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Periodical volume

Full text: Berliner Stadtblatt Issue 2018,[2] Dezember

M NBURG-WIL E T T O L R A H C ERSDORF GROßE CHANCE Interwiew mit dem Regierenden Bürgermeister über die MillionenInvestition von Siemens SEITE 4 WISSENSWERTES AUS B ERLI N U N D DEM B EZI RK CHARLOTTEN BU RG-WI LMERSDORF · AUSGABE DEZEMBER 2018 IN DIESER AUSGABE GERECHTIGKEIT MIT LEBEN FÜLLEN Foto: Carolin Weinkopf ALLES NEU MACHT DER NOVEMBER Christian Hochgrebe ist neuer Abgeordneter für Charlottenburg-Nord SEITE 2 TEILHABE AM ERFOLG Berliner SPD für mehr Einkommensgerechtigkeit SEITE 3 KORREKTUR IM SOZIALSYSTEM Abkehr vom Hartz-IV-System – Für eine sanktionsfreie Grundsicherung SEITE 7 Liebe Leserinnen und Leser! 2018 war ein erfolgreiches Jahr für Berlin: Die Investition von Siemens mit 600 Millionen Euro bedeutet einen gewaltigen Innovationsschub, aber auch 60.000 qm sozialen und bezahlbaren Wohnungsbau. In der Wissenschaft sind wir Weltspitze, wie unsere Erfolge bei der Exzellenzstrategie oder die 660 Millionen Euro für das Naturkundemuseum zeigen. 2018 war auch ein gutes Jahr für den Berliner Haushalt. Wir möchten das an die Berlinerinnen und Berliner zurückgeben. Die SPD setzt sich für die Erhöhung des Landesmindestlohns auf 12,63 € ein, denn jeder sollte jetzt und auch im Alter von seiner Arbeit leben können. Auch Familien möchten wir mit einem gebührenfreien Hort und der Abschaffung des Elternbeitrags beim Essen massiv entlasten. Besonders am Herzen liegen uns diejenigen, die täglich mit ihrer Arbeit, beispielsweise als Pflegekräfte, dafür sorgen, dass wir gut leben können. Wir fordern die Aufwertung und Besserstellung dieser Berufe. Das Geld ist gut angelegt: In die Zukunft unserer Stadt! Ihr Michael Müller Regierender Bürgermeister MIETENFREUNDLICHE POLITIK Grundgesetzänderung für sozialen Wohnungsbau im Bundestag SEITE 8 Berlin steht nicht zum Verkauf – und Mieten darf kein Luxus werden Foto: Adobe Stock · elexeneize Aktiv für eine mutige Mietenpolitik Mit einem Mietenstopp, einer Offensive für sozialen Wohnungsbau und konsequentem Vorgehen gegen Spekulation die Wohnkrise meistern Die SPD Charlottenburg-Wilmersdorf verabschiedete auf Initiative der Jusos einen umfassenden Forderungskatalog gegen explodierende Mietpreise, Wohnungsknappheit und soziale Verdrängung im Kiez. Bund, Land und Bezirk sind jetzt mehr denn je gefragt, die Interessen der Mieterinnen und Mieter zu schützen. Auch bei uns in CharlottenburgWilmersdorf ist Mieten und Wohnen eine brennende soziale Frage. Wer zum Beispiel die Brandenburgische Straße hochläuft, sieht: Es wird viel gebaut. Doch hier entstehen keine Wohnungen zur Miete, sondern hochpreisige Luxusapartments. Sozialer Wohnraum? Fehlanzeige. Viele dieser Apartments werden als Wertanlage gekauft. In Zeiten von Niedrigzinsen boomt das Betongold. Am Adenauerplatz blickt man auf ein siebenstöckiges Wohnhaus, dass seit elf Jahren leer steht. Es gehört einer Briefkastenfirma. Der Wert des Grundstücks steigt trotzdem. Was ebenfalls steigt: die Einwohnerzahlen im Bezirk. Luxusapartments und spekulativer Leerstand blockieren aber so den Raum für die benötigten neuen Mietwohnungen. Gleichzeitig werden in keinem Berliner Bezirk so viele Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt wie hier. In Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten der TU Berlin und aus der Politik haben die Jusos Charlottenburg-Wilmersdorf einen Forderungskatalog zur Wohnkrise aufgestellt. Darin wird der Bezirk aufgefordert, konsequent gegen spekulativen Leerstand vorzugehen. Das Zweckentfremdungsverbotsgesetz stattet ihn dazu bereits mit allen Freiheiten aus. Leerstand kann demnach über eine Treuhand zwangsverwaltet, saniert und in 100 % sozialen Wohnraum umgewandelt werden. In Hamburg wurde dieses Jahr so ein Vorgehen bereits erfolgreich umgesetzt. Zudem fordert die Bezirks-SPD, dass auf Landesebene eine verbindliche Quote von mindestens 50 % Sozialwohnungen in allen Neubauprojekten und ohne Ausnahmen vorgeschrieben wird. Ganze Häuserblocks von Luxusapartments sollen so gar nicht erst zustandekommen. Sozialwohnungen sollen außerdem auch für immer solche bleiben. In der Regel läuft die Förderung nämlich nach 20 bis 25 Jahren aus. Damit soll Schluss sein. Auch der Bund wird dazu aufgefordert, über eine verschärfte Mietpreisbremse hinaus einen Mietenstopp zu ermöglichen. Schon jetzt müssen viele Bürgerinnen und Bürger den Großteil ihres Einkommens für die Miete ausgeben. Außerdem muss der Milieuschutz verschärft werden, damit Umwandlungen in Eigentumswohnungen künftig komplett unterbunden werden können. Berlin muss eine Stadt für Mieterinnen und Mieter bleiben. Dafür müssen wir endlich mutige Schritte gegen die Wohnungskrise wagen! NK Shakespeare kommt nach Charlottenburg-Wilmersdorf Bezirksstadträtin Heike Schmitt-Schmelz über die kulturelle Entwicklung im Bezirk Eines der wohl spannendsten Projekte der nächsten ein bis zwei Jahre ist die Realisierung des Globe Theaters. Die Idee, eine neue kulturelle Spielstätte zu schaffen, die zugleich auch als Begegnungsort dient und die Möglichkeit eröffnet, etwa Workshops für Integrations- und Friedensarbeit mit künstlerischen Mitteln anzubieten, ist ein lohnenswertes Vorhaben. Denn Kultur hat die Möglichkeit, Menschen aller Herkunftsländer und Altersklassen zu verbinden. Die Atmosphäre wird durch seinen runden Charakter hergestellt. Das Theater ist wie sein großes Vorbild in London gänzlich aus Holz gebaut. Shakespeares Ansatz folgend werden hier zeitlich moderne Stücke aufgeführt, die ein Abbild der heutigen Gesellschaft darstellen. Wie in London steht das Globe Theater in Berlin am Wasser. Das Projekt ist ein Beispiel dafür, dass wir in Charlottenburg-Wilmersdorf mehr denn je ein Ort für kulturelle Vielfalt sind. Ob Musikschule, Kommunale Galerie, Museum oder die individuelle Förderung von Künstlerinnen und Künstlern: Dies alles trägt zu einer besseren Lebensqualität bei. Wir brauchen dafür aber auch in den kommenden Jahren ausreichend Unterstützung für die Förderung der Kultur in unserem Bezirk. Charlottenburg-Wilmersdorf ist und bleibt das Herz der Kulturszene Berlins. Dass dies so bleibt, ist mir ein Herzensanliegen. HSS Das runde Globe Theater, so wie es auch noch Shakespeare kannte: Schauspieler und Publikum haben hier eine besondere Nähe. Foto: Adobe Stock · Otto Durst 2 CHARLOTTENBURG-WILMERSDORF Ein neuer Wahlkreisabgeordneter für den Charlottenburger Norden Christian Hochgrebe rückt für Fréderic Verrycken ins Parlamant nach und freut sich auf sein neues Amt Im Parlament hat sich in den vergangenen Wochen eine große Änderung ergeben: Am 23. Oktober wurde der amtierende Wahlkreisabgeordnete für Charlottenburg-Nord, Fréderic Verrycken, zum Staatssekretär für Finanzen ernannt. Für ihn rückt nun Christian Hochgrebe aus der SPD Halensee ins Parlament nach. Er hat sein Mandat am 1. November aufgenommen und freut sich auf die Chancen und Herausforderungen, die ihm das Amt des Abgeordneten stellt. „Ich möchte Fréderic herzlich danken – nicht nur dafür, dass er sich trotz seines eigenen Wechsels viel Zeit genommen hat, um mich auf mein Amt vorzubereiten, sondern auch für die außerordentlichen Leistungen, die er in seinem Wahlkreis bereits erbracht hat. Ich trete Neu im Abgeordnetenhaus: Christian Hochgrebe, Anwalt für Mietrecht Foto: SPD Fraktion hier in große Fußstapfen“, sagt Hochgrebe. Damit spielt er auf die zahlreichen Erfolge Verryckens für seinen Wahlkreis an – von der Reduzierung von Verkehrslärm an den stark befahrenen Straßen Charlottenburg-Nords, der Bereitstellung von Mitteln in Höhe von 50 Millionen Euro für den Umbau des Bildungsstandortes Halemweg bis hin zur Durchsetzung des Milieuschutzes für die Mierendorff-Insel. Als Nachfolger möchte Christian Hochgrebe an diese Erfolge anknüpfen, aber auch eigene Akzente setzen. Als niedergelassener Anwalt für Miet- und Wohnrecht hat er sich besonders das Thema „Gerechtes Wohnen“ auf die Fahne geschrieben. Mit seiner Expertise möchte er sich nun kräftig dafür einsetzen, dass bezahlbares Wohnen in Berlin auch in Zukunft möglich bleibt. „Hier besteht dringender Handlungsbedarf.“ Doch auch Themen wie Migration und Integration, Vielfalt und Bürgerbeteiligung stehen für ihn im Vordergrund. Doch zunächst gilt es, im Wahlkreis anzukommen und das Bürgerbüro in der Tauroggener Straße gemeinsam mit seinen Mitarbeiterinnen herzurichten. „Mir ist es wichtig, auf Augenhöhe mit den Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt zu treten und zu wissen, was sie bewegt“, sagt Christian Hochgrebe dazu. Und weiter: „Mein Ziel ist es deshalb, ein ,Wohnzimmer‘ im Kiez zu erschaffen, in dem die Bürgerinnen und Bürger in einen offenen Dialog mit ihrem WahlkreisabgeKT ordneten treten können.“ KONTAKT Kiezbüro Christian Hochgrebe, MdA Tauroggener Straße 45 10589 Berlin Telefon: 27 69 71 77 info@christian-hochgrebe.de www.christian-hochgrebe.de Deckelung der A 100 – die Notwendigkeit einer neuen Planung Hamburg hat es vorgemacht – Berlin sollte nachziehen Chance vertan! Es bedarf einer neuen, auf Langfristigkeit ausgerichteten Planung für den gesamten Bezirk zwischen Dreieck Charlottenburg und Rathenauplatz. Durch eine Deckelung werden Lärm- und Schadstoffbelastungen besser abgeleitet und die AnwohnerInnen somit entlastet. Neue Flächen würden so über einem der zentralen Verkehrsknotenpunkte Deutschlands entstehen. Diese Flächen bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten für eine spätere Nutzung: Neben Grünflächen und Parks zur Erholung können auch neue Radwege, Spielplätze sowie Kitas oder Senioreneinrichtungen geschaffen werden. Auch für Wohnungsbau könnte Raum entstehen. Wir wollen alle uns zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen, um ent- lang der Stadtautobahn ein Wohnumfeld zu schaffen, das heutigen Ansprüchen gerecht wird. Lärm, Feinstaub und Stickoxide dürfen keine Belastung sein. Neue Wohnungen und Freiflächen sollen die Trennung, die der Autobahngraben jetzt darstellt, aufheben. Frühzeitige Maßnahmen wie der Millieuschutz sollen verhindern, dass die jetzigen Bewohner nicht aus der dann besseren Wohnlage verdrängt werden. SZ Bild: DEGES/V-KON.media Die Deckelung der A100 bietet die einmalige Chance, unseren Bezirk nicht länger zu zerschneiden. Aber es gilt, sich dem Thema zügig anzunehmen, denn ab 2021 ist der Bund alleine für den Autobahnaus und -umbau zuständig. Ob der Bund sich dann um die Anliegen unseres Bezirks kümmert, darf man in Frage stellen. Die heutige A100 ist das Ergebnis einer Planung von vor knapp 50 Jahren. Sie trägt den Anforderungen einer modernen Stadtautobahn aber nur in geringem Maße Rechnung. Daher haben wir in der BVV und im Abgeordnetenhaus Anträge eingereicht, die sich mit einer Neuplanung der A100 befassen. Die jetzigen Umbaupläne gehen uns nicht weit genug, denn so wird eine große KONTAKT Haben Sie Anregungen oder Fragen? Dann zögern Sie nicht, uns anzusprechen! SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf Telefon: 90 29-149 07 info@spd-fraktion-cw.de www.spd-fraktion-cw.de Sprechzeiten: Di.-Do. 10-12 Uhr, Do. (vor der BVV) 14-16 Uhr Fr. (nach der BVV) 10-12 Uhr Vorbild Hamburg: So könnte man dies auch im Bezirk verwirklichen. Lesungen in Charlottenburger Schulen gegen Rassismus und Rechtsextremismus Der Verein „Das Rote Tuch“: Gegen das Vergessen und für eine offene und tolerante Gesellschaft Der antifaschistische Jugendmedienpreis „Das Rote Tuch“ wird alle zwei Jahre für Bücher, Projekte oder Theaterstücke verliehen, die sich gegen Rechtsextremismus richten. Der Förderverein „Das Rote Tuch e.V.“ hat es sich zum Ziel gesetzt, den Preisträgerinnen und Preisträgern auch die Möglichkeit zu verschaffen, ihre jugendliche Zielgruppe konkret in Charlottenburg-Wilmersdorf zu erreichen. So las im Oktober der Schriftsteller und Pädagoge Reiner Engelmann aus seinem jüngsten Werk „Der Buchhalter von Auschwitz“ und diskutierte mit Schülerinnen und Schülern auf hohem Niveau über die Schuld eines sogenannten „kleinen Rädchens“ im System der Vernichtungslager – über jemanden, der persönlich vielleicht keinen Menschen ermordet hat, aber durch Autorin Anja Tuckermann bei der der Lesung in der Mierendorff-Grundschule Foto: Frank Jahnke sein Tun zum reibungslosen Funktionieren der Mordmaschinerie beitrug. Während Reiner Engelmanns Publikum eher Schülerinnen und Schüler aus der Mittelstufe der Sekundarschule oder des Gymnasiums sind, schreibt die Berliner Autorin Anja Tuckermann für eine jüngere Zielgruppe. Anfang Novem- ber las sie auf Einladung des Vereins in der Mierendorff-Grundschule aus ihrem Buch „Muscha“. Hierin geht es um den Schüler Josef Müller, der in den 1930er-Jahren in Halle an der Saale aufwächst und wegen seiner dunkleren Haut- und Haarfarbe zunehmend Ausgrenzung erfährt. Er will einfach sein wie alle anderen Kinder auch, aber er wird in der Schule schikaniert, schließlich zwangssterilisiert und überlebt das „Dritte Reich“ nur, weil ihn couragierte Mitmenschen in einer Laube verstecken. Erst nach dem Krieg erfährt Josef Müller, dass seine geliebten Eltern „nur“ seine Pflegeeltern sind und seine leiblichen SintoEltern ihm als Säugling den Namen „Muscha“ gegeben hatten. Anja Tuckermann gelang es bei ihrer Lesung, die Empathie der Jugendlichen für einen Jungen zu wecken, der im Grunde so war wie sie selbst, nur zufälligerweise in einer anderen Zeit gelebt hatte, in der er ohne eigenes Verschulden zum Feind erklärt und fast ermordet worden wäre. Es bleibt zu hoffen, dass solche Denkanstöße dazu beitragen, die Heranwachsenden gegen Rechtspopulismus und rassistische Ausgrenzung zu immunisieren! FJ KONTAKT Wahlkreisbüro Goethe15 Frank Jahnke, MdA Goethestraße 15, 10625 Berlin Telefon: 313 88 82 wahlkreis@frank-jahnke.de www.frank-jahnke.de facebook.com/frank.jahnke Newsletter: Einfach eine E-Mail senden, dann kommt er regelmäßig! Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 14.00 - 18.00 Uhr Adventsfeier in der Goethe15 mit dem Forum Afrika: Kommen Sie zu einem gemütlichen Nachmittag mit Kaffee, Kuchen, Plätzchen und Musik am Sonnabend, dem 8. Dezember 2018 ab 14 Uhr. Eine Erhöhung des Landesmindestlohnes auf 12,63 Euro. Dieser Betrag ist nach Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums nötig, um später eine armutsfeste Rente zu erhalten. Auf Beschluss der SPD soll das Land Berlin wird spätestens ab 2021 dieses Niveau erreichen. Gleiches gilt für private Dienstleister, die im Auftrag des Landes tätig sind. Zurzeit gilt in Berlin ein Mindestentgelt von neun Euro. Eine monatliche Zulage von 150 Euro für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes des Landes Berlin. Diese käme vor allem den unteren Einkommensgruppen zugute. Damit bekommen die Beschäftigten etwas von dem zurück, was sie durch Einkommensverzichte in der Vergangenheit eingebüßt haben, damit Berlin seine Finanzen konsolidieren konnte. Die vollständige Tarifbindung aller Landesunternehmen, Beteiligungen, inklusive aller Konzerntöchter. Zukünftig werden sämtliche landeseigenen Unternehmen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Tarif beschäftigen. Gemeinsam mit den Gewerkschaften wird ein Tarif auf dem jeweils vergleichbaren Bundesniveau angestrebt. Dies gilt auch für alle Unternehmensbeteiligungen des Landes. Urbane Sicherheit. Mehr Gerechtigkeit. Die Berliner SPD hat auf ihrem Landesparteitag am 17. November wichtige Beschlüsse für die Zukunft Berlins gefasst. Hier ein Überblick über das, was die SPD in den Bereichen Einkommensgerechtigkeit, bezahlbare Mieten sowie innere und soziale Sicherheit erreichen möchte. Berlin wird im kommenden Jahr ein Modellprojekt zum Solidarischen Grundeinkommen als Alternative zum bisherigen Bezug von Arbeitslosengeld II starten. Damit schafft die Berliner SPD soziale Sicherheit durch fair bezahlte Arbeit für zusätzliche Tätigkeiten in stadtgesellschaftlich relevanten Bereichen wie einem Begleitservice für Menschen mit Handicap, Integrationslotsen oder die Unterstützung älterer Menschen im Haushalt. Ein günstigerer ÖPNV soll die Berlinerinnen und Berliner bei den Fahrpreisen entlasten. Der Senat hat bereits den Preis des Schülertickets gesenkt. Die Berliner SPD will auch das Jobticket günstiger machen. Weitere Schritte werden folgen. Keine Privatisierung von öffentlichen Aufgaben: Die Auslagerung von öffentlichen Aufgaben an private Unternehmen hat sich als Irrweg herausgestellt. Ausgründungen mit dem Ziel einer schlechteren Bezahlung der Beschäftigten wird es künftig nicht mehr geben, bestehende Ausgründungen werden rückgängig gemacht. Eine Stärkung der Mietpreisbremse durch eine obligatorische Offenlegung der Vormiete, damit überhöhte Mieten gar nicht erst erhoben werden können. Die Einführung einer Grundsteuer, die leistungslosen Gewinn abschöpft und dazu beiträgt, dass Eigentümer baureifen Landes ihr Baurecht schnell nutzen und das Land nicht jahrelang unbebaut lassen. Eine Verbesserung der Alltagssicherheit der Berlinerinnen und Berliner durch eine starke Berliner Polizei und bezirkliche Ordnungsämter. 800 zusätzliche Polizei-Stellen werden geschaffen und die technische Infrastruktur und persönliche Ausrüstung auf den neuesten Stand gebracht. Der Einsatz von Videoüberwachung an ausgewählten kriminalitätsbelasteten Orten. Eine flächendeckende Überwachung lehnt die Berliner SPD ab – ebenso wie eine automatische Gesichtserkennungs- und Trackingsoftware. Eine bessere Personalausstattung im Justizvollzug, um eine schnellere Bearbeitung von Straftaten zu ermöglichen. Eine landesweit abgestimmte Strategie gegen Kriminalität und Bedrohung durch Gewalt sowie bessere Möglichkeiten des Austausches von Wissen und Daten, um organisierte Kriminalität einzudämmen. Ein gebührenfreier Hortbesuch für alle Klassenstufen sowie die Abschaffung des Elternbeitrags beim Kita- und Schulessen. Damit setzt die Berliner SPD ihren Weg hin zu einer vollständigen Gebührenfreiheit in der Bildung fort. Bereits seit diesem Schuljahr zahlen Eltern von Grundschulkindern kein Geld mehr für Schulbücher. Ein umfassendes Programm zur Bekämpfung von Kinderarmut – von den „Frühen Hilfen“ rund um die Geburt, den Stadtteilmüttern, dem flächendeckenden Kita-Angebot, verlässlichen Ganztagsschulen, Schulsozialarbeit, freier Jugendarbeit bis hin zu Jugendberufsagenturen und Familienbildung. Eine finanzielle Stärkung des Programms gegen Gewalt an Schulen, um Gewaltprävention, Demokratiepädagogik und die Beteiligung von Schülerinnen und Schülern sowie Eltern zu stärken. Auf Bundesebene setzt sich die Berliner SPD für die Einführung einer Kindergrundsicherung ein. Das Kindergeld darf nicht länger auf die Sozialleistungen angerechnet werden. Fotos: Adobe Stock | RubberHorse · Sulamith Sallmann · silverkblack 3 THEMA 4 BERLIN „Innovationsmotor unserer Stadt“ Es ist die größte Einzelinvestition eines Industrieunternehmens nach dem Zweiten Weltkrieg: Ende Oktober gab Siemens bekannt, 600 Millionen Euro in einen Innovations- und Zukunftscampus für Forschung, Wissenschaft und Wohnen in Berlin zu investieren. Das Berliner Stadtblatt sprach darüber mit dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD). Herr Müller, kurz nach der Entscheidung von Siemens sagten Sie: „Das ist ein sehr guter Tag für Berlin!“ Was bedeutet die Siemens-Investition konkret für die Berlinerinnen und Berliner? Hinter dieser Entscheidung steckt ein Zukunftspaket, das die industrielle Revolution 4.0 in Berlin ein ganzes Stück vorantreiben wird. Damit werden die Grundlagen dafür gelegt, dass sich die traditionsreiche Siemensstadt zu einem Hotspot für innovative Ideen und Hochtechnologie entwickeln kann. Und mit der Öffnung des bislang für die Öffentlichkeit geschlossenen Industrieareals werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass davon nicht nur Siemens profitiert, sondern der Stadtteil als Ganzes, und das heißt: auch die Menschen. Dazu gehört natürlich auch die Prämisse, dass Menschen durch die Aufwertung von Arealen nicht verdrängt werden dürfen. Deshalb haben wir verhandelt, dass 200.000 Quadratmeter für Wohnraum ge- Senat schon seit vielen Jahren auf die Fahne geschrieben hat und in konkrete Stadtpolitik umsetzt. schaffen werden und das mit der bewährten Berliner Mischung, die auch Menschen mit niedrigeren Einkommen zugute kommt. Wird Berlin damit endgültig zur Digital-Hauptstadt der Zukunft? Das ist eine konsequente Investition in Forschung und Entwicklung, den Innovationsmotor unserer Stadt. Mein Anspruch ist, der Digitalisierung nicht zu unterliegen, ihr nicht hinterherzurennen, sondern diesen Prozess aktiv zu gestalten. Und das gelingt uns hervorragend in Forschung und Wissenschaft. Gut eine viertel Million Menschen aus aller Welt lehren, forschen, arbeiten und studieren hier in unserer Stadt. Die Zahlen der Studierenden ist stetig gestiegen, dieses Jahr bereits wieder um gut 7.000, auf einen neuen Rekordwert von insgesamt 195.000. Sieben bewilligte Exzellenz-Cluster sprechen dafür, dass dieser Attraktivitätsschub auf einer soliden Grundlage steht. Wir sind die Startup-Hauptstadt. Das musste nach der missverständlichen Studie, die vor zwei Wochen durch die Presse geisterte, ja korrigiert werden. Welche Rolle spielte das große Flächenpotenzial in der Siemensstadt bei der Entscheidung? Durch die enge Zusammenarbeit des Landes Berlin mit Siemens erhält das ganze Areal eine großartige Entwicklungsperspektive, die öffentliche Daseinsvorsorge mit innova- Michael Müller tiver Wirtschaftsentwicklung verbindet. Industrie, Handel, Gastronomie, soziale und Verkehrsinfrastruktur und Wohnen werden sich Foto: Carolin Weinkopf auf dem Entwicklungsareal verbinden. In diesem Zusammenspiel liegt der Erfolg einer integrierten Stadtentwicklung, die sich der Trotz aller Euphorie: Viele Menschen haben Angst, mit der Digitalisierung nicht Schritt zu halten. Was entgegnen Sie diesen Menschen? Wir nehmen diese Sorgen sehr ernst. Bei der sogenannten vierten Industriellen Revolution geht es darum, die Zukunft digital und sozial zu entwickeln. Eine Gesellschaft und Wirtschaft ständig an den technischen Fortschritt anzupassen, kostet Kraft und natürlich auch finanzielle Ressourcen. Deutschland ist aber auf diese permanente Anpassung angewiesen. Gute, gebührenfreie Bildung und die Sicherung des sozialen Friedens müssen wir uns leisten, um den Wohlstand unseres Landes zu sichern. Berlin ist da ganz vorne. Dazu müssen wir im großen Rahmen investieren: in Wissenschaft und Forschung, Bildung, soziale Gerechtigkeit und in ein neues Sozialsystem. Die Idee eines Solidarischen Grundeinkommens zielt ja auch darauf, den Menschen Angst zu nehmen. Ich möchte, dass alle von der Entwicklung profitieren und dass wir diejenigen, denen die Veränderung Sorgen bereitet, zeigen, dass wir sie nicht vergessen. Niemand soll durch den Rost der Entwicklung fallen. Auch dafür kämpfe ich. Fragen: C. Bauermeister „Mein Traum von Europa“ Lebenswerte Plätze Gaby Bischoff ist die Kandidatin der Berliner SPD für die Europawahl Abschied von der „autogerechten Stadt“ Die Europawahl am 26. Mai 2019 wird entscheidend sein für unsere Zukunft. Als überzeugte Europäerin und aktive Gewerkschafterin weiß ich, dass es jetzt darauf ankommt, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen und die Europäische Union wieder auf klaren Kurs zu bringen. In Europa breiten sich Nationalismus und Rechtspopulismus aus. Deshalb gilt es, den „Traum von Europa“ wiederzubeleben, denn unser einzigartiges Wohlstandsund Friedensprojekt ist in ernster Gefahr. Es heißt: Gerade weil wir Europa lieben, wollen wir es verbessern. Die Europäische Union ist nicht perfekt, und Kritik ist berechtigt. Die EU ist durch die unsoziale Sparpolitik in Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise in eine gewaltige Schieflage geraten. Sie ist mehr denn je gespalten. Wir müssen deshalb den inneren Zusammenhalt in Europa wieder stärken. Dazu ist ein echter Kurswechsel in der europäischen Wirtschafts-, Sozial- und Steuerpolitik nötig. Soziale Absicherung und gute Arbeit sind weiterhin Grundvoraussetzungen für Wohlstand und Lebensqualität. Dazu gehören anständige Mindestlöhne genauso wie eine funktionierende Grundsicherung in allen EU-Mitgliedstaaten. Mit Lohn- und Sozialdumping muss endlich europaweit Schluss sein. Die Digitalisierung birgt neue Chancen, verursacht aber auch Ängste und Unsicherheiten. Nur Europa zusammen, nicht Deutschland allein, hat die Kraft, die Arbeit In Wilmersdorf, Friedenau und Steglitz wehren sich Bürgerinnen und Bürger gegen überdimensionierte Verkehrsschneisen. Hans Stimmann, einst Senatsbaudirektor, kennt die Geschichte: „Ich verehre Willy Brandt, aber als er Regierender Bürgermeister war und die Partnerstadt Los Angeles besuchte, war er von den Stadtautobahnen so fasziniert, dass er Bausenator Rolf Schwedler sagte: So etwas brauchen wir auch.“ Das war der Anfang der „autogerechten Stadt“. Erst 1975 wurden die gigantischen Vorhaben gebremst. Geblieben sind überdimensionierte Verkehrsschneisen. Anwohnerinitiativen wollen zum alten urbanen Stadtgrundriss zurück, um wieder mehr Leben auf ihre Plätze zu bringen. Sechs haben sich zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, um ihre Erfahrungen mit Politik und Verwaltung auszutauschen. Initiative Breitenbachplatz: Die Hochbrücke hat den Platz in seiner Aufenthaltsqualität zerstört. Sie muss weg, sagen die Anwohnerinnen und Anwohner. 2011 entstand bei einem Platzfest der SPD eine Bürgerinitiative. Der Erfolg nach sieben Jahren langen Bohrens: Zuletzt haben sich die Bezirksverordnetenversammlungen Charlottenburg-Wilmersdorf und SteglitzZehlendorf einstimmig für einen „perspektivischen Abriss“ ausgesprochen und Machbarkeitsstudien sowie Verkehrsgutachten gefordert. Dampf machen die SPD-Wahlkreisabgeordneten vor Ort: Andreas Kugler in Steglitz und Florian Dörstelmann in Wilmersdorf. E U R O PAWA H L 2 0 1 9 Gaby Bischoff Foto: Carolin Weinkopf der Zukunft sicher zu gestalten und durch fairen Handel zu einer gerechten Globalisierung beizutragen. An der Finanzierung des Gemeinwohls müssen alle beteiligt werden, damit die notwendigen Investitionen in Bildung und Daseinsvorsorge möglich sind. Europa muss auch die Internet-Giganten endlich gerecht besteuern und dafür sorgen, dass Steuern da gezahlt werden, wo die Gewinne anfallen. Anhand dieser Beispiele wird deutlich: Wie wir in Europa in Zukunft leben und arbeiten werden, hängt wesentlich von der Mitgestaltung des Europäischen Parlaments im europäischen Gesetzgebungsprozess ab. Ich engagiere mich für starke soziale Rechte, für gute Arbeit, gerechte Bezahlung, Gleichstellung, Anti-Diskriminierung, hohen sozialen Schutz, Integration und die soziale Teilhabe aller. Ich möchte mit dafür sorgen, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen in Europa wieder spürbar zu verbessern. Dazu gehören insbesondere bessere Mitbestimmungsrechte und die Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit. Europa muss Exportweltmeister guter Arbeitsbedingungen werden. Nationalismus und Abschottung sind keine Lösung. Wir brauchen ein solidarisches Europa, das das Wohlergehen der Menschen ins Zentrum stellt, Digitalisierung und Globalisierung gerecht gestaltet und den Klimawandel ernsthaft und konsequent bekämpft. Als Spitzenkandidatin der Berliner SPD zur Europawahl mache ich mich deshalb für ein soziales, demokratisches Europa stark – es ist das beste Rezept gegen Nationalismus und Abschottung. Ein starkes, geeintes Europa ist die beste Garantie, dass alle in Europa eine gute Zukunft haben. Gaby Bischoff www.gaby-bischoff.eu facebook.com/gabybischoff.eu twitter.com/gabischoff instagram.com/gabybischoff Initiative Bundesplatz: Der historische Kaiserplatz wurde untertunnelt, ist von Norden her nicht mehr zugänglich und entsprechend heruntergekommen. Die Fahrbahnschneise der Bundesallee ist unnötig breit. Eine Bürgerinitiative hat Tempo 30 erreicht und kämpft um einen Rückbau des Tunnels. Bürgerinitiative Wilmersdorfer Mitte: Erst in den 60er Jahren entstand der „Uhlandbogen“, der seither vierspurig die Mecklenburgische mit der Uhlandstraße verbindet, die bis dahin erst an der Wilhelmsaue begann. Dazu wurde ein Teil des Volksparks geopfert. Die Initiative fordert, den alten Zustand und damit die historische Mitte Wilmersdorfs wiederherzustellen. Bürgerinitiative FriedrichWilhelm-Platz: Der Kern der historischen Planstadt, die sogenannte „Carstenn-Figur“, der ein Städtebaukonzept zu Grunde lag, mit dem man Paris mit den Boulevards des Stadtplaners Haussmann übertreffen wollte, wurde für schnellere und breitere Fahrbahnen angeschnitten. Jetzt besteht Aussicht, einen Teil der alten Platzstruktur wiederzubeleben. Initiative Prinzregentenstraße: Mit grünen Barrieren will die Initiative erreichen, dass die Fahrradstraße nicht mehr vom Ausweichverkehr missbraucht wird. Initiative Leon-Jessel-Platz: Sie zeigt, was passiert, wenn ein Viertel zur Spielstraße umgewidmet wird: Neues Gemeinschaftsleben entsteht, Geschäfte und Gastronomie blühen auf. So wird aus der autogerechten wieder die lebenswerte Stadt. Ulrich Rosenbaum 5 BERLINER LEBEN Der wahre Entdecker Amerikas 2019 jährt sich der Tod des Berliner Naturforschers Alexander von Humboldt zum 160. Mal. Im Februar wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Ecuador einen Staatsbesuch abstatten. Im Mittelpunkt steht dabei auch das Wirken von Humboldts in dem südamerikanischen Land. Ein Ausblick. Berlin und Quito sind verbunden durch Alexander von Humboldt (1769-1859). Doch die Ecuadorianer kennen, schätzen und verehren den jüngeren der beiden HumboldtBrüder nicht nur als großen Naturforscher, der durch seine in ihrem Land gewonnenen Erkenntnisse die Welt der Wissenschaft veränderte, sie achten und lieben ihn darüber hinaus als Menschenrechtler und Freiheitskämpfer. Dafür haben sie ihm in Quito ein Denkmal errichtet. Alexander von Humboldt hielt engen Kontakt zum dritten US-Präsidenten Thomas Jefferson, einem der US-Gründerväter, dem die Amerikaner und die Nachwelt die US-Unabhängigkeitserklärung mit jenem epochalen Satz von der Würde und Unantastbarkeit jedes einzelnen Menschen verdanken. Und Humboldt war auf fremdem Boden ein unerbittlicher Streiter für die Unab- mit Hartnäckigkeit gefordert, den spanischen Kolonialherren das Monopol für Schnee (!) zu entziehen. Denn aus dem Schnee der Anden produzierten die Konquistadoren köstliche Sorbets für ihre Oberschicht. HUMBOLDTS WIRKEN RÜCKT IN LATEINAMERIKA WIEDER IN DEN MITTELPUNKT Das Humboldt-Denkmal in Quito hängigkeit Lateinamerikas. Daran konnte auch die ihm von Spaniens König Carlos IV. 1802 erteilte Sondergenehmigung für seine fünfjäh- Foto: A. Kulpok rige Forschungsreise mit dem französischen Botaniker Aimé Bonpland nichts ändern. So hatte der Naturkundler aus Berlin zum Beispiel Ecuador gilt als politisch stabil. Obwohl 1999 der US-Dollar als Landeswährung eingeführt wurde, hält sich die Abhängigkeit von den USA in Grenzen. Das liegt vor allem an dem sozialistisch orientierten Ex-Präsidenten Rafael Correa und an seinem Nachfolger, dem 65-jährigen Lenin Moreno (davor Vizepräsident), der seit April 2017 im Amt ist. Moreno ist seit einem Raubüberfall 1998 an den Rollstuhl gefesselt. Gerade in diesen Tagen, da in Lateinamerika gesellschaftliche Spaltung und Gewalt herrschen, rücken die Person und das Wirken des Berliners Alexander von Humboldt von Tijuana bis Falkland wieder in den Mittelpunkt. Einem Präsidenten aus Deutschland wird uneingeschränkte Verehrung entgegengebracht. Die Wünsche der Ecuado- rianer an das EU-Mitglied Deutschland sind relativ bescheiden: Unterstützung bei moderner Technologie, Kooperation in der chemischen Industrie und als Krönung eine Ausstellung mit Originalen aus dem Humboldt-Nachlass und mit archäologischen Schätzen aus Ecuador in Berlin. Im Alter von 27 Jahren hatte sich Alexander von Humboldt 1802 nach dem Tod seiner Mutter und der damit verbundenen Erbschaft seinen Traum einer Forschungsreise erfüllen können, um die kulturelle und naturhistorische Eigenständigkeit der Neuen Welt zu erforschen und zu belegen, den Chimborazo zu besteigen, als Nichtschwimmer den Humboldt-Strom an der Westküste Südamerikas zu erkunden und um in seinem bahnbrechenden, Goethe gewidmeten Buch „Ideen zu einer Geographie der Pflanzen“ zu beschreiben, was die Welt von Fauna und Flora im Innersten zusammenhält. Simon Bolívar hat seinem Berliner Freund dafür gedankt: „Der wahre Entdecker Amerikas ist Humboldt, denn sein Werk hat unserem Volk mehr genutzt als das aller Konquistadoren.“ Alexander Kulpok Heute wären die Bilder cool Rath versus Marlow Ausstellung zum 100. Geburtstag der Kreativgemeinschaft „Novembergruppe“ Der siebte Berlin-Krimi von Volker Kutscher Die Ausstellung „Freiheit. Die Kunst der Novembergruppe 1918 – 1935“ zeigt in der Berlinischen Galerie eindrucksvoll, wie sich Künstler vor 100 Jahren aufmachten, um radikal und revolutionär mit den Sehgewohnheiten der Kastengesellschaft zu brechen. In den frühen Novembertagen 1918 zogen meuternde Soldaten durch Kiel, später durch Berlin und ganz Deutschland. Sie zwangen den Kaiser zur Abdankung, und unter dem Eindruck ihrer Revolte rief Philipp Scheidemann schließlich die Deutsche Republik aus. Das Schlachten hatte seit dem 11. November ein Ende. Unter diesem Eindruck begründeten rund 180 Maler, Architekten und Bildhauer in Berlin die Novembergruppe, darunter nur wenige weibliche Kreative. Sie alle verstanden sich als radikal und revolutionär, politisch wie künstlerisch. Kubisten taten sich mit Dadaisten zusammen, Bauhäusler mit Agitprop-Künstlern und Symbolisten. Ihre Werke, die sie gemeinsam in Berlin präsentierten, prägten in den nächsten Jahren das Bild der Weimarer Zeit mit und den Versuch, Kunst und Volk zu vereinigen. Die Berliner Kulturelite war hinund hergerissen. Die einen, weil ihre überkommenen (spieß)bürgerlichen Sehgewohnheiten durchkreuzt und verraten wurden. Die anderen, weil die neue Radikalität endlich mit dem Plunder der alten Kastengesellschaft aufräumte. Stattdessen wurden die Tragödien, Aufbrüche und Widersprüche ihrer Zeit zu Werken verdichtet, bei denen es nicht um Pathos, Schnörkel, Wohlbehagen ging, sondern um die Sehnsucht nach Freiheit, um Irritation, Radikalität, Parteinahme, Verstörung, Aufwiegelung und Vereinfachung. WERKE VON STARS UND (WIEDER)ENTDECKUNGEN Unter dem Titel „Freiheit. Die Kunst der Novembergruppe 1918 – 1935“ sind Werke der Novembergruppe, jedenfalls soweit sie nicht in der Nazizeit als entartete Kunst vernichtet wurden, noch bis zum 11. März 2019 in der Berlinischen Galerie zu sehen. Darunter sind Skulpturen, Architekturmodelle, Bilder, Fotografien und Experimentalfilme von Künstlern, die zu Unrecht in Vergessenheit gerieten. links: „Die Journalisten“ von Hannah Höch rechts: „Weddinger Jungen“ von Otto Nagel Fotos: U. Schulte Döinghaus Aber auch Werke von „Stars“ der Novembergruppe sind zu sehen, wie Otto Dix, Hannah Höch, Paul Klee, Erich Mendelsohn, Ludwig Mies van der Rohe, Piet Mondrian, Max Pechstein, Walter Gropius, George Grosz oder Otto Nagel. Von diesem Berliner Künstler, der 1967 starb, sind die „Weddinger Jungen“ als Doppelporträt zweier Kiezbewohner im Matrosenanzug, die skeptisch und illusionslos schauen – zugleich aber echt cool, wie wir heute sagen würden. Mich hat selbstverständlich das schräge Gruppenbild „Die Journalisten“ der Dadaistin Hannah Höch (1889 – 1978) schwer beeindruckt, besonders weil ich der Typ ganz unten links sein könnte. Uli Schulte Döinghaus Freiheit. Die Kunst der Novembergruppe 1918 – 1935 Berlinische Galerie Alte Jakobstraße 124-128 10969 Berlin-Kreuzberg Noch bis 11.3.2019 Mittwoch – Montag, 10 –18 Uhr Sonderöffnungen am 25.12.2018 und 1.1.2019 Mit durchschnittlich fünf Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern hatte sich im Oktober die zweite Staffel der ARD-Serie „Babylon Berlin“ verabschiedet, da kommt der siebte Roman von Volker Kutscher über den Kriminalkommissar Gereon Rath mit dem Titel „Marlow“ in die Buchhandlungen. Roman- und TVSerie führen in das Berlin der 1920er- und 1930er Jahre, in ein turbulentes gesellschaftlich und politisch aufgeheiztes Klima, auf eine Zeitreise in das NaziDeutschland. Im neuen Kriminalroman „Marlow“ bewegt sich Rath 1935 auf politisch brüchigem Eis. Er riskiert den Konflikt mit dem an Einfluss gewinnenden und konkurrierenden Polizeiapparat der Nazis, dem „Sicherheitsdienst“ (SD) der „Schutzstaffel“ (SS). Anlässlich eines zunächst unscheinbaren Verkehrsunfalles kommt er mit brisanten Papieren, nämlich SD-Ermittlungen gegen Hermann Göring in Berührung. Seine Ermittlungen führen ihn parallel zu einem bereits einige Jahre zurückliegenden Ereignis, bei dem der Vater von Raths Ehefrau Charlotte ums Leben kam. Ein Trauma, über das sie nie gesprochen hatte. Sie selbst, einst im Polizeidienst und nun als Privatdetektivin tätig, ahnt nicht, in welches Wespennest sie beide schließlich mit ihren Ermittlungen gestochen haben. Eingeflochten in diese Handlungsstränge ist eine biografische Rückblende über seinen Widersacher Johann Marlow, einem Unterweltkönig, dem gegenüber Rath auch gewisse Verpflichtungen hat. Auf den rund 520 Seiten verblasst etwas das Genre Kriminalroman. Beim Lesen gewinnt man den Eindruck, der Autor habe sich nicht so recht entscheiden können, ob er Volker Kutscher: Marlow Piper Verlag, 2018 520 Seiten, 24 Euro ISBN 978-3-492-05594-9 einen Kriminalroman schreiben oder ein gesellschaftlich, politisches Panorama des Jahres 1935 zeichnen wollte. Kutscher skizziert den familiären Konflikt mit Pflegesohn Fritz, der an der Hitlerjugend Gefallen gefunden hat, beschreibt das Rollenverständnis über Frauen im Nationalsozialismus und thematisiert die Rassenideologie, die in den Nürnberger Rassengesetzen fixiert wurde. Ziemlich realitätsnah schildert der Autor, auf welche beachtliche Zustimmung in der Bevölkerung die Nazis seinerzeit bauen konnten. Lesenswert ist Kutschers neuer Roman also allemal. Er ist sachkundig recherchiert, spannend und stilistisch prägnant mit komplexen Handlungssträngen geschrieben. Es dürfte nicht der letzte Roman über Gereon Rath sein. Und die dritte Staffel von „Babylon Berlin“ wird derzeit vorbereitet. Gunter Lange Wir verlosen fünf Buch-Exemplare auf der Rätsel-Seite 6 6 SERVICE · RÄTSEL Feuerwehr der Seele Gut zu wissen! 120 Ehrenamtliche helfen am Telefon „Gut, dass ich durchgekommen bin. Ich möchte mit jemandem reden.“ So oder so ähnlich fangen Gespräche mit Anruferinnen und Anrufern an, die 0800 - 111 0 111 gewählt haben. Rund um die Uhr, Tag und Nacht sind in der Telefonseelsorge Berlin ehrenamtliche Gesprächspartner zu erreichen. Es gibt keinen Anrufbeantworter. Menschen, die nicht weiterwissen, rufen an. Ihnen ist nach langen gemeinsamen Jahren die Liebe abhandengekommen. Sie sind vor Einsamkeit fast verrückt geworden. Oder werden von Depression und Verzweiflung niedergedrückt, bis hin zu Selbsttötungsgedanken. Familienkrisen. Prüfungsangst. Geldnot. Schlaflosigkeit. Langeweile. Darüber möchten Berlinerinnen und Berliner mit den anonymen Telefonseelsorgern sprechen, den Feuerwehrleuten der Seele. Immer häufiger kreisen die Gespräche um die Arbeitswelt und Leistungsdruck im Betriebsalltag. „Bis vor drei, vier Jahren ging’s oft um Hartz IV oder Ärger mit dem Jobcenter“, sagt eine erfahrene Telefonseelsorgerin. „Heute sprechen wir erstaunlich häufig über Termindruck, Konkurrenz und Karriere.“ Rund 15.000 Gespräche verzeichnete im vergangenen Jahr der gemeinnützige Trägerverein Telefonseelsorge Berlin e.V. Unter seinem Dach tun rund 120 ehrenamtliche Telefonseelsorger freiwillig und unbezahlt Dienst, jeder mindestens Vornamen · Musterfeststellungsklage · Kinderspielzeug Vornamen können getauscht werden Wer mehrere Vornamen hat, kann deren Reihenfolge beim Standesamt jetzt ändern lassen. Wer Franz Ferdinand heißt, kann also zu Ferdinand Franz werden. So wird leichter erkennbar, welcher Name der Rufname ist. Mit der Neuregelung soll verhindert werden, dass Dritte – wie etwa Banken, Versicherungen oder Fluggesellschaften – „anstelle des gebräuchlichen Namens den in der Vornamensreihenfolge des Ausweisdokumentes stehenden ersten, allerdings im täglichen Leben ungebräuchlichen Vornamen verwenden“, heißt es im Gesetzestext. Der Namenstausch ist allerdings nur zulässig, wenn die Eltern den Doppelnamen nicht mit Bindestrich geschrieben haben. Ebenfalls nicht ändern kann man die Schreibweise, auch neue Vornamen hinzufügen oder ungeliebte weglassen geht nicht. Rund 15.000 Gespräche verzeichnete die Berliner Telefonseelsorge im vergangenen Jahr. Immer häufiger kreisen die Gespräche um Termindruck, Konkurrenz und Karriere. Foto: VfJ/Michael Wendel 120 Stunden im Jahr, auch nachts und am Wochenende. Die meisten Ehrenamtlichen sind berufstätig. Auf ihren Freiwilligenjob werden sie eineinhalb Jahre lang intensiv vorbereitet. Danach gibt es regelmäßige Supervisionen und Weiterbildungen. Warum das alles? Unter anderem für diese Reaktion: „Schön, dass ich mit Ihnen sprechen konnte. Das Gespräch hat mir unendlich gutgetan!“ sprochen bekommen, ohne selbst das Risiko eines Prozesses gegen eine Firma zu tragen. Klagen dürfen nur bestimmte Verbände. Wer mitmachen will, muss sich in ein Klageregister eintragen, mindestens 50 Betroffene müssen zusammenkommen. Die erste Musterfeststellungsklage hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) im DieselSkandal gegen Volkswagen eingereicht. „Mit der »Eine-für-AlleKlage« helfen wir allen, die ihr Recht einfordern – und das kostenlos und schnell. Das trägt zur Demokratisierung unseres Rechtssystems bei und stärkt das Vertrauen in unseren Rechtsstaat“, so Bundesjustizministerin Katarina Barley. Ulrich Schulte Döinghaus Verbraucherinnen und Verbraucher können sich künftig leichter zusammenschließen, um Ansprüche gegen Produkthersteller oder Dienstleister geltend zu machen. Seit dem 1. November gibt es die so genannte Musterfeststellungsklage. Die Betroffenen können so ein Recht auf Schadenersatz zuge- Die Telefonseelsorge Berlin ist rund um die Uhr erreichbar: Telefon 0800 - 111 0 111 (gebührenfrei) www.telefonseelsorge-berlin.de Sichereres Spielzeug: Die EU hat die Grenzwerte für Phenol gesenkt. Foto: Adobe Stock · Oleksandr Tsybulskyy Umlaut = 1 Buchstabe 2 3 4 5 6 7 8 1 5 9 10 12 10 9 13 11 11 14 12 13 14 17 19 16 19 21 24 25 16 15 18 20 27 28 29 30 21 22 24 26 25 27 28 29 30 Für Spielzeug für Kinder unter drei Jahren und Spielzeug, das in den Mund genommen werden kann, wurde ab 4. November 2018 der Grenzwert für Phenol gesenkt. Phenol steht in Verdacht, das Erbgut zu schädigen. Außerdem muss das Spielzeug ab dem 26. November weniger Bisphenol A enthalten. Statt bisher 0,1 Milligramm/Liter dürfen nur noch 0,04 Milligramm/ Liter freigesetzt werden. Der Stoff könne schlimmstenfalls unfruchtbar machen, heißt es in einer Mitteilung der Bundesregierung. Eine-für-alle-Klage WAAGERECHT 1 Kinderspielzeug wird EU-weit sicherer ZU GEWINNEN SIND 5 EXEMPLARE von Volker Kutschers neuem Krimi „Marlow“ 17 18 20 21 22 23 Interessensgebiet der Botanik krümelig zerfallend Gefühl des Bedauerns Bevor es zerdeppert Republik in Westafrika Haushälter, Wirtschafter, Wirtschaftswissenschaftler 26 gesund und ferkelfarben Mitgefühl seltsam und nicht zu fassen Nabe hoffnungsvolles Kickerteam liegt in der Harmonielehre eine Quinte über der Tonika deswegen wird der Bogen gespannt schlecht und schlecht verdaulich zustellen, bringen altdeutsch für tatsächlich, so isses willkommener Besuch Hauptstadt von Ghana dünn besiedelte Sehnsuchtsregion der Berliner frische Brise Hauptstadt von Portugal mit Metallstift verbinden Struktur einer Veranstaltung In die richtige Reihenfolge gebracht ergeben die rot umkreisten Buchstaben eines der schönsten Werke der klassischen Musikgeschichte, das zurzeit wieder an der Deutschen Oper in Berlin aufgeführt wird. SENKRECHT oder per E-Mail an: raetsel@berliner-stadtblatt.de Umlaut = 1 Buchstabe Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir fünf Exmplare von Volker Kutschers neuem Krimi „Marlow“. Eine Rezension des Buches finden Sie auf Seite 5. 23 1 um kein Wort verlegen 2 offizielle Hauptstadt von Tansania 3 Kurzbezeichnung für CDU/CSU 4 stellt mit anderen verwandten Verbindungen das Vitamin A dar 6 explodiert, nicht nur in Berlin 7 behelfsmäßige Besegelung 8 Heimat von Salü Palü 11 Mannsbild 15 herbstwinterliche Leckerei aus dem Bratofen MITMACHEN! Bitte schicken Sie das Lösungswort auf einer Postkarte bis 04. Januar 2019 per Post an: SPD Berlin Berliner Stadtblatt Müllerstr. 163 13353 Berlin Das Lösungswort aus der letzten Ausgabe war: KARL MARX Die Gewinnerinnen und Gewinner wurden schriftlich benachrichtigt. 7 CHARLOTTENBURG-WILMERSDORF Voller Fokus auf den Wohnungsmarkt! KONTAKT Senat und Bundesregierung müssen Mietpreissteigerungen politisch stärker entgegenwirken Wahlkreisbüro Franziska Becker, MdA Dass in Berlin Wohnungsmieten und Kaufpreise für Wohnungen rasant steigen, ist keine Neuigkeit. In den Kiezen rund um mein Wahlkreisbüro in der Fechnerstraße 6a lässt sich feststellen, dass sich die Situation weiter verschärft hat. Es kommen deutlich mehr Bürgerinnen und Bürger in mein Büro, denen wegen Eigenbedarf, einer Modernisierungsmaßnahme, der Umwandlung in Eigentum oder aufgrund eines Hausabrisses gekündigt wurde. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller hat in einem Tagesspiegel-Gastbeitrag geschrieben, dass Wohnen ein Grundrecht sei. „Bezahlbarer Wohnraum ist die Frage unserer Zeit“ lautete die Überschrift. Wer aktuell mit niedrigem oder mittlerem Einkommen seine Wohnung verliert, findet kaum eine neue in ähnlicher Lage. Ein gewaltiges Problem. An der Wohnung hängt oft das ganze Leben: Kinder müssen die Schule oder Kita wechseln, Arbeitsplätze sind eventuell nur noch mit Mühe erreichbar, Menschen werden aus ihrem sozialen Umfeld gerissen. Sozialdemokratische Politik muss hier für mehr soziale Gerechtigkeit sorgen. Eine Statistik zum Wohnungsmarkt besagt, dass Berlinerinnen und Berliner 46 Prozent ihres Geldes für das Wohnen aufbringen. Das Geld kann damit nicht anderweitig für Produkte oder Dienstleistungen ausgegeben werden. Es landet als Rendite bei Immobilienbesitzern, die häufig Konzerne, vermögende Einzelpersonen und leider teilweise auch fragwürdige Investoren sind, bei denen unklar ist, woher das Geld kommt. Bundesjustizministerin Katarina Barley hat ein Gesetzespaket verhandelt, das neben einer Verschärfung der Mietpreisbremse bessere Auskunftspflichten für Mieter sowie eine Reduzierung der Modernisierungsumlage von elf auf acht Prozent vorsieht. Mehr war mit CDU/CSU nicht zu machen. Das Fechnerstraße 6a, 10717 Berlin Telefon: 86 31 96 53 franziska.becker@ spd.parlament-berlin.de www.becker2011.de Öffnungszeiten: Mo. 10.00-17.00 Uhr Di. 10.00-14.00 Uhr Mi. 13.00-18.00 Uhr Do. 10.30-15.30 Uhr Termine: Die Situation auf dem Wohnungsmarkt in Wilmersdorf ist zunehmend angespannt Foto: Volker Thoms 12-Punkte-Papier „Mietenwende jetzt“ von Andrea Nahles und Thorsten Schäfer-Gümbel geht deutlich weiter und findet meine Zustimmung. Eine Idee: Bestandsmieten und Mieten bei Neuvermietungen in Gebieten mit angespannten Wohnungsmärkten sollen für fünf Jahre nur in Höhe der Inflation steigen dürfen. Andere Vorschläge, wie die Milieuschutzgebiete in Berlin deutlich auszuweiten oder die Modernisierungsumlage weiter zu senken, halte ich für bedenkenswert. Klar ist auch: Der rot-rot-grüne Senat muss den Bau neuer sozialverträglicher Wohnungen stärker vorantreiben. Franziska Becker Kevin Kühnert zur aktuellen Lage der SPD im Wahlkreisbüro, Dienstag, 11.12.2018, 19.00 Uhr Um Anmeldung wird gebeten, da die Platzzahl begrent ist: kontakt@becker2011.de Besuchen Sie meine Fraktionvor-Ort Veranstaltungen am 11.12.2018. Die Termine finden Sie auf www.becker2011.de Kostenfreie Rechtsberatung Mittwoch, 12.12.2018, 17.30 Uhr, Nikolsburger Platz 6, 10717 Pflege geht uns alle an – es kann jeden treffen! Senatorin Dilek Kolat zu Gast bei Florian Dörstelmann zu den „Wilmersdorfer Gesprächen“ Am 7. November 2018 diskutierte ich mit Berlins Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Dilek Kolat im Rahmen meiner Gesprächsreihe „Wilmersdorfer Gespräche“ über die Zukunft der Pflege, denn das Thema Pflege ist eines der größten Gegenwarts- und Zukunftsthemen. Mit viel Enthusiasmus verdeutlichte Dilek Kolat dem Publikum, wie ernst die Lage ist, ohne dabei pessimistisch zu klingen. „Pflege geht uns alle an!“ war eine ihrer Kernbotschaften. Denn jeder kann von heute auf morgen pflegebedürftig werden oder in die Situation geraten, einen pflegebedürftigen Angehörigen betreuen zu müssen. Die Arbeit in der Pflege als Beruf ist eigentlich attraktiv – die Arbeitsbedingungen sind es allerdings noch nicht. Die erbrachte Leistung ist hoch, die Bezahlung ist niedrig. Daher waren sich die Teilnehmenden einig, dass Pflegekräfte so viel verdienen müssen, dass sie später nicht Gefahr laufen, in Altersarmut zu fallen. Neben finanziellen Aspekten muss darüber hinaus gewährleistet werden, dass Zeit für das Zwischenmenschliche bleibt. Dilek Kolat setzte sich daher vehement für einen verbindlichen Personalschlüssel in Pflegeeinrichtungen ein. Sie widersprach der These, dass nicht genug potenzielle Arbeitskräfte in der Pflege vorhanden seien. Pro Ausbildungsplatz gebe es zwei Bewerber, Fachkräfte müsse man also nicht finden, son- Senatorin Dilek Kolat (2.v.r.) unterstreicht im Wahlkreisbüro von Florian Dörstelmann die Wichtigkeit des Themas Pflege Foto: Sven Klingele dern schlicht und einfach ausbilden! Pflegekräfte im Ausland zu gewinnen, sah Dilek Kolat „nur“ als Teil der Lösung an, die auch nicht kurzfristig wirken könne, da die Sprachbarriere gute Pflege erschwere. Auch in der Pflege spielt das Thema Digitalisierung eine große Rolle. Dilek Kolat sieht in der Nutzung von so genannten Pflegerobotern erhebliches Potenzial, aber sie hob auch hervor: Technik kann – und soll – die Beziehung zwischen Pflegenden und Gepflegten zwar entlasten, aber keinesfalls ersetzen. Ich möchte Ihnen an dieser Stelle bereits frohe Feiertage im Dezember sowie einen guten Start ins neue Jahr wünschen. Und das Beste kommt zum Schluss: Im ersten Quartal 2019 soll der Aufzug am U-Bahnhof Rüdesheimer Platz einsatzbereit sein! Florian Dörstelmann KONTAKT Wahlkreisbüro Florian Dörstelmann, MdA Landauer Straße 8, 14197 Berlin Telefon: 47 05 27 60 info@florian-doerstelmann.de www.florian-doerstelmann.de Nächste Sprechstunde: am 3.12.2018, 17.00 Uhr im Wahlkreisbüro Termine: Lebendiger Weihnachtskalender (Netzwerk Süd-West) am 22.12.2018, 11.00 Uhr im Wahlkreisbüro Neujahrsempfang am 26.01.2019, 11.00 Uhr im Wahlkreisbüro Es ist an der Zeit, Hartz IV zu überwinden KONTAKT Berlin ergreift die Initiative zur Abschaffung von Sanktionen für unter 25-Jährige und Familie Kiezbüro Ülker Radziwill, MdA Das Berliner Abgeordnetenhaus hat mit den Stimmen von SPD, Linken und Grünen eine Bundesratsinitiative auf den Weg gebracht, um Sanktionen für junge Erwachsene und Familien im Hartz-IV-System zu beenden. Das ist erfreulich. Denn das Drastische an Sanktionen für junge Erwachsene ist: Während älteren Hartz-IV-Empfängern stufenweise die Sozialleistung gekürzt wird, sieht das Gesetz für Jugendliche härtere Strafen vor. Bereits mit dem zweiten verpassten Termin kann der komplette Hartz-IV-Satz entzogen werden. Damit leben die Betroffenen schlagartig unter dem Existenzminimum, das Teilhabe ermöglicht. In vielen Fällen kommen sie anschließend aus Frust darüber nicht mehr zum Amt. Das wollen wir ändern. Denn wir wollen keinen jungen Erwachsenen zurücklassen und verlieren. Für Familien setzen wir uns ebenso für ein Sanktionsende ein. Das kommt vielen Kindern und deren oft alleinerziehenden Eltern zugute. Mit Beratungsstellen in allen Berliner Bezirken wollen wir Alleinerziehende bei der Arbeitssuche zusätzlich unterstützen. Als sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus mahne ich schon lange an: Die Sanktionen müssen für Alle fallen! Denn Studien belegen, dass Sanktionen keine Wirkung zeigen. Stattdessen müssen Unterstützung und Ermutigung im Mittelpunkt stehen. Das Solidarische Grundeinkommen, das auf einer Idee von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller zurückgeht, ist genau der richtige Ansatz. Hier erhalten Arbeitssuchende eine Vollzeitstelle zum Mindestlohn, mit der Aussicht auf eine unbefristete Arbeitsstelle. Berlin wird aller Voraus- Friedbergstraße 36 14057 Berlin Telefon: 96 60 48 18 kiezbuero@uelker-radziwill.de Öffnungszeiten: Mo. 11.00-17.00 Uhr Mi. 12.00-18.00 Uhr Do. 14.30-18.30 Uhr Termine: Hartz IV – eine Idee, die mehr als 16 Jahre alt ist, muss hinterfragt werden Foto: Adobe Stock · Marco2811 sicht nach zeitnah mit einem Pilotprojekt beginnen, an dessen Ende eine Sozialstaatsreform für das ganze Land stehen könnte. Das Ende von Hartz IV scheint nah, und das ist auch gut so. Aber bis es soweit sein wird, unternimmt die SPD-geführte rot-rot-grüne Koalition weitere Schritte in Berlin gegen Armut. So plant die SPDFraktion die Anhebung des Landesmindestlohns auf 12,63 Euro ab 2021. Denn so viel muss ein Stundenlohn betragen, damit man im Alter nicht aufs Amt muss. Ülker Radziwill Interkulturelle Weihnachtsfeier am 12.12.2018, 16.00 Uhr im Kiez-Büro Besuchen Sie meine Fraktionvor-Ort-Veranstaltungen vom 7.-10.12.2018. Die Termine finden Sie auf meiner Website. Besuchen Sie die Ausstellung „CUBA - 2018“ mit SchwarzWeiß- Fotografien des Künstlers Dr. Andreas Wilcke im Kiez-Büro. 8 CHARLOTTENBURG-WILMERSDORF Neuer „Pfad der Erinnerung“ in der Gedenkregion Charlottenburg-Nord Mitunter muss ich klarstellen, dass Charlottenburg-Nord zwar unmittelbar an Siemensstadt angrenzt, aber nicht Teil dieses Spandauer Ortsteils ist. Vielmehr gehört der Charlottenburger Norden einschließlich der nordöstlich gelegenen PaulHertz-Siedlung natürlich zu unserem Bezirk! Fast alle Straßen hier tragen die Namen von Menschen, die sich unter anderem als Sozialdemokrat oder Gewerkschafterin, Christ oder Kommunistin aktiv der Nazibarbarei entgegengestellt haben und dies mit ihrem Leben bezahlen mussten. Wie gut, dass sich die Charlottenburger Kommunalpolitik Mitte der 1950er-Jahre bei der Realisierung dieses wichtigen Neubaugebiets gegen den Senat mit dieser Ehrung der Frauen und Männer des Widerstands durchgesetzt hat. Am 4. November wurden die ersten Hinweisschilder für den neuen „Pfad der Erinnerung“ enthüllt. Endlich gibt es ein gut sichtbares Bindeglied zwischen der bereits seit 1952 bestehenden Gedenkstätte Plötzensee und den benachbarten Kirchen, die sich hier seit Jahrzehnten dem Gedenken an den Widerstand gegen die Nazi-Diktatur widmen. Damit wird die an der Peripherie unseres Bezirks gelegene und so wichtige Gedenkregion endlich stärker in unser aller Bewusstsein gerückt. Denn unsere City-West ist viel mehr als Ku’damm und Breitscheidplatz! So ist es unser Ziel, mit den bezirklichen Mitteln aus der City Tax dies insbesondere für Gäste von außerhalb erfahrbar zu machen, aber auch für Einheimische, vor allem für Schulklassen. Ich danke allen Akteuren vor Ort, namentlich der evangelischen wie katholischen Kirche, den KleingärtnerInnen und dem Mieterbeirat, für ihre tatkräftige Unterstützung! Zusammen mit dem konzeptionell beauftragten Berliner Forum für Geschichte und Gegenwart e.V. wird die bezirkliche Wirtschaftsförderung mit Blick auf das kommende Jahr die nächsten Schritte gehen, um die geplanten Informationsstelen aufzustellen. Wie immer bin ich gerne für Sie direkt per E-Mail erreichbar: naumann@ charlottenburg-wilmersdorf.de Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit wünscht Ihnen Ihr Reinhard Naumann Bezirksbürgermeister Grundgesetzänderung für den sozialen Wohnungsbau INTERVIEW Fréderic Verrycken: Neuer Staatssekretär für Finanzen Frühere Fehler beim Wohnungsbau müssen nun korrigiert werden „Gerade wir Berliner Sozialdemokraten im Bundestag setzen uns seit Langem für eine neue Liegenschaftspolitik des Bundes ein“, sagt Swen Schulz, der Mitglied im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages ist. „Erste Erfolge konnten wir in der letzten Periode verzeichnen, in der wir Privatisierungen stoppen und Vergünstigungen für Kommunen durchsetzen konnten. Eine Änderung des BImA-Gesetzes können wir in der GroKo zwar nicht erreichen. Aber immerhin ist es Bundesfinanzminister Olaf Scholz nun gelungen, die Möglichkeit zur ver- Öffentliche Daseinsvorsorge: Durch eine Grundgesetzänderung den sozialen Wohnungsbau retten! Foto: Ann-Kathrin Biewener billigten Veräußerung an Kommunen zu erweitern“, so Schulz. Darüber hinaus will die SPD den sozialen Wohnungsbau retten. Dazu muss das Grundgesetz geändert werden, um die Länder und die Gemeinden bei der Förderung des sozialen Wohnungsbaus durch den Bund besser zu unterstützen. 2019 plant der Bund übrigens 1,5 Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau ein. „Es gibt einige Bereiche, in denen die Bürger zu Recht erwarten, dass die öffentliche Daseinsvorsorge funktioniert: Das gilt für mich auch bei Wohnungen“, so Schulz. SwS 15 Jahre Kooperationspartnerschaft SPD Berlin – PS Paris Besuch der sozialistischen Partner aus Paris in Charlottenburg-Wilmersdorf Seit 2003 besteht zwischen der SPD Berlin und der PS Paris eine Partnerschaft. Seit 2005 füllen die Bezirke und ein Partnerarrondissement diese mit Leben. Der Partnerbezirk von Charlottenburg-Wilmersdorf ist das 5. Arrondissement in Paris, in dem sich die Sorbonne, die älteste Pariser Universität, befindet. Einmal jährlich fahren wir seitdem im Mai nach Paris, und die Pariser besuchen uns im September. So auch dieses Jahr. Dieses Mal nahmen sie jedoch auch an der Zugfahrt nach Meseritz teil. So konnten wir einen deutsch-französisch-polnischen Austausch von Sozialdemokraten organisieren. Insbesondere unsere Freunde aus Frankreich wissen, was die Sozialdemokratie gerade durchmacht. Die PS hat in Frankreich den Präsidenten gestellt und war noch vor wenigen Jahren im Parlament mit über 40 % vertreten. Bei der letzten Wahl erhielt sie gerade noch 7,6 %. Die Erkenntnis ist klar: Die Krise der Sozialdemokratie ist kein deutsches Phänomen. Deshalb muss sie international gelöst werden. Der Besuch endete mit einem gemeinsamen Austausch mit den an- Ein Gespräch mit dem ehemaligen Abgeordneten für den Charlottenburger Norden über die Herausforderungen und Chancen in seinem neuen Amt Stellen Sie sich uns kurz vor? Mein Name ist Fréderic Verrycken. Ich wohne mit meiner Familie in Charlottenburg-Wilmersdorf. Seit Oktober bin ich Staatssekretär für Finanzen. Was bedeutet dieser neue Job für Sie? Für mich ist am Wichtigsten, dass ich in den kommenden Jahren dazu beitragen kann, dass die Einrichtungen und Ämter in Berlin besser funktionieren, dass wir schneller qualifizieren und gutes Personal finden. Aktuell ist die größte Herausforderung, in kürzester Zeit dutzende neue Schulen zu bauen und alte zu renovieren, um allen Schülern einen guten Schulplatz zu ermöglichen. Ina Czyborra, stellvertretende Vorsitzende der SPD Berlin, und Francois Comet von der PS Paris unterzeichnen die Erklärung für eine engere Zusammenarbeit. Foto: Ina Czyborra 100 Jahre Republik Polen – Sonderzug nach Meseritz Mit der AG Polen der SPD Berlin in die Partnerstadt und zu geschichtsträchtigen Orten im Nachbarland Die AG Polen der SPD hat am 15. September in einem Sonderzug das Lebuser Land besucht. Mit dabei waren auch Mitglieder der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf, polnische Sozialdemokraten (SLD), VertreterInnen unserer Partnerschaft mit Paris auf Parteiebene sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger. In Polen wird mit Mitteln der EU das Bahn-Netz modernisiert. 2019 wird die Strecke Berlin – Neu Bentschen (Zbąszynek, nahe Meseritz), durchgehend auf 160 km/h ausgebaut sein. Die dort abzweigende Nebenbahn nach Meseritz wurde ebenfalls saniert und wird mit modernen Zügen bedient. Wir als SPD Charlottenburg-Wilmersdorf deren SPD-Kreisen in Berlin und der Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung für eine engere Zusammenarbeit in der Migrationspolitik. FT Foto: SPD Fraktion Foto: SPD Berlin · Joachim Gern NAUMANN MEINT: wünschen uns, dass wir in Zukunft wieder direkt vom Bahnhof Zoo nach Polen fahren könnten. Bis 1945 war der Bahnhof Zoo der Einsatzbahnhof aller Züge in Richtung Polen, Breslau und Königsberg. Wir wollen, dass der Bahnhof Zoo wieder ein Fernverkehrsbahnhof wird. Darüber hinaus müssen die Zugverbindungen nach Polen stärker ausgebaut werden. Mit unserer Fahrt haben wir auch an die Gründung der Republik Polen vor 100 Jahren erinnert. Nach dem Sturz des Kaiserreichs wurde Staatschef Pilsudski von der SPDRegierung aus der Haft in Magdeburg befreit und mit einem Sonderzug nach Warschau gebracht, wo er am 11.11. die Republik ausrief. JM IMPRESSUM Berliner Stadtblatt Wissenswertes aus Berlin und den Bezirken (Seiten 3, 4, 5, 6) Herausgeber: SPD Landesverband Berlin Landesgeschäftsführerin Anett Seltz (V.i.S.d.P.), Müllerstr. 163, 13353 Berlin Redaktion der Landesseiten: Christina Bauermeister, Birte Huizing, Alexander Kulpok, Gunter Lange, Ulrich Rosenbaum, Ulrich Schulte-Döinghaus Bezirksseiten Charlottenburg-Wilmersdorf (Seiten 1, 2, 7, 8) Herausgeberin: SPD Charlottenburg-Wilmersdorf Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin V.i.S.d.P.: Franziska Becker, Christian Hochgrebe Kontakt zur Bezirksredaktion: presse@spd-citywest.de In dieser Ausgabe schreiben für Sie: Franziska Becker, MdA (FB) Florian Dörstelmann, MdA (FD) Frank Jahnke, MdA (FJ) Nico Kaufmann (NK) Jürgen Murach (JM) Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (RN) Ülker Radziwill, MdA (ÜR) Bezirksstadträtin Heike Schmitt-Schmelz (HSS) Swen Schulz, MdB (SwS) Felicitas Tesch (FT) Katharina Trachte (KT) Fréderic Verrycken (FV) Sebastian Zeier (SZ) Chefredaktion: Ann-Kathrin Biewener, Christian Hochgrebe, Tim Renner Rätselerstellung: Ulrich Schulte Döinghaus Grafik: Hans Kegel Druck: BVZ Berliner Zeitungsdruck GmbH Was sind eigentlich die Aufgaben eines Finanzstaatssekretärs? Ich muss schauen, dass das Geld möglichst an die richtigen Stellen gelangt und damit möglichst viel erreicht wird. Gleichzeitig habe ich einen Blick darauf, dass wir auch weiterhin unsere Schulden abbauen, so wie wir es die letzten sechs Jahre getan haben. Was bedeutet es für den Bezirk, dass wir einen Finanzstaatssekretär aus CharlottenburgWilmersdorf haben? Die letzten sieben Jahre durfte ich den Charlottenburger Norden im Abgeordnetenhaus vertreten – eine Funktion, die ich extrem gerne ausgeführt habe. Gerade dieser Wahlkreis ist einer, der dringend finanzielle und personelle Unterstützung gebraucht hat, um sich weiter entwickeln zu können. Insofern werde ich natürlich auch weiterhin einen Blick auf die Berliner Kieze, wie etwa den Charlottenburger Norden, haben. Welcher ist Ihr Lieblingsort in Charlottenburg-Wilmersdorf? Der Ziegenhof im Klausenerplatz-Kiez! Ein Paradies für Groß und Klein!
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