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Full text: Energiebericht ... Issue 18.2015

Bauen in Schaumburg

18. Energiebericht
2015
Landkreis Schaumburg
Kreiseigene Liegenschaften

Ratsgymnasium Stadthagen

Landkreis Schaumburg

- Hochbauamt -

Juli 2016

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

3

2. Grundlagen der Energiedatenerfassung und Kennwerteermittlung

4

3. Heizenergie

6

3.1 Gesamtheizenergieverbrauch
3.2 Heizenergieverbrauchskennwerte
3.3 Heizenergieverbrauchskennwertevergleich
3.4 Beispiel Heizenergieverbrauchskennwert
3.4.1 Ratsgymnasium Stadthagen
4. Strom
4.1 Gesamtstromverbrauch
4.2 Stromverbrauchskennwerte
4.3 Stromverbrauchskennwertevergleich
4.4 Beispiel Stromverbrauchskennwert
4.4.1 Wilhelm-Busch-Gymnasium Stadthagen
5. Wasser
5.1 Gesamtwasserverbrauch
5.2 Wasserverbrauchskennwerte
5.3 Wasserverbrauchskennwertevergleich
6. Preis- und Kostenentwicklung
6.1 Strompreiszusammensetzung

7. Überprüfung und Einleitung weitergehender Maßnahmen
7.1 Energieeinsparmaßnahmen 2015
7.2 Energieeinsparmaßnahmen 2016
7.3 Energieeinsparmaßnahmen 2017
7.4 Photovoltaikanlagen/Solarkollektoren
7.5 Integriertes Klimaschutzkonzept Landkreis Schaumburg
7.6 Projekt: "Klimaschutz macht Schule"

8. Schlussbetrachtung

6
7
11
13
13
14
14
15
18
20
20
21
21
21
24
26
29

30
30
32
34
34
35
35

37

2

1. Einleitung
Seit dem Jahr 1994 liegen Daten für die Energieverbräuche der kreiseigenen
Liegenschaften vor. Im Jahr 2014 wurde der Landkreis Schaumburg deshalb für sein
20-jähriges Energiemanagement von der deutschen Energie Agentur (Dena)
ausgezeichnet. Der 18. Energiebericht des Landkreises Schaumburg gibt die
Energieverbrauchskennwerte für das Jahr 2015 wieder.
Dabei wird der
Energieverbrauch für Wärme von 1994 bis einschließlich 2015 sowie für Strom und
Wasser von 2001 bis 2015 berücksichtigt. Zur Vereinfachung wird, wie bei Wärme und
Strom auch, der Wasserverbrauch als Energieverbrauch bezeichnet.
Die Energieverbrauchsdatenerfassung erstreckte sich bis zum Jahr 2011 über 51 im
Energiemanagement erfasste Liegenschaften aus den Bereichen Schulen,
Sporthallen, Altenheime, Krankenhäuser, Verwaltungsgebäude und Hallenbäder.
Da im Jahr 2012 das Kreisaltenzentrum in Krainhagen und im Jahr 2014 die Sporthalle
Im Jagdgarten in Rodenberg veräußert wurden, sind nunmehr 49 statt bisher 51
Liegenschaften im Energiemanagement erfasst. Trotz Abgabe dieser Liegenschaften
hat sich durch die Erweiterung der Altenheime in Stadthagen und Helpsen, sowie den
Neubau der Sporthalle Rodenberg und durch die Aufstellung von Schulcontainern für
die Oberstufe der IGS am Standort der Schule am Schloßpark die Fläche weiter
erhöht.
Die registrierte Fläche deckt über 95% aller beheizten Flächen der Liegenschaften des
Landkreises Schaumburg ab.
Die gesamte beheizte Bruttogrundfläche der 49 erfassten Liegenschaften beträgt im
Jahr 2015 somit 309.244 m² (BGF-E).
Seit 1994 beträgt diese Flächenzunahme nunmehr insgesamt 30.393 m², das
entspricht rund 10 % bzw. übersteigt die Fläche der größten Liegenschaft des
Landkreises
Schaumburg
–
der
Berufsschule
in
Stadthagen.
Viele
Erweiterungsbauten werden nach den Sommerferien in Betrieb genommen. Das
bedeutet, dass es in der Regel zu einer anteiligen Berücksichtigung dieser Flächen im
jeweiligen Abrechnungsjahr kommt.
Es ist schon jetzt absehbar, dass sich die beheizte Bruttogrundfläche (BGF-E) auch
im Jahr 2016 durch den Erweiterungsbau am Gymnasium in Bad Nenndorf weiter
erhöhen wird. Um diesem Trend entgegenzuwirken, sind im Gegenzug durch
Flächenkonsolidierung freigewordene Gebäude vom Landkreis abgegeben worden.
Während auf den Wasserverbrauch weniger die Flächen als vielmehr die Anzahl der
Nutzer einen Einfluss hat, ist durch die Zunahme der beheizten Bruttogrundfläche auch
in Zukunft mit einer Steigerung des Strom- und Gasverbrauchs zu rechnen. Die
Energiekennwerte einzelner Liegenschaften können sich aber trotzdem verbessern.
Das liegt daran, dass die Erweiterungsbauten in der Regel einen neuen technisch
hochwertigen Standard aufweisen, der dazu führt, dass die schlechteren Kennwerte
des Altbestandes in der Summe ausgeglichen werden.
Ein weiterer Aspekt für eine mögliche Verbrauchszunahme von Strom, Wasser oder
Heizenergie besteht in der Verlängerung der Nutzungszeiten. Insbesondere in den
Schulen des Landkreises wird das durch den kontinuierlichen Ausbau zu
Ganztagsschulen deutlich. Dies führt zwangsläufig zu Mehrausgaben.
Alle kreiseigenen Schulen haben mittlerweile einen Ganztagsbetrieb aufgenommen.
Verbrauchs- und Kostensteigerungen sind fast immer eine logische Folge.
3

Viele der Liegenschaften verfügen über getrennt versorgte Nebengebäude, z. B.
Sporthallen oder Hausmeisterwohnungen. Dadurch ergeben sich für die Strom- bzw.
Wasserverbrauchskennwerte z. T. andere Gebäudegruppen als bei den
Heizenergieverbrauchskennwerten. Das führt dazu, dass auf andere Mittel- und
Zielwerte bei der Bewertung zurückgegriffen werden muss. Zusätzlich unterscheiden
sich auch die Flächen, die den einzelnen Gebäuden zugeordnet werden müssen.

2. Grundlagen der Energiedatenerfassung und Kennwerteermittlung
Grundlage für das Energiemanagement des Landkreises Schaumburg sind die
Energieverbrauchskennwerte für Wärme, Strom und Wasser nach VDI 3807 Blatt 1-3.
Energieverbrauchskennwerte dienen dazu, eine erste Beurteilung des
Energieverbrauchs eines Gebäudes vornehmen zu können, Gebäude gleicher Art und
Nutzung zu vergleichen, als Instrument der Betriebsführung und Überwachung sowie
zur Kontrolle durchgeführter Maßnahmen.
Am Anfang steht die Aufnahme des Energieverbrauchs aller Liegenschaften. Mit Hilfe
der Zählernummern und Rechnungen erfolgt die korrekte Zuordnung des Heiz-, Stromoder Wasserverbrauchs zur entsprechenden Liegenschaft. Nun folgt je nach
Abrechnungszeitraum eine zeitliche Bereinigung des Energieverbrauchs.
Anschließend wird mit Hilfe von Klimadaten (Gradtagszahlen) des Deutschen
Wetterdienstes eine Witterungsbereinigung durchgeführt. Das hat den Vorteil, dass
der Einfluss des Wetters (z. B. warme und kalte Winter) berücksichtigt werden kann.
Grundlage der Witterungsbereinigung bildet die so genannte Normgradtagszahl (Norm
GTZ). Sie wird in unserem Fall aus den Gradtagszahlen einer Wetterstation über einen
Zeitraum von 30 Jahren gemittelt. Unsere bisher verwendete Norm GTZ (3.804) wurde
aus Daten zwischen 1951 und 1981 gebildet. Neue Datenbestände des Deutschen
Wetterdienstes belegen eindeutig, dass es milder und damit die Norm GTZ kleiner
wird. Aus diesem Grund wird für die Berechnungen seit dem Jahr 2006 eine neue
Norm GTZ eingesetzt. Diese beruht auf Daten aus den Jahren 1970 bis 2000 (3.691).
Die alten Datenbestände wurden nicht umgerechnet bzw. entsprechend angepasst.
Prinzipiell gilt:
Je größer die Gradtagszahl, desto kühler war die Witterung in dem betroffenen
Zeitraum.
Der Energieverbrauchskennwert ergibt sich nun aus dem gesamten Energieverbrauch
(Wärme, Strom oder Wasser) bezogen auf die sog. beheizbare Bruttogrundfläche der
untersuchten Liegenschaft. Er wird angegeben in kWh/m²a bzw. m³/m²a.
Zur Ermittlung der Energieverbrauchskennwerte für Strom und Wasser wird diese
beheizbare Bruttogrundfläche ebenfalls verwendet, damit die Ergebnisse mit den
Heizenergieverbrauchskennwerten vergleichbar bleiben.

4

Anhand der Vergleichswerte aus der VDI 3807 Blatt 2 für Heiz- und
Stromverbrauchskennwerte und der VDI 3807 Blatt 3 für Wasserverbrauchskennwerte
lassen sich die untersuchten Liegenschaften in Gebäudegruppen einsortieren und
miteinander vergleichen. Diese Vergleichswerte bilden die Grundlage für die weitere
energetische Betrachtung.
Alternativ zur VDI 3807 greifen wir auf eine statistische Erhebung der „ages GmbH“
zurück. Der Vorteil besteht in einer umfangreicheren Anzahl von bundesweit
untersuchten Gebäuden und der Aktualität der Ergebnisse, so dass bei bestimmten
Gebäudegruppen, die nicht in der VDI 3807 aufgeführt sind, auf diese Werte
zurückgegriffen wird.

5

3. Heizenergie
3.1 Gesamtheizenergieverbrauch
Der witterungsbereinigte Gesamtheizenergieverbrauch 2015 konnte gegenüber dem
Bezugsjahr 1994 um 36,1 % gesenkt werden und liegt im Jahr 2015 bei 29.727 MWh.
Der Gesamtheizenergieverbrauch bezieht sich auf die durchschnittlich beheizte
Bruttogrundfläche.
Die beheizte Bruttogrundfläche beträgt im Jahr 2015 309.245 m² (BGF-E). Der
witterungsbereinigte Heizenergieverbrauch ist gegenüber dem Vorjahr um 5,4 %
gestiegen.
In
der
folgenden
Tabelle
und
Grafik
ist
die
Heizenergieverbrauchsentwicklung seit 1994 dargestellt.

witterungsbereinigte

Gesamtheizenergieverbrauch 1994 – 2015
Jahr
1994
…
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015

48.000
47.000
46.000
45.000
44.000
43.000
42.000
41.000
40.000
39.000
38.000
37.000
36.000
35.000
34.000
33.000
32.000
31.000
30.000
29.000
28.000

Verbrauch [MWh]
46.550
…
33.431
33.419
31.316
32.886
31.068
31.283
31.306
30.386
29.697
28.203
29.727

%
100,0
…
71,8
71,8
67,3
70,6
66,7
67,2
67,3
65,3
63,8
60,6
63,9

Verbrauch [kWh]
46.550.228
…
33.431.895
33.419.909
31.316.134
32.886.094
31.067.682
31.282.913
31.306.062
30.385.902
29.697.398
28.203.362
29.727.454

46.550
44.086
43.124
42.335

41.447
39.700
37.538
37.280

37.203

36.320

33.419

33.134 33.431
31.316

32.886
31.283
31.068 31.306

30.386
29.727
29.697
28.203

94 95 96 97 98 99 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15

6

Der nicht witterungsbereinigte Gesamtheizenergieverbrauch des Jahres 2015 beläuft
sich auf
27.512.594 kWh und
1.754.483,78 €.
Er bleibt damit wieder deutlich unter die 30 Mio.-kWh-Marke. Somit hat der Landkreis
Schaumburg ohne Witterungsbereinigung 3.206.200 kWh mehr Heizenergie
aufwenden müssen als im Jahr zuvor. Seit Beginn des praktizierten
Energieeinsparmanagements konnte von 1994 bis 2015 aufsummiert eine
Wärmeenergieeinsparung in Höhe von
268.225.162 kWh und
15.983.507 €
erreicht werden.
Aus der Summe der Energieeinsparungen lässt sich seit 1994 eine CO2-Einsparung
in Höhe von 56.595 t ermitteln. Das entspricht einer Reduzierung des für den
Treibhauseffekt verantwortlichen Kohlendioxids (CO2) in Höhe von 40,9 % gegenüber
dem Jahr 1994.

3.2 Heizenergieverbrauchskennwerte
Wie in Kapitel 2 erläutert, werden die Heizenergieverbrauchskennwerte nach der VDI
3807 Blatt 2 ermittelt und zusätzlich bei Bedarf mit den „ages“ Verbrauchskennwerten
verglichen.
Gradtagszahl Januar 2015 – Dezember 2015: 3.416

Jahresgradtagszahlen 2001 - 2015
- Landkreis Schaumburg -

4.000
3.500
Gradtagszahl

3.000
2.500
2.000
1.500
1.000
500
0
01 02 03
04 05 06
07 08 09
10 11
12

13

14

15

7

Prinzipiell gilt:
Je größer die Gradtagszahl, desto kühler war die Witterung in dem betroffenen
Zeitraum.
Bei der Ermittlung der Heizenergieverbrauchskennwerte konnte auf Grund fehlender
Erfassungsmöglichkeiten auf die gesonderte Warmwassererzeugung, wie in der VDI
3807 gefordert, nicht eingegangen werden. Entweder ist die Warmwassererzeugung
sehr gering bzw. nicht vorhanden (z. B. Verwaltungsgebäude) oder überproportional
hoch (z. B. Sporthallen). Zur besseren Vergleichbarkeit wird also vom
Gesamtheizenergieverbrauch inkl. Warmwassererzeugung ausgegangen.
In den Tabellen auf den folgenden Seiten sind die Heizenergieverbrauchskennwerte
seit 1994 für alle 49 erfassten Liegenschaften des Landkreises Schaumburg
aufgelistet. Dadurch kann man gut die Entwicklung der jeweiligen Liegenschaft von
1994 bis heute erkennen.
Mit rot werden die Kennwerte angezeigt, die über den Mittelwerten der VDI 3807 oder
den „ages“ Verbrauchswerten liegen. Schwarz sind die durchschnittlichen Werte
zwischen Mittelund Zielwert und grün zeigt die hervorragenden Ergebnisse der Liegenschaften an,
die die Zielwerte der Norm unterschritten haben.
Gelb unterlegt sind zusätzlich die Ergebnisse von Liegenschaften, die mit Strom
heizen oder mit Fernwärme versorgt werden. Diese Werte sind nicht eins zu eins mit
den restlichen Heizenergieverbrauchskennwerten vergleichbar!

8

Landkreis Schaumburg
- Hochbauamt -

Schulen 2015

Juli 2016

Durchschnittliche witterungsbereinigte Wärmeenergiekennzahlen und Energiekosten in verschiedenen Liegenschaften des Landkreises Schaumburg
Übersichtszeitraum 1994 - 2015 - Schulen A

B

Liegenschaften

C

BGF-E
m² 2015

24/38 IGS Obernkirchen/Behördenhaus

D

G

1994
kWh/m²a

…
€/m²a

12.536

144,4

H

kWh/m²a

3,90

I

2010
53,2

J

K

2011
€/m²a

2,68

kWh/m²a

48,1

L

M

2012
€/m²a

2,46

kWh/m²a

N

O

2013
€/m²a

57,1

3,26

kWh/m²a

40,8

P

Q

2014
€/m²a

2,34

kWh/m²a

37,9

R

2015
€/m²a

2,24

kWh/m²a

41,2

€/m²a

2,38

E.-Art

€/KWh

Gas

0,058

25

Schule am Ostertor, Rinteln

2.868

128,3

2,64

58,5

3,26

57,8

3,34

64,5

3,95

70,4

3,82

58,9

2,92

58,2

2,68

Gas

0,046

26

Schule am Schloßpark, Sthg

7.320

174,7

4,09

96,5

4,70

87,7

4,28

104,9

5,74

107,5

5,88

86,9

4,76

95,9

5,13

Gas

0,053

27

Magister-Nothold Sch. Lindh.

12.534

152,0

4,10

81,0

3,99

75,3

3,64

84,3

4,62

82,8

4,54

84,3

4,62

86,2

4,54

Gas

0,053

12.223

141,4

3,66

84,3

4,17

84,5

4,15

81,5

4,51

88,5

5,06

94,0

5,37

89,2

4,45

Gas

0,050

158,3

4,10

106,0

5,04

90,3

4,43

80,1

4,43

83,5

4,62

47,9

2,65 Versorgung Haupthaus

Gas

28/72 IGS Helpsen Neubau/Sporth. Helpsen
28.1 IGS Helpsen Altbau
29

IGS Rodenberg

8.766

141,0

4,54

80,6

4,72

74,2

3,51

57,4

4,06

77,9

4,63

65,9

4,05

65,1

4,51

Gas

0,069

30

Julius- Rodenberg Schule

5.573

131,2

4,10

86,0

4,86

93,9

5,45

61,7

3,94

74,9

4,34

77,5

4,20

77,7

4,22

Gas

0,054

31

Herderschule Bückeburg

112,4

4,74

109,3

10,45

111,6

12,85

67,3

9,01

70,3

9,83

30,7

3,41

32

Gymn. Adolfinum Bückeburg

12.002

155,2

4,47

52,5

2,59

51,8

2,58

52,2

2,98

53,7

3,06

51,7

2,95

49,4

2,72

Gas

0,055

33

Gymn. Ernestinum Rinteln

19.139

123,5

2,63

75,3

4,10

76,4

4,80

76,8

4,71

81,4

4,90

80,3

4,59

78,9

4,21

Gas

0,053

34

Ratsgymnasium Stadthagen

13.399

79,5

2,46

59,6

2,99

51,4

2,51

66,5

3,64

59,6

3,45

53,0

2,91

50,4

2,70

Gas

0,054

35

Wilhelm-Busch-Gymnasium Stadth.

157,8

7,20

E-Hzg

E-Hzg

E-Hzg

E-Hzg

36

Gymnasium Bad Nenndorf

9.211

127,0

3,55

82,0

4,91

76,0

4,38

88,1

5,57

75,2

4,33

68,0

3,79

92,1

4,95

Gas

0,054

37

BBS Rinteln AS ehem. Marienschule

1.814

131,2

2,95

86,1

4,45

59,7

2,92

74,2

4,06

70,6

3,86

63,1

3,45

64,9

3,38

Gas

0,052

39/39.1 Hildburgschule/Schulsporthalle

6.100

147,0

3,02

75,4

4,21

60,4

3,48

54,4

3,33

54,1

3,26

49,7

2,84

48,2

2,56

Gas

0,053

53

VHS Rinteln

1.310

-

-

66,1

3,69

55,9

3,23

54,1

2,89

54,1

2,89

49,6

2,83

50,3

2,67

Gas

0,053

40

H.-Chr. Andersen Schule Sthg.

41

IGS Schaumburg (ab 2012 mit WBG-34)

42

Graf Wilhelm Schule, Bückeburg

44

Pestalozzischule Rinteln

45

AS IGS Schaumburg Hinter der Burg

46

AS Gymnasium Bad Nenndorf

48
49
55

Flüchtlingsunterkunft

BHKW

Versorgung IGS (41)

2.792

90,3

5,15

72,6

4,56

71,5

3,47

69,1

3,78

71,9

3,94

52,8

2,89

86,1

4,48

Gas

0,052

22.454

114,9

3,09

61,1

3,02

60,0

3,00

56,8

3,11

53,5

3,04

50,8

2,78

51,8

2,77

Gas

0,053

48,2

4,40

BHKW

0,091

8.154

100,1

4,21

66,0

6,24

53,6

6,22

56,2

7,62

52,1

6,72

44,2

4,76

159,2

3,84

143,4

8,00

124,3

7,18

113,6

6,96

117,4

7,07

54,2

3,09

2.672

113,4

3,05

103,2

6,20

87,5

4,26

78,1

4,27

74,3

4,07

66,5

3,64

76,2

3,96

Gas

0,052

7.148

130,6

2,90

121,5

7,32

105,6

6,08

113,2

7,15

116,1

6,68

101,3

5,64

106,6

5,74

Gas

0,054

BBS Rinteln Burgfeldsweide

10.400

125,0

2,66

106,9

5,20

78,9

3,12

78,3

2,96

79,5

2,90

81,8

3,09

73,7

2,80

Gas

0,038

BBS Stadthagen

19.834

85,8

3,82

59,1

2,64

60,3

2,39

68,0

3,34

73,7

3,28

58,8

2,73

68,9

3,08

Gas

0,045

VHS Stadthagen

1.981

-

-

68,5

3,43

69,0

3,37

70,4

3,85

71,0

3,89

59,3

3,25

64,1

3,33

Gas

0,052

50

BBS Rinteln AS Dauestr.

4.347

101,6

2,72

88,8

5,10

76,6

4,51

73,0

4,38

72,8

4,45

57,6

3,29

74,5

3,96

Gas

0,053

51

BBS Rinteln AS Landfrauenschule

2.450

197,5

5,11

178,2

8,73

176,9

8,61

177,5

9,72

169,7

9,29

166,2

9,10

182,2

9,47

Gas

0,052

Durchschnittswerte

131,7

nach der Anzahl der Liegenschaften

Gesamtfläche

86,0
3,80

78,5
4,86

77,0
4,45

77,7
4,73

66,4
4,67

Flüchtlingsunterkunft

Gas

74,2
3,77

3,96

207.027

9

Landkreis Schaumburg
-Hochbauamt-

Sporthallen, KKH und sonstige Liegenschaften 2015

Übersichtszeitraum 1994 - 2015
A

B

Liegenschaften

C
BGF-E
m² 2015

25.1 Turnhalle Schule am Ostertor Rinteln
37.1 Sporthalle ehem. Marienschule Bückeburg
45.1 Olympiasporthalle Stadthagen
64

Sporthalle Adolfinum Bückeburg

D

G

1994
kWh/m²a

…
€/m²a

H

I

2010
kWh/m²a

- Sporthallen -

J

K

2011
€/m²a

kWh/m²a

Juli 2016

L

M

N

€/m²a

kWh/m²a

O

€/m²a

kWh/m²a

P

Q

2014

2013

2012

€/m²a

kWh/m²a

R

2015
€/m²a

kWh/m²a

€/m²a

E.-Art

€/kWh

1.722

172,7

4,16

84,4

4,71

84,1

4,85

89,4

5,48

79,4

4,79

56,6

3,23

67,5

3,58

Gas

0,053

638

185,8

4,18

152,7

7,34

98,9

4,85

114,8

6,29

122,9

6,97

126,2

6,91

112,9

5,87

Gas

0,052

929

215,3

5,80

110,6

5,53

115,4

5,62

118,3

6,47

101,8

5,40

111,2

6,09

106,5

5,54

Gas

0,052

2.606

232,4

6,85

110,5

4,62

121,0

5,97

112,1

6,14

120,8

6,61

111,5

6,10

111,1

5,94

Gas

0,053

65

Sporthalle Obernkirchen

2.447

190,8

4,94

81,9

4,08

81,8

3,93

91,2

4,99

89,8

4,68

89,0

4,64

92,2

4,72

Gas

0,051

67

Sporthalle Ratsgymnasium Stadthagen

1.758

238,7

6,98

139,7

6,77

138,6

6,57

137,0

7,33

154,8

8,30

114,2

6,12

131,0

6,71

Gas

0,051

68

Sporthalle Hinter der Burg Stadthagen

2.033

229,7

6,18

188,0

9,16

177,2

8,40

144,5

7,73

145,3

7,79

119,9

6,43

141,3

7,24

Gas

0,051

69

Sporthalle Schachtstr. Stadthagen

4.360

110,9

2,98

100,3

4,89

95,7

4,54

102,5

5,49

106,4

5,64

100,5

5,33

96,1

4,87

Gas

0,051

71

Sportzentrum Bad Nenndorf (gr. Halle)

1.646

290,1

8,11

156,4

9,26

141,4

8,30

152,4

7,61

118,5

7,20

139,7

8,21

130,8

7,49

Gas

0,057

71.1 Sportzentrum Bad Nenndorf (kl. Halle)

1.485

187,1

6,67

144,3

8,16

177,8

10,20

184,1

11,09

179,4

10,74

115,0

6,73

112,0

6,38

Gas

0,057

186,7

6,00

147,6

8,32

159,2

9,15

166,2

10,17

126,1

7,72

2.602

146,3

4,71

120,2

6,64

125,0

7,31

46,2

7,31

47,7

5,81

30,2

3,66

79,8

8,87

Gas

0,111

22.226

198,9

5,63

128,1

6,62

126,3

6,64

121,6

7,18

116,1

6,80

92,9

5,29

107,4

6,11

E.-Art

€/kWh

Gas

0,054

73

Sporthalle 1 Rodenberg, Im Jagdgarten

74

Sporthalle 2 Rodenberg, Suntalstr.

Durchschnittswerte nach der Anzahl der Lieg.

Übersichtszeitraum 1994 - 2015
Liegenschaften

BGF-E
m² 2015

56

KAH Helpsen

57

KAZ Krainhagen

4.587

1994
kWh/m²a

…
€/m²a

2010
kWh/m²a

- Krankenhäuser -

2011
€/m²a

kWh/m²a

Gas

verkauft

2012
€/m²a

344,8

8,93

262,4

13,11

273,2

13,40

300,2

7,77

171,7

8,78

117,0

5,69

kWh/m²a

2014

2013
€/m²a

201,6

11,15

kWh/m²a
102,3

€/m²a

kWh/m²a

5,66

89,5

2015
€/m²a
4,95

kWh/m²a
82,9

€/m²a
4,48

verkauft

Gas

58

KAZ Stadthagen

9.637

186,4

4,82

84,3

8,91

92,6

11,79

83,7

9,14

72,4

7,92

74,6

7,66

95,0

9,85

BHKW

0,104

89

KKH Stadthagen

21.279

259,7

6,66

186,3

16,33

200,8

22,60

186,5

20,76

174,5

19,74

183,3

22,44

172,6

20,14

BHKW

0,117

13.610

243,4

10,18

174,8

15,93

166,1

18,48

153,1

19,89

199,7

12,04

212,2

12,13

194,7

10,44

Gas

0,054

2.409

230,0

6,16

143,1

7,97

151,7

8,76

150,6

9,23

138,1

8,32

131,2

7,49

135,1

7,17

Gas

0,053

590

234,4

6,28

92,9

5,19

101,1

5,84

100,1

6,13

87,0

5,67

113,3

6,81

97,1

5,16

Gas

0,053

52.112

257,0

7,26

159,4

10,89

157,5

12,37

145,9

12,72

129,0

9,89

134,0

10,25

129,6

9,54

E.-Art

€/kWh

90.1 KKH Rinteln
90.2 KKH Rinteln Wohnungen
90.3 KKH Rinteln Schule
Durchschnittswerte nach der Anzahl der Lieg.

Übersichtszeitraum 1994 - 2015
Liegenschaften

BGF-E
m² 2015

10

Verwaltungsgebäude Stadthagen

21

FTZ Stadtahgen

1994
kWh/m²a

…
€/m²a

2010
kWh/m²a

- Sonstige Liegenschaften -

2011
€/m²a

kWh/m²a

2012
€/m²a

kWh/m²a

2013
€/m²a

kWh/m²a

2014
€/m²a

kWh/m²a

2015
€/m²a

kWh/m²a

€/m²a

11.681

147,2

3,69

65,3

3,48

64,9

3,15

81,7

4,53

65,9

3,70

61,5

3,45

64,3

3,52

Gas

0,055

2.538

146,6

3,95

93,7

4,69

92,6

4,51

106,2

5,68

106,3

5,82

106,1

5,81

108,1

5,62

Gas

0,052

31

Flüchtlingsunterkunft Herderschule

4.683

Schule

37,1

3,30

BHKW

0,089

44

Flüchtlingsunterkunft Pestalozzischule

4.110

Schule

157,1

8,30

Gas

0,053

75

Hallenbad Rinteln

2.330

545,0

11,63

598,3

32,67

681,4

43,46

709,1

43,46

582,5

35,06

676,0

38,67

640,2

34,35

Gas

0,054

76

Hallenbad Bad Nenndorf

2.537

814,4

17,74

436,8

29,32

744,6

54,45

627,9

51,27

594,3

48,15

589,4

36,30

628,9

39,67

Gas

0,063

27.879

413,3

9,25

298,5

17,54

395,9

26,39

381,2

26,24

337,3

23,18

358,3

21,06

272,6

15,79

Durchschnittswerte nach der Anzahl der Lieg.

10

3.3 Heizenergieverbrauchskennwertevergleich
Aus der Tabelle ist folgendes Ergebnis ersichtlich:
2015
Unter Zielwert
zw. Ziel- und Mittelwert
über Mittelwert

Schulen
9
10
3

Sporthallen KH/Altenheime
1
2
7
4
3
0

Sonstige
2
3
2

Gesamt
14
24
8

Im Jahr 2015 liegen 83 % der Liegenschaften unter dem bundesweiten Mittelwert ihrer
jeweiligen Gebäudegruppe. Während im Jahr 2002 nur drei Liegenschaften den VDI
oder „ages“ Richt- bzw. Zielwert unterschreiten konnten, sind es im Jahr 2015
vierzehn.

Schulen
Auch
in
diesem
Jahr
sind
die
Ergebnisse
in
den
Fortund
Weiterbildungseinrichtungen, den Gymnasien und Schulen mit Turnhallen gut.
Im Vergleich zum Jahr 2014 ist die Grafik, wie schon in den Vorjahren, um eine Schule
reduziert worden. Die ehemalige Herderschule in Bückeburg ist im Jahr 2015 als
Flüchtlingsunterkunft hergerichtet worden.
Heizenergieverbrauchskennwerte
ages-Schulen (ohne Gymn.& Berufsschulen)
120

kWh/m²a

100
80
60
40
20
0
Energiekennwert

Mittelwert

Zielwert

Die besten Heizenergieverbrauchskennwerte erzielten:
IGS Obernkirchen: 41,2 kWh/m²a
Graf-Wilhelm Schule in Bückeburg: 48,2 kWh/m²a
OS Hildburgschule in Rinteln: 48,2 kWh/m²a

In der IGS in Obernkirchen wurde die Wärmeversorgung im Jahr 2013 auf Fernwärmelieferung vom BHKW am Sonnenbrinkbad umgestellt.

11

Sporthallen
Erfreulich ist die Entwicklung im Bereich der Sporthallen. Während im Jahr 1994 nur
eine einzige von ursprünglich zwölf registrierten Sporteinrichtungen den bundesweiten
Mittelwert einhalten konnte, haben im Jahr 2015 von mittlerweile elf registrierten
Sporteinrichtungen acht Liegenschaften den Sprung in den angestrebten Bereich
geschafft. Speziell bei diesem Liegenschaftstyp ist aber zu beobachten, dass durch
starke unterschiedliche Nutzungsfrequentierung große Schwankungen beim
Energieverbrauch auftreten können.

Heizenergieverbrauchskennwerte
ages- Sporthallen
200

kWh/m²a

150
100
50
0
Energiekennwert

Mittelwert

Zielwert

Bedingt durch den Ausbau und die Optimierung der Regelungstechnik in den
Sporthallen „Hinter der Burg“ in Stadthagen , der Sporthalle am Kammweg in
Obernkirchen und der Generalsanierung der kleinen Sporthalle in Bad Nenndorf ist in
den kommenden Jahren mit einer weiteren Reduzierung des witterungsbereinigten
Heizenergieverbrauchs zu rechnen.

Krankenhäuser/Sonstige Liegenschaften
Bei den Krankenhäusern, Altenheimen und Hallenbädern hat sich die Situation
stabilisiert. In zwei von elf Liegenschaften konnten die Heizenergieverbrauchskennwerte in diesem Jahr gesenkt werden.
Fast alle Liegenschaften dieser Gebäudegruppen liegen mit ihren Energiekennwerten
unterhalb des angestrebten Mittelwertes.

12

3.4 Beispiel Heizenergieverbrauchskennwert
3.4.1 Ratsgymnasium Stadthagen
Im Ratsgymnasium Stadthagen wurde im Jahr 2012 eine neue Kesselanlage installiert.
Die vorhandene 3-Kesselanlage wurde gegen ein modernes Brennwertgerät und einen
Niedertemperaturkessel ausgetauscht.
Seit Beginn der Datenaufzeichnung im Jahr 1994 wurde der Kennwert von 79,5
kWh/m² auf nunmehr 50 kWh/m² reduziert. Der Wärmeverbrauch betrug im Jahr 2015
rd. 625.000 kWh.
Energieverbrauchskennwert 1994 bis 2015 (Wärme)
100,0
95,0
90,0
85,0
80,0
75,0
70,0
65,0
60,0
55,0
50,0
94

95

96

97

98

99

00

01

02

03

04

05

06

07

08

09

10

11

12

13

14

15

13

4. Strom
4.1 Gesamtstromverbrauch
Im Jahr 2003 wurden erstmalig die Stromverbrauchskennwerte ermittelt. Da durch
jahrelange Einsparmaßnahmen im Heizenergiebereich die Kosten gesenkt werden
konnten, ist der prozentuale Anteil der Stromkosten an den Gesamtkosten stark
angestiegen. Wie bei Wasser, so sind auch bei Strom die Kennwerte rückwirkend bis
2001 ermittelt worden, um eine bessere Vergleichbarkeit erzielen zu können.
Im Jahr 2015 lag der Gesamtstromverbrauch bei
9.721.438 kWh und 1.909.043,17 €.
Gegenüber dem Basisjahr 2001 ist der Stromverbrauch um 3,72 % gesunken, die
Stromkosten sind um 89 % gestiegen und haben sich um
376.630 kWh reduziert, aber um 898.169 € erhöht.
Bedingt durch die starke Zunahme der technischen Ausrüstung in unseren Liegenschaften (Computer, Smartboards etc.) müssen in Zukunft die Anstrengungen speziell
in diesem Energiesegment noch weiter intensiviert werden. Maßnahmen in diesem
Bereich sind allerdings wesentlich kostenintensiver, so dass in den nächsten Jahren
auch weiterhin nur mit kleinen Schritten gerechnet werden kann. Dies ist einer der
Gründe, warum insbesondere beim Stromverbrauch ein Hauptaugenmerk auf das
Nutzerverhalten gelegt werden muss, was durch den Energieeinsparwettbewerb aus
dem Jahr 2008 auch eindrucksvoll bewiesen wurde.
Seit dem Jahr 2008 konnte der Stromverbrauch in diesem Zeitraum kontinuierlich um
insgesamt ca. 1.271.748 kWh gesenkt werden. Diese Einsparung entspricht in etwa
dem Jahresverbrauch vom Kreiskrankenhaus in Rinteln.

kWh

Stromverbrauch 2001 - 2015
- Landkreis Schaumburg 12.000.000
11.000.000
10.000.000
9.000.000
8.000.000
7.000.000
6.000.000
5.000.000
4.000.000
3.000.000
2.000.000
1.000.000
0
01 02 03
04 05 06
07 08 09
10 11
12

13

14

15

14

4.2 Stromverbrauchskennwerte
Die Stromverbrauchskennwerte werden auf der Grundlage der gleichen Bezugsfläche
(beheizte Bruttogrundfläche) wie die Heizenergieverbrauchskennwerte ermittelt. Es ist
nicht sinnvoll, eine weitere „Strombezugsfläche“ zu berechnen, die von der „beheizten“
Bruttogrundfläche abweicht, da so keine Vergleichbarkeit zwischen Strom- und
Wärmeenergieeinsatz mehr gegeben wäre.
Anhand der Tabellen erkennt man, dass die Bezugsflächen zu den Heizenergie- und
Stromverbrauchskennwerten voneinander abweichen. Dies liegt an der
unterschiedlichen Aufteilung und Abrechnung der einzelnen Liegenschaften. So gibt
es z. B. Sporthallen mit und ohne Stromzwischenzähler. Damit verändert sich die
Einteilung in eine bestimmte Gebäudegruppe nach VDI 3807 und natürlich auch die
jeweilige Bezugsfläche.
In den Tabellen auf den folgenden zwei Seiten sind die Stromverbrauchskennwerte
seit 2001 aufgelistet. Die Anzahl der im Strombereich registrierten Sporthallen nimmt
ab, weil ohne einen gesonderten Zwischenzähler in den Sportstätten keine von den
Schulgebäuden getrennte Abrechnung und Kennwertermittlung möglich ist. Die
farblichen Kennzeichnungen (rot, grün und schwarz) entsprechen denen der
Heizenergieverbrauchskennwerte.

15

Landkreis Schaumburg
- Hochbauamt-

Schulen 2015

Juli 2016

Durchschnittliche Stromverbrauchskennwerte und Energiekosten in verschiedenen Liegenschaften des Landkreises Schaumburg
Übersichtszeitraum 2001 - 2015 - Schulen A

B

Liegenschaften

C

D

I

BGF-E
2001
m² 2015 kWh/m²a
€/m²a

…

J

K

2010

M

€/m²a

kWh/m²a

R

E.-Art

€/KWh

3,24

15,2

3,54

15,7

3,68

15,8

3,77

15,0

3,29

Strom

0,219

Schule am Ostertor, Rinteln

2.868

8,2

1,07

11,2

2,56

10,1

2,41

12,3

2,99

11,7

2,53

11,5

2,70

11,7

2,55

Strom

0,218

26

Schule am Schloßpark, Stadthagen

7.320

14,4

1,55

22,9

2,71

15,4

3,04

10,3

1,96

11,3

2,33

9,7

2,20

10,2

2,14

Strom

0,210

27

Magister-Nothold Schule Lindhorst

12.534

20,6

2,04

18,9

3,27

18,6

3,45

18,4

3,49

19,1

3,91

17,9

4,04

17,9

3,74

Strom

0,209

28/72 IGS Helpsen/Sporthalle Helpsen

12.223

19,3

2,81

15,9

2,82

16,5

3,01

15,7

2,94

16,9

3,55

16,1

3,54

17,1

3,57

Strom

0,209

29/74 IGS Rodenberg/Sporthalle Suntalstraße

11.557

19,9

2,24

25,3

4,66

21,4

4,14

19,2

3,89

21,7

4,63

15,5

3,81

17,7

4,35

Strom

0,246

5.573

15,3

2,22

15,4

3,52

13,6

3,05

12,1

2,56

13,6

3,36

12,5

2,98

12,2

2,79

Strom

0,229

7,6

1,02

8,9

1,87

8,3

1,83

5,8

1,43

2,2

0,80

2,2

Herderschule Bückeburg

kWh/m²a

Q

2015

13,6

31

€/m²a

P

2014

3,13

Julius-Rodenberg-Schule Rodenberg

kWh/m²a

O

14,3

30

€/m²a

P

2013

1,87

25

kWh/m²a

O

14,0

IGS Obernkirchen

€/m²a

N

2012

10.383

24

kWh/m²a

L

2011

€/m²a

kWh/m²a

€/m²a

0,85 Flüchtlingsunterkunft

Strom

32/64 Gymnasium Adolfinum/Sporthalle

14.608

38,2

3,17

25,0

4,11

23,5

4,15

22,2

4,04

20,3

4,13

19,7

4,42

18,2

3,80

Strom

0,209

33

19.139

19,3

2,01

18,5

3,34

17,8

3,32

17,0

3,11

16,0

3,28

14,7

3,12

14,2

2,72

Strom

0,192

34/67 Ratsgymnasium/Sporthalle Ratsgymnasium

16.852

14,8

1,49

17,2

2,99

17,9

3,28

15,5

2,91

15,3

3,12

14,7

3,31

13,4

2,81

Strom

0,210

35/41 WBG-IGS Stadthagen

22.454

29,3

3,90

26,4

4,59

21,0

3,97

16,8

3,20

16,0

3,39

15,4

3,52

15,3

3,35

Strom

0,219

9.211

23,3

3,17

26,7

4,82

25,0

4,77

24,5

4,96

25,3

5,23

24,1

5,48

24,5

5,18

Strom

0,211

2.459

8,5

1,16

14,5

3,25

15,4

3,66

12,3

3,50

14,4

3,71

13,5

3,55

14,4

3,74

Strom

0,260

12,1

1,62

12,6

3,49

17,1

4,52

17,5

4,41

12,6

3,39

13,4

3,73

36

Gymn. Ernestinum Rinteln

Gymnasium Bad Nendorf

37/37.1 BBS Rinteln AS ehem. Mariensch./Sporth.
38

Alber-Schweitzer-Schule Obernkirchen

Behördenhaus

Strom

39/39.1 Hildburgschule/Schulsporthalle

6.100

8,7

0,98

7,3

1,70

7,2

1,74

9,4

2,16

9,8

2,46

11,4

3,08

10,7

2,71

Strom

0,253

40

H.-Chr. Andersen Schule Stadthagen

2.792

13,8

1,85

16,6

2,98

16,4

3,13

17,1

3,30

18,1

4,11

15,8

3,83

15,1

3,46

Strom

0,229

42

Graf Wilhelm Schule Bückeburg

8.154

8,7

1,16

8,7

1,75

7,8

1,62

8,7

1,79

9,3

2,03

8,9

2,06

8,5

1,88

Strom

0,221

44

Pestalozzischule Rinteln

9,3

1,04

8,0

1,75

7,0

1,59

5,8

1,32

4,5

1,12

3,7

0,98 Flüchtlingsunterkunft

Strom

45

AS IGS Schaumburg Hinter der Burg

13,4

1,45

21,4

2,83

13,1

2,30

13,1

2,56

17,9

3,67

9,9

2,25

46

AS Gymnasium Bad Nenndorf

7.148

8,3

1,32

6,0

1,21

6,0

1,30

5,8

1,33

5,8

1,37

5,8

48

BBS Rinteln Burgfeldsweide

10.400

27,0

2,80

24,9

4,57

22,7

4,28

22,0

4,07

20,6

4,24

21,6

49

BBS Stadthagen

19.834

-

-

28,4

4,39

27,1

4,53

30,7

5,32

30,6

6,16

55

VHS Stadthagen

1.981

57,5

7,45

41,7

8,94

35,9

6,75

36,8

7,03

37,7

50

BBS Rinteln AS Dauestr.

4.347

12,8

1,36

14,6

3,08

14,1

2,95

12,7

2,67

51

BBS Rinteln AS Landfrauenschule

2.450

19,1

2,60

19,6

4,49

23,7

3,44

17,5

53

VHS Rinteln

1.310

-

-

23,3

5,31

18,0

4,32

15,4

2.672

Durchschnittswerte

35,5

nach der Anzahl der Liegenschaften

Gesamtfläche

18,3
2,13

16,8
3,49

14,2

2,99

Strom

0,211

1,44

6,0

1,41

Strom

0,235

4,59

21,0

4,04

Strom

0,192

31,2

7,02

31,5

6,52

Strom

0,207

8,10

35,1

8,15

35,9

7,85

Strom

0,219

14,0

3,47

13,2

3,51

13,6

3,38

Strom

0,249

3,99

16,9

4,08

16,0

4,08

16,8

4,08

Strom

0,243

3,77

15,9

3,98

14,5

3,92

16,1

4,07

Strom

0,253

15,9
3,33

16,0
3,27

15,0
3,55

16,3
3,55

3,60

214.369

16

Landkreis Schaumburg
-Hochbauamt-

Sporthallen, KKH und sonstige Liegenschaften 2015

Übersichtszeitraum 2001 -2015
A

B

Liegenschaften

C
BGF-E
m² 2015

25.1 Turnhalle Schule am Ostertor Rinteln
45.1 Olympisporthalle Stadthagen

D

I
…

2001
kWh/m²a

€/m²a

J

K

2010
kWh/m²a

- Sporthallen -

L

M

2011
€/m²a

kWh/m²a

Juli 2016

N

O

2012
€/m²a

kWh/m²a

P

O

kWh/m²a

Q

2014

2013
€/m²a

P

€/m²a

kWh/m²a

R

2015
€/m²a

kWh/m²a

€/m²a

E.-Art

€/kWh

1.722

8,0

0,96

10,2

2,34

8,3

2,01

8,3

2,06

6,9

1,73

6,9

1,86

6,2

1,58

Strom

0,255

929

15,8

1,71

21,5

2,90

4,5

0,80

4,1

0,79

4,2

0,88

3,6

0,88

3,0

0,64

Strom

0,213

65

Sporthalle Obernkirchen

2.447

66,8

8,08

51,9

11,33

46,2

10,93

42,4

10,19

41,1

9,85

40,1

9,81

32,8

7,53

Strom

0,230

68

Sporthalle Hinter der Burg Stadthagen

2.033

14,1

1,52

22,5

3,35

29,1

5,14

38,3

6,72

33,3

6,82

21,6

4,91

20,9

4,40

Strom

0,211

69

Sporthalle Schachtstr. Stadthagen

4.360

42,2

4,17

17,9

2,14

22,9

4,11

21,4

3,97

20,0

4,40

21,7

5,02

17,3

3,69

Strom

0,213

73

Sporthalle 1 Rodenberg, Im Jagdgarten

-

-

26,8

5,12

21,7

4,55

18,9

4,18

20,0

5,77

29,4

3,29

25,1

4,53

22,1

4,59

22,2

4,65

20,9

4,91

Durchschnittswerte nach der Anzahl der Lieg.

11.491

Übersichtszeitraum 2001 - 2015
Liegenschaften

BGF-E
m² 2015

56

KAH Helpsen

57

KAZ Krainhagen

58

KAZ Stadthagen

89

KKH Stadthagen

90

KKH Rinteln

Durchschnittswerte nach der Anzahl der Lieg.

4.587

…

2001
kWh/m²a

€/m²a

2010
kWh/m²a

kWh/m²a

3,90

16,0

3,57

2013

2012
€/m²a

kWh/m²a

€/m²a

kWh/m²a

kWh/m²a

€/kWh
0,214

53,0

10,03

43,3

8,59

9.637

45,9

3,80

43,3

6,91

40,5

7,06

51,0

9,01

48,0

8,14

52,5

9,18

49,3

8,91

Strom

0,181

21.279

89,6

6,98

91,4

14,24

92,9

15,88

93,2

16,36

90,6

16,34

90,0

18,05

90,3

16,45

Strom

0,182

16.609

109,0

8,73

106,4

17,77

111,1

19,52

107,6

18,64

101,0

19,35

101,9

17,62

85,8

14,95

Strom

0,174

52.112

67,6

5,94

71,7

12,08

69,7

12,65

76,9

13,89

73,7

14,21

70,9

13,43

38,8

12,05

2010

Strom

2012
€/m²a

kWh/m²a

2015
E.-Art

€/kWh

2,87

38,4

6,26

38,3

6,73

40,7

7,29

45,5

8,80

45,8

9,91

45,7

9,01

Strom

0,197

FTZ Stadthagen

2.538

12,5

2,23

17,6

3,62

17,8

3,68

18,4

4,26

19,1

4,91

23,8

6,26

25,4

6,57

Strom

0,259

31

Flüchtlingsunterkunft Herderschule

4.683

Schule

1,7

0,41

Strom

0,241

38

Behördenhaus Obernkirchen

2.153

Schule

14,0

3,66

Strom

0,261

21

kWh/m²a

2014

34,1

Verwaltungsgebäude Stadthagen

€/m²a

2013

11.681

10

kWh/m²a

verkauft

- Sonstige Liegenschaften -

2011
€/m²a

7,88

E.-Art

3,71

kWh/m²a

36,8

Strom

37,4

…

8,85

€/m²a

12,19

€/m²a

39,3

kWh/m²a

60,6

2001

13,00

€/m²a

11,46

kWh/m²a

55,3

€/m²a

64,2

BGF-E

11,56

2015

6,46

m² 2015

55,9

2014

56,1

Übersichtszeitraum 2001 - 2015
Liegenschaften

15,8

- Krankenhäuser -

2011
€/m²a

Strom

verkauft

€/m²a

kWh/m²a

€/m²a

kWh/m²a

€/m²a

44

Flüchtlingsunterkunft Pestalozzischule

4.110

13,3

3,32

Strom

0,250

59

JBF-Centrum Bückeberg

2.620

40,9

3,87

37,6

6,56

37,5

6,88

38,0

7,11

37,6

7,97

38,1

8,77

39,9

8,42

Strom

0,211

75

Hallenbad Rinteln

2.330

251,1

21,59

213,8

36,84

227,2

40,81

237,2

41,57

251,6

48,57

198,7

40,54

190,8

36,04

Strom

0,189

5.461

153,2

11,20

79,7

10,84

111,5

19,01

106,6

18,72

115,4

22,33

109,6

23,64

105,2

20,99

Strom

0,200

35.576

98,4

8,35

77,4

13,32

86,5

15,42

88,2

15,79

93,8

17,56

83,2

16,37

54,5

11,05

76/71/71.1 Hallenbad Bad Nenndorf/Sportzentrum
Durchschnittswerte nach der Anzahl der Lieg.

Schule

17

4.3 Stromverbrauchskennwertevergleich
Aus den Tabellen ist folgendes Ergebnis ersichtlich:
2015
unter Zielwert
zw. Ziel- und Mittelwert
über Mittelwert

Schulen
2
6
15

Sporthallen KH/Altenheime
1
2
1
4

Sonstige
6

Gesamt
3
8
26

Im Jahr 2015 liegen 30 % der Liegenschaften unter dem bundesweiten Mittelwert ihrer
jeweiligen Gebäudegruppe. Im Jahr 2015 haben drei Liegenschaften den VDI oder
„ages“ Zielwert unterschreiten können. Dieses Ergebnis unterstreicht wiederum die
spezielle Problematik des Stromverbrauchs in den untersuchten Liegenschaften.

Schulen
Während die Gebäudegruppe „Schulen mit Turnhallen“ noch ein recht ausgewogenes
Ergebnis wiedergibt, hat in der Gruppe „Schulen“ nur ein Gymnasium in 2015 den
bundesweiten Mittelwert beim Stromverbrauchskennwert unterschreiten können.

kWh/m²a

Stromverbrauchskennwerte
ages-Schulen (ohne Gymn. & Berufsschulen)
16
14
12
10
8
6
4
2
0
Mittelwert

Zielwert

Energiekennwert

Wenn auch der Kennwertevergleich nicht sonderlich gut aussieht, so ist doch zu
erwarten, dass im Rahmen des Projektes "Klimaschutz in Schulen" in Zukunft eine
Verbesserung erreicht werden kann. Der Kennwertevergleich belegt, dass noch etwas
Luft zur Energieeinsparung vorhanden ist.
Die besten Stromverbrauchskennwerte erzielten:
Graf-Wilhelm Schule in Bückeburg: 8,5 kWh/m²a
Schule am Schloßpark in Stadthagen: 10,7 kWh/m²a
OS Hildburgschule in Rinteln: 10,7 kWh/m²a
Die Kennwerte der Außenstelle Gymnasium in Bad Nenndorf konnten nicht gewertet
werden, da die Schule auch im Jahr 2015 nur teilweise belegt war.
18

Sporthallen
Bedingt durch den Verkauf der Sporthalle „Im Jagdgarten“ im Jahr 2014 an die Stadt
Rodenberg gibt es nur noch drei Liegenschaften, die abrechnungstechnisch als reine
Sportstätten bezeichnet werden. Alle anderen Sporthallen sind an die angrenzenden
Schulen gekoppelt. Von diesen drei Sporthallen konnte im Jahr 2015 keine Sporthalle
den bundesweiten Zielwert unterschreiten. Die Gründe hierfür sind in den erweiterten
Nutzungszeiten der Sporthallen (auch am Wochenende) und die teilweise noch
vorhandene Beheizung der Sporthallen über Lüftungsanlagen (KSP Obernkirchen &
KSP Helpsen) zu suchen.
Krankenhäuser/Sonstige Liegenschaften
Bei den Krankenhäusern, den Altenheimen sowie dem Verwaltungsgebäude fällt auf,
dass die Stromverbrauchskennwerte z. T. erheblich über den jeweiligen Mittelwerten
liegen. Keine einzige Liegenschaft dieser Gebäudegruppe hat den mittleren
Energieverbrauchskennwert
unterschreiten
können.
Während
die
Feuerwehrtechnische Zentrale und die Hallenbäder rund 50 % über dem angestrebten
Mittelwert liegen, sind sie beim Krankenhaus Stadthagen und dem
Verwaltungsgebäude mehr als doppelt so hoch wie in der VDI 3807 angegeben. Die
Altenheime erreichen hier sogar eine Verdreifachung der Richtlinienwerte.
Weiterhin fällt auf, dass die Hallenbäder und Krankenhäuser recht passable
Kennwerte erreichen, wenn der Stromverbrauch auf die beheizte Bruttogrundfläche
bezogen wird. Bei dieser Art von Liegenschaften bezieht man den Stromverbrauch
aber auf die Bettenzahl (Krankenhäuser) und die Beckenoberfläche (Hallenbäder).
Dabei schneiden diese Liegenschaften im bundesweiten Vergleich deutlich schlechter
ab.

19

4.4 Beispiel Stromverbrauchskennwert
4.4.1 Wilhelm-Busch-Gymnasium Stadthagen
Im Wilhelm-Busch-Gymnasium, ist seit dem Jahr 2010 ein Rückgang des
Stromverbrauchs zu verzeichnen. Der Kennwert liegt im Jahr 2015 bei 15,3 kWh/m².
Für das Gymnasium und die angrenzende IGS Schaumburg wurde im Frühjahr 2012
eine Spannungsstabilisierungsanlage eingebaut. Weiterhin wird seit 2013 die
Beleuchtung in Teilabschnitten saniert. Die abgängige Beleuchtung in den
Klassenräumen wird gegen dimmbare LED-Leuchten ausgetauscht. In den Fluren wird
die Beleuchtung über Präsenzmelder geschaltet. Somit ist der geringe, aber dafür
kontinuierliche Rückgang des Stromverbrauchs erklärbar.

Stromverbrauchskennwert 2001 bis 2015

40,0
36,0
32,0
28,0
24,0
20,0
16,0
12,0
8,0
4,0
0,0
2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015

Das Einsparpotential durch die Sanierung der Hallenbeleuchtung ist insbesondere in
den Sporthallen sehr groß. Im Sommer 2015 wurden Beleuchtungssanierungen in den
Sporthallen in Bad Nenndorf, Rodenberg und Bückeburg (Marienturnhalle)
durchgeführt.

20

5. Wasser
5.1 Gesamtwasserverbrauch
Wie beim Strom sind auch die Werte über den Wasserverbrauch bis zum Jahr 2001
zurück gerechnet worden. Aufgrund von baulichen Maßnahmen wie z. B.
Heizungssanierungen oder gelegentlich anfallenden Wasserschäden sind die
Wasserverbrauchskennwerte aber immer mit Vorsicht zu genießen, da sie starken
Schwankungen unterliegen können.
Der Gesamtwasserverbrauch des Jahres 2015 beläuft sich auf
91.463 m³ und
156.838,58.- €.
Damit wurde der Wasserverbrauch gegenüber dem Vorjahr um 8.459 m³ reduziert,
was einem Minderverbrauch von ca. 8,5 % entspricht.
Damit wurden die Wasserverbrauchskosten um 3.597,72 € gegenüber dem Vorjahr
reduziert.

5.2 Wasserverbrauchskennwerte
Da die VDI 3807 nur eine geringe Anzahl von Vergleichskennwerten zur Verfügung
stellt, sind für diesen „Energieträger“ überwiegend Wasserverbrauchskennwerte aus
den statistischen Ermittlungen nach „ages“ verwandt worden.
Auf Grund der enormen Schwankungen beim Wasserverbrauch einzelner
Liegenschaften ist die Aussagekraft der Wasserverbrauchskennwerte eingeschränkt.
Trotzdem sind die Ergebnisse ein wichtiges Indiz über den Zustand der jeweiligen
Liegenschaft. So kann ein starker Verbrauchsanstieg durch Rohrbrüche, den Einbau
einer Cafeteria, oder die Zunahme von Schülerzahlen nachgewiesen werden.
Der Anteil der Wasserkosten an den Gesamtenergiekosten des Landkreises
Schaumburg ist relativ gering. Trotzdem darf daraus nicht der Schluss gezogen
werden, dass dieser Bereich zu vernachlässigen wäre. Die Bedeutung der Wasserund insbesondere der Schmutzwasserkosten wird in den nächsten Jahren weiter
steigen.
Anhand
der
Tabellen
auf
den
folgenden
zwei
Seiten
sind
die
Wasserverbrauchskennwerte der einzelnen Liegenschaften abzulesen und in den
jeweiligen Gebäudegruppen vergleichbar. Die farblichen Kennzeichnungen (rot, grün,
und schwarz) entsprechen denen der Heizenergieverbrauchskennwerte.

21

Landkreis Schaumburg
-Hochbauamt-

Schulen 2015

Juli 2016

Durchschnittliche Wasserverbrauchskennwerte und Energiekosten in verschiedenen Liegenschaften des Landkreises Schaumburg
Übersichtszeitraum 2001 - 2015 - Schulen A

B

Liegenschaften

C

I

2001

BGF-E
m² 2015

24/38 IGS Obernkirchen/Behördenhaus

D

l/m²a

12.536

J

..

€/m²a

82,0

K

L

2010
l/m²a

0,20

90,4

M

N

2011

€/m²a

0,16

l/m²a

84,8

O

P

2012

€/m²a

0,15

l/m²a

86,5

O

P

2013

€/m²a

0,16

l/m²a

86,2

Q

2014

€/m²a

0,16

l/m²a

67,0

R

2015

€/m²a

l/m²a

0,17

90,3

€/m²a

E.-Art

0,21 Wasser

€/m³

2,326

25

Schule am Ostertor, Rinteln

2.868

74,7

0,11

102,7

0,17

78,8

0,13

83,3

0,14

92,8

0,14

97,6

0,15

105,2

0,17 Wasser

1,616

26

Schule am Schloßpark, Sthg

7.320

112,6

0,24

76,5

0,21

85,2

0,23

72,5

0,21

66,3

0,20

59,2

0,20

66,2

0,21 Wasser

3,172

27

Magister-Nothold Sch. Lindhorst

1,781

12.534

191,1

0,23

97,7

0,14

124,1

0,18

89,9

0,14

111,2

0,17

122,9

0,22

123,5

0,22 Wasser

28/72 IGS Helpsen/Sporthalle Helpsen

12.223

157,0

0,12

172,6

0,24

114,2

0,17

128,6

0,19

152,3

0,20

136,1

0,18

134,7

0,20 Wasser

1,485

29/74 IGS Rodenberg/Sporthalle Suntalstr.

11.557

142,5

0,24

21,3

0,08

34,8

0,10

138,1

0,22

144,2

0,26

126,7

0,21

119,1

0,19 Wasser

1,595

63,8

0,11

61,1

0,11

83,5

0,14

83,3

0,14

643,4

0,97

21,6

0,08

5.573

159,9

0,26

175,1

0,23

298,5

0,38

159,6

0,23

204,9

0,27

230,8

0,30

234,2

0,30 Wasser

1,281

32/64 Gymnasium Adolfinum/Sporthalle

12.002

65,9

0,15

103,1

0,18

111,5

0,19

113,6

0,19

110,6

0,19

110,8

0,19

120,9

0,21 Wasser

1,737

33

Gymn. Ernestinum Rinteln

19.139

131,5

0,20

166,3

0,27

150,9

0,24

121,6

0,20

113,0

0,19

127,9

0,21

117,9

0,21 Wasser

1,781

34

Ratsgymnasium Stadthagen

13.399

59,6

0,14

141,5

0,24

141,7

0,24

139,9

0,22

105,9

0,18

110,7

0,19

111,5

0,21 Wasser

1,883

35

Wilh.-Busch Gymn. Stadthagen

9.915

162,7

0,28

192,7

0,32

203,4

0,34

217,9

0,37

228,0

0,33

220,5

0,32

165,4

0,27 Wasser

1,632

36

Gymnasium Bad Nenndorf

9.211

116,5

0,16

153,3

0,21

148,8

0,17

138,7

0,19

130,3

0,19

135,8

0,20

214,2

0,34 Wasser

1,587

37

BBS Rinteln AS ehem. Marienschule

1.814

57,9

0,09

64,5

0,11

54,6

0,09

56,8

0,09

59,5

0,10

57,9

0,12

65,6

0,14 Wasser

2,134

39

Hildburgschule Rinteln

6.100

113,4

0,23

136,2

0,26

117,7

0,22

90,5

0,19

95,1

0,20

131,8

0,25

118,5

0,25 Wasser

2,110

40

H.-Chr. Andersen Sch. Stadthagen

2.792

160,5

0,34

76,6

0,27

92,4

0,35

86,3

0,28

83,1

0,28

71,3

0,26

64,1

0,26 Wasser

4,056

12.539

112,5

0,22

150,3

0,27

157,7

0,27

115,9

0,21

124,2

0,32

134,9

0,34

160,4

0,34 Wasser

2,120

8.154

85,2

0,18

97,9

0,20

60,4

0,19

50,4

0,14

47,6

0,13

46,1

0,13

43,2

0,13 Wasser

3,009

100,3

0,16

48,2

0,08

34,8

0,06

30,9

0,06

14,6

0,03

14,6

0,03

2.672

105,2

0,18

158,3

0,27

146,7

0,25

138,8

0,23

120,9

0,21

129,5

0,23

144,8

0,28 Wasser

1,934

31

Herderschule Bückeburg

30

Julius Rodenberg Schule

41

IGS Schaumburg

42

Graf Wilhelm Schule, Bückeburg

Flüchtlingsunterkunft

Flüchtlingsunterkunft

Wasser

44

Pestalozzischule Rinteln

45

AS IGS Schaumb. Hinter der Burg

46

AS Gymnasium Bad Nenndorf

7.148

143,0

0,19

156,7

0,22

73,0

0,11

76,1

0,14

161,9

0,24

264,1

0,47

137,4

0,25 Wasser

1,820

48

BBS Rinteln Burgfeldsweide

10.400

169,6

0,27

131,5

0,23

107,1

0,19

132,6

0,23

96,3

0,17

95,7

0,17

141,3

0,26 Wasser

1,840

49

BBS Stadthagen

19.834

182,6

0,32

141,8

0,26

129,4

0,24

155,4

0,28

139,7

0,23

131,9

0,22

138,9

0,24 Wasser

1,728

55

VHS Stadthagen

1.981

195,9

0,33

172,6

0,30

151,9

0,30

150,9

0,27

146,4

0,26

169,6

0,37

161,5

0,38 Wasser

2,353

50

BBS Rinteln AS Dauestr.

4.347

78,0

0,18

149,1

0,28

114,1

0,24

121,0

0,25

106,5

0,23

140,6

0,27

102,4

0,22 Wasser

2,148

51

BBS Rinteln AS Landfrauenschule

2.450

370,2

0,56

417,6

0,63

344,5

0,52

331,0

0,51

269,0

0,41

294,3

0,44

306,5

0,50 Wasser

1,631

53

VHS Rinteln

1.310

-

161,1

0,28

119,8

0,22

126,7

0,23

267,2

0,44

102,3

0,19

112,2

0,23 Wasser

2,050

Durchschnittswerte

130,5

nach der Anzahl der Liegenschaften

Gesamtfläche

-

134,0
0,22

124,6
0,23

119,9
0,22

145,2
0,21

124,2
0,25

Wasser

132,0
0,23

0,25

209.818

22

Landkreis Schaumburg
-Hochbauamt-

Sporthallen, KKH und sonstige Liegenschaften 2015

Übersichtszeitraum 2001 - 2015
A

B

Liegenschaften

25.1 Turnhalle Schule am Ostertor Rinteln

C
BGF-E
m² 2015

D

U

2001
l/m²a

€/m²a

1.722

82,9

37.1 Turnhalle Marienschule Bückeburg

638

45.1 Olympiasporthalle Stadthagen

929

V

W

2010

…
l/m²a

€/m²a

- Sporthallen -

X
2011
l/m²a

Juli 2016

M

N

Y

2012
€/m²a

l/m²a

2013
€/m²a

l/m²a

2014
€/m²a

l/m²a

Z

2015
€/m²a

l/m²a

€/m²a
0,17

E.-Art

€/l

Wasser

2,957

0,19

65,5

0,16

61,6

0,15

61,6

0,15

58,7

0,12

57,5

0,15

57,5

114,7

0,2

122,5

0,22

243,4

0,33

169,3

0,28

159,9

0,27

134,8

0,29

155,2

0,34

Wasser

2,191

156,0

0,28

61,3

0,16

87,5

0,23

58,0

0,15

58,0

0,15

131,3

0,27

38,3

0,14

Wasser

3,655
3,688

64

Sporthalle Adolfinum Bückeburg

2.606

221,0

0,53

132,0

0,43

199,2

0,50

122,8

0,43

132,4

0,44

155,4

0,47

119,3

0,44

Wasser

65

Sporthalle Obernkirchen

2.447

233,6

0,43

35,0

0,10

183,4

0,30

175,7

0,30

192,1

0,33

199,0

0,42

184,7

0,38

Wasser

2,057

67

Sporthalle Ratsgymnsaium Stadthagen

1.758

109,8

0,29

80,8

0,30

105,8

0,43

95,6

0,27

106,9

0,29

92,7

0,33

76,8

0,32

Wasser

4,167

68

Sporthalle Hinter der Burg Stadthagen

2.033

407,8

0,71

151,5

0,37

165,3

0,39

152,5

0,37

124,0

0,31

113,6

0,34

133,8

0,38

Wasser

2,840

69

Sporthalle Schachtstr. Stadthagen

4.360

207,8

0,46

170,4

0,36

150,7

0,34

153,0

0,30

159,2

0,31

211,0

0,38

178,0

0,36

Wasser

2,022

3.131

274,5

0,49

135,7

0,37

191,0

0,43

135,1

0,37

146,9

0,39

152,7

0,39

190,4

0,54

Wasser

2,836

318,0

0,41

133,4

0,20

77,6

0,13

90,4

0,15

65,6

0,08

212,6

0,40

108,8

0,27

146,6

0,32

121,4

0,28

120,4

0,27

71-.1 Sportzentrum. Bad Nenndorf
73

Sporthalle 1 Rodenberg, Im Jagdgarten

Durchschnittswerte nach der Anzahl der Lieg.

19.624

Übersichtszeitraum 2001 - 2015
Liegenschaften

BGF-E
m² 2015

l/m²a

€/m²a

1.214,1

2010

…
l/m²a

1,31

€/m²a

1.261,0

1,65

l/m²a

2012
€/m²a

1.287,4

KAH Helpsen

1,68

57

KAZ Krainhagen

1.106,1

2,01

989,5

1,68

847,3

1,44

58

KAZ Stadthagen

9.637

777,9

1,30

781,7

1,23

871,0

89

KKH Stadthagen

21.279

1.295,3

2,01

1.154,0

1,82

90.1

KKH Rinteln

13.610

1.265,5

1,49

1.160,5

90.2-3 KKH Rinteln

2.999

796,3

1,15

52.112

1.075,9

1,55

Liegenschaften

10

Verwaltungsgebäude Stadthagen

21
31

BGF-E
m² 2015

2001
l/m²a

2013
€/m²a

l/m²a

E.-Art

€/l

1,02

Wasser

1,519

1,45

854,0

1,4

902,6

1,48

Wasser

1,640

991,3

1,57

961,7

1,52

651,6

1,06

Wasser

1,627

1,63

912,4

1,41

896,5

1,38

606,0

1,01

Wasser

1,667

402,5

0,69

373,8

0,65

357,8

0,62

381,1

0,70

Wasser

1,837

902,3

1,40

808,3

1,26

747,4

1,17

642,6

1,05

836,9

1,41

851,2

1.153,7

1,82

1.124,8

1,78

1,83

1.059,8

1,63

1.049,9

382,1

0,66

421,5

0,72

954,8

1,48

940,1

1,46

€/m²a

l/m²a

€/m²a

Wasser

verkauft

- Sonstige Liegenschaften -

2011
l/m²a

l/m²a

2015

671,7

1,46

€/m²a

0,34

0,93

1,22

2010

126,0

666,9

912,6

l/m²a

0,30

2014
€/m²a

1,47

…
€/m²a

l/m²a
1.097,4

Übersichtszeitraum 2001 - 2015

138,7

- Krankenhäuser -

2011

56

Durchschnittswerte nach der Anzahl der Lieg.

4.587

2001

Wasser

verkauft

2012
€/m²a

l/m²a

2013
€/m²a

l/m²a

2014
€/m²a

l/m²a

2015
€/m²a

l/m²a

€/m²a

E.-Art

€/l
1,824

183,7

0,32

123,9

0,24

179,7

0,31

179,6

0,31

181,3

0,32

170,6

0,29

175,4

FTZ Stadthagen

2.538

161,9

0,75

132,8

0,41

134,8

0,50

116,2

0,39

117,0

0,39

141,8

0,43

153,7

0,46

Wasser

2,993

Flüchtlingsunterkunft Herderschule

4.683

20,9

0,08

Wasser

3,828

44

Flüchtlingsunterkunft Pestalozzischule

4.110

374,9

0,62

Wasser

1,654

59

JBF-Centrum Bückeberg

2.620

2.687,0

4,89

961,1

1,75

929,8

1,69

801,5

1,46

813,7

1,48

697,7

1,21

663,0

1,10

Wasser

1,659

75

Hallenbad Rinteln

2.330

3.303,0

4,83

3.926,2

5,99

4.039,5

6,19

4.407,7

6,72

3.819,7

5,83

4.249,4

6,48

4.042,9

6,60

Wasser

1,632

76

Hallenbad Bad Nenndorf

2.537

4.328,3

4,47

3.993,3

4,49

5.278,7

6,07

5.228,2

6,01

4.886,9

5,10

4.240,0

4,99

4.403,2

6,16

Wasser

1,399

30.499

2.132,8

3,05

1.827,5

2,58

2.112,5

2,95

2.146,6

2,98

1.963,7

2,62

1.899,9

2,68

1.404,9

2,19

Durchschnittswerte nach der Anzahl der Lieg.

Schule
Schule

0,32

Wasser

11.681

23

5.3 Wasserverbrauchskennwertevergleich
Aus den Tabellen ist folgendes Ergebnis ersichtlich:
2015
Unter Zielwert
zw. Ziel- und Mittelwert
über Mittelwert

Schulen
4
10
8

Sporthallen KH/Altenheime
2
2
2
0
4
2

Sonstige
1
2
6

Gesamt
9
14
20

Im Jahr 2015 liegen 54 % der Liegenschaften unter dem bundesweiten Mittelwert ihrer
jeweiligen Gebäudegruppe.
Nur wenige Liegenschaften aus allen Verbrauchergruppen liegen deutlich über den
bundesweiten Mittelwerten nach „ages“. Starke Abweichungen von den
Wasserverbrauchskennwerten anderer Liegenschaften in der jeweiligen
Gebäudegruppe müssen im Einzelfall genauer untersucht werden, um eventuelle
Wasserschäden lokalisieren zu können.
Schulen
In den Gebäudegruppen „Schulen“ und „Schulen mit Turnhallen“ sind nur wenige
Liegenschaften über den bundesweiten Mittelwerten angesiedelt. Das ordentliche
Ergebnis vom Vorjahr konnte gehalten werden.
Wasserverbrauchskennwerte
ages - Schulen (ohne Gymn. & Berufsschulen)
250,0

l/m²a

200,0
150,0
100,0
50,0
0,0
Energiekennwert

Mittelwert

Zielwert

Die besten Wasserverbrauchskennwerte erzielten:
Graf-Wilhelm Schule in Bückeburg: 43,2 l/m²a
Marienschule Bückeburg: 65,6 l/m²a
Schule am Schloßpark in Stadthagen: 66,2 l/m²a
Die Kennwerte der Außenstelle Gymnasium in Bad Nenndorf konnten erneut nicht
gewertet werden, da die Schule auch im Jahr 2015 nur teilweise belegt war.
24

Sporthallen
Im Jahr 2015 haben vier Sportstätten den „ages“ Mittelwert überschritten. Auffällig ist,
dass die Schwankungsbreite bei der Zu- und Abnahme des Wasserverbrauchs sehr
groß ist. So gibt es Sporthallen mit einer Zu- oder Abnahme von über 40 % innerhalb
eines Jahres. Wenn ein Wasserschaden auszuschließen ist, sind diese extremen
Schwankungen häufig mit einer deutlichen Veränderung der Nutzungszeiten zu
erklären.
Wasserverbrauchskennwerte
ages - Sportbauten
200

l/m²a

150
100
50
0
Energiekennwert

Mittelwert

Zielwert

Krankenhäuser/Sonstige Liegenschaften
Bei der Beurteilung der Kosten für den Wasserverbrauch im Landkreis Schaumburg
sollte immer berücksichtigt werden, dass vom Energiemanagement „nur“ die reinen
Wasserverbrauchskosten berechnet werden. Die Schmutzwasserentsorgung wird
nicht mit in die Verbrauchsdatenerfassung aufgenommen, verursacht aber noch
zusätzliche Kosten.
Obwohl der Wasserverbrauch an den Gesamtenergiekosten des Landkreises
Schaumburg einen eher bescheidenen Anteil hat, muss berücksichtigt werden, welche
lebenswichtige Bedeutung Trinkwasser für uns hat. Es gilt diese Ressource
bestmöglich zu schützen und den Verbrauch durch geeignete Maßnahmen weiter zu
minimieren.

25

6. Preis- und Kostenentwicklung
Die Gesamtenergiekosten und der Gesamtenergieverbrauch betragen für die 49
erfassten Liegenschaften 2015 nicht witterungsbereinigt:
Wärmeenergie
Elektroenergie
Wasser

Kosten €
1.754.483,78
1.909.043,17
156.838,58

kWh
27.512.594
9.721.438

m³

€/Einheit
0,064
0,196
1,71

91.463

3.820.365,53 €
Der Gesamtheizenergieverbrauch ist gegenüber 2014 nicht witterungsbereinigt um
13% (3.206.200 kWh) gestiegen. Witterungsbereinigt ist er um 5,4% (1.524.092 kWh)
gestiegen. Der Stromverbrauch ist um 9,1% (192.129 kWh) gesunken und der
Wasserverbrauch ist ebenfalls um 2,2 % (3.598 m³) gesunken.
Bezugnehmend auf das Jahr 2014 sind die Gesamtenergiekosten für Wärme, Strom
und Wasser um 89.523,38 € gesunken. Damit überschreiten wie im Vorjahr die Kosten
der Elektroenergie die Kosten der Wärmeenergie, welches dem milden Winter
2014/2015, den günstigeren Gaspreisen und dem Anstieg der Stromnebenkosten
(Netzentgelte) geschuldet ist.
Bezogen auf das Basisjahr 1999 (100 %) haben sich die durchschnittlichen
Energiepreise für Strom (schwarz) um 78 % erhöht, während sich Wasser (grün) um
18 % und Wärmeenergie (rot) um 229 % verteuert haben:

Energiepreisentwicklung 1999 - 2015
300

271

280
260

268

236 240

261
246

240

225

220
200

[%]

165

180
160

164
155

131

140
120

190
177

107 107 110 110 107

139

108
9599 103

82

163

91

155 157

167

180

189
178

119
117

104

100
80

246 243
229

111 110

118
110 109 111

110
107109

91

60
1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015

Jahr

26

Für den Landkreis Schaumburg ergeben sich somit folgende durchschnittliche
Energiepreise:
Wärme
Strom
Wasser
0,028 €/kWh 0,110 €/kWh
1,445 €/m³
1999
= 100 %
= 100 %
= 100 %
0,064 €/kWh 0,196 €/kWh
1,71 €/m³
2015
= 229 %
= 178 %
= 118 %
Die höchsten durchschnittlichen Heizenergiepreise fallen im Bereich der eon Vertriebs
GmbH in Bad Nenndorf und in Rodenberg an. Am günstigsten schneidet diesmal das
Versorgungsgebiet der Stadtwerke Rinteln ab. Die Strompreise sind bedingt durch die
im Jahr 2012 vorgenommene Stromausschreibung im Kreisgebiet nahezu einheitlich
und die Wasserpreise im Versorgungsgebiet Stadthagen am höchsten.
Bei den Heizenergiekosten hat es in 2015 wiederum eine leichte Preissenkung von
1,5%, bei den Wasserpreisen hat es eine minimale Preissteigerung gegenüber dem
Vorjahr gegeben.
Das Jahr 2015 ist bezogen auf den Energieverbrauch für alle Liegenschaften ein gutes
Jahr gewesen. Bedingt durch den etwas milderen Winter war der Wärmeverbrauch
wieder unter der 30 Mio. kWh Marke. Der witterungsbereinigte Heizenergieverbrauch
liegt jedoch über dem des Vorjahres.
Die Gründe hierfür sind die Einrichtung der Flüchtlingsunterkünfte in der ehemaligen
Pestalozzischule in Rinteln und der ehemaligen Herderschule in Bückeburg.
Weiterhin wurde in der Kreissporthalle Hinter der Burg die elektrisch betriebene
Luftheizung gegen eine moderne Deckenstrahlheizung ausgetauscht, sodass zwar ein
geringerer Stromverbrauch, dafür aber ein höherer Gasverbrauch zu verzeichnen ist.
Bedingt durch im Jahr 2012 vom Landkreis vorgenommene Stromausschreibung
erfolgt die Stromversorgung unserer Liegenschaften seitdem mit Ökostrom.
Die Gesamtenergiekosten sind gegenüber dem Vorjahr um ca. 90.000.- geringer, was
hauptsächlich an den etwas günstigeren Gaspreisen und dem im Vergleich zum
Vorjahr deutlich geringeren Stromverbrauch liegt.
Eine echte Vergleichbarkeit und richtige Analyse des Energieverbrauchs unserer
Liegenschaften
ergibt
sich
aber
erst,
wenn
die
ermittelten
Energieverbrauchskennwerte mit den Kennwerten der VDI 3807 oder den „ages“
Zielwerten verglichen werden. Dabei sind große Erfolge erzielt worden. Ohne diese
Einsparungen wären die Kostensteigerungen um ein Vielfaches höher ausgefallen.
Unter Berücksichtigung der Preissteigerungen der letzten Jahre sind im Bezug auf das
Jahr 1994 in 2015 insgesamt 1.076.658 € Wärmeenergiekosten vermieden und damit
eingespart worden. Das heißt ohne das intensive Energiemanagement der letzten
Jahre würden über 1,0 Millionen € zusätzlich jährlich den Haushalt des Landkreises
Schaumburg belasten. Der Haushalt wurde damit strukturell entlastet.

27

Die folgende Grafik verdeutlicht die Kostenentwicklung der einzelnen Energieträger
seit 1999.
Interessant ist, dass bereits im Jahr 1999 die Stromkosten über den
Wärmeenergiekosten lagen und sich die Wärmeenergiekosten (bei geringerem
Verbrauch) innerhalb kürzester Zeit fast verdoppelten. Die Stromkosten sind erstmalig
seit 2009 wieder rückläufig. Die Frischwasserkosten sind nahezu konstant.

Gesamtenergiekostenentwicklung 1999 - 2015
2.500.000

2.000.000

1.500.000

[€]
1.000.000

500.000

0
1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015

Wärmeenergie

Jahr
Strom

Frischwasser

28

6.1 Strompreiszusammensetzung
Diese Grafik veranschaulicht den prozentualen Anteil der einzelnen
Kostenbestandteile am gesamten Strompreis.
Strombezug, Vertrieb und
Services
Netzkosten
Konzessionsabgabe
Stromsteuer

EEG-Umlage, § 19-Umlage,
OffshoreUmlage, AbLaV-Umlage und
KWK-Belastungsausgleich
Umsatzsteuer

EEG-Umlage
Die EEG-Umlage fördert den Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Sonne und
Wind. Sie machen einen Großteil der Umlagen und Aufschläge aus. Die Kosten für die
Erzeugung des Ökostroms, die nicht durch den Verkauf eingelöst werden können
(Strombörse) werden über die EEG-Umlage gedeckt.
KWK-Aufschlag
Der
KWK-Aufschlag
Kopplungsanlagen.

fördert

die

Energieerzeugung

aus

Kraft-Wärme

Netzentgelte
Als weiteren wesentlichen Bestandteil der Strompreise veröffentlichen die
Netzbetreiber jeweils zum 15. Oktober die vorläufigen Netzentgelte für das Folgejahr.
Die Netznutzungsentgelte sind Entgelte, die Strom- und Gasnetzbetreiber für die
Netznutzung zur Netzdurchleitung von den Netznutzern erheben.

29

7. Überprüfung und Einleitung weitergehender Maßnahmen
Auch im Jahr 2015 wurde wieder trotz angespannter Haushaltslage mit bescheidenem
finanziellen Einsatz und gezielten Baumaßnahmen erfolgreich und effizient gearbeitet.

7.1 Energieeinsparmaßnahmen 2015
Heizungssanierung
In der Sporthalle Hinter der Burg in Stadthagen wurde im Jahr 2015 die Luftheizung
für die Sporthalle gegen eine effiziente Deckenstrahlheizung ausgetauscht.
Die kleine Sporthalle in Bad Nenndorf wurde ebenfalls mit einer Deckenstrahlheizung
mit integrierter tageslichtabhängig regelbarer LED-Beleuchtung ausgestattet.
Die Luftheizung im KFZ-Bereich der Berufsschule in Stadthagen wurde gegen eine
Deckenstrahlheizung ausgetauscht.
Im JBF-Zentrum in Obernkirchen war die Ölheizung für das Haupthaus abgängig. Hier
wurde im Dezember 2014 ein Förderantrag im Rahmen der Klimaschutzinitiative
(Leuchtturmprojekt, ausgewählte Klimaschutzmaßnahme) gestellt.
Der Förderantrag beinhaltet die Errichtung einer Holzhackschnitzelheizung und die
heizungstechnische Anbindung eines Nebengebäudes via Nahwärmeleitung. Die
Baumaßnahme erstreckte sich über zwei Jahre und wurde bereits abgeschlossen.

Lüftungsanlagen
In der Kreissporthalle Hinter der Burg in Stadthagen wurde im Jahr 2015 die
Lüftungsanlage für die Umkleide- und Duschbereiche erneuert. (PTJ-Förderprojekt: 25
% Bundeszuschuss)
In der kleinen Sporthalle in Bad Nenndorf wurde ebenfalls eine neue Lüftungsanlage
für die Umkleide- und Duschbereiche installiert.
In der IGS Helpsen ist die abgängige Lüftungsanlage für das Forum gegen eine
moderne Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgetauscht worden. (PTJFörderprojekt: 25% Bundeszuschuss)

30

Ausbau der Regelungstechnik
Im Zuge des Umbaus der Heizung bzw. Lüftungsanlage in der Kreissporthalle Hinter
der Burg in Stadthagen wurde der MSR-Schaltschrank für die Lüftungsanlage
erneuert.
Im Zuge des Umbaus der Heizung bzw. Lüftungsanlage in der kleinen Sporthalle in
Bad Nenndorf wurde ein neuer MSR-Schaltschrank für die Lüftungsanlage installiert
und auf die vorhandene Gebäudeleittechnik in der angrenzenden Kreissporthalle
aufgeschaltet.
In der Kreissporthalle Rinteln wurde der Lüftungsschaltschrank für die Duschen und
Umkleiden erneuert und auf die vorhandene Gebäudeleittechnik aufgeschaltet.
Weiterhin wurden vier Räume mit einer Einzelraumregelung ausgestattet.
Im Hallenschwimmbad Rinteln wurde der Heizungsschaltschrank auf DDC-Technik
umgebaut und konnte somit auf die vorhandene Gebäudeleittechnik aufgeschaltet
werden.
Bedingt durch die Herrichtung der ehemaligen Herderschule in Bückeburg als
Flüchtlingsunterkunft,
war
es
erforderlich
die
Heizungsregelung
der
Nahwärmeübergabestation zu erneuern.

Spannungsstabilisierungsanlagen
Im Landsbergschen Hof in Stadthagen wurde im Frühjahr 2015 die im Landkreis
insgesamt zehnte Spannungsstabilisierungsanlage für die Schule am Schlosspark, die
Olympiaturnhalle, die Oberstufe der IGS Schaumburg und die Kreissporthalle Hinter
der Burg installiert. Laut Wirtschaftlichkeitsberechnung hat sich die Anlage innerhalb
von 5,5 Jahren amortisiert.

Beleuchtungssanierung
In folgenden Liegenschaften wurde die Beleuchtung teilweise oder ganzheitlich
erneuert:
-

Kreissporthalle Rodenberg (Hallenbeleuchtung, Förderprojekt 30%
Bundeszuschuss)
Kreissporthalle Bad Nenndorf (Hallenbeleuchtung, Förderprojekt 30%
Bundeszuschuss)
Marienturnhalle Bückeburg (Hallenbeleuchtung, Förderprojekt 30%
Bundeszuschuss)
Gymnasium Ernestinum Rinteln (Beleuchtung Klassenräume)
Gymnasium Adolfinum, Bückeburg (Klassenräume)
IGS Obernkirchen (Freizeitbereich)
Grundschule Lindhorst (Schulleiterbereich & WC-Anlagen)

31

7.2 Energieeinsparmaßnahmen 2016
Heizungssanierung
Im Gymnasium Adolfinum in Bückeburg war der Gasbrennwertkessel undicht. Dieser
wurde im Frühjahr durch einen neuen Gasbrennwertkessel ersetzt.
Die Kesselanlage der alten Weberei in der Landfrauenschule in Bückeburg ist
abgängig und wird in den Herbstferien erneuert.
Das Bootshaus in Rusbend wurde bisher mittels Nachtspeicheröfen beheizt. Hier
wurde bereits im Frühjahr 2016 eine Pumpenwasserheizung mit Gasbrennwerttherme
eingebaut.

Lüftungsanlagen
In der Kreisverwaltung Stadthagen wird die abgängige Lüftungsanlage für die
Sitzungssäle erneuert.
In der Berufsschule Stadthagen wird die abgängige Lüftungsanlage für die Schweißplatzabsaugung in der Metallwerkstatt erneuert.
Im Zuge der Sanierung der Duschen und Umkleiden in der Kreissporthalle
Obernkirchen werden die Zu- und Abluftkanäle umgebaut. Die Regelung erfolgt dann
über die Raumfeuchte.

Beleuchtungssanierung
In folgenden Liegenschaften wird die Beleuchtung teilweise oder ganzheitlich erneuert:
-

-

-

-

In der IGS Obernkirchen sind Teile der Beleuchtung abgängig, so dass die erste
Teilerneuerung im Jahr 2016 durchgeführt wird. Hier wurde ein PTJFörderantrag (30% Zuschuss aus Bundesmitteln) gestellt und bereits
genehmigt.
In der Berufsschule in Stadthagen sind ebenfalls Teile der Beleuchtung
abgängig, so dass auch hier die erste Teilerneuerung im Jahr Jahr 2016
durchgeführt wird. Hier wurde ein PTJ-Förderantrag (30% Zuschuss aus
Bundesmitteln) gestellt und genehmigt.
In der Berufsschule in Rinteln ist die Beleuchtung in den Werkhallen abgängig,
so dass auch hier die Erneuerung im Jahr 2016 durchgeführt wird. Hier wurde
ein PTJ-Förderantrag (30% Zuschuss aus Bundesmitteln) gestellt und
genehmigt.
Gymnasium Adolfinum Bückeburg (Flurbereich)
Gymnasium Ernestinum Rinteln (Klassenräume)
IGS Rodenberg, Erneuerung der Beleuchtung im Forum
Schule am Schloßpark Stadthagen: Sanierung der naturwissenschaftlichen
Räume
32

-

Wilhelm-Busch-Gymnasium,Stadthagen,
Erneuerung
der
Beleuchtung
Musik/Kunstbereich.
Große Sporthalle Bad Nenndorf, Erneuerung der Beleuchtung in den
Nebenräumen
Kreissporthalle Hinter der Burg Stadthagen: Beleuchtung Duschen &
Umkleiden

Ausbau der Regelungstechnik
Im Gymnasium Bad Nenndorf ist die Regelungstechnik für die Heizzentrale abgängig
und wird zeitgleich mit dem Erweiterungsbau fertiggestellt. Weiterhin wird die
Regelung der neuen Fußbodenheizung in dem Erweiterungsbau auf die bestehende
Gebäudeleitechnik aufgeschaltet. Die Beleuchtungssteuerung wird ebenfalls in die
bestehende Gebäudeleittechnik integriert und via KNX-System aufgeschaltet.
In der Berufsschule Rinteln werden die MSR-Schaltschränke der Lüftungsanlage für
die Holzwerkstatt und der Sanitärschaltschrank erneuert und auf die vorhandene
Gebäudeleittechnik aufgeschaltet.
Die im Jahr 2015 modernisierte Regelungstechnik der Heizungs- und Lüftungsanlage
in der Stadthäger Kreissporthalle Hinter der Burg wird in diesem Jahr visualisiert und
ist somit dann fernüberwachbar.
Die neue Lüftungsanlage für die Sitzungssäle in der Kreisverwaltung erhält ebenfalls
eine neue Regelung, welche dann über den bestehenden Gebäudeleitrechner
visualisiert werden kann.
Für die IGS Schaumburg wurde im Frühjahr 2016 ein PTJ-Förderantrag (40%
Zuschuss) über den Ausbau der Einzelraumregelung gestellt. Sollte der
Förderbescheid rechtzeitig vorliegen, wird die Maßnahme in diesem Jahr begonnen
und im Jahr 2017 abgeschlossen.

Spannungsstabilisierungsanlagen
Zur Senkung des Stromverbrauchs ist im Schulzentrum Helpsen eine weitere
Spannungsstabilisierungsanlage vorgesehen. Von der Transformatorenstation auf
dem Schulgelände werden die IGS und beide angrenzenden Sporthallen versorgt.
Dieses ist bereits die elfte Spannungsstabilisierungsanlage im Landkreis Schaumburg.

33

7.3 Energieeinsparmaßnahmen 2017
Die Heizungsanlage und die Regelungstechnik in der Magister-Nothold-Schule in
Lindhorst ist abgängig und sollte 2017 erneuert werden.
Die Heizungsanlage und die Regelungstechnik im Haupthaus der Landfrauenschule
ist abgängig und sollte 2017 erneuert werden.
Die Lüftungsanlagen für die Foren in der IGS Helpsen und im Wilhelm-BuschGymnasium in Stadthagen sind abgängig und sollten im Jahr 2017 erneuert werden.
In folgenden Liegenschaften ist es ratsam im kommenden
Beleuchtungssanierung vorzunehmen, bzw. fortzusetzen:
-

Jahr

eine

IGS Obernkirchen: Beleuchtung im Erdgeschoss
Berufsschule in Stadthagen: Klassenraumbeleuchtung im 1. Bauabschnitt
Magister-Nothold Schule Lindhorst: Flurbeleuchtung
Gymnasium Adolfinum Bückeburg (Klassenräume)
Gymnasium Ernestinum Rinteln (Klassenräume)
Sporthalle Helpsen: Hallenbeleuchtung
Parkplatzbeleuchtung Kreisverwaltung Stadthagen

7.4 Photovoltaikanlagen
Im Jahr 2011 wurde die erste große Solaranlage auf dem Dach der IGS Helpsen mit
einer Leistung von 105.000 kWh installiert. 2012 folgten die Anlagen auf der IGS in
Rodenberg und auf dem Gymnasium in Bad Nenndorf. Im Jahr 2013 wurde die PVAnlage auf dem Dach des Wilhelm-Busch Gymnasiums in Stadthagen in Betrieb
genommen.
Im Berichtsjahr sind zwei weitere PV-Anlagen auf Schaumburger Schulen installiert
worden.
Auf dem Dach des Gymnasiums Adolfinum in Bückeburg wurde eine 202 kWp PVAnlage installiert, welche die Schule und die angrenzende Kreissporthalle versorgt.
In Stadthagen wurde auf dem Dach des Ratsgymnasiums eine 182 kWp PV-Anlage
montiert. Diese Anlage versorgt ebenfalls die Schule und die Sporthalle.
Im Jahr 2016 wurde vor kurzem eine weitere Anlage auf der IGS Schaumburg in
Stadthagen installiert.

34

7.5 Integriertes Klimaschutzkonzept Landkreis Schaumburg
In seiner Sitzung vom 18.12.2012 hat der Kreistag einstimmig das integrierte
Klimaschutzkonzept für den Landkreis Schaumburg verabschiedet und damit den
Handlungsrahmen für die Umsetzung von Klimaschutzzielen im Landkreis abgesteckt.
Die Förderanträge für zwei Personalstellen zur Umsetzung des Konzepts wurden im
Frühjahr 2013 gestellt, die Genehmigung für den Klimaschutzmanager wurde im
Herbst 2013 durch den Projektträger Jülich erteilt. Dieser hat im Februar 2014 seine
Arbeit aufgenommen.
Der positive Bescheid über die zweite Personalstelle erfolgte im Sommer 2014 und
der zweite Klimaschutzmanager hat am 02.01.2015 seine Arbeit aufgenommen. Seine
Aufgabe ist es, den Klimaschutzgedanken in die pädagogische Arbeit der
Schaumburger Schulen zu integrieren.
Informationen zu den Klimaschutzaktivitäten des Landkreises stehen auf der Website
www.klimaschutz-schaumburg.de zur Verfügung.

Gefördert durch:

7.6 Projekt: "Klimaschutz macht Schule"
Mit dem Projekt "Klimaschutz macht Schule" unterstützt der Landkreis die Schulen
dabei, ihren Schulalltag möglichst klima- und umweltfreundlich sowie energiesparend
zu gestalten.
Ziel des Klimaschutzprojektes ist es, die Kinder und Jugendlichen für den bewussten
und zukunftsfähigen Umgang mit unseren Ressourcen zu sensibilisieren und ihnen
die Wirksamkeit ihres eigenen Handels aufzuzeigen.
Dies gelingt am besten ganz praktisch - im Unterricht, durch Messungen, Experimente,
Energierundgänge, Aktionen und Veranstaltungen (…). Die Schülerinnen und Schüler
erfahren dabei, wie sie selbst ganz konkret einen Beitrag für den Klima- und
Umweltschutz leisten können und das schon kleine persönliche Verhaltensänderungen bedeutende Sparpotentiale in sich bergen.
Durch eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dieser wichtigen Thematik wird die
Entscheidungs- und Handlungskompetenz der Kinder und Jugendlichen gefördert
sowie eine nachhaltige Veränderung des Nutzungsverhaltens unterstützt. Das
Klimaschutzprojekt führt dabei zu einer Verminderung der Umweltbelastungen sowie
der Treibhausgasemissionen und bewirkt Kosteneinsparungen durch Verbrauchsreduktionen sowie der Schonung von Ressourcen.

35

In diesem Projekt beteiligt der Schulträger die teilnehmenden Schulen an den
Energiekosteneinsparungen über ein Prämiensystem, welches die Aktivitäten der
Schulen in Sachen Klimaschutz und Energiesparen honoriert.
Gesamtkonferenzbeschlüsse der Schulen über eine Projektteilnahme werden
herbeigeführt. Klimaschutzbeauftragte werden an den Schulen benannt und aktive
Klimaschutzteams, unter Beteiligung von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften,
Hausmeistern und weiteren relevanten Gruppen an einer Schule gebildet.
Am 25.11.2015 unterzeichneten bereits fünfzehn Schaumburger Schulen, an denen
insgesamt mehr als 10.000 Schülerinnen und Schülern unterrichtet werden, eine
gemeinsame Vereinbarung mit dem Landkreis Schaumburg über ihre Teilnahme an
dem Projekt "Klimaschutz macht Schule".

Unterzeichnung Schulleiter

Gefördert durch:

36

8. Schlussbetrachtung
Das Jahr 2015 ist ein von leicht sinkenden Energiepreisen im Wärme- und
Strombereich (Reduzierung der EEG-Umlage) geprägtes Jahr.
Der Frischwasserpreis (höhere Zählergebühren) ist erneut leicht angestiegen.
Bedingt durch die im Jahr 2012 erfolgte Stromausschreibung und die somit bis Ende
2017 fixierten Arbeitspreise sind für das laufende Jahr keine Strompreiserhöhungen
zu erwarten.
Bei den Gaspreisen konnte durch frühzeitige Verhandlungen mit den jeweiligen
Energieversorgern bereits im Januar 2016 das Kontingent für 2017 zu verbesserten
Konditionen eingekauft werden.
Im Vergleich zum Jahr 2014 wurde im Jahr 2015 wieder mehr Heizenergie benötigt
als im Vorjahr. Die Gründe sind vielschichtig.
Zum einen wurden die ehemalige Pestalozzischule in Rinteln und die ehemalige
Herderschule in Bückeburg als Flüchtlingsunterkunft hergerichtet und müssen daher
fast durchgehend beheizt und mit warmen Wasser versorgt werden, zum anderen hat
das Kreisaltenzentrum in Stadthagen deutlich mehr Heizenergie verbraucht als im
Jahr 2014.
Weiterhin wurde in der Kreissporthalle Hinter der Burg in Stadthagen die elektrisch
betriebene Luftheizung auf eine moderne Beheizung mit Deckenstrahlplatten
umgestellt, so dass hier weniger Stromverbrauch, dafür aber ein höherer
Gasverbrauch zu verzeichnen ist.
Die leichte Flächenerhöhung durch die Beheizung der Container an der
Schloßparkschule in Stadthagen fällt nur geringfügig ins Gewicht.
Insgesamt hat der Landkreis Schaumburg für alle drei Energieträger zusammen
89.523,38 € weniger als im Vorjahr ausgegeben.

Der Gesamtheizenergieverbrauch ist gegenüber dem Vorjahr 2014 nicht
witterungsbereinigt um 13,2 % (3.206.200 kWh) gestiegen und witterungsbereinigt um
rund 5,4 % (1.524.092 kWh) gestiegen.
 Der witterungsbereinigte Gesamtheizenergieverbrauch hat gegenüber dem
Bezugsjahr 1994 um insgesamt 36,1 % abgenommen.
 Das bedeutet, dass, bezogen auf das Basisjahr 1994, im Jahr 2015 insgesamt
16.822.774 kWh und
1.076.658 €
an Heizenergiekosten eingespart bzw. vermieden werden konnten.
 Seit 1994 ergibt sich beim Heizenergieverbrauch dadurch ein aufsummiertes
Einsparvolumen von
268.225.162 kWh,
15.983.507 € und
56.595 t CO2.
37

Ein beachtlicher Erfolg, der auch weiterhin den entschlossenen Einsatz für Energieeinsparung und Klimaschutz rechtfertigt. Die eingesparten 56.595 t CO2 entsprechen
einem Gewicht von ca. 38.000 Personenkraftwagen der Mittelklasse.
Der Energieverbrauchskennwert ist das entscheidende Kriterium zur Beurteilung der
energetischen Qualität eines Gebäudes. 83 % der erfassten Liegenschaften,
gegenüber 88 % im Vorjahr, haben den bundesweiten Mittelwert für
Wärmeenergieverbrauchskennwerte nach ages unterschritten, im Wasserbereich sind
es 54 % , während im Stromsektor eine Verschlechterung von 41,0 % (2014) auf 30 %
zu verzeichnen ist.
Durch das erfolgreiche Energiemanagement der letzten Jahre sind dem Landkreis
Schaumburg im Jahr 2015 Kosten in Höhe von 1.076.658 € allein im Heizenergiesektor
erspart geblieben. Diese Summe an Haushaltsmitteln hätte der Landkreis zusätzlich
aufbringen müssen, wenn nicht in den letzten Jahren so erfolgreiche Maßnahmen zur
Energieeinsparung umgesetzt worden wären.
Umso wichtiger ist es, diesen Weg der Energieeinsparung und die daraus
resultierende Kostenstabilisierung konsequent weiter zu beschreiten.
Ein weiteres Einsparpotential liegt im Einfluss der Liegenschaftsnutzer auf den
Energieverbrauch. Untersuchungen belegen ein Einsparpotential von bis zu 15 %
durch ein angepasstes Nutzerverhalten. Hier ist durch das Projekt "Klimaschutz in
Schulen" in Zukunft eine Verbesserung zu erwarten.
Auch in diesem Jahr fielen die Kosten für Strom höher aus als für Wärmeenergie. Eine
besondere Herausforderung stellt deshalb weiterhin die Kostensenkung im
Stromsektor dar. Auch in Zukunft bedarf es weiterer gezielter Maßnahmen, um
mögliche Preissteigerungen abzufangen und durch eine Senkung des Verbrauchs in
allen Bereichen der steigenden Kostenentwicklung entgegenzuwirken.

Stadthagen, im Juli 2016
Landkreis Schaumburg
- Hochbauamt –

Der Landrat
i.A. Dipl.-Ing. N. Althoff

38
        
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