2016 hat die f.q.b. die logistischen Prozesse in einem gemeinsamen Projekt
zusammengefasst. Dadurch war insbesondere ein rationellerer Einsatz des Fuhrparks
möglich. Daraus ergab sich eine Reduzierung des Treibstoffverbrauches um ca. 25%.
3.8.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung
2012 1

2013 1

T€

T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

521
904
20
1.445

376
766
18
1.160

353
935
1
1.289

805
613
2
1.420

1.130
787
3
1.920

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Fremdkaptital
Rechnungsabgrenzung
Summe

211
247
717
270
1.445

109
304
610
138
1.160

427
222
605
35
1.289

533
386
364
137
1.420

856
408
455
201
1.920

2017
Plan
T€
2.620
0
2.398
5.018

2018
Plan
T€
2.715
0
2.355
5.070

BILANZ

1

2014
T€

2015
T€

2016
T€

Angaben für die Jahre 2012 und 2013 von VABE zum Vergleich

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2014

2015 1

T€
1.905
9
2.928
4.842

T€
3.979
56
62
4.097

2016
IST
T€
5.129
-47
79
5.161

802
3.044
105
903
4.854

888
2.370
101
979
4.339

863
3.003
112
1.133
5.111

693
3.749
140
802
5.384

590
3.748
134
836
5.308

Betriebsergebnis
Finanzergebnis

-12
-4

-242
-2

50
-1

-366
-1

-238
-10

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Jahresergebnis2

-16
10
-26

-244
6
-251

49
6
43

-367
0
-367

-248
0
-248

Umsatzerlöse
Bestandsveränderung
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

1
2

Zuordnung GuV Positionen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab 2015
Ausweis Jahresergebnis 2014 nach Verlustausgleich (250 T€)

Beteiligungsbericht 2017 - f.q.b. -

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Geschäftsverlauf
Die Erhöhung der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 1.150 T€ ist im Wesentlichen auf die Steigerung der Erlöse aus sonstigen Dienstleistungen für die Betreuung der
Notunterkünfte von Flüchtlingen zurückzuführen. Insgesamt verbesserte sich das Ergebnis von – 251 T€ im Vorjahr auf + 43 T€. Durch die Verlustübernahme der Gesellschafterin in Höhe von 280 T€ (Vorjahr: 220 T€) wurde ein Jahresergebnis von 323 T€ erzielt.
Die Erhöhung des Anlagevermögens ist hauptsächlich auf die im Bau befindliche Hackschnitzelanlage auf dem Betriebshof Mundenhof zurückzuführen. Die Inbetriebnahme ist
im Jahr 2017 geplant. Weiterhin wurden diverse Fahrzeuge und Maschinen beschafft,
die für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs notwendig sind. Im Rahmen der
Umsetzung der Unternehmensziele wird die f.q.b auch künftig nicht kostendeckende
Maßnahmen durchführen und ist daher auf entsprechende Verlustabdeckungen des Gesellschafters angewiesen.
Chancen der zukünftigen Entwicklung
Insgesamt ist die Entwicklung der Auftragslage positiv. Insbesondere die Dienstleistungen im Außenbereich für die Stadt Freiburg und deren Gesellschaften konnten weiter
ausgebaut werden.
Beschäftigungsgesellschaften werden auch künftig sehr stark von der politischen Entwicklung in der aktiven Arbeitsmarktpolitik bestimmt. Dabei lassen sich scheinbar widersprechende Tendenzen erkennen. Obwohl die Zahl sozialversicherungspflichtiger Arbeitsverhältnisse in den letzten Jahren gestiegen ist, profitieren Langzeitarbeitslose mit
erheblichen Vermittlungshemmnissen von dieser Entwicklung kaum.
Risiken der zukünftigen Entwicklung
Beschäftigungsgesellschaften sind mit Wirtschaftsunternehmen kaum zu vergleichen.
Sie müssen einerseits Erlöse erwirtschaften, weil die öffentliche Finanzierung über Jobcenter, Bund und Kommune nicht auskömmlich ist, gleichzeitig sind durch die Gemeinnützigkeit sowie Vorgaben für Beschäftigungsmaßnahmen der Erlös- und vor allem der
Gewinnerwirtschaftung enge Grenzen gesetzt. Die wesentlichen Risiken für die f.q.b.
gGmbH liegen demnach in ihrer ideellen Tätigkeit begründet und ergeben sich vorwiegend aus den Veränderungen in der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Dazu gehören gesetzliche Änderungen, rechtliche Auslegungen sowie die Entscheidung über das Eingliederungsbudget der Jobcenter. Allerdings gibt es auch Wechselwirkungen und Risiken bei
den Zweckbetrieben.
Die operativen Risiken liegen derzeit überwiegend im Betriebshof am Mundenhof, auf
dem die Projekte Stadtgärtnerei, Holzhof, Logistik und Kita angesiedelt sind. Bedingt
durch eine veraltete Heizung müssen hohe Kosten aufgebracht werden, um den Verderb
von Kundenpflanzen zu vermeiden. Der Neubau der Heizungsanlage hat 2016 begonnen
und wird planmäßig in 2017 abgeschlossen.
c)
Kapitalzuführungen und –entnahmen
Stammkapital und Rücklagen blieben im Berichtsjahr unverändert.

Beteiligungsbericht 2017 - f.q.b. -

d)

Personalentwicklung
2014

2015

2016

2017
Plan

2018
Plan

49
6
1
2
58

52
6
2
0
60

4

9

9

29 18 11
30 12 18

30
28

30
30

Gesamt

Beschäftigte (Stammpersonal)
Aushilfen
Auszubildende
Beschäftigte ohne Entgeltzahlung.
Beschäftigte Gesamt
davon Führungskräfte

Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte
davon Führungskräfte

Anteil schwerbehinderter AN (%)
Personal im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen
- davon Vollzeit
- davon Teilzeit
Auszubildende in Bildungsmaßnahmen
Gesamt
Im Schnitt
e)

45
15
0
2
62

45
8
0
0
53

6

10

23
39

23
30

1

1

2

9,6

10,2

13,3

71
5
66
55
27

m

w

49 24 25
9 5 4
1 0 1
0 0 0
59 29 30
9

5

1

1

1

1

32
26
6

37 33
30 27
7 6

4
3
1

72
36
36

64
36
28

45
29

33 19 14
24 13 11

50
30

16
12

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Aufgrund des besonderen Unternehmensgegenstandes werden lediglich Kennzahlen zur
Vermögens- und Finanzlage ausgewiesen:
2012
Vermögens- / Finanzkennzahlen
Anlagenintensität1
Anlagendeckung1
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen1
1

%
%
%
T€

36,0
40,5
14,6
---

2013
32,4
28,9
9,4
-55

2014
27,4
121,0
33,1
-24

2015
56,7
66,2
37,5
452

2016
58,8
75,7
44,6
325

Veränderung der Kennzahl ist neben den in 2015 getätigten Investitionen auf eine neue Zuordnung der Pflanzen aus dem Verleihgeschäft in das Anlagevermögen zurückzuführen.

Beteiligungsbericht 2017 - f.q.b. -

3.9

Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG

3.9.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung, Unterhaltung und Verwaltung des
Neubaus des Fußballstadions in der Stadt Freiburg i.Br. Die Gesellschaft ist zu allen
Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der genannte Gesellschaftszweck
gefördert oder verwirklicht werden kann. Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung Baden-Württemberg (GemO).
3.9.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadt Freiburg i.Br.100,0 %
3.9.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 3.9.2)

b)
Geschäftsführung
Marcel Boyé
Jochen Tuschter
Reinhard Zähringer
Im Berichtsjahr 2016 erhielten Herr Boyé, Herr Tuschter sowie Herr Zähringer eine Gesamtvergütung von je 13,5 T€1.
1

In diesen Beträgen sind die Grundvergütungen, die variable Vergütungen (sofern vereinbart), über den
gesetzlichen Rahmen hinausgehende Leistungen für Altersvorsorge (sofern vereinbart) und sonstige
Leistungen (Sachbezüge, geldwerte Vorteile u.a.) enthalten.

c)

Aufsichtsrat (Stand 31.12.2016)

Vorsitzender:
Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg,
stellvertr. Vorsitzender: Oliver Leki,
Prof. Dr. Martin Haag, Bürgermeister Stadt Freiburg,
Fritz Keller,
Dr. Heinrich Breit,
Johannes Baumgartner,
Stadträt_innen:

Maria Viethen, Timothy Simms, David Vaulont, Wendelin Graf
von Kageneck, Hermann Aichele, Carolin Jenkner, Renate Buchen, Stefan Schillinger, Michael Moos, Atai Keller, Simon
Waldenspuhl, Prof. Dr. Rückauer (bis 27.09.2016), Dr. Wolf
Winkler (seit 27.09.2016), Dr. Johannes Gröger, Patrick Evers,

Beratendes Mitglied:

Otto Neideck, Erster Bürgermeister der Stadt Freiburg.

Im Berichtsjahr 2016 erhielt der Aufsichtsrat Vergütungen und Sitzungsgelder in Höhe
von 2 T€. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde:

Aufsichtsratsvorsitzender
Stellvertretender AR-Vorsitzender
Aufsichtsratsmitglieder
Beratendes Mitglied

Grundvergütung
pro Jahr
AR
PrA
0
0
0
0
0
0
0
0

Vergütung
pro Sitzung
AR
PrA
52
52
52
52

AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss

Beteiligungsbericht 2017 - SF OTG -

0
52
52
52

Sonstige
Vergütungen
AR
PrA
0
0
0
0

0
0
0
0

Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i. V. m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister/innen und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 €
pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt über
§ 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderät-innen. Der Frauenanteil im Aufsichtsrat lag
zum Stichtag 31.12.2016 bei 13,6 %.
3.9.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.
3.9.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG wurde im März 2016 zur Errichtung,
Unterhaltung und Verwaltung des neuen Fußballstadions gegründet. Es sind Nettobaukosten von 70 Mio. € angesetzt. Zur Finanzierung des Vorhabens wird die Stadt Freiburg
u.a. das zu bebauende Grundstück sowie einen nicht rückzahlbaren Investitionszuschuss von 9,5 Mio. € einbringen. Der Sport Club Freiburg e.V. beteiligt sich an der SFG
als atypisch stiller Gesellschafter mit einer atypisch stillen Einlage von mindestens 15
Mio. € bis 20 Mio. €. Die restliche Finanzierung erfolgt über den Kapitalmarkt. Bezüglich
aktueller Anpassungen der oben genannten Zahlen wird auf das Kapitel 3.9.7 b) verwiesen.
3.9.6 Klimaschutz
Entsprechend der Ausschreibung zugrundeliegenden Präambel soll das Stadion so
nachhaltig und effizient wie möglich gestaltet werden. Dabei soll auch die Nutzung von
Photovoltaik eine Rolle spielen. Hierzu sind bereits erste Maßnahmen wie bspw. die statische Vorrüstung des gesamten Stadiondaches zur Aufnahme einer PV-Anlage eingeleitet. Zusätzlich soll mit der nahezu CO2-neutralen Abwärme der Firma Rhodia das Stadion mit Fernwärme versorgt werden, die hierfür notwendigen Anlagen sind im Stadionkonzept und auf dem Stadiongelände bereits vorgesehen.
3.9.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung
2016 1

BILANZ

T€
AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Summe

142
343
486

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Fremdkaptital
Summe

466
7
13
486

1

Gesellschaft wurde im März 2016 gegründet

Beteiligungsbericht 2017 - SF OTG -

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2016

2017
Plan
T€

T€
Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

2018
Plan
T€

2
0
2

0
0
0

0
0
0

4
54
0
30
87

0
79
0
81
160

0
72
0
84
156

Betriebsergebnis
Finanzergebnis

-85
0

-160
0

-156
0

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Jahresergebnis

-85
0
-85

-160
20
-180

-156
0
-156

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

b)
Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick
Gemäß dem Unternehmensgegenstand hat das Unternehmen im Rumpfwirtschaftsjahr
2016 erste Investitionen zur Errichtung des neuen Fußballstadions getätigt, die im Wesentlichen die Aktivierung erster Planungsaufwendungen betrafen. Das erste Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresfehlbetrag von 85 T€ ab, der hauptsächlich auf die in Anspruch genommenen Personaldienstleistungen und auf sonstige betriebliche Aufwendungen zurück zu führen ist. Der Jahresfehlbetrag 2017 wird voraussichtlich bei 129 T€
liegen; damit würde sich gegenüber dem Planansatz für 2017 eine Ergebnisverbesserung von 51 T€ ergeben.
Die Stadt Freiburg erstellt den Bebauungsplan, der die notwendigen baurechtlichen Voraussetzungen zur Errichtung des Stadions und der erforderlichen Verkehrsinfrastruktur
schaffen wird. Im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung wurde in einem mehrstufigen Verfahren im Laufe des Jahres 2017 ein Totalunternehmer durch die Gesellschaft
und die Stadt Freiburg als Bauherren ermittelt, der nach der Entscheidung im Aufsichtsrat die Bauanträge der beiden Bauherren stellen wird. Die Baugenehmigungen für den
Stadionneubau und die privatrechtlich zu errichtenden Stellplätze/Außenanlagen der
Stadt werden für 2018 erwartet.
Unter der Annahme, dass ein rechtswirksamer Bebauungsplan und die beiden Baugenehmigungen der beiden Bauherren möglich sind, wird erwartet, dass die Errichtung und
Fertigstellung des Stadions und die durch die Stadt als Bauherrin zu tragenden Investitionen in die öffentlichen und privaten Erschließungsmaßnahmen eine Fertigstellung und
Inbetriebnahme des Stadions je nach Genehmigungsverlauf entweder zur Winterpause
der Saison 2019/2020 oder zum Bundesligasaisonbeginn 2020/2021 ermöglichen sollten.
Nach der Errichtung des Stadionneubaus beschränkt sich das Tätigkeitsfeld der SFG in
erster Linie auf bauliche Nachabwicklungen, Verwaltungsaufgaben und die Verpachtung
des Stadions an den SC Freiburg e.V.
Chancen der zukünftigen Entwicklung
Mit dem Stadionneubau und den weiteren Investitionen der Stadt im Bereich „ Im Wolfswinkel“ besteht die Chance, die Stadt weiter zu entwickeln und gleichzeitig dem SC Freiburg e.V. eine bessere Ausgangslage im sportlichen Wettbewerb zu ermöglichen. Mit
den damit verbundenen Chancen erwartet die Gesellschaft im Zeitablauf nach Inbetriebnahme des Stadions kostendeckende Pachterlöse.

Beteiligungsbericht 2017 - SF OTG -

Risiken der zukünftigen Entwicklung
Nach Prüfung der Europäischen Kommission gibt es keine Anzeichen, dass die Maßnahme nicht als Beihilfe für Sportinfrastrukturen mit Artikel 107 Absatz 3 Buchstabe c
des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) vereinbar sein
könnten. Ein beihilferechtliches Risiko ist dementsprechend derzeit nicht erkennbar.
Weitere Risiken können sich aus sich ändernden rechtlichen Rahmenbedingen oder deren Auslegung ergeben. So bestehen für die Stadt und die SFG die allgemeinen Risiken
aus dem Bebauungsplanverfahren sowie im Rahmen des Bauantrages. Eventuell durch
Dritte bedingte Bau- und Verfahrensverzögerungen können u.a. zur Verschiebung der
beabsichtigten Investitionsmaßnahmen im Zeitablauf und dadurch bedingten Veränderungen der Planungsansätze führen.
Auch nach Abschluss des Vertrages mit dem Totalunternehmer (TU) über einen Festpreis bestehen abhängig von verschiedenen extern und intern bedingten Entwicklungen
wirtschaftliche Risiken, die mit möglichen Veränderungen des Budgets verbunden sein
können, wenn die in den Planungsgrundlagen der Gesellschaft eingestellten Ansätze für
die Errichtung des Stadions, die inzwischen von 70 Mio. € Nettobaukosten und 12 Mio. €
Sacheinlage auf 76,45 Mio. € Nettobaukosten und 13,7 Mio. € für Sacheinlagen der
Stadt inklusive Baulasten fortgeschrieben sind, sich verändern sollten. Bedingt durch
eine größere Nutzungsfläche für den Stadionbetrieb werden spätestens mit der Schlussrechnung des TU gegenüber der Stadt noch anteilige Bauinvestitionen gegenüber der
SFG abzurechnen sein. Die Stadt wird hierzu einen anteilig erhöhten Zuschuss gegenüber der SFG gewähren. Mit dem geplanten Finanzierungskonzept können sich weitere
Risiken bzw. Chancen aus den Veränderungen der Kapitalmarktkonditionen im Zeitablauf des Bauprojektes ergeben.
c)
Kapitalzuführungen und –entnahmen
In 2016 leistete die Stadt Freiburg eine Kommanditeinlage von 1 T€ während der SC
Freiburg e.V. eine Einlage als atypisch stiller Gesellschafter von 550 T€ einbrachte.
d)

Personalentwicklung
2016
Gesamt m

Anzahl der Arbeitsplätze (Nebentätigkeit)
Sozialversicherungspflichtig GF
Geringfügig Beschäftigte
Gesamt
e)

3
2
5

3
1
4

2017
Plan

2018
Plan

3
2
5

3
1
4

w

0
1
1

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2016

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen

%
%
%
T€

29,3
327,2
95,9
142

Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow

%
%
%
T€

> - 100
-18,3
-17,6
-85

Beteiligungsbericht 2017 - SF OTG -

3.10

Stadion Freiburg Verwaltungsgesellschaft mbH

3.10.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung, Unterhaltung und Verwaltung des
Neubaus des Fußballstadions in der Stadt Freiburg i. Br. Hierzu zählt insbesondere auch
die Beteiligung als persönlich haftende geschäftsführende Gesellschafterin der „Stadion
Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG“ (SFG). Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen
und Geschäften berechtigt, durch die der genannte Gesellschaftszweck gefördert oder
verwirklicht werden kann. Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im
Sinne der Gemeindeordnung Baden- Württemberg (GemO).
3.10.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadt Freiburg i. Br.

100 %

3.10.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 3.10.2)

b)

Geschäftsführung

Reinhard Zähringer
Jochen Tuschter
Marcel Boyé
Zur Vergütung der Geschäftsführung wird auf die Ausführungen unter Kapitel 3.9.3 b)
verwiesen.
c)

Überwachungsorgan

Als Überwachungsorgan fungiert der Aufsichtsrat der Stadion Freiburg Objektträger
GmbH & Co. KG (siehe Abschnitt 3.9.3 c).
3.10.4 Beteiligungen des Unternehmens
Das Unternehmen hält keine Beteiligungen
3.10.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Gesellschaft entfaltet keine eigenen Geschäftstätigkeiten. Ihre Aufgabe beschränkt
sich auf die Funktion als persönlich haftende Gesellschafterin der Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG (siehe Abschnitt 3.9.5).

Beteiligungsbericht 2017 - SF GmbH -

3.10.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung
2016 1

BILANZ

T€
AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Summe

0
27
27

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Fremdkaptital
Summe

25
1
1
27

1

Gesellschaft wurde im März 2016 gegründet.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2016

2017
Plan
T€

T€

2018
Plan
T€

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

3
0
3

3
0
3

3
0
3

Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

3
3

3
3

3
3

Betriebsergebnis

0

0

0

Finanzergebnis

0

0

0

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Jahresergebnis

0
0
0

0
0
0

0
0
0

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft wird durch die Geschäftsführungstätigkeit für
die SFG GmbH & Co. KG geprägt. Sie erhält für die Übernahme der Haftung eine Entschädigung.
c)
Kapitalzuführungen und –entnahmen
Zur Gründung der Gesellschaft wurden 25 T€ Haftungskapital von der Gesellschafterin
Stadt Freiburg i. Br. eingebracht.
d)

Personalentwicklung

Das Unternehmen beschäftigt kein Personal.
e)
Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Da sich die Tätigkeit der Gesellschaft auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin der SFG GmbH & Co. KG beschränkt, wird auf die Ermittlung und den Ausweis von Kennzahlen verzichtet. Es wird auf die Darstellung der entsprechenden Kennzahlen im Abschnitt 3.9.6 e) verwiesen.

Beteiligungsbericht 2017 - SF GmbH -

4

Beteiligungen im Rahmen der regionalen Infrastruktur

4.1

Regionales Rechenzentrum Südlicher Oberrhein GmbH

4.1.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Vermietung eines jederzeit betriebsbereiten Betriebs- und Verwaltungsgebäudes in Freiburg, Auwaldstraße 11. Die Gesellschaft ist darüber hinaus zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die den Gesellschaftszweck fördern.
4.1.2 Beteiligungsverhältnisse
Am Stammkapital der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2016 beteiligt:
Stadt Freiburg i.Br.
Landkreis BreisgauHochschwarzwald
Landkreis Waldshut

28%
12%
12%

Landkreis Emmendingen
Landkreis Lörrach
Ortenaukreis
Landkreis Konstanz

12%
12%
12%
12%

4.1.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 4.1.2)

b)

Geschäftsführung

Helmut Schöpflin
Angaben über die gewährten Gesamtbezüge unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.
4.1.4 Beteiligungen des Unternehmens
Das Unternehmen hält keine Beteiligungen.
4.1.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Das Unternehmen hat bis zum 31.12.2001 Dienstleistungen für Kommunen und deren
Einrichtungen im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit erbracht. Diese Aufgaben sind
zusammen mit den technischen und kaufmännischen Vermögensgegenständen mit Beginn des Geschäftsjahres 2002 auf die KR BF GmbH (vgl. Kap. 4.2) übertragen worden.
Das Personal ist zum 31.12.2001 auf den Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung
Südlicher Oberrhein (ZV KDSO) überführt worden und ging nach dessen Auflösung zum
01.01.2003 auf den ZV KIV Baden-Franken über.
Seit 01.01.2002 ist die Gesellschaft als Vermieterin ihres Betriebs- und Bürogebäudes
sowie weiterer Räume tätig. Mieter sind der ZV KIV Baden-Franken, der DVDienstleistungen für hoheitliche Kunden anbietet und die KRBF GmbH, die ein Rechenzentrum als Produktionsstätte betreibt und DV-Dienstleistungen gegenüber gewerblichen
Kunden anbietet.

Beteiligungsbericht 2017- RRSO GmbH -

4.1.6 Klimaschutz
Das Gebäudemanagement hat in den letzten Jahren vielfältige EnergieEinsparungsmaßnahmen vorgenommen. Seit dem Jahr 2011 bis 2016 konnte damit ca.
180.000 kWh Strom eingespart und somit rd. 110 Tonnen CO2-Ausstoß verhindert werden.
Im Jahr 2011 hat die RRSO am ECOfit-Projekt der Stadt Freiburg teilgenommen. In den
Folgejahren wurden diverse Sanierungsmaßnahmen am Gebäude durchgeführt, die immer noch andauern, u.a. den Austausch veralteter Beleuchtungsmittel und Austausch
der Fenster. Die Haustechnik hat eine neue Lüftungsanlage und neue Kompressoren
installieren lassen, um einige Beispiele zu nennen.
4.1.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012
T€

2013
T€

2014
T€

2015
T€

2016
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

4.324
192
2
4.518

4.253
377
2
4.632

4.364
323
3
4.689

4.360
146
2
4.508

4.332
373
2
4.708

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

2.483
473
1.561
0
4.518

2.638
421
1.573
0
4.633

2.829
422
1.438
0
4.689

2.969
389
1.149
0
4.508

3.099
389
1.171
49
4.708

2018
Plan
T€
617
0
617

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

T€
642
8
650

T€
712
0
712

T€
659
0
659

2017
Plan
T€
628
0
628

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

204
19
116
48
387

291
5
123
52
471

285
18
120
50
473

217
5
140
52
414

237
15
140
54
446

Betriebsergebnis
Finanzergebnis

263
-72

241
-70

186
-33

214
-40

171
-33

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und Ertrag

191
1

171
31

153
23

174
32

138
25

Jahresüberschuss

190

140

130

142

113

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

2014

2015

2016

b)
Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick
Seit dem Geschäftsjahr 2002 beschränkt sich die Gesellschaft ausschließlich auf die
Verwaltung ihres eigenen Vermögens, insbesondere der Verwaltung ihrer Betriebsimmobilie. Das Vermietungskonzept für die Betriebsimmobilie lässt auch zukünftig ein dem
Beteiligungsbericht 2017- RRSO GmbH -

Geschäftsgegenstand angemessenes Jahresergebnis erwarten. Aufgrund bestehender
Mietverträge ergibt sich für die Gesellschaft mittelfristig kein Risiko.
c)
Kapitalzuführungen und -entnahmen
Im Berichtsjahr blieb das gezeichnete Kapital unverändert.
d)
Personalentwicklung
Die RRSO GmbH beschäftigt ab 2002 kein eigenes Personal mehr.
e)
Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Tätigkeit der RRSO GmbH erstreckt sich auf die kontinuierliche Vermietung eines
betriebsbereiten Betriebs- und Verwaltungsgebäudes; auf die Ermittlung und Ausweisung von Kennzahlen wird daher verzichtet.

Beteiligungsbericht 2017- RRSO GmbH -

4.2

Kommunales Rechenzentrum Baden-Franken GmbH

4.2.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand der Gesellschaft ist im Rahmen der Erfüllung öffentlicher Zwecke im Sinne
der Gemeindeordnung der Betrieb eines kommunalen Rechenzentrums mit angeschlossenem Datennetz sowie allen dazugehörenden Dienstleistungen.
4.2.2 Beteiligungsverhältnisse
Der Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken ist alleiniger
Gesellschafter der KRBF GmbH. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt
1.500.000,00 €. Zum 31.12.2016 wird darüber hinaus eine Kapitalrücklage in Höhe von
3.500.000,00 € ausgewiesen.
4.2.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 4.2.2)

b)

Geschäftsführung

Dipl. Wirtschaftsingenieur William Schmitt
Angaben über die gewährten Gesamtbezüge unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.
4.2.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft ist mit 127.822,97 € (27,78%) am Stammkapital der DZ Datenzentrale
Entwicklungs- und Vertriebs GmbH, Stuttgart beteiligt. Des Weiteren besteht eine Beteiligung am Badischen Gemeinde Versicherungsverband mit 800,00 €.
4.2.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Gesellschaft betreibt ein kommunales Rechenzentrum, welches die EDV-Produktion
sowohl für den hoheitlichen Aufgabenbereich der Verbandsmitglieder des ZV KIVBF
(Gesellschafter) als auch für den kommunalen gewerblichen Bereich, insbesondere für
das Gesundheitswesen und die Versorgungsunternehmen erledigt. Personal der Stadtwerke und Krankenhäuser werden auch in informationstechnischen Angelegenheiten
beraten, betreut und geschult. Bei der EDV-Produktion werden vertrauliche Daten der
Bürger verarbeitet, die sowohl unter das Steuer-, Melde- als auch unter das Sozialgeheimnis fallen. An Datenschutz und Datensicherheit sind deshalb hohe Anforderungen
gestellt, welche die KRBF zu erfüllen hat. Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens zeigt folgende Übersicht:
2012

2013

2014

2015

2016

T€

T€

T€

T€

T€

Umsatzerlöse aus
- Leistungen der KIVBF-Firmengruppe 20.105
- Erlösen aus Fallpreisen und Service
14.589
- sonstigen Erlösen (davon 1.544 T€ im Verbund)
169

23.772
7.088
1.496

22.707
6.799
1.903

24.973
7.509
1.678

25.232
7.871
2.102

Umsatzerlöse Gesamt

32.356

31.409

34.160

35.205

34.863

Beteiligungsbericht 2017 - KR BF GmbH -

4.2.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012
T€

2013
T€

2014
T€

2015
T€

2016
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

13.517
6.173
1.755
21.445

14.479
10.175
2.500
27.155

15.833
8.270
2.765
26.868

21.483
17.341
4.546
43.371

21.914
11.905
4.228
38.047

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Passiv latente Steuern
Summe

7.278
1.939
12.082
28
117
21.445

8.539
1.720
16.821
3
71
27.155

8.903
1.558
16.373
0
34
26.868

9.538
791
33.006
1
34
43.371

9.233
527
28.285
2
0
38.047

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2014

2015

2016

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
31.409
822
32.231

T€
34.160
354
34.514

T€
35.205
32
35.237

2017
Plan
T€
36.380
3432
39.812

2018
Plan
T€
42.008
792
42.800

Materialaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

19.628
5.428
6.362
31.419

23.503
7.364
2.295
33.162

25.626
8.001
1.440
35.067

26.089
10.786
2.271
39.146

28.619
10.612
2.567
41.798

812
-246

1.352
-333

170
-503

666
-639

1.002
-726

566
0
202
364

1.019
0
384
635

-333
0
-28
-305

27
0
10
17

276
0
94
182

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Außerordentliches Ergebnis
Steuern vom Einkommen/Ertrag und Sonstige
Jahresergebnis

b)

Die Lage des Unternehmens, Ausblick und Entwicklung

Darstellung des Geschäftsverlaufs
Die KRBF stellte im Berichtszeitraum durch ihr umfassendes Leistungsspektrum mit einer Vielzahl von Anbindungen weiterhin innovative, technologisch tragfähige und auf die
Geschäftsprozesse der Kunden abgestimmte zeitgemäße IT-Lösungen zur Verfügung.
Die KIVBF-Firmengruppe schaut für 2016 auf einen guten Geschäftsverlauf zurück. Die
Mitgliederbasis des Zweckverbandes konnte mit Aufnahme (ab 01.01.2017) der Gemeinde Hohenfels, des Regionalverbandes Südlicher Oberrhein und des Verbands Region Rhein-Neckar gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 542 gesteigert werden.
Innovationsprojekte in 2016 waren die konzeptionelle Weiterentwicklung der KIVBFCloud-Plattform zur universell einsetzbaren „cloud4“-Plattform, die im Bereich „Schule
und Bildung“ die als „cloud4school“ bestehende Plattform ersetzen soll sowie die Fortschreibung des Transformationsprogramms 4IT zur Restrukturierung des Datenverarbeitungs-Verbundes Baden-Württemberg (DVV). Im Fokus der geschäftlichen Aktivitäten
2016 standen außerdem der konsequente Ausbau des Dokumentenmanagements und

Beteiligungsbericht 2017 - KR BF GmbH -

die weitere Umstellung der Bestandskunden auf die Kommunale Doppik. Der Geschäftsbereich Finanzwesen war 2016 von zahlreichen Kundenprojekten geprägt. Schwerpunktmäßig sind hier die knapp 80 NKHR-Migrationsprojekte zu nennen, die zum
01.01.2017 mit dem Kommunalmaster-Smart bzw. dem Kommunalmaster-Doppik Standard produktiv gesetzt worden sind.
Ausblick
Zentrale Aufgaben für 2017 und darüber hinaus sind der weitere Ausbau des Geschäftsfelds Schul- und BildungsCloud sowie die Themen E-Government und Bürgerbeteiligung.
Über Lösungen und Lösungskomponenten hinaus müssen verstärkt neue übergreifende
Ansätze entwickelt werden, um die Kommunen bei der Erledigung ihrer Aufgaben für die
Daseinsvorsorge zu unterstützen. Für die Jahre ab 2017 werden positive Jahresergebnisse erwartet.
Risikobeurteilung
Allgemeine Risiken des Unternehmens liegen in der Entwicklung des wirtschaftlichen
Umfelds und der Wettbewerbssituation. Zu den weiteren Risiken eines ITDienstleistungsunternehmens gehören das Risiko einer sich verschärfenden Wettbewerbssituation mit Abwanderung von Kunden, Ressourcenengpässe, fehlendes Neugeschäft bzw. ausbleibende Geschäftsfeldentwicklung und fehlende Neukunden und Risiken im Bereich der IT- und Datensicherheit. Das Risikomanagement sorgt durch Verankerung in die täglichen Prozesse für eine vollständige Transparenz über die aktuelle Risikosituation und sorgt rechtzeitig für notwendige Eventualentscheidungen im Gesamtkontext von Chancen und Risiken.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Berichtsjahr erfolgte keine Veränderung des Stammkapitals bzw. der Rücklagen.
d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft weist keine eigenen Beschäftigten aus. Personalleistungen werden von
den Beschäftigten des Gesellschafters im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrages
erbracht.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2012

2013

2014

2015

2016

Vermögens- / Finanzkennzahlen

Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen

%
%
%
T€

62,4
251,9
33,9
3.702

52,8
341,2
31,4
963

58,5
96,6
33,1
1.354

49,5
136,3
22,0
5.650

57,6
120,7
24,3
430

Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow

%
%
%
T€

3,9
18,8
9,0
3.246

3,9
14,8
7,5
5.928

1,2
4,1
3,0
7.621

1,8
6,6
3,1
7.749

-0,9
-3,3
0,4
7.400

Beteiligungsbericht 2017 - KR BF GmbH -

4.3

Rheinhafen Breisach GmbH

4.3.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und der Betrieb von Hafenanlagen, die
Verwaltung und Verpachtung von Grundstücken und Gebäuden sowie die Erfüllung aller
damit zusammenhängenden Aufgaben. Hierzu gehören der Transport, der Umschlag
und die Lagerung von Gütern aller Art.
4.3.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadt Breisach
Landkreis Breisgau Hochschwarzwald
BAVARIA Schifffahrts- und Speditions-AG
Stadt Freiburg i.Br.
Birkenmeier Stein + Design GmbH & Co. KG
Kies- und Splittverladegesellschaft mbH
Erismann & Cie. GmbH
IHK Südlicher Oberrhein
KLEYLING KG
Spedition Bäumle GmbH

31,80 %
23,20 %
27,00 %
11,26 %
1,67 %
1,67 %
1,00 %
1,00 %
1,00 %
0,40 %

4.3.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 4.3.2)

b)

Geschäftsführung

Martin Kuttler
Angaben über die gewährten Gesamtbezüge unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.
c)

Aufsichtsrat (31.12.2016)

Oliver Rein
Andreas Dicke
Peter Bercher
Thomas Birkenmeier
Alexander Hackenjos
Andreas Kempff
Otto Neideck
Dorothea Störr-Ritter
Alfred Vonarb

Bürgermeister der Stadt Breisach, Vorsitzender
stellvertretender Vorsitzender
Stadtrat a.D., Breisach
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Hauptgeschäftsführer, IHK
Erster Bürgermeister der Stadt Freiburg i. Br.
Landrätin, Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Bürgermeister a.D. der Stadt Breisach, Vorsitzender

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Jahr 2016 auf 10 T€.
Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i.V.m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister/innen und Bürgermeister/innen bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 €
pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt über §
32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderät_innen.
Im Berichtsjahr lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 11,1 %.

Beteiligungsbericht 2017- Rheinhafen Breisach GmbH -

4.3.4 Beteiligungen des Unternehmens
Lagerhaus Breisach GmbH (66 %)
4.3.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Der Schwerpunkt der wirtschaftlichen Tätigkeit liegt im Betrieb von Hafenanlagen mit
dem Be- und Entladen von Gütern, der Organisation von Transporten und Lagerung, der
Verpachtung von Grundstücken, der Vermietung von Lagerhallen sowie der Betrieb einer
öffentlichen Brückenwaage und aller damit verbundenen Dienstleistungen. Die Entwicklung der Umschlagsmengen zeigt folgende Übersicht:

Ankunft (t)
Abgang (t)
Gesamt (t)

2012
314.038
681.745
995.783

2013
249.870
441.030
690.900

2014
303.257
378.793
682.050

2015
232.026
287.194
519.220

2016
249.015
353.448
602.463

4.3.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012
T€

2013
T€

2014
T€

2015
T€

2016
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Summe

550
2.795
3.345

526
2.766
3.292

552
2.861
3.413

528
2.796
3.324

597
2.659
3.256

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

2.617
564
164
3.345

2.687
524
81
3.292

2.762
583
68
3.413

2.619
595
110
3.324

2.634
587
36
3.256
2018
Plan
T€
1.200
50
1.250

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2014

2015

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
1.371
121
1.492

T€
1.071
77
1.148

T€
1.134
43
1.177

2017
Plan
T€
1.050
50
1.100

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

175
765
27
348
1.315

131
790
26
303
1.250

115
726
17
272
1.131

110
815
30
200
1.155

120
800
30
250
1.200

Betriebsergebnis
Finanzergebnis

177
149

-102
153

46
98

-55
120

50
100

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern

327
57

51
-2

144
12

65
20

150
25

Jahresüberschuss

270

53

132

45

125

Beteiligungsbericht 2017- Rheinhafen Breisach GmbH -

2016

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Bei den dem Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen e.V. angeschlossenen Umschlagsplätzen ist der Schiffsgüterumschlag gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig.
Demgegenüber war bei der RHB GmbH beim wasserseitigen Güterumschlag ein Anstieg
von 16 % zu verzeichnen. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere Mehrmengen
beim Umschlag von Sand, Kies und Splitt, Holzpellets sowie Klinker. Positiv beeinflusst
wurde die Ergebnisentwicklung durch den 18 %-igen Anstieg der Gütermengen, die mit
den Krananlagen der Gesellschaft umgeschlagen wurden.
Die weitere Entwicklung ist vor allem vom konjunkturellen Entwicklung der Branchen, die
ihre Produkte und Erzeugnisse in Breisach umschlagen, abhängig. Hinzu kommen einige
andere externe Faktoren, wie zum Beispiel die verkehrspolitisch sinnvolle Verlagerung
von Transporten auf die Wasserstraße.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Das Stammkapital blieb im Berichtsjahr unverändert.
d)

Personalentwicklung (im Jahresdurchschnitt)
2014

Tariflich Beschäftigte
Beschäftigte Gesamt
Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte

2015

16
16

2016

16
16

Gesamt
15
15
13
2

m
13
13
12
1

w
2
2
1
1

---

---

---

davon Führungspersonal

e)

2017
Plan
16
16

2018
Plan
16
16

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2012

2013

2014

2015

2016

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen

%
%
%
T€

16,4
>100
78,2
65

16,0
>100
81,6
-23

16,2
>100
80,9
26

15,9
>100
78,8
-24

18,3
>100
80,9
69

Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow

%
%
T€

25,4
17,8
14,5
425

24,0
11,5
10,0
303

23,8
11,7
10,0
326

4,8
1,9
1,6
87

12,7
5,5
4,4
144

Personalkennzahlen
Umsatz pro Mitarbeiter/-in
Personalkosten je Mitarbeiter/-in

T€
T€

123,5
48

81,7
52

85,7
49

66,9
51

75,6
50

Beteiligungsbericht 2017- Rheinhafen Breisach GmbH -

4.4

Lagerhaus Breisach GmbH

4.4.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und der Betrieb von Siloanlagen und
Lager, vornehmlich für Getreidelagerung, Umschlag und Transport.
4.4.2 Beteiligungsverhältnisse
Rheinhafen Breisach GmbH
Raiffeisen-Zentralgenossenschaft eG

66 %
34 %

4.4.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Gesellschafterversammlung (siehe Abschnitt 4.4.2)

b)

Geschäftsführung

Martin Kuttler
Angaben über die gewährten Gesamtbezüge unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.
c)

Aufsichtsrat

Oliver Rein
Alfred Vonarb
Dr. Ewald Glaser
Heinrich B. Frings
Peter Bercher

Bürgermeister der Stadt Breisach, Vorsitzender
Bürgermeister a.D. der Stadt Breisach
Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen - Zentralgenossenschaft eG,
Karlsruhe -, stellvertretender Vorsitzender
Vorstand Bavaria AG
Stadtrat, Gesellschafter-Geschäftsführer, Erismann & Cie, Breisach

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Jahr 2016 auf 6 T€.
4.4.4 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012
T€

2013
T€

2014
T€

2015
T€

2016
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Summe

541
2.562
3.103

901
2.281
3.182

1.670
1.845
3.515

1.628
1.749
3.377

1.555
2.119
3.674

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

2.193
495
415
3.103

2.222
578
381
3.182

2.287
464
764
3.515

2.152
539
686
3.377

2.200
526
948
3.674

Beteiligungsbericht 2017- Lagerhaus Breisach GmbH-

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2012
T€
7.033
90
7.123

2013
T€
5.838
37
5.875

2014
T€
2.641
181
2.822

2015
T€
3.054
56
3.110

2016
T€
3.029
44
3.073

5.765
167
19
497
6.448

4.926
161
12
397
5.496

1.747
152
12
397
2.308

2.169
164
82
486
2.901

2.134
110
82
402
2.728

Betriebsergebnis
Finanzergebnis

675
15

379
15

514
15

209
-2

345
-9

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern

690
196

394
119

529
119

207
96

336
124

Jahresüberschuss

494

275

410

111

212

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

Für diese mittelbare Beteiligung werden angesichts des Größenverhältnisses keine weiteren Ausführungen im Beteiligungsbericht gemacht.

Beteiligungsbericht 2017- Lagerhaus Breisach GmbH -

4.5

Gewerbepark Breisgau GmbH

4.5.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung des Gewerbeparks Breisgau auf
dem Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes Bremgarten zu einem interkommunalen
Gewerbe- und Industriegebiet. Die Gesellschaft hat für das Verbandsgebiet des Zweckverbandes Gewerbepark Breisgau insbesondere die Aufgabe, Werbemaßnahmen, die
Ansiedlung und Betreuung von Unternehmen, die Verpachtung von Grundstücken und
die Vermietung von Gebäuden, die Unterhaltung der Straßen und Grünflächen, die technische Betriebsführung der Abwasserkanäle, den Betrieb des Sonderlandeplatzes und
des Industriegleises sowie die Wasserversorgung durchzuführen. Das Unternehmen verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung.
4.5.2 Beteiligungsverhältnisse
Zweckverband Gewerbepark Breisgau
Sparkasse Staufen-Breisach
Sparkasse Markgräflerland
Volksbank Staufen eG
Volksbank Breisgau Süd eG
Freiburg-S-Wirtschaft-Immobilien GmbH & Co. KG

75%
5%
5%
5%
5%
5%

4.5.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Abschnitt 4.5.2)

b)

Geschäftsführung

Markus Riesterer
Angaben über die gewährten Gesamtbezüge unterbleiben gem. § 286 HGB Abs. 4 HGB.
4.5.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen
4.5.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Das Unternehmen verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung. Die Gewerbepark Breisgau GmbH erledigte im Geschäftsjahr 2015 folgende
Aufgaben für den Zweckverband Gewerbepark Breisgau:
•
•
•
•
•
•
•
•

Erledigung von Aufgaben der Verbandsverwaltung.
Marketingmaßnahmen,
Vermarktung der Gewerbegrundstücke,
Unterhaltung der öffentlichen Straßen sowie der Geh- und Radwege einschließlich
der Durchführung der Straßenreinigung und des Winterdienstes; Unterhaltung der
Straßenbeleuchtung und der öffentlichen Grünbereiche,
Unterhaltung und Betrieb der Schmutz- und Regenwasserkanalisation und der Regenwasserversickerungsbecken,
Unterhaltung und Betrieb der Wasserversorgung,
Unterhaltung und Betrieb des Sonderlandeplatzes und des Industriegleises,
Projektsteuerung für Erschließungsmaßnahmen.

Beteiligungsbericht 2017 - Gewerbepark Breisgau GmbH -

4.5.6 Klimaschutz
Der Gewerbepark Breisgau arbeitet derzeit an einem Elektromobilitätskonzept. Ziel des
Projekts ist es, Strategien und Maßnahmen für eine nachhaltige, klimafreundliche und
energieeffiziente Mobilitätsinfrastruktur zu erarbeiten, um zum Beispiel Standorte für Ladestationen im Gewerbepark Breisgau zu bestimmen. Um eine zuverlässige Datengrundlage zu schaffen, werden in der ersten Phase des Projekts das Potenzial des
Fuhrparks sowie die Interessenlage für Elektromobilität bei den im Gewerbepark vertretenen Firmen abgefragt. Dies soll im Ergebnis dazu führen, dass eine gemeinsame Strategie zur Elektromobilität im Gewerbepark Breisgau entwickelt werden kann. Die Unternehmen sind um Mitarbeit gebeten worden, indem sie einen Fragebogen ausfüllen, um
Aufschluss über die jeweiligen Interessenlagen zu bekommen.
4.5.7 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012
T€

2013
T€

2014
T€

2015
T€

2016
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

129
407
3
539

117
378
18
513

115
321
3
439

189
463
2
654

270
514
0
784

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Summe

315
41
183
0
539

326
37
146
4
513

283
99
53
4
439

358
164
130
2
654

469
155
157
3
784

2018
Plan
T€
1.496
40
1.536

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
1.470
131
1.601

T€
1.495
100
1.595

T€
1.529
42
1.571

2017
Plan
T€
1.394
28
1.422

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

407
488
29
724
1.648

365
486
28
623
1.502

320
482
57
552
1.411

370
510
30
506
1.416

300
630
40
545
1.515

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Sonstige Steuern ('-' = Steuererstattungen)

-47
1
-46
-3

93
-4
89
14

160
-5
155
45

6
0
6
5

21
0
21
6

Jahresergebnis

-43

75

110

1

15

b)

2014

2015

2016

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Der Geschäftsverlauf 2016 war gekennzeichnet von einem weiterhin guten Grundstücksverkauf sowie einer weiteren Verbesserung der Infrastruktur, so konnte der BreitbandBeteiligungsbericht 2017 - Gewerbepark Breisgau GmbH -

ausbau komplett abgeschlossen werden. Seit Beginn der Konversion wurden durchschnittlich rund 5,1 ha pro Jahr verkauft. Die Ertragslage hat sich zum Vorjahr deutlich
verbessert aufgrund von Einsparungen im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.
In den nächsten Jahren sind für das Unternehmen keine Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Der Vertrieb von Gewerbeflächen im Gewerbepark Breisgau wird darauf
zu achten haben, dass eine gesunde Vielfalt von leistungsfähigen Gewerbebetrieben
angesiedelt werden kann. Bedingt durch den raschen Abbruch der ehemaligen vermieteten Gebäude erzielt die Gesellschaft von Jahr zu Jahr geringere Mieteinnahmen. Ab dem
Jahr 2017 werden Mieteinnahmen von rund 180 T€ brutto jährlich (ohne Flüchtlingsunterbringung) erwartet. Von der Deutschen Bahn AG erhält die Gesellschaft in 2017 für
die Einräumung einer Mitnutzung der Gleisanlagen einmalig einen Betrag von rund 216
T€. Größere Investitionen stehen in den nächsten Jahren nicht an.
Risiken mit besonderem Einfluss auf Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht zu
erwarten.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Berichtsjahr 2016 wurde das gezeichnete Kapital nicht verändert.
d)

Personalentwicklung (Jahresdurchschnitt)
2014

Beschäftigte Gesamt
Vollzeit
Teilzeit

18
4
7

2015

2016

Gesamt
19
19
4
4
8
8

2017
Plan

m
14
2
6

w
5
2
2

davon Führungspersonal

1

1

1

1

1

Minijob
Praktikant_innen

6
1

6
1

7
---

6
---

1
---

e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Auf die Ermittlung und Darstellung von Kennzahlen wurde verzichtet

Beteiligungsbericht 2017 - Gewerbepark Breisgau GmbH -

2018
Plan

18

19

4.6

Energieagentur Regio Freiburg GmbH

4.6.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens sind im Verflechtungsbereich des Oberzentrums Freiburg alle Geschäfte und Dienstleistungen sowie Maßnahmen, die mit einer dem Klimaschutz verpflichteten, sparsamen und umweltschonenden Energieverwendung, zusammenhängen; dies sind insbesondere:
- der Verbesserung des Wärmeschutzes im Gebäudebestand,
- der Förderung des Einsatzes energiesparender Haustechniken,
- der Förderung erneuerbarer Energien, insbesondere Solarenergie und
- der Integration lokaler Akteure in den Klimaschutzprozess.
4.6.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadt Freiburg i.Br.
Förderverein Energie- und Solaragentur Regio Freiburg e.V.
Klimaschutzpartner im Handwerk Regio Freiburg e.V.

33,3 %
33,3 %
33,3 %

4.6.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 4.6.2)

b)
Geschäftführung
Dipl.-Ing. Rüdiger Fleck (ab 01.01.2016)
Angaben über die gewährten Bezüge unterbleiben gemäss § 286 HGB.
c)
Beirat (Stand 31.12.2016)
Herr Ilgemann
Invest Consult Solar
Herr Disch
Eurosolar e.V.
Herr Hoffmann
Architektenforum

Frau Steuer IHK Südlicher Oberrhein
Herr Rogg badenova
N.N.
Kreishandwerkerschaft FR

Im Berichtsjahr lag der Frauenanteil im Beirat bei 20,0 %.
4.6.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Energieagentur Regio Freiburg GmbH hält Genossenschaftsanteile von 168,55 € an
der OekoGeno eG, Freiburg und 500,00 € an der GLS Gemeinschaftsbank eG.
4.6.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Energieagentur Regio Freiburg wurde zum 30.08.1999 gegründet. Die Gesellschaft
hat sich im Berichtsjahr in folgenden Geschäftsbereichen agiert:
- Kampagnearbeit zum Thema Strom und Wärmeeinsparung,
- Gutachten und Konzepte für Gewerbeunternehmen, kirchliche Einrichtungen, Baugesellschaften und Kommunen,
- Beratungen von Hauseigentümern nach dem Vor-Ort-Beratungsprogramm des BAFA
(Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle),
- Publikationen und Informationsarbeit,
- Vortragsveranstaltungen, Seminare und Messebeteiligungen und
- Tagungsbetrieb.

Beteiligungsbericht 2017 - Energieagentur Freiburg -

4.6.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012
T€

2013
T€

2014
T€

2015
T€

2016
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

57
680
4
741

64
603
6
673

51
618
0
669

75
507
0
582

58
545
6
609

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

333
135
273
0
741

182
73
419
0
673

176
48
444
0
669

264
114
201
3
582

351
93
165
0
609

2018
Plan
T€
1.379
0
0
1.379

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2014

2015

2016

Umsatzerlöse
Bestandsveränderung
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
1.156
77
25
1.258

T€
1.624
-149
19
1.494

T€
1.329
43
87
1.459

2017
Plan
T€
1.275
0
0
1.275

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

245
647
24
346
1.263

276
752
22
355
1.405

239
751
24
340
1.355

90
740
21
420
1.271

248
760
0
292
1.300

Betriebsergebnis
Finanzergebnis

-5
-1

89
-1

104
-1

4
0

79
0

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen/ Ertrag ("-" = Erstattung)
Jahresergebnis

-6
0
-6

88
0
88

103
17
86

4
0
4

79
0
79

b)
Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick
Nach § 264 Abs. 1 Satz 3 HGB sind kleine Kapitalgesellschaften von der Verpflichtung
zur Aufstellung eines Lageberichtes befreit. Ein Lagebericht wurde daher nicht erstellt.
c)
Kapitalzuführungen und -entnahmen
Das gezeichnete Kapital sowie die Rücklagen blieben im Berichtsjahr unverändert;
d)

Personalentwicklung
2014

Beschäftigte Gesamt

Vollzeit
Teilzeit
davon Führungspersonal

18

2015

17

2016
Gesamt
16

2017
Plan

m
9

w
7

3
13

2
7

1
6

7

4

3

2018
Plan
18

18

e)
Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Aufgrund der Struktur und des Aufgabenspektrums der Gesellschaft wird auf den Ausweis von Kennzahlen verzichtet.
Beteiligungsbericht 2017 - Energieagentur Freiburg -

III

Darstellung der einzelnen Eigenbetriebe

1

Eigenbetrieb Stadtentwässerung Freiburg i.Br.

1.1

Gegenstand des Eigenbetriebs

Zweck des Eigenbetriebes ist die Beseitigung des in der Stadt Freiburg angefallenen
Abwassers nach Maßgabe der "Stadtentwässerungssatzung" in der jeweils geltenden
Fassung.

1.2

Besetzung der Organe

a)
Gemeinderat
Der Gemeinderat entscheidet außer über die in § 9 Abs. 1 des EigBG und § 39 Abs. 2
der GemO genannten Angelegenheiten auch über die Änderungen des Wirtschaftsplans
und über die in § 5 Abs. 2 und Abs. 3 der Eigenbetriebssatzung genannten Angelegenheiten, soweit dafür nicht die Betriebsleitung oder nach der Eigenbetriebssatzung ein
Ausschuss zuständig ist. Darüber hinaus entscheidet der Gemeinderat über die allgemeine Festsetzung von Tarifen, die Festsetzung der allgemeinen Lieferbedingungen sowie sonstige wichtige Angelegenheiten des Eigenbetriebs.
b)
Betriebsausschuss
Dem Hauptausschuss der Stadt Freiburg wurde als Betriebsausschuss die Vorberatung
der dem Gemeinderat zur Entscheidung vorbehaltenen Angelegenheiten übertragen.
c)
Betriebsleitung
Erster Betriebsleiter
Zweiter Betriebsleiter
1

Dipl. Ing. Peter Reuß
Diplom Ingenieur Frank Uekermann1

in Personalunion Amtsleiter Garten- und Tiefbauamt

1.3

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zweck

Seit 01.01.1999 werden vertragsgemäß die operativen Aufgaben der Stadtentwässerung
durch die Abwasser Freiburg GmbH (AWF) und die bnNetze GmbH erledigt. ESE hat die
Auftraggeberfunktion im Bereich Stadtentwässerung. Von hier werden die Standards
vorgegeben und überwacht. Der Eigenbetrieb nimmt ferner sämtliche Hoheitsaufgaben
im Bereich Stadtentwässerung wahr. Den Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
zeigt nachfolgende Tabelle:
2012
Kanalausbau
-Gesamtlänge Erweiterung
-Investitionsvolumen
Kanalsanierung
-Gesamtlänge Sanierung
-Sanierungsvolumen
Abwassermengen
Versiegelte Flächen

2013

2014

2015

2016

m
T€

1.758
1.284

1.828
733

2.583
1.285

1.281
422

171
733

m
T€

3.147
5.512
13.409
11.131

3.866
6.048
13.393
10.183

2.577
6.507
13.387
10.109

2.090
5.430
13.511
10.084

1.709
6.595
13.560
10.020

Tm³
Tm²

Die Investitions- und Sanierungskosten sind abhängig von der Komplexität der jeweiligen
Projekte, von der Wahl der anzuwendenden Verfahren und der Größe der Kanäle. Im
Jahr 2016 investierte der Eigenbetrieb rund 8 Mio. €.

Beteiligungsbericht 2017 - ESE -

1.4

Klimaschutz

Unter Klimaschutz werden auch Maßnahmen verstanden, die die Auswirkungen der globalen Erwärmung abmildern sollen. Im Bereich der Stadtentwässerung sind das die zunehmenden Starkregenereignisse. Seitens der Stadtentwässerung wird versucht, möglichst das Niederschlagswasser auf dem Grundstück selber zu versickern - nicht nur über
durchlässige Flächen sondern auch über Sickermulden oder den Anschluss an unterirdische Rigolen. Diese Vorgehensweise wird durch die 2012 flächendeckend eingeführte
Niederschlagswassergebühr auch gebührenrechtlich unterstützt. Das Wasser, das auf
den Grundstücken zurückgehalten wird, gelangt nicht in die Regenwasserkanäle in der
Straße und führt damit zu deren Entlastung. Auf diese Weise werden die Überflutungen
im öffentlichen Raum, die Folgen von Starkregenereignissen sind, zu mindestens abgemildert. Aspekte der Überflutungsvorsorge müssen zukünftig noch systematischer im
Planungsverfahren im Rahmen der wassersensiblen Stadtentwicklung und Stadtplanung
Berücksichtigung finden.

1.5

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012
T€

2013
T€

2014
T€

2015
T€

2016
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

185.553
13.989
19
199.561

189.325
14.743
24
204.092

193.092
15.191
0
208.284

196.146
14.247
0
210.393

199.392
16.807
0
216.199

PASSIVA
Eigenkapital
Fördermittel / Zuschüsse
Kanalbeiträge
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

-2.264
12.270
16.189
56
173.310
199.561

-460
11.962
16.312
84
176.193
204.092

-2.253
11.810
15.932
3.298
179.496
208.284

-1.068
13.875
15.535
3.133
178.918
210.393

-558
13.528
15.074
5.303
182.852
216.199

2018
Plan
T€
31.203
0
25
1.024
32.252

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2014

2015

2016

Umsatzerlöse
Bestandsveränderungen
andere aktiviere Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
30.203
0
28
266
30.497

T€
31.961
0
29
252
32.243

T€
30.439
30
21
477
30.967

2017
Plan
T€
31.103
0
25
1.034
32.162

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

19.569
662
4.452
2.267
26.949

20.393
565
4.552
328
25.838

19.378
567
4.705
823
25.473

20.375
682
4.762
277
26.096

20.861
696
4.897
280
26.734

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Außerordentliches Ergebnis
Sonstige Steuern

3.548
-5.366
-1.818
26
0

6.405
-5.213
1.192
-7
0

5.494
-4.985
509
0
0

6.066
-5.126
940
0
0

5.518
-5.236
282
0
0

Jahresergebnis

-1.793

1.185

509

940

282

1

Zuordnung der GuV Positionen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab 2016.

Beteiligungsbericht 2017 - ESE -

b)

Gebührenentwicklung

Für die Kalkulationszeiträume 2010/2011, 2012-2014 und 2015/2016 gelten folgende
Abwassergebühren:
1

2017
Vergleichsgebühr BRD

2017
Vergleichsgebühr BW

1,37 €/m³
0,74 €/m²J

2,13 €/m³
0,85 €/m²J

1,94€/m³
0,46 €/m²J

Getrennter
Gebührenmaßstab
-Schmutzwasser
-Niederschlagswasser
1

1

2012-2014
2015-2016
2017-2019
ab 01.01.2012 ab 01.01.2015 Ab 01.01.2017
Freiburg
Freiburg
Freiburg

1,36 €/m³
0,697 €/m²J

1,27 €/m³
0,74 €/m²J

DWA Wirtschaftsdaten bzw. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Für den Kalkulationszeitraum 2017 bis 2019 konnte die Schmutzwassergebühr um 7,3 %
auf 1,27 €/m³ abgesenkt werden. Dies ist insbesondere auf die Berücksichtigung von
Überdeckungen der Jahre 2012 bis 2014 in Höhe von 2,9 Mio. € in dieser Sparte zurück
zu führen. Die Niederschlagswassergebühr bleibt im oben genannten Kalkulationszeitraum konstant. Im Schmutzwasserbereich liegen die Entwässerungsgebühren immer
noch deutlich unter den Mittelwerten der Bundesrepublik Deutschland bzw. BadenWürttemberg. Die im Vergleich zum Landesdurchschnitt als hoch erscheinenden Niederschlagswassergebühren begründen sich mit den städtischen Begebenheiten einer Großstadt. Auch andere Großstädte weisen erhebliche über dem Landesdurchschnitt liegende Gebührensätze auf (z.B. Mannheim 2016: 0,81 €/m²J).
c)

Personalentwicklung
2014

Beamt_innen
Tariflich Beschäftigte
Beschäftigte Gesamt1
Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte

5
3
8
6
2

davon Führungspersonal
1

2015

5
4
9
6
3

2016
Gesamt
5
4
9
6
3

2017
Plan

m
4
1
5
4
1

w
1
3
4
2
2

3
5
8

2018
Plan
3
6
9

---

der zweite Betriebsleiter arbeitet insgesamt Vollzeit für GuT und ESE; beim Ausweis der Genderdaten (vgl. Anlage 2
des Beteiligungsberichts) erfolgt die Erfassung unter den städtischen Beschäftigten; weitere Abweichung wegen Berücksichtigung von Teilzeitkräften.

d)

Entwicklung und Ausblick

Zum 01.01.1999 erfolgte die Übertragung des operativen Geschäftes auf die Abwasser
Freiburg GmbH für einen Zeitraum von zwanzig Jahren. Im Auftrag der Abwasser Freiburg GmbH werden seitdem Betrieb und Unterhaltung aller Anlagen sowie die Ingenieuraufgaben der Sanierung und Erweiterung von der badenova AG & Co. KG wahrgenommen. Im Rahmen der anstehenden Vertragsverlängerung beschloss der Gemeinderat in der Sitzung vom 26.07.2016 gemäß Drucksache G-16/138 die Auflösung der AWF
GmbH und die Rückübertragung der bisher von der AWF GmbH wahrgenommenen Aufgaben und Verpflichtungen. Damit wurden auch die Bauherrenaufgaben zum 01.01.2017
auf den ESE übertragen. Mit diesem Beschluss werden künftig weitere Optimierungen in
der Organisationsstruktur und in den Abläufen in der Stadtentwässerung erwartet.
Der gemäß Wirtschaftsplan 2015/2016 für 2016 vorgesehene Ansatz für Investitionen in
Höhe von 8,1 Mio. € (vgl. Drucksachen G-14/241 vom 21.11.2014 sowie G-15/217 vom
Beteiligungsbericht 2017 - ESE -

15.12.2015) konnte nahezu vollständig umgesetzt werden. Gemäß Wirtschaftsplan
2017/2018 (vgl. Drucksache G-16/226 vom 06.12.2016) wurde für das Jahr 2017 ein Investitionsvolumen von 9,2 Mio. € geplant. Davon sind u.a. für Maßnahmen der Kanalsanierung 7,0 Mio. €, für Erschließungsmaßnahmen 0,7 Mio. € und für Sonderbauwerke
(hauptsächlich Anlagen zur Regenwasserbewirtschaftung) 1,4 Mio. € vorgesehen. Mit
Drucksache G-17/235 vom 12.12.2017 wurde der Vermögensplan und Investitionsplan
2017/2018 aktualisiert. Für das Jahr 2017 ergibt sich danach eine deutliche Unterschreitung des Investitionsvolumens von rd. 3,7 Mio. €, die jedoch im Jahr 2018 aufgeholt werden soll. Dies ist begründet mit akuten Personalengpässen des Dienstleisters, die jedoch
ab 2018 überwunden sein werden. Das beschlossene Investitionsvolumen des Doppelhaushalts 2017/2018 mit rd. 17,8 Mio. € soll somit eingehalten werden.
Ein erheblicher Teil der Investitionen für die öffentliche Stadtentwässerung fließt in die
regionale Wirtschaft und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu stabilen Verhältnissen
in der Branche, dem Bausektor und in der Zulieferindustrie.
Als Mitglied im Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht trägt der Eigenbetrieb Stadtentwässerung ca. 60 % der Umlagen dieses Verbandes. Für das Jahr 2017 ist hierfür ein
Betrag von rund 10,0 Mio. € eingeplant.

Beteiligungsbericht 2017 - ESE -

2

Eigenbetrieb Abfallwirtschaft

2.1

Gegenstand des Eigenbetriebs

Zweck des Eigenbetriebes ist das Entsorgen der in der Stadt Freiburg angefallenen Abfälle entsprechend dem Abfallwirtschaftskonzept der Stadt Freiburg und nach Maßgabe
der Satzung über die Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Abfällen in der Stadt
Freiburg. Der Eigenbetrieb bedient sich zur Erfüllung dieser Aufgaben der ASF GmbH.

2.2

Besetzung der Organe

a)
Gemeinderat
Der Gemeinderat entscheidet außer über die in § 9 Abs. 1 des EigBG und § 39 Abs. 2
der GemO genannten Angelegenheiten auch über die Änderungen des Wirtschaftsplans
und über die in § 5 Abs. 2 und 3 der Eigenbetriebssatzung genannten Angelegenheiten,
soweit dafür nicht die Betriebsleitung oder nach der Eigenbetriebssatzung der Betriebsausschuss zuständig ist. Darüber hinaus entscheidet der Gemeinderat über die allgemeine Festsetzung von Tarifen, die Festsetzung der allgemeinen Lieferbedingungen sowie sonstige wichtige Angelegenheiten des Eigenbetriebs.
b)
Betriebsausschuss
Der Hauptausschuss der Stadt Freiburg übernimmt die Funktion eines beschließenden
Betriebsausschusses für den Eigenbetrieb. Dem Betriebsausschuss werden im Bereich
der Wirtschaftsführung verschiedene Aufgaben übertragen, soweit nicht die Betriebsleitung zuständig ist. Der Betriebsausschuss berät alle Angelegenheiten des Eigenbetriebs
vor, die der Entscheidung des Gemeinderats vorbehalten sind.
c)
Betriebsleitung
Erster Betriebsleiter
Zweite Betriebsleiterin
1

Dr. Dipl.-Ing. Klaus von Zahn1
StVRin Susann Wurst

in Personalunion Amtsleiter Umweltschutzamt

2.3

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

angeschlossene Haushalte
angeschlossene Gewerbebetriebe
Sammelmengen kg/EW
Restmüll (Restmüll Ø BW)
Sperrmüll
PPK
Bioabfälle

2012
96.364
4.719

2013
98.262
4.336

2014
99.222
4.744

2015
99.953
4.776

2016
101.649
4.803

90 (122)
22
88
84

94 (125)
18
92
85

93 (123)
17
92
85

92 (118)
19
91
81

93 (120)
18
88
82

Als Koordinationsstelle zwischen der beauftragten ASF GmbH und Stadt Freiburg hat
der EAF ein überwiegend hoheitliches Aufgabenspektrum und nimmt Steuerungsaufgaben in der Abfallwirtschaft sowie die Vertragskontrolle und -fortschreibung wahr. In 2016
sind folgende Tätigkeiten und Entwicklungen hervorzuheben:
- Seit 2013 werden die Grundstücks- und Wohnungseigentümer für die Gebührenausfälle ab 2011 ihrer primär haftenden Mieter in Anspruch genommen. Im Berichtsjahr wurden 252 Eigentümer veranlagt; dazu sind 17 Widersprüche eingegangen.
- Einführung des Vollservices zum 01.07.2015 mit Erhebung einer zusätzlichen Gebühr;
in 2016 konnten dadurch von 112 Nutzern rund 60 T€ Gebühren vereinnahmt werden.

Beteiligungsbericht 2017 - EAF -

- Ende 2015 hat der Gemeinderat die Aufnahme von Einwohnergleichwerten in die Abfallsatzung zur Bemessung des Volumens der Restabfallbehälter für Gewerbebetriebe
beschlossen. Mit dieser Satzungsänderung wird das vorzuhaltende Mindestvolumen
der Gewerbebetriebe sukzessiv durchgesetzt.
- Der Gemeinderat hat am 08.07.2016 (G-16/161) beschlossen, den Bewirtschaftungsrahmenvertrag mit der ASF GmbH einmalig nicht zu kündigen, so dass er sich bis zum
31.12.2024 verlängert.
- Verlagerung des Gebühreneinzuges und des Mahnwesens auf die ASF GmbH zum
01.07.2015; aufgrund von umfangreichen Programmier- und Abstimmungsprozessen
konnte das Mahnwesen erst im Sommer 2016 mit dem Echtlauf starten.

2.4

Klimaschutz

Die Freiburger Abfallwirtschaft ist grundsätzlich bestrebt, Abfälle zu vermeiden, denn
alles, was erst gar nicht produziert wird, trägt effektiv zum Klimaschutz bei. Wenn Abfälle
doch entstehen, werden diese nach Möglichkeit einer Wiederverwertung oder dem Recycling zugeführt. Um diesem Gedanken Rechnung zu tragen, hat die Freiburger Abfallberatung zahlreiche Angebote. So bietet die Abfallberatung altersgerechte Lerneinheiten
für Kindergärten und Schulen zu den Themen Abfallvermeidung, Abfalltrennung und Abfallentsorgung an. Der Wettbewerb „Kinder und Agenda 21“ für Freiburger Grundschulklassen hat zum Ziel, den Gedanken des Umwelt- und Klimaschutzes in Grundschulen
durch eine eigene Agenda zu erneuern und spielerisch zu vertiefen. Das Projekt trainiert
umweltbewusstes Verhalten und soziale Interaktion und prüft Konsumgewohnheiten auf
ihren Sinn und Nutzen.
Eine Förderung zur Verwendung von Recyclingpapier insbesondere im Bereich der
Schulmaterialien ist bereits seit 2004 Schwerpunkt der Abfallpädagogik und wurde seither weiter ausgebaut. Unter anderem sind das Lernzirkel für weiterführende Schulklassen, die Ressourcenverbrauch und Auswirkungen von Kahlschlag in Regenwäldern thematisieren, Ausstellungen zu Geschichte, Verbrauch und Nutzen von Primärfaser- und
Recyclingpapier und Vermittlung von Recyclingkreisläufen. Weiterhin wird Werbung für
Schulhefte aus Recyclingpapier in Schreibwarenläden gemacht, da Schulhefte ein gutes
Beispiel für aktiven Klimaschutz sind. Bei Schreibwaren aus Altpapier kommt ihre Herstellung mit weniger Energie- und Wasserverbrauch aus. Auch im jährlichen Abfalltheater für Kita- und Grundschulkinder mit wechselnden Angeboten wird das Thema Abfallvermeidung und Abfalltrennung spielerisch auf der Bühne umgesetzt.
Auch die Kooperation mit der Ökostation ist mit den Projekttagen „Einfälle statt Abfälle“,
dem Projekt „Ein Schulheft auf Reisen“ oder den Abfalltagen an Schulen - „ Abfallarme
Schule“ ist sehr erfolgreich und trägt nachhaltig zum Klimaschutz bei.
Darüber hinaus ist die ASF damit beauftragt, die Bürgerschaft der Stadt Freiburg über
abfallwirtschaftliche Regelungen, Maßnahmen und Hintergründe zu informieren, mit dem
Ziel, sie zu einem verantwortungsvollen und umweltbewussten Entsorgungsverhalten zu
motivieren und ihr Interesse an der kommunalen Abfallwirtschaft zu fördern. Hierzu wurde gezielt ein Maßnahmenkatalog zur Information der Bürgerschaft entwickelt, zu dem
beispielsweise der jährliche Abfallkalender gehört.

Beteiligungsbericht 2017 - EAF -

Weiterhin tragen der Freiburger Online-Verschenk-Markt oder die Warenbörse dazu bei,
dass Gebrauchsgegenstände nicht vorzeitig weggeworfen, sondern im Kreislauf gehalten werden.
Durch die Wertstoffinseln hat die Freiburger Bürgerschaft die Möglichkeit, ortsnah Altglas, Altkleider und Elektrokleingeräte einer Verwertung zuzuführen, an einigen Standorten stehen auch Altmetallcontainer zur Verfügung.
Seit 1997 werden die Bioabfälle in Freiburg separat gesammelt. Sie gehen zu 100 % in
die Vergärungsanlage Reterra Freiburg GmbH, wo sie stofflich (Flüssigdünger, Kompost)
und energetisch verwertet werden. Seit Anfang 2011 werden ca. 70 % des produzierten
Biogases mit dem Deponiegas der Deponie Eichelbuck zusammengeführt und im BHKW
der Badenova in Freiburg Landwasser genutzt. Der dort produzierte Strom wird ins Netz
eingespeist, die Wärme vollständig zur Wärmeversorgung des Stadtteils Landwasser
genutzt. Aus den verbleibenden 30 % des Biogases wird in BHKWs der Reterra GmbH
Strom gewonnen und ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Außerdem wird ein Teil der
Wärme für die Bioabfallvergärung genutzt.
Abfälle, die nicht verwertet werden können, werden umweltschonend in der TREA im
Gewerbepark Breisgau beseitigt. Die TREA verfügt über eine Genehmigung von 170.000
t/a Durchsatz aus Haus- und Gewerbeabfall. Bei einer maximalen Verstromung der im
Abfall enthaltenen Energie könnten ca. 95.000 MWh pro Jahr in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Durch die Kraft-Wärme-Kopplung wird neben der Verstromung
auch Fernwärme in der TREA erzeugt und in das Fernwärmenetz eingespeist. Es ist
möglich, bis zu 160.000 MWh pro Jahr Fernwärme und daneben noch ca. 65.000 MWh
Strom zu erzeugen. Für die TREA wurde ein Logistikkonzept umgesetzt, das den
größtmöglichen Teil der Abfalltransporte auf die Schiene verlagert und vor allem die angrenzenden Gemeinden entlastet.

2.5

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012
T€

2013
T€

2014
T€

2015
T€

2016
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

16.002
12.286
14
28.302

13.391
12.297
16
25.704

4.532
19.174
16
23.722

4.523
21.812
424
26.759

4.458
13.724
441
18.623

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

-1.622
29.463
461
0
28.302

-1.699
26.719
683
1
25.704

-1.619
24.059
1.280
1
23.722

-1.958
21.833
6.883
1
26.759

-1.092
18.121
1.593
1
18.623

Beteiligungsbericht 2017 - EAF -

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2014

2015

2016

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
22.116
1.084
23.200

T€
21.795
869
22.664

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

4.068
410
54
19.014
23.546

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Sonstige Steuern
Jahresergebnis
Unterdeckung aus Vorjahren
Auf neue Rechnung vorzutragen

b)

T€
23.459
1.390
24.849

2017
Plan
T€
23.285
632
23.917

2018
Plan
T€
23.630
657
24.287

4.050
423
54
18.739
23.266

4.236
429
54
19.519
24.238

4.242
446
54
19.425
24.167

4.228
414
54
19.850
24.546

-346
460
114
34

-602
297
-305
34

611
290
901
34

-250
287
37
35

-259
295
36
35

80
-281
-201

-339
-201
-540

867
-540
327

2
327
329

1
329
330

Gebührenentwicklung

Der Gemeinderat hat am 15.12.2015 die Kalkulation der Abfallgebühren für die Jahre
2016/2017 beschlossen (G-15/198). Die Gebührenkalkulation für 2018/2019 wird dem
Gemeinderat im Herbst 2017 zur Beschlussfassung vorgelegt. Der Kalkulationszeitraum
2014/2015 schloss mit einem Gebührenüberschuss von 193 T€ im Bereich Abfallsammlung und mit einer Unterdeckung im Bereich der Umschlagstation von 234 T€ ab. Diese
Über- und Unterdeckungen sind in der Kalkulation zu berücksichtigen.
c)

Personalentwicklung
2014

1

Beamte
Tariflich Beschäftigte1
Arbeitnehmer/-innen Gesamt
Vollzeitkraft2
Teilzeitkraft
davon Führungspersonal
1
2

2015

7
1
8
5
3

7
2
9
5
4

---

---

2016
Gesamt
6
2
8
5
3

2017
Plan

m
2
1
3
3
0

w
4
1
5
2
3

2018
Plan

6
3
9

6
2
8

einschließlich Betriebsleitung (vgl. Ziffer 2.2 c) und Beamte der ASF GmbH
die erste Betriebsleitung arbeitet insgesamt Vollzeit für UWSA und EAF; beim Ausweis der Genderdaten gemäß
Anlage 2 des Beteiligungsberichts erfolgt die Erfassung unter den städtischen Beschäftigten.

d)

Entwicklung und Ausblick

Die wirtschaftliche Entwicklung ist weiterhin geprägt durch das niedrige Zinsniveau und
sinkende gewerbliche Anlieferungen. Mit der Novellierung der Gewerbeabfallverordnung
wird von den Betrieben ein besseres Trennverhalten gefordert, eine Vermischung bestimmter Abfälle ist in der Regel nur bei einer Nachsortierung zulässig.
Seit Anfang 2017 wird geprüft, ob die Ergänzung des bestehenden Abfallbehälterspektrums durch Unterflurbehälter für die Stadt sinnvoll wäre. Neben den Effekten auf die Ab-

Beteiligungsbericht 2017 - EAF -

fallgebühren und die Sauberkeit sind dabei auch stadtplanerische Aspekte in eine Entscheidungsfindung mit einzubeziehen.
Der Entwurf zur Novellierung der Gewerbeabfallverordnung wurde am 31.03.2017 im
Bundestag beschlossen und tritt in Teilen bereits im August 2017 in Kraft. Die Verordnung verfolgt das Ziel, das Trennverhalten zu verbessern und das Recycling von gewerblichen Abfällen zu erhöhen. Für gewerbliche Siedlungsabfälle, die nicht verwertet
werden, sieht der Entwurf der Gewerbeabfallverordnung die Überlassung an die Kommune vor.
Im März 2017 hat der Bundestag den Entwurf eines Verpackungsgesetzes beschlossen.
Das Gesetz stellt eine Novellierung der Verpackungsverordnung dar. Den Herstellern
werden darin Recyclingquoten abhängig vom Material bis zu 90 % bis 2022 vorgegeben,
weiterhin sollen Einweg- und Mehrweggetränkeverpackungen künftig für den Kunden
durch Kennzeichnung deutlich erkennbar sein. Die neu geschaffene „Zentrale Stelle“ soll
Registrierungs- und Standardisierungsaufgaben übernehmen und ist von den Herstellern
finanziert.
Für die Jahre 2018 bis 2020 wurde die LVP-Sammlung ausgeschrieben. Die ASF GmbH
hat sich für den Auftrag beworben und den Zuschlag erhalten.
Das Nachnutzungskonzept auf der Deponie Eichelbuck umfasst die Weiternutzung der
bestehenden abfallwirtschaftlichen Anlagen wie z.B. des Abfallumschlags, die Annahme
des Grünschnitts aus Freiburg sowie Anlagen zu stofflichen und energetischen Verwertung. Insgesamt wird erwartet, dass durch die neuen Verwertungsanlagen 22.080.000
kWh Strom und 34.500.000 kWh Wärme pro Jahr gewonnen, wodurch rd. 11 Mio. Liter
Heizöl bzw. m³ Gas subsituiert werden können. Die Anlage wurde Anfang März in Betrieb genommen und ermöglicht langfristig auch den Ersatz des rückläufigen Deponiegases.

Beteiligungsbericht 2017 - EAF -

3

Eigenbetrieb Friedhöfe Freiburg i.Br.

3.1

Gegenstand des Eigenbetriebs

Zweck des Eigenbetriebes ist die Bereitstellung und Pflege von Friedhöfen und Gräbern,
der Betrieb der Feuerbestattungsanlage, die Vorhaltung von Bestattungseinrichtungen,
die Vorbereitung, Durchführung und Abwicklung von Bestattungen, die Erhaltung künstlerisch oder geschichtlich wertvoller Grab- und Denkmale in den Friedhöfen, die Wahrnehmung der Aufgaben nach dem Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von
Krieg und Gewaltherrschaft (Gräbergesetz), die Übernahme der Aufgaben des städtischen Bestattungsdienstes als kommunales Bestattungsunternehmen (Abwicklung von
Sterbefällen, Verkauf von Trauerartikeln, Leichentransporte, Überführungen, Sterbevorsorgen).

3.2

Besetzung der Organe

a)

Gemeinderat

Der Gemeinderat entscheidet außer über die ihm in § 9 Abs. 1 des EigBG und § 39
Abs. 2 der GemO genannten Angelegenheiten auch über die Festsetzung und Änderungen des Wirtschaftsplans sowie über die in § 3 der Betriebssatzung geregelten Angelegenheiten, soweit hierfür nicht die Betriebsleitung oder der Betriebsausschuss zuständig
ist.
b)

Betriebsausschuss

Der Hauptausschuss (HA) entscheidet über alle Angelegenheiten gem. § 5 Betriebssatzung, soweit nicht der Gemeinderat bzw. die Betriebsleitung zuständig ist.
c)

Betriebsleitung

Erster Betriebsleiter
Zweiter Betriebsleiter

3.3

Martin Leser
Clemens Heidenreich

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Der Schwerpunkt der Tätigkeit des EBF gliedert sich in die Aufgabenbereiche Bestattungsbetrieb und Pflege/Unterhaltung der Friedhofsanlagen (Friedhöfe) sowie Bestattungsvorbereitungen wie die Abwicklung von Sterbefällen, Verkauf von Trauerartikeln,
Leichentransporte etc. (Bestattungsdienst). Der Bereich Friedhöfe ist aufgeteilt in gebührenfähige und nichtgebührenfähige Leistungsbereiche:
Gebührenfähige Leistungsbereiche
- Erdbestattung
- Feierhallen
- Urnenbeisetzungen
- Ausgrabung/Umbettung
- Grabnutzung

Nichtgebührenfähige Leistungsbereiche
- Einäscherung
- Grabpflege
- Öffentliches Grün
- Kriegs- und Ehrengräber

Die nachstehende Übersicht zeigt die Entwicklung der einzelnen Leistungsbereiche:
Erdbestattungen
Urnenbeisetzungen
Benutzung der Einsegnungshallen
Benutzung der Einstellräume (Tage)

2012
570
1.061
998
4.967

2013
543
1.141
988
4.454

Beteiligungsbericht 2017 - EBF -

2014
538
1.151
1.020
4.299

2015
551
1.302
1.065
4.900

2016
455
1.166
959
4.562

3.4

Klimaschutz

Der Eigenbetrieb Friedhöfe hat sich entschieden, für die gewerblichen Betriebe Bestattungsdienst und Krematorium ein gemeinsames Energieaudit nach DIN EN 16247-1
durchzuführen. Hierbei wurden verschiedene Möglichkeiten zur Verbesserung der Energieeffizienz aufgezeichnet sowie ein Umsetzungsplan entwickelt.
Im Jahr 2016 wurde mit dem Bau des neuen Verwaltungsgebäudes begonnen. Bereits in
der Planung konnten die Anforderungen in Bezug auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz berücksichtigt werden.

3.5

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012
T€

2013
T€

2014
T€

2015
T€

2016
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Summe

9.294
15.513
24.807

11.029
14.665
25.694

12.452
13.933
26.385

12.339
15.739
28.078

13.169
15.812
28.981

PASSIVA
Eigenkapital
Fördermittel / Zuschüsse
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

2.906
1
1.709
4.586
15.605
24.807

3.370
566
1.615
4.488
15.655
25.694

3.623
1.131
1.394
4.549
15.688
26.385

4.061
2.335
966
4.901
15.815
28.078

4.402
2.287
582
5.835
15.875
28.981

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2014

2015

2016

2018
Plan
T€
5.742
0
3
45
5.790

Umsatzerlöse
Bestandsveränderung
Zu aktivierende Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
5.366
1
2
194
5.563

T€
5.579
3
7
324
5.913

T€
5.642
1
1
261
5.905

2017
Plan
T€
5.577
0
3
252
5.832

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

1.686
2.835
300
403
5.224

1.653
2.942
381
370
5.346

1.649
3.047
386
366
5.448

1.510
3.070
418
432
5.430

1.510
3.182
503
430
5.625

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern v. Einkommen/Ertrag und sonstige Steuern

339
9
348
96

567
-2
564
126

457
-3
454
113

402
-10
392
85

165
-13
152
85

Jahresergebnis

252

438

341

307

67

Der Jahresüberschuss in Höhe von 341 T€ fällt im Vergleich zum Jahr 2015 um 97 T€
niedriger aus und ist auf gestiegene Gesamtaufwendungen zurück zu führen. Der Materialaufwand mit den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gleichbleibend. Im Wirtschaftsjahr 2016 wurden erstmalig die Auswirkungen durch das BilanzrichtlinieUmsetzungsgesetz (BilRUG) berücksichtigt. Um eine bessere Vergleichbarkeit mit den

Beteiligungsbericht 2017 - EBF -

Vorjahren herzustellen, wurden die Werte für das Jahr 2015 ebenfalls entsprechend angepasst. Der Personalaufwand ist um ca. 105 T€ höher als 2015.
b)

Gebührenentwicklung

Für den Zeitraum 2016 bis 2017 wurde dem Gemeinderat mit der Drucksache G-15/159
bzw. der Ergänzungsdrucksache G-15/159.1 am 15.12.2015 eine neue Gebührenkalkulation zur Beschlussfassung vorgelegt.
c)

Personalentwicklung
2014

Beamt_innen
tariflich Beschäftigte
Beschäftigte Gesamt1

4
47
51

davon Führungskräfte

Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte
davon Führungskräfte

Anteil schwerbehinderter AN (%)
1

2015

2016

Gesamt
6
6
48
48
54
54

2017
Plan

m
3
35
38

w
3
13
16

6

6

6

5

1

45
6

44
10

43
11

37
1

6
10

1

0

1

1

1

9,8

9,3

5
51
56

2018
Plan
5
51
56

7,4 - - - - - -

Gemäß Genderabfrage „Beschäftigte 2016“ sind in dem für die Stadt Freiburg gemeldeten Personalstand 60 Personen (44 Männer und 16 Frauen) für den Eigenbetrieb Friedhöfe Freiburg enthalten; die Abweichung ist u.a. auf die
Berücksichtigung von Altersteilzeit, Elternzeit und Abordnung an die Stadt zurück zu führen.

Für die Jahre 2014 bis 2016 sind bei den Beschäftigten die „Kopfzahlen“ angegeben.
Beschäftigte in der Freizeitphase der Altersteilzeit bzw. in Elternzeit, Langzeitkranke sowie abgeordnete Personen wurden herausgerechnet. Die Angaben für die Jahre 2017
und 2018 wurden dem jeweiligen Wirtschaftsplan entnommen und beziehen sich auf in
Vollkraft umgerechnete Stellen entsprechend dem Organisationsstellenplan.
d)

Entwicklung und Ausblick

In den vergangenen Jahren mussten weitreichende Änderungen im Bestattungsverhalten festgestellt werden. Urnenbeisetzungen sind die überwiegende Bestattungsart und
haben inzwischen einen Anteil von über 70 % und weisen eine weiter steigende Tendenz
aus. Die Zahl der Grabverlängerungen ist verglichen mit 2015 leicht gestiegen. Der Auslastungsgrad und damit der Flächenbedarf der Friedhöfe sinken kontinuierlich. Ca. 40 %
der Friedhofsflächen (ohne Reserveflächen) werden zurzeit nicht genutzt.
Die im Freiburger Krematorium durchgeführten Einäscherungen sind gegenüber dem
Vorjahr um 7 % zurückgegangen. Der Eigenbetrieb steht in einem starken Wettbewerb
mit Krematorien in der Region. Der städtische Bestattungsdienst wird als Betrieb gewerblicher Art geführt und steht ebenfalls im Wettbewerb zu privaten Unternehmen.
Die Wirtschafts- und Ertragslage der Friedhöfe wie auch des Bestattungsdienstes wird
stets von der Inanspruchnahme der Friedhofseinrichtungen und den Sterbefallzahlen
bestimmt. Zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit wird die Verwaltung weiterhin permanent
die Kostenstruktur in den verschiedenen Leistungsbereichen überprüfen.
Bezüglich des Neubaus des Verwaltungsgebäudes für die Friedhofsverwaltung und den
Bestattungsdienst wird auf die Ausführungen in den Drucksachen G-15/097 sowie
G 16/007 verwiesen.

Beteiligungsbericht 2017 - EBF -

4

Eigenbetrieb Theater Freiburg i.Br.

4.1

Gegenstand des Eigenbetriebs

Zweck des Eigenbetriebes ist die Pflege und Förderung der darstellenden Künste und
des Konzertwesens, die Förderung der Kommunikation unter der Bevölkerung und deren
Identität mit der Stadt Freiburg und ihrer Region, sowie die Unterhaltung und der Betrieb
der Einrichtungen und die Durchführung von Theateraufführungen, Konzertveranstaltungen sowie sonstigen künstlerischen und kommunikativen Veranstaltungen. Der Eigenbetrieb dient ausschließlich und unmittelbar der Förderung von Kunst und Kultur. Er verfolgt
damit gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der
Abgabenordnung.

4.2

Besetzung der Organe

a)

Gemeinderat

Der Gemeinderat entscheidet über alle Angelegenheiten, die ihm durch die GemO und
EigBG vorbehalten sind und nicht übertragen werden können oder nicht im Rahmen der
Eigenbetriebssatzung auf den Betriebsausschuss oder die Betriebsleitung übertragen
worden sind.
b)

Betriebsausschuss

Für den Eigenbetrieb Theater wird ein eigenständiger Theaterausschuss als Betriebsausschuss gebildet. Die Aufgaben und Zuständigkeiten dieses Ausschusses richten sich
nach § 7 der Eigenbetriebssatzung. Der Theaterausschuss setzte sich im Geschäftsjahr
wie folgt zusammen (Stichtag: 31.08.2016):
Vorsitzender:

Ulrich von Kirchbach, Bürgermeister Stadt Freiburg

Stadträt_innen:

Renate Buchen, Pia Federer, Graf Nikolaus von Gayling-Westphal,
Carolin Jenkner, Wendelin Graf von Kageneck, Türkan Karakurt, Atai
Keller, Karl-Heinz Krawczyk, Michael Moos, Sergio Schmidt (bis
17.11.2015), Simon Waldenspuhl (ab 17.11.2015), Timothy Simms,
Maria Viethen,

Sachkundige:

Constanze Ganter, Margarete Mehring-Fuchs (bis 25.07.2017), Dr.
Rüdiger Nolte, Michael Pistecky, Dr. Gisela Riescher, Volker Spietenborg, Dr. Corinna Zimber.

Die Mitglieder des Theaterausschusses erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr keine Bezüge. Der Frauenanteil im Betriebsausschuss lag im Berichtsjahr bei 45 %.
c)

Betriebsleitung

Erste Betriebsleiterin:
Zweite Betriebsleiterin:

4.3

Intendantin Barbara Mundel
Kaufmännische Direktorin Tessa Beecken

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Der Eigenbetrieb Theater Freiburg hat ein abweichendes Wirtschaftsjahr (01.09. 31.08.). In der Zielvereinbarung zwischen der Stadt und dem Theater sind jeweils konkrete Zielkorridore festgelegt. Für die Gesamtbesucherzahl ist ein Korridor zwischen
210.000 - 220.000 vereinbart. Die Entwicklung der Besucherzahlen im Verhältnis zu den
Umsatzerlösen sowie dem Zuschussbedarf zeigt folgende Übersicht:
Beteiligungsbericht 2017 - ETF -

1

Besucher_innen
Umsatzerlöse (€)
Umsatzerlöse pro Besucher-innen (€)
Zuschuss insgesamt (€)
- davon Landeszuschuss
2

- davon städtischer Zuschuss

2012/2013 2013/2014 2014/2015 2015/2016 2016/2017
212.526
183.347
194.912
186.683
176.173
3.315.914
2.955.775
2.961.781
2.877.737
3.250.000
15,60
16,13
15,19
15,41
18,44
22.785.428 24.102.153 24.260.348 24.591.690 25.147.000

2

8.625.000

8.722.000

1

16.185.051

16..425.000

124,46

132,90

142,74

8.209.300

8.445.700

14.803.028

1

15.814.648

107,22

Zuschuss pro Besucher_innen (€)
1

1

7.982.400

15.892.853

131,46

Die Angaben für den Zeitraum 2016/2017 entsprechen bis auf die Kennzahl „Besucher“ den Plandaten.
Zusätzlich erhielt der Eigenbetrieb einen städtischen Zuschuss von 15,6 Mio. € in den Jahren 2009 bis 2017 zur
Finanzierung der Bühnentechniksanierung mit Gesamtkosten von 16,2 Mio. € (vgl. HA-17/030 vom 17.07.2017).

Die folgenden Grafiken verdeutlichen die Entwicklung der obigen Kennzahlen:
Entwicklung der Zuschüsse

Zuschuss pro Besucher/-in
150

(in Mio €)

18
16

140

14

130

12

120

10

110

8

100

6

90

4

80

2

70

0
2012/13

2013/14

Landeszuschuss

2014/15

2015/16

2016/17

städtischer Zuschuss

(in €)

60
50
2012/13 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17

Die Gesamtbesucherzahl lag mit 176.173 Besucher_innen um 10.510 unter dem Vorjahr.
In erster Linie ist dieser Rückgang mit einer größeren Anzahl von Vorstellungen mit eingeschränkter Kapazität oder auf der Hinterbühne des Großen Hauses begründet. Positiv
hervorzuheben sind die stabilen Besucherzahlen im Konzerthaus, die sich auch in stabilen Abonnentenzahlen in diesem Bereich zeigen. Zu den rückläufigen Besucherzahlen
hat der seit Jahren spürbare Rückgang der Anmeldezahlen bei den Besuchergemeinschaften beigetragen. Der konstant hohe Anteil (rund 30 %) von Kindern und Jugendlichen an der Gesamtbesucherzahl ist Ausdruck der großen Bedeutung des Theaters als
Bildungseinrichtung und außerschulischer Lernort

4.4

Kimaschutz

Das Theater hat im Jahr 2016 das gesetzlich vorgeschriebene Energieaudit gem. DIN
EN 16247-1 abgeschlossen (vgl. DS TH-16/007). Zwei der im Abschlussbericht genannten Empfehlungen (Umrüstung der Beleuchtung auf LED Technik, und vollständiges Abschalten der EDV-Geräte nach Dienstschluss) werden bereits aus Eigenmittel kontinuierlich umgesetzt. So wurde etwa die Arbeitsbeleuchtung des Kleinen Hauses komplett auf
LED umgerüstet. Die weiteren Empfehlungen (Dämmung der Gebäudehüllen des Kleinen Hauses und des Altbaus sowie der Austausch von älteren Motoren der Lüftungsanlagen) werden im Zuge des noch zu entwickelnden Sanierungskonzeptes des Gesamthauses betrachtet.
Seit Anfang 2017 ist das Theater Mitglied des lernenden Energieeffizienz-Netzwerks
LEEN Freiburg in dem sich sieben städtische Unternehmen und Eigenbetriebe unterschiedlicher Größe und Branchen mit dem Ziel zusammengeschlossen haben, CO2 einzusparen. Wesentliche Ansatzpunkte der gemeinsamen Arbeit im Netzwerk sind Effizienzverbesserungen in den Querschnittstechnologien (z.B. Druckluft, Kraft-WärmeKopplung, elektrische Antriebe). Das von der Stadt Freiburg geförderte Netzwerk wird
von der LEEN GmbH moderiert und von der badenova energietechnisch beraten.
Beteiligungsbericht 2017 - ETF -

4.5

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

31.08.2012 31.08.2013 31.08.2014 31.08.2015 31.08.2016
T€
T€
T€
T€
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

27.851
2.405
41
30.298

28.907
2.320
64
31.292

34.883
5.771
107
40.761

38.512
8.185
96
46.793

37.900
3.903
253
42.056

PASSIVA
Eigenkapital
Sonderposten
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

40
8.345
1.526
19.497
890
30.298

-253
9.921
1.264
20.283
77
31.292

-471
16.452
1.241
23.456
84
40.761

-908
21.300
2.040
24.017
344
46.793

-1.167
21.519
2.584
19.329
791
43.056

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2014/2015 2015/2016

Umsatzerlöse
Andere aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
2.962
6
10.964
13.932

T€
2.878
5
10.580
13.463

2016/17
Plan
T€
3.445
0
10.042
13.487

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

1.757
22.311
1.497
3.753
29.318

1.516
23.199
1.658
3.764
30.137

1.185
22.760
1.760
6.384
32.089

1.205
23.280
1.672
3.796
29.953

1.205
23.869
1.672
3.871
30.617

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit

-15.386
-803
-16.189

-16.674
-757
-17.431

-18.602
-717
-19.319

-16.321
-667
-16.988

-16.985
-618
-17.603

Außerordentlicher Aufwand
Sonstige Steuern
Betriebskostenzuschuss der Stadt Freiburg

425
17
15.815

0
14
16.185

0
12
19.426

0
16
17.004

0
16
17.620

-816

-1.260

94

0

0

2016/17
Plan

2017/18
Plan

2018/19
Plan

3
126
207
3
8
347

3
126
207
3
8
347

3
126
207
3
8
347

Jahresergebnis

b)

2017/18 2018/2019
Plan
Plan
T€
T€
3.454
3.454
0
0
10.178
10.178
13.632
13.632

Personalentwicklung
2014/15
Ist

Beamt_innen
Tariftlich Beschäftigte (TVöD)
Künstl. Personal
Außertariflich Beschäftigte
Auszubildende
Beschäftigte Gesamt (Stellen)
Vollzeitkräfte (Personenzahl)
Teilzeitkräfte (Personenzahl)
davon Führungskräfte

Beschäftigte Gesamt (Personen)
davon Führungskräfte

Anteil schwerbehinderter AN (%)

3
109
199
2,5
8
321,5
271
99

2015/16
Ist
Gesamt
m
3
2
112
68
199
103
3
2
5
3
323
179
270
165
100
27

w
1
44
96
1
2
144
105
73

3

3

1

2

370

370

192

178

33

33

20

13

4,6

4,1

Beteiligungsbericht 2017 - ETF -

c)

Entwicklung und Ausblick

Das Wirtschaftsjahr 2015/2016 schließt mit einem Jahresverlust von 1.260 T€ ab. Dies
ist gegenüber dem geplanten Ergebnis eine Abweichung von -1.360 T€. Das Jahresergebnis wurde wie bereits im Vorjahr wesentlich durch Nachzahlungen und die Bildung
von Rückstellungen aufgrund der durch die Deutsche Rentenversicherung durchgeführten Betriebsprüfungen zur Sozialversicherung für den Zeitraum 2007 bis 2013 und die
analog zu bildenden Rückstellungen für den Folgezeitraum beeinflusst. Insgesamt wurde
das Jahresergebnis dadurch mit rund 1,5 Mio. € belastet. Im Jahresabschluss für das
Geschäftsjahr 2016/2017 muss ein weiterer Betrag von voraussichtlich 520 T€ zurückgestellt werden. Das Theater Freiburg hat mittlerweile Klage gegen die Nachzahlungen
aus einem der anhängigen Verfahren erhoben; in weiteren Verfahren befindet sich der
Eigenbetrieb in Widerspruchsverfahren. Der Ausgang dieser Verfahren bleibt abzuwarten.
Nach Abschluss der Bühnentechniksanierung konnte die Spielzeit 2015/2016 wie geplant technisch reibungslos umgesetzt werden. Die baulichen Verzögerungen hatten im
Vorjahr zu umfangreichen Verschiebungen im Spielplan und zu Einnahmeneinbußen
sowie künstlerischen Mehrkosten geführt. Aus zusätzlich bewilligten städtischen Mitteln
konnte in der Sommerpause 2016 die fachgerechte Sanierung asbesthaltiger Fußböden
in den Fluren des Theateraltbaus umgesetzt werden.
Grundsätzlich liegen die Risiken für die künftige Entwicklung des Theaters vor allem in
der Abhängigkeit von den Zuschüssen der Stadt Freiburg und des Landes BadenWürttemberg, da die Erlöse aus dem Ticketverkauf bei Weitem nicht ausreichen, um die
laufenden Kosten zu decken. Zur Risikominderung hat sich der Abschluss fünfjähriger
Zielvereinbarungen zwischen Stadt und Theater bewährt. Die Zielvereinbarung wurde bis
einschließlich 2018 fortgeschrieben. Einnahmerisiken bestehen in den kalkulierten Ticketerlösen und sind abhängig von der wirtschaftlichen Lage, Trends im Besucherverhalten und davon, wie es dem Theater gelingt, das Publikum mit seinem jeweiligen Angebot
zu erreichen. Mit dem Intendantenwechsel ab der Saison 2017/2018 besteht die Chance,
die Besucherzahlen und Einnahmen zu steigern. Ein neues Marketingkonzept kann diesen Prozess unterstützen. Weitere Risiken liegen in der Gebäudesubstanz des Theaters
sowie dem Investitionsbedarf in technische Ausstattung und Equipment. Mit dem Übergang des Eigentums am Theatergebäude auf den Eigenbetrieb ergeben sich Verpflichtungen zur baulichen und technischen Instandhaltung und Sanierung. Ein Konzept zur
langfristigen Sanierung des Gebäudes ist noch zu entwickeln. Erhebliche Unsicherheiten
liegen in der oben genannten Prüfung der Deutschen Rentenversicherung; bis zum Abschluss der Prüfungen und juristischen Auseinandersetzungen bleibt eine erhebliche
Rechtsunsicherheit.
Zur Saison 2016/2017 werden gemäß Beschluss des Gemeinderates vom 01.03.2016
die Eintrittspreise moderat erhöht. Hiermit wird der allgemeinen Preisentwicklung seit der
letzten Preiserhöhung Rechnung getragen und der Anteil der Ticketerlöse am Gesamthaushalt konstant gehalten. Mit der Auflösung der bestehenden Pachtverträge für die
Kantine und das Theaterfoyer des Großen Hauses sowie der Theaterpassage hat das
Theater Freiburg die Eigenbewirtschaftung dieser gastronomischen Betriebe übernommen. Nach einer Testphase in der Saison 2016/2017 wird die Bewirtschaftung in der aktuellen Spielzeit 2017/2018 fortgeführt.

Beteiligungsbericht 2017 - ETF -

5

Eigenbetrieb Neubau Verwaltungszentrum Stadt Freiburg i.Br.

5.1

Gegenstand des Eigenbetriebs

Zweck des Eigenbetriebes ist die dauerhafte Bereitstellung und die Finanzierung des
Neubaus des Verwaltungszentrums an der Fehrenbachallee. Unter Bereitstellung wird
dabei die Baureifmachung des Grundstücks, die Errichtung des Gebäudes und dessen
Erstausstattung mit Mobiliar verstanden.

5.2

Besetzung der Organe

a)

Gemeinderat

Der Gemeinderat entscheidet außer über die ihm in § 9 Abs. 1 des EigBG und § 39 Abs.
2 der GemO genannten Angelegenheiten auch über die Festsetzung und Änderungen
des Wirtschaftsplans sowie über die in § 3 der Betriebssatzung geregelten Angelegenheiten, soweit hierfür nicht die Betriebsleitung oder der Betriebsausschuss zuständig ist.
b)

Betriebsausschuss

Der Hauptausschuss (HA) entscheidet über alle Angelegenheiten gem. § 5 Betriebssatzung, soweit nicht der Gemeinderat bzw. die Betriebsleitung zuständig ist.
c)

Betriebsleitung

Erste Betriebsleiterin:
Zweiter Betriebsleiter

5.3

Christel Brand
Arnold Müller (bis 30.04.2017)
Christoph Federer (ab 01.05.2017)

Klimaschutz

Zur Umsetzung der klimapolitischen Ziele der Stadt Freiburg wurde der Neubau des
Rathauses im Stühlinger als Nettoplusgebäude geplant und umgesetzt. Das Rathaus im
Stühlinger produziert durch seine PV-Anlage an Fassade und auf dem Dach auch so viel
Strom, wie es für den reinen Gebäudebetrieb benötigt. Der Stromverbrauch wurde durch
den Einbau von energiesparender Technik (LED-Beleuchtung, Grundwasserkühlung) auf
ein Minimum reduziert. Damit erfüllt das Gebäude auch die Fördervoraussetzungen für
KfW-Kredite und es kann neben einer zinsgünstigen Finanzierung auch ein Tilgungszuschuss von 1,12 Mio. € nach Prüfung durch die KfW erwartet werden.
Im Vergleich zum einem Neubau, der den gesetzlichen Anforderungen entspricht, können damit jährlich 620 t CO2 pro Jahr eingespart werden, was dem Verbrauch von 142
Wohngebäuden (4-Personen-Haushalten) entspricht.
Der neben dem Rathaus im Stühlinger errichtete Kindergarten im Eschholzpark wurde
entsprechend der städtischen Standards in Passivbauweise errichtet. D.h. es werden im
Vergleich zum gesetzlichen Standard 33,5 t/Jahr zusätzlich an CO2 eingespart, was dem
Verbrauch von 8 Wohngebäuden (4-Personen-Haushalten) entspricht.

5.4

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Der Eigenbetrieb wurde im Jahr 2013 (Drucksache G-13/262.1) gegründet. Schwerpunkte des Eigenbetriebes 2016 waren Maßnahmen im Rahmen der Umsetzung des Neubaus Verwaltungszentrum. Im ersten Bauabschnitt war ein Verwaltungsgebäude für rund
840 Beschäftigte sowie eine Kindertagesstätte geplant, dessen Fertigstellung im Jahr

Beteiligungsbericht 2017 - EVZ -

2017 umgesetzt werden konnte. Der Stand der finanziellen Umsetzung des Projektes
zeigt nachfolgende Tabelle (Vermögensplan):
Bauabschnitt I

- Verwaltungszentrum BA I
- Verwaltungszentrum BA II
- Kindergarten1
- Sonstiges
GESAMT
1
2

2014

2015

2016

Insgesamt bis

IST

IST

IST

31.12.2016

T€

T€

T€

T€

4.323
--168
130
4.621

19.122
--1.057
1
20.180

25.663
--2.043
1
27.707

2017
PLAN

2018
2

T€

51.125
--3.320
132
54.577

25.348
1.600
2.300
0
29.248

PLAN 2
T€

8.037
2.590
0
0
10.627

Hinweis auf Kostenfortschreibung gem.. DS G-16/099 vom 10.05.2016
Angaben für 2017 und 2018 gemäß DS G-17/147 vom 27.06.2017 zum Nachtragswirtschaftsplan 2017//2018

Ende Juli 2017 fand der erste Umzug in die oberen Geschosse des Rathauses im Stühlinger statt. In diesem Zug wurde auch die Zentralregistratur für das Gebäude eingerichtet. Das Bürgerservicezentrum konnte aufgrund von Verzögerungen in der Baufertigstellung erst im Herbst 2017 das Gebäude beziehen. Die ebenfalls vom Eigenbetrieb Neubau Verwaltungszentrum gebaute Kindertagesstätte beim neuen Rathaus mit insgesamt
95 Plätzen konnte planmäßig Anfang Mai 2017 in Betrieb gehen.

5.5

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ
AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe
PASSIVA
Eigenkapital (Jahresfehlbetrag)
Fördermittel und Zuschüsse von Dritten
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse
andere aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betriebl. Erträge
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Jahresergebnis
1

2013
T€

2014
T€

2015
T€

2016
T€

2.081
0
0
2.081

6.691
193
0
6.884

26.870
3
10
26.884

54.577
1.304
10
55.890

-39

-89
2.030
15
4.928
6.884

-147
2.030
19
24.982
26.884

-209
2.330
36
53.733
55.890
2017
Plan
T€
1.863
290
755
2.908
0
753
140
893
2.015
-391
1.624

30
2.090
2.081
2014

2015 1

2016

T€

T€

T€

0
5
1
6
0
0
50
50
-44
-5
-50

0
69
0
69
0
0
57
57
12
-69
-58

0
340
0
340
0
0
62
62
278
-340
-62

Zuordnung GuV Positionen gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab 2015

Beteiligungsbericht 2017 - EVZ -

2018
Plan
T€
3.120
5
325
3.450
0
3.013
113
3.126
324
-445
-121

b)

Personalentwicklung

Der Eigenbetrieb verfügt über kein eigenes Personal. Die benötigten Dienstleistungen
werden gegen Kostenerstattungen vom GMF bezogen.
c)

Entwicklung und Ausblick

Bis Ende 2016 waren rund 100 % der Bauleistungen, sowie erforderliche Nachtragsaufträge vergeben. Im Jahr 2016 erfolgten im Wesentlichen die Innenausbauarbeiten. Aufgrund von Verzögerungen im Innenausbau musste die Inbetriebnahme des Gebäudes
auf Mitte 2017 verschoben werden. Für die damit zu erwartenden Kostensteigerungen
wurde ein Nachtragswirtschaftsplan vom Gemeinderat gemäß Drucksache G-17/147 im
Juni 2017 beschlossen mit einer Erhöhung der Kreditermächtigung um 8 Mio. €. Inwieweit diese in Anspruch genommen werden muss, ist abhängig von der endgültigen Höhe
aller Schlussrechnungen und von der Durchsetzung von Schadensersatzleistungen.
Der Jahresverlust in Höhe von 62 T€ ist auf Aufwendungen für die Betriebsleitung, Aufwendungen für die Jahresabschlusskosten sowie auf laufende Kosten für externe kaufmännische Unterstützung zurück zu führen.
Für das Jahr 2017 wird ein Jahresergebnis von rund 1,6 Mio. € erwartet; dies ist darauf
zurück zu führen, dass erst mit der endgültigen Inbetriebnahme des Gebäudes Abschreibungen berücksichtigt werden.

Beteiligungsbericht 2017 - EVZ -

Anlage 1

Mittelfristige Finanzplanung 2018 bis 2022 der wesentlichen Beteiligungsgesellschaften und Zweckverbände (November /2017)
Unternehmen

1

1. Verkehr, Ver- und Entsorgung
1.1 Stadtwerke Freiburg GmbH

Investitionen
(Sachanlagen)

Umsatzerlöse/
Umlagen

Jahresergebnis

T€
2

T€
3

T€
4

Abführung an den Haushalt1
Gewinne

T€
5

Zuführung aus dem Haushalt1

Konzessionsabgabe

T€
6

Verlustausgleich,
sonstige Zuschüsse,
Umlagen ErgHH
T€
7

Kapitalerhöhungen,
Umlagen FinHH
Invest.zuschüsse
T€
8

2018
2019
2020
2021
2022

25
25
25
25
25

1.515
1.523
1.530
1.538
1.547

-11.738
-9.196
-7.285
-5.419
-3.783

---------

---------

---------

5.000
5.000
5.000
---

2018
2019
2020
2021
2022

70.759
64.369
66.778
57.670
56.823

1.004.536
1.048.818
1.111.836
1.141.231
1.170.072

52.526
52.239
53.332
53.592
53.843

---------

12.300
12.300
12.300
12.300

---------

---------

1.3 Freiburger Verkehrs-AG

2018
2019
2020
2021
2022

24.954
27.416
13.788
17.161
3.992

65.931
67.208
68.933
70.636
73.476

-23.186
-21.150
-19.224
-17.536
-15.932

---------

---------

---------

---------

1.4 Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH

2018
2019
2020
2021
2022

730
135
5
5
5

417
418
423
428
430

-214
-215
-215
-216
-217

---------

---------

---------

---------

1.5 Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH

2018
2019
2020
2021
2022

501
70
70
70
70

3.075
3.091
3.105
3.120
3.135

-4.778
-4.585
-4.377
-4.634
-4.602

---------

---------

---------

---------

1.6 ASF GmbH

2018
2019
2020
2021
2022

2.990
2.970
2.760
2.780
2.810

37.310
37.723
38.430
39.152
39.891

2.324
2.338
2.341
2.342
2.344

---------

---------

---------

(Ergebnis StW umfasst Ergebnisse der Gesellschaften von 1.2 bis 1.6)
Die KapErhöhung von 5 Mio. € in 2018 wird
voraussichtlich auf 2017 vorgezogen!

1.2 badenova AG & Co. KG (Konzern)
(anstelle des Jahresüberschusses wird der
Bilanzgewinn ausgewiesen)

1.194
1.202
1.208
1.200

Anlage 1

Unternehmen

1

Investitionen
(Sachanlagen)

Umsatzerlöse/
Umlagen

Jahresergebnis

T€
2

T€
3

T€
4

1.7 ASF Solar GmbH & Co. KG

2018
2019
2020
2021
2022

0
5
0
5
0

1.8 Gesellschaft zur Abfallbeseitigung Breisgau GmbH

2018
2019
2020
2021
2022

1.9 Rheinhafen Breisach GmbH

1.10 Energieagentur Regio
Freiburg GmbH

Abführung an den Haushalt1
Gewinne

T€
5

Zuführung aus dem Haushalt1

Konzessionsabgabe

T€
6

Verlustausgleich,
sonstige Zuschüsse,
Umlagen ErgHH
T€
7

Kapitalerhöhungen,
Umlagen FinHH
Invest.zuschüsse
T€
8

705
703
701
700
696

106
107
108
110
110

---------

---------

---------

---------

-----------

11.166
10.187
10.338
10.491
10.646

4
7
8
9
9

---------

---------

---------

---------

2018
2019
2020
2021
2022

80
70
60
50
60

1.100
1.200
1.250
1.150
1.200

150
170
150
45
150

16
16
16
16

---------

---------

---------

2018
2019
2020
2021
2022

0
0
0
0
0

1.375
1.378
1.381
1.384
1.387

19
21
23
25
27

---------

---------

---------

---------

2018
2019
2020
2021
2022

58.551
78.076
70.682
63.405
71.605

99.342
90.630
92.654
103.267
88.672

6.837
6.314
4.591
3.690
2.305

---------

---------

---------

---------

2.2 Freiburger Kommunalbauten
GmbH Baugesellschaft & Co. KG

2018
2019
2020
2021
2022

10.454
2.269
50
50
50

14.154
14.764
14.779
14.794
14.709

-3.476
388
1.864
1.816
1.665

---------

---------

---------

---------

2.3 Freiburger Stadtimmobilien
GmbH & Co. KG

2018
2019
2020
2021
2022

240
860
2.400
2.470
860

5.299
5.361
5.442
5.523
5.633

1.273
1.131
468
392
1.109

---------

---------

---------

---------

2. Wohnen und kommunale Immobilien
2.1 Freiburger Stadtbau GmbH

Anlage 1

Unternehmen

1

2.4 Regio Bäder GmbH
(Hinweis: In der Zwischensumme I wird das Ergebnis
der Regio Bäder aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der FSB nicht ausgewiesen)

2.5 Green City Hotel Vauban gGmbH

3. Wirtschaftsförderung
3.1 FWTM GmbH & Co. KG
HH Ansatz VA mit 1 Mio. € p.a.für Tourismusförderung (Übernachtungssteuer); 2019 ff unter
Vorbehalt der Fortschreibung der Finanz- und
Investitionszielvereinbarung

Umsatzerlöse/
Umlagen

Jahresergebnis

T€
2

T€
3

T€
4

Abführung an den Haushalt1
Gewinne

T€
5

Zuführung aus dem Haushalt1

Konzessionsabgabe

Verlustausgleich,
sonstige Zuschüsse,
Umlagen ErgHH
T€
7

T€
6

2018
2019
2020
2021
2022

-----------

6.671
6.774
6.895
7.025
7.162

145
145
145
145
145

---- -- -- -

-----

2018
2019
2020
2021
2022

18
19
21
23
24

1.321
1.390
1.413
1.442
1.462

1
10
8
6
36

---------

---------

2018
2019
2020
2021
2022

865
390
360
355
400

28.028
24.308
24.924
24.471
24.635

-3.936
-7.179
-7.148
-7.199
-7.191

---------

---------

4.890
4.965
5.075
5.145
5.265

57
60
90
94
119

---------

---------

19.476
19.136
21.029
20.004
20.165

-2.207
-1.577
-552
-1.284
-1.177

---------

---------

743
1.274
1.274
1.274
1.274

22
238
246
253
242

---------

---------

2.715
2.775
2.818
2.859
2.899

-248
-307
-300
-298
-308

---------

---------

3.2 Freiburg Management und Marketing
International GmbH

2018
2019
2020
2021
2022

3.3 MESSE Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG

2018
2019
2020
2021
2022

2019 ff unter Vorbehalt der Fortschreibung der
Finanz- und Investitionszielvereinbarung

Investitionen
(Sachanlagen)

3.4 FWTM Kopfbau Vermögensgesellschaft mbH & Co. KG

2018
2019
2020
2021
2022

3.5 Freiburger Qualifizierungs- und
Beschäftigungs gGmbH

2018
2019
2020
2021
2022

----------530
80
80
730
80
----------636
1.888
105
101
106

-

-----

Kapitalerhöhungen,
Umlagen FinHH
Invest.zuschüsse
T€
8

-

---------

---------

---------

5.277
7.893
8.087
8.199
---------

800
800
800
800
--------250
280
287
294

2.427
---------------

-----------------

-------

Anlage 1
Unternehmen

1

3.6 Stadion Freiburg Objektträger
GmbH & Co. KG
Die Auszahlungstermine für Investitionszuschüsse
und Grd.übertragung werden neu angepasst.

3.7 Regionales Rechenzentrum
Südlicher Oberrhein

Zwischensumme I (Gesellschaften)
(Spalte Jahresüberschuss bzw. fehlbetrag
jeweils ohne Ergebnisse von badenova, VAG,
FFB, StWB und RBG, um Doppelausweis der
Ergebnisse zu vermeiden.)

1.

Zweckverbände
Abwasserzweckverband
Breisgauer Bucht
(Umlagen werden im WiPlan des ESE veranschlagt)

2018
2019
2020
2021
2022
2018
2019
2020
2021
2022

Investitionen
(Sachanlagen)

Umsatzerlöse/
Umlagen

Jahresergebnis

T€
2

T€
3

T€
4

22.209
35.000
28.000
308
0
-----------

Abführung an den Haushalt1
Gewinne

Zuführung aus dem Haushalt1

Konzessionsabgabe

T€
5

T€
6

Kapitalerhöhungen,
Umlagen FinHH
Invest.zuschüsse
T€
8

0
0
2.442
3.573
3.543

-156
-455
50
203
206

---------

---------

---------

2.050
2.000
3.500
-----

590
580
570
560
550

113
126
130
134
139

-----------

-----------

-----------

-----------

2018
2019
2020
2021
2022

193.542
213.642
185.184
145.208
136.910

1.310.359
1.344.206
1.417.242
1.459.767
1.478.449

-10.855
-7.804
-5.208
-5.081
-3.998

2018
2019
2020
2021

20.239
14.310
8.360
3.960

16.120
17.840
19.626
20.248

---------

---------

---------

110.219
114.142
116.074
118.587

---------

---------

-----------------

1.210
1.218
1.224
1.216

12.300
12.300
12.300
12.300

6.327
8.973
9.174
9.293

10.800
11.180
12.300
12.700

---------

Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken

2018
2019
2020
2021

3.

Zweckverband
Regio-Nahverkehr Freiburg

2018
2019
2020
2021

18.322
22.611
14.749
6.855

28.962
33.464
25.815
18.133

---------

---------

Zweckverband
Gewerbepark Breisgau

2018
2019
2020
2021

1.255
810
945
855

3.937
2.751
2.747
2.747

---------

---------

Zwischensumme II
(Zweckverbände)

2018
2019
2020
2021

39.816
37.731
24.054
11.670

159.238
168.197
164.262
159.715

0
0
0
0

0
0
0
0

500
500
500
0

17.147
16.654
16.725
15.619

0
0
0
0

Gesamtsumme I - II

2018
2019
2020
2021
2022

233.358
251.373
209.238
156.878
136.910

1.469.597
1.512.403
1.581.504
1.619.482
1.478.449

-10.855
-7.804
-5.208
-5.081
-3.998

1.210
1.218
1.224
1.216

12.800
12.800
12.800
12.300

23.474
25.627
25.899
24.912

9.477
7.000
8.500
0

Angaben 2019/2020 gemäß mittelfristige Planung ZRF)

4.

1

b)
b)
b)
b)

500
500
500
---

Spalte 8+9: Daten für die Jahre 2018 bis 2020 gemäß DHH 2017/2018 sowie mittelfristige Finanzplanung 2016 bis 2020; Angaben für 2021 gemäß Fortschreibung auf Basis der vorgelegten Wi-Pläne.

---------

9.477
7.000
8.500
0

2.

(Angaben 2017/2018 gemäß Entwurf DHH 2017/2018;

---------

Verlustausgleich,
sonstige Zuschüsse,
Umlagen ErgHH
T€
7

6.347
5.474
4.425
2.919
---------

-------------------------

Anlage 2

Die Verteilung von Frauen und Männern im Bereich Beschäftigung
und politische Teilhabe 2016
Beschäftigte der Stadtverwaltung Freiburg und der städtischen Beteiligungen
nach Geschlecht und Beschäftigungsumfang 2016 (in %)

Eigenbetrieb Theater (370)

28,9

33,4

7,3

44,6

Stadtwerke Verbund (859)

28,4

10,1

71,0

badenova Konzern (1.328)

62,2

Stadtbau Verbund (312)

f.q.b. (59)

30,5

2,6

31,6

Männer Vollzeit
Quelle: Stadt Freiburg
* einschl. Eigenbetriebe Abfallwirtschaft,
Stadtentwässerung und Friedhöfe

12,0

24,7

Männer Teilzeit

8,0

11,7

42,1

20,3

9,2

20,2

76,5

FWTM (152)

9,7

20,8

11,2

43,3

ASF Freiburg GmbH (349)

19,7

3,7

6,8

31,0

5,6

Stadtverwaltung Freiburg
(4.183 Personen)*

23,7

18,6

30,5

Frauen Vollzeit

Frauen Teilzeit

Amt für Bürgerservice und Informationsverarbeitung, Freiburg

Zusammensetzung Gemeinderat, Aufsichtsräte, Betriebsausschuss
nach Geschlecht 2016 in Freiburg*
Gemeinderat Stadt Freiburg
(48 Personen)

62,5%

Eigenbetrieb Theater (20)

37,5%

55,0%

45,0%

Stadtwerke Verbund (53)

81,1%

18,9%

badenova Konzern (21)

81,0%

19,0%

Stadtbau Verbund (23)

ASF Freiburg GmbH (15)

FWTM (21)

f.q.b. (15)

SFG (21)
Quelle: Stadt Freiburg
* Mitglieder insgesamt in Klammern

Männer
Frauen

65,2%

34,8%

80,0%

71,4%

73,3%

85,7%

20,0%

28,6%

26,7%

14,3%

Amt für Bürgerservice und Informationsverarbeitung, Freiburg

Beteiligungsbericht 2017

Anlage 3

Übersicht Abschlussprüfer in den Geschäftsjahren 2013 bis 2017
2013

2014

2015

2016

1

BTR

1

BTR

1

BTR

1

BTR

3

Rödl

3

Rödl

3

Rödl

3

Rödl

StW Verbund

BTR

badenova

Rödl

FSB Verbund

HABITAT

4

Bavaria

GCH Vauban

HABITAT

4

Bavaria

FWTM Verbund

ASF Verbund

6

BSB&P

2

SFG

---

---

7

GAB

E&Y

RHB

Lohrmann

3
4
5
6
7
8
9
10
11

Bavaria

6

BSB&P

7

6

BSB&P

1

6

9

9

Götz&Grimm

10

6

BSB&P

11

11

Bavaria

6

BSB&P

6

BSB&P

11

6

6

BTR

1

BTR

1

BTR

1

BTR

1

7

ConSigna

6

9

6

BSB&P

Muchenberger

BSB&P

Lohrmann

Baker Tilly Roelfs, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft AG, Stuttgart.
Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart.
Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,. Stuttgart
HABITAT Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH, Stuttgart
PricewaterhouseCoopers AG, Frankfurt
Bansbach Schübel Brösztl & Partner GmbH
ConSigna GmbH Wirtschaftsprüfer, Freiburg
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Muchenberger & Kollegen GmbH & Co. KG, Freiburg
Lohrmann Riehle Lätsch Durach GmbH
Götz & Grimm Wirtschaftsprüfer, Herbolzheim
Bavaria Revisions- und Treuhand AG, München

Beteiligungsbericht 2017

3

Bavaria

BSB&P

Lohrmann

1

11

6

BSB&P

Lohrmann

10

BSB&P

7

6

Götz&Grimm

6

ConSigna

BSB&P

9

Bavaria

---

ConSigna

2

11

BTR

PWC

2

11

5

---

ConSigna

Bavaria

BSB&P

f.q.b.

EARF

11

2

E&Y

1

Bavaria

BSB&P

E&Y

RRSO

11

2017

9

Lohrmann

6

BSB&P

8

Anlage 4

Nachweis der unmittelbaren Unternehmensbeteiligungen
der Stadt Freiburg i.Br. mit einer Anteilsquote unter 0,5 %
Buchwerte
zum
THH
31.12.2016

€
Bauverein Breisgau eG

9.591

14

945

14

1.625

14

14.150

2

260

17

5.113

12

Holzverwertungsgesellschaft Oberschwaben e.G.

245

10

Einkaufsgenossenschaft Kommunaler Verwaltungen eG

500

2

Kunststiftung Baden-Württemberg GmbH

511

12

Familienheim Freiburg Baugenossenschaft eG
Heimbau Breisgau eG
Bad.Gemeinde-Versicherungsverband Karlsruhe,
Körperschaft d.ö.R.
Volksbank Freiburg eG
Einkaufzentrale für öffentliche Bibliotheken GmbH,
Reutlingen

Beteiligungsbericht 2017

Anlage 5

Erläuterungen der Kennzahlen
Kennzahl

Erläuterung

Anlagenintensität

Die Kennzahl ermöglicht Aussagen zum Vermögensaufbau.
Eine hohe Anlagenintensität ist ein Indiz für einen
kostenintensiven (Fixkosten) Betrieb des Unternehmens.
Es gilt als grundlegende Finanzierungsregel, dass langfristig
gebundene Vermögenswerte auch durch langfristige Mittel
finanziert werden; die Fristigkeit der Finanzierungsmittel soll
der Nutzungsdauer der damit finanzierten Objekte
entsprechen. D. h. Anlagevermögen eines Unternehmens
ist langfristig durch Eigenkapital und langfristiges
Fremdkapital zu finanzieren. Die Kennzahl gibt an in
welchem prozentualen Umfang diese Regel tatsächlich
eingehalten wird.
Eine hohe Eigenkapitalquote gilt als wichtiger Indikator für
die Bonität eines Unternehmens und verschafft Sicherheit
und Handlungsfähigkeit.
Die Kennzahl gibt an, ob und in welcher Höhe ein
Unternehmen über die Abschreibungen und die
Anlagenabgänge hinaus investiert.

(= AV*100/Gesamtvermögen)

Anlagendeckung
(= EK + langfristiges FK

1)

*100/AV)

Eigenkapitalquote
(= EK

2)

*100/Gesamtkapital)

Nettoinvestitionen
(= Anlagezugänge
- Abschreibungen
- Anlageabgänge)

Der Betriebserfolg wird hier am Geschäftsumfang, nämlich
der Umsatztätigkeit, gemessen. Die Umsatzrentabilität
(auch Gewinnspanne) gehört damit zu den wichtigsten
Kennzahlen für die Beurteilung der Ertragskraft.
Die Kennzahl gibt an, in welcher Höhe sich das eingesetzte
Eigenkapital im Geschäftsjahr verzinst hat.

Umsatzrentabilität
3)

(= Ergebnis *100/Umsatz)

Eigenkapitalrentabilität
3)

(= Ergebnis *100/EK)

Gesamtkapitalrentabilität
3)

(= Ergebnis +FK-Zinsen*100/GK)

Cash-flow
(= Jahresergebnis
+ Abschreibungen
+/- Veränderung langfristige
Rückstellungen)

Produktivität je Mitarbeiter
(Umsatz /ØArbeitnehmerzahl

4)

)

Personalkosten je Mitarbeiter
(= Personalaufwand
1

2
3

4
5

5)

/ ØArbeitnehmerzahl

4)

Sie zeigt an, welche Rendite das im Unternehmen
gebundene Kapital erbracht hat. Mit der Berücksichtigung
des Zinsaufwandes wird die unterschiedliche Ausstattung
der Unternehmen mit Eigen- und Fremdkapital bzw. die
daraus
resultierende
unterschiedliche
Zinsbelastung
neutralisiert. Die Kennzahl bietet so vor allem im
Branchenvergleich eine gute Grundlage zu einer von der
Kapitalstruktur unabhängigen Beurteilung der Ertragskraft.
Der Cash-flow beschreibt den Mittelzufluss des
Geschäftsjahres, dem kein unmittelbarer Mittelabfluss
gegenübersteht. Er zeigt, in welchem Umfang Finanzmittel
für
Investitionen,
zur
Schuldentilgung
oder
für
Gewinnausschüttungen für das Folgejahr zur Verfügung
stehen.
Die Kennzahl ist ein wichtiges Steuerungsinstrument zur
Beurteilung der eigenen Effizienz und zur Bestimmung der
aktuellen Wettbewerbsposition.
Die Kennzahl gibt an, wie personalintensiv ein Unternehmen
arbeitet.

langfristiges Fremdkapital = Teil der Differenz zwischen Gesamtkapital und Eigenkapital, der dem Unternehmen
länger als ein Jahr zur Verfügung steht; Sonderposten mit Rücklageanteil werden zur Hälfte berücksichtigt.
Eigenkapital gemäß Bilanzausweis abzüglich beschlossene Gewinnausschüttungen
Ergebnis = Jahresüberschuss (vor Steuern) bzw. Jahresfehlbetrag gemäß Ausweis in der Gewinn- und
Verlustrechnung
Ø Arbeitnehmerzahl = Ø Anzahl von Vollzeit-Arbeitskräfte
Personalaufwand = Personalaufwand gemäss Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung zuzüglich Zinsaufwand
aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen und außerordentlicher Aufwand aus Umstellungseffekten der
Bewertung der Pensionsrückstellungen durch das BilMoG.

Beteiligungsbericht 2017
        
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