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Full text: Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Stuttgart Issue 2014

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BETEILIGUNGSBERICHT
der Landeshauptstadt Stuttgart

2014

BETEILIGUNGSBERICHT
DER LANDESHAUPTSTADT STUTTGART

Ausgearbeitet auf der Grundlage der Prüfungs- und Geschäftsberichte 2014

Herausgegeben von der Stadtkämmerei der Landeshauptstadt Stuttgart

Amtsleiter:

Volker Schaible

Fachliche Verantwortung:

Abteilung Betriebswirtschaft und Beteiligungen
Jürgen Vaas

Redaktion:

Carmen Rohwedder
Ulla Kiedaisch

Bezugsadresse:

Stadtkämmerei Stuttgart
Abteilung 20-3
Schmale Straße 9-13
70173 Stuttgart
 0711/216-20454
Fax: 0711/216-20459
e-mail: poststelle.stadtkaemmerei@stuttgart.de

© Landeshauptstadt Stuttgart | Alle Rechte vorbehalten

Bilder auf dem Umschlag:
Hans-Scharoun-Platz
Foto : Friedemann Rieker
Rechte: Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH
Neue Stadtbahn Typ DT 8.12
Foto und Rechte: Stuttgarter Straßenbahnen AG
100 Jahre Markthalle Stuttgart
Foto und Rechte: Siegelwerk GmbH – Agentur für Kommunikation und Design
Freibad Killesberg
Foto und Rechte: Bäderbetriebe Stuttgart

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Vorwort zum Beteiligungsbericht 2014
Der aktuelle Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Stuttgart stellt für 34 unmittelbare bzw.
mittelbare Beteiligungsunternehmen und fünf Eigenbetrieben der Landeshauptstadt Stuttgart,
basierend auf den geprüften Jahresabschlüssen zum 31.12.2014, die Grundzüge des Geschäftsverlaufs sowie die aktuellen Entwicklungen der einzelnen Unternehmen dar. Darüber hinaus ist
im Beteiligungsbericht der Konzernabschluss zum 31.12.2014 der städtischen Beteiligungen und
Eigenbetriebe integriert. Dieser umfasst im Berichtsjahr 51 (Vj: 40) Unternehmen und erreicht ein
Bilanzvolumen von 5,27 Mrd.EUR (Vj: 4,93 Mrd.EUR). Die Umsatzerlöse des Konzerns belaufen
sich im Geschäftsjahr 2014 auf 1,41 Mrd.EUR (Vj: 1,32 Mrd.EUR).
Seit der Gründung im Jahr 2011 entwickelt sich der „Teilkonzern Stadtwerke Stuttgart“ stetig
weiter. Am 13. März 2014 hat der Gemeinderat der Landeshauptstadt Stuttgart die Konzessionen für das Stuttgarter Strom- und Gasnetz bis zum Jahr 2034 an eine Kooperation aus einer
Tochter der Stadtwerke Stuttgart GmbH (SWS) und der Netze BW GmbH, die SWS Netzinfrastruktur GmbH, vergeben. An dieser neu gegründeten Gesellschaft ist die SWS mit 74,9 % beteiligt. Deren Aufgabe ist es, das Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetz der Landeshauptstadt
Stuttgart zu erhalten und zu erneuern sowie die Netze auszubauen und zu modernisieren. Zudem erwarb die SWS 2014 25,1 % an der SWS Netzbetreiber GmbH. Nach der Verschmelzung
der SWS Netzbetreiber GmbH auf die SWS Netzinfrastruktur GmbH mit Wirkung zum
01.01.2019 wird die SWS dann 74,9 % an der „Großen Netzgesellschaft“ halten. Außerdem
erwarben die Stadtwerke Stuttgart zum 23. Juli 2014 100 % der Kommanditanteile der SWS
Windpark Bad Hersfeld GmbH & Co. KG. Der Windpark Bad Hersfeld umfasst sechs Windräder,
die seit Dezember 2014 in Betrieb sind. Daneben wird die urbane Energiewende von der SWS
zusammen mit der Landeshauptstadt Stuttgart weiter forciert.
Als weiteres neues Beteiligungsunternehmen wurde das Medizinische Versorgungszentrum BadCannstatt gGmbH (MVZ) in die Einzelunternehmensdarstellung aufgenommen. Zudem erwarb
die Landesmesse Stuttgart GmbH 2014 einen Anteil i.H.v. 60 % an der Messe Stuttgart ARES
Fuarcilik Limited Sirketi. Als mittelbare Beteiligung ist diese lediglich in der Anteilsbesitzliste der
Landeshauptstadt Stuttgart dargestellt.
Im Berichtsjahr 2014 feierten die Märkte Stuttgart GmbH das 100 jährige Bestehen der Markthalle sowie der Eigenbetrieb Bäderbetriebe Stuttgart die Einweihung des für 3,1 Mio. EUR neu
sanierten Freibades Killesberg. Beim Klinikum Stuttgart stand das Jahr 2014 ganz im Zeichen des
Umzugs des Olgahospitals in den Neubau am Standort Mitte. Dieser verlief dank guter Vorbereitung und des großen Engagement der Mitarbeiter reibungslos.
Der Public Corporate Governance Kodex wie auch die Satzungen der Eigenbetriebe der Landeshauptstadt Stuttgart sehen in einem fünfjährigen Turnus einen Wechsel des Abschlussprüfers
vor. Dieser Wechsel wurde bei allen Eigenbetrieben und Mehrheitsbeteiligungsunternehmen der
Landeshauptstadt Stuttgart mit dem Prüfungsjahr 2014 durchgeführt.
Auch in Zukunft steht die Beteiligungsverwaltung vor großen Herausforderungen. Insbesondere
der Eigenbetrieb Klinikum und die Stuttgarter Straßenbahnen AG haben in den kommenden
Jahren schwierige finanzielle Rahmenbedingungen zu bewältigen.
Stuttgart, im August 2015

Michael Föll
Erster Bürgermeister



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Beteiligungsbericht 2014

Inhaltsverzeichnis

2014
Seite
5

I.

Anteilsbesitz der Landeshauptstadt Stuttgart zum 31.12.2013

II.

Erläuterung der Kennzahlen zur Vermögens- und Ertragslage
der Beteiligungen und Eigenbetriebe

9

III.

Konzernabschluss 2014 der Beteiligungen und Eigenbetriebe
der Landeshauptstadt Stuttgart

13

Konzernschaubild der einbezogenen Unternehmen

14

Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmaßnahmen

16

Ertragslage

20

Vermögenslage

26

Finanzmittelbestand / Entwicklung der Finanzströme

32

Konzernbilanz

34

Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung

37

Entwicklung des konsolidierten Jahresabschlusses

38

Entwicklung des Konzernanlagevermögens

44

Unmittelbare und mittelbare Beteiligungsunternehmen der
Landeshauptstadt Stuttgart

47

Schaubild der Beteiligungsunternehmen

48

Schaubild des Konzerns Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrsgesell. mbH

49

BioRegio STERN Management GmbH

51

DZ Datenzentrale Entwicklungs- und Vertriebs-GmbH

61

Film- und Medienfestival gGmbH

69

Flughafen Stuttgart GmbH

77

Hafen Stuttgart GmbH

87

in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG

95

IV.

Kabeltrasse WP Schwanfelder Höhe GbR

107

Landesbank Baden-Württemberg

113

Landesmesse Stuttgart GmbH

123

Märkte Stuttgart GmbH

133

Medizinisches Versorgungszentrum Krankenhaus Bad Cannstatt gGmbH

141

NetCom Stuttgart GmbH Telekommunikationsdienstleistungen

147

Objektgesellschaft Schleyer-Halle und Neue Arena GmbH & Co. KG

155

Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG

163

Seite 1

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Inhaltsverzeichnis

Beteiligungsbericht 2014

2014
Seite

QMBW GmbH

V.

VI.
VII.

173

SBS – Sportstätten Betriebs-GmbH Stuttgart

179

Sportklinik Stuttgart GmbH

185

SSB Reisen GmbH

193

Stadion NeckarPark GmbH & Co. KG

199

Stadtwerke Stuttgart GmbH

207

Stadtwerke Stuttgart Vertriebsgesellschaft mbH

217

Stiftung Kunstmuseum Stuttgart gGmbH

223

Stuttgart-Marketing GmbH

233

Stuttgarter Straßenbahnen AG

243

Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH

257

Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH

265

SWS Netzinfrastruktur GmbH

275

SWS Windpark Verwaltungs GmbH

281

SWS Windpark Bad Hersfeld GmbH & Co. KG

285

SWS Windpark Everswinkel I GmbH & Co. KG

291

SWS Windpark Everswinkel II GmbH & Co. KG

297

SWS EWL Infrastruktur GmbH & Co. KG

303

SWS Windpark Schwanfeld GmbH & Co. KG

309

Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH

315

Eigenbetriebe der Landeshauptstadt Stuttgart

323

Schaubild der Eigenbetriebe

324

Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart

325

Eigenbetrieb Bäderbetriebe Stuttgart

337

Eigenbetrieb Klinikum Stuttgart

345

Eigenbetrieb Leben & Wohnen der Landeshauptstadt Stuttgart

357

Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart

365

Übersicht der Abschlussprüfer der städtischen Beteiligungsunternehmen und Eigenbetriebe
Public Corporate Governance der Landeshauptstadt Stuttgart

375

Seite 2

379

w
Beteiligungsbericht 2014

Inhaltsverzeichnis

2014
Seite
VIII.

IX.

Wichtige Rechtsgrundlagen

403

Gemeindeordnung von Baden-Württemberg (GemO) §§ 102 bis 108 GemO
Gesetz über die Grundsätze des Haushaltsrechts des Bundes und der Länder (Haushaltsgrundsätzegesetz – HGrG) §§ 53, 54 HGrG

405

Abkürzungsverzeichnis

413

Seite 3

411

w

Seite 4

Beteiligungsbericht 2014

I.

Anteilsbesitz

Anteilsbesitzliste der Landeshauptstadt Stuttgart

Beteiligungen und Eigenbetriebe der Landeshauptstadt Stuttgart

Anteil am Kapital in %
unmittelbar mittelbar

(über)

Eigenkapital Jahresergebnis
in TEUR

in TEUR

Bäderbetriebe

Eigenbetrieb Bäderbetriebe Stuttgart

100,00

36.326,00

-13.721,00

EDV-Dienstleistungen

DZ Datenzentrale Entwicklungs-und
Vertriebs-GmbH

13,89

591,00

46,00

Eigenbetrieb Abfallwirtschaft
Stuttgart

100,00

17.033,00

-389,00

1.322,00

3.983,00

Entsorgung

Medizinische
Einrichtungen

Zweckverband Restmüllheizkraftwerk
Böblingen

17,93

(AWS)

Eigenbetrieb Stadtentwässerung
Stuttgart

100,00

56.091,00

1.794,00

Eigenbetrieb Klinikum Stuttgart

100,00

14.410,00

-24.563,00

Sportklinik Stuttgart GmbH

49,00

(Klinikum)

7.839,00

647,00

Medizinisches Versorgungszentrum
Krankenhaus Bad Cannstatt gGmbH

100,00

(Klinikum)

15,00

-10,00

QMBW GmbH

12,50

(Klinikum)

71,00

11,00

37.045,00

763,00

Landesmesse Stuttgart GmbH

50,00

Messe Stuttgart ARES Fuarcilik
Limited Sirketi 3)

60,00

(LMS)

958,00

561,00

Messe Stuttgart Istanbul Fuarcilik
Limited Sirketi

99,99

(LMS)

619,00

13,00

Messe Stuttgart China Ltd.

100,00

(LMS)

-814,00

-167,00

RETRO Messen GmbH

60,00

(LMS)

0,00

15,00

Messe Stuttgart Incorporated

100,00

(LMS)

1.056,00

-163,00

Messe und Marketing

Projektgesellschaft Neue Messe
GmbH & Co. KG

45,00

404.211,00

-10.836,00

Projektgesellschaft Neue Messe
Verwaltungs-GmbH

45,00

26,00

3,00

Seite 5

Anteilsbesitz

Beteiligungsbericht 2014

Beteiligungen und Eigenbetriebe der Landeshauptstadt Stuttgart

Anteil am Kapital in %
unmittelbar mittelbar

Stuttgart-Marketing GmbH

(über)

100,00

Eigenkapital Jahresergebnis
in TEUR

in TEUR

278,00

0,00

187,00

-160,00

Messe und Marketing
Regio Stuttgart Marketing- und
Tourismus GmbH

32,35

(SM)

Soziale Einrichtungen

Eigenbetrieb Leben & Wohnen

100,00

24.109,00

-1.295,00

Sparkassen

Landesbank Baden-Württemberg

18,93

13.208.000,00

434.000,00

in.Stuttgart
Veranstaltungsgesellschaft mbH &
Co. KG

100,00

20.764,00

-172,00

in.Stuttgart Verwaltungs-GmbH

100,00

25,00

0,00

150,00

0,00

Märkte Stuttgart GmbH

Veranstaltungen, Kultur
und Sport

100,00

(in.Stuttgart
KG)

Objektgesellschaft Schleyer-Halle
und Neue Arena GmbH & Co. KG

100,00

27.536,00

-1.519,00

Objektgesellschaft Schleyer-Halle
und Neue Arena Verwaltungs-GmbH

100,00

25,00

0,00

Stadion NeckarPark GmbH & Co. KG
1)

100,00

40.654,00

-31,00

Stadion NeckarPark
Verwaltungs-GmbH

100,00

25,00

-2,00

SBS-Sportstätten Betriebs-GmbH

100,00

76,00

0,00

Stiftung Kunstmuseum Stuttgart
gGmbH

100,00

5.260,00

508,00

Film- und Medienfestival gGmbH

30,40

382,00

39,00

Flughafen Stuttgart GmbH

35,00

481.275,00

29.841,00

AGS Airport Ground Service GmbH

60,00

(FSG)

1.026,00

151,00

AHS Aviation Handling Services
GmbH

10,00

(FSG)

-1.202,00

528,00

Baden-Airpark GmbH

65,80

(FSG)

134.468,00

-5.669,00

Versorgung und Verkehr

Seite 6

Beteiligungsbericht 2014

Anteilsbesitz

Beteiligungen und Eigenbetriebe der Landeshauptstadt Stuttgart

Anteil am Kapital in %
unmittelbar mittelbar

(über)

Eigenkapital Jahresergebnis
in TEUR

in TEUR

City Air Terminal Luftreisebüro
GmbH

100,00

(FSG)

215,00

0,00

Cost Aviation GmbH

75,00

(FSG)

246,00

146,00

Flughafen Stuttgart Energie GmbH

100,00

(FSG)

25,00

0,00

HSG Flughafen Stuttgart Handelsund Service GmbH

90,00

(FSG)

1.684,00

0,00

S. Stuttgart Ground Services GmbH

50,96

(FSG)

1.736,00

1.088,00

743.852,00

22.702,00

Stuttgarter Versorgungs- und
Verkehrsgesellschaft mbH

100,00

NetCom Stuttgart GmbH
Telekommunikationsdienste

100,00

(SVV)

100,00

0,00

91,61

(SVV)

184.570,00

5.642,00

Hafen Stuttgart GmbH

100,00

(SVV)

24.437,00

0,00

Stadtwerke Stuttgart GmbH

100,00

(SVV)

105.906,00

0,00

Stadtwerke Stuttgart
Vertriebsgesellschaft mbH

60,00

(SWS)

652,00

-1.157,00

SWS Netzinfrastruktur GmbH 3)

74,90

(SWS)

179.057,00

0,00

SWS Netzbetreiber GmbH 3)

25,10

(SWS)

25,00

0,00

SWS Windpark Verwaltungs GmbH

100,00

(SWS)

25,00

2,00

SWS Windpark Schwanfeld GmbH &
Co. KG

100,00

(SWS)

6.124,00

82,00

Kabeltrasse WP Schwanfelder Höhe
GbR

62,50

(WP
Schwanfeld)

1.020,00

-44,00

SWS Windpark Everswinkel I GmbH
& Co. KG

100,00

(SWS)

1.504,00

85,00

SWS Windpark Everswinkel II GmbH
& Co. KG

100,00

(SWS)

2.672,00

153,00

Stuttgarter Straßenbahnen AG

8,39

Versorgung und Verkehr

Seite 7

Anteilsbesitz

Beteiligungsbericht 2014

Beteiligungen und Eigenbetriebe der Landeshauptstadt Stuttgart

Anteil am Kapital in %
unmittelbar mittelbar

Eigenkapital Jahresergebnis

(über)

SWS EWL Infrastruktur GmbH & Co.
KG

100,00 (EWL I und II)

SWS Windpark Bad Hersfeld GmbH
& Co. KG 3)

100,00

Windkraft Römlinsdorf KG

SSB Reisen GmbH

in TEUR

in TEUR

0,00

4,00

(SWS)

8.218,00

-142,00

40,91

(SWS)

2.703,00

-16,00

100,00

(SSB)

851,00

0,00

26,00

(SSB)

355,00

1,00

END Verkehrsgesellschaft GmbH &
Co. KG

12,50

(SSB)

230,00

0,00

END Verkehrsgesellschaft
Verwaltungs-GmbH

12,50

(SSB)

30,00

1,00

Einkaufs- und Wirtschaftsgesellschaft
für Verkehrsunternehmen (BEKA)
mbH

0,23

(SSB)

865,00

122,00

0,00

-754,00

346.146,00

16.380,00

Versorgung und Verkehr
Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart
GmbH

Wirtschaftsförderung

BioRegio STERN Management
GmbH
Stuttgarter Wohnungs- und
Städtebaugesellschaft mbH

Wohnungsbau

7,50

8,33

100,00

ARGE ParkQuartier Berg

50,00

(SWSG)

-884,00

-79,00

Wohnen am Höhenpark Killesberg
GbR

50,00

(SWSG)

9.599,00

-39,00

1) 60% Stimmrechtsanteil der Landeshauptstadt Stuttgart; atypische stille Beteiligung des VfB Stuttgart in Höhe von 40%
2) Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2014 gegründet.
3) Die Gesellschaftsanteile wurden im Geschäftsjahr 2014 erworben.

Seite 8

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Beteiligungsbericht 2014

II.

Erläuterungen zu den Kennzahlen

Erläuterung

der Kennzahlen zur Vermögens- und Ertragslage der Beteiligungen und Eigenbetriebe

x Eigenkapitalquote
x Anlagendeckungsgrad
x Anlagenintensität
x Investitionsquote
x Gesamtleistung je Mitarbeiter
x Personalaufwandsquote
x Kostendeckung

Seite 9

w
Erläuterungen zu den Kennzahlen

Beteiligungsbericht 2014

Seite 10

w
Beteiligungsbericht 2014

Erläuterungen zu den Kennzahlen

Erläuterung der Kennzahlen zur Vermögens- und Ertragslage der
Unternehmen
Bei der Darstellung der Vermögens- und Ertragslage der Unternehmen im Bericht können sich
sowohl bei einzelnen Beträgen wie auch den Summen programmtechnisch bedingte Rundungsdifferenzen ergeben.
Die wichtigsten Kennzahlen zur Vermögens- und Ertragslage der Beteiligungsgesellschaften und
Eigenbetriebe werden im Beteiligungsbericht in der jeweiligen Einzelunternehmensdarstellung
unter der Überschrift „Geschäftsentwicklung“ dargestellt.
Bei der Darstellung zur Geschäftsentwicklung zu beachten ist, dass die Daten zur Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage gerundet auf eine Nachkommastelle ausgewiesen werden, wodurch sich
Rundungsdifferenzen in den einzelnen Tabellen ergeben können.
Die Kennzahlen zur Vermögens- und Ertragslage der Unternehmen werden hierbei wie folgt
berechnet:
Eigenkapitalquote mit Sonderposten:
Eigenkapital + Sonderposten
Bilanzsumme

x 100

Eigenkapitalquote ohne Sonderposten:
Eigenkapital
x 100
Bilanzsumme

Anlagendeckungsgrad II:
Eigenkapital + Sonderposten + Pensionsrückstell. + langfrist. Fremdkapital
Anlagevermögen

x 100

Anlagenintensität:
Anlagevermögen
x 100
Bilanzsumme

Investitionsquote:
Investitionen
x 100
Anlagevermögen

Gesamtleistung je Mitarbeiter :
Umsatzerlöse + Bestandsveränd. + aktivierte Eigenleistungen + sonstige betriebl. Erträge
Zahl der Mitarbeiter

Personalaufwandsquote:
Personalaufwand
Umsatzerlöse + Bestandsveränd. + aktivierte Eigenleistungen + sonstige betriebl. Erträge

Kostendeckung:
Umsatzerlöse
x 100
Gesamtaufwand

Seite 11

x 100

w

Seite 12

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Beteiligungsbericht 2014

Konzernabschluss

III. Konzernabschluss 2014

der Beteiligungen und Eigenbetriebe der
Landeshauptstadt Stuttgart

x Konzernschaubild der einbezogenen Unternehmen
x Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmaßnahmen
x Ertragslage
x Vermögenslage
x Finanzmittelbestand/ Entwicklung der Finanzströme
x Konzernbilanz
x Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
x Entwicklung des konsolidierten Jahresabschlusses
x Entwicklung des Konzernanlagevermögens

Seite 13

Seite 14

Cost Aviation GmbH
75%

Flughafen Stuttgart
Energie GmbH
100%

S. Stuttgart Ground
Services GmbH
50,96%

AGS Airport Ground
Service GmbH
60%

SWS Windpark
Bad Hersfeld
GmbH & Co. KG
100%

SWS Windpark
Schwanfeld GmbH &
Co. KG
100%

30%

Kabeltrasse WP
Schwanfelder Höhe
GbR
62,5%

70%

Projektgesellschaft
Neue Messe
Verwaltungs GmbH
45%
Quotenkonsolidierung

Projektgesellschaft
Neue Messe GmbH &
Co. KG
45%
Quotenkonsolidierung

Messe Stuttgart
China Ltd. 2) 3)
100%

Messe Stuttgart
Istanbul Fuarcilik
Limited Sirketi 2)
99,99%

Messe Stuttgart ARES
Limited Sirketi 2)
60 %

Messe Stuttgart
Incorporated 2) 4)
100%

RETRO Messen
GmbH 2)
60%

Landesmesse
Stuttgart GmbH
50%
Quotenkonsolidierung

mittelbare
Beteiligungen

Eigenbetrieb
Abfallwirtschaft
Stuttgart
100%

Objektgesellschaft
Schleyer-Halle und
Neue Arena
Verwaltungs GmbH
100%

Medizinisches
Versorgungszentrum KH Bad
Cannstatt gGmbH
100%

Sportklinik
Stuttgart GmbH
49%
at Equity 1)

Eigenbetrieb
Stadtentwässerung
Stuttgart
100%

unmittelbare
Beteiligungen
=
Obergesellschaften

Regio Stuttgart
Marketing- und
Tourismus GmbH
32,35%

Objektgesellschaft
Schleyer-Halle und
Neue Arena GmbH &
Co. KG
100%

Stadion NeckarPark
GmbH & Co. KG
100%

Stadion NeckarPark
Verwaltungs GmbH
100%

Eigenbetrieb
Klinikum Stuttgart
100%

Eigenbetrieb
Bäderbetriebe Stuttgart
100%

1) Die Beteiligung der SSB an der VVS sowie des Klinikums an der Sportklinik und der SWS an der Windkraft Römlinsdorf KG
werden als assoziierte Unternehmen behandelt und mit dem fortgeführten Beteiligungsbuchwert in den Konzernabschluss
einbezogen.
2) Unter Anwendung des Wahlrechtes nach § 311 Abs. 2 HGB wurde bei diesen Gesellschaften auf eine Bewertung at Equity
verzichtet. Diese Beteiligungen werden mit ihrem Buchwert angesetzt.
3) Beteiligungen der Messe Stuttgart China Ltd.: Messe Stuttgart Nanjing Ltd 100% u. Nanjing Stuttgart Joint Exhibition Ltd. 60%
4) Beteiligung der Messe Stuttgart Inc. : Green Festival Inc. 100%

SWS EWL Infrastruktur
GmbH & Co. KG
100%

SSB Reisen GmbH
100%

Stuttgart-Marketing
GmbH
100%

Wohnen am
Höhenpark Killesberg
GbR 2)
50%

Verkehrs- und
Tarifverbund Stuttgart
GmbH 26% / 7,5%
Teilkonzern SVV at
Equity 1)
Märkte Stuttgart GmbH
100%

SBS-Sportstätten
Betriebs GmbH
100%

in.Stuttgart
Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG
100%

ARGE ParkQuartier
Berg 2)
50%

Stuttgarter
Straßenbahnen AG
91,61% / 8,39%

Eigenbetrieb
Leben & Wohnen
100%

Konzernabschluss

Windkraft
Römlinsdorf KG
40,91%
Teilkonzern SWS at
Equity 1)

SWS Windpark
Everswinkel II
GmbH & Co. KG
100%

SWS Windpark
Everswinkel I
GmbH & Co. KG
100%

SWS Windpark
Verwaltungs GmbH
100%

SWS Netzbetreiber
GmbH 2)
25,1 %

SWS Netzinfrastruktur
GmbH
74,9 %

NetCom Stuttgart
GmbH
100%

Stadtwerke Stuttgart
Vertriebsgesellschaft
mbH
60%

City Air Terminal
Luftreisebüro GmbH
100%

HSG Flughafen
Stuttgart Handels- und
Service GmbH
90%

Hafen Stuttgart GmbH
100%

Stadtwerke Stuttgart
GmbH
100%

Stiftung Kunstmuseum
Stuttgart gGmbH
100%

in.Stuttgart
Verwaltungs GmbH
100%

Stuttgarter Wohnungsund Städtebaugesellschaft mbH
100%

Stuttgarter
Versorgungs- und
Verkehrsgesellschaft
mbH
100%

Baden-Airpark GmbH
65,83%

Flughafen Stuttgart
GmbH
35%
Quotenkonsolidierung

Konzern Landeshauptstadt Stuttgart
Konsolidierungskreis zum 31.12.2014

w
Beteiligungsbericht 2014

w
Beteiligungsbericht 2014

Konzernabschluss

Konzernabschluss der Beteiligungen und Eigenbetriebe
a) Grundlagen
Der konsolidierte Jahresabschluss umfasst im Wesentlichen die unternehmerische Betätigung der LHS.
Diese ist nach §§ 290 ff. HGB nicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Die Aufstellung
der Konzernbilanz und der Konzern-, Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt freiwillig. Die Vorschriften der
§§ 290 ff HGB wurden für die Konsolidierung analog angewandt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften stehen nicht unter dem beherrschenden Einfluss eines Unternehmens, da die LHS
nicht als Unternehmen im Sinne des HGB gilt. Als Grundlagen der Konsolidierung dienen Prüfungsberichte, Jahresabschlüsse sowie Teilkonzernabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften und Eigenbetriebe.
Besonderheiten ergaben sich bei der Darstellung des Eigenkapitals, da die einbezogenen Gesellschaften
nur zum Teil in einem Mutter-Tochter-Verhältnis stehen. Zum Teil handelt es sich um Schwestergesellschaften, die entweder ausschließlich von der LHS oder von der LHS gemeinsam mit weiteren Gesellschaftern gehalten werden.
Für Gesellschaften, die in einem Mutter-Tochter-Verhältnis stehen (Mehrheitsbeteiligung), erfolgte die
Kapitalkonsolidierung nach den Grundsätzen des § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB.
Der FSG-Teilkonzern, der LMS-Teilkonzern und die Projektgesellschaften Neue Messe wurden zur Verbesserung der Aussagefähigkeit der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsprechend der Beteiligungsquote der LHS quotal in den Konzernabschluss einbezogen. Diese Gesellschaften stellen jedoch keine Gemeinschaftsunternehmen dar.
Anteile am Eigenkapital und am Ergebnis von Tochterunternehmen, die nicht auf die LHS entfallen, wurden gemäß § 307 HGB als Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter ausgewiesen.
Daneben wurde die atypisch stille Einlage des VfB Stuttgart bei der Stadion KG dem Ausgleichsposten für
Anteile Dritter zugewiesen. Der Ergebnisanteil des atypisch stillen Gesellschafters wird in der Position „Ergebnisanteile Dritter“ gezeigt.
Soweit bereits Konzernabschlüsse über einen Teil der einbezogenen Unternehmen vorlagen, wurden diese
als Basis für die Konsolidierung verwendet (Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH und
Flughafen Stuttgart GmbH und erstmals Landesmesse Stuttgart GmbH), ansonsten wurde auf die Einzelabschlüsse zurückgegriffen.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der einbezogenen Gesellschaften wurden grundsätzlich
unverändert aus den Einzelabschlüssen bzw. Teilkonzernabschlüssen übernommen. Die Form der Darstellung des Konzernabschlusses erfolgte grundsätzlich nach den Gliederungsvorschriften des HGB für große
Kapitalgesellschaften. Die Bilanz wurde in Kontoform, die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Auf die Angaben von Zusatzinformationen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf die Erstellung eines Konzernanhangs und eines Konzernlageberichts entsprechend den §§ 313 bis 315 HGB wurde verzichtet.
Für die Bewertung der assoziierten Unternehmen wurden die aktuell vorliegenden Abschlüsse verwendet.
Zur Erhöhung der Transparenz werden außerdem Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber
der Landeshauptstadt Stuttgart, mit Ausnahme des Verrechnungskontos, in jeweils einer Position zusammengefasst ausgewiesen.
Stichtag des Konzernabschlusses ist der 31. Dezember 2014. Alle Jahresabschlüsse und Teilkonzernabschlüsse der voll und quotal konsolidierten Gesellschaften sind auf den 31. Dezember 2014 aufgestellt.
Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurde die Landeshauptstadt Stuttgart von Ebner Stolz Mönning
Bachem Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwälte Partnerschaft begleitet.

Seite 15

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Konzernabschluss

Beteiligungsbericht 2014

b) Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss werden grundsätzlich alle Gesellschaften einbezogen, an denen die LHS eine
Mehrheitsbeteiligung hält. Die Landesmesse Stuttgart wird anteilig mit 50 %, die Projektgesellschaft Neue
Messe GmbH & Co. KG und die Projektgesellschaft Neue Messe Verwaltungs-GmbH anteilig mit 45 %
und der Teilkonzern Flughafen anteilig mit 35 % einbezogen. Diese Gesellschaften stellen jedoch keine
Gemeinschaftsunternehmen dar. Die direkt von der LHS gehaltenen Gesellschaften werden als Obergesellschaften des Konzerns definiert.
Veränderungen im Konsolidierungskreis ergaben sich aufgrund der erstmaligen Einbeziehung der LMS auf
Basis eines Teilkonzernabschlusses, sowie aus dem Zuerwerb der Netzinfrastruktur GmbH und weiterer
Windpark-Gesellschaften im Stadtwerke Stuttgart-Teilkonzern (bzw. SVV-Teilkonzern).
Hinsichtlich der Veränderungen verweisen wir auf die Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

c) Vollkonsolidierung / Quotenkonsolidierung
Im Folgenden werden die in den Konzernabschluss einbezogenen 51 Unternehmen (Vj.: 40) dargestellt.
Aus Gründen der Überschaubarkeit wird ein Teil der Unternehmen im Rahmen der Konzernabschlusserstellung zu Unternehmensgruppen (Teilkonzernen) zusammengefasst.
- Stuttgart-Marketing GmbH, Stuttgart
- Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH, Stuttgart
- Stiftung Kunstmuseum Stuttgart gGmbH, Stuttgart
- SBS- Sportstätten Betriebs- GmbH, Stuttgart
- Eigenbetrieb Bäderbetriebe Stuttgart
SVV-Teilkonzern
- Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, Stuttgart
- Stuttgarter Straßenbahnen AG, Stuttgart
- Hafen Stuttgart GmbH, Stuttgart
- NetCom Stuttgart GmbH, Stuttgart
- SSB Reisen GmbH, Stuttgart
- Stadtwerke Stuttgart (Teilkonzern)
- Stadtwerke Stuttgart GmbH, Stuttgart
- Stadtwerke Stuttgart Vertriebsgesellschaft mbH, Stuttgart
- SWS Windpark Verwaltungs GmbH, Stuttgart
- SWS Windpark EWL I GmbH & Co. KG, Stuttgart
- SWS Windpark EWL II GmbH & Co. KG, Stuttgart
- SWS EWL Infrastruktur GmbH & Co. KG, Stuttgart
- SWS Windpark Schwanfeld GmbH & Co. KG, Stuttgart
- Kabeltrasse WP Schwanfelder Höhe GbR, Stuttgart
- SWS Netzinfrastruktur GmbH, Stuttgart (Erwerb 2014)
- SWS Windpark Bad Hersfeld GmbH & Co. KG, Heidesheim (Erwerb 2014)
Im Berichtsjahr 2014 sind die Unternehmen Bad Hersfeld KG, mit den sechs neu gebauten Windenergieanlagen, zum 31. Dezember 2014 und die NIG zum 31. Oktober 2014 neu in den Konzernkreis einbezogen worden.

Seite 16

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Beteiligungsbericht 2014

Konzernabschluss

Messebetriebe
- Projektgesellschaft Neue Messe Verwaltungs-GmbH, Leinfelden-Echterdingen
- Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG, Leinfelden-Echterdingen
- Landesmesse Stuttgart GmbH, Stuttgart
- RETRO Messen GmbH, Stuttgart
- Messe Stuttgart incorporated, Atlanta
- Messe Stuttgart Ares Fuaricilk Limited Sirketi, Istanbul
- Messe Stuttgart Istanbul Fuarcilik Limited Sirketi, Istanbul
- Messe Stuttgart China Ltd., Hong Kong
- Messe Stuttgart Nanjing Ltd., Nanjing
- Nanjing Stuttgart Joint Exhibition Limited Liability Company, Nanjing
- Green Festival Incorporated, Atlanta
Die LMS wurde im Geschäftsjahr 2014 erstmals auf der Basis eines Teilkonzernabschlusses einbezogen.
FSG-Teilkonzern
- Flughafen Stuttgart GmbH, Stuttgart
- Baden-Airpark GmbH, Rheinmünster
- HSG Flughafen Stuttgart, Handels- und Service GmbH, Leinfelden-Echterdingen
- City Air Terminal Luftreisebüro GmbH, Stuttgart
- AGS Airport Ground Service GmbH, Leinfelden-Echterdingen
- S. Stuttgart Ground Services GmbH, Leinfelden-Echterdingen
- Flughafen Stuttgart Energie GmbH, Stuttgart
- Cost Aviation GmbH, Stuttgart
Soziale Einrichtungen
- Eigenbetrieb Leben und Wohnen Landeshauptstadt Stuttgart, Stuttgart
Medizinische Einrichtungen
- Eigenbetrieb Klinikum Stuttgart, Stuttgart
- Medizinisches Versorgungszentrum Krankenhaus Bad Cannstatt gGmbH, Stuttgart
VMS-Teilkonzern
- in.Stuttgart Verwaltungs-GmbH, Stuttgart
- in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG , Stuttgart
- Märkte Stuttgart GmbH, Stuttgart
Entsorgung
- Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart, Stuttgart
- Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart, Stuttgart
Objektgesellschaften Schleyer-Halle und Neue Arena
- Objektgesellschaft Schleyer-Halle und Neue Arena GmbH & Co. KG, Stuttgart
- Objektgesellschaft Schleyer-Halle und Neue Arena Verwaltungs-GmbH, Stuttgart
Stadiongesellschaften Neckarpark
- Stadion NeckarPark GmbH & Co. KG, Stuttgart
- Stadion NeckarPark Verwaltungs-GmbH, Stuttgart
Alle genannten Unternehmen werden unabhängig von der Beteiligungsquote grundsätzlich voll konsolidiert.

Seite 17

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Konzernabschluss

Beteiligungsbericht 2014

Für folgende Unternehmen/Unternehmensgruppen erfolgte eine anteilige Einbeziehung entsprechend
dem wirtschaftlichen Interesse der LHS in Höhe der Beteiligungsquote:
Beteiligungsquote
in %
Landesmesse Stuttgart GmbH, Stuttgart, inklusive Tochterunternehmen
Projektgesellschaften Neue Messe
Flughafen Stuttgart GmbH, Stuttgart (inklusive Tochterunternehmen)

50,00
45,00
35,00

d) Assoziierte Unternehmen
Assoziierte Unternehmen im Sinne des § 311 HGB, bei denen ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäftsund Finanzpolitik ausgeübt werden kann, werden im Konzernabschluss gemäß § 312 HGB bewertet und
ausgewiesen. Die Beteiligungen werden hierbei um den anteiligen Betrag der Eigenkapitalveränderungen
und planmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte fortgeschrieben.
Folgende Gesellschaften werden als assoziierte Unternehmen behandelt:

Beteiligungsquote
Anteilseigner

in %

Unternehmen

SSB (SVV-Teilkonzern)
Klinikum
SWS (SVV-Teilkonzern)

26,00
49,00
40,91

Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH, Stuttgart
Sportklinik Stuttgart GmbH, Stuttgart
Windkraft Römlinsdorf KG, Stuttgart

Der Wertansatz der assoziierten Unternehmen beläuft sich auf TEUR 5.555 (i. V. TEUR 5.536). Die Veränderung ergibt sich aus der Fortschreibung um die anteiligen Ergebnisse (nebst Abschreibungen auf Geschäft- und Firmenwerte) der assoziierten Unternehmen (+ TEUR 19).
Der Ausweis der Anteile an assoziierten Unternehmen erfolgt gesondert unter der Position „Beteiligungen
an assoziierten Unternehmen“. Die Ergebnisauswirkungen aus assoziierten Unternehmen werden in der
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter „Ergebnis assoziierter Unternehmen“ ausgewiesen. Zwischenergebnisse bei assoziierten Unternehmen sind in Übereinstimmung mit § 312 Abs. 5 Satz 3 HGB
nicht eliminiert worden.
Aus der Erstkonsolidierung der Sportklinik ergab sich im Geschäftsjahr 2009 ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 2.291, der über die Nutzungsdauer von acht Jahren im Rahmen der
Equitybewertung abgeschrieben wird.
Aus der Erstkonsolidierung der Windkraft Römlinsdorf KG im Geschäftsjahr 2013 ergab sich ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 27, der über die Nutzungsdauer von vier Jahren im Rahmen
der Equitybewertung abgeschrieben wird.
Folgende Unternehmen werden wegen untergeordneter Bedeutung unter Anwendung des Wahlrechts
gemäß § 311 Abs. 2 HGB nicht at Equity, sondern mit den fortgeführten Anschaffungskosten der Beteiligung bewertet.

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Beteiligungsbericht 2014

Konzernabschluss

Beteiligungsquote
in %
Beteiligung der Stuttgart Marketing GmbH, Stuttgart
Regio Stuttgart Marketing- und Tourismus GmbH, Stuttgart

32,35

Beteiligung der Stadtwerke Stuttgart GmbH
SWS Netzbetreiber GmbH, Stuttgart

25,10

Beteiligung der Stuttgarter Wohnungs- und
Städtbaugesellschaft mbH, Stuttgart
ARGE Park-Quartier Berg
Wohnen am Höhenpark Killesberg GbR

50,00
50,00

e) Nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden die nachfolgend aufgeführten Gesellschaften, an denen die Landeshauptstadt Stuttgart Anteile hält
Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim (18,93 %)
Film- und Medienfestival gGmbH, Stuttgart (30,4 %)
DZ Datenzentrale Entwicklungs- u. Vertriebs GmbH (13,89%)
Bio Regio STERN Management GmbH (8,33%)
Verkehrs- u. Tarifverbund Stuttgart GmbH (7,50%; Anteil SSB 26% im SVV-Teilkonzern berücksichtigt)

f) Übrige Konsolidierungsmaßnahmen
Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden gemäß § 301 Abs. 1 HGB alle wesentlichen Forderungen
und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gegenseitig
aufgerechnet. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden auch Beteiligungserträge, die bei den einbezogenen Gesellschaften aktiviert, jedoch noch nicht zugeflossen sind, ergebniswirksam eliminiert. Aus
der Schuldenkonsolidierung ergibt sich eine Ergebnisverminderung in Höhe von TEUR 284. Eine Drittschuldenkonsolidierung wurde nicht vorgenommen.
Ergebniswirksame Verkäufe zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden innerhalb des Konzernabschlusses eliminiert. Durch die Eliminierung von Zwischengewinnen hat sich eine Ergebniserhöhung von
97 TEUR ergeben. Diese resultiert aus Minderabschreibungen aus Konzernsicht. Eine latente Steuerabgrenzung wurde nicht vorgenommen.
Im Zuge der Erstellung der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung werden gemäß § 305 Abs. 1
HGB neben den bereits geflossenen Beteiligungserträgen alle erkennbaren wesentlichen gegenseitigen
Aufwands- und Ertragsbeziehungen eliminiert.
Eine Aufwands- und Ertragseliminierung wird ebenfalls in den Teilkonzernen SVV, FSG und LMS durchgeführt. Innenumsätze und andere Erträge werden dabei mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet, soweit sie nicht als Bestandserhöhung oder andere aktivierte Eigenleistungen auszuweisen waren.
Zur Vereinheitlichung der Darstellung wurden steuerliche Sonderposten mit Rücklageanteil und die hieraus resultierenden Übertragungen und steuerlichen Sonderabschreibungen eliminiert.
Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter beträgt 76.860 TEUR (i.V. 26.321 TEUR).
Daneben wurden außerordentliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.015 (FSG-Teilkonzern, anteilig)
aufgrund der aus Konzernsicht untergeordneten Bedeutung den sonstigen betrieblichen Aufwendungen
bzw. Erträgen zugeordnet. Für Zwecke der Kommentierung (Ertragslage) wurden diese Aufwendungen
und Erträge dem neutralen Ergebnis zugewiesen.

Seite 19

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Konzernabschluss

Beteiligungsbericht 2014

Eine Abgrenzung latenter Steuern aus Konsolidierungsbuchungen war nicht vorzunehmen bzw. von untergeordneter Bedeutung. Die in den Abschlüssen der einbezogenen Gesellschaften gebildeten latenten
Steuerabgrenzungen wurden übertragen.

g) Ertragslage
Zur Darstellung der Ertragslage wurde das Jahresergebnis nach Erfolgsquellen untersucht und in seine
Bestandteile Betriebsergebnis, Beteiligungs-/ Finanzergebnis und neutrales Ergebnis aufgegliedert. Das
neutrale Ergebnis enthält die aus den einzelnen Jahres- und Teilkonzernabschlüssen ersichtlichen periodenfremden, außerordentlichen und übrigen neutralen Posten.
2014
TEUR
Umsatzerlöse
Bestandsveränderung und
aktivierte Eigenleistungen
Übrige Betriebserträge

1.401.300

Betriebsleistung

1.642.744

Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Übriger Betriebsaufwand
Betriebliche Aufwendungen
Betriebsergebnis

38.226
203.218

488.620
691.803
206.487
233.873
1.620.783

2013
%

TEUR

Veränderung
TEUR
%

%

85,3 1.318.743

78,4

82.557

6,3

2,3
12,4

10.765
351.903

0,7
20,9

27.461
-148.685

–
-42,3

100,0 1.681.411

100,0

-38.667

-2,3

450.935
659.021
191.865
360.764

26,8
39,2
11,4
21,5

37.685
32.782
14.622
-126.891

8,4
5,0
7,6
-35,2

98,6 1.662.585

98,9

-41.802

-2,5
16,7

29,7
42,1
12,6
14,2

21.961

1,4

18.826

1,1

3.135

-36.376
26.776

-2,2
1,6

-40.986
15.692

-2,4
0,9

4.610
11.084

12.361
6.263

0,8
0,4

-6.468
2.841

-0,4
0,2

18.829
3.422

Jahresergebnis
Ergebnisanteile Dritter

6.098
2.840

0,4
0,2

-9.309
2.928

-0,6
0,2

15.407
-88

Konzernjahresergebnis

8.938

0,6

-6.381

-0,4

15.319

Beteiligungs-/Finanzergebnis
Neutrales Ergebnis
Ergebnis vor Ertragsteuern
Ertragsteuern

Seite 20

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Beteiligungsbericht 2014

Konzernabschluss

Die Umsatzerlöse haben sich wie folgt entwickelt:
2014
TEUR

2013
TEUR

Veränderung
TEUR

405.481
84.354
54.680
142.436
13.419
210.824
467.052
37.844
1.416.090

381.599
52.809
48.912
133.002
14.207
212.256
452.554
36.277
1.331.616

23.882
31.545
5.768
9.434
-788
-1.432
14.498
1.567
84.474

-14.790

-12.873

-1.917

1.401.300

1.318.743

82.557

Umsatzerlöse aus dem Einzel- bzw. dem
Teilkonzernabschluss
Versorgung und Verkehr
Messe und Marketing
Veranstaltungen, Kultur und Sport
Wohnungsbau
Entsorgung
Bäderbetriebe
Klinikum
Soziale Einrichtungen
Summenabschlussebene
Konsolidierungs- und Bewertungsmaßnahmen
Konsolidierungsmaßnahmen
Konzernabschlussebene

Die Veränderung im Bereich Versorgung und Verkehr resultiert im Wesentlichen aus der Erweiterung des
Konsolidierungskreises (+ EUR 10,0 Mio. Ausweitung Geschäftsbetrieb SWS), aus SSB (+ EUR 10,0 Mio.;
höhere Erlöse aus Linienverkehr) sowie einer Erhöhung im FSG-Teilkonzern (+ EUR 3,2 Mio. anteilig, i. W.
gestiegenes Fluggastaufkommen). Im Messebereich ist ein turnusbedingter Zugang zu verzeichnen. Im
Wohnungsbau sind gestiegene Mieterlöse und Umsätze aus Verkauf von Grundstücken zu verzeichnen.
Im Bereich Veranstaltungen, Kultur und Sport machen sich gestiegene Mieteinnahmen der in.Stuttgart
bemerkbar. Im Bereich Medizinische Einrichtungen ergibt sich die Veränderung aus gestiegenen Krankenhausleistungen (u. a. Basisfallwertsteigerungen). Die Position Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen enthält im Wesentlichen eine Erhöhung bei SWSG.
Die übrigen Betriebserträge resultieren überwiegend aus krankenhausspezifischen Erträgen aus Zuweisungen und Zuwendungen der öffentlichen Hand und Auflösungen von Sonderposten/KHGVerbindlichkeiten sowie krankenhausspezifischen Nebenleistungen des Klinikums (EUR 149,5 Mio. i. V.
EUR 287,7 Mio., Abnahme aufgrund gesunkener Erträge aus Zuwendungen zur Investitionsfinanzierung),
SVV-Teilkonzern (EUR 27,5 Mio., i. V. EUR 28,7 Mio. im Wesentlichen SSB), Bereich Bäderbetriebe EUR 1,3
Mio. (i. V. EUR 7,3 Mio.; Abnahme aufgrund Umstellung der Verbuchung der städtischen Investitionszuschüsse) und Bereich Soziale Einrichtungen (EUR 6,0 Mio.; i. V. EUR 5,6 Mio.).
Die Erhöhung des Materialaufwands (+ EUR 37,7 Mio.; 8,4 %) ist begründet im umsatzbedingten Anstieg bei SWSG (+ EUR 23,6 Mio.; Bauträgertätigkeit sowie Erhöhung des Bestandes an zum Verkauf bestimmter Grundstücke) und Klinikum (+ EUR 4,5 Mio.). Ein Anstieg des Materialaufwands (+ EUR 10,5
Mio.) ergab sich außerdem im LMS-Teilkonzern insbesondere durch höhere Pachtaufwendungen und
Aufwendungen für Kontraktrückstellungen im Bereich Messebetriebe. Eine Abnahme ist beim FSGTeilkonzern (- EUR 4,2 Mio.) zu verzeichnen.
Die Erhöhung des laufenden Personalaufwandes beläuft sich auf EUR 32,8 Mio. (+ 5,0 %). Die durchschnittlichen Beschäftigtenzahlen stellen sich wie folgt dar: 2014: 11.147*) (2013: 10.965*)) Mitarbeiter
(+ 1,7 %). Die veränderte Beschäftigtenzahl ergibt sich aus dem Personalaufbau beim Klinikum (+ 75
Mitarbeiter), im Bereich Veranstaltung und Märkte (+ 21 Mitarbeiter), im Bereich Messebetriebe (+ 11
Mitarbeiter) und im SVV-Teilkonzern (+ 57 Mitarbeiter, im Wesentlichen SSB). Der durchschnittliche Umsatz pro Kopf veränderte sich von TEUR 120 auf TEUR 126.
*)

ohne Geschäftsführer /Vorstände, Beschäftigte bei quotal einbezogenen Unternehmen und Teilzeitkräfte anteilig

Seite 21

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Konzernabschluss

Beteiligungsbericht 2014

Die Veränderung der übrigen Betriebsaufwendungen (- EUR 126,9 Mio.) resultiert überwiegend aus
Verringerungen beim Klinikum (- EUR 141,9 Mio., davon Rückgang der Aufwendungen aus der Zuführung zu Sonderposten/Verbindlichkeiten nach KHG - EUR 165,4 Mio., siehe auch übrige Betriebserträge
und gegenläufiger Anstieg insbesondere bei den Vermittlerprovisionen) und im Bereich Bäderbetriebe (EUR 3,9 Mio.; u. a. andere Verbuchung der städtischen Zuschüsse, siehe auch übrige Betriebserträge).
Eine Erhöhung der übrigen Betriebsaufwendungen ergaben sich aus Bereich Messe und Marketing (+ EUR
9,8 Mio. anteilig, turnusbedingt) und aus FSG-Teilkonzern (+ EUR 2,9 Mio. anteilig).
Die Eliminierung von innerkonzernlichen Betriebsaufwendungen belief sich auf EUR 9,2 Mio.
(i. V. EUR 10,6 Mio.).
Das Betriebsergebnis hat sich in den letzten Jahren wie folgt entwickelt:
2014
Mio. EUR
Betriebsleistung
Betriebliche Aufwendungen
Betriebsergebnis

2013
Mio. EUR

2012
Mio. EUR

2011
Mio. EUR

2010
Mio. EUR

1.643
1.621

1.682
1.663

1.561
1.524

1.419
1.395

1.385
1.373

22

19

37

24

12

Bezogen auf die einzelnen Bereiche stellt sich die Veränderung des Betriebsergebnisses wie folgt dar:
2014
TEUR
Versorgung und Verkehr
Messe und Marketing
Veranstaltungen, Kultur und Sport
Wohnungsbau
Entsorgung
Bäderbetriebe
Medizinische Einrichtungen
Soziale Einrichtungen
Summenabschlussebene
Konsolidierungsmaßnahmen
Konzernabschlussebene

2013
TEUR

Veränderung
TEUR

-4.978
-4.063
687
29.734
24.318
-14.861
-8.504
-595

-13.287
-6.830
-821
25.692
30.320
-11.427
-4.505
-450

8.309
2.767
1.508
4.042
-6.002
-3.434
-3.999
-145

21.738
223

18.692
134

3.046
89

21.961

18.826

3.135

Der Bereich Versorgung und Verkehr beinhaltet das Betriebsergebnis des FSG-Teilkonzerns (EUR 12,4
Mio.; i. V. EUR 8,3 Mio.) und das Betriebsergebnis im SVV-Teilkonzern (EUR - 17,4 Mio.; i. V. EUR - 21,6
Mio., i. W. SSB EUR - 18,2 Mio., SWS-Teilkonzern EUR - 6,2 Mio. und HSG EUR 6,2 Mio.).
Die Veränderung des Betriebsergebnisses im Messebereich ist im Wesentlichen turnusbedingt.
Im Bereich Wohnungsbau ergab sich die Zunahme des Betriebsergebnisses aus der Hausbewirtschaftung.
Das Betriebsergebnis im Bereich Entsorgung enthält den SES (EUR 23,1 Mio.; i. V. EUR 28,1 Mio.) sowie
den AWS (EUR 1,2 Mio.; i. V. EUR 2,2 Mio.).
Im Bereich Bäderbetriebe resuliert die Verschlechterung des negativen Betriebsergebnisses aus gesunkenen Besucherzahlen und einer witterungsbedingt schlechten Freibadsaison.
Im Bereich Medizinische Einrichtungen resultiert das gesunkene Betriebsergebnis aus dem veränderten
Case-Mix sowie gestiegener Personalaufwendungen beim Klinikum.

Seite 22

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Beteiligungsbericht 2014

Konzernabschluss

Das Beteiligungs-/Finanzergebnis*) stellt sich wie folgt dar:
2014
TEUR
Erträge aus Beteiligungen, assoziierten Unternehmen, Wertpapieren und Ausleihungen
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf
Wertpapiere des Umlaufvermögens
Aufwendungen aus Verlustübernahme
Zinsen und ähnliche Aufwendungen

2013
TEUR

Veränderung
TEUR

22.490
1.737

19.232
2.214

3.258
-477

0
-956
-59.647

0
-368
-62.064

0
-588
2.417

-36.376

-40.986

4.610

Die Veränderung der Erträge aus Beteiligungen, assoziierten Unternehmen, Wertpapieren und Ausleihungen resultiert aus Erträgen aus der Auflösung eines Spezialfonds (+ EUR 3,2 Mio. SVV-Teilkonzern).
Die Aufwendungen aus Verlustübernahme beinhalten Verlustübernahmen für END KG und ARGE.
Das Zinsergebnis beinhaltet Bereich Entsorgung (EUR - 24,5 Mio., i. V. EUR - 24,9 Mio.), die SWSG
(EUR - 12,9 Mio., i. V. EUR - 13,0 Mio.), SVV-Teilkonzern (EUR - 8,6 Mio.; i. V. EUR - 6,9 Mio.), FSGTeilkonzern (EUR 0,9 Mio., i. V. EUR - 0,5 Mio. anteilig), Klinikum (EUR - 5,1 Mio., i. V. EUR - 7,4 Mio.), die
Stadiongesellschaften Neckarpark (EUR - 2,2 Mio., i. V. EUR - 2,3 Mio.) sowie Bereich Messe und Marketing (EUR - 1,6 Mio., i. V. EUR - 1,7 Mio.).

Das neutrale Ergebnis enthält folgende Posten:
2014
TEUR

2013
TEUR

Erträge
Periodenfremde Umsatzerlöse (Bereich Entsorgung,
und Klinikum
Erträge aus
der Auflösung von Rückstellungen (u. a. Klinikum, SVV-Teilkonzern;
und SWSG; i.V. u.a. Klinikum, SVV Teilkonzern
Anlageabgängen (i. W. SVV-Teilkonzern und SWSG)
Zuschreibungen zum Anlagevermögen (i.W. SWSG)
Ertrag aus dem Abgang von Finanzanlagen (i. V. SVV-Teilkonzern)
Sonstige periodenfremde Erträge und übrige neutrale Erträge
(i. W. Klinikum, SVV-Teilkonzern und Bäderbetriebe)

*)

Soweit nicht im neutralen Ergebnis erfasst

Seite 23

4.223

41

9.677

12.183

29.994
614
0

7.678
39
2.090

18.153
62.661

13.481
35.512

w
Konzernabschluss

Beteiligungsbericht 2014

2014

2013

2014
TEUR

2013
TEUR

Aufwendungen
Verluste aus Anlageabgängen (i. W. SVV-Teilkonzern und Klinikum
i. V. i.W. Bereich Entsorgung und Klinikum)
Zuführung zu Wertberichtigung auf Forderungen/
Forderungsverluste (i. W. Klinikum)
Personalaufwand (i.W. Klinikum, i. V. SVV-Teilkonzern)
Sonstige periodenfremde Aufwendungen und
Übrige neutrale Aufwendungen (i. W. Klinikum,
i. V. Klinikum, SWSG und SVV-Teilkonzern

4.884

1.178

13.518

3.329

1.026

2.000

16.457

13.313

35.885
26.776

19.820
15.692

Erträge aus Investitionszuschüssen, Aufwendungen aus der Zuführung zum Sonderposten für Investitionszuschüsse und Aufwendungen und Erträge aus der Veränderungen der Gebührenausgleichsrückstellung
sind im Betriebsergebnis enthalten.
Dem Anstieg des Betriebsergebnisses (+ EUR 3,1 Mio.) steht ein gestiegenes Finanz- und Beteiligungsergebnis (+ EUR 4,6 Mio.) sowie ein gestiegenes neutrales Ergebnis (+ EUR 11,1 Mio.) gegenüber.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 18,8 Mio. erhöht.
Die Ertragsteuern (EUR 6,3 Mio., i. V. EUR 2,8 Mio.) resultieren im Wesentlichen aus FSG-Teilkonzern
(EUR 2,8 Mio.; i. V. EUR 1,5 Mio., anteilig), Bereich Messe und Marketing (EUR 0,5 Mio.; i. V. EUR 0,0
Mio.), aus SWSG (EUR 1,9 Mio.; i. V. EUR 1,3 Mio.) und aus dem Bereich Entsorgung (EUR 1,0 Mio.; i. V.
EUR 0,4 Mio.).
Das Konzernjahresergebnis enthält nachfolgende Ergebnisbestandteile:
2014
TEUR
Versorgung und Verkehr
Messe und Marketing
Veranstaltungen, Kultur und Sport
Wohnungsbau
Bäderbetriebe
Entsorgung
Medizinische Einrichtungen
Soziale Einrichtungen

Seite 24

2013
TEUR

Veränderung
TEUR

36.577
-4.720
-1.243
16.477
-13.721
1.405
-24.542
-1.295

7.017
-6.819
-2.533
14.549
-11.781
5.820
-11.201
-1.433

29.560
2.099
1.290
1.928
-1.940
-4.415
-13.341
138

8.938

-6.381

15.319

w
Beteiligungsbericht 2014

Konzernabschluss

Zu Versorgung und Verkehr
Das anteilige Ergebnis des FSG-Teilkonzerns ist in Höhe von EUR 9,3 Mio.
(i. V. EUR 6,9 Mio.) enthalten. Aus zeitlichen Buchungsunterschieden ergeben sich außerdem Konsolidierungseffekte (EUR + 0,3 Mio. Ertrag; i. V. EUR - 0,4 Mio. Aufwendungen).
Das Jahresergebnis des SVV-Teilkonzerns ist i. H. v. EUR 27,0 Mio. (i. V. EUR - 0,4 Mio.) enthalten. Das
Jahresergebnis beinhaltet SWS-Teilkonzern mit EUR - 6,3 Mio. (i. V. EUR - 5,5 Mio.) vor Verlustübernahme, die SSB mit EUR 5,6 Mio. (i. V. EUR - 18,5 Mio. vor Verlustübernahme) sowie SVV (EUR 27,5 Mio.; i.
V. EUR 23,8 Mio. ohne Aufwendungen aus Verlustübernahme); Veränderung im Wesentlichen aufgrund
gestiegener Erträge aus Spezialfonds).
Zu Messe und Marketing
Die Jahresergebnisse der Messebetriebe beinhalten LMS-Teilkonzern i. H. v. EUR 0,1 Mio. (i. V. EUR 1,2
Mio. Jahresergebnis) und PGNM i. H. v. EUR - 4,9 Mio. (i. V. EUR - 8,0 Mio.) jeweils anteilig.
Zu Veranstaltungen, Kultur und Sport
Der Bereich Veranstaltungen, Kultur und Sport enthält neben VMS-Teilkonzern, die OSA-Gesellschaften,
die Stadiongesellschaften Neckarpark, Kunstmuseum und SBS.
Der Ergebnisbeitrag des VMS-Teilkonzerns beläuft sich unter Berücksichtigung der Eliminierung interner
Ergebnisverwendungen auf EUR - 0,2 Mio. (i. V. EUR - 1,4 Mio.).
Die Ergebnisbeiträge des Kunstmuseums sind mit EUR 0,5 Mio. (i. V. EUR - 0,4 Mio.), der Objektgesellschaften Schleyer-Halle und Neue Arena mit EUR - 1,5 Mio. (unverändert) enthalten.
Der Ergebnisbeitrag zu Lasten der LHS bei den Stadiongesellschaften Neckarpark beläuft sich auf
TEUR - 33 (i. V. TEUR - 2).
Zu Wohnungsbau
Der Ergebnisbeitrag im Bereich Wohnungsbau beinhaltet SWSG (EUR 16,4 Mio.; i. V. EUR 14,5
Mio.). Die Ergebnisveränderung ist auf eine umsatzbedingte Zunahme des Betriebsergebnisses, insbesondere durch gestiegene Ergebnisbeiträge im Bereich Haushaltbewirtschaftung zurückzuführen.
Zu Entsorgung
AWS ist im Berichtsjahr mit EUR - 0,4 Mio. (i. V. EUR - 0,3 Mio.), SES mit EUR 1,8 Mio. (i. V. EUR 6,2 Mio.)
enthalten. Die Zuführung zur Gebührenausgleichsrücklage (i. V. Auflösung) sowie gestiegene Aufwendungen führten zu dem Rückgang bei SES.
Zu Medizinische Einrichtungen
Klinikum ist im Berichtsjahr mit EUR - 24,6 Mio. (i. V. EUR - 11,1 Mio.) enthalten. Der Ergebnisrückgang ist
u. a. auf ein um rd. EUR - 4 Mio. gesunkenes Betriebsergebnis sowie Zuführungen zu Wertberichtigungen
in Höhe von rd. EUR 9 Mio. zurückzuführen. MVZ ist erstmals enthalten mit einem Jahresergebnis in Höhe
von TEUR - 10.
Zu Soziale Einrichtungen
Unter Soziale Einrichtungen wurde ELW mit einem Jahresergebnis von EUR - 1,3 Mio. (i. V. EUR - 1,4
Mio.) ausgewiesen.

Seite 25

w
Konzernabschluss

Beteiligungsbericht 2014

h) Vermögenslage
Zur Darstellung der Bilanzstruktur haben wir die Vermögens- und Schuldposten entsprechend ihrer Fälligkeit aufgegliedert. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
wurden als mittel- und langfristig ausgewiesen. Ausgleichsposten nach dem KHG werden als „Sonstige
Vermögensgegenstände“ mit mittel- und langfristigem Charakter betrachtet. Ausgleichsposten aus Darlehensförderung werden als „Sonstige Verbindlichkeiten“ mit mittel- und langfristigem Charakter, die Pensionsrückstellungen wurden insgesamt als langfristig behandelt. Die Rechnungsabgrenzungsposten sind
den kurzfristigen Forderungen bzw. kurzfristigen Verbindlichkeiten zugeordnet. Die Position „Flüssige
Mittel enthält neben Kassenbestand, Guthaben gegen Kreditinstituten und Schecks auch Forderungen aus
Betriebsmittelkonto LHS. Die übrigen Rückstellungen umfassen Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen.

31.12.2014
TEUR
%

31.12.2013
TEUR
%

Veränderung
TEUR
%

Aktiva
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
Finanzanlagen

4.138.254
494.287

78,5 3.792.729
9,4
591.584

76,9
12,0

345.525
-97.297

9,1
-16,4

Anlagevermögen

4.632.541

87,9 4.384.313

88,9

248.228

5,7

Vorräte
Mittel- und langfristige Forderungen
Kurzfristige Forderungen
Flüssige Mittel

108.086
26.406
248.749
258.708

2,0
0,5
4,7
4,9

86.615
26.404
233.809
202.508

1,7
0,5
4,8
4,1

21.471
2
14.940
56.200

24,8
0,0
6,4
27,8

Umlaufvermögen

641.949

12,1

549.336

11,1

92.613

16,9

5.274.490

100,0 4.933.649

100,0

340.841

6,9

Eigenkapital
Pensionsrückstellungen
Mittel- und langfristige
Verbindlichkeiten

1.804.908
185.440

34,2 1.726.367
3,5
182.009

35,0
3,7

78.541
3.431

4,5
1,9

1.563.306

29,7 1.394.924

28,3

168.382

12,1

Mittel- und langfristiges Fremdkapital
Sonderposten aus Finanzierung

1.748.746
906.994

33,2 1.576.933
17,2
884.395

32,0
17,9

171.813
22.599

10,9
2,6

Passiva

Übrige Rückstellungen
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten

267.304
74.707

5,1
1,4

280.755
55.020

5,7
1,1

-13.451
19.687

-4,8
35,8

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

471.831

8,9

410.179

8,3

61.652

15,0

Kurzfristiges Fremdkapital

813.842

15,4

745.954

15,1

67.888

9,1

100,0 4.933.649

100,0

340.841

6,9

5.274.490

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 87,9 %. Das Anlagevermögen ist im Wesentlichen durch Eigenkapital und mittel- und langfristiges Fremdkapital sowie Sonderposten aus der Finanzierung des Anlagevermögens und Ertragszuschüssen gedeckt.
Den Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (EUR 337,6 Mio.) und den
Auswirkungen aus der Veränderung des Konsolidierungskreises(EUR 245,2 Mio. Erwerb Netzinfrastrukturund Windparkgesellschaften) stehen Abschreibungen (EUR 206,5 Mio.), Buchwertabgänge (EUR 28,4
Mio.) und Umgliederungen ins Umlaufvermögen (EUR - 2,4 Mio.) gegenüber.

Seite 26

w
Beteiligungsbericht 2014

Konzernabschluss

Wesentliche laufende Investitionen wurden beim Klinikum (EUR 90,7 Mio., diverse Baumaßnahmen), im
SVV-Teilkonzern (EUR 88,2 Mio., davon rd. EUR 57 Mio. SSB und rd. EUR 29 Mio. SWS-Teilkonzern), bei
der SWSG (EUR 70,6 Mio.; Modernisierungen, Miethausneubauten und Anlagen im Bau), im Bereich Entsorgung (EUR 54,7 Mio., i. W. SES), im Bereich der Bäderbetriebe (EUR 2,9 Mio.) sowie im FSGTeilkonzern (EUR 24,1 Mio., anteilig) vorgenommen.
Die Abnahme der Finanzanlagen um EUR 97,3 Mio. beinhalten den investitionsbedingten Rückgang der
Wertpapiere des Anlagevermögens (- EUR 99,3 Mio. überwiegend SVV), sowie einen Effekt aus der Erstkonsolidierung im LMS-Teilkonzern (- EUR 2,0 Mio.). Des Weiteren hat sich der Erwerb der Beteiligung an
der Wohnen am Höhenpark Killesberg GbR, (+ EUR 4,2 Mio. Zugang und Zuschreibung) ausgewirkt.
Die Position Vorräte beinhaltet im Wesentlichen die SWSG (EUR 59,6 Mio.; i. V. EUR 41,2 Mio.; Erhöhung
des Bestandes an zum Verkauf bestimmten Grundstücken und Gebäuden), den SVV-Teilkonzern (EUR
20,3 Mio.; i. V. EUR 21,1 Mio.) und das Klinikum (EUR 20,2 Mio.; i. V. EUR 16,4 Mio.).
Die mittel- und langfristigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen des Klinikums
(EUR 25,4 Mio., i. V. EUR 25,3 Mio. Ausgleichsposten nach dem KHG) sowie Forderungen aus dem FSGTeilkonzern (EUR 0,9 Mio., i. V. EUR 1,0 Mio. anteilig).
Die kurzfristigen Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:
31.12.2014
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen gegen Landeshauptstadt Stuttgart
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht
Sonstige Vermögensgegenstände
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

31.12.2013
TEUR

Veränderung
TEUR

159.508
5.501

140.558
6.138

18.950
-637

608
38.601
44.531
248.749

1.079
35.013
51.021
233.809

-471
3.588
-6.490
14.940

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten im Wesentlichen Forderungen des Klinikums
(EUR 130,4 Mio.; i. V. EUR 111,6 Mio.), aus dem Bereich Entsorgung (EUR 7,0 Mio.; i. V. EUR 8,8 Mio.),
aus dem SVV-Teilkonzern (EUR 10,0 Mio.; i. V. EUR 5,8 Mio.), aus dem FSG-Teilkonzern (EUR 4,9 Mio.; i.
V. EUR 4,9 Mio., anteilig) und aus dem VMS-Teilkonzern (EUR 4,0 Mio., i. V. EUR 3,8 Mio.).
Die Forderungen gegen die Landeshauptstadt Stuttgart beinhalten Forderungen aus dem Bereich Entsorgung (EUR 0,7 Mio.; i. V. EUR 1,7 Mio.) und Bäderbetriebe (EUR 1,1 Mio., i. V. EUR 1,9 Mio.), Medizinische Einrichtungen (EUR 2,7 Mio.; i. V. EUR 1,4 Mio.) und des SVV-Teilkonzerns (EUR 0,5 Mio.).
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten
im Wesentlichen Forderungen des SVV-Teilkonzerns (EUR 0,2 Mio.; i. V. EUR 0,5 Mio.; SSB gegen VMS),
der SM (EUR 0,1 Mio.; i. V. EUR 0,3 Mio.; gegen Regio), des Klinikums (EUR 0,2 Mio.; i. V. EUR 0,1 Mio.;
gegen Sportklinik) sowie Forderungen des FSG-Teilkonzerns (EUR 0,1 Mio.; i. V. EUR 0,1 Mio. gegen AHS
GmbH).
Die kurzfristigen Sonstige Vermögensgegenstände enthalten SVV-Teilkonzern (EUR 23,3 Mio.; i. V. EUR
17,9 Mio., SVV-Teilkonzern überwiegend Steuererstattungsansprüche), das Klinikum (EUR 3,9 Mio., i. V.
EUR 4,2 Mio., Diverse) sowie Bereich Messebetriebe (EUR 3,8 Mio.; i. V. EUR 4,2 Mio., insbesondere geleistete Anzahlungen für Veranstaltungen des Folgejahres). Des Weiteren sind kurzfristige sonstige Vermögensgegenstände von jeweils rd. EUR 1,9 bis EUR 2,8 Mio. aus dem FSG-Teilkonzern, SWSG und Stadiongesellschaften Neckarpark enthalten.
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen AWS (EUR 38,7 Mio.; i. V. EUR 42,6
Mio., Vorauszahlungen an EnBW), SVV-Teilkonzern (EUR 1,7 Mio.; EUR 2,9 Mio.) und Bereich Messebetriebe (EUR 3,1 Mio.; i. V. EUR 3,3 Mio.).

Seite 27

w
Konzernabschluss

Beteiligungsbericht 2014

Die Position Flüssige Mittel hat sich wie folgt entwickelt:
31.12.2014
TEUR
Kasse, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
Betriebsmittelkonto Landeshauptstadt Stuttgart
Sonstige Wertpapiere

31.12.2013
TEUR

Veränderung
TEUR

226.837
31.300
571

175.618
26.890
0

51.219
4.410
571

258.708

202.508

55.629

Die Position „Flüssige Mittel und Wertpapiere“ beinhaltet im Wesentlichen SVV-Teilkonzern (EUR 138,7
Mio., i. V. EUR 107,1 Mio.), Bereich Messe und Marketing (EUR 34,4 Mio., i. V. EUR 23,8 Mio.), SWSG
(EUR 16,6 Mio., i. V. EUR 10,8 Mio.), Bereich Entsorgung (EUR 25,2 Mio., i. V. EUR 20,7 Mio.), FSGTeilkonzern (EUR 15,4 Mio., i. V. EUR 12,4 Mio., anteilig), VMS-Teilkonzern (EUR 12,9 Mio., i. V. EUR 11,0
Mio.), Bereich Soziale Einrichtungen (EUR 2,9 Mio.,i. V. EUR 2,7 Mio.), Klinikum (EUR 3,1 Mio.,
i. V. EUR 5,9 Mio.), sowie Bäderbetriebe (EUR 3,6 Mio., i. V. EUR 3,2 Mio.).
Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:
31.12.2014
TEUR
Eigenkapital der Obergesellschaften:
Gezeichnetes Kapital
Rücklagen
Konzernbilanzgewinn
Eigenkapitaldifferenz aus
der Währungsumrechnung
Ausgleichsposten für die Anteile anderer
Gesellschafter

31.12.2013
TEUR

Veränderung
TEUR

208.916
1.535.430
-16.272

213.785
1.467.816
18.445

-4.869
67.614
-34.717

-26

0

-26

76.860

26.321

50.539

1.804.908

1.726.367

78.541

Die Veränderung des gezeichneten Kapitals resultiert aus der Herabsetzung des Kapitals (bei gleichzeitiger
Zuführung zur Kapitalrücklage) beim Klinikum (EUR - 4,9 Mio.).
Die Veränderung der Rücklagen ist auf Zuzahlungen und Sacheinlagen (saldiert mit Entnahmen) durch
Gesellschafter (EUR + 26,6 Mio.; i. W. Klinikum und Bäderbetriebe) und Zuzahlungen von Fremdgesellschaftern (EUR + 2,0 Mio., FSG) zurück zu führen. Des Weiteren wirken sich die Erstkonsolidierungen im
LMS-Teilkonzern (EUR - 1,3 Mio.) sowie die Umgliederung von Kapital beim Klinikum (EUR + 4,9 Mio.)
und Ergebnisverwendungen (EUR + 35,4 Mio.) auf die Rücklagen aus.
Der Konzernbilanzgewinn des Vorjahres hat sich durch Ergebnisverwendungen (EUR + 6,0 Mio.) sowie
durch Ausschüttungen an die LHS aus dem Vorjahresergebnis (EUR - 8,3 Mio., FSG) verändert. Unter Berücksichtigung des Konzernjahresergebnisses (EUR 8,9 Mio.) sowie der Ergebnisverwendung des laufenden Jahres (EUR - 41,3 Mio.) ergibt sich ein Bilanzverlust in Höhe von EUR - 16,3 Mio.
Die Veränderung des Ausgleichspostens für die Anteile anderer Gesellschafter beinhaltet neben Zuzahlungen Dritter ( EUR 0,9 Mio.), einen Zugang aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises ( EUR 52,4
Mio.; i. W. SWS-Teilkonzern) und laufende Anteile an den Jahresergebnissen in Höhe von EUR - 2,8 Mio.
Der Ausgleichsposten für die Anteile anderer Gesellschafter umfasst auch die atypisch stille Einlage des
VfB Stuttgart bei der Stadion KG.

Seite 28

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Beteiligungsbericht 2014

Konzernabschluss

Die Entwicklung des Eigenkapitals im Berichtsjahr ergibt sich wie folgt:
TEUR
Stand am 1.1.2014
Erfolgsneutrale Veränderungen
Zuzahlungen und Verlustausgleich saldiert mit
Entnahmen durch LHS
Zuzahlungen durch andere Gesellschafter (FSG)
Zuzahlungen Drittgesellschafter (FSG und SWS-Teilkonzern)
Veränderung des Konsolidierungskreises (LMS)
LMS-Teilkonzern (Währungsumrechnung)
Veränderung Drittanteile aufgrund Veränderung Konsolidierungskreis
Ausschüttungen an Gesellschafter (FSG)
Jahresergebnis (vor Ergebnisanteile Dritter)
Rundungsdifferenz
Stand am 31.12.2014

1.726.367

26.646
953
2.046
-1.265
-27
52.426
-8.343
6.098
7
1.804.908

Die Eigenkapitalquote hat sich in den letzten Jahren nur marginal verändert.
31.12.2014
Mio. EUR
%
1.805

34,2

31.12.2013
Mio. EUR
%
1.726

35,0

31.12.2012
Mio. EUR
%
1.720

31.12.2011
Mio. EUR
%

35,9

1.716

31.12.2010
Mio. EUR
%

36,4

1.713

36,7

Der Anstieg der Pensionsrückstellungen (+ EUR 3,4 Mio.) resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen
Rückstellungen beim SVV-Teilkonzern (EUR 140,3 Mio.; i. V. EUR 138,3 Mio.), SWSG (EUR 12,3 Mio.; i. V.
EUR 11,5 Mio.), Klinikum (EUR 15,5 Mio. unverändert) und im Bereich Entsorgung (EUR 10,5 Mio.; i. V.
EUR 10,1 Mio.).
Die mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
31.12.2014
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten gegenüber Landeshauptstadt
Stuttgart
Sonstige Verbindlichkeiten

31.12.2013
TEUR

Veränderung
TEUR

1.127.698

970.673

157.025

213.364
222.244

218.977
205.274

-5.613
16.970

1.563.306

1.394.924

168.382

Die mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten im Wesentlichen SVVTeilkonzern (EUR 189,3 Mio.; i. V. EUR 95,9 Mio.), SWSG (EUR 459,4 Mio.; i. V. EUR 416,1 Mio.), Bereich
Entsorgung (EUR 333,2 Mio.; i. V. EUR 319,3 Mio.), Stadiongesellschaften Neckarpark (EUR 37,3 Mio., i.
V. EUR 39,4 Mio.), Klinikum (EUR 41,6 Mio.; i. V. EUR 27,3Mio.), OSAs (EUR 23,6 Mio.; i. V. EUR 24,6
Mio.), Bereich Messe und Marketing (EUR 19,1 Mio.;i. V. EUR 21,0 Mio.), Bereich Soziale Einrichtungen
(EUR 13,6 Mio., i. V. EUR 14,7 Mio.), VMS-Teilkonzern (EUR 5,9 Mio.; i. V. EUR 7,8 Mio.), Bäderbetriebe
(EUR 3,5 Mio.; i. V. EUR 3,9 Mio.) und FSG-Teilkonzern (EUR 0,4 Mio.; i. V. EUR 0,5 Mio., anteilig).
Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber der Landeshauptstadt Stuttgart beinhalten im Wesentlichen
die Bereiche Entsorgung (EUR 177,7 Mio., i. V. EUR 182,2 Mio., SES Darlehen) und Soziale Einrichtungen
(EUR 13,1 Mio. unverändert) sowie SWSG (EUR 22,6 Mio., i. V. EUR 23,7 Mio.).

Seite 29

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Konzernabschluss

Beteiligungsbericht 2014

Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten bestehen aus SVV-Teilkonzern (EUR 140,3 Mio.; i. V. EUR
136,2 Mio., im Wesentlichen Darlehen Zusatzversorgung SSB), Stadiongesellschaften Neckarpark (EUR
16,8 Mio., i. V. EUR 18,2 Mio. Darlehensverbindlichkeit Zusatzversorgungskasse) und Bereich Messebetriebe (EUR 13,9 Mio., i. V. EUR 16,7 Mio., Schuldscheindarlehen Allianz, anteilig).
Die Position Sonderposten aus Finanzierung beinhaltet zum Bilanzstichtag ausschließlich Sonderposten
für Zuschüsse zur Finanzierung des Anlagevermögens sowie Sonderposten aus Ertragszuschüssen (Abzugskapital). Ausgewiesen sind im Wesentlichen Klinikum (EUR 571,6. Mio., i. V. EUR 582,2 Mio.), die
Bereiche Entsorgung (EUR 192,3 Mio., i. V. EUR 198,0 Mio.) und Soziale Einrichtungen (EUR 35,4 Mio., i.
V. EUR 36,7 Mio.), SWSG (EUR 27,8 Mio., i. V. EUR 29,3 Mio.),Stadiongesellschaften Neckarpark (EUR
17,7 Mio., i. V. EUR 18,6 Mio.) und Bäderbetriebe (EUR 18,8 Mio., i. V. EUR 17,8 Mio.).
Die Position Übrige Rückstellungen setzt sich wie folgt zusammen:
31.12.2014
TEUR
Steuerrückstellungen
Sonstige Rückstellungen

31.12.2013
TEUR

Veränderung
TEUR

6.155
261.149

3.657
277.098

2.498
-15.949

267.304

280.755

-13.451

Die Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen Klinikum, FSG-Teilkonzern und SWSG. Die sonstigen
Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus SVV-Teilkonzern (EUR 63,3 Mio., i. V. EUR
75,0 Mio.), Bereich Entsorgung (EUR 71,1 Mio., i. V. EUR 74,7 Mio.), Klinikum (EUR 77,5 Mio., i. V. EUR
79,7 Mio.), SWSG (EUR 20,3 Mio., i. V. EUR 19,2 Mio.), Bereich Messe und Marketing (EUR 10,0 Mio.; i.
V. 11,0 Mio.), Bäderbetriebe (EUR 4,6 Mio.; i. V. EUR 5,4) sowie FSG-Teilkonzern (EUR 10,3 Mio. i. V. EUR
11,0 Mio.).
In den kurzfristigen Bankverbindlichkeiten sind FSG-Teilkonzern (EUR 12,2 Mio., i. V. EUR 1,3 Mio.,
anteilig), SVV-Teilkonzern (EUR 9,6 Mio.; i. V. EUR 4,3 Mio.), Bereich Entsorgung (EUR 23,2 Mio., i. V. EUR
21,9 Mio.), SWSG (EUR 15,7 Mio., i. V. EUR 15,8 Mio.), Klinikum (EUR 5,5 Mio., i. V. EUR 4,5 Mio.), Stadiongesellschaften Neckarpark (EUR 2,8 Mio.; i. V. EUR 1,7 Mio.) und Bereich Messe und Marketing (EUR
1,3 Mio., i. V. EUR 2,1 Mio.) enthalten.
Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
31.12.2014
TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten aus Betriebsmittelkonto
Landeshauptstadt Stuttgart
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Verbindlichkeiten gegenüber Landeshauptstadt
Stuttgart
Sonstige Verbindlichkeiten
Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Passive latente Steuern

Seite 30

31.12.2013
TEUR

Veränderung
TEUR

65.706
124.039

59.209
123.298

6.497
741

43.784

10.332

33.452

633

1.327

-694

127.067
63.221

95.171
79.525

31.896
-16.304

45.097

41.317

2.284

0

3.780
2.284

471.831

410.179

61.652

w
Beteiligungsbericht 2014

Konzernabschluss

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen resultieren aus SWSG (EUR 43,5 Mio., i. V. EUR 30,9 Mio.),
Bereich Messe und Marketing (EUR 11,5 Mio., i. V. EUR 12,0 Mio.) und Klinikum (EUR 6,5 Mio.; i. V. EUR
14,0 Mio., Abnahme gegenüber Vorjahr durch Leistungserbringung).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Klinikum (EUR 33,5
Mio., i. V. EUR 36,3 EUR), SVV-Teilkonzern (EUR 30,9 Mio., i. V. EUR 23,5 Mio.), die SWSG (EUR 22,0
Mio., i. V. EUR 22,2 Mio.) sowie Bereich Messe und Marketing (EUR 8,7 Mio.; i. V. EUR 8,2 Mio.), VMSTeilkonzern (EUR 12,7 Mio.; i. V. EUR 11,1 Mio.) und Bereich Entsorgung (EUR 12,3 Mio.; i. V. EUR 12,7
Mio.).
Die Schuldenkonsolidierung wirkt sich in diesem Bereich in Höhe von EUR 2,1 Mio. aus.
Die Verbindlichkeiten aus Betriebsmittelkonto Landeshauptstadt Stuttgart beinhalten Klinikum (EUR 43,8
Mio., i. V. EUR 10,3 Mio., gestiegener laufender Finanzierungsbedarf).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten
SWSG (EUR 0,4 Mio.; i. V. EUR 1,1 Mio., gegenüber ARGE) sowie SVV-Teilkonzern (EUR 0,1 Mio.; i. V.
EUR 0,2 Mio.).
Die passiven latenten Steuern resultieren aus SVV-Teilkonzern.
Die Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber der LHS setzen sich - ohne Berücksichtigung unterschiedlicher Fristigkeiten - wie folgt zusammen:
2014
TEUR
Forderungen gegen Landeshauptstadt
Stuttgart
Betriebsmittelkonto Landeshauptstadt Stuttgart
Verbindlichkeiten Betriebsmittelkonto Landeshauptstadt Stuttgart
Verbindlichkeiten gegenüber Landeshauptstadt
Stuttgart

Saldo

2013
TEUR

Veränderung
TEUR

5.501
31.300

6.138
26.890

-637
4.410

36.801

33.028

3.773

43.784

10.332

33.452

340.431

314.148

26.283

384.215

324.480

59.735

-347.414

-291.452

-55.962

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Landeshauptstadt Stuttgart enthalten im Wesentlichen SES
(EUR 184,2 Mio., i. V. EUR 188,4 Mio.), Klinikum EUR 101,5 Mio., i. V. EUR 69,9 Mio. erhöht aufgrund
Vorfinanzierung struktureller Rahmenplan und Baumittel), SWSG (EUR 30,1 Mio., i. V. EUR 30,9 Mio.),
Bereich Soziale Einrichtungen (EUR 14,0 Mio., i. V. EUR 13,9 Mio.) und Bereich Bäderbetriebe (EUR 9,2
Mio.; i. V. EUR 9,4 Mio.).

Seite 31

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Konzernabschluss

Beteiligungsbericht 2014

i) Finanzmittelbestand / Entwicklung der Finanzströme
Zum 31. Dezember 2014 ergibt sich ein Finanzmittelbestand in Höhe von EUR 0,2 Mio.
Der Finanzmittelbestand beinhaltet im Berichtsjahr kurzfristig realisierbare Finanzmittel und kurzfristige
Forderungen und Verbindlichkeiten aus Betriebsmittelkonto LHS.
Die Entwicklung der Finanzströme stellt sich wie folgt dar:
2014
TEUR

2013
TEUR

Mittelzufluss/Mittelabfluss (-) aus
- laufender Geschäftstätigkeit

136.310

118.089

- Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens

151.612

28.853

-144.002
-379.360

-14.758
-321.779

-4.338

-2.325

-376.088

-310.009

20.451
75.849
157.278

10.998
153.512
13.846

7.521

4.963

261.099

183.319

des Finanzmittelbestands
Konsolidierungskreisbedingte Änderung des
Finanzmittelbestandes

21.321

-8.601

1.427

1.242

Finanzmittelbestand am Anfang der Periode

192.176

199.535

Finanzmittelbestand am Ende der Periode

214.924

192.178

Auszahlungen aus der Veränderung des Konsolidierungskreises
Auszahlungen für Investitionen
Auszahlungen für langfristige Geldanlage

- Finanzierungstätigkeit
Zuzahlungen durch Gesellschafter dess Mutterunternehmens
Zuschüsse zur Finanzierung von Investitionen
Veränderungen der Bankverbindlichkeiten
Finanzierung durch andere Kapitalgeber und Drittgesellschafter

Zahlungswirksame Veränderung

Im Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit ist ein gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhter JahresCashflow i. H. v. EUR 205,2 Mio. (i. V. EUR 170,2 Mio.) enthalten, der im Wesentlichen aus dem verbesserten Jahresergebnis resultiert.
Die Zuschüsse zur Finanzierung von Investitionen betreffen im Wesentlichen das Klinikum und SVVTeilkonzern (i.w. SWS-Teilkonzern); im Vorjahr enthielten sie ausschließlich Klinikum.
Die Veränderungen der Bankverbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus SVV-Teilkonzern, SWSG
und Klinikum.

Seite 32

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Beteiligungsbericht 2014

Konzernabschluss

x Konzernbilanz
x Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
x Entwicklung des konsolidierten Jahresabschlusses
x Entwicklung des Konzernanlagevermögens

Seite 33

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Konzernabschluss

Beteiligungsbericht 2014

Konzernbilanz der Landeshauptstadt Stuttgart zum 31.12.2014
31.12.2014
TEUR

Aktiva

31.12.2013
TEUR

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
2. Geschäfts- oder Firmenwert
3. Geleistete Anzahlungen

II.
1.
2.
3.

Sachanlagen
Grundstücke und Bauten
Technische Anlagen und Maschinen
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
III.
1.
2.
3.

Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
Beteiligungen
Ausleihungen an Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
4. Wertpapiere des Anlagevermögens
5. Sonstige Ausleihungen

12.744
3.088
1.706

15.469
3.858
1.148

17.538

20.475

2.358.612
1.290.228

2.149.243
968.810

168.622
303.254

167.745
486.456

4.120.716

3.772.254

5.555
5.424

5.536
2.438

214
482.946
148

979
582.246
385

494.287

591.584

35.340
41.316
31.387
43
108.086

35.354
49.133
2.122
6
86.615

159.508
5.501

140.558
6.138

608
65.007

1.079
61.417

230.624

209.192

571

0

226.837
31.300
258.137

175.618
26.890
202.508

44.531

51.021

5.274.490

4.933.649

B. Umlaufvermögen
I.
1.
2.
3.
4.

Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
Unfertige Erzeugnisse
Fertige Erzeugnisse
Geleistete Anzahlungen

II. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegen Landeshauptstadt Stuttgart
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht
4. Sonstige Vermögensgegenstände
III. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere
IV. Flüssige Mittel
1. Kasse, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
2. Betriebsmittelkonto Landeshauptstadt Stuttgart

C. Rechnungsabgrenzungsposten

Seite 34

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Beteiligungsbericht 2014

Konzernabschluss

Passiva

31.12.2014
TEUR

31.12.2013
TEUR

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital

208.916

213.785

1.535.430

1.467.816

III. Konzernbilanzverlust (i. V. Konzernbilanzgewinn)

-16.272

18.445

IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung

-26

0

76.860
1.804.908

26.321
1.726.367

906.994

884.395

185.440
6.155
261.149
452.744

182.009
3.657
277.098
462.764

1.202.405
65.706

1.025.693
59.209

124.039

123.298

43.784

10.332

633

1.327

340.431
285.465
2.062.463

314.148
284.799
1.818.806

45.097

41.317

2.284

0

5.274.490

4.933.649

II. Rücklagen

V. Ausgleichsposten für Anteile anderer
Gesellschafter

B. Sonderposten aus Finanzierung
von Investitionen

C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen
2. Steuerrückstellungen
3. Sonstige Rückstellungen
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
4. Verbindlichkeiten aus Betriebsmittelkonto
Landeshauptstadt Stuttgart
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
6. Verbindlichkeiten gegenüber Landeshauptstadt
Stuttgart
7. Sonstige Verbindlichkeiten

E. Rechnungsabgrenzungsposten
F. Passive latente Steuern

Seite 35

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Konzernabschluss

Beteiligungsbericht 2014

Seite 36

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Konzernabschluss

Beteiligungsbericht 2014

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Landeshauptstadt Stuttgart
für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014
2014
TEUR

2013
TEUR

1. Umsatzerlöse
2. Erhöhung des Bestands an
fertigen und unfertigen Erzeugnissen
3. Andere aktivierte Eigenleistungen

1.405.523

1.318.784

28.538
9.688

2.668
8.097

4. Sonstige betriebliche Erträge

261.656
1.705.405

387.374
1.716.923

184.039
304.581
488.620

179.895
271.040
450.935

537.642

509.341

155.187

151.680

692.829

661.021

206.487
261.826

191.865
371.832

55.643

41.270

20

-122

22.470
1.737
956

19.354
2.214
368

59.647
-36.376

62.064
-40.986

19.267

284

15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
16. Sonstige Steuern

6.263
6.906

2.841
6.752

17. Jahresergebnis (i. V. Jahresfehlbetrag)
18. Ergebnisanteile Dritter

6.098
2.840

-9.309
2.928

Konzernjahresergebnis (i. V. Konzernjahresfehlbetrag)
Ergebnisvortrag
Einstellungen in Rücklagen
Auflösungen von Rücklagen und Verlust-

8.938
16.100
52.565

-6.381
19.126
9.012

verrechnung mit Kapitalkonten

11.255

14.712

-16.272

18.445

5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
und Sachanlagen
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

9. Ergebnis assoziierter Unternehmen
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
12. Aufwendungen aus Verlustübernahme
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
14. Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit

19.
20.
21.
22.

23. Konzernbilanzverlust (i. V. Konzernbilanzgewinn)

Seite 37

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Konzernabschluss

Beteiligungsbericht 2014

Entwicklung des konsolidierten Jahresabschlusses der Landeshauptstadt Stuttgart
zum 31.12.2014

AKTIVA

Stuttgarter
Versorgungs- und
Messebetriebe
Verkehrsgesellschaft mbH
Teilkonzern
TEUR

TEUR

StuttgartMarketing
GmbH

Flughafen
Stuttgart
GmbH
Teilkonzern

Stuttgarter
Wohnungsund
Städtebaugesellschaft
mbH

Soziale
Einrichtungen

TEUR

TEUR

TEUR

TEUR

SBSSportstätten
BetriebsGmbH

VMSTeilkonzern

TEUR

TEUR

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbl. Schutzr. u. ähnl. Rechte u. Werte
sowie Lizenzen an s. Rechten u. Werten
2. Geschäfts- oder Firmenwert
3. Geleistete Anzahlungen

3.086
2.691
1.518

691
0
0

118
0
0

956
18
188

531
0
0

16
0
0

1.265
0
0

0
0
0

Summe Immaterielle Vermögensgegenstände

7.295

691

118

1.162

531

16

1.265

0

226.230
548.198

267.160
0

0
0

117.548
23.150

825.545
0

85.863
1.129

24.665
7

0
0

17.755
67.774

6.346
1.926

432
0

5.602
26.529

314
86.993

1.888
641

2.144
0

0
0

859.957

275.432

432

172.829

912.852

89.521

26.816

0

0
0
1.206
51

0
0
0
0

0
0
0
61

0
0
0
34.745

0
0
0
5.150

0
0
0
0

150
0
0
0

0
0
0
0

0
430.000
133

0
0
2

0
0
0

214
0
6

0
0
0

0
0
0

0
0
7

0
0
0

II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
2. Technische Anlagen und Maschinen
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Summe Sachanlagen
III. Finanzanlagen
-. Anteile an verbundenen Unternehmen
-. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
2. Beteiligungen
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
4. Wertpapiere des Anlagevermögens
5. Sonstige Ausleihungen
Summe Finanzanlagen

431.390

2

61

34.965

5.150

0

157

0

1.298.642

276.125

611

208.956

918.533

89.537

28.238

0

I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
2. Unfertige Erzeugnisse
3. Fertige Erzeugnisse
4. Geleistete Anzahlungen

19.538
534
213
0

35
1.119
0
0

0
0
125
24

951
2
1.006
0

86
30.440
29.106
5

190
0
0
0

25
0
125
0

0
0
0
0

Summe Vorräte

20.285

1.154

149

1.959

59.637

190

150

0

9.549

2.145

225

4.908

3.392

1.018

4.004

263

464

0

1

0

80

0

46

105

Summe Anlagevermögen
B. Umlaufvermögen

II. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
2. Forderungen gegen Landeshauptstadt
Stuttgart
-. Forderungen gegen verbundene
Unternehmen
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
4. Sonstige Vermögensgegenstände

0

0

0

0

0

0

710

0

228
23.262

18
3.826

99
21

92
1.909

35
2.845

0
359

0
183

0
2

Summe Forderungen u. sonst.
Vermögensgegenstände

33.503

5.989

346

6.909

6.352

1.377

4.943

370

0

571

0

0

0

0

0

0

138.709

33.814

1.488

15.423

16.558

300

12.856

809

III. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere
IV. Flüssige Mittel
1. Kasse, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
2. Betriebsmittelkonto Landeshauptstadt
Stuttgart

C. Rechnungsabgrenzungsposten
Summe Umlaufvermögen
Summe Aktiva

0

0

0

0

0

2.586

0

0

138.709

33.814

1.488

15.423

16.558

2.886

12.856

809

1.668

3.129

118

126

192

9

84

0

194.165

44.657

2.101

24.417

82.739

4.462

18.033

1.179

1.492.807

320.782

2.712

233.373

1.001.272

93.999

46.271

1.179

Seite 38

w
Beteiligungsbericht 2014

Stadion
NeckarPark

Entsorgung

TEUR

TEUR

Konzernabschluss

Eigenbetrieb
Bäderbetriebe
Stuttgart

Medizinische
Einrichtungen

Stiftung
Kunstmuseum
gGmbH

TEUR

TEUR

TEUR

ObjektgesellKonsoSumme vor
schaft SchleyerlidierungsKonsoHalle und
buchungen Soll
lidierung
Neue Arena
TEUR

TEUR

TEUR

Konsolidierungsbuchungen
Haben

Konsolidierter
Abschluss
zum
31.12.2014

Konsolidierter
Abschluss
zum 31.12.2013

TEUR

TEUR

TEUR

0
0
0

633
0
0

1
145
0

5.428
234
0

19
0
0

0
0
0

12.744
3.088
1.706

0
0
0

0
0
0

12.744
3.088
1.706

15.469
3.858
1.148

0

633

146

5.428

19

0

17.538

0

0

17.538

20.475

116.478
0

25.382
676.529

59.123
13.575

563.384
27.637

95
3

56.218
0

2.367.691
1.290.228

776
0

9.855
0

2.358.612
1.290.228

2.149.243
968.810

10.784
0

27.263
63.385

1.137
761

89.247
55.195

4.717
50

993
0

168.622
303.254

0
0

0
0

168.622
303.254

167.745
486.456

127.262

792.559

74.596

735.463

4.865

57.211

4.129.795

776

9.855

4.120.716

3.772.254

0
0
0
0

0
0
0
133

0
0
0
0

0
244
0
4.169

0
0
0
0

0
0
0
0

150
244
1.206
44.309

0
0
6.351
0

150
244
2.002
38.885

0
0
5.555
5.424

0
0
5.536
2.438

0
0
0

0
52.946
0

0
0
0

0
0
0

0
0
0

0
0
0

214
482.946
148

0
0
0

0
0
0

214
482.946
148

979
582.246
385

0

53.079

0

4.413

0

0

529.217

6.351

41.281

494.287

591.584

127.262

846.271

74.742

745.538

4.884

57.211

4.676.550

7.127

51.136

4.632.541

4.384.313

0
0
0
0

3.781
218
115
14

167
17
34
0

10.567
8.986
644
0

0
0
19
0

0
0
0
0

35.340
41.316
31.387
43

0
0
0
0

0
0
0
0

35.340
41.316
31.387
43

35.354
49.133
2.122
6

0

4.128

218

20.197

19

0

108.086

0

0

108.086

86.615

1

7.027

125

130.386

156

5

163.204

0

3.696

159.508

140.558

688

1.145

2.728

0

5

5.501

0

0

5.501

6.138

0

0

0

17

0

0

727

0

727

0

0

0
2.658

0
281

0
229

154
29.317

0
163

0
0

626
65.055

0
0

18
48

608
65.007

1.079
61.417

2.898

7.996

1.499

162.602

319

10

235.113

0

4.489

230.624

209.192

0

0

0

0

0

0

571

0

0

571

0

298

0

100

3.144

1.672

1.666

226.837

0

0

226.837

175.618

0

25.197

3.517

0

0

0

31.300

0

0

31.300

26.890

298

25.197

3.617

3.144

1.672

1.666

258.137

0

0

258.137

202.508

217

38.694

12

269

13

0

44.531

0

0

44.531

51.021

3.413

76.015

5.346

186.212

2.023

1.676

646.438

0

4.489

641.949

549.336

130.675

922.286

80.088

931.750

6.907

58.887

5.322.988

7.127

55.625

5.274.490

4.933.649

Seite 39

w
Konzernabschluss

Beteiligungsbericht 2014

PASSIVA
Stuttgarter
Versorgungs- und
Messebetriebe
Verkehrsgesellschaft mbH
Teilkonzern
TEUR

TEUR

StuttgartMarketing
GmbH

Flughafen
Stuttgart
GmbH
Teilkonzern

Stuttgarter
Wohnungsund
Städtebaugesellschaft
mbH

Soziale
Einrichtungen

TEUR

TEUR

TEUR

TEUR

SBSSportstätten
BetriebsGmbH

VMSTeilkonzern

TEUR

TEUR

A. Eigenkapital
I.

Gezeichnetes Kapital

II.

Rücklagen

III. Bilanzgewinn/-verlust
IV. Eigenkapitaldifferenz aus der
Währungsumrechnung
V. Ausgleichsposten für Anteile
anderer Gesellschafter
Summe Eigenkapital
B. Sonderposten aus Finanzierung
von Investitionen

45.000

18.896

261

17.500

50.000

2.600

2.050

50

712.264

171.768

0

165.088

290.625

22.804

18.889

0

1.401

8.124

17

6.238

5.521

-1.295

-5

26

0

-26

0

0

0

0

0

0

67.887

177

0

10.281

0

0

0

0

826.552

198.939

278

199.107

346.146

24.109

20.934

76

41.186

0

0

2.207

27.818

35.356

705

0

140.290
564
63.328

1.122
289
9.968

0
0
306

1.468
1.704
10.268

12.297
863
20.310

1.133
0
2.564

33
42
2.055

0
0
12

204.182

11.379

306

13.440

33.470

3.697

2.130

12

198.875
3.307

21.167
11.530

0
525

12.641
7

475.116
43.461

14.680
0

7.810
320

0
0

30.892

8.704

583

2.640

22.000

1.372

12.740

3

0

0

0

0

0

0

0

0

0

18

0

0

0

0

0

0

136

0

46

8

442

0

0

0

0
166.413

31
66.741

923
51

0
1.997

30.145
20.453

14.039
746

0
1.507

1.087
1

399.623

108.191

2.128

17.293

591.617

30.837

22.377

1.091

18.980

2.273

0

1.326

2.221

0

125

0

2.284

0

0

0

0

0

0

0

1.492.807

320.782

2.712

233.373

1.001.272

93.999

46.271

1.179

C. Rückstellungen
1.
2.
3.

Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen
Steuerrückstellungen
Sonstige Rückstellungen

Summe Rückstellungen
D.

Verbindlichkeiten

1.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

2.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

3.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
Verbindlichkeiten aus Betriebsmittelkonto
Landeshauptstadt Stuttgart
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen

4.
-.
5.

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

6.

Verbindlichkeiten gegenüber
Landeshauptstadt Stuttgart

7.

Sonstige Verbindlichkeiten

Summe Verbindlichkeiten
E.

Rechnungsabgrenzungsposten

F.

Passive latente Steuern

Summe Passiva

Seite 40

w
Beteiligungsbericht 2014

Stadion
NeckarPark

Entsorgung

TEUR

TEUR

Konzernabschluss

Eigenbetrieb
Bäderbetriebe
Stuttgart

Medizinische
Einrichtungen

Stiftung
Kunstmuseum
gGmbH

TEUR

TEUR

TEUR

ObjektgesellSumme vor
Konsoschaft SchleyerKonsolidierungsHalle und
lidierung
buchungen Soll
Neue Arena
TEUR

TEUR

TEUR

Konsolidierungsbuchungen
Haben

Konsolidierter
Abschluss
zum
31.12.2014

Konsolidierter
Abschluss
zum 31.12.2013

TEUR

TEUR

TEUR

27.025

0

9.100

16.825

100

5.525

194.932

25

14.009

208.916

213.785

0

67.732

40.947

22.173

4.652

23.555

1.540.497

10.813

5.746

1.535.430

1.467.816

-74

5.391

-13.721

-24.573

508

-1.526

-13.968

29.287

24.953

-16.272

18.445

0

0

0

0

0

0

-26

0

0

-26

0

13.727

0

0

0

0

0

92.072

15.212

0

76.860

26.321

40.678

73.123

36.326

14.425

5.260

27.554

1.813.507

55.337

44.708

1.804.908

1.726.367

17.693

192.268

18.830

571.634

0

0

907.697

703

0

906.994

884.395

0
0
129

10.450
633
71.118

3.120
9
4.649

15.527
1.924
77.474

0
127
630

0
0
20

185.440
6.155
262.831

0
0
1.682

0
0
0

185.440
6.155
261.149

182.009
3.657
277.098

129

82.201

7.778

94.916

757

20

454.426

1.682

0

452.744

462.764

40.055
0

356.418
0

3.973
0

47.098
6.506

0
50

24.572
0

1.202.405
65.706

0
0

0
0

1.202.405
65.706

1.025.693
59.209

206

12.302

671

33.451

483

87

126.134

2.095

0

124.039

123.298

0

0

0

43.784

0

0

43.784

0

0

43.784

10.332

0

0

0

261

0

0

279

279

0

0

0

1

0

0

0

0

0

633

0

0

633

1.327

0
18.624

184.164
21.635

9.218
3.266

101.501
18.160

0
318

0
16

341.108
319.928

677
44.671

0
10.208

340.431
285.465

314.148
284.799

58.886

574.519

17.128

250.469

851

24.675

2.099.977

47.722

10.208

2.062.463

1.818.806

13.289

175

26

5

39

6.638

45.097

0

0

45.097

41.317

0

0

0

0

0

0

2.284

0

0

2.284

0

130.675

922.286

80.088

931.750

6.907

58.887

5.322.988

105.444

54.916

5.274.490

4.933.649

Seite 41

w
Konzernabschluss

Beteiligungsbericht 2014

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Stuttgarter
Versorgungs- und
Messebetriebe
Verkehrsgesellschaft mbH
Teilkonzern
TEUR
1. Umsatzerlöse
2. Veränderung des Bestands an fertigen und
unfertigen Erzeugnissen
3. Andere aktivierte Eigenleistungen
4. Sonstige betriebliche Erträge
Summe Erträge gesamt
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und für bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
Summe Materialaufwand
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung

TEUR

StuttgartMarketing
GmbH

Flughafen
Stuttgart
GmbH
Teilkonzern

Stuttgarter
Wohnungsund
Städtebaugesellschaft
mbH

Soziale
Einrichtungen

TEUR

TEUR

TEUR

TEUR

VMSTeilkonzern

TEUR

SBSSportstätten
BetriebsGmbH
TEUR

313.980

80.037

4.317

91.649

142.436

37.844

40.755

941

-614
4.496
61.998

-119
0
2.082

0
0
4.100

1
296
3.044

25.731
1.226
6.632

0
0
6.510

0
0
2.952

0
0
88

379.860

82.000

8.417

94.990

176.025

44.354

43.707

1.029

34.205
73.867

684
30.131

404
2.634

7.443
7.667

0
96.377

7.095
503

604
18.167

0
0

108.072

30.815

3.038

15.110

96.377

7.598

18.771

0

126.348

10.192

2.496

22.650

8.381

23.456

8.019

0

45.197

2.567

649

5.518

2.786

6.899

2.128

0

7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Summe betriebliche Aufwendungen
Betriebsergebnis
-. Erträge aus Beteiligungen
9. Ergebnis assoziierter Unternehmen
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
-. Abschreibungen auf Finanzanlagen
-. Aufwendungen aus Verlustübernahme
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

42.007

13.552

181

12.634

26.229

3.805

1.382

0

43.294

27.299

2.049

25.575

6.537

2.860

12.783

1.021

364.918

84.425

8.413

81.487

140.310

44.618

43.083

1.021

14.942

-2.425

4

13.503

35.715

-264

624

8

0
-11

281
0

0
0

0
0

0
0

0
0

300
0

0
0

21.770
778
0
112
9.415

0
114
0
0
1.732

0
2
0
0
4

0
48
440
0
149

0
84
0
844
12.986

0
26
0
0
1.057

0
18
0
0
482

0
1
0
0
0

Finanz- und Beteiligungsergebnis

13.010

-1.337

-2

-541

-13.746

-1.031

-164

1

14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

27.952

-3.762

2

12.962

21.969

-1.295

460

9

61
1.125

498
553

0
2

2.793
294

1.892
3.697

0
0

0
332

9
0

26.766

-4.813

0

8.860

16.380

-1.295

128

0

15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
16. Sonstige Steuern
17. Jahresergebnis
18. Ergebnisanteile Dritter/
Erträge aus Verlustübernahmen

204

93

0

463

0

0

-300

0

19. Konzernjahresergebnis

26.970

-4.720

0

9.323

16.380

-1.295

-172

0

202. Ergebnisvortrag
21. Einstellungen in Rücklagen
22. Auflösungen von Rücklagen und
Verlustverrechnung mit Kapitalkonten

16.137
41.706

12.844
0

17
0

-3.085
0

0
10.859

0
0

-5
0

26
0

23. Konzerngewinn/-verlust lt. Bilanz

0

0

0

0

0

0

172

0

1.401

8.124

17

6.238

5.521

-1.295

-5

26

Seite 42

w
Beteiligungsbericht 2014

Stadion
NeckarPark

Entsorgung

TEUR

TEUR

Konzernabschluss

Eigenbetrieb
Bäderbetriebe
Stuttgart

Medizinische
Einrichtungen

Stiftung
Kunstmuseum
gGmbH

TEUR

TEUR

TEUR

ObjektgesellKonsoSumme vor
schaft SchleyerlidierungsKonsoHalle und
buchungen Soll
lidierung
Neue Arena
TEUR

TEUR

TEUR

Konsolidierungsbuchungen
Haben

Konsolidierter
Abschluss
zum
31.12.2014

Konsolidierter
Abschluss
zum 31.12.2013

TEUR

TEUR

TEUR

8.787

213.045

13.419

468.906

1.291

2.906

1.420.313

14.790

0

1.405.523

1.318.784

0
0
970

14
2.326
1.887

6
0
3.608

3.519
1.344
162.466

0
0
5.363

0
0
1

28.538
9.688
261.701

0
0
46

0
0
1

28.538
9.688
261.656

2.668
8.097
387.374

9.757

217.272

17.033

636.235

6.654

2.907

1.720.240

14.836

1

1.705.405

1.716.923

0
1.368

17.360
59.053

384
4.005

115.797
16.484

63
28

0
40

184.039
310.324

0
0

0
5.743

184.039
304.581

179.895
271.040

1.368

76.413

4.389

132.281

91

40

494.363

0

5.743

488.620

450.935

0

42.977

9.940

281.985

1.198

0

537.642

0

0

537.642

509.341

0

13.475

3.415

72.259

294

0

155.187

0

0

155.187

151.680

6.370

41.879

4.893

50.683

157

2.812

206.584

0

97

206.487

191.865

1.714

16.888

7.754

117.768

4.156

302

270.000

1.015

9.189

261.826

371.832

9.452

191.632

30.391

654.976

5.896

3.154

1.663.776

1.015

15.029

1.649.762

1.675.653

305

25.640

-13.358

-18.741

758

-247

56.464

15.851

15.030

55.643

41.270

0
0

0
0

0
0

0
0

0
0

0
0

581
-11

581
286

0
317

0
20

0
-122

0
3
0
0
2.194

700
545
0
0
25.013

0
9
0
0
360

0
106
0
0
5.216

0
1
0
0
39

0
2
0
0
1.000

22.470
1.737
440
956
59.647

0
0
0
0
0

0
0
440
0
0

22.470
1.737
0
956
59.647

19.354
2.214
0
368
62.064

-2.191

-23.768

-351

-5.110

-38

-998

-36.266

867

757

-36.376

-40.986

-1.886

1.872

-13.709

-23.851

720

-1.245

20.198

16.718

15.787

19.267

284

0
227

990
-523

0
12

0
722

20
192

0
273

6.263
6.906

0
0

0
0

6.263
6.906

2.841
6.752

-2.113

1.405

-13.721

-24.573

508

-1.518

6.014

16.718

14.772

6.098

-9.309

2.080

0

0

0

0

0

2.540

0

300

2.840

2.928

-33

1.405

-13.721

-24.573

508

-1.518

8.554

16.718

15.072

8.938

-6.381

-41
0

3.986
0

0
0

-11.083
0

0
0

-8
0

18.788
52.565

12.569
0

9.881
0

16.100
52.565

19.126
9.012

0

0

0

11.083

0

0

11.255

0

0

11.255

14.712

-74

5.391

-13.721

-24.573

508

-1.526

-13.968

29.287

24.953

-16.272

18.445

Seite 43

w
Konzernabschluss

Beteiligungsbericht 2014

Entwicklung des Konzernanlagevermögens der Landeshauptstadt Stuttgart
im Geschäftsjahr 2014
Historische Anschaffungs-/ Herstellungskosten

Stand am
1.1.2014
TEUR

Zugänge 1)

Umbuchungen

TEUR

TEUR

Abgänge

2)

Stand am
31.12.2014
TEUR

TEUR

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

72.789

4.225

935

1.947

2. Geschäfts- oder Firmenwert

4.836

421

0

170

76.002
5.087

3. Geleistete Anzahlungen

1.148

1.242

-399

285

1.706

78.773

5.888

536

2.402

82.795

II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten

3.492.302

53.367

267.938

99.870

3.713.737

2. Technische Anlagen und Maschinen

2.525.751

303.042

100.609

44.199

2.885.203

3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

533.375

33.290

6.991

65.595

508.061

4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

486.456

196.609

-378.424

1.387

303.254

7.037.884

586.308

-2.886

211.051

7.410.255

1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

5.536

32

0

13

5.555

2. Beteiligungen

3.714

3.635

0

1.280

6.069

979

0

0

0

979

582.247

700

0

100.000

482.947

384

3

0

240

147

592.860

4.370

0

101.533

495.697

7.709.517

596.566

-2.350

314.986

7.988.747

III. Finanzanlagen

3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
4. Wertpapiere des Anlagevermögens
5. Sonstige Ausleihungen

1)

Die Zugänge zu den Historischen Anschaffungkosten enthalten Zugänge aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises in Höhe von
TEUR 254.647 (SVV und LMS-Teilkonzern) und Zugänge bei den Abschreibungen in Höhe von TEUR 9.439.

2)

Die Abgänge zu den Historischen Anschaffungskosten enthalten Abgänge aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises in Höhe von
TEUR 2.014 (LMS-Teilkonzern) aus der erstmaligen Vollkonsolidierung von Tochterunternehmen.

Seite 44

w
Beteiligungsbericht 2014

Konzernabschluss

Kumulierte Abschreibungen

Buchwerte

Stand am Zugänge 1) Zuschreibungen Umbuchungen Abgänge
1.1.2014
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR

2)

Stand am
31.12.2014
TEUR

Stand am
31.12.2014
TEUR

Stand am
31.12.2013
TEUR

57.320

7.860

0

0

1.922

63.258

12.744

15.469

978

1.060

0

0

39

1.999

3.088

3.858

0

0

0

0

0

0

1.706

1.148

58.298

8.920

0

0

1.961

65.257

17.538

20.475

1.343.059

89.180

14

0

77.100

1.355.125

2.358.612

2.149.243

1.556.941

79.255

0

0

41.221

1.594.975

1.290.228

968.810

365.630

38.571

0

0

64.762

339.439

168.622

167.745

0

0

0

0

0

0

303.254

486.456

3.265.630

207.006

14

0

183.083

3.289.539

4.120.716

3.772.254

0

0

0

0

0

0

5.555

5.536

1.276

0

600

0

31

645

5.424

2.438

0

0

0

0

0

0

979

979

1

0

0

0

0

1

482.946

582.246

-1

0

0

0

0

-1

148

385

1.276

0

600

0

31

645

495.052

591.584

3.325.204

215.926

614

0

185.075

3.355.441

4.633.306

4.384.313

Seite 45

w

Seite 46

w
Beteiligungsbericht 2014

Beteiligungsunternehmen

IV. Unmittelbare und mittelbare Beteiligungen
der Landeshauptstadt Stuttgart




































BioRegio STERN Management GmbH
DZ Datenzentrale Entwicklungs- und Vertriebs-GmbH
Film- und Medienfestival gGmbH
Flughafen Stuttgart GmbH
Hafen Stuttgart GmbH
in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG
Kabeltrasse WP Schwanfelder Höhe GbR
Landesbank Baden-Württemberg
Landesmesse Stuttgart GmbH
Märkte Stuttgart GmbH
Medizinisches Versorgungszentrum KBC gGmbH
NetCom Stuttgart GmbH
Objektgesellschaft Schleyer-Halle und Neue Arena GmbH & Co. KG
Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG
QMBW GmbH
SBS – Sportstätten Betriebs-GmbH Stuttgart
Sportklinik Stuttgart GmbH
SSB Reisen GmbH
Stadion NeckarPark GmbH & Co. KG
Stadtwerke Stuttgart GmbH
Stadtwerke Stuttgart Vertriebsgesellschaft mbH
Stiftung Kunstmuseum Stuttgart gGmbH
Stuttgart-Marketing GmbH
Stuttgarter Straßenbahnen AG
Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH
Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH
SWS Netzinfrastruktur GmbH
SWS Windpark Verwaltungs GmbH
SWS Windpark Bad Hersfeld GmbH & Co. KG
SWS Windpark Everswinkel I GmbH & Co. KG
SWS Windpark Everswinkel II GmbH & Co. KG
SWS EWL Infrastruktur GmbH & Co. KG
SWS Windpark Schwanfeld GmbH & Co. KG
Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH
Seite 47

Seite 48

SWS Windpark
Verwaltungs GmbH
100%

Windparkgesellschaften
mbH & Co. KGs

SWS Netzbetreiber
GmbH
25,1%

SWS Netzinfrastruktur
GmbH
74,9%

Stadtwerke Stuttgart
Vertriebsgesellschaft
mbH
60%

Stadtwerke Stuttgart
GmbH
100%

NetCom Stuttgart
GmbH
100%

Hafen Stuttgart GmbH
100%

Stuttgarter
Versorgungs- und
Verkehrsgesellschaft
mbH
100%

END
Verwaltungs GmbH/
GmbH & Co. KG
12,5%

Beka GmbH
0,24%

SSB Reisen GmbH
100%

Verkehrs- und
Tarifverbund Stuttgart
GmbH
26% / 7,5%

Stuttgarter
Straßenbahnen AG
91,61% / 8,39%

Projektgesellschaft
Neue Messe
Verwaltungs GmbH
45%

Projektgesellschaft
Neue Messe GmbH &
Co. KG
45%

Messe Stuttgart China
Ltd.
100%

Messe Stuttgart ARES
Fuarcilik Limited Sirketi
60%

Messe Stuttgart
Istanbul Fuarcilik
Limited Sirketi
99,99%

Messe Stuttgart
Incorporated
100%

RETRO Messen
GmbH
60%

Landesmesse Stuttgart
GmbH
50%

Objektgesellschaft
Schleyer-Halle und
Neue Arena
Verwaltungs GmbH
100%

Objektgesellschaft
Schleyer-Halle und
Neue Arena GmbH &
Co. KG
100%

Stadion NeckarPark
GmbH & Co. KG
100%

Stadion NeckarPark
Verwaltungs GmbH
100%

mittelbare
Beteiligungen

DZ Datenzentrale
Entwicklungs- und
Vertriebs GmbH
13,89%

Regio Stuttgart
Marketing- und
Tourismus GmbH
32,35%

Stuttgart-Marketing
GmbH
100%

Film- und
Medienfestival gGmbH
30,4%

Landesbank BadenWürttemberg
18,93%

BioRegio STERN
Management GmbH
8,33%

unmittelbare
Beteiligungen

Märkte Stuttgart GmbH
100%

SBS-Sportstätten
Betriebs GmbH
100%

in.Stuttgart
Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG
100%

ARGE ParkQuartier
Berg
50%

Wohnen am
Höhenpark Killesberg
GbR
50%

Stiftung Kunstmuseum
Stuttgart gGmbH
100%

in.Stuttgart
Verwaltungs GmbH
100%

Stuttgarter Wohnungsund Städtebaugesellschaft mbH
100%

ZV RBB
Restmüllheizkraftwerk Böblingen
17,93%

Eigenbetrieb
Abfallwirtschaft
Stuttgart
100%

Eigenbetrieb
Stadtentwässerung
Stuttgart
100%

Medizinisches
Versorgungszentrum
Bad Cannstatt gGmbH
100%

QMBW GmbH
12,5 %

Sportklinik
Stuttgart GmbH
49 %

Eigenbetrieb
Klinikum Stuttgart
100%

Eigenbetrieb
Bäderbetriebe
Stuttgart
100%

Eigenbetrieb
Leben & Wohnen
100%

Beteiligungsunternehmen

Cost Aviation GmbH
75%

AHS Aviation Handling
Services GmbH
10%

Flughafen Stuttgart
Energie GmbH
100%

S. Stuttgart Ground
Services GmbH
50,96%

AGS Airport Ground
Service GmbH
60%

HSG Flughafen
Stuttgart Handels- und
Service GmbH
90%

City Air Terminal
Luftreisebüro GmbH
100%

Baden-Airpark GmbH
65,83%

Flughafen Stuttgart
GmbH
35%

Beteiligungen und Eigenbetriebe der Landeshauptstadt Stuttgart
Stand 31.12.2014

w
Beteiligungsbericht 2014

w

Beteiligungsbericht 2014

Beteiligungsunternehmen

Konzern
Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH
Stuttgarter
Versorgungs- und
Verkehrsgesellschaft
mbH
100%

Stadtwerke Stuttgart
GmbH
100%

NetCom Stuttgart
GmbH
100%

Hafen Stuttgart GmbH
100%

Stuttgarter
Straßenbahnen AG
91,61% /8,39% über
LHS

Stadtwerke Stuttgart
Vertriebsgesellschaft
mbH
60%

Verkehrs- und
Tarifverbund Stuttgart
GmbH
26% / 7,5% über LHS

SWS Netzinfrastruktur
GmbH
74,9%

SSB Reisen GmbH
100%

SWS Netzbetreiber
GmbH
25,1%

Beka GmbH
0,24%

SWS Windpark
Verwaltungs GmbH
100%

END
Verwaltungs GmbH
12,5%

SWS Windpark
Bad Hersfeld
GmbH & Co. KG
100%

END
GmbH & Co. KG
12,5%

SWS Windpark
Everswinkel I
GmbH & Co. KG
100%

30 %

SWS EWL Infrastruktur
GmbH & Co. KG
100%
SWS Windpark
Everswinkel II
GmbH & Co. KG
100%

70 %

Windkraft
Römlinsdorf KG
40,91%

SWS Windpark
Schwanfeld
GmbH & Co. KG
100%

Kabeltrasse WP
Schwanfelder Höhe
GbR
62,5%

Seite 49

w

Seite 50

Beteiligungsbericht 2014

BioRegio STERN Management GmbH

BioRegio STERN Management GmbH
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Friedrichstraße 10
70174 Stuttgart

Telefon
Fax
E-Mail
Homepage

(0711) 870354-0
(0711) 870354-44
info@bioregio-stern.de
www.bioregio-stern.de

Rechtsform

GmbH

Handelsregister

HRB 585

Gründungsdatum

06.12.2001

Gegenstand des
Unternehmens

Ziel des Unternehmens ist die Erbringung von öffentlichen
Wirtschaftsförderleistungen auf dem Gebiet der Biotechnologie und
damit verbundenen Technologien für die Städte Stuttgart, Tübingen,
Esslingen und Reutlingen sowie für die Regionen Neckar-Alb und
Stuttgart. Der Gegenstand des Unternehmens konkretisiert sich im
Standortmarketing und in der öffentlichen Darstellung
(Öffentlichkeitsarbeit) des Biotechnologiestandortes der Städte
Stuttgart, Tübingen, Esslingen und Reutlingen sowie der Regionen
Neckar-Alb und Stuttgart. Dies umfasst insbesondere die:
- die Öffentlichkeitsarbeit und das Standortmarketing,
- die Planung und Durchführung von Informationsveranstaltungen
bzw. Messe- und Kongressveranstaltungen,
- die Initiierung und Begleitung von Studien,
- die Herausgabe von Informationsschriften,
- die Teilnahme an Wettbewerben,
- die Koordination der BioRegio-Aktivitäten,
- die Informationsweitergabe und Optimierung von Aktivitäten,
- die Marktanalyse und Beratung bei der Weiterentwicklung
der BioRegion,
- die Information und ggf. Weiterleitung von Gründern, Unternehmen
und Gemeinden/öffentl. Einrichtungen an kompetente Stellen,
- die administrative Unterstützung von mit der Biotechnologie
befassten Einrichtungen und Vereinen.
Hinsichtlich des im Gegenstand des Unternehmens festgelegten
Zwecks, bemüht sich die Gesellschaft um eine Abstimmung ihrer
Aktivitäten mit dem Verein zur Förderung der Biotechnologie und
Medizintechnik e.V. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks spiegelt sich
in den Leistungsdaten wider.

Seite 51

BioRegio STERN Management GmbH

Stammkapital in T€

Beteiligungsbericht 2014

27,00

Anteil am
Stammkapital in T€

%

Landeshauptstadt Stuttgart

2,25

8,33

Regionalverband Neckar-Alb

4,50

16,67

Stadt Esslingen am Neckar

2,25

8,33

Stadt Reutlingen

4,50

16,67

Universitätsstadt Tübingen

4,50

16,67

Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH

9,00

33,33

b) Gesellschafter

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen

%

Keine

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die
Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im
Geschäftsjahr 2014 ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Aufsichtsrat fakultativ
Mitglied

Aufrecht, Ines

27.01.2011

Mandat bis

Geschäftsführung
Dr. Eichenberg, Klaus
Die Bezüge der Geschäftsführung werden unter Berufung auf § 286 Abs.4 HGB nicht genannt.

Vergütungen

Sitzungsgeld
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr

Seite 52

31.12.2014
in EUR
75
3.750

31.12.2013
in EUR
75
2.550

Beteiligungsbericht 2014

BioRegio STERN Management GmbH

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

547

548

226

212

1

3

4

2

20

30

41

32

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

139

168

152

137

Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten

128

90

29

42

0

2

0

0

Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

259

255

0

0

Passiva

547

548

226

212

0

0

138

166

Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen

Rechnungsabgrenzungsposten

Eigenkapital
Steuerrückstellungen

0

408

0

0

sonstige Rückstellungen

43

29

30

27

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

68

41

35

12

sonstige Verbindlichkeiten

436

70

23

8

Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

547

548

226

212

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
0,00
0,00
0,00
3,85
3,37
15,98

Seite 53

31.12.2013 Angaben in
0,00
%
0,00
%
0,00
%
5,99
%
6,03
in TEUR
18,39
%

BioRegio STERN Management GmbH

Beteiligungsbericht 2014

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2011

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

61

112

74

48

261

272

215

234

0

0

Umsatzerlöse
sonstige betriebliche Erträge
Aufwendungen für bezogene Leistungen

0

Löhne und Gehälter

474

407

336

354

soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und für Unterstützung

85

75

61

65

Abschreibungen

15

17

15

11

sonstige betriebliche Aufwendungen

501

632

454

459

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

0

0

0

1

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

0

13

0

0

-753

-760

-577

-606

1

264

1

1

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

-754

-1.024

-577

-606

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

-754

-1.024

-577

-606

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit
sonstige Steuern

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

40,20
173,97
5,63

31.12.2013 Angaben in
48,60
125,35
7,95

TEUR
%
%

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

-660

-610

-552

-624

-3

-6

-27

-2

701

677

566

550

Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

38

61

-13

-76

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

90

29

42

118

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

128

90

29

42

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

Seite 54

Beteiligungsbericht 2014

BioRegio STERN Management GmbH

f) Anzahl der Beschäftigten

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
Beamte
Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit
davon EU-Staaten
davon Nicht-EU-Staaten
Teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
Auszubildende
Schwerbehindertenquote in %

31.12.2014
8
8
0
9
9
8
1
0
1
0
1
2
2
2
0
0
0
0

31.12.2013
8
8
0
9
9
8
1
0
1
0
1
2
2
2
0
0
1
0

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart

Kapitalzuführung

31.12.2014

31.12.2013

in EUR
62.500,00

in EUR
62.500,00

Außerdem wurde der Gesellschaft zur Absicherung der Liquidität ein Darlehen in Höhe von 11.875,00 EUR
gewährt, das zur Bezahlung der Umsatzsteuer auf die Gesellschafterzuschüsse 2014 verwendet wurde.

Seite 55

BioRegio STERN Management GmbH

Beteiligungsbericht 2014

i) Leistungsdaten

Für das abgelaufene Geschäftsjahr sind exemplarisch folgende Projekte zu nennen:
Teilnahme der BioRegio STERN Management GmbH als Aussteller auf der Medica in Düsseldorf;
Durchführung eigener Veranstaltungen wie z. B. die Präsentation des aktuellen Ernst & Young
Biotechnologie-Reports in Stuttgart sowie zum fünften Mal die Präsentation des Ernst & Young
Medizintechnik-Reports in Hechingen. Durchführung des traditionellen Sommerempfangs im Hangar
des Segelflughafens in Esslingen mit der sechsten Preisverleihung des Science2Start-Ideenwettbewerbs
durch Dr. Helmut Hengstenberg, Gesellschafter des gleichnamigen Esslinger Familienunternehmens, mit
abermals mehr als 350 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft; erstmalig gab es unter dem
Label "Biotech>Inside" ein von der Management GmbH organisiertes Biotech-Frühstück in Berlin, an
dem fünf Abgeordnete des Bundestags aus der BioRegion STERN teilnahmen; vier dieser Abgeordnete
besuchten im Nachgang Biotech-Unternehmen in der BioRegion STERN oder führten
Vertiefungsgespräche zum Thema Biotech; Durchführung etlicher Workshops und Symposien wie
beispielsweise das Abschlusssymposium zum Projekt REGiNA oder die Veranstaltung "Fasern in der
Medizintechnik" in Kooperation mit der Allianz Faserbasierter Werkstoffe Baden-Württemberg sowie
Durchführung von Kooperations- und Matchingveranstaltungen zu spezifischen Medizintechnik- und
Automatisierungsthemen; eine weitere wichtige Aktion war die Begleitung von Minister Dr. Nils Schmid
auf seiner Reise in die Niederlande; auf diese Weise konnten Kontakte in die Niederlande ausgebaut und
neue hinzugewonnen werden; ebenfalls fand eine von der BioRegion STERN organisierte Reise von
Unternehmern, Wissenschaftlern und Netzwerkern aus den Niederlanden in der BioRegion STERN statt;
Durchführung von Pressegesprächen/-konferenzen zur Gesundheitsregion REGiNA oder zum Thema
Medizintechnik in der BioRegion STERN; Herausgabe von 17 Pressemeldungen mit 581 nachgewiesenen
Veröffentlichungen in Wirtschafts- und Fachzeitungen (darunter u. a. FAZ und Welt), in der
Regionalpresse und auf Onlineportalen; seit dem 5. Juli 2012 twittert die BioRegio STERN und hat bis
zur Aufsichtsratssitzung am 6. Februar 2015 insgesamt 3693 Tweets an insgesamt 629 Follower
versendet; die BioRegio STERN ist ebenfalls weiterhin auf Facebook vertreten; es wurden 22 Filmprojekte
gedreht und auf YouTube insgesamt rund 10.000 mal aufgerufen; die neu entwickelte App, die seit
dem 9. Oktober 2013 verfügbar ist, wurde insgesamt bis zur Erstellung dieses Berichts mehr als 350 mal
installiert; die Homepage hat an Interesse zugelegt und mittlerweile stabile 35.000 Besucher im Monat,
die rund 230.000 Seiten im Monat aufrufen; Halten zahlreicher werbewirksamer Vorträge und
Grußworte, u. a. auf verschiedenen Fachkongressen innerhalb und außerhalb der BioRegion STERN, auf
der 10-Jahres-Feier des Branchenverbades BIO Deutschland und auf Messen wie beispielsweise der
Medtech Europe oder der Automatica; Teilnahme an einer Fachveranstaltung des
Bundeswirtschaftsministeriums in den Nordischen Botschaften; Teilnahme an einer Investorenkonferenz
in Neapel; der Geschäftsführer fungiert weiterhin als Sprecher des Arbeitskreises der BioRegionen in
Deutschland; erneute Mitgliedschaft des Geschäftsführers in der Jury des Innovationspreises der
Deutschen BioRegionen, in der Jury des CyberOne-Wettbewerbs sowie in der Jury des VC-Pitch
Baden-Württemberg; Mitglied im Gesundheitsforum Baden-Württemberg; Mitglied im Beirat der
Deutschen Biotechnologietage; ebenfalls Mitglied im Beirat der BIOTECHNICA;
Hervorzuheben ist die Erneuerung des Bronze Labels durch die Initiative "European Cluster Excellence";
sämtliche Förderprojekte wurden im Jahr 2014 fortgeführt; im Projekt IN2Life Sciences konnten
insgesamt 43 internationale Kooperationen angebahnt werden, darunter allein 18 mit den
Niederlanden; im Berichtszeitraum wurde außerdem die Landkarte der BioRegion STERN neu aufgelegt:
mit der neuen Rubrik "Engineering" konnten erstmals über 300 Clusterpartner dargestellt werden;
Einbindung in Aktivitäten der Life Science-Unternehmen der BioRegion STERN - insbesondere Beratung
strategischer Ausrichtungen; Vermittlung von Eigenkapital in Start-up-Unternehmen der Branche,
Gründer- und Fördermittelberatung; im Jahr 2014 wurden acht Life Science-Unternehmen in der
BioRegion STERN gegründet.

Seite 56

Beteiligungsbericht 2014

BioRegio STERN Management GmbH

j) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung

Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Die Gesamtleistung der BioRegio STERN Management GmbH belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr
2014 auf TEUR 321 und lag damit um TEUR 63 unter dem Wert des Vorjahres. Die Umsatzerlöse lagen
mit TEUR 61 um rund TEUR 51 unter dem Vorjahreswert. Diese Verringerung ist in erster Linie auf die
Durchführung der Deutschen Biotechnologietage 2013 zurückzuführen. Der überwiegende Teil der
Gesamtleistung betrifft eine Reihe von Zuschüssen, die die Gesellschaft für die Durchführung von
Projekten erhalten hat. Das Volumen dieser Zuschüsse belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf TEUR 239.
Zu nennen ist hier das Projekt "REGiNA - ein Anwenderzentrum der Regenerativen Medizin in der
Gesundheitsregion Neckar-Alb und Stuttgart" zur Ausschreibung "Gesundheitsregionen der Zukunft"
des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mit einer geplanten Projektlaufzeit bis zum
31.07.13 und einem Fördermittelzuschuss in Höhe von insgesamt TEUR 490. Das Projekt wurde bis zum
30.04.15 verlängert. Vom gesamten Fördermittelzuschuss wurden im Geschäftsjahr 2014 Projekterträge
in Höhe von TEUR 76 verzeichnet.
Das Projekt ELSA (Clusterinitiative Engineering - Life Sciences - Automation), das vom Ministerium für
Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale
Entwicklung finanziert wird, startete für zwei Jahre am 01.09.2011 und weist einen
Fördermittelzuschuss in Höhe von insgesamt TEUR 200 auf. Dieses Projekt konnte auf den 31.12.14
verlängert werden. Im Geschäftsjahr 2014 wurden TEUR 58 ertragswirksam verbucht.
Das Projekt BIOMAT-IN (Biomaterials Innovation Network), ein Interreg IV B-Projekt hatte eine geplante
Laufzeit bis zum 28.02.14 und weist einen Fördermittelzuschuss in Höhe von insgesamt TEUR 112 auf.
Dieses Projekt konnte auf den 31.03.15 verlängert werden. Im Geschäftsjahr 2014 wurden davon TEUR
32 ertragswirksam verbucht.
Das Projekt IN2LifeSciences (Transnational Innovation Incentives for Life Sciences SMEs), ebenfalls ein
Interreg IV B-Projekt, hat eine geplante Laufzeit bis zum 28.02.15 und weist einen Fördermittelzuschuss
in Höhe von insgesamt TEUR 176 auf. Dieses Projekt konnte auf den 30.04.15 verlängert werden. Im
Geschäftsjahr 2014 konnten TEUR 68 ertragswirksam vereinnahmt werden.
Die weiteren Umsatzerlöse stammen aus einem kleineren Förderprojekt des Landes zur
Internationalisierung von Clustern, wurden für Dienstleistungen gegenüber der BIOPRO
Baden-Württemberg GmbH, für Dienstleistungen gegenüber dem Verein zur Förderung der
Biotechnologie und Medizintechnik e.V. sowie für Leistungen im Zusammenhang mit der Durchführung
von Veranstaltungen erzielt. Zu nennen ist hier die Netzwerkveranstaltung Sommerempfang 2014, die
zu Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 15 geführt hat.
Die Personalaufwendungen betrugen im Jahr 2014 TEUR 559 (Vorjahr: TEUR 481) und haben sich damit
gegenüber dem Vorjahr um TEUR 78 erhöht. Dies steht im Zusammenhang mit der Neueinstellung von
Mitarbeitern sowie Gehaltsanpassungen. Der Aufwand korrespondiert mit dem Wert laut
Wirtschaftsplan (TEUR 536). Die Aufwendungen entfallen auf durchschnittlich 8,3 Mitarbeiter zuzüglich
des Geschäftsführers.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 501) lagen um TEUR 131 unter dem Wert des
Vorjahres (TEUR 632).

Seite 57

BioRegio STERN Management GmbH

Beteiligungsbericht 2014

Rund 59% der betrieblichen Aufwendungen (TEUR 294) sind projektbezogen verwendet worden.
Die Kosten der allgemeinen Verwaltung lagen bei TEUR 208 (Vorjahr: TEUR 235) und haben sich damit
gegenüber dem Vorjahr um TEUR 27 verringert. Geplant waren TEUR 161. Damit lagen die Kosten TEUR
47 über dem Plan. Diese Kostenüberschreitung ist auf Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang
mit europarechtlichen und steuerrechtlichen Fragen der Finanzierung der Gesellschaft zurückzuführen.
Diese Fragestellungen haben bereits in 2013 zu Mehraufwendungen geführt und werden vermutlich
erst im Kalenderjahr 2015 final gelöst werden können.
Der Posten "betriebliche Aufwendungen" betrifft Dauerprojekte wie die Webpage der BioRegio STERN
Management GmbH, Belieferung der Webpage der BIOPRO Baden-Württemberg GmbH, allgemeine
PR-Arbeit
der
Gesellschaft,
wirtschaftsfördernde
Maßnahmen
wie
einzelfallbezogene
Fördermittelberatung und darüber hinaus Kosten für diverse Veranstaltungen. Hierin enthalten sind
ferner die Aufwendungen für die Förderprojekte REGINA, IN2LifeSciences, BIOMAT-IN und ELSA.
Außerdem sind einmalige Projekte wie z. B. die Teilnahme an Messen und Tagungen sowie die
Teilnahme an Fördermittelausschreibungen hierin enthalten.
Ergebnissituation
Das Geschäftsjahr 2014 schließt mit einem Fehlbetrag in Höhe von EUR 753.505,66. Dieser Fehlbetrag
ist überwiegend finanzierungsbedingt. Die Gesellschafter der Gesellschaft stellen seit dem Geschäftsjahr
2013 einen jährlichen Betrag in Höhe von TEUR 750 zur Verfügung. Rechtsgrundlage hierfür bildet die
Zuschusspflicht lt. Gesellschaftsvertrag in Höhe von TEUR 550 sowie ein Gesellschafterbeschluss aus
dem Jahr 2012, der einen Sonderzuschuss in Höhe von TEUR 200 ab dem Geschäftsjahr 2013 vorsah.
Die Gesellschafter haben im Geschäftsjahr 2014 einmalig den Gesellschafterzuschuss um 19% oder
Euro 142.500,-- erhöht. Der Betrag wurde von drei Gesellschaftern durch eine Patronatserklärung und
von den anderen drei Gesellschaftern durch ein Gesellschafterdarlehen gewährt. Der Betrag diente in
voller Höhe zur Zahlung der Umsatzsteuer auf die Gesellschafterbeiträge. Die Umsatzsteuerpflicht auf
Gesellschafterbeiträge wurde durch die Umsatzsteuersonderprüfung des Finanzamts Stuttgart Körperschaften, die mit Prüfungsbericht vom 20.03.2015 beendet worden ist, festgestellt.
Dadurch war das Ergebnis des Geschäftsjahres 2014 nicht durch Umsatzsteuer-Nachzahlungen belastet
(Vorjahr: Belastung des Ergebnisses um TEUR 277 durch die Rückstellungsbildung für Umsatzsteuer auf
die Gesellschafterleistungen der Jahre 2010 - 2012). Im Jahresabschluss zum 31.12.2014 wurden die
Rückstellungen aufgelöst und in gleicher Höhe Verbindlichkeiten passiviert in Höhe der im April 2015
ergangenen Nachzahlungsbescheide für die Umsatzsteuer 2010 - 2013.
Es ergab sich zum 31.12.2014 erneut ein negatives Eigenkapital in Höhe von TEUR 259 (Vorjahr: TEUR
255). Eine insolvenzrechtliche Überschuldung liegt nicht vor, da die Gesellschafter sich verpflichtet
haben, im Falle einer Zahlungspflicht die Umsatzsteuernachzahlungen bis zu einem Betrag in Höhe von
TEUR 403 zusätzlich zum laufenden Gesellschafterbeitrag abzudecken.
Der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 754 kann in Höhe der in 2014 erfolgten Zuführung zur
Kapitalrücklage von TEUR 750 verrechnet werden.
Geschäftsentwicklung im folgenden Geschäftsjahr:
Für das Geschäftsjahr 2015 wird laut Wirtschaftsplan mit Erlösen in Höhe von TEUR 106 gerechnet.
Demgegenüber stehen Aufwendungen in Höhe von TEUR 736. Damit ergibt sich ein voraussichtlicher
Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 630. Dieser wird durch die Gesellschafterleistungen in Höhe von
TEUR 750 brutto (TEUR 550 zuzüglich Sonderzahlung in Höhe von TEUR 200 abzüglich Umsatzsteuer in
Höhe von TEUR 120) gedeckt. Die Umsatzsteuer 2015 wird damit laut Wirtschaftsplan von der
Gesellschaft getragen.
Das Eigenkapital zum 31.12.2015 wird durch die Sonderzahlungen der Gesellschafter für die

Seite 58

Beteiligungsbericht 2014

BioRegio STERN Management GmbH

Umsatzsteuer-Nachzahlungen 2010 - 2013 in Höhe von TEUR 383 wieder deutlich positiv. Neben dem
Stammkapital in Höhe von TEUR 27 rechnen wir zum 31.12.2015 mit einem positiven Saldo in der
Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 110.
Für das Geschäftsjahr 2015 sind im Wesentlichen folgende Aktivitäten geplant:
Die Weiterentwicklung der BioRegion STERN in der Richtung der Verknüpfung von etablierten,
ingenieurgetriebenen, mittelständischen Unternehmen mit der Biotechnologie-Branche soll fortgeführt
werden. Aber auch das Thema Medtech & Biotech soll weiter intensiviert werden.
Die Aktivitäten im Bereich Social Media sollen weiter verstärkt werden, die Webpage muss modernisiert
und es muss noch mehr filmisch gedacht werden. In diesem Zusammenhang ist eine
Kommunikationsoffensive geplant. Es soll ein Pressekonzept entwickelt werden, das filmische Element
integriert. Weiterhin sollen Berichterstattungen in der BioRegion STERN über die bestehenden
Schwerpunkte hinaus (Regenerative Medizin, Verknüpfung mit Medizintechnik und Automatisierung)
deutlich ausgebaut werden.
Es ist darüber hinaus geplant die Unternehmer und Wissenschaftler der BioRegion STERN mehr an die
Management GmbH zu binden. Es wird darüber nachgedacht außerhalb des Veranstaltungsangebots an
Geschäftsführer und Vorstände gezielt Veranstaltungen für Führungskräfte aus den verschiedensten
Sparten wie beispielsweise Personal, Business Development oder Öffentlichkeitsarbeit anzubieten.
Die BioRegio STERN Management GmbH wird wiederum mit Messeständen auf der Medica und auf der
BIOTECHNICA vertreten sein. Das zweitägige CEO/CFO-Meeting des Branchenverbandes BIO
Deutschland wird auf Einladung der gastgebenden BioRegion STERN in Reutlingen stattfinden.
Alle laufenden Förderprojekte werden im kommenden Geschäftsjahr auslaufen. Es ist weiterhin
vorgesehen an für die BioRegion STERN sinnvollen Förderausschreibungen teil zu nehmen.
Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung
Risiken bestehen aus Sicht der Geschäftsleitung zum einen hinsichtlich der gesetzlichen
Rahmenbedingungen, aufgrund derer die Gesellschafter ihre Geldmittel akquirieren. Zum anderen
bestehen steuerrechtliche Risiken im Hinblick auf die Umsatzsteuer, die jedoch bereits im
Jahresabschluss 2013 in vollem Umfang durch Rückstellungen ergebnismindernd berücksichtigt worden
sind.
Um Konformität mit dem europäischen Beihilfenrecht herzustellen und mögliche Risiken aus diesem
Bereich zu bewerten hat die Geschäftsleitung umfassend rechtlichen Rat bei Fachanwälten des
Kartellrechts und des Gesellschaftsrechts eingeholt. Danach ist ein beihilfenrechtliches Risiko aus den in
der Vergangenheit bezogenen Finanzierungsleistungen der Gesellschafter der BioRegio STERN
Management GmbH derzeit nicht gegeben und deshalb im Jahresabschluss der Gesellschaft zum
31.12.14 nicht zu berücksichtigen.
Unter der Voraussetzung, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen und deren Auslegung substanziell
unverändert bleiben und die Gesellschafter in der Lage sind, ihren vertraglichen Verpflichtungen
nachzukommen, sehen wir für den Bestand der Gesellschaft kein Risiko.
Es wird als Chance angesehen, auch künftig an nationalen und europäischen Wettbewerben
teilzunehmen, um auf diese Weise weitere Zuschüsse zu erhalten. Eine Chance zur Verbesserung der
Finanzlage sehen wir in der Möglichkeit, die Finanzierung der Gesellschaft neu zu gestalten und über
die Gewinnung von Mitteln durch eine institutionelle Förderung die Umsatzsteuerzahlungen zu
reduzieren.
Unter der Voraussetzung, dass die Gesellschafter die Gesellschafterbeiträge weiterhin leisten, sehen wir
für die Liquidität der BioRegio STERN Management GmbH kein Risiko. Die Liquidität der Gesellschaft
wird auch im Geschäftsjahr 2015, wie bereits in der Vergangenheit, ausreichen, alle planmäßigen

Seite 59

BioRegio STERN Management GmbH

Beteiligungsbericht 2014

Verpflichtungen abzudecken. Die Beiträge der Gesellschafter werden der Gesellschaft jeweils zu Beginn
eines Quartals anteilsmäßig ausgezahlt. Im Hinblick auf die im Jahresverlauf ungleichmäßig zu
leistenden Zahlungsverpflichtungen, die Notwendigkeit zur Vorfinanzierung von Projektaufwendungen
und die nur schwer kalkulierbaren Zeitverzögerungen bis zur Auszahlung der Projektmittel hat die
Gesellschaft bei ihrer Hausbank weiterhin einen Dispositionskredit in Höhe von TEUR 100.
Angesichts der Übernahme der Umsatzsteuer-Nachzahlungen für die Jahre 2010 - 2013 ist
Zahlungsfähigkeit jederzeit gegeben.

die

Das Eigenkapital ist zum 31.12.14 bedingt durch die Passivierung der Umsatzsteuer-Verbindlichkeiten
mit TEUR 259 weiterhin negativ.
In den Jahren 2016 bis 2019 ist eine Abschmelzung der Kapitalrücklage um TEUR 71 im langfristigen
Finanzplan vorgesehen. Damit ist die Gesellschaft noch in der Lage, die finanziellen Risiken, die vor
allem im Projektbereich zu lokalisieren sind, abzudecken.
Mitarbeiterentwicklung
Im Geschäftsjahr 2014 beschäftigte die Gesellschaft neben dem Geschäftsführer im Durchschnitt 8,3
(2013: 7,9) Angestellte ohne studentische Aushilfskräfte. Alle Projektmitarbeiter besitzen einen
Hochschulabschluss.
Um den gewohnt hohen Effizienz- und Qualitätsstandard zu sichern, bildet die Gesellschaft ihre
Mitarbeiter regelmäßig fort. Zur privaten Absicherung ihrer Altersversorgung bietet das Unternehmen
den Mitarbeitern die arbeitnehmerfinanzierte Einzahlung in eine Pensionskasse an.
Durch die Bereitschaft der Beschäftigung von universitären wie auch Schüler-Praktikanten (BOGY) und
studentischen Aushilfskräften sowie die Bereitschaft zur Mitbetreuung von Bachelor- und
Master-Arbeiten trägt die Gesellschaft in nicht unerheblichem Umfang zur Qualifizierung von
Arbeitnehmern für die Branche bei. Nicht zuletzt wird auf diese Weise auch der Geschäftszweck erfüllt,
die Städte Stuttgart, Tübingen, Esslingen, Reutlingen und die Regionen Neckar-Alb und Stuttgart als
Standort für Biotechnologie zu fördern.

Seite 60

Beteiligungsbericht 2014

DZ Datenzentrale Entwicklungs-und Vertriebs-GmbH

DZ Datenzentrale Entwicklungs-und Vertriebs-GmbH
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Krailenshaldenstr. 44
70469 Stuttgart

Telefon
Fax
E-Mail
Homepage

(0711) 8108-20
(0711) 8108-21601
info@dzbw.de
www.dzbw.de

Rechtsform

GmbH

Handelsregister

HRB 19467

Gründungsdatum

30.06.1998

Gegenstand des
Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, der Vertrieb und
die Bereitstellung sowie Pflege und Wartung von elektronischen
Datenverarbeitungsverfahren für den kommunalen Bedarf. Daneben
befasst sich die Gesellschaft mit der Übernahme von Generallizenzen
für Software zur Datenverarbeitung und deren Verwertung als
Agentur.
Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem
Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet
sind. Sie kann sich insbesondere an anderen Unternehmen, die
denselben Unternehmensgegenstand haben oder mit diesem in
Verbindung stehen, beteiligen, diese erwerben, die Geschäftsführung
für solche Unternehmen übernehmen sowie Zweigniederlassungen
errichten.
Der öffentliche Zweck ergibt sich aus der Art der Tätigkeit
(Bereitstellung von Software für kommunale Aufgaben). In diesem
Sinn ist die Gesellschaft für ein überregionales Einzugsgebiet tätig.

Stammkapital in T€

460,16

Seite 61

DZ Datenzentrale Entwicklungs-und Vertriebs-GmbH

Beteiligungsbericht 2014

Anteil am
Stammkapital in T€

%

Datenzentrale Baden-Württemberg Anstalt des öffentlichen Rechts

63,91

13,89

Interkommunale Informationsverarbeitung Reutlingen-Ulm GmbH

63,91

13,89

127,82

27,78

Landeshauptstadt Stuttgart

63,91

13,89

Landkreistag Baden-Württemberg e.V.

12,78

2,77

Rechenzentrum Region Stuttgart GmbH

63,91

13,89

Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung
Reutlingen-Ulm (KIRU)

63,91

13,89

b) Gesellschafter

Kommunales Rechenzentrum Baden-Franken GmbH

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen

%

Keine

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Die Darstellung der
Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2014
ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Geschäftsführung
Vorsitzender

Pelzner, Andreas

01.10.2014

Vorsitzender

Tramer, Karl

Mandat bis

31.07.2014

Kischlat, Joachim
Im Jahr 2014 wurde eine Verwaltungskostenpauschale an die Datenzentrale Baden-Württemberg in
Höhe von 180 TEUR (Vj.: 180 TEUR) bezahlt.

Seite 62

Beteiligungsbericht 2014

DZ Datenzentrale Entwicklungs-und Vertriebs-GmbH

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

783

701

776

752

Immaterielle Vermögensgegenstände

0

0

8

14

Sachanlagen

0

1

0

0

17

125

330

62

764

575

437

673

2

0

2

2

Passiva

783

701

776

752

Eigenkapital

591

545

562

495

9

15

15

0

sonstige Rückstellungen

84

109

131

165

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

13

8

8

74

sonstige Verbindlichkeiten

87

24

61

18

783

701

776

752

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten
Rechnungsabgrenzungsposten

Steuerrückstellungen

Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
75,42
75,42
> 100,00
0,01
0,00
0,00

Seite 63

31.12.2013 Angaben in
77,77
%
77,77
%
> 100,00
%
0,09
%
0,50
in TEUR
78,35
%

DZ Datenzentrale Entwicklungs-und Vertriebs-GmbH

Beteiligungsbericht 2014

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2011

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

1.595

1.504

1.975

1.921

17

13

10

13

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren

149

229

527

491

Aufwendungen für bezogene Leistungen

581

432

417

453

Löhne und Gehälter

426

476

535

563

71

81

85

89

1

8

8

1

sonstige betriebliche Aufwendungen

300

305

330

330

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

0

0

1

4

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

0

0

0

2

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit

84

-14

83

9

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

38

3

15

0

0

0

1

0

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

46

-17

67

8

Gewinnvortrag/Verlustvortrag

85

102

35

27

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

131

85

102

35

Umsatzerlöse
sonstige betriebliche Erträge

soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und für Unterstützung
Abschreibungen

sonstige Steuern

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

31.12.2013 Angaben in

322,40
30,82
101,83

216,80
36,73
98,00

TEUR
%
%

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

189

138

-234

-448

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

0

0

-2

-15

3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

0

0

0

0

Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

189

138

-236

-463

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

575

437

673

1.136

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

764

575

437

673

Seite 64

Beteiligungsbericht 2014

DZ Datenzentrale Entwicklungs-und Vertriebs-GmbH

f) Anzahl der Beschäftigten

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
Beamte
Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit
davon EU-Staaten
davon Nicht-EU-Staaten
Teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Auszubildende
Schwerbehindertenquote in %

31.12.2014
5
5
0
5
5
2
3
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0

31.12.2013
7
7
0
7
7
1
6
0
0
0
0

0
0
0
0
0
0
0
0
0

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart
Keine

h) Wichtige Verträge
Verträge mit der Datenzentrale Baden-Württemberg (Anstalt des öffentlichen Rechts):
Rahmenvertrag vom 13.06.2000 über Projektleistungen der Fachbereiche Standardsoftware und Neue
Produkte mit jährlichen Einzelverträgen (Aufträgen)
Vertrag vom 14.04.1999 über Dienstleistungen im Management- und Verwaltungsbereich ("Geschäftsbesorgungsvertrag M/V"), zuletzt geändert mit Nachtrag vom 14.12.2012.
Vereinbarung vom 7.12.2007 über den Vertrieb von Software und Dienstleistungen der Datenzentrale

Seite 65

DZ Datenzentrale Entwicklungs-und Vertriebs-GmbH

Beteiligungsbericht 2014

Baden-Württemberg außerhalb des DV-Verbunds Baden-Württemberg ("Vertriebsvertrag"), zuletzt
geändert mit Nachtrag vom 25.11.2013.
Mit mehreren Regionalen Rechenzentren (RRZ) in Baden-Württemberg bestehen seit 1999 Verträge zur
Überlassung, Nutzung, Pflege und Weiterentwicklung von IT-Standardverfahren.

i) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Vermögenslage
Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 82. Wesentliche Änderungen gab es
auf der Aktivseite bei den flüssigen Mitteln (TEUR + 190) und den Forderungen gegenüber
Gesellschaftern (TEUR -120). Rückstellungen wurden insbesondere für nicht genommenen Urlaub sowie
für Steuerverbindlichkeiten gebildet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern erhöhten sich um
TEUR + 80 bedingt durch Projektabrechnungen zum Bilanzstichtag. Das Eigenkapital hat sich um den
entstandenen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 46 erhöht. Die Eigenkapitalquote hat sich von 77,8
% auf 76,0 % infolge der rückläufigen Bilanzsumme vermindert.
Finanzlage
Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt auf Basis des vorhandenen Eigenkapitals bzw. der dem
Eigenkapital gegenüberstehenden Finanzmittelbeständen. Diese haben sich um TEUR 190 auf TEUR 764
erhöht. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben.
Ertragslage
Im Jahr 2014 wurden die Vertriebs- und Beratungstätigkeiten für die Datenzentrale Baden-Württemberg
Anstalt des öffentlichen Rechts, Stuttgart fortgeführt. Der Aufgabenschwerpunkt lag im Vertrieb der
Produkte der Datenzentrale Baden-Württemberg, Anstalt des öffentlichen Rechts, außerhalb von
Baden-Württemberg. Die Dienstleistungen gegenüber der Datenzentrale sind zurückgegangen, da diese
Aufgaben ab Mitte 2014 direkt in der Datenzentale angesiedelt wurden.
Die Umsatzerlöse verzeichneten gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs um rd. TEUR 91. Die Erhöhung
der Umsätze des Berichtsjahres ist im Vergleich zum Vorjahr auf höhere Vertriebsprovisionen
zurückzuführen. Den zusätzlichen Erlösen aus Vertriebsprovisionen (rd. TEUR 341) standen geringere
Erlöse aus durchgereichten SAP Lizenzen (rd. TEUR -80), aus fakturierten Dienstleistungen an die
Datenzentrale Baden-Württemberg (rd. TEUR -66) sowie aus fakturierten Lizenz- und Pflegerlöse
gegenüber den kommunalen Rechenzentren aus Baden-Württemberg (rd. TEUR -99) gegenüber. Der
Rohertrag nahm hierdurch insgesamt um TEUR 23 auf TEUR 865 zu. Die weiteren betrieblichen
Aufwendungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt TEUR 72, insbesondere durch
rückläufige Personalaufwendungen (TEUR - 61), die auf Übernahme von zwei Mitarbeitern durch die
Datenzentrale Baden-Württemberg, Anstalt des öffentlichen Rechts, zurückzuführen sind. Die
Gesellschaft schließt das Jahr 2014 unter Berücksichtigung eines Ertragssteueraufwands von TEUR 37
mit einem Jahresüberschuss von TEUR 46 (Vorjahr Jahresfehlbetrag TEUR 17) ab. Im Vergleich zum
Wirtschaftsplan 2014 wurde das Jahr 2014 mit einem schlechteren Ergebnis abgeschlossen (geplantes
Ergebnis TEUR 64). Von den geplanten Umsatzerlösen wurden im Wesentlichen die Erlöse aus
Dienstleistungen von der Datenzentrale Baden-Württemberg nicht erreicht, da diese Aufgaben ab Mitte
2014 direkt in der Datenzentale angesiedelt wurden.

Seite 66

Beteiligungsbericht 2014

DZ Datenzentrale Entwicklungs-und Vertriebs-GmbH

Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr
In der Sitzung des Verwaltungsrats vom 5.12.2014 wurden der Vorstand der Datenzentrale und die
Geschäftsführer der Regionalen Rechenzentren KDRS, KIRU und KIVBF gebeten, eine partnerschaftliche
Due Diligence über alle 4 DVV Häuser durchzuführen. Die Datenzentrale Entwicklungs- und
Vertriebs-GmbH ist Teil der Due Diligence.
Nachtragsbericht und voraussichtliche Entwicklung von Chancen und Risiken
In der Sitzung des Verwaltungsrats am 30.4.2015 wurde das vorläufige Ergebnis der beauftragten Due
Diligence und des am 10./11.3.2015 beauftragten Transformationsmodells zur Kenntnis genommen.
Der Verwaltungsrat beauftragte den Vorstand der Datenzentrale und bat die Geschäftsführer der
Regionalen Rechenzentren KDRS, KIRU und KIVBF auf Basis des Transformationsmodells ein
Umsetzungskonzept zu Vollfusion der 4 DVV-Häuser zu entwickeln und hierfür eine Projektorganisation
einzurichten. Die Datenzentrale Entwicklungs- und Vertriebs-GmbH ist Teil des Transformationsmodells.
Insgesamt erwartet die Geschäftsführung für 2015 ein gleichbleibendes konjunkturelles Wachstum und
rechnet daher mit gleichbleibenden Steuereinnahmen für die Kommunen. Der Branchenfachverband
erwartet für 2015 ein Umsatzplus in Deutschland von 1,5 % für die gesamte IT-Branche. Der Umsatz
mit Informationstechnologie (IT-Hardware, Software und IT-Service) soll hingegen um 3,2 % steigen.
Am stärksten soll hierbei der Softwarebereich mit einem Wachstum von 5,7 % zulegen.
Für das Wirtschaftsjahr 2015 rechnen wir - aufgrund der Verschiebung der Produktivsetzung der
Verfahren Einwohnerwesen und Kraftfahrzeugwesen - mit geringeren Umsatzerlösen aus der Akquise
von Neukunden. Die geplanten Erlöse der Datenzentrale Baden-Württemberg aus Pflege mit
Drittkunden führen in der Gesellschaft zu erhöhten Einnahmen aus Vertriebsprovisionen (TEUR + 177).
Wir erwarten, dass die Gesamterlöse im Jahr 2015 gegenüber dem Jahr 2014 ansteigen werden (TEUR
+158). Im Jahr 2015 wird mit einem geringeren Jahresüberschuss geplant (TEUR -11).
Die Erfolge des seit 01.01.2008 neu strukturierten Vertriebsbereichs lassen erwarten, dass auch 2015
einige lukrative Aufträge akquiriert werden. Wir sehen hier nach wie vor gute Chancen, die Erlöse der
Gesellschaft auch in 2015 weiter zu steigern. Planungsrisiken bestehen darin, dass die
Konsolidierungsmaßnahmen der Kommunen sich auch auf die Geschäfte der Datenzentrale auswirken
werden mit der Folge rückläufiger Vertriebsprovisionen für die Gesellschaft.
Die Geschäftsführung erwartet auch für 2015 und 2016 ein positives Jahresergebnis. Auf Basis der
derzeitigen Geschäftstätigkeit und des aktuellen geplanten Produktportfolios sieht sie keine die Existenz
der Gesellschaft gefährdenden Risiken.

Seite 67

w

Seite 68

Beteiligungsbericht 2014

Film- und Medienfestival gGmbH

Film- und Medienfestival gGmbH
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Stephanstraße 33
70173 Stuttgart

Telefon
Fax
E-Mail
Homepage

(0711) 92546-0
(0711) 92546-150
kontakt@festival-gmbh.de
www.festival-gmbh.de

Rechtsform

GmbH

Handelsregister

HRB 21934

Gründungsdatum

11.10.2000

Gegenstand des
Unternehmens

Ziel der Gesellschaft ist die Förderung steuerbegünstigter Zwecke im
Bereich des qualitativ hochwertigen Films und der anspruchsvollen
Medieninhalte. Dieser Gesellschaftszweck wird insbesondere erreicht
mit der Vorbereitung und Durchführung von Film- und Medienfestivals
sowie der Durchführung weiterer auf die Film- und Medienthematik
bezogener Veranstaltungen und ähnlicher Aktivitäten in
Zusammenarbeit mit den Finanzträgern der Festivals. Die Gesellschaft
verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Sie ist
selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche
Zwecke.
Der öffentliche Zweck ergibt sich aus der Förderung der Filmwirtschaft
in der Region.

Stammkapital in T€

25,00

Anteil am
Stammkapital in T€

%

Filmakademie Baden-Württemberg GmbH

5,90

23,60

Landeshauptstadt Stuttgart

7,60

30,40

Stadt Ludwigsburg

3,90

15,60

Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH

7,60

30,40

b) Gesellschafter

Seite 69

Film- und Medienfestival gGmbH

Beteiligungsbericht 2014

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen

%

Keine

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die
Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im
Geschäftsjahr 2014 ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Mandat bis

Aufsichtsrat fakultativ
stellv. Vorsitzende

BM Dr. Eisenmann, Susanne

30.06.2006

Mitglied

Lomba, Niombo

17.09.2009

Mitglied

Sauer, Jürgen

24.07.2014

24.07.2014

Geschäftsführung
Kaufmännischer Geschäftsführer Lumpp, Dietmar
Künstlerischer Geschäftsführer Wegenast, Ulrich
Im Geschäftsjahr 2014 betrugen die Gesamtbezüge der Geschäftsführung 215 TEUR.

Vergütungen

Sitzungsgeld
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr

Seite 70

31.12.2014
in EUR
51
500

31.12.2013
in EUR
51
1.000

Beteiligungsbericht 2014

Film- und Medienfestival gGmbH

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

631

583

626

456

0

0

0

1

61

63

44

23

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

101

119

120

61

Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten

469

401

431

372

0

0

30

0

Passiva

631

583

626

456

Eigenkapital

382

343

480

331

sonstige Rückstellungen

129

119

91

78

11

32

12

42

3

7

1

5

Rechnungsabgrenzungsposten

106

82

42

0

Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

631

583

626

456

Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen

Rechnungsabgrenzungsposten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sonstige Verbindlichkeiten

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
60,50
60,50
> 100,00
9,60
13,80
22,80

Seite 71

31.12.2013 Angaben in
58,80
%
58,80
%
> 100,00
%
10,70
%
32,70
in TEUR
52,20
%

Film- und Medienfestival gGmbH

Beteiligungsbericht 2014

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2011

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

917

958

729

510

1.257

1.243

1.261

1.135

Löhne und Gehälter

565

497

455

410

soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und für Unterstützung

117

112

87

86

Umsatzerlöse
sonstige betriebliche Erträge

Abschreibungen

16

15

11

7

sonstige betriebliche Aufwendungen

1.438

1.715

1.290

1.074

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

0

1

2

4

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

0

0

0

0

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit

39

-137

148

73

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

39

-137

148

73

Gewinnvortrag/Verlustvortrag

268

405

256

183

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

307

268

405

256

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

1.087,00
31,30
42,90

31.12.2013 Angaben in
1.100,60
27,60
41,00

TEUR
%
%

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

82

3

91

56

-14

-33

-32

-9

68

-30

59

47

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

401

431

372

325

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

469

401

431

372

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

Seite 72

Beteiligungsbericht 2014

Film- und Medienfestival gGmbH

f) Anzahl der Beschäftigten

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
Beamte
Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit
Teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Auszubildende
Schwerbehindertenquote in %

31.12.2014
2
2
0
4
4
4
0
0
0
0
0
2
2
2
0
0
0
0
4
0

31.12.2013
2
2
0
3
3
3
0
0
0
0
0
2
2
2
0
0
0
0
4
0

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart

Ertragszuschuss

31.12.2014

31.12.2013

in EUR
302.910

in EUR
281.800

h) Leistungsdaten
Im Jahr 2014 wurden folgende Veranstaltungen durchgeführt:
- Internationales Trickfilm-Festival Stuttgart vom 22.-27. April 2014
- Dokville vom 22.-23. Mai 2014 (Finanzpartner)
- Filmfestival NaturVision vom 24.-27. Juli 2014 (Mitveranstalter)
- Raumwelten am 23.-25. Oktober 2014 (Veranstalter)

Seite 73

Film- und Medienfestival gGmbH

Beteiligungsbericht 2014

Im Herbst 2014 begannen die Planungen und vorbereitenden Aktivitäten für folgende Projekte:
- Internationales Trickfilm-Festival Stuttgart vom 05.-10. Mai 2015 / Warm up ab 13. April 2015
- Dokville 2015 vom 18.-19. Juni 2015 (Finanzpartner)
- Filmfestival NaturVision vom 23.-26. Juli 2015 (Mitveranstalter)
- Raumwelten 12.-14. November 2015 (Veranstalter)

i) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung

Wirtschaftliche Entwicklung
Die betrieblichen Erträge betragen TEUR 2.174 (2013: TEUR 2.201), die betrieblichen Aufwendungen
haben sich auf TEUR 2.135 gegenüber TEUR 2.338 im Vorjahr reduziert. Zusammen mit dem
Finanzergebnis wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 39 erzielt, gegenüber einem
Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 136 im Vorjahr. Der Bilanzgewinn zum 31.12.2014 beträgt TEUR
307 (2013: TEUR 268). Das Eigenkapital zum 31.12.2014 beträgt TEUR 382 (2013: TEUR 343). Bei einer
Bilanzsumme von TEUR 631 ergibt sich im Berichtsjahr eine Eigenkapitalquote von 60,5 % (2013: 58,8
%). Der geplante Jahresüberschuss 2014 laut Wirtschaftsplan lag bei TEUR 10.
Personelle Entwicklung
Die Geschäftsführung wurde von den Geschäftsführern Ulrich Wegenast, künstlerischer
Geschäftsführer, und Dittmar Lumpp, kaufmännischer Geschäftsführer, in Vollzeit wahrgenommen. Für
das Internationale Trickfilm-Festival in Stuttgart vom 22. - 27. April 2014 wurden zusätzlich zeitlich
befristete Mitarbeiter beschäftigt.
Geschäftsverlauf
Internationales Trickfilm-Festival Stuttgart
Das Festivalergebnis wurde mit TEUR 35 positiver als ursprünglich geplant abgeschlossen. Das
Internationale Trickfilm-Festival Stuttgart wurde vom 22. - 27. April 2014 in den Innenstadt-Kinos Gloria,
Metropol und EM in Stuttgart durchgeführt. Die frei zugängliche Open-Air-Projektion am Schlossplatz
hat erneut wesentlich zu der positiven Festivalatmosphäre beigetragen. Das Internationale
Trickfilm-Festival Stuttgart erzielte mit einer Sponsorensumme von TEUR 593 (Finanzzuwendung TEUR
489, Sachleistung TEUR 104) wiederum ein erfreuliches Ergebnis.
Animation Production Day
Der Animation Production Day wurde wieder als Business-to-Business-Veranstaltung mit hochkarätigen
internationalen Gästen aus den Bereichen Produktion, Finanzierung und Vertrieb durchgeführt. Der
Animation Production Day wurde in 2014 erneut von der Film- und Medienfestival gGmbH
kaufmännisch abgewickelt.
Raumwelten Neu
Vom 23. - 25. Oktober 2014 wurde Raumwelten Neu erfolgreich durchgeführt. Die Projektfreigabe des
Aufsichtsrats erfolgte im Juni 2014.
NaturVision Filmfestival
Die Film- und Medienfestival gGmbH war erneut Mitveranstalter des NaturVision Filmfestivals in
Ludwigsburg. Nach der erfolgreichen Premiere wird die Zusammenarbeit nunmehr auf Dauer angelegt.

Seite 74

Beteiligungsbericht 2014

Film- und Medienfestival gGmbH

Dokville
Bei der Dokville 2014 übernahm die Film- und Medienfestival gGmbH wieder Aufgaben als
Finanzierungspartner und bei der Veranstaltungsdurchführung. Die Film- und Medienfestival gGmbH hat
die im Jahr 2014 gestellten Aufgaben positiv realisieren können.
Chancen und Risiken
Die Risiken der Gesellschaft bestehen in kurzfristig ausbleibenden Sponsorengeldern für die
Veranstaltungen. Gleichzeitig ist die mögliche Erhöhung der Sponsorengelder als Chance zu sehen.
Darüber hinaus ist die Gesellschaft auf die unveränderte Zuschussgewährung durch die Gesellschafter
angewiesen.
Ausblick
Im Geschäftsjahr 2015 wird die Film- und Medienfestival gGmbH das Internationale Trickfilm-Festival
Stuttgart vom 5. - 10. Mai 2015 organisieren, die Dokville vom 18. - 19. Juni 2015 (als
Finanzierungspartner), das Filmfestival NaturVision vom 23. - 26. Juli 2015 als Mitveranstalter begleiten,
sowie Raumwelten vom 12. - 14. November 2015 in Ludwigsburg veranstalten. Das
Open-Air-Programm des Internationalen Trickfilm-Festivals Stuttgart wird durch das ausgebaute
Gamesangebot auf dem Schlossplatz Stuttgart gestärkt. Das Internationale Trickfilm-Festival 2015 wird
zeitgleich mit der FMX (5. - 8. Mai 2015) und dem APD (7. - 8. Mai 2015) durchgeführt. Es ist davon
auszugehen, dass sich die Entwicklung der Film- und Medienfestival gGmbH im Jahr 2015 positiv
fortsetzen wird. Der Wirtschaftsplan sieht für das Geschäftsjahr 2015 bei leicht zurückgehenden
betrieblichen Erträgen und leicht steigenden Kosten ein nahezu ausgeglichenes Jahresergebnis vor.
Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Bilanzstichtag nicht zu verzeichnen.

Seite 75

w

Seite 76

Beteiligungsbericht 2014

Flughafen Stuttgart GmbH

Flughafen Stuttgart GmbH
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Postfach 23 04 61
70624 Stuttgart

Telefon
Fax
E-Mail
Homepage

(0711) 948-0
(0711) 948-2241
info@stuttgart-airport.com
www.stuttgart-airport.com

Rechtsform

GmbH

Handelsregister

HRB 969

Gründungsdatum

09.08.1956

Gegenstand des
Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens sind die Anlegung, der Ausbau und
der Betrieb des Verkehrsflughafens Stuttgart. Dieser dient dem zivilen
Luftverkehrs, insbesondere dem Fluglinienverkehr. Die Gesellschaft
betreibt den Verkehrsflughafen Stuttgart einschließlich der damit
verbundenen Vermietung und Verpachtung von Räumlichkeiten und
Parkierungsflächen an die auf dem Flughafen tätigen Dienststellen und
gewerblichen Betrieben.
Die Gesellschaft kann zur Erfüllung ihrer Aufgaben Betriebsstätten
errichten, Nebengeschäfte betreiben und sich an anderen
Unternehmen beteiligen.

Stammkapital in T€

50.000,00

Anteil am
Stammkapital in T€

%

Land Baden-Württemberg

32.500,00

65,00

Landeshauptstadt Stuttgart

17.500,00

35,00

b) Gesellschafter

Seite 77

Flughafen Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen

%

AGS Airport Ground Service GmbH

30,00

60,00

AHS Aviation Handling Services GmbH

50,00

10,00

16.482,90

65,80

Baden-Airpark GmbH
City Air Terminal Luftreisebüro GmbH

150,00

100,00

Cost Aviation GmbH

75,00

75,00

Flughafen Stuttgart Energie GmbH

25,00

100,00

234,00

90,00

26,60

50,96

HSG Flughafen Stuttgart Handels- und Service GmbH
S. Stuttgart Ground Services GmbH

Für die neue Landesmesse hat die FSG als alleiniger Parkraumbetreiber Planung und Bau der gesamten
Parkierungsanlagen übernommen. Mit diesem Engagement sollen für die Zukunft Nutzenvorteile für den
Flughafen und die Messe realisiert werden. Am 8. Juli 2002 wurden eine entsprechende Finanzierungsvereinbarung, ein Rahmenvertrag und der Vertrag über die Beteiligung der FSG als atypisch stiller
Gesellschafter der Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG, zuständig für das Segment Parkierungseinrichtungen, unterzeichnet. Zum 31. Dezember 2014 wird die stille Beteiligung in Höhe von 99.268 TEUR
(Vj.: 100.525 TEUR) bilanziert.

d) Organe der Gesellschaft

Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Aufsichtsrat obligatorisch
1. stellv. Vorsitzender

OBM Kuhn, Fritz

07.01.2013

Mitglied

Dr. Kienzle, Michael

05.10.2011

Mitglied

Dr. Vetter, Carl-Christian

24.07.2014

Mitglied

Peterhoff, Björn

24.07.2014

Mitglied

Vetter, Helga

22.11.2007

Mandat bis

24.07.2014

24.07.2014

Geschäftsführung
Prof. Fundel, Georg
Schoefer, Walter
Die Gesambezüge von Herrn Prof. Fundel betrugen im Berichtsjahr ohne Vergütungen Dritter 338 TEUR. Darin
enthalten waren mit 120 TEUR erfolgsbezogene Komponenten sowie Sachleistungen in Höhe von 18 TEUR.
Herr Schoefer erhielt in 2014 eine Gesamtvergütung ohne Vergütungen Dritter in Höhe von 323 TEUR, davon
entfielen 115 TEUR auf erfolgsbezogene Komponenten und 16 TEUR auf Sachleistungen. Für Herrn Prof.
Fundel und Herrn Schoefer bestehen Pensionszusagen seitens der Gesellschaft.

Seite 78

Beteiligungsbericht 2014

Flughafen Stuttgart GmbH

Vergütungen
31.12.2014
in EUR
2.045
1.534
1.023
77
18.000

Aufsichtsratsvorsitzender
Stv. Aufsichtsratsvorsitzender
Aufsichtsratsmitglied
Sitzungsgeld
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr

31.12.2013
in EUR
2.045
1.534
1.023
77
17.000

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

566.004

527.683

556.551

543.052

2.870

2.024

1.081

876

Sachanlagen

390.498

352.875

357.512

367.004

Finanzanlagen

151.691

152.959

153.245

154.203

2.114

2.144

2.304

2.396

18.425

17.416

20.206

18.207

Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten

154

79

22.014

227

Rechnungsabgrenzungsposten

252

186

189

139

Passiva

566.004

527.683

556.551

543.052

Eigenkapital

481.275

475.273

461.435

441.174

Sonderposten mit Rücklagenanteil/Abzugskapital

2.588

1.167

450

0

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen

3.912

3.619

3.513

3.308

Steuerrückstellungen

4.531

1.723

1.134

662

sonstige Rückstellungen

25.654

27.834

24.070

22.588

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

34.740

1.016

50.000

60.331

4.514

9.723

9.456

6.910

921

1.185

889

638

0

0

0

0

sonstige Verbindlichkeiten

4.095

2.429

1.491

2.592

Rechnungsabgrenzungsposten

3.774

3.714

4.113

4.849

566.004

527.683

556.551

543.052

Immaterielle Vermögensgegenstände

Vorräte
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Seite 79

Flughafen Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
85,03
85,49
89,59
96,30
65.668,00
12,05

31.12.2013 Angaben in
90,07
%
90,29
%
94,63
%
96,24
%
24.547,00
in TEUR
4,83
%

31.12.2014

31.12.2013

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2012

31.12.2011

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

235.783

225.253

230.469

227.120

745

521

414

423

sonstige betriebliche Erträge

5.266

3.777

3.797

8.100

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren

6.942

5.915

5.188

4.694

Aufwendungen für bezogene Leistungen

46.797

45.570

42.843

41.265

Löhne und Gehälter

43.872

42.374

42.044

39.912

soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und für Unterstützung

11.967

11.213

11.384

10.867

Abschreibungen

27.037

27.811

28.485

31.122

sonstige betriebliche Aufwendungen

65.172

66.297

66.192

66.935

1.842

2.023

2.328

2.557

242

512

508

725

1

1

1

2

24

36

57

76

1.256

350

938

2.251

266

1.511

2.845

4.702

40.594

31.082

37.655

37.255

2.900

2.900

2.900

2.900

-2.900

-2.900

-2.900

-2.900

7.391

3.841

4.017

3.301

462

503

477

531

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

29.841

23.838

30.261

30.523

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

29.841

23.838

30.261

30.523

Umsatzerlöse
andere aktivierte Eigenleistungen

Erträge aus Gewinnabführungsverträgen
Erträge aus Beteiligungen
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf
Wertpapiere des Umlaufvermögens
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit
außerordentliche Aufwendungen
außerordentliches Ergebnis
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
sonstige Steuern

Seite 80

Beteiligungsbericht 2014

Flughafen Stuttgart GmbH

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

31.12.2013 Angaben in

287,40
23,09
111,66

280,90
23,34
109,67

TEUR
%
%

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

53.871

60.548

60.815

59.967

-65.825

-24.080

-24.562

-16.215

12.029

-58.403

-14.466

-53.770

Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

75

-21.935

21.787

-10.018

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

79

22.014

227

10.245

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

154

79

22.014

227

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

f) Anzahl der Beschäftigten

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
Beamte
Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit
davon EU-Staaten
davon Nicht-EU-Staaten
Teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Auszubildende
Schwerbehindertenquote in %

Seite 81

31.12.2014
841
841
0
929
929
190
739
0
0
0
89
60
29
101
101
71
30
0
0
0
50
6

31.12.2013
817
817
0
936
936
187
749
0
0
0
91
62
29
92
92
65
27
0
0
0
50
6

Flughafen Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart

Gewinnausschüttung

31.12.2014

31.12.2013

in EUR
8.328.280

in EUR
8.312.000

h) Spenden und Sponsoringleistungen
Folgende Spenden- und Sponsoringbeträge, die einen Wert von 5.000 EUR je Zuwendungsempfänger
übersteigen, wurden im Geschäftsjahr von der FSG gewährt:
Zuwendungsempfänger

Betrag bzw. Gegenstand
und Wert

Zweckbindung

Diözese Rottenburg-Stuttgart
Anstalt des öffentlichen Rechts

30.000 EUR

Förderung kirchlicher Zwecke

Betriebssportgemeinschaft Flughafen
Stuttgart e.V.

7.200 EUR

Förderung des Sports

atmosfair gGmbH

5.000 EUR

Förderung der Erziehung, Volksund Berufsbildung, des
Umweltschutzes und
Entwicklungshilfe

i) Wichtige Verträge
Zwischen der FSG und der HSG Flughafen Stuttgart Handels- und Service GmbH wurde am 27.12.2001 mit
Wirkung vom 01.01.2001 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen.
Zwischen Land, FSG, Baden-Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH und Stadt Stuttgart besteht eine
Vereinbarung vom 30.07.2004 über einen jährlichen Gesellschafterzuschuss an die Baden-Airpark GmbH
i.H.v. 5,85 Mio. EUR bis 2015.
Die Beteiligung an der Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG erfolgt als atypisch stille
Gesellschafterin (siehe Anteilsbesitz).
Mit Ergebnisabführungsvertrag vom 18.03.2005 zwischen der FSG und CAT verpflichtet sich die CAT, ihren
gesamten Gewinn an die FSG abzuführen. Die FSG verpflichtet sich, jeden während der Vertragsdauer
entstehenden Jahresfehlbetrag auszugleichen.
Mit Gewinnabführungsvertrag vom 25.09.2008 zwischen der FSG und FSEG verpflichtet sich die FSEG ihren
ganzen Gewinn an die FSG abzuführen. Die FSG verpflichtet sich, jeden während der Vertragsdauer

Seite 82

Beteiligungsbericht 2014

Flughafen Stuttgart GmbH

entstehenden Jahresfehlbetrag auszugleichen, soweit dieser nicht mit anderen Rücklagen ausgeglichen
werden kann.
Entsprechend dem Finanzierungsvertrag vom 02.04.2009 zu Stuttgart 21 übernimmt die FSG zum
Planungsstand April 2009 von den Gesamtkosten in Höhe von 3,076 Mrd. EUR einen Finanzierungsbeitrag
von bis zu 339,5 Mio. EUR in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses. Hiervon wurde bereits im
Geschäftsjahr 2008 ein Zuschussbetrag in Höhe von 112,2 Mio. EUR geleistet. Daneben ist die FSG bis zur
Inbetriebnahme des Flughafenbahnhofes zur Errichtung von Anlagen und Bauwerken mit einem
Bauvolumen von rd. 20 Mio. EUR verpflichtet.

j) Leistungsdaten

Flugbewegungen (Starts und Landungen)
Linien- und Charterverkehr
Sonstiger gewerblicher Verkehr
Nichtgewerblicher Verkehr
Gesamt

2014

2013

2012

2011

Anzahl

Anzahl

Anzahl

Anzahl

94.843
13.688
15.921
124.452

95.110
14.501
14.977
124.588

101.070
14.284
16.170
131.524

105.992

136.580

2014

2013

2012

2011

20.543
7,00
11.054
1,10
9.730
1,50

19.211
-8,16
10.931
-1,66
9.588
-1,51

20.919
1,23
11.116
7,05
9.735
1,50

20.665

Transportkennzahlen
Flugzeugfracht (geflogene Fracht)
Veränderung in %
Postfracht (Tonnen)
Veränderung in %
Fluggäste (an/ab/Transit) in Tsd
Veränderung in %

15.409
15.179

-1,92
10.384

k) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
Am Flughafen Stuttgart wurden 2014 rund 9,73 Mio. Passagiere gezählt, das sind 1,5 % mehr als im
Vorjahr. Das geplante Wachstum wurde damit um 0,8 % übertroffen, obwohl die Fluggastzahlen bis
zum Mai noch deutlich im Minus lagen und zahlreiche Streiks im Verlauf des Jahres erschwerend
hinzukamen. Im Ranking nach Passagierzahlen ist die Lufthansa-Tochter Germanwings mit einem
Marktanteil von 32,1 % unverändert die Nummer Eins, sie beförderte nach Abschluss der Übernahme
der dezentralen Strecken von der Konzernmutter rund 3,1 Mio. Fluggäste von und nach Stuttgart. Die
Fluggesellschaft Air Berlin hält mit rund 1,9 Mio. Passagieren den zweiten Platz und steigert ihren
Marktanteil auf 19,5 %. Das Wachstum bei den Passagieren wird auch von den Fluggesellschaften
Sunexpress, einer Tochter der Turkish Airlines und der Lufthansa, der Condor und der Turkish Airlines
getragen, die zum Teil zweistellige Zuwachsraten erzielen konnten. Mit der irischen Fluggesellschaft
Ryanair und der britischen Easyjet haben sich für 2015 zwei der am schnellsten wachsenden Airlines in

Seite 83

3,47
9.591
3,94

Flughafen Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

Stuttgart angekündigt. Weitere neue Marktteilnehmer und neue Verbindungen sind zu erwarten.
Die Zahl der Starts und Landungen blieb 2014 mit 124.452 Flugbewegungen fast unverändert zum
Vorjahr (-0,1 %), die Auslastung der Maschinen stieg leicht auf einen neuen Spitzenwert von 76,1 %.
Wurden in den Vorjahren häufig Kapazitäten im Angebot reduziert, Frequenzen ausgedünnt oder
weniger rentable Strecken ganz gestrichen, so zeichnet sich auch hier eine Umkehr ab. Größeres
Fluggerät ist zwar weiterhin im Einsatz, es werden jedoch zunehmend neue Verbindungen aufgebaut
und bereits bestehende Angebote im Takt verdichtet. Mittelfristig wird es deshalb wieder zu einem
leichten Anstieg der Flugbewegungen kommen.
2014 wurden von und nach Stuttgart rund 20.543 Tonnen geflogene Luftfracht befördert, ein
deutliches Plus von 6,9 % gegenüber dem Vorjahr. Das Aufkommen an Beifracht erhöhte sich um 9,3
%, größter Wachstumstreiber war hier die Fluggesellschaft Turkish Airlines. Die Charterfrachtflüge für
das Segment Automotive legten um 34 % zu im Vergleich zum Vorjahr; die Speditionen am Flughafen
profilieren sich weiterhin als Spezialisten insbesondere für Premiumfracht. Das gesamte
Luftpostaufkommen 2014 lag mit 11.054 Tonnen um 1,1 % über dem Vorjahreswert.
Der Umsatz des Konzerns für das Geschäftsjahr 2014 liegt bei 261,9 Mio. €. Das Konzernergebnis
beträgt 26,6 Mio. €.
Der Umsatz der Flughafen Stuttgart GmbH im Geschäftsjahr 2014 beträgt 235,8 Mio. €. Im Vergleich
zum Vorjahr ist dies ein Plus von 10,5 Mio. € (4,7 %). Die Umsätze verteilen sich wie folgt auf die
einzelnen Segmente:
Aviation:
35,7 % Flughafenentgelte (Start-, Lande-, Passagier- und Abstellentgelte)
15,7 % Abfertigungsentgelte
8,9 % Infrastrukturentgelte
1,5 % Sonstige Erlöse Aviation
Non-Aviation:
30,3 % Miet- und Pachterlöse und Gestattungsentgelte
4,6 % Erlöse aus Versorgungsleistungen
3,3 % Sonstige Erlöse Non-Aviation
Der Umsatz des Geschäftsbereichs Aviation stieg im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 Mio. € (5,2 %) auf
145,7 Mio. €. Der Umsatz setzt sich zusammen aus Start- und Landeentgelten, Sicherheitsentgelten,
Abstellentgelten, Passagier-, Abfertigungs- und Infrastrukturentgelten. Insbesondere das gestiegene
Fluggastaufkommen führt in Verbindung mit einer teilweise geänderten Entgeltstruktur zum
Umsatzwachstum. Die Umsätze der Non-Aviation-Geschäftsbereiche legten im Vergleich zum Vorjahr
um 3,4 Mio. € (3,9 %) auf 90,1 Mio. € zu. Vor allem höhere Umsätze aus dem Fluggastparken sowie
aus dem Messeparken aufgrund eines starken Messejahres 2014 sind hier ursächlich.
Der Materialaufwand liegt im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Mio. € (4,4 %) höher. Das höhere Volumen
ergibt sich zum einen dadurch, dass seit dem Geschäftsjahr 2014 der in den Aufwendungen für
Instandhaltung und Reparaturen enthaltene Materialanteil getrennt unter Materialaufwand gebucht
wird. Zum anderen führte ein erhöhtes Geschäftsvolumen beim Abfertigungsdienst zu einem Plus bei
den von der Tochtergesellschaft S.Stuttgart Ground Services GmbH bezogenen Leistungen.
Der Personalaufwand lag im Geschäftsjahr 2014 hauptsächlich durch die Tarifsteigerungen um 2,3 Mio.
€ (4,2 %) über dem Vorjahr. Die Personalkostenquote beläuft sich auf 23,9 % (Vorjahr: 23,7 %). Der
Personalbestand zeigt sich im Jahresdurchschnitt nahezu unverändert. Die Abschreibungen liegen um
0,8 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Ablaufende Abschreibungszeiträume sowie die geringe
Investitionstätigkeit in den vergangenen Jahren haben das Abschreibungsvolumen reduziert. Die
Abschreibungsquote liegt mit 11,4 % auf leicht unter Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen reduzierten sich gegenüber Vorjahr um 1,1 Mio. € (-1,7 %) insbesondere durch einen
niedrigeren Betriebsaufwand. Erstmals im Geschäftsjahr 2014 wurde der in den Aufwendungen für

Seite 84

Beteiligungsbericht 2014

Flughafen Stuttgart GmbH

Instandhaltung und Reparatur enthaltene Materialanteil getrennt von der eigentlichen Dienstleistung im
Materialaufwand gebucht. Dies führte beim Betriebsaufwand zu einem insgesamt geringeren
Gesamtvolumen.
Das Finanzergebnis ist positiv und liegt bei 0,6 Mio. € (Vorjahr 0,7 Mio. €). Der niedrigere
Fremdkapitalbestand verbunden mit der Finanzierung im kurzfristigen Bereich sowie profitable
Tochtergesellschaften, die auch in 2014 hohe Beteiligungserträge erwirtschafteten, führten zum
positiven Finanzergebnis. Wertberichtigungen auf Finanzanlagen waren im Geschäftsjahr 2014 in Höhe
von 1,3 Mio. € (Vorjahr 0,4 Mio. €) erforderlich.
Das durch den Betrieb erwirtschaftete operative Ergebnis (EBIT) liegt bei 40,0 Mio. € (Vorjahr 30,4 Mio.
€). Das Jahresergebnis liegt mit 29,8 Mio. € um 6,0 Mio. € über Vorjahr (23,8 Mio. €). Das
Umsatzwachstum bei gleichzeitig nur moderat gestiegenen Aufwendungen führt zusammen mit einem
verbessertem Zinsergebnis und hohen Beteiligungserträgen der Tochtergesellschaften zur
Ergebnisverbesserung.
Geschäftsentwicklung 2015
Für das Geschäftsjahr 2015 geht die Flughafengesellschaft von einem Wachstum des
Fluggastaufkommens in Höhe von 2 % aus. Bei der Anzahl der Flugzeugbewegungen wird ein Plus von
1,8 % erwartet. Wie in der Vergangenheit ist das prognostizierte Verkehrsvolumen die entscheidende
Einflussgröße für das zu erwartende Jahresergebnis. Bei den Entgelten insbesondere im
Geschäftsbereich Aviation bestehen durch die aktuelle Wettbewerbssituation wenig Spielräume für
Preiserhöhungen. Bei einem Teil der Dienstleistungen muss mit Preissenkungen gerechnet werden. Bei
den marktoffenen Leistungen des Bodenverkehrsdienstes der Flughafen Stuttgart GmbH führt der
Wettbewerb mit dem Drittabfertiger auf dem Vorfeld auch zukünftig zu Preisdruck. Die Flughafen
Stuttgart GmbH rechnet auf Basis des prognostizierten Verkehrsvolumens sowohl im Einzelabschluss wie
auch im Konzern für das Geschäftsjahr 2015 wieder mit einem positiven Jahresergebnis. Sollte sich die
konjunkturelle Lage verschlechtern und der Preiswettbewerb in allen Segmenten des Luftverkehrs noch
intensiver werden, die Wahrscheinlichkeit von Marktaustritten und Insolvenzen von Airlines damit
steigen, so kann die Flughafengesellschaft aufgrund ihrer wirtschaftlichen Kostenstruktur und hohen
Flexibilität trotzdem ein positives Jahresergebnis erwirtschaften.
Investitionen
Die Flughafengesellschaft investierte 2014 rund 65,7 Mio. € in immaterielle Wirtschaftsgüter und das
Sachanlagevermögen der Gesellschaft. Das Jahr 2014 stand im Zeichen dreier großer Bauvorhaben,
geplante Fertigstellung Anfang 2016: New Office Airport Stuttgart (NOAS), Parkhaus P 14 mit dem
Stuttgart Airport Busterminal (SAB), neues Verwaltungsgebäude der Flughafen Stuttgart GmbH.
Für den Zeitraum bis 2024 plant die Flughafengesellschaft mit einem Investitionsvolumen von ca. 600
Mio. €. Neben dem neuen Bürogebäude New Office Airport Stuttgart, in welchem für ein
Investitionsvolumen von über 100 Mio. € ab 2016 die Deutschlandzentrale von Ernst & Young
untergebracht sein wird, sind im Investitionsbudget das neue Parkhaus P 14 mit dem dort integrierten
Fernomnibusbahnhof Stuttgart Airport Bus Terminal (SAB) mit einem Volumen von ca. 37 Mio. €, das
neue Verwaltungsgebäude der FSG mit einem Volumen von knapp 30 Mio. € sowie die Zuschüsse in
Höhe von rund 213 Mio. € an die DB-Netz AG für das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm und die Anbindung
des Flughafen Stuttgart an die europäische Fernbahntrasse enthalten. Die Investition ist wirtschaftlich
vorteilhaft, da durch diese Anbindung der Flughafen Stuttgart gegenüber den Flughäfen Frankfurt,
München und Zürich im Wettbewerb aufgewertet wird. Zusätzliche Fluggastpotenziale lassen sich
dadurch erschließen.

Seite 85

w

Seite 86

Beteiligungsbericht 2014

Hafen Stuttgart GmbH

Hafen Stuttgart GmbH
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Am Westkai 9A
70327 Stuttgart

Telefon
Fax
E-Mail
Homepage

(0711) 918980-0
(0711) 918980-50
info@hafenstuttgart.de
www.hafenstuttgart.de

Rechtsform

GmbH

Handelsregister

HRB 10814

Gründungsdatum

01.01.1984

Gegenstand des
Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Hafen- und
Bahnanlagen, die Verwaltung von Grundstücken und Gebäuden sowie
die Erfüllung aller damit zusammenhängenden Aufgaben. Die
Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, die
den Gesellschaftszweck fördern. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer
Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an ihnen beteiligen
oder solche Unternehmen sowie Hilfs- und Nebenbetriebe erwerben,
errichten oder pachten. Der öffentliche Zweck ergibt sich durch die
Tätigkeit (Bereitstellung, Entwicklung und Instandhaltung von
Infrastruktur unter wasser- und naturschutzrechtlichen sowie
wirtschaftlichen Gesichtspunkten). Die Erfüllung des öffentlichen
Zwecks spiegelt sich in den Leistungsdaten wider.

Stammkapital in T€

5.200,00

b) Gesellschafter
Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH

Anteil am
Stammkapital in T€

%

5.200,00

100,00

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen
Keine

Seite 87

%

Hafen Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die
Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im
Geschäftsjahr 2014 ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Mandat bis

Aufsichtsrat fakultativ
Vorsitzender

EBM Föll, Michael

01.01.2004

stellv. Vorsitzender

Dr. med. Kübler, Cornelius

24.07.2014

Mitglied

Currle, Fritz

09.05.2008

24.07.2014

Mitglied

Dr. Oechsner, Matthias

13.10.2009

24.07.2014

Mitglied

Dr. Reiners, Markus

24.07.2014

Mitglied

Munk, Gabriele

13.10.2009

Mitglied

Nuber-Schöllhammer, Gabriele

24.07.2014

Mitglied

Prof. Dr. Loos, Dorit

13.10.2009

Mitglied

Rockenbauch, Hannes

24.07.2014

Mitglied

Svejda, Peter

13.10.2009

Mitglied

Vowinkel, Judith

13.10.2009

Ständiges Gastmitglied (ohne
Stimmrecht)

Bodenhöfer-Frey, Ilse

24.07.2014

Ständiges Gastmitglied (ohne
Stimmrecht)

Currle, Fritz

24.07.2014

Ständiges Gastmitglied (ohne
Stimmrecht)

Prof. Dr. Dr. med. Lübbe, Heinz

24.07.2014

Ständiges Gastmitglied (ohne
Stimmrecht)

Zaiß, Konrad

16.11.2004

24.07.2014
24.07.2014

24.07.2014

Geschäftsführung
Strähle, Carsten
Die Geschäftsführerbezüge für Herrn Strähle betrugen im Berichtsjahr 109 TEUR. Darin enthalten waren mit
13 TEUR erfolgsbezogene Komponenten sowie Sachleistungen in Höhe von 1 TEUR. Für Herrn Strähle
bestehen keine Pensionszusagen seitens der Gesellschaft.

Vergütungen

Aufsichtsratsvorsitzender
Stv. Aufsichtsratsvorsitzender
Aufsichtsratsmitglied
Beratendes Mitglied
Sitzungsgeld
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr

Seite 88

31.12.2014
in EUR
1.611
1.432
1.074
537
102
12.840

31.12.2013
in EUR
1.611
1.432
1.074
537
102
11.498

Beteiligungsbericht 2014

Hafen Stuttgart GmbH

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

39.590

37.202

38.102

39.651

5

17

20

18

29.391

29.718

30.120

30.542

15

17

10

11

826

859

939

1.049

9.351

6.591

7.012

8.029

2

2

3

3

Passiva

39.590

37.202

38.102

39.651

Eigenkapital

24.437

22.037

22.037

22.037

755

756

741

738

sonstige Rückstellungen

3.736

3.715

4.021

4.317

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

3.622

4.240

4.816

5.370

156

119

300

13

5.816

5.206

5.055

5.836

sonstige Verbindlichkeiten

798

930

996

1.042

Rechnungsabgrenzungsposten

270

198

137

298

39.590

37.202

38.102

39.651

Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Vorräte
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten
Rechnungsabgrenzungsposten

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen

Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
61,73
61,73
85,70
74,25
98,33
0,33

Seite 89

31.12.2013 Angaben in
59,24
%
59,24
%
80,62
%
79,93
%
40,07
in TEUR
0,13
%

Hafen Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2011

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

9.539

9.137

9.077

8.681

sonstige betriebliche Erträge

720

297

358

765

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren

315

30

459

215

1.684

1.689

1.591

1.334

Löhne und Gehälter

655

597

592

584

soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und für Unterstützung

246

237

221

218

Abschreibungen

436

444

458

453

sonstige betriebliche Aufwendungen

676

791

711

610

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

14

21

86

113

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

271

282

300

311

5.990

5.384

5.189

5.833

außerordentliche Aufwendungen

0

0

0

außerordentliches Ergebnis

0

0

0

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

0

0

-10

174

178

134

109

5.816

5.206

5.055

5.734

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

0

0

0

0

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

0

0

0

0

Umsatzerlöse

Aufwendungen für bezogene Leistungen

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit

sonstige Steuern
aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnoder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte
Gewinne

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

854,95
8,78
214,02

31.12.2013 Angaben in
786,16
8,84
215,07

TEUR
%
%

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

6.972

5.477

4.722

5.844

-98

-38

-50

-101

-4.114

-5.861

-5.688

-6.356

Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

2.760

-422

-1.016

-613

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

6.590

7.012

8.028

8.641

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

9.350

6.590

7.012

8.028

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

Seite 90

Beteiligungsbericht 2014

Hafen Stuttgart GmbH

f) Anzahl der Beschäftigten

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
Beamte
Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit
davon EU-Staaten
davon Nicht-EU-Staaten
Teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Auszubildende
Schwerbehindertenquote in %

31.12.2014
12
11
1
13
12
6
6
1
0
1
2
2
3
3
2
1
0
0
0
0
0

31.12.2013
12
11
1
13
12
6
6
1
0
1
2
2
0
3
3
2
1
0
0
0
0
0

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart

Stand der Bürgschaften

31.12.2014

31.12.2013

in EUR
7.577.117

in EUR
8.590.930

h) Wichtige Verträge
Seit dem 11.11.1996 besteht zwischen der HSG und der Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (SVV) ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag, der ab dem 01.01.1997
anzuwenden ist (vgl. auch unter SVV in diesem Bericht). Dieser wurde am 03.12.2013 an die
gesetzlichen Erfordernisse angepasst und entsprechend geändert.
Mit Wirkung zum 01.01.2012 wurde zwischen der HSG und DB Netz AG der EisenbahnInfrastrukturanschlussvertrag geschlossen. Mit den verschiedenen im Hafen Stuttgart tätigen Eisenbahnverkehrsunternehmen wurden Eisenbahn-Infrastrukturnutzungsverträge geschlossen.

Seite 91

Hafen Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

i) Leistungsdaten
Verkehrszahlen

31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2011

Getreide, Futtermittel, Holz
Kohle
Mineralölerzeugnisse
Baustoffe
Eisen, Stahl und Schrott
Übrige Güter
Zusammen
Veränderung zum Vorjahr

90.781
62.142
53.921
366.179
289.533
304.925
1.167.481
3,7%

74.448
101.434
149.137
295.456
261.613
244.252
1.126.340
4,0%

86.606
72.442
147.692
301.016
267.348
207.653
1.082.757
11,2%

81.167
86.211
93.130
276.972
231.610
204.691
973.781
-11,1%

Verkehrsaufkommen Hafenbahn (in t)
Getreide, Futtermittel, Holz
Kohle
Mineralölerzeugnisse
Baustoffe
Eisen, Stahl und Schrott
Übrige Güter
Zusammen
Veränderung zum Vorjahr

0
70.508
1.024.015
249.383
157.890
969.767
2.471.563
15,6%

0
43.806
988.279
56.377
200.519
849.875
2.138.856
-3,5%

0
54.041
932.876
64.890
207.657
956.770
2.216.234
2,3%

0
48.681
1.082.509
62.138
290.644
683.209
2.167.181
11,2%

Gesamtumschlag (in t)
Schiffsgüterumschlag
Verkehrsaufkommen Hafenbahn
Zusammen
Veränderung zum Vorjahr

1.167.481
2.471.563
3.639.044
11,4%

1.126.340
2.138.856
3.265.196
-1,0%

1.082.757
2.216.234
3.298.991
5,0%

973.781
2.167.181
3.140.962
3,2%

Schiffs- und Hafenbahnverkehr
Zahl der beladenen Schiffe
Zahl der beladenen Eisenbahnwagen

1.171
55.139

1.080
54.429

1.007
53.823

1.056
53.450

Containerumschlag
Umgeschlagene Container
Veränderung zum Vorjahr

49.655
2,52%

48.434
2,59%

47.209
-4,29%

49.325
-1,70%

39.253
20,42%

32.597
-1,96%

33.248
73,16%

19.201
0,90%

Schiffsgüterumschlag (in t)

Wechselbehälter, Sattelanhänger
Umgeschlagene Einheiten
Veränderung zum Vorjahr

Seite 92

Beteiligungsbericht 2014

Hafen Stuttgart GmbH

Technisch-wirtschaftliche

Anzahl Einheit

Kennzahlen
Hafengebiet
Hafenbecken

Hafenbahn

Straßen und Brücken

Hafengrundstücke/
Betriebsflächen

Wasserseitige
Umschlagseinrichtungen

Hafenfläche
Anzahl
Wasserfläche (einschließlich
Bundeswasserstraße)
Für Umschlagszwecke ausgebaute Uferlänge
Gleisnetz Hafenkernbereich
Gleisnetz Hafenaußenbereich
Tarifstation Stuttgart Hafen
Umschlagbahnhof für den kombinierten
Ladungsverkehr Schiene/Straße
Länge
Otto-Konz-Brücken über Becken 1
und Becken 2
Otto-Hirsch-Brücken über Becken 1
Gesamtfläche
Freilagerfläche
Gedeckte Lagerfläche
Siloraum
Tankraum
Trocknungsanlage
Containerterminal
Kräne und Verladebrücken
Umschlaganlagen für Öl
Schwergutkai von 80 m Länge und einer
Belastbarkeit von

100 ha
3
30,7 ha
4,9 km
27,5 km
4,5 km
1
7,5
130
105
140
64,6
149.000
210.000
82.000
55.000
5.000
1
35
1

km
m
m
m
ha
m²
m²
t
m³
m²

150 t/m²

j) Bericht zum Public Corporate Governance
Kodex der Landeshauptstadt Stuttgart
Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung der HSG haben den Bericht zum Public Corporate
Governance Kodex in der Aufsichtsratssitzung am 13. April 2015 beschlossen und die Einhaltung des
Kodex wie folgt mitgeteilt:
Der Aufsichtsrat der Hafen Stuttgart GmbH hat sich im Wirtschaftsjahr 2014 umfassend mit der
Geschäftstätigkeit der Gesellschaft befasst. Er hat in vier Sitzungen mit zusammen 31
Tagesordnungspunkten Angelegenheiten der Gesellschaft behandelt und über die ihm nach der
Geschäftsordnung vom 28. Dezember 2001 vorbehaltenen Entscheidungen Beschlüsse gefasst. Im Jahr
2008 wurde erstmals eine interne Revision durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durchgeführt.
Erneute Prüfungen wurden im Hinblick auf die Größe der Gesellschaft im Zweijahresrhythmus
durchgeführt.
Die vom Aufsichtsrat und der Geschäftsführung getroffenen Entscheidungen haben den operativen
Zielen der Gesellschaft und den strategischen Zielen der Landeshauptstadt Stuttgart als Gesellschafter
entsprochen.
Die Unterrichtung des Aufsichtsrats durch die Geschäftsführung erfolgte mit entsprechenden Beschlussoder Informationsvorlagen, mündlichen Informationen sowie vier Quartals- und zwei Risikoberichten. Die

Seite 93

Hafen Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

schriftlichen Unterlagen wurden der Beteiligungsverwaltung zum gleichen Zeitpunkt wie dem
Aufsichtsrat übermittelt. Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung haben den Empfehlungen des Public
Corporate Governance Kodexes entsprochen.

k) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014 und aktuelle Kurzdarstellung
Im Stuttgarter Hafen betrug der Gesamtumschlag 3.639.044 t, das sind 373.848 t (11,4 %) mehr als im
gleichen Vorjahreszeitraum. Von dem Mehrumschlag entfallen auf den Schiffsgüterumschlag 41.141 t
(3,7 %) und auf das Verkehrsaufkommen der Hafenbahn 332.707 t (15,6 %).Der Schiffsgüterumschlag
belief sich auf 1.167.481 t. Der Zuwachs gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres kam durch
die nachstehenden Veränderungen bei den einzelnen Gütergruppen zustande: Den stärksten Zuwachs
zeigte die Gütergruppe Übrige Güter mit 24,8 % (60.673 t) und die Gütergruppe Baustoffe mit 23,9 %
(70.723 t).Die Anzahl der be- oder entladenen Schiffe nahm gegenüber dem Vorjahr um 91 auf 1.171
zu. Das Verkehrsaufkommen der Hafenbahn erreichte 2.471.563 t. Gegenüber dem Vergleichszeitraum
des Vorjahres ergaben sich die nachstehenden Veränderungen bei den einzelnen Gütergruppen wie
folgt: Der Zuwachs von insgesamt 332.707 t resultiert hauptsächlich aus der Zunahme des Umschlags
der Gütergruppe Baustoffe mit 342,3 % (193.006 t) und der Gütergruppe Übrige Güter mit 14,1 %
(119.892 t). Den stärksten prozentualen Zuwachs beim Schiffs- und Bahnumschlag der Gütergruppe
Baustoffe resultiert hauptsächlich aus dem Mehrumschlag aufgrund der Großbaustelle Stuttgart 21. Im
Bereich Kombinierter Verkehr ergaben sich im Jahr 2014 folgende Umschlagsmengen: Im Berichtsjahr
wurden insgesamt 49.655 Container (85.613 TEU) per Schiff und Bahn umgeschlagen, das sind 1.221
Container (2,5 %) oder 2.587 TEU (3,1 %) mehr als im Vorjahr. Davon wurden 20.125 Container per
Schiff (32,5 % zum Vorjahr) und 29.530 Container (-11,2 % zum Vorjahr) per Bahn transportiert. Der
Umschlagsrückgang per Bahn um 3.721 Container konnte von dem Mehrumschlag per Schiff um 4.942
Container kompensiert werden. Ebenfalls erfreulich war der Anstieg im Bereich Wechselbehälter und
Sattel-anhänger um 6.656 Einheiten (20,4 %). Der Containerumschlag und Huckepackverkehr werden
gewichtsmäßig unter der Gütergruppe Übrige Güter erfasst und trug zum erzielten Mehrumschlag bei.
Ausblick auf 2015
Die Bundesregierung rechnet für das Jahr 2015 mit einem Wirtschaftswachstum von 1,3 %. Für den
Hafen Stuttgart sind die wirtschaftlichen Rahmendaten von Bedeutung. Für den Umschlag im
Stuttgarter Hafen ausschlaggebende Branchen sind die metallverarbeitende Industrie, die Bauindustrie
und die Mineralölwirtschaft. Eine verbesserte Konjunktur werden auch positive Auswirkungen auf den
Containerumschlag haben. Der Bedarf der regional ansässigen Industrie, des Handels und der
Verbraucher wird weiter zunehmen. Dafür müssen in den kommenden Jahren Flächen gesucht und
umstrukturiert werden, damit insbesondere Erweiterungsmöglichkeiten für den Containerumschlag
geschaffen werden können. Die Stärke der Verkehrsträger Binnenschiff und Bahn sind die im Vergleich
zum Straßentransport niedrigeren Transportkosten. Der spezifische Nachteil ist die Mindestauslastung
der größeren Transporteinheiten, die zur Hebung der Kostenvorteile notwendig sind. Als trimodaler
Standort bietet der Stuttgarter Hafen flexible Verlagerungsmöglichkeiten zwischen Binnenschiff und
Bahn.
Es besteht weiterhin eine Nachfrage an zusätzlichen Logistikflächen. Im Hinblick auf der sehr guten Lage
des Stuttgarter Hafens und der Verknüpfung der Verkehrsträger Binnenschiff, Bahn und LKW ist es
ungünstig, dass keine Flächenreserven vorhanden sind. Deshalb werden die Bemühungen für weitere
Flächenoptimierungen fortgeführt. Bei den bestehenden Miet- und Erbpacht-verhältnissen sind keine
wesentlichen Veränderungen festzustellen.
Für das Jahr 2015 wird für den Stuttgarter Hafen ein Güteraufkommen von 3,5 Mio. Tonnen erwartet.
Aufgrund des verhältnismäßig geringen Anteils der Umsatzerlöse aus dem Güterumschlag wird das
wirtschaftliche Ergebnis der Gesellschaft durch Mengenschwankungen nicht wesentlich verändert. Bei
den Erlösen aus der Grundstücksverwaltung sind bisher keine Auswirkungen aus den konjunkturellen
Veränderungen erkennbar geworden. Aus heutiger Sicht wird für das Jahr 2015 ein Jahresergebnis von
rd. 5.360 Tsd. € erwartet.

Seite 94

Beteiligungsbericht 2014

in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG

in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Mercedesstr. 50
70372 Stuttgart

Telefon
Fax
E-Mail

(0711) 9554-30
(0711) 9554-3100
info@in.stuttgart.de

Rechtsform

GmbH & Co. KG

Handelsregister

HRA 14124

Gründungsdatum

Die Gesellschaft wurde zum 15.11.2004 gegründet. Zum 1.1.2013
erfolgte die Verschmelzung der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft
mbH auf die Objektgesellschaft Veranstaltungen und Märkte Stuttgart
mbH & Co. KG sowie eine Umbenennung der Objektgesellschaft
Veranstaltungen und Märkte Stuttgart GmbH & Co. KG in in.Stuttgart
Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG.

Gegenstand des
Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist im Rahmen seiner kommunalen
Aufgabenstellung
a) die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen aller Art,
insbesondere Sport-, Freizeit- und Kulturveranstaltungen sowie die
Betriebsführung und Vermarktung dafür geeigneter Hallen und
sonstiger Veranstaltungsflächen;
b) die Übernahme und Verwaltung von Beteiligungen im eigenen
Vermögen an anderen Unternehmen (Beteiligungsunternehmen),
ausgenommen Aktiengesellschaften, die auf den Gebieten Betrieb von
Märkten, insbesondere für Lebensmittel und artverwandte Artikel oder
Organisation und Durchführung von Marktveranstaltungen,
insbesondere von Wochenmärkten in Stuttgart tätig sind;
c) die Erbringung von Dienstleistungen auf den in lit. b) genannten
Gebieten, insbesondere an Beteiligungsunternehmen;
d) die Vermietung von Grundstücken und Gebäuden, insbesondere an
Beteiligungsunternehmen.
Die Gesellschaft kann sich auf verwandten Gebieten betätigen und alle
Maßnahmen und Geschäfte betreiben, die den genannten
Geschäftszweck unmittelbar oder mittelbar zu fördern geeignet sind.
Die Gesellschaft kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer
Unternehmen bedienen, an anderen Unternehmen beteiligen oder
solche Unternehmen erwerben und errichten. Die Gesellschaft kann
sich auch selbst auf Gebieten betätigen, in denen Unternehmen, an
welchen die Gesellschaft beteiligt ist, tätig sind.

Seite 95

in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG

Kommanditkapital in T€

Beteiligungsbericht 2014

2.000,00

Anteil am
Kommanditkapital
in T€

b) Gesellschafter
Landeshauptstadt Stuttgart

2.000,00

%

100,00

Komplementärin ohne Kapialanteil der Gesellschaft ist die in.Stuttgart Verwaltungs-GmbH.

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen
Märkte Stuttgart GmbH

25,00

%

100,00

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die
Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im
Geschäftsjahr 2014 ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Aufsichtsrat fakultativ
Vorsitzender

EBM Föll, Michael

27.10.2004

stellv. Vorsitzende

BM Dr. Eisenmann, Susanne

27.10.2004

Mitglied

Can, Ergun

17.09.2009

Mitglied

Dr. Fiechtner, Heinrich

24.07.2014

Mitglied

Dr. jur. Nopper, Klaus

17.09.2009

Mitglied

Ehrlich, Hans-Peter

24.07.2014

Mitglied

Klingler, Bernd

23.09.2011

Mitglied

Kotelmann, Maria-Lina

10.06.2011

24.07.2014

Mitglied

Kotz, Alexander

25.05.2012

24.07.2014

Mitglied

Lauber, Benjamin

23.09.2011

Mitglied

Münch, Andrea

24.07.2014

Mitglied

Pfeifer, Hans H.

24.07.2014

Mitglied

Rudolf, Joachim

27.10.2004

Mitglied

Schilling, Tabea

17.09.2009

Mitglied

Stocker, Gangolf

24.07.2014

Mitglied

Stradinger, Fred-Jürgen

18.11.2010

Mitglied

Svejda, Peter

17.09.2009

Mitglied

Walter, Christian

24.07.2014

Mitglied

Winter, Andreas

17.09.2009

Mitglied

Wüst, Monika

27.10.2004

Mitglied

Zeeb, Jürgen

27.10.2004

Seite 96

Mandat bis

24.07.2014

24.07.2014

24.07.2014

24.07.2014

Beteiligungsbericht 2014

in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG

Ständiges Gastmitglied (ohne
Stimmrecht)

Bulle-Schmid, Beate

24.07.2014

Ständiges Gastmitglied (ohne
Stimmrecht)

Kotz, Alexander

24.07.2014

Geschäftsführung
in.Stuttgart Verwaltungs-GmbH
Die in.Stuttgart Verwaltungs-GmbH wird hierbei vertreten von ihren Geschäftsführern:
Rau, Martin
Kroll, Andreas
Die Gesamtbezüge von Herrn Kroll betrugen im Berichtsjahr 161 TEUR. Darin enthalten waren Sachleistungen
in Höhe von 13 TEUR. In 2014 betrugen die Bezüge für Herrn Rau (je 50 % GF-Tätigkeit bei in.Stuttgart und
SWS) insgesamt 118 TEUR, darin sind 13 TEUR Sachbezüge enthalten. Für Herrn Kroll und Herrn Rau bestehen
keine Pensionszusagen seitens der Gesellschaft.
Vergütungen

Aufsichtsratsvorsitzender
Stv. Aufsichtsratsvorsitzender
Aufsichtsratsmitglied
Beratendes Mitglied
Sitzungsgeld
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr

Seite 97

31.12.2014
in EUR
1.400
1.250
1.000
500
100
22.170

31.12.2013
in EUR
1.400
1.250
1.000
500
100
21.150

in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG

Beteiligungsbericht 2014

e) Geschäftsentwicklung

aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013
in TEUR
in TEUR
Aktiva
Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen

44.307

42.989

1.214

1.309

25.797

26.426

Finanzanlagen

157

161

Vorräte

125

56

4.601

4.405

12.330

10.551

84

82

Passiva

44.307

42.989

Eigenkapital

20.764

19.990

705

735

33

34

sonstige Rückstellungen

1.753

1.801

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

7.810

8.829

320

93

12.171

10.882

740

582

11

45

44.307

42.989

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten
Rechnungsabgrenzungsposten

Sonderposten mit Rücklagenanteil/Abzugskapital
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen

erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
46,86
48,46
82,05
61,32
491,60
1,81

Seite 98

31.12.2013 Angaben in
46,50
%
48,21
%
78,61
%
64,89
%
792,40
in TEUR
2,84
%

Beteiligungsbericht 2014

in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

31.12.2013

in TEUR

in TEUR

32.830

27.123

2.368

2.395

600

530

13.916

10.769

Löhne und Gehälter

5.958

5.745

soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und für Unterstützung

1.490

1.460

Umsatzerlöse
sonstige betriebliche Erträge
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
Aufwendungen für bezogene Leistungen

Abschreibungen

1.212

1.165

11.701

10.592

300

208

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

17

30

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

481

540

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit

157

-1.048

außerordentliche Aufwendungen

0

30

außerordentliches Ergebnis

0

-30

329

329

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

-172

-1.407

Veränderungen der Kapital- bzw.
Gewinnrücklagen/Zuweisungen zu den
Verlustsonderkonten

-172

-1.407

0

0

sonstige betriebliche Aufwendungen
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

sonstige Steuern

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

314,30
21,16
92,00

Seite 99

31.12.2013 Angaben in
317,40
24,41
87,12

TEUR
%
%

in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG

Beteiligungsbericht 2014

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014 31.12.2013
in TEUR
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit
Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds
(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode
(+/-) Änderung des Finanzmittelfonds aus
Verschmelzung
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

2.341

-97

-488

-785

-74

-102

1.779

-984

10.551

5.301

0

6.221

12.330

10.538

f) Anzahl der Beschäftigten

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
Beamte
Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit
davon EU-Staaten
davon Nicht-EU-Staaten
Teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Auszubildende
Schwerbehindertenquote in %

Seite 100

31.12.2014
112
112
0
133
133
62
70
0
0
0
6
6
0
43
43
35
8
0
0
0
4
2

31.12.2013
93
93
0
106
106
46
60
0
0
0
6
6
0
42
42
34
8
0
0
0
5
3

Beteiligungsbericht 2014

in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart

Gesellschafterzuschuss
Kapitalzuführung
Stand der Bürgschaften

31.12.2014

31.12.2013

in EUR
2.075.000
946.669
7.656.916

in EUR
2.075.000
1.175.109
8.628.452

h) Wichtige Verträge

Verschmelzung der VGS GmbH auf die VMS KG und Umfirmierung in in.Stuttgart KG zum 1. Januar
2013
Mit notariell beurkundetem Vertrag vom 1. Juli 2013 wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2013 die
in.Stuttgart Veranstaltungs GmbH mit der Objektgesellschaft Veranstaltungen und Märkte Stuttgart
mbH & Co. KG (VMS KG) verschmolzen. Sämtliches Vermögen, Rechte und Pflichten wurden im
Rahmen der Gesamtrechtsnachfolge auf die übernehmende VMS KG übertragen. Dem Verschmelzungsvertrag liegt der ebenfalls notariell beurkundete Verschmelzungsbeschluss der Gesellschafterversammlung vom 1. Juli 2013 zugrunde. Mit notariell beurkundetem Gesellschafterbeschluss vom 1. Juli 2013
wurde die Firma VMS KG in in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co KG (in.Stuttgart KG)
geändert und der Gesellschaftsvertrag entsprechend angepasst.
Gewinnabführungs- und Verlustübernahmevertrag mit der Märkte Stuttgart GmbH (MSG)
Mit der MSG besteht mit Ergänzung vom 31. März 2014 seit 16. November 2009 ein
Gewinnabführungs- und Verlustübernahmevertrag. Darin verpflichtet sich die MSG zur Abführung des
Jahresergebnisses an die in.Stuttgart KG. Die in.Stuttgart KG verpflichtet sich zum Ausgleich eines in
der Vertragslaufzeit entstehenden Jahresfehlbetrages.
Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Landesmesse Stuttgart GmbH
Mit der Landesmesse Stuttgart GmbH (LMS) wurde am 19./21. Dezember 2008 mit Wirkung zum 1. Juli
2008 ein Geschäftsbesorgungsvertrag geschlossen. Durch diesen übernimmt die LMS die Unterstützung
bei EDV-technischen Systemeinrichtungen und die Betreuung von der EDV-Arbeitsplätze inclusive
Serververwaltung, die Nutzung der SAP-Soft- und Hardware, Notfalleinsätze und Personalabrechnung.
Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Märkte Stuttgart GmbH
Mit der MSG wurde am 21. Februar 2005 ein Geschäftsbesorgungsvertrag geschlossen. Durch diesen
übernimmt die in.Stuttgart KG die Erbringung von kaufmännischen Geschäftsführungsleistungen, die
Unterstützung der MSG bei der Erstellung des Wirtschaftsplans, das Versicherungsmanagement, die
Zurverfügungstellung der Vertragsdatenbank und des Risikomanagementsystems sowie die Personalverwaltung einschließlich der Personalabrechnung.
Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Stuttgart-Marketing GmbH
Mit der Stuttgart-Marketing GmbH (SM) wurde am 30. Januar 2006 ein Geschäftsbesorgungsvertrag
geschlossen. Durch diesen übernimmt die in.Stuttgart KG die Erbringung von kaufmännischen

Seite 101

in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG

Beteiligungsbericht 2014

Geschäftsführungsleistungen, das Versicherungsmanagement, die Zurverfügungstellung der Vertragsdatenbank und des Risikomanagementsystems, die Unterstützung bei der Einkaufstätigkeit der SM, die
Unterstützung der EDV-technischen Systemeinrichtung, Betreuung der EDV-Arbeitsplätze sowie die
Personalverwaltung einschließlich der Personalabrechnung.
Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Stadion NeckarPark GmbH & Co. KG
Mit der StadionNeckarPark GmbH & Co. KG (Stadion KG) wurde am 10./12. Dezember 2008 ein
Geschäftsbesorgungsvertrag geschlossen. Durch diesen übernimmt die in.Stuttgart KG die Führung der
Finanz- und Anlagenbuchhaltung einschließlich der monatlichen Umsatzsteuer-voranmeldungen, die
Erstellung des Jahresabschlusses, die Vorbereitung der Jahressteuererklärungen, die Unterstützung bei
der Erstellung des Wirtschaftsplans, die Kostenrechnung und Auftragsabrechnung, das Finanz- und
Versicherungsmanagement, die Betreuung der abgeschlossenen Verträge und Nutzung der
Versicherungsdatenbank, Unterstützung bei der Einkaufstätigkeit der Stadion KG.
Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Stadtwerke Stuttgart GmbH
Mit der Stadtwerke Stuttgart GmbH wurde am 7. November 2011 ein Geschäftsbesorgungsvertrag
geschlossen. Durch diesen übernimmt die in.Stuttgart KG die Führung der Finanz- und
Anlagenbuchhaltung einschließlich der monatlichen Umsatzsteueranmeldungen, die Erstellung des
Jahresabschlusses, die Vorbereitung der Jahressteuererklärungen, die Unterstützung bei der Erstellung
des Wirtschaftsplanes, die Kostenrechnung und Auftragsabrechung, das Finanz- und Versicherungsmanagement, die Betreuung der abgeschlossenen Verträge und Nutzung der Vertragsdatenbank,
Personalverwaltung einschließlich der Personalabrechnung, Unterstützung bei der Einkaufstätigkeit, bei
der Öffentlichkeitsarbeit sowie Unterstützung bei der EDV-technischen Systemeinrichtung.
Pachtvertrag
Durch Verträge vom 20. November/20. Dezember 2006 hat die in.Stuttgart KG von der LMS mit
Wirkung vom 1. Januar 2007 das Profit-Center KKL und Teile des Kongressbüros samt dem in diesen
Bereichen eingesetzten Personal übernommen und wurde somit als Rechtsnachfolger in alle diese
Bereiche betreffenden Verträge, insbesondere den Pachtvertrag mit der Landeshauptstadt Stuttgart über
das KKL, eingetreten.
Mietverträge mit der MSG GmbH
Mit der MSG GmbH wurden am 5. Januar 2010 Mietverträge über die bebauten Grundstücke, auf
welchen der Großmarkt betrieben wird, sowie das Gebäude Dorotheenstraße 4 (Markthalle)
geschlossen.
Vertrag über die Betriebsführung der Hanns-Martin-Schleyer-Halle (HMSH)
Im zugrunde liegenden Vertrag vom 27. Juni 1980 mit Ergänzung vom 22. Dezember 1986 übertrug die
LHS u.a. die Akquisition und Durchführung jeglicher Veranstaltungen in der HMSH auf die damalige
Stuttgarter Messe- und Kongressgesellschaft mbH (jetzt: LMS). Mit Ausgliederung- und
Einbringungsvertrag hat die LHS den Betrieb gewerblicher Art HMSH (d.h. Grundvermögen im
Zusammenhang mit der HMSH) auf die OSA KG übertragen, die insoweit Rechtsnachfolger der LHS als
der die Betriebsführung übertragende Vertragspartner ist. Die in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft
mbH hat mit Wirkung zum 1. Januar 2005 das Veranstaltungsgeschäft der Stuttgarter Messe- und
Kongressgesellschaft mbH übernommen, hierzu zählt insbesondere die Betriebsführung der HMSH. Die
in.Stuttgart KG hat durch die Verschmelzung den Vertrag von der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH übernommen.
Vertrag bezüglich der Pacht Hanns-Martin-Schleyer-Halle (HMSH), Pacht und Betriebsführung Porsche
Arena (PA) mit der OSA KG
Mit dem Vertrag vom 12. April 2006 hat die OSA KG zum Zweck der Betriebsführung der HMSH und PA

Seite 102

Beteiligungsbericht 2014

in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG

die entsprechenden Flurstücke mit Gebäuden (Bereich HSMH/ PA, Bereich PA/ Plateau, Zusatzhallen) an
die in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH verpachtet. Des Weiteren überträgt die OSA KG in
diesem Vertrag die Betriebsführung der PA auf die in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH. Die
in.Stuttgart KG hat durch die Verschmelzung den Vertrag von der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH übernommen.

i) Bericht zum Public Corporate Governance
Kodex der Landeshauptstadt Stuttgart
Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG
haben den Bericht zum Public Corporate Governance Kodex in der Aufsichtsratssitzung am 20. Juli 2015
beschlossen und die Einhaltung des Kodex wie folgt mitgeteilt:
Der Aufsichtsrat der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG hat sich im Wirtschaftsjahr
2014 umfassend mit der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft befasst. Er hat in vier Sitzungen
Angelegenheiten der Gesellschaft behandelt und über die ihm nach der Geschäftsordnung vom 27.
Oktober 2004 vorbehaltenen Entscheidungen getroffen. Die vom Aufsichtsrat und der Geschäftsführung getroffenen Entscheidungen haben den operativen Zielen der Gesellschaft und den
strategischen Zielen der Landeshauptstadt Stuttgart als Gesellschafter entsprochen.
Die Unterrichtung des Aufsichtsrats durch die Geschäftsführung erfolgte mit entsprechenden Beschlussoder Informationsvorlagen, mündlichen Informationen sowie vier Quartals- und zwei Risikoberichten.
Die schriftlichen Unterlagen wurden der Beteiligungsverwaltung zum gleichen Zeitpunkt wie dem
Aufsichtsrat übermittelt. Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung haben den Empfehlungen des
Public Corporate Governance Kodexes entsprochen.
Aufsichtsrat und Geschäftsführung haben den Empfehlungen des Public Corporate Governance
Kodexes weitgehend entsprochen. In folgenden Punkten wurde von den Empfehlungen angewichen:
Interne Revision
Die Interne Revision ist derzeit keine eigene Stelle. In Abstimmung mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden
und der Beteiligungsverwaltung festzulegende Prüfungsschwerpunkte werden im 2-jährigen Rhythmus
von einer externen Wirtschatfsprüfungsgesellschaft geprüft. Die letzte Prüfung zu den Schwerpunkten
"Pachtabrechnung Wasenparkplätze und Einzelveranstaltungen" sowie "Parkplatzabrechnung im
Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle", "Flohmarkt (Standplatzvergabe und Abrechnung)",
"Ausweisverkauf für den Großmarkt" sowie "Follow-up vorangegangener Revisionen" erfolgte im
Herbst 2014 durch die Bansbach Schübel Brösztl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Die
nächste Prüfung findet im Herbst 2016 statt.
Vergütung der Geschäftsführung
Derzeit enthält die Vergütung der Geschäftsführung keine leistungsbezogene Komponente. Das
Fixgehalt sowie die Sachleistungen werden im Jahresabschluss dargestellt. Pensionszusagen existieren
nicht.

j) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Die Gesellschaft gliedert sich in Anlehnung an die bis 2013 vorhandenen Gesellschaftlichen Strukturen
in die Geschäftsbereiche Verwaltung/Immobilien/KKL (alt VMS) und Veranstaltungen (alt VGS).

Seite 103

in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG

Beteiligungsbericht 2014

Geschäftsbereich Veranstaltungen
Marktübersicht:
Der Geschäftsbereich Veranstaltungen untergliedert sich in die Profitcenter Hanns-Martin-Schleyer-Halle
(HMSH) und Porsche Arena (PA) mit den Eigen- und Fremdveranstaltungen, die Freilichtbühne, den
Kartenvertrieb Easy Ticket Service und die Abteilung Cannstatter Wasen / Innenstadtfeste und führt
Veranstaltungen in den Bereichen Sport, Kultur und Konzerte, Feste und Business durch.
Der Neubau weiterer Veranstaltungsstätten und Sportarenen im Einzugsgebiet der Gesellschaft trug zu
einer Verschärfung der Konkurrenzsituation bei.
Es ist zu erwarten, dass diese Tendenzen in Zukunft weiterhin anhalten werden.
Geschäftsverlauf:
Die Gesamterlöse (Umsatzerlöse und übrige Erträge) im Geschäftsjahr 2014 lagen bei EUR 24 Mio. (Plan:
EUR 22,2 Mio.; Ist Vorjahr: EUR 18,1 Mio.), wobei hiervon EUR 10,4 Mio. auf die HMSH, PA sowie
internationale Eigenveranstaltungen (jeweils inkl. Bereich Vermarktung) entfallen, EUR 10,3 Mio. auf das
Profitcenter Cannstatter Wasen/Innenstadtfeste, EUR 2,9 Mio. auf das Profitcenter Easy Ticket Service
und EUR 0,4 Mio. auf die restlichen Profitcenter, im Wesentlichen die Freilichtbühne. Das
Veranstaltungsergebnis (DB II) lag bei EUR 9,7 Mio.
In der HMSH wurden im Jahr 2014 insgesamt 170 Belegungstage (im Vorjahr: 153 Belegungstage), inkl.
Auf- und Abbau, gezählt, in der PA 172 (im Vorjahr: 164). Insgesamt kamen 592.000 Besucher in die
HMSH (im Vorjahr: 533.000) und 350.000 in die PA (im Vorjahr: 293.000). Im Jahr 2014 konnten in der
HMSH und in der PA Veranstaltungen in den verschiedensten Bereichen durchgeführt werden; von
Konzerten, Shows und Comedy, über eine Vielzahl von Sportveranstaltungen bis hin zum Sektor der
Businessveranstaltungen. Bei den Konzerten zählten Cro und die Fanta 4 mit jeweils über 20.000
Besuchern zu den Highlights. Im Bereich Sport wurden zum dritten Mal erfolgreich die "ADIDAS
Rockstars" durchgeführt. Damit konnte diese Veranstaltung fest in der PA etabliert werden. Die
Boxkämpfe Sturm vs. Stieglitz und Huck vs. Aslan wurden weltweit übertragen. Die bereits zum 30.
Mal durchgeführte Veranstaltung Stuttgart German Masters (Reit- und Springturnier) genießt weiterhin
einen hervorragenden internationalen Ruf. Der Porsche-Tennis-Grand-Prix fand zum neunten Mal in der
PA statt und wurde erneut von den Spielerinnen zum weltweit beliebtesten Event des Jahres gewählt.
Ebenso etabliert haben sich die zahlreichen Businessveranstaltungen im Hallenduo.
Höhepunkte auf dem Wasen sind das Frühlingsfest und das Cannstatter Volksfest im Herbst. Allein zu
diesen beiden Festen strömten 2014 über 5 Mio. Besucher. Die Marktposition dieser Veranstaltungen
gegenüber Konkurrenzveranstaltungen und auch als bedeutender Imagefaktor der Landeshauptstadt
Stuttgart konnte weiter gestärkt werden.
Ein weiteres Highlight war das alle vier Jahre parallel zum Cannstatter Volksfest stattfindende
Landwirtschaftliche Hauptfest. Unter dem Motto Landwirtschaft erLEBEN strömten über 200.000
interessierte Besucher eine Woche lang auf das über 130.000 m² große Veranstaltungsgelände. Hier
präsentierten mehr als 700 Aussteller sämtliche Neuerungen aus der Land- und Forstwirtschaft. Ergänzt
wurde das abwechslungsreiche Rahmenprogramm um das Grüne Klassenzimmer, das wieder zahlreiche
Schulklassen auf den größten Bauernhof Süddeutschlands lockte.
Der Geschäftsbereich Easy Ticket mit dem Kartenvertriebsservice erzielte im Geschäftsjahr 2014 ein
Ergebnis über Vorjahresniveau und konnte somit seine Position am Markt ebenfalls festigen. Insgesamt
wurden ca. 1,5 Mio. Tickets (Vorjahr: 1,4 Mio.) für 4.050 Veranstaltungsabschnitte (Vorjahr: 4.000) in
mehr als 400 Veranstaltungsstätten in ganz Baden-Württemberg verkauft. Die Anzahl an
Vorverkaufsstellen beläuft sich auf 95. Weiterhin zeichnet sich die Tendenz ab, dass immer mehr
Kunden über das Internet die Tickets kaufen und ausdrucken.
Ertragslage:
Im Geschäftsjahr 2014 schließt der Geschäftsbereich Veranstaltungen mit einem Fehlbetrag i. H. v. TEUR
- 955 (im Vorjahr: TEUR - 2.370) ab und liegt damit ca. TEUR 600 über Planniveau. Das überplanmäßige
Ergebnis resultiert im Wesentlichen aus der hervorragenden Auslastung der HMSH und der PA sowie

Seite 104

Beteiligungsbericht 2014

in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG

dem Landwirtschaftlichen Hauptfest (LWH).
Im Geschäftsbereich Veranstaltungen wurden im Jahr 2014 Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 313 getätigt. Die Abschreibungen auf Sachanlagen
und immaterielle Vermögenswerte belaufen sich auf TEUR 361. Die Investitionen wurden aus eigenen
Mitteln finanziert.
Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung:
Wesentlichstes Risiko wird in Zukunft sein, eine kontinuierliche Hallenauslastung zu erreichen, um die
Hallen- und Gemeinkosten erwirtschaften zu können.
Im Bereich Hallensport ist im Hinblick auf die verstärkte Hallenkonkurrenz in der Region weiterhin ein
intensiver Wettbewerb zu erwarten.
Großes Potenzial bildet in Zukunft die Weiterentwicklung des Gesamtareals "NeckarPark", bestehend
aus der Hanns-Martin-Schleyer-Halle, Porsche Arena, Cannstatter Wasen, Carl-Benz-Center und der
Mercedes-Benz Arena sowie SCHARRena, welches in dieser europaweit einzigartigen Konstellation gute
Wettbewerbschancen eröffnet.
Nachtragsbericht
Nach Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2014 haben sich keine Vorgänge von besonderer
Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.
Ausblick:
Für das Geschäftsjahr 2015 ist ein Umsatz in Höhe von ca. EUR 18,5 Mio. geplant. Ein besonderes
Highlight bildet dabei der evangelische Kirchentag. Dieser lockt fünf Tage lang hunderttausende
Gläubige nach Stuttgart. Allein zum Abschlussgottesdienst werden 100.000 Besucher auf dem
Cannstatter Wasen erwartet. Daneben finden zahlreiche Vorträge, Podiumsdiskussionen und
Gottesdienste in der HMSH, PA und der Liederhalle statt.
Bisher entwickelt sich das operative Kerngeschäft plangemäß. Auch die aktuell vorliegenden Buchungen
und Optionen lassen in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle mit 98 und Porsche Arena mit 127
Veranstaltungen auf einen plankonformen Verlauf schließen.
Geschäftsbereich Verwaltung/Immobilien/KKL
Marktübersicht:
Der
Geschäftsbereich Verwaltung/Immobilien/KKL vermietet die im Eigentum der in.Stuttgart
befindlichen Immobilien und Grundstücke und stellt Dienstleistungen über Geschäftsbesorgung in den
Bereich Geschäftsführung, Personal sowie Finanz- und Rechnungswesen bereit.
Über die Verwaltungsaufgaben hinaus besteht mit dem Betrieb des Kultur- und Kongresszentrums
Liederhalle (KKL) auch ein operativ tätiger Geschäftsbereich.
Durch die bestehende Struktur der in.Stuttgart mit deren Tochterfirma Märkte Stuttgart GmbH (MSG)
ist eine einheitliche und konzentrierte Bearbeitung des kompletten Veranstaltungs- und
Marktgeschehens innerhalb der Landeshauptstadt Stuttgart erreicht worden.
Geschäftsverlauf:
Im Geschäftsjahr 2014 konnte der Geschäftsbereich Verwaltung/Immobilien/KKL Erlöse aus Vermietung
der Immobilien in Höhe von EUR 2,4 Mio. (Vorjahr: EUR 2,4 Mio.) und aus Geschäftsbesorgung in Höhe
von TEUR 600 (Vorjahr: TEUR 600) erzielen.
Größtenteils wurden diese Umsätze aus den Miet- und Geschäftsbesorgungsverträgen konzernintern
mit dem Tochterunternehmen MSG generiert. Daneben besteht eine Geschäftsbesorgung mit der
Stuttgart-Marketing GmbH, Stuttgart, der Objektgesellschaft Schleyer-Halle und Neue Arena GmbH &

Seite 105

in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG

Beteiligungsbericht 2014

Co. KG, Stuttgart, der Stadion Neckarpark GmbH & Co. KG, Stuttgart, und der Stadtwerke Stuttgart
GmbH, Stuttgart.
Im Profit-Center KKL konnten an 334 Tagen (Vorjahr: 331) 1.164 Veranstaltungen (Vorjahr: 1.255) mit
insgesamt rund 575.000 Besuchern (Vorjahr: rund 560.000) registriert werden. Neben sechs
Hauptversammlungen bedeutender Unternehmen fanden 2014 im Kongressbereich rund 50 größere
Tagungen, Messen, Kongresse und Betriebsversammlungen statt. Das KKL erzielte Umsatzerlöse in Höhe
von EUR 7,8 Mio. (Vorjahr: EUR 8,0 Mio.). Die etwas niedrigeren Umsatzerlöse sind insbesondere auf
leichte Rückgänge der im Herbst durchgeführten Veranstaltungen zurück zu führen.
Das gesamte Umsatzvolumen des Geschäftsbereichs Veranstaltungen/ Immobilien/KKL (ohne Zuschüsse
der Stadt Stuttgart) lag bei ca. EUR 8,9 Mio. (Vorjahr: EUR 9,1 Mio.).
Ertragslage:
Das Geschäftsjahr 2014 schließt der Geschäftsbereich Verwaltung/Immobilien/KKL mit einem Ergebnis
von TEUR 483 (im Vorjahr: TEUR 755) ab. Das entstandene Defizit aus dem Betrieb der Liederhalle
konnte größtenteils über einen Betriebszuschuss in Höhe von EUR 2,075 Mio. der Landeshauptstadt
Stuttgart ausgeglichen werden.Im Geschäftsbereich Verwaltung/Immobilien/KKL wurden im Jahre 2014
Investitionen in Höhe von ca. TEUR 179 getätigt, in erster Linie für Ausstattungsgegenstände im KKL.
Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen belaufen sich auf EUR 0,9 Mio. und sind zusammen
mit Personalaufwendungen in Höhe von ca. EUR 3,2 Mio. einem Mietaufwand von EUR 2,0 Mio. sowie
Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 0,5 Mio. die wesentlichen Bestandteile der betrieblichen
Aufwendungen.
Chancen und Risiken:
Die künftige wirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsbereichs Verwaltung/ Immobilien/KKL wird
bedingt vom Ergebnis des Profitcenters KKL, das im Wesentlichen vom Vermietungsergebnis abhängig
ist.
Nachtragsbericht:
Nach Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2014 haben sich keine Vorgänge von besonderer
Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.
Ausblick:
Für das Jahr 2015 liegen die Umsatzplanungen für den Geschäftsbereich Verwaltung/Immobilien/KKL
bei ca. EUR 9,1 Mio. Beim KKL kann trotz der enormen Konkurrenz im Kongress- und Tagungsmarkt in
der Region Stuttgart für das laufende Geschäftsjahr von einem plankonformen Geschäftsverlauf
ausgegangen werden.
Gesamtergebnis
Der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2014 durch den Gesellschafter im Rahmen einer Kapitaleinlage
liquide Mittel in Höhe von ca. EUR 1 Mio. zugeführt. Diese Zuführung entspricht dem Tilgungsbetrag für
die Alt-Darlehen.
Unter Einbezug der Gewinnabführung durch die Tochtergesellschaft MSG GmbH (TEUR 300) und dem
Ergebnis des Geschäftsbereichs Veranstaltungen (TEUR - 955) ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von TEUR
-172 (im Vorjahr: TEUR - 1.407, Planwert 2014: TEUR -492).
Die Planung für das Jahr 2015 sieht ein Gesamtergebnis in Höhe von rund EUR - 0,8 Mio. vor.

Seite 106

Beteiligungsbericht 2014

Kabeltrasse WP Schwanfelder Höhe GbR

Kabeltrasse WP Schwanfelder Höhe GbR
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Unter den Eichen 7
65195 Wiesbaden

Telefon
Fax
E-Mail

(0711) 34650-0
(0711) 34650-2221
info@stadtwerke-stuttgart.de

Rechtsform

GbR

Gründungsdatum

08.03.2013

Gegenstand des
Unternehmens

Zweck der Gesellschaft ist es, die zum Anschluss von WEA an das
Umspannwerk in der Gemeinde Bergtheim notwendigen elektrischen
Leitungen (20 kV Mittelspannungsleitungen),
Kommunikationsleitungen (LWL-Kabel), die Verteilstation mit den darin
verbauten Betriebsmitteln und dem Windpark-Kommunikationssystem
(Parkregler CWE von Nordex) zu errichten, zu betreiben, in
betriebsbereitem Zustand zu halten und zu verwalten bzw. diese
Aufgaben von einem Dritten ausführen zu lassen.

Stammkapital in T€

1.064,00

Anteil am
Stammkapital in T€

%

ABO Wind AG

399,00

37,50

SWS Windpark Schwanfeld GmbH & Co. KG

665,00

62,50

b) Gesellschafter

Mit Gesellschaftsvertrag vom 8. März 2013 wurde die Gesellschaft durch die ABO Wind AG und die SWS
Windpark Schwanfeld GmbH & Co. KG (ehemals ABO Wind WP Schwanfeld GmbH & Co. KG) gegründet.

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen
Keine

Seite 107

%

Kabeltrasse WP Schwanfelder Höhe GbR

Beteiligungsbericht 2014

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Die Darstellung der
Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2014
ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Mandat bis

Geschäftsführung
Die Geschäfte der Gesellschaft werden von allen Gesellschaftern gemeinschaftlich geführt. Gesellschafter
sind:
Die SWS Windpark Schwanfeld GmbH & Co. KG,
deren persönlich haftende Gesellschafterin, die SWS Windpark Verwaltungs GmbH, vertreten ist durch
die Geschäftsführer Herr Dr. Michael Maxelon und Herr Dipl. oec. Martin Rau.
Sowie die ABO Wind AG, vertreten durch ihren Vorstand
Herrn Dr. Jochen Ahn, Herrn Matthias Bockholt und Herrn Andreas Höllinger.
Im Jahr 2014 fielen keine Geschäftsführerbezüge an.

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013
in TEUR
in TEUR
Aktiva

1.026

1.075

Sachanlagen

1.020

1.064

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

4

11

Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten

1

0

Rechnungsabgrenzungsposten

1

0

Passiva

1.026

1.075

Eigenkapital

1.020

1.064

7

11

1.026

1.075

sonstige Rückstellungen
Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
99,37
99,37
100,00
99,37
0,00
0,00

Seite 108

31.12.2013 Angaben in
98,97
%
98,97
%
100,00
%
98,97
%
1.064,00
in TEUR
100,00
%

Beteiligungsbericht 2014

Kabeltrasse WP Schwanfelder Höhe GbR

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

31.12.2013

in TEUR

in TEUR

sonstige betriebliche Erträge

7

11

Aufwendungen für bezogene Leistungen

1

0

44

0

Abschreibungen
sonstige betriebliche Aufwendungen

6

11

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit

-44

0

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

-44

0

Veränderungen der Kapital- bzw.
Gewinnrücklagen/Zuweisungen zu den
Verlustsonderkonten

-44

0

0

0

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

31.12.2013 Angaben in

-

-

TEUR
%
%

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014
in TEUR

31.12.2013
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

1

0

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

0

0

3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

0

0

Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

1

0

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

0

0

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

1

0

f) Anzahl der Beschäftigten
Die Gesellschaft beschäftigt kein Personal.

Seite 109

Kabeltrasse WP Schwanfelder Höhe GbR

Beteiligungsbericht 2014

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart
Keine

h) Wichtige Verträge
Errichtungsvertrag
Die Kabeltrasse WP Schwanfelder Höhe GbR hat mit der ABO Wind AG am 8. März 2013 einen
Errichtungsvertrag zur schlüsselfertigen Übergabe einer externen Kabeltrasse auf der Schwanfelder
Höhe geschlossen.
Servicevertrag
Mit Vertrag vom 4. März 2014 hat die Gesellschaft mit der unterfränkischen Überlandzentrale eG einen
Servicevertrag abgeschlossen. Gegenstand dieses Vertrages ist die Inspektion, Wartung und
Rufbereitschaft, das Durchführen von Schalthandlungen sowie die Instandsetzung
und
Störungsbeseitigung an der Kabeltrasse

i) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung

Rahmenbedingungen
Das weltweite Bemühen um eine Begrenzung des globalen Klimawandels sowie die Risiken der
Atomkraftnutzung führten auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland zu nachhaltigen
Aktivitäten zum Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. In Deutschland fragen
Investoren seit mehreren Jahren verstärkt Windparks nach. Vor allem mittelständische Stadtwerke
nutzen die Energiewende, um eigene Kapazitäten zur dezentralen Stromerzeugung auf- und
auszubauen. Immer mehr Energieversorger betreiben entsprechende Anlagen und tragen somit zum
sukzessiven Ausstieg aus der Atomenergie bei. Die gesetzlichen Grundlagen in Deutschland und damit
die Einspeisebedingungen sind stabil, die Bedingungen für einen langjährigen erfolgreichen
Geschäftsbetrieb der Gesellschaft sind damit gegeben.
Ertragslage
Der Gesellschaftsvertrag ist darauf ausgelegt, dass die Gesellschafter für die notwendige finanzielle
Ausstattung der Gesellschaft Sorge tragen. Die Betriebskosten der Gesellschaft werden daher auf die
Gesellschafter umgelegt. Neben der hier beschriebenen Umlage wurden im Berichtsjahr keine weiteren
Erträge erzielt.
Finanz- und Vermögenslage
Die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen in das Anlagevermögen wurden vollständig über die
Einlagen der Gesellschafter finanziert. Unterjährig war und ist die Gesellschaft finanziell so ausgestattet,
dass sie ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen konnte und auch zukünftig nachkommen kann.

Seite 110

Beteiligungsbericht 2014

Kabeltrasse WP Schwanfelder Höhe GbR

Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.
Chancen und Risiken
Der wirtschaftliche Erfolg der Kabeltrasse WP Schwanfelder Höhe GbR ist unmittelbar mit dem
wirtschaftlichen Erfolg ihrer Gesellschafter verbunden. Der Erfolg eines Windparks beruht auf der
Annahme, dass über einen langfristigen Zeitraum eine gesetzlich oder vertraglich abgesicherte
Einspeisevergütung erzielt wird und dass darüber hinaus die Produktions- und technische Erwartung an
die Anlagen erfüllt wird. Bei dem Windpark Schwanfeld handelt es sich um ein sorgfältig geprüftes
Projekt, das die Erwartungen seines Betreibers sicherlich erfüllen wird. Wir gehen davon aus, dass es sich
bei zukünftigen Anschlussnehmern ebenfalls um sorgfältig geprüfte Projekte handelt, die von der ABO
Wind AG geplant, entwickelt und vermarktet werden.
Ausblick
Der Windpark Schwanfeld befindet sich seit März 2014 in Betrieb und ist aktuell der einzige
Anschlussnehmer der Kabeltrasse. Zukünftig sollen noch weitere Windenergieanlagen an die
Kabeltrasse angeschlossen werden, für das Jahr 2015 ist aber nicht von weiteren Anschlussnehmern
auszugehen. Der Kabeltrasse Schwanfelder Höhe GbR sind keine Trends, Unsicherheiten, Nachfragen,
Verpflichtungen oder Vorfälle bekannt, die wahrscheinlich die Aussichten der Gesellschaft für die
Geschäftsjahre 2015 und 2016 wesentlich beeinträchtigen dürften. Für die Geschäftsjahre 2015 und
2016 wird bei geplanten Umsatzerlösen/sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von jeweils etwa 7
TEUR und planmäßigen Abschreibungen in Höhe von jeweils 53 TEUR von einem Jahresfehlbetrag von
jeweils rund 53 TEUR ausgegangen.

Seite 111

w

Seite 112

Beteiligungsbericht 2014

Landesbank Baden-Württemberg

Landesbank Baden-Württemberg
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Am Hauptbahnhof 2
70173 Stuttgart

Telefon
Fax
E-Mail
Homepage

(0711) 127-0
(0711) 127-43544
kontakt@LBBW.de
www.LBBW.de

Rechtsform

Anstalt des öffentlichen Rechts
Die Landesbank Baden-Württemberg ist eine rechtsfähige Anstalt des
öffentlichen Rechts mit Sitzen in Stuttgart, Kralsruhe, Mainz und
Mannheim. Sitz des Vorstandsvorsitzenden ist Stuttgart.

Träger und Anstaltslast

Träger der Landesbank Baden-Württemberg sind der
Sparkassenverband Baden-Württemberg, das Land
Baden-Württemberg, die Landeshauptstadt Stuttgart, die
Landesbeteiligungen Baden-Württemberg GmbH und die
Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank -.
Die Träger unterstützen die Landesbank bei der Erfüllung ihrer
Aufgaben nach Maßgabe von Vorschriften. Es besteht weder eine
Verpflichtung der Träger noch ein Anspruch der Landesbank gegen die
Träger, Mittel zur Verfügung zu stellen.
Zum 18. Juli 2005 wurden die Gewährträgerhaftung und die
Anstaltslast in der Weise modifiziert, dass sich die finanzielle
Beziehung zwischen dem öffentlichen Eigner und dem öffentlichen
Kreditinstitut nicht von einer normalen wirtschaftlichen
Eigentümerbeziehung gemäß marktwirtschaftlichen Grundsätzen
unterscheidet. Die am 18. Juli 2005 vorhandenen Träger der
Landesbank haften für die Erfüllung sämtlicher zu diesem Zeitpunkt
bestehenden Verbindlichkeiten der Landesbank. Für solche
Verbindlichkeiten, die bis zum 18. Juli 2001 vereinbart waren, gilt dies
zeitlich unbegrenzt, für danach bis zum 18. Juli 2005 vereinbarte
Verbindlichkeiten nur, wenn deren Laufzeit nicht über den 31.
Dezember 2015 hinausgeht.
Die Träger werden ihren Verpflichtungen aus der Gewährträgerhaftung gegenüber den Gläubigern der bis zum 18. Juli 2005
vereinbarten Verbindlichkeiten umgehend nachkommen, sobald sie

Seite 113

Landesbank Baden-Württemberg

Beteiligungsbericht 2014

bei deren Fälligkeit ordnungsgemäß und schriftlich festgestellt haben,
dass die Gläubiger dieser Verbindlichkeiten aus dem Vermögen der
Landesbank nicht befriedigt werden können.
Verpflichtungen der Landesbank aufgrund eigener Gewährträgerhaftung oder vergleichbarer Haftungszusage oder einer durch die
Mitgliedschaft in einem Sparkassenverband als Gewährträger
vermittelten Haftung sind vereinbart und fällig im Sinne der Sätze 1 bis
3 in dem gleichen Zeitpunkt, wie die durch eine solche Haftung
gesicherte Verbindlichkeit. Mehrere Träger haften als
Gesamtschuldner, im Innenverhältnis entsprechend ihrer
Kapitalanteile.
Aufgaben

Nach § 4 der Satzung der Landesbank Baden-Württemberg hat die
LBBW volle Geschäftsfreiheit. Sie kann alle Arten von Bank- und
Finanzdienstleistungsgeschäften betreiben sowie alle sonstigen
Geschäfte, die der LBBW dienen.
Die LBBW stärkt den Wettbewerb im Kreditgewerbe. Sie erbringt ihre
Leistungen für die Bevölkerung, die Wirtschaft und die öffentliche
Hand unter Berücksichtigung der Markterfordernisse. Im Hinblick auf
ihren öffentlichen Auftrag ist die LBBW auch bestrebt - im Rahmen
ihrer Möglichkeiten - soziale, ökologische, kulturelle und sonstige
gemeinnützige Vorhaben zu unterstützen.
Die Landesbank Baden-Württemberg ist Universalbank und
internationale Geschäftsbank mit einer Bilanzsumme von circa 266,2
Mrd. Euro (31.12.2014). In rund 200 Filialen und Repräsentanzen
sowie an ausgewählten Auslandsstandorten - darunter New York,
London, Singapur und Seoul arbeiteten am Jahresende 2014 11.117
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Erfolg des LBBW-Konzerns.
Ergänzt wird das internationale Netzwerk durch die fünf German
Centres in Beijing, Mexico-Stadt, Singapur, Dehli, Gurgaon und
Moskau.
Für die Sparkassen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz sowie im
Freistaat Sachsen nimmt die LBBW zudem die Sparkassenzentralbankfunktion wahr. Zusammen mit den Verbundunternehmen der
Sparkassen fördert und unterstützt sie dabei die Wettbewerbsfähigkeit
der Sparkassen im Markt. Auf dem Gebiet der Landeshauptstadt
Stuttgart erfüllt die BW-Bank für die LBBW die Aufgaben einer
Sparkasse. Die LBBW ist auch Hausbank des Landes und der
Landeshauptstadt Stuttgart.
Die LBBW kann rechtlich unselbstständige Anstalten des öffentlichen
Rechts errichten, sich an Unternehmen beteiligen und Verbänden als
Mitglied beitreten. Sie kann sich ferner am Kapital von Kreditinstituten
des öffentlichen Rechts beteiligen und bei solchen Instituten
Gewährträger oder Träger sein.

Seite 114

Beteiligungsbericht 2014

Landesbank Baden-Württemberg

Struktur des LBBW-Konzerns Nukleus des LBBW-Konzerns ist die LBBW selbst. Hier sind Stabs- und
Servicefunktionen gebündelt. Außerdem sind hier das Kapitalmarktgeschäft, die Betreuung überregional bzw. international agierender
Großkunden und die Sparkassenzentralbankfunktion angesiedelt. Mit
der BW-Bank betreut der LBBW-Konzern in Baden-Württemberg
Privat- und Unternehmenskunden. Dabei fungiert die BW-Bank in der
Landeshauptstadt Stuttgart als Sparkasse, während außerhalb
Stuttgarts die Betreuung gehobener Privat- und Anlagekunden den
Schwerpunkt bildet. Ferner betreibt die BW-Bank in Südwestdeutschland das auf den Mittelstand fokussierte Unternehmenskundengeschäft.
Daneben bilden die Sachsen Bank und die Rheinland-Pfalz Bank als
unselbstständige Anstalten mit eigenständigem Marktauftritt zwei
weitere starke Säulen im regionalen Kundengeschäft des Konzerns.
Ergänzt wird das Leistungsspektrum des LBBW-Konzerns durch
spezialisierte Tochtergesellschaften
Stammkapital in T€

3.483.912,87

Anteil am
Stammkapital in T€

%

Land Baden-Württemberg

870.573,35

24,99

Landesbeteiligungen Baden-Württemberg GmbH

471.700,00

13,54

Landeshauptstadt Stuttgart

659.566,16

18,93

69.900,00

2,01

1.412.173,35

40,53

b) Gesellschafter

Landeskreditbank Baden-Württemberg
Sparkassenverband Baden-Württemberg

c) Organe der Gesellschaft
Organe der LBBW sind die Hauptversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand. Die Darstellung der
Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2014
ergebenden Verränderungen.

Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Hauptversammlung
- Vertreter der Stadt Mitglied

OBM Kuhn, Fritz

07.01.2013

Mitglied

Dr. Blind, Roswitha

16.12.2010

Mitglied

Körner, Martin

24.07.2014

Mitglied

Kotz, Alexander

16.12.2010

Mitglied

Münch, Andrea

23.09.2011

Seite 115

Mandat bis

24.07.2014

Landesbank Baden-Württemberg

Beteiligungsbericht 2014

Aufsichtsrat - Vertreter der Stadt Mitglied
OBM Kuhn, Fritz

07.01.2013

Mitglied

Dr. Oesterle, Fritz

08.11.2010

Mitglied

Dr. Stuible-Treder, Jutta

09.05.2014

Mitglied

Prof. Dr. Hundt, Dieter

08.11.2010

Vorstand
Vorsitzender des Vorstands

Vetter, Hans-Jörg

11.06.2009

stellv. Vorsitzender

Horn, Michael

01.07.2002

Mitglied des Vorstands

Dr. Setzer, Martin

01.01.2014

Mitglied des Vorstands

Lochner, Karl-Manfred

01.01.2012

Mitglied des Vorstands

Mandt, Ingo

15.10.2010

Mitglied des Vorstands

Wirth, Volker

01.01.2014

Mitglied des Vorstands

von Uslar, Freiherr Alexander

01.10.2014

09.05.2014

Vergütungen
31.12.2014
in EUR
50.000
37.500
25.000
200

Aufsichtsratsvorsitzender
Stv. Aufsichtsratsvorsitzender
Aufsichtsratsmitglied
Sitzungsgeld

31.12.2013
in EUR
50.000
37.500
25.000
200

An die 21 Mitglieder des Aufsichtsrats wurden für das Geschäftsjahr 2014 ingesamt 0,94 Mio. EUR an
Vergütung und 0,05 Mio. EUR an Sitzungsgeldern gezahlt.
Im Jahr 2014 setzte sich die Vergütung der Vorstände der LBBW aus einer erfolgsunabhängigen
Fixvergütung, einer variablen Erfolgsvergütung und sonstigen Leistungen (im Wesentlichen
Dienstwagennutzung mit Fahrer) zusammen. Darüber hinaus haben die Mitglieder des Vorstands eine
betriebliche Altersversorgung.
Die Mitglieder des Vorstands - sowie die Generalbevollmächtigten - erhielten im Geschäftsjahr 2014 für ihre
Tätigkeit insgesamt eine Fixvergütung von insgesamt 4,88 Mio. EUR. Zudem wurde ihnen eine variable
Erfolgsvergütung von insgesamt 1,13 Mio. EUR ausbezahlt. Die Summe der sonstigen Leistungen betrug 0,12
Mio. EUR. Zum 31. Dezember 2014 beliefen sich die Pensionsverpflichtungen nach IFRS für zum Stichtag
aktive Vorstandsmitglieder der LBBW auf insgesamt 14,19 Mio. EUR.

Seite 116

Beteiligungsbericht 2014

Landesbank Baden-Württemberg

d) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz (LBBW Konzern)
31.12.2014 31.12.2013* 31.12.2012* 31.12.2011
in Mio. EUR in Mio. EUR in Mio. EUR in Mio. EUR
Aktiva

266.230

274.646

336.725

373.069

1.936

2.156

2.909

5.848

38.424

47.625

50.126

59.611

113.195

111.453

119.098

123.794

Risikovorsorge

-1.594

-2.201

-2.519

-2.945

Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle
Vermögenswerte

79.884

70.105

108.911

116.270

Finanzanlagen

29.050

40.660

52.771

63.447

Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen

302

297

303

293

Aktivisches Portfolio-Hedge Adjustment

750

355

580

455

93

727

23

1.698

Immaterielle Vermögenswerte

489

494

502

567

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

705

481

491

469

Sachanlagen

644

646

730

758

Laufende Ertragsteueransprüche

219

179

182

265

Latente Ertragsteueransprüche

1.095

1.059

1.268

1.359

Sonstige Aktiva

1.038

610

1.350

1.180

266.230

274.646

336.725

373.069

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

52.314

58.045

64.250

77.836

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

69.874

82.053

85.359

80.179

Verbriefte Verbindlichkeiten

44.231

50.693

61.964

71.654

Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle
Verpflichtungen

75.246

57.651

99.729

117.188

751

685

1.199

1.019

3.455

3.133

3.129

2.600

0

915

0

526

Laufende Ertragsteuerverpflichtungen

69

58

200

276

Latente Ertragsteuerverpflichtungen

66

169

170

195

Sonstige Passiva

787

742

684

700

Nachrangkapital

6.229

7.103

9.715

11.396

13.208

13.399

10.326

9.500

266.230

274.646

336.725

373.069

Barreserve
Forderungen an Kreditinstitute
Forderungen an Kunden

Zur Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

Passiva

Passivisches Portfolio-Hedge Adjustment
Rückstellungen
Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen

Eigenkapital
Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)
* nach Korrektur IAS 8

Seite 117

Landesbank Baden-Württemberg

Beteiligungsbericht 2014

bb) Ertragslage
GuV (Konzern LBBW)
31.12.2014 31.12.2013* 31.12.2012*

31.12.2011

in Mio. EUR in Mio. EUR in Mio. EUR in Mio. EUR
Zinserträge

17.423

22.807

40.613

47.811

Zinsaufwendungen

15.545

21.034

38.556

45.513

1.878

1.773

2.057

2.298

Provisionserträge

634

667

656

697

Provisionsaufwendungen

116

122

142

161

Provisionsergebnis

518

545

514

536

-120

369

24

-33

97

84

-78

-21

-104

-314

-143

-160

4

29

45

215

Ergebnis aus Finanzanlagen

146

10

80

-715

Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen

117

6

55

-1

-1.853

-1.774

-1.860

-1.727

-191

-300

-305

-306

Zinsergebnis

Ergebnis aus zum Fair-Value bewerteten
Finanzinstrumenten
Sonstiges betriebliches Ergebnis
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
Ergebnis aus als Finanzinvestition gehaltenen
Immobilien

Verwaltungsaufwendungen
Garantieprovision Land Baden-Württemberg
Wertminderung Goodwill

-16

-3

0

-15

Restrukturierungsergebnis

1

48

10

15

477

473

399

86

43

134

1

20

434

339

398

66

Konzernergebnis vor Steuern
Ertragsteuern
Konzernergebnis
* nach Korrektur IAS 8

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow (LBBW Konzern)

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012* 31.12.2011
in Mio. EUR in Mio. EUR in Mio. EUR in Mio. EUR

1. Cash Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit

878

-310

-2.244

5.243

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

-18

-10

837

245

-1.082

-433

-1.532

-40

-222

-753

-2.939

5.448

2

0

0

0

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

2.156

2.909

5.848

400

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

1.936

2.156

2.909

5.848

3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit
Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittel
fonds
(+/-) Wechselkurs-, konzernkreis- und
bewertungsbedingte Änderungen des
Finanzmittelbestands

Seite 118

Beteiligungsbericht 2014

Landesbank Baden-Württemberg

e) Anzahl der Beschäftigten

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
Beamte
Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit
davon EU-Staaten
davon Nicht-EU-Staaten
Teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
Auszubildende
Schwerbehindertenquote in %

31.12.2014
8.530
8.530
0
11.184
11.184
5.916
5.268
0
615
365
250
2.654
2.654
2.451
203
0
456
4

31.12.2013
8.823
8.823
0
11.440
11.440
6.026
5.414
0
968
751
217
2.617
2.617
2.408
209
0
466
5

f) Wichtige Kenngrößen des LBBW-Konzerns
2014
2013*
2012*
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
Geschäftsvolumen
Bilanzsumme
Geschäftsstellen/Niederlassungen
in Baden-Württemberg
im Inland gesamt
Langfrist-Rating**
Moody's Investors Service
Fitch Ratings
*

2011*
Mio. EUR

2010*
Mio. EUR

295.236
266.230

299.650
274.646

365.182
336.337

401.725
373.069

402.865
374.474

k.A.
195

k. A.
199

187
203

190
206

195
210

A2
A+

A3
A+

A3
A+

A2
A+

Aa2
A+

nach Korrektur IAS 8

** für ungarantierte Verbindlichkeiten

Seite 119

Landesbank Baden-Württemberg

Beteiligungsbericht 2014

g) Wichtige Kenngrößen der BW-Bank

Volumenzahlen

2014
Mrd. EUR

2013*
Mrd. EUR

2012*
Mrd. EUR

2011*
Mrd. EUR

30,6
28,3

30,1
27,6

31,1
26

31,7
26,1

Mio. EUR

Mio. EUR

Mio. EUR

Mio. EUR

660
315
7
982
-89
893
-662
231

743
327
9
1.079
-70
1.009
-600
409

730
343
-34
1.039
-26
1.013
-583
430

763
362
***
1.125
-1
1.124
-579
545

Anzahl

Anzahl

Anzahl

Anzahl

k.A.
k.A.

k. A.
k. A.

2.771
187

3.837
190

Aktivvolumen (Stichtag)
Passivvolumen (Stichtag)
Ergebniszahlen
Zinsergebnis
Provisionsergebnis
Sonstiges Ergebnis
Nettoergebnis (vor Risikovorsorge)
Risikovorsorge
Nettoergebnis (nach Risikovorsorge)
Verwaltungsaufwand
Operatives Ergebnis
Mitarbeiter
Mitarbeiter**
Filialen
* nach Korrektur IAS 8

** Rückgang 2012 gegenüber 2011 aufgrund interner Umgliederungen.
*** im Jahr 2011 in anderen Positonen enthalten

h) Kapital und stille Einlagen der
Landeshauptstadt Stuttgart bei der LBBW

Ausweis Bilanz LHS Zinssatz
per 31.12.2013 in €
Kapital
Stille Einlagen (2001)

1.368.888.929,85
275.577.446,48

in %
1)

3,92

Ausweis Bilanz LHS

Ausschüttung/

per 31.12.2014 in €

Verzinsung in €

1.368.888.929,85
86.257.446,48

49.823.813,87
5.319.087,28

3)

1)

Die Verwendung des Bilanzgewinns und damit der Zinssatz wird gemäß § 9 der Satzung der LBBW von
der Hauptversammlung beschlossen.

2)

nach Abzug Kapitalertragssteuer und Solidaritätszuschlag

3)

Rückzahlung stiller Einlagen in Höhe von 189.320.000 EUR in 2014
davon 1.937.795,38 EUR anteilige Verzinsung für zurückgezahlte stille Einlagen über 189,32 Mio. EUR

4)

2)
4)

Das HGB-Ergebnis der LBBW, das für die Verzinsung der stillen Einlagen- und Genussscheine sowie für
eine Ausschüttung ausschlaggebend ist, ermöglichte der LBBW die laufende Verzinsung der stillen
Einlagen und Genussscheine.
Wie geplant hat die LBBW auf Basis des Jahresabschlusses 2013 im Frühjahr 2014 stille Einlagen in Höhe
von 1 Mrd. EUR an die Träger zurückbezahlt. Entsprechend ihrer Beteiligungsquote erhielt die Stadt eine
Rückzahlung von 189.320.000 EUR.
Das Land Baden-Württemberg hat im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung 2009 für die LBBW eine

Seite 120

Beteiligungsbericht 2014

Landesbank Baden-Württemberg

Garantie in Höhe von 12,7 Mrd. EUR für den Bereich Kreditersatzgeschäft übernommen. Das von den
Trägern - Land Baden-Württemberg, Sparkassenverband Baden-Württemberg und Landeshauptstadt
Stuttgart - garantierte Verbriefungsportfolio wurde im August 2014 komplett veräußert. Die Garantie ist
zur Absicherung der Sealink-Struktur weiterhin notwendig und wurde Ende 2014 mit einem reduzierten
Volumen über 5,5 Mrd. EUR verlängert. Entsprechend ihrer Beteiligungsquote übernahm die
Landeshauptstadt eine Rückgarantie über rechnerisch 1,04 Mrd. EUR.
Darüber hinaus besteht eine Gewährträgerhaftung entsprechend der städtischen Beteiligungsquote
(18,93 %) für die vorn unter "Träger und Anstaltslast" beschriebenen Verbindlichkeiten der LBBW.

i) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung

Das Jahr 2014 brachte konjunkturell eine leichte Verbesserung. So kehrte die Wirtschaft im Euroraum
nach dem schwachen Jahr 2013 wieder in die Wachstumszone zurück. Eine Wachstumsbeschleunigung
war auch in den USA zu verzeichnen. China konnte dagegen das Wachstumstempo des Vorjahres nicht
ganz halten, bewegte sich aber im internationalen Vergleich immer noch auf einem hohen
Wachstumsniveau. Das abgelaufene Jahr brachte aber auch erhebliche Risiken mit sich. Aus deutscher
bzw. europäischer Sicht sind hier vor allem die Regionen Syrien, Irak und (Ost-)Ukraine zu nennen, in
denen es zu militärischen Auseinandersetzungen verschiedener Konfliktparteien kam, die auch
hierzulande Besorgnis auslösten.
In Deutschland hat die Wirtschaftsleistung im abgelaufenen Jahr um 1,5 % im Vergleich zum Vorjahr
zugelegt. Angesichts der robusten Konjunktur und des Aufschwungs am Arbeitsmarkt konnte der Bund
bereits im Haushaltsjahr 2014 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen. Im Euroraum setzte die EZB ihre
geldpolitische Lockerung fort. Die Entwicklung der deutschen Kreditwirtschaft stand 2014 vor allem im
Zeichen historischer Niedrigzinsen und anhaltender regulatorischer Veränderungen, die die Institute in
hohem Maße herausforderten. Zusammen mit dem anspruchsvollen Marktumfeld aus hoher
Wettbewerbsintensität und einer zurückhaltenden Kreditnachfrage der Wirtschaft trugen die erhöhten
Kapitalanforderungen und regulatorische Kosten zu einer insgesamt angespannten Situation am
deutschen Bankenmarkt bei.
Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen zeigten die zentralen finanziellen Leistungsindikatoren
des LBBW-Konzerns im Gesamtjahr 2014 eine insgesamt zufriedenstellende Entwicklung. Der solide
Ergebnistrend des LBBW-Konzerns setzte sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr fort. Trotz leicht
gesunkenem Ergebnis in den Kerngeschäftsfeldern übertrifft das Konzernergebnis vor Steuern mit 477
Mio. EUR im Geschäftsjahr 2014 das Vorjahresniveau (473 Mio. EUR) leicht. Darüber hinaus hat die
LBBW im vergangenen Jahr wie geplant eine Milliarde Euro an Stillen Einlagen an die Träger
zurückgezahlt und ihre Kapitalquoten weiter erhöht. So ist die Bank mit einer harten Kernkapitalquote
von 13,6 Prozent und einer Gesamtkapitalquote von 18,9 Prozent (jeweils zum 31.12.2014 gemäß
CRR/CRD IV nach vollständiger Umsetzung) solide kapitalisiert. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft
konnte dank der guten wirtschaftlichen Lage in den Kernmärkten der LBBW gegenüber dem Vorjahr
beträchtlich reduziert werden und lag zum 31.12.2014 bei -104 Mio. EUR (Vorjahr: - 314 Mio. EUR).
Außerordentlich positiv entwickelte sich das im Wesentlichen durch Beteiligungstransaktionen
beeinflusste Finanzanlage- und At Equity-Ergebnis. Belastend hingegen wirkten ein kräftig
zurückgegangenes Ergebnis aus zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten sowie erhöhte
Verwaltungsaufwendungen, u. a. aufgrund hoher und weiter gestiegener Belastungen durch
regulatorische Anforderungen.

Seite 121

Landesbank Baden-Württemberg

Beteiligungsbericht 2014

Ausblick 2015
Die LBBW geht für 2015 von einem historisch niedrigen Zinsniveau und einer stabilen wirtschaftlichen
Situation in ihren Kernmärkten aus. Im bisherigen Verlauf dieses Jahres verzeichnet die Bank eine stabile
operative Ertragsbasis.
Trotz des anspruchsvollen Marktumfelds rechnet die Bank im laufenden Jahr insgesamt mit einer
weiteren moderaten Steigerung des Vorsteuerergebnisses, sofern nicht außergewöhnliche
Marktturbulenzen, unvorhergesehene regulatorische oder rechtliche Verschärfungen oder ein
unerwartet starker konjunktureller Einbruch eintreten.

Seite 122

Beteiligungsbericht 2014

Landesmesse Stuttgart GmbH

Landesmesse Stuttgart GmbH
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Messepiazza 1
70629 Stuttgart

Telefon
Fax
E-Mail
Homepage

(0711) 18560-0
(0711) 18560-2440
info@messe-stuttgart.de
www.messe-stuttgart.de

Rechtsform

GmbH

Handelsregister

HRB 585

Gründungsdatum

30.11.1940

Gegenstand des
Unternehmens

Die Gesellschaft hat Aufgaben des Messe- und Ausstellungswesens im
In- und Ausland zu erfüllen, insbesonders die Landesmesse nach
Maßgabe des Landesmessegesetzes zu betreiben.
Sie kann dazu Messen, Ausstellungen, Musterungen, Kongresse und
sonstige Veranstaltungen fördern, vorbereiten und durchführen.
Der öffentliche Zweck ergibt sich durch die Art der Tätigkeit
(Bereitstellung von Infrastruktur für kulturelle und wirtschaftsfördernde
Maßnahmen).

Stammkapital in T€

14.760,00

Anteil am
Stammkapital in T€

%

Land Baden-Württemberg

7.380,00

50,00

Landeshauptstadt Stuttgart

7.380,00

50,00

b) Gesellschafter

Seite 123

Landesmesse Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen
Messe Stuttgart ARES Fuarcilik Limited Sirketi

%

303,00

60,00

Messe Stuttgart China Ltd.

1.410,57

100,00

Messe Stuttgart Incorporated

1.234,08

100,00

906,58

99,99

60,00

60,00

Messe Stuttgart Istanbul Fuarcilik Limited Sirketi
RETRO Messen GmbH

In 2014 erwarb die LMS 60% der Anteile an der Messe Stuttgart ARES Fuarcilik Limited Sirketi mit Sitz in
Istanbul, Türkei. An der Messe Stuttgart China wurden noch die restlichen 15 % Gesellschafteranteile
erworben.

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die
Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im
Geschäftsjahr 2014 ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Mandat bis

Aufsichtsrat fakultativ
Vorsitzender

EBM Föll, Michael

18.07.2005

Mitglied

Deparnay-Grunenberg, Anna

17.09.2009

Mitglied

Dr. Hackl, Maria

24.07.2014

Mitglied

Dr. Mayer, Fabian

24.07.2014

Mitglied

Endreß, Ulrich

25.05.2012

Mitglied

Urbat, Stefan

24.07.2014

Mitglied

Wüst, Monika

18.07.2005

24.07.2014

Mitglied

Zeeb, Jürgen

18.07.2005

24.07.2014

24.07.2014

Geschäftsführung
Sprecher der Geschäftsführung Kromer von Baerle, Ulrich
Bleinroth, Roland
Die Gesamtbezüge für Herrn Bleinroth betrugen im Berichtsjahr 250 TEUR. Darin enthalten waren mit 61
TEUR erfolgsbezogene Komponenten sowie Sachbezüge in Höhe von 9 TEUR. Herr Kromer von Baerle erhielt
in 2014 eine Gesamtvergütung in Höhe von 252 TEUR, davon entfielen 29 TEUR auf erfolgsbezogene
Komponenten und 12 TEUR auf Sachleistungen. Für Herrn Kromer von Baerle und Herrn Bleinroth bestehen
keine Pensionszusagen seitens der Gesellschaft.

Seite 124

Beteiligungsbericht 2014

Landesmesse Stuttgart GmbH

Vergütungen
31.12.2014
in EUR
1.432
1.278
1.023
511
102
20.596

Aufsichtsratsvorsitzender
Stv. Aufsichtsratsvorsitzender
Aufsichtsratsmitglied
Beratendes Mitglied
Sitzungsgeld
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr

31.12.2013
in EUR
1.432
1.278
1.023
511
102
19.984

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

93.265

86.757

92.109

96.585

1.382

3.912

2.291

2.238

15.345

14.665

14.510

14.676

Finanzanlagen

5.529

4.298

3.019

750

Vorräte

2.179

2.391

110

106

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

3.963

10.664

10.692

18.322

58.731

44.153

54.302

53.697

6.136

6.674

7.184

6.797

Passiva

93.265

86.757

92.109

96.585

Eigenkapital

37.045

36.282

33.936

21.843

2.232

2.231

2.155

2.214

453

799

2.088

1.134

16.508

9.279

16.394

15.520

0

0

7.500

7.500

21.354

24.000

12.300

34.892

7.962

6.225

11.048

6.329

141

0

0

6

7.146

7.378

6.509

6.953

423

564

179

194

93.265

86.757

92.109

96.585

Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen

Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten
Rechnungsabgrenzungsposten

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen
Steuerrückstellungen
sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Seite 125

Landesmesse Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
39,72
39,72
> 100,00
23,86
4.414,70
19,84

31.12.2013 Angaben in
41,82
%
41,82
%
> 100,00
%
26,37
%
4.968,60
in TEUR
21,72
%

31.12.2014

31.12.2013

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2012

31.12.2011

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

134.050

86.828

129.561

88.851

-211

2.320

0

0

3.725

9.638

5.520

9.973

230

184

322

276

Aufwendungen für bezogene Leistungen

56.183

40.365

54.105

40.460

Löhne und Gehälter

18.981

16.383

15.946

14.490

soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und für Unterstützung

4.799

4.345

4.045

3.667

Abschreibungen

4.408

1.811

1.715

1.562

51.472

33.678

45.375

34.760

Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

109

161

57

1

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

170

515

925

911

0

0

0

410

213

454

589

614

1.558

2.241

13.967

3.498

0

0

0

0

745

-158

1.809

-41

50

53

64

22

763

2.346

12.094

3.517

16.422

4.328

811

18.768

16.422

4.328

Umsatzerlöse
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an
fertigen und unfertigen Erzeugnissen
sonstige betriebliche Erträge
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren

sonstige betriebliche Aufwendungen

Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf
Wertpapiere des Umlaufvermögens
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit
außerordentliches Ergebnis
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
sonstige Steuern
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag
Gewinnvortrag/Verlustvortrag
Bilanzgewinn/Bilanzverlust

763

Seite 126

Beteiligungsbericht 2014

Landesmesse Stuttgart GmbH

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

31.12.2013 Angaben in

440,90
17,29
97,79

340,60
20,98
89,41

TEUR
%
%

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

18.371

1.455

4.485

15.113

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

-3.793

-4.104

-3.880

-1.756

0

-7.500

0

0

Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

14.578

-10.149

605

13.357

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

44.153

54.302

53.697

40.340

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

58.731

44.153

54.302

53.697

3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

f) Anzahl der Beschäftigten

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
Beamte
Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit
davon EU-Staaten
davon Nicht-EU-Staaten
Teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Auszubildende
Schwerbehindertenquote in %

Seite 127

31.12.2014
312
312
0
386
386
231
155
0
0
0
15
8
7
128
128
112
16
0
0
0
30
2

31.12.2013
290
290
0
313
313
178
135
0
0
0
10
5
5
61
61
56
5
0
0
0
31
2

Landesmesse Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart
Keine

h) Wichtige Verträge
Geschäftsbesorgungsverträge mit der Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG und der
dazugehörigen Verwaltungs-GmbH:
Mit Wirkung zum 1. Januar 2014 ersetzt der Vertrag vom 17./21 Juli 2014 den bisherigen
Geschäftsbesorgungsvertrag vom 16./20 November 1998. Die LMS übernimmt für die
Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG ab dem 1. Januar 2014 die Besorgung des gesamten
Geschäftsbetriebs mit Ausnahme der Geschäftsführung der Projektgesellschaft Neue Messe GmbH &
Co. KG und der damit einhergehenden Aufgaben und Pflichten. Für den Teilbereich Parkierung
übernimmt die LMS allein die buchhalterischen Abwicklung. Die LMS handelt dabei nach den
Anweisungen der Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG und wahrt deren Interessen.
Geschäftsbesorgungsvertrag mit der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG (vormals
Objektgesellschaft Veranstaltungen und Märkte Stuttgart mbH & Co. KG):
Die LMS übernimmt die die Besorgung folgender Geschäfte für die Standorte der in.Stuttgart KG:
Unterstützung bei EDV-technischen Systemeinrichtungen, Betreuung von EDV-Arbeitsplätzen inklusive
Serververwaltung.
Pachtvertrag für die Landesmesse Stuttgart (Neues Messegelände auf den Fildern):
Der Pachtvertrag für die Landesmesse Stuttgart zwischen der Projektgesellschaft Neue Messe GmbH &
Co. KG (Verpächter) und der LMS (Pächter) wurde am 20. September 2007 geschlossen. Das
Pachtverhältnis begann am 19. September 2007 und endet am 31. Dezember 2032.
Geschäftbesorgungsvertrag mit der RETRO Messen GmbH:
Der LMS wurden mit Wirkung zum 18.Juli 2013 verschiedene Aufgaben der Organisation und
Verwaltung von der RETRO Messen GmbH übertragen.

i) Leistungsdaten
Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Gesamtumsatz i. H. v. TEUR 134.050 und liegt
damit über den geplanten Umsatzerlösen i. H. v. TEUR 129.133. Das Messegelände wurde auch im
siebten vollen Geschäftsjahr erfolgreich bewirtschaftet. Die Veranstaltungen in 2014 wurden sowohl
von den Ausstellern (20.474) als auch von den Besuchern ( 1.233.702) weiterhin sehr positiv
angenommen.
Zusätzlich wurden durch unsere Tochtergesellschaften in China, der Türkei und den USA 12 Messen mit
2.450 Ausstellern und 232.952 Besuchern veranstaltet. Durch unsere inländische Tochtergesellschaft,
der RETRO Messen GmbH, wurden 4 Veranstaltungen durchgeführt. Auch die Messen mit

Seite 128

Beteiligungsbericht 2014

Landesmesse Stuttgart GmbH

Durchführungspartnern (R+T Asia/Shanghai, R+T Australia und SF Schweiz/ Zürich) entwickelten sich in
2014 mit 714 Ausstellern und 33.729 Besuchern erfolgreich. Außerdem wurden 36
Auslandsmessebeteiligungen, davon 28 Messebeteiligungen für öffentliche Auftraggeber und 8
Gruppenbeteiligungen im eigenen Namen, organisiert. Der Umsatz im Geschäftsbereich Messe Stuttgart
International erreichte im Wesentlichen aufgrund neu hinzu gewonnener Beteiligungen mit TEUR 8.129
ein deutliches Plus gegenüber den Planzahlen (TEUR 7.308).
Im Bereich Messen und Ausstellungen wurden 48 eigene Messen mit 12.692 Ausstellern (Plan: 8.103)
und 913.333 Besuchern (Plan 721.850) durchgeführt. Der realisierte Umsatz betrug TEUR 91.499 und
lag damit über dem Planansatz (TEUR 90.211). Die umsatz- und ertragsstärksten Messen waren die
AMB, CMT, Inergastra, Didacta und Südback. Die eigenen Messen konnten sich in ihrem nationalen wie
internationalen Umfeld weiter gut behaupten.Positiv entwickelten sich die Frühjahrsmessen, Lasys und
Vision.
Auch der Gastveranstaltungsbereich setzte seine positive Entwicklung im Geschäftsjahr 2014 weiter
fort. Mit 23 Messen und Ausstellungen und insgesamt 7.498 Ausstellern und 223.431 Besuchern sowie
6 sonstigen Veranstaltungen mit 35 Ausstellern und 40.840 Besuchern wurde ein Umsatz in Höhe von
TEUR 26.522 (Planumsatz TEUR 25.225) realisiert.
Das ICS erzielte im Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von TEUR 5.910 und übertraf damit die Planung
(TEUR 4.973). Es wurde im Rahmen von 129 Kongressen, Tagungen etc. von 502 Ausstellern und
60.483 Besuchern frequentiert.
Die Entwicklung der Gesellschaft ist nach wie vor von den deckungsbeitragsstarken Messen und damit
einem deutlich stärkeren Geschäftsverlauf in den geraden Jahren geprägt. In den umsatzstarken
geraden Messejahren hat die LMS dementsprechend zunehmend mit Engpässen im Hinblick auf die
Geländeauslastung zu kämpfen. Einigen Messen und Kongressen können dadurch nicht die präferierten
Termine oder die gewünschten Flächen angeboten werden. Die Gesellschaft sucht durch gezielte
Entwicklung von Messethemen respektive Akquisition von Gastveranstaltungen oder Kauf von
Veranstaltungen in den ungeraden Jahren neue Umsatz- und Ergebnispotentiale. Mit der Lancierung der
MOULDING EXPO - erstmalige Durchführung im Mai 2015 - wurde eine neue, vielversprechende
Fachmesse ins Leben gerufen, die künftig im Zweijahresrhythmus in den ungeraden jahren stattfinden
wird.

j) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Neue eigene Messen wurden 2014 als Erweiterung bestehender Messeverbünde oder Veranstaltungen
etabliert: die KREATIV Frühjahr ergänzt die Frühjahrsmessen und der "Maker Space" wurde im Rahmen
der Hobby & Elektronik während des Stuttgarter Messeherbstes durchgeführt. Darüber hinaus wurden
eine Reihe von Firmen- und Kongressevents für künftige Jahre akquiriert.
Angesichts einer guten Konjunkturlage haben sich sowohl Fach- wie auch Publikumsmessen
größtenteils positiv entwickelt und es ist davon auszugehen, dass die Konjunktur auch in den nächsten
Monaten weiterhin stabil bleibt. Sowohl der IT-Messeverbund als auch die TheraPro werden weiterhin
eine Herausforderung darstellen.
Das Joint Venture in Nanjing übertraf die Erwartungen in 2014 und erzielte ein gegenüber dem
Wirtschaftsplan deutlich verbessertes Ergebnis. Auf dieser Basis wird in den kommenden Jahren mit
positiven Ergebnisbeiträgen gerechnet. Erfolgreich durchgeführt wurden die Eigenveranstaltungen CMT
China, AMB China und die Jiangsu Building Fair. Mit der "LogiMAT China" wurde erstmals eine
Gastveranstaltung aus Stuttgart gemeinsam mit dem Stuttgarter Gastveranstalter EuroExpo erfolgreich
in Nanjing durchgeführt. Weiterhin wurde ein Konzept für eine Gastronomiemesse in Nanjing entwickelt
und die erstmalige Durchführung im Herbst 2015 beschlossen. Damit wird in 2015 ein weiteres
wichtiges Stuttgarter Messethema in China positioniert. Da die Landtechnikmesse AGMET nicht die

Seite 129

Landesmesse Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

gesetzten Ziele erreichte, beschlossen die JV-Partner diese, außerhalb der Provinz Jiangsu durchgeführte
Messe, in 2015 nicht mehr fortzusetzen. Sehr positiv und deutlich über Plan liegend entwickelte sich
auch das Gastmessegeschäft in Nanjing.
In den USA wurden in 2014 Green Festivals an den Standorten New York, Chicago, Washington, Los
Angeles und San Francisco durchgeführt. Hierbei konnten die Planziele im Hinblick auf die
Ausstellerbeteiligung nicht erfüllt werden, so dass auch das Jahresergebnis der amerikanischen
Beteiligungsgesellschaften deutlich unter Plan abschloss. Die Geschäftsführung der Green Festival Inc.
hat einen Plan zur Verbesserung der Geschäftsentwicklung für 2015 vorgelegt und prognostiziert eine
signifikante Ergebnisverbesserung. Die Messe Stuttgart Inc. hat Themenfelder zur Diversifizierung des
Messeportfolios erarbeitet und wird diese in 2015 zur Entscheidungsreife bringen. Die LMS hat vor
diesen Hintergrund in 2014 eine Stärkung der Kapitalausstattung der amerikanischen Gesellschaften
beschlossen.
Die türkischen Beteiligungsgesellschaften erfüllten in 2014 ihre ambitionierten Planziele. Die IBATECH
Istanbul verzeichnete eine Rekordbeteiligung sowohl auf Aussteller- als auch auf der Besucherseite und
festigte damit ihre Position als führende Fachmesse für das Bäcker- und Konditorenhandwerk in der
Region Middle-East und North-Africa. Umgesetzt wurde in 2014 die direkte Beteiligung der LMS an der
operativ tätigen Gesellschaft "Messe Stuttgart ARES". In diesem Zusammenhang wurden planmäßig die
erforderlichen Schritte zur Schließung der nicht mehr benötigten Holdinggesellschaft "Messe Stuttgart
Istanbul" eingeleitet.
Mit der R+T Australia wurde in Melbourne ein weiterer "Ableger" der R+T etabliert (neben Shanghai
und Istanbul). Die Erstveranstaltung lag im Rahmen der Planungen. Dieser neue Baustein der
Internationalisierungsstrategie der R+T Stuttgart führte zu einem positiven Werbeeffekt bei Ausstellern
und Besuchern aus dem Ozeanien-Raum für die R+T 2015 in Stuttgart.
Neben den Eigenmessen der LMS im Ausland wurden 28 offizielle Gemeinschaftsstände mit insgesamt
rund 700 Ausstellern im Auftrag des BMWI, Baden-Württemberg International und Bayern International
durchgeführt.
Gastmessen:
Als neue Gast-Messen fanden im Jahr 2014 erstmals die LOUNGES zusammen mit der VISION PHARMA
statt. Die LOUNGES unterstrich mit dem Ortswechsel von Karlsruhe nach Stuttgart ihren Anspruch auf
die klare Führungsposition im Bereich Reinraumtechnik sowie die gewachsene Bedeutung in den
Bereichen Wasser + Reinstmedien und Materialien + Oberflächen. Die VISION PHARMA freute sich über
einen zusätzlichen starken Impuls für die Bereiche Pharmaproduktion, -verpackung, -transport, und
-qualitätssicherung.
Des Weiteren feierte die UNITI expo ihre Premiere, deren Untertitel "Neue Leitmesse für die
Tankstellenwelt" lautet, sowie die Office-Management, die sich vorrangig an Sekretäre und
Sekretärinnen richtete. Im Zusammenhang mit der EXPO 4.0 begrüßten wir zum ersten Mal die
internationale Fachmesse für Werbeartikel GiveADays.
Die herausragenden Kongresse und Tagungen im Jahr 2014 im ICS lauten:
" DSAG-Technologietage (Deutsche SAP-Anwendergruppe)
" FGSV Deutscher Straßen- und Verkehrskongress
" EMERSON Global User Meeting
" tekom-Jahrestagung / tcworld (die größte Veranstaltung für technische Kommunikation weltweit)
" European MINT Convention: zweitägige Karrieremesse (MINT = Mathematik, Informatik,
Naturwissenschaften, Technik).
Gastevents:
Die Firmen Gabi Steiner und Lifeplus hielten ihre Händlertagungen nebst Gala-Abenden auf dem
Messegelände ab. Für die Firma Samsung ist die Messe Stuttgart mittlerweile fester Bestandteil der
Neuheiten-Roadshow. Zwei Firmen feierten runde Geburtstage im ICS: Geberit-Jubiläum "50 Jahre

Seite 130

Beteiligungsbericht 2014

Landesmesse Stuttgart GmbH

Unterspülkasten" und die Mössinger Firma Rössle&Wanner 100 Jahre Firmengeschichte. Als Dauergast
in der Alfred Kärcher Halle begrüßten wir erneut die Firma Kärcher mit ihrer Jahresfeier.
Ausblick
Das Jahresergebnis 2015 wird weiter wesentlich bestimmt durch die Neuregelungen des Pachtvertrages.
Das Jahresergebnis vor Pacht und Ertragssteuern 2015 wird positiv geplant (Mio. EUR 4,8). In den ersten
Monaten des laufenden Geschäftsjahres konnten bei allen durchgeführten Messen die Planwerte
erreicht oder überschritten werden. Für 2015 erwarten wir einen Umsatz von rund Mio. EUR 100. Im
Geschäftsbereich "Eigene Messen" planen wir mit über 8.500 Ausstellern und rund 674.000 Besuchern.

Seite 131

w

Seite 132

Beteiligungsbericht 2014

Märkte Stuttgart GmbH

Märkte Stuttgart GmbH
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Langwiesenweg 30
70327 Stuttgart

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info@maerkte-stuttgart.de

Rechtsform

GmbH

Handelsregister

HRB 14150

Gründungsdatum

16.12.2004

Gegenstand des
Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist im Rahmen seiner kommunalen
Aufgabenstellung der Betrieb eines Großmarktes für Lebensmittel aller
Art sowie artverwandter Artikel, der Betrieb der "Stuttgarter
Markthalle" sowie die Organisation und Durchführung von
Marktveranstaltungen insbesondere von Wochenmärkten in Stuttgart.
Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt,
die dem Gegenstand des Unternehmens - mittelbar und unmittelbar dienen. Das Unternehmen kann sich im Rahmen des
kommunalrechtlich Zulässigen an weiteren dem Gesellschaftszweck
dienenden Einrichtungen und Unternehmen beteiligen, mit diesen
kooperieren oder solche Unternehmen errichten, erwerben oder
pachten.

Stammkapital in T€

25,00

b) Gesellschafter
in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG

Anteil am
Stammkapital in T€

%

25,00

0,00

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen
Keine

Seite 133

%

Märkte Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Die Gesellschaft hat
keinen Aufsichtsrat. Dem bei der Alleingesellschafterin, in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG,
gebildeten Aufsichtsrat stehen die im Gesellschaftsvertrag bezeichneten Rechte und Kompetenzen der
Gesellschafterversammlung zu. Die Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und
berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2014 ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Heger, Axel

01.02.2013

Mandat bis

Geschäftsführung
Rau, Martin
Die Gesamtbezüge von Herrn Heger betrugen im Berichtsjahr 89 TEUR. Für Herrn Rau fielen im Jahr 2014
keine Geschäftsführerbezüge an. Die Geschäftsführung für die Märkte Stuttgart GmbH ist Gegenstand des
Anstellungsvertrages zwischen Herrn Rau und der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co.KG
(vormals Objektgesellschaft Veranstaltungen und Märkte Stuttgart mbH & Co. KG). Herr Heger erhält bei
Eintritt in den Ruhestand eine beamtenrechtliche Pension. Für Herrn Rau bestehen keine Pensionszusagen
seitens der Gesellschaft.

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

1.943

1.746

1.588

2.231

51

79

124

76

1.020

917

1.014

942

25

18

18

18

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

342

292

376

346

Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten

506

433

43

828

0

7

14

20

1.943

1.746

1.588

2.231

150

150

150

150

42

42

132

0

sonstige Rückstellungen

302

531

411

674

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

569

268

211

394

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen

710

0

0

0

57

653

582

907

114

101

102

106

1.943

1.746

1.588

2.231

Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Vorräte

Rechnungsabgrenzungsposten
Passiva
Eigenkapital
Steuerrückstellungen

sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Seite 134

Beteiligungsbericht 2014

Märkte Stuttgart GmbH

Kennzahlen zur Vermögenslage
31.12.2014
7,73
7,73
14,04
55,07
250,90
23,45

31.12.2013 Angaben in
8,61
%
8,61
%
15,09
%
57,03
%
48,30
in TEUR
4,85
%

31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2011

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

7.925

7.749

7.620

7.759

584

576

693

482

4

10

11

14

Aufwendungen für bezogene Leistungen

4.251

4.425

4.359

4.293

Löhne und Gehälter

2.061

1.878

1.917

1.879

638

515

547

528

Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

bb) Ertragslage
GuV

Umsatzerlöse
sonstige betriebliche Erträge
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren

soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und für Unterstützung
Abschreibungen

170

190

185

209

sonstige betriebliche Aufwendungen

1.080

1.016

962

932

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

1

4

10

12

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

1

47

11

8

305

248

331

391

außerordentliches Ergebnis

0

0

0

0

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

3

35

132

-4

sonstige Steuern

2

5

21

2

300

208

178

393

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

0

0

0

0

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

0

0

0

0

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit

aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnoder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte
Gewinne

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

193,40
31,72
96,54

Seite 135

31.12.2013 Angaben in
198,20
28,75
95,42

TEUR
%
%

Märkte Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

324

438

-544

464

-251

-48

-241

-232

0

0

0

0

73

390

-785

232

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

433

43

828

596

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

506

433

43

828

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit
Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

f) Anzahl der Beschäftigten

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
Beamte
Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit
davon EU-Staaten
davon Nicht-EU-Staaten
Teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Auszubildende
Schwerbehindertenquote in %

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart
Keine

Seite 136

31.12.2014
44
43
1
48
47
10
37
1
0
1
7
3
4
7
7
3
4
0
0
0
0
2

31.12.2013
42
41
1
47
46
9
37
1
0
1
6
3
3
4
4
4
0
0
0
0
0
0

Beteiligungsbericht 2014

Märkte Stuttgart GmbH

h) Wichtige Verträge
Gewinnabführungs- und Verlustübernahmevertrag mit der in.Stuttgart KG
Mit der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG wurde am 16. Dezember 2009 mit
Nachtrag vom 31. März 2014 ein Gewinnabführungs- und Verlustübernahmevertrag abgeschlossen.
Darin verpflichtet sich die MSG zur Abführung des Jahresergebnisses an die in.Stuttgart KG. Die
in.Stuttgart KG verpflichtet sich ihrerseits zum Ausgleich eines während der Vertragslaufzeit
entstehenden Jahresfehlbetrags.
Geschäftsbesorgungsvertrag mit der in.Stuttgart KG
Mit der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG wurde am 21. Februar 2005 ein
Geschäftsbesorgungsvertrag geschlossen. Durch diesen übernimmt die in.Stuttgart KG die Erbringung
von kaufmännischen Geschäftsführungsleistungen, die Unterstützung der MSG bei der Erstellung des
Wirtschaftsplans, das Versicherungsmanagement, die zur Verfügungsstellung der Vertragsdatenbank
und
des
Risikomanagementsystems
sowie
die
Personalverwaltung
einschließlich
der
Personalabrechnung.
Mietverträge mit der in.Stuttgart KG
Mit der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, wurden am 5. Januar 2010 Mietverträge
über die bebauten Grundstücke, auf welchen der Großmarkt betrieben wird, sowie das Gebäude
Dorotheenstraße 4 (Markthalle) geschlossen. Das Mietverhältnis begann am 1. Januar 2010 und läuft
auf unbestimmte Zeit.

i) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Gesamtbetrieb
Die für das Jahr 2014 festgelegten Planzahlen konnten erreicht werden.
Die erzielten Umsatzerlöse in Hohe von TEUR 7.925 (Vj.TEUR 7.748) sowie die sonstigen betrieblichen
Erträge in Höhe von TEUR 584 ( Vj. TEUR 576 ) liegen damit auf einem konstant hohen Niveau.
Großmarkt
Der Großmarkt ist ausgelastet, die vorhandenen Räume und Flächen sind zu 100 % vermietet. Wieder
haben sich verschiedene Betriebe durch Um- oder Neubaumaßnahmen erweitert, was positiv zu
bewerten ist. Durch die Vollauslastung des Großmarkts sind die Verkehrsflächen nach wie vor
eingeschränkt. Um diese Problematik entschärfen und der Nachfrage nach räumlichen Erweiterungen
vorhandener Betriebe sowie auch Neuansiedlungen gerecht werden zu können, wäre eine Erweiterung
des Großmarkts sinnvoll. Aufgrund der vorgegebenen örtlichen Strukturen und Entwicklungen ist dies
derzeit allerdings nicht möglich. Es wird deshalb versucht, durch eine Neuordnung des Parkplatzes an
der Neckarwiesenstraße mittelfristig, zumindest in der Verkehrsflächenproblematik und bei der
Parkraumsituation, insgesamt Entlastung zu schaffen.
Zwei große Firmen haben auf dem Großmarktgelände in 2014 hohe Investitionen in Um- und
Neubaumaßnahmen getätigt und damit zur wesentlichen Standortsicherung beigetragen.
Seit sechs Jahren unterstützt der Großmarkt mit verschiedenen Händlern und Sponsoren im Benehmen
mit dem Förderverein "Kinderfreundliches Stuttgart e.V." im Rahmen des Schulfruchtprogramms das
Projekt "Gesunde Ernährung von Kindern in Stuttgarter Schulen und Kindertagesstätten". Hierbei

Seite 137

Märkte Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

werden einmal wöchentlich durch die Märkte Stuttgart GmbH 25 Einrichtungen angefahren und ca.
8.000 Schüler/Kinder kostenlos mit frischem Obst versorgt. Diese Aktion wird mit Mitteln des
EU-Schulfruchtprogramms weiter gefördert und ausgebaut.
Im August konnte auf dem Neckarwiesenparkplatz eine neue Tankstelle von der Firma Avia Oest
eröffnet werden. Auch dies war ein positives Projekt. Durch die gute Preispolitik profitieren nicht nur
Händler und Lieferanten, sondern ebenso - wie die zunehmende Nachfrage zeigt - freie Kunden.
Markthalle
Das im Jahr 1914 eröffnete und im Jugendstil erbaute Gebäude konnte 2014 seinen 100sten
Geburtstag feiern. Die Jubiläumsausstellungen im Rathaus und in der Markthalle selbst sowie das
Festwochenende Anfang Juli waren ein voller Erfolg und haben zu einer sehr positiven Resonanz
geführt.
Die Markthalle zählt zu den besten Feinkostadressen Deutschlands. Sie bildet eine Symbiose mit Ihrem
regionalen und international anspruchsvollen Warenangebot, einladender Gastronomie und historischer
Jugendstil-Architektur und sorgt damit für ein besonderes Kauferlebnis. Sie bietet ein perfektes
Zusammenspiel von Ambiente, Service und Angebot, aber auch höchste Qualität der Produkte.
Nach wie vor werden Markthallenführungen angeboten. Diese haben im Hinblick auf das
100jährige-Jubiläum eine große Nachfrage erfahren, dass sie Stuttgart Marketing zwischenzeitlich fest
in das Programm aufgenommen hat. Die Standplätze im Erdgeschoss und die sonstigen gewerblichen
Flächen der Markthalle sind vollständig vermietet.
Im Untergeschoss wurde die Sanierung veralteter Kühlräume kontinuierlich fortgesetzt und
Verkehrsflächen renoviert.
Wochenmärkte
Ein wichtiger Bestandteil in der Nahversorgungskette sind die Stuttgarter Wochenmärkte. Dadurch, dass
viele großbetriebliche Handelsformen immer mehr den Einzelhandel verdrängen, wird die
Nahversorgung in vielen Stuttgarter Stadteilen immer häufiger zum Problem. Diesbezüglich sind
individuelle Teillösungen gefragt, die unter anderem durch die Schaffung neuer Wochenmärkte erfüllt
werden können.
2014 konnte die Märkte Stuttgart GmbH zwei neue Wochenmärkte in Uhlbach und Zuffenhausen-Rot
eröffnen und damit die entstandenen Versorgungslücken schließen.
Für Besucher und Kunden ist nicht nur das spezielle Flair der Märkte ein tolles Erlebnis, sondern Sie
genießen insbesondere das Vertrauensverhältnis zu ihren Markthändlern. Im Juni 2015 soll ein weiterer
Wochenmarkt in Mühlhausen-Mönchfeld hinzukommen.
Flohmärkte Kirchweih, Krämermärkte und Christbaumverkauf
Flohmärkte, insbesondere der Internationale- und der Benefizflohmarkt, aber auch Kirben in
Hedelfingen und Feuerbach waren auch in 2014 ein voller Erfolg. Dies ermöglichte wiederrum,
gemeinnützige Einrichtungen mit Spendengeldern zu unterstützen. Die Rekordeinnahme von 2.500,-- €
aus dem Benefizverkauf kam dem Förderverein "Kinderfreundliches Stuttgart" zu Gute. Eine Spende
von 12.000,-- € aus dem 100jährigen-Markthallenjubiläum sowie den Einnahmen aus der Erzeugermeile
ging an die "Olgäle Stiftung".
Der Christbaumverkauf versorgte an über 40 Verkaufsstellen die Bürger der Stadt wieder mit
Weihnachtsbäumen.

Seite 138

Beteiligungsbericht 2014

Märkte Stuttgart GmbH

Beflaggung
An 44 Standorten konnten 200 feste Fahnenmasten auf dem bisherigen Niveau vermietet werden.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Bilanzsumme hat gegenüber dem Vorjahr um TEUR 160 zugenommen. Auf der Aktivseite haben die
flüssigen Mittel um TEUR 73 zugenommen.
Im Rahmen der vorgenommenen Investitionen in das Anlagevermögen wurden eigene Finanzmittel in
Höhe von TEUR 109 eingesetzt. Zum Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über flüssige Mittel in Höhe
von TEUR 506.
Der Wirtschaftsplan sieht für 2015 neben den geplanten Instandhaltungsmassnahmen Investitionen in
Höhe von TEUR 290 vor.
Das Bilanzjahr schließt mit einem abzuführenden Jahresergebnis von TEUR 300 ab. Die Umsatzerlöse
sind insgesamt im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 177 gestiegen. Die Abschreibungen betragen TEUR
170 und liegen damit auf Vorjahres-niveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich
um TEUR 65.
Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen werden auf dem Großmarkt kontinuierlich fortgesetzt,
wobei Vollauslastung der Bestandsgebäuden und Flächen die Durchführung der Maßnahmen erschwert.
Die teilweise überalterte Bausubstanz birgt insbesondere in den technischen Bereichen gewisse Risiken,
so dass mit unvorhergesehenen Maßnahmen zu rechnen ist. Der Untergrund des Großmarktes ist
Auffüllgelände mit abfallwirtschaftlich relevanten Belastungen. Bei Tiefbaumaßnahmen ist davon
auszugehen, dass nicht unerhebliche Kosten für die Dekontamination des Erdreichs aufzubringen sind.
Die Märkte Stuttgart GmbH hatte im Jahr 2014 keine nennenswerten Forderungsausfälle.
Zahlungsrückstände bei den Mieten konnten auf Grund des internen Schuldenmanagements zeitnah
wieder beigetrieben werden.
Gebäude und Flächen auf dem Großmarkt, der Markthalle und den Wochenmärkten sind gegenwärtig
vollständig vermietet. Auf Grund der andauernden Nachfrage an diesen Flächen sind bei etwaigem
Mieterwechsel keine Leerstände zu erwarten.
Ausblick
Insgesamt betrachtet kann die Märkte Stuttgart GmbH für 2014 eine sehr positive Bilanz ziehen. Auf
Grund der Vollauslastung sowie der stabilen Mieterlöse und der gegenwärtig gesicherter Stellung am
Markt, wird auch für die Folgejahre mit positiven Jahresergebnissen gerechnet.
Die Nachfrage nach zusätzlichen Flächen im Großmarkt sowohl von Bestandsmietern als auch neuen
Händlern ist nach wie vor gegeben. Für den Großmarkt ist es nachteilig, dass keine Flächenreserven zur
Deckung der Nachfrage zur Verfügung stehen. Die Bemühungen für weitere Flächenoptimierungen
werden deshalb fortgesetzt.
Im Juni 2015 ist die Eröffnung eines weiteren Wochenmarktes in Mühlhausen-Mönchfeld geplant. Mit
diesem neuen Wochenmarkt stellen insgesamt 30 Märkte im Stadtgebiet von Stuttgart die
Nahversorgung sicher.
Für 2015 wird ein abzuführendes Jahresergebnis in Höhe von TEUR 343 erwartet.

Seite 139

w

Seite 140

Beteiligungsbericht 2014

Medizinisches Versorgungszentrum Krankenhaus
Bad Cannstatt gGmbH

Medizinisches Versorgungszentrum
Krankenhaus Bad Cannstatt gGmbH
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Prießnitzweg 24
70374 Stuttgart

Rechtsform

GmbH

Handelsregister

HRB 749419

Gründungsdatum
Gegenstand des
Unternehmens

Die Gesellschaft nimmt Aufgaben der Gesundheits- und
Wohlfahrtspflege und hierbei insbesondere die vertragsärztliche
ambulante Patientenversorgung wahr. Die Gesellschaft betätigt sich
dabei im Rahmen des § 102 Gemeindeordungung
Baden-Württemberg.
Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt,
die dem Gegenstand des Unternehmens - mittelbar und unmittelbar dienen und diesen fördern. Die Gesellschaft ist nicht berechtigt, sich
an anderen Einrichtungen und Unternehmen zu beteiligen, solche zu
erwerben oder zu gründen.

Stammkapital in T€

25,00

b) Gesellschafter
Eigenbetrieb Klinikum Stuttgart

Anteil am
Stammkapital in T€

%

25,00

100,00

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen
Keine

Seite 141

%

Medizinisches Versorgungszentrum Krankenhaus
Bad Cannstatt gGmbH

Beteiligungsbericht 2014

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die
Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im
Geschäftsjahr 2014 ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Aufsichtsrat fakultativ
Vorsitzende

Groß, Antje

10.04.2014

Mitglied

Prof. Dr. Dr. Bürgy, Martin

10.04.2014

Mitglied

Seiffert, Tobias

10.04.2014

Geschäftsführung
Weiss, Volkert
Es fallen keine Geschäftsführerbezüge an

aa)
Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014
in TEUR

e) Geschäftsentwicklung
Aktiva

316

Immaterielle Vermögensgegenstände

234

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

19

Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten

63

Passiva

316

Eigenkapital

15

sonstige Rückstellungen

9

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

1

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen

245

sonstige Verbindlichkeiten

46

Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

316

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014 Angaben in
4,82
%
4,82
%
58,69
%
74,09
%
244,00
in TEUR
104,36
%

Seite 142

Mandat bis

Beteiligungsbericht 2014

Medizinisches Versorgungszentrum Krankenhaus
Bad Cannstatt gGmbH

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

in TEUR
Umsatzerlöse

88

sonstige betriebliche Erträge

7

Löhne und Gehälter

67

soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und für Unterstützung

11

Abschreibungen

10

sonstige betriebliche Aufwendungen

16

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

1

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit

-10

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

-10

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

-10

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014 Angaben in
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

31,79
81,74
83,76

TEUR
%
%

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

38
-244

3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

269

Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

63

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

0

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

63

Seite 143

Medizinisches Versorgungszentrum Krankenhaus
Bad Cannstatt gGmbH

Beteiligungsbericht 2014

f) Anzahl der Beschäftigten

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
Beamte
Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit
davon EU-Staaten
davon Nicht-EU-Staaten
Teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer
davon Männer
Auszubildende
Schwerbehindertenquote in %

31.12.2014
3
3
0
4
4
2
2
0
0
0
1
1
1
0
0

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart
Keine

h) Wichtige Verträge
Geschäftsbesorgungsvertrag mit dem Klinikum Stuttgart (01.08.2014/19.08.2014). Das Klinikum
übernimmt insbesondere die kaufmännische Buchhaltung einschließlich der Debitoren- und
Kreditorenbuchhaltung und die Erstellung des Jahresabschlusses.

j) Bericht zum Public Corporate Governance
Kodex der Landeshauptstadt Stuttgart
Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung des Medizinischen Versorgungszentrums Krankenhaus
Bad-Cannstatt gGmbH haben den Bericht zum Public Corporate Governance Kodex mit Umlaufbeschluss
vom 3. August 2015 beschlossen. Der Aufsichtsrat und die Geschäftführung haben den Empfehlungen
des Public Corporate Governance Kodex entsprochen.

Seite 144

Beteiligungsbericht 2014

Medizinisches Versorgungszentrum Krankenhaus
Bad Cannstatt gGmbH

k) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Das Medizinische Versorgungszentrum Krankenhaus Bad Cannstatt gemeinnützige GmbH (MVZ) ist am
10.09.2014 durch den Zulassungsausschuss bei der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg
zugelassen worden. Es betreibt einen Kassensitz im Bereich Nervenheilkunde, der von dem früher
niedergelassenen Arzt Dr. Christian Simon eingebracht wurde und einen halben Kassensitz im
Fachgebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie und
-psychotherapie ist aktuell nicht zulassungsbeschränkt. Der ursprünglich angestrebte volle Kassensitz
konnte wegen fehlender personeller Besetzungsmöglichkeit nicht realisiert werden. Das mit der
Gründung des MVZ verfolgte Ziel, ist die Verbesserung der sektorenübergreifenden Vernetzung der
psychiatrischen Versorgung, da sowohl in der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung der
Erwachsenenpsychiatrie wie auch der Kinder- und Jugendpsychiatrie teilweise erhebliche Wartezeiten
bestehen, die eine kontinuierliche Weiterbetreuung im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt
deutlich erschweren bzw. gar nicht erst ermöglichen.
Geschäftsverlauf und Ertragslage
Im Jahr 2014 war durch die lnbetriebnahme des MVZ erst ab 11.09.2014 und damit innerhalb eines
Abrechnungsquartals, der dauerhaften Erkrankung des neu angestellten Dr. Simon, die Umstellung der
übernommenen nervenärztlichen Praxis auf eine rein psychiatrische Leistungserbringung und der neu
aufzubauenden Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie nicht repräsentativ. Zum 13.10.2014 konnte
mit Frau Dr. Eva Andrä eine Vertretungsärztin für Herrn Dr. Simon eingestellt werden, die
zwischenzeitlich ab 01.04.2015 auch als dessen Nachfolgerin offiziell zugelassen wurde. Auf Grund der
im psychiatrischen vertragsärztlichen Bereich bestehenden langen Wartezeiten konnte der von Herrn Dr.
Simon übernommene Patientenstamm weitgehend gehalten werden, trotzdem führt jeder Arztwechsel
zunächst zu Behandlungsabbrüchen und damit zu einer Verringerung der Erträge. Unabhängig davon,
ist bei einer qualitativ guten Versorgung und der geringeren zulässigen Arbeitszeit von angestellten
Ärzten die Zahl der möglichen Patienten limitiert und wird das frühere Niveau (Anteil
Psychiatriepatienten) der Praxis Dr. Sirnon nicht mehr erreichen. Im ersten vollständigen Quartal 4/2014
wurden 766 Fälle, davon 11 der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit einem Abrechnungsvolumen von
rund 61.000 € behandelt. Dies entspricht auch im Wesentlichen der bei der Gründung der MVZ gGmbH
für die ersten Monate angenommen Entwicklung. Vor allem musste die nervenärztliche Praxis die
Deckungsmittel für die gesamten Infrastrukturkosten und den überwiegenden Teil der Personalkosten
der Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie erwirtschaften, was auch in der operativen
Geschäftstätigkeit gelungen ist. Insgesamt wurde unter den geschilderten schwierigen
Rahmenbedingungen ein negatives Betriebsergebnis in·Höhe von - 9.789 € bei einem Gesamtumsatz
rund 95 T€ erreicht. Das operative Ergebnis (EBITDA) war in Aufwand und Ertrag ausgeglichen.
Finanzlage
Für den Ankauf der Praxis Dr. Simon erhielt die MVZ gGmbH ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von
244.000 € mit einem Zinssatz von 2,10% und einer Laufzeit von 10 Jahren. Die erste Tilgungsrate ist
zum Ende des Geschäftsjahres 2015 fällig.
Der ebenfalls vom Gesellschafter gewährte Dispositionskredit musste auf Grund der von der
kassenärztlichen Vereinigung für die nervenärztliche Praxis auf der Basis des früheren
Regelleistungsvolumens weiter gezahlten Abschlagszahlungen nicht in Anspruch genommen werden,
führte aber zu Rückzahlungsverpflichtungen bzw. der Einstellung von Verbindlichkeiten in Höhe von
41 T€.
Die Beschaffungskosten für die Praxis Dr. Simon betrugen 244 T€, die mit diesem Betrag bei den
immateriellen Anlagegütern aktiviert wurden. Die von der Praxis übernommenen materiellen
Anlagegüter sind bereits abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine neuen Anlagengüter
beschafft.

Seite 145

Medizinisches Versorgungszentrum Krankenhaus
Bad Cannstatt gGmbH

Beteiligungsbericht 2014

Personal
Von der früheren Praxis Dr. Simon wurden der Praxisinhaber und eine Medizinische Fachangestellte
(Vollkraft) in ein Anstellungsverhältnis bei der Gesellschaft
übernommen. Auf Grund der
Langzeiterkrankung von Herrn Dr. Simon erfolgte zum 13.10.2014 die Einstellung der Fachärztin für
Psychiatrie Frau Dr. Eva Andrä als seine Vertretung und künftige Nachfolgerin. Für die Praxis Kinder- und
Jugendpsychiatrie und -psychotherapie wurde zum 11.09.2014 Herr Dr. Schanda im Umfang von 50 %
einer Vollzeitstelle angestellt.
Sonstige Entwicklungen im Geschäftsjahr
Erwähnenswerte besondere Entwicklungen waren im Geschäftsjahr 2014 nicht zu verzeichnen. Nach
Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2014 haben sich keine weiteren Vorgänge von besonderer
Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.
Prognose-, Chancen- und Risikobericht
Im Geschäftsjahr 2015 erfolgt mit dem Ausscheiden von Herrn Dr. Simon zum 31.03.2015 die
Neuzuordnung der bisherigen nervenärztlich geführten Praxis zum Fachgebiet Psychiatrie und
Psychotherapie. Dies ist auch mit einer Umstellung des KV-Regelleistungsvolumens verbunden. Auf
Grund der anerkannten deutlich höheren Fallkosten, ist dies für die Ertragssicherheit der Gesellschaft
grundsätzlich positiv. Insgesamt besteht bei der Praxis für Psychiatrie und Psychotherapie die Absicht, die
Fallzahlen auf rund 800 Fälle pro Quartal zu erhöhen und parallel eine Sprechstunde für
privatversicherte Patienten aufzubauen. Ziel ist es, bis zum Jahresende den Ertrag aus der Abrechnung
mit den Privaten Krankenkassen auf zunächst 10% des Umsatzes zu erhöhen.
Die Fallzahlentwicklung in der Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie ist zwar ansteigend, bleibt
jedoch noch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Erschwerend für Akquisitionsmaßnahmen kommt
hinzu, dass Herr Dr. Schanda um eine Vertragsauflösung zum 31.05.2015 gebeten hat, ohne dass bisher
ein Nachfolger gefunden werden konnte. Gegebenenfalls muss die Praxis sogar über einen längeren
Zeitraum bis zur möglichen Einstellung eines Nachfolgers ruhen. Zunächst steht, da der Betrieb zweier
Praxen unterschiedlicher Fachgebiete zwingende Voraussetzung für die Fortführung des MVZ ist, die
Sicherung des laufenden Betriebs der Praxis für Kinder- und Jugendmedizin und nicht die wirtschaftliche
Optimierung im Vordergrund der Überlegungen. Weiterhin besteht auch die Absicht, einen vollen
Kassensitz in der Kinder- und Jugendpsychiatrie zu betreiben. Dies·wird sobald die personellen
Voraussetzungen hierfür gegeben sind, dann auch entsprechend umgesetzt. Da die Kassenärztliche
Vereinigung einen Zeitraum von 36 Kalendermonaten für den Aufbau einer neuen Praxis zugesteht,
werden durch die personellen Probleme und fehlende Versorgungskontinuität keine langfristigen
wirtschaftlichen Nachteile erzeugt. Es bedarf lediglich eines längeren Zeitraums für die Konsolidierung
und damit auch bis zu Erfüllung des ursprünglichen Businessplans. Es kann auf Grund der
prognostizierten Entwicklung des Betriebsergebnisses zusätzlich zur Kompensation des Verlustvortrags
aus 2014 von einer Verbesserung der Vermögenssituation der Gesellschaft zum Jahresende 2015
ausgegangen werden. Im Geschäftsjahr 2015 wird in der Gewinn- und Verlustrechnung mit einem
Überschuss von knapp 20 T€ gerechnet.

Seite 146

Beteiligungsbericht 2014

NetCom Stuttgart GmbH Telekommunikationsdienste

NetCom Stuttgart GmbH Telekommunikationsdienste
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Schockenriedstraße 50
70565 Stuttgart

Telefon
Fax

(0711) 7885-2652
(0711) 7885-2244

Rechtsform

GmbH

Handelsregister

HRB 17717

Gründungsdatum

18.03.1996

Gegenstand des
Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Vermarktung von
Telekommunikationsdienstleistungen, insbesondere die Vermarktung
von Kommunikationsnetzen - auch Teilnetzen - zur Sprach-, Bild- und
Datenübertragung sowie die Vermarktung der auf den Netzen
aufbauenden Mehrwertdienste (u.a. Corporate Networks,
Netzwerkmanagement, Multimedia). Die Gesellschaft kann weitere
Serviceleistungen für die Landeshauptstadt Stuttgart und die Region
anbieten.
Die Gesellschaft ist zu allen Handlungen berechtigt, die geeignet
erscheinen, den Gegenstand des Unternehmens unmittelbar oder
mittelbar zu fördern.

Stammkapital in T€

100,00

b) Gesellschafter
Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH

Anteil am
Stammkapital in T€

%

100,00

100,00

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen
Keine

Seite 147

%

NetCom Stuttgart GmbH Telekommunikationsdienste

Beteiligungsbericht 2014

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die
Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im
Geschäftsjahr 2014 ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Aufsichtsrat fakultativ
Mitglied

BM Wölfle, Werner

13.08.2011

Mitglied

Schaible, Volker

13.08.2011

Mandat bis

Geschäftsführung
Augspach, Martin

30.06.2014

Votteler, Hartmut
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen für das Jahr 2014 8 TEUR. Für Herrn Votteler bestehen
keine Pensionszusagen seitens der Gesellschaft.

Vergütungen

Aufsichtsratsvorsitzender
Stv. Aufsichtsratsvorsitzender
Aufsichtsratsmitglied
Sitzungsgeld
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr

Seite 148

31.12.2014
in EUR
500
500
500
100
2.000

31.12.2013
in EUR
500
500
500
100
2.000

Beteiligungsbericht 2014

NetCom Stuttgart GmbH Telekommunikationsdienste

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

1.009

1.348

1.204

1.588

33

49

21

17

Sachanlagen

543

630

631

612

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

111

72

113

4

Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten

321

598

440

950

0

0

0

7

1.009

1.348

1.204

1.588

100

100

100

100

sonstige Rückstellungen

59

33

19

15

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

13

72

22

363

823

1.124

1.062

1.110

14

18

2

1

1.009

1.348

1.204

1.588

Immaterielle Vermögensgegenstände

Rechnungsabgrenzungsposten
Passiva
Eigenkapital

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
sonstige Verbindlichkeiten
Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
9,91
9,91
17,34
57,16
8,09
1,40

Seite 149

31.12.2013 Angaben in
7,42
%
7,42
%
> 100,00
%
50,35
%
131,64
in TEUR
19,40
%

NetCom Stuttgart GmbH Telekommunikationsdienste

Beteiligungsbericht 2014

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2011

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

912

918

730

333

sonstige betriebliche Erträge

3

23

24

198

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren

0

0

30

0

Aufwendungen für bezogene Leistungen

345

372

306

170

Löhne und Gehälter

158

143

14

9

34

31

3

3

Abschreibungen

110

104

93

16

sonstige betriebliche Aufwendungen

234

188

211

294

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

3

4

18

3

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

41

41

56

4

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit

-2

65

58

39

-15

18

56

17

13

47

3

22

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

0

0

0

0

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

0

0

0

0

Umsatzerlöse

soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und für Unterstützung

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnoder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte
Gewinne

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit
Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

-256

338

-392

405

-8

-132

-116

-644

-13

-47

-3

1.052

-277

159

-511

813

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

598

439

950

137

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

321

598

439

950

Seite 150

Beteiligungsbericht 2014

NetCom Stuttgart GmbH Telekommunikationsdienste

f) Anzahl der Beschäftigten

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
Beamte
Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit
davon EU-Staaten
davon Nicht-EU-Staaten
Teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Auszubildende
Schwerbehindertenquote in %

31.12.2014
3
3
0
5
5
4
1
0
0
0
0
0
0
2
2
2
0
0
0
0
0
0

31.12.2013
4
4
0
6
6
4
2
0
0
0
1
1
0
2
2
2
0
0
0
0
0
0

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart
Keine

h) Wichtige Verträge
Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der SVV:
Mit der alleinigen Gesellschafterin SVV besteht seit 18.03.1996 ein Ergebnis- und Gewinnabführungsvertrag. Dieser wurde am 03.12.2013 an die gesetzlichen Erfordernisse angepasst und entsprechend
geändert.
Vertragliche Vereinbarung über den Betrieb des ServiceCenters Stadt Stuttgart:
Die NetCom erbringt im ServiceCenter Stadt Stuttgart Telefondienstleistungen unter den Rufnummern

Seite 151

NetCom Stuttgart GmbH Telekommunikationsdienste

Beteiligungsbericht 2014

216-0 und 115 für die Landeshauptstadt Stuttgart. Die NetCom stellt hierbei sicher, dass das
ServiceCenter Stadt Stuttgart im Front-Office für die eingehenden Anrufe in der Zeit von Montag bis
Freitag 08.00 - 18.00 Uhr unter den oben genannten Nummern erreichbar ist. Davon ausgenommen
sind Heiligabend, Silvester sowie alle gesetzlichen Feiertage in Baden-Württemberg.
Vertragliche Vereinbarung über die Personalgestellung für das ServiceCenter Stadt Stuttgart:
Für den Betrieb des ServiceCenter Stadt Stuttgart erfolgt eine Personalgestellung zwischen der
Landeshauptstadt Stuttgar und der NetCom. Das Personal bleibt für die Dauer der Gestellung im
Arbeitsverhältnis bei der Landeshauptstadt Stuttgart.
Vertragliche Vereinbarung zur Erbringung von CallCenter-Dienstleistungen mit der SSB AG:
Die NetCom stellt für die SSB CallCenter-Dienstleistungen im First-Level-Bereich bereit. Die Dienstleistungen werden von den übrigen CallCenter-Leistungen getrennt erfasst und mit eigenem Personal
geleistet.

i) Bericht zum Public Corporate Governance
Kodex der Landeshauptstadt Stuttgart
Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung der NetCom haben den Bericht zum Public Corporate
Governance Kodex in der Aufsichtsratssitzung am 8. Mai 2015 beschlossen und die Einhaltung des
Kodex bestätigt. Aufgrund der Größe der Gesellschaft ergaben sich im Geschäftsjahr 2014 folgende
Abweichungen von den Empfehlungen:
Prüfung durch Aufsichtsratsvorsitzenden:
Aufgrund der Größe der Gesellschaft führt die Wirtschaftsprüfung eher die Belegprüfung durch, da
ansonsten die operativen Regularien der SSB zur Anwendung kommen.
Interne Revision:
Für das Geschäftsjahr 2014 führte eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft umfangreiche
Revisionstätigkeiten im Auftrag der Stadt durch.
Geschäftspartnerkodex:
Die Gesellschaft beauftragt alle wesentlichen Beschaffungen in eigenem Namen und Rechnung u.a.
über die SSB AG als Dienstleister. Dort sind diese Anforderungen Teil des Einkaufshandbuches. Ein
eigener Geschäftspartnerkodex existiert aufgrund der Unternehmensgröße nicht.
Besetzung von Führungspositionen:
Die Gesellschaft verfügte Ende 2014 durchschnittlich über 7 Beschäftigte, mit keiner eigenen
Führungsstruktur.
Vergütung:
Die Geschäftsführung erhält nur eine geringfügige fixe Beschäftigungsvergütung.
D&O Versicherung:
Aufgrund der Vertragslage und Vergütungsstruktur existiert ein fester maximaler Selbstbehalt.

Seite 152

Beteiligungsbericht 2014

NetCom Stuttgart GmbH Telekommunikationsdienste

j) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Rahmenbedingungen
Wie bereits im Vorjahr entwickelte sich die Nachfrage für Leistungen des Service Centers Stadt Stuttgart
im Geschäftsjahr 2014 positiv.
Neben der zentralen Telefonvermittlung und Angebot des 115-Anrufservice (einheitliche Behördenund Servicenummer) wurden weitere Dienstleistungen für die Landeshauptstadt selbst und im
städtischen Konzernumfeld übernommen oder sind für eine anstehende Umsetzung in Vorbereitung.
Das bearbeitete Anrufvolumen stieg um 105.000 auf rund 410.000 Anrufe. Die Kapazitätsauslastung
war damit erreicht. Da jedoch ein Teil der erwarteten Aufträge erst ab Mitte 2014 erteilt wurden,
konnte der Planansatz nicht ganz erreicht werden.
Entsprechende Investitionen und
Personaleinstellungen
wurden
daher
verschoben.
Gemäß
des
Beschlussberichtes
der
Projektlenkungsgruppe sollen weitere Dienste in den kommenden Jahren für Serviceeinheiten bei der
Stadt Stuttgart übernommen werden.
Zur Sicherstellung eines aussagefähigen Steuerungs- und Abrechnungsverfahrens wurde 2014 eine
CTI-Lösung (Computer Telephony Integration) erfolgreich umgesetzt und eingeführt.
Ende 2014 wurde mit den Vorbereitungen für zusätzliche Personaleinstellungen und
Wiederbesetzungen im Jahre 2015 vorgenommen, um anstehende Projekte umsetzen zu können. Der
Großteil des Personals wird über einen Überlassungsvertrag von der Stadt Stuttgart gestellt.
Im Geschäftsbereich der Vermietung von Telekommunikationsleitungen ergaben sich aufgrund der
meist festen Laufzeiten der Kundenverträge keine wesentlichen Veränderungen. Die Umsätze lagen
über Plan, weil entgegen der Erwartungen weniger Verträge gekündigt wurden. Da jedoch dieser
Geschäftszweig seit Jahren nicht mehr aktiv vermarktet wird hat sich die Geschäftsführung
entschlossen, alle Verträge fristgerecht oder gemäß Kundenwunsch bis spätestens Mitte 2016 zu
kündigen.
Ausblick
Aufgrund des zunehmenden Beauftragungsvolumens im Geschäftsfeld ServiceCenter rechnet die
Geschäftsführung für das Jahr 2015 mit einem Umsatzwachstum von 12 %. Die Planungen für 2015
gehen aufgrund des weiteren Aufbaus der Servicecenter-Leistungen und den damit notwendigen
Investitionen von einem ähnlichen Jahresergebnis wie in 2014 aus.

Seite 153

w

Seite 154

Beteiligungsbericht 2014

Ojektgesellschaft Schleyer-Halle und Neue Arena KG

Objektgesellschaft Schleyer-Halle und Neue Arena GmbH & Co. KG
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Mercedesstr. 50
70372 Stuttgart

Telefon
Fax
E-Mail

(0711) 9554-3111
(0711) 9554-3113
info@in.stuttgart.de

Rechtsform

GmbH & Co. KG

Handelsregister

HRA 14006

Gründungsdatum

30.04.2004

Gegenstand des
Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Koordinierung und
Verwirklichung des Projekts der neuen Arena am Cannstatter Wasen,
die Umsetzung aller Maßnahmen zur Erweiterung und Modernisierung
der Hanns-Martin-Schleyer-Halle sowie das Halten und Verwalten der
für den Betrieb der Hallen notwendigen Grundstücke und Gebäude.
Die Gesellschaft kann sich auf verwandten Gebieten betätigen und alle
Geschäfte betreiben, die den Gegenstand des Unternehmens
unmittelbar oder mittelbar zu fördern geeignet sind. Die Gesellschaft
kann sich an anderen Unternehmen beteiligen.

Kommanditkapital in T€

5.500,00

b) Gesellschafter
Landeshauptstadt Stuttgart

Anteil am
Kommanditkapital in
T€

%

5.500,00

100,00

Komplementärin ohne Kapialanteil der Gesellschaft ist die Objektgesellschaft Schleyer-Halle und Neue Arena
Verwaltungs-GmbH.

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen
Keine

Seite 155

%

Objektgesellschaft Schleyer-Halle und Neue Arena KG

Beteiligungsbericht 2014

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die
Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im
Geschäftsjahr 2014 ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Aufsichtsrat fakultativ
Vorsitzender

EBM Föll, Michael

08.06.2004

stellv. Vorsitzender

BM Hahn, Matthias

08.06.2004

Mitglied

Bergerhoff, Ariane

17.09.2009

Mitglied

Bulle-Schmid, Beate

17.09.2009

Mitglied

Dr. med. Kübler, Cornelius

17.09.2009

Mitglied

Dr. Schertlen, Ralph

24.07.2014

Mitglied

Gröger, Marita

24.07.2014

Mitglied

Kauderer, Robert

08.06.2004

Mitglied

Klingler, Bernd

23.09.2011

Mitglied

Lauber, Benjamin

23.09.2011

Mitglied

Lazaridis, Vittorio

17.09.2009

Ständiges Gastmitglied (ohne
Stimmrecht)

Bodenhöfer-Frey, Ilse

24.07.2014

Ständiges Gastmitglied (ohne
Stimmrecht)

Kotelmann, Maria-Lina

17.09.2009

Ständiges Gastmitglied (ohne
Stimmrecht)

Kroll, Andreas

08.06.2004

Mandat bis

24.07.2014

24.07.2014

24.07.2014

Geschäftsführung
Objektgesellschaft Schleyer-Halle
und Neue Arena
Verwaltungs-GmbH
Die Objektgesellschaft Schleyer-Halle und Neue Arena Verwaltungs-GmbH wird hierbei vertreten von ihrem
Geschäftsführer:
Rau, Martin
Im Jahr 2014 fielen keine Geschäftsführerbezüge an. Die Geschäftsführung für die Objektgesellschaft
Schleyer-Halle und Neue Arena GmbH & Co. KG sowie der dazugehörigen Verwaltungs-GmbH ist Gegenstand
des Anstellungsvertrages zwischen Herrn Rau und der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG.
Für Herrn Rau bestehen keine Pensionszusagen seitens der Gesellschaft.

Seite 156

Beteiligungsbericht 2014

Ojektgesellschaft Schleyer-Halle und Neue Arena KG

Vergütungen
31.12.2014
in EUR
500
500
500
500
100
6.800

Aufsichtsratsvorsitzender
Stv. Aufsichtsratsvorsitzender
Aufsichtsratsmitglied
Beratendes Mitglied
Sitzungsgeld
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr

31.12.2013
in EUR
500
500
500
500
100
6.800

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

58.868

61.436

64.138

67.671

Sachanlagen

57.211

59.876

62.544

65.329

9

10

42

354

1.648

1.549

1.552

1.989

Passiva

58.868

61.436

64.138

67.671

Eigenkapital

27.536

28.762

30.013

31.952

0

0

0

233

20

18

56

29

24.572

25.387

26.170

26.923

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

87

30

130

52

sonstige Verbindlichkeiten

16

35

0

148

6.638

7.203

7.769

8.335

58.868

61.436

64.138

67.671

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten

Steuerrückstellungen
sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
46,78
46,78
91,08
97,18
146,20
0,26

Seite 157

31.12.2013 Angaben in
46,82
%
46,82
%
81,76
%
97,46
%
161,50
in TEUR
0,27
%

Objektgesellschaft Schleyer-Halle und Neue Arena KG

Beteiligungsbericht 2014

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2011

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

2.906

2.887

2.886

2.885

0

22

11

417

40

31

42

26

2.812

2.829

2.956

3.283

302

287

807

534

Umsatzerlöse
sonstige betriebliche Erträge
Aufwendungen für bezogene Leistungen
Abschreibungen
sonstige betriebliche Aufwendungen
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

2

2

15

22

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

1.000

1.031

1.063

1.108

-1.245

-1.269

-1.957

-1.627

275

275

275

275

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

-1.520

-1.543

-2.232

-1.902

Veränderungen der Kapital- bzw.
Gewinnrücklagen/Zuweisungen zu den
Verlustsonderkonten

-1.520

-1.543

-2.232

-1.902

0

0

0

-0

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit
außerordentliches Ergebnis

0

sonstige Steuern

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

65,64

31.12.2013 Angaben in
64,83

TEUR
%
%

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

767

649

195

781

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

-146

-161

-172

-135

3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

-522

-491

-460

-430

99

-3

-437

216

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

1.549

1.552

1.989

1.773

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

1.648

1.549

1.552

1.989

Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

f) Anzahl der Beschäftigten
Die Gesellschaft beschäftigt kein Personal.

Seite 158

Beteiligungsbericht 2014

Ojektgesellschaft Schleyer-Halle und Neue Arena KG

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart

Kapitalzuführung
Stand der Bürgschaften

31.12.2014

31.12.2013

in EUR
292.700
24.571.602

in EUR
292.700
25.386.673

h) Wichtige Verträge
Pachtvertrag Hanns-Martin-Schleyer-Halle:
Die Gesellschaft verpachtet die Hanns-Martin-Schleyer-Halle einschließlich Zusatzhallen und die Neue
Arena an die in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG als Rechtsnachfolgerin der
Stuttgarter Messe- und Kongressgesellschaft mbH, Stuttgart.
Erbbaurechtsvertrag mit der Häussler GmbH & Co. KG:
MitLeistungsdaten
Vertrag vom 9. März 2005 hat die Gesellschaft einen Erbbaurechtsvertrag mit der Häussler-GmbH &
i)
Co. KG zum Bau eines Event-Centers geschlossen.

Vereinbarung über die Stellplatzbaulast und das Nutzungsrecht an Stellplätzen im Parkdeck Z1:
Tabelle Leistungsdaten
Mit Vereinbarung vom 9. März 2005 hat die Gesellschaft ab dem 1. Mai 2006 der Häussler-Gruppe die
Übernahme der Stellplatzbaulast und das dauernde Nutzungsrecht an dem Parkdeck bis zum 31.
Dezember 2034 gegen eine Entschädigung in Höhe von 1,7 Mio. EUR zuzüglich Umsatzsteuer
eingeräumt.
Vertrag zur Nutzung des Namensrechts an der Neuen Arena Stuttgart:
Die Gesellschaft hat mit der Porsche AG einen Vertrag zur Nutzung des Namensrechtes an der Neuen
Arena geschlossen. Das Vertragsverhältnis hat eine Laufzeit vom 1. Oktober 2005 bis zum 30.
September 2025.

i) Bericht zum Public Corporate Governance
Kodex der Landeshauptstadt Stuttgart
Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung der Objektgesellschaft Schleyer-Halle und Neue Arena GmbH
& Co. KG haben den Bericht zum Public Corporate Governance Kodex in der Aufsichtsratssitzung am
29. Juni 2015 beschlossen und die Einhaltung des Kodex wie folgt mitgeteilt:
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat sich im Wirtschaftsjahr 2014 umfassend mit der Geschäftstätigkeit
der Gesellschaft befasst. Er hat in zwei Sitzungen Angelegenheiten der Gesellschaft behandelt und die
ihm nach der Geschäftsordnung vom 8. Juni 2004 vorbehaltenen Entscheidungen getroffen. Die vom
Aufsichtsrat und der Geschäftsführung getroffenen Entscheidungen haben den operativen Zielen der
Gesellschaft und den strategischen Zielen der Landeshauptstadt Stuttgart als Gesellschafter entsprochen.

Seite 159

Objektgesellschaft Schleyer-Halle und Neue Arena KG

Beteiligungsbericht 2014

Die Unterrichtung des Aufsichtsrats durch die Geschäftsführung erfolgte mit entsprechenden Beschlussoder Informationsvorlagen sowie mündlichen Informationen. Die schriftlichen Unterlagen wurden auch
der Beteiligungsverwaltung rechtzeitig übermittelt.
Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung haben den Empfehlungen des Public Corporate Governance
Kodexes weitgehend entsprochen. In folgenden Punkten wurde von der Empfehlung abgewichen:
Interne Revision
Die Interne Revision ist keine eigene Stelle. Prüfungsschwerpunkte und Durchführung werden in
Abstimmung mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden und ggf. unter Einbezug des externen Wirtschaftsprüfers festgelegt.
Geschäftspartnerkodex
Aufgrund des geringen Auftragsvolumens (lediglich Instandhaltungsarbeiten) im Geschäftsjahr 2014
wurde auf die Einführung eines Geschäftspartnerkodex verzichtet.
Vergütung Geschäftsführung
Derzeit enthält die Vergütung der Geschäftsführung keine leistungsbezogene Komponente. Das
Fixgehalt sowie die Sachleistungen werden im Jahresabschluss dargestellt. Pensionszusagen existieren
nicht.

j) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Marktübersicht
Die Objektgesellschaft Schleyer-Halle und Neue Arena GmbH & Co. KG (OSA KG) hat den Bau der
Porsche Arena (PA) sowie den Umbau der Hanns-Martin-Schleyer Halle (HMSH) abgewickelt.
Nach Fertigstellung der Porsche Arena im Mai 2006 beschränkt sich das Tätigkeitsfeld der Gesellschaft
auf Wartungsthemen, Verwaltungsaufgaben und die Vermietung der HMSH und PA an die in.Stuttgart
Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG.
Das Hallenduo bestehend aus Schleyerhalle und Porsche Arena stellt europaweit eine einzigartige und
überaus flexible Konstellation dar. Auch der direkte Anschluss an das neu geschaffene Areal
"NeckarPark" bestehend aus den beiden Hallen, dem Cannstatter Wasen, der Mercedes-Benz-Arena
sowie dem Carl Benz Center bietet ein vielversprechendes Potenzial mit großer Anziehungskraft.
Gesellschafter
Die Landeshauptstadt Stuttgart (LHS) ist alleinige Kommanditistin der OSA KG mit einem festen
Kapitalanteil (Pflichteinlage) in Höhe von 5,5 Mio. EUR.
Persönlich haftende Gesellschafterin ohne Kapitalanteil und ohne Beteiligung am Vermögen der
Gesellschaft ist die Objektgesellschaft Schleyer-Halle und Neue Arena Verwaltungs-GmbH, deren
alleinige Gesellschafterin wiederum die LHS ist.
Geschäftsverlauf
Im vergangenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 146 TEUR
getätigt. Bei den Investitionen handelte es sich hauptsächlich um eine Anzeigentafel und
Überwachungskameras. Des Weiteren wurden Instandhaltungsmaßnahmen in der HMSH und PA für
174 TEUR durchgeführt. Unter anderem wurde der Schutzboden der Schleyerhalle ausgetauscht.

Seite 160

Beteiligungsbericht 2014

Ojektgesellschaft Schleyer-Halle und Neue Arena KG

Das Geschäftsjahr 2014 weist einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -1,5 Mio. EUR
(Vorjahr: -1,5 Mio. EUR) aus.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Bilanzsumme per 31.12.2014 beläuft sich auf 58,9 Mio. EUR (Vorjahr: 61,4 Mio. EUR).
Wesentliche Bestandteile des Betriebsvermögens sind das Sachanlagevermögen (57,2 Mio. EUR) und die
Bankguthaben (1,6 Mio. EUR). Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag 27,5 Mio. EUR und
entspricht somit 46,9% der Bilanzsumme (Vorjahr: 28,8 Mio. EUR bzw. 46,8%). Die Verminderung
resultiert im Wesentlichen aus dem ausgewiesenen Jahresfehlbetrag.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden in Höhe von 24,6 Mio. EUR (Vorjahr: 25,4 Mio.
EUR) ausgewiesen. Die Darlehen sind langfristiger Natur.
Zur Finanzierung der Investitionen wurde kein weiteres Fremdkapital benötigt. Die Liquidität ist durch
die Bankguthaben gesichert.
Die OSA KG erzielte im Jahr 2014 Umsatzerlöse in Höhe von 2,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2,9 Mio. EUR), in
erster Linie aus der Vermietung der Schleyerhalle und Porsche Arena an die Betreibergesellschaft
in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, sowie aus dem Erbbauzins. Weitere Erlöse
werden über das an die Porsche AG vergebene 20-jährige Namensrecht (Auflösung eines passiven
Rechnungsabgrenzungspostens) sowie weiterberechnete Kosten generiert.
Abschreibungen für Gebäude und Betriebs- und Geschäftsausstattungen in Höhe von 2,8 Mio. EUR
(Vorjahr: 2,8 Mio. EUR) machen den Großteil der betrieblichen Aufwendungen aus.
Arbeits- und Angestelltenverhältnisse lagen im Geschäftsjahr 2014 keine vor; Geschäftsführerleistungen
sowie Leistungen aus dem Bereich Finanz- und Rechnungswesen sind über einen
Geschäftsbesorgungsvertrag mit der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG geregelt.
Auf Basis der erzielten Umsatzerlöse kann ausreichend Liquidität zur Deckung der Kapitaldienstkosten
bereitgestellt werden.
Nachtragsbericht
Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres vor, die
eine wesentliche Auswirkung auf den Geschäftsverlauf der OSA KG hatten. Insofern ergaben sich keine
wesentlichen Änderungen bezüglich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Wesentliche Chancen und Risiken
Aufgrund des bestehenden Mietvertrags wird auch in Zukunft eine große Abhängigkeit zur
Betreibergesellschaft und deren Geschäftsverlauf bestehen.

Seite 161

w

Seite 162

Beteiligungsbericht 2014

Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG

Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Messepiazza 1
70629 Stuttgart

Telefon
Fax
E-Mail
Homepage

0711-18560-0
0711-18560-2600
info@messe-stuttgart.de
www.messe-stuttgart.de

Rechtsform

GmbH & Co. KG

Handelsregister

HRB 222592

Gründungsdatum

29.06.1998

Gegenstand des
Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Koordinierung und die
Verwirklichung des Projektes der "Neuen Messe" auf den Fildern,
insbesondere der Erwerb, die Bebauung, das Halten und das
Verwalten der für den Betrieb einer solchen Messe erforderlichen
Grundstücke.
Die Gesellschaft kann sich auf verwandten Gebieten betätigen und alle
Geschäfte betreiben, die den Gegenstand des Unternehmens
unmittelbar oder mittelbar zu fördern geeignet sind. Die Gesellschaft
kann sich an anderen Unternehmen beteiligen.
Der öffentliche Zweck ergibt sich aus § 2 Landesmessegesetz. Darin
wird der Bedarf für eine Landesmesse als öffentliche Einrichtung im
Sinne des § 10 Abs. 2 Gemeindeordnung festgestellt. Mit dem Betrieb
der Landesmesse werden wirtschafts- und strukturpolitische Interessen
und damit im öffentlichen Nutzen liegende Zwecke verfolgt.
Betriebspflicht und Messeaufsicht nach § 6 Landesmessegesetz stellen
die effektive rechtliche Bindung des Trägers in privatrechtlicher
Rechtsform an das Gemeinwohlziel sicher.
Die Projektgesellschaft ist auch Vorhabenträgerin für die
Nebeneinrichtungen der "Neuen Messe" (insbesondere
Parkierungsanlagen) und Folgemaßnahmen (äußere verkehrliche
Erschließung).
Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks spiegelt sich in den
Leistungsdaten wider.

Seite 163

Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG

Kommanditkapital in T€

Beteiligungsbericht 2014

25.564,59

Anteil am
Kommanditkapital
in T€

b) Gesellschafter

%

Beteiligungsgesellschaft des Landes Baden-Württemberg mbH

11.504,07

45,00

Landeshauptstadt Stuttgart

11.504,07

45,00

2.556,46

10,00

Verband Region Stuttgart

Komplementärin ohne Kapitalanteil der Gesellschaft ist die Projektgesellschaft Neue Messe VerwaltungsGmbH.
Als stiller Gesellschafter beteiligt sich die Flughafen Stuttgart GmbH an der Projektgesellschaft Neue Messe
GmbH & Co. KG. Die Flughafen Stuttgart GmbH ist zuständig für den Bau und den Betrieb der Parkierungsanlagen. Siehe hierzu auch die Ausführungen unter "Wichtige Verträge".

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen

%

Keine

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die
Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im
Geschäftsjahr 2014 ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Aufsichtsrat fakultativ
stellv. Vorsitzender

EBM Föll, Michael

10.10.2003

Mitglied

BM Hahn, Matthias

10.10.2003

Mandat bis

Geschäftsführung
Projektgesellschaft Neue Messe
Verwaltungs-GmbH
Die Projektgesellschaft Neue Messe Verwaltungs-GmbH wird hierbei vertreten von ihren Geschäftsführern:
Kromer von Baerle, Urlich
Schoefer, Walter
Im Geschäftsjahr 2014 fielen für die Geschäftsführer keine Geschäftsführerbezüge an.

Seite 164

Beteiligungsbericht 2014

Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG

Vergütungen
31.12.2014
in EUR
1.023
767
767
102
6.000

Aufsichtsratsvorsitzender
Stv. Aufsichtsratsvorsitzender
Aufsichtsratsmitglied
Sitzungsgeld
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr

31.12.2013
in EUR
1.023
767
767
102
7.000

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

608.794

625.018

653.985

676.391

0

0

1

3

594.870

617.429

644.380

667.832

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

7.232

3.765

6.349

7.591

Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten

6.683

3.810

3.244

953

10

15

11

13

Passiva

608.794

625.018

653.985

676.391

Eigenkapital

404.211

415.047

428.476

439.485

0

0

0

4.840

3.753

4.014

6.067

4.201

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

47.037

50.420

60.337

66.197

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

10.136

11.425

12.684

12.063

139.161

139.365

141.740

145.523

4.497

4.746

4.682

4.082

608.794

625.018

653.985

676.391

Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen

Rechnungsabgrenzungsposten

Steuerrückstellungen
sonstige Rückstellungen

sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
66,40
66,40
94,53
97,71
4.631,60
0,78

Seite 165

31.12.2013 Angaben in
66,41
%
66,41
%
93,67
%
98,79
%
-1.803,30
in TEUR
-0,29
%

Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG

Beteiligungsbericht 2014

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2011

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

19.955

11.252

11.732

10.582

44

975

1.912

3.390

Löhne und Gehälter

0

0

0

0

soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und für Unterstützung

0

0

0

6

25.164

25.149

25.113

25.161

1.573

1.065

1.472

3.190

0

0

0

0

625

1.256

350

1.051

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

12

8

7

26

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

3.592

3.899

4.280

4.388

-9.692

-16.621

-16.865

-17.696

0

0

0

0

1.144

1.144

1.144

1.273

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

-10.836

-17.765

-18.009

-18.969

Veränderungen der Kapital- bzw.
Gewinnrücklagen/Zuweisungen zu den
Verlustsonderkonten

-10.836

-17.765

-18.009

-18.969

0

0

0

0

Umsatzerlöse
sonstige betriebliche Erträge

Abschreibungen
sonstige betriebliche Aufwendungen
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen
Erträge aus Beteiligungen

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit
außerordentliches Ergebnis
sonstige Steuern

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

0,00
63,41

31.12.2013 Angaben in
0,00
36,00

TEUR
%
%

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

10.484

8.467

6.005

7.102

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

-2.605

-1.222

1.197

-4.675

3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

-5.007

-6.679

-4.911

-2.791

Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

2.872

566

2.291

-364

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

3.810

3.244

953

1.317

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

6.682

3.810

3.244

953

Seite 166

Beteiligungsbericht 2014

Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG

f) Anzahl der Beschäftigten
Die Gesellschaft beschäftigt kein Personal.

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart

Kapitalzuführung
Stand der Bürgschaften

31.12.2014

31.12.2013

in EUR
0,00
38.684.707,00

in EUR
2.167.923,80
40.340.774,00

h) Wichtige Verträge
Geschäftsbesorgungsvertrag:
Mit dem Geschäftsbesorgungsvertrag vom 21. Juli 2014, der rückwirkend zum 1. Januar 2014 in Kraft
getreten ist, übernimmt die LMS für die Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG (ohne den
Teilbetrieb Parkierung, PGNM/TBP) die Besorgung des gesamten Geschäftsbetriebs mit Ausnahme der
Geschäftsführung der PGNM und deren damit einhergehenden Aufgaben und Pflichten. Für den
Teilbetrieb Parkierung (PGNM/TBP) übernimmt die LMS allein die buchhalterische Abwicklung. Alle
darüber hinaus gehenden Tätigkeiten erbringt die PGNM/TBP in Eigenregie. Die LMS handelt dabei nach
den Weisungen der PGNM KG und wahrt deren Interessen.
Pachtvertrag Landesmesse:
Mit Datum vom 20. September 2007 wurde zwischen der PGNM KG und der LMS ein Pachtvertrag
geschlossen, mit dem die im Vertrag näher bezeichneten Grundstücke und Flächen mit den darauf
errichteten Baulichkeiten, die Verkehrs-, Außen- und Freiflächen der Messe an die LMS verpachtet
werden. Mit 8. Nachtrag zum Pachtvertrag der LMS vom 19. Dezember 2013 wurde ab dem 1. Januar
2014 ein ergebnisabhängiger jährlicher Pachtzins vereinbart.
Projektsteuerungsvertrag:
Mit der Arbeitsgemeinschaft Drees & Sommer Projektmanagement und bautechnische Beratung GmbH
wurde ein Projektsteuerungs- und Ingenieurvertrag abgeschlossen. Die Projektsteuerung beinhaltet
folgende Leistungsinhalte: Projektvorbereitung, Koordination der Planung, Ausführungsvorbereitung,
Schnittstellenmanagement, Ausführung des Planfeststellungsbeschlusses, Projektcontrolling und den
Projektabschluss.
Finanzierungsvereinbarung:
Mit der am 8. Juli 2002 geschlossenen Finanzierungsvereinbarung wird die Finanzierung der geplanten
Landesmesse sichergestellt. In dieser Finanzierungsvereinbarung haben sich die Gesellschafter
verpflichtet, über ihre Kommanditeinlagen hinausgehende Finanzierungsbeiträge der Gesellschaft zur
Verfügung zu stellen.

Seite 167

Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG

Beteiligungsbericht 2014

Vertrag über die Errichtung einer stillen Gesellschaft:
Am 8. Juli 2002 wurde ein Rahmenvertrag über die Errichtung und den Betrieb der Parkierungseinrichtungen einer neuen Landesmesse für Baden-Württemberg sowie ein Vertrag über die Errichtung
einer Stillen Gesellschaft geschlossen, die die Einbindung des Flughafen Stuttgarts beim Bau und
künftigen Betrieb der Parkierungseinrichtungen regeln.
Vereinbarung über die äußere Verkehrserschließung:
Es besteht eine Vereinbarung über die äußere verkehrliche Erschließung der Landesmesse zwischen der
Bundesrepublik Deutschland, dem Land Baden-Württemberg, dem Landkreis Esslingen, der
Landeshauptstadt Stuttgart, der Flughafen Stuttgart GmbH und der Projektgesellschaft Neue Messe
GmbH & Co. KG.
Pachtvertrag über die Parkierungsanlagen der neuen Landesmesse:
Mit Datum vom 10. November bzw. 9. Dezember 2008 wurde zwischen der PGNM KG und der FSG ein
Pachtvertrag geschlossen, der die Überlassung der Parkierungsanlagen der Neuen Landesmesse
(Parkhaus über der BAB A8 inklusive Parkleitzentrale im Bosch-Parkhaus, Parkgarage Kongresszentrum
und die Parkplätze P25, P26 und P40) an die FSG zur gewerblichen Nutzung regelt.

i) Leistungsdaten
Die Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG betreibt insbesondere den Grunderwerb, die
Bebauung, das Halten und Verwalten der für den Betrieb der Landesmesse erforderlichen Grundstücke.
Die Projektgesellschaft ist auch Vorhabenträgerin für die Nebeneinrichtungen der Landesmesse
(insbesondere Parkierungsanlagen) und Folgemaßnahmen (äußere verkehrliche Erschließung).

j) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Geschäft und Rahmenbedingungen
Das Geschäftsfeld hatte sich mit der Inbetriebnahme im Jahr 2007 von der baulichen Realisierung zu der
Nutzungsphase gewandelt. Inzwischen wurde die Planung für die Westerweiterung mit der Halle 10
und der Vergrößerung des Eingangs West so weit fertiggestellt, dass sie am 18.12.2014 zur
Durchführung des Plangenehmigungsverfahrens beim Regierungspräsidium Stuttgart eingereicht wurde.
Die Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG, Stuttgart, (ProNM) betreibt insbesondere den
Grunderwerb, die Bebauung, das Halten und Verwalten der für den Betrieb der Landesmesse
erforderlichen Grundstücke. Die Projektgesellschaft ist auch Vorhabenträgerin für die
Nebeneinrichtungen der Landesmesse (insbesondere Parkierungsanlagen) und Folgemaßnahmen
(äußere verkehrliche Erschließung).
Der Pachtvertrag für die Landesmesse Stuttgart wurde am 20.09.2007 unterzeichnet. Die Landesmesse
Stuttgart GmbH (LMS) als Pächter übernimmt alle Pflichten der Erhaltung, Unterhaltung, Wartung,
Pflege, Instandhaltung und Instandsetzung des Pachtgegenstandes einschließlich Dach und Fach,
Zubehör und Inventar. Vom Pachtgegenstand ausgeschlossen sind die Dächer der Hallen 1 und 3-9.
Der Pächter, die LMS GmbH, ist verpflichtet, alle Nebenbestimmungen zu den
Planfeststellungsbeschlüssen einschließlich künftiger Ergänzungen oder Änderungen einzuhalten und zu
erfüllen. Die Pflege und Unterhaltung und alle sonstigen Verpflichtungen in Bezug auf vom Verpächter
hergestellte naturschutzrechtliche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen übernimmt der Pächter, der dabei
alle in den Planfeststellungsbeschlüssen festgesetzten Auflagen und Anordnungen einschließlich
späterer Änderungen oder Ergänzungen zu beachten hat. Der Pächter trägt die Kosten der ihm

Seite 168

Beteiligungsbericht 2014

Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG

obliegenden Maßnahmen.
Im Laufe des Jahres 2013 wurde die bislang vereinbarte Festpacht neu verhandelt. Der Pachtzins wurde
mit Wirkung zum 01.01.2014 zur nachhaltigen Sicherung der Finanzierung kommender technischer
Ersatzinvestitionen auf ein umsatzabhängiges Pachtzinsmodell verändert.
Für Photovoltaikflächen auf den Dächern der Hallen 1 und 3-9 gilt eine Sonderregelung, die im
Pachtvertrag mit Planet Energy Kraftwerk I GmbH & Co. KG, Hamburg vom 05.06./07.07.2008 geregelt
ist. Ab Beginn des Pachtverhältnisses hat Planet Energy sämtliche Betriebskosten und Nebenkosten,
öffentlichen Abgaben und Gebühren sowie die Kosten der Instandhaltung zu tragen.
Betrieb der Parkierungseinrichtungen
Der Pächter, die FSG, tritt in alle Pflichten aus dem Rahmenvertrag zwischen ProNM und Flughafen
Stuttgart GmbH (FSG) über die Errichtung und den Betrieb der Parkierungseinrichtungen ein. Die
Beteiligung der FSG als stille Gesellschafterin am Handelsgewerbe der ProNM ist beschränkt auf den
Bereich Parkierungseinrichtungen, welcher auch die Grundstücke und grundstücksgleichen Rechte der
KG, soweit diese mit der Sachgesamtheit der Parkierungseinrichtungen bebaut sind, einschließlich aller
Bestandteile sowie zugehörigen Sachen und Rechten, umfasst. Zum Bereich Parkierungseinrichtungen
zählen auch die notwendigen Zu- und Abfahrten sowie die Anbindungen an Gehwege für den
Fußgängerverkehr. Die ProNM hat mit Pachtvertrag vom 19.11./09.12.2008 mit der FSG die
Überlassung der Parkierungsanlagen der Messe zur gewerblichen Nutzung geregelt.
Die
Unternehmensplanung
für
den
Bereich
Parkierungseinrichtungen
obliegt
als
Geschäftsführungsmaßnahme der FSG als stille Gesellschafterin. Für den Teilbetrieb
Parkierungseinrichtungen ist eine separate Jahresrechnung (im Sinne einer segmentierten
Betriebsabrechnung) anzufertigen.
Straßenunterhalt
Der Pächter, die LMS GmbH, hat sich für die Dauer des Pachtverhältnisses verpflichtet, Rechte und
Pflichten des Verpächters aus den Vereinbarungen mit den Straßenbaulastträgern
(Baudurchführungsvertrag vom 10.10.2008; Vereinbarungen mit der Landeshauptstadt Stuttgart und
dem Landkreis Esslingen) zu übernehmen und zu erfüllen. Im Wesentlichen geht es dabei um die
gemeinschaftlichen Entwässerungsanlagen; Ansprüche aus Gestattungsverträgen mit Leitungsträgern;
Unterhaltung der Bauwerke der Flughafenentlastungsstraße, des Brückenbauwerks des Kreisverkehrs
sowie der Stützbauwerke im Zuge der Vorfahrt Ost, außerdem um die Unterhaltung der Privatstraßen
Nord und West.
Planungsrecht
Maßgebliche Grundlage für die bauliche Umsetzung des Vorhabens und den folgenden Messebetrieb ist
der vom Regierungspräsidium Stuttgart am 12.03.2003 erlassene Planfeststellungsbeschluss. Im
Planfeststellungsbeschluss wird festgeschrieben, dass die Anlage dauerhaft als Messe genutzt wird. Der
ergänzende Planfeststellungsbeschluss (Innenausbau der Hallen - "Bauvorlagen" im Sinne der LBOVVO)
wurde am 16.12.2003 erlassen. Alle Rechtsstreitigkeiten um den Planfeststellungsbeschluss sind
rechtskräftig zugunsten des Vorhabens entschieden.
Aufgaben der ProNM und Abwicklung der Nachlaufphase
Mit Abschluss der Bauarbeiten und Übergabe der Messe an den Betreiber haben sich die Aufgaben der
ProNM nicht erledigt.
Die verbleibenden Aufgaben der ProNM (ohne den Teilbetrieb Parkierung) werden operativ durch
MitarbeiterInnen der LMS betreut und durch einen Geschäftsbesorgungsvertrag mit der ProNM
abgerechnet.
Zu den ProNM-Angelegenheiten gehören vereinzelt immer noch die Verfolgung von
Gewährleistungsansprüchen aus der Bauzeit und die formale Abwicklung des Grundstücksverkehrs.
Darüber hinaus müssen noch Rechts- und Schiedsverfahren mit teilweise hoher finanzieller Bedeutung
durchgeführt und intensiv begleitet werden.
Aufgrund der nachhaltig guten Entwicklung des Geschäfts bei der Landesmesse Stuttgart GmbH plant
die ProNM momentan die Erweiterung des Messegeländes um eine Halle und die Vergrößerung des
Eingangs West. Der Realisierung des Erweiterungsprojekts hat der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen am
23.06.2014 und 08.12.2014 zugestimmt. Im Dezember 2014 wurde das Plangenehmigungsverfahren

Seite 169

Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG

Beteiligungsbericht 2014

beim Regierungspräsidium Stuttgart beantragt. Mit dem Bau wird Ende 2015 begonnen. Die
Inbetriebnahme findet im Januar 2018 statt.
Trinkwasser Erschließungsbeitrag
Hinsichtlich des Beitrags für die öffentliche Trinkwasserversorgung droht eine rechtliche
Auseinandersetzung mit der Stadt Leinfelden-Echterdingen.
Der ProNM wurde am 29.12.2011 ein Beitragsbescheid i. H. v. 3,85 Mio. € übersandt. Diesem wurde
widersprochen und es wurde die Aussetzung des Sofortvollzugs beantragt. Der Aussetzung des
Sofortvollzugs wurde zugestimmt.
Weiterhin wurde der ProNM am 29.12.2011 auch ein Bescheid für den Anschluss an die öffentliche
Abwasserversorgung i. H. v. 11,28 Mio. € übersandt. Auch hier wurde widersprochen und die
Aussetzung des Softvollzugs beantragt, welcher ebenfalls zugestimmt wurde.
Im Zuge der Widersprüche wurde den Beitragsbescheiden vom Rechtsanwalt der ProNM dem Grunde
und der Höhe nach widersprochen.
Eine Einigung konnte in dieser Sache noch nicht erzielt werden. Die Trinkwasserversorgung und die
Abwasserentsorgung sind aber sicher gestellt.
S 21 im Bereich Messe/Flughafen
Beim Projekt Stuttgart 21 vertritt die ProNM mit der LMS und der FSG die Eigentümerinteressen der
"Anlieger" beim Bau des S21-Filderbahnhofs. Die Messegrundstücke sind von der Planung S21
betroffen, da der Bau des Bahnhofs auf einem messeeigenem Grundstück erfolgen soll und
Grundstücke der Messe mit Eisenbahntunneln unterfahren werden sollen.
Das im Zuge der Planfeststellung erforderliche Anhörungsverfahren wurde vom Regierungspräsidium
Stuttgart im November 2013 eingeleitet. Die ProNM wurde als Betroffene aufgefordert, zur Planung
Stellung zu nehmen. Mit Schreiben vom 18.12.2013 hat die ProNM über Ihren Rechtsanwalt div.
Einwendungen zur Planung geltend gemacht. Über das ganze Jahr 2014 wurden mit der DB - teilweise
auch im Beisein der Rechtsanwälte - intensive Gespräche zur Erledigung der Einwendungen geführt. Ziel
ist ein Vertrag, in dem alle Belange vor, während und nach dem Bau von S21 zwischen der ProNM/LMS
und der DB vereinbart werden und der Bestandteil der Planfeststellung wird.
Grundstücksangelegenheiten
Nördlich der BAB 8 besitzt die ProNM Grundstücke, die für den Bau der Schnellbahnstrecke Stuttgart Ulm benötigt werden. Davon konnte eine erste Tranche 2011 an die DB verkauft werden.
Bei den restlichen Grundstücken fordert die ProNM, dass das gesamte Grundstück, also einschl. einem
verbleibenden nicht rentierlichen Restgrundstück von der DB AG gekauft wird oder dass die Planung
einem günstigeren verbleibenden Grundstückszuschnitt angepasst wird. Die Verhandlungen mit der DB
AG dauern weiterhin an.
Sonstige Tätigkeitsschwerpunkte
Es stehen noch die Übertragung der Straßenflächen auf die originär zuständigen Straßenbaulastträger
und die Ablöse von Straßenunterhaltungslasten an.
Ertragslage
Gegenstand des Unternehmens ist die Planung, der Bau und die Verpachtung der Messe Stuttgart.
Die Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG weist zum 31.12.2014 ein Jahresergebnis von
TEUR -10.836 (i.V. TEUR -17.765) aus. Ursächlich für die Reduzierung des Jahresfehlbetrages sind im
Wesentlichen Mehreinnahmen durch die neu eingeführte variable Pacht und Mehreinnahmen bei den
Parkierungseinrichtungen, beides im Zusammenhang mit einem starken Messejahr.
Finanzlage
Die Gesamtprojektkosten belaufen sich lt. vorläufiger Kostenfeststellung, Stand 28.02.2015 auf TEUR
814.349 und liegen somit um TEUR 8.559 über dem in 2001 festgesetzten Budget i. H. v. TEUR
805.790.
Die außerhalb der Kostenfeststellung geführten Risiken aus anhängigen Rechtsverfahren und noch nicht
erledigter Mängelhaftungsansprüche werden aktuell noch mit TEUR 3.477 bewertet. Die Entwicklung
der Kosten und Risiken wird auch weiterhin permanent fortgeschrieben und dem Aufsichtsrat vorgelegt.

Seite 170

Beteiligungsbericht 2014

Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG

Die Baukostenüberschreitung in Höhe von maximal TEUR 10.000 wird über ein entsprechendes
Darlehen der ProNM endfinanziert. Zins und Tilgung trägt die ProNM über die zu erwirtschaftende
Liquidität des "Teilbereichs Parkierung"
Die Finanzierung möglicherweise eintretender Risiken aus Rechtsverfahren und noch nicht erledigter
Mängelhaftungsansprüche soll aus Erlösen des Pachtverhältnisses mit der LMS erfolgen.
Die Netto-Liquidität betrug zum Jahresende TEUR 6.682 und setzt sich zusammen aus Guthaben bei
Kreditinstituten und Kassen. Die ProNM GmbH & Co. KG erwirtschaftete im Geschäftsjahr einen
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit i. H. v. EUR 10.484 (i.V. TEUR 8.467). Der Cashflow aus
Investitionstätigkeit belief sich auf TEUR -2.605 (i.V. TEUR -1.222).
Die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen i. H. v. TEUR 4.632 bestehen im Wesentlichen aus
Positionen für die Planungsphase der Messeerweiterung (TEUR 4.228). Der Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit ist aufgrund planmäßiger Tilgung von Darlehen negativ und beträgt TEUR -5.007
(i. V. TEUR -13.023).
Vermögenslage
Die Bilanzsumme i. H. v. TEUR 608.794 (i.V. TEUR 625.018) hat sich im Geschäftsjahr um TEUR 16.224
vermindert. Im Wesentlichen entsteht die Minderung durch die Abschreibung auf Gebäude und die
gegenläufige Entwicklung im Umlaufvermögen.
Das Anlagevermögen ist überwiegend durch Eigenkapital finanziert. Hierhin sind im Wesentlichen
Grundstücke und Gebäude im Zusammenhang mit dem Bau der Landesmesse enthalten.
Die kurzfristigen Vermögenswerte betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 7.227 (i.V. TEUR 3.760). Die
Erhöhung erklärt sich im Wesentlichen durch eine Restforderung auf Basis des seit 01.01.2014
wirksamen Pachtvertrages mit der Landesmesse Stuttgart GmbH.
Das Eigenkapital hat sich infolge des Jahresfehlbetrages i. H. v. TEUR 10.836 auf TEUR 404.211
verringert.
Die Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum 31.12.2013 um TEUR 4.876 vermindert. Die
Veränderung ergibt sich im Wesentlichen durch die Tilgung von Darlehen und der Verminderung
ausstehender Bauabrechnungen und von Einbehalten auf Bauabrechnungen.
Nachtragsbericht
Nach dem Ablauf des Geschäftsjahres ergaben sich keine weiteren Vorgänge, die von besonderer
Bedeutung sind.

Risiko- und Chancenbericht
Grundsatz
Die Geschäfte der Gesellschaft sind grundsätzlich in Übereinstimmung mit den Gesetzen, dem
Gesellschaftsvertrag der Gesellschaft, dem Rahmenvertrag über die Errichtung und den Betrieb der
Parkierungseinrichtungen einer neuen Landesmesse, dem Vertrag über die Errichtung einer stillen
Gesellschaft zwischen der Kommanditgesellschaft und der FSG, der Finanzierungsvereinbarung vom
08.07.2002, den Beschlüssen der Gesellschafterversammlung und des Aufsichtsrats sowie einer vom
Aufsichtsrat beschlossenen Geschäftsordnung für die Geschäftsführung zu führen.
Derivate Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsgeschäfte zur Absicherung/Wandlung
von Darlehen mit variablen Zinsen in fixe Zinsen eingesetzt.
Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, bestehen nicht.
Bei der ProNM sind weiterhin verschiedene selbständige Beweisverfahren und Rechtsverfahren
anhängig. Alle bisher entschiedenen Rechtsverfahren hatten für die ProNM ein günstiges Ergebnis.
Diese Risiken werden wie bereits beschrieben aktuell mit 3,477 Mio. € bewertet.
Permanente Kostenkontrolle
Der Aufsichtsrat hat im Zuge der Abgrenzung der Geschäftsbereiche der Geschäftsführung, der
verbindlichen Festlegung der Geschäftsordnungen für die Geschäftsführung und für die weiteren
Abläufe auch wichtige Festlegungen für die Budgetüberwachung auf Vorschlag der Geschäftsleitung

Seite 171

Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG

Beteiligungsbericht 2014

getroffen. Die Baukostenkontrolle erfolgt durch einen externen Revisor.
Prognosebericht
Unter Berücksichtigung des Messezykluses, mit einem in 2015 wieder gegenüber 2014 deutlich
schwächeren Messejahr, werden beim Messeparken wieder geringere Erlöse erwartet.
Über die Kostenentwicklung des Vorhabens wurde jährlich - letztmals im Juli 2014 - im
Wirtschaftsausschuss der Landeshauptstadt Stuttgart berichtet.
Die letzte Berichterstattung im Landtag Baden Württemberg erfolgte im November 2010. Hier wird die
nächste Berichterstattung nach Vorliegen der endgültigen Kostenfeststellung, d. h. nach Abschluss aller
Rechtsverfahren erfolgen.

Seite 172

Beteiligungsbericht 2014

QMBW GmbH

QMBW GmbH
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Geissweg 3
72076 Tübingen

Telefon
Fax
E-Mail

(07071) 29-84420
(07071) 29-25052
info@qmbw.de

Rechtsform

GmbH

Gründungsdatum

06.03.2012

Gegenstand des
Unternehmens

Der Gegenstand des Unternehmens ist der Abschluss des Vertrags zur
ambulanten Versorgung im Bereich der intravirealen operativen
Medikamenteneingabe (IVOM) gemäß § 73c SGB V
"IVOM-Versorgung" für Versicherte der AOK Baden-Württemberg
sowie Erbringung der hiermit zusammenhängenden
Managementaufgaben.
Der Gesellschaft beitreten können nur bettenführende Kliniken mit
mindestens einer Beleg- oder Hauptabteilung für Augenheilkunde, die
ihren Sitz in Baden-Württemberg haben (berechtigte Gesellschafter).
Die Gesellschaft ist befugt, gleichartige oder ähnliche Unternehmen zu
erwerben, sich an solchen zu beteiligen, deren persönliche Haftung
und Vertretung zu übernehmen sowie alle Geschäfte zu betreiben, die
geeignet sind, die Unternehmungen der Gesellschaft zu fördern.

Stammkapital in T€

25,00

Seite 173

QMBW GmbH

Beteiligungsbericht 2014

Anteil am
Stammkapital in T€

%

Eigenbetrieb Klinikum Stuttgart

3,13

12,50

Ev. Diakonissenanstalt Karlsruhe-Rüppur

3,13

12,50

SLK Kliniken Heilbronn GmbH

3,13

12,50

St. Vincentius-Kliniken gAG Karlsruhe

3,13

12,50

Universitätsklinikum Freiburg

3,13

12,50

Universitätsklinikum Heidelberg

3,13

12,50

Universitätsklinikum Mannheim

3,13

12,50

Universitätsklinikum Tübingen

3,13

12,50

b) Gesellschafter

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen

%

Keine

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Die Darstellung der
Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2014
ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Geschäftsführung
Diemer, Holger
Die Bezüge der Geschäftsführung sind nicht bekannt.

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013
in TEUR
in TEUR
Aktiva

103

97

9

3

93

93

0

1

103

97

Eigenkapital

71

59

sonstige Rückstellungen

28

36

3

2

103

97

Sachanlagen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Rechnungsabgrenzungsposten
Passiva

sonstige Verbindlichkeiten
Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Seite 174

Mandat bis

Beteiligungsbericht 2014

QMBW GmbH

Kennzahlen zur Vermögenslage
31.12.2014
69,09
69,09
> 100,00
9,17

31.12.2013 Angaben in
61,48
%
61,48
%
> 100,00
%
3,10
%

31.12.2014

31.12.2013

in TEUR

in TEUR

250

250

sonstige betriebliche Erträge

8

5

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren

2

1

70

66

2

1

163

166

22

21

Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität

bb) Ertragslage
GuV

Umsatzerlöse

Löhne und Gehälter
Abschreibungen
sonstige betriebliche Aufwendungen
Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit
außerordentliches Ergebnis

0

sonstige Steuern

10

6

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

12

15

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

12

15

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

258,00
26,92
101,23

31.12.2013 Angaben in
255,00
26,06
104,18

cc) Kapitalflussrechnung
Es liegt keine Kapitalflussrechnung der Gesellschaft für das Berichtsjahr vor.

Seite 175

TEUR
%
%

QMBW GmbH

Beteiligungsbericht 2014

f) Anzahl der Beschäftigten

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
Beamte
Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit
Teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer
davon Männer
Beamte
Auszubildende

31.12.2014
1
1
0
2
2
0
2
0
0
1
1
1
0
0

31.12.2013
1
1
0
2
2
0
2
0
0
1
1
1
0
0

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart
Keine

h) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Im Vorfeld der Gesellschaftsgründung hatte sich eine Bietergemeinschaft von 11 Kliniken an der
Ausschreibung des "Auswahlverfahren zur besonderen ambulanten Versorgung im Bereich der
Intravitrealen Injektion (IVI) gem. § 73c SGB V für Versicherte der AOK Baden-Württemberg" vom
05.02.2011 beworben. Nach Prüfung der Bewerbungsunterlagen wurde die Bietergemeinschaft von der
AOK zur Teilnahme an dem folgenden Verhandlungsverfahren zugelassen. Auf Grund der komplexen
Vertragsmaterie und der Neuartigkeit der Vertragsinhalte zogen sich die Verhandlungen bis Anfang
2012 hin. Das Konzept der Bietergemeinschaft erhielt schließlich den Zuschlag. Aus formalrechtlichen
Gründen des § 73C SGB V musste zur Annahme des Zuschlags eine eigenständige Rechtspersönlichkeit
gegründet werden: die QMBW GmbH. Acht der ursprünglichen Bieterkliniken sind derzeit Gesellschafter
der QMBW. Als Gründungsdatum der QMBW ist der 08.03.2012 benannt. Die Eintragung ins
Handelsregister erfolgte am 16.05.2012
Nach Erreichung der notwendigen Flächendeckung (50 Teilnehmer) am 05.11.2012 wuchs die
Teilnehmerzahl bis Jahresende auf 86 Leistungserbringer an. Zum 17.12.2013 waren es 134
Leistungserbringer, Ende Dezember 2014 betreute die QMBW bereits 153 Leistungserbringer. Im April
2015 nehmen 156 Ärzte am IVOM-Vertrag der AOK-Baden-Württemberg teil.
Damit hat sich der Vertrag in Baden-Württemberg flächendeckend durchgesetzt.

Seite 176

Beteiligungsbericht 2014

QMBW GmbH

Die administrative Betreuung der Leistungserbringer konnte in Tübingen mittels einer Geschäftsstelle,
besetzt mit einem hauptamtlichen Mitarbeiter, der durch Dienstleistungen aus dem UKT unterstützt
wird, zur hohen Zufriedenheit der teilnehmenden Lesitungserbringer gewährleistet werden. Die
Aufgaben im Einzelnen:
- Täglich zahlreiche Anfragen von Praxispersonal / Ärzten (z.B. Fälle stationär - ambulant),
AOK Baden- Württemberg / ContraCare, Apotheken
- Aufnahme neuer Ärzte in den Vertrag
- Mahnungen und Aufklärung bei Verstößen
- Klärung von Vertragsfragen / Vertragsweiterentwicklung
- Organisieren und Mitgestaltung von Sitzungen (Med. Beirat, Lenkungsausschuss, Vertragsschulung,
Gesellschafterversammlung,…)
- Pflegen der Homepage
Darüber hinaus wurde im Januar 2013 der Medizinische Beirat der QMBW gegründet, bestehend aus
acht Augenärzten (vier aus Kliniken und vier niedergelassene Ärzte). Die drei Sitzungen des
Medizinischen Beirats in 2014 wurden von der QMBW vorbereitet und betreut. Im Rahmen dieser
Sitzungen wurden neue Medikamente in den Vertrag aufgenommen, die Behandlungspfade anhand der
neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse weiterentwickelt sowie das Qualitätssicherungsverfahren
abgestimmt.
Eine wesentliche Aufgabe im Jahr 2014 war die Verhandlung einer Ergänzungsvereinbarung zur
Aufnahme der konservativen Augenärzte (Ophthalmologen) hinsichtlich der OCT-Erbringung in den
Vertrag. Diese Kooperation der konservativen Augenärzte mit den operativ tätigen Augenärzten
(Ophthalmochirurgen) war von Beginn an im Vertrag angelegt. Wie zu erwarten war, ist die rechtlich
korrekte Detailausgestaltung Umsetzung komplex. Es mussten Lösungen zu Haftung, Bildbefundung
und -kommunikation, Vergütung sowie Einbindung in das Qualitätssicherungsverfahren gefunden
werden, gepaart mit der Finanzierungsfrage. Diese Ergänzungsvereinbarung steht nun zu Beginn des
zweiten Quartals 2015 kurz vor ihrem Abschluss.
Ausblick und Perspektiven 2015
In 2015 steht nach Abschluss der Ergänzungsvereinbarung zum AOK-Vertrag die Aufnahme von ca.
400-500 baden-württembergischen Ophthalmologen im Vordergrund. Die Geschäftsstelle hat sich
durch Neuaufsetzen der vorhandenen eigenentwickelten Vertragsdatenbank unter Zuhilfenahme eines
IT-Mitarbeiters hierauf vorbereitet. Eine personelle Verstärkung wurde in die Wege geleitet.
Eine weitere Aufgabe in 2015 ist die Umsetzung des Qualitätssicherungsverfahrens, bei der alle
Leistungserbringer
zunächst
2%
ihrer
medizinischen
Daten
in
ein
anonymisiertes
Qualitätssicherungsregister hochladen müssen. Die QMBW hat zur Begutachtung dieser Daten 14
ärztliche Gutachter aus Baden-Württemberg unter Vertrag.
Für das Jahr 2015 wird wieder von einem Jahresüberschuss ausgegangen. Nach heutigem
Erkenntnisstand bestehen keine wesentlichen Risiken für den Fortbestand der QMBW während der
Vertragslaufzeit. Dieser ist auf unbestimmte Zeit abgeschlossen, die erste ordentliche Kündigung wäre
zum 31.12.2014 möglich gewesen. Weder AOK Baden-Württemberg noch QMBW GmbH haben es in
Betracht gezogen den IVOM-Vertrag zu beenden.

Seite 177

w

Seite 178

Beteiligungsbericht 2014

SBS-Sportstätten Betriebs-GmbH

SBS-Sportstätten Betriebs-GmbH
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Nadlerstr. 4
70173 Stuttgart

Rechtsform

GmbH

Handelsregister

HRB 722433

Gründungsdatum

05.02.2007

Gegenstand des
Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist - im Rahmen der kommunalen
Aufgabenstellung - die mietweise Überlassung von städtischen
Sporthallen (Turn- und Versammlungshallen, Schulsportanlagen und
Ballsporthallen) sowie Bezirks- und Vereinssportanlagen an
außerschulische Nutzer. Die Gesellschaft mietet hierzu insoweit die im
Eigentum der Landeshauptstadt Stuttgart stehenden Sporthallen und
Sportanlagen an.
Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt,
die zur Erreichung des benannten Geschäftszweckes notwendig oder
nützlich erscheinen. Die Gesellschaft ist berechtigt,
Unternehmensverträge abzuschließen. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer
Aufgaben auch Dritter bedienen.

Stammkapital in T€

50,00

b) Gesellschafter
Landeshauptstadt Stuttgart

Anteil am
Stammkapital in T€

%

50,00

100,00

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen
Keine

Seite 179

%

SBS-Sportstätten Betriebs-GmbH

Beteiligungsbericht 2014

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Die Darstellung der
Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2014
ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Bellviure, Javier

07.07.2014

Mandat bis

Geschäftsführung
Klein, Daniela
Die Geschäftsführung erhielt im Berichtsjahr keine Bezüge.

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

1.178

1.186

1.204

1.189

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

370

386

396

284

Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten

809

800

808

904

1.178

1.186

1.204

1.189

76

76

75

72

0

0

1

0

11

10

10

8

3

2

3

5

sonstige Verbindlichkeiten

1.088

1.097

1.116

1.104

Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

1.178

1.186

1.204

1.189

Passiva
Eigenkapital
Steuerrückstellungen
sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
6,46
6,46
-

Seite 180

31.12.2013 Angaben in
6,41
%
6,41
%
%
%
0,00
in TEUR
%

Beteiligungsbericht 2014

SBS-Sportstätten Betriebs-GmbH

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2011

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

941

945

913

925

88

84

130

102

sonstige betriebliche Aufwendungen

1.022

1.019

1.032

1.018

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

1

1

3

8

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

0

0

0

0

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit

9

10

13

17

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

9

9

10

11

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

0

1

3

6

Gewinnvortrag/Verlustvortrag

0

25

22

16

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

0

26

25

22

Umsatzerlöse
sonstige betriebliche Erträge

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

31.12.2013 Angaben in

91,30

91,80

TEUR
%
%

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow
1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
9
-8
-96
133

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

0

0

0

0

3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

0

0

0

0

Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

9

-8

-96

133

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

800

808

904

771

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

809

800

808

904

f) Anzahl der Beschäftigten
Die Gesellschaft beschäftigt kein Personal.

Seite 181

SBS-Sportstätten Betriebs-GmbH

Beteiligungsbericht 2014

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart

Ertragszuschuss/preisauffüllendes Entgelt

31.12.2014

31.12.2013

in EUR
88.000

in EUR
84.000

h) Wichtige Verträge
Pachtvertrag über die städtischen Sportanlagen:
Der Pachtvertrag beinhaltet die im Eigentum der Landeshauptstadt Stuttgart stehenden Sportanlagen. Die
Verpachtung an die SBS - Sportstätten Betriebs-GmbH erfolgt hierbei ausschließlich zum Zwecke der
Weitervermietung der Sportanlagen an deren Endnutzer, insbesondere Sportvereine. Das der SBSSportstätten Betriebs-GmbH im Pachtvertrag eingeräumte Nutzungsrecht für die städtischen Schulsportanlagen steht hierbei unter der Einschränkung, dass diese vorrangig den städtischen Schulen für schulische
Zwecke zur Verfügung zu stellen sind.

i) Bericht zum Public Corporate Governance
Kodex der Landeshauptstadt Stuttgart
Im Jahr 2014 hat sich die Geschäftsführung der SBS - Sportstätten Betriebs - GmbH Stuttgart (SBS
GmbH) an den vorgegebenen Zielen der Landeshauptstadt Stuttgart als Gesellschafter orientiert und
den strategischen Zielen entsprochen.
Die Gesellschafter wurden am 27.10.2014, insbesondere über den Geschäftsverlauf, in Form eines
Halbjahresberichts schriftlich informiert.
Die Geschäftsführung hat den Empfehlungen des Public Corporate Governance Kodexes weitgehend
entsprochen. In folgenden Punkten wurde von den Empfehlungen abgewichen;
Kein Aufsichtsrat
Da kein Aufsichtsrat für die SBS GmbH eingerichtet wurde, sind alle unter Ziffer 2 des Public Corporate
Governance Kodex aufgeführten Punkte obsolet. Dies gilt ebenso für die Ziffern 3.2.2, 3.4.4, 3.8.4 und
3.8.5.
Keine eigenen Mitarbeiter/-innen
Ziffer 3.2.1 und 3.2.4 des Kodexes entfallen, da die SBS GmbH keine eigenen Mitarbeiter/-innen hat.
Keine Vergütung der Geschäftsführung
Ziffer 3.3.1 - 3.3.4 (Vergütung) des Kodexes entfallen, da die Geschäftsführung keine Vergütung erhält.
Geschäftspartnerkodex
Die Anwendung Geschäftspartnerkodex (Ziffer 3.2.10 des Kodexes) ist bezogen auf die Ziele und
Besonderheit der vorherrschenden Geschäftsbeziehungen nicht effizient und effektiv.
D&O Versicherung
Da die Geschäftsführung für ihre Tätigkeit keine Vergütung erhält, wäre ein Selbstbehalt für die
Geschäftsführung nicht angemessen.

Seite 182

Beteiligungsbericht 2014

SBS-Sportstätten Betriebs-GmbH

j) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Allgemein
Die zu Beginn des Jahres 2007 (notarielle Beurkundung 05.02.2007, Eintrag ins Handelsregister am
16.03.2007) gegründete SBS - Sportstätten Betriebs-GmbH Stuttgart vermietet unterschiedliche Arten
städtischer Sportanlagen (Bezirkssportanlagen, Ballsporthallen, Vereinssportanlagen, Schulsportanlagen,
Turn- und Versammlungshallen) insbesondere an Vereine und andere Nutzer.
Durch die zentrale Steuerung werden die vorhandenen Nutzungspotentiale städtischer Sportanlagen
optimal ausgeschöpft. Neben den organisatorischen Vorteilen ist durch die Zwischenvermietung der
Sportanlagen der Landeshauptstadt Stuttgart an die SBS - Sportstätten Betriebs-GmbH Stuttgart,
Stuttgart (SBS GmbH), ein (überwiegender) Vorsteuerabzug aus laufenden Aufwendungen und
Investitionen im Stadthaushalt möglich.
Vermögenslage
Bei einem Eigenkapital von TEUR 76 und einer Bilanzsumme von TEUR 1.178 per 31. Dezember 2014
beträgt die Eigenkapitalquote 6,5%.
Ertragslage
Einzelheiten zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung sind den folgenden Ausführungen zu entnehmen:
Umsatzerlöse
Die Summe der Umsatzerlöse in 2014 verminderte sich leicht auf TEUR 941 (Vorjahr TEUR 945). Die
Umsatzerlöse setzen sich aus den folgenden Erlöspositionen zusammen:
- Miete aus Vereinssportanlagen/ Bezirkssportanlagen, Sportzentrum Cannstatter Wasen
- Miete aus Schulsportanlagen/Turn- und Versammlungshallen
Entgelte von dritter Seite
Die Stadt Stuttgart hat sich verpflichtet, der SBS GmbH ein preisauffüllendes Entgelt zu gewähren, das
mindestens der Differenz zwischen den Pachtaufwendungen der SBS GmbH an die Stadt und den
Pachterträgen durch die Endnutzer entspricht. Durch die leichte Verminderung der Umsatzerlöse hat
sich das preisauffüllende Entgelt 2014 entsprechend geringfügig erhöht.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Personalaufwand
Für den Betrieb der SBS GmbH fielen auch in 2014 keine Personalkosten an, da sie über kein eigenes
Personal verfügt. Die bei der SBS GmbH anfallenden Arbeiten werden im Rahmen einer Geschäftsbesorgung durch Mitarbeiter/innen des Schulverwaltungsamts und des Amts für Sport und Bewegung
ohne zusätzliche Personalkapazitäten übernommen.
Aufwand für Pacht (Rückführung an die Stadt)
Der Pachtzins betrug im Jahre 2014 Mio. EUR 1,0 (Vorjahr Mio. EUR 1,0) und entspricht somit den
prognostizierten Erwartungen. Der Pachtzins berücksichtigt die Abschreibungen und den laufenden
Betriebs- und Erhaltungsaufwand, jeweils entsprechend des Umfangs der Nutzungen durch Dritte
(Vereine und andere außerschulische Nutzer).
Verwaltungsaufwand
Der Verwaltungsaufwand blieb mit TEUR 22 (Vorjahr TEUR 19,4) stabil.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Das Einlagekapital und die Mieterträge werden während des Geschäftsjahres auf ein Liquiditätskonto

Seite 183

SBS-Sportstätten Betriebs-GmbH

Beteiligungsbericht 2014

einbezahlt, auf dem im Jahr 2014 ein Zinsertrag von TEUR 1,2 erwirtschaftet wurde.
Wirtschaftsplan 2015
Der mit Zustimmung der Alleingesellschafterin (Landeshauptstadt Stuttgart) erstellte Wirtschaftsplan
2015 (Finanzplan und Erfolgsplan) geht von einer konstanten Entwicklung aus. Für das Geschäftsjahr
2015 rechnet die Geschäftsführung wieder mit einem ähnlichen Gesamtergebnis wie in 2014, da bisher
nicht mit außergewöhnlichen Belastungen oder Ausfällen (wie z. B. die Zwangsräumung in 2012) zu
rechnen ist.
Vorgänge von wesentlicher Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres
Vorgänge von wesentlicher Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind,
haben nicht vorgelegen.
Wesentliche Chancen und Risiken
Der Jahresabschluss 2014 entspricht im Wesentlichen den geschätzten Erwartungen und bestätigt die
Planungen für das Jahr 2015 und 2016. Für die Geschäftsjahre 2015 und 2016 rechnet die Gesellschaft
mit einem ähnlichen Ergebnis wie 2014. Aufgrund der langfristigen Verträge und der Vertragskonstruktion sind keine wesentliche bestandsgefährdende Risiken erkennbar.

Seite 184

Beteiligungsbericht 2014

Sportklinik Stuttgart GmbH

Sportklinik Stuttgart GmbH
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Taubenheimstraße 8
70372 Stuttgart

Telefon
Fax
E-Mail
Homepage

(0711) 5535-0
(0711) 5535-300
verwaltung@sportklinik-stuttgart.de
www.sportklinik-stuttgart.de

Rechtsform

GmbH

Handelsregister

HRB 20308

Gründungsdatum

30.06.1999

Gegenstand des
Unternehmens

Gegenstand der Gesellschaft ist die Förderung des öffentlichen
Gesundheitswesens, vor allem in Stuttgart und Umgebung. Der Zweck
der Gesellschaft wird insbesondere verwirklicht durch die Erfüllung von
Aufgaben des Gesundheitsdienstes und der Krankenpflege,
insbesondere im Bereich des Sports, sowie den Betrieb der Sportklinik
Stuttgart.

Stammkapital in T€

1.505,00

Anteil am
Stammkapital in T€

%

Eigenbetrieb Klinikum Stuttgart

737,45

49,00

Sporthilfe Württemberg e.V.

767,55

51,00

b) Gesellschafter

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen
Keine

Seite 185

%

Sportklinik Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die
Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im
Geschäftsjahr 2014 ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Aufsichtsrat fakultativ
Mitglied

BM Wölfle, Werner

23.09.2011

Mitglied

Dr. Schmitz, Ralf-Michael

24.01.2008

Mandat bis

Geschäftsführung
Zimmermann, Jürgen
Die Bezüge der Geschäftsführung werden unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB nicht genannt.

Vergütungen

Aufsichtsratsvorsitzender
Stv. Aufsichtsratsvorsitzender
Aufsichtsratsmitglied
Sitzungsgeld
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr

Seite 186

31.12.2014
in EUR
1.500
1.000
700
100
6.846

31.12.2013
in EUR
1.500
1.000
700
100
6.508

Beteiligungsbericht 2014

Sportklinik Stuttgart GmbH

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

12.163

12.102

12.811

12.673

171

223

269

381

5.917

6.048

6.732

6.254

0

1

1

0

741

832

845

769

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

2.747

2.511

2.888

2.977

Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten

2.524

2.462

2.036

2.254

63

26

42

39

12.163

12.102

12.811

12.673

7.839

7.192

6.849

6.079

771

878

990

1.104

6

0

0

0

1.486

1.739

2.136

2.311

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

960

1.222

1.557

1.892

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

495

457

722

478

Sonstige Verbindlichkeiten

607

614

559

809

12.163

12.102

12.811

12.673

Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Finanzanlagen
Vorräte

Rechnungsabgrenzungsposten
Passiva
Eigenkapital
Sonderposten mit Rücklagenanteil/Abzugskapital
Steuerrückstellungen
sonstige Rückstellungen

Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
64,45
70,79
> 100,00
50,06
988,09
16,23

Seite 187

31.12.2013 Angaben in
59,43
%
66,68
%
> 100,00
%
51,82
%
447,71
in TEUR
7,14
%

Sportklinik Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2011

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

21.181

19.916

19.317

19.164

-1

-4

-1

17

sonstige betriebliche Erträge

1.139

1.125

1.124

968

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren

5.056

4.644

4.353

4.184

Aufwendungen für bezogene Leistungen

1.247

1.258

1.226

1.203

Löhne und Gehälter

9.093

8.686

8.242

7.825

soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und für Unterstützung

2.264

2.169

2.062

1.971

Abschreibungen

1.169

1.174

1.115

991

sonstige betriebliche Aufwendungen

2.768

2.676

2.610

3.236

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

9

12

30

51

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

58

71

96

123

674

368

767

667

0

0

0

0

Umsatzerlöse
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an
fertigen und unfertigen Erzeugnissen

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit
außerordentliche Aufwendungen
außerordentliches Ergebnis

0

0

0

0

22

13

8

0

5

12

-11

-3

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

647

343

770

669

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

647

343

770

669

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
sonstige Steuern

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

127,54
50,88
97,69

31.12.2013 Angaben in
121,59
51,60
96,19

TEUR
%
%

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

1.066

963

1.313

1.358

-985

-446

-1.439

-1.215

-19

-91

-92

-127

62

426

-218

16

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

2.462

2.036

2.254

2.238

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

2.524

2.462

2.036

2.254

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit
Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

Seite 188

Beteiligungsbericht 2014

Sportklinik Stuttgart GmbH

f) Anzahl der Beschäftigten

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
Beamte
Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Auszubildende
Schwerbehindertenquote in %

31.12.2014
175
175
0
237
237
175
62
0
0
0
88
88
75
13
0
0
0
3
3

31.12.2013
173
173
0
226
226
169
57
0
0
0
90
90
79
11
0
0
0
3
4

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart
Keine

h) Wichtige Verträge
Zwischen der Sporthilfe Württemberg e.V. (Vermieter) und der Sportklinik Stuttgart GmbH (Mieter)
besteht ein Mietvertrag zum Betrieb der Sportklinik Stuttgart.

Seite 189

Sportklinik Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

i) Leistungsdaten
Einheit
Planbetten/Plätze
Belegungstage
Auslastung
Fallzahl (DRG-Fälle, ohne
interne Belegung
Durchschn. Verweildauer

2014

2013

2012

2011

Anzahl
Anzahl
%

75
19.044
69,6

75
18.150
66,3

75
18.655
68,1

75
20.193
75,5

Anzahl
Tage

4.917
3,8

4.744
3,8

4.953
3,8

5.015
4,0

j) Bericht zum Public Corporate Governance
Kodex der Landeshauptstadt Stuttgart
Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung der Sportklinik Stuttgart GmbH haben den Bericht zum Public
Corporate Governance Kodex in der Aufsichtsratssitzung am 2. Juli 2015 beschlossen. Der Aufsichtsrat
und die Geschäftsführung haben den Empfehlungen des Public Corporate Governance Kodex
weitgehend entsprochen. In folgenden Punkten wurde von den Empfehlungen abgewichen:
Interne Revision soll eine eigenständige Stelle sein
Aufgrund der Betriebsgröße der Sportklinik Stuttgart GmbH besteht keine eigene Revisionsabteilung. Ab
dem Geschäftsjahr 2013 wurde eine mehrjährige Revisionsplanung durch einen Wirtschaftsprüfer
eingeführt.
Die Geschäftsführung soll in Abstimmung mit der Beteiligungsverwaltung einen Geschäftspartnerkodex
aufstellen. Auf Wunsch des Mehrheitsgesellschafters wurde von der Aufstellung eines Geschäftspartnerkodex abgesehen.
Veröffentlichung der Vergütung der Geschäftsführung im Anhang des Jahresabschlusses
Die Vergütung der Geschäftsführung unterliegt in der Sportklinik der Vertraulichkeit zwischen
Aufsichtsrat und Geschäftsführung und wird deshalb nicht im Anhang des Jahresabschlusses angegeben.
Bei einer D&O-Versicherung für die Geschäftsführung soll ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des
Schadens mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des
Geschäftsführers vereinbart werden. Es besteht keine D&O-Versicherung. Stattdessen wurde eine
erweiterte Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung abgeschlossen.

Seite 190

Beteiligungsbericht 2014

Sportklinik Stuttgart GmbH

k) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Der Leistungsmix ambulant - stationär hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. 2014 wurden
87 % der Fälle stationär und 13 % ambulant behandelt. Im klassischen "Sportklinik-Portfolio" kam es
2014 zu Leistungsverschiebungen. Alle Bereiche haben aber im Vergleich zum Vorjahr zugelegt. Die
Fallzahl der stationären Patienten und der CMI sind im Berichtsjahr gestiegen. Der Casemix (incl.
Überlieger) ist im Vergleich zum Vorjahr um 169,5 CMP auf 5.564,2 CM-Punkte angestiegen. Die
Anzahl der ambulanten Operationen liegt mit 720 leicht über dem Niveau des Vorjahres.
Im Oktober 2014 und Januar 2015 wurde für 2014 eine neue Entgeltvereinbarung mit den
Krankenkassen verhandelt. Basis für den Abschluss sind die Ist-Leistungszahlen zum 31. Dezember
2014. Die Umsetzung erfolgt zum 1. April 2015. Für 2014 wurden 4.905 Fälle mit 5.515,4 CM-Punkten
vereinbart.
Im Berichtsjahr konnte ein Ergebnis in Höhe von TEUR 647 erzielt werden. Gegenüber dem Ansatz des
Wirtschaftsplans von TEUR 421 konnte ein um TEUR 226 besseres Ergebnis erzielt werden. Grund dafür
war im Wesentlichen eine Steigerung des neutralen Ergebnisses. Die Ergebnisverbesserung gegenüber
dem Vorjahr (TEUR 343) resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Leistungen und damit
verbundenen höheren Umsatzerlösen.
Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht auf TEUR 11.357 (TEUR 10.855). Die
Anzahl der VK beträgt im Jahresdurchschnitt 175 (i. V. 173). Der Materialaufwand ist im Vergleich zum
Vorjahr um TEUR 401 auf TEUR 6.303 angestiegen. Dieser Anstieg ist bedingt durch die
Leistungssteigerung und Verschiebungen im Leistungsmix in Richtung Implantat-intensiverer Eingriffe.
Der CMI ist auf 1,134 (i. V. 1,123) angestiegen.
2014 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 988 (i. V. TEUR 442) vorgenommen. Davon betreffen
TEUR 527 Anlagen im Bau bzw. Anzahlungen auf Anlagen sowie Aktivierungen in Höhe von TEUR 57
aus geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände. Der Wartungs- und
Instandhaltungsaufwand betrug 2014 TEUR 1.230 (i. V. TEUR 1.067). Der erhöhte Betrag resultiert im
Wesentlichen aus der Verlängerung des Zeithorizonts der Nutzungsdauer der technischen Infrastruktur
aufgrund der Verzögerungen bei der Planung des Neubaus.
Zentrales Thema auch in 2014 war und ist das Projekt "Neubau der Sportklinik Stuttgart" im
Neckarpark. Die Vision vom Neubau eines prozess- und ablaufoptimierten Krankenhauses im
Neckarpark bietet erhebliche Chancen für eine noch bessere Patientenversorgung. Nach Zustimmung
der Gesellschafter zur Freigabe der für die Orientierungsplanung und Kostenberechnung erforderlichen
Mittel wurden die Aufträge für die Planung der Gewerke Elektrotechnik, Heizungs-, Lüftungs- Sanitärund Klimatechnik sowie die Medizinplanung an die Fachplaner erteilt. Entwurfsplanung und
Kostenberechnung sind Grundlage für den Förderantrag beim Sozialministerium (SM).
Im Projektverlauf ist es zu Verzögerungen gekommen und das Neubaugebiet im Neckarpark ist
frühestens ab dem Jahr 2017 bebaubar. Bei der erneut anstehenden Auslegung des Bebauungsplans
kann es zu weiteren Verzögerungen kommen.
Für 2015 und 2016 strebt die Sportklinik Stuttgart eine moderate Steigerung sowie eine Stabilisierung
des Marktanteils in der Region an. Für das Jahr 2015 ist eine weitere Leistungssteigerung geplant. Damit
verbunden ist eine Steigerung der geplanten Umsatzerlöse um rund 3 %. Es wird mit einer leichten
Steigerung der Personalaufwandsquote um 0,6 % und einer gleich bleibenden Materialaufwandsquote
gerechnet. Der bisherige Verlauf des Geschäftsjahres 2015 hinsichtlich der Leistungsentwicklung
entspricht den Erwartungen. Die finanziellen Verhältnisse sind geordnet. Für das Geschäftsjahr 2015
geht die Geschäftsführung von einem weiterhin positiven Ergebnis vergleichbar dem Niveau von 2014
aus.

Seite 191

w

Seite 192

Beteiligungsbericht 2014

SSB Reisen GmbH

SSB Reisen GmbH
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Holdermannstraße 48
70567 Stuttgart

Telefon
Fax
E-Mail
Homepage

(0711) 7885-205
(0711) 7885-6477
moehringen@ssbreisen.de
www.ssbreisen.de

Rechtsform

GmbH

Handelsregister

HRB 4888

Gründungsdatum

01.01.2000

Gegenstand des
Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung und Vermittlung
von Reisen im In- und Ausland. Die Gesellschaft kann sich auch auf
verwandten Gebieten betätigen und alle Maßnahmen ergreifen, die
geeignet sind, die Gesellschaft zu fördern. Die SSB Reisen GmbH ist
der Reisedienst der Stuttgarter Straßenbahnen AG. Diesen Reisedienst
betreibt die Stuttgarter Straßenbahnen AG seit 40 Jahren.

Stammkapital in T€

200,00

b) Gesellschafter
Stuttgarter Straßenbahnen AG

Anteil am
Stammkapital in T€

%

200,00

100,00

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen
DERPART Reisevertrieb GmbH, Frankfurt a.M.

4,09

Seite 193

%

0,09

SSB Reisen GmbH

Beteiligungsbericht 2014

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Die Darstellung der
Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2014 ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Steinkrug, Alexander

01.04.2013

Mandat bis

Geschäftsführung

Die Geschäftsführerbezüge von Herrn Steinkrug beliefen sich im Berichtsjahr auf insgesamt 104 TEUR. Darin
enthalten waren mit 15 TEUR erfolgsbezogene Komponenten und mit 8 TEUR Sachleistungen. Für Herrn
Steinkrug bestehen keine Pensionszusagen seitens der Gesellschaft.

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

2.132

2.200

1.900

1.838

1

6

12

19

1.309

1.300

790

833

14

32

34

36

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

261

173

155

145

Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten

490

628

862

766

58

62

46

39

2.132

2.200

1.900

1.838

Eigenkapital

851

851

851

851

sonstige Rückstellungen

375

392

246

279

erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

199

117

105

92

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

430

353

334

321

64

271

209

169

215

216

156

128

2.132

2.200

1.900

1.838

Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Finanzanlagen

Rechnungsabgrenzungsposten
Passiva

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
sonstige Verbindlichkeiten
Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Seite 194

Beteiligungsbericht 2014

SSB Reisen GmbH

Kennzahlen zur Vermögenslage
31.12.2014
39,89
39,89
64,24
62,10
366,10
27,65

31.12.2013 Angaben in
38,67
%
38,67
%
63,58
%
60,82
%
841,40
in TEUR
62,89
%

31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2011

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

5.631

5.834

5.229

4.942

162

123

166

145

Aufwendungen für bezogene Leistungen

3.204

3.261

2.950

2.806

Löhne und Gehälter

1.093

1.120

911

816

soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und für Unterstützung

215

220

196

179

Abschreibungen

256

233

227

238

sonstige betriebliche Aufwendungen

889

964

1.033

951

Erträge aus Beteiligungen

1

2

2

1

Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

0

1

1

1

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

1

2

4

8

138

164

86

106

Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

bb) Ertragslage
GuV

Umsatzerlöse
sonstige betriebliche Erträge

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit
außerordentliches Ergebnis

0

sonstige Steuern

9

5

5

5

129

159

81

101

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

0

0

0

0

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

0

0

0

0

aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnoder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte
Gewinne

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

263,30
22,58
99,38

Seite 195

31.12.2013 Angaben in
270,80
22,48
100,56

TEUR
%
%

SSB Reisen GmbH

Beteiligungsbericht 2014

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

135

575

234

211

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

-144

-650

-57

-156

3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

-129

-159

-81

-101

Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

-138

-234

96

-46

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

628

862

766

812

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

490

628

862

766

f) Anzahl der Beschäftigten

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
Beamte
Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit
Teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Auszubildende
Schwerbehindertenquote in %

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart
Keine

Seite 196

31.12.2014
22
22
0
30
30
21
9
0
0
0
0
8
8
8
0
0
0
0
3
3

31.12.2013
22
22
0
30
30
21
9
0
0
0
0
7
7
7
0
0
0
0
3
3

Beteiligungsbericht 2014

SSB Reisen GmbH

h) Wichtige Verträge
Zwischen der Stuttgarter Straßenbahnen AG und der SSB Reisen GmbH besteht ein Beherrschungs- und
Ergebnisabführungsvertrag. Danach ist die SSB Reisen GmbH verpflichtet ihren ganzen Gewinn an die
Stuttgarter Straßenbahnen AG abzuführen. Die Stuttgarter Straßenbahnen AG wiederum ist
verpflichtet, jeden während der Vertragsdauer sonst entstehenden Jahresfehlbetrag auszugleichen.

i) Leistungsdaten
Der Geschäftskreis der Gesellschaft erstreckt sich im Berichtsjahr vornehmlich auf die Veranstaltung und
Vermittlung von Reise- und Beherbergungsleistungen. Der Vertrieb erfolgt in Stuttgart über vier eigene
und im übrigen durch fremde Reisebüros (Agenturen).

j) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Im Veranstaltungsbereich konnte SSB Reisen in 2014 die sehr hohen Vorjahreswerte nicht erreichen.
Während der Eigenvertrieb den Umsatz des Vorjahres stabilisieren konnte sind die Buchungen der
Agenturen hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
Der Mietwagenbereich konnte erneut seinen Umsatz ausweiten.
Die Kooperation mit Sparda-Clever-Reisen wurde in 2014 mit vergleichbaren Umsätzen wie im Vorjahr
fortgeführt.
Im Gegensatz zum Vorjahr gab es eine Umsatzsteigerung bei den Bahnumsätzen. Die Umsätze für den
Flugbereich haben weiterhin einen Trend nach unten zu verzeichnen.
Das Jahresergebnis 2014 liegt mit 129 T€ deutlich über den Planzahlen.
Beim Auftragseingang für 2015 ist bis Mitte Februar erkennbar, dass die Buchungen im
Eigenveranstaltungs- und Vermittlungsbereich leicht unter den Vorjahreswerten liegen.

Seite 197

w

Seite 198

Beteiligungsbericht 2014

Stadion NeckarPark GmbH & Co. KG

Stadion NeckarPark GmbH & Co. KG
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Mercedesstraße 50
70372 Stuttgart

Telefon
Fax

(0711) 9554-3111
(0711) 9554-3100

Rechtsform

GmbH & Co. KG

Handelsregister

HRA 722960

Gründungsdatum

08.07.2008

Gegenstand des
Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung und Nutzung des
Fußballstadions im NeckarPark (Mercedes-Benz Arena) einschließlich
sämtlicher zum Betrieb des Stadions notwendiger Grundstücke und
Gebäude.
Die Gesellschaft kann sich - im Rahmen ihrer kommunalen
Aufgabenstellung - auf verwandten Gebieten betätigen und alle
Geschäfte betreiben, die den Gegenstand des Unternehmens
unmittelbar oder mittelbar zu fördern geeignet sind. Die Gesellschaft
kann sich an anderen Unternehmen beteiligen.

Kommanditkapital in T€

27.000,00

Anteil am
Kommanditkapital
in T€

b) Gesellschafter
Landeshauptstadt Stuttgart

27.000,00

%

100,00

Komplementärin ohne Kapitalanteil der Gesellschaft ist die Stadion NeckarPark Verwaltungs-GmbH.
Mit Vertrag vom 16. Juli 2008 über die atypische Gesellschaft zwischen der Stadion NeckarPark GmbH &
Co. KG und dem Verein für Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e.V. (VfB Stuttgart) hat sich der VfB als
atypisch stiller Gesellschafter mit einer Einlage von 27.000 TEUR an der Gesellschaft beteiligt. Das im
Innenverhältnis bestehende Stimmrechtsverhältnis der Landeshauptstadt Stuttgart und dem stillen
Gesellschafter am Unternehmen wurde mit 60 % Landeshauptstadt Stuttgart und 40% stiller
Gesellschafter festgelegt.

Seite 199

Stadion NeckarPark GmbH & Co. KG

Beteiligungsbericht 2014

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen

%

Keine

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die
Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im
Geschäftsjahr 2014 ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Mandat bis

Aufsichtsrat fakultativ
Vorsitzender

EBM Föll, Michael

18.07.2008

stellv. Vorsitzender

Ruf, Ulrich

18.07.2008

Mitglied

BM Hahn, Matthias

18.07.2008

Mitglied

Bergerhoff, Ariane

17.09.2009

24.07.2014

Mitglied

Huber, Matthias

18.07.2008

31.12.2013

Mitglied

Lauber, Benjamin

23.09.2011

Mitglied

Lazaridis, Vittorio

17.09.2009

Mitglied

Mutschler, Rainer

18.07.2008

Mitglied

Perc, Dejan

24.07.2014

Mitglied

Rudolf, Joachim

18.07.2008

Mitglied

Schmidt, Markus

18.07.2008

Mitglied

Schneider, Jochen

20.02.2014

Mitglied

Walter, Christian

24.07.2014

Ständiges Gastmitglied
(ohne Stimmrecht)

Kauderer, Robert

18.07.2008

24.07.2014

Ständiges Gastmitglied
(ohne Stimmrecht)

Küstler, Ulrike

17.09.2009

24.07.2014

Ständiges Gastmitglied
(ohne Stimmrecht)

Prof. Dr. Dr. med. Lübbe, Heinz

17.09.2009

24.07.2014

24.07.2014

Geschäftsführung
Stadion NeckarPark
Verwaltungs-GmbH
Die Stadion NeckarPark Verwaltungs-GmbH wird hierbei vertreten von ihren Geschäftsführern:
Rau, Martin
Heim, Stefan
Für Herrn Rau und Herrn Heim fielen im Geschäftsjahr 2014 keine Geschäftsführerbezüge an.

Seite 200

Beteiligungsbericht 2014

Stadion NeckarPark GmbH & Co. KG

Vergütungen
31.12.2014
in EUR
500
500
500
100
8.000

Aufsichtsratsvorsitzender
Stv. Aufsichtsratsvorsitzender
Aufsichtsratsmitglied
Sitzungsgeld
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr

31.12.2013
in EUR
500
500
500
100
9.000

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

130.649

136.596

141.772

151.837

0

0

0

0

127.262

133.400

139.552

140.823

2.898

2.718

478

7.898

Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten

272

242

1.488

2.843

Rechnungsabgrenzungsposten

217

236

255

273

130.649

136.596

141.772

151.668

Eigenkapital

40.654

42.765

44.796

46.740

Sonderposten mit Rücklagenanteil/Abzugskapital

17.693

18.584

19.475

20.366

128

51

53

164

40.055

41.080

41.434

40.384

206

240

347

6.544

sonstige Verbindlichkeiten

18.624

20.066

21.265

23.832

Rechnungsabgrenzungsposten

13.289

13.810

14.402

13.638

130.649

136.596

141.772

151.837

Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Passiva

sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
31,12
44,66
67,97
97,41
348,30
0,27

Seite 201

31.12.2013 Angaben in
31,31
%
44,91
%
68,49
%
97,66
%
163,00
in TEUR
0,12
%

Stadion NeckarPark GmbH & Co. KG

Beteiligungsbericht 2014

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2011

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

8.788

8.825

8.740

7.391

969

903

1.163

988

0

1.415

1.363

54

Aufwendungen für bezogene Leistungen

1.369

7

5

1.294

Abschreibungen

6.370

6.315

6.314

5.022

sonstige betriebliche Aufwendungen

1.711

1.525

1.670

2.204

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

3

3

31

129

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

2.194

2.273

2.299

2.334

-1.884

-1.803

-1.717

-2.400

227

227

227

226

Ergebnisanteil stiller Gesellschafter

-2.080

-2.029

-1.923

-2.606

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

-31

-2

-21

-20

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

-31

-2

-21

-20

Umsatzerlöse
sonstige betriebliche Erträge
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit
sonstige Steuern

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

74,02

31.12.2013 Angaben in
75,03

TEUR
%
%

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

2.750

819

4.015

7.276

-348

-162

-5.045

-26.562

-2.372

-1.903

-325

18.807

30

-1.246

-1.355

-479

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

242

1.488

2.843

3.322

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

272

242

1.488

2.843

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit
Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

f) Anzahl der Beschäftigten
Die Gesellschaft beschäftigt kein Personal.

Seite 202

Beteiligungsbericht 2014

Stadion NeckarPark GmbH & Co. KG

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart

Stand der Bürgschaften

31.12.2014

31.12.2013

in EUR
18.201.991

in EUR
19.567.140

h) Wichtige Verträge
Vertrag über die atypische stille Gesellschaft
Mit Vertrag vom 16. Juni 2008 haben die Stadion NeckarPark GmbH & Co. KG und der Verein für
Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e.V. (VfB Stuttgart) unter Mitwirkung der Landeshauptstadt Stuttgart
eine atypische stille Gesellschaft errichtet.
Geschäftsbesorgungsvertrag
Mit Vertrag vom 10. Dezember 2008 wurde zwischen der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH &
Co. KG (vormals VMS KG) und der Stadion KG ein Geschäftsbesorgungsvertrag geschlossen.
Gegenstand des Vertrages ist insbesondere die Abwicklung und Betreuung finanzwirtschaftlicher und
EDV technischer Vorgänge.
Erbbaurechtsvertrag
Mit Vertrag vom 10. Juli 2009 wurde zwischen der Landeshauptstadt Stuttgart (Grundstückseigentümerin) und der Stadion NeckarPark GmbH & Co. KG (Erbbauberechtigter) ein Erbbaurechtsvertrag über eine Teilfläche von insgesamt 8 ha 33 a geschlossen. Das Erbbaurecht beginnt mit
der Eintragung im Grundbuch und endet am 30. Juni 2041. Der Erbbauberechtigte hat das Recht und
die Pflicht, auf dem Erbbaugrundstück ein multifunktionales Fußballstadion einschließlich Sportveranstaltungshalle und Einrichtungen sowie Nebengebäuden zu haben.
Pachtvertrag
Mit Vertrag vom 1. Juli 2011 überlässt die Stadion KG dem Pächter VfB Stuttgart Stadion GmbH die
ausschließliche Nutzung des Stadions Mercedes-Benz Arena zur Durchführung von Sportveranstaltungen und sonstigen Veranstaltungen nach näherer Maßgabe des Pachtvertrages.

i) Bericht zum Public Corporate Governance
Kodex der Landeshauptstadt Stuttgart
Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung der Stadion NeckarPark GmbH & Co. KG haben den Bericht
zum Public Corporate Governance Kodex in der Aufsichtsratssitzung am 10. Juli 2015 beschlossen und
die Einhaltung des Kodex wie folgt mitgeteilt:
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat sich im Wirtschaftsjahr 2014 umfassend mit der Geschäftstätigkeit

Seite 203

Stadion NeckarPark GmbH & Co. KG

Beteiligungsbericht 2014

der Gesellschaft befasst. Er hat in zwei Sitzungen Angelegenheiten der Gesellschaften behandelt und
die ihm nach der Geschäftsordnung vom 18. Juli 2008 vorbehaltenen Entscheidungen haben den
operativen Zielen der Gesellschaft und den strategischen Zielen der Landeshauptstadt Stuttgart als
Gesellschafter entsprochen.
Die Unterrichtung des Aufsichtsrats durch die Geschäftsführung erfolgte mit entsprechenden Beschlussoder Informationsvorlagen sowie mündlichen Informationen. Die schriftlichen Unterlagen wurden auch
der Beteiligungsverwaltung rechtzeitig übermittelt.
Aufsichtsrat und Geschäftsführung haben den Empfehlungen des Public Corporate Governance
Kodexes weitgehend entsprochen. In folgenden Punkten wurde von der Empfehlung abgewichen:
Interne Revision
Die interne Revision ist keine eigene Stelle. In Abstimmung mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden und der
Beteiligungsverwaltung festzulegende Prüfungsschwerpunkte werden von einer externen
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft.
Geschäftspartnerkodex
Nachdem die Hauptaufgabe der Gesellschaft den Umbau der MBA betrifft, die wesentlichen Gewerke
im Rahmen öffentlicher Ausschreibungen vergeben wurden und sich die Geschäftstätigkeit der
Gesellschaft ab 01. Juli 2011 auf die Eigentümerstellung beschränkt, wurde bislang auf die Einführung
eines Geschäftspartnerkodex verzichtet.
Vergütung Geschäftsführung
Aufwendungen für die Vergütung der Geschäftsführung sind nicht angefallen.
D&O-Versicherung
Im Hinblick auf die fehlende Vergütung ist im Dienstvertrag ein Selbstbehalt von 5000 Euro je
Schadensfall vereinbart.

j) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Geschäftsverlauf
Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 348 getätigt, die
im Wesentlichen die Umrüstung der Videoüberwachungsanlage auf digitale Kameras (TEUR 270) und
die Verbrauchszählernachrüstung im Cateringbereich (TEUR 61) betrafen.
Das Geschäftsjahr 2014 weist einen Jahresfehlbetrag (vor Ergebnisanteil des stillen Gesellschafters) in
Höhe von TEUR - 2.111 aus (VJ: TEUR - 2.031).
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2014 beläuft sich auf 130,6 Mio. EUR (VJ: 136,6 Mio. EUR). Das
Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag 40,7 Mio. EUR und entspricht 31,1% (VJ: 42,8 Mio. EUR =
31,4%) der Bilanzsumme.
Wesentlicher Bestandteil des Betriebsvermögens ist das Sachanlagevermögen (127,3 Mio. EUR). Die
Liquidität war durch die Bankguthaben gesichert. Die ausgewiesenen Darlehen (57,6 Mio. EUR) sind
langfristiger Natur. Die Darlehen werden in halbjährlichen gleichbleibenden Annuitätsraten bedient.

Seite 204

Beteiligungsbericht 2014

Stadion NeckarPark GmbH & Co. KG

Den Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 8.787, den Sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR
969 und den Zinserträgen in Höhe von TEUR 3 stehen Abschreibungen in Höhe von TEUR 6.370,
Sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.711, Materialaufwendungen in Höhe von
TEUR 1.368, Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.194 und Sonstige Steuern in Höhe von TEUR 227
gegenüber. Dadurch entstand ein Jahresfehlbetrag (vor Ergebnisanteil des stillen Gesellschafters) in
Höhe von TEUR - 2.111.
Arbeits- und Angestelltenverhältnisse lagen im Geschäftsjahr 2014 keine vor, Geschäftsführerleistungen,
sowie Leistungen aus dem Bereich Finanz- und Rechnungswesen werden über einen
Geschäftsbesorgungsvertrag mit der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG bezogen.
Ausblick
Nach dem abgeschlossenen Umbau der Mercedes-Benz Arena beschränkt sich das Tätigkeitsfeld der
Stadion KG in erster Linie auf bauliche Nachabwicklungen, Wartungsthemen, Verwaltungsaufgaben
und die Verpachtung des Stadions an die VfB Stuttgart Stadion GmbH und die Verpachtung der
Sporthalle an die Landeshauptstadt Stuttgart.
Als wesentliche Baumaßnahme muss mittelfristig mit einem Austausch der Dachmembran gerechnet
werden. Diese wurde im Jahre 1992 installiert und unterliegt gewissen Alterungsprozessen.
In 2015 war es möglich, durch eine Umfinanzierung eines Darlehens mit bisher variablem Zinssatz in ein
Festdarlehen bei gleichbleibender jährlicher Tilgungsleistungen mehr als eine Halbierung der bisherigen
Verzinsung zu erzielen.
Wesentliche Chancen und Risiken
Wirtschaftliche Risiken bestehen aus der Refinanzierung des Kapitaldienstes für die Gesamtdarlehen in
Höhe von 57,6 Mio. EUR.
Für die Bedienung des Kapitaldienstes stehen ausschließlich die Pachterträge der VfB Stuttgart Stadion
GmbH in Höhe von jährlich ca. 6,3 Mio. EUR zur Verfügung. Diese bestehen aus einem fixen,
preisindizierten Betrag von 5,2 Mio. EUR und einem umsatzabhängigen Betrag von derzeit ca. 1,1 Mio.
EUR. Eine langfristig abgesicherte Zahlung dieser Pacht steht in direktem Zusammenhang mit dem
sportlichen Erfolg des VfB Stuttgart.
Auch in den folgenden Geschäftsjahren ist vorerst mit negativen Jahresergebnissen zu rechnen, da die
Zinsaufwendungen und die Abschreibungen im Sachanlagevermögen durch die Umsatzerlöse nicht
gedeckt werden können.

Seite 205

w

Seite 206

Beteiligungsbericht 2014

Stadtwerke Stuttgart GmbH

Stadtwerke Stuttgart GmbH
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Mercedesstraße 50
70372 Stuttgart

Telefon
Fax
E-Mail

(0711) 34650-0
(0711) 34650-2221
info@stadtwerke-stuttgart.de

Rechtsform

GmbH

Handelsregister

HRB 738645

Gründungsdatum

08.08.2011

Gegenstand des
Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist im Rahmen der kommunalen
Aufgabenstellung
die Bereitstellung von Netzen zur Versorgung des Stadtgebiets der
Landeshauptstadt Stuttgart mit Elektrizität, Gas und Wärme und der
Betrieb und die Unterhaltung solcher Netze in eigener Regie oder
durch Dritte,
der Bau und Betrieb von hocheffizienten und ressourcenschonenden
Anlagen (wie z.B. KWK-Anlagen) zur Erzeugung von Energie, die
Beteiligung an Unternehmen, die entsprechende Anlagen betreiben
und/oder die Tätigung von Investitionen aller Art in entsprechenden
Anlagen,
die Beschaffung und der Vertrieb von und der Handel mit
klimafreundlicher Energie, die aus erneuerbaren Energien oder
hocheffizienten und ressourcenschonenden Quellen erzeugt wird,
sowie
die Erbringung von Dienstleistungen aller Art, die im Zusammenhang
mit der Ressourcen schonenden Versorgung der Bevölkerung mit
Energie, der Förderung umweltfreundlicher Energienutzung, der
Energieeinsparung und der Steigerung der Energieeffizienz stehen,
insbesondere Beratungsleistungen.

Stammkapital in T€

5.000,00

Seite 207

Stadtwerke Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

b) Gesellschafter

Anteil am
Stammkapital in T€

%

5.000,00

100,00

Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen
Stadtwerke Stuttgart Vertriebsgesellschaft mbH

%

60,00

60,00

6,28

25,10

749,00

74,90

SWS Windpark Bad Hersfeld GmbH & Co. KG

5,00

100,00

SWS Windpark Everswinkel I GmbH & Co. KG

0,10

100,00

SWS Windpark Everswinkel II GmbH & Co. KG

0,10

100,00

SWS Windpark Schwanfeld GmbH & Co. KG

5,00

100,00

25,00

100,00

1.105,65

40,91

SWS Netzbetreiber GmbH
SWS Netzinfrastruktur GmbH

SWS Windpark Verwaltungs GmbH
Windkraft Römlinsdorf KG

Im Berichtsjahr erwarben die Stadtwerke Gesellschaftsanteile der SWS Netzinfrastruktur GmbH und der SWS
Netzbetreiber GmbH, des Weiteren die Kommanditanteile an der ABO Wind WP Bad Hersfeld GmbH & Co.
KG (zwischenzeitlich umbenannt in SWS Windpark Bad Hersfeld GmbH & Co. KG).

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die
Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im
Geschäftsjahr 2014 ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Aufsichtsrat fakultativ
Vorsitzender

OBM Kuhn, Fritz

24.07.2014

stellv. Vorsitzender

EBM Föll, Michael

08.08.2011

Mitglied

BM Hahn, Matthias

08.08.2011

Mitglied

BM Thürnau, Dirk

08.08.2011

Mitglied

Bulle-Schmid, Beate

01.05.2012

24.07.2014

Mitglied

Dr. Kienzle, Michael

01.05.2012

24.07.2014

Mitglied

Dr. Mayer, Fabian

08.08.2011

Mitglied

Dr. med. Kübler, Cornelius

01.05.2012

Mitglied

Dr. Oechsner, Matthias

08.08.2011

Mitglied

Fischer, Silvia

01.05.2012

Mitglied

Fuhrmann, Thomas

24.07.2014

Mitglied

Körner, Martin

24.07.2014

Mitglied

Kotz, Alexander

24.07.2014

Mitglied

Küstler, Ulrike

01.05.2012

24.07.2014

Mitglied

Munk, Gabriele

08.08.2011

24.07.2014

Seite 208

Mandat bis

24.07.2014

Beteiligungsbericht 2014

Stadtwerke Stuttgart GmbH

Mitglied

Ozasek, Christoph

24.07.2014

Mitglied

Pätzold, Peter

24.07.2014

Mitglied

Pfeifer, Hans H.

01.05.2012

Mitglied

Rockenbauch, Hannes

24.07.2014

Mitglied

Wüst, Monika

01.05.2012

Mitglied

Zaiß, Konrad

08.08.2011

Ständiges Gastmitglied (ohne
Stimmrecht)

Brett, Eberhard

24.07.2014

Ständiges Gastmitglied (ohne
Stimmrecht)

Dr. Görres, Jürgen

22.09.2011

Ständiges Gastmitglied (ohne
Stimmrecht)

Vaas, Jürgen

22.09.2011

24.07.2014

Geschäftsführung
Dr. Maxelon, Michael
Rau, Martin
Herr Rau ist zu 50% bei der Stadtwerke Stuttgart GmbH beschäftigt. Die Gesambezüge von Herrn Rau
betrugen im Berichtsjahr 104 TEUR. Herr Dr. Maxelon ist bei der Gesellschaft zu 100% beschäftigt. Die
Gesamtvergütung für Herrn Dr. Maxelon belief sich in 2014 auf 376 TEUR, davon entfielen 92 TEUR auf
erfolgsbezogene Komponenten und 64 TEUR auf Sachleistungen. Für Herrn Rau und Herrn Dr. Maxelon
bestehen keine Pensionszusagen seitens der Gesellschaft.

Vergütungen

Aufsichtsratsvorsitzender
Stv. Aufsichtsratsvorsitzender
Aufsichtsratsmitglied
Beratendes Mitglied
Sitzungsgeld
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr

Seite 209

31.12.2014
in EUR
2.000
1.500
1.000
500
100
25.000

31.12.2013
in EUR
2.000
1.500
1.000
500
100
27.000

Stadtwerke Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

189.738

21.333

6.349

5.085

19

12

5

0

2.484

2.159

2.006

0

179.780

16.018

660

0

681

204

2.603

382

6.742

2.924

1.062

4.703

32

16

14

0

Passiva

189.738

21.333

6.349

5.085

Eigenkapital

105.906

18.076

5.000

5.000

Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Finanzanlagen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten
Rechnungsabgrenzungsposten

sonstige Rückstellungen

354

184

99

10

81.066

2.166

491

0

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

808

515

730

67

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen

406

0

0

0

1.198

392

30

8

189.738

21.333

6.349

5.085

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

sonstige Verbindlichkeiten
Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
55,82
55,82
96,49
96,07
164.763,40
90,39

Seite 210

31.12.2013 Angaben in
84,73
%
84,73
%
> 100,00
%
85,26
%
15.640,70
in TEUR
85,99
%

Beteiligungsbericht 2014

Stadtwerke Stuttgart GmbH

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2011

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

Umsatzerlöse

243

182

48

0

sonstige betriebliche Erträge

184

72

27

0

2

0

0

0

2.028

1.517

517

0

soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und für Unterstützung

399

293

91

0

Abschreibungen

156

122

39

0

sonstige betriebliche Aufwendungen

3.447

2.358

1.559

337

Erträge aus Beteiligungen

1.252

0

0

0

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

12

15

29

22

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

504

203

10

0

-4.845

-4.223

-2.112

-316

1

1

0

0

4.846

4.224

2.112

316

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

0

0

0

0

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

0

0

0

0

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
Löhne und Gehälter

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit
sonstige Steuern
Erträge aus Verlustübernahmen

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

20,30
568,72
3,72

31.12.2013 Angaben in
16,90
712,06
4,05

TEUR
%
%

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

1.338

2.752

-932

-297

-164.250

-15.641

-2.709

0

166.730

14.751

0

0

Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

3.818

1.862

-3.641

-297

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

2.924

1.062

4.703

5.000

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

6.742

2.924

1.062

4.703

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

Seite 211

Stadtwerke Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

f) Anzahl der Beschäftigten

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
Beamte
Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit
davon EU-Staaten
Teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Auszubildende
Schwerbehindertenquote in %

31.12.2014
21
21
0
22
22
4
18
0
0
0
1
1
3
3
0
3
0
0
0
0
0

31.12.2013
15
15
0
15
15
4
11
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart
Keine

h) Wichtige Verträge

Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag:
Mit der Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (SVV) wurde am 8. November 2011 ein
Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Darin verpflichtet sich die SWS zur Abführung
des Jahresgewinns an die SVV. Die SVV verpflichtet sich ihrerseits zum Ausgleich eines während der
Vertragslaufzeit entstehenden Jahresfehlbetrags.

Seite 212

Beteiligungsbericht 2014

Stadtwerke Stuttgart GmbH

i)Tabelle
Leistungsdaten
Leistungsdaten- zu besprechen
Konsortialvertrag

Am 23. Oktober 2014 wurde zwischen der LHS, der SWS und der Netze BW GmbH ein Konsortialvertrag
geschlossen. Er dient der Umsetzung der vom Gemeinderat beschlossenen Kooperation zwischen SWS und
Netze BW GmbH als Ergebnis des Konzessionsabgabeverfahrens Strom und Gas.
Dachnutzungs-, Einspeise- und Betriebsüberwachungsverträge:
Für die Installation und den Betrieb von Photovoltaikanlagen wurden Dachnutzungsverträge mit Eigentümern
mehrerer Objekte abgeschlossen, darunter zwei Nebenhallen im Neckarpark, das Parkhaus und die
Gemüsehalle des Großmarktes Stuttgart sowie das VfB Jugendzentrum. Die Nutzung wurde bis zum 31.
Dezember 2033 bzw. 2034 vereinbart.
Geschäftsbesorgungsvertrag mit in.Stuttgart:
Zwischen der SWS und der in.Stuttgart wurde ein Geschäftsbesorgungsvertrag abgeschlossen. Gegenstand
des Vertrags ist insbesondere die Abwicklung und Betreuung finanzwirtschaftlicher und EDV technischer
Vorgänge, beim Personalwesen, sowie der Unterstützung der Einkaufstätigkeit/Auftragsvergabe der
Stadtwerke.
Geschäftsbesorgungsvertrag mit SWS Vertriebsgesellschaft mbH
Zwischen der SWS und der SWSV wurde ein Geschäftsbesorgungsvertrag abgeschlossen. Gegenstand des
Vertrags ist insbesondere die Abwicklung und Betreuung finanzwirtschaftlicher und EDV technischer
Vorgänge, beim Personalwesen, sowie der Unterstützung der Einkaufstätigkeit/Auftragsvergabe der SWSV.

i) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Geschäftsverlauf
Die Stadtwerke Stuttgart GmbH hat sich im Rahmen der Konzessionsverfahren der Landeshauptstadt
Stuttgart um die Konzessionen für die Strom-, Gas- und Fernwärmenetze ab dem Geschäftsjahr 2014
beworben.
Am 13.03.2014 hat der Gemeinderat in Stuttgart die Konzessionen für das Stuttgarter Strom- und
Gasnetz bis zum Jahr 2034 an eine Kooperation aus einer Tochter der Stadtwerke Stuttgart GmbH und
der Netze BW GmbH (vormals EnBW Regional AG) vergeben. Mit notariellem Kauf- und
Abtretungsvertrag vom 23.10.2014 hält die SWS an der neu gegründeten SWS Netzinfrastruktur GmbH
74,9 % und die Netze BW GmbH 25,1 % der Anteile. An der neu gegründeten SWS Netzbetreiber
GmbH ist die SWS mit 25,1 % und die Netze BW GmbH mit 74,9 % beteiligt.
Ein weiteres, wesentliches Geschäftsfeld der SWS ist der Vertrieb von Strom und Gas an Haushalts- und
Gewerbekunden, für den die Stadtwerke Stuttgart Vertriebsgesellschaft mbH im Jahr 2012 gegründet
wurde. An dieser ist die SWS mit 60% und die "Netzkauf EWS eG" in Schönau mit 40% beteiligt. Die
Vertriebsgesellschaft wird von der "Elektrizitätswerke Schönau Vertriebs GmbH", Schönau, als
Dienstleister unterstützt.
Im Berichtsjahr wurde ein weiterer Windpark mit sechs Windenergieanlagen erworben. Somit werden
insgesamt 20 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von 45,3 MW betrieben, die rund 38.000
Haushalte mit Strom versorgen können. Damit werden rund 77.000 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden.

Seite 213

Stadtwerke Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Es sind Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 243 (Vj.: TEUR 182) erzielt worden. Diese setzen sich aus der
Stromeinspeisung zweier Photovoltaikanlagen, die am 23.05.2012 und am 22.02.2013 in Betrieb
gegangen sind, aus der Geschäftsbesorgung und aus der Verpachtung von Photovoltaikanlagen auf
Dächern von Kunden zusammen.
Durch die Einstellung von 24 Mitarbeitern (ab 1. Juli 2012) zum Aufbau des Geschäftsbetriebs sind im
Geschäftsjahr 2014 Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 2.427 (TEUR 1.810) entstanden. Bei der
Gesellschaft waren durchschnittlich 21 (Vj.: 15) Angestellte ohne Berücksichtigung der Geschäftsführer
beschäftigt. Die Geschäftsbesorgung erfolgt über die in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co.
KG, Stuttgart.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen hauptsächlich aus Beratungskosten TEUR 2.217
(Vj.: TEUR 1.631), Mieten TEUR 272 (Vj.: TEUR 146), Werbeaufwand TEUR 260 (Vj.: TEUR 116),
Aufwendungen für Geschäftsbesorgung TEUR 150 (Vj.: TEUR 150) sowie Aufwendungen für die
Personaleinstellung und personalnahe Aufwendungen TEUR 132 (Vj.: TEUR 77).
Der daraus resultierende Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 4.846 (Vj.: TEUR 4.224) liegt leicht unter
dem geplanten Wert und wird aufgrund des abgeschlossenen Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrages (EAV) von der Gesellschafterin SVV ausgeglichen. Die Bilanzsumme per 31.
Dezember 2014 beläuft sich auf 189,7 Mio. EUR (Vj.: 21,3 Mio. EUR), davon 182,3 Mio. EUR (Vj.: 18,2
Mio. EUR) Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, insbesondere Finanzanlagen 179,8 Mio. EUR
(Vj.: 16,0 Mio. EUR).
Im Geschäftsjahr 2014 hat die SWS Anteile an der SWS Netzinfrastruktur GmbH, SWS Netzbetreiber
GmbH sowie an einem Windpark erworben. Bei den Tochterunternehmen SWS Netzinfrastruktur GmbH
und Stadtwerke Stuttgart Vertriebsgesellschaft mbH wurden Zuführungen zur Kapitalrücklage
durchgeführt. Die Finanzierung dieser Investitionen erfolgte durch den Gesellschafter in Form von
Zuzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von 87,8 Mio. EUR und durch Aufnahme von langfristigen
Bankdarlehen in Höhe von 79,0 Mio. EUR. Außerdem wurden Investitionen in immaterielle
Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von TEUR 489 vorgenommen.
Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr 5,0 Mio. EUR.
Das gesamte Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag 105,9 Mio. EUR (Vj.: 18,1 Mio. EUR) und
entspricht rd. 56 % (Vj.: rd. 85 %) der Bilanzsumme.
Die Fremdkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag rd. 44 % (Vj.: rd. 15 %) und das Fremdkapital
insgesamt 83,5 Mio. EUR (Vj.: 3,2 Mio. EUR). Enthalten sind im Wesentlichen langfristige
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 81,1 Mio. EUR (Vj.: 2,2 Mio. EUR).
Liquide Mittel werden in Höhe von 6,7 Mio. EUR (Vj.: 2,9 Mio. EUR) ausgewiesen.
Die Zahlungsfähigkeit im Berichtsjahr war durch die Erhöhung der Kapitalrücklage durch den
Gesellschafter gewährleistet.
Nachtragsbericht
Mit dem Anteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 25.03.2015 wurden die Kommanditanteile der "ABO
Wind WP Eichelberg GmbH & Co. KG" erworben. Diese vier Windenergieanlagen haben insgesamt eine
Nennleistung von 13,2 MW. Damit können rund 12.000 Haushalte mit Strom versorgt und rund 24.000
Tonnen CO2 pro Jahr vermieden werden.
Am 31.03.2015 erfolgte die Umfirmierung der "ABO Wind WP Bad Hersfeld GmbH & Co. KG,
Heidesheim" in die "SWS Windpark Bad Hersfeld GmbH & Co. KG, Stuttgart".

Seite 214

Beteiligungsbericht 2014

Stadtwerke Stuttgart GmbH

Wesentliche Chancen und Risiken
Durch den Neuaufbau der SWS besteht die Chance, schlanke effiziente Strukturen zu schaffen. Es ist
eine große Herausforderung, sich möglichst rasch auf die branchenspezifischen Gesetze und
Vorschriften einzustellen und diese anzuwenden. Insbesondere in der Anfangsphase ist das Risiko
vorhanden, dass der zusätzlich notwendige Know-how - Transfer nicht so zügig wie erforderlich und
auch nicht im gewünschten Umfang vollzogen werden kann. Entscheidend wird hierbei sein ob es
gelingt, weiterhin die entsprechende Anzahl an Mitarbeitern mit der erforderlichen Qualifikation
innerhalb eines kurzen Zeitfensters einzustellen.
Mitentscheidend für den zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg ist dabei, inwieweit es gelingt, den
potenziellen Kunden die Stärke der "Stadtwerke Stuttgart GmbH" bezüglich der Ökologie, regionalem
Bezug und Kundennähe näher zu bringen.
Risiken sind im zunehmendem Preiswettbewerb im Bereich der Energieversorgung zu sehen und damit
verbunden ein hoher Anteil an Verbrauchern, die den Preis als ausschließliches Entscheidungskriterium
für die Wahl des Versorgers heranziehen.
Die SWS verfolgt das Ziel, sich profitabel im Bereich erneuerbare Energien zu engagieren. Die aktuelle
politische Diskussion um die Behandlung der Einspeisung im Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) stellt
die Rahmenbedingungen für Investitionen in diesem Bereich fundamental in Frage.
Dennoch entwickelt die SWS eigene Windstandorte. Wesentliche Risiken bestehen in einer
überschätzten Windhöffigkeit und in der Projektentwicklung als solches, da eine Genehmigung nur
unter hohen Auflagen (Artenschutz, Umweltschutz, Schall, Schatten usw.) erteilt wird. Die zeitliche
Komponente ist aufgrund der sich quartalweise reduzierenden EEG-Vergütung ein wichtiger Faktor für
eine erfolgreiche Projektentwicklung. Zudem zwingt der starke Wettbewerb um die besten Standorte zu
teilweise hohen Pachtzahlungen.
Bei der Beteiligung an genehmigten Windparks fällt hingegen das Projektentwicklungs- und EEG-Risiko
weg. Dies spiegelt sich jedoch im Kaufpreis wider; sie ist somit deutlich risikoärmer. Trotz sorgfältiger
Prüfung der Projekte besteht aber auch hier das Risiko in einer überschätzten Windhöffigkeit.
Das Entwicklungspotenzial der Photovoltaik hängt ebenfalls von der Zukunft des EEG ab. Hier sucht die
SWS nach neuen Geschäftsmodellen, die auf Eigenverbrauchskonzepten basieren und sich sinkende
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zu Nutze machen sollen.
Die SWS möchte ihren Kunden innovative Konzepte und Wärmedienstleistungen auf Basis einer
Kraft-Wärme-Kopplung, z.B. mit attraktiven Eigenverbrauchsmodellen anbieten. Hierbei können sich
technische Risiken, Änderungen der energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen, höhere
Anschaffungskosten bei den Blockheizkraftwerken sowie Preissteigerungen beim Gasbezug ergeben.
Bei der SWS bestehen derzeit keine bestandsgefährdenden oder sonstigen Risiken mit wesentlichem
Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Ausblick
Die Stadtwerke Stuttgart sind mit dem Ziel gegründet worden, die Stromerzeugung aus regenerativen
Quellen und hocheffizienten KWK-Anlagen auszubauen. Dabei sind auch Beteiligungsmöglichkeiten für
die Bürger vorgesehen.
Die tragende Säule ist dabei der Ausbau der Windenergie. Dabei verfolgen die Stadtwerke Stuttgart die
Strategie, sowohl bundesweit wirtschaftlich attraktive Windparks aus neuen Anlagen oder sog.
Repowering-Projekte zu erwerben, als auch Projekte in Süddeutschland zu entwickeln. Da die Erträge
aus zugekauften Windparks kurzfristig entstehen, während die Entwicklung von Windstandorten -

Seite 215

Stadtwerke Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

insbesondere in Baden-Württemberg - ein mehrjähriger Prozess ist, wird in Summe ein
strategisch-wirtschaftlich ausgewogener Ausbaupfad beschritten.
Ergänzend entwickeln die Stadtwerke Stuttgart Angebote auf Basis von Photovoltaik und im Bereich
Wärme mit dem Fokus auf Kraft-Wärme-Kopplung. Beide Angebote sind zunächst auf Stuttgart
ausgerichtet.
Der Ausbau der Photovoltaik soll unabhängig vom EEG erfolgen. Insbesondere der Zugang zu
geeigneten Dachflächen gestaltet sich schwierig. Daher setzen die Stadtwerke auf sogenannte
Eigenverbrauchskonzepte, die in der Branche innovativen Charakter haben.
In der Wärmeversorgung von Gebäuden, Quartieren sowie des Gewerbes bzw. der Industrie sehen die
Stadtwerke Stuttgart ein attraktives Geschäftsfeld. Mit der Entwicklung von Standard-KWK-Produkten
wurde begonnen. Im Rahmen der üblicherweise zwei bis dreijährigen Entwicklungsphase sollen weitere
Piloten in 2015 realisiert werden. Dabei setzen die Stadtwerke Stuttgart auch auf Kooperationen mit
der Wohnungswirtschaft. Zusätzlich werden Geschäftsoptionen im Rahmen von Quartierskonzepten
(z.B. Neckarpark, Olgäle, Stöckach) und mit Industriepartnern aktiv verfolgt.
Mittel- und langfristig strebt die Gesellschaft einen positiven Ergebnisbeitrag zugunsten des
Gesellschafters, der SVV, an.
In 2015 wird das Jahresergebnis der SWS Netzinfrastruktur GmbH erstmals für ein volles Geschäftsjahr
(2014: zwei Monate) an uns abgeführt werden. Daher gehen wir von einem nahezu ausgeglichenen
Jahresergebnis vor Ergebnisabführung an die Stuttgarter Versorgungs- und Vertriebsgesellschaft mbH
aus. Für die Umsatzerlöse planen wir einen leichten Anstieg aufgrund weiterer Einnahmen aus
Blockheizkraftwerden (Contracting) und Verpachtung von Photovoltaikanlagen.

Seite 216

Beteiligungsbericht 2014

Stadtwerke Stuttgart Vertriebsgesellschaft mbH

Stadtwerke Stuttgart Vertriebsgesellschaft mbH
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Friedrichstr. 45
70174 Stuttgart

Telefon
Fax
E-Mail
Homepage

(0711) 34650-3300
(0711) 34650-3030
info@stuttgartenergie.de
www.stuttgartenergie.de

Rechtsform

GmbH

Handelsregister

HRB 742135

Gründungsdatum

06.08.2012

Gegenstand des
Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist im Rahmen seiner kommunalen
Aufgabenstellung die sichere und preisgünstige Versorgung von
Endkunden mit klimafreundlicher Energie, die aus erneuerbaren
Energien oder hocheffizienten und ressourcenschonenden Quellen
erzeugt wird, sowie die Erbringung von energienahen Dienstleistungen
einschließlich der Beratung von Endkunden.
Die Gesellschaft kann sich auf verwandten Gebieten betätigen und alle
Geschäfte betreiben, die mit dem Gegestand des Unternehmens in
Zusammenhang stehen. Sie kann sich auch an anderen Unternehmen
mit dem gleichen oder einem ähnlichen Gegenstand beteiligen.
Der Gegenstand des Unternehmens umfasst nicht den Betrieb eines
Energieversorgungsnetzes im Sinne des § 5 EnWG.

Stammkapital in T€

100,00

Anteil am
Stammkapital in T€

%

Netzkauf EWS eG

40,00

40,00

Stadtwerke Stuttgart GmbH

60,00

60,00

b) Gesellschafter

Seite 217

Stadtwerke Stuttgart Vertriebsgesellschaft mbH

Beteiligungsbericht 2014

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen

%

Keine

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Die Darstellung der
Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2014
ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Dr. Sladek, Michael

06.08.2012

Rau, Martin

06.08.2012

Mandat bis

Geschäftsführung

Für Herrn Rau und Herrn Dr. Sladek fielen im Geschäftsjahr 2014 keine Geschäftsführerbezüge an.

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

3.102

3.794

1.143

10

11

4

212

239

229

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1.230

2.212

55

Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten

1.650

1.331

854

Passiva

3.102

3.794

1.143

652

810

1.001

1.073

605

11

0

1.599

0

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

1.019

720

104

Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

3.102

3.794

1.143

Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen

Eigenkapital
sonstige Rückstellungen
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
21,02
21,02
> 100,00
7,17
12,52
5,63

Seite 218

31.12.2013 Angaben in
21,34
%
21,34
%
> 100,00
%
6,59
%
52,19
in TEUR
20,86
%

Beteiligungsbericht 2014

Stadtwerke Stuttgart Vertriebsgesellschaft mbH

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

in TEUR

in TEUR

in TEUR

4.566

1.493

0

30

2

1

4.176

1.379

0

176

214

6

soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und für Unterstützung

45

52

1

Abschreibungen

40

35

2

sonstige betriebliche Aufwendungen

1.319

1.008

91

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

4

1

0

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

0

0

0

-1.157

-1.192

-99

0

0

0

-1.157

-1.192

-99

Umsatzerlöse
sonstige betriebliche Erträge
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
Löhne und Gehälter

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

31.12.2013 Angaben in

919,20
4,81
79,32

299,10
17,79
55,55

TEUR
%
%

31.12.2014
in TEUR

31.12.2013
in TEUR

31.12.2012
in TEUR

-669

-471

-11

-12

-52

-235

1.000

1.000

0

319

477

-246

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

1.331

854

1.100

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

1.650

1.331

854

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow
1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit
Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

Seite 219

Stadtwerke Stuttgart Vertriebsgesellschaft mbH

Beteiligungsbericht 2014

f) Anzahl der Beschäftigten

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
Beamte
Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Auszubildende
Schwerbehindertenquote in %

31.12.2014
5
5
0
5
5
4
1
0
0
0
1
1
1
0
0
0
0
0
0

31.12.2013
5
5
0
6
6
5
1
0
0
0
1
1
1
0
0
0
0
0
0

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart
Keine

h) Wichtige Verträge
Geschäftsbesorgungsvertrag:
Zwischen der Stadtwerke Stuttgart GmbH (SWS) und der Stadtwerke Stuttgart Vertriebsgesellschaft mbH
(SWSVG) besteht ein Geschäftsbesorgungsvertrag. Gegenstand des Vertrages ist neben der
Geschäftsführung insbesondere die Abwicklung und Betreuung finanzwirtschaftlicher und EDV technischer
Vorgänge, beim Personalwesen sowie Unterstützung der Einkaufstätigkeit/ Auftragsvergaben der SWSV.
Strom- und Gasliefervertrag
Am 1. März 2014 wurden Verträge zur Strom- und Gaslieferung durch die Elektrizitätswerke Schönau
Vertriebs GmbH (EWS Vertrieb) abgeschlossen. SWSVG verpflichtet sich darin, ihren gesamten Strom von den
EWS Vertrieb zu beziehen, soweit er nicht von der SWS-Gruppe erzeugt wird.

Seite 220

Beteiligungsbericht 2014

Stadtwerke Stuttgart Vertriebsgesellschaft mbH

i) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Geschäftsverlauf
Die Gesellschaft befindet sich seit 2012 in der Aufbauphase. Aufgrund der deutlichen Ausweitung des
Geschäftsvolumens ist die Vergleichbarkeit zu den Vorjahren eingeschränkt.
In der Sparte Strom konnte im Berichtsjahr ein Rohertrag in Höhe von TEUR 183 und in der Sparte Gas
TEUR 206 erzielt werden.
Im Geschäftsjahr 2014 kamen 3.347 Stromkunden (Zähler) und 1.568 Gaskunden (Zähler) hinzu. Somit
konnten ab Kundencentereröffnung im Februar 2013 bis zum Ende des Berichtsjahres 2014 ca. 9.900
Kunden (Zähler) gewonnen werden.
Zur kontinuierlichen Erweiterung des Kundenstamms, aber auch zur Erhöhung des Bekanntheitsgrads
des Unternehmens und seiner Produkte wurde die Direktvermarktung im Berichtsjahr weiter ausgebaut.
Durch den erstmaligen Einsatz von freien Handelsvertretern konnten zahlreiche zusätzliche
Vertragsabschlüsse gezählt werden. Ein wesentlicher Gewinn ist hierbei zudem die Erweiterung des
Bekanntheitsgrades und die Verbesserung des Images durch einen merklich intensivierten
Kundendialog, eine detailliertere Beratung von Interessenten und nicht zuletzt durch die direkte,
persönliche Ansprache. Aufgrund dieser positiven Erfahrung und produktiven Entwicklung soll die
Direktvermarktung in 2015 mit zusätzlichen Maßnahmen weiter ausgebaut und die Präsenz in allen
Stuttgarter Stadtbezirken verstärkt werden.
Bereits bestehende Direktvermarktungskanäle - das Kundencenter, die Internetseite sowie
Informationsstände bei diversen Veranstaltungen - wurden im Berichtsjahr zur umfassenden Beratung
wie auch zum direkten Vertragsabschluss sehr gut angenommen. Die bestehenden Kanäle und
Maßnahmen sollen auch hier beibehalten und noch weiter ausgebaut werden. Begleitend dazu erfolgte
die Vermarktung über klassische Werbekanäle.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Im Berichtsjahr wurden Umsatzerlöse aus Stromverkauf in Höhe von TEUR 2.907 (ohne Stromsteuer
TEUR 283) und Gasverkauf in Höhe von TEUR 1.659 (ohne Energiesteuer TEUR 174) an Haushalts- und
Gewerbekunden erzielt.
Es wurden Investitionen in Sachanlagen in Höhe von TEUR 13 vorgenommen.
Die Aufwendungen bestehen hauptsächlich aus dem Materialaufwand TEUR 4.176 (Vj.: TEUR 1.379) für die Sparte Strom (Strombezug, Netznutzungsentgelt, EEG-Ausgleichsabgabe und Mehr/Mindermengenabrechnung) TEUR 2.724 sowie für die Sparte Gas (Gasbezug, Netznutzungsentgelt und
Mehr-/Mindermengenabrechnung) in Höhe von TEUR 1.452 -, Werbeaufwendungen TEUR 765 (Vj.:
TEUR 550), bezogene Fremdleistungen TEUR 187 (Vj.: TEUR 149), Rechts- und Beratungskosten TEUR 76
(Vj.: TEUR 92), Miete TEUR 88 (TEUR 75), Aufwendungen für die Geschäftsbesorgung TEUR 40 (Vj.:
TEUR 40), Wartung-, Reparatur- und Instandhaltungskosten TEUR 29 (Vj.: 9) und allgemeinem
Verwaltungsaufwand TEUR 26 (Vj.: TEUR 24).
Im Berichtsjahr 2014 wird ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -1.157 ausgewiesen. Dieser liegt im
Rahmen unserer Vorjahresprognose.
Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2014 beläuft sich auf 3,1 Mio. EUR (Vj.: 3,8 Mio. EUR), davon 0,2
Mio. EUR (Vj.: 0,2 Mio. EUR) Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, insbesondere Sachanlagen
0,2 Mio. EUR (Vj.: 0,2 Mio. EUR).
Liquide Mittel werden in Höhe von 1,6 Mio. EUR (Vj.: 1,3 Mio. EUR) ausgewiesen.

Seite 221

Stadtwerke Stuttgart Vertriebsgesellschaft mbH

Beteiligungsbericht 2014

Die Zahlungsfähigkeit war durch die Erhöhung der Kapitalrücklage gewährleistet.
Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag 0,7 Mio. EUR (Vj.: 0,8 Mio. EUR) und entspricht rd. 21 %
(Vj.: rd. 21%) der Bilanzsumme.
Die Fremdkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag rd. 79% (Vj.: rd. 79%) und das Fremdkapital
insgesamt 2,4 Mio. EUR (Vj.: 3,0 Mio. EUR). Enthalten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vj.: 0,7 Mio. EUR) sowie Rückstellungen in Höhe
von 1,1 Mio. EUR (Vj.: 0,6 Mio. EUR), insbesondere Rückstellungen für Netznutzungsentgelte,
Mehr-/Mindermengenabrechnung und EEG 1,0 Mio. EUR (Vj.: 0,6 Mio. EUR).
Bei der Gesellschaft waren durchschnittlich 5 (Vj.: 5) Angestellte ohne Berücksichtigung der
Geschäftsführer beschäftigt. Die Geschäftsbesorgung erfolgt über die Stadtwerke Stuttgart GmbH,
Stuttgart.
Nachtragsbericht
Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres vor, die
eine wesentliche Auswirkung auf den Geschäftsverlauf der SWSVG haben. Insofern ergeben sich keine
wesentlichen Änderungen bezüglich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Wesentliche Chancen und Risiken / Ausblick
Mitentscheidend für den zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg wird es sein, inwieweit es gelingt, den
potenziellen Kunden die Stärke der "Stadtwerke Stuttgart Vertriebsgesellschaft mbH" bezüglich der
Ökologie, regionalen Erzeugung und Kundennähe näher zu bringen.
Zum Jahresende 2015 wird mit einem Anstieg der Kundenanzahl (Zähler) auf insgesamt rd. 15.000
Kunden (Zähler) gerechnet.
Risiken sind im zunehmendem Preiswettbewerb im Bereich der Energieversorgung zu sehen und damit
verbunden im hohen Anteil an Verbrauchern, die den Preis als ausschließliches Entscheidungskriterium
für die Wahl des Versorgers heranziehen.
Der Strom- und Gasbezug erfolgt weiterhin vom Dienstleister, der Elektrizitätswerke Schönau Vertriebs
GmbH, Schönau im Schwarzwald.
Mittel- und langfristig strebt die Gesellschaft einen positiven Ergebnisbeitrag an. Zumindest im
Geschäftsjahr 2015 muss dagegen trotz geplanter Umsatzerlöse in Höhe von ca. 6,8 Mio. € dennoch
von einem Jahresfehlbetrag von ca. -0,8 Mio. € ausgegangen werden.
Die Gesellschafter werden zur Abdeckung des erwarteten Verlustes des Jahres 2015 entsprechende
Mittel bereitstellen.

Seite 222

Beteiligungsbericht 2014

Stiftung Kunstmuseum Stuttgart gGmbH

Stiftung Kunstmuseum Stuttgart gGmbH
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Kleiner Schloßplatz 13
70173 Stuttgart

Telefon
Fax
E-Mail
Homepage

(0711) 216-19600
(0711) 216-19615
info@kunstmuseum-stuttgart.de
www.kunstmuseum-stuttgart.de

Rechtsform

GmbH

Handelsregister

HRB 24432

Gründungsdatum

03.02.2004

Gegenstand des
Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung der Kunst und Kultur
im Sinne des Abschnitts steuerbegünstigte Zwecke der Abgabenordnung.
Dieser Gesellschaftszweck wird insbesondere durch die Durchführung
von Kunstausstellungen und Kunstveranstaltungen in Stuttgart
verwirklicht. Die Gesellschaft verwirklicht diesen Zweck auch durch die
Ausübung des Museumsbetriebs für bildende Künste, insbesondere
durch die Pflege und Ergänzung des Kunstbestands sowie durch
begleitende wissenschaftliche Arbeiten im Kunstbereich.
Der öffentliche Zweck ergibt sich aus der Aufgabenstellung.

Stammkapital in T€

100,00

b) Gesellschafter
Landeshauptstadt Stuttgart

Anteil am
Stammkapital in T€

%

100,00

100,00

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen
Keine

Seite 223

%

Stiftung Kunstmuseum Stuttgart gGmbH

Beteiligungsbericht 2014

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die
Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im
Geschäftsjahr 2014 ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Mandat bis

Aufsichtsrat fakultativ
Vorsitzende

BM Dr. Eisenmann, Susanne

24.06.2005

stellv. Vorsitzender

Prof. Dr. Adriani, Götz

03.06.2004

Mitglied

Bulle-Schmid, Beate

23.09.2011

24.07.2014

Mitglied

Dr. Kienzle, Michael

03.06.2004

24.07.2014

Mitglied

Dr. Lorenz, Ulrike

05.11.2009

Mitglied

Dr. jur. Nopper, Klaus

17.09.2009

24.07.2014

Mitglied

Froehlich, J. W.

03.06.2004

24.07.2014

Mitglied

Kanzleiter, Manfred

17.09.2009

24.07.2014

Mitglied

Kletzin, Susanne

24.07.2014

Mitglied

Lunghi, Enrico

24.07.2014

Mitglied

Müller-Enßlin, Guntrun

24.07.2014

Mitglied

Porsch, Nicole

24.07.2014

Mitglied

Prof. Joly, Jean-Baptiste

03.06.2004

Mitglied

Schilling, Tabea

17.09.2009

Mitglied

Stradinger, Fred-Jürgen

24.07.2014

Mitglied

von Berg, J.F.

03.06.2004

Mitglied

Winter, Andreas

24.07.2014

24.07.2014

Geschäftsführung
Dr. Groos, Ulrike
Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen im Berichtsjahr 100 TEUR. Für Frau Dr. Groos bestehen keine
Pensionszusagen seitens der Gesellschaft.

Vergütungen

Aufsichtsratsvorsitzender
Stv. Aufsichtsratsvorsitzender
Aufsichtsratsmitglied
Sitzungsgeld
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr

Seite 224

31.12.2014
in EUR
600
600
600
100
10.400

31.12.2013
in EUR
600
600
600
100
9.500

Beteiligungsbericht 2014

Stiftung Kunstmuseum Stuttgart gGmbH

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

6.908

5.787

4.961

4.769

19

23

6

2

4.865

4.457

4.287

4.137

19

28

13

12

320

516

390

270

1.672

751

263

330

13

12

2

18

Passiva

6.908

5.787

4.961

4.769

Eigenkapital

5.260

4.552

3.938

4.032

Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Vorräte
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten
Rechnungsabgrenzungsposten

Steuerrückstellungen

127

0

1

1

sonstige Rückstellungen

630

523

422

338

50

60

0

0

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

483

388

449

229

sonstige Verbindlichkeiten

318

180

42

18

40

84

110

151

6.908

5.787

4.961

4.769

erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
76,14
76,14
> 100,00
70,70
562,10
11,51

Seite 225

31.12.2013 Angaben in
78,67
%
78,67
%
> 100,00
%
77,42
%
340,70
in TEUR
7,60
%

Stiftung Kunstmuseum Stuttgart gGmbH

Beteiligungsbericht 2014

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2011

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

Umsatzerlöse

1.292

1.384

1.252

1.381

sonstige betriebliche Erträge

5.363

5.127

4.572

4.390

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren

63

57

62

59

Aufwendungen für bezogene Leistungen

28

42

43

53

Löhne und Gehälter

1.198

1.162

1.117

1.094

soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und für Unterstützung

294

282

277

262

Abschreibungen

157

147

151

148

sonstige betriebliche Aufwendungen

4.156

4.368

4.434

4.231

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

1

1

1

4

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

39

0

0

0

720

453

-258

-70

20

39

37

47

sonstige Steuern

192

0

0

0

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

508

415

-295

-117

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

508

415

-295

-117

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

195,70
22,40
21,00

31.12.2013 Angaben in
203,40
22,20
22,70

TEUR
%
%

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

973

551

-39

-286

-252

-263

-228

-340

3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

200

200

200

200

Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

921

488

-67

-426

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

751

263

330

756

1.672

751

263

330

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

Seite 226

Beteiligungsbericht 2014

Stiftung Kunstmuseum Stuttgart gGmbH

f) Anzahl der Beschäftigten

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
Beamte
Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit
davon EU-Staaten
davon Nicht-EU-Staaten
Teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
Auszubildende
Schwerbehindertenquote in %

31.12.2014
34
34
0
58
58
37
21
0
3
3
0
13
13
9
4
0
4
1

31.12.2013
32
32
0
49
49
30
19
0
1
1
0
14
14
10
4
0
2
1

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart

Ertragszuschuss
Investitionszuschuss

Seite 227

31.12.2014

31.12.2013

in EUR
4.617.800
200.000

in EUR
4.408.000
200.000

Stiftung Kunstmuseum Stuttgart gGmbH

Beteiligungsbericht 2014

h) Wichtige Verträge

Geschäftsbesorgungsvertrag zwischen der Landeshauptstadt Stuttgart und der Stiftung Kunstmuseum
Stuttgart gGmbH:
Durch den Geschäftsbesorgungsvertrag werden dem Kunstmuseum im Rahmen des Gesellschaftsvertrags Aufgaben zur Erledigung für die Stadt übertragen.
Vertrag zwischen der Landeshauptstadt Stuttgart und der Stiftung Kunstmuseum Stuttgart gGmbH über
die Überlassung der Kunstwerke:
Die Landeshauptstadt Stuttgart überlässt dem Kunstmuseum Stuttgart die im städtischen Eigentum und
Besitz befindlichen Kunstwerke zum Besitz und zur Nutzung im Rahmen seiner Tätigkeit. Dies gilt auch
für künftige von der Landeshauptstadt Stuttgart zur Ausstellung im Kunstmuseum erworbene bzw.
erlangte Kunstwerke. Des Weiteren werden die bisher der Stadt als Dauerleihgabe überlassenen
Kunstwerke dem Kunstmuseum zum Besitz überlassen.
Pachtvertrag zwischen der Landeshauptstadt Stuttgart und der Stiftung Kunstmuseum Stuttgart gGmbH
über die gewerblich genutzten Flächen der Stiftung Kunstmuseum Stuttgart gGmbH:
Der Pachtvertrag beinhaltet die Gastronomie im 4. OG und Erdgeschoss, Lagerflächen im Untergeschoss
sowie den Museumsshop und die Veranstaltungsflächen im Erdgeschoss. Der Pachtvertrag beinhaltet
zudem das Inventar der Gastronomie, des Veranstaltungsbereichs und des Museumsshops.
Mietvertrag zwischen der Landeshauptstadt Stuttgart und der Stiftung Kunstmuseum Stuttgart gGmbH:
Zur Erfüllung des Gesellschaftszwecks werden dem Kunstmuseum von der Landeshauptstadt Stuttgart
neben der städtischen Kunstwerksammlung insbesondere das Bauwerk Kleiner Schlossplatz 1 zum 1.
Januar 2005 überlassen.
Mietvertrag über das Otto-Dix-Haus in Gaienhofen-Hemmenhofen:
Zum Betrieb einer Außenstelle hat die Stiftung Kunstmuseum Stuttgart gGmbH das ehemalige
Wohnhaus von Otto Dix in Gaienhofen-Hemmenhofen am Bodensee angemietet. Das Mietverhältnis
beginnt am 14. Juni 2013 und hat eine Festmietzeit von 20 Jahren.

Seite 228

Beteiligungsbericht 2014

Stiftung Kunstmuseum Stuttgart gGmbH

i) Leistungsdaten

Besucherzahl
Besucherzahl Lange Nacht der Museen
Zahl der Veranstaltungen
(im Restaurant "Cube")
Zahl der Führungen (öffentlich und privat)
Zahl der erstellten Kataloge
Zahl der Ausstellungen

1)
2)
3)
4)

2014

2013

2012

2011

4)

2)

157.000

1)

136.000

9.121

3)

11.065

133.220
7.500

156.452
8.887

38
932
5
Präsentation
der
Sammlung
4 große und
3 kleine
Sonderausstellungen
2
"Frischzellen"
Kleiner
Schlossplatz

38
833
5
Präsentation
der
Sammlung
3 große und
2 kleine
Sonderausstellungen
2
"Frischzellen"
Kleiner
Schlossplatz

40
35
792
883
5
6
Präsentation
Präsentation
der
der
Sammlung
Sammlung
3 große und 3 große und 2
kleine
2 kleine
SonderausSonderausstellungen
stellungen
2
2
"Frischzellen" "Frischzellen"
Kleiner
Kleiner
Schlossplatz
Schlossplatz

Museum Haus
Dix 15.03.31.10.2014

Museum Haus
Dix 14.06.31.10.2013

Skaterrampe
Schlossplatz

in 2012 inklusive von 35.000 Besuchern der Skaterrampe am Schlossplatz
in 2013 inklusive von 15.252 Besuchern Museum Haus Dix (14.06.-31.10.2013)
Korrektur der Besucherzahl 2012
in 2014 inklusive von 17.020 Besuchern Museum Haus Dix (15.03.-31.10.2014)

j) Bericht zum Public Corporate Governance
Kodex der Landeshauptstadt Stuttgart
Der Stiftungsrat und die Geschäftsführung der Stiftung Kunstmuseum haben den Bericht zum Public
Corporate Governance Kodex in der Stifungsratssitzung am 24. April 2015 beschlossen und die
Einhaltung des Kodex wie folgt mitgeteilt:
Der Stiftungsrat der Stiftung Kunstmuseum Stuttgart hat sich im Geschäftsjahr 2014 umfassend mit der
Geschäftstätigkeit der Gesellschaft befasst. In vier Sitzungen wurden die Angelegenheiten der
Gesellschaft behandelt und die entsprechenden Entscheidungen getroffen. Diese Entscheidungen des
Stiftungsrats haben den operativen Zielen der Gesellschaft sowie den strategischen Zielen der
Landeshauptstadt Stuttgart als Gesellschafter entsprochen.
Der Stiftungsrat wurde durch die Geschäftsführung mit Beschlussvorlagen sowie mündlichen Berichten
und standardisierten Zwischenberichten informiert. Die schriftlichen Unterlagen sowie die
Sitzungsprotokolle wurden auch der Beteiligungsverwaltung rechtzeitig übermittelt.

Seite 229

Stiftung Kunstmuseum Stuttgart gGmbH

Beteiligungsbericht 2014

Stiftungsrat und Geschäftsführung haben den Empfehlungen der Public Corporate Governance der
Landeshauptstadt Stuttgart weitgehend entsprochen. In folgenden Punkten wurde von den
Empfehlungen abgewichen:
Die Vorsitzende des Stiftungsrats soll eigene Prüfungsschwerpunkte festlegen.
Bisher bestand weder Anlass noch Bedarf zur Festlegung von Prüfungsschwerpunkten.
Die interne Revision soll eine eigenständige Stelle sein.
Mit der Beteiligungsverwaltung wurde das Verfahren vereinbart, regelmäßig, alle zwei Jahre
Revisionsprüfungen durch eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durchführen zu lassen. Nach
2008 wurden in den Jahren 2010, 2012 und 2014 Prüfungen durchgeführt. Unabhängig davon findet
einmal jährlich eine unvermutete Kassenprüfung statt, die vom externen Steuerberaterbüro
durchgeführt wird.
Die Geschäftsführung soll nur an Firmen, die den Geschäftspartnerkodex anerkennen, Aufträge
vergeben. Ein Geschäftspartnerkodex, in dem die Geschäftspartner der Stiftung Kunstmuseum Stuttgart
gGmbH dazu angehalten werden sollen, alle Geschäfte im fairen Wettbewerb und in Loyalität
gegenüber dem Kunstmuseum durchzuführen, liegt noch nicht in der endgültiger Fassung vor.
Bei einer D&O-Versicherung für die GF soll ein Selbstbehalt von mindestens 10% des Schadens bis
mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des GF vereinbart werden.
Die Empfehlung wird erfüllt. Der Geschäftsführer-Vertrag mit Frau Dr. Groos wurde geändert und Frau
Dr. Groos hat eine entsprechende Versicherung abgeschlossen.

k) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Das Wirtschaftsjahr 2014 war geprägt von Ausstellungskooperationen mit Museen im In- und Ausland.
Die vom Kunstmuseum Stuttgart konzipierte Ausstellung "Willi Baumeister International", die von
Oktober 2013 bis Anfang März in Stuttgart zu sehen war, wurde von Juli bis Oktober 2014 im Museum
Küppersmühle in Duisburg und anschließend von November 2014 bis April 2015 in Berlin im Haus Huth
der Daimler Art Collection gezeigt. Die Ausstellung "Gego. Line as Object", eine Kooperation des
Kunstmuseums mit der Hamburger Kunsthalle und dem Henry Moore Institute in Leeds, war, nach der
Erstpräsentation in Hamburg, von Ende März bis Ende Juni 2014 in Stuttgart und anschließend von Juli
bis Oktober in Leeds zu sehen.
Folgende drei große Sonderausstellungen wurden im Berichtsjahr 2014 eröffnet:
- Doppelausstellung "Gego. Line as Object" und " Luisa Richter"(29. März- 29. Juni 2014),
- "Cool Place. Sammlung Scharpff" (26. Juli - 16. November 2014),
- "Dieter Roth. Balle Balle Knalle". (13. Dezember 2014 - 12. April 2015)
Des Weiteren wurde die Reihe "Frischzelle" in Kooperation mit der KPMG weiter fortgesetzt.
Der Vertrag mit der KPMG wurde für 2015 neu verhandelt, in Zukunft wird in der Reihe Frischzelle eine
Ausstellung pro Jahr präsentiert werden.
Im Museum Haus Dix wurde zusätzlich zur 2013 neu gestalteten Dauerausstellung vom
15. März bis zum 31. Oktober 2014 folgende Sonderausstellung gezeigt: "Und willst Du noch Bücher,
kauf ich sowieso für Euch alle." Buchzeichnungen von Otto Dix für seine Kinder.
Aufgrund von mehrwöchigen Schließzeiten (Baustellen im Museum und zusätzliche Schließtage für
Ausstellungsauf- und abbauten) wurden im Berichtsjahr insgesamt lediglich rund 116.000 Besucher
gezählt. Im Vorjahr war mit mehr als 141.000 Besuchern das beste Ergebnis seit den Eröffnungsjahren

Seite 230

Beteiligungsbericht 2014

Stiftung Kunstmuseum Stuttgart gGmbH

(2005 und 2006) des Museums erreicht worden.
2014 wurde erneut ein großes mediales Echo erreicht. Nicht nur in den regionalen Medien, sondern
auch in den Feuilletons der großen überregionalen und in den für das Museum wichtigen
internationalen Zeitschriften, Zeitungen sowie im Rundfunk und Fernsehen wurde regelmäßig über das
Kunstmuseum, die Ausstellungen und das Museum Haus Dix berichtet.
Die Drittmittelakquise wurde durch Frau Dr. Groos weiter aktiv und erfolgreich ausgebaut und führte zu
Einnahmen in Höhe von 408 T€ in diesem Bereich. Das ergab eine wesentliche Steigerung gegenüber
dem Planansatz von 333 T€ und blieb nur wenig unter dem Vorjahresergebnis von 446 T€. Im Jahr 2015
enden die langjährigen Sponsoringverträge mit den EnBW und der Landesbank Baden-Württemberg.
Für die Zukunft konnte mit keinem dieser Partner eine mehrjährige Förderzusage vereinbart werden. Die
Landesbank wird aber auch in Zukunft projektbezogen Sonderausstellungen finanziell unterstützen, z.B.
im Jubiläumsjahr 2015.
Die Erlöse aus Eintrittsgeldern sind um rund 230 T€ geringer als im Vorjahr. Ursache dafür sind die
mehrwöchigen Schließzeiten (Baustellen im Museum und zusätzliche Schließtage für Auf- und
Abbauten), die geänderte Preisstruktur und der freie Eintritt an Wochenenden während der Ausstellung
"Cool Place. Sammlung Scharpff".
Durch vermehrte Akquise und Sonderveranstaltungen des Restaurants sind die Verpachtungserlöse des
Restaurants und der Bar und die Erlöse für kurzfristige Vermietungen und für Exklusivöffnungen höher
als im Vorjahr.
Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 51 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die höhere
Mitarbeiterzahl ist wesentlich durch die Beschäftigten im Museum Haus Dix verursacht. Außerdem
konnten zwei zusätzliche Stellen beim Kunstmuseum über Drittmittel finanziert werden. Der
Personalaufwand ist geringer als geplant, dies war nur durch verzögerte Wiederbesetzungen und
geringere Gehälter bei Fluktuation möglich. In 2014 wurden die Gehälter um 2,0 Prozent erhöht.
Die im Dezember 2011 begonnene Betriebsprüfung der Jahre 2006 bis 2008 wurde im Jahr 2014
beendet. Aufgrund der Feststellungen ist hauptsächlich mit Umsatzsteuernachzahlungen für die
geprüften Jahre sowie für die sich daraus ergebenden Folgewirkungen (2009 bis 2013) zu rechnen.
Nachdem im Jahr 2013 ein Jahresüberschuss in Höhe von 415 T€ erzielt wurde, der im Wesentlichen auf
besondere Einmaleffekte zurückzuführen war, konnte im Jahr 2014 trotz der wesentlich geringeren
Erlösen aus Eintrittsgeldern erneut ein Jahresüberschuss erwirtschaftet werden. Der Betrag von 508 T€
ist zum einen auf Schenkungen von Kunstwerken in Höhe von 310 T€ zurückzuführen. Weitere
Ursachen sind zusätzliche Einnahmen (z.B. Erträge aus Ausstellungskooperationen, Erträge aus der
Auflösung von Rückstellungen und Nebenkostenabrechnungen Vorjahre, Gastronomie und kurzfristige
Vermietung, Spenden und Sponsoring) zeitlich verzögerte Neubesetzungen und Einsparungen im
Personalbereich und ein geringerer Aufwand im Bereich Aufsicht und Reinigung aufgrund der längeren
Schließzeiten. Hinzu kommen Einsparungen und zeitliche Verschiebungen im Bereich der
Wechselausstellungen und gezielte Einsparungen bei verschiedenen Positionen im Hinblick auf die
notwendige Finanzierung zusätzlicher, nicht durch Drittmittel finanzierter, Kosten des Jubiläumsjahres
2015.
Außerdem wurde im Jahr 2014 der Betriebskostenzuschuss erstmals seit Gründung des Museums
erhöht. Durch die Erhöhung um 200 T€ waren Gehaltserhöhungen und der Ausgleich gestiegener
Kosten in anderen Bereichen (u.a. Porto, Telefon, EDV) möglich.

Seite 231

w

Seite 232

Beteiligungsbericht 2014

Stuttgart-Marketing GmbH

Stuttgart-Marketing GmbH
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Rotebühlplatz 25
70178 Stuttgart

Telefon
E-Mail
Homepage

(0711) 22 28-0
info@stuttgart-tourist.de
www.stuttgart-tourist.de

Rechtsform

GmbH

Handelsregister

HRB 15709

Gründungsdatum

16.12.1992

Gegenstand des
Unternehmens

Die Gesellschaft hat im Rahmen der kommunalen Aufgabenstellung
Aufgaben des Standortmarketings, der allgemeinen Standortwerbung,
der allgemeinen Werbung, des Tourismus und der Tourismusförderung
sowie der damit verbundenen Marketing-Aktivitäten. Hierzu gehören
insbesondere:
- Förderung von Einrichtungen des Tourismus
- fördern, vorbereiten und durchführen von Veranstaltungen aller Art,
- die Verbesserung des touristischen Angebots,
- die Besucher- und Gästebetreuung,
- Hotelzimmervermittlung, Kartenverkauf,
- Stadtführungen,
- Betrieb von Tourist-Informationen,
- die Konzeption und Durchführung der Image- und Stadtwerbung
sowie des Stadtmarketings,
- Tätigkeit als PR-, Consulting- und Werbeagentur.
Weiteres Ziel der Gesellschaft ist es, eine Beteiligung an der Regio
Stuttgart Marketing- und Tourismus GmbH zu halten, die regionale
und überregionale Aufgaben der Gesellschaft übernimmt, sowie die
Schaffung einer gemeinsamen Angebots- und Marktposition zum Ziel
hat.
Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen berechtigt, durch die der
genannte Geschäftszweck gefördert werden kann, die unmittelbar
oder mittelbar dem Gegenstand des Unternehmens dienen oder ihn
fördern, soweit dadurch die Aufgabenstellung der Landeshauptstadt
Stuttgart als Träger öffentlicher Belange nicht beeinträchtigt wird. Sie
kann sich auch an anderen Unternehmen mit dem gleichen oder
ähnlichen Gegenstand beteilige, solche erwerben oder veräußern.

Seite 233

Stuttgart-Marketing GmbH

Stammkapital in T€

Beteiligungsbericht 2014

261,00

b) Gesellschafter

Anteil am
Stammkapital in T€

%

261,00

100,00

Landeshauptstadt Stuttgart

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen
Regio Stuttgart Marketing- und Tourismus GmbH

60,50

%

32,35

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die
Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2014 ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Aufsichtsrat fakultativ
Vorsitzender

EBM Föll, Michael

01.01.2004

stellv. Vorsitzender

Winter, Andreas

09.11.2004

Mitglied

Conz, Michael

17.09.2009

Mitglied

Currle, Fritz

09.11.2004

Mitglied

Deparnay-Grunenberg, Anna

22.09.2011

24.07.2014

Mitglied

Dr. jur. Nopper, Klaus

26.07.2012

24.07.2014

Mitglied

Dr. Oechsner, Matthias

24.07.2014

Mitglied

Dr. Schertlen, Ralph

24.07.2014

Mitglied

Münch, Andrea

17.09.2009

Mitglied

Pfeifer, Hans H.

17.09.2009

Mitglied

Prof. Dr. Loos, Dorit

24.07.2014

Mitglied

Rühle, Petra

24.07.2014

Mitglied

Scharf, Andreas

01.03.2013

Mitglied

Zaiß, Konrad

09.11.2004

Geschäftsführung
Dellnitz, Armin
Rau, Martin

Seite 234

Mandat bis

24.07.2014

24.07.2014

Beteiligungsbericht 2014

Stuttgart-Marketing GmbH

Herr Dellnitz ist zu 50 % bei der Stuttgart-Marketing GmbH und zu 50 % bei der Regio Stuttgart Marketingund Tourismus GmbH beschäftigt. Die Geschäftsführerbezüge von Herrn Dellnitz für die Stuttgart-Marketing
GmbH beliefen sich im Berichtsjahr auf insgesamt 76 TEUR. Für Herrn Rau fielen in 2014 keine
Geschäftsführerbezüge an. Die Geschäftsführung für die Stuttgart-Marketing GmbH ist Gegenstand des
Anstellungsvertrages zwischen Herrn Rau und der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG
(vormals Objektgesellschaft Veranstaltungen und Märkte Stuttgart mbH & Co. KG). Für die Geschäftsführer
bestehen keine Pensionszusagen seitens der Gesellschaft.

Vergütungen
31.12.2014
in EUR
1.023
1.023
1.023
512
60
13.050

Aufsichtsratsvorsitzender
Stv. Aufsichtsratsvorsitzender
Aufsichtsratsmitglied
Beratendes Mitglied
Sitzungsgeld
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr

31.12.2013
in EUR
1.023
1.023
1.023
512
60
13.200

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

2.710

2.636

2.562

2.078

Immaterielle Vermögensgegenstände

118

192

229

217

Sachanlagen

432

500

553

644

61

61

61

61

Finanzanlagen
Vorräte

148

87

108

74

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

346

821

245

435

1.488

772

1.148

446

118

204

218

202

2.712

2.637

2.562

2.078

278

278

278

277

0

8

21

34

sonstige Rückstellungen

306

280

258

258

erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

525

480

433

382

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

584

641

613

423

46

38

83

141

972

912

876

564

2.711

2.637

2.562

2.079

Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten
Rechnungsabgrenzungsposten
Passiva
Eigenkapital
Sonderposten mit Rücklagenanteil/Abzugskapital

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
sonstige Verbindlichkeiten
Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Seite 235

Stuttgart-Marketing GmbH

Beteiligungsbericht 2014

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
10,27
10,27
45,60
22,52
39,61
6,49

31.12.2013 Angaben in
10,55
%
10,83
%
37,98
%
28,53
%
98,76
in TEUR
13,13
%

31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2011

bb) Ertragslage
GuV
in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

Umsatzerlöse

4.317

4.331

3.489

3.216

sonstige betriebliche Erträge

4.099

3.898

3.488

3.537

404

438

274

213

Aufwendungen für bezogene Leistungen

2.634

2.695

1.852

1.845

Löhne und Gehälter

2.496

2.237

2.102

1.893

soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und für Unterstützung

649

589

563

526

Abschreibungen

181

189

177

100

sonstige betriebliche Aufwendungen

2.048

2.081

2.010

2.198

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

1

1

3

25

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

4

0

1

0

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit

1

1

3

3

außerordentliche Aufwendungen

0

0

0

0

außerordentliches Ergebnis

0

0

0

0

sonstige Steuern

1

1

0

1

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

0

1

2

2

Gewinnvortrag/Verlustvortrag

17

17

16

14

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

17

18

18

16

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

140,30
37,37
51,29

Seite 236

31.12.2013 Angaben in
149,60
34,34
52,63

TEUR
%
%

Beteiligungsbericht 2014

Stuttgart-Marketing GmbH

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

755

-277

801

-22

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

-39

-99

-99

-760

0

0

0

0

Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

716

-376

702

-782

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

772

1.148

446

1.228

1.488

772

1.148

446

3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

f) Anzahl der Beschäftigten

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
Beamte
Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit
davon EU-Staaten
davon Nicht-EU-Staaten
Teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Auszubildende
Schwerbehindertenquote in %

31.12.2014
60
60
0
82
82
62
20
0
0
0
3
1
2
34
34
24
10
0
0
0
5
2

31.12.2013
55
55
0
85
85
64
21
0
0
0
3
2
1
27
27
17
10
0
0
0
4
2

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart

Ertragszuschuss

Seite 237

31.12.2014

31.12.2013

in EUR
3.530.000

in EUR
3.235.000

Stuttgart-Marketing GmbH

Beteiligungsbericht 2014

h) Wichtige Verträge
Mit der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co.KG (vormals Objektgesellschaft
Veranstaltungen und Märkte Stuttgart GmbH & Co. KG), vertreten durch die in.Stuttgart
Verwaltungs-GmbH (vormals Veranstaltungen und Märkte Stuttgart Verwaltungs-GmbH), besteht ein
Geschäftsbesorgungsvertrag vom 30.01.2006 mit Nachtrag vom 16.06.2008.
Gemäß dem Beherrschungsvertrag zwischen der Gesellschafterin Landeshauptstadt Stuttgart und der
Stuttgart Marketing GmbH vom 23./27. Dezember 2013 kann die Landeshauptstadt Stuttgart der
Geschäftsführung der Gesellschaft Weisungen erteilen. Die Geschäftsführung ist verpflichtet diesen
nachzukommen. Im Gegenzug ist die Gesellschafterin verpflichtet, während der Vertragsdauer
entstehende Verluste auszugleichen. Der Vertrag gilt bezüglich der Verlustübernahme ab dem
01.01.2014 und ist auf unbestimmte Zeit geschlossen.
Am 27. Dezember 2010 wurde der mit der Regio Stuttgart-Marketing- und Tourismus GmbH
geschlossene Geschäftsbesorgungsvertrag inkl. Beteiligung an gemeinsamen Marketingaktivitäten für
das Jahr 2011 ff. neu vereinbart. Gemäß dieser Vereinbarung beteiligt sich die Regio
Stuttgart-Marketing- und Tourismus GmbH an den Direktkosten als auch den Kostenstellenkosten der
Bereiche Produktentwicklung, Neue Medien, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kongresse und
Tagungen und Verkaufsförderung mit jeweils 50%. Die Bereiche Buchhaltung, Auszubildende und
Geschäftsleitung werden pauschal mit TEUR 200 abgegolten.

i) Leistungsdaten
2014
Übernachtungen in Stuttgart
Bettenauslastung
Sondertouren/ Sonderrundfahrten
Zugriffe auf Internet-Seiten

3.466.328
51,20
3.206
2.704.365

2013

2012

2011

Einheit

3.200.473
3.115.768
47,50
47,10
2.684
2.266
2.179.374 1.391.706*

2.901.374
45,60
2.542
1.716.840

Anzahl
in %
Anzahl**
Besucher

* Keine Vergleichbarkeit zu Vorjahren durch neues Auswertungssystem
** Anzahl mit unterschiedlichen Teilnehmerzahlen je Tour

j) Bericht zum Public Corporate Governance
Kodex der Landeshauptstadt Stuttgart
Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung der Stuttgart-Marketing GmbH haben den Bericht zum
Public Corporate Governance Kodex in der Aufsichtsratssitzung am 22. Mai 2015 beschlossen und die
Einhaltung des Kodex wie folgt mitgeteilt:
Der Aufsichtsrat der Stuttgart-Marketing GmbH hat sich im Wirtschaftsjahr 2014 umfassend mit der
Geschäftstätigkeit der Gesellschaft befasst. Er hat in fünf Sitzungen Angelegenheiten der Gesellschaft
behandelt und die ihm nach der Geschäftsordnung vorbehaltenen Entscheidungen getroffen. Die vom
Aufsichtsrat und der Geschäftsführung getroffenen Entscheidungen haben den operativen Zielen der
Gesellschaft und den strategischen Zielen der Landeshauptstadt Stuttgart als Gesellschafter
entsprochen.
Die Unterrichtung des Aufsichtsrats durch die Geschäftsführung erfolgte mit entsprechenden
Beschluss- oder Informationsvorlagen, mündlichen Informationen sowie drei Berichten zur wirtschaftlichen Entwicklung und zwei Risikoberichten. Die schriftlichen Unterlagen wurden auch der

Seite 238

Beteiligungsbericht 2014

Stuttgart-Marketing GmbH

BeteiligungsverwaItung rechtzeitig übermittelt. Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung haben den
Empfehlungen des Public Corporate Governance Kodex weitgehend entsprochen. In folgendem Punkt
wurde von den Empfehlungen abgewichen:
Interne Revision
Es besteht keine interne Revision als eigenständige Stelle im Unternehmen. Revisionsaufträge werden
grundsätzlich fremdvergeben. Aufgrund der Betriebsgröße der Stuttgart-Marketing GmbH besteht
keine eigene Innenrevisionsabteilung. Auf Wunsch der Geschäftsleitung und der Stadtkämmerei
wurde daher die im § 53 HGRG (Haushaltsgrundsätzegesetz) geforderte Innenrevisionsprüfung von
einer externen Prüfungsgesellschaft im Winter 2014 bis Frühjahr 2015 durchgeführt.
Themenschwerpunkte der von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Bansbach GmbH ausgeführten
Prüfung waren: Inventurdifferenzen und Kartenvorverkauf. Die Ergebnisse der Prüfung sowie die
Stellungnahmen der Gesellschaft zu den Prüfungsergebnissen wurden am 7. Juli 2015 in der
turnusmäßigen Aufsichtsratsitzung vorgestellt. Zukünftig sollen Revisionsaufträge weiterhin in
regelmäßigen Abständen fremd vergeben werden. Dabei werden von der Geschäftsführung und der
Stadtkämmerei die Prüfungsschwerpunkte jeweils neu festgelegt. Für das Jahr 2016 ist erneut eine
von einer externen Prüfungsgesellschaft durchgeführte Innenrevisionsprüfung vorgesehen.
Geschäftspartnerkodex und Auftragsvergabe nur an Unternehmen, die den Geschäftspartnerkodex
anerkennen
Im Jahr 2010 wurde der Geschäftspartnerkodex an die Mehrheit der in geschäftlichen Beziehungen
mit der Stuttgart-Marketing GmbH stehenden Geschäftspartner verschickt. Die Rückläufer der an die
ausgewählten Firmen weiter geleiteten Formulare liegen vor. Sollte jedoch kein bzw. kein positiver
Rückläufer vorliegen und es nur ein eingeschränkter Kreis an möglichen Auftraggebern geben, erfolgt
die Auftragsvergabe jedoch auch ohne Vorliegen eines Rückläufers.
D&O Versicherung
Bei der in dieser Form seit 2008 bestehenden D&O Versicherung ist kein Selbstbehalt aufgrund des
geringen/nicht vorhandenen Einsparpotentiales der Versicherungsprämie für die Gesellschaft
vereinbart worden. Darüber hinaus wurde diese Einschränkung für unsere GmbH von der
Versicherungsgesellschaft nicht angeboten Im Anstellungsvertrag der Geschäftsführer ist jedoch ein
Selbstbehalt von 10 Prozent des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen
Vergütung des Geschäftsführers vereinbart.

k) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Touristische Entwicklung der Landeshauptstadt Stuttgart
Im Berichtsjahr 2014 konnten deutliche Steigerungen im Übernachtungstourismus der Landeshauptstadt
verzeichnet werden. 3.466.328 Übernachtungen und 1.805.374 Ankünfte wurden 2014 in den
Stuttgarter Hotels (inklusive Jugendherberge und Campingplatz) registriert. Dies entspricht einem
Anstieg des Übernachtungsvolumens von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Quellmarkt
Deutschland wurden im Jahr 2014 2.451.887 Übernachtungen und damit ein Plus von 8,0% registriert.
Aus den Auslandsmärkten wurden 1.014.441 Übernachtungen gebucht, 9,1% mehr als im Vergleich
zum Vorjahresergebnis. 71% der Übernachtungen werden demnach aus Deutschland und 29% aus
dem Ausland getätigt. Nach wie vor stellen die USA den mit Abstand wichtigsten ausländischen Markt
für Stuttgart dar. An zweiter Stelle steht die Schweiz vor Italien, Österreich, Frankreich und
Großbritannien.
Auch die Gesamtregion Stuttgart mit ihren Landkreisen Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg,
dem Rems-Murr Kreis und der Landeshauptstadt hat im Tourismusjahr 2014 ein Rekordergebnis erzielt.
Mit 8.162.107 Übernachtungen wurde eine Steigerung von 6,9% erzielt, nahezu analog zum Ergebnis
der Landeshauptstadt.

Seite 239

Stuttgart-Marketing GmbH

Beteiligungsbericht 2014

Entwicklung einzelner Aufgabenbereiche - neue Aufgabenbereiche
Mit der Entwicklung und Etablierung der Geschäftsreise-App, einem Instrument zur gezielteren
Ansprache der Businessgäste, baut die SM die bedürfnisorientierte Ansprache bestimmter Zielgruppen
aus.
Mit der Einführung eines neuen Hop-on Hop-off-Bus-Systems in Kooperation mit einem Veranstalter im
Juli 2014 nimmt das Unternehmen unmittelbar Einfluss auf den Auf- und Ausbau touristischer
Angebote. Der Zuspruch zum Angebot war überraschend groß, das mediale Interesse ausgeprägt. Die
Citytouren haben einen besonders hohen Wert für den Tourismus in Stuttgart im Allgemeinen, als auch
für die SM als offizielle Tourismusorganisation der Landeshauptstadt. Mittelfristig wird sich
voraussichtlich auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten das Projekt lohnen.
Die "Nachhaltigkeit" bestimmt immer deutlicher die Arbeit der SM nach innen und außen. Die SM
sorgte dafür, dass Stuttgart als einer von vier Pilotdestinationen in ein umfängliches Projekt der
Landesregierung einbezogen wurde.
Ertrags- und Vermögenslage
Die Ertragslage der Gesellschaft im Jahr 2014 wurde, wie in den Vorjahren, durch den von der
Landeshauptstadt Stuttgart geleisteten Gesellschafterzuschuss in Höhe von TEUR 3.593 (Vj: TEUR 3.235)
beeinflusst. Die Umsatzerlöse fielen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 14 auf TEUR 4.317 (Vj: TEUR
4.331). Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um TEUR 319 auf TEUR 3.145 an. Die
Abweichung ist u.a. auf eine zu bildende Rückstellung für Altersteilzeit in Höhe von TEUR 56
zurückzuführen. Darüber hinaus wurden gegenüber dem IST des Jahres 2013 vakante Stellen
wiederbesetzt. Ebenfalls zur Steigerung hat der Tarifabschluss des Jahres 2012 beigetragen.
Die Abschreibungen verminderten sich geringfügig gegenüber dem Vorjahr um TEUR 8 auf TEUR 181.
Dies ist v.a. auf relativ geringe Neuinvestitionen im Jahr 2014 zurückzuführen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um TEUR 42 auf TEUR 1.473, was im Wesentlichen
auf zusätzliche Aufwendungen aus der verminderten Vorsteuerabzugsfähigkeit im Rahmen der
umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Landeshauptstadt Stuttgart resultiert. Die Verringerung der
sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 156 (ohne Berücksichtigung des Gesellschafterzuschusses)
resultiert aus einem Zuschuss des Landes Baden-Württemberg zum GTM 2013 in Höhe von TEUR 150,
der einmalig zur Durchführung gewährt wurde. Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von
TEUR 506 (Vj: TEUR 663) verschlechterte sich das Betriebsergebnis um TEUR 429 auf TEUR -3.015.
Die finanzielle Lage der Stuttgart-Marketing GmbH ist geordnet. Der Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 755 (Vj: TEUR -277). Dieser resultiert im Wesentlichen aus der
Erhöhung des Forderungsbestands.
Zum Stichtag 31. Dezember 2014 beschäftigte die Gesellschaft 60,6 Mitarbeiter (umgerechnet auf
Vollzeitkräfte, ohne Überstunden) sowie 2 Geschäftsführer. Die Gesamtzahl setzt sich zusammen aus
47,2 Angestellten (von denen ein Mitarbeiter in Langzeiterkrankung war), 4,4 studentische Aushilfen
und geringfügig Beschäftigte, 5 Auszubildende und 4 Praktikanten/-innen. Darüber hinaus befanden
sich drei Mitarbeiterinnen im Mutterschutz bzw. Elternzeit.
Chancen und Risiken
Finanzierung der Beteiligungsgesellschaft Regio Stuttgart Marketing- und Tourismus GmbH
Im Geschäftsjahr 2012 fand bei unserer Beteiligungsgesellschaft Regio Stuttgart Marketing- und
Tourismus GmbH eine Umsatzsteuer-Sonderprüfung statt, die die Jahre 2006 bis 2010 umfasste. Als
wesentliche Feststellung ergab sich, dass die bisher als nicht steuerbar behandelten
Gesellschafterzuschüsse der Umsatzsteuer zu unterwerfen sind. Da die Regio Stuttgart Marketing- und
Tourismus GmbH stets abhängig von der Finanzierung seitens seiner drei Hauptgesellschafter ist, wurde

Seite 240

Beteiligungsbericht 2014

Stuttgart-Marketing GmbH

in der Gesellschafterversammlung am 25. März 2014 beschlossen, dass ab dem Jahr 2014 die
gesellschaftsvertraglichen Zuschüsse zuzüglich Umsatzsteuer geleistet werden.
Umsatzsteuerliche Organschaft mit der Landeshauptstadt Stuttgart
Ab dem 1. Januar 2014 besteht zwischen der Gesellschafterin Landeshauptstadt Stuttgart und der
Stuttgart-Marketing GmbH eine umsatzsteuerliche Organschaft. Durch Beschluss der
Gesellschafterversammlung am 20. Dezember 2013 wurde deshalb ein Beherrschungsvertrag
abgeschlossen. Danach kann die Gesellschafterin Landeshauptstadt Stuttgart der Geschäftsführung der
Stuttgart Marketing GmbH Weisungen erteilen. Die Geschäftsführung ist verpflichtet, diesen Weisungen
nachzukommen. Im Gegenzug ist die Gesellschafterin Landeshauptstadt Stuttgart verpflichtet, während
der Vertragsdauer eventuell entstehende Verluste auszugleichen. Allerdings ist wie in der Vergangenheit
aufgrund der Gesellschafterzuschüsse von Jahresfehlbeträgen nicht auszugehen. Der Vertrag gilt
bezüglich der Verlustübernahme ab dem 1. Januar 2014 und ist auf unbestimmte Zeit geschlossen. Er
kann ordentlich mit einer Frist von einem Monat zum Ende eines Geschäftsjahres der SM GmbH
gekündigt werden.
Die umsatzsteuerliche Organschaft hat neben der Nicht-Steuerbarkeit der Gesellschafterzuschüsse
allerdings zur Folge, dass bei der SM GmbH ein Vorsteuerabzug nur insoweit möglich ist, wie die SM
GmbH nicht für den Hoheitsbereich der Landeshauptstadt Stuttgart Leistungen im Rahmen des
Stadtmarketings erbringt.
Ausblick
Der Wirtschaftsplan sieht für das Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz in Höhe von TEUR 4.192 bei einem
ausgeglichenen Jahresergebnis vor. Durch den jährlich zu vereinbarenden Gesellschafterzuschuss der
Landeshauptstadt Stuttgart und speziell durch das seit 2014 explizit geregelte Beherrschungsverhältnis
bleibt die finanzielle Lage der Gesellschaft geordnet.
Unter der Voraussetzung, dass die Struktur der Finanzierung in der bisherigen Form weiter besteht, ist
für den Bestand der Stuttgart-Marketing GmbH kein Risiko zu erkennen.
Ziel in den kommenden Jahren muss es sein, Stuttgart weiterhin als touristische Marke im nationalen
und internationalen Tourismus zu verankern, die Übernachtungszahlen zu steigern und dabei Synergien
zwischen Hotellerie, Gastronomie und allen Leistungspartnern des Tourismus aufzubauen. Das
strategische Marketingkonzept bildet hierfür die Grundlage.

Seite 241

w

Seite 242

Beteiligungsbericht 2014

Stuttgarter Straßenbahnen AG

Stuttgarter Straßenbahnen AG
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Schockenriedstraße 50
70565 Stuttgart

Telefon
E-Mail
Homepage

(0711) 7885-0
service@mail.ssb-ag.de
www.ssb-ag.de

Rechtsform

AG

Handelsregister

HRB 69

Gründungsdatum

26.03.1868

Gegenstand des
Unternehmens

Die Gesellschaft bedient den öffentlichen Nahverkehr in Stuttgart und
Umgebung mit Straßenbahnen, Stadtbahnen, Omnibussen und
anderen Verkehrsmitteln. Die vorhandene Infrastruktur soll für weitere
Dienstleistungen mitgenutzt werden. Hierzu gehören insbesondere die
Telekommunikation sowie die Verwaltung und Verwertung von
betriebseigenen Grundstücken und Gebäuden.
Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt,
durch die der genannte Gesellschaftszweck gefördert werden kann.
Sie kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben an anderen Unternehmen
beteiligen, fremde Unternehmen erwerben sowie die Hilfs- und
Nebenbetriebe errichten.

Stammkapital in T€

167.001,96

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 23.07.2013 wurde das in 2.775.178 auf den Namen
lautende Stückaktien eingeteilte Grundkapital von 142.000.000,00 EUR gegen Bareinlage um
25.001.964,00 EUR auf 167.001.964 EUR durch Ausgabe von 488.625 neuen auf den Namen
lautenden Stückaktien erhöht.

b) Gesellschafter
Landeshauptstadt Stuttgart
Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH

Seite 243

Anteil am
Stammkapital in T€

%

14.019,80

8,39

152.982,17

91,61

Stuttgarter Straßenbahnen AG

Beteiligungsbericht 2014

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen
Einkaufs- und Wirtschaftsgesellschaft für Verkehrsunternehmen
(BEKA) mbH
END Verkehrsgesellschaft GmbH & Co. KG
END Verkehrsgesellschaft Verwaltungs-GmbH
SSB Reisen GmbH
Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH

%

0,90

0,23

28,75

12,50

3,75

12,50

200,00

100,00

64,48

26,00

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die
Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im
Geschäftsjahr 2014 ergebenden Veränderungen.

Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Mandat bis

Aufsichtsrat obligatorisch
Vorsitzender

OBM Kuhn, Fritz

07.01.2013

Mitglied

EBM Föll, Michael

01.01.2004

Mitglied

Dr. Blind, Roswitha

12.06.2012

24.07.2014

Mitglied

Dr. Kienzle, Michael

22.07.2008

24.07.2014

Mitglied

Dr. jur. Nopper, Klaus

29.07.2014

Mitglied

Dr. Stübel, Günter

29.09.2009

24.07.2014

Mitglied

Kauderer, Robert

22.07.2008

24.07.2014

Mitglied

Klingler, Bernd

29.07.2014

Mitglied

Körner, Martin

29.07.2014

Mitglied

Kotz, Alexander

02.08.2012

Mitglied

Sauer, Jürgen

22.07.2008

Mitglied

Seitz, Clarissa

29.09.2009

Mitglied

Stocker, Gangolf

29.07.2014

Mitglied

Stopper, Jochen

29.09.2009

Mitglied

von Stein, Rose

29.07.2014

BM Hahn, Matthias

23.07.2013

BM Thürnau, Dirk

23.07.2013

Kanzleiter, Manfred

23.07.2013

Kotz, Alexander

24.07.2014

Küstler, Ulrike

23.07.2013

Peterhoff, Björn

24.07.2014

24.07.2014

Beirat

Seite 244

24.07.2014
24.07.2014

Beteiligungsbericht 2014

Stuttgarter Straßenbahnen AG

Vorstand
Sprecher des Vorstands ab
01.10.2014

Arnold, Wolfgang

Sprecher des Vorstands bis
30.09.2014

Bauer, Reinhold
Meier-Berberich, Jörn

31.12.2014

Die Gesamtbezüge für Herrn Bauer betrugen im Jahr 2014 insgesamt 261 TEUR, davon 31 TEUR
erfolgsbezogene Bestandteile und 11 TEUR Sachleistungen. Herr Arnold erhielt für seine Tätigkeit im
Berichtsjahr eine Gesamtvergütung in Höhe von 257 TEUR. Darin enthalten waren erfolgsbezogene
Komponenten in Höhe von 31 TEUR und Sachleistungen in Höhe von 9 TEUR. Herr Meier-Berberich erhielt für
seine Tätigkeit als Vorstand eine Gesamtvergütung in Höhe von 231 TEUR, davon betreffen 31 TEUR
erfolgsbezogene Bestandteile und 6 TEUR Sachleistungen. Für Herrn Bauer und Herrn Arnold bestehen
Pensionszusagen seitens der Gesellschaft.
Zum 1. April 2015 ist Frau Stefanie Haaks in den Vorstand der SSB als Nachfolgerin von Herrn Meier-Berberich
eingetreten.

Vergütungen
Aufsichtsrat
Aufsichtsratsvorsitzender
Stv. Aufsichtsratsvorsitzender
Aufsichtsratsmitglied
Sitzungsgeld
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr

Beirat
Grundvergütung
Sitzungsgeld
Gesamtbezüge des Beirats im Geschäftsjahr

Seite 245

31.12.2014
in EUR
1.228
1.228
1.228
102
41.000

31.12.2013
in EUR
1.228
1.228
1.228
102
39.000

31.12.2014
in EUR

31.12.2013
in EUR

1.228

1.228

102

102

14.000

13.000

Stuttgarter Straßenbahnen AG

Beteiligungsbericht 2014

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

658.686

643.081

608.645

589.122

4.030

4.653

5.255

5.268

508.570

498.498

487.579

474.021

615

690

817

942

Vorräte

20.269

21.113

20.331

19.157

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

16.809

32.799

29.583

50.899

107.066

82.688

62.483

36.686

1.327

2.640

2.599

2.149

Passiva

658.686

643.081

608.645

589.122

Eigenkapital

184.571

153.927

152.127

152.127

0

0

0

0

139.438

137.492

134.507

130.605

sonstige Rückstellungen

56.286

69.861

83.172

99.652

darin Aufwandsrückstellungen

14.436

0

0

0

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

59.318

57.550

31.454

7.189

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

27.929

22.036

25.203

24.825

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen

13.566

13.550

13.561

13.150

136

180

2

5

165.048

174.394

151.744

138.607

12.394

14.091

16.876

22.963

658.686

643.081

608.645

589.122

Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Finanzanlagen

Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten
Rechnungsabgrenzungsposten

Sonderposten mit Rücklagenanteil/Abzugskapital
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
28,02
28,02
98,18
77,91
58.450,40
11,39

Seite 246

31.12.2013 Angaben in
23,94
%
23,94
%
92,93
%
78,35
%
49.786,00
in TEUR
9,88
%

Beteiligungsbericht 2014

Stuttgarter Straßenbahnen AG

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2011

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

285.605

275.294

266.077

259.278

-614

225

-445

-1.005

4.496

2.618

1.918

2.478

sonstige betriebliche Erträge

60.418

40.820

30.918

41.137

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren

29.699

32.255

33.971

33.865

Aufwendungen für bezogene Leistungen

68.995

67.665

53.235

52.982

122.210

114.200

112.561

109.939

soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und für Unterstützung

44.247

45.180

44.787

46.626

Abschreibungen

35.252

37.102

34.465

37.975

sonstige betriebliche Aufwendungen

36.103

33.806

30.592

31.860

129

159

81

101

Erträge aus Beteiligungen

0

0

0

0

Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

8

11

17

24

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

779

1.285

462

524

Aufwendungen aus Verlustübernahmen

112

343

162

111

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

7.620

7.448

6.834

6.583

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit

6.583

-17.587

-17.579

-17.404

außerordentliche Aufwendungen

0

0

0

0

außerordentliches Ergebnis

0

0

0

0

941

939

895

990

0

18.526

18.474

18.394

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

5.642

0

0

0

Veränderungen der Kapital- bzw.
Gewinnrücklagen/Zuweisungen zu den
Verlustsonderkonten

5.642

0

0

0

0

0

0

0

Umsatzerlöse
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an
fertigen und unfertigen Erzeugnissen
andere aktivierte Eigenleistungen

Löhne und Gehälter

Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

sonstige Steuern
Erträge aus Verlustübernahmen

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

125,70
47,57
82,77

Seite 247

31.12.2013 Angaben in
117,80
49,97
81,31

TEUR
%
%

Stuttgarter Straßenbahnen AG

Beteiligungsbericht 2014

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

-2.461

15.868

8.291

6.504

-60.445

-83.676

-53.743

-45.798

87.279

88.013

51.242

33.723

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

107.061

82.688

62.483

56.693

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

82.688

62.483

56.693

62.264

Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

24.373

20.205

5.790

-5.571

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

f) Anzahl der Beschäftigten

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
Beamte
Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit
davon EU-Staaten
davon Nicht-EU-Staaten
Teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
Auszubildende
Schwerbehindertenquote in %

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart
Keine

Seite 248

31.12.2014
2.783,00
2.783,00
0,00
2.987,00
2.987,00
478,00
2.509,00
0,00
548,00
239,00
309,00
434,00
434,00
182,00
252,00
0,00
95,00
8,00

31.12.2013
2.708,00
2.708,00
0,00
2.925,00
2.925,00
464,00
2.461,00
0,00
542,00
238,00
304,00
457,00
457,00
183,00
274,00
0,00
94,00
7,60

Beteiligungsbericht 2014

Stuttgarter Straßenbahnen AG

h) Spenden und Sponsoringleistungen
Folgende Spenden- und Sponsoringbeträge, die einen Wert von 5.000 EUR je Zuwendungsempfänger
übersteigen, wurden im Geschäftsjahr von der SSB gewährt:
Zuwendungsempfänger
(Name und Anschrift)

Betrag bzw. Gegenstand
und Wert

Verwendungszweck

Kind e.V.
Schultze-Delitzsch-Str. 25
70565 Stuttgart

5.750 EUR

Kinderbetreuungsangebot für
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Es bestehen keine Geschäftsbeziehungen zwischen der SSB und dem Zuwendungsempfänger.

i) Wichtige Verträge
Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge:
Zwischen der Mehrheitsaktionärin SVV und der Gesellschaft besteht ein Beherrschungs- und
Ergebnisabführungsvertrag vom 19. September 1962, eingetragen im Handelsregister am 3. Februar
1966. Danach hat die Gesellschaft ihre Gewinne an die SVV abzuführen. Die SVV ist ihrerseits
verpflichtet, Verluste der Gesellschaft vor Feststellung des Jahresabschlusses auszugleichen.
Weiterhin hat die SSB als Gesellschafterin der SSB Reisen den seit 2000 bestehenden Beherrschungsund Gewinnabführungsvertrag vom 21. November 1999 mit Nachtrag vom 15. Mai 2000 am 19. Mai
2014 neu gefasst. Die SSB verpflichtet sich entsprechend des § 302 AktG jeden während der
Vertragsdauer entstehenden Jahresfehlbetrag auszugleichen, soweit dieser nicht dadurch ausgeglichen
wird, dass den anderen Gewinnrücklagen Beträge entnommen werden, die während der Vertragsdauer
in sie eingestellt worden sind.

j) Erläuterungen zu den Umsatzerlösen

Umsatzerlöse
Erlöse Linienverkehr (netto)
Ausgleichszahlungen
gem. § 45a PBefG 1)
Zuwendungen für verbundbedingte
Belastungen
Sonstige Umsatzerlöse

1)

2014
TEUR

2013
TEUR

2012
TEUR

2011
TEUR

208.356

199.275

191.313

182.877

18.202

18.202

18.007

17.881

45.987
13.060

45.476
12.341

45.049
11.708

44.631
13.889

285.605

275.294

266.077

259.278

Hierbei handelt es sich um Leistungen nach dem Personenbeförderungsgesetz (PBefG) zum Ausgleich
gemeinwirtschaftlicher Leistungen im Ausbildungsverkehr.

Seite 249

Stuttgarter Straßenbahnen AG

Beteiligungsbericht 2014

k) Leistungsdaten

Einheit
Leistungen
Fahrten
Platz-km
Anlagen (Stand 31.12.)
Linien insgesamt
Schiene
Bus
Schiene
besonderer Bahnkörper
einschl. Tunnelstrecke
Bus
Gleislänge gesamt
Stadtbahnfahrzeuge
Busse
Fahrstromverbrauch
Dieselkraftstoffverbrauch

Mio
Mio
Anzahl
Anzahl
Anzahl
km
km
km
km
Anzahl
Anzahl
Mio kWh
Mio Liter

2014 Veränder.
2014/2013
in %

2013

2012

2011

175
5.869

1,7
3,6

172
5.667

171
5.519

168
5.466

72
17
55
231

0
0
0
0

72
17
55
231

72
17
55
228

72
17
55
228

221
667
257
184
253
80,2
7,2

0
-1,2
1,6
5,7
-2,7
-1,6
-4

221
675
253
174
260
82
8

217
676
253
164
267
80
8

217
682
251
164
261
79
8

l) Bericht zum Public Corporate Governance
Kodex der Landeshauptstadt Stuttgart
Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung der SSB AG haben den Bericht zum Public Corporate
Governance Kodex in der Aufsichtsratssitzung am 30. Juni 2015 beschlossen und die Einhaltung des
Kodex wie folgt mitgeteilt:
Gemäß der Prüfliste zum Public Corporate Governance Kodex erfüllt die SSB nahezu alle auf die
Rechtsform der Aktiengesellschaft anwendbaren Abfragekriterien.
Folgende Abweichungen ergaben sich für das Geschäftsjahr 2014:
Geschäftspartnerkodex
Eine generelle Durchsetzung des Geschäftspartnerkodex bei großen Lieferanten, die als Monopolisten/
Oligopolisten den Markt beherrschen, ist kaum durchsetzbar.
Leistungsbezogene Vergütungen Vorstand
Hier bestehen feste Verträge. Die Veröffentlichung erfolgte im Anhang des Jahresabschlusses 2014
individualisiert in fixe und variable Bestandteile.

Seite 250

Beteiligungsbericht 2014

Stuttgarter Straßenbahnen AG

m) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Auch 2014 waren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Verbundgebiet ähnlich positiv wie 2013.
Im Jahresverlauf nahm die Arbeitslosenquote bezogen auf alle Erwerbspersonen in der
Landeshauptstadt auf 5,4 % ab. In Baden-Württemberg lag die Quote Ende des Jahres 2014 bei 3,8 %.
Der PKW-Bestand in der Landeshauptstadt veränderte sich mit 487 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohner
gegenüber 2013 nur geringfügig. Der im Vorjahresvergleich starke Preisrückgang von 12,6 % bei
Superbenzin und 14,9 % beim Diesel führte auch 2014 nicht zu einer verringerten Nachfrage nach
öffentlichen
Verkehrsdienstleistungen.
Eine
unverändert
vitale
Konjunktur,
verbesserte
Nahverkehrsangebote sowie zahlreiche Vertriebsaktivitäten ließen das periodisierte Fahrtenaufkommen
im Gesamtverkehr im Verbundgebiet des VVS um 3,2 % im Vergleich zu 2013 steigen. Hier sind positive
Sondereffekte aus Verbunderweiterungen in den Landkreis Göppingen und Ostalbmobil enthalten, so
dass sich 2014 insgesamt ein Zuwachs von 11,2 Mio. Fahrten ergab. Statistisch konnte der VVS rund
361 Mio. Fahrten mit Regionalbahnen, S-Bahn, Stadtbahnen und Bussen im Verbundgebiet verzeichnen,
wovon rund 175 Mio. Fahrten in Verkehrsmitteln der SSB durchgeführt wurden (+ 1,5 % gegenüber
Vorjahr). Sowohl der ÖPNV, der SPNV als auch der motorisierte Individualverkehr nahmen 2014
insbesondere in der Landeshauptstadt aber auch den Nachbarkreisen zu, was einem allgemeinen Trend
in vielen deutschen Großstadtregionen entspricht. In der Landeshauptstadt waren Ende 2014 ca.
593.000 Einwohner gemeldet, dies bedeutete eine Zunahme um 6.900 im Vergleich zum Vorjahr. Dies
führte zusätzlich zur erhöhten Nachfrage nach Beförderungsleistungen im ÖPNV.
Im Vorjahr wurden die Bestimmungen der EU-Verordnung 1370/2007 mit dem überarbeiteten
Personenbeförderungsgesetz (PBefG) in nationales Recht umgesetzt. Damit ist eine direkte Vergabe von
Verkehrsdienstleistungen an einen internen Betreiber durch den Aufgabenträger unter bestimmten
Bedingungen möglich. Der Aufgabenträger darf nach Ablauf einer dreimonatigen Frist einen
öffentlichen gemeinwirtschaftlichen Dienstleistungsauftrag vergeben. Verschiedene Details der
rechtlichen Konstellationen müssen voraussichtlich noch durch Gerichte geklärt werden. Die bestehende
Betrauung
zwischen
Aufgabenträger
bzw.
Eigentümer
Stadt
Stuttgart
und
dem
Beteiligungsunternehmen SSB kann rechtssicher weitergeführt bzw. ab 2019 in eine Direktvergabe
umgewandelt werden. Die Basis bilden die verbindliche Zusage des Gemeinderates 2002 sowie die 2009
abgegebene und 2018 ablaufende Eigentümererklärung. Die SSB kann auch ab 2019 integriertes
Dienstleistungsunternehmen der Landeshauptstadt bleiben, wenn sie die in der EU-Verordnung
1370/2007 enthaltenen Kriterien inklusive der Bestimmungen des Anhangs erfüllt. Dazu sind
verschiedene Anpassungsmaßnahmen bei der SSB erforderlich, die bereits 2014 mit externer Expertise
vorbereitet wurden und rechtzeitig umgesetzt werden sollen. Hierzu wurde zu Beginn des Jahres 2015
eine Projektgruppe gebildet, die bis 2017 die erforderlichen strategischen, rechtlichen,
leistungstechnischen, wirtschaftlichen und vertraglichen Voraussetzungen bei der SSB für eine
Direktvergabe schafft, damit der Gesellschafter die erforderliche Zustimmung geben kann.
Geschäftsverlauf und Lage
Ertragslage
Zu Jahresbeginn 2014 wurde eine durchschnittliche Tarifanpassung um 2,8 % im VVS vorgenommen.
Die Anpassung und verbesserte Verkehrs- und Tarifangebote brachten der SSB Fahrgeldmehreinnahmen
im Linienverkehr (Verbundtarif, Schwerbehinderte, erhöhtes Beförderungsentgelt) in Höhe von netto 9,1
Mio. € bzw. 4,6 % gegenüber 2013 ein. Insgesamt wurden rund 208,4 Mio. € Nettofahrgeldeinnahmen
erwirtschaftet. Das im Wirtschaftsplan 2014 vorgegebene Ertragsziel wurde knapp unterschritten.
Im Jahr 2014 bildete der Berufsverkehr das umsatzstärkste Marktsegment, in dem 35,9 % der
Fahrgeldeinnahmen im Regeltarif generiert wurden. Insbesondere aufgrund des anhaltenden Erfolgs des
umgestellten Abos und der Weiterentwicklung des FirmenTickets (z. B. Einführung des FirmenTicket Abo

Seite 251

Stuttgarter Straßenbahnen AG

Beteiligungsbericht 2014

Zuschussmodell) konnten Einnahmeverbesserungen in Höhe von 8,1 % gegenüber 2013 erreicht
werden. Der Planwert für dieses Segment wurde um 2,3 % übertroffen, da u.a. auch die Anzahl der
berufsbedingten Fahrten 2014 um 3,5 % zunahm. Damit wurde der Anteil des Berufsverkehrs
strategiekonform ausgebaut. Im zweitgrößten Segment Gelegenheitsverkehr konnte 4,9 % mehr
Umsatz generiert werden als 2013. Der Planwert wurde um 1,7 % überschritten, weil auch die
EinzelTickets und TagesTickets vermehrt in Anspruch genommen wurden. Die Fahrten nahmen
insgesamt in diesem Segment nur geringfügig zu (+ 0,3 %). Im mit 40,7 % weitaus fahrtenstärksten
Segment Ausbildungsverkehr konnte der Umsatz um 3,3 % im Vergleich zum Vorjahr gesteigert
werden. Der Planwert wurde um 1,0 % überschritten, wohingegen die Fahrten weitgehend stabil
blieben. Im kleinsten Segment, dem Seniorenverkehr, wurden 8,1 % mehr Einnahmen (Fahrten + 6,4
%) v.a. wegen netzweiter Gültigkeit des JahresTickets/Abos erwirtschaftet, jedoch blieb der Umsatz mit
2,8 % unter den Erwartungen. Abgeltungen und gesetzliche Ausgleichsmaßnahmen an die SSB blieben
stabil oder stiegen im Rahmen der bestehenden vertraglichen Vereinbarungen an, während
Erstattungszahlungen im Rahmen der Härtefallregelung für die Beförderung von Schwerbehinderten
vorerst um 2,1 Mio. € zurückgingen. Der Anspruch der SSB für 2014 wird erst Mitte 2015 durch das
Regierungspräsidium Stuttgart beschieden.
Das Rohergebnis 2014 in Höhe von 251,2 Mio. € fiel bedingt durch größere Umsatzerlöse und sonstige
betriebliche Erträge, insbesondere Buchgewinne aus Anlageabgängen durch den Verkauf nicht
betriebsnotwendiger Immobilien, um 32,2 Mio. € höher aus als 2013. Der Personalaufwand nahm
aufgrund von Entgelttarifsteigerungen und erforderlichem Personalmehrbedarf um etwa 7,1 Mio. € zu.
Der Materialaufwand nahm im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Mio. € ab. Abschreibungen und sonstige
Aufwendungen stiegen in Summe um 0,4 Mio. € an. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
mit 6,6 Mio. € und der Jahresüberschuss in Höhe von 5,6 Mio. € (Vorjahr - 18,5 Mio. €) lagen 2014
deutlich über dem ursprünglichen Planansatz in Höhe von 1,9 Mio. €. Damit betrug der
Gesamtkostendeckungsgrad im Berichtsjahr 101,6 % (Vorjahr: 94,5 %).
Die Abweichung des Ist-Ergebnisses vom Wirtschaftsplan 2014 ist ergebnisverbessernd auf den um rund
4,1 Mio. € geringeren Materialaufwand wegen verschobener Instandhaltungs- und Baumaßnahmen und
auf höhere sonstige Umsatzerlöse (3,0 Mio. €) und betriebliche Erträge (6,5 Mio. €) sowie aktivierte
Eigenleistungen (1,9 Mio. €) zurückzuführen. Hingegen wirkte sich insbesondere der um rund 6,7 Mio.
€ erhöhte sonstige betriebliche Aufwand ergebnisverschlechternd aus.
Vermögenslage
Im Berichtsjahr 2014 investierte die SSB vor der Verrechnung von Zuschüssen insgesamt rund 100,4
Mio. € in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände. Hierzu zählten mit 68,4 Mio. €
Maßnahmen an der Stadtbahninfrastruktur, z.B. die Verlängerung der Strecke der U12 nach Münster
und Dürrlewang sowie Folgemaßnahmen in der Heilbronner Straße und an der Haltestelle Staatsgalerie
im Zusammenhang mit dem Projekt Stuttgart 21. Die Folgepflichtmaßnahmen werden auf Grundlage
von Eisenbahnkreuzungsvereinbarungen von der Deutschen Bahn AG vollständig ersetzt. 24,4 Mio. €
wurden in neue Niederflurbusse sowie in zusätzliche Stadtbahnfahrzeuge vom Typ DT 8.12 investiert.
Sonstige Sachanlagen, immaterielle Vermögensgegenstände, Grundstücke und Gebäude sowie
Baumaßnahmen für Dritte erforderten Investitionen in Höhe von insgesamt 8,2 Mio. €. 2014 erhielt die
SSB insgesamt rund 42,0 Mio. € an Zuschüssen und Erstattungen, insbesondere für
Infrastrukturmaßnahmen nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) und teilweise aus
anderen Fördertöpfen.
Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Bilanzsumme der SSB um rund 15,6 Mio. € auf 658,7 Mio. € zum 31.
Dezember 2014. Diese Bilanzverlängerung ergab sich vor allem aus der weiteren Aufnahme von
Fremdmitteln für den Ausbau der Stadtbahninfrastruktur und die Beschaffung von Bussen sowie einer
Kapitalerhöhung aus den Buchgewinnen der Immobilienverkäufe. Das gezeichnete Kapital wurde 2014
durch Beschluss der 146. ordentlichen Hauptversammlung durch die Ausgabe neuer Aktien an die
Muttergesellschaft SVV um 25,0 Mio. € auf insgesamt 167,0 Mio. € erhöht. Der 2014 realisierte
Jahresüberschuss von 5,6 Mio. € wird in die Gewinnrücklagen (gesetzliche Rücklage) eingestellt.
Dadurch erhöhte sich die Eigenkapitalquote auf insgesamt 184,6 Mio. € bzw. 28,0 % (Vorjahr 23,9 %).

Seite 252

Beteiligungsbericht 2014

Stuttgarter Straßenbahnen AG

Durch vorab erhaltene nichtöffentliche Auslagenersätze für Baumaßnahmen, die Kapitalerhöhung und
einen infolge von verschobenen Busbeschaffungen verzögerten Mittelabfluss verzeichnete die SSB am
Ende des Berichtsjahres einen Guthabenbestand von 107,1 Mio. € (Vorjahr 82,7 Mio. €). Durch
Investitionen in neue Stadtbahnen und Busse sowie die Ausweitung des Netzes wird die Kapitalbindung
steigen und eine weitere externe Finanzierung notwendig. Der Zusatzbedarf wird voraussichtlich durch
einen weiteren 2015 geplanten Immobilien- und Grundstücksverkauf sowie ergänzende
Darlehensaufnahmen finanziert. Dadurch wird die Fremdfinanzierungsquote weiter deutlich steigen.
Zum Jahresende 2014 lag das Anlagevermögen um 9,4 Mio. € höher als 2013, was vor allem auf die
Aktivierung zusätzlicher Stadtbahnen und die umfangreichen Stadtbahnbaumaßnahmen (Anlagen im
Bau) zurückzuführen ist. Forderungen gegen verbundene Unternehmen gingen um 14,0 Mio. €, u.a.
wegen des 2014 positiven Jahresergebnisses, zurück. Die sonstigen Rückstellungen nahmen
hauptsächlich aufgrund der Inanspruchnahme für die Altersteilzeit und die Generalsanierung von
Stadtbahnen planmäßig um 13,6 Mio. € ab. Insgesamt nahmen die Verbindlichkeiten 2014 um 1,7 Mio.
€ ab. Während die sonstigen Verbindlichkeiten insbesondere durch geringere Vorauszahlungen für
bauliche Folgepflichtmaßnahmen und trotz steigender Verpflichtungen im Rahmen der sozialen
Sicherheit (Darlehen der Zusatzversorgung) um 9,3 Mio. € abnahmen, stiegen die Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen wegen allgemein verstärkter Baumaßnahmen um 5,9 Mio. € an.
Finanzlage
Im Geschäftsjahr 2014 betrug der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit rund - 2,5 Mio. € (Vorjahr
15,9 Mio. €). Der Rückgang ist insbesondere auf den Buchgewinn aus dem Abgang von
Anlagevermögen sowie die Abnahme von sonstigen Verbindlichkeiten und anderer Passiva
zurückzuführen. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit lag bei - 60,4 Mio. € (Vorjahr - 83,7 Mio. €), da
2014 hohe Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen (Infrastrukturbaumaßnahmen,
Stadtbahnbeschaffung) getätigt wurden, gleichzeitig aber auch hohe Einzahlungen, u.a. durch den
Verkauf von Immobilien, erfolgten. Hingegen blieb der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit wegen der
Kapitalerhöhung um 25,0 Mio. € mit 87,3 Mio. € weitgehend stabil (Vorjahr 88,0 Mio. €). Insgesamt
stieg der Finanzmittelfonds zum Jahresende 2014 um 24,4 Mio. € auf 107,1 Mio. € an. Die
Liquiditätslage erlaubte jederzeit die fristgerechte Bedienung aller Zahlungsverpflichtungen.
Personal
Zum 31. Dezember 2014 waren bei der SSB teilzeitbereinigt 2.722 Personen (Vorjahr 2.690) beschäftigt,
was einer Zunahme um 1,2 % gegenüber dem Vorjahr entsprach. Rund 43 % der Vollzeitkapazitäten
erforderte der Fahrdienst Bus und Bahn. Der zusätzliche Anstieg der Beschäftigtenzahl wurde im
Wesentlichen durch Leistungsausweitungen im Fahrdienst, Einstellungen für Bau- und
Instandhaltungsprojekte und weitere Aufgabenfelder (u.a. neues Kundencenter, Umstellung auf
elektronische Tickets) verursacht. Neue tarifvertragliche Regelungen (Feiertagsregelung im Fahrdienst,
zusätzliche freie Tage im Rahmen der leistungsorientierten Bezahlung, zusätzliche Urlaubstage) kamen
hinzu, die insbesondere im Fahrdienst einen Personalmehrbedarf erforderten. Ende des Jahres 2014
waren 92 Auszubildende und Studierende der Dualen Hochschule (Vorjahr 90) bei der SSB in
Ausbildung, so dass Ende 2014 teilzeitbereinigt in Summe 2.814 Mitarbeiter bei der SSB angestellt
waren (Vorjahr 2.780). Durch die Zahl der Altersteilzeitmitarbeiter in der Aktivphase wurde die
Beschäftigtenzahl statistisch um 4,4 erhöht. Gegenüber dem Plan blieben zum Jahresende 2014 rund 60
Stellen unbesetzt. Die SSB wird 2015 u.a. im Fahrdienstbereich weitere Einstellungen vornehmen.
Als Ergebnis der bundesweiten Verhandlungen um eine Anpassung des Entgelttarifvertrags wurden
2014 zwei lineare Tarifsteigerungen vereinbart. So wurde rückwirkend zum 1. März 2014 eine
Entgeltanpassung um 3,0 % mit einem Mindestbetrag von 90 € sowie eine weitere Anpassung um 2,4
% zum 1. März 2015 wirksam. Diese tarifliche Vereinbarung gilt bis Ende Februar 2016. Dies wurde im
Rahmen der Wirtschaftsplanung berücksichtigt. Mögliche zusätzliche Steigerungen des
Personalaufwands ergeben sich aus den Verhandlungen zur Regelung der Eingruppierung der
Mitarbeiter in kommunalen Verkehrsbetrieben in Baden-Württemberg (Entgeltordnung). Zum 1. Januar
2014 trat der bundesweite Tarifvertrag Demografie Nahverkehr in Kraft, der die Erhaltung der
Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter bis zur Rente zum Ziel hat. Über die konkrete (finanzielle)

Seite 253

Stuttgarter Straßenbahnen AG

Beteiligungsbericht 2014

Ausgestaltung wird bei der SSB derzeit verhandelt. Jedoch hat die SSB bereits viele Maßnahmen durch
die Einführung von betrieblichem Gesundheitsmanagement, Arbeits- und Arbeitszeitgestaltung,
Mitarbeiterqualifizierung und Absicherung im Alter und bei Berufsunfähigkeit umgesetzt.
Innovation und Nachhaltigkeit
Bis Jahresende 2014 wurden alle Stadtbahnfahrzeuge vom Typ DT 8.12 im Rahmen der Beschaffung
von 20 Stadtbahnwagen bei der SSB in Dienst gestellt. Damit war das Jahr von Bauüberwachung,
Inbetriebnahme und Test der neuen Stadtbahnen geprägt. Nach Abnahme durch die technische
Aufsichtsbehörde gingen die Stadtbahnen in den Linienbetrieb. Die Generalüberholung von 76
Stadtbahnfahrzeugen der mittleren Generation wurde planmäßig fortgesetzt und Analysen des
technischen Umfangs einer möglichen Generalsanierung der Fahrzeuge DT 8.10/8.11 durchgeführt.
Hinsichtlich der 2016/17 geplanten Beschaffung von weiteren 20 Stadtbahnen vom Typ DT 8.14 wurden
konstruktionstechnische Weiterentwicklungen erörtert. Darüber hinaus wurden die Versuche mit neuen
Radwerkstoffen zur Bekämpfung der Lärmentwicklung der Stadtbahnfahrzeuge fortgeführt.
Im März und Juli 2014 wurden vier Brennstoffzellenhybridbusse auf den Linien 79 zum Flughafen und
67 nach Fellbach in Betrieb genommen. Betrieben wird die Linie 67 durch ein Auftragsunternehmen der
SSB. Die Beschaffung und der Betrieb der Busse sind im Zusammenhang mit dem "Nationalen
Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie" zu sehen, das die Praxiserprobung
von wasserstoffbetriebenen Bussen bis Mitte 2016 zum Ziel hat. Dabei werden rund 50 % der
Projektkosten inklusive der notwendigen Infrastruktur gefördert. Des weiteren wurden die bestehenden
zwölf Dieselhybridbusse überwiegend auf der Linie 43 eingesetzt. Zwei weitere Dieselhybridbusse
wurden an den städtischen Verkehrsbetrieb Esslingen ausgeliehen. 2015 sollen drei neue
Dieselhybridbusse eines anderen Herstellers mit anteiliger Bezuschussung durch das Land
Baden-Württemberg beschafft werden.
Am Projekt Stuttgart Services arbeiten unter Federführung der SSB seit Januar 2013
branchenübergreifend 23 Partner aus den Bereichen Mobilität, Industrie und Software, Wissenschaft
und Consulting sowie Stadt und Region. Im Jahr 2014 konnten die Projektpartner vier Meilensteine
planmäßig erreichen: die Entwicklung der innovativen Chipkartentechnologie, den Friendly-User-Feldtest
und die Routenplanung im Serviceportal im Internet sowie das Grobkonzept zur Integration der urbanen
Angebote. Ziel des Projekts ist es, durch die Kombination von Mobilität und Services den
Nachhaltigkeitsverbund (zu Fuß, Fahrrad, Sharingkonzepte, ÖPNV und elektromobiler Individualverkehr)
zu stärken und die Elektromobilität voranzubringen.
Prognose 2015
Das Brutto-Investitionsvolumen (vor Verrechnung von Zuschüssen und Kostenerstattungen) wird sich
2015 auf 134,7 Mio. € belaufen. Der gesetzliche Zuschussanspruch sowie für Erstattungen für
Investitionsmaßnahmen im Infrastrukturbereich beträgt 62,4 Mio. €, wobei infolge fehlender
Haushaltsmittel der öffentlichen Hand lediglich Zuschüsse in Höhe von maximal 31,0 Mio. € zu erwarten
sind. Daraus ergibt sich eine rechnerische Vorfinanzierung durch die SSB in Höhe von 31,4 Mio. €. Ein
Teil der Investitionen steht unter dem Vorbehalt abschließender vertraglicher Vereinbarungen durch
Umlandgemeinden, sofern die Baumaßnahmen außerhalb der Gemarkung Stuttgart liegen. 75,1 Mio. €
bzw. 55,8 % des Gesamtbudgets wird für Stadtbahnvorhaben, insbesondere den Neu- und Ausbau der
Linie U12 nach Münster und Dürrlewang und die Folgemaßnahmen in der Heilbronner Straße und an
der Haltestelle Staatsgalerie im Rahmen des Projekts Stuttgart 21 konkretisiert. Die Kosten für diese
Maßnahmen werden auf Grundlage der Eisenbahnkreuzungsvereinbarungen von der Deutschen Bahn
AG ersetzt. Hinzu kommen erste Maßnahmen im Zuge der Verlängerung der Linie U5 nach Leinfelden
und der U6 zur Landesmesse. 36,5 Mio. € bzw. 27,1 % des Investitionsbudgets werden für den Kauf
von 13 Solobussen und 20 Gelenkbussen und die Anzahlung für 20 zusätzliche Stadtbahnen des Typs
DT 8.14 verwendet. Rund 23,1 Mio. € bzw. 17,1 % des Budgets erfordern vor allem Ersatzinvestitionen
in Gleis- und elektrotechnische Anlagen, Grundstücke und Gebäude sowie Betriebs- und
Geschäftsausstattung.

Seite 254

Beteiligungsbericht 2014

Stuttgarter Straßenbahnen AG

Im Jahr 2015 erwartet die SSB nach der durchschnittlichen Tarifanpassung um 2,9 % zum 1. Januar
2015 Nettofahrgeldeinnahmen in Höhe von 214,6 Mio. €. Neben dem Preiseffekt geht die SSB auch von
einem steigenden Mengeneffekt von geschätzt 0,5 % aus, wodurch insgesamt Steigerungen der
Fahrgeldeinnahmen um 3,4 % zu erwarten sind. Voraussetzungen bilden jedoch eine gute Entwicklung
der Nachfrage durch die neue Stadtbahnstrecke zum Hallschlag und die Taktverdichtungen im Spätund Wochenendverkehr, die weiterhin positive Entwicklung der Jahresticket-Abonnements und
Firmentickets, keine erheblichen strukturellen Effekte bei Schüler- und Studierendenzahlen, eine
weiterhin stabile Konjunkturlage und keine wesentlichen Veränderungen bei der Verkehrsmittelwahl.
Wegen der lediglich teilweisen Dynamisierung der Zahlungen der Landkreise und des Landes an die
Landeshauptstadt Stuttgart werden vertraglich festgeschriebene Abgeltungs- und Ausgleichsleistungen
2015 geringfügig über dem Vorjahresniveau liegen. Aufgrund des Inflationseffekts werden diese jedoch
relativ betrachtet wie jedes Jahr sinken. Die sonstigen betrieblichen Erträge werden 2015 voraussichtlich
47,4 Mio. € betragen, so dass mit Gesamterträgen in Höhe von 329,9 Mio. € gerechnet werden kann.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist die geplante Veräußerung von Immobilien bzw.
Grundstücken in Höhe von netto 6,5 Mio. € enthalten. Durch die Auflösung der stillen Reserven sollen
anstehende Investitionen in die Infrastruktur und neue Fahrzeuge finanziert werden. In Abstimmung mit
der Landeshauptstadt Stuttgart und der SVV wird zudem eine weitere Kapitalerhöhung um 6,5 Mio. €
vorgenommen. Die Gesamtaufwendungen werden 2015 rund 347,0 Mio. € betragen. Diese sind
hauptsächlich von Steigerungen des Personalaufwands wegen erforderlicher Neueinstellungen und
Tarifabschlüssen der Vorjahre und von erhöhten Materialaufwendungen, u.a. wegen aufgebrauchter
Rückstellungen für die Generalüberholung von Stadtbahnen, gekennzeichnet. Das Jahresergebnis für
2015 wird laut Plan bei - 17,0 Mio. € liegen.
2015 ist eine Tilgung der vorhandenen Bankdarlehen um knapp 3,5 Mio. € vorgesehen. Dennoch wird
durch erforderliche planerische Neuaufnahme von Krediten in Höhe von 35,5 Mio. € der Kreditbestand
zum Jahresende auf 104,9 Mio. € steigen. Das zinslose Darlehen der SVV für die Vorfinanzierung der
GVFG-Landesmittel für die ausgebaute Linie U6 zum Fasanenhof-Ost wird voraussichtlich bestehen
bleiben, da bislang keine Informationen seitens des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur
Baden-Württemberg vorliegen, wann eine Auszahlung an die SSB und damit eine Rückführung des
Darlehens an die SVV möglich ist. Eine weitere Kreditaufnahme ist für 2015 voraussichtlich notwendig,
jedoch hängt diese wie im Vorjahr vom Investitionsfortschritt sowie dem prognostizierten
Zahlungseingang von Zuschüssen und Erstattungen ab. Da die entsprechenden Zuschusszuflüsse
aufgrund vom Zuschussgeber jährlich gedeckelter Bewilligungsbeträge nicht zeitlich mit dem
Zuschussanspruch zusammenfallen, resultieren daraus mehrmonatige Vorfinanzierungen der SSB im
zweistelligen Millionenbereich. Die SSB wird in den nachfolgenden Jahren erhebliche weitere
Fremdmittel aufnehmen müssen. Dies ist insbesondere der weiteren Verbesserung der
Verkehrsinfrastruktur, z.B. den Stadtbahnausbauten der Linien U5, U6 und U12, geschuldet. Hinzu
kommen Vorhaben, bei denen die SSB-Infrastruktur betroffen ist, wie der Bau des Rosenstein- bzw.
Leuzetunnels, Folgemaßnahmen zu Stuttgart 21 oder der Bau der S-Bahn-Strecke der S2 nach
Neuhausen. Allerdings werden Aufwendungen für diese Maßnahmen weitgehend von den beteiligten
Gebietskörperschaften und der Deutschen Bahn AG erstattet. Zudem erfordern die Beschaffung von 20
zusätzlichen Stadtbahnen 2016/17 und der Ersatzbedarf von 103 Linienbussen bis 2018 weitere
Fremdmittel.
Eine Belastung ergibt sich aus der Absenkung des Zuschussanspruchs nach dem
Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) von 75 % auf 50 % und aus der Tatsache, dass
gleichzeitig die Fördertatbestände erweitert wurden, so dass künftig noch mehr Landesvorhaben um
Fördergelder konkurrieren müssen. Auch 2015 wird es keine verbesserten Perspektiven für Neu- und
Ersatzinvestitionen in Infrastruktur und Fahrzeuge aufgrund der öffentlichen Haushaltssituation geben.
Darum hat die SSB 2015 ein benchmarkgestütztes Optimierungsprogramm mit Schwerpunkten auf der
Ertrags- und Aufwandsseite gestartet, das strukturelle Belastungen verringern und auch neue
Wachstumspotenziale generieren soll. Zudem wurden durch die Anfang 2015 fertiggestellte langfristige
Planung des Finanzbedarfs bis 2030 und die Neuausrichtung des Wirtschaftsplanungsprozesses weitere
Voraussetzungen geschaffen, um die künftigen wirtschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen.

Seite 255

w

Seite 256

Beteiligungsbericht 2014

Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH

Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Am Westkai 9A
70327 Stuttgart

Telefon
Fax

(0711) 918980-0
(0711) 918980-50

Rechtsform

GmbH

Handelsregister

HRB 2643

Gründungsdatum

01.08.1962

Gegenstand des
Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist im Rahmen seiner kommunalen
Aufgabenstellung der öffentliche Nahverkehr, die umweltfreundliche
und Ressourcen schonende Versorgung des Stadtgebiets der
Landeshauptstadt Stuttgart mit Elektrizität, Gas, Wärme, der Betrieb
von Eisenbahnen und Häfen sowie die Telekommunikation jeweils
einschließlich Dienstleistungen aller Art auf den vorgenannten
Gebieten, zu denen auch die Verwaltung und Verwertung von
Grundstücken sowie Beratungsleistungen gehören.
Die Gesellschaft kann als Holdinggesellschaft tätig werden und
einzelne oder alle Gegenstände des Unternehmens durch
Beteiligungsgesellschaften erfüllen.
Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt,
durch die der genannte Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar
gefördert werden kann. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben
anderer Unternehmen bedienen, sich an anderen Unternehmen
beteiligen oder solche Unternehmen errichten, erwerben oder
pachten.

Stammkapital in T€

45.000,00

Seite 257

Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH

Beteiligungsbericht 2014

b) Gesellschafter
Landeshauptstadt Stuttgart

Anteil am
Stammkapital in T€

%

45.000,00

100,00

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen
Hafen Stuttgart GmbH

5.200,00

100,00

100,00

100,00

5.000,00

100,00

152.982,17

91,61

NetCom Stuttgart GmbH Telekommunikationsdienste
Stadtwerke Stuttgart GmbH
Stuttgarter Straßenbahnen AG

%

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die
Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im
Geschäftsjahr 2014 ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Mandat bis

Aufsichtsrat obligatorisch
Vorsitzender

OBM Kuhn, Fritz

07.01.2013

Mitglied

EBM Föll, Michael

01.01.2004

Mitglied

Deparnay-Grunenberg, Anna

29.09.2009

24.07.2014

Mitglied

Dr. Hackl, Maria

23.03.2000

24.07.2014

Mitglied

Gröger, Marita

24.07.2014

Mitglied

Ripsam, Iris

29.09.2009

Mitglied

Rockenbauch, Hannes

24.07.2014

Mitglied

Schiener, Beate

23.09.2011

Geschäftsführung
Bauer, Reinhold
Strähle, Carsten
Die Geschäftsführerbezüge betrugen im Berichtsjahr 23 TEUR, davon entfielen auf Herrn Bauer und Herrn
Strähle jeweils die Hälfte. Gegenüber den Geschäftsführern bestehen keine Pensionszusagen seitens der
Gesellschaft.

Seite 258

Beteiligungsbericht 2014

Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH

Vergütungen
31.12.2014
in EUR
1.023
1.023
1.023
102
16.061

Aufsichtsratsvorsitzender
Stv. Aufsichtsratsvorsitzender
Aufsichtsratsmitglied
Sitzungsgeld
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr

31.12.2013
in EUR
1.023
1.023
1.023
102
17.804

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

754.737

745.124

744.595

744.476

Finanzanlagen

716.883

701.651

701.775

701.775

37.486

32.359

32.191

28.620

369

11.115

10.629

14.081

Passiva

754.737

745.124

744.595

744.476

Eigenkapital

743.852

721.150

720.185

721.550

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen

97

94

97

95

sonstige Rückstellungen

50

50

50

50

1

16

4

14

10.713

23.771

24.211

22.286

24

44

49

481

1

0

0

0

754.737

745.124

744.595

744.476

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
98,56
98,56
> 100,00
94,98
115.232,00
16,07

Seite 259

31.12.2013 Angaben in
96,78
%
96,78
%
> 100,00
%
94,17
%
14.876,00
in TEUR
2,12
%

Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH

Beteiligungsbericht 2014

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2011

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

sonstige betriebliche Erträge

19

8

8

310

Löhne und Gehälter

28

24

23

23

soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und für Unterstützung

11

5

8

11

149

135

138

394

5.829

5.253

5.058

5.756

21.762

18.562

14.281

9.580

171

108

53

96

4.846

22.750

20.586

18.710

44

51

10

9

22.702

965

-1.365

-3.405

0

0

0

0

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

22.702

965

-1.365

-3.405

Gewinnvortrag/Verlustvortrag

13.361

12.395

13.761

17.166

Veränderungen der Kapital- bzw.
Gewinnrücklagen/Zuweisungen zu den
Verlustsonderkonten

36.063

0

0

0

0

13.361

12.395

13.761

sonstige betriebliche Aufwendungen
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Aufwendungen aus Verlustübernahmen
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit
außerordentliches Ergebnis

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

31.12.2013 Angaben in

207,90
-

364,40
-

TEUR
%
%

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

-1.789

-1.728

-3.052

1.327

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

-8.957

2.214

-400

-2.330

0

0

0

0

-10.746

486

-3.452

-1.003

11.115

10.629

14.081

15.084

369

11.115

10.629

14.081

3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit
Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds
(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

Seite 260

Beteiligungsbericht 2014

Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH

f) Anzahl der Beschäftigten

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
Beamte
Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer (Prokurist geringfügig beschäftigt)
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit
Teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Auszubildende
Schwerbehindertenquote in %

31.12.2014
0
0
0
1
1
0
1
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0

31.12.2013
0
0
0
1
1
0
1
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart
Keine

h) Wichtige Verträge
Zwischen der SVV und der SSB besteht ein Organschaftsvertrag mit Ergebnisabführungsvereinbarung.
Des Weiteren bestehen zwischen der SVV und der HSG sowie der NetCom Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge. Mit der SWS besteht ebenfalls seit dem 8. November 2011 ein Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrag.

Seite 261

Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH

Beteiligungsbericht 2014

i) Bericht zum Public Corporate Governance
Kodex der Landeshauptstadt Stuttgart
Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung der Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH
haben den Bericht zum Public Corporate Governance Kodex in der Aufsichtsratssitzung am 1. Juli 2015
beschlossen und die Einhaltung des Kodex wie folgt mitgeteilt:
Der Aufsichtsrat der Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH hat sich im Wirtschaftsjahr
2014 umfassend mit der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft befasst. Er hat in vier Sitzungen
Angelegenheiten der Gesellschaft behandelt und die ihm nach dem Gesellschaftsvertrag in der Fassung
vom 12. August 2011 vorbehaltenen Entscheidungen getroffen. Die vom Aufsichtsrat und der
Geschäftsführung getroffenen Entscheidungen haben den operativen Zielen der Gesellschaft und den
strategischen Zielen der Landeshauptstadt Stuttgart als Gesellschafter entsprochen.
Die Unterrichtung des Aufsichtsrats durch die Geschäftsführung erfolgte mit entsprechenden Beschlussoder Informationsvorlagen und mündlichen Informationen. Die schriftlichen Unterlagen wurden auch
der Beteiligungsverwaltung übermittelt.
Aufsichtsrat und Geschäftsführung haben den Empfehlungen des Public Corporate Governance
Kodexes weitgehend entsprochen. In folgenden Punkten wurde von den Empfehlungen abgewichen:
Interne Revision
Im Hinblick auf die spezielle Aufgabenstellung der Gesellschaft ist eine interne Revision nicht
erforderlich. Soweit Funktionen im Geschäftsablauf nicht miteinander vereinbar sind, werden sie bei den
Unternehmen, welche die Geschäftsbesorgung wahrnehmen, von verschiedenen Mitarbeitern getätigt.
Leistungsbezogene GF-Vergütung
Für die nebenamtliche Geschäftsführung wird eine Pauschalvergütung geleistet.

j) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014 und aktuelle Kurzdarstellung
Von der SVV werden die Beteiligungen an der SSB, der SWS, der HSG und der NetCom gehalten und
der Teil der Vermögenswerte, die aus dem Verkauf der Energiebeteiligungen im Jahr 2002 bei ihr
verblieben sind, verwaltet. Die Erträge aus den Fondsanlagen, aus den Gewinnabführungen der HSG
und der NetCom, vermindert um die Verlustübernahme der SWS, ergeben einen Jahresüberschuss von
rd. 22,7 Mio. €. Das Ergebnis der SSB ist im Berichtsjahr aufgrund von Immobilienverkäufen
ausgeglichen.
Aus dem verbliebenen Verkaufserlös der Veräußerung ihrer Energiebeteiligungen wurden im Jahr 2002
Spezialfonds bei der SVV gebildet. Mit den Erträgen soll grundsätzlich der nicht durch
Gewinnabführungen von HSG und NetCom gedeckte Verlust der SSB und der SWS ausgeglichen
werden.
Seit der Auflegung am 2. April 2002 haben die Fonds einen Ertrag von 3,8 % p.a. (Berechnung nach
ROI) erwirtschaftet. 2014 hatten die Spezialfonds eine insgesamt positive Entwicklung in Höhe von 25,5
Mio. € (4,2 %) zu verzeichnen. Für Steuerzahlungen auf Kapitalerträge 2013 wurden den Fonds im
Januar 2014 insgesamt 2,9 Mio. € entnommen. Diese werden zu einem späteren Zeitpunkt
zurückerstattet. Des Weiteren wurden für Kapitalzuführungen zur SSB, SWS und HSG
Zwischenausschüttungen in Höhe von 13,0 Mio. € sowie ein Anteilsverkauf in Höhe von 106,5 Mio. €
(nominal 100 Mio. €) vorgenommen.

Seite 262

Beteiligungsbericht 2014

Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH

Ausblick
Von Januar bis März 2015 hatten die Spezialfonds der SVV GmbH eine positive Entwicklung von 16,5
Mio. € (3,2 %) zu verzeichnen.
Insgesamt kann aus heutiger Sicht für 2015 zur Rendite keine belastbare Aussage gemacht werden.
Sofern die Erträge der Spezialfonds des laufenden Jahres nicht zur Deckung der Aufwendungen
ausreichen, müssten entsprechende Ausschüttungen aus den in den Vorjahren angesammelten
Reserven vorgenommen werden.

Seite 263

w

Seite 264

Beteiligungsbericht 2014

Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH

Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Augsburger Straße 696
70329 Stuttgart

Telefon
Fax
E-Mail
Homepage

(0711) 9320-222
(0711) 9320-120
info@swsg.de
www.swsg.de

Rechtsform

GmbH

Handelsregister

HRB 184

Gründungsdatum

19.05.1933

Gegenstand des
Unternehmens

Gegenstand der Gesellschaft ist es, im Rahmen ihrer kommunalen
Aufgabenstellung vorrangig eine sozial verantwortbare
Wohnungsversorgung zu wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen
sicherzustellen, die kommunale Siedlungspolitik und Maßnahmen der
Infrastruktur zu unterstützen und städtebauliche Entwicklungs- und
Sanierungsmaßnahmen durchzuführen.
Soweit es zur Erfüllung der vorgenannten Aufgaben erforderlich ist,
kann die Gesellschaft Bauten in allen Rechts- und Nutzungsformen,
Mietwohnungen, Eigenheime und Eigentumswohnungen errichten,
betreuen, bewirtschaften und verwalten, Gemeinschaftsanlagen und
Folgeeinrichtungen, Läden, Gewerbebauten, wirtschaftliche, soziale
und kulturelle Einrichtungen und Dienstleistungen bereitstellen,
sonstige Geschäfte betreiben, sofern diese dem Gesellschaftszweck
dienlich sind, andere Unternehmen erwerben oder sich an solchen
beteiligen.
Die Gesellschaft soll die Mieten, Verkaufspreise und Vergütungen ihrer
Dienstleistungen so bilden, dass eine Kostendeckung einschließlich
einer angemessenen Verzinsung des Eigenkapitals sowie die Bildung
ausreichender Rücklagen, insbesondere zur Erfüllung der
Mietwohnungsneubau- und Modernisierungsaufgaben, gewährleistet
ist.

Seite 265

Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH

Stammkapital in T€

Beteiligungsbericht 2014

50.000,00

b) Gesellschafter
Landeshauptstadt Stuttgart

Anteil am
Stammkapital in T€

%

50.000,00

100,00

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen

%

ARGE ParkQuartier Berg

215,00

50,00

Wohnen am Höhenpark Killesberg GbR

600,00

50,00

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die
Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im
Geschäftsjahr 2014 ergebenden Veränderungen.

Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Aufsichtsrat fakultativ
Vorsitzender

EBM Föll, Michael

02.12.1999

stellv. Vorsitzender

BM Hahn, Matthias

23.01.1997

Mitglied

Adler, Thomas

24.07.2014

Mitglied

Fahrion, Joachim

17.09.2009

Mitglied

Fingerle, Esther

24.07.2014

Mitglied

Fischer, Silvia

25.10.2004

Mitglied

Gröger, Marita

25.10.2004

Mitglied

Hill, Philipp

24.07.2014

Mitglied

Klingler, Bernd

17.09.2009

Mitglied

Körner, Martin

24.07.2014

Mitglied

Kotelmann, Maria-Lina

17.09.2009

Mitglied

Lutz, Udo

24.07.2014

Mitglied

Mezger, Sabine

26.07.2012

Mitglied

Müller-Enßlin, Guntrun

24.07.2014

Mitglied

Pätzold, Peter

17.09.2009

Mitglied

Prof. Dr. Loos, Dorit

17.09.2009

Mitglied

Stopper, Jochen

23.09.2011

Seite 266

Mandat bis

24.07.2014

24.07.2014
24.07.2014
24.07.2014
24.07.2014

24.07.2014

Beteiligungsbericht 2014

Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH

Mitglied

Vetter, Helga

17.09.2009

24.07.2014

Mitglied

Wüst, Monika

17.09.2009

24.07.2014

Mitglied

Yüksel, Sibel

24.07.2014

Mitglied

Zaiß, Konrad

24.07.2014

beratendes Mitglied

Aufrecht, Ines

28.01.2011

beratendes Mitglied

Vaas, Jürgen

20.03.2000

beratendes Mitglied

Zügel, Thomas

25.10.2004

Geschäftsführung
Vorsitzender der
Geschäftsführung

Wendel, Wilfried
Caesar, Helmuth

Die Geschäftsführerbezüge für Herrn Wendel betrugen im Berichtsjahr 223 TEUR. Darin enthalten waren mit
77 TEUR erfolgsbezogene Komponenten sowie Sachleistungen in Höhe von 11 TEUR. Herr Caesar erhielt in
2014 eine Gesamtvergütung in Höhe von 174 TEUR, davon entfielen 57 TEUR auf erfolgsbezogene
Komponenten und 7 TEUR auf Sachleistungen. Für Herrn Wendel und Herrn Caesar bestehen keine
Pensionszusagen seitens der Gesellschaft.
Herr Wendel ist zum 31.12.2014 aus dem Unternehmen ausgeschieden. Seine Nachfolge hat ab 01.01.2015
Herr Samir Sidgi angetreten.

Vergütungen

Aufsichtsratsvorsitzender
Stv. Aufsichtsratsvorsitzender
Aufsichtsratsmitglied
Beratendes Mitglied
Sitzungsgeld
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr

Seite 267

31.12.2014
in EUR
1.380
1.125
1.023
511
102
22.752

31.12.2013
in EUR
1.380
1.125
1.023
511
102
27.628

Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH

Beteiligungsbericht 2014

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

1.001.273

931.219

903.627

881.115

531

558

396

452

912.852

871.671

829.964

812.399

5.150

950

0

215

59.638

41.151

39.761

44.479

6.352

5.016

4.732

5.698

16.558

10.804

28.515

17.579

192

1.070

260

294

1.001.273

931.219

903.627

881.115

Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Finanzanlagen
Vorräte
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten
Rechnungsabgrenzungsposten
Passiva
Eigenkapital

346.146

329.766

314.589

301.334

Sonderposten mit Rücklagenanteil

27.818

29.260

30.702

32.144

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen

12.297

11.465

11.175

10.453

863

1.050

210

88

20.310

19.231

19.897

19.026

518.707

477.248

468.973

466.194

erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

44.182

31.422

33.345

28.861

Verbindlichkeiten aus Vermietung/Lieferungen und
Leistungen

27.724

27.858

21.899

22.106

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

442

1.099

372

0

sonstige Verbindlichkeiten

562

1.482

1.368

44

2.222

1.338

1.097

865

1.001.273

931.219

903.627

881.115

Steuerrückstellungen
sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und
anderen Kreditgebern

Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
34,57
37,35
90,18
91,74
74.172,80
8,08

Seite 268

31.12.2013 Angaben in
35,41
%
38,55
%
95,08
%
93,77
%
68.264,20
in TEUR
7,82
%

Beteiligungsbericht 2014

Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2011

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

142.436

133.002

136.772

139.861

25.731

1.278

-4.738

-413

andere aktivierte Eigenleistungen

1.226

1.523

1.115

994

sonstige betriebliche Erträge

6.631

8.005

8.717

6.461

Umsatzerlöse
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an
fertigen und unfertigen Erzeugnissen

Aufwendungen für bezogene Leistungen

96.377

70.601

69.695

73.675

Löhne und Gehälter

8.381

8.140

7.779

7.403

soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und für Unterstützung

2.786

2.270

2.562

2.101

26.229

24.502

24.547

23.816

6.537

5.909

5.656

5.209

0

0

6

201

83

149

330

317

844

25

395

0

0

0

215

286

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

12.987

13.112

14.159

14.966

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit

21.966

19.399

17.194

19.964

0

0

0

0

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

1.892

1.340

522

609

sonstige Steuern

3.695

3.607

3.417

3.428

16.380

14.452

13.255

15.926

0

0

0

0

10.859

9.011

7.916

10.693

5.521

5.441

5.339

5.234

Abschreibungen
sonstige betriebliche Aufwendungen
Erträge aus Beteiligungen
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Aufwendungen aus Verlustübernahmen
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf
Wertpapiere des Umlaufvermögens

außerordentliches Ergebnis

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag
Gewinnvortrag/Verlustvortrag
Veränderungen der Kapital- bzw.
Gewinnrücklagen/Zuweisungen zu den
Verlustsonderkonten
Bilanzgewinn/Bilanzverlust

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

1.158,10
6,34
89,65

Seite 269

31.12.2013 Angaben in
946,10
7,24
102,72

TEUR
%
%

Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH

Beteiligungsbericht 2014

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

35.550

38.700

48.448

36.875

-71.350

-64.942

-40.341

-41.960

41.554

8.531

2.830

14.701

5.754

-17.711

10.937

9.616

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

10.804

28.515

17.578

7.962

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

16.558

10.804

28.515

17.578

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit
Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

f) Anzahl der Beschäftigten

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
Beamte
Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit
davon EU-Staaten
davon Nicht-EU-Staaten
Teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Auszubildende
Schwerbehindertenquote in %

31.12.2014
152
152
0
162
162
73
89
0
0
0
9
4
5
15
15
15
0
0
0
0
6
8

31.12.2013
152
152
0
160
160
73
87
0
0
0
8
3
5
16
16
16
0
0
0
0
8
5

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart

Stand der städtischen Darlehen
Stand der Bürgschaften

Seite 270

31.12.2014

31.12.2013

in EUR
23.700.701,60
27.115.274,80

in EUR
24.761.354,80
29.763.032,00

Beteiligungsbericht 2014

Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH

h) Spenden und Sponsoringleistungen
Folgende Spenden- und Sponsoringbeträge, die einen Wert von 5.000 EUR je
Zuwendungsempfänger übersteigen, wurden im Geschäftsjahr von der SWSG gewährt:

Zuwendungsempfänger

Betrag bzw. Gegenstand
und Wert

Verwendungszweck

Jugendhaus Weil im Dorf

5.000 EUR

Sanierung des Pumpwerks

10.000 EUR

Für den Einbau einer Markise im
Begegnungszentrum der AWO

10.000 EUR

Internationale Bibliothek
Hallschlag

10.000 EUR

Zur Unterstützung der OnlineBeratung U-Turn

10.000 EUR

Für technische und bauliche
Maßnahmen

5.112 EUR

Spende

Arbeiterwohlfahrt Stuttgart-Ost
Begegnungs- und
Servicezentrum
Verein für interkulturelle
Waldorfpädagogik e.V.
Waldorfkindertagesstätte
Am Römerkastell
Fachberatungsstelle
Gewaltprävention
Sozialberatung Stuttgart e.V.
Frauen helfen Frauen e.V.
Stuttgart
Energieberatungszentrum
Stuttgart e.V.

Es bestehen keine Geschäftsbeziehungen zwischen der SWSG und den Zuwendungsempfängern.

i) Leistungsdaten
Mietobjekte (Anlagevermögen)

Modernisierungen

Neubauten

Bautätigkeit 2014
Objekte im Bau zum 01.01.141)
Zugang durch Baubeginn
=gesamte Bautätigkeit
Abgang durch Fertigstellung
Objekte im Bau zum 31.12.14

WE GE/SO GA WE GE/SO GA
446
157
603
89
514

16
2
18
8
10

471
150
621
113
508

273
239
512
214
298

Seite 271

1
0
0 18
1 18
1
0
0 18

Verkaufsobjekte (Umlaufvermögen) insg.

EigenGaragen
Kauf- tumsund
eigen- wohn- GewerTGheime ungen
be
Plätze

HS
19
34
53
8
45

WE
44
100
144
24
120

GE/SO
0
0
0
0
0

GA

VE

73 1.343
162 862
235 2.205
36 493
199 1.712

Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH

Beteiligungsbericht 2014

Gewerbeeinheiten/
Sonstige Einheiten

Wohneinheiten

2)

Garagen

Mietwohnungsbestand
Gesamtbestand 01.01.2014
Zugänge durch
Kauf
Neubau
Modernisierung
Sonstiges
Abgänge durch
Modernisierung
Verkauf
Abbruch
Sonstiges
Gesamtbestand 31.12.2014

17.942

402

6.670

0
89
225
1
18.257

0
8
1
5
416

0
113
0
0
6.783

-240
-12
-118
-1
17.886

-3
0
-5
-2
406

-4
-8
-41
0
6.730

1) Vorjahreswerte bereinigt um Planpassungen
2) In den Angaben zu Gewerbe- und Sonstigen Einheiten sind Eigennutzungen der SWSG in Form von
Hauptverwaltung, Kundencenter, Hausverwalterbüros, Werkstatträume, Lager u.ä. enthalten.

j) Bericht zum Public Corporate Governance
Kodex der Landeshauptstadt Stuttgart
Der Aufsichtsrat der SWSG hat sich im Wirtschaftsjahr 2014 eingehend mit der Geschäftstätigkeit der
Gesellschaft auseinandergesetzt. Er hat sich mit der Geschäftsführung regelmäßig über die Strategie, die
Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement des Unternehmens beraten. Gegenstand der
Überwachung sind die Ordnungsmäßigkeit, die Zweckmäßigkeit und die Wirtschaftlichkeit der
Geschäftsführung. Der Aufsichtsrat hat aufgrund seiner Überwachungsfunktion auch darauf geachtet,
dass die operativen Ziele, welche die Gesellschaft verfolgt, den strategischen Zielen der Gesellschaft nicht
entgegenstehen. Er hat in vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen sowie in vier ordentlichen Sitzungen
des Vergabeausschusses Angelegenheiten der Gesellschaft behandelt und die ihm nach der
Geschäftsordnung vorbehaltenen Entscheidungen getroffen. Die vom Aufsichtsrat und der
Geschäftsführung getroffenen Entscheidungen haben den operativen Zielen der Gesellschaft und den
strategischen Zielen der Landeshauptstadt Stuttgart als Gesellschafter entsprochen.
Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das
Unternehmen bedeutsamen Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, den denkbaren Chancen und
etwaigen Risiken ausführlich unterrichtet. Die Geschäftsführung informierte den Aufsichtsrat und
berichtete ihm schriftlich oder durch mündlichen Vortrag. Die schriftlichen Unterlagen wurden der
Beteiligungsverwaltung der Landeshauptstadt Stuttgart rechtzeitig übermittelt.
Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung haben den Empfehlungen des Public Corporate Governance
Kodexes entsprochen.
In folgendem Punkt wurden die Anstellungsverträge der Geschäftsführung im Jahr 2014 angepasst, um
den Empfehlungen vollständig zu entsprechen:
Die Altersgrenze der Geschäftsführung wurde von 65 auf 68 Jahre festgesetzt.

Seite 272

Beteiligungsbericht 2014

Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH

k) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Der Geschäftsverlauf im Jahr 2014 und das Geschäftsergebnis der SWSG sind insgesamt
zufriedenstellend.
Nach Rücklagenzuführung weist die Gesellschaft einen Bilanzgewinn in Höhe von 5,5 Millionen €
(Vorjahr 5,4 Millionen €) für das Geschäftsjahr 2014 aus. Der Jahresüberschuss beträgt 16,4 Millionen €
(Vorjahr 14,5 Millionen €).
Die Gesamtkapitalverzinsung beträgt 2,9 % auf das insgesamt eingesetzte Kapital und ist gegenüber
dem Vorjahr geringfügig zurückgegangen. Das Ergebnis soll in voller Höhe thesauriert werden und
somit für zukünftige Investitionen in den Immobilienbestand der Gesellschaft zur Verfügung stehen.
Mit 17.886 eigenen Wohnungen (rund 1.175 Tm² Wohnfläche) hat die SWSG einen Marktanteil von 5,9
% am Wohnungsbestand in der Landeshauptstadt Stuttgart. Bei den preisgebundenen Wohnungen
stellt die SWSG mit 7.460 Wohnungen nahezu jede zweite Wohnung (46,5 %) bereit. Des Weiteren
verfügt die SWSG über 406 Gewerbeeinheiten sowie 9.203 Garagen und Stellplätze.
Die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung sind auf 130,5 Millionen € gestiegen. Das resultiert aus
investitionsbedingten Erhöhungen aufgrund von Ankäufen, Modernisierungen und Neubauten.
Am Jahresende lag die durchschnittliche Nettokaltmiete bei 6,84 €/m². Die SWSG liegt mit ihren Mieten
weit unter den vom Deutschen Mieterbund ausgewiesenen Bestandsmieten in Stuttgart von 8,44 €/m².
Ende 2014 betrug bei der SWSG die durchschnittliche Wohnungsgröße 65,7 m².
Die Erlösschmälerungen betragen 1,6 Millionen € (Vorjahr 2,0 Millionen €). Davon sind 0,7 Millionen €
fluktuationsbedingt. Der Rest geht im Wesentlichen auf die umfangreichen Investitionen zur Erneuerung
des Wohnungsbestandes zurück.
Im Jahr 2014 verzeichnete die SWSG 1.331 Mieterwechsel. Damit liegt die Fluktuationsquote wie im
Vorjahr bei 7,3 %.
Am 31. Dezember 2014 lagen die Mietrückstände bei 2,5 % der jährlichen Sollmiete (Vorjahr 1,3 %). Es
wurden vergleichbar zum Vorjahr Forderungen in Höhe von 0,7 Millionen € wertberichtigt.
Ein Großteil des Wohnungsbestandes der SWSG befindet sich auf Erbbaugrundstücken der
Landeshauptstadt Stuttgart. Für die Wohnungen auf diesen Grundstücken hat die SWSG der
Landeshauptstadt ein Belegungsrecht eingeräumt; im Gegenzug wurde der Erbbauzins ermäßigt
(Sozialrabatt). Das Belegungsrecht wird zugunsten der Wohnungssuchenden, die einen
Wohnberechtigungsschein besitzen, ausgeübt und in der städtischen Vormerkdatei registriert. Aus
Gründen der Strukturverbesserung darf die SWSG in Gebieten mit besonderem Entwicklungsbedarf
("Soziale Stadt") 30,0 % der nur noch durch Erbbaurechte, aber nicht mehr aufgrund von Fördermitteln
gebundenen Wohnungen, frei vermieten.
Anhaltend hohe Investitionen in den Bestand
Für Instandhaltung hat die SWSG im Geschäftsjahr 2014 insgesamt 29,0 Millionen € (24,68 €/m²)
ausgegeben, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 2,1 Millionen € entspricht. Um die
Ausstattung der Wohnungen an zeitgemäße Vorstellungen anzupassen und energetisch zu optimieren,
wurden im Jahr 2014 insgesamt 24,9 Millionen € (Vorjahr 25,7 Millionen €) in Modernisierungen
investiert. Es konnten 215 Wohn- und Gewerbeeinheiten (Vorjahr 286 Wohn- und Gewerbeeinheiten)
fertiggestellt werden. Bei weiteren 298 Wohnungen (Vorjahr 295 Wohnungen) waren die
Modernisierungsmaßnahmen zum Jahreswechsel noch nicht abgeschlossen.

Seite 273

Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH

Beteiligungsbericht 2014

Zusätzlich hat die SWSG im Jahr 2014 45,5 Millionen € im Mietwohnungsneubauprogramm investiert.
Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Erhöhung um 4,2 Millionen €. 89 Wohnungen, acht
Gewerbeeinheiten sowie 113 Garagen/Stellplätze (Vorjahr 65 Wohnungen, zwei Gewerbeeinheiten und
73 Garagen/Stellplätze) konnten fertiggestellt werden. Im Bau befanden sich am 31. Dezember 2014
weitere 514 Mietwohnungen, zehn gewerbliche Einheiten und 521 Garagen/Stellplätze.
Das Immobilienportfolio der SWSG hat sich im Geschäftsjahr 2014 nicht nur durch die
Bestandsinvestitionen in Modernisierung, Abriss und Neubau verändert, sondern auch durch
geringfügige Portfoliobereinigungen. In den Ankauf von zwei Grundstücken hat die SWSG 2,9 Millionen
€ investiert. Durch Verkauf (elf Einheiten) wurden Erlöse in Höhe von 1,6 Millionen € erzielt.
2014 hat die SWSG insgesamt 99,4 Millionen € (Vorjahr 93,9 Millionen €) für ihren Bestand
ausgegeben.
Der Umsatz im Bauträgergeschäft belief sich auf 11,6 Millionen € (Vorjahr 7,0 Millionen €). Es wurden
acht Häuser, 24 Wohnungen sowie 37 Garagen oder Stellplätze an die Käufer übergeben. Im Bau
befinden sich 165 Einheiten, projektiert sind weitere vier Einheiten. Für 61 der gebauten Einheiten
wurde der Kaufvertrag bereits beurkundet, jedoch hat bis zum Jahreswechsel noch keine Übergabe
stattgefunden. Aus den Verkäufen ergibt sich ein Umsatz von 27,4 Millionen €, der im Geschäftsjahr
2015 wirksam werden wird.
Ausblick
Die Geschäftstätigkeit der SWSG entwickelt sich insgesamt positiv. Für 2015 ist ein Umsatz von 162
Millionen €, ein Bilanzgewinn von 5,0 Millionen € sowie ein Jahresüberschuss von 14,2 Millionen €
geplant. Die für 2014 geplanten Werte wurden leicht übertroffen, die Prognosen wurden im
Jahresverlauf regelmäßig angepasst.
Die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung werden 2015 steigen (134,6 Millionen €), was auf die
Vermietung von neu erstellen Mietwohnungen und Fertigstellung nach Modernisierung zurückzuführen
ist. Das Leerstandsniveau und die Leerstandsstruktur werden - wie in den vergangenen Jahren auch insbesondere durch die anhaltenden Modernisierungsmaßnahmen geprägt. Dementsprechend werden
auch die Leerstände im Geschäftsjahr 2015 weitgehend fortgeschrieben. Das hohe
Instandhaltungsniveau der vergangenen Jahre wird beibehalten. Die Neubautätigkeit für den eigenen
Bestand wird in den kommenden Jahren mit jährlich rund 200 bis 250 Mietwohnungen, das
Modernisierungsvolumen wird mit rund 350 bis 400 Wohnungen fortgesetzt. Hierzu sind jährliche
Aufwendungen für Instandhaltungen und Investitionen von 90 bis 100 Millionen € notwendig. Der
benötigte Eigenkapitalanteil wird über den operativen Cashflow erwirtschaftet.
Die SWSG wird auch zukünftig das Immobilienportfolio optimieren. Im Bauträgergeschäft ist für 2015
ein Umsatzerlös in Höhe von 27,4 Millionen € vorgesehen. Hierbei müssen die marktbedingten
Schwankungen aufgrund der nicht ausreichenden Verfügbarkeit geeigneter Grundstücke akzeptiert
werden.
Die SWSG wird die ins Unternehmen fließenden Mittel in den Wohnungsbestand reinvestieren und so
die umfangreichen Investitionsprogramme im eigenen Wohnungsbestand mitfinanzieren.

Seite 274

SWS Netzinfrastruktur GmbH

Beteiligungsbericht 2014

SWS Netzinfrastruktur GmbH
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Mercedesstraße 50
70372 Stuttgart

Telefon
Fax
E-Mail

(0711) 34650-0
(0711) 34650-2221
info@stadtwerke-stuttgart.de

Rechtsform

GmbH

Handelsregister

HRB 746547

Gründungsdatum

05.11.2014

Gegenstand des
Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Stellung als Eigentümerin und
Verpächterin des Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetzes der
allgemeinen Versorgung in Stuttgart sowie die Erhaltung, die
Erneuerung, der Ausbau und die Modernisierung dieser Netze, wobei
die Ziele des § 1 EnWG zu beachten sind, d. h. eine möglichst sichere,
preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und
umweltverträgliche leitungsgebundene Energieversorgung, die
zunehmend auf dem Einsatz erneuerbarer Energien beruht.
Die Gesellschaft ist im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben,
insbesondere der Bestimmungen des EnWG und der
Gemeindeordnung für Baden-Württemberg zu allen Geschäften und
Maßnahmen berechtigt, durch die der Gesellschaftszweck unmittelbar
oder mittelbar gefördert werden kann. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer
Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an anderen
Unternehmen beteiligten oder solche Unternehmen sowie Hilfs- und
Nebenbetriebe errichten, erwerben oder pachten, ferner
Zweigniederlassungen errichten und Unternehmens- oder
Interessensgemeinschaftsverträge im Rahmen des nach dem EnWG
Zulässigen abschließen.

Stammkapital in T€

1.000,00

Seite 275

Beteiligungsbericht 2014

SWS Netzinfrastruktur GmbH

b) Gesellschafter

Anteil am
Stammkapital in T€

%

749,00

74,90

Stadtwerke Stuttgart GmbH
Netze BW GmbH

25,10

Mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 23. Oktober 2014 hat die Stadtwerke Stuttgart GmbH 74,9% des
Stammkapitals mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.11.2014 erworben.

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen

%

keine

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die
Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im
Geschäftsjahr 2014 ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Aufsichtsrat fakultativ
Vorsitzender

EBM Föll, Michael

05.11.2014

Mitglied

BM Thürnau, Dirk

05.11.2014

Mitglied

Dr. Mayer, Fabian

05.11.2014

Mitglied

Dr. Oechsner, Matthias

05.11.2014

Mitglied

Fischer, Silvia

05.11.2014

Mitglied

Kotz, Alexander

05.11.2014

Mitglied

Pätzold, Peter

05.11.2014

Mitglied

Perc, Dejan

05.11.2014

Mitglied

Rau, Martin

05.11.2014

Mitglied

Rockenbauch, Hannes

05.11.2014

Mitglied

Zaiß, Konrad

05.11.2014

Mandat bis

Geschäftsführung
Dr. Maxelon, Michael
Hauser, Harald
Für Herrn Dr. Maxelon und Herrn Hauser fielen im Rumpfgeschäftsjahr 2014 keine Geschäftsführerbezüge an.

Seite 276

SWS Netzinfrastruktur GmbH

Beteiligungsbericht 2014

Vergütungen
Die Mitglieder des Aufsichtsrats bezogen im Rumpfgeschäftsjahr 2014 keine Vergütung.

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014
in TEUR
Aktiva

226.679

Sachanlagen

213.307

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

2.946

Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten

10.426

Passiva

226.679

Eigenkapital

179.057

Sonderposten mit Rücklagenanteil/Abzugskapital

41.186

sonstige Rückstellungen

566

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

0

sonstige Verbindlichkeiten

73

Rechnungsabgrenzungsposten

5.797

Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

226.679

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014 Angaben in
78,99
%
97,16
%
> 100,00
%
94,10
%
28.614,27
in TEUR
13,41
%

Seite 277

Beteiligungsbericht 2014

SWS Netzinfrastruktur GmbH

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

in TEUR
Umsatzerlöse

3.830

sonstige betriebliche Erträge

19

Abschreibungen

2.192

sonstige betriebliche Aufwendungen

78

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit

1.579

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

51

aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnoder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte
Gewinne

1.528

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

0

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

0

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014 Angaben in
Kostendeckung

165,00

%

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

14.148
-28.560

3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

24.621

Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

10.209

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

217

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

10.426

f) Anzahl der Beschäftigten
Die Gesellschaft beschäftigt kein Personal.

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart
Keine

Seite 278

SWS Netzinfrastruktur GmbH

Beteiligungsbericht 2014

h) Wichtige Verträge
Ergebnisabführungsvertrag
Mit Beschluss vom 23. Oktober 2014 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Stadtwerke
Stuttgart GmbH und der Netzinfrastruktur GmbH mit Wirkung ab 1. November 2014, wonach sich die SWS
Netzinfrastruktur GmbH verpflichtet, ihren gesamten Gewinn an die Stadtwerke Stuttgart GmbH
abzuführen. Gleichzeitig verpflichtet sich die Stadtwerke Stuttgart GmbH jeden während der Vertragsdauer
sonst entstehenden Jahresfehlbetrag vollständig auszugleichen. Die außenstehenden Gesellschafter erhalten
zum Ausgleich für die Gewinnabführung jährlich eine feste und ggf. variable Ausgleichszahlung.
Ausgliederungs- und Übernahmevertrag Strom- und Gasnetz
Durch notariellen Ausgliederungs- und Übernahmevertrag vom 28. August 2014 hat die Gesellschaft mit
Wirkung
zum 1. Januar 2014 von der Netze BW GmbH sämtliche Gegenstände des Aktiv- und
i)
Leistungsdaten
Passivvermögens des Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetzes im Gebiet der LHS übernommen.
Tabelle Leistungsdaten- zu besprechen
Konzessionsverträge Strom und Gas
Die Gesellschaft wird durch zwei Verträge mit der LHS vom 23. Oktober 2014 Konzessionsinhaberin für das
Strom- und Gasversorgungsnetz auf dem Gebiet der LHS. Sie entrichtet dafür Konzessionsabgaben in Höhe
der jeweiligen Höchstsätze nach der Konzessionsabgabenverordnung (KAV). Die Verträge enden am 31.
Dezember 2033 und können von der LHS nach Ablauf einer Laufzeit von 10 bzw. 15 Jahren gekündigt
werden.
Pachtverträge Strom- und Gasnetz
Die Gesellschaft verpachtet das Strom- und Gasversorgungsnetz auf dem Gebiet der LHS mit zwei notariellen
Verträgen vom 23. Oktober 2014 an die Netze BW bzw. mit Abschluss der netztechnischen Entflechtung an
die SWS Netzbetreiber GmbH. Die Pacht beginnt am 1. Januar 2014 und endet mit dem Abschluss der
netztechnischen Entflechtung, spätestens mit dem Ende der Kooperation zwischen der LHS, der Stadtwerke
Stuttgart GmbH und der Netze BW. Die Verträge enden am 31. Dezember 2033. Sie können von beiden
Parteien zum Ablauf des 31. Dezember 2023 und von der LHS zum Ablauf des 31. Dezember 2028
gekündigt werden.

i) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Geschäftsverlauf
Die SWS Netzinfrastruktur GmbH hat im Geschäftsjahr 2014 ihre operative Tätigkeit nach der
Einbringung der Strom- und Gasverteilnetze im Konzessionsgebiet der LHS aufgenommen. Die
kaufmännische Betriebsführung wird durch die Netze BW durchgeführt. Für das Rumpfgeschäftsjahr 1.
November 2014 bis 31. Dezember 2014 wurde ein Jahresabschluss entsprechend den Bestimmungen
des HGB und den Vorgaben des Gesellschaftsvertrags erstellt.
Die Netzinfrastruktur GmbH erwirtschaftete im Rumpfgeschäftsjahr 01.11.-31.12.2014 einen Umsatz
von 3.830 TEUR (Vj. 17.041 TEUR). Davon betreffen 3.132 TEUR (Vj. 13.707 TEUR) die Pachterlöse, 649
TEUR (Vj. 3.243 TEUR) Erträge aus der Auflösung der Baukostenzuschüsse sowie 49 TEUR (Vj. 91 TEUR)
Erträge aus der Auflösung von passiven Rechnungsabgrenzungsposten aus Pachtvorauszahlungen.
Der angepasste Gewinn vor Steuern nach HGB beträgt 1.579 TEUR (Vj. 7.883 TEUR) und trifft damit die
Prognose des Vorjahres. Ergebnisbeeinflussende Posten waren neben den Umsatzerlösen die
Abschreibungen in Höhe von 2.192 TEUR (Vj. 9.036 TEUR) sowie die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen in Höhe von 78 TEUR (Vj. 382 TEUR).

Seite 279

Beteiligungsbericht 2014

SWS Netzinfrastruktur GmbH

Im Rumpfgeschäftsjahr 01.11.-31.12.2014 wurden 28.614 TEUR (Vj. 6.589 TEUR) in Sachanlagen
investiert. Diese resultieren im Wesentlichen aus Zählerkäufen in Höhe von 14,6 Mio EUR sowie aus
Großbaustellen (Stuttgart 21, Gerberviertel und Milaneo) in Höhe von 11,2 Mio EUR.
Die Finanzierung der Netzinfrastruktur GmbH war im Rumpfgeschäftsjahr 01.11.-31.12.2014 jederzeit
gesichert.
Die Bilanzsumme der Netzinfrastruktur GmbH hat sich im Vergleich zum 31.10.2014 von 203.015 TEUR
auf 226.679 TEUR erhöht. Hierzu haben vor allem die Investitionen, insbesondere Zähler, in das
Bestandsnetz beigetragen. Auf der Passivseite spiegelt sich die höhere Bilanzsumme vor allem in dem
höherem Eigenkapital sowie den höheren Baukostenzuschüssen wieder.
Das bilanzielle Eigenkapital beträgt 179.057 TEUR und ist um 26.200 TEUR höher als im Vorjahr. Mit
Gesellschafterbeschluss vom 20. November.2014 wurde im Wege der Gesellschaftereinlage eine
Zuzahlung in die Kapitalrücklage von 26.200 TEUR geleistet. Die Eigenkapitalquote beträgt 78,99%.
Die Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen die Steuerrückstellungen in Höhe von 524 TEUR (Vj. 473
TEUR) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 41 TEUR (Vj. 850 TEUR).
Gesamtaussage der Geschäftsführung zur wirtschaftlichen Lage
Die Geschäftsführung der SWS Netzinfrastruktur GmbH beurteilt die wirtschaftliche Lage des
Unternehmens positiv. Im Geschäftsjahr 2014 konnte das Unternehmen seine Tätigkeit sehr profitabel
aufbauen. Auch in 2015 wird das Unternehmen diesen Kurs erfolgreich fortführen. Maßgeblich für die
positive Entwicklung sind neben dem Regulierungsmanagement die konsequente Ausgaben- und
Investitionsdisziplin.
Nachtragsbericht
Vorgänge, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz und Vermögenslage der SWS Netzinfrastruktur
GmbH von besonderer Bedeutung wären, sind nach dem 31. Dezember 2014 nicht eingetreten.
Prognosen-, Chancen- und Risikobericht
Für das Geschäftsjahr 2015 wird mit einem EBT gerechnet, welches sich leicht unter dem Niveau des
Kalenderjahres 2014 bewegt. Dieser Sachverhalt ist insbesondere auf höhere Abschreibungen
zurückzuführen.
Das erwartete Investitionsvolumen in 2015 liegt deutlich unter dem Niveau des Kalenderjahres 2014,
welches durch die Gesellschaftsgründung und der dadurch übernommenen Strom- und Gasnetze
geprägt war. Diese entfallen größtenteils im Geschäftsjahr 2015. Die Gesellschaft wird jedoch auch
weiterhin, nicht zuletzt durch Zukunftsthemen wie den Aufbau intelligenter Netze, umfangreiche
Investitionen in die Strom- und Gasnetze vornehmen.
Die Durchführung des gesetzlich geforderten Risikomanagements wurde 2014 durch die Netze BW
GmbH im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages wahrgenommen.
Chancen und Risiken für die Gesellschaft ergeben sich durch mögliche Änderungen regulatorischer
Einflussgrößen. Hierdurch kann es zu entsprechenden Erhöhungen oder Absenkungen der erzielbaren
Pachtentgelte kommen.
Die Steuerung dieses Risikos erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Netzbetreiber durch intensive
Kommunikation mit Regulierungsbehörden, Verbänden und Politik. Bei der Stadtwerke Netzinfrastruktur
GmbH bestehen derzeit keine bestandsgefährdenden oder sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Seite 280

Beteiligungsbericht 2014

SWS Windpark Verwaltungs GmbH

SWS Windpark Verwaltungs GmbH
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Mercedesstr. 50
70372 Stuttgart

Rechtsform

GmbH

Handelsregister

HRB 746315

Gründungsdatum

30.08.2013

Gegenstand des
Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist im Rahmen der kommunalen
Aufgabenstellung die Beteiligung als persönlich haftende und
geschäftsführende Gesellschafterin an Personenhandelsgesellschaften
in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft, die die Planung, die
Errichtung und den Betrieb von Windenergieanlagen zur
Stromerzeugung sowie den Verkauf des erzeugten Stroms zum
Unternehmensgegenstand haben sowie an Kommanditgesellschaften
mit gleichartigem oder ähnlichem Gegenstand (einschließlich
Leitungen und aller sonstigen verbundenen Anlagen und
Dienstleistungen).

Stammkapital in T€

25,00

b) Gesellschafter
Stadtwerke Stuttgart GmbH

Anteil am
Stammkapital in T€

%

25,00

100,00

Um ihrer kommunalen Aufgabenstellung der Versorgung des Stadtgebietes mit Elektrizität nachzukommen,
wurde am 30. August 2013 die SWS Windpark Verwaltungs GmbH gegründet, an der die Stadtwerke
Stuttgart GmbH mit 100 % beteiligt ist.

SWS Windpark Vw GmbH
als Komplementärin
ohne Kapitalanteil
in %

c) Beteiligungen
SWS EWL Infrastruktur GmbH & Co. KG

100,00

SWS Windpark Bad Hersfeld GmbH & Co. KG

100,00

SWS Windpark Everswinkel I GmbH & Co. KG

100,00

SWS Windpark Everswinkel II GmbH & Co. KG

100,00

SWS Windpark Schwanfeld GmbH & Co. KG

100,00

Seite 281

SWS Windpark Verwaltungs GmbH

Beteiligungsbericht 2014

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Die Darstellung der
Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2014
ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Mandat bis

Geschäftsführung
Dr. Maxelon, Michael
Rau, Martin
Für Herrn Rau und Herrn Dr. Maxelon fielen im Geschäftsjahr 2014 keine Geschäftsführerbezüge an.

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013
in TEUR
in TEUR
Aktiva

31

29

0

4

Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten

31

25

Passiva

31

29

Eigenkapital

25

23

sonstige Rückstellungen

3

5

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

2

0

sonstige Verbindlichkeiten

1

1

31

29

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
80,90
80,90
-

Seite 282

31.12.2013 Angaben in
80,38
%
80,38
%
%
%
in TEUR
%

Beteiligungsbericht 2014

SWS Windpark Verwaltungs GmbH

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

31.12.2013

in TEUR

in TEUR

sonstige betriebliche Erträge

6

5

sonstige betriebliche Aufwendungen

4

6

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit

2

-2

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

2

-2

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

31.12.2013 Angaben in

-

-

TEUR
%
%

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014
in TEUR

31.12.2013
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

6

0

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

0

0

3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

0

0

Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

6

0

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

25

25

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

31

25

f) Anzahl der Beschäftigten
Die Gesellschaft beschäftigt kein Personal.

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart
Keine

Seite 283

SWS Windpark Verwaltungs GmbH

Beteiligungsbericht 2014

h) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Wirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen
Das weltweite Bemühen um eine Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs sowie die Risiken der
Atomkraftnutzung führten auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland zu nachhaltigen
Aktivitäten zum Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. In Deutschland fragen
Investoren seit mehreren Jahren verstärkt Windparks nach. Vor allem mittelständische Stadtwerke
nutzen die Energiewende, um eigene Kapazitäten zur dezentralen Stromerzeugung auf- und
auszubauen. Immer mehr Energieversorger betreiben entsprechende Anlagen und tragen somit zum
sukzessiven Ausstieg aus der Atomenergie bei. Die gesetzlichen Grundlagen in Deutschland und damit
die Einspeisebedingungen sind stabil, die Bedingungen für einen langjährigen erfolgreichen
Geschäftsbetrieb der Gesellschaft sind damit gegeben.
Geschäftsverlauf
Im Geschäftsjahr wurden Erträge aus der Haftungsvergütung in Höhe von insgesamt 6 TEUR erzielt. Die
Aufwendungen bestehen hauptsächlich aus Aufwendungen für Steuerberatung (2 TEUR), Prüfung des
Jahresabschlusses (1 TEUR) sowie Rechts- und Beratungskosten (1 TEUR). Im Geschäftsjahr 2014 wird
ein Jahresüberschuss in Höhe von 2 TEUR ausgewiesen.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2014 beläuft sich auf 31 TEUR (Vj.: 29 TEUR), davon 0 TEUR (Vj.: 4
TEUR) Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Liquide Mittel werden in Höhe von 31 TEUR
(Vj.: 25 TEUR) ausgewiesen. Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag 25 TEUR (Vj.: 23 TEUR) und
entspricht rd. 81 % der Bilanzsumme.
Die Fremdkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag rd. 19% und das Fremdkapital insgesamt 6 TEUR (Vj.:
6 TEUR). Enthalten sind im Wesentlichen sonstige Rückstellungen in Höhe von 3 TEUR (Vj.: 5 TEUR).
Bei der Gesellschaft war kein Personal angestellt. Die Geschäftsbesorgung erfolgt über die Stadtwerke
Stuttgart GmbH, Stuttgart.
Nachtragsbericht
Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres vor, die
eine wesentliche Auswirkung auf den Geschäftsverlauf der SWS Windpark Verwaltungs GmbH haben.
Insofern ergeben sich keine wesentlichen Änderungen bezüglich der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage.
Wesentliche Chancen und Risiken
Die SWS verfolgt das Ziel, sich profitabel im Bereich erneuerbare Energien zu engagieren. Die aktuelle
politische Diskussion um die Behandlung der Einspeisung im Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) stellt
die Rahmenbedingungen für Investitionen in diesem Bereich fundamental in Frage.
Dennoch entwickelt die SWS eigene Windstandorte. Wesentliche Risiken bestehen in einer
überschätzten Windhöffigkeit und in der Projektentwicklung als solches. Zudem zwingt der starke
Wettbewerb um die besten Standorte zu teilweise hohen Pachtzahlungen.
Die Beteiligung an bestehenden Windparks hingegen basiert in der Regel auf belastbaren Winddaten
und einer bestehenden EEG-Vergütung; sie ist somit deutlich risikoärmer.
Für das Geschäftsjahr 2015 wird mit einem leicht positiven Jahresergebnis gerechnet.

Seite 284

Beteiligungsbericht 2014

SWS Windpark Bad Hersfeld GmbH & Co. KG

SWS Windpark Bad Hersfeld GmbH & Co. KG
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Friedrichstraße 45
70174 Stuttgart

Rechtsform

GmbH & Co. KG

Handelsregister

HRA 730771

Gründungsdatum

28.11.2013

Gegenstand des
Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens im Rahmen der kommunalen
Aufgabenstellung ist die Planung, die Errichtung und der Betrieb von
Windenergieanlagen zur Stromerzeugung sowie der Verkauf des
erzeugten Stroms. Die Gesellschaft darf alle Geschäfte und
Handlungen vornehmen, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder
mittelbar zu dienen bestimmt sind. Sie kann andere Gesellschaften mit
gleichartigem oder ähnlichem Gegenstand (einschließlich Leitungen
und aller sonstigen verbundenen Anlagen und Dienstleistungen)
gründen, erwerben oder sich an ihr beteiligen.

Kommanditkapital in T€

5,00

Anteil am
Komanditkapital in
T€

b) Gesellschafter
Stadtwerke Stuttgart GmbH

5,00

%

100,00

Komplementärin ohne Kapitalanteil der Gesellschaft ist die SWS Windpark Verwaltungs GmbH.
Mit Anteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 23. Juli 2014 hat die Stadtwerke Stuttgart GmbH sämtliche
Kommanditanteile an der Gesellschaft von der ABO Wind AG erworben.

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen
Keine

Seite 285

%

SWS Windpark Bad Hersfeld GmbH & Co. KG

Beteiligungsbericht 2014

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Die Darstellung der
Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2014
ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Mandat bis

Geschäftsführung
SWS Windpark Verwaltungs GmbH
Die SWS Windpark Verwaltungs GmbH wird hierbei vertreten von ihren Geschäftsführern:
Rau, Martin
Dr. Maxelon, Michael
Für Herrn Rau und Herrn Dr. Maxelon fielen im Geschäftsjahr 2014 keine Geschäftsführerbezüge an.

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014
in TEUR
Aktiva

29.800

Sachanlagen

27.629

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

2.171

Passiva

29.800

Eigenkapital

8.218

sonstige Rückstellungen

1.193

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

19.816

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

573

Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

29.800

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014 Angaben in
27,58
%
27,58
%
73,29
%
92,72
%
25.290,00
in TEUR
91,53
%

Seite 286

Beteiligungsbericht 2014

SWS Windpark Bad Hersfeld GmbH & Co. KG

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014
in TEUR

Umsatzerlöse

82

sonstige betriebliche Erträge

129

Abschreibungen

116

sonstige betriebliche Aufwendungen

90

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

147

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit

-142

außerordentliches Ergebnis

0

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

-142

Gewinnvortrag/Verlustvortrag

0

Veränderungen der Kapital- bzw.
Gewinnrücklagen/Zuweisungen zu den
Verlustsonderkonten

-142

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

0

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014 Angaben in
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

23,34

TEUR
%
%

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

-2.886
-25.290

3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

25.875

Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

-2.301

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

0

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

-2.301

f) Anzahl der Beschäftigten
Die Gesellschaft beschäftigt kein Personal.

Seite 287

SWS Windpark Bad Hersfeld GmbH & Co. KG

Beteiligungsbericht 2014

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart
Keine

h) Wichtige Verträge
Mit der ABO Wind Betriebs GmbH wurde am 25. Juli 2014 ein Vertrag über die technische und
kaufmännische Betriebsführung geschlossen. Die technische Betriebsführung umfasst insbesondere die
Überwachung des laufenden Betriebs der Windenergieanlagen und der Infrastruktur. Die
Kaufmännische Betriebsführung umfasst insbesondere die Unterstützung bei sämtlichen
kaufmännischen Tätigkeiten, die laufende Buchhaltung und die Mitwirkung bei der Erstellung des
Jahresabschlusses.

i) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Rahmenbedingungen
Das weltweite Bemühen um eine Begrenzung des globalen Klimawandels sowie die Risiken der
Atomkraftnutzung führten auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland zu nachhaltigen
Aktivitäten zum Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. In Deutschland fragen
Investoren seit mehreren Jahren verstärkt Windparks nach. Vor allem mittelständische Stadtwerke
nutzen die Energiewende, um eigene Kapazitäten zur dezentralen Stromerzeugung auf- und
auszubauen. Immer mehr Energieversorger betreiben entsprechende Anlagen und tragen somit zum
sukzessiven Ausstieg aus der Atomenergie bei. Die gesetzlichen Grundlagen in Deutschland und damit
die Einspeisebedingungen sind stabil, die Bedingungen für einen langjährigen erfolgreichen
Geschäftsbetrieb der Gesellschaft sind damit gegeben. Das Geschäftsjahr 2014 war durch den Bau der
Windenergieanlagen sowie der dazugehörigen Infrastrukturen geprägt. Zum Ende des Geschäftsjahres
waren die baulichen Maßnahmen dann abgeschlossen.
Ertragslage
Alle sechs Windenergieanlagen wurden zwischen dem 4. und 22. Dezember 2014 in Betrieb
genommen. Erträge/Einspeiseerlöse konnten somit erstmals anteilig im Dezember 2014 erzielt werden.
Der Windpark ging zum Stichtag 22. Dezember 2014 vollständig in Betrieb und trägt seitdem alle
Kosten.
Finanz- und Vermögenslage
Die Bilanz weist die typische Struktur der Bilanz einer Windparkgesellschaft auf. Das Anlagevermögen,
also die Windenergieanlagen, werden über Eigenkapital (Kapitalrücklage € 8.360.000.-) und
Fremdkapital (hier langfristiges Darlehen Bremer Landesbank) finanziert. Im Umlaufvermögen werden
zum Stichtag lediglich Umsatzsteuererstattungsansprüche (aus der Investition Anlagevermögen) sowie
Abrechnungsansprüche aus dem Projekterrichtungsvertrag ausgewiesen, die über ein
Kontokorrentkonto sowie über ein Tagesgeldkonto der Bremer Landesbank kurzfristig finanziert
werden. Die Anlagen sind noch nicht vollständig bezahlt, es werden daher noch Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen sowie Rückstellungen für noch nicht erhaltene Rechnungen aus der
Anschaffung einzelner Komponenten des Anlagevermögens ausgewiesen.

Seite 288

Beteiligungsbericht 2014

SWS Windpark Bad Hersfeld GmbH & Co. KG

Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch die Gesellschaftereinlagen sowie die Fremdmittel der Bremer
Landesbank gesichert. Die genannten Mittel wurden im Jahr 2014 insbesondere für die Investition in das
Anlagevermögen verwendet. Das langfristige Darlehen der Bremer Landesbank über nominal €
19.500.000.- valutiert zum Stichtag 31. Dezember 2014 mit € 17.514.626.-. Es wird mit 2,85 % p. a.
verzinst, der Zinssatz ist bis zum 30. Juni 2024 festgeschrieben. Die Tilgung erfolgt quartalsweise in
Raten von jeweils € 304.690.-, erstmals am 30. September 2015. Bei planmäßigem Tilgungsverlauf ist
das Darlehen am 30. Juni 2031 vollständig getilgt. Unterjährig war und ist die Gesellschaft finanziell so
ausgestattet, dass sie ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen konnte und auch zukünftig
nachkommen kann.

Seite 289

w

Seite 290

Beteiligungsbericht 2014

SWS Windpark Everswinkel I GmbH & Co. KG

SWS Windpark Everswinkel I GmbH & Co. KG
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Mercedesstr. 50
70372 Stuttgart

Telefon
Fax
E-Mail

(0711) 34650-0
(0711) 34650-2221
info@stadtwerke-stuttgart.de

Rechtsform

GmbH & Co. KG

Handelsregister

HRA 729719

Gründungsdatum

08.09.2009

Gegenstand des
Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens im Rahmen der kommunalen
Aufgabenstellung ist die Planung, die Errichtung und der Betrieb von
Windenergieanlagen zur Stromerzeugung sowie der Verkauf des
erzeugten Stroms. Die Gesellschaft darf alle Geschäfte und
Handlungen vornehmen, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder
mittelbar zu dienen bestimmt sind. Sie kann andere Gesellschaften mit
gleichartigem oder ähnlichem Gegenstand (einschließlich Leitungen
und aller sonstigen verbundenen Anlagen und Dienstleistungen)
gründen, erwerben oder sich an ihr beteiligen.

Kommanditkapital in T€

0,10

Anteil am
Kommanditkapital
in T€

b) Gesellschafter
Stadtwerke Stuttgart GmbH

0,10

%

100,00

Komplementärin ohne Kapitalanteil der Gesellschaft ist die SWS Windpark Verwaltungs GmbH.
Mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 20.09.2013 hat die Stadtwerke Stuttgart GmbH sämtliche Kommanditanteile an der Gesellschaft von der BayWa r.e. Asset Holding AG mit wirtschaftlicher Wirkung zum 15. Juli
2013 erworben.

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen
SWS EWL Infrastruktur GmbH & Co. KG

0,03

Seite 291

%

30,00

SWS Windpark Everswinkel I GmbH & Co. KG

Beteiligungsbericht 2014

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Die Darstellung der
Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2014
ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Mandat bis

Geschäftsführung
SWS Windpark Verwaltungs
GmbH
Die SWS Windpark Verwaltungs GmbH wird hierbei vertreten von ihren Geschäftsführern:
Rau, Martin
Dr. Maxelon, Michael
Für Herrn Rau und Herrn Dr. Maxelon fielen im Geschäftsjahr 2014 keine Geschäftsführerbezüge an.

Seite 292

Beteiligungsbericht 2014

SWS Windpark Everswinkel I GmbH & Co. KG

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013
in TEUR
in TEUR
Aktiva

8.139

8.593

231

245

7.217

7.671

0

0

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

193

180

Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten

426

425

72

72

Passiva

8.139

8.593

Eigenkapital

1.504

1.419

Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Finanzanlgen *)

Rechnungsabgrenzungsposten

Steuerrückstellungen

1

0

80

68

6.542

7.096

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

4

0

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen

0

2

sonstige Verbindlichkeiten

9

8

8.139

8.593

sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)
*) Die Finanzanlagen sind kleiner als 1.000 TEUR
Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
18,47
18,47
70,87
91,51
0,00
0,00

Seite 293

31.12.2013 Angaben in
16,51
%
16,51
%
72,62
%
92,12
%
5,50
in TEUR
0,07
%

SWS Windpark Everswinkel I GmbH & Co. KG

Beteiligungsbericht 2014

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

31.12.2013

in TEUR

in TEUR

1.057

1.103

sonstige betriebliche Erträge

0

239

Aufwendungen für bezogene Leistungen

9

8

Abschreibungen

468

613

sonstige betriebliche Aufwendungen

296

330

Umsatzerlöse

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

2

1

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

200

526

86

-134

1

-68

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

85

-66

Veränderungen der Kapital- bzw.
Gewinnrücklagen/Zuweisungen zu den
Verlustsonderkonten

85

-66

0

0

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

31.12.2013 Angaben in

108,53

78,29

TEUR
%
%

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014
in TEUR

31.12.2013
in TEUR

555

762

0

-5

-554

-789

1

-32

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

425

457

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

426

425

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit
Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

f) Anzahl der Beschäftigten
Die Gesellschaft beschäftigt kein Personal.

Seite 294

Beteiligungsbericht 2014

SWS Windpark Everswinkel I GmbH & Co. KG

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart
Keine

h) Wichtige Verträge
Mit der BayWa r.e. Asset Holding AG, München, wurde am 7./9. Oktober 2013 ein Geschäftsbesorgungsvertrag abgeschlossen. Die Geschäftsbesorgung umfasst insbesondere die Unterstützung bei
sämtlichen kaufmännischen Tätigkeiten, die laufende Buchhaltung, die Mitwirkung bei der Erstellung
des Jahresabschlusses sowie die unterjährige Berichterstattung jeweils zum Halbjahr.

i) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Wirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen
Das weltweite Bemühen um eine Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs sowie die Risiken der
Atomkraftnutzung führten auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland zu nachhaltigen
Aktivitäten zum Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. In Deutschland fragen
Investoren seit mehreren Jahren verstärkt Windparks nach. Vor allem mittelständische Stadtwerke
nutzen die Energiewende, um eigene Kapazitäten zur dezentralen Stromerzeugung auf- und
auszubauen. Immer mehr Energieversorger betreiben entsprechende Anlagen und tragen somit zum
sukzessiven Ausstieg aus der Atomenergie bei. Die gesetzlichen Grundlagen in Deutschland und damit
die Einspeisebedingungen sind stabil, die Bedingungen für einen langjährigen erfolgreichen Geschäftsbetrieb der Gesellschaft sind damit gegeben.
Geschäftsverlauf
Die ausnahmslos im Inland erzielten Umsatzerlöse beinhalten Vergütungen auf Basis des ErneuerbarenEnergien-Gesetzes (EEG). Hierin inbegriffen sind Erlöse aus der Direktvermarktung von Strom in Höhe
von TEUR 1.057 (Vj.: TEUR 1.103).
Es wird ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 85 (Vj.: Jahresfehlbetrag TEUR -66) ausgewiesen, der
mit den Gewinn-/Verlustvortragskonten der Gesellschafter verrechnet wird.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2014 beläuft sich auf TEUR 8.139 (Vj.: TEUR 8.593).
Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag rd. 18% (Vj.: rd. 17%). Die Fremdkapitalquote beträgt
zum Bilanzstichtag rd. 82 % (Vj.: rd. 83%). Das Fremdkapital beträgt insgesamt TEUR 6.644 (Vj.: TEUR
7.174). Enthalten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR
6.542 (Vj.: TEUR 7.096) sowie Rückstellungen in Höhe von TEUR 79 (Vj.: TEUR 68).
Bei der Gesellschaft war kein Personal angestellt. Die Geschäftsbesorgung erfolgt durch die "BayWa r.e.
Asset holding GmbH", Gräfelfing.

Seite 295

SWS Windpark Everswinkel I GmbH & Co. KG

Beteiligungsbericht 2014

Nachtragsbericht
Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres vor, die
eine wesentliche Auswirkung auf den Geschäftsverlauf der SWS Windpark Everswinkel I GmbH & Co.
KG haben. Insofern ergeben sich keine wesentlichen Änderungen bezüglich der Vermögens-, Finanzund Ertragslage.
Wesentliche Chancen und Risiken
Wesentliche Risiken bestehen in einer geringeren Windausbeute als erwartet. Für das Geschäftsjahr
2015 werden leicht erhöhte Umsatzerlöse bei einem Jahresergebnis im unteren sechsstelligen Bereich
erwartet.

Seite 296

Beteiligungsbericht 2014

SWS Windpark Everswinkel II GmbH & Co. KG

SWS Windpark Everswinkel II GmbH & Co. KG
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Mercedesstraße 50
70372 Stuttgart

Telefon
Fax
E-Mail

(0711) 34650-0
(0711) 34650-2221
info@stadtwerke-stuttgart.de

Rechtsform

GmbH & Co. KG

Handelsregister

HRA 729732

Gründungsdatum

08.02.2010

Gegenstand des
Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens im Rahmen der kommunalen
Aufgabenstellung ist die Planung, die Errichtung und der Betrieb von
Windenergieanlagen zur Stromerzeugung sowie der Verkauf des
erzeugten Stroms. Die Gesellschaft darf alle Geschäfte und
Handlungen vornehmen, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder
mittelbar zu dienen bestimmt sind. Sie kann andere Gesellschaften mit
gleichartigem oder ähnlichem Gegenstand (einschließlich Leitungen
und aller sonstigen verbundenen Anlagen und Dienstleistungen)
gründen, erwerben oder sich an ihr beteiligen.

Kommanditkapital in T€

0,10

Anteil am
Kommanditkapital
in T€

b) Gesellschafter
Stadtwerke Stuttgart GmbH

0,10

%

100,00

Komplementärin ohne Kapitalanteil der Gesellschaft ist die SWS Windpark Verwaltungs GmbH.
Mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 20.09.2013 hat die Stadtwerke Stuttgart GmbH sämtliche Kommanditanteile an der Gesellschaft von der BayWa r.e. Asset Holding AG mit wirtschaftlicher Wirkung zum 15. Juli
2013 erworben.

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen
SWS EWL Infrastruktur GmbH & Co. KG

0,07

Seite 297

%

70,00

SWS Windpark Everswinkel II GmbH & Co. KG

Beteiligungsbericht 2014

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Die Darstellung der
Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2014
ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Mandat bis

Geschäftsführung
SWS Windpark Verwaltungs
GmbH
Die SWS Windpark Verwaltungs GmbH wird hierbei vertreten von ihren Geschäftsführern:
Rau, Martin
Dr. Maxelon, Michael
Für Herrn Rau und Herrn Dr. Maxelon fielen im Geschäftsjahr 2014 keine Geschäftsführerbezüge an.

Seite 298

Beteiligungsbericht 2014

SWS Windpark Everswinkel II GmbH & Co. KG

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013
in TEUR
in TEUR
Aktiva
Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Finanzanlagen *)
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten
Rechnungsabgrenzungsposten
Passiva
Eigenkapital

14.630

15.023

275

290

12.814

13.513

0

0

302

266

1.078

820

161

135

14.630

15.023

2.672

2.520

Steuerrückstellungen

17

0

sonstige Rückstellungen

33

27

11.861

12.270

27

26

0

3

19

177

14.630

15.023

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
sonstige Verbindlichkeiten
Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)
*) Die Finanzanlagen sind kleiner als 1.000 EUR

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
18,27
18,27
> 100,00
89,47
0,00
0,00

Seite 299

31.12.2013 Angaben in
16,77
%
16,77
%
80,48
%
91,88
%
14.400,00
in TEUR
104,33
%

SWS Windpark Everswinkel II GmbH & Co. KG

Beteiligungsbericht 2014

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

31.12.2013

in TEUR

in TEUR

1.670

958

7

93

15

15

Abschreibungen

714

598

sonstige betriebliche Aufwendungen

421

247

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

357

202

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit

170

-10

17

0

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

153

-10

Veränderungen der Kapital- bzw.
Gewinnrücklagen/Zuweisungen zu den
Verlustsonderkonten

153

-10

0

0

Umsatzerlöse
sonstige betriebliche Erträge
Aufwendungen für bezogene Leistungen

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

31.12.2013 Angaben in

109,54

90,31

TEUR
%
%

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014
in TEUR

31.12.2013
in TEUR

667

400

0

-14.400

-409

14.820

Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

258

820

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

820

0

1.078

820

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

f) Anzahl der Beschäftigten
Die Gesellschaft beschäftigt kein Personal.

Seite 300

Beteiligungsbericht 2014

SWS Windpark Everswinkel II GmbH & Co. KG

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart
Keine

h) Wichtige Verträge
Geschäftsbesorgungsvertrag
Mit der BayWa r.e. Asset Holding AG, München, wurde am 7./9. Oktober 2013 ein
Geschäftsbesorgungsvertrag abgeschlossen. Die Geschäftsbesorgung umfasst insbesondere die
Unterstützung bei sämtlichen kaufmännischen Tätigkeiten, die laufende Buchhaltung, die Mitwirkung
bei der Erstellung des Jahersabschlusses sowie die unterjährige monatliche Berichterstattung.
Vertrag über technische Betriebsführung
Mit Vertrag vom 8./9. Oktober 2013 hat die Gesellschaft mit der BayWa r.e. Betriebsführung GmbH,
München, einen Vertrag über die technische Betriebsführung abgeschlossen.
Pacht- und Nutzungsverträge
Mit insgesamt 22 Grundstückseigentümern wurden Pacht- und Nutzungsverträge über eine Laufzeit von
25 bis 30 Jahre abgeschlossen.

i) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Wirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen
Das weltweite Bemühen um eine Begrenzung der Geschwindigkeit des globalen Klimawandels sowie
die Risiken der Atomkraftnutzung führten auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland zu
nachhaltigen Aktivitäten zum Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. In Deutschland
fragen Investoren seit mehreren Jahren verstärkt Windparks nach. Vor allem mittelständische
Stadtwerke nutzen die Energiewende, um eigene Kapazitäten zur dezentralen Stromerzeugung aufund auszubauen. Immer mehr Energieversorger betreiben entsprechende Anlagen und tragen somit
zum sukzessiven Ausstieg aus der Atomenergie bei. Die gesetzlichen Grundlagen in Deutschland und
damit die Einspeisebedingungen sind stabil, die Bedingungen für einen langjährigen erfolgreichen
Geschäftsbetrieb der Gesellschaft sind damit gegeben.
Geschäftsverlauf
Die ausnahmslos im Inland erzielten Umsatzerlöse beinhalten Vergütungen auf Basis des erneuerbaren
Energien Gesetzes. Hierin inbegriffen sind Erlöse aus der Direktvermarktung von Strom in Höhe von
TEUR 1.670 (Vj.: TEUR 958).

Seite 301

SWS Windpark Everswinkel II GmbH & Co. KG

Beteiligungsbericht 2014

Es wird ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 153 (Vj.: Jahresfehlbetrag TEUR -10) ausgewiesen, der
auf die Gewinnvortragskonten der Gesellschafter gebucht wird.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2014 beläuft sich auf TEUR 14.630 (Vj.: TEUR 15.023). Das
Fremdkapital beträgt insgesamt TEUR 11.958 (Vj.: TEUR 12.504). Enthalten sind im Wesentlichen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 11.861 (Vj.: TEUR 12.270), sonstige
Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 19 (Vj.: TEUR 176), Rückstellungen TEUR 50 (Vj.: TEUR 27) und
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 27 (Vj.: TEUR 26).
Nachtragsbericht
Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres vor, die
eine wesentliche Auswirkung auf den Geschäftsverlauf der SWS Windpark Everswinkel II GmbH & Co.
KG haben. Insofern ergeben sich keine wesentlichen Änderungen bezüglich der Vermögens-, Finanzund Ertragslage.
Wesentliche Chancen und Risiken
Wesentliche Risiken bestehen in einer überschätzten Windhöffigkeit als solches. Für das Geschäftsjahr
2015 wird bei leicht erhöhten Umsatzerlösen mit einem positiven Jahresergebnis im unteren
sechsstelligen Bereich gerechnet.

Seite 302

Beteiligungsbericht 2014

SWS EWL Infrastruktur GmbH & Co. KG

SWS EWL Infrastruktur GmbH & Co. KG
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Mercedesstr. 50
70372 Stuttgart

Telefon
Fax
E-Mail

(0711) 34650-0
(0711) 34650-2221
info@stadtwerke-stuttgart.de

Rechtsform

GmbH & Co. KG

Handeslregister

HRA 729728

Gründungsdatum

09.11.2009

Gegenstand des
Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens im Rahmen der kommunalen
Aufgabenstellung ist die Planung, die Errichtung und der Betrieb
sämtlicher infrastruktureller Einrichtungen im Zusammenhnang mit der
Einspeisung von Strom aus den angeschlossenen
Energieerzeugungsanlagen in das Stromnetz. Hierzu zählen
insbesondere Einrichtungen für den Stromtransport und die Übergabe
des Stroms am Netzanschlusspunkt als auch Mess- und
Kommunikationseinrichtungen. Sie ist berechtigt, alle Maßnahmen
vorzunehmen, welche diesem Zweck unmittelbar oder mittelbar
dienen, einschließlich der Beteiligung an anderen Gesellschaften und
insbesondere dem Erwerb und der Errichtung von Leitungen und der
Übergabestation und aller sonstigen damit verbundenen Anlagen und
Dienstleistungen.

Stammkapital in T€

0,10

Anteil am
Stammkapital in T€

%

SWS Windpark Everswinkel I GmbH & Co. KG

0,03

30,00

SWS Windpark Everswinkel II GmbH & Co. KG

0,07

70,00

b) Gesellschafter

Komplementärin ohne Kapitalanteil der Gesellschaft ist die SWS Windpark Verwaltungs GmbH.

Seite 303

SWS EWL Infrastruktur GmbH & Co. KG

Beteiligungsbericht 2014

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen

%

Keine

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Die Darstellung der
Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2014
ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Mandat bis

Geschäftsführung
SWS Windpark Verwaltungs
GmbH
Die SWS Windpark Verwaltungs GmbH wird hierbei vertreten von ihren Geschäftsführern:
Rau, Martin
Dr. Maxelon, Michael
Für Herrn Rau und Herrn Dr. Maxelon fielen im Geschäftsjahr 2014 keine Geschäftsführerbezüge an.

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013
in TEUR
in TEUR
Aktiva

524

557

Sachanlagen

516

546

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

0

5

Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten

7

1

Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

1

5

524

557

Eigenkapital *)

0

0

sonstige Rückstellungen

8

8

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

0

2

sonstige Verbindlichkeiten

0

1

Rechnungsabgrenzungsposten

516

546

Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

524

557

Passiva

*) Kommanditanteil 0,1 TEUR

Seite 304

Beteiligungsbericht 2014

SWS EWL Infrastruktur GmbH & Co. KG

Kennzahlen zur Vermögenslage
31.12.2014
0,00
0,00
0,00
98,44
0,00
0,00

31.12.2013 Angaben in
0,00
%
0,00
%
0,00
%
98,03
%
300,00
in TEUR
54,92
%

31.12.2014

31.12.2013

in TEUR

in TEUR

sonstige betriebliche Erträge

51

62

Abschreibungen

30

25

sonstige betriebliche Aufwendungen

17

23

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit

4

13

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

4

13

Veränderungen der Kapital- bzw.
Gewinnrücklagen/Zuweisungen zu den
Verlustsonderkonten

4

13

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

0

0

31.12.2014
in TEUR

31.12.2013
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

7

300

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

0

-300

Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

7

0

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

0

0

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

7

0

Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

bb) Ertragslage
GuV

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

f) Anzahl der Beschäftigten
Die Gesellschaft beschäftigt kein Personal.

Seite 305

SWS EWL Infrastruktur GmbH & Co. KG

Beteiligungsbericht 2014

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart
Keine

h) Wichtige Verträge
Mit der BayWa r.e. Asset Holding AG, Gräfelfing, wurde am 28. Februar 2013 ein Geschäftsbesorgungsvertrag abgeschlossen. Die Geschäftsbesorgung umfasst insbesondere die Unterstützung bei
sämtlichen kaufmännischen Tätigkeiten, die laufende Buchhaltung, die Mitwirkung bei der Erstellung
des Jahresabschlusses sowie die unterjährige Berichterstattung jeweils zum Halbjahr.

i) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung

Umfirmierung und Sitzverlegung
Zum 31. März 2014 (Eintragung ins Handelsregister) erfolgte die Umfirmierung der Gesellschaft in die
"SWS EWL Infrastruktur GmbH & Co. KG", Stuttgart. Gleichzeitig wurde der Sitz von München nach
Stuttgart verlegt.
Wirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen
Das weltweite Bemühen um eine Begrenzung des globalen Klimawandels sowie die Risiken der
Atomkraftnutzung führten auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland zu nachhaltigen
Aktivitäten zum Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. In Deutschland fragen
Investoren seit mehreren Jahren verstärkt Windparks nach. Vor allem mittelständische Stadtwerke
nutzen die Energiewende, um eigene Kapazitäten zur dezentralen Stromerzeugung auf- und
auszubauen. Immer mehr Energieversorger betreiben entsprechende Anlagen und tragen somit zum
sukzessiven Ausstieg aus der Atomenergie bei. Die gesetzlichen Grundlagen in Deutschland und damit
die Einspeisebedingungen sind stabil, die Bedingungen für einen langjährigen erfolgreichen
Geschäftsbetrieb der Gesellschaft sind damit gegeben.
Geschäftsverlauf
Im Geschäftsjahr wurden Erträge aus der Weiterberechnung von Betriebs- und Instandhaltungskosten
an die Kommanditisten in Höhe von 21 TEUR sowie die Auflösung der Baukostenzuschüsse
(Nutzungsrecht der Infrastruktur) durch die Kommanditisten in Höhe von 30 TEUR erzielt. Die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Pachtaufwendungen (5 TEUR), Aufwendungen
für die Prüfung des Jahresabschlusses und der Erstellung der Steuererklärungen (6 TEUR) und
Aufwendungen aus Haftungsvergütung (2 TEUR). Im Berichtsjahr 2014 wird ein Jahresüberschuss in
Höhe von 4 TEUR (Vj.: 13 TEUR) ausgewiesen, der auf die Verlustvortragskonten der Gesellschafter
gebucht wird.

Seite 306

Beteiligungsbericht 2014

SWS EWL Infrastruktur GmbH & Co. KG

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2014 beläuft sich auf 524 TEUR (Vj.: 557 TEUR). Die
Fremdkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 100 % (Vj.: 100 %). Das Fremdkapital insgesamt 524
TEUR (Vj.: 557 TEUR). Enthalten sind im Wesentlichen passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe
von 516 TEUR (Vj.: 546 TEUR) sowie Rückstellungen in Höhe von 8 TEUR (Vj.: 8 TEUR). Bei der
Gesellschaft war kein Personal angestellt. Die Geschäftsbesorgung erfolgt durch die "BayWa r.e. Asset
Holding GmbH", Gräfelfing.
Nachtragsbericht
Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres vor, die
eine wesentliche Auswirkung auf den Geschäftsverlauf der SWS EWL Infrastruktur GmbH & Co. KG
haben. Insofern ergeben sich keine wesentlichen Änderungen bezüglich der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage.
Wesentliche Chancen und Risiken
Der wirtschaftliche Erfolg der SWS EWL Infrastruktur GmbH & Co. KG ist unmittelbar mit dem
wirtschaftlichen Erfolg ihrer Gesellschafter verbunden.
Wesentliche Risiken bestehen in einer überschätzten Windhöffigkeit als solches.
Für das Geschäftsjahr 2015 wird mit einem leicht positiven Jahresergebnis gerechnet.

Seite 307

w

Seite 308

Beteiligungsbericht 2014

SWS Windpark Schwanfeld GmbH & Co. KG

SWS Windpark Schwanfeld GmbH & Co. KG
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Mercedesstr. 50
70372 Stuttgart

Telefon
Fax
E-Mail

(0711) 34650-0
(0711) 34650-2221
info@stadtwerke-stuttgart.de

Rechtsform

GmbH & Co. KG

Handelsregister

HRA 729725

Gründungsdatum

19.10.2011

Gegenstand des
Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens im Rahmen der kommunalen
Aufgabenstellung ist die Planung, die Errichtung und der Betrieb von
Windenergieanlagen zur Stromerzeugung sowie der Verkauf des
erzeugten Stroms. Die Gesellschaft darf alle Geschäfte und
Handlungen vornehmen, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar und
mittelbar zu dienen bestimmt sind. Sie kann andere Gesellschaften mit
gleichartigem oder ähnlichem Gegenstand (einschließlich Leitungen
und aller sonstigen verbundenen Anlagen und Dienstleistungen)
gründen, erwerben oder sich an ihnen beteiligen.

Kommanditkapital in T€

5,00

Anteil am
Komanditkapital in
T€

b) Gesellschafter
Stadtwerke Stuttgart GmbH

5,00

%

100,00

Komplemetärin ohne Kapitalanteil der Gesellschaft ist die SWS Windpark Verwaltungs GmbH.
Mit Anteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 29. Oktober 2013 hat die Stadtwerke Stuttgart GmbH sämtliche
Kommanditanteile an der Gesellschaft von der ABO Wind AG erworben.

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen
Kabeltrasse WP Schwanfelder Höhe GbR

665,00

(Anteil Nominal)

Seite 309

%

62,50

SWS Windpark Schwanfeld GmbH & Co. KG

Beteiligungsbericht 2014

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Die Darstellung der
Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2014
ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Mandat bis

Geschäftsführung
SWS Windpark Verwaltungs
GmbH
Die SWS Windpark Verwaltungs GmbH wird hierbei vertreten von ihren Geschäftsführern:
Rau, Martin
Dr. Maxelon, Michael
Für Herrn Rau und Herrn Dr. Maxelon fielen im Geschäftsjahr 2014 keine Geschäftsführerbezüge an.

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013
in TEUR
in TEUR
Aktiva

23.062

23.368

Sachanlagen

21.247

22.139

Finanzanlagen

637

665

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

410

564

Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten

752

0

16

0

23.062

23.368

6.124

6.042

Rechnungsabgrenzungsposten
Passiva
Eigenkapital
Steuerrückstellungen

22

0

sonstige Rückstellungen

30

17

16.650

16.916

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

0

382

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen

1

11

235

0

23.062

23.368

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

sonstige Verbindlichkeiten
Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Seite 310

Beteiligungsbericht 2014

SWS Windpark Schwanfeld GmbH & Co. KG

Kennzahlen zur Vermögenslage
31.12.2014
26,55
26,55
78,70
94,89
31,85
0,15

31.12.2013 Angaben in
25,86
%
25,86
%
78,50
%
97,59
%
21.004,00
in TEUR
92,11
%

31.12.2014

31.12.2013

in TEUR

in TEUR

1.653

0

262

0

19

0

Abschreibungen

924

0

sonstige betriebliche Aufwendungen

255

60

28

0

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

585

81

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit

104

-141

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

22

0

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

82

-141

Veränderungen der Kapital- bzw.
Gewinnrücklagen/Zuweisungen zu den
Verlustsonderkonten

82

-141

0

0

Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

bb) Ertragslage
GuV

Umsatzerlöse
sonstige betriebliche Erträge
Aufwendungen für bezogene Leistungen

Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf
Wertpapiere des Umlaufvermögens

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

90,18

Seite 311

31.12.2013 Angaben in
0,00

TEUR
%
%

SWS Windpark Schwanfeld GmbH & Co. KG

Beteiligungsbericht 2014

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow
1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit
Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds
(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

31.12.2014
in TEUR

31.12.2013
in TEUR

1.050

-2.095

-32

-21.004

-266

23.099

752

0

0

0

752

0

f) Anzahl der Beschäftigten
Die Gesellschaft beschäftigt kein Personal.

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart
Keine

h) Wichtige Verträge
Mit der ABO Wind Betriebs GmbH wurde am 29.08.2013 ein Vertrag über die technische und
kaufmännische Betriebsführung geschlossen. Die Geschäftsbesorgung umfasst insbesondere die
Inspektion und Instandhaltung der Windkraftanlagen, die laufende Buchhaltung und die Mitwirkung bei
der Erstellung des Jahresabschlusses.

i) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Rahmenbedingungen
Das weltweite Bemühen um eine Begrenzung des globalen Klimawandels sowie die Risiken der
Atomkraftnutzung führten auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland zu nachhaltigen
Aktivitäten zum Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. In Deutschland fragen
Investoren seit mehreren Jahren verstärkt Windparks nach. Vor allem mittelständische Stadtwerke
nutzen die Energiewende, um eigene Kapazitäten zur dezentralen Stromerzeugung auf- und
auszubauen. Immer mehr Energieversorger betreiben entsprechende Anlagen und tragen somit zum
sukzessiven Ausstieg aus der Atomenergie bei. Die gesetzlichen Grundlagen in Deutschland und damit
die Einspeisebedingungen sind stabil, die Bedingungen für einen langjährigen erfolgreichen

Seite 312

Beteiligungsbericht 2014

SWS Windpark Schwanfeld GmbH & Co. KG

Geschäftsbetrieb der Gesellschaft sind damit gegeben. Im Geschäftsjahr 2014 sind die einzelnen
Windenergieanlagen im Laufe des Monats März in Betrieb gegangen und haben durchgängig in das
Netz eingespeist.
Ertragslage
Die Windenergieanlagen haben im Laufe des Geschäftsjahres rund 17.168.000 kWh in das Netz
eingespeist, die ursprünglich geplanten rund 28.792.000 kWh konnten damit nicht erreicht werden.
Ursächlich dafür ist einerseits die verspätete Inbetriebnahme, die Anlagen speisen erst seit Mitte März
2014 in das Netz ein, andererseits sind hier aber auch die überwiegend schwachen Windverhältnisse im
Jahr 2014 zu nennen. Ein sehr starker Monat Dezember hat hier nur noch eine kleine Verbesserung
gebracht, sorgt aber für eine deutliche Verbesserung der Liquidität der Gesellschaft.
Finanz- und Vermögenslage
Die Bilanz weist die typische Struktur der Bilanz einer Windparkgesellschaft auf. Das Anlagevermögen,
also die Windenergieanlagen, werden über Eigenkapital (Kapitalrücklage 6.183 TEUR), ein kurzfristiges
Gesellschafterdarlehen und Fremdkapital (hier langfristiges Darlehen WGZ Bank) finanziert. Im
Umlaufvermögen werden zum Stichtag Forderungen aus der Einspeisung im Monat Dezember sowie
Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesen. Die Anlagen befinden sich alle im Betrieb und sind
vollständig bezahlt. Nennenswerte Verbindlichkeiten sind zum Stichtag nicht vorhanden.
Die Finanzierung der SWS Windpark Schwanfeld GmbH & Co. KG ist durch die Gesellschaftereinlagen
sowie die Fremdmittel der WGZ Bank AG gesichert. Die genannten Mittel wurden im Jahr 2013
insbesondere für die Investition in das Anlagevermögen verwendet. Das langfristige Darlehen der WGZ
Bank AG über nominal 16.650 TEUR valutiert zum Stichtag 31. Dezember 2014 mit 16.650 TEUR. Es
wird mit 3,5 % p. a. verzinst, der Zinssatz ist bis zum 30. September 2023 festgeschrieben. Die Tilgung
erfolgt quartalsweise in Raten von jeweils 278 TEUR, erstmals am 31. März 2015. Bei planmäßigem
Tilgungsverlauf ist das Darlehen am 31. Dezember 2029 vollständig getilgt. Unterjährig war und ist die
Gesellschaft finanziell so ausgestattet, dass sie ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen konnte und
auch zukünftig nachkommen kann.
Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.
Chancen und Risiken
Der wirtschaftliche Erfolg eines Windparks beruht auf der Annahme, dass über einen langfristigen
Zeitraum eine gesetzlich oder vertraglich abgesicherte Einspeisevergütung erzielt wird und dass darüber
hinaus die Produktions- und technische Erwartung an die Anlagen erfüllt wird. Die Chancen des
Windparks liegen daher eindeutig in dem politisch gewünschten Ausbau der Windenergie, der für
stabile Einspeisevergütungen sorgt.
Die technische Komponente ist über einen langlaufenden (15 Jahre) Premium-Wartungsvertrag mit dem
Anlagenhersteller abgesichert, der neben der regelmäßigen Wartung auch alle notwendigen
Reparaturen abdeckt und ebenfalls eine Verfügbarkeitsgarantie (technische Verfügbarkeit zur
Produktion) für die Anlagen beinhaltet. Darüber hinaus ist dieses Risiko durch eine entsprechende
Maschinenversicherung und eine Betriebsunterbrechungsversicherung abgesichert. Risiken für die
Gesellschaft können wir daher lediglich in der Frage der tatsächlich vorherrschenden Windverhältnisse
erkennen, die wir leider nicht beeinflussen können.
Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2015 planen wir eine Produktion von rund 29.000 MWh. Der SWS Windpark
Schwanfeld GmbH & Co. KG sind keine Trends, Unsicherheiten, Nachfragen, Verpflichtungen oder
Vorfälle bekannt, die wahrscheinlich die Aussichten der Gesellschaft für die Geschäftsjahre 2015 und
2016 wesentlich beeinträchtigen dürften.

Seite 313

w

Seite 314

Beteiligungsbericht 2014

Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH

Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Rotebühlstraße 121
70178 Stuttgart

Telefon
Fax
E-Mail
Homepage

(0711) 6606-0
(0711) 6606-2400
kontakt@vvs.de
www.vvs.de

Rechtsform

GmbH

Handelsregister

HRB 7357

Gründungsdatum

22.12.1977

Gegenstand des
Unternehmens

Die Gesellschaft hat im Verbundgebiet Stuttgart Aufgaben des
öffentlichen Personennahverkehrs, insbesondere auf dem Gebiet der
konzeptionellen Planung und der Koordination des betrieblichen
Leistungsangebots zu erfüllen, die tarifliche Integration dieses Verkehrs
durch einen Gemeinschaftstarif sicherzustellen sowie die im Rahmen
des Verbundverkehrs von den Verbundunternehmen erzielten
Einnahmen zu erfassen und aufzuteilen. Der VVS koordiniert die
Planungen der öffentlichen Träger des Nahverkehrs und stimmt die
Fahrpläne der ca. 40 Verkehrsunternehmen mit ca. 400
Schienenverkehrs- und Buslinien zum Nutzen der Fahrgäste ab.

Stammkapital in T€

248,00

Seite 315

Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

Anteil am
Stammkapital in T€

%

DB Regio AG

47,12

19,00

Gesellschaft bürgerlichen Rechts der Kooperationspartner des VRS

12,40

5,00

Land Baden-Württemberg

18,60

7,50

Landeshauptstadt Stuttgart

b) Gesellschafter

18,60

7,50

Landkreis Böblingen

9,30

3,75

Landkreis Esslingen

9,30

3,75

Landkreis Ludwigsburg

9,30

3,75

Rems-Murr-Kreis

9,30

3,75

Stuttgarter Straßenbahnen AG

64,48

26,00

Verband Region Stuttgart

49,60

20,00

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen

%

Keine

d) Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Die
Darstellung der Mandate bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im
Geschäftsjahr 2014 ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Aufsichtsrat fakultativ
Vorsitzender

OBM Kuhn, Fritz

07.01.2013

Mitglied

Sauer, Jürgen

24.07.2014

Mitglied

Stopper, Jochen

23.09.2011

Geschäftsführung
Hachenberger, Thomas
Stammler, Horst
Die Geschäftsführerbezüge betrugen im Berichtsjahr 275 TEUR.

Seite 316

Mandat bis

24.07.2014

Beteiligungsbericht 2014

Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH

Vergütungen
31.12.2014
in EUR
900
900
900
100
35.050

Aufsichtsratsvorsitzender
Stv. Aufsichtsratsvorsitzender
Aufsichtsratsmitglied
Sitzungsgeld
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr

31.12.2013
in EUR
900
900
900
100
38.550

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

2.918

3.234

2.858

2.363

Immaterielle Vermögensgegenstände

476

481

468

383

Sachanlagen

160

121

207

133

11

13

30

32

3

3

3

3

1.306

1.262

1.226

1.191

888

1.287

852

545

75

67

72

76

2.918

3.234

2.858

2.363

Eigenkapital

355

355

350

347

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen

974

706

640

523

64

59

33

11

sonstige Rückstellungen

785

748

833

747

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

582

889

477

623

sonstige Verbindlichkeiten

146

127

125

112

12

351

400

0

2.918

3.234

2.858

2.363

Finanzanlagen
Vorräte
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten
Rechnungsabgrenzungsposten
Passiva

Steuerrückstellungen

Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
12,18
12,18
> 100,00
22,19
312,00
48,20

Seite 317

31.12.2013 Angaben in
10,97
%
10,97
%
> 100,00
%
19,00
%
277,40
in TEUR
45,15
%

Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2011

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

Umsatzerlöse

6.250

5.830

5.626

5.477

sonstige betriebliche Erträge

5.522

5.109

4.608

4.548

Aufwendungen für bezogene Leistungen

3.833

3.393

3.179

3.166

Löhne und Gehälter

4.460

4.259

4.019

4.034

soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und für Unterstützung

1.611

1.374

1.344

1.287

278

275

197

193

1.500

1.570

1.412

1.313

Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

1

1

1

2

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

0

1

1

11

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

9

15

13

14

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit

82

56

73

32

außerordentliche Aufwendungen

20

20

19

26

-20

-20

-19

-26

61

31

52

3

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

1

5

3

3

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

1

5

3

3

Abschreibungen
sonstige betriebliche Aufwendungen

außerordentliches Ergebnis
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

165,80
51,57
53,18

31.12.2013 Angaben in
158,50
51,50
53,40

TEUR
%
%

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

-88

696

658

399

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

-311

-261

-351

-317

Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

-399

435

307

82

1.287

852

545

463

888

1.287

852

545

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

Seite 318

Beteiligungsbericht 2014

Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH

f) Anzahl der Beschäftigten
31.12.2014
71
63
8

31.12.2013
69
61
8

Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer

79
71
38
33
8
1
7

77
69
33
36
8
1
7

Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit
Teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte

0
20
20
20
0

0
19
19
19
0
0

0
4

0
4

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
Beamte

Auszubildende
Schwerbehindertenquote in %

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart

Ertragszuschuss

31.12.2014

31.12.2013

in EUR
548.195

in EUR
531.488

h) Wichtige Verträge
- Vertrag über die Grundlagen des Verkehrs- und Tarifverbundes Stuttgart (VVS) vom 1. Dezember 1995
- Zuschussvereinbarung VVS vom 28. November 2012
- Verbundfördervertrag vom 10. Dezember 2010
- Vereinbarung zu den Leistungs- und Vergütungsbeziehungen (Vergütungsvereinbarung) vom
1. Dezember 1995 und vom 25. Oktober 2010
- Einnahmeaufteilungsvertrag (EAV) und Einnahmezuscheidungsvertrag (EZV)
- Vertrag über die Pauschalierung der Ausgleichsleistungen im Ausbildungsverkehr gemäß § 45a PBefG
vom 7. August 2013

Seite 319

Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

- Treuhandvertrag vom 3. Dezember 2010
- Kooperationsvertrag über die Anerkennung und Einführung eines Metropoltarifs vom 30. Dezember
2011
- Vereinbarung über die Teilintegration des Landkeises Göppingen in den Gemeinschaftstarif des VVS
sowie den Ausgleich von Tarifwirkungen vom 11./30. Juni 2014.

i) Zuschussvereinbarung
Im Rahmen der am 01.12.1995 geschlossenen Zuschussvereinbarung mit Änderung ab 2000 und dem
mit Wirkung zum 01.01.2006 mit dem Land Baden-Württemberg geschlossenen Verbundfördervertrag
sowie der mit Wirkung zum 01.01.2007 mit dem Verband Region Stuttgart getroffenen Vereinbarung
zur Überleitung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bereichs Nahverkehr entfielen auf die
Grundvertragspartner des VVS für 2014 folgende Zuschüsse:
Gru n d vertrag s p artn er
L a nd Ba de n-W ürtte m be rg
V e rba nd Re gion S tuttga rt
L a nde sha uptsta dt S tuttga rt
L a ndk re is Böblinge n
L a ndk re is E sslinge n
L a ndk re is L udw igsburg
Re m s-M urr-K re is
in s g es am t

TEUR
726,7
2.210,0
541,0
270,5
270,5
270,5
270,5
4.560

j) Vergütungsvereinbarungen
Im Rahmen der Vergütungsvereinbarung mit der DB und der SSB AG vom 01.02.1995 sowie der
gesonderten Vergütungsvereinbarung mit dem Kooperationspartnern des Verbands Region Stuttgart
(regionale Verkehrsunternehmen) vom 25.10.2010 erhielt der VVS im Jahr 2014 einen Betrag in Höhe
von 5.779 TEUR.

k) Leistungsdaten
Entwicklung der Verkehrsleistungen
Beförderte Personen
Gelegenheitsverkehr
Berufsverkehr
Ausbildungsverkehr
Senioren
Schwerbehinderte
Sonstige Tickets
Gesamt

2014 Veränderung
in Mio
13/14 in %
60,5
110,8
129,3
25,7
14,5
16,6
357,3

Seite 320

2,0
2,9
1,4
7,1
-2,2
6,3
2,4

2013
in Mio

2012
in Mio

2011
in Mio

59,3
107,6
127,5
24
14,8
15,6
348,8

59,0
98,2
125,8
24,1
14,6
16,5
338,2

59,8
98,4
123,9
22,3
15,2
16,7
336,2

Beteiligungsbericht 2014

Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH

l) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Nachdem die Wirtschaft in Baden-Württemberg noch schwungvoll ins 1. Quartal 2014 gestartet war,
ließ die konjunkturelle Dynamik im weiteren Jahresverlauf nach. Dennoch konnte das reale
Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein Jahreswachstum von 1,75 % verzeichnen, während das BIP
deutschlandweit nur um 1,5 % stieg. Der Arbeitsmarkt behauptete sich in Baden-Württemberg weiter
gut. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Baden-Württemberg nahm auch im
Berichtsjahr um rund 114.900 (2,8 %) zu. Die Arbeitslosenquote im Land lag im Jahresdurchschnitt bei
4,0 %, in den Verbundlandkreisen zwischen 3,5 % und 3,8%, in der Landeshauptstadt bei 5,7 %.
Im dritten Jahr in Folge verlangsamte sich der Anstieg der Verbraucherpreise in Baden-Württemberg. Im
Durchschnitt lag der Index um 0,9 % über dem Vorjahresniveau. Preisrückgänge bei Mineralölprodukten
sowie ein deutlich verlangsamter Preisanstieg für saisonabhängige Nahrungsmittel wirkten dämpfend
auf die Verbraucherpreise. Die demografische Entwicklung hat auch im Jahr 2014 für einen weiteren
Rückgang der Gesamtschülerzahl der allgemeinbildenden Schulen gesorgt. Im Schuljahr 2013/14
verringerte sich der Anteil an Schülern um 3.759 Personen (1,5 %). Besonders stark betroffen waren die
Werkreal- und Hauptschulen mit 12,6 % aufgrund des Wegfalls der verbindlichen
Grundschulempfehlung. Neue Höchststände an Studierenden im VVS-Gebiet gab es dagegen sowohl im
Sommersemester 2014 (+7,9 % bzw. +5.192 Studierende) als auch im Wintersemester 2014/2015
(+2,7 % bzw. +2.028 Studierende).
Im Jahr 2014 verzeichnete der Verbund gemäß Verkaufsstatistik 357,3 Mio. Fahrgäste (inkl.
Schwerbehinderte), davon 342,8 Mio. zahlende Fahrgäste. Damit stiegen die Verkehrsleistungen um 8,4
Mio. Fahrten bzw. 2,4 % gegenüber dem Vorjahr. Ein Teil des Zuwachses ist auf die tarifliche
Teilintegration des Landkreises Göppingen sowie weitere Arrondierungen des Tarifgebiets im Ostalbkreis
und im Heckengäu zurückzuführen. Die Verbundeinnahmen beliefen sich auf insgesamt 475,4 Mio. €,
dies entspricht einem Anstieg der Einnahmen um 29,6 Mio. € bzw. 6,6 %. Die durchschnittliche
Tarifanpassung zum 1. Januar 2014 lag bei 2,8 %.
Die betrieblichen Erträge der Gesellschaft beliefen sich auf insgesamt 11.772 T€. Gegenüber dem
Vorjahr bedeutete dies eine Steigerung um 833 T€ bzw. 7,6 %. Die betrieblichen Erträge setzten sich
aus Umsatzerlösen in Höhe von 6.250 T€, Zuschüssen in Höhe von 5.473 T€ und sonstigen betrieblichen
Erträgen in Höhe von 49 T€ zusammen. Der betriebliche Gesamtaufwand (ohne Berücksichtigung von
Finanzergebnis, außerordentlichem Aufwand und steuerlicher Belastung) lag um 812 T€ bzw. 7,5 %
höher als der Vorjahreswert und belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf 11.682 T€. Unter
Berücksichtigung des Finanzergebnisses, der außerordentlichen Aufwendungen und der Steuerlast
erzielte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von ca. 1 T€.
Zum 01.01.2014 wurde der Schienenverkehr im Landkreis Göppingen zwischen Reichenbach und
Geislingen/Steige in den VVS-Gemeinschaftstarif integriert.
Im Rahmen des Modellprojekts "Zentrale Buchungsstelle für Anrufverkehre im VVS", das zusammen mit
dem Rems-Murr-Kreis gestartet wurde, können Fahrgäste seit April 2014 alle VVS-Ruftaxis im
Rems-Murr-Kreis unter einer einheitlichen Telefonnummer buchen. Nach einmaliger Registrierung ist
auch eine Buchung via Internet bzw. VVS-App möglich.
Die Ausweitung der Echtzeitinformationen auf das gesamte Verbundgebiet wurde im Rahmen des
Projekts "Nachhaltig Mobile Region Stuttgart" durchgeführt. In diesem Zusammenhang wurden
Fahrzeuge
der
regionalen
Verkehrsunternehmen
technisch
aufgerüstet.
Damit
sind
Echtzeitinformationen sowohl beim Fahrgast als auch beim Busfahrer verfügbar und Anschlüsse können
besser gesichert werden.
Im Rahmen des Projekts "Schaufenster Elektromobilität" wurden die wesentlichen Voraussetzungen

Seite 321

Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH

Beteiligungsbericht 2014

dafür geschaffen, dass im Verbundgebiet ab dem Jahr 2015 ein eTicket eingeführt werden kann.
Seit Jahresbeginn 2014 ist das JahresTicket für Senioren ohne Zusatzwertmarke sowohl als
Einmalzahlung wie auch als Abo zu einem Preis von 41 € monatlich für das gesamte VVS-Netz
erhältlich. Seit April 2014 wird das modifizierte FirmenTicket angeboten. Ein Rabatt von zehn Prozent
erhalten Firmen und Behörden, die ihren Mitarbeitern einen Zuschuss in Höhe von mindestens zehn
Euro pro Monat gewähren. Beide Angebote führten zu einer starken Nachfragesteigerung in den
jeweiligen Teilmärkten.

Seite 322

w
Beteiligungsbericht 2014

V.

Eigenbetriebe

Eigenbetriebe

der Landeshauptstadt Stuttgart

x Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart
x Eigenbetrieb Bäderbetriebe Stuttgart
x Eigenbetrieb Klinikum Stuttgart
x Eigenbetrieb Leben und Wohnen der Landeshauptstadt
Stuttgart
x Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart

Seite 323

Seite 324

Medizinisches
Versorgungszentrum
Bad Cannstatt gGmbH
100 %

QMBW GmbH
12,5 %

Sportklinik Stuttgart
GmbH
49%

Eigenbetrieb
Klinikum Stuttgart
100%
Eigenbetrieb
Leben & Wohnen
100%

Zweckverband
Restmüllheizkraftwerk
Böblingen
17,93%

Eigenbetrieb
Abfallwirtschaft Stuttgart
100%

Eigenbetriebe der Landeshauptstadt Stuttgart
Stand 31.12.2014

Eigenbetrieb
Stadtentwässerung
Stuttgart
100%

Eigenbetrieb
Bäderbetriebe Stuttgart
100%

Eigenbetriebe
Beteiligungsbericht 2014

Beteiligungsbericht 2014

Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart

Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Heinrich-Baumann-Str. 4
70190 Stuttgart

Telefon
Fax
E-Mail

(0711) 216-65403
(0711) 216-65405
poststelle.aws@stuttgart.de

Rechtsform

Eigenbetrieb

Gründungsdatum

Der Eigenbetrieb wird nach dem Beschluss des Gemeinderats vom
07.12.2000 als Eigenbetrieb im Sinne des § 102 GemO BW geführt.

Gegenstand des
Unternehmens

Die Aufgaben des Amts für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung der
Landeshauptstadt Stuttgart werden seit 1. Januar 2001 durch den
Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart erledigt.
Der Eigenbetrieb nimmt folgende Aufgabenbereiche wahr:
-Abfallentsorgung und -wirtschaft,
-Straßenreinigung und Winterdienst,
-Städtischer Fuhrpark einschließlich Werkstatt,
-Öffentliche Toilettenanlagen sowie
besondere Angelegenheiten, insbesondere Wahrung der Rechte und
Pflichten der Stadt als Mitglied im Zweckverband
Restmüllheizkraftwerk Böblingen, die Verträge mit der EnBW
Kraftwerke AG und die Verträge mit den entsprechenden
Kooperationspartnern.

Stammkapital in T€

0,00
§ 2 der Betriebssatzung: "Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart
stellt ein nichtwirtschaftliches Unternehmen im Sinne von § 102 GemO
dar. Von der Festsetzung eines Stammkapitals wird abgesehen."

b) Gesellschafter
Landeshauptstadt Stuttgart

Seite 325

Anteil am
Stammkapital in T€

%

0,00

100,00

Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart

Beteiligungsbericht 2014

c) Beteiligungen

Anteil am
Stammkapital in T€

%

133,01

17,93

Zweckverband Restmüllheizkraftwerk Böblingen

d) Organe des Eigenbetriebs
Organe des Eigenbetriebs sind der Gemeinderat, der Oberbürgermeister, der Betriebsausschuss
Abfallwirtschaft und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Organe bezieht sich auf den Stichtag
31.12.2014 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2014 ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion
Betriebsausschuss
Vorsitzender
Ständiger stellv. Vorsitzender
Mitglied
Mitglied
Mitglied
Mitglied
Mitglied
Mitglied
Mitglied
Mitglied
Mitglied
Mitglied
Mitglied
Mitglied
Mitglied
Mitglied
Mitglied
Mitglied
Mitglied
Mitglied
Mitglied
Mitglied
Mitglied
Mitglied
Mitglied
Mitglied

Name

Mandat ab

OBM Kuhn, Fritz
BM Thürnau, Dirk
Deparnay-Grunenberg, Anna
Dr. Reiners, Markus
Fischer, Silvia
Gulde, Christoph
Kanzleiter, Manfred
Klingler, Bernd
Körner, Martin
Kotz, Alexander
Lazaridis, Vittorio
Münch, Andrea
Pätzold, Peter
Perc, Dejan
Pfeifer, Hans H.
Prof. Dr. Loos, Dorit
Prof. Dr. Maier, Lothar
Ripsam, Iris
Rockenbauch, Hannes
Sauer, Jürgen
Stopper, Jochen
Stradinger, Fred-Jürgen
Urbat, Stefan
von Stein, Rose
Wüst, Monika
Zeeb, Jürgen

07.01.2013
24.07.2014
24.07.2014
22.09.2011
22.09.2011
16.09.2004
22.09.2011
24.07.2014
16.09.2004
17.09.2009
22.09.2011
22.09.2011
24.07.2014
17.09.2009
16.09.2004
24.07.2014
16.09.2004
22.09.2011
16.09.2004
22.09.2011
16.09.2004
24.07.2014
24.07.2014
16.09.2004
16.09.2004

Mandat bis

24.07.2014
24.07.2014
24.07.2014

24.07.2014

24.07.2014

24.07.2014
24.07.2014

Geschäftsführung
Dr. Heß, Thomas
Die Geschäftsführerbezüge für Herrn Dr. Heß betrugen im Berichtsjahr 130 TEUR. Darin enthalten
waren mit 27 TEUR erfolgsbezogene Komponenten sowie Sachleistungen in Höhe von 8 TEUR. Für
Herrn Dr. Heß bestehen keine Pensionszusagen.

Seite 326

Beteiligungsbericht 2014

Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

159.431

159.401

163.612

162.966

175

227

68

39

Sachanlagen

39.109

38.975

37.263

34.873

Finanzanlagen

53.079

52.379

51.686

50.989

Vorräte

1.907

1.989

2.149

2.167

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

2.413

2.584

2.498

2.946

Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten

24.114

20.740

23.568

21.708

Rechnungsabgrenzungsposten

38.634

42.507

46.380

50.244

159.431

159.401

163.611

162.966

17.033

17.422

17.770

16.860

6.340

6.012

5.635

5.616

633

479

196

748

sonstige Rückstellungen

64.645

68.589

74.113

78.225

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

45.978

49.678

53.238

56.663

5.692

4.315

4.570

4.506

0

0

0

209

19.110

12.906

8.090

139

159.431

159.401

163.612

162.966

Immaterielle Vermögensgegenstände

Passiva
Eigenkapital
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen
Steuerrückstellungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
sonstige Verbindlichkeiten
Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
10,68
10,68
52,55
57,93
6.874,30
7,44

Seite 327

31.12.2013 Angaben in
10,93
%
10,93
%
57,97
%
57,45
%
8.482,44
in TEUR
9,26
%

Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart

Beteiligungsbericht 2014

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Umsatzerlöse

105.014

102.934

104.997

104.524

Erhöhung oder Verminderung des Bestands an
fertigen und unfertigen Erzeugnissen

14

-3

-9

32

andere aktivierte Eigenleistungen

66

82

87

72

958

3.003

2.049

2.078

6.650

7.690

7.491

6.998

Aufwendungen für bezogene Leistungen

46.514

46.955

46.861

46.242

Löhne und Gehälter

27.529

26.446

25.375

25.328

soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und für Unterstützung

8.823

8.304

7.843

7.992

Abschreibungen

6.052

5.818

5.539

4.696

sonstige betriebliche Aufwendungen

6.608

6.622

6.890

7.034

Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

700

700

700

700

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

527

178

830

1.933

0

0

2

2

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

3.733

3.918

3.340

3.225

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit

1.373

1.141

5.313

7.822

Auflösung aus den
Gebührenausgleichsrückstellungen

-5.905

-5.779

3.220

2.196

Einstellung in die sonstigen Verbindlichkeiten
aufgrund Gebührenüberschüssen

-4.605

-4.887

7.137

8.122

990

459

348

-0

sonstige Steuern

-528

138

138

141

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

-389

-348

910

1.755

4.586

5.887

5.806

4.937

600

953

829

279

3.598

4.586

5.887

6.413

0

0

0

607

sonstige betriebliche Erträge
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren

Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf
Wertpapiere des Umlaufvermögens

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Gewinnvortrag/Verlustvortrag
Veränderungen der Kapital- bzw.
Gewinnrücklagen/Zuweisungen zu den
Verlustsonderkonten
Bilanzgewinn/Bilanzverlust
Ausschüttung

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

150,22
34,28
98,73

Seite 328

31.12.2013 Angaben in
152,98
32,78
96,79

TEUR
%
%

Beteiligungsbericht 2014

Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

13.753

8.701

13.519

10.570

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

-6.679

-7.969

-8.233

-7.812

3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

-3.700

-3.560

-3.425

-3.902

3.374

-2.828

1.861

-1.144

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

20.740

23.568

21.707

22.851

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

24.114

20.740

23.568

21.707

Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

f) Anzahl der Beschäftigten
31.12.2014

31.12.2013

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)

706

693

Arbeitnehmer

698

686

8

7

Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)

728

714

Arbeitnehmer

717

704

davon Frauen

78

74

davon Männer

639

630

11

10

davon Frauen

6

6

davon Männer

5

4

271

272

Teilzeitbeschäftigte

39

38

Arbeitnehmer

33

32

davon Frauen

28

26

davon Männer

5

6

Beamte

6

6

davon Frauen

5

5

davon Männer

1

1

Auszubildende

7

6

Schwerbehindertenquote in %

8

8

Beamte

Beamte

Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart
Keine

Seite 329

Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart

Beteiligungsbericht 2014

h) Wichtige Verträge
Entsorgungsvertrag:
Die Landeshauptstadt Stuttgart und die EnBW Kraftwerke AG (vorher: NWS Kraftwerke AG & Co. KG)
haben mit Vertrag vom 15. April 2003 die Restabfallentsorgung ab dem 1. Januar 2005 neu geregelt.
Gleichzeitig wurden die bestehenden Kooperationsvereinbarungen mit dem Landkreis Esslingen und
dem Rems-Murr-Kreis an die neuen Regelungen angepasst. Der Entsorgungsvertrag ist ein Vertrag mit
garantierten Anliefermengen, Festpreis und fester Laufzeit bis zum Jahr 31. Dezember 2024.
Altpapiervertrag:
Die Landeshauptstadt Stuttgart als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger betreibt durch den
Eigenbetrieb
Abfallwirtschaft
Stuttgart
auf
Gebiet
dem
der
Landeshauptstadt
ein
Wertstofferfassungssystem für Altpapier (sog. Grüne Tonne). Mit der Grünen Tonne werden graphische
Papiere, Pappe und Karton erfasst sowie PPK-Verkaufsverpackungen für die dualen Systembetreiber und
beim Altpapierhandel angeliefert. Auf Basis einer Ausschreibung wurde für die Zeit 1. August 2011 bis
31. Juli 2013 ein Vertrag zur Vermarktung des Altpapiers aus der Grünen Tonne mit einjähriger
Verlängerungsmöglichkeit abgeschlossen.
Der Vertrag mit der ALBA Stuttgart GmbH (Abfuhrbezirk Mitte) wurde nicht verlängert und ist somit
zum 31. Juli 2013 ausgelaufen; er wurde ersetzt durch den Vertrag zwischen der Landeshauptstadt
Stuttgart und der Henry Degenkolbe GmbH & Cie. KG vom 26./27. Juni 2013. Der Vertrag hatte eine
Laufzeit vom 1. August 2013 bis zum 31. Juli 2014.
Der Vertrag mit der Sita Süd GmbH (Abfuhrbezirk Filder) wurde ersetzt durch den Vertrag vom 25./27.
Juni 2013. Der Vertrag mit der Sita Süd GmbH hatte eine Laufzeit vom 1. August 2013 bis zum 31. Juli
2014.
Der bestehende Vertrag mit der Henry Degenkolbe GmbH & Cie. KG vom 14./22. Juni 2011
(Abfuhrbezirk Neckar) wurde bis zum 31. Juli 2014 verlängert.
PPK-Vertrag:
Im Rahmen der Verpackungsverordnung werden im Auftrag von zehn dualen Systembetreibern sog.
PPK-Verpackungen (Papier/Pappe und Karton) in der grünen Tonne gesammelt und in eigener
Verantwortung vermarktet. Mit dem größten dualen Systembetreiber (Duales System Deutschland
GmbH) bestand im Jahr 2013 kein Vertrag. Am 25. September/ 2. Oktober 2013 wurde ein neuer
Vertrag geschlossen. Dieser Vertrag hat eine Laufzeit vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2015.

Seite 330

Beteiligungsbericht 2014

Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart

i) Leistungsdaten
Abfall,-Wertstoff- u.
Problemstoffsammlung
2014

2013

2012

2011

60 l-MGB
120 l -MGB
240 l-MGB
1,1m³-Container
aufgestellte Altpapierbehälter
120 l-MGB

13.543
48.620
33.423
9.728

13.599
48.774
32.849
9.581

13.635
48.945
32.148
9.451

13.630
48.957
31.555
9.402

40.029

40.079

40.104

40.023

240 l-MGB

48.003

47.470

46.721

46.153

1,1m³-Container
aufgestellte Biobehälter
60 l-MGB
120 l-MGB

17.446

17.309

17.185

17.091

9.975
16.332

9.906
15.891

9.885
15.470

9.912
15.050

3.735

3.619

3.477

3.345

2014
in t

2013
in t

2012
in t

2011
in t

111.710

110.540

110.861

112.971

18.478
8.002
6.101
152

19.262
9.166
5.701
151

19.618
10.068
5.629
146

20.134
10.424
5.754
150

2014
in t

2013
in t

2012
in t

2011
in t

45.215
12.270
38.853
14.033
10.021

46.734
12.467
27.542
13.430
9.975

47.815
12.445
28.248
13.720
9.849

49.146
12.825
25.871
13.970
9.817

aufgestellte Abfallbehälter

240 l-MGB

Abfallmenge
Hausmüll
Sperrmüll
Gewerbemüll
Straßenreinigung
Problemstoffsammlung

Abfallverwertung
Altpapier
Altglas
Grüngut und Weihnachtsbäume
Biomüll
Leichtverpackungen (DSD)

Seite 331

Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart

Beteiligungsbericht 2014

Straßenreinigung
und Winterdienst
Länge der zu reinigenden

2014

2013

2012

2011

1.409
367

1.410
364

1.410
364

1.410
366

4.710

4.703

4.808

4.664

70
28
Winter
13/14

72
67
Winter
12/13

73
34
Winter
11/12

73
57
Winter
10/11

AWS und städtischer Fuhrpark
(einschl. Reservefahrzeuge)

2014

2013

2012

2011

Fuhrpark AWS

2014

2013

2012

2011

69
12
35
99
809

72
11
35
101
812

69
11
38
97
683

71
13
37
103
692

654

652

656

641

Straßen km
Gehwege km
Aufgestellte Abfallkörbe im
Stadtgebiet *
Anzahl der öffentlichen
Toilettenanlagen
Einsatztage im Winterdienst

* incl. 61 Unterflurbehälter

Abfall-u. Wertstoffsammelfahrzeuge
Kehrfahrzeuge
Winterdienst LKW
sonstige Fahrzeuge
Arbeitsmaschinen etc.*
Sonstiger städtischer Fuhrpark
Fahrzeuge, Anhänger und Geräte
anderer Ämter und Eigenbetriebe
* ab 2013 incl. Mulden AWS

j) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Der Jahresverlust 2014 betrug 388.725,35 € (i. V. Jahresverlust in Höhe von 347.683,75 €).
Investitionen
Die Zugänge im Sachanlagevermögen betrugen rd. 6,1 Mio. € (i. V. rd. 7,6 Mio. €). Dabei entfielen auf
den Betriebsbereich Fahrbetrieb Zugänge in Höhe von rd. 4,0 Mio. €. Im Wesentlichen handelt es sich
um neue Fahrzeuge sowie An- und Aufbausysteme. Beim Betriebsbereich Abfallentsorgung sind
Zugänge in Höhe von rd. 1,4 Mio. € zu verzeichnen. Wesentliche Zugänge betreffen den neuen
Wertstoffhof Vaihingen mit rd. 365 T€, Müllbehälter mit rd. 260 T€ sowie Zugänge in Zusammenhang
mit der Planung der Bioabfallvergärungsanlage in Höhe von rd. 287 T€. Beim Betriebsbereich
Straßenreinigung/Winterdienst sind Zugänge in Höhe von rd. 649 T€ entstanden. Davon sind rd. 463 T€
für die Planung und Bau von Salzsiloanlagen angefallen. Der Betriebsbereich Mineralische Deponie
verzeichnet Zugänge in Höhe von rd. 76 T€, die mit rd. 50 T€ für Anbausysteme entstanden sind. Die
Zugänge im Finanzanlagevermögen in Höhe von rd. 0,7 Mio. € betreffen die Zuführung zum
Spezialfonds zur Finanzierung der Deponierückstellungen. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen
beliefen sich in 2014 auf rd. 6,1 Mio. € (i. V. rd. 5,8 Mio. €).

Seite 332

Beteiligungsbericht 2014

Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart

Ausblick
Für das Jahr 2015 werden für die Restabfälle der LHS sowie der Kooperationspartner mit einem
Mengenfall von 255.000 t gerechnet. Die Abfälle können vertragsgemäß bei EnBW und RBB entsorgt
werden.
Der Gemeinderat hat am 06. November 2008 der sog. "Restrukturierungserklärung" für die Abteilung
Abfallwirtschaft mehrheitlich zugestimmt. Diese gemeinsame Erklärung über die Umsetzung von
Restrukturierungsmaßnahmen soll der Abfallwirtschaft Stuttgart eine nachhaltige und dauerhafte
Perspektive für ihre zukünftige Tätigkeit geben. Mit dem Abschluss dieser Erklärung erhält der Betrieb
Bestands- und Planungssicherheit für die Dauer der Erklärung. Zugleich werden Restrukturierungsziele
definiert, die sich unter Berücksichtigung der spezifischen Besonderheiten der Abfallwirtschaft Stuttgart
am Markt für Logistikdienstleistungen der Privatwirtschaft und den Belangen der Beschäftigten
orientieren. Die logistische Optimierung in Form von Leistungs- und Tourenanpassungen im Bereich
Restabfall-, PPK- und Sperr-/Grüngutabfuhr ist weitestgehend abgeschlossen, gemäß Vorplanung aus
2013 wurden zum 01.01.2015 zwei weitere Laderstellen gestrichen. Die Planung und Umsetzung
weiterer Leistungssteigerungen durch bloße Tourenoptimierung ist aktuell vor dem Hintergrund
fehlender technischer Mittel, fehlender Leistungsfähigkeit und Überalterung der Mitarbeiter nicht
möglich, insbesondere unter Berücksichtigung der Tatsache, dass es sich hier um überwiegend körperlich
belastende Tätigkeiten handelt. Die anstehende Umsetzung der Maßnahmen Reduzierung
leistungsgeminderter Mitarbeiter, AZV-Tage und Krankenquote können hier zu einer Verbesserung
führen.
Im Bereich Winterdienst hat sich die Ausstattung der Einsatzfahrzeuge für steile und ebene Wohnstraßen
mit einem Flottenmanagement-System bewährt. Das System hat die Aufgabe, einen exakten
Tourennachweis der Streuung und Räumung zu protokollieren, die Einsatzleiter bei der Routenplanung
und die Fahrer bei der Zielführung zu unterstützen, alle Einsatzdaten detailliert zu dokumentieren und
zur Nachweisführung in einer Datenbank abzuspeichern. Nur so kann rechtssicher nachgewiesen
werden, zu welchen Zeitpunkt wo mit welcher Streumenge und welchem Geräteeinsatz eine Fahrbahn
bearbeitet wurde. Eine entsprechende Dienstvereinbarung wurde abgeschlossen.
Aufgrund einer Vielzahl von Beschwerden in den letzten schneereichen Wintern wurden diverse
Optimierungsvorschläge für den Winterdienst auf Fahrbahnen erarbeitet, die zu einer Verbesserung des
Winterdienstes in steilen Wohnstraßen beitragen sollten. Diese wären allerdings nur mit einer
Budgeterhöhung umsetzbar. Die Budgetgespräche im Rahmen der Erstellung des Doppelwirtschaftsplans
2014/15 lassen eine Änderung der Winterdienstpraxis in den steilen Wohnstraßen auch 2015 nicht zu.
In 2010 wurde die neue Silokonzeption für den Winterdienst erarbeitet, da bei einem Teil der
vorhandenen Holzsilos größere kostenintensive Sanierungsmaßnahmen anstanden bzw. noch anstehen
und eine höhere Lagerkapazität aufgrund von Lieferengpässen erreicht werden sollte. Nach den
Betriebsstellen Filder und Neckar, Außenstelle Gingener Straße, die bereits mit Soleerzeugern
ausgestattet sind, konnte im Jahr 2013 ein weiterer Soleerzeuger sowie eine neue Siloanlage mit einer
Kapazität von 600 t in der Betriebsstelle Neckar, Leobener Straße, in Betrieb genommen werden. Der
Bau eines Soleerzeugers auf dem Gelände der Heinrich-Baumann-Straße war für 2014 geplant, muss
aber auf 2015 verschoben werden. Im November 2014 ging eine weitere Siloanlage auf dem neuen
Wertstoffhof in der Liebknechtstraße in Vaihingen mit einem Fassungsvermögen von 550 t in Betrieb.
Die Errichtung eines Soleerzeugers auf diesem Wertstoffhof ist vorerst nicht geplant, da in unmittelbarer
Nähe in der Heßbrühlstraße ein solcher vorhanden ist. Auch in der Betriebsstelle Burgholzstraße soll die
Siloanlage in zwei Bauabschnitten in 2015/16 neu errichtet werden, da fast alle Silos der vorhandenen
Anlage außer Betrieb genommen werden mussten.
2015 soll mit den Planungen für einen Neubau des Betriebsgebäudes in der Betriebsstelle Neckar,
Leobener Straße 84 begonnen werden. Das vorhandene Betriebsgebäude wurde vor 30 Jahren in
Holzbauweise als Provisorium errichtet. Die Holzkonstruktion ist mittlerweise zu stark angegriffen. Die
Umsetzung der Planung soll in den Jahren 2016/17 erfolgen.

Seite 333

Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart

Beteiligungsbericht 2014

In den Bereichen Straßenreinigung/öffentliche Toilettenanlagen mussten auch 2014 aufgrund
gedeckelter Leistungsentgelte diverse Einsparungen (Senkung des Reinigungsstandards) beibehalten
werden. So wurden weiterhin u. a. folgende Reinigungsleistungen reduziert bzw. blieben gestrichen:
In den Außenbezirken entfällt sonntags die Papierkorbleerung an Brennpunkten, tägliche Überstunden
im Kehrmaschinenbereich entfallen, Reduzierung des Kehrmaschinenbestandes um 2 Kehrfahrzeuge (je
eine Groß- bzw. Kleinkehrmaschine), Abbau eines Reinigungsfahrzeugs zur Unfallfolgenbeseitigung, bei
den betreuten Toilettenanlagen bleibt die Anlage in der U-Haltestelle Schlossplatz sonntags aufgrund
geringer Frequentierung geschlossen (außer bei Festen in der Innenstadt).
Im Jahr 2014 wurde im Rahmen der Beschlusslage zum sog. 10 Punkte-Programm zumindest die
sonntägliche Papierkorbleerung an Brennpunkten in den Außenbezirken (einschl. S-Nord, -West, -Süd
und -Ost) wieder aufgenommen. Weiterhin wurde die Reinigungszone I in der Innenstadt ab Mai um
Teile des Hospital-, Gerber- und Leonhardtsviertels erweitert. Das dafür erforderliche entsprechende
Equipment (Personal und Maschinen) wurde größtenteils beschafft. Zwischenzeitlich wurde die
Erweiterung der Reinigungszone aufgrund massiver Beschwerden der betroffenen Anlieger hinsichtlich
der erhobenen Gebühren wieder aufgehoben. Im Jahr 2015 wird mit Interessenvertretern aus den
betroffenen Bereichen sowie aus der Politik erneut über eine eingeschränkte Ausweitung verhandelt
werden. Weiterhin gibt es Bestrebungen, vermehrt Reinigungspaten zu gewinnen. Des Weiteren werden
zwei Reinigungstrupps zusätzlich zum Einsatz kommen (Maßnahme 6 und 7), die für Sauberkeit an
Verschmutzungsschwerpunkten (auch in Außenbezirken) sorgen und Aufkleber an der öffentlichen
Möblierung in der Innenstadt entfernen sollen. Ab Januar 2015 wurde auch wieder die verstärkte
Reinigung des Straßenbegleitgrüns durch die sbr - Gemeinnützige Gesellschaft für Schulung und
berufliche Reintegration mbH aufgenommen.
Des Weiteren wurde die Betriebsstelle öffentliche Toilettenanlagen der Betriebsstelle Filder angegliedert.
Die Stelle des Betriebsstellenleiters wurde zum 01.01.2013 gestrichen. Die Betriebsstelle öffentliche
Toiletten ist zwischenzeitlich auch räumlich in die Betriebsstelle Filder integriert worden. Die
Zusammenlegung hat sich bewährt.
Die Verlagerung der Betriebsstelle Türlenstraße sowie die Erstellung und Umsetzung
einer
zukunftsorientierten Betriebshofkonzeption muss auch im Jahr 2015 mit Nachdruck weiter entwickelt
werden. Trotz aller Bemühungen im vergangenen Jahr hat der AWS bisher keinen neuen Ersatzstandort
finden können. Alle untersuchten Standorte haben sich für ungeeignet oder nicht realisierbar erwiesen.
Das Gelände der Betriebsstelle Türlenstraße kann erst dann anderweitig genutzt werden, wenn für
sämtliche Betriebseinrichtungen ein geeigneter Ersatzstandort zur Verfügung steht.
Das Pförtnergebäude in der Zentrale Heinrich-Baumann-Straße erfüllt nicht mehr die heutigen
Anforderungen. Sowohl bei der Bausubstanz als auch bei den technischen Einrichtungen sind erhebliche
Defizite vorhanden. Seit Herbst 2014 ist das Hochbauamt mit der Planung beauftragt. Derzeit wird
geprüft, ob das Pförtnerhäuschen neu gebaut werden muss oder ob es saniert werden kann. Mit den
Umbau-/Erneuerungsarbeiten der Pforte soll in diesem Jahr begonnen werden.
Deponie Erbachtal
Nachdem die Deponie Erbachtal in die Nachsorgephase überführt wurde, konnten im November 2014
Teilbereiche der rekultivierten Deponieoberfläche (rund 30 % der Gesamtfläche) für die Bevölkerung
geöffnet werden. Damit kann auch die neu angelegte Fuß- und Radwegverbindung über die ehemalige
Deponie zwischen den Teilorten Neustadt und Hohenacker für die Bevölkerung genutzt werden. Bis zum
Abschluss der Nachsorgephase in voraussichtlich 30 Jahren sollen in Abhängigkeit des Deponieverhaltens
(Setzungen, Deponiegasbildung) noch weitere Teilflächen des ehemaligen Deponiegeländes der
Öffentlichkeit übergeben werden.

Seite 334

Beteiligungsbericht 2014

Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart

Deponie Einöd
Die Anfragen zur Entsorgung mineralischer Abfälle der Deponieklasse I und II aus dem Stadtgebiet und
der Region Stuttgart auf der Deponie Einöd haben sich gegenüber 2013 nochmals erhöht. So konnte
wieder ein sehr positives Betriebsergebnis erzielt werden. Durch die logistisch zentrale Lage und dem
breiten Entsorgungsangebot wird bei anhaltend guter Baukonjunktur für die Deponie Einöd auch für die
Folgejahre ein hoher Auslastungsgrad erwartet. Daher ist es erforderlich spätestens 2017 die
Ablagerungsfläche innerhalb der planfestgestellten Deponiefläche weiter auszubauen. Das insgesamt
noch vorhandene genehmigte Verfüllvolumen beträgt rund 1 Mio. m³. Damit beträgt die Laufzeit der
Deponie Einöd noch rund 20 Jahre.
Bioabfallverwertung
Die Novelle des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes sieht ab dem 01.01.2015 die flächendeckende
Getrenntsammlung der Bioabfälle bundesweit vor. Mit einem Anschluss- und Benutzungszwang für die
Biotonne könnte die Gesamtmenge an getrennt erfasstem Bioabfall in Stuttgart von derzeit ca. 15.000
t/a auf mehr als 30.000 t/a bis 35.000 t/a gut verdoppelt werden.
Vor diesem Hintergrund und den hohen Kosten, welche bei der Kompostierung in Kirchheim verbunden
mit den langen Transportwegen entstehen, hat der AWS frühzeitig neue Verwertungsverfahren
untersucht und eine Behandlung der Bioabfälle mittels eigener Vergärungsanlage favorisiert.
Im November 2014 konnte die Entwurfsplanung für die Bioabfallvergärungsanlage abgeschlossen
werden. Diese basiert auf dem Endausbau der Anlage mit 35.000 Mg/a, der direkt oder in zwei Stufen
realisiert werden kann. Die Genehmigungsplanung hat begonnen und soll voraussichtlich im
Herbst/Winter 2015 abgeschlossen werden.
Im Planungsrecht wurde die Änderung des Flächennutzungsplans weiterverfolgt. Der Abschluss des
FNP-Änderungsverfahrens mit der Genehmigung durch das Regierungspräsidium wird bis Frühjahr 2015
erwartet.
Das vom Regierungspräsidium als Genehmigungsbehörde geforderte Bebauungsplanverfahren startete
mit dem Aufstellungsbeschluss im Juli 2014. Hierbei sind u. a. die bereits für den FNP erstellten
Gutachten zu erweitern und zu präzisieren sowie ein Umweltbericht zu erstellen. Parallel hierzu wird ein
landschaftspflegerischer Begleitplan erstellt.
Ein wichtiges Thema, nämlich die Nutzung des bei der Vergärung des Bioabfalls erzeugten Biogases,
konnte im Jahr 2014 noch nicht abschließend geklärt werden. Durch die Änderung des EEG im August
2014 wurde eine mögliche Nutzungsvariante (Verstromung des Gases im BHKW und Einspeisung ins
Netz) unattraktiv und es erfolgte eine Intensivierung der Prüfung der Alternativen hin zur
Direktvermarktung. Die beiden Alternativen (Verkauf des Rohbiogases an die Stadtwerke Stuttgart und
Verkauf des Rohbiogases an Dritte zur Reinigung auf Erdgasqualität) sollen im Sommer 2016 öffentlich
ausgeschrieben werden.
Die Verwertung der Energie hat auch entscheidenden Einfluss auf die Gutachten zu Lärm und Geruch
und ist somit auch für die Weiterführung des Bebauungsplanverfahrens relevant.
Die bereits 2013 begonnenen CEF-Maßnahmen zur Umsetzung der artenschutzrechtlichen Konzeption
wurden weitergeführt. Im Winter/Frühjahr 2015 sind hierzu weitere Maßnahmen geplant.
Der weitere Zeitplan im Jahr 2015 sieht die Fortführung des Bebauungsplanverfahrens und der
Genehmigungsplanung vor, damit die Genehmigungsunterlagen im Herbst/Winter 2015 bei der Behörde
eingereicht werden können.

Seite 335

w

Seite 336

Beteiligungsbericht 2014

Eigenbetrieb Bäderbetriebe Stuttgart

Eigenbetrieb Bäderbetriebe Stuttgart
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Nadlerstraße 4
70173 Stuttgart

Telefon
Fax
E-Mail
Homepage

(0711) 216-57880
(0711) 216-57874
poststelle.bbs@stuttgart.de
www.stuttgart.de/baeder/

Rechtsform

Eigenbetrieb

Gründungsdatum

Die beiden Vorgängereigenbetriebe wurden zum 01.01.1996 errichtet.
Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 20.11.2008 der
Neuorganisation im Bereich Bäder zugestimmt. Mit Wirkung vom
01.01.2009 wurden die beiden Eigenbetriebe "Kur- und Bäderbetriebe
Stuttgart" und "Kur- und Bäderbetriebe, Hallen- und Freibäder" zum
Eigenbetrieb "Bäderbetriebe Stuttgart" zusammengefasst. Daneben
wurde die Traglufthalle Inselbad Untertürkheim aus dem Stadthaushalt
im Wege der Sacheinlage in den Eigenbetrieb eingebracht.

Gegenstand des
Unternehmens

Zweck des Eigenbetriebs ist der Betrieb der städtischen Mineral-,
Hallen- und Freibäder. Außerdem obliegt dem Eigenbetrieb die
Betriebsführung des Hallenbads Untertürkheim.
Der öffentliche Zweck ergibt sich aus der Förderung und
Wiederherstellung der Gesundheit, der sportlichen Betätigung sowie
der Erholung und Freizeitgestaltung.
Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks spiegelt sich in den
Leistungsdaten wider.

Stammkapital in T€

9.100,00

Anteil am
Stammkapital in T€

b) Gesellschafter
Landeshauptstadt Stuttgart

9.100,00

Anteil am
Stammkapital in T
€

c) Beteiligungen
Keine

Seite 337

%

100,00

%

Eigenbetrieb Bäderbetriebe Stuttgart

Beteiligungsbericht 2014

d) Organe des Eigenbetriebs
Organe des Eigenbetriebs sind der Gemeinderat, der Oberbürgermeister, der Bäderausschuss als
Betriebsausschuss und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Organe bezieht sich auf den Stichtag
31.12.2014 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2014 ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Mandat bis

Betriebsausschuss
Vorsitzender

OBM Kuhn, Fritz

07.01.2013

Ständiger stellv. Vorsitzender

EBM Föll, Michael

Mitglied

Adler, Thomas

24.07.2014

Mitglied

Can, Ergun

16.09.2004

24.07.2014

Mitglied

Conz, Michael

17.09.2009

24.07.2014

Mitglied

Currle, Fritz

16.09.2004

Mitglied

Deparnay-Grunenberg, Anna

22.09.2011

Mitglied

Dr. Mayer, Fabian

17.09.2009

Mitglied

Endreß, Ulrich

24.05.2012

Mitglied

Fingerle, Esther

24.07.2014

Mitglied

Fischer, Silvia

16.09.2004

Mitglied

Kauderer, Robert

16.09.2004

Mitglied

Klingler, Bernd

17.09.2009

Mitglied

Kotelmann, Maria-Lina

17.09.2009

24.07.2014

Mitglied

Lomba, Niombo

17.09.2009

24.07.2014

Mitglied

Lutz, Udo

24.07.2014

Mitglied

Müller-Enßlin, Guntrun

24.07.2014

Mitglied

Münch, Andrea

17.09.2009

Mitglied

Ozasek, Christoph

24.07.2014

Mitglied

Pfeifer, Hans H.

17.09.2009

Mitglied

Porsch, Nicole

24.07.2014

Mitglied

Prof. Dr. Maier, Lothar

24.07.2014

Mitglied

Rudolf, Joachim

16.09.2004

Mitglied

Winter, Andreas

16.09.2004

Mitglied

Wüst, Monika

16.09.2004

Mitglied

Zaiß, Konrad

16.09.2004

24.07.2014

24.07.2014

24.07.2014

Geschäftsführung
Senne, Anke
Die Geschäftsführerbezüge für Frau Senne betrugen im Berichtsjahr 91 TEUR. Für Frau Senne bestehen
keine Pensionszusagen seitens der Gesellschaft.

Seite 338

Beteiligungsbericht 2014

Eigenbetrieb Bäderbetriebe Stuttgart

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

80.088

83.004

82.326

87.855

146

172

197

224

74.597

77.104

78.951

81.523

217

226

238

227

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1.498

2.336

2.261

780

Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten

3.618

3.166

679

5.101

12

0

0

0

Passiva

80.088

83.004

82.326

87.855

Eigenkapital

36.326

40.983

42.958

49.608

Sonderposten mit Rücklagenanteil/Abzugskapital

18.830

17.806

15.581

14.804

3.120

2.811

2.584

2.482

9

9

10

10

sonstige Rückstellungen

4.649

5.369

5.482

3.677

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

3.973

4.384

5.314

6.244

671

1.693

1.247

1.630

12.485

9.928

9.120

9.367

26

23

30

33

80.088

83.004

82.326

87.855

Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Vorräte

Rechnungsabgrenzungsposten

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen
Steuerrückstellungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
45,36
68,87
80,51
93,33
2.855,41
3,82

Seite 339

31.12.2013 Angaben in
49,37
%
70,83
%
82,69
%
93,10
%
3.124,62
in TEUR
4,04
%

Eigenbetrieb Bäderbetriebe Stuttgart

Beteiligungsbericht 2014

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2011

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

Umsatzerlöse

13.419

14.207

13.061

12.184

Erhöhung oder Verminderung des Bestands an
fertigen und unfertigen Erzeugnissen

6

3

0

-16

andere aktivierte Eigenleistungen

0

0

3

0

3.608

7.665

6.543

3.680

384

363

359

346

Aufwendungen für bezogene Leistungen

4.005

4.122

4.229

3.807

Löhne und Gehälter

9.940

9.358

9.174

8.734

soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und für Unterstützung

3.416

3.123

3.109

2.946

Abschreibungen

4.893

5.145

4.888

4.883

sonstige betriebliche Aufwendungen

7.754

11.077

12.686

9.487

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

9

11

28

98

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

360

401

382

416

-13.710

-11.702

-15.192

-14.671

außerordentliche Aufwendungen

0

0

0

0

außerordentliches Ergebnis

0

0

0

0

11

80

57

56

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

-13.721

-11.781

-15.249

-14.727

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

-13.721

-11.781

-15.249

-14.727

sonstige betriebliche Erträge
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit

sonstige Steuern

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

53,70
99,48
43,62

31.12.2013 Angaben in
57,07
87,83
42,20

TEUR
%
%

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

-8.178

-6.949

-11.174

-10.554

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

-2.773

-3.125

-2.290

-1.657

3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

11.403

12.561

9.043

6.774

452

2.487

-4.421

-5.437

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

3.166

679

5.100

10.537

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

3.618

3.166

679

5.100

Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

Seite 340

Beteiligungsbericht 2014

Eigenbetrieb Bäderbetriebe Stuttgart

f) Anzahl der Beschäftigten

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
Beamte
Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit
davon EU-Staaten
davon Nicht-EU-Staaten
Teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Auszubildende
Schwerbehindertenquote in %

31.12.2014
250,00
242,00
8,00
281,00
273,00
161,00
112,00
8,00
7,00
1,00
79,00
46,00
33,00
85,00
84,00
61,00
23,00
1,00
1,00
0,00
14,00
6,29

31.12.2013
249,00
241,00
8,00
277,00
269,00
159,00
110,00
8,00
7,00
1,00
80,00
45,00
35,00
81,00
80,00
59,00
21,00
1,00
1,00
0,00
16,00
6,37

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart

Ertragszuschuss
Verlustausgleich
Investitionszuschuss
Tilgungszuschuss

Seite 341

31.12.2014

31.12.2013

in EUR
423.769
9.491.012
2.749.545
0

in EUR
1.289.307
8.378.029
3.010.012
770.000

Eigenbetrieb Bäderbetriebe Stuttgart

Beteiligungsbericht 2014

h) Leistungsdaten

Art der Leistung
Hallenbäder

Veränderungen

2014

2013

Besucher

Besucher

Anzahl

Prozent

158.438

167.801

-9.363

-5,58%

Hallenbad
Heslach

Schwimmbad

21.204

23.732

-2.528

-10,65%

Leo- Vetter- Bad

Schwimmbad

126.675

128.135

-1.460

-1,14%

Hallenbad Cannstatt

Schwimmbad

65.521

61.619

3.902

6,33%

Hallenbad Feuerbach

Schwimmbad

82.340

66.124

16.216

24,52%

Hallenbad Plieningen

Schwimmbad

57.182

58.620

-1.438

-2,45%

Hallenbad Sonnenberg

Schwimmbad

93.222

107.837

-14.615

-13,55%

Hallenbad Vaihingen

Schwimmbad

89.523

88.771

752

0,85%

Hallenbad
Zuffenhausen

Schwimmbad

139.624

143.768

-4.144

-2,88%

Hallenbäder insgesamt

Schwimmbad

Sauna/Dampfb.

Sauna
Dampfbad/ Sauna

Freibäder
Inselbad Untertürkheim
Höhenfreibad Killesberg

5.590

6.145

-555

-9,03%

812.525

822.675

-10.150

-1,23%

26.794

29.877

-3.083

-10,32%

2014

2013

Besucher

Besucher

Anzahl

Prozent

145.216

190.332

-45.116

-23,70%

Veränderungen

95.969

132.424

-36.455

-27,53%

Freibad Rosental Vaihingen

140.571

171.808

-31.237

-18,18%

Freibad Möhringen

133.718

185.064

-51.346

-27,74%

Freibad Sillenbuch

39.907

32.941

6.966

21,15%

555.381

712.569

-157.188

-22,06%

2014

2013

Besucher

Besucher

Anzahl

Prozent

Freibäder insgesamt
Art der Leistung
Mineralbäder

Veränderungen

Besucher und Leistungen
DAS LEUZE Mineralbad

Schwimmbad

717.431

766.691

-49.260

-6,43%

MineralBad
Cannstatt

Schwimmbad

192.022

200.041

-8.019

-4,01%

Dampfb./Sauna

43.154

45.992

-2.838

-6,17%

Mineral-Bad
Berg

Schwimmbad

86.953

106.421

-19.468

-18,29%

Sauna

20.468

20.311

157

0,77%

Gesamtsummen

Schwimmbad

Therapie- und
Wellnessleistungen

996.406

1.073.153

-76.747

-7,15%

Sauna/ Dampfbad

63.622

66.303

-2.681

-4,04%

Therapie-/
Wellness gesamt

20.976

21.100

-124

-0,59%

Seite 342

Beteiligungsbericht 2014

Eigenbetrieb Bäderbetriebe Stuttgart

i) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Die Gewinn- und Verlustrechnung 2014 schließt mit einem Jahresverlust in Höhe von 13.721 TEUR ab,
während die Planung 2014 lediglich einen Jahresverlust von 12.980 TEUR vorsah. Ursache für die
Verschlechterung waren u.a. geringere Betriebserträge und höhere Personalkosten, bedingt durch die
tariflichen Entgeltsteigerung und die Erhöhung der Pensionsrückstellungen für Beamte.
Die Gesamtsumme der Umsatzerlöse aus dem Badebetrieb lag in 2014 bei 13,42 Mio. EUR, um 231
TEUR unter dem Planwert des Wirtschaftsplanes 2014. In den Mineralbädern LEUZE und Berg konnten
die Planwerte nicht erreicht werden, da die Baustellensituation "Rosensteintunnel" und die damit
verbundenen Einschränkungen des Badebetriebes (Lärm, Staus auf den Anfahrtswegen) einen Rückgang
der Besucherzahlen nach sich zog. In den Hallenbädern fehlten die Umsätze des Hallenbades
Sonnenberg, das sanierungsbedingt bis Ende Mai 2014 geschlossen blieb. Insgesamt wirkte sich
außerdem in allen Bädern mit Außenbereichen, vor allem aber in den Freibädern die nur mäßige
Freibadsaison 2014 negativ aus.
Der erforderliche Verlustausgleich durch den städtischen Haushalt liegt bei 9.491 TEUR und ist um 233
TEUR höher als geplant.
Bauvorhaben in den Bädern
Über die Wintersaison 2013/2014 wurde das Mehrzweckbecken im Höhenfreibad Killesberg saniert und
modernisiert. Bereits am 17. Mai 2014, zwei Monate früher als es der Bauzeitplan (Wiedereröffnung
Ende Juli 2014) vorsah, konnte das Höhenfreibad Killsesberg seinen Betrieb wieder aufnehmen. Die
Gesamtkosten des Vorhabens wurden mit 3,1 Mio. EUR kalkuliert und konnten eingehalten werden. Die
Modernisierung umfasste den Ersatz des bisherigen gefliesten Beckens durch ein neues Becken in
Edelstahlausführung und als Attraktion den Einbau eines Wellenballes mit Strömungskanal. Das
Volumen des Nichtschwimmerbereiches wurde vergrößert. Die neue Anlage ist im Umland
konkurrenzlos und der Wellenball erfreut sich seither großer Beliebtheit.
Im Hallenbad Sonnenberg wurden die Sanierungsmaßnahmen zur Substanzerhaltung und
Betriebssicherung mit Gesamtkosten von 1,739 Mio. EUR Ende Mai 2014 abgeschlossen. Das Bad
konnte am 26. Mai 2014 wieder in Betrieb genommen werden.
Für das auf dem Areal NeckarPark geplante Sporthallenbad wurde am 14. November 2014 vom
Bäderausschuss als Alternative für das ursprünglich vorgesehene Grundstück Q 22 das Grundstück Q 19
des NeckarParks festgelegt und der Durchführung eines Realisierungswettbewerbs mit einem
Gesamtaufwand von 190 TEUR auf diesem Grundstück zugestimmt. Der Zeitablaufplan sieht vor, die
Auslobung mit anschließendem Planungswettbewerb Mitte Juli 2015 abzuschließen, so dass Anfang
Oktober 2015 der Sieger des Architektenwettbewerbs präsentiert werden kann. Bei entsprechender
Mittelbereitstellung im Rahmen des Wirtschaftsplanes 2016/2017 wäre ein Baubeginn voraussichtlich
innerhalb des ersten Halbjahres 2017 möglich. Die Fertigstellung ist in Abhängigkeit der Neuordnung
des Areals NeckarPark ca. Ende 2018 zu erwarten.
Im Rahmen der Etatberatungen 2014/2015 waren vom Gemeinderat für die Generalsanierung des
Hallenbades Feuerbach Mittel in Höhe von insgesamt 11.050 TEUR genehmigt worden. Derzeit laufen
die Detailplanungen für das Vorhaben. Nach aktuellem Stand erfolgt der Baubeginn im August 2016.
Am 19. Dezember 2013 war vom Gemeinderat der Grundsatzbeschluss zur bestandserhaltenden

Seite 343

Eigenbetrieb Bäderbetriebe Stuttgart

Beteiligungsbericht 2014

Generalsanierung des Mineral-Bades Berg sowie den Neubau des Bewegungsbades gefasst worden. Die
Architekten 4a, Stuttgart, erarbeiteten eine Vorentwurfsplanung für die Sanierung der Bestandsgebäude
und den Neubau des Bewegungsbades unter der Prämisse, dass der von den 50er Jahren geprägte
Charakter der Gebäude und der Badelandschaft erhalten bleiben. Der Projektbeschluss für das
Vorhaben wurde vom Bäderausschuss am 19. Juni 2015 gefasst. Die Baukosten für das Vorhaben liegen
bei 29,4 Mio. EUR (Stand März 2015).
Ausblick
Als weitere größere Bauvorhaben sind in den kommenden Jahren die Sanierung und Modernisierung
der Eingangshalle und weiterer Umkleide-/ Sanitärbereiche im LEUZE Mineralbad, die Sanierung des 10
m Sprungturms im Inselbad Untertürkheim, die Sanierung der Umkleidebereiche und sanitären Anlagen
im MineralBad Cannstatt sowie die Dachsanierung im Hallenbad Heslach zu nennen.
Insgesamt ist festzuhalten, dass es mittelfristig aufgrund des Alters der Bausubstanz kaum eine Phase
geben wird, in der alle Mineral- und Hallenbäder uneingeschränkt in Betrieb sind und lediglich die
jährlich üblichen Instandhaltungsarbeiten geleistet werden, so wie dies in den 90er Jahren und Anfang
des Jahrtausends im Eigenbetrieb noch der Fall war. Es wurden damals neben Teilmodernisierungen der
Freibäder Rosental, Killesberg und Inselbad Untertürkheim mit Einbau von Attraktionen (Rutschen,
Kinderbereiche etc.) vor allem Investitionen in die Erhöhung der Attraktivität des LEUZE Mineralbads
vorgenommen. Die kommenden Jahre werden jedoch vor allem dadurch geprägt sein, dass entsprechend der Finanzierbarkeit - sukzessive sowohl die Bausubstanz als auch die Becken und die
technischen Anlagen der Mineral- und Hallenbäder- saniert werden müssen. Darüber hinaus stehen
auch in den Freibädern mittelfristig weitere Sanierungserfordernisse an.

Seite 344

Beteiligungsbericht 2014

Eigenbetrieb Klinikum Stuttgart

Eigenbetrieb Klinikum Stuttgart
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Kriegsbergstraße 60
70174 Stuttgart

Telefon
E-Mail

(0711) 278-0
info@klinikum-stuttgart.de

Rechtsform

Eigenbetrieb

Gründungsdatum

Seit 1. Juli 1999 sind die vier städtischen Krankenhäuser
-

Katharinenhospital (KH)
Bürgerhospital (BH)
Krankenhaus Bad Cannstatt (KBC) und
Olgahospital (Pädiatrisches Zentrum) (OH)

zum Eigenbetrieb Klinikum zusammengefasst. Mit Änderung der
Betriebssatzung vom 24.11.2005 wurde festgelegt, den Eigenbetrieb
Klinikum Stuttgart ab dem 1.1.2006 als ein Krankenhaus im Sinne des
Landeskrankenhausgesetzes zu führen.
Gegenstand des
Unternehmens

Zweck des Eigenbetriebes ist der ärztliche, pflegerische, technische
und wirtschaftliche Betrieb des Klinikums im Rahmen des
Versorgungsauftrags des Krankenhauses gemäß der
Krankenhausplanung im Sinne der Maximalversorgung nach dem
LKHG und nach den Zielvorgaben des Krankenhausträgers sowie die
Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung.
Der Eigenbetrieb darf im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und
den Bestimmungen dieser Betriebssatzung alle Geschäfte vornehmen
und sonstigen Maßnahmen treffen, die dieser Zweckbestimmung
dienlich sind, soweit dadurch die Aufgabenstellung der Stadt als
Träger öffentlicher Belange nicht beeinträchtigt wird.

Stammkapital in T€

16.800,00

b) Gesellschafter
Landeshauptstadt Stuttgart

Seite 345

Anteil am
Stammkapital in T€

%

16.800,00

100,00

Eigenbetrieb Klinikum Stuttgart

Beteiligungsbericht 2014

Anteil am
Stammkapital in T€

c) Beteiligungen
Medizinisches Versorgungszentrum Krankenhaus Bad Cannstatt
gGmbH
QMBW GmbH
Sportklinik Stuttgart GmbH

%

25,00

100,00

3,13

12,50

737,45

49,00

Mit Gesellschaftsvertrag vom 13.06.2014 wurde das Medizinische Versorgungszentrum Krankenhaus Bad
Cannstatt gGmbH gegründet.

d) Organe des Eigenbetriebs
Organe des Eigenbetriebs sind der Gemeinderat, der Oberbürgermeister, der Krankenhausausschuss als
Betriebsausschuss und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Organe bezieht sich auf den Stichtag
31.12.2014 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2014 ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Betriebsausschuss
Vorsitzender

OBM Kuhn, Fritz

07.01.2013

Ständiger stellv. Vorsitzender

BM Wölfle, Werner

15.08.2011

Mitglied

Adler, Thomas

17.09.2009

Mitglied

Bodenhöfer-Frey, Ilse

25.07.2012

Mitglied

Dr. Fiechtner, Heinrich

24.07.2014

Mitglied

Dr. Hackl, Maria

16.09.2004

Mitglied

Dr. jur. Nopper, Klaus

16.09.2004

Mitglied

Dr. med. Kübler, Cornelius

17.09.2009

Mitglied

Fischer, Silvia

16.09.2004

Mitglied

Kanzleiter, Manfred

16.09.2004

Mitglied

Kotz, Alexander

17.09.2009

Mitglied

Lauber, Benjamin

22.09.2011

Mitglied

Lomba, Niombo

17.09.2009

Mitglied

Lutz, Udo

24.07.2014

Mitglied

Münch, Andrea

24.07.2014

Mitglied

Prof. Dr. Loos, Dorit

24.07.2014

Mitglied

Prof. Dr. Dr. med. Lübbe, Heinz

17.09.2009

Mitglied

Ripsam, Iris

25.07.2012

Mitglied

Schilling, Tabea

22.09.2011

Mitglied

Seitz, Clarissa

17.09.2009

Mitglied

Urbat, Stefan

24.07.2014

Mitglied

Vetter, Helga

16.09.2004

Mitglied

Vowinkel, Judith

17.09.2009

Mitglied

Zaiß, Konrad

16.09.2004

Seite 346

Mandat bis

24.07.2014

24.07.2014

24.07.2014

24.07.2014

24.07.2014

Beteiligungsbericht 2014

Eigenbetrieb Klinikum Stuttgart

Geschäftsführung
Dr. Schmitz, Ralf-Michael
Die Geschäftsführerbezüge von Herrn Dr. Schmitz betrugen im Berichtsjahr 399 TEUR. Darin enthalten
waren mit 117 TEUR erfolgsbezogene Komponenten sowie Sachleistungen in Höhe von 9 TEUR. Für
Herrn Dr. Schmitz besteht eine Pensionszusage.
Betriebsleitung
Die Betriebsleitung des Klinikums nach § 33 LKHG besteht aus dem Geschäftsführer und dem
Krankenhausdirektorium.

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

931.434

Immaterielle Vermögensgegenstände

881.674

807.837

743.505

5.428

5.403

5.657

5.967

735.464

706.849

624.743

570.562

4.413

4.144

4.141

4.141

20.196

16.350

16.289

15.693

162.583

142.555

153.062

144.594

3.082

5.898

3.634

2.201

269

476

311

348

931.434

881.674

807.837

743.505

14.410

23.421

34.504

49.621

571.634

582.192

437.977

394.730

15.527

15.481

14.207

13.658

1.924

1.050

700

330

sonstige Rückstellungen

77.465

79.653

81.974

83.210

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

47.098

31.798

35.944

40.064

6.506

13.961

9.203

768

21.310

23.625

27.760

17.298

16

0

0

0

175.539

110.466

165.563

143.828

5

29

6

0

931.434

881.674

807.837

743.505

Sachanlagen
Finanzanlagen
Vorräte
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten
Rechnungsabgrenzungsposten
Passiva
Eigenkapital
Sonderposten mit Rücklagenanteil/Abzugskapital
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen
Steuerrückstellungen

erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Seite 347

Eigenbetrieb Klinikum Stuttgart

Beteiligungsbericht 2014

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
1,55
62,92
83,73
80,02
90.926,70
12,20

31.12.2013 Angaben in
2,66
%
68,69
%
88,25
%
81,25
%
124.536,40
in TEUR
17,38
%

31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2011

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

468.818

452.554

433.311

408.808

3.519

5

415

82

bb) Ertragslage
GuV

Umsatzerlöse
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an
fertigen und unfertigen Erzeugnissen
andere aktivierte Eigenleistungen

1.344

1.470

1.175

786

sonstige betriebliche Erträge

162.461

299.722

204.280

126.234

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren

115.797

110.602

106.805

99.558

16.484

17.209

16.051

14.346

281.918

269.279

259.655

247.368

soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und für Unterstützung

72.248

70.514

67.368

66.123

Abschreibungen

50.673

43.196

42.051

33.819

sonstige betriebliche Aufwendungen

117.751

246.464

152.736

76.963

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

106

163

147

247

Aufwendungen für bezogene Leistungen
Löhne und Gehälter

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

5.215

7.603

7.461

5.825

-23.839

-10.954

-12.799

-7.843

0

0

0

0

660

68

436

658

64

62

70

70

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

-24.563

-11.083

-13.305

-8.571

Gewinnvortrag/Verlustvortrag

-11.083

-13.305

-8.571

-6.219

Veränderungen der Kapital- bzw.
Gewinnrücklagen/Zuweisungen zu den
Verlustsonderkonten

-11.083

-13.305

-8.571

-6.219

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

-24.563

-11.083

-13.305

-8.571

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit
außerordentliches Ergebnis
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
sonstige Steuern

Seite 348

Beteiligungsbericht 2014

Eigenbetrieb Klinikum Stuttgart

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

31.12.2013 Angaben in

124,80
55,67
70,95

150,00
45,08
59,16

TEUR
%
%

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

-40.088

5.629

12.593

1.156

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

-90.899

-124.479

-99.979

-84.970

3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

128.170

121.114

88.819

85.864

Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

-2.817

2.264

1.433

2.050

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

5.898

3.634

2.201

151

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

3.081

5.898

3.634

2.201

f) Anzahl der Beschäftigten

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
Beamte
Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit
davon EU-Staaten
davon Nicht-EU-Staaten
Teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Auszubildende
Schwerbehindertenquote in %

Seite 349

31.12.2014
5.099
5.079
20
6.728
6.704
5.164
1.540
24
14
10
953
620
333
2.268
2.258
2.097
161
10
9
1
768
5

31.12.2013
5.024
5.002
22
6.621
6.595
4.962
1.633
26
14
12
828
557
271
2.102
2.090
1.913
177
12
9
3
768
4

Eigenbetrieb Klinikum Stuttgart

Beteiligungsbericht 2014

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart

Ertragszuschüsse und sonstige Erstattungen
Investitionszuschuss
Entnahme aus der Kapitalrücklage in den Stadthaushalt
Kapitaleinlage

31.12.2014

31.12.2013

in EUR
10.183.543
12.000.000
2.148.776
20.000.000

in EUR
12.866.357
169.000.000
0
0

Die Entnahme aus der Kapitalrücklage berücksichtigt im Jahr 2014 die Übertragung einer Liegenschaft
aus dem Vermögen des Klinikums in das Hoheitsvermögen des Eigenbetriebsträgers.

h) Wichtige Verträge
Die Landeshauptstadt Stuttgart und die Sana Herzchirurgische Klinik Stuttgart GmbH (SHS) schlossen
am 13. Juli 1992 einen Pachtvertrag über den Betrieb einer Herzchirurgischen Klinik inklusive der
Einrichtungen und Ausstattungen ab.
Ebenso wurde die Zusammenarbeit zwischen der SHS und dem Katharinenhospital auf dem Gebiet der
Patientenversorgung sowie der Ver- und Entsorgung vertraglich geregelt.
Im Rahmen eines Management- und Kooperationsvertrages stellt seit dem 1. April 2010 das Klinikum
Stuttgart mit Herrn Adalbert Erben die kaufmännische Geschäftsführung der Kinderklinik Schömberg
gGmbH in Schömberg. Mit dem Jahreswechsel 2010/2011 hat das Klinikum auch die
Personalverwaltung und -abrechnung übernommen. Darüber hinaus berät das SC Informationstechnik
die Kinderklinik Schömberg in allen IT-Fragen.

i) Grunddaten der Finanzierung
Das Klinikum Stuttgart fällt unter die Förderung nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz gemäß § 4
Nr. 1 i.V.m. § 9 KHG. Das Land Baden-Württemberg stellt dem Klinikum im Rahmen des Haushalts
Mittel zur Verfügung. Die Förderung erfolgt einerseits für einzeln beantragte Investitionen, die die
Voraussetzungen des § 12 Abs. 1 LKHG i.V.m. § 9 Abs. 1 KHG erfüllen, andererseits nach § 15 Abs. 1
LKHG i.V.m. § 9 Abs. 3 KHG über eine Jahrespauschale zur Wiederbeschaffung kurzfristiger
Anlagegüter. Nach § 3 der Verordnung der Landesregierung über die Pauschalförderung nach dem
Landeskrankenhausgesetz Baden- Württemberg vom 29.06.1998 setzt sich die Jahrespauschale aus
einer Grundpauschale, einer Fallmengenpauschale und ggf. aus Großgeräte- und Sonderpauschalen
zusammen.
Die Pauschalförderung für das Klinikum Stuttgart beläuft sich auf insgesamt 11.576 TEUR (Vj.: 11.660
TEUR).
Die Finanzierung des Klinikums stellt sich im Wesentlichen wie folgt dar:
Investitionen:
- Einzel- und Pauschalförderung nach KHG/LKHG
- Eigenmittel des Krankenhausträgers
- Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand

Seite 350

Beteiligungsbericht 2014

Eigenbetrieb Klinikum Stuttgart

- Spenden und Drittmittel
- Eigenmittel des Klinikums
Stationäre Leistungen:
- Vergütungen der Patienten bzw. Krankenkassen
- Nutzungsentgelt der privatliquidationsberechtigten Chefärzte
Ambulante Leistungen:
- Kostenerstattungen der kassenärztlichen Vereinigung bzw. der privatliquidationsberechtigten
Chefärzte
- Nutzungsentgelt der privatliquidationsberechtigten Chefärzte
- Vergütungen der Patienten bzw. Krankenversicherungen

j) Leistungsdaten

Planbetten gesamt1)
Bürgerhospital
Katharinenhospital
Krankenhaus Bad Cannstatt
Olgahospital
Auslastung gesamt in %1)
Bürgerhospital
Katharinenhospital
Krankenhaus Bad Cannstatt
Olgahospital
Verweildauer in Tagen
Bürgerhospital
Katharinenhospital
Krankenhaus Bad Cannstatt
Olgahospital
Pflegetage gesamt
Bürgerhospital
Katharinenhospital
Krankenhaus Bad Cannstatt
Olgahospital

2014

2013

2012

2011

2.179

2.156

77,80

81,20

2.138
480
698
620
340
77,80
49,00
91,50
111,40
59,10

2.070
664
698
358
350
84,00
85,80
93,20
86,80
70,20

6,9
5,5
8,5
4,6
599.389
72.555
212.243
222.592
91.999

7,4
5,9
9,3
4,9
619.542
81.240
223.573
245.225
69.504

9,9
6,1
7,8
5,7
628.986
128.819
232.943
182.303
84.921

12,8
6,7
5,5
5,6
632.390
196.973
236.720
111.332
87.365

1) Keine Aufteilung nach Standorten möglich

Seite 351

Eigenbetrieb Klinikum Stuttgart

Beteiligungsbericht 2014

k) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Finanz-, Vermögens- und Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2014 ist für das Klinikum ein Jahresfehlbetrag/Bilanzverlust in Höhe von 24.563 TEUR
(Vorjahr: Jahresfehlbetrag in Höhe von 11.083 TEUR) zu verzeichnen. Die Zielvorgabe des
Doppelwirtschaftsplans 2014/2015 mit einem Jahresfehlbetrag für 2014 von 9.962 TEUR wurde um
14.601 TEUR überschritten.
Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Erlöse um 30.933 TEUR (+5,8%) auf 564.014 TEUR. Der
Anstieg ist im Wesentlichen auf die Steigerung der Erlöse aus Krankenhausleistung und aus ambulanten
Leistungen sowie auf sonstige betriebliche Erträge zurückzuführen.
Die Erlöse aus Krankenhausleistungen veränderten sich im Vergleich zum Vorjahr um 10.129 TEUR
(+2,7%) unter anderem auf Grund von Basisfallwertsteigerungen, Versorgungszuschlägen und
Hygiene-Förderprogramm sowie die Budgeterhöhung für das Zentrum für seelische Gesundheit. Im
Zeitraum 01-12/2014 musste für das Klinikum gegenüber dem Vorjahr allerdings ein CM-Rückgang von
789 und damit 0,9% (CM-Punkte incl. Überlieger) verzeichnet werden.
Der Anstieg der Erlöse aus Wahlleistungen um rd. 744 TEUR gegenüber dem Vorjahr resultiert
insbesondere aus Mehrerlösen für wahlärztliche Behandlung und für Unterkunft von ausländischen
Patienten. Dagegen waren die Erlöse aus Zuschlägen für Ein- und Zweibettzimmer rückläufig.
Die Erlöse aus ambulanten Leistungen des Krankenhauses wurden um 6.899 TEUR (+16,7%) auf 48.241
TEUR gesteigert. Diese Entwicklung ist insbesondere auf höhere Erlöse aus Chefarztambulanzen (+3.113
TEUR) und aus der ambulanten Behandlung von ausländischen Patienten (+1.980 TEUR) zurückzuführen.
Durch die erstmalige Abgrenzung des 4. Quartals KV für Chefarztneuverträge und für das MVZ
beinhalten die Erlöse aus Chefarztambulanzen einen Einmaleffekt von +1.854 TEUR. Darüber hinaus
steigen die Erlöse aus Chefarztambulanzen durch Neuverträge im Zusammenhang mit dem Rückgang
der Nutzungsentgelte durch das Ausscheiden von Ärzten mit sogen. Altverträgen. Für die Leistungen
nach §120 SGB V konnte mit den Krankenkassen eine höhere Pauschale vereinbart werden, so dass eine
Erlössteigerung (+419 TEUR) erzielt wurde. Weitere Mehrerlöse konnten durch eine verbesserte
Abrechnung des Sprechstundenbedarfs und durch den Abschluss von ambulanten Selektivverträgen
sowie durch Steigerungen, u.a. im SPZ, erreicht werden.
Durch die Umstellung auf das PEPP-System und damit die erstmalige Abrechnung von Pauschalen für die
Psychiatrie und Psychosomatik anstelle von Pflegesätzen, entstanden Erlöse aus der Bestandszunahme
durch PEPP-Überlieger (+3.603 TEUR).
Die Zuweisungen/Zuschüsse der öffentlichen Hand reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund
von niedrigeren Zuschüssen des Trägers für Baubetriebsmittelzinsen (-2.731 TEUR). Bei den Erstattungen
für Mutterschutz war dagegen eine Erhöhung zu verzeichnen (+1.017 TEUR).
Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 13.062 TEUR auf 73.062
TEUR. Die starke Zunahme lässt sich auf hinzugekommene Erlöse aus dem sogen. Kuwait-Projekt der
International Unit (+10.825 TEUR) zurückführen, wobei zugehörige Aufwendungen vorwiegend bei den
sonstigen betrieblichen Aufwendungen gebucht sind. Darüber hinaus ergaben sich einmalig Erträge aus
der Regulierung der Wasserschäden OH/FK (+1.579 TEUR). Die positiven Effekte aus der Auflösung von
Rückstellungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr (-745 TEUR).
Der Personalaufwand (inkl. Berücksichtigung von Rückstellungsanpassungen, wie Altersvorsorge-,
Urlaubs -, Jubiläums- und Beihilfeverpflichtungen) stieg gegenüber dem Vorjahr um 4,2 % auf 354,2
Mio. EUR. Allein durch Tarifsteigerungen sowie Mehrpersonal erhöhte sich der Personalaufwand um
13,4 Mio. EUR (+4,2%).
Ein weiterer Anstieg ergibt sich in Summe aus Rückstellungsanpassungen und sonstigen Personalkosten

Seite 352

Beteiligungsbericht 2014

Eigenbetrieb Klinikum Stuttgart

in Höhe von 1,0 Mio. Euro. Darin berücksichtigt sind Urlaubsansprüche für unbezahlten Sonderurlaub
nach BAG-Urteil vom 06.05.2014 sowie Änderungen in der Berechnungsmethode von Rückstellungen
u.a. durch Gutachterwechsel (Pensionen, Beihilfe, Jubiläen).
Der Materialaufwand, d.h. die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren
mit 115,8 Mio. EUR (im Vorjahr: 110,6 Mio. EUR) erhöhte sich um 5,2 Mio. EUR bzw. 4,7%. Dies
resultiert v.a. aus der Zunahme des medizinischen Bedarfs trotz Verbesserungen durch den Einkauf,
Sachkostenbudgetierung sowie Durchführung eines Optimierungsprojekts mit externer Unterstützung.
Teilweise stehen den Mehraufwendungen zusätzliche Erträge gegenüber (Zusatzentgelte, NUB´s bzw.
Entgelte für neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, Erlöse aus ambulanter
Arzneimittelabrechnung oder Arzneimittellieferungen an andere Krankenhäuser).
In der Position sonstige betriebliche Aufwendungen sind hauptsächlich Aufwendungen für den
Verwaltungsbedarf (11.571 TEUR), für zentrale Dienstleistungen (2.096 TEUR), für Wartung und
Instandhaltungsmaßnahmen (17.990 TEUR), für Versicherungen und Abgaben (1.748 TEUR), für
Schadensfälle (4.413 TEUR), für Dienstleister der International Unit (9.913 TEUR), für Aufwendungen an
den Ausbildungsfonds (8.044 TEUR), Wertberichtigungen auf Forderungen (2.031 TEUR), Aufwand aus
Zu-/Abgang von Anlagevermögen (2.993 TEUR) und periodenfremder Aufwand (9.832 TEUR) enthalten.
Größere Abweichungen zum Vorjahr ergaben sich bei folgenden Positionen: Die Wasserschäden im
Neubau OH/FK führten im Jahr 2014 zu einem Aufwand von 2.477 TEUR. Durch das sogen.
Kuwait-Projekt der International Unit erhöhten sich v.a. die Beratungskosten im Verwaltungsbedarf um
1.270 TEUR sowie die Aufwendungen für Dienstleister um 7.903 TEUR. Die Instandhaltung erforderte
einen zusätzlichen Aufwand von 1,9 Mio. EUR, darunter ca. 0,9 Mio. EUR für Gebäudeinstandhaltung.
Darüber hinaus lag der Aufwand für die Umsetzung des strukturellen Rahmenplans, u.a. bedingt durch
Umzüge, allen voran OH und FK, sowie durch Kosten für die Stationen B3/B4, um 1,9 Mio. EUR über
dem Vorjahresaufwand. Der periodenfremde Aufwand erhöhte sich insbesondere durch Abarbeitung der
MDK-Fälle.
Aus kaufmännischen Vorsichtsgründen wurde vorsorglich eine Wertberichtigung in Höhe von 8,96 Mio.
EUR für ein Libyenprojekt der International Unit gebildet. Dies war notwendig, weil der libysche
Schuldner dem Klinikum diesen Betrag noch schuldet. Auf Grund der politischen Lage in Libyen bestehen
erhebliche Risiken bezüglich der Werthaltigkeit dieser Forderung. Aus kaufmännischen Vorsichtsgründen
wurde deshalb eine Wertberichtigung vorgenommen. Nach wie vor wird mit allen möglichen Mitteln
versucht, den Geldeingang noch zu erhalten.
Bauliche Aktivitäten
Fortschreibung des Strukturellen Rahmenplans (GRDrs 891/2010, 559/2012)
Die vom Gemeinderat beschlossene Fortschreibung wurde planerisch und mit baulicher Realisierung
weiter verfolgt.
Standort Mitte
Neubau von Olgaholspital und Frauenklinik (OH/FK)
Während der Phase Inbetriebnahme und Übergabe des Neubaus haben sich insgesamt 6 Wasserschäden
ereignet. Der Hauptschaden am 16.09.2013 mit einem Volumen von ca. 2,5 Mio. EUR
Sachschadensumme wird über die Haftpflichtversicherung des Verursachers abgewickelt. Die restlichen
Schäden mit ca. 500 TEUR werden über die Bauleistungsversicherung geltend gemacht. Die
Schadensbeseitigung erfolgte bis KW 7/2014. Die Geltendmachung von Verzugs-/Vermögensschäden
gegenüber den Versicherungen wird derzeit geprüft.
Der für November 2013 geplante und vom Klinikum im Detail vorbereitete Umzugstermin musste wegen
Schadensbeseitigung und der erforderlichen zur Verfügung stehenden Ressourcen auf Mai 2014
verschoben werden. Die ermittelte Effizienzrendite bleibt zunächst aus bzw. setzt verspätet ein.
Die bereits in den Vorjahren berichteten Kostensteigerungen aus verschiedenen Gründen, führen zu
voraussichtlichen Gesamtkosten in Höhe von 347 Mio. EUR (gemäß Wirtschaftsplan 2014/2015: 332,4
Mio. EUR), wovon 14,6 Mio. EUR durch die Effizienzrendite zu erwirtschaften sind.
Zentraler Neubau (ZNB) und vorgezogene Sanierung der Bettenhäuser A, B u. I
Die Entwurfsplanung wurde vom Planungsteam übergeben. Aufgrund von Planungsdefiziten muss Haus

Seite 353

Eigenbetrieb Klinikum Stuttgart

Beteiligungsbericht 2014

A/B für die technische Etappierung weiter bearbeitet werden. Hinzu kommt, dass die Erfüllungsgrade der
Normen zur Erdbebensicherheit nicht erreicht werden. Bei Haus E ist die weitere planerische Bearbeitung
beim Ausschreibungsplaner angestoßen. Weitere Vorabmaßnahmen für Umbauten im Bestand wurden
umgesetzt. Der Neubau Strahlentherapie wurde termingerecht am 30.01.2015 zum Einbau der
Linearbeschleuniger übergeben. Das städtische Hochbauamt hat sich am 15.10.2014 aus
Kapazitätsgründen aus der Gesamtprojektsteuerung des ZNB zurückgezogen. Um die Teilprojekte am
Laufen zu halten, wurden interimistische Projektsteuerungen beauftragt. Die Auswahl der neuen
Projektsteuerung wurde gestartet. Mit einem Fachplaner wurde ein Aufhebungsvertrag geschlossen.
Vorzeitige Aufgabe des Standortes Bürgerhospital
Die Aufgabe des Standortes für die Patientenversorgung ist zu wesentlichen Teilen Mitte 2015
vorgesehen, die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im Herbst 2015. Die
Baubeschlüsse für die temporäre Modulklinik am Katharinenhospital und die Umbauten für das
Interdisziplinäre Medizinische Zentrum am Krankenhaus Bad Cannstatt sind erfolgt.
Standort Bürgerhospital
Für die gemeindenahe psychiatrische Versorgung finden die Baumaßnahmen für das
Behandlungszentrum Mitte des Zentrums für Seelische Gesundheit Gebäudekomplex
Türlen-/Tunzhoferstraße statt. Die Fertigstellung ist für das 3. Quartal 2015 geplant.
Sonstige bauliche Projekte
Im Brandschutz wurden zur Erfüllung der Landesbauordnung Maßnahmen durchgeführt.
Ausblick
Die Rahmenbedingungen auch für das Jahr 2015 sind für das Klinikum Stuttgart außerordentlich
schwierig. So fielen die von der Bundesregierung in Aussicht gestellten finanziellen Hilfen weitaus
geringer aus, als erwartet. Im Jahr 2014 war trotz 0,8% Versorgungszuschlags zum Entfall der doppelten
Degression die Tarif- und Sachkostensteigerung nicht zu decken. Für 2015 wurde der
Versorgungszuschlag mit 0,8% verlängert. Allerdings zeichnet sich in Baden-Württemberg ab, dass der
landesweite Basisfallwert für 2014 um 0,5% nach unten berichtigt werden muss. Die Steigerung von
1,8% wird somit auf 1,3% reduziert. Daneben sind die - 0,5% für 2014 in 2015 und 2016 mit je 0,25% zu berücksichtigen. D.h. der aufgrund Tarifverträgen erwarteten Personalkostensteigerung in
Höhe von 2,8% steht eine Steigerung des landesweiten Basisfallwerts von knapp über einem Prozent
entgegen, was die Tarifschere besonders weit aufklaffen lässt.
Neben Tarifsteigerung und rückwirkender Kürzung des landesweiten Basisfallwertes erschweren die
Verlagerung des Bürgerhospitals, die Umbausituation im KBC und auch die vielfältigen Umzüge
innerhalb des Katharinenhospitals die Situation. Nachdem der Standort Bürgerhospital wegen Umzug
der Psychosomatik an den Standort KBC erst Ende 2015 aufgegeben werden kann, ist in 2015 mit
doppelten Vorhaltekosten (Inbetriebnahme der Modulklinik Mitte 2015) zu rechnen. Die sog.
Effizienzrendite für das Bürgerhospital, die im Wirtschaftsplanansatz unterjährig berücksichtigt war, kann
erst ab 2016 gehoben werden.
In einer ersten Prognose für 2015 liegen die Umsätze aus Krankenhausleistung, Wahlleistung,
ambulanten Leistungen und Nutzungsentgelt der Ärzte in der Prognose 2015 um 15,6 Mio. EUR über
dem Ist 2014. Im stationären Bereich wurden 5,5 Mio. EUR Mehrerlöse aufgrund von Mehrleistungen
eingeplant. Darüber hinaus wurden die Auswirkungen der krankenhausplanerischen Maßnahmen im
Zentrum für Seelische Gesundheit für das Jahr 2015 berücksichtigt. Als budgetreduzierender Effekt
wurde die Absenkung des landesweiten BFW berücksichtigt. Bei den sonstigen Erträgen steigen die
Erlöse der IU, insgesamt sind sie jedoch rückläufig aufgrund von Einmaleffekten in 2014.
Der prognostizierte Personalaufwand 2015 liegt um rd. 9 Mio. EUR über dem Vorjahres-Ist. Dies ist vor
allem auf die Steigerung der durchschnittlichen Entgeltaufwendungen zurückzuführen. Die Zahl der VK
bleibt fast konstant. Mehraufwand wird darüber hinaus bei den Zielvereinbarungen erwartet.
Der Materialaufwand ist in Summe annähernd konstant, allerdings gab es Verschiebungen zwischen den
Sachkostenarten. Beim Medizinischen Sachbedarf wurde in der Prognose vom Vorjahresniveau

Seite 354

Beteiligungsbericht 2014

Eigenbetrieb Klinikum Stuttgart

ausgegangen, allerdings entfällt der Einmaleffekt aus der Festwertinventur, der im Ist 2014 zu einem um
0,8 Mio. EUR reduzierten Aufwand geführt hat. Es wurde unterstellt, dass weitere Kostensteigerungen
durch Einsparungen kompensiert werden können. Die Prognose des Energieaufwands führt zu
reduzierten Kosten im Vergleich zum Vorjahr.
Der Instandhaltungsaufwand erhöht sich insbesondere durch Wartungsverträge für das OH/FK und das
VZ Küche, die erst in 2015 abgeschlossen werden sowie durch eine zunehmend höhere Technisierung in
den Neubauten.
Im Verwaltungsbedarf ist eine Aufwandssteigerung zu verzeichnen, die vor allem auf die IU zurückgeht,
und mit Erlössteigerungen der IU verbunden ist. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen
entfallen Einmaleffekte aus dem Vorjahr.
Der Wirtschaftsplanansatz weist ein Jahresergebnis in Höhe von -8,7 Mio. EUR aus. Aufgrund der zuvor
geschilderten Mehrbelastungen ist dieser Wirtschaftsplanansatz nicht zu erreichen. Die erste Prognose
für das Jahr 2015 liegt bei ca. -20 Mio. EUR. Vor diesem Hintergrund wurde ein
Nachtragswirtschaftsplan erstellt.

Seite 355

w

Seite 356

Beteiligungsbericht 2014

Eigenbetrieb Leben & Wohnen

Eigenbetrieb Leben & Wohnen
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Industriestr. 3
70565 Stuttgart

Telefon
Fax
Homepage

(0711) 216-89111
(0711) 216-89152
www.leben-u-wohnen.de

Rechtsform

Eigenbetrieb

Gründungsdatum

Der Eigenbetrieb wurde zum 01.01.1996 errichtet.

Gegenstand des
Unternehmens

Gegenstand des Eigenbetriebs Leben & Wohnen ist der Betrieb von
Einrichtungen der Alten- und Wohnungslosenhilfe mit dem Ziel einer
angemessenen, bedarfsorientierten und ausreichenden Versorgung der
Bevölkerung im Rahmen des Versorgungsauftrages der Einrichtungen.
Der ELW darf im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und
Bestimmungen der Betriebssatzung alle Geschäfte und sonstigen
Maßnahmen vornehmen, die dieser Zweckbestimmung dienlich sind,
soweit dadurch die Aufgabenstellung der LHS als Trägerin öffentlicher
Belange nicht beeinträchtigt wird.
Der öffentliche Zweck ergibt sich aus der Aufgabenstellung.

Stammkapital in T€

2.600,00

Anteil am
Stammkapital in T€

b) Gesellschafter
Landeshauptstadt Stuttgart

c) Beteiligungen
Keine

Seite 357

%

2.600,00

100,00

Anteil am
Stammkapital in T€

%

Eigenbetrieb Leben & Wohnen

Beteiligungsbericht 2014

d) Organe des Eigenbetriebs
Organe des Eigenbetriebs sind der Gemeinderat, der Oberbürgermeister, der Betriebsausschuss (als
beschließender Ausschuss) und die Geschäftsführung. Die Darstellung der Organe bezieht sich auf den
Stichtag 31.12.2014 und berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2014 ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Mandat bis

Betriebsausschuss
Vorsitzender

OBM Kuhn, Fritz

07.01.2013

Ständige stellv. Vorsitzende

BM Fezer, Isabel

01.09.2010

Mitglied

Bergerhoff, Ariane

16.09.2004

Mitglied

Bodenhöfer-Frey, Ilse

24.07.2014

Mitglied

Bulle-Schmid, Beate

17.09.2009

Mitglied

Currle, Fritz

24.07.2014

Mitglied

Dr. Fiechtner, Heinrich

24.07.2014

Mitglied

Dr. Hackl, Maria

16.09.2004

Mitglied

Dr. Oechsner, Matthias

17.09.2009

Mitglied

Dr. Reiners, Markus

24.07.2014

Mitglied

Ehrlich, Hans-Peter

24.07.2014

Mitglied

Fuhrmann, Thomas

24.07.2014

Mitglied

Gröger, Marita

16.09.2004

Mitglied

Gulde, Christoph

16.09.2004

Mitglied

Halding-Hoppenheit, Laura

24.07.2014

Mitglied

Hill, Philipp

16.09.2004

Mitglied

Küstler, Ulrike

02.07.2010

24.07.2014

Mitglied

Mezger, Sabine

26.07.2012

24.07.2014

Mitglied

Nuber-Schöllhammer, Gabriele

24.07.2014

Mitglied

Prof. Dr. Loos, Dorit

17.09.2009

24.07.2014

Mitglied

Ripsam, Iris

16.09.2004

24.07.2014

Mitglied

Rockenbauch, Hannes

24.07.2014

Mitglied

Rühle, Petra

24.07.2014

Mitglied

Schilling, Tabea

17.09.2009

Mitglied

Seitz, Clarissa

17.09.2009

Mitglied

Stopper, Jochen

17.09.2009

Mitglied

Svejda, Peter

22.09.2011

24.07.2014

Mitglied

von Stein, Rose

16.09.2004

24.07.2014

Mitglied

Walker, Thekla

22.09.2011

24.07.2014

Mitglied

Yüksel, Sibel

24.07.2014

24.07.2014

24.07.2014

24.07.2014

24.07.2014

Geschäftsführung
Bergmann - Dietz, Sabine
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführerin betrugen 141 TEUR. Darin enthalten waren mit 10 TEUR
erfolgsbezogene Komponenten sowie Sachleistungen in Höhe von 5 TEUR. Für Frau Bergmann-Dietz
besteht keine Pensionszusage.

Seite 358

Beteiligungsbericht 2014

Eigenbetrieb Leben & Wohnen

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

93.999

97.371

98.149

99.925

16

23

13

21

89.521

92.412

90.544

91.643

190

190

196

189

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1.377

1.989

3.089

2.903

Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und
Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten

2.886

2.749

4.296

5.155

9

8

12

15

Passiva

93.999

97.371

98.149

99.925

Eigenkapital

24.109

24.673

25.035

25.847

Sonderposten mit Rücklagenanteil/Abzugskapital

35.356

36.658

35.848

36.978

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen

1.133

985

888

804

sonstige Rückstellungen

2.563

2.487

2.599

2.489

14.680

15.752

17.171

18.494

1.372

2.194

1.410

1.759

14.786

14.623

15.198

13.553

0

0

0

0

93.999

97.371

98.149

99.925

Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Vorräte

Rechnungsabgrenzungsposten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
25,65
63,26
87,83
95,25
910,12
1,02

Seite 359

31.12.2013 Angaben in
25,34
%
62,99
%
88,06
%
94,93
%
5.036,38
in TEUR
5,45
%

Eigenbetrieb Leben & Wohnen

Beteiligungsbericht 2014

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2011

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

37.844

36.277

35.374

34.175

sonstige betriebliche Erträge

6.093

5.666

5.261

5.051

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren

7.095

7.070

6.988

6.821

0

564

624

640

23.456

22.446

21.640

20.829

soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und für Unterstützung

6.899

6.390

6.173

6.115

Abschreibungen

3.879

3.192

3.270

3.838

sonstige betriebliche Aufwendungen

3.203

2.718

2.629

2.460

Umsatzerlöse

Aufwendungen für bezogene Leistungen
Löhne und Gehälter

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

26

60

141

160

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

1.056

1.129

1.237

1.150

-1.625

-1.506

-1.784

-2.465

416

265

203

548

86

192

175

79

330

73

27

469

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

-1.295

-1.433

-1.757

-1.997

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

-1.295

-1.433

-1.757

-1.997

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit
außerordentliche Erträge
außerordentliche Aufwendungen
außerordentliches Ergebnis

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

75,11
69,09
83,01

31.12.2013 Angaben in
72,57
68,75
83,38

TEUR
%
%

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

1.231

841

-19

1.036

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

-910

-5.036

-2.134

-5.720

3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

-203

2.678

1.328

5.760

118

-1.517

-825

1.076

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Perionde *)

2.544

4.061

4.823

3.747

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

2.662

2.544

3.998

4.823

Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

*) bis 2012 Stand zum 31.12. lediglich Betriebsmittelkonto - ab 2013 alle Liquiden Mittel

Seite 360

Beteiligungsbericht 2014

Eigenbetrieb Leben & Wohnen

f) Anzahl der Beschäftigten

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
Beamte
Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit
davon EU-Staaten
davon Nicht-EU-Staaten
Teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
Auszubildende

31.12.2014
585
582
3
955
952
747
205
3
1
2
271
109
162
711
710
588
122
1
1
117

31.12.2013
578
575
3
936
933
769
164
3
1
2
251
100
151
675
674
548
126
1
1
114

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart

Zuschüsse aus städtischen Fonds
Tilgungszuschuss
Stand der städtischen Darlehen

Seite 361

31.12.2014

31.12.2013

in EUR
102.258
731.422
14.023.913

in EUR
102.258
1.070.480
13.894.805

Eigenbetrieb Leben & Wohnen

Beteiligungsbericht 2014

h) Leistungsdaten

Einrichtung

2014
Anzahl Plätze

2013

2014
2013
Auslastung in %*

Pflegeheim Hans Rehn
Pflegeheim Zamenhof
Haus Hasenberg**
Pflegeheim Sonnenberg
Heslach Seniorenpflege
Heslach Junge Pflege
Parkheim Berg
Filderhof
Willy Körner Haus
Pflegeheime VSPF gesamt

110
92
50
157
30
50
160
98
50
797

115
92
50
107
32
48
160
98
50
752

95,4
95,43
98,92
77,59
99,73
97,74
99,97
97,44
98,73

93,39
93,55
98,52
91
101,24
99,28
98,6
98,05
98,73

Kurzzeitpflege Sonnenberg
Kurzzeitpflege Zamenhof
Pflegeheime gesamt
Tagespflege Rohrer Höhe
Tagespflege Vaihinger Bahnhof
Tagespflege Sonnenberg
Tagespflege gesamt
Betreute Wohnungen
Nordbahnhofstraße
Neeffhaus
Wohnungslosenhilfe

10
16
823
16
14
18
48
286
67
66
133

10
16
778
16
14
18
48
286
67
66
133

s.o.
s.o.
93,63
50,2
37,34
53,98
47,86
100,00
84,63
96,57
90,56

s.o.
s.o.
96,07
42,5
29,12
53,07
42,56
100,00
92,64
98,85
95,73

1.290

1.245

91,7

94,16

ELW insgesamt

*ab 2011: Auslastung auf Basis der tatsächlichen Belegungstage!

i) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Bilanzsumme des ELW hat sich gegenüber dem Vorjahr um 3.372 TEUR auf 93.999 TEUR (Vorjahr:
97.371 TEUR) reduziert.
Das Anlagevermögen liegt mit 89.537 TEUR um 2.898 TEUR unter dem Vorjahreswert von 92.435 TEUR.
Den Zugängen bei den Anschaffungs- und Herstellungskosten in Höhe von 910 TEUR (im Wesentlichen
bedingt durch das Projekt Neubau Männerwohnheim in Höhe von 419 TEUR) stehen Nettoabgänge in
Höhe von 2 TEUR und planmäßige Abschreibungen in Höhe von 3.805 TEUR gegenüber.
Das Umlaufvermögen in Höhe von 4.453 TEUR hat sich gegenüber dem Vorjahr um 475 TEUR

Seite 362

Beteiligungsbericht 2014

Eigenbetrieb Leben & Wohnen

verringert. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die Zunahme der liquiden Mittel um 137 TEUR
sowie der Abnahme der Forderungen aus öffentlichen Fördermitteln (480 TEUR) und der Abnahme der
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (119 TEUR).
Die Kapitalrücklagen (Einlagen und Zuschüsse des Trägers zur Deckung von Verlusten, für
Tilgungsleistungen sowie zur Finanzierung von nicht geförderten Anlagegegenständen) sind im
Vergleich zum Vorjahr um 702 TEUR (Entnahme des Jahresverlustes 2013 in Höhe von 1.433 TEUR;
Zuführung Tilgungsleistungsausgleich 2014 in Höhe von 731 TEUR) zurückgegangen. Entsprechend hat
sich das Eigenkapital des ELW um 564 TEUR auf 24.109 TEUR reduziert, was einer Eigenkapitalquote
von 25,65 % entspricht.
Im Berichtsjahr liegen die Verbindlichkeiten des ELW mit 30.838 TEUR um 1.730 TEUR unter dem
Vorjahreswert von 32.568 TEUR. Dies ist im Wesentlichen begründet in der Abnahme der
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 822 TEUR und der Abnahme der
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 1.072 TEUR.
Das Jahresergebnis 2014 weist einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.295 TEUR aus. Der
Jahresfehlbetrag 2014 hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um 138 TEUR reduziert. Gegenüber dem
Wirtschaftsplan, in dem ein Fehlbetrag von 1.962 TEUR veranschlagt wurde, hat sich das ELW
Jahresergebnis um 667 TEUR verbessert.
Die Verbesserung des Jahresergebnisses gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen begründet in
gestiegenen Erträgen aus Umsatzerlösen (+1.567 TEUR) und Sonstigen betrieblichen Erträgen und
Zuweisungen und Zuschüssen (+369 TEUR).
Dem stehen ein Anstieg der Aufwendungen für Personal in Höhe von 1.518 TEUR ( u.a. durch die
Tariferhöhung 2013 / 2014 und durch Stellenbesetzungen) und des Sachaufwands in Höhe von 97 TEUR
(vor allem bedingt durch gestiegene Aufwendungen bei Materialaufwand und Aufwendungen für
Mieten/Pacht/Leasing) gegenüber.
Die Aufwendungen für Abschreibungen (+687 TEUR), für Zinsen (-72 TEUR) und für Instandhaltung
(+26) haben sich um insgesamt 641 TEUR erhöht. Die Erhöhung der Abschreibung begründet sich vor
allem in der Reduzierung der Restabschreibungszeit der Gebäude HRS und No21.
Ausblick
Das deutlich über dem Plan erreichte Jahresergebnis zeugt von der hohen Motivation aller Beschäftigten
im ELW. Die Angebotsvielfalt und die räumliche Verteilung im Stadtgebiet wird angenommen und ist
bedarfsgerecht.
Der ELW strebt weiterhin eine Ertrags- und Prozessoptimierung an. Wenn möglich, werden weiter
Kostenreduzierungen oder Effizienzsteigerungen (Belegung) vorgenommen.
Weiterhin werden die Themenkomplexe
- Betreuungskonzepte für Menschen mit einer Demenz,
- chronische Erkrankungen (z. B. Diabetes mellitus, Neurologische Erkrankungen) und
- die Pflege und Betreuung von Menschen in der letzten Lebensphase (palliative Versorgung)
vorangetrieben.
Die heutige Pflegestruktur mit einer relativen Dichte an stationären Pflegeplätzen in Stuttgart ist
weitgehend bedarfsdeckend.
Der ELW setzt sich in der täglichen Arbeit und in vielen Gremien dafür ein, die Pflegequalität an den
Wünschen der Menschen und nicht an irgendwelchen Prüfkatalogen auszurichten.

Seite 363

Eigenbetrieb Leben & Wohnen

Beteiligungsbericht 2014

Der ELW beteiligt sich an der Weiterentwicklung zukünftiger Wohnformen und setzt bedarfsgerechte
Konzepte und Modelle in den Bestandseinrichtungen und neuen Planungen um.
Der ELW führt strukturierte, dem Beschäftigten zugewandte und nicht leistungsbezogene
Mitarbeiterjahresgespräche, in denen vor allem das Entwicklungspotential und die persönliche Situation
des Beschäftigten betrachtet wird. Daraus ergeben sich Handlungsfelder (Fortbildung, Teilzeitmodelle,
Kinder- und Angehörigenbetreuung und vieles mehr), die aktiv aufgenommen und bearbeitet werden.
Der ELW bringt sich in den verschiedensten Themenbereichen aktiv in den gesellschaftlichen Diskurs ein.
So ist der ELW neben der Mitgliedschaft in der BWKG auch in der BKSB (Bundesverband der
Kommunalen), der WIV Stuttgart (WIrtschafts- und Industrievereinigung), im Stadtseniorenrat und vielen
Fachgremien innerhalb Stuttgarts und darüber hinaus engagiert. Eine Mitgliedschaft im
Deutsch-Türkischen Forum ist nur als Person möglich, sodass die GF dieses in Person stellvertretend für
den ELW wahrnimmt.
Die Altenpflegeschule ist durch die neuen Räumlichkeiten und die Neubeschäftigung von Lehrkräften in
der Lage, weitere Kurse aufzubauen und entwickelt sich immer weiter in Richtung der Pflegeakademie.
Das gut am Bedarf angepasste Portfolio der Wohnungsnotfallhilfe spiegelt sich sowohl in der guten
Belegung wie auch in der Gewinn- und Verlustrechnung wieder. Besonders der aktuelle Planungsstand
und der angepasste Zeitplan bis zum Baubeginn motivieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im
Männerwohnheim.
Der für das Geschäftsjahr 2015 aufgestellte Wirtschaftsplan weist einen Jahresfehlbetrag von 1.583
TEUR aus. Entsprechend der aktuellen Hochrechnungen wird diese Planung einzuhalten sein.
Die aktuelle Belegung des ersten Quartals 2015 entspricht den Planungen.

Seite 364

Beteiligungsbericht 2014

Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart

Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart
a) Allgemeine Angaben
Anschrift

Hohe Str. 25
70176 Stuttgart

Telefon
Telefon
Fax
Homepage

(0711) 216-2515
(0711) 216-80088
(0711) 216-80100
www.stuttgart-stadtentwässerung.de

Rechtsform

Eigenbetrieb

Gründungsdatum

Der Eigenbetrieb wird nach dem Beschluss des Gemeinderats vom
01.01.1995 als Eigenbetrieb im Sinne von § 102 GemO BW geführt.

Gegenstand des
Unternehmens

Gegenstand des Eigenbetriebs ist die schadlose Ableitung und
Behandlung von Abwässern gemäß der für die Landeshauptstadt
Stuttgart geltenden Abwasserbeseitigungssatzung einschließlich der
Klärschlammverwertung und -beseitigung sowie Entsorgungsaufgaben
aufgrund von Zweckvereinbarungen oder anderen vertraglichen
Verpflichtungen.
Der öffentliche Zweck ergibt sich durch die Erfüllung von Aufgaben
der Daseinsvorsorge (Gewährleistung der Gesundheit der Bewohner
etc.) sowie hoheitlicher Tätigkeiten im Rahmen der wasser- und
satzungsrechtlichen Vorschriften.

Stammkapital in T€

0,00

Anteil am
Stammkapital in T€

b) Gesellschafter
Landeshauptstadt Stuttgart

c) Beteiligungen
Keine

Seite 365

%

0,00

100,00

Anteil am
Stammkapital in T€

%

Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart

Beteiligungsbericht 2014

d) Organe des Eigenbetriebs
Organe des Eigenbetriebs sind der Gemeinderat, der Oberbürgermeister, der Betriebsausschuss und die
Geschäftsführung. Die Darstellung der Organe bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2014 und
berücksichtigt die sich im Geschäftsjahr 2014 ergebenden Veränderungen.
Organ / Funktion

Name

Mandat ab

Betriebsausschuss
Vorsitzender

OBM Kuhn, Fritz

07.01.2013

Ständiger stellv. Vorsitzender

BM Hahn, Matthias

Ständiger stellv. Vorsitzender

BM Schairer, Martin

Ständiger stellv. Vorsitzender

BM Thürnau, Dirk

Mitglied

Brett, Eberhard

24.07.2014

Mitglied

Bulle-Schmid, Beate

25.07.2012

Mitglied

Deparnay-Grunenberg, Anna

17.09.2009

24.07.2014

Mitglied

Dr. Blind, Roswitha

16.09.2004

24.07.2014

Mitglied

Dr. Kienzle, Michael

16.09.2004

24.07.2014

Mitglied

Dr. Oechsner, Matthias

24.07.2014

Mitglied

Dr. Schertlen, Ralph

24.07.2014

Mitglied

Dr. Stübel, Günter

17.09.2009

Mitglied

Dr. Vetter, Carl-Christian

24.07.2014

Mitglied

Fahrion, Joachim

16.09.2004

Mitglied

Fuhrmann, Thomas

24.07.2014

Mitglied

Gröger, Marita

17.09.2009

Mitglied

Hill, Philipp

16.09.2004

Mitglied

Kletzin, Susanne

24.07.2014

Mitglied

Körner, Martin

24.07.2014

Mitglied

Kotz, Alexander

25.05.2012

Mitglied

Munk, Gabriele

17.09.2009

Mitglied

Ozasek, Christoph

24.07.2014

Mitglied

Pätzold, Peter

16.09.2004

Mitglied

Peterhoff, Björn

24.07.2014

Mitglied

Reißig, Andreas

17.09.2009

Mitglied

Schiener, Beate

22.09.2011

Mitglied

Stocker, Gangolf

17.09.2009

Mitglied

Stopper, Jochen

17.09.2009

24.07.2014

Mitglied

Vetter, Helga

16.09.2004

24.07.2014

Mitglied

Zeeb, Jürgen

22.09.2011

Geschäftsführung
Erster und technischer
Betriebsleiter

Schanz, Wolfgang

Kaufmännischer Betriebsleiter

Endrich, Frank

Seite 366

Mandat bis

24.07.2014
24.07.2014
24.07.2014

24.07.2014

Beteiligungsbericht 2014

Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart

Die Gesamtbezüge (Herr Endrich und Herr Schanz) betrugen im Geschäftsjahr 127 TEUR, davon Herr
Endrich 83 TEUR und Herr Schanz 44 TEUR. Herr Schanz erhält bei Eintritt in den Ruhestand eine
beamtenrechtliche Pension. Für Herrn Endrich besteht keine Pensionszusage.

e) Geschäftsentwicklung
aa) Vermögenslage
Bilanz
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR
Aktiva

762.855

751.992

748.940

747.569

458

751

1.016

1.100

753.451

740.917

736.174

733.305

Vorräte

2.221

2.196

2.428

2.529

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

6.663

8.078

9.269

10.591

61

51

52

44

762.855

751.992

748.940

747.569

56.091

54.297

48.129

41.889

192.268

198.039

205.749

214.866

4.111

4.137

3.701

3.420

Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen

Rechnungsabgrenzungsposten
Passiva
Eigenkapital
Sonderposten mit Rücklagenanteil/Abzugskapital
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen
sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sonstige Verbindlichkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme (Original lt. Bilanz)

6.473

6.093

9.446

11.243

310.440

291.540

283.117

266.519

6.610

8.340

5.907

8.174

186.687

189.418

192.790

201.388

174

129

103

71

762.855

751.992

748.940

747.569

Kennzahlen zur Vermögenslage
Eigenkapitalquote (ohne Sonderposten)
Eigenkapitalquote (mit Sonderposten)
Anlagendeckungsgrad II
Anlagenintensität
Investitionen
Investitionsquote

31.12.2014
7,35
32,56
85,95
98,83
48.535,00
6,44

Seite 367

31.12.2013 Angaben in
7,22
%
33,56
%
85,93
%
98,63
%
40.345,70
in TEUR
5,44
%

Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart

Beteiligungsbericht 2014

bb) Ertragslage
GuV
31.12.2014

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2011

in TEUR

in TEUR

in TEUR

in TEUR

109.330

110.107

110.697

105.746

2.260

2.187

2.108

1.848

930

2.270

896

1.996

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren

10.710

10.773

11.199

10.889

Aufwendungen für bezogene Leistungen

12.539

11.128

8.992

10.943

Löhne und Gehälter

15.448

14.727

14.776

13.789

4.651

4.731

4.558

4.370

Abschreibungen

35.827

35.105

34.971

34.639

sonstige betriebliche Aufwendungen

10.282

10.742

11.711

9.381

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

18

58

78

64

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

21.280

21.243

21.324

21.135

1.800

6.173

6.248

4.509

außerordentliches Ergebnis

0

0

0

0

sonstige Steuern

5

6

7

7

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

1.794

6.168

6.241

4.502

Bilanzgewinn/Bilanzverlust

1.794

6.168

6.241

4.502

Umsatzerlöse
andere aktivierte Eigenleistungen
sonstige betriebliche Erträge

soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und für Unterstützung

Ergebnis der gewöhnlichen Geschaftstätigkeit

Kennzahlen zur Ertragslage
31.12.2014
Gesamtleistung je Mitarbeiter (Vollzeit)
Personalaufwandsquote
Kostendeckung

345,40
17,86
98,72

31.12.2013 Angaben in
350,30
16,98
101,52

TEUR
%
%

cc) Kapitalflussrechnung
Cash Flow

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
in TEUR
in TEUR
in TEUR
in TEUR

1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

27.035

29.553

24.443

16.665

-48.467

-40.059

-37.655

-42.229

21.902

14.606

18.535

18.753

Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds

470

4.100

5.323

-6.811

(+) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

613

-3.487

-26.900

-20.089

1.083

613

-21.577

-26.900

2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

Seite 368

Beteiligungsbericht 2014

Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart

f) Anzahl der Beschäftigten

Mitarbeiter auf Vollzeitbasis (Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
Beamte
Mitarbeiter nach Köpfen (im Jahresdurchschnitt)
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
davon Männer
Mitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit
Teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer
davon Frauen
davon Männer
Beamte
davon Frauen
Auszubildende
Schwerbehindertenquote in %

31.12.2014
326
316
9
341
331
60
271
10
2
8
41
39
37
29
8
2
2
29
5

31.12.2013
327
318
9
344
334
64
270
10
2
8
40
43
41
30
11
2
2
27
6

g) Kapitalzuführungen/-entnahmen,
Gesellschafterzuschüsse sowie
Bürgschaften der Landeshauptstadt
Stuttgart

Stand der städtischen Darlehen

Seite 369

31.12.2014

31.12.2013

in EUR
182.190.439

in EUR
186.676.014

Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart

Beteiligungsbericht 2014

h) Wichtige Verträge

Verträge mit Nachbargemeinden:
Es bestehen öffentlich-rechtliche Vereinbarungen mit den Nachbargemeinden Ditzingen, Esslingen,
Fellbach, Gerlingen, Korntal-Münchingen, Kornwestheim, Leinfelden-Echterdingen, Ostfildern und
Remseck über die Ableitung und Behandlung ihres Abwassers in den städtischen Klärwerken. Als
Gegenleistung für die Einleitung der Abwässer haben sich die Nachbargemeinden an den Kosten für
den Betrieb und die Unterhaltung der Klärwerke und der Ableitungsanlagen zu beteiligen. Auch mit der
Flughafen Stuttgart GmbH besteht seit 1993 ein öffentlich-rechtlicher Vertrag über die Speicherung,
Ableitung und Behandlung des anfallenden Enteisungswassers.
Eigentümer des Klärwerks Ditzingen sind mit 60 % die Stadt Stuttgart und mit 40 % die Stadt
Ditzingen. Der Betrieb des Klärwerks erfolgt durch den SES und basiert auf der zwischen der Stadt
Ditzingen und der LHS geschlossenen öffentlich-rechtlichen Vereinbarung über die Erweiterung und den
Betrieb des Gruppenklärwerks Ditzingen vom Juli 1981.
Abwasserbeseitigungsvertrag mit der Landesmesse Stuttgart:
Mit Vertrag vom 30.07.2010 mit der Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG übernimmt der
SES die Entsorgung des Schmutzwassers aus dem Messegelände.
Cross-Border-Finanzierung Kanalnetz:
Im Rahmen einer Cross-Border-Finanzierung wurde im Jahr 2002 das Kanalnetz an US-Investoren
vermietet. In Höhe des von der LHS vereinnahmten Barwertvorteils von rd. 22 Mio. EUR erhielt der SES
von der LHS ein zinsgünstiges Darlehen. Der durch die Zinsgutschriften auf rd. 23,4 Mio. EUR
angewachsene Wert des Darlehens wurde im Jahr 2007 in eine Eigenkapitalrücklage umgewandelt.

Seite 370

Beteiligungsbericht 2014

Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart

i) Leistungsdaten
Einheit

2014

2013

2012

2011

km
Anz.
Anz.
Anz.

1.685
51
79
32

1.685
51
77
32

1.684
51
74
32

1.682
49
72
34

km
Anz.
Anz.

700
2.200
980

584
2.200
1.200

525
2.160
1.100

456
2.360
750

Abwassersammlung
Abwasserkanäle
Regenrückhaltebecken
Regenüberlaufbecken
Abwasserpumpwerke
Kanalbetrieb
Gereinigte Kanäle
Inspektionsgänge
Störungen beseitigt
Hauptklärwerk Mühlhausen
Ausbaugröße (Einwohnerwerte)
Chemischer Sauerstoffbedarf (Ablauf)
Phosphor (Ablauf)
Stickstoff (Ablauf)
Klärwerk Plieningen
Gesamtkapazität (Einwohnerwerte)
Chemischer Sauerstoffbedarf (Ablauf)
Phosphor (Ablauf)
Stickstoff (Ablauf)
Klärwerk Möhringen
Ausbaugröße (Einwohnerwerte)
Chemischer Sauerstoffbedarf (Ablauf)
Phosphor (Ablauf)
Stickstoff (Ablauf)
Gruppenklärwerk Ditzingen
Ausbaugröße (Einwohnerwerte)
Chemischer Sauerstoffbedarf (Ablauf)
Phosphor (Ablauf)
Stickstoff (Ablauf)
Finanzen
Schmutzwasserentgelt
Niederschlagswassergebühr

mg/l
mg/l
mg/l

1.200.000 1.200.000 1.200.000 1.200.000
19,5
19,1
19,8
18,8
0,4
0,4
0,3
0,3
8,5
9,1
8
8

mg/l
mg/l
mg/l

133.000
14,4
0,3
9,1

133.000
15,8
0,3
8,2

133.000
16
0,5
7,5

133.000
22,4
0,3
9,5

mg/l
mg/l
mg/l

160.000
18,4
0,5
8,4

160.000
17,9
0,5
9,1

160.000
19,4
0,6
6,8

160.000
19,4
0,5
8,1

mg/l
mg/l
mg/l

120.000
23,7
0,6
10,1

120.000
21,4
0,5
11,4

120.000
20,1
0,6
10,5

120.000
23
0,5
8,7

1,64
0,66

1,64
0,61

1,62
0,57

1,52
0,53

EUR/m³
EUR/m²

Seite 371

Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart

Beteiligungsbericht 2014

j) Grundzüge des Geschäftsverlaufs 2014
und aktuelle Kurzdarstellung
Ergebnisentwicklung
Das Jahresergebnis lag bei 1,8 Mio. EUR (Plan 2,2 Mio. EUR) Im Jahresergebnis sind
Kostenüberdeckungen in Höhe von 1,7 Mio. EUR aus der Gebührennachkalkulation enthalten.
Die Gesamterträge (vor Buchung der Kostenüberdeckungen) lagen bei 114,2 Mio. EUR (Vorjahr 114,9
Mio. EUR).
Die Umsatzerlöse (vor Buchung der Kostenüberdeckungen) lagen in 2014 mit 111,0 Mio. EUR über den
Umsatzerlösen des Vorjahres (Vorjahr 110,4 Mio. EUR). Dabei erhöhten sich die Umsatzerlöse für
Abwassergebühren und -entgelte auf 78,5 Mio. EUR (Vorjahr 74,7 Mio. EUR). Die für den
Jahresabschluss hochgerechnete Schmutzwassermenge blieb 1,4% unter der Kalkulationsmenge und im
Vergleich zur Vorjahresmenge stabil. Die Erlöse für Schmutzwasserentgelte stiegen auf 57,9 Mio. EUR
(Vorjahr 55,6 Mio. EUR). Das Schmutzwasserentgelt betrug 1,64 EUR/m³ (Vorjahr 1,62 EUR/m³). Die
erlösrelevante Schmutzwassermenge betrug wie im Vorjahr 35,0 Mio. m³. Im Bereich
Niederschlagswasser verhielten sich die Umsatzerlöse wie geplant und stiegen bei konstanter Fläche auf
20,6 Mio. EUR (Vorjahr 19,1 Mio. EUR).
Die Niederschlagswassergebühr betrug 0,66 EUR (Vorjahr 0,61 EUR/m²). An das Kanalnetz waren im
Berichtsjahr 31,2 Mio. m² (Vorjahr 31,3 Mio. m²) an Privatflächen angeschlossen.
Die Auflösungserträge von Zuschüssen und Beiträgen reduzierten sich wie geplant auf 13,2 Mio. EUR
(Vorjahr 14,0 Mio. EUR). Die Straßenentwässerungskosten (Entwässerung der öffentlichen Flächen) für
die Landeshauptstadt Stuttgart betrugen 8,4 Mio. EUR (Vorjahr 8,3 Mio. EUR). An den Betriebskosten
der Klärwerke beteiligten sich die angeschlossenen Partnergemeinden mit 7,7 Mio. EUR (Vorjahr 6,8
Mio. EUR) und die sonstigen Erlöse lagen bei 3,0 Mio. EUR (Vorjahr 2,9 Mio. EUR).
Aktivierte Eigenleistungen wurden in Höhe von 2,3 Mio. EUR (Vorjahr 2,2 Mio. EUR) verbucht.
Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen ohne Einmaleffekte mit 0,9 Mio. EUR wieder auf
Normalniveau.
Die Gesamtaufwendungen betrugen 110,7 Mio. EUR (Vorjahr 108,4 Mio. EUR) blieben aber leicht unter
der Planzahl von 111,0 Mio. EUR.
Der Materialaufwand stieg wie geplant auf 23,2 Mio. EUR (Vorjahr 21,9 Mio. EUR). Dabei blieben die
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit 10,7 Mio. EUR auf Vorjahresniveau während die
Aufwendungen für bezogene Leistungen mit 12,5 Mio. EUR gezielt erhöht wurden. In 2014 waren mehr
Instandhaltungsleistungen für das Kanalnetz und die Klärwerksanlagen eingeplant.
Der Personalaufwand ist in 2014 auf 20,1 Mio. EUR angestiegen (Vorjahr 19,5 Mio. EUR). Dabei
erhöhten sich die Löhne und Gehälter überwiegend durch die allgemeine Tarifanpassung auf 15,4 Mio.
EUR (Vorjahr 14,7 Mio. EUR). Die Aufwendungen für Soziale Abgaben und Altersversorgung blieben
konstant bei 4,7 Mio. EUR. In dieser Position werden auch die Anpassungen der Rückstellungen für
Pensionen, Beihilfen und Altersteilzeit geführt. Die jeweiligen Anpassungsbeträge werden jedes Jahr
durch finanzmathematische Gutachten ermittelt.
Die betrieblichen Abschreibungen stiegen höher als ursprünglich eingeplant auf 35,8 Mio. EUR (Vorjahr
35,1 Mio. EUR). Für die zukünftige Entwicklung der Abschreibungen ist zu beachten, dass der aktuelle
Bestand der Anlagen im Bau zum bei 61,9 Mio. EUR liegt (Vorjahr 55,1 Mio. EUR) und der notwendige
Investitionsbedarf in die Erhaltung und Erweiterung oder Verbesserung der Abwasseranlagen zukünftig
nicht geringer sein wird.
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen etwas höher als geplant bei 10,3 Mio. EUR (Vorjahr
10,7 Mio. EUR). Innerhalb dieser Positionen liegen die Verwaltungskosten der städtischen Ämter bei 4,4
Mio. EUR (Vorjahr 4,3 Mio. EUR).
Der Zinsaufwand liegt bei 21,3 Mio. EUR (Vorjahr 21,2 Mio. EUR) und blieb trotz Darlehensaufnahmen
von insgesamt 33,9 Mio. EUR (Vorjahr 28,58 Mio. EUR) konstant.
Die Gebührennachkalkulation 2014 zum Jahresabschluss ergab für den Bereich Schmutzwasser eine
Kostenüberdeckung in Höhe von 1,5 Mio. EUR und für den Bereich Niederschlagswasser eine
Kostenüberdeckung in Höhe von 0,2 Mio. EUR aus. Die Kostenüberdeckungen aus der Nachkalkulation
2014 wurden erlösmindernd in die Sonstigen Verbindlichkeiten gebucht und werden in den
Gebührenkalkulationen 2016 und folgende entsprechend berücksichtigt.

Seite 372

Beteiligungsbericht 2014

Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart

Investitionen
Insgesamt wurden im Berichtsjahr 48,5 Mio. EUR in die Anlagen der Stadtentwässerung Stuttgart
investiert (Vorjahr 40,3 Mio. EUR). 1,2 Mio. EUR davon wurden durch Dritte finanziert (Beteiligungen
Dritter an Umbaumaßnahmen).
In das Stuttgarter Kanalnetz flossen SES-Investitionen in Höhe von 26,8 Mio. EUR (Vorjahr 23,7 Mio.
EUR). Dabei wurden (um den heutigen Anforderungen an ein leistungsfähiges Kanalnetz Rechnung zu
tragen) Sanierungsprojekte von insgesamt 18,6 Mio. EUR, Erschließungsprojekte in Höhe von 0,7 Mio.
EUR und zur Verbesserung der Regenwasserbehandlung Maßnahmen in Höhe von 7,5 Mio. EUR
umgesetzt. Gleichzeitig wurden für das Kanalnetz Instandhaltungsarbeiten in Höhe von 3,6 Mio. EUR
ausgeführt (Vorjahr 3,0 Mio. EUR). Unter anderem konnte das Kanalnetz in 2014 auf einer Länge von
8,3 Kilometern saniert werden. Der Kanalbetrieb untersuchte im Berichtsjahr im Rahmen der
Eigenkontrollverordnung rund 260 Kilometer Kanäle (Vorjahr 147 km) und 3.400 Anschlusskanäle
(Vorjahr 3.870). Durch die Mitarbeiter wurden 700 Kilometer Kanäle (Vorjahr 584 km) gereinigt, 2.000
Inspektionsgänge (Vorjahr 2.200) absolviert und 980 Störungen (Vorjahr 1.200) im Netz beseitigt.
In den vier Klärwerken wurden Investitionsmaßnahmen in Höhe von 19,7 Mio. EUR (Vorjahr 15,9 Mio.
EUR) durchgeführt. Im Wesentlichen wurde in Projekte zur Verbesserung der Reinigungsleistung, zur
Ertüchtigung bzw. Erneuerung von Anlagenteilen und zur Steigerung der Energieeffizienz investiert. Im
Hauptklärwerk Mühlhausen wurden 12,3 Mio. EUR, im Klärwerk Möhringen 0,5 Mio. EUR, im Klärwerk
Plieningen 1,0 Mio. EUR und im Gruppenklärwerk Ditzingen 2,3 Mio. EUR investiert. Gleichzeitig wurden
Instandhaltungsarbeiten in Höhe von 5,6 Mio. EUR (Vorjahr 5,3 Mio. EUR) durchgeführt.
Die Investitionsquote der SES lag bei 6,3% (Vorjahr 5,4%). Die Investitionsdeckung des
abschreibungsbedingten Werteverzehr war mit 135,5% (Vorjahr 114,9%) gegeben. Der
Anlagenabnutzungsgrad blieb in 2014 relativ konstant bei 57,1% (Vorjahr 56,9%).
Auf der Ausgabenseite des Vermögensplans wurde der Planansatz für Investitionen in 2014 um 4,9%
(+2,2 Mio. EUR) überschritten. Der im Investitionscontrolling der SES vorgegebene Zielkorridor von +/5% wurde eingehalten. Insgesamt lag der Finanzierungsbedarf in 2014 um 4,7% (3,7 Mio. EUR) über
dem Planansatz. Gleichzeitig lagen die Finanzierungsmittel um 2,1% (1,6 Mio. EUR) über dem
Planansatz. Damit ergab sich in 2014 (isoliert betrachtet) ein Finanzierungsfehlbetrag in Höhe von 2,0
Mio. EUR, der durch Deckungsmittel des Vorjahres ausgeglichen wurde.
Status der Rechtssicherheit
Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften ist für die SES oberstes Gebot. Die SES ist eine rechtssichere
Organisation, die Compliance-Themen beachtet und ständig überprüft. Die von der SES zu erfüllenden
Rechtsanforderungen werden in allen Bereichen umgesetzt.
Status Qualitäts- und Umweltmanagement
Grundlage des Qualitäts- und Umweltmanagementsystems der SES (QUMS) sind die Normen DIN EN ISO
9001:2008 und DIN EN ISO 14001:2004, deren Forderungen zum integrierten Managementsystem
zusammengeführt sind.
Mit der Einführung des Qualitäts- und Umweltmanagementsystem im Jahr 2006 wurde ein transparentes
Organisationssystem zur Planung, Steuerung, Überwachung und ständigen Verbesserung in den
Berufsalltag installiert. Das System gewährleistet eine gute Arbeitsqualität und sorgt dafür, dass der
Schutz des Menschen und der Umwelt auf hohem Niveau aufrechterhalten wird. Wichtig ist es, dass die
Prozesse immer wieder hinterfragt werden und gezielt auf Verbesserungsmöglichkeiten untersucht
werden.
In 2014 wurden zahlreiche interne Audits und das jährliche Managementreview durchgeführt. Das
QUMS-Handbuch wurde aktualisiert und das externe Audit zur mittlerweile vierten Zertifizierung
vorbereitet.

Seite 373

Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart

Beteiligungsbericht 2014

Strategie und Ziele
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SES verstehen den SES als kundenorientierten, wirtschaftlichen
Service- und Dienstleistungsbetrieb, der durch Sammeln, Fortleiten und Behandeln von Abwasser für die
Einwohner und die ansässigen Unternehmen aktiven Umweltschutz betreibt.
Klare Ziele, innovative Managementkonzepte und die konsequente Umsetzung der zuvor definierten
Maßnahmen sorgen für den Erfolg des Eigenbetriebs zum Wohle der Bürger.
Den Anstieg der Abwassergebühren für die Bürger moderat zu halten ist ein zentrales Ziel der
Stadtentwässerung Stuttgart (SES). Um es zu erreichen, überprüft der städtische Eigenbetrieb regelmäßig
seine nachhaltige und strategische Ausrichtung im Rahmen eines Strategieworkshops, der mindestens
alle drei Jahre stattfindet. Der letzte Workshop fand im März 2012 statt. Aktuell sind 56% der
formulierten Ziele umgesetzt. Der nächste Strategieworkshop ist für Februar 2016 bereits terminiert.
Einschätzung des Gesamtrisikos
Im Laufe des Berichtsjahres waren folgende Risikofaktoren mit "Hinweis zur näheren Betrachtung"
bewertet:
- Das Investitionscontrolling der SES zeigt an, dass die Investitionsbudgets zum Jahresende überschritten
werden. Die Abweichung liegt voraussichtlich noch innerhalb des vorgegebenen Ergebniskorridors
+/- 5%. Die Finanzierung ist zu gewährleisten.
- Für den Abgang von Anlagengütern sind 2014 0,3 Mio. EUR eingeplant. Unterjährig ist es sehr
schwierig zu ermitteln, in wie weit das Budget ausreicht. Die Anlagenabgänge können überwiegend
erst im Rahmen der Jahresabschlussarbeiten erhoben werden.
- Zu Beginn des Jahres lag der gemeldete Frischwasserverbrauch für Stuttgart noch etwas unter dem
Vorjahreswert. Zum Jahresende hin hat sich der Wert auf Vorjahresniveau stabilisiert.
- Die Gewinnung von geeigneten Mitarbeitern im Elektrobereich (Ingenieure und auch Fachkräfte) bleibt
weiterhin schwierig. Die Anzahl der Rückmeldungen bei Stellenausschreibungen in den anderen
Bereichen ist ausreichend.
Durch den Chancen- und Risikomanagementbericht der SES werden die kritischen Erfolgsfaktoren
regelmäßig bewertet und kommuniziert. Daraus ergibt sich für die SES die Chance Abweichungen zu
erkennen und geeignete Maßnahmen einleiten zu können. Insgesamt bestanden zum 31.12.2014 keine
Risiken, die den Fortbestand des Eigenbetriebs Stadtentwässerung Stuttgart gefährdeten.

Seite 374

w
Beteiligungsbericht 2014

Abschlussprüfer

VI. Übersicht der Abschlussprüfer

der städtischen Beteiligungen und Eigenbetriebe

x Jahre 2012 bis 2015

Seite 375

w
Abschlussprüfer

Beteiligungsbericht 2014

Seite 376

w
Beteiligungsbericht 2014

Abschlussprüfer

Beteiligungsunternehmen
2015
BioRegio STERN Management GmbH

2014

2013

2012

Ebner Stolz

Ebner Stolz

INVRA Treuhand AG

INVRA Treuhand AG

DZ Datenzentrale Entwicklungs- und VertriebsEbner Stolz
GmbH

Ebner Stolz

Ebner Stolz

Ebner Stolz

Film- und Medienfestival gGmbH

Baker Tilly Roelfs

Prof. Dr. Binder, Dr. Dr. Prof. Dr. Binder, Dr. Dr. Prof. Dr. Binder, Dr. Dr.
Hillebrecht und Partner Hillebrecht und Partner Hillebrecht und Partner

Flughafen Stuttgart GmbH

Prof. Dr. Binder, Dr. Dr. Prof. Dr. Binder, Dr. Dr. Prof. Dr. Binder, Dr. Dr. Prof. Dr. Binder, Dr. Dr.
Hillebrecht und Partner Hillebrecht und Partner Hillebrecht und Partner Hillebrecht und Partner
Dr. Vaih & Partner

Dr. Vaih & Partner

Hausmann Welz
Seeger & Partner
GmbH

Hausmann Welz
Seeger & Partner
GmbH

in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH &
Baker Tilly Roelfs
Co. KG

Baker Tilly Roelfs

Ebner Stolz

Ebner Stolz

Kabeltrasse WP Schwanfelder Höhe GbR

EY

EY

Baker Tilly Roelfs

-

Landesbank Baden-Württemberg

KPMG

KPMG

KPMG

KPMG

Landesmesse Stuttgart GmbH

Ebner Stolz

Ebner Stolz

EY

EY

Märkte Stuttgart GmbH

Baker Tilly Roelfs

Baker Tilly Roelfs

Ebner Stolz

Ebner Stolz

Medizinisches Versorgungszentrum Bad
Cannstatt gGmbH

PricewaterhouseCoopers

PricewaterhouseCoopers

-

-

H/W/S

H/W/S

WIKOM

WIKOM

RWT Horwarth

RWT Horwarth

RölfsPartner

RölfsPartner

KPMG

KPMG

Ebner Stolz

Ebner Stolz

QMBW GmbH

EY

EY

EY

-

SBS - Sportstätten Betriebs-GmbH

KMS & Dumann

KMS & Dumann

Deloitte & Touche

Deloitte & Touche

Sportklinik Stuttgart GmbH

Ebner Stolz

Ebner Stolz

EY

EY

SSB Reisen GmbH

Ebner Stolz

Ebner Stolz

KPMG

KPMG

Stadion NeckarPark GmbH & Co. KG

WirtschaftsTreuhand

WirtschaftsTreuhand

RölfsPartner

RölfsPartner

Stadtwerke Stuttgart GmbH

EY

EY

RölfsPartner

RölfsPartner

Stadtwerke Stuttgart Vertriebsgesellschaft
mbH

EY

EY

RölfsPartner

-

Stiftung Kunstmuseum Stuttgart gGmbH

BRV AG

BRV AG

Bansbach Schübel
Brösztl & Partner
GmbH

Bansbach Schübel
Brösztl & Partner
GmbH

Stuttgart-Marketing GmbH

Bansbach

Bansbach

Wirtschaftstreuhand

Wirtschaftstreuhand

Stuttgarter Straßenbahnen AG

Ebner Stolz

Ebner Stolz

KPMG

KPMG

Stuttgarter Versorgungs- und
Verkehrsgesellschaft mbH

H/W/S

H/W/S

Deloitte & Touche

Deloitte & Touche

Stuttgarter Wohnungs- und
Städtebaugesellschaft mbH

HABITAT

HABITAT

EY

EY

SWS Netzbetreiber GmbH

KPMG

KPMG

-

-

SWS Netzinfrastruktur GmbH

EY

EY

-

-

SWS Windpark Verwaltungs GmbH

EY

EY

Baker Tilly Roelfs

-

SWS Windpark Bad Hersfeld GmbH & Co. KG

EY

EY

-

-

SWS Windpark Everswinkel I GmbH & Co. KG

EY

EY

Baker Tilly Roelfs

-

SWS Windpark Everswinkel II GmbH & Co. KG EY

EY

Baker Tilly Roelfs

-

Hafen Stuttgart GmbH

NetCom Stuttgart GmbH
Telekommunikationsdienste
Objektgesellschaft Schleyer-Halle und Neue
Arena GmbH & Co. KG
Projektgesellschaft Neue Messe
GmbH & Co. KG

Seite 377

w
Abschlussprüfer

Beteiligungsbericht 2014

Beteiligungsunternehmen
2015

2014

2013

2012

SWS EWL Infrastruktur GmbH & Co. KG

EY

EY

Baker Tilly Roelfs

-

SWS Windpark Schwanfeld GmbH & Co. KG

EY

EY

Baker Tilly Roelfs

-

Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH

PricewaterhouseCoopers

PricewaterhouseCoopers

PricewaterhouseCoopers

Ebner Stolz

Eigenbetriebe 1)

2015

2014

2013

2012

Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart

Prof. Dr. Binder, Dr. Dr. Prof. Dr. Binder, Dr. Dr.
EY
Hillebrecht und Partner Hillebrecht und Partner

EY

Eigenbetrieb Klinikum Stuttgart

PricewaterhouseCoopers

PricewaterhouseCoopers

Rödl & Partner

Rödl & Partner

Eigenbetrieb Bäderbetriebe Stuttgart

Deloitte & Touche

Deloitte & Touche

Dr. Vaih & Partner

Dr. Vaih & Partner

Eigenbetrieb Leben und Wohnen

KPMG

KPMG

Prof. Dr. Binder, Dr. Dr. Prof. Dr. Binder, Dr. Dr.
Hillebrecht und Partner Hillebrecht und Partner

Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart

Prof. Dr. Binder, Dr. Dr. Prof. Dr. Binder, Dr. Dr.
WIBERA
Hillebrecht und Partner Hillebrecht und Partner

WIBERA

1) Die gesetzliche örtliche Prüfung der Eigenbetriebe (gem. § 16 EigBG und § 111 GemO) erfolgt durch das Rechnungsprüfungsamt der Landeshauptstadt
Stuttgart.

Seite 378

w
Beteiligungsbericht 2014

VII.

Public Corporate Governance

Public Corporate Governance

für die Landeshauptstadt Stuttgart

x Standards zur Steigerung der Effizienz, Transparenz und
Kontrolle bei den städtischen Beteiligungsgesellschaften
Stand: 27. Oktober 2011

Seite 379

w
Public Corporate Governance

Beteiligungsbericht 2014

Inhaltsverzeichnis
PRÄAMBEL UND GELTUNGSBEREICH

383

TEIL A: PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX

384

1 GESELLSCHAFTER

385

1.1

Grundsätzliches

385

1.2

Die Landeshauptstadt Stuttgart als Gesellschafterin

385

1.3
1.4

Aufgaben der Gesellschafter
Maßnahmen zur Transparenzsteigerung

386
386

2 AUFSICHTSRAT

386

2.1

Grundsätzliches

386

2.2

Aufgaben

387

2.3

Aufgaben und Befugnisse des Aufsichtsratsvorsitzenden

387

2.4

Bildung von Ausschüssen

388

2.5

Zusammensetzung des Aufsichtsrat

388

2.6

Vertretungsmöglichkeit im Aufsichtsrat

388

2.7

Vergütung

389

2.8

Interessenkonflikte

389

2.9

Verschwiegenheitspflicht

389

3 GESCHÄFTSFÜHRUNG

390

3.1

Grundsätzliches

390

3.2

Aufgaben und Zuständigkeit

390

3.3

Vergütung

391

3.4

Interessenkonflikte

392

3.5

Vermögensschadenshaftpflicht- (Directors & Officers-) Versicherung

392

3.6

Bestellung und Anstellungsvertrag

392

3.7

Altersgrenze

392

3.8

Zusammenwirken von Geschäftsführung und Aufsichtsrat

392

Seite 380

w
Beteiligungsbericht 2014

Public Corporate Governance

TEIL B: BETEILIGUNGSMANAGEMENT UND –CONTROLLING

394

1 WIRTSCHAFTSPLAN

394

1.1

Terminplanung und Vorbesprechung

394

1.2

Inhalt des Wirtschaftsplans

394

2 BERICHTSWESEN

395

2.1

Zwischen- / Quartalsberichte

395

2.2

Aufsichtsratsunterlagen

396

3 JAHRESABSCHLUSS

396

3.1

Terminplanung und Vorbesprechung

396

3.2

Eigenschaften des Abschlussprüfers

396

3.3

Inhalt des Jahresabschlusses und des Lageberichts

396

3.4

Ausschluss- oder Befangenheitsgründe, Berichtspflicht

397

3.5

Spartenrechnung

397

3.6

Teilnahme Abschlussprüfer an Aufsichtsratssitzung

397

3.7

Teilnahme Geschäftsführung an Sitzungen der städtischen Gremien

397

3.8

Veröffentlichung im Amtsblatt

397

3.9

Trennung von Abschlussprüfer und Unternehmensberatung

397

3.10

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

398

4 BETEILIGUNGSBERICHT

398

4.1

Terminplanung

398

4.2

Grundsätzliche Angaben

398

4.3

Angaben aus dem Rechnungswesen

398

4.4

Angaben zu Leistungsdaten

399

4.5

Angaben zu Arbeitnehmern

399

4.6

Angabe von Bezügen

399

4.7

Konzernabschluss (Gesamtabschluss)

399

4.8

Bericht zum Public Corporate Governance Kodex

400

Seite 381

w
Public Corporate Governance

Beteiligungsbericht 2014

5 THEMENÜBERGREIFENDE AUFGABEN DER BETEILIGUNGSVERWALTUNG
DER LANDESHAUPTSTADT STUTTGART

400

5.1

Unternehmensgründungen

400

5.2

Koordination und Überwachung

400

5.3

Beschlussvorbereitung

400

5.4

Haushaltsmäßige Abwicklung

400

5.5

Wirtschaftsprüferwechsel

400

5.6

Empfehlungen

400

5.7

Stellungnahmen

401

5.8

Gutachteraufträge

401

5.9

Aktenführung

401

Seite 382

w
Beteiligungsbericht 2014

Public Corporate Governance

Präambel und Geltungsbereich
Die Landeshauptstadt Stuttgart ist verpflichtet, bei ihren Beteiligungsunternehmen eine gute, d.h.
verantwortungsvolle Unternehmensführung zu gewährleisten, die sich sowohl am wirtschaftlichen Erfolg
des Unternehmens selbst als auch am Gemeinwohl (Interessen der Bürger) orientiert. Neben der Aufgabe,
die Unternehmen bei der Erfüllung des Unternehmenszwecks zu unterstützen und die wirtschaftliche
Effizienz zu optimieren, hat sie daher gleichzeitig sicherzustellen, dass bei der Leitung, Steuerung und
Überwachung der Unternehmen insbesondere auch die öffentlichen Belange berücksichtigt werden.
Im Hinblick auf diese komplexe Aufgabenstellung hat sich die Beteiligungsverwaltung der Landeshauptstadt Stuttgart zur weiteren Verbesserung der Unternehmenssteuerung, -überwachung und
-transparenz entschlossen, eine Richtlinie unter dem Titel "Public Corporate Governance für die
Landeshauptstadt Stuttgart" auszuarbeiten. Der Begriff der Public Corporate Governance wird hierbei
als Maßstab guter Unternehmensführung und Kontrolle in öffentlichen Unternehmen verstanden. Die
vorliegende Public Corporate Governance wurde auf der Grundlage des Deutschen Corporate Governance
Kodex erarbeitet, der aufgrund § 161 AktG seit 2002 die Organe börsennotierter Unternehmen in
Deutschland verpflichtet, Entsprechenserklärungen abzugeben.
Die Public Corporate Governance der Landeshauptstadt Stuttgart soll dazu dienen,
ƒ
ƒ
ƒ
ƒ
ƒ

Standards für das Zusammenwirken aller Beteiligten (Gemeinderat, Stadtverwaltung und Beteiligungsgesellschaften) festzulegen und zu definieren;
eine effiziente Zusammenarbeit zwischen dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung zu fördern und
zu unterstützen;
den Informationsfluss zwischen Beteiligungsunternehmen und -verwaltung zu verbessern, um die
Aufgabenerfüllung im Sinne eines Beteiligungscontrollings zu erleichtern;
das öffentliche Interesse und die Ausrichtung der Unternehmen am Gemeinwohl durch eine
Steigerung der Transparenz und Kontrolle abzusichern;
durch mehr Öffentlichkeit und Nachprüfbarkeit das Vertrauen in Entscheidungen aus Verwaltung und
Politik zu erhöhen.

Zusammenfassend soll das Regelwerk zur Public Corporate Governance somit ein auf den Bedarf der
städtischen Beteiligungen abgestimmtes System darstellen, das die Transparenz und die
Effizienz nachhaltig verbessert.
Im Teil A, dem eigentlichen Public Corporate Governance Kodex, sind einerseits die grundsätzlichen
Aufgaben, Rechten und Pflichten der gesellschaftsrechtlich vorgesehenen Organe städtischer
Beteiligungsunternehmen dargestellt. Darüber hinaus enthält er in Form von Festlegungen, Empfehlungen
und Anregungen wesentliche Standards guter und verantwortungsvoller Führung von öffentlich
finanzierten Unternehmen.
Der Teil B dient der praktischen Umsetzung und enthält konkrete Vorgaben und geeignete Instrumente,
um die notwendige Transparenz und Kontrolle im Zusammenspiel von Beteiligungsgesellschaft und deren
Gesellschafterin Stadt (Beteiligungsverwaltung) praktikabel, effizient und nachhaltig zu ermöglichen.
Ein Beschluss zur Übernahme dieser Public Corporate Governance der Landeshauptstadt Stuttgart
bedeutet eine freiwillige Selbstverpflichtungserklärung der Beteiligungsgesellschaft, die Vorgaben und
Standards der Teile A und B grundsätzlich anzuerkennen, um den erhöhten Anforderungen an die
Transparenz, Steuerung und Kontrolle bei öffentlich finanzierten Unternehmen gerecht zu werden.
Da die Mehrzahl der städtischen Beteiligungsunternehmen in der Rechtsform der GmbH mit fakultativem
Aufsichtsrat geführt wird, ist die Richtlinie zur Public Corporate Governance an dieser Rechtsform
ausgerichtet. Für Beteiligungen an Gesellschaften in einer anderen Rechtsform gelten die Regelungen
entsprechend, sofern nicht gesetzliche Bestimmungen entgegenstehen. Für Beteiligungsunternehmen
ohne Aufsichtsrat oder vergleichbares Organ werden dessen Aufgaben vom Gesellschafter
wahrgenommen; Regelungen, die ausschließlich das Aufsichtsratsgremium betreffen, bleiben daher
unbeachtlich.

Seite 383

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Public Corporate Governance

Beteiligungsbericht 2014

Der Gemeinderat beschließt die Public Corporate Governance mit den im Kodex enthaltenen Standards
für die Landeshauptstadt Stuttgart. Die Verwaltung wirkt darauf hin, dass diese Richtlinie für alle
Beteiligungsgesellschaften der Landeshauptstadt Stuttgart eine verbindliche Grundlage darstellt. Soweit
möglich sollen die Gesellschaftsverträge und Geschäftsordnungen entsprechend angepasst werden.
Damit ist gewährleistet, dass die Regelungen, Empfehlungen und Anregungen zur Public Corporate
Governance für alle Mehrheitsbeteiligungen der Landeshauptstadt Stuttgart samt deren Organe, dem
Gemeinderat der Stadt Stuttgart sowie der Stadtverwaltung zur einheitlichen Handlungsleitlinie werden.
Den Beteiligungsgesellschaften, bei denen die gehaltenen Anteile der Landeshauptstadt Stuttgart 50 %
oder weniger betragen, wird die Public Corporate Governance der Landeshauptstadt Stuttgart zur
Anwendung empfohlen. Dies gilt insbesondere, wenn die Anteilsmehrheit in der Summe Gebietskörperschaften zusteht.
Die Public Corporate Governance der Landeshauptstadt Stuttgart wird regelmäßig im Hinblick auf neue
Entwicklungen überprüft und kann bei Bedarf - unter der Federführung des Referates Wirtschaft,
Finanzen und Beteiligungen - angepasst werden.
Teil A: PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Mit der Anerkennung der Public Corporate Governance der Landeshauptstadt Stuttgart werden die
besonderen Anforderungen an die Führungsgremien (Geschäftsführung und Aufsichtsrat) von öffentlich
finanzierten Unternehmen herausgehoben. Insbesondere können auch durch die Schaffung qualifizierter
Aufsichtsstrukturen die jeweiligen Verantwortlichkeiten im vollen Umfang wahrgenommen werden.
Empfehlungen des Public Corporate Governance Kodex sind im Text durch die Verwendung des Wortes
„soll“ gekennzeichnet. Die Gesellschaften können hiervon abweichen, sind dann aber verpflichtet, dies in
einem Corporate Governance Bericht jährlich offen zu legen und zu begründen. Dies ermöglicht den
Gesellschaften die Berücksichtigung branchen- oder unternehmensspezifischer Bedürfnisse. Mit diesen
über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehenden Empfehlungen des Public Corporate Governance
Kodex verpflichten sich die Gesellschaften freiwillig selbst, die im folgenden aufgeführten Standards zur
Effizienz, Transparenz und Kontrolle bei ihrer Unternehmensführung zu beachten oder Abweichungen
davon offen zu legen.
Ferner enthält der Kodex Anregungen, von denen ohne Offenlegung abgewichen werden kann; hierfür
werden Begriffe wie „sollte“ oder „kann“ verwendet.
Geschäftsführung und Aufsichtsrat haben der Beteiligungsverwaltung der Landeshauptstadt Stuttgart
jährlich über die Public Corporate Governance des Unternehmens und insbesondere über eventuelle
Abweichungen von den Empfehlungen des Kodexes zu berichten („Erklärung“). Dabei kann auch zu den
Kodexanregungen Stellung genommen werden. Grundlage dieser Erklärung ist jeweils die zum Zeitpunkt
des Berichts aktuelle Fassung des Public Corporate Governance Kodex der Landeshauptstadt Stuttgart.
Der Bericht wird als Corporate Governance Bericht im Zusammenhang mit dem Beteiligungsbericht der
Landeshauptstadt Stuttgart veröffentlicht.
Ausdrücklich soll darauf hingewiesen werden, dass eine Abweichung von einer Empfehlung bei
entsprechender Begründung nicht per se schon auf einen "Mangel" in der Unternehmensführung oder überwachung hinweist. Die Standards in Form des Kodex sind im Gegenteil darauf angelegt, flexibel und
verantwortungsvoll angewendet zu werden, und damit als einheitliche Grundlage für die in allen
Belangen so unterschiedlichen Beteiligungsunternehmen der Stadt dienen zu können. Solche
Entscheidungen, Empfehlungen des Kodex nicht zu entsprechen, können aus gewissen Gründen durchaus
sinnvoll und notwendig sein, müssen aber transparent gemacht und begründet werden ("comply or
explain").

Seite 384

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Beteiligungsbericht 2014

1
1.1

Public Corporate Governance

Gesellschafter
Grundsätzliches

1.1.1

Die Gesellschafterversammlung ist oberstes Organ der Gesellschaft. Die Gesellschafter
nehmen ihre Gesellschafterrechte grundsätzlich in der Gesamtheit der Gesellschafter durch
Beschlussfassung in der Gesellschafterversammlung wahr.

1.1.2

Bestimmte Rechte und Aufgaben sind den Gesellschaftern gesetzlich zugeordnet (Änderung
des Gesellschaftsvertrags, Einforderung von Nachschüssen, Auflösung der Gesellschaft)
bzw. müssen ihnen im Gesellschaftsvertrag einer kommunalen GmbH vorbehalten sein
(Feststellung des Jahresabschlusses und Ergebnisverwendung, Abschluss und Änderung von
Unternehmensverträgen im Sinne der §§ 291 und 292 Abs. 1 AktG, Übernahme neuer
Aufgaben von besonderer Bedeutung im Rahmen des Unternehmensgegenstands,
Errichtung, Erwerb und Veräußerung von Unternehmen und Beteiligungen).

1.1.3

Weitere grundsätzliche Rechte und Kompetenzen sind die Weisungsbefugnis gegenüber der
Geschäftsführung, Überwachung der Geschäftsführung und strategische Steuerung, deren
Verhältnis und Ausgestaltung gegenüber den daneben bestehenden, gleichlautenden
Befugnissen des Aufsichtsrats festgelegt werden muss.

1.1.4

Die Gesellschafter legen den Gegenstand des Unternehmens – als erste strategische
Ausrichtung – im Hinblick auf den öffentlichen Auftrag der Gesellschaft fest. Dieser stellt für
die Geschäftsleitung und die Aufsichtsratsmitglieder eine unabdingbare Handlungsleitlinie
dar und steht nicht zu deren Disposition. Der Gegenstand des Unternehmens wird bei der
Gründung der Gesellschaft im Gesellschaftsvertrag niedergeschrieben und kann nur mit
Zustimmung des Gemeinderats geändert werden.

1.1.5

Die Geschäftspolitik der Mehrheitsbeteiligungen hat die Zielsetzungen der Landeshauptstadt
Stuttgart zu berücksichtigen.

1.1.6

Die Landeshauptstadt Stuttgart soll sich nur dann an einem Unternehmen neu beteiligen,
wenn dessen Bindung an die Public Corporate Governance der Landeshauptstadt Stuttgart
im Gesellschaftsvertrag festgelegt wird. Dies gilt auch für mittelbare Beteiligungen der
Stadt, wenn das Unternehmen, das eine neue Beteiligung eingehen will, sich selbst bereits
zur Anwendung der PCG verpflichtet hat.

1.2

Die Landeshauptstadt Stuttgart als Gesellschafterin

1.2.1

Die Landeshauptstadt Stuttgart ist Gesellschafterin der Beteiligungsgesellschaften. Der
Gemeinderat ist das Hauptorgan der Stadt. In der Gesellschafterversammlung kann jedoch
nicht der Gemeinderat als Gesellschafter tätig werden, sondern er wird durch eine
bevollmächtigte Person aus der Verwaltung vertreten.

1.2.2

Gemäß § 42 GemO vertritt der Oberbürgermeister1 die Stadt. Vertreter der Stadt in der
Gesellschafterversammlung der Beteiligungsunternehmen ist der für die Beteiligungsverwaltung zuständige Beigeordnete. Dieser kann andere Beamte und Beschäftigte der
Stadtverwaltung als städtische Vertreter bevollmächtigen (vgl. § 104 Abs. 1 GemO).

1.2.3

Die Beteiligungsverwaltung ist für alle Fragen der städtischen Beteiligungsunternehmen
zuständig und wird verwaltungsintern durch die Stadtkämmerei wahrgenommen. Sie wird
dabei durch die fachlich zuständigen Ämter der Verwaltung unterstützt.

1

Im weiteren Verlauf des Textes ist damit auch die weibliche Form für alle Formulierungen
eingeschlossen.

Seite 385

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Public Corporate Governance

Beteiligungsbericht 2014

Aufgaben der Gesellschafter

1.3
1.3.1

Die Verwaltungsspitze und der Gemeinderat als Gesellschafter sollen auf der Basis des
Unternehmensgegenstands grundsätzliche strategische Zielvorgaben für die Gesellschaft
definieren. Neben den wirtschaftlichen Zielen sollen dabei auch Ziele und Erwartungen im
Rahmen des öffentlichen Auftrags klar formuliert werden. Der Stand der
Strategieumsetzung soll in regelmäßigen Abständen zwischen Gesellschaftern und
Geschäftsführung erörtert werden.

1.3.2

Eine Gesellschafterversammlung findet mindestens einmal jährlich statt. Sie wird von der
Geschäftsleitung unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Über die Gesellschafterversammlung soll eine Niederschrift gefertigt werden. Auch Gesellschafterbeschlüsse
außerhalb der Versammlung sollen protokolliert werden.

1.3.3

Bei Entscheidungen, die nicht zu den Geschäften der laufenden Verwaltung gehören,
beantragt die Verwaltung die Weisung an den Vertreter der Stadt in der
Gesellschafterversammlung. Dies geschieht anhand einer Vorlage an das zuständige
gemeinderätliche Gremium.
Maßnahmen zur Transparenzsteigerung

1.4
1.4.1

Die Jahresabschlüsse von Beteiligungsunternehmen der Landeshauptstadt Stuttgart sollen in
öffentlicher Sitzung durch ein gemeinderätliches Gremium vor Feststellung in der
Gesellschafterversammlung beraten werden.

1.4.2

Die Vergütung der Aufsichtsräte soll in öffentlicher Sitzung durch ein gemeinderätliches
Gremium behandelt werden. Der Vertreter der Landeshauptstadt Stuttgart in der
Gesellschafterversammlung wird entsprechend beauftragt.

1.4.3

Bei der Beschlussfassung der Gesellschafterversammlung über die Entlastung des
Aufsichtsrats soll kein Vertreter der Landeshauptstadt Stuttgart mitwirken, der selbst
Mitglied des Aufsichtsrats ist.

1.4.4

Die im Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt veröffentlichte Darstellung jedes
Beteiligungsunternehmens wird jeweils auch im Internet öffentlich zugänglich gemacht.

2

Aufsichtsrat

2.1

Grundsätzliches

2.1.1

Bei allen Gesellschaften mit beschränkter Haftung, die in der Regel nicht mehr als 500
Arbeitnehmer beschäftigen, steht es den Gesellschaftern grundsätzlich frei, durch
Bestimmungen im Gesellschaftsvertrag einen (fakultativen) Aufsichtsrat zu bilden. Die
Landeshauptstadt Stuttgart sieht sich aber auch aufgrund der Bestimmungen der
Gemeindeordnung gebunden, sich nur an Gesellschaften zu beteiligen, in denen ein
Aufsichtsorgan installiert ist, um für die Stadt einen angemessenen Einfluss bei Steuerung
und Kontrolle des Unternehmens sicherstellen zu können.

2.1.2

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und ihre persönlichen Vertreter – soweit sie laut
Gesellschaftsvertrag vorgesehen sind - werden mittels Entsendung durch die Gesellschafter
oder durch Wahl in der Gesellschafterversammlung bestellt. Der Aufsichtsrat ist das
wichtigste Überwachungs- und Kontrollorgan. Die Aufsichtsratsmitglieder sind für die
Ausübung ihres Mandats persönlich verantwortlich.

2.1.3

Im Gesellschaftsvertrag soll zudem bestimmt werden, dass Geschäfte und
Rechtshandlungen von grundsätzlicher Bedeutung der Zustimmung des Aufsichtsrats

Seite 386

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Beteiligungsbericht 2014

Public Corporate Governance

bedürfen. Hierzu gehören Entscheidungen oder Maßnahmen, die die Vermögens-, Finanzoder Ertragslage oder die Risikostrukturierung des Unternehmens grundlegend verändern.
In einem Katalog der zustimmungspflichtigen Geschäfte können im Gesellschaftsvertrag
weitere Maßnahmen der Geschäftsführung der vorherigen Zustimmung durch den
Aufsichtsrat unterworfen werden. Die Wertgrenzen des Zuständigkeitskatalogs bzw.
weitere Zuständigkeitsfragen werden in einer Geschäftsordnung durch den Aufsichtsrat
festgelegt.

2.2

Aufgaben

2.2.1

Aufgabe des Aufsichtsrats ist es, die Geschäftsführung bei der Leitung des Unternehmens
regelmäßig zu überwachen und zu beraten. Gegenstand der Überwachung sind die
Ordnungsmäßigkeit, die Zweckmäßigkeit und die Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung,
insbesondere die Begrenzung der Unternehmenstätigkeit auf die satzungsmäßigen
Aufgaben, Beachtung der Sorgfaltspflicht eines ordentlichen und gewissenhaften
Kaufmanns, Übereinstimmung der Planung der Geschäftsführung mit den strategischen
Zielvorgaben der Gesellschafter/innen, Einbindung der operativen Geschäftsziele in die
strategische Zielsetzung der Gesellschafter/innen, Einhaltung der operativen Geschäftsziele,
Einrichtung und Anwendung eines wirksamen Steuerungs-, Kontroll- und Risikomanagementsystems durch die Geschäftsführung. Er ist in Entscheidungen von grundlegender
Bedeutung für das Unternehmen einzubinden.

2.2.2

Der Aufsichtsrat achtet im Rahmen seiner Überwachungsfunktion darauf, dass die
operativen Ziele, die die Gesellschaft verfolgt, den strategischen Zielen der Gesellschafter
nicht entgegenstehen.

2.2.3

Der Aufsichtsrat soll sich eine Geschäftsordnung geben.

2.2.4

Jedes Aufsichtsratsmitglied sollte durch seine eigene persönliche und fachliche Qualifikation
dafür sorgen, dass es seine Aufgabe und Verantwortlichkeit im Sinne dieser Public
Corporate Governance erfüllen kann.

2.2.5

Jedes Aufsichtsratsmitglied achtet darauf, dass ihm für die Wahrnehmung seiner Mandate
genügend Zeit zur Verfügung steht. Außerdem sollen insgesamt nicht mehr als fünf
Aufsichtsratsmandate in Gesellschaften wahrgenommen werden. Dies gilt nicht für den
Oberbürgermeister und den für die Beteiligungsverwaltung zuständigen Beigeordneten.

2.2.6

In regelmäßigen Abständen sollen vom Aufsichtsrat die Wertgrenzen für die unter einem
Zustimmungsvorbehalt stehenden Arten von Geschäften und Rechtshandlungen auf ihre
Zweckmäßigkeit und Praktikabilität überprüft werden.

2.2.7

Der Aufsichtsrat soll regelmäßig die Qualität und Effizienz seiner Tätigkeit überprüfen. Dies
soll insbesondere dadurch geschehen, dass er einmal im Jahr über Verbesserungsmöglichkeiten berät.

2.3

Aufgaben und Befugnisse des Aufsichtsratsvorsitzenden

2.3.1

Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen
und nimmt die Belange des Aufsichtsrats nach außen wahr.

2.3.2

Der Aufsichtsratsvorsitzende soll mit der Geschäftsführung, insbesondere mit dem
Vorsitzenden bzw. Sprecher der Geschäftsführung, regelmäßig Kontakt halten und mit ihr
die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement des Unternehmens
beraten.

Seite 387

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Public Corporate Governance

Beteiligungsbericht 2014

2.3.3

Der Aufsichtsratsvorsitzende ist über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage
und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind,
unverzüglich durch die Geschäftsführung zu informieren. Der Aufsichtsratsvorsitzende soll
sodann den Aufsichtsrat unterrichten und erforderlichenfalls eine außerordentliche
Aufsichtsratssitzung einberufen.

2.3.4

Sofern kein Prüfungsausschuss eingerichtet wurde, erteilt der Aufsichtsrat, bzw. der
Vorsitzende dem Abschlussprüfer den Prüfungsauftrag und trifft mit ihm die
Honorarvereinbarung. Hierbei soll der Aufsichtsratsvorsitzende von der Möglichkeit, eigene
Prüfungsschwerpunkte für die Abschlussprüfung festzulegen, Gebrauch machen und
Empfehlungen der Beteiligungsverwaltung berücksichtigen.

2.3.5

Der Aufsichtsratsvorsitzende soll auf die Einhaltung der Verschwiegenheitsregelung durch
alle Mitglieder des Aufsichtsrats achten.

2.3.6

Der Aufsichtsratsvorsitzende ist für die Ausarbeitung und Einhaltung der Geschäftsführerverträge zuständig. Die wesentlichen Vertragsinhalte (insbesondere die
Vergütungsstruktur einschl. Versorgungsregelung) sind vom Aufsichtsrat zu beschließen.

2.4
2.4.1

2.5

Bildung von Ausschüssen
Der Aufsichtsrat kann abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens
und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden, die der
Effizienzsteigerung der Aufsichtsratsarbeit und der Behandlung komplexer Sachverhalte
dienen sollen. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten regelmäßig an den
Aufsichtsrat über die Arbeit der Ausschüsse.
Zusammensetzung des Aufsichtsrats

2.5.1

Bei der Benennung sollte seitens des Gemeinderats bzw. der Fraktion darauf geachtet
werden, dass dem Aufsichtsrat jederzeit Mitglieder angehören, die über die zur
ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten
und fachlichen Erfahrungen verfügen und hinreichend unabhängig sowie angesichts ihrer
beruflichen Beanspruchung in der Lage sind, die Aufgaben eines Mitglieds des Aufsichtsrats
wahrzunehmen. sind. Ferner sollten die Tätigkeit des Unternehmens und potenzielle
Interessenkonflikte berücksichtigt werden. Bei der Besetzung des Aufsichtsrats sollten die
Gesellschafter für eine kompetente und interessenkonfliktfreie Besetzung sorgen und auf
eine angemessene Beteiligung von Frauen achten.

2.5.2

Eine unabhängige Beratung und Überwachung der Geschäftsführung durch den
Aufsichtsrat wird auch dadurch ermöglicht, dass dem Aufsichtsrat kein ehemaliges Mitglied
der Geschäftsführung angehören soll. Das Aufsichtsratsmitglied hat eine Erklärung darüber
abzugeben, ob es Beratungsaufgaben oder Organfunktionen bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens ausübt.

2.6

Vertretungsmöglichkeit im Aufsichtsrat

2.6.1

An den Aufsichtsratssitzungen sollen die Mitglieder regelmäßig teilnehmen und im Falle der
Verhinderung für eine entsprechende Stimmabgabe sorgen. Falls ein Mitglied des Aufsichtsrats in einem Geschäftsjahr an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen hat, soll
dies in einem Bericht des Aufsichtsrats an die Gesellschafter vermerkt werden.

2.6.2

Abwesende Aufsichtsratsmitglieder in fakultativen Aufsichtsräten sollen nur dadurch an der
Beschlussfassung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse teilnehmen können, dass sie ein
anderes ordentliches Aufsichtsratsmitglied zur Stimmabgabe schriftlich bevollmächtigen

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Beteiligungsbericht 2014

Public Corporate Governance

(Stimmvollmacht), oder dass sie ihre schriftliche Stimmabgabe durch eine andere zur
Teilnahme berechtigte Person überreichen lassen (Stimmbotschaft).

2.7

Vergütung

2.7.1

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wird durch Beschluss der Gesellschafterversammlung festgelegt. Sie soll der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der
Aufsichtsratsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens Rechnung
tragen.

2.7.2

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und die Vergütungssätze der Aufsichtsratsmitglieder
sollen im Beteiligungsbericht ausgewiesen werden; die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats
auch im Anhang zum Jahresabschluss.

2.7.3

Die vom Unternehmen an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder
gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und
Vermittlungsleistungen, sollen gesondert im Anhang zum Jahresabschluss angegeben
werden.

2.8

Interessenkonflikte

2.8.1

Jedes Mitglied des Aufsichtsrats ist dem Unternehmenszweck verpflichtet. Gleichzeitig sollen
die Vertreter der Landeshauptstadt Stuttgart in den Aufsichtsratsgremien die besonderen
Interessen der Stadt Stuttgart, insbesondere die Beschlüsse der städtischen Ausschüsse bzw.
des Gemeinderates, berücksichtigen.

2.8.2

Die städtischen Vertreter in den Aufsichtsräten haben die Umsetzung der im
Gesellschaftsvertrag festgelegten Zielsetzung sowie den öffentlichen Zweck sorgfältig zu
überprüfen und die Ausübung der Geschäftstätigkeit ggf. kritisch zu hinterfragen.

2.8.3

Sie sollen sich aktiv für die Umsetzung dieser Public Corporate Governance der
Landeshauptstadt Stuttgart einsetzen und arbeiten in ihren Gremien darauf hin, dass die
genannten Punkte umgesetzt werden.

2.8.4

Kein Aufsichtsratsmitglied darf bei seinen Entscheidungen persönliche Interessen verfolgen,
noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen.

2.8.5

Jedes Aufsichtsratsmitglied soll Interessenkonflikte, insbesondere solche, die auf Grund
einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen
Geschäftspartnern der Gesellschaft entstehen können, dem Aufsichtsrat gegenüber offen
legen. Der Aufsichtsrat soll in seinem Bericht an die Gesellschafterversammlung über
aufgetretene Interessenkonflikte und deren Behandlung informieren. Wesentliche und nicht
nur vorübergehende Interessenkonflikte in der Person eines Aufsichtsratsmitglieds sollen zur
Beendigung des Mandats führen.

2.8.6

Beratungs- und sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge eines Aufsichtsratsmitglieds, die
mit der Gesellschaft abgeschlossen werden, bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats.

2.9
2.9.1

Verschwiegenheitspflicht
Die Aufsichtsratsmitglieder unterliegen grundsätzlich der Verschwiegenheitspflicht. Ist im
Ausnahmefall ein Bericht an Dritte zulässig, muss dabei gewährleistet sein, dass bei den
Berichten die Vertraulichkeit gewahrt ist.

Seite 389

w
Public Corporate Governance

2.9.2

3

Beteiligungsbericht 2014

Aufsichtsratsmitglieder, die auf Veranlassung der Landeshauptstadt Stuttgart in den
Aufsichtsrat gewählt oder entsandt worden sind, unterliegen hinsichtlich der Berichte, die
sie der LHS zu erstatten haben, keiner Verschwiegenheitspflicht. Für vertrauliche Angaben
und Geheimnisse der Gesellschaft, namentlich Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse, gilt
dies nicht, wenn ihre Kenntnis für die Zwecke der Berichte nicht von Bedeutung ist.

Geschäftsführung

3.1

Grundsätzliches

3.1.1

Die Geschäftsführung kann aus einer oder mehreren Personen bestehen und einen
Vorsitzenden oder Sprecher haben. Die Geschäftsführung wird in der Regel durch den
Aufsichtsrat bestellt und abberufen. Bei mehreren Personen soll eine Geschäftsordnung die
Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit in der Geschäftsführung, insbesondere der
Vertretung, regeln. Die Geschäftsordnung muss vom Aufsichtsrat genehmigt werden.

3.1.2

Die Geschäftsführer führen die Geschäfte der Gesellschaft, sie haben in den Angelegenheiten der Gesellschaft die Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns anzuwenden. Die
Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft entweder jeweils allein, gemeinschaftlich oder
zusammen mit einem Prokuristen gerichtlich und außergerichtlich.

3.1.3

Die Geschäftsführung soll sich auf die vollständige Umsetzung des Unternehmensgegenstands und des öffentlichen Auftrags konzentrieren.

3.1.4

Die Geschäftsführung soll beachten, dass bei geschäftlichen Beziehungen mit der
Scientology Church und ihren Unterorganisationen die gleichen Einschränkungen gelten wie
für städtische Ämter und Eigenbetriebe, sofern dies rechtlich zulässig ist.

3.1.5

Spenden an politische Parteien oder diesen nahestehenden Einrichtungen dürfen nicht
gewährt werden.

3.2

Aufgaben und Zuständigkeit

3.2.1

Die Geschäftsführung soll klare und messbare operative Zielvorgaben zur Umsetzung und
Realisierung des Unternehmensgegenstands für die Mitarbeiter der Gesellschaft definieren.

3.2.2

Die Geschäftsführung soll ihre Pflichten zur Entwicklung strategischer Zielvorgaben
gegenüber den Gesellschaftern und dem Aufsichtsrat aktiv wahrnehmen.

3.2.3

Die Geschäftsführung sorgt für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling
einschließlich eines wirksamen internen Revisions- /Kontrollsystems im Unternehmen.

3.2.4

Die interne Revision sollte als eigenständige Stelle wahrgenommen werden.

3.2.5

Die Geschäftsführung soll ein Berichtswesen implementieren. Sie informiert den Aufsichtsrat
und die Beteiligungsverwaltung regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das
Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und
des Risikomanagements (Quartalsbericht). Sie geht auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen unter Angabe von Gründen ein.

3.2.6

Die Geschäftsführung stellt den Jahresabschluss und Lagebericht gemäß den Vorschriften
des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und den
Vorschriften des Haushaltsgrundsätzegesetzes (HGrG) auf. Der Inhalt des Lageberichts und
des Anhangs soll sich an dem börsennotierter Gesellschaften orientieren.

Seite 390

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Beteiligungsbericht 2014

Public Corporate Governance

3.2.7

Die Geschäftsführung soll den Jahresabschluss rechtzeitig vor der Behandlung im
Aufsichtsrat mit der Beteiligungsverwaltung abstimmen, damit Besonderheiten,
Bilanzierungsfragen und Auswirkungen auf den städtischen Haushalt vorab diskutiert und
Vereinbarungen besser umgesetzt werden können.

3.2.8

Außerdem soll die Geschäftsführung die Beteiligungsverwaltung aktiv bei der Erstellung des
Beteiligungsberichts und des Gesamtabschlusses unterstützen, indem sie frühzeitig die
benötigten Daten zur Verfügung stellt.

3.2.9

Die Geschäftsführung stellt sicher, dass die Gesellschaft gemäß § 106b Gemeindeordnung
(GemO) die Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB) sowie § 22 Abs. 1-4 des
Mittelstandsförderungsgesetzes (MFG) anwendet, wenn sie öffentlicher Auftraggeber im
Sinne von § 98 Nr. 2 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) ist.
Außerdem wird der Gesellschaft in diesem Falle die Anwendung der Verdingungsordnung
für Leistungen (VOL) empfohlen.

3.2.10

Die Geschäftsführung soll in Abstimmung mit der Beteiligungsverwaltung einen Geschäftspartnerkodex für das Unternehmen aufstellen, auf dessen Einhaltung die Geschäftspartner
des Unternehmens, insbesondere Auftragnehmer, verpflichtet werden. Die Geschäftsführung soll nur an solche Unternehmen Aufträge vergeben, die diesen Geschäftspartnerkodex ausdrücklich anerkennen und nicht nachweislich dagegen verstoßen.

3.2.11

Die Geschäftsführung soll sich bei ihren Entscheidungen auch an den gesamtstädtischen
Zielen orientieren und damit der öffentlichen Verantwortung Rechnung tragen.

3.2.12

Die Geschäftsführung stellt für jedes Wirtschaftsjahr einen Wirtschaftsplan einschließlich
Finanzplan (entsprechend B 1.) auf, welcher auf der strategischen Entwicklungsplanung des
Unternehmens aufbaut. Sie legt diesen dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung vor.

3.2.13

Die Geschäftsführung hat für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der
unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen (Compliance) und wirkt auch auf deren
Beachtung durch die Konzernunternehmen hin.

3.2.14

Die Geschäftsführung soll bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf
Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von
Frauen anstreben.

3.3

Vergütung

3.3.1

Der leistungsbezogene Anteil der Geschäftsführervergütung soll vom Aufsichtsrat unter
Einbeziehung von etwaigen Konzernbezügen in angemessener Höhe festgelegt werden.
Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des
Geschäftsführungsmitglieds, seine Leistung sowie die wirtschaftliche Lage, der nachhaltige
Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung seines
Vergleichsumfelds. Die Gesamtvergütung umfasst die monetären Vergütungsteile, die
Versorgungszusagen, die sonstigen Leistungen, Nebenleistungen jeder Art und Leistungen
von Dritten. Die monetären Vergütungsbestandteile können neben fixe auch variable
Bestandteile umfassen. Diese variablen Bestandteile sollen dann einmalige oder jährlich
wiederkehrende und insbesondere an den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens
gebundene Komponenten sowie auch Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und
Risikocharakter enthalten.

3.3.2

Geschäftsführungsmitglieder dürfen Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate
außerhalb des Unternehmens, nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausüben.

3.3.3

Die Vergütung der Mitglieder der Geschäftsführung sollen im Anhang des Jahresabschlusses
und im Beteiligungsbericht aufgeteilt nach Fixum, erfolgsbezogenen Komponenten und

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Public Corporate Governance

Beteiligungsbericht 2014

Sachleistungen ausgewiesen werden. Die Angaben sollen individualisiert erfolgen.
Außerdem soll vermerkt werden, ob seitens der Gesellschafter Pensionszusagen bestehen.
3.3.4

3.4

Die Ordnungsmäßigkeit der Vergütung der Geschäftsführung
Wirtschaftsprüfer überprüft und schriftlich bestätigt werden.

soll

durch

den

Interessenkonflikte

3.4.1

Geschäftsführungsmitglieder unterliegen während ihrer Tätigkeit für das Unternehmen
einem umfassenden Wettbewerbsverbot.

3.4.2

Geschäftsführungsmitglieder und Mitarbeiter dürfen im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit
weder für sich noch für andere Personen von Dritten Zuwendungen oder sonstige Vorteile
fordern oder annehmen oder Dritten ungerechtfertigte Vorteile gewähren.

3.4.3

Die Geschäftsführungsmitglieder sind dem Unternehmenszweck verpflichtet. Kein Mitglied
der Geschäftsführung darf bei seinen Entscheidungen persönliche Interessen verfolgen und
Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen.

3.4.4

Jedes Geschäftsführungsmitglied soll Interessenkonflikte, insbesondere wenn Befangenheitsgründe entsprechend § 18 Abs. 1 und 2 GemO vorliegen, dem Aufsichtsrat gegenüber
unverzüglich offen legen und die anderen Geschäftsführungsmitglieder hierüber
informieren. Alle Geschäfte zwischen dem Unternehmen einerseits und den
Geschäftsführungsmitgliedern sowie ihnen nahe stehenden Personen oder ihnen persönlich
nahe stehenden Unternehmungen (vgl. § 18 Abs. 1 und 2 GemO) andererseits haben
branchenüblichen Standards zu entsprechen. Wesentliche Geschäfte sollen der Zustimmung
des Aufsichtsrats bedürfen.

3.5
3.5.1

3.6
3.6.1

3.7
3.7.1

3.8
3.8.1

Vermögensschadenshaftpflicht- (Directors & Officers-) Versicherung
Schließt die Gesellschaft für die Geschäftsführung eine D&O Versicherung ab, so soll ein
Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des
Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Geschäftsführers vereinbart werden.
Bestellung und Anstellungsvertrag
Eine Bestellung zum Geschäftsführer sollte in der Regel für fünf Jahre erfolgen. Eine
wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils höchstens für fünf Jahre, ist
zulässig. Sie bedarf eines erneuten Aufsichtsratsbeschlusses – sofern dieser nach dem
Gesellschaftsvertrag für die Bestellung zuständig ist –, der frühestens ein Jahr vor Ablauf der
bisherigen Amtszeit gefasst werden kann. Über die Verlängerung ist jedoch spätestens drei
Monate vor Ablauf der Amtszeit zu entscheiden.
Altersgrenze
Die Altersgrenze für Geschäftsführungsmitglieder soll 68 Jahre betragen.
Zusammenwirken von Geschäftsführung und Aufsichtsrat
Geschäftsführung und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen.

Seite 392

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Beteiligungsbericht 2014

Public Corporate Governance

3.8.2

Die ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrats ist gemeinsame Aufgabe von
Geschäftsführung und Aufsichtsrat.

3.8.3

Die Geschäftsführung informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über
alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der
Risikolage und des Risikomanagements. Sie geht auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs
von den aufgestellten Plänen und Zielen unter Angabe von Gründen ein (Quartalsbericht).

3.8.4

Darüber hinaus soll der Aufsichtsrat zeitnah unterrichtet werden, wenn unabweisbare,
erfolgsgefährdende und vom Betrag her wesentliche Mehraufwendungen oder Mindererträge oder Mehrausgaben bei größeren Investitionen zu erwarten sind.

3.8.5

Der Aufsichtsrat soll die Informations- und Berichtspflichten der Geschäftsführung nach Art
und Umfang näher festlegen. Berichte der Geschäftsführung an den Aufsichtsrat sind in der
Regel in schriftlicher Form zu erstatten. Entscheidungsnotwendige Unterlagen werden den
Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Sitzung zugeleitet. Die Niederschriften über
die Sitzungen des Aufsichtsrats sollen den Mitgliedern zeitnah übermittelt werden.

3.8.6

Gute Unternehmensführung setzt eine offene Diskussion zwischen Geschäftsführung und
Aufsichtsrat sowie innerhalb dieser Organe voraus. Die umfassende Wahrung der
Vertraulichkeit ist dafür von entscheidender Bedeutung.

3.8.7

Alle Organmitglieder stellen sicher, dass die von ihnen eingeschalteten Mitarbeiter die
Verschwiegenheitspflicht in gleicher Weise einhalten.

3.8.8

Die Geschäftsführung bereitet die Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse vor
und nimmt regelmäßig an den Aufsichtsratssitzungen teil. Der Aufsichtsrat kann bei Bedarf
ohne die Geschäftsführung tagen.

3.8.9

Geschäftsführung und Aufsichtsrat beachten die Regeln ordnungsgemäßer Unternehmensführung. Verletzen Geschäftsführung und Aufsichtsrat die Sorgfalt eines ordentlichen und
gewissenhaften Geschäftsführungs- bzw. Aufsichtsratsmitglieds bei der ordnungsgemäßen
Unternehmensführung schuldhaft, so sollen sie der Gesellschaft gegenüber auf Schadensersatz haften.

3.8.10

Die Gewährung von Krediten des Unternehmens an Mitglieder der Geschäftsführung und
des Aufsichtsrats sowie ihre Angehörigen bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats.

3.8.11

Geschäftsführung und Aufsichtsrat sollen in einem gemeinsamen Bericht (siehe B 4.8.1) der
Beteiligungsverwaltung jährlich über die Corporate Governance des Unternehmens
berichten. Hierzu gehört insbesondere die Erläuterung eventueller Abweichungen von den
Empfehlungen dieses Kodex. Dabei kann auch zu Kodexanregungen („Sollte/KannVorschriften“) Stellung genommen werden. Die Berichte zum Public Corporate Governance
Kodex (Entsprechenserklärung mit Begründung der Abweichung) sollen im Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Stuttgart veröffentlicht werden.

3.8.12

Derivative Finanzprodukte sollen nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats und der
Beteiligungsverwaltung eingesetzt werden. Dabei soll darauf geachtet werden, dass nur
zinsbezogene Derivate eingesetzt werden, die sich auf konkrete Kreditgeschäfte beziehen.

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Public Corporate Governance

Beteiligungsbericht 2014

Teil B: BETEILIGUNGSMANAGEMENT UND -CONTROLLING
Damit die Umsetzung der Vorgaben in praktikabler und effizienter Form erfolgen kann, stellen die
folgenden Ausführungen für alle Beteiligten eine Arbeitsrichtlinie dar. Adressat der darin von den
Unternehmen angeforderten Angaben ist ausschließlich die Beteiligungsverwaltung der
Landeshauptstadt Stuttgart, die auch die vertrauliche Behandlung gewährleistet, soweit die Angaben
über öffentliche Berichtspflichten hinausgehen.
Es wird angestrebt, mittelfristig für alle Beteiligten eine einheitliche Aufbereitung der Daten vorzugeben
und dann als nächsten Schritt eine elektronische Aufbereitung der Daten zu erreichen. Damit können
konkrete Anfragen, sowie Auswertungen und Zielabweichungen noch schneller und verlässlicher
bearbeitet werden.

1

Wirtschaftsplan

1.1

Terminplanung und Vorbesprechung

1.1.1

Der Wirtschaftsplan ist in sinngemäßer Anwendung der für die Eigenbetriebe geltenden
Vorschriften rechtzeitig vor Beginn des neuen Geschäftsjahres von der Geschäfts-führung
aufzustellen.

1.1.2

Der Entwurf des Wirtschaftsplans ist mindestens vier Wochen vor der Versendung der
Aufsichtsratsunterlagen mit Vertretern der Beteiligungsverwaltung zu erörtern. Dazu stimmt
die Gesellschaft einen Termin mit der Beteiligungsverwaltung und dem Referat Wirtschaft,
Finanzen und Beteiligungen ab. Die Entwurfsunterlagen werden mindestens 10 Tage vor
dem Besprechungstermin der Beteiligungsverwaltung zur Verfügung gestellt.

1.2

Inhalt des Wirtschaftsplans

1.2.1

Der Wirtschaftsplan gliedert sich in Erfolgs-, Liquiditäts- (bzw. Vermögens-) und
Investitionsplan. Die Planung sollte möglichst nach Sparten erfolgen und sich an der
Spartenrechnung des Jahresabschlusses orientieren. In einem Erläuterungsteil sind jeweils
die Planungsgrundlagen (Prämissen) darzustellen und wesentliche Einflüsse zu
kommentieren.

1.2.2

Dem Wirtschaftsplan ist eine fünfjährige mittelfristige Erfolgs-, Liquiditäts- und
Investitionsplanung (Finanzplan) beizufügen. Diese enthält Angaben zum laufenden
Geschäftsjahr, für das kommende Jahr und für mindestens weitere drei Jahre.

1.2.3

Die Zahlen des Erfolgsplans sollen mindestens für folgende Zeiträume dargestellt werden:
x
x
x
x

Ist Vorjahr
Plan laufendes Jahr
Hochrechnung laufendes Jahr
Plan kommendes Jahr

1.2.4

Dem Wirtschaftsplan ist eine Stellenübersicht beizufügen. Diese soll, untergliedert nach
Unternehmensbereichen, ebenfalls Angaben zu den o.g. Zeiträumen enthalten.

1.2.5

Der Vermögensplan wie auch der mittelfristige Liquiditätsplan enthält die geplanten
Einnahmen und Ausgaben bzw. die Mittelherkunft und die Mittelverwendung für den
Planungszeitraum.

Seite 394

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Beteiligungsbericht 2014

Public Corporate Governance

1.2.6

Der Investitionsplan enthält detaillierte Angaben zu den geplanten Investitionen. Für
größere Investitionen ist eine Wirtschaftlichkeitsberechnung, ggf. für verschiedene
Varianten, beizufügen.

1.2.7

Neben dem Erfolgs-, Liquiditäts- und Investitionsplan werden von dem Beteiligungsunternehmen auch Zielvereinbarungen in den Wirtschaftsplan mit aufgenommen. So
werden für das jeweilige Planjahr Ziele zum Leistungsprogramm und zum Finanzrahmen
erstellt. Diese Ziele sind klar zu formulieren und zu operationalisieren. Entsprechend sind im
Finanzplan auch die strategischen Ziele zu berücksichtigen.

1.2.8

Der Wirtschaftsplan sollte eine Stärken/Schwächen-Analyse bzw. eine Chancen- / RisikenAnalyse enthalten.

2

Berichtswesen

2.1

Zwischen-/Quartalsberichte

2.1.1

Die Geschäftsführung hat der Beteiligungsverwaltung Quartalsberichte vorzulegen. Bei einer
Beteiligungsquote unter 25% (unmittelbar oder mittelbar) genügt eine halbjährliche
Berichterstattung.

2.1.2

Bei den unmittelbaren Beteiligungsgesellschaften mit einem Beteiligungsverhältnis von 25%
oder mehr orientieren sich die Quartalsberichte an den Bestimmungen des § 90 AktG.

2.1.3

Des Weiteren ist für alle Beteiligungen zu jedem Quartalsende ein Soll/Ist-Vergleich für die
Gewinn- und Verlustrechnung vorzulegen mit mindestens folgenden Spalten:
x
x
x
x
x

Plan gesamtes Jahr
kumuliertes Ist der bisherigen Quartale
daraus entwickelte Prognose/Hochrechnung für das Gesamtjahr
Abweichung prognostizierte Ergebnisse zur Jahresplanung
Ist-Zahlen des letzten Jahres.

2.1.4

Wesentliche Abweichungen sind zu erläutern. Insbesondere die Analyse der erwarteten
Jahresergebnisse im Vergleich zum Plan ist in diesem Zusammenhang von Bedeutung.

2.1.5

Die Quartalsberichte sind zeitnah, in der Regel spätestens vier Wochen nach dem
Berichtszeitraum, der Beteiligungsverwaltung vorzulegen.

2.1.6

Bestandteil der Quartalsberichterstattung sind darüber hinaus Liquiditätsberichte an die
Beteiligungsverwaltung mit folgendem Inhalt:
x
x
x

2.1.7

Aktueller Liquiditätsstatus des Unternehmens
Liquiditätsvorschau auf das Ende des Betriebsjahrs
Angabe strategischer Liquiditätsreserven.

Aufgrund aktueller Entwicklungen und Ereignisse kann es erforderlich werden, die
Beteiligungsverwaltung auch zwischen den festgelegten Berichtszeiträumen (Quartalsberichte) kurzfristig zu informieren. Art und Weise der Berichterstattung hat sich dabei an
der Dringlichkeit und Bedeutung der Ereignisse zu orientieren.

Seite 395

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Public Corporate Governance

Aufsichtsratsunterlagen

2.2
2.2.1

3

Beteiligungsbericht 2014

Die Geschäftsführung stellt der Beteiligungsverwaltung frühzeitig alle Einladungen zu den
Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse mit Tagesordnungen und Unterlagen
sowie Tischvorlagen und Niederschriften zu.

Jahresabschluss

3.1

Terminplanung und Vorbesprechung

3.1.1

Die zeitliche Planung ist mit der Beteiligungsverwaltung abzustimmen, um eine rechtzeitige
Erstellung des städtischen Konzernabschlusses und die Einholung der Weisung für die
Gesellschafterversammlung durch die städtischen Ausschüsse bzw. den Gemeinderat zu
gewährleisten. Der Jahresabschluss ist von der Geschäftsführung so rechtzeitig aufzustellen,
dass seine Feststellung durch die Gesellschaftsgremien innerhalb von acht Monaten nach
Ablauf des Geschäftsjahres erfolgen kann.

3.1.2

Um den Jahresabschluss mit der Landeshauptstadt Stuttgart als Gesellschafterin vor zu
besprechen, stimmt die Gesellschaft einen Termin mit der Beteiligungsverwaltung, dem
zuständigen Referat und dem Wirtschaftsprüfungsunternehmen ab. Der Wirtschaftsprüfer
soll an der Vorbesprechung teilnehmen. Die Vorbesprechung sollte mindestens vier Wochen
vor der Aufsichtsratssitzung, die über den Jahresabschluss berät, stattfinden. Ein Entwurf
des Prüfungsberichts ist der Beteiligungsverwaltung möglichst zeitnah vorzulegen,
mindestens jedoch 10 Tage vor der Vorbesprechung.

3.1.3

Wird von den Wirtschaftsprüfern ein Managementletter erstellt, ist dieser der Beteiligungsverwaltung zuzuleiten.

3.2

Eigenschaften des Abschlussprüfers

3.2.1

Vor Unterbreitung des Wahlvorschlags an den Aufsichtsrat soll die Beteiligungsverwaltung
eine Erklärung des vorgesehenen Abschlussprüfers einholen, ob und ggf. welche
beruflichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Prüfer und seinen
Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen
Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen
können.

3.2.2

Die Erklärung soll sich auch darauf erstrecken, in welchem Umfang im vorausgegangenen
Geschäftsjahr andere Leistungen für das Unternehmen, insbesondere auf dem
Beratungssektor, erbracht wurden bzw. für das folgende Jahr vertraglich vereinbart sind.

3.2.3

Das Honorar für den Abschlussprüfer ist der Beteiligungsverwaltung getrennt nach Ersatz
für den Zeitaufwand und sonstigen Auslagen wie z.B. Reisekosten anzugeben.

3.3

Inhalt des Jahresabschlusses und des Lageberichts

3.3.1

Im Anhang des Jahresabschlusses sollen Beziehungen zu Mitgliedern des Gemeinderats
bzw. zur Verwaltung erläutert werden, die im Sinne der anwendbaren Rechnungslegungsvorschriften als nahe stehende Personen zu qualifizieren sind.

3.3.2

Neben den unter Teil A, Nr. 3.2.6 genannten Grundsätzen für die Aufstellung und Prüfung
des Jahresabschlusses und des Lageberichts sind auch der Geschäftsverlauf und die
voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens sowie Vorgänge von besonderer
Bedeutung und Hinweise auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung anzugeben
und zu bewerten (vgl. § 289 HGB).

Seite 396

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Beteiligungsbericht 2014

3.4

Public Corporate Governance

Ausschluss- oder Befangenheitsgründe, Berichtspflicht

3.4.1

Der Aufsichtsrat soll mit dem Abschlussprüfer vereinbaren, dass der Vorsitzende des
Aufsichtsrats über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder
Befangenheitsgründe unverzüglich unterrichtet wird, soweit diese nicht beseitigt werden
können.

3.4.2

Der Aufsichtsrat soll vereinbaren, dass der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des
Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich berichtet, die
sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben.

3.4.3

Der Aufsichtsrat soll vereinbaren, dass der Abschlussprüfer ihn informiert bzw. im
Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen
feststellt, die eine Unrichtigkeit der von Geschäftsführung und Aufsichtsrat abgegebenen
Erklärung zum Kodex (Corporate Governance Bericht) ergeben.

3.5
3.5.1

3.6
3.6.1

3.7
3.7.1

3.8
3.8.1

Spartenrechnung
Sofern dies bei der Gesellschaft sinnvoll ist, soll der Jahresabschluss eine Spartenrechnung
enthalten. Dabei sollen die Unternehmenssegmente im Sinne einer Ergebnisrechnung
dargestellt werden. Die Sparten sind ggf. mit der Beteiligungsverwaltung abzustimmen.
Teilnahme Abschlussprüfer an Aufsichtsratssitzung
Der Abschlussprüfer nimmt an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Jahresabschluss
teil und berichtet über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung.
Teilnahme Geschäftsführung an Sitzungen der städtischen Gremien
Die Geschäftsführung nimmt auf Einladung der Beteiligungsverwaltung an den Sitzungen
der städtischen Gremien teil.
Veröffentlichung im Amtsblatt
Die Gesellschaft hat im Amtsblatt der Stadt Stuttgart folgendes bekannt zu machen (vgl.
§ 105 Abs. 1 Nr. 2 GemO):
x
x
x

3.8.2

3.9
3.9.1

den Beschluss über die Feststellung des Jahresabschlusses zusammen mit dessen
Ergebnis,
das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
die beschlossene Verwendung des Jahresüberschusses oder die Behandlung des
Jahresfehlbetrags.

Gleichzeitig mit der Bekanntgabe sind der Jahresabschluss und der Lagebericht an sieben
aufeinanderfolgenden Tagen öffentlich auszulegen und in der Bekanntgabe auf die
Auslegung hinzuweisen.
Trennung von Abschlussprüfer und Unternehmensberatung
Ein Wirtschaftsprüfungsunternehmen, das den Jahresabschluss einer Gesellschaft prüft, darf
nicht gleichzeitig mit Beratungsaufträgen in strategisch größerem Umfang für dasselbe
Unternehmen beauftragt werden. In begründeten Ausnahmefällen kann das Referat
Wirtschaft, Finanzen und Beteiligungen Ausnahmen zulassen.

Seite 397

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Public Corporate Governance

Beteiligungsbericht 2014

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

3.10
3.10.1

Gesellschafter, Verwaltung und die Öffentlichkeit werden vor allem durch den
Jahresabschluss informiert. Für gesellschaftsrechtliche Zwecke (Ausschüttungsbemessung,
Gläubigerschutz) werden Jahresabschlüsse nach nationalen Vorschriften (HGB) aufgestellt,
die auch Grundlage für die Besteuerung sind.

3.10.2

Der Jahresabschluss und der Lagebericht werden von der Geschäftsführung aufgestellt und
vom Abschlussprüfer wie vom Aufsichtsrat geprüft. Der Jahresabschluss soll binnen 5
Monaten nach Geschäftsjahresende der Beteiligungsverwaltung zugesandt worden sein,
damit nach Abschluss aller Vorarbeiten die Feststellung durch die Gesellschafterversammlung binnen 8 Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres möglich ist (siehe dazu
Teil B, Nr. 3.1.1).

4

Beteiligungsbericht

4.1

Terminplanung

4.1.1

Die Daten für den Beteiligungsbericht werden von den Unternehmen spätestens Ende Mai
des dem Berichtsjahr folgenden Jahres an die Beteiligungsverwaltung gegeben.

4.1.2

Zum Jahresabschluss und ggf. zum Konzernabschluss der Gesellschaft sind der
Beteiligungsverwaltung spätestens zwei Wochen nach der Vorbesprechung mit der
Beteiligungsverwaltung (siehe Teil B, Nr. 3.1.2) vier Exemplare des Prüfberichts zur
Verfügung zu stellen. Für die Tochterunternehmen sind jeweils drei Prüfberichte abzugeben.

4.2
4.2.1

Grundsätzliche Angaben
Folgende grundsätzlichen Informationen sind anzugeben:
x
x
x
x
x

4.3

Gegenstand des Unternehmens
Beteiligungsverhältnisse des Unternehmens
Beteiligungen des Unternehmens
Besetzung der Organe und der Geschäftsführung
Grundzüge des Geschäftsverlaufs im Berichtsjahr und aktuelle Kurzdarstellung des
laufenden Geschäftsjahr

Angaben aus dem Rechnungswesen

4.3.1

Zur Übersicht über die finanzielle Situation des Unternehmens ist eine detaillierte
Darstellung und Analyse der Ertrags- und Vermögenslage des Unternehmens zum Stichtag
31.12. erforderlich.

4.3.2

Zur Darstellung der Kapitalströme bezüglich der Gesellschafter sind folgende Informationen
erforderlich:
x
x
x
x
x
x
x

Betriebskostenzuschüsse
Investitionszuschüsse
Ausschüttungen an Gesellschafter
Zuweisungen der Gesellschafter zur Verlustabdeckung
Erhöhung oder Herabsetzung des Stammkapitals und der Rücklagen
Stand der von den Gesellschaftern übernommenen Bürgschaften per 31.12.
Gewährte Darlehen der Gesellschafter (Aufnahme, Tilgung, Stand per 31.12.).

Seite 398

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Beteiligungsbericht 2014

Public Corporate Governance

4.3.3

Die Veränderung des Finanzmittelfonds sowie die dafür ursächlichen Mittelbewegungen
werden anhand einer Kapitalflussrechnung (Cash-Flow-Rechnung) aufgezeigt.

4.3.4

Die wichtigsten finanzwirtschaftlichen Kennzahlen, wie Kostendeckungsgrad, Eigenkapitalquote, Investitionsvolumen etc. werden ebenfalls angegeben.

4.4
4.4.1

4.5
4.5.1

4.6
4.6.1

Angaben zu Leistungsdaten
Als Leistungsdaten werden die individuell maßgeblichen betrieblichen Leistungen
aufgezeigt, die sich aus dem Gegenstand des Unternehmens im Geschäftsjahr ergaben. Sie
können in verbaler Form oder in Zahlenreihen dargestellt werden.
Angaben zu Arbeitnehmern
Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer ist im Vergleich mit den
Werten des vorangegangenen Geschäftsjahrs getrennt nach Gruppen (Geschäftsführer,
Beamte, Beschäftigte, Auszubildende, Praktikanten / Aushilfen) anzugeben.
Angabe von Bezügen
Die Bezüge der Geschäftsführung sind individualisiert nach der Aufgliederung des HGB §
285 Nr. 9 a) und c) anzugeben. Dies sind im Einzelnen:
x
x
x
x
x
x
x
x

Fixgehalt
Erfolgsabhängige Vergütung
Bezugsrecht
Aufwandsentschädigung
Versicherungsentgelt
Provisionen
Nebenleistungen aller Art
Gewährte Vorschüsse und Kredite unter Angabe der Zinssätze, der im Geschäftsjahr
zurückgezahlten Beträge sowie der Laufzeiten.

Für die Veröffentlichung gilt die Aufgliederung nach A 3.3.3.
4.6.2

4.7
4.7.1

Die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder sind ebenfalls untergliedert nach einzelnen
Bestandteilen anzugeben. Das Gleiche gilt für die Mitglieder eines Beirats oder einer
ähnlichen Einrichtung.
Konzernabschluss (Gesamtabschluss)
Für den Konzernabschluss wird zusätzlich vorgelegt:
x
x
x

eine detaillierte Aufschlüsselung des Neutralen Ergebnisses
eine Darstellung aller Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber der LHS, den
städtischen Eigenbetrieben oder anderen Beteiligungsunternehmen der Stadt
ein Bruttoanlagespiegel für das Konzernanlagevermögen.

Die Fortschreibung des Konzernkapitals soll anhand eines von der Beteiligungsverwaltung
erstellten Vordrucks dargestellt werden.
4.7.2

In den kommenden Jahren soll ein konsolidierter Konzernabschluss (Gesamtabschluss)
aller städtischer Beteiligungen und Eigenbetriebe mit dem Kernhaushalt der

Seite 399

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Public Corporate Governance

Beteiligungsbericht 2014

Landeshauptstadt Stuttgart erstellt werden. Daher sind beim Beteiligungsunternehmen
Maßnahmen zu treffen, um alle von der Konsolidierung betroffenen Leistungs- und
Finanzbeziehungen (z.B. Leistungs-verrechnungen, Steuern, Gebühren) des Unternehmens
mit der Landeshauptstadt, deren Eigenbetrieben oder einem ihrer Beteiligungsunternehmen
anzugeben.
Bericht zum Public Corporate Governance Kodex

4.8
4.8.1

5

Der gemeinsame Bericht zum Public Corporate Governance Kodex enthält eine jährliche
Erklärung des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung, inwieweit den Empfehlungen des
Kodex entsprochen wurde sowie die Erläuterungen zu Abweichungen. Ein entsprechendes
Musterformular wird von der Beteiligungsverwaltung zur Verfügung gestellt. Die
Geschäftsführung ist zuständig für die termingerechte Übersendung im Zusammenhang mit
dem Beteiligungsbericht (B 4.1.1).

Themenübergreifende
Stuttgart

5.1
5.1.1

5.2
5.2.1

5.3
5.3.1

5.4
5.4.1

5.5
5.5.1

5.6
5.6.1

Aufgaben

der

Beteiligungsverwaltung

der

Landeshauptstadt

Unternehmensgründungen
Die Beteiligungsverwaltung der Landeshauptstadt Stuttgart erarbeitet Gesellschaftsverträge, Satzungen und Geschäftsordnungen und schlägt diese vor. Sie prüft die Wahl der
Rechtsform und bereitet die Umgründung oder Ausgründung federführend vor.
Koordination und Überwachung
Sie koordiniert und überwacht für die Gesellschafterin die sich aus dem Gesetz, dem
Gesellschaftsvertrag, den Geschäftsordnungen und diesem Kodex ergebenden Pflichten und
Rechte.
Beschlussvorbereitung
Sie bereitet die Beschlüsse vor, die die Landeshauptstadt Stuttgart als Gesellschafterin zu
fassen hat.
Haushaltsmäßige Abwicklung
Sie betreibt die haushaltsmäßige Abwicklung in Bezug auf die Beteiligungen. Sie bearbeitet,
koordiniert und überwacht die finanziellen Auswirkungen auf den städtischen Haushalt.

Wirtschaftsprüferwechsel
Sie achtet darauf, dass in einem fünfjährigen Turnus ein Wechsel der Wirtschaftsprüfer
erfolgt. Sie bereitet den Wechsel vor und koordiniert ihn für alle Beteiligungsgesellschaften.
Bei Beteiligungsunternehmen mit komplexen Prüfungsinhalten kann ein interner
Prüferwechsel bevorzugt werden.
Empfehlungen
Sie kann dem Aufsichtsrat im Rahmen der Erteilung des Prüfungsauftrages an den
Abschlussprüfer Prüfungsschwerpunkte bzw. ergänzende Prüfungsinhalte empfehlen.

Seite 400

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Beteiligungsbericht 2014

5.7
5.7.1

5.8
5.8.1

5.9
5.9.1

Public Corporate Governance

Stellungnahmen
Sie hat die Aufgabe, Stellungnahmen insbesondere zu finanzwirtschaftlichen Fragen der
Aufsichtsratsunterlagen zu erstellen. Diese sollen den Aufsichtsratsmitgliedern aus der
Verwaltung und auf Wunsch auch den Aufsichtsratsmitgliedern aus dem Gemeinderat zur
Verfügung gestellt werden.
Gutachteraufträge
Sie erteilt Gutachter- oder Prüfungsaufträge in Beteiligungsfragen.
Aktenführung
Sie führt die Beteiligungsakten.

Seite 401

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Seite 402

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Beteiligungsbericht 2014

Wichtige Rechtsgrundlagen

VIII. Wichtige Rechtsgrundlagen

x §§ 102 bis 108 der Gemeindeordnung von BadenWürttemberg
x §§ 53 und 54 des Gesetzes über die Grundsätze des Haushalsrechtes des Bundes und der Länder

Seite 403

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Wichtige Rechtsgrundlagen

Beteiligungsbericht 2014

Seite 404

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Beteiligungsbericht 2014

Wichtige Rechtsgrundlagen

Gemeindeordnung von Baden-Württemberg (GemO)

in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. Juli 2000, zuletzt geändert durch Gesetz vom
16. April 2013

§ 102 Zulässigkeit wirtschaftlicher Unternehmen
(1)

Die Gemeinde darf ungeachtet der Rechtsform wirtschaftliche Unternehmen nur errichten, übernehmen, wesentlich erweitern oder sich daran beteiligen, wenn
1. der öffentliche Zweck das Unternehmen rechtfertigt,
2. das Unternehmen nach Art und Umfang in einem angemessenen Verhältnis zur Leistungsfähigkeit der Gemeinde und zum voraussichtlichen Bedarf steht und
3. bei einem Tätigwerden außerhalb der kommunalen Daseinsvorsorge der Zweck nicht ebenso gut
und wirtschaftlich durch einen privaten Anbieter erfüllt wird oder erfüllt werden kann.

(2)

Über ein Tätigwerden der Gemeinde nach Absatz 1 Nr. 3 entscheidet der Gemeinderat nach Anhörung der örtlichen Selbstverwaltungsorganisationen von Handwerk, Industrie und Handel.

(3)

Wirtschaftliche Unternehmen der Gemeinde sind so zu führen, dass der öffentliche Zweck erfüllt
wird; sie sollen einen Ertrag für den Haushalt der Gemeinde abwerfen.

(4)

Wirtschaftliche Unternehmen im Sinne der Absätze 1 und 2 sind nicht
1. Unternehmen, zu deren Betrieb die Gemeinde gesetzlich verpflichtet ist,
2. Einrichtungen des Unterrichts-, Erziehungs- und Bildungswesens, der Kunstpflege, der körperlichen Ertüchtigung, der Gesundheits- und Wohlfahrtspflege sowie öffentliche Einrichtungen ähnlicher Art und
3. Hilfsbetriebe, die ausschließlich zur Deckung des Eigenbedarfs der Gemeinde dienen.

Auch diese Unternehmen, Einrichtungen und Hilfsbetriebe sind nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu
führen.
(5)

Bankunternehmen darf die Gemeinde nicht betreiben, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.
Für das öffentliche Sparkassenwesen verbleibt es bei den besonderen Vorschriften.

(6)

Bei Unternehmen, für die kein Wettbewerb gleichartiger Privatunternehmen besteht, dürfen der
Anschluss und die Belieferung nicht davon abhängig gemacht werden, dass auch andere Leistungen
oder Lieferungen abgenommen werden.

(7)

Die Betätigung außerhalb des Gemeindegebiets ist zulässig, wenn bei wirtschaftlicher Betätigung die
Voraussetzungen des Absatzes 1 vorliegen und die berechtigten Interessen der betroffenen Gemeinden gewahrt sind. Bei der Versorgung mit Strom und Gas gelten nur die Interessen als berechtigt,
die nach den maßgeblichen Vorschriften eine Einschränkung des Wettbewerbs zulassen

Seite 405

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Wichtige Rechtsgrundlagen

Beteiligungsbericht 2014

§ 103 Unternehmen in Privatrechtsform
(1)

Die Gemeinde darf ein Unternehmen in einer Rechtsform des privaten Rechts nur errichten, übernehmen, wesentlich erweitern oder sich daran beteiligen, wenn
1. das Unternehmen seine Aufwendungen nachhaltig zu mindestens 25 vom Hundert mit Umsatzerlösen zu decken vermag,
2. im Gesellschaftsvertrag oder in der Satzung sichergestellt ist, dass der öffentliche Zweck des Unternehmens erfüllt wird,
3. die Gemeinde einen angemessenen Einfluss, insbesondere im Aufsichtsrat oder in einem entsprechenden Überwachungsorgan des Unternehmens erhält,
4. die Haftung der Gemeinde auf einen ihrer Leistungsfähigkeit angemessenen Betrag begrenzt
wird,
5. bei einer Beteiligung mit Anteilen in dem in § 53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes bezeichneten
Umfang im Gesellschaftsvertrag oder in der Satzung sichergestellt ist, dass
a)

in sinngemäßer Anwendung der für Eigenbetriebe geltenden Vorschriften für jedes Wirtschaftsjahr ein Wirtschaftsplan aufgestellt und der Wirtschaftsführung eine fünfjährige Finanzplanung zu Grunde gelegt wird,

b)

der Jahresabschluss und der Lagebericht in entsprechender Anwendung der Vorschriften
des Dritten Buchs des Handelsgesetzbuchs für große Kapitalgesellschaften aufgestellt und
in entsprechender Anwendung dieser Vorschriften geprüft werden, sofern nicht die Vorschriften des Handelsgesetzbuchs bereits unmittelbar gelten oder weitergehende gesetzliche Vorschriften gelten oder andere gesetzliche Vorschriften entgegenstehen,

c)

der Gemeinde der Wirtschaftsplan und die Finanzplanung des Unternehmens, der Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers übersandt
werden, soweit dies nicht gesetzlich vorgesehen ist,

d)

für die Prüfung der Betätigung der Gemeinde bei dem Unternehmen dem Rechnungsprüfungsamt und der für die überörtliche Prüfung zuständigen Prüfungsbehörde die in § 54
des Haushaltsgrundsätzegesetzes vorgesehenen Befugnisse eingeräumt sind,

e)

das Recht zur überörtlichen Prüfung der Haushalts- und Wirtschaftsführung des Unternehmens nach Maßgabe des § 114 Abs. 1 eingeräumt ist,

f)

der Gemeinde die für die Aufstellung des Gesamtabschlusses (§ 95a) erforderlichen Unterlagen und Auskünfte zu dem von ihr bestimmten Zeitpunkt eingereicht werden.

Die obere Rechtsaufsichtsbehörde kann in besonderen Fällen von dem Mindestgrad der Aufwandsdeckung nach Satz 1 Nr. 1 und dem Prüfungserfordernis nach Satz 1 Nr. 5 Buchst. b, wenn andere geeignete Prüfungsmaßnahmen gewährleistet sind, Ausnahmen zulassen.
(2)

Die Gemeinde darf unbeschadet des Absatzes 1 ein Unternehmen in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft nur errichten, übernehmen oder sich daran beteiligen, wenn der öffentliche Zweck des Unternehmens nicht ebenso gut in einer anderen Rechtsform erfüllt wird oder erfüllt werden kann.

(3)

Die Gemeinde hat ein Unternehmen in einer Rechtsform des privaten Rechts, an dem sie mit mehr
als 50 vom Hundert beteiligt ist, so zu steuern und zu überwachen, dass der öffentliche Zweck
nachhaltig erfüllt und das Unternehmen wirtschaftlich geführt wird; bei einer geringeren Beteiligung
hat die Gemeinde darauf hinzuwirken. Zuschüsse der Gemeinde zum Ausgleich von Verlusten sind
so gering wie möglich zu halten.

Seite 406

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Beteiligungsbericht 2014

Wichtige Rechtsgrundlagen

§ 103a Unternehmen in der Rechtsform einer
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Die Gemeinde darf unbeschadet des § 103 Abs. 1 ein Unternehmen in der Rechtsform einer Gesellschaft
mit beschränkter Haftung nur errichten, übernehmen, wesentlich erweitern oder sich daran beteiligen,
wenn im Gesellschaftsvertrag sichergestellt ist, dass die Gesellschafterversammlung auch beschließt über
1. den Abschluss und die Änderung von Unternehmensverträgen im Sinne der §§ 291 und 292 Abs. 1
des Aktiengesetzes,
2. die Übernahme neuer Aufgaben von besonderer Bedeutung im Rahmen des Unternehmensgegenstands,
3. die Errichtung, den Erwerb und die Veräußerung von Unternehmen und Beteiligungen, sofern dies im
Verhältnis zum Geschäftsumfang der Gesellschaft wesentlich ist,
4. die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses.
§ 104 Vertretung der Gemeinde in Unternehmen
in Privatrechtsform
(1)

Der Bürgermeister vertritt die Gemeinde in der Gesellschafterversammlung oder in dem entsprechenden Organ der Unternehmen in einer Rechtsform des privaten Rechts, an denen die Gemeinde
beteiligt ist; er kann einen Gemeindebediensteten mit seiner Vertretung beauftragen. Die Gemeinde
kann weitere Vertreter entsenden und deren Entsendung zurücknehmen; ist mehr als ein weiterer
Vertreter zu entsenden und kommt eine Einigung über deren Entsendung nicht zu Stande, finden
die Vorschriften über die Wahl der Mitglieder beschließender Ausschüsse des Gemeinderats Anwendung. Die Gemeinde kann ihren Vertretern Weisungen erteilen.

(2)

Ist der Gemeinde das Recht eingeräumt, mehr als ein Mitglied des Aufsichtsrats oder eines entsprechenden Organs eines Unternehmens zu entsenden, finden die Vorschriften über die Wahl der Mitglieder beschließender Ausschüsse des Gemeinderats Anwendung, soweit eine Einigung über die
Entsendung nicht zustande kommt.

(3)

Die von der Gemeinde entsandten oder auf ihren Vorschlag gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats
oder eines entsprechenden Überwachungsorgans eines Unternehmens haben bei ihrer Tätigkeit auch
die besonderen Interessen der Gemeinde zu berücksichtigen.

(4)

Werden Vertreter der Gemeinde aus ihrer Tätigkeit in einem Organ eines Unternehmens haftbar
gemacht, hat ihnen die Gemeinde den Schaden zu ersetzen, es sei denn, dass sie ihn vorsätzlich oder
grob fahrlässig herbeigeführt haben. Auch in diesem Fall ist die Gemeinde schadenersatzpflichtig,
wenn ihre Vertreter nach Weisung gehandelt haben.
§ 105 Prüfung, Offenlegung und
Beteiligungsbericht

(1)

Ist die Gemeinde an einem Unternehmen in einer Rechtsform des privaten Rechts in dem in § 53 des
Haushaltsgrundsätzegesetzes bezeichneten Umfang beteiligt, hat sie
1. die Rechte nach § 53 Abs. 1 Nr. 1 und 2 des Haushaltsgrundsätzegesetzes auszuüben,
2. dafür zu sorgen, dass
a)

der Beschluss über die Feststellung des Jahresabschlusses zusammen mit dessen Ergebnis,
das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die beschlossene Verwendung des Jahresüberschusses oder die Behandlung des Jahresfehlbetrags ortsüblich bekannt gegeben werden,

b)

gleichzeitig mit der Bekanntgabe der Jahresabschluss und der Lagebericht an sieben Tagen
öffentlich ausgelegt werden und in der Bekanntgabe auf die Auslegung hingewiesen wird.

Seite 407

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Wichtige Rechtsgrundlagen

(2)

Beteiligungsbericht 2014

Die Gemeinde hat zur Information des Gemeinderats und ihrer Einwohner jährlich einen Bericht über
die Unternehmen in einer Rechtsform des privaten Rechts, an denen sie unmittelbar oder mit mehr
als 50 vom Hundert mittelbar beteiligt ist, zu erstellen. In dem Beteiligungsbericht sind für jedes Unternehmen mindestens darzustellen:
1. der Gegenstand des Unternehmens, die Beteiligungsverhältnisse, die Besetzung der Organe und
die Beteiligungen des Unternehmens,
2. der Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks des Unternehmens,
3. für das jeweilige letzte Geschäftsjahr die Grundzüge des Geschäftsverlaufs, die Lage des Unternehmens, die Kapitalzuführungen und –entnahmen durch die Gemeinde und im Vergleich mit
den Werten des vorangegangenen Geschäftsjahres die durchschnittliche Zahl der beschäftigten
Arbeitnehmer getrennt nach Gruppen, die wichtigsten Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Unternehmens sowie die gewährten Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats oder der entsprechenden Organe des Unternehmens für jede Personengruppe; § 286 Abs. 4 des Handelsgesetzbuches gilt entsprechend.

Ist die Gemeinde unmittelbar mit weniger als 25 vom Hundert beteiligt, kann sich die Darstellung auf den
Gegenstand des Unternehmens, die Beteiligungsverhältnisse und den Stand der Erfüllung des öffentlichen
Zwecks des Unternehmens beschränken.
(3)

Die Erstellung des Beteiligungsberichts ist ortsüblich bekannt zu geben; Absatz 1 Nr. 2 Buchst. b gilt
entsprechend.

(4)

Die Rechtsaufsichtsbehörde kann verlangen, dass die Gemeinde ihr den Beteiligungsbericht und den
Prüfungsbericht mitteilt.
§ 105a Mittelbare Beteiligungen an Unternehmen
in Privatrechtsform

(1)

Die Gemeinde darf der Beteiligung eines Unternehmens, an dem sie mit mehr als 50 vom Hundert
beteiligt ist, an einem anderen Unternehmen nur zustimmen, wenn
1. die Voraussetzungen des § 102 Abs. 1 Nr. 1 und 3 vorliegen,
2. bei einer Beteiligung des Unternehmens von mehr als 50 vom Hundert an dem anderen Unternehmen
a)

die Voraussetzungen des § 103 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 bis 4 vorliegen,

b)

die Voraussetzungen des § 103 a vorliegen, sofern das Unternehmen, an dem die Gemeinde unmittelbar beteiligt ist, und das andere Unternehmen Gesellschaften mit beschränkter
Haftung sind,

c)

die Voraussetzung des § 103 Abs. 2 vorliegt, sofern das andere Unternehmen eine Aktiengesellschaft ist.

Beteiligungen sind auch mittelbare Beteiligungen. Anteile mehrerer Gemeinden sind zusammenzurechnen.
(2)

§ 103 Abs. 3 und, soweit der Gemeinde für das andere Unternehmen Entsendungsrechte eingeräumt sind, § 104 Abs. 2 bis 4 gelten entsprechend.

(3)

Andere Bestimmungen zur mittelbaren Beteiligung der Gemeinde an Unternehmen in einer Rechtsform des privaten Rechts bleiben unberührt.

Seite 408

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Beteiligungsbericht 2014

Wichtige Rechtsgrundlagen

§ 106 Veräußerung von Unternehmen und
Beteiligungen
Die Veräußerung eines Unternehmens, von Teilen eines solchen oder einer Beteiligung an einem Unternehmen sowie andere Rechtsgeschäfte, durch welche die Gemeinde ihren Einfluss auf das Unternehmen
verliert oder vermindert, sind nur zulässig, wenn die Erfüllung der Aufgaben der Gemeinde nicht beeinträchtigt wird.
§ 106a Einrichtungen in Privatrechtsform
Die §§ 103 bis 106 gelten für Einrichtungen im Sinne des § 102 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 in einer Rechtsform
des privaten Rechts entsprechend.
§ 106b Vergabe von Aufträgen
(1)

Die Gemeinde ist verpflichtet, ihre Gesellschafterrechte in Unternehmen des privaten Rechts, auf die
sie durch mehrheitliche Beteiligung oder in sonstiger Weise direkt oder indirekt bestimmenden Einfluss nehmen kann, so auszuüben, dass
1. diese die Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB) sowie § 22 Abs. 1 bis 4 des
Mittelstandsförderungsgesetzes anwenden und
2. ihnen die Anwendung der Verdingungsordnung für Leistungen (VOL) empfohlen wird,

wenn diese Unternehmen öffentliche Auftraggeber im Sinne von § 98 Nr. 2 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen sind. Satz 1 gilt für Einrichtungen im Sinne des § 102 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 in einer
Rechtsform des privaten Rechts entsprechend.
(2)

Die Verpflichtung nach Absatz 1 entfällt in der Regel
1. bei wirtschaftlichen Unternehmen, soweit sie
a)

mit ihrer gesamten Tätigkeit an einem entwickelten Wettbewerb teilnehmen und ihre Aufwendungen ohne Zuschüsse aus öffentlichen Haushalten zu decken vermögen oder

b)

mit der gesamten Tätigkeit einzelner Geschäftsbereiche an einem entwickelten Wettbewerb teilnehmen und dabei ihre Aufwendungen ohne Zuschüsse aus öffentlichen Haushalten zu decken vermögen,

2. bei Aufträgen der in § 100 Abs. 2 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen genannten
Art,
3. bei Aufträgen, deren Wert voraussichtlich weniger als 30 000 Euro (ohne Umsatzsteuer) beträgt.
Auch bei Vorliegen der Ausnahmevoraussetzungen nach Satz 1 besteht die Verpflichtung nach Absatz 1,
soweit die Unternehmen Aufträge für ein Vorhaben vergeben, für das sie öffentliche Mittel in Höhe von
mindestens 30 000 Euro in Anspruch nehmen.
§ 107 Energieverträge
(1)

Die Gemeinde darf Verträge über die Lieferung von Energie oder Wasser in das Gemeindegebiet
sowie Konzessionsverträge, durch die sie einem Energieversorgungsunternehmen oder einem Wasserversorgungsunternehmen die Benutzung von Gemeindeeigentum einschließlich der öffentlichen
Straßen, Wege und Plätze für Leitungen zur Versorgung der Einwohner überlässt, nur abschließen,
wenn die Erfüllung der Aufgaben der Gemeinde nicht gefährdet wird und die berechtigten wirtschaftlichen Interessen der Gemeinde und ihrer Einwohner gewahrt sind. Hierüber soll dem Gemeinderat vor der Beschlussfassung das Gutachten eines unabhängigen Sachverständigen vorgelegt werden.

Seite 409

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Wichtige Rechtsgrundlagen

(2)

Beteiligungsbericht 2014

Dasselbe gilt für eine Verlängerung oder ihre Ablehnung sowie eine wichtige Änderung derartiger
Verträge.
§ 108 Vorlagepflicht

Beschlüsse der Gemeinde über Maßnahmen und Rechtsgeschäfte nach § 103 Abs. 1 und 2, §§ 103 a,
105 a Abs. 1, §§ 106, 106 a und 107 sind der Rechtsaufsichtsbehörde unter Nachweis der gesetzlichen
Voraussetzungen vorzulegen.

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Beteiligungsbericht 2014

Wichtige Rechtsgrundlagen

Gesetz über die Grundsätze des Haushaltsrechts des Bundes und der
Länder (Haushaltsgrundsätzegesetz – HGrG)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. August 1969, zuletzt geändert durch Gesetz vom
15. Juli 2013
§ 53 Rechte gegenüber privatrechtlichen Unternehmen
(1)

Gehört einer Gebietskörperschaft die Mehrheit der Anteile eines Unternehmens in einer Rechtsform
des privaten Rechts oder gehört ihr mindestens der vierte Teil der Anteile und steht ihr zusammen
mit anderen Gebietskörperschaften die Mehrheit der Anteile zu, so kann sie verlangen, dass das Unternehmen
1. im Rahmen der Abschlussprüfung auch die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung prüfen
lässt;
2. die Abschlussprüfer beauftragt, in ihrem Bericht auch darzustellen
a)

die Entwicklung der Vermögens- und Ertragslage sowie die Liquidität und Rentabilität der
Gesellschaft,

b)

verlustbringende Geschäfte und die Ursachen der Verluste, wenn diese Geschäfte und die
Ursachen für die Vermögens- und Ertragslage von Bedeutung waren,

c)

die Ursachen eines in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Jahresfehlbetrags;

3. ihr den Prüfungsbericht der Abschlussprüfer und, wenn das Unternehmen einen Konzernabschluss aufzustellen hat, auch den Prüfungsbericht der Konzernabschlussprüfer unverzüglich nach
Eingang übersendet.
(2)

Für die Anwendung des Absatzes 1 rechnen als Anteile der Gebietskörperschaft auch Anteile, die
einem Sondervermögen der Gebietskörperschaft gehören. Als Anteile der Gebietskörperschaft gelten
ferner Anteile, die Unternehmen gehören, bei denen die Rechte aus Absatz 1 der Gebietskörperschaft zustehen.
§ 54 Unterrichtung der Rechnungsprüfungsbehörde

(1)

In den Fällen des § 53 kann in der Satzung (im Gesellschaftsvertrag) mit Dreiviertelmehrheit des vertretenen Kapitals bestimmt werden, dass sich die Rechnungsprüfungsbehörde der Gebietskörperschaft zur Klärung von Fragen, die bei der Prüfung nach § 44 auftreten, unmittelbar unterrichten
und zu diesem Zweck den Betrieb, die Bücher und die Schriften des Unternehmens einsehen kann.

(2)

Ein vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes begründetes Recht der Rechnungsprüfungsbehörde auf
unmittelbare Unterrichtung bleibt unberührt.

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Beteiligungsbericht 2014

Bio
CAT
Cost Aviation
DZ
ELW
EnBW
END KG
END Vw-GmbH
EVG
FMF
FSG
FSEG
GemO
HGB
HGrG
HMSH
HSG
HSG Flughafen
IHK
in.Stuttgart Vw-GmbH
in.Stuttgart KG
Kabeltrasse
KAV
KBC
KKL
Klinikum
Kunstmuseum
LBBW
LMS
LHS
MSG GmbH
MVZ
NetCom
OSA KG
OSA Vw-GmbH
PGNM KG
PGNM Vw-GmbH
QMBW
Regio
SBS
SES
S.Ground
SM
Sportklinik
Stadion KG
Stadion Vw-GmbH
SSB
SSB Reisen
SVV
SWS
SWSG
SWSVG
SWS EWL I
SWS EWL II
SWS EWL Infrastruktur
SWS Windpark
SWS Windpark Schwanfeld
VRS
VVS

Abkürzungsverzeichnis

BioRegio STERN Management GmbH
City Air Terminal Luftreisebüro GmbH, Stuttgart
Cost Aviation GmbH
Datenzentrale Baden-Württemberg, Anstalt des öffentlichen Rechts
Eigenbetrieb Leben & Wohnen der Landeshauptstadt Stuttgart
Energie Baden-Württemberg AG
Esslingen-Nellingen-Denkendorf Verkehrsgesellschaft GmbH & Co. KG
Esslingen-Nellingen-Denkendorf Verkehrsgesellschaft Verwaltungs-GmbH
DZ Datenzentrale Entwicklungs- und Vertriebs-GmbH
Film- und Medienfestival gGmbH
Flughafen Stuttgart GmbH
Flughafen Stuttgart Energie GmbH
Gemeindeordnung von Baden-Württemberg
Handelsgesetzbuch
Haushaltsgrundsätzegesetz
Hanns-Martin-Schleyer-Halle
Hafen Stuttgart GmbH
HSG Flughafen Stuttgart Handels- und Service GmbH, Leinfelden-Echterdingen
Industrie- und Handelskammer
in.Stuttgart Verwaltungs GmbH
in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG
Kabeltrasse WP Schwanfelder Höhe GbR
Konzessionsabgabenverordnung
Krankenhaus Bad-Cannstatt
Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle
Eigenbetrieb Klinikum Stuttgart
Stiftung Kunstmuseum Stuttgart gGmbH
Landesbank Baden-Württemberg
Landesmesse Stuttgart GmbH
Landeshauptstadt Stuttgart
Märkte Stuttgart GmbH
Medizinisches Versorgungszentrum Bad Cannstatt gGmbH
NetCom Stuttgart GmbH Telekommunikationsdienste
Objektgesellschaft Schleyer-Halle und Neue Arena GmbH & Co. KG
Objektgesellschaft Schleyer-Halle und Neue Arena Verwaltungs-GmbH
Projektgesellschaft Neue Messe GmbH & Co. KG
Projektgesellschaft Neue Messe Verwaltungs-GmbH
QMBW GmbH
Regio Stuttgart Marketing- und Tourismus GmbH
Sportstätten Betriebs-GmbH Stuttgart
Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart
S.Stuttgart Ground Services GmbH, Leinfelden-Echterdingen
Stuttgart-Marketing GmbH
Sportklinik Stuttgart GmbH
Stadion NeckarPark GmbH & Co. KG
Stadion NeckarPark Verwaltungs-GmbH
Stuttgarter Straßenbahnen AG
SSB Reisen GmbH
Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH
Stadtwerke Stuttgart GmbH
Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH
Stadtwerke Stuttgart Vertriebsgesellschaft mbH
SWS Windpark Everswinkel I GmbH & Co. KG
SWS Windpark Everswinkel II GmbH & Co. KG
SWS EWL Infrastruktur GmbH & Co. KG
SWS Windpark Verwaltungs GmbH
SWS Windpark Schwanfeld GmbH & Co. KG
Verband Region Stuttgart
Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH

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