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Periodical volume

Full text: Domus Issue 2016,2

Bundesverband
für Wohnungswesen
und Städtebau

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Mit G

KATHOLISCHER
SIEDLUNGSDIENST E.V.

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Der Unternehmensreport des KSD Katholischer Siedlungsdienst e.V.
www.ksd-ev.de

Ausgabe 2016/02

Der KSD bei Google+

Liebe Leser,

Editorial

01

KSD-Jahrestagung 2016-05-03/04 in Bamberg –
„Wohnbau ist Dombau – einst wie heute!“

Unternehmensreport

02 - 03

Baugenossenschaft Familienheim Rastatt eG
im Siedlungswerk Baden e.V.

Projekte I bis III

04 - 08

I - Wohnungsbau
II - Leuchtturm
IIi - Kirchenimmobilien

Rezension/Personalia/Termine

10

Wohnraum- und Gewerberaummietrecht
Anton Posset, Hans Heß, Bernhard Scholz,
Martin Behrens, Alexander Ehrlacher

I
Kath. Siedlungswerk München
GmbH errichtet
neues Clearinghaus.
Fester Wohnsitz
anstelle bloßer
Unterkunft.
Seite 4

II
Aachener SWG
errichtet
Schutzwohnung
für traumatisierte Frauen.
Ein „gottmenschlicher Ort“ für
Bedrängte.
Seite 6

III
Das Immobilienkonzept im
Bistum Trier.
Was benötigt die
Pastoral? – Was
ist finanzierbar?

Seite 7-8

Editorial

domus erreicht etwa 4.000 Entscheider und Experten in Kirche, Politik, Wohnungswirtschaft, Verwaltung und Medien.

Inhalt

die Jahrestagung des KSD am 03./04. Mai 2016 in Bamberg steht
vor der Tür. Sie findet auf Einladung der Joseph-Stiftung statt. Wir dürfen Sie zu diesem Ereignis recht herzlich einladen und werden die Jahrestagung am 03. Mai 2016 mit der Festveranstaltung unter dem Titel
„Wohnbau ist Domau – einst wie heute!“ im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia eröffnen. Als Festredner hat S.E. Dr. Reinhard
Kardinal Marx sein Kommen und eine Festrede zugesagt. Die katholischen Siedlungswerke verfügen über die notwendige Expertise bei der
Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum, denn ihr Gründungsauftrag
geht auf die Versorgung von Flüchtlingen mit Wohnraum nach 1945
zurück. Der primäre Auftrag der Siedlungswerke, diesen Wohnraum für
Menschen in schwierigen finanziellen oder sozialen Situationen zu
schaffen, gilt unverändert fort – für Einheimische und Flüchtlinge gleichermaßen! Zur erfolgreichen Umsetzung dieses Auftrages bedarf es
der Unterstützung der kirchlichen Gesellschafter und der intensiven
Zusammenarbeit der kirchlichen Akteure aus den sozial-caritativen
Diensten sowie aus den Bau-, Liegenschafts- und Finanzverwaltungen.
Ganz bewusst wendet sich der KSD im Rahmen der Jahrestagung deshalb dem Thema zu: „Wohnbau ist Dombau – einst, wie heute!“ Das
vollständige Programm zur Tagung können Sie hier einsehen. – Ich
wünsche Ihnen eine anregende Lektüre von domus! Ihr

Ulrich Müller
Geschäftsführender Vorstand

Schauplatz der
KSD-Jahrestagung 2016:
Bamberg – Blick
auf den Dom und
die ab dem 15.
Jahrhundert
errichtete Alte
Hofhaltung.
© Archiv d. BAMBERG
Tourismus & Kongress
Service

domus 6. Jahrgang · Heft 2016/02· © Verlag Bauen und Siedeln c/o KSD e.V. Berlin · ISSN 2191-4656
1

Unte r n e h me n s r e p o r t
Familienheim Rastatt eG im Siedlungswerk Baden e.V.

Unternehmen im Überblick

„Träume brauchen Räume“
Name:
Baugenossenschaft Familienheim
Rastatt eG

Gründung:
05. März 1949

Aufgaben
Die Baugenossenschaft Familienheim Rastatt eG steht seit über 65 Jahren
für familiengerechtes Planen und Bauen.
Derzeit verfügt die Genossenschaft über
rund 746 Mietwohnungen im eigenen
Bestand und errichtet außerdem Eigentumswohnungen für Eigennutzer und
Kapitalanleger. Weiterhin ist sie in den
Bereichen der Baubetreuung fremder
Bauvorhaben, der Verwaltung von Eigentumswohnungen und der Verwaltung
von Mietwohnungen Dritter tätig. Über
das Siedlungswerk Baden e.V. ist die
Familienheim Rastatt eG auch mit dem
KSD verbunden.
Geschichte
Die Baugenossenschaft Familienheim Rastatt eG wurde am 05. März
1949 gegründet. Es bedurfte vieler Vorarbeiten in den Jahren 1948/49, um den
Gedanken der Gemeinschaftshilfe zu
verwirklichen. Schließlich fand unter
Leitung von Dekanats-Obmann Bernhard
Hund, Rastatt, die Gründungsversammlung der Genossenschaft im Pfarrsaal
von Herz-Jesu in Rastatt statt. Es waren

Siedlerhäuser aus der Gründungszeit
der Familienheim Rastatt eG.
Foto: FH Rastatt

Regionales Tätigkeitsgebiet:
Rastatt und umliegende Gemeinden

Vorstand:
Thomas Burkhard (Geschäftsführer)
Konrad Braun (nebenamtlich)

Aufsichtsratsvorsitzender:
Verwaltungsgebäude der Familienheim
Rastatt eG.
Foto: FH Rastatt

über 200 Personen zur Gründungsversammlung erschienen.
Die ersten Sitzungen der Verwaltungsorgane hatten das Ziel, das Kapital
für den Bau von 41 Einfamilien- und
Doppelwohnhäusern in Rastatt zu beschaffen. Dazu ergaben sich Ende 1949
durch den Mangel an Baugelände, die
angespannte Finanzlage und durch die
unzureichende Zuteilung von Baumaterialien weitere Schwierigkeiten. In den
Gemeinden Bischweier, Elchesheim,
Gaggenau, Gernsbach, Hörden, Michelbach, Oberweier, Ottenau, Ottersdorf,
Plittersdorf, Rotenfels, Rauental, Selbach, Steinmauern und Waldprechtsweier wurden insgesamt 110 Häuser
erstellt. Neben dem Bau des heutigen
Verwaltungsgebäudes der Genossenschaft wurden in den Jahren 1953 bis
1960 vermehrt Mietwohnungen mit größeren Wohnflächen errichtet.
Ab dem Jahr 1967 kamen jährlich neue Eigentumswohnanlagen hinzu.
Das größte Bauträgerobjekt konnte in
den Jahren 1993/1995 in der Franz-AbtStraße in Rastatt mit 53 Eigentumswohnungen und zwölf Reihenhäusern errichtet werden. Der Dienst am Menschen,
vor allem der Dienst an den Familien,
stand in den vergangenen sechs Jahrzehnten dauerhaft als Leitmotiv über der

Werner Happold

Bilanzsumme (31.12.2014)
25.560.000 €

Eigenkapitalquote (31.12.2014):
57.7 %

Instandhaltungsaufwand (31.12.2014)
1.227.000 €

Anzahl der Mitglieder (31.12.2014)
1.577 (4.499 Geschäftsanteile)

Wohneinheiten (31.12.2014):
Eigene Mietwohnungen: 746
Gewerbliche Einheiten: 2
Fremdverwaltung: 46 Wohnungseigentümergemeinschaften, 2 Mietwohnanlagen
(846 Wohnungen)

Unternehmensmiete (31.12.2014):
Durchschnittlich 5,33 €/qm Wohnfläche

Geschäftsfelder:
Bau, Verkauf und Verwaltung von Eigentumswohnungen und Eigenheimen, Verkauf, Bau und Verwaltung von Mietwohnungen, Baubetreuung

Anzahl Mitarbeiter (Durchschnitt 2014):
7 (Vollzeit), 19 (Teilzeit)

Internet:
www.familienheim-rastatt.de

Arbeit der Genossenschaft. Auch Kindergärten, Verwaltungsgebäude und ein
Vereinsheim standen in der Vergangenheit auf dem Bauprogramm.
Die Familienheim Rastatt hat sich
stets den wechselnden Anforderungen
und Marktbedingungen flexibel angepasst und kann heute dank der stetigen
Investitionen im Bereich der Modernisierung eine Wohnqualität bieten, die

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Unte r n e h me n s r e p o r t
Saniertes Mietwohnhaus in der Steinmauerner Straße 10, 10a, 12 und 12a
in Rastatt. Für die Komplettsanierung
wurden hier 750.000 Euro investiert.
Foto: FH RastattSaniertes Mietwohnhaus in
der Steinmauerner Straße 10, 10a, 12
und 12a in Rastatt. Für die Komplettsanierung wurden hier 750.000 Euro investiert.
Foto: FH Rastatt

Saniertes Mietwohnhaus in der Steinmauerner Straße 10, 10a, 12 und 12a in
Rastatt. Für die Komplettsanierung wurden hier 750.000 Euro investiert.
Foto: FH Rastatt

auch den Ansprüchen im frei finanzierten Wohnungsbau gerecht wird. Wichtigstes Ziel ist es, besonders für die Zukunft Wohnraum mit vertretbaren Kosten
zu schaffen.
Geschäftstätigkeit
Für Modernisierung und Bestandspflege der Gebäude wurden im
Geschäftsjahr 2014 rund 1,5 Mio. Euro
aufgewendet. Die Investitionen erfolgten
im Rahmen von umfassenden Bestandsmodernisierungen, Wohnungseinzelmodernisierungen und im Rahmen laufender Instandhaltungen. In den letzten

Jahren wurden nach Angaben der Genossenschaft zudem die Wohnungsmieten schrittweise und sozialverträglich,
insbesondere bei energetischen Gebäudesanierungen vorgenommen. Die
durchschnittliche Unternehmensmiete
beläuft sich Ende 2014 auf 5,33 Euro/
qm Wohnfläche. Die Nachfrage nach
Mietwohnungen in guten Lagen hat in
den letzten Jahren weiter zugenommen.
Dies zeichnet die Attraktivität der Wirtschaftsregion Mittelbaden aus.
Im Stadtgebiet Rastatt werden in
den nächsten zwei bis drei Jahren über
1.000 Wohneinheiten fertiggestellt. Die
Baugenossenschaft Familienheim Rastatt
eG ist daran beteiligt. So wurde im III.
Quartal 2015 ein Anfang 2014 erworbenes Wohngebäude in der Königsberger
Straße 11 in Rastatt abgebrochen, um
neun neue zeitgemäße Wohnungen zu
errichten. Ferner wurden im Jahr 2015
durch den Erwerb eines ca. 3.700 qm
großen Teilareals (Franz-Abt-Straße)
die Grundlagen für die Planung von weiteren 36 Wohnungen geschaffen.
Ausblick
Aufgrund des hohen Modernisierungsgrades des Wohnungsbestandes
der Familienheim Rastatt eG hat sich die
Nachfrage nach den Genossenschafts-

Mietwohnhaus in der Königsberger
Straße 7 in Rastatt. Die energetische
Sanierung steht hier noch bevor.
Foto: FH Rastatt

wohnungen in den letzten Jahren deutlich erhöht. Dabei spielen auch die verschiedenen Bedürfnisse der Mieter eine
große Rolle. Solange wie möglich selbstbestimmt und selbständig in der eigenen
Wohnungen bleiben zu können, auch im
Alter und auch wenn die körperlichen
Fähigkeiten eingeschränkt sein sollten,
das ist z.B. der Wunsch vieler Menschen
in Deutschland. Dies gilt auch für die
Mieter der Genossenschaft. Um breite
Schichten der Bevölkerung die Chance
auf eine bezahlbare Wohnung zu geben,
bietet die Familienheim Rastatt eG weiterhin Wohnungen in verschiedenen Wohn-,
Markt- und Preissegmenten an.
Text: KSD/FH Rastatt

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Proje kt I - Wo h n u n g s b a u
Fester Wohnsitz anstelle bloßer Unterkunft

Projekt im Überblick

Kath. Siedlungswerk München GmbH errichtet neues Clearinghaus
Name:

Die Kath. Siedlungswerk München GmbH als Bauherr hat mit dem Neubaustart eines Clearinghauses in München-Sendling im Rahmen des Münchner
Wohnungsbauprogramms KomPro/C ein Projekt auf den Weg gebracht. Als
Partner des Unternehmens übernimmt die Betriebsträgerschaft in Form
eines Generalmieters der Katholische Männerfürsorgeverein. Das Projekt
steht exemplarisch für die Hilfe zur Selbsthilfe im Wohnbereich.

Clearinghaus in München-Sendling
(Plinganserstraße)

Bauherr:
Kath. Siedlungswerk München GmbH

Betriebsträgerschaft/Generalmieter:
Katholischer Männerfürsorgeverein

Beschreibung:
Errichtung eines Neubaus in Hangbebauung und mit zwei Untergeschossen

Daten:
Anzahl Wohnungen: 31
Gesamtwohnfläche: 1.600 qm
Grundstücksgröße: 979 qm
Sonstiges: Hausverwaltungseinheit,
Begegnungscafé

Besonderheit:
Animation des
fertiggestellten
Clearinghauses der
KSWM GmbH in
München-Sendling.
Foto: KSWM

Kath. Siedlungswerk München GmbH:
Die Kath. Siedlungswerk München GmbH
(KSWM) wurde am 10. Juni 1949 als gemeinnütziges, kirchliches Wohnungsunternehmen gegründet. Die Tätigkeitsfelder der
KSWM beinhalten neben dem Kerngeschäft
- dem Bau und der Verwaltung von Mietwohnungen für den eigenen Bestand - die Verwaltung und Vermietung von Wohnungen
für Dritte, die Baubetreuung für Dritte sowie
den Bau und Verkauf von Eigenheimen und
Eigentumswohnungen. Die KSWM richtet
sich dabei an breite Schichten der Bevölkerung. Derzeit verwaltet die KSWM einen Bestand von 2.879 eigenen Wohnungen und
879 fremden Wohnungen. Knapp 20 Prozent
der Wohnungen sind öffentlich gefördert. Das
Tätigkeitsgebiet der KSWM erstreckt sich
auf das Gebiet des Erzbistums München
und Freising.
Neues Clearinhaus in München-Sendling:
Sechs Clearinghäuser gibt es bislang in
München, in München-Sendling entsteht
derzeit ein siebentes. Clearinghäuser sollen
dabei helfen, wohnungslos gewordenen Menschen möglichst schnell vorübergehend ein
Dach über dem Kopf zu geben. Der neue
Wohnblock als Clearinghaus entsteht auf der

letzten Freifläche der Isar-Hangkante an der
Plinganserstraße in München-Sendling. Die
Kath. Siedlungswerk München GmbH hat als
Bauherr Ende Oktober 2015 mit diesem
Neubaustart im Rahmen des Münchener
Wohnungsbauprogramms KomPro/C ein
Projekt auf den Weg gebracht. Dabei handelt
es sich um ein kommunales Wohnungsbauprogramm in München speziell für
Clearinghäuser. Das Programm KomPro/C hat
das Ziel, bezahlbaren Wohnraum zu errichten und ergänzt mit städtischen Mitteln
den von Bund und Land geförderten sozialen Wohnungsbau.
Rahmendaten und Gesamtkonzept:
Die Grundstücksgröße für den Neubau
liegt bei 979 qm. Realisiert werden dort 31
Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche
von 1.600 qm mit dazugehöriger Hausverwaltungseinheit und einem Begegnungscafé. Das Wohnprojekt dient der Resozialisierung von wohnungslosen Personen, damit
diese in einen festen Wohnsitz zurückgeführt
werden können.
Die Betriebsträgerschaft in Form eines
Generalmieters übernimmt der Katholische
Männerfürsorgeverein. Neben der Altlastenbeseitigung besteht die besondere Heraus-

Neubau im Rahmen des Münchener
Wohnungsbauprogramms KomPro/C;
Treppe als Verbindung von Plinganserstraße elf Meter hinunter zur Kidlerstraße

Termine:
Baubeginn: Oktober 2015
Bezugsfertig: Frühjahr 2018

Kontakt / Ansprechpartner:
Kath. Siedlungswerk München GmbH
Bernd Weber
Adolf-Kolping-Straße 4
80336 München
Telefon: +49 89 5992 510
E-Mail: info@kswm.de
Internet: www.kswm.de

forderung der Baumaßnahme in der komplizierten Hangbebauung mit zwei Untergeschossen auf engem innerstädtischen Grund.
Nicht als Durchbruch im Gebäude, jedoch
am Rand des Hauses soll eine Treppe die
Verbindung von der Plinganserstraße elf
Meter hinunter zur Kidlerstraße ermöglichen. Im ersten Halbjahr 2018 soll der Bau
bezugsfertig sein.
Conclusio:
Das Projekt des Kath. Siedlungswerkes
München möchte Menschen auf der Suche
nach einem festen Wohnsitz etwa sechs
Monate sicher wohnen lassen, anstatt sie
nur unterzubringen. Mit Wohnungsgrundrissen, die einen menschenwürdigen Aufenthalt sicherstellen, entspricht die Maßnahme dem Sozialauftrag kirchlicher
Wohnungsunternehmen und leistet Hilfe
zur Selbsthilfe.

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Proje k t I I - L e u c h ttu r m
Ein „gottmenschlicher Ort“ für Bedrängte
Aachener SWG errichtet Schutzwohnung für traumatisierte Frauen

Projekt im Überblick
Name:

Schutzwohnungen stellen ein spezialisiertes Unterkunftsangebot für Opfergruppen dar, die Schutz und Sicherheit benötigen. Gerade die ersten Monate nach dem
Ausbruch aus Gewalt und Ausbeutung sind vor allem für traumatisierte Frauen
eine schwierige Zeit. Es fehlen ihnen Sicherheit, ein soziales Netz, Verständigungsmöglichkeiten, Informationen über ihre Rechte und Möglichkeiten sowie
eine Zukunftsperspektive. Die Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft
mbH hat jetzt in Köln eine entsprechende Schutzwohnung eingerichtet, die von
Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki eingeweiht wurde.

Schutzwohnung für traumatisierte Frauen
in Köln

Eigentümer:
Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH (Aachener SWG)

Partner:
Sozialdienst Katholischer Frauen Köln

Beschreibung:
Einrichtung (Sanierung und Umbau)
einer Schutzwohnung aus dem Bestand
der Aachener SWG

Daten:
Anzahl Wohnungen: 1
Kapazität: 6 Erwachsene / 12 Kinder
Wohnfläche: 250 qm
Sonstiges: Gemeinschaftsraum
gentum zu versorgen. Das Unternehmen wendet sich breiten Bevölkerungskreisen mit
preiswerten Wohnungen zu und schafft
auch Wohnraum für besondere bedürftige
Gruppen. Die derzeitigen Tätigkeitsschwerpunkte liegen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Berlin.
Rahmendaten:
Unternehmen:
Seit 1949 baut die Aachener Siedlungs- und
Wohnungsgesellschaft mbH (Aachener
SWG) Wohnungen. Das Unternehmen wurde
nach dem Krieg unter maßgeblicher Beteiligung der Erzbistümer Köln und Paderborn
sowie der Bistümer Aachen und Münster in
Aachen gegründet.
In den Nachkriegsjahren war es die Aufgabe
der Gesellschaft, sich am Wiederaufbau zu
beteiligen. Von Anfang an lag ein Schwerpunkt
der Arbeit darin, breite und insbesondere
bedürftige Bevölkerungsschichten mit erschwinglichen Wohnungen und Wohnungsei-

In Anlehnung an ihren Grundauftrag hat die
Aachener SWG in Köln in Kooperation mit
dem Kölner Sozialdienst katholischer
Frauen (SkF) eine Schutzwohnung aus dem
Bestand der Aachener SWG eingerichtet. Die
Wohnung steht für sechs traumatisierte oder
alleinerziehende Flüchtlingsfrauen sowie für
zwölf Kinder zur Verfügung. Sie ist 250 qm
groß, hat separate Zimmer ebenso wie einen
Gemeinschaftsraum. Nach Angaben des SkF
sei die Wohngemeinschaft im Norden der
Stadt das erste Angebot dieser Art in Köln.
Konzept:
Jede Frau wird mit ihren Kindern in der
Wohnung ein eigenes Zimmer erhalten. Finanziert wird die Miete über die den Asylbewerberinnen zustehenden Zahlungen aus dem
Asylbewerberleistungsgesetz. Das Jugendamt habe zudem eine zeitweise Betreuung der
Kinder zugesagt. Weitere Stellen für die BeBlick in den Gemeinschaftsraum der Schutzwohnung(l.); Werner Dacol von der Aachener SWG, Erzbischof Rainer Maria Kardinal
Woelki und Projektleiter Benjamin Marx bei
der Einweihung in Köln (o.l.); Kardinal
Woelki bei der Einsegnung (u.r.).
Fotos: Aachener SWG

Zeitraum:
2015 (Herrichtung)
2016 (Einweihung)

Kontakt / Ansprechpartner:
Aachener Siedlungs- und
Wohnungsgesellschaft mbH
Benjamin Marx
Mevissenstraße 14, 50668 Köln
Telefon: +49 221 77 45 0
E-Mail: info@aachener-swg.de
Internet: www. aachener-swg.de

treuung werden u.a. vom Erzbistum Köln
finanziert.
Einweihung:
Die Schutzwohnug wurde am 13. März 2016
vom Erzbischof von Köln, Rainer Maria
Kardinal Woelki, eingesegnet. Dabei brachte
der Kardinal seine Dankbarkeit für die
Entstehung dieses „gottmenschlichen Ortes“ zum Ausdruck,
an dessen Ermöglichung viele Menschen mitgewirkt
hätten.
Mit dem Projekt
kommen die beteiligten Partner der
kirchlichen Verantwortung nach, Unterkünfte und
Wohnraum für Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu schaffen.

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Proje kt II I - K ir c h e n immo b ilie n
Was benötigt die Pastoral – Was ist finanzierbar?

Projekt im Überblick

Das Immobilienkonzept im Bistum Trier
Name:
Immobilienkonzept im Bistum Trier

Am 30. Januar 2012 hat der damalige Generalvikar Holkenbrink das Immobilienkonzept für das Bistum Trier vorgestellt. Ziel des Konzeptes ist es, dass jede der 173
Pfarreien bzw. Pfarreiengemeinschaften bis Ende 2016 ein finanzierbares und
pastoral sinnvolles Immobilienkonzept erstellt. In dem beteiligungsorientierten
Verfahren sind zwei Gesichtspunkte entscheidend: Der zukünftige Gebäudebestand
muss finanzierbar sein, wobei zu definieren ist, was die Kirchengemeinden an
Kirchen, Pfarrheimen und Pfarrhäusern für eine zukunftsorientierte Pastoral benötigen. Derzeit gibt es im Bistum Trier etwa 1.800 Kirchen und Kapellen, 700
Pfarrhäuser und 600 Pfarr- und Jugendheime. Der KSD dokumentiert nachfolgend
das seit 2012 entstandene Immobilienkonzept des Bistums Trier.
Ziel der Maßnahme und Ausgangslage:
Das Bistum Trier hat ein Verfahren entwickelt,
um Kirchengemeinden in der Sichtung, Bewertung und Planung zu unterstützen, damit diese
schließlich zu einem finanzier- und betreubaren
Gebäudebestand finden. Dieser soll zugleich
einer zukunftsorientierten Pastoral Rechnung
tragen. Dazu wurde und wird bis 2016 mit allen
Kirchengemeinden ein verbindliches Immobilienkonzept erstellt, für das auch Kirchengebäude in den Blick genommen werden, von
denen die größeren zumeist auch die massivsten
Kostenverursacher sind. Diese Situation rückt
angesichts sinkender Katholikenzahlen nunmehr auch kleinere Kirchen in den Mittelpunkt
des Interesses.
Nach Angaben der Projektgruppe „Immobilienkonzepte Kirchengemeinden“ im Bischöflichen Generalvikariat gibt es im Bistum Trier
etwa 24.000 Grundstücke unterschiedlicher
Nutzung mit etwa 3.750 Gebäuden im Eigentum der Kirchengemeinden. Das Bistum zahlt
den Kirchengemeinden jährlich Zuschüsse zu

Beispielhaft für viele Kirchen im Bistum
Trier, deren Notwendigkeit geprüft wird:
die St. Pius-Kirche in Saarwellingen.
Foto: Bistum Trier

Gemeinden:
894 Kirchengemeinden, 173 Konzepte in
fusionierten Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften

Beteiligte:
Bischöfliches Generalvikariat,
Projektgruppe Immobilienkonzepte
Kirchengemeinden, Kirchengemeinden

Beschreibung:
Erstellung und Durchführung eines
finanzierbaren und pastoral sinnvollen
Immobilienkonzeptes unter Beteiligung
von Kirchengemeinden und Kirchengemeindeverbänden

Gebäude:
1.800 Kirchen, 700 Pfarrhäuser, 600
Pfarr- und Jugendheime

Zeitraum:
Beginn: Januar 2012
Abschluss: Ende 2016

Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen in Höhe von 22 Mio. Euro (ohne Kindergärten). Daneben fällt es den Kirchengemeinden immer schwerer, die erforderlichen Eigenmittel zu Baumaßnahmen aufzubringen.
Dass der gesamte vorhandene Gebäudebestand unter diesen Bedingungen auf Dauer
nicht zu unterhalten ist, hat die Erstellung des
Immobilienkonzeptes notwendig gemacht.
Konstituenten des Immobilienkonzeptes:
Im Rahmen der Umsetzung des Immobilienkonzeptes nahm jede pastorale Einheit mit
Hilfe einer Liste eine Bestands- und Bedarfsanalyse vor. Die verbindlich vorgegebene Abgabefrist für diese Checklisten war am
30. Juni 2013 verstrichen.
In einem weiteren Schritt trifft sich die Abteilung „Immobilien“ mit den Vertretern der
jeweiligen Kirchengemeinden vor Ort. Hierbei
wird das Verfahren nochmals erläutert. Zudem wird die Bestands- und Bedarfsanalyse gemeinsam näher erörtert. An diesem Gespräch sind nach Möglichkeit die Verwaltungsräte bzw. die Kirchengemeinderäte, der
Pfarreienrat und die Verbandsvertretung des
Kirchengemeindeverbandes beteiligt. Die
Pfarreiengemeinschaften erhalten für ihre Kirchen Fragebögen zu pastoralen Gesichtspunkten. Deren Auswertungen werden durch den
Zentralbereich „Seelsorge und pastorales Personal“ den pastoralen Gremien zur weiteren
Beratung bereitgestellt. Ebenso dienen sie zur
Entscheidungsfindung im Generalvikariat.

Kontakt:
Bischöfliches Generalvikariat Trier
Immobilienkonzepte Kirchengemeinden
Postfach 1340, 54203 Trier
Mustorstraße 2, 54290 Trier
Telefon: +49 651 7105 335 / 561
E-Mail:
bernd.laurenz@bistum-trier.de
andreas.gietzen@bistum-trier.de

Die Kirchengemeinden können ferner erste
Vorschläge einreichen.
In einem weiteren Schritt werden die Vorschläge der Kirchengemeinden geprüft und in
den Entwurf des Immobilienkonzeptes eingearbeitet. Im Entwurf werden die künftig förderfähigen Immobilien ausgewiesen mit Hinweisen
und Vorschlägen für einen Umsetzungsplan
(zeitlicher Ablauf zzgl. Schrittfolge).
Dieser Entwurf wird anschließend in den Gremien vor Ort mit einem Vertreter der Abteilung „Immobilien“ beraten. Je nach Bedarf
wird auch ein Vertreter aus der Abteilung „Leistungszentrum Kirchengemeinden“, der Abteilung „Bau“ oder der Abteilung „Seelsorge und
pastorales Personal“ zur Teilnahme an der
Beratungssitzung hinzugezogen.
Die Gremien beraten den Entwurf und können ihn verändern. Die „Eckpunkte“ und die
quantitativen Rahmendaten des Entwurfs müssen aber eingehalten bleiben. Entwickelt die
Pfarreiengemeinschaft oder die fusionierte
Pfarrei ein lmmobilienkonzept, das innerhalb
der Vorgaben des Bistums liegt und von den
Kirchengemeinden beschlossen ist, genehmigt

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Proje kt IV - K ir c h e n immo b ilie n
das Bistum den Entwurf. Finden die beteiligten
Gremien keine Entscheidung, die im Rahmen
der Vorgaben des Bistums liegt, findet eine
weitere Beratung mit der Abteilung „Immobilien“ statt. Kommt dadurch eine Einigung zustande und wird diese von den beteiligten
Kirchengemeinden beschlossen, wird das
Konzept durch das Bistum genehmigt. Gibt es
keine Einigung, wird das Bistum entscheiden, welche Gebäude zukünftig noch bezuschusst werden und welche nicht.
Immobilienklassen:
Von den folgenden Immobilienklassen im
Bestand der Kirchengemeinden und Kirchengemeindeverbände geht das Konzept im Bistum
Trier während des Verfahrens aus:
1. Immobilien für Gottesdienste (Kirchen,
Kapellen, sakrale Räume);
2. Immobilien für Seelsorge und Verwaltung (Pfarrheime, Verwaltungsgebäude,
Dienstwohnungen, Kindergärten);
3. Immobilien des Finanzvermögens
(Wohn- und Gewerbeimmobilien, z.B. vermietete Pfarrhäuser).
Verfahrensstand:
Nach Angaben des Projektleiters Otmar Brittner wurden bis Ende 2015 insgesamt 86 Gebäudebesichtigungen durchgeführt. In 65
Pfarreiengemeinschaften wurden in Startveranstaltungen die IST-Immobiliensituationen der jeweiligen Kirchengemeindeverbände/Kirchengemeinden dargestellt. Insgesamt
hätten sich bisher 155 der 173 Kirchengemeindeverbände/Kirchengemeinden für die
Erstellung des Immobilienkonzeptes
angemeldet. Als Ursache für die Notwendigkeit des Immobilienkonzeptes gibt Brittner zu
bedenken, dass viele vorhandene Pfarrheimflächen zu groß seien und nicht mehr dem
heutigen Bedarf entsprechen. Auch die zurückgehenden Gottesdienstbesucherzahlen
führten einen großen Überhang an Sitzplätzen
in den Kirchengebäuden mit sich. Hinzu komme, dass viele Kirchengemeinden an ihrem
Gebäudebestand festhalten wollten, ohne zu
wissen, wie die Bewirtschaftungskosten und
der Bauunterhalt finanziert werden können.
Dieses Defizit zu beheben, ist Ziel und Ansatzpunkt des Konzeptes im Bistum Trier.
Conclusio:
Es gibt keine Pauschallösung im Umgang mit
kirchlichen Immobilien. Vielmehr zählen der
Einzelfall und die Situation in der Kirchengemeinde vor Ort. Für Fragen zur Umsetzung
des Immobilienkonzeptes im Bistum Trier
stehen die Experten der Projektgruppe
„Immobilienkonzepte Kirchengemeinden“ zur Verfügung.
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G a s tb e itr a g
Energie sparen – Lebensqualität verbessern
Gastbeitrag der KfW-Förderbank zu Möglichkeiten energetischer Sanierung
Zugluftdichte Fenster, eine leistungsstarke Heizung und gedämmte Wände machen ein Zuhause lebenswert – auch
und gerade für hilfsbedürftige Menschen.
Maßnahmen, mit denen Energie gespart
wird, schonen die Umwelt und bewahren
sie für nachfolgende Generationen. Die
KfW unterstützt eine energetische Sanierung mit Hilfe zinsgünstiger Kredite.
Finanzielle Entlastung
„Mit Investitionen in die Energieeffizienz leisten Betreiber von Wohnheimen einen entscheidenden Beitrag zu
Lebensqualität und Teilhabe der Bewohner. Für die Einrichtungen bietet energieeffiziente Gebäudesanierung zudem
den Vorteil einer eheblichen finanziellen
Entlastung“, sagt Dr. Burkhard Touché,
Abteilungsdirektor im Vertrieb der KfW
Bankengruppe. Mit einem Kredit aus dem
Förderprogramm „Energieeffizient Sanieren“ lässt sich die energieeffiziente Sanierung oder der Erstkauf einer sanierten
Wohnimmobilie zinsgünstig und langfristig finanzieren. Voraussetzung ist, dass
die Bauanzeige oder der Bauantrag vor
dem 01. Februar 2002 gestellt wurde.
Die KfW fördert gemeinsam mit
dem Bundesministerium für Wirtschaft
und Energie (BMWi) sowohl einzelne
Sanierungsmaßnahmen zur Steigerung
der Energieeffizienz als auch energetische Komplettsanierungen, die zum Erreichen eines KfW-Effizienzhaus-Standards führen. Bei Einzelmaßnahmen
beträgt der maximale Kreditbetrag
50.000 Euro pro Wohneinheit, bei einer
Sanierung zum KfW-Effizienzhaus
100.000 Euro.
KfW-Effizienzhaus
Ziel einer Komplettsanierung von
gebäuden ist es, den höchstmöglichen
Grad an Energieeffizienz zu erreichen. Als

Gradmesser dient der KfW-EffizienzhausStandard. Die Bezeichnung „KfW-Effizienzhaus“ steht für ein Gebäude mit niedrigem Energiebedarf. Aktuell gibt es die
KfW-Effizienzhaus-Standards 55, 70, 85,
100, 115 und KfW-Effizienzhaus Denkmal.
Die jeweilige Zahl gibt an, wie viel
Energie ein Haus – gemessen an einem
identischen Neubau nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) – benötigt. Ein
KfW-Effizienzhaus 85 etwa benötigt lediglich 85 Prozent der Energie eines Neubaus. Es gilt: Je kleiner die Zahl, desto
besser das Energieniveau. Wird ein KfWEffizienzhaus-Standard erreicht und
nachgewiesen, erlässt die KfW ihren
Kunden über einen Tilgungszuschuss
einen Teil der Darlehensschuld. Der
Tilgungszuschuss fällt umso höher aus, je
besser das Energieniveau im Anschluss
an die Sanierung ist. Weitere Informationen hat die KfW unter www.kfw.de/151
zusammengestellt.
Einzelne Maßnahmen
Im Programm „Energieeffizient
Sanieren“ sind auch Einzelmaßnahmen
förderfähig. Hierunter fallen etwa die
Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen und Geschossdecken, die Erneuerung von Fenstern, Außentüren oder der
Heizungsanlage sowie deren Optimierung
und die Erneuerung beziehungsweise der
Einbau einer Lüftungsanlage. Für Maßnahmen an Heizung und Lüftung bietet die
KfW zudem spezielle Pakete an: Mit dem
sogenannten „Heizungspaket“ lässt sich
neben einer neue Heizungsanlage zugleich
die Optimierung der Wärmeverteilung
fördern. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass ein fossiler Wärmeerzeuger
außer Betrieb genommen wird, für den
keine gesetzliche Austauschpflicht gilt. Das
„Lüftungspaket“ fördert den Einbau oder

die Erneuerung einer Lüftungsanlage und
parallel mindestens eine Maßnahme an
der Gebäudehülle, die die Energieeffizienz
verbessert – etwa Dämmung der Wände
oder Erneuerung der Fenster. Weitere
Informationen hat die KfW unter
www.kfw.de/152 zusammengestellt.
Sanieren mit KfW-Förderung
Bevor die Sanierungsmaßnahmen
beginnen, gilt es, den KfW-Kredit bei der
Hausbank zu beantragen. Geht es anschließend ans Werk, ist die fachmännische Baubegleitung durch einen Sachverständigen verpflichtend. Baumängel
lassen sich so vermeiden. Der Sachverständige bestätigt nach Abschluss der
Arbeiten die Durchführung der Maßnahmen gemäß Förderzusage. Seine offizielle „Bestätigung nach Durchführung“
dient beim Erreichen eines KfW-Effizienzhaus-Standards als Nachweis – und ist
somit Voraussetzung für die Gutschreibung des jeweiligen Tilgungszuschusses.
Autor: KfW

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Deutsche Entwicklungshilfe
für soziales Wohnungs- und
Siedlungswesen e.V.
Spendenkonto DESWOS 660 22 21
Sparkasse KölnBonn, BLZ 370 501 98

domus 6. Jahrgang · Heft 2016/02· © Verlag Bauen und Siedeln c/o KSD e.V. Berlin · ISSN 2191-4656
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Re ze nsion / P e r s o n a lia / T e r min e
Rezension

Personalia

Kaum eine Rechtsmaterie ist so von
Änderungen tangiert
wie das Mietrecht.
Dieses Handbuch
hilft sowohl Juristen
als auch in der Immobilienwirtschaft
Tätigen, auf dem aktuellem Stand zu
sein. Es ist gleichzeitig praktischer Ratgeber wie auch Lehrbuch. Erläutert werden die klassischen Fragen des Wohnraum- und Gewerberaummietrechts
ergänzt durch flankierende Rechtsgebiete, wie etwa dem Insolvenz- oder Betreuungsrecht. Das Handbuch bietet
komprimierte Kompetenz in einem
Band. Es kommentiert hochaktuell das
MietNovG 2015 („Mietpreisbremse“),
das MietRÄndG 2013 sowie auch alle
aktuellen BGH-Entscheidungen vom
März 2015, etwa zu Schönheitsreparaturen, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Selbstverständlich werden
auch Mieterhöhung, Mietminderung,
Vertragsänderung und Kündigung behandelt.
Bechinger: Wohnraummietrecht und Gewerberaummietrecht, Verlag C.H Beck, 419
Seiten, 2016, ISBN 978-3-406-68612-2.

Impressum
Herausgeber und Verlag:
KSD Katholischer Siedlungsdienst e.V.
V.i.S.d.P.: Ulrich Müller
Reinhardtstr. 13
10117 Berlin
Tel.:
+49 30 280 936 50
E-Mail: info@KSD-eV.de
Netz:
www.KSD-eV.de
Erstellung und Vertrieb: KSD e.V.
Copyright:
Copyrightnachweis für Bilder/Grafiken
(soweit nicht anders vermerkt) bei KSD
e.V. Nachdruck mit Quellenangabe
erlaubt. Belegexemplar erbeten.
domus (ISSN 2191-4656) erscheint
sechsmal im Jahr.

Die EU-Bischofskommission (COMECE)
hat einen neuen Generalsekretär. Olivier
Poquillon übernimmt dieses Amt von Patrick
Daly für die kommenden drei Jahre.
Anton Posset, Bankdirektor i. R. und
ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender der
Joseph-Stiftung ist im Alter von 89 Jahren
am 26. Februar 2016 verstorben.
Hans Heß, Direktor i.R. und ehemaliger Geschäftsführender Vorstand der St.
Bruno-Werk eG Würzburg, ist am 14. März
2016 verstorben.
Bernhard Scholz wird Generalvikar
für das Bistum Magdeburg. Bischof Gerhard Feige ernannte den promovierten
Moraltheologen am 11. März mit Wirkung
zum 01. September 2016 zum Nachfolger
von Generalvikar Raimund Sternal.
Der katholische Moraltheologe Andreas Lob-Hüdepohl wurde in den Deutschen Ethikrat berufen. Er lehrt an der
Kath. Hochschule für Sozialwesen Berlin.
In seiner konstituierenden Sitzung
wählte der Aufsichtsrat des Bauverein
Breisgau Martin Behrens zu seinem neuen Vorsitzenden. Behrens tritt die Nachfolge
von Jürgen Seemann an.
Der Aufsichtsrat der Familienheim Freiburg eG bestellte Alexander Ehrlacher
zum hauptamtlichen Vorstand. Anja Dziolloß, langjährige Geschäftsführerin und stellvertretende Vorstandsvorsitzende, übernimmt am 01.August 2016 den Vorstandsvorsitz von Werner Eickhoff, der das Amt
des nebenamtlichen Vorstands übernimmt.
Prof. Dr. H. H. Nachtkamp aus
Mannheim, bis 2005 Fördermitglieder des
KSD, ist verstorben. Er unterstützte als
Fachmann viele Jahre die Arbeit des KSD.
Peter Haltmayer, hauptamtlicher
Vorstand der Baugemeinschaft Ettlingen eG,
ist verstorben. Er trat 2013 in den Ruhestand ein, war aber weiterhin als nebenamtlicher Vorstand tätig.

Termine
2016-05-03/04
KSD Jahrestagung mit Mitgliederversammlung, Bamberg

2016-05-04
AG Europa im KSD, Bamberg

2016-06-15
AK Technik, Hannover

2016-07-07
KSD Hauptausschuss, Köln

2016-09-15
BAG kirchlicher Wohnungsunternehmen im GdW, Berlin

2016-10-25
KSD Vorstand, Berlin

2016-11-23
KSD Hauptausschuss, Würzburg

2016-11-24
KSD-Fachtagung, Würzburg

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