Path:
Periodical volume

Full text: Beteiligungsbericht Issue 2015

Beteiligungsbericht
2015

Beteiligungsbericht 2015

Herausgegeben von:

Stadt Freiburg im Breisgau

Fachliche Verantwortung:

Erster Bürgermeister Otto Neideck

Text und Bearbeitung
sowie Koordination:

Stadtkämmerei, Abteilung Beteiligungen

Textbeiträge:

Städtische Gesellschaften, Eigenbetriebe
und Zweckverbände

Freiburg im Breisgau, Dezember 2015

Beteiligungsbericht 2015

Beteiligungsbericht 2015

Vorwort
Mit dem vorliegenden Beteiligungsbericht wird dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit eine Übersicht über die Organisation und Entwicklung des „Konzerns“ Stadt mit
seinen städtischen Beteiligungen, Eigenbetrieben und Zweckverbände gegeben.
Auf der Grundlage der Jahresabschlüsse 2014 und der Wirtschaftspläne 2016 und
mittelfristigen Investitions- und Finanzpläne 2016 bis 2020 informiert der Beteiligungsbericht 2015 über die Grundzüge des bisherigen, des aktuellen und künftigen
Geschäftsverlaufs der städtischen Beteiligungsgesellschaften und stellt somit eine
wichtige Informations- und Entscheidungsgrundlage für Politik, Wirtschaft, Verwaltung und für Bürgerinnen und Bürger dar.
Die Übertragung kommunaler Aufgaben in privatwirtschaftliche Rechts- und Organisationsformen hat sich bewährt. Gesellschaften und Beteiligungen erfüllen die ihnen
übertragenen Aufgaben trotz der teilweise schwierigen Rahmenbedingungen zuverlässig und auf hohem Niveau zum Wohle der Bürgerschaft. Die Umsetzung der politischen Ziele zur Daseinsvorsorge trägt nachhaltig zur Stärkung und positiven Weiterentwicklung des Standorts Freiburg bei.
Eines der Schwerpunktthemen in 2014 war der Ausbau Stadtbahnnetzes. Die Stadtbahnverlängerung von Zähringen bis zur Ortsgrenze Gundelfingen konnte planmäßig
Anfang 2014 in Betrieb genommen werden. Ebenfalls 2014 haben die Bauarbeiten
für die Stadtbahn Messe begonnen und konnte die Planung für die Stadtbahn
Rotteckring weitgehend abgeschlossen werden. Um im Sektor der Energieversorgung die wirtschaftlichen Rahmenbedingen gemäß den Vorgaben der Bundesnetzagentur zu optimieren wurde zum 01.01.2014 die „große“ Netzgesellschaft in der badenova gegründet. Schließlich hat am 1. Februar 2015 ein Bürgerentscheid die Beschlüsse des Gemeinderates von 2014 zum Bau eines neuen Fußballstadions für
den SC Freiburg bestätigt. Nach der Entscheidung für den Bau eines neuen Stadions
im Wolfswinkel steht mit der Umsetzung des Projekts die Gründung einer weiteren
Eigengesellschaft im Laufe des Jahres 2016 an. Die Stadt knüpft dabei an die guten
Erfahrungen der früheren Objektträgergesellschaft für den Bau und Betrieb der Messe am Flughafen an.
In nahezu allen Gesellschaften stehen weiterhin Strukturveränderungen und Optimierungsprozesse an bzw. sind in der Umsetzungsphase. Damit sollen das Leistungsspektrum für die Bürgerinnen und Bürger nachhaltig verbessert sowie gleichzeitig der
städtische Haushalt entlastet werden.
Im Namen von Gemeinderat und Bürgermeisteramt danke ich den Vorständen, Geschäftsführern und den Vertreterinnen und Vertretern in den Aufsichtsorganen der
städtischen Beteiligungen sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Beteiligungen und der Stadtkämmerei für ihren engagierten Einsatz und ihre Unterstützung.
Freiburg, im Dezember 2015

Dr. Dieter Salomon
Oberbürgermeister

Beteiligungsbericht 2015

Beteiligungen 2014/2015 auf einen Blick
1. Änderungen wichtiger allgemeiner Rahmenbedingungen
• Das novellierte EEG-Gesetz ist am 01. August 2014 in Kraft getreten mit dem Ziel, die
Förderung regenerativer Erzeugungsanlagen neu zu justieren und die Kosten der Energiewende zurückzufahren.
• Das Gesetz zur Neuregulierung der Landesbauordnung trat am 01. März 2015 in Kraft. In
der Neuregelung der Landesbauordnung wurde u.a. das Kenntnisabgabeverfahren eingeschränkt, die Nutzung regenerativer Energien und des Baustoffes Holz erleichtert, die Regelungen für Fahrrad- und KfZ-Stellplätze sowie zur Barrierefreiheit verändert.
• In Vorbereitung eines modernen Wertstoffgesetzes konnten im Juni 2015 Eckpunkte für
mehr Umweltschutz und nachhaltige Marktwirtschaft zwischen den Koalitionspartnern
vereinbart werden; ein Zeitpunkt für die Gesetzeseinführung ist derzeit nicht bekannt.
• Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ab dem Jahr 2016 u.a. mit
einer Anpassung der Größenklassen für die Prüfungspflicht, einer Neugliederung der Gewinn-und Verlustrechnung gemäß § 275 HGB-E und Neuregelungen über die Nutzungsdauer selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände sowie entgeltlich erworbener Geschäfts-oder Firmenwerte.

2. Wirtschaftliche Betätigung und Projekte der wichtigsten Gesellschaften
Die Stadtwerke Freiburg GmbH ist als geschäftsführende Holding für die Freiburger Verkehrs AG, die Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH, die Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH und
die Abwasser Freiburg GmbH tätig und hält eine ihre Beteiligung an der badenova AG & Co.
KG. Die Realisierung des Ausbauprogramms „Stadtbahn 2020“ erfordert die zeitlich und parallele Umsetzung und Finanzierung der Projekte in 2014 und den Folgejahren.
Als regionales Energiedienstleistungsunternehmen mit einem stark ausgeprägten ökologischen Profil konnte sich die badenova in 2014 weiterhin erfolgreich im stark umkämpften
Markt behaupten. Die Ertragslage wurde durch konjunkturell-, witterungs- und wettbewerbsbedingte Absatzveränderungen beeinflusst. In den kommenden Geschäftsjahren wird eine
positive Ergebnisentwicklung erwartet. Aufgrund der von der Bundesnetzagentur vorgegebenen Rahmenbedingungen wurde das Netzgeschäft in der badenova-Gruppe zum 01.01.2014
neu strukturiert und das Modell der „großen“ Netzgesellschaft realisiert.
Das Ziel der Erweiterung und Sicherung eines guten ÖPNV-Angebots in Freiburg konnte die
Freiburger Verkehrs AG in den Jahren 2014 und 2015 weiter umsetzen. Die statistisch ermittelte Beförderungsleistung lag in 2014 bei über 75,4 Mio. Fahrgästen; gegenüber dem
Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 2,2 %, der u.a. auf die milde Witterung und die
Großbaustelle am Bertoldsbrunnen zurück zu führen ist. Ziel der VAG ist es, das ÖPNVAngebot weiter auszubauen. In 2014 erfolgte die Inbetriebnahme der Stadtbahnverlängerung
Zähringen. Bis zum Jahr 2018 sollen die Stadtbahn Messe (1. Bauabschnitt), die Stadtbahn
Rotteckring und die Stadtbahn Waldkircher Straße nachfolgen.
Die Geschäftsentwicklung der Freiburger Stadtbau GmbH wird weiterhin durch die
Schwerpunkte Mietwohnungsbewirtschaftung und Bauträgertätigkeit geprägt. Die FSB bewirtschaftete 2014 insgesamt 10.926 Wohnungen, davon 8.222 im Eigenbestand, 936 Wohnungen in der Verwaltung für die Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG, 267 Wohnungen als Generalmieter sowie 1.501 Wohnungen in der Verwaltung nach dem Wohneigentumsgesetz und in der Mietsonderverwaltung. Sie stellte in 2014 für den eigenen Bestand 28
Wohnungen fertig, weitere 73 Wohnungen befanden sich zum 31.12.2014 im Bau.
Die Entwicklung der Freiburger Kommunalbauten GmbH & Co. KG wurde in 2014 wiederum maßgeblich durch die Geschäftsbereiche Keidel Mineral - Thermalbad und Parkhausbetriebe bestimmt. Ein weiterer Geschäftszweig lag in der Vermietung von selbst errichteten

Beteiligungsbericht 2015

Immobilien. Aufgrund der zielorientierten Unternehmenspolitik hat die FKB in den zurückliegenden Jahren eine positive wirtschaftliche Entwicklung genommen. Dies wird insbesondere
am Keidel Mineral - Thermalbad deutlich. Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Besucherzahlen von 472.407 auf 489.392 nochmals deutlich gesteigert werden.
Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH verfolgt permanent den Ausbau
der Geschäftsfelder (z.B. Alttextilsammlung) und die Optimierung der Geschäftsprozesse
sowie der Sammel- und Transportlogistik, wozu u.a. auch ein Identsystem für die Abfallbehälter eingeführt wurde. In 2014 erfolgte erfolgreich die Nachzertifizierung als Entsorgungsfachbetrieb sowie für Qualitäts- und Umweltmanagement. Im Bereich Stadtreinigung erfolgte
die weitere Optimierung des Winterdienstes (Bau einer Salzhalle) sowie der Konzentration
von Reinigungsleistungen. Auf der Deponie Eichelbuck wurden die Rekultivierungsmaßnahmen fortgesetzt und die Umsetzung des für die Deponie speziell entwickelten Energiekonzepts begonnen. Die ASF Solar GmbH & Co. KG konnte auch 2014 einen Jahresüberschuss erzielen. Für die PV-Anlage Eichelbuck wurde das Sicherheitskonzept weiterentwickelt sowie ein Wartungs- und Reparaturrahmenvertrag abgeschlossen.
Die von der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG wahrgenommenen
Aufgaben tragen maßgeblich zur Profilierung und Stärkung des Standortes bei, was sich z.B.
in der überdurchschnittlich guten Beschäftigungsquote und den Übernachtungszahlen auf
hohem Niveau ausdrückt. Das wirtschaftliche Ergebnis insgesamt ist geprägt durch die Besonderheiten der im allgemeinen wirtschaftlichen Interesse betrauten Aufgaben.
Die Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG schloss im Berichtsjahr zwar mit einem
Jahresfehlbetrag ab, jedoch erheblich besser als im Wirtschaftsplan prognostiziert. Erheblichen Umsatz- und Ergebnisanteil hatte wie in den Vorjahren die Intersolar Europe in München, bei welcher jedoch aufgrund der konjunkturellen Entwicklungen in der Solarbranche
ein Ergebnisrückgang zu verzeichnen war. Neben dem Ausbau vorhandener Messen sollen
auch neue Messen etabliert sowie Gastveranstaltungen akquiriert werden.

3. Veränderungen in der Gesellschaftsstruktur
• In der badenova AG & Co. KG wurden diverse gesellschaftsrechtliche Veränderungen

vollzogen u.a. die Verschmelzung der Badischen Gas- und Elektrizitätsversorgung AG auf
die badenova sowie die Neustrukturierung des Netzgeschäftes (vgl. Kapitel 1.2.4).
• Zum 01.01.2014 trat der Zweckverband „Protec Orsingen“ dem Zweckverband tierische
Nebenprodukte Süd (ZTN) bei.
• Gemäß Grundsatzbeschluss des Gemeinderates vom 07.10.2014 (G-14/1873) wird Bauherrin und Eigentümerin des neuen Fußballstadions eine städtische Objektträgergesellschaft, die im Laufe des Jahres 2016 gegründet werden soll.
• Die Gründung eines weiteren Eigenbetriebes für die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Dietenbach ist ebenfalls in Vorbereitung.

4. Zahlen und Fakten
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über wesentliche Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung der Beteiligungen und deren Auswirkungen auf den städtischen Haushalt:
2011
Umsatzerlöse
Investitionen
Fremdkapital
Anzahl Beschäftigte; davon

Personen

Abführung an den HH**
Zuführung aus dem HH**

Mio. €
Mio. €

Männer
Frauen

Mio. €
Mio. €
Mio. €

947,8
101,0
910,4
2.873
2.065
808

12,8
6,6

2012*

2013

2014***

935,6 1.046,3 1.049,7
116,7
140,8
117,7
942,5 1.041,4 1.027,8
2.884
3.007
3.072
2.062
822

13,5
6,9

2.158
849

64,3
56,5

2.175
897

14,0
20,3

2015

(Vorschau)

1.191,8
145,6

noch keine Angaben

2.913

noch keine Angaben
noch keine Angaben

13,4
12,0

* Ab 2012 ohne Tochtergesellschaften der Zweckverbände und Verwaltungsgesellschaften
** Angaben für das Jahr 2013 mit finanziellen Auswirkungen aus der Übertragung der städtischen Wohnungen auf die FSB.
*** Ab 2014 einschließlich der Beschäftigen der f.q.b. gGmbH

Beteiligungsbericht 2015

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
ASF
AWF
AZV
DSD
EAF
EBF
EEG
EigBG
ESDG
ESE
ETF
EVZ
FFB
FKB
FKV
FMMI
FSB
FSI
FWI
FWTM
f.q.b.
GAB
GemO
GVFG
KR BF
LVP
m
MF
ÖPNV
PBefG
RGB
RRSO
RVF
RVG
SchwbG
StW
StWB
TREA
VAG
w
ZRF
ZTN
ZV
ZV KIV BF

Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH
Abwasser Freiburg GmbH
Abwasserzweckverband
Duales System Deutschland
Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Freiburg
Eigenbetrieb Friedhöfe Freiburg
Erneuerbare Energien-Gesetz
Eigenbetriebsgesetz
Energie-Service Dienstleistungsgesellschaft mbH
Eigenbetrieb Stadtentwässerung Freiburg
Eigenbetrieb Theater Freiburg
Eigenbetrieb Neubau Verwaltungszentrum
Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH
Freiburger Kommunalbauten GmbH Baugesellschaft & Co. KG
FWTM Kopfbau Vermögensgesellschaft GmbH & Co. KG
Freiburg Management und Marketing International GmbH
Freiburger Stadtbau GmbH
Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG
Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien GmbH & Co. KG
Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG
Freiburger Qualifizierungs - und Beschäftigungs gGmbH
Gesellschaft Abfallwirtschaft Breisgau mbH
Gemeindeordnung
Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz
Kommunales Rechenzentrum Baden-Franken GmbH
Leichtverpackungen
männlich
Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG
Öffentlicher Personennahverkehr
Personenbeförderungsgesetz
Regio Bäder GmbH
Regionales Rechenzentrum Südlicher Oberrhein GmbH
Regio-Verkehrsverbund Freiburg GmbH
Regio-Verbund Gesellschaft mbH
Schwerbehindertengesetz
Stadtwerke Freiburg GmbH
Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH
Thermische Restabfallbehandlungsanlage
Freiburger Verkehrs AG
weiblich
Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg
Zweckverband für tierische Nebenprodukte Süd
Zweckverband
Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken

Beteiligungsbericht 2015 - Abkürzungsverzeichnis -

INHALTSVERZEICHNIS
I.

Einführung

1.
2.
3.
4.
5.
6.

Gegenstand des Beteiligungsberichtes ..................................................................... 9
Übersicht über die Beteiligungen der Stadt Freiburg i. Br. ....................................... 10
Wirtschaftliche Kennzahlen „Konzern“ Stadt Freiburg 2013 .................................... 12
Haushaltsauswirkungen ........................................................................................... 13
Entwicklung der Vermögenslage von städtischen Gesellschaften
und Eigenbetrieben .................................................................................................. 15
Strategische Ziele, Leistungs- und Finanzziele........................................................ 17

II.

Städtische Beteiligungen

1.
1.1
1.2
1.3
1.4
1.5
1.6
1.7
1.8
1.9
1.10
1.11
1.12
1.13

Verkehr, Ent- und Versorgung
Stadtwerke Freiburg GmbH (StW) ........................................................................... 20
badenova AG & Co. KG ........................................................................................... 24
badenova Verwaltungs-AG ...................................................................................... 33
Freiburger Verkehrs AG (VAG) ................................................................................ 35
Regio-Verkehrs-Verbund Freiburg GmbH (RVF) ..................................................... 41
Regio-Verbund Gesellschaft mbH (RVG) ................................................................ 45
Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH (StWB) .............................................................. 48
Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH (FFB) ................................................................51
Abwasser Freiburg GmbH (AWF) .............................................................................54
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH (ASF).......................................56
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar GmbH & Co. KG........................61
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar Verwaltungs-GmbH...................63
Gesellschaft Abfallwirtschaft Breisgau mbH (GAB)...................................................65

2.
2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
2.6
2.7

Wohnungs- und Städtebau, Wohnungs- und Grundstücksverwaltung
Freiburger Stadtbau GmbH...................................................................................... 69
Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG .......................................................... 75
Freiburger Stadtimmobilien GmbH .......................................................................... 77
Freiburger Kommunalbauten GmbH Baugesellschaft & Co. KG (FKB) ................... 79
Freiburger Kommunalbauten GmbH (FKB GmbH) .................................................. 83
Regio Bäder GmbH (RBG) ...................................................................................... 85
Green City Hotel Vauban gGmbH............................................................................ 88

3.
3.1
3.2
3.3
3.4
3.5
3.6
3.7

Messe, Märkte, Touristik, Wirtschaftsförderung
Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) ........................ 91
Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe Beteiligungs-GmbH (FWTM GmbH) ........ 97
Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien GmbH & Co. KG (FWI)....................................... 99
Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien Beteiligungs-GmbH .......................................... 101
Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG .....................................................103
Freiburg Management und Marketing International GmbH (FMMI) .......................107
Gemeinnützige Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft mbH 111
Beteiligungsbericht 2015 - Inhaltsverzeichnis -

4.

Beteiligungen im Rahmen der regionalen Infrastruktur

4.1
4.2
4.3
4.4
4.5
4.6

Regionales Rechenzentrum Südlicher Oberrhein GmbH (RRSO) ...................... 115
Kommunales Rechenzentrum Baden-Franken GmbH (KR BF) .......................... 117
Rheinhafen Breisach GmbH ............................................................................... 120
Lagerhaus Breisach GmbH ................................................................................. 123
Gewerbepark Breisgau GmbH ............................................................................ 125
Energieagentur Regio Freiburg Gesellschaft zur Förderung von
Energiesparsystemen und solaren Energien GmbH ........................................... 128

III.

Eigenbetriebe

1.
2.
3.
4.
5.

Eigenbetrieb Stadtentwässerung Freiburg i. Br. (ESE) ....................................... 130
Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Freiburg i. Br. (EAF) .............................................. 133
Eigenbetrieb Friedhöfe (EBF) ............................................................................. 136
Eigenbetrieb Theater (ETF) ................................................................................ 139
Eigenbetrieb Verwaltungszentrum Freiburg ........................................................ 143

Anlage 1:

Mittelfristige Finanzplanung 2016 bis 2020 der wesentlichen
Beteiligungsgesellschaften und Zweckverbände

(die mit dem Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz ab dem Jahr 2016 umzusetzende Neugliederung
der Gewinn- und Verlustrechnung wurde in der Finanzplanung 2016 bis 2020 noch nicht berücksichtigt)

Anlage 2:

Die Verteilung von Frauen und Männern im Bereich Beschäftigung
und politische Teilhabe 2014

Anlage 3:

Übersicht Abschlussprüfer in den Geschäftsjahren 2011 bis 2015

Anlage 4:

Nachweis der unmittelbaren Unternehmensbeteiligungen der
Stadt Freiburg i. Br. mit einer Anteilsquote unter 0,5 %

Anlage 5:

Erläuterungen der Kennzahlen

Redaktionelle Hinweise:
• Der einfacheren Lesbarkeit wegen wurde zum Teil auf eine geschlechterspezifische Differenzierung verzichtet.
Entsprechende Begriffe gelten für beide Geschlechter.
• Aus rechnerischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (€, T€) auftreten.

Beteiligungsbericht 2015 - Inhaltsverzeichnis -

I.

Einführung

1

Gegenstand des Beteiligungsberichtes

1.1

Rechtliche Grundlagen

In § 105 Abs. 2 GemO wird von der Gemeinde die jährliche Erstellung eines Beteiligungsberichtes gefordert, mit dem sie dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit Rechenschaft über die Entwicklung der Unternehmen in Privatrechtsform gibt. Der Beteiligungsbericht muss über alle unmittelbaren Beteiligungen unabhängig von der Höhe der Beteiligung und über mittelbare Beteiligungen, wenn deren Höhe mehr als 50 % beträgt, informieren. Bei unmittelbaren Beteiligungen mit weniger als 25 % können die Angaben im
Beteiligungsbericht auf wenige Eckdaten beschränkt werden.

1.2

Zielsetzung

Der Beteiligungsbericht ist ein Beitrag zu einem Steuerungssystem, das es der Stadt
ermöglicht, alle Bereiche der Kommunalverwaltung in vergleichbarer Weise der kommunalpolitischen Verantwortung des Gemeinderats und des Oberbürgermeisters zu unterstellen. Es werden Informationen für die Entscheidungsträger zur Steuerung der Beteiligungen geliefert.

1.3

Inhalt

Der Beteiligungsbericht 2015 gibt für das Berichtsjahr 2014 eine Übersicht über die betriebswirtschaftlichen Unternehmensdaten, die Unternehmensaufgaben und die Aufgabenerfüllung der Eigen- und Beteiligungsgesellschaften der Stadt Freiburg i. Br. und der
Eigenbetriebe.
Als Anlage beigefügt sind dem Beteiligungsbericht die Übersicht über die Wirtschaftspläne 2016 und die mittelfristige Finanzplanung 2016 bis 2020 der städtischen Beteiligungen und der wirtschaftlich bedeutsamen Zweckverbände. Neben den Finanzzielvorgaben
sind in der Anlage 1 der Drucksache G-16/001 zum Beteiligungsbericht 2015 die strategischen Ziele sowie die daraus abgeleiteten Leistungsziele der städtischen Gesellschaften vollständig beigefügt. Damit soll die Erfüllung der auf die Gesellschaften übertragenen öffentlichen Aufgaben im Rahmen der Daseinsvorsorge noch transparenter gemacht
werden und es soll eine weitere Steuerungs- und Diskussionsgrundlage zu deren künftigen Entwicklungen geschaffen werden.
Über den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestumfang hinaus wird in dem vorliegenden
Bericht auch über die Eigenbetriebe und wirtschaftlich bedeutende mittelbare Minderheitsbeteiligungen berichtet. In Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Freiburg
bleibt es für die kleinen unmittelbaren Beteiligungen (Quote unter 0,5 %) bei einer Auflistung gemäß Anlage 4 des Beteiligungsberichtes 2014.
Im Rahmen der Umsetzung des Gemeinderatsbeschlusses vom 30.04.2013 gemäß
Drucksache G-13/113 ist im Beteiligungsbericht die individualisierte Gesamtvergütung
von Geschäftsführern und Vorständen bei Abschluss von Neuverträgen sowie bei Vertragsänderungen und -verlängerungen auszuweisen. Für das Jahr 2014 ist dieser Beschluss erstmals für die Geschäftsführung der Freiburger Stadtbau GmbH und der gemeinnützigen Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft mbH anzuwenden. Die Geschäftsführungen bzw. Vorstände der Stadtwerke Freiburg GmbH, der
Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH, der Freiburger Verkehrs AG, der Abfallwirtschaft und
Stadtreinigung Freiburg GmbH sowie der Freiburg Wirtschaft Tourismus und Messe
GmbH & Co. KG haben sich auf freiwilliger Basis dieser Vorgehensweise angeschlossen.
Beteiligungsbericht 2015

2. Übersicht über die Beteiligungen (Stand: 31.12.2014)
2.1 Übersicht über die städtischen Gesellschaften

Stadt Freiburg i. Br. *
100%

Stadtwerke
Freiburg GmbH

32,76%

100%

Abfallwirtschaft
und Stadtreinigung
Freiburg GmbH

Beteiligungsbericht 2015

49%

ASF Solar
GmbH & Co. KG

badenova
Verwaltungs-AG

49%

ASF Solar
Verwaltungs-GmbH

weitere
Beteiligungen
(vgl. Kap. 1.2.4)

2,7%

badenova
AG & Co. KG

100%

53%

Gesellschaft
Abfallwirtschaft
Breisgau GmbH

Freiburger
Stadtbau GmbH

51%

51%

0,13%

33%

100%

Freiburger
Verkehrs AG

100%

Regio-Verkehrsverbund Freiburg
GmbH

33,3 %

Flugplatz FreiburgBreisgau GmbH

100%

Abwasser Freiburg
GmbH

Freiburger
Kommunalbauten
GmbH
Freiburger
Kommunalbauten
Baugesellschaft & Co.

20%

30%

94%

30%

Regionales Rechenzentrum Südlicher
Oberrhein GmbH

28%

Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien
GmbH & Co. KG

Energieagentur
Regio Freiburg GmbH

33,3%

Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien
Beteiligungs-GmbH

Rheinhafen
Breisach GmbH

11,3%

51%

Regio Bäder
GmbH

100%

Freiburger Stadtimmobilien GmbH &
Co. KG

Freiburger
Stadtimmobilien
GmbH

Stadtwerke Freiburg
Bäder GmbH

100%

80%

Freiburg Wirtschaft
Touristik und Messe
GmbH & Co. KG

25,1%

100%
99,87%

100%

Green City Hotel
Vauban gGmbH

Freiburg Wirtschaft
Touristik und Messe
Beteiligungs-GmbH

100%

Lagerhaus
Breisach GmbH

Freiburg Management
und Marketing
International GmbH

Messe Freiburg
Objektträger GmbH
& Co. KG
Freiburger
Qualifizierungs- und
Beschäftigungs
gGmbH

* Darüber hinaus ist die Stadt Freiburg i. Br. an weiteren 9 Unternehmen, jedoch mit einer Anteilsquote unter 0,5 % beteiligt (vgl. Anlage 4).

100%

100%

100 %

2.2 Übersicht über die Zweckverbände und Eigenbetriebe (Stand: 31.12.2014)

Stadt Freiburg i. Br.

Eigenbetrieb
Stadtentwässerung

Abwasserzweckverband
Breisgauer Bucht

Zweckverband
Regio-Nahverkehr
100 %

Eigenbetrieb
Abfallwirtschaft

Eigenbetrieb
Friedhöfe

Abwasserzweckverband
Staufener Bucht

Wasserversorgungsverband Tuniberggruppe

Regio-Verbund
Gesellschaft mbH
Zweckverband
Gewerbepark Breisgau

Beteiligungsbericht 2015

75 %

Eigenbetrieb
Theater

Eigenbetrieb
Verwaltungszentrum

Entwässerungsverband
Batzenberg-Süd

Zweckverband Kommunale
Informationsverarbeitung
Baden-Franken
100 %

Kommunales
Rechenzentrum
Baden-Franken
GmbH
Zweckverband zur Rückgewinnung von Eiweiß und
Fett "Protec Orsingen"

Gewerbepark
Breisgau GmbH
zusätzl. mittelbare
Beteiligung über FWI

Zweckverband tierische
Nebenprodukte Süd

3 Wirtschaftliche Kennzahlen "Konzern*" Stadt Freiburg 2014
Investitionen4)
T€
1. Stadt Freiburg (Summe 1)
2. Beteiligungen
2.1 Stadtwerke Freiburg GmbH
2.2 badenova Konzern
2.3 Freiburger Verkehrs-AG
2.4 Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH
2.5 Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH
2.6 Abwasser GmbH
2.8 Regio-Verkehrsverbund Freiburg GmbH
2.9 ASF GmbH
2.10 ASF Solar GmbH & Co. KG
2.11 GAB GmbH

Umsatzerlöse /
Umlagen
T€

54.700

Jahresergebnis
T€

766.802

Bilanzsumme

Fremdkapital

T€

---

3)

Anlagevermögen

T€
---

3)

Mitarbeiter/-innen
(Jahresdurchschnitt)
Gesamt

138.510

---

3)

m

w

3.734 1.468 2.266

2.248

923

126.590

30.284

108.101

17

5

12

795.432

52.342

1)

703.173

470.508

553.654

1.364

937

427

29.410
330

55.060

-12.783

1)

121.147

78.934

91.237

789

657

132

2.509

-4.487

1)

5.876

4.876

836

---

---

---

59

307

-69

1)

628

469

544

13

11

0

15.182

0

1)

2.308

2.203

26
60.174

--- ---

---

2
---

88

1.730

54

7.651

7.249

108

7

5

2

2.818
173

32.374

2.418

13.476

6.165

9.614

323

288

35

782

156

5.499

4.197

5.365

---

---

---

0

10.218

16

1.801

1.344

1.317

---

---

--2

2.12 RHB GmbH

52

1.371

270

3.413

651

552

16

14

2.13 Energieagentur Regio Freiburg GmbH

11

1.156

-6

669

493

51

18

9

9

93.141

918.369

992.231

607.373

771.379

2.547 1.926

621

Bereich Verkehr,Ver-und Entsorgung
2.14 FSB GmbH

3.831

23.619

74.625

5.256

409.848

285.199

358.104

158

88

70

2.15 FSI GmbH & Co. KG

131

4.854

1.029

59.937

57.966

55.036

---

---

---

2.16 FKB GmbH & Co. KG

273

14.034

1.699

52.910

32.726

49.769

80

36

44

0

6.038

142

1.370

1.082

0

71

39

32

2.17 Regio Bäder GmbH
2.18 Green City Hotel Vauban gGmbH

1)

0

1.255

3

1.010

518

687

22

5

17

227

642

190

4.689

1.860

4.364

---

---

---

24.250

101.448

8.177

529.764

379.351

467.960

331

168

163

232

5.543

-5.751

9.831

8.406

4.479

147

58

89

18

16.233

-1.044

36.242

28.256

27.358

---

---

---

2.22 FMMI GmbH

0

3.427

-122

1.427

1.312

2

---

---

---

2.23 FWI GmbH & Co. KG

0

2.735

470

3.717

2.213

27

---

---

---

96

1.905

-26

1.289

862

353

47

23

24

346

29.843

-6.473

52.506

41.049

32.219

194

81

113

1.271.558 3.072 2.175

897

2.19 RRSO GmbH
Bereich Wohnen/kommunale Immobilien
2.20 FWTM GmbH & Co. KG
2.21 MF Objektträger GmbH & Co. KG

2.24 fqb gGmbH
Bereich Wirtschaftsförderung
Beteiligungen (Summe 2)

117.737

1.049.660

5.535

1.574.501

1.027.773

3. Eigenbetriebe
8.141

28.467

-1.494

7)

208.333

210.584

193.142

8

5

3

1

22.116

80

7)

23.722

25.341

4.532

8

3

5

1.727

5.366

252

7)

6.888
4.621

2.956
5

-217
-50

Eigenbetriebe (Summe 3)

21.378

58.910

-1.429

4. Bedeutende Zweckverbände
4.1 AZV Breisgauer Bucht

5.046

15.152

1.276
11.821

80.631
20.621

18.143

211.958

3.1 Eigenbetrieb Stadtentwässerung
3.2 Eigenbetrieb Abfallwirtschaft
3.3 Eigenbetrieb Friedhöfe
2)

3.4 Eigenbetrieb Theater
3.5 Eigenbetrieb Neubau Verw.zentrum

4.2 ZV KIV BF
4.3 ZRF5)
4.4 ZV Gewerbepark Breisgau6)
Zweckverbände (Summe 4)

Gesamtsumme (1 - 4)

26.385

22.762

12.452

60

46

14

40.761
6.884

41.232
6.973

34.883
6.691

363
---

189
---

174
---

306.085

306.892

251.700

439

243

196

0

71.176

48.644

68.670

100

82

18

0
23

59.518
42.793

44.874
0

15.259
40.242

585
0

375
0

210
0

116.404

23

173.487

124.171

685

457

228

1.991.776

4.129

2.054.073

93.518

1.566.693

1.647.429

7.930 4.343 3.587

* Anmerkung: die Erstellung einer handelsrechtlichen Konzernbilanz ist aus Praktikabilitätsgründen derzeit nicht möglich
1)
2)
3)
4)
5)
6)
7)

Jahresergebnis ist entsprechend der Beteiligungsquote im Ergebnis von StW GmbH bzw. von FSB GmbH enthalten.
abweichendes Wirtschaftsjahr (01.09.2013 - 31.08.2014); ab 2011 Angabe Beschäftigte nach Köpfen (bisher Stellen).
Die Wertermittlung für die Eröffnungsbilanz ist noch nicht abgeschlossen, der Gemeinderat hat am 06.10.2015 anhand der Drucksache G-15/163 die vorläufige
Eröffnungsbilanz zum 01.01.2015 zur Kenntnis genommen.
Investitionen ohne Finanzanlagen.
Der ZRF leistet Investitionszuschüsse für Maßnahmen des ÖPNV an die Infrastrukturunternehnmen, die nicht beim ZRF aktiviert werden.
Für das Jahr 2014 lagen aufgrund der Umstellung des Rechnungswesens auf NKHR noch keine Angaben bis zum Redaktionsschluss vor.
Ergebnisse von ESE, EAF und EBF setzen sich aus Gebührenüber- und unterdeckungen zusammen und sind in nachfolgenden Kalkulationenzeiträumen
zu berücksichtigen.

Beteiligungsbericht 2015

4

Haushaltsauswirkungen

4.1

Gesellschaften

Auf der Ausgabenseite war das Jahr 2014 geprägt durch die Rücklagenzuführungen zugunsten der Stadtwerke Freiburg GmbH und der Freiburger Stadtbau GmbH. Im Rahmen der Finanzierung des Stadtbahnausbaues erhielt die Stadtwerke Freiburg GmbH
gemäß Drucksache G-13/170 vom 27.09.2013 bereits im Jahr 2014 eine Rücklagenzuführung von 5 Mio. €. Zur Stärkung des Eigenkapitals erfolgte in 2014 eine Rücklagenzuführung an die Freiburger Stadtbau GmbH für das Projekt Kommunales Handlungsprogramm Wohnen in Höhe von insgesamt 8 Mio. €.
2011

2012

2013

2014

2015

2015

IST

IST

IST

IST

Plan

Vorschau1)

T€

T€

T€

T€

T€

T€

Einnahmen
badenova (KA)
Gewinnabführungen

11.051
1.457

11.717
1.319

12.419
1.380

12.390
1.341

11.956
1.214

11.956
1.304

Sonstiges2)
Einnahmen Gesamt

266
12.774

496
13.532

50.550
64.349

277
14.008

97
13.267

104
13.364

---

---

---

5.000

4.500

4.500

FSB GmbH
FWTM GmbH & Co. KG
MF OTG

--6.622
---

--6.949
---

49.667
5.937
650

8.000
5.752
1.050

--6.622
800

--5.826
1.196

Sonstige4)
Ausgaben Gesamt

42
6.664

--6.949

250
56.504

495
20.297

500
12.422

500
12.022

Saldo

6.110

6.583

7.845

-6.289

845

1.342

Ausgaben
StW GmbH
3)

1) Stand Dezember 2015
2) Die sonstigen Einnahmen 2013 mit Erlösen aus der Übertragung der städtischen Wohnungen (49.764 T€) auf die
FSI GmbH & Co. KG gem. G-12/233 vom 03.12.2012 sowie mit Erlösen aus der Teilrückzahlung (650 T€) von
Stellplatzablösebeträgen.
3) Die Ausgaben 2013 für den Verbund FSB GmbH beinhaltet eine Kapitalrücklage (49.667 T€) für die FSI GmbH &
Co. KG im Rahmen der Übertragung der städtischen Wohnungen gem. G-12/233 vom 03.12.2012
4) In den sonstigen Ausgaben 2014 sind 250 T€ Verlustabdeckungen und 245 T€ Kapitalzuführungen (Sanierung der
Sanitärbereiche und Umzug Holzhof) zugunsten der f.q.b gGmbH enthalten.

4.2

Eigenbetriebe

Die finanzielle Verflechtung mit den Eigenbetrieben wird insbesondere mit dem jährlichen Betriebs- und Investitionszuschuss für das Theater sowie mit den Erstattungen für
die Straßenentwässerung an den Eigenbetrieb Stadtentwässerung geprägt.
Die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben im Zeitraum 2011 bis 2015 zeigt nachfolgende Tabelle.

Beteiligungsbericht 2015

Einnahmen
EB Stadtentwässerung1)
EB Friedhof2)
EB Theater3)
EB Verwaltungszentrum

2011
IST
T€

2012
IST
T€

2013
IST
T€

2014
IST
T€

2015
Plan
T€

2015
Vorschau
T€

47
10
-----

61
85
325
---

115
10
--70

41
18
--173

40
20
--105

40
18
--182

57

471

195

232

165

240

Ausgaben
EB Stadtentwässerung 4)5)
EB Abfallwirtschaft6)
EB Friedhof7)
EB Theater8)
EB Verwaltungszentrum9)

3.889
338
1
14.478
---

4.493
293
110
14.353
---

4.665
176
511
17.880
---

4.672
267
501
18.635
2.030

4.930
206
526
18.777
232

4.860
206
580
18.777
232

Ausgaben Gesamt

18.706

19.249

23.232

26.105

24.671

24.655

-18.649

-18.778

-23.037

-25.873

-24.506

-24.415

Einnahmen Gesamt

Saldo

1)
2)
3)
4)
5)
6)
7)
8)
9)

Anteil ESE an Kapitalkosten Stadtbächle und Verwaltungsgebührenerstattungen
Verzinsung Stammkapital und Erstattung Gebührenzuschüsse aus beschlossener Unterdeckung
Rückerstattung Grundsteuer
Erstattung von Straßenentwässerungskosten
Erstattung von Gebührenausfällen in Höhe von 142 T€ für die Jahre 2004 bis 2009 im Jahr 2012
Erstattung von Gebührenausfällen und anteilige Gewinnabführung gemäß VGH Urteil vom 31.05.2010
Erstattung von Gebührenausfällen und Zuschuss zur Sanierung der Einsegnungshalle gem. G-11/154
Betriebskostenzuschuss, sonstige Zuschüsse (u.a. Bühnensanierung 3 Mio. €) ohne innere Verrechnungen (218 €)
Zuschuss für Zentrale Serveranlage (1.650 T€) und für Räume bürgerschaftliches Engagement (380 T€)

4.3

Zweckverbände

Die Umlagen für den Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht (veranschlagt im Haushalt des Eigenbetriebs Stadtentwässerung) sowie die Umlagen im Rahmen der Finanzierung des Zweckverbands Regio Nahverkehr Freiburg bestimmen im Wesentlichen die
Ausgaben zugunsten der Zweckverbände. Die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben im Zeitraum 2011 bis 2015 zeigt nachfolgende Tabelle.

Einnahmen
AZV Breisgauer Bucht3)
ZV KIVBF1)
ZV Gewerbepark Breisgau2)
Einnahmen Gesamt
Ausgaben
AZV Breisgauer Bucht3)
ZV KIVBF
ZRF
ZV Gewerbepark Brsg.
Ausgaben Gesamt
Saldo
1)
2)
3)

2011
IST
T€

2012
IST
T€

2013
IST
T€

2014
IST
T€

2015
Plan
T€

2015
Vorschau
T€

648
- -- --

350
53
---

195
--150

567
--165

----120

----180

648

403

345

732

120

180

8.681
123
2.835
---

8.711
78
2.604
---

9.087
--2.757
---

9.418
--3.704
---

9.946
--2.703
---

9.946
--2.703
---

11.639

11.393

11.844

13.122

12.649

12.649

-10.991

-10.990

-11.499

-12.390

-12.529

-12.469

Umlageerstattungen aus Vorjahren
Gewerbesteueranteil ab 2013
Umlagen und Abwasserabgabenerstattungen sind im HH des EB Stadtentwässerung veranschlagt

Beteiligungsbericht 2015

5.

Entwicklung der Vermögenslage von städtischen Gesellschaften
und Eigenbetrieben

Für den Ausweis der Entwicklung der Vermögenslage von städtischen Gesellschaften
und Eigenbetrieben wurden für nachfolgende Gesellschaften und Eigenbetriebe das Anlagevermögen und der Stand der Bankverbindlichkeiten für die letzten fünf Jahre betrachtet:
ANLAGEVERMÖGEN

31.12.2010

31.12.2011

31.12.2012

31.12.2013*

31.12.2014

T€

T€

T€

T€

T€

StW Verbund (mit VAG und StW Bäder)
FSB Verbund (mit FKB und FSI)
ASF GmbH
FWTM GmbH & Co. KG
MF GmbH & Co. KG
fqb
Summe Gesellschaften

183.858
347.220
8.728
4.457
28.847
--573.110

182.180
368.699
9.476
4.548
27.488
--592.391

183.571
393.305
8.774
4.401
29.229
--619.280

190.542
453.767
9.123
4.512
28.307
--686.251

200.174
462.909
9.614
4.479
27.358
353
704.887

Eigenbetriebe
ESE
EAF
EBF
ETF (abweichendes Wi-Jahr!)
EVZ
Summe Eigenbetriebe

180.590
17.106
9.415
27.124
0
234.235

181.877
16.058
9.212
26.658
0
233.805

185.553
16.002
9.294
27.851
0
238.700

189.325
13.391
11.029
28.907
2.081
244.733

193.142
4.532
12.452
34.883
6.690
251.699

Gesellschaften und EB

807.345

826.196

857.980

930.984

956.586

31.12.2010

31.12.2011

31.12.2012

31.12.2013*

31.12.2014

Gesellschaften

VERBINDLICKEITEN**

T€

T€

T€

T€

T€

Gesellschaften
StW Verbund (mit VAG und StW Bäder)
FSB Verbund (mit FKB und FSI)
ASF GmbH
FWTM GmbH & Co. KG
MF GmbH & Co. KG
fqb
Summe Gesellschaften

35.121
192.681
1
841
10.410
--239.054

27.397
218.717
1
1.159
10.550
--257.824

33.608
240.749
1
841
10.410
--285.608

17.232
293.398
1
771
10.265
--321.667

56.006
291.287
0
698
10.114
82
358.187

Eigenbetriebe
ESE
EAF
EBF
ETF (abweichendes Wi-Jahr!)
EVZ
Summe Eigenbetriebe

156.334
0
350
19.102
--175.786

157.029
0
339
18.390
--175.758

161.173
0
343
17.643
--179.159

164.214
0
0
16.858
0
181.072

167.794
0
0
16.035
0
183.829

414.840

433.582

464.767

502.739

542.016

Gesellschaften und EB

*

im Jahr 2013 ist bei der Entwicklung des Anlagevermögens bzw. der Verbindlichkeiten die Übertragung der städtischen Wohnungen auf die Freiburger Stadtbau GmbH gemäß DS 12/095 vom 03.07.2012 zu berücksichtigen
** es werden nur Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrachtet

Der deutliche Anstieg der Verbindlichkeiten im Verbund der Stadtwerke Freiburg GmbH
ist darauf zurückzuführen, dass Investitionen insbesondere im Rahmen des Ausbaues
des Stadtbahnnetzes im Jahr 2013 vorab - aus wirtschaftlichen Überlegungen - über den

Beteiligungsbericht 2015

städtischen Cash Pool finanziert wurden; diese Verbindlichkeiten gegenüber dem städtischen Cash Pool wurden Anfang 2014 mit Bankdarlehen abgelöst.
Die hohen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten des Eigenbetriebs Theater resultieren aus der vom Gemeinderat mit Beschluss vom 04.04.2008 (G-08/095) genehmigten
Kreditaufnahme zur Finanzierung des Erwerbs des Theatergebäudes. Das aufgenommene Darlehen wird bis zum Jahr 2028 getilgt sein.
Bei den städtischen Eigenbetrieben ist darauf hinzuweisen, dass die gebührenfinanzierten Eigenbetriebe bis auf den Eigenbetrieb Friedhöfe Freiburg zu 100 % fremdfinanziert
sind; die damit verbundenen Zins- und Tilgungsleistungen belasten jedoch nicht den
städtischen Haushalt, sondern werden über die jeweiligen Gebühren refinanziert.
Nachfolgendes Diagramm macht die Entwicklung des Anlagevermögens und die Verschuldung der städtischen Gesellschaften und Eigenbetriebe nochmals deutlich. Insgesamt bleibt festzustellen, dass geringfügig über 50 % des Anlagevermögens mit Darlehensverbindlichkeiten finanziert werden und somit in der Gesamtbetrachtung eine zufriedenstellende Vermögenslage festgestellt werden kann.

Verschuldung und Anlagevermögen städtische
Gesellschaften und Eigenbetriebe (in Mio. €)
1.000
900
800
700
600
500
400
300
200
100
0
2010

2011

2012

2013

Schulden städtische Gesellschaften
Schulden Eigenbetriebe
Anlagevermögen städtische Gesellschaften
Anlagevermögen Eigenbetrieb e

Beteiligungsbericht 2015

2014

6.

Strategische Ziele, Leistungs- und Finanzziele

6.1

Strategische Ziele und Leistungsziele

Neben den für jede Gesellschaft - in den jeweiligen Gesellschaftsverträgen - bereits definierten Aufgaben der Daseinsvorsorge sollen die Beteiligungen darüber hinaus bei der
Erreichung und Umsetzung gesamtstädtischer Ziele nachhaltig und unter Beachtung
städtischer Leit- und Teilziele des Gender Mainstreaming tätig werden.
Die städtischen Gesellschaften und Eigenbetriebe sind aus dem vielfältigen städtischen
Aufgabenspektrum dabei mit folgenden Teilbereichen betraut:
•

Sicherstellung der Ent- und Versorgung mit Verkehr unter Beachtung der Grundsätze
von Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung sowie von Klima- und Wasserschutz.

•

Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum, laufende Anpassung des Wohnungsbestands an zeitgemäße Wohnbedürfnisse auf einem langfristig klima- und umweltschonenden Standard sowie Mitwirkung bei nachhaltiger städtebaulicher Erneuerung.

•

Förderung des Wirtschaftsstandortes, des Tourismus-, Messe- und Kongresswesens
zur Sicherung und mit dem Ausbau von Beschäftigung, Steuereinnahmen und der
allgemeinen Standortattraktivität.

•

Pflege und Förderung der darstellenden Künste und des Konzertwesens.

•

Bereitstellung von Frei- und Hallenbädern zum Zwecke der Erholung, des Sports und
der Gesundheitsvorsorge.

•

Förderung der Jugendhilfe, der Bildung und Erziehung, die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen sowie der Förderung der beruflichen Fort- und Weiterbildung von
langzeitarbeitslosen Menschen.

Die damit verbundenen auf die städtischen Beteiligungen bezogenen wesentlichen Strategie- und Leistungsziele sind als Anlage der Drucksache G-15/001 für die Stadtwerke
Freiburg GmbH, für die Freiburger Verkehrs AG, für die Gesellschaften im Verbund der
Freiburger Stadtbau GmbH und der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH &
Co. KG, für die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH sowie für die Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungs gGmbH beigefügt.
Die in den städtischen Gesellschaften umzusetzenden Leistungsziele, die sich aus den
strategischen gesamtstädtischen Zielen ableiten, finden in den jeweiligen Erfolgs- und
Investitionsplänen ihren Niederschlag. Die wesentlichen Inhalte dieser Erfolgs- und Investitionspläne werden dem Gemeinderat mit den jeweiligen Drucksachen zu den einzelnen Beteiligungsberichten regelmäßig vorgelegt. Eine Berichterstattung über die Umsetzung der vorgegebenen Leistungsziele in den jeweiligen städtischen Gesellschaften
erfolgt gemäß § 105, Abs. 2, Satz 2 GemO BW mit der Darstellung der Erfüllung des öffentlichen Zwecks anhand unternehmensspezifischer Kennzahlen. Hierzu ist auf die Ausführungen zu den einzelnen Unternehmen im Kapitel II zu verweisen.

6.2

Finanzziele

Zur Umsetzung der auf die Gesellschaften übertragenen Aufgaben und Ziele, die aus
verschiedenen Gründen nicht in allen Bereichen kostendeckend von den Beteiligungen
erbracht werden können, sind entsprechende wirtschaftliche Mittel aus dem städtischen
Haushalt für einen Teil der Unternehmen bereitzustellen. Daneben leisten andere Gesellschaften aufgrund entsprechender Ergebnisse über Gewinnausschüttungen und an-

Beteiligungsbericht 2015

dere Abführungen einen positiven Beitrag für den städtischen Haushalt. Mit der Vorlage
der jeweiligen Wirtschafts- und mittelfristigen Investitions- und Finanzpläne sowie über
die Festlegung von Haushaltsansätzen im Rahmen der Haushaltsberatungen hat der
Gemeinderat eine Steuerungsmöglichkeit für die städtischen Gesellschaften in Abhängigkeit von den übertragenen Aufgaben und Zielen.
Der Beteiligungsbericht enthält mit der Anlage 1 die wichtigsten Daten der Wirtschaftspläne 2016 sowie der mittelfristigen Finanz- und Investitionspläne 2016 bis 2020 der
Beteiligungen und der wirtschaftlich bedeutenden Zweckverbände. Für die Beteiligungen
werden in der nachfolgenden Tabelle diese Daten nach den Bereichen Verkehr, Ent- und
Versorgung, Wohnen und Wirtschaftsförderung zusammengefasst ausgewiesen:

Investitionen Umsatzerlöse
T€

Bereich Verkehr,Verund Entsorgung
(StW-Konzern, ASF,RHB, GAB
und Energieagentur Freiburg)

Bereich Wohnen und
Kommunale Immobilien
(FSB, FKB, FSI, RGB, RRSO,
Green City Hotel Vauban)

Bereich Wirtschaftsförderung
(FWTM, MF, FMMI, fqb)

Beteiligungen Gesamt

*
**

T€

Jahresergebnis

Einnahmen
der Stadt*

Ausgaben
der Stadt**

T€

T€

T€

2016
2017
2018
2019
2020

103.114
148.115
97.052
91.020
93.768

1.072.830
1.096.457
1.129.132
1.130.654
1.133.288

-10.415
-8.402
-10.041
-7.541
-4.886

2016
2017
2018
2019
2020

32.719
53.972
55.206
33.137
26.436

95.542
121.055
118.428
115.056
99.364

4.216
4.337
3.822
3.751
3.598

2016
2017
2018
2019
2020
2016
2017
2018
2019
2020

1.732
591
612
608
642
137.565
202.678
152.870
124.765
120.846

45.232
46.914
44.952
45.070
47.876
1.213.604
1.264.426
1.292.512
1.290.780
1.280.528

-8.972
-6.170
-8.777
-8.859
-7.920
-15.171
-10.235
-14.996
-12.649
-9.208

Konzessionen, Gewinnausschüttungen; Angaben nur bis 2018
Verlustabdeckungen; Kapital- und Rücklagenzuführungen.

13.218
13.374
13.376
13.376
----------------------13.218
13.374
13.376
13.376
---

5.000
5.000
5.000
5.000
------------8.014
8.193
8.375
8.375
--13.014
13.193
13.375
13.375
---

Danach verteilen sich die in den Jahren 2016 bis 2020 geplanten Investitionen Umsatzerlöse und Ergebnisse wie folgt auf die Aufgabenfeldern Verkehr, Ver- und Entsorgung,
Wohnen und Wirtschaftsförderung (mit Messen und Märkten):

Beteiligungsbericht 2015

Investitionen 2015 bis 2019
225
200

1.200

175

1.000
800

125

Mio. €

Mio. €

150

100
75

600
400

50

200

25
0

Umsatzerlöse 2015 bis 2019

1.400

2016

2017

Verkehr, Ver- und Entsorgung

2018
Wohnen

2019

0

2020

2016

2017

Verkehr, Ver- und Entsorgung

Wirtschaftsförderung

2018
Wohnen

2019

2020

Wirtschaftsförderung

* Investitionen für Wirtschaftsförderung liegen unter 1,5 Mio. €.

Die folgenden Diagramme zeigen die Ergebnisse der Gesellschaften für den Zeitraum
2016 bis 2020 und die finanziellen Auswirkungen auf den städtischen Haushalt 2015
(Vorschau) bis 2018. Dabei werden auf der Einnahmenseite Gewinnausschüttungen und
sonstige Abführungen (Konzessionsabgaben und Sonstiges) an den Haushalt berücksichtigt. Auf der Ausgabenseite werden die summierten Verlustausgleiche und sonstigen
Zuführungen aus dem Verwaltungshaushalt sowie die summierten Kapitalerhöhungen
und Rücklagenzuführungen aus dem Vermögenshaushalt ausgewiesen.
Bedingt durch die Umsetzung der beschlossenen Investitionsprojekte u.a. im Bereich
Verkehr mit der Erweiterung des Stadtbahnnetzes werden ab dem Jahr 2015 die summierten Jahresfehlbeträge die prognostizierten gesamten Jahresüberschüsse übersteigen. Dies findet auch im städtischen Haushalt seinen Niederschlag. Im Vergleich zu den
Vorjahren (2013 und früher) wird sich künftig der Saldo von Abführungen der städtischen
Beteiligungen an den städtischen Haushalt und Zuführungen an die städtischen Beteiligungen aus dem städtischen Haushalt aufgrund der vorgesehenen Rücklagenzuführungen deutlich verringern.

Jahresergebnisse 2016 bis 2020
10

15

5

10

0

5

-5

Mio. €

Mio. €

Auswirkungen auf HH 2015 (VS) bis
2019

-10

0
-5

-15

-10

-20
-25
2016

2017

2018

2019

2020

-15
2015 (VS) 2016

Wirtschaftsförderung
Verkehr, Ver- und Entsorgung
Wohnen und kommunale Immobilien

Beteiligungsbericht 2015

2017

2018

2019

Einnahmen Verkehr, Ver- und Entsorgung
Ausgaben Verkehr, Ver- und Entsorgung
Ausgaben Wirtschaftsförderung

II.

Kapitel: Darstellung der einzelnen Beteiligungen

1

Verkehr, Ent- und Versorgung

1.1

Stadtwerke Freiburg GmbH

1.1.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Versorgung der Stadt Freiburg und des Verflechtungsbereichs des Oberzentrums Freiburg
•
•
•

mit Elektrizität, Erdgas, Wasser und Wärme, die Wahrnehmung von Entsorgungsaufgaben sowie die Unterhaltung des öffentlichen Verkehrs mit allen in diesem Zusammenhang stehenden Nebenleistungen,
die Unterhaltung und der Betrieb des Verkehrslandeplatzes Freiburg als Halter i. S. d.
einschlägigen Vorschriften des Luftverkehrsrechts,
der Betrieb von Frei- und Hallenbädern.

1.1.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadt Freiburg i. Br. 100 %
1.1.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 1.1.2)

b)

Geschäftsführung (Stand 31.12.2014)

Dr. Helgard Berger
Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen im Berichtsjahr 26 T€*.

* In diesem Betrag sind die Grundvergütung, die variable Vergütung (sofern vereinbart), über den gesetzlichen Rahmen hinausgehende Leistungen für Altersvorsorge (sofern vereinbart) und sonstige Leistungen
(Sachbezüge, geldwerte Vorteile u.a.) enthalten.

c)

Aufsichtsrat (Stand 31.12.2014)

Vorsitzender:
Stellvertr. Vorsitzender:

Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg,
Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg,

Stadträte/innen:

Berthold Bock (bis 03.12.2014), Renate Buchen, Prof. Dr. Dr.
h. c. Hans Eßmann (bis 03.12.2014), Patrick Evers (bis
03.12.2014), Gerhard Frey (bis 03.12.2014), Lioba Grammelspacher (bis 03.12.2014), Udo Harter (bis 03.12.2014),
Carolin Jenkner (ab 15.09.2014), Atai Keller, Michael Moos,
Stefan Schillinger (ab 15.09.2014), Sergio Schmidt (ab
15.09.2014), Dr. Klaus Schüle (ab 15.09.2014), Timothy
Simms (ab 15.09.2014), Manfred Stather (ab 15.09.2014),
David Vaulont (ab 15.09.2014), Maria Viethen, Dr. WolfDieter Winkler (ab 15.09.2014).

Arbeitnehmervertreter/in: Hubert Burgert (bis 03.12.2014), Bernhard Ganter (bis
03.12.2014), Dietmar Gemander, Norbert Hämmerle (bis
03.12.2014), Thomas Merkt (ab 13.11.2014), Uwe Neumann
(ab 13.11.2014), Markus Ruf (ab 13.11.2014), Frank Schütt
(bis 03.12.2014), Günter Schuster (ab 13.11.2014), Hubert
Schuster (ab 13.11.2014), Isabel Wendt (ab 13.11.2014),
Uwe Zahn (bis 03.12.2014).
Beteiligungsbericht 2015 - StW -

Im Berichtsjahr 2014 erhielt der Aufsichtsrat Vergütungen und Sitzungsgelder in Höhe
von 26 T€. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €):

Aufsichtsratsvorsitzender
Stellvertretender AR-Vorsitzender
Aufsichtsratsmitglieder
Beratendes Mitglied

Grundvergütung
pro Jahr
AR
PrA
2.200
--1.650
--1.100
-------

Vergütung
pro Sitzung
AR
PrA
55
--55
55
55
55
-----

AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss

Sonstige
Vergütungen
AR
PrA
-----------------

Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i.V.m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister und Bürgermeisterin / Bürgermeister bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen
6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt
über § 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderätinnen und Gemeinderäte.
Zum 31.12.2014 lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 19,0 %.
1.1.4 Beteiligungen des Unternehmens

Stadtwerke Freiburg GmbH
badenova
32,76%

VAG

99,87%

FFB

StWB

100%

AWF

100%

100%

1.1.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Stadtwerke Freiburg GmbH ist eine geschäftsleitende Holding mit zentralen Verwaltungsaufgaben. Diese Funktionen prägen Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung.
Das Unternehmensergebnis wird auf Grund bestehender Organverträge mit Ergebnisübernahmevereinbarungen vom Geschäftsverlauf der Tochtergesellschaften und dem
Ergebnis aus der Beteiligung an der badenova AG & Co. KG bestimmt.
1.1.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010
T€

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

117.967 115.142 112.817 110.499 108.101
3.768
3.648
4.598 31.316 18.461
2
0
13
7
28
121.736 118.790 117.429 141.822 126.590

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

79.477 80.818 87.907 90.383 96.306
8.249
5.685
6.574
5.861
6.180
33.992 32.272 22.935 45.578 24.104
18
15
13
0
0
121.736 118.790 117.429 141.822 126.590

Beteiligungsbericht 2015 - StW -

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2012

Betriebliche Erträge

T€
2.300

T€
2.222

T€
2.248

2015
Plan
T€
2.441

Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

861
63
1.659
2.583

913
68
1.659
2.640

959
63
1.427
2.449

954
68
1.810
2.832

959
72
1.727
2.758

-283

-418

-201

-391

-706

17.782
-6.328
-4.002
-324
7.128

18.227
-12.325
-4.011
-27
1.864

17.103
-12.784
-4.487
226
58

16.577
-22.415
-4.350
-154
-10.342

16.544
-24.033
-4.539
-205
-12.233

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen/Ertrag und sonstige

6.845
-244

1.446
1.031

-143
1.065

-10.733
263

-12.939
-3

Jahresergebnis

7.089

2.476

923

-10.996

-12.936

Betriebsergebnis
Erträge aus Beteiligung an badenova
Verlustübernahme VAG
Verlustübernahme Bäder
Sonstiges Finanzergebnis
Finanzergebnis

2013

2014

2016
Plan
T€
2.052

b)
Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick
Die Stadtwerke Freiburg GmbH fungiert als geschäftsführende Holding für die Freiburger
Verkehrs AG, die Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH, die Flugplatz Freiburg-Breisgau
GmbH und die Abwasser Freiburg GmbH als Organträger zur Herstellung des steuerlichen Querverbundes zwischen diesen Gesellschaften sowie als Gesellschafterin der
Beteiligung an der badenova AG & Co. KG. Für das Unternehmen bestehen Chancen
und Risiken hauptsächlich aus der wirtschaftlichen Entwicklung der badenova AG & Co.
KG sowie der Tochterunternehmen Freiburger Verkehrs AG, Stadtwerke Freiburg Bäder
GmbH, Abwasser Freiburg GmbH und Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH. Zur Risikosituation der einzelnen Gesellschaften wird auf die entsprechenden Kapitel verwiesen.
c)
Kapitalzuführungen und -entnahmen
Im Geschäftsjahr 2014 blieb das gezeichnete Kapital unverändert. Im Rahmen der Finanzierung des Stadtbahnausbaues erhielt die StW in 2014 eine Zuführung in die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB von 5,0 Mio. €.
d)

Personalentwicklung (Jahresdurchschnitt)
2012 2013

Beamt(e) / innen1)
Beschäftigte
Zwischensumme
Aushilfen
Auszubildende
Mitarbeiter/-innen ohne Entgeltzahlg2)
Arbeitnehmer/innen Gesamt3)

2
11
13
0
2
1
16

2
13
15
0
2
1
18

Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte

2014
Gesamt
2
12
14
0
2
1
17
13
4

m
0
5
5
0
0
0
5
4
1

2015 2016
Plan Plan
w

2
7
9
0
2
1
12
9
3

0
0
0
davon Führungspersonal
1) davon zwei zugewiesene Beamtinnen der Stadt Freiburg; davon eine Beamtin teilzeitbeschäftigt.
2) davon eine Mitarbeiterin in Elternzeit
3) mit Geschäftsführung und Assistenz

Beteiligungsbericht 2015 - StW -

2
13
15
0
2
0
17

2
13
15
0
2
0
17

e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010

Vermögens- und Finanzkennzahlen
Anlageintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen

%
%
%

Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität1)
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow (überschlägig)2)

%
%
%

Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Mitarbeiter/-in3)

T€

1)
2)
3)

T€

T€

T€

2011

2012

2013

2014

96,9
78,6
65,3
4.768

96,9
79,8
68,0
-2.825

96,1
84,3
74,9
-2.325

77,9
85,3
63,7
-2.318

85,4
91,6
76,1
-2.397

3,9
-20,6
-12,7
-14.515

1,0
1,7
1,8
-2.034

-12,3
8,1
6,5
7.345

-18,8
2,7
2,1
2.956

-8,9
1,0
1,0
1.313

240,4
64,5

191,2
65,3

207,0
88,8

190,7
88,8

202,9
86,5

Umsatzerlöse wurden durch „Sonstige betriebliche Erträge“ ersetzt.
Rückgang in 2010 wegen Umstellung auf phasenverschobene Verbuchung Beteiligungserträge badenova
Zur Berechnung wird die durchschnittliche Anzahl der MA zugrundegelegt; ab 2005 mit Geschäftsführung.

Beteiligungsbericht 2015 - StW -

1.2

badenova AG & Co. KG

1.2.1 Gegenstand des Unternehmens
Der Gegenstand des Unternehmens ist u. a.
a) Erzeugung, Gewinnung, Förderung, Speicherung, Beschaffung, Nutzung, Fortleitung,
Übertragung, Verteilung, Wandlung und Transport von Energie, Wasser, Wärme und
Kälte,
b) Versorgung mit sowie Handel und Vertrieb von Energie, Wasser, Wärme und Kälte,
c) Entsorgung und Behandlung von energetisch verwertbaren Abfällen zur Energieerzeugung und Entsorgung von Abwasser,
d) Planung, Errichtung, Betrieb, Verpachtung, Vermietung und sonstige Überlassung von
Anlagen für die in lit. a) und c) beschriebenen Zwecke,
e) öffentliche Infrastrukturmaßnahmen zum Zwecke der Umsetzung und nachhaltigen
Implementierung der Energiewende,
f) Planung, Errichtung, Betrieb, Verpachtung, Vermietung und sonstige Überlassung von
Anlagen der Telekommunikation, Datenverarbeitung und Informationstechnologie,
g) Entwicklung, Implementierung sowie beratende Begleitung von Energiemanagementsystemen (Systemlösungen) und
h) Erbringen von Dienstleistungen aller Art in den vorgenannten Bereichen sowie zur
Förderung der Elektromobilität und Energieeffizienz.
Die Tätigkeit der Gesellschaft erfolgt unter Beachtung der Grundsätze von Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung sowie Klima- und Wasserschutz. Die Gesellschaft verfolgt
öffentliche Zwecke im Rahmen der rechtlichen Vorgaben der Baden-Württembergischen
Gemeindeordnung.
1.2.2 Beteiligungsverhältnisse (Stand: 31.12.2014)
Komplementärin:
Persönlich haftende Gesellschafterin ohne Einlage, ohne Kapitalanteil und ohne Stimmrecht ist die badenova-Verwaltungs-AG. Alleinige Aktionärin der badenova-VerwaltungsAG ist die Gesellschaft selbst.
Kommanditisten:
Thüga AG, München
Stadtwerke Freiburg GmbH
Offenburger Gasversorgung-Holding GmbH
Stadt Lörrach
Stadt Breisach am Rhein
Stadtwerke Waldshut-Tiengen GmbH
Stadt Lahr
Stadt Wehr
Stadt Kehl
Stadt Bad Krozingen
ZV für die Gas- und Stromversorgung Lörrach und Umgebung
Stadt Laufenburg
Stadt Weil am Rhein
Gemeinde Ihringen
Gemeinde Albruck
Gemeinde Murg
Stadt Achern
80 weitere Kommanditisten
Beteiligungsbericht 2015 - badenova AG & Co. KG -

44,6 %
32,8 %
7,1 %
4,1 %
2,1 %
1,6 %
1,4 %
1,0 %
0,6 %
0,4 %
0,4 %
0,4 %
0,3 %
0,3 %
0,2 %
0,2 %
0,2 %
2,3 %

1.2.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (Vgl. Kommanditisten Ziffer 1.2.2)

b)

Vorstand

Die Geschäftsführung und die Vertretung der Gesellschaft obliegen der badenova
Verwaltungs-AG als Komplementärin; deren Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
Dipl.-Kfm Dr. Thorsten Radensleben (Vorsitzender)
Dipl.-Ing. Mathias Nikolay
Dipl.-Vw. Maik Wassmer
Die Bezüge des Vorstands und der ehemaligen Mitglieder des Geschäftsführungsorgans
der badenova Verwaltungs-AG betrugen insgesamt 1.441 T€ (davon 320 T€ für ehemalige Vorstände und Geschäftsführer), die der ehemaligen Vorstände und Geschäftsführer
der badenova und deren Vorgängerunternehmen 117 T€.
c)
Aufsichtsrat (Stand: 31.12.2014)
Dr. Dieter Salomon
Oberbürgermeister der Stadt Freiburg, Vorsitzender
Dr. Gerhard Holtmeier
1. stellv. Vorsitzender, Vorstand Thüga AG
Ralf Kienzler
2. stellv. Vorsitzender, Betriebsratsvorsitzender
Dr. Christof Schulte
Vorstand Thüga AG
Martin Albers
Oberbürgermeister der Stadt Waldshut-Tiengen
Edith Schreiner
Oberbürgermeisterin der Stadt Offenburg
Jörg Lutz
Oberbürgermeister der Stadt Lörrach
Rainer Kühlwein
Arbeitnehmervertreter
Dr. Wolfgang G. Müller
Oberbürgermeister der Stadt Lahr
Beate Hertweck
Arbeitnehmervertreterin
Eckart Friebis
Stadtrat der Stadt Freiburg
Oliver Rein
Bürgermeister der Stadt Breisach
Udo Harter
Stadtrat der Stadt Freiburg
Walter Krögner
Stadtrat der Stadt Freiburg
Daniela Ullrich
Arbeitnehmervertreterin
Gerd Schmidlin
Arbeitnehmervertreter
Michael Gaißer
Betriebsratsvorsitzender E-MAKS
Martin Schwer
Mitarbeiter bnNetze GmbH
Joachim Schuster
Bürgermeister der Stadt Neuenburg
Michael Thater
Bürgermeister der Stadt Wehr
Klaus Muttach
Oberbürgermeister der Stadt Achern
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten an Vergütungen und Sitzungsgeldern 120 T€.
Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i.V.m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister und Bürgermeisterin / Bürgermeister bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen
6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt
über § 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderätinnen und Gemeinderäte.
Zum 31.12.2014 lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 14,3 %

Beteiligungsbericht 2015 - badenova AG & Co. KG -

Beteiligungsbericht 2015 - badenova AG & Co. KG -

GrünHausEnergie GmbH
500.000 €

badenovaWIND GmbH
25.000 €

Projektgesellschaft Biogas
Appenweier GmbH
25.000 €

ESDGmbH
25.000 €

badenovaWÄRME PLUS
Verwaltungs-GmbH
25.000 €

badenovaWIND
GmbH & Co. KG
55.000 €

badenova
Beteiligungs-GmbH
100.000 €

badenIT GmbH
105.000 €

badenovaWÄRME PLUS
GmbH & Co. KG
1.000.000 €

Stand 2014-12-31

100%

100%

100%

100%

100%

100%

100%

100%

100%

bnNETZE GmbH
5.000.000 €

50%

50%

50%

50%

50%

51%

55%

60%

60%

73,5%

75%

Badische Rheingas GmbH
800.000 €

regiowind
Verwaltungs-GmbH
50.000 €

Energiegesellschaft Mühlheim
Verwaltungs-GmbH
50.000 €

Energiegesellschaft Mühlheim
GmbH & Co. KG
100.000 €

Badenweiler Energie GmbH
600.000 €

Freiburger
Wärmeversorgung GmbH
2.200.000 €

Wärme Süd-West GmbH
55.550 €

Wärmegesellschaft Kehl
Verwaltungs-GmbH
25.000 €

Wärmegesellschaft Kehl
GmbH & Co. KG
100.000 €

E-MAKS
GmbH & Co. KG
100.000 €

E-MAKS
Verwaltungs-GmbH
50.000 €

100%

25,1%

25,25%

30%

37%

40%

40,1%

46%

47,5%

49%

49%

KGW-Kraftwerk-GrenzachWyhlen GmbH
50.100 €

Energie Solaire du Pays de
Brisach - Tranche 1

Gemeindewerke
Gundelfingen GmbH
1.000.000 €

regiosonne
Verwaltungs-GmbH
25.000 €

Gemeindwerke
Umkirch GmbH
500.000 €

Wärmeverbundkraftwerk
Freiburg GmbH
10.240.000 €

Energie- u. Wasserversorgung
Kirchzarten GmbH
1.000.000 €

Parc Eco-Energie
du Pays de Brisach
4.000 €

ASF Solar
Verwaltungs-GmbH
25.000 €

ASF Solar
GmbH & Co. KG
200.000 €

AG & Co. KG
58.665.970 €

b a d e n o v a

3,5%

4%

5%

6,7%

6,7%

7,5%

9,7%

10%

15,0%

24%

24,5%

24,8%

100%

Energieagentur Landkreis
Tuttlingen GmbH
43.500 €

Wirtschaftsregion
Südwest GmbH
50.000 €

Burghof Kultur- und
Verwaltungsgesellschaft mbH
1.030.000 €

Ortenauer
Energieagentur GmbH
37.500 €

100 Prozent GmbH
41.700 €

regisonne GmbH & Co.
Freiburg KG
1.500.000 €

SYNECO GmbH & Co. KG
39.288.464 €

Energieagentur Landkreis
Lörrach GmbH
50.000 €

Stadtwerke Freudenstadt
GmbH & Co. KG
2.945.949 €

Energieversorgung Oberes
Wiesental GmbH
770.000 €

Energiewerk Ortenau Energiegesellschaft mbH & Co. KG
500.000 €

Energieversorgung
Bauverein Breisgau GmbH
50.000 €

badenova
Verwaltungs-AG
50.000 €

Komplementärin

Energieagentur Landkreis
Rottweil GbR
8.000 €

0,03%

0,5%

2,44%

BGV-Versicherung AG
50.251.000 €

GEDEA-Wasserkraftwerk
Linach KG
357.900 €

Thüga Erneuerbare Energien
GmbH & Co. KG
15.387.500 €

2,93% Klimaschutz- und Energieagentur
B-W GbR
502.000 DM

3,1%

a)

100%

Kommanditisten

- Thüga AG
- 96 kommunale
Kommanditisten

1.2.4 Beteiligungen des Unternehmens
Grafische Übersicht der Unternehmensbeteiligungen

b)

Übersicht Beteiligungen mit finanzwirtschaftlichen Kennzahlen (31.12.2014)

Name und Sitz der Gesellschaft

Sitz der Ge- Kapitalsellschaft
anteil
%

Anteile an verbundenen Unternehmen
a) unmittelbare
badenIT GmbH
badenova Beteiligungs-GmbH
bnNETZE GmbH
badenova Verwaltungs-AG
badenova WÄRMEPlus GmbH & Co. KG
badenova WÄRMEPlus Verwaltungs GmbH
badenovaWIND GmbH
badenovaWIND GmbH & Co. KG

Eigenkapital

Ergebnis

T€

T€

2)

Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br.

100,0
100,0
100,0
100,0
100,0
100,0

2.808
111.910
214.521
678
12.093
39

0
0
0
552
0
1

100,0
100,0
73,5
75,0
100,0
51,0
100,0
100,0
55,0

25
50
1.909
67
125
3.853
1.133
23
52

1
-4
993
2
0
1.494
-36
0
-66

Wärmegesellschaft Kehl GmbH & Co. KG

Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br.
Mülheim/Ruhr
Freiburg i. Br.
Freiburg i. Br.
Kehl

60,0

1.690

-61

1)

Wärmegesellschaft Kehl Verwaltungs-GmbH

Kehl

60,0

27

1

1)

Freiburg i. Br.
Lörrach

51,0
51,0

154
680

7
130

Freiburg i.Br.
Freiburg i.Br.
Badenweiler
Lörrach
Todtnau

49,0
49,0
50,0
50,0

1.245
29
730
1.498

99
1
56
504

24,0
25,3
46,0
50,0
50,0
24,5
24,8
30,0
40,0
25,1
47,5
37,0

3.728 4)
4
3.427
215
28
712
571
4.100
781
10.020
4
38

E-MAKS GmbH & Co. KG
E-MAKS Verwaltungs-GmbH
Energie-Service Dienstleistungsgesellschaft mbH
Freiburger Wärmeversorgungs GmbH
GrünHaus Energie GmbH
Projektgesellschaft Biogas Appenweier GmbH
Wärme Süd-West GmbH

2)
2)
1)
7)
1)
1)
1)

1)
2)

1)
1)
1)

b) mittelbare
badenova KONZEPT Verwaltungs-GmbH
regioDATA GmbH
Assoziierte Unternehmen
a) unmittelbare
ASF Solar GmbH & Co. KG
ASF Solar Verwaltungs-GmbH
Badenweiler Energie GmbH
Badische Rheingas GmbH
Energieversorgung Oberes Wiesental GmbH
Energie Solaire du Pays de Brisach S.A.S.
Energie- und Wasserversorgung Kirchzarten GmbH
Energiegesellschaft Mühlheim mbH & Co. KG
Energiegesellschaft Mühlheim Verwaltungs-GmbH
Energiewerk Ortenau Energiegesellschaft mbH & Co. KG
EVB Energieversorgungsgesell. Bauverein Breisgau mbH
Gemeindewerke Gundelfingen GmbH
Gemeindewerke Umkirch GmbH
KGW - Kraftwerk Grenzach-Whylen GmbH
Parc Eco-Energie du Pays de Brisach S.A.S.
regiosonne Verwaltungs-GmbH

Schiltigheim
Kirchzarten
Mühlheim
Mühlheim
Achern
Freiburg i. Br.
Gundelfingen
Umkirch
München
Schiltigheim
Freiburg i. Br.

Beteiligungsbericht 2015 - badenova AG & Co. KG -

5)

1) 4)
1)

4)
4
4)
5)

5
8)
4)

567
-176
1
4)
-165
4)
92
2) 4)
0
4)
-30
4)
-47
8)

5

4)

Name und Sitz der Gesellschaft

Sitz der Gesellschaft

regiowind Verwaltungs-GmbH
Wärmeverbundkraftwerk Freiburg GmbH

Freiburg i.Br.
Freiburg i. Br.

50,0
40,1

b) mittelbare
badenova KONZEPT GmbH & Co. KG
Netzgesellschaft Tuttlingen GmbH & Co. KG
Netzgesellschaft Tuttlingen Verwaltungs-GmbH
Planungsbüro Zelsius GmbH
Regionalwerk Hochrhein GmbH & Co. KG
Regionalwerk Hochrhein Verwaltungs-GmbH
regioAQUA GmbH
THEOLIA Utilities Investment Company S.A.
TREA Breisgau Energieverwertung GmbH

Freiburg i.Br.
Tuttlingen
Tuttlingen
Donaueschingen
Lauchringen
Lauchringen
Rheinfelden
Luxembourg
Eschbach

49,0
50,0
50,0
50,0
25,1
25,1
50,0
30,0
30,6

Übrige strategische Beteiligungen
a) unmittelbare
Stadtwerke Freudenstadt GmbH & Co. KG
Syneco GmbH & Co. KG
Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG
b) mittelbare
KOM9 GmbH & Co. KG

Kapitalanteil
%

1) Die Gesellschaft wurde wegen untergeordneter Bedeutung
gem. § 296 Abs. 2 HGB nicht in die Konsolidierung einbezogen
2) Ergebnisabführungsvertrag
3) erworben oder in Gründung 2014
4) Zahlen lt. Jahresabschluss 2013

5)
6)
7)
8)

Eigen- Ergebnis
kapital
T€

T€

68

6)

10.742

18
502

100
9.649
23
47
1.747
54
83
1.999
399

19
-3
-2
-3
18
2
14
-82
128

4)

Freudenstadt
München
München

15,0 10.432
9,9 45.605
1,1 121.413

2.650
2.163
2.455

Freiburg i. Br.

12,8 877.681

88.733

Abweichendes Wirtschaftsjahr (30.06.2014)
Zahlen lt. Jahresabschluss 2012
Ergebnisübernahme durch badenova
Es liegt zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses noch kein Ergebnis vor

1.2.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß den Vorgaben der regulierenden Gesetzgebung und Verordnungen betreibt
bnNETZE das eigene Erdgas- und Stromnetz, das Erdgasnetz der Hafenverwaltung in
Kehl sowie das Stromnetz der Regionalwerk Hochrhein GmbH & Co. KG. Das Marktgebiet erstreckt sich bei Erdgas auf 156 Verträge mit Städten und Gemeinden in zwei Regierungspräsidien und 11 Land- und Stadtkreisen. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte
sich die Anzahl um zwei Verträge. Im Stromkonzessionsbereich ist gegenüber 2013 keine Veränderung anzuzeigen. Es sind unverändert 21 Stromkonzessionen in der Obhut
der bnNETZE, die sie in Folge des Teilbetriebsüberganges in 2014 von der badenova
übernommen hat. In 2014 wurden zwei Konzessionsverträge unterzeichnet bzw. positive
Gemeinderatsbeschlüsse herbeigeführt. Mit Beendigung des Konzessionsvertrages hat
badenova zum 01.06.2014 das Erdgasnetz der Gemeinde Bühlertal an die Netzgesellschaft Bühlertal GmbH & Co. KG veräußert. Im Dezember 2014 hat bnNETZE sein Erdgasnetz in Tuttlingen an die Netzgesellschaft Tuttlingen GmbH & Co. KG veräußert und
zum 01.01.2015 zurück gepachtet. Ebenfalls im Dezember 2014 kamen die mehrjährigen Verhandlungen mit der Stadtwerke MüllheimStaufen GmbH zu einem positiven Abschluss. Beide Seiten einigten sich auf einen Verkauf der Erdgasnetze in Staufen und
Müllheim an die Stadtwerke. Zum 01.01.2015 hat badenova die Netze zurückgepachtet.
Das im Eigentum der Gemeindewerke Umkirch GmbH stehende Erdgas- und Stromnetz
wurde ebenfalls zum 01.01.2015 an die bnNETZE verpachtet. Die Übernahme des
Stromnetzes Gottenheim am 01.01.2014 durch die bnNETZE verlief störungsfrei und
problemlos. Nachdem die Gemeinde Weisweil bereits in 2010 die Konzession zum Be-

Beteiligungsbericht 2015 - badenova AG & Co. KG -

3) 8)
3) 8)
3) 8)

4)

1) 4)

6)

4)

trieb des Stromnetzes an badenova vergeben hatte, konnte nun zum 01.01.2015 die
Netzübernahme vollzogen werden. Die Absatzentwicklung der badenova-Gruppe zeigt
folgende Tabelle:
2010

ERDGAS (in Mio. kWh)
-Klein-/ Sonderpreisbereich
-Geschäftskundenbereich
Erdgasverkauf Gesamt
STROM (in Mio. kWh)
-Privatkunden
-Geschäftskunden
Stromabsatz Gesamt
Wasser (in Mio. m³)
Wärme (in Mio. kWh)

2011

2012

2013

2014

4.764,7
6.113,3
10.878,0

3.607,9
4.986,8
8.594,7

3.875,6
4.034,8
7.910,4

4.125,2
4.187,8
8.313,0

3.360,7
4.448,0
7.808,7

447,5
692,1
1.139,6
17,4
393,1

441,3
1.174,5
1.615,8
17,9
243,5

465,4
1.384,9
1.850,3
18,2
263,0

488,2
1.893,3
2.381,5
18,0
303,5

484,6
1.687,0
2.171,6
18,3
256,6

Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens und die Auswirkungen auf den städtischen Haushalt (Konzessionsabgaben direkt; Gewinnausschüttungen über das Ergebnis
der Stadtwerke Freiburg GmbH) zeigen folgende Diagramme:
Erdgas- und Stromabsatz (Mio. kWh)
2.500

11.000

2.250

Mio kWh Gas

10.500

2.000

10.000
9.500

1.750

9.000

1.500

8.500

1.250

8.000

1.000

7.500
7.000

2010 2011 2012 2013 2014
Erdgasabsatz

750

Entwicklung der Gewinnausschüttungen (an StW)
und Konzessionsabgaben (an HH)

20,0
18,0
Mio kWh Strom

11.500

Mio. €

16,0
14,0
12,0
10,0
2010

2011

2012

Gewinnausschüttung an StW

Stromabsatz

2013

2014

Konzessionsabgabe an HH

1.2.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und Lage des Unternehmens (Konzern)
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010
T€

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

516.560
203.053
464
720.077

518.875
145.134
339
664.348

542.483
167.068
627
710.178

539.968
165.443
2.041
707.452

553.654
147.564
1.955
703.173

PASSIVA
Eigenkapital
Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile
Zuschüsse
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Passiv latente Steuern
Summe

232.363
50
64.446
135.592
287.486
60
80
720.077

231.271
50
61.818
114.418
256.691
4
96
664.348

236.985
50
64.187
122.027
286.930
0
0
710.178

234.540
50
64.914
108.194
299.624
130
0
707.452

232.665
50
63.687
102.999
303.685
87
0
703.173

Beteiligungsbericht 2015 - badenova AG & Co. KG -

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2012

2013

2014

2015
2016
Plan
Plan
T€
T€
911.908 947.841
0
-1.744
5.440
5.769
15.364
15.468
932.712 967.334

Umsatzerlöse (ohne abzuführender Stromsteuer)
Bestandsveränderung
Andere aktivierte Eigenleistungen
sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
697.008
611
4.791
16.197
718.607

T€
T€
794.732 795.432
193
608
4.986
7.923
35.990
42.757
835.901 846.720

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

474.351
74.241
48.233
54.954
651.779

589.446 598.079 688.189 716.166
81.246
86.839
88.045
89.651
41.475
46.134
42.717
43.762
61.915
58.051
57.584
58.920
774.082 789.103 876.535 908.499

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Außerordentlicher Aufwand / Ertrag
Ausgleich an außenstehende Aktionäre
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Sonstige Steuern
Jahresergebnis
Verrechnung Ergebnisvortrag
Einstellung / Entnahme Rücklage
Entnahme aus dem Innovationsfond (+)
Einstellung in den Innovationsfond (-)
Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn
Bilanzgewinn

b)

66.828
2.759
69.587
1.495
67
7.406
401
60.218
72
3.755
1.877
1.755
875
55.637

61.818
-703
61.116
0
0
6.827
438
53.851
0
773
1.686
1.563
993
52.207

57.617
1.933
59.550
0
0
6.616
592
52.342
226
1.923
1.534
995
51.510

56.177
1.465
57.642
0
0
6.064
378
51.200
0
0
1.967
1.511
1.118
50.538

58.835
1.019
59.854
6.961
420
52.473
0
0
2.225
1.570
141
52.987

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Gesellschaftsrechtliche Veränderungen
Zum 01.01.2014 hat die badenova die große Netzgesellschaft errichtet. Bisher wurde in
Form der „kleinen“ Netzgesellschaft ein Großteil der Leistungen für den Strom- und Gasnetzbetrieb über interne Dienstleistungserbringung durch die badenova erbracht und das
betriebene Anlagevermögen an die bnNETZE GmbH verpachtet. Gemäß den Vorgaben
der Bundesnetzagentur waren mit der „kleinen“ Netzgesellschaft wirtschaftliche Nachteile verbunden. Durch die Ausgliederung nach § 123 Abs. 3 UmWG wechselte nun der
überwiegende Anteil der Mitarbeiter, die mit Netzaufgaben betraut sind, arbeitsvertraglich in die bnNETZE GmbH und das Anlagevermögen ging auf diese über. Auch die Mitarbeiter innerhalb der Sparte Wasser sowie das entsprechende Anlagevermögen sind
auf bnNETZE GmbH übertragen worden.
Damit der gesamte Teilbetrieb Netze (Strom, Gas und Wasser) auf die Netz GmbH
übergehen konnte, war die Verschmelzung der Badischen Gas- und Elektrizitätsversorgung AG (BE) auf die badenova erforderlich. Mit Eintragung dieses Beschlusses im Januar 2014 in das Handelsregister der BE war badenova alleiniger Aktionär der BE.
Neben den - aus der Verschmelzung mit der BE - übernommenen Beteiligungen hat badenova in 2014 seine Anteilsquote an der GrünHaus Energie GmbH auf 100 % erhöht.
Im Konzern wurde im Wärmebereich eine strategische Beteiligung von 50 % der Geschäftsanteile an der Planungsbüro Zelsius GmbH erworben. Die bnNETZE GmbH hat
gemeinsam mit der Stadtwerke Tuttlingen GmbH die Netzgesellschaft Tuttlingen GmbH
& Co. KG sowie deren Komplementärin Netzgesellschaft Tuttlingen Verwaltungs-GmbH
gegründet. An der KG wie an der Komplementärin halten beide Partner jeweils 50 % der
Geschäftsanteile.

Beteiligungsbericht 2015 - badenova AG & Co. KG -

Absatz- und Umsatzentwicklung 2014 (ohne Absatz/Umsatz für Netznutzung Dritter)
Der Erdgasabsatz der badenova Gruppe verringerte sich um 6,1 % gegenüber dem Vorjahr auf 7.808,7 Mio. kWh. Wesentlicher Grund für den Absatzrückgang war der ungewöhnlich milde Witterungsverlauf in 2014. Für das Jahr 2015 erwartet die badenova
Gruppe beim Erdgas einen um rund 20 % höheren Absatz.
Der Stromverkauf der badenova-Gruppe verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um
8,8 %. Während der leichte Absatzrückgang im Privatkundenbereich im Wesentlichen
witterungsbedingt war, konnten im Geschäftskundenbereich Stromlieferverträge nicht
verlängert werden. Im Stromvertrieb wird für das Jahr 2015 ein leicht steigender Absatz
von rund 4 % erwartet.
Der Absatz der badenova Gruppe im Bereich der Wärmeversorgung ist im Vergleich zum
Vorjahr um 46,9 Mio. Kilowattstunden gesunken. Im Wesentlichen ist dieser Rückgang
um über 15 % auf die milde Witterung in 2014 zurückzuführen. Erfolgreiche Kundengewinne durch Zubauaktivitäten konnten diesen Trend nur abmildern. Der Absatz im Bereich der Wärmeversorgung wird in 2015 bestimmt durch eine weitere kontinuierliche
Steigerung des Neugeschäftes bei der WÄRMEPLUS. Dadurch wird es zu einer Absatzsteigerung sowohl im Wärmebereich wie auch zu einer erhöhten Stromproduktion in den
KWK-Anlagen um jeweils 19,0 % kommen.
Die Absatzmenge in der Sparte Wasser erhöhte sich in 2014 geringfügig um 1,7 % auf
18,3 Mio. m³ gegenüber dem Vorjahr. Während der Absatz bei den Tarifkunden konstant
blieb, nahmen vier große weiterverteilenden Kunden eine um 0,3 m³ höhere Menge ab.
Im Auftrag des Eigenbetriebs Stadtentwässerung Freiburg ist die badenova in der Sparte
Abwasser für die Abwasser Freiburg GmbH im Stadtgebiet Freiburg tätig. Neben dem
erfolgreichen Betrieb und der Unterhaltung der Anlagen konnten 2014 rund 7 Mio. € in
die Erneuerung und Erweiterung der Kanäle und Anlagen investiert werden.
Für 2015 wird das Jahresergebnis voraussichtlich auf dem Ergebnisniveau 2014 liegen.
Als wesentliche Einflussfaktoren auf das Ergebnisziel 2015 sind die erfolgreiche Umsetzung der definierten Strukturmaßnahmen, der weitere Ausgang der laufenden Verhandlungen über die Verlängerung von Konzessionsverträgen, die Erschließung von Neukunden, die weitere konjunkturelle Entwicklung sowie der Temperaturverlauf zu nennen.
Investitionen
Die Investitionen belaufen sich in 2014 auf 69,0 Mio. € (Vorjahr 45,7 Mio. €). Davon entfallen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,7 Mio. €, auf das Sachanlagevermögen
59,5 Mio. € und auf Finanzanlagen 8,8 Mio. €. Für 2015 sind Investitionen von 81 Mio. €
vorgesehen. Schwerpunkte werden hierbei in den Bereichen Wind, Gas- und Stromnetze
sowie im Bereich Wasser liegen. Im Bereich Wind sind die Erschließung und der Bau
von Windkraftanlagen im Schwarzwald geplant. Zudem sind Finanzbeteiligungen aus
dem Bereich der erneuerbaren Energie enthalten. Im Stromnetz sind als größere Maßnahmen die Stromnetzübernahme in Weisweil, der Bau einer weiteren Einspeisung für
den Gewerbepark Breisgau sowie der Austausch eines Großtrafos im Umspannwerk
Schlossbergring zu nennen. Im Erdgasnetz sind weitere Erneuerungsmaßnahmen vorgesehen. Im Bereich Wasser ist der Leitungsbau von Hausen nach Breisach geplant.
Risikomanagement
Wesentliche Risiken bei der Erreichung des künftigen Unternehmenserfolgs bestehen
sowohl absatz- als auch beschaffungsseitig im Hinblick auf die gegebenen Unsicherheiten bei der Prognose künftiger Mengen- und Preisentwicklungen.

Beteiligungsbericht 2015 - badenova AG & Co. KG -

Den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken wurden nicht identifiziert und
sind derzeit auch nicht erkennbar. Dennoch stellt das aktuelle rechtliche und wirtschaftliche Umfeld im Zuge der Marktliberalisierung für badenova eine große Herausforderung
dar, sich mit dem bisherigen Renditeanspruch auch weiterhin erfolgreich am Markt zu
positionieren.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Die Kapitalanteile der Kommanditisten sind unter Ziffer 1.2.2 aufgeführt.
d)

Personalentwicklung (Jahresdurchschnitt)
2012

2013

Beamt(e) / innen
----Beschäftigte
1.269 1.328
Zwischensumme
1.269 1.328
Aushilfen
--11
Auszubildende
53
53
Mitarbeiter/-innen ohne Entgeltzahlg.
----Arbeitnehmer/innen Gesamt
1.322 1.392
Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte
davon Führungspersonal

2014
Gesamt
--1.271
1.271
37
56
--1.364
1.162
202
3

m

---

w

2015*
Plan

2016*
Plan

--1.162
1.162
--50
--1.212

--1.152
1.152
--50
--1.202

---

874 397
874 397
27 10
36 20
---

---

2

1

937 427
868 294
69 133

* Diese Werte berücksichtigen die Anzahl Planstellen und nicht die Anzahl der Beschäftigten (Jahre 2012 bis 2014)

e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (Konzern)
2010

Vermögens- / Finanzkennzahlen

Anlagenintensität
Anlagendeckung1)
Eigenkapitalquote1)
Nettoinvestitionen

%
%
%
T€

Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität1)
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow (aus lfd. Geschäftstätigkeit)

%
%
%
T€

Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Mitarbeiter/-in

T€
T€

2012

2013

2014

78,1
55,6
26,6
2.315

76,4
55,5
25,5
23.609

76,3
58,8
25,8
-2.515

78,7
55,8
25,8
13.686

9,4
8,7
32,0
30,7
9,3
9,9
28.948 152.188

9,5
30,7
9,4
64.863

7,8
7,2
28,6
28,4
9,0
9,1
98.077 100.332

71,7
62,0
24,4
-11.711

539,4
57,7

2011

518,5
55,9

1) Eigenkapital ohne Ausschüttungsbetrag

Beteiligungsbericht 2015 - badenova AG & Co. KG -

529,4
58,5

570,9
60,9

583,2
66,4

1.3

badenova Verwaltungs-AG

1.3.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung als persönlich haftende und geschäftsführende Gesellschafterin an der badenova AG & Co. KG.
1.3.2 Beteiligungsverhältnisse
Alleinige Aktionärin ist die badenova AG & Co. KG.
1.3.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Hauptversammlung (Vgl. Ziffer 1.3.2)

b)

Vorstand

Dr. Thorsten Radensleben (Vorsitzender)
Dipl.-Ing. Mathias Nikolay
Dipl.-Vw. Maik Wassmer
Zu der Höhe der Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2014 wird auf die Ausführungen unter Kapitel 1.2.3b) verwiesen.
c)

Aufsichtsrat (Stand 31.12.2014)

Dr. Dieter Salomon

Oberbürgermeister Stadt Freiburg, Vorsitzender

Dr. Gerhard Holtmeier

Vorstandsmitglied der Thüga AG,
Erster stellvertretender Vorsitzender

Ralf Kienzler

Betriebsratsvorsitzender,
Zweiter stellvertretender Vorsitzender

Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine Aufsichtsratsvergütungen gewährt. Im Berichtsjahr
waren im Aufsichtsrat keine Frauen vertreten.
1.3.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die badenova Verwaltungs-AG hält keine Beteiligungen.
1.3.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Tätigkeit der Gesellschaft beschränkt sich ausschließlich auf die Geschäftsführung
sowie die persönliche Haftung bei der badenova AG & Co. KG (siehe Abschnitt 1.2.5).

Beteiligungsbericht 2015 - badenova Verwaltungs-AG -

1.3.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010
T€

AKTIVA
Umlaufvermögen
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014
T€

7.193
7.193

7.533
7.533

7.770
7.770

8.074
8.074

9.639
9.639

126
7.011
55
7.193

178
7.343
12
7.533

158
7.569
43
7.770

108
7.947
19
8.074

678
8.915
46
9.639
2016
Plan
T€
2.728

Betriebliche Erträge

T€
1.840

T€
1.846

T€
2.305

2015
Plan
T€
2.299

Personalaufwand
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen Gesamt

1.482
9
1.491

1.149
12
1.161

1.503
7
1.510

1.440
9
1.449

1.526
9
1.535

349
-332
17
37

685
-680
5
55

795
-790
5
-565

850
-840
10
2

1.193
-1.188
5
1

-20

-50

570

8

4

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen / Ertrag (- = Erstattg.)
Jahresüberschuss

b)

2012

2013

2014

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die Entwicklung der Gesellschaft ist im Wesentlichen durch die Entwicklung der badenova AG & Co. KG bestimmt. Auf die entsprechenden Ausführungen in Abschnitt 1.2.6 b)
wird verwiesen.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Geschäftsjahr 2014 blieb das gezeichnete Kapital unverändert.
d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Da sich die Tätigkeit der badenova Verwaltungs-AG auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin der badenova AG & Co. KG beschränkt, wird auf die Ermittlung
von Kennzahlen verzichtet. Es wird auf die Darstellung der entsprechenden Kennzahlen
in Abschnitt 1.2.6 e) verwiesen.

Beteiligungsbericht 2015 - badenova Verwaltungs-AG -

1.4

Freiburger Verkehrs-AG

1.4.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung des öffentlichen Personennahverkehrs in Freiburg und im Verkehrseinzugsgebiet mit Verkehrsmitteln aller Art. Die VAG
plant und übernimmt dabei entsprechend der ihr vom Gemeinderat übertragene Aufgabenstellung eigenständig die Angebotskonzeption, den Betrieb, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit für den öffentlichen Personennahverkehr in Freiburg sowie den Erhalt und
Ausbau der Infrastruktur. Sie wickelt ab der Ausführungsplanung den Bau der Stadtbahnmaßnahmen ab und unterhält die städtische ÖPNV-Infrastruktur in Absprache mit
städtischen Ämtern und anderen Trägern öffentlicher Belange. Die VAG ist außerdem
zuständig für die Antragstellung neuer Stadtbahnvorhaben bei allen Zuschussgebern, für
alle planerischen Leistungen ab Leistungsphase 5 sowie für die bauliche und kaufmännische Abwicklung der Vorhaben.
1.4.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadtwerke Freiburg GmbH
Stadt Freiburg i. Br.

99,87 %
0,13 %

1.4.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Hauptversammlung (vgl. Ziffer 1.4.2)

b)
Vorstand (Stand 31.12.2014)
Dr. Helgard Berger
Dipl.-Ing. Stephan Bartosch
Die Bezüge im Berichtsjahr 2014 von Frau Dr. Berger betrugen 192 T€* und von Herr
Bartosch 185 T€*.
* In diesem Beträgen sind die Grundvergütung, die variable Vergütungen (sofern vereinbart), über den
gesetzlichen Rahmen hinausgehende Leistungen für Altersvorsorge (sofern vereinbart) und sonstige
Leistungen (Sachbezüge, geldwerte Vorteile u.a.) enthalten.

c)
Aufsichtsrat (Stand 31.12.2014)
Vorsitzender:
Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg,
1. stellvertr. Vorsitzender: Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg,
2. stellvertr. Vorsitzender: Uwe Neumann, Arbeitnehmervertreter,
2. stellvertr. Vorsitzender: Bernhard Ganter (bis 13.11.2014), Arbeitnehmervertreter,
Stadträte/innen:

Hermann Aichele, Roberto Alborino (ab 25.03.2014 bis
15.09.2014), Renate Buchen (ab 15.09.2014), Prof. Dr. Dr. h.
c. Hans Eßmann (bis 15.09.2014), Patrick Evers (bis
15.09.2014), Lioba Grammelspacher (bis 15.09.2014), Dr.
Maria Hehn (ab 15.09.2014), Atai Keller, Kai-Achim Klare (bis
25.03.2014), Michael Moos, Hansjörg Sandler, Stefan Schillinger (ab 15.09.2014), Gerlinde Schrempp (ab 15.09.2014),
Timothy Simms, Manfred Stather (ab 15.09.2014), Helmut
Thoma, Simon Waldenspuhl (ab 15.09.2014),

Arbeitnehmervertreter/in: Hubert Burgert (bis 13.11.2014), Dietmar Gemander (ab
13.11.2014), Norbert Hämmerle (bis 13.11.2014), Thomas
Merkt (ab 13.11.2014), Markus Ruf (ab 13.11.2014), Günter
Schuster (ab 13.11.2014), Huber Schuster (ab 13.11.2014),
Frank Schütt (bis 13.11.2014), Isabel Wendt (ab 13.11.2014),
Uwe Zahn (bis 13.11.2014).
Beteiligungsbericht 2015 - VAG -

Im Berichtsjahr 2014 erhielt der Aufsichtsrat Vergütungen und Sitzungsgelder in Höhe
von 36 T€. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €):

Aufsichtsratsvorsitzender
Stellvertretender AR-Vorsitzender
Aufsichtsratsmitglieder
Beratendes Mitglied

Grundvergütung
pro Jahr
AR
PrA
3.200
--2.400
--1.600
-------

Vergütung
pro Sitzung
AR
PrA
55
--55
--55
-------

Sonstige
Vergütungen
AR
PrA
-----------------

AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss; nur einmalige Vergütung im PrA StW Konzern

Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i.V.m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister und Bürgermeisterin / Bürgermeister bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen
6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt
über § 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderätinnen und Gemeinderäte. Am 31.12.2014
lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 19,0 %.
1.4.4 Beteiligungen des Unternehmens
Regio-Verkehrsverbund Freiburg GmbH

33,0 %

1.4.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die unternehmerische Tätigkeit der VAG liegt in der Beförderung von Personen im
Stadtgebiet von Freiburg im Breisgau und Umgebung mittels Stadtbahnen und Omnibussen. Außerdem betreibt sie eine Kabinenumlaufbahn (Schauinslandbahn). Die Verkehrsleistungen der VAG zeigt folgende Übersicht:
2010

2011

2012

2013

2014

74.398
255.78
995.23
7.462
25,6
65,1

75.029
257.719
1.024.52
7.487
25,1
65,4

76.009
261.257
1.020.93
7.512
25,6
67,2

77.039
264.789
1.040.38
7.614
25,4
69,3

75.354
258.871
1.036.454
7.401
24,9
71,3

195.60

238.468

226.716

229.675

310.772

Linienverkehr (inkl. Mietwagenverkehr)
Tsd.

Fahrgäste
Personen-km
Platz-km*
Linien-km*
Mittlere Platzausnutzung
Erlöse je Fahrgast
Schauinslandbahn**
Fahrgäste

Tsd.
Tsd.
Tsd.
%
Cent

* ab 2014: Neuberechnung der Linien-/Leer-KM bei ein- und ausfahrenden Kursen
** wegen Sanierungsarbeiten vom 05.11.2012 bis 29.04.2013 außer Betrieb

Der Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks sowie die wirtschaftliche Entwicklung
des Unternehmens sind den beiden folgenden Diagrammen mit der Veränderung der
Fahrgastzahlen, der Investitionstätigkeit und des Jahresergebnisses in den letzten fünf
Jahren zu entnehmen:
Entwicklung Investitionen und Defizite

Entwicklung Fahrgäste (in Mio.)

(in Mio. €)

78

30
25
20

76

15
10

74

5
0
-5

72

-10
-15

70
2010

2011

2012

2013

2014

2010

Beteiligungsbericht 2015 - VAG -

2011
Defizit

2012

2013

Investitionen

2014

In 2014 hat die VAG 75,4 Mio. Fahrgäste befördert, das sind 2,2 % weniger als im Rekordjahr 2013. Der Fahrgastrückgang ist vor allem auf die milde Witterung zum Jahresanfang 2014 sowie die Sanierung des Abwasserkanals und der Gleisanlage am
Bertoldsbrunnen zurückzuführen, die mit einer fast fünfmonatigen Einstellung des Stadtbahnverkehrs in der Innenstadt verbunden war. Der Jahresfehlbetrag 2014 mit rund 12,8
Mio. € erhöhte sich geringfügig gegenüber dem Vorjahr. Im Rahmen der Umsetzung des
umfangreichen ÖPNV-Sanierungs- und Ausbauprogramms konnte der Bau der Stadtbahnverlängerung Zähringen in 2014 abgeschlossen und rund sechs Wochen früher als
geplant in Betrieb genommen werden. Damit wurde das Streckennetz der VAG um 1,8
km verlängert. Mit den Bauarbeiten für die Stadtbahn Messe wurde im Juli 2013 begonnen. Die 2,8 km lange Neubaustrecke wird die Verkehrsanbindung an die westlichen
Stadtteile wesentlich verbessern. Ende 2015 soll der erste Bauabschnitt von der RobertKoch-Straße bis zur technischen Fakultät abgeschlossen sein. Die Planungsarbeiten
zum Bau der Stadtbahn Rotteckring wurden in 2014 weitgehend abgeschlossen. Die Inbetriebnahme soll im Jahr 2018 erfolgen.
1.4.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010
T€

2011
T€

2012
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

65.670
28.847
2.194
96.711

66.423
22.969
2.014
91.406

70.117
79.388
91.237
20.911
25.593
28.317
1.834
1.804
1.593
92.861 106.786 121.147

PASSIVA
Eigenkapital
Sonderposten mit Rücklageanteil
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

42.213
5.897
15.452
29.454
3.696
96.711

42.213
5.897
14.738
24.749
3.809
91.406

42.213
42.213
42.213
430
37
0
12.858
11.444
11.034
33.359
48.894
63.577
4.002
4.198
4.323
92.861 106.786 121.147

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2012

2013

2014*

Umsatzerlöse
Bestandsveränderung
Andere aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
52.036
7
1.106
11.009
64.158

T€
54.374
64
863
5.461
60.762

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

15.479
35.909
7.504
9.394
68.286

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Sonstige Steuern
Erträge aus Verlustübernahme
Jahresergebnis

* Rundungsdifferenzen

2013
T€

2014
T€

T€
55.060
-60
945
8.173
64.118

2015
Plan
T€
55.887
0
800
2.874
59.561

2016
Plan
T€
57.307
0
800
3.158
61.265

17.131
38.303
8.417
8.340
72.191

18.914
39.887
8.177
8.054
75.032

18.617
42.947
9.028
8.812
79.404

19.274
44.737
9.350
9.000
82.361

-4.128
-2.109
-6.238
90
6.328

-11.429
-805
-12.234
91
12.325

-10.914
-1.778
-12.692
91
12.784

-19.843
-2.483
-22.326
89
22.415

-21.096
-2.848
-23.944
89
24.033

0

0

0

0

0

Beteiligungsbericht 2015 - VAG -

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Beförderungsleistungen und Umsatzerlöse
Im Jahr 2014 konnte die Freiburger Verkehrs AG mit Bussen und Bahnen rund 75,4 Mio.
Fahrgäste befördern; gegenüber dem Rekordjahr 2013 entspricht dies einem Rückgang
von 2,2 %. Wie bereits in Kapitel 1.4.5 erläutert ist der Fahrgastrückgang auf die milde
Witterung Anfang 2014 und die Großbaustelle am Bertoldsbrunnen mit einer fast fünfmonatigen Einstellung des Stadtbahnverkehrs zurück zu führen. Die Schauinslandbahn
hat 310.772 Fahrgäste im Jahr 2014 befördert; dies entspricht einem Wachstum von
35,3 % gegenüber dem Vorjahr. Damit hat die Schauinslandbahn das beste Ergebnis
seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 1930 realisiert. Die Umsatzerlöse (ÖPNV und Schauinslandbahn) lagen 2014 mit 55,1 Mio. € geringfügig mit 0,7 Mio. € (+ 1,3 %) über dem
Vorjahr.
Investitionen
Die Gesamtinvestitionen beliefen sich in 2014 auf 29,4 Mio. € und lagen damit geringfügig mit rund 0,4 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Die Summe der Investitionszuschüsse
betrug 8,9 Mio. €. Wesentliche Investitionsprojekte im Berichtsjahr waren die Beschaffung von neuen Straßenbahnen sowie die Baumaßnahmen Stadtbahn Messe und
Rotteckring, Stadtbahnverlängerung Zähringen und die „Sanierung Bertoldsbrunnen“.Für
2015 ist ein Bruttoinvestitionsvolumen von 35,6 Mio. € geplant. Es werden Zuschusszahlungen in Höhe von 20,0 Mio. € erwartet.
Restrukturierung
Im Rahmen des im Jahr 2005 begonnenen Restrukturierungsprogramms hat die VAG
die Zielvorgabe, 3,9 Mio. € bis Ende 2010 mittels zweier Maßnahmenpakete einzusparen, nahezu erreicht. Darüber hinaus hat die VAG ein drittes Maßnahmenpaket mit einem Einsparvolumen von 1 Mio. € bis Ende 2016 umzusetzen. Nach derzeitigem Stand
kann die Zielvorgabe im vereinbarten Zeitraum voraussichtlich ebenfalls nahezu erreicht
werden. Im Gegenzug wurde eine trilaterale Vereinbarung getroffen, um den Fortbestand
der VAG als integriertes Unternehmen zu sichern, die Arbeitsplätze zu erhalten und die
Finanzierung sicherzustellen.
Ausblick
Für die Geschäftsjahre 2015 und 2016 sieht der Wirtschaftsplan der VAG Defizite von
22,4 Mio. € bzw. 24,0 Mio. € vor. Die steigenden Jahresfehlbeträge resultieren im Wesentlichen aus steigenden Aufwendungen für Personal, für die Instandhaltung der Fahrzeuge und großen Instandhaltungsmaßnahmen im vorhandenen Netz sowie aus den
Folgewirkungen der geplanten Erweiterungsinvestitionen (Abschreibung und Zinsaufwand). Wesentliche Investitionsmaßnahmen in 2015 waren die Baumaßnahmen der
neuen Stadtbahnstrecken Messe und Rotteckring sowie die weitere Beschaffung von
neuen Straßenbahnfahrzeugen und von mobilen Fahrscheinautomaten. Die Realisierung
des Stadtbahnausprogramms erfordert die zeitlich parallele Umsetzung verschiedener
Großprojekte und stellt das Unternehmen damit vor große Herausforderungen.
Risikomanagement
Das Risikomanagement wird von der Stadtwerke Freiburg GmbH für die Stadtwerke
selbst und für die Töchter der Stadtwerke als Dienstleistung betrieben. Die Risikosituation der VAG stellt sich zum Jahresende 2014 wie folgt dar:
Aufgrund des EU-Beihilferechts besteht für die VAG ein Restrisiko für die steuerliche
Verlustverrechnung. Um diesen Risiko entgegenzuwirken und Beihilferechtskonformität
zu erlangen, wurde die Betrauung der VAG durch die Gesellschafterin Stadt – gleichzeitig Aufgabenträger gemäß ÖPNVG – im Jahr 2009 umgesetzt. Das Betrauungsmodell
Beteiligungsbericht 2015 - VAG -

wurde von zwei unabhängigen Gutachtern geprüft, die übereinstimmend festgestellt haben, dass die Betrauung der VAG keine Auswirkungen auf den steuerlichen Querverbund hat. Durch das Finanzamt wurde eine verbindliche Auskunft erteilt. Es verbleibt ein
Restrisiko der Überkompensation.
Als Folge der Kürzung von GVFG Mitteln für Investitionen im ÖPNV wurden die Landesmittel kontingentiert. Dadurch werden Zuschüsse später ausbezahlt und für die VAG
entsteht das Risiko, dass Fördermittel vorfinanziert werden müssen. Weitere Kürzungen
sind nicht auszuschließen. Darüber hinaus laufen das GVFG Förderprogramm und das
Entflechtungsgesetz im Jahr 2019 aus.
Der überwiegende Teil der Stadtbahnprojekte wird aufgrund von drei Rahmenanträgen
durch Bund und Land finanziert. Voraussetzung für die Förderung ist die Fertigstellung
der Projekte aus den Rahmenanträgen. Es besteht daher das Risiko, dass Zuschüsse
zurückgefordert werden.
Weiterhin besteht das Risiko der Reduzierung von zuwendungsfähigen Kosten bei Bundesprojekten. Die konstante Bundesförderung von 60 % kann vom Zuwendungsgeber
nicht sichergestellt werden. Eventuell muss mit einer Reduzierung gerechnet werden,
was zu einer Erhöhung des Eigenfinanzierungsanteils führen würde.
Am 01.10.2014 hat das Landeskabinett einen Vorschlag zur Änderung des LandesGVFG beschlossen. Es sollen zum einen die Fördertatbestände für innovative und kleinteilige Maßnahmen erweitert, zum anderen aber die Förderquote der zuwendungsfähigen Baukosten von derzeit noch 75 % auf 50 % abgesenkt werden. Der Eigenanteil von
100 T€ soll zukünftig entfallen. Entsprechend besteht das Risiko einer Reduzierung der
Fördersumme für bereits geplante Baumaßnahmen im Rahmen des Landes-GVFG
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Geschäftsjahr 2014 blieb das gezeichnete Kapital unverändert.
d)

Personalentwicklung (Jahresdurchschnitt)

Beamt(e) / innen
Beschäftigte
Zwischensumme
Aushilfen
Auszubildende
Mitarbeiter/-innen ohne Entgeltzahlg.
Arbeitnehmer/innen Gesamt
Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte
davon Führungspersonal

2012

2013

0
668
668
12
21
*61
762

0
647
647
50
25
*57
778

**2014

Gesamt
0
678
678
51
25
35
789
635
154

* inkl. Mitarbeiter in ATZ 2, Langzeiterkrankte, Zeitrentner und Elternzeit
** Personalzahlen sind auf Durchschnittsbasis
*** Personalzahlen 2016 zum Stichtag 31.12.2016

Beteiligungsbericht 2015 - VAG -

1

m

2015 ***2016
Plan
Plan

w

582 96
582 96
22 29
22
3
31
4
657 132
573 62
84 70
0

1

0
724
724
50
30
2
806

0
728
728
54
31
3
816

e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010

Vermögens- / Finanzkennzahlen

Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen1)

Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow2)
Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Mitarbeiter/-in

1) ohne Zuschüsse
2) in 2012 inkl. Abschreibungen auf Finanzanlagen

2011

2012

2013

2014

74,3
75,3
67,3
97,5
39,5
34,8
9.271 11.848

%
%
%
T€

67,9
80,9
43,6
2.675

72,7
85,6
46,2
753

75,5
80,0
45,5
3.694

%
%
%
T€

-13,8
-17,9
-6,8
-848

-15,7
-20,7
-8,6
-2.682

-7,9
-15,0
-5,8
597

-21,0
-29,2
-10,8
-4.452

-19,8
-30,3
-9,1
-5.712

T€
T€

77,4
49,8

77,6
50,0

78,9
51,7

84,4
53,4

80,0
53,6

Beteiligungsbericht 2015 - VAG -

1.5

Regio-Verkehrsverbund Freiburg GmbH

1.5.1 Gegenstand des Unternehmens
Die Gesellschaft nimmt für das Verbundgebiet Aufgaben einer Verkehrskooperation nach
§ 9 ÖPNVG Baden-Württemberg wahr, insbesondere die Organisation und Durchführung
der Zusammenarbeit zwischen den Verkehrsunternehmen und mit den Aufgabenträgern
für den ÖPNV.
1.5.2 Beteiligungsverhältnisse
Freiburger Verkehrs AG (VAG), Freiburg
DB Regio AG, Frankfurt a. M.
SBG SüdbadenBus GmbH, Freiburg
Private Busunternehmen GBR (Private)
SWEG - Südwestdeutsche Verkehrs AG, Lahr
Breisgau S-Bahn GmbH (BSB), Freiburg

33,0 %
25,0 %
20,0 %
10,0 %
8,0 %
4,0 %

1.5.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 1.5.2)

b)

Geschäftsführung

Diplom-Betriebswirtin Dorothee Koch
Diplom Geograf Christoph Landwehr (bis 31.01.2015)
Diplom-Betriebswirtin Simone Stahl (ab 01.02.2015)
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung in 2014 belaufen sich auf 27 T€.
c)

Aufsichtsrat (Stand 31.12.2014)

Dr. Helgard Berger
Frank Buermeyer
Simone Stahl
Christoph Landwehr
Jürgen Karle
Johannes Müller
Jürgen Behringer

Freiburger Verkehrs AG, Vorsitzende
DB Regio AG
SüdbadenBus GmbH (bis 31.01.2015)
SüdbadenBus GmbH (ab 01.02.2015)
Private Busunternehmen GbR, stellvertr. Vorsitzender
Südwestdeutsche Verkehrs AG
Breisgau S-Bahn GmbH

Der Aufsichtsrat erhielt im Jahr 2014 keine Aufwandsentschädigungen. Zum 31.12.2014
lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 33,3 %.
1.5.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Regio-Verkehrsverbund Freiburg GmbH (RVF) hält keine Beteiligungen.

Beteiligungsbericht 2015 - RVF -

1.5.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Zum Aufgabengebiet der RVF gehört auch die Abwicklung der Einnahmenaufteilung und
Abrechnung der Verbundeinnahmen nach den Bestimmungen des Einnahmeaufteilungsvertrages mit den Verkehrsunternehmen sowie die Abrechnung des Zuschussbedarfes mit dem Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF). Insgesamt wurden
2014 über den RVF-Einnahmen-Pool 90,1 Mio. € (Vorjahr: 89,5 Mio. €) an die beteiligten
Verkehrsunternehmen verteilt. Darin enthalten ist der vom ZRF und vom Land gewährte
Tarifzuschuss in Höhe von 8,9 Mio. € (Vorjahr 8,9 Mio. €). Außerdem ist der RVF Abrechnungsstelle für die pauschalierten Ausgleichszahlungen des Landes für den Ausbildungsverkehr nach §45a PbefG. In 2014 wurden 11,6 Mio. € (Vorjahr 11,7 Mio. €) an die
anspruchsberechtigten Verkehrsunternehmen weitergeleitet. Die Entwicklung der jährlich
verkauften Zeitkarten zeigt nachfolgende Tabelle:
2010

2011

2012

2013

2014

Monatskarten

356.402

348.392

346.580

347.051

335.172

Jahreskarten (in Monatsanteilen)

273.119

273.953

273.653

276.577

276.475

Abonnement* (in Monatsanteilen)

165.558

177.410

195.459

200.643

202.914

Auszubildendenkarten

480.647

480.551

483.885

486.333

465.599

Semester Ticket (in Monatsanteilen)

209.105

215.414

223.440

230.714

218.334

Kinder-Regio-Karte

2.633

2.716

2.360

2.279

2.357

Kombikarten RVL / TGO / WTV

6.309

6.987

7.232

7.148

9.323

1.493.773

1.505.423

1.532.609

1.550.745

1.510.174

Gesamt

Die Veränderung der statistisch ermittelten Fahrgastzahlen und die Einnahmen aus dem
Verbundtarif inklusiv Tarifzuschuss zeigen die folgenden Diagramme:
Mio. €
100
80
60

Einnahmen im Vergleich 2010 - 2014
8,95
16,77

8,95
16,83

8,95
18,38

8,93

8,95

19,57

19,85

120
100

54,20

55,11

12,31

12,64

13,86

14,21

13,83

102,20

102,89

104,64

105,78

103,27

2013

2014

80
60

40
20

Fahrgastzahlen im Vergleich 2010 - 2014

Mio.
140

58,06

60,98

61,29

40
20

0
2010

2011
Zeitkarten

2012
Bartarife

2013
Tarifzuschüsse

2014

0
2010

2011
2012
Zeitkarten
Bartarife

Im Geschäftsjahr 2014 konnte das sehr gute Vorjahresergebnis bei den Beförderungsleistungen nicht ganz erreicht werden. Die statistisch ermittelten Fahrgastzahlen im RVFGebiet sind gegenüber dem Vorjahr um -2,4 % auf 117,1 Mio. Fahrgäste zurückgegangen. Die Einnahmen aus dem Verbundtarif inklusiv Tarifzuschuss stiegen im Jahr 2014
um +0,7 % auf 90,1 Mio. Euro.

Beteiligungsbericht 2015 - RVF -

1.5.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010
T€

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung
Summe

21
6.842
17
0
6.880

45
7.136
4
0
7.186

39
7.221
5
7
7.271

36
7.844
5
25
7.910

108
7.538
5
0
7.651

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

243
111
6.252
274
6.880

323
92
6.487
284
7.186

419
82
6.770
0
7.271

349
88
7.169
304
7.910

402
96
7.153
0
7.651

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2012

2013

2014

Durchgeleitete Zuschüsse / Fahrgelder**
Weitergeleitete Zuschüsse / Fahrgelder
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
24.053
-24.053
1.634
1.634

T€
24.535
-24.535
1.708
1.708

T€
24.431
-24.431
1.730
1.730

482
10
1.077
1.569

498
14
1.279
1.791

65
31
96

-83
13
-70

Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Jahresüberschuss

2015
Plan
T€

2016
Plan
T€

1.711
1.711

2.317
2.317

513
16
1.154
1.684

531
19
1.161
1.711

543
34
1.997
2.574

46
8
54

0
0
0

-257
0
-257

* für 2015 und 2016 liegen noch keine Angaben für Zuschüsse / Fahrgelder vor.
** Die Position „durchgeleitete Zuschüsse/Fahrgelder“ enthält neben dem Tarifzuschuss und den Ausgleichsleistungen für den Ausbildungsverkehr lediglich den Anteil der Fahrgelder, den der Verbund selbst vereinnahmt.

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Nach einem sehr guten Jahr 2013 konnte 2014 nur ein leichter Zuwachs bei den Einnahmen verzeichnet werden. Die Fahrgastzahlen sind gegenüber dem hohen Vorjahresniveau etwas zurückgegangen. Ein milder Winter sowie die mehrmonatige Baustelle mit
Schienenersatzverkehr in der Innenstadt sorgten für Nachfragerückgänge. Die für das
Jahr 2014 von Seiten des Landes geplante Umgestaltung der ÖPNV-Finanzierung wurde
in die nächste Legislaturperiode verschoben. Die Pauschalierung der Ausgleichsleistungen nach § 45a PBefG wurde bis Ende 2016 verlängert. Die Mittel fließen damit zunächst weiterhin direkt an die Verkehrsunternehmen. Im Jahr 2014 feierte das Abonnement der Regiokarte sein 10-jähriges Jubiläum. Für treue Kunden gab es ein Gewinnspiel und für die rund 500 „Abonnenten der ersten Stunde“ ein personalisiertes Geschenk. Um für Gelegenheitskunden den Ticketverkauf einfacher zu gestalten, hat RVF
beschlossen, das MobilTicket einzuführen. Künftig ist es möglich bestimmte Fahrscheine
direkt mit den Fahrplan-Apps von VAG und RVF zu kaufen.
Gemäß dem Verbundförderungsvertrag mit dem Land Baden-Württemberg ist ab 2010
die gesamte Zuwendung dem System „Leistungsanreiz“ unterworfen. Anhand von zwei
Kennzahlen wird ein Erfolgsfaktor ermittelt. In Zusammenwirkung mit den Ergebnissen

Beteiligungsbericht 2015 - RVF -

aus den anderen baden-württembergischen Verbünden ergibt sich daraus rechnerisch
die Zuschussveränderung, die erst ab einer Bagatellgrenze von +/- 0,5 % wirksam wird.
In 2014 wurde die Bagatellgrenze nicht überschritten; die Förderung blieb konstant.
Tarifmaßnahmen
Für die Tarifanpassung 2014 hatte der RVF eine ÖPNV-spezifische Inflationsrate (2013)
von +0,97 % errechnet. Daraus ergab sich ein Anpassungsbedarf von 0,87 Mio. €. Umgesetzt wurde eine Anpassung um durchschnittlich +1,3 %. Auch für das Jahr 2015 war
auf der Grundlage der ÖPNV-spezifischen Inflationsrate von +0,83 % nur eine geringe
Tarifanpassung vorzunehmen.
Ausblick
Die Nachfrageentwicklung im RVF zeigt auseinanderfallende Tendenzen. Während im
Segment der Tarifangebote für Erwachsende weiterhin mit leichten Zuwächsen auf hohem Niveau zu rechnen ist, zeichnen sich im Ausbildungsverkehr negative Entwicklungen ab. Vor diesem Hintergrund wird im Geschäftsjahr 2015 die Einführung eines RegioKarten-Abo für Schülerinnen und Schüler vorbereitet. Damit sollen die Zugangswege
einfacher und eine höhere Kundenbindung erreicht werden. Die im Grundlagen- und Zuschussvertrag festgelegte ÖPNV-spezifische Inflationsrate zur Bemessung von Tariferhöhungen, bildet zunehmend weniger die tatsächliche Kostenentwicklung bei den Verkehrsunternehmen ab. Im Geschäftsjahr 2015 soll deshalb das sogenannte große
Nachweisverfahren vorbereitet werden. Ziel ist, in 2016 eine moderate aber der Kostenentwicklung angemessene Fahrpreiserhöhung durchzuführen. Der Wirtschaftsplan der
RVF GmbH sieht für 2016 ein Defizit von 257 T€ vor. Hintergrund ist die für 2016 geplante „große Verkehrserhebung“ im Verbundgebiet. Die Kosten dieser Erhebung sollen wie
üblich aus dem Gewinnvortrag finanziert werden.
c)
Kapitalzuführungen und -entnahmen
Im Berichtsjahr sind keine Kapitalzuführungen und -entnahmen erfolgt.
d)

Personalentwicklung
2012

2013

2014
Gesamt

Arbeitnehmer/innen Gesamt
Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte

7

7

e)

w

7
6

5
5

2
1

---

---

---

1

davon Führungspersonal

m

2015
Plan

0

7

2016
Plan
7

1

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Eigenkapitalquote
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow
Personalkennzahlen
Umsatz je Mitarbeiter/-in
Personalkosten je Mitarbeiter/-in

2011

2012

2013

2014

%

3,5

4,5

5,8

4,4

5,3

%
%
%
T€

1,9
12,1
0,4
37,3

4,8
24,8
1,1
88,7

5,9
22,8
1,3
105,8

-4,1
-20,2
-0,9
-55,9

3,1
13,3
0,7
70,0

T€
T€

221,7
70,5

255,0
71,8

251,4
77,1

273,3
79,6

266,1
79,0

Beteiligungsbericht 2015 - RVF -

1.6

Regio-Verbund Gesellschaft mbH

1.6.1 Gegenstand des Unternehmens
Zentrales Geschäftsfeld der Tätigkeit der Gesellschaft ist die Organisation und Gewährleistung der Zusammenarbeit zwischen den Aufgabenträgern für den öffentlichen Personennahverkehr im Verbandsgebiet des ZRF und den Verkehrsunternehmen entsprechend § 9 des Gesetzes über die Planung, Organisation und Gestaltung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNVG Baden-Württemberg) vom 8. Juni 1995 (GBl.
417). Sie hat sich hierbei an den Vorgaben der regionalen Nahverkehrsentwicklungsplanung in der Form des jeweiligen Nahverkehrsplans des ZRF zu orientieren. Die Gesellschaft strebt an, die Leistungsfähigkeit des regionalen ÖPNV stetig zu steigern, sowie seine Angebote und deren Attraktivität schrittweise auszubauen. Die Gesellschaft
verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke i. S. der Gemeindeordnung BW.
1.6.2 Beteiligungsverhältnisse
Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF)

100 %

1.6.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 1.6.2)

b)

Geschäftsführung

Uwe Schade
Thomas Wisser
Die gewährten Gesamtbezüge der Geschäftsführung gemäß § 286 Abs. 4 HGB betrugen im Berichtsjahr 9.600,00 €.
c)

Aufsichtsrat (Stand:31.12.2014)

Vorsitzende:
Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg,
stellvertr. Vorsitzende: Dorothea Störr-Ritter, Landrätin Breisgau-Hochschwarzwald,
Hanno Hurth, Landrat Landkreis Emmendingen,
Kreisrätin / Kreisrat:

Gabriel Schweizer, Stefan Wirbser, Albert Gamb, Dr. Karin Müller-Sandner, Mathias Hirschbolz, Pia Lach, Fritz Schlotter, Barbara Schuler

Stadträtin / Stadtrat:

Hans-Jörg Sandler, Hermann Aichele, Stefan Schillinger, Helmut Thoma.

Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten 2014 Aufwandsentschädigungen von 465,27 €.
Gemäß § 64 Abs. 3 Beamtengesetz i.V.m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister und Bürgermeisterin / Bürgermeister bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100
€ pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt über
§ 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderätinnen und Gemeinderäte.
Im Berichtsjahr lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 26,7 %.

Beteiligungsbericht 2015- RVG -

1.6.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die REGIO-VERBUND GmbH hält keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.
1.6.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Gesellschaft führt die ihr vom ZRF im Gesellschaftsvertrag zugewiesenen Aufgaben aus. Es handelt sich hierbei um die Umsetzung und Fortschreibung des Nahverkehrs- und Nahverkehrsentwicklungsplanes sowie um Koordinationsaufgaben im regionalen ÖPNV. Insbesondere ist die Gesellschaft für die Umsetzung des „INTEGRIERTEN REGIONALEN NAHVERKEHRSKONZEPTES BREISGAU-S-BAHN“ unter Berücksichtigung der aktuellen Investitionsplanung zuständig. Gleichzeitig werden die Zukunftsperspektiven des ÖPNV in der Region weiter entwickelt.
1.6.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010
T€

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

4
139
1
143

2
131
0
133

1
129
0
130

1
135
0
136

4
132
0
136

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

107
21
15
143

108
17
8
133

108
17
5
130

107
21
8
136

110
21
5
136

61
364
425

2015
Plan
T€
63
436
499

2016
Plan
T€
86
383
469

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Jahresergebnis

b)

2012

2013

2014

T€

T€

T€

80
251
331

62
349
411

244
3
83
331

326
1
84
411

336
4
82
422

399
1
98
498

371
2
97
470

0
0
0

0
0
0

3
-1
2

1
0
1

-1
0
-1

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Aufgrund der bekannt gewordenen erheblichen Kostenerhöhungen beschloss die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Regio-Nahverkehr Freiburg die Anpassung
der bisherigen Ausbaustufe 2018 zur Ausbaustufe 2018-neu. Ziel der Ausbaustufe
2018–neu ist es, den ursprünglichen Kostenrahmen weitestgehend einzuhalten, gleichzeitig jedoch die wesentlichen Kernelemente der bisherigen Planung beizubehalten, um
so einen möglichst großen Nutzen für die Fahrgäste zu erreichen und dieses Infrastrukturausbauprogramm im Rahmen des Bundes-GVFG bis Ende 2019 zu realisieren und
abzurechnen. In 2014 stand die weitere Umsetzung des Nahverkehrskonzepts Breis-

Beteiligungsbericht 2015 - RVG -

gau-S-Bahn 2020 an. Dabei war das Personal der RVG vorrangig mit den Entwurfsund Genehmigungsplanungen für die meisten S-Bahnstrecken und mit der Vorbereitung der Planfeststellungsverfahren beschäftigt.
Insgesamt sind die Umsatzerlöse in 2014 gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben.
Eine Fortsetzung der Beauftragung mit der SWEG in 2015 wurde vereinbart. Zugleich
endete die Personalgestellung für den Zweckverband Regio-S-Bahn Lörrach in 2014,
da das Projekt mittlerweile abgeschlossen ist. Trotz der zusätzlichen Belastungen
konnte das Kerngeschäft - Umsetzung des Konzepts „Breisgau-S-Bahn 2020 - erfüllt
werden. Die Gesellschaft steht, da sie überwiegend mit Zuschüssen des Alleingesellschafters ZRF finanziert wird, in Abhängigkeit zur Entwicklung der öffentlichen Haushalte. Diese wird sich zukünftig im Hinblick auf die Weiterentwicklung und Umsetzung
des Nahverkehrskonzepts Breisgau-S-Bahn 2020 eher steigern, so dass voraussichtlich mehr Ressourcen zur Verfügung gestellt werden müssen.
Inhaltlich steht auch in 2015 die weitere Umsetzung des Gesamtnetzbauvorhabens
„Breisgau-S-Bahn 2020“ an. Dabei ist das Personal der Gesellschaft ab 2015 verstärkt
mit den Planfeststellungsverfahren beschäftigt. Grundlage für die Ausschreibungen
sind die Realisierungs- und Finanzierungsverträge, die im Frühjahr 2015 zwischen dem
ZRF, der DB AG und dem Land Baden-Württemberg abgeschlossen wurden. Im Mai
2015 wurde hierzu in der Verbandsversammlung des Zweckverbandes RegioNahverkehr Freiburg ein entsprechender Beschluss gefasst. Eine der dringendsten
Aufgaben bleibt es, den Bau der für den Betrieb ab 2018 notwendigen Infrastrukturmaßnahmen fortzuführen. Für das Jahr 2015 wird wieder ein erneut leicht positives
Jahresergebnis erwartet.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Geschäftsjahr 2014 sind keine Kapitalzuführungen oder -entnahmen erfolgt.
d)

Personalentwicklung
2012

2013

2014
Gesamt

Arbeitnehmer/innen Gesamt
Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte

5

6

7
4
3

davon Führungspersonal

e)

---

m

2015
Plan

w

4
4
0

3
0
3

---

2016
Plan

7

7

---

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Eigenkapitalquote
Ertragskennzahlen
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow
Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Mitarbeiter/-in

2011

2012

2013

2014

%

74,8

80,6

83,1

79,1

80,9

%
%
T€

-0,9
-0,7
1,0

0,9
0,7
3

0,3
0,2
3

0,5
0,4
1

2,4
1,9
5,6

T€
T€

12,5
47,2

11,3
47,5

15,9
48,8

12,3
54,3

10,2
55,9

Beteiligungsbericht 2015- RVG -

1.7

Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH

1.7.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Frei- und Hallenbädern im Gebiet der
Stadt Freiburg und im Verflechtungsbereich des Oberzentrums Freiburg.
1.7.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadtwerke Freiburg GmbH

100 %

1.7.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 1.7.2)

b)

Geschäftsführung

Dr. Helgard Berger
Die Geschäftsführung erhielt keine Vergütung von der Gesellschaft.
1.7.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH hält keine Beteiligungen.
1.7.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die städtischen Hallenbäder werden seit 2006 und die Freibäder seit 2010 an die Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH verpachtet. Mit der technischen und kaufmännischen Betriebsführung wurde die Regio Bäder GmbH beauftragt. Zur Umsetzung von Bauunterhaltungs-, Sanierungs- und Investitionsmaßnahmen wurde ein unbefristeter Vertrag mit der
Regio Bäder GmbH abgeschlossen. Die wirtschaftliche Entwicklung zeigt folgende Tabelle und Grafik:
2010
Erlöse aus Bäderbetrieb
Betriebsführungsentgelt (an Regio Bäder GmbH)
Sanierungsaufwand
Pachtentgelt an die Stadt Freiburg
Zuschuss pro Besucher in € (ohne Instandhaltung)

Anzahl Besucher

Tsd.
980

T€

2.001
4.873
2.863
323
3,87

€
6,00

960

2011
T€

2012

2013

T€

2.322
5.619
4.065
323
4,50

2.516
5.600
373
323
3,97

T€

2.687
5.924
75
323
4,09

2014
2.509
5.949
428
323
4,83

Zuschuss pro Besucher (ohne Instandhaltung)

5,00

940
920

4,00

900

3,00

880
860

2,00

840
820

1,00

800

0,00

780
2010

2011

2012

2013

2014

2010

Beteiligungsbericht 2015 - StWB -

2011

2012

2013

2014

1.7.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010
T€

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzungsposten
Summe

221
9.725
0
9.946

615
9.041
0
9.656

637
4.494
0
5.131

655
4.495
0
5.150

836
5.039
1
5.876

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

1.000
1.399
7.547
9.946

1.000
1.233
7.423
9.656

1.000
247
3.885
5.131

1.000
489
3.660
5.150

1.000
10
4.866
5.876

2016
Plan
T€
2.509
0
2.509

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
2.516
93
2.608

T€
2.687
1
2.688

T€
2.509
2
2.511

2015
Plan
T€
2.553
0
2.553

Materialaufwand
Abschreibungen auf Sachanlagen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

5.973
117
398
6.488

5.999
131
506
6.637

6.377
147
438
6.963

6.262
214
385
6.861

6.427
190
375
6.992

Betriebsergebnis
Finanzergebnis

-3.880
-107

-3.949
-62

-4.452
-35

-4.308
-42

-4.484
-55

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Außerordentliche Aufwendungen
Erträge aus Verlustübernahme

-3.987
16
4.002

-4.011
0
4.011

-4.487
0
4.487

-4.350
0
4.350

-4.539
0
4.539

0

0

0

0

0

Jahresergebnis

b)

2012

2013

2014

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die Geschäftsentwicklung wurde im Wesentlichen durch die Besuchergruppen öffentlicher Badebetrieb und Schul- und Vereinsschwimmen geprägt. Im Jahr 2014 nahmen
840.770 Badegäste das Angebot der Freiburger Hallen- und Freibäder wahr. Davon besuchten 507.704 Badegäste die Hallenbäder (Vorjahr: 527.620) und 333.066 Besucher
die Freibäder (Vorjahr: 434.615). Die größte Nutzergruppe ist der öffentliche Badebetrieb
mit 655.428 Badegästen. Das Schulschwimmen zählte 110.645, das Vereinsschwimmen
74.967 Badegäste.
Die Betriebsführungsgesellschaft Regio Bäder GmbH ging für 2014 von einer Steigerung
der Besucherzahlen um 2 % im Vergleich zum Vorjahr aus. Tatsächlich gingen die Besucherzahlen um 13 % zurück. Das Freibadwetter lag mit 45 Sommertagen und 9 Hochsommertagen deutlich unter dem Vorjahr.
Das negative Ergebnis 2014 resultiert im Wesentlichen aus Materialaufwendungen, die
das Entgelt für die operative Betriebsführung durch die Regio Bäder GmbH sowie die
Kosten der Sanierungen beinhalten. Für Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen
entstanden Kosten von insgesamt 428 T€ (Vorjahr: 75 T€).
Beteiligungsbericht 2014- StWB -

Die Betriebsführungsgesellschaft plant Werbemaßnahmen und Sonderveranstaltungen
zur Steigerung der Besucherzahlen in den Folgejahren. In 2016 werden 857.000 Besucher/-innen erwartet. Für 2016 bis einschließlich 2020 sind Jahresfehlbeträge zwischen
4,5 Mio. € und 4,7 Mio. € geplant.
Aufgrund des mit der Stadtwerke Freiburg GmbH abgeschlossenen Gewinnabführungsund Verlustübernahmevertrages bestehen, trotz der strukturellen Verlustsituation, hinsichtlich der Ergebnisentwicklung keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Berichtsjahr 2014 blieb das gezeichnete Kapital unverändert.
d)

Personalentwicklung

Die Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH beschäftigt kein eigenes Personal. Das Unternehmen hat mit der Regio Bäder GmbH einen Betriebsführungsvertrag und mit der
Stadtwerke Freiburg GmbH einen Geschäftsbesorgungsvertrag abgeschlossen.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow

2010
%
T€
%
%
%
%
T€

2011

2012

2013

2014

10,1
29

10,0
394

19,5
22

19,4
17

17,0
182

>-100
>-100
-62,0
-6.288

>-100
>-100
-79,1
-7.935

>-100
>-100
-75,9
-3.885

>-100
>-100
-76,7
-3.880

>-100
>-100
-75,8
-4.339

Beteiligungsbericht 2015 - StWB -

1.8

Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH

1.8.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens sind die Unterhaltung und der Betrieb des Verkehrslandeplatzes Freiburg als Halter im Sinne der einschlägigen Vorschriften des Luftverkehrsrechtes sowie die Förderung aller mit der Luftfracht, insbesondere mit dem Luftverkehr,
zusammenhängenden Geschäfte.
1.8.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadtwerke Freiburg GmbH

100 %

1.8.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 1.8.2)

b)
Geschäftsführung
Gerhard Meier (bis 31.12.2014)
Michael Broglin (ab 01.01.2015)
Angaben über die gewährten Gesamtbezüge unterbleiben nach § 286 Abs. 4 HGB.
c)

Aufsichtsrat (31.12.2014)

Vorsitzender:
stellv. Vorsitzender:

Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg,
Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg,

Stadträte/innen:

Lioba Grammelspacher (bis 03.12.2014), Maria Viethen,
Berthold Bock (bis 03.12.2014), Udo Harter, Michael Moos,
Sascha Fiek (bis 03.12.2014), Gerhard Frey (bis 03.12.2014),
Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Eßmann (bis 03.12.2014), Stefan
Schillinger (bis 03.12.2014), David Vaulont (seit 03.12.2014),
Dr. Klaus Schüle (seit 03.12.2014), Sergio Schmidt (seit
03.12.2014), Gerlinde Schrempp (seit 03.12.2014), Manfred
Stather (seit 03.12.2014), Ernst Lavori (seit 03.12.2014).

Im Berichtsjahr 2014 erhielt der Aufsichtsrat Sitzungsgelder in Höhe von 1,4 T€. Der
Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €):

Aufsichtsratsvorsitzender
Stellvertretender AR-Vorsitzender
Aufsichtsratsmitglieder
Beratendes Mitglied

Grundvergütung Vergütung pro Sitzung Sonstige Vergütungen
AR
PrA
AR
PrA
AR
PrA
----51
----------51
----------51
-------------------

AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss; nur einmalige Vergütung im PrA StW Konzern

Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i.V.m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister und Bürgermeisterin / Bürgermeister bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen
6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt
über § 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderätinnen und Gemeinderäte.
Am 31.12.2014 lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 18,2 %.

Beteiligungsbericht 2015 - FFB -

1.8.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH hält keine Beteiligungen.
1.8.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Verkehrsleistungen der FFB GmbH werden durch folgende Angaben deutlich:
Gewerbliche Motorflüge
Nichtgewerbliche Motorflüge
Motorseglerflüge
Sonstige Flüge
Flugbewegungen Gesamt)

2010
4.004
10.950
1.414
4.824
21.192

2011
5.004
13.494
1.748
5.748
25.994

2012
5.090
12.712
1.674
8.586
28.062

2013
5.538
15.488
1.577
10.209
32.812

2014
4.080
15.462
1.762
9.113
30.417

Wesentliche Bestandteile der Geschäftstätigkeit der FFB GmbH sind die Unterhaltung
des Flugplatzgeländes im Auftrag der Stadt, der Flugbetrieb des Verkehrslandeplatzes
und die Verpachtung von Teilflächen des Flugplatzes an Sportgruppen mit fliegerischen
Aktivitäten, an Privatflieger und an Firmen, die Rettungsflüge, Schulungen u. a. betreiben.
1.8.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014
T€

622
232
2
857

588
125
2
716

567
51
2
621

527
61
2
591

544
81
3
628

159
254
443
1
857

159
234
322
1
716

159
133
328
1
621

159
123
309
0
591

159
139
330
0
628

2016
Plan
T€
326
1
327

2012
T€
317
72
389

T€
312
1
314

T€
307
4
311

2015
Plan
T€
304
1
305

Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

128
40
185
353

123
42
196
361

145
43
188
376

139
46
196
381

206
62
252
520

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern
abgeführte Gewinne (-) / Verlustübernahme (+)

36
-2
34
1
-33

-47
0
-47
0
47

-65
-4
-69
0
69

-76
-1
-77
1
78

-193
-4
-197
1
198

0

0

0

0

0

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

Jahresergebnis

2013

Beteiligungsbericht 2015 - FFB -

2014

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die Flugbewegungen haben sich im Berichtsjahr wetterbedingt von 32.812 im Vorjahr
auf 30.417 verringert. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um 5
T€ zurückgegangen. Die Erhöhung des Personalaufwandes ist darauf zurück zu führen,
dass die FFB seit 01.07.2014 wieder zwei hauptamtlich beschäftigte Flugleiter beschäftigt. Für das Berichtsjahr 2014 wurde ein Jahresfehlbetrag von 69 T€ (Vorjahr: 47 T€)
ausgewiesen. Die Flugplatz Freiburg Breisgau GmbH verzeichnete im Geschäftsjahr
2014 einen Zugang im Anlagevermögen von 59 T€ im Wesentlichen für die Anschaffung
eines neuen Feuerwehrfahrzeuges. Der Instandhaltungsaufwand zur Erhaltung des bestehenden Sachanlagevermögens belief sich auf 29 T€.
Die weitere Entwicklung des Unternehmens wird insbesondere abhängig sein von:
• starker Konkurrenz durch andere Verkehrslandeplätze in der Region mit zum Teil günstigeren Standortkonditionen,
• den allgemeinen konjunkturellen und witterungsbedingten Verhältnissen,
• Verlagerung des Fußballstadions auf den Standort „Wolfswinkel“, die ggf. für den Flugbetrieb entwicklungsbeeinträchtigende Risiken birgt.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Geschäftsjahr 2014 blieb das gezeichnete Kapital unverändert.
d)

Personalentwicklung (Jahresdurchschnitt)
2012 2013*

Arbeitnehmer/innen Gesamt
Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte (Aushilfen/geringfügig Beschäftig-

6

2014

Gesamt
11
13
2
11
1

te)

davon Führungspersonal

m
11
2
9
1

w
2
0
2

2015** 2016
Plan Plan
11

14

0

* ab 2013 mit Aushilfen Tower
** in 2015 wurde der Stellenplan intern auf 14 Stellen fortgeschrieben

e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow
Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Mitarbeiter/-in

2010

2011

2012

2013

2014

%
%
%
T€

72,6
73,8
18,6
404

82,1
74,8
22,2
-35

91,3
74,0
25,6
-21

89,3
83,3
26,9
-39

86,6
80,8
25,3
16

%
%
%
T€

-31,7
-73,6
-13,4
-103

-16,9
-36,6
-7,3
-19

11,4
20,9
5,7
72

-15,1
-29,8
-7,8
-5

-21,0
-43,3
-10,4
-26

T€
T€

140
52,9

155
53,9

158
47,3

156
42,8

154
46,4

Beteiligungsbericht 2015 - FFB -

1.9

Abwasser Freiburg GmbH

1.9.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Bewirtschaftung von Anlagen der Abwasserentsorgung im Verflechtungsbereich des Oberzentrums Freiburg sowie Planung und Bau
von Abwasserentsorgungsanlagen einschließlich der Übernahme aller damit verbundenen Nebenarbeiten.
1.9.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadtwerke Freiburg GmbH

100 %

1.9.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 1.9.2)

b)

Geschäftsführung

Dipl.-Ing. Mathias Nikolay
Dipl.-Betriebswirtin Monika Walter
Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 12 T€.
1.9.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die AWF GmbH hält keine Beteiligungen.
1.9.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die AWF GmbH wurde am 26.11.1998 gegründet und übernahm zum 01.01.1999 gemäß Gesellschaftsvertrag die Bewirtschaftung von Anlagen der Abwasserversorgung im
Verflechtungsbereich des Oberzentrums Freiburg einschließlich Planung und Bau der
Abwasserentsorgungsanlagen sowie die Übernahme aller damit verbundenen Nebenarbeiten. Dafür wurde zwischen der Stadt Freiburg und der AWF ein Bewirtschaftungsvertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren abgeschlossen.
Danach wurden auf die AWF die Bewirtschaftung der Abwasseranlagen, die Abwicklung
der Investitionen, sonstige nicht gebühren- und beitragsfähige Leistungen sowie das Inkasso der Abwassergebühren übertragen. Die Entwicklung der Umsatzerlöse zeigt folgende Tabelle:
2010
T€

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014

Umsatzerlöse Kanal

6.865

3.835

5.541

7.880

6.833

Betreiberentgelt

6.508

7.276

7.482

7.555

7.904

313
13.686

516

365

308

445

11.627

13.388

15.743

15.182

Nebengeschäft Kanal
Umsatzerlöse Gesamt

Beteiligungsbericht 2015 - AWF -

1.9.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010
T€

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014
T€

AKTIVA
Umlaufvermögen
Summe

3.366
3.366

2.792
2.792

2.330
2.330

2.919
2.919

2.308
2.308

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

105
1.064
2.197
3.366

105
769
1.918
2.792

105
306
1.919
2.330

105
730
2.084
2.919

105
165
2.038
2.308
2016
Plan
T€
15.044
180
15.224

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2012

2013

2014

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
13.388
797
14.185

T€
15.743
559
16.302

T€
15.182
552
15.734

2015
Plan
T€
13.981
180
14.161

Materialaufwand (bezogene Leistungen)
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

14.063
116
14.179

16.077
222
16.299

15.348
383
15.732

14.043
117
14.160

15.105
118
15.222

6
-6
0

3
-3
0

2
-2
0

2
-2
0

2
-2
0

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Jahresergebnis

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die AWF ist selbst nicht operativ tätig, sondern bedient sich zur Bewirtschaftung der Abwasseranlagen der Leistungen der badenova AG & Co. KG. Der Investitionsplan der
ESE wurde zu 95 % (Vorjahr: 101 %) abgearbeitet. Deshalb liegen die Umsatzerlöse
unter dem Vorjahr.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Geschäftsjahr 2014 blieb das gezeichnete Kapital unverändert.
d)

Personalentwicklung

Die AWF GmbH beschäftigt kein eigenes Personal. Sie bedient sich zur Erfüllung der
Aufgaben des Personals der badenova AG & Co. KG und der Stadtwerke Freiburg
GmbH.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Auf die Darstellung von Kennzahlen wird verzichtet, da das Unternehmen selbst nicht
operativ tätig ist und ausgeglichene Jahresergebnisse ausweist.

Beteiligungsbericht 2015 - AWF -

1.10 Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH
1.10.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist im Bereich der interkommunalen Verflechtung des
Oberzentrums Freiburg die Sammlung, der Transport, die Behandlung und Verwertung
von Abfällen; der Betrieb von Abfallverwertungs- und -beseitigungsanlagen einschließlich
der Rekultivierung und Nachsorge von Deponieeinrichtungen; die Reinigung von Straßen, Wegen und Plätzen, einschließlich Winterdienst im Stadtgebiet; die Beschaffung
und Wartung von Kraftfahrzeugen und Maschinen für kommunale Auftraggeber und
kommunale Einrichtungen.
1.10.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadt Freiburg i. Br.
REMONDIS Kommunale Dienste Süd GmbH

53 %
47 %

1.10.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 1.11.2)

b)

Geschäftsführung

Michael Broglin
Eckhard Vogt
Als Geschäftsführungsvergütung erhielt Herr Broglin im Berichtsjahr 198,9 T€*.
* In diesem Betrag sind die Grundvergütung, die variable Vergütung (sofern vereinbart), über den gesetzlichen Rahmen hinausgehende Leistungen für Altersvorsorge (sofern vereinbart) und sonstige Leistungen
(Sachbezüge, geldwerte Vorteile u.a.) enthalten.

c)

Aufsichtsrat (Stand: 31.12.2014)

Vorsitzender:

Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg i.Br.,

Stadträte/innen:

Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Eßmann (bis 10.12.2014), Lioba Grammelspacher (bis 10.12.2014), Gerhard Frey, Dipl.-Ing. Hansjörg Sandler (bis
10.12.2014), Bernhard Schätzle, Ernst Lavori (ab 10.12.2014), Simon
Waldenspuhl (ab 10.12.2014), Dr. Wolf-Dieter Winkler (ab
10.12.2014), Ulrike Schubert

ArbeitnehmerVertreter/innen:
Weitere:

Iris Mellert, Petra Kurt, Gert Held, Wolfgang Kern, Paul Egle,
Frank Gärtner, Dieter Lang (bis 20.05.2014), Christoph Neymeyer (ab
20.05.2014), Ulrich Steinborn (Vertreter des privaten Mitgesellschafters).

Die Beigeordnete für Umwelt der Stadt Freiburg i. Br., Frau Bürgermeisterin Gerda
Stuchlik, nimmt als beratendes Mitglied ohne Stimmrecht an den Aufsichtsratssitzungen
teil. Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten im Jahr 2014 Aufwandsentschädigungen von
insgesamt 2 T€. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €):

Beteiligungsbericht 2015 - ASF -

Vorsitzender
Stellv. Vorsitzender
Mitglied
Beratendes Mitglied

Grundvergütung (€)
AR
PrA

---------

Vergütung pro Sitzung (€)
AR
PrA

---------

51,13
51,13
51,13
---

AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss

51,13
51,13
51,13
---

Sonstige Vergütungen (€)
AR
PrA

---------

---------

Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i.V.m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister und Bürgermeisterin / Bürgermeister bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen
6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt
über § 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderätinnen und Gemeinderäte.
Im Berichtsjahr lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 20 %.
1.10.4 Beteiligungen des Unternehmens
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar GmbH & Co. KG
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar Verwaltungs-GmbH
Gesellschaft Abfallwirtschaft Breisgau mbH

51,0 %
51,0 %
2,7 %

1.10.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die ASF GmbH hat am 01.01.2000 ihr operatives Geschäft aufgenommen. Als wesentliche Aufgaben im Rahmen des Auftrages der Stadt sind die Durchführung der Abfallsammlung, Transport, Verwertung und Beseitigung der im Stadtgebiet anfallenden Abfälle, Betriebsführung der Deponie Eichelbuck, einschließlich Nachsorge/Rekultivierung
und Reinigung von Fahrbahnen, öffentlichen Plätzen, Fußgängerzonen sowie Winterdienst im Stadtgebiet hervorzuheben. Mit der Stadt Freiburg wurden hierzu ein Bewirtschaftungsrahmenvertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren sowie die dazugehörigen Einzelleistungsverträge für die einzelnen übertragenen Aufgabenbereiche abgeschlossen.
Die ASF GmbH trat zudem nahezu in alle bereits bestehenden Vertragsverhältnisse ein.
Die im Jahr 2014 erbrachten Leistungen lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Leistungsdaten
Abfallsammlung
- Restmüll
- Biomüll
- Sperrmüll
- Schnittgut
- Eisenschrott
- Altholz
1)
- Elektroschrott
Deponie/Umschlagstation
- Anlieferungen Stadt
- Anlieferungen Landkreis
- Fremdanlieferungen

2010

2011

2012

2013

2014

Tonnen
Tonnen
Tonnen
Tonnen
Tonnen
Tonnen
Tonnen

21.342
14.349
5.849
5.707
1.490
2.909
2.077

20.963
14.788
5.680
5.672
1.004
3.194
1.844

20.786
15.168
4.925
5.339
900
3.219
1.739

20.637
14.757
3.613
4.694
898
2.982
1.702

20.519
15.273
3.649
5.000
920
2.831
1.703

Tonnen
Tonnen
Tonnen

37.054
7.985
10.573

36.265
11.538
9.215

35.464
12.594
7.321

32.698
12.570
6.222

33.434
12.378
5.371

20.195
4.868
6.304

20.548
5.069
6.350

20.404
5.141
6.331

20.240
5.241
6.353

20.213
5.527
6.428

Abfallmengen DSD (Input)
- PPK (Papier, Pappe, Kartonagen) Tonnen
- LVP (Leichtverpackungen)

Tonnen

- Glas
Tonnen
1) Mengen der Gruppe I nach ElektroG (Haushaltsgroßgeräte) sind nochmals im Eisenschrott enthalten.

Beteiligungsbericht 2015 - ASF -

Die Entwicklung des wichtigsten Abfallbereiches zeigt folgendes Diagramm:
t
27.500

Restmüllsammlung graue Tonne 2003 bis 2014

25.000

20.519

20.637

20.786

20.963

21.342

21.406

21.394

21.750

22.571

15.000

23.366

17.500

24.445

20.000

25.744

22.500

12.500
10.000
2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014

1.10.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010
T€

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014
T€

8.728
6.612
0
15.340

9.476
4.841
0
14.317

8.774
5.701
0
14.475

9.123
4.890
1
14.013

9.614
3.862
0
13.476

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

7.528
4.584
3.228
0
15.340

7.279
4.455
2.583
0
14.317

7.460
4.088
2.927
0
14.475

7.344
3.759
2.910
0
14.013

7.311
3.519
2.647
13.476

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2012

2013

2014

Umsatzerlöse
Andere aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
30.812
0
840
31.652

T€
31.716
0
1.068
32.784

T€
32.374
6
927
33.306

2015
Plan1)
T€
33.000
6
651
33.657

2016
Plan
T€
33.881
6
937
34.824

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

8.669
12.600
2.410
4.237
27.916

9.083
13.306
2.368
4.578
29.335

8.830
14.325
2.277
4.327
29.759

8.202
15.357
2.484
4.317
30.360

8.426
15.943
2.684
4.437
31.490

Betriebsergebnis
Finanzergebnis

3.736
15

3.449
128

3.547
4

3.297
5

3.334
-26

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Sonstige Steuern

3.751
1.147
36

3.577
1.082
43

3.551
1.088
45

3.302
1.010
46

3.308
1.012
47

Jahresüberschuss

2.567

2.452

2.418

2.246

2.249

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

1) Fortgeschriebener Wirtschaftsplan

Beteiligungsbericht 2015 - ASF -

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Lage des Unternehmens/Geschäftsverlauf
Aufgabenschwerpunkte im Berichtsjahr waren in der Sparte kommunale Abfallwirtschaft
weitere Optimierungen der Sammellogistik im Stadtgebiet aufgrund der steigenden Einwohnerzahlen von Freiburg, der Verkehrssituation und der Einführung des Identsystems
für die kommunalen Abfallbehälter. Im Stadtreinigungsbereich bestand die Entwicklungstätigkeit hauptsächlich mit weiteren Verbesserungen des Winterdienstes und der weiteren Konzentration von Reinigungsleistungen. Hauptaktivitäten im Deponiebereich waren
die weitere Ausführung der Baumaßnahme des Bauabschnittes 2 für die Oberflächenabdichtung der Deponie sowie die Vergabe des dritten Bauabschnittes. Außerdem wurde
mit der Umsetzung des Energiekonzeptes 2014 ff am Standort der ehemaligen Deponie
Eichelbuck begonnen. Im administrativen Bereich bildeten die Aktivitäten zur Einführung
der EDV-gestützten Tourenplanung und die Arbeiten im Rahmen der Übernahme des
Forderungsmanagements von der Stadt die Aufgabenschwerpunkte. Im Geschäftsjahr
2014 wurde das neue Geschäftsfeld Alttextilienentsorgung umgesetzt.
Aufgrund der Wettbewerbslage auf dem Entsorgungsmarkt ergab sich für die ASF GmbH
weiterhin die Notwendigkeit, durch die Zusammenarbeit mit anderen Entsorgern die Position der Gesellschaft zu verbessern. Im Bereich der gewerblichen Stadtreinigung konnten keine nennenswerten weiteren Neukunden akquiriert werden. Im Berichtsjahr hat
sich die ASF GmbH wiederum erfolgreich sowohl der Nachzertifizierung als Entsorgungsfachbetrieb als auch der DIN EN ISO 9001 und 14001 unterzogen. Diese Maßnahmen führen weiterhin neben der Verbesserung der Wettbewerbschancen auch zu
einer deutlich höheren Rechtssicherheit im Unternehmen.
Für das Jahr 2014 wurde ein Jahresüberschuss von 2.418 T€ ausgewiesen, der in voller
Höhe anteilig an die Gesellschafter ausgeschüttet wurde. Im Berichtsjahr wurden Investitionen (ohne Finanzanlagen) in Gesamthöhe von 2.818 T€ getätigt.
Risikobericht
Die wesentlichen Risiken der ASF GmbH ergeben sich aus gesetzlichen Änderungen,
rechtlichen Auslegungen sowie marktseitigen Schwankungen. Es ist hierzu insbesondere
auf folgende Umfeld-, Branchen- und sonstige Risiken hinzuweisen:
• Neben der anhaltenden Unsicherheit, welche Abfälle in Zukunft noch andienungspflichtig sein werden, stellen auch die Versuche der Systembetreiber, eine 100 %-ige
Vergütungsbeteiligung auf die Wertstofferlöse im Bereich PPK zu erreichen, Risiken
der künftigen Entwicklung der Gesellschaft dar.
• Im Bereich der Verpackungsordnung ringen die Akteure (Duale Systembetreiber und
Entsorger) um den Besitz bzw. die Vermarktung von wertstoffhaltigen Verpackungen
sowie um den durch Oligopolstrukturen entstandenen ruinösen Wettbwerb um Aufträge Dualer Systembetreiber.
• Ein mittel- bis langfristiges Risiko besteht in der Ausgestaltung eines künftigen Wertstoffgesetzes. Die aktuell bekanntgewordene Position der Bundesregierung tendiert
zu einer Ausweitung der Produktverantwortung zu Gunsten der Dualen Systembetreiber und somit zu einer weiteren Liberalisierung der wertstoffhaltigen Abfälle.
• Weiteres Risikopotential beinhaltet unverändert die Entwicklung der Energiekosten,
insbesondere der Treibstoffkosten sowie der Preise für Sekundärrohstoffe.
Ausblick
Im Bereich der kommunalen Abfallentsorgung liegt der Aufgabenschwerpunkt in der Optimierung der Sammellogistik sowie des Logistikkonzeptes betreffend den Transport der
im Stadtgebiet anfallenden Abfälle zur TREA. In der Stadtreinigung wird die Entwick-

Beteiligungsbericht 2015 - ASF -

lungstätigkeit hauptsächlich in der Konzentration von weiteren Reinigungsleistungen, in
der weiteren Optimierung des Winterdienstes sowie in der Einführung eines Qualitätssicherungssystems zum Thema Stadtsauberkeit liegen. Hauptaktivitäten im Deponiebereich werden in 2015 die Fortführung der Baumaßnahmen des Bauabschnittes 3 der
Oberflächenabdichtung der Deponie Eichelbuck, die Optimierung der Gaserfassung und
verbesserte Nutzung des zunehmenden Deponieschwachgases sein. Im Verlauf des
Jahres 2015 wurde in der Gesellschaft Abfallwirtschaft Breisgau mbH (GAB) die Fortführung des Bahntransport für Freiburger Rest- und Sperrmüllmengen beschlossen. Somit
kann die ASF weiterhin ihre hierauf ausgerichtete Logistik fortführen.
Im gewerblichen Bereich wird die ASF versuchen, ihre Marktstellung in den Geschäftsbereichen Umleerbehälter und Speiseresteentsorgung/-behandlung weiter auszubauen.
Für die wirtschaftliche Entsorgung und Verwertung unterschiedlicher Abfallarten ergibt
sich weiterhin die Notwendigkeit, durch die Zusammenarbeit mit anderen Entsorgern die
Position der Gesellschaft zu verbessern. Es wird auch in Zukunft das Ziel verfolgt, sich
von einem reinen Logistikunternehmen zu einem Unternehmen zu entwickeln, das an
der gesamten Wertschöpfungskette von Sammlung bis Verwertung/Vermarktung bestimmter Abfallfraktionen partizipiert.
c)
Kapitalzuführungen und -entnahmen
Das gezeichnete Kapital blieb im Berichtsjahr unverändert.
d)

Personalentwicklung (Jahresdurchschnitt)
2012 2013

Beamte
Tariflich Beschäftigte
Zwischensumme
Aushilfen
Auszubildende
Mitarbeiter/-innen ohne Entgeltzahlg.
Arbeitnehmer/-innen Gesamt
Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte

2
260
262
17
7
10
296

davon Führungspersonal

e)

2
266
268
22
7
13
310

2014
Gesamt
2
280
282
23
8
10
323
281
19
1

m
1
249
250
22
7
9
288
257
9
1

2015 2016
Plan Plan

w

1
31
32
1
1
1
35
24
10

2
276
278
22
8
10
318

2
285
287
30
7
10
334

0

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010

Vermögens- / Finanzkennzahlen

Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen

2011

2012

2013

2014

%
%
%
T€

56,9
86,3
49,1
43

66,2
76,8
50,8
748

60,6
85,0
51,5
-702

65,1
80,5
52,4
346

71,3
76,0
54,3
509

%
%
%
T€

18,1
92,6
39,2
6.546

11,1
45,2
22,2
4.327

12,1
50,4
25,9
4.884

10,7
47,7
25,7
4.488

10,8
47,8
25,5
4.505

Umsatz je Vollzeitkraft
T€
Personalkosten je Mitarbeiter/-in T€

133,3
39

120,7
43

115,0
43

117,5
43

115,2
44

Ertragskennzahlen

Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow
Personalkennzahlen

Beteiligungsbericht 2015 - ASF -

1.11 Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar GmbH & Co. KG
1.11.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und der Betrieb einer Photovoltaikanlage auf den Dächern des Zentralen Betriebshofes St. Gabriel und auf der Deponie Eichelbuck mit allen zusammengehörenden Geschäften.
1.11.2 Beteiligungsverhältnisse
Komplementärin:
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar Verwaltungs-GmbH (ohne Einlage)
Kommanditisten:
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH
badenova AG & Co. KG

51 %
49 %

1.11.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 1.12.2)

b)

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft bestimmt ist die persönlich haftende Gesellschafterin, die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar Verwaltungs-GmbH vertreten durch Herrn Michael Broglin.
1.11.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die ASF Solar GmbH & Co. KG war im Berichtsjahr an keinem anderen Unternehmen
beteiligt.
1.11.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die ASF Solar GmbH & Co. KG wurde mit Gesellschaftsvertrag am 15.06.2010 gegründet. Das Kerngeschäft ist die Betreibung einer Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) auf den
Dachflächen des Zentralen Betriebshofes St. Gabriel sowie am Standort der ehemaligen
Deponie Eichelbuck. Aufgrund des höheren Strahlungsniveaus im Berichtsjahr liegen
die produzierten Strommengen deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Die eingespeisten Solarenergiemengen entwickelten sich wie folgt:
2010

2011

2012

2013

2014

152

450

3.295

2.689

3.299

MWh

Solarenergie

MWh

MWh

Beteiligungsbericht 2015 - ASF Solar GmbH & Co. KG -

MWh

MWh

1.11.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Erträge Gesamt
Materialaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Jahresergebnis (vor Verwendungsrechnung)

1) Fortgeschriebener Wirtschaftsplan

b)

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014
T€

1.135
38
39
1.212

4.892
1.356
37
6.285

5.625
403
35
6.064

5.514
71
33
5.618

5.365
103
31
5.499

198
4
1.010
1.212

1.142
20
5.123
6.285

1.375
40
4.649
6.064

1.245
9
4.365
5.618

1.302
18
4.179
5.499

2012

2013

2014

T€

T€

T€

800
3
803

649
3
652

782
1
783

2015
Plan1)
T€

2016
Plan
T€

700
0
700

700
0
700

19
302
53
374

19
313
58
390

40
322
97
459

55
325
71
451

52
325
82
459

429
-159
269
36
233

262
-149
113
14
99

324
-142
182
26
156

249
-132
117
16
101

241
-123
118
16
102

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die Entwicklung der Umsatzerlöse in 2015 wird durch den Brandschaden im März 2015
negativ beeinflusst werden. Mit entsprechenden Versicherungsleistungen sind jedoch
keine negativen Auswirkungen auf das Jahresergebnis zu erwarten.
c)

Kapitalzuführungen und –entnahmen

Das Kommanditkapital blieb im Berichtsjahr unverändert.
d)

Personalentwicklung

Die ASF Solar GmbH & Co. KG beschäftigte im Berichtsjahr kein eigenes Personal.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010

Vermögens- / Finanzkennzahlen

Eigenkapitalquote

2012

2013

2014

%

16,3

18,2

22,7

22,2

23,7

%

-3,6
-1,0
1,1
2

-1,2
-0,2
0,7
72

33,6
19,6
7,1
571

17,4
9,1
4,7
426

23,3
14,0
5,9
504

Ertragskennzahlen

Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow

2011

%
%
T€

Beteiligungsbericht 2015 - ASF Solar GmbH & Co. KG -

1.12 Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar Verwaltungs-GmbH
1.12.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung als persönlich haftende und geschäftsführende Gesellschafterin an der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar GmbH & Co. KG
1.12.2 Beteiligungsverhältnisse
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH
badenova AG & Co. KG

51 %
49 %

1.12.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 1.13.2)

b)

Geschäftsführung

Michael Broglin
Der Geschäftsführer erhält von der Gesellschaft keine Bezüge.
1.12.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen.
1.12.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Gesellschaft entfaltet keine eigene Geschäftstätigkeit. Ihre Aufgabe beschränkt sich
auf die Funktion als persönlich haftende Gesellschafterin der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg Solar GmbH & Co. KG (siehe Abschnitt 1.11.5).
1.12.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ
AKTIVA
Umlaufvermögen
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Summe

2010

2011

T€

2012

T€

2013

T€

2014

T€

T€

27
27

29
29

30
30

32
32

34
34

26
1
27

27
2
29

28
2
30

29
3
32

31
3
34

Beteiligungsbericht 2015 - ASF Solar Verwaltungs-GmbH -

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

T€

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Jahresergebnis

b)

2012

2013
6

T€

2014
5

2015
Plan

T€

5

T€

2016
Plan
5

T€

5

4
4

3
3

3
3

3
3

4
4

2
-1
1

2
-1
1

2
-1
1

2
-1
1

1
-1
0

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die Tätigkeit der ASF Solar Verwaltungs-GmbH ist auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin der ASF Solar GmbH & Co. KG beschränkt; es wird daher auf
die Ausführungen in Abschnitt 1.11.6 b) verwiesen.
c)

Kapitalzuführungen und –entnahmen

Das Stammkapital blieb im Berichtsjahr unverändert.
d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Tätigkeit der ASF Solar Verwaltungs-GmbH ist auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin der ASF Solar GmbH & Co. KG beschränkt; es wird daher auf
den Ausweis von Kennzahlen verzichtet.

Beteiligungsbericht 2015 - ASF Solar Verwaltungs-GmbH -

1.13 Gesellschaft Abfallwirtschaft Breisgau mbH
1.13.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens sind abfallwirtschaftliche Tätigkeiten, insbesondere der
Restabfallentsorgung, Energieverwertung aus Abfall im Bereich des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald (LKBH), des Zweckverbands Abfallbehandlung Kahlenberg (ZAK)
und der Stadt Freiburg i. Br.. Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke
im Sinne der Gemeindeordnung Baden-Württemberg.
1.13.2 Beteiligungsverhältnisse
Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Stadt Freiburg i.Br.
ZV Abfallbehandlung Kahlenberg
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH
Gemeinde Eschbach
Gemeinde Hartheim am Rhein
Stadt Heitersheim
Stadt Bad Krozingen
Stadt Neuenburg am Rhein
Gemeinde Ballrechten-Dottingen

50,15 %
25,11 %
20,10 %
2,70 %
0,33 %
0,33 %
0,33 %
0,33 %
0,33 %
0,33 %

1.13.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 1.13.2)

b)

Geschäftsführung (Stand 31.12.2014)

Sven Rüdiger Kunz
Angaben über die gewährten Gesamtbezüge unterbleiben gemäss § 286 Abs. 4 HGB.
c)

Aufsichtsrat (Stand 31.12.2013)

Dorothea Störr-Ritter
Dr. Dieter Salomon
Hanno Hurth
Frank Scherer
Dr. Reinhard Bentler
Kathrin Schönberger
Wolfgang Mössner
Harald Kraus
Regina Stork
Thomas Breig
Albert ter Wolbeek
Peter Lob
Franz-Josef Winterhalter
Peter Meybrunn
Reiner Zimmermann
Rudolf Schuler
Hans Gerwig
Klaus Wiesler

Landrätin, Vorsitzende
Oberbürgermeister, stellvertretender Vorsitzender
Landrat, stellvertretender Vorsitzender
Landrat
Bürgermeister
Bürgermeisterin
Kreisrat
Bürgermeister
Kreisrätin (bis Juli 2014)
Bürgermeister (ab August 2014)
Kreisrat (bis Juli 2014)
Kreisrat (ab August 2014)
Bürgermeister a.D. (bis Juli 2014)
Kreisrat (ab August 2014)
Kreisrat (bis Juli 2014)
Bürgermeister (ab August 2014)
Kreisrat (bis Juli 2014)
Kreisrat (ab August 2014)

Beteiligungsbericht 2015 - GAB -

Gerda Stuchlik
Lioba Grammelspacher
Gerhard Frey
Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Eßmann
Ernst Lavori
Bernhard Schätzle
Karl-Heinz Beck
Willy Kehrt
Klaus-Peter Mungenast
Christian Ringwald

Bürgermeisterin
Stadträtin (bis Juli 2014)
Stadtrat (ab August 2014)
Stadtrat (bis Juli 2014)
Stadtrat (ab August 2014)
Stadtrat
Bürgermeister a.D. (bis Juli 2014)
Kreisrat (ab August 2014)
Bürgermeister a.D. (bis Juli 2014)
Kreisrat (ab August 2014)

Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten 2014 Aufsichtsratsvergütungen von 1.833,05 €.
Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i.V.m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister und Bürgermeisterin / Bürgermeister bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen
6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt
über § 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderätinnen und Gemeinderäte.
Der Frauenanteil im Aufsichtsrat lag im Berichtsjahr bei 15,8 %.
1.13.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft hält 9,6 % am gezeichneten Kapital der TREA Breisgau Energieverwertung GmbH, Eschbach.
1.13.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
In 2014 ergaben sich für GAB im Wesentlichen folgende Aufgabenschwerpunkte:
•

Überwachung der Vorgaben des Entsorgungsvertrages, der bau- und immissionsschutzrechtlichen Genehmigung sowie des Regelbetriebes der TREA Breisgau.

•

Koordination und Abwicklung der Abfallanlieferungen im Rahmen der Aufträge der
öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger.

•

Abrechnung der Abfallanlieferungen sowie der Entsorgungsleistungen mit der MVA
TREA Breisgau GmbH & Co. KG gemäß Entsorgungsvertrag und 4er-Vereinbarung
bzw. den öffentlich -rechtlichen Entsorgungsträgern gemäß den jeweiligen Aufträgen.

•

Umsetzung der Abfallanlieferungen per Bahn aus dem GAB-Gebiet und Rastatt/Baden-Baden sowie die Abrechnung der Transportleistung mit den Beteiligten.

•

Öffentlichkeitsarbeit zum Erhalt der Akzeptanz der TREA in der Bevölkerung.

•

Vorbereitung der Entscheidung der Gesellschafter über den Bahntransport der Abfälle ab 2017.

Die Erlöse in den einzelnen Sparten entwickelten sich wie folgt:

Erlöse gem. Entsorgungsvertrag (§14 Abs.4)
Logistik- und Transportleistungen
Sonstige Erlöse
Gesamterlöse

2010

2011

2012

T€

T€

T€

8.951
1.922
171
11.044

8.923
1.942
160
11.025

Beteiligungsbericht 2015 - GAB -

8.548
1.926
151
10.625

2013

2014

8.335
1.968
143
10.446

8.112
1.969
137
10.218

T€

T€

1.13.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010
T€

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Summe

1.474
725
2.199

1.444
581
2.025

1.402
617
2.019

1.359
426
1.785

1.317
484
1.801

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Fremdkaptital
Summe

528
59
1.612
2.199

488
19
1.518
2.025

513
13
1.492
2.019

441
14
1.330
1.785

457
14
1.330
1.801

2016
Plan
T€
10.700
8
10.708

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2012

2013

2014

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
10.625
8
10.633

T€
10.446
7
10.453

T€
10.218
7
10.225

2015
Plan
T€
10.233
7
10.240

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

10.357
13
43
143
10.556

10.187
13
42
132
10.374

9.952
13
42
158
10.165

9.967
14
42
174
10.197

10.434
14
42
177
10.667

77
-41

79
-39

60
-37

43
-35

41
-33

36
11
25

40
12
28

23
7
16

8
3
5

8
3
5

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Jahresüberschuss

b)
Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick
Das Unternehmen erzielte 2014 hauptsächlich Umsatzerlöse aus den von den öffentlichrechtlichen Entsorgungsträgern erhobenen Entgelten für die Abfallbehandlung in der
TREA bzw. für den Bahntransport sowie für Logistikleistungen für Dritte. Der Rückgang
der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 228 T€ ist hauptsächlich auf geringere
Abfallmengen und geringeres Entsorgungsentgelt zurückzuführen. Vertriebsaktivitäten
für Logistikleistungen für Dritte waren in 2014 nicht erfolgreich. Die Aufwendungen für
bezogene Leistungen für die Abfallbehandlung an die MVA TREA Breisgau und für die
Abwicklung des Bahntransports sind entsprechend dem Abfall- bzw. Bahntransportmengenrückgang (rd. 1.300 t bzw. 2.700 t) geringer. Die wirtschaftliche Lage der GAB ist
aufgrund der ausgewogenen, langfristigen vertraglichen Beziehungen zu den Partnern
weiterhin sehr solide. Aufgrund der ausgewogenen Verträge mit den öffentlichrechtlichen Auftraggebern sind die Erlöse und damit die Chancen auf künftige Umsätze
der GAB langfristig gesichert. Preisänderungs-, Ausfall- oder Liquiditätsrisiken der GAB
sind unter diesen Voraussetzungen für die Laufzeit der Verträge als sehr gering anzusehen. Ein gewisses Auslastungsrisiko liegt auf der für einen Zeitraum von 20 Jahren angepachteten „Solargleis-Anlage“. Die GAB bemüht sich weiterhin, z.B. durch UnterverBeteiligungsbericht 2015 - GAB -

mietung oder das Angebot von Logistikleistungen, Erlöse zu erzielen, um den Betrieb der
Anlage wirtschaftlicher zu machen.
Die Verträge über den Bahntransport der Abfälle enden zum 31.12.2016 und räumen der
GAB eine einseitige Verlängerungsoption bis zum 31.12.2019 ein. In der Sitzung des
Aufsichtsrates bzw. der Gesellschafterversammlung am 16.04.2014 wurde entschieden,
die Verlängerungsoption wahrzunehmen, weshalb der Bahntransport der Abfälle auf Basis der bestehenden Verträge bis zum 31.12.2019 erfolgen werden.
c)
Kapitalzuführungen und -entnahmen
Das gezeichnete Kapital blieb im Jahr 2014 unverändert.
d)

Personalentwicklung

In 2014 waren drei geringfügig Beschäftigte für die GAB tätig. Weitere Personalleistungen wurden gegen Kostenerstattung von der Abfallwirtschaft LKBH (ALB) bezogen.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen*
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow

2011

2012

2013

2014

%
%
%
T€

67,03
>100
24,0
-51

71,3
>100
24,1
-30

69,4
97,1
25,4
-42

76,1
96,2
24,7
-42

73,1
97,0
25,4
-42

%
%
%

0,4
8,1
4,9
86

0,5
12,3
5,3
103

0,2
4,9
3,3
68

0,4
6,3
4,4
70

0,2
3,4
3,4
58

T€

Beteiligungsbericht 2015 - GAB -

2

Wohn- und Baubereich

2.1

Freiburger Stadtbau GmbH

2.1.1 Gegenstand des Unternehmens
Zum Gegenstand des Unternehmens gehören folgende Aufgaben:
• Errichtung, Verwaltung und Verwertung von Bauwerken, insbesondere von Wohnungen, sowie die Vornahme und Ausführung aller damit zusammenhängenden Geschäfte
und Handlungen.
• Beteiligung an der Freiburger Kommunalbauten GmbH, die geschäftsführende Gesellschafterin der Freiburger Kommunalbauten GmbH Baugesellschaft & Co. KG ist, sowie
der Betrieb und Verwaltung der von dieser KG erstellten oder anderer baulicher Anlagen und Geschäftsbesorgungen für diese beiden Gesellschaften.
• Die Gesellschaft fördert und betreibt die städtebauliche Erneuerung und Entwicklung
als Sanierungs- oder Entwicklungsträger gemäß den maßgeblichen Vorschriften des
Baugesetzbuches.
• Beteiligung an der Regio Bäder GmbH sowie Geschäftsbesorgungen für Betriebe des
Bäderwesens.
• Beteiligung an der Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG und Gesellschafterleistungen für diese.
• Beteiligung an der Green City Hotel Vauban GmbH
2.1.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadt Freiburg i. Br.

100 %

2.1.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 2.1.2)

b)

Geschäftsführung

Ralf Klausmann
Herr Klausmann erhielt für die Geschäftsführung aller Gesellschaften im Verbund der
Freiburger Stadtbau GmbH (FSB, FKB, FSI und Regio Bäder) im Berichtsjahr 2014 eine
Gesamtvergütung von 222 T€*
* In diesem Betrag sind die Grundvergütung, die variable Vergütung (sofern vereinbart), über den gesetzlichen Rahmen hinausgehende Leistungen für Altersvorsorge (sofern vereinbart) und sonstige Leistungen
(Sachbezüge, geldwerte Vorteile u.a.) enthalten.

c)

Aufsichtsrat (Stand 31.12.2014)

Vorsitzender:
Stellv. Vorsitzender:

Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg
Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg,
Prof. Dr. Martin Haag, Bürgermeister Stadt Freiburg

Stadträte/innen:

Horst Bergamelli (bis 15.09.2014), Berthold Bock, Dr. Ellen
Breckwoldt (bis 15.09.2014), Anke Dallmann (ab 15.09.2014),
Patrick Evers (ab 15.09.2014), Pia Federer, Gerhard Frey,
Beteiligungsbericht 2015 - FSB GmbH -

Eckart Friebis, Hendrijk Guzzoni, Wendelin von Kageneck,
Hertha König (bis 15.09.2014), Martin Kotterer, Walter Krögner, Coineach McCabe (ab 15.09.2014), Margot Queitsch,
Karin Seebacher (ab 15.09.2014), Manfred Stather (bis
15.09.2014), Helmut Thoma, Maria Viethen (bis 15.09.2014),
Irene Vogel, Dr. Wolf-Dieter Winkler (ab 15.09.2014)
ArbeitnehmerVertreter/innen:

Stefanie Fleer, Marcus Kleint, Sandra Wartenberg
Volker Hug, Mieterbeiratsvorsitzender (bis 11.04.2014), Ralf
Müller, Mieterbeiratsvorsitzender (ab 30.04.2014).

Weitere:

Im Berichtsjahr 2014 erhielt der Aufsichtsrat Vergütungen und Sitzungsgelder in Höhe
von 14 T€. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde:

Vorsitzender
Stellv. Vorsitzender
Mitglied
Beratendes Mitglied

AR

---------

Grundvergütung (€)
PrA

---------

BA

---------

FWBA

---------

Vergütung pro Sitzung (€) Sonstige Vergütungen (€)
AR

210
210
210
210

PrA

160
160
160
160

BA

110
110
110
110

FWBA

110
110
110
110

AR

---------

PrA

---------

BA

---------

AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss / BA = Bauausschuss/ FWBA = Finanz-, Wirtschafts- und Bäderausschuss

FWBA

---------

Gemäß § 64 Abs. 3 Beamtengesetz i.V.m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung
haben Oberbürgermeister und Bürgermeisterin / Bürgermeister bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro
Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt über § 32
Abs. 5 GemO auch für Gemeinderätinnen und Gemeinderäte.
Im Berichtsjahr lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 30,4 %.
2.1.4 Beteiligungen des Unternehmens
Regio Bäder GmbH
Freiburg Stadtimmobilien GmbH & Co. KG
Freiburger Kommunalbauten GmbH
Green City Hotel Vauban gGmbH

100 %
100 %
80 %
33,3 %

2.1.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Geschäftsentwicklung der Freiburger Stadtbau GmbH wurde im Wesentlichen durch
die Schwerpunkte Mietwohnungsbewirtschaftung und Bauträgertätigkeit geprägt. Die
Versorgung der Bevölkerung mit preiswertem Wohnraum steht unverändert im Zentrum
der Geschäftstätigkeit. Als kommunales Unternehmen übernimmt die Freiburger Stadtbau GmbH damit auch eine wichtige soziale Aufgabe als verlässlicher Partner bei der
Lösung wohnungspolitischer Problem- und Fragestellungen in der Stadt Freiburg. Die
wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens in den einzelnen Sparten:

Beteiligungsbericht 2015 - FSB GmbH -

Wohnungsbewirtschaftung:
Bewirtschaftete Wohnungen
davon im eigenen Bestand
davon öffentlich gefördert
davon WE der FSI GmbH & Co. KG
Angemietete Wohnungen
Mietverwaltete Wohnungen
Verwaltungsbetreuung (nach WEG)
- Wohnungen
- Gewerbeeinheiten
- Garagen

2010
9.766
7.987
2.314
--272
141

2011
10.142
8.056
2.543
--270
499

2012
9.776
8.130
2.490
--268
43

2013
10.836
8.167
2.532
942
270
3

2014
10.970
8.222
2.715
936
267
44

1.366
36
1.566

1.317
34
1.549

1.335
28
1.638

1.457
33
1.750

1.501
33
1.794

2010
10.611
9.729
20.340

2011
8.452
11.449
22.148

2012
12.930
8.775
21.705

2013
5.235
10.314
15.549

2014
6.300
8.304
14.604

2010

2011

2012

2013

2014

Instandhaltung / Modernisierung (in T€):
Modernisierungen (ohne Zuschüsse)
Instandhaltungen / Instandsetzungen
Gesamt
Neubau- und Bauträgertätigkeit:
Fertigstellung Neubaumaßnahmen
- Wohnungen
- Gewerbeeinheiten
Bauträgertätigkeit (Übergabe)
- Reihenhäuser
- Eigentumswohnungen
- Gewerbeeinheit

147
0

139
16

125
7

48
2

72
1

18
0
1

3
0
0

0
33
0

5
50
0

12
25
3

Wohnungswirtschaftliche Kennzahlen
2010
2011
2012
2013
2014
Fluktuationsrate
%
8,7
8,8
6,3
6,1
6,3
Leerstandsquote*
%
0,6
0,5
0,3
0,0
0,15
* Berechnung der Kennzahl auf Basis des sofort vermietbaren Leerstands (ohne sanierungsbedingten Leerstand).
Folgende Diagramme verdeutlichen ebenfalls die Entwicklung der wohnungswirtschaftlichen Tätigkeit des Unternehmens:
8.500
8.400
8.300
8.200
8.100
8.000

2.600
2.400
2.200
2.000
1.800
1.600
1.400
1.200
1.000

Investitionen in Bestand incl. Instandhaltungen
preis-, belegungsgebundene WE

Wohnungsbetand Gesamt

Wohnungsbestand FSB 2010 - 2014

2010
2011
2012
2013
2014
Wohnungsbestand gesamt
preis-, belegungsgebundene WE

(in T€)

60.000
50.000
40.000
30.000
20.000
10.000
0
2010

Beteiligungsbericht 2015 - FSB GmbH -

2011

2012

2013

2014

Weiterhin erbrachte die Gesellschaft allgemeine Verwaltungsleistungen für die FKB
GmbH & Co. KG, die FKB GmbH, die FSI GmbH & Co. KG, die FSI GmbH und für die
Regio Bäder GmbH. Darüber hinaus besteht seit dem Jahr 2008 mit der Regio Bäder
GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag; für das Wirtschaftsjahr 2014 konnte damit ein
Jahresüberschuss von 142 T€ vereinnahmt werden (Vorjahr: 143 T€).
2.1.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010

2011

2012

2013

2014

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

291.480
26.286
1.063
318.829

314.269
39.185
1.036
354.490

339.604
47.633
830
388.067

346.718
49.077
659
396.454

358.104
51.047
697
409.848

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

103.881
17.990
196.957
1
318.829

107.224
20.316
226.950
0
354.490

109.057
20.007
259.003
0
388.067

111.393
21.676
263.385
0
396.454

124.649
21.608
263.591
0
409.848

2012

2013

2014

T€

T€

T€

2015
Plan

2016
Plan

T€

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

T€

T€

T€

T€

T€

T€

Umsatzerlöse
Bestandsveränderung
Andere aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

61.818
7.841
531
1.492
71.682

75.346
2.004
379
2.760
80.489

74.625
-786
311
3.191
77.341

88.351
-9.163
0
2.490
81.678

68.580
11.448
0
2.550
82.577

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

39.716
8.026
9.482
3.236
60.460

45.574
8.648
10.537
4.211
68.970

39.354
9.141
10.321
4.483
63.299

41.859
9.183
10.553
3.249
64.844

44.475
9.844
11.136
3.429
68.884

Betriebsergebnis
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen
Finanzergebnis

11.222
150
-7.465

11.519
143
-7.406

14.043
142
-7.000

16.834
145
-8.125

13.693
145
-7.360

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Außerordentliches Ergebnis
Steuern aus Einkommen/Ertrag und sonstige

3.907
-101
1.973

4.256
-102
1.818

7.185
-101
1.828

8.854
-100
1.824

6.477
-100
1.846

Jahresüberschuss

1.833

2.336

5.256

6.930

4.531

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die Geschäftsentwicklung wurde abermals im Wesentlichen durch die Schwerpunkte
Mietwohnungsbewirtschaftung und Bauträgertätigkeit geprägt. Die Freiburger Stadtbau
GmbH bewirtschaftete 2014 insgesamt 10.970 Wohnungen, davon 8.222 im Eigenbestand, 936 Wohnungen in der Verwaltung für die FSI GmbH & Co. KG, 267 Wohnungen
als Generalmieter sowie 1.501 Wohnungen in der WEG-Verwaltung für Dritte und 44

Beteiligungsbericht 2015 - FSB GmbH -

Wohnungen in der Mietverwaltung für Dritte. Das Unternehmen konnte 2014 für den eigenen Bestand 72 Wohnungen fertigstellen; weitere 73 Wohnungen befanden sich zum
Bilanzstichtag im Bau.
Das 2002 entwickelte Portfolio-Szenario wurde in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat
2007 fortgeschrieben mit dem Ziel, rund 3.000 Wohnungen innerhalb von 12 Jahren mit
einem Investitionsvolumen von 105 Mio. € zu modernisieren. Ein Schwerpunkt dieser
Aufgabe liegt mit 1.212 Wohnungen in Weingarten-West. Seit dem Start des Programms
wurden bereits 1.800 Wohnungen entsprechend den Programmzielen entwickelt mit
Schwerpunkt auf energetische Sanierungsmaßnahmen.
In 2014 wurden für Modernisierungen 6.300 T€ (ohne Zuschüsse) und für Instandhaltungen 8.304 T€ aufgewendet. Kündigungen und Mieterwechsel haben im Berichtszeitraum
um 25 auf 536 zugenommen. Die Leerstände „sofort vermietbarer Wohnungen“ erhöhten
sich in 2014 von 2 auf 14 Wohnungen, dies entspricht einer Quote von 0,15 %.
Im Geschäftsbereich Bauträgertätigkeit wurden 37 Eigentumswohnungen sowie Reihenhäuser an Käufer übergeben. Zum Bilanzstichtag befanden sich weitere 66 Eigentumswohnungen und Reihenhäuser sowie 2 Gewerbeeinheiten im Bau. Auch zukünftig werden Reihenhausprogramme in energetisch günstiger Bauweise in Kooperation mit der
Stadt Freiburg aufgelegt, um auch einkommensschwächeren Familien mit Kindern die
Bildung von Wohneigentum zu ermöglichen.
Risikomanagement
Das Unternehmen verfügt über ein Risikofrüherkennungssystem, um bestandsgefährdende und entwicklungsbeeinträchtigende Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Im
Geschäftsfeld Vermietung bestehen Hauptrisiken für die FSB darin, dass trotz positiver
Nachfragesituation der Wohnungsbestand den zeitgemäßen Wohnungsbedürfnissen
nicht entspricht und deshalb nachhaltig nicht oder nur schwer zu vermieten ist. Mit dem
oben genannten Sanierungsprogramm - insbesondere mit energetischen Maßnahmen kann dieser Entwicklung entgegen gewirkt werden.
Darüber hinaus stellt die Veränderung der Kreditmarktkonditionen ein weiteres Risiko
aufgrund des hohen Fremdkapitaleinsatzes für die FSB dar. Durch die Streuung der
Zinsbindungsfristen wurde dieses Risiko minimiert.
Im Bauträgergeschäft sind die Abverkaufszeiten aufgrund von Nachfrageänderungen
sowie die Überschreitung von geplanten Kosten und Bauzeiten die wesentlichen Risiken.
Dem wird durch eine sorgfältige Auswahl der Projekte und der Projektstandorte gegengesteuert.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Berichtsjahr wurden die Kapitalrücklage mit einer Einzahlung des Gesellschafters um
8,0 Mio. € und die Gewinnrücklagen um 2,1 Mio. € erhöht.

Beteiligungsbericht 2015 - FSB GmbH -

d)

Personalentwicklung (Jahresdurchschnitt)
2012 2013

Beamt(e) /innen
Beschäftigte
Zwischensumme
Aushilfen
Auszubildende
Mitarbeiter/-innen ohne Entgeltzahlg
Arbeitnehmer/innen Gesamt
Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte

0
138
138
0
14
10
162

Gesamt
0
147
147
0
6
5
158
124
34

2015 2016
Plan Plan

M
0
83
83
0
3
2
88
84
4

1

davon Führungspersonal

e)

0
144
144
0
10
8
162

2014

0

w
0
64
64
0
3
3
70
40
30

0
155
155
0
6
0
161

0
150
150
0
6
0
156

1

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- / Finanzkennzahlen

Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow
Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Vollzeitkraft

2010

2011

2012

%
%
%
T€

91,4
99,3
32,6
27.769

88,7
102,7
30,2
20.457

87,5
102,8
28,1
24.231

87,5
102,0
28,1
7.111

87,4
106,7
30,4
11.386

%
%
%
T€

3,7
2,0
2,6
9.973

5,1
3,1
2,8
12.805

2,6
1,7
2,4
11.237

2,9
2,1
2,5
12.373

6,8
4,2
3,0
16.058

T€
T€

402
56

454
56

502
56

571
61

542
64

Beteiligungsbericht 2015 - FSB GmbH -

2013

2014

2.2

Freiburg Stadtimmobilien GmbH & Co. KG

2.2.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung, Verwaltung und Verwertung von
Bauwerken, insbesondere von Wohnungen, sowie die Vornahme und Ausführung aller
damit zusammenhängender Geschäfte und Handlungen.
2.2.2 Beteiligungsverhältnisse
Komplementärin
Kommanditistin:

FSI Verwaltungs GmbH (ohne Einlage)
Freiburger Stadtbau GmbH (mit einer Einlage von 100.000 €)

2.2.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 2.2.2)

b)

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung bestimmt ist die persönlich haftende Gesellschafterin (ohne Einlage), die Freiburger Stadtimmobilien GmbH, vertreten durch Herrn Ralf Klausmann. Zu
den Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird auf die Ausführungen
unter Kapitel 2.1.3 b) verwiesen.
c)

Überwachungsorgan

Als Überwachungsorgan fungiert der Aufsichtsrat der FSB GmbH (vgl. Abschnitt 2.1.3 c).
2.2.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die FSI GmbH & Co. KG war im Berichtsjahr an keinem anderen Unternehmen beteiligt.
2.2.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Gesellschaft ist in den Sparten Wohnungsverwaltung und Instandhaltung tätig. Den
Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks zeigt nachfolgende Tabelle:
Anzahl Wohnungen
Instandhaltung (T€)

2013
942
2.266

2014
936
1.338

2.2.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012

2013

2014

T€

T€

T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Summe

338
118
456

55.321
4.587
59.908

55.036
4.901
59.937

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

98
0
358
456

942
1.686
57.281
59.908

1.971
1.763
56.203
59.937

Beteiligungsbericht 2015 -FSI GmbH & Co. KG -

Gewinn- und Verlustrechnung

2012

2013

T€

T€

2014

2015
Plan

2016
Plan

T€

T€

Umsatzerlöse
Bestandsveränderungen
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge Gesamt

0
0
0
0

4.228
724
71
5.023

4.854
-110
314
5.058

5.590
0
0
5.590

4.971
-110
50
4.911

Materialaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen Gesamt

0
0
2
2

2.889
411
126
3.426

1.958
415
68
2.441

2.940
428
51
3.419

2.095
440
71
2.606

-2
0
-2
0
-2

1.597
-638
959
117
842

2.617
-1.471
1.146
117
1.029

2.171
-1.476
695
117
578

2.305
-1.442
863
117
746

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Sonstige Steuern
Jahresergebnis

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens wurde durch die Mietwohnungsbewirtschaftung von 936 im Jahr 2013 von der Stadt erworbenen Wohnungen geprägt. Mit
einer Portfoliountersuchung sollen Maßnahmen aufgezeigt werden, den Bestand zu erhalten und weiterzuentwickeln mit Schwerpunkt auf energetische Maßnahmen. In 2014
wurden für Instandhaltungen und Instandsetzungen 1.338 T€ aufgewendet. Mit 57 Kündigungen und 62 Wiedervermietungen war eine Fluktuation von 6,6 % verbunden. Der
Jahresüberschuss von 1.029 T€ wird durch die Hausbewirtschaftung und das Finanzergebnis geprägt.
c)
Kapitalzuführungen und – entnahmen
Die Kommanditeinlage hat sich im Berichtsjahr nicht verändert.
d)
Personalentwicklung
Die Gesellschaft beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter. Die entsprechenden Dienstleistungen erbringt die Freiburger Stadtbau GmbH gegen Kostenersatz.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2013

Vermögens- / Finanzkennzahlen

Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow

%
%
%
T€
%
%
%
T€

2014

92,3
102,7
1,6
54.983

91,8
104,8
3,3
-285

19,9
89,4
2,5
1.260

21,2
52,2
4,2
1.444

Beteiligungsbericht 2015 - FSI GmbH & Co. KG-

2.3

Freiburger Stadtimmobilien Verwaltungs GmbH

2.3.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung, Verwaltung und Verwertung von
Bauwerken, insbesondere von Wohnungen, sowie die Vornahme und Ausführung aller
damit zusammenhängender Geschäfte und Handlungen. Hierzu zählt insbesondere die
Beteiligung als persönlich haftende geschäftführende Gesellschafterin der Freiburger
Stadtimmobilien GmbH & Co. KG.
2.3.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadt Freiburg i.Br.

100 %

2.3.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 2.3.2)

b)

Geschäftsführung

Ralf Klausmann
Zu den Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird auf die Ausführungen unter Kapitel 2.1.3 b) verwiesen.
c)

Überwachungsorgan

Als Überwachungsorgan für die Gesellschaft fungiert der Aufsichtsrat der Freiburger
Stadtbau GmbH (siehe Abschnitt 2.1.3 c).
2.3.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft ist als geschäftsführende Gesellschafterin ohne Kapitalanteile an der
FSI GmbH & Co. KG beteiligt.
2.3.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Nach dem Gesellschaftsvertrag obliegt der GmbH die Geschäftsführung der FSI GmbH
& Co. KG. Die FSI GmbH erhält für die Übernahme der persönlichen Haftung eine jährliche Vergütung von 2 % ihres Reinvermögens nach dem Stande vom Beginn des Geschäftsjahres. Der Geschäftsverlauf hängt ausschließlich von der KG ab.

Beteiligungsbericht 2015 -FSI GmbH -

2.3.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012

2013

T€

2014

T€

T€

AKTIVA
Umlaufvermögen
Summe

26
26

27
27

30
30

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

25
0
1
26

25
1
1
27

25
5
0
30

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2012

2013

2014

2015
Plan

2016
Plan

T€

T€

T€

T€

T€

Betriebliche Erträge

0

4

7

4

7

Personalaufwand
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

0
1
1

0
3
3

0
6
6

0
3
3

0
6
6

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern

-1
0
-1
0

1
0
1
0

1
0
1
0

1
0
1
0

1
0
1
0

Jahresergebnis

-1

1

1

1

1

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Aufgrund der bestehenden Gesellschaftsverträge ist die FSI GmbH nicht an den Gewinnen und Verlusten der Freiburger Stadtimmobilien GmbH & Co. KG beteiligt. Die Haftungsentschädigung richtet sich nach der Höhe des Haftkapitals. Risiken aus der Haftungsübernahme sind nicht zu erwarten.
c)

Kapitalzuführungen und - entnahmen

Das gezeichnete Kapital blieb im Jahr 2014 unverändert.
d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Da sich die Tätigkeit der FSI Verwaltungs GmbH auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin bei der FSI GmbH & Co. KG beschränkt, wird auf den Ausweis von
Kennzahlen verzichtet. Es wird auf die Darstellung der entsprechenden Kennzahlen der
FSI GmbH & Co. KG in Abschnitt 2.2.6 e) verwiesen.

Beteiligungsbericht 2015 - FSI GmbH -

2.4

Freiburger Kommunalbauten GmbH Baugesellschaft & Co. KG

2.4.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb von Grundstücken aller Art, sowie die
Errichtung, Verwaltung oder Verwertung von Bauwerken, soweit dies den kommunalen
Aufgaben der Stadt Freiburg i. Br. dienlich ist, sowie die Vornahme und Ausführung aller
damit zusammenhängenden Geschäfte oder Handlungen, soweit sie zur Erreichung des
Gesellschaftszweckes als dienlich erscheinen.
2.4.2 Beteiligungsverhältnisse
•
•
•

die Freiburger Kommunalbauten GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin ohne Einlageverpflichtung,
die Stadt Freiburg als Kommanditistin mit einer Einlage (haftendes Kapital) von
24.057.600 € (94 %),
die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau als Kommanditistin mit einer Einlage
(haftendes Kapital) von 1.533.875,64 € (6 %).

2.4.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 2.2.2)

b)

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung bestimmt ist die persönlich haftende Gesellschafterin (ohne Einlage), die Freiburger Kommunalbauten GmbH, vertreten durch Herrn Ralf Klausmann. Zu
den Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird auf die Ausführungen
unter Kapitel 2.1.3 b) verwiesen.
c)

Überwachungsorgan

Als Überwachungsorgan fungiert der Aufsichtsrat der Freiburger Stadtbau GmbH (siehe
Abschnitt 2.1.3.c).
2.4.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die FKB GmbH & Co. KG war im Berichtsjahr an keinem anderen Unternehmen beteiligt.
2.4.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Gesellschaft ist im Wesentlichen in folgenden Geschäftsbereichen tätig:
•
•
•
•

Errichtung und Betrieb von öffentlichen Parkhäusern/Quartiersgaragen
Betrieb des Keidel Mineral-Thermalbades in Freiburg
Verpachtung des Konzerthauses Freiburg und anderer selbst errichteter Immobilien
Realisierung infrastruktureller kommunaler Bauprojekte

Die Aufgabe der Gesellschaft besteht darin, die kommunale Entwicklungspolitik durch
damit in Einklang stehende Baumaßnahmen und Betriebe zu unterstützen. Das UnterBeteiligungsbericht 2015 -FKB GmbH & Co. KG -

nehmen ist durch ein umfangreiches und weitgestreutes Anlagevermögen gekennzeichnet. Zwischen der Stadt Freiburg und der FKB GmbH & Co. KG bestehen eine Vielzahl
von Pacht-, Miet- und Betriebsführungsverträgen.
Aus den Geschäftsbereichen „Parken“ und „Baden“ verdeutlichen die beiden folgenden
Diagramme beispielhaft die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens:

Anzahl Kurzparker

Tsd.

1.600

Tsd.

Besucher Keidel Mineral-Thermalbad

600

433

489

1.100

472

300

2013

2014

200

1.194

1.200

400
389

1.300

500

364

1.507
1.361

1.400

1.481

1.486

1.500

100
0

1.000
2010

2011

2012

2013

2010

2014

2011

2012

Der Anstieg der Anzahl Kurzparker ist im Wesentlichen auf die Mitte 2014 abgeschlossene Sanierung der Rotteckgarage zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die
Besucherzahl im Keidel Mineral Thermalbad deutlich gesteigert werden. Ausschlaggebend hierfür war der Besucheranstieg bei Bade- und Saunagästen.
2.4.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010

2011

2012

2013

2014

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

55.740
4.762
4
60.506

54.430
4.697
4
59.131

53.363
4.184
4
57.551

51.728
3.329
3
55.061

49.769
3.138
3
52.910

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Passive latente Steuern
Summe

22.703
472
35.445
873
1.013
60.506

21.552
591
35.219
861
907
59.131

18.378
408
37.411
846
508
57.551

18.485
302
34.649
830
795
55.061

20.184
391
30.347
820
1.168
52.910

T€

T€

Beteiligungsbericht 2015 - FKB GmbH & Co. KG -

T€

T€

T€

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2012

2015
Plan

2016
Plan

Umsatzerlöse
Bestandsveränderung
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

11.759
-35
417
12.141

13.369
-43
802
14.128

14.034
-70
304
14.268

13.597
-55
200
13.742

14.005
-282
275
13.998

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

7.196
2.228
2.173
2.282
13.879

4.438
2.428
2.271
2.119
11.256

2.925
3.118
2.229
2.196
10.468

2.880
2.838
2.227
2.200
10.145

6.433
2.834
2.275
1.668
13.210

Betriebsergebnis
Finanzergebnis

-1.738
-1.524

2.871
-1.470

3.800
-1.368

3.597
-1.406

788
-1.274

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und Ertrag ("-" = Erstattg.)
Sonstige Steuern

-3.262
-397
321

1.401
287
321

2.432
412
321

2.191
251
322

-486
426
322

Jahresergebnis

-3.186

793

1.699

1.617

-1.234

b)

T€

2013
T€

2014
T€

T€

T€

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die Entwicklung der FKB wurde wiederum maßgeblich durch die operativen Geschäftsbereiche Keidel Mineral Thermalbad und Parkhausbetriebe bestimmt. Ein weiterer bedeutender Unternehmensbereich lag in der Vermietung von selbsterrichteten Immobilien,
wie dem Konzerthaus Freiburg sowie anderen Wohn-und Gewerbeobjekten. Die FKB
schließt das Geschäftsjahr 2014 mit einem Jahresüberschuss von 1.699 T€ ab. Die Ergebnisverbesserung im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf die mittlerweile
abgeschossene Sanierung der Rotteckgarage zurück zu führen.
Auf Grund der zielgerichteten Unternehmenspolitik hat die FKB in den zurückliegenden
Jahren eine insgesamt positive wirtschaftliche Entwicklung genommen. Dies wird insbesondere am Keidel Mineral-Thermalbad deutlich, das in den zurückliegenden Jahren
vom Heilbad zu einem gesundheitsorientierten Freizeitbad neu positioniert wurde. Im
Vergleich zum Vorjahr konnten die Besucherzahlen deutlich gesteigert werden. Auch
das Parkierungsgeschäft ist stetigen Veränderungen unterworfen. Hier hat u.a. die Ausweitung des innerstädtischen Angebots an öffentlichen Stellplätzen zu einer breiteren
Verteilung der Gesamtnachfrage geführt.
Nach wie vor ist grundsätzlich festzustellen, dass sich in den beiden Kerngeschäften des
Unternehmens, dem Keidel Mineral-Thermalbad und den Parkhausbetrieben saisonale
und klimatische Einflüsse bemerkbar machen und sich positiv wie auch negativ auf die
Erlöse auswirken. Die Gesamtentwicklung der Gesellschaft ist aber als sehr positiv zu
beurteilen.
Risikomanagement
Ein Risikofrüherkennungssystem, mit dessen Hilfe bestandsgefährdende Risiken rechtzeitig erkannt werden können, ist im wesentlichen Teilen eingerichtet und wird weiter
ausgebaut. Die Ertragsrisiken des Unternehmens bestehen im Wesentlichen - wie bereits oben erwähnt - in einem veränderten Kundenverhalten sowie in Form von unvorhergesehen Instandhaltungsmaßnahmen. In der Sparte Vermietung von Gewerbeimmobilien bestehen Risiken bei Kündigungen von Mietverhältnissen, dass Anschlussmieter
nicht sofort bzw. zu niedrigeren Mietpreisen gefunden werden können.
Beteiligungsbericht 2015 -FKB GmbH & Co. KG -

Aufgrund der intensiven Wettbewerbssituation im regionalen Bäderbereich wurde für das
Keidel-Mineral-Thermalbad eine Konzeption 2000 Plus zur Fortführung der erfolgreichen
Entwicklung als gesundheitsorientiertes Freizeitbad entwickelt. Über einen Zeitraum von
mehreren Jahren sollen zur kontinuierlichen Attraktivitätssteigerung die Schwerpunkte
Baden, Saunen, Fitness und Wellness weiter ausgebaut werden. Der Schwerpunkt der
nächsten Jahre gilt der Reorganisation in allen Bereichen des Unternehmens und des
Unternehmensverbundes, um weitere deutliche Effizienzsteigerungen und Kostenreduzierungen zu erreichen.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Die Kapitalkonten des Komplementärs sowie der Kommanditisten verändern sich entsprechend der jeweils vorzunehmenden Ergebnisaufteilung.
d)

Personalentwicklung (Jahresdurchschnitt)
2012 2013

Beamt(e) /innen
Beschäftigte
Zwischensumme
Aushilfen
Auszubildende
Mitarbeiter/-innen ohne Entgeltzahlg.
Arbeitnehmer/innen Gesamt
Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte

0
60
60
6
0
4
70

2014

0
58
58
6
0
4
68

Gesamt

e)

m

0
68
68
7
0
5
80
29
51

davon Führungspersonal

2015 2016
Plan Plan

0
32
32
3
0
1
36
19
17

2

1

w

0
36
36
4
0
4
44
10
34

0
71
71
6
0
0
77

0
72
72
9
0
0
81

1

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- / Finanzkennzahlen

2010

2011

2012

2013

2014

Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen

%
%
%
T€

92,1
90,3
37,5
-2.001

92,1
92,7
36,4
-1.308

92,7
91,1
31,9
-1.733

93,9
91,6
33,6
-1.635

94,1
136,2
38,1
-1.959

Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow

%
%
%
T€

-5,9
-3,2
1,3
2.869

7,5
4,3
4,1
1.250

-30,6
-19,5
-3,6
-816

8,1
5,8
4,7
3.066

15,1
10,5
6,6
3.928

Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Vollzeitkraft

T€
T€

246
49

279
47

256
47

280
48

249
55

Beteiligungsbericht 2015 - FKB GmbH & Co. KG -

2.5 Freiburger Kommunalbauten GmbH
2.5.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung an der Firma Freiburger Kommunalbauten GmbH, Baugesellschaft & Co. KG als geschäftsführende Gesellschafterin ohne
Kapitalanteil sowie Betrieb und Verwaltung der von dieser KG erstellten oder anderer
baulichen Anlagen.
2.5.2 Beteiligungsverhältnisse
Freiburger Stadtbau GmbH
Stadt Freiburg i.Br.

80%
20%

2.5.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 2.4.2)

b)

Geschäftsführung

Ralf Klausmann
Zu den Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird auf die Ausführungen unter Kapitel 2.1.3 b) verwiesen.
c)

Überwachungsorgan

Als Überwachungsorgan für die Gesellschaft fungiert der Aufsichtsrat der Freiburger
Stadtbau GmbH (siehe Abschnitt 2.1.3 c).
2.5.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft ist als geschäftsführende Gesellschafterin ohne Kapitalanteil an der
FKB GmbH Baugesellschaft & Co. KG beteiligt.
2.5.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Nach dem Gesellschaftsvertrag obliegt der GmbH die Geschäftsführung der FKB GmbH
& Co. KG. Die FKB GmbH erhält für die Übernahme der persönlichen Haftung eine jährliche Vergütung von 5 % ihres Reinvermögens nach dem Stande vom Beginn des Geschäftsjahres. Am positiven Ergebnis der KG ist sie mit 2 % beteiligt.
Der Geschäftsverlauf hängt ausschließlich von der KG ab.

Beteiligungsbericht 2015- FKB GmbH -

2.5.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010

2011

T€

2012

T€

2013

T€

2014

T€

T€

AKTIVA
Umlaufvermögen
Summe

127
127

156
156

160
160

142
142

141
141

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

58
68
1
127

58
65
33
156

57
66
37
160

74
67
1
142

75
66
0
141

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2012

2013

2014

T€

T€

T€

Betriebliche Erträge*
Personalaufwand
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Außerordentliches Ergebnis
Steuern vom Einkommen/Ertrag ("-" = Erstattung)
Jahresergebnis

b)

0

0

2015
Plan
0

T€

2016
Plan
0

T€

0

5
108
113

5
88
93

4
75
79

5
93
98

5
81
86

-113
113
0
1
0

-93
110
17
1
0

-79
81
2
1
0

-98
112
15
-1
0

-86
88
2
-1
0

-1

16

1

14

1

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft wird durch die Geschäftsführungstätigkeit für
die FKB GmbH & Co. KG geprägt. Sie erhält für die Übernahme der Haftung eine Entschädigung und ist am Gewinn der Kommanditgesellschaft beteiligt.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Jahr 2014 gab es keine Kapitalzuführungen oder -entnahmen.
d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigt keine Mitarbeiter.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Da sich die Tätigkeit der FKB GmbH auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin bei der FKB GmbH & Co. KG beschränkt, wird auf die Ermittlung von Kennzahlen verzichtet. Es wird auf die Darstellung der entsprechenden Kennzahlen der FKB
GmbH & Co. KG in Abschnitt 2.4.6 e) verwiesen.

Beteiligungsbericht 2015- FKB GmbH -

2.6

Regio Bäder GmbH

2.6.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist das Führen, Betreiben, Verwalten und Entwickeln
und der Bau von Bädereinrichtungen und sonstigen Freizeiteinrichtungen samt Nebeneinrichtungen im Badebereich zum Zwecke der Erholung, des Sports und der Gesundheit, sowie aller damit zusammenhängenden Geschäfte oder Handlungen.
2.6.2 Beteiligungsverhältnisse
Freiburger Stadtbau GmbH

100%

2.6.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 2.4.2)

b)
Geschäftsführung
Ralf Klausmann
Zu den Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird auf die Ausführungen unter Kapitel 2.1.3 b) verwiesen.
2.6.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Regio Bäder GmbH hält keine Beteiligungen
2.6.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Zum 01.01.2006 hat die Regio Bäder GmbH die Betriebsführung der fünf Freiburger Hallen- und der drei Freizeitbäder übernommen. Es wurde jeweils ein zehnjähriger Betriebsführungsvertrag mit der Stadt Freiburg (Hallenbad Lehen bis 2008 und Freibäder bis
2009) sowie mit der Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH für die Hallenbäder (Hallenbad
Lehen ab 2009 und Freibäder ab 2010) für die kaufmännische und technische Betriebsführung geschlossen. Für diese Dienstleistungen erhält die Gesellschaft Betriebsführungsentgelte. Die Mitarbeiter der Stadt Freiburg wurden mittels Personalüberleitungsvertrag auf die Regio Bäder GmbH übergeleitet. Die wirtschaftliche Entwicklung der Bäder zeigt folgende Übersicht:
Besucherzahlen
Hallenbäder Gesamt
Freibäder Gesamt
Besucher Gesamt
Erlöse
Hallenbäder Gesamt
Freibäder Gesamt
Erlöse Gesamt

2010

2011

2012

2013

2014

478.640
417.688
896.328

511.582
369.568
881.150

513.727
401.279
915.006

527.620
434.615
962.235

507.704
333.066
840.770

1.314.842 1.659.340 1.741.306 1.803.738 1.826.424
683.991
721.640
760.264
892.913
682.384
1.998.833 2.380.980 2.501.570 2.696.651 2.508.808

Die Besucherzahlen und damit u.a. auch die Erlösentwicklung werden beeinflusst durch
Veränderungen im Kundenverhalten und für den Bereich der Freibäder insbesondere
durch Witterungsbedingungen. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten in allen städtischen Hallenbädern wird künftig eine Steigerung der Besucherzahlen erwartet. Nachfolgende Grafiken zeigen die bisherige Entwicklung:
Beteiligungsbericht 2015 Regio Bäder GmbH -

Badegastzahlen Hallen- und Freibäder (in Tsd.)

900

550

Erlöse Hallen- und Freibäder

(in Tsd. €)

1.800

850
Freibäder

450
400

800
750

350

700

300

650

250
2010

2012
2013
2011
Freibäder Hallenbäder

1.600

Hallenbäder

500

1.400
1.200

600

2014

1.000
2010

2011
2012
2013
Freibäder Hallenbäder

2014

2.6.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010
T€

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Summe

0
3.123
3.123

0
3.874
3.874

0
1.859
1.859

0
1.361
1.361

0
1.370
1.370

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

288
626
2.209
3.123

288
575
3.011
3.874

288
416
1.155
1.859

288
380
693
1.361

288
385
697
1.370

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

2012

2013

2014

T€

T€

T€

2.714
2.474
654
5.842

2.840
2.511
617
5.968

2.752
2.727
856
6.335

2.613
2.668
569
5.850

2.530
2.743
619
5.892

158
-3
155
-3
2
150
-150
0

151
-6
145
0
2
143
-143
0

144
0
144
0
2
142
-142
0

153
-6
147
0
2
145
-145
0

148
0
148
0
3
145
-145
0

5.783
217
6.000

Materialaufwand
Personalaufwand
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Außerordentliches Ergebnis
Steuern vom Einkommen/Ertrag und Sonstige
Jahresüberschuss vor Gewinnabführung
Ergebnisübernahme (gem. Ergebnisabführungsvertrag)
Jahresüberschuss

6.059
60
6.119

Beteiligungsbericht 2015- Regio Bäder GmbH -

6.038
442
6.480

2015
Plan
T€

5.995
8
6.003

2016
Plan
T€

6.027
13
6.040

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Der Geschäftsverlauf der Gesellschaft wird ausschließlich durch die Betriebsführung der
Hallen- und Freibäder in Freiburg bestimmt. Ab dem 01.01.2010 erhält die Regio Bäder
GmbH für die laufende Betriebsführung eine Kostenerstattung in Höhe der tatsächlich
angefallenen Aufwendungen sowie eine fixe Grundvergütung. Bei einer Ergebnisverbesserung gegenüber der Zielvorgabe im Wirtschaftsplan sieht der Betriebsführungsvertrag
eine Bonusregelung vor.
Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen auf Grund des langfristig abgeschlossenen Betriebsführungsvertrages mit der
Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH nicht. Ertragsrisiken aufgrund von verändertem Kundenverhalten mit dadurch bedingtem Rückgang der Besucherzahlen sind von der Auftraggeberin der Stadtwerke Freiburg GmbH zu tragen.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Das Eigenkapital blieb im Jahr 2014 unverändert.
d)

Personalentwicklung (Jahresdurchschnitt)
2012 2013

Beamt(e) /innen
Beschäftigte
Zwischensumme
Aushilfen
Auszubildende
Mitarbeiter/-innen ohne Entgeltzahlg
Arbeitnehmer/innen Gesamt
Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte

0
52
52
7
7
6
72

2014

0
46
46
7
7
4
64

Gesamt

0
54
54
9
7
1
71
66
5

davon Führungspersonal

e)

0

2015 2016
Plan Plan

m

0
31
31
3
4
1
39
36
3
0

w

0
23
23
6
3
0
32
30
2

0
49
49
7
5
0
61

0
47
47
9
8
0
64

0

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010

Vermögens- / Finanzkennzahlen

Eigenkapitalquote
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow

2012

2013

2014

%

13,9

7,4

15,5

21,2

21,0

%

2,4
47,5
5,4
137

5,9
138,6
14,6
399

2,6
52,2
8,4
150

2,3
49,6
11,0
143

2,4
49,2
10,4
142

93
36

98
37

95
41

97
40

121
51

%
%
T€

Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Vollzeitkraft

2011

%
T€

Beteiligungsbericht 2015 Regio Bäder GmbH -

2.7

Green City Hotel Vauban gGmbH

2.7.1 Gegenstand des Unternehmens
Gesellschaftszweck ist die Förderung des Wohlfahrtswesens durch Schaffung von Arbeitsplätzen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung jeglicher
Art. Dieser Zweck wird verwirklicht insbesondere durch die Einrichtung und Führung eines Integrationsbetriebes, der im Bereich der Hotellerie, der Gastronomie, des Tourismus oder in ähnlichen Bereichen tätig ist.
2.7.2 Beteiligungsverhältnisse
Vereinigung Freiburger Sozialarbeit e.V.
Freiburger Stadtbau GmbH

66,6 %
33,3 %

2.7.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 2.7.2)

b)

Geschäftsführung

Daniel Ferch
Angaben über die gewährten Gesamtbezüge unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4HGB.
c)

Aufsichtsrat (31.12.2014)

Metz Clemens
Aufsichtsratsvorsitzender, Studentenwerk Freiburg,
Pfisterer Jochen
stellv. Aufsichtsratsvorsitzender, Diakonisches Werk Freiburg,
Illenseer Franz-Josef Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Freiburg e.V.,
Engler Egon
Caritasverband Freiburg-Stadt e.V.,
Böhringer Hansjörg Paritätischer Wohlfahrtsverband BW e.V., Bezirksgruppe Freiburg,
Schäfer-Mai Wolfgang Deutsches Rotes Kreuz – Kreisverband Freiburg e.V.,
Konfitin Ursula
Stadt Freiburg,
Schwaiger Barbara
Freiburger Stadtbau GmbH,
Seiler Michael
Freiburger Stadtbau GmbH
Von der Gesellschafterversammlung bestimmte nicht stimmberechtigte Mitglieder:
Greiwe Egbert
Zipse Robert

Steuerberater,
Hotelmanager.

Gemäß § 64 Abs. 3 Beamtengesetz i.V.m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung
haben Oberbürgermeister und Bürgermeisterin / Bürgermeister bei Aufwandsentschädigungen aus für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 € pro Jahr
übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt über § 32 Abs. 5
GemO auch für Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, bei denen sämtliche Aufsichtsratsvergütungen diesen Betrag übersteigen.
Der Frauenanteil lag zum 31.12.2014 bei 18,2 %.
2.7.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Green City Hotel Vauban gGmbH war im Berichtsjahr an keinem anderen Unternehmen beteiligt.

Beteiligungsbericht 2015 - Green City Hotel -

2.7.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Das Unternehmen wurde im Juli 2012 gegründet. Mit der Eröffnung des Green City Hotels im Juli 2013 nahm das Unternehmen das operative Geschäft auf.
Den Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks zeigt nachfolgende Tabelle:
2013
8.544
64,2
21

Anzahl Übernachtungen
Auslastung (%)
Beschäftigte

2014
12.160
67,8
22

(9 VZ/12TZ)

(9 VZ/13 TZ)

11

10

davon mit Behinderung

2.7.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012

2013

T€

2014

T€

T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Summe

329
110
439

791
224
1.015

687
323
1.010

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

246
7
186
439

556
15
444
1.015

492
60
458
1.010

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Umsatzerlöse
Sonstige (neutrale) Erträge
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkei
Steuern vom Einkommen/Ertrag und Sonstige
Jahresüberschuss

* vorläufige Planung (Stand: 09.12.2014)

b)

2012

2013

2014

T€

T€

T€

0
48
48

619
162
781

1.255
260
1.515

2015
Plan
T€

1.276
219
1.495

2016
Plan
T€

1.319
207
1.526

0
1
0
68
69

47
341
71
304
763

88
582
109
726
1.505

104
586
106
670
1.466

110
605
97
680
1.492

-21
0
-21
0
-21

18
-4
14
0
14

10
-7
3
0
3

29
-6
23
0
23

34
-6
28
0
28

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die wirtschaftliche Entwicklung des Mitte 2014 in Betrieb gegangenen Green City Hotels
Vauban ist im Wesentlichen von der künftigen Auslastung abhängig.

Beteiligungsbericht 2015 Green City Hotel -

c)

Kapitalzuführungen und – entnahmen

Im Geschäftsjahr 2014 blieb das gezeichnete Kapital unverändert.
d)

Personalentwicklung

Im Geschäftsjahr 2014 beschäftigte die Green City Hotel Vauban gGmbH 22 Mitarbeiter.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2013

Vermögens- / Finanzkennzahlen

2014

Eigenkapitalquote
Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow

%

6,7

7,0

%
%
%
T€

2,2
20,3
1,8
84,6

0,3
0,7
1,0
148

Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft
Personalkosten je Mitarbeiter

T€
T€

29,5
16,2

57,0
26,4

Beteiligungsbericht 2015 - Green City Hotel -

3.

Messen, Märkte, Touristik und Wirtschaftsförderung

3.1

Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG

3.1.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung der Wirtschaft, des Tourismus- und
Kongresswesens sowie der Messen und Märkte. Dazu gehören der Betrieb und die Vermarktung des Konzerthauses und ähnlicher Einrichtungen in der Stadt Freiburg, die Betriebsführung für die Messe Freiburg, die Übernahme von Marketing und Kommunikationsfragen sowie der Vertrieb der damit zusammenhängenden Waren und Dienstleistungen.
Weiterhing die Durchführung eigener Ausstellungen, Messen (insbesondere Frühjahrsund Herbstmesse) und anderer Veranstaltungen (insbesondere Wochenmarkt und Weihnachtsmarkt), die gewerbliche Vermittlung von Messen und anderen Veranstaltungen an
Veranstalter und die Herausgabe einschlägiger Druckschriften.
3.1.2 Beteiligungsverhältnisse
Komplementärin:
Kommanditistin:

FWTM Beteiligungs-GmbH (ohne Einlage)
Stadt Freiburg i.Br. (Einlage: 3.106 T€)

3.1.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 3.1.2)

b)

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung bestimmt ist die Komplementärin, vertreten durch die Geschäftsführer Dr. Bernd Dallmann, Klaus W. Seilnacht (bis 31.12.2014) und Daniel Strowitzki (ab
01.01.2015).
Herr Dr. Dallmann erhielt für die Geschäftsführung der Gesellschaften im Verbund der
FWTM (FWTM Beteiligungs GmbH, FWTM GmbH & Co. KG, MF OTG GmbH & Co. KG,
FMMI GmbH, und FWI GmbH & Co. KG) im Berichtsjahr 2014 eine Gesamtvergütung von
180 T€*.
* In diesem Betrag sind die Grundvergütung, die variable Vergütung (sofern vereinbart), über den gesetzlichen Rahmen hinausgehende Leistungen für Altersvorsorge (sofern vereinbart) und sonstige Leistungen
(Sachbezüge, geldwerte Vorteile u.a.) enthalten.

c)
Aufsichtsrat (Stand: 31.12.2014)
Vorsitzender:
Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg i.Br.,
stellvertr. Vorsitzender: Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg i.Br.,
Weitere:

Landrätin Dorothea Störr-Ritter (Wirtschaftsregion Freiburg e.V.),
Sparkassendirektor Marcel Thimm (Sparkasse Freiburg),

Stadträte/innen:

Renate Buchen, Thilo Buchholz (bis 14.09.2014), Patrick Evers,
Pia Federer, Dr. Johannes Gröger, Adelheid Hepp (bis
14.09.2014), Jürgen Höfflin (bis 14.09.2014), Wendelin Graf von
Kageneck, Atai Keller, Karl-Heinz Krawczyk (seit 15.09.2014),
Ernst Lavori (seit 15.09.2014), Lukas Mörchen (seit 15.09.2014),
Daniel Sander (bis 14.09.2014), Hansjörg Sandler, Timothy
Simms (seit 15.09.2015), Nadyne Saint-Cast (seit 15.09.2015),
Ibrahim Sarialtin, Bernhard Schätzle, Stefan Schillinger, Maria
Viethen (bis 14.09.2014), Irene Vogel (seit 15.09.2014), Michael
Wiedemann (bis 14.09.2014).

Beteiligungsbericht 2015 - FWTM GmbH & Co. KG -

Arbeitnehmervertreter:

Thomas Schnitzer

Im Berichtsjahr 2014 erhielt der Aufsichtsrat Vergütungen und Sitzungsgelder in Höhe von
6.084,00 €. Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €):

Aufsichtsratsvorsitzender
Stellvertr. AR-Vorsitzender
Aufsichtsratsmitglieder
Beratendes Mitglied

Grundvergütung
Vergütung pro Sitzung Sonstige Vergütungen
AR PrA GK MK AR PrA GK MK AR PrA GK MK
--- --- --- --52 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - --- --- --- --52
52
52
52 - - - - - - - - - - - --- --- --- --52
52
52
52 - - - - - - - - - - - --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ---

AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss / GK = Grundstückskommission / MK = Marktkommission

Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i.V.m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister und Bürgermeisterin / Bürgermeister bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen 6.100 €
pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt über § 32
Abs. 5 GemO auch für Gemeinderätinnen und Gemeinderäte.
Zum 31.12.2014 lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 23,8 %
3.1.4 Beteiligungen des Unternehmens
FMMI Freiburg Management und Marketing International GmbH 625.000,00 € (100%)
Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien GmbH & Co.KG (FWI)
356.775,13 € (30%)
Alte Wache - Haus der badischen Weine GmbH
25.564,59 € (5,26 %)
Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien Beteiligungs-GmbH (FWI GmbH)
7.669,38 € (30%)
MCH Messe Schweiz AG
6.408,13 €
Badischer Gemeinde-Versicherungs-Verband
800,00 €
Schwarzwald Tourismus GmbH (STG)
1,00 €
3.1.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Das Aufgabenspektrum der FWTM umfasst die Wirtschafts- und Tourismusförderung, das
Tagungs- und Kongresswesen, Messen und Märkte sowie die Koordination und Durchführung von Großveranstaltungen. Mit ihrem Leistungsangebot richtet sich die FWTM an Gäste und Bürger Freiburgs, an die Wirtschaft von Stadt und Region und an Veranstalter von
Messen, Tagungen, Kongressen und kulturellen Ereignissen. Die erfolgreiche Erfüllung
des öffentlichen Zwecks in den einzelnen Segmenten zeigt nachfolgende Tabelle:
Anzahl Erwerbstätige in FR
davon
sozialversicherungspflichtig2)
Hotelübernachtungen in FR3)
Besucher Konzerthaus3)
Umsätze Konzerthaus3) (T€)
Belegungstage Konzerthaus3)
1)

1)
2)
3)

2010
154.400

2011
157.200

2012
158.000

2013
158.800

2014
160.500

103.546
941.900
178.072
1.948
300

106.254 107.888 109.448 114.602
994.800 1.014.800 1.026.300 1.034.800
181.022 183.919 195.140 205.917
2.102
1.868
2.001
1.998
290
293
297
287

Quelle: Statistisches Landesamt BW; publiziert am 01.08.2013 (vorläufiger Stand); 2012/2013: Schätzung FWTM
Quelle: Statistisches Landesamt BW (Stichtag 30. Juni)
Quelle: FWTM

Die folgenden Grafiken zeigen dazu die entsprechende Entwicklung der Anzahl Erwerbstätigen und die Anzahl an Hotelübernachtungen:

Beteiligungsbericht 2015 - FWTM GmbH & Co. KG -

Anzahl der Erwerbstätigen

1.000

2014

Hotelübernachtungen

in Tsd.

2013

950

2012
2011
2010

900

2009
2008

850

2007
100.000

80.000

Erwerbstätige

120.000

140.000

160.000

800

davon sozialversicherungspflichtig

2011

2010

2012

2013

2014

3.1.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010
T€

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

4.457
1.843
111
6.411

4.548
3.367
110
8.025

4.401
3.901
142
8.444

4.512
4.982
76
9.570

4.479
5.257
95
9.831

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

1.095
1.665
3.582
68
6.411

1.095
3.541
3.324
64
8.025

1.425
4.754
2.196
69
8.444

1.425
5.497
2.583
65
9.570

1.425
5.078
3.268
60
9.831

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2012

2013

T€

T€

2014

2015
Plan
T€

2016
Plan
T€

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

5.532
22.898
28.430

5.418
16.978
22.396

5.543
15.429
20.972

4.670
15.705
20.375

4.714
16.920
21.634

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

21.317
6.439
374
6.849
34.979

15.555
6.624
302
5.739
28.220

14.128
6.850
265
5.436
26.679

13.494
7.137
326
6.323
27.280

14.083
7.438
329
7.728
29.578

Betriebsergebnis
Finanzergebnis

-6.549
-56

-5.824
-31

-5.707
-30

-6.905
-30

-7.943
-29

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit *
Sonstige Steuern

-6.605
14

-5.855
10

-5.737
14

-6.935
14

-7.972
14

Jahresfehlbetrag (vor Verlustabdeckung durch Stadt Frbg.)

-6.619

-5.865

-5.751

-6.949

-7.986

Beteiligungsbericht 2015 - FWTM GmbH & Co. KG -

b)

Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Im Berichtsjahr 2014 sind die Umsatzerlöse und die sonstigen betrieblichen Erträge im
Vergleich zum Vorjahr um rund 1,4 Mio. € gesunken. Dieser Rückgang ist überwiegend auf
den vertraglich vereinbarten, an die MF OTG weiter berechneten Kostenersatz im Rahmen
der Betriebsführung des Messegeschäfts durch die FWTM sowie die Vergütung für die
Betriebsführung selbst zurück zu führen. Die weiterberechneten Aufwendungen für die Betriebsführung haben sich dagegen im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,6 Mio. € verringert.
Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Umsätze und Aufwendungen der Intersolar Europe zurück zu führen. Bei der Beurteilung der Ertragslage der Gesellschaft ist zu berücksichtigen, dass die FWTM auch allgemein fördernde, nicht kostendeckende Maßnahmen für die Stadt Freiburg durchführt. Die FWTM bleibt daher auch weiterhin von vorschüssig gewährten Zahlungen des Gesellschafters auf den voraussichtlichen Jahresfehlbetrag abhängig. Die einzelnen Geschäftsbereiche entwickelten sich wie
folgt:
Die rückläufige Umsatzentwicklung 2014 im Messebereich ist insbesondere auf die weltweit negative Entwicklung in der Solarbranche zurück zu führen, welche Auswirkungen bei
der Flächen-vermietung der „Intersolar“ am Standort München hat. Darüber hinaus fand im
Berichtsjahr die internationale Fachmesse „Interbrush“ nicht statt, die nur alle vier Jahre
durchgeführt wird. Am Messeplatz Freiburg konnten die Erträge aus den Eigenmessen
(GETEC, AUTOMOBIL u.a.) sowie der Bereich der Gastveranstaltungen u.a. mit der erstmals durchgeführten Fachmesse „Jewellery & Gem Fair“ die rückläufigen Erträge aus anderen Messen wie der CFT, der Internationalen Kulturbörse oder der Getec kompensieren.
Im Bereich Märkte ist die FWTM Veranstalterin u.a. der Frühjahrs- und Herbstmesse, des
Münstermarktes und des weiter expandierenden Weihnachtsmarktes.
Im Rahmen des Standortmarketings beteiligte sich die Wirtschaftsförderung an internationalen Fachmessen, darunter an der „ExpoReal“ München. Die Konzeption für das geplante Innovationszentrum auf dem Campus der Technischen Fakultät der Universität
Freiburg wurde weiter konkretisiert. Um Unternehmen aus dem Bereich Kultur- und Kreativwirtschaft mit kostengünstigen Räumen versorgen zu können, wird die Machbarkeit eines Gründerzentrums auf dem Güterbahnhofareal geprüft. Die Themen Fachkräftegewinnung und Familienfreundlichkeit wurden durch vielfältige Aktivitäten aktiv unterstützt und
gefördert. Durch Landesmittel sowie eingeworbene Beiträge aus der regionalen Wirtschaft
konnte der Betrieb des in 2014 eingerichteten „Welcome Center für Internationale Fachkräfte“ auch weiterhin gesichert werden. Die erfolgreiche Arbeit der Clusterinitiative „Health
Region Freiburg“ ist über den gleichnamigen Verein gesichert. Um das Industriegebiet
Nord langfristig zu einem zukunftsweisenden, nachhaltigen, energie- und ressourceneffizienten Industriegebiet zu entwickeln, wurde im Februar 2014 gemeinsam mit FWTM,
Stadt Freiburg, badenova und Frauenhofer ISE getragene Initiative „Green Industry Park
Freiburg“ gestartet.
Der Freiburg-Tourismus lag im Jahr 2014 mit 1,358 Millionen Übernachtungen (Beherbergungsgewerbe insgesamt) geringfügig unter dem Vorjahresergebnis u.a. wegen dem
Wegfall einer bislang meldepflichtigen Einrichtung des Landes. In der Hotellerie konnte
dagegen ein Zuwachs von 0,8 % gegenüber dem Vorjahr erzielt werden.
Bei den Veranstaltungshäusern lag die Gesamtzahl der Veranstaltungen in 2014 mit
insgesamt 457 über dem Vorjahresniveau. Im Konzerthaus konnte mit 63.863 Personen in
2014 der Spitzenwert vom Vorjahr an Kongressbesuchern bei insgesamt 124 Tagungen
und Kongressen nochmals übertroffen werden. Zu kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungen kamen 122.7780 bzw. 19.276 Besucher/-innen.
Beteiligungsbericht 2015 - FWTM GmbH & Co. KG -

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
Bestandsgefährdende Risiken für die Zukunft und für die Existenzfähigkeit der Gesellschaft sind unter der Voraussetzung der weiteren vorschüssigen Verlustübernahme durch
die Gesellschafterin nicht gegeben. Für die Jahre 2014 bis 2018 wurde eine Finanz- und
Investitionsvereinbarung mit der Stadt Freiburg verhandelt, die eine Fortschreibung der
Verlustabdeckung auf Basis des Ansatzes 2013 zuzüglich der rein tariflich bedingten Personalkostensteigerungen vorsieht (vgl. Drucksache G-14/008 vom 28.01.2014).
Um das Risiko zu minimieren, als Empfänger kommunaler Ausgleichleistungen, gegen EUBeihilfevorschriften zu verstoßen, erfolgte eine Betrauung in 2013.
Im Zusammenhang mit der Fusion des SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden / Freiburg
mit dem Radio Sinfonieorchester Stuttgart im Jahr 2016 ist die rechtliche Situation und die
Frage der künftigen Raumbelegung zu verhandeln.
Für die anstehende Sanierung des Konzerthausdaches sind für die Jahre 2015 bis 2017
insgesamt 1,5 Mio. € eingeplant.
Die Stadt Freiburg hat die FWTM zum 01.01.2014 mit dem Ziel, eine gegenseitige Verbesserung des Liquiditätsmanagement zu erreichen, in den Caspool aufgenommen.
Die Sparte Messe lässt – eine nicht rückläufige Konjunktur unterstellt – insgesamt weiterhin eine zufriedenstellende Entwicklung erwarten, wobei die derzeitige Lage auf dem Solarmarkt deutliche Einnahmerückgänge mit sich bringen wird. Die weitere Ergebnisentwicklung der zur Durchführung von Messen im Ausland gegründeten Tochtergesellschaft
FMMI GmbH wird ebenfalls beeinflusst von der derzeitig konjunkturell schwierigen Lage in
der Solarbranche.
c)
Kapitalzuführungen und -entnahmen
Die Kommanditeinlage hat sich im Berichtsjahr nicht verändert.
d)

Personalentwicklung
2012

2013

2014
Gesamt

Beamt (e) /-innen
Beschäftigte
Zwischensumme
Aushilfen
Auszubildende
Mitarbeiter/-innen ohne Entgeltzahlg.
Arbeitnehmer-/innen Gesamt
Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte

2
116
118
---

2
115
117
---

2
119
121
---

18
4

20
6

140

143

davon in Führungsposition

m

2015
Plan
w

2015
Vorschau
III/2015

2016
Plan

2
119
121
---

2
122
124
---

1
130
131
---

22
4

2 0
47 72
49 72
-- -8 14
1 3

23
---

25

22

147
113
34

58 89
53 60
5 29

144

149

153*

---

---

---

* Anstieg um 4 Mitarbeiter/innen resultiert aus zusätzlichen Aufgaben, der zusätzliche Personalaufwand wird größtenteils
über entsprechende Refinanzierungen gedeckt.

Beteiligungsbericht 2015 - FWTM GmbH & Co. KG -

e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- / Finanzkennzahlen

Anlagenintensität
Anlagendeckung1)
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen2)
Ertragskennzahlen3)
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow (ab 2011 vor Verlustabdeckung)5)
Personalkennzahlen
Umsatz je Vollzeitkraft4)
Personalkosten je Vollzeitkraft

1)
2)
3)
4)

5)

2010

2011

2012

2013

2014

%
%
%
T€

69,5
56,0
17,1
-188

56,7
58,8
13,6
236

52,1
52,1
16,9
-147

47,1
49,2
14,9
111

45,6
47,7
14,5
-33

%
%
%
T€

-1,6
-31,0
-4,2
954

0
0
0,8
-5.955

0
0
0,7
-6.245

0
0
0,4
-5.563

0
0
0,4
-5.708

T€
T€

190,7
46,7

240,3
45,9

233,0
46,7

175,0
47,0

164,6
47,2

ab 2010 unter Berücksichtigung von langfristigem Fremdkapital
ab 2010 unter Berücksichtigung von Abgängen zu Restbuchwerten
Ertragskennzahlen nach Verlustabdeckung
Berechnung der Kennzahl ab 2010 auf Basis von Vollzeitäquivalenten und unter Berücksichtigung der sonstigen
betrieblichen Erträge
Kennzahl ab 2011 gemäß jeweiligem Prüfbericht

Beteiligungsbericht 2015 - FWTM GmbH & Co. KG -

3.2

Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe Beteiligungs-GmbH

3.2.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung der Wirtschaft, des Messewesens, des
Tourismus sowie des Kongresswesens. Dazu gehört auch die Beteiligung an Gesellschaften zur Förderung der kommunalen Infrastruktur, insbesondere die Beteiligung als
persönlich haftende geschäftsführende Gesellschafterin der Freiburg Wirtschaft Touristik
und Messe GmbH & Co. KG. Mit der Fusion der Neuen Messe Freiburg BeteiligungsGmbH zum 01.01.2007 wurde auch die Geschäftsführung für die Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG übernommen.
3.2.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadt Freiburg i. Br.

100 %

3.2.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 3.2.2)

b)

Geschäftsführung

Dr. Bernd Dallmann
Klaus W. Seilnacht
Zur Geschäftsführungsvergütung von Herrn Dr. Dallmann wird auf die Ausführungen unter Kapitel 3.1.3 b) verwiesen.
c)

Überwachungsorgan

Als Überwachungsorgan fungiert der Aufsichtsrat der Freiburg Wirtschaft Touristik und
Messe GmbH & Co. KG (siehe Abschnitt 3.1.3 c).
3.2.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft ist als persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin ohne Einlage) an der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG sowie an der
Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG beteiligt.
3.2.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Gesellschaft entfaltet keine eigene Geschäftstätigkeit. Ihre Aufgabe beschränkt sich
auf die Funktion als persönlich haftende Gesellschafterin der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (siehe Abschnitt 3.1.5) und der Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG (siehe Abschnitt 3.5.3).

Beteiligungsbericht 2015 - FWTM GmbH -

3.2.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010
T€

2011
T€

2012
T€

2013

2014
T€

AKTIVA
Umlaufvermögen
Summe

110
110

114
114

118
118

121
121

125
125

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

105
3
2
110

109
3
2
114

113
3
1
118

116
3
1
121

120
3
1
125

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG*

2012
T€

Betriebliche Erträge

2013
7

T€

2014
7

T€

7

2015
Plan
T€

7

2016
Plan
T€

7

Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

3
3

4
4

4
4

4
4

4
4

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern

4
0
4
0

3
0
3
0

3
0
3
0

3
0
3
0

3
0
3
0

Jahresüberschuss

4

3

3

3

3

b)

Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Aufgrund der eingeschränkten Geschäftstätigkeit der FWTM Beteiligungs-GmbH wird
sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auch künftig nicht wesentlich verändern.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Das Stammkapital wurde im Berichtsjahr 2014 nicht verändert.
d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigt selbst kein eigenes Personal.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Da sich die Tätigkeit der FWTM Beteiligungs-GmbH auf die Funktion der persönlich haftenden Gesellschafterin der FWTM GmbH & Co. KG und der Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG beschränkt, wird auf die Ermittlung von Kennzahlen verzichtet. Es
wird auf die Darstellung der entsprechenden Kennzahlen in den Abschnitten 3.1.6 e) und
3.5.6 e) verwiesen.

Beteiligungsbericht 2015 - FWTM GmbH -

3.3

Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien GmbH & Co. KG

3.3.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung der Wirtschaftsstrukturen im Raum
Freiburg durch aktive Gewerbeflächenbedarfsplanung und Gewerbestandortentwicklung,
die Entwicklung von gewerblichen Nutzungskonzepten sowie die Erschließung der notwendigen Infrastrukturen in dieser Region.
3.3.2 Beteiligungsverhältnisse
Komplementärin: Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien-Beteiligungs-GmbH (FWI), (ohne
Einlage)

Kommanditistin:

Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau (Einlage: 716 T€) und
FWTM GmbH & Co. KG (Einlage: 307 T€)

3.3.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 3.3.2)

b)

Geschäftsführung

Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien-Beteiligungs-GmbH (FWI), vertreten durch Dr. Bernd
Dallmann, Markus Hildmann und Thomas Stoffel. Zur Geschäftsführungsvergütung von
Herr Dr. Dallmann wird auf die Ausführungen unter Kapitel 3.1.3 b) verwiesen.
c)

Aufsichtsrat (Stand 31.12.2014)

Vorsitzender
Ständiger Vertreter

Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister der Stadt Freiburg
Otto Neideck, Erster Bürgermeister der Stadt Freiburg

Stadträte/Stadträtinnen Renate Buchen, Pia Federer, Graf Wendelin von Kageneck
Sparkassendirektoren

Marcel Thimm, Erich Greil, Bernd Rigl

Im Berichtsjahr 2014 erhielt der Aufsichtsrat Vergütungen von 160,00 €.
Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i.V.m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister und Bürgermeisterin / Bürgermeister bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen
6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt
über § 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderätinnen und Gemeinderäte.
Der Frauenanteil im Aufsichtsrat lag zum 31.12.2014 bei 28,6 %.
3.3.4 Beteiligungen des Unternehmens
Kepler Projektentwicklungsgesellschaft mbH, Emmendingen
TENINGEN Projekt GmbH
Westbau GmbH
Gewerbepark Breisgau GmbH

50,00 %
25,00 %
6,15 %
5,00 %

3.3.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Gesellschaft hat auch im Geschäftsjahr 2014 die Förderung der Wirtschaftsstrukturen im Raum Freiburg im Rahmen diverser Projekte aktiv weiterverfolgt.

Beteiligungsbericht 2015 - FWI GmbH & Co. KG -

3.3.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014
T€

31
1.850
119
2.000

30
1.491
105
1.625

28
1.942
95
2.065

27
3.779
85
3.891

27
3.616
75
3.717

952
51
997
2.000

635
57
933
1.625

1.155
106
804
2.065

1.033
100
2.758
3.891

1.504
229
1.984
3.717

2016
Plan*
T€
1.822
0
1.822

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
1.683
7
1.690

T€
977
7
984

T€
2.735
6
2.741

2015
Plan
T€
3.228
0
3.228

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

287
331
1
545
1.164

215
372
1
509
1.097

1.275
0
1
917
2.192

2.023
317
2
548
2.890

716
302
2
548
1.568

526
-7
519
0
519

-113
-8
-121
0
-121

549
-10
539
69
470

338
-8
330
59
271

254
-8
246
50
196

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern
Jahresüberschuss

* gem. Aufsichtsratssitzung vom 05.11.2015

2012

2013

2014

b)
Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick
Wie in Projektentwicklungsgesellschaften des Immobiliensektors üblich, verläuft die Umsatzentwicklung je nach Stand der einzelnen Projekte im höchsten Maße unterschiedlich.
Bei diesen Schwankungen der Geschäftsentwicklung dürfte es auch in den nachfolgenden Jahren grundsätzlich bleiben.
c)
Kapitalzuführungen und -entnahmen
Bedingt durch die Einstellung des Jahresüberschusses in die Gesellschafterkonten verändern sich die Kapitalanteile der Kommanditisten.
d)
Personalentwicklung
Das Unternehmen beschäftigt ab April 2005 kein eigenes Personal mehr; dies wird von
den Gesellschaftern über einen Personalgestellungsvertrag zur Verfügung gestellt.
e)
Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Auf die Darstellung anhand von Kennzahlen wird verzichtet, da diese aufgrund der sehr
unterschiedlichen Umsatzverläufe (aus Grundstücksverkäufen) nicht aussagekräftig sind.

Beteiligungsbericht 2015 - FWI GmbH & Co. KG -

3.4

Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien Beteiligungs-GmbH

3.4.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen
sowie die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften, insbesondere die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin
der Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien GmbH & Co. KG (FWI). Aufgabe der Freiburg-SWirtschaftsimmobilien-Beteiligungs GmbH (FWI GmbH) ist die Förderung der Wirtschaftsstrukturen im Raum Freiburg.
3.4.2 Beteiligungsverhältnisse
Sparkasse Freiburg - Nördlicher Breisgau
Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG

70 %
30 %

3.4.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 3.4.2)

b)

Geschäftsführung

Dr. Bernd Dallmann
Thomas Stoffel
Zur Geschäftsführungsvergütung wird auf die Ausführungen unter Kapitel 3.3.3 b) verwiesen.
3.4.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft ist als persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin ohne Einlage) an der Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien GmbH & Co. KG beteiligt (FWI).
3.4.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Der FWI GmbH obliegt die Geschäftsführung der “Freiburg-S-Wirtschaftsimmobilien
GmbH & Co. KG”. Hierfür erhält sie einen Auslagenersatz und eine Haftungsentschädigung.

Beteiligungsbericht 2015 - FWI GmbH-

3.4.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010
T€

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014
T€

AKTIVA
Umlaufvermögen
Summe

37
37

39
39

41
41

42
42

43
43

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

35
1
1
37

36
3
0
39

38
3
0
41

39
3
0
42

40
3
0
43

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG*

2010

2011

2012

2013

2014

T€

T€

T€

T€

T€

Betriebliche Erträge
Personalaufwand
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

53

54

53

53

54

50
2
52

50
2
52

50
2
52

50
2
52

50
3
53

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern

1
0
1
0

1
0
1
0

1
0
1
0

1
0
1
0

1
0
1
0

Jahresüberschuss

1

1

1

1

1

* auf den Ausweis von Planzahlen kann aufgrund von Geringfügigkeit verzichtet werden.

b)

Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Da sich die Tätigkeit der FWI Beteiligungs -GmbH im Wesentlichen auf die Funktion der
persönlich haftenden Gesellschafterin der FWI GmbH & Co. KG beschränkt, wird auf die
Darstellung in Abschnitt 3.3.6 b) verwiesen.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Geschäftsjahr 2014 blieb das Stammkapital unverändert.
d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Da sich die Tätigkeit der FWI Beteiligungs-GmbH im Wesentlichen auf die Funktion der
persönlich haftenden Gesellschafterin der FWI GmbH & Co. KG beschränkt, wird auf die
Ermittlung und den Ausweis von Kennzahlen verzichtet.

Beteiligungsbericht 2015 - FWI GmbH -

3.5

Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG

3.5.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Einrichtung, Unterhaltung und Verwaltung sowie
der Betrieb der Messe Freiburg und ähnlicher Einrichtungen in der Stadt Freiburg.
3.5.2 Beteiligungsverhältnisse
Komplementärin: Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe Beteiligungs-GmbH (ohne Einlage)
Kommanditistin: Stadt Freiburg i. Br. mit einer Einlage von 13.601.184,57 €
3.5.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 3.5.2)

b)
Geschäftsführung
Die Gesellschaft wird durch die Geschäftsführung der Komplementärin vertreten.
c)
Aufsichtsrat (Stand 31.12.2014)
Vorsitzender:
Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg,
Stellvertreter:
Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg,
Weitere:

Landrätin Dorothea Störr-Ritter (Wirtschaftsregion Freiburg e.V.),
Sparkassendirektor Marcel Thimm,
Christian Rasch, Badische Staatsbrauerei Rothaus

Stadträte/innen:

Renate Buchen, Thilo Buchholz (bis 14.09.2014), Patrick Evers, Pia
Federer, Dr. Johannes Gröger, Adelheid Hepp (bis 14.09.2014), Jürgen Höfflin (bis 14.09.2014), Wendelin Graf von Kageneck, Atai Keller, Karl-Heinz Krawczyk (seit 15.09.2014), Ernst Lavori (seit
15.09.2014), Lukas Mörchen (seit 15.09.2014), Daniel Sander (bis
14.09.2014), Hansjörg Sandler, Timothy Simms (seit 15.09.2015),
Nadyne Saint-Cast (seit 15.09.2015), Ibrahim Sarialtin, Bernhard
Schätzle, Stefan Schillinger, Maria Viethen (bis 14.09.2014), Irene
Vogel (seit 15.09.2014), Michael Wiedemann (bis 14.09.2014).

Arbeitnehmervertreter:

Thomas Schnitzer

Die Aufsichtsräte erhielten in 2014 Sitzungsgelder in Höhe von insgesamt 5.148,00 €.
Der Auszahlung lag folgende Vergütungsstruktur zugrunde (in €):

Aufsichtsratsvorsitzender
Stellvertr. AR-Vorsitzender
Aufsichtsratsmitglieder
Beratendes Mitglied

Grundvergütung
AR
PrA
-----------------

AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss

Vergütung pro Sitzung
AR
PrA
52
--52
52
52
52
-----

Sonstige Vergütungen
AR
PrA
-----------------

Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i.V.m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister und Bürgermeisterin / Bürgermeister bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen

Beteiligungsbericht 2015- MF OTG GmbH & Co. KG -

6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt
über § 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderätinnen und Gemeinderäte.
Der Frauenanteil im Aufsichtsrat lag zum 31.12.2014 bei 22,8 %.
3.5.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen.
3.5.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die MF OTG wurde am 31.07.1998 in das Handelsregister eingetragen. Die Tätigkeit
bestand zunächst in der Errichtung des neuen Messplatzes in Freiburg und nach Beendigung der Bautätigkeit in der Vermietung an die FWTM, die ab 2005 die Betriebsführung
für das operative Messegeschäft ausübt. Die wirtschaftliche Entwicklung der Messe zeigt
folgende Übersicht und Grafik:
2010

Anzahl Veranstaltungen (gesamt)
Anzahl Besucher (gesamt)

*
**

107
460.804

2011

2012

127
107
464.000* 517.705**

2013

122
480.153

Angabe ohne Besucher der Sonderveranstaltungen „Papstbesuch“ und „Sea of Love“
ab 2012 unter Hinzurechnung der Besucher der „Intersolar Europe“ am Standort München

Anzahl Veranstaltungen

130

520

120

500

115

480

110

460

105

440

100

420

95
2011

2012

2013

126
503.024

Anzahl Besucher/-innen

125

2010

2014

2014

400
2010

2011

2012

2013

2014

3.5.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ
AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

2010
T€

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014
T€

28.847
5.525
243
34.615

27.488
6.718
407
34.613

29.229
6.435
174
35.838

28.307
6.290
218
34.815

27.358
8.689
195
36.242

6.590
789
26.988
249
34.615

7.446
158
26.818
191
34.613

7.997
138
27.570
133
35.838

7.991
122
26.624
77
34.815

7.986
105
28.134
18
36.242

Beteiligungsbericht 2015- MF OTG GmbH & Co. KG -

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2012

2013

2014

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
26.424
121
26.545

T€
18.747
93
18.840

Materialaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

22.993
1.279
561
24.833

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Außerordentliches Ergebnis
Sonstige Steuern
Jahresergebnis (vor Verlustabdeckung durch Stadt Frbg.)

b)

T€
16.233
125
16.358

2014
Plan
T€
15.658
448
16.106

2015
Plan
T€
16.357
433
16.790

16.995
967
549
18.511

15.328
968
385
16.681

15.135
971
760
16.866

15.672
971
530
17.173

1.712
-980
732
0
172

329
-804
-475
0
172

-323
-548
-872
0
172

-760
-305
-1.065
0
173

-383
-326
-709
0
173

560

-647

-1.044

-1.238

-882

Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die Ertragsentwicklung des Unternehmens ist weiterhin im Wesentlichen geprägt durch
Umsatzerlöse aus dem Messegeschäft und der Abrechnung der Betriebsführungsaufwendungen durch die FWTM. Weitere Einnahmen ergeben sich aus Mieterträgen und
aus der Abrechnung vereinbarter Nebenkosten. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum
Vorjahr um rund 2,5 Mio. € gesunken. Dieser Umsatzrückgang ist auf Konsolidierungstendenzen auf dem Solarmarkt und der damit verbundenen rückläufigen Ausstellerzahl
der umsatzstärksten Messe „Intersolar Europe“ zurückzuführen. Für das Jahr 2014
musste somit ein Jahresfehlbetrag von 1.044 T€ ausgewiesen werden.
Für die Jahre 2014 bis 2018 wurde eine Finanz- und Investitionsvereinbarung mit der
Stadt Freiburg verhandelt, die eine Fortschreibung der Verlustabdeckung auf Basis des
Ansatzes 2013 zuzüglich der rein tariflich bedingten Personalkostensteigerungen vorsieht. Die Finanz- und Investitionsvereinbarung sieht für das Jahr 2015 eine Verlustabdeckung von 800 T€ für die Messe Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG vor.
Zusammen mit den traditionellen Messen und den bisher gebuchten sonstigen Veranstaltungen wird für das Jahr 2015 und die Folgejahre aufgrund der anhaltenden Konsolidierung auf dem Solarmarkt mit einer Stagnation der Ergebnisse gerechnet. Im Übrigen
liegen die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung im Rahmen der allgemeinen
Unwägbarkeiten der unternehmerischen Aktivitäten, den messespezifischen und konjunkturbedingten Umständen sowie der sich ändernden wirtschaftlichen, finanziellen und
steuerlichen Rahmenbedingungen. Besondere Risiken, insbesondere solche mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der Gesellschaft, bestehen
derzeit in dem zuvor dargelegten Umfang.
Mit der Etablierung neuer und dem qualitativen Ausbau vorhandener Messen am Standort Freiburg sowie mit der Stärkung der Leitmesse Intersolar Europe versucht die Gesellschaft, die wirtschaftliche Situation zu festigen.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Eine im Berichtsjahr erfolgte Entnahme (Zinsabschlagsteuer) von 5 T€ führte zu einem
Rückgang des Kommanditkapitals von 13.524.038,17 € auf 13.518.646,24 €.

Beteiligungsbericht 2015- MF OTG GmbH & Co. KG -

d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Die benötigten Personalleistungen
wurden gegen Kostenerstattungen von der FWTM bezogen.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- / Finanzkennzahlen

2010

2011

2012

2013

2014

Anlagenintensität
Anlagendeckung1)
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen2)

%
%
%
T€

83,3
103,7
19,0
-956

79,4
111,5
21,5
-1.359

81,6
106,2
22,3
1.741

81,3
109,1
23,0
-922

75,5
112,1
22,0
-949

Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow4)

%
%
%
T€

3,4
9,6
5,0
1.444

7,9
13,2
5,5
2.374

3,5
7,5
2,7
1.839

0,9
-8,1
0,5
320

-3,0
-13,1
-1,4
312

Ertragskennzahlen3)

1)
2)

3)
4)

ab 2010 unter Berücksichtigung von langfristigem Fremdkapital
ab 2010 unter Berücksichtigung von Abgängen zu Restbuchwerten; Anlagenzugang in 2012 unter Berücksichtigung einer Umgliederung einer Forderung gegen die Stadt Freiburg ins Anlagevermögen
Ertragskennzahlen vor Verlustabdeckung
Kennzahl ab 2012 gemäß jeweiligem Prüfbericht

Beteiligungsbericht 2015- MF OTG GmbH & Co. KG -

3.6

Freiburg Management und Marketing International GmbH

3.6.1 Gegenstand des Unternehmens
Zweck und Gegenstand sind die Konzeption und Durchführung des nationalen und internationalen Marketings für den Wirtschafts-, Tourismus- und Umweltstandort Freiburg.
Hierzu gehören auch die Konzeption, Planung, Organisation und Durchführung von
Messen, Ausstellungen und Kongressen; dieses Geschäftsfeld kann auch international
im Rahmen von interkommunalen Kooperationen für Einzelvorhaben ausgeübt werden.
3.6.2 Beteiligungsverhältnisse
FWTM GmbH & Co. KG

100%

3.6.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 3.6.2)

b)
Geschäftsführung
Dr. Bernd Dallmann
Klaus W. Seilnacht
Zur Geschäftsführungsvergütung von Herrn Dr. Dallmann wird auf die Ausführungen unter Kapitel 3.1.3 b) verwiesen.
c)

Aufsichtsrat (Stand: 31.12.2014)

Vorsitzender:
Stellvertreter:

Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg i.Br.,
Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg i.Br.,

Weitere:

Landrätin Dorothea Störr-Ritter (Wirtschaftsregion Freiburg e.V.),
Sparkassendirektor Marcel Thimm,

Stadträte/innen:

Renate Buchen, Thilo Buchholz (bis 14.09.2014), Patrick Evers,
Pia Federer, Dr. Johannes Gröger, Adelheid Hepp (bis
14.09.2014), Jürgen Höfflin (bis 14.09.2014), Wendelin Graf von
Kageneck, Atai Keller, Karl-Heinz Krawczyk (seit 15.09.2014),
Ernst Lavori (seit 15.09.2014), Lukas Mörchen (seit 15.09.2014),
Daniel Sander (bis 14.09.2014), Hansjörg Sandler, Timothy
Simms (seit 15.09.2015), Nadyne Saint-Cast (seit 15.09.2015),
Ibrahim Sarialtin, Bernhard Schätzle, Stefan Schillinger, Maria
Viethen (bis 14.09.2014), Irene Vogel (seit 15.09.2014), Michael
Wiedemann (bis 14.09.2014).

Arbeitnehmervertreter Thomas Schnitzer
Die Aufsichtsratsvergütungen im Jahr 2014 betrugen 4.940,00 €.
Grundvergütung (€) Vergütung pro Sitzung (€) sonstige Vegütungen (€)r
AR
PrA
AR
PrA
AR
PrA
Aufsichtsratsvorsitzender
--52
------Stellvertretender AR-Vorsitzender
----52
52
----Aufsichtsratsmitglieder
----52
52
----Beratendes Mitglied
------------AR = Aufsichtsrat / PrA = Prüfungsausschuss

Beteiligungsbericht 2015- FMMI GmbH -

Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i.V.m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister und Bürgermeisterin / Bürgermeister bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen
6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt
über § 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderätinnen und Gemeinderäte.
Der Frauenanteil im Aufsichtsrat lag zum 31.12.2014 bei 23,8 %.
3.6.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen
3.6.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die FMMI GmbH wurde am 20.03.2008 gegründet. Gemäß dem Gesellschaftszweck war
das Wirtschaftsjahr 2014 geprägt durch die Organisation und Durchführung der sechsten
Intersolar North America, der fünften Intersolar Indien sowie der ersten Intersolar South
America in Brasilien. Die Entwicklung der Gesellschaft zeigt nachfolgende Tabelle:
Anzahl Veranstaltungen
Ausstellerzahlen
Besucherzahlen

1)

2010

2

2011

2012

2
704

2013

3
740

2014

4
901
45.278
25.863 32.934 25.296 28.154
2)

3
832

Quelle: AUMA - Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Dt. Wirtschaft e.V.,
http://www.auma.de/de/Messedatenbank/
1) nur Messen der FMMI ohne Expo-Shanghai, Kongresse o.ä.
2) für diesen Zeitraum liegen keine aggregierbaren Daten vor

3.6.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ
AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag
Summe
PASSIVA
Eigenkaptial
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

2010
T€

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014
T€

0
1.213
0
0
1.213

2
2.450
47
0
2.499

2
2.875
62
48
2.987

2
2.269
64
0
2.336

2
1.363
62

98
552
563
1.213

243
813
1.443
2.499

0
892
2.094
2.987

237
285
1.814
2.336

115
242
1.070
1.427

Beteiligungsbericht 2015- FMMI GmbH -

1.427

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
4.479
386
4.865

T€
3.952
309
4.261

T€
3.427
515
3.943

2015
Plan
T€
4.790
15
4.805

Materialaufwand
Personalaufwand
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

4.390
68
699
5.157

3.579
48
581
4.208

3.406
0
645
4.052

4.410
25
365
4.800

3.745
25
402
4.172

Betriebsergebnis
Finanzergebnis

-292
1

53
1

-109
0

5
0

-47
0

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Sonstige Steuern

-291
0

54
69

-109
13

5
10

-47
10

Jahresergebnis

-291

-15

-122

-5

-57

b)

2012

2013

2014

2016
Plan
T€
4.125
0
4.125

Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Die Ertragsentwicklung der FMMI GmbH war im Berichtsjahr 2014 geprägt durch die Organisation und Durchführung der unter dem Kapitel 3.6.5 genannten internationalen Solarmessen und -konferenzen. Die Erlöse ergeben sich aus den eingenommenen Standmieten sowie aus den Eintrittsgeldern und Provisionserlösen sowohl der Messen als
auch der dazugehörigen Kongresse. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsatzerlöse um
525 T€ € bzw. 13 % zurückgegangen. Der Umsatzrückgang ist auf die in 2014 weiterhin
schwächere konjunkturelle Situation in der Solarbranche zurückzuführen, welche mit sinkenden Aussteller- und Besucherzahlen bei den Messen verbunden war. Der Umsatzrückgang konnte im Vergleich zum Vorjahr nicht mit geringeren Betriebsaufwendungen
kompensiert werden, so dass eine Ergebnisverschlechterung gegenüber dem Vorjahr
ausgewiesen werden musste.
Die FMMI erwartet für das Jahr 2015 einen Jahresfehlbetrag von ca. 5 T€ sowie einen
Jahresüberschuss von 10 T€ in 2016. Das voraussichtlich negative Ergebnis 2015 resultiert aus zu erwartenden Anlaufverlusten aus der Etablierung neuer Messen.
Im Übrigen sind die Chancen und Risiken der zukünftigen geschäftlichen Entwicklung
abhängig von allgemeinen Unwägbarkeiten der unternehmerischen Aktivitäten, den
messespezifischen und konjunkturbedingten Faktoren sowie den sich ändernden wirtschaftlichen, finanziellen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Finanzielle Risiken bestehen insbesondere auch im Forderungsausfall- als auch im Liquiditätsrisiko sowie in
dem Risiko von Wechselkursschwankungen. Den finanziellen Risiken wird einerseits
durch Vorfakturierung andererseits durch die Abwicklung von Zahlungsein- und ausgängen über ein entsprechendes Fremdwährungskonto entgegengewirkt.
Besondere Risiken, insbesondere solche mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft, bestehen derzeit in dem zuvor dargelegten
Umfang.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Das gezeichnete Kapital blieb im Berichtsjahr unverändert.

Beteiligungsbericht 2015- FMMI GmbH -

d)

Personalentwicklung

Zur Durchführung der Intersolar Messen wurden Personalleistungen gegen Kostenersatz
von der FWTM bezogen.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010

Vermögens- / Finanzkennzahlen

Eigenkapitalquote

Ertragskennzahlen

Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow*

* Kennzahl ab 2012 gemäß jeweiligem Prüfbericht

2011

2012

2013

2014

%

8,1

9,7

neg.

10,1

8,1

%
%
%
T€

-3,0
-132,5
-10,8
-131

2,6
146,5
12,0
145

-6,5
-119,3
-11,6
-291

1,4
31,3
1,8
-15

-3,2
-51,5
-4,7
-122

Beteiligungsbericht 2015- FMMI GmbH -

3.7

Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungs gGmbH

3.7.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung der Jugendhilfe, der Bildung und Erziehung, sowie die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen im Sinne des § 53 AO, insbesondere die Schaffung zusätzlicher, Ausbildungs-, Qualifizierungs-, Trainings- und
Integrationsplätze sowie die Förderung der beruflichen Fort- und Weiterbildung von langzeitarbeitslosen Menschen sowie benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen, um eine Eingliederung ins Berufsleben zu ermöglichen.
3.7.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadt Freiburg i.Br.100,0 %
3.7.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Bezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 3.7.2)

b)

Geschäftsführung

Christiane Blüme
Michael Broglin
Im Berichtsjahr 2014 erhielt Frau Blümle eine Gesamtvergütung von 84 T€* und Herr
Broglin 12 T€*.
* In diesem Betrag sind die Grundvergütung, die variable Vergütung (sofern vereinbart), über den gesetzlichen Rahmen hinausgehende Leistungen für Altersvorsorge (sofern vereinbart) und sonstige Leistungen
(Sachbezüge, geldwerte Vorteile u.a.) enthalten.

c)

Aufsichtsrat (Stand 31.12.2014)

Vorsitzender
stellvertr. Vorsitzender

Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister Stadt Freiburg
Otto Neideck, Erster Bürgermeister Stadt Freiburg
Ulrich von Kirchbach, Sozialbürgermeister Freiburg

Weitere städt. Vertreter
Stadträte/-innen

Adrian Hurst, Amtsleiter Haupt- und Personalamt Freiburg
Maria Viethen (bis September 2014), Pia Federer (bis September 2014), Ibrahim Sarialtin (ab September 2014),
Gerhard Frey, , Dr. Ellen Breckwoldt (bis September 2014),
Martin Kotterer, Dr. Klaus Schüle (ab September 2014), Renate Buchen, Walter Krögner, Ulrike Schubert, Prof. Dr. Lothar
Schuchmann (bis September 2014), Lucas Möhrchen (ab
September 2014), Dr. Klaus Winkler (ab September 2014),
Anke Dallmann (ab September 2014)

Arbeitnehmervertreterin

Sigrid Blum (bis Mai 2014), Günter Heuler (ab Mai 2014)

Beratende Mitglieder

Ralf Klausmann, Geschäftsführer FSB GmbH
Dipl.-Ing. Stephan Bartosch, Vorstand VAG
Dr. Bernd Dallmann, Geschäftsführer FWTM GmbH & Co. KG

Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten 2014 keine Aufsichtsratsvergütungen.
Der Frauenanteil im Aufsichtsrat lag zum Stichtag 31.12.2014 bei 20,0 %.

Beteiligungsbericht 2015 - f.q.b. -

3.7.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.
3.7.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungs gGmbH wurde zum 01.01.2014 gegründet. Zielsetzung der fqb ist die Eingliederung von langzeitarbeitslosen Menschen im
Stadtgebiet in ein Beschäftigungsverhältnis, um ihnen die Sicherung der Existenz aus
eigenen Kräften zu ermöglichen. Besonderes Augenmerk gilt Personen, die neben ihrer
Erwerbslosigkeit weitere spezifische Vermittlungshemmnisse aufweisen und aufgrund
dieser Faktoren einen erhöhten Unterstützungsbedarf bei der Integration in das Arbeitsleben haben. Weiteres Ziel ist, durch präventive Maßnahmen von Arbeitslosigkeit bedrohten Jugendlichen zu helfen. Zur Zweckerfüllung unterhält die f.q.b. verschiedene
Projekte und Maßnahmen, die alle in einen sozialen Kreislauf eingebettet sind. Mit einem
Teil der Dienstleistungen versorgt die f.q.b. einkommensschwache Haushalte und trägt
damit zusätzlich zur Erfüllung des kommunalen Auftrages bei. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks des Unternehmens zeigt nachfolgende Tabelle:
2012* 2013*

588

707

701

Jugendliche unter 27 Jahren
Maßnahmen abgeschlossen

174
332

192
444

170
446

erfolgreich abgeschlossen
in Arbeit vermittelt
in Ausbildung vermittelt
ZWECKBETRIEB
Winterbrandhilfe für einkommensschwache Haushalte
Möbel/Weißware für einkommensschwache Haushalte**
Stromsparchecks für einkommensschwache Haushalte
Reinigung und Renovierung von Objekten

217
46
23

259
43
25

241
65
41

davon

davon

*

2014

IDEELLER BEREICH
Projektteilnehmer/-innen (Jahresdurchschnitt)

102

115
ca. 400
315
305
60
60

Angaben des VABEs für die Jahre 2012 und 2013 zum Vergleich.
** Keine exakte Angabe möglich, da Barzahler nicht erfasst werden.

103
255
61

3.7.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2012*
T€

2013*
T€

2014
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

521
904
20
1.445

376
766
18
1.160

353
935
1
1.289

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Fremdkaptital
Rechnungsabgrenzung
Summe

211
247
717
270
1.445

109
304
610
138
1.160

427
222
605
35
1.289

* Angaben des VABEs für die Jahre 2012 und 2013 zum Vergleich

Beteiligungsbericht 2015 - f.q.b. -

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2012*

Umsatzerlöse
Bestandsveränderung
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
1.976
1
3.082
5.059

T€
1.980
0
3.176
5.156

2014
IST
T€
1.905
9
2.928
4.842

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

873
3.016
106
1.087
5.082

817
3.217
202
1.032
5.268

802
3.044
105
903
4.854

830
3.304
139
715
4.988

860
3.631
152
768
5.411

Betriebsergebnis
Finanzergebnis

-23
-14

-112
-11

-12
-4

-242
-5

-46
-1

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Jahresergebnis (nach Verlustausgleich)

-37
10
-48

-123
5
-127

-16
10
-26

-247
0
-247

-47
0
-47

* Angaben des VABEs für die Jahre 2012 und 2013 zum Vergleich

2013*

2015
Plan
T€
2.508
0
2.238
4.746

2016
Plan
T€
3.063
0
2.302
5.365

b)
Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick
Geschäftsverlauf
Im Geschäftsjahr 2014 wurde die Umwandlung des VABE e.V. in die gemeinnützige
Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft mbH operativ umgesetzt,
das Angebotsportfolio der f.q.b. im Bereich der Bildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen weiter entwickelt (modulare Qualifizierung) sowie neue Dienstleistungen erbracht
(z.B. die Altkleidersortierung in Kooperation mit der ASF). Die Veränderung des Jahresfehlbetrages gegenüber 2013 ist darauf zurück zu führen, dass im Vorjahr 92 T€ außerplanmäßige Abschreibungen im Anlagevermögen vorgenommen wurden. Ursächlich für
den Jahresfehlbetrag im Berichtsjahr mit 26 T€ ist der bereits in 2014 für den Umzug des
Holzhofes entstandene Aufwand. In 2014 wurden Investitionen von insgesamt 96 T€
(ohne Finanzanlagen) vorgenommen mit dem Schwerpunkt auf Investitionen im Bereich
Fuhrpark. Im Rahmen der Umsetzung der Unternehmensziele wird die f.q.b auch künftig
nicht kostendeckende Maßnahmen durchführen und ist daher auf entsprechende Verlustabdeckungen des Gesellschafters angewiesen.
Chancen der zukünftigen Entwicklung
Beschäftigungsgesellschaften werden stark von der politischen Entwicklung in der aktiven Arbeitsmarktpolitik bestimmt. Dabei sind zwei sich scheinbar widersprechende Tendenzen zu erkennen. Einerseits eine zunehmende Zahl von Langzeitarbeitslosen, die
dauerhaft keine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt haben, andererseits ein Mangel an
Fach- und bei Hilfskräften. Hier liegt eine Chance für die f.q.b.. Sie ist kompetent in der
Qualifizierung langzeitarbeitsloser Menschen und kann durch die Entwicklung von neuen
Arbeitsfeldern, einfache Dienstleistungen erbringen und durch die Einbindung in die
kommunale Struktur wertvoller Dienstleister für kommunale Aufgaben werden. Eine weitere Chance liegt darin, die Angebote im Bildungsbereich weiter zu entwickeln. Die Zertifizierung von Maßnahmen vor allem im Bereich von einfachen Berufen (Maurer, Maler,
Trockenbau) hat Entwicklungspotential. Als Instrument kommunaler Beschäftigungspolitik können sich für die f.q.b weitere Aufgaben entwickeln. Als Beispiel sei das Projekt
BIWAQ (Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier) genannt, das die f.q.b. gGmbH ab Juli
2015 umsetzt.
Risiken der zukünftigen Entwicklung
Beschäftigungsgesellschaften sind mit Wirtschaftsunternehmen kaum zu vergleichen.
Sie müssen einerseits Erlöse erwirtschaften, weil die öffentliche Finanzierung über Job-

Beteiligungsbericht 2015 - f.q.b. -

center, Bund und Kommune nicht auskömmlich ist, gleichzeitig sind durch die Gemeinnützigkeit sowie Vorgaben für Beschäftigungsmaßnahmen der Erlös- und vor allem der
Gewinnerwirtschaftung enge Grenzen gesetzt. Die wesentlichen Risiken für die f.q.b.
gGmbH liegen demnach in ihrer ideellen Tätigkeit und ergeben sich vorwiegend aus den
Veränderungen in der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Dazu gehören gesetzliche Änderungen, rechtliche Auslegungen vor allem aber, dass das Eingliederungsbudget der Jobcenter immer stärker reduziert wird. Dies kann nur durch verstärkte Erwirtschaftung von Erlösen kompensiert werden, was bei immer leistungsschwächeren Teilnehmenden zunehmend schwieriger zu leisten ist.
c)
Kapitalzuführungen und –entnahmen
Das Stammkapital in Höhe von 25 T€ wurde durch die Stadt Freiburg im Dezember 2013
einbezahlt. Die Zuführungen in die Kapitalrücklage umfassen mit 100 T€ einen Darlehensverzicht der Stadt Freiburg und mit 245 T€ Zuführungen für bauliche Maßnahmen.
Eine Entnahme in Höhe von 30 T€ erfolgte für den Umzug des Holzhofes.
d)

Personalentwicklung

Stammpersonal
Beamte
Tariflich Beschäftigte
Zwischensumme
Aushilfen
Auszubildende
Mitarbeiter/-innen ohne Entgeltzahlg.
Arbeitnehmer/-innen Gesamt
Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte
davon Führungspersonal

Personal im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen:
- davon Vollzeit
- davon Teilzeit
Auszubildende in Bildungsmaßnahmen
Gesamt
Im Schnitt

2012*

2013*

0
41
41
15
0
0
56
26
30

0
48
48
12
0
0
60
28
32

69
5
64
60
35

* Angaben des VABEs für die Jahre 2012 und 2013 zum Vergleich

e)

2014

2015
Plan

2016
Plan

0
24
24
9
0
0
33
7
26

0
48
48
12
0
0
60
30
30

0
48
48
12
0
0
58
30
28

77
4
73

71 58 13
5 4 1
66 54 12

60
45
15

58
48
10

56
31

55 40 15
27 19 12

50
30

50
30

Gesamt m

0
45
45
15
0
2
62
23
39
1

0
21
21
6
0
2
29
16
13
1

w

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Aufgrund des besonderen Unternehmensgegenstandes werden lediglich Kennzahlen zur
Vermögens- und Finanzlage ausgewiesen und auf den Ausweis von Kennzahlen zur Ertragslage verzichtet.
2012

2013

2014

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen*

%
%
%
T€

36,0
40,5
14,6

Beteiligungsbericht 2015 - f.q.b. -

32,4
28,9
9,4
-55

27,4
121,0
33,1
-24

4

Beteiligungen im Rahmen der regionalen Infrastruktur

4.1

Regionales Rechenzentrum Südlicher Oberrhein GmbH

4.1.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Vermietung eines jederzeit betriebsbereiten Betriebs- und Verwaltungsgebäudes in Freiburg, Auwaldstraße 11. Die Gesellschaft ist darüber hinaus zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die den Gesellschaftszweck fördern.
4.1.2 Beteiligungsverhältnisse
Am Stammkapital der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2013 beteiligt:
Stadt Freiburg i.Br.
Landkreis BreisgauHochschwarzwald
Landkreis Waldshut

28%
12%
12%

Landkreis Emmendingen
Landkreis Lörrach
Ortenaukreis
Landkreis Konstanz

12%
12%
12%
12%

4.1.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 4.1.2)

b)

Geschäftsführung

Helmut Schöpflin
Angaben über die gewährten Gesamtbezüge unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.
4.1.4 Beteiligungen des Unternehmens
Das Unternehmen hält keine Beteiligungen.
4.1.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Das Unternehmen hat bis zum 31.12.2001 Dienstleistungen für Kommunen und deren
Einrichtungen im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit erbracht. Diese Aufgaben sind
zusammen mit den technischen und kaufmännischen Vermögensgegenständen mit Beginn des Geschäftsjahres 2002 auf die KR BF GmbH (vgl. Kap. 4.2) übertragen worden.
Das Personal ist zum 31.12.2001 auf den Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung
Südlicher Oberrhein (ZV KDSO) überführt worden und ging nach dessen Auflösung zum
01.01.2003 auf den ZV KIV Baden-Franken über.
Seit 01.01.2002 ist die Gesellschaft als Vermieterin ihres Betriebs- und Bürogebäudes
sowie weiterer Räume tätig. Mieter sind der ZV KIV Baden-Franken, der DVDienstleistungen für hoheitliche Kunden anbietet und die KRBF GmbH, die ein Rechenzentrum als Produktionsstätte betreibt und DV-Dienstleistungen gegenüber gewerblichen
Kunden anbietet.

Beteiligungsbericht 2015- RRSO GmbH -

4.1.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010
T€

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

4.533
128
0
4.661

4.427
140
2
4.569

4.324
192
2
4.518

4.253
377
2
4.632

4.364
323
3
4.689

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

2.169
461
2.031
4.661

2.326
487
1.756
4.569

2.483
473
1.561
4.518

2.638
421
1.573
4.633

2.829
422
1.438
4.689

2016
Plan
T€
640
26
666

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

T€
675
1
676

T€
680
68
748

T€
642
8
650

2015
Plan
T€
600
0
600

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

182
25
107
58
372

292
13
105
45
455

204
19
116
48
387

196
10
108
65
379

317
19
108
50
494

Betriebsergebnis
Finanzergebnis

304
-78

293
-71

263
-72

221
-41

172
-21

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Außerordentliches Ergebnis
Steuern vom Einkommen und Ertrag

226
0
69

222
0
67

191
0
1

180
0
33

151
0
6

Jahresüberschuss

157

155

190

146

145

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

2012

2013

2014

b)
Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick
Seit dem Geschäftsjahr 2002 beschränkt sich die Gesellschaft ausschließlich auf die
Verwaltung ihres eigenen Vermögens, insbesondere der Verwaltung ihrer Betriebsimmobilie. Das Vermietungskonzept für die Betriebsimmobilie lässt auch zukünftig ein dem
Geschäftsgegenstand angemessenes Jahresergebnis erwarten. Aufgrund bestehender
Mietverträge ergibt sich für die Gesellschaft mittelfristig kein Risiko.
c)
Kapitalzuführungen und -entnahmen
Im Berichtsjahr wurde die Kapitalrücklage um 155 T€ erhöht.
d)
Personalentwicklung
Die RRSO GmbH beschäftigt ab 2002 kein eigenes Personal mehr.
e)
Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Tätigkeit der RRSO GmbH erstreckt sich auf die kontinuierliche Vermietung eines
betriebsbereiten Betriebs- und Verwaltungsgebäudes; auf die Ermittlung und Ausweisung von Kennzahlen wird daher verzichtet.

Beteiligungsbericht 2015 - RRSO GmbH -

4.2

Kommunales Rechenzentrum Baden-Franken GmbH

4.2.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand der Gesellschaft ist im Rahmen der Erfüllung öffentlicher Zwecke im Sinne
der Gemeindeordnung der Betrieb eines kommunalen Rechenzentrums mit angeschlossenem Datennetz sowie allen dazugehörenden Dienstleistungen.
4.2.2 Beteiligungsverhältnisse
Der Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken ist alleiniger
Gesellschafter der KRBF GmbH. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt
1.500.000,00 €. Zum 31.12.2014 wird darüber hinaus eine Kapitalrücklage in Höhe von
3.500.000,00 € ausgewiesen.
4.2.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 4.2.2)

b)

Geschäftsführung

Dipl. Wirtschaftsingenieur William Schmitt
Angaben über die gewährten Gesamtbezüge unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.
4.2.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft ist mit 127.822,97 € (27,78%) am Stammkapital der DZ Datenzentrale
Entwicklungs- und Vertriebs GmbH, Stuttgart beteiligt. Des Weiteren besteht eine Beteiligung am Badischen Gemeinde Versicherungsverband mit 800,00 €.
4.2.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Gesellschaft betreibt ein kommunales Rechenzentrum, welches die EDV-Produktion
sowohl für den hoheitlichen Aufgabenbereich der Verbandsmitglieder des ZV KIVBF
(Gesellschafter) als auch für den kommunalen gewerblichen Bereich, insbesondere für
das Gesundheitswesen und die Versorgungsunternehmen erledigt. Personal der Stadtwerke und Krankenhäuser werden auch in informationstechnischen Angelegenheiten
beraten, betreut und geschult. Bei der EDV-Produktion werden vertrauliche Daten der
Bürger verarbeitet, die sowohl unter das Steuer-, Melde- als auch unter das Sozialgeheimnis fallen. An Datenschutz und Datensicherheit sind deshalb hohe Anforderungen
gestellt, welche die KRBF zu erfüllen hat. Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens zeigt folgende Übersicht:

Umsatzerlöse aus
-Leistungen für KIVBF-Firmengruppe
-Erlöse aus Fallpreisen und Service
-Sonstige Erlöse (davon 1.543 T€ in KIVBF-Verbund)

2010

2011

2012

2013

2014

19.227
15.391
481

20.433
15.880
444

20.105
14.589
169

23.772
7.088
1.496

22.707
6.799
1.903

T€

T€

Beteiligungsbericht 2015 - KR BF GmbH -

T€

T€

T€

4.2.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010
T€

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

8.517
9.928
625
19.070

9.814
12.505
641
22.960

13.517
6.173
1.755
21.445

14.479
10.175
2.500
27.155

15.833
8.270
2.765
26.868

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Passiv latente Steuern
Summe

5.162
1.978
11.928
1
0
19.070

5.908
2.002
14.900
0
150
22.960

7.278
1.939
12.082
28
117
21.445

8.539
1.720
16.821
3
71
27.155

8.903
1.558
16.373
0
34
26.868

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2012

2013

2014

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
34.863
879
35.742

T€
32.357
938
33.295

T€
31.409
822
32.231

2015
Plan
T€
33.766
20
33.786

2016
Plan
T€
39.198
20
39.218

Materialaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

18.411
4.033
11.417
33.861

19.839
5.032
6.393
31.264

19.628
5.428
6.362
31.419

19.928
7.992
7.190
35.110

19.968
10.166
8.325
38.459

Betriebsergebnis
Finanzergebnis

1.881
-187

2.031
-193

812
-246

-1.324
-660

759
-808

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Außerordentliches Ergebnis
Steuern vom Einkommen/Ertrag und Sonstige
Jahresergebnis

1.694
0
325
1.369

1.838
0
577
1.261

566
0
202
364

-1.984
0
9
-1.993

-49
0
9
-58

b)

Die Lage des Unternehmens, Ausblick und Entwicklung

Darstellung des Geschäftsverlaufs
Die KRBF stellte im Berichtszeitraum durch ihr umfassendes Leistungsspektrum mit einer Vielzahl von Anbindungen weiterhin innovative, technologisch tragfähige und auf die
Geschäftsprozesse der Kunden abgestimmte zeitgemäße IT- Lösungen zur Verfügung.
Das Jahr 2014 war geprägt durch die Erweiterung der Mitgliederschaft, der Entflechtung
der Tätigkeitsbereiche aus den bisherigen Organisationseinheiten und dem Aufbau neuer Angebote im Umfeld Virtualisierung/Cloud Computing. Diese Tätigkeitsbereiche wurden in Teilen im Jahr 2014 abgeschlossen, prägen aber auch in den Folgejahren – vor
allem im Bereich von Entflechtung und Cloud Computing – die Aktivitäten im Unternehmen weiter. Die Neu-Mitgliedergewinnung im Zweckverband KIVBF stärkt mittelbar auch
die ihm verbundene KRBF GmbH; die Anzahl der Mitglieder ist auf 539 angestiegen, darunter das Land Baden-Württemberg, die Datenzentrale Baden-Württemberg und die
Kommunale Informationsverarbeitung Reutlingen-Ulm.
Im Energiesektor wurde mit dem Verkauf der Anteile an den Gesellschaften der Baden
Franken Services (KIVBF) die bestehende Geschäftsfeldüberschneidungen zwischen
Beteiligungsbericht 2015 - KR BF GmbH -

der Baden Franken Services und dem Tochterunternehmen endica GmbH bereinigt und
damit die Position der endica GmbH als Anbieter von Dienstleitungen für kommunale
und private Energieversorger gestärkt. Weitere Schwerpunkte für 2015 sind die Themen
E-Government und Bürgerbeteiligung sein, um im Sinne des Programms „digitale Verwaltung 2020“ entsprechende Angebote für eine moderne Kommunalverwaltung bereitzustellen.
Ausblick
Zielsetzung des Unternehmens ist auch künftig die Bereitstellung kompletter ITLösungsangebote für die gesamte Bandbreite kommunaler Aufgabenfelder. Die Produktstrategie wird dabei laufend an die geänderten rechtlichen, technischen sowie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst. Das voraussichtlich negative Ergebnis in 2015
ist noch durch den Auf- und Ausbau der KIVBF-Cloud geprägt. Ab 2016 rechnet das Unternehmen trotz sich verändernden Rahmenbedingungen wieder mit einer positiven Entwicklung. Das Unternehmen ist eingebunden in die geplante Fusion und Umstrukturierung des Datenverarbeitungsverbundes in Baden-Württemberg mit einem Zusammenschluss der drei Datenverarbeitungszweckverbände KIVBF, KDRS (Kommunale Datenverarbeitung Region Stuttgart), KIRU (Kommunale Informationsverarbeitung ReutlingenUlm) sowie der Datenzentrale Baden-Württemberg.
Risikobeurteilung
Allgemeine Risiken des Unternehmens liegen in der Entwicklung des wirtschaftlichen
Umfelds und der Wettbewerbssituation. Zu den weiteren Risiken eines ITDienstleistungsunternehmens gehören das Risiko einer sich verschärfenden Wettbewerbssituation mit Abwanderung von Kunden, Ressourcenengpässe, fehlendes Neugeschäft bzw. ausbleibende Geschäftsfeldentwicklung und fehlende Neukunden und Risiken im Bereich der IT- und Datensicherheit. Hierzu wurden umfangreiche Maßnahmen
eingeleitet, um diese Risiken in Beherrschung zu bekommen.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Berichtsjahr erfolgte keine Veränderung des Stammkapitals bzw. der Rücklagen.
d)

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr kein eigenes Personal.
e)

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010

Vermögens- / Finanzkennzahlen

2011

2012

2013

2014

Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen

%
%
%
T€

44,7
60,6
27,0
-5.242

42,7
60,2
25,7
1.297

62,4
53,8
33,9
3.702

52,8
59,0
31,4
963

58,5
56,2
33,1
1.354

Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow

%
%
%
T€

-4,2
neg.
neg.
4.680

2,0
12,6
4,2
6.957

3,9
18,8
9,0
3.246

3,9
14,8
7,5
5.928

1,2
4,1
3,0
7.621

Beteiligungsbericht 2015 - KR BF GmbH -

4.3

Rheinhafen Breisach GmbH

4.3.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und der Betrieb von Hafenanlagen, die
Verwaltung und Verpachtung von Grundstücken und Gebäuden sowie die Erfüllung aller
damit zusammenhängenden Aufgaben. Hierzu gehören der Transport, der Umschlag
und die Lagerung von Gütern aller Art.
4.3.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadt Breisach
Landkreis Breisgau Hochschwarzwald
BAVARIA Schifffahrts- und Speditions-AG
Stadt Freiburg i.Br.
Birkenmeier Stein + Design GmbH & Co. KG
Kies- und Splittverladegesellschaft mbH
Erismann & Cie. GmbH
IHK Südlicher Oberrhein
KLEYLING KG
Spedition Bäumle GmbH

31,80 %
23,20 %
27,00 %
11,26 %
1,67 %
1,67 %
1,00 %
1,00 %
1,00 %
0,40 %

4.3.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 4.3.2)

b)

Geschäftsführung

Martin Kuttler
Angaben über die gewährten Gesamtbezüge unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.
c)

Aufsichtsrat (31.12.2014)

Oliver Rein
Alfred Vonarb
Heinrich B. Frings
Peter Bercher
Thomas Birkenmeier
Alexander Hackenjos
Andreas Kempff
Otto Neideck
Dorothea Störr-Ritter

Bürgermeister der Stadt Breisach
Bürgermeister a.D. der Stadt Breisach, Vorsitzender
stellvertretender Vorsitzender
Stadtrat a.D., Breisach
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Hauptgeschäftsführer, IHK
Erster Bürgermeister der Stadt Freiburg i. Br.
Landrätin, Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Jahr 2014 auf 10 T€.
Gemäß § 64 Abs. 3 Landesbeamtengesetz i.V.m. § 5 Abs. 3 Landesnebentätigkeitsverordnung haben Oberbürgermeister und Bürgermeisterin / Bürgermeister bei Aufwandsentschädigungen aus allen für die Stadt wahrgenommenen Zusatztätigkeiten einen
6.100 € pro Jahr übersteigenden Betrag an die Stadt Freiburg abzuführen. Dasselbe gilt
über § 32 Abs. 5 GemO auch für Gemeinderätinnen und Gemeinderäte.
Im Berichtsjahr lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 11,1 %.

Beteiligungsbericht 2015- Rheinhafen Breisach GmbH -

4.3.4 Beteiligungen des Unternehmens
Lagerhaus Breisach GmbH (66 %)
4.3.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Der Schwerpunkt der wirtschaftlichen Tätigkeit liegt im Betrieb von Hafenanlagen mit
dem Be- und Entladen von Gütern, der Organisation von Transporten und Lagerung, der
Verpachtung von Grundstücken, der Vermietung von Lagerhallen sowie der Betrieb einer
öffentlichen Brückenwaage und aller damit verbundenen Dienstleistungen. Beim Rheinhafen Breisach ergab sich im Berichtsjahr eine mengenmäßige Abnahme beim wasserseitigen Güterumschlag von 1,3 %. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere geringere Mengen bei Holzpellets, Heizöl, Diesel und Klinker. Positiv beeinflusst wurde die
Ergebnisentwicklung jedoch durch höhere Umschlagentgelte, die aus Mehrmengen beim
Kranumschlag resultieren. Die Entwicklung der Umschlagsmengen zeigt folgende Übersicht:
Ankunft (t)
Abgang (t)
Gesamt (t)

2010
234.108
516.657
750.765

2011
253.169
353.000
606.169

2012
314.038
681.745
995.783

2013
249.870
441.030
690.900

2014
303.257
378.793
682.050

4.3.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014
T€

487
2.402
2.889

484
2.587
3.071

550
2.795
3.345

526
2.766
3.292

552
2.861
3.413

2.265
468
156
--2.889

2.435
504
131
1
3.071

2.617
564
164
--3.345

2.687
524
81
0
3.292

2.762
583
68
0
3.413
2016
Plan
T€
1.200
70
1.270

2012

2013

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
1.852
151
2.003

T€
1.308
108
1.416

T€
1.371
121
1.492

2015
Plan
T€
1.250
80
1.330

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

487
743
27
442
1.699

154
807
25
273
1.259

175
765
27
348
1.315

130
800
40
250
1.220

120
810
40
240
1.210

Betriebsergebnis
Finanzergebnis

304
167

157
157

177
149

110
160

60
150

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern

471
94

314
49

327
57

270
90

210
70

Jahresüberschuss

377

265

270

180

140

Beteiligungsbericht 2015- Rheinhafen Breisach GmbH -

2014

b)

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Bei den dem Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen e.V. angeschlossenen Umschlagsplätzen ist der Schiffsgüterumschlag gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen.
Demgegenüber war bei der RHB GmbH beim wasserseitigen Güterumschlag ein Rückgang von 1,3 % zu verzeichnen. Entscheidend für die Ergebnisentwicklung war jedoch
die Zunahme des Kranumschlages. Die Vermögenslage des Unternehmens ist durch
eine hohe Liquidität und eine hohe Eigenkapitalverzinsung gekennzeichnet.
Die weitere Entwicklung ist vor allem vom konjunkturellen Umfeld der Branchen, die ihre
Produkte und Erzeugnisse in Breisach umschlagen, abhängig. Hinzu kommen einige
andere externe Faktoren, wie zum Beispiel die umwelt- wie auch verkehrspolitisch sinnvolle Verlagerung von Transporten auf die Wasserstraße.
c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Das Stammkapital blieb im Berichtsjahr unverändert.
d)

Personalentwicklung (im Jahresdurchschnitt)
2012

Tariflich Beschäftigte
Arbeitnehmer/-innen Gesamt
Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte

2013

16
16

16
16

davon Führungspersonal

e)

2014
Gesamt
16
16
13
3

m
14
14
12
2

---

---

w
2
2
1
1

2015
Plan
16
16

2016
Plan
16
16

---

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
2010

Vermögens- / Finanzkennzahlen
Anlagenintensität
Anlagendeckung
Eigenkapitalquote
Nettoinvestitionen

2011

2012

2013

2014

%
%
%
T€

16,9
>100
78,4
-35

15,8
>100
79,3
-3

16,4
>100
78,2
65

16,0
>100
81,6
-23

16,2
>100
80,6
26

Ertragskennzahlen
Umsatzrentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität
Cash-flow

%
%
T€

18,0
11,2
9,5
299

25,3
16,5
13,7
375

25,4
17,8
14,5
425

24,0
11,5
10,0
303

23,8
11,7
10,0
326

Personalkennzahlen
Umsatz pro Mitarbeiter/-in
Personalkosten je Mitarbeiter/-in

T€
T€

71,4
40

80,6
44

123,5
48

81,7
52

85,7
49

Beteiligungsbericht 2015- Rheinhafen Breisach GmbH -

4.4

Lagerhaus Breisach GmbH

4.4.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und Betrieb von Siloanlagen und Lager, vornehmlich für Getreidelagerung, Umschlag und Transport.
4.4.2 Beteiligungsverhältnisse
Rheinhafen Breisach GmbH
Raiffeisen-Zentralgenossenschaft eG

66 %
34 %

4.4.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Gesellschafterversammlung (siehe Abschnitt 4.4.2)

b)

Geschäftsführung

Martin Kuttler
Angaben über die gewährten Gesamtbezüge unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.
c)

Aufsichtsrat

Oliver Rein
Alfred Vonarb
Dr. Ewald Glaser
Heinrich B. Frings
Peter Bercher

Bürgermeister der Stadt Breisach
Bürgermeister a.D. der Stadt Breisach, Vorsitzender
Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen - Zentralgenossenschaft eG,
Karlsruhe -, stellvertretender Vorsitzender
Vorstand Bavaria AG
Stadtrat, Gesellschafter-Geschäftsführer, Erismann & Cie, Breisach

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Jahr 2014 auf 6 T€.
4.4.4 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ
AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

2010
T€

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014
T€

598
2.050
2.648

561
2.343
2.904

541
2.562
3.103

901
2.281
3.182

1.670
1.845
3.515

1.787
459
402
--2.648

1.946
389
569
--2.904

2.193
495
415
--3.103

2.222
578
381
--3.182

2.287
464
764
--3.515

Beteiligungsbericht 2015- Lagerhaus Breisach GmbH-

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2010
T€
4.119
22
4.141

2011
T€
6.034
30
6.064

2012
T€
7.033
90
7.123

2013
T€
5.838
37
5.875

2014
T€
2.641
181
2.822

3.150
128
70
339
3.687

4.974
139
61
370
5.544

5.765
167
19
497
6.448

4.926
161
12
397
5.496

1.747
152
42
439
2.380

Betriebsergebnis
Finanzergebnis

454
-5

520
-2

675
15

379
15

442
7

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern

449
173

518
154

690
196

394
119

449
138

Jahresüberschuss

276

364

494

275

311

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

Für diese mittelbare Beteiligung werden angesichts des Größenverhältnisses keine weiteren Ausführungen im Beteiligungsbericht gemacht.

Beteiligungsbericht 2015- Lagerhaus Breisach GmbH -

4.5

Gewerbepark Breisgau GmbH

4.5.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung des Gewerbeparks Breisgau auf
dem Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes Bremgarten zu einem interkommunalen
Gewerbe- und Industriegebiet. Die Gesellschaft hat für das Verbandsgebiet des Zweckverbandes Gewerbepark Breisgau insbesondere die Aufgabe, Werbemaßnahmen, die
Ansiedlung und Betreuung von Unternehmen, die Verpachtung von Grundstücken und
die Vermietung von Gebäuden, die Unterhaltung der Straßen und Grünflächen, die technische Betriebsführung der Abwasserkanäle, den Betrieb des Sonderlandeplatzes und
des Industriegleises sowie die Wasserversorgung durchzuführen. Das Unternehmen verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne der Gemeindeordnung.
4.5.2 Beteiligungsverhältnisse
Zweckverband Gewerbepark Breisgau
Sparkasse Staufen-Breisach
Sparkasse Markgräflerland
Volksbank Staufen eG
Volksbank Breisgau Süd eG
Freiburg-S-Wirtschaft-Immobilien GmbH & Co. KG

75%
5%
5%
5%
5%
5%

4.5.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Abschnitt 4.5.2)

b)

Geschäftsführung

Markus Riesterer
Angaben über die gewährten Gesamtbezüge unterbleiben gem. § 286 HGB Abs. 4 HGB.
4.5.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen
4.5.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Gewerbepark Breisgau GmbH erledigte im Geschäftsjahr 2014 folgende Aufgaben
für den Zweckverband Gewerbepark Breisgau:
•
•
•
•
•
•
•
•

Vermarktung der Gewerbegrundstücke,
Unterhaltung und Betrieb des Sonderlandeplatzes und des Industriegleises,
Unterhaltung und Betrieb der Wasserversorgung,
Marketingmaßnahmen,
Unterhaltung und Betrieb der Schmutz- und Regenwasserkanalisation und der Regenwasserversickerungsbecken,
Unterhaltung der öffentlichen Straßen sowie der Geh- und Radwege einschließlich
der Durchführung der Straßenreinigung und des Winterdienstes, Unterhaltung der
Straßenbeleuchtung und der öffentlichen Grünbereiche,
Projektsteuerung für Erschließungsmaßnahmen,
Erledigung diverser Aufgaben der Verbandsverwaltung.
Beteiligungsbericht 2015 - Gewerbepark Breisgau GmbH -

4.5.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010
T€

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

122
302
0
424

131
383
4
518

129
407
3
539

117
378
18
513

115
321
3
439

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Summe

248
32
144
0
424

344
48
126
0
518

315
41
183
0
539

326
37
146
4
513

283
99
53
4
439

2016
Plan
T€
1.307
5
1.312

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
1.275
41
1.316

T€
1.410
46
1.456

T€
1.470
131
1.601

2015
Plan
T€
1.271
55
1.326

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

270
372
29
680
1.350

378
403
32
630
1.443

407
488
29
724
1.648

360
445
30
476
1.311

350
470
30
449
1.300

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Sonstige Steuern ('-' = Steuererstattungen)

-34
1
-33
-4

13
1
14
3

-47
1
-46
-3

15
0
15
5

12
0
12
4

Jahresergebnis

-29

11

-43

10

8

b)

2012

2013

2014

Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick

Der Geschäftsverlauf 2014 war gekennzeichnet von einem guten Grundstücksverkauf
sowie einer weiteren Verbesserung der Infrastruktur. Seit Beginn der Konversion wurden
durchschnittlich rund 5,5 ha pro Jahr verkauft. Weiterhin positiv zeigte sich die wirtschaftliche Situation für den Sonderlandeplatz mit 36.905 Flugbewegungen im Berichtsjahr
2014.
In den nächsten Jahren sind keine Änderungen in der Geschäftspolitik der Gewerbepark
Breisgau GmbH geplant. Beim Vertrieb von Gewerbeflächen wird weiterhin darauf zu
achten sein, dass eine gesunde Vielfalt von leistungsfähigen Gewerbebetrieben angesiedelt werden kann. Aufgrund der konjunkturellen Lage und der bisherigen Entwicklung
der Gewerbepark Breisgau GmbH erwartet das Unternehmen im nächsten Jahr eine
Umsatzsteigerung. Es sind die üblichen Investitionen bzw. Unterhaltungsmaßnahmen
wie in den vergangenen Jahren geplant. Dies betrifft vor allem das Industriegleis sowie
Wasser-, Abwasser- und die Straßenunterhaltung.

Beteiligungsbericht 2015 - Gewerbepark Breisgau GmbH -

c)

Kapitalzuführungen und -entnahmen

Im Berichtsjahr 2014 wurde das gezeichnete Kapital nicht verändert.
d)

Personalentwicklung
2012

Tariflich Beschäftigte
Arbeitnehmer/-innen Gesamt
Vollzeit
Teilzeit
davon Führungspersonal

Minijob
Praktikant

e)

13
13

2013

2014

Gesamt
14
18
14
18
4
7

m
12
12
2
5

6
1

5
---

1

1

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Auf die Ermittlung und Darstellung von Kennzahlen wurde verzichtet

Beteiligungsbericht 2015 - Gewerbepark Breisgau GmbH -

w

2015
Plan
6
6
2
2

---

1
1

17
17

2016
Plan
18
18

4.6

Energieagentur Regio Freiburg GmbH

4.6.1 Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens sind im Verflechtungsbereich des Oberzentrums Freiburg alle Geschäfte und Dienstleistungen sowie Maßnahmen, die mit einer dem Klimaschutz verpflichteten, sparsamen und umweltschonenden Energieverwendung, zusammenhängen; dies sind insbesondere:
- der Verbesserung des Wärmeschutzes im Gebäudebestand,
- der Förderung des Einsatzes energiesparender Haustechniken,
- der Förderung erneuerbarer Energien, insbesondere Solarenergie und
- der Integration lokaler Akteure in den Klimaschutzprozess
4.6.2 Beteiligungsverhältnisse
Stadt Freiburg i.Br.
Förderverein Energie- und Solaragentur Regio Freiburg e.V.
Verein „Klimaschutzpartner im Handwerk Regio Freiburg e.V.“

33,3 %
33,3 %
33,3 %

4.6.3 Besetzung der Organe sowie gewährte Gesamtbezüge
a)

Gesellschafterversammlung (vgl. Ziffer 4.6.2)

b)
Geschäftführung
Rainer Schüle
Angaben über die gewährten Bezüge unterbleiben gemäss § 286 HGB.
c)
Beirat (Stand 31.12.2014)
Herr Ilgemann
Invest Consult Solar
Herr Disch
Eurosolar e.V.
Herr Hoffmann
Architektenforum

Frau Steuer IHK Südlicher Oberrhein
Herr Rogg badenova AG & Co.KG
N.N.
Kreishandwerkerschaft FR

Im Berichtsjahr lag der Frauenanteil im Beirat bei 20,0 %.
4.6.4 Beteiligungen des Unternehmens
Die Energieagentur Regio Freiburg GmbH hält Genossenschaftsanteile von 168,55 € an
der OekoGeno eG, Freiburg und 500,00 € an der GLS Gemeinschaftsbank eG
4.6.5 Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Energieagentur Regio Freiburg wurde zum 30.08.1999 gegründet. Die Gesellschaft
hat im Jahr 2014 in folgenden Geschäftsbereichen agiert:
• Kampagnearbeit zum Thema Strom und Wärmeeinsparung,
• Gutachten und Konzepte für Gewerbeunternehmen, kirchliche Einrichtungen, Baugesellschaften und Kommunen,
• Beratungen von Hauseigentümern nach dem Vor-Ort-Beratungsprogramm des BAFA
(Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle),
• Publikationen und Informationsarbeit,
• Vortragsveranstaltungen, Seminare und Messebeteiligungen und
• Tagungsbetrieb.
Beteiligungsbericht 2015 - Energieagentur Freiburg -

4.6.6 Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens
a)

Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010
T€

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

60
613
2
675

58
710
3
771

57
680
4
741

64
603
6
673

51
618
0
669

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

279
47
350
675

274
93
405
771

333
135
273
741

182
73
419
673

176
48
444
669

2016
Plan
T€
1.270
0
0
1.270

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2012

2013

2014

Umsatzerlöse
Bestandsveränderung
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
1.343
-96
6
1.253

T€
998
77
17
1.091

T€
1.156
77
25
1.258

2015
Plan
T€
1.260
0
0
1.260

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

236
617
21
295
1.169

265
636
24
321
1.246

245
647
24
346
1.263

0
685
21
514
1.220

0
680
21
529
1.230

Betriebsergebnis
Finanzergebnis

84
0

-155
-2

-5
-1

40
0

40
0

Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen/ Ertrag ("-" = Erstattung)
Jahresergebnis

84
25
59

-157
-6
-151

-6
0
-6

40
20
20

40
15
25

b)
Die Lage des Unternehmens, Entwicklung und Ausblick
Nach § 264 Abs. 1 Satz 3 HGB sind kleine Kapitalgesellschaften von der Verpflichtung
zur Aufstellung eines Lageberichtes befreit. Ein Lagebericht wurde daher nicht erstellt.
c)
Kapitalzuführungen und -entnahmen
Das gezeichnete Kapital sowie die Rücklagen blieben im Berichtsjahr unverändert;
d)

Personalentwicklung
2012

Arbeitnehmer Gesamt
Vollzeit
Teilzeit
davon Führungspersonal

e)

15

2013

2014

Gesamt
15
18
1
17
1

m
9
1
8
1

2015
w
9
0
9

Plan

17

2016
Plan

16

0

Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Aufgrund der Struktur und des Aufgabenspektrums der Gesellschaft wird auf den Ausweis von Kennzahlen verzichtet.

Beteiligungsbericht 2015 - Energieagentur Freiburg -

III.

Kapitel:

Darstellung der einzelnen Eigenbetriebe

1

Eigenbetrieb Stadtentwässerung Freiburg i.Br.

1.1

Gegenstand des Eigenbetriebs

Zweck des Eigenbetriebes ist die Beseitigung des in der Stadt Freiburg angefallenen
Abwassers nach Maßgabe der "Stadtentwässerungssatzung" in der jeweils geltenden
Fassung.

1.2

Besetzung der Organe

a)
Gemeinderat
Der Gemeinderat entscheidet außer über die in § 9 Abs. 1 des EigBG und § 39 Abs. 2
der GemO genannten Angelegenheiten auch über die Änderungen des Wirtschaftsplans
und über die in § 5 Abs. 2 und Abs. 3 der Eigenbetriebssatzung genannten Angelegenheiten, soweit dafür nicht die Betriebsleitung oder nach der Eigenbetriebssatzung ein
Ausschuss zuständig ist. Darüber hinaus entscheidet der Gemeinderat über die allgemeine Festsetzung von Tarifen, die Festsetzung der allgemeinen Lieferbedingungen sowie sonstige wichtige Angelegenheiten des Eigenbetriebs.
b)
Betriebsausschuss
Dem Hauptausschuss der Stadt Freiburg wurde als Betriebsausschuss die Vorberatung
der dem Gemeinderat zur Entscheidung vorbehaltenen Angelegenheiten übertragen.
c)
Betriebsleitung
Erster Betriebsleiter
Zweiter Betriebsleiter
Zweiter Betriebsleiter

LStBD Jürgen Bolder (bis 31.10.2014)
StBD Peter Reuß (ab 01.11.2014 erster Betriebsleiter)
Diplom Ingenieur Frank Uekermann (ab 01.12.2014)*

* in Personalunion Amtsleiter Garten- und Tiefbauamt

1.3

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zweck

Seit 01.01.1999 werden vertragsgemäß die operativen Aufgaben der Stadtentwässerung
durch die Abwasser Freiburg GmbH (AWF) und die bnNetze GmbH erledigt. ESE hat die
Auftraggeberfunktion im Bereich Stadtentwässerung. Von hier werden die Standards
vorgegeben und überwacht. Der Eigenbetrieb nimmt ferner sämtliche Hoheitsaufgaben
im Bereich Stadtentwässerung wahr. Den Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks
zeigt nachfolgende Tabelle:
Kanalausbau
-Gesamtlänge Erweiterung
-Investitionsvolumen
Kanalsanierung
-Gesamtlänge Sanierung
-Sanierungsvolumen
Abwassermengen
Versiegelte Flächen**

2010

2011

2012

2013

2014

m
T€

2.350*
759*

103*
488*

1.758
1.284

1.828
733

2.583
1.305

m
T€

4.545
6.257
12.837
12.517

5.153
3.916
13.401
10.427

3.147
5.512
13.409
11.131

3.866
6.048
13.393
10.183

2.577
6.564
13.387
10.109

Tm³
Tm²

* Die Jahre 2010/2011 sind in der Gesamtschau zu betrachten, da Projekte über den gesamten Zeitraum liefen.
** Die kalkulatorisch ermittelte Fläche von 6.850 Tm² für die Abwassergebühren wurde in den Jahren 2007 bis 2010 zu
der tatsächlich abgerechneten Fläche dazu addiert, um eine Vergleichbarkeit mit dem Jahr 2011 zu ermöglichen.

Die Investitions- und Sanierungskosten sind abhängig von der Komplexität der jeweiligen
Projekte, von der Wahl der anzuwendenden Verfahren und der Größe der Kanäle. Im
Jahr 2014 investierte der Eigenbetrieb insgesamt 8,1 Mio. €.
Beteiligungsbericht 2015 - ESE -

1.4

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010
T€

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

180.590
15.255
19
195.864

181.877
12.878
22
194.777

185.553
13.989
19
199.561

189.325
14.743
24
204.092

193.142
15.191
0
208.333

PASSIVA
Eigenkapital
Fördermittel / Zuschüsse
Kanalbeiträge
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

-2.566
11.926
17.048
56
169.400
195.864

-3.180
12.123
16.646
53
169.134
194.776

-2.264
12.270
16.189
56
173.310
199.561

-460
11.962
16.312
84
176.193
204.092

-2.251
11.810
15.932
3.345
179.496
208.333

2015
Plan
T€
31.689
72
31.761

2016
Plan
T€
31.789
0
72
31.861

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2012

2013

2014

Umsatzerlöse
andere aktiviere Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
30.153
0
102
30.255

T€
31.104
0
131
31.235

T€
28.467
78
266
28.811

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

18.308
607
4.223
360
23.498

18.660
638
4.314
322
23.934

19.569
662
4.452
283
24.966

20.197
538
4.533
262
25.530

20.538
552
4.650
263
26.003

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Außerordentliches Ergebnis
Sonstige Steuern

6.757
-5.839
918
-1
1

7.301
-5.551
1.750
54
0

3.845
-5.366
-1.521
26
0

6.231
-5.418
813
0
1

5.858
-5.528
330
0
1

916

1.803

-1.494

812

329

Jahresergebnis

b)

Gebührenentwicklung

Für die Kalkulationszeiträume 2010/2011, 2012-2014 und 2015/2016 gelten folgende
Abwassergebühren:
2010-2011
2012-2014
2015-2016
ab 01.01.2010 ab 01.01.2012 ab 01.01.2015
Freiburg
Freiburg
Freiburg
Abwassergebühr**

1,79 €/m³

Getrennter
Gebührenmaßstab
-Schmutzwasser
-Niederschlagswasser

1,19 €/m³
0,526 €/m²J

---

1,36 €/m³
0,697 €/m²J

2014*
Vergleichsgebühr BRD

2014*
Vergleichsgebühr BW

---

2,11 €/m³

---

1,37 €/m³
0,74 €/m²J

2,13 €/m³
0,85 €/m²J

1,90 €/m³
0,45 €/m²J

* DWA Wirtschaftsdaten bzw. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
** mit der Einführung der einheitlichen getrennten Gebühr gemäß Drucksache G-11/270 vom 13.12.12.2011 entfällt
ab dem 01.01.2012 die Abwassergebühr

Beteiligungsbericht 2015 - ESE -

Mit dem Gemeinderatsbeschluss gemäß Drucksache G-11/270 vom 13.12.2011 wurden
für den Gebührenbemessungszeitraum vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2014 die Gebühren gemäß obiger Tabelle angepasst und für alle angeschlossenen Grundstücke das
einheitliche getrennte Gebührensystem (gespaltene Abwassergebühr) gemäß dem Urteil
des VGH BW vom 11.03.2010 eingeführt. Für den Kalkulationszeitraum 2015 bis 2016
mussten die Gebührensätze gemäß Drucksache G-14/240 vom 09.12.2014 u.a. aufgrund der allgemeinen Teuerungsrate und der Veränderung der versiegelten Flächen
entsprechend angepasst werden. Im Schmutzwasserbereich liegen die Entwässerungsgebühren immer noch deutlich unter den Mittelwerten der Bundesrepublik Deutschland
bzw. aus Baden-Württemberg. Die im Vergleich zum Landesdurchschnitt als hoch erscheinenden Niederschlagswassergebühren begründen sich mit den städtischen Begebenheiten einer Großstadt. Auch andere Großstädte weisen erhebliche über dem Landesdurchschnitt liegende Gebührensätze auf (z.B. Mannheim 2014: 0,81 €/m²J).
c)

Personalentwicklung
2012
Ist

Beamte
Tariflich Beschäftigte
Arbeitnehmer/-innen Gesamt
Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte

5,4
3,0
8,4

davon Führungspersonal

2013
Ist
5,4
2,3
7
7

2014
Ist
Gesamt
m
w
5,2
4,8 0,4
2,8
0 2,8
8*
5
3
4
3
1
0
1
---

---

2015
Plan

2016
Plan

4,5
4,0
8,5

4,5
4,0
8,5

---

* Abweichung zu Angabe Beschäftige auf Seite 12 des Beteiligungsberichts wegen Berücksichtigung von Teilzeit

d)

Entwicklung und Ausblick

Zum 01.01.1999 erfolgte die Übertragung des operativen Geschäftes auf die Abwasser
Freiburg GmbH. Im Auftrag der Abwasser Freiburg GmbH werden seitdem Betrieb und
Unterhaltung aller Anlagen sowie die Ingenieuraufgaben der Sanierung und Erweiterung
von der badenova AG & Co. KG wahrgenommen. Diese beteiligt sich ebenso an den
Abstimmungen der Bauleitplanung und erarbeitet die Fortschreibung des Generalentwässerungsplanes. Der Vollzug der Stadtentwässerungssatzung im Sinne einer geordneten Grundstücksentwässerung und die entsprechende Beratung der Bauherren werden von dort wahrgenommen. Zusammen mit dem Entgelt für die Wasserversorgung
werden im Auftrag für den ESE auch die Entwässerungsgebühren erhoben und die erforderlichen Veranlagungen vorgenommen.
Von den laut Wirtschaftsplan 2015/2016 gemäß Drucksache G-14/241 vom 21.11.2014
für das Jahr 2015 vorgesehenen Investitionen in Höhe von 7,7 Mio. € werden voraussichtlich rd. 6,6 Mio. € (Stand: Dezember 2015) umgesetzt. Das Investitionsvolumen des
Jahres 2016 wird gemäß des vorgelegten Wirtschaftsplanes bei rund 8,1 Mio. € (Planungsstand: 11/2014) liegen. Davon sind für Maßnahmen der Kanalsanierung 6 Mio. €,
für Erschließungsmaßnahmen 0,5 Mio. € und für Sonderbauwerke (hauptsächlich Anlagen zur Regenwasserbewirtschaftung) 1,5 Mio. € vorgesehen.
Ein erheblicher Teil der Investitionen für die öffentliche Stadtentwässerung fließt in die
regionale Wirtschaft und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu stabilen Verhältnissen
in der Branche, dem Bausektor und in der Zulieferindustrie.
Als Mitglied im Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht trägt der Eigenbetrieb Stadtentwässerung ca. 60 % der Umlagen dieses Verbandes. Für das Jahr 2016 ist hierfür ein
Betrag von rund 10,1 Mio. € eingeplant.
Beteiligungsbericht 2015 - ESE -

2

Eigenbetrieb Abfallwirtschaft

2.1

Gegenstand des Eigenbetriebs

Zweck des Eigenbetriebes ist das Entsorgen der in der Stadt Freiburg angefallenen Abfälle entsprechend dem Abfallwirtschaftskonzept der Stadt Freiburg und nach Maßgabe
der Satzung über die Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Abfällen in der Stadt
Freiburg. Der Eigenbetrieb bedient sich zur Erfüllung dieser Aufgaben der ASF GmbH.

2.2

Besetzung der Organe

a)
Gemeinderat
Der Gemeinderat entscheidet außer über die in § 9 Abs. 1 des EigBG und § 39 Abs. 2
der GemO genannten Angelegenheiten auch über die Änderungen des Wirtschaftsplans
und über die in § 5 Abs. 2 und 3 der Eigenbetriebssatzung genannten Angelegenheiten,
soweit dafür nicht die Betriebsleitung oder nach der Eigenbetriebssatzung der Betriebsausschuss zuständig ist. Darüber hinaus entscheidet der Gemeinderat über die allgemeine Festsetzung von Tarifen, die Festsetzung der allgemeinen Lieferbedingungen sowie sonstige wichtige Angelegenheiten des Eigenbetriebs.
b)
Betriebsausschuss
Der Hauptausschuss der Stadt Freiburg übernimmt die Funktion eines beschließenden
Betriebsausschusses für den Eigenbetrieb. Dem Betriebsausschuss werden im Bereich
der Wirtschaftsführung verschiedene Aufgaben übertragen, soweit nicht die Betriebsleitung zuständig ist. Der Betriebsausschuss berät alle Angelegenheiten des Eigenbetriebs
vor, die der Entscheidung des Gemeinderats vorbehalten sind.
c)
Betriebsleitung
Erster Betriebsleiter
Zweite Betriebleiterin

Dr. Dipl.-Ing. Klaus von Zahn*
StVRin Susann Wurst

* in Personalunion Amtsleiter Umweltschutzamt

2.3

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

angeschlossene Haushalte
angeschlossene Gewerbebetriebe
Sammelmengen kg/EW
Restmüll (Restmüll Ø BW)
Sperrmüll
PPK
Bioabfälle

2010
94.993
4.331

2011
95.135
4.293

2012
96.364
4.719

2013
98.262
4.336

2014
99.222
4.744

96 (124)
26
91
80

93 (124)
25
91
82

90 (122)
22
88
84

94 (125)
18
92
85

93 (123)
17
92
85

Als Koordinationsstelle zwischen der beauftragten ASF GmbH und Stadt Freiburg hat
der EAF ein überwiegend hoheitliches Aufgabenspektrum und nimmt Steuerungsaufgaben in der Abfallwirtschaft sowie die Vertragskontrolle und -fortschreibung wahr. In 2014
sind folgende Tätigkeiten und Entwicklungen hervorzuheben:
•
•
•
•

Abschluss der Maßnahmen im Bauabschnitt 2 und Vergabe des Bauabschnitts 3 zur
Rekultivierung der Deponie Eichelbuck,
Neuregelung der Verträge über den Transport der Rest- und Sperrabfälle mit der
Bahn zur TREA ab 2017
Veranlagung der Grundstückseigentümer für die Gebührenausfälle ihrer Mieter der
Jahre 2014 und Vorjahre,
Fortschreibung des Abfallwirtschaftskonzeptes,

Beteiligungsbericht 2015 - EAF -

•
•
•
•

Erstellung einer Amtsblattsonderbeilage über die Freiburger Abfallwirtschaft,
Verlängerung der Abstimmungs- und Nebenentgeltvereinbarung mit den Dualen Systemen,
In Folge des am 01.06.2012 in Kraft getretenen neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes
sind weitere Rückgänge bei der Anlieferung von Abfällen zur Beseitigung an der Umschlagsstation zu verzeichnen,
Vorbereitung der Verlagerung des Gebühreneinzuges und Mahnungen auf die ASF
GmbH zum 01.07.2015.

2.4

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

2010
T€

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe

17.106
19.075
13
36.194

16.058
15.485
13
31.557

16.002
12.286
14
28.302

13.391
12.297
16
25.704

4.532
19.174
16
23.722

PASSIVA
Eigenkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

-1.026
35.173
2.046
0
36.194

-1.418
32.418
557
0
31.557

-1.622
29.463
461
0
28.302

-1.699
26.719
683
1
25.704

-1.619
24.059
1.280
1
23.722

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2012

2013

2014

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
21.101
2.832
23.933

T€
21.137
1.431
22.568

T€
22.116
1.084
23.200

2015
Plan
T€
22.078
945
23.023

2016
Plan
T€
22.078
945
23.023

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

4.454
320
53
20.048
24.875

4.215
356
54
18.616
23.241

4.068
410
54
19.014
23.546

4.036
371
81
18.741
23.229

4.036
371
81
18.741
23.229

-942
772
-171
33

-673
631
-42
35

-346
460
114
34

-206
262
56
35

-206
262
56
35

-77
-204
-281

80
-281
-201

21
-201
-180

21
-180
-159

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Sonstige Steuern
Jahresergebnis
Unterdeckung aus Vorjahren
Auf neue Rechnung vorzutragen

b)

-204
Auf neue R
-204

Gebührenentwicklung

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 15.10.2013 die Kalkulation der Abfallgebühren für die Jahre 2014/2015 beschlossen (G-13/179). Aufgrund von allgemeinen Preissteigerungen, dem Wegfall von entlastenden Effekten und trotz der Realisierung von
Einsparpotentialen mussten die Gebühren für Haushalte um durchschnittlich 6,8 % und
bei den gefäßbezogenen Gebühren um rd. 7,3 % erhöht werden.

Beteiligungsbericht 2015 - EAF -

c)

Personalentwicklung
2012

Beamte*
Tariflich Beschäftigte*
Arbeitnehmer/-innen Gesamt
Vollzeitkraft**
Teilzeitkraft

6
1
7

davon Führungspersonal

*
**

d)

2013
7
1
8

2014
Gesamt
7
1
8
5
3
---

einschließlich Betriebsleitung (vgl. Ziffer 2.2 c) und Beamte der ASF GmbH
die erste Betriebsleitung arbeitet insgesamt Vollzeit für UWSA und EAF

m

2
1
3
3
0

---

w
5
0
5
2
3

2015
Plan
7
1
8

2016
Plan
6
2
8

---

Entwicklung und Ausblick

Die wirtschaftliche Entwicklung ist weiterhin geprägt durch die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise, was sich weiterhin durch sehr niedrige Kapitalmarktzinsen bemerkbar macht. Gleichzeitig wirkt sich der Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst gebührensteigernd aus.
Es besteht weiterhin das Risiko von Mindermengen und -einnahmen als Folge des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, da Abfälle von Gewerbebetrieben nunmehr einer (energetischen) Verwertung zugeführt werden können.
Es gibt auf Bundesebene noch keine Einigung darüber, wie die in einem neuen Wertstoffgesetz zu regelnde gemeinsame Erfassung von Verpackungen und stoffgleichen
Nichtverpackungen in einer Wertstofftonne ausgestaltet sein wird. Dies ist in der Hoheit
der dualen Systeme oder in der Hoheit der öffentlich rechtlichen Entsorgungsträger möglich. Es besteht darüber hinaus keine Klarheit über die damit verbundenen Mehrkosten.
Derzeit ist nicht absehbar, wann diese Neuregelung erfolgen soll.
Eine Novellierung der Gewerbeabfallverordnung hat zum Ziel, die Trennpflichten und das
Recycling für gewerbliche Abfälle zu erhöhen.
Ab 01.07.2015 können gegen eine zusätzliche Gebühr die Behälter vom Stellplatz geholt
und nach der Leerung wieder zurückgestellt werden (Vollservice).
Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens (Deponie Eichelbuck) wurden noch weitere
Untersuchungen in Auftrag gegeben und die bestehenden Gutachten nochmals erweitert. Nachdem alle Ergebnisse vorliegen wurde ein Umweltbericht erarbeitet, der Anfang
2015 vorgelegt werden konnte. Teil des Gesamtnachnutzungskonzeptes ist der Bau
mehrerer Anlagen zur stofflichen und energetischen Verwertung biogener Abfälle auf
dem Deponieplateau durch die ASF. Hierdurch sollen zukünftig die Freiburger Grünabfälle ortsnah verwertet und energetisch genutzt werden. Insgesamt wird davon ausgegangen, dass durch die neuen Verwertungsanlagen 22.080.000 kWh Strom und 34.500.000
kWh Wärme pro Jahr gewonnen werden können, wodurch insgesamt rd. 11 Mio. Liter
Heizöl bzw. m³ Gas substituiert werden können. Die geplante Grünabfallverwertung ermöglicht langfristig auch den Ersatz des rückläufigen Deponiegases.

Beteiligungsbericht 2015 - EAF -

3

Eigenbetrieb Friedhöfe Freiburg i.Br.

3.1

Gegenstand des Eigenbetriebs

Zweck des Eigenbetriebes ist die Bereitstellung und Pflege von Friedhöfen und Gräbern,
der Betrieb der Feuerbestattungsanlage, die Vorhaltung von Bestattungseinrichtungen,
die Vorbereitung, Durchführung und Abwicklung von Bestattungen, die Erhaltung künstlerisch oder geschichtlich wertvoller Grab- und Denkmale in den Friedhöfen, die Wahrnehmung der Aufgaben nach dem Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von
Krieg und Gewaltherrschaft (Gräbergesetz), die Übernahme der Aufgaben des städtischen Bestattungsdienstes als kommunales Bestattungsunternehmen (Abwicklung von
Sterbefällen, Verkauf von Trauerartikeln, Leichentransporte, Überführungen, Sterbevorsorgen).

3.2

Besetzung der Organe

a)

Gemeinderat

Der Gemeinderat entscheidet außer über die ihm in § 9 Abs. 1 des EigBG und § 39 Abs.
2 der GemO genannten Angelegenheiten auch über die Festsetzung und Änderungen
des Wirtschaftsplans sowie über die in § 3 der Betriebssatzung geregelten Angelegenheiten, soweit hierfür nicht die Betriebsleitung oder der Betriebsausschuss zuständig ist.
b)

Betriebsausschuss

Der Hauptausschuss (HA) entscheidet über alle Angelegenheiten gem. § 5 Betriebssatzung, soweit nicht der Gemeinderat bzw. die Betriebsleitung zuständig ist.
c)

Betriebsleitung

Die Betriebsleitung bestand im Wirtschaftsjahr 2014 aus:
Erster Betriebsleiter:
Zweiter Betriebsleiter

3.3

Bernhard Keller
Martin Leser

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Der Schwerpunkt der Tätigkeit des EBF gliedert sich in die Aufgabenbereiche Bestattungsbetrieb und Pflege/Unterhaltung der Friedhofsanlagen (Friedhöfe) sowie Bestattungsvorbereitungen wie die Abwicklung von Sterbefällen, Verkauf von Trauerartikeln,
Leichentransporte etc. (Bestattungsdienst). Der Bereich Friedhöfe ist aufgeteilt in gebührenfähige und nichtgebührenfähige Leistungsbereiche:
Gebührenfähige Leistungsbereiche
- Erdbestattung
- Feierhallen
- Urnenbeisetzungen
- Ausgrabung/Umbettung
- Grabnutzung

Nichtgebührenfähige Leistungsbereiche
- Einäscherung
- Arbeiten für Dritte
- Grabpflege
- Öffentliches Grün
- Kriegs- und Ehrengräber

Die nachstehende Übersicht zeigt die Entwicklung der einzelnen Leistungsbereiche:
Erdbestattungen
Urnenbeisetzungen
Benutzung der Einsegnungshallen
Benutzung der Einstellräume (Tage)

2010
592
1.059
1.007
5.246

2011
544
1.101
1.057
4.938

Beteiligungsbericht 2015 - EBF -

2012
570
1.061
998
4.967

2013
543
1.141
988
4.454

2014
538
1.151
1.020
4.299

3.4

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
2010
T€

2011
T€

2012
T€

2013
T€

2014
T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Summe

9.415
13.587
23.002

9.212
15.021
24.233

9.294
15.513
24.807

11.029
14.665
25.694

12.452
13.933
26.385

PASSIVA
Eigenkapital
Fördermittel / Zuschüsse
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

2.186
0
1.686
3.818
15.312
23.002

2.556
1
1.968
4.209
15.499
24.233

2.906
1
1.709
4.586
15.605
24.807

3.370
566
1.615
4.488
15.655
25.694

3.623
1.131
1.394
4.549
15.688
26.385

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2012

2012

2014

2016
Plan
T€
5.439
0
0
190
5.629

BILANZ

Umsatzerlöse
Bestandsveränderung
Zu aktivierende Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
5.248
0
4
104
5.356

T€
5.346
5
0
212
5.563

T€
5.366
1
2
194
5.563

2015
Plan
T€
5.377
0
0
190
5.567

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

1.702
2.631
287
380
5.000

1.406
2.734
286
626
5.052

1.686
2.835
300
403
5.224

1.457
2.893
432
557
5.339

1.470
2.965
426
558
5.419

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen/Ertrag und Sonstige

356
27
383
33

510
24
534
69

339
9
348
96

228
11
239
27

210
11
221
27

Jahresergebnis

350

465

252

212

194

Der Jahresüberschuss in Höhe von 252 T€ fällt im Vergleich zum Jahr 2013 um 212 T€
niedrigerer aus und ist auf gestiegene Gesamtaufwendungen zurück zu führen. Die Umsatzerlöse bewegen sich auf dem Niveau des Vorjahres. Die Materialaufwand ist insbesondere durch höhere Kosten für die Unterhaltung gärtnerischer Anlagen (u.a. Pflegeaufwand, Mauersanierungen) gestiegen. Der Personalaufwand ist ca. 100 T€ höher als
2013. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fallen bedeutend geringer aus. Im Vorjahr ist eine Rückstellungszuführung für Gebührenüberdeckungen in Höhe von 223 T€
enthalten.
b)

Gebührenentwicklung

Für die Zeit von 2013 bis 2015 wurde dem Gemeinderat mit der Drucksache G-12/216
am 11.12.2012 eine neue Gebührenkalkulation mit positiver Gebührenentwicklung zur
Entscheidung vorgelegt. Für den Zeitraum 2016 bis 2017 wird dem Gemeinderat mit der
Drucksache G-15/159 am 15.12.2015 eine neue Gebührenkalkulation zur Beschlussfassung vorgelegt.

Beteiligungsbericht 2015 - EBF -

c)

Personalentwicklung
2012

Beamte
tariflich Beschäftigte
Arbeitnehmer/-in Gesamt
Vollzeitkräfte
Teilzeitkräfte

3,9
43,9
53

2013
4,1
46,1
54

2014
Gesamt
M
3,5 2,3
45,0 35,3
51
39
45
38
6
1

w
1,2
9,7
12
7
5

2015
Plan
5,0
50,7
55,7

2016
Plan
5,0
50,7
55,7

davon Führungspersonal
----- -* Gemäß Genderabfrage „Beschäftigte 2014“ sind in dem für die Stadt Freiburg gemeldeten Personalstand
60 Personen für den Eigenbetrieb Friedhöfe Freiburg enthalten; die Abweichung ist u.a. auf die Berücksichtigung von Altersteilzeit, Elternzeit und Abordnung an die Stadt zurück zu führen.

Für die Jahre 2012 bis 2014 sind bei den Arbeitnehmern die tatsächlichen Arbeitskraftzahlen angegeben. Die Angaben für die Jahre 2015 und 2016 wurden dem jeweiligen
Wirtschaftsplan entnommen und beziehen sich auf in Vollkraft umgerechnete Stellen
entsprechend dem Organisationsstellenplan. Bei der Unterteilung in Voll- und Teilzeitkräfte wurden Beschäftigte in der Freizeitphase der Altersteilzeit herausgerechnet.
d)

Entwicklung und Ausblick

In den vergangenen Jahren mussten weitreichende Änderungen im Bestattungsverhalten festgestellt werden. Urnenbeisetzungen sind die überwiegende Bestattungsart und
haben inzwischen einen Anteil von 68 % und weisen eine weiter steigende Tendenz aus.
Die Zahl der Grabverlängerungen ist verglichen mit 2013 leicht gestiegen. Es wird prognostiziert, dass die Zahl der Nutzungsrechte insgesamt rückläufig sein wird, wobei in der
Tendenz der letzten Jahre die Zahl der Nutzungsrechte für Urnengräber ansteigt und die
Zahl der Nutzungsrechte für Erdbestattungsgräber überproportional zurückgeht. Der
Auslastungsgrad und damit der Flächenbedarf der Friedhöfe gehen damit weiterhin zurück.
Die im Freiburger Krematorium durchgeführten Einäscherungen sind in den letzten Jahren kontinuierlich leicht angestiegen. Es ist weiterhin festzustellen, dass auswärtige sowie auch ortsansässige private Bestattungsinstitute vielfach ein Krematorium im Elsass
anfahren. Dennoch ist die Anzahl der Verbrennungen gegenüber dem Vorjahr um rund 3
% gestiegen. Auch im Jahr 2014 konnte erneut ein Überschuss erwirtschaftet werden.
Beim Bestattungsdienst setzte sich der Trend zum Erwerb von preisgünstigeren Produkten bei Trauerartikeln seitens der Angehörigen fort. Die Anzahl der Sterbefälle hat gegenüber dem Vorjahr leicht zugenommen. Der Anteil der vom Bestattungsdienst innerhalb der Kernstadt und den Ortsteilen abgewickelten Sterbefälle ist etwas niedriger als
im Vorjahr.
Die Wirtschafts- und Ertragslage der Friedhöfe wie auch des Bestattungsdienstes wird
stets von der Inanspruchnahme der Friedhofseinrichtungen und der Sterbefallzahlen bestimmt. Zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit wird die Verwaltung weiterhin permanent die
Kostenstruktur in den verschiedenen Leistungsbereichen überprüfen.

Beteiligungsbericht 2015 - EBF -

4

Eigenbetrieb Theater Freiburg i.Br.

4.1

Gegenstand des Eigenbetriebs

Zweck des Eigenbetriebes ist die Pflege und Förderung der darstellenden Künste und
des Konzertwesens, die Förderung der Kommunikation unter der Bevölkerung und deren
Identität mit der Stadt Freiburg und ihrer Region, sowie die Unterhaltung und der Betrieb
der Einrichtungen und die Durchführung von Theateraufführungen, Konzertveranstaltungen sowie sonstigen künstlerischen und kommunikativen Veranstaltungen. Der Eigenbetrieb dient ausschließlich und unmittelbar der Förderung von Kunst und Kultur. Er verfolgt
damit gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der
Abgabenordnung.

4.2

Besetzung der Organe

a)

Gemeinderat

Der Gemeinderat entscheidet über alle Angelegenheiten, die ihm durch die GemO und
EigBG vorbehalten sind und nicht übertragen werden können oder nicht im Rahmen der
Eigenbetriebssatzung auf den Betriebsausschuss oder die Betriebsleitung übertragen
worden sind.
b)

Betriebsausschuss

Für den Eigenbetrieb Theater wird ein eigenständiger Theaterausschuss als Betriebsausschuss gebildet. Die Aufgaben und Zuständigkeiten dieses Ausschusses richten sich
nach § 7 der Eigenbetriebssatzung. Der Theaterausschuss setzte sich im Geschäftsjahr
wie folgt zusammen (Stichtag: 31.08.2014):
Vorsitzender:

Ulrich von Kirchbach, Bürgermeister Stadt Freiburg

Stadträte:

Dr. Ellen Breckwoldt, Renate Buchen, Prof. Dr. Dr. hc Hans Essmann,
Pia Federer, Gerhard Frey, Graf Nikolaus von Gayling-Westphal,
Wendelin Graf von Kageneck, Atai Keller, Michael Moos, Maria Viethen,

Sachkundige:

Constanze Ganter, Margarete Mehring-Fuchs,. Dr. Rüdiger Nolte, Michael Pistecky, Prof. Dr. Heiner Schanz, Volker Spietenborg, Dr. Corinna Zimber.

Die Mitglieder des Theaterausschusses erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr keine Bezüge. Der Frauenanteil im Betriebsausschuss lag im Berichtsjahr bei 38,9 %.
c)

Betriebsleitung

Erste Betriebsleiterin:
Zweiter Betriebsleiter:

4.3

Intendantin Barbara Mundel
Kaufmännischer Direktor Dr. Klaus Engert

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Der Eigenbetrieb Theater Freiburg hat ein abweichendes Wirtschaftsjahr (01.09. 31.08.). In der Zielvereinbarung zwischen der Stadt und dem Theater sind jeweils konkrete Zielkorridore festgelegt. Für die Gesamtbesucherzahl ist ein Korridor zwischen
210.000 - 220.000 vereinbart. Die Entwicklung der Besucherzahlen im Verhältnis zu den
Umsatzerlösen sowie dem Zuschussbedarf zeigt folgende Übersicht:
Beteiligungsbericht 2015 - ETF -

Besucher/-in
Umsatzerlöse (€)
Umsatzerlöse pro Besucher (€)
Zuschuss insgesamt (€)
- davon Landeszuschuss
- davon städtischer Zuschuss

2010/2011
2011/2012
2012/2013
2013/2014
2014/2015
218.245
212.526
183.347
194.912
220.381
3.309.718
3.315.914
2.955.775
3.140.000*
3.184.368
15,17
15,60
16,13
16,11*
14,45
22.029.685
22.785.428
24.102.153 23.744.030*
21.858.304
7.826.100

7.886.000

7.982.400

8.209.300

7.852.000*

14.032.204

14.143.685

14.803.028

15.892.853*

15.892.030*

99,18

100,94

107,22

131,46

121,82*

Zuschuss pro Besucher/-in (€)
* Plandaten

Die folgenden Grafiken verdeutlichen die Entwicklung der obigen Kennzahlen:
€

Entwicklung der Zuschüsse

Mio. €

16,0

140

14,0

Zuschuss pro Beschucher/-in

120

12,0

100

10,0
8,0

80

6,0

60

4,0

40

2,0

20

0,0
2010/11

2011/12

Landeszuschuss

2012/13

2013/14

2014/15

0
2010/11 2011/12 2012/13 2013/14 2014/15

städtischer Zuschuss

In der Spielzeit 2014/2015 lag die Gesamtbesucherzahl um rund 11.000 höher als in der
Saison 2013/2014. Dennoch konnten die hohen Besucherzahlen der vorangegangenen
Spielzeiten nicht erreicht werden. Aufgrund der Verzögerungen bei der Fertigstellung der
Sanierung der Bühnentechnik konnte das Große Haus erst Mitte November 2015 wieder
in Betrieb genommen werden. Durch die hierdurch notwendigen Umplanungen wurden
rund 40 Vorstellungen weniger gespielt als geplant.
Besonders erfreulich war die Auslastung der Oper „Carmen“ mit nahezu 100% bei 20
Vorstellungen, das Musical „Frühlingserwachen“ mit 99% bei 20 Vorstellungen sowie das
Kinderstück „Die Bremer Stadtmusikanten“ mit einer Auslastung von 90 % bei 41 Vorstellungen. Künstlerisch war die Spielzeit wie gewohnt erfolgreich. Zum wiederholten
Male wurde das Theater Freiburg von der Fachzeitschrift „Die Deutsche Bühne“ als bestes Theater abseits der großen Zentren ausgezeichnet.

4.4

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ
AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzung
Summe
PASSIVA
Eigenkapital
Sonderposten
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzung
Summe

31.08.2010 31.08.2011 31.08.2012 31.08.2013 31.08.2014
T€
T€
T€
T€
T€
27.124
1.131
64
28.319

26.658
1.338
86
28.082

27.851
2.405
41
30.298

28.907
2.320
64
31.292

34.883
5.771
107
40.761

7
6.344
1.266
20.504
198
28.319

31
6.594
1.628
19.501
328
28.082

40
8.345
1.526
19.497
890
30.298

-253
9.921
1.264
20.283
77
31.292

-471
16.452
1.241
23.456
84
40.761

Beteiligungsbericht 2015 - ETF -

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2012/13

Umsatzerlöse
Andere aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebliche Erträge

T€
3.316
185
9.006
12.507

T€
2.956
298
9.409
12.663

2014/15
Plan
T€
3.140
0
9.280
12.420

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen

1.192
21.364
863
3.314
26.733

1.711
21.633
924
3.664
27.932

1.145
21.617
1.655
3.044
27.461

1.155
22.196
1.760
6.267
31.378

1.185
22.760
1.760
6.384
32.089

Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit

-14.226
-861
-15.087

-15.269
-831
-16.100

-15.041
-839
-15.880

-18.091
-756
-18.847

-18.602
-717
-19.319

Betriebskostenzuschuss der Stadt Freiburg
Sonstige Steuern

14.803
10

15.893
10

15.892
12

18.960
12

19.426
12

-294

-217

0

100

94

2014/15
Plan

2015/16
Plan

2016/176
Plan

3
126
207
3
8
347

3
126
207
3
8
347

3
126
207
3
8
347

Jahresergebnis

b)

2015/16
Plan
T€
3.140
0
10.147
13.287

2016/17
Plan
T€
3.250
0
10.237
13.487

Personalentwicklung
2012/13
Ist

Beamte
Tariftlich Beschäftigte (TVöD)
Künstl. Personal
Außertariflich Beschäftigte
Auszubildende
Beschäftigte Gesamt (Stellen)
Vollzeitkräfte (Personenzahl)
Teilzeitkräfte (Personenzahl)
davon Führungspersonal

Beschäftigte Gesamt (Personen)

c)

2013/2014

3
108
204
2,5
10
327,5
286
85
4

371

2013/14
Ist
Gesamt
m
3
2
111
67
199
108
3
2
9
5
325
184
281
169
82
20
1

363

1

189

w
1
44
91
1
4
141
112
62
---

174

Entwicklung und Ausblick

Die Sanierung der Bühnentechnik konnte zwischenzeitlich erfolgreich zum Abschluss
gebracht werden, sodass ab der Spielzeit 2015/2016 wieder mit einem normalen Vorstellungsbetrieb und damit einer Besucherzahl innerhalb des vereinbarten Zielkorridors zu
rechnen ist. Mit der neuen Bühnentechnik wurde die Arbeitssicherheit im Großen Haus
deutlich erhöht und neue Gestaltungsmöglichkeiten für die Inszenierungen des Theaters
geschaffen.
Der Abschluss einer 5 jährigen Zielvereinbarung zwischen der Stadt und dem Theater
mit einer verbindlichen Festlegung der Zuschüsse und Übernahme von Tariferhöhungen
hat sich bewährt und wurde für den Zeitraum 2014 bis 2018 fortgeschrieben.
Ab der Spielzeit 2017/2018 wird es im Theater Freiburg einen Intendanzwechsel geben.
Mit Peter Carp übernimmt ein versierter Theatermacher die künstlerische Leitung, der
neue Schwerpunkte im Theaterprogramm setzen wird.
In den letzten Spielzeiten unter der Intendanz von Barbara Mundel wird die Vernetzung
mit der lokalen und internationalen Theaterszene weiter ausgebaut. Mit der Verleihung
des deutschen Theaterpreises „Faust“ und dem Bürgerbühnenfestival werden national
bedeutende Veranstaltungen durch das Theater Freiburg durchgeführt werden.
Beteiligungsbericht 2015 - ETF -

Auf Beschluss des Gemeinderates wurde für die im Zuge der Sanierung der Bühnentechnik zu aktivierende Eigenleistungen der Sonderposten für Investitionskostenzuschüsse erhöht. Der Jahresabschluss 2014/15 wird in der Konsequenz durch einen außerordentlichen Aufwand in Höhe von 424.777 € belastet. Für nähere Informationen wird
auf die Drucksache G-15/110.1 verwiesen.
Im Berichtsjahr wurde die Eingangspassage zum Kleinen Haus saniert und die dortige
Gastronomie neu ausgeschrieben. Ausgelöst durch die Insolvenz einer Untergesellschaft
des Pächters muss die Gastronomie neu konzipiert werden. Mögliche finanzielle Auswirkungen können zum jetzigen Stand noch nicht beziffert werden.
In den vergangenen Monaten wurden zwei Betriebsprüfungen der deutschen Rentenversicherung beim Theater abgeschlossen. Eine Prüfung zur Selbständigkeit von Bühnentechnischen Aushilfen ergab eine Nachforderung in Höhe von 138 T€, die vollständig in
den Jahresabschluss 2014/15 einfließen wird. Bei der weiteren Prüfung zur tageweisen
Abrechnung der Sozialversicherung bei Gastkünstlern ist ein Bescheid in Höhe von
398 T€ ergangen gegen den – insbesondere vor dem Hintergrund der Empfehlungen der
Enquete-Kommission des deutschen Bundestages – Widerspruch eingelegt wurde. Eine
weitere Prüfung zum Thema der Selbständigkeit diverser künstlerischer Berufsgruppen
am Theater ist noch nicht abgeschlossen.

Beteiligungsbericht 2015 - ETF -

5

Eigenbetrieb Neubau Verwaltungszentrum Stadt Freiburg i.Br.

5.1

Gegenstand des Eigenbetriebs

Zweck des Eigenbetriebes ist die dauerhafte Bereitstellung und die Finanzierung des
Neubaus des Verwaltungszentrums an der Fehrenbachallee. Unter Bereitstellung wird
dabei die Baureifmachung des Grundstücks, die Errichtung des Gebäudes und dessen
Erstausstattung mit Mobiliar verstanden. Thema des Eigenbetriebs ist nicht die organisatorische Umsetzung von Bürokonzepten oder die Organisation des Bürgerservicezentrums.

5.2

Besetzung der Organe

a)

Gemeinderat

Der Gemeinderat entscheidet außer über die ihm in § 9 Abs. 1 des EigBG und § 39 Abs.
2 der GemO genannten Angelegenheiten auch über die Festsetzung und Änderungen
des Wirtschaftsplans sowie über die in § 3 der Betriebssatzung geregelten Angelegenheiten, soweit hierfür nicht die Betriebsleitung oder der Betriebsausschuss zuständig ist.
b)

Betriebsausschuss

Der Hauptausschuss (HA) entscheidet über alle Angelegenheiten gem. § 5 Betriebssatzung, soweit nicht der Gemeinderat bzw. die Betriebsleitung zuständig ist.
c)

Betriebsleitung

Die Betriebsleitung bestand im Wirtschaftsjahr 2014 aus:
Erste Betriebsleiterin:
Zweiter Betriebsleiter

5.3

Christel Brand
Arnold Müller

Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks

Der Eigenbetrieb wurde mit Beschluss des Gemeinderates vom 16.04.2013 (Drucksache
G-13/262.1) zum 01.05.2013 gegründet. Schwerpunkte des Eigenbetriebes 2014 waren
Maßnahmen im Rahmen der Umsetzung des Neubaus Verwaltungszentrum. Im ersten
Bauabschnitt ist ein Verwaltungsgebäude für rund 840 Beschäftigte geplant, dessen Fertigstellung bis Ende 2016 erfolgen soll. Der Stand der finanziellen Umsetzung des Projektes zeigt nachfolgende Tabelle (Vermögensplan):
2013
IST
Bauabschnitt I
- Neubau Verwaltungszentrum
- Neubau Kindergarten
- Verlegung Kleingärten**
- Sonstiges
Gesamt BA I

*
**

T€

2.018
52
11
2.081

2014
IST
T€

4.323
168
0
130
4.621

2015*
Plan

2016*
Plan

29.900
2.200
0
0
32.100

41.800
2.000
0
0
43.800

T€

T€

Angaben für Nachtragsplan 2014 und Jahre 2015 bis 2017 gem. G-14/224 vom 09.12.2014
Die Verlegung der Kleingärten wird ergebnisneutral im EB Verwaltungszentrum ausgewiesen

Beteiligungsbericht 2015 - EVZ -

2017*
Plan
T€

232
188
0
0
420

5.4

Grundzüge des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

a)

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

BILANZ

01.05.2013

T€

AKTIVA
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Summe
PASSIVA
Eigenkapital (Jahresfehlbetrag)
Fördermittel und Zuschüsse von Dritten
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Summe

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

*Angaben für Nachtragsplan gem. G-14/224 vom 09.12.2014

b)

T€

2014
T€

0
0
0

2.081
0
2.081

6.691
193
6.884

0

-39

0
0

30
2.090
2.081

-89
2.030
15
4.928
6.884

2012

Umsatzerlöse
Sonstige betriebl. Erträge (Erstg. Verlegung Kleingärten)
Betriebliche Erträge
Materialaufwand
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen
Betriebsergebnis
Finanzergebnis
Jahresergebnis

2013
T€

2013

2014*

T€

T€

0
0
0
0
0
0
0
0
0
0

0
0
0
0
0
39
39
-39
0
-39

5
1
6
0
0
50
50
-44
-5
-50

2015*
Plan
T€

0
0
0
0
0
50
50
-50
0
-50

2016*
Plan
T€
500
600
1.100
550
233
50
833
267
-267
0

Personalentwicklung

Der Eigenbetrieb verfügt über kein eigenes Personal. Die Betriebsleitung des Eigenbetriebes wird in Personalunion durch die stellvertretende Amtsleiterin des GMF und dessen Abteilungsleiter für das kaufmännische Management wahrgenommen.
c)

Entwicklung und Ausblick

Das Jahr 2014 wurde weiterhin geprägt durch die auf Grundlage des Baubeschlusses
vom 10.12.2013 gemäß Drucksache G-13/186 erfolgte Weiterbeauftragung von Architekten- und Ingenieurbüros mit den weiteren Leistungsphasen (4-9) der HOAI sowie die
Vergabe erster Bauleistungen wie Abbruch des Flachbaues, Baustelleneinrichtung, Aushub, Verbau, Rohbau u.a.. Der Rohbau des Verwaltungsgebäudes wird bis Ende 2015
fertiggestellt sein; eine Fertigstellung mit Einhaltung des Kostenrahmens ist bis Ende
2016 geplant. Der Bau der Kita wurde im April 2015 begonnen. Die aktuelle Kostenprognose des Projektsteuerers für die KITA geht von 500 T€ Mehrkosten aus. Ursache sind
vor allem die Vielzahl an Nachträgen des Rohbauunternehmers und die im Vergleich zur
Kostenberechnung höheren Submissionsergebnisse. Zum Fertigstellungszeitpunkt kann
derzeit keine belastbare Aussage getroffen werden, da im Gewerk Holzbau durch Feuchteeintrag während der Aufrichtung des zweiten Geschosses Probleme mit einer deutlich
zu hohen Holzfeuchte entstanden sind. Derzeit lässt das GMF durch zwei Sachverständige beurteilen wie diese Schäden behoben werden können.
Für das Jahr 2015 wird ein Jahresverlust von -50 T€ prognostiziert. Die Finanzierung des
Bauvorhabens erfolgt zunächst über den Cash Pool des städtischen Haushalts und wird
im Zeitablauf durch städtische Zuschüsse, Mietzahlungen und durch die Aufnahme langfristiger Fremdmittel abgelöst. Anfang 2015 konnte zur Finanzierung des Bauvorhabens
ein zinsgünstiger Darlehensvertrag mit der KfW-Bank abgeschlossen werden.
Beteiligungsbericht 2015 - EVZ -

Anlage 1

Mittelfristige Finanzplanung 2016 bis 2020 der wesentlichen Beteiligungsgesellschaften und Zweckverbände (Stand
Unternehmen

1

1. Stadtwerke-Verbund
1.1 Stadtwerke Freiburg GmbH

Investitionen
(Sachanlagen)

Umsatzerlöse/
Umlagen

T€
2

T€
3

Jahresergebnis
T€
4

Abführung an den Haushalt 1)

Gewinn

T€
6

T€
7

-----------

-----------

85
50
50
50
50

2.052
2.060
2.067
2.074
2.080

-12.936
-10.943
-12.585
-10.119
-7.458

-----------

2016
2017
2018
2019
2020

69.669
109.053
78.744
78.744
78.744

947.841
971.693
999.473
999.473
999.473

52.987
52.996
52.989
52.989
52.989

-----------

1.3 Freiburger Verkehrs-AG

2016
2017
2018
2019
2020

29.836
36.118
15.339
9.242
12.005

57.307
58.685
60.160
61.672
63.207

-24.033
-23.018
-24.550
-22.125
-19.193

-----------

1.4 Abwasser Freiburg GmbH

2016
2017
2018
2019
2020

1.5 Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH

2016
2017
2018
2019
2020

124
4
4
4
4

326
331
332
337
341

1.6 Stadtwerke Freiburg Bäder GmbH

2016
2017
2018
2019
2020

655
70
70
70
70

2. ASF GmbH

2016
2017
2018
2019
2020

2.625
2.700
2.730
2.805
2.800

1.2 badenova AG & Co. KG (Konzern)

(anstelle des Jahresüberschusses wird der
Bilanzgewinn ausgewiesen; Angaben liegen
lediglich bis 2018 vor; Daten für 2019/2020
werden auf Basis 2017 fortgeschrieben)

-----------

Zuführung aus dem Haushalt

Verlustausgleich,
sonstige Zuschüsse,
Umlagen ErgHH
T€
8

2016
2017
2018
2019
2020

(Ergebnis StW umfasst Ergebnisse der Gesellschaften von 1.2 bis 1.6; *für 2016 vorgesehene
Kapitalerhöhung von 5 Mio. € wurde auf das HHJahr 2015 vorgezogen.)

a) Konzessionsabgabe
b) Sonstige

5.000
5.000
5.000
5.000
-------------

-----------

-----------

-----------

-----------

-----------

-----------

-----------

-198
-198
-198
-199
-200

-----------

-----------

-----------

-----------

2.509
2.503
2.516
2.529
2.543

-4.539
-4.511
-4.580
-4.459
-4.666

-----------

-----------

-----------

-----------

33.881
34.553
35.275
36.132
36.631

2.249
2.254
2.272
2.281
2.294

1.152
1.150
1.152
1.152
---

---------

---------

---------

-----------

---

12.066
12.224
12.224
12.224

1)

Kapitalerhöhungen,
Umlagen FinHH
Invest.zuschüsse
T€
9

-----------

15.044
14.801
15.389
15.556
15.729

a)
a)
a)
a)

November/2015)

Unternehmen

1

2.1 ASF Solar GmbH & Co. KG

2016
2017
2018
2019
2020

3. Gesellschaft zur Abfallbeseitigung Breisgau GmbH

2016
2017
2018
2019
2020

4. Stadtbau- Verbund

Investitionen
(Sachanlagen)

Umsatzerlöse/
Umlagen

T€
2

T€
3

5
15
0
0
0
-----------

Jahresergebnis

Abführung an den Haushalt 1)

Gewinn

T€
4

a) Konzessionsabgabe
b) Sonstige

Anlage 1
Zuführung aus dem Haushalt

T€
6

T€
7

Verlustausgleich,
sonstige Zuschüsse,
Umlagen ErgHH
T€
8

700
698
696
695
691

102
102
102
101
102

-----------

-----------

-----------

-----------

10.700
9.893
9.934
9.686
10.033

5
5
5
6
6

---------

---------

---------

---------

4.1 Freiburger Stadtbau GmbH

2016
2017
2018
2019
2020

30.242
51.472
53.803
32.047
25.046

68.580
94.827
91.274
87.575
71.674

4.531
6.131
3.644
2.791
2.060

---------

---------

---------

---------

4.2 Freiburger Kommunalbauten
GmbH Baugesellschaft & Co. KG

2016
2017
2018
2019
2020

1.945
1.460
363
50
350

14.005
13.224
13.978
14.024
14.052

-1.234
-2.071
-96
720
1.297

---------

---------

---------

---------

4.3 Freiburger Stadtimmobilien
GmbH & Co. KG

2016
2017
2018
2019
2020

52
1.040
1.040
1.040
1.040

4.971
4.984
5.064
5.102
5.183

746
95
95
53
54

-----------

-----------

-----------

-----------

4.4 Regio Bäder GmbH

2016
2017
2018
2019
2020

-----------

6.027
6.137
6.219
6.398
6.508

145
145
145
145
145

---- -- -- -

-----

-----

-

---------

4.5 Green City Hotel Vauban gGmbH
Basis: Wi-Plan 2015-2019; das Jahr 2020
wird mit den Angaben von 2019 fortgeschrieben

2016
2017
2018
2019
2020

-----------

1.319
1.333
1.353
1.427
1.427

28
17
14
22
22

---------

---------

---------

---------

5. FWTM GmbH & Co. KG

2016
2017
2018
2019
2020

---------

---------

(Ergebnis der RGB wird wegen Ergebnisabführungsvertrag bei FSB GmbH ausgewiesen)

Verlustabdeckung incl. Zuschuss für
Tourismusförderung (Übernachtungssteuer)

590
348
355
354
360

21.634
23.610
21.197
21.063
21.892

-7.986
-4.544
-7.304
-7.171
-7.329

-

6.994
7.173
7.355
7.355

1)

Kapitalerhöhungen,
Umlagen FinHH
Invest.zuschüsse
T€
9

---------

Anlage 1

Unternehmen

1

5.1 Freiburg Management und Marketing
International GmbH

2016
2017
2018
2019
2020

6. MESSE Freiburg OTG

2016
2017
2018
2019
2020

7. Regionales Rechenzentrum
Südlicher Oberrhein GmbH

2016
2017
2018
2019
2020

9. Rheinhafen Breisach GmbH

10. Energieagentur Regio
Freiburg GmbH

11. Freiburger Qualifizierungs- und
Beschäftigungs gGmbH

Zwischensumme I (Gesellschaften)
(Spalte Jahresüberschuss bzw. fehlbetrag
jeweils ohne Ergebnisse von badenova, VAG,
FFB, StWB und RBG um Doppelausweis der
Ergebnisse zu vermeiden.)

Investitionen
(Sachanlagen)

Umsatzerlöse/
Umlagen

T€
2

T€
3

-----------

---------

Jahresergebnis
T€
4

Abführung an den Haushalt 1)

Gewinn

a) Konzessionsabgabe
b) Sonstige

Zuführung aus dem Haushalt 1)

T€
6

T€
7

Verlustausgleich,
sonstige Zuschüsse,
Umlagen ErgHH
T€
8

---------

Kapitalerhöhungen,
Umlagen FinHH
Invest.zuschüsse
T€
9

3.745
3.875
3.895
3.915
3.945

-57
43
93
125
160

---------

---------

144
80
80
80
80

16.790
16.257
16.586
16.711
18.548

-882
-1.302
-1.523
-1.462
-466

-----------

---------

480

640
550
540
530
520

145
165
165
165
165

2)

---------

---------

---------

---------

---------

---------

---------

---------

---------

2)
2)
2)

2016
2017
2018
2019
2020

80
70
80
70
60

1.200
1.060
1.100
1.200
1.250

140
160
150
170
150

2)

2016
2017
2018
2019
2020

35
35
35
35
35

1.270
2.180
2.190
1.300
1.310

25
20
15
20
20

2)

2016
2017
2018
2019
2020

998
163
177
174
202

3.063
3.172
3.274
3.381
3.491

-47
-367
-43
-351
-285

2016
2017
2018
2019
2020

137.565
202.678
152.870
124.765
120.846

1.213.604
1.266.426
1.292.512
1.290.780
1.280.528

(15.171)
(10.235)
(14.996)
(12.649)
(9.208)

2)
2)
2)

2)
2)
2)

--------1.152
1.150
1.152
1.152

--------12.066
12.224
12.224
12.224

--------800
800
800
800

220
220
220
220
8.014
8.193
8.375
8.375

---------

------5.000
5.000
5.000
5.000

Anlage 1

Unternehmen

1
Zweckverbände

Investitionen
(Sachanlagen)

Umsatzerlöse/
Umlagen

T€
2

T€
3

Abführung an den Haushalt 1)

Gewinn

T€
6

T€
7

16.095
16.100
16.500
18.200

---------

---------

---------

91.577
91.107
98.662
104.003

---------

---------

-----------------

2016
2017
2018
2019
2020

2. Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken

2016
2017
2018
2019
2020

3. Zweckverband
Regio-Nahverkehr Freiburg

2016
2017
2018
2019
2020

11.772
17.152
31.175
9.557

20.537
26.092
40.291
18.848

---------

---------

4. Zweckverband
Gewerbepark Breisgau

2016
2017
2015
2019
2020

2.875
1.800
1.400
1.400

2.659
2.869
2.868
2.867

---------

---------

Zwischensumme II
(Zweckverbände)

2016
2017
2015
2019
2020

23.408
37.902
57.665
25.297

130.868
136.168
158.321
143.918

Gesamtsumme I - II

2016
2017
2015
2019
2020

160.973
240.580
210.535
150.062
120.846

1.344.472
1.402.594
1.450.833
1.434.698
1.280.528

(Angaben 2016 gem. DHH 2015/2016 mit Fortschreibung der Angaben für 2017-2019)

1)
2)

-----------

a) Konzessionsabgabe
b) Sonstige

T€
4

1. Abwasserzweckverband
Breisgauer Bucht

(Umlagen werden im HH des ESE veranschlagt)

8.761
18.950
25.090
14.340

Jahresergebnis

0
0
0
0
(15.171)
(10.235)
(14.996)
(12.649)
(9.208)

b)
b)
b)
b)

Zuführung aus dem Haushalt

Verlustausgleich,
sonstige Zuschüsse,
Umlagen ErgHH
T€
8

10.145
10.150
10.400
11.500
---------

Kapitalerhöhungen,
Umlagen FinHH
Invest.zuschüsse
T€
9

-----------------

3.477
3.477
3.477
3.477
120
120
120
120

1)

---------

-----------------

0
0
0
0

120
120
120
120

13.622
13.627
13.877
14.977

0
0
0
0

1.152
1.150
1.152
1.152

12.186
12.344
12.344
12.344

21.636
21.820
22.252
23.352

5.000
5.000
5.000
5.000

Daten gem. Doppelhaushalt 2015/2016 sowie mittelfristiger Planung 2017 bis 2018; Daten für das Jahr 2019 werden auf Basis der Angaben 2018 fortgeschrieben.
Ausschüttungen an den Haushalt sind abhängig vom Gewinnverwendungsbeschluss

Anlage 2

Die Verteilung von Frauen und Männern im Bereich Beschäftigung
und politische Teilhabe 2014

Beteiligungsbericht 2015

Anlage 3

Übersicht Abschlussprüfer in den Geschäftsjahren 2011 bis 2015
2011
StW Verbund*
badenova

FSB Verbund**
GCH Vauban

2012
1)

1)

Deloitte

Deloitte

4

Rödl )

HABITAT

5)

---

FWTM Verbund***

PWC

ASF Verbund****

E&Y

2014

2)

Rölfs

2)

Rölfs

4

Rödl )

4

Rödl )

Rölfs

4

Rödl )

2013

Rödl )

HABITAT

5)

HABITAT

HABITAT

5)

HABITAT

6)

BSB&P

7)

3)

E&Y

Bavaria

5

Bavaria )

7)

3

Bavaria

12)

12

Bavaria )

7)

BSB&P

12

7

3

BSB&P

7

6)

PWC

E&Y

f.q.b.

6)

PWC

EARF

Muchenberger

GAB

E&Y

RHB

Lohrmann

RRSO

12)

BSB&P

E&Y

8)

3)

9)

9)

ConSigna

3)

Götz & Grimm

10)

11

Götz&Grimm

7)

BSB&P

10)

Lohrmann

11)

ConSigna

7)

E&Y

Lohrmann

9

ConSigna

3

E&Y

10)

9)

ConSigna

Götz&Grimm

11)

BSB&P

10)

Lohrmann

Götz&Grimm

11

10

Lohrmann

Götz&Grimm

*
**
***
****

StW-Verbund mit StW GmbH, VAG, StW Bäder GmbH und AWF
FSB Verbund mit FSB GmbH, FKB GmbH, FKB GmbH & Co. KG, FSI GmbH, FSI GmbH & Co. KG und Regio Bäder GmbH
FWTM Verbund mit FWTM GmbH & Co. KG, FWTM GmbH, FMMI GmbH und MF GmbH & Co. KG
ASF GmbH, ASF Solar GmbH & Co. KG und ASF Solar GmbH

1)
2)
3)
4)
5)
6)

Deloitte & Touche GmbH, Stuttgart
Rölfs RP AG Wirtschaftsprüfungsgesell., Calw
Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsges., Stgt.
Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsges. Stgt
HABITAT Revisions- und Treuhandges. mbH, Stgt
PricewaterhouseCoopers AG, Frankfurt

7)
8)
9)
10
11)
12)

2)

4

5)

BSB&P

3)

2015

Bansbach Schübel Brösztl & Partner GmbH
Muchenberger Wirtschaftsprüferges., Waldkirch
ConSigna GmbH Wirtschaftsprüfer, Freiburg
Lohrmann Riehle Lätsch Durach GmbH
Götz & Grimm Wirtschaftsprüfer, Herbolzheim
Bavaria Revisions- und Treuhand AG, München

Beteiligungsbericht 2015

11

Anlage 4

Nachweis der unmittelbaren Unternehmensbeteiligungen
der Stadt Freiburg i.Br. mit einer Anteilsquote unter 0,5 %
Buchwerte
zum
31.12.2014

THH

€
Bauverein Breisgau eG

7.750

14

945

14

1.625

14

13.200

2

260

17

5.113

12

Holzverwertungsgesellschaft Oberschwaben
e.G.

245

10

Einkaufsgenossenschaft Kommunaler
Verwaltungen eG (ab Juni 2012)

500

2

Kunststiftung Baden-Württemberg GmbH

511

12

Familienheim Gem. Baugenossenschaft eG
Heimbau Freiburg-Teningen eG
(ab 2009: Heimbau Breisgau eG)

Bad.Gemeinde-Versicherungsverband
Karlsruhe, Körperschaft d.ö.R.
Volksbank Freiburg eG
Einkaufzentrale für öffentliche Bibliotheken
GmbH, Reutlingen

Beteiligungsbericht 2015

Anlage 5

Erläuterungen der Kennzahlen
Kennzahl

Erläuterung

Anlagenintensität

Die Kennzahl ermöglicht Aussagen zum Vermögensaufbau.
Eine hohe Anlagenintensität ist ein Indiz für einen
kostenintensiven (Fixkosten) Betrieb des Unternehmens.
Es gilt als grundlegende Finanzierungsregel, dass langfristig
gebundene Vermögenswerte auch durch langfristige Mittel
finanziert werden; die Fristigkeit der Finanzierungsmittel soll
der Nutzungsdauer der damit finanzierten Objekte
entsprechen. D. h. Anlagevermögen eines Unternehmens
ist langfristig durch Eigenkapital und langfristiges
Fremdkapital zu finanzieren. Die Kennzahl gibt an in
welchem prozentualen Umfang diese Regel tatsächlich
eingehalten wird.
Eine hohe Eigenkapitalquote gilt als wichtiger Indikator für
die Bonität eines Unternehmens und verschafft Sicherheit
und Handlungsfähigkeit.
Die Kennzahl gibt an, ob und in welcher Höhe ein
Unternehmen über die Abschreibungen und die
Anlagenabgänge hinaus investiert.

(= AV*100/Gesamtvermögen)

Anlagendeckung
(= EK + langfristiges FK

1)

*100/AV)

Eigenkapitalquote
(= EK

2)

*100/Gesamtkapital)

Nettoinvestitionen
(= Anlagezugänge
- Abschreibungen
- Anlageabgänge)

Umsatzrentabilität

Der Betriebserfolg wird hier am Geschäftsumfang, nämlich
der Umsatztätigkeit, gemessen. Die Umsatzrentabilität
(auch Gewinnspanne) gehört damit zu den wichtigsten
Kennzahlen für die Beurteilung der Ertragskraft.
Die Kennzahl gibt an, in welcher Höhe sich das eingesetzte
Eigenkapital im Geschäftsjahr verzinst hat.

3)

(= Ergebnis *100/Umsatz)

Eigenkapitalrentabilität
3)

(= Ergebnis *100/EK)

Gesamtkapitalrentabilität
3)

(= Ergebnis +FK-Zinsen*100/GK)

Cash-flow

(= Jahresergebnis
+ Abschreibungen
+/- Veränderung langfristige
Rückstellungen)

Produktivität je Mitarbeiter
(Umsatz /ØArbeitnehmerzahl

4)

)

Personalkosten je Mitarbeiter
5)

4)

Sie zeigt an, welche Rendite das im Unternehmen
gebundene Kapital erbracht hat. Mit der Berücksichtigung
des Zinsaufwandes wird die unterschiedliche Ausstattung
der Unternehmen mit Eigen- und Fremdkapital bzw. die
daraus
resultierende
unterschiedliche
Zinsbelastung
neutralisiert. Die Kennzahl bietet so vor allem im
Branchenvergleich eine gute Grundlage zu einer von der
Kapitalstruktur unabhängigen Beurteilung der Ertragskraft.
Der Cash-flow beschreibt den Mittelzufluss des
Geschäftsjahres, dem kein unmittelbarer Mittelabfluss
gegenübersteht. Er zeigt, in welchem Umfang Finanzmittel
für
Investitionen,
zur
Schuldentilgung
oder
für
Gewinnausschüttungen für das Folgejahr zur Verfügung
stehen.
Die Kennzahl ist ein wichtiges Steuerungsinstrument zur
Beurteilung der eigenen Effizienz und zur Bestimmung der
aktuellen Wettbewerbsposition.
Die Kennzahl gibt an, wie personalintensiv ein Unternehmen
arbeitet.

(= Personalaufwand / ØArbeitnehmerzahl
1) langfristiges Fremdkapital = Teil der Differenz zwischen Gesamtkapital und Eigenkapital, der dem Unternehmen
länger als ein Jahr zur Verfügung steht; Sonderposten mit Rücklageanteil werden zur Hälfte berücksichtigt.
2) Eigenkapital gemäß Bilanzausweis abzüglich beschlossene Gewinnausschüttungen
3) Ergebnis = Jahresüberschuss (vor Steuern) bzw. –Fehlbetrag gemäss Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung
4) Ø Arbeitnehmerzahl = Ø Anzahl von Vollzeit-Arbeitskräfte
5) Personalaufwand = Personalaufwand gemäss Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung zuzüglich Zinsaufwand
aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen und außerordentlicher Aufwand aus Umstellungseffekten der
Bewertung der Pensionsrückstellungen durch das BilMoG.

Beteiligungsbericht 2015
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.