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Full text: Geschäftsbericht Issue 2015

Geschäftsbericht 2015

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang

Bericht des Aufsichtsrates

Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Das vergangene Geschäftsjahr 2015 stand im Zeichen der Um­
strukturierungsmaßnahmen im Rahmen der Rekommunalisie­
rung der Berlinwasser Gruppe. Es war maßgeblich von der Vor­
bereitung und Durchführung der erfolgreichen Beendigung des
Teilprivatisierungsmodells und des Rechtsformwechsels der
­Berlinwasser Holding AG in eine Gesellschaft mit beschränkter
Haftung geprägt. Diese Prozesse hat der Aufsichtsrat in enger
Abstimmung mit dem Vorstand bzw. nach Eintragung des
Rechtsformwechsels am 18. Mai 2015 mit der Geschäftsführung
begleitet.

Beratung und Überwachung der Geschäftsführung
Der Aufsichtsrat der Berlinwasser Holding GmbH hat im Be­
richtsjahr 2015 die ihm nach Gesetz, Satzung, Berliner Corporate
Governance Kodex und Geschäftsordnung obliegenden Kontrollund Beratungsaufgaben sorgfältig wahrgenommen. Der Auf­
sichtsrat hat die Geschäftsführung bei der Leitung des Unter­
nehmens kontinuierlich beraten und dessen Geschäftsführung
überwacht. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung
war der Aufsichtsrat rechtzeitig und angemessen eingebunden.
Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah
und umfassend über den Gang der Geschäfte, die Ertrags- und
Finanzlage, Planungen und die strategische Ausrichtung unter­
richtet. Abweichungen von Planungen wurden ausführlich erör­
tert. Die Risikosituation sowie das Risiko- und Compliancema­
nagement der Berlinwasser Gruppe wurden dabei sorgfältig
beachtet. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb
von Sitzungen mit der Geschäftsführung in engem Kontakt und
hat mit dieser wesentliche Vorgänge und anstehende Entschei­
dungen besprochen. Im Geschäftsjahr 2015 fanden insgesamt
vier turnusmäßige und eine außerordentliche Aufsichtsratssit­
zung statt. Zwei Beschlussfassungen wurden außerhalb von Sit­
zungen gefasst. Darüber hinaus haben die Mitglieder des Auf­
sichtsrates in einer Informationsveranstaltung die Umsetzung
der Umstrukturierung der Berlinwasser Gruppe erörtert. Auch in
2015 hat kein Aufsichtsratsmitglied an weniger als der Hälfte der
Sitzungen teilgenommen.

Arbeit des Aufsichtsrates und Schwerpunkte
der Beratungen
Zahlreiche wichtige Entscheidungen und Sachthemen sowie zu­
stimmungspflichtige Geschäftsvorfälle standen in diesem Jahr
der Umstrukturierung der Berlinwasser Gruppe zur Diskussion
und zur Entscheidung. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhielt der
Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte von der Geschäfts­

führung und ließ sich zusätzlich ergänzende Informationen und
Auskünfte erteilen. Die Berichte und Vorlagen wurden vor Be­
schlussfassung sorgfältig erörtert und auf ihre Plausibilität über­
prüft. Im Mittelpunkt der Beratungen standen dabei:
▉	 regelmäßige und ausführliche Berichte der Geschäftsführung

über die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, die Finanzlage, die
Personalsituation und grundsätzliche Fragen der Unterneh­
menspolitik sowie der Risiko- und Compliance-Organisation
der Berlinwasser Gruppe und ihrer Tochtergesellschaften;

▉	 alle wesentlichen Themen, die im Zusammenhang mit der

Umstrukturierung der Berlinwasser Gruppe sowie in dessen
Nachgang relevant wurden. Im Zentrum der Beratungen stan­
den dabei sowohl die geschäftlichen, wirtschaftlichen und fi­
nanziellen Rahmenbedingungen;

▉	 die Veräußerung der an der Berlinwasser International GmbH

sowie der BWB Rekom Verwaltungs GmbH gehaltenen Anteile;­

▉	 die Planungen der Geschäftsführung und die Strategie des Un­

ternehmens. Das Budget 2015 der Berlinwasser Gruppe sowie
die Mittelfristplanungen mit den wesentlichen Daten für die
Ergebnis-, Finanz- und Personalplanung wurden beraten und
beschlossen;

▉	 Entscheidungen zu Angelegenheiten der Geschäftsführung;
▉	 die Verabschiedung der neuen Geschäftsordnungen für den

Aufsichtsrat und die Geschäftsführung im Zusammenhang
mit dem Rechtsformwechsel.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung
Der Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr 2015 mit den Inhalten
des Berliner Corporate Governance Kodex befasst. In der Sitzung
am 2. Dezember 2015 haben Geschäftsführung und Aufsichtsrat
die Entsprechenserklärung zum Berliner Corporate Governance
Kodex abgegeben. Interessenkonflikte von Geschäftsführungsoder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Gesellschafterver­
sammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegen­
über im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden.

|  02

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2015
Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, wurde
mit Beschluss der Gesellschafterversammlung der Berlinwasser
Holding GmbH zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015
bestellt. Dabei ist aufgrund der Anzahl der geprüften Jahre in
2015 eine interne Prüferrotation des Abschlussprüfers erfolgt.
Der von der Geschäftsführung nach den Regeln des HGB aufge­
stellte Jahresabschluss und Konzernabschluss der Berlinwasser
Holding GmbH sowie die Lageberichte für das Geschäftsjahr
2015 wurden von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Berlin, geprüft und jeweils mit uneingeschränkten Bestätigungs­
vermerken versehen. Die Unterlagen sowie der Vorschlag der Ge­
schäftsführung über die Verwendung des Jahresergebnisses und
die Prüfungsberichte der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesell­
schaft, Berlin, wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats recht­
zeitig übermittelt und in Anwesenheit des Abschlussprüfers in
der Aufsichtsratssitzung am 10. März 2016 umfassend behan­
delt. Der Aufsichtsrat sah nach eigener Prüfung des Jahresab­
schlusses, des Konzernabschlusses und der Lageberichte keinen
Anlass, Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat die von
der Geschäftsführung aufgestellten Abschlüsse gebilligt und
empfiehlt nach Einschätzung der Lage der Berlinwasser Holding
GmbH in Übereinstimmung mit der Geschäftsführung die Fest­
stellung durch die Gesellschafterversammlung. Dem Vorschlag
der Geschäftsführung zur Verwendung des Jahresergebnisses
wurde nach Beratung zugestimmt.

Besetzung von Geschäftsführung und Aufsichtsrat
In der Hauptversammlung am 14. April 2015 erfolgte der Be­
schluss zum Formwechsel der Gesellschaft von einer AG in eine
GmbH und die Bestellung der Organe der durch Formwechsel
entstehenden GmbH.
Die bisherigen Mitglieder des Vorstandes: Frank Bruckmann,
Jörg Simon und Kerstin Oster wurden zu den Mitgliedern der Ge­
schäftsführung bestellt. Zudem wurden die bisherigen Mitglie­
der des Aufsichtsrates Staatssekretär Klaus Feiler, Staatssekretär
Henner Bunde und Lutz Neetzel erneut bestellt. Die Mitglieder
des Aufsichtsrates haben in ihrer konstituierenden Sitzung vom
24. April 2015 Staatssekretär Klaus Feiler zum Vorsitzenden ge­
wählt.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2015 die Bestellung von
Frank Bruckmann zum vorsitzenden Mitglied der Geschäftsfüh­
rung um weitere fünf Jahre bis zum 31. Dezember 2020 und die
Bestellung von Jörg Simon zum Mitglied der Geschäftsführung
um ebenfalls weitere fünf Jahre bis zum 30. Juni 2021 verlängert.
Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern der Geschäftsfüh­
rung für ihren Einsatz zum Wohle des Unternehmens. Besonde­
rer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Berlin­
wasser Gruppe für die erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2015.
Berlin, 10. März 2016

Staatssekretär Klaus Feiler
Vorsitzender des Aufsichtsrates der
Berlinwasser Holding GmbH

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Bericht des Aufsichtsrates
Unternehmensgrundlagen  Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang

Berlinwasser Holding GmbH, Berlin
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom
1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015

Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

(bis 19. Mai 2015: Berlinwasser Holding AG)

1.	 Unternehmensgrundlagen
1.1.	 Geschäftsmodell
Die Berlinwasser Holding GmbH wurde mit Beschluss der Haupt­
versammlung vom 14. April 2015; 11. Mai 2015 und mit Eintragung
ins Handelsregister vom 19. Mai 2015 von einer Aktiengesellschaft­
in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt.
Die Berlinwasser Holding GmbH, die im Jahr 1999 aus der
Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe entstand, wurde
2015 mit dem Ziel der wirtschaftlichen Optimierung und der Ver­
einfachung der Beteiligungsstrukturen grundlegend umstruktu­
riert. In diesem Zusammenhang wurden die Stillen Gesellschaf­
ten zwischen den Berliner Wasserbetrieben und der Berlinwasser
Holding GmbH beendet. Danach sind die Berliner Wasserbetrie­
be wieder zu 100 Prozent unmittelbar in der Hand des Landes
Berlin. Die Kompetenzen der Berlinwasser Unternehmensgruppe
bündeln sich nunmehr in den verbliebenen Wettbewerbsgesell­
schaften. Das sind neben der p2m berlin GmbH, die pigadi GmbH
sowie die bluepartner GmbH. Im Geschäftsjahr 2015 wurden alle
Geschäftsanteile an der Berlinwasser International GmbH ver­
äußert.
Technik- und Management-Kompetenz prägen die Unter­
nehmensgruppe, die sich effizient entwickelt sowie markt- und
kundenorientiert profiliert. Kunden aus Industrie, Gewerbe und
Kommunen profitieren vom hohen technischen und kauf­
männischen Wissen und den weitreichenden Erfahrungen von
Berlinwasser. Die Unternehmen erbringen umfangreiche Dienst­
leistungen für eine sichere Trinkwasserversorgung und umwelt­
gerechte Abwasserbehandlung.
Die Berlinwasser Holding GmbH fungiert als Finanz- und
Managementholding für die verbliebenen Tochtergesellschaften
und unterstützt die Beteiligungen bei der Erreichung ihrer Unter­
nehmensziele.
Die p2m berlin GmbH ist als Ingenieurdienstleister national
sowie international in der Wasserwirtschaft, der Landschafts­
planung und im Projektmanagement aktiv. Sie bündelt fundier­
tes Ingenieurwissen und langjährige Projekterfahrungen. Das
Dienstleistungsangebot ist umfassend, nachhaltig konzipiert
und deckt alle Projektphasen ab – von der Planung über die Aus­
schreibung und Bauleitung bis zur Inbetriebnahme von Anlagen.
Schwerpunkt des Geschäfts der pigadi GmbH ist die Brunnensa­
nierung und -regenerierung auf nationalen und internationalen
Märkten. Darüber hinaus werden Leistungen im operativen
Grundwassermonitoring erbracht. Neu im Portfolio der pigadi
GmbH sind die Hochleistungsentsandung sowie Ingenieurtech­
nische- und Organisationsberatung für andere Unternehmen.

Die bluepartner GmbH bietet einen umfangreichen Service und
einen hohen Grad an Kundenorientierung bei Front- und Backof­
fice-Bürodienstleistungen und stellt eine optimale und service­
orientierte Kundenkommunikation zur Verfügung. Hierzu zählen
die Anrufannahme und -bearbeitung, eine komplexe und schrift­
liche Kundenbetreuung sowie ein Beratungsservice. Neben den
Berliner Wasserbetrieben zählen auch andere große Unterneh­
men aus Berlin und Deutschland zu den Kunden der bluepartner
GmbH.

1.2.	 Ziele und Strategien
Nach den Umstrukturierungen der vergangenen Jahre und der
Neustrukturierung der Berlinwasser Unternehmensgruppe im
Geschäftsjahr 2015 fokussiert sich diese auf das in den verbliebe­
nen Unternehmen konzentrierte Kerngeschäft und entwickelt
dieses gezielt weiter.
Die p2m berlin GmbH ist als Ingenieurgesellschaft der Ber­
linwasser Unternehmensgruppe im nationalen und internationa­
len Geschäft tätig, im deutschen und internationalen Markt
nachhaltig als Ingenieurunternehmen aufgestellt und besitzt in
Deutschland sowie in ausgewählten internationalen Zielregio­
nen einen hohen Bekanntheitsgrad und ein hervorragendes
Image. Das Unternehmensziel liegt im Ausbau des Kerngeschäf­
tes im Wasser- und Abwassersektor. Außerdem platziert die p2m
berlin GmbH national die Geschäftsfelder Projektsteuerung und
Landschaftsplanung.
Die pigadi GmbH wird ihre bisherigen Marktaktivitäten wei­
ter stabilisieren und moderat ausbauen. Neben dem Kernge­
schäft im Inland soll in den nächsten Jahren auch die Akquisition
von Projekten im Ausland intensiviert werden, ohne dafür eine
zusätzliche Infrastruktur aufzubauen.
Die bluepartner GmbH wird ihre Leistungen als KundenService­center der Berlinwasser Unternehmensgruppe weiter op­
timieren. Der aktive Ausbau des Drittgeschäfts soll konsequent
weitergeführt und durch neue strategische Ansätze insbesondere­
einer kontinuierlichen Vertriebsstrategie untermauert werden.

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Bericht des Aufsichtsrates
Wirtschaftsbericht  Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

2.	 Wirtschaftsbericht
2.1.	 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Auf nationalen sowie internationalen Absatzmärkten leisten die
Wettbewerbsgesellschaften der Berlinwasser Holding GmbH als
Partner für Unternehmen und Kommunen spezialisierte Dienste
rund ums Wasser.
Im 15. Geschäftsjahr nach Gründung besitzt die p2m berlin
GmbH national einen festen Platz unter den namhaften deut­
schen Ingenieurgesellschaften der Wasser- und Abwasserwirt­
schaft. International ist die p2m berlin GmbH in den vergange­
nen Jahren stark gewachsen und ist in mehreren Zielländern mit
lokaler Projektfinanzierung gut aufgestellt. Zu internationalen
Finanzierungsorganisationen wie KfW und Weltbank aber auch
zu den international agierenden Bundesministerien konnten
gute Kontakte und Geschäftsbeziehungen aufgebaut werden.
Das Geschäft der pigadi GmbH unterliegt einer operativ sai­
sonal schwankenden Auftragsvergabe und Auftragsbearbeitung.
Schwerpunktrisiko für eine weitere erfolgreiche Entwicklung der
pigadi GmbH stellt der starke Wettbewerb dar.

2.2.	 Geschäftsverlauf
Berlinwasser Holding GmbH
Das Ergebnis des Geschäftsjahres ist geprägt von den Effekten
aus der Verschmelzung der Berlinwasser Beteiligungs GmbH und
der Beendigung der Stillen Gesellschaften mit den Berliner Was­
serbetrieben (Stille Gesellschaft II) sowie der gleichzeitigen Been­
digung der Stillen Gesellschaft mit der Berlinwasser Beteiligungs
GmbH (Stille Gesellschaft I). Das Ergebnis der Berlinwasser
­Holding GmbH enthält in diesem Zusammenhang Buchverluste
(22,5  Mio. €) und Steuern vom Einkommen und Ertrag (87,9 Mio. €)
aus Umstrukturierungseffekten. Des Weiteren sind im Ge­
schäftsjahr 2015 alle Geschäftsanteile an der Berlinwasser Inter­
national GmbH, einschließlich der Csatorna Holding Zrt. veräu­
ßert worden. Das Closing fand am 1. Dezember 2015 statt. Erträge
aus der Beteiligung an der Berlinwasser International GmbH
wurden in 2015 nicht mehr erzielt, da nach dem Verkauf der An­
teile an der Berlinwasser International GmbH die Ausschüttung
für 2014 bereits dem Erwerber zustand. Die Berlinwasser Holding
GmbH erzielte aus der Veräußerung einen Gewinn in Höhe von
19,8 Mio. €. Die Vergleichbarkeit mit dem Geschäftsjahr 2014 ist
aufgrund dieser Aktivitäten nicht gegeben.

p2m berlin GmbH
Die p2m berlin GmbH nutzt für die interne Unternehmenssteue­
rung als Kennzahlen finanzielle Leistungsindikatoren, die einer­
seits die enge Beziehung zu den Berliner Wasserbetrieben abbil­
den und andererseits die Entwicklung im externen Markt
aufzeigen. Im Einzelnen sind dies: die Gesamtleistung, Leistun­
gen mit den Berliner Wasserbetrieben und im externen Markt,
Auftragseingänge von den Berliner Wasserbetrieben und aus
dem externen Markt, Liquidität sowie das Ergebnis vor Ergebnis­
abführung.
Im Berichtsjahr liegt die Gesamtleistung (Umsatzerlöse und
Bestandsveränderungen) mit 9,6 Mio. € etwas unter dem Plan
für 2015 (10,2 Mio. €) und leicht unter dem Vorjahr (9,9 Mio. €).
Das ist im Wesentlichen auf die geringeren als geplanten
Leistungen für die Berliner Wasserbetriebe in Höhe von 3,8 Mio. €
(Vorjahr: 3,6 Mio. €) zurückzuführen, die damit deutlich unter
dem Plan von 4,4 Mio. € liegen. In den kommenden Jahren wird
aufgrund der steigenden Investitionstätigkeiten der Berliner­
Wasserbetriebe mit einer Erhöhung der Leistungen im Geschäft
mit den Berliner Wasserbetrieben gerechnet. Die externe Leis­
tung liegt mit 5,7 Mio. € auf Planniveau.
Nach den hohen Auftragseingängen aus dem Geschäft mit
den Berliner Wasserbetrieben im Vorjahr (4,7 Mio. €) sind diese
2015 wieder gesunken und liegen zum Jahresende bei 3,7 Mio. €
(Vorjahr: 3,8 Mio. €). Die Auftragseingänge aus dem externen
Markt liegen mit 6,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum
allerdings deutlich höher, sodass der externe Auftragsbestand
von 5,6 Mio. € im Vorjahr auf aktuell 6,6 Mio. € angestiegen ist.
Zur Sicherstellung der Liquidität bei kontinuierlichem An­
stieg des Geschäftsvolumens und durch das starke Wachstum
des internationalen Geschäfts mit seinen deutlich verzögerten
Zahlungseingängen der Honorare in den letzten Jahren verfügt
die p2m berlin GmbH über ein Eigenkapital in Höhe von 0,5 Mio. €
und zwei Gesellschafterdarlehen in Höhe von insgesamt
1,1 Mio. €. Der p2m berlin GmbH wurde ein weiteres Gesellschaf­
terdarlehen in Höhe von 0,6 Mio. €, ebenfalls als Kreditlinie,
­gewährt, welches planmäßig Anfang des Jahres 2016 ausgezahlt
werden soll.
Das Ergebnis vor Ergebnisabführung liegt mit 0,5 Mio. € auf
dem Ergebnis des Vorjahres (0,5 Mio. €) und auf dem geplanten
Ergebnis (0,5 Mio. €).

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Bericht des Aufsichtsrates
Wirtschaftsbericht  Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

pigadi GmbH

2.3.	 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Wesentliche Leistungsindikatoren der pigadi GmbH sind der Um­
satz und das EBIT. Die pigadi GmbH ist in einem witterungsab­
hängigen, stark fragmentierten Marktsegment mit saisonalem
Verlauf und intensivem Wettbewerb tätig. Das Kerngeschäft ist
von der wirtschaftlichen Lage und der Budgetpriorisierung öf­
fentlicher und privatwirtschaftlicher Auftraggeber geprägt. Er­
fahrungsgemäß kann es dadurch bei den vorgenannten Leis­
tungsindikatoren zu Abweichungen in vertretbaren Bandbreiten
kommen. Der für das Geschäftsjahr 2015 geplante Umsatz in
Höhe von 2,2 Mio. € wurde mit 2,3 Mio. € (Vorjahr: 2,1 Mio. €)
leicht übertroffen. Das EBIT wurde, wie im Vorjahr, mit 0,1 Mio. €
wie geplant erreicht.
Die pigadi GmbH verzeichnete 2015 entsprechend dem Plan
einen ständig wachsenden Kundenstamm, wobei der Umsatz
zum größten Teil im nationalen Markt generiert wurde. Heraus­
zuheben ist zum Vorjahr die Verlängerung bestehender Rahmen­
verträge (z. B. Energie und Wasser Potsdam GmbH) sowie der
Neuabschluss mit der RWW Rheinisch-Westfälische Wasser­
werksgesellschaft mbH, Mühlheim.

Die wirtschaftliche Situation der Berlinwasser Holding GmbH ist
erneut geprägt durch die Neustrukturierung der Berlinwasser
Unternehmensgruppe. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
ist im Wesentlichen beeinflusst durch die Verschmelzung der
Berlinwasser Beteiligungs GmbH auf die Berlinwasser Holding
GmbH, die Anwachsung der BWB Rekom Berlin GmbH & Co. KG
an die Berlinwasser Beteiligungs GmbH, die Beendigung der Stil­
len Gesellschaften l und II sowie durch den Verkauf der Anteile
an der Berlinwasser International GmbH. Die Auswirkungen auf
einzelne Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
werden jeweils in den Posten erläutert. Des Weiteren verweisen
wir auf die Erläuterungen im Anhang.
Aufgrund der Verschmelzung der Berlinwasser Beteiligungs
GmbH, der Anwachsung der BWB Rekom Berlin GmbH & Co. KG
sowie der Beendigung der Stillen Gesellschaft I und der Stillen
Gesellschaft II ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr insoweit
eingeschränkt.

bluepartner GmbH
Die wirtschaftliche Entwicklung der bluepartner GmbH verlief
auch 2015 erfolgreich. Zu den wesentlichen finanziellen Leis­
tungsindikatoren der bluepartner GmbH zählen das EBIT sowie
die Ergebnisabführung an die Gesellschafterin. Das EBIT-Ziel in
Höhe von 0,2 Mio. € wurde mit 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €)
leicht übertroffen. Der geplante Jahresüberschuss in Höhe von
0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €), der als Ergebnis an die Gesell­
schafterin abgeführt wird, wurde marginal unterschritten. Die
Anzahl der Kundenkontakte als wichtigste nichtfinanzielle Steue­
rungsgröße hat sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 72.700 Kon­
takte erhöht, wobei die Steigerung sowohl aus dem Geschäft mit
den Berliner Wasserbetrieben als auch aus dem Drittgeschäft
­resultiert.
Das Drittgeschäft wurde durch die Gewinnung kleiner und
mittlerer Kunden weiter ausgebaut. Im Bereich Sekretariatsser­
vice konnte die Gesellschaft die Anzahl der Kunden konstant hal­
ten. Die Leistungen für die Berliner Wasserbetriebe wurden
ebenso kontinuierlich auf hohem Niveau erbracht.

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Bericht des Aufsichtsrates
Wirtschaftsbericht  Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

ERTRAGSLAGE

Gewinn- und Verlustrechnung
2015
T€

%

2014
T€

%

Sonstige betriebliche Erträge

20.408

100,0

1.925

100,0

Gesamtleistung

20.408

100,0

1.925

100,0

Personalaufwand

0

0,0

– 1.206

– 62,6

Abschreibungen

0

0,0

– 4

– 0,2

– 852

– 4,2

– 1.703

– 88,5

19.556

95,8

– 988

– 51,3

837

4,1

6.427

333,9

– 402

– 2,0

36

1,9

0

0,0

110.876

5.759,8

– 87.931

– 430,9

– 12.205

– 634,0

0

0,0

– 98.272

– 5.105,0

Ergebnis aus Umstrukturierungseffekten

– 22.469

– 110,1

0

0,0

Ergebnis vor Steuern (PBT)

– 90.409

– 443,1

5.874

305,3

– 425

– 2,1

899

46,7

– 90.834

– 445,2

6.773

352,0

Sonstige betriebliche Aufwendungen und sonstige Steuern
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT)
Beteiligungsergebnis
Zinsergebnis
Erträge aus Teilgewinnabführungsverträgen
Steuern aus Umstrukturierungseffekten
Aufwendungen aus Teilgewinnabführungsverträgen

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich gegenüber
dem Vorjahr um 18,5 Mio. €. Dies resultiert im Wesentlichen aus
dem Ertrag in Höhe von 19,8 Mio. €, der aus dem Verkauf der An­
teile an der Berlinwasser International GmbH realisiert wurde so­
wie aus sonstigen Erträgen in Höhe von 0,5 Mio. € aus der Rück­
erstattung von Gebühren. Gegenläufige Effekte resultieren aus
der Verminderung der Erträge aus Konzerndienstleistungen, den
sonstigen Kostenerstattungen und der Auflösung von Rückstel­
lungen in Höhe von 1,8 Mio. € im Wesentlichen aufgrund der Um­
strukturierung innerhalb der Berlinwasser Unternehmensgruppe.­
Die Verringerung der Personalaufwendungen resultiert aus
dem zum 1. Juli 2014 erfolgten Betriebsübergang der Mitarbeiter
der Berlinwasser Holding GmbH zu den Berliner Wasserbetrieben.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesent­
lichen durch die Umstrukturierungsmaßnahmen innerhalb der
Berlinwasser Holding GmbH gesunken. Dies betrifft im Wesentli­
chen Mietaufwendungen, Versicherungsbeiträge, Kommunikati­
onskosten sowie übrige Aufwendungen. Beratungsleistungen
sind gegenüber dem Vorjahr angestiegen.
Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) beläuft sich
auf 19,6 Mio. € (Vorjahr: –1,0 Mio. €) und verbesserte sich auf­
grund der oben genannten Sachverhalte.

Das Beteiligungsergebnis beinhaltet die Erträge aus den
­Ergebnisabführungsverträgen mit der bluepartner GmbH, der
p2m berlin GmbH und der pigadi GmbH für 2015 in Höhe von
0,8 Mio. €. Im Vorjahr war hier zusätzlich die Gewinnausschüt­
tung der Berlinwasser International GmbH in Höhe von 5,5 Mio. €
enthalten.
Das Finanzergebnis enthält Zinserträge in Höhe von
0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,09 Mio. €). Der Anstieg resultiert aus Erträ­
gen in Höhe von 0,1 Mio. € aus Darlehensforderungen gegenüber
den Berliner Wasserbetrieben. Die Zinsaufwendungen in Höhe
von 0,6 Mio. € (Vorjahr: 0,06 Mio. €) erhöhten sich um 0,4 Mio. €
aufgrund des zeitlichen Unterschiedes zwischen dem Zugang
von Kreditverbindlichkeiten bei der Anwachsung der BWB Rekom
Berlin GmbH & Co. KG am 15. Juli 2015 und deren Abgang durch
Schuldübernahme durch die Berliner Wasserbetriebe bei der
­Beendigung der Stillen Gesellschaft II am 21. Juli 2015 und aus
der Veränderung der Abzinsung von Pensionsverpflichtungen in
Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €).
Die Erträge aus Teilgewinnabführungsverträgen entstehen
aufgrund der Beendigung der Stillen Gesellschaft II mit  wirt­
schaft­licher Wirkung zum 1. Januar 2015 im Geschäftsjahr 2015
nicht mehr.

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Bericht des Aufsichtsrates
Wirtschaftsbericht  Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Die Steuern aus Umstrukturierungseffekten beinhalten Ge­­
werbeertragsteuer aus dem Geschäftsjahr 2015 in Höhe von
6,3 Mio. € (Vorjahr: 13,6 Mio. €) sowie Körperschaftsteuer in Höhe
von 8,2 Mio. € aus Teilgewinn bis zum 21. Juli 2015. Die Körper­
schaftsteuer wird aufgrund der Verschmelzung der Berlinwasser
Beteiligungs GmbH auf die Berlinwasser Holding GmbH erstmals
hier ausgewiesen. Aus der Beendigung der Stillen Gesellschaft II
entsteht Gewerbeertragsteuer in Höhe von 60,9 Mio. € und
­Körperschaftsteuer in Höhe von 28,2 Mio. €. Weiterhin sind hier
latente Steuererträge in Höhe von 15,6 Mio. € enthalten (Vorjahr:
1,4 Mio. €).
Die Aufwendungen aus Teilgewinnabführungsverträgen
ent­stehen aufgrund der Beendigung der Stillen Gesellschaft I mit
wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2015 im Geschäftsjahr
2015 nicht mehr.

Das Ergebnis aus der Beendigung der Stillen Gesellschaft enthält
den Verlust, der aus der Beendigung der Stillen Gesellschaft II
entstanden ist, da der Buchwert der Stillen Gesellschaften über
dem Auseinandersetzungswert lag.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Gewer­
besteuer in Höhe von 0,3 Mio. € sowie Körperschaftsteuer in
Höhe von 0,3 Mio. € aus dem Geschäftsjahr 2015 und latente
Steuererträge in Höhe von 0,2 Mio. €.
Daraus ergibt sich zum 31. Dezember 2015 ein um –97,6 Mio. €
auf –90,8 Mio. € (Vorjahr: 6,8 Mio. €) verringertes Jahresergebnis.
Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Been­
digung der Stillen Gesellschaft II. Positiv wirkt sich die Veräuße­
rung der Berlinwasser International GmbH auf das Ergebnis des
Geschäftsjahres aus.

FINANZLAGE

Kapitalstruktur
31.12.2015
T€

%

31.12.2014
T€

%

51.130

20,0

51.129

3,4

181.298

70,9

14.600

1,0

914

0,4

915

0,1

0

0,0

1.296.966

86,4

Bilanzverlust/Bilanzgewinn

– 75.421

– 29,5

15.413

1,0

Eigenkapital

157.921

61,8

1.379.023

91,9

2.607

1,0

1.049

0,1

0

0,0

6.994

0,5

2.607

1,0

8.043

0,6

Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
Gewinnrücklagen
Einlage Berlinwasser Beteiligungs GmbH

Rückstellungen
Passive latente Steuern
Langfristiges Fremdkapital ( > 5 Jahre)
Rückstellungen

94.998

37,2

4.885

0,3

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

2

0,0

1

0,0

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen,
Beteiligungen und Stille Gesellschafterin

0

0,0

98.539

6,6

Sonstige Verbindlichkeiten

3

0,0

9

0,0
0,6

Passive latente Steuern

0

0,0

10.245

Kurz - und mittelfristiges Fremdkapital ( < 5 Jahre)

95.003

37,2

113.679

7,5

Fremdkapital insgesamt

97.610

38,2

121.722

8,1

255.531

100,0

1.500.745

100,0

Passiva

|  08

Bericht des Aufsichtsrates
Wirtschaftsbericht  Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Die Berlinwasser Holding GmbH finanziert sich überwiegend
durch Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag
61,8 % (Vorjahr: 91,9 %). Die Verringerung resultiert im Wesentli­
chen aus der Umstrukturierung der Berlinwasser Unternehmens­
gruppe. Das Jahresergebnis 2014 wurde auf neue Rechnung vor­
getragen. Der Bilanzverlust resultiert aus dem Jahresfehlbetrag
2015.
Das langfristige Fremdkapital der Berlinwasser Holding
GmbH beinhaltet Rückstellungen aus Pensionsverpflichtungen
und sonstigen Rückstellungen. Die Erhöhung erfolgt aufgrund
eines internen Schuldbeitrittes gegenüber der Berlinwasser In­
ternational GmbH im Zusammenhang mit der Veräußerung der
Gesellschaft. Der Schuldbeitritt bezieht sich auf eine Pensionszu­
sage der Berlinwasser International GmbH in Höhe von 1,7 Mio. €.
Die passiven latenten Steuern verringerten sich aufgrund der Be­
endigung der Stillen Gesellschaft I.
Das kurz- und mittelfristige Fremdkapital besteht zum Stich­
tag im Wesentlichen aus Rückstellungen aus Gewerbeertragund Körperschaftsteuer.

Im Rahmen des Verkaufes der Berlinwasser International GmbH
hat die Berlinwasser Holding GmbH eine maximale Haftungs­
grenze von 40 % des Kaufpreises (55 Mio. €) vereinbart. Die Haf­
tungshöchstgrenze bezieht sich auf die Berlinwasser Internatio­
nal GmbH, das bereits abgeschlossene Projekt in Nepal sowie die
Niederlassung auf Mauritius. Für mögliche Schadensfälle bei den
beiden zuletzt genannten Projekten wurden Rückstellungen
durch die Berlinwasser International GmbH in Höhe von insge­
samt rd. 0,6 Mio. € gebildet, die zunächst in Anspruch zu nehmen
wären. Erst danach greift die Haftung der Berlinwasser Holding
GmbH. Nach ausführlicher Prüfung können Haftungsrisiken, die
über den zurückgestellten Betrag hinausgehen, nach bisheriger
Kenntnis ausgeschlossen werden.
Es bestehen finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbun­
denen Unternehmen aus dem abgeschlossenen Kreditrahmen­
vertrag vom 21. Dezember 2015 mit der p2m berlin GmbH in
Höhe von 1,7 Mio. €, bei dem die Gesellschaft berechtigt ist, wei­
tere 0,6 Mio. € zu dem bereits in Anspruch genommenen Betrag
in Höhe von 1,1 Mio. € ab dem 1. Januar 2016 abzurufen.

Kapitalflussrechnung
2015
T€

Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

2014
T€

– 7.343

– 10.559

+ 167.028

+ 88.277

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

– 98.276

– 83.110

Veränderung der liquiden Mittel

+ 61.409

– 5.392

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

+  Zahlungsunwirksame Veränderung des Finanzmittelfonds

+ 155

0

+  Finanzmittelbestand am Anfang der Periode

+ 46.504

+ 51.896

Finanzmittelbestand am Ende der Periode

108.068

46.504

Die Kapitalflussrechnung wird im Geschäftsjahr 2015 gemäß
dem neuen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 (DRS 21) erstellt.
Zur besseren Vergleichbarkeit ist das Vorjahr ebenfalls nach den
Vorschriften des DRS 21 dargestellt.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserte
sich gegenüber 2014 um 3,2 Mio. €, was vorrangig auf um
3,2 Mio. € geringere Ertragsteuerzahlungen zurückzuführen ist.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beinhaltet im
­Wesentlichen die Finanzmittel aus dem Verkaufspreis der Anteile
an der Berlinwasser International GmbH in Höhe von 55,0 Mio. €
sowie die Teilgewinnausschüttung der Berliner Wasserbetriebe
für das Vorjahr in Höhe von 110,9 Mio. €.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist wie im Vorjahr
negativ. Er resultiert aus der der Darlehenstilgung der Berlinwas­
ser Beteiligungs GmbH an die BWB Rekom Berlin GmbH & Co. KG
in Höhe von 98,3 Mio. € vor dem Zeitpunkt der Anwachsung der
BWB Rekom Berlin GmbH & Co. KG.
Im Geschäftsjahr wurden 6,5 Mio. € (Vorjahr: 9,7 Mio. €) Er­
tragsteuern aus der Stillen Gesellschaft I gezahlt.
Die Berlinwasser Holding GmbH hat zum 31. Dezember 2015
Tagesgelddarlehen in Höhe von 43,4 Mio. € an die Berliner
Wasser­betriebe ausgereicht. Dieses jederzeit fällige Tagesgeld
wurde in den Finanzmittelfonds einbezogen, da es sich um ein
Zahlungs­mitteläquivalent mit einer Restlaufzeit von unter drei

|  09

Bericht des Aufsichtsrates
Wirtschaftsbericht  Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Monaten handelt. Der Finanzmittelfonds enthält darüber hinaus
64,7 Mio. € Bankguthaben.
Die Berlinwasser Holding GmbH ist mit ausreichend finanzi­
ellen Mitteln ausgestattet, um ihren Bestand sichern zu können.
Sie ist in der Lage, sämtliche Zahlungsverpflichtungen terminund betragsgerecht zu erfüllen.
Zur Überwachung und Steuerung zur Vermeidung finanzieller
Risiken werden Instrumente wie die jährliche Finanzplanung mit
unterjährigen Anpassungen und die engmaschige Analyse von
Planabweichungen eingesetzt. So lassen sich schon früh mögliche
Risiken erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten.­
Im Zusammenhang mit der Verschmelzung der Berlinwasser
Beteiligungs GmbH, der Anwachsung der BWB Rekom Berlin
GmbH & Co. KG zur Berlinwasser Beteiligungs GmbH und der
­Beendigung der Stillen Gesellschaften l und II sind wesentliche
zahlungsunwirksame Vorgänge aus laufender Geschäftstätig­
keit, Investitions- und Finanzierungsvorgänge entstanden, die im
Folgenden dargestellt sind.

T€

Zahlungsunwirksame Zunahme der Rückstellungen
Zahlungsunwirksame Aufwendungen
Zahlungsunwirksame Zunahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder
der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
Zahlungsunwirksame Zunahme sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder
der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
Zahlungsunwirksame Zinsaufwendungen
Zahlungsunwirksame Ertragsteuern vor Anwachsungszeitpunkt
Geschäftsvorfälle der laufenden Geschäftstätigkeit
Zahlungsunwirksame Abgänge aus dem Finanzanlagevermögen
Zahlungsunwirksame Zugänge in das Finanzanlagevermögen
Geschäftsvorfälle aus der Investitionstätigkeit

– 142
+ 22.468
+ 137.704
– 60
+ 336
+ 6.212
+ 166.518
– 1.296.966
+ 25
– 1.296.941

Zahlungsunwirksame Eigenkapitalherabsetzungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens

+ 1.130.268

Geschäftsvorfälle aus der Finanzierungstätigkeit

+ 1.130.268

Verschmelzungsbedingte Änderungen der liquiden Mittel
Veränderung der liquiden Mittel

+ 155
0

|  10

Bericht des Aufsichtsrates
Wirtschaftsbericht  Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

VERMÖGENSLAGE

Bilanzstruktur
31.12.2015
T€

%

31.12.2014
T€

%

4.336

1,7

1.336.225

89,1

250.794

98,1

162.679

10,8

401

0,2

1.841

0,2

Aktiva

255.531

100,0

1.500.745

100,0

Eigenkapital

157.921

61,8

1.379.023

91,9

97.605

38,2

5.934

0,4

Verbindlichkeiten

5

0,0

98.549

6,6

Passive latente Steuern

0

0,0

17.239

1,1

255.531

100,0

1.500.745

100,0

Finanzanlagen
Umlaufvermögen
Aktive latente Steuern

Rückstellungen

Passiva

Die Bilanzstruktur verändert sich wesentlich durch die Beendi­
gung der Stillen Gesellschaften I und II.
Die Finanzanlagen verringerten sich mit der Beendigung der
Stillen Gesellschaft II um 1.297,0 Mio. €. Darüber hinaus verrin­
gerten sich die Finanzanlagen durch den Verkauf der Anteile an
der Berlinwasser International GmbH um 34,9 Mio. €.
Das Umlaufvermögen der Berlinwasser Holding GmbH er­
höhte sich gegenüber dem Vorjahr um 88,1 Mio. €. Insbesondere
aufgrund der Restforderungen in Höhe von 137,7 Mio. € aus dem
bestehenden Darlehen aus der Beendigung der Stillen Gesell­
schaft II gegenüber den Berliner Wasserbetrieben. Gegenläufig
wirkt sich der Wegfall der Forderung aus Teilgewinnabführung
(Vorjahr: 111,0 Mio. €) aus, da aufgrund der Beendigung der Stillen
Gesellschaft II mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2015
im Geschäftsjahr 2015 kein Teilgewinnanspruch mehr entsteht.
Darüber hinaus sind im Umlaufvermögen Forderungen ge­
gen verbundene Unternehmen in Höhe von 1,9 Mio. € (Vorjahr: 2,1
Mio. €) und Forderungen gegenüber den Berliner Wasserbetrie­
ben aus dem bestehenden Tagesgeld-Kreditvertrag in Höhe von
43,4 Mio. € (Vorjahr: 0 €) sowie eine Forderung gegenüber der Al­
lianz Lebensversicherungs-AG aus dem internen Schuldbeitritt in
Höhe von 1,5 Mio. € gegenüber der Berlinwasser International
GmbH im Zusammenhang mit der Veräußerung der Gesell­
schaft, enthalten.
Weiterhin werden flüssige Mittel in Höhe von 64,7 Mio. €
(Vorjahr: 46,5 Mio. €) ausgewiesen, deren Erhöhung im Wesentli­

chen aus der Zahlung des Kaufpreises für den Verkauf der Anteile
an der Berlinwasser International GmbH resultiert.
Die Verringerung des Bestandes an aktiven latenten Steuern
resultiert aus der vollständigen Inanspruchnahme der körper­
schaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge der Berlinwas­
ser Holding GmbH bei der Beendigung der Stillen Gesellschaft II.
Das Eigenkapital verringerte sich gegenüber dem Vorjahr
aufgrund der Umstrukturierung der Berlinwasser Unterneh­
mensgruppe um 1.297,0 Mio. €. Als Ergebnis aus der Umstruk­
turierung ergibt sich der Ausgleich der Einlage der Berlinwasser
Beteiligungs GmbH (– 1.296 Mio. €) und die Erhöhung der Kapital­
rücklagen um insgesamt 166,7 Mio. €.
Die Veränderung der Rückstellungen ist im Wesentlichen
auf die Zuführung von Steuerrückstellungen aus Gewerbeertrag­
steuer in Höhe von 59,8 Mio. € und Körperschaftsteuer in Höhe
von 30,4 Mio. € zurückzuführen.
Die Verringerung der Verbindlichkeiten resultiert aus der Be­
endigung der Stillen Gesellschaft I mit wirtschaftlicher Wirkung
zum 1. Januar 2015 (Vorjahr: 98,5 Mio. €).
Die passiven latenten Steuern werden bei der Beendigung
der Stillen Gesellschaft I vollständig in Anspruch genommen.
Die wirtschaftliche Lage der Berlinwasser Holding GmbH
und somit das Ergebnis vor Steuern war im Geschäftsjahr 2015
im Wesentlichen von der Umstrukturierung der Berlinwasser Un­
ternehmensgruppe und von der Veräußerung der Anteile an der
Berlinwasser International GmbH beeinflusst.

|  11

Bericht des Aufsichtsrates
Nachtragsbericht, Prognose-, Chancen- und Risikobericht   Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

3.	 Nachtragsbericht
Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung nach dem Schluss
des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

4.	 Prognose-, Chancen- und Risikobericht
4.1.	 Prognosebericht
Die Berlinwasser Holding GmbH fungiert auch nach der umfang­
reichen Umstrukturierung der Berlinwasser Unternehmensgrup­
pe weiterhin als Finanz- und Managementholding für die Wett­
bewerbsgesellschaften und unterstützt die Beteiligungen bei
der Erreichung ihrer Unternehmensziele. Die Steuerung der Be­
teiligungen sowie – soweit erforderlich – die Betreuung der Toch­
tergesellschaften bei Steuer-, Bilanzierungs- und Rechtsthemen
erfolgt dienstleistend durch Mitarbeiter der Berliner Wasserbe­
triebe. In der Gewinn- und Verlustrechnung der Berlinwasser
Holding GmbH spiegeln sich bis zum Ergebnis vor Zinsen und
Steuern diejenigen operativen Aufwendungen und Erträge wi­
der, die durch die Funktion als Managementholding begründet
werden. Aufgrund der Optimierungen und der Einmaleffekte
wird das geplante Ergebnis vor Zinsen und Steuern in den kom­
menden Jahren deutlich besser als im Vorjahr sein.
Die p2m berlin GmbH wird das externe Geschäft im natio­
nalen sowie internationalen Markt auf dem hohen Niveau stabi­
lisieren und gezielt weiter ausbauen. Nach dem starken Rück­
gang in den vergangenen Jahren dürften die Leistungen für die
Berliner­ Wasserbetriebe in den kommenden Jahren wieder an­
steigen. Für 2016 sind 4,3 Mio. € geplant. Die p2m berlin GmbH
plant mit den Berliner Wasserbetrieben, entsprechend deren
Investitions­planung, mittelfristig Umsatzerlöse in Höhe von
ca.  5,3 Mio. € bis 5,4 Mio. € pro Jahr zu erzielen. Die größten
Wachstumspotenziale sieht die Gesellschaft im internationalen
Geschäft. Die Auftragseingänge aus dem externen Markt deu­
ten darauf hin, dass die Leistungen in diesem Marktsegment in
2016 auf 5,9 Mio. € ansteigen werden und in den Folgejahren eine
weitere kontinuier­liche Aufwärtsentwicklung nehmen werden.
Aufgrund der stabilen Positionierung im Geschäft mit den Berli­
ner Wasserbetrieben und im externen Markt und des nach wie
vor hohen Auftragsbestandes geht die p2m berlin GmbH auch
für die nächsten zwei Jahre von einer gesicherten Geschäftsent­
wicklung gemäß Mittelfristplanung aus. Die p2m berlin GmbH
erwartet für die Geschäftsjahre 2016 und 2017 weiterhin eine Ge­
samtleistung und ein Ergebnis vor Ergebnisabführung leicht über
dem Niveau von 2015.

Die pigadi GmbH verfügt über einen stabilen langjährigen Kun­
denstamm, der die Basis für ein moderates Umsatzwachstum
von 4 bis 5 % in den nächsten Jahren ab 2017 bildet. Damit wird
auch ein entsprechender leichter Ergebnisanstieg unterstellt. Für
das Geschäftsjahr 2016 plant die pigadi GmbH einen Umsatz in
Höhe von 2,3 Mio. €, es wird mit einem EBIT in Höhe von 0,1 Mio. €
gerechnet. Die Mittelfristplanung geht im weiteren Verlauf von
einer kontinuierlichen und moderaten Steigerung von Umsatz
und Ergebnis bis zum Jahr 2019 aus.
Der Ausbau des Drittgeschäfts der bluepartner GmbH soll
maßvoll weitergeführt werden. Aufgrund von zyklischen
Schwan­kungen im Geschäft mit den Berliner Wasserbetrieben
im Zusammenhang mit dem regelmäßigen Austausch von Pri­
vatwasserzählern bei den Kunden der Berliner Wasserbetriebe
werden der Umsatz 2016 bei ca. 2,4 Mio. € und das EBIT 2016 bei
0,2 Mio. € und somit etwas unter dem Niveau von 2015 liegen.
Die Ergebnisabführung an die Gesellschafterin wird in 2016 bei
ca. 0,2 Mio. € liegen.
Insgesamt wird für die Wettbewerbsgesellschaften eine
leicht positive Ergebnisentwicklung prognostiziert.

4.2.	 Chancenbericht
Über die aktuelle Mittelfristplanung hinausgehend können sich
Chancen für die p2m berlin GmbH ergeben, wenn sich das Ge­
schäft mit den Berliner Wasserbetrieben deutlich positiver ent­
wickeln sollte oder im internationalen Markt mehrere Großauf­
träge akquiriert werden können. Dies würde sich positiv auf die
Gesamtleistung der Gesellschaft, die Leistungen mit den Berliner
Wasserbetrieben und dem externen Markt, das Ergebnis vor Er­
gebnisabführung und die Liquidität der Gesellschaft auswirken.
Im Wesentlichen sind bei der pigadi GmbH die Geschäfts­
felderweiterung auf dem Gebiet der klassischen Ingenieurdienst­
leistung (Analysen/Studien zu regionalen Wasserversorgungs­
situationen) und die Erschließung bzw. der Ausbau neuer Märkte
(Brunnenaktivierung nach Brunnenneubau) als Chancen zu se­
hen. Diese können mittelfristig die Geschäftsentwicklung bezüg­
lich des Umsatzes, des Ergebnisses und der Auftragseingänge
positiv beeinflussen.
Für die bluepartner GmbH bietet der Ausbau des Drittge­
schäfts die Chance für zukünftiges Wachstum. Außerdem sollen
die Potenziale zur Kundengewinnung im Bereich Social Media
weiter ausgeschöpft werden. Sowohl die finanziellen als auch die
nichtfinanziellen Leistungsindikatoren würden hierdurch positiv
beeinflusst.

|  12

Bericht des Aufsichtsrates
Prognose-, Chancen- und Risikobericht  Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

4.3.	 Risikobericht

FINANZRISIKEN

Die Berlinwasser Holding GmbH hat die in § 91 Abs. 2 AktG ge­
stellten Anforderungen zum Risikomanagement umgesetzt und
ein Risikomanagementsystem eingerichtet.
Bei allen Unternehmen der Berlinwasser Holding GmbH
wurde ein Compliance-Managementsystem etabliert, um die
Einhaltung von Gesetzen, Richtlinien und Kodizes sicherzustellen
und klare Verantwortlichkeiten zu schaffen. Ziel hierbei ist, be­
reits vorhandene Systeme und Regularien zu nutzen und in ihrer
Wirksamkeit und Effizienz zu schärfen.
Bereits 2012 wurde eine Compliance-Organisation geschaf­
fen und eine Beauftragte für Compliance berufen.
Für Fragen und Hinweise im Zusammenhang mit Korruption
und zur schnellen Klärung bei Verdachtsfällen wurde bei den
Berliner Wasserbetrieben der Integritätsausschuss und die Stelle
einer Ombudsfrau, die der anwaltlichen Verschwiegenheits­
pflicht unterliegt, eingerichtet und kann von allen Unternehmen
und Mitarbeitern der Berliner Wasserbetriebe, die für die Berlin­
wasser Holding GmbH auf Grund von Dienstleistungsverträgen
tätig sind genutzt werden.
In Folge der Auswertungen der Risikoinventuren und aktuel­
ler Veränderungen sind 2015 keine den Bestand gefährdenden
­Risiken erkennbar. Maßnahmen zur Kompensation und Reduzie­
rung von Risiken wurden ergriffen. Der Betrachtungszeitraum
von Risiken beträgt grundsätzlich sechs Jahre. Ein Mindestprog­
nosezeitraum von einem Jahr wird eingehalten.
Die Risiken der Berlinwasser Holding GmbH resultieren aus
den Tochterunternehmen und wirken sich mittelbar über das Be­
teiligungsergebnis auf die Berlinwasser Holding GmbH aus. Da
die Anteile an der Berlinwasser International GmbH im Ge­
schäftsjahr 2015 veräußert wurden, entfallen hier die Risiken, die
aus der Tätigkeit der Berlinwasser International GmbH in einem
sehr politischen Umfeld resultierten, insbesondere hinsichtlich
Änderungen relevanter Gesetze, Tarifgenehmigung und Steuern.

Finanzrisiken für die international tätigen Tochtergesellschaften
der Berlinwasser Holding GmbH, insbesondere für die p2m berlin
GmbH, bestehen im Wesentlichen aus Wechselkursschwankun­
gen. Diese werden aber von der p2m berlin GmbH durch Aus­
gleich von Ein- und Auszahlungen in der jeweiligen Landeswäh­
rung vor Ort und durch Zahlungsvereinbarungen in Euro statt
Fremdwährung minimiert. Trotz der aktuellen internationalen
Aktivitäten werden die Risiken und die Auswirkungen auf die
­Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage als gering eingeschätzt.
UMFELDRISIKEN
Die politische Entwicklung in den Staaten Nordafrikas und im
Mittleren Osten ist nach wie vor schwierig einzuschätzen. Von
dieser Entwicklung hängt die weitere Projektentwicklung und
Projektabwicklung in den Staaten der betroffenen Regionen ab.
Hieraus können sich Auswirkungen auf die geplanten Umsätze
und Ergebnisse der international tätigen Tochtergesellschaften
ergeben. Derzeit wird die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering
eingeschätzt.
Bei der pigadi GmbH bleibt trotz gestiegener Nachfrage im
nationalen Markt das Risiko eines harten Wettbewerbes auf­
grund der angespannten Marktsituation bestehen. Durch enge
Kundenbindungen und -kontakte wie auch dem Know-how im
Verfahren zur Brunnenregenerierung (Alleinstellungsmerkmal)
werden die Einflüsse dieser Risiken als steuerbar bewertet. Der­
zeit wird die Eintrittswahrscheinlichkeit als sehr gering einge­
schätzt

|  13

Bericht des Aufsichtsrates
Erklärung in entsprechender Anwendung des § 161 Aktiengesetz  Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

5.	 Erklärung in entsprechender
Anwendung des § 161 Aktiengesetz
Geschäftsführung und Aufsichtsrat der Berlinwasser Holding
GmbH haben auf der Grundlage des Berliner Corporate Gover­
nance Kodex eine Erklärung in entsprechender Anwendung des
§ 161 AktG abgegeben; diese Erklärung wurde über das Internet
zugänglich gemacht.
Nach § 16 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages der Berlinwasser
Holding GmbH ist die Erklärung der Geschäftsführung und des
Aufsichtsrates zu den die Unternehmensführung betreffenden
Empfehlungen des Gesellschafters Land Berlin als Anlage zum
Lagebericht beigefügt.

Berlin, 17. Februar 2016
Berlinwasser Holding GmbH

Bruckmann	

Simon      

  

Oster

|  14

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

|  15

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Bilanz der Berlinwasser Holding GmbH  Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht

Bilanz
der Berlinwasser Holding GmbH, Berlin,
zum 31. Dezember 2015

Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

(bis 19. Mai 2015: Berlinwasser Holding AG)

Aktivseite
31.12.2015
€

31.12.2014
T€

4.126.041,91

39.020

A. Anlagevermögen			
I.

Finanzanlagen
1.

Anteile an verbundenen Unternehmen

2.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

3.

Stille Gesellschaften

4. Beteiligungen
5.

Wertpapiere des Anlagevermögens

206.555,56

234

0,00

1.296.966

3.852,00

4

0,00

1

4.336.449,47

1.336.225

B. Umlaufvermögen
I.

II.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

2.

Forderungen gegen Stille Beteiligungen

3.

Sonstige Vermögensgegenstände

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

C. Aktive latente Steuern

1.937.352,72

2.097

0,00

111.029

184.188.253,49

3.049

186.125.606,21

116.175

64.668.026,31

46.504

400.794,00

1.841

255.530.875,99

1.500.745

|  16

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Bilanz der Berlinwasser Holding GmbH  Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Passivseite
31.12.2015
€

31.12.2014
T€

51.130.000,00

51.129

A. Eigenkapital
I.

Gezeichnetes Kapital

II.

Einlage Berlinwasser Beteiligungs GmbH

III. Kapitalrücklage

0,00

1.296.966

181.298.076,37

14.600

0

915

IV. Gewinnrücklagen

V.

1.

Gesetzliche Rücklage

2.

Andere Gewinnrücklagen

Bilanzverlust/Bilanzgewinn

913.710,72

0

– 75.420.798,24

15.413

157.920.988,85

1.379.023

B. Rückstellungen
1.

Rückstellungen für Pensionen

2.

Steuerrückstellungen

3.

Sonstige Rückstellungen

1.257.903,00

1.038

94.193.556,25

4.247

2.153.051,24

649

97.604.510,49

5.934

1.687,78

1

C. Verbindlichkeiten
1.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

2.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

3.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

4. Verbindlichkeiten gegenüber Stillen Beteiligungen
5.

Sonstige Verbindlichkeiten

279,99

8

0,00

98.272

0,00

259

3.408,88

9

davon aus Steuern 3.323,97 €

(9)

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 €

(0)

D. Passive latente Steuern

5.376,65

98.549

0,00

17.239

255.530.875,99

1.500.745

|  17

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Gewinn- und Verlustrechnung der Berlinwasser Holding GmbH  Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht

Gewinn- und Verlustrechnung
der Berlinwasser Holding GmbH, Berlin,
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

(bis 19. Mai 2015: Berlinwasser Holding AG)

1.1. – 31.12.2015
€

1.1. – 31.12.2014
T€

20.408.200,08

1.925

a) Gehälter

0,00

1.070

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
 davon für Altersversorgung 0,00 €

0,00

136
(28)

1.

Sonstige betriebliche Erträge

2.

Personalaufwand

3.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen

4.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

5.

Erträge aus Teilgewinnabführungsverträgen

6.

Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

7.

Erträge aus Beteiligungen
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 €

8.

Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
davon aus verbundenen Unternehmen 2.716,21 €

9.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen 5.862,43 €

10.

Abschreibungen auf Finanzanlagen

11.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon an verbundene Unternehmen 0,00 €

12.
13.
14.

Aufwendungen aus Teilgewinnabführung

15.

Ergebnis aus Beendigung Stiller Gesellschaft

16.

Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss

17.

Gewinnvortrag

18.

Einstellung in die gesetzliche Rücklage

19.

Bilanzverlust/Bilanzgewinn

0,00

4

852.018,65

1.703

0,00

110.876

836.825,06

927

0,00

5.518
(5.517)

2.716,21

2
(2)

155.448,55

90
(10)

0,00

18

560.295,79

56
(0)

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

19.990.875,46

116.351

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
davon latenter Steuerertrag 15.799.094,00 €

88.356.103,93

11.306
(2.312)

0,00

98.272

22.468.455,15

0

– 90.833.683,62

6.773

15.412.885,38

8.978

0,00

– 338

– 75.420.798,24

15.413

|  18

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Allgemeine Angaben  Anhang

Berlinwasser Holding GmbH, Berlin
Anhang für das Geschäftsjahr vom
1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015

Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

(bis 19. Mai 2015: Berlinwasser Holding AG)

1.	 Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage
der deutschen handelsrechtlichen Ansatz-, Bewertungs- und
Gliederungsvorschriften und unter Beachtung der ergänzenden
Vorschriften des Gesellschaftsvertrages erstellt. Die Gesellschaft
ist eine kleine Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 1 Handelsge­
setzbuch (HGB). Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach
dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Berlinwasser Holding GmbH wurde mit Beschluss der
Hauptversammlung vom 14. April 2015; 11. Mai 2015 und mit Ein­
tragung ins Handelsregister vom 19. Mai 2015 von einer Aktienge­
sellschaft in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umge­
wandelt.
Vom Stammkapital der Berlinwasser Holding GmbH hielt bis
zum 11. August 2015 das Land Berlin unmittelbar 50,1 % und die
Berlinwasser Beteiligungs GmbH, Berlin 49,9 %. Nachdem das
Land Berlin im Jahr 2012 über die BWB Rekom Berlin GmbH & Co.
KG zunächst 50 % der Anteile an der Berlinwasser Beteiligungs
GmbH und im Jahr 2013 weitere 50 % der Berlinwasser Beteili­
gungs GmbH erworben hatte, verfügte das Land Berlin mittelbar
und unmittelbar über alle Anteile und Stimmrechte an der Berlin­
wasser Holding GmbH.
Zum Zwecke der Verschlankung dieser komplexen Gesell­
schaftsstrukturen wurde im Geschäftsjahr 2015 eine grund­
legende Umstrukturierung der Berlinwasser Unternehmens­
gruppe durchgeführt. Mit Abschluss dieser Umstrukturierung
hält das Land Berlin nunmehr unmittelbar 100 % der Anteile an
der Berlinwasser Holding GmbH.
Mit dem „Verschmelzungsvertrag“ vom 23. Juli 2015 und mit
Handelsregistereintragung vom 11. August 2015 wurde die Berlin­
wasser Beteiligungs GmbH auf die Berlinwasser Holding GmbH
verschmolzen. Die Berlinwasser Beteiligungs GmbH, als „übertra­
gende Rechtsträgerin“, hat ihr Vermögen als Ganzes mit allen
Rechten und Pflichten unter Auflösung, ohne Abwicklung auf die
Berlinwasser Holding GmbH als „übernehmende Rechtsträgerin“
übertragen und zwar im Wege der Verschmelzung durch Auf­
nahme gemäß §§ 2 ff., 4 ff., 46 ff. Umwandlungsgesetz (UmwG).
Eine Gegenleistung wurde für diese Vermögensübertragung
nicht gewährt. Die übertragende Rechtsträgerin war Gesell­
schafterin der übernehmenden Rechtsträgerin. Die Gesell­
schaftsanteile der übernehmenden Rechtsträgerin waren voll­
ständig eingezahlt. Eine Kapitalerhöhung der übernehmenden
Rechtsträgerin war entbehrlich (§ 54 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 UmwG).
Auf eine Kapitalerhöhung bei der übernehmenden Rechtsträge­
rin wurde allseitig verzichtet (§ 54 Abs. 1 Satz 3 UmwG). Die bisher
von der übertragenden Rechtsträgerin gehaltenen Geschäftsan­

teile an der übernehmenden Rechtsträgerin sind ohne Durch­
gangserwerb auf das Land Berlin als Alleingesellschafter der
übertragenden Rechtsträgerin übergegangen. Die Verschmel­
zung erfolgte rückwirkend zum 1. Januar 2015 und wurde nach
der Buchwertmethode gemäß § 24 UmwG abgebildet. Es lag die
Bilanz der übertragenden Rechtsträgerin zum 31. Dezember 2014
als Schlussbilanz zu Grunde.
Im Zuge der Umstrukturierung hat das Land Berlin weitere
Maßnahmen durchgeführt, die dazu führten, dass das Vermögen
der BWB Rekom Berlin GmbH & Co. KG, an der die Berlinwasser
Beteiligungs GmbH, die als Kommanditistin an der BWB Rekom
Berlin GmbH & Co. KG beteiligt war, mit Wirkung zum 15. Juli
2015 durch Anwachsung, die nach der Buchwertmethode gemäß
§ 24 UmwG abgebildet wurde, auf die Berlinwasser Beteiligungs
GmbH übergegangen ist.
Zum vollständigen Abschluss der Rekommunalisierung der
Berliner Wasserbetriebe wurden die Stillen Gesellschaften zwi­
schen der Berlinwasser Holding GmbH und den Berliner Wasser­
betrieben, Betriebsteil Wasserversorgung und Betriebsteil
­Abwasserentsorgung (Stille Gesellschaft II), mit der „Aufhebungs­
vereinbarung zum Vertrag über zwei Stille Gesellschaften“ vom
21. Juli 2015 beendet. Mit Beendigung des „Vertrags über zwei
Stillen Gesellschaften“ vom 18. Juni 1999 mit Wirkung ab 29. Ok­
tober 1999 (STG-Vertrag II) wird auch der zwischen der Berlin­
wasser Beteiligungs GmbH und der Berlinwasser Holding GmbH
(Stille Gesellschaft I) bestehende „Vertrag über eine Stille Gesell­
schaft“ (STG-Vertrag I) vom 25. Juni 1999, gemäß § 12 Nr. 8 dieses
Vertrages, beendet.
Die „Aufhebungsvereinbarung zum Vertrag über zwei Stille
Gesellschaften“ sieht die wirtschaftliche Beendigung der Stillen
Gesellschaften mit den Berliner Wasserbetrieben zum 1. Januar
2015 vor.
In dem STG-Vertrag II wurde vereinbart, dass bei Beendi­
gung der Stillen Gesellschaft II der Berlinwasser Holding GmbH
ein Auseinandersetzungsguthaben zusteht, welches aus den
­Kapitalkonten der Berlinwasser Holding GmbH aus der Stillen
Gesellschaft – Betriebsteil Wasserversorgung – und der Stillen
Gesellschaft – Betriebsteil Abwasserentsorgung – und den jewei­
ligen anteiligen stillen Reserven besteht. Das Auseinanderset­
zungsguthaben wurde unter Zugrundelegung der in Anlage 2
zum STG-Vertrag II vorgesehenen Methodik mit der „Gutach­
terlichen Stellungnahme zur Bewertung der Teilbereiche Ent­
wässerung und Wasser“ vom 4. November 2014 durch die Wirt­
schaftsprüfungsgesellschaft Dentons GmbH ermittelt. Das
Auseinandersetzungsguthaben zugunsten der Berlinwasser Hol­
ding GmbH für die 49,9%igen Beteiligungen an den Stillen Ge­
sellschaften des STG-Vertrags II beträgt insgesamt 1.274.498 T€.

|  19

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Allgemeine Angaben, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden  Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Da der ­Buchwert der Stillen Beteiligung diesen Wert übersteigt,
entsteht für die Berlinwasser Holding GmbH handelsrechtlich ein
Verlust aus der Beendigung der Stillen Gesellschaft II in Höhe von
22.468 T€.
Aufgrund der niedrigeren steuerlichen Kapitalkonten der
Berlinwasser Holding GmbH bei den Berliner Wasserbetrieben
und des höheren Auseinandersetzungsguthabens gemäß StGVertrag II entstehen Steuern vom Einkommen und Ertrag bei der
Berlinwasser Holding GmbH in Höhe von 90.762 T€.
Zum Ausgleich des Differenzbetrages der saldierten Ge­
samtverbindlichkeit der Berliner Wasserbetriebe aus der Beendi­
gung der Stillen Gesellschaften gegenüber der Berlinwasser Hol­
ding GmbH von 1.274.498 T€ und der Übernahme der Darlehen in
Höhe von 1.143.679 T€, also von 130.819 T€, sowie der ab dem 1.
Januar 2015 entstandenen und bereits von der BWB Rekom Berlin
GmbH & Co. KG gezahlten Zinsen in Höhe von 6.879 T€ wurde
den Berliner Wasserbetrieben von der Berlinwasser Holding
GmbH ein Darlehen über 137.698 T€ mit einer Laufzeit bis No­
vember 2016 gewährt.
Aufgrund der Verschmelzung der Berlinwasser Beteiligungs
GmbH, der Anwachsung der BWB Rekom Berlin GmbH & Co. KG
sowie der Beendigung der Stillen Gesellschaft I und der Stillen
Gesellschaft II ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr insoweit
eingeschränkt. Die Auswirkungen der Verschmelzung der Berlin­
wasser Beteiligungs GmbH, der Anwachsung der BWB Rekom
Berlin GmbH & Co. KG sowie der Beendigung der Stillen Gesell­
schaft I und der Stillen Gesellschaft II auf die Bilanz und Gewinnund Verlustrechnung sind dem Anhang (als Anlage 1 – Umstruk­
turierungseffekte) beigefügt.

2.	 Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. bei
dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegen­
den Wert bewertet.
Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögens­
gegenstände erfolgt zum Nennwert bzw. mit dem niedrigeren
beizulegenden Wert. Alle erkennbaren Risiken sind durch Wert­
berichtigungen berücksichtigt.
Die flüssigen Mittel werden zum Nennbetrag angesetzt.
Die Bewertung der Pensionsrückstellungen sowie der unter
den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Rückstellung für
eine übernommene Pensionsverpflichtung erfolgte nach versi­
cherungsmathematischen Grundsätzen und unter Beachtung

des HGB. Als Bewertungsmethode wurde in Anlehnung an die in­
ternationalen Standards, die Projected Unit Credit Method (PUCMethode) verwendet. Bei der Ermittlung wurde der Rechnungs­
zinssatz in Höhe von 3,89 % (Vorjahr: 4,66 %) gemäß der
Rückstellungsabzinsungsverordnung bei einer pauschalen Rest­
laufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB berücksichtigt.
Ebenso wurden künftige Gehalts- und Rententrends mit 2,0 % in
der Bewertung berücksichtigt. Als biometrische Rechnungs­
grundlagen wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus
Heubeck verwendet. Die Effekte aus der Änderung des Abzin­
sungssatzes werden im Zinsergebnis ausgewiesen.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken
und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils
in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmän­
nischer Beurteilung erforderlich ist. Zukünftige Preis- und Kos­
tensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende ob­
jektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit
einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253
Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durch­
schnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäfts­
jahre abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag ausge­
wiesen.
Latente Steuern werden für sich in folgenden Geschäftsjah­
ren voraussichtlich abbauende Unterschiede zwischen den han­
delsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögens­
gegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten der
Gesellschaft und ihrer Organgesellschaften ermittelt. Zusätzlich
werden – soweit vorhanden – auch steuerliche Verlustvorträge
berücksichtigt, wenn mit deren Nutzung in den folgenden fünf
Jahren gerechnet werden kann. Die sich ergebenden aktiven und
passiven latenten Steuern sind unverrechnet angesetzt.

|  20

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Erläuterungen zur Bilanz  Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

3.	 Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015 ist
im Anlagenspiegel (Anlage 2 zum Anhang) dargestellt.
An folgenden Unternehmen ist die Berlinwasser Holding
GmbH zum Bilanzstichtag beteiligt:

Anteile an verbundenen Unternehmen
Ort

Kapitalanteil
%

Eigenkapital
T€

Jahresergebnis
T€

Berlinwasser Services GmbH 1

Berlin

100

40

– 10

bluepartner GmbH 2

Berlin

100

266

0

p2m berlin GmbH 2

Berlin

100

469

0

pigadi GmbH 2

Berlin

100

175

0

avida GmbH 1

Berlin

100

– 39

– 1

Kapitalanteil
%

Eigenkapital
T€

Jahresergebnis
T€

1 Kommanditanteil

41.286

– 17

Berlin
Berlin

12,03

421

105

40

– 1.594

– 16

Beteiligungen
Ort
TELO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt
Kläranlage Waßmannsdorf KG i. L. 1
Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH 2
Metito Berlinwasser

Ltd. 1

1

Jahresabschluss 31. Dezember 2014

2

nach Ergebnisabführung auf Grundlage Gewinnabführungsvertrag

Die Liquidation der perdie.net GmbH i.L. wurde im Februar 2015
beendet. Die Löschung im Handelsregister ist beantragt, jedoch
noch nicht erfolgt, da die steuerliche Unbedenklichkeitsbeschei­
nigung noch nicht vorliegt.

Guernsey

|  21

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Erläuterungen zur Bilanz  Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Umlaufvermögen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im
Wesentlichen gegenüber der p2m berlin GmbH (1.100 T€, Vorjahr:
1.100 T€) aus kurzfristigen Darlehensforderungen. Des Weiteren
werden Forderungen aus den Gewinnabführungen 2015 der p2m
berlin GmbH (462 T€, Vorjahr: 526 T€) der bluepartner GmbH
(241 T€, Vorjahr: 265 T€) und der pigadi GmbH (134 T€, Vorjahr:
136 T€) ausgewiesen.
Da die Beendigung der Stillen Gesellschaft II mit wirtschaft­
licher Wirkung zum 1. Januar 2015 erfolgte, entstehen die Forde­
rungen an die Berliner Wasserbetriebe aus der Teilgewinnabfüh­
rung, die hier im Vorjahr in Höhe von 110.876 T€ ausgewiesen
waren, im Geschäftsjahr nicht mehr.
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesent­
lichen die Restforderung aus der Beendigung der Stillen Gesell­
schaft II in Höhe von 137.698 T€ gegenüber den Berliner
­Wasserbetrieben sowie die Forderung aus dem bestehenden
Tages­geld-Kreditvertrag in Höhe von 43.400 T€ (Vorjahr: 0 €)
enthalten. Im Zusammenhang mit der Veräußerung aller Ge­
schäftsanteile der Berlinwasser International GmbH wurde von
der Gesellschaft ein Anspruch aus einer Pensionsrückdeckungs­
versicherung übernommen, der zum Stichtag 1.499 T€ beträgt.
Von dieser Forderung haben 1.414 T€ eine Restlaufzeit von mehr
als einem Jahr. Weiterhin bestehen Steuerforderungen aus Kapi­
talertragsteuer und Solidaritätszuschlag für 2014 in Höhe von
1.483 T€ (Vorjahr: 2.995 T€).
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen ha­
ben eine erwartete Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
Die Guthaben bei Kreditinstituten beinhalten laufende
Bankguthaben in Höhe von 762 T€ (Vorjahr: 249 T€) und Tages­
geldanlagen in Höhe von 63.906 T€ (Vorjahr: 46.255 T€).

Aktive latente Steuern
Die im Vorjahr ausgewiesenen aktiven latenten Steuern auf Ver­
lustvorträge aus Gewerbeertrag- und Körperschaftsteuer der
Berlinwasser Holding GmbH in Höhe von 1.674 T€ wurde im Zu­
sammenhang mit der Beendigung der Stillen Gesellschaft II voll­
ständig in Anspruch genommen. Insgesamt ergibt sich folgende
Entwicklung:

|  22

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Erläuterungen zur Bilanz  Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Bemessungsgrundlage

Steuer

Verlustvortrag Gewerbesteuer
Verlustvortrag Körperschaftsteuer
Bewertungsunterschiede Handels- und
Steuerbilanz der Berlinwasser Holding GmbH
und ihrer Organgesellschaften
Bewertungsunterschiede Handels- und
Steuerbilanz der Berlinwasser Holding GmbH
und ihrer Organgesellschaften

aktive latente Steuer
Bestand
31.12.2014
T€

Art

%

GewSt

14,350

0

802

0

– 802

0

KöSt

15,825

0

872

0

– 872

0

KöSt

15,825

1.328

87

127

– 4

210

GewSt

14,350

1.328

Gesamt

Für die aktiven latenten Steuern in Höhe von 401 T€ besteht eine
Ausschüttungssperre.

Eigenkapital
Auf der Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung vom
14. April 2015; 11. Mai 2015 wurde das Grundkapital der Gesell­
schaft in Höhe von 51.129.188,12 € gemäß § 4 EGAktG aus Gesell­
schaftsmitteln um 811,88 € auf 51.130.000,00 € erhöht, und zwar
durch Umwandlung von 811,88 € der in der Bilanz zum 31. De­
zember 2014 ausgewiesenen Gewinnrücklage in Höhe von
914.522,60 € im Grundkapital. Die Kapitalerhöhung erfolgte zum
Zwecke der Glättung des Grundkapitals.
Das gezeichnete Kapital der Berlinwasser Holding GmbH be­
trägt 51.130 T€ (Vorjahr: 51.129 T€). Gemäß Beschluss der Haupt­
versammlung vom 14. April 2015; 11. Mai 2015 zum Rechtsform­
wechsel, der mit Eintragung am 19. Mai 2015 wirksam wurde, ist
das bisherige Grundkapital der Aktiengesellschaft in das Stamm­
kapital der Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt
worden. Das gezeichnete Kapital wird am Stichtag zu 100 % vom
Land Berlin gehalten. Mit dem Rechtsformwechsel wurde die ge­
setzliche Gewinnrücklage umgegliedert in die anderen Gewinn­
rücklagen.

Zugang
T€

Abgang
T€

Bestand
31.12.2015
T€

31.12.2015
T€

79

116

– 4

191

1.840

243

– 1.682

401

Mit dem STG-Vertrag I vom 25. Juni 1999 war die Berlinwasser
Beteiligungs GmbH mit ihrer Einlage zu 100 % an den Stillen Ge­
sellschaften der Berlinwasser Holding GmbH mit den Berliner
Wasserbetrieben beteiligt. Mit der Beendigung der Stillen Gesell­
schaft II endete, gemäß § 12 Nr. 8 STG-Vertrag I, gleichzeitig die
Stille Gesellschaft I. Aus der Verschmelzung der Berlinwasser
­Beteiligungs GmbH entstand eine Erhöhung der Kapitalrücklage
in Höhe von 233.431 T€. Weiterhin resultierte aus der Anwach­
sung der BWB Rekom Berlin GmbH & Co. KG eine Verminderung
der Kapitalrücklagen in Höhe von 66.733 T€. Diese Ergebnisse
werden als andere Leistung des Gesellschafters im Sinne des
§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in der Kapitalrücklage ausgewiesen.
Im Rahmen der Gesellschafterversammlung am 16. Juli 2015
wurde über die Verwendung des Bilanzgewinnes 2014 beschlos­
sen, der in Höhe von 15.412.885,38 € auf neue Rechnung vorgetra­
gen wurde.
Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in folgendem Eigenka­
pitalspiegel dargestellt:

|  23

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Erläuterungen zur Bilanz  Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Eigenkapitalspiegel
Beendigung
STG I

Verschmelzung
der BBG

Beendigung
STG II

01.01.2015

01.01.2015
wirksam
21.07.2015

01.01.2015
wirksam
11.08.2015

01.01.2015
wirksam
21.07.2015

Bestand

Zugänge

Abgänge

Bestand

15.07.2015

Geschäftsvorfälle
der BBG
und BWB
Rekom
01.01.–
15.07.2015

2015

2015

31.12.2015

Anwachsung
BWB
Rekom

T€

T€

T€

T€

T€

T€

T€

T€

T€

Gezeichnetes Kapital

51.129

0

0

0

0

0

1

0

51.130

Kapitalrücklage

14.600

0

233.431

0

– 66.733

0

0

0

181.298

915

0

0

0

0

0

0

1

914

1.296.966

– 1.296.966

0

0

0

0

0

0

0

Gewinnrücklage
Einlage Berlinwasser
Beteiligungs GmbH
Bilanzverlust/
Bilanzgewinn
Gesamt

15.413

10.986

0

– 113.231

0

– 8.066

19.477

0

– 75.421

1.379.023

– 1.285.980

233.431

– 113.231

– 66.733

– 8.066

19.478

1

157.921

Rückstellungen

Verbindlichkeiten

Die Pensionsrückstellungen beinhalten Pensionszusagen für zwei­
ehemalige Vorstandsmitglieder.
Die Steuerrückstellungen beinhalten Gewerbesteuer aus der
Stillen Gesellschaft I für die Geschäftsjahre 2014 und 2015 in
Höhe von 1.132 T€ (Vorjahr: 2.865 T€). Aufgrund der Verschmel­
zung der Berlinwasser Beteiligungs GmbH zum 1. Januar 2015 und
der Beendigung der Stillen Gesellschaft I mit steuerlicher Wir­
kung zum 21. Juli 2015 wird erstmals eine Körperschaftsteuer­
rückstellung in Höhe von 1.943 T€ bei der Berlinwasser Holding
GmbH ausgewiesen. Aus der Beendigung der Stillen Gesellschaft
II zum 21. Juli 2015 besteht eine Rückstellung für Gewerbesteuer
in Höhe von 60.941 T€ und für Körperschaftsteuer in Höhe von
28.148 T€. Für das Jahresergebnis der Berlinwasser Holding GmbH
werden erstmals Rückstellungen für Gewerbesteuer (319 T€) und
für Körperschaftsteuer (328 T€) gebildet. Weiterhin wird hier eine
Rückstellung für Gewerbesteuer aus der Betriebsprüfung der
Stillen Gesellschaft I für die Jahre 2002 bis 2005 in Höhe von
1.382 T€ ausgewiesen.
In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rück­
stellungen für eine Verpflichtung aus einem Schuldbeitritt inkl.
Nebenkosten in Höhe von 1.872 T€ (Vorjahr: 0 €), für Beiträge zur
Industrie- und Handelskammer Berlin in Höhe von 183 T€ (Vor­
jahr: 282 T€), für Prüfungs- und Beratungsleistungen in Höhe von
75 T€ (Vorjahr: 175 T€) und für sonstige Sachverhalte in Höhe von
13 T€ (Vorjahr: 13 T€) enthalten.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unterneh­
men handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestanden
im Vorjahr gegenüber der Berlinwasser Beteiligungs GmbH und
betrafen in Höhe von 98.272 T€ deren Gewinnanspruch für das
Geschäftsjahr 2014 aus ihrer Einlage (Stille Gesellschaft I) in die
Berlinwasser Holding GmbH. Der entsprechende Aufwand des
Geschäftsjahres 2014 wurde in der Gewinn- und Verlustrech­
nung unter dem Posten „Aufwendungen aus Teilgewinnab­
führung“ ausgewiesen. Aufgrund der Beendigung der Stillen Ge­
sellschaften, mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2015,
entstehen beide Posten im Geschäftsjahr 2015 nicht mehr.
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzbehörden enthalten.
Alle Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine erwartete
Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Passive latente Steuern
Die passiven latenten Steuern sind im Zusammenhang mit der
Beendigung der Stillen Gesellschaft I in Anspruch genommen
worden.

|  24

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Erläuterungen zur Bilanz, Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung  Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen
Unternehmen aus dem abgeschlossenen Kreditrahmenvertrag
vom 21. Dezember 2015 mit der p2m berlin GmbH in Höhe von
1.700 T€, bei dem die Gesellschaft berechtigt ist, weitere 600 T€
zu dem bereits in Anspruch genommenen Betrag in Höhe von
1.100 T€ ab dem 1. Januar 2016 abzurufen.

Haftungsverhältnisse
Im Rahmen des Verkaufes der Berlinwasser International GmbH
hat die Berlinwasser Holding GmbH eine maximale Haftungs­
grenze von 40 % des Kaufpreises (55.000 T€) vereinbart. Die Haf­
tungshöchstgrenze bezieht sich auf die Berlinwasser Internatio­
nal GmbH, das bereits abgeschlossene Projekt in Nepal sowie die
Niederlassung auf Mauritius. Für mögliche Schadensfälle bei den
beiden zuletzt genannten Projekten wurden Rückstellungen
durch die Berlinwasser International GmbH in Höhe von insge­
samt rd. 600 T€ gebildet, die zunächst in Anspruch zu nehmen
wären. Erst danach greift die Haftung der Berlinwasser Holding
GmbH. Nach ausführlicher Prüfung können Haftungsrisiken, die
über den zurückgestellten Betrag hinausgehen, nach derzeitiger
Kenntnis ausgeschlossen werden.

4.	 Erläuterungen zur Gewinnund Verlustrechnung
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erlöse aus Finanz­
anlagenabgängen in Höhe von 19.756 T€ (Vorjahr: 14 T€), aus
Dienstleistungsverträgen mit Tochter- und Beteiligungsunter­
nehmen in Höhe von 59 T€ (Vorjahr: 905 T€), Kostenerstattungen
und sonstigen Erträge in Höhe von 52 T€ (Vorjahr: 827 T€) sowie
periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
in Höhe von 31 T€ (Vorjahr: 194 T€) und periodenfremde sonstige
Erträge in Höhe von 511 T€ (Vorjahr: 0 €).

|  25

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung  Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Sonstige betriebliche Aufwendungen
2015
T€

2014
T€

Rechtsberatungskosten

445

338

Aufwendungen aus Dienstleistungsverträgen und Personal- und Sachkostenumlagen

230

471

Versicherungen, Gebühren und Beiträge

121

556

Kommunikations- und Messekosten

35

105

Sonstiges

12

0

Telefon- und Portokosten

5

8

Datenverarbeitung

4

41

Mieten, Pachten und Leasing

0

74

Aufsichtsratskosten

0

55

Fremdleistungen

0

16

Büromaterial

0

14

Fahrzeugkosten

0

9

Reisekosten und Bewirtungen

0

8

Weiterbildungskosten

0

8

852

1.703

Gesamt

Zinsergebnis

Erträge aus Teilgewinnabführung

Das Zinsergebnis enthält Zinserträge in Höhe von 101 T€ aus dem
für die Restforderungen aus der Beendigung der Stillen Gesell­
schaft II an die Berliner Wasserbetriebe gewährten Darlehen und
Zinserträge aus Tagesgeldanlagen in Höhe von 41 T€ (Vorjahr:
81 T€). Zudem enthält das Zinsergebnis Zinserträge aus kurzfristi­
gen Darlehen und aus Ausleihungen an verbundene Unterneh­
men in Höhe von 9 T€ (Vorjahr: 12 T€) sowie Zinserträge aus kurz­
fristigen Darlehen an die Berliner Wasserbetriebe in Höhe von
7 T€.
Aufgrund des zeitlichen Unterschiedes zwischen dem Zu­
gang von Kreditverbindlichkeiten bei der Anwachsung der BWB
Rekom Berlin GmbH & Co. KG am 15. Juli 2015 und deren Abgang
durch Schuldübernahme der Berliner Wasserbetriebe bei der Be­
endigung der Stillen Gesellschaft II am 21. Juli 2015 sind hier Zin­
saufwendungen in Höhe von 336 T€ enthalten. Weiterhin sind
hier zinsähnliche Aufwendungen aus dem Zinsanteil aus Rück­
stellungsdiskontierungen für Pensionen in Höhe von 220 T€ (Vor­
jahr: 56 T€) enthalten.

Aufgrund der Beendigung der Stillen Gesellschaft II entsteht der
im Vorjahr hier ausgewiesene Ertrag aus der Teilgewinnabfüh­
rung (Vorjahr: 110.876 T€) im Geschäftsjahr nicht mehr.

Erträge aus Gewinnabführungsverträgen
Es handelt sich hierbei um die Ergebnisabführungen der blue­
partner GmbH, der p2m berlin GmbH und der pigadi GmbH für
2015.

Steuern vom Einkommen und Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beziehen sich zum
einen auf das Ergebnis aus der Stillen Gesellschaft I bis zur steu­
erlichen Beendigung mit Wirkung zum 21. Juli 2015. Zum anderen
wurde aufgrund der Verschmelzung der Berlinwasser Beteili­
gungs GmbH zum 1. Januar 2015 in 2015 auch die Körperschaft­
steuer aus der Stillen Gesellschaft I bei der Berlinwasser Holding
GmbH ausgewiesen. Aus der Beendigung der Stillen Gesellschaft
II am 21. Juli 2015 entstanden in 2015 Gewerbesteuer und Körper­
schaftsteuer. Da die steuerlichen Verlustvorträge der Berlinwas­

|  26

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung  Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

ser Holding GmbH bei der Beendigung der Stillen Gesellschaft II
vollständig verbraucht wurden, entstand auf das Jahresergebnis
2015 erstmals Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer. Insge­
samt setzt sich der Steueraufwand wie folgt zusammen:
2015
T€

2014
T€

Gewerbesteuer aus Beendigung Stille Gesellschaft II

60.941

0

Körperschaftsteuer aus Beendigung Stille Gesellschaft II

28.148

0

6.253

13.618

– 17.239

– 1.413

Gewerbesteuer Stille Gesellschaft I auf Teilgewinn bis zum 21. Juli 2015
Latente Steuern Stille Gesellschaft I
Latente Steuern auf Verlustvorträge der Berlinwasser Holding GmbH

1.674

0

Körperschaftsteuer Berlinwasser Beteiligungs GmbH auf Teilgewinn bis zum 21. Juli 2015

8.154

0

87.931

12.205

319

0

Steueraufwand aus Umstrukturierungseffekten
Gewerbesteuer Berlinwasser Holding GmbH
Körperschaftsteuer Berlinwasser Holding GmbH
Latente Steuern Berlinwasser Holding GmbH
Laufender Steueraufwand
Gesamt

Ergebnis aus Beendigung Stille Gesellschaft
Da der Buchwert der Stillen Gesellschaft II mit den Berliner Was­
serbetrieben über dem Auseinandersetzungswert lag, entstand
handelsrechtlich ein Buchverlust in Höhe von 22.468 T€.

340

0

– 234

– 899

425

–899

88.356

11.306

|  27

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Weitere Anhangsangaben  Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

5.	 Weitere Anhangsangaben
Organe
Geschäftsführung (bis 19. Mai 2015 Vorstand)
Dipl.-Kfm. Frank Bruckmann

Vorsitzender

Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing. Jörg Simon

Mitglied

Kerstin Oster

Mitglied 	

seit 1. Januar 2015

Aufsichtsrat
Klaus Feiler

Vorsitzender des Aufsichtsrates
Staatssekretär der Senatsverwaltung für Finanzen des Landes Berlin

Henner Bunde

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates
Staatssekretär der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie
und Forschung des Landes Berlin

Lutz Neetzel

Vorsitzender des Personalrates Abwasserentsorgung,
Berliner Wasserbetriebe

Aufwendungen für Organe
Aufteilung der Geschäftsführungsbezüge nach § 16 Abs. 2 des Gesellschaftsvertrages der Berlinwasser Holding GmbH
Jörg
Simon*)

Frank
Bruckmann*)

Kerstin
Oster

€

€

0,00

0,00

€

Gehälter (Jahreseinkommen)
Leistungs- und erfolgsabhängige variable Bezüge auf
der Grundlage von Zielvereinbarungen

Norbert
Schmidt*)

Gesamt

€

€

0,00

0,00

0,00

25.836,30

44.201,04

0,00

33.280,00

103.317,34

Pauschale / Zulage

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

Abfindungsbetrag

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

Gewinnbeteiligung

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

Aufwandsentschädigung

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

Versicherungsentgelte

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

Provisionen und Nebenleistungen jeder Art

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

25.836,30

44.201,04

0,00

33.280,00

103.317,34

Gesamt
*) Zufluss der variablen Vergütung für das Jahr 2014 im Jahr 2015

|  28

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Weitere Anhangsangaben  Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder
Pensionsrückstellung für zwei ehemalige Vorstandsmitglieder

2015
T€

2014
T€

1.258

1.038

Konzernabschluss
Die Berlinwasser Holding GmbH stellt als Muttergesellschaft ei­
nen Konzernabschluss auf, der im elektronischen Bundesanzei­
ger veröffentlicht wird.

Erklärung der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates
der Berlinwasser Holding GmbH zu den
Empfehlungen des Corporate Governance Kodex
Geschäftsführung und Aufsichtsrat haben auf der Grundlage
des Corporate Governance Kodex der Berlinwasser Holding
GmbH eine Entsprechenserklärung abgegeben; diese Erklärung
wurde über das Internet dauerhaft zugänglich gemacht und
­gemäß § 16 Abs. 1 Gesellschaftsvertrag der Berlinwasser Holding
GmbH als Anlage dem Lagebericht zum Jahresabschluss 2015 der
Berlinwasser Holding GmbH beigefügt.
Mit Wirkung zum 2. Dezember 2015 wird dem durch den
­Senat von Berlin beschlossene Berliner Corporate Governance
Kodex in der derzeit gültigen Fassung (Stand Februar 2009) bei
der Berlinwasser Holding GmbH entsprochen. Eine Ausnahme
betrifft die Kodex Ziffer 111.4: Bildung von Ausschüssen. Hier wird
im Hinblick auf die zahlenmäßige Besetzung des Aufsichtsrates,
auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet.

Berlin, 17. Februar 2016
Berlinwasser Holding GmbH

Bruckmann	

Simon      

  

Oster

|  29

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Umstrukturierungseffekte  Anhang
Konzernlagebericht

Umstrukturierungseffekte
in der Berlinwasser Holding GmbH, Berlin
zum 31. Dezember 2015

Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

(bis 19. Mai 2015: Berlinwasser Holding AG)

Bilanz
Beendigung
STG I
zum 01.01.2015
steuerlich wirksam
21.07.2015

Verschmelzung
der BBG
zum 01.01.2015
rechtlich wirksam
11.08.2015

Beendigung
STG II
zum 01.01.2015
steuerlich wirksam
21.07.2015

Anwachsung
BWB Rekom

Anlagevermögen

0,00

0,00

– 1.296.966.237,64

25.365,93

0,00

– 1.296.940.871,71

Umlaufvermögen

0,00

0,00

130.819.174,23

5.508,40

6.879.289,28 6)

137.703.971,91

Guthaben bei
Kreditinstituten

0,00

45.589,40

0,00

560.483,52

0,00

606.072,92

Angaben in €

am
15.07.2015

Geschäftsvorfälle
BBG und
BWB Rekom
vom 01.01.2015
bis zum 15.07.2015

Gesamt

Aktiva

Aktive latente
Steuern

0,00

0,00

– 1.673.708,00

0,00

0,00

– 1.673.708,00

Summe Aktiva

0,00

45.589,40

– 1.167.820.771,41

591.357,85

6.879.289,28

– 1.160.304.534,88

– 1.296.966.237,65

0,00

0,00

0,00

0,00

– 1.296.966.237,65

Passiva
Einlage BBG

0,00

233.431.523,31

0,00

– 66.733.446,94 5)

0,00

166.698.076,37

Bilanzverlust

10.985.847,46

0,00

– 113.231.163,15

0,00

– 8.066.042,03

– 110.311.357,72

Eigenkapital

– 1.285.980.390,19

233.431.523,31

– 113.231.163,15

– 66.733.446,94

– 8.066.042,03

– 1.240.579.519,00

Kapitalrücklage

Steuerückstellungen
und sonstige
Rückstellungen

6.252.859,54

1.682.573,25

89.089.000,00

567,09

423.340,25

97.448.340,13

Verbindlichkeiten
gegenüber
Kreditinstituten

0,00

0,00

– 1.143.678.608,26 3)

1.151.321.915,92

– 7.643.307,66

0,00

Verbindlichkeiten
der BWH aus
Beendigung STG I
mit der BBG

1.296.966.237,65

– 1.296.966.237,65 1)

0,00

0,00

0,00

0,00

Verbindlichkeiten
der BWH gegenüber
der BBG aus
Teilgewinnanspruch
2014

0,00

– 98.271.648,97 2)

0,00

0,00

98.271.648,97

0,00

Verbindlichkeiten
der BBG gegenüber
der BWB Rekom

0,00

1.160.169.379,46

0,00

– 1.084.063.029,21 4)

– 76.106.350,25 4)

0,00

Sonstige
Verbindlichkeiten

0,00

0,00

0,00

65.350,99

0,00

65.350,99

Verbindlichkeiten

1.296.966.237,65

– 235.068.507,16

– 1.143.678.608,26

67.324.237,70

14.521.991,06

65.350,99

Passive latente
Steuern

– 17.238.707,00

0,00

0,00

0,00

0,00

– 17.238.707,00

Summe Passiva

0,00

45.589,40

– 1.167.820.771,41

591.357,85

6.879.289,28

– 1.160.304.534,88

|  30

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Umstrukturierungseffekte  Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Gewinn- und Verlustrechnung
Beendigung
STG I
zum 01.01.2015
steuerlich wirksam
21.07.2015

Verschmelzung
der BBG
zum 01.01.2015
rechtlich wirksam
11.08.2015

Beendigung
STG II
zum 01.01.2015
steuerlich wirksam
21.07.2015

Anwachsung
BWB Rekom

Sonstige betrieb­liche
Erträge

0,00

0,00

Sonstige betrieb­liche
Aufwendungen

0,00

Ergebnis der
gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge
Zinsen und ähnliche
Aufwendungen
Ergebnis aus der Beendigung der Stillen Gesellschaft

Angaben in €

Steuern vom Einkommen
und Ertrag
Jahresfehlbetrag

Gesamt

am
15.07.2015

Geschäfts­vorfälle
BBG und
BWB Rekom
vom 01.01.2015
bis zum 15.07.2015

0,00

0,00

521.113,61

521.113,61

0,00

0,00

0,00

100.373,79

100.373,79

0,00

0,00

0,00

0,00

420.739,82

420.739,82

0,00

0,00

0,00

0,00

7.544,35

7.544,35

0,00

0,00

0,00

0,00

339.729,21

339.729,21

0,00

0,00

22.468.455,15

0,00

0,00

22.468.455,15

– 10.985.847,46

0,00

90.762.708,00

0,00

8.154.596,99

87.931.457,53

10.985.847,46

0,00

– 113.231.163,15

0,00

– 8.066.042,03

– 110.311.357,72

1) Konfusion der Finanzanlage der Berlinwasser Beteiligungs GmbH (BBG) aus der Stillen
Gesellschaft (STG I) mit der Berlinwasser Holding GmbH (BWH) mit der in die
Verbindlichkeit der BWH umgegliederte Einlage der STG I.
2) Konfusion der Forderung der BBG aus Teilgewinnabführung mit der entsprechenden
Verbindlichkeit der BWH gegenüber der BBG.
3) Schuldübernahme der Darlehen der Investitionsbank Berlin durch die Berliner Wasserbetriebe
zur Begleichung der Forderung der BWH aus der Beendigung der Stillen Gesellschaft II (STG II).
4) Konfusion der Forderungen der BWB Rekom Berlin GmbH & Co. KG (BWB Rekom) mit den
entsprechenden Verbindlichkeiten der BBG zum Anwachsungszeitpunkt 15. Juli 2015.
5) Konfusion der Finanzanlage der BWB Rekom mit ihren Einlagen
(Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage) bei der BBG.
6) Eintritt der Berliner Wasserbetriebe in die Zinsverpflichtungen gegenüber der
Investitionsbank Berlin ab dem 1. Januar 2015, die in Höhe von
6.879.289,28 € bereits von der BWB Rekom am 31. März 2015 bezahlt wurden.

|  31

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anlagespiegel   Anhang
Konzernlagebericht

Anlagespiegel
der Berlinwasser Holding GmbH, Berlin,
zum 31. Dezember 2015

Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

(bis 19. Mai 2015: Berlinwasser Holding AG)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Posten des Anlagevermögens

Anfangsstand
zum 01.01.2015

Zugänge
2015

Abgänge
2015

Stand zum
31.12.2015

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

63.651.253,49

0,00

34.894.819,03

28.756.434,46

234.000,00

0,00

27.444,44

206.555,56

1.296.966.237,64

0,00

1.296.966.237,64

0,00

21.991,03

1,00

0,00

21.992,03

437,67

0,00

437,67

0,00

Summe Finanzanlagen

1.360.873.919,83

1,00

1.331.888.938,78

28.984.982,05

Summe Anlagevermögen

1.360.873.919,83

1,00

1.331.888.938,78

28.984.982,05

Angaben in €
I.

Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software

II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
3. Stille Gesellschaften
4. Beteiligungen
5. Wertpapiere des Anlagevermögens

|  32

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anlagespiegel   Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Abschreibungen
Posten des Anlagevermögens

Stand
zum 01.01.2015

Zugänge
2015

Abgänge
2015

Stand zum
31.12.2015

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

Angaben in €
I.

Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software

II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen

24.630.392,55

0,00

0,00

24.630.392,55

2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen

0,00

0,00

0,00

0,00

3. Stille Gesellschaften

0,00

0,00

0,00

0,00

18.140,03

0,00

0,00

18.140,03

0,00

0,00

0,00

0,00

Summe Finanzanlagen

24.648.532,58

0,00

0,00

24.648.532,58

Summe Anlagevermögen

24.648.532,58

0,00

0,00

24.648.532,58

4. Beteiligungen
5. Wertpapiere des Anlagevermögens

|  33

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anlagespiegel   Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Restbuchwerte	
Posten des Anlagevermögens

Stand zum
31.12.2015

am Ende des
vorangegangenen
Geschäftsjahres

0,00

0,00

0,00

0,00

4.126.041,91

39.020.860,94

Angaben in €
I.

Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software

II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen

206.555,56

234.000,00

0,00

1.296.966.237,64

3.852,00

3.851,00

0,00

437,67

Summe Finanzanlagen

4.336.449,47

1.336.225.387,25

Summe Anlagevermögen

4.336.449,47

1.336.225.387,25

3. Stille Gesellschaften
4. Beteiligungen
5. Wertpapiere des Anlagevermögens

|  34

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers  Anhang
Konzernlagebericht

Bestätigungsvermerk

Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Jahresabschluss zum
31. Dezember 2015
und Lagebericht der Gesellschaft

der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdar­
stellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind
der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere
Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

„Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

An die Berlinwasser Holding GmbH
(bis 19. Mai 2015: Berlinwasser Holding AG), Berlin

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewon­
nenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzli­
chen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Ge­
sellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächli­
chen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Berlinwasser Holding GmbH. Der Lage­
bericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.“

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinnund Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der
Buchführung und den Lagebericht der Berlinwasser Holding
GmbH (bis 19. Mai 2015: Berlinwasser Holding AG), Berlin, für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die
Prüfung umfasst nicht die inhaltliche Prüfung der entsprechend
den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags als Anlage zum
Lagebericht enthaltenen Erklärung der Geschäftsführung zum
Berliner Corporate Governance Kodex. Die Buchführung und die
Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deut­
schen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Be­
stimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwor­
tung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist
es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine
Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der
Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Ab­
schlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu pla­
nen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die
sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter
­Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und
durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-,
­Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungs­
handlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit
und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesell­
schaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berück­
sichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des
rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie
Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und
Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beur­
teilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten
­Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen

Berlin, den 17. Februar 2016
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Marquordt
Wirtschaftsprüfer	
Kietz
Wirtschaftsprüfer

|  35

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang

Berlinwasser Holding GmbH, Berlin
Konzernlagebericht
für das Geschäftsjahr vom
1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015

Unternehmensgrundlagen  Konzernlagebericht |  36
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

(bis 19. Mai 2015: Berlinwasser Holding AG)

1.	 Unternehmensgrundlagen
1.1.	 Geschäftsmodell
Die Berlinwasser Holding GmbH wurde mit Beschluss der Haupt­
versammlung vom 14. April 2015; 11. Mai 2015 und mit Eintragung
ins Handelsregister vom 19. Mai 2015 von einer Aktiengesell­
schaft in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewan­
delt.
Die Berlinwasser  Holding  GmbH, die im Jahr 1999 aus der
Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe entstand, wurde
2015 mit dem Ziel der wirtschaftlichen Optimierung und der Ver­
einfachung der Beteiligungsstrukturen grundlegend umstruktu­
riert. In diesem Zusammenhang wurden die Stillen Gesellschaf­
ten zwischen den Berliner Wasserbetrieben und der Berlinwasser
Holding GmbH beendet. Danach sind die Berliner Wasserbetrie­
be wieder zu 100  Prozent unmittelbar in der Hand des Landes
Berlin. Die Kompetenzen der Berlinwasser Unternehmensgruppe
bündeln sich nunmehr in den verbliebenen Wettbewerbsgesell­
schaften. Das sind neben der p2m berlin GmbH, die pigadi GmbH
sowie die bluepartner GmbH. Im Geschäftsjahr 2015 wurden alle
Geschäftsanteile an der Berlinwasser International GmbH ver­
äußert.
Technik- und Management-Kompetenz prägen die Unter­
nehmensgruppe, die sich effizient entwickelt sowie markt- und
kundenorientiert profiliert. Kunden aus Industrie, Gewerbe und
Kommunen profitieren vom hohen technischen und kauf­
männischen Wissen und den weitreichenden Erfahrungen von
Berlinwasser. Die Unternehmen erbringen umfangreiche Dienst­
leistungen für eine sichere Trinkwasserversorgung und umwelt­
gerechte Abwasserbehandlung.
Die Berlinwasser Holding GmbH fungiert als Finanz- und
Managementholding für die verbliebenen Tochtergesellschaften
und unterstützt die Beteiligungen bei der Erreichung ihrer Unter­
nehmensziele.
Die p2m berlin GmbH ist als Ingenieurdienstleister national
sowie international in der Wasserwirtschaft, der Landschafts­
planung und im Projektmanagement aktiv. Sie bündelt fundier­
tes Ingenieurwissen und langjährige Projekterfahrungen. Das
Dienstleistungsangebot ist umfassend, nachhaltig konzipiert
und deckt alle Projektphasen ab – von der Planung über die Aus­
schreibung und Bauleitung bis zur Inbetriebnahme von Anlagen.
Schwerpunkt des Geschäfts der pigadi  GmbH ist die Brun­
nensanierung und -regenerierung auf nationalen und inter­
nationalen Märkten. Darüber hinaus werden Leistungen im
­operativen Grundwassermonitoring erbracht. Neu im Portfolio
der pigadi GmbH sind die Hochleistungsentsandung sowie

Ingenieur­technische- und Organisationsberatung für andere Un­
ternehmen.
Die bluepartner GmbH bietet einen umfangreichen Service
und einen hohen Grad an Kundenorientierung bei Front- und
Backoffice-Bürodienstleistungen und stellt eine optimale und
serviceorientierte Kundenkommunikation zur Verfügung. Hierzu
zählen die Anrufannahme und -bearbeitung, eine komplexe und
schriftliche Kundenbetreuung sowie ein Beratungsservice. Ne­
ben den Berliner Wasserbetrieben zählen auch andere große Un­
ternehmen aus Berlin und Deutschland zu den Kunden der blue­
partner GmbH.

1.2.	 Ziele und Strategien
Nach den Umstrukturierungen der vergangenen Jahre und der
Neustrukturierung der Berlinwasser Unternehmensgruppe im
Geschäftsjahr 2015 fokussiert sich diese auf das in den verbliebe­
nen Unternehmen konzentrierte Kerngeschäft und entwickelt
dieses gezielt weiter.
Die p2m berlin GmbH ist als Ingenieurgesellschaft der Ber­
linwasser Unternehmensgruppe im nationalen und internationa­
len Geschäft tätig, im deutschen und internationalen Markt
nachhaltig als Ingenieurunternehmen aufgestellt und besitzt in
Deutschland sowie in ausgewählten internationalen Zielregio­
nen einen hohen Bekanntheitsgrad und ein hervorragendes
Image. Das Unternehmensziel liegt im Ausbau des Kerngeschäf­
tes im Wasser- und Abwassersektor. Außerdem platziert die p2m
berlin GmbH national die Geschäftsfelder Projektsteuerung und
Landschaftsplanung.
Die pigadi GmbH wird ihre bisherigen Marktaktivitäten wei­
ter stabilisieren und moderat ausbauen. Neben dem Kernge­
schäft im Inland soll in den nächsten Jahren auch die Akquisition
von Projekten im Ausland intensiviert werden, ohne dafür eine
zusätzliche Infrastruktur aufzubauen.
Die bluepartner GmbH wird ihre Leistungen als Kunden-Ser­
vicecenter der Berlinwasser Unternehmensgruppe weiter opti­
mieren. Der aktive Ausbau des Drittgeschäfts soll konsequent
weitergeführt und durch neue strategische Ansätze insbesondere­
einer kontinuierlichen Vertriebsstrategie untermauert werden.

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Wirtschaftsbericht  Konzernlagebericht |  37
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

2.	 Wirtschaftsbericht
2.1.	 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Auf nationalen sowie internationalen Absatzmärkten leisten die
Wettbewerbsgesellschaften der Berlinwasser Holding GmbH als
Partner für Unternehmen und Kommunen spezialisierte Dienste
rund ums Wasser.
Im 15. Geschäftsjahr nach Gründung besitzt die p2m berlin
GmbH national einen festen Platz unter den namhaften deut­
schen Ingenieurgesellschaften der Wasser- und Abwasserwirt­
schaft. International ist die p2m berlin GmbH in den vergange­
nen Jahren stark gewachsen und ist in mehreren Zielländern mit
lokaler Projektfinanzierung gut aufgestellt. Zu internationalen
Finanzierungsorganisationen wie KfW und Weltbank aber auch
zu den international agierenden Bundesministerien konnten
gute Kontakte und Geschäftsbeziehungen aufgebaut werden.
Das Geschäft der pigadi GmbH unterliegt einer operativ sai­
sonal schwankenden Auftragsvergabe und Auftragsbearbeitung.
Schwerpunktrisiko für eine weitere erfolgreiche Entwicklung der
pigadi GmbH stellt der starke Wettbewerb dar.

2.2.	 Geschäftsverlauf
Der Geschäftsverlauf des Konzerns ist geprägt von den Aktivitä­
ten der Tochtergesellschaften, die nachfolgend erläutert werden.
Berlinwasser Holding GmbH
Die Berlinwasser Holding GmbH wird weiter als Manage­
mentholding geführt und unterstützt dabei die Beteiligungen
aktiv bei der Erreichung ihrer Unternehmensziele. Sie betreut die
Tochtergesellschaften bei Kommunikations-, Steuer-, Bilanzie­
rungs- und Rechtsthemen. Bis zum Ergebnis vor Zinsen und Steu­
ern spiegeln sich alle operativen Aufwendungen und Erträge, die
in ihrer Funktion als Managementholding entstehen, wider. Das
Ergebnis des Geschäftsjahres ist geprägt von den Effekten aus
der Verschmelzung der Berlinwasser Beteiligungs GmbH und der
Beendigung der Stillen Gesellschaften mit den Berliner Wasser­
betrieben (Stille Gesellschaft II) sowie der gleichzeitigen Beendi­
gung der Stillen Gesellschaft der Berlinwasser Beteiligungs
GmbH (Stille Gesellschaft I). Das Ergebnis der Berlinwasser Hol­
ding GmbH enthält in diesem Zusammenhang Buchverluste
(22,5 Mio. €) und Steuern vom Einkommen und Ertrag (87,9 Mio. €)
aus Umstrukturierungseffekten. Des Weiteren sind im Ge­
schäftsjahr 2015 alle Geschäftsanteile an der Berlinwasser Inter­

national GmbH, einschließlich der Csatorna Holding Zrt. veräu­
ßert worden. Das Closing fand am 1. Dezember 2015 statt. Erträge
aus der Beteiligung an der Berlinwasser International GmbH
wurden in 2015 nicht mehr erzielt, da nach dem Verkauf der An­
teile an der Berlinwasser International GmbH die Ausschüttung
für 2014 bereits dem Erwerber zustand. Die Berlinwasser Holding
GmbH erzielte aus der Veräußerung einen Gewinn in Höhe von
19,8 Mio. €. Die Entkonsolidierungseffekte sind unter der Ertrags­
lage erläutert. Die Vergleichbarkeit mit dem Geschäftsjahr 2014
ist aufgrund dieser Aktivitäten nicht gegeben.
p2m berlin GmbH
Die p2m berlin GmbH nutzt für die interne Unternehmenssteue­
rung als Kennzahlen finanzielle Leistungsindikatoren, die einer­
seits die enge Beziehung zu den Berliner Wasserbetrieben abbil­
den und andererseits die Entwicklung im externen Markt
aufzeigen. Im Einzelnen sind dies: die Gesamtleistung, Leistun­
gen mit den Berliner Wasserbetrieben und im externen Markt,
Auftragseingänge von den Berliner Wasserbetrieben und aus
dem externen Markt, Liquidität sowie das Ergebnis vor Ergebnis­
abführung.
Im Berichtsjahr liegt die Gesamtleistung (Umsatzerlöse und
Bestandsveränderungen) mit 9,6  Mio. € etwas unter dem Plan
für 2015 (10,2 Mio. €) und leicht unter dem Vorjahr (9,9 Mio. €).
Das ist im Wesentlichen auf die geringeren als geplanten
Leistungen für die Berliner Wasserbetriebe in Höhe von 3,8 Mio. €
(Vorjahr: 3,6 Mio. €) zurückzuführen, die damit deutlich unter
dem Plan von 4,4 Mio. € liegen. In den kommenden Jahren wird
aufgrund der steigenden Investitionstätigkeiten der Berliner
Wasserbetriebe mit einer Erhöhung der Leistungen im Geschäft
mit den Berliner Wasserbetrieben gerechnet. Die externe Leis­
tung liegt mit 5,7 Mio. € auf Planniveau.
Nach den hohen Auftragseingängen aus dem Geschäft mit
den Berliner Wasserbetrieben im Vorjahr (4,7 Mio. €) sind diese
2015 wieder gesunken und liegen zum Jahresende bei 3,7 Mio. €
(Vorjahr: 3,8 Mio. €). Die Auftragseingänge aus dem externen
Markt liegen mit 6,8  Mio. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum
allerdings deutlich höher, sodass der externe Auftragsbestand
von 5,6 Mio. € im Vorjahr auf aktuell 6,6 Mio. € angestiegen ist.
Zur Sicherstellung der Liquidität bei kontinuierlichem An­
stieg des Geschäftsvolumens und durch das starke Wachstum
des internationalen Geschäfts mit seinen deutlich verzögerten
Zahlungseingängen der Honorare in den letzten Jahren verfügt
die p2m berlin GmbH über ein Eigenkapital in Höhe von 0,5 Mio. €
und zwei Gesellschaftsdarlehen in Höhe von insgesamt 1,1 Mio. €.
Der p2m berlin GmbH wurde ein weiteres Gesellschafterdarle­

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Wirtschaftsbericht  Konzernlagebericht |  38
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

hen in Höhe von 0,6 Mio. €, ebenfalls als Kreditlinie, gewährt,
welches planmäßig Anfang des Jahres 2016 ausgezahlt werden
soll. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung liegt mit 0,5 Mio. € auf
dem Ergebnis des Vorjahres (0,5 Mio. €) und auf dem geplanten
Ergebnis (0,5 Mio. €).
pigadi GmbH
Wesentliche Leistungsindikatoren der pigadi GmbH sind der Um­
satz und das EBIT. Die pigadi GmbH ist in einem witterungsab­
hängigen, stark fragmentierten Marktsegment mit saisonalem
Verlauf und intensivem Wettbewerb tätig. Das Kerngeschäft ist
von der wirtschaftlichen Lage und der Budgetpriorisierung öf­
fentlicher und privatwirtschaftlicher Auftraggeber geprägt. Er­
fahrungsgemäß kann es dadurch bei den vorgenannten Leis­
tungsindikatoren zu Abweichungen in vertretbaren Bandbreiten
kommen. Der für das Geschäftsjahr 2015 geplante Umsatz in
Höhe von 2,2 Mio. € wurde mit 2,3 Mio. € (Vorjahr: 2,1 Mio. €)
leicht übertroffen. Das EBIT wurde, wie im Vorjahr, mit 0,1 Mio. €
wie geplant erreicht.
Die pigadi GmbH verzeichnete 2015 entsprechend dem Plan
einen ständig wachsenden Kundenstamm, wobei der Umsatz
zum größten Teil im nationalen Markt generiert wurde. Heraus­
zuheben ist zum Vorjahr die Verlängerung bestehender Rahmen­
verträge (z. B. Energie und Wasser Potsdam GmbH) sowie der
Neuabschluss mit der RWW Rheinisch-Westfälische Wasser­
werksgesellschaft mbH, Mühlheim.
bluepartner GmbH
Die wirtschaftliche Entwicklung der bluepartner GmbH verlief
auch 2015 erfolgreich. Zu den wesentlichen finanziellen Leis­
tungsindikatoren der bluepartner GmbH zählen das EBIT sowie
die Ergebnisabführung an die Gesellschafterin. Das EBIT-Ziel in
Höhe von 0,2 Mio. € wurde mit 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €)
leicht übertroffen. Der geplante Jahresüberschuss in Höhe von
0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €), der als Ergebnis an die Gesell­
schafterin abgeführt wird, wurde marginal unterschritten. Die
Anzahl der Kundenkontakte als wichtigste nichtfinanzielle Steue­
rungsgröße hat sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 72.700 Kon­
takte erhöht, wobei die Steigerung sowohl aus dem Geschäft mit
den Berliner Wasserbetrieben als auch aus dem Drittgeschäft re­
sultiert.
Das Drittgeschäft wurde durch die Gewinnung kleiner und
mittlerer Kunden weiter ausgebaut. Im Bereich Sekretariats­
service konnte die Gesellschaft die Anzahl der Kunden konstant
halten. Die Leistungen für die Berliner  Wasserbetriebe wurden
ebenso kontinuierlich auf hohem Niveau erbracht.

2.3.	 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Die wirtschaftliche Situation des Konzerns ist erneut geprägt
durch die Neustrukturierung der Berlinwasser Unternehmens­
gruppe. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ist im Wesent­
lichen beeinflusst durch die Verschmelzung der Berlinwasser
­Beteiligungs GmbH auf die Berlinwasser Holding GmbH, die
­Anwachsung der BWB Rekom Berlin GmbH & Co. KG an die
­Berlinwasser Beteiligungs GmbH, die Beendigung der Stillen Ge­
sellschaften l und II sowie durch den Verkauf der Anteile an der
­Berlinwasser International GmbH und damit auch der Csatorna
Holding Zrt.
Da die Entkonsolidierung der  Berlinwasser International
GmbH zum 30. November 2015 erfolgte, sind die Aufwendungen
und Erträge dieser Gesellschaften anteilig für die Zeit vom 1. Ja­
nuar bis zum 30. November 2015 in der Konzerngewinn- und Ver­
lustrechnung enthalten.
Aufgrund der Entkonsolidierung der Berliner Wasserbetriebe
und der Immobilien-Vermietungsgesellschaft Schumacher GmbH
& Co. Objekt Rolandufer KG (Rolandufer KG) zum 30. April 2014
sind die Aufwendungen und Erträge dieser Gesellschaften des
Vorjahres für die Zeit von 1. Januar bis zum 30. April 2014 ent­
halten.
Durch die genannten Effekte ist die Vergleichbarkeit zum
Vorjahr eingeschränkt. Die Auswirkungen auf einzelne Posten
der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung werden jeweils in
den Posten erläutert. Des Weiteren verweisen wir auf die Erläu­
terungen im Anhang.

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Wirtschaftsbericht  Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

ERTRAGSLAGE

Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse
Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen
Andere aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Gesamtleistung

2015
T€

%

2014
T€

%

16.829

65,9

371.561

60,0

– 636

– 2,5

-399

– 0,1

0

0,0

15.968

2,6

9.344

36,6

231.992

37,5

25.537

100,0

619.122

100,0
– 11,8

Materialaufwand

– 4.519

– 17,7

– 72.921

Personalaufwand

– 8.483

– 33,2

– 106.088

– 17,1

– 130

– 0,5

– 91.529

– 14,8

Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen und sonstige Steuern

– 3.930

– 15,4

– 29.530

– 4,8

Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT)

8.475

33,2

319.054

51,5

Beteiligungsergebnis

5.968

23,4

117.320

18,9

Zinsergebnis

– 608

– 2,4

– 32.573

– 5,3

– 87.931

– 344,3

– 12.205

– 2,0
– 15,9

Steuern aus Umstrukturierungseffekten
Aufwendungen aus Teilgewinnabführungsverträgen

0

0,0

– 98.272

Ergebnis aus Beendigung Stille Gesellschaft

– 22.468

– 88,0

0

0,0

Ergebnis vor Steuern

– 96.564

– 378,1

293.324

47,2

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss

Von den Umsatzerlösen des Konzerns entfielen im Vorjahr
356,0 Mio. € auf die Berliner Wasserbetriebe. Gegenüber dem
Vorjahr, ohne Berliner Wasserbetriebe, stiegen die Umsatzerlöse
um 1,3 Mio. €. Dies resultierte im Wesentlichen aus einer Erhö­
hung der Umsatzerlöse aus Front- und Backoffice Serviceleistun­
gen (0,7 Mio. €), Ingenieurdienstleistungen (0,3 Mio. €) und aus
Brunnensanierungs- und Regenerierungsleistungen (0,3 Mio. €).
Die aktivierbaren Eigenleistungen des Vorjahres resultieren
mit 16,0 Mio. € aus den Erträgen aus aktivierten Eigenleistungen
der Berliner Wasserbetriebe bis zum 30. April 2014.
Die sonstigen betrieblichen Erträge des Vorjahres enthielten
Erträge der Berliner Wasserbetriebe bis zum 30. April 2014 in
Höhe von 22,2 Mio. € sowie den Ertrag aus Entkonsolidierung
der Berliner Wasserbetriebe in Höhe von 207,8 Mio. €. Gegenüber
dem Vorjahr, ohne Berliner Wasserbetriebe, stiegen die sonstigen
betrieblichen Erträge um 7,3 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen auf
den hier ausgewiesenen Ertrag aus der Entkonsolidierung der
Berlinwasser International GmbH in Höhe von 7,8 Mio. € zurück­
zuführen.

– 585

– 2,3

– 2.698

– 0,4

– 97.149

– 380,4

290.626

46,8

Der Materialaufwand liegt auf dem Niveau des Vorjahres, ohne
den Materialaufwand der Berliner Wasserbetriebe (68,3 Mio. €).
Der Personalaufwand enthielt im Vorjahr die Aufwendun­
gen der Berliner Wasserbetriebe bis zum 30. April 2014 in Höhe
von 96,3 Mio. €. Die Verringerung der Personalaufwendungen
gegenüber dem Vorjahr, ohne Berliner Wasserbetriebe, resultiert
im Wesentlichen aus dem zum 1. Juli 2014 erfolgten Betriebs­
übergang der Mitarbeiter der Berlinwasser  Holding  GmbH zu
den Berliner Wasserbetrieben.
Unter Berücksichtigung der Abschreibungen der  Berliner
Wasserbetriebe und der Rolandufer  KG bis zum 30. April 2014
(91,5 Mio. €) liegen die Abschreibungen des Geschäftsjahres auf
dem Niveau des Vorjahres.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen
Steuern sind im Wesentlichen durch die Umstrukturierungsmaß­
nahmen innerhalb der Berlinwasser Holding GmbH gesunken.
Dies betrifft im Wesentlichen Mietaufwendungen, Versiche­
rungsbeiträge, Kommunikationskosten sowie übrige Aufwen­
dungen. Beratungsleistungen sind gegenüber dem Vorjahr ange­

|  39

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Wirtschaftsbericht  Konzernlagebericht |  40
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

stiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthielten
im Vorjahr Aufwendungen der Berliner Wasserbetriebe und der
Rolandufer KG bis zum 30. April 2014 in Höhe von 25,0 Mio. €.
Im Geschäftsjahr 2015 erzielte der Konzern ein EBIT in Höhe
von 319,1  Mio. € (Vorjahr: 319,1  Mio. €). Vom EBIT des Vorjahres
entfielen 106,4 Mio. € auf die Berliner Wasserbetriebe sowie
4,4 Mio. € auf die Rolandufer KG bis zum 30. April 2014. Weiterhin
war hier das Ergebnis aus der Entkonsolidierung der  Berliner
Wasserbetriebe in Höhe von 207,8 Mio. € enthalten. Bereinigt um
diese Effekte stieg das EBIT des Geschäftsjahres 2015 aufgrund
der Erträge aus der Entkonsolidierung der Berlinwasser Interna­
tional GmbH.
Das Beteiligungsergebnis des Konzerns war im Vorjahr im
Wesentlichen von der Teilgewinnabführung (110,9  Mio.  €) von
den  Berliner  Wasserbetrieben aus der Stillen Gesellschaft  II ge­
prägt. Diese Erträge entstehen aufgrund der Beendigung der
Stillen Gesellschaft II mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar
2015 im Geschäftsjahr 2015 nicht mehr. Aus dem assoziierten Un­
ternehmen Csatorna Holding Zrt. entstanden im Geschäftsjahr
Erträge in Höhe von 5,8 Mio. € (Vorjahr: 6,3 Mio. €).
Das Zinsergebnis resultierte im Wesentlichen aus dem nega­
tiven Zinsergebnis der Berlinwasser Holding GmbH in Höhe von
0,4 Mio. € und dem negativen Zinsergebnis der Berlinwasser In­
ternational GmbH in Höhe von 0,2 Mio. €. Das Zinsergebnis des
Vorjahres resultierte im Wesentlichen aus den negativen Finanz­
ergebnissen der Berliner Wasserbetriebe in Höhe von 30,5 Mio. €
und der Rolandufer KG mit 2,0 Mio. €. Aus der Veränderung der
Abzinsung von Pensionsverpflichtungen resultierten Zinsauf­
wendungen in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €).
Die Steuern aus Umstrukturierungseffekten beinhalten Ge­
werbeertragsteuer aus dem Geschäftsjahr 2015 in Höhe von
6,3 Mio. € (Vorjahr: 13,6 Mio. €) sowie Körperschaftsteuer in Höhe
von 8,2 Mio. € aus Teilgewinn bis zum 21. Juli 2015. Die Körper­
schaftsteuer wird aufgrund der Verschmelzung der Berlinwasser
Beteiligungs GmbH auf die Berlinwasser Holding GmbH erstmals
hier ausgewiesen. Aus der Beendigung der Stillen Gesellschaft II
entsteht Gewerbeertragsteuer in Höhe von 60,9 Mio. € und Kör­
perschaftsteuer in Höhe von 28,2  Mio.  €. Weiterhin sind hier
­latente Steuererträge in Höhe von 15,6 Mio. € enthalten (Vorjahr:
1,5 Mio. €).
Die Aufwendungen aus Teilgewinnabführungsverträgen
entstanden aufgrund der Beendigung der Stillen Gesellschaft I
mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2015 im Geschäfts­
jahr 2015 nicht mehr.

Das Ergebnis aus der Beendigung der Stillen Gesellschaft enthielt
den Verlust, der aus der Beendigung der Stillen Gesellschaft II
entstanden ist, da der Buchwert der Stillen Gesellschaften über
dem Auseinandersetzungswert lag.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Gewer­
besteuer in Höhe von 0,3 Mio. € sowie Körperschaftsteuer in
Höhe von 0,3 Mio. € aus dem Geschäftsjahr 2015 und latente
Steuererträge in Höhe von 0,2  Mio.  €. Im Vorjahr waren hier
­Steueraufwendungen der Berliner Wasserbetriebe in Höhe von
2,8 Mio. € enthalten.
Der Konzernjahresüberschuss 2015 wird geprägt von den Er­
gebniseffekten aus der Umstrukturierung (– 110,3 Mio. €) und den
Entkonsolidierungsergebnissen (+7,8 Mio. €). Ohne diese ein­
maligen Effekte ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss von
5,4 Mio. €. Im Vorjahr waren die Berliner Wasserbetriebe und Ro­
landufer KG mit einem Ergebnisbeitrag von 77,6 Mio. € bis zum
30. April 2014 im Konzernjahresüberschuss enthalten sowie ein
Endkonsolidierungsergebnis in Höhe von 207,8 Mio. €. Bereinigt
um diese einmaligen Effekte beträgt das Konzernjahresergebnis
des Vorjahres 5,2 Mio. €.

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Wirtschaftsbericht  Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

FINANZLAGE

Kapitalstruktur

Eigenkapital
Rückstellungen
Passive latente Steuern
Langfristiges Fremdkapital ( > 5 Jahre)
Rückstellungen
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungen und Gesellschaftern
Sonstige Verbindlichkeiten

31.12.2015
T€

%

31.12.2014
T€

%

154.785

59,7

1.374.897

91,3

2.607

1,0

1.049

0,1

0

0,0

6.994

0,5

2.607

1,0

8.043

0,6

96.216

37,2

8.710

0,6

4.599

1,8

4.920

0,3

618

0,2

359

0,0

0

0,0

98.531

6,5
0,0

332

0,1

331

0

0,0

10.245

0,7

Kurz- und mittelfristiges Fremdkapital ( < 5 Jahre)

101.765

39,3

123.096

8,1

Fremdkapital insgesamt

104.372

40,3

131.139

8,7

Passiva

259.157

100,0

1.506.036

100,0

Passive latente Steuern

Durch die Verringerung des Eigenkapitals und damit der Bilanz­
summe im Zusammenhang mit der Umstrukturierung der
­Berlinwasser Unternehmensgruppe sank die Eigenkapitalquote
am B
­ ilanzstichtag auf 59,7 % (Vorjahr: 91,3 %).
Das langfristige Fremdkapital des Konzerns beinhaltete
Rückstellungen aus Pensionsverpflichtungen und sonstigen
Rückstellungen. Die Erhöhung erfolgte aus einem internen
Schuldbeitritt gegenüber der Berlinwasser International GmbH
im Zusammenhang mit der Veräußerung der Gesellschaft. Der
Schuldbeitritt bezieht sich auf eine Pensionszusage der Berlin­
wasser International GmbH in Höhe von 1,7 Mio. €. Die passiven
latenten Steuern verringerten sich aufgrund der Beendigung der
Stillen Gesellschaft I.
Das kurz- und mittelfristige Fremdkapital bestand zum
Stichtag im Wesentlichen aus Rückstellungen aus Gewerbeer­
trag- und Körperschaftsteuer in Höhe von 94,1 Mio. € (Vorjahr:
4,2 Mio. €) und aus Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlun­
gen in Höhe von 4,6 Mio. € (Vorjahr: 4,9 Mio. €). Das kurz- und
mittelfristige Fremdkapital des Vorjahres bestand zum größten
Teil aus Verbindlichkeiten aus der Teilgewinnabführung für 2014
in Höhe von 98,3  Mio.  € und passiven latenten Steuern aus der
Stillen Gesellschaft I.

Im Rahmen des Verkaufes der Berlinwasser International GmbH
hat die Berlinwasser Holding GmbH eine maximale Haftungs­
grenze von 40 % des Kaufpreises (55 Mio. €) vereinbart. Die Haf­
tungshöchstgrenze bezieht sich auf die Berlinwasser Internatio­
nal GmbH, das bereits abgeschlossene Projekt in Nepal sowie die
Niederlassung auf Mauritius. Für mögliche Schadensfälle bei den
beiden zuletzt genannten Projekten wurden Rückstellungen
durch die Berlinwasser International GmbH in Höhe vom insge­
samt rd. 0,6 Mio. € gebildet, die zunächst in Anspruch zu nehmen
wären. Erst danach greift die Haftung der Berlinwasser Holding
GmbH. Nach ausführlicher Prüfung können Haftungsrisiken, die
über den zurückgestellten Betrag hinausgehen, nach bisheriger
Kenntnis ausgeschlossen werden.
Es bestehen Vertragserfüllungsbürgschaften in Höhe von
0,3 Mio. € (Vorjahr: 4,0 Mio. €), die Wahrscheinlichkeit einer Inan­
spruchnahme ist sehr gering. Die Reduzierung zum Vorjahr resul­
tiert aus der Entkonsolidierung der Berlinwasser International
GmbH.

|  41

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Wirtschaftsbericht  Konzernlagebericht |  42
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Kapitalflussrechnung
2015
T€

Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

2014
T€

– 7.793

+ 1.548

+ 170.586

+ 15.961

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

– 98.330

– 23.784

Veränderung der liquiden Mittel

+ 64.463

– 6.275

+ Finanzmittelbestand am Anfang der Periode

+ 57.029

+ 72.950

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

+ Verschmelzungsbedingte Änderungen
+ Konsolidierungskreisbedingte Änderungen
Finanzmittelbestand am Ende der Periode

Die Kapitalflussrechnung wird im Geschäftsjahr 2015 gemäß
dem neuen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 (DRS 21) erstellt.
Zur besseren Vergleichbarkeit ist das Vorjahr ebenfalls nach den
Vorschriften des DRS 21 dargestellt.
Auch für die Kapitalflussrechnung ist zu berücksichtigen,
dass die Zahlungsströme der  Berliner  Wasserbetriebe und
der ­Rolandufer KG im Geschäftsjahr 2014 anteilig für die Zeit vom
1. Januar bis zum 30. April 2014 enthalten waren. Für diesen Zeit­
raum realisierten die beiden Gesellschaften einen operativen
Cashflow in Höhe von +13,7 Mio. €. Der Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit verbesserte sich gegenüber 2014, ohne Berli­
ner Wasserbetriebe und Rolandufer KG, um 4,4  Mio.  €, was im
Wesentlichen auf um 3,2 Mio. € geringere Ertragsteuerzahlun­
gen der Berlinwasser Holding GmbH zurückzuführen ist.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beinhaltet im We­
sentlichen die Finanzmittel aus dem Verkaufspreis der Anteile an
der Berlinwasser International GmbH in Höhe von 55,0 Mio. € so­
wie die Teilgewinnausschüttung der Berliner Wasserbetriebe für
das Vorjahr in Höhe von 110,9 Mio. € (Vorjahr 81,5 Mio. €).
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist wie im Vor­
jahr negativ. Er resultiert aus der Darlehenstilgung der Berlinwas­
ser Beteiligungs GmbH an die BWB Rekom Berlin GmbH & Co. KG
in Höhe von 98,3 Mio. € vor dem Zeitpunkt der Anwachsung der
BWB Rekom Berlin GmbH.
Im Geschäftsjahr wurden Ertragsteuern in Höhe von
6,7 Mio. € (Vorjahr 12,6 Mio. €) und Zinsen in Höhe von 0,1 Mio. €
(Vorjahr: 37,0 Mio. €) gezahlt.

+ 155

0

– 11.870

– 9.498

+ 109.692

+ 56.944

Die Berlinwasser Holding GmbH hat zum 31. Dezember 2015 Ta­
gesgelddarlehen in Höhe von 43,4 Mio. € an die Berliner Wasser­
betriebe ausgereicht. Dieses jederzeit fällige Tagesgeld wurde in
den Finanzmittelfonds einbezogen, da es sich um ein Zah­
lungsmitteläquivalent mit einer Restlaufzeit von unter drei Mo­
naten handelt. Der Finanzmittelfonds enthält darüber hinaus
66,4 Mio. € Bankguthaben sowie Verpfändungen in Höhe von
0,09 Mio. € (Vorjahr: 0,08 Mio. €).
Die konsolidierungskreisbedingten Änderungen resultieren
aus dem Abgang der liquiden Mittel der Berlinwasser Internatio­
nal GmbH in Höhe von 11,9 Mio. €.
Der Konzern der Berlinwasser Holding GmbH ist mit ausrei­
chend finanziellen Mitteln ausgestattet, um seinen Bestand und
seine Weiterentwicklung sichern zu können. Er ist in der Lage,
sämtliche Zahlungsverpflichtungen termin- und betragsgerecht
zu erfüllen.
Zur Überwachung und Steuerung zur Vermeidung finanziel­
ler Risiken werden Instrumente, wie die jährliche Finanzplanung,
mit unterjährigen Anpassungen und die engmaschige Analyse
von Planabweichungen eingesetzt. So lassen sich schon früh
mögliche Risiken erkennen und entsprechende Gegenmaßnah­
men einleiten.
Im Zusammenhang mit der Verschmelzung der Berlinwasser
Beteiligungs GmbH, der Anwachsung der BWB Rekom Berlin
GmbH & Co. KG zur Berlinwasser Beteiligungs GmbH und der
­Beendigung der Stillen Gesellschaften l und II sind wesentliche
zahlungsunwirksame Vorgänge aus laufender Geschäftstätig­
keit, Investitions- und Finanzierungsvorgänge entstanden, die im
Folgenden dargestellt sind.

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Wirtschaftsbericht  Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

T€

Zahlungsunwirksame Zunahme der Rückstellungen

– 142

Zahlungsunwirksame Aufwendungen

+ 22.468

Zahlungsunwirksame Zunahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder
der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind

+ 137.704

Zahlungsunwirksame Zunahme sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder
der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind

– 60

Zahlungsunwirksame Zinsaufwendungen

+ 336

Zahlungsunwirksame Ertragsteuern vor Anwachsungszeitpunkt

+ 6.212

Geschäftsvorfälle der laufenden Geschäftstätigkeit

+ 166.518

Zahlungsunwirksame Abgänge aus dem Finanzanlagevermögen

– 1.296.966

Zahlungsunwirksame Zugänge in das Finanzanlagevermögen

+ 25

Geschäftsvorfälle aus der Investitionstätigkeit

– 1.296.941

Zahlungsunwirksame Eigenkapitalherabsetzungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens

+ 1.130.268

Geschäftsvorfälle aus der Finanzierungstätigkeit

+ 1.130.268

Verschmelzungsbedingte Änderungen der liquiden Mittel

+ 155

Veränderung der liquiden Mittel

0

VERMÖGENSLAGE

Bilanzstruktur
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Rechnungsabgrenzungsposten

31.12.2015
T€

%

31.12.2014
T€

%

464

0,2

1.323.700

87,9

258.252

99,6

180.444

12,0
0,0

40

0,0

54

401

0,2

1.838

0,1

Aktiva

259.157

100,0

1.506.036

100,0

Eigenkapital

154.785

59,7

1.374.897

91,3

98.822

38,1

9.759

0,6

5.550

2,2

104.141

7,0

0

0,0

17.239

1,1

259.157

100,0

1.506.036

100,0

Aktive latente Steuern

Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Passive latente Steuern
Passiva

|  43

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Wirtschaftsbericht, Nachtragsbericht, Prognose-, Chancen- und Risikobericht  Konzernlagebericht |  44
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Die Bilanzstruktur verändert sich wesentlich durch die Beendi­
gung der Stillen Gesellschaften I und II. Die Finanzanlagen verrin­
gerten sich mit der Beendigung der Stillen Gesellschaft II um
1.297,0 Mio. €. Darüber hinaus verringerten sich durch die Ent­
konsolidierung der Berlinwasser International GmbH und den
­damit verbundenen Abgang des assoziierten Unternehmens
Csatorna Holding Zrt. um 27,8 Mio. €.
Das Umlaufvermögen des Konzerns erhöhte sich gegenüber
dem Vorjahr um 77,8 Mio. €. Insbesondere aufgrund der Rest­
forderungen in Höhe von 137,7  Mio.  € der Berlinwasser Holding
GmbH aus dem bestehenden Darlehen aus der Beendigung der
Stillen Gesellschaft II gegenüber den Berliner Wasserbetrieben.
Gegenläufig wirkte sich der Wegfall der Forderung aus Teilge­
winnabführung (Vorjahr: 111,0 Mio. €) aus, die aufgrund der Been­
digung der Stillen Gesellschaft  II mit wirtschaftlicher Wirkung
zum 1. Januar 2015 im Geschäftsjahr 2015 nicht mehr entsteht.
Darüber hinaus sind im Umlaufvermögen Forderungen gegen­
über den Berliner Wasserbetrieben aus dem bestehenden Tages­
geldkreditvertrag in Höhe von 43,4 Mio. € (Vorjahr: 0 €) enthal­
ten. Weiterhin werden flüssige Mittel in Höhe von 66,4  Mio.  €
(Vorjahr: 57,0 Mio. €) ausgewiesen, deren Erhöhung im Wesentli­
chen aus der Zahlung des Kaufpreises für den Verkauf der Anteile
an der Berlinwasser International GmbH resultiert. Durch die
Entkonsolidierung des Umlaufvermögens der Berlinwasser Inter­
national GmbH sank dieses um 14,2 Mio. €.
Die Verringerung des Bestandes an aktiven latenten Steuern
resultiert aus der vollständigen Inanspruchnahme der körper­
schaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge der Berlinwas­
ser Holding GmbH bei der Beendigung der Stillen Gesellschaft II.
Das Eigenkapital des Konzerns in Höhe von 154,8 Mio. € ent­
fällt vollständig auf die Berlinwasser Holding GmbH. Das erwirt­
schaftete Konzerneigenkapital beträgt – 77,6 Mio. € (Vorjahr:
19,5  Mio. €). Das Eigenkapital verringerte sich gegenüber dem
Vorjahr aufgrund der Umstrukturierung der Berlinwasser Unter­
nehmensgruppe um 1.297,0 Mio. €. Als Ergebnis aus der Um­
strukturierung ergibt sich der Abgang der Einlage Berlinwasser
Beteiligungs GmbH (– 1.296 Mio. €) und die Erhöhung der Kapital­
rücklagen um insgesamt 166,7 Mio. €. Die Eigenkapitalquote be­
trägt 59,7 % (Vorjahr: 91,3%).
Im Eigenkapital des Konzerns wirkte sich das negative Kon­
zernjahresergebnis im Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 97,1 Mio. €
aus. Mit der Entkonsolidierung der Berlinwasser International
GmbH ist die im Vorjahr enthaltene Eigenkapitaldifferenz aus
Währungsumrechnung in Höhe von – 7,3 Mio. € ergebnismindernd­
abgegangen.
Die Veränderung der Rückstellungen ist im Wesentlichen
auf die Zuführung von Steuerrückstellungen aus Gewerbeertrag­

steuer in Höhe von 59,8 Mio. € und Körperschaftsteuer in Höhe
von 30,4 Mio. € zurückzuführen.
Die Verringerung der Verbindlichkeiten resultiert aus der Be­
endigung der Stillen Gesellschaft I mit wirtschaftlicher Wirkung
zum 1. Januar 2015 (Vorjahr: 98,3 Mio. €).
Die passiven latenten Steuern werden bei der Beendigung
der Stillen Gesellschaft I vollständig in Anspruch genommen.
Das Konzernergebnis war im Geschäftsjahr 2015 im Wesent­
lichen von der Umstrukturierung der Berlinwasser Unterneh­
mensgruppe und von der Entkonsolidierung der Berlinwasser In­
ternational GmbH beeinflusst. Bereinigt um die einmaligen
Effekte daraus verbesserte sich das Konzernergebnis leicht ge­
genüber dem Vorjahr.

3.	 Nachtragsbericht
Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung nach dem Schluss
des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

4.	 Prognose-, Chancen- und Risikobericht
4.1.	 Prognosebericht
Die Berlinwasser Holding GmbH fungiert auch nach der umfang­
reichen Umstrukturierung der Berlinwasser Unternehmensgrup­
pe weiterhin als Finanz- und Managementholding für die Wett­
bewerbsgesellschaften und unterstützt die Beteiligungen bei
der Erreichung ihrer Unternehmensziele. Die Steuerung der Be­
teiligungen sowie – soweit erforderlich – die Betreuung der Toch­
tergesellschaften bei Steuer-, Bilanzierungs- und Rechtsthemen
erfolgt dienstleistend durch Mitarbeiter der Berliner Wasser­
betriebe. In der Gewinn- und Verlustrechnung der Berlinwas­
ser Holding GmbH spiegeln sich bis zum Ergebnis vor Zinsen und
Steuern diejenigen operativen Aufwendungen und Erträge wi­
der, die durch die Funktion als Managementholding begründet
werden. Aufgrund der Optimierungen und der Einmaleffekte
wird das geplante Ergebnis vor Zinsen und Steuern in den kom­
menden Jahren deutlich besser als im Vorjahr sein.
Die p2m berlin GmbH wird das externe Geschäft im natio­
nalen sowie internationalen Markt auf dem hohen Niveau stabi­
lisieren und gezielt weiter ausbauen. Nach dem starken Rück­
gang in den vergangenen Jahren dürften die Leistungen für die
Berliner Wasserbetriebe in den kommenden Jahren wieder an­

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Prognose-, Chancen- und Risikobericht  Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

steigen. Für 2016 sind 4,3 Mio. € geplant. Die p2m berlin GmbH
plant mit den Berliner Wasserbetrieben entsprechend deren
­Investitionsplanung mittelfristig Umsatzerlöse in Höhe von
ca.  5,3  Mio. € bis 5,4 Mio. € pro Jahr zu erzielen. Die größten
Wachstumspotenziale sieht die Gesellschaft im internationalen
Geschäft. Die Auftragseingänge aus dem externen Markt deu­
ten darauf hin, dass die Leistungen in diesem Marktsegment in
2016 auf 5,9 Mio. € ansteigen werden und in den Folgejahren eine
weitere kontinuierliche Aufwärtsentwicklung nehmen werden.
Aufgrund der stabilen Positionierung im Geschäft mit den
Berliner­ Wasserbetrieben und im externen Markt und des nach
wie vor hohen Auftragsbestandes geht die p2m berlin GmbH
auch für die nächsten zwei Jahre von einer gesicherten Ge­
schäftsentwicklung gemäß Mittelfristplanung aus. Die p2m ber­
lin GmbH erwartet für die Geschäftsjahre 2016 und 2017 weiter­
hin eine Gesamtleistung und ein Ergebnis vor Ergebnisabführung
leicht über dem Niveau von 2015.
Die pigadi  GmbH verfügt über einen stabilen langjährigen
Kundenstamm, der die Basis für ein moderates Umsatzwachs­
tum von 4 bis 5 % in den nächsten Jahren ab 2017 bildet. Damit
wird auch ein entsprechender leichter Ergebnisanstieg unter­
stellt. Für das Geschäftsjahr 2016 plant die pigadi GmbH einen
Umsatz in Höhe von 2,3 Mio. €, es wird mit einem EBIT in Höhe
von 0,1 Mio. € gerechnet. Die Mittelfristplanung geht im wei­
teren Verlauf von einer kontinuierlichen und moderaten Steige­
rung von Umsatz und Ergebnis bis zum Jahr 2019 aus.
Der Ausbau des Drittgeschäfts der bluepartner  GmbH soll
maßvoll weitergeführt werden. Aufgrund von zyklischen
Schwankungen im Geschäft mit den Berliner Wasserbetrieben
im Zusammenhang mit dem regelmäßigen Austausch von Pri­
vatwasserzählern bei den Kunden der Berliner Wasserbetriebe
werden der Umsatz 2016 bei ca. 2,4 Mio. € und das EBIT 2016 bei
0,2  Mio. € und somit etwas unter dem Niveau von 2015 liegen.
Die Ergebnisabführung an die Gesellschafterin wird in 2016 bei
ca. 0,2 Mio. € liegen.
Insgesamt wird für den Konzern, auch ohne die Beteiligung
an der Berlinwasser International GmbH, eine leicht positive Er­
gebnisentwicklung prognostiziert.

4.2.	 Chancenbericht
Über die aktuelle Mittelfristplanung hinausgehend können sich
Chancen für die p2m berlin GmbH ergeben, wenn sich das Ge­
schäft mit den Berliner Wasserbetrieben deutlich positiver ent­
wickeln sollte oder im internationalen Markt mehrere Großauf­
träge akquiriert werden können. Dies würde sich positiv auf die
Gesamtleistung der Gesellschaft, die Leistungen mit den Berliner

Wasserbetrieben und dem externen Markt, das Ergebnis vor Er­
gebnisabführung und die Liquidität der Gesellschaft auswirken.
Im Wesentlichen sind bei der pigadi GmbH die Geschäfts­
felderweiterung auf dem Gebiet der klassischen Ingenieurdienst­
leistung (Analysen/Studien zu regionalen Wasserversorgungs­
situationen) und die Erschließung bzw. der Ausbau neuer Märkte
(Brunnenaktivierung nach Brunnenneubau) als Chancen zu se­
hen. Diese können mittelfristig die Geschäftsentwicklung be­
züglich des Umsatzes, des Ergebnisses und der Auftragseingän­
ge positiv beeinflussen.
Für die bluepartner  GmbH bietet der Ausbau des Drittge­
schäfts die Chance für zukünftiges Wachstum. Außerdem sollen
die Potenziale zur Kundengewinnung im Bereich Social Media
weiter ausgeschöpft werden. Sowohl die finanziellen als auch die
nichtfinanziellen Leistungsindikatoren würden hierdurch positiv
beeinflusst.

4.3.	 Risikobericht
Der Konzern hat die in § 91 Abs. 2 AktG gestellten Anforderungen
zum Risikomanagement umgesetzt und ein Risikomanagement­
system eingerichtet.
Bei allen Tochterunternehmen der Berlinwasser Holding
GmbH wurde ein Compliance-Managementsystem etabliert, um
die Einhaltung von Gesetzen, Richtlinien und Kodizes sicherzu­
stellen und klare Verantwortlichkeiten zu schaffen. Ziel hierbei
ist, bereits vorhandene Systeme und Regularien zu nutzen und in
ihrer Wirksamkeit und Effizienz zu schärfen.
Bereits 2012 wurde eine Compliance-Organisation geschaf­
fen und eine Beauftragte für Compliance berufen.
Für Fragen und Hinweise im Zusammenhang mit Korruption
und zur schnellen Klärung bei Verdachtsfällen wurde bei den
­Berliner Wasserbetrieben der Integritätsausschuss und die Stelle
einer Ombudsfrau, die der anwaltlichen Verschwiegenheits­
pflicht unterliegt, eingerichtet und kann von allen Unternehmen
und Mitarbeitern der Berliner Wasserbetriebe, die für die Kon­
zerngesellschaften auf Grund von Dienstleistungsverträgen tä­
tig sind genutzt werden.
In Folge der Auswertungen der Risikoinventuren und aktuel­
ler Veränderungen sind 2015 keine den Bestand gefährdenden Ri­
siken erkennbar. Maßnahmen zur Kompensation und Reduzie­
rung von Risiken wurden ergriffen. Der Betrachtungszeitraum
von Risiken beträgt grundsätzlich sechs Jahre. Ein Mindestprog­
nosezeitraum von einem Jahr wird eingehalten.
Die Risiken des Konzerns resultieren aus den operativ tätigen
Tochterunternehmen. Da die Anteile an der Berlinwasser Interna­
tional GmbH im Geschäftsjahr 2015 veräußert wurden, entfallen

|  45

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Prognose-, Chancen- und Risikobericht  Konzernlagebericht |  46
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

hier die Risiken, die aus der Tätigkeit der Berlinwasser Internatio­
nal GmbH in einem sehr politischen Umfeld resultierten, insbe­
sondere hinsichtlich Änderungen relevanter Gesetze, Tarifgeneh­
migung und Steuern.
FINANZRISIKEN
Finanzrisiken für die international tätigen Tochtergesellschaften
der Berlinwasser Holding GmbH, insbesondere für die p2m berlin
GmbH, bestehen im Wesentlichen aus Wechselkursschwankun­
gen. Diese werden aber von der p2m berlin GmbH durch Aus­
gleich von Ein- und Auszahlungen in der jeweiligen Landeswäh­
rung vor Ort und durch Zahlungsvereinbarungen in Euro statt
Fremdwährung minimiert. Trotz der aktuellen internationalen
Aktivitäten werden die Risiken und die Auswirkungen auf die Er­
trags-, Finanz- und Vermögenslage als gering eingeschätzt.
UMFELDRISIKEN
Die politische Entwicklung in den Staaten Nordafrikas und im
Mittleren Osten ist nach wie vor schwierig einzuschätzen. Von
dieser Entwicklung hängt die weitere Projektentwicklung und
Projektabwicklung in den Staaten der betroffenen Regionen ab.
Hieraus können sich Auswirkungen auf die geplanten Umsätze
und Ergebnisse der international tätigen Tochtergesellschaften
ergeben. Derzeit wird die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering
eingeschätzt.
Bei der pigadi GmbH bleibt trotz gestiegener Nachfrage im
nationalen Markt das Risiko eines harten Wettbewerbes auf­
grund der angespannten Marktsituation bestehen. Durch enge
Kundenbindungen und -kontakte wie auch dem Know-how im
Verfahren zur Brunnenregenerierung (Alleinstellungsmerkmal)
werden die Einflüsse dieser Risiken als steuerbar bewertet. Der­
zeit wird die Eintrittswahrscheinlichkeit als sehr gering einge­
schätzt.
Berlin, 17. Februar 2016
Berlinwasser Holding GmbH

Bruckmann	

Simon      

  

Oster

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

|  47

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht

Konzernbilanz
der Berlinwasser Holding GmbH, Berlin,
zum 31. Dezember 2015

Konzernbilanz  Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

(bis 19. Mai 2015: Berlinwasser Holding AG)

Aktivseite
31.12.2015

31.12.2014

€

T€

24.410,30

19

24.410,30

19

A. Anlagevermögen
I.

II.

III.

Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Sachanlagen
1.

Technische Anlagen und Maschinen

2.

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

0,00

2

381.290,40

405

381.290,40

407

Finanzanlagen
1.

Anteile an verbundenen Unternehmen

2.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

3.

Stille Gesellschaften

4. Sonstige Beteiligungen
5.

Wertpapiere des Anlagevermögens

54.404,30

79

0,00

26.223

0,00

1.296.966

3.852,00

4

0,00

1

58.256,30

1.323.273

463.957,00

1.323.699

B. Umlaufvermögen
I.

II.

III.

Vorräte
1.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

2.

Unfertige Leistungen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr –  €
2. Forderungen gegen Stille Beteiligungen
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr – €
3. Sonstige Vermögensgegenstände
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.417.514,00 €
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

C. Rechnungsabgrenzungsposten
D. Aktive latente Steuern

0,00

135

4.854.628,93

5.491

4.854.628,93

5.626

2.762.413,90

1.963
(–)

0,00

111.029

184.251.850,66

4.796
(3)

187.014.264,56

117.788

66.383.423,09

57.029

258.252.316,58

180.443

39.888,39

55

400.794,00

1.839

259.156.955,97

1.506.036

|  48

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernbilanz  Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Passivseite
31.12.2015

31.12.2015

31.12.2014

€

€

T€

51.130.000,00

51.129

A. Eigenkapital
I.

Gezeichnetes Kapital

II.

Einlagen Stiller Gesellschafter

III.

Kapitalrücklage

IV.

Gewinnrücklagen
1.

Gesetzliche Rücklage

2.

Andere Gewinnrücklagen

V.

Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung

VI.

Bilanzverlust

0,00

1.296.966

181.298.076,37

14.600

166.952.931,02

166.039

0,00

– 7.305

0,00
166.952.931,02

915

– 244.596.225,67

– 147.447

154.784.781,72

1.374.897

B. Rückstellungen
1.

Rückstellungen für Pensionen

2.

Steuerrückstellungen

3.

Sonstige Rückstellungen

C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr 4.598.799,01 €
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr 618.024,90 €
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr –  €
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr –  €
5. Sonstige Verbindlichkeiten
a) aus Steuern 325.819,26 €
b) im Rahmen der sozialen Sicherheit – €
c) mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 331.907,41 €
D. Passive latente Steuern

1.366.544,00

2.788

94.193.556,25

4.247

3.262.203,51

2.724

98.822.303,76

9.759

4.598.799,01

4.920
(4.920)

618.024,90

359
(359)

0,00

259

0,00

98.272

(260)

(98.272)
333.046,58

331
(302)
(–)
(313)

5.549.870,49

104.141

0,00

17.239

259.156.955,97

1.506.036

|  49

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht

Konzerngewinn- und Verlustrechnung
der Berlinwasser Holding GmbH, Berlin,
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

Konzerngewinn- und Verlustrechnung  Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

(bis 19. Mai 2015: Berlinwasser Holding AG)

1.1. –  31.12.2015

1.

Umsatzerlöse

2.

Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen

3.

Andere aktivierte Eigenleistungen

4.

Sonstige betriebliche Erträge

5.

€

T€

16.829.168,11

371.561

– 636.142,46

– 399

0,00

15.968

9.343.650,34

231.992

25.536.675,99

619.122

595.237,64

23.824

Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
c) Grundwasserentnahmeentgelt und Abwasserabgabe

6.

1.1. –  31.12.2014

3.923.996,13

27.101

0,00

21.996

4.519.233,77

72.921

Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter

7.207.108,00

84.539

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung
davon für Altersversorgung 75.152,01 €

1.275.684,41

21.549

7.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
davon nach § 253 Abs. 3 S. 3 HGB – €

8.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

9.

Erträge aus Teilgewinnabführungsverträgen

10. Erträge aus Beteiligungen
11. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

(5.894)
8.482.792,41

106.088

129.698,34

91.529

3.924.887,69

27.166

(–)
17.056.612,21

297.704

0,00

110.876

166.712,70

188

5.801.040,00

6.256

213.421,17

300

6.181.173,87

117.620

0,00

18

821.549,44

32.855

821.549,44

32.873

15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

13.839.688,21

406.165

16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
davon latenter Steuerertrag – 15.800.956,22 €

88.516.077,69

14.903
(– 1.533)

17. Sonstige Steuern
18. Aufwendungen aus Teilgewinnabführung
19. Aufwendungen aus Beendigung Stille Gesellschaft
20. Konzernjahresfehlbetrag/Konzernjahresüberschuss
21. Auf fremde Gesellschafter entfallender Konzernjahresüberschuss
22. Konzernverlust/Konzerngewinn
23. Verlustvortrag
24. Einstellung in die gesetzliche Gewinnrücklage
25. Bilanzverlust

4.787,84

2.364

0,00

98.272

22.468.455,15

0

–  97.149.632,47

290.626

0,00

– 45.444

– 97.149.632,47

245.182

– 147.446.593,20

– 392.290

0,00

339

– 244.596.225,67

– 147.447

|  50

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht

Konzernkapitalflussrechnung
der Berlinwasser Holding GmbH, Berlin,
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

Konzernkapitalflussrechnung  Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

(bis 19. Mai 2015: Berlinwasser Holding AG)

1.1. –  31.12.2015

Periodenergebnis
+/– Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens
+/– Zunahme/Abnahme der Rückstellungen
+/– Sonstige zahlungsunwirksame Erträge aus der Auflösung von Sonderposten
aus Zuschüssen und Baukostenzuschüssen
+/– Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge
–/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer
Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
+/– Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva,
die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
–/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens
+/– Zinsaufwendungen/Zinserträge
–

Sonstige Beteiligungserträge

+/– Ertragssteueraufwand/-ertrag

1.1. –  31.12.2014

T€

T€

– 97.150

+ 290.626

+ 130

+ 91.548

– 1.187

– 27.598

0

– 11.485

+ 22.468

0

– 1.313

+ 373.043

+ 611

– 423.800

– 7.778

– 208.312

+608

+32.555

– 5.968

– 117.321

+88.516

+ 14.903

–/+ Ertragssteuerzahlung

– 6.730

– 12.611

Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

– 7.793

+ 1.548

+ 1

+ 24

+

Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens

–

Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen

+

Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens

+
+
+

Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis

+

Erhaltene Zinsen

+

Erhaltener Teilgewinn

+

Erhaltene Dividenden

– 21

– 791

0

+ 2.935

Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen

– 90

– 74.810

Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens

+ 48

+ 289

+ 55.000

0

Cashflow aus der Investitionstätigkeit
+

Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten

–

Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten der Berlinwasser Beteiligungs GmbH an die BWB Rekom
Berlin GmbH & Co. KG vor dem Anwachsungszeitpunkt

+

Sonstige zahlungsunwirksame Erträge aus der Auflösung von Sonderposten zur Finanzierung des
Anlagevermögens und Baukostenzuschüssen

–

Gezahlte Zinsen

–

Gezahlte Teilgewinnabführung

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

+ 146

+ 300

+ 110.876

+ 81.538

+ 4.626

+ 6.476

+170.586

+ 15.961

0

+ 323.200

– 98.272

– 155.986

0

+ 10.634

– 58

– 36.976

0

– 164.656

– 98.330

– 23.784

Veränderung der liquiden Mittel

+ 64.463

– 6.275

+

Finanzmittelbestand am Anfang der Periode

+ 56.944

+ 72.717

+

Konsolidierungskreisbedingte Änderungen

– 11.870

– 9.498

+

Verschmelzungsbedingte Änderungen

+155

0

+ 109.692

+ 56.944

Finanzmittelbestand am Ende der Periode

|  51

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht

Konzernkapitalflussrechnung
der Berlinwasser Holding GmbH, Berlin,
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

Konzernkapitalflussrechnung  Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

(bis 19. Mai 2015: Berlinwasser Holding AG)

Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
1.1. –  31.12.2015

1.1. –  31.12.2014

T€

T€

+ 8

+ 17

Guthaben bei Kreditinsituten

+ 66.376

+ 57.012

Jederzeit fälligige Kreditforderungen

+ 43.400

0

– 92

– 85

+ 109.692

+ 56.944

Kasse

Verpfändungen
Finanzmittelfonds am Ende der Periode

Wesentliche nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge im
Zusammenhang mit Verschmelzung, Anwachsung sowie der Beendigung der Stillen
Gesellschaft I und der Stillen Gesellschaft II		
1.1. –  31.12.2015
T€

Zahlungunwirksame Zunahme der Rückstellungen
Zahlungsunwirksame Aufwendungen 	
Zahlungsunwirksame Zunahme/Abnahme anderer Aktiva, die nicht der Investitionsoder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
Zahlungsunwirksame Zunahme/Abnahme anderer Passiva, die nicht der Investitionsoder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
Zahlungsunwirksame Zinsaufwendungen
Zahlungsunwirksame Ertragsteuern vor Anwachsungszeitpunkt
Geschäftsvorfälle aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Zahlungsunwirksame Abgänge aus dem Finanzanlagevermögen
Zahlungsunwirksame Zugänge in das Finanzanlagevermögen
Geschäftsvorfälle aus der Investitionstätigkeit

– 143
+ 22.469
+ 137.704
– 60
+ 336
+ 6.212
+ 166.518
– 1.296.966
+ 25
– 1.296.941

Zahlungsunwirksame Eigenkapitalherabsetzungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens

+ 1.130.268

Geschäftsvorfälle aus der Finanzierungstätigkeit

+ 1.130.268

Verschmelzungsbedingte Änderungen der liquiden Mittel
Finanzmittelbestand am Ende der Periode

+ 155
0

|  52

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht

Konzerneigenkapitalspiegel
der Berlinwasser Holding GmbH, Berlin
für die Zeit vom 31. Dezember 2013
bis zum 31. Dezember 2015						

Konzerneigenkapitalspiegel  Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

(bis 19. Mai 2015: Berlinwasser Holding AG)

Mutterunternehmen

in T€
Gezeichnetes
Kapital

Kapitalrücklage

Einlage Stiller
Gesellschafter

Erwirtschaftetes
Konzerneigenkapital

Kumuliertes
übriges
Konzernergebnis

Eigenkapital

Ausgleichsposten aus
der Währungsumrechnung

Stand am 31.12.2013

51.129

14.600

1.296.966

– 225.674

– 5.364

1.131.657

Gezahlte Dividenden

0

0

0

0

0

0

Änderung des Konsolidierungskreises

0

0

0

0

0

0

Übrige Veränderungen

0

0

0

0

0

0

Konzernjahresüberschuss

0

0

0

245.181

0

245.181

Übriges Konzernergebnis

0

0

0

0

– 1.942

– 1.942

Konzerngesamtergebnis

0

0

0

245.181

– 1.942

243.239

Stand am 31.12.2014

51.129

14.600

1.296.966

19.507

– 7.306

1.374.896

Gezahlte Dividenden

0

0

0

0

0

0
6.917

Änderung des Konsolidierungskreises

0

0

0

0

6.917

Veränderung aus Kapitalerhöhung

1

0

0

0

0

1

Übrige Veränderungen

0

166.698

– 1.296.966

0

389

– 1.129.879

Konzernjahresüberschuss

0

0

0

– 97.150

0

– 97.150

51.130

181.298

0

– 77.643

0

154.785

Stand am 31.12.2015

|  53

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht

Konzerneigenkapitalspiegel
der Berlinwasser Holding GmbH, Berlin
für die Zeit vom 31. Dezember 2013
bis zum 31. Dezember 2015						

Konzerneigenkapitalspiegel  Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

(bis 19. Mai 2015: Berlinwasser Holding AG)

Minderheitsgesellschafter

in T€
MinderheitenKapital

Eigenkapital

Konzerneigenkapital

Stand am 31.12.2013

1.221.489

1.221.489

2.353.146

Gezahlte Dividenden

– 81.546

– 81.546

– 81.546

– 1.185.387

– 1.185.387

– 1.185.388

Änderung des Konsolidierungskreises
Übrige Veränderungen
Konzernjahresüberschuss
Übriges Konzernergebnis

0

0

0

45.444

45.444

290.626

0

0

– 1.942

45.444

45.444

288.684

Stand am 31.12.2014

0

0

1.374.896

Gezahlte Dividenden

0

0

0
6.917

Konzerngesamtergebnis

Änderung des Konsolidierungskreises

0

0

Veränderung aus Kapitalerhöhung

0

0

1

Übrige Veränderungen

0

0

– 1.129.879

Konzernjahresüberschuss

0

0

– 97.150

Stand am 31.12.2015

0

0

154.785

Erläuterung:
Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital enthält einen zur Ausschüttung gesperrten Betrag in Höhe von 401 T€ aufgrund aktivierter latenter Steuern.
Vom erwirtschafteten Konzerneigenkapital steht dem Gesellschafter am Stichtag ein Betrag von 106.390 T€ zur Ausschüttung zur Verfügung.				
	

|  54

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

|  55

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang

Berlinwasser Holding GmbH, Berlin
Konzernanhang für die Zeit vom
1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015

Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Allgemeine Angaben  Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

(bis 19. Mai 2015: Berlinwasser Holding AG)

1.	 Allgemeine Angaben
Der Konzernabschluss der Berlinwasser Holding GmbH wird auf
der Grundlage des § 290 Abs. 2 Handelsgesetzbuch (HGB) auf­
gestellt, unter Berücksichtigung der Vorschriften des HGB und
unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des Gesell­
schaftsvertrages. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach
dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss
ist in Euro aufgestellt.
Die Berlinwasser Holding GmbH wurde mit Beschluss der
Hauptversammlung vom 14. April 2015; 11. Mai 2015 und mit Ein­
tragung ins Handelsregister vom 19. Mai 2015 von einer Aktien­
gesellschaft in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung um­
gewandelt.
Vom Stammkapital der Berlinwasser Holding GmbH hielt bis
zum 11. August 2015 das Land Berlin unmittelbar 50,1 % und die
Berlinwasser Beteiligungs GmbH, Berlin 49,9 %. Nachdem das
Land Berlin im Jahr 2012 über die BWB Rekom Berlin GmbH & Co.
KG zunächst 50 % der Anteile an der Berlinwasser Beteiligungs
GmbH und im Jahr 2013 weitere 50 % der Berlinwasser Beteili­
gungs GmbH erworben hatte, verfügte das Land Berlin mittelbar
und unmittelbar über alle Anteile und Stimmrechte an der Berlin­
wasser Holding GmbH.
Zum Zwecke der Verschlankung dieser komplexen Gesell­
schaftsstrukturen wurde im Geschäftsjahr 2015 eine grundle­
gende Umstrukturierung der Berlinwasser Unternehmensgrup­
pe durchgeführt. Mit Abschluss dieser Umstrukturierung hält
das Land Berlin nunmehr unmittelbar 100 % der Anteile an der
Berlinwasser Holding GmbH.
Mit dem „Verschmelzungsvertrag“ vom 23. Juli 2015 und mit
Handelsregistereintragung vom 11. August 2015 wurde die Berlin­
wasser Beteiligungs GmbH auf die Berlinwasser Holding GmbH
verschmolzen. Die Berlinwasser Beteiligungs GmbH, als „übertra­
gende Rechtsträgerin“, hat ihr Vermögen als Ganzes mit allen
Rechten und Pflichten unter Auflösung, ohne Abwicklung auf die
Berlinwasser Holding GmbH als „übernehmende Rechtsträgerin“
übertragen und zwar im Wege der Verschmelzung durch Aufnah­
me gemäß §§ 2 ff., 4 ff., 46 ff. Umwandlungsgesetz (UmwG). Eine
Gegenleistung wurde für diese Vermögensübertragung nicht ge­
währt. Die übertragende Rechtsträgerin war Gesellschafterin der
übernehmenden Rechtsträgerin. Die Gesellschaftsanteile der
übernehmenden Rechtsträgerin waren vollständig eingezahlt. Eine
Kapitalerhöhung der übernehmenden Rechtsträgerin war ent­
behrlich (§ 54 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 UmwG). Auf eine Kapitalerhöhung
bei der übernehmenden Rechtsträgerin wurde allseitig verzichtet
(§ 54 Abs. 1 Satz 3 UmwG). Die bisher von der übertragenden
Rechtsträgerin gehaltenen Geschäftsanteile an der übernehmen­

den Rechtsträgerin sind ohne Durchgangserwerb auf das Land
Berlin als Alleingesellschafter der übertragenden Rechtsträgerin
übergegangen. Die Verschmelzung erfolgte rückwirkend zum­
1. Januar 2015 und wurde nach der Buchwertmethode gemäß
§ 24 UmwG abgebildet. Es lag die Bilanz der übertragenden Rechts­
trägerin zum 31. Dezember 2014 als Schlussbilanz zu Grunde.
Im Zuge der Umstrukturierung hat das Land Berlin weitere
Maßnahmen durchgeführt, die dazu führten, dass das Vermögen
der BWB Rekom Berlin GmbH & Co. KG, an der die Berlinwasser
Beteiligungs GmbH als Kommanditistin beteiligt war, mit Wir­
kung zum 15. Juli 2015 durch Anwachsung, nach der Buchwertme­
thode, auf die Berlinwasser Beteiligungs GmbH übergegangen ist.
Zum vollständigen Abschluss der Rekommunalisierung der
Berliner Wasserbetriebe wurden die Stillen Gesellschaften zwi­
schen der Berlinwasser Holding GmbH und den Berliner Wasser­
betrieben, Betriebsteil Wasserversorgung und Betriebsteil
­Abwasserentsorgung (Stille Gesellschaft II) mit der „Aufhebungs­
vereinbarung zum Vertrag über zwei Stille Gesellschaften“ vom
21. Juli 2015, beendet. Mit Beendigung des „Vertrags über eine
Stille Gesellschaft vom 18. Juni 1999 mit Wirkung ab 29. Oktober
1999 (STG-Vertrag II) wurde auch der zwischen der Berlin­wasser
Beteiligungs GmbH und der Berlinwasser Holding GmbH (Stille
Gesellschaft I) bestehende „Vertrag über eine Stille Gesellschaft“
(STG-Vertrag I) vom 25. Juni 1999, gemäß § 12 Nr. 8 dieses Vertra­
ges, beendet.
Die „Aufhebungsvereinbarung zum Vertrag über zwei Stille
Ge­sellschaften“ sieht die wirtschaftliche Beendigung der Stillen
Gesellschaften mit den Berliner Wasserbetrieben zum 1. Januar
2015 vor.
In dem STG-Vertrag II wurde vereinbart, dass bei Beendi­
gung der Stillen Gesellschaft II der Berlinwasser Holding GmbH
ein Auseinandersetzungsguthaben zusteht, welches aus den
­Kapitalkonten der Berlinwasser Holding GmbH aus der Stillen
Gesellschaft – Betriebsteil Wasserversorgung – und der Stillen
Gesellschaft – Betriebsteil Abwasserentsorgung – und den jeweili­
gen anteiligen stillen Reserven besteht. Das Auseinandersetzungs­
guthaben wurde unter Zugrundelegung der in Anlage 2 zum
STG-Vertrag II vorgesehenen Methodik mit der „Gutachter­lichen
Stellungnahme zur Bewertung der Teilbereiche Entwässerung
und Wasser“ vom 4. November 2014 durch die Wirtschaftsprü­
fungsgesellschaft Dentons GmbH ermittelt. Das Auseinander­
setzungsguthaben zugunsten der Berlinwasser Holding GmbH
für die 49,9%igen Beteiligungen an den Stillen Gesellschaften
des STG-Vertrag II beträgt insgesamt 1.274.498 T€. Da der Buch­
wert der Stillen Beteiligung diesen Wert übersteigt, entsteht für
die Berlinwasser Holding GmbH handelsrechtlich ein Verlust aus
der Beendigung der Stillen Gesellschaft II in Höhe von 22.468 T€.

|  56

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Allgemeine Angaben, Konsolidierungskreis  Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Aufgrund der niedrigeren steuerlichen Kapitalkonten der Berlin­
wasser Holding GmbH bei den Berliner Wasserbetrieben und des
höheren Auseinandersetzungsguthabens gemäß StG-Vertrag II
entstehen Steuern vom Einkommen und Ertrag bei der Berlin­
wasser Holding GmbH in Höhe von 90.762 T€.
Zum Ausgleich des Differenzbetrages der saldierten Ge­
samtverbindlichkeit der Berliner Wasserbetriebe aus der Been­
digung der Stillen Gesellschaften gegenüber der Berlinwasser
Holding GmbH von 1.274.498 T€ und der Übernahme der Dar­
lehen in Höhe von 1.143.679  T€, also von 130.819 T€, sowie der
­­ab  dem 1.  Januar 2015 entstandenen und bereits von der BWB
­Rekom ­Berlin GmbH & Co. KG gezahlten Zinsen in Höhe von
6.879  T€ wurde den Berliner Wasserbetrieben von der Berlin­
wasser Holding GmbH ein Darlehen über 137.698  T€ mit einer
Laufzeit bis November 2016 gewährt.
Aufgrund der Verschmelzung der Berlinwasser Beteiligungs
GmbH, die Auswirkungen der Anwachsung BWB Rekom Berlin
GmbH & Co. KG sowie die Auswirkungen der Beendigung der
Stillen Gesellschaft I und der Stillen Gesellschaft II ist die Ver­
gleichbarkeit mit dem Vorjahr insoweit eingeschränkt. Die Aus­
wirkungen der Verschmelzung der Berlinwasser Beteiligungs
GmbH, der Anwachsung der BWB Rekom Berlin GmbH & Co. KG
sowie der Beendigung der Stillen Gesellschaft I und der Stillen
Gesellschaft II auf die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
sind dem Anhang (als Anlage 1) beigefügt.

2.	 Konsolidierungskreis
Verbundenen Unternehmen
Kapitalanteil
direkt
%

Kapitalanteil
indirekt
%

Konsolidierungskreis

Berlinwasser International GmbH, Berlin 1

100

§ 294 HGB

bluepartner GmbH, Berlin

100

§ 294 HGB

pigadi GmbH, Berlin

100

§ 294 HGB

p2m berlin GmbH, Berlin

100

pbv potsdam GmbH, Potsdam

§ 294 HGB
100

§ 294 HGB

Kapitalanteil
indirekt
%

Konsolidierungskreis

50

§§ 311 ff HGB

Assoziierte Unternehmen
Kapitalanteil
direkt
%

Csatorna Holding Zrt., Budapest, Ungarn 1
1

Entkonsolidierung zum 30. November 2015

|  57

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konsolidierungskreis  Konzernanhang

Die Berlinwasser Holding GmbH hat ihre Anteile an der Berlin­
wasser International GmbH am 1. Dezember 2015 veräußert. Da­
mit sind auch die Anteile an der Csatorna Holding Zrt. zu diesem
Zeitpunkt an den Erwerber übergegangen. Auf Grund dessen er­
folgte die Entkonsolidierung der Berlinwasser International
GmbH und der Csatorna Holding Zrt. zum 30. November 2015.
Die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit dem Konzern­
abschluss des Vorjahres ist daher nur eingeschränkt möglich. Im
Folgenden sind die Auswirkungen der Entkonsolidierung der Ber­
linwasser International GmbH und der Csatorna Holding Zrt.
(BWI/Csatorna), unter Berücksichtigung der Auswirkungen der
Umstrukturierung (siehe auch Anlage 1 zum Anhang), auf die
Konzernbilanz dargestellt.

Konzernbilanz
Effekte aus Entkonsolidierung

BWI/
Csatorna

BWH

Effekte aus
Umstrukturierung
siehe Anlage 1
Gesamt

T€

T€

T€

T€

Anlagevermögen

– 27.787

0

– 27.787

– 1.296.941

Umlaufvermögen

– 14.161

54.625

40.464

138.310

– 153

0

– 153

0

0

0

0

– 1.674

Rechnungsabgrenzungsposten
Aktive latente Steuern
Aktiva

– 42.101

54.625

12.524

– 1.160.305

Einlage Stille Gesellschafterin

0

0

0

– 1.296.966

Kapitalrücklage

0

0

0

166.698

Jahresüberschuss

0

7.781

7.781

– 110.311

Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung

6.917

0

6.917

0

Eigenkapital

6.917

7.781

14.698

– 1.240.579

– 2.146

0

– 2.146

97.448

– 28

0

– 28

65

0

0

0

– 17.239

4.743

7.781

12.524

– 1.160.305

Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Passive latente Steuern
Passiva

|  58

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konsolidierungskreis, Konsolidierungsgrundsätze  Konzernanhan
Entsprechenserklärungen

Konzerngewinn- und Verlustrechnung
Effekte aus Entkonsolidierung

Effekte aus
Umstrukturierung
siehe Anlage 1

BWI/
Csatorna

BWH

T€

T€

T€

T€

1.170

0

1.170

0

Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge

Gesamt

134

7.781

7.915

521

Gesamtleistung

1.304

7.781

9.085

521

Materialaufwand

– 414

0

– 414

0

Personalaufwand

– 578

0

– 578

0

Abschreibungen

– 5

0

– 5

0

– 423

0

– 423

– 100

Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT)

– 116

7.781

7.665

421

Beteiligungsergebnis

5.964

0

5.964

0

Zinsergebnis

– 163

0

– 163

– 333

0

0

0

– 87.931

Sonstige betriebliche Aufwendungen und sonstige Steuern

Steuern aus Umstrukturierungseffekten
Ergebnis aus Beendigung Stille Gesellschaft II
Ergebnis vor Steuern
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss

3.	 Konsolidierungsgrundsätze
Für Erstkonsolidierungen vor dem 1. Januar 2010 erfolgt die Kapi­
talkonsolidierung nach der Buchwertmethode durch Verrech­
nung der Anschaffungskosten der Beteiligungen mit den auf sie
entfallenden Eigenkapitalanteilen zum Erwerbszeitpunkt bzw.
zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung. Ein sich ergeben­
der Unterschiedsbetrag wird den Vermögensgegenständen nach
ihren tatsächlichen Werten zugerechnet. Ein danach verbleiben­
der Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert
bzw. als passivischer Unterschiedsbetrag ausgewiesen. Für Erst­
konsolidierungen nach dem 1. Januar 2010 wird die Kapitalkonso­
lidierung nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Dabei
ergibt sich das Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeit­
punkt, in dem es Tochterunternehmen geworden ist, aus den
beizulegenden Zeitwerten der in den Konzernabschluss aufzu­
nehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsab­
grenzungsposten und Sonderposten.
Bilanzstichtag aller vollkonsolidierten Unternehmen ist der
31. Dezember.

0

0

0

– 22.468

5.685

7.781

13.466

– 110.311

– 32

0

– 32

0

5.653

7.781

13.434

– 110.311

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen sind mit dem
Buchwert angesetzt (§ 312 Abs. 1 Nr. 1 HGB). Hinsichtlich der Be­
handlung der Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung
gelten die zur Vollkonsolidierung angeführten Grundsätze. Passi­
ve Unterschiedsbeträge werden nicht bilanziert. Der Wertansatz
der Beteiligungen ist zum Zeitpunkt, an dem die Unternehmen
assoziierte Unternehmen geworden sind (Erstkonsolidierung vor
dem 1. Januar 2010), ermittelt worden.
Eine Anpassung der Jahresabschlüsse der assoziierten Unter­
nehmen gemäß § 312 Abs. 5 HGB an die konzerneinheitlichen Bi­
lanzierungsgrundsätze ist nicht erfolgt. Die Einbeziehung erfolgt
gemäß den nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten
Jahresabschlüssen.
Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen
und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unterneh­
men werden eliminiert, Zwischengewinne und Differenzen in
der Schuldenkonsolidierung werden erfolgswirksam verrechnet.
Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge wer­
den latente Steuern berücksichtigt, soweit sich der abweichende
Steueraufwand bzw. Steuerertrag in späteren Geschäftsjahren
ausgleicht.
Die Währung der Berlinwasser Holding GmbH ist der Euro.

|  59

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Erläuterungen zur Bilanz  Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

4.	 Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Die Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen werden grund­
sätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungs­
grundsätzen erstellt, die gegenüber dem Vorjahr unverändert
sind.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanla­
gen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert
um lineare Abschreibungen, bewertet. Angemessene Gemein­
kosten sind in den Herstellungskosten berücksichtigt.
Die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und die da­
raus resultierenden Abschreibungen werden unter Berücksich­
tigung der betrieblichen Nutzungsdauer festgelegt. Die Festle­
gung der jeweiligen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände
und der daraus resultierenden Abschreibungssätze erfolgt in An­
lehnung an die vom Bundesfinanzministerium veröffentlichten
Abschreibungstabellen unter Berücksichtigung betriebsinterner
Abweichungen. Soweit erforderlich erfolgen Abschreibungen bei
immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen auf
den niedrigeren beizulegenden Wert.
Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten zuzüglich
Nebenkosten bzw. bei dauerhafter Wertminderung mit dem
niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten ein­
schließlich angemessener Gemeinkosten oder wenn erforderlich
zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind
zum Nennwert bilanziert, für erkennbare Risiken werden Wert­
berichtigungen vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen
werden abgeschrieben.
Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.
Fremdwährungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs
bzw. bei Forderungen mit dem niedrigeren und bei Verbindlich­
keiten mit dem höheren Stichtagskurs umgerechnet. Bei einer
Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wurde der Devisenkassa­
mittelkurs gemäß § 256a HGB angesetzt.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der am
Stichtag abzugrenzenden Beträge angesetzt.
Latente Steuern werden für sich in folgenden Geschäftsjah­
ren voraussichtlich abbauende Unterschiede zwischen den han­
delsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögens­
gegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten
ermittelt. Zusätzlich werden – soweit vorhanden – auch steuerli­
che Verlustvorträge berücksichtigt, wenn mit deren Nutzung in
den folgenden fünf Jahren gerechnet werden kann. Die sich erge­

benden aktiven und passiven latenten Steuern sind unsaldiert
angesetzt.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken
und ungewissen Verpflichtungen.
Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt jeweils in Höhe
des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflich­
tungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen
werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise
für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit
dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Zins gemäß der Rückstel­
lungsabzinsungsverordnung abgezinst.
Die Bewertung der Pensionsrückstellungen und der unter
den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Rückstellung für
eine übernommene Pensionsverpflichtung erfolgte nach versi­
cherungsmathematischen Grundsätzen und unter Beachtung
des HGB. Als Bewertungsmethode wurde, in Anlehnung an die
internationalen Standards, die Projected Unit Credit Method
(PUC-Methode) verwendet. Bei der Ermittlung wurde der Rech­
nungszinssatz in Höhe von 3,89 % (Vorjahr: 4,66  %) gemäß der
Rückstellungsabzinsungsverordnung bei einer pauschalen Rest­
laufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB berücksichtigt.
Ebenso wurden künftige Gehalts- und Rententrends mit 2,0 % in
der Bewertung berücksichtigt. Als biometrische Rechnungs­
grundlagen wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus
Heubeck verwendet. Die Effekte aus der Änderung des Abzin­
sungssatzes werden im Zinsergebnis ausgewiesen.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag ausge­
wiesen.

5. Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dar­
gestellt.
Die im Anlagespiegel ausgewiesene Kursdifferenz betraf mit
388 T€ die Csatorna Holding Zrt., Budapest, Ungarn. Sie resultier­
te aus währungsbedingten Veränderungen des anteiligen Eigen­
kapitals dieses assoziierten Unternehmens. Die Gesellschaft
wurde zum 30. November 2015 entkonsolidiert.

|  60

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Erläuterungen zur Bilanz  Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen
Kapitalanteil
direkt
%

avida GmbH, Berlin 1
Berlinwasser Services GmbH, Berlin 1

Eigenkapital
indirekt
%

100
100

Hume Rohr GmbH i.L., Doberlug-Kirchhain 2

90

Jahresergebnis

T€

T€

– 39

– 1

40

– 10

3.947

– 852

1 Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014
2 Zwischenabschluss zum 31. Oktober 2005

Die Liquidation der perdie.net GmbH i.L. wurde im Februar 2015
beendet. Die Löschung im Handelsregister ist beantragt, jedoch
noch nicht erfolgt, da die steuerliche Unbedenklichkeitsbeschei­
nigung noch nicht vorliegt.
Über das Vermögen der Hume Rohr GmbH i.L. hat das Amts­
gericht Cottbus mit Beschluss vom 21. Oktober 2005 die vorläufi­
ge Insolvenzverwaltung angeordnet. Aus diesem Grund erfolgte
die Entkonsolidierung der Hume Rohr GmbH i.L. zum 31. Oktober
2005. Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Hume
Rohr GmbH i.L. wurde am 22. Dezember 2005 eröffnet. Die Hume
Rohr GmbH i.L. hat mit Wirkung zum 1. März 2008 ihren Ge­
schäftsbetrieb auf eine andere Gesellschaft übertragen.
Diese Unternehmen wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht
in den Konzernabschluss einbezogen, da sie für die Darstellung
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns einzeln
und insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind.

Sonstige Beteiligungen
Kapitalanteil
direkt
%

TELO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt
Kläranlage Waßmannsdorf KG i. L., Berlin 1
Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH 1
Metito Berlinwasser Ltd.,

Guernsey 1

Windhoek Goreangab Operating Company (Pty.) Ltd.,
Windhuk, Namibia 1
1 Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014

Eigenkapital
indirekt
%

1 Kommanditanteil

Jahresergebnis

T€

T€

41.286

– 17

12,03

421

105

40,00

– 1.594

– 16

757

327

33

|  61

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Erläuterungen zur Bilanz  Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Auf die Einbeziehung der Beteiligungen als assoziierte Unterneh­
men in den Konzernabschluss wurde gemäß § 311 Abs. 2 HGB ver­
zichtet, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Ver­
hältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns einzeln und insgesamt von untergeord­
neter Bedeutung sind.

Umlaufvermögen
Die unfertigen Leistungen in Höhe von 4.855 T€ (Vorjahr: 5.491 T€)
beinhalten angefangene Arbeiten für Ingenieurdienstleistungen
und Planungsaufträge. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr
resultiert aus der Abrechnung von größeren Projekten.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten
im Wesentlichen Forderungen aus Ingenieurdienstleistungen in
Höhe von 2.119 T€ (Vorjahr: 1.291 T€) und Brunnenservice-Leistun­
gen in Höhe von 264 T€ (Vorjahr: 375 T€).
Da die Beendigung der Stillen Gesellschaft II mit wirtschaft­
licher Wirkung zum 1. Januar 2015 erfolgt, entstehen die Forde­
rungen an die Berliner Wasserbetriebe aus der Teilgewinnabfüh­
rung, die hier im Vorjahr in Höhe von 110.876 T€ ausgewiesen
waren, im Geschäftsjahr nicht mehr.
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesent­
lichen die Restforderung aus der Beendigung der Stillen Gesell­
schaft II in Höhe von 137.698 T€ gegenüber den Berliner Wasser­
betrieben ausgewiesen sowie die Forderungen aus dem
bestehenden Tagesgeld-Kreditvertrag in Höhe von 43.400 T€
(Vorjahr: 0 T€) enthalten. Im Zusammenhang mit der Veräuße­
rung aller Geschäftsanteile der Berlinwasser International GmbH
wurde von der Berlinwasser Holding GmbH ein Anspruch aus ei­
ner Pensionsrückdeckungsversicherung übernommen, der zum
Stichtag 1.499 T€ beträgt. Von dieser Forderung haben 1.414 T€
ein Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Weiterhin bestehen
Steuererstattungsansprüche in Höhe von 1.483 T€.
Am Bilanzstichtag sind durch Verpfändungen in Höhe von
92,3 T€ (Vorjahr: 84,6 T€) flüssige Mittel dem Zugriff der p2m Ber­
lin GmbH entzogen.

Aktive latente Steuern
Die im Vorjahr ausgewiesenen aktiven latenten Steuern auf Ver­
lustvorträge aus Gewerbeertrag- und Körperschaftsteuer der
Berlinwasser Holding GmbH in Höhe von 1.674 T€ wurden im Zu­
sammenhang mit der Beendigung der Stillen Gesellschaft II voll­
ständig in Anspruch genommen. Insgesamt ergibt sich folgende
Entwicklung:

|  62

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Erläuterungen zur Bilanz  Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Steuer

Verlustvortrag Gewerbesteuer
Verlustvortrag Körperschaftsteuer
Bewertungsunterschiede Handels- und
Steuerbilanz der Berlinwasser Holding GmbH
und ihrer Organgesellschaften
Bewertungsunterschiede Handels- und
Steuerbilanz der Berlinwasser Holding GmbH
und ihrer Organgesellschaften

latente Steuer

Bemessungsgrundlage
31.12.2015
T€

Bestand
31.12.2014
T€

Zugang
T€

Abgang
T€

Bestand
31.12.2015
T€

Art

%

GewSt

14,350

0

802

0

– 802

0

Köst

15,825

0

872

0

– 872

0

KöSt

15,825

1.328

87

127

-4

210

GewSt

14,350

1.328

Gesamt

Für die aktiven latenten Steuern in Höhe von 401 T€ besteht eine
Ausschüttungssperre.

Eigenkapital
Auf der Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung vom
14. April 2015; 11. Mai 2015 wurde das Grundkapital der Gesell­
schaft in Höhe von 51.129.188,12 € gemäß § 4 EGAktG aus Gesell­
schaftsmitteln um 811,88 € auf 51.130.000,00 € erhöht, und zwar
durch Umwandlung von 811,88 € der in der Bilanz zum 31. Dezem­
ber 2014 ausgewiesenen Gewinnrücklage in Höhe von
914.522,60 € im Grundkapital. Die Kapitalerhöhung erfolgte zum
Zwecke der Glättung des Grundkapitals.
Das gezeichnete Kapital der Berlinwasser Holding GmbH
­beträgt 51.130 T€ (Vorjahr: 51.129 T€). Gemäß Beschluss der Haupt­
versammlung vom 14. April 2015; 11. Mai 2015 zum Rechtsform­
wechsel, der mit Eintragung am 19. Mai 2015 wirksam wurde, ist
das bisherige Grundkapital der Aktiengesellschaft in das Stamm­
kapital der Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt
worden. Das gezeichnete Kapital wird am Stichtag zu 100 % vom
Land Berlin gehalten. Mit dem Rechtsformwechsel wurde die ge­
setzliche Gewinnrücklage umgegliedert in die anderen Gewinn­
rücklagen.

79

116

-4

191

1.840

243

– 1.682

401

EINLAGEN STILLER GESELLSCHAFTER
Mit dem STG-Vertrag I vom 25. Juni 1999 war die Berlinwasser
Beteiligungs GmbH mit ihrer Einlage zu 100 % an den Stillen Ge­
sellschaften der Berlinwasser Holding GmbH mit den Berliner
Wasserbetrieben beteiligt. Mit der Beendigung der Stillen Gesell­
schaft II endete gemäß § 12 Nr. 8 STG-Vertrag I, gleichzeitig die
Stille Gesellschaft I.
KAPITALRÜCKLAGE
Aus der Verschmelzung der Berlinwasser Beteiligungs GmbH
entsteht eine Erhöhung der Kapitalrücklage in Höhe von
233.431 T€. Weiterhin resultiert aus der Anwachsung der BWB
­Rekom Berlin GmbH & Co. KG eine Verminderung der Kapital­
rücklagen in Höhe von 66.733 T€. Diese Ergebnisse werden als an­
dere Leistung des Gesellschafters im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 4
HGB in der Kapitalrücklage ausgewiesen.
GEWINNRÜCKLAGEN
Die Gewinnrücklagen sind im Wesentlichen während der Kon­
zernzugehörigkeit der Berliner Wasserbetriebe zum Konzern der
Berlinwasser Holding GmbH (Konzernzugehörigkeit bis zum
30. April 2014) entstanden.

|  63

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Erläuterungen zur Bilanz  Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

EIGENKAPITALDIFFERENZ AUS WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Mit der Entkonsolidierung der Berlinwasser International GmbH
und der damit verbundenen Entkonsolidierung der Csatorna Hol­
ding Zrt., Budapest, Ungarn zum 30. November 2015 gehen auch
die sich kumuliert ergebenen Umrechnungsdifferenzen im Ei­
genkapital in Höhe von – 6.917 T€ (Vorjahr: – 7.305 T€) ergebnis­
wirksam ab.

Rückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen weisen einen Bestand in Höhe
von 1.367 T€ (Vorjahr: 2.788 T€) aus.
Die zum 31. Dezember 2015 ausgewiesenen Steuerrückstel­
lungen betragen 94.194 T€ (Vorjahr: 4.247 T€). Die Steuerrückstel­
lungen beinhalten Gewerbesteuer aus der Stillen Gesellschaft I
für die Geschäftsjahre 2014 und 2015 in Höhe von 1.132 T€ (Vor­
jahr: 2.865 T€). Aufgrund der Verschmelzung der Berlinwasser Be­
teiligungs GmbH zum 1. Januar 2015 und der Beendigung der Stil­
len Gesellschaft I mit steuerlicher Wirkung zum 21. Juli 2015 wird
erstmals eine Körperschaftsteuerrückstellung in Höhe von 1.943
T€ bei der Berlinwasser Holding GmbH ausgewiesen. Aus der Be­
endigung der Stillen Gesellschaft II zum 21. Juli 2015 besteht eine
Rückstellung für Gewerbesteuer in Höhe von 60.941 T€ und für
Körperschaftsteuer in Höhe von 28.148 T€. Für das Jahresergebnis
der Berlinwasser Holding GmbH werden erstmals Rückstellun­
gen für Gewerbesteuer (319 T€) und für Körperschaftsteuer
(328 T€) gebildet. Weiterhin wird hier eine Rückstellung für Ge­
werbesteuer aus der Betriebsprüfung der Stillen Gesellschaft I
für die Jahre 2002 bis 2005 in Höhe von 1.382 T€ ausgewiesen.
Der Bestand der sonstigen Rückstellungen umfasst im We­
sentlichen Rückstellungen für eine Verpflichtung aus einem
Schuldbeitritt inkl. Nebenkosten in Höhe von 1.872 T€ (Vorjahr:
0 €), für nicht in Rechnung gestellte Lieferungen und Leistungen
in Höhe von 324 T€ (Vorjahr: 1.186 T€), für Personalkosten in Höhe
von 454 T€ (Vorjahr: 678 T€) und Beiträge zur Industrie- und Han­
delskammer Berlin in Höhe von 183 T€ (Vorjahr: 282 T€).

|  64

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Erläuterungen zur Bilanz  Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Verbindlichkeiten
Davon mit einer Restlaufzeit

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

Gesamt
T€

bis 1 Jahr
T€

von 1 bis 5 Jahren
T€

über 5 Jahre
T€
0

4.599

4.599

0

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

618

618

0

0

Sonstige Verbindlichkeiten

333

332

1

0

5.550

5.549

1

0

Gesamt

Es bestehen keine Verbindlichkeiten, die durch Pfand- oder ähnli­
che Rechte gesichert sind.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestanden
im Vorjahr gegenüber der Berlinwasser Beteiligungs GmbH aus
der Teilgewinnabführung für das Geschäftsjahr 2014 in Höhe von
98.272  T€. Aufgrund der Beendigung der Stillen Gesellschaften
mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2015 entsteht der
Posten im Geschäftsjahr 2015 nicht mehr.

Passive latente Steuern
Die passiven latenten Steuern sind im Zusammenhang mit der
Beendigung der Stillen Gesellschaft I in Anspruch genommen
worden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Mietverträge
Leasingverträge

2015
T€

2014
T€

1.172

1.026

128

134

|  65

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Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Erläuterungen zur Bilanz, Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung  Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Haftungsverhältnisse
Im Rahmen des Verkaufes der Berlinwasser International GmbH
hat die Berlinwasser Holding GmbH eine maximale Haftungs­
grenze von 40 % des Kaufpreises (55.000 T€) vereinbart. Die Haf­
tungshöchstgrenze bezieht sich auf die Berlinwasser Internatio­
nal GmbH, das bereits abgeschlossene Projekt in Nepal sowie die
Niederlassung auf Mauritius. Für mögliche Schadensfälle bei den
beiden zuletzt genannten Projekten wurden Rückstellungen
durch die Berlinwasser International GmbH in Höhe vom insge­
samt rd. 600 T€ gebildet, die zunächst in Anspruch zu nehmen
wären. Erst danach greift die Haftung der Berlinwasser Holding
GmbH. Nach ausführlicher Prüfung können Haftungsrisiken, die
über den zurückgestellten Betrag hinausgehen, nach derzeitiger
Kenntnis ausgeschlossen werden.
Es bestehen Vertragserfüllungsbürgschaften in Höhe von
329  T€ (Vorjahr: 3.951  T€), die Wahrscheinlichkeit einer Inan­
spruchnahme ist sehr gering. Die Reduzierung zum Vorjahr resul­
tiert aus der Entkonsolidierung der Berlinwasser International
GmbH.

6.	 Erläuterungen zur Gewinnund Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse wurden in folgenden Geschäftsfeldern erzielt:

Inland
Wasserversorgung und Entwässerung der BWB

Ausland

Gesamt

2015

2014

2015

2014

2015

2014

0

356.011

0

0

0

356.011

Ingenieurleistungen

6.751

6.149

3.972

4.275

10.723

10.424

Brunnensanierung und -regenerierung

1.943

1.695

365

312

2.308

2.007

Front- und Backoffice Serviceleistungen

2.628

1.900

0

0

2.628

1.900

0

0

1.170

1.219

1.170

1.219

11.322

365.755

5.507

5.806

16.829

371.561

Betriebsführungserlöse der BWI
Gesamt

|  66

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung  Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen
die Erträge aus der Entkonsolidierung der Berlinwasser Internati­
onal GmbH in Höhe von 7.781 T€, Erträge aus Personal- und Sach­
kostenumlagen in Höhe von 205 T€ (Vorjahr: 466 T€), Kostener­
stattungen in Höhe von 1 T€ (Vorjahr: 1.888 T€) sowie Erträge aus
sonstigen betrieblichen Leistungen in Höhe von 131 T€ (Vorjahr:
3.289 T€). Im Vorjahr waren hier außerdem Erträge aus Betriebs­
führungsentgelten in Höhe von 1.836 T€, Erträge aus der Auflö­
sung von Sonderposten aus Zulagen und Zuschüssen in Höhe
von 6.440  T€, Erträge aus Vermietung und Verpachtung in Höhe
von 2.339 T€ und Erträge aus Anlagenabgängen und Zuschrei­
bungen in Höhe von 974 T€ ausgewiesen. Diese entfallen mit der
Entkonsolidierung der Berliner Wasserbetriebe im Jahr 2014.
Hier sind auch periodenfremde Erträge aus der Auflösung
von Rückstellungen in Höhe von 299 T€ (Vorjahr: 2.449 T€), ein­
malige Kostenerstattungen in Höhe von 511 T€, sowie Erträge aus
Währungsgewinnen in Höhe von 151 T€ (Vorjahr: 192  T€) ent­
halten.

Personalaufwand
Im Personalaufwand sind insgesamt Aufwendungen für Alters­
versorgung von 75 T€ (Vorjahr: 5.894 T€) enthalten.

Beschäftige im Jahresdurchschnitt
Beschäftigte

2015

2014

190

1.344

davon weibliche Beschäftigte

79

438

davon männliche Beschäftigte

111

906

5

68

2015
T€

2014
T€

130

91.529

Auszubildende

Abschreibungen

gemäß § 253 (3) Satz 1 und 2 HGB
gemäß § 253 (3) Satz 4 HGB
Gesamt

0

18

130

91.547

|  67

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung  Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Im Wesentlichen sind hier Aufwendungen für Mieten und Pach­
ten in Höhe von 669 T€ (Vorjahr: 10.632 T€), Versicherungsleis­
tungen in Höhe von 214 T€ (Vorjahr: 1.294 T€), Personal- und
Sachkostenumlagen in Höhe von 535 T€ (Vorjahr: 520 T€), Reiseund Bewirtungskosten in Höhe von 335 T€ (Vorjahr: 1.140 T€),
Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 579 T€ (Vorjahr:
1.291 T€), sowie sonstige Kosten in Höhe von 691 T€ (Vorjahr:
8.526 T€) enthalten. Hier sind periodenfremde Aufwendungen
aus Verlusten aus Anlageabgängen in Höhe von 3 T€ (Vorjahr:
442 T€), Aufwendungen aus Wertberichtigungen in Höhe von
13 T€ (Vorjahr: 669 T€) sowie Aufwendungen aus Währungsver­
lusten in Höhe von 222 T€ (Vorjahr: 50 T€) enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beziehen sich zum
einen auf das Ergebnis aus der Stillen Gesellschaft I bis zur steu­
erlichen Beendigung mit Wirkung zum 21. Juli 2015. Zum anderen
wurde aufgrund der Verschmelzung der Berlinwasser Beteili­
gungs GmbH zum 1. Januar 2015 in 2015 auch die Körperschaft­
steuer aus der Stillen Gesellschaft I bei der Berlinwasser Holding
GmbH ausgewiesen. Aus der Beendigung der Stillen Gesellschaft
II am 21. Juli 2015 entstehen in 2015 Gewerbesteuer und Körper­
schaftsteuer. Da die steuerlichen Verlustvorträge der Berlinwas­
ser Holding GmbH bei der Beendigung der Stillen Gesellschaft II
vollständig verbraucht wurden, entsteht auf das Jahresergebnis
2015 erstmals Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer. Insge­
samt setzt sich der Steueraufwand wie folgt zusammen:

Zinsergebnis
Das Zinsergebnis liegt in 2015 bei – 608 T€ (Vorjahr: – 32.573 T€)
und ist damit um 31.965 T€ besser als im Vorjahr. Ursache dafür
ist im Wesentlichen, dass im Vorjahr die Zinsergebnisse der
­Berliner Wasserbetriebe und der Rolandufer KG anteilig bis zum
30. April 2014 enthalten waren. Für Aufzinsungen von langfristi­
gen Rückstellungen sind im Geschäftsjahr 2015 Zinsaufwendun­
gen in Höhe von 428 T€ (Vorjahr: 180 T€) entstanden.

Erträge aus Teilgewinnabführung
Aufgrund der Beendigung der Stillen Gesellschaft II entsteht der
im Vorjahr hier ausgewiesene Ertrag aus der Teilgewinnabfüh­
rung (Vorjahr: 110.876 T€) im Geschäftsjahr nicht mehr.

Aufwendungen aus Teilgewinnabführung
Aufgrund der Beendigung der Stillen Gesellschaft II und der Ver­
schmelzung der Berlinwasser Beteiligungs GmbH auf die Berlin­
wasser Holding GmbH entsteht der hier bis zum 31. Dezember
2014 ausgewiesene Ergebnisanteil (Vorjahr: 98.272 T€) nicht
mehr.

|  68

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung  Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

2015
T€

2014
T€

Gewerbesteuer aus Beendigung Stille Gesellschaft II

60.941

0

Körperschaftsteuer aus Beendigung Stille Gesellschaft II

28.148

0

6.253

13.618

– 17.239

– 1.413

1.674

0

Gewerbesteuer Stille Gesellschaft I auf Teilgewinn bis zum 21. Juli 2015
Latente Steuern Stille Gesellschaft I
Latente Steuern auf Verlustvorträge der Berlinwasser Holding GmbH
Körperschaftsteuer Berlinwasser Beteiligungs GmbH auf Teilgewinn bis
zum 21. Juli 2015

8.154

0

87.931

12.205

Gewerbesteuer Berliner Wasserbetriebe bis 30. April 2014

0

1.923

Körperschaftsteuer Berliner Wasserbetriebe bis 30. April 2014

0

714

Gewerbesteuer Berlinwasser Holding GmbH

319

0

Körperschaftsteuer Berlinwasser Holding GmbH

340

0

Ausländische Ertragssteuern

160

182

Steueraufwand aus Umstrukturierungseffekten

Latente Steuern
Laufender Steueraufwand
Gesamt

Ergebnis aus Beendigung Stille Gesellschaft
Da der Buchwert der Stillen Gesellschaft II mit den Berliner Was­
serbetrieben über dem Auseinandersetzungswert liegt, entsteht
handelsrechtlich ein Buchverlust in Höhe von 22.468 T€.

– 234

– 121

585

2.698

88.516

14.903

|  69

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Weitere Anhangsangaben  Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

7.	 Weitere Anhangsangaben
Organe
Geschäftsführung (bis 19. Mai 2015 Vorstand)
Dipl.-Kfm. Frank Bruckmann

Vorsitzender

Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing. Jörg Simon

Mitglied

Kerstin Oster

Mitglied 	

seit 1. Januar 2015

Aufsichtsrat
Klaus Feiler

Vorsitzender des Aufsichtsrates
Staatssekretär der Senatsverwaltung für Finanzen des Landes Berlin

Henner Bunde

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates
Staatssekretär der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie
und Forschung des Landes Berlin

Lutz Neetzel

Vorsitzender des Personalrates Abwasserentsorgung,
Berliner Wasserbetriebe

Aufwendungen für Organe
Aufteilung der Geschäftsführungsbezüge nach § 16 Abs. 2 des Gesellschaftsvertrages der Berlinwasser Holding GmbH
Jörg
Simon*)

Frank
Bruckmann*)

Kerstin
Oster

€

€

0,00

0,00

€

Gehälter (Jahreseinkommen)
Leistungs- und erfolgsabhängige variable Bezüge auf
der Grundlage von Zielvereinbarungen

Norbert
Schmidt*)

Gesamt

€

€

0,00

0,00

0,00

25.836,30

44.201,04

0,00

33.280,00

103.317,34

Pauschale / Zulage

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

Abfindungsbetrag

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

Gewinnbeteiligung

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

Aufwandsentschädigung

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

Versicherungsentgelte

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

Provisionen und Nebenleistungen jeder Art

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

25.836,30

44.201,04

0,00

33.280,00

103.317,34

Gesamt
*) Zufluss der variablen Vergütung für das Jahr 2014 im Jahr 2015

|  70

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Weitere Anhangsangaben  Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder
Pensionsrückstellung für zwei ehemalige Vorstandsmitglieder

2015
T€

2014
T€

1.258

1.038

2015
T€

2014
T€

Honorare des Abschlussprüfers
Abschlussprüfungsleistungen
Steuerberatungsleistungen
Sonstige Leistungen
Gesamt

Offenlegungsbefreiung
Die p2m berlin GmbH und die pigadi GmbH wurden gemäß § 264
Abs. 3 HGB durch die Berlinwasser Holding GmbH von der Pflicht
zur Veröffentlichung des Jahresabschlusses im elektronischen
Bundesanzeiger befreit.

Konzernverhältnisse
Der Konzernabschluss der Berlinwasser Holding GmbH wird
beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers veröffent­
licht.
Berlin, 17. Februar 2016
Berlinwasser Holding GmbH

Bruckmann	

Simon      

  

Oster

52

70

134

130

16

9

202

209

|  71

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht

Umstrukturierungseffekte
in der Berlinwasser Holding GmbH, Berlin
zum 31. Dezember 2015

Konzernabschluss
Umstrukturierungseffekte  Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

(bis 19. Mai 2015: Berlinwasser Holding AG)

Bilanz
Beendigung
STG I
zum 01.01.2015
steuerlich wirksam
21.07.2015

Verschmelzung
der BBG
zum 01.01.2015
rechtlich wirksam
11.08.2015

Beendigung
STG II
zum 01.01.2015
steuerlich wirksam
21.07.2015

Anwachsung
BWB Rekom

Anlagevermögen

0,00

0,00

– 1.296.966.237,64

25.365,93

0,00

– 1.296.940.871,71

Umlaufvermögen

0,00

0,00

130.819.174,23

5.508,40

6.879.289,28 6)

137.703.971,91

Guthaben bei
Kreditinstituten

0,00

45.589,40

0,00

560.483,52

0,00

606.072,92

Angaben in €

am
15.07.2015

Geschäftsvorfälle
BBG und
BWB Rekom
vom 01.01.2015
bis zum 15.07.2015

Gesamt

Aktiva

Aktive latente
Steuern

0,00

0,00

– 1.673.708,00

0,00

0,00

– 1.673.708,00

Summe Aktiva

0,00

45.589,40

– 1.167.820.771,41

591.357,85

6.879.289,28

– 1.160.304.534,88

– 1.296.966.237,65

0,00

0,00

0,00

0,00

– 1.296.966.237,65

Passiva
Einlage BBG

0,00

233.431.523,31

0,00

– 66.733.446,94 5)

0,00

166.698.076,37

Bilanzverlust

10.985.847,46

0,00

– 113.231.163,15

0,00

– 8.066.042,03

– 110.311.357,72

Eigenkapital

– 1.285.980.390,19

233.431.523,31

– 113.231.163,15

– 66.733.446,94

– 8.066.042,03

– 1.240.579.519,00

Kapitalrücklage

Steuerückstellungen
und sonstige
Rückstellungen

6.252.859,54

1.682.573,25

89.089.000,00

567,09

423.340,25

97.448.340,13

Verbindlichkeiten
gegenüber
Kreditinstituten

0,00

0,00

– 1.143.678.608,26 3)

1.151.321.915,92

– 7.643.307,66

0,00

Verbindlichkeiten
der BWH aus
Beendigung STG I
mit der BBG

1.296.966.237,65

– 1.296.966.237,65 1)

0,00

0,00

0,00

0,00

Verbindlichkeiten
der BWH gegenüber
der BBG aus
Teilgewinnanspruch
2014

0,00

– 98.271.648,97 2)

0,00

0,00

98.271.648,97

0,00

Verbindlichkeiten
der BBG gegenüber
der BWB Rekom

0,00

1.160.169.379,46

0,00

– 1.084.063.029,21 4)

– 76.106.350,25 4)

0,00

Sonstige
Verbindlichkeiten

0,00

0,00

0,00

65.350,99

0,00

65.350,99

Verbindlichkeiten

1.296.966.237,65

– 235.068.507,16

– 1.143.678.608,26

67.324.237,70

14.521.991,06

65.350,99

Passive latente
Steuern

– 17.238.707,00

0,00

0,00

0,00

0,00

– 17.238.707,00

Summe Passiva

0,00

45.589,40

– 1.167.820.771,41

591.357,85

6.879.289,28

– 1.160.304.534,88

|  72

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Umstrukturierungseffekte  Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Gewinn- und Verlustrechnung
Beendigung
STG I
zum 01.01.2015
steuerlich wirksam
21.07.2015

Verschmelzung
der BBG
zum 01.01.2015
rechtlich wirksam
11.08.2015

Beendigung
STG II
zum 01.01.2015
steuerlich wirksam
21.07.2015

Anwachsung
BWB Rekom

Sonstige betrieb­liche
Erträge

0,00

0,00

Sonstige betrieb­liche
Aufwendungen

0,00

Ergebnis der
gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge
Zinsen und ähnliche
Aufwendungen
Ergebnis aus der Beendigung der Stillen Gesellschaft

Angaben in €

Steuern vom Einkommen
und Ertrag
Jahresfehlbetrag

Gesamt

am
15.07.2015

Geschäfts­vorfälle
BBG und
BWB Rekom
vom 01.01.2015
bis zum 15.07.2015

0,00

0,00

521.113,61

521.113,61

0,00

0,00

0,00

100.373,79

100.373,79

0,00

0,00

0,00

0,00

420.739,82

420.739,82

0,00

0,00

0,00

0,00

7.544,35

7.544,35

0,00

0,00

0,00

0,00

339.729,21

339.729,21

0,00

0,00

22.468.455,15

0,00

0,00

22.468.455,15

– 10.985.847,46

0,00

90.762.708,00

0,00

8.154.596,99

87.931.457,53

10.985.847,46

0,00

– 113.231.163,15

0,00

– 8.066.042,03

– 110.311.357,72

1) Konfusion der Finanzanlage der Berlinwasser Beteiligungs GmbH (BBG) aus der Stillen
Gesellschaft (STG I) mit der Berlinwasser Holding GmbH (BWH) mit der in die
Verbindlichkeit der BWH umgegliederte Einlage der STG I.
2) Konfusion der Forderung der BBG aus Teilgewinnabführung mit der entsprechenden
Verbindlichkeit der BWH gegenüber der BBG.
3) Schuldübernahme der Darlehen der Investitionsbank Berlin durch die Berliner Wasserbetriebe
zur Begleichung der Forderung der BWH aus der Beendigung der Stillen Gesellschaft II (STG II).
4) Konfusion der Forderungen der BWB Rekom Berlin GmbH & Co. KG (BWB Rekom) mit den
entsprechenden Verbindlichkeiten der BBG zum Anwachsungszeitpunkt 15. Juli 2015.
5) Konfusion der Finanzanlage der BWB Rekom mit ihren Einlagen
(Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage) bei der BBG.
6) Eintritt der Berliner Wasserbetriebe in die Zinsverpflichtungen gegenüber der
Investitionsbank Berlin ab dem 1. Januar 2015, die in Höhe von
6.879.289,28 € bereits von der BWB Rekom am 31. März 2015 bezahlt wurden.

|  73

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht

Konzernanlagespiegel
der Berlinwasser Holding GmbH, Berlin,
zum 31. Dezember 2015

Konzernabschluss
Konzernanlagespiegel  Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

(bis 19. Mai 2015: Berlinwasser Holding AG)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Posten des Anlagevermögens

Anfangsstand
zum
1.1.2015

Angaben in €
I.

Kursdifferenz
Periodenanfang

Zugänge

Abgänge

(+/–)

+

–

Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten davon:
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände

456.862,28

0,00

20.564,20

60.974,16

456.862,28

0,00

20.564,20

60.974,16

13.826.941,07

II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

13.826.941,07

0,00

0,00

2. Technische Anlagen und Maschinen

212.312,07

0,00

0,00

0,00

3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

853.225,38

0,00

90.281,29

11.863,24

14.892.478,52

0,00

90.281,29

13.838.804,31
25.050,06

III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
3. Stille Gesellschaften
4. Sonstige Beteiligungen
5. Wertpapiere des Anlagevermögen
Gesamt

873.028,07

0,00

0,00

26.535.902,05

388.400,00

1.175.249,07

0,00

1.296.966.237,64

0,00

0,00

1.296.966.237,64

156.223,87

0,00

1,00

0,00

437,67

0,00

0,00

437,67

1.324.531.829,30

388.400,00

1.175.250,07

1.296.991.725,37

1.339.881.170,10

388.400,00

1.286.095,56

1.310.891.503,84

|  74

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanlagespiegel  Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Posten des Anlagevermögens
Angaben in €
I.

Abgänge aus
Entkonsolidierung
in 2015
(+/–)

Umbuchungen

Endstand
zum
31.12.2015

(+/–)

Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten davon:
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände

– 34.564,87

0,00

381.887,45

– 34.564,87

0,00

381.887,45

0,00

0,00

0,00

– 14.285,07

0,00

198.027,00

II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der
Bauten auf fremden Grundstücken
2. Technische Anlagen und Maschinen
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

– 49.111,40

0,00

882.532,03

– 63.396,47

0,00

1.080.559,03
222.888,02

III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
3. Stille Gesellschaften
4. Sonstige Beteiligungen
5. Wertpapiere des Anlagevermögen
Gesamt

– 625.088,99

– 1,00

– 28.099.551,12

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

– 134.233,84

1,00

21.992,03

0,00

0,00

0,00

– 28.858.873,95

0,00

244.880,05

– 28.956.835,29

0,00

1.707.326,53

|  75

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanlagespiegel  Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Abschreibungen					
Posten des Anlagevermögens

Anfangsbestand
zum
1.1.2015

Angaben in €
I.

Abschreibungen
im Geschäftsjahr
+

angesammelte
Abschreibungen
auf Abgänge
–

Abgänge aus
Entkonsolidierung
in 2015
–

Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten davon:
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände

437.414,35

14.805,83

60.178,16

34.564,87

437.414,35

14.805,83

60.178,16

34.564,87

13.826.941,07

0,00

13.826.941,07

0,00

210.798,07

1.514,00

0,00

14.285,07

II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
2. Technische Anlagen und Maschinen
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

447.689,76

113.378,51

10.922,24

48.904,40

14.485.428,90

114.892,51

13.837.863,31

63.189,47

1. Anteile an verbundenen Unternehmen

793.571,99

0,00

0,00

625.088,27

2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

313.236,38

0,00

0,00

313.236,38

0,00

0,00

0,00

0,00

152.369,02

0,00

0,00

134.228,99

0,00

0,00

0,00

0,00

III. Finanzanlagen

3. Stille Gesellschaften
4. Sonstige Beteiligungen
5. Wertpapiere des Anlagevermögen
Gesamt

1.259.177,39

0,00

0,00

1.072.553,64

16.182.020,64

129.698,34

13.898.041,47

1.170.307,98

|  76

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanlagespiegel  Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Abschreibungen					
Posten des Anlagevermögens

Restbuchwerte
Endstand
zum 31.12.2015

am Ende des
Geschäftsjahres
31.12.2015

Angaben in €
I.

am Ende des
vorangegangenen
Geschäftsjahres
31.12.2014

Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten davon:
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände

357.477,15

24.410,30

19.447,93

357.477,15

24.410,30

19.447,93

II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
2. Technische Anlagen und Maschinen
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

0,00

0,00

0,00

198.027,00

0,00

1.514,00

501.241,63

381.290,40

405.535,62

699.268,63

381.290,40

407.049,62

168.483,72

54.404,30

79.456,08

0,00

0,00

26.222.665,67

III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
3. Stille Gesellschaften
4. Sonstige Beteiligungen
5. Wertpapiere des Anlagevermögen
Gesamt

0,00

0,00

1.296.966.237,64

18.140,03

3.852,00

3.854,85

0,00

0,00

437,67

186.623,75

58.256,30

1.323.272.651,91

1.243.369,53

463.957,00

1.323.699.149,46

|  77

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht

Bestätigungsvermerk

Konzernabschluss
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers  Konzernanhang
Entsprechenserklärungen

Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2015
und Konzernlagebericht
„Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der Berlinwasser Holding GmbH (bis
19. Mai 2015: Berlinwasser Holding AG), Berlin, aufgestellten
­Konzernabschluss – bestehend aus Konzernbilanz, Konzernge­
winn- und Verlustrechnung, Konzernkapitalflussrechnung,
Konzern­eigenkapitalspiegel sowie Konzernanhang – sowie den
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. De­
zember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und
Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vor­
schriften liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der
Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von
uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzern­
abschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Ab­
schlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu pla­
nen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die
sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter
Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und
durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermö­
gens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hin­
reichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der
Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäfts­
tätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des
Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berück­
sichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des
rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie
Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzern­
lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in
den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgren­
zung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzie­
rungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung
der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Kon­
zernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung
eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewon­
nenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetz­
lichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grund­
sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Ein­
klang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zu­
treffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen
und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“
Berlin, den 17. Februar 2016	
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft	
	
	
Marquordt
Wirtschaftsprüfer	
Kietz
Wirtschaftsprüfer

|  78

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht

Entsprechenserklärung 2015

Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärung

Entsprechenserklärung von
Aufsichtsrat und Geschäftsführung
der Berlinwasser Holding GmbH
Geschäftsführung und Aufsichtsrat der Berlinwasser Holding
GmbH erklären, dass den Empfehlungen des Berliner Corporate
Governance Kodex in der derzeit gültigen Fassung (Stand Februar
2009) seit Abgabe der letzten Erklärung im November 2014 mit
folgenden Abweichungen entsprochen wurde und werden wird:
▉  Abweichung: Kodex Ziffer III.4: Bildung von Ausschüssen:

Im Hinblick auf die zahlenmäßige Besetzung des Aufsichtsrates
verzichtet der Aufsichtsrat auf die Bildung von Ausschüssen.

Berlin, den 2. Dezember 2015	

Für den Aufsichtsrat

Für die Geschäftsführung

Staatssekretär Klaus Feiler
Vorsitzender

Frank Bruckmann
Vorsitzender

Jörg Simon
Mitglied

Kerstin Oster
Mitglied

|  79

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang

Anhang
zur Entsprechungserklärung 2015
zum Corporate Governance Kodex
der Berlinwasser Holding GmbH

Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Anhang  Entsprechenserklärung

(bis 19. Mai 2015: Berlinwasser Holding AG)

Verweis

Gegenstand

Erklärung der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates

I. 	 Zusammenwirken von Geschäftsführung und Aufsichtsrat
I. 1

▉  Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und

Geschäftsführung und Aufsichtsrat der Berlinwasser Holding GmbH haben
eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet.

▉  Offenlegung aller für eine sachgemäße

Die Geschäftsführung hat alle erforderlichen Informationen und Kennt­
nisse, die für eine sachgerechte Beurteilung über den Gang der Geschäfte
erfor­derlich sind, dem Aufsichtsrat gegenüber offen gelegt. Die außerhalb
der Organe stehenden Personen wurden auf ihre Verschwiegenheit
verpflichtet.

Geschäftsführung

Beurteilung über den Gang der Geschäfte
erforderlichen Informationen und
Kenntnisse durch die Geschäftsführung

▉  Einhaltung der Verschwiegenheit Dritter

über Geschäftsangelegenheiten

I. 2

▉  Sitzungen des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat seine Sitzungen in der Regel unter Beteiligung der
Mitglieder der Geschäftsführung abgehalten. In der Regel wurden lediglich
Tagesordnungspunkte über Personalangelegenheiten ohne Teilnahme der
Geschäftsführung abgehalten.

I. 3

▉  Entwicklung der strategischen Ausrichtung

Die strategische Ausrichtung sowie die Planungen der Berlinwasser Gruppe
wurden mit dem Aufsichtsrat erörtert und abgestimmt. Die Geschäfts­
führung berichtet regelmäßig über den Umsetzungsstand. Die Geschäfts­
führung hat alle Geschäfte von grundlegender Bedeutung bzw. soweit
satzungsgemäß geboten dem Aufsichtsrat zur Zustimmung vorgelegt bzw.
den Aufsichts­rat darüber unterrichtet. Neben den Regelungen in der
Satzung liegen Geschäftsordnungen für die Geschäfts­führung und Aufsichtsrat vor.

des Unternehmens, ihre Abstimmung
mit dem Aufsichtsrat und regelmäßige
­Bericht­erstattung darüber durch die
­Geschäftsführung

▉  Behandlung von Geschäften grundlegender

Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- oder
Ertragslage einschließlich Änderungen von
Bewertungsverfahren im Aufsichtsrat

I. 4

▉  Bericht der Geschäftsführung an den Auf-

sichtsrat über alle relevanten Fragen der
Planung, der Geschäftsentwicklung, der
Risikolage, des Risikomanagements und des
Compliancemanagements unter Beifügung
von Dokumenten mindestens zwei Wochen
vor Sitzungs- und Entscheidungsterminen

▉  Darstellung der Soll/Ist-Situation und Gründe

Die Geschäftsführung ist der durch den Aufsichtsrat festgelegten Informations- und Berichtspflicht regelmäßig, zeitnah und umfassend, in mündlicher
und schriftlicher Form unter Hinzufügung der erforderlichen Dokumente
nachgekommen. Der zeitliche Vorlauf der übersandten Dokumente für
Sitzungs- und Entscheidungstermine war ausreichend und entsprach der Frist
gemäß Satzung. Soll-Ist-Vergleiche und Gründe von Abweichungen wurden
dem Aufsichtsrat plausibel dargestellt und Maßnahmen zu eventuell
erforderlichen Gegensteuerung in umsetzungsfähiger Form vorgeschlagen.

von Abweichungen

I. 5

▉  Beachtung der Regeln ordnungsgemäßer

Geschäftsführung und Aufsichtsrat sind ihren Pflichten unter Beachtung
ordnungsgemäßer Unternehmensführung nachgekommen. Sie haben die
Sorgfaltspflichten eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsführers
bzw. Aufsichtsrates gewahrt.

▉  D&O-Versicherung für Geschäftsführung

D&O-Versicherungen sind mit Selbstbehalt für Geschäftsführung und
Aufsichtsrat abgeschlossen worden.

Unternehmensführung und Wahrung der
Sorgfalt eines ordentlichen und gewissen­
haften Geschäftsführers und Aufsichtsrates
und Aufsichtsrat

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Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Anhang  Entsprechenserklärung

Verweis

Gegenstand

Erklärung der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates

II.	 Geschäftsführung
II. 1

▉  Pflicht, dem Unternehmensinteresse zu

Die Geschäftsführung leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung,
arbeitet ausschließlich im Interesse der Berlinwasser Gruppe und an deren
nachhaltiger Wertsteigerung.

▉  Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen

Für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien wurde von der Geschäftsführung Sorge getragen.
Es besteht ein konzernweites Compliance-Management-System, das alle
wesentlichen Unternehmensbereiche umfasst und regelmäßig überprüft
und bewertet wird. Die Berlinwasser Gruppe verfügt zudem über ein
angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling. Die Risiken aus
compliance-relevanten Themen sowie andere Unternehmensrisiken
wurden im Rahmen des Risikomanagementsystems beurteilt und von
Geschäfts­führung und Aufsichtsrat behandelt. Dem Aufsichtsrat wird
halbjährlich der Risikobericht und jährlich der Compliance-/Risikobericht
vorgelegt.

dienen und eine nachhaltige Steigerung des
Unternehmenswertes zu betreiben
und der unternehmensinternen Richtlinien
(Compliance)

▉  Risikomanagement und Risikocontrolling im

Unternehmen

II. 2

▉  Geschäftsverteilung und Zusammenarbeit in

der Geschäftsführung

▉  Festlegung Beschlussmehrheit bei Beschlüs-

sen der Geschäftsführung

II. 3

▉  Vergütungsregelungen für die Mitglieder der

Geschäftsführung

▉  Abschluss von Zielvereinbarungen für die

Mitglieder der Geschäftsführung

▉  Veröffentlichung der Einzelvergütung
▉  Beachtung der Regularien zum Abfindungs-

Cap

Geschäftsverteilung und Zusammenarbeit sind in der Geschäftsanweisung
für die Geschäftsführung geregelt. Gemäß Geschäftsanweisung sollen
Beschlüsse grundsätzlich einstimmig gefasst werden. Ist eine Einstimmigkeit nicht zu erzielen, vermittelt der Aufsichtsratsvorsitzende. Der Aufsichtsrat hat einen Vorsitzenden der Geschäftsführung bestimmt.
Vor dem Hintergrund der Rekommunalisierung der Berlinwasser Gruppe
und der damit verbundenen konzernweiten Umstrukturierung wurden die
Dienstverträge mit den Mitgliedern der Geschäftsführung der Berlinwasser
Holding GmbH zum 31.12.2014 einvernehmlich aufgehoben.
Da die Mitglieder der Geschäftsführung zugleich in Doppelfunktion dem
Vorstand der Berliner Wasserbetriebe angehören, wird die Tätigkeit als
Mitglied der Geschäftsführung der Berlinwasser Holding GmbH durch
den mit den Berliner Wasserbetrieben bestehenden Dienstvertrag erfasst
und abgegolten. Eine darüberhinausgehende Vergütung erfolgt nicht. Die
Organstellung ist von der Änderung der Dienstvertragsverhältnisse
unberührt geblieben.

|  81

Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Anhang  Entsprechenserklärung

Verweis
III.
III. 1

Gegenstand

Aufsichtsrat

▉  Rechte und Pflichten des Aufsichtsrates aus

Satzung und Geschäftsanweisung für die
Geschäftsführung; ggf. weitere Zustimmungsbindungen

▉  Geschäftsordnung des Aufsichtsrates

III. 2

▉  Regelungen für die Bestellung und das

Ausscheiden von Mitgliedern der Geschäftsführung: Erst- und Wiederbestellung; Altershöchstgrenzen, Nachfolgeplanung

▉  Entscheidungsstrukturen im Aufsichtsrat: (i)

im Plenum nach/ohne Vorbereitung in einem
Ausschuss; (ii) nur in einem Ausschuss mit
Entscheidungsbefugnis

III. 3

▉  Zusammenarbeit Geschäftsführung/

Aufsichtsratsvorsitzender und Unterrichtung
über für das Unternehmen wichtige Ereig­
nisse

▉  Unterrichtung des Aufsichtsrates über

wichtige Angelegenheiten; Einberufung
außerordentlicher Aufsichtsratssitzungen

III. 4

Erklärung der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates

▉  Ausschüsse des Aufsichtsrates; Besetzung

und Entscheidungskompetenzen

Der Aufsichtsrat hat seine Aufgaben nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung
und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates wahrgenommen. Er hat die
Geschäftsführung bei der Leitung der Berlinwasser Gruppe beraten und
überwacht. Er wurde in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für
die Berlinwasser Gruppe einbezogen. Der Katalog zustimmungspflichtiger
Geschäfte ist umfassend und eindeutig festgelegt, so dass ergänzender
Regelungsbedarf nicht bestand. Sitzungsfrequenzen und Zeitbudgets
entsprachen den Erfordernissen des Unternehmens.
Im Berichtszeitraum sind zwei Mitglieder der Geschäftsführung über einen
Zeitraum von fünf Jahren wiederbestellt worden. Eine Nachfolgeregelung
besteht nicht. Die vom Aufsichtsrat getroffene Festlegung zur Altershöchstgrenze des Eintrittsalters von 63 Lebensjahren für Mitglieder der Geschäftsführung wurde eingehalten. Anstellungs- und Vergütungsregelungen werden
im Aufsichtsrat beraten und entschieden.

Zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und der Geschäftsführung hat
ein regelmäßiger Kontakt stattgefunden. Die Geschäftsführung hat den
Aufsichtsratsvorsitzenden fortlaufend über alle wichtigen Angelegenheiten
und Ereignisse unterrichtet. Dem Aufsichtsratsvorsitzenden obliegt die
Unterrichtung der Mitglieder des Aufsichtsrates über wichtige Ereignisse.
Seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung hat eine Sondersitzung
stattgefunden.
Auf die Bildung von Ausschüssen des Aufsichtsrates wurde im Hinblick auf
die zahlenmäßige Größe des Aufsichtsrates (drei Mitglieder) verzichtet.

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Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Anhang  Entsprechenserklärung

Verweis
III.

Gegenstand

Erklärung der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates

Aufsichtsrat

III. 5

▉  Zahl der Aufsichtsratsmandate von

­Aufsichtsratsmitgliedern
▉  Funktionen von Aufsichtsratsmitgliedern

in Wettbewerbsunternehmen
▉  Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates

Kein Aufsichtsratsmitglied hat insgesamt mehr als 10 Aufsichtsratsmandate
wahrgenommen. Dem Aufsichtsrat gehören Mitglieder mit vertieften
Kenntnissen im Bereich Finanz- und Rechnungswesen an. Die festgelegte
Regelaltersgrenze für Mitglieder des Aufsichtsrates, nach der bei Wahl­
vorschlägen in der Regel keine Personen berücksichtigt werden sollten,
die im Zeitpunkt der Wahl das 70. Lebensjahr überschritten haben, wurde
eingehalten.
Die Aufsichtsratsmitglieder haben keine Organfunktionen oder Beratungs­
aufgaben bei Wettbewerbern ausgeübt. Eine Vergütung der Aufsichtsrat­
stätigkeit erfolgt nicht. Den Mitgliedern des Aufsichtsrates wird ausschließlich ein Ersatz von Auslagen gewährt.

III. 6

▉  Vorlage der Zielvereinbarung

Die zwischen dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung abgestimmte
Zielvereinbarung für das Jahr 2015 sowie die Auswertung der für das
Jahr 2014 abgeschlossenen Zielvereinbarung wurde dem Gesellschafter
vorgelegt.

III. 7 und 8

▉  Teilnahme an den Aufsichtsratssitzungen

Kein Aufsichtsratsmitglied hat an weniger als der Hälfte der Aufsichtsrats­
sitzungen teilgenommen.

und Effizienz der Arbeit des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat prüft regelmäßig seine Effizienz durch die laufende
Kontrolle seiner Beschlüsse und Aufträge. Zudem wird regelmäßig eine
Effizienzprüfung auf der Basis eines Fragenkatalogs mittels zielgerichteter
Befragung der Mitglieder durchgeführt. Die Ergebnisse werden in der
künftigen Arbeit des Aufsichtsrates berücksichtigt. Die letztmalige Effizienzprüfung hat aufgrund der Umwandlung der Gesellschaft in eine
Gesell­schaft mit beschränkter Haftung und Umstrukturierung der Berlinwasser Gruppe in 2012 stattgefunden. Danach waren keine Ereignisse zu
verzeichnen, die eine eingeschränkte Effizienz hätten erkennen lassen.

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Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
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Konzernabschluss
Konzernanhang
Anhang  Entsprechenserklärung

Verweis

Gegenstand

Erklärung der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates

IV. 	 Interessenkonflikte
IV. 1

▉  Wettbewerbsverbot für Mitglieder der

Geschäftsführung

▉  Vorteilsannahmen und Vorteilsgewährung

der Geschäftsführung

IV. 2

▉  Wahrung des Unternehmensinteresses
▉  Persönliche Interessen

IV. 3 und 4

Interessenkonflikte sind bei den Mitgliedern der Geschäftsführung oder
des Aufsichtsrates nicht bekannt geworden. Über entstandene Interessenkonflikte wird die Gesellschafterversammlung unterrichtet.

▉  Geschäfte mit dem Unternehmen auf der

Geschäfte mit der Berlinwasser Gruppe durch Mitglieder der Geschäfts­
führung oder ihnen nahe stehenden Personen oder ihnen persönlich nahe
stehenden Unternehmen lagen nicht vor. Berater-, Dienstleistungs- und
Werkverträge oder sonstige Verträge von Aufsichtsratsmitgliedern mit der
Berlinwasser Gruppe wurden nicht geschlossen. Der Aufsichtsrat hat keine
auf Einzelfälle bezogenen Verfahrensregelungen für Geschäfte mit dem
Unternehmen erlassen.

unmittelbaren/mittelbaren Ebene der
Geschäftsführung

▉  Geschäfte mit dem Unternehmen auf der

Ebene von Mitgliedern des Aufsichtsrates

IV. 6

▉  Nebentätigkeiten von Mitgliedern der

Die Mitglieder der Geschäftsführung üben Nebentätigkeiten aus, die im
Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit als Mitglieder der Geschäftsführung
der Berlinwasser Holding GmbH stehen. Über die Erteilung von Nebentätig­
keiten der Mitglieder der Geschäftsführung beschließt der Aufsichtsrat.
Der Aufsichtsrat erhält zudem eine jährliche Übersicht aller Nebentätig­
keiten der Mitglieder der Geschäftsführung zur Kenntnis.

▉  Gewährung von Krediten an Mitglieder der

Den Mitgliedern der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates bzw.
Angehörigen dieser Organmitglieder wurden keine Darlehen gewährt.

Geschäftsführung

IV. 7

Die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat haben die Unternehmens­
interessen gewahrt und keine persönlichen Interessen verfolgt.

▉  Entstehung und Offenlegung von Interessen-

konflikten bei Mitgliedern der Geschäfts­
führung oder des Aufsichtsrates

IV. 5

Die Mitglieder der Geschäftsführung haben die Regeln des Wettbewerbsverbots beachtet. Sie haben weder Vorteile gefordert, noch angenommen
oder solche Vorteile Dritten ungerechtfertigt gewährt. Der Geschäftsführung ist kein Fall der Vorteilsnahme oder -gewährung bekannt geworden.

Geschäftsführung und an Mitglieder des
Aufsichtsrates und Angehörige

V.	 Transparenz
V. 1 und 2

▉  Tatsachen, etwa des Branchen- und Mark-

tumfeldes im Tätigkeitsbereich des Unternehmens, mit für die Jahresplanung/für die
Mittel- bis Langfristplanung nicht unwesentlichen Auswirkungen auf die Vermögensund Finanzlage bzw. auf den allgemeinen
Geschäftsverlauf

▉  Informationen über das Unternehmen im

Internet

Der Aufsichtsrat wurde über Tatsachen im Tätigkeitsbereich der Berlin­
wasser Gruppe, die nicht unwesentliche Auswirkungen auf die Vermögensund Finanzlage bzw. auf den allgemeinen Geschäftsverlauf hatten, unverzüglich unterrichtet.
Unternehmensinformationen (z. B. der Geschäftsbericht) werden auch über
Internet unter www.berlinwasser.de veröffentlicht.

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Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht
Konzernabschluss
Konzernanhang
Anhang  Entsprechenserklärung

Verweis

Gegenstand

Erklärung der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates

VI. 	 Rechnungslegung
VI. 1 bis 3

▉ 

Fristen für Jahresabschluss (90 Tage nach
Geschäftsjahresende) und Zwischenberichte
(45 Tage nach Ende des Berichtszeitraums)
des Unternehmens gemäß den anerkannten
Rechnungslegungsgrundsätzen unter Angabe
der vom Unternehmen gehaltenen Beteiligungen

▉ 

Erörterung der Zwischenberichte

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss wurden entsprechend den
rechtlich anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellt und
innerhalb der vorgesehenen Fristen dem Aufsichtsrat und dem Gesellschafter vorgelegt. Die Zwischenberichte (Quartalsberichte) der Berlinwasser
Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften wurden dem Aufsichtsrat
und dem Gesellschafter in der vorgesehenen Frist vorgelegt. Die Erörterung
der Zwischenberichte erfolgt in den stattfindenden Aufsichtsratssitzungen.
Der Jahresabschluss führt die Beteiligungsunternehmen der Berlinwasser
Holding GmbH auf.

VII. 	Abschlussprüfung
▉ 

Berufliche, finanzielle oder sonstige Beziehungen des Abschlussprüfers, seiner Organe
und Prüfungsleiter einerseits und dem
Unternehmen und seinen Organmitgliedern
andererseits

Der Abschlussprüfer hat seine Unabhängigkeit gegenüber dem Aufsichtsrat
erklärt und bestätigt. Die Erklärung enthielt ferner Angaben zu allen vom
Abschlussprüfer im Berichtsjahr erbrachten Leistungen; an der Unabhängigkeit des Prüfers, seiner Organe bzw. der Prüfungsleiter bestanden keine
Zweifel.

▉ 

Leistungen für das Unternehmen, insbesondere auf dem Beratungssektor, im voraus­
gegangenen Geschäftsjahr bzw. bereits
vertraglich vereinbart oder in Aussicht
gestellt

Es wurde vereinbart, dass Abschluss- und Befangenheitsgründe, die
während der Prüfung auftreten könnten, unverzüglich dem Aufsichtsratsvorsitzenden gemeldet werden. Im Berichtsjahr sind durch den Abschlussprüfer keine Befangenheitsgründe vorgetragen worden.

▉ 

Unterrichtung des Aufsichtsratsvorsitzenden
durch den Abschlussprüfer im Fall vorliegender/entstehender Befangenheitsgründe

VII. 2

▉ 

Erteilung des Prüfungsauftrages und der
Honorarvereinbarung

Der Aufsichtsrat hat auf Basis eines europaweiten Ausschreibungsverfahrens –
in Abstimmung mit dem Rechnungshof von Berlin – dem Abschlussprüfer den
Prüfungsauftrag erteilt und mit ihm die Honorarvereinbarung getroffen.

VII. 3

▉ 

Unterrichtung des Aufsichtsrates durch den
Abschlussprüfer über wesentliche Fest­
stellungen und Vorkommnisse während der
Abschlussprüfung

▉ 

Feststellung von Tatsachen durch den
Abschlussprüfer, die eine Unrichtigkeit der
von der Geschäftsführung und Aufsichtsrat
abgegebenen Erklärung zum Berliner
Corporate Governance Kodex ergeben

Der Abschlussprüfer hat bestätigt, über alle für den Aufsichtsrat wesentlichen
Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich zu berichten. Solche Fest­
stellungen oder Vorkommnisse lagen nicht vor. Dem Abschlussprüfer sind
keine Tatsachen bekannt geworden, die eine Unrichtigkeit der abgegebenen
Erklärung zum Berliner Corporate Governance Kodex ergeben.

▉ 

Teilnahme des Abschlussprüfers an den
Beratungen des Aufsichtsrates über den
Jahresabschluss

VII. 1

VII. 4

Der Abschlussprüfer hat an der Beratung des Aufsichtsrates über den
Jahres­abschluss 2014 teilgenommen und über wesentliche Ergebnisse seiner
Prüfung berichtet. Er wird auch an der Beratung über den Jahresabschluss
2015 teil­nehmen und über wesentliche Ergebnisse seiner Prüfung berichten.

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Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Jahresabschluss
Anhang
Konzernlagebericht

Die Unternehmen der
Berlinwasser Holding GmbH

Die Berlinwasser Holding GmbH ist ebenso wie die Berliner
Wasserbetriebe eine Gesellschaft des Landes Berlin. Nach den
Umstrukturierungen der vorangegangenen Jahre und dem Ver­
kauf der Berlinwasser International bündeln sich die Kompeten­
zen in den Wettbewerbsgesellschaften p2m berlin GmbH,
pigadi GmbH sowie bluepartner GmbH. Die ausführlichen Ge­
schäftsberichte der Berlinwasser Holding AG sowie des Berlin­
wasser Konzerns sind auf www.berlinwasser.de veröffentlicht.

Konzernabschluss
Konzernanhang
Entsprechenserklärung
Tochterunternehmen der Berliner Wasserbetriebe

pigadi GmbH
Schwerpunkt des Geschäfts der pigadi GmbH ist die Brunnensa­
nierung und -regenerierung auf nationalen und internationalen
Märkten. Darüber hinaus werden Leistungen im operativen
Grundwassermonitoring erbracht. Neu im Portfolio der pigadi
GmbH sind die Hochleistungsentsandung sowie Ingenieurtech­
nische- und Organisationsberatung für andere Unternehmen.
Die pigadi GmbH wird ihre bisherigen Marktaktivitäten weiter
stabilisieren und moderat aus-bauen. Neben dem Kerngeschäft
im Inland soll in den nächsten Jahren auch die Akquisition von
Projekten im Ausland intensiviert werden, ohne dafür eine zu­
sätzliche Infrastruktur aufzubauen.

p2m berlin GmbH
Die p2m berlin GmbH ist als Ingenieurdienstleister national so­
wie international in der Wasserwirtschaft, der Landschaftspla­
nung und im Projektmanagement aktiv. Sie bündelt fundier­tes Ingenieurwissen und langjährige Projekterfahrungen. Das
Dienstleistungsangebot ist umfassend, nachhaltig konzipiert
und deckt alle Projektphasen ab – von der Planung über die Aus­
schreibung und Bauleitung bis zur Inbetriebnahme von Anlagen.
Das Unternehmensziel liegt im Ausbau des Kerngeschäftes im
Wasser- und Abwassersektor. Die p2m berlin GmbH wird das ex­
terne Geschäft im nationalen sowie internationalen Markt auf
dem hohen Niveau stabilisieren und gezielt weiter ausbauen. Die
größten Wachstumspotenziale sieht die Gesellschaft im interna­
tionalen Geschäft. Für den Raum Brandenburg wird der Vertrieb
des Tochterunternehmens pbv potsdam GmbH (pbv) genutzt.

Umsatz T€
Ergebnis (EBIT) T€
Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt)

10.308
570
69

Umsatz T€
Ergebnis (EBIT) T€
Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt)

2.308
137
15

bluepartner GmbH
Die bluepartner GmbH bietet einen umfangreichen Service und
einen hohen Grad an Kundenorientierung bei Front- und Backof­
fice-Bürodienstleistungen und stellt eine optimale und serviceo­
rientierte Kundenkommunikation zur Verfügung. Hierzu zählen
die Anrufannahme und -bearbeitung, eine komplexe und schrift­
liche Kundenbetreuung sowie ein Beratungsservice. Neben
den Berliner Wasserbetrieben zählen auch andere große Unter­
nehmen aus Berlin und Deutschland zu den Kunden der blue­
partner GmbH. Die bluepartner GmbH wird ihre Leistungen als
Kunden-Servicecenter der Berlinwasser Unternehmensgruppe
weiter optimieren. Der aktive Ausbau des Drittgeschäfts soll
konsequent weitergeführt und durch neue strategische Ansätze
insbesondere einer kontinuierlichen Vertriebsstrategie unter­
mauert werden.

Umsatz T€
Ergebnis (EBIT) T€
Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt)

2.628
265
69

| 86
        
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