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Periodical volume

Full text: Domus Issue 2015,1

Bundesverband für Wohnungswesen und Städtebau

KATHOLISCHER SIEDLUNGSDIENST E.V.

domus domus
Der Unternehmensreport des KSD Katholischer Siedlungsdienst e.V.
www.ksd-ev.de
Der KSD bei Google+

Ausgabe 2015/01 Liebe Leser,
01

Inhalt
domus erreicht etwa 4.000 Entscheider und Experten in Kirche, Politik, Wohnungswirtschaft, Verwaltung und Medien.

Editorial
Neujahrsgruß 2015 Ausblick KSD-Jahrestagung 2015 in Berlin

Unternehmensreport

02 - 04

Baugenossenschaft Familienheim Baden-Baden eG – „Soziale und ökologische Verantwortung im Wohnbereich ernst nehmen“

Projekte I bis III
I - Wohnungsbau II - Leuchtturm III - Kirchenimmobilien

05 - 08

Rezension/Personalia/Termine

09

Verkehrswertermittlung von Grundstücken Gerhard Müller, Stefan Wieland, Elke Dickmann, Msgr. Dr. Axel Mehlmann, Dr. Stefan Heße, Thomas Keßler, Dominik Meiering

I Bauverein Breisgau baut in eigener Straße in Freiburg-Mooswald. Neues Generationenquartier mit sozialverträglichen Mieten Seite 5

II Aachener SWG errichtet temporäre Wohnmöglichkeiten für Flüchtlinge und Obdachlose. Nostel – ClearingWohnungen als Alternative zur Parkbank. Seite 6

III Professionelles Immobilienmanagement in den (Erz-) Bistümern. Bedeutung und Ergebnisse der Bestandserfassung im Erzbistum Freiburg. Seite 7-8

verbunden mit den besten Wünschen für das Jahr 2015 dürfen wir Ihnen die neue und erste Ausgabe von domus in 2015 präsentieren. Was hat diese Ausgabe zu bieten? Wir stellen Ihnen die Baugenossenschaft Familienheim Baden-Baden vor. Zudem präsentieren wir Ihnen zahlreiche Bauprojekte von KSD-Unternehmen und das Projekt „Immobilienbestandserfassung im Erzbistum Freiburg“ (S. 7-8). Die Jahrestagung 2015 des KSD Katholischer Siedlungsdienst e.V. findet vom 29. - 30. April 2015 in Berlin statt. Wir dürfen Sie zu diesem Ereignis recht herzlich einladen und werden die Jahrestagung am 29. April 2015 mit der Besichtigung von Wohnprojekten für Flüchtlinge eröffnen. Die Heilige Messe findet um 11.45 Uhr in der Kirche St. Thomas von Aquin mit Prälat Dr. Karl Jüsten auf dem Gelände der Katholischen Akademie statt. Die Festveranstaltung zum Thema „Option für die Bedrängten – Flüchtlingen und Ausgegrenzten ein Heim geben“ führen wir um 14.30 Uhr in der Katholische Akademie/Hotel Aquino (Hannoversche Straße 5b, 10115 Berlin) durch. Zur anschließenden festlichen Abendveranstaltung laden wir Sie in diesem Jahr um 18.30 Uhr an einen Ort ein, mit dem wir Sie wie auch in den letzten Jahren überraschen möchten. Diesmal erwartet die Gäste des KSD u.a. eine thematische Festrede von Rainer Kardinal Woelki zum Sozialauftrag der Kirche im Wohnbereich beim Umgang mit Flüchtlingen. Dabei soll es vor allem um die Verantwortung kirchlicher Siedlungswerke bei der Bereitstellung von Wohnraum für diese Menschen gehen. Im Namen des KSD sowie der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH dürfen wir Sie herzlich zur Jahrestagung 2015 nach Berlin einladen und wünschen eine interessante Lektüre von domus! Ihr

Editorial

Ulrich Müller
Geschäftsführender Vorstand

Die Abbildung zeigt die Kuppel des Reichstagsgebäudes in Berlin. Ein Besuch derselben ist im Programm eingeplant.
Foto: KSD

domus 5. Jahrgang · Heft 2015/01 · © Verlag Bauen und Siedeln c/o KSD e.V. Berlin · ISSN 2191-4656 1

Unte r n e h me n s r e p o r t
Baugenossenschaft Familienheim Baden-Baden eG
„Soziale und ökologische Verantwortung im Wohnbereich ernst nehmen“ Unternehmen im Überblick
Name:
Baugenossenschaft Familienheim Baden-Baden eG

Gründung:
31. Januar 1950

Beteiligung:

Leistungsspektrum
Die Baugenossenschaft Familienheim Baden-Baden eG ist als Mitglied des Siedlungswerks Baden e.V. mit dem KSD verbunden. Die Genossenschaft ist seit über 65 Jahren tätig und hat in dieser Zeit über 1.000 Wohnungen errichtet. Davon befindet sich fast die Hälfte im eigenen Bestand. Zu den Hauptaufgaben des Unternehmens gehören alle wohnungswirtschaftlichen Leistungsbereiche, so u. a. der Bau, der Verkauf, die Sanierung und die Verwaltung von Eigentumswohnungen und Häusern sowie der Bau, die Sanierung und Verwaltung von Mietwohnungen im eigenen Bestand. Die Eigentumsbildung junger Familien steht nach Angaben des Unternehmens im Mittelpunkt. Diese wird u. a. durch die Ausgabe eigener Erbbaurechte gefördert.

Entwicklungsgesellschaft Cité (550.000 €)

Regionales Tätigkeitsgebiet:
Stadtkreis Baden-Baden

Vorstand:
Peter Schmid (Vorsitzender) Stefan Kirn (Geschäftsführer) Hans-Dieter Boos

Mitgliederzahl (31.12.2014): 958
Zentrale der Baugenossenschaft Familienheim Baden-Baden eG in der Rheinstraße in Baden-Baden.
Foto: FH Baden-Baden

Gez. Geschäftsanteile (31.12.2014): 5.241 Wohneinheiten (13.12.2014):
Verwaltete eigene Mietwohnungen: 423 Verwaltete Garagen: 165 Gewerbliche Einheiten: 9

Gründung
Die Baugenossenschaft Familienheim Baden-Baden eG wurde am 31.

Januar 1950 von 14 Bürgern unter der Leitung des damaligen Stadtpfarrers und Dekans Höfler gegründet. Diese Initiative ging von kirchlicher Seite aus. Bereits zuvor waren in den übrigen Kreisen der Erzdiözese Baugenossenschaften entstanden. Damit sollte seitens der katholischen Kirche auf die Wohnungsnot der Nachkriegsjahre reagiert werden. In Baden-Baden, dem Hauptquartier der französischen Streitkräfte, verschärfte sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt durch Requierungen und Einquartierungen stark. Noch im September 1950 konnte die Genossenschaft mit dem Bau erster Siedlungen beginnen. Trotz angespannter wirtschaftlicher Lage konnten bis Ende der 50er Jahre über 160 Wohnungen errichtet werden. Nachkriegsjahre Nachdem die große materielle Not der Nachkriegsjahre überstanden war, stand der Bau genossenschaftseigener Mietwohnungen im Mittelpunkt

Investitionen in Instandhaltung und Wohnwertverbesserung 2014: 509.000 € Bilanzsumme 31.12.2013: 27.653.164 € Geschäftsfelder:
Bewirtschaftung des Bestandes, Ausweitung des Bestandes durch Bau und Zukauf

Anzahl Mitarbeiter per 31.12.2014:
Mitarbeiter (gesamt): 6

Internet: www.familienheim-baden-baden.de

der Unternehmenstätigkeiten der 60er Jahre. Neben zahlreichen Projekten, mit denen vielen Familien geholfen wurde Wohneigentum zu erwerben, errichtete die Genossenschaft bis zum Ende dieses Jahrzehnts über 200 eigene Mietwohnungen und unterstützte damit breite Schichten der Bevölkerung, Wohnraum zu bezahlbaren Mieten zu erhalten. 1970er und 1980er Jahre Der wachsende Wohlstand trug dazu bei, dass die Nachfrage nach

Neubau in der Waldgasse in Baden-BadenBalg. Dort entstanden bis 2014 zwei neue Mehrfamilienhäuser. Foto: FH Baden-Baden

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Unte r n e h me n s r e p o r t
Wohneigentum in den 70er und 80er Jahre anstieg. Daher konzentrierte sich die Arbeit der Familienheim BadenBaden eG in diesen Jahren auf den Bau von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern. Daneben wurde im Auftrag eines gemeinnützigen Trägers der Bau von 60 Heimplätzen geplant und betreut. Nicht zuletzt durch den Zugang von Spätaussiedlern kam es zu einer erneuten Zuspitzung der Situation auf dem Wohnungsmarkt. Daher rückte für die Genossenschaft auch der Bau eigener Mietwohnungen wieder in den Mittelpunkt. Entwicklungsgesellschaft Cité GmbH

Das Unternehmen ist an der Entwicklungsgesellschaft Cité mbH beteiligt. Die Cité in Baden-Baden ist ein ehemaliges französisches Kasernen- und Militärsiedlungsgelände, das seit dem Abzug der französischen Streitkräfte aus Deutschland 1999 Vollsanierung nach Neubaustandard in der Strassburger zu einem neuen Stadt- Str. 1/3. Die Abbildungen zeigen die Gebäude vor der Saviertel umgewandelt nierung (o.) und nach der Sanierung (u.). Fotos: FH Baden-Baden wird. Die Erschließung Gegenwart des Geländes begann bereits im Jahr Zivilangehörigen. Zeitweise lebten hier Als das Unternehmen in diesem 1937 mit dem Bau der MarkgrafenkaJahr ihr 65jähriges Bestehen feierte, bis zu 8.000 französische Mitbürger. serne für die Wehrmacht auf etwa elf konnte sie mit Stolz auf den Erfolg der Zum 31. Juli 1999 hat das Hektar Land. Nach dem Zweiten Weltvergangenen Jahrzehnte zurückblicken. französische Militär den Standort aufkrieg wurde Baden-Baden zum Sitz der Aus der Not der Anfangsjahre hat sich gegeben. Im Februar 2000 wurden französischen Zonen-Regierung und die Liegenschaften für nicht-militäriein modernes und erfolgreiches UnterHauptquartier der französischen Besatnehmen entwickelt. Über 1.000 Wohsche Zwecke freigegeben. Die Entzungsstreitkräfte in Deutschland. Die nungen wurden in diesen Jahrzehnten wicklungsgesellschaft Cité mbH erKaserne wurde in Maréchal de Lattre de im Stadtkreis Baden-Baden errichtet. warb die Kaserne und große Teile der Tassigny umbenannt. An sie angrenzend Wohnquartiere in der Cité im Jahre entstand von 2001. In ihrer Eigenschaft als Eigen1952 bis tümerin ist die Entwicklungsgesell1954 auf schaft Cité mbH auch Projektträgerin etwa 40 Hekder Konversionsfläche Cité in Badentar die Cité Baden. Die von den französischen als autarke Streitkräften aufgelassene Fläche mit französische ca. 30 Hektar wird komplett umstrukWohn- und turiert und neuen Nutzungen zugeVerwaltungsführt. Mit der Umstrukturierung wird siedlung mit eine neue Bodenordnung durchgeallen Versor- führt und neue Erschließungsstruktugungs- und ren geschaffen. VerwaltungsStraßburger Straße 1/3 einrichtungen für franUnansehnlich, die Ausstattung Die Abbildungen vermitteln einen Eindruck von den Doppelhaushälften z ö s i s c h e noch im Originalzustand aus den 50 der Familienheim Baden-Baden im Neubaugebiet Langenäcker (Ansicht Streitkräfte er Jahren, so präsentierten sich die Westen o., Ansicht Osten u.). und ihre Foto: FH Baden-Baden Wohnungen und das Gebäude Straßdomus 5. Jahrgang · Heft 2015/01 · © Verlag Bauen und Siedeln c/o KSD e.V. Berlin · ISSN 2191-4656 3

Unte r n e h me n s r e p o r t
burger Straße 1/3, in der Cité, dem Betrachter. Seit dem Abzug der französischen Streitkräfte, stand das Gebäude leer. Im Jahr 2012 begann die Baugenossenschaft Familienheim Baden-Baden mit der Vollsanierung des Hauses nach Neubaustandard. Am 1. Februar 2014 konnten die Sanierungsarbeiten erfolgreich beendet werden. Die Kernsanierung des Hauses durch die Baugenossenschaft Familienheim ist ein weiterer Mosaikstein zur Cité-Entwicklung. Bei der Kernsanierung wurde das Haus aus den 50er Jahren komplett umgestaltet. Die ursprünglichen Treppenhäuser wurden zurückgebaut und durch einen Treppenhausturm mit Aufzug und Laubengängen ersetzt. Aus ursprünglich 16 Wohnungen entstanden nun 24 kleinere Wohnungen, allesamt barrierefrei zugänglich. Bei den Wohnungen handelt es sich um Ein-, Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen in einer Größe von 37 bis 95 qm. Die hellen und qualitativ hochwertig ausgestatteten Wohnungen verfügen alle über Fußbodenheizung und sind mit großzügigen Balkonen ausgestattet. Auf der neu errichteten und begrünten Tiefgarage ist zudem ein Kinderspielplatz entstanden. Die Sanierungsmaßnahmen stehen beispielhaft für den Anspruch kirchlicher Wohnungsunternehmen, den Wohnungsbestand sowie dessen Wohnumfeld aus sozialer und ökologischer Verantwortung aufzuwerten. Aktuelle Projekte Aktuell ist das Unternehmen weiterhin im Neubau und in der Sanierung des eigenen Bestandes tätig. Derzeit errichtet die Genossenschaft,
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im Rahmen des Bauträgergeschäfts im Neubaugebiet Langenäcker in Baden-Baden Ebersteinburg vier Doppelhaushälften. Die Objekte (je nach Wohneinheit ca. 139 qm Wohnfläche) werden in massiver und energiesparender Bauweise errichtet (Energieeffizienzhaus KfW 70). Die Fertigstellung der auf kirchlichen Erbbaugrundstücken zu errichtenden Häuser wird voraussichtlich im Frühsommer 2015 erfolgen. Um der hohen Nachfrage nach bezahlbaren Wohnraum in BadenBaden weiterhin gerecht zu werden, plant die Genossenschaft derzeit den Bau weiterer Mietwohnungen und Eigenheime. Dabei stellt sich die Genossenschaft erfolgreich der Herausforderung, ihre soziale und ökologische Verantwortung im Wohnbereich ernst zu nehmen.■
Autor: KSD/FH Baden-Baden

Rezension
Der Titel befasst sich mit dem Wandel der politischen Kommunikation von Verbänden in Deutschland unter den Herausforderungen der Politikbeobachtung durch allgegenwärtige Massenmedien. Nach einer Einführung in die Funktionen und Bedeutung von Verbänden und Medien in der Politikvermittlung zwischen Staat und Gesellschaft werden die Verflechtungen von öffentlichen, medialen und nichtöffentlichen, institutionellen Politikarenen in der Mediengesellschaft sowie deren Rückwirkungen auf die verbandliche Interessenpolitik, Organisation und Binnen- wie Außenkommunikation behandelt. Vorgestellt werden wissenschaftliche Interpretationsansätze zum Verhältnis von Verbänden und Massenmedien.
Sigrid Koch-Baumgarten: Verbände zwischen Öffentlichkeit, Medien und Politik, 32 S., Verlag Springer VS, 2014, ISBN: 978-3-658-03871-7.

Proje kt I - Wo h n u n g s b a u
Neues Generationenquartier mit sozialverträglichen Mieten
Bauverein Breisgau eG baut in eigener Straße in Freiburg-Mooswald
Name: Generationenquartier im Der Bauverein Breisgau eG errichtet in Freiburg Mooswald ein neues Wohnviertel. Das Generationenquartier, bestehend aus 34 barrierefreien Mietwohnungen, fünf Reihenhäusern, einer Kindertagesstätte, einer Sozialstation und einer Seniorenbetreuungseinrichtung. Es wird in zwei Bauabschnitten realisiert und ermöglicht den bisherigen Mietern den „Umzug in Hausschuhen“. 20 der 34 genossenschaftlichen Wohnungen fördert die Erzdiözese Freiburg mit einem Mietzuschuss.
Carl-Sieder-Weg

Projekt im Überblick

Bauherr: Bauverein Breisgau eG Beschreibung: Errichtung eines neuen
Quartiers mit 34 Mietwohnungen, 5 Reihenhäusern, einer Kindertagesstätte u.a.

Daten:
Grundstücksgröße: 5.100 qm Anzahl Wohnungen: 34 Mietwohnungen,
5 Reihenhäuser (Eigentumsmaßnahme) WF (Wohnfläche Mietwohnungen): 1.498 qm Sonstiges: 1 Kindertagesstätte, 1 Sozialstation, 1 Seniorenbetreuungseinrichtung Mieten: 7,50 €/qm WF (bei Förderung), sonst durchschnittl. 9,00 €/qm WF

Termine:
Baubeginn: November 2014 Bezugsfertig: 2016

Kosten/Finanzierung: 11 Mio. €,
frei finanziert

Kontakt / Ansprechpartner:
Bauverein Breisgau eG Zähringer Str. 48 79108 Freiburg/Br. Telefon: +49 761 510 44 0 E-Mail: info@bauverein-breisgau.de Internet: www.bauverein-breisgau.de

Neubauvorhaben Freiburg-Mooswald: Am Montag, 24. November 2014, gaben Reinhard Disch, Doris Reiprich, (Geschäftsführende Vorstände Bauverein Breisgau eG) den Startschuss für das neue, zwischen Elsässer Straße und Falkenbergstraße gelegene Quartier, im Carl-Sieder-Weg. Dem vorangegangen war eine vierjährige Abstimmungs-, Planungs- und Genehmigungsphase, in der die Wohnungsgenossenschaft auch die Straße selbst erworben hatte, um sie auf einer Fläche von 5.100 qm überplanen zu können. Architektenwettbewerb: Nachdem die Mieter der zwölf Reihenhäuser aus den 30er Jahren bereits 2007 über die Abrisspläne informiert worden waren, schrieb der Bauverein einen Architektenwettbewerb aus. Das Preisgericht entschied sich 2011 für den Entwurf des Büros Sacker Architekten. Dessen Entwurf überzeugte durch seine stadträumliche Qualität und architektonische Einbindung der neuen dreigeschossigen Attikahäuser in das städtebauliche Umfeld. Der Entwurf sieht einen Innenhofbereich zur gemeinschaftlichen Nutzung, Freiflächen für eine Kindertagesstätte und private Gärten vor.

Sozialverträgliche Leistungen: Den bisherigen Mietern wurde im Vorfeld des Architektenwettbewerbs nicht nur die Möglichkeit zur „Mitgestaltung“ gegeben. Ihre Bedürfnisse und Wünsche fanden auch im weiteren Planungsverlauf zur Neugestaltung des Quartiers Berücksichtigung. Auf ihren Wunsch hin erfolgt die Neubebauung in zwei Bauabschnitten, da die meisten von ihnen im CarlSieder-Weg wohnen bleiben und ihnen so ein „Umzug in Hausschuhen“ möglich ist. Darüber hinaus wurde ein umfangreiches Paket sozialverträglicher Leistungen geschnürt und ihnen die Möglichkeit eingeräumt, nach Fertigstellung ins Quartier zurückzuziehen. Carl-Sieder-Quartier: Das gesamte Bauvorhaben mit Mietwohnungen und Gewerbeeinheiten ist frei finanziert, die familienfreundlichen Reihenhäuser werden als Eigentumsmaßnahme veräußert. Das neue Generationenquartier wird den veränderten Anforderungen des demografischen Wandels gerecht, sieht barrierefreies, gemeinschaftliches Wohnen vor und beinhaltet ein umweltfreundliches Energiekonzept. Es ist nachhaltig und damit auch zukunftstauglich.

Bezahlbares genossenschaftliches Wohnen: 20 der 34 Mietwohnungen, mit einer Wohnfläche von 1.498 qm, werden über das Programm „Bezahlbares genossenschaftliches Wohnen Baden“ der Erzdiözese Freiburg gefördert. Es gewährt Mietern, die die geltenden Einkommensgrenzen nach dem Landeswohnraumförderungsgesetz einhalten, über zehn Jahre einen Mietzuschuss von 1,50 Euro pro qm Wohnfläche. Die Nettokaltmiete dieser Wohnungen liegt bei 7,50 Euro, die der übrigen bei durchschnittlich 9,00 Euro pro qm. In das gesamte Bauvorhaben investiert der Bauverein rund elf Mio. Euro.

Die Abbildungen zeigen die Visualisierung des Neubauquartiers Carl-Sieder-Weg (ganz o.l.) und den ersten Spatenstich (o.).
Fotos: BV Breisgau

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Proje k t I I - L e u c h ttu r m
Nostel – Clearing-Wohnungen als Alternative zur Parkbank
Aachener SWG errichtet temporäre Wohnmöglichkeiten für Flüchtlinge und Obdachlose Name: Nostel Projektleitung / Wohnungseigentümer:
Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH (Aachener SWG)

Projekt im Überblick

In Berlin sind im Oktober 2014 die ersten zwei Notwohnungen für obdachlose Roma-Familien eröffnet worden. Daraufhin zogen die ersten zwei Familien ein, die vorher auf städtischen Brachen oder in Parks gelebt hatten. Diese Unterkunft soll eine temporäre Notlösung sein. Ziel ist es, dass die Familien spätestens nach vier Wochen in eigene Wohnungen umziehen. Die Wohnungen gehören der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH, die seit 2012 bereits erfolgreich ein großes Wohnhaus mit rund 90 Roma-Familien in BerlinNeukölln betreibt. Das neue „Nostel“ (aus Not und Hostel) genannte Projekt wurde in einem unternehmenseigenen Mietshaus im Berliner Norden geschaffen.

Beschreibung:
Errichtung von Notunterkünften (ClearingWohnungen) für Flüchtlinge und obdachlose (Roma-) Familien

Daten:
Anzahl Wohnungen: 2 (weitere sollen folgen) WF (Wohnflächen): je ca. 45 qm Anzahl Bewohner je Wohnung: .ca. 10 Sonstiges: Betreuung der Familien durch
Verein Phinove, Unterbringung kostenfrei

Termine:
Erwerb Mietwohngebäude: 2007 Beginn Sanierung Nostel-Wohnungen 2014 Bezugsfertig: Oktober 2014

Finanzierung:
Aachener SWG (Kauf und Sanierung), Berliner Senat (Unterstützung bei Einrichtung der Zimmer)

Kontakt / Ansprechpartner:
Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH Benjamin Marx Mevissenstraße 14 50668 Köln Telefon: +49 221 77 45 0 E-Mail: info@aachener-swg.de Internet: www. aachener-swg.de

Die Abbildungen zeigen eine Aussenansicht des Gebäudes sowie die Innenausstattung der Nostel-Wohnungen in Berlin.
Fotos: KSD

Temporäre Alternative zur Parkbank: Die Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft (Aachener SWG) in Köln ist seit 2005 in Berlin aktiv. Sie besitzt dort ca. 2.500 Wohnungen. 2007 hat das Unternehmen ein Bestandsobjekt im Norden der Stadt erworben und die Mietwohnungen sowie das Wohnumfeld (Höfe und Grünanlagen) saniert. Diese Immobilie ist nunmehr zum Ausgangspunkt eines neuen Projektes geworden, das sich an Flüchtlinge wendet. Im Rahmen der „Nostel“ bezeichneten Maßnahme (Not + Hostel) sind von der Aachener SWG dort für Flüchtlinge und obdachlose Roma-Familien temporäre Wohnmöglichkeiten zu menschenwürdigen Bedingungen in kleinen Zimmern als Alternative zur Parkbank geschaffen worden (Clearing-Wohnungen).

Realisiert wurde die Idee von Benjamin Marx, der für die Aachener SWG die Objekte in der Hauptstadt entwickelt. Geplant sind langfristig weitere Kompakt-Wohnungen in der ganzen Stadt, wo Flüchtlinge maximal vier Wochen bis zur Klärung ihres Status bzw. bis zur Unterbringung in eigenen Wohnungen kostenfrei wohnen sollen. Kinder sollen dadurch besser gesundheitlich betreut und Beratungsdienste effektiv geleistet werden. „Wir wollen ein Zeichen setzen und die Menschen von der Parkbank holen“, sagte Marx. Ausstattung und Konzept: In dem Objekt im Norden Berlins sind bereits zwei der nicht als dauerhafte Wohnung gedachten Clearing-Wohnungen (jeweils ca. 45 qm) für je etwa zehn Personen eingerichtet und bezogen worden (Küchenzeile, Aufenthaltsraum mit Tisch, Schlafnische für ca. 6 Kinder, Schlafbereich für ca. 4 Erwachsene und Bad). Der Kauf und die Sanierung des Hauses sowie die Sanierung der einzelnen Clearing-

Wohnungen (seit 2014) sind von der Aachener SWG finanziert worden. Für die Einrichtung der Zimmer stellte der Berliner Senat finanzielle Unterstützung bereit. Der Verein „Phinove“ habe die Betreuung der Roma-Familien im Auftrag des Senats übernommen, sagte Benjamin Marx. Das Projekt legt Zeugnis für den Sozialauftrag kirchlicher Wohnungunternehmen ab, deren Dienste sich bereits seit ihrer Gründung traditionell an Flüchtlinge richten.

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Proje kt II I - K ir c h e n immo b ilie n
Professionelles Immobilienmanagement in den (Erz-) Bistümern
Bedeutung und Ergebnisse der Bestandserfassung im Erzbistum Freiburg
Name:
Bestandserfassung im Erzbistum Freiburg

Projekt im Überblick

Mit der Gründung der Immobilienabteilung im Erzbischöflichen Ordinariat Freiburg (EOF) im Jahr 2002 zeigte sich auch auf organisatorischer Ebene die gestiegene Bedeutung eines professionellen Immobilienmanagements für das Erzbistum. Für das EOF wurde es zunehmend ein Anliegen, eine zentral geführte und gepflegte Datenbasis für den Gebäudebestand zu entwickeln und diese dezentral den Kirchengemeinden und Verrechnungsstellen/Gesamtkirchengemeinden bereitzustellen. So wurde im Jahr 2007 das Projekt „Bestandserfassung“ gestartet. Diese Ersterfassung der Immobilieninformation wurde 2011 abgeschlossen. Sie bildet die Grundlage für das neue CAFM-System (Computer Aided Facility Management), das die Arbeit aller vom Thema „Immobilie“ betroffenen Mitarbeiter des Erzbistums unterstützt.

Beschreibung:
Ersterfassung von Immobilieninformationen als Grundlage für ein CAFM-System

Termine:
Start: 2007 Abschluss: 2011

Beteiligte Unternehmen: 3 Gelistete Objekte: 5.175 Kleinstes Gebäude (BGF): 1,60 qm Größtes Gebäude (BGF): 13.805 qm Größte Gebäudekategorie: 1.396 Kirchen Gebäude ohne Datenaufnahme: 284 Kontakt / Ansprechpartner:
Erzdiözese Freiburg Johannes Baumgartner Abteilung VI: Immobilien, Bau und Diözesane Stiftung Herrenstraße 35 79098 Freiburg/Br. Telefon: +49 761 2188 302 Internet: www.erzbistum-freiburg.de

Datenerfassung und -bereitstellung: Für alle Gebäude einer Kirchengemeinde, die nicht Kirchen oder Kapellen sind, wurden im Erzbistum Freiburg bis 2011 FM-Gebäudepläne erstellt und hinterlegt (Grundrisse in der Genauig- keit +/- 5 cm). Die Bauämter, Verrechnungsstellen sowie Kirchengemeinden haben Zugriff auf die Plandaten und können darauf aufbauend Leistungen in Eigenregie vergeben. Um die Handhabung für die Kirchengemeinden so einfach wie möglich zu gestalten, wurden die Pläne den Kirchengemeinden nicht im CAD-Format, sondern im PDFFormat zur Verfügung gestellt. Neben diesen grafischen Informationen wurden unterschiedlichste Flächen-, Ausstattungs-, Nutzungs- und Zustandsinformationen erhoben. Diese Informationen werden in Form von Karteikarten-Ansichten zur Verfügung gestellt. Auch eine Web-Anwendung für Kirchengemeinden ist eingerichtet worden. Über diese sind dieselben Informationen zu den Gebäuden abrufbar. Ablauf der Erfassung: Um eine einheitliche und hohe Erfassungsqualität zu erreichen, wurden professionelle Erfassungsunternehmen mit der Durchführung beauftragt. Zur Entwicklung einer maß-

geschneiderten Vorgehensweise entstand jedoch zunächst ein Pilotprojekt. Vier Bewerber hatten eine Seelsorgeeinheit mit allen Gebäudekategorien (Sakralgebäude, Pfarrhäuser, Gemeindezentren, Kindergärten) zu bearbeiten. Die hier gewonnenen Informationen lieferten Hinweise für die Durchführung der Haupterfassung. Drei Unternehmen wurden schließlich mit der bistumsweiten Erfassung beauftragt. Begleitend zur Erfassung stellte eine neutrale Qualitätskontrolle sicher, dass ein Großteil der bedingt durch den Umfang und die Komplexität der Erfassung entstehenden Mängel bereits im laufenden Prozess behoben werden konnte. Nach Abschluss der Ersterfassung wurden die Daten im Erzbistum Freiburg den Verrechnungsstellen zur Prüfung zur Verfügung gestellt und bei Bedarf korrigiert. Um diese einmalig und zukünftige Änderungen einpflegen zu können, entstand ein separater Arbeitslauf, ein „Pflegetool“. Dadurch wird u.a. verhindert, dass die Aussagekraft der Daten wegen mangelhafter

Aktualität leidet. Eine kontinuierliche Datenpflege ist somit über die Kirchengemeinden selbst gewährleistet. Um die Erfassung einheitlich durchzuführen, wurden den beauftragten Unternehmen nach Dekanaten zusammengefasste Gebiete zugewiesen, in denen alle Objekte zu erfassen waren. Nach den Informationen aus dem Realschematismus, Recherchen im Ordinariat sowie den Gesprächen mit den Vertretern der Pfarreien sind im Erzbistum Freiburg 5.175 Objekte in der Datenbank gelistet. Bei 284 Gebäuden war eine Datenaufnahme aus unterschiedlichen Gründen (Eigentum bestritten/unklar, in Sanierung, kein Zutritt etc.) nicht oder nur teilweise möglich. Überblick über den Gesamtbestand: Das zu erfassende Portfolio wurde in die Gebäudekategorien Kirchen, Kapellen, Pfarrhäuser, Kaplaneihäuser, Gemeindezentren, Kindergärten, Mietgebäude, Büro-, Verwaltungs- und Schulungsgebäude sowie sonstige Gebäude unterteilt. Neben der BruttoGrundfläche (BGF) wurden auch weitere

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Me ld u n g e n
wertungen z.B. als Hilfsmittel für die Budgetierung von Instandhaltungsmaßnahmen. Gebäudezustand: Im Zuge der Bestandserfassung wurde im Erzbistum Freiburg auch der Zustand einzelner Gebäudeteile aufgenommen. Es lässt sich dadurch der bauliche Zustand von sämtlichen Dächern, Außentüren und Fenstern der unterschiedlichen Gebäude in der Erz- diözese darstellen und auswerten. Im Rahmen einer Budgetplanung sind erforAnzahl der Kirchenneubauten 1900-2010. derliche Instandhaltungsmaßnahmen an den Grafik: Erzbistum Freiburg einzelnen Bauteilen leichter zu identifizieInformationen wie die Netto-Grundfläche ren und die Mittel für die Instandhaltung (NGF), der Brutto-Rauminhalt (BRI) oder gezielt zu budgetieren. Die begrenzten Resdie Fensterflächen erfasst. Diese Informatiosourcen können somit zielgerichtet dort nen sind sowohl für den laufenden Unterhalt eingesetzt werden, wo der größte Bedarf (z.B. Reinigungsaufwand) als auch für Baumherrscht. Im Erzbistum Freiburg zeigte aßnahmen von Bedeutung. Wie breit gestreut sich, dass der Zustand der Bauteile überdas Immobilienportfolio innerhalb der wiegend als positiv einzuordnen ist. Erzdiözese Freiburg hinsichtlich der GebäuWärmeerzeugung: degröße ist, zeigen die beiden Extremwerte. Seit 2007 ist im EOF die Energieoffensive Das kleinste Gebäude ist eine Kapelle mit Bestandteil der Optimierung der Gebäudebeeiner BGF vom 1,60 qm. Auf der anderen Seite heizung. Mit der Umsetzung des Klimahat das größte Gebäude, ein Altenpflegeschutzkonzeptes will die Erzdiözese eine heim, eine BGF von rd. 13.805 qm. jährliche CO2-Einsparung von insgesamt Aufteilung nach Gebäudealter: 32.077 t verwirklichen. Dies entspricht einer Neben der Größe ist für das ImmobilienSenkung um 38,3 Prozent. Ein bedeutendes management das Alter des Bestandes von Ergebnis erbrachte die Auswertung der Art der Bedeutung. Auch hier stellte sich im Zuge der Wärmeerzeugung in den verschiedenen GeErfassung das Portfolio der Erzdiözese als bäudekategorien der Erzdiözese Freiburg. Auffalbesonders heterogen dar. Knapp die Hälfte lend ist hier der hohe Anteil der Wärmeerzeudes Gebäudebestandes ist älter als 100 gung durch elektrische Energie. Für Kirchen Jahre, von einer Pfarrkirche aus dem Jahre und Kapellen lässt sich dies durch die nachträgli765 bis hin zu Neubauten aus dem 21. che Installation von Wärmequellen und/oder Jahrhundert. Dies hat konkrete Auswirkuneine fehlende Infrastruktur erklären. gen auf die Bewirtschaftung der Objekte. Aus Sicht des Erzbistums ist das CAFM-System Erfahrungsgemäß steigen die Instandhalfür die Energie-Initiative ein wesentlicher Bautungskosten ab einem Alter von 30 Jahren stein, bietet es doch mit den geometrischen bedeutend an. Dies in Abhängigkeit von der Grunddaten BGF, NGF und BRI, zusammen mit Nutzung und anderen Faktoren. Der Datengebäude- und nutzungsspezifischen Besonbestand ermöglicht hier punktgenaue Ausderheiten der Objekte, eine Datenbasis für die Planung zukünftiger Anlagen und für die Verringerung der Energiekosten. Auswertung: Bei den Auswertungen der verschiedenen Gebäudekategorien stellte sich erwartbar heraus, dass die bedeutendste Gebäudekategorie für die Erzdiözese die Kirche als Sakralgebäude ist. Mit 1.396 Kirchen, d.h. einem Drittel des Gesamtbestandes stellt sie nicht nur die größte GebäudekaÜbersicht über die Anzahl der Gebäude, die Gesamtsumme der Bruttogrundfläche und die jeweiligen Durchschnittswerte der tegorie, sondern mit der Pfarrkirche St. Vitus in HeiGebäudekategorien. Grafik: Erzbistum Freiburg delberg aus dem Jahr 765

Kirche St. Vitus in Heidelberg (o.) und Pfarrkirche St. Peter und Paul in Salem mit Solaranlage auf dem Dach (u.). Fotos: Erzbistum Freiburg

auch das älteste dokumentierte Ge- bäude im Bestand. Im Ergebnis sind folgende Erkenntnisse aus der Bestandserfassung von besonderem Interesse: In 564 Kirchen befindet sich mindestens eine sanitäre Einrichtung. Es existieren in den Kirchen 1.607 Sakristeiräume mit einer durchschnittlichen Größe von 23,31 qm. Der größte mit 119,24 qm befindet sich in der Pfarrkirche St. Kilian in Osterburken. Außerhalb von Kirchen und Kapellen befinden sich in den Gebäuden in der Erzdiözese 25 Andachtsräume, die Mehrzahl davon in Pfarrhäusern. Auf 17 Kirchen ist eine Solaranlage installiert. Zehn Kirchen besitzen einen Aufzug. 154 Kirchen – knapp zwölf Prozent – haben keinen Wasseranschluss. Fazit: Abschließend zum Prozess der Schaffung einer belastbaren Datenbasis für den Gebäudebestand in der Erzdiözese Freiburg kann festgehalten werden, dass der Gebäudebestand vielfältigen Wandlungen unterliegt (Alterung bzw. Abnutzung). Die Datenerfassung konnte erfolgreich absolviert werden, jedoch müssen diese Veränderungen Eingang in die Verwaltung und damit in die Objektdatenbank finden. Deshalb wurde eine zentrale Stelle für die Datenpflege eingerichtet. – Nur aktuelle Daten sind brauchbare Daten.

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Re ze nsion / P e r s o n a lia / T e r min e
Rezension
Das umfassende Standardwerk „Verkehrswertermittlung von Grundstücken: Kommentar und Handbuch zur Ermittlung von Marktwerten (Verkehrswerten) und Beleihungswerten“, herausgegeben von Prof. Dipl.-Ing. Wolfgang Kleiber (FRICS), gilt als unverzichtbar für Praktiker und Wissenschaftler. In dieser Neuauflage stehen u.a. der Kommentar zur ImmoWertV mit den dazu erlassenen Richtlinien, Änderungen in der Mietgesetzgebung sowie des BauGB und steuerliche Fragen der Bewertung im Vordergrund. Die Inhalte zur Wertermittlung von Rechten, Grundstücken und Beleihungswerten wurden von Dr. Roland Fischer und Ulrich Werling komplett überarbeitet. Mit seinen praxisnahen, gut verständlichen Beispielen aus dem Alltag der Sachverständigen bildet dieses Buch eine hervorragende Arbeitsgrundlage für erfahrene und fachfremde Anwender.
Prof. Wolfgang Kleiber (Hrsg.): Verkehrswertermittlung von Grundstücken. Kommentar und Handbuch, 3.296 S., Bundesanzeiger-Verlag, 7. Aufl., neu bearbeitet, 2013, ISBN: 3846202185

Personalia
Gerhard Müller, Geschäftsführer Gemeinnütziges Siedlungswerk Speyer GmbH, ist für eine Interimszeit zum Generalsekretär der DESWOS gewählt worden. Stefan Wieland, ist neuer Pressesprecher der Diözese Aachen. Er hat Franz Kretschmann abgelöst, der zum 1. Januar die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für den Aachener Dom und das Domkapitel übernommen hat. Msgr. Dr. Axel Mehlmann, Domka-

Termine
2015-03-10
BAG kirchlicher Wohnungsunternehmen im GdW, Berlin

2015-03-11
KSD Vorstand, Berlin

2015-03-18
KSD Hauptausschuss, Frankfurt/M.

2015-04-29/30
KSD-Jahrestagung und Mitgliederversammlung, Berlin

2015-04-30
AG Europa im KSD, Berlin

2015-05-13
AK-Technik, Bamberg

Nachruf
Die Vorsitzende der Bauverein Ketteler eG in Münster, Elke Dickmann, ist am 20. Dezember 2014 nach langer Krankheit verstorben. Frau Dickmann war seit 1996 im Aufsichtsrat und ab 1997 nebenamtlich sowie später hauptamtlich Vorsitzende der Wohnungsgenossenschaft. Dem Hauptausschuss des KSD gehörte Frau Dickmann seit 2010 an und war dem Verband und auch dem Sozialauftrag seiner Mitglieder sehr verbunden. Der KSD verliert mit ihr eine liebenswerte und starke Kollegin, die den Verband mit Ihren Überlegungen stets bereicherte. Sie war im Kreise des KSD eine geachtete Persönlichkeit. Für die Belange des Verbandes hatte sie immer ein offenes Ohr. Selbst in den Zeiten ihrer schweren Erkrankung ließ sie es sich nicht nehmen, die Geschehnisse im KSD aktiv zu begleiten. Der KSD ist Frau Dickmann zu großem Dank verpflichtet. Der KSD, Vorstand und Mitglieder, werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren.

2015-10-01
BAG kirchlicher Wohnungsunternehmen im GdW, Berlin

2015-11-25
KSD Hauptausschuss, Würzburg

2015-11-26
KSD Fachtagung, Würzburg

Impressum
Herausgeber und Verlag: KSD Katholischer Siedlungsdienst e.V. V.i.S.d.P.: Ulrich Müller Reinhardtstr. 13 10117 Berlin Tel.: +49 30 280 936 50 E-Mail: info@KSD-eV.de Netz: www.KSD-eV.de Erstellung und Vertrieb: KSD e.V. Copyright: Copyrightnachweis für Bilder/Grafiken (soweit nicht anders vermerkt) bei KSD e.V. Nachdruck mit Quellenangabe erlaubt. Belegexemplar erbeten. domus (ISSN 2191-4656) erscheint sechsmal im Jahr.

pitular und seit 2003 im Erzbischöflichen Ordinariat Freiburg für Schulen und Universitäten verantwortlich, ist von Erzbischof Stephan Burger zu seinem neuen Generalvikar ernannt worden. Papst Franziskus hat den Kölner Generalvikar, Domkapitular Prälat Dr. Stefan Heße, zum neuen Erzbischof von Hamburg ernannt. Er wird Nachfolger von Erzbischof Dr. Werner Thissen. Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat Thomas Keßler, Dekan des Dekanats Bad Kissingen, zum neuen Generalvikar der Diözese Würzburg ernannt. Dominik Meiering wird Generalvikar im Erzbistum Köln. Kardinal Reinhard Maria Woelki hat den bisherigen Stadtjugendseelsorger ernannt. Das Ehrenmitglied des Präsidiums des Siedlungswerks Baden e.V., Otto Unglenk, ist im Alter von 102 Jahren verstorben.

domus 5. Jahrgang · Heft 2015/01 · © Verlag Bauen und Siedeln c/o KSD e.V. Berlin · ISSN 2191-4656 9
        
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