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Periodical volume

Full text: Domus Issue 2015,6

Bundesverband
für Wohnungswesen
und Städtebau

KATHOLISCHER
SIEDLUNGSDIENST E.V.

domus
domus
Der Unternehmensreport des KSD Katholischer Siedlungsdienst e.V.
www.ksd-ev.de

Ausgabe 2015/06

Der KSD bei Google+

Liebe Leser,

Editorial

01

KSD-Fachtagung 2015 (auch S. 9)
Weihnachtsgruß 2015 und Neujahrsgruß 2016

Unternehmensreport

02 - 03

Baugenossenschaft FÖFA Waldshut-Tiengen eG
Kontinuität – Erfahrung – Besonnenheit

Projekte I bis IV

04 - 07

I + II - Wohnungsbau
III - Leuchtturm
IV - Kirchenimmobilien

Rezension/Personalia/Termine

10

Studie „Mieter mit Migrationshintergrund“
Stefan Heße, Thomas Sternberg, Norbert
Kleyboldt, Heinrich Mussinghoff, Karl Borsch

I + II
Neue Projekte
der Rheinwohnungsbau GmbH
(I und II).
Quartiersneubauten in Düsseldorf-Unterrath und Düsseldorf-Heerdt.
Seite 4 + 6

III
Aachener SWG
realisiert Wohnungen für
Flüchtlingsfamilien – Alternativ
zum Wohnheim.
Zentrum für
syrische Christen
in Köln.
Seite 7

IV
St. Ulrichswerk
betreut Neubau des Augsburger Diözesanarchivs.
Kirchenumnutzung mit Beispielwirkung im
Bistum Augsburg.
Seite 8

Editorial

domus erreicht etwa 4.000 Entscheider und Experten in Kirche, Politik, Wohnungswirtschaft, Verwaltung und Medien.

Inhalt

Deutschland steht vor der Aufgabe, die ankommenden Flüchtlinge mit Bleibeperspektive umfassend zu integrieren. Es handelt sich
bei dieser Integration angesichts der soziokulturellen aber auch konfessionellen Unterschiede zwischen den Flüchtlingen und der deutschen
Bevölkerung um eine historische Herausforderung, die fast alle Lebensbereiche betreffen wird. Die katholische Kirche hat die Aufgabe, den
Flüchtlingen eine geistliche Heimat zu geben, ihnen Orientierung in
schwierigen Lebensphasen anzubieten. Dieses biblische Gebot, Hilfe zur
Selbsthilfe zu leisten, ist eine elementare Aufgabe der Christenheit und
der Kirchen. Ein Schlüssel, wenn nicht sogar der Schlüssel zur Integration liegt in der Bereitstellung von angemessenem und bezahlbarem
Wohnraum. Der Bedarf an diesem Wohnraum ist aktuell höher denn je
und damit auch die Notwendigkeit, diesen Wohnraum zu schaffen. Dies
zu berücksichtigen ist auch Aufgabe des KSD mit seinen Wohnungsunternehmen und Siedlungswerken, insbesondere deshalb, weil sich Bund
und Länder aus dem geförderten sozialen Wohnungsbau immer mehr
zurückgezogen haben. Die KSD-Fachtagung 2015 befasste sich mit diesen und weiteren Themen. Eine Auswertung und die Bereitstellung der
Präsentationen finden Sie auf S. 9.
Mit dieser Ausgabe von domus
beenden wir den 5. Jahrgang des KSDUnternehmensreportes. Wir werden
Ihnen auch weiterhin wichtige Projekte
des kirchlichen Leistungsspektrums im
Immobilienbereich präsentieren.
Der KSD wünscht Ihnen
eine anregende Lektüre und gesegnete Weihnachten sowie ein
gesundes und erfolgreiches Jahr
2016!
Ihr
Geschäftsführender Vorstand

Ulrich Müller
domus 5. Jahrgang · Heft 2015/06· © Verlag Bauen und Siedeln c/o KSD e.V. Berlin · ISSN 2191-4656
1

Unte r n e h me n s r e p o r t
Baugenossenschaft FÖFA Waldshut-Tiengen eG

Unternehmen im Überblick

Kontinuität – Erfahrung – Besonnenheit
Name:
Baugenossenschaft FÖFA
Waldshut-Tiengen e.G.

Gründung:
1950

Vorstand:

Die Genossenschaft
Die Baugenossenschaft FÖFA
Waldshut-Tiengen eG ist über das Siedlungswerk Baden e.V. mit dem KSD verbunden. Sie ist dem genossenschaftlichen Gedanken verpflichtet und verfolgt
das Ziel, ihren Mitgliedern preiswertes
und gesundes Wohnen in einem lebenswerten Wohnumfeld zu ermöglichen.
Die wachsenden Ansprüche an die
Wohnraumqualität, aktuelle Umweltund Energieaspekte und nicht zuletzt die
Werterhaltung der Gebäude- und Wohnungsbestände prägen den Schwerpunkt
der Arbeit der Genossenschaft. Hierzu
verfolgt sie eine Politik der Umsetzung
zukunftsorientierter Modernisierungsmaßnahmen im Sinne der Solidargemeinschaft. Kontinuität, Erfahrung und
Besonnenheit sind dabei die Grundprinzipien, mit denen das Unternehmen aktuelle Herausforderungen meistert.
Geschichte
Im Juli 2007 haben die Mitgliederversammlungen der beiden Genossenschaften „Förderungskreis Tiengen eG“
und „Familienheim Waldshut-Tiengen
Baugenossenschaft eG“ rückwirkend zum
01. Januar 2007 die Verschmelzung zur
gemeinsamen Baugenossenschaft FÖFA
Waldshut-Tiengen eG beschlossen. Hintergrund dieser Verschmelzung war die
bereits seit Jahren reibungslos funktionierende Verwaltungsgemeinschaft, die seit
dem 01. April 2004 bereits allen Mitgliedern qualifizierten Service bot.
Auf Basis der seit mehr als 60
Jahren bestehenden eigenständigen und

Andreas Vogt
Stephan Santl

Wohneinheiten zum 31.12.2014:
Mietwohnbestand (gesamt): 898
Garagen/Stellplätze: 321
Gewerblich genutzte Einheiten: 7

Bilanzsumme:
32,4 Mio. €

Geschäftsguthaben:
ca. 1,0 Mio. €

Mitgliederbestand:
Zentrale der FÖFA in Waldshut-Tiengen, Blickt von der Konstanzer Straße
aus.
Foto: FÖFA W.-T.

gleichwertigen Genossenschaften
entstand durch den Zusammenschluss
u.a. ein zeitgemäßes Gebäudemanagement mit hohen Standards.
Tätigkeit und Daten
Der Schwerpunkte der wohnungswirtschaftlichen Tätigkeit der Genossenschaft liegt in der Modernisierung
und Instandsetzung des genossenschaftseigenen Wohnungsbestandes sowie in der energetische Modernisierung
der Gebäude. Insgesamt wurden im Jahr
2014 acht Mio. Euro investiert. Innerhalb eines Jahres ist dies seit Gründung
das bisher größte Investitionsvolumen
der Genossenschaft.
Zugleich war das Geschäftsjahr
2014 von erheblichen Modernisierungen und Renovierungen im Objektbestand geprägt. Insgesamt führten diese
Maßnahmen zu einem Investitionsvolumen von rund 3,6. Mio. Euro.
Mit Jahresende 2014 stellt sich
der Bestand der FÖFA Waldshut-Tiengen

1.325

Geschäftsanteil:
320,00 €

Rücklagen:
ca. 14,8 Mio. €

Inst./Mod. Mietwohnungen 2014:
3,6 Mio. €

Durchschnittsmiete 2014 (kalt):
4,65 €/qm

Geschäftsfelder:
Modernisierung und Instandsetzung des
genossenschaftseigenen Wohnungsbestandes sowie energetische Modernisierung der Gebäude, Neubau

Anzahl Mitarbeiter per 31.12.2014:
7 (Kaufm.) - davon 3 in Teilzeit
2 (Techn.)

Internet: www.foe-fa.de

folgendermaßen dar: 105 Mietshäuser,
898 Wohnungen, 321 Garagen, 338
PKW-Stellplätze und sieben gewerblich
genutzte Einheiten. Bei den 898 Mietwohnungen bestanden zum 31. Dezember 2014 für 159 Einheiten öffentliche
Bindungen, welche bei der Wohnungsvergabe zu beachten waren.
Neben dem geschäftsführenden
und dem nebenamtlichen Vorstand liegt

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Unte r n e h me n s r e p o r t

die Zahl der 2014 durchschnittlich
beschäftigten Arbeitnehmer bei sieben
Kaufmännischen Mitarbeitern (davon
drei in Teilzeit) und zwei Technischen
Mitarbeitern. Hinzu kommen weitere
geringfügige Beschäftigungsverhältnisse.
Tätigkeit im Neubau
Dass die Genossenschaft kontinuierlich mit Erfahrung handelt und dabei
zupackt, bezeugt ein aktuelles Neubauprojekt. Errichtet wurden 28 Mietwohnungen sowie eine Tiefgarage in der Sudetenstraße 16 und 18 (Tiengen). Die
ersten Mieter konnten am 01. Februar
2015 in den Neubauten begrüßt werden.
Die 28 Wohnungen, von denen sechs
Einheiten rollstuhl-/ behindertengerecht
ausgebaut sind, haben eine Gesamtwohnfläche von rund 2.440 qm. Die Zwei- bis
Vier-Zimmer-Wohnungen werden mit

einer Größe von 62 bis 106 qm angeboten und sind seniorengerecht. Beide Häuser werden durch ein Blockheizkraftwerk
(BHKW) der Stadtwerke Waldshut-Tiengen mit Fernwärme versorgt. Die Tiefgarage verfügt über 31 Stellplätze, wovon
drei breiter (behindertengerecht) sind.
In den Mietshäusern in der Sudetenstraße bietet die FÖFA Wohnraum für
Alleinstehende, Familien, Senioren und
Menschen mit Behinderungen. Sie bleibt
mit diesem Projekt dem genossenschaftlichen Grundgedanken und den Prinzipien der kirchlichen Wohnungswirtschaft treu, preiswertes und gesundes
Wohnen in einem lebenswerten Wohnumfeld zu ermöglichen. Die Gesamtinvestition lag bei ca. sechs Mio. Euro.
Fremdmittel wurden in Höhe von 5,3
Mio. Euro in Anspruch genommen.
Ausblick
2015 plant die FÖFA, einen großen Teil der finanziellen Mittel für kontinuierliche Wohnungs- und Bädersanierungen einzusetzen. Auch die energetische Modernisierung der Bestandsobjekte soll weiter verfolgt werden. In diesem Zusammenhang sind bereits drei
Maßnahmen geplant.

Die Abbildungen zeigen (o.l.) eine
energetisch modernisierte Gebäudehülle mit verglasten Laubengängen in der Schlesier Straße 8 (Tiengen). Zudem ist der Blick auf die
Nordseite (o.r.) des Neubaus in der
Sudetenstraße 16 (Tiengen) und
der Blick auf die Südseite des Neubaus (u.r.) abgebildet.

Text: FÖFA W.-T. / KSD

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Fotos: FÖFA W.-T.

Proje kt I - Wo h n u n g s b a u
Sozialauftrag und anspruchsvolles Energiekonzept

Projekt im Überblick

Rheinwohnungsbau GmbH errichtet 57 neue Mietwohnungen
Name:

In Düsseldorf-Unterrath, Wangeroogestraße, errichtet die Rheinwohnungsbau
GmbH frei finanzierte Zwei- bis Vier-Zimmer-Mietwohnungen. Ein ausgewogener
Wohnungsmix ermöglicht dort das Zusammenleben von Singles, Paaren, Senioren
und Familien mit Kindern. Alle Erdgeschosswohnungen sind barrierefrei erreichbar, die dreigeschossigen Gebäude entlang der Wangeroogestraße sind mit Aufzügen ausgestattet. Im Oktober 2015 konnte Richtfest gefeiert werden.

Wangeroogestraße Düsseldorf-Unterrath

Bauherr:
Rheinwohnungsbau GmbH

Beschreibung:
Neuordnung des Areals und Errichtung
neuer Wohngebäude durch Modernisierung, Bestandsersatz und Nachverdichtung

Daten:
Anzahl Wohnungen: 57
Gesamtwohnfläche: 4.850 qm
Wohnformen und -größen: Zwei-, Dreiund Vier-Zimmer-Wohnungen: 18 x ZweiZimmer-Mietwohnungen (62 bis 76 qm),
31 Drei-Zimmer-Mietwohnungen (82 bis
107 qm) und acht Vier-Zimmer-Mietwohnungen (97 bis 120 qm)
Sonstiges: 36 Tiefgarageneinstellplätze,
22 oberirdische Stellplätze

Modernisierung und Bestandsersatz:
Die Siedlung Wangeroogestraße ist von lockerer Zeilenbebauung aus den 1940er Jahren
geprägt. Durch Modernisierungen, Bestandsersatzmaßnahmen und behutsame
Nachverdichtung wird durch die Rheinwohnungsbau GmbH das Gebiet neu geordnet mit
dem Ziel, zusätzliche Wohnfläche zu generieren. Die neuen Wohngebäude orientieren sich
in Baukörper und Geschossigkeit am Bestand
in der Umgebung.
Die Häuser entlang der Wangeroogestraße
sind dreigeschossig, zuzüglich eines Dachgeschosses. Die Häuser an der Spiekeroogstraße
und im Innenhof der Siedlung sind zweigeschossig und ebenfalls mit Dachgeschoss. Alle
Häuser bieten zudem mit der autofreien
Zone einen Spielplatz für kleine Mieter und
der angrenzenden Grünfläche die Möglichkeit zum Verweilen.
Energiekonzept:
Die Gebäude an der Wangeroogestraße erreichen durch ihren sehr guten Dämmstandard
und die kontrollierte Wohnungslüftung mit
Wärmerückgewinnung einen sehr geringen
Energieverbrauch. Es wird der KfW-Effizi-

enzhaus-Standard 55 erreicht. Die Gebäude
unterschreiten dabei die gesetzlichen Anforderungen um 45 Prozent.
Neben dem geringen Energieverbrauch
zeichnen sich die Gebäude durch einen hohen
Komfort und ein sehr behagliches Raumklima
aus, zu dem die stetig für frische Luft sorgende
Lüftungsanlage maßgeblich beiträgt. Die
Beheizung und Warmwasserbereitung erfolgen
über eine Holzpelletanlage, also mittels eines
nachwachsenden Brennstoffs und werden durch
Solarkollektoren unterstützt.
Wohnungsmix und Rahmendaten:
Ein ausgewogener Wohnungsmix aus Zwei-,
Drei- und Vier-Zimmer-Mietwohnungen ermöglicht das Zusammenleben von Singles, Paaren,
Senioren und Familien mit Kindern. Die Mietergärten in den Ergeschosswohnungen sowie die
Balkone in den übrigen Etagen schaffen
Grundrisse mit hoher Wohnqualität.
Die 57 Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von 4.850 qm sind frei finanziert und verfügen über folgende Größen: 18 x Zwei-ZimmerMietwohnungen (62 bis 76 qm), 31 Drei-Zimmer-Mietwohnungen (82 bis 107 qm) und acht
Vier-Zimmer-Mietwohnungen (97 bis 120 qm).
Mit der Maßnahme liefert die Rheinwohnungsbau Wohnraum speziell für Familien
durch die Bereitstellung großer Wohnungen,
aber auch eine doppelte Antwort auf den
demographischen Wandel, indem kleinere
Wohnungen u.a. für Alleinstehende angeboten werden. Zudem kombiniert das Unternehmen diesen Sozialauftrag mit einem
anspruchsvollen Energiekonzept.

Energiekonzept: KfW-Effizienzhaus 55
Termine:
Baubeginn: Oktober 2014
Bezugsfertig: Anfang 2017

Finanzierung: Frei finanziert
Kontakt / Ansprechpartner:
Rheinwohnungsbau GmbH
Thomas Hummelsbeck
Gladbacher Str. 95
40219 Düsseldorf
Telefon: +49 211 49873 0
E-Mail: info@rheinwohnungsbau.de
Internet: www.rheinwohnungsbau.de

Die Abbildungen zeigen die Ansichten der
Mietwohngebäude in der Wangeroogestraße/Spiekeroogstraße in DüsseldorfUnterrath – Animation (o.l.), Richtfest
(o.r.) und Rohbau (u.r.).
Fotos: Rheinwohnungsbau GmbH

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Proje kt I I - Wo h n u n g s b a u
Neubauquartier Rheinkilometer 740 in Düsseldorf-Heerdt
Rheinwohnungsbau GmbH errichtet bunte Mischung von Wohnungen

Projekt im Überblick
Name:

Die Fassade des Neubauquartiers „RKM740“ in Düsseldorf-Heerdt der Rheinwohnungsbau GmbH nimmt immer mehr Gestalt an. Das Wärmedämmverbundsystem wird derzeit außen angebracht, innen wird an der Installation von
Heizung, Lüftung und Sanitär gearbeitet. Das Richtfest zu dem Projekt fand am
11. September 2015 statt. Es entsteht ein zukunftsorientiertes Wohnkonzept mit
einer gehaltvollen Mischung aus Wohnungsgrößen und Wohnformen.

RKM 740

Bauherr:
Rheinwohnungsbau GmbH

Beschreibung:
Errichtung eines gemischten Quartiers mit
verschiedenen Wohnformen in DüsseldorfHeerdt (Pariser Straße / Kribbenstraße)
inkl. sozialer Einrichtungen der Diakonie

Daten:
Anzahl Mietwohnungen: 115 (davon 52
öffentlich gefördert)

Anzahl Eigentumswohnungen: 20
Gesamtwohnfläche: ca. 8000 qm
Wohnformen und -größen: Zwei-, Dreiund Vier-Zimmer-Mietwohnungen
(51-120 qm), Zwei- bis Fünf-ZimmerEigentumswohnungen
Sonstiges: 134 Tiefgarageneinstellplätze

Energiekonzept: Passivhausstandard
Termine:
Baubeginn: Sommer 2014
Bezugsfertig: Sommer 2016
Rahmendaten:
Das zukünftige Quartier „RKM 740“ liegt
im Düsseldorfer Stadtteil Heerdt. Insgesamt
entstehen hier 115 Zwei- bis Vier-ZimmerMietwohnungen für Singles, Paare, Familien und Senioren. Von den Gesamtwohnungen
sind 52 öffentlich geförderte Zwei- bis VierZimmer Mietwohnungen und 45 frei finanzierte Zwei- bis Vier-Zimmer Mietwohnungen. Die
Größen der Wohnungen liegen zwischen 51
bis 120 qm mit einer Gesamtwohnfläche von
ca. 8.000 qm. 20 Eigentumswohnungen
und 134 Tiefgarageneinstellplätze runden
das Profil des Neubauprojekt ab.
Qualität:
Bei der Erstellung der Häuser finden nach
Angaben des Unternehmens weitmöglichst

naturbelassene Baustoffe Verwendung. Auch
für die Innenausstattung der Wohnungen
werden anspruchsvolle Materialien verarbeitet. Von Eichenholz-Parkett im Wohn- und
Schlafbereich über hochwertige Wand- und
Bodenfliesen und eine moderne Markenausstattung in den Bädern bis hin zu Holzfenstern und Edelstahl-Türgriffen – die Wohnungsausstattung ist hochwertig.
Energiekonzept:
Der größte Teil der Gebäude wird im Passivhausstandard erstellt und verbraucht 90
Prozent weniger Heizwärme als ein herkömmliches Gebäude. Der nur sehr geringe
Wärmeenergiebedarf wird über einen
Fernwärmeanschluss gedeckt. Gleichzeitig
ist ein hoher Wohnkomfort garantiert: Die
Lüftungsanlage sorgt für gleichbleibend
frische Luft, die sehr gute Dämmung des
Gebäudes für ein behagliches Raumklima.
Praxistaugliche Lösungen und Sozialauftrag:
Das Projekt “RKM 740” ist eines der größten
Maßnahmen der Rheinwohnungsbau GmbH.

Die Abbildungen zeigen eine aktuelle Ansicht des Projektes
vom 03. November 2015 (o.) sowie die Fassade eines Gebäudeteiles (l.).
Fotos: Rheinwohnungsbau GmbH

Finanzierung: Frei finanziert
Kontakt / Ansprechpartner:
Rheinwohnungsbau GmbH
Thomas Hummelsbeck
Gladbacher Str. 95
40219 Düsseldorf
Telefon: +49 211 49873 0
E-Mail: info@rheinwohnungsbau.de
Internet: www.rheinwohnungsbau.de

Mit dem gemischten Angebot aus Eigenheimen, Mietwohnungen, geförderten Mietwohnungen und weiteren Bauten der sozialen
Betreuung (z.B. Kindertagesstätte und Tagespflege der Diakonie) bietet das Quartier praxistaugliche Lösungen für die demographischen und sozialen Herausforderungen.
Die Baumaßnahme setzt mit ihren 52 Sozialwohnungen (fast die Hälfte) ein Signal für den
Sozialauftrag kirchlicher Wohnungsunternehmen – und dies in Zeiten des Rückgangs
an gefördertem Sozialwohnungsbestand. Mit
den ebenso im Rahmen des Projektes realisierten Wohngruppen für demenzkranke
Menschen, der Kindertagesstätte und der Tagespflege wird eine soziale Mischung in Verbindung mit Betreuungsangeboten im Quartier
realisiert. Dies schafft soziale Stabilität!

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Projek t I I I - L e u c h ttu r m
Zentrum für syrische Christen in Köln
Aachener SWG realisiert Wohnungen für Flüchtlingsfamilien – Alternativ zum Wohnheim

Projekt im Überblick
Name:

Die Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH (Aachener SWG) aus
Köln gestaltet das ehemalige Seniorenwohnheim „An Sankt Pantaleon“ in Köln
in ein Familienzentrum mit 32 Wohnungen für bis zu 100 Bewohner um. Das
Unternehmen erwarb dafür das Grundstück von der benachbarten Kirchengemeinde St. Pantaleon in 99-jähriger Erbpacht. Die Kosten des Umbaus trägt die
Aachener SWG, die späteren Mieten soll die Stadt Köln übernehmen. Damit
nimmt ein Projekt Form an, das auf die besondere Initiative von Rainer Maria
Kardinal Woelki im Erzbistum Köln zurückgeht.
Wohnungen statt Wohnheim:
Das Thema Flüchtlingshilfe ist Erzbischof
Rainer Maria Kardinal Woelki im Erzbistum
Köln ein großes Anliegen. Auf seine Initiative hin entsteht gemeinsam mit der Aachener
SWG eine neue Einrichtung zur Unterbringung von syrischen Flüchtlingen im ehemaligen Seniorenwohnheim „An St. Pantaleon“ in
Köln.
Die neue Unterkunft soll Flüchtlinge in
eigenen Wohnungen unmittelbar nach ihrem Aufenthalt in einer Erstaufnahmestelle
beherbergen. Dafür sind auf 1.500 qm Wohnfläche Wohneinheiten zu je 30 bis 90 qm auf
drei Geschossen geplant. Zudem ist eine
eigene Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge vorgesehen. Eine ehrenamtliche Begleitung für den Wohnkomplex soll u.a. Sprachunterricht, Rechtsberatung und die Betreuung von Kindern und
Jugendlichen bereitstellen.
Leben in guter Nachbarschaft:
Um der Gefahr der sozialen Segregation
entgegen zu wirken, wird ein Drittel der Wohnungen für Nichtflüchtlinge geplant. Damit
sollen auch die Chancen der Begegnung und
echter Nachbarschaft verbessert werden.
Der Projektleiter der Maßnahme in Köln ist für
die Aachener SWG Benjamin Marx, der im Bereich innovativer Wohnformen für Flüchtlinge,

Roma und Obdachlose bereits in Berlin erfolgreiche Maßnahmen nach den Prinzipien der
kirchlichen Wohnungswirtschaft zur Vollendung brachte. Es handelte sich dort vorrangig
um entsprechend umgenutzte/sanierte Bestandsgebäude. Auch in Köln ist dies der Fall.
Die Aachener SWG hat das Grundstück von der
benachbarten Kirchengemeinde St. Pantaleon
in 99-jähriger Erbpacht übernommen und baut
die darauf befindliche Bestandsimmobilie um.
Die Kosten des Umbaus trägt die Aachener
SWG, die späteren Mieten soll die Stadt Köln
übernehmen. Nach Angaben von Benjamin
Marx soll die Anlage, zu der auch eine Kindertagesstätte gehören wird, Anfang 2016
bezugsfertig sein.
Aufgabe der Kirche – einen Neuanfang bieten:
Ziel der Maßnahme „An St. Pantaleon“ ist es,
in dem Gebäude Flüchtlinge in abgeschlossenen
Wohnungen unterzubringen. Dem Konzept nach
sollen darin vorrangig syrische Christen eine
neue Heimat finden. Diese seien nach Marx
besonders vom Bürgerkrieg in ihrem Land
betroffen. Sie stünden zwischen allen Fronten,
hätten weder Aussicht auf Rückkehr noch auf
einen Aufenthalt in einem Nachbarland.
Die katholische Kirche hat die Aufgabe,
Flüchtlingen und damit auch und gerade dem
christlichen Personenkreis unter den
Flüchtlingen eine geistliche Heimat zu geben,
ihnen Orientierung und auch Begleitung
zukommen zu lassen (Seelsorge). Ein grundlegender Schlüssel zur erfolgreichen Integration liegt in der Bereitstellung von angemessenem Wohnraum. Der Bedarf an diesem
Wohnraum ist aktuell höher denn je und damit
auch die Notwendigkeit, diesen Wohnraum
Das Gebäudeensemble „An St. Pantaleon“ in
Köln (l.) und Benjamin Marx, Projektleiter
der Aachener SWG (o.r.).
Fotos: Anna C. Wagner (l.); Gunnar Bernskötter(r.)

Unterkunft für syrische Christen im ehemaligen Sniorenwohnheim „An St. Pantaleon“ in Köln

Projektleitung/Investor:
Aachener SWG

Beschreibung:
Umbau einer Bestandsimmobilie und
Errichtung von Wohneinheiten für
Familien inkl. einer Wohngruppe für
unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Daten:
Anzahl Wohnungen: 32 (bis 2016)
WF (Wohnflächen): 1.500 qm (insgesamt)
WF Wohneinheiten: 30 bis 90 qm
Anzahl Bewohner: ca. 100
Sonstiges: Wohngruppe für unbegleitete
minderjährige Flüchtlinge, Betreuung

Grundstück:
Erwerb von Kirchengemeinde St. Pantaleon in 99-jähriger Erbpacht

Termine:
Umbaubeginn: 2015 / Bezugsfertig: 2016

Kontakt / Ansprechpartner:
Aachener Siedlungs- und
Wohnungsgesellschaft mbH
Benjamin Marx
Mevissenstraße 14, 50668 Köln
Telefon: +49 221 77 45 0
E-Mail: info@aachener-swg.de
Internet: www. aachener-swg.de

zu schaffen. In diesem
Sinne ist das Wohnprojekt für Flüchtlinge in
Köln ein bedeutendes
Beispiel dafür,
(christlichen) Flüchtlingen die Chance zu
einem Neuanfang und
zur Integration zu
eröffnen.
Das Leuchtturm-Projekt steht für den
integrativen Ansatz
bei der Flüchtlingshilfe, der nach Kriterien
des gemischten Quartiers konzipiert ist
und eine Unterbringung in guter Nachbarschaft bezweckt. Die
Aachener SWG trägt damit dem Sozialauftrag kirchlicher Wohnungsunternehmen
Rechnung.

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Proje kt IV - K ir c h e n immo b ilie n
Kirchenumnutzung mit Beispielwirkung im Bistum Augsburg

Projekt im Überblick

St. Ulrichswerk betreut Neubau des Augsburger Diözesanarchivs
Name:

Das St. Ulrichswerk der Diözese Augsburg GmbH ist das dem KSD angehörende
Wohnungsunternehmen im Bistum Augsburg. Es ist im Wohnungsbau, der
Verwaltung von eigenem und fremdem Wohnungsbestand, der Baubetreuung
und der Projektentwicklung für kirchliche Einrichtungen tätig. Als werteorientierte Einrichtung steht es für nachhaltiges Bauen und soziale Verantwortung
– so auch bei einem aktuellen Projekt mit Beispielwirkung. Im Augsburger
Stadtteil Oberhausen haben im Mai 2014 die Bauarbeiten für den Einbau des
neuen Diözesanarchivs in die Stadtpfarrkirche St. Joseph begonnen. Bauherr
ist die Diözese Augsburg, die Baubetreuung obliegt dem St. Ulrichswerk.

Neue Räumlichkeiten:
Für die Diözese Augsburg betreut das St.
Ulrichswerk den Neubau des Diözesanarchivs in Augsburg-Oberhausen. Das Archiv
war in seiner vorherigen Unterbringung im
Verwaltungsgebäude am Hafnerberg an
seine Kapazitätsgrenzen gelangt. Die neuen
Räumlichkeiten bezwecken eine deutliche
Erweiterung sowie eine Anhebung der funktionalen Qualität auf zeitgemäße Standards
im Archivwesen. Im neuen Archiv stehen auf
fünf Ebenen rund 20.500 laufende Regalmeter zur Verfügung, zuvor waren es nur etwa
10.000 Regalmeter.

Bauliche Maßnahmen und Kosten:
Um das Ziel der Erweiterung zu erreichen,
wurde die denkmalgeschützte St. Josephskirche teilweise saniert und einer neuen
Nutzung zugeführt. Im leer stehenden Kirchenschiff entstand auf mehreren Ebenen
eine Lagefläche mit etwa 20.500 Regalmetern. Zum langfristigen und sicheren Erhalt
der Archivalien wurde eine automatische,
mehrstufige Löschanlage und eine ganzheitliche Klimatisierung errichtet. Insgesamt
entstand nunmehr eine Nutzfläche von 5.000
qm. Die Gesamtkosten des Projekts liegen
bei etwa 14 Mio. Euro.
Anstelle des alten Pfarrhauses entstand ein
modernes, multifunktionales Verwaltungsgebäude, das neben Büro- und Arbeitsräumen einen Vortragssaal, eine Amtsbibliothek und einen öffentlichen Lesesaal enthält.
Zwischen den Kirchen St. Joseph und der
evangelischen Nachbarkirche St. Johannes
sorgt nunmehr ein gemeinsamer Platz für
Freiraum, zuzüglich Parkflächen. Die Fertigstellung der Maßnahmen erfolgt voraussichtlich mit Ablauf des Jahres 2015.
Bilanz:
Durch den Einbau des Archivs in das ehemalige
Kirchenschiff konnte die Pfarrei von einer
großen Baulast befreit werden. Zugleich wurde
damit die Umnutzung einer Kirche möglich,
die Signalwirkung hat. Nicht zuletzt konnte für
das Diözesanarchiv eine zeitgemäße bauliche
Basis geschaffen werden. Das St. Ulrichswerk
zeigte mit der Betreuung des Projektes, dass es
kompetenter Dienstleister für nachhaltiges
Bauen im Bistum ist.

Neubau des Diözesanarchivs in
Augsburg-Oberhausen

Bauherr:
Diözese Augsburg

Baubetreuung:
St. Ulrichswerk der Diözese Augsburg GmbH

Beschreibung:
Teilweise Sanierung, Umbau und
Umnutzung der St. Josephskirche inkl.
Einrichtung einer Löschanlage und
Klimatisierung, Errichtung eines neuen
Verwaltungsgebäudes und eines
öffentlichen Platzes

Neu entstehende Regalmeter:
20.500 m

Nutzfläche (gesamt):
5.000 qm

Kosten:
ca. 14 Mio. €

Zeitraum:
Beginn: Mai 2014/Fertigstellung: Ende 2015

Kontakt:
www.st-ulrichswerk.de

Die Abbildungen zeigen die vormalige Außenansicht der Kirche St. Joseph (o.r.), den Altarraum
der Kirche nach dem Rückbau (u.r.), den Innenraum der Kirche vor der Einrichtung des Archivs
(u.l.) sowie die beteiligten Akteure: Rudolf Mitterhuber und Wolfgang Spreng vom St. Ulrichswerk,
Architekt Rainer Heuberger, Finanzdirektor Dr. Klaus Donaubauer, Kirchenpfleger Peter Donn,
Stadtpfarrer Msgr. Karl Mair.
Fotos: Bistum Augsburg

domus 5. Jahrgang · Heft 2015/06· © Verlag Bauen und Siedeln c/o KSD e.V. Berlin · ISSN 2191-4656
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V e r a n s ta ltu n g
KSD-Fachtagung 2015: „Gekommen, um zu bleiben!“
Wohnen als Schlüssel zur Integration – Auftrag zur tätigen Nächstenliebe
Wohnen als Schlüssel
zur Integration
Ein grundlegender Schlüssel, wenn
nicht sogar der Schlüssel zur erfolgreichen Integration von Flüchtlingen liegt
in der Bereitstellung von angemessenem
und bezahlbarem Wohnraum. Der Bedarf an diesem Wohnraum ist aktuell
höher denn je und damit auch die Notwendigkeit, diesen Wohnraum zu schaffen. Diese Notwendigkeit zu berücksichtigen, ist auch Aufgabe des KSD mit seinen Wohnungsunternehmen und Siedlungswerken. Verstärkt wird die Dringlichkeit, bezahlbaren Wohnraum zu
schaffen, durch die Tatsache, dass sich
Bund und Länder aus dem geförderten
sozialen Wohnungsbau immer mehr
zurückgezogen haben. Zugleich laufen
mehr Belegungsbindungen aus als neue
geförderte Wohnungen gebaut werden.
Eine Wiederaufnahme des Engagements
der Kirche in diesem Segment über
kirchliche Siedlungswerke ist erforderlicher denn je zuvor, denn die Kirche
steht in der Verantwortung, sich auf

Benjamin Marx, Projektleiter der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft
mbH Köln berichtete über die NostelClearingwohnungen in Berlin.
Foto: KSD

Basis des christlichen Selbstverständnisses Flüchtlingen/Asylsuchenden hilfreich zuzuwenden.
KSD-Fachtagung 2015
Der KSD und seine Mitglieder sowie
kirchliche Institutionen stellen sich dieser Verantwortung. Davon zeugen
(Wohn-) Projekte, die sich in der Planung und Umsetzung befinden bzw.
fertiggestellt sind. Einige dieser Projekte
sind im Rahmen der KSD-Fachtagung
am 26.11.2015 in Würzburg vorgestellt
worden. Die Tagung zeigte auf, welche
Hilfen die Kirche in jeder Phase in der
Prozesskette von der Ankunft der
Flüchtlinge (z.B. Sammelunterkunft)
über die Eingewöhnung (z.B. Wohngruppen) bis hin zur Integration (z.B.
dezentrale Unterbringung im Quartier)
bereithält. Die Präsentationen hat der
KSD für Sie dokumentiert. Sie sind hier
abrufbar.

Ulrich Pöner, Leiter des Bereichs Weltkirche und Migration der Deutschen
Bischofskonferenz Bonn, überbrachte
das Grußwort der Deutschen Bischöfe.
Foto: KSD

Zudem sind Grundstücke vonnöten, auf
denen kirchliche Siedlungswerke innovative Projekte realisieren können. Die
KSD-Fachtagung hat praktisch gezeigt,
dass mit der Flüchtlingsfrage auch die
Chance für die Kirche, ihre Institutionen
und die darin wirkenden Mitarbeiter
besteht, durch eigenes und beherztes
Handeln als „Revolutionäre der tätigen
Nächstenliebe“ aufzutreten.

Fazit
Die KSD-Fachtagung stand unter
dem Titel „Gekommen, um zu bleiben!“. Wer bleibt, muss jedoch auch
wohnen können. So kamen die Teilnehmer und Referenten der Tagung zu
dem Schluss, dass Wohnen das zentrale
Thema der Flüchtlingsarbeit und auch
der Integration ist. Im Dreiklang aus
Wohnen – menschlicher Begleitung –
Pastoral spielen deshalb die kirchlichen
Siedlungswerke bei der Integration eine
besondere Rolle. Sie sind Teil dieses
Netzwerkes im Umgang mit Flüchtlingen. Im Bestand und im Neubau sind
zur Realisierung erfolgreicher Projekte
für Flüchtlinge z.T. administrative
Hemmnisse aus dem Weg zu räumen.

domus 5. Jahrgang · Heft 2015/06· © Verlag Bauen und Siedeln c/o KSD e.V. Berlin · ISSN 2191-4656
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Text: KSD

Re ze nsion / P e r s o n a lia / T e r min e
Rezension

Personalia

Der GdW hat eine Studie
veröffentlicht, die Erfolgsfaktoren für eine
erfolgreiche Integration
aus der Perspektive der
wohnungswirtschaftlichen Praxis beleuchtet. Dazu wurden
Wohnungsunternehmer aus ganz
Deutschland befragt, die über jahrzehntelange Erfahrungen verfügen. Die Ergebnisse zeigen, was viele Wohnungsunternehmen bereits vor Ort leisten und
geben Hinweise darauf, was von der
Wohnungswirtschaft und der Politik
noch zu tun ist. Die Studie ist damit
auch angesichts der aktuellen Flüchtlingsströme und steigenden Zuwanderungszahlen ein Leitfaden für die Unternehmen, die erstmalig in einem größeren Umfang mit Integrationsaufgaben
konfrontiert sind.
Die Studie "Mieter mit Migrationshintergrund" können GdW-Mitglieder
im Mitgliederbereich herunterladen.
Interessierte Unternehmen und Städte
können die Studie auf www.gdw.de
zum Preis von 25 Euro bestellen. Details finden Sie hier

Impressum
Herausgeber und Verlag:
KSD Katholischer Siedlungsdienst e.V.
V.i.S.d.P.: Ulrich Müller
Reinhardtstr. 13
10117 Berlin
Tel.:
+49 30 280 936 50
E-Mail: info@KSD-eV.de
Netz:
www.KSD-eV.de
Erstellung und Vertrieb: KSD e.V.
Copyright:
Copyrightnachweis für Bilder/Grafiken
(soweit nicht anders vermerkt) bei KSD
e.V. Nachdruck mit Quellenangabe
erlaubt. Belegexemplar erbeten.
domus (ISSN 2191-4656) erscheint
sechsmal im Jahr.

Der Hamburger Erzbischof Stefan
Heße ist Sonderbeauftragter für Flüchtlingsfragen der Deutschen Bischofskonferenz.
Thomas Sternberg ist neuer Präsident des Zentralkomitees der deutschen
Katholiken (ZdK). Bei der ZdK-Vollversammlung erhielt der nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete die Mehrheit
der Delegierten-Stimmen.
Norbert Kleyboldt, seit 16 Jahren
Generalvikar im Bistum Münster, geht in
den Ruhestand. Das gab Bischof Felix
Genn bekannt. Zum Nachfolger ernannte
er zugleich Norbert Köster, Kirchenhistoriker an der Universität Münster.
Papst Franziskus hat den Rücktritt des
Aachener Bischofs Heinrich Mussinghoff aus Altersgründen angenommen. Das gab der Vatikan bekannt. Mussinghoff war vergangenen Oktober 75
Jahre alt geworden.
Das Domkapitel Aachen hat Weihbischof Karl Borsch zum Diözesanadministrator für das Bistum Aachen gewählt.
Als Ständigen Vertreter ernannte Karl
Borsch den bis zur Sedisvakanz amtierenden Generalvikar Dr. Andreas Frick.
Papst Franziskus hat Monsignore Rolf
Steinhäuser zum Weihbischof im Erzbistum Köln ernannt. Er übernimmt sein neues
Amt von Weihbischof Manfred Melzer.

Termine

2016-02-11
KSD Vorstand, Berlin

2016-03-14
KSD Hauptausschuss, Berlin

2016-03-15
BAG kirchlicher Wohnungsunternehmen
im GdW, Berlin

2016-05-03/04
KSD Jahrestagung mit Mitgliederversammlung, Bamberg

2016-05-04
AG Europa im KSD, Bamberg

2016-11-23
KSD Hauptausschuss, Würzburg

2016-11-24
KSD-Fachtagung, Würzburg

Familienfreundlich
Wohnen?

Kinder sind unsere Zukunft.
Aber wohnen in einer Strohhütte?
Wir bauen sichere Häuser.

Die KfW als Partner ermöglicht es
kirchlichen Wohnungsunternehmen und
Siedlungswerken, ihre Projekte umzusetzen, darunter Modellprojekte mit Signalwirkung. Eine vom KSD gemeinsam mit
der KfW erarbeitete Broschüre präsentiert
erlesene Beispiele. Sie ist abrufbar hier

Sie können helfen, mit uns!

www.deswos.de
Deutsche Entwicklungshilfe
für soziales Wohnungs- und
Siedlungswesen e.V.
Spendenkonto DESWOS 660 22 21
Sparkasse KölnBonn, BLZ 370 501 98

domus 5. Jahrgang · Heft 2015/06· © Verlag Bauen und Siedeln c/o KSD e.V. Berlin · ISSN 2191-4656
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