Path:
Periodical volume

Full text: Berliner Stadtblatt Issue 2017,[3] September

CHAR ILMER W G R U B N E LOTT SDORF VOLKSENTSCHEID TEGEL Interview zur TegelNachnutzung und den daraus entstehenden Zukunftschancen für Berlin Seite 4 und 8 WISSENSWERTES AUS BERLIN UND DEM BEZIRK CHARLOT TENBURG-WILMERSD ORF · AUSGABE SEPTEMBER 2017 Liebe Leserinnen und Leser, die beste Basis für soziale Sicherheit ist eine gute Bildung als Grundlage für gute Arbeit. Für uns in Berlin heißt das schon lange kostenlose Bildung von der Kita bis zur Uni. Es ist gut, dass dies jetzt auch auf Bundesebene so gesehen wird. Martin Schulz will dafür sorgen, dass der Bund zukünftig mehr in gute und kostenlose Bildung investieren kann. Weil zu guter Bildung auch Klassenräume gehören, in denen man gerne lernt, werden wir in den kommenden zehn Jahren nach und nach alle Berliner Schulen sanieren und die benötigten neuen Schulen für die wachsende Stadt bauen. Außerdem setzt sich die SPD in den laufenden Haushaltsberatungen für die Jahre 2018/2019 dafür ein, durch die Wiedereinführung der Lernmittelfreiheit weiter alle Eltern finanziell zu entlasten. Dieser Senat macht Politik für alle Berlinerinnen und Berliner. Das haben wir versprochen. Das halten wir. Ihr Michael Müller Regierender Bürgermeister Er will Ihre Stimme für mehr soziale Gerechtigkeit: der SPD-Bundestagskandidat für Charlottenburg-Wilmersdorf Tim Renner. Foto: Olaf Heine Keine Ausreden – Zukunft wirklich machen Unterstützen Sie mich und meine Ziele im Wahlkampfendpurt! Am 24. September sind Bundestagswahlen. Es wird Zeit, Ausreden hinter sich zu lassen. Uns Deutschen gehe es doch gut und die aktuelle Regierung sei ja gar nicht so schlecht. Stimmt: Dank der SPD gibt es faire Löhne, mehr Zeit für Kinder oder pflegebedürftige Eltern, eine Mietpreisbremse für bezahlbare Wohnungen und die Ehe für alle. Die CDU aber hat vie- les verhindert, zum Beispiel stärkere Rechte für Frauen in der Arbeitswelt, härtere Strafen für gierige Vermieter, ein stabil finanziertes Gesundheitssystem oder eine größere Verantwortung des Bundes, um endlich eine moderne Bildungspolitik auf den Weg zu bringen. Deshalb gilt: Unser Land und unser Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf brauchen eine starke SPD und keine weiteren Ausreden. Ich will mich im Bundestag dafür einsetzen, die SPD wieder zu dem zu machen, was sie schon immer war: Die Partei, die zukünftige Herausforderungen gestaltet. Dabei müssen wir über den Tellerrand hinausgucken. Wenn digitale Maschinen die Arbeitswelt dominieren, besteuern wir sie eben und konzentrieren uns in der Bildung auf das, was die Menschen besser können – kreativ und sozial zu sein. Wenn Europa am Scheideweg steht, geben wir ihm neue Schubkraft und machen sie zu einer Union der Solidarität, so wie Deutschland sie nach der Wiedervereinigung erfahren hat. Und wenn Terroristen oder Rechtspopulisten uns unsere Freiheit und unsere Art zu leben nehmen wollen, zeigen wir ihnen den Mittelfinger. Keine Ausreden mehr, es gibt genug Ideen, die Zukunft zu gestalten. In den vergangenen Wochen haben meine Unterstützer und ich an die 10.000 Kugeln Eis verteilt, haben an Türen geklopft und darüber gestaunt, dass sich über 100.000 Menschen mein Video „The Naked Candidate“ angesehen haben – und das hoffentlich nicht nur, weil der Titel ihnen einen nackten Kandidaten verspricht. Wer Tim Renner und seine Ideen im Bundestag wissen möchte, hat keine Ausreden mehr. Wer behauptet, es fehlen die Inhalte oder die Zeit dafür, kann sich jetzt das Rote Album anhören – beim Kochen, auf dem Weg ins Büro oder beim Sport. In 20 Min. erzähle ich von meinen Zielen, begleitet von einem Tenor. Das Rote Album kann man auf facebook teilen oder seinen Freunden schicken. Und auch für diejenigen, die aktiv sein möchten, gibt es – genau – keine Ausrede mehr. Geben Sie mir fünf Minuten Ihrer Zeit und ich sage Ihnen, wie sich mich unterstützen können. Treffen Sie mich und andere Unterstützer bei unseren täglichen Eisfahrradaktionen in Ihrer Straße! Jetzt auf www.bundesrenner.de/ termine gehen oder unter 0151-28874096 anrufen und erfahren, wie es weitergeht. Keine Ausrede mehr! Tim Renner IN DIESER AUSGABE Ausstellung „Menschen mit Her(t)z“ Über stolze und selbstbewusste Menschen im Charlottenburger Norden Seite 2 Politische Verantwortung der Musik Diskussion mit H-Blockx-Frontmann Henning Wehland Seite 2 Das Müllproblem konsequent angehen Lösungskonzepte für Berlins dreckige Ecken Seite 7 Verschärfung der Mietpreisbremse Mehr Schutz für die Mieterinnen und Mieter im Charlottenburger Norden Seite 8 2 Berliner Stadtblatt C HA R LO T T E N BU RG - W I L M E R SD OR F Unterwegs in der City-West mit Frank Jahnke Nah am geschehen und bei den Bürgerinnen uns Bürgern. Der Stadtteiltag gibt Eindrücke in die Arbeit vor Ort Mit den Stadtteiltagen kommt die SPD-Fraktion des Abgeordnetenhauses in die Kieze der Stadt, indem die jeweiligen Wahlkreisabgeordneten mit wichtigen Einrichtungen, Unternehmen und Akteuren in Kontakt treten und Bürgerinnen und Bürger daran beteiligen. Stationen meines letzten Stadtteiltages waren u.a. die Besuche beim Charlottenburger Innovations-Centrum CHIC und beim Polizeiabschnitt 25. Am Abend folgte ein öffentliches Gespräch mit dem ehemaligen Regierenden Bürgermeister und Kultursenator Berlins Klaus Wowereit. Der Besuch im CHIC machte deutlich, dass der Innovationsstandort Berlin boomt und dringend mehr Flächen benötigt. Steigende Mieten betreffen inzwischen auch Gewerbeflächen und behindern damit die wirtschaftliche Entwicklung Berlins. Da braucht es weitere Orte wie das CHIC in der Stadt! Im Polizeiabschnitt 25 in der Bismarckstraße gewann ich einen anschaulichen Einblick in die Arbeit eines der meistbeanspruchten Polizeiabschnitte Berlins. Hier sprach ich u.a. mit den Leuten, die nach dem fürchterlichen Anschlag vom 19. Dezember auf dem Breitscheidplatz als erste vor Ort waren. Die insgesamt eher rückläufige Kriminalitätsbelastung im Kiez ist eine Folge der dort betriebenen klugen Polizeiarbeit. Den Abschluss des Tages bildete das »Charlottenburger Gespräch« mit Klaus Wowereit. Dabei wurde schnell klar, dass der ehe- malige Regierende Bürgermeister kein unpolitischer Ruheständler geworden ist, sondern am politischen Leben der Stadt und des Lan- Der ehemalige Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit beim Charlottenburger Gespräch mit Frank Jahnke, MdA, und dem Bundestagskandidaten und ehemaligen Kulturstaatssekretär Tim Renner Foto: Ansgar Salzwedel Von stolzen und selbstbewussten Menschen aus der Paul-Hertz-Siedlung im Charlottenburger Norden der SPD, dessen Ausschreibung die dortige SPD-Abteilung gewonnen hat. Auf den Bildern sind Menschen unterschiedlicher Her- Schlüssel zur Lösung entscheidender sozialer Fragen auf der bundespolitischen Ebene liegt. Klaus Wowereit, der als Kultursenator seinerzeit den Seiteneinsteiger Tim Renner in die Politik holte, appelliert an die Wählerinnen und Wähler in Charlottenburg-Wilmersdorf, Tim Renner als Direktkandidaten für den Bundestag zu unterstützen. Zentrale Fragen wie ein soziales Mietrecht oder eine weltoffene Kulturpolitik für die Metropole Berlin beFRANK JAHNKE. CHARLOTTENBURGER GESPRÄCHE. „Menschen mit Her(t)z“ Am 7. Juli 2017, einem regnerischen Freitagabend, haben sich in der Gedenkkirche Plötzensee über 70 Besucherinnen und Besucher eingefunden, um der Eröffnung der Ausstellung „Menschen mit Her(t)z“ des Fotografen und Künstlers Mark Feigman beizuwohnen. Die Idee der Ausstellung beruht auf der Initiative von Fréderic Verrycken, Menschen aus der Paul-HertzSiedlung zu portraitieren. Dabei war es einerseits ganz wichtig für das Projekt einen Künstler zu finden, der im Kiez ansässig ist und die Vielfalt des Kiezes darstellen kann. Die Mittel für die Realisierung des Projekts flossen aus dem Innovationsfonds des nach wie vor rege teilnimmt. Anhand der vom Publikum vor allem thematisierten Mietenproblematik verdeutlichte er, wie sehr der kunft und unterschiedlichen Alters in ihrer urbanen Umgebung zu sehen. Sie blicken selbstbewusst und stolz in die Kamera, während im Hinter- grund Teile der Siedlung zu erkennen sind. Somit ist mit den Bildern eine Verbindung zwischen den Menschen der Siedlung sehr gelungen. Die Vernissage eröffnete Pfarrer Michael Maillard, der Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf, Reinhard Naumann, und der SPD-Wahlkreisabgeordnete Fréderic Verrycken. Reinhard Naumann betonte, dass sich der Charlottenburger Norden in den KONTAKT Kiezbüro Fréderic Verrycken, MdA Tauroggener Str. 45 10589 Berlin frederic.verrycken@spd. parlament-berlin.de Pfarrer Michael Maillard, Fotograf Mark Feigman, Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf Reinhard Naumann und SPD-Abgeordneter aus Charlottenburg-Nord Fréderic Verrycken. Foto: Mark Feigman Öffnungszeiten: Mo 9.00–14.00 Uhr Di 12.00–17.00 Uhr Mi 9.00–14.00 Uhr Do 16.00–19.00 Uhr Fr 10.00–15.00 Uhr Mittwoch, den 13.09.2017 um 19.00 Uhr: Gespräch mit Dr. Sigmund Jähn, Astronaut, dem ersten Deutschen im All letzten Jahren positiv entwickelt hat und wie wichtig es ist, junge Talente und Künstler im Bezirk zu fördern. Daran anknüpfend lobte Pfarrer Maillard die gute Zusammenarbeit zwischen der Kirche im Charlottenburger Norden, dem Künstler und Fréderic Verrycken in Hinblick auf das Projekt. Für Fréderic Verrycken als Initiator war das Projekt „Menschen mit Her(t)z“ ebenso ein klares Zeichen ge- dürfen einer konsequenten Umsetzung auf Bundesebene, wie sie Tim Renner glaubwürdig vertritt. FJ KONTAKT Wahlkreisbüro Frank Jahnke, MdA Goethestraße 15 10625 Berlin Tel.: 313 88 82 wahlkreis@frank-jahnke.de www.frank-jahnke.de www.facebook.com/ frank.jahnke/ Newsletter: einfach Mail senden, dann kommt er regelmäßig! Öffnungszeiten: Mo–Fr, 13.00–18.00 Uhr gen die Rechtspopulisten von der AfD, die vergeblich versuchen im Kiez Fuß zu fassen. Er wies darauf hin, dass die Ausstellung einen Blick in die Zukunft wirft, aber auch die Vergangenheit nicht vergisst. Die Ausstellung ist jeden Donnerstag zwischen 16.00 und 18.00 Uhr in der Gedenkkirche Plötzensee (Heckerdamm 226, 13627 Berlin) bis Dezember 2017 zu besichtigen. MG VERANSTALTUNGEN Sprechstunden: Mo 4.09.2017, 17.30 Uhr Mo 25.09.2017, 17.30 Uhr (mit dem Bezirksverordneten Wolfgang Tillinger) Mobile Bürgersprechstunden und Stände bei Edeka, Heckerdamm 226, 13627 Berlin im Kiezbüro Tauroggener Straße 45 10589 Berlin Sa 9.09.2017, 10.00 Uhr Sa 16.09. 2017, 10.00 Uhr Sa 23.09.2017, 10.00 Uhr „Wilmersdorfer Gespräche“ mit Tim Renner und Henning Wehland Über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Kunst und Politik sowie der politischen Verantwortung der Musikbranche Am 9. August wurde die Veranstaltungssreihe „Wilmersdorfer Gespräche“ fortgeführt. Florian Dörstelmann, Abgeordneter für Wilmersdorf-Süd und Schmargendorf, begrüßte Tim Renner, den SPDBundestagskandidaten für Charlottenburg-Wilmersdorf, und Henning Wehland, Frontmann der Band H-Blockx sowie Mitglied der Söhne Mannheims, im SPD-Bürgerbüro in der Landauer Straße 8. Das Thema lautete „Politische Verantwortung von Musikern“. Zu Beginn sprachen beide Gäste über ihren jeweiligen persönlichen, beruflichen und politischen Hintergrund. Tim Renner ist ge- bürtiger Wilmersdorfer, dessen Mutter – Zitat Renner – „ihn mit sozialdemokratischen Werten erzogen hat“. Bevor Tim Renner unter Klaus Wowereit zum Kulturstaatssekretär ernannt wurde, machte er sich einen großen Namen in der Musikindustrie, managte beispielsweise die Band Rammstein und brachte Universal Music von Hamburg nach Berlin. Aus dieser Zeit rührt die Bekanntschaft von Renner und Wehland. Henning Wehland ist in Bonn geboren, in Münster aufgewachsen und seit Jahren überzeugter Berliner. Laut eigener Aussage verschlug es ihn in die Musikbranche, da er sich nicht vorstellen konnte, jeden Ar- beitstag in einem Büro zu verbringen. Politisch steht er der SPD sehr nahe. Er ist seit jeher politisch interessiert und könnte sich sogar vorstellen, eines Tages Bürger- V.l.n.r.: Tim Renner, Florian Dörstelmann, MdA und der Musiker Henning Wehland im Wahlkreisbüro im Wilmersdorfer Süden Foto: Christian Hörbelt meister in Münster zu werden – allerdings nur, wenn man mit einer entsprechenden Bitte an ihn herantreten würde. Die Diskutanten machten zwei Feststellungen: Politik und Kunst haben eine große Gemeinsamkeit (man wird stets kritisiert) und einen großen Unterschied (Politiker treffen Konsensentscheidungen und Künstler „einsame“ Entscheidungen). Trotz der freundschaftlichen Beziehung zwischen Renner und Wehland waren sie sich nicht durchgängig einig. Hinsichtlich des Songs „Marionetten“, geschrieben von Xavier Naidoo, gab es einen Dissens, der detailliert besprochen wurde. Man einigte sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner: Der Text ist populistisch, aber nicht verfassungswidrig. FD KONTAKT Wahlkreisbüro Florian Dörstelmann, MdA Landauer Straße 8 14197 Berlin Tel.: 47 052 760 Öffnungszeiten: Mo–Do 13.00–17.00 Uhr www.floriandoerstelmann.de Sprechstunde: 11.09.2017, 16.30–18.00 Uhr im Wahlkreisbüro, Landauer Straße 8, 14197 Berlin Berliner Stadtblatt THEMA 3 Es ist Zeit für gerechte Steuern Starke Schultern tragen mehr als schwache: Die SPD will Klein- und Mittelverdiener entlasten, ganz besonders, wenn sie Kinder haben – egal, ob verheiratet oder alleinerziehend. Hier zwei Beispiele: Wir entlasten die ledige Verwaltungsfachangestellte, die 2.600 Euro brutto verdient. Ihr Jahreseinkommen beträgt 31.200 Euro. Sie kann eine jährliche Entlastung in folgender Höhe erwarten: Entlastung durch die Einkommenssteuer Entlastung durch den Wegfall des Solidaritätsbeitrags Entlastung beim GKV-Beitrag Gesamtentlastung rund 40 Euro rund 220 Euro rund 170 Euro rund 430 Euro Als Grundlage für den GKV-Beitrag gilt der durchschnittliche Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent. Nicht berücksichtigt wurden Änderungen bei den steuerlichen Vorsorgeaufwendungen und sich daraus ergebende mögliche Wechselwirkungen. Wir entlasten die Familie: Die Eltern sind nicht verheiratet. Der Vater verdient als Krankenpfleger monatlich 2.700 Euro brutto. Die Mutter ist angestellt als Malermeisterin und verdient 2.900 Euro brutto. Sie haben zwei Kinder, 2 und 5 Jahre alt. Die Eltern haben getrennte Jahreseinkommen von 32.400 Euro sowie 34.800 Euro. Gemeinsam haben sie als Familie jedes Jahr mehr Geld zur Verfügung: Entlastung durch die Einkommenssteuer Entlastung durch den Wegfall des Solidaritätsbeitrags Entlastung über den Kinderbonus Entlastung bei den GKV-Beiträgen Gesamtentlastung rund 120 Euro rund 290 Euro 600 Euro rund 370 Euro rund 1.380 Euro Als Grundlage für den GKV-Beitrag gilt der durchschnittliche Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent. Nicht berücksichtigt wurden Änderungen bei den steuerlichen Vorsorgeaufwendungen und sich daraus ergebende mögliche Wechselwirkungen. Stichwort: Chancenkonto Mehr Zeit zum Toben, Buddeln, Spaß haben Warum die Schöneberger Josefine und Till die Familienarbeitszeit wichtig finden Es ist ein sonniger Tag in Schöneberg. In den kleinen Cafés am Straßenrand sitzen die Menschen bei einem Cappuccino und genießen das Wetter. Es ist vormittags. Noch ist auf den Spielplätzen wenig los. Man kann sich jedoch genau vorstellen, wie die vielen Kinder hier im Kiez nach der Kita oder Schule auf dem Spielplatz buddeln, toben und klettern. Auch Josefine und Till sind nachmittags viel auf den KiezSpielplätzen unterwegs. Josefine (29) kam zum Studium nach Berlin und ist seitdem geblieben. Mit ihrem Freund Till (29) hat sie zwei Kinder. Casper kam im Herbst 2015 auf die Welt und seine jüngere Schwester Rahel folgte im Sommer 2017. Für das junge Paar stand von Anfang an fest, dass sie viel Zeit mit ihren Kindern verbringen wollen. Josefines Vater hat in ihrer Kindheit viel gearbeitet und sie sah ihn daher nicht so häufig, wie sie es sich gewünscht hätte. Das Modell, der Vater geht arbeiten und die Mutter bleibt zu Hause und kümmert sich um Haushalt und Kinder, kam für die jungen Eltern nicht infrage. Josefine und Till mit ihrer Tochter Rahel Seit der Geburt von Rahel bringt Till morgens den kleinen Casper in die Kita. Das Aufwachsen mit gleichaltrigen Kindern erachten beide als wichtig. Deshalb haben sie sich bewusst für den frühen Kitabesuch von Casper entschieden. Anschließend kümmert sich Till um Rahel. Währenddessen erledigt Josefine ihre Arbeit für den Bundestag. Nachmittags verbringt die Familie gemeinsam ihre Zeit. Sie gehen viel raus zu den Spielplätzen oder machen kleine Ausflüge. Die jungen Eltern arbeiten beide in Teilzeit. Till ist für die OECD tätig. Wegen der kleinen Rahel befindet er sich jetzt in Elternzeit. Beide arbeiten von zu Hause aus. Um mehr Zeit für ihre beiden Kinder zu haben, nimmt das Paar in Kauf, durch die Teilzeitarbeit weniger Geld in der Kasse zu haben. Die SPD möchte, dass Familien, die sich mehr Zeit füreinander nehmen wollen, dies nicht mit einem geringeren Einkommen erkaufen müssen. Die Familien sollen ohne Nachteile selbst wählen können, wie sie ihre Kinder erziehen und den Alltag gestalten wollen. Josefine findet es „absolut richtig, dass die Teilzeitarbeit gesellschaftlich höher gewürdigt wird.“ Sozialdemokratie und Gewerkschaften wollen mit Steuermitteln Politik gestalten. Wer solche Pläne nicht hat, kann sich bei jedermann lieb Kind machen und allgemeine Steuersenkungen versprechen: Das kommt gerade im Wahlkampf gut an, weil jede Bürgerin und jeder Bürger sich vorstellen kann, mit „mehr netto vom Brutto“ schöne Dinge zu kaufen, Wundervolles zu erleben oder die Ratenkredite leichter abzuzahlen. Wer allerdings gesellschaftlich gestalten möchte, braucht dazu Geld: Mehr soziale Gerechtigkeit kostet. Gerechtigkeit gilt es sowohl bei den Einnahmen herzustellen, als auch bei den Ausgaben: Einkommen aus Kapital müssen gleich besteuert werden wie Einkommen aus Arbeit. Die pauschale Abgeltungssteuer aus 2009 privilegiert Kapitalerträge und Zinseinkünfte. Das ist ungerecht! Zusätzliche Arbeit lohnt sich für Menschen mit geringem Einkommen weniger als für gut Verdienende, und für Kinder aus gut situierten Familien gibt es über Steuerfreibeträge mehr Geld als für Kinder aus „Hartz-IV-Familien“, bei denen das Kindergeld auf die Einkünfte angerechnet wird. Die unverhältnismäßig hohe Progression („Mittelstandsbauch“) muss nach oben verschoben werden. Das dient einem gerechteren Tarifverlauf. Für Erbschaften wurde nicht gearbeitet. Daher fordern DGB und SPD eine Anhebung der Erbschaftssteuer, der DGB darüber hinaus eine Besteuerung sehr hoher Vermögen. Beide Organisationen wollen eine Finanztransaktionssteuer und einen besseren Steuervollzug. Die Vorschläge des DGB würden für das Land Berlin und die Bezirke mehr als 2,2 Milliarden Euro mehr bedeuten – davon alleine 1,37 Milliarden Euro aus der Vermögenssteuer. Doro Zinke, Vorsitzende des DGB-Bezirks Berlin-Brandenburg Foto: D. Hiller Die SPD will deshalb Familienarbeitszeit einführen. Bei diesem Modell bekommt jedes Elternteil monatlich 150 Euro als staatlichen Ausgleich, wenn beide Eltern in einem Stundenkorridor zwischen 26 und 36 Stunden pro Woche arbeiten. Die Familienarbeitszeit steht allen offen wie z.B. Regenbogenfamilien und Alleinerziehenden, deren Kinder unter acht Jahre alt sind. Die Förderung läuft über zwei Jahre und kann aufgeteilt werden. David Hiller Mehr Informationen unter: www.spd.de/standpunkte/ wir-machen-familien-stark Deutschland muss sich besser auf die Zukunft vorbereiten – mit Investitionen in Bildung, schnelle Internetverbindungen, mit der Entlastung von Familien und einem fairen Ausgleich zwischen den Generationen. In einem Zukunftskonzept hat die SPD dazu konkrete Maßnahmen vorgeschlagen. Ein wichtiger Punkt ist die Einrichtung von „Chancenkonten“ für alle Erwerbstätigen. Was das ist, erklärt die SB-Redaktion. Was ist das Chancenkonto und soll es bekommen? Das Konto ist die Antwort auf die Veränderungen des Arbeitsmarktes und ein Paradigmenwechsel. Nach individuellem Bedarf können Sie daraus Weiterbildungen finanzieren oder auch einen Start in die Selbständigkeit. So werden die Bürgerinnen und Bürger noch besser darin unterstützt, ihre Erwerbsbiografie selbstbestimmt gestalten zu können. Nach den Plänen der SPD wird es allen Erwerbstätigen zur Verfügung stehen. Was ist das Chancenkonto wert? Einen genauen Geldbetrag will die SPD erst nach genauer Prüfung der Haushaltslage festlegen. Modellrechnungen des Bundesministeriums für Arbeit gehen jedoch von Beträgen zwischen 5.000 und 20.000 Euro aus, die als Einstieg notwendig sind. Das Konto begleitet Erwerbstätige während ihres gesamten Berufslebens. Der volle Betrag steht zur Verfügung, wenn das Berufsleben beginnt. Für bereits Berufstätige wird das Chancenkonto bei seiner Einführung unterschiedlich aufgefüllt sein. Wer verwaltet das Chancenkonto? Aus der Bundesagentur für Arbeit will die SPD eine Agentur für Arbeit und Qualifizierung formen, die sich ausdrücklich nicht nur an Arbeitsuchende wendet, sondern hilft, Arbeitslosigkeit schon im Vorfeld durch Weiterbildung und eine Lebenslaufberatung zu verhindern. Diese veränderte Bundesagentur soll die aus Steuermitteln finanzierten Konten verwalten. Ist so ein Konto überhaupt finanzierbar? Abgebucht wird vom Chancenkonto bei Bedarf. Die Kosten verteilen sich also über die gesamte Zeit der Erwerbstätigkeit bis hin zum Renteneintritt. Das Konto schafft die nötige Flexibilität und Sicherheit für künftige Veränderungen. Die Finanzierung von Arbeitslosigkeit wird viel teurer. U. H. 4 Berliner Stadtblatt BERLIN Vorwärts in die Zukunft Wie die Nachnutzung von Tegel die Stadt verändern wird In der Lietzenburger Straße in Wilmersdorf, rund 9 Kilometer vom Flughafen Tegel entfernt, sitzen 30 Stadtplaner, Architekten, Projektund Bauplaner der Tegel Projekt GmbH zusammen und planen die Nachnutzung des Flughafens Tegel. In einem 3-D-Modell ist das Terminal bereits der neue Campus der BeuthHochschule. Und im Industriepark forschen junge Talente an den Stadttechnologien, die die Mobilität revolutionieren. Seit 2012 ist Philipp Bouteiller Geschäfts führer von Tegel Projekt. Herr Bouteiller, was meinen Sie, wann werden die Berlinerinnen und Berliner in ihrem Alltag erleben, was am neuen Standort für urbane Zukunftstechnologien Tegel entwickelt und erforscht wird? Das wird sehr bald geschehen! Die Digitalisierung verändert alles rasant. Und um genau diesen Wandel geht es bei unserem Projekt: Zum ersten Mal seit einem Jahrhundert haben wir die Möglichkeit, in vielen Bereichen einen qualitativen Sprung zu machen. Ein Beispiel: Zu- künftig werden viele Ladepunkte für Elektroautos benötigt. Warum nutzen wir nicht viel stärker die schon vorhandenen Laternenmasten, an denen ja schon Strom anliegt? Berlin TXL soll der Ort sein, an dem so etwas entwickelt, erprobt und – bei Erfolg – dann in die Stadt gebracht wird. Wie wird Ihrer Meinung nach die Stadt der Zukunft aussehen? An der bebauten Umwelt wird sich gar nicht so viel ändern. Was sich aber deutlich ändern wird, ist das Straßenbild. Es wird ein stärkeres Nebeneinander von verschiedenen Mobilitätsformen geben, die selbstverständlich emissionsfrei sein werden. Die intelligenten und autonomen Geräte und Fortbewegungsmittel werden in der Lage sein, untereinander zu kommunizieren und so etwa Ampelanlagen überflüssig machen. Denkbar ist auch ein autonomöffentlicher Nahverkehr: Straßenbahnen, die elektrisch ohne Führer betrieben sind und keine Schienen mehr brauchen. Das Einzige, was wir dafür Philipp Bouteiller plant bereits seit 2012 die Zukunft Tegels nach der Schließung des Flughafens. Foto: C. Bauermeister brauchen, sind Punkte im öffentlichen Raum, in denen die Sensorik wie WLAN, 5G oder Bluetooth verbaut wird. Dafür bietet sich für mich die Straßenlaterne an, weil sie Strom hat und sowieso schon überall steht. Das hört sich insgesamt alles ziemlich kostspielig an. Wird die Stadt der Zukunft überhaupt noch für jedermann bezahlbar sein? Ja, natürlich. Sie wird für die Bürgerinnen und Bürger sogar günstiger und viel effizienter sein als jetzt. Bei- spielweise werden wir künftig viel weniger Wasser und Strom benötigen bzw. einen größeren Teil davon selbst produzieren. Die Industrie treibt das Thema Smart City sehr stark voran, weil sie hier einen Riesenmarkt sieht. Wir als Stadtplaner und die Politik sehen Smart City unter dem Aspekt eines Mehrwerts für die Bürgerinnen und Bürger. Technologie ist kein Selbstzweck. Nicht wenige Menschen haben jedoch Angst, dass in Zukunft ihre Arbeitskraft durch Maschinen ersetzt wird. Was entgegnen Sie diesen Menschen? Historisch hat jede Phase technologischen Wandels mehr Arbeitsplätze erzeugt als vernichtet! Das war bei der Dampfmaschine so und auch beim Computer. Und wir dürfen nicht vergessen, dass wir hier über strukturelle Veränderungsprozesse reden, die sich über Jahrzehnte hinziehen. Die Elektromobilität wird Verbrennungsmotoren nicht sofort verdrängen und vollautomatisierte Fahrzeuge werden zunächst auch nur in Nischensegmenten eingeführt, bevor sie dann ganz allmählich in andere Bereiche vordringen. In jedem Fall ist es für uns Berliner aber klug, aktiv an diesem Wandel mitzuwirken und ganz gezielt Arbeitsplätze in den neuen Segmenten bei uns anzusiedeln. Im vergangenen Jahr gab es in einigen Medien Kritik an der in Auftrag gegebenen Studie zum Arbeitsplatz-Potenzial des Technologieparks Tegel. War diese Kritik berechtigt? Im Kern hat das Team des renommierten Instituts „empirica“ in der Studie geschaut, wie viele Flächen in welchen Kategorien wir zur Verfügung haben und wo diese liegen. Daraus kann das Potenzial von Beschäftigten errechnet werden, die in Tegel unterkommen können. Das Resultat der Studie war, dass wir am Ende der Entwicklungszeit mit bis zu 20.000 Beschäftigten rechnen können. Nun haben wir bei der Entwicklung des Technologieparks in Adlershof gesehen, dass die ersten Nutzer eines solchen Geländes in der Regel Unternehmen sind, die wachsen wollen. Sie ziehen um, weil sie an ihrem alten Standort in Berlin nicht mehr wachsen können. Nur: Ohne den Standort Tegel würden sie womöglich Berlin verlassen. Mit dem Wachstum entstehen in Berlin neue Arbeitsplätze. Wir haben damit doppelt gewonnen – indem wir Arbeitsplätze sichern und gleichzeitig neue hinzugewinnen. Fragen: C. Bauermeister Mehr Informationen: www.tegel-volksentscheid.de „Solidarität ist unsere Triebfeder“ Regional einkaufen – aber richtig Martin Schulz enthüllt Denkmal für Marie Juchacz Wochenmarkt, Gemüsekiste, Solidarische Landwirtschaft Berlin hat ein neues Denkmal, das überfällig war: Auf der Grünfläche vor dem Mehringplatz in Kreuzberg erinnert eine drei Meter hohe Skulptur aus acht Zentimeter dickem Salzgitter-Stahl an Marie Juchacz (1879 bis 1956). Enthüllt wurde sie vom SPD-Vorsitzenden Martin Schulz. Die SPD-Politikerin war nach dem Ersten Weltkrieg die erste Frau, die im Reichstag eine Rede halten durfte, nachdem ihre Partei überhaupt erst das Frauenwahlrecht erkämpft hatte. Sie redete nicht nur, sondern Der SPD-Vorsitzende Martin Schulz und AWO-Präsident Wilhelm handelte und überzeugte die Schmidt enthüllen das Denkmal zu Ehren Marie Juchacz’. Foto: AWO-MJS Männer im SPD-Parteivorstand, dass angesichts des Elends, das der Krieg hinter- in Berlin, schuf Kleidernäh- Senat sprach, ergänzte: „Ihre lassen hatte, eine Wohlfahrts- stuben, denn die Familien Ideale sind auch heute in organisation gegründet wer- hatten kaum etwas anzuzie- Berlin vertreten.“ den müsse. So entstand die hen, und Armenküchen. In die Stahlskulptur von Arbeiterwohlfahrt (AWO), Bald breitete sich die Bewe- Professor Gerd Winner sind in der sich auch heute noch gung auf das gesamte das Antlitz von Marie JuHunderttausende für sozial Reichsgebiet aus. Vor den chacz und ihre fünf Maxime Schwache engagieren. Nazis floh Juchacz bis nach eingefräst: „Freiheit, GerechJuchacz, eine Kranken- New York, kehrte 1949 nach tigkeit, Gleichheit, Toleranz, pflegerin, war 1906 mit ihren Berlin zurück. „Ohne diese Solidarität.“ Schulz: „Die SPD Kindern von Landsberg/ Frau wäre Deutschland ein ist stolz auf diese Frau. Warthe nach Berlin umge- anderes Land“, sagte Martin Solidarität ist unsere Triebzogen, wo sie 1908 der SPD Schulz während der Festver- feder – für die Schwachen beitrat. Nach der Gründung anstaltung zur Denkmalein- einzustehen zum Wohle des der Arbeiterwohlfahrt star- weihung und Andreas Ganzen, wie Marie es formutete sie die Arbeit zunächst Geisel, der für den Berliner liert hat.“ U.R. Regionale Produkte sind im Trend. Und wie immer in solchen Fällen, sind bald geschäftstüchtige Händler und auch Supermarktketten zur Stelle. Die einen geben hohe Gewinnspannen an die Kundinnen und Kunden weiter, die anderen versuchen die Preise der Produzenten zu drücken. Ergebnis: So recht ein gutes Gewissen hat keiner dabei. Gut, dass es Alternativen gibt. Die klassische: der Gang zum Wochenmarkt. Aber man muss schon genau hinschauen, ob man hier wirklich Produkte direkt vom Bauern bekommt oder vom Großmarkt. Letztlich ist es eine Frage des Vertrauens. Zuverlässiger sind die BioWochenmärkte. Oder die Direktvermarkter-Stände etwa in der Markthalle Neun in Kreuzberg oder der Arminius-Markthalle in Moabit. Immer mehr Bauern der Umgebung tun sich zusammen, um ihre Gemüsekisten (die mittlerweile mehr als Gemüse enthalten) direkt zum Kunden zu bringen. Beispiele sind der „Landkorb“ aus Rohrlack (Havelland) oder der Lieferdienst des Ökodorfs Brodowin (Ucker- mark). Die Ware ist frisch und gesund, meist bio. Wer davon geträumt hat, einmal selber Bauer zu sein, kann sich Initiativen der „Solidarischen Landwirtschaft“ anschließen, die ihre Ernte teilen und wo jeder auf dem Acker mithilft. An Treffpunkten in der Stadt holt man sich dann seinen ErnteAnteil ab. Die beste Kombination aus allem bietet die aus Frankreich stammende Initiative „Marktschwärmer“ mit 27 Abholorten in Berlin. Hier bringen die Landwirtinnen und Landwirte sowie Erzeuginnen und Erzeuger ihre Produkte selbst hin. Für die Vermarktung zahlen sie eine Servicegebühr. Wer etwas kaufen möchte, trägt sich auf der Webseite www.marktschwaermer.de ein. Dort sieht man, wo der nächste Treffpunkt ist und welche Produzenten dort hinliefern. Man bestellt online vor. Abholen kann man die Ware dann meistens an ein oder zwei Abenden in der Woche. Angenehmer Nebeneffekt: So lernt man auch gleich Produzenten und Gleichgesinnte kennen. U.R. Regionalmarkt vor dem Parkwächterhaus am Lietzensee Foto: David Hoffmann Berliner Stadtblatt BERLINER LEBEN 5 Der Weltbürger vom Erlenbusch Für Daniel Barenboim war es eine Geduldsprobe, aber jetzt öffnet „seine“ Staatsoper wieder die Pforten Der Termin steht: Am 3. Oktober geht in der Staatsoper Unter den Linden nach exakt sieben Jahren aufwändiger Renovierung der Vorhang wieder hoch. Ein Tag, auf den nicht nur die Berlinerinnen und Berliner, sondern Musikfans aus aller Welt gewartet haben. Denn das einst auf Geheiß Friedrichs des Großen errichtete Opernhaus ist neben der Philharmonie eine der weltweit ersten Adressen für anspruchsvolles Musiktheater. Und das hängt zum guten Teil mit einem Mann zusammen: Daniel Barenboim, seit 25 Jahren Generalmusikdirektor der geschichtsträchtigen Spielstätte. Die Wiedereröffnung ist vor allem „sein“ Tag. Barenboim, 1942 in Buenos Aires geboren, hat sich zunächst als Pianist einen Namen gemacht. Kaum zu zählen sind seine CD-Einspielungen. Seit 1975 ist er auch als Diri- Der argentinisch-israelische Pianist Daniel Barenboim wirkt seit 1992 an der Staatsoper Berlin, seit 2000 als Chefdirigent. Foto: Holger Kettner gent tätig. Seit 1992 hat er seinen Standort in Berlin, als künstlerischer Leiter und Generalmusikdirektor der Staatsoper und seit 2000 auch als Chefdirigent der Staatskapelle. Auch wenn er immer wieder in allen großen Häu- sern der Welt auftrat, ist Berlin seine Heimat geworden. Er hat bewiesen, dass Musik für ihn nichts elitäres ist, sondern Kunst fürs Volk. Seit mehr als zehn Jahren strömen die Berlinerinnen und Berliner im Sommer zum Bebelplatz, wenn Barenboim mit seinen Künstlern Open-Air-Gratiskonzerte gibt. Auch die populären Waldbühnenkonzerte zeigen, wie wichtig es ihm ist, die Menschen „abzuholen“. Und er hat weitere Zeichen gesetzt: den Musikkindergarten, in dem die Kleinen früh an die Musik herangeführt werden. Oder die Barenboim-Said-Akademie als neuer Ausbildungsstätte samt dem Boulez-Saal an der Französischen Straße, einem Akustikwunder. Weltweit ist auch der Ruf des von ihm 1999 gegründeten „WestEastern Divan Orchestra“, in dem junge Israelis und Araber gemeinsam lernen und spielen. Der Jude Barenboim tritt konsequent für Frieden und Versöhnung ein und macht sich damit in Israel nicht immer nur Freunde – wie auch mit dem Mut, mit dem er Musik des Antisemiten Wagner in Tel Aviv aufführte, weil für ihn die Musik über allem steht, was die Menschen trennt. Während der Umbauzeit der Staatsoper hat Barenboim nicht gemurrt, dass das kleinere Schillertheater als Ersatzstandort diente. Im Gegenteil: Er hat das Beste daraus gemacht, und Aufführungen wie Henri Purcells „König Artus“ im vorigen Jahr wurden weltweit von der Bismarckstraße übertragen. Zur Unterstützung der kostspieligen Renovierung konnte Barenboim Sponsoren gewinnen und mit Benefiz-Konzerten, auf denen Spitzenmusiker wie Cecilia Bartoli und Martha Argerich ohne Gage auftraten, Gelder einbringen. Bis 2022 läuft sein Vertrag als Staatsopern-Chef. Barenboim, der Ausnahmemensch, bleibt also weiter ganz Berliner und fühlt sich an der Grenze zwischen Dahlem und Steglitz mit seiner Familie derart wohl, dass sein Sohn Michael, ein Geiger, sein mittlerweile weltweit bekanntes Ensemble nach seinem Wohnort in Zehlendorf benannt hat: „The Erlenbusch String Quartett“. Ulrich Rosenbaum Die Mitte Berlins Verstörende Bilder Zwei neue Bücher beleuchten die Entstehung der Stadt Foto-Ausstellung: Die Tatorte des NSU Von den alten Stadtstrukturen ist in Berlins historischer Mitte heute kaum mehr etwas erkennbar. Das Gebiet rund um Fernsehturm, Rathaus, Marienkirche und Nikolaiviertel hat viele Veränderungen erlitten. Was hier war, ist und sein könnte, erzählt ein Bildband aus dem Elsengold-Verlag: „Die Mitte Berlins – Geschichte einer Doppelstadt“. Die Nachbarstädte Berlin und Cölln entstanden im 12. Jahrhundert auf dem Boden längst vergessener slawischer Siedlungen. Das mittelalterliche Stadtgebiet machte gerade einmal 70 Hektar aus – allein der Bezirk Mitte umfasst heute knapp 4000. In seinem reich mit Plänen, historischen Stichen und Fotos ausgestatteten Band erzählt der Historiker Prof. Felix Escher vom Entstehen des Handelsplatzes an der Spree, von selbstbewussten Bürgern, die allerdings trotz heftiger Proteste den Bau des kurfürstlichen Schlosses im 15. Jahrhundert nicht verhin- Prof. Felix Escher, Die Mitte Berlins – Geschichte einer Doppelstadt, 176 Seiten, ca. 100 Abb., Hardcover mit Schutzumschlag, ISBN 978-3-944594-70-5, € 29,95 dern konnten. Berlins Mitte hatte von dort an eine neue, landesherrschaftliche Funktion. Escher berichtet von kurfürstlichen Festen auf einer ersten Partymeile der Stadt, der Stechbahn, von markanten Kirchen und Klöstern, die den zentralen Bereich Sabine Lata, Berlin in alten Ansichten, 208 Seiten, ca. 100 Abb., Hardcover mit Schutzumschlag, ISBN 978-3-944594-73-6, € 29,95 prägten, vom Wachstum der Stadt, die nach dem 30-jährigen Krieg gerade noch von 10.000 Menschen bevölkert war; bis zur Entwicklung zur Weltstadt, in der Handel und Gewerbe den Stadtkern bestimmten. Es folgten Umgestaltungspläne der Nazis, Krieg und schließlich Abriss und Neubau in der DDR-Zeit. 1990 waren noch 39 Gebäude aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg erhalten, ganze acht aus der Berliner Restaurationszeit um 1840. Mit der Deutschen Einheit bekam Berlin die zerstörte Mitte zurück, zugleich sorgte die Hauptstadtfunktion für neue Strukturen und Nutzungen. Escher beschreibt die Debatten, etwa zum Bau des Humboldt Forums, und die 2015 aus der Bürgerbeteiligung hervorgegangenen Leitlinien zur Berliner Mitte. Zehntausend Berlinerinnen und Berliner hatten sich beteiligt - und gegen Veränderungen gewandt. Sie hätten sich damit, so Eschers Vorwurf, des „historischen Zentrums bemächtigt, das allen Berlinern“ gehöre. Wer weitere Eindrücke aus Berlins Mitte sucht, findet sie im ebenfalls bei Elsengold erschienenen Band „Berlin in alten Ansichten“, für den die Kunsthistorikerin Sabine Lata rund 100 historische Ansichten, Stadtsilhouetten und Pläne zusammengetragen hat. Ihre detaillierten Beschreibungen zu jedem Bild ordnen die Ansichten künstlerisch, historisch und lokal ein. U.H. Der Inhaber eines Blumenhandels Enver Şimşek wurde am 9. September 2000 an seinem mobilen Blumenstand bei Nürnberg erschossen. Er war das erste Opfer des NSU. Foto: Regina Schmeken Es sind Szenen wie von nebenan. Eine Straße in München, ein Ladengeschäft in Nürnberg, ein Obst- und Gemüsegeschäft mit geschlossenen Rollläden in Hamburg, ein Parkplatz in Heilbronn, eine Straßenflucht in Köln. Tatorte von zehn Morden und zwei Sprengstoffanschlägen. Es sind Tatorte von Verbrechen des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU), über die seit Jahren in München vor dem Oberlandesgericht verhandelt wird Die Fotografin Regina Schmeken hatte im Auftrag der „Süddeutschen Zeitung“ die Tatorte zwischen 2013 und 2016 aufgesucht und fotografiert. Der MartinGropius-Bau zeigt diese Fotos in einer vom Militärhistorischen Museum kuratierten Ausstellung. Die Mordopfer waren neun Männer türkischer und griechischer Abstammung und eine Polizistin; Schwerverletzte gab es in Köln. Für Regina Schmeken war es kein normaler Fotoauftrag. Es ging um Tatorte des NSU, um Morde, die feigeste und brutalste Form von Ausgrenzung. Die Fotografin suchte die Tatorte zweimal auf. „Ich bin intuitiv vorgegangen, und es ist eine Gedenkarbeit geworden“, sagt sie und markierte die Orte als beispiellose Orte der jüngeren deutschen Geschichte. Es sind Bilder ohne Opfer und Täter. Der tiefe Kamerastandpunkt für die Schwarz-Weiß-Fotos zeigt die Tatorte in einer perspektivischen Weite, die nichts von den Gewalttaten ahnen lässt. Das verstärkt die verstörende Wirkung der Bilder. Der Historiker Gorch Pieken, Direktor des Militär- historischen Museums in Dresden, das die Fotos zuerst gezeigt hatte, betont: „Migration war in Deutschland immer ein Normalfall, nicht die Ausnahme“. Für Gereon Sievernich, den Chef des Martin-Gropius-Baus, hat diese Ausstellung eine weitere Aufgabe: Sie sei eine Ermahnung an den Staat, die Hintergründe der Mordserie genauer zu ermitteln. Der Katalog mit allen 80 Fotografien und ergänzenden Stellungnahmen ist im Hatje Cantz Verlag, Berlin erschienen, 132 Seiten, 35 €. Gunter Lange Blutiger Boden. Die Tatorte des NSU, Fotoausstellung bis 29.10.2017, Martin- Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, geöffnet Mi-Mo,10-19 Uhr, Eintritt: 4 €, ermäßigt 3 € 6 Berliner Stadtblatt S E RV I C E · R ÄT S E L Das individuelle Wahlprogramm in einer Minute: Das geht auf https://meinprogramm.spd.de MEHR PERSONAL FÜR EINE SAUBERE STADT Mehr Personal für die städtische Müllbeseitigung, eine Ausweitung des Pilotprojekts „Reinigung von ausgewählten Parkanlagen“ und intensiveren Kontrollen. Das sind die Kernforderungen eines Positionspapiers der SPD-Abgeordneten Joschka Langenbrinck, Clara West, Tino Schopf und Franziska Becker. Für die Umsetzung fordern die Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses die Bereitstellung zusätzlicher Haushaltsmittel. Wie in der Stadt Wien sollen gut sichtbare „Waste Watcher“ kontrollieren, ob die Hundekotbeutelpflicht durchgesetzt oder größere Mengen Müll auf der Straße oder in Parks entsorgt wurden, und gegebenenfalls Strafen verhängen. Eine Öffentlichkeitskampagne der BSR soll das Bewusstsein in der ANTWORTEN RUND UM DIE AUSBILDUNG Bevölkerung schärfen, Müll ordnungsgemäß zu entsorgen. Wieviel Geld verdiene ich während meiner Ausbildung? Bekomme ich auch Urlaub und wenn ja: wie viele Tage? Darf mir gekündigt werden? Diese und noch viele andere Fragen beantwortet „Dr. Azubi“ auf der Homepage der DGB-Jugend: http://jugend. dgb.de/ausbildung/beratung/ dr-azubi INDIVIDUELLES WAHLPROGRAMM IN EINER MINUTE Die ausführlichen Wahlprogramme der Parteien sind lang und befassen sich in der Regel mit allen gesellschaftlich-relevanten Themen. Doch wer konkret wissen will, was die SPD in Bezug auf seine persönliche Lebenssituation verbessern will, kann sich auf der Seite https://meinprogramm.spd.de in einer Minute sein individuelles Wahlprogramm erstellen lassen. Dabei werden anhand von mehreren Fragen (wie z. B. „Haben Sie Kinder?“, „Sind Sie unter 30 Jahre alt?“) die Passagen aus dem Programm herausgefiltert, die auf jeweilige individuelle Lebenssituation passen. Wenn Anfang September nach erfolgreicher Stellensuche das neue Ausbildungsjahr beginnt, sollte vor Arbeitsantritt unbedingt der Ausbildungsvertrag vorliegen, geprüft und unterschrieben sein. Darin wird u.a. festgelegt, wie viele Stunden täglich gearbeitet wird, wie lange die Probezeit dauert und welche Ausbildungsmaßnahmen getroffen werden. Die Ausbildungsvergütung wird im Tarifvertrag festgelegt. Sollte nicht nach Tarif bezahlt werden und es beim Verdienst eng werden, kann der Auszubildende bei der Arbeitsagentur Berufsausbildungsbeihilfe beantragen. Worauf während der Ausbildung unbedingt zu achten ist: Überstunden und ausbildungsfremde Arbeiten gehören nicht zum Ausbildungsplan, also unbedingt die Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes beachten. Die erste Etappe der Ausbildung ist die Probezeit, also die Bewährungsfrist. Sie dauert ein bis maximal vier Anfang September beginnt das neue Ausbildungsjahr Foto: Adobe Stock · Ehrenberg Bilder Monate und dient dem gegenseitigen Kennenlernen. Während dieser Zeit können sowohl Azubi als auch Betrieb jederzeit und ohne Begründung das Ausbildungsverhältnis kündigen. Die Kündigung muss jedoch schriftlich erfolgen. Wenn der Chef die gelbe Karte zeigt und eine Abmahnung ausspricht, wird es ernst: Mit einer Abmahnung gibt der Ausbilder dem Azubi zu verstehen, dass er mit der Leistung oder dem Verhalten nicht zufrieden ist. Eine Faustregel besagt, dass der Kündigung eines Azubis mindestens zwei Abmahnungen vorausgehen müssen. Die Gewerkschaften raten, die Abmahnung genau zu prüfen, eine Gegendarstellung zu verfassen und unbedingt den Betriebsrat um Unterstützung zu bitten. EINFACHERE ENERGIELABELSKALA Dank der EU ist bald Schluss mit der irrführenden EnergieverbrauchSkala für Elektrogeräte. Seit dem 1. August gilt die neue EU-Energielabel-Verordnung mit einer leicht verständlichen A- bis GSkala. Die Kennzeichnung A markiert fortan die Bestnote für besonders stromsparende Geräte; G ist die schlechteste Bewertung. Die Kennzeichnung löst die bisherige Unterteilung aus Buchstaben und Plus-Zeichen ab. Die Rahmenvorgaben werden nun schrittweise auch für die einzelnen Produkte umgesetzt und konkretisiert. Bis Herbst 2018 werden als erstes die Verordnungen zu Waschmaschinen, Kühlschränken, Geschirrspülern, TV und Monitoren sowie Beleuchtung überarbeitet. Die Energielabel-Skala wird zukünftig einfacher und verständlicher. Foto: Adobe Stock · MASP Nach einer Umstellungszeit für die Hersteller von in der Regel einem Jahr werden die neuen Energielabel mit der Skala A bis G für die Verbraucherinnen und Verbraucher ab Ende 2019/Anfang 2020 in den Geschäften sichtbar sein. Die EU-Kommission verspricht sich von der besseren Kennzeichnung mehr Energieersparnis. Umfragen haben gezeigt, dass 85 Prozent der Europäer beim Kauf auf die Energielabels achten. ZU GEWINNEN SIND 5 FAMILIENTICKETS FÜR DEN BERLINER ZOO ODER DEN TIERPARK 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 17 SENKRECHT (Umlaute = 1 Buchstabe) (Umlaute = 1 Buchstabe) 1 1 2 5 10 11 12 15 16 WAAGERECHT 14 15 18 19 20 21 16 22 23 24 25 26 22 24 27 28 30 17 20 29 31 26 28 29 30 31 42,195. Vorbei am Wilden Eber unempfindlich gesichert Saat ist ausgebracht närrisch wenn es sie gäbe, flösse die Knatter hinein Stoßzahn des Elefanten kostspieliges Liebhaberobjekt eine Wiege der Mark Brandenburg Tangentenlot Frauenvorname ohne i und a Experte wir Bürger wollen es wissen bekannt ist sie in blue Rückgriffsschuldner touristische Wegstrecke erstes Auto aus dem 3-D-Drucker ersuchen, höflich verlangen 3 4 6 7 8 9 13 18 19 21 22 23 25 27 stößt ab, zieht an zerstörerische Verbindung von Eisen und Sauerstoff Friedhof med. Hilfsmittel Vorsicht, kann Fibronil enthalten zackzack, ruckzuck wer Viecher schätzt, ist ... die Zukunft konstruieren Sanssouci auf technisch steigt zur Dämmerung in die Nase Richtung Strand, Wasser, Wellen beginnt 2 Tage vor vor der Wahl fließt nur im Volksmund durch Kyritz heftig schießen rank, schlank, dünn Einraumwohnung für Gefiederte In die richtige Reihenfolge gebracht ergeben die rot umkreisten Buchstaben das zurzeit begehrteste Gebäude Deutschlands. Bitte schicken Sie dieses Lösungswort auf einer Postkarte bis 22.09.2017 per Post an das Berliner Stadtblatt, Müllerstr. 163, 13353 Berlin oder per E-Mail an raetsel@ berliner-stadtblatt.de. Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir 5 Familientickets für den Berliner Zoo oder für den Tierpark (bitte Wunsch bei der Einsendung angeben). DAS LÖSUNGSWORT aus der letzten Ausgabe des Stadtblatts war: DONNERSTAG. Die Gewinnerinnen und Gewinner wurden schriftlich benachrichtigt. Berliner Stadtblatt C HA R LO T T E N BU RG - W I L M E R SD OR F Das Müllproblem konsequent angehen Stadt ihr Müllproblem vor allem dank 50 so genannter „Waste Watcher“ sowie 400 geschulten Außendienstmitarbeitenden mit Kontrollbefugnis in den Griff bekommen hat. Die Waste Watcher gehen sichtbar durch die Straßen. Wer öffentliche Flächen oder Gewässer verunreinigt, Stadtmobiliar beschädigt, muss mit Geldbußen rechnen. Abladen von Sperrmüll Mehr Kontrollen, bessere Reinigung, Mentalitätswandel – wie Berlin sauberer werden kann Schaut man sich Plätze und Grünanlagen wie den Bundesplatz, den Volkspark Wilmersdorf oder in anderen Bezirken den Volkspark Friedrichshain, Mauerpark oder „Görli“ nach dem Wochenende an – eine wilde Mischung aus übervollen Mülleimern, verteilten Scherben, Pizzakartons, Chips-Tüten, Zigaretten und Grillresten. S-Bahn-Trassen, Ufer an Spree und Kanal sowie Spielplätze verdrecken ebenfalls. Berlin wächst. Die Touristenzahlen steigen. Dass dabei Müll entsteht – keine Frage. Das Bewusstsein für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Müll zu erhöhen, kann deshalb nur ein Schritt sein. Auch institutionell muss etwas geschehen. Mit meinen Kollegen aus dem Berliner Abgeordnetenhaus, Joschka Langenbrinck, Tino Schopf und Clara West habe ich ein Forderungspapier ini- tiiert, das Ansätze aufzeigt, wie Berlin sauberer werden kann. Es bedarf einer besseren Reinigung. Das Pilotprojekt „Reinigung von ausgewähl- V.l.n.r.: Joschka Langenbrinck, Tino Schopf, Clara West und Franziska Becker. Foto: Joschka Langenbrinck ten Parkanlagen“ soll von 12 auf alle besonders stark genutzten Grün- und Waldflächen sowie Parkanlagen ausgeweitet werden – auch auf den Volkspark Wilmersdorf. Sperrmüll soll zweimal jährlich kostenlos abgeholt werden. Auch sollten sich Reinigungszyklen von Straßen stärker an der tatsächlichen Verschmutzung orientieren. Ein regelmäßiger „Mülleimerscan“ könnte defekte Mülleimer verhindern, aus denen unten alles rausfällt. Längere und bedarfsgerechtere Abend- und Wochenend-Öffnungszeiten der BSR-Recyclinghöfe sind weitere Forderungen. In der österreichischen Hauptstadt Wien hatte ich mir mit den KollegInnen im Juli angesehen, wie die 7 kann bis zu 4-stellige Beträge kosten. Waste Watcher sollten auch in Berlin kontrollieren, ob etwa die Hundekotbeutelpflicht durchgesetzt oder größere Mengen Müll auf der Straße oder in Parks entsorgt werden. Dafür bedarf es zusätzlicher Mittel im Haushalt. Mehr zum Thema: www.becker2011.de FB KONTAKT Wahlkreisbüro Franziska Becker, MdA Fechnerstraße 6a 10717 Berlin Telefon 863 19 653 franziska.becker@ spd.parlament-berlin.de www.becker2011.de Geänderte Öffnungszeiten: Mo 10.00–17.00 Uhr Di 10.00–14.00 Uhr Mi 12.00–17.00 Uhr Do 10.00–15.00 Uhr Sprechstunden: (Anmeldung nicht erforderlich) Freitag, 15.09.2017, 16.00–17.00 Uhr, Bundesplatz-Kino (Foyer) Donnerstag, 5.10.2017, 16.00–17.00 Uhr, Wahlkreisbüro, Fechnerstr. 6a, 10717 Berlin Termine: www.becker2011.de/ show/6268679.html Zeit für mehr Gerechtigkeit. Zeit für ein besseres Europa! Mit dem SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz wird die EU eine sozial gerechtere Gemeinschaft, von der alle profitieren. fung der europäischen Integration, in Deutschland sind es sogar acht von zehn. In allen Ländern stieg die Zustimmung zur EU, in Deutschland sogar um 30%. Die Rechtspopulisten können noch so laut schreien, die Bürgerinnen und Bürger wollen mehr Europa. Es ist Zeit mit Reformen für Europa dieser Entwicklung politisch Rechnung zu tragen. Mit Martin Schulz als Kanzler hat die EU eine starke Zukunft. Mit einem Kanzler Martin Schulz wird der Stillstand und das Durchwurschteln von Angela Merkel auch auf europäischer Ebene ein Ende finden. Martin Schulz wird sich dafür einsetzen, dass es zu einer gerechteren Besteuerung von multinationalen Unternehmen kommt und Steuerdumping überwunden wird. Mehr Europa bedeutet eben auch mehr Gerechtigkeit. Denn es kann nicht hingenommen werden, dass eine mittelständische Bäckereikette mehr Steuern zahlt, als ein multinationaler Online-Versandhandel. Durch mehr Zusammen- arbeit bei der Gestaltung des digitalen Wandels sichern wir neuen Wohlstand. Eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik stärkt uns gegenüber den Autokraten vor den Toren der EU sowie des irren Mannes im Weißen Haus. Es ist Zeit für einen Wechsel im Bundeskanzleramt, damit die EU eine starke Zukunft hat. Auch im Kleinen lässt sich übrigens einiges bewegen. Genossinnen und Genossen haben im Klausenerplatz-Kiez eine Partnerschaft mit italienischen VERANSTALTUNGEN Foto: fotolia/ Rawpixel.com Europa rückt zusammen. Brexit, Front National und Orban verstärken nicht die Ablehnung der EU. Es macht sich eine gegenläufige Tendenz bemerkbar. Ein neuer Zusammenhalt entsteht abseits des politischen Parketts. Die Vorzüge der EU rücken bei den europäischen Bürgerinnen und Bürgern in den Mittelpunkt. Es ist Zeit für Reformen. Mitte August hat die Friedrich-Ebert-Stiftung die Ergebnisse ihrer großen Studie „Was hält Europa zusammen? Die EU nach dem Brexit“ präsentiert. Was sich Anfang des Jahres bei Kundgebungen von „pulse of europe“ auf den Straßen und Plätzen ankündigte, schlägt jetzt auch in wissenschaftlichen Messungen durch. Sechs von zehn Befragten wünschen sich eine Vertie- Führungen im Abgeordnetenhaus: Jeweils ab 16.00 Uhr an folgenden Terminen: Mo 16.10.2017 Do 30.11.2017 Do 14.12.2017 Anmeldung telefonisch oder per Mail erbeten: Telefon: (030) 96 60 48 18 Email: kiezbuero@ uelker-radziwill.de Europas Stärke und Zukunft: in Vielfältigkeit geeint kann den Rechtspopulisten entgegen getreten werden. Genossinnen und Genossen aus Mailand aufgebaut. Im Wahlkampf werden sie uns besuchen, helfen und wir werden gemeinsam diskutieren, wie wir die europäische Vereinigung voranbringen können. ÜR KONTAKT Kiezbüro Ülker Radziwill, MdA Friedbergstr. 36 14057 Berlin Öffnungszeiten: Mo & Mi 10.00–16.00 Uhr Do 13.30–18.30 Uhr Tel: 96 60 48 18 www.uelker-radziwill.de info@uelker-radziwill.de Sprechstunden: nach Vereinbarung möglich Bezirkspolitik in Charlottenburg-Wilmersdorf: vielseitig und bürgernah Wer kennt es nicht? Gerade in den Sommermonaten, in denen die bezirklichen Parkanlagen besonders genutzt werden, bleibt dort auch viel Müll zurück. Deshalb hatten wir den Antrag „Mehr Sauberkeit in den Parkanlagen“ eingebracht, der jüngst von der BVV beschlossen wurde. Wir fordern, dass das Bezirksamt ein besseres Müllvermeidungs- und Müllentsorgungskonzept, auch unter Einbeziehung der ansässigen Geschäfte, für die öffentlichen Parkanlagen entwickelt. Die Deutsche Bahn elektrifiziert den sogenannten Güter-Innenring. Damit werden auf der Bahnlinie, Foto: Wikipedia/Fridolin freudenfett (Peter Kuley) Von Sauberkeit und Lärmschutz über einen Gedenkort für Benno Ohnesorg bis zur frühkindlichen Musikerziehung die zwischen Westend und Neukölln unmittelbar parallel zu Ringbahn und A100 verläuft, Lärmschutzmaßnahmen erforderlich. Aus diesem Grund wird die BVV im September auf unsere Initiative beschließen, dass im Zusammenhang mit der Elektrifizierung des Güter-Innenrings und der damit nun einhergehenden Schallschutzmaßnahmen eine integrierte Schallschutz-Gesamtlösung zum Schutz der Anwohner*innen der weitgehend gemeinsamen Trasse von Stadtring, Ringbahn und Güter-Innenring realisiert wird. Seit längerer Zeit mahnen AnwohnerInnen, ZeitzeugInnen, HistorikerInnen und die Familie von Benno Ohnesorg an, dass die Ereignisse des 2. Juni 1967 nicht angemessen ge- würdigt werden. Die Umbenennung des Platzes in der Nähe des Todesortes von Benno Ohnesorg wäre nach 50 Jahren ein richtiges Zeichen. Damit der Name endlich im Straßenbild präsent wird, bitten wir das Bezirksamt zu prüfen, ob die Möglichkeit besteht, die Shakespeare-Büste, die derzeit auf dem Shakespeareplatz steht, vor die Schaubühne zu versetzen und den somit freigewordenen Platz in Benno-Ohnesorg-Platz umzubenennen. Gemeinsames Musizieren ist ein Baustein auf dem Weg zur Integration und sollte stärker gefördert werden. Doch nicht allen Kindern und Jugendlichen ist die Möglichkeit gegeben, am Unterricht der bezirklichen Musikschulen teilnehmen zu können. Deshalb fordern wir das Bezirksamt auf zu prüfen, welche zusätzlichen Möglichkeiten bestehen, Kindern und Jugendlichen von Geflüchteten und aus einkommensschwachen Familien den Zugang zu den bezirklichen Musikschulen zu ermöglichen. Die SPD-Fraktion in der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf ist der Ansprechpartner, wenn es um Ihr Anliegen hier im Bezirk geht. Haben Sie Ideen, Anregungen, Wünsche? Gibt es etwas, was Sie in Ihrem Kiez aufregt? Dann zögern Sie nicht, uns anzusprechen. Oder Sie besuchen uns unter www.spd-fraktion-cw.de. HW KONTAKT ZUR SPD-FRAKTION Tel.: 90 29-149 07 info@spd-fraktion-cw.de www.spd-fraktion-cw.de Sprechzeiten: Mo–Do 10.00–12.00 Uhr Do (vor der BVV) 14.00–16.00 Uhr Fr (nach der BVV) 10.00–12.00 Uhr 8 Berliner Stadtblatt C HA R LO T T E N BU RG - W I L M E R SD OR F NAUMANN MEINT: Mehr Mieter- und Milieuschutz in Charlottenburg Nord Unsere Demokratie stärken: Wählen gehen! Wohnen muss bezahlbar und die soziale Mischung in den Quartieren erhalten bleiben: Mehr Schutz für Mieterinnen und Mieter bieten eine Verschärfung der Mietpreisbremse und neue Milieuschutzgebiete Ich bin 1960 in eine Demokratie hinein geboren worden, im Gegensatz zu meinen Eltern, die 1934 und 1935 in den düsteren Zeiten des Nationalsozialismus geboren wurden. Angesichts meiner persönlichen Erfahrungen mit der Teilung Berlins – meine Familie war durch die Mauer zwangsweise getrennt – ist mir schon als Kind bewusst geworden, welche wichtige Bedeutung ein demokratisches Gemeinwesen hat und dass wir diese Freiheit und Demokratie immer wieder aufs Neue verteidigen müssen. Trotz mancher Unzulänglichlichkeiten auch bei uns in Deutschland bin ich doch im weltweiten Vergleich dankbar dafür, in einem demokratisch verfassten Land in Frieden und Freiheit zu leben. Täglich müssen wir leider erleben, dass noch viel zu viele Menschen in anderen Ländern bis heute bei Gefahr für Leib und Leben dafür kämpfen müssen. Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, auch wenn es uns oft so erscheint. Immer wieder ist sie durch Extremismus und Populismus bedroht. Deshalb braucht es Menschen, die sich für sie einsetzen, sie verteidigen, sie gestalten. Natürlich zum einen bei den vielen Möglichkeiten, die die direkte Demokratie bietet, sich täglich einzubringen. Aber insbesondere zählt Ihr freies und geheimes Wahlrecht! Deshalb ist meine Bitte: Gehen Sie am 24. September demokratisch wählen! Lassen Sie uns gemeinsam die Wahlbeteiligung kräftig steigern! 71,5 % – da ist noch reichlich Luft nach oben. Wie immer erreichen Sie mich unter naumann@charlottenburgwilmerdorf.de. Mit sommerlichen Grüßen Ihr Reinhard Naumann Bezirksbürgermeister Der Mierendorff-Kiez und das Viertel um den Gierkeplatz stehen jetzt unter Milieuschutz. „Der Milieuschutz ist in Berlin ein wichtiges politisches Mittel, um Luxussanierungen und die Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen zu verhindern“, so Swen Schulz, Mitglied im Haushaltsausschuss für die SPD-Bundestagsfraktion. „Und ich bin froh, dass diese beiden Viertel nun mit einbezogen sind. Die europaweiten niedrigen Zinsen, das Wachstum der Stadt sorgen bei Akteuren der Immobilienbranche für einen Boom zu Lasten von Mieterinnen und Mietern.“ Modernisierungen seien im Grunde gut und wichtig, findet Schulz – dort wo sie sinnvoll sind. Sie dürften aber nicht durch die Hintertür zu erheblichen Mieterhöhungen, der Verdrängung von angestammten Mieterinnen und Mietern und schließlich damit zur Veränderung eines ganzen Milieus führen. „Wir wollen, dass überall Wohnen bezahlbar bleibt, gerade auch für Menschen mit mittlerem und niedrigem Einkommen. Wir werden deshalb die Mietpreisbremse weiter verbessern. Wir werden auch die zulässige Mieterhöhung nach einer Modernisierung begrenzen.“ Im Rahmen der Verschärfung der Mietpreisbremse plant die SPD, dass Vermieter zur Offenlegung der Vormiete gesetzlich verpflichtet werden sollen. Die Modernisierungsumlage will die SPD von derzeit elf Prozent auf acht Prozent absenken. Aber auch im Umgang mit den Bundesimmobilien will die SPD eine Kehrtwende. „Der Bund darf den ange- spannten Markt nicht noch anheizen“ so Swen Schulz. „Als SPD-Bundestagsfraktion haben wir den Bund zu einer geänderten Immobilienpolitik gedrängt. So haben wir in Zusammenarbeit mit Berlin verhindert, dass das Dragoner-Areal in Kreuzberg an den Meistbietenden verkauft werden kann“. Die Vergabe von bundeseigenen Grundstücken will die SPD durch eine Änderung des Gesetzes für die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) zugunsten der Kommunen erleichtern. Die Kommunen sollen ein Erstzugriffsrecht zum Verkehrswert erhalten. Nicht Höchstpreise, sondern Nutzungskonzepte sollen entscheidend sein. Bodenspekulanten wollen die Sozialdemokraten den Boden entziehen. SwS TERMINE SWEN SCHULZ Einsatz vor Ort für den Charlottenburger Norden und Spandau: der Abgeordnete Swen Schulz Foto: Christian Kruppa Dienstag, 12.09.2017, 18.00 Uhr, „Mietenpolitik im Falkenhagener Feld“, Gemeindesaal der Zufluchtskirche, Westerwaldstraße 16, 13589 Berlin, mit Bettina Domer, MdA, und Swen Schulz, MdB „Aus Liebe zu den Menschen“ Die Sozialdemokratin und Widerstandskämpferin half Nazi-Verfolgten Im November 1933 wurde Elise Tilse, Mitglied der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP), von den nationalsozialistischen Machthabern verhaftet und wegen ihrer Mitarbeit im Widerstand zu einer mehrmonatigen Haftstrafe verurteilt. Die SAP war eine linkssozialdemokratische Partei, die in der Zeit der Weimarer Republik insbesondere junge Menschen für sich gewinnen konnte. Schon bald nach Tilses Verhaftung erhielten ihre Eltern in ihrer Charlottenburger Wohnung Besuch durch „ein gut gekleidetes, sehr sympathisches Mädchen“. Die junge Frau hieß Hilde Ephraim und kümmerte sich als Be- treuungsperson der SAP um die Angehörigen der von den Nationalsozialisten in Gefängnisse und Konzentrationslager Verschleppten. Sie leistete moralische Unterstützung und konnte auch auf einen Solidaritätsfonds der SAP zurückgreifen. Nach Elise Tilses Haftentlassung organisierte Hilde Ephraim sogar eine Reise für sie, damit sie sich von den harten Haftbedingungen erholen konnte. So half Hilde Ephraim Menschen, die im Nationalsozialismus Unrecht erfahren mussten, und erfuhr zugleich dieses Unrecht als Sozialistin und rassistisch verfolgte Jüdin am eigenen Leib. 1936 wurde auch sie verhaftet. Trotz schwerster Misshandlungen verriet sie keinen ihrer Genossinnen und Genossen, doch sie zerbrach seelisch an den erlittenen Grausamkeiten und wurde in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen. Im September 1940 wurde sie im Rahmen der nationalsozialistischen Euthanasiemorde an kranken und behinderten Menschen getötet. In ihrem Prozess 1937 hatte Hilde Ephraim auf die Frage, warum sie sich im Widerstand engagierte, noch geantwortet: „Aus Liebe zu den Menschen. In meinem ganzen Leben war es immer meine Richtschnur gewesen, den Armen und Leidenden zu helfen.“ Im Bezirk Grunewald ist eine Straße nach ihr benannt und vor ihrem Ouelle: Gedenkstätte Deutscher Widerstand Foto: Joachim Gern Hätten Sie es gewusst? Auch ich musste mich erst im Internet schlau machen: Nur 71,5 % aller Wahlberechtigten haben bei der letzten Bundestagswahl ihre Stimme abgegeben. Bei der Wahl 1998 waren es mit 82,2 % über 10 % mehr! Bis zum Tode im Widerstand: die Sozialdemokratin Hilde Ephraim Wohnhaus in der Bayerischen Straße 20 erinnert ein Stolperstein an Hilde Ephraim, die in unmenschlicher Zeit den Menschen half. YC Was zählt mehr: Gesundheit oder kurze Wege? Bei dem Volksentscheid zu Tegel geht es am 24. September nicht nur um mehr Arbeits- und Studienplätze sowie Wohnungen – es geht um die Gesundheit von 300.000 Menschen Die Tegeldebatte wird höchst emotional und – passend zum Thema – laut geführt. Dabei wird vieles bei der FDP-Volksbefragung zur Offenhaltung von Tegel ausgeblendet: Was ist, wenn es mal ein Flugzeugunglück mitten in der Stadt gibt? Dieselabgase und Feinstaub sind gerade in aller Munde, warum nicht die Kerosinwolken mitten im Wohngebiet? Sportplätze in der Nachbarschaft, Nachtclubs oder Biergärten in der Wohnstraße werden wegen Lärms beklagt. Dass 300.000 Berlinerinnen und Berliner täglich mit Fluglärm weit über allen normalerweise zulässigen Werten leben müssen, scheint hingegen kein Problem. Vielleicht sollte sich jeder Berliner einmal zum Kaffeetrinken unterhaltend am offenen Fenster, auf dem Balkon oder in den Garten setzen, das Gespräch alle paar Minuten unterbrechen und dabei mit vollem Ton eines der im Internet kursierenden Videos mit landenden Flugzeugen laufen lassen, um nur annähernd zu verstehen, was die Menschen am Flughafen erdulden. Lärm macht krank. Das wissen mittlerweile alle. Aber das Hauptargument vieler Befürworter der Offenhaltung von Tegel bleibt das der kurzen Wege. Jeder muss sich beim Tegel-Volksentscheid fragen, ob er für ein paar Minuten Bequemlichkeit die Gesundheit von hunderttausenden Berliner Nachbarn, eine sicherere und sauberere Innenstadt riskieren will. Dazu kommen viel Raum für die Beuth-Hochschule, zehntausende zukunftssichere moderne Arbeitsplätze und 9.000 dringend benötigte Mietwohnungen, die dort entstehen können. Soviel Zukunft und Rücksicht auf unsere Berliner Nachbarn gibt es für nur ein Kreuz. Am 24. September mit Nein stimmen. Damit, wenn der BER eröffnet ist und alles dort reibungslos funktioniert, Tegel schließen und ein Ort mit Zukunft werden kann. Mehr Argumente: Mit dieser Postkarte macht die SPD Berlin auf das Thema Flug- www.tegel-volksentscheid.de lärm aufmerksam Repro: SPD Berlin RD Mittwoch, 13.09.2017, 18.30 Uhr, „Berlin Nahverkehrskonzept Spandau – Havelland“, Paul-Schneider-Haus, Schönwalder Straße 23, 13585 Berlin Dienstag, 19.09.2017, 19.00 Uhr, Kiezversammlung Kladow „Kladow heute – Kladow morgen“ Casino der Sportfreunde Kladow, Gößweinsteiner Gang 53, 14089 Berlin TERMINE TIM RENNER Fr 08.09.2017, 16.30– 18.30 Uhr, 31. Fest der Nationen, Prager Platz Sa, 09.09.2017, 14.30– 18.30 Uhr Lietzenseefest, Schillerwiese Sa 9.09.2017, ab 21.00 Uhr The Red PEARL, The Pearl, Fasanenstr. 81, 10623 Berlin, Gastgeber: The PEARL, DJ: Tim Renner & Friends IMPRESSUM Berliner Stadtblatt Wissenswertes aus Berlin und den Bezirken (Seite 1 unten, 3, 4, 5, 6) Herausgeber: SPD-Landesverband Berlin Landesgeschäftsführerin Anett Seltz (V.i.S.d.P.), Müllerstr. 163, 13353 Berlin Redaktion der Landesseiten: Christina Bauermeister, David Hiller, Ulrich Horb, Birte Huizing, Gunter Lange, Ulrich Rosenbaum, Josephine Steffen Rätselerstellung: Ulrich Schulte Döinghaus Grafik: Hans Kegel, Charly Hall Bezirksseiten Charlottenburg-Wilmersdorf (Seiten 1 oben, 2, 7 und 8) Herausgeber: SPD Charlottenburg-Wilmersdorf Otto-Suhr-Allee 100 10585 Berlin V.i.S.d.P.: Robert Drewnicki In dieser Ausgabe schreiben für Sie: Franziska Becker, MdA (FB) Yves Clairmont (YC) Florian Dörstelmann, MdA (FD) Robert Drewnicki (RD) Michael Groys (MG) Frank Jahnke, MdA (FJ) Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (RN) Ülker Radziwill, MdA (ÜR) Tim Renner (TR) Swen Schulz, MdB (SwS) Holger Wuttig (HW) Chefredaktion: Robert Drewnicki Isabel Herrmann Kontakt zur Bezirksredaktion: presse@spd-citywest.de Druck: BVZ Berliner Zeitungsdruck GmbH
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.