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Periodical volume

Full text: Domus Issue 2015,2

Bundesverband für Wohnungswesen und Städtebau

KATHOLISCHER SIEDLUNGSDIENST E.V.

domus domus
Der Unternehmensreport des KSD Katholischer Siedlungsdienst e.V.
www.ksd-ev.de
Der KSD bei Google+

Ausgabe 2015/02 Liebe Leser,
01

Inhalt
domus erreicht etwa 4.000 Entscheider und Experten in Kirche, Politik, Wohnungswirtschaft, Verwaltung und Medien.

Editorial

Jahrestagung 2015 Berlin – Rahmenthema Neuer Partner des KSD – Firma Baumit GmbH

Unternehmensreport

02

Gemeinnützige Wohnungsbau-Genossenschaft „Schönere Zukunft“ eG – Unternehmen mit Tradition

Projekte I bis III
I - Wohnungsbau II - Leuchtturm III - Kirchenimmobilien

04 - 08

Rezension/Personalia/Termine
Immobilien 2015. Zahlen. Daten. Fakten Kardinal Reinhard Marx, Ansgar Thim, Michael Himmelsbach, Prälat Wolfgang Tripp u.a.

09

I Familienfreundliche und energieeffiziente Eigenheime. GSW Speyer GmbH errichtet neue Reihenhäuser in Kandel. Seite 4

II Bezahlbare Wohnungen und soziale Arbeit. KWS Regensburg geht besondere Kooperation mit Caritasverband ein. Seite 6

III Neuer Wohnraum für Asylbewerber und Einheimische. Bistum Rottenburg-Stuttgart und Siedlungswerk nutzen Kirchengebäude um. Seite 7-8

die Jahrestagung des KSD am 29./30. April 2015 in Berlin steht vor der Tür. Die Hauptstadt kennt alle Herausforderungen, denen sich kirchliche Wohnungsunternehmen in der heutigen Zeit stellen sollten und in Orientierung an ihrem Gründungsauftrag auch widmen müssen. Es geht um die Bereitstellung von Wohnraum für alle, deren Stimme am Wohnungsmarkt selten Gehör findet. Das lenkt unser Auge aktuell und besonders in Berlin auf die Zuwanderung aus Osteuropa, auf die Flüchtlinge aus Syrien oder Irak und auf die Problemlagen dieser Menschen. Wir im KSD sind mit der Herausforderung der Integration seit einigen Jahren konfrontiert und konnten bis jetzt schon zahlreiche Erfahrungen sammeln. Deshalb widmet sich die Jahrestagung dem Thema “Option für die Bedrängten – Flüchtlingen und Ausgegrenzten ein Heim geben“. Der KSD ist sich dieses Anspruchs bewusst und wird sich ihm angesichts gemeinsamer sozialer Leitbilder in der kirchlichen Wohnungswirtschaft auch stellen! Die Perspektive des KSD ist, dass kirchliche Wohnungsunternehmen Lösungen finden und Hilfe leisten müssen. Es sollte dabei nicht Ziel sein, Flüchtlinge mit Ansprüchen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz dauerhaft in Erst- oder Notunterkünften zu beherbergen. Hierbei kann es sich nur um eine Notlösung handeln. Vielmehr geht es um die integrative und dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen in Quartieren und in guter Nachbarschaft. Wir freuen uns auf eine aufschlussreiche Tagung zu diesem Thema! Diese Ausgabe 2015-02 von domus präsentiert Ihnen zahlreiche Projektbeispiele der KSD-Mitglieder, darunter auch eines für Flüchtlinge (S.7). Zudem begrüßen wir einen neuen Kooperationspartner in den Reihen des KSD – die Firma Baumit GmbH aus Bad Hindelang. Ein Unternehmensportrait finden Sie auf S. 3. Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre von domus! Ihr

Editorial

Ulrich Müller
Geschäftsführender Vorstand

Veranstaltungsort der KSDJahrestagung 2015: Hotel Aquino/Katholische Akademie in Berlin-Mitte.
Foto: Hotel Aquino

domus 5. Jahrgang · Heft 2015/02 · © Verlag Bauen und Siedeln c/o KSD e.V. Berlin · ISSN 2191-4656 1

Unte r n e h me n s r e p o r t
Gemeinnützige Wohnungsbau-Genossenschaft „Schönere Zukunft“ eG
Unternehmen mit Tradition Unternehmen im Überblick

Gründung und Geschichte Die Gemeinnützige WohnungsbauGenossenschaft „Schönere Zukunft“ eG ist ein Dienstleistungsunternehmen rund ums Wohnen. Mit einer über 50-jährigen Erfahrung im Bereich Bauen, Kaufen, Mieten oder Verwalten ist die Genossenschaft ein kompetenter Partner für alle Wohnungsfragen. Dazu zählt die Vermietung und Verwaltung von Wohnraum sowie die Betreuung der Mieter in Wohnungsfragen. Das Unternehmen ist seit seiner Gründung mit der katholischen Kirche verbunden und steht damit als Mitglied des KSD den Grundgedanken kirchlicher Wohnbauarbeit nahe. Zu den Gründungsvätern der „Schöneren Zukunft“ Bremen gehören drei Priester. Seit dem 31. Mai 1929 ist die Genossenschaft in das Genossenschaftsregister des Amtsgerichts Bremen eingetragen. Nach einer Zeit der Auflösung wurde sie am 5. September 1948

neu konstituiert. Nach durchgeführter Finanzierung und Zuerkennung der Gemeinnützigkeit lief der mit öffentlichen Mitteln geförderte Neubau in Bremen im März 1954 an. In der Generalversammlung vom 31. Mai 1954 wurde neben einer neuen Satzung auch eine Namensänderung in „Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft SCHÖNERE ZUKUNFT IN BREMEN e. GmbH“ beschlossen. Bereits im Oktober des gleichen Jahres konnten zwanzig neue Mietwohnungen bezogen werden. Damit war auch der Anfang eines „Gemeindezentrums“ geschaffen, in dem später ein Raum für Vorträge und Altenbegegnungen entstand. Da in der nachfolgenden Zeit noch weitere von Katholiken bezogene Häuser hinzukamen, entstand hier eine Konzentration von katholischen Bremern, die in der Katholischen Gemeinde zu Bremen bald als St. Meyer bekannt wurde. Die Gemeinnützige WohnungsbauGenossenschaft „Schönere Zukunft“ zählt zu den ältesten Mitgliedern des KSD. Sie hat rund 250 Mitglieder und verwaltet zur Zeit einen Wohnungsbestand von 68 Wohnungen und 32 Garagen.■ Autor: KSD

Name:
Gemeinnützige Wohnungsbau-Genossenschaft „Schönere Zukunft“ eG

Gründungseintragung Genossenschaftsregister Bremen:
31. Mai 1929

Wiedergründung:
05. September 1948

Regionales Tätigkeitsgebiet:
Stadtgebiet Bremen

Vorstand:
Heinrich Schillmöller, Ralf Ellerhorst, Hendrik Petry

Aufsichtsratsvorsitzender:
Folker Schönigt

Mitgliederzahl: 250 Wohneinheiten zum 31.12.2014:
68

Autogaragen zum 31.12.2014:
32

Geschäftsfelder:
Vermietung und Verwaltung von Wohnraum sowie Betreuung der Mieter in Wohnungsfragen

Internet: www.schoenere-zukunft.de

domus 5. Jahrgang · Heft 2015/02 · © Verlag Bauen und Siedeln c/o KSD e.V. Berlin · ISSN 2191-4656 2

Me ld u n g e n
Neues Partnerunternehmen des KSD: Die Firma Baumit GmbH
„Ideen mit Zukunft“ Produktqualität Qualitätsmanagement und Umweltschutz sind im Unternehmensleitbild von Baumit seit Jahrzehnten ein Bestandteil der Unternehmensphilosophie und werden in allen Werken konsequent umgesetzt. Das Unternehmen Baumit ist seit 1996 nach mehreren Qualitätsmanagement-Normen zertifiziert. Seit dem Jahr 2010 ist die Baumit GmbH zudem Mitglied des SentinelHaus® Instituts und hat sich die Leitlinie und Philosophie des Sentinel-Haus zu eigen gemacht. Das Institut stellte seine Expertise bereits im Rahmen von KSD-Veranstaltungen vor und steht für Konzepte rund um wohngesunde Lebensräume. Mittlerweile sind mehr als 50 Produkte der Baumit GmbH zudem über das Eco-Institut Köln auf ihre Umweltverträglichkeit und auf Innenraumluftschadstoffe untersucht worden. Unterstützung Einen besonderen Stellenwert nehmen ausschreibende Stellen ein. Baumit unterstützt den Wohnungsbau, Architekten, Generalunternehmer und Investoren vor Ort mit technischer Beratung, mit der Vorbereitung der Leistungsbeschreibung sowie mit Unterstützung bei der Ausführungsplanung. Auch Objektbetreuung und Dokumentation gehören zum Leistungsportfolio. Die Leitbilder der Baumit GmbH korrespondieren in geeigneter Weise mit dem ökologischen, sozialen und ökonomischen Selbstverständnis des KSD. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit!■
Autor: KSD

Erzbistum Köln
Jahresabschluss vorgelegt

Willkommen beim KSD! Seit Jahresbeginn 2015 darf der KSD als Unterstützer der Verbandsveranstaltungen sowie der Verbandsmedien ein neues Partnerunternehmen in seinen Reihen begrüßen. Wir freuen uns sehr, die Firma Baumit GmbH aus Bad Hindelang als Kooperationspartner gewonnen zu haben. Das Unternehmen Die Baumit GmbH ist ein bundesweit tätiger Markenanbieter für Farb-, Dämm-, Putz-, Sanier- und Bodensysteme mit hoher Kompetenz, sowohl in der Werktrockenmörtel- als auch pastösen Welt. Der Allgäuer Baustoffproduzent mit Hauptsitz in Bad Hindelang beschäftigt an neun Werksstandorten in Deutschland 500 Mitarbeiter. Zu seinen Kunden zählen Baustoffhändler, Stuckateure, Maler, Bodenleger, Architekten und Planer. Getreu seiner Philosophie „Ideen mit Zukunft“ setzt das Industrieunternehmen mit seinen innovativen Wärmedämmund Farbsystemen sowie dem Produktprogramm rund um das „Gesunde Wohnen“ besondere Akzente im Markt.

Das Erzbistum Köln hat seinen Finanzbericht für das Jahr 2013 vorgelegt. Daraus geht hervor, dass der Haushalt 2013 ein Volumen von 811 Mio. Euro hatte. Insgesamt verfügte das Erzbistum Köln 2013 über ein Vermögen von rund 3,35 Mrd. Euro und sichert damit die tägliche Arbeit in der Seelsorge und Caritas. Die Bilanz des Erzbistums wies zum Bilanzstichtag 31.12.2013 Sachanlagen von rund 646 Mio. Euro aus. Diese Anlagen schaffen laut Bericht Orte der Begegnung; dazu gehören vor allem von der Kirche genutzte Immobilien wie Schulen und Tagungshäuser. Die Finanzanlagen, im Wesentlichen Wertpapier- und Immobilienfonds, beliefen sich nach angaben des Erzbistums auf rund 2,4 Mrd. Euro. Das Erzbistum Köln hält Beteiligungen an 17 zumeist karitativ tätigen Gesellschaften, von denen allerdings nur zwei Erträge abwerfen. Das Umlaufvermögen betrug rund 287 Mio. Euro aus Bankguthaben und Vorräten. Die Eigenkapitalquote beträgt rund 74 Prozent. Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Pensionsverpflichtungen gemäß den gesetzlichen Vorgaben gebildet. Weitere Verbindlichkeiten in Höhe von 133 Mio. Euro betreffen größtenteils zugesagte Baukostenzuschüsse an Kirchengemeinden und bewilligte Projektmittel für Aufbauhilfen im Ausland. Größte Einnahmequelle war dem Bericht zufolge die Kirchensteuer mit 573 Mio. Euro, von der mehr als die Hälfte in Seelsorge und Caritas fließt. Details finden Sie hier.■ Autor: KSD

domus 5. Jahrgang · Heft 2015/02 · © Verlag Bauen und Siedeln c/o KSD e.V. Berlin · ISSN 2191-4656 3

Proje kt I - Wo h n u n g s b a u
Familienfreundliche und energieeffiziente Eigenheime
GSW Speyer GmbH errichtet neue Reihenhäuser in Kandel
Name: Die Gemeinnützige Siedlungswerk Speyer GmbH (GSW) errichtet in einem Neubaugebiet in der Bienwaldstadt Kandel neue familienfreundliche Reihenhäuser als Eigenheime in mehreren Hausgruppen. Das Richtfest wurde im Februar 2015 unter der Teilnahme zahlreicher Käufer gefeiert. Das Interesse an den Häusern war groß, so dass alle Eigenheime bereits vor dem Richtfest verkauft werden konnten.
Reihenhäuser in Kandel (Am Höhenweg)

Projekt im Überblick

Bauträger:
Gemeinnützige Siedlungswerk Speyer GmbH

Beschreibung:
Errichtung von 14 neuen familienfreundlichen Reiheneigenheimen in Kandel

Daten:
Grundstücksgröße: von 207 bis 354 qm je Haus Anzahl Eigenheime: 14 WF (Wohnflächen): 118 qm - 130 qm Quadratmeterpreise: 1.950 bis 2.000 € Sonstiges: massive Bauweise, VollunterRahmendaten: Die Gemeinnützige Siedlungswerk Speyer GmbH (GSW) errichtet als Bauträger in einem Neubaugebiet in der Bienwaldstadt Kandel 14 neue familienfreundliche Reihen-Eigenheime. Der Baubeginn der in mehreren Hausgruppen entstehenden Gebäude war im September 2014. Die Häuser befinden sich „Am Höhenweg“ und haben jeweils Wohnflächen zwischen 118 qm und 130 qm. Die Grundstücksanteile liegen bei bis zu 354 qm je Reihenhaus. Ausstattung: Das Projekt zeichnet sich durch eine massive Bauweise, Vollunterkellerung, ausgebaute Dachgeschosse und die schlüsselfertikellerung

Termine:
Baubeginn: September 2014 Bezugsfertig: September 2015 Richtfest: 13. Februar 2015

Energiekonzept:
ge Ausführung einschließlich Hauszugang und Terrasse aus. Jedes Haus verfügt über eine eigene Heizung und wird als KfW-Effizienzhaus 70 errichtet. Bezugsfertig sollen die Gebäude voraussichtlich im September 2015 sein. Die Objekte werden vorrangig an junge Familien verkauft, die als Eigennutzer auftreten. Eigenleistungen und Sonderwünsche bei der Errichtung der Häuser sind nach Angaben des GSW Speyer möglich. Die Preise für ein ReihenMittelhaus mit Garage und Stellplatz liegen bei 236.800 Euro. Ein Reihen-Endhaus mit Garage und Stellplatz soll ca. 246.900 Euro kosten. Richtfest: Am 13. Februar 2015 konnte das Unternehmen bei dem Neubauprojekt „Am Höhenweg“ in Kandel Richtfest feiern. ZahlEigene Heizung je Haus KfW-Effizienzhaus 70

Kontakt / Ansprechpartner:
Gemeinnützige Siedlungswerk Speyer GmbH Gerhard Löchel, Prokurist Obere Langgasse 18 67346 Speyer Telefon: +49 6232 6009 0 E-Mail: info@gsw-speyer.de Internet: www.gsw-speyer.de

Die Abbildungen zeigen Gerhard Müller, Geschäftsführer der GSW Speyer GmbH beim Richtfest (o.r.) sowie die Reihenhäuser vor dem Richtfest im Bauzustand (o.l. und u.r.).
Fotos: GSW Speyer

reiche Käufer der schicken Reihenhäuser waren gekommen, der Richtfest-Zeremonie beizuwohnen. Das besondere Interesse an den Objekten äußerte sich dadurch, dass die Reihenhäuser bereits lange vor dem Richtfest verkauft werden konnten. Das Projekt des GSW Speyer schafft Wohneigentum für Familien und trägt damit einem Kernauftrag kirchlicher Siedlungswerke Rechnung.

domus 5. Jahrgang · Heft 2015/02 · © Verlag Bauen und Siedeln c/o KSD e.V. Berlin · ISSN 2191-4656 4

domus 5. Jahrgang · Heft 2015/02 · © Verlag Bauen und Siedeln c/o KSD e.V. Berlin · ISSN 2191-4656 5

Proje k t I I - L e u c h ttu r m
Bezahlbare Wohnungen und soziale Arbeit
KWS Regensburg geht besondere Kooperation mit Caritasverband ein
Name: Das Katholische Wohnungsbau- und Siedlungswerk der Diözese Regensburg (KWS) errichtet eine neue Wohnanlage mit ca. 2.600 qm Wohn- und Bürofläche. Es ist die bisher größte Maßnahme des KWS. Sie wird ermöglicht durch eine spezielle Partnerschaft mit dem Caritasverband für die Diözese Regensburg e.V. (DCV). Der DCV wird mit 500 qm der größte Einzelmieter sein. Der entstehende Wohnraum soll zu moderaten Mietpreisen angeboten werden, die deutlich unter den Preisen von vergleichbarem frei finanzierten Wohnraum liegen sollen.
Mietwohnungen und Büroflächen in Regensburg (Plato-Wild-Straße/Runtingerstraße)

Projekt im Überblick

Bauherr:
Katholisches Wohnungsbau- und Siedlungswerk der Diözese Regensburg GmbH

Partner und größter Einzelnutzer:
Caritasverband für die Diözese Regensburg e.V.

Beschreibung:
Errichtung von bezahlbaren Mietwohnungen sowie Wohn- und Nutzflächen für die Caritas

Daten:
Grundstücksgröße: 3.000 qm Anzahl Wohnungen: 39 (1-4 Zimmer) WF (Wohnflächen gesamt): 2.600 qm
einschließlich 500 qm Wohn- und Nutzfläche für Zwecke der Caritas

Grundstück: Der Caritasverband für die Diözese Regensburg e.V. hat dem KWS das Grundstück übertragen. Die 39 Mietwohnungen sollen zu moderaten Mietpreisen angeboten werden, die deutlich unter den Preisen von vergleichbarem frei finanzierten Wohnraum liegen In einem symbolischen Akt bewegten (v.l.) Dr. Joachim sollen. Ramminger, Geschäftsführer der Caritas-Krankenhauses St. Kooperation: Josef, Dr. Robert Seitz, Leiter der Caritas-Jugend- und Seniorenhilfe im Bistum Regensburg, Johanna Berr, Dompropst Prälat Dr. Wilhelm Gegenfurtner, Diözesan-Caritasdirektor Dr. Roland Batz, Wunnibald Heindl, Architekt Joachim Peithner, KWS-Geschäftsführer Ludwig Gareis und KWS-Projektleiter Manfred Zeitler einige Schaufel Erde Fotos: KWS

Termine:
Baubeginn: September 2014 Bezugsfertig: Anfang 2016

Kosten/Finanzierung:
7,3 Mio € (ohne Grundstück) - frei finanziert

Kontakt / Ansprechpartner:
Katholisches Wohnungsbau- und Siedlungswerk der Diözese Regensburg GmbH (KWS) Großprüfening 7, 93049 Regensburg Telefon: +49 941 396 08 0 E-Mail: mail@kws-regensburg.de Internet: www.kws-regensburg.de

Rahmendaten und Kosten: Das Katholische Wohnungsbau- und Siedlungswerk der Diözese Regensburg (KWS) errichtet in Regensburg 39 Mietwohnungen mit einem bis vier Zimmern sowie weitere Wohn- und Nutzflächen für die Zwecke der Caritas (Behinderten- und Seniorenhilfe). Konkret entstehen durch das KWS als Bauherr an der Ecke Plato-Wild-Straße/Runtingerstraße 2.600 qm freifinanzierte Wohnund Büroflächen, die allesamt barrierefrei und energieeffizient konzipiert sind. Der Baubeginn war im September 2014. Das KWS bringt - ohne die Grundstückskosten für den Neubau rund 7,3 Mio. Euro auf. Das vierstöckige Bauwerk auf dem rund 3.000 qm großen Baugrundstück gegenüber dem Caritas-Krankenhaus St. Josef wird voraussichtlich Anfang 2016 abgeschlossen sein.

Wie Diözesan-Caritasdirektor Dr. Batz als Vertreter des größten künftigen Einzelnutzers und KWSGeschäftsführer Gareis für den Bauherren erklärten, hätte keiner der Partner das Vorhaben alleine stemmen können. An jener Stelle stand ein Schwesternwohnheim, das wirtschaftlich nicht hätte saniert werden können. Die getroffene Vereinbarung sieht vor, dass das KWS eine neue Immobilie errichtet. Dafür, dass der Caritasverband für die Diözese Regensburg e. V. dem kirchlichen Wohnungsunternehmen das Grundstück übertragen hat, darf er seinen Teil der insgesamt 2.600 qm

Wohn- und Bürofläche 25 Jahre lang mietfrei nutzen. Insgesamt wird das Gebäude barrierefrei und energieeffizient, wird also gleichermaßen geeignet sein für junge Familien mit Kinderwagen wie für Senioren mit Rollatoren als Gehhilfe. Als freifinanzierter Wohnraum unterliegt er keinen Vergabebeschränkungen. Mit diesem Bauvorhaben erfüllt das KWS praxisorientiert eine der Grundaufgaben kirchlicher Wohnungsunternehmen.

domus 5. Jahrgang · Heft 2015/02 · © Verlag Bauen und Siedeln c/o KSD e.V. Berlin · ISSN 2191-4656 6

Proje kt II I - K ir c h e n immo b ilie n
Neuer Wohnraum für Asylbewerber und Einheimische
Bistum Rottenburg-Stuttgart und Siedlungswerk nutzen Kirchengebäude um Name:
Auf dem Gelände der St. Vinzenz Palotti-Kirche in Stuttgart-Birkach soll eine gemeinsame Wohnbebauung für Einheimische und Flüchtlinge entstehen. Die katholische Kirchengemeinde St. Antonius, die Diözese Rottenburg-Stuttgart und das Siedlungswerk Stuttgart planen im Benehmen mit der Landeshauptstadt Stuttgart ein neuartiges Wohnkonzept auf dem ca. 8.000 qm großen Areal zu realisieren. In einem Wohnquartier mit rund 78 Wohnungen sollen künftig Flüchtlinge mit Bleiberecht, Asylsuchende und auch Studenten wohnen. Die St. Vinzenz Pallotti-Kirche selbst soll dafür abgerissen werden.
Die St. VinzenzPallotti-Kirche in Stuttgart-Birkach soll einem Wohnquartier mit integrativer Flüchtlingshilfe weichen.
Neues Wohnquartier mit integrativer Flüchtlingshilfe auf dem Gelände der St. Vinzenz-Pallotti-Kirche

Projekt im Überblick

Investor:
Siedlungswerk Wohnungs- und Städtebau GmbH Stuttgart

Partner:
Diözese Rottenburg-Stuttgart, Kath. Kirchengemeinde St. Antonius

Beschreibung:
Neubau einer gemeinsamen Wohnbebauung (Miet- und Eigentumswohnungen) für Einheimische und Flüchtlinge auf dem Gelände der St. Pallotti-Kirche in Stuttgart-Birkbach und Abriss der Kirche

Daten:
Grundstücksgröße: 8.000 qm Anzahl Wohnungen: ca. 78 (davon 66 als
Eigentum und weitere zur Miete: 3 für Studenten, 5 für Asylsuchende, 4 für Flüchtlinge mit Bleiberecht) Sonstiges: Neubau einer vier-gruppigen Kita und Gemeinschaftsraum nebst Büro

Termine:
Foto:Stuttgarter-Nachrichten.de

Baubeginn: Sommer 2017 Bezugsfertig: Anfang 2019

Kosten: ca. 28 Mio. € Kontakt / Ansprechpartner:
Siedlungswerk GmbH Wohnungs- u. Städtebau Herrn Alexander Kentsch Postfach 10 41 42 70036 Stuttgart Telefon: +49 711 2381 383 E-Mail: alexander.kentsch@siedlungswerk.de Internet: www.siedlungswerk.de

Wohnungen für Studenten, rund fünf Wohnungen für etwa 40 Asylsuchende und vier Am 10. Oktober 2014 hat der KirchengeWohnungen für ca. 20 Flüchtlinge mit Bleimeinderat der katholischen Kirchengemeinde berecht. Mit dem Neubau der KindertaSt. Antonius in Stuttgart-Hohenheim einen Begesstätte, die ihr Angebot von einer Gruppe schluss zur Zukunft der Kirche St. Vinzenz zu einer künftig viergruppigen Kita vergröPalotti in Stuttgart-Birkbach getroffen. Gemeinßern wird, wird nicht nur ein Anliegen der sam mit der Diözese Rottenburg-Stuttgart und Kirchengemeinde erfüllt, sondern auch ein der Siedlungswerk GmbH Wohnungs- und Angebot geschaffen, welches der wachsenden Städtebau in Stuttgart wird auf dem Areal ein Bewohnerzahl gerecht wird. Wohnungsbauprojekt realisiert, das sowohl Für die Kirchengemeinde und die Bewohner Eigentums- und Mietwohnungen, besonders für des bestehenden wie neuen Wohnquartiers ist Familien, als auch Wohnmöglichkeiten für ein Gemeinschaftsraum vorgesehen, für die Asylsuchende und für Flüchtlinge mit dauerFlüchtlingssozialarbeit ein Büro. Das Quarhaftem Bleiberecht umfasst. Ebenso sollen tier erfüllt die Vorgaben des „Stuttgarter InWohnmöglichkeiten für Studenten mit Migratinenentwicklungsmodells“ (SIM), nach dem onshintergrund geschaffen werden. 20 Prozent der neu entstehenden Wohnfläche In der Pallotti-Kirche in Stuttgart-Birfür „Wohnungen mit sozialem SchwerKonzept: kach werden keine Gottesdienste mehr punkt“ bereitgestellt werden müssen. Für die gefeiert. Eine Sanierung ist mangels Nach dem Abriss der Kirche und der bislang Umwidmung der vorhandenen GemeinbeBedarf nicht mehr vorgesehen. vorhandenen Gebäude sollen insgesamt 66 darfsfläche in Wohnbauland musste darüber Foto: R. Weible Eigentumswohnungen entstehen, drei hinaus Kompensation geleistet werden. Kirche domus 5. Jahrgang · Heft 2015/02 · © Verlag Bauen und Siedeln c/o KSD e.V. Berlin · ISSN 2191-4656 7 Beschluss:

Proje kt II I - K ir c h e n immo b ilie n
und Siedlungswerk sind mit der Landeshauptstadt Stuttgart übereingekommen, auf einem weiteren Grundstück in Stuttgart-Steckfeld einen Wohn- und Pflegeverbund mit etwa 50 Pflegeplätzen zu erstellen. Rückblick: Umnutzung der Pallotti-Kirche: Bereits 2006 hatte der Stuttgarter Gesamtkirchengemeinderat angesichts des stark rückläufigen Gottesdienstbesuchs und erheblicher Sanierungskosten für eine Umnutzung votiert, wobei eine Realisierung dieses Vorhabens lange Zeit nicht in Sicht war. Nunmehr gab Bischof Gebhard Fürst den Anstoß zu dem beschlossenen Bauvorhaben, nachdem die Diözese mit ihrem Diözesanrat die Verantwortung für Flüchtlinge zu einem Schwerpunkt ihrer Seelsorge und Caritas erklärt hatte. Der Bischof betonte, dass Umwidmung oder gar Abriss einer Kirche eine schmerzliche Entscheidung sei, die er nur in begründeten Ausnahmefällen treffe. „Aber hier“, so erklärte Thomas Broch, der Bischöfliche Flüchtlingsbeauftragte, „wird ein Projekt realisiert, bei dem Kirchengemeinde, Stadtdekanat und die Stadt Stuttgart der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung für Flüchtlinge gerecht werden“. Das Projekt mache die Vielgestaltigkeit der Gesellschaft deutlich und habe alle Chancen, zu einem Modell für gelingendes Miteinander im Gemeinwesen zu werden, so Broch. Partnerschaft mit dem Siedlungswerk: Mit dem Siedlungswerk hat die kirchliche Seite einen Partner, zu dessen Markenzeichen zukunftsorientierte, unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen integrierende Quartierentwicklungen gehören. Mit seinen Quartiersprojekten, die auf einer ressourcenschonenden, energieeffizienten sowie nutzerdiversifizierten Bauweise basieren, hat das Unternehmen bereits mit anderen Projekten einen Vorbildcharakter für die Ansprüche der kirchlichen Wohnungswirtschaft. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf ca. 28 Mio. Euro. Investor ist das Siedlungswerk. Ausblick: Im Frühjahr 2015 wird für die vorgesehene neue Bebauung in Birkach ein Architektenwettbewerb durchgeführt. Mit dem Baubeginn wird im Sommer 2017 gerechnet. Anfang 2019 soll das neue Quartier fertig gestellt sein. Das Besondere des Projektes: Flüchtlingen ein dezentrales Wohnen in guter Nachbarschaft und im gemischten Quartier zu ermöglichen. domus 5. Jahrgang · Heft 2015/02 · © Verlag Bauen und Siedeln c/o KSD e.V. Berlin · ISSN 2191-4656 8

Re ze nsion / P e r s o n a lia / T e r min e
Rezension
Der Kompass bietet für das Jahr 2015 übersichtliche Tabellen, Daten, Tipps und Informationen, aktuelle Zahlen, wichtige Fristen und Adressen, die für Haus- oder Wohnungseigentümer, als Makler oder Berater in der Immobilienbranche wichtig sind. Folgende Inhalte werden geboten: Steuern und Immobilien, Fristen und gesetzliche Änderungen, Schritt für Schritt zur eigenen Immobilie. Der Band ist auch als Werbegeschenk eine gute Idee. Als Präsent zur Weitergabe an Kunden und Geschäftspartner bietet das Buch gehaltvolle Informationen. Ab einer Auflage von 500 Exemplaren bietet der Verlag die Chance, den Ratgeber mit eigenem Umschlag zu gestalten.
Immobilien 2015. Zahlen, Daten, Fakten, 18. Auflage 2015, 48 Seiten, broschur, Verlag Haufe, ISBN: 978-3-64806377-4.

Personalia
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, ist für eine zweite Amtszeit zum Präsidenten der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (ComECE) gewählt worden. Die Deutsche Bischofskonferenz vertritt Kardinal Marx in der ComECE seit 2006. Ansgar Thim, Domkapitular und zuletzt Diözesanadministrator, ist vom Hamburger Erzbischof Stefan Heße zu seinem Generalvikar berufen worden. Michael Himmelsbach ist zum Diözesanökonomen im Erzbistum Freiburg ernannt worden. Der Oberrechtsdirektor soll Erzbischof Stephan Burger in der Vermögensverwaltung entlasten und für mehr Finanz-Transparenz sorgen. Prälat Wolfgang Tripp, seit 1997 Direktor des Caritasverbandes im Bistum Rottenburg-Stuttgart, tritt zum 31. März in den Ruhestand. Seine Nachfolge tritt am 1. April Oliver Merkelbach an, bisher Pfarrer in Marbach und Dekan von Ludwigsburg. Reinhard Hauke, seit Ende 2005 Weihbischof im Bistum Erfurt, wurde am 16. April 2015 als neuer Vorsitzender des Caritasverbandes für die thüringische Diözese eingeführt. Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki wird Mitglied der vatikanischen Güterverwaltung Apsa, so der Vatikan. Die Apsa hat die Aufgaben des Schatzamtes und der Zentralbank des Vatikanstaates und des Heiligen Stuhls. Die Vertreter der Mitgliedsunternehmen der Vereinigung der Wohnungsunternehmen in Mittelfranken e.V. haben ihren Vorstandsvorsitzenden

Termine
2015-04-28
KSD Vorstand, Berlin

2015-04-29/30 KSD-Jahrestagung und Mitgliederversammlung, Berlin

2015-04-30
AG Europa im KSD, Berlin

2015-06-30
KSD Hauptausschuss, Berlin

2015-09-30
KSD Vorstand, Berlin

2015-10-01
BAG kirchlicher Wohnungsunternehmen im GdW, Berlin

2015-11-25
KSD Hauptausschuss, Würzburg

2015-11-26
KSD Fachtagung, Würzburg

Impressum
Herausgeber und Verlag: KSD Katholischer Siedlungsdienst e.V. V.i.S.d.P.: Ulrich Müller Reinhardtstr. 13 10117 Berlin Tel.: +49 30 280 936 50 E-Mail: info@KSD-eV.de Netz: www.KSD-eV.de Erstellung und Vertrieb: KSD e.V. Copyright: Copyrightnachweis für Bilder/Grafiken (soweit nicht anders vermerkt) bei KSD e.V. Nachdruck mit Quellenangabe erlaubt. Belegexemplar erbeten. domus (ISSN 2191-4656) erscheint sechsmal im Jahr.

Peter-Stephan Englert, Geschäftsführer St. Gundekar-Werk Eichstätt Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH, erneut in seinem Amt bestätigt. Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki wird Mitglied der vatikanischen Güterverwaltung Apsa, so der Vatikan. Dazu habe ihn der Papst ernannt. Die Apsa hat die Aufgaben des Schatzamtes und der Zentralbank des Vatikanstaates und des Heiligen Stuhls. Reinhard Hauke, seit Ende 2005 Weihbischof im Bistum Erfurt, wurde am 16. April 2015 als neuer Vorsitzender des Caritasverbandes für die thüringische Diözese eingeführt. Prälat Wolfgang Tripp, seit 1997 Direktor des Caritasverbandes im Bistum Rottenburg-Stuttgart, trat zum 31. März 2015 in den Ruhestand. Seine Nachfolge trat am 1. April 2015 Oliver Merkelbach an, bisher Pfarrer in Marbach und Dekan von Ludwigsburg.

domus 5. Jahrgang · Heft 2015/02 · © Verlag Bauen und Siedeln c/o KSD e.V. Berlin · ISSN 2191-4656 9
        
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