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Periodical volume

Full text: Berliner Stadtblatt Issue 2015,[2] Juni

I N Z U S A M M E N A R B E I T M I T D E M B E R L I N E R S TA D T B L AT T · T R E P T O W- K Ö P E N I C K · AU S G A B E J U N I 2 0 1 5
KLARTEXT

Dauernd im Stau
Nicht nur als Autofahrer
muss man starke Nerven
haben: Baustellen betreffen
Radfahrer und Fußgänger genauso. Man könnte
meinen, ständig würde
gebaut werden, und zwar
immer genau auf meinem
Weg. Immer dieser Stau,
frühmorgens oder nachmittags, jedenfalls immer
dann, wenn man es selbst
überhaupt nicht gebrauchen kann. Na klar sind
Verkehrsbehinderungen
durch Baustellen ein Ärgernis. Und in der Tat wird
gerade wieder viel gebaut
im Bezirk: ob nun ein neuer Haltestellenbereich in
der Müggelheimer Straße
in Köpenick, der Brückenneubau zur Margraffbrücke in der Köpenicker
Landstraße, am Gegenstück in der Rummelsburger Landstraße, die Salvador-Allende-Brücke, in
der Edisonstraße und in
der Kiefholzstraße, in der
Siemens- und der Schnellerstraße. Es ist ordentlich
was los auf den Straßen. Es
geht nicht nur um die Beseitigung von Straßenschäden, auch die Leitungsbetriebe wie Wasserbetriebe
oder Vattenfall sind fleißig
am Werkeln. Immerhin: es
gibt wieder das „Aufgrabeverbot“ – buddeln Leitungsbetriebe einmal eine
Straße auf, ist für mehrere
Jahre Ruhe. Solange ist es
verboten, dieselbe Straße
erneut zu öffnen. Alle Leitungsbetriebe werden zunächst abgefragt, ob sie lie-

IN DIESER AUSGABE
ber gleich mitbauen wollen
als kurze Zeit später zu
kommen. Wir müssen aber
unumwunden
zugeben,
dass die eine oder andere
Koordinierung besser laufen könnte. Schöner wäre
es sicher, wenn öfter in den
Ferien gebaut werden würde, in denen weniger Verkehr herrscht. Aber dazu
müssten die Ferienzeiten
deutlich ausgeweitet werden, was wohl einige Schüler freuen würde. Auch
wenn es nervt: mit einigen
Stauerfahrungen werden
wir uns abfinden müssen.
Es wird kaum möglich
sein, einen Tunnel unter
oder eine Brücke über die
Baustelle zu bauen, damit
die Baustelle umfahren
werden kann. Und seien
wir ehrlich: immerhin werden bei uns noch die Straßen erneuert. Was bekomme ich doch immer wieder
für
Bürgerbeschwerden
über den einen und den
anderen schlechten Straßenzustand. Dann muss es
aber auch recht sein, wenn
dort gebaut wird. Bürgerinformation ist das A und
O. Einer der Berliner Leitungsbetriebe hat kürzlich
im Rat der Bürgermeister
sein umfangreiches Konzept zur Erneuerung seiner Leitungen vorgestellt.
In der Diskussion habe ich
darauf hingewiesen, dass
die damit einhergehenden
Verkehrsbehinderungen
für Frust bei vielen sorgen
werden und es nicht funktionieren wird, einen Tag
vorher mit einem Zettel
am Hauseingang die Bürger vor vollendete Tatsachen zu stellen. Wenigstens
die Info muss klappen.
Ihr

BÜRGERSTIFTUNG
TREPTOW-KÖPENICK
Dr. Klaus Ulbricht neuer
Vorstandsvorsitzender

Seite 2

MATTHIAS KOLLATZAHNEN
Im Interview

Seite 3

INGEBORG HUNZINGER
Eine Straße in Rahnsdorf
wird nach der Bildhauerin umbenannt

Seite 7

Die Ruderfähre „Paule III“ zwischen Rahnsdorf und Müggelheim ist wieder in Betrieb.
Lesen Sie mehr auf Seite 7

REGATTA-QUARTIER
Baustart für 700 Wohnungen an der Dahme

Seite 8

Mittel der Städtebauförderung
in Treptow-Köpenick umgesetzt!
„Das kann sich sehen lassen!
Ich freue mich für meinen
Bezirk“, so Matthias Schmidt
zusammen mit dem Bezirksbaustadtrat Rainer Hölmer
im neuen „Generationenpark“, einem der städtebaulichen Projekte, die mit den
Mitteln der Städtebauförderung umgesetzt werden
konnten. „Unser Einsatz für
die Wiederaufstockung der
Mittel hat sich gelohnt – hier
wird der Erfolg ganz konkret
im Kiez sichtbar,“ freut sich
der Bundestagsabgeordnete,
der auch viele Jahre in der
Kommunalpolitik engagiert
war.
Die SPD-Bundestagsfraktion hatte im Koalitionsvertrag eine Erhöhung der
Mittel von 455 auf 700 Millionen Euro jährlich durchgesetzt und damit ein zentrales
Wahlversprechen eingelöst.

Matthias Schmidt und Rainer Hölmer auf dem Generationenpark
in der Deulstraße

Der Generationenpark in
der Deulstraße ist nur eines
der Projekte, die von der
Aufstockung profitieren. In
Oberschöneweide konnten
zur Freude vieler Bürgerinnen und Bürger eine neue
„Bürgerwiese“ auf dem Gelände des ehemaligen Aktionsparks und ein Kinderspielplatz mit öffentlicher

Zuwegung von Siemensstraße und Wilhelminenhofstraße sowie Baumpflanzungen
realisiert werden. In der Altstadt Köpenick freuen sich
Radfahrer und Fußgänger
über eine neue Brücke über
den Kietzgraben und in Adlershof wurden Mittel für
das Projekt „Aktives Zentrum Dörpfeldstraße“ gut

eingesetzt. Auch in anderen
Ortsteilen profitieren Maßnahmen von den Zuwächsen im städtebaulichen Programm.
Am 9. Mai fand erstmalig der „Tag der Städtebauförderung“ statt. Mit der
Vorstellung wichtiger Städtebauprojekte wurde Stadtentwicklung stärker in den
Blickwinkel der Öffentlichkeit gerückt und Bürgerbeteiligung gestärkt.
„Die Bundesmittel ermöglichen den Kommunen
wichtige Investitionen für
eine integrative und zukunftsorientiere Stadtentwicklung, die eben mehr ist
als nur Straßenbau“, so Matthias Schmidt weiter. „Ich
freue mich, dass die Bürgerinnen und Bürger Treptow-Köpenicks davon profitieren.“

Wohnungsneubau in Neue Sporthalle für die Anne-Frank-Schule
Abgeordnetenhaus beschließt Neubau einer Sporthalle in Altglienicke
Treptow-Köpenick
bis 2020
Die Zahl der genehmigten
Wohneinheiten im Bezirk
ist im ersten Quartal dieses
Jahres im Vergleich zum
Vorjahr erneut angestiegen. So wurden im ersten
Vierteljahr 2015 bereits
1.029 Wohnungen durch
das Stadtentwicklungsamt
Treptow-Köpenick genehmigt. Im Vorjahr lag diese
Zahl bei 1.002 Wohnungen.
Eine schriftliche Anfrage zu Wohnungsneubau-

vorhaben in Berlin und
Treptow-Köpenick
bis
2020 des Abgeordneten
Tom Schreiber (Drs. 17/15
927) gibt einen guten Ausblick auf das Wachstum
der Stadt.
Wenn es um den Ausbau von Wohnraum in
Berlin geht, sind vor allem
zwei Faktoren für die Bearbeitungsdauer entscheidend.
Lesen Sie mehr auf Seite 2

Auch ohne Olympische
Spiele 2024 in Berlin brauchen die Menschen in der
Stadt Sportstätten, denn
die Sportbegeisterung zeigt
sich nicht nur bei den Großveranstaltungen und beim
zuschauen. Gerade wenn
es nicht um den Leistungssport geht, ist körperliche
Bewegung ein wichtiges
Element, besonders für Kinder und Jugendliche.
„Deshalb ist es wichtig,
dass Hallen und Sportplätze in einem angemessenen
Zustand sind“, sagt Ellen
Haußdörfer, SPD-Abgeord-

nete für Adlershof und Altglienicke. „Das heißt, sie
müssen nicht nur baulich
in Ordnung sein, sondern
auch groß genug und entsprechend ausgestattet.“
Wenn also 850 Schülerinnen und Schüler eine Halle nutzen, dazu noch neun
Sportvereine mit 600 Mitgliedern, dann werden mindestens 1.800m2 auf zwei
Feldern benötigt, um sich
bedarfsgerecht bewegen zu
können. „Ich freue mich,
dass mein Engagement
Früchte getragen hat und
das Abgeordnetenhaus dem

Neubau einer 2-Feld-Sporthalle zugestimmt hat.“ Der
bereits vorbereitete Bau
kann nun starten und wird
voraussichtlich im Herbst
2016 benutzbar sein.
„Eigentlich hatte der Investitionsplan einen Neubau schon früher vorgesehen, durch die Erhöhung
der Kosten wegen der
Baugrund- und Geländesituation auf insgesamt 4,2
Millionen Euro musste die
Bauplanung eine erneuten
Prüfung unterzogen werden. Der Bezirk musste die
Wirtschaftlichkeit darlegen,

die Finanz-Senatsverwaltung musste zustimmen
und letztlich gab der Hauptausschuss eine positive
Beschlussempfehlung
an
das Plenum.“, erklärt Ellen
Haußdörfer die Verzögerung und macht klar: „Der
Schulsport und ebenso die
Möglichkeit sich in Vereinen sportlich zu betätigen,
sind unverzichtbar für die
gesunde Entwicklung von
Kindern und Jugendlichen,
zudem vermittelt Sport immer auch positive Werte
wie Teamgeist, Fairness und
Einsatzwillen.“

2
TERMINE
POLITISCHER
FRÜHSCHOPPEN
am 14. Juni um 10 Uhr
zum Thema Sterbehilfe: „Die größte Freiheit?
Sterbehilfe erlauben oder
verbieten?“
Referenten:
Matthias Schmidt (MdB),
Burkhard Lischka (MdB)
in der Freiheit fünfzehn,
in der Altstadt Köpenick
SPRECHSTUNDEN DER
SPD-POLITIKER
Andy Jauch
Mitglied des Abgeordnetenhauses für den Wahlkreis Alt-Treptow, Plänterwald und Baumschulenweg
9. Juni 17 bis 18 Uhr
im Wahlkreisbüro „Kiezbrücke“, Brückenstr. 11
30. Juni 17 bis 18 Uhr
im Restaurant „Bei Jorgo“,
Kiefholzstr. 191
Oliver Igel
Bezirksbürgermeister
11. Juni 10-11 Uhr und
29. Juni 14-16 Uhr
im Rathaus Köpenick,AltKöpenick 21, Zi. 173
Karlheinz Nolte
Mitglied des Abgeordnetenhauses für den Wahlkreis Oberschöneweide,
Niederschöneweide und
Johannisthal
15. Juni und 29. Juni
jeweils 16 bis 17:30 Uhr
im Wahlkreisbüro, Rathaus Johannisthal, Sterndamm 102
Tel.: 63 22 99 88
Tom Schreiber
Mitglied des Abgeordnetenhauses für den
Wahlkreis Altstadt/Kietz,
Allende-Viertel, Wendenschloss, Müggelheim
16. Juni 9:30 bis 10:30 Uhr
in der Begegnungsstätte
Allende II, Alfred-RandtStr. 42
Rainer Hölmer
Stadtrat für Stadtentwicklung und Umwelt
17. Juni 15 bis 17 Uhr
im Rathaus Köpenick,
Alt-Köpenick 21, Zi. 165,
mit Anmeldung telefonisch unter (030) 902972202
Ellen Haußdörfer
Mitglied des Abgeordnetenhauses für den Wahlkreis Adlershof und Altglienicke
24. Juni 16-17 Uhr
im Restaurant Ebel, Semmelweisstraße
NEUE STOLPERSTEINE IN
BAUMSCHULENWEG
Am 23.6. werden Stolpersteine für Albert Byck
(Kiefholzstr. 181), Louise
und Detmar Prinz (Ekkehardstr. 5) und Albert Lerner (Eschenbachstr. 1) verlegt. Eine Gedenkstunde
findet am 22.6. um 19 Uhr
in der Kirche zum Vaterhaus statt. Der Stolperstein
für das Ehepaar Prinz wird
vom Bundestagsabgeordneten Matthias Schmidt
(SPD) gestiftet.

Spreekurier

Wohnungsneubau in Treptow-Köpenick bis 2020
(Fortsetzung der Titelseite)
Zum einen liegt die Bearbeitung von Bauanträgen
für Wohnungen im Zuständigkeitsbereich
der
Bezirke und diese sind unterschiedlich ausgelastet.
Zum anderen variiert die
durchschnittliche Dauer
der Baugenehmigungsverfahren gemäß der §§ 63
(Genehmigungsfreistellung, 4-10 Wochen), 64
(Vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren, 5-14
Wochen) und 65 (Baugenehmigungsverfahren,
5-14 Wochen) der Bauordnung für Berlin. Der
Bezirk Treptow-Köpenick
nimmt dabei mit einer
durchschnittlichen
Bearbeitungszeit von 4-8
Wochen (für alle o.g. Verfahren) landesweit einen
Spitzenplatz ein.

So könnte Wohnen bald im Marienhain aussehen.
	
Abb. Vorderwülbecke Gesellschaft von Architekten mbH

Berlin und der Bezirk
wachsen – Die Frage ist:
Wie sehr?
In der Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
heißt es dazu: „Der Senat
von Berlin hat am 8. Juli
2014 den „Stadtentwicklungsplan (StEP) Wohnen
2025“ beschlossen. Basierend auf der prognosti-

zierten Bevölkerungs- und
Haushaltsentwicklung ermittelt der StEP Wohnen
bis 2025 einen Bedarf von
ca. 137.000 Wohnungen.
Auf der Basis des Flächennutzungsplans lassen sich
Potenzialflächen für den
Bau von rund 215.000
Wohnungen nachweisen.“
Der
Bezirk
Treptow-Köpenick hat ein

„Entwicklungskonzept
Wohnen“ erarbeitet und
in diesem Zusammenhang
ermittelt, auf welchen Flächen im Bezirk bis 2030
neu gebaut werden könnte.
Dabei wurden insgesamt
61 Flächen ausgemacht,
auf denen jeweils mehr als
50 Wohnungen entstehen
könnten. „In Summe können bis 2030 auf diesen
Flächen ca. 15.000 neue
Wohneinheiten
entstehen.“ Zwei Drittel davon,
so heißt es in dem Konzept
weiter, könnten bereits bis
2022 realisiert werden.
Da viele dieser Flächen in
privater Hand sind, können diese Zahlen jedoch
lediglich als Schätzungen
betrachtet werden. Durch
die Aufstockung von bestehenden Gebäuden sowie das Schließen von

Baulücken (Nachverdichtung) werden im Bezirk
zudem bis zu 13.000 neue
Wohneinheiten zusätzlich
erwartet.
Auf einzelne Kieze herunter gebrochen heißt
es, dass zum Beispiel das
Potenzial im Kietzer Feld
bei mehr als 50 Wohneinheiten liegt. In der Wendenschloßstraße
254/
Marienhain könnten in
den nächsten zwölf Jahren
1.100 neue Wohneinheiten
entstehen. Das Bauplanungsverfahren ist hierbei
nahezu abgeschlossen.
Für die Wendenschlossstraße 142-174 (ehemaliges Funkwerk Köpenick)
wird ein Potenzial von 530
Wohneinheiten und für
den Feldblumenweg 11
von 70 Wohneinheiten angegeben.

Benvenuti in Treptow-Köpenick
Besuch aus der italienischen Partnerstadt Albinea
Eine Delegation stellt man
sich mit Schlips vor. Anzug, Kostüm und gedeckte
Farben. Diese Delegation
kam jedoch bunt daher, in
bequemer Freizeitkleidung
mit Wattejacken und Rucksack. Und jung: immerhin
zehn Kinder unter 15 Jahren - das jüngste erst 6 Jahre alt - bildeten mit ihren
Eltern und Freunden eine
lebhafte und farbenfrohe
Gesellschaft.
Die 35-köpfige Reisegruppe aus der norditalienischen
Partnerstadt Albinea hatte
sich kurzfristig auf den weiten Weg gemacht, um das
verlängerte Erste-Mai-Wochenende in Berlin zu verbringen. Ebenso kurzfristig
fanden sich Vertreter des
Städtepartnerschaftsvereins
Partner Treptow-Köpenick
e.V. sowie Bezirksverordnete aus den Reihen der
SPD und der Grünen, um
die Gäste willkommen zu
heißen und zu begleiten.
Kaum dem Reisebus nach
langer Nachtfahrt entstiegen konnte sich die Gruppe
beim Maifest der SPD in
Baumschulenweg stärken.
Regierender Bürgermeister

Die Delegation aus Albinea mit Bezirkspolitikern vor dem Partnerstädte-Wegweiser am Rathaus Treptow
© Bezirksamt Treptow-Köpenick

Michael Müller und Bezirksbürgermeister Oliver
Igel begrüßten die italienischen Freunde auf der
Bühne. Anschließend begab
sich die Gruppe auf einen
langen Spaziergang durch
den Treptower Norden und
besichtigte Mauerweg und
Mauerdenkmal sowie das
sowjetische Ehrenmal. Am
Partnerstädte-Wegweiser
am Rathaus Treptow entstand das Gruppenbild bevor BVV-Vorsteher Peter
Groos, Bezirksbürgermeis-

ter Oliver Igel und der Bundestagsabgeordnete Matthias Schmidt die Gäste im
Ratssaal empfingen. Italienisch-Englisch-Deutsch, so
das fröhliche Sprachengewirr, ergänzt durch Gestik
und Mimik.
Am zweiten Mai führte
Matthias Schmidt, MdB, die
Gäste und einige Begleiter aus dem Bezirk durch
Reichstagsgebäude.
das
Kurzfristig und an einem
Samstag war keine professionelle Führung mehr in

italienischer Sprache zu organisieren. Dies übernahm
Matthias Schmidt, bekennender Italienfreund, selbst
und entpuppte sich als Kenner nicht nur italienischer
Landschaft und Lebensart
sondern auch italienischer
Sprache.
Städtepartnerschaften
werden oben geschlossen
und unten gelebt. Dieser
Besuch war ein herausragendes Beispiel dafür. Damit diese besondere Verbindung weiterhin gelebt

Bürgerstiftung startet neu durch
Dr. Klaus Ulbricht neuer Vorstandsvorsitzender
Seit eineinhalb Jahren gibt
es nun die Bürgerstiftung
Treptow-Köpenick.
Von
Bürgerinnen und Bürgern
sowie Unternehmen im Bezirk gegründet sammelt sie
unter dem Motto „Stiften für
die Ewigkeit“ Spenden und
Zustiftungen, um die ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen. Über 130.000 Euro
sind so bisher schon zusammengekommen. Dr. Klaus
Ulbricht, langjähriger Bürgermeister und bisher Vorsitzender des Stiftungsrates
ist seit Mai nun neuer Vorsitzender des Vorstandes. Er
hat sich vorgenommen, die

und von jungen Leuten
fortgeführt wird, ist gleich
das nächste Projekt eingeleitet worden. Eine Gruppe
von 50 jungen Sportlerinnen und Sportlern wird
Ende August für eine Woche ins norditalienische
Reggio nel‘ Emilia reisen
um gemeinsam mit jungen
Albinensern an den internationalen Sportwettkämpfen Giochi del Tricolore
teilzunehmen. Vor sechs
Jahren hatte der Bundestagsabgeordnete Matthias
Schmidt, damals noch bezirklicher
Sportpolitiker,
eine solche Delegation geleitet. Ein Höhepunkt, an
den er sich heute noch gern
erinnert, war die gemeinsame Basketballmannschaft
Jugendlicher aus Albinea
und Treptow-Köpenick.
Über weitere Unterstützung bei der Förderung
der bezirklichen Städtepartnerschaften freut sich
der Verein Partner Treptow-Köpenick e.V.
Auf der Homepage, in der
Galerie, sind weitere Bilder
vom Besuch der Reisegruppe vom ersten Mai zu sehen:
www.partner-tk.de

IMPRESSUM
Herausgeber: SPD Treptow-Köpenick, Grünauer
Straße 8, 12557 Berlin
Kontakt: buero@spd-tk.de
www.spd-tk.de
V.i.S.d.P.: Oliver Igel
(Kreisvorsitzender)

Stiftung deutlicher in die öffentliche Wahrnehmung zu
bringen. Daher freut er sich
auf die im Juli bevorstehende Eröffnung der Geschäftsstelle für die Bürgerstiftung
in der Brückenstraße 3 in
Schöneweide. „Dort haben
wir endlich einen festen An-

laufpunkt für alle, die unsere
Arbeit mit Ehrenamt und
Geld unterstützen können
und auch für die, die unsere
Förderung brauchen“ , so der
neue Vorsitzende. Auch ein
Logo ist entwickelt worden
und ein Flyer zur Arbeit der
Stiftung wird erstmals beim

Köpenicker Sommer durch
die Mitglieder von Vorstand
und Rat der Bürgerstiftung
verteilt. Neuer Vorsitzender
des Stiftungsrates ist Lars
Lehniger, seine Stellvertreterin ist Carola Reiblich.
Weitere Informationen unter:
info@buergerstiftung-tk.de

An dieser Ausgabe haben
mitgewirkt: Renate Harant, Ellen Haußdörfer,
Oliver Igel, André Rostalski, Tom Schreiber, Gabriele Schmitz, Ralf Thies,
Karin Zehrer
Druck: Henke Pressedruck GmbH & Co. KG,
Auflage: 50.000 Exemplare

Berliner Stadtblatt

THEMA

3

STADTBLATT-THEMA: BERLIN WÄCHST. WIE FUNKTIONIERT DER INTERESSENAUSGLEICH?

Realismus
bewahren
Stadtblatt-Interview mit dem Berliner
Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen
Berliner Stadtblatt: Berlin ist
eine solidarische Stadt. Wäre
es nicht auch ausgesprochen
solidarisch, zum Beispiel die
Mieten in Sozialwohnungen
so zu subventionieren, wie es
die Initiatoren eines Volksbegehrens jetzt fordern?
Matthias Kollatz-Ahnen:
Was auf den ersten Blick solidarisch klingt, begünstigt
bei näherem Hinsehen tatsächlich nur eine vergleichsweise kleine Bevölkerungsgruppe. Und verursacht dabei so hohe Kosten, dass zentrale Bereiche der Stadt auf
Jahre unterfinanziert bleiben werden, nämlich Kitas
und Schulen genauso wie
Krankenhäuser, die Sanierung der Straßen oder die
Arbeit in den Bezirken –
alles Sektoren, die angesichts
des starken Bevölkerungswachstums in Berlin enorm
gefordert sind. Gerade deshalb kommt es aber darauf
an, im Rahmen des Möglichen in alle wichtigen Bereiche gleichermaßen zu
investieren.

Dr. Matthias Kollatz-Ahnen
Foto: Anno Dittmer/SenFin

Mit welchen Kosten muss
beim Mieten-Volksbegehren
insgesamt gerechnet werden,
wie vielen Menschen könnte
damit Ihrer Einschätzung
nach geholfen werden?
Die zuständige Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat kürzlich die
amtliche Kostenschätzung
in Höhe von 3,3 Mrd. Euro
für den Zeitraum 2017 bis

2021 vorgelegt. Wir haben –
basierend auf dieser Rechnung – eine Nettobetrachtung angestellt und die
ohnehin schon in den Haushalt eingestellten Mittel für
den Wohnungsneubau abgezogen. Diese belaufen sich
über den Fünf-Jahres-Zeitraum auf rund 500 Mio.
Euro, so dass wir insgesamt
mit Mehrkosten von 2,8 Mrd.
Euro rechnen, sollte die Initiative erfolgreich sein. Begünstigt würden damit etwa
80.000 Haushalte, denn die
gewünschte Subvention betrifft nur die öffentlich geförderten Sozialwohnungen.
Das sind rund 120.000 Wohnungen oder 6,4 Prozent
des gesamten Bestandes. Die
Bewohner von zwei Drittel
dieser Wohnungen hätten
nach den Plänen der Initiatoren Anspruch auf Mietensubventionen.
Im Bildungsbereich kündigt
sich ein neues Volksbegehren
an, das mehr Geld fordert.
Gleichzeitig gilt ab 2020 die
Schuldenbremse. Wie kann
damit umgegangen werden?
Das ist genau der Punkt.
Berlin ist nicht nur Konsolidierungsland, sondern unterliegt ab 2020 auch den
im Grundgesetz aufgenommenen Regelungen zur Begrenzung der Nettokreditaufnahme. Und die liegt für
Berlin bei null. Die Finanzplanung geht davon aus, dass
es gerade möglich ist, 2020
ohne Neuverschuldung auszukommen, wobei gegenüber heute noch 1 Mrd. Euro
pro Jahr an Soli wegfallen.
Ausgaben in einem Bereich
haben also automatisch Konsequenzen für die Ausstattung anderer Bereiche. Wir
müssen uns darüber im Klaren sein, dass die überproportionale Berücksichtigung
eines Anliegens zwangläufig
auf Kosten anderer, ebenso
wichtiger Themen geht.

Jan Stöß über die „Solidarische Stadt“:

Den Zusammenhalt stärken

Foto: fotolia.com/Katja Xenikis

Berlin ist eine schnell
wachsende Stadt. Immer
mehr Menschen ziehen neu
nach Berlin, die Stadt wird
voller, lauter und schneller. Dies sozial gerecht zu
gestalten ist die große Aufgabe, vor der wir heute in
Berlin stehen.
Wir brauchen mehr Wohnungen, mehr Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulen,
Sportanlagen und soziale
Einrichtungen. Die Bürgerämter haben mehr zu tun,
wir brauchen mehr Erzieherinnen und Erzieher, mehr
Lehrerinnen und Lehrer.
Unsere Verkehrsinfrastruktur muss immer mehr Verkehr bewältigen – die BVG,
die S-Bahn, aber auch un-

sere Straßen und Radwege.
Das bedeutet: Wir müssen
jetzt massiv in Berlins
Zukunft investieren. Doch
gleichzeitig muss Berlin
nach wie vor seinen Landeshaushalt konsolidieren und
die Altschulden abtragen.
Ja, wir brauchen mehr zusätzlichen Wohnraum, damit
die Mieten leistbar bleiben.
Das bedeutet Wohnungsneubau an vielen Stellen in
der Stadt. Und obwohl wir
sehr viel Geld – allein mit
dem Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden
Stadt (SIWA) eine halbe
Milliarde Euro – zusätzlich
für Investitionen zur Verfügung stellen, können wir
nicht alle erforderlichen

Maßnahmen gleichzeitig angehen. Und wir brauchen an
vielen Stellen mehr Personal
in der Verwaltung, in Schulen und in der Kinderbetreuung – auch hier können
wir nicht alle berechtigten
Wünsche sofort erfüllen.
Trotzdem: Ich bin davon
überzeugt, dass wir in Berlin diese Herausforderung
meistern werden. Das erfordert allerdings auch Solidarität und Rücksichtnahme
innerhalb der Stadt. In einer gerechten Stadtgesellschaft darf nicht immer der
Stärkste oder Lauteste seine
eigenen Interessen gegen
alle anderen durchsetzen. Es
geht darum, einen fairen Interessenausgleich zu finden.

Die Berliner SPD tritt dafür
ein, den gesellschaftlichen
Zusammenhalt in der Stadt
zu stärken und dabei das gesamtstädtische Interesse im
Blick zu behalten. Wir sind
die Berlin-Partei.

Jan Stöß ist Vorsitzender der
SPD Berlin . Foto: D. Bleicker/SPD Berlin

Suche nach einem Kompromiss
Andreas Geisel: „Wohnungsbau nicht an Einzelinteressen scheitern lassen“
Ohne Neubau sind die
steigenden Mieten nicht in
den Griff zu bekommen.
Darin sind sich die Experten einig. Der Berliner
Senat will folgerichtig die
Neubauzahlen mehr als
verdoppeln – auf jährlich
10.000 bis 15.000. Doch
bei vielen Bauprojekten
regt sich Widerstand in der
Nachbarschaft.
„Wir haben zahlreiche
Maßnahmen auf den Weg
gebracht, um die Mieten in
Berlin zu dämpfen. Diese
Instrumente sind ausgeschöpft. Jetzt geht es darum,
zügig und in großem Stil
das Angebot an Wohnungen
zu erweitern“, sagt Berlins

Stadtentwicklungssenator
Andreas Geisel (SPD). Von
2011 bis 2014 sind rund
175.000 Menschen nach
Berlin gezogen. Aber auch
Berlinerinnen und Berliner
sind auf Wohnungssuche,
wenn sich Nachwuchs einstellt oder sich die Lebenssituation ändert. Nachfrage,
die mietsteigernd wirkt.
Größere Bauprojekte wie
am Mauerpark zwischen
Mitte und Pankow hat der
Senat deshalb jetzt an sich
gezogen. Seit zehn Jahren
wird dort gestritten. „Wenn
an einer Stelle 700 Wohnungen gebaut werden können,
ist das nicht mehr eine Frage der direkten Nachbar-

schaften. Hier betrifft es das
Gemeinwohl und liegt im
Interesse der ganzen Stadt“,
so Andreas Geisel.
Noch größer ist das Vorhaben im Pankower Norden.
„Die Elisabeth-Aue“, so der
Stadtentwicklungssenator,
„ist ein vollständig landeseigenes Grundstück und hat
deshalb bei der Schaffung
von bezahlbarem Wohnraum eine herausragende
Bedeutung. Nur auf landeseigenen Grundstücken hat
der Senat direkten Einfluss
auf die Mietpreisgestaltung.“
Auf 73 Hektar ist hier Platz
für 5.000 Wohnungen und
rund 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Nach

Anwohnerprotesten stimmten Grüne, Linke, Piraten
und CDU in der Bezirksverordnetenversammlung Pankow gegen das Projekt.
„Berlin lebt davon, dass
Bürgerinnen und Bürgern
sich engagieren und einmischen“, sagt Andreas Geisel.
„Wir haben viele kreative
Menschen in dieser Stadt.
Deren Ideen und Vorstellungen sind wichtig für
die Stadtentwicklung. Beteiligung heißt für mich
aber nicht: Durchdrücken
meiner Partikulararinteressen. Bürgerbeteiligung ist
immer ein Prozess, ein Dialog – und das Finden von
Kompromissen. “
U.H.

„Wer Freude gibt, bekommt Freude zurück.“
Viele Berlinerinnen und Berliner engagieren sich in Nachbarschaftprojekten für Flüchtlinge
Es fehlt an Wohnraum,
Kita- und Schulplätzen und
nicht zuletzt an Personal
in den zuständigen Behörden. In Berlin ist das Landesamt für Gesundheit und
Soziales (LaGeSo) Erstaufnahmestelle für die hier ankommenden Flüchtlinge.
Die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter sind mit der
großen Zahl – 2014 waren
es 12.000 Menschen – überfordert. Sie versuchen ihr
Bestes, um den Bedürfnissen der oft traumatisierten
Frauen, Männer und Kinder
gerecht zu werden. Wo die
Behörden an ihre Grenzen

stoßen, füllen immer öfter
Sozialverbände und Ehrenamtliche die Lücken. Arbeiterwohlfahrt, Diakonie,
Volkssolidarität und Caritas
betreiben Flüchtlingsunterkünfte, an mittlerweile sechs
Standorten. Doch auch sie
sind längst überfüllt, und so
kommen zahlreiche Familien und Einzelpersonen in
Hostels oder Durchgangswohnungen unter.
Fernab eines vernünftigen
Betreuungsnetzwerkes ist
der Alltag für die Menschen,
die in Deutschland fremd
sind und die Sprache nicht
sprechen, schwierig. Da hilft

oft der Zufall weiter – und
Mundpropaganda. Zusammenschlüsse wie „Moabit
hilft!“, „Wedding hilft!“
oder ähnliche Netzwerke in
Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg, Treptow-Köpenick,
und in Steglitz-Zehlendorf
nutzen die Fähigkeiten und
Kenntnisse aus der Nachbarschaft – ehrenamtlich,
nach der Schule, Uni oder
Arbeit. Sie eint, dass sie mit
Menschen auf der Flucht in
Kontakt gekommen sind.
„Wer einmal erlebt hat, wie
fragend und allein gelassen diese Menschen hier
ankommen, der kann gar

nicht anders als helfen. Es
fehlt bei allem am nötigsten. Vor allem aber an dem
Gefühl hier anzukommen,
eine Perspektive zu haben“,
beschreibt Joana Latorre, Mitglied bei „Wedding
hilft!“ ihre Motivation. „Diese Menschen, egal aus welchem Land sie kommen,
haben Unfassbares erlebt.
Wer einmal ihre Geschichten hört, dem wird bewusst,
wie gut es einem geht und
dass man ihr Schicksal nicht
einfach ignorieren kann.“
Manfred Nowack von der
Arbeiterwohlfahrt, die u.a.
die Unterkunft in Berlin-

Buch leitet, musste sich in
den vergangenen Monaten mit vielen Sorgen und
Vorbehalten der Anwohnerinnen und Anwohner
auseinandersetzen. Es gab
tätliche Angriffe auf das
Wachpersonal, Flüchtlinge wurden eingeschüchtert
und immer wieder wurde vor dem Heim gegen
die dort lebenden Menschen demonstriert. Dennoch beobachtet Nowak,
wie auch Joana Latorre, eine
große Hilfsbereitschaft unter den Berlinerinnen und
Berlinern. „Wir bekommen
immer wieder Besuch von

Leuten aus der Umgebung,
die gute Kleidung, Möbel
oder Geschirr vorbeibringen. Einige bieten Hilfe beim
Deutschlernen an oder unterstützen die Eltern bei der
Betreuung der Kinder.“ „Die
Hürde, sich für Flüchtlinge
zu engagieren, ist gewiss für
einige groß, aber immer geben sie den Menschen etwas,
dass viel mehr wert ist: das
Gefühl gemocht und unterstützt zu werden. An viele
dieser kleinen Begegnungen
erinnern sich die Menschen
noch Jahre später. Wer Freude gibt, bekommt Freude
zurück“, so Latorre.
J.S.

4

Berliner Stadtblatt

BERLIN

MELDUNGEN

„Dem Berliner Vorbild folgen“

NEUER MIETSPIEGEL

Dragonerareal: Bund soll Vergabepraxis von Grundstücken ändern

Der neue Berliner Mietspiegel weist bei den Bestandsmieten eine Steigerung um 2,7 Prozent
gegenüber 2013 aus. Das
sind 15 Cent pro Quadratmeter Wohnfläche
und Monat.
Die gewichtete Durchschnittsmiete nettokalt
liegt 2015 bei 5,84 €/qm
monatlich, 2013 waren es
5,54 €/qm. „Wir spüren
die Attraktivität der
wachsenden Stadt Berlin
an steigenden Mieten
und einem angespannten
Wohnungsmarkt. Dennoch fielen die Mieterhöhungen im Bestand
gegenüber dem Mietspiegel 2013 geringer aus
als befürchtet“, sagte
Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel. „Das
ist ein deutliches Zeichen
dafür, dass wir mit unseren mietenpolitischen
Instrumenten auf dem
richtigen Weg sind.“
Der Mietspiegel ist auch
online abrufbar: www.
stadtentwicklung.berlin.
de/wohnen/mietspiegel
RASCHE INTEGRATION
Flüchtlinge sollen in
Berlin schneller Arbeit
und Ausbildung finden
– und damit Steuerzahler werden. Das ist das
Ziel von Arbeits- und
Integrationssenatorin
Dilek Kolat.
Für 2015 werden in
Berlin rund 20.000 AsylErstanträge
erwartet.
Zwei Drittel davon werden Menschen in erwerbsfähigem Alter sein.
„Diese Menschen in
Ausbildung und Arbeit
zu integrieren, bedeutet
ihnen Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe
und eigenständige Existenzsicherung zu geben“,
so Dilek Kolat. Dazu werden mehr IntegrationslotsInnen eingestellt, zusätzliche Deutschsprachkurse bei den Berliner
Volkshochschulen eingerichtet, eine Beratungsstelle bei der Senatsverwaltung geschaffen sowie das Ausbildungsprogramm ausgeweitet.
BERLINER MITTE

Gut 1800 Bürgerinnen
und Bürger haben ihre
Ideen und Vorschläge
für die Gestaltung der
Berliner Mitte rund am
das Rote Rathaus und
den Fernsehturm bei einer Online-Befragung
eingebracht.
Vom 27. Juni an wird
die Stadtdebatte mit einer Bürgerwerkstatt, einer Ausstellung, Spaziergängen und Aktionen
fortgesetzt. Die Ausstellung verteilt sich über
das Areal der Berliner
Mitte und ist für alle Interessierten bis zum 10.
September zugänglich.

Dem Kreuzberger Finanzamt am Mehringdamm
sieht man die einstige
Funktion als Kaserne noch
deutlich an. Dahinter liegt
das 47.000 Quadratmeter
große Dragonerareal, ein
ehemaliger Exerzierplatz,
heute von Gewerbebetrieben genutzt. Das Grundstück ist im Bundesbesitz.
Den geplanten Verkauf
konnte Berlins Finanzsenator Matthias KollatzAhnen im Bundesrat im
Mai vorerst verhindern.
Das Dragonerareal ist
eines der wenigen großen
und attraktiven Grundstücke, die es noch in der Stadt
gibt. Umso wichtiger ist
dem Berliner Senat und den
Anwohnern eine sozialverträgliche Planung. Die aber
kann es nur geben, wenn
auch die bundeseigene Immobiliengesellschaft (BImA)
nicht mehr zum Höchstpreis verkaufen muss, sagt
der Pankower SPD-Bundestagsabgeordnete Klaus
Mindrup. Er verweist auf
das Berliner Vorbild.
Hier werden Grundstücke
im Landesbesitz inzwischen
nicht mehr automatisch an

Der Verkauf des Dragonerareals zum Höchstpreis ist zunächst gestoppt.

den Höchstbietenden verkauft. Es geht um die besten Konzepte, um günstigen
Wohnungsbau, um Räume
für soziale und kulturelle Projekte. Auslöser dafür
war 2012 der geplante Verkauf eines Grundstücks am
Spreeufer. Die SPD-Fraktion
hielt das Konzept eines
Clubbetreibers, heute „Kater
Blau“, für das Beste, um das

Gebiet zu beleben. Das Beispiel machte Schule: Auch
städtische Wohnungsbaugesellschaften erhalten landeseigene Grundstücke, um
günstiger bauen zu können.
Das bringt der Stadt mehr
Nutzen als kurzfristig eine
höhere Verkaufseinnahme.
Für das Dragonerareal
sollte die BImA 36 Millionen Euro von einem Käufer

Foto: Horb

erhalten, der auch Kunst
und Kultur auf dem Gelände
versprach. Doch als der Vertrag unterschriftsreif war,
war der Verhandlungspartner plötzlich nur noch Minderheitsgesellschafter, und
die bisherigen Planungen
wurden über den Haufen geworfen. Kunst und Kultur
spielten keine Rolle mehr.
Ein „Beispiel für eine ge-

sellschaftliche
Fehlsteuerung“ nennt Finanzsenator
Kollatz-Ahnen den Verkauf
an den Meistbietenden. So
werde die Schaffung preiswerten Wohnraums „erschwert oder unmöglich“.
Und der Bundestagsabgeordnete Klaus Mindrup
sieht eine Glaubwürdigkeitslücke: „Zur Mietpreisbremse und dem Bündnis
für bezahlbares Wohnen
steht die Vergabepraxis der
BImA in diametralem Widerspruch.“
Das Land Berlin würde
das Dragonerareal ebenso wie die anderen BImALiegenschaften gerne zum
Verkehrswert übernehmen.
Im Bundestag haben die
Berliner SPD-Abgeordneten
bereits einige Unterstützung
organisiert. Mitte Juni kann
der Bundesrat nun beim
Dragonerareal endgültig für
eine Wende sorgen. Klaus
Mindrup fordert eine Liegenschaftspolitik des Bundes, „die im besten Sinne
sozial, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltig“ ist.
Spekulative Geschäfte mit
Wohnraum seien diesem
Ziel abträglich.
U.H.

Ein neuer Blick
auf die Welt

Nicht durchs
Raster fallen

Die Fragen der Menschheit im Humboldt-Forum

Start der Jugendberufsagenturen

Noch lagern im Schlüterhof, in dem Besucherinnen und Besucher irgendwann Kaffee trinken werden, große Sandsteine für
die Fassade – aber der Rohbau des Humboldt-Forums
ist fristgerecht fertig. Und
nach dem Richtfest am 12.
Juni geht es nun vor allem
um die innere Gestaltung.
„Es muss eine intellektuelle Baustelle werden, die
nie fertig werden darf “, so
der Anspruch von Neil Mac
Gregor, langjähriger Leiter
des British Museum in London. Hier könne man Geschichte immer wieder neu
schreiben.
MacGregor ist Anfang
April 2015 berufen worden,
das Haus mit der Schlossfassade mit Leben zu erfüllen. Gemeinsam mit Hermann Parzinger, Präsident

Die ersten vier Berliner
Jugendberufsagenturen
starten im Spätsommer
in den Bezirken Spandau,
Tempelhof-Schöneberg,
Friedrichshain-Kreuzberg
und Marzahn-Hellersdorf.
Bis Ende 2016 soll jeder
Bezirk eine solche Anlaufstelle haben, gut erreichbar
und zentral gelegen. „Jeder
Jugendliche soll ein Angebot für den Weg in den Beruf erhalten“, so Arbeitssenatorin Dilek Kolat (SPD).
Die Jugendberufsagenturen Berlin sind ein Bündnis
zwischen den Senatsverwaltungen für Bildung und
für Arbeit, den Regionaldirektionen Berlin-Brandenburg der Bundesagentur
für Arbeit, den Bezirken
und den Wirtschafts- und
Sozialpartnern. „Die Übergänge von der Schule in
die Ausbildung, die Arbeit
oder das Studium sollen
besser ermöglicht werden“,
erklärt die Charlottenburger SPD-Abgeordnete Franziska Becker. Es gelte das
Motto „Kein Abschluss ohne Anschluss“. Mit den in
Hamburg bereits erprobten
Einrichtungen will Berlin
die immer noch zu hohe
Jugendarbeitslosigkeit von
10,3 Prozent reduzieren.
Drei Viertel der arbeitslosen Jugendlichen haben
keine Ausbildung. Bildungssenatorin Sandra Scheeres
(SPD) will deshalb in der
Schule ansetzen: Jugendliche, die noch kein Ausbil-

der Stiftung Preußischer
Kulturbesitz und dem
Kunsthistoriker Horst Bredekamp von der Humboldt-Universität bildet er
die Gründungsintendanz.
Vom kommenden Oktober
an werden sie zwei Jahre
lang die Arbeit im Humboldt-Forum planen. Auf
drei Etagen und 20.000
Quadratmetern soll ein neuer, einzigartiger Blick auf
die Welt entstehen. Für Filme, Konzerte, Diskussionen
oder Theateraufführungen
stehen ein vielseitig nutzbarer Veranstaltungsraum im
Erdgeschoss, aber auch der
Eingangsbereich und der
Schlüterhof zur Verfügung.
Während die benachbarte Museumsinsel die Sammlungen zur Kulturentwicklung Europas und des Nahen Ostens zeigt, ziehen

Im Eingangsbereich des Humboldt-Forums wird die historische Kuppel des Stadtschlosses rekonstruiert.
Foto: Horb

im Humboldt-Forum die
Sammlungen außereuropäischer Kulturen der Stiftung
Preußischer
Kulturbesitz
ein. Damit entsteht in der
Mitte Berlins ein Ort, an
dem sich die Kulturen begegnen und von dem aus
ein international beachteter Dialog ausgehen kann.
Es geht um nicht mehr und
nicht weniger als die großen
Fragen der Menschheit, um
Krieg und Flucht, um Glaube, Macht und Tod.
4.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche stehen Berlin im künftigen HumboldtForum zu. Berlins Regierender Bürgermeister Michael
Müller hat dazu eine neue
Debatte angestoßen. Unter
dem Titel „Welt. Stadt. Berlin“ soll eine Ausstellung
erzählen, wie in den letzten 200 Jahren „Berlin die
Welt und die Welt Berlin
veränderte“, so das Konzept. Kunst, Wissenschaft,
Migration, Krieg und Teilung, Diktatur und Freiheit
sind dabei Themen. „Unsere
Stadt kann zeigen, dass sie
immer noch in dem libertären Takt schlägt, den die
Humboldt-Brüder vorgegeben haben“, so der Regierende Bürgermeister.
2019 wird das HumboldtForum eröffnet. Es soll ein
offenes, einladendes Haus
werden, so wie es sich schon
an den Tagen der Offenen
Baustelle am 13. und 14.
Juni zeigt.
Ulrich Horb

Berlins Bildungssenatorin
Sandra Scheeres setzt auf
„passgenaue Beratung in den
Jugendberufsagenturen“.
Foto: SPD Berlin

dungsangebot haben oder
nach der zehnten Klasse
einen Qualifizierungsplatz
nicht antreten, sollen systematisch kontaktiert werden, sagt sie. „Niemand soll
durch das Raster fallen.“
Derzeit ist für etwa 3.000
Schülerinnen und Schüler
der 10. Klasse noch unklar,
wie es weitergeht. Sie müssen nun nicht mehr viele
unterschiedliche Ämter aufsuchen, sondern erhalten
Beratung aus einer Hand.
Für die Einrichtung der
Jugendberufsagenturen werden die Bezirke aus dem
Landeshaushalt mit 300.000
Euro und weiteren personellen Hilfen unterstützt. Die
Regionaldirektion BerlinBrandenburg setzt rund 500
Mitarbeitende ein.
Ulrich Horb

Berliner Stadtblatt

BERLINER LEBEN

5

Berlins ältere Schwester macht sich hübsch
Warum sich gerade dieses Jahr ein Ausflug nach Brandenburg an der Havel lohnt
Gerade einmal 70.000 Einwohner zählt das Städtchen,
und doch kann es sich mit
dem 50mal größeren Berlin messen: Brandenburg
an der Havel darf sich stolz
die „Wiege der Mark Brandenburg“ nennen.
Als der Dom, der dieses
Jahr 850 Jahre alt wird, entstand, gab es weder Berlin
noch Cölln, Spandau oder
Köpenick – die ältesten Orte
des heutigen Berlin. Dieses
Jahr ist Bundesgartenschau
(Buga) im Havelland – und
einer der Standorte ist Brandenburg: Ein willkommener
Anlass, das Havelstädtchen
zu besuchen, das sich nach
der Wende bemerkenswert
herausgeputzt hat.
Wer sich auf den Weg
macht, staunt zunächst einmal, wie schnell man mit
dem Zug von der Hauptstadt aus dort ankommt.
Zweimal in der Stunde verkehrt der Regionalexpress.
Das Bahnhofsviertel ist
nicht gerade anheimelnd,
aber von dort verkehrt ein
dichtes Netz von Straßenbahnen und Bussen. Oder
man geht zu Fuß die paar
hundert Meter zum 700
Jahre alten Paulikloster, heute Sitz des Archäologischen
Landesmuseums, um sich

Von der 32,5 Meter hohen „Friedenswarte“ ist ein Blick über das BUGA-Gelände aus luftiger Höhe möglich (links). Die Blumenhallenschau in der St. Johanniskirche zeigt auf 1.000 Quadratmetern die volle Blütenpracht (rechts).
Fotos: BUGA-Zweckverband

dort erst einmal historisch
zu orientieren. 50.000 Jahre Kulturgeschichte der Region mit 10.000 Exponaten,
dafür sollte man anderthalb
Stunden einplanen.
Nicht zufällig passiert
man vorher einen Wassergraben: Es ist ein Havelarm,
denn wir sind auf einer Insel, der Neustadt. Zunächst
einmal sollte man weiter
zur nächsten Insel wandern,

der Dominsel mit dem imposanten Backstein-Dom
von 1165, der im 19. Jahrhundert von Schinkel restauriert wurde. Dazu gehört
das Dommuseum mit zahlreichen liturgischen Exponaten. Im Jubeljahr kommt
die Ausstellung „Beständig
neu – 850 Jahre Dom zu
Brandenburg“ hinzu, für die
auch die Staatsbibliothek
Berlin 32 Handschriften aus

der früheren Bibliothek des
Domstifts Brandenburg zur
Verfügung gestellt hat.
Weiter geht es über die
Mühlentorstraße zur Altstadt. Hier strahlen die St.
Gotthard-Kirche und vor
allem der Altstädtische
Markt mit dem historischen
Rathaus
mittelalterliches
Flair aus. Ein ganz besonderer Ort ist die Gedenkstätte der Opfer der Euthana-

sie-Morde, mit der ebenso
wie im Psychiatrie-Museum an eine düstere Zeit erinnert wird. Brandenburg
war auch berüchtigt für sein
Zuchthaus (heute zu besichtigen), die Stadt war aber
vor allem auch Standort von
Schwerindustrie. Das Industriemuseum im Ortsteil
Kirchmöser erinnert daran mit dem Industrie-Lehrpfad und dem Technischen

Denkmal „Siemens-MartinOfen“ sowie der Ausstellung in der Kunsthalle Brennabor. Das Fischerei-Museum verweist auf einen noch
älteren Wirtschaftszweig der
Stadt, und an den Fischerbuden am Mühlendamm
gibt es auch Fischgerichte
zu essen. Wer aber besonders gut speisen will, geht
zum „Humboldthain“ in der
Altstadt.
Im Sommer ist die Stadt
am Wasser schon schön genug. 2015 aber, im Jahr der
„Buga“ erblüht sie an allen
Ecken und Enden, zum Beispiel in den Gartenanlagen
am Packhof und auf dem
Marienberg, der höchsten
Erhebung der Havelstadt,
auf der einst eine mächtige Kathedrale stand. Auf
dem Weg liegt die ehemalige Klosterkirche St. Johannis. Hier zeigen Floristen in
wechselnden Ausstellungen
ihre Kunst, und das gotische
Gemäuer ist vom Duft der
herrlichen Blüten erfüllt.
Also nichts wie hin!
Ulrich Rosenbaum
Informationen im Internet:
www.stadt-brandenburg.de
buga-2015-havelregion.de
www.dom-brandenburg.de
www.am-humboldthain.de

Fernab der Zivilisation

Leben in Trümmern

Fotografien von Sebastião Salgado bei C/O Berlin

Kriegsende und Befreiung: Berliner Alltag im Jahr 1945

Tiefhängende Wolken treiben über die Landschaft, an
einer Stelle reißt die Wolkendecke auf, und Sonnenstrahlen leuchten Teile dieser Szenerie aus, lassen die
Wolkenbänke im schmalen Fluss hell reflektieren.
Ein fein nuanciertes Spiel
von Licht und Schatten
lässt Konturen mal weich
und mal scharf erscheinen.
Willkommen in der Welt
von Sebastião Salgado.
Unter dem Titel „Genesis“
gastiert ein beeindruckender
Teil seines fotografischen
Wirkens in Berlin. C/O Berlin präsentiert als erster
Ausstellungsort in Deutschland Sebastião Salgados Genesis mit 245 Fotografien.
„Genesis ist eine Suche
nach der Welt, wie sie einmal war, wie sie sich formte und entwickelte, wie sie
über Jahrtausende existierte, bevor die Beschleunigung des modernen Lebens
uns zunehmend vom Wesentlichen unserer Existenz
distanzierte“, so definiert er
seine Motivwelt. In seinen
Schwarzweiß-Fotos porträtiert er Landschaften, Wasserwelten, Menschen und
Tiere, die bislang von der
Zivilisation verschont geblieben sind.
Der 1944 in Brasilien geborene und seit Jahren in
Paris lebende Fotograf Sebastião Salgado hat mit seinen Reisen in die entlegensten Winkel unseres Planeten

Es gibt nicht die eine Erinnerung an das Kriegsende 1945, an das Ende der
Nazi-Diktatur und die Befreiung. Das macht das
Buch „Leben in Trümmern“ deutlich. Es vermittelt Einblicke in das Berlin
des Jahres 1945.
Traudl Kupfer reiht in ihrem Buch kurze Momentaufnahmen
aneinander,
nach Monaten geordnet,
nicht immer ganz chronologisch. Mal ist es der Blick
einer jungen Frau, mal der
eines Zwangsarbeiters oder
eines
Untergetauchten,
mal die Sicht eines Widerstandskämpfers, mal die eines nazitreuen Staatsbediensteten oder Soldaten.
Berichtet wird auch aus den
biographischen Erinnerungen des Schauspielers Günter Lamprecht, aus Margret
Boveris
Augenzeugenbericht „Tage des Überlebens“
oder den Tagebüchern von
Hans-Georg von Studnitz,
der zuletzt in der Presseabteilung des NS-Außenministeriums gearbeitet hatte. Lange hat es gedauert, bis
sich Zeitzeugen mit ihren
Erlebnissen zu Wort meldeten oder auch nur bereit
waren, darüber zu sprechen
- zu groß waren Scham, Verdrängung oder politische
Rücksichtnahme.
Vertreibung und Vernichtung hatten in den Jahren
vor 1945 andere Völker getroffen, SS und auch die

Motiv aus der Salgado-Ausstellung bei C/O Berlin: In Sambia
flüchten Elefanten aus Angst vor Wilderern. Foto: Sebastião Salgado

bei oft extremem Klima der
Schöpfung nachgespürt. Sie
zu bewahren, ist seine Botschaft, sein persönliches Anliegen. Gerade der Verzicht
auf Farbe, die Reduktion auf
Licht und Schatten, macht
sie besonders eindringlich.
Die Fotografien rufen Erinnerungen an einen amerikanischen Fotografen wach,
der mit seinen Bildern vor
Jahrzehnten die Naturschönheiten seiner Heimat
porträtierte: Anselm Adams.
Salgados Fotografien zeigen Welten fernab jeglicher
Zivilisation. Da sind die
Pinguin-Kolonien in der
Antarktis und auf Inseln im
Südatlantik, die artenreiche
Tierwelt Amazoniens im
Herzen Südamerikas und
auf Madagaskar, die Lebenswelt von Urwaldeinwohnern
auf Papua-Neuguinea und

in Brasilien und das Leben
im Einklang mit der Natur
im sibirischen Kamtschatka.
Um unberührtes Land
und Meer zu erhalten und
die natürlichen Lebensräume uralter Völker und Tiere zu schützen, müsse die
Menschheit jetzt handeln.
„Genesis“ zeigt uns die
Schönheit der Natur und
ist zugleich ein Aufruf zum
Kampf für den Erhalt dieser
Schöpfung. Das ist Salgados
Botschaft. Und er lebt sie,
engagiert sich in brasilianischen Umwelt- und Ausbildungsprojekten.
Gunter Lange
„Genesis“ · Bis 17.08.2015
C/O Berlin im Amerika Haus
Hardenbergstraße 22-24
Täglich 11 bis 20 Uhr
Eintritt 10 Euro, erm. 5 Euro

Wehrmacht waren an der
Ermordung von unzähligen Zivilisten beteiligt. 1945
zog der Krieg nun in Berlin
ein, einer Stadt voller Ruinen. Es herrschen Willkür
und Gewalt. Noch in den
Stunden des Einmarschs der
russischen Armee werden
von den Nazis mutmaßliche
Deserteure erhängt. Es ist
ein Kampf um das Überleben, um Wasser, Brot, ein
wenig Suppe. Für die wenigen Lebensmittelmarken
ist kaum noch etwas zu
bekommen. Dann sind die
russischen Soldaten in der
Stadt, es kommt zu Vergewaltigungen, Plünderungen,

Traudl Kupfer,
Leben in Trümmern:
Alltag in Berlin 1945
gebundene Ausgabe
März 2015, 256 Seiten
Elsengold Verlag
ISBN-13: 978-3944594279R

Ausquartierungen.
Auch
die, die unter der Nazi-Verfolgung litten, sind vor neuer Willkür nicht verschont.
Aber es gibt auch andere
Begegnungen, etwa die mit
musikliebenden russischen
Offizieren, mit den Soldaten,
die Mitleid zeigen. Tagelang
gibt es kein Wasser, keinen
Strom, zigtausende Flüchtlinge kommen in die Stadt.
Wer das Chaos überlebt, ist
dankbar. Wohnungen, die
nicht durch Bomben zerstört wurden, werden von
Angehörigen der alliierten
Streitkräfte beschlagnahmt.
60 Mark kostet auf dem
Schwarzmarkt eine Dose
Fleisch, die sich dann als
Hundefutter entpuppt.
Die persönlichen Erlebnisse und Schilderungen –
zusätzlich mit einer kurzen
Zusammenfassung der Ereignisse des jeweiligen Monats versehen, bieten einen bewegenden Zugang
zu den Ereignissen. Dennoch bleiben Fragen offen.
Viele Erinnerungen sind
zum Teil Jahre später aufgeschrieben worden. Wie
haben die Erfahrungen der
Nachkriegszeit die Erinnerungen beeinflusst? Was hat
sich eingeprägt, was ist verdrängt worden? Und angesichts der Auswahl derer,
die im Buch zu Wort kommen, bleibt auch die Frage:
Wo sind 1945 eigentlich die
ganzen Nazis geblieben?
Ulrich Horb

6

Berliner Stadtblatt

S E RV I C E · R ÄT S E L

Gut zu wissen
Stadtblatt-Service: Tipps für Mieter, Schüler und Studierende, Veganer, Vegetarier und Inkasso-Opfer
SCHOKO-EIS
Der Sommer kann kommen: 20 Sorten Schoko-Eis
aus der Tiefkühltruhe hat
die Stiftung Warentest getestet. Kritische Keimgehalte gab es nirgends, Schadstoffe wurden nicht festgestellt. Die Hälfte der Sorten
schnitt befriedigend ab, weil
sie geschmacklich nicht
ganz überzeugten oder das
Etikett zu viel verspricht.
Testsieger wurde das mit
11 Euro pro Liter teuerste
Classics Belgian Chocolate
von Häagen-Dazs. Zu den
sechs weiteren gut bewerteten Sorten gehört aber auch
das billigste Rios Premium
Schokolade von Penny. Das
gesamte Testergebnis gibt es
für 2 Euro auf www.test.de
„VERSTECKTE TIERE“
Verbraucher sollen mehr
Klarheit bekommen, wenn
Lebensmittel tierische Bestandteile enthalten, die
auf den ersten Blick nicht
zu erkennen sind. Dazu
fordert die Verbraucherorganisation foodwatch eine
Kennzeichnungspflicht für
Zutaten oder Zusatzstoffe
tierischen Ursprungs oder
zum Einsatz tierischer Bestandteile in der Produktion. So wird nach Angaben
von foodwatch zum Beispiel
Läuse-Extrakt in Orangina
Rouge-Limonade oder Bum
Bum-Eis von Schöller eingesetzt, bei Albi-Säften kann
Schweinegelatine zum Klären von Trübstoffen verwen-

ne Menge um mehr als das
Hundertfache. Ökotest rät,
eher auf Vitamin-B12-Monopräparate oder angereicherte Lebensmittel zu setzen, die es jedoch nur in konventioneller Qualität gibt.

Ob Lebensmittel tierische
Bestandteile beinhalten soll
besser erkennbar werden.
Foto: fotolia.com/Omar Kulos

det werden – auf der Verpackung ist das für Verbraucher jedoch kaum oder
gar nicht erkennbar. Aldi
Süd will jetzt freiwillig darauf hinweisen, dass bei der
Crackets Knabberbox und
den Kartoffel Rings Paprika
Schweinebouillon zum Einsatz kommt.
VEGANE ERGÄNZUNG
Vegane Ernährung kann zu
einem Mangel an Vitamin
B12 führen. Einige Hersteller bieten deshalb spezielle
Ergänzungspräparate
für
Veganer an. Das Verbrauchermagazin Öko-Test hält
sie für wenig sinnvoll. Häufig sind es Kombinationen
mit anderen Wirkstoffen, an
denen auch Veganer keinen
Mangel leiden. Ein untersuchtes Produkt überschritt
mit einer Tagesdosis von
1.000 Mikrogramm die vom
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfohle-

SCHÜLERAUSTAUSCH
Auslandsaufenthalte sind
inzwischen für viele fester
Bestandteil der Schul- oder
Studienzeit, um Sprachkenntnisse zu vertiefen oder
andere Kulturen kennen zu
lernen. Angebote gibt es viele, auch für entferntere Länder wie Neuseeland. Praxistipps, Erfahrungsberichte,
einen Überblick über das
Schulsystem sowie viele Informationen zum Lernen
„downunder“ hat jetzt die
Deutsche Stiftung Völkerverständigung in einem kostenlosen E-Book „Schüleraustausch Traumziel Neuseeland“ zusammengestellt,
das es kostenfrei zum

Schüleraustausch in Neuseeland: Lernen vor spektakulärer Naturkulisse.
Foto: Dt. Stiftung Völkerverständigung

Berliner Preisrätsel
WAAGERECHT
UMLAUTE = 1 BUCHSTABE

1
6

größter Berliner See
obergärig, englisch,
kaum Schaum
11 Gegenteil von nirgendwo

12 Entzündung des Auges
13 ungarisches Hackbrett
16 verbindet am Fahrrad
Lenker mit Gabel
17 faszinierender
Sommersport

Download gibt unter: www.
schueleraustausch-portal.de
Grundlegende Informationen und einen Überblick
über Stipendien sowie die
diversen SchüleraustauschOrganisationen gibt die
privat betriebene Webseite
www.austauschjahr.de
MIETPREISBREMSE
Die Mietpreisbremse für
Neuvermietungen ist in
Berlin seit 1. Juni in Kraft.
Unmittelbar nach Veröffentlichung des entsprechenden
Bundesgesetzes hat der Berner Senat die von Stadtentwicklungssenator Andreas
Geisel (SPD) vorgelegte
„Mietenbegrenzungsverordnung“ beschlossen. Mit
ihr wurde Berlin zu einem
Gebiet mit einem angespannten Wohnungsmarkt
erklärt. Damit gilt die Regel, dass die Miete bei Wiedervermietung einer nicht
preisgebundenen Wohnung
die ortsübliche Vergleichsmiete um höchstens 10 Prozent übersteigen darf. Während im Internet Ende 2014
im Schnitt bereits 8,59 Euro
pro Quadratmeter gefordert
wurden, wies der Berliner
Mietspiegel eine ortsübliche
Vergleichsmiete von durchschnittlich 5,54 Euro pro
Quadratmeter im Monat
aus. Nicht selten wurden daher bei der Neuvermietung
50 Prozent mehr Miete verlangt als vom Vormieter.
Die Mietpreisbremse gilt
vorerst bis Ende Mai 2020.

Im gesamten Berliner Stadtgebiet gilt seit 1. Juni bei NeuverFoto: Horb
mietungen die Mietpreisbremse.

Ausgenommen sind nur
Neubauwohnungen, die ab
1. Oktober 2014 erstmalig
bezugsfertig werden, sowie
die erste Wiedervermietung
nach umfassender Modernisierung. Vom Vormieter gezahlte höhere Mieten dürfen jedoch auch mit neuen
Mietern vereinbart werden.
SCHÖNHEITSREPARATUREN
Mieter, die eine unrenovierte Wohnung bezogen
haben, können im Mietvertrag nicht dazu verpflichtet werden, die Wohnung
beim Auszug renoviert zu
übergeben. Entsprechende Vertragsklauseln hat der
Bundesgerichtshof jetzt für
unwirksam erklärt. Keinen
Bestand haben vor den
Richtern auch die Quotenklauseln gefunden, die den
Mieter zu einer anteiligen
Beteiligung an den Renovierungskosten verpflichteten , wenn er vor Ablauf der

üblichen Renovierungsintervalle auszog.
INKASSO-ABZOCKE
Die Verbraucherzentralen
sammeln derzeit Beschwerden zu zweifelhaften Inkassoforderungen. Immer
wieder erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher
Schreiben, in denen mit
Zwangsvollstreckung, Schufa-Einträgen und Hausbesuchen gedroht wird. Oft
lassen sich Betroffene einschüchtern und zahlen,
selbst wenn sie es nicht
müssten. Inkasso-Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, bereits mit der ersten Zahlungsaufforderung
detaillierte Informationen
wie zum Beispiel Name oder
Firma des Auftraggebers
und den genauen Forderungsgrund zu nennen. In
einer gemeinsamen Aktion
wollen die Verbraucherzentralen unseriöse Inkassopraktiken ermitteln.

ZU GEWINNEN: BÜCHER ZUR BERLINER GESCHICHTE

18 beschäftigt Gläubige
wie Ungläubige
19 geographischer Fleck
20 das Unwissen der
Philosophie
22 sie mündet in den Busen

24 Schwellung des
Gewebes durch
Flüssigkeit
26 sorgt für Wärme
28 Insel in der
Berliner Badewanne
29 psst!
33 entzündlich bedingte
Absonderung (med.)
34 tranceähnlicher
Wachschlaf
35 mal Gegenrede,
mal Nachbildung
36 wo der (West-)Berliner
die Badehose auspackt
SENKRECHT
UMLAUTE = 1 BUCHSTABE

2
3
4
5
7
8
9
10
14
15
16
21
22

... tut selten gut
das Gestein erinnert
an des Apfels Kern
violett
manchmal quakt sie
durch die Zeitung
kann man unterrichten
schmeckt kräftig
und deftig
österreichischer
Briefzustellbezirk
nordfriesische
Ferieninsel
ein Fremdwort
in Berlin
Gerät zur Messung
von Wassertiefen
Fahrzeug, das
nichts hermacht
Großmutter, liebevoll
österreichische
Zwischenmahlzeiten

23 Leistungen für Andere
25 Reizwäsche
26 venezianisches
Transportmittel
27 übers Ohr hauen
30 Schifferknoten
31 ... must go on
32 wo der Fuß
zu Ende geht

Die Verbraucherzentralen
schauen Inkassobüros jetzt
verstärkt auf die Finger.
Foto: fotolia.com/Gina Anders

In die richtige Reihenfolge
gebracht ergeben die rot
umkreisten Buchstaben
eine Konstruktion, die im
Sommer zu den Lieblingsbehausungen gehört –
an Nord- und Ostsee, am
Müggel- ebenso wie am
Wannsee.
Bitte schicken Sie dieses
Lösungswort auf einer Postkarte bis zum 11. Juli 2015
per Post an das
Berliner Stadtblatt
Müllerstraße 163
13353 Berlin
oder per E-Mail an raetsel@
berliner-stadtblatt.de
DIE GEWINNE
Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir
zehn Buchpreise zur
Berliner Geschichte.
DAS LÖSUNGSWORT
aus der letzten Ausgabe
des Stadtblatts war:
WELTFRAUENTAG

Bis zum 31. August erfassen sie Beschwerden und
werten diese aus. Betroffene
werden gebeten, den Beratern ihren Fall zu schildern
oder die Unterlagen an die
Verbraucherzentrale Berlin,
Stichwort Inkasso, Hardenbergplatz 2, 10623 Berlin zu
senden. Auch ein Onlineformular gibt es: https://www.
verbraucherzentrale-berlin.
de/formular-inkasso
U.H.

IMPRESSUM
Berliner Stadtblatt
Wissenswertes aus Berlin und den Bezirken
und Berlin-Beilage (Seiten 3 bis 6) zu den
Bezirksausgaben in Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte,
Tempelhof-Schöneberg, Treptow-Köpenick
Herausgeber:
SPD-Landesverband Berlin
Landesgeschäftsführer Dennis Buchner
(V.i.S.d.P.), Müllerstr. 163, 13353 Berlin
Redaktion der Landesseiten:
Ulrich Horb (CvD), Gunter Lange,
Ulrich Rosenbaum, Josephine Steffen
Rätselerstellung: Ulrich Schulte Döinghaus
Grafik: Hans Kegel
Druck: Henke Pressedruck, Berlin

7

Aus der BVV-Fraktion Treptow-Köpenick

Bibliothek Friedrichshagen:
Die Ruderfähre fährt wieder!
Besucherzahlen gehen zurück Freude in und um Rahnsdorf
Die Nutzerzahlen für die
Johannes-B obrowskiBibliothek, die nach Plänen
der Bezirksverwaltung aufgrund zu geringer Nutzung
geschlossen werden sollte,
sind alarmierend. Die Bibliothek wird immer weniger genutzt. Dies geht aus
der Beantwortung einer
mündlichen Anfrage der
SPD-Fraktionsvorsitzenden Gabriele Schmitz an
den Stadtrat Michael Vogel
(CDU) hervor. Während es
jeweils im 1. Quartal 2013

noch 10.976 und 2014 noch
9.026 Besucher gab, besuchten 2015 nur noch 8.493
Personen die Bibliothek.
Die Zahl der Entleihungen
ist noch stärker gesunken.
Im 1. Quartal 2015 wurden
nur 20.911 Medien entliehen, während es 2014 noch
25.628 und 2013 sogar
26.480 Entleihungen waren.
Wenn die Bibliothek nicht
stärker genutzt wird, dann
werden die Bezirksverordneten bald wieder den
Vorschlag zur Bibliotheks-

schließung als Vorlage bekommen, da die Zuschüsse
an die bezirkseigenen Bibliotheken abhängig von den
Nutzerzahlen sind.
Liebe
Friedrichshagener
und liebe Leser, bitte besucht daher dringend Eure
Stadtbibliothek und leiht
mehr Medien aus. Die Johannes-Bobrowski-Bibliothek befindet sich in der
Peter-Hille-Straße 1 und ist
Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 12
bis 18 Uhr geöffnet.

Manch einer mochte es
kaum glauben, als am 1. Mai
im Beisein zahlreicher Bürger die Ruderfähre „Paule III“ endlich wieder von
Rahnsdorf ablegte und nach
12 Ruderschlägen über die
Müggelspree auf der Müggelheimer Seite ankam.
Bis Ende Oktober kann
man sich an Wochenenden
und Feiertagen zwischen
11 und 19 Uhr nun wieder
von Fährmann Ronny Knebelmann übersetzen lassen.
Man muss nur ein Monat-

NEUES AUS DER BEZIRKSVERORDNETENVERSAMMLUNG (BVV) TREPTOW-KÖPENICK
Die Sitzung im Mai begann
mit vielen Personalwahlen.
Die Abberufung und die
Neuwahl einiger Bürgerdeputierter stand auf der
Darüber
Tagesordnung.
hinaus war die Neuwahl
einer Schiedsperson für
den Schiedsamtsbezirk 4
(Dammvorstadt,
Köllnische Vorstadt/Spindlersfeld, Bohnsdorf, Grünau,
Schmöckwitz) nötig. Es
standen 22 Personen aus
dem Bezirk zur Auswahl.
Die meisten Stimmen erhielt Annette
Kunsch
(Jahrgang 1950), die sich
schon seit vielen Jahren in
Treptow-Köpenick ehrenamtlich engagiert und als
Schöffin im Amtsgericht
Berlin Erfahrungen für das
Amt mitbringt.
Eine ausgiebige Debatte
entstand über die sogenannte „Weiße Villa“ am
Ufer des Mellowparks. Es

handelt sich um eine derzeit gesperrte und durchaus
marode Immobilie, deren
schöner Name den wahren
Zustand verschleiert. Der
Mellowparkbetreiber trägt
sich mit dem Gedanken,
das für den Abriss vorgesehene Gebäude instand zu
setzen und zu entwickeln.
Wenn das Gebäude bleibt,
dann muss der Mellowpark
die Sanierung übernehmen
und der öffentliche Uferweg
wird in diesem Bereich ganz
eng am Gebäude entlang
geführt werden müssen.
Die BVV-Mehrheit entschied sich letztendlich dafür, dies zu prüfen und die

am Ufer vorhandenen Stege
und Anlegemöglichkeit für
Boote zu erhalten.
Treptow-Köpenick
ist
Vorreiter bei der Schaffung
neuer Wohnungen. In dieser BVV wurden die Weichen für ein weiteres großes
Wohnungsbauvorhaben
gestellt: der Bebauungsplan
9-34
„Regatta-Quartier“
wurde beschlossen (siehe
Artikel Seite 8). Mehrere
Vertreter des Investors der
BUWOG group haben im
Rathaussaal ungeduldig auf
die Abstimmung gewartet
und waren erleichtert, als
die überwiegende Mehrheit
der BVV mit den Stimmen
von SPD, CDU und Linken dem Bebauungsplan
zustimmte. Dass die BVV
Pankow einen Tag vorher
einem Bebauungsplan, wo
der Bau von 5.000 Wohnungen geregelt werden sollte,
ablehnte führt scheinbar

zur Verunsicherung von
Unternehmen, die in Berlin
investieren und bauen wollen. Einzig die SPD-Fraktion hatte dem B-Plan in
Pankow zugestimmt. Ohne
Wohnungsneubau kann in
Berlin die Wohnungsknappheit nicht beseitigt werden
und erst recht nicht der
Mietpreis nicht gedämpft
werden – mit oder ohne
Mietenvolksentscheid. Der
Bezirk Treptow-Köpenick
leistet daher mit seiner
Willkommenskultur einen
wesentlichen Beitrag für die
gesamte Stadt.
Die nächsten Tagungen
der
Bezirksverordneten
finden am 11.6. und 9.7. im
Rathaus Treptow statt. Bürgerfragen an das Bezirksamt
und die BVV können bis
zum Montag, dem 8.6.2015
bzw. 6.7.2015 um 10 Uhr
beim Büro des BVV-Vorstehers eingereicht werden.

Straßenname für Ingeborg Hunzinger
Über 50 Jahre war die Bildhauerin Ingeborg Hunzinger (geb. 3.2.1915, gest.
19.7.2009) in Köpenick zu
Hause. Sie liebte ihr Jugendstilhaus in Rahnsdorf mit
dem Atelierraum, wo viele
Skulpturen entstanden, die
wir heute in Berlin finden: die
steinerne ´Sphinx´ am Berliner Dom, ´Mann mit Kind
auf der Schulter´ im Müggelpark, ´Paar´ am S-Bhf.
Plänterwald, ´Denkende´ im

Schlosspark Biesdorf, ´Umschlungenes Paar´ im Hof
der Gedenkstätte Köpenicker
Blutwoche und der ´Block
der Frauen´ in der Rosenstraße. Kunst für jedermann
war ihr wichtig. Ihre Motive
waren oft Werktätige.
In einem Nachruf wurden
als ihre Tugenden Zivilcourage, Wachheit und Ermunterung zum Mut, die eigene
Position zu wahren, genannt.
Zu ihren Weggefährten zähl-

ten Käthe Kollwitz, Robert
Havemann, Wolf Biermann,
Rudi Dutschke und Rainer Langhans. Ihr Haus in
Rahnsdorf war nicht nur als
Ort der Kunst bekannt, es
war auch legendär, weil dort
Zeitgeschichte und Kulturgeschichte geschrieben wurde. In den 50er Jahren des
letzten Jahrhunderts konnte
sich dort eine Art Freiraum
für freiheitliche sozialistische Gedanken etablieren.

Hunzinger war Jüdin, Kommunistin und SED-Mitglied
in der DDR etwas geschützt
und das nutzte sie für ihre
Kritik am Staatssystem.
An ihrem 6. Todestag, am
19. Juli 2015 wird die Persönlichkeit Ingeborg Hunzinger
durch eine Straßenbenennung geehrt. Die Straße nach
Fichtenau im Abschnitt zwischen dem S-Bhf. Rahnsdorf
und der Fürstenwalder Allee
wird dafür umbenannt.

sticket der BVG zeigen oder
Kurzstreckentarif lösen. Acht
Personen passen in das Boot
oder vier Passagiere plus vier
Fahrräder. Allerdings werden E-Bikes nicht transportiert, weil sie zu schwer sind.
Dass die Ruderfähre wiederbelebt wurde, haben engagierte Bürger durchgesetzt.
Im Herbst 2013 wurde „Paule
III“ nämlich aus dem Fahrplan der BVG genommen
und stillgelegt. Das ließ Fischer Thamm, der neben dem
Fähranleger seine Fischerei

Ein „Blauer Bär“ geht
an Karin Zehrer aus
Treptow-Köpenick

Erstmalig verlieh das Land
Berlin und die Vertretung
der Europäischen Kommission in Deutschland im
Mai diesen Jahres den Europapreis „Blauer Bär“. Die
Nominierungen erfolgten
durch das Berliner Netzwerk Europa. Mit einem der
drei “Blauen Bären” wurde die Rahnsdorferin und
SPD-Bezirksverordnete Karin Zehrer für ihr Engagement im Städtepartnerverein Treptow-Köpenicks und
für eine Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen
in Rahnsdorf ausgezeichnet.
Bezirksbürgermeister Oliver Igel hierzu: “Ich
gratuliere Karin Zehrer
herzlich zur Verleihung des
Blauen Bären. Der Preis
würdigt ihr vielfältiges Engagement in der Arbeit mit
und für Menschen über alle

Bezirkliche Kultureinrichtungen in Not
Kulturetats gehören zu den
vergleichsweise
kleinsten
Posten in den bezirklichen
Hauhalten. Ihre finanzielle
Austattung ist bescheiden
und als sogenannte freiwillige Aufgaben stehen sie
immer unter dem Damoklesschwert der Kürzung. Zugespitzt könnte manch ein
Betrachter sagen: Kultur ist
den Bezirken nichts wert!
Doch ganz so ist es nicht.
Es sind vor allen Dingen
die
Rahmenbedingungen,
die die Handlungsspielräume der Bezirke begrenzen.
Wie in anderen Bereichen
auch unterliegen bezirkliche Kultureinrichtungen der

Produktkostenbudgetierung
und der Kosten-Leistungsrechnung. Dieser Systemlogik folgend, ist es eine der
vornehmlichsten Aufgaben
der Bezirke, die Kosten eines
Produkts zu senken. Das damit verbundene Prinzip von
Gewinner und Verliererbezirken bedeutet eine fatale
Kostenspirale nach unten.
Wer bietet welches Produkt
zu welchem Preis und wer
kann das noch unterbieten?
Bei dem Spagat zwischen
Angebot und Kostendruck
bleibt Vieles auf der Strecke. Insbesondere trägt der
bezirkliche Wettbewerb das
hohe Risiko in sich, die kul-

turelle Daseinsvorsorge in allen Bezirken zu beschneiden.
Als eine der Konsequenzen basiert eine beachtliche
Anzahl von bezirklichen
Kulturangeboten in ihrer
Arbeit inzwischen auf Ehrenamtlichen oder auf Maßnahmen und Programmen
der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Und genau das ist es,
was einige beliebte Kultureinrichtungen in unserem
Bezirk jetzt vor immense
Herausforderungen
stellt.
Die
Kultureinrichtungen
mussten nach ihrer Übertragung auf freie Träger schon
vor Jahren auf andere Instrumente setzen, da sie zwar

finanzielle
Zuwendungen
aber keine Personalstellen
mehr erhielten. Neben Ehrenamtlichen waren das
insbesondere Beschäftigte
mit Mehraufwandsentschädigung, sog. MAE-Kräfte
oder auch Geförderte aus
Bundes- und Landesarbeitsmarktprogrammen. Diese
Stellen sind nun zu erheblichen Teilen durch Kürzung
oder Auslaufen der Programme weggebrochen. Von
den Bezirkseinrichtungen
ist das Bürgerhaus Grünau,
der Dorfklub Müggelheim,
die Kulturküche Bohnsdorf,
die Galerie Grünstraße, das
Kulturzentrum Ratzfatz und

mit Biergarten betreibt, und
viele andere nicht ruhen.
Auch Tourismusverein und
Heimatverein Köpenick halfen mit. Schließlich ließ sich
auch der neue Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel
überzeugen. Der kennt die
Fähre noch aus seiner Jugend,
sieht diesen ganz besonderen
Bestandteil des BVG-Netzes
als wichtig an und stellte aus
seinem Haushalt das nötige
Geld für die Wiederaufnahme der Verbindung zur Verfügung.

internationalen
Grenzen
hinweg. Man merkt ihr an,
dass die internationale Verständigung für sie eine Herzenssache ist.” In der Laudatio hieß es unter anderem
„Frau Zehrer kümmert sich
voller Energie und Freude
um die Pflege der elf bezirklichen Städtepartnerschaften.“ Vor wenigen Monaten hat sie gemeinsam mit
anderen Freiwilligen die
Plakataktion „Rahnsdorf
hilft – Wir heißen Flüchtlinge willkommen“ ins Leben gerufen, die eine Welle
der Hilfsbereitschaft im Zusammenhang mit der neuen Flüchtlingsunterkunft in
Rahnsdorf nach sich gezogen hat.
Für den Europapreis hatte es
insgesamt 30 Nominierungen gegeben, davon kamen
drei aus Treptow-Köpenick.

IMPRESSUM
der Kulturbund Treptow betroffen. Mit einem Notfallbeschluss hat die BVV auf Initiative des Kulturausschusses
die Einrichtungen bis zum
Ende des Jahres gesichert.
Doch diese Einzelmaßnahme schafft keine nachhaltige Behebung des Problems.
Vielmehr macht die Situation deutlich, dass bei der
finanziellen Ausstattung der
Kultureinrichtungen dringend ein anderer Kurs eingeschlagen werden muss. Eine
Fortsetzung dieser kurzlebigen Finanzpolitik gefährdet
die kulturelle Daseinsvorsorge in den Bezirken! Ein
Weiterso darf es nicht geben!

Herausgeber:
SPD-Fraktion in der BVV
Treptow-Köpenick
Neue Krugallee 4
12435 Berlin
Kontakt:
buero@spd-fraktion-tk.de
www.spd-fraktion-tk.de
V.i.S.d.P.:
Gabriele Schmitz
(Fraktionsvorsitzende)
An dieser Ausgabe haben
mitgewirkt:
Oliver Igel, André Rostalski, Gabriele Schmitz,
Dr. Ursula Walker, Karin
Zehrer

8
KURZMELDUNGEN
PARTNERSCHULE FÜR
PERU GESUCHT
Bezirksbürgermeister
Oliver Igel und Bezirksverordnetenvorsteher
Peter Groos hatten im
Mai die Gelegenheit die
peruanische
Partnerregion Cajamarca zu
besuchen. Von vielen
Grüßen, Wünschen und
Eindrücken, die beide
mitbringen, wird ein
Anliegen an dieser Stelle bekannt gegeben. Die
peruanischen
Partner
wünschen sich mehr
und intensivere schulische Kontakte. Vielleicht
finden sich interessierte
Lehrkräfte und Jugendliche, die die spanische
Sprache lernen? Weitere Informationen und
Hilfe bei der Vermittlung erhalten Sie hier:
info@staepa-cajamarca.de
ANBIETERWECHSEL BEI
DER POSTFILIALE IN
ADLERSHOF
Bei der Postfiliale in der
Dörpfeldstraße 11 endet der Pachtvertrag mit
dem Anbieter am 31. August 2015. Die Post geht
davon aus, dass ein anderer Geschäftsinhaber
die Postdienste im Kiez
übernimmt und es einen
nahtlosen Übergang gibt.
Die Post hat angekündigt
in Kürze über den Weiterbetrieb der Filiale zu
informieren, wenn es zu
einer neuen Vertragsvereinbarung kommt.
STEGANLAGE
INSEL DER JUGEND
Die Steganlage auf der
Insel der Jugend ist marode und daher abgesperrt. Das Bezirksamt
rechnet erst im nächsten
Jahr mit einer Sanierung.
Auf eine BVV-Anfrage
von Ramona Seth (SPD)
antwortete der zuständige Stadtrat Rainer Hölmer (SPD), dass jetzt die
Bauplanungsunterlagen
fertig gestellt werden
nachdem der Fachausschuss auf die Dringlichkeit der Baumaßnahme
hingewiesen hat.
IDEENWETTBEWERB
LEBENSLANGES WOHNEN
Wie sieht lebenswertes
und bezahlbares Wohnen in einer alternden
Gesellschaft aus? Diese
Frage wird an die Öffentlichkeit
gerichtet.
Bis 2.7.2015 können auf
www.innovationskraftwerk.de Ideen eingereicht werden. Die besten
Vorschläge werden mit
insg. 6.500 Euro belohnt.
WUSSTEN SIE SCHON?
… dass es in Treptow-Köpenick 1.257 Straßen gibt mit insgesamt
668 km Länge? Die längste Straße Berlins liegt
auch in unserem Bezirk,
es ist das Adlergestell mit
11,9 km Länge.

Aus der BVV-Fraktion Treptow-Köpenick

Neue Mittelpunktbibliothek in ehemaliger
Feuerwache in Schöneweide
„Wo einst Feuerwehrleute zu Einsätzen ausrückten
um Feuer zu löschen, kann
nun mit einem Angebot von
über 80.000 Medien Wissensdurst gelöscht werden.“
Mit diesen Worten eröffnete Bezirksbürgermeister
Oliver Igel (SPD) die neue
Mittelpunktbibliothek
in
Niederschöneweide. Sie ist
das Ergebnis der Fusion der
Friedrich-Wolf-Bibliothek
in Johannisthal, der Stadtteilbibliothek Baumschulenweg, der ehemaligen Stadtbibliothek Oberschöneweide
und der Stadtteilbibliothek
Bohnsdorf. Im Bezirk gibt es

nun die Mittelpunktbibliotheken Köpenick und Treptow, die Stadtteilbibliotheken
in Alt-Treptow, Adlershof,
Altglienicke, Friedrichshagen und die Fahrbibliothek.
Die neue Bibliothek ist ein
ästhetisches und architektonisch
anspruchsvolles
Bauwerk. Der denkmalgeschützte Altbau der 1908
errichteten und 1976 aufgegebenen Feuerwache wurde
von dem niederländischen
Architektenpaar Chestnutt_
Niess BDA liebevoll saniert
und durch einen dreigeschossigen modernen Neubau ergänzt. Die Räume sind

hell und freundlich gestaltet
und strahlen eine einladende Atmosphäre aus.
Neben dem großen Medienbestand gibt es zahl-

reiche Lese- und Studienplätze, kostenlosen Zugang
zum WLAN, kostenlose
Internetarbeitsplätze, zehn
Arbeitsplätze für Erwach-

sende, zwei davon sind mit
Scannern ausgestattet. Ein
besonderer Service ist die
Außenrückgabe neben dem
Eingang. Sie ist 24 Stunden
täglich an 7 Tagen die Woche zugänglich.
Die neue Mittelpunktbibliothek Alte Feuerwache
befindet sich in der Michael-Brückner-Straße 9 in
12439 Berlin-Niederschöneweide in der Nähe des S-Bhf.
Schöneweide.
Öffnungszeiten:
Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag: 10 bis 20 Uhr
Mittwoch 13 bis 20 Uhr und
Samstag 10 bis 14 Uhr

Trinkwasserbrunnen Baustart für das
für Köpenick
Regatta-Quartier in Grünau
Ein neuer Trinkbrunnen
der Berliner Wasserbetriebe erfrischt die Passanten des Elcknerplatzes am
S-Bahnhof Köpenick. Der
Wasserspender ist der erste
von fünf solchen Brunnen,
die das Unternehmen der
Stadt schenkt. Die Standorte haben die Berlinerinnen und Berlinern per
Online-Voting selbst bestimmt (wir berichteten im
Dezember 2014).
Die Spende steht im Rahmen der 2014 gestarteten
Aktion „Ohne uns läuft nix“.
Pro 10.000 Kilometer, die
bei Berliner Laufveranstaltungen zurückgelegt und im
Internet registriert wurden,
spenden die Wasserbetriebe einen Trinkbrunnen. So
kamen im vergangenen Jahr
über 50.000 km von knapp
900 Läuferinnen und Läufern zusammen. Bei der
Wahl der Standorte für die
fünf Brunnen wurden knapp
53.000 Klicks gezählt. Die
meisten Stimmen fielen dabei auf Treptow-Köpenick,
wo zum Brunnen am Elcknerplatz ein weiterer auf
dem Rathenauplatz in

Trinkbrunnen auf dem Elcknerplatz
am S-Bahnhof Köpenick

Oberschöneweide und auf
dem Marktplatz an der Bölschestraße in Friedrichshagen bis Ende Juni errichtet
wird.
Die
Laufkilometer-fürTrinkbrunnen-Aktion wird
2015 fortgesetzt: Auf www.
bwb.de/Laufaktion
kann
man sich registrieren und
Laufkilometer spenden –
für die nächsten fünf Trinkbrunnen, die dann 2016 aufgestellt werden. Ein OnlineVoting über die Standorte
folgt bestimmt und vielleicht
klappt es ja dann mit einem
Brunnen für die Altstadt, der
den 6. Platz bei der Abstimmung im letzten Jahr erhielt.

Die Bezirksverordnetenversammlung
TreptowKöpenick hat im Mai
den Bebauungsplan 9-34
„Regatta-Quartier“
beschlossen. Damit sind die
baurechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung
eines neuen Wohnquartiers auf dem ehemaligen
Betriebsgelände von Berlin-Chemie für etwa 1.500
Menschen an der Dahme
geschaffen.
Das etwa 10 Hektar große Gelände war mit Altlasten belastet und wurde
aufwendig saniert.
Der Investor, die Buwog
Group, plant einen zügigen Baubeginn. Das erste
Gebäude soll direkt am
Wasser errichtet werden.
Auf dem Grundstück Regattastraße 11 und 35 soll
eine Wohnsiedlung mit
unterschiedlichen Bautypen in unterschiedlichen
Preislagen mit 700 bis 800
Wohnungen gebaut werden. Darüber hinaus baut
der Investor eine Kita mit
70 Plätzen, einen öffentlichen Uferweg und Grünstreifen, drei Kinderspiel-

Illumination mit Blick vom Stadtplatz mit Wasserspielplatz in Richtung Dahme über das künstliche Wasserbecken.	
© BUWOG Group

plätze und beteiligt sich
finanziell an der Erweiterung der benachbarten
Grundschule in der Walchenseestraße.
Die SPD-Fraktionsvorsitzende Gabriele Schmitz
ist von der Qualität der
Planung überzeugt: „Bei
der städtebaulichen Konzeption wird die Wasserlage des Grundstücks in
besonderem Maße berücksichtigt. Es soll ein
zentrales Wasserbecken
mit Wasserspielplatz an

einem zentralen Stadtplatz entstehen und die
Dahme wird durch einen
drei Meter breiten öffentlichen Geh- und Radweg
für alle erlebbar. Mit der
Bebauung wird dringend
benötigter Wohnraum in
verschiedenen Preissegmenten geschaffen und
eine Brachfläche beseitigt.“
Weitere
Informationen
zum Bauprojekt finden Sie
auf den Seiten des Investors
unter: www.52grad-nord.de

auf die Gassen und Höfe.
Es wird eine bunte Mischung aus Markttreiben
und kulturellen Angeboten angeboten. Für Kinder
gibt es Basteln, Schminken,
Stelzenlaufen und Spiele.
Das Bühnen- und Straßenmusikprogramm wird wieder mit echten Bonbons
und zauberhaften Kuriositäten aufwarten. Für das
leibliche Wohl sorgen altbekannte Spezialitäten: das
wohlschmeckende Kirschbier und edle Weinsorten
vom Profi sowie die legendäre Kietz-Wurscht.

Natur zu entdecken. Die
Veranstaltungen drehen
sich rund um das Thema
Stadt und Natur: Tier- und
Naturraumexpeditionen,
Vorträge über Ernährung,
Forschung und Landschaftsarchitektur, naturkundliche Kanutouren, Vogelstimmenwanderungen,
Honigschleudern und viele andere, nicht alltägliche
Führungen und Mitmachaktionen machen das Erleben von Flora und Fauna
zu etwas Besonderem. In
einigen der Veranstaltungen ist die Teilnehmerzahl
begrenzt. Eine frühe Reservierung ist ratsam. Online sind Karten erhältlich
und die Teilnahme reservierbar. Weitere Informationen unter: www.langertagderstadtnatur.de

BESUCHEN SIE DIE STADTFESTE IM JUNI

© Rike / pixelio.de

Köpenicker Sommer lädt
zum Schlendern durch
die Altstadt ein
Vom 19. bis 21. Juni 2015
lockt der 54. Köpenicker
Sommer: In der Altstadt
Köpenick,
Luisenhain
und auf der Schlossinsel
können sich die Gäste auf
Musik und Unterhaltung
freuen. Künstler, Kunsthandwerker, Händler und

Musiker sorgen für sommerliche und ausgelassene Stimmung. Es wird
vier Bühnen mit abwechslungsreichem kulturellen
Programm, einen historischen Markt, einen Streichelzoo und vieles mehr
geben. Höhepunkte sind
der Festumzug am Samstagnachmittag unter dem
Motto „Köpenick macht

Schule“ und am Samstagabend gegen 22.30 Uhr
das Feuerwerk über der
Dahme. Es ist auf alle Fälle
für jeden etwas dabei. Für
das leibliche Wohl sorgen
wie immer die zahlreichen
Stände und die einheimische Gastronomie.
Vor dem Rathaus Köpenick
können Sie sich am Infostand der SPD-Fraktion informieren.
Der „Kietzer Sommer“
feiert 20jähriges Jubiläum
Am Samstag, den 20. Juni
2015 zwischen 11 und 23
Uhr wird sich der sonst
eher ruhige Fischerkietz
unweit der Köpenicker Altstadt wieder in eine lebendige Meile verwandeln. In
diesem Jahr liegt der Focus

Rein ins Grüne – raus in
die Stadt: Langer Tag der
Stadtnatur
Am Wochenende 20./21.
Juni 2015 laden wieder viele Akteure ein die Berliner
        
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