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Full text: Bildung in Berlin und Brandenburg (Rights reserved) Ausgabe 2008 (Rights reserved)

Bildung in Berlin und Brandenburg 2008 Ein indikatorengestützter Bericht zur Bildung im Lebenslauf Bildung in Berlin und Brandenburg 2008 statistik Berlin Brandenburg ISBN: 978-00-001993-7 Im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin und des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport Brandenburg Bildung in Berlin und Brandenburg 2008 Ein indikatorengestützter Bericht zur Bildung im Lebenslauf statistik Berlin Brandenburg Im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin und des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport Brandenburg Die Mitglieder der Autorengruppe gehören den folgenden Einrichtungen an: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (AfS Berlin-Brandenburg) Institut für Schulqualität der Länder Berlin und Brandenburg (ISQ) Verantwortliche Autoren Dr. Poldi Kuhl (ISQ) Prof. Dr. Klaus Rehkämper (AfS) Dr. Hans Anand Pant (ISQ) Prof. Dr. Ulrike Rockmann (AfS) Dr. Wolfgang Wendt (ISQ) Unter Mitarbeit von (siehe auch Inhaltsverzeichnis): Hartmut Bömermann (AfS) Dr. Peter Lohauß (AfS) Jürgen Paffhausen (AfS) Cathleen Faber (AfS) Ricarda Nauenburg (AfS) Dr. Klaus Voy (AfS) Aus den beteiligten Einrichtungen haben außerdem mitgearbeitet: Heidi Barnack (AfS) Ilona Hubrich (AfS) Maren Kandulla (ISQ) Dr. Monika Kühn (AfS) Sabine Quaiser (AfS) Christel-Beate Seifert (AfS) Erika Eltfeld (AfS) Sebastian Kaiser (ISQ) Ramona Klasen (AfS) Andreas May-Wachowius (AfS) Reinhard Schüler (AfS) Dr. Thomas Wachtendorf (AfS) Design / Titelfoto Renate Keil (AfS) Sybille Zerling (AfS) Martina Santi (AfS) Outermedia GmbH Manuskript & Graphiken Christa Stammnitz Bei der Beratung und Qualitätssicherung wirkten mit Kapitel C: Dr. Hans-Rudolf Leu, Dr. Matthias Schilling (Deutsches Jugendinstitut, Forschungsverbund DJI/Technische Universität Dortmund)) Kapitel F: Dr. Christian Kerst (HIS) Kapitel G: Prof. Dr. Harm Kuper (Freie Universität Berlin) Herausgeber: Autorengruppe Regionale Bildungsberichterstattung Berlin-Brandenburg im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin und des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport Brandenburg ISBN: 978-00-001993-7 4 Inhalt Vorwort Anmerkungen zur Datenlage Hinweise für Leserinnen und Leser Abkürzungen Wichtige Ergebnisse im Überblick Rahmenbedingungen A1 A2 A3 A4 B1 B2 B3 C1 C2 C3 C4 D1 D2 D3 D4 D5 D6 E1 E2 E3 E4 E5 Demographische Entwicklung > H. Bömermann, J. Paffhausen < Wandel der Familien- und Lebensformen > P. Lohauß < Bevölkerung mit Migrationshintergrund > H. Bömermann, K. Rehkämper, U. Rockmann < Wirtschaftliche und soziale Entwicklung > H. Bömermann, U. Rockmann, K. Voy < 7 8 9 9 11 25 25 31 35 41 53 53 62 67 77 77 78 82 87 91 92 96 100 105 112 117 131 132 135 143 148 151 Grundinformationen zur Bildung in Berlin und Brandenburg Bildungsausgaben > C. Faber, K. Rehkämper < Bildungspersonal > K. Rehkämper, U. Rockmann < Bildungsstand und Bildungsbeteiligung > R. Nauenburg, K. Rehkämper < Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung Angebotsarten der frühkindlichen Bildung,Betreuung und Erziehung > K. Rehkämper, U. Rockmann < Nutzung der Angebotsarten > K. Rehkämper, U. Rockmann < Migrationshintergrund > H. Bömermann, K. Rehkämper, U. Rockmann < Übergang in die Schule > W. Wendt < Allgemeinbildende Schule Regionale Schulversorgung in Brandenburg > K. Rehkämper, U. Rockmann < Berliner Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund > K. Rehkämper, U. Rockmann < Ganztägige Bildung und Betreuung im Schulalter > S. Kaiser, P. Kuhl, H. A. Pant, W. Wendt < Übergänge in das und im Schulwesen > K. Rehkämper, U. Rockmann < Jahrgangswiederholung an allgemeinbildenden Schulen > K. Rehkämper, U. Rockmann < Schulabgänge mit und ohne Abschluss > H. Gärtner, K. Rehkämper, U. Rockmann W. Wendt < Berufliche Bildung > K. Rehkämper, U. Rockmann < Ausbildungsanfänge - Strukturentwicklung Angebot und Nachfrage in der Dualen Ausbildung Schulberufssystem Übergangssystem Abschlüsse und Abgänge 5 > Hochschule > K. Rehkämper, U. Rockmann < F1 F2 F3 F4 F5 G1 G2 G3 H1 H2 H3 H4 Studienanfängerinnen und Studienanfänger Lehrendes Personal an Hochschulen Studienfinanzierung und sozialer Hintergrund Studienverlauf, Studiendauer, Studienabbruch Absolventinnen und Absolventen von Hochschulen 155 156 165 171 176 181 187 188 190 193 197 199 202 207 219 225-336 337-368 337 338 340 344 346 350 354 364 Weiterbildung > K. Rehkämper, U. Rockmann < Weiterbildungsarten und -daten Weiterbildungsangebote und -teilnahme Abschlüsse Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung > H. Gärtner, M. Kandulla, P. Kuhl, H. A. Pant, W. Wendt, S. Kaiser < Qualitätsmodelle: Handlungs- und Orientierungsrahmen für Schulqualität Interne und externe Maßnahmen der Evaluation Internationale, nationale und regionale Schulleistungsstudien Vergleichsarbeiten Tabellenanhang Übersichten / Anhang A B C D E F G H Datenquellen Definition von Migrationshintergrund ISCED-Kategorien Fachgruppengliederung ISCED 5A/6 Karten Übersicht Schulsysteme Glossar Literaturverzeichnis 6 Einleitung Mit dem Bildungsbericht für die Metropolregion Berlin und Brandenburg wird eine Bestandsaufnahme zentraler Aspekte der Bildungssysteme beider Länder vorgelegt. In einer Zusammenstellung relevanter und empirisch gesicherter Daten und Informationen soll ein Beitrag geleistet werden, die sachliche Grundlage von Diskussionen und Entscheidungen im Bildungsbereich zu verbreitern, der maßgeblichen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft und auf die Lebenschancen von Individuen besitzt. Der Bildungsbericht wurde von einer Autorengruppe des Amtes für Statistik BerlinBrandenburg und des Instituts für Schulqualität der Länder Berlin und Brandenburg erstellt. Auftraggeber waren die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin und das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport Brandenburg. Der Bildungsbericht ist orientiert an der Leitidee „Bildung im Lebenslauf“ und thematisiert Bildungsbereiche von der vorschulischen Bildung, Betreuung und Erziehung bis zur Hochschule und zur Weiterbildung. Der Bildungsbericht ist so konzipiert, dass er an den alle zwei Jahre erscheinenden Bericht „Bildung in Deutschland“, den jährlich erscheinenden Bericht „Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich“ sowie an die internationale Berichterstattung anschlussfähig ist, zugleich aber die regionalen Aspekte in den Mittelpunkt stellt. Der erstmals vorgelegte regionale Bildungsbericht für Berlin-Brandenburg ist wie der nationale Bericht „Bildung in Deutschland“ auf kontinuierliche Fortschreibung hin angelegt. Er soll in regelmäßigen Abständen empirische, Indikatoren basierte und steuerungsrelevante Informationen über das Bildungswesen in den beiden Ländern im Kontext des gesamtdeutschen Systems bereitstellen. Eine solche anschlussfähige und prospektive Konzeption erfordert die Auswahl von Indikatoren und Kennwerten, die kontinuierlich verfügbar sind. Unter Indikatoren werden hier quantitativ erfassbare Größen verstanden, „Anzeiger“ für komplexe Zusammenhänge, die zentrale Sachverhalte von Bildungsprozessen und ihre Veränderung beschreiben und dies, je nach Verfügbarkeit der Daten, im regionalen, deutschlandweiten und internationalen Vergleich sowie über die Zeit. Die Kennzahlen und Indikatoren basieren hauptsächlich auf Daten der amtlichen Statistik, wie dem Mikrozensus, der Kinder- und Jugendhilfe-, der Schul- und Hochschulstatistik, auf Daten der Bundesagentur für Arbeit sowie auf internationalen, nationalen und regionalen Schuluntersuchungen. Der Bildungsbericht für Berlin und Brandenburg präsentiert eine problemorientierte Analyse der Bildungssituation in der Region. Problemorientierung heißt, kritische Entwicklungen im Bildungswesen für Politik und Öffentlichkeit erkennbar zu machen und möglichen Handlungsbedarf aufzuzeigen, ohne jedoch Wertungen vorzunehmen und politische Empfehlungen abzugeben. Die beiden ersten Kapitel (A und B) behandeln bildungsbereichsübergreifende Themen. Sie thematisieren den gesellschaftlichen Kontext, in den Bildung gestellt ist: die demographische Entwicklung sowie den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel (Kapitel A) und liefern Grundinformationen zum Bildungssystem in Berlin und Brandenburg als Ganzes wie Bildungsausgaben, Bildungspersonal, Bildungsbeteiligung und Bildungsstand (Kapitel B). Ihnen folgen die zentralen Kapitel C bis G, die – orientiert an der Leitidee „Bildung im Lebenslauf“ – die einzelnen Bildungsbereiche behandeln, angefangen mit der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (C) über die Schule (D), die berufliche Ausbildung (E) bis zur Hochschule (F) und Weiterbildung (G). Das letzte Kapitel (H) schließlich behandelt – zunächst beispielhaft für den schulischen Bereich – das System der Qualitätssicherung und -entwicklung in beiden Ländern. Im Anschluss an die Einleitung folgen Anmerkungen zur Datenlage und Hinweise für Leserinnen und Leser. Das anschließende Kapitel „Wichtige Ergebnisse im Überblick“ ermöglicht es der eiligen Leserin und dem eiligen Leser, sich die zentralen Befunde des Berichts rasch anzueignen. 7 > Anmerkungen zur Datenlage Der Bildungsbericht für Berlin und Brandenburg basiert auf Daten aus unterschiedlichen Quellen (vgl. Übersicht A). Die notwendige Voraussetzung für die Verwendung von Daten in diesem Bericht ist die Datenqualität, die Verfügbarkeit über längere Zeiträume sowie die Repräsentativität für Deutschland, mindestens jedoch für Berlin und Brandenburg. Diese Kriterien treffen prinzipiell auf die Daten der amtlichen Statistik, der Bundesagentur für Arbeit, der OECD, der Kultusministerkonferenz, des Instituts für Schulqualität der Länder Berlin und Brandenburg, des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport Brandenburg sowie der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin zu. Natürlich muss auch bei diesen Quellen im Detail die Qualität der Daten geprüft werden. So können z. B. durch methodische Umstellungen 1 Qualitätseinschränkungen eintreten, die auch dazu führen können, dass einzelnen Aspekte temporär nicht berichtbar sind. So komplex das Bildungssystem und Bildungsgeschehen in Deutschland ist, so vielfältig sind auch die zur Analyse herangezogenen Daten. Das bringt zum einen methodische Probleme mit sich, wenn Definitionen, die ein- und denselben Sachverhalt betreffen, je nach Datenquelle unterschiedlich sind. Der Begriff Migrationshintergrund ist hierfür ein Beispiel hierfür. Den genutzten Datenquellen liegen insgesamt dreizehn zwar nicht grundverschiedene, aber auch nicht völlig identische Definitionen zugrunde. In diesem Fall wird der verwendete Begriff im Text mit einem Index versehen, der Auskunft über die aktuell verwendete Definition gibt. So bezeichnet Migrationshintergrund EWR die Datenquelle Einwohnerregister (EWR), d. h. an dieser Stelle werden die Daten zum Migrationshintergrund auf der Basis der zum Einwohnerregister zugehörenden Definition berechnet (vgl. Übersicht B - Definitionen). Neben den unterschiedlichen Definitionen besteht ein weiteres Problem bzgl. der Datenlage darin, dass die Daten u. U. zu unterschiedlichen Stichtagen erhoben werden. In der Berufsbildungsstatistik werden z. B. von Seiten der amtlichen Statistik die Daten zum Stichtag 31.12. erhoben, während das Bundesinstitut für Berufliche Bildung (BIBB) sie zum 31.10. erhebt. Es ist leicht nachvollziehbar, dass sich beispielweise bei den Zahlen zu neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen Differenzen zwischen den beiden Quellen ergeben. So werden beim Stichtag 31.10. Verträge erfasst, die u. U. noch in der Probezeit bis zum 31.12. gekündigt werden, demnach zum Stichtag 31.12. nicht mehr vorhanden sind. Verträge, die nach dem 31.10. abgeschlossen werden, erfasst das BIBB nicht, sie werden jedoch in der Berufsbildungsstatistik nachgewiesen. Beim Vorliegen mehrerer Definitionen wie auch unterschiedlicher Stichtage ist nicht zu erwarten, dass Absolutzahlen aus den unterschiedlichen Quellen gleich sind. Ungeachtet dessen müssen die Größenordnungen wie auch prozentuale Anteile betrachteter Merkmale annähernd übereinstimmen. Die amtliche Statistik beschreibt diesen Sachverhalt in ihren Qualitätsstandards mit Kohärenz 2. Diese Unschärfen bedeuten aber auch, dass die inhaltliche Interpretation sehr kleiner Abweichungen bzw. Veränderungen nicht zulässig ist. Nicht alle hier dargestellten Daten sind aus dem gleichen Berichtsjahr. Dies ergibt sich zum einen, da die Erhebungen teilweise nicht jährlich, sondern im Mehrjahresrhythmus erfolgen, so bei PISA wie auch bei Sonderhebungen des Mikrozensus. Zum anderen wird für die Bereitstellung von Daten und ihre Auswertung unterschiedlich viel Zeit benötigt. Auch wenn in der Folge einige der hier berichteten Daten ziemlich nicht ganz aktuell erscheinen – so die Bildungsfinanzdaten aus dem Jahr 2005 –, so wurde sichergestellt, dass die jeweils aktuellsten verfügbaren Daten berichtet werden. 1 2007 tritt dies z. B. bei der Berufsbildungsstatistik in der amtlichen Statistik und den Daten zu Personen im Übergangssystem bei der Bundesagentur für Arbeit zu. 2 http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Service/UeberUns/ Qualitaetsmanagement/Qualitaetsstandards2,property=file.pdf, S. 3 [23.02.2009]“ 8 Hinweise für Leserinnen und Leser hörigen Fließtext hervorgehoben. Abbildung durch > Abb. A4-2 verwiesen. An der Abbildung wird auf die zugehörige Ta belle im Anhang verwiesen, die nicht zwingend die gleiche Bezeichnung (Tab. A4-2) haben muss. An der Tabelle wird auf die zugrundeliegende Datenquelle verwiesen. BE BB: Quantitative Angaben mit hochgestellten Abkürzungen für Länfür Brandenburg. MZ = Begriffe mit hochgestellten Abkürzungen spezifizieren den Begriff. Z. B.: Die Aussagen zum Migrationshintergrund basieren auf den Zahlen und damit auf der Definition aus dem Mikrozensus (MZ). M1: Die Kennzeichung mit einem hochgestellten M und einer fortlaufenden Nummerierung zeigt an, dass es zu dem Begriff eine methodische Erläuterung gibt, die sich am Ende des jeweiligen Kapitels befindet. wird dort, wo es sinnvoll ist, der kleinste bzw. größte Wert berichtet, der in den Bundesländern erreicht wurde. Da kein Ranking erfolgen soll, werden die Länder nicht explizit benannt. arithmetische Durchschnittswert aus 16 Länderwerten. Es ist ein mit dem jeweiligen Ländernanteil gewichteter Durchschnittswert. Der Wert der zur Gewichtung herangezogen wird ist abhängig von der berichteten Größe, z. B. die Bevölkerung, die Schülerinnen und Schüler, die Studierenden im jeweiligen Land. Abkürzungen AES AS BAföG BBiG BIP BSW CVTS3 DHS EWR HwO HZB IGLU ISCED Kita KJH LOR MDQM MINT MSA MZ NDHS P10 PISA PLR PRG Adult Education Survey Allgemeine Schulstatistik Bundesausbildungsförderungsgesetz Berufsbildungsgesetz Bruttoinlandsprodukt Berichtssystem Weiterbildung Continuing Vocational Training Survey Deutsche Herkunftssprache Einwohnerregister Handwerksordnung Hochschulzugangsberechtigung Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung International Standard Classification of Education (1997) Kindertageseinrichtung Kinder- und Jugendhilfe Lebensweltlich orientierte Räume Modular-Duale-Qualifizierungsmaßnahme Fächer der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik Mittlerer Schulabschluss Mikrozensus Nichtdeutsche Herkunftssprache Prüfungen in der Jahrgangsstufe 10 Programme for International Student Assessment Planungsräume Prognoseräume 9 > RBS SGB SVB VERA VHG VZÄ Regionales Bezugssystem Berlin Sozialgesetzbuch Sozial versicherungspflichtig Beschäftigte Vergleichsarbeiten Verlässliche Halbtagsgrundschulen Vollzeitäquivalent Abkürzungen bei Literaturverweisen EAG Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich (Statistische Ämter des Bundes und der Länder) OECD-EAG Education at a Glance der OECD NBB Bildung in Deutschland (Nationaler Bildungsbericht) I Bildung in Berlin und Brandenburg, Supplementband I: Erträge aus Bildung Abkürzungen für Länder bzw. Regionen BE BB DE W O Berlin Brandenburg Deutschland Westdeutschland Ostdeutschland Institutionelle Abkürzungen U EOS FH FS FWS GY HS IGS POS RS SdG SMBG BA BIBB HIS HWK IAB IHK IKWB ISQ KMK MBJS OECD SenBWF WR Universität Erweiterte Oberschule Fachhochschule Fachschulen Freie Waldorfschule Gymnasium Hauptschule Integrierte Gesamtschule Polytechnische Oberschule Realschule Schulen des Gesundheitswesens Schulen mit mehreren Bildungsgängen (in Brandenburg = Oberschulen) Bundesagentur für Arbeit Bundesinstitut für Berufsbildung Hochschulinformationssystem GmbH Handwerkskammer Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung Industrie- und Handelskammer Innovationskreis Weiterbildung Institut für Schulqualität der Länder Berlin und Brandenburg Kultusministerkonferenz Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (Brandenburg) Organisation for Economic Cooperation and Development (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung (Berlin) Wissenschaftsrat 10 Wichtige Ergebnisse im Überblick Der erste gemeinsame Bildungsbericht für Berlin und Brandenburg ist Bestandteil eines umfassenden Bildungsmonitorings, wie es von der Kultusministerkonferenz 2006 beschlossen wurde. Unter Bildungsmonitoring wird dabei die kontinuierliche, datengestützte Bereitstellung und Aufbereitung von Informationen über die Rahmenbedingungen, die Erträge und Resultate von Bildungsprozessen verstanden, die der Bildungspolitik der Länder und einer interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Mit diesem Verständnis soll betont werden, dass sich die Ergebnisse des Bildungsberichts nicht unmittelbar in politische Handlungsempfehlungen oder gar konkrete systemische oder pädagogische Interventionen übersetzen lassen. Der Bericht hat allerdings den Anspruch, gerade in der Zusammenschau (fast) aller Facetten des Bildungswesens auf die Stärken und Herausforderungen im Gesamtsystem hinzuweisen und diejenigen Gruppen und Teilbereiche hervorzuheben, bei denen sich besonderer Handlungsbedarf abzeichnet. Im Hinblick auf die Aktualität der berichteten Daten wurden die jeweils neuesten zur Verfügung stehenden Quellen genutzt. Da jedoch verschiedene statistische Quellen ausgewertet wurden (z. B. Schulstatistik, Bundesfinanzbericht, PISA-Veröffentlichung), ist es unvermeidbar, dass das Referenzjahr nicht für jeden Indikator dasselbe ist. Die Auswahl und Bewertung einzelner Ergebnisse als „besonders wichtig“ birgt unvermeidlich die Gefahr subjektiver Einschätzungen. Als heraushebenswert wurden Ergebnisse im Folgenden dann gewertet, wenn sie für Berlin und Brandenburg entweder auffällig von der Situation in Gesamtdeutschland bzw. anderen Vergleichsregionen entfernt lagen (sozialnorm-orientierter Vergleich) oder aber von einer angestrebten Benchmark oder Zielvereinbarung abwichen (kriteriumsorientierter Vergleich). Wo immer sinnvoll und in den Daten verfügbar, wurde besonderer Wert auch auf außergewöhnliche regionale bzw. sozial-räumliche Binnendifferenzen innerhalb Brandenburgs bzw. Berlins gelegt. Eine solche Herangehensweise der Ergebnisfokussierung blendet zwangsläufig diejenigen Teilsysteme und Leistungen eines Bildungswesens aus, die „normal gut“ funktionieren oder bei denen ein schlechtes Funktionieren zur (deutschlandweiten) Normalität geworden ist. Hier hilft nur die Lektüre des gesamten Berichts. Die Darstellung der wichtigen Ergebnisse folgt nicht der Kapitelstruktur des Bildungsberichts. Vielmehr werden quer zu allen Abschnitten diejenigen Muster und Strukturen herausgehoben und mit Zahlen belegt, die in mehreren Teilsystemen als Stärken bzw. besondere Herausforderungen erkennbar werden. In diesem Sinne werden zunächst Befunde dargestellt, die im Bereich der vorschulischen Angebote, der Sprachförderung, der schulischen Ganztagsbetreuung und der integrativen Beschulung die Situation in Berlin und Brandenburg auszeichnen. Anschließend werden „systemische Problemzonen“ dargestellt, d. h. besondere Herausforderungen, die sich – länderspezifisch – vor allem aus den Folgen der demographischen Entwicklung (Brandenburg) bzw. der Bevölkerungszusammensetzung (Berlin) ergeben. In Anlehnung an den Nationalen Bildungsbericht werden dann Befunde zu den diversen Übergängen ins, im und aus dem allgemeinbildenden Schulwesen in den Fokus gerückt. Ergänzt wird dieser Überblick durch auffällige Resultate zur Alters- und Genderstruktur des Berliner und Brandenburger Bildungspersonals. 11 > Berlin und Brandenburg mit starkem Ausbau der vorschulischen Angebote Berlin und Brandenburg sind traditionell in der vorschulischen Kindertagesbetreuung sehr gut aufgestellt. Ab 2009 gibt es in Berlin einen Rechtsanspruch auch auf eine 7-stündige beitragsfreie Betreuung im letzten Jahr vor der Einschulung. Darüber hinaus gilt in Berlin und Brandenburg schon jetzt, dass ein Rechtsanspruch bei Kindern unter 3 Jahren besteht, wenn es die familiäre Situation erforderlich macht. Deutschlandweit soll dies erst ab dem Kita-Jahr 2013/2014 für alle Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres der Fall sein. Die Beteiligung an den frühkindlichen Bildungsangeboten ist in Deutschland traditionell unterschiedlich. Insgesamt lag die Beteiligungsquote 2008 bei den unter 3-Jährigen bei durchschnittlich Bei den unter 3-Jährigen wurden 2008 die mehr als 7-stündigen Betreuungsangebote besonders häufig wahrin Tageseinrichtungen und Kindertagespflege der Fall, was jeweils deutlich über dem In beiden Ländern zeigen sich regionale Unterschiede bei der Inanspruchnahme der Angebote. In Branin den kreisfreien Städten wurden hohe Werte erreicht. Auch innerhalb Berlins war die Nutzung sozial-räumlich ungleich verteilt. Während in den Bezirken Treptow-Kö- System der vorschulischen Sprachstandsfeststellung und Sprachförderung flächendeckend implementiert Sprachstandsfeststellungen werden durchgeführt, um einen ggf. erforderlichen Förderbedarf frühzeitig vor der Einschulung zu ermitteln. Hierdurch soll Kindern der Übergang in die Schule erleichtert und sollen Nachteile bereits beim Schulbeginn verhindert werden. Die Sprachstandsfeststellung findet im Jahr vor der Einschulung statt. Durch eine Änderung des Schulgesetzes im Frühjahr 2008 wurde sie in Berlin um ein halbes Jahr vom Herbst auf das Frühjahr vorgezogen, um die ggf. indizierte spezielle Sprachförderung um ein halbes auf ein ganzes Jahr verlängern zu können. Auch in Brandenburg gibt es seit Änderung des Schulgesetzes am 01.08.2007 die Verpflichtung, zu Beginn des Schuljahres vor der tatsächlichen Einschulung an einer Sprachstandsfeststellung teilzunehmen. Wird daraufhin ein Sprachförderungsbedarf festgestellt, ist die Teilnahme an einem Sprachförderkurs verpflichtend. Nach der Sprachstandsaller Kinder der entsprechenden Altersstufe. Für die deutschsprachigen Kinder waeinrichtungen mit überdurchschnittlich vielen Kindern nichtdeutscher Herkunftssprache erhalten Personalzuschläge, um die optimale, insbesondere sprachliche Förderung für diese Kinder zu gewährleisten. In Brandenburg wird die Quote der Kinder mit Förderbedarf erstmals 2010 verfügbar sein. 12 Positive Entwicklung bei den Ganztagsangeboten Durch Ganztagsangebote eröffnen sich erwerbstätigen Elternpaaren und Alleinerziehenden bessere Möglichkeiten, der Doppelanforderung von Beruf und Familie gerecht zu werden. Solche Angebote werden sowohl in den Schulen als auch durch außerschulische Einrichtungen (z. B. Horte) bereitgestellt. Die KMK hat den Begriff der Ganztagsschule neu definiert und dabei drei unterschiedliche Grundformen festgelegt. Bei dem voll gebundenen Modell nehmen alle Kinder verpflichtend an der Förderung und Betreuung teil, beim teilweise gebundenen Modell ein Teil der Schülerinnen und Schüler (z. B. einzelne Klassen oder Klassenstufen) und in der offenen Ganztagsschule Kinder auf elterlichen Wunsch. Statistisch verlässliche Eckwerte liegen zurzeit nur bis zum Jahr 2006 vor. In den vergangenen Jahren wurde das Ganztagsangebot auf immer mehr Schulen in Berlin und Brandenburg ausgeweitet, wobei zumeist die Betreuung in der offenen Form angeboten wird. Die Zahl der Verwaltungseinheiten mit Ganztagsangebot ist von 292 (Berlin) bzw. 141 (Brandenburg) im Jahr 2002 auf 626 bzw. 364 im Jahr 2007 angestiegen. D. h., 2007 war an insgeverfügbar. Die hohe Berliner Quote beruht darauf, dass seit 2005 in Berlin an allen Grundschulen bis zur 4. Jahrgangsstufe ein Ganztagsangebot vorgehalten wird, wobei der weitaus größte Teil auf die offene Form entfällt. In Brandenburg werden die Ganztagsangebote in der Primarstufe in Kooperation von Horten und Grundschulen vorgehalten, so dass die Quote im Grundschulbereich nicht länderübergreifend verglichen werden kann. Insgesamt hat Brandenburg mit einem Zuwachs von gut 9 Prozentpunkten das Angebot gegenüber dem Vorjahr deutlich ausgebaut. Während der Anteil der Ganztagsangebote an den Berliner Grund- und Gesamtschulen deutlich über dem Bundesdurchschnitt lag – seit 2005 wird in Berlin an allen Grundschulen bis zur 4. Jahrgangsstufe ein Ganztagsangebot vorgehalten –, bieten Berliner Schulen anderer Schulformen nur zu einem geringen Anteil ein solches Angebot an. Brandenburg hingegen weist einen vergleichsweise geringen Anteil von Gesamtschulen mit Ganztagsangebot auf, lag dagegen bei den Oberschulen Integrative Beschulung von Förderschülerinnen und -schülern Mit der „Empfehlung zur sonderpädagogischen Förderung in den Schulen in der Bundesrepublik Deutschland“ vom 06.05.1994 haben die Länder vereinbart, sonderpädagogische Förderung nicht nur in Förderschulen, sondern auch in allgemeinbildenden Schulen durchzuführen. Berlin und Brandenburg verfolgen das Konzept der sonderpädagogischen Förderung im gemeinsamen Unterricht (Integrationsschülerinnen und -schüler) dabei besonders akzentuiert. dem höchsten Integrationsschüleranteil in Deutschland. Bundesweit lag die Quote zentpunkte gestiegen. Das Muster der Förderschwerpunkte weicht in Berlin und Brandenburg deutlich von dem für ganz Deutschland ab. Während in Berlin und Brandenburg erheblich mehr Integrationsschülerinnen und -schüler dem Schwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung“ zugeordnet nen“ in der Metropolregion vergleichsweise seltener in allgemeinbildenden Schulen - 13 > Hohe Abschlussquoten am Ende der Sekundarstufen I und II Als eine Maßnahme zur Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung wurden sowohl in Berlin als auch in Brandenburg zentrale schriftliche Prüfungen eingeführt. Am Ende der Sekundarstufe I sind dies in Berlin der Mittlere Schulabschluss (MSA) und in Brandenburg die Prüfungen am Ende der Jahrgangsstufe 10 (P10), die zu verschiedenen Schulabschlüssen führen. Daneben legen in beiden Ländern Schülerinnen und Schüler ein Zentralabitur ab. 2007 ist in Brandenburg der Anteil der Absolventinnen und Absolventen aller allgemeinbildenden Schulen mit allgemeiner Hochschulreife leicht gestiegen entlassenen erwarben in Berlin und Brandenburg die allgemeine Hochschulreife und damit rund 5 Prozentpunkte mehr als im Bundesdurchschnitt. In Berlin bestanden am Ende des Schuljahrs 2007/08 mehr als vier von fünf Schülern bzw. Schülerinnen, die zur Prüfungsteilnahme verpflichtet waren, den Mittleren Schulabschluss Oberschule eingeführt, die zwei Bildungsgänge umfasst und alle Realschulen und die Mehrzahl der Gesamtschulen ersetzt. Anders als in Berlin sind alle Schülerinnen und Schüler verpflichtet, an den Prüfungen am Ende der 10. Jahrgangsstufe (P10) teilzunehmen. Über den erreichten Bildungsabschluss entscheidet die Abschlussnote. Im der 10. Jahrgangsstufe einen Abschluss mit Berechtigung zum Besuch der gymnasiaDie Bestehensquoten im Brandenburger wie Gymnasien in freier Trägerschaft wird in beiden Ländern eine leicht bessere Beste- Verbesserungen in der internationalen Schulleistungsstudie PISA Deutschland hat die internationale PISA-Studie in den Jahren 2000, 2003 und 2006 um zusätzliche Erhebungen auf nationaler und regionaler Ebene erweitert, um einen Ländervergleich zu ermöglichen. Die Einzelleistungen der 15-jährigen Jugendlichen werden in den Inhaltsbereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften verschiedenen Kompetenzstufen zugeordnet, die von „elementaren“ Fähigkeiten bis zu „Expertenwissen“ reichen. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler auf der untersten Kompetenzstufe I und darunter kennzeichnet die Risikoschülerschaft, die nicht über hinreichende Basiskompetenzen verfügt. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler auf den höchsten Kompetenzstufen kennzeichnet die Schülerschaft, die sich durch herausragende Leistungen im jeweiligen Inhaltsbereich auszeichnet. Bei der Lesekompetenz ist seit 2003 eine deutliche Anhebung des Leistungsniveaus erfolgt. Anders als noch in den PISA-Runden davor wichen 2006 sowohl Berlin als auch Brandenburg nicht mehr signifikant vom Durchschnittswert aller teilnehmenden OECD-Länder bzw. dem deutschen Mittelwert ab. In Bezug auf den Anteil der hochkompetenten Schülerinnen und Schüler an der Gesamtschülerschaft steht Berlin an der Spitze der Stadtstaaten, Brandenburg führt die Gruppe der ostdeutschen Flächenländer an. In Brandenburg lag der Anteil Auch in Mathematik wichen 2006 sowohl die Berliner Schülerinnen und Schüler als auch die Brandenburger durchschnittlich nicht mehr signifikant – wie noch zuvor – vom OECD-Wert ab. Brandenburg verbesserte sind deutschlandweit dabei um sechs Rangplätze. 14 Bei den naturwissenschaftlichen Kompetenzen schnitten sowohl die Berliner als auch die Brandenburger 15-Jährigen erstmals signifikant besser als der OECD-Durchschnitt ab. Insgesamt liegt die Metropolregion 2006 bei den Naturwissenschaften im deutschen Mittelfeld. Beide Länder haben sich gegenüber 2003 deutlich verbessert, wobei kein anderes Land einen größeren Zuwachs an Punkten aufweist als Brandenburg. Die im Mittel durchgängigen Leistungszuwächse bei PISA zwischen 2003 und 2006 sind nicht in allen Schulformen festzustellen. Die deutliche Steigerung der Punktwerte in Berlin und Brandenburg ist in allen drei Inhaltsbereichen maßgeblich auf die deutliche Verbesserung der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten zurückzuführen, die sich im Durchschnitt um bis zu 29 Punkte (Naturwissenschaften in Brandenburg) verbessern konnten. Auffällige Kompetenzzuwächse sind daneben noch bei den Brandenburger Realschülerinnen und Realschülern im Lesen (+15 Punkte) und in den Naturwissenschaften (+32 Punkte) zu konstatieren. Die Realschulen in Berlin und die Gesamtschulen beider Länder hingegen blieben 2006 durchschnittlich sogar noch hinter den Ergebnissen von 2003 zurück. Ein niedriger Sozialgradient gilt als ein Indikator für Chancengerechtigkeit in einem Bildungssystem. Er wird z. B. quantifiziert durch die Stärke des Zusammenhangs zwischen sozialer Herkunft und Kompetenzstand der Schülerinnen und Schüler. Der Sozialgradient war 2006 in Berlin der zweithöchste aller Länder. In Brandenburg entsprach die Stärke des Zusammenhangs zwischen der sozialen Herkunft und den Leistungen der Schülerinnen und Schüler etwa dem Bundesdurchschnitt. Allerdings ist der Sozialgradient zwischen 2000 und 2006 in Brandenburg bedeutsam angestiegen. Es bleibt detaillierteren Analysen vorbehalten zu klären, ob der Anstieg des Sozialgradienten in Brandenburg insgesamt Folge der Zuwanderung sozio-ökonomisch bessergestellter Familien über die letzten Jahre in den sogenannten „Speckgürtel“ um Berlin herum ist. Hochschullandschaft in Berlin mit vielfältigem Angebot Die Berliner Hochschullandschaft bietet den Studierenden mit ihren Universitäten, Fachhochschulen sowie Kunst- und Musikhochschulen vielfältige Möglichkeiten. Im Wintersemester 2007/08 waren fast 135.000 Studierende an den Berliner Hochschulen Die Quote der Studienberechtigten – international berechnet als Anteil der Bevölkerung von 18 bis unter 21 Jahren, der zum Studium berechtigt ist – ist ein Indikator für das wissenschaftlichschulreife) und erreichte damit zwar einen neuen Höchststand, verfehlte jedoch noch Die ersten vorläufigen Ergebund -anfängern gegenüber dem Vorjahr aus. Mehr als die Hälfte von ihnen hat ihre Hochschulzugangsberechtigung in Berlin oder Brandenburg erworben. Die Berliner Hochschulen erweisen sich auch für ausländische Studienanfängerinnen und -anfänger als attraktiv. So konnte Berlin die Anzahl der Studierenden, die zuvor im Zuge der Mittelkürzung für die Hochschulen seit 2003 zurückgegangen waren, halten. Ähnlich wie im Vorjahr hat gut ein Viertel der Berliner Studienanfängerinnen und -anfänger ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben. Von ihnen hatte der überwiegende Teil auch eine - 15 > Seit dem WS 2008/09 bieten die Berliner Hochschulen fast alle Studiengänge mit Bachelor- oder 6 und 8 Semestern sowie 437 Masterstudiengänge zwischen 2 und 4 Semestern. In Berlin ist die Absolventenquote gangs. Für Frauen ist die Quote um 2,6 Prozentpunkte höher als für Männer. Strukturelle Maßnahmen für eine gemeinsame Bildungsregion BerlinBrandenburg Berlin und Brandenburg haben in den letzten Jahren im Bereich der Qualitätssicherung mehrere Zweiländer-Institutionen durch Fusion oder Neugründung geschaffen. Mit dem 2006 gegründeten Institut für Schulqualität der Länder Berlin und Brandenburg (ISQ), dem 2007 fusionierten gemeinsamen Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM), das seit 2009 einen gemeinsamen Bildungsserver betreibt, und dem Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB) sind länderübergreifende Strukturen geschaffen worden, die auf zentralen Feldern der Qualitätsentwicklung eine Angleichung der bestehenden Systeme ermöglichen. Die durchaus bestehenden Unterschiede in den Bildungssystemen beider Länder sollen schrittweise verringert werden. Ein wichtiges Nahziel auf dem Weg dahin ist es, das Zentralabitur voraussichtlich 2010 gemeinsam durchzuführen. In den zentralen Prüfungen am Ende der Sekundarstufe I – MSA in Berlin und P10 in Brandenburg – sollen gemeinsame Aufgaben zum Einsatz kommen. Im Schuljahr 2007/08 besuchten mehr als eine halbe Million Schülerinnen und Schüler die öffentlichen und privaten allgemeinbildenden Schulen der Metropolregion. Zwischen den Ländern gibt es seit 1997 ein Gastschülerabkommen, welches im Mai 2008 neu abgeschlossen wurde. Das Abkommen ermöglicht bei freien Kapazitäten den Schulbesuch im jeweils benachbarten Land. Im Schuljahr 2007/08 besuchten 1.176 Berliner Kinder und Jugendliche allgemeinbildende Schulen in Brandenburg und 6.907 Brandenburger Schülerinnen und Schüler Schulen in Berlin. Ebenso haben Berlin und Brandenburg 2002 einen Staatsvertrag über die gegenseitige Nutzung von Plätzen in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung geschlossen, welcher die Inanspruchnahme freier Plätze im jeweilig anderen Land regelt. Die statistisch ablesbaren Stärken in den Bildungssystemen beider Länder lassen ein „Doppelmuster“ erkennen: Im deutschlandweiten Vergleich sind es in erster Linie die präventiven und kompensatorischen Strukturen für sozial belastete oder benachteiligte Familien und deren Kinder, die überdurchschnittlich gut ausgebaut sind (Entlastung durch vorschulische und Ganztagsangebote, integrative Beschulung bei sonderpädagogischem Förderbedarf ). Sie zielen auf Bildungschancengleichheit ab. Auf der anderen Seite erweisen sich das allgemeinbildende Schulsystem und das (Berliner) Hochschulsystem als effizient im Hinblick auf einen ihrer Kernaufträge: Schülerinnen und Schüler bzw. Studierende in großer Zahl zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen. Die Kompetenzzuwächse bei den PISA-Erhebungen unterstreichen die insgesamt positive Entwicklung im Leistungsbereich. Der folgende Überblick zu den tendenziell eher problematischen Bereichen beginnt mit den länderspezifischen Herausforderungen, die sich aus Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungszusammensetzung für die einzelnen Bildungsteilsysteme ergeben. 16 Die demographische Entwicklung führte insbesondere in Brandenburg zu erheblichen Anpassungserfordernissen bei der Schulversorgung Im Verlauf der letzten zwölf Jahre ist in Brandenburg und Berlin die Anzahl der Kinder und Jugendlichen insgesamt deutlich zurückgegangen. Aus der demographischen Entwicklung ergab sich insbesondere für Brandenburg die Notwendigkeit, das Schulsystem teilweise neu zu strukturieren. Die Zahl der 6 bis undie Gruppe der 10 bis unter 16 Jahre alten Kinder und Jugendlichen etwa in gleichem aus. Die Zahl der Jugendlichen und jungen Erwachsenen im für die Sekundarstufe II bedeutsamen Alter (16-19 Jahre) schließlich verringerte sich im selben Zeitraum um nung einer adäquaten Lehrkräfteversorgung interferierende Dynamiken: zum einen eine im Zeitverlauf erheblich variierende Schülerzahl und zusätzlich eine regional unterschiedliche Entwicklung des Lehrkräftebedarfs aufgrund von Abwanderungsbewegungen aus den ländlichen Randgemeinden. Die höchsten Verluste bei den unlin grenzen, die geringste Ausdünnung in der Altersgruppe der unter 19-Jährigen zu verzeichnen. In einigen von ihnen hat, ganz im Gegenteil, diese Bevölkerungsgruppe sogar um das Doppelte zugenommen. Die flächendeckende Versorgung an Grundschulen wurde durch kleinere Schulen mit weniger Parallelklassen realisiert. Dies wird deutlich, wenn der Rückgang bei den schulischen Einrichtungen mit dem der Klassen und der Schulkindern vergli1 – 6 vorhanden. Die Anzahl der Schulen hat sich in den Folgejahren kaum verändert, die Anzahl der Klassen sowie Schülerinnen und Schüler wieder leicht zugenommen. schnittlichen Klassengrößen mit 20 bis 22 Kindern weitgehend stabil gehalten werden. Angesichts schwindender Schülerzahlen war es in Brandenburg nicht mehr möglich, ein tief gegliedertes Schulsystem in der Fläche vorzuhalten. Außer den Gymnasien gibt es seit dem Schuljahr 2005/06 in der Sekundarstufe I nur noch allgemeinbildende Schulen, die mehr als einen Bildungsgang anbieten (2007/08: 131 Oberschulen, 42 Gesamtschulen). Dies ermöglichte die Präsenz in der Fläche mit den organisatorisch zugelassenen Mindestschulgrößen. Im Schuljahr 2007/08 gab es in Brandengeringeren Größe dieser Schulen entspricht dies allerdings lediglich einem Schüler- 17 > Begründet durch den starken Schülerrückgang seit 1995 arbeiten in Brandenburg viele Lehrkräfte nur noch auf Teilzeitstellen. So standen 2007 in Brandenburg den 8.271 Vollzeitbeschäftigten 10.556 Teilzeitbeschäftigte gegenüber, d. h. nur gut vier von zehn Lehrkräften arbeiteten in Vollzeit, in Berlin tun dies mehr als sieben von zehn Lehrkräften. Allerdings haben Beamte in Brandenburg seit dem Schuljahr 2008/09 einen rechtlich Anspruch darauf, in Vollzeit beschäftigt zu werden. Nachteile für Menschen mit Migrationshintergrund auf fast allen Stufen des Bildungssystems in Berlin Bildungserfolg wird durch ein komplexes Gefüge beeinflusst, wozu nach dem Stand der Forschung die sozialen und insbesondere die familiären Rahmenbedingungen zählen. Ein Migrationshintergrund kann vermittelt über Faktoren wie Bildungsferne der Familie, niedrigem sozio-ökonomischem Status oder geringer Teilhabe an der kulturellen Praxis des Aufnahmelandes – insbesondere in Kombination mit ungenügenden Deutschkenntnissen – ein Risiko für den schulischen und beruflichen Erfolg darstellen. Hinzu kommen möglicherweise Fremd- und Selbststigmatisierungsprozesse, die zusätzlich den Zugang zu weiterführenden Bildungseinrichtungen erschweren. Menschen mit Migrationshintergrund leben zu höchst ungleichen Teilen in Ost- und der Bevölkerung in den neuen Ländern ist nichtdeutscher Herkunft, in Berlin-Ost sind In Berlin existieren zwischen den 12 Bezirken erhebliche Unterschiede hinsichtlich der Wohnbevölkerung mit Migrationshintergrund. Die höchsten Werte von 447 kleinteiligen Berliner Planungsräumen lag 2007 der Anteil der Bevölkerung Schulen wieder: In 10 von 42 Neuköllner Grundschulen lag z. B. der Anteil von Kindern Einrichtungen. Der Klumpungseffekt der Bevölkerung mit Migrationshintergrund in bestimmten Bezirken wird demnach nochmals durch überproportional hohe Anteile in einzelnen Einrichtungen verstärkt. Für jeden Jahrgang ab 3 Jahren machten 2008 die Kinder mit Migrationshintergrund eiHintergrund. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass Kinder mit Migrationshintergrund in der Kindertagesbetreuung – trotz der Häufungseffekte in einzelnen Einrichtungen – generell unterrepräsentiert waren. IGLU bzw. die nationale Erweiterungsstudie IGLU-E hat zum Ziel, die Leseleistungen der Lernenden in der vierten Jahrgangsstufe zu erfassen. Betrachtet man die Leseleistungen unter Berücksichtigung des Migrationshintergrundes, so wird deutlich, dass Berliner Kinder aus Familien ohne Migrationshintergrund eine um durchschnittlich 35 Punkte bessere Leseleitung zeigten als Kinder mit Migrationshintergrund. Da der durchschnittliche Lernfortschritt im Lesen zwischen der 3. und der 4. Jahrgangsstufe etwa 50 Punkte auf dieser Skala beträgt, muss dieser Abstand als erheblich bewertet werden. 18 Am Ende der Grundschulzeit gibt die Grundschule eine Empfehlung für einen wurde im Schuljahr 2007/08 am Ende der 6. Jahrgangsstufe das Bildungsziel allgeSchülerinnen und Schülern mit nichtdeutscher Herkunftssprache erhielten dagegen einen Realschulbildungsgang. Migrationsschülerinnen und -schüler waren demnach eindeutig an Haupt-, Real- und Gesamtschulen über- und an den Gymnasien unterrepräsentiert. lerinnen und Schüler des entsprechenden Alterssegments die Schule ohne jeden ausländischem Pass. Absolventinnen und Absolventen mit Migrationshintergrund erSchulform für bildungsorientierte Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunft dar. An der beruflichen Weiterbildung beteiligten im Alter von 25 bis unter 65 Jahren. In Berlin war die Beteiligung von Personen ohne - Die Risikolage der Herkunftsfamilie steckt den Rahmen für Bildungsteilhabe und Bildungserfolg der Kinder ab Familien, Lebensgemeinschaften und Alleinerziehende in Berlin und Brandenburg befinden sich in unterschiedlichem Maße in Risikolagen, die die Chancen ihrer Kinder im Bildungssystem beeinträchtigen können. Um diese Unterschiede annähernd statistisch vergleichen zu können, werden in der Bildungsberichterstattung sehr einfache Maße gebildet. Als Indikatoren von Risikolagen werden das ökonomische, das soziale Risiko sowie das Risiko, das durch Bildungsferne des Elternhauses entstehen kann, unterschieden. Ein ökonomisches Armutsrisiko wird angenommen, wenn eine Familie über wewird prognostiziert, wenn kein Elternteil erwerbstätig ist, und ein Risiko hinsichtlich des Bildungshintergrundes dann, wenn kein Elternteil über eine Berufsausbildung verfügt. Kinder unter 18 Jahren waren 2007 mindestens einer von drei Risikolagen (ökonomisch, sozial, bildungsbezogen) ausgesetzt. Dieser Anteil ist gegenüber dem Jahr 2000 um 1,7 Prozentpunkte gestiegen. Im gleichen Zeitraum nahm der Anteil dieser Personengruppe in Brandenburg um fast 5 Prozentpunkte zu und lag 2007 bei denburg seit 2000 rückläufig. 19 > Das Profil der Risikolagen war in Berlin und Brandenburg im Jahr 2007 sehr verschieden: In Brandungsabschluss der Elterngeneration nur eingeschränkt Aussagen über die Verwertbarkeit dieser Bildungsabschlüsse auf dem heutigen Arbeitsmarkt zulässt. In Berlin der Berliner Kinder waren von allen drei Risikolagen gleichzeitig betroffen (BrandenGut die Hälfte der Alleinerziehenden ausgesetzt gewesen. In Brandenburg musste dabei jede/-r zweite Alleinerziehende Die erstmals zur Verfügung stehenden Daten zu den Bedarfsgemeinschaften von „Hartz-IV-Empfängern“ eröffnen die Möglichkeit zur detaillierten regionalen Analyse des ökonomischen Teilaspekts der in Bedarfsgemeinschaften. In der für die frühkindliche Bildung relevanten Gruppe von Kindern unter 3 Jahren lag der Anteil in Bedarfsgemeinschaften für die Berliner BezirBrandenburg an der Havel, Cottbus und Frankfurt (Oder) sowie in den Kreisen Uckerden höheren Altersgruppen überschritt der Anteil der Personen in Bedarfsgemeinhinzu kommt Friedrichshain-Kreuzberg bei den 10- bis 15-jährigen Kindern. Im Rahmen der IGLU-Studie wurde der soziale Hintergrund der Schülerinnen und Schüler über die Anzahl der Bücher im Elternhaus erfasst. Der Vorsprung der Kinder aus Haushalten mit mehr als 100 Büchern vor den Kindern aus Haushalten mit weniger als 100 Büchern betrug in Berlin 70 Punkte, in Brandenburg 55 Punkte (Deutschland: 40). Damit weist Berlin im Ländervergleich die höchste, Brandenburg die dritthöchste Differenz zwischen Kindern aus bildungsnahen und bildungsfernen Familien auf. An vielen Schnittstellen des Bildungssystems zeigen sich Probleme des Übergangs und der Passung In mehreren Kapiteln des Bildungsberichts werden Daten zu den Übergängen zwischen Teilsystemen des Bildungswesens berichtet. Die Bedeutung der Übergangsprozesse ergibt sich einerseits aus Folgen, die ein (nicht) gelingender Wechsel von einem zum anderen Bildungsabschnitt für die individuelle Bildungsbiografie hat. Andererseits verursachen „unnötige Schleifen“, „Leerlauf“ oder Fehlplatzierungen bei Bildungsverläufen wirtschaftliche und soziale Kosten für das gesamte Bildungs- und Sozialsystem. Die folgenden Ergebnisse fokussieren Auffälligkeiten – auch ggf. positive – bei den Übergängen zwischen vorschulischem Bildungsangebot und Schulanfangsphase, zwischen Primar- und Sekundarabschnitt sowie bei Übertritten von der Schule in Berufsausbildung und Arbeitsmarkt. Das pädagogische Konzept der flexiblen Eingangsphase wurde im Schuljahr 2001/02 im Land Brandenburg und 2003/04 in Berlin eingeführt. Dieses Modell umfasst für die Jahrgangsstufen 1 und 2 gemeinsamen Unterricht in einer Klasse. Die Kinder können innerhalb von maximal drei Schuljahren diese beiden Jahrgangsstufen durchlaufen. Im Schuljahr 2007/08 war an knapp sen in der Schulanfangsphase und zum Teil darüber hinaus. 20 Insgesamt wechselten im Schuljahr 2007/08 (ohne Förderschulen) in schule ins Gymnasium – in der Regel nach der 6. Klasse. Beide Anteile lagen deutlich unterschiedliche Anteile der Einschulungen in die Gymnasien, sowohl für die Bran- Mit der Längsschnittstudie ELEMENT wurde die Lernentwicklung Berliner Grundschülerinnen und Grundschüler in Deutsch, Mathematik und Englisch über mehrere Jahre verfolgt. Untersucht wurde u. a. die Frage, ob der – im Vergleich zur regulären 6-jährigen Grundschulzeit – frühzeitige Übergang besonders leistungsstarker Schülerinnen und Schüler nach der 4. Jahrgangsstufe auf ein so genanntes grundständiges Gymnasium zu einer besseren Leistungsentwicklung führt. Die Unterschiede hinsichtlich der Lernfortschritte waren gemessen am mittleren Leistungsniveau der beiden Gruppen insgesamt gering. Es zeigte sich, dass die Entwicklungsverläufe sehr guter Schülerinnen und Schüler in der Grundschule und vergleichbarer Kinder in den grundständigen Gymnasien parallel verliefen. Dieser Befund wurde nicht nur für die relativ unterrichtsunabhängige Domäne Lesen, sondern auch für Mathematik festgestellt. Werden Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischen Bedarf erst einmal in Förderschulen unterrichtet, gelang es im Schuljahr 2007/08 sowohl in Berlin wie auch in in den integrativen Unterricht auf eine allgemeinbildende Schule zu wechseln. Fast 10.000 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7–10 haben in der Metropolregion im Freiwilliges Wiederholen am Ende der Sekundarstufe I kann z. B. dazu dienen, einen höherwertigen Schulabschluss zu erreichen (Brandenburg) oder über den Mittleren Schulabschluss hinaus die Berechtigung zu erlangen, auf die gymnasiale Oberstufe zu gehen (Berlin). Mit freiwilligen Wiederholungen an Gesamtschulen wird häufig versucht, ein höheres Kursniveau in Fächern mit äußerer Leistungsdifferenzierung zu erreichen. Das der altersentsprechenden Bevölkerung die allgemeinbildenden Schulen (inkl. Förderschulen), ohne zumindest einen Hauptschulabschluss erreicht zu haben, und damit gen, die auch mit einem Hauptschulabschluss späterhin ohne berufliche Ausbildung Die Neuzugänge in die drei Sektoren im deutschen Berufsausbildungssystem – Duales System, Schulberufssystem und Übergangssystem – unterscheiden sich hinsichtlich der schulischen Vorbildung deutlich. Insgesamt gingen 2007 in Berlin und Brandenburg jeweils ca. bleibt, dass von den Neuzugängen, die gar keinen allgemeinbildenden oder höchstens einen Hauptschulabschluss besitzen, in Berlin über die Hälfte und in BrandenHälfte, formale Qualifikationen zu erwerben, die für den weiteren beruflichen Werdegang verwertbar sind. 21 > In beiden Ländern hat der Anteil der jungen Erwachsenen, die mit einer Fachhochschulreife bzw. einer allgemeinen Hochschulreife in die Duale Ausbildung übergehen, seit 2000 um 6,5 (Berlin) bzw. 7,5 (Brandenburg) Prozentpunkte zugenommen. In Berlin hatte 2007 ein Viertel, in Brandenburg ein Fünftel der Neuzugänge ins Duale System die Hochschulreife. Noch deutlicher fielen die Zuwächse im Schulberufssystem mit knapp 14 (Berlin) bzw. 10 (Brandenburg) lich von der deutschlandweiten Entwicklung ab. Es bleibt zu klären, welche Faktoren ausschlaggebend für die gesunkene Studierneigung der Berliner und Brandenburger Hochschulzugangsberechtigten sind. Kritische Alters- und Genderstruktur der Beschäftigten im Bildungssystem Die Altersstruktur der Beschäftigten im Berliner und Brandenburger Bildungswesen bedingt, dass in den nächsten Jahren bei relativ konstanten Schülerzahlen der Ersatzbedarf an qualifiziertem Bildungspersonal im vorschulischen und schulischen Bereich erheblich sein wird. Ein Auffüllen der entstehenden Lücken bedarf einer attraktiven Gestaltung der pädagogischen Berufe und der beruflichen Startbedingungen für Absolventen und Absolventinnen der (Fach-)Hochschulen, insbesondere für die stark unterrepräsentierten Männer. In den Kindertageseinrichtungen Berlins und Brandenburgs waren 2007 überwiegend Personen mittleren Alters beschäftigt, wobei das Personal in Brandenburg durchschnittlich älter war In der Gruppe „55 Jahre und älter“ war der Anteil der Beschäftigten in Brandenburg sogar fast doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Insbesondere jüngeres KitaPersonal (unter 35-Jährige) war in Brandenburg vergleichsweise selten anzutreffen Deutschland insgesamt findet sich in der Gruppe der jungen, d. h. unter-35-Jährigen Deutschlandweit waren 2007 im Bereich der Kindertageseinrichtungen überdes hauptberuflichen Lehrpersonals an allgemeinbildenden Schulen, in Brandenburg burg). Dieser Genderbias beim Bildungspersonal geht auf Seiten der Schüler mit einem Effekt der Jungenbenachteiligung einher, ohne dass ein ursächlicher Zusammenhang mit den Daten der amtlichen Statistik belegbar wäre. Dennoch fällt auf, dass z. B. in Berlin und Brandenburg deutlich mehr Wiederholer männlich sind oder dass männliche Schüler mit und ohne Migrationshintergrund häufiger als Mädchen die Schule ohne Abschluss verlassen und die Schulleistungen von Mädchen insgesamt in vielen Bereichen denen der Jungen überlegen sind. 22 Wie eingangs dieses Überblicks erwähnt, sollen die Ergebnisse des Bildungsberichts nicht als unmittelbare politische oder pädagogische Handlungsempfehlungen verstanden werden. Dennoch zeichnen sich aus der Zusammenschau auffälliger Befunde aus Sicht der Autorengruppe einige zentrale Herausforderungen ab, die auf die Bildungsteilsysteme der Metropolregion zukommen. Sie sollen hier nur stichpunktartig und notwendigerweise oberflächlich skizziert werden. Zentrale Herausforderungen in den kommenden Jahren Für Berlin zeigt sich überdeutlich, dass die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund unter Einbezug der Eltern auf allen Stufen des Bildungssystems verbessert werden muss. Ein Migrationshintergrund bedingt in Berlin ein kohärentes Benachteiligungssyndrom, bei dem der Einfluss der Faktoren Sprachdefizit, sozio-ökonomische Belastung, Fehlen elterlicher Bildungsaspirationen und soziale Stigmatisierung kaum zu trennen sind. Insbesondere die sozialräumliche Segregation und Verfestigung von Enklaven und Milieus aufgrund des Migrationshintergrunds birgt die Gefahr, dass differenzielle außerschulische Lernmilieus zu benachteiligenden innerschulischen Lernmilieus werden und Bildungsinstitutionen ihren potenziell kompensatorischen Effekt einbüßen. In Brandenburg ist die Umstrukturierung von Bildungsangeboten in der Fläche, die aufgrund demographisch bedingter sinkender Nachfrage in den vergangenen Jahren im Fokus stand, weitgehend abgeschlossen. In den kommenden Jahren – insbesondere ab dem Jahr 2013 – wird es entscheidend sein, ob es gelingt, den Bedarf an qualifizierten Lehrkräften zu sichern. Hierbei steht das komplexe Steuerungsproblem im Vordergrund, den Bedarf nicht allein quantitativ zu gewährleisten, sondern auch passgenau nach Schulform und Fachrichtung. Die Diagnose von systemischen „Problemzonen“ führt leider nicht unmittelbar zu wirksamen „Therapien“. Auf Ergebnisse der internationalen Studien PISA und IGLU, die für Berliner und Brandenburger Kinder und Jugendliche wiederholt einen Bedarf an Sprachförderung festgestellt haben, wurde politisch durchaus mit entsprechenden Maßnahmen reagiert. Wünschenswert wäre allerdings, die existierenden Anstrengungen zur Evidenzbasierung solcher Maßnahmen auszubauen und weitere wissenschaftliche Studien vorzusehen, die die Wirksamkeit von Interventionen etwa im Bereich der Sprachförderung, der flexiblen Schuleingangsphase oder der Gemeinschaftsschule überprüfen. Die Umsetzung der verbindlichen länderübergreifenden Bildungsstandards in den Schulen steht erst am Anfang. Standards werden auf absehbare Zeit auch für das Abitur verabschiedet werden. Die Umstellung auf kompetenzorientierte Unterrichtsformen unter Einbezug von diagnostischem Können, Selbstevaluation und kooperativer Unterrichtsentwicklung bedarf junger Lehrkräfte mit einem veränderten Professionalitätsverständnis. Attraktive Ausbildungs- und Beschäftigungsbedingungen erscheinen angesichts verschärfter Länderkonkurrenz um gute junge Lehrerinnen und Lehrer und qualifiziertes Kita-Personal eine lohnenswerte Investition. 23 > 24 A Rahmenbedingungen Allgemeingesellschaftliche sowie ökonomische Rahmenbedingungen beeinflussen Bildungssysteme maßgeblich und werden wiederum von diesen geprägt. Im Folgenden werden Basisdaten behandelt, die einerseits für staatliches und andererseits für individuelles Handeln im Bildungsbereich von Bedeutung sind. Der demographische Wandel und damit eine abnehmende und alternde Bevölkerung stellt die Bildungssysteme vor besondere Herausforderungen > A1. Ebenfalls muss dem Wandel der Familien- und Lebensformen Rechnung getragen werden > A2. In Berlin – einer Stadt mit einem hohen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund – ist deren Integration in die Bildungsprozesse genauer zu betrachten > A3. Die wirtschaftliche und soziale Entwicklung > A4 spielt in mehrfacher Hinsicht eine Rolle, so zum Beispiel im Hinblick auf den Handlungsspielraum des Staates wie auch die Möglichkeiten von Individuen, in Bildung zu investieren. A1 Demographische Entwicklung Die demographische Entwicklung bestimmt maßgeblich den Bedarf an Bildungsangeboten. Im vorschulischen und schulischen Alter sollten die Angebote in Wohnortnähe erreichbar sein. D. h. es müssen sowohl die benötigte Anzahl an Plätzen als auch die verschiedenen Schularten verfügbar sein. In fortgeschrittenerem Alter ist die regionale Bindung nicht mehr so entscheidend, da die Mobilität zunimmt. Die demographische Entwicklung der Länder Berlin und Brandenburg liegt, kurz gesagt, mit einer sinkenden Bevölkerungszahl bei gleichzeitiger Alterung der Gesellschaft im bundesweiten Trend. Die Bevölkerungszahl Berlins ist zwar in den letzten Jahren leicht gestiegen, liegt jedoch Ende 2007 mit 3,42 Millionen Personen noch unter der von 1995 (3,47 Mill.). Sie wird der jüngsten Bevölkerungsvorausrechnung M1 zufolge bis zum Jahr 2030 wahrscheinlich auf 3,37 Millionen Personen fallen. Der Anteil der Bevölkerung im Alter von unter 19 Jahren, also der Bevölkerungsgruppe im vorschulischen und schulischen AlJährigen 1 In Brandenburg stieg die Bevölkerungszahl von 1995 bis 2000 von 2,54 Mill. auf 2,60 Millionen, danach ging sie jedoch zurück und lag im Jahr 2007 bei 2,54 Millionen Perdann 2,19 Millionen Einwohner aus. Der Anteil der Kinder, Jugendlichen und jungen - 1 Hier wurde das zukünftig erhöhte Renteneintrittsalter berücksichtigt. 25 > A Demographischer Wandel Schwankende Bevölkerungszahlen stellen eine große Herausforderung für die Bildungsplanung dar. Die Bevölkerungsentwicklung betrachtet nach einzelnen Jahrgängen zeigt eine unterschiedliche Entwicklung insbesondere in dem Alter, in dem die Schule verlassen wird. Während Berlin bei diesen Jahrgängen durch Zuwanderung gewinnt, verliert Brandenburg > Abb. A1-1. Einwicklung der Bevölkerung nach einzelnen Jahrgängen 1991 bis 2007 31.12.1991 70.000 60.000 50.000 40.000 30.000 20.000 10.000 0 6-Jährige 6-Jährige 31.12.1995 31.12.2000 31.12.2005 31.12.2007 6-Jährige 6-Jährige unter 1 Jahr unter 1 Jahr unter 1 Jahr unter 1 Jahr unter 1 Jahr 12-Jährige 12-Jährige 12-Jährige 12-Jährige 6-Jährige 16-Jährige 16-Jährige 16-Jährige 16-Jährige 12-Jährige 20-Jährige 20-Jährige 20-Jährige 20-Jährige 16-Jährige 24-Jährige 24-Jährige 24-Jährige 24-Jährige 20-Jährige 20-Jährige 31.12.1991 40.000 35.000 30.000 25.000 20.000 15.000 10.000 5.000 0 6-Jährige 12-Jährige 16-Jährige 20-Jährige 24-Jährige 6-Jährige 31.12.1995 31.12.2000 31.12.2005 31.12.2007 12-Jährige 16-Jährige 20-Jährige 24-Jährige 6-Jährige 12-Jährige 16-Jährige 20-Jährige 24-Jährige 6-Jährige 12-Jährige 16-Jährige 20-Jährige 24-Jährige 12-Jährige 16-Jährige unter 1 Jahr unter 1 Jahr unter 1 Jahr unter 1 Jahr unter 1 Jahr Altersgruppe bis 19 Jahre In Berlin und Brandenburg hat sich bereits in den vergangenen Jahren die Alterszusammensetzung der Bevölkerung stark verändert. Insbesondere ergeben sich für Brandenburg Verluste durch den Geburteneinbruch in den Jahren nach der Wiedervereinigung und die Abwanderung aus den Berlin fernen Gebieten des Landes BE (134 Tsd. Personen) bzw. > Abb. A1-2. BB (195 Tsd. Personen) zurück. Dieser Prozess wird sich voraussichtlich nur noch bis zum Jahr 2009 in Berlin bzw. 2010 in Brandenburg fortsetzen. In Berlin schwächt sich in den Folgejahren die Abwärtsbewegung deutlich ab. In Brandenburg setzt bis etwa 2015 eine leichte Erholung ein. Im Jahr 2030 wird diese BeBE bzw. mit 285,8 BB kleiner sein als 2007. 26 24-Jährige 6-Jährige 24-Jährige Rahmenbedingungen A Vergangene und voraussichtliche Bevölkerungsentwicklung nach ausgewählten Altersgruppen > Tab. A1-1 Berlin 700 600 500 400 300 200 100 0 1997 2000 2003 2006 2009 2012 2015 2018 2021 2024 2027 2030 700 600 500 400 300 200 100 0 1997 2000 2003 2006 Brandenburg 16 bis unter 19 Jahre 10 bis unter 16 Jahre 6 bis unter 10 Jahre 3 bis unter 6 Jahre unter 3 Jahre 2009 2012 2015 2018 2021 2024 2027 2030 Altersgruppen bis unter 6 Jahren In den für die vorschulische Bildung relevanten Gruppen der unter 3-Jährigen wie auch der Kinder im Kindergartenalter (3 bis unter 6 Jahre) sind die Veränderungen nicht ganz so stark ausgeprägt wie bei älteren Kindern und Jugendlichen. In Berlin blieb die Anzahl der unter 3-Jährigen von 1995 bis 2007 nahezu konstant. Sie schwankte zwischen 85 Tsd. und 89 Tsd. Im Jahr 2030 wird es voraussichtlich 76 Tsd. > Abb. A1-3. In Brandenburg sind die Geburtenzahlen nach ihrem Einbruch im Anschluss an die Wiedervereinigung wieder leicht gestiegen. Die Anzahl der unter 3-Jährigen hat sich von 1995 bis 2007 leicht erhöht. Sie lag 1995 bei 40 Tsd. Kindern und erreichte 2007 einen Stand von 56 Tsd. Im Jahr 2030 wird es voraussichtlich nur noch 32 Tsd. Kinder Bevölkerung ausgewählter Altersgruppen 1995, 2007 und 2030 (Prognose) in Tausend > Tab. A1-1 Berlin 250 250 Brandenburg 200 200 150 150 100 100 1995 2007 2030 50 50 0 te r un 3 6 9 0 r6 r1 r1 r1 nte nte n te n te is u is u is u su i b b 3b 6b 10 16 0 te r un 3 0 19 16 6 r1 ter te r ter nte un un un is is u bis bis 3b 6b 16 10 27 > A Demographischer Wandel BB BB zu rechnen sein. BE bzw. BE bzw. Altersgruppen zwischen 6 bis unter 19 Jahren In beiden Ländern hat in der Vergangenheit die Anzahl der Kinder und Jugendlichen sowohl im Grundschulalter (Primarstufe) als auch in dem für den Sekundarbereich I relevanten Alter besonders stark abgenommen. Die Zahl der 6 bis unter 10 Jahre alten BE BB (61 Tsd.) zurück. BE BB (22 Tsd.) weniger Kinder in dieser Altersgruppe sein. Von 1995 bis 2007 schrumpfte etwa in gleichem Ausmaß in Berlin auch die Gruppe BE BB mehr Personen umfassen als 2007. Die Anzahl der Jugendlichen und jungen Erwachsenen im für die Sekundarstufe II bedeutsamen Alter (16-19 Jahre) war im Jahr 2007 kleiner als 1995. Sie betrug 2007 BE BB weniger als im Vergleichsjahr. Bis zum Jahr 2030 wird diese AltersBE BB schrumpfen. Unterschiedliche Entwicklung innerhalb der Länder Sowohl in den Berliner Bezirken als auch in den Brandenburger Verwaltungsbezirken ist die Anzahl der unter 19-Jährigen von 1995 bis 2007 deutlich zurückgegangen > Abb. A1-4. lust verzeichnete der am südlichen Rand des Landes Brandenburg gelegene Kreis Veränderung der Bevölkerungszahl unter 19-Jähriger von 1995 bis 2007 in Berlin (links) und Brandenburg (rechts) in % > Tab. A1-2 Pankow Reinickendorf Prignitz Spandau Mitte CharlottenburgWilmersdorf SteglitzZehlendorf FriedrichshainKreuzberg Lichtenberg MarzahnHellersdorf Havelland Brandenbg. an der Havel Potsdam PotsdamMittelmark Oder-Spree TeltowFläming OstprignitzRuppin Oberhavel Barnim MärkischOderland Frankfurt (Oder) Uckermark TempelhofSchöneberg Neukölln Treptow-Köpenick DahmeSpreewald Cottbus Elbe-Elster © Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Spree-Neiße OberspreewaldLausitz 28 Rahmenbedingungen A Allgemein sind in Brandenburg die geringsten Abnahmen in der Altergruppe der unter 19-Jährigen in den Gemeinden, die an Berlin grenzen, zu verzeichnen. In einigen von ihnen hat diese Bevölkerungsgruppe sogar um das Doppelte zugenommen. Veränderung der Bevölkerungszahl der unter 19-Jährigen von 1995 zu 2007 in den Gemeinden Brandenburgs in Tsd. Veränderung der Bevölkerungszahl 0 bis 122 -25 bis 0 -50 bis -25 -75 bis -50 © Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 2007 war in der jüngsten Altersgruppe der unter 3-Jährigen in allen Verwaltungsbezirken des Landes Brandenburg ein Zuwachs gegenüber 1995 festzustellen. In Berlin zählten in der gleichen Zeitspanne nur sechs Bezirke mehr Kleinkinder. Bei den 3- bis unter 6-Jährigen hatten 8 von 18 Brandenburger Verwaltungsbezirken mehr Kinder als im Vergleichsjahr, in Berlin waren es lediglich 2 von 12 Bezirken. Hingegen hat es in den beiden die Primarstufe und den Sekundarbereich I betreffenden Altersgruppen der 6- bis unter 10-Jährigen sowie der 10- bis unter 16-Jährigen durchweg in allen Bezirken Berlins und Verwaltungsbezirken Brandenburgs zum Teil erhebliche Bevölkerungsrückgänge gegeben. Bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 16 und 19 Jahren gab es in Brandenburg in 15 und in Berlin in 5 Bezirken Rückgänge > Tab. A1-2, Tab. A1-3. >> Zusammenfassung Im Verlauf der letzten zwölf Jahre ist in Berlin und Brandenburg die Anzahl der Kinder und Jugendlichen in den beiden Altersgruppen der 6- bis unter 10-Jährigen sowie der 10- bis unter 16-Jährigen deutlich zurückgegangen, wobei der Rückgang in Brandenburg, und hier vor allem in den Berlin fernen Regionen, besonders stark ausgeprägt war. Dies hatte in der Vergangenheit in beiden Ländern spürbare Auswirkungen auf die Entwicklung des Bedarfs an Schulplätzen in der Primarstufe und im Sekundarbereich I > D1. Der Prozess rückläufiger Bevölkerungszahlen in diesen Altersgruppen wird sich voraussichtlich weiter fortsetzen, jedoch nicht in dem bisher starken Ausmaß. 29 > A Familien- und Lebensformen Nicht so kräftig zurückgegangen ist die Zahl der Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 16 bis unter 19 Jahren. Allerdings wird ihre Zahl in der Zukunft, insbesondere in Brandenburg, voraussichtlich stärker sinken und somit auch der Bedarf an Schulplätzen der Sekundarstufe II abnehmen. Die zahlenmäßige Entwicklung der Kinder im Alter der frühkindlichen Bildung und im Kindergartenalter unter 3 Jahre bzw. 3 bis unter 6 Jahre verlief tendenziell in beiden Ländern ebenfalls fallend, jedoch nicht ganz so ausgeprägt wie in den höheren Altersgruppen. In der Zukunft ist aber auch in diesen Gruppen mit einer abnehmenden Stärke zu rechnen. Methodische Erläuterungen > M1: Vorausberechnungen Bevölkerungsvorausberechnungen zeigen, wie sich die Bevölkerungszahl und der Altersaufbau verändern, falls bestimmte Annahmen zur Entwicklung wesentlicher demographischer Einflussfaktoren – Geburtenhäufigkeit, Sterblichkeit und Wanderungen – eintreffen. Berlin: Die vorausberechnete Bevölkerung von Berlin fußt auf der „Basisvariante“ in dem von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Zusammenarbeit mit dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg im Januar 2008 herausgegebenen Bericht „Bevölkerungsentwicklung in Berlin 2006-2030 – Vorausschätzung für die Gesamtstadt“. Annahmen Die durchschnittliche Kinderzahl je Frau (zusammengefasste Geburtenziffer) bleibt so wie in den letzten zehn Jahren, nämlich jeweils rund 1,2 Kinder pro Frau. Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes für Berlin eine Erhöhung bei den Frauen auf 85 Jahre und bei den Männern auf 80 Jahre in 2030 angesetzt. Für die Zu- und Fortzüge über die Stadtgrenze wird erwartet, dass sich der positive Wanderungssaldo ab Mitte des kommenden Jahrzehnts in einer Größen ordnung von ca. 7.200 Personen pro Jahr stabilisiert. Die Wanderungsgewinne summieren sich im Prognosezeitraum auf rd. 167 Tsd. Personen. Brandenburg: Die Bevölkerungsprognose für das Land Brandenburg entstand in enger Zusammenarbeit zwischen dem Dezernat Raumbeobachtung des Landesamtes für Bauen und Verkehr und dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Sie wurde im April 2008 mit dem Titel „Bevölkerungsprognose des Landes Brandenburg für den Zeitraum 2007 bis 2030“ herausgegeben. Annahmen steigt bis 2015 moderat auf durchschnittlich 1,35 Kinder pro Frau an und bleibt danach konstant. Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes für Brandenburg eine Erhöhung bei den Frauen auf 85 Jahre und bei den Männern auf 80 Jahre in 2030 angesetzt. do in den nächsten Jahren abbaut. Es wird mit Wanderungsgewinnen, überwiegend aus Berlin, gerechnet. Die Wanderungsgewinne summieren sich im Prognosezeitraum auf rd. 90 Tsd. Personen. 30 Rahmenbedingungen A A 2 Wandel der Familien- und Lebensformen Die Familien- und Lebensformen M1 wandeln sich. Dies beeinflusst die Bedürfnisse und Ansprüche der Eltern an Umfang und Art der Betreuung der Kinder in den verschiedenen Erziehungs- und Bildungseinrichtungen. Damit verändern sich auch die Arbeitsteilung und das Zusammenwirken von Institutionen und Familien. Die Familien und Kinder sind in unterschiedlichem Maße verschiedenen Risiken ausgesetzt, die die Chancen im Bildungssystem beeinträchtigen können. In der Bildungsberichterstattung wird so das ökonomische und das soziale sowie das Risiko, welches durch Bildungsferne des Elternhauses entstehen kann, unterschieden. Lebens- und Familienformen mit Kindern unter 18 Jahren In Deutschland nimmt der Anteil der Ehepaare mit Kindern ab, immer häufiger wachsen Kinder mit Alleinerziehenden und in Lebensgemeinschaften auf. Ein immer größerer Teil der Menschen lebt allein. Diese allgemeinen Entwicklungen sind in Berlin besonders weit und in Brandenburg deutlich weniger fortgeschritten > Abb. A2-1. In Berlin lebte im Jahr 2007 nur noch ein knappes Drittel der Bevölkerung in Familien mit Kindern unter 18 Jahren, im Bundesdurchschnitt sind es noch mehr als die Hälfte. an der Bevölkerung, der Anteil der Lebensgemeinschaften mit Kindern unter 18 Jahren erziehenden mit ihren Kindern unter 18 Jahren auf. In Brandenburg ist der Anteil der Ehepaare mit ihren Kindern unter 18 Jahren sehr sehr niedrigen Stand in Berlin angenähert. Bevölkerung nach Familien- und Lebensformen in Berlin und Brandenburg 2000 und 2007 in % (* Familien sind Alleinerziehende, Lebensgemeinschaften und Ehepaare mit Kindern) > Tab. A2-1 100 90 80 70 60 50 40 30 20 10 0 2000 2007 Berlin 2000 2007 Brandenburg Lebenspartner ohne Kinder im Haushalt Ehepartner ohne Kinder im Haushalt Familien* mit Kindern über 18 Jahren Alleinerziehende und ihre Kinder unter 18 Jahren Lebensgemeinschaften und ihre Kinder unter 18 Jahren Ehepaare und ihre Kinder unter 18 Jahren Alleinstehende 31 > A Familien- und Lebensformen etwas höher als in Berlin. Wie in Berlin lebt auch in Brandenburg 2007 nur knapp ein Drittel in Familien mit Kindern unter 18 Jahren. Auffällig ist, dass in Brandenburg offenbar relativ häufig auch erwachsene Kinder mit ihren Eltern in einem Haushalt zusam- wie in Berlin. Migrationsstatus und Einkommen der Familien Die Familienform, in der Kinder aufwachsen, die Höhe des Haushaltseinkommens und der Migrationsstatus MZ der Familie setzen unterschiedliche Bedingungen auch für die Chancen im Bildungssystem. Dabei ist die Einkommenslage der Familie ein besonders wichtiger Faktor, weil sie den Zugang der Familie zu Bildungsressourcen mitbestimmt. Alle drei Faktoren können aber auch zusammenwirken und möglicherweise zu besonderen Problemlagen führen. In Brandenburg waren 2007 Ehepaare ohne Migrationshintergrund und ihre Kinder mit 135 Tsd. die größte Gruppe der armutsgefährdeten Familien M2, gefolgt von Alleinerziehenden ohne Migrationshintergrund und ihren Kindern mit 87 Tsd. > Abb. A2-2. In Berlin stellen die Ehepaare mit Migrationshintergrund mit 129 Tsd. den weitaus größten Anteil der Bevölkerung mit Kindern unter der Armutsgefährdungsgrenze. Bemerkenswert ist hier der äußerst geringe Anteil von deutschen Ehepaaren ohne Migrationshintergrund und ihrer Kinder an der armutsgefährdeten Bevölkerung. Dagegen sind 52 Tsd. Alleinerziehende ohne Migrationshintergrund ebenfalls von Armut bedroht > A4. Insgesamt haben in Berlin zwei Drittel aller armutsgefährdeten Familien einen Migrationshintergrund. Armutsgefährdete Familien und ihre Kinder nach Migrationsstatus und Familienform 2007 in Tsd. > Tab. A2-2 8 87 0 40 36 Alleinerziehende mit Migrationshintergrund Alleinerziehende ohne Migrationshintergrund Lebensgemeinschaften mit Migrationshintergrund 135 Lebensgemeinschaften ohne Migrationshintergrund Ehepaare mit Migrationshintergrund Ehepaare ohne Migrationshintergrund 38 52 7 11 129 28 Berlin Brandenburg 32 Rahmenbedingungen A Familien in Risikolagen Eine große Herausforderung für das Bildungswesen sind die enormen gesellschaftlichen Unterschiede zwischen den Familien. Nicht nur wirtschaftliche, sondern auch soziale Ressourcen sowie der Bildungshintergrund der Familien sind ungleich verteilt. Um diese Unterschiede annähernd statistisch zu beschreiben, werden im Folgenden sehr einfache Maße gebildet, die zwar nicht die Komplexität der sozialen Differenzierungen fassen können, aber doch einen Hinweis auf die quantitative Dimension möglicher Risikolagen M2 geben. Ein Armutsrisiko wird angenommen, wenn eine Familie über des Bildungshintergrundes wird angenommen, wenn kein Elternteil über eine Berufsausbildung verfügt, und ein soziales Risiko, wenn kein Elternteil erwerbstätig ist. - Für beide Länder ist somit ein ähnlich hohes und gestiegenes Risiko festzustellen. Das Profil der Risiken ist in Berlin und Brandenburg allerdings sehr unterschiedlich > Abb. A2-3. Kinder unter 18 Jahren nach Familien- und Lebensformen und Risikogruppen 2007 in %, *das Risiko hinsichtlich des Bildungshintergrunds bei Lebensgemeinschaften kann aufgrund von Datenunsicherheiten nicht ausgewiesen werden > Tab. A2-3 wirtschaftliches Risiko bildungsbedingtes Risiko* soziales Risiko mindestens ein Risiko 0 10 20 30 40 50 In Brandenburg sind die Armutsrisiken von allen Risiken die höchsten. Dies gilt insbesondere für Alleinerziehende – jede/r zweite muss mit einem Einkommen von weniger Durchschnitts auskommen. Der Bildungsstand der Elterngeneration ist jedoch vergleichsweise hoch, so dass in dieser Hinsicht nur wenige Kinder von Risiken betroffen sind > B4, Tab. A2-3. Es sollte aber nicht verkannt werden, dass dieser Indikator keine Aussagen über die heutige Verwertbarkeit dieser Bildungsabschlüsse auf dem Arbeitsmarkt zulässt. 33 > Brandenburg Insgesamt Ehepaare Lebensgemeinschaften Alleinerziehende Insgesamt Ehepaare Lebensgemeinschaften Alleinerziehende Berlin A Familien- und Lebensformen In Berlin dagegen verteilen sich die Risikolagen auf alle drei Komponenten und es sind hat ein besonders hoher Prozentsatz keine eigene abgeschlossene Berufsausbildung und geht auch keiner Erwerbstätigkeit nach, so dass auch in Berlin mehr als die Hälfte der Kinder von Alleinerziehenden mindestens einer Risikolage ausgesetzt ist. Diese Zahlen lassen den Schluss zu, dass in vielen Fällen auch der Bildungsstand der Eltern verbessert werden müsste, um den Familien mehr soziale und wirtschaftliche Chancen zu geben. Zudem geht ein geringer Bildungsstand immer mit einem höheren Armutsrisiko einruflichen Ausbildungsabschluss sind in den letzten Jahren zudem deutlich angestiegen > Tab. A2-4. >> Ausblick In Berlin und Brandenburg nimmt der Anteil der Ehepaare mit Kindern zugunsten von Alleinerziehenden und Lebensgemeinschaften beständig ab. In Berlin gehören insbesondere Kinder mit Migrationshintergund häufig zu den Armutsgefährdeten. Fast ein Drittel der Alleinerziehenden in Berlin hat keinen beruflichen Abschluss. In den letzten Jahren ist das Armutsrisiko in beiden Ländern deutlich angestiegen, besonders betroffen sind Personen ohne beruflichen Abschluss. Methodische Erläuterungen > M1: Lebensform Lebensformen werden nach Elternschaft und Partnerschaft unterschieden: Paare mit und ohne ledige Kinder, alleinerziehende Elternteile mit Kindern sowie alleinstehende Personen ohne Partner/in und ohne ledige Kinder im Haushalt. Eltern-Kind-Beziehungen, die über Haushaltsgrenzen hinweg bestehen und Partnerschaften mit getrennter Haushaltsführung bleiben unberücksichtigt. Familienform unterscheidet der Mikrozensus zwischen den Familienformen Ehepaar mit Kindern, Lebensgemeinschaft mit Kindern und Alleinerziehende/r mit Kindern. > M2: Armutsgefährdungsgrenze Als Einkommen werden hier nicht die durchschnittlichen deutschen Haushaltseinkommen, sondern die Familienäquivalenzeinkommen herangezogen. Das Einkommen der Familie ist die Summe der persönlichen Nettoeinkommen aller Familienmitglieder. Beim Äquivalenzeinkommen handelt es sich um eine Rechengröße, die das Einkommen von Familien unterschiedlicher Größe und Zusammensetzung vergleichbar macht. Hier wird als Äquivalenzskala die „modifizierte OECD-Skala“ verwendet, nach der die erste erwachsene Person das Gewicht 1 erhält, weitere Erwachsene sowie Kinder ab 14 Jahren das Gewicht 0,5 und Kinder unter 14 Jahren das Gewicht 0,3. Für eine Familie mit 4 Personen, 2 Erwachsenen, einem Kind von 15 und einem Kind von 8 Jahren ergibt sich ein Gewicht von 1 +0,5 +0,5 +0,3 = 2,3. Analog zur der entsprechenden Berechnung auf der Basis von Haushaltseinkommen kann bei weniger genommen werden. > M3: Risikolagen Es werden drei Risikolagen definiert: erstens eine soziale, wenn kein Elternteil erwerbstätig ist, d. h. beide Eltern bzw. der alleinerziehende Elterngene, wenn kein Elternteil über einen Abschluss der Sekundarstufe II oder höher verfügt und drittens eine ökonomische, wenn das Familieneinkommen unter der Armutsgefährdungsgrenze liegt. 34 Rahmenbedingungen A A3 Bevölkerung mit Migrationshintergrund 1 Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund sind ein zentrales und herausforderndes Thema für den Bildungsbereich. Dem Bildungswesen wird auf all seinen Stufen eine vorrangige Rolle bei der gesellschaftlichen Integration der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zugesprochen. Die Herausforderung, jungen Menschen mit sehr heterogenen sozialen und kulturellen Hintergründen im Bildungssystem gerecht zu werden, wurde dabei lange Zeit unterschätzt. Verkannt wurden ebenfalls die Potentiale, die Menschen mit Migrationshintergrund aufgrund ihrer Mehrsprachigkeit und Internationalität besitzen und die insbesondere bezüglich zunehmender internationaler Beziehungen eine wichtige Ressource darstellen. Auch im Hinblick auf die demographische Entwicklung ist die Förderung und Ausbildung junger Menschen mit Migrationshintergrund unerlässlich. So intuitiv verständlich der Begriff Migrationshintergrund zunächst scheint, so unterschiedlich sind die zugrunde liegenden Konzepte 2. Bis vor wenigen Jahren charakterisierte noch das einzelne Merkmal Staatsangehörigkeit den Personenkreis mit Migrationshintergrund. Da jedoch immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund die deutsche Staatsangehörigkeit haben, verliert dieses Merkmal allein zunehmend an Bedeutung. Der Begriff Migration Durch die Reform des Staatsangehörigkeitsrechts, den Zuzug von (Spät-) Aussiedlern und durch die Einbürgerung vormals ausländischer Bürger verlor das Merkmal Staatsangehörigkeit zunehmend an Aussagekraft, um die Personengruppe zu beschreiben, die für integrationsunterstützende Maßnahmen relevant ist. Mit dem Inkrafttreten des reformierten Staatsangehörigkeitsrechtes (Staatsangehörigkeitsgesetzes 3 - StAG) am 1.1.2000 haben in Deutschland geborene Kinder die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn ein Elternteil seit mindestens acht Jahren rechtmäßig seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat. Bis zum 23. Lebensjahr müssen diese Kinder für die deutsche oder die Staatsangehörigkeit ihrer Eltern optieren (Optionsregelung, §4, Abs. 3 StAG). 6-Jährigen die Optionsregelung zutrifft. Auch in den höheren Altersgruppen der unter 18-Jährigen hat eine nennenswerte Anzahl die Optionsregelung wahrgenommen > Abb. A3-1. 1 Betrachtet wird in diesem Kapitel im Detail die Situation in Berlin, da der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Brandenburg sehr klein ist. 2 Vgl. zu den Migrationskonzepten ausführlich: Bömermann, Rehkämper & Rockmann, 2008 3 Staatsangehörigkeitsgesetz in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 102-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom 19. August 2007 (BGBl. I S. 1970). URL: //bundesrecht.juris.de/bundesrecht/rustag/gesamt.pdf (25.2.2008) 35 > A Migrationshintergrund Melderechtlich registrierte ausländische sowie als Deutsche geborene Kinder ausländischer Eltern unter 18 Jahren im Land Berlin am 31.12.2007 > Tab. A3-1 6.000 5.000 4.000 3.000 2.000 Ausländer Deutsche mit Optionsregelung 1.000 0 1 ter un 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 Eine allseits zufriedenstellende Neudefinition des Migrationsbegriffs ist schwierig, da je nach Fragestellung andere Facetten abzubilden sind. U. a. wird diskutiert, wie viele Generationen zurück der Migrationshintergund vorliegen muss, um als ein solcher angesehen bzw. nicht mehr angesehen zu werden. Weiterhin steht die Frage zur Diskussion, ob beide Elternteile eigene Migrationserfahrung haben müssen, damit ihren Kindern ein Migrationshintergrund zugeschrieben wird. Die Integrationsbeauftragte des Bundes rechnet Kinder zur Gruppe der Personen mit Migrationshintergrund, wenn ein Elternteil Migrationsmerkmale hat. Dagegen sieht das Berliner Integrationskonzept derzeit noch vor, Kinder nur dann hinzuzuzählen, wenn beide Elternteile Migrationsmerkmale haben oder wenn sie bei einem alleinerziehenden Elternteil mit Migrationshintergrund aufwachsen. Für länderübergreifende Auswertungen im Rahmen der amtlichen Statistik – so aus dem Mikrozensus – muss, um die Vergleichbarkeit sicherzustellen, von einem einseitigen Hintergrund ausgegangen werden. Insgesamt ist die derzeitige Situation dadurch gekennzeichnet, dass in wichtigen Datenquellen einige Merkmale, die den Migrationshintergrund beschreiben, vorhanden sind, jedoch nicht alle > Abb. A3-2. An vielen Stellen erfolgt auch keine gezielte Erhebung, sondern die Rekonstruktion des Migrationshintergrundes aus den derzeit vorhandenen Merkmalen. All dies hat zur Folge, dass je nach genutzter Datenquelle unterschiedliche Zahlen errechnet werden, die nur bedingt miteinander in Beziehung gesetzt werden können. Die Datenquellen Mikrozensus und Einwohnerregister M1 ermöglichen es für Berlin, sowohl den ein- wie auch beidseitigen Migrationshintergrund auszuwerten (Bömermann, Rehkämper & Rockmann, 2008). Obwohl beide Datenquellen übereinstimmende Merkmale aufweisen, ergeben sich keine identischen Ergebnisse, da die eine Erhebung eine Stichprobe und die zweite eine Totalerhebung ist. In vielen Datenquellen wird die überwiegend gesprochene Sprache im Elternhaus erfasst. Aber auch hier gilt, dass die Vorgehensweise der Ermittlung variiert, ebenso wie die Differenziertheit mit der die nichtdeutsche Sprache erhoben wird (vgl. Übersicht Anhang B). 36 Rahmenbedingungen A Bildungsrelevante Datenquellen mit Angaben zum Migrationsstatus Lesehinweis: Im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfestatistik werden die Merkmale „überwiegend gesprochene Sprache“, das Geburtsland sowie der Migrationsstatus der Eltern erhoben. Landes- und kleinräumliche Ergebnisse Die Analyse der Mikrozensusdaten 2007 ergab, dass neben den 7,3 Mill. in Deutschland lebenden Ausländern weitere 8,1 Mill. Deutsche einen Migrationshintergrund aufweiDie Verteilung dieser Population zwischen Ost- und Westdeutschland ist extrem un- MZ, in Ber- > Abb. A3-3. ten Wert unter den Bundesländern. - 37 > A Migrationshintergrund Bevölkerung in Berlin-Ost, Berlin-West und Brandenburg 2006 und 2007 nach Migrationsstatus MZ in % > Tab. A3-2 Berlin-Ost 2007 Berlin-Ost 2006 Berlin-West 2007 Deutsche ohne Migrationshintergrund Deutsche mit Migrationshintergrund Ausländer Berlin-West 2006 Brandenburg 2007 Brandenburg 2006 0 25 68,3 69,6 89,3 89,5 13,0 18,0 94,8 95,0 50 75 4,9 6,4 5,8 4,1 18,7 12,4 2,6 2,6 2,6 2,4 100 Eine räumlich differenziertere Betrachtung als der Mikrozensus ermöglicht die Einwohnerregisterstatistik. Die Auswertung des Einwohnerregisters ergibt für Berlin mit Einwohner mit Migrationshintergrund. Von den 3,35 Millionen melderechtlich mit einen Migrationshintergrund EWR, das sind 391 Tsd. Personen. Zusammen mit den 470 Tsd. Ausländern ergibt dies 861 Tsd. Berliner mit Migrationshintergrund. > Tab. A3-3. Die Binnenstruktur der Bezirke ist wiederum sehr heterogen. Werden die 2006 neu gebildeten Lebensweltlich orientierten Räume LOR M2 zugrunde gelegt, die die Gesamtstadt in 447 Planungsräume aufgliedern, wird die räumliche Verteilung der Zugewanderten und hier in Zuwandererfamilien Geborenen deutlicher sichtbar > Abb. A3-4, A3-5. In 34 der 447 Planungsräume liegt > Tab. A3-4, A3-5. Bei den 6- bis unter 10-Jährigen sind es sogar 135 Planungsräume. 38 Rahmenbedingungen A Einwohner mit Migrationshintergrund in Berlin in % (Quelle: Meldepflichtig registrierte Einwohner am Ort der Hauptwohnung in Berlin am 31.12.2007, Raumgliederung: 447 Lebensweltlich orientierte Räume (LOR)) 4 bis unter 15 15 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 60 60 bis unter 71 Einwohner < 1000 Grünflächen Wasser © Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Einwohner im Alter von unter 19 Jahren mit Migrationshintergrund in Berlin in % (Quelle: Meldepflichtig registrierte Einwohner am Ort der Hauptwohnung in Berlin am 31.12.2007, Raumgliederung: 447 Lebensweltlich orientierte Räume (LOR)) 2 bis unter 15 15 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 60 60 bis unter 75 75 bis unter 89 Einwohner < 1000 Grünflächen Wasser © Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 39 > A Migrationshintergrund >> Zusammenfassung Die Daten zur Bevölkerung mit Migrationshintergund zeichnen für die Bezirke und innerhalb der Bezirke kein einheitliches Bild, so dass sich insbesondere für die vorschulischen und frühschulischen Bildungseinrichtungen, die wohnortnah genutzt werden, unterschiedliche Herausforderungen ergeben. In der Altersgruppe der unter 19-JähBildungssystem unterstrichen wird. Auswertungen zum Migrationshintergrund können derzeit nur unvollständig vorgenommen werden, da nicht in allen bildungsberichtsrelevanten Datenquellen die notwendigen Merkmale vorliegen. Wenn Auswertungen möglich sind, dann ist zu beachten, dass die Operationalisierung des Migrationsbegriffs unterschiedlich sein kann und somit die Vergleichbarkeit der Ergebnisse u. U. eingeschränkt ist. Für Berlin ist die Datenlage im Vergleich zu anderen Bundesländern gut. Methodische Erläuterungen > M1: Mikrozensus (MZ): Der Mikrozensus ist die wesentliche Datenquelle der amtlichen Statistik, wenn es um kombinierte Angaben zur Bildung, zur wirtschaftlichen Situation und zu soziodemographischen Aspekten geht. Erstmalig wurde der Migrationshintergrund 2005 aus den Merkmalen Staatsangehörigkeit, Geburtsort, Zuzugsjahr, Einbürgerung sowie Staatsangehörigkeit, Einbürgerung und Geburtsort der Eltern bzw. Großeltern konstruiert. Der Mikrozensus als Stichprobenerhebung ermöglicht die Auswertung nur für Berlin insgesamt. Da die Merkmale nur von einem Prozent der Bevölkerung erfasst werden, ist eine nach Bezirken oder Altersgruppen differenzierte Auswertung nicht möglich. Einwohnerregisterstatistik(EWR): Die Einwohnerregisterstatistik ist – anders als der Mikrozensus – eine Sekundärstatistik. Während beim Mikrozensus die festgelegte Definition in ein Frageprogramm umgesetzt wird und dann die Daten erhoben werden können, müssen hier die vorhandenen Daten genutzt werden. Das Verwaltungsregister wird also für die Beantwortung von Fragen herangezogen, die nicht dem ursprünglichen Zweck des Registers entsprechen. Als Personen mit Migrationshintergrund werden hier Ausländer, Deutsche mit ausländischem Geburtsland, Eingebürgerte bzw. Kinder nach der Optionsregelung verstanden. Hinzu kommen unter 18-jährige Deutsche, deren Eltern bzw. Elternteil Migrationsmerkmale aufweist. > M2: Lebensweltlich orientierte Räume: Die „Lebensweltlich orientierten Räume“ (LOR) wurden 2006 gemeinsam zwischen den Fachverwaltungen des Senats, den Bezirken und dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg auf der Grundlage der von Jugendplanern definierten Sozialräume abgestimmt. Mit Beschluss vom 1.8.2006 hat der Senat die Lebensweltlich orientierten Räume (LOR) als neue räumliche Grundlage für die Fachplanung sowie für die Prognose und Beobachtung demographischer und sozialer Entwicklungen festgelegt. Die LOR sind Bestandteil des Regionalen Bezugsystems Berlin (RBS) und bestehen aus drei aufeinander aufbauenden Ebenen: 447 Planungsräume (PLR), 134 Bezirksregionen (BZR) und 60 Prognoseräume (PRG). 40 Rahmenbedingungen A A4 Wirtschaftliche und soziale Entwicklung Die regionalen wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen und ihre Entwicklung lassen sich beschreiben, weil die entsprechenden Daten als Teile der nationalen statistischen Gesamtgrößen vorliegen. Für heutige Nationalstaaten – auch die der EU – gibt es trotz aller externen Öffnungen und Verflechtungen noch beschreibbare Beziehungen zwischen Wirtschaftsentwicklung, öffentlichen Haushalten, Demographie und Bildungswesen. Das gilt für Regionen eines Staates wie die Länder Berlin und Brandenburg deutlich weniger, da sie – im Hinblick auf Wirtschaft und Demographie – integrale Bestandteile des Nationalstaats sind und die öffentlichen Haushalte aufgrund des Finanzausgleichs nicht unmittelbar von der jeweiligen regionalen Wirtschaftsentwicklung abhängen. Trotz dieser Einschränkungen ist die Analyse der regionalen wirtschaftlichen Entwicklung aufschlussreich für das regionale Bildungswesen. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass Bildung „Ländersache“ ist und eine positive wirtschaftliche Entwicklung den Handlungsspielraum für das Bereitstellen von Bildungsangeboten verbessern kann. Ebenso ist der regionale Arbeitsmarkt ein vorrangiger Abnehmer für die Absolventinnen und Absolventen der Bildungsgänge, so dass sich auch eine regionale Dependenz von Angebot und Nachfrage ergibt. Wirtschaftsentwicklung Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist der umfassende Ausdruck der wirtschaftlichen Leistung in einem Gebiet. Der Bezug des BIP auf die Einwohnerzahl ist methodisch nicht ganz widerspruchsfrei, da es sich bei den Einwohnern um eine Größe am Wohnort handelt, das BIP sich aber auf den Arbeitsort bezieht. Es ist jedoch im Allgemeinen – auch im internationalen Vergleich – die am häufigsten verwendete Größe, da sie in den Regionen unter den gleichen inhaltlichen Definitionen berechnet wird. Diese identische Ermittlung führt zu einer methodischen Vergleichbarkeit der Angaben zum BIP je EinRegionen mit einem Einpendlerüberschuss, wie zum Beispiel Berlin, haben dabei im Vergleich zur Einwohnerzahl und auch zu den Länderhaushalten ein überzeichnetes Bruttoinlandsprodukt je Einwohner, da die Leistungen zum Teil von Einpendlern erbracht werden. Dementsprechend ist in einer Region mit Auspendlerüberschuss, wie dem Land Brandenburg, das BIP in den entsprechenden Angaben unterzeichnet, da die auspendelnden Brandenburger ihre Leistung unter anderem in Berlin erbringen. Das BIP je Einwohner liegt in beiden Ländern deutlich unter dem Bundesdurchschnitt > Abb. A4-1. Berlin bleibt auch in seiner Entwicklung hinter dem Durchschnitt auch schon 2004 und 2005, leicht über der Durchschnittsentwicklung liegt. 41 > A Wirtschaftliche und soziale Entwicklung BIP in jeweiligen Preisen je Einwohner 2003 - 2007 nach Ländern in € > Tab. A4-1 30.000 25.000 20.000 15.000 10.000 5.000 0 Berlin 2003 Brandenburg 2004 2005 Deutschland 2006 2007 Die Entwicklung der regionalen bzw. nationalen Gesamtwirtschaft spiegelt sich im Wirtschaftswachstum wider, gemessen als Veränderung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts. Während die Wirtschaftsentwicklung in Brandenburg nur wenig schwächer als die bundesdeutsche Gesamtentwicklung aber im Allgemeinen positiv verlief, fiel Berlins Wirtschaft bis zum Jahr 2004 zurück > Abb. A4-2. Erst ab dem Jahr 2005 sind auch für Berlin positive Impulse zu verzeichnen. Preisbereinigtes BIP in Berlin, Brandenburg und Deutschland 2000 – 2007 (Index 2000 = 100) > Tab. A4-2 110 108 106 104 102 100 98 96 94 Berlin Brandenburg Deutschland 92 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 42 Rahmenbedingungen A Gesamtentwicklung der Erwerbstätigkeit Konjunktureinbrüche und der Umbau von Wirtschaftsstrukturen waren in Berlin und Brandenburg in diesem Jahrzehnt mit einem drastischen Verlust an Arbeitsplätzen verbunden. Der Arbeitsplatzabbau fiel in beiden Ländern deutlich stärker aus als im Durchschnitt in Deutschland. Erst durch die konjunkturelle Belebung der Wirtschaft in den letzten Jahren war ein Aufschwung bei der Beschäftigung möglich, der in der Region Berlin und Brandenburg überdurchschnittlich ausfiel wie zuvor der Rückgang > Abb. 4-3. Im Unterschied zum Wirtschaftswachstum war die Berliner Beschäftigungsentwicklung der durchschnittlichen Entwicklung in Deutschland ähnlicher als die Brandenburgs. Dort gingen die Erwerbstätigenzahlen zunächst stärker zurück und stagnierten länger. Erwerbstätige in Berlin, Brandenburg und Deutschland 2000 bis 2007 (Index 2000 = 100) > Tab. A4-4 110 108 106 104 102 100 98 96 94 92 Berlin Brandenburg Deutschland 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 Aus diesem differenzierten Befund für die beiden Länder wird bereits deutlich, dass die nationalen gesamtwirtschaftlichen Größen für sich allein die regionalen Entwicklungen nicht zu beschreiben vermögen. Sie stellen nur Durchschnittswerte dar, hinter denen sich kleinräumiger durchaus gegenläufige Entwicklungen verbergen können. Konjunktureinbrüche und Strukturwandel waren mit tief greifenden Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt verbunden. Ausdruck fand dies in dem Anstieg der Zahl der Arbeitslosen in der Region Berlin-Brandenburg. Gemessen an der Arbeitslosenquote aller zivilen Erwerbspersonen gehörten Berlin und Brandenburg zu den Ländern mit den größten Problemen am Arbeitsmarkt in Deutschland > Abb. A4-4. Erst in den letzten beiden Jahren hat sich die Lage etwas entspannt und die Arbeitslosigkeit verringert. 43 > A Strukturwandel Arbeitslosenquote in Berlin, Brandenburg und Deutschland 2000 bis 2007 (nach Definition der Bundesagentur für Arbeit unter Berücksichtigung aller zivilen Erwerbspersonen) *Jahresdurchschnittswerte wegen Einführung des SGB II nur bedingt vergleichbar > Tab. A4-5 20 15 10 Berlin Brandenburg Deutschland 5 0 2000 2001 2002 2003 2004 2005* 2006 2007 Die Veränderung der Wirtschaftsbereichsstruktur, weg von den produzierenden Bereichen und hin zu den Dienstleistungen, beeinflusste auch die Beschäftigungsmöglichkeiten für Männer und Frauen. Da in den Dienstleistungsbereichen traditionell mehr Frauen als Männer beschäftigt sind, führte der vermehrte Bedarf an Beschäftigten zu einer Verringerung der Frauenarbeitslosenquote > Abb. A4-5. Während 2007 in Berlin weiterhin geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Arbeitslosenquote vorliegen, ist dies in Brandenburg nicht der Fall. Arbeitslosenquote in Berlin und Brandenburg 2000 bis 2007 nach dem Geschlecht *Jahresdurchschnittswerte wegen Einführung des SGB II nur bedingt vergleichbar > Tab. A4-6 25 20 15 10 Frauen-Berlin Frauen-Brandenburg Männer-Berlin Männer-Brandenburg 5 0 2000 2001 2002 2003 2004 2005* 2006 2007 44 Rahmenbedingungen A Strukturwandel der Erwerbstätigkeit Der wirtschaftliche Strukturwandel führte zu einem geänderten Bild der Beschäftigungsverhältnisse. Bei mittelfristig insgesamt stagnierender bzw. rückläufiger Erwerbstätigkeit im Zeitraum 2000 bis 2006 verringerte sich die Zahl der Personen in abhängigen Erwerbsverhältnissen stark, während die Zahl selbständig Erwerbstätiger zunahm >Tab. A4-7. Im Ergebnis dieser Entwicklung schrumpfte der Anteil der ArbeitBE BB und liegt in beiden Ländern somit über dem nationalen Durchschnitt. Der Rückgang der Arbeitnehmerzahl betraf hauptsächlich voll sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Positive Beschäftigungseffekte gingen dagegen von der Gruppe der marginal Beschäftigten aus, zu denen ausschließlich geringfügig Beschäftigte und Beschäftigte in Arbeitsgelegenheiten (Ein-Euro-Jobs) zählen >Abb. A4-6. Marginale Beschäftigungsverhältnisse expandierten vor allem im Zusammenhang mit der Neuregelung der gesetzlichen Bedingungen für geringfügige Beschäftigungen im Jahr 1999 und den Reformen am Arbeitsmarkt (Hartz-Gesetze). Arbeitnehmer, sozialversicherungspflichtig und marginal Beschäftigte in Berlin, Brandenburg und Deutschland Veränderung 2006 gegenüber 2003 in % >Tab. A4-8 0,4 Berlin -3,8 38,9 -1,5 Brandenburg -3,7 22,9 0,1 Deutschland -2,2 14,7 -5 0 5 15 25 35 Arbeitnehmer Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am 30.06. Marginal Beschäftigte rungspflichtigen Arbeitsplätze verloren, in Deutschland waren es nur etwas mehr als tung marginaler Beschäftigungsverhältnisse. Die Zahl dieser Personengruppe erhöhte sich 2006 gegenüber 2003 in Berlin um weit mehr als ein Drittel, in Brandenburg um fast ein Viertel und deutschlandweit um durchschnittlich ein Siebentel. In der Metropolregion ging damit fast jeder siebte Arbeitnehmer ausschließlich einer marginalen Beschäftigung nach. Der Wandel am Arbeitsmarkt zeigt sich nicht nur in veränderten Beschäftigungsverhältnissen, sondern auch in einer weiteren Verschiebung zwischen den Wirtschaftsbereichen. Der Bereich der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei sowie des Produzierenden Gewerbes ist im Zeitraum von 2000 bis 2006 weiter drastisch geschrumpft > Abb. A4-7. In Deutschland verringerte sich die Erwerbstätigenzahl in der Land- und stärker reduzierte sich die Zahl der Arbeitsplätze im Produzierenden Gewerbe. Es fielen BE BB tumsträger hingegen waren die Dienstleistungsbereiche. Hier expandierten die Ar- 45 > A Strukturwandel BE BB aller Erwerbstätigen einer Arbeit in Dienstleistungsbereichen nach. Erwerbstätige nach Wirtschaftsbereichen in Berlin, Brandenburg und Deutschland: Veränderung 2006 gegenüber 2000 in % > Tab. A4-9 Berlin Brandenburg Land- und Forstwirtschaft, Fischerei Produzierendes Gewerbe Dienstleistungsbereiche Deutschland -35 -30 -25 -20 -15 -10 -5 0 5 10 Der wirtschaftliche Strukturwandel, der auch zu vielen Beschäftigungsmöglichkeiten in Bereichen mit relativ schlechtem Einkommen führte, führte insbesondere bei Frauen zur Zunahme der Erwerbstätigkeit > Tab. A4-10. In Brandenburg fiel die Zunahme keit der Männer entwickelte sich im genannten Zeitraum in beiden Ländern rückläufig BE BB). Infolge dieser Entwicklung nahm der Anteil der Frauen an den Erwerbstätigen insgesamt in beiden Ländern zu und war annähernd gleich. Altersstruktur und Beschäftigungsumfang Durch den demographischen Wandel erhöht sich der Altersdurchschnitt der Erwerbs> Abb. A4-8. 50 Jahre. als 46 Rahmenbedingungen A Verteilung der Erwerbstätigen auf die Alterskategorien 2006 für Berlin und Brandenburg in Tsd. > Tab. A4-11 250 200 150 100 50 Berlin Brandenburg hr 20 65 25 60 30 55 50 35 45 40 me ter ter ter te r ter te r ter ter te r te r un is un is un is un is un is un is un is un is un is un und bis 0 b b b b b b b b b 65 15 2 60 25 55 50 35 45 40 30 0 Die Teilzeitbeschäftigung wird in beiden Bundesländern bevorzugt durch Frauen wahrgenommen. In Berlin ist die Teilzeitbeschäftigung insgesamt weiter verbreitet als in Brandenburg, der Frauenanteil bei den Teilzeitbeschäftigten ist jedoch in Brandenburg höher als in Berlin > Tab. A4-11. Regionale Betrachtung Beide Länder haben Regionen mit hoher und niedriger Erwerbstätigkeit. Der Anteil der Erwerbstätigen an den Erwerbspersonen differiert in Berlin um 14,5 Prozentpunkte > Tab. A4-12. Ebenso haben beide Länder Regionen mit hohen und niedrigen Haushaltseinkommen. Bei den Einkommen unter 700 € > Abb. A4-9 zeigen sich in Berlin ähnliche Strukturen wie bei SGB II-Bedarfsgemeinschaften > Abb. A4-11. 47 > A Bedarfsgemeinschaften Anteile der Bevölkerung in Berlin (links) und Brandenburg (rechts) mit einem monatlichen Nettoeinkommen von weniger als 700 € 2007 in % > Tab. A4-13 Berliner Bezirke 01 Mitte 02 Friedrichshain-Kreuzberg 03 Pankow 04 Charlottenburg-Wilmersdorf 05 Spandau 06 Steglitz-Zehlendorf 07 Tempelhof-Schöneberg 08 Neukölln 09 Treptow-Köpenick 10 Marzahn-Hellersdorf 11 Lichtenberg 12 Reinickendorf Kreise und kreisfreie Städte in Brandenburg 01 Brandenburg an der Havel 02 Cottbus 03 Frankfurt (Oder) 04 Potsdam 05 Barnim 06 Dahme-Spreewald 07 Elbe-Elster 08 Havelland 09 Märkisch-Oderland 10 Oberhavel 11 Oberspreewald-Lausitz 12 Oder-Spree 13 Ostprignitz-Ruppin 14 Potsdam-Mittelmark 15 Prignitz 16 Spree-Neiße 17 Teltow-Fläming 18 Uckermark 12 05 04 07 06 03 18 01 02 11 10 15 13 10 05 08 04 14 17 06 12 09 08 09 01 03 02 16 07 11 © Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Der größte Unterschied beim Haushaltseinkommen zwischen Berlin und Brandenburg in ihrer Einkommenssituation sehr viel heterogener als die Brandenburger Kreise. Dies gilt insbesondere für Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf. Viel homogener – wenn auch „ärmer“ – sind die Bezirke Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf. In Brandenburg sieht die Situation insgesamt einheitlicher aus. Hier sind die Differenzen zwischen den Kreisen bei der Kategorie „ohne Einkommen“ festzustellen, die dere im Südwesten (u. a. Potsdam) – ist auch durch höhere Einkommen charakterisiert, die aber in den Durchschnittswerten der Kreise durch die niedrigeren Einkommen der berlinfernen Teile nivelliert werden. Kinder und Jugendliche in Bedarfsgemeinschaften von „Hartz-IVEmpfängern“ Das Lebens- und Bildungsumfeld großer Bevölkerungsgruppen ist durch die Abhängigkeit von sozialen Transferleistungen geprägt. Schnelle Karriere hat das Schlagwort „Hartz IV“ gemacht, mit dem die Reform des Arbeitslosen- und Sozialhilfesystems umgangssprachlich bezeichnet wird. Die Empfänger von Leistungen zur „Grundsicherung für Arbeitssuchende“ nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) können nur durch alleinige oder zusätzliche Unterstützungsleistungen den Lebensunterhalt sichern M1. Andernfalls würden sie, verkürzt gesprochen, in Armut leben. Durch die Höhe der Regelsätze und die übernommenen Kosten der Unterkunft sowie weitere Einmalleistungen wird eine absolute Armutsgrenze festgelegt. Kinder und Jugendliche, die in SGB II-Bedarfsgemeinschaften leben, bewegen sich in einem finanziell sehr restriktiven Rahmen. 48 Rahmenbedingungen A Im Dezember 2007 waren 33 BE bzw. 181 BB Tsd. Bedarfsgemeinschaften M2 mit 605 BE BE BB der Bevölbzw. 328 BB kerung in Bedarfsgemeinschaften > Abb. A4-10. Allgemein liegen die Anteile je Altersgruppe in Berlin höher als in Brandenburg. Am höchsten ist der Anteil von Personen in BE BB. Personen in SGB II-Bedarfsgemeinschaften in Berlin und Brandenburg am 15.12.2007 nach Altersgruppen in % > Tab. A4-14a, b Insgesamt unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 16 16 bis unter 19 19 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 55 55 bis unter 65 0 10 20 30 40 Berlin Brandenburg Unterhalb der Landesebene zeigen sich beträchtliche regionale Unterschiede. In der für die frühkindliche Bildung relevanten Gruppe im Alter von unter 3 Jahren liegt der Anteil der Kinder in Bedarfsgemeinschaften in den Berliner Bezirken Neukölln, MarzahnBrandenburg nicht. In den kreisfreien Städten Brandenburg an der Havel, Cottbus und Frankfurt (Oder) sowie in den Kreisen Uckermark, Prignitz und Oberspreewald-Lausitz der Anteil der Personen in Bedarfsgemeinschaften in den Bezirken Neukölln, Marzahnbis 15-Jährigen > Tab. A4-14a, b. Noch weiter differenziert sich die räumliche Verteilung, wenn die Gemeinden in Brandenburg und die Lebensweltlich orientierten Räume in Berlin betrachtet werden. Gebiete in der nördlichen Landeshälfte Brandenburgs weisen höhere Anteilswerte von Kindern und Jugendlichen in Bedarfsgemeinschaften auf als in der südlichen Hälfte > Abb. A4-11. In Berlin liegt der höchste Wert im Planungsraum Wassertorplatz im Bezirk samt 81 der 418 Planungsräume 1. 1 mit mindestens 1000 Einwohnern 49 > A Bedarfsgemeinschaften Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren in SGB II-Bedarfsgemeinschaften 15.12.2007 in Berlin (links) und Brandenburg (rechts) in % Reinickendorf Pankow Spandau Mitte Lichtenberg MarzahnHellersdorf Prignitz Ostprignitz-Ruppin Oberhavel Uckermark FriedrichshainKreuzberg Charlottenburg-Wilmersdorf TempelhofSchöneberg Steglitz-Zehlendorf Neukölln Treptow-Köpenick Havelland Barnim Märkisch-Oderland Brandenburg a. d. Havel Potsdam Frankfurt (Oder) Oder-Spree © Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Potsdam-Mittelmark Teltow-Fläming 60 und mehr 50 bis unter 60 40 bis unter 50 30 bis unter 40 20 bis unter 30 0 bis unter 20 weniger als 1000 Einwohner Wasserfläche Grünfläche Dahme-Spreewald ) Elbe-Elster Oberspree- Cottbus wald-Lausitz Spree-Neiße Alleinerziehende gelten als besonders armutsgefährdet > A2. Unter den Bedarfsgeden Elternteil > Abb. A4-12. Nichterwerbsfähige Personen unter 15 Jahren in SGB II-Bedarfsgemeinschaften Alleinerziehender Dezember 2007 nach Altersgruppen in Berlin und Brandenburg in % > Tab. A4-15a, b 42,4 34,9 Berlin 41,7 44,4 46,6 45,2 42,6 46,8 46,7 44,9 0 25 50 Insgesamt unter 3 3 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 15 Brandenburg 50 Rahmenbedingungen A Auch hier zeigen sich in beiden Ländern regional wieder große Unterschiede. Über Bezirken Pankow, Treptow-Köpenick und Lichtenberg Teil einer Bedarfsgemeinschaft, niedrigsten Wert > Tab. A4-14a, b. >> Zusammenfassung Während das Wirtschaftswachstum im letzten Jahrzehnt in Brandenburg nur wenig schwächer als die bundesdeutsche Gesamtentwicklung verlief, fiel Berlins Wirtschaft bis zum Jahr 2004 weiter zurück. Erst ab dem Jahr 2005 sind auch für Berlin positive Impulse zu verzeichnen. Im Unterschied zum Wirtschaftswachstum war die Berliner Beschäftigungsentwicklung derjenigen in Deutschland insgesamt ähnlicher als die in Brandenburg. Hier gingen die Erwerbstätigenzahlen zunächst stärker zurück und stagnierten dann länger. Erst die konjunkturelle Belebung der Wirtschaft in den letzten Jahren ermöglichte den Aufschwung der Beschäftigung, der in der Metropolregion überdurchschnittlich ausfiel. Gemessen an der Arbeitslosenquote aller Erwerbspersonen gehören Berlin und Brandenburg zu den Ländern mit den größten Problemen am Arbeitsmarkt, wo auch viele Hochqualifizierte (ISCED 5-6) keine Beschäftigung finden konnten > H1. Erst in den letzten beiden Jahren hat sich die Lage etwas entspannt und die Arbeitslosigkeit verringert. Der wirtschaftliche Strukturwandel führte zu einem geänderten Bild der Beschäftigungsverhältnisse. Bei mittelfristig insgesamt stagnierender bzw. rückläufiger Erwerbstätigkeit verringerte sich die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stark, während die Zahl selbständig Erwerbstätiger expandierte. In Berlin und Brandenburg gingen relativ deutlich mehr der voll sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze verloren als in Deutschland. Eine überdurchschnittliche Ausweitung marginaler Beschäftigungsverhältnisse – besonders in Berlin – hat die Entwicklung deutlich abgeschwächt. Der Wandel am Arbeitsmarkt zeigt sich nicht nur in veränderten Beschäftigungsverhältnissen, sondern auch in einer fortgesetzten Verschiebung zwischen den Wirtschaftsbereichen. Land- und Forstwirtschaft, Fischerei sowie das Produzierende Gewerbe sind in Berlin weiter drastisch geschrumpft. In Brandenburg war diese Entwicklung etwas schwächer. An Gewicht gewonnen haben hingegen viele sehr heterogene Dienstleistungsbereiche – hoch qualifizierte, teilweise aus den Industrien ausgegliederte, aber auch ganz einfache Tätigkeiten. Dadurch verändern sich die Arbeitsmärkte für Männer und Frauen grundlegend. Die erstmals zur Verfügung stehenden Daten zu den Bedarfsgemeinschaften eröffnen die Möglichkeit zur detaillierten regionalen Analyse eines Teilaspekts der sozialen Lage. Anhand dieser Daten sind weitere Analysepotentiale im Hinblick auf bildungsbezogene Fragestellungen zu erwarten, wenn die dort erfassten Daten zu Schul- und Berufsabschluss für alle erfassten Personen verfügbar sind. 51 > A Bedarfsgemeinschaften Methodische Erläuterungen > M1: Einführung des Sozialgesetzbuches Mit der Einführung des Sozialgesetzbuches (SGB) Zweites Buch (II) und der darin geregelten Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe änderten sich die Grundlagen der Arbeitsmarktstatistik in Deutschland. Ehemalige Bezieher von Arbeitslosenhilfe und erwerbsfähige Sozialhilfeempfänger erhalten Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II. Anspruchsberechtigt sind erwerbsfähige und nicht erwerbsfähige Personen in Bedarfsgemeinschaften bis zum 65. Lebensjahr. Hilfebedürftige Personen, die nicht erwerbsfähig sind und Kinder haben, erhalten keine Leistungen nach dem müssen sich auch erwerbsfähige Angehörige von ehemaligen Arbeitslosehilfebeziehern bemühen, die Hilfebedürftigkeit der Bedarfsgemeinschaft zu mindern bzw. zu beenden. Sie erhalten dann Arbeitslosengeld II und werden als Arbeitslose registriert, wenn ihnen Arbeit zumutbar ist. Fachlich differenzierte und kleinräumige Informationen können aus den pseudonymisierten Einzeldaten der Bundesagentur für Arbeit gewonnen werden. Die Daten stehen den Statistischen Landesämtern, beginnend mit dem Berichtsjahr 2005, zur Verfügung. Es handelt sich um Bestandsdaten jeweils zum Stichtag 15. Dezember. > M2: Bedarfsgemeinschaft Zur Bedarfsgemeinschaft gehören grundsätzlich alle erwerbsfähigen Hilfebedürftigen mit Ehegatten/Partnern sowie unverheiratete Kinder, welche das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, soweit sie die Leistungen zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes nicht aus eigenem Einkommen oder Vermögen beschaffen können (§ 7 Abs. 3 SGB II). Der Begriff Bedarfsgemeinschaft ist nicht identisch mit dem Begriff der Haushaltsgemeinschaft, der weiter gefasst ist und alle Personen beinhaltet, die in einem Haushalt zusammenleben. Die Bedarfsgemeinschaft zeichnet sich dadurch aus, dass bei allen Mitgliedern der wechselseitige Wille, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander kann erwartet werden, dass es sein individuelles Einkommen und Vermögen zur Deckung des Bedarfs aller Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft einsetzt. 52 B Grundinformationen zur Bildung in Berlin und Brandenburg Die ausreichende Finanzierung und personelle Ausstattung des Bildungssystems war und ist zu allen Zeiten ein aktuelles Thema, so die Ausstattung der Kindertageseinrichtungen, der allgemeinbildenden und beruflichen Schulen, der Hochschulen, die Förderung von Schülerinnen und Schülern sowie der Studierenden, die Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit > B1, B2. Ein hoher oder niedriger staatlicher Aufwand im Bildungsbereich ist nicht per se als gut oder schlecht zu bewerten. Die Bewertung bedarf der detaillierten Analyse des komplexen Gesamtgefüges, aus dem sich die Kosten zusammensetzen. Dies ist jedoch nicht Gegenstand dieses Berichts (Bildungsfinanzbericht, 2008). Zudem ist natürlich nicht nur isoliert der von der Gesellschaft finanzierte Aufwand zu betrachten, sondern auch der gesellschaftliche Ertrag > I. Zu dem Komplex der Grundinformationen gehören auch die Daten, die darüber Auskunft geben, wie die Bevölkerung sich an den Bildungsangeboten beteiligt und welcher Bildungsstand erreicht werden konnte > B3. B1 Bildungsausgaben Die öffentlichen Finanzdaten liegen je nach Bildungsbereich aus unterschiedlichen Quellen und in unterschiedlichem Umfang vor. Insbesondere im Bereich der privaten Ausgaben und der Weiterbildung ist die Datenlage auf der Ebene der Länder unvollständig. Im Vordergrund der Betrachtung stehen hier die Nettoausgaben zur Bereitstellung der Bildungsangebote abzüglich der direkten Einnahmen beispielsweise durch Gebühren im entsprechenden Bildungsbereich (Grundmittelkonzept). Daneben entstehen aber auch den Bürgerinnen und Bürgern Ausgaben – so z. B. durch die Nutzung von privaten Bildungseinrichtungen, die Beschaffung von Schulbüchern oder Studien- und Kursgebühren > I3. Um die langfristige Ausgabenentwicklung in Berlin und Brandenburg zu betrachten, werden die Jahre 1995, 2000 und 2005 herangezogen. Für die kurzfristige Einordnung der Bildungsausgaben 2005 dienen sowohl das Vorjahr 2004 wie auch die vorläufigen Ergebnisse für 2006 und 2007 1. Die Ausgaben für die Bildungseinrichtungen M1 setzen sich aus Aufwendungen für Personal, Sachaufwendungen und Investitionsausgaben zusammen. Sie können je nach Analyseperspektive anhand verschiedener Größen relativiert werden, so z. B. am Bruttoinlandsprodukt (BIP), am Gesamthaushalt, an der Bevölkerung insgesamt oder an bestimmten Jahrgängen. > Tab. B1-1. 1 Als Datenquelle dient, soweit nicht anders vermerkt, der Bildungsfinanzbericht 2008 des Statistischen Bundesamtes. 53 > B Bildungsausgaben Bildungsausgaben insgesamt 2005 gab Berlin für den Bereich der öffentlichen Bildung rund 4,1 Mrd. € aus. Im Verkompensierte allerdings nicht einmal die allgemeine Teuerung (Inflationsrate 2005 ca. dungsbereich aus. Nach den vorläufigen Ergebnissen für 2006 und 2007 steigt der Anteil am Berliner Gesamthaushalt weiter an. Bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt BerLändern aufgrund des niedrigen Berliner BIP sehr hoch ist > A4. Die Ausgaben je Ein- des Werts von 1995. Brandenburg gab 2005 rund 2,1 Mrd. € für den öffentlichen Bildungsbereich aus. Da- die Investitionen in den einzelnen Bildungsbereichen gingen jedoch zumeist zurück > Tab. B1-2. Eine Ausnahme bildeten hierbei die Bereiche der Kindertageseinrichtungen 2004. Nach vorläufigen Ergebnissen für 2006 und 2007 setzen sich die eher moderaten Veränderungen bei den gesamten Bildungsausgaben weiter fort. Die Ausgaben je Ein- Wesentlichen, die jungen Jahrgänge betrifft und das Angebot in Fläche trotzdem aufrecht gehalten werden muss. In der Struktur der Bildungsausgaben spiegelt sich sowohl die Anzahl der Bildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer als auch das Angebot in den jeweiligen Bildungssegmenten wider. In Berlin und Brandenburg hat sich die Zusammensetzung der Ausgaben für die einzelnen Bildungsbereiche kaum verändert. > Tab. B1-3. Berlin gab 2005 rund die Hälfte der Bildungsausgaben für allgemeinbildende und berufliche Schulen aus > Abb. B1-1. Verglichen mit den anderen Ländern war das wenig > Tab. B1-4. Der Anteil der BilLändern aufgrund der zentralörtlichen Funktion sehr hoch. Berlin lag 2005 bei den ten. Brandenburg investierte in den Bereich der allgemeinbildenden und beruflichen Relativ unbedeutend waren in beiden Ländern die Ausgabenanteile für die FördeBE BB > F3), das BE BB BE BB). 54 Grundinformationen zur Bildung in Berlin und Brandenburg B Anteile der Bildungsbereiche an den öffentlichen Bildungsausgaben 2005 sowie 2007 (vorläufig) in % > Tab. B1-3 100 1,4 2,1 28,4 1,5 1,7 29,3 1,8 3,8 11,1 1,8 3,8 11,4 80 60 61,9 40 49,3 50,3 60,7 Jugendarbeit Sonstiges Bildungswesen Förderung von Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden Hochschulen Schulen Kindertageseinrichtungen 2005 Berlin 2007 2005 2007 Brandenburg 20 18,2 0 16,8 19,6 20,6 In der Metropolregion wurden 2005 je Bildungsteilnehmer und Bildungseinrichtung rund 8.100 € BE bzw. 6.800 € BB ausgegeben > Tab. B1-5. Die Ausgaben Berlins lagen weit über dem bundesdeutschen (7.000 €) wie auch dem OECD-Durchschnitt (6.700 €). Nur Hamburgs Ausgaben waren 2005 mit 8.400 € höher. Brandenburg liegt im Sekundarbereich I der allgemeinbildenden Schulen (ISCED 2, d. h. Klasse 5–10) > B3 mit 5.800 € je Schülerin und Schüler über dem nationalen Durchschnitt von 5.500 €. Kindertageseinrichtungen Wurden Kindertageseinrichtungen früher eher als Betreuungseinrichtungen gesehen, wird in der aktuellen Diskussion immer mehr die Bildungsaufgabe dieses Bereiches unterstrichen. In die öffentlichen Ausgaben für Kindertageseinrichtungen gehen Kindergärten, Kinderkrippen, Kinderhorte und die Tagesbetreuung von Kindern ein. Kindertageseinrichtungen aus2. Der Anteil dieses Bereiches an den Bildungsausgaben Brandenburg gab 2005 rund 417,7 Mio. € für Kindertageseinrichtungen aus. Das waals noch 1995. Bezogen auf die Bildungsausgaben Brandenburgs insgesamt hatten die - das Land. Darin spiegelt sich vor allem die geänderte Aufgabenverteilung zwischen Land und Kommunen wider. Nach vorläufigen Ergebnissen gehen die öffentlichen Ausgaben für Kindertageseinrichtungen 2006 in beiden Länder zurück und steigen 2007 in beiden Ländern wieder BE BB resultiert. Ergänzend fliessen ab 2008 Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes zum Kinderbetreuungsausbaus (U3-Programm), in Berlin in der Höhe von15,3 Mio. Euro, in Brandenburg von 9,9 Mio. Euro. Die Ausgaben je Kind sind für Zeiträume vor 2006 nicht 2 Die Daten aus 1995 sind aufgrund einer Umstellung der Systematik nicht vergleichbar. 55 > B Bildungsausgaben verfügbar, da in der Kinder- und Jugendhilfestatistik bis dahin Angaben zur Anzahl der betreuten Kinder nicht erhoben wurden. Für die Folgejahre bestehen methodische Abgrenzungsprobleme bzgl. der Hortkinder, die in vielen Bundesländern und so auch Brandenburg zu Doppelzählungen führen können. Allgemeinbildende und berufliche Schulen 2005 gab Berlin 2,0 Mrd. € für den Bereich der allgemeinbildenden und beruflichen BE BB zurückgegangen. Diese Zahlen relativieren sich bei der Betrachtung der Ausgaben je Schülerin und Schüler >Tab. B1-6, B1-7, B1-8 3. Berlin gab 2005 insgesamt rund 5.600 € je Schülerin bzw. Schüler unabhängig von der Schulart aus und hatte somit seine Ausgaben im Vergleich mit den Vorjahren deutlich erhöht > Abb. B1-2. Bundesweit wurde mit 5.700 € nur in Hamburg mehr ausgegeben. In Brandenburg lag der Wert bei rund 4.600 € und damit knapp unterhalb des nationalen Durchschnitts von 4.700 € und deutlich unter dem der ostdeutschen Flächenländer von 5.000 €. Über die Jahre nahm der Betrag je Jahr und Schülerin bzw. Schüler zu > D1. Unabhängig von der Schulart waren die Ausgaben je Schülerin und Schüler in Berlin 1995 bis 2005 durchweg höher als im nationalen Durchschnitt. Die Ausgaben in Brandenburg lagen in diesem Zeitraum sowohl unter dem deutschen als auch unter dem Durchschnitt der ostdeutschen Flächenländer > Abb. B1-2. Entwicklung der Ausgaben je Schülerin und Schüler an allgemeinbildenden Schulen (Index: 100 = 2000) > Tab. B1-8 125 120 115 Berlin Brandenburg Deutschland Flächenländer West Flächenländer Ost Stadtstaaten 110 105 100 2000 2001 2002 2003 2004 2005 3 Die Ausgaben öffentlicher Schulen setzen sich zusammen aus den Ausgaben für das Personal (ein schließlich Zuschläge für Beihilfen und unterstellter Sozialbeiträge für verbeamtete Lehrkräfte), für den laufenden Sachaufwand sowie für Investitionen. Zu unterscheiden sind die hier aufgeführten Ergebnisse zu den Ausgaben je Schüler/-in von den Kosten je Schüler/-in nach Eisinger et al. (2007), die die reinen Ausgaben der Länder um eine Reihe von anderen Kostengrößen (v. a. kalkulatorische Immobilien- und Verwaltungspositionen) erweitern und dadurch zu deutlich höheren Ergebnissen kommen. 56 Grundinformationen zur Bildung in Berlin und Brandenburg B Für Grundschülerinnen und -schüler 4 wurden in Berlin im Jahr 2005 durchschnittlich 4.700 € ausgegeben, das sind 700 € mehr als im Bundesdurchschnitt > Abb. B1-3. In Brandenburg lag der Betrag bei 3.700 €, was dem Länderminimum entspricht. Für Realschülerinnen und -schüler wurden 2005 5.200 € BE bzw. 4.200 € BB ausgegeben. In Brandenburg entsprachen die Ausgaben an Gesamtschulen mit 5.700 € je Schülerin bzw. Schüler dem Bundesdurchschnitt, Berlin gibt rund 1.200 € mehr aus. Am höchsten lagen die Ausgaben an den Förderschulen mit 14.700 € BE bzw. 12.600 € BB. Ausgaben je Schülerin und Schüler nach Schulart 2005 > Tab. B1-7 Allgemeinbildende Schulen Grundschulen Realschulen Gymnasien Berlin Stadtstaaten Brandenburg Flächenländer Ost Flächenländer West Deutschland 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 16.000 Gesamtschulen Förderschulen Neben den Ausgaben für die öffentlichen Schulen haben Berlin und Brandenburg auch Schulen in privater Trägerschaft bezuschusst 5. In Berlin wurden 2005 rund 4.000 € je Schülerin und Schüler in den verschiedenen Schularten als öffentliche Zuschüsse beigesteuert, in Brandenburg waren es rund 4.600 €. Hochschule Der Bereich der öffentlichen Hochschulausgaben beinhaltet die Ausgaben für Hochschulen nach dem Grundmittelkonzept ohne die Fördermittel aus den allgemeinen Forschungsprogrammen des Bundes. Ebenso zählen in Berlin dazu die Ausgaben für Hochschulkliniken, jedoch ohne die Ausgaben für Krankenbehandlungen. Brandenburg bietet aufgrund der Empfehlungen des Wissenschaftsrats keine analoge Hochschulausbildung im medizinischen oder pharmazeutischen Bereich an > F. als 2004, jedoch weniger als in den Vorjahren > Abb. B1-4. Nach den vorläufigen Ergebnissen für 2006 steigen die Ausgaben 2006 an, gehen aber 2007 wieder zurück. Gemessen am Anteil an den Bildungsausgaben insgesamt war der Anteil der öffentlichen im Vorjahr. Nach den vorläufigen Ergebnissen steigen die Ausgaben 2006 auf 249 Mio. € an und bleiben dann 2007 auf diesem Niveau. 4 Bei der Betrachtung der Ausgaben 2005 nach Schularten und im Vergleich mit den anderen Ländern muss berücksichtigt werden, dass für die Berechnungen der Ausgaben je Grundschülerin bzw. -schüler die Jahrgangsstufen 5 und 6 in Berlin und Brandenburg nicht eingehen. 5 Bildungsfinanzbericht 2008, Tab. 4.2.6-1, Tab. 4.2.6-2, Tab. 4.2.6-3 57 > B Ausgaben für Hochschulen Veränderung der Ausgaben für den Hochschulbereich (Index: 100 = 2000) > Tab. B1-10 120 115 110 105 Berlin Stadtstaaten Brandenburg Flächenländer Ost Deutschland Flächenländer West 100 95 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2005 wurden insgesamt rund 11.300 € BE bzw. 10.000 € BB je Studierenden ausgegeben, ohne die Aufwendungen für die Bereiche Forschung und Entwicklung verbleiben durchschnittlich 6.500 € BE bzw. 6.600 € BB > Tab. B1-5. Die Vergleichszahlen für Deutschland insgesamt lagen bei durchschnittlich 11.900 € beziehungsweise 7.100 €. Die Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) ermittelte 2004 Daten zu den Lehrkosten und zum Auslastungsgrad u. a. an drei Berliner Universitäten und der Universität Potsdam. Je nach Lehrgebiet und Universität variieren die Kosten pro Studienplatz und Absolventin bzw. Absolvent erheblich > Abb. B1-5. Der Auslastungsgrad vor allem bei den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie den Sprach- und Kulturwissenschaften ist enorm, was sich u. a. auch in den hohen Betreuungsrelationen widerspiegelt > F2. 58 Grundinformationen zur Bildung in Berlin und Brandenburg B Ausgaben 2004 je Absolventin und Absolvent sowie Fächergruppe und Universität in Euro > Tab. B1-9 100.000 90.000 80.000 70.000 60.000 50.000 40.000 30.000 20.000 10.000 0 Sprach-und Kulturwissenschaften Sport Rechts-, Wirtschafts-und Sozialwissenschaften Mathematik, Naturwissenschaften Agrarwissenschaften Ingenieurwissenschaften Kunst, Musik Design Der Bereich der Förderung umfasst die öffentlichen Ausgaben der Länder und Kommunen für Förderprogramme von Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden und Personen aus Familien mit niedrigem Einkommen. Dazu zählen einerseits spezielle Programme für die Ausbildungsförderung, Aufstiegsfortbildung und zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Andererseits werden hier aber auch Ausgaben für die Schülerbeförderung, die insbesondere im ländlichen Raum den Zugang zu Bildung ermöglichen soll, und die Studentenwohnraumförderung verbucht. In Berlin wurden 2005 rund 85 Mio. € zur Förderung von Schülerinnen und Schülern läufigen Ergebnissen für 2006 und 2007 gehen die Ausgaben zurück. Ingesamt nahm dieser Bereich 2005 in Berlin an den gesamten öffentlichen Bildungsausgaben einen - schen Flächenländer. Der Bereich des sonstigen Bildungswesens beinhaltet die Ausgaben zur Förderung der Weiterbildung, der Volkshochschulen und anderer Einrichtungen der Weiterbildung > G, Einrichtungen der Lehrerausbildung und -fortbildung sowie der Berufsakademien. weniger als im Vorjahr und nur die Hälfte der Ausgaben aus dem Jahr 1995 > Abb. B1-6. Nach vorläufigen Ergebnissen für 2006 und 2007 gehen die Ausgaben auch weiter FU HU Berl B in TU erl i U Ber n Po lin ts da m HU U Be Po rlin ts da m FU B HU erl B in TU erl i U Ber n Po lin ts da m FU Be HU rl in TU Berl i U Ber n Po lin tsd am HU TU Berl i U Ber n Po lin tsd am TU Be rli n FU Be HU rl i U Be n Po rlin ts da m Öffentliche Förderung im Bildungsbereich - Sonstiges Bildungswesen 59 > B Förderung sonstiges Bildungswesen 2005 wurden in Brandenburg 38,2 Mio. € für das sonstige Bildungswesen ausgegeben den gesamten Bildungsausgaben und lag damit über dem Durchschnitt der ostdeutauch in Brandenburg die Ausgaben für diesen Bereich weiter zurückgehen. Entwicklung der Ausgaben im Bereich sonstige Bildungsausgaben (Index: 100 = 2001) > Tab. B1-11 180 160 140 120 100 80 Berlin Stadtstaaten Brandenburg Flächenländer Ost Deutschland Flächenländer West 60 40 20 0 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit Zu den Ausgaben für die Jugendarbeit zählen solche für außerschulische Jugendbildungsmaßnahmen, für die arbeitswelt-, schul- und familienbezogene Jugendarbeit, Jugendarbeit in Sport, Spiel und Geselligkeit, die Kinder- und Jugenderholung, die Jugendberatung sowie Ausgaben zu Einrichtung, Erhaltung und Betrieb von Einrichtungen der Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit. Diese Aufwendungen sollen zur Entwicklung der Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen im außerschulischen Bereich beitragen (NBB, 2008, S. 78 ff.). Für Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit, deren Anteil an allen öffentlichen BerTendenz in den Folgejahren verausgabt. In Brandenburg entfielen 2005 auf diesen Be- Ausgaben für Bildungskarrieren In Deutschland gibt es vielfältige Möglichkeiten sich zu qualifizieren. Typische Bildungskarrieren sind das Erreichen eines Haupt- oder Mittleren Schulabschlusses und anschließend eine Duale Ausbildung (Typ A und C), das Erreichen eines Fachhochschuldiploms mit vorheriger Berufsausbildung (Typ D), das Erreichen der allgemeinen Hochschulreife mit anschließendem Studium (Typ E) oder noch vorher absolvierter Lehre (Typ F). Die kumulierten Ausgaben der Bildungseinrichtungen für einen Mittleren Abschuss und eine Duale Ausbildung liegen bei 116,9 Tsd. BE bzw. 80,6 Tsd. BB Euro und damit rund BE BB unter dem Bundesdurchschnitt > Abb. B1-7. Die Ausgaben für 60 Grundinformationen zur Bildung in Berlin und Brandenburg B eine Hochschulgangsberechtigung sowie ein Universitätsdiplom sind mit 131,7 Tsd. BE bzw. 101,8 Tsd. BB Kumulierte Ausgaben der Bildungseinrichtungen für ausgewählte Bildungskarrieren 2005 in Euro (da es in Brandenburg keine Hauptschulen gibt, wird dieser Wert nicht ausgewiesen werden) > Tab. B1-12 Typ F 9 Jahre Gymnasium, Duale Ausbildung, Uni-Diplom Typ E 9 Jahre Gymnasium, Uni-Diplom Typ D Mittlerer Abschluss, Duale Ausbildung, Fachoberschule, FH-Diplom Typ C Mittlerer Abschluss, Duale Ausbildung Typ A Hauptschulabschluss, Duale Ausbildung 0 40.000 Berlin 80.000 Brandenburg 120.000 160.000 Deutschland Methodische Erläuterungen > M1: Die Bildungsausgaben von Bund, Ländern und Gemeinden laut Finanzstatistik sind vom Konzept des Bildungsbudgets 2005/2006 abgegrenzt. Sie umfassen die Personalausgaben (einschließlich Beihilfen und Sozialversicherungsbeiträge), Sachaufwand, Investitionsausgaben und unterstellte Sozialbeiträge für die Alters- und Krankenversorgung im Versorgungsfall der im Bildungsbereich aktiven Beamten nach dem Konzept der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen. Nicht enthalten sind Abschreibungen, Finanzierungskosten, Ausbildungsvergütungen, Personalausfallkosten der Weiterbildungsteilnehmer im Rahmen der betrieblichen Weiterbildung und die Versorgungszahlungen für im Ruhestand befindliche ehemalige Beschäftigte des Bildungsbereichs. Im Rahmen der Bildungsförderung werden öffentliche Ausgaben für BAföG, Umschulungen, Schülerbeförderung u. a. nachgewiesen. Falls nicht anders angegeben, werden die Ausgaben in den jeweiligen Preisen ausgewiesen (Bildungsfinanzbericht, 2008, S. 23). Das Bildungsbudget berechnet sich demgegenüber aus den Bildungsausgaben im jeweiligen Rechnungsjahr zzgl. der unterstellten Sozialbeiträge für Beamtenversorgung, zzgl. der Beihilfen für aktive Beamte und Angestellte im Bildungsbereich, zzgl. der Bildungsausgaben der Bundesagentur für Arbeit und der Bundeswehrhochschulen, die Duale Ausbildung, die Weiterbildung, die Beamtenausbildung usw. abzüglich bildungsfremde Leistungen von Bildungseinrichtungen (z. B. Krankenbehandlung in Hochschulkliniken). 61 > B Altersstruktur B2 Bildungspersonal Das Bildungspersonal ist eine der wichtigsten Säulen des Bildungssystems und umfasst die Personen, die in öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen tätig sind. In Berlin und Brandenburg arbeiten in Kindertageseinrichtungen sowie Kindertagespflege, allgemeinbildenden sowie beruflichen Schulen und Hochschulen 118.044 Personen 1. Die Altersstruktur, die Geschlechterverteilung sowie die Qualifikation und Beschäftigungsform variieren stark nach Beschäftigungsbereich und Land. An den allgemeinbildenden Schulen arbeiten die meisten Menschen – 25.560 BE bzw. 18.827 BB – dicht gefolgt vom wissenschaftlich oder künstlerisch arbeitenden Personal 2 an den Universitäten, Fachhoch- und Verwaltungshochschulen mit 24.879 BE und 8.926 BB. In den Kindertageseinrichtungen sind in der Metropolregion 29.825 Personen tätig (16.615 BE, 13.210 BB). Die nächstgrößere Gruppe besteht aus den 4.650 BE bzw. 3.024 BB Lehrenden an beruflichen Schulen. Weiterhin sind 1.311 BE sowie 1.042 BB Tagespflegerinnen und -pfleger in Berlin und Brandenburg tätig. Altersstruktur der Beschäftigten im Bildungsbereich In den Kindertageseinrichtungen der Metropolregion sind überwiegend Personen mittleren Alters beschäftigt, wobei das Personal in Brandenburg durchschnittlich älter In Brandenburg ist der Anteil der Beschäftigten in der Gruppe „55 Jahre und älter“ fast doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt, was durch den fehlenden Einstellungsbedarf aufgrund des starken Rückgangs an Schülerinnen und Schüler bedingt ist > Abb. B2-1. Altersstruktur der Beschäftigten in den Kindertageseinrichtungen (ohne hauswirtschaftliches Personal) 2007 in % > Tab. B2-1 40 35 30 25 20 15 10 Deutschland Berlin Brandenburg 5 0 unter 20 20 - 24 25 - 34 35 - 44 45 - 54 55 und älter 1 Aufgrund der Datenlage ist es nicht möglich, über das Personal in der Berufsausbildung und Weiterbildung zu berichten. 2 Insgesamt, d. h. mit Verwaltungs-, technischem und sonstigem Personal arbeiten in Berlin 41.641 und in Brandenburg 8.926 Menschen an den verschiedenen Hochschulen, Fachhochschulen und Verwaltungshochschulen. Hierzu zählen auch die 6.068 Berliner und 2.400 Brandenburger wissenschaftlichen Hilfskräfte und Tutoren. 62 Grundinformationen zur Bildung in Berlin und Brandenburg B Die Altersverteilung der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kindertagesbetreuung in Brandenburg ist glockenförmig mit einer Spitze bei den 35- bis > Tab. B2-2. Von den Lehrerinnen und Lehrern an allgemeinbildenden Schulen sind in Berlin 3 > Abb. B2-2 4. Der größte Unterschied zwischen der Metropolregion und Deutschland insgesamt findet sich in der Gruppe nen und Lehrer dieser Gruppe angehören, sind es im gesamten Bundesgebiet 5 Altersverteilung und Geschlecht der hauptberuflichen Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen 2007 in % > Tab. B2-3 30 25 20 15 10 Berlin weiblich Berlin männlich Brandenburg weiblich Brandenburg männlich unter 30 30 - 34 35 - 39 40 - 44 45 - 49 50 - 54 55 - 59 60 - 64 5 0 Die Altersstruktur der Lehrkräfte an beruflichen Schulen ähnelt derjenigen der Lehr- > Tab. B2-4. der größte Unterschied in der Gruppe der unter 35-Jährigen. Während bundesweit denburg. An den Hochschulen der Metropolregion sieht die Altersstruktur hingegen anders aus. Professuren werden nur in Ausnahmefällen mit Personen besetzt, die jünger als 30 Jahre sind. Dozenten- und Assistenzstellen werden im Allgemeinen nur vorübergehend besetzt, so dass auf diesen Stellen nur wenig Personal im Alter von 50 Jahren und darüber zu finden ist. Noch deutlicher gilt dies für die Stellen der wissenschaftlichen 3 ohne Bremen (Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 1, Tab. 7.3.2 2007/08) Lehrer aus dem aktiven Dienst aus (Modellrechnung der Kultusministerkonferenz vom 08.05.2003). 5 Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 2, Tab. 1.6 2007/08 63 > B Genderaspekte und künstlerischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Anteil an den Hochschulen der Metropolregion ab der Altersgruppe „35 Jahre und älter“ kontinuierlich abnimmt > Tab. B2-5. Genderaspekte Deutschlandweit sind im Bereich der Kindertageseinrichtungen überwiegend Frauen BE BB. Der Anteil der männlichen Mitarbeiter steigt jedoch bei den Jüngeren an. Dennoch sind in Berlin insgesamt nur 722 und in Brandenburg nur 259 Männer in diesem Beruf tätig > Tab. B2-1. In der Kindertagespflege findet sich eine ähnliche Struktur, wobei in Berlin nur 38 der 1.311 und in Brandenburg 28 der 1.042 Tagespflegepersonen männlich sind > Tab. B2-2. > Abb. B2-3. Hinzu kommen 1.555 BE und 894 BB BE BB weiblich sind > Tab. B2-10. BE BB noch deutlich höher. Sind an den allgemeinbildenden Schulen die Lehrerinnen deutlich in der Überzahl, so zeigt sich in Berlin und Brandenburg an den beruflichen Schulen ein im Ganzen eher BE BB). In der Gruppe der TeilzeitBE bzw. 68,7 BB deutlich die Lehrerinnen > Tab. B2-10. Bei den Lehrkräften an Hochschulen zeigt sich je nach Statusgruppe ein unterschiedBE BB des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals an den Hochschulen sind männlich. Bei den Professorinnen und Professoren sind es BE BB > Tab. B2-6. Allerdings stieg der Anteil der Professorinnen in 6. Auch bei den Dozentinnen und Dozenten sowie den wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Situation unausgeglichen. Im Bereich der letztgenannten Gruppe liegt das Verhältnis in beiden Ländern bei ungefähr drei Männern zu zwei Frauen. Bei den Lehrkräften für besondere Aufgaben kehrt sich das Verhältnis in Berlin hingegen um bzw. gleicht sich in Brandenburg fast aus > Tab. B2-6. Qualifikation des Bildungspersonals und Beschäftigungsformen 2007 sind in Berlin insgesamt 19.228 und in Brandenburg 15.418 Personen in KinderBE BB im hauswirtschaftlichen bzw. technischen Bereich. Im Vergleich zu 2006 stellt dies in beiden Ländern beim pädagoBE BB dar7. BE BB des Personals in Kindertageseinrichtungen besitzen eine Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher. Dies sind deutlich mehr als im BundesdurchBE BB hingegen kaum anzutreffen > Tab. B2-7 überwiegende Teil des Personals in den Kindertageseinrichtungen teilzeitbeschäftigt, > Tab. B2-9. Die Beschäftigungssituation der Lehrkräfte an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen ist in beiden Ländern unterschiedlich. An den allgemeinbildenden öffentlichen und privaten Schulen Berlins arbeiten von den 25.560 Lehrkräften drei Viertel in Vollzeit. Begründet durch den starken Schülerrückgang seit 1995 wurden in Brandenburg Vollzeitstellen auf Teilzeitstellen reduziert. So stehen in Brandenburg 8.271 Voll- 6 Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Statistischer Bericht Personal und Personalstellen an Hochschulen im Land Berlin 2007 (B III – j 2007) 7 Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Statistischer Bericht Kinder und tätige Personen in Tageseinrichtungen und öffentlich geförderter Kindertagespflege 2006 und 2007 (K V 7 – j, 2006, 2007) 64 Grundinformationen zur Bildung in Berlin und Brandenburg B zeitkräften 10.556 Teilzeitkräfte gegenüber. Nur gut zwei Fünftel der Lehrkräfte arbeiten Vollzeit. Im Schuljahr 2006/07 kamen 1.191 BE bzw. 342 BB Lehrerinnen und Lehrer neu an eine Schule des jeweiligen Landes oder nahmen den Schuldienst wieder auf. Im selben Jahr schieden 1.565 BE und 1.077 BB aus dem Schuldienst aus > Tab. B2-8. Rechnet man die 1.555 in Berlin bzw. 894 in Brandenburg stundenweise beschäftigten Lehrkräfte hinzu, stehen im Schuljahr 2007/08 in Berlin insgesamt 23.957 VZÄ M1 und in Brandenburg 16.673 VZÄ zur Verfügung. Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen nach Beschäftigungsumfang und Geschlecht 2007 in % > Tab. B2-10 100 90 80 70 60 50 40 30 20 10 0 männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich Vollzeit Teilzeit Stundenweise beschäftigt Berlin Brandenburg An den öffentlichen und privaten beruflichen Schulen Berlins arbeiten insgesamt 4.650 Lehrkräfte, in Brandenburg 3.024. Vollzeitbeschäftigt sind 3.595 BE bzw. 2.173 BB der BE BB männlich sind. In Teilzeitbeschäftigung arbeiten in Berlin 1.055 Lehrkräfte, in Brandenburg 851. Zusätzlich unterrichten noch 736 BE bzw. 449 BB stundenweise Beschäftigte. Dies entspricht insgesamt 4.482BE bzw. 2.980 BB VZÄ > Tab. B2-11. Im Schuljahr 2006/07 kamen 310 BE bzw. 203 BB Lehrerinnen und Lehrer neu hinzu, ihre beruflichen Schulen verlassen haben 322 BE bzw. 305 BB Lehrerinnen und Lehrer > Tab. B2-12. Im Hochschulbereich waren 2007 in Berlin 41.641 und in Brandenburg 8.926 PerBE BB zum wissenschaftlichen und künstlerischen Personal gehören. Dies entspricht 12.902 BE bzw. 3.125 BB Vollzeitäquivalenten > Tab. B2-13. Lässt man in Berlin und Brandenburg die 6.068 BE bzw. 2.400 BB wissenschaftlichen Hilfskräfte und Tutoren unberücksichtigt, beläuft sich das Personal insgesamt BE und auf 35.573 BE bzw. 6.526 BB BB zum wissenschaftlichen und künstlerischen Personal zählen. Dies entspricht 11.688 BE bzw. 2.645 BB Vollzeitäquivalenten. In Berlin und Brandenburg sind vom wissenschaftlich oder künstlerisch arbeitenden BE BB hauptberuflich tätig, wobei der Wert im Bundesdurch8 stellen an den Hochschulen der Metropolregion etwa ein Drittel des gesamten wissenschaftlichen Personals. Die Be- 8 Ohne die wissenschaftliche Hilfskräfte und Tutoren 65 > B Beschäftigte an Hochschulen schäftigungsentwicklung verlief in beiden Ländern seit 1998 positiv. Während Bran- Aufwärtstrend im Hochschulbereich lediglich in Brandenburg wiederfindet > Abb. B2-4. Entwicklung des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals im Hochschulbereich in Personen (links) und in VZÄ (rechts), (Index 1998 = 100) > Tab. B2-14, B2-15 Berlin Brandenburg Deutschland 135 130 125 120 115 110 105 100 95 90 135 130 125 120 115 110 105 100 95 90 98 99 00 01 02 03 04 05 06 07 19 19 20 20 20 20 20 20 20 20 98 99 00 01 02 03 04 05 06 07 19 19 20 20 20 20 20 20 20 20 Methodische Erläuterungen > M1: Vollzeitäquivalente: Eine vollzeitbeschäftigte Person entspricht einem Vollzeitäquivalent, teilzeitbeschäftigte Personen werden entweder exakt gemäß ihrem Beschäftigungsvolumen berechnet oder wenn diese Angaben nicht vorliegen, nach einheitlich in der amtlichen Statistik festgelegten Anteilswerten. Für Kindertageseinrichtungen werden die genauen wöchentlichen Arbeitsstunden herangezogen (Vollzeit = 38,5 Stunden). Für Tagespflegepersonen wird der Teilzeitfaktor anhand des Betreuungsumfangs der Kinder geschätzt. Für Schulen werden die Vollzeitlehrer-Einheiten der KMK verwendet (http://www.kmk.org/statistik/schule/statistische-veroeffentlichungen/definitionenkatalog-zur-schulstatistik.html, S. 36 ff.). Für Hochschulen geht Teilzeitpersonal mit dem Faktor 0,5, nebenberufliches Personal (u. a. Lehrbeauftragte) mit dem Faktor 0,2 ein 66 Grundinformationen zur Bildung in Berlin und Brandenburg B B3 Bildungsstand und Bildungsbeteiligung Der Bildungsstand der Bevölkerung beschreibt den höchsten schulischen und den höchsten beruflichen Abschluss der Bürgerinnen und Bürger. Die Kennziffer macht keine Aussage darüber, wo diese Abschlüsse erreicht wurden, d. h. Rückschlüsse auf die Bildungssysteme der hier betrachteten Länder sind aufgrund von Wanderungsbewegungen nicht eindeutig möglich. Der Bildungsstand gibt jedoch Auskunft über das Qualifikationsniveau der Wohnbevölkerung in Berlin und Brandenburg. Der Bildungsstand kann anhand der nationalen allgemein- und berufsbildenden Abschlüsse und nach der internationalen Klassifikation ISCED (International Standard Classification of Education) dargestellt werden (Übersicht C). Stehen internationale Vergleiche im Vordergrund, ist die Verwendung der ISCED sinnvoll. Legt man die ISCEDKlassifikation zugrunde, sind jedoch z. B. die in Deutschland unterschiedlich bewerteten Abschlussniveaus Haupt- und Realschule (ISCED 2) und im Hochschulbereich Bachelor, Master, Diplom (U), Diplom (FH) (ISCED 5A) nicht mehr unterscheidbar, da sie nach ISCED jeweils in einer gemeinsamen Kategorie zusammengefasst werden. Die Bildungsabschlüsse nach ISCED lassen sich in drei Hauptkategorien einteilen: 0-2: niedrige Qualifikation (maximal mittlerer allgemeinbildender Schulabschluss, kein beruflicher Abschluss) Hochschulreife) Gesundheitsberufe, Meisterabschluss, Promotion) Schul- und Berufsausbildung bauen grundsätzlich aufeinander auf. Voraussetzung für eine Berufsausbildung ist in den meisten Fällen ein entsprechender Schulabschluss. Jedoch wird nicht jeder Schulabschluss in die Berufsausbildung umgesetzt, zu der er berechtigt > E1, F1. Im Folgenden werden der Bildungsstand der Berliner und Brandenburger Bevölkerung in Bezug auf Schul- und Berufsabschlüsse beschrieben und Unterschiede zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen aufgezeigt. Höchster allgemeinbildender Schulabschluss In Berlin ist der Anteil der Erwachsenen im Alter von 25 bis unter 65 Jahren, die keinen Alterskategorien relativ hoch > Abb. B3-1. Dies ist für Stadtstaaten ein typisches Phänomen, das auch in Bremen und Hamburg auftritt. In Brandenburg liegt der Anteil derer, doch an > D6. 67 > B Schulabschlüsse Höchster allgemeinbildender Schulabschluss der Bevölkerung ab 15 Jahren ohne Personen, die noch in schulischer Ausbildung sind, 2007 in % > Tab. B3-1 Ohne allgemeinen Schulabschluss ISCED2A: HS/RS/POS ISCED 3A: Hochschulreife, Fachhochschule Deutschland 65 und älter 50 bis unter 65 40 bis unter 50 35 bis unter 40 30 bis unter 35 25 bis unter 30 20 bis unter 25 15 bis unter 20 25-65 15-65 65 und älter 50 bis unter 65 40 bis unter 50 35 bis unter 40 30 bis unter 35 25 bis unter 30 20 bis unter 25 15 bis unter 20 25-65 15-65 25-65 15-65 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Der Anteil der 25- bis unter 65-jährigen Bevölkerung, der über die Hochschulreife verburger in der betrachteten Altersklasse haben einen mittleren Schulabschluss (ISCED 2A), aber nur rund die Hälfte aller Berlinerinnen und Berliner. Damit weisen die Schulabschlüsse in Berlin eine sehr viel größere Heterogenität auf als in Brandenburg. Der Anteil der höchsten Schulabschlüsse (ISCED 3A) ist in der Gruppe der Frauen der jüngeren Generationen in beiden Ländern größer als bei gleichaltrigen Männern > Tab. B3-2, B3-3. Für die Altersgruppen ab ca. 35 BE bzw. 50 BB Jahren ist das Gegenteil festzustellen. Dafür ist der Hauptschulabschluss in den jüngeren Generationen eher bei Männern als bei Frauen, in den älteren Generationen eher bei Frauen vorzufinden. Das ist u. a. Ausdruck der Tatsache, dass Frauen bzw. Mädchen in der Schule inzwischen erfolgreicher abschneiden als Männer bzw. Jungen. Ähnlich wie beim Schulabschluss unterscheiden sich die Bevölkerungen von Berlin und Brandenburg insbesondere in den Anteilen von Personen mit fehlender bzw. sehr hoher beruflicher Qualifizierung > Abb. B3-2 - genüber dem Bundesdurchschnitt höhere Anteile an fehlenden wie auch an sehr hohen Abschlüssen, Brandenburg hingegen höhere Anteile bei den mittleren Abschlüssen aufzuweisen > E5. 68 Brandenburg Berlin Höchster beruflicher Abschluss Grundinformationen zur Bildung in Berlin und Brandenburg B Bevölkerung im Alter von 25 bis unter 65 Jahren nach höchstem beruflichem Bildungsabschluss 2007 in % > Tab. B3-4 ohne beruflichen Abschluss ISCED 0-2, 3A mit beruflichem Abschluss ISCED 3B, 4 Lehr-/Anlernausbildung1) ISCED 5B Fachschulabschluss2) ISCED 5A und 6 Hochschulabschluss, Promotion 0 10 20 30 40 50 60 Berlin Brandenburg Deutschland Ein analoges Bild zeigt sich für Berlin, wenn die Abschlüsse gemäß der internationalen che Qualifikation erworben haben > Tab. B3-5. Fast alle westlichen Länder haben ähnliche oder noch höhere Werte, während die Werte für die östlichen Länder vergleichbar mit denen von Brandenburg sind. Sowohl in Berlin als auch in Brandenburg hat ein BE BB) eine hohe Qualifikation (ISCED 5A, 5B, 6) erreicht. Die jeweiligen Anteile von Frauen und Männern in diesen Qualifikationskategorien unterscheiden sich stark, wenn die östlichen und westlichen Flächenländer differen- 1) Anlernausbildung, Berufliches Praktikum, Berufsvorbereitungsjahr, Abschluss einer Lehrausbildung, Abschluss einer Lehrausbildung, Vorbereitungsdienst für den mittleren Dienst in der Öffentlichen Verwaltung, berufsqualifizierender Abschluss an einer Berufsfachschule/Kollegschule, Abschluss einer 1-jährigen Schule des Gesundheitswesens. 2) Meister-/Technikerausbildung oder gleichwertiger Fachschulabschluss, Abschluss einer 2- oder 3-jährigen Schule des Gesundheitswesens, Abschluss einer Fachakademie oder Berufsakademie, Abschluss einer Verwaltungsfachhochschule, Abschluss der Fachschule der DDR. 69 > B Höchster Berufsabschluss Höchster Berufsabschluss der Bevölkerung im Alter von 25 bis unter 65 Jahren nach ISCED-Kategorien 2007 in % > Tab. B3-5 Frauen 5,6 1,4 3,4 3,8 0,8 5,3 1,3 2,9 3,1 1,1 5,0 5,5 ISCED 3A/B 7,6 5,4 7,9 8,6 3,9 9,8 7,4 5,2 6,4 4,7 6,6 7,1 3,7 7,0 10,1 9,7 10,6 43,6 53,0 51,4 60,8 63,9 Männer ISCED 0-1 11,0 15,2 17,1 55,7 52,8 52,3 58,8 41,6 6,4 6,7 ISCED 2 ISCED 4 16,7 17,4 22,8 ISCED 5B 12,9 10,1 10,0 11,1 14,5 16,1 16,1 13,7 24,5 13,9 12,6 12,2 11,9 1,7 0,5 0,8 0,7 0,6 ISCED 5A 3,1 0,8 1,6 1,6 1,0 0 10 ISCED 6 60 50 Berlin 40 30 20 10 0 Deutschland 20 30 40 50 60 Brandenburg westliche Länder ohne Berlin-West östliche Länder ohne Brandenburg und Berlin-Ost Eine Qualifikation im Bereich ISCED 5A und ISCED 6, der die Absolventinnen und Absolventen von Universitäten, Fachhochschulen > F5 umfasst, haben in Deutschland > Abb. B3-2. Dieser Anteil ist deutschlandweit über die Altersgruppen nahezu konstant > Abb. B3-4 gruppe der 35- bis unter 45-Jährigen den höchsten Wert aufzuweisen. In der jüngsten klasse gibt es in Berlin viele Personen, die ihr Studium noch nicht abgeschlossen haben. In der höchsten Altersgruppe der 45- bis unter 55-Jährigen ist der Anteil ebenfalls In Brandenburg fällt der Anteil in allen Altersklassen um circa 10-15 Prozentpunkte niedriger aus als in Berlin. Dafür muss vor allem auch die hohe Dichte an Universitäten und Fachhochschulen in Berlin verantwortlich gemacht werden > F5. 70 Grundinformationen zur Bildung in Berlin und Brandenburg B Abschluss ISCED 5A, 5B bzw. ISCED 6 nach Altersgruppen 2007 in % > Tab. B3-6 30 25 20 15 Berlin Brandenburg Deutschland Länder-Min Länder-Max OECD 25 bis unter 35 35 bis unter 45 45 bis unter 55 10 5 0 Schulbildung und Berufsabschluss Voraussetzung für die diversen Laufbahnen beruflicher Ausbildung sind die entsprechenden Schulabschlüsse. Das Verlassen der Schule ohne einen Abschluss führt sehr wahrscheinlich dazu, dass auch keine Berufsausbildung abgeschlossen wird. In Berlin BE BB Personen ohne Schulabschluss wenigs> Abb. B3-5, > E2. In Berlin ist die Quote derjenigen, die auch mit einem Hauptschulabschluss ohne berufliche Ausbildung bleiben, mit einer Differenz von über 16 Prozentpunkten erheblich BE BB DE). Der Abschluss der Haupt- bzw. Realschule führt in beiden Ländern mehrheitlich zu einer Lehrausbildung > Abb. B3-5, > E2. Ehemalige Bürgerinnen und Bürger der DDR haben mit dem damals üblichen POS-Abschluss 1 häufiger eine Fachschulausbildung beendet als Personen mit dem vergleichbaren Mittleren Schulabschluss (Realschulabschluss/Mittlere Reife) im früheren Bundesgebiet. Genauer gesagt, ist die Quote Brandenburg um das Doppelte höher als mit dem heute allgemein üblichen Mittleren Schulabschluss. Dies ist ein Indiz für höhere Bildungsaspirationen in der DDR, die sich immer noch in einem durchschnittlich höheren formalen Bildungsstand in den ostdeutschen Ländern widerspiegeln. Nicht jeder höhere Schulabschluss wird in einen entsprechenden Berufsabschluss umgesetzt. Während in ganz Deutschland ein Viertel der Personen mit (Fach-)Hochschulreife als höchsten Berufsabschluss eine Lehrausbildung vorzuweisen hat, sind es BE BB. Nach der (Fach-)Hochschulreife ha> Abb. B3-5. 1 POS = Polytechnische Oberschule 71 > B Schulabschlüsse Höchster beruflicher Ausbildungs- oder Hochschulabschluss in Abhängigkeit vom höchsten allgemeinbildenden Schulabschlüsse der Bevölkerung von 25 bis unter 65 Jahren 2007 in % > Tab. B3-7 100 90 80 70 60 50 40 30 Hochschulabschluss Fachschulabchluss Lehrausbildung o. berufl. Abschl. 20 10 0 Berlin Berlin Berlin Berlin Deutschland Deutschland Deutschland Deutschland Berlin Brandenburg Brandenburg Brandenburg Brandenburg Brandenburg Deutschland o. allg. Schulabschluss Hauptschulabschluss POS Realschulabschluss Hochschul-, Fachhochschulreife Frauen ohne Schul- oder mit Hauptschulabschluss bleiben in Berlin häufiger ohne Berufsabschluss als Männer. Dies trifft im Bundesdurchschnitt für alle Schulabschlüsse zu. In Brandenburg zeigt sich bis auf die (Fach-)Hochschulreife ein uneindeutiges Hochschulreife in Berlin auch ein Studium abgeschlossen, bei den Männern hingeBundesdurchschnitt: Deutschlandweit beträgt der Unterschied bei den Hochschulabschlüssen zwischen Männern und Frauen mit Hochschulzugangsberechtigung fast 12 Prozentpunkte > Tab. B3-8, Tab. B3-9. Damit gelingt es den Menschen in Berlin und Brandenburg in unterschiedlichem Maße, erworbene Schulabschlüsse zu adäquaten Berufsabschlüssen weiterzuentwickeln. In Berlin ist der Anteil derjenigen, die ihre (Fach-)Hochschulreife auch in einen (Fach-)Hochschulabschluss umgesetzt haben, am höchsten. Allerdings ist auch der Anteil der Personen, die unabhängig vom Schulabschluss ohne beruflichen Abschluss bleiben, in Berlin höher als in Brandenburg. Der Anteil der Personen mit einem beruflichen Abschluss liegt in Brandenburg höher als in Berlin und über dem Bundesdurchschnitt. 72 Grundinformationen zur Bildung in Berlin und Brandenburg B Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Berlin Im Gegensatz zur Brandenburger hat die Berliner Bevölkerung einen hohen Anteil an Personen mit Migrationshintergrund MZ > A3. Daraus ergibt sich eine Situation, die Berlin nur noch mit den Stadtstaaten bzw. anderen westdeutschen Großstädten teilt. Der Vergleich der Schulabschlüsse von Personen mit und ohne Migrationshintergrund in Berlin legt nahe, dass die hohe Quote von Erwachsenen ohne Schulabschluss > Abb. B3-1 vor allem auf eine höhere Quote der Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund zurückzuführen ist. In dieser Gruppe sind in allen Altersklassen die Anteile der Personen ohne allgemeinbildenden Schulabschluss höher als bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund >Tab. B3-10. In der Bevölkerung mit Migrationshintergrund hat bei den über 50-Jährigen mehr als ein Viertel keinen Schulabschluss. Diese Generation kam zu einem großen Teil ohne Ausbildung nach Deutschland und hat diese nicht nachgeholt. Beim Schulabschluss auf ISCED-2-Niveau zeigt sich, dass Personen mit Migrationshintergrund die Schule häufiger nur mit dem Hauptschulabschluss beenden als Personen ohne Migrationshintergrund > Abb. B3-6. Höchster allgemeinbildender Schulabschluss der Bevölkerung von 25 bis unter 65 Jahren in Berlin mit und ohne Migrationshintergrund MZ (MH) 2007 in % > Tab. B3-10 45 40 35 30 25 20 15 10 5 0 Berlin Deutschland ohne MH ohne MH ohne MH ohne MH mit MH mit MH mit MH mit MH ohne allgemeinen Schulabschluss ISCED 1 HauptschulRealschulabschluss abschluss ISCED 2 Hochschulreife, Fachhochschule ISCED 3A In der Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist in der Altersgruppe ab 30 Jahren ein Hauptschulabschluss häufiger zu finden als ein Realschulabschluss >Tab. B3-10. In der jüngeren Generation kehrt sich dies um, so dass der Anteil der Hauptschulabschlüsse zugunsten des Realschulabschlusses zurückgeht, was dem allgemeinen Trend zu höheren Schulabschlüssen entspricht. Bei der (Fach-)Hochschulreife gibt es keine wesentlichen Unterschiede zwischen Personen mit und ohne Migrationshintergrund – in beiden Bevölkerungsgruppen > D6. Berlin erreicht auch im Ländervergleich hohe Anteile – nicht außergewöhnlich für eine Stadt mit einer ausgeprägten Hochschullandschaft, die auch höher qualifizierte Personen aus dem In- und Ausland anzieht. 73 > B Schulabschlüsse Die Unterschiede in den schulischen Abschlüssen von Frauen und Männern mit Migrationshintergrund weisen ähnliche Strukturen wie in der Gesamtbevölkerung auf > Tab. B3-11, Tab. B3-12. Männer mit Migrationshintergrund haben häufiger einen Hauptschulabschluss als Frauen – eine Schulabschlussart, die derzeit noch häufig vorkommt. Beim Mittleren Abschluss liegen Frauen und Männer gleichauf. Frauen mit Migrationshintergrund haben in den jüngeren Altersgruppen zu einem höheren Anteil einen Verhältnisse um. Frauen mit Migrationshintergrund haben jedoch häufiger keinen Schulabschluss als Männer. Dass ein fehlender Schulabschluss eine spätere Berufsausbildung erschwert, zeigt sich auch für die Bevölkerung mit Migrationshintergrund mehr als deutlich > Abb. B3-7. grund keinen Berufsabschluss. Diese Zahl unterscheidet sich damit nur marginal vom Bundesdurchschnitt. Allerdings hat auch fast ein Viertel der Berlinerinnen und Berliner mit Migrationshintergrund einen (Fach-)Hochschulabschluss, bundesweit sind es hin- Bevölkerung mit Migrationshintergrund MZ im Alter von 25 bis unter 65 Jahren 2006 nach höchstem beruflichen Bildungsabschluss 2007 in % > Tab. B3-13 50 40 30 20 10 Berlin Deutschland 0 ss 1 s hlu ng s2 nd lus sc us du il hl Ab ) l- u bsch b sc ) n A hu a us 4) he , 3 sc ul 6) lab 5B na B , ch sch 5A, flic 0-2 er D 3 hu ED nl E ru D sc C Ho och ED be CE ch (IS -/A SC C h Fa hr (I ne (IS ch (IS Le oh Fa Bildungsbeteiligung Die Bildungsbeteiligungsquote gibt den Anteil der Personen einer Altersgruppe an, die sich an Bildungsmaßnahmen unterschiedlicher Einrichtungen beteiligenM1. Diese Quote stellt alleine nur eine von vielen Beschreibungsgrößen dar. So lässt sie z. B. Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Bildungsangeboten außer Acht und erlaubt keine Aussagen über Inhalte und Qualität des erworbenen Wissens sowie die Anzahl der Abschlüsse. Eine hohe Quote ist aufgrund der bestehenden Schulpflicht für Kinder und Jugendliche in Deutschland selbstverständlich. Darüber hinaus ergeben sich weitere Zeiträume, die im Bildungssystem verbracht werden, z. B. durch die berufliche Ausbildung, das Studium oder die Weiterbildung. dungssystem. Während Brandenburg diesen Durchschnittswert erreicht, sind es in 74 Grundinformationen zur Bildung in Berlin und Brandenburg B Berlin 12 Jahre. Die Bildungsbeteiligung beginnt in den Ländern in unterschiedlichem Alter meistens jedoch ein oder zwei Jahre vor Beginn der Schulpflicht mit dem Besuch einer Kindertageseinrichtung > C2. Die Berliner Bevölkerung ist im Alter von 6 bis 17 BE BB deutet darauf hin, dass nicht alle Kinder vor dem Schuleintritt eine Kindertageseinrichtung besuchen > C2 und ein Teil der Kinder und Jugendlichen zwar in Berlin bzw. Brandenburg wohnt, jedoch außerhalb des jeweiligen Landes die Schule besucht > Abb. B3-8, > D (EAG, 2008, S. 72 ff.). Analoge Effekte ergeben sich bei den Auszubildenden und Studierenden, die u. U. das einzige regional verfügbare Berufsschulzentrum besuchen > E2 bzw. das nur an bestimmten Orten verfügbare Studienangebot wahrnehmen > Abb. F1-5. Bildungsbeteiligung* nach Altersgruppen 2006 in % > Tab. B3-14 0 bis unter 5 5 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 30 30 bis unter 40 Berlin Brandenburg Deutschland 0 20 40 60 80 100 älter als 40 Die Bildungsbeteiligungsquote für die Altersgruppe der 0- bis unter 25-Jährigen liegt MZ sind zu landweit gut ein Viertel der am Bildungsprozess Beteiligten einen Migrationshintergrund (NBB, 2008, Tab. A1-4A, S. 221). Diese Zahlen verdeutlichen, welchen Stellenwert im Bildungssektor Fragen einnehmen, die mit dem Thema Migration verbunden sind. Für Berlin liegen die Vergleichszahlen sowohl für Personen mit wie ohne Migrations- anderes Land einpendeln, um dort z. B. zur Schule oder Universität zu gehen. 75 > B Zusammenfassung und Ausblick >> Zusammenfassung und Ausblick Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich die Bildungsausgaben in Berlin und Brandenburg nominal in den vergangenen Jahren kaum verändert haben, inflationsbereinigt jedoch zurückgegangen sind. Die Anzahl der Bildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer sinkt, während die Ausgaben pro Kopf und Jahr kontinuierlich ansteigen. Die Datenlage zum Bereich der öffentlichen Bildungsfinanzen ist eher ungenügend. Es fehlt nicht an Daten sondern an kontinuierlichen und konsistenten Veröffentlichungsreihen. Es gibt punktuell Untersuchungen für einzelne Bildungsbereiche und einzelne Länder. Aber ein Vergleich innerhalb Deutschlands oder sogar über die Grenzen hinweg (EU, OECD) gestaltet sich schwierig. Der Bildungsfinanzbericht (2008) als Teil eines neu entstehenden Bildungsmonitoringkonzepts ist ein erster Schritt in die diese Richtung. Eine öffentliche Diskussion wird darüber hinaus erschwert durch das Nebeneinander unterschiedlicher Ausgabenkonzepte (Bruttoausgaben, Nettoausgaben, unmittelbare Ausgaben oder die hier verwendeten Grundmittel), die unterschiedlichen Haushaltssystematiken, unter denen die Mittel in Ländern und Kommunen verbucht werden, und die zeitlichen Verzögerungen bis zur Verfügbarkeit der Daten. Das Bildungspersonal ist einer der wichtigsten Eckpfeiler des Bildungssystems. Die Altersstruktur des Personals ist in der Metropolregion noch ungünstiger als sie sich im deutschen Bundesdurchschnitt darstellt. Eine große Anzahl des pädagogischen Personals wird in den nächsten Jahren altersbedingt ausscheiden. Berlin weist gegenüber Brandenburg hinsichtlich des Bildungsstands der Bevölkerung sowohl bei den Schul- als auch Berufsabschlüssen eine größere Polarisierung auf. Unter der Berliner Bevölkerung sind häufiger keine bzw. sehr hohe Abschlüsse zu finden. Dies ergibt sich u. a. aus einem größeren Anteil von Personen mit Migrationshintergrund in Berlin, die keinen Schul- und Berufsabschluss haben. Gleichzeitig hat Berlin als Wissenschafts-, Industrie- und Dienstleistungsstandort einen hohen Anteil von Einwohnern mit Abitur bzw. Hochschulabschluss vorzuweisen. Eine deutschlandweite Tendenz ist auch in Berlin und Brandenburg festzustellen: Jüngere Frauen haben Männer bei den höchsten Schulabschlüssen inzwischen überholt, setzen aber ihren Schulabschluss seltener in einen entsprechenden Berufsabschluss um. Ein fehlender Schulabschluss hingegen führt häufig dazu, dass gar keine Berufsausbildung abgeschlossen wird. Unterschiede in der Bildungsbeteiligung zwischen Berlin und Brandenburg ergeben sich unter anderem dadurch, dass Brandenburger Bürgerinnen und Bürger Bildungseinrichtungen in Berlin besuchen. Methodische Erläuterungen > M1: Die Bildungsbeteiligung für eine bestimmte Altersgruppe ist der Quotient aus der Anzahl der Personen der Altersgruppe, die sich in einer Bildungsmaßnahme befinden, geteilt durch die Anzahl der Personen der Altersgruppe. Die Bildungsbeteiligung wird als Netto-Bildungsbeteiligung angegeben. 76 C Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung In den letzten Jahren ist in der deutschen Bildungsdebatte die Bedeutung der frühkindlichen Bildung für den Schulerfolg in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Durch international vergleichende Tests wie beispielsweise PISA und IGLU ist deutlich geworden, dass insbesondere auch Kinder aus bildungsfernen Familien vom frühen Besuch guter Kinderbetreuungseinrichtungen profitieren. Für Kinder mit Migrationshintergrund wiederum kann der Besuch von Kindertagesstätten die sprachliche Kompetenz deutlich fördern und so den Übergang in die Schule erleichtern. Neben der frühkindlichen Bildung haben Kindertageseinrichtungen die Aufgabe, die Familie bei der Betreuung und der Erziehung der Kinder zu unterstützen. Zusätzlich soll den Müttern und Vätern die Vereinbarkeit von Kindern und Beruf durch ein gut ausgebautes Bildungs- und Betreuungsangebot erleichtert werden. Ein wesentliches Element in der frühkindlichen Bildung und Erziehung ist die Qualität sowie Verfügbarkeit von Tageseinrichtungen. Es muss gewährleistet sein, dass die Einrichtungen räumlich erreichbar und ausreichend Plätze verfügbar sind > C1, C2, im angemessenen Umfang qualifiziertes Personal beschäftigt ist > B2 und keine anderen Barrieren verhindern, dass Kinder das Angebot wahrnehmen können > C3. Die Kindertagesbetreuung hat auch die Funktion, einen erfolgreichen Übergang in die Schule vorzubereiten. Hierfür ist es wesentlich, sprachliche Kompetenzen altersadäquat so weit zu erwerben, dass die Beteiligung am Unterricht ohne sprachliche Barrieren möglich wird. Dies ist – insbesondere in Berlin – angesichts eines hohen Anteils von Kindern mit Migrationshintergrund und ausgeprägter sozialer Disparitäten keine selbstverständlich gegebene Voraussetzung. Hinweise darauf, wie weit dieses Ziel erreicht wird, liefern u. a. die Ergebnisse von Sprachstandsfeststellungen > C4. C1 Angebotsarten der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung In beiden Ländern haben Kinder unter 3 Jahren generell noch keinen Rechtsanspruch auf Kindertagesbetreuung. Deutschlandweit sollen ab dem Kita-Jahr 2013/2014 alle Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz erhalten. In Berlin und Brandenburg gilt jedoch schon jetzt, dass ein Rechtsanspruch bei Kindern unter 3 Jahren besteht, wenn es die familiäre Situation erforderlich macht, z. B. aufgrund von Erwerbstätigkeit, Ausbildung oder Studium der Eltern M1. BE BB der Plätze in Tageseinrichtungen werden von öffentlichen TräBE BB der Plätze von Trägern der freien Jugendhilfe angeboten > Tab. C1-1. Damit ist die Situation in Brandenburg untypisch für Ostdeutschland, wo im Berlin und Brandenburg haben 2002 einen Staatsvertrag über die gegenseitige Nutzung von Plätzen in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung geschlossen, welcher die Verfahren der Inanspruchnahme bei vorhandenen Plätzen im jeweilig anderen 77 > C Nutzung der Angebotsarten Land regelt. 2008 haben 65 Berliner Kinder Tagesbetreuungsangebote in Brandenburg und 575 Brandenburger Kinder Angebote in Berlin in Anspruch genommen. Entsprechende Ausgleichszahlungen wurden in dem Staatsvertrag von 2006 geregelt. C2 Nutzung der Angebotsarten Inanspruchnahme der Kindertagesbetreuung Die Beteiligung an den frühkindlichen Bildungsangeboten ist in Deutschland traditionell unterschiedlich. Insgesamt liegt die Beteiligungsquote 2008 bei den teiligung in dieser Altersgruppe an der Kindertagesbetreuung auf dem hohen Niveau der ostdeutschen Länder. Die Beteiligung bei den 3- bis unter 6-Jährigen ist deutschlandweit insgesamt höher und die Bandbreite geringer > Tab. C2-1. Für beide Altersgruppen ist eine leichte prozentuale Steigerung der Teilnahme vom Jahr 2007 zu 2008 festzustellen > Abb. C2-1. Inanspruchnahme von Kindertagesbetreuung (Kindertagespflege wie Tagesmütter/-väter und Kindertageseinrichtungen) in % aller Kinder der jeweiligen Altersgruppe > Tab. C2-1 100 80 60 0 bis unter 3 Jahre 2006 0 bis unter 3 Jahre 2007 0 bis unter 3 Jahre 2008 3 bis unter 6 Jahre 2006 3 bis unter 6 Jahre 2007 3 bis unter 6 Jahre 2008 40 20 0 rl Be in d d d rg an an lan bu chl chl ch en uts uts uts nd e De Bra tde std Os We Bei den unter 1-Jährigen dominiert klar die Betreuung außerhalb der KindertaBE bzw. BB BE BB der Kleinkinder in Einrichtungen BE BB bei Tagesmüttern bzw. -vätern sind > Abb. C2-2. Damit ist der Anteil der Betreuung in dieser Altergsgruppe gegenüber dem Vorjahr um 0,8 BE bzw. 1,8 BB Prozentpunkte gesunken – deutlich mehr als in deutschen Durchschnitt mit 0,2 BE bzw. BB BE BB zeigt sich bei den 2-Jährigen. Bei den 3-Jährigen wird in beiden Ländern bereits die höchste Beteiligungsrate mit BE BB erreicht, wobei für alle Altersjahrgänge unter 6 Jahren keine Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen festzustellen sind. 78 Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung C Inanspruchnahme der Kindertagesbetreuung nach Alter 2007 und 2008 in % > Tab. C2-2a, b 100 90 80 70 60 50 40 30 20 10 0 0 bis unter 1 1 bis unter 2 2 bis unter 3 3 bis unter 4 4bis unter 5 5 bis unter 6 Berlin 2007 Berlin 2008 Brandenburg 2007 Brandenburg 2008 Deutschland 2007 Deutschland 2008 In beiden Ländern zeigen sich allerdings regionale Unterschiede bei der Inanspruchnahme der Angebote. In Brandenburg schwankt die Teilnahme der unter 3-Jährigen je in den kreisfreien Städten werden hohe Werte erreicht > Abb. C2-3. Für die 3- bis unter 6-Jährigen verhält es sich ähnlich – hier liegen die allerdings auf einem wesentlich höheren Niveau. Teilnahme an der Kindertagesbetreuung der Kinder von 0 bis unter 3 Jahren nach Kreisen und kreisfreien Städten bzw. Bezirken 2008 > Tab. C2-3 Berliner Bezirke 01 Mitte 02 Friedrichshain-Kreuzberg 03 Pankow 04 Charlottenburg-Wilmersdorf 05 Spandau 06 Steglitz-Zehlendorf 07 Tempelhof-Schöneberg 08 Neukölln 09 Treptow-Köpenick 10 Marzahn-Hellersdorf 11 Lichtenberg 12 Reinickendorf Kreise und kreisfreie Städte in Brandenburg 01 Brandenburg an der Havel 02 Cottbus 03 Frankfurt (Oder) 04 Potsdam 05 Barnim 06 Dahme-Spreewald 07 Elbe-Elster 08 Havelland 09 Märkisch-Oderland 10 Oberhavel 11 Oberspreewald-Lausitz 12 Oder-Spree 13 Ostprignitz-Ruppin 14 Potsdam-Mittelmark 15 Prignitz 16 Spree-Neiße 17 Teltow-Fläming 18 Uckermark 12 05 18 15 13 10 03 01 04 07 06 08 02 11 10 09 05 08 09 01 14 04 03 12 17 06 02 16 07 11 © Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 79 > C Betreuungszeiten Auch in Berlin sind die Anteile der Kinder in frühkindlichen Bildungsangeboten hoch, liegen jedoch insgesamt unter denen vom Land Brandenburg. Allerdings treten Un- Bei den 3- bis unter 6-Jährigen stellt sich die Situation im Berliner Bezirksvergleich festzustellen, die höchsten in den Bezirken Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Pankow, > Tab. C2-3. Betreuungszeiten Bei den Betreuungszeiten gibt es vier Kategorien, in die die Kinder gemäß dem Bedarf der Eltern eingestuft werden: eine Betreuung (1) bis zu 5 Stunden, (2) 5 bis 7 Stunden sowie (3) 7 bis zu 9 und (4) mehr als 9 Stunden 1. Der Anteil der Kinder unter 3 Jahren, die ein Betreuungsangebot im Umfang von 5 BE BB ähnlich > Abb. C2-4. Unterschiede gibt es in den beiden anderen Kategorien. Die mehr als BE BB wahr, was jeweils deutlich treuung ist in Brandenburg sehr niedrig, in Berlin liegt er im ostdeutschen Durchschnitt. Unter 3-Jährige in Tageseinrichtungen und Kindertagespflege in Berlin und Brandenburg nach vertraglich vereinbarten täglichen Betreuungszeiten in % > Tab. C2-4a 2006 Berlin 2007 2008 Brandenburg 2006 2007 2008 2006 2007 2008 2006 2007 2008 0 14,5 16,6 15,2 6,6 6,2 6,2 17,2 16,3 15,7 33,5 33,3 33,9 20 31,1 30,7 32,4 30,8 28,9 28,9 54,8 54,5 55,9 62,3 63,1 61,5 61,7 62,8 63,5 34,0 34,1 32,7 40 60 32,5 32,6 33,4 80 100 Westliche Östliche Bundesländer Bundesländer 21,2 20,9 20,8 bis zu 5 Std. 5-7 Stunden mehr als 7 Stunden 1 Diese vier Kategorien werden in der Kinder- und Jugendhilfestatistik unterschieden. Die Kategorien (3) und (4) werden hier zusammengefasst dargestellt, da das Angebot (4) so gut wie nicht genutzt wird. 80 Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung C Bei der Betreuung der älteren Kinder von 3 bis unter 6 Jahren wird in Brandenburg zu liegt eine stärkere Präferenz auf dem mehr als 7-stündigen Angebot. In beiden Ländern BE BB eine eher untergeordnete Bedeutung > Abb. C2-5. 3- bis unter 6-Jährige in Tageseinrichtungen und Kindertagespflege in Berlin und Brandenburg nach vertraglich vereinbarten täglichen Betreuungszeiten in % > Tab. C2-4b 2006 Berlin 2007 2008 Brandenburg 2006 2007 9,2 10,5 10,1 6,6 6,1 33,3 32,7 32,5 45,1 43,8 42,0 33,0 31,7 29,7 49,4 48,7 48,3 24,6 24,9 24,1 20 40 60 57,6 56,8 57,4 48,3 50,1 52,6 17,6 19,5 22,1 61,3 62,4 64,1 80 100 bis zu 5 Std. 5-7 Stunden mehr als 7 Stunden 2008 5,4 2006 2007 2008 2006 2007 2008 0 14,1 12,8 11,8 In Berlin wird die Nutzungszeit von mehr als 7 Stunden sowohl für die jüngere wie Östliche Westliche Bundesländer Bundesländer nutzt. 2 Für Berlin liegen für 2007 nur Daten über die gesprochene Sprache vor und nicht über das Herkunftsland der Eltern. Ab 2008 ist auch dieses Merkmal verfügbar. 81 > C Migrationshintergrund C3 Migrationshintergrund Durch die Teilnahme an der Kindertagesbetreuung wird die soziale Integration der Kinder mit Migrationshintergrund gefördert. Der außerfamiliäre Spracherwerb der Kinder soll durch den frühzeitigen Besuch unterstützt und zusammen mit weiteren Bildungsangeboten den Übergang in die Schule erleichtern. Folglich sollten möglichst viele Kinder mit und ohne Migrationshintergrund die Angebote der Einrichtungen nutzen und die Zusammensetzung der Teilnehmer nicht eine ggf. vorhandene Segregation verstärkt. Der Migrationshintergrund JHS wird in der Kinder- und Jugendhilfestatistik über zwei Merkmale erfasst: die vorrangig in der Familie gesprochene Sprache und das Herkunftsland eines Elternteils 2 > A3. besuchen, zuhause überwiegend nicht die deutsche Sprache. Da der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund in Brandenburg für eine detaillierte Betrachtung zu klein ist, beschränken sich die weiteren Ausführungen auf Berlin. Die Wohnorte der rund 72.200 Kinder unter 6 Jahren mit Migrationshintergrund EWR punkten im Stadtgebiet > Abb. C3-1. Da in diesem Alter i. d. R. wohnortnahe Einrichtungen besucht werden, bildet sich auch dort die ungleiche Verteilung ab. Einwohner mit Migrationshintergrund unter 6 Jahren in Berlin mit einseitigem Migrationshintergrund in % (Angaben in der Klammer geben die Anzahl der Lebensweltlich orientierten Räume in der jeweiligen Kategorie an 3) Reinickendorf Pankow Lichtenberg 75 bis unter 92,6 50 bis unter 75 25 bis unter 50 10 bis unter 25 0 bis unter 10 weniger als 1 000 Einwohner Stand: 31.12.2007 (35) (96) (160) (99) (28) (29) Spandau Mitte FriedrichshKreuzbg Marzahn-Hellersdorf CharlottenburgWilmersdorf TempelhofSchöneberg Neukölln TreptowKöpenick Steglitz-Zehlendorf © Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Der Anteil der unter 3-jährigen Kinder mit Migrationshintergrund JHS an allen Kindern in > Abb. C3-2. 3 Quelle: Melderechtlich registrierte Einwohner am Ort der Hauptwohnung in Berlin am 31.12.2007 82 Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung C Anteil von Nichtschulkindern an allen Kindern in der Kindertagesbetreuung in Berlin in %, in deren Familie nicht vorrangig deutsch gesprochen wird > Tab. C2-2a 30 25 20 15 10 5 0 0 bis unter 1 1 bis unter 2 2 bis unter 3 3 bis unter 4 4 bis unter 5 5 bis unter 6 2006 2007 2008 Die hohen Anteile der Bevölkerung mit Migrationshintergrund in einigen Bezirken spiegeln sich aufgrund der wohnortnahen Betreuung auch in den Anteilen der Kinder mit Migrationshintergrund in den Kindertageseinrichtungen wider > Abb. C3-3. Anteil von Nichtschulkindern, in deren Familie vorrangig nicht deutsch gesprochen wird, in der Kindertagesbetreuung in Berlin nach Bezirken und Alter in % 2008 > Tab. C3-1 60 45 30 0 bis unter 1 1 bis unter 2 2 bis unter 3 3 bis unter 4 4 bis unter 5 5 bis unter 6 15 rg rg lln tt e orf dau dorf dorf berg sdorf nick kow erlin Mi eukö uzbe nebe ersd e n n n B r n an Pa Sp nicke Zehle ichte Helle -Köp N re chö lm i w L Wi n-K f-S Re glitzai ho ghn epto r h rza Tr bu el chs Ste Ma dri Temp lotten rie r F a Ch 0 Für das Bundesgebiet insgesamt gilt, dass die Segregation 2006 in den Kindertageseinrichtungen größer ist als in der Schule. Waren in Westdeutschland (inkl. Berlin) denen über die Hälfte der Kinder einen Migrationshintergrund hatten, liegt dieser Wert 83 > C Migrationshintergrund 2007 für einen wesentlich höheren Anteil von Nichtschulkindern unter 6 Jahren und > Abb. C3-4. D. h., dass die bereits schon vorliegende Ungleichverteilung der Bevölkerung mit Migrationshintergrund in den Bezirken noch durch überproportional hohe Anteile in einzelnen Einrichtungen verschärft wird. Exemplarisch zeigt > Abb. C3-5 insbesondere für Nord-Neukölln den hohen Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund in den Kindertageseinrichtungen. Diese Situation erfordert in den Einrichtungen mehr und andere Ressourcen, um die erwarteten Integrations- und Sprachförderleistungen zu erfüllen. Anzahl der Kindertageseinrichtungen mit einem Anteil von 50 bis 100% von Kindern mit Migrationshintergrund für ausgewählte Stadtteile 2007 (u. a. Tab. C3-2) 20 15 10 Kreuzberg Neukölln Wedding Tiergarten 5 0 bi su nt er 8 bi su nt er bi su nt er er 9 bi su nt er 90 nt 10 0 60 50 84 80 70 bi su Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung C Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund in Kindertageseinrichtungen zusammengefasst in den Bezirksregionen Mitte, Kreuzberg, Friedrichshain und Neukölln 2007 bezogen auf alle am Ort der Hauptwohnung registrierten Kinder unter 6 Jahren mit ohne Migrationshintergrund Mitte Mitte 15,6 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 60 60 bis unter 75 75 bis 87,2 FriedrichsFriedrichshainhain- Kreuzberg Kreuzberg Nord-Neukölln Neukölln Neukölln © Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Eine Schätzung, ob Kinder mit Migrationshintergrund im ähnlichen Umfang wie Kinder ohne Migrationshintergrund an den frühkindlichen Bildungsangeboten teilnehmen, setzt voraus, dass ihre Gesamtzahl bekannt ist. Aufgrund der Datenlage kann die Zahl für Berlin nur anhand des Einwohnerregisters (Stand 31.12.2007) geschätzt werden. Danach leben in der Stadt ca. 36.000 Kinder zwischen 3 bis unter 6 Jahren mit eigenem oder einseitigem bzw. 23.500 mit eigenem oder beidseitigem Migrationshintergrund EWR. Ihr Anteil an allen Kindern dieser Altersgruppe liegt damit bei einseitig beidseitig. Diese Zahlen sind zu den Angaben zur „nichtdeutschen Herkunftssprache“ in der Jugendhilfestatistik (Stand 15.3.2008) in Beziehung zu setzen. Dabei ist zu beachten, dass sich schon allein aus den unterschiedlichen Definitionen des Migrationshintergrunds und den verschiedenen Berichtszeitpunkten Unschärfen ergeben. Für jeden Jahrgang ab 3 Jahren einzeln betrachtet, haben die Berliner Kinder mit in der Kindertagesbetreuung. Ihr Anteil an allen Kindern des Jahrgangs macht jedoch einseitig beidseitig aus. Daraus lässt sich trotz der Unschärfen vermuten, dass Kinder mit Migrationshintergrund in der Kindertagesbetreuung unterrepräsentiert sind. 85 > C Übergang in die Schule Die Abweichungen zwischen Bevölkerungsanteil und Beteiligung variieren bei den 3- bis unter 6-Jährigen zwischen den Bezirken > Abb. C3-6. Je nach Definition des MigrationshintergrundsEWR (einseitig oder beidseitig) ergibt sich 2007 eine Spannbreite für den Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund je Bezirk – so für Mitte zwigrund an allen Kindern in der Tagesbetreuung sogar unter dem vergleichbaren Bevölkerungsanteil mit beidseitigem Migrationshintergrund. Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund EWR (einseitig und beidseitig) im Alter von 3 bis unter 6 Jahren an der Gesamtbevölkerung von 3 bis unter 6 Jahren sowie Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund JHS an den Kindern in Kindertageseinrichtungen nach Bezirken 2008 in %> Tab. C3-3 80 60 40 MH einseitig MH beidseitig in der Familie wird vorrangig nicht deutsch gesprochen 20 0 86 Fr M ie dr itt Ch ich e ar sh Neu lo ain kö tte lln -K nb re ur uz Te gbe m W pe ilm rg lh er of sd -S or ch f ön eb er Sp g an Re da in u St ick eg en lit do zZe rf hl en do Lic M rf ar ht za en hn be -H rg el le rs do rf Tr Pa ep nk to ow w -K öp en ick Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung C C4 Übergang in die Schule Mit Beginn eines Schuljahres (1. August) werden in Berlin alle Kinder schulpflichtig, die das sechste Lebensjahr vollendet haben oder bis zum folgenden 31. Dezember vollenden werden. Auf Antrag können auch Kinder vorzeitig eingeschult werden, die das 6. Lebensjahr bis zum 31.3. des Folgejahres erreichen (Schulgesetz für das Land Berlin SchulG 1.1.2007, §42, Abs. 1 und 2). Für Brandenburger Kinder beginnt die Schulpflicht, wenn sie bis zum 30.9. eines Jahres das 6. Lebensjahr vollendet haben, auf Antrag werden auch Kinder aufgenommen, bei denen dies bis zum Jahresende der Fall ist. Eine Einschulung ist in Ausnahmefällen auch dann möglich, wenn die Kinder vor dem 1.8. des Folgejahres das 6. Lebensjahr vollenden werden (Brandenburgisches SchulgesetzDie Veränderung der Stichtage zum Beginn der Schulpflicht bei Beibehaltung des Schuljahresbeginns seit dem Schuljahr 2005/06 in Berlin und Brandenburg hatte die Erhöhung der Zahl der fristgemäßen Einschulungen und gleichzeitig die Reduzierung der vorzeitigen sowie in Brandenburg eine Erhöhung der verspäteten Einschulungen zur Folge. Bundesweit zeigt sich – unter Ausklammerung der Veränderungen durch Gesetzesänderungen – die Tendenz zu einer geringen Zunahme der vorzeitigen Einschulungen und einem Rückgang der verspäteten. Diese Entwicklung ist bei den vorzeitigen Einschulungen bis zur Veränderung des Einschulungsstichtages im Schuljahr 2005/06 > Tab. C4-1. Der Anteil der Mädchen bei den frühzeitigen Einschulungen liegt in Berlin und Brandenburg, ebenso wie in Deutschland insgesamt, über die Jahre relativ konsBei den verspäteten Einschulungen hat sich der Prozentsatz deutschlandweit zwischen 2005/06 und 2006/07 nicht verändert > Tab. C4-2. In Berlin sind ab 2006 generell keine verspäteten Einschulungen mehr möglich. Diese wurden mit der Intention abgeschafft, vorschulische sozial bedingte Defizite nicht weiter zu verfestigen. In Brandenburg liegt der Anteil der verspätet eingeschulten Kinder deutlich über dem nationalen Durchschnitt. Eine der Ursachen dafür ist in der Verschiebung des Einschulungsstichtags um 3 Monate (vom 30.6. auf den 30.9.) zu sehen. Der Anteil der Jungen bei den Sprachstandsfeststellungen Sprachstandsfeststellungen werden durchgeführt, um den ggf. erforderlichen Förderbedarf frühzeitig vor der Einschulung zu ermitteln. Hierdurch soll Kindern der Übergang in die Schule erleichtert und Nachteile bereits beim Schulbeginn verhindert werden. Sprachstandsfeststellungen sind in den meisten Ländern spätestens bei der Anmeldung zur Einschulung Pflicht (NBB, 2008 Abb. C4-1, S. 58). Das Berliner Schulgesetz bestimmt, dass vor der Schulanmeldung für die Grundschule festgestellt wird, „ob die deutschen Sprachkenntnisse für eine erfolgreiche Teilnahme am Schulunterricht ausreichen“ (Schulgesetz für das Land Berlin, §55, Abs.1). Die Sprachstandsfeststellung findet im Jahr vor der Einschulung statt. Durch eine Änderung des Schulgesetzes im Frühjahr 2008 wurde sie um ein halbes Jahr vom Herbst auf das Frühjahr vorgezogen, um die ggf. indizierte spezielle Sprachförderung um ein halbes auf ein ganzes Jahr verlängern zu können. Wurde bislang zur Sprachstandsfeststellung vorwiegend das Instrument DEUTSCH PLUS eingesetzt, so legt das Gesetz jetzt kein bestimmtes Verfahren fest, verlangt aber den Einsatz eines standardisierten Instruments. 87 > C Übergang in die Schule Im Mai des Jahres vor der Schulanmeldung müssen alle Kinder des Jahrgangs an einer zweigleisig verlaufenden Sprachstandsfeststellung teilnehmen. Bei Kindern, die bereits so lange Kindertagesstätten besuchen, dass sie den Erzieherinnen und Erziehern vertraut sind, wird der Sprachstand anhand eines Statusbogens dokumentiert, der auf der Grundlage des Sprachlerntagebuchs entwickelt wurde. Die ggf. erforderliche Förderung wird anschließend in der Kindertagesstätte durchgeführt. Kinder, die den Erzieherinnen und Erziehern nicht oder nicht ausreichend bekannt sind, wie die so genannten Hauskinder, durchlaufen eine für die jüngere Zielgruppe entwickelte neue Version von DEUTSCH PLUS. Eine von der Schulaufsichtsbehörde benannte Einrichtung der Jugendhilfe führt die Sprachstandsfeststellung durch. Wird Förderbedarf erkannt, findet diese verpflichtend in einer Kindertagesstätte nach deren Konzept integrativ in einer Gruppe der Einrichtung statt. Begleitend hierzu werden die Eltern der Kinder, die noch keine Tageseinrichtung besuchen, auf die Möglichkeit hingewiesen, das beitragsfreie Kita-Jahr in Anspruch zu nehmen, und entsprechend beraten. Auch in Brandenburg gibt es mit Änderung des Schulgesetzes am 1.8.2007 die Verpflichtung, zu Beginn des Schuljahres vor der tatsächlichen Einschulung an einer Sprachstandsfeststellung teilzunehmen (Brandenburgisches Schulgesetz §37). Das Kindertagesstättengesetz bestimmt im §3: „Die Kindertagesstätten sind berechtigt und verpflichtet, bei den von ihnen betreuten Kindern im letzten Jahr vor der Einschulung den Sprachstand festzustellen und, soweit erforderlich, Sprachförderkurse durchzuführen.“ 1 Brandenburg geht dabei dreistufig vor: Das Risikoscreening-Instrument „Grenzsteine der Entwicklung“ wird über die gesamte Kindergartenzeit bei allen Kindern angewendet. Der Sprachbeobachtungsbogen WESPE (Wir Erzieherinnen schätzen den Sprachstand ein) dient im letzten Kindergartenjahr dazu, Kinder mit Sprachförderungsbedarf zu identifizieren. Kinder, die durch WESPE als sprachförderungsbedürftig gelten, werden dann mit dem Sprachdiagnoseinstrument KISTE (Kindersprachtest für das Vorschulalter) von speziell qualifizierten Erzieherinnen und Erziehern getestet. Wird daraufhin ein Sprachförderungsbedarf festgestellt, ist die Teilnahme an einem Sprachförderkurs verpflichtend. Untersuchungen in Brandenburg deuten allerdings an, dass aufgrund der Einschätzungen der Erzieherinnen und Erzieher mit Hilfe des Sprachbeobachtungsbogens WESPE weniger Kinder als sprachförderbedürftig eingestuft werden als mit dem Sprachdiagnoseinstrument KISTE (Mierau, Lee & Tietze, 2008, 50f.). Hier wurde inzwischen durch entsprechende Hinweise gegengesteuert. In Brandenburg werden belastbare Daten zur flächendeckenden Sprachstandsfeststellung und Sprachförderung im Jahr vor der Einschulung voraussichtlich erst im Herbst 2010 vorliegen. Einen ersten Eindruck über die Problemlage kann man einer Untersuchung des Landesgesundheitsamtes entnehmen (Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie). Ergebnisse für Berlin Seit Einführung der Sprachstandsfeststellung 2004 wurde in Berlin DEUTSCH PLUS deutsche Herkunftssprache hatten. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl Unterschiede zwischen den Berliner Bezirken als auch erhebliche Differenzen zwischen den Kindern mit deutscher und nichtdeutscher Herkunftssprache bestehen > Abb. C4-1. 1 Auch für Kinder, die in keinem Betreuungsverhältnis zu einer Kita stehen, werden Sprachstandsfeststellungen und ggf. Sprachförderung durchgeführt. Dies erfolgt entweder durch Einrichtungen in freier Trägerschaft oder durch kommunale Einrichtungen. 88 Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung C sind - sind dies 5.786 Kinder, darunter 3.998 mit nichtdeutscher Herkunftssprache. Die Kinder, die Kindertageseinrichtungen besuchen, erzielen im Durchschnitt etwas bessere Ergebnisse als Kinder, die aktuell keine frühkindlichen Bildungsangebote wahrnehmen. Dieser Befund gilt sowohl für Kinder mit deutscher wie auch mit nichtKinder keine Kita besuchen. Auch im Rahmen der Einschulungsuntersuchung werden die Sprachkenntnisse der Berliner Kinder anhand der sprachlichen Äußerungen im Verlauf der Untersuchung von Ärzten eingeschätzt. Laut einer Untersuchung der Senatsverwaltung für GesundKinder mit nichtdeutscher Herkunft für einen Schulbesuch nicht ausreichend. Die Sprachkenntnisse sind nach dieser Untersuchung besser, je länger die Kinder die Kita besucht haben (Oberwöhrmann & Bettge, 2008, S. 70f.). Förderbedarf der Kinder deutscher (DHS) und nichtdeutscher Herkunftssprache (NDHS) in Berlin 2007 nach Sprachstandsfeststellung mit DEUTSCH PLUS in % (links) und absolut (rechts) nach Bezirken > Tab. C4-3 70 NDHS DHS 53 1.000 NDHS DHS 750 35 500 18 250 0 0 > > Ausblick Berlin und Brandenburg sind traditionell in der vorschulischen Kindertagesbetreuung gut aufgestellt. In Berlin gilt die Beitragsfreiheit für das so genannte letzte Kita-Jahr vor dem regulären Schuleintritt bereits seit dem 01.01.2007. Ab 2009 gibt es in Berlin einen Rechtsanspruch auch auf eine 7-stündige beitragsfreie Betreuung im letzten Jahr vor der Einschulung. Die Erweiterung der Kostenfreiheit für das so genannte zweite und dritte Kita-Jahr vor Schuleintritt ist bis zum Jahr 2011 vorgesehen. Kindertageseinrichtungen mit überdurchschnittlich vielen Kindern nichtdeutscher Herkunftssprache erhalten Personalzuschläge, um die optimale insbesondere sprachliche Förderung für diese Kinder zu gewährleisten. Allerdings haben laut der Einstufung von der zuständigen SenatsKindern mit Migrationshintergrund. rs do Ne rf uk öl Lic ln ht en be r Sp g Re and au in ick en Te do m rf pe lh of M -S itt ch Tr ön e Fr ep eb ie to dr er w ich g -K öp sh ai en nick Kr Ch eu ar zb lo tte er g nb Pa ur gnk W ilm ow St eg er lit sd zor Ze f hl en do rf Be rli Ne n uk öl Lic ln ht en be r Sp g Re and au in ick en Te do m rf pe lh of M -S itt ch e Tr ön ep Fr eb ie to dr er w g ich -K öp sh en ai nick Kr Ch eu ar zb lo tte er g nb Pa ur nk gW ow St ilm eg er lit sd zor Ze f hl en do rf M ar za hn -H el le 89 > C Methodische Erläuterungen Methodische Erläuterungen > M1: In Berlin und Brandenburg erhalten Kinder unter 3 Jahren einen geeigneten Platz, wenn ein entsprechender Bedarf festgestellt wird. Ein Bedarf liegt vor, wenn dieser sich aus pädagogischen, sozialen oder familiären Gründen ergibt, so z. B., wenn die Eltern des Kindes wegen Erwerbstätigkeit, schulischer oder beruflicher Ausbildung, Studiums, Umschulung oder beruflicher Fort- und Weiterbildung einschließlich der Teilnahme an Maßnahmen zur Eingliederung in Arbeit oder wegen Arbeitssuche die Betreuung nicht selbst übernehmen können. 90 D Allgemeinbildende Schule Die allgemeinbildenden Schulen in Berlin und Brandenburg weisen trotz föderaler Unterschiede einige Gemeinsamkeiten auf (Anhang F: Übersicht zur Schulartengliederung). In beiden Ländern dauert die allgemeine Schulpflicht 10 Jahre. Beide Länder haben – im Unterschied zu allen anderen Ländern – eine 6-jährige Grundschule, d. h. die Entscheidung für die weiterführende Schulart erfolgt erst beim Übergang in die 7. Jahrgangsstufe. Folglich umfasst die sich anschließende Sekundarstufe I die Klassen- bzw. Jahrgangsstufen 7 bis 10. Beide Länder bieten zugleich auch die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen bereits nach der 4. Klasse an ein Gymnasium zu wechseln. Die statistischen Daten zu den allgemeinbildenden Schulen stammen in diesem Bereich im Wesentlichen aus der Schulstatistik der Länder M1. Diese befindet sich derzeit im Umbruch. 2005 wurde von der KMK u. a. eine Empfehlung zur Einführung eines einheitlichen Schülereinzeldatensatzes beschlossen (Kerndatensatz), der in den Ländern für die öffentlichen Schulen ursprünglich bis spätestens zum Schuljahr 2008/2009 umgesetzt werden sollte. Brandenburg realisierte die Einführung des Kerndatensatzes zu großen Teilen bereits zum Schuljahr 2002/03, so dass seit diesem Zeitpunkt differenzierte Daten vorliegen. In Berlin war die Umsetzung für 2008/09 geplant, wurde aber vorläufig ausgesetzt. In fast allen Ländern, so auch in Berlin und Brandenburg, wurde der Bildungsgang zum Abitur um ein Jahr verkürzt. Die Schülerinnen und Schüler, die 2006/07 in die Jahrgangsstufe 7 am Gymnasium wechselten, werden als erster Jahrgang nach 12 Jahren im Frühjahr 2012 an den Abiturprüfungen teilnehmen. Diese Umstellung zieht wesentliche Veränderungsprozesse für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Familien nach sich. Allerdings werden diese Veränderungen, wie etwa die Verdichtung des Curriculums, hohe Stundenbelastungen für Schülerinnen und Schüler sowie die Konsequenzen für das Leben außerhalb der Schule derzeit nicht statistisch erfasst und sind in diesem Bericht daher nicht darstellbar. Bedingt durch die Geburtenentwicklung sowie Wanderungssalden sind in Berlin und Brandenburg die Schülerzahlen an den allgemeinbildenden Schulen auch im Schuljahr 2007/08 weiterhin insgesamt rückläufig. Dies stellt insbesondere Brandenburg vor die Herausforderung, eine flächendeckende und wohnortnahe Versorgung sicherzustellen > D1. Die ersten geburtenschwachen Jahrgänge sind inzwischen mindestens in die 10. Jahrgangsstufe vorgerückt. In Berlin als Stadtstaat ist dieses Problem aufgrund der öffentlichen Infrastruktur nicht so brisant, vielmehr besteht hier die vorrangige Herausforderung in der erfolgreichen Integration der Kinder mit Migrationshintergrund > D2. 91 > D Regionale Schulversorgung Im Schuljahr 2007/08 besuchten mehr als eine halbe Million Schülerinnen und Schüler die öffentlichen und privaten allgemeinbildenden Schulen der Metropolregion 1. Zwischen den Ländern gibt es seit 1997 ein Gastschülerabkommen, welches im Mai 2008 neu abgeschlossen wurde (Gültigkeit 1.1.2009 bis 31.12.2013). Das Abkommen ermöglicht bei freien Kapazitäten den Schulbesuch abweichend vom Land des Hauptwohnsitzes im jeweils anderen Land, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Derzeit besuchen deutlich mehr Brandenburger Kinder Schulen in Berlin 2 (Amtsblatt des MBJS 3 ). In vielen Bildungskarrieren gibt es kritische Phasen und Situationen, die institutionelle oder individuelle Gründe haben. Im hier betrachteten Ausschnitt sind dies der Übergang von der Primarstufe in die Sekundarstufe I und später dann in die Sekundarstufe II, denn sie sind mit Entscheidungen für den einen oder anderen schulischen oder beruflichen Bildungsweg verbunden > D4. Die Qualität eines Systems zeichnet sich u. a. dadurch aus, dass diese Phasen im Sinne der Schülerinnen und Schüler positiv bewältigt werden können. Aus individuellen Schwierigkeiten resultieren nicht selten schulische Problemlagen, die umfassende Betreuungsangebote erfordern > D3 und unter Umständen das Wiederholen einer Jahrgangstufe erforderlich machen > D5. Die Effektivität schulischer Ausbildung lässt sich u. a. an der Anzahl und Abschlussart der Absolventinnen und Absolventen sowie der erreichten Leistungen erfassen > D6. D1 Regionale Schulversorgung in Brandenburg Aus der demographischen Entwicklung ergab sich in Brandenburg die Notwendigkeit, das Schulsystem neu zu strukturieren > A1. Für die Primarstufe konnte in Brandenburg trotz des dramatischen Rückgangs der Schülerzahlen beginnend mit dem Schuljahr 1996/97 die flächendeckende Versorgung aufrechterhalten werden > Abb. D1-1. Im Schuljahr 2007/08 4 gibt es in Brandenburg 510 schulische Einrichtungen mit Grundschulen für die Jahrgangsstufen 1-6, davon 56 in freier Trägerschaft. Die Mehrzahl der 420 Gemeinden Brandenburgs hat mindestens eine Grundschule bzw. Grundschulteile in einigen Gesamt- bzw. Oberschulen 5. Die 130 Förderschulen konzentrieren sich überwiegend auf schulische Einrichtungen in städtischen Zentren. 1 Zu den allgemeinbildenden Schulen zählen auch die Einrichtungen des Zweiten Bildungswegs – so Abendhaupt-, Abendrealschulen, Abendkollegs, Abendgymnasien etc., an denen von Erwachsenen ein allgemeinbildender Schulabschluss nachgeholt werden kann. Die Lernenden dieser Einrichtungen werden hier nicht betrachtet > G3. Zum allgemeinbildenden Teil des Sekundarbereichs II zählen auch die Fachoberschulen, Fachgymnasien und Berufs-/Technischen Oberschulen, da diese beruflichen Schulen nicht der Vermittlung eines Berufsabschlusses dienen, sondern dem (nachträglichen) Erwerb allgemeinbildender Schulabschlüsse. Die Lernenden dieser Einrichtungen werden in >E5 betrachtet. 2 Da mehr Kinder aus Brandenburg in Berlin zur Schule gehen als umgekehrt, zahlt das Land Brandenburg 10 Millionen Euro pro Jahr an Berlin. Derzeit besuchen 1.176 Berliner Kinder und Jugendliche allgemeinbildende Schulen in Brandenburg und 6.907 Brandenburger Schulen in Berlin. 3 http://www.mbjs.brandenburg.de/sixcms/detail.php/bb2.c.510381.de 4 Die Darstellung erfolgt nach Landessystematik. 5 Verzeichnis Allgemeinbildende Schulen des Landes Brandenburg 2007/08 92 Allgemeinbildende Schule D Verteilung der öffentlichen Grundschulen (links) und Grundschulen in freier Trägerschaft inkl. Waldorfschulen (rechts) in Brandenburg (Quelle: Verzeichnis Allgemeinbildende Schulen des Landes Brandenburg 2007/08) Uckermark Prignitz OstprignitzRuppin Oberhavel Barnim Prignitz OstprignitzRuppin Oberhavel Uckermark Barnim Havelland Havelland BrandenburgPotsdam an der Havel PotsdamMittelmark TeltowFläming MärkischOderland Havelland Havelland BrandenburgPotsdam Brandenburg an der Havel PotsdamMittelmark TeltowFläming Fläming MärkischOderland Frankfurt (Oder) Oder-Spree DahmeSpreewald OberCottbus spreewaldLausitz Spree-Neiße Frankfurt (Oder) Oder-Spree DahmeSpreewald OberCottbus spreewaldLausitz Spree-Neiße Elbe-Elster Elbe-Elster © Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Die flächendeckende Versorgung an Grundschulen wurde durch kleinere Schulen mit weniger Parallelklassen realisiert. Dies wird deutlich, wenn der Rückgang bei den schulischen Einrichtungen mit dem der Klassen und der Schulkindern verglichen wird. Im handen > Abb. D1-2. Die Anzahl der Schulen hat sich seither kaum verändert, die Anzahl der Klassen sowie Schülerinnen und Schüler weiter zugenommen. Aktuell haben der Grundschulen einzügige Jahrgangsstufen, wobei die durchschnittlichen Klassengrößen mit 20 bis 22 Kindern insgesamt weitgehend stabil gehalten werden. Entwicklung der Anzahl der Schulen, Klassen und Schülerinnen und Schüler in den Jahrgangstufen 1 bis 6 in Brandenburg (Index 1995 = 100) > Tab. D1-1 100 90 80 70 60 50 40 30 /07 /08 /06 /05 /04 /02 /03 /01 /96 06 07 05 04 01 02 03 00 95 20 20 20 20 20 20 20 20 19 Schulen Klassen Schülerinnen und Schüler 93 > D Regionale Schulversorgung Das pädagogische Konzept der flexiblen Eingangsphase, wurde im Schuljahr 2001/02 im Land Brandenburg eingeführt. Dieses Modell umfasst für die Jahrgangsstufen 1 und 2 gemeinsamen Unterricht in einer Klasse. Die Kinder können innerhalb von maximal der Kinder der Jahrgangsstufen 1 und 2 die flexible Eingangsphase an 81 Schulen > Tab. D1-2. Das Land Brandenburg hat ab dem Schuljahr 2005/06 die neue Schulart „Oberschule“ eingeführt, die zwei Bildungsgänge umfasst. An den 131 Oberschuleinrichtungen kann 2007/08 sowohl der Hauptschul- als auch der Realschulabschluss erworben werden 6. Die neue Schulart ersetzt alle Realschulen und die Mehrzahl der Gesamtschulen, nämlich alle, die über keine gymnasiale Oberstufe verfügtenM2. Die schulischen Einrichtungen mit Gesamtschulen sind seit 1995/96 stark zurückgegangen, aktuell sind es noch 42 7. Die Grundschulteile der ehemaligen Gesamtschulen werden, soweit vorhanden, meist von Oberschulen fortgeführt. Gemeinden in Brandenburg mit Oberschulen und Gymnasien im Schuljahr 2007/08 (Quelle: Verzeichnis Allgemeinbildende Schulen des Landes Brandenburg 2007/08) Gymnasien Gemeinden mit Oberschulen 14 7 Gesamtschulen Gemeinden mit Gesamtschulen oder Gymnasien © Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 6 9 weitere Oberschulen haben nur einen Grundschulteil jedoch keine Sekundarstufe I. 7 In der Bundesstatistik (Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 1, Tab. 2.1) werden für Brandenburg 123 Gesamtschulen ausgewiesen. Die große Differenz resultiert daraus, dass dort alle schulischen Einrichtungen, in denen Gesamtschüler/innen unterrichtet werden, als Gesamtschulen gezählt werden. D. h. auch jetzige Oberschulen, die früher Gesamtschulen waren und aktuell keine Sekundarstufe II mehr haben, werden hinzugezählt. Dies gilt ebenso für ehemalige Schülerinnen und Schüler von Gesamtschulen, die an Oberschulen gewechselt sind und ihren Gesamtschülerstatus behalten haben. 94 Allgemeinbildende Schule D Die neue brandenburgische Schulart „Oberschule“ entspricht hierbei in etwa der sächsischen „Mittelschule“, der Sachsen-Anhaltinischen „Sekundarschule“ und der „Regelschule“ in Thüringen (in der bundeseinheitlichen Schulstatistik sind diese Schularten sämtlich unter „Schularten mit mehreren Bildungsgängen“ (SMBG) ausgewiesen). Mit den Realschulen wurde die Schulart mit nur einem Bildungsgang abgeschafft. Außer den Gymnasien (und abgesehen von den Förderschulen) gibt es damit in der Sekundarstufe I in Brandenburg nur noch Schulen, die mehr als einen Bildungsgang anbieten, was die Präsenz in der Fläche mit den organisatorisch zugelassenen Mindestschulgrößen erleichtert. Der weitergehende Integrationsansatz der Gesamtschulen, der auch eine Möglichkeit zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife eröffnet, wurde damit allerdings nicht weiterverfolgt M3. Die Anzahl an Gymnasien ist mit 101 über die Jahre weitgehend konstant geblieben. Verändert hat sich die Relation der Anzahl von öffentlichen zu Gymnasien in freier Trägerschaft. Öffentliche Gymnasien wurden geschlossen und 17 in freier Trägerschaft neu eingerichtet. Insgesamt 34 Gymnasien bieten Leistungs- und Begabungsklassen für den Übergang aus der Grundschule an Gymnasien nach der 4. Klasse an. Die Gymnasien im Schuljahr 2007/08 konzentrieren sich überwiegend auf Städte in der Größenordnung von mindestens 10.000 Einwohnern. >> Ausblick Angesichts schwindender Schülerzahlen war es in Ostdeutschland generell schwierig, ein tief gegliedertes Schulsystem in der Fläche vorzuhalten. Die Schülerprognose der KMK sagt jetzt allerdings für Brandenburg bis zum Schuljahr 2012/13 weitgehend konstante Einschulungszahlen voraus, so dass das derzeitige Angebot auch weiterhin verfügbar sein sollte > Abb. D4-1. Methodische Erläuterungen > M1: Bei der Schulstatistik handelt es sich um eine so genannte koordinierte Länderstatistik. Aufgrund der Kulturhoheit der Bundesländer gibt es keine gesetzliche Grundlage auf Bundesebene zur Schulstatistik. > M2: Oberstufe läuft in diesen Fällen aus (noch vorhandene Oberstufenschülerinnen und -schüler dieser Schulen werden in der Übergangszeit bei Gesamtschulen nachgewiesen). > M3: Bei Vorliegen besonderer Leistungen kann allerdings auch an der Oberschule die „Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe“ erworben werden. Diese kann im Schuljahr 2008/09 an 25 Gesamtschulen mit dreijähriger Oberstufe und 18 beruflichen Gymnasien mit dreijähriger Oberstufe besucht werden. 95 > D Migrationshintergrund D2 Berliner Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund AS sind in allen Schulen Berlins vertreten, allerdings je nach Schulart mit sehr unterschiedlichen prozentualen Anteilen. Sie sind in Haupt-, Real- und Gesamtschulen überrepräsentiert und in Gymnasien unterrepräsentiert. Die gleiche Betrachtung ist für Brandenburg aufgrund der geringen Ausländer- und Migrantenanteile nicht sinnvoll. Insgesamt besuchen dort nur 3.655 ausländische bzw. 4.118 Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher VerkehrsSchulische Leistungen werden durch ein komplexes Gefüge beeinflusst, wozu die sozialen und insbesondere die familiären Rahmenbedingungen zählen > A2. Ein Migrationshintergrund in Kombination mit ungenügenden Deutschkenntnissen sowie einem bildungsfernen familiären Hintergrund stellt dabei ein besonderes Risiko für den schulischen Erfolg dar. In der amtlichen Schulstatistik sind deutschlandweit derzeit nur Informationen über die Staatsangehörigkeit der Schülerinnen und Schüler vorhanden > A3. In Berlin sind jedoch seit 1996/97 Daten über die Herkunftssprache M1 verfügbar (Schulgesetz für das Land Berlin §15) 1. Darüber hinaus liegen noch Informationen über die Schulabschlüsse aus dem Mikrozensus vor, die jedoch aufgrund der Stichprobengröße nur Aussagen für Berlin insgesamt ohne eine weitere Differenzierung, z. B. nach Alter, erlauben. Wie wenig das Kriterium Staatsangehörigkeit inzwischen die tatsächliche Situation abbildet, wird durch die zunehmende Diskrepanz zwischen der Zahl der ausländischen und der Grundschülerinnen und -schülern mit nichtdeutscher Herkunftssprache (NDHS) illustriert > Abb. D2-1. Ausländische sowie Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache (NDHS) an Berliner Grundschulen in den Schuljahren 1997/98 bis 2007/08 > Tab. D2-1 50.000 40.000 30.000 20.000 10.000 Ausländer NDHS 0 /98 8/99 9/00 0/01 1/02 2/03 3/04 4/05 5/06 6/07 7/08 0 0 0 0 0 0 0 0 9 9 97 20 20 20 20 20 20 20 20 19 19 19 1 In Brandenburg wird die Verkehrssprache zuhause seit dem Schuljahr 2006/07 erhoben. Bei den 96 Allgemeinbildende Schule D Im Schuljahr 2007/08 besuchten in Berlin 90.698 Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache die allgemeinbildenden Schulen (ohne Förderschulen). 40.529 ländischen Schülerinnen und Schüler sind aufgrund der Tatsache, dass mehr Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit die Schule verlassen als – bedingt durch das geänderte Staatsbürgerrecht > A3 – nachkommen, leicht zurückgegangen > Abb. D2-2. In allen Bezirken hat sich jedoch der Anteil der Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache zwischen 0,2 und 2,6 Prozentpunkten erhöht. Spandau, Neukölln und Mitte haben einen Zuwachs von über 2 Prozentpunkten. Der Anteil der Schülerinnen beträgt sowohl bei Ausländern als auch bei Schülern nichtdeutscher Ausländische und Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache (NDHS) an Berliner Schulen in % im Schuljahr 2006/07 und 2007/08 (ohne Förderschulen) > Tab. D2-2 Mitte Friedrh.-Kreuzb. Neukölln Tempelh.-Schöneb. Charlbg.-Wilmersd. Spandau Reinickendorf Lichtenberg Steglitz-Zehlend. Marzahn-Hellersd. Pankow Treptow-Köpenick Berlin 0 10 20 30 40 50 60 70 Ausländer-2006/07 Ausländer-2007/08 NDHS-2006/07 NDHS-2007/08 Wie für Stadtstaaten üblich, liegt der Anteil ausländischer Schülerinnen und Schüler in den drei Bezirken Neukölln, Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg, was durch die Bezirksteile Wedding, Tiergarten und Kreuzberg verursacht wird. An Berliner Grundschulen liegt der Anteil der ausländischen Schülerinnen und Schü> Tab. D2-3. Der Anteil nichtdeutscher Herkunftssprache variiert zwischen den Bezirken stark – in rend in Pankow, Treptow-Köpenick und Dies korrespondiert mit dem prozentualen Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund im Ost- und Westteil der Stadt. Auf der Ebene der Lebensweltlich orientierten Räume (LOR) ist die Ungleichverteilung der Kinder mit Migrationshintergrund im Grundschulalter noch deutlicher erkennbar > Abb. D2-3. In einzelnen Grundschulen 2 liegen die Anteile weitaus höher. In 10 von 42 Neuköllner Grundschulen liegt der Anteil 2 Ohne private Grundschulen 97 > D Migrationshintergrund Einwohner von 6 bis unter 12 Jahren mit Migrationshintergrund EWR in Berlin in % (Quelle: Meldepflichtig registrierte Einwohner am Ort der Hauptwohnung in Berlin am 31.12.2007, Raumgliederung: 447 Lebensweltlich orientierte Räume (LOR)) 0 bis unter 15 15 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 60 60 bis unter 75 75 bis unter 93 Einwohner < 1000 Grünflächen Wasser © Amt für Statistik Berlin-Brandenburg An den Berliner Hauptschulen liegt der Anteil der ausländischen Schülerinnen und den wie auch schon bei den Grundschulen – hohe Werte erreicht > Abb. D2-4. In diesen Die Situation an den Realschulen ist ähnlich bei etwas niedrigeren Durchschnittswerten. Auch hier liegen die höchsten Werte für Schülerinnen und Schüler nichtdeutwachsraten von 6 bzw. 8 Prozentpunkten seit dem Vorjahr. An den Gesamtschulen bleiben die Anteile der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund hoch, bei leichten Steigerungen um 4 bis 5 Prozentpunkte in Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf, Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg. Der Anteil NDHS erreicht. Von allen Schülern NDHS an Gymnasien liegt der Anteil der Schülerinnen bei > Tab. D2-5. 98 Allgemeinbildende Schule D Anteil der Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache nach Schularten in % im Schuljahr 2007/08 in drei Berliner Bezirken > Tab. D2-2 bis 4 Mitte Friedrichshain-Kreuzberg Neukölln Insgesamt Grundschule Hauptschule Realschule Gesamtschule Gymnasium 0 20 40 60 80 >> Zusammenfassung Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund sind an allen Schularten und in allen Bezirken Berlins vertreten, allerdings stark variierend nach Schulart und nach Bezirk. Während diese Gruppe an den Haupt-, Real- und Gesamtschulen überrepräsentiert ist, ist sie an den Gymnasien unterrepräsentiert. Beim Vergleich der Bezirke sind hohe Anteile von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund vor allem in Neukölln, Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte festzustellen. In den vergangenen Jahren ist der Anteil der ausländischen Schülerinnen und Schülern leicht zurückgegangen, während der Anteil der Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache gestiegen ist. Daran zeigt sich, dass das Kriterium Staatsangehörigkeit allein in der amtlichen Schulstatistik nicht ausreichend für die Erfassung und Beschreibung deutscher Herkunftssprache in Klassen und Schulen erschweren die Integration. Die Befunde unterstreichen die Bedeutung der frühzeitigen Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund, von Maßnahmen der Sprach- und Individualförderung an den Schulen und die Kooperation mit den Eltern. Methodische Erläuterungen > M1: Koordinierte Schulstatistik: In der amtlichen Schulstatistik sind deutschlandweit derzeit nur Informationen über die Staatsangehörigkeit der Schülerinnen und Schüler vorhanden. Für den bis 2009 in allen Bundesländern einzuführenden Kerndatensatz-Schüler wurden die Merkmale „Geburtsland, ggf. Zuzug nach Deutschland, Sprache zuhause, wenn nicht deutsch“ vorgesehen. Berlin hat die Einführung aus administrativen Gründen verschoben, derzeit sind hier jedoch schon – neben der Staatsangehörigkeit – teilweise Daten über die Herkunftssprache seit dem Schuljahr 1996/97 verfügbar (Schulgesetz für das Land Berlin §15). 99 > D Ganztagsangebot D3 Ganztägige Bildung und Betreuung im Schulalter Der Ausbau des Ganztagsangebots hat gezeigt, dass sich durch den Zuwachs an Zeit die Bereiche Bildung, Erziehung und Betreuung besser miteinander verknüpfen lassen. Darüber hinaus können mehr Spiel- und Entfaltungsmöglichkeiten angeboten werden. Erwerbstätigen Elternpaaren und Alleinerziehenden eröffnen sich so bessere Möglichkeiten, den Anforderungen von Beruf und Familie gerecht zu werden. Solche Angebote werden sowohl in den Schulen wie auch durch außerschulische Einrichtungen bereitgestellt. Die KMK hat den Begriff der Ganztagsschule neu definiert und dabei drei unterschiedliche Grundformen festgelegt (KMK, 2005, 2008b): Bei dem voll gebundenen Modell nehmen alle Kinder verpflichtend an der Förderung und Betreuung teil, beim teilweise gebundenen Modell ein Teil der Schülerinnen und Schüler (z. B. einzelne Klassen oder Klassenstufen) und in der offenen Ganztagsschule Kinder auf Wunsch. Diese Grundformen der Ganztagsschule wurden in den einzelnen Ländern hinsichtlich ihrer Bezeichnung, des zeitlichen Umfangs der Betreuung und der Teilnahmebedingungen unterschiedlich modifiziert (KMK, 2008c). Das Ganztagsangebot für Schulkinder in Schule oder Hort ist in Berlin und Brandenburg unterschiedlich organisiert. In Berlin erfolgte 2005 mit dem Ausbau des Ganztagsschulangebots innerhalb der Berliner Senatsverwaltung die rechtliche Übertragung vom Zuständigkeitsbereich „Jugend“ auf den Bereich „Schule“ 1. Dies hat zur Folge, dass Daten über die Inanspruchnahme der Angebote nicht mehr in der Kinder- und Jugendhilfestatistik ausgewiesen sind, sondern ausschließlich der KMK-Statistik bzw. den Veröffentlichungen der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung entnommen werden können. In Brandenburg werden die Ganztagsangebote in der Primarstufe hingegen in Kooperation von Horten und Grundschulen vorgehalten. Da aber die Daten der Schulen in die KMK-Statistik und die der Horte in die Kinder- und Jugendhilfestatistik eingehen, kann es zu Doppelerfassungen einzelner Schülerinnen und Schüler kommen. Jedoch geschieht dies nicht in allen Fällen, so dass einige Kinder nur in einer der Statistiken erfasst sind. Daher können die Daten der Statistiken nicht deckungsgleich sein, was die Aussagemöglichkeiten über die Nutzung der Ganztagsangebote in Brandenburg weniger eindeutig macht als in Berlin. In der nationalen Bildungsberichterstattung dem, dass sich die Kinder- und Jugendhilfestatistik auf die Altersgruppe der 6- bis unter 10-Jährigen bezieht, die KMK-Statistik jedoch auf alle Schülerinnen und Schüler an Grundschulen (siehe NBB, 2008, S. 73). Verfügbarkeit des Ganztagsangebots In Berlin und Brandenburg ist die Zahl der Verwaltungseinheiten mit Ganztagsbetrieb von 292 BE bzw. 141 BB im Jahr 2002 auf 626 BE bzw. 360 BB im Jahr 2007 angestiegen, BE BB aller Verwaltungseinheiten ein Ganztagsangebot verfügbar war2. Dies ist eine Steigerung von 8,7 BE bzw. 7,3 BB Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr > Abb. D3-1. 1 Das Ganztagsangebot der Gesamtschulen war schon zuvor dem Zuständigkeitsbereich Schule zugeordnet. 2 Ausgewiesen sind die Werte jeweils ohne die gymnasiale Oberstufe. 100 Allgemeinbildende Schule D Anteil der Verwaltungseinheiten mit Ganztagsbetrieb an allen Verwaltungseinheiten 2002 bis 2007 in öffentlicher und privater Trägerschaft in % 3 > Tab. D3-1 90 80 70 60 50 40 30 20 10 0 2002 2003 2004 2005 2006 2007 Berlin Brandenburg Deutschland Seit 2005 wird in Berlin an allen Grundschulen bis zur 4. Jahrgangsstufe ein Ganztagsangebot M2 punkte gegenüber dem Vorjahr entspricht. In Brandenburg bieten alle Grundschulen mit Ganztagsangebot ein offenes Betreuungsangebot an. > Abb. D3-2. 3 Für Deutschland liegen nur Werte bis 2006 vor. 101 > D Ganztagsangebot Anteile des Ganztagsangebots nach Schularten in Berlin und Brandenburg 2007 in % > Tab. D3-1 Grundschule Hauptschule Realschule Oberschule Gymnasium Gesamtschule Freie Waldorfschule Berlin Brandenburg Förderschule 0 20 40 60 80 100 120 Inanspruchnahme des Ganztagsangebots 2007 waren in Berlin von allen Schülerinnen und Schülern allgemeinbildender Schu> Tab. D3-2. In den ersten vier Jahrgangsstufen der Grundschule wird trotz der hohen VerfügbarBE BB erreicht, dies entspricht aber einer Steigerung um 5,7 BE bzw. 7,6 BB Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. In der 5. BE BB. Hingegen ist bei der Inanspruchnahme der Ganztagsangebote durch Brandenburger Realschülerinnen und -schülern M3 zu verzeichnen. An den Brandenburger Oberschulen stieg die Inanspruchnahme um Dies entspricht einem Zuwachs von 7,8 BE bzw. 4,1 BB Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr > Tab. D3-2. 102 Allgemeinbildende Schule D Inanspruchnahme des Ganztagsangebots zwischen 2002 und 2007 an allgemeinbildenden Schulen in Berlin und Brandenburg im Vergleich zum deutschen Mittelwert in % > Tab. D3-2 45 40 35 30 25 20 15 10 5 0 2002 2003 2004 2005 2006 2007 Berlin Brandenburg Deutschland >> Zusammenfassung und Ausblick In den vergangenen Jahren wurde das Ganztagsangebot auf immer mehr Schulen der Metropolregion ausgeweitet, wobei zumeist die Betreuung in der offenen Form angeboten wird. Allerdings sind deutliche Unterschiede zwischen Berlin und Brandenburg festzustellen. Während der Anteil der Ganztagsangebote an den Berliner Grund- und Gesamtschulen sehr hoch ist, bieten Schulen anderer Schulformen nur zu einem geringen Anteil ein Ganztagsangebot an. Brandenburg hingegen weist einen vergleichsweise geringen Anteil von Grund- und Gesamtschulen mit Ganztagsangebot auf, die Quoten für Angebote an den meisten weiteren Schulformen bewegen sich dagegen auf einem höheren Niveau als in Berlin. Die Inanspruchnahme der Ganztagsangebote ist in den vergangenen Jahren ebenfalls gestiegen, jedoch in Berlin und Brandenburg an verschiedenen Schulformen in unterschiedlicher Weise. Da aber lediglich die Inanspruchnahme erfasst wird und nicht die zur Verfügung stehenden Plätze, lassen sich über die Möglichkeiten bzw. NichtMöglichkeiten der Inanspruchnahme nur schwer Aussagen treffen (KMK, 2008b). 103 > D Methodische Erläuterungen Methodische Erläuterungen > M1: Da nicht in allen Ländern Deutschlands die Grundschule sechs Jahre umfasst, werden u. a. in der KMK-Statistik die 5. und 6. Jahrgangsstufe separat betrachtet, um die Vergleichbarkeit mit den anderen Ländern zu erleichtern. > M2: Berlin: Seit dem Schuljahr 2005/06 sind alle Grundschulen in Berlin verlässliche Halbtagsgrundschulen (VHG), die eine Betreuung von 7.30 bis 13.30 Uhr anbieten. Ganztagsgrundschulen in offener Form bieten ergänzende Förderung und Betreuung bis einschließlich Jahrgangsstufe 4 an (während der Schulzeit: 6.00 bis 7.30 Uhr, 13.30 bis 16.00 Uhr und 16.00 bis 18.00 Uhr, in den Ferien: 7.30 bis 13.30 Uhr). In der Zeit von 13.30 bis 16.00 Uhr sollen Angebote gemacht werden, die im Zusammenhang mit dem Unterricht stehen. Die Möglichkeit zur Teilnahme an den ergänzenden Angeboten setzt einen Bedarfsentscheid durch das Jugendamt voraus, das diesen auf Antrag der Eltern auf der Basis von z. B. beruflichen oder familiären Gründen ausstellen kann. In Ganztagsgrundschulen in gebundener Form beginnt das Angebot ab 7.30 Uhr und muss von allen Schülerinnen und Schülern an vier Tagen der Woche verpflichtend von 8.00 bis 16.00 Uhr wahrgenommen werden. Am Freitag endet der Unterricht spätestens um 13.30 Uhr. Die Förderung und Betreuung ist bis 16.00 Uhr möglich. Die Teilnahme ist freiwillig. > M3: In Brandenburg gibt es seit dem Schuljahr 2005/06 keine Realschulen mehr. Gemeint sind Schülerinnen und Schüler an auslaufenden Realschulbildungsgängen an Oberschulen, welche weiterhin als Realschülerinnen und –schüler geführt werden (gem. KMK-Zuordnung). 104 Allgemeinbildende Schule D D4 Übergänge in das und im Schulwesen Übergänge im allgemeinbildenden Schulwesen finden beim Wechsel von der Primarstufe in die Sekundarstufe I und ggf. in die Sekundarstufe II statt. Die Wechsel sind immer mit Entscheidungen verbunden, die sich als richtig oder weniger richtig herausstellen können. Für letztgenannte Fälle ist es wichtig, dass ein einmal eingeschlagener Weg geändert werden kann, d. h. eine gewisse Durchlässigkeit im System besteht. In Berlin und Brandenburg findet der erste Wechsel in der Regel nach der 6. Jahrgangsstufe statt, da die Primarstufe die Jahrgangsstufen 1 bis 6 umfasst. Allerdings kann auch schon nach der 4. Klasse unter bestimmten Bedingungen ins Gymnasium an ausgewählten Standorten gewechselt werden. Weitere Übergänge zwischen den Schularten können in den Folgejahren auftreten, wenn sich z. B. der angestrebte Schulabschluss ändert. Einschulung Nach den dramatischen Einbrüchen der Schulanfängerzahlen 1995/96 in Folge des Geburtenknicks 1990/91 > A1 und ihrem leichten Anstieg in den Folgejahren sind die Anfängerzahlen für Berlin und Brandenburg im Schuljahr 2007/08 gegenüber dem Vorjahr nur um jeweils rund 1.000 zurückgegangen – also insgesamt stabil geblieben > Abb. D4-1. Einschulungen in Berlin und Brandenburg für die Schuljahre 2000/01 – 2007/08. *Die Stichtagsänderung führte in beiden Ländern zu mehr Einschulungen, da mehr Geburtsmonate fristgerecht eingeschult wurden. **KMK-Prognose > Tab. D4-1a, b 40.000 35.000 30.000 25.000 20.000 15.000 10.000 5.000 0 5 ** ** 6* /08 /07 /04 /03 /02 /01 4/0 /13 /09 5/0 07 06 03 02 01 00 12 08 00 20 20 200 20 20 20 20 2 20 20 Berlin Brandenburg Für die in den folgenden Jahren einzuschulenden Jahrgänge sind auf der Basis der derzeit in den beiden Ländern wohnenden Kinder etwas unterschiedliche Entwicklungen zu erwarten. In Berlin nimmt die Zahl der jetzt noch nicht schulpflichtigen Kinder leicht prognose sagt für 2012/13 für Berlin 28.860 und für Brandenburg 19.490 Einschulungen voraus. 105 > D Schulartwechsel Übergang von der Primarstufe zur Sekundarstufe I BE BB der Schülerinnen und Schüler von der Grundschule ins Gymnasium > Abb. D4-2. Dies bedeutet für Berlin eine geringe (+1,9 Prozentpunkte), für Brandenburg eine deutlichere Steigerung (+3,3 Prozentpunkte) gegenüber dem Vorjahr. Anteile der Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe nach Schularten in % (ohne Förderschulen und Freie Waldorfschulen) > Tab. D4-2 50 40 30 20 2005/06 2006/07 2007/08 10 Hauptschule Realschule Gesamtschule Berlin Brandenburg 3.200 Schülerinnen und Schüler wechselten in der Metropolregion bereits nach der 4. BE BB ein ähnlicher Anteil wie im Klasse an das Gymnasium 1 M1 > H3. Vorjahr Die Übergänge in die Berliner Hauptschulen gehen geringfügig zurück. Weiterhin befinden sich überproportional viele Kinder mit Migrationshintergrund an dieser Schulart > D2. Jahrgangsstufen 7–10 die Hauptschule besuchen, liegt der Anteil bei ausländischen kunftssprache und Schülern wechselt ein geringerer Anteil an Gymnasien als von den deutschen (14 Prozentpunkte). Die regionalisierte Betrachtung zeigt unterschiedliche Übergangsquoten zu den Gymnasien in den Brandenburgischen Kreisen und Berliner Bezirken > Abb. D4-3. Die 1 Inkl. der Schülerinnen und Schüler in Leistungs- und Begabungsklassen. 106 Gesamtschule Gymnasium Gymnasium Oberschule 0 Allgemeinbildende Schule D Anteile Schülerinnen und Schüler, die in das Gymnasium nach der 6. Jahrgangsstufe übergegangen sind, nach Kreisen bzw. Bezirken im Schuljahr 2007/08 in % 35% bis unter 40% 40% bis unter 45% 45% bis unter 50% 50% bis unter 55% 55% bis 60% 12 05 04 07 06 03 18 15 13 01 02 11 10 05 10 Berliner Bezirke 01 Mitte 02 Friedrichshain-Kreuzberg 03 Pankow 04 Charlottenburg-Wilmersdorf 05 Spandau 06 Steglitz-Zehlendorf 07 Tempelhof-Schöneberg 08 Neukölln 09 Treptow-Köpenick 10 Marzahn-Hellersdorf 11 Lichtenberg 12 Reinickendorf Kreise und kreisfreie Städte in Brandenburg 01 Brandenburg an der Havel 02 Cottbus 03 Frankfurt (Oder) 04 Potsdam 05 Barnim 06 Dahme-Spreewald 07 Elbe-Elster 08 Havelland 09 Märkisch-Oderland 10 Oberhavel 11 Oberspreewald-Lausitz 12 Oder-Spree 13 Ostprignitz-Ruppin 14 Potsdam-Mittelmark 15 Prignitz 16 Spree-Neiße 17 Teltow-Fläming 18 Uckermark 08 08 09 09 04 01 14 03 12 17 06 02 16 07 11 © Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Am Ende der Grundschulzeit gibt die Grundschule eine Empfehlung für einen BilBE bzw. BB der Schülerinnen und Schüler wurde am Ende der 6. Jahrgangsstufe das BilBE BB bekamen eine BE BB für einen Realschulbildungsgang. Von den Berliner Schülerinnen und Schülern NDHS erhielten nur BE BB der Schülerinnen und Schüler mit einer Empfehlung für die BE an eine Realschule, BE BB BE bzw. BB BB der Schülerinnen und Schüler mit einer Empfehlung für einen erweiterten BE BB die eine Empfehlung für einen Realschulabschluss hatten. Von allen Schülerinnen und Schüler mit einer Empfehlung für einen HauptschulbilBE BB eine Gesamtschule. Bei einer Empfehlung BE BB. Wurde der Bildungsgang zur allgemeinbildenden Hochschulreife empfohlen, so fiel eher selten die Wahl BE BB). Schulartwechsel während der 7.–9. Jahrgangsstufe Schulartwechsel in diesen Jahrgangsstufen stellen einen weichen Indikator für Umentscheidungen innerhalb der Schullaufbahn dar. Unterstellt wird, dass mit dem Wechsel eine pädagogische, leistungsbasierte Entscheidung verbunden ist, obwohl natürlich auch andere Rahmenbedingungen eine Rolle spielen können, so z. B. die Veränderung der sozialen Lage oder Verfügbarkeit von Schularten nach einem Wohnortwechsel. Aufwärtswechsel, d. h. es wird zu einer Schule gewechselt, die einen höheren Schulabschluss ermöglicht > Tab. D4-3. Hauptschule erfolgten. „Abschlussneutrale“ Wechsel sind solche, bei denen nicht per se das Anstreben eines anderen Abschlusses unterstellt werden kann, so der Wechsel 107 > D Übergänge von anderen Schularten BE BB ähnlich wie in Deutschland insgesamt. In absoluten Zahlen sind dies 1.973 BE bzw. 1.497 BB Schülerinnen und Schüler. Das Wechselverhalten unterscheidet sich jedoch > Abb. D4-4. In Brandenburg anzutreffen. Schulartwechsel (ohne Freie Waldorfschulen) in den Jahrgangsstufen 7–9 des Schuljahres 2007/08 in % an allen Wechseln > Tab. D4-3 BE BB. In Berlin erfolgen die meisten Wechsel von der Gesamtschule zur Hauptschule (NBB, 2008, S. 255, Tab. D1-4A). Die Aussagekraft des Indikators hängt stark davon ab, welche Wechsel dem Auf- und Abstieg zugeordnet werden M3. Schulwechsel in die 11. Jahrgangsstufe In Deutschland verbleibt der überwiegende Teil der Schülerinnen und Schüler, die das Abitur anstreben, nach dem Abschluss der 10. Jahrgangsstufe in der gleichen Schulart. 2 ben an der Schulart Gymnasium. Nur wenige Jugendliche wechseln von einer anderen Schulart, meistens von einer Realschule, an ein Gymnasium. Die Situation an den Gesamtschulen unterscheidet sich deutlich – in der Sekundarstufe II erhalten sie Zulauf von diversen Schularten. Auch hier stellen die Schülerinnen und Schüler, die von der Realschule kommen, den größten Anteil. Die absolute Anzahl der Übergänge ist ebenso wie der Anteil seit 2000 kontinuierlich angestiegen (NBB, 2008, S. 258, Tab. D1-7A). Auch in der Metropolregion fanden 2007/08 die meisten Übergänge in die 11. Jahrgangsstufe innerhalb der Gymnasien und Gesamtschulen statt > Abb. D4-5. Die 11. JahrBE BB der Schülerinnen und Schüler, die auch in der 10. Jahrgangsstufe auf einem Gymnasium waren. Die Gesamtschulen nehmen hingegen höhere Anteile aus anderen Schularten auf. 2 Ohne Wechsel an berufliche Schulen wie Fachgymnasium, Berufs- oder Fachoberschule 108 Allgemeinbildende Schule D Zusammensetzung der 11. Jahrgangsstufe an Gesamtschulen nach Herkunftsschulart im Schuljahr 2007/08 in % > Tab. D4-4 Berlin (n=855) Brandenburg Herkunft Gesamtschule (n=403) 10,5 Wechsel 27,1 Gymnasium Hauptschule keine Angabe 6,8 0,7 2,7 72,9 79,4 Wechsel 20,6 7,7 1,0 1,4 Gymnasium SMBG keine Angabe Realschule 16,9 Realschule Übergänge bei sonderpädagogischem Förderbedarf Für Kinder und Jugendliche, die in ihren Lern- und Bildungsmöglichkeiten so beeinträchtigt sind, dass sie im Unterricht besondere Hilfe benötigen, lassen sich sonderpädagogischer Förderbedarf sowie ergänzend therapeutische und soziale Hilfe geltend machen M4 und Schüler entsprechende Maßnahmen realisiert. BE BB und haben sich damit seit 2006/07 geringfügig erhöht > Tab. D4-5. Beide Länder verfolgen das pädagogische Konzept der sonderpädagogischen Förderung im BE bzw. gemeinsamen Unterricht (Integrationsschülerinnen und -schüler). BB haben beide Länder im Schuljahr 2007/08 mit die höchsten Integrationsschüleranteile M5 in Deutschland (u. a. NBB, 2008, Tab. D1-5A, S. 256). Der Anteil der Schülerinnen und Schüler an allen Schülern an Förderschulen, die im Schuljahr 2007/08 neu von einer allgemeinbildenden Schule an die Förderschule BE BB. Der Anteil der Wechsel von einer FörderschuBE BB an allen Förderschülerinnen und -schüler verschwindend gering > Tab. D4-6, Abb. D6-5. 109 > D Methodische Erläuterungen >> Zusammenfassung Durch die Reduktion der Schulartvielfalt verliert der Indikator Schulartwechsel zusätzlich an Aussagekraft, was die Notwendigkeit einer differenzierteren Erfassung – so durch den Schüler-Kerndatensatz – unterstreicht. Zudem wird für die Brandenburgischen Schülerinnen und Schüler in Oberschulen ähnlich wie an Gesamtschulen kein Wechsel registriert, wenn sich diese innerhalb ihrer Schule für eine andere Abschlussart entscheiden. Methodische Erläuterungen > M1: In Berlin wird zum Ende der Primarstufe eine Bildungsgangempfehlung der Klassenkonferenz ausgesprochen, die jedoch nicht bindend ist. Die Bildungsempfehlung basiert auf den Durchschnitt der Zeugnisnoten der Jahrgänge 5 und 6, wobei die Noten für die 6. Klasse doppelt gewertet und die Fächer Deutsch, Mathematik und Naturwissenschaften mit dem Faktor 2 verstärkt werden. Für eine Gymnasialempfehlung ist eine Durchschnittsnote von maximal 2,2 erforderlich, für die Realschulempfehlung von 2,8 bis 3,2, für die Hauptschulempfehlung ab 3,8. In den Zwischenbereichen sind für die Empfehlung die für die Lernkompetenz maßgeblichen Merkmale ausschlaggebend. Für Gesamtschulen gilt jede Bildungsgangempfehlung. Um die Grundschule vorzeitig zu verlassen und mit Beginn der Jahrgangsstufe 5 an ein grundständiges Gymnasium zu wechseln, darf der Notendurchschnitt der Fächer Deutsch, Mathematik, erste Fremdsprache und Sachunterricht im Halbjahreszeugnis der Jahrgangsstufe 4 maximal 2,0 betragen. Darüber hinaus gelten besondere Bedingungen, die für die jeweils gewünschte Schule ihre spezifische Ausprägung besitzen, wie z. B. ein sprachliches oder musisches Profil (Berliner SchulgeIn Brandenburg ist die Entscheidung über den Übergang von der Grundschule in die 6. Jahrgangsstufe einer weiterführenden Schule an Beratungsgespräche mit den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten sowie an die nicht bindende Grundschulempfehlung der Klassenkonferenz geknüpft. Diese basiert u. a. auf den Leistungen der Schülerinnen und Schüler, die sich in den Noten niederschlagen. In die Vergleichsarbeit mit ein, die im ersten Halbjahr der 6. Jahrgangsstufe geschrieben wird (ZVA 6). Der Wechsel an Ober- und Gesamtschulen ist nicht speziell geregelt, der Übergang ans Gymnasium ist hingegen an Bedingungen geknüpft. Die Schülerinnen und Schülermüssen über eine Bildungsgangempfehlung zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife verfügen und die Summe der Noten in den Fächern Mathematik, Deutsch und erste Fremdsprache darf den Wert von 7 im Halbjahreszeugnis der Jahrgangsstufe 6 nicht überschreiten. Wird eine der beiden Bedingungen nicht erfüllt, muss zum Besuch des Gymnasiums eine Eignungsprüfung in Form von Probeunterricht ablegt werden (Brandenburgisches Schulgesetz (Bbgder Eltern ist es möglich, zur Jahrgangsstufe 5 in „Leistungs- und Begabungsklassen“ an Gymnasien und Gesamtschulen zu wechseln. Die Aufnahme in eine solche Klasse ist an die Empfehlung der Grundschule, eines Eignungstests sowie eines Gesprächs mit der Schülerin bzw. dem Schüler gebunden. Die addierten Noten des Halbjahreszeugnisses der Jahrgangsstufe 4 in den Fächern Deutsch und Mathematik sowie der ersten Fremdsprache oder Sachunterricht dürfen den Wert > M2: In Brandenburg wurde mit der Einführung der Oberschulen im Schuljahr 2005/06 die Schulart Realschule abgeschafft. Die damaligen Schülerinnen und Schüler an Real- und Gesamtschulen behalten bis zum Abschluss (ohne Wiederholung bis 2007/2008) diese Bezeichnung und besuchen nun Ober- bzw. Gesamtschulen. Das Ausweisen der Veränderungsraten für Brandenburg ist für diese Schuljahre aufgrund der Neueinführung der Oberschule nicht sinnvoll. Bei den Zahlen für Deutschland wurden bis auf Berlin und Brandenburg die Wechsel nach der 4. Klasse berücksichtigt. Für Berlin und Brandenburg sind sowohl die Wechsel 110 Allgemeinbildende Schule D nach der 6. Klasse wie auch die Schülerinnen und Schüler berücksichtigt, die bereits nach der 4. Klasse gewechselt haben. > M3: Eine Veränderung der Zuordnung der Wechselart anhand des höchsten erreichbaren Schulabschluss an der aufnehmenden Schule führt im Schuljahr BE BB – so z. B. beim Wechsel von der Realschule bzw. Oberschule zur Gesamtschule oder zum Gymnasium. Wird analog der Wechsel von der Gesamtschule zur Haupt-, Realbzw. Oberschule dem Abwärtswechsel zugeordnet, steigen auch hier die Anteile BE BB. > M4: In Berlin kann der „Antrag auf Feststellung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs […] von den Erziehungsberechtigten oder der Schule, an der das Kind oder die Schülerin oder der Schüler angemeldet wird oder die sie oder er besucht, gestellt werden. Er ist schriftlich zu begründen“ (§31, SopädVO). Bei einem positiven Befund können die Eltern entscheiden, ob das Kind künftig eine allgemeinbildende Schüle oder eine Förderschule besuchen soll. Bei einer Ablehnung der allgemeinbildenden Schule wird ein Aufnahmeausschuss eingesetzt, der über den künftigen Schulbesuchentscheidet(BerlinerSonderpädagogik-Verordnung(SopädVO),2005). In Brandenburg wird der Förderbedarf und damit ggf. der Wechsel zu einer oder von einer Förderschule gemäß SopV §3, (1) in einem Feststellungsverfahren auf Antrag der Schule, Eltern oder Schülerinnen und Schüler (nach Vollendung des 14. Lebensjahrs) festgestellt. Das Schulamt entscheidet über die Empfehlung des Förderausschusses (Verordnung über Unterricht und Erziehung für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf (Brandenburger Sonderpädagogik-Verordnung (SopV), 2007). > M5: Brandenburgisches Schulgesetz § 29: „Sonderpädagogische Förderung sollen Grundschulen, weiterführende allgemeinbildende Schulen und Oberstufenzentren durch gemeinsamen Unterricht mit Schülerinnen und Schülern ohne sonderpädagogischen Förderbedarf erfüllen, wenn eine angemessene personelle, räumliche und sächliche Ausstattung vorhanden ist oder nach Maßgabe gegebener Finanzierungsmöglichkeiten geschaffen werden kann.“ Berliner Schulgesetz § 37: „(1) Im gemeinsamen Unterricht in der allgemeinen Schule kann zielgleich oder zieldifferent unterrichtet werden. Bei zielgleicher Integration werden die Schülerinnen und Schüler nach den für die allgemeine Schule geltenden Rahmenlehrplänen und Vorschriften unterrichtet. Organisatorische und methodische Abweichungen sind zulässig, soweit die Art der Behinderung es erfordert.“ 111 > D Freiwillige Wiederholungen D5 Jahrgangswiederholung an allgemeinbildenden Schulen - In Berlin und Brandenburg wiederholten im Schuljahr 2007/08 fast 15.000 SchüleBE BB > Tab. D5-1. Wie bundesweit waren deutlich mehr Wiederholer männlich. Bei den Analysen ist zu berücksichtigen, dass Wiederholungen in den allgemeinbildenden Schulen aus unterschiedlichen Ursachen auftreten können. Neben dem „Nichtversetztwerden“ kann ein Schüler eine Klasse auch auf Wunsch der Eltern freiwillig bzw. bei Volljährigkeit auf eigenen Wunsch wiederholen M1. Dadurch kann beispielsweise ein Sitzenbleiben im darauffolgenden Jahrgang vermieden werden, indem durch das Wiederholen der Lernstand gefestigt und ausgebaut wird. Die Wiederholerraten im Primarbereich sind durch die Einführung verschiedener pädagogischer Konzepte wie der flexiblen Schulanfangsphase für die 1. und 2. Jahrgangsstufe und anderer Modelle der Jahrgangsmischung perspektivisch im Rahmen der Schulstatistik immer weniger nachweisbar. Sekundarbereich I Fast 10.000 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7–10 haben in der Metropolregion im Schuljahr 2007/08 eine Klasse wiederholt. Die Wiederholungsraten M2 lieBE bzw. BB und damit in Berlin deutlich über dem Bundesdurchschnitt BE bzw. 0,5 BB Prozentpunkte gesunken ist. Der Anteil der Wiederholungen steigt mit zunehmender BE bzw. Jahrgangsstufe an > Abb. D5-1. BB BE,BB, wenn die freiwilligen Wiederholungen unberücksichtigt bleiben. Freiwillige und nicht freiwillige Wiederholungen nach Jahrgangsstufen im Schuljahr 2007/08 in % (ohne Förderschulen) > Tab. D5-2 10. Jahrgangsstufe Brandenburg Berlin nicht freiwillig freiwillig 9. Jahrgangsstufe 8. Jahrgangsstufe 7. Jahrgangsstufe 10. Jahrgangsstufe 9. Jahrgangsstufe 8. Jahrgangsstufe 7. Jahrgangsstufe 0 2 4 6 8 10 112 Allgemeinbildende Schule D Die hohen Anteile an freiwilligen Wiederholungen in der 10. Jahrgangsstufe sind in all jenen Schularten, die mit der Sekundarstufe I enden, zu finden, d. h. an denen die Schülerinnen und Schüler die Schule planmäßig mit einem Hauptschul- oder Mittleren Schulabschluss verlassen > Abb. D5-2, > D7. Freiwilliges Wiederholen am Ende der Sekundarstufe I kann z. B. dazu dienen, einen höherwertigen Schulabschluss zu erreichen (Brandenburg) oder über den Mittleren Schulabschluss hinaus die Berechtigung zu erlangen, auf die gymnasiale Oberstufe zu gehen (Berlin). Mit freiwilligen Wiederholungen an Gesamtschulen wird häufig versucht, ein höheres Kursniveau in Fächern mit äußeren Leistungsdifferenzierung zu erreichen. Denn die Konstellation von Kursniveaus ist eine wichtige Voraussetzung, um überhaupt zu Prüfungen für Schulabschlüsse unterschiedlicher Qualifikation zugelassen zu werden. Wenn nur die nicht freiwilligen Wiederholungen berücksichtigt werden, sinken die denburg ist die Situation ähnlich. In den Gesamtschulen verringert sich der Anteil der Freiwillige und nicht freiwillige Wiederholungen der 9. bzw. 10. Jahrgangsstufe im Schuljahr 2007/08 in % nach Schularten M3 > Tab. D5-1, D5-2 Hauptschule 10. JGS Berlin 9. JGS 10. JGS 9. JGS Brandenburg Realschule Gesamtschule Gymnasium Hauptschule Realschule Gesamtschule Gymnasium Realschule Gesamtschule Gymnasium Oberschule Gesamtschule Gymnasium 0 2 4 6 8 10 12 14 16 nicht freiwillig freiwillig Schülerinnen wiederholen im Allgemeinen seltener als Schüler > Abb. D5-3. Für beide Geschlechter sind die Wiederholeranteile an Brandenburgs Schulen deutlich geringer als in Berlin. 113 > D Wiederholungen nach Schulart Wiederholungen insgesamt und nicht freiwillig nach Geschlecht in der jeweiligen Jahrgangsstufe (JGS) im Schuljahr 2007/08 in % > Tab. D5-3 12 10 8 7. JGS 7. JGS nicht freiwillig 8. JGS 8. JGS nicht freiwillig 9. JGS 9. JGS nicht freiwillig 10. JGS 10. JGS nicht freiwillig 6 4 2 0 weiblich Berlin männlich weiblich männlich Brandenburg Sekundarbereich II Die Anzahl der freiwilligen Wiederholungen ist in der Sekundarstufe II deutlich gerinBE BB der Schülerinnen und Schüler eine Jahrgangsstufe. Im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern hat Brandenburg einen stabil niedrigen Wiederholungsanteil. In Berlin und Brandenburg fallen insbesondere die deutlich höheren Anteile in allen Jahrgangsstufen an den Gesamtschulen auf. Mit einer freiwilligen Wiederholung, die nicht als Sitzenbleiben zählt, wird versucht, die Chance auf das Abitur oder auf ein besseres als das momentan zu erwartende Abitur zu erhöhen. Dies kann z. B. mit einem Wechsel der Fächerkombination von Leistungs- und Grundkursen verbunden sein. > Abb. D5-4. 114 Allgemeinbildende Schule D Wiederholung nach Schulart und Geschlecht für die Jahrgangsstufen 11–13 im Schuljahr 2007/08 in % > Tab. D5-4 Gymnasium nicht freiwillig männlich freiwillig männlich 13. Jahrgangsstufe Berlin 12. Jahrgangsstufe 11. Jahrgangsstufe Brandenburg 13. Jahrgangsstufe 12. Jahrgangsstufe 11. Jahrgangsstufe 0 2 Gesamtschule nicht freiwillig männlich freiwillig männlich nicht freiwillig weiblich freiwillig weiblich 4 6 8 10 12 0 2 4 6 8 10 12 nicht freiwillig weiblich freiwillig weiblich 13. Jahrgangsstufe Berlin Brandenburg 12. Jahrgangsstufe 11. Jahrgangsstufe 13. Jahrgangsstufe 12. Jahrgangsstufe 11. Jahrgangsstufe 0 2 4 6 8 10 12 0 2 4 6 8 10 12 115 > D Schulababgänge mit und ohne Abschluss Methodische Erläuterungen > M1: Berliner Schulgesetz § 59, (5) „Eine Schülerin oder ein Schüler kann auf Antrag der Erziehungsberechtigten die Jahrgangsstufe einmal freiwillig wiederholen oder spätestens im Anschluss an die Aushändigung des Halbjahreszeugnisses in die vorhergegangene Jahrgangsstufe zurücktreten, wenn eine erfolgreiche Mitarbeit nicht mehr gewährleistet ist.“ Brandenburgisches Schulgesetz: § 59, (5) „Eine Schülerin oder ein Schüler kann, sofern durch Rechtsverordnung nichts anderes bestimmt ist, auf Antrag der Eltern die vorhergegangene Jahrgangsstufe einmal freiwillig wiederholen oder spätestens im Anschluss an die Aushändigung des Halbjahreszeugnisses in die vorhergegangene Jahrgangsstufe zurücktreten, wenn eine erfolgreiche Mitarbeit nicht mehr gewährleistet ist. Dem Antrag auf Wiederholung soll insbesondere stattgegeben werden, wenn durch die Wiederholung ein bisher nicht erreichter Abschluss eines Bildungsgangs erworben werden kann, die Höchstverweildauer nicht überschritten wird und die personellen und schulorganisatorischen Voraussetzungen erfüllt werden können.“ > M2: Die amtliche Schulstatistik weist die Wiederholungen bei der Schulart nach, an der der Jahrgang wiederholt wird. Schülerinnen und Schüler, die eine Jahrgangsstufe wiederholen müssen, wechseln jedoch häufig die Schulart. Somit ist eine Zuschreibung der Wiederholungsursache zu einer Schulart nicht unmittelbar möglich. Bleibt bei der Wiederholung die Schulart gleich, so bedeutet dies nicht, dass die Schule die gleiche bleibt. Die Wiederholerquote entspricht dem Anteil der Schülerinnen und Schüler, die im vorangegangenen Schuljahr dieselbe Jahrgangsstufe besucht haben, bezogen auf die Schülergesamtzahl in der betrachteten Jahrgangsstufe. Schülerinnen und Schüler, die nach dem Stichtag der amtlichen Schulstatistik im Verlauf des betrachteten Schuljahres zurückgestellt werden, gehen nicht als Wiederholer ein. Diese Methode macht eine Aussage dazu, wie hoch der Anteil der Wiederholer an der aktuellen Jahrgangsstufe ist und nicht wie hoch der Anteil der Wiederholer an der vorhergehenden Jahrgangsstufe war. > M3: Um die Schulstatistik der Bundesländer vergleichbar zu machen, wurden Vereinbarungen auf Bundesebene getroffen, wie Daten auszuweisen sind. In Brandenburg führt dies dazu, dass 2007/08 letztmalig noch Realschulen ausgewiesen sind, obwohl diese schon in Oberschulen aufgegangen sind. 116 Allgemeinbildende Schule D D6 Schulabgänge mit und ohne Abschluss Die Effektivität des Schulsystems kann u. a. anhand der erreichten Abschlussquoten sowie der bis zum Abschluss benötigten Schulzeit dargestellt werden. Ein fehlender Abschluss beim Abgang von allgemeinbildenden Schulen kann teilweise im Nachhinein im Rahmen der beruflichen Ausbildung, berufsvorbereitender Maßnahmen bzw. auf dem zweiten Bildungsweg nachgeholt werden > B4, E2, E3, E4, G3. Abgänge ohne allgemeinbildenden Schulabschluss In Deutschland geht die Anzahl der Abgänge ohne allgemeinbildenden Schulabschluss Ländern Berlin und Brandenburg verläuft hierzu nur eingeschränkt parallel. Nach Jahren des Anstiegs gibt es in Brandenburg nach 2006 wieder einen leichten Rückgang, während sich in Berlin die Werte ausgehend von einem höheren Niveau gegenläufig entwickeln, so dass eine Annäherung der Anteile festzustellen ist. 2007 verließen 3.295 BE bzw. 3.024 BB Schülerinnen und Schüler die allgemeinbildenden Schulen, ohne einen Hauptschulabschluss erreicht zu haben. Darunter waren 464 BE bzw. 1.208 BB Personen mit einem Abschluss für Lernbehinderte. Der Anteil der BE BB – für beide Länder deutlich über dem nationalen Durchschnitt > Abb. D6-1. Bei den Schülerinnen und Schülern, die die Schule ohne Abschluss verlassen, ist es grundsätzlich sinnvoll, zwischen solchen mit geistiger Behinderung und ohne zu unterscheiden, wenn die Behinderung als eine sehr wahrscheinliche Ursache dafür anzusehen ist, dass kein Abschluss erreicht werden kann M1. Werden alle 280 BE bzw. 348 BB Abgängerinnen und Abgänger mit sonderpädagogischem Förderbedarf „geistige Entwicklung“ herausgerechnet, so verringert sich der Anteil der Abgängerinnen und Abgänger ohne allgemeinbildenden Abschluss um 0,9 BE bzw. 1,3 ProzentpunkteBB. Abgänge ohne allgemeinbildenden Schulabschluss von allgemeinbildenden Schulen nach Ländern in % > Tab. D6-1 14 12 10 8 6 4 2 0 1995 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 Berlin Brandenburg Deutschland 117 > D Abschlüsse nach Schulart 1. In Berlin kommt der größte Anteil der übrigen Abgängerinnen und -abgänger von Haupt- und Gesamtschulen, in Brandenburg von Gesamtschulen > Abb. D6-2. Verteilung der Abgänge ohne allgemeinbildenden Schulabschluss auf Schularten 2007 in % (ohne Förderschülerinnen und -schüler mit dem Schwerpunkt geistige Behinderung M2) > Tab. D6-2 Berlin Brandenburg Hauptschule 43,8 Realschule Gymnasium 7,1 1,3 24,1 Gesamtschule 23,7 Förderschule Gesamtschule 33,6 0,7 4,3 9,6 Gymnasium Realschüler/innen Oberschule 51,8 Förderschule Überproportional viele ausländische Schülerinnen und Schüler sowie solche mit Migrationshintergrund verlassen die Berliner Schulen ohne einen allgemeinbildenden AbAusländer NDHS aller Personen stellen, die 2007 die Schule verlassen haben, liegen die Anteile bei den Abgängern ohne Abschluss Ausländer NDHS. Bleiben die 995 Schülerinnen und Schüler, die von der Förderschule ohne allgemeinbildenden Schulabschluss abgeAusländer NDHS, wobei Hauptschulen besonders häufig ohne Abschluss verlassen werden > Abb. D6-3. Die Quoten der ausländischen und deutschen Abgängerinnen und Abgänger sind in Brandenrinnen verlassen die Schule seltener ohne Abschluss als Schüler. 1 Der Begriff Förderschule wird gemäß der Vereinbarungen in der Bundesstatistik auch für Berlin verwendet, wo der Begriff Schule mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt Verwendung findet. 118 Allgemeinbildende Schule D Verteilung der Abgänge ohne allgemeinbildenden Schulabschluss in Berlin nach Schulart, Staatsangehörigkeit und NDHS in % 2007 (ohne Zweiten Bildungsweg und ohne Förderschulen, die Darstellung für Gymnasien entfällt aufgrund der geringen Fallzahl von 38) > Tab. D6-3 100 80 60 40 43,0 20 0 ge Ins t sam ule ch pts u Ha ule sch eal R mt esa ule sch 66,3 62,8 68,8 72,9 45,9 37,2 31.2 38,1 27,1 38,7 33,7 Deutsche Ausländer NDHS rlin Be - G Abschlüsse an Förderschulen Die Förderquote hat sich 2007/08 im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert > D4. InsBE BB der Fördermaßnahmen bei Integrationsschülerinnen und -schülern in die Kategorien Lernen, Sprache sowie emotionale und soziale Entwicklung. Die Schülerinnen und Schüler, die Förderschulen besuchen, sind zu BE BB dem Förderschwerpunkt Lernen zugeordnet > Abb. D6-4. Anteile der Förderschwerpunkte und Art der Förderung im Schuljahr 2007/08 (ohne übergreifende Schwerpunkte, ohne Förderschwerpunkt geistige Entwicklung) > Tab. D6-4a Berlin Integration Brandenburg Deutschland an Förderschulen Berlin Brandenburg Deutschland 27,1 39,1 35,6 48,3 53,0 81,4 59,0 31,1 16,4 22,5 7,4 2,3 1,2 8,4 5,2 1,2 Lernen Emotionale und soziale Entwicklung Sprache Körperliche und motorische Behinderung Hören Sehen 22,4 3,6 25,1 16,5 6,5 3,7 2,0 10,9 3,8 6,1 6,1 2,9 1,41,4 11,2 12,4 8,1 3,6 1,7 119 > D Schulabschlüsse Die Art der notwendigen Förderung bestimmt mit, welcher Schulabschluss erreicht werden kann. Im Jahr 2007 verließen 1.513 BE bzw. 1.860 BB Schülerinnen und Schüler BE BB war es nicht möglich, einen Abschluss zu erwerben, also weder einen Abschluss für Lernbehinderte M2 noch einen allgemeinbildenden Schulabschluss > Abb. D6-5. In Berlin erreichte ein sehr viel größerer Anteil von Schülerinnen und Schülern einen allgemeinbildenden Abschluss als in Brandenburg. Dies Abgängerinnen und Abgänger sowie Absolventinnen und Absolventen von Förderschulen nach Abschlussart 2007 in % > Tab. D6-4b Berlin Brandenburg 31,1 40,8 allg. Schulabschlüsse 34,2 27,9 62,2 5,8 0,5 allg. Schulabschlüsse 6,7 4,8 Hauptschulabschluss Realschulabschluss allg. Hochschulreife ohne Abschluss Abschluss für Lernbehinderte 25,0 1,2 0,6 BE BB der Förderschulen kann ein allgemeinbildender Schulabschluss BE BB der Förderschülerinnen und -schüler einen allgemeinbildenden Abschluss. Allgemeinbildende Abschlüsse: Überblick Im Zuge weiterer Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung > H wurden sowohl in Berlin als auch in Brandenburg vermehrt zentrale Abschlussprüfungen eingeführt, der Mittlere Schulabschluss (MSA) in Berlin und die Prüfungen am Ende der Jahrgangsstufe 10 (P10) in Brandenburg sowie das Zentralabitur. Bevor näher auf diese Abschlüsse eingegangen wird, sollen überblicksartig die Abschlussquoten dokumentiert werden. Die Quote der Absolventinnen und Absolventen 2 mit allgemeiner Hochschulreife BE bzw. berechnet in Relation zur 18- bis 20-jährigen Bevölkerung M3 BB. Damit ist der Anteil gegenüber dem Vorjahr in Berlin um 0,8 Prozentpunkte gefallen und in Brandenburg um 1,4 Prozentpunkte gestiegen. wobei wie auch im Vorjahr mehr Frauen als Männer das Abitur ablegten > Abb. D6-6. BE BB der Abiturienten Frauen, womit dieser Anteil etwa im . 2 ohne Zweiten Bildungsweg und Schulfremdenprüfungen 120 Allgemeinbildende Schule D Absolventinnen und Absolventen allgemeinbildender Schulen nach Abschlussart und Ländern als Anteil an der alterstypischen Bevölkerung in % (ohne Zweiten Bildungsweg und ohne Schulfremdenprüfungen) > Tab. D6-6 45 40 35 30 25 20 15 10 5 0 BE BB Abitur DE BE BB DE BE BB DE Realschulabschluss* Hauptschulabschluss 1995 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 Eine Berechnung der Quote für die ausländischen und deutschen Schülerinnen und Schüler in Berlin zeigt deutliche Unterschiede für alle Abschlussarten bis auf den Mittleren Schulabschluss > Abb. D6-7. Ausländische Schülerinnen und Schüler gehen sehr viel häufiger ohne Abschluss ab, machen häufiger den Hauptschulabschluss und seltener die Hochschulreife. Schulentlassene nach Staatsangehörigkeit und Abschlussart als Anteil an der alterstypischen Bevölkerung 2007 in Berlin in % (ohne Zweiten Bildungsweg und ohne Schulfremdenprüfungen) 35 32,5 30 25 20 15 12,4 10 5 0 8,0 Deutsche Ausländer 19,6 18,8 27,6 26,5 33,2 * In Berlin wurde 2006 der Realschulabschluss durch den Mittleren Schulabschluss (MSA) abgelöst. Oh ch lu ss Ha up ts ch ul ab sc hl M us itt s le re rS ch ul ab Al sc lg hl em us s ei ne Ho ch sc hu lre ife ne H au pt sc hu la bs 121 > D Ergebnisse des MSA Für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund ist aufgrund der starken Abweichungen zwischen den Bevölkerungszahlen und der Anzahl der Schulentlassenen NDHS keine Quotenberechnung sinnvoll. Hier ist nur festzustellen, dass von allen Hochschulreife. Abschlüsse am Ende der Sekundarstufe I: Der MSA in Berlin Konzeption des Berliner MSA: In Berlin ersetzt seit 2005/06 der Mittlere Schulabschluss (MSA) den bisherigen Realschulabschluss. Der MSA besteht aus vier Prüfungskomponenten: In Deutsch, Mathematik und der ersten Fremdsprache (i. d. R. Englisch) wird eine zentral vorgegebene Arbeit geschrieben, in der ersten Fremdsprache darüber hinaus eine mündliche Prüfung zur Sprachfertigkeit abgelegt, für die einheitliche Kriterien der Senatsschulverwaltung gelten, deren Konkretisierung jedoch in den Schulen vorgenommen wird. Die vierte Komponente ist die Prüfung in besonderer Form, eine Präsentationsprüfung, in der einzeln oder in Gruppen ein Thema aus einem von den Schülerinnen und Schülern selbst zu wählenden Fach vorgestellt wird. An den beruflichen Schulen, an denen der MSA abgelegt werden kann, ist es möglich, die Prüfung in besonderer Form auch als Facharbeit, also in schriftlicher Form, abzuleisten. Der MSA richtet sich an die Schülerinnen und Schüler der zehnten Jahrgangsstufe sowie an Schülerinnen und Schüler einiger Schulen des beruflichen Bereichs. Die Zulassungskriterien des MSA sind schulartspezifisch und durch die Verordnungen zur Sekundarstufe I und zur Berufsschule geregelt. Daraus geht hervor, dass es einen dreifach gestuften Teilnahmestatus gibt: Schülerinnen und Schüler, die verpflichtet sind, am MSA teilzunehmen (jene der Realschulen und Gymnasien und in Abhängigkeit von Kursniveau und Leistung in den anderen allgemeinbildenden Schulen), solche, die freiwillig am MSA teilnehmen können, wenn sie bestimmte Voraussetzungen hinsichtlich Kurs- und Leistungsniveau erfüllen, und schließlich jene, die nicht zum MSA zugelassen werden. 3 Die schriftlichen Arbeiten des MSA orientieren sich eng an den Bildungsstandards, die von der KMK Ende 2003 beschlossen wurden. Die Aufgaben sind somit kompetenzorientiert und lassen sich den Dimensionen zuordnen, wie sie in den Bildungsstandards definiert werden M4. Die Aufgaben sind explizit in diesen Dimensionen verortet, so dass die Lehrkräfte die Möglichkeit haben, anhand der Einzelergebnisse der Arbeiten Stärken und Schwächen im Kompetenzprofil ihrer Lerngruppe bzw. ihres eigenen Unterrichts zu entdecken. gibt keine schulartspezifischen Komponenten. Somit liefern die Arbeiten einen für alle Schulen einheitlichen Maßstab. Um das Zertifikat MSA zu bekommen, müssen sowohl der Prüfungsteil als auch der Jahrgangsteil bestanden sein. Der Jahrgangsteil ist die schulische Bewertung der Leistungen, geht also über die Fächer hinaus, die im Prüfungsteil Berücksichtigung finden. 4 Die Zensurengebung bei den Prüfungsarbeiten ist zentral vorgegeben, d. h. für alle Schülerinnen und Schüler gilt derselbe Modus bei der Umrechnung der erreichten Punkte in eine Zensur. Bei der Zensurengebung im Rahmen des Jahrgangsteils gelten die schulartspezifischen Bewertungsregeln, wie sie in den entsprechenden Verordnungen festgelegt sind. 3 Im beruflichen Bereich können die Schülerinnen und Schüler freiwillig am MSA teilnehmen, die die einjährige Berufsfachschule besuchen oder die mehrjährige Berufsfachschule mit schulischer Abschlussprüfung oder eine Fachschule. Teilnahmepflicht besteht für Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule, die noch keinen Mittleren Schulabschluss besitzen. 4 Für die Prüfungsfächer liegen demnach jeweils zwei Noten vor: die Prüfungsnote und die Note, die die Schule für die Jahresleistung vergibt. 122 Allgemeinbildende Schule D Ergebnisse des MSA in Berlin: Mit den Schülerzahlen insgesamt gehen auch die Teilnehmerzahlen am MSA zurück. Nahmen 2006, beim ersten Durchgang des MSA, 28.748 Schülerinnen und Schüler teil, so waren es 2007 26.678 und 2008 nur noch 23.261 > Tab. D6-7 zu den Durchgängen zuvor sind nicht für alle Schularten über alle drei Durchgänge sinnvoll, da die Zulassungskriterien von 2006 zu 2007 geändert wurden M5. Die Realschülerinnen und -schüler stellen die zentrale Zielgruppe dar, denn der MSA trat an die Stelle des Realschulabschlusses. Die Darstellung konzentriert sich auf die Gruppe der Teilnahmeverpflichteten. Einzelheiten und wichtige Ergänzungen zum Folgenden finden sich im Ergebnisbericht zum MSA 2008, der über die Internetseiten des ISQ verfügbar ist. Ergebnisse des MSA, Bestehensquoten der Teilnahmeverpflichteten differenziert nach Schulart in % (V: Verbundene Haupt- und Realschule. In „insgesamt“ gehen auch die Werte der Berufsfachschulen ein) > Tab. D6-7 100 90 80 70 60 50 40 30 20 10 0 R le ule H/ hu sch ne tsc mt de up sa un Ha Ge erb V: V ule um asi sch mn eal R Gy mt esa nsg I 2006 2007 2008 Es gibt keine großen Veränderungen in den Bestehensquoten von 2006 bis 2008, weder Schularten, wobei es allerdings bei den verbundenen Haupt- und Realschulen (von te kommt. Diese Schularten haben relativ wenig Teilnehmerinnen und Teilnehmern, so dass sich geringere Verschiebungen stärker auswirken > Tab. D6-7. Bei der jahrgangsbezogenen Bestehensquote wird die Anzahl der Absolventen zu den Schülerzahlen in Beziehung gesetzt, die die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung (SenBWF) zu Beginn des Schuljahres im Rahmen ihrer Schulstatistik ermittelt > Abb. D6-9. Seit Einführung des MSA gelingt es in allen Schularten mit Ausnahme der Hauptschule einem stetig größer werdenden Anteil der Schülerschaft, den MSA zu erreichen. Für die Berliner Schülerschaft (ohne die beruflichen Schulen) 123 > D MSA in Berlin Bestehensquoten MSA 2006 bis 2008 differenziert nach Schulart: Erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen eines Jahrgangs unabhängig vom Teilnahmestatus verpflichtet/freiwillig (V: Verbundene Haupt- und Realschule) > Tab. D6-8 100 90 80 70 60 50 40 30 2006 2007 2008 20 10 0 le le /R hu eH chu tsc en pts u nd sam Ha Ge rbu : Ve V ch als Re ule m siu na ym G sam ge ins t pen differenziert nach Herkunftssprache die bekannten Unterschiede auftreten: Am > Abb. D6-10. MSA 2008 in Berlin, Teilnahmeverpflichtete: Bestehensquoten differenziert nach Schulart und Herkunftssprache > Tab. D6-9 100 90 80 70 Gesamtschule Hauptschule Verbundene Haupt- und Realschule Realschule Gymnasium Berufliche Schule 60 50 40 30 20 10 0 deutsche Herkunftssprache nichtdeutsche Herkunftssprache Innerhalb der nach Herkunftssprache betrachteten Gruppen ergeben sich dieselben schulartspezifischen Profile, wobei in der Gruppe nichtdeutscher Herkunftssprache ein insgesamt niedrigeres Niveau erreicht wird > Tab. D6-10. 124 Allgemeinbildende Schule D Abschlüsse am Ende der Sekundarstufe I: P10 in Brandenburg Konzeption des Brandenburger P10: In Brandenburg werden seit Mai 2005 Prüfungen am Ende der Jahrgangsstufe 10 (P10) in allen weiterführenden allgemeinbildenden Schulen durchgeführt. Mit diesen Prüfungen soll festgestellt werden, inwieweit die Schülerinnen und Schüler am Ende der Jahrgangsstufe 10 in Kernbereichen zentrale Bildungsziele erreicht haben. Die Prüfungen dienen damit der Feststellung des Leistungsstandes unter einheitlichen Bedingungen. Aufgrund dieser Zielstellung nehmen grundsätzlich alle Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe an der Prüfung teil unabhängig davon, welche Schulform sie besuchen oder in welchem Bildungsgang der Sekundarstufe I sie sich befinden. Die Prüfungen enthalten für jede Schülerin und jeden Schüler verpflichtend jeweils eine schriftliche Prüfung in Deutsch und in Mathematik sowie eine mündliche Gruppenprüfung in einer Fremdsprache und eine mündliche Prüfung in einem weiteren Pflicht- oder Wahlpflichtfach. Bildungsabschluss erreicht wurde. Die bisherige Aufgabenkonzeption des Brandenburger P10 basiert auf der Idee gemeinsamer „Aufgabenkerne“, die bildungsgangspezifisch ausdifferenziert werden. Die Aufgaben unterscheiden sich hinsichtlich der Anforderungen für Gymnasien, Realschulen bzw. für Erweiterungs- und Grundkurse in Gesamtschulen 5. Ausgehend von den schulgesetzlichen Regelungen und den entsprechenden Zuordnungen zu Bildungsgängen innerhalb der Sekundarstufe I wird zwischen der grundlegenden, erweiterten und vertieften allgemeinen Bildung unterschieden > Abb. D6-11. Differenzierte Aufgabenstellungen in P10 - Konstruktionsprinzip Aufgabe 1 2 3 4 Grundlegende Anforderungen Grundlegende Anforderungen Grundkurs Realschule Erweiterungskurs Gymnasium Aufgabe zu Grundfertigkeiten – z. T. differenziert Erweiterte Anforderungen Erweiterte Anforderungen Vertiefte Anforderungen Vertiefte Anforderungen Erweiterte Anforderungen Vertiefte Anforderungen Dies bedeutet, dass ein bildungsgangübergreifender Vergleich der P10-Ergebnisse nur für diejenigen Aufgaben durchgeführt werden kann, die in allen Bildungsgängen gleich gestellt wurden. Diese Analysen sind Teil der Evaluation der schriftlichen Prüfungsaufgaben (Lehmann et al., 2007). Ergebnisse Brandenburg P10: Die Ergebnisse verdeutlichen zum einen die bei vergleichbarer Aufgabenstellung großen Unterschiede in den Prüfungsleistungen zwischen den Schulformen (Aufgabe 1) > Tab. D6-11. Zum anderen wird das bildungsgangspezifische Konstruktionsprinzip deutlich, welches diese Unterschiede in den spezifischen Prüfungskomponenten nivelliert (Aufgaben 2 bis 4). 5 Da die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen in den neu eingeführten Oberschulen bei ihrem Übergang in die Sekundarstufe 1 noch an Realschulen bzw. Gesamtschulen wechselten, wird im Zusammenhang mit der Darstellung von P10 hier die Bezeichnung Realschule bzw. Gesamtschule beibehalten. 125 > D Abschlüsse Ergebnisse für die Schuljahre 2004/05 bis 2007/08 liegen auf Landesebene vor. Für das Fach Deutsch zeichnet sich jeweils eine hohe Übereinstimmung zwischen der Prüfungs- und der Jahresnote ab. In Mathematik treten allerdings in jedem Jahr deutliche Unterschiede zwischen Jahres- und Prüfungsnote auf > Abb. D6-12. P10 in Brandenburg – durchschnittliche Jahresnote, Prüfungsnote und resultierende Abschlussnote differenziert nach Prüfungsfach und Schuljahr > Tab. D6-12 2003/4 2004/5ı Deutsch Mathematik Jahresnote Prüfungsnote Abschlussnote 2005/6 2006/7 2007/8 2003/4 2004/5 2005/6 2006/7 2007/8 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5 4,0 4,5 5,0 Trotz bildungsgangsdifferenzierter Aufgaben werden an Gymnasien durchschnittlich die besten Resultate erzielt, gefolgt von Realschülerinnen und -schülern sowie Gesamtschülerinnen und -schülern in Erweiterungskursen (E-Kurse) > Tab. D6-13. Im Schuloberschulreife/Realschulabschluss mit Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe. Diese entstammen größtenteils dem Gymnasium. Allerdings erzielen auch > Abb. D6-13. 126 Allgemeinbildende Schule D P10 in Brandenburg, resultierender Schulabschluss differenziert nach Schulform, Schuljahr 2007/08 in % > Tab. D6-14 Gymnasium Abschluss Realschule Ohne Abschluss Erweiterter Hauptschulabschluss Realschulabschluss Gesamtschule Realschulabschluss mit Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe 0 20 40 60 80 100 Abschlüsse am Ende der Sekundarstufe II: Ergebnisse des Zentralabiturs in Berlin und in Brandenburg Zentrale Abiturprüfungen wurden mit dem Ziel eingeführt, eine bessere Vergleichbarkeit der Prüfungsergebnisse zu gewährleisten. 2005 wurden nach neun Jahren dezentraler Abiturprüfungen in Brandenburg erstmals wieder zentrale schriftliche Prüfungen in insgesamt zehn Fächern eingeführt (MBJS, 2005). Zentrale Prüfungen gibt es in den Fächern Biologie, Chemie, Deutsch, Englisch, Französisch, Geografie, Geschichte, Mathematik, Physik und Politische Bildung. Seit 2007 werden auch in Berlin zum ersten Mal zentrale Aufgaben im Rahmen des Abiturs gestellt. Die Gruppe der teilnehmenden Schulen wird ab 2009 neben allen öffentlichen und privaten Schulen auch Waldorfschulen und Schulen des Zweiten Bildungsweges umfassen. Ab dem Schuljahr 2009/10 sollen erstmals für Berlin und Brandenburg gemeinsame Abiturprüfungen in den Fächern Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik stattfinden. Die zentralen Aufgaben in Berlin und Brandenburg orientieren sich an den Rahmenlehrplänen, den Prüfungsvorgaben und den durch die KMK bereitgestellten „Einheitlichen Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung (EPA)“. In den übrigen Fächern bleibt es bei dem bisherigen Verfahren der dezentralen Abiturprüfung. Eine zentrale Aufgabenstellung bedeutet jedoch nicht, dass alle Schülerinnen und Schüler innerhalb der Abiturprüfung tatsächlich dieselben Aufgaben bearbeiten. In den zentral geprüften Fächern wählen zunächst die Lehrerinnen und Lehrer und dann die Schülerinnen und Schüler unter mehreren Aufgabenvorschlägen aus. Seit Einführung zentraler Abiturprüfungen liegen für Berlin bislang Ergebnisse aus zwei Jahrgängen vor. 2007 betrug die Quote des Nichtbestehens bei insgesamt 14.063 > Tab. D615. Hierbei ist zu bedenken, dass die Ergebnisse der zentralen Prüfungen nur einen Teil der Gesamtabiturnote ausmachen. In die Abiturnote gehen sowohl die Ergebnisse der Grund- und Leistungskurse aus den vier Semestern der Qualifikationsphase ein, als auch die Ergebnisse der schriftlichen und mündlichen Prüfungen, die sowohl aus zentralen als auch dezentralen Prüfungen bestehen. Betrachtet man die Bestehensquoten beim Berliner Zentralabitur nach Schularten, so ergeben sich deutliche Unterschiede. - 127 > D Methodische Erläuterungen Abiturientinnen und Abiturienten das Zentralabitur (Emmrich, 2009). In beiden Jahrgängen sind die Unterschiede zwischen den Bezirken hinsichtlich der Durchschnittsnote gering. Eine detaillierte Analyse des ISQ zum ersten Zentralabitur im Jahr 2007 in Berlin hat gezeigt, dass in den zentralen Abiturprüfungen im Schnitt bessere Leistungen erzielt wurden als in den dezentralen. Die Prüfungsleistungen stimmten in den zentralen eher mit der Vorleistung überein als in den dezentralen Prüfungen (Gärtner, 2007). Für Brandenburg liegen mittlerweile mehrere Evaluationsberichte zum Zentralabitur vor (Bieber et al., 2007a, 2007b, MBJS, 2005). Die Bestehensquoten sind denen von Berlin sehr ähnlich >Tab. D6-15 - 128 Allgemeinbildende Schule D >> Zusammenfassung und Ausblick Es gibt noch eine Reihe bedeutsamer Unterschiede in den Bildungssystemen der beiden Länder Berlin und Brandenburg. Diese sollen schrittweise verringert werden, was z. B. im Ziel zum Ausdruck kommt, die zentralen Abschlussprüfungen – zunächst das Abitur (voraussichtlich 2010) und danach den Mittleren Schulabschluss – gemeinsam durchzuführen. Die Effektivität des Schulsystems wird natürlich nicht nur an den erreichten Abschlüssen zu messen sein, sondern auch daran, wie gut die erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten genutzt werden (können), um in eine Berufsausbildung oder ins Studium einzusteigen > E1, F1. Methodische Erläuterungen > M1: Das Herausrechnen der Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ bei der Ermittlung des Anteils der Abgänger ohne allgemeinbildenden Schulabschluss wird ab dem Schuljahr 2008/09 zur Standardmethode in der koordinierten Schulstatistik der Bundesländer. > M2: In Berlin werden Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderbedarf „Sehen“, „Hören“, „körperliche und motorische Entwicklung“, „Sprache“, „emotionale und soziale Entwicklung“ sowie „autistische Behinderung“ nach den Rahmenlehrplänen der allgemeinen Schule unterrichtet und können somit die vorgesehenen Abschlüsse der Berliner Schule erreichen. Schülerinnen und Schüler mit dem Förderbedarf „Lernen“ oder „geistige Entwicklung“ haben jeweils einen eigenständigen Rahmenlehrplan mit eigenem Abschluss. Für Schülerinnen und Schüler mit dem Förderbedarf „Lernen“ kann bei entsprechenden Leistungen ein dem Hauptschulabschluss gleichwertiger Abschluss vergeben werden. Die Schulabschluss können sowohl an Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt als auch an allgemeinen Schulen erworben werden. (Berliner Schulgesetz, §36). In Brandenburg werden Schülerinnen und Schüler mit den sonderpädagogischen Förderschwerpunkten „Hören“, „Sehen“ oder „körperliche und motorische Entwicklung“ nach dem allgemeinen Rahmenlehrplan oder nach der Rahmenlehrplananforderung der Schulen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“ unterrichtet. Sie können sowohl an Förderschulen als auch Schulen der Sekundarstufe I und II einen entsprechenden Schulabschluss erwerben. Die Schülerinnen und Schüler mit den Förderschwerpunkten „Sprache“ oder „emotionale und soziale Entwicklung“ werden nach dem allgemeinen Rahmenlehrplan der Grundschule unterrichtet. Die entsprechenden Förderschulen umfassen die Jahrgangsstufen 1 bis 6 und vergeben daher keine Abschlüsse. Anschließend muss eine Schule der Sekundarstufe I besucht werden. Die Schülerinnen und Schüler mit den Förderschwerpunkten „Lernen“ oder „geistige Entwicklung“ haben jeweils einen eigenen Rahmenlehrplan mit jeweils eigenen Abschlüssen. Dieser kann sowohl an Förderschulen als auch an allgemeinbildenden Schulen erworben werden (Brandenburgisches Schulgesetz, §30). > M3: Die Berechnung der Absolventenquoten bei den Schulentlassenen erfolgt unter Berücksichtigung der jeweils alterstypischen Jahrgänge. Beim Hauptschulabschluss werden alle Absolventinnen und Absolventen durch den Durchschnitt der Bevölkerung im Alter von 15- und 16 Jahren geteilt. Beim Mitteleren Schulabschluss werden die 16- und 17-Jährigen beangezogen, bei der Hochschulreife die 3 Jahrgänge der 18- bis unter 21-Jährigen. Bei dieser Berechnungsmethode werden gegenüber der Anteilsberechnung anhand aller Schulentlassenen die demographischen Schwankungen zwischen den Jahrgängen abgemildert. 129 > > M4: Dimensionen der Bildungsstandards am Beispiel Mathematik: Die Bildungsstandards unterscheiden die fünf Leitideen Zahl, Messen, Raum und Form, Funktionaler Zusammenhang, Daten und Zufall. Die sechs allgemeinen mathematischen Kompetenzen sind „Mathematisch argumentieren“, „Probleme mathematisch lösen“, „Mathematisch modellieren“, „Mathematische Darstellungen verwenden“, „Mit symbolischen, formalen und technischen Elementen der Mathematik umgehen“ sowie „Kommunizieren“. Die drei Anforderungsbereiche sind „Reproduzieren“, „Zusammenhänge herstellen“ sowie „Verallgemeinern und Reflektieren“. > M5: Zum Teilnahmestatus beim MSA: Aufgrund der Zulassungskriterien lassen sich drei Gruppen unterscheiden: die Teilnahmeverpflichteten, die Freiwilligen, die nicht Zugelassenen. Mitglieder der ersten Gruppe müssen teilnehmen, Mitglieder der dritten Gruppe dürfen nicht teilnehmen. Bis auf Unschärfen in den Zulassungskriterien und deren Anwendung sind diese beiden Gruppen klar bestimmt. Im Prinzip sind alle Schülerinnen und Schüler der Realschulen und der Gymnasien teilnahmeverpflichtet. Mitglieder der Mittelgruppe der Freiwilligen, die es in den anderen Schularten gibt, müssen einen Antrag stellen, wenn sie teilnehmen wollen. Ihre Teilnahme ist somit Resultat einer Selbstselektion und eines ebenso unbekannten Einwirkens der Schule, die Schülerinnen und Schüler des Freiwilligenpotentials er- oder entmutigen kann teilzunehmen. Da die Kriterien, wer zur Gruppe der Teilnahmeverpflichteten und wer zu jener der Freiwilligen gehört, zwischen 2006 und 2007 geändert wurden, ist ein sinnvoller Vergleich über die Zeit erst ab 2007 möglich und muss sich zugleich auf die Gruppe der Teilnahmeverpflichteten konzentrieren, da nur diese hinreichend definiert ist. Ein Vergleich ist auch dann möglich, wenn sinnvollerweise alle Teilnehmenden oder die Gesamtschülerschaft des vom MSA betroffenen Jahrgangs betrachtet werden können. 130 E Berufliche Bildung Die deutsche Berufsausbildung hat international im Allgemeinen einen guten Ruf. Analytisch lassen sich derzeit drei Teilbereiche im deutschen Berufsausbildungssystem unterscheiden > E1: - Duales System: Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) oder der Handwerksordnung (HwO) - Schulberufssystem: Ausbildung für einen gesetzlich anerkannten Beruf in vollzeitschulischer Form - Übergangssystem: berufliche und allgemeinbildende Bildungsangebote, die zu keinem anerkannten Ausbildungsabschluss führen, sondern das Ziel haben, die Kompetenzen von Jugendlichen ohne Ausbildungszugang zu verbessern, um die Aufnahme einer anerkannten Berufsausbildung, das Nachholen eines allgemeinbildenden Schulabschlusses oder die Aufnahme einer Beschäftigung zu ermöglichen Die Anzahl der Neuzugänge in das Berufsbildungssystem ist von einer Vielzahl von Faktoren abhängig, so von der Verfügbarkeit von Lehrstellen, der individuellen Prioriden allgemeinbildenden Schulen. Die Verteilung der Neuzugänge auf die drei Teilsysteme ist auch von deren Angebot bestimmt. Die betriebliche Berufsausbildung hat in der Vergangenheit zu dem Ergebnis geführt, dass ein großer Teil der betrieblich Ausgebildeten nach der Ausbildung vom Ausbildungsbetrieb übernommen wurde und die Jugendarbeitslosigkeit im internationalen Vergleich in Deutschland gering gehalten werden konnte. Die Marktabhängigkeit der Dualen Ausbildung bringt es allerdings mit sich, dass in Zeiten konjunktureller Schwächen die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe zurückgeht und die Schere zwischen dem Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen und der Nachfrage immer weiter auseinanderklafft. Die Betriebe sind heute in der Lage, Jugendliche mit den besten Voraussetzungen für die betriebliche Ausbildung auszuwählen. Jugendliche mit schlechteren Voraussetzungen haben größere Schwierigkeiten beim Einstieg in die Berufsbildung. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass durch staatliche Förderung eine Vielzahl von oft unkoordiniert nebeneinanderstehenden allgemein- und berufsbildenden Maßnahmen aufgebaut wurde, die die Chancen von Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz verbessern sollen, eine anerkannte Berufsausbildung zu absolvieren. Neben der betrieblichen Ausbildung > E2 hat es in Deutschland schon früh eine vollzeitschulische Berufsausbildung, vor allem in sozialen Dienstleistungsberufen, gegeben > E3. Durch den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturwandel von der Produktion zu den Dienstleistungen – und nicht zuletzt durch die Engpässe in der Dualen Berufsausbildung – hat sich der Anteil der vollzeitschulischen Berufsausbildung innerhalb des Ausbildungssystems merklich erhöht. Mit der Verteilung auf die verschiedenen Bereiche der Berufsausbildung sind auf der individuellen Ebene wichtige Weichenstellungen für die Berufschancen der Jugendlichen verbunden. Aus der Perspektive von Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt geht es um die Frage, ob das Berufsbildungssystem in der Lage ist, ausreichend beruflich ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung zu stellen. Aus der Bildungssystemperspektive kann die Entwicklung Hinweise auf mögliche Handlungserfordernisse von Wirtschaft und staatlicher Steuerung geben, wie die Effektivität des Berufsausbildungssystems 131 > E Ausbildungsanfänge - Strukturentwicklung verbessert werden kann. Von Interesse sind insbesondere die Strukturverschiebungen zwischen den drei Teilsystemen und die weitere quantitative und qualitative Entwicklung innerhalb des Übergangssystems > E4. Erfolgreiche Berufsabschlüsse sind ein zentraler Indikator für die Effektivität des Berufsausbildungssystems. Sie sind u. a. ein Prädiktor für die Chancen von jungen Menschen auf dem Arbeitsmarkt > E5. E1 Ausbildungsanfänge - Strukturentwicklung Die Anteile der drei Bereiche an der beruflichen Ausbildung haben sich stark verändert. Während bundesweit noch Mitte der 1990er Jahre die Duale Ausbildung das quantitativ größte berufliche Teilsystem war, zeichnet sich über inzwischen mehr als eine Dekade die folgende Entwicklungstendenz ab: der abnehmende Anteil des Dualen Systems, die relative Zunahme des Schulberufssystems und insbesondere des Übergangssystems. Die korrekte Zuordnung von Berufsbildungsangeboten zum Dualen bzw. zum Übergangssystem ist an vielen Stellen schwierig. So sind z. B. die in Berlin eingeführten Modular-Dualen-Qualifizierungsmaßnahmen (MDQM), in Stufe I dem Übergangssystem und in Stufe II der Dualen Ausbildung zuzurechnen > E4. Auch im Schulberufssystem werden Ausbildungen angeboten, die ebenso im Dualen System absolviert werden können > E3. Deutschlandweit sind die Neuzugänge in das Berufsbildungssystem 2006 gegen1 mit deutlichen Unterschieden zwischen den Flächenländern West und Ost (NBB, 2008, S. 98). Damit liegt der Anteil der Neuzugänge zu Ausbildungsangeboten, die zu Berufsabschlüssen BE BB der Neuzugänge haben Ausbildungsplätze, die zu Berufsabschlüssen bzw. führen > Abb. E1-1. Die Erhöhung des Anteils des Dualen Systems in Brandenburg geht mit einer Reduktion der BBiG/HwO-Berufe im Schulberufssystem einher > E3. (links) Verteilung der Neuzugänge auf die drei Sektoren des Berufsbildungssystems 2006 bzw. 2007 nach Ländern, (rechts) Anzahl der Neuzugänge auf die drei Sektoren des Berufsbildungssystems nach Ländern > Tab. E1-1 50.000 Berlin 2006 2007 2006 2007 Ost 2006 West 2006 0 48,7 48,2 42,6 51,3 45,2 42,8 20 40 22,0 21,8 23,4 20,0 24,2 14,8 60 29,3 30,1 34,1 28,6 30,6 42,4 0 80 100 40.000 30.000 14.106 12.397 13.505 11.960 12.221 8.382 19.198 10.700 7.489 7.949 Flächen- Brandenburg länder 9.792 20.000 10.000 20.723 9.337 9.773 20.624 21.633 16.109 15.268 2006 2004 2006 Berlin 2007 2004 2007 Duales System Übergangssystem Schulberufssystem Brandenburg 1 Ggf. liegen im geringen Umfang Doppelzählungen vor. 132 Berufliche Bildung E In Berlin ist der Anteil der Neuzugänge zum Übergangssystem gegenüber 2004 um 1,5 Prozentpunkte gesunken, gegenüber 2000 sogar um 5,2 Prozentpunkte – liegt aber die Duale Ausbildung. In beiden Ländern hat der Anteil der jungen Erwachsenen, die mit einer Fachhochschulreife bzw. einer allgemeinen Hochschulreife in die Duale Ausbildung übergehen, seit 2000 um 6,5 BE bzw. 7,5 BB Prozentpunkte zugenommen > E2. In Berlin hat mittlerweile ein Viertel, in Brandenburg ein Fünftel der Neuzugänge die Hochschulreife > Abb. E1-2. Noch deutlicher sind die Zuwächse der Personen mit Hochschulreife im Schulberufssystem mit 13,7 BE bzw. 9,8 BB Prozentpunkten > E3. Verteilung der Neuzugänge auf die drei Sektoren des Berufsbildungssystems nach Ländern und allgemeinbildendem Schulabschluss (Es ist nicht möglich, die Zahlen im Übergangssystem 2007 nach Schulabschluss auszuweisen, da die Unterteilung aufgrund der Umstellungen bei der Bundesagentur für Arbeit für die dort nachgewiesenen Personen nicht vorliegt.) > Tab. E1-2 Duales System BE-2007 BB-2007 DE-2006 BE-2007 BB-2007 DE-2006 BE-2006 BB-2006 DE-2006 4,7 6,8 5,4 16,3 17,9 15,4 28,5 26,1 28,8 50,0 38,1 42,1 48,1 26,9 20,4 17,1 33,7 Übergangssystesm Schulberufssystem 61,8 62,6 18,8 18,6 17,7 21,8 10,6 1,0 31,3 60 80 1,1 100 0,7 ohne allg. Schulabschluss Hauptschulabschluss 27,6 48,0 22,4 0 20 38,9 40 45,0 Mittlerer Schulabschluss Fachhochschul-/ Hochschulreife sonstiger Abschluss ohne Angabe Das Übergangssystem sollte all jene aufnehmen, die keine Lehrstelle oder keinen Schulberufsplatz gefunden haben und ihre Chancen durch Kompetenzerweiterung bzw. das Erreichen eines allgemeinbildenden Schulabschlusses erhöhen wollen. Allerdings reicht inzwischen ein Hauptschulabschluss nicht aus, um den Zugang zum Dualen System zu sichern, denn es gibt einen Verdrängungseffekt durch die generelle Tendenz zu höheren Schulabschlüssen bei den Jugendlichen, die eine Ausbildung im Dualen System oder im Schulberufssystem aufnehmen > E4. Zwischen Berlin und Brandenburg sind deutliche Unterschiede hinsichtlich der Anteile von Frauen und Männern in den verschiedenen Ausbildungssystemen festzustellen > Abb. E1-3. Während der Anteil der männlichen Auszubildenden im Dualen System in Brandenburg weit über dem von Berlin liegt, ist dies im Schulberufssystem umgekehrt. Im von Gesundheits-, Sozial- und erzieherischen Berufen dominierten Schulberufssystem sind die Anteile der Frauen in beiden Ländern deutlich geringer als im Bundesdurchschnitt. 133 > E Verteilung der Neuzugänge Verteilung der Neuzugänge auf die drei Sektoren des Berufsbildungssystems 2007 nach Ländern und Geschlecht (für Deutschland aktuell nur 2006 verfügbar) > Tab. E1-3 Duales Syst. Berlin Brandenburg DE-2006 Berlin Brandenburg DE-2006 Berlin Brandenburg DE-2006 0 20 53,4 62,3 58,2 44,1 33,8 31,0 58,0 51,3 57,3 40 60 46,6 37,7 41,8 55,9 66,2 69,0 42,0 48,7 42,7 80 100 männlich weiblich 134 Übergangssyst. Schulberufssyst. Berufliche Bildung E E2 Angebot und Nachfrage in der Dualen Ausbildung Über den tatsächlichen Bedarf an Lehrstellen und Ausbildungsplätzen kann anhand der verfügbaren Datenlage nur schwer eine Aussage gemacht werden. Die Entwicklungen auf dem Ausbildungsstellenmarkt werden im Rahmen des Berufsbildungsberichtes, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung jährlich vorlegt, ausführlich analysiert (gemäß § 86 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz (BBiG)). Ein verfügbares Merkmal zur quantitativen Situationsbeschreibung ist die AngebotNachfrage-Relation M1 (ANR). Im Ausbildungsplatzförderungsgesetz wurde 1976 festgelegt, wie diese zu berechnen ist. Die berechnete Relation ist nur eine Schätzung des Angebots, ohne eine Passung bzgl. des Ausbildungswunsches und der späteren Beschäftigungsperspektive zu berücksichtigen. Sie kann ausschließlich für das Duale System ermittelt werden, für das Schulberufssystem fehlen entsprechende Daten. Für das Duale System gilt zudem die Einschränkung, dass nur die bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldeten Stellen und die dort bekannten Bewerberinnen und Bewerber in die Berechnung einfließen. Für alle, die nicht bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet sind, und eine Ausbildungsstelle finden oder auch nicht, liegen hingegen keine Daten vor. Eine weitere Datenquelle ist die Einmündungsstatistik der BA. Zum Abschluss des Vermittlungsjahres wird ausgewiesen, für welche Option sich die Bewerberinnen und Bewerber, die im Vermittlungsjahr bei der BA gemeldet waren und von der Berufsberatung als „ausbildungsreif“ eingestuft wurden, entschieden haben. Erfasst werden auch neben den vermittelten die nicht vermittelten Bewerberinnen und Bewerber M2 sowie Personen, die sich für eine Ausbildungsalternative entschieden haben, jedoch weiterhin an der Vermittlung eines Ausbildungsplatzes interessiert sind. Angebot-Nachfrage-Relation Deutschlandweit wird das Lehrstellendefizit zwischen den Jahren 2005 und 2007 auf ge-Relation in 2006 und 2007 kann die entstandene Lücke nicht schließen, u. a. aufgrund einer steigenden Anzahl der nicht vermittelten Altbewerberinnen und -bewerber. Es zeigen sich erhebliche regionale Unterschiede in der Angebot-Nachfrage-Relation. Betrachtet man alle Arbeitsagenturbezirke in Deutschland, so kann 2006 eine schritten wird, die eine gewisse Chance für eine fachliche Auswahl der Lehrstelle garantieren soll. > Abb. E2-1. Berlin hat damit die zweitniedrigste Angebot-Nachfrage-Relation der 176 Agenturbezirke in Deutschland, die Brandenburger Bezirke liegen im letzten Viertel. Verschärft wird die Situation dadurch, dass die ANR das tatsächliche Defizit unterschätzt, da der BA zwar auch nicht alle Ausbildungsplätze stärker jedoch nicht alle Lehrstellensuchenden bekannt sind (NBB, 2008, S. 103). 135 > E Duale Ausbildung Angebot-Nachfrage-Relation (ANR) in der Dualen Ausbildung zum 30.9. der Jahre 2004, 2006 und 2007 nach Arbeitsagenturbezirken der Metropolregion in % > Tab. E2-1 Berlin Brandenburg Cottbus Eberswalde Frankfurt (Oder) 2004 2006 2007 Neuruppin Potsdam 0 20 40 60 80 100 112,5 BE BB der Ausbildungsplätze im jeweiligen Land haben Auszubildende, die auch im jeweiligen Land wohnen, inne. Der Wert für Berlin liegt dabei deutlich über Da die Anzahl der Ausbildungsplätze in Relation zu den potentiellen Ausbildungsdungsplätze, die mehr als 100km vom Wohnort entfernt liegen. So hatten Ende 2006 Brandenburg Ausbildungsplätze zur Verfügung standen (BBIB, 2008, S. 82), was die tatsächliche Mobilität aufgrund der nicht berücksichtigten dauerhaften Umzüge jedoch noch unterschätzt. In Berlin und Brandenburg stellt sich die Situation im Hinblick auf die Perspektive, nach dem Abschluss der Ausbildung und der Übernahme in den Ausbildungsbetrieb übernommen zu werden, aufgrund der hohen Anzahl der außerbetrieblichen M3 Ausbildungsplätze ungünstig dar. Von den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen BE BB außerbetrieblich durch Sonderprogramme z. B. des Bundes und der Länder oder der Bundesagentur für Arbeit gefördert. BE,BB BE BB aller Betrieder Anteil der ausbildenden Betriebe um 2 Prozentpunkte in beiden Ländern erhöht. Ob Betriebe ausbilden dürfen und dies auch tun, hängt entscheidend mit der Betriebsgröße zusammen > Abb. E2-2. 136 Berufliche Bildung E Ausbildungsbeteiligung der Betriebe nach Größenklassen 2007 in % > Tab. E2-2 1 bis 4 Beschäftigte 5 bis 9 Beschäftigte Berlin 10 bis 49 Beschäftigte 50 bis 249 Beschäftigte ab 250 Beschäftigte 1 bis 4 Beschäftigte Brandenburg 5 bis 9 Beschäftigte 10 bis 49 Beschäftigte 50 bis 249 Beschäftigte ab 250 Beschäftigte 0 9 15 36 41 21 25 24 50 77 33 38 48 77 85 20 40 60 31 15 18 64 39 35 32 7 58 31 37 12 6 80 11 9 100 Ausbildende Betriebe Nicht ausbildende Betriebe mit Ausbildungsberechtigung Nicht ausbildende Betriebe ohne Ausbildungsberechtigung 16 Der Anteil der ausbildungsberechtigten Betriebe, die nicht ausbilden, ist in Berlin über BB BE BE BB BE BB sind ausbildungspassiv, wobei letztere überwiegend Klein- und Kleinstbetriebe sind. Die Betrachtung über 7 Jahre hinweg BE BB aller ausbildungsberechtigten Betriebe ausgebildet haben (IAB-Betriebspanel, 2008, S. 46 ff.). Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge Die Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge hat 2007 im Vergleich zum BE BB zugenommen 1. Die Verteilung der Neuzugänge auf Berufsgruppen unterscheidet sich nicht von der Situation in 2006 > Abb. E2-3. Die ZugeBE BB dern liegt nach wie vor im Bereich der Freien Berufe. Die Situation in Berlin ist vergleichbar mit der in Westdeutschland, während Brandenburg eher den Wert von Ostdeutschland (ohne Berlin) erreicht. 1 Die methodische Abgrenzung „abgeschlossener Ausbildungsvertrag“ wurde von 2006 zu 2007 veränBE BB. 137 > E Duale Ausbildung Verteilung der Neuzugänge auf die Berufsgruppen 2007 in % (kleine Abweichungen zu E1 ergeben sich aufgrund des anderen Stichtags und der Erhebung am Schul- bzw. Ausbildungsort) > Tab. E2-3 Berlin 60,0 27,0 7,7 1,7 Brandenburg 63,1 24,4 4,1 5,1 Deutschland Industrie und Handel Handwerk Freie Berufe Landwirtschaft Öffentlicher Dienst Hauswirtschaft 59,1 28,2 6,9 2,8 Neue Länder inkl. Berlin Früheres Bundesgebiet 0 63,0 25,2 4,33,7 58,2 29,0 7,6 2,6 25 50 75 100 In der Metropolregion hat sich das durchschnittliche Alter der Personen, die einen neuen Ausbildungsvertrag abgeschlossen haben, seit dem Vorjahr erhöht. Während im BE BB Personen 19 Jahre und jünger waren, gilt dies BE BB > Abb. E2-4. Der Wert für Berlin liegt damit deutgleichsweise deutlich älter. Altersverteilung der Personen mit neuem Ausbildungsvertrag 2006 und 2007 in % > Tab. E2-4 25 20 15 10 2006 Berlin- 2007 Brandenburg-2007 Neue Länder-2007 Früheres Bundesgebiet-2007 5 0 16 17 und jünger 18 19 20 21 22 23 24 und älter 138 Berufliche Bildung E In Deutschland stieg der Anteil der Schulabsolventinnen und -absolventen mit Fachhoch- und Hochschulreife, die eine Duale Ausbildung aufnehmen > Abb. E2-5. Wesentlich deutlicher ist dies bei dem ohnehin schon knappen Lehrstellenangebot in der Metropolregion. In Berlin haben jetzt mehr als ein Viertel der Personen in der Dualen Ausbildung einen Schulabschluss, der auch ein Studium ermöglicht hätte. Rückläufig war der Anteil der Personen mit Mittlerem Schulabschluss in Berlin und mit Hauptschulabschluss in Brandenburg. Der Anteil derer, die ohne Schulabschluss bzw. mit einem Hauptschulabschluss eine Lehrstelle gefunden haben, erhöhte sich in Berlin leicht. In Brandenburg hat sich die ehemals bessere Situation seit 2000 deutlich verschlechtert und ist 2007 vergleichbar mit der Berliner. Deutschlandweit sind Auszubildende mit einem Hauptschulabschluss dreimal häufiger in einer außerbetrieblichen Ausbildung zu finden als solche mit einem Mittleren Schulabschluss (BBIB, 2008, S. 67). Neuzugänge nach Anteil der allgemeinbildenden Schulabschlüsse in % für 2000 und 2007 > Tab. E2-5 Berlin 2000 3,7 2007 4,7 2000 2007 7,2 6,8 26,0 28,5 34,6 26,1 29,0 31,7 49,9 38,1 44,7 42,1 50,0 42,3 20,4 26,9 1,9 12,9 0,6 ohne allg. Schulabschluss 20,4 15,7 18,8 3,4 4,5 Hauptschulabschluss Mittlerer (Real-) Schulabschluss Fachhoch- oder Hochschulreife sonstiger Abschluss Deutschland Brandenburg 2000 4,5 2007 3,8 0 20 40 60 80 100 BE BE BB. Frauen, die eine Duale AusBB die Fachhochschul- oder Hochschulreife > Tab. E2-6. Frauen haben seltener keinen allgemeinbildenden Schulabschluss oder einen Hauptschulabschluss als Männer. Vorzeitige Auflösung von Ausbildungsverträgen Nach Aufnahme der Ausbildung werden Verträge aus unterschiedlichen Gründen vorzeitig gelöst. Auszubildende erkennen beispielsweise, dass der gewählte Beruf doch nicht das Gewollte ist (Abbruch oder ggf. Wechsel). Der Ausbildungsvertrag wird aber auch gelöst, wenn z. B. die ausbildende Firma Insolvenz anmelden musste. Gut ein Drittel bis zur Hälfte der Auszubildenden führt nach dem Abbruch ihre Ausbildung fort, indem sie sich für einen anderen Ausbildungsberuf entscheiden oder in ein anderes Unternehmen wechseln (Berufsbildungsbericht, 2008, S. 102). Der Abbruch ist kein spezifisches Problem der beruflichen Bildung, auch im Hochschulbereich liegen die Abbrüche auf relativ hohem Niveau > F4. Im Jahr 2007 wurden 5.995 BE bzw. 5.434 BB Ausbildungsverträge M4 vorzeitig aufge- 139 > E Ausbildungsverträge reich zeigt deutliche Differenzen in der Metropolregion zu den Werten von Ost- und Westdeutschland > Abb. E2-6. Insbesondere in den ausbildungsstarken Bereichen Industrie und Handel sowie Handwerk sind die Auflösungsanteile vergleichsweise hoch. Anteil vorzeitig gelöster Ausbildungsverträge an allen Ausbildungsverträgen nach Ausbildungsbereichen 2007 in % > Tab. E2-6 10,9 Berlin 2007 2,9 7,5 OstWestdeutschland deutschland Brandenburg 11,5 12,2 2007 1,3 7,2 7,8 7,1 2007 1,9 6,9 10,1 9,7 6,7 11,1 12,7 13,1 Industrie und Handel Handwerk Landwirtschaft Öffentlicher Dienst Freie Berufe 2007 1,6 8,0 7,3 Frauen und Männer unterscheiden sich hinsichtlich der gelösten Ausbildungsverträge nicht wesentlich > Tab. E2-6. Der wesentliche Unterschied sowohl in Berlin als auch in Brandenburg ist im ausbildungsstarken Bereich Handwerk anzutreffen, wo der Anteil BE BB BE bzw. BB liegt. BE BB schon während der Probezeit beendet. Damit liegt Berlin über und Brandenburg unter dem Bundeswert vorzeitig gelösten Verträge im 1. Lehrjahr gelöst, in Brandenburg sind es hingegen nur > Abb. E2-7. 140 Berufliche Bildung E Anteil vorzeitig gelöster Ausbildungsverträge nach Ausbildungsbereich und Ausbildungsjahr 2006 und 2007 in % > Tab. E2-6 BE-2006 Industrie und Handel BE-2007 BB-2006 BB-2007 DE-2006 DE-2007 BE-2006 BE-2007 Handwerk BB-2006 BB-2007 DE-2006 DE-2007 0 10 32,5 44,7 41,5 20 35,5 59,2 59,5 38,2 50,9 53,7 58,3 59,4 61,2 50,4 27,1 31,4 31,6 30 40 50 60 70 30,3 35,1 31,2 30,8 25,8 9,3 0,3 9,7 0,1 0,6 13,5 0,4 14,1 0,6 11,3 0,4 9,1 1,3 11,0 2,7 16,9 2,4 9,4 20,5 23,2 80 90 3,5 3,8 100 1. Ausbildungsjahr 2. Ausbildungsjahr 3. Ausbildungsjahr 4. Ausbildungsjahr 31,6 30,1 30,2 25,1 31,0 Methodische Erläuterungen > M1: Die Angebot-Nachfrage-Relation ist der Quotient aus Angebot und Nachfrage. Angebot = Zahl der zwischen dem 1. Oktober und dem 30. September des Folgejahres neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge zuzüglich der bei den Arbeitsagenturen gemeldeten Ausbildungsstellen, die am 30. September noch nicht besetzt waren. Nachfrage = Zahl der im gleichen Zeitraum abgeschlossenen Ausbildungsverträge zuzüglich der am 30. September bei den Arbeitsagenturen gemeldeten, noch Ausbildungsplätze suchenden Personen. Ein Angebot wird als entspricht, d. h. mehr Lehrstellen angeboten als nachgefragt werden, so dass eine gewisse fachliche Auswahlmöglichkeit garantiert ist. > M2: Unvermittelte Bewerberinnen und Bewerber sind Jugendliche, die sich im Verlauf des jeweiligen Vermittlungsjahres für die Vermittlung einer Ausbildung bei der Berufsberatung gemeldet haben, als Bewerber und Bewerberin registriert wurden und damit über die erforderliche Ausbildungsreife und Berufseignung verfügen, jedoch am Stichtag 30. September ohne eine konkrete Option auf eine Ausbildung waren und sich auch nicht für eine Alternative entschieden haben. > M3: Ausbildungsverhältnisse sind „außerbetrieblich“, wenn sie vollständig oder nahezu vollständig durch staatliche Programme oder auf gesetzlicher Grundlage mit öffentlichen Mitteln bzw. Mitteln der Bundesagentur für Arbeit finanziert werden. „Betrieblich“ sind die Ausbildungsverhältnisse, wenn die Finanzierung (des betrieblichen Teils der Dualen Ausbildung) vollständig oder weitgehend durch die Ausbildungsbetriebe erfolgt. Maßgeblich für die Unterscheidung nach außerbetrieblicher und betrieblicher Ausbildung ist die Form der Finanzierung, nicht der Lernort. Folglich findet auch bei den „außerbetrieblichen“ Auszubildenden die Ausbildung teilweise in Betrieben statt. 141 > E Methodische Erläuterungen > M4: Die Zahlen des Berufsbildungsbericht vom BIBB und der amtlichen Berufsbildungsstatistik unterscheiden sich aufgrund einer Vielzahl von Gründen: 1. Unterschiedliche Erhebungsstichtage: Die Zahlen des BIBB werden jeweils zum 30.9. eines Jahres erhoben, die der Berufsbildungsstatistik zum 31.12. 2. Die nachgewiesenen Zahlen zu den Vertragsabschlüssen des BIBB basieren auf dem Zeitpunkt des Ausbildungsbeginns. 3. Muss ein Ausbildungsvertrag beendet werden, weil der Ausbildungsbetrieb z. B. insolvent geworden ist, und wird die Ausbildung bei einem anderen Betrieb fortgesetzt, so wird dieser Anschlussvertrag in der amtlichen Statistik als Neuvertrag erfasst, beim BIBB nicht. Hinsichtlich der Abweichungen bei der Anzahl der vorzeitig aufgelösten Verträge ist insbesondere (1) relevant (vgl. u. a. auch Flemming, Uhly & Ulrich (2004). Verwirrung um den Lehrstellen Zuwachs 2004 http://www.bibb.de/de/18599.htm [27.11.2008]. 142 Berufliche Bildung E E3 Schulberufssystem Das Schulberufssystem als Gesamtheit aller voll qualifizierenden schulischen Berufsbildungsangebote unterhalb der Hochschulebene stellt nach Organisationsform und Ausbildungsstandards kein einheitliches System dar. Es kann jedoch aufgrund seiner historischen Ursprünge als ein eigenständiger Berufsausbildungsweg angesehen werden. Er wurde von seinen Anfängen bis heute, insbesondere in den Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufen, stärker von Frauen wahrgenommen. BE BB an allen Neuzugängen > E1, Abb. E1-1. Die leicht positive Entwicklung lässt sich auch mit dem wirtschaftlichen Strukturwandel hin zu personenbezogenen Dienstleistungsberufen im Gesundheitswesen, der Erziehung, dem sozialpflegerischen Bereich und den Kommunikations- und Wissensdienstleistungen in den modernen Medienberufen in Verbindung bringen > A4. Das Schulberufssystem ist in den einzelnen Ländern äußerst heterogen institutionalisiert, was die Vergleichbarkeit erschwert. In keinem Land sind Daten über Angebote an vollzeitschulischen Ausbildungsplätzen vorhanden, die für eine systematische Ausbildungsplanung geeignet wären. Somit muss zur Erfassung des schulischen Ausbildungsangebots auf die Anzahl der Schülerinnen und Schüler im ersten Ausbildungsjahr zurückgegriffen werden. Im Schulberufssystem sind die Schularten Berufsfachschulen (BFS) mit einem Angebot in BBiG/HwO-Berufen, vollqualifizierend außerhalb BBiG/HwO-Berufen, Fachschulen (FS) und Schulen des Gesundheitswesens (SdG) zusammengefasst. Diese Abgrenzung nach Schulart ist im Hinblick auf die Ausbildungsberufe nicht ganz trennscharf, da die Fachschulen zum Teil in den gleichen Berufen ausbilden wie die Schulen des Gesundheitswesens. Neuzugänge in das Schulberufssystem Bundesweit ist die Anzahl der Schülerinnen und Schüler im Schulberufssystem von den BE BB > Abb. E3-1. Im Schuljahr 2007/08 waren 9.773 BE bzw. 7.489 BB Schülerinnen und Schüler im 1. Schuljahr M1 im Schulberufssystem gemeldet. Brandenburg hat damit gegenüber dem Vorjahr einen starken den BBiG/HwO-Berufen resultiert. 143 > E Schulberufssystem Veränderungen der Anzahl der Schülerinnen und Schüler des Schulberufssystems im 1. Schuljahr (Index 2000/01 = 100) > Tab. E3-1 140 130 120 110 100 90 Berlin Brandenburg Deutschland /01 00 20 /02 01 20 /0 02 20 3 /0 03 20 4 /0 04 20 5 /0 05 20 6 /07 06 20 /08 07 20 In beiden Ländern entfällt der größte Teil der Schülerinnen und Schüler im 1. Schuljahr jeweils auf Berufsqualifikationen außerhalb BBiG/HwO, an zweiter Stelle stehen die BBiG/HwO-Berufe > Abb. E3-2. Die großen Veränderungen in Brandenburg können sich einerseits aus der allgemeinen demographischen Entwicklung ergeben. Von 2006 auf 2007 ist die Absolventenanzahl mit dem i. d. R. für Ausbildungen in diesem Segment benötigten Realschulabschluss oder der allgemeinen Hochschulreife um rund 2.000 zurückgegangen. Zum anderen könnte die Abwanderung von Brandenburger Auszubildenden nach Berlin ein Teil der Erklärung sein, der zu dem Anstieg der Zahlen in Berlin konform ist. Anteile Schülerinnen und Schüler im 1. Schuljahr nach Schulberufsarten 2000/01 und 2007/08 in Berlin, Brandenburg und Deutschland insgesamt in % > Tab. E3-1 Berlin 2000/01 2007/08 2000/01 2007/08 2000/01 2007/08 8 7 17 25 27 46 24 33 21 39 52 58 26 23 17 21 26 25 24 17 17 24 14 10 In BBiG/HwO-Berufen Vollqualifizierend außerhalb BBiG/HwO Schulen des Gesundheitswesens Fachschulen Deutschland Brandenburg 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 144 Berufliche Bildung E Der Frauenanteil in der vollzeitschulischen Ausbildung liegt bundesweit 2006 insge- 2008, S. 284, Tab. E3-6A). BE BB. Die Differenzierung nach Berufsclustern zeigt klare geschlechtsspezifische Unterschiede, wobei diese in Brandenburg deutlich geringer ausfallen als in Berlin > Abb. E3-3. Die BE) und in BE BB), die höchsten BE BB). Anzahl der Schülerinnen und Schüler im 1. Schuljahr nach Berufscluster und Geschlecht > Tab. E3-2 Berlin BBiG/HwO-Berufe Technische Assistenzberufe Kaufmännische Assistenzberufe Wirtschaftsinformatikberufe Fremdsprachenkorrespondentenund Übersetzungsberufe Assistenzberufe in der Mediengestaltung Therapeutische Berufe Gesundheits- und Krankenpflegeberufe Medizinische und pharmazeutischetechn. Assistenzberufe Erzieher/innen und Kinderpfleger/innen Sozialpflegerische Berufe 3.000 2.500 2.000 1.500 1.000 500 0 Frauen Männer 0 500 Brandenburg 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 BBiG/HwO-Berufe an Berufsfachschulen Die Ausbildung in BBiG/HwO-Berufen an Berufsfachschulen ist im Allgemeinen als Ersatz für all diejenigen zu sehen, die keinen betrieblichen oder außerbetrieblichen Ausbildungsplatz für eine Duale Ausbildung im entsprechenden Beruf gefunden habenM1. Diese Art der Ausbildung spielt zurzeit auf nationaler Ebene keine bedeutende Rolle. zugenommen, dennoch blieb der Anteil an allen Neuzugängen über Jahre hinweg naIm Schuljahr 2007/08 waren insgesamt 6.148 BE bzw. 6.052 BB Schülerinnen und Schüler in Berufsfachschulen mit dem Ausbildungsziel eines BBiG/HwO-Berufs. In Berlin hat weitgehend konstant > Abb. E3-4. In Brandenburg war ein starker Rückgang der Neuzugänge zu verzeichnen, da die Kammern in Brandenburg der vollschulischen Ausbildung in BBiG/HwO-Berufen nicht weiter zugestimmt haben. 145 > E Entwicklung der Neuzugänge Entwicklung der Neuzugänge in BBiG/HwO-Berufen im Schulberufssystem (Index 2000/01 = 100) > Tab. E3-1 160 120 80 40 Berlin Brandenburg Westdeutschland Ostdeutschland 0 /0 00 20 1 /08 /07 /06 /05 /04 /03 /02 07 06 05 04 03 02 01 20 20 20 20 20 20 20 Vollqualifizierende Ausbildungen außerhalb von BBiG/HwO-Berufen Der Zuwachs des Schulberufssystems verläuft gegenüber 2000 in Berlin und Brandenburg, wie auch in den anderen Ländern, überwiegend zu Gunsten der Berufsfachschulen außerhalb BBiG/HwO > Abb. E3-5. Im Schuljahr 2007/08 sind an den Berliner und Brandenburger Berufsfachschulen mit dieser Ausbildungsrichtung 6.941 BE bzw. 5.699 BB Schülerinnen und Schüler zu verzeichnen. In beiden Ländern hat sich die Anzahl der Neuzugänge in den letzten acht Jahren nahezu verdoppelt und lag im letzten Schuljahr bei rund 3.000 Personen je Land. Dennoch ist der Anteil dieses AusbildungsbeBE BB im Entwicklung der Neuzugänge außerhalb der BBiG/HwO-Berufe an Berufsfachschulen im Schulberufssystem (Index 2000/01 = 100) > Tab. E3-1 220 180 140 Berlin Brandenburg Deutschland 100 /01 00 20 /02 01 20 /0 02 20 3 /0 03 20 4 /0 04 20 5 /0 05 20 6 /07 06 20 /08 07 20 146 Berufliche Bildung E 2007/08 besuchten 5.839 BE bzw. 4.236 BB Schülerinnen und Schüler die Schulen des Gesundheitswesens. Es waren 2.248 BE bzw. 1.550 BB Neuzugänge zu verzeichnen. Seit BE BB. Der Anteil an allen NeuzugänBE BB und damit unter dem kons- Methodische Erläuterungen > M1: Die Neuzugänge – im Sinne von neu abgeschlossenen Arbeitsverträgen – und die Schülerinnen und Schüler im 1. Schuljahr sind nicht identisch. Im 1. Schuljahr befinden sich auch die Wiederholer. Einige Klassen sind auch Mischklassen im 1. und 2. Schuljahr. Neuzugänge müssen bei Anerkennung von Vorbildungsanteilen nicht zwingend in das 1. Schuljahr eintreten, sondern können auch im 2. Schuljahr beginnen. > M2: Die Ausbildung wird mit einer Externen-Prüfung vor der zuständigen Kammer abgeschlossen (§ 43 (2) BBiG) und die Absolventinnen und Absolventen erhalten von Kammern ihr Abschlusszeugnis bzw. je nach Beruf ein sonstiges Zertifikat (z. B. Kaufmannsgehilfenbrief ). 147 > E Übergangssystem E4 Übergangssystem Das Übergangssystem nimmt Personen auf, denen es nicht gelungen ist, einen Ausbildungsplatz im Dualen System oder Schulberufssystem zu bekommen. Problematisch ist, wenn das Übergangssystem 1 lediglich eine Art Warteschleife darstellt, in der keine für den angestrebten Beruf nutzbaren und formal anrechenbaren Qualifikationen erworben werden. Deutschlandweit nahm das Übergangssystem in den letzten Jahren immer mehr Neuzugänge in das Berufsbildungssystem. In Berlin und Brandenburg lag der prozenBE BB > E1. 2007/08 ist der Anteil in Berlin um 0,8 Prozentpunkte leicht angestiegen, in Brandenburg um 5,4 Prozentpunkte zurückgegangen. Insgesamt waren 13.505 BE bzw. 10.700 BB Neuzugänge im Übergangssystem in den unterschiedlichen Angeboten der Länder zu verzeichnen, die sich in Berlin auf vier und in Brandenburg auf drei Maßnahmenarten verteilten > Abb. E4-1. Verteilung der Personen im Übergangssystem nach MaßnahmeartenM1 > Tab. E4-1 2005 Berlin 5.113 4.738 329 3.126 2006 4.682 4.362 377 2.976 2007 4.414 5.852 310 2.929 Berufsfachschulen u. a. (ohne Berufsausbildung) Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen Einstiegsqualifizierung Jugendlicher Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) 2005 483 Brandenburg 11.271 565 2006 644 10.778 799 2007 358 9.840 502 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 Insgesamt sind 2007/08 in Berlin 5.668 Frauen und 7.837 Männer, in Brandenburg 5.214 Frauen und 5.486 Männer neu hinzugekommen. Der Anteil der Frauen liegt daBE BB. Für das Jahr 2007/08 liegen die Zahlen für die Neuzugänge bzgl. der allgemeinbildenden Schulabschüsse nur unvollständig vor, da die BA aufgrund von Umstellungsarbeiten für die Übergänge mit SGB III-Förderung keine Aussagen mehr treffen kann. BE BB der Personen im Übergangssystem keine Aussage machen. In beiden Ländern haben die Personen im Übergangssystem 2006/07 keine oder nur BE BB konnten bisher keinen allgemeinbildenden Schulabschluss erreichen > Abb. E4-2 was bedeutet, dass anteilig betrachtet mehr junge Menschen mit Schulabschlüssen in das Übergangssystem gelangen. 1 Die Bundesagentur für Arbeit weist die Zahlen in der Kategorie Chancenverbesserungssystem aus. 148 Berufliche Bildung E Anteil der Schulabschlussarten bei den Neuzugängen im Übergangssystem in % (ohne sonstiger Abschluss bzw. keine Angabe) > Tab. E4-2 2005/06 Berlin 27 52 20 1 2006/07 Brandenburg 30 49 20 1 2005/06 58 30 11 1 2006/07 59 27 13 1 ohne allg. Schulabschluss Deutschland 2004/05 28 41 31 1 Hauptschulabschluss Realschulabschluss 2006/07 24 40 34 1 Hochschul- oder Fachhochschulreife 0 20 40 60 80 100 Deutschlandweit gab es 2006/07 fast 6.000 Neuzugänge mit einer Fachhochschuloder Hochschulreife im Übergangssystem, in der Metropolregion waren es 92 BE bzw. 124 BB. Bei den Teilnehmern ohne allgemeinbildenden Schulabschluss überwiegt der Anteil BE BB), ebenso wie bei den Teilnehmern mit BE BB). Besondere Berliner Maßnahmen im Übergangssystem Die Modulare Duale Qualifizierungsmaßnahme (MDQM), die in Berlin 1999 initiiert wurde, besteht aus zwei Stufen, der Berufsausbildungsvorbereitung (MDQM I) und der beruflichen Ausbildung (MDQM II) > E1. Es werden Ausbildungen in verschiedenen anerkannten Berufen – so im kaufmännischen, im gewerblich-technischen und Dienstleistungsbereich angeboten. Arbeitslose Jugendliche können die Maßnahme statt eines berufsqualifizierenden Lehrgangs im Sinne der Berufsschulordnung besuchen. In MDQM I kann ein allgemeinbildender Schulabschluss (Hauptschul- oder erweiterter Hauptschulabschluss) nachgeholt werden. Wird der Schulabschluss erreicht und die MDQM Stufe I erfolgreich absolviert, dann kann an Stufe II teilgenommen werden, d. h. eine Ausbildung in einem BBiG/HwO-Beruf begonnen werden. Durch diese Verbindung zwischen Schulabschluss und Ausbildungsplatz soll der Anreiz erhöht werden, die schulische Ausbildung abzuschließen. In Stufe II wird dann eine zwei- bis dreieinhalbjährige schulische Berufsausbildung absolviert, die je nach gewähltem Beruf zur Prüfung vor der IHK, HWK bzw. der Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales führt und ggf. einen Mittleren Schulabschluss beinhaltet. In den letzten Jahren haben sich um die 1.100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an > Abb. E4-3. 149 > E Übergangssystem Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der MDQM-Stufe I > Tab. E4-3 1.200 1.000 800 904 600 962 913 764 885 892 400 451 330 279 427 NDHS Deutsche Ausländer 200 286 343 248 321 283 347 268 355 0 2002/03 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 die Maßnahme vollständig und mit Erfolg, so dass sie in die Stufe II eintreten können. 390 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben dabei den Hauptschul- oder erweiterten Hauptschulabschluss erworben > E5. Methodische Erläuterungen >M1: Das Einstiegsqualifizierungsjahr (EQJ) ist ein staatlich gefördertes Berufspraktikum für Jugendliche ohne Lehrstelle. Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB) werden von der BA gefördert, wenn Jugendliche und junge Erwachsene das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, ohne berufliche Erstausbildung sind und ihre allgemeine Schulpflicht erfüllt haben. Im Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) können die Schülerinnen und Schüler ihre Berufsschulpflicht erfüllen und ggf. den Hauptschulabschluss nachholen. Im BVJ wird berufliches Grundwissen in einem oder mehreren Berufsfeldern vermittelt, so dass neben einer verbesserten Ausbildungsreife auch eine berufliche Orientierung möglich ist. 150 Berufliche Bildung E E5 Abschlüsse und Abgänge Erfolgreiche Berufsabschlüsse sind ein wichtiger Indikator für die Effektivität des Berufsbildungssystems. Sie sollen den Absolventinnen und Absolventen regional wie auch überregional den Übergang in eine ausbildungsadäquate Beschäftigung ermöglichen > I2. Der Indikator gibt damit auch Auskunft über das künftig verfügbare Fachkräftepotential in der Region Berlin-Brandenburg. Im Jahr 2007 haben insgesamt 32.074 BE bzw. 29.394 BB Personen das Berufsbildungssystem nach Abschluss des Ausbildungsgangs1 verlassen, wobei sich nicht alle in Maßnahmen befunden haben, die zu einem anerkannten Berufsabschluss führen konnten > E4. Ein anerkannter Berufsabschluss konnte nur von Absolventinnen und Absolventen des Dualen Systems > E2 bzw. Schulberufssystems > E3 erworben werden M1. 2007 BE BB. Die anderen Absolventinnen und Absolventen haben z. B. allgemeinbildende Schulabschlüsse erreicht oder Leistungen erbracht, die auf eine sich anschließende Ausbildung anrechenbar sind. BE der Personen, die das Berufsbildungssystem verlassen, keinerlei Abschluss erreicht (Abgänge), womit der Anteil gegenüber den Vorjahren leicht zurückgegangen ist. In Brandenburg waren es wie in den Vorjahren BB > Abb. E5-1. Absolventinnen und Absolventen aus den drei Bereichen des Berufsbildungssystems sowie Abgänge ohne Abschluss aus allen drei Teilsystemen 2003 – 2007 > Tab. E5-1 40.000 35.000 30.000 25.000 20.000 15.000 10.000 5.000 0 2003 2004 2005 Berlin 2006 2007 2003 2004 2005 2006 2007 Abgänge aus allen drei Teilsystemen Duales System Schulberufssystem Übergangssystem Brandenburg 1 Die Personen, die vor Beendigung des Bildungsganges ausgeschieden sind, bleiben damit unberücksichtigt. In Berlin sind dies weitere 9.670 Personen, u. a. die mit einem vorzeitig aufgelösten Ausbildungsvertrag > Tab. E2-6. 151 > E Art der Abschlüsse Ausbildungsabsolventenquote Die Ausbildungsabsolventenquote ist ein Indikator mit Aussagekraft zur Qualifikation und Verfügbarkeit potentieller Erwerbstätiger. Sie ist der Anteil der Absolventinnen und Absolventen an der alterstypischen Bevölkerung (21-Jährige) im jeweiligen Land 2. Bei der Interpretation der Quote sind neben der Nachfrage zum Zeitpunkt der Aufnahme der Berufsausbildung auch die Schwankungen, die sich aus dem Ausbildungsplatzangebot und der Abbruchquote ergeben, zu berücksichtigen. BE BB und ist damit in beiden Ländern gegenüber dem Vorjahr um 3,8 BE bzw. 9,4 BB Prozentpunkte gesunken BE BB er> Tab. E5-2 reicht, im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Zuwachs von 2,0 BE bzw. 1,4 BB Prozentpunkten. Damit liegt der Anteil in Berlin für beide Abschlussarten wie auch insgesamt unter dem nationalen Durchschnitt von 2006 3, was auch damit einhergeht, dass Ausbildungsplätze in der Metropolregion relativ knapp sind und sich auch viele Schulabsolventinnen und -absolventen für ein Studium entscheiden > E2, F1, F3. Art der Abschlüsse Von den Absolventinnen und Absolventen erreichen rund zwei Drittel BE,BB ihren Abschluss im Rahmen einer Dualen Ausbildung, ein Drittel BE,BB im Schulberufssystem. An allen Abgängen ohne einen erfolgreichen beruflichen oder schulischen Abschluss bzw. Bildungsabschluss im Übergangssystem sind die Personen aus dem Übergangssystem überproportional beteiligt > Abb. E5-2. Anzahl der Abschlüsse und Abgänge aus dem Berufsbildungssystem 2007 nach Teilbereichen > Tab. E5-1 20.000 18.000 16.000 14.000 12.000 10.000 8.000 6.000 4.000 Abgänge Absolventen/innen 2.000 0 2003 2005 2007 2003 2005 2007 2003 2005 2007 2003 2005 2007 2003 2005 2007 2003 2005 2007 Duales System Schulberufssystem Berlin Übergangssystem Duales System Schulberufssystem Brandenburg Übergangssystem 2 International erfolgt die Berechnung der Quote anhand der 19-Jährigen. Herangezogen wird die Bevölkerung des jeweiligen Alters zum Stichtag 31.12. des Vorjahrs. S. 289) 152 Berufliche Bildung E Die meisten Auszubildenden schließen den gewählten Bildungsgang ab > Tab. E2-4 und BE bzw. BB bestanden > Tab. E5-3 BE BB. Die Angebote des Übergangssystems werden in Berlin und Brandenburg mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen beendet (u. a. > E1). In Berlin wurde das ÜbergangssysBE) erfolgreich abgeschlossen. Von BE einen allgemeinbildenden Schulabschluss (Hauptschulab> Tab. E5-1, E5-4. dung. Hohe Absolventenzahlen finden sich auch in den Dualen Ausbildungsbereichen Ernährung und Hauswirtschaft, Metall-, Elektro- und Bautechnik sowie in den zum Schulberufssystem gehörenden Sozial-, Erziehungs- und Gesundheitsberufen. > Abb. E5-3. Erfolgreiche Ausbildungsabschlüsse in der Dualen Ausbildung und dem Schulberufssystem nach Ausbildungsbereichen > Tab. E5-5 7.000 6.000 5.000 4.000 3.000 2.000 1.000 Berlin Brandenburg e g g ft ft ik ik ik ik fe fe ha un ru ru ha un leg hn hn hn hn pf alt alt be be ec ec ec tsc lltec tsc t r ir st w er ut its gs lzt a wi er tro rp ge sw Ba he un et ar Ho Kö lek d V Hau M gr eh nd um E a A zi un su Er nd dR Ge aft nd un gu ch n s k l- u ni ru irt zia W ch äh te So rn E rb Fa 0 Die Personen, die berufliche Schulen, wie Berufsoberschulen, Fachoberschulen oder Fachgymnasien besuchen, haben das Ziel, einen allgemeinbildenden Schulabschluss nachzuholen oder zu verbessern. Gleichzeitig werden auch berufsspezifische Qualifikationen ohne einen Berufsabschluss erworben. 2007 verließen 4.199 BE bzw. 3.831 BB BE BB mit der Fachhochschulreife oder allgemeinen Hochschulreife abschlossen > Tab. E5-6. 153 > E Art der Abschlüsse >> Zusammenfassung Der Anteil der Neuzugänge in die zwei Sektoren des Berufsbildungssystems, die zu anerkannten Berufsabschlüssen führen, liegen in der Metropolregion zwar über dem Bundesdurchschnitt, dennoch sind rund ein Drittel der Jugendlichen in Maßnahmen, die diese Perspektive nicht eröffnen. Die Neuzugänge in die drei Sektoren unterscheiden sich hinsichtlich der schulischen Vorbildung deutlich. Von den neuhinzugekommenen Personen, die höchstens einen Hauptschulabschluss besitzen, sind in Berlin über die Hälfte und in Brandenburg knapp Qualifikationen zu erwerben, die für den weiteren beruflichen Werdegang verwertbar sind. Insgesamt ist festzustellen, dass sich die Lehrstellensituation in der Metropolregion zwar etwas gegenüber den Vorjahren verbessert hat, den angehenden Auszubildenden dennoch nicht viele Wahlmöglichkeiten lässt. Es gibt immer noch ein Defizit an Ausbildungsplätzen sowie ein Passungsproblem. Insbesondere Jugendliche mit niedrigem allgemeinbildendem Schulabschluss haben schlechte Chancen auf dem Ausbildungsmarkt. Hinzu kommt, dass eine nicht unerhebliche Anzahl von Ausbildungsplätzen nicht in Ausbildungsbetrieben verortet ist, was den späteren Übergang in die in der Probezeit aufgelösten Ausbildungsverträge sind ein weiteres Indiz für Passungsprobleme. Diese können u. a. aus dem Mangel an Ausbildungsalternativen resultieren oder aus Fehlentscheidungen der Auszubildenden, die aufgrund von mangelnden Vorabinformationen oder der falschen Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten zustande gekommen sind – also ähnliche Probleme, wie sie auch beim Studienabbruch eine Rolle spielen können > F4. Methodische Erläuterungen > M1: Die Darstellung der Ergebnisse erfolgt für die Duale Ausbildung anhand der Berufsbildungsstatistik (Erhebung bei den Kammern, Prüfungsergebnisse vor den Kammern, Erhebung am Ausbildungsort) sowie der Berufsschulstatistik (Erhebung am Ort der Schule). Die Daten zum Schulberufssystem stammen aus der Schulstatistik. Bei vollzeitschulischen Angeboten, die mit einer Prüfung vor einer Kammer enden (BBiG/HwO-Berufe), liegen ergänzend Daten aus der Berufsbildungsstatistik vor. Da zusätzlich die Stichtage der Erhebungen nicht übereinstimmen, gibt es kleine Differenzen zwischen den Ergebnissen sowohl in der Anzahl wie auch der Zuordnung zu den Bundesländern. 154 F Hochschule Die Berliner Hochschullandschaft bietet den Studierenden mit ihren Einrichtungen vielfältige Möglichkeiten > Abb. F-1. Im Wintersemester 2007/08 waren 134.504 Studiekamen > Tab. F1-5 gegenüber dem Vorjahr. An der Studierenden immatrikuliert. Öffentliche Hochschulen in Berlin* 5 4 2 11 1 10 8 7 9 6 3 13 12 Universität Fachhochschule Kunst- und Musikhochschule * ohne Verwaltungsfachhochschulen © Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Berliner Hochschulen 1 Freie Universität Berlin 2 Technische Universität Berlin 3 Humboldt-Universität zu Berlin 4 Universität der Künste Berlin 5 Weißensee Kunsthochschule Berlin 6 Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin 7 Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin 8 Alice-Salomon-Hochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik Berlin 9 Technische FH Berlin 10 FH für Technik und Wirtschaft Berlin 11 FH für Wirtschaft Berlin 12 Evang. FH für Sozialarbeit und Sozialpädagogik Berlin 13 Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin 155 > F Studienanfängerinnen und Studienanfänger Durch die Empfehlungen des Wissenschaftsrates wurden dem deutschen Hochschulsystem klare Ziele gesetzt. Der Beitrag, den die einzelnen Länder hierbei leisten können, ist natürlich aufgrund ihrer Bevölkerungszahlen, der historischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der länderspezifischen politischen Zielsetzungen unterschiedlich. Vergleiche zwischen den Ländern – so zwischen dem „großen“ NordrheinWestfalen und dem „kleinen“ Saarland, den Flächenländern und den Stadtstaaten, aber auch zwischen den neuen und alten Ländern sind daher nicht immer sinnvoll bzw. müssen in die jeweiligen Kontexte eingeordnet werden. In Berlin können die Studienangebote ohne Studienbeiträge wahrgenommen werden, während in anderen Ländern nun auch an öffentlichen Hochschulen Beiträge eingeführt wurden. Da es sich hierbei um die Länder mit hohen Studierendenanteilen laufen sich auf ca. 1.000 € pro Studierenden und Jahr. 2006 wurden auf diesem Wege bundesweit insgesamt 189 Millionen Euro eingenommen. Ein wichtiger Indikator für den Nachwuchs in den Berufen mit wissenschaftlichen Qualifikationsanforderungen ist die quantitative Größe „Studienanfänger“ > F1. Da der inhaltlichen Betreuung, Begleitung und Beratung der Studierenden im Hinblick auf den Studienerfolg und insbesondere auf die Reduzierung der Abbruchquoten > F4 große Bedeutung beigemessen wird, sind die Betreuungsrelationen ein weiterer wichtiger Aspekt > F2. Um einen Eindruck von den sozialen Bedingungen der Studierenden zu bekommen, werden die Ergebnisse zur Studienfinanzierung vorgestellt > F3. Zentrales Ziel des Studiums ist natürlich der erfolgreiche Abschluss. Die Absolventenzahlen dokumentieren aber nicht nur den individuellen Erfolg der Studierenden, sondern stellen auch ein zentrales Maß für die Effektivität der Hochschulen und der Studienrahmenbedingungen dar > F5. F1 Studienanfängerinnen und Studienanfänger Deutschland hat im internationalen Vergleich einen Aufholbedarf nicht nur im Qualifikationsbereich der Hochschulabsolventinnen und -absolventen > B3. Daher ist es das Bestreben, sowohl die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger, als auch die Zahl der erfolgreichen Studienabschlüsse zu erhöhen. Zur Beschreibung der Situation werden neben der Darstellung der absoluten Anfängerzahlen drei Quoten berechnet. auf das Alter von 18 bis unter 21 Jahren ein Studium aufnehmen könnten. erworbenen Hochschulzugangsberechtigung das Studium aufgenommen haben, d. h. sie gibt Auskunft, inwieweit die erworbene formale Befähigung zum Hochschulstudium genutzt wird. den Jahrgänge tatsächlich ein Studium aufnehmen. Studienberechtigtenquote Die Quote der Studienberechtigten – international berechnet als Anteil der Bevölkerung zwischen 18 bis unter 21 Jahren 1, der zum Studium berechtigt ist – steigt kontinuierlich. Die Anzahl der potentiellen Studienanfängerinnen und -anfänger liegt 2007 2. Damit ist zwar ein neuer Höchststand erreicht, jedoch nicht wuchsbedarf sowohl für das Hochschulsystem als auch für die hoch qualifizierten Teile des beruflichen Bildungssystems antizipiert > A4. 1 Stichtag 31.12. 2 Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 4.3.1, Tab. 10 156 Hochschule F hochschulreife). Damit liegt sie unter der durchschnittlichen Quote der Stadtstaaten Abiturienten bedingt sein, die somit in der Quotenberechnung bis unter 21 Jahren nicht erfasst werden > F4. Die Quote hat sich seit 2000 um 7,2 Prozentpunkte erhöht. Brutto-Studierquote Die Übergangsquote 3 weist aus, wie viele Personen mit einer in Deutschland erworbenen Hochschulzugangsberechtigung das Studium aufgenommen haben bzw. die feste Absicht haben, dies zu tun. Sie gibt Auskunft über die Ausschöpfung des Gesamtpotentials. Die Brutto-Studierquote wird anhand der Studienberechtigtenbefragung von der HIS GmbH an deutschen Schulen ermittelt (Heine, Spangenberg & Willich, 2007, 2008) M3. Die Ergebnisse sind für die einzelnen Bundesländer repräsentativ. Die Angaben für Personen mit Migrationserfahrung SOZ sind nur für Deutschland insgesamt verfügbar, da dieses Merkmal nicht zur Stichprobenziehung verwendet, sondern nur nachträglich aus den Angaben auf den Fragebögen rekonstruiert werden kann. > Abb. F1-1. In Berlin ist die Situation vergleichbar. Auch hier ist die Häufigkeit der Antwort, dass ganz „sicher“ studiert werden wird, seit 2002 um 14 Prozentpunkte gefallen es für „sehr wahrscheinlich“, dass sie studieren werden. Brutto-Studierquote und Maximalquote gemäß Befragung sechs Monate nach Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung (HZB) für Deutsche und Bildungsinländer nach Studienberechtigtenjahrgang und Land des Erwerbs der HZB in % > Tab. F1-1 100 80 60 40 20 sehr wahrscheinlich sicher bzw. bereits aufgenommen 2002 2004 2006 2002 2004 2006 2002 2004 2006 Berlin Deutschland Bildungsinländer 0 3 Die bis zum Jahr 2001 durch das Statistische Bundesamt berechnete Studierquote berücksichtigte nicht die Personen, die die Absicht erklärten, ein Studium aufzunehmen. Nach diesem Verfahren wurde die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger (einschließlich Verwaltungsfachhochschulen), die einem Studienberechtigtenjahrgang angehören, über mehrere Jahre addiert und dann als Anteilswert berechnet. Diese Vorgehensweise liefert Quoten, die erst nach fünf Jahren annähernd vollständig verfügbar sind. 157 > F Brutto-Studierquote Für Personen mit Migrationserfahrung SOZ liegen die Quoten für Deutschland zwischen hintergrund das selektive Schulsystem mit der Hochschulzugangsberechtigung abschließen konnten > D6, dann besteht auch eine hohe Bereitschaft, das Studium aufzunehmen. Studienanfängerquote Die Studienanfängerquote M1 wird nach einer nationalen und nach einer international vergleichbaren Definition berechnet. Sie gibt Auskunft darüber, wie viel Prozent der alterstypischen Bevölkerung tatsächlich ein Studium aufnehmen. einen Prozentpunkt niedriger als im Vorjahr > Tab. F1-2. erreicht. Die Quote in nationaler Abgrenzung 4 - Die Unterschiede zwischen den Quoten resultieren zum einen aus der Berücksichtigung der Verwaltungsfachhochschulen bei der nationalen Kennziffer. Bei der internationalen Kennziffer werden die Studierenden im 1. Hochschulsemester des jeweiligen Sommersemesters und des vorhergehenden Wintersemesters berücksichtigt. Bei der nationalen Berechnung geht man jedoch das auf das Sommersemester folgende Wintersemester ein. Die Forderung nach hohen Anfängerquoten ergibt sich aus Überlegungen zum Erhalt der wirtschaftlichen Konkurrenzfähigkeit. Aus der ökonomischen Perspektive des Wirtschaftsstandorts Deutschland soll aber nicht nur in die Bildung investiert, sondern auch von den gebildeten Personen profitiert werden > I3. Folglich muss es ein vorrangiges Interesse sein, qualifizierte Personen im Land zu halten. Unter der Voraussetzung, dass es wahrscheinlicher ist, dass ausländische Studierende 5 Deutschland wieder verlassen werden, hat es einen Sinn, auch deren Anteile an den Studienanfängerinnen und -anfänger zu betrachten. Ihre Anzahl ist 2007 mit 63.507 Personen vergleichbar M2. Folglich liegt die erreichte internationale Quote für die deutschen Studienanfängerinnen und -anfänger bei nur Unterhalb der nationalen Ebene werden zwei Studienanfängerquoten berechnet: a) eine Quote, die darüber Auskunft gibt, wie viele Personen der alterstypischen Bevölkerung in Berlin studieren und b) wie viele Personen aus Berlin insgesamt in Deutschland studieren. Die erste Quote gibt also Auskunft über die Bildungsbeteiligung im Hochschulsysligen Land ihre schulische Qualifikation zum Studium nutzen. Bei Betrachtung aller Länder ist eine große Bandbreite in Bezug auf die Studienanfängerquote der ersten Art festzustellen, was u. a. durch das Studienangebot, die Verfügbarkeit von Studienplätzen, aber auch demographische Faktoren wie die altersbezogene Zusammensetzung der Bevölkerung sowie die Attraktivität der Region für junge Erwachsene bedingt ist. In Berlin ist die international vergleichbare Quote 2007 > Abb. F1-2. Die Anfängerquote ist bei den Männern seit 2007 im Gegensatz zu den anderen Stadtstaaten etwas niedriger als die der Frauen > B3. sitzender-stroh-schneider-absolventenquote-steigern/ [20.12.2008], u. a. auch Koalitionsvertrag der Regierungsparteien) statistik 158 Hochschule F Studienanfängerquote im Land des Studienortes nach Ländern und Geschlecht in % > Tab. F1-2 60 50 40 30 20 10 weiblich männlich 2000 2005 2006 2007 2008 2000 2005 2006 2007 2008 2000 2005 2006 2007 2008 Berlin Stadtstaaten Flächenländer 0 Die Quote der Studienanfängerinnen und -anfänger, die ihre Hochschulzugangsberechtigung (HZB) in Berlin erworben haben und in Deutschland ihr Studium aufneh6 Studienanfängerinnen und -anfänger Im Studienjahr 2007 haben in Deutschland wie auch in Berlin insgesamt mehr Personen das Studium aufgenommen als im Vorjahr > Tab. F1-3. In Deutschland waren es 1,94 Millionen. Berlin erhöht sich damit das erste Mal seit 2004 die Anzahl der Neuzugänge. Der Frau> Tab. F1-3 Die Frauen haben dadurch überproportional zum Anstieg der Studienanfänger beigetragen. Die Neuzugänge im WS 2007/08 verteilen sich auf die Hochschularten unterschiedlich > Abb. F1-3. 6 Quelle: Fachserie 11, Reihe 4.3.1 Statistisches Bundesamt 159 > F Anfängerzahlen Anzahl der Studienanfängerinnen und -anfänger in Berlin im 1. Hochschulsemester nach Hochschulart im Wintersemester 2007/08 >Tab. F1-4 Frauen Männer 2.760 2.212 Universität Fachhochschulen 298 367 Kunsthochschulen Verwaltungsfachhochschulen 219 240 6.777 5.758 Neben der HZB können auch Begabtenprüfungen oder berufliche Qualifikationen den diese Möglichkeit aber weiterhin nicht von vielen genutzt. Der Anteil der NeuzugänErfolg ablegen 7. Regionale Herkunft der Studienanfängerinnen und -anfänger Der Anteil der Neuzugänge an den Berliner Hochschulen liegt wie auch schon in den Vorjahren 8 staaten gemessen an dem Bevölkerungsanteil überproportional hoch. Die Studienanfängerinnen und -anfänger im Wintersemester 2007/08 haben ihre Hochschulzugangsberechtigung 9 Neuzugänge an den Hochschulen in Berlin kommen aus Brandenburg. Dies sind 2.153 Studierende. 7 Quelle: Hochschulstatistik 9 Fachserie 11, Reihe 3, Tab. ZUS-06 160 Hochschule F Studierende und Studienanfängerinnen und -anfänger in Berlin nach Ort des Erwerbs der Hochschulzugangsberechtigung (mit Verwaltungsfachhochschulen) in % > Tab. F1-5 Studierende 2006 44,8 10,7 31,8 12,6 2007 44,2 10,8 32,1 12,8 Anfänger/ innen 2006 38,8 11,3 24,4 25,5 2007 38,0 11,6 25,0 25,4 HZB Berlin HZB Brandenburg HZB Bundesländer HZB Ausland Neben den Brandenburgern sind in Berlin Studierende aus Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern die stärksten Gruppen von „Studieneinwanderern“> Tab. F1-6. Von allen Berlinern, die das Studium aufnahmen, haben gerinnen und -anfänger die HZB im Ausland erworben (4.775). Davon hatte der über- gerschaft. Zeitpunkt des Studienbeginns und Alter der Studierenden die in Deutschland die Schule abgeschlossen haben, nahmen im 1. bzw. 2. Jahr nach dem Erreichen der HZB das Studium auf > Abb. F1-6. Personen mit einer ausländischen HZB beginnen deutlich später das Studium in Deutschland und sind durchschnittlich auch älter, wobei keine Informationen darüber vorliegen, welche Studienzeiten bereits im Ausland absolviert wurden. 161 > F Angestrebter Studienabschluss Studienanfängerinnen und -anfänger in Berlin im 1. Hochschulsemester im WS 2007/08, Beginn des Studiums in Jahren nach Erreichen der HZB in % > Tab. F1-8 HZB im Ausland 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr 5. Jahr oder später 11,4 7,9 15,1 15,6 50,0 HZB in Deutschland 46,6 27,8 7,2 4,8 13,5 0 20 40 60 80 100 Die Studienanfängerinnen und -anfänger in Deutschland sind älter als in vielen OECD-Ländern, was z. B. durch die längere Schulzeit, den Wehrdienst oder das Ableis10 aufgenommen haben, bei 21,2 Jahren. Lediglich in vier OCED-Staaten (Schweden, Finnland, Island, Schweiz) war der Wert noch höher (OECD-EAG, 2008, S. 68). Die Berliner Vergleichswerte lagen bei 21,8 Jahren > Tab. F1-8. Das Durchschnittsalter der Studienanfängerinnen und -anfänger lag im WS 2007/08 deutschlandweit bei 21,6 Jahren, das der Deutschen bei 21,3, das der Ausländer bei 23,2 11 Jahren. In Berlin war das durchschnittliche Alter 22,5 Jahre > Tab. F1-9. Angestrebter Studienabschluss Die Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge hat sich in den letzten Jahren schnell entwickelt (HRK-Statistik, 2008). Von den deutschlandweit angebotenen 12.298 der neuen Konzeption angeboten (HRK-Statistik, 2008, S. 9). Deutschlandweit gibt es 768 Bachelorstudiengänge, die nach einem sich anschließenden Masterstudium zum Lehramt befähigen (konsekutiver Studiengang). Damit hat sich das Angebot seit dem Die Anzahl der Studienangebote der Hochschulen, die auf Bachelor und Master umgestellt sind, schwankt zwischen den Ländern stark, wobei aber die Bandbreite in Bachelor- und Master-Studiengängen eingeschrieben. Dies ist eine Steigerung von 11,4 Prozentpunkten gegenüber dem vorherigen Wintersemester. Bei den Studienante. Seit dem WS 2008/09 bieten die Berliner Hochschulen fast alle Studiengänge mit 12. Es gibt 438 Bachelorstudiengänge mit Regel- studienzeiten zwischen 6 und 8 Semestern sowie 437 Masterstudiengänge zwischen 10 Dies ist der Wert für internationale Vergleiche. Es werden dort die 20-, 50- und 80-Perzentile verglichen. 11 Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 4.1, Tab. 05 12 Quelle: HRK-Statistik, Sommersemester 2008, http://www.hrk.de/de/download/dateien/HRK_StatistikBA_MA_WiSe2008_09_final_mit_Cover.pdf 162 Hochschule F M4 sind > Tab. F1-10, >Tab. F1-11. Eine örtliche > Abb. F1-7. Anteile der angestrebten Studienabschlüsse der Studienanfängerinnen und -anfänger in Berlin im WS 2007/08 in % > Tab. F1-12 60 40 58,7 20 Bachelor Diplom (FH) Master (FH/U) Diplom (U) Lehramtsstudiengänge Abschluss im Ausland Sonstiges 11,3 0 2,6 5,0 6,0 11,8 4,5 Methodische Erläuterungen >M1: Die Studienanfängerquote gibt Auskunft über den Anteil der Studienanfängerinnen und -anfänger im ersten Hochschulsemester (Studierende im Erststudium) an der Bevölkerung des entsprechenden Alters und ist nicht identisch mit der Bildungsbeteiligung der Bevölkerung nach Alter. Die Studienanfängerquote ist der Quotient aus der Zahl der Studienanfänger eines Altersjahrgangs geteilt durch die Bevölkerung in diesem Altersjahrgang. Anschließend werden die Anteilswerte addiert (Quotensummenverfahren). Ausgewiesen wird der international vergleichbare Wert ohne Verwaltungsfachhochschulen. >M2: Es wird bei den ausländischen Studierenden seit 1997 zwischen Bildungsinländern und -ausländern unterschieden. Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit, die ihre Studienberechtigung in Deutschland erworben haben, werden als Bildungsinländer bezeichnet. Personen mit im Ausland erworbener Studienberechtigung, die zum Studium nach Deutschland kommen, als Bildungsausländer. >M3: Die Befragung von der HIS GmbH basiert auf einer repräsentativen Stichprobe auf Bundes- und Landesebene, nach Geschlecht, Hochschulreife- und Schulart von angehenden Studienberechtigten ein halbes Jahr vor dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung sowie ein halbes Jahr danach. Lediglich die Ergebnisse der zweiten Befragung gehen in die Quotenberechnung ein. Die Schülerinnen und Schüler wurden zu ihren Studien- und Berufsausbildungsplänen befragt. Einbezogen wurden Personen, die im Schuljahr 2005/06 an 644 allgemeinbildenden oder beruflichen Schulen die Fachhochschulreife oder das Abitur erworben haben. Die Befragung wurde Ende 2005/Anfang 2006 durchgeführt. Der verwertbare Rücklauf lag bei 12.204 Fragebögen (Heine et al., 2007, S. 5). 163 > F Methodische Erläuterungen >M4: Das Akkreditierungssystem, das zur Qualitätssicherung der verschiedenen Studienangebote an deutschen Hochschulen und somit zur Verwirklichung des europäischen Hochschulraums eingeführt wurde, ist dezentral organisiert. Die Stiftung zur Akkreditierung von Studiengängen in Deutschland (Akkreditierungsrat) akkreditiert Agenturen, die dann ihrerseits die Studiengänge bzw. Cluster (mehrere Studiengänge) akkreditieren. Die Akkreditierung kostet ca. 13.000€ und ist im Rhythmus von 5 Jahren zu wiederholen. Die KMK beschließt Strukturvorgaben, nach denen alle Bachelor- und Masterstudiengänge akkreditiert werden müssen (§ 9 Abs. 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen vom 10.10.2003 i.d.F. vom 22.09.2005). Es gibt derzeit sechs Agenturen, die sich thematisch spezialisiert haben (http://www.akkreditierungsrat.de). Da die Akkreditierung – neben den Kosten – einen nicht unerheblichen Arbeitsaufwand bei den Hochschulen verursacht und sich die Verfahren zum Teil über lange Zeiträume erstrecken, sind derzeit nicht annähernd alle Studiengänge akkreditiert. Dies kann auch damit zusammenhängen, dass neben der Einzel- oder Programmakkreditierung von den Hochschulen die so genannte Systemakkreditierung angestrebt wird (www.akkreditierungsrat.de/fileadmin/Seiteninhalte/Beschluesse_ AR/08.02.29_Kriterien_Systemakkreditierung.pdf ). 164 Hochschule F F2 Lehrendes Personal an Hochschulen Für das wissenschaftliche Personal an Hochschulen werden lehrende, forschende und künstlerische Aufgaben unterschieden > B2. Diese Aufgaben werden vom Personal mit einem bestimmten Anteil der Arbeitskapazität wahrgenommen. Die Lehrverpflichtungen erstrecken sich je nach Hochschulart und Personalgruppenzugehörigkeit auf 4 bis 20 Semesterwochenstunden. Begriffliche Abgrenzung Unter dem Begriff der Betreuungsrelation wird das Zahlenverhältnis von Studierenden zu Lehrkräften M1 verstanden (NBB, 2008, S. 123). Unterstellt wird hierbei, dass durch die Lehrkräfte nicht nur die Lehre, sondern auch die inhaltliche Betreuung, Begleitung und Beratung der Studierenden erfolgt – ein Aspekt, dem im Hinblick auf den Studienerfolg große Bedeutung beigemessen wird. Die Kontinuität sowohl in der Lehre als auch in der Betreuung wird schwerpunktmäßig durch Personal, welches längerfristig beschäftigt ist, sichergestellt. Insbesondere werden Lehrbeauftragte i. d. R. nur für die Anzahl der gelehrten Semesterwochenstunden, die weder die Vor- noch Nachbereitung einschließen, bezahlt. Die Berechnung der Betreuungsrelation wird aufgrund der Vielzahl der möglichen Beschäftigungsmodelle auf der Basis von Vollzeitäquivalenten (VZÄ) durchgeführt M2. Es ist möglich, unterschiedliche Personalgruppen und sowohl das aus Grundmitteln finanzierte wie auch das gesamte Personal, welches sowohl aus Grund- wie auch aus Drittmitteln finanziert wird M3, einzubeziehen. Die Berechnungen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Finanzquellen fokussieren unterschiedliche Aspekte. Die Grundmittelvariante bezieht sich auf die relativ kontinuierliche Verfügbarkeit der finanziellen Ressourcen, aus denen die Lehre bereitgestellt werden kann. Die Variante, die sowohl Grundmittel wie auch Drittmittel berücksichtigt, bildet die aktuell vorhandene Kapazität ab. Hier ist jedoch einschränkend anzumerken, dass viele drittmittelfinanzierte Stellen forschungsorientiert sind und daher kaum Lehrdeputat und Betreuungsleistungen vorsehen. D. h., dass die Berechnungsvariante inkl. der Drittmittel die tatsächliche Situation zu günstig, die Grundmittelvariante hingegen die Situation zu ungünstig darstellt. Das wissenschaftliche und künstlerische Personal (VZÄ) an den Berliner Hochschu> Abb. F2-1. Der wichtigste Drittmittelgeber im Hinblick auf die Finanzierung von zusätzlichem Personal ist die Deutsche Forschungsgemeinschaft. 165 > F Lehrendes Personal Finanzierungsquellen der Vollzeitäquivalente aller Lehrkräfte 2007 in Berlin ohne Human-, Veterinärmedizin und Pharmazie (links), alle Bereiche (rechts) > Tab. F2-1 1,6 5,0 öffentl. Drittmittel private Drittmittel VW Stiftung Drittmittel Land Drittmittel EG Drittmittel DFG Drittmittel Bund 2,7 5,0 2,5 2,3 73,8 26,2 9,8 72,0 28,0 11,7 5,5 5,4 Effektive Studierende-Lehrkraft-Relationen sind von der Fachrichtung und den sonstigen Rahmenbedingungen des Studiums abhängig. Daher sollte die Interpretation der Relationen mit aller Vorsicht und im Sinne einer Grenzwertbetrachtung erfolgen. Das Augenmerk gilt vor allem den Fällen, bei denen die Relation so hoch liegt, dass die Anzahl der Studierenden im Rahmen der Vollzeitäquivalente nicht mehr bewältigt werden kann. Die Studierenden-Lehrkraft-Relation muss nicht das Ergebnis einer gezielten Steuerung sein. Bleibt beispielsweise das Hochschulpersonal bei sinkenden oder steigenden Studierendenzahlen konstant, ergeben sich automatisch niedrigere bzw. höhere Quoten. Betreuungsrelation an Universitäten Die Betreuungsrelation liegt 2006 an den deutschen Universitäten bei 13 Studierenden je wissenschaftlicher oder künstlerischer, aus Grundmitteln finanzierter Lehrkraft (VZÄ). Die Relation erhöht sich auf 18 Studierende, wenn das Personal zur Patientenbetreuung und in der Facharztausbildung an den Hochschulkliniken nicht mit einbezogen wird (NBB, 2008, F2-2A, S. 296). Die Betreuungsrelation je grundmittelfinanzierter Professur liegt deutschlandweit bei 62 Studierenden je Professur. In Berlin blieb die Betreuungsrelation an Universitäten 2007 im Wesentlichen unverändert bei 20 Studierenden je Lehrkraft aus der Grundmittelfinanzierung 1 > Tab. F2-1 (für 2006 siehe NBB, 2008, S. 297, Tab. F2-4A). Wird auch das drittmittelfinanzierte Personal herangezogen, verändern sich die Relationen positiv zu 14 Studierenden je Lehrkraft > Tab. F2-2. Diese großen Unterschiede in Abhängigkeit von der Berechnungsvariverschiedensten Quellen drittmittelfinanziert sind > Abb. F2-1. Die durchschnittliche Relation je grundmittelfinanzierte Professur beträgt 75 Studierende je Professur, bei Berücksichtigung der Drittmittel 72. 1 In der Grundmittelfinanzierung sind wie im Nationalen Bildungsbericht 2008 die VZÄ aus den Kategorien „aus dem Stellenplan, nicht finanziert, ohne Angabe sowie sonstige Haushaltsmittel“ berücksichtigt. Das Klinikpersonal ist in allen Berechnungen nicht berücksichtigt. 166 Hochschule F Die Betreuungsrelation variiert je nach Fächergruppe > Abb. F2-2. Die höchsten Werte an den Universitäten sind in der Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaft anzutreffen – hier liegt der Wert deutlich über dem nationalen Wert, allerdings noch weit entfernt von den Maximalwerten, die in anderen Ländern Deutschlands erreicht werden 2. Betreuungsrelationen an Berliner Universitäten als Anzahl der Studierenden je wissenschaftlicher und künstlerischer Lehrkraft bzw. Professur, finanziert aus Grundmitteln sowie aus Dritt- und Grundmitteln an Universitäten nach ausgewählten Fächergruppen 2007 > Tab. F2-2 Sprach- und Kulturwissenschaften Rechts-, Wirtschafts-, Sozialwissenschaften Mathematik, Naturwissenschaften Lehrkraft Grund- und Drittmittel Lehrkraft Grundmittel Professur Grund- und Drittmittel Professur Grundmittel 0 20 40 60 80 100 120 Ingenieurwissenschaften Das drittmittelfinanzierte Personal hat in den Fächern Mathematik, Informatik, Natureurwissenschaften. Betreuungsrelation an Fachhochschulen In den Betreuungsrelationen der Fachhochschulen spiegelt sich die gegenüber den Universitäten andere Personalstruktur wider. Die Betreuungsrelationen je Lehrkraft sind an den Fachhochschulen vergleichsweise höher als an Universitäten. Bei der Berechnungsmethode aus Grundmitteln liegt die Relation bei 25 und damit unter dem Bundeswert von 27 in 2006 (NBB, 2008, S. 297). Die Betreuungsrelationen je Professur sind im Vergleich zu den Universitäten mit 41 deutlich geringer > Tab. F2-1, wobei auch hier fachgruppenspezifische Unterschiede vorliegen > Abb. F2-3. 2 Der Maximalwert für diese Fächergruppe lag 2006 bei 160 Studierenden je Professur. Die Werte für 2007 sind noch nicht für alle Länder bekannt. 167 > F Lehrendes Personal Anzahl der Studierenden je wissenschaftlicher und künstlerischer Lehrkraft bzw. Professur finanziert aus Grundmitteln an Berliner Fachhochschulen nach ausgewählten Fächergruppen 2007 > Tab. F2-3 Rechts-, Wirtschafts-, Sozialwissenschaften Mathematik, Naturwissenschaften Ingenieurwissenschaften Lehrkraft Professur 0 10 20 30 40 50 Lehrbeauftragte Lehrbeauftragte sollen das Studienangebot an den Hochschulen ergänzen M4. Sie werden häufig in den praxisnahen Seminaren und Übungen eingesetzt, aber auch im Theoriebereich. Lehrbeauftragte eröffnen einerseits die Chance, spezielle Themen anzubieten, die schon allein aufgrund ihrer Vielfalt durch das Hochschulpersonal nicht abgedeckt werden können. Andererseits ist es aber auch Realität, dass sich Fächer „billig“ Kapazitäten einkaufen, bei aktuellen Mindeststundensätzen je gelehrter Stunde 3 von 21,40 €. Lehrbeauftragte können ihre Lehraufgaben im Rahmen der vom Fach gewählten Thematik selbständig wahrnehmen. Die Zahl der Lehrbeauftragten hat 2006 in Deutschland mit 38.116 Personen die Zahl der Hochschullehrer (23.361) überschritten. Umgerechnet in VZÄ (7.623) machen Lehr2008, S. 121 ff.). In Berlin verhält sich die Situation 2007 ähnlich. Umgerechnet in Vollzeitäquivalente ergeben sich 1.147 für die Lehrbeauftragten, bezahlt aus der Grundmittelfinanzierung an allen Hochschularten ohne Verwaltungshochschulen. Diesen stehen 2.287 Vollzeitäquivalente der Professuren 4 gegenüber > Abb. F2-4. 3 Die Mitwirkung an Prüfungen, Korrekturen etc. wird mit mindestens 15,30 € vergütet (siehe Ausführungsvorschriften über die Vergütung von Lehraufträgen, 27.11.2007, gültig ab 1.4.2008). Die Vergütung kann bis 52 € betragen. Eine Öffnungsklausel erlaubt auch die Vereinbarung einer höheren Bezahlung. Das Grundgehalt von Professuren beträgt West W2: 4.006,73 Euro, Ost: 3598,28 Euro, Grundgehalt W 3: 4.865,32 Euro, Ost: 4369,34 Euro. 4 Für Berlin ohne Medizin, Veterinärmedizin, Pharmazie. 168 Hochschule F Anteile der VZÄ nach ausgewählten Fächergruppen für Professuren, wissenschaftliche und künstlerische Lehrkräfte an Berliner Hochschulen 2007 aus der Grundfinanzierung in % an Berliner Hochschulen 2007 aus der Grundfinanzierung in % (ohne wissenschaftliche Hilfskräfte, Gastprofessuren, Emeriti) > Tab. F2-4 Ingenieurwissenschaften Mathematik, Naturwissenschaften Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Sprach- und Kulturwissenschaften Ingenieurwissenschaften Universitäten Mathematik, Naturwissenschaften Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Sprach- und Kulturwissenschaften 0 Professur 35,3 23,3 28,9 32,8 31,5 25 74,6 67,7 59,6 26,1 67,9 60,9 51,6 47,8 50 Wiss. Mitarbeiter/in 2,2 4,3 10,0 38,3 38,5 8,8 10,1 15,6 20,7 75 100 Lehrbeauftragte 21,1 22,3 Methodische Erläuterungen > M1: Als Lehrkräfte werden berücksichtigt Akademische Räte, Oberräte und Direktoren/innen, Studienräte im Hochschuldienst, Professor/innen der Besoldungsgruppen C2, C3, C4, W1, W2, W3, Fachlehrer/innen, technische Lehrer/innen, Gastprofessoren/innen, Honorarprofessoren/innen, Hochschuldozenten/innen, Tutoren/innen, Lehrbeauftragte, Lektoren/innen, Oberassistenten/innen, Oberingenieure/innen, Privatdozenten/innen, außerplanmäßige Professoren/innen, Lehrkräfte für besondere Aufgaben, wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeiter/innen, wissenschaftliche Hilfskräfte. Studentische Hilfskräfte gehen nicht mit in die Berechnung ein. Es werden die Personalgruppen Dozenten und Assistenten, Gastprofessoren und Emeriti, Lehrbeauftragte, Lehrkräfte für besondere Aufgaben, Professoren und wissenschaftliche Hilfskräfte unterschieden. > M2: Die Vollzeitäquivalente werden nach der folgenden Vorschrift berechnet: nebenberuflich beschäftigtes Personal = Faktor 0,2. Fünf Lehrbeauftragte werden als ein Vollzeitäquivalent eingerechnet. > M3: Werden die Vollzeitäquivalente des lehrenden wissenschaftlichen Personals insgesamt, d. h. aus Grund- wie auch Drittmitteln, herangezogen, dann führt dies rechnerisch insbesondere zu einer Kapazitätserhöhung im Bereich der wissendeutschlandweit und damit zu günstigeren Betreuungsrelationen. > M4: Das Hochschulrahmengesetz (HRG) verlor am 1.10.2008 seine Gültigkeit aufgrund der neuen Zuständigkeitsregelungen im Rahmen der Föderalismusreform I. HRG §55: 1) Zur Ergänzung des Lehrangebots können Lehraufträge erteilt werden. 2) An Kunsthochschulen können Lehraufträge auch zur Sicherstellung des Lehrangebots in einem Fach erteilt werden. 3) Die Lehrbeauftragten nehmen die ihnen übertragenen Lehraufgaben selbständig wahr. Fachhochschulen 169 > F Methodische Erläuterungen BerlHG §120: (1) Den Lehrbeauftragten obliegt es, selbständig 1. Lehraufgaben wahrzunehmen, die nicht von den Hochschullehrern und Hochschullehrerinnen wahrgenommen werden können, oder 2. die wissenschaftliche und künstlerische Lehrtätigkeit durch eine praktische Ausbildung zu ergänzen. 170 Hochschule F F3 Studienfinanzierung und sozialer Hintergrund Die Studienfinanzierung ist für viele Personen mit Studienwunsch wie auch für bereits Studierende ein zentrales Thema. Detaillierte Daten stellt die Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks zur Verfügung 1, die alle drei Jahre – zuletzt 2006 – durchgeführt wird. Die Studienfinanzierung ist in Deutschland i. d. R. eine Mischung aus öffentlichen Mitteln und privaten Finanzquellen. Welchen Anteil diese Quellen zur Finanzierung beitragen, ist international aber auch national unterschiedlich. Einnahmen An monatlichen Einnahmen stehen „Normalstudenten“– ledige Studierende, außerhalb des Elternhauses wohnend und sich im Erststudium befindend – 770 Euro zur Verfügung. Der Anteil der „Normalstudenten“ an allen Studierenden, die eine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen bzw. Bildungsinländer sind, liegt deutschlandweit bei monatlich unterstützt. Weitere Finanzierungsquellen sind Mittel gemäß BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz), die eigene Erwerbstätigkeit und sonstige Einnahmen. Das Gesamteinnahmevolumen der 1,1 Millionen „Normalstudenten“ von ca. 10,2 Stipendien von verschiedenen Stiftungen, wie der Studienstiftung des Deutschen Volkes oder parteigebundenen Stiftungen. Die Berliner Studierenden haben durchschnittlich 805 Euro zur VerfügungM1 > Abb. F3-1. Monatliche Einnahmen der „Normalstudenten“: Mittelwert, 2006 nach Ländern in Euro > Tab. F3-1 850 800 805 788 770 750 700 685 650 Mittelwert mit rvall rl Be in d an chl uts De r de Län ue Ne t bie sge erlin de l. B un s B ink re he Frü 1 Nicht immer sind alle Merkmale für alle Hochschulstandorte der Länder verfügbar, da es sich um eine Stichprobe von Hochschulen handelt und somit nicht alle Hochschulen der Länder vertreten sind (www.sozialerhebung.de). 171 > F Einnahmen der Studierenden Traditionell besteht in Deutschland die Möglichkeit, die öffentliche Förderung nach dem BAföG in Anspruch zu nehmen, wenn die Förderbedingungen erfüllt sind (Förderungshöchstsatz ab Herbst 2008 643 Euro, davor 585 Euro). Der Anteil der geförderten Studierenden lag an allen Studierenden (Standard-Quote M3 nur die Studierenden betrachtet werden, die auch in Berlin ihre HZB erworben haben. Die Erwerbstätigkeit spielt bei den Studierenden eine wichtige Rolle. Die Motive hierfür sind vielfältig – neben der Sicherung des minimalen Lebensunterhalts spielt sicherlich auch das Erreichen eines darüber hinausgehenden Lebensstandards eine Rolle. Bieten sich die Möglichkeiten, so sind viele Studierende erwerbstätig, wenn keine öffentliche Förderung möglich oder gewünscht ist, so z. B. aufgrund der Verpflichtung, das BAföG später anteilig zurückzuzahlen. In den neuen Ländern werden durchschnittlich 6, in den alten Ländern 7 und in Berlin 8 Stunden je Woche während der Vorlesungszeit für Erwerbstätigkeit eingesetzt (Isserstedt, Middendorff, Fabian & Wol- womit in Berlin Zusammenhang ist hier insbesondere für Berlin mit dem hohen Alter der Studierenden zu sehen > F1. Generell verschiebt sich der Anteil der jeweils für Erwerbstätigkeit und Studium aufgewendeten Zeit mit zunehmendem Alter zugunsten der Erwerbstätigkeit. Die Hälfte der über 28-Jährigen ist laufend – also auch während der Vorlesungszeit – erwerbstätig (Isserstedt, Middendorff, Fabian & Wolter, 2007, S. 328). Unklar ist, wie sich die Beteiligung und das Volumen der Erwerbstätigkeit vor dem Hintergrund der weiteren Komprimierung des Studiums aufgrund der Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge entwickeln werden. Welche Konsequenzen dies für die Studierbereitschaft hat, kann derzeit noch nicht durch die vorliegenden Daten abgebildet werden. Ein Teilzeitstudium ist auf Antrag möglich, so die Hochschulen es Ausgaben Zwei große Ausgabenbereiche sind die Kosten für Ernährung und die Wohnung. Der „Normalstudent“ gibt 2006 für eine allein genutzte Wohnung durchschnittlich 266 Euro inkl. Nebenkosten aus, (Isserstedt, Middendorff, Fabian & Wolter, 2007, S. 229). Im Städtevergleich ist München am teuersten (336€). Berlin nimmt den 15. Platz ein (282€). Die Angaben über die Ausgaben für Ernährung pro Monat schwanken in den Einzeldaten extrem, wobei 2/3 der Werte ähnlich wie 2003 zwischen 80 bis 200 Euro liegen (Isserstedt, Middendorff, Fabian & Wolter, 2007, S. 230). Folglich sind die Durchschnittswerte nur als grobe Orientierung anzusehen. Im Durchschnitt werden monatlich 147 Euro sunken ist. Für Berlin liegt er bei 158 Euro. 172 Hochschule F Sozialer Hintergrund Der soziale Hintergrund der Familie, hier vor allem der Erwerbsstatus der Eltern und deren Bildungsstand, hat eine nicht zu vernachlässigende Bedeutung für das Bildungsverhalten der Kinder, insbesondere auch bei der Entscheidung für ein Studium. Die Studierenden unterscheiden sich hinsichtlich des Erwerbsstatus der Eltern deut- kein Elternteil. Bei den Studierenden in Berlin ist der Anteil der Eltern ohne jegliche Wert liegt in den Länsich aus dem Vorhandensein der Erwerbstätigkeit nicht auf den Umfang der finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten der Eltern für ihre Kinder schließen. Im Rahmen der Sozialerhebung wird die soziale Herkunft der Studierenden durch die Merkmale höchster allgemeinbildender und berufsqualifizierender Abschluss > B4 sowie die berufliche Stellung der Eltern definiert M2. Die Ergebnisse für Deutschland zeigen, dass die Studierenden nicht im gleichen Umfang den vier Kategorien zuzuordnen sind > Abb. F3-2. Schätzungen anhand von Mikrozensusdaten M4 ergeben, dass sich die Struktur der Verteilung nicht mit der der Gruppen in der Bevölkerung deckt und eher in einer umgekehrt proportionalen Beziehung stehen. D. h., dass insbesondere die Gruppe der Studierenden mit „niedriger“ sozialen Herkunft an den Hochschulen unterrepräsentiert ist. Soziale Herkunft der Studierenden nach Ländern 2006 in % > Tab.F3-2, F3-3 50 45 40 35 30 25 20 15 10 5 0 rlin Be r it nd rlin de em hla Be Län nd rung kl. tsc re u ue t in De Ne die fah bie Stu nser sge e tio nd gra Bu Mi es r he Frü niedrig mittel gehoben hoch 173 > F Studierende mit Migrationserfahrung Studierende mit Migrationserfahrung Der Migrationshintergrund bzw. die eigene Migrationserfahrung M5 kann bei der Sozialerhebung als Merkmal bei der Ziehung der Stichprobe nicht gezielt berücksichtigt werden. Somit kann nur nach Eingang der Fragebögen anhand der Angaben eine Klassifikation vorgenommen werden (Isserstedt, Middendorff, Fabian & Wolter, 2007, S. 432 ff.), wobei nur die eigene Migrationserfahrung erfragt wird. Eingesich die Studierenden mit Migrationserfahrung hinsichtlich ihrer sozialen Herkunft unterscheiden > Abb. F3-3. Der Anteil derer mit hoher sozialer Herkunft ist bei den Studielen für Berlin waren mit 959 Fragebögen für alle Studierenden zu gering, so dass eine regionale Auswertung bzgl. der Migrationserfahrung nicht möglich ist. Soziale Herkunft der Studierenden nach Migrationsstatus in Deutschland und Deutschland insgesamt 2006 in % > Tab. F3-3 Eingebürgte Migrationserfahrung 44 19 16 21 Bildungsinländer 42 17 13 28 doppelte Staatsangehörigkeit 21 14 23 42 niedrig mittel gehoben DE hoch insgesamt 13 25 24 38 insgesamt 41 18 15 26 0 20 40 60 80 100 174 Hochschule F Methodische Erläuterungen >M1: Die Lebenshaltungskosten werden beschrieben über die Veränderung des Geldwertes anhand der Preise der für die Lebenshaltung wichtigen Güter und Dienstleistungen. Ausgangspunkt ist der so genannte Warenkorb, der eine große Anzahl von Gütern und Dienstleistungen des typischen Verbrauchs enthält. Aufgrund der bisher fehlenden Erkenntnisse über regionale Preisindizes als Maß für die Lebenshaltungskosten kann diese Differenz nicht interpretiert werden. Der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten hat daher einen Expertisewettbewerb ausgeschrieben (Weißer Fleck – Regionale Preisindizes – Wie kann die Wissenslücke geschlossen werden?) > M2: Im Rahmen der Sozialerhebung wird die soziale Herkunft der Studierenden durch die Merkmale höchster allgemeinbildender sowie berufsqualifizierender Abschluss und die berufliche Stellung der Eltern definiert, wobei die höchste Zuordnung eines der Elternteile für die Zuordnung der Kinder verwendet wird (Sozialerhebung 2007, S. 493). Es sind vier Kategorien vorgesehen: niedrig, mittel, gehoben und hoch. Z.B.: niedrig = einfacher oder mittlerer Dienst, mittel = gehobener Dienst ohne Hochschulabschluss, gehoben = gehobener Dienst mit Hochschulabschluss, höherer Dienst ohne Hochschulabschluss, hoch = Selbständiger mit großem Betrieb bzw. Einkommen, höherer Dienst mit Hochschulabschluss > M3: Neben der Standard-Quote wird auch die normative Quote berechnet, die Auskunft gibt über den Anteil der BAföG-Empfänger an dem näherungsweise bestimmten Kreis der anspruchsberechtigten Studierenden. Die Anspruchsberechtigten werden ermittelt, indem diejenigen unberücksichtigt bleiben, die bereits die Förderungshöchstdauer/Regelstudienzeit überschritten haben, die nach eigener Angabe wegen fehlender Leistungsbescheinigung, Fachwechsel bzw. Überschreitens der Altersgrenze vor Studienaufnahme keinen Anspruch auf BAföG mehr geltend machen können (Sozialbericht, 2008, S.247). Die normative Quote fällt höher aus als die Standard-Quote. > M4: Zur Schätzung wurde die Klassifikation der sozialen Herkunft aus der Sozialerhebung (2007, S.493) in die Klassifikation des Mikrozensus zur Stellung in Betrieb/Behörde analog umgesetzt. Dieses Merkmal wurde zuletzt 2004 erhoben. Es wurde die Altersgruppe der 40- bis 60-Jährigen als Gruppe der potentiellen Eltern der Studierenden und die Person mit der höchsten beruflichen Qualifikation im Haushalt zur Eingruppierung herangezogen. > M5: Studierende mit Migrationserfahrung sind im Rahmen der Sozialerhebung (2007, S. 433) HZB erworben haben haben. Ausländische Studierende, die erst zum Zwecke des Studiums nach Deutschland gekommen sind – so genannte Bildungsausländer –, bleiben hier unberücksichtigt. Der Migrationsbegriff ist damit deutlich enger als beim Einwohnerregister oder Mikrozensus, da nur Personen mit eigener Migrationserfahrung bei der Klassifikation berücksichtigt werden. 175 > F Studienverlauf, Studiendauer, Studienabbruch F4 Studienverlauf, Studiendauer, Studienabbruch Verzögerungen im Studienverlauf oder ein Studienabbruch beruhen meistens auf individuellen multikausalen Ursachen. Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass einige der Problemlagen, die sich für die Studierenden ergeben, durch Angebote der Hochschulen vor und während des Studiums gemildert bzw. beseitigt werden können. Als Einflussgrößen werden u. a. die Informationen vor Studienbeginn über Studieninhalt und -anforderungen, die Betreuung durch das Lehrpersonal > F2 sowie die Organisation des Studiums gesehen. Da sich die Studienfachwahl in den ersten Semestern für die Studierenden zunächst bewähren muss, können der Fachwechsel oder der Abbruch auch als ein Indiz für eine Diskrepanz zwischen Informationen, Erwartungen und den eigenen Fähigkeiten gesehen werden. So fordert der Wissenschaftsrat schon seit längerem eine größere Professionalisierung der Beratung und die stärkere Kooperation zwischen Schule und Hochschule (WR, 2004, S. 5 ff.). Studienverlauf Der Studienverlauf kann sich durch Wechsel des Faches, der Abschlussart und/oder der Hochschule verzögern. 2006 studierten rund ein Fünftel der Studierenden nicht mehr an der Hochschule ihrer Ersteinschreibung. Ein Drittel der Studierenden in Berlin waren nicht mehr an der Hochschule ihrer Erstimmatrikulation. Rund die Hälfte dieser Studierenden wechselten aus anderen Bundesländern nach Berlin (NBB, 2008, S. 300). Deutschlandweit lag der Anteil der Fachwechsel vom Sommersemester 2007 zum chergruppe M1, die übrigen Studienfachwechsel erfolgten in eine andere Fächergruppe. Beim fachübergreifenden Wechsel waren insbesondere die Rechts-, Wirtschaftsund Sozialwissenschaften sowie Sprach- und Kulturwissenschaften bevorzugte aufnehmende Fächergruppen > Abb. F4-1. Anteil der aufnehmenden Fächergruppen bei fächergruppenübergreifenden Wechseln an Berliner Hochschulen in % vom Sommersemester 2007 zum Wintersemester 2007/08 > Tab. F4-1a,b Rechts-, Wirtschaftsund Sozialwissenschaft Sprach- und Kulturwissenschaft Mathematik, Naturwissenschaft Ingenieurwissenschaft Kunst, Kunstwissenschaft Humanmedizin, Gesundheitswissenschaft Berlin Deutschland 2006/07 Agrar-, Forst-, Ernährungswissenschaft 0 5 10 15 20 25 30 35 40 176 Hochschule F Studiendauer Hinsichtlich der Studiendauer ist zwischen Fachstudien- und Gesamtstudiendauer M2 zu unterscheiden. Studienfachwechsel werden i. d. R. zu einer längeren Gesamtstudiendauer als Fachstudiendauer führen, insbesondere dann, wenn fächergruppenübergreifend gewechselt wird. Die Studiendauer variiert stark je nach Art der besuchten Hochschule und des Studienfachs. Nur einem Viertel der Studierenden in Deutschland gelang es, nach zehn Fachsemestern, was in etwa der Regelstudienzeit entspricht, ihr Studium abzuschließen (NBB, 2008, S.130). Die Abschlussarten Master und Bachelor werden hier noch nicht betrachtet, da sie erst seit zu kurzer Zeit weitgehend flächendeckend eingeführt wurden, die Abschlusszahlen noch sehr gering sind und sich nur auf wenige Fächer beschränken. In Berlin ist die lange Fachstudiendauer bei der Abschlussart Lehramt auffällig, die 2007 bei 10,9 Semestern lag, aber schon erheblich reduziert werden konnte > Abb. F4-2. Median der benötigten Fachsemester (Fachstudiendauer) im Erststudium nach ausgewählten Abschlussarten und Prüfungsjahren > Tab. F4-2 16 14 12 10 8 6 4 2 0 Diplom (U) Lehramt Diplom (FH) Diplom (U) Lehramt Diplom (FH) 2000 2005 2006 2007 Berlin Deutschland Die Bildungsausländer erreichen beim Diplom an Universitäten durchweg geringere Studienzeiten, was jedoch aufgrund der Tatsache, dass im Rahmen dieser Statistik keine Aussagen über die Studienzeiten im Ausland gemacht werden, nicht interpretiert werden kann > Tab F4-3. Die Daten sind allerdings konsistent mit den Befunden aus der Sozialerhebung, die zeigt, dass ein hoher Anteil von Bildungsausländern bereits mit Studienerfahrung in dem in Deutschland studierten Fach nach Deutschland kommt (Isserstedt & Link, 2008, S. 14). Die Studienzeiten der Bildungsinländer in Berlin liegen bei beiden Abschlussarten nahe beim Bundesergebnis. An den Fachhochschulen brauchen Bildungsinländer ca. 2 Semester länger für den Abschluss ihres Studiums als Deutsche. 177 > F Studienabbruch Mittlere Semesterzahl (Median) der benötigten Semester (Gesamtstudiendauer) nach Abschlussart und Bildungsherkunft 2006 (Deutsche und Bildungsinländer) > Tab. F4-3 Deutsche Berlin Bildungsinländer Deutschland Deutsche Fachhochschulabschluss Diplom (U) Bildungsinländer 0 2 4 6 8 10 12 14 Studienabbruch Beim Studienabbruch wird das Hochschulbildungssystem verlassen, ohne dass ein erster Abschluss erreicht werden konnte. Hierfür kann es eine Vielzahl von Gründen geben – das Scheitern an Studienanforderungen ist nur eine der möglichen Erklärungen. Die Studienabbruchquote M3 punkt verringert. Die Abbruchquoten an Universitäten sanken um 4 Prozentpunkte auf Besonders hohe Abbruchquoten sind in den Fächergruppen Mathematik und Naturwissenschaften um 5 Prozentpunkte wesentlichen Einfluss auf den Gesamtrückgang hatte. Innerhalb der Fächergruppe Mathematik und Naturwissenschaften hatten mit ten Quoten (NBB, 2008, F4, S. 131 ff.). Von Interesse ist insbesondere die Situation in den Bachelorstudiengängen, wobei allerdings für die Absolventinnen und Absolventen von 2006 gilt, dass sie zum Zeit punkt ihres Studienbeginns nur in einem beschränkten Umfang Bachelorangebote schwierig, da der Umstieg auf die neuen Abschlüsse nicht in allen Fächern gleichzeitig erfolgte. So sind Studiengänge, wie Medizin, die traditionell niedrige Abbruchquoten aufweisen und damit die Gesamtquote senken, bisher noch nicht oder erst später auf das neue System umgestellt worden (Heublein, Schmelzer & Sommer, 2008, S. 3ff.). Zudem sind mit der Umstellung der Studienstruktur tiefgreifende Veränderungen des gesamten Studiensystems verbunden, was die Hochschulen vor weitere Herausforderungen stellte und die Studierbarkeit beeinflusste. 178 Hochschule F Länderspezifische Abbruchquoten können mit der aktuellen Datenbasis nicht berechnet werden. Hilfsweise kann eine Schwundquote bestimmt werden, welche ausweist, wie viele Studierende eines bestimmten Jahrgangs nach einer gewissen Anzahl von Semestern noch im jeweiligen Studiengang studieren. Bei diesem Schwund ist jedoch im Gegensatz zur Abbruchquote nicht klar, ob das Studium abgebrochen oder lediglich die Hochschule oder das Fach gewechselt wurde. Insofern stellt der Wert der Schwundquote den maximal möglichen Wert für die Abbruchquote dar. Die Berliner Hochschulen haben zwischen dem Wintersemester 2004/05 und dem Wintersemester 2005/06 ihr Studienangebot nahezu flächendeckend auf Bachelorund Masterangebote umgestellt > F1. Die Veränderungen im Studiensystem erfordern den Aufbau neuer Zeitreihen zur quantitativen Analyse und Bewertung der Situation für diese neuen Studiengänge. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ermöglichen diese noch keine belastbaren Aussagen, da die Studiengänge noch nicht lange genug laufen. Derzeit liegen nur Daten zur Regelstudienzeit für die erste Kohorte in den Bachelorstudiengängen mit Studienbeginn Wintersemesters 2004/05 vollständig vor. Für alle folgenden Zulassungsjahrgänge sind noch keine vollständigen Durchläufe der Regelstudienzeit möglich gewesen. Da sich in der ersten Kohorte Schwächen in der Konstruktion der neuen Studiengänge im „Praxistest“ besonders niederschlagen, können die Daten dieser Gruppe nicht als repräsentativ angesehen werden. Um belastbare quantitative Analysen zum Studienabbruch vornehmen zu können, müssen sich die neuen Studiengänge in einem „eingeschwungenen“ Zustand befinden. Dieser dürfte erreicht sein, wenn die Studiengänge etwa die 1,5- bis 2-fache Regelstudienzeit durchlaufen haben. Die Umstellungen wurden an vielen Hochschulen durch qualitative Befragungen begleitet, die auch universitätsinternen Qualitätssicherungsmaßnahmen dienten. Zu den Gründen ihres Weggangs befragte beispielsweise die FU Berlin die Exmatrikulierten des Sommersemesters 2007. Über solche Untersuchungen wird versucht, Hinweise für Verbesserungen in der Konstruktion der neuen Studienangebote sowie der Struktur und Organisation des Beratungs-, Lehr- und Prüfungsangebotes zu bekommen. 179 > F Methodische Erläuterungen Methodische Erläuterungen > M1: Beim Studienfachwechsel wurden hier nur Studierende in einem Erststudium – ohne Master- und Lehramtsstudierende einbezogen. Es liegen keine Wechsel vor, wenn im Vergleich zum Vorsemester nur die Reihenfolge der Studienfächer getauscht wurde. Gleiches gilt für Studierende, die im Vorsemester „Studienkolleg“ angegeben haben. Bei der Bezugsgröße „in Relation zu allen Studierenden im Erststudium“ sind alle in einem Erststudium (ohne Lehramt-Master und Master) im zweiten oder höheren Hochschulsemester berücksichtigt, für die das Merkmal „Studienfach im Vorsemester“ bekannt war. Fächergruppen sind Sprach- und Kulturwissenschaften, Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Mathematik und Naturwissenschaften, Humanmedizin und Gesundheitswissenschaften, Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften, Ingenieurwissenschaften sowie Kunst und Kunstwissenschaften. > M2: Die Gesamtstudiendauer ist der Zeitraum zwischen Erstimmatrikulation bis zur Exmatrikulation. > M3: Die beste Methode, die Quote des Studienabbruchs zu ermitteln, würde in einer individuellen hochschulübergreifenden Studienverlaufsstatistik liegen, die jedoch in Deutschland anders als in Österreich, der Schweiz und Finnland nicht vorliegt. Als Hilfsrechnung wird ein Kohortenvergleich durchgeführt. Die Anzahl der Absolventinnen und Absolventen eines Jahres (Output), die ihren ersten Hochschulabschluss erwerben, wird ermittelt und festgestellt, wie viele Semester X durchschnittlich studiert wurden. Dann wird die Anzahl der Studierenden ermittelt, die das Studium vor X Semestern begonnen haben (Input). Die Studienabbruchquote ergibt sich aus 100 – 100 xOutput/Input. Wenn ein Fachwechsel vollzogen wird und später ein Abbruch erfolgt, dann wird der Abbruch dem Fach der Erstimmatrikulation zugeschrieben. Berücksichtigt werden nur die deutschen Studierenden (Quelle der Zahlen: Heublein, Schmelzer & Sommer, 2008). Unschärfen ergeben sich durch den nicht berücksichtigten Schwund ins Ausland. Für die OECD-Berichterstattung wird zweifach – zwischen längeren und kürzeren Studienzeiten (Uni und FH) – differenziert (www.his.de/pdf/Kia/kia200501.pdf ). 180 Hochschule F F5 Absolventinnen und Absolventen von Hochschulen Die Absolventenzahlen stellen ein zentrales Maß für die Effektivität der Hochschulen und die Adäquanz der Studienrahmenbedingungen dar > F2, F3, F4. Für die Wirtschaft ist die Attraktivität einer Region auch durch das angehende akademische Fachkräftepotential bestimmt, wobei insbesondere den so genannten MINT-Fächern – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften sowie technik- und ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen – besondere Bedeutung beigemessen wird. Die Hochschulen profitieren von erfolgreichen Abschlüssen und Einsteigern in das Berufsleben, steigern diese doch auch die Attraktivität der Hochschule. Der hohe Bedarf an Hochqualifizierten korrespondiert mit dem Innovationsindex M1 von Berlin. Das Land erreichte nach Baden-Württemberg und gleichauf mit der Île de France den zweithöchsten Wert der 68 untersuchten Regionen in Europa, der im Wesentlichen auf den hohen technologischen Ist-Stand zurückzuführen ist. men 1, da inzwischen die ersten größeren Absolventengruppen mit dieser Abschlussart - Absolventenquote Die Quote der Absolventinnen und Absolventen M2 gibt Auskunft über den Anteil der Hochschulabsolventen an der gleichaltrigen 25-26-jährigen Bevölkerung. Sie ist unmittelbar abhängig von der Studienberechtigten-, Studienanfänger- und Studienabbruchquote > F1. Mit seit 1997 steigender Tendenz liegt der Wert für Deutschland 2007 bei rungen zu verzeichnen sind (NBB, 2008, S. 133 f., Tab. F5-8web). Der Wissenschaftsrat schluss erreichen. Der regionalisierte Indikator der Absolventenquote ist für Länder mit einem kleinen und wenig vielfältigen Studienangebot nur eingeschränkt aussagefähig, da der Anteil der Absolventinnen und Absolventen unter anderem von der Zuwanderung, der Passung zwischen den Studieninteressen und dem verfügbaren regionalen Angebot sowie den Kapazitäten abhängig ist. Für Frauen ist die Quote um 2,6 Prozentpunkten höher als für Männer. Die Absolventenquoten stiegen seit 1997 in Deutschland um 6,5 Prozentpunkte, in Berlin vergleichbar um 6,2 Prozentpunkte. Die Steigerung ist bei Frauen mit 9,7 Prozentpunkten deutlich höher als bei Männern mit 2,7 Prozentpunkten, so dass die Absolventenquote der Frauen 2002 erstmals höher ausfiel als bei Männern. csp/shop/sfg/bpm.html.cms.cBroker.cls?cmspath=struktur,n0000.csp&treeid=21300 181 > F Art des Abschlusses Art des Abschlusses Studienabschlüsse lassen sich in folgende vier Kategorien unterteilen: (a) Diplom (Unisowie (d) künstlerische Abschlüsse. In der ISCED Kategorie 5A sind alle Abschlussarten zusammengefasst. Die Abschlüsse der Kategorie (a) und einige Lehramtsabschlüsse sind in Deutschland die Voraussetzung für den weiterführenden Abschluss Promotion (ISCED 6). In der Anzahl und Art der erreichten Abschlüsse spiegeln sich auch die unterschiedliche Ausstattung der Bundesländer mit Universitäten bzw. Fachhochschulen und deren Angebote wider. Im Prüfungsjahr 2007 schlossen in Berlin 17.982 Studierende ihr Erst- oder ein weiterführendes Studium ab (ISCED 5A). Der Einfluss der im Zuge des Bologna-Prozesses eingeführten neuen Studienabschlüsse Bachelor und Master auf die Abschlussarten ist noch nicht groß, da das Angebot in den Anfangsjahren weder umfangreich noch vielfältig war > F1, F4 154 Studierende haben die Abschlüsse in Deutschland abgelegt. Die Studienabschlüsse verteilen sich auf die Kategorien ähnlich wie in den Vorjahren > Abb. F5-1. Erfolgreiche Abschlüsse in Berlin in den Prüfungsjahren 2005 bis 2007 nach Abschlusskategorien ohne Promotionen in % > Tab. F5-1 2005 56,1 33,7 4,7 4,6 2006 Diplom (U)/Master Diplom (FH)/Bachelor Lehramt Künstl. Abschluss 56,1 31,8 4,5 6,8 2007 56,4 33,0 5,0 4,6 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Der Anteil von Diplom- und vergleichbaren Abschlüssen an allen Abschlüssen für sich alleine genommen ist seit 2005 an den Berliner Universitäten und an den Fachhochschulen zurückgegangen (Universität: -4,7, FH: -7,0 Prozentpunkte), ein Befund, der hauptsächlich auch auf die Umstellung auf Bachelor- und Masterabschlüsse zurückgeht. In den letzten Jahren schlägt sich der verstärkte Zustrom von Frauen an die Hochschulen auch in den Absolventenzahlen nieder. Ihr Anteil an allen Abschlüssen liegt lich höher als bei Männern ist > Abb. F5-2. 182 Hochschule F Verteilung der Abschlüsse im Prüfungsjahr 2007 in Berlin nach Geschlecht ohne Promotion in % > Tab. F5-1 Frauen 57,2 29,9 5,9 4,2 2,7 Diplom (U)/Master Diplom (FH)/Bachelor Lehramt Künstl. Abschluss sonstige Abschlüsse Männer 55,0 37,6 2,6 4,4 0,5 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Erfolgreiche Abschlussprüfungen nach Fächergruppen 2007 wurden insgesamt 19.892 Abschlussprüfungen M3 inklusive Promotionen erfolgreich abgelegt. Bei den Abschlüssen ohne Promotionen hat die Fächergruppe Sozial-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften den größten Anteil an allen Absolventinnen und Absolventen > Abb. F5-3. 1.910 Personen wurden 2007 promoviert, in Berlin sind die medizinischen und phartigt man die medizinischen Fächer nicht, dann liegt der Schwerpunkt bei den Fächern Mathematik und Na2. Erfolgreiche Abschlussprüfungen 2007 in Berlin nach Fächergruppen im Erst- und Aufbaustudium sowie Promotion in % > Tab. F5-2 Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaft Sprach- und Kulturwissenschaft Mathematik, Naturwissenschaft Ingenieurwissenschaft Kunst, Kunstwissenschaft Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaft Sport Humanmedizin/Gesundheitswissenschaft Veterinärmedizin Abschlüsse außer Promotion Berlin Berlin ohne medizin./ pharm. Abschlüsse 37,8 16,8 14,8 11,9 7,3 7,5 41,3 18,3 16,1 13,0 7,9 Promotion Berlin Berlin ohne medizin./ pharm. Abschlüsse 13,1 13,9 24,1 5,9 33,5 5,1 21,4 22,7 39,2 9,5 4,4 0 20 40 60 80 100 2 Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 4.2, Tab. ZUS-03, 2008, https://www-ec.destatis. de/csp/shop/sfg/bpm.html.cms.cBroker.cls?cmspath=struktur,n0000.csp&treeid=21300 183 > F Erfolgreiche Abschlussprüfungen Der Anteil der Absolventinnen und Absolventen mit ausländischer Staatsbürgerschaft aller Absolventen und damit deutlich unter dem Anteil derer, die in den >> Zusammenfassung und Ausblick bote umgestellt. Gleichzeitig ist ein deutlicher Zuwachs an Studienanfängerinnen und -anfängern zu verzeichnen. Mehr als die Hälfte von ihnen hat ihre Hochschulzugangsberechtigung in Berlin oder Brandenburg erworben. Die Berliner Hochschulen erweisen sich auch für ausländische Studienanfängerinnen und -anfänger als attraktiv. Berlin hält die Anzahl der Studierenden, die zuvor im Zuge der Mittelkürzung für die Hochschulen seit 2003 zurückgegangen waren. Die ersten vorläufigen Ergebnisse Die aktuellen Angaben zur Studierbereitschaft stammen aus 2006. Die dort nachgewiesene Stagnation in Deutschland wie auch in Berlin ist sicherlich u. a. im Zusammenhang mit finanziellen Aspekten zu sehen, so dem Vermeiden einer Verschuldung durch die Inanspruchnahme von rückzahlbaren Unterstützungen bei einer ungewissen beruflichen Perspektive sowie der Doppelbelastung durch Studium und Erwerbstätigkeit. Auch die geringe Teilhabe von Personen aus Elternhäusern mit einfachen und auch mittleren Berufsabschlüssen kann hierin begründet sein. Welche Konsequenzen die Komprimierung des Studiums im Zuge der Umstellung zu den Bachelor- und Masterabschlüssen auf die Möglichkeit zur studienbegleitenden Erwerbstätigkeit hat, kann in den Daten von 2006 noch nicht abgebildet werden. Probleme könnten sich dort ergeben, wo die Erwerbstätigkeit der Grundsicherung dient. Hier bleiben die Ergebnisse der nächsten Sozialerhebung 2009 vor dem Hintergrund der seit 2005 erstmals wieder gestiegenen Studienanfängerquote abzuwarten. Im Juni 2007 wurde von Bund und Ländern der Hochschulpakt unterzeichnet, welcher es durch zusätzliche Finanzierung ermöglichen soll, bis 2010 bundesweit ca. 91.000 zusätzliche Studierende aufzunehmen. Im Rahmen der Qualifizierungsoffensive 3 wird das Ziel von 275.000 zusätzlichen Studienänfängerinnen und -anfänger bis 2015 gesetzt. Welche Konsequenzen sich aus diesen Maßnahmen hinsichtlich der Studienanfängerzahlen sowie der Hochschullandschaft ergeben, bleibt ebenso abzuwarten, wie mögliche Wanderungsbewegungen als Konsequenz aus der Einführung von Studienbeiträgen in vielen Bundesländern. Insgesamt lässt sich aus den Befunden hinsichtlich der Wechsel, dem Abbruch sowie der Studiendauer schließen, dass die Studieneffektivität in Berlin, wie auch in den übrigen Ländern, verbessert werden kann. Die relativ hohen Abbrecherquoten für die Bachelor- und Masterstudiengänge können derzeit aufgrund der relativ geringen Anzahl an Studierenden bzw. an Studiengängen wie auch der relativ kurzen Zeit seit der Einführung noch nicht bewertet werden. Dennoch dürfte klar sein, dass eine größere Strukturiertheit des Studiums allein die vielfältigen Problemlagen, die u. a. zum Abbruch führen, nicht wird beseitigen können. Diskutiert wurden und werden in diesem Zusammenhang vielfältige Maßnahmen, unter denen sicherlich die intensive Begleitung der Entscheidungsphasen vor dem Übergang in die Hochschule eine zentrale Bedeutung hat (u. a. WR, 2004, S. 5). Die Lehrenden an den Schulen kennen die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler, ihre Stärken und Schwächen. Die Lehrenden der Universitäten kennen die Anforderungen ihres Faches sowie die häufig auftretenden Schwierigkeiten der Studierenden. So lautete dann auch die Forderung des Wissenschaftsrates: „An Schulen ist die Funktion eines Studien- und Berufsberaters 3 http://www.bmbf.de/de/13133.php 184 Hochschule F durchgängig zu etablieren, Studien- und Berufsvorbereitung müssen obligatorischer Bestandteil der schulischen Ausbildung werden“ (WR, 2004, S. 5). Diesen Empfehlungen wurde bereits durch vielfältige Maßnahmen Rechnung getragen. Methodische Erläuterungen > M1: Der Innovationsindex setzt sich aus den zwei Komponenten „Niveau“ und „Dynamik“ zusammen. 12 Indikatoren gehen ein, so u. a. Forschungs- und Entwicklungs (FuE)-Ausgaben, FuE-Personal, Erwerbstätige und Existenzgründunbaden-wuerttemberg.de/VolkswPreise/Indikatoren/IX-FE_innovatIndexLARG.asp [4.12.2008] > M2: Die Absolventenquote ist der Anteil der Absolventinnen und Absolventen mit Erstabschluss in der Kategorie ISCED 5A an der Bevölkerung des entsprechenden Alters. Bei der Bruttoquote wird der Anteil der Absolventinnen und Absolventen mit Erstabschluss ungeachtet deren Alters an der Bevölkerung im typischen Abschlussalter ausgewiesen. Für Deutschland sind das bei kürzeren Studiengängen (3 bis unter 5 Jahre) die 25-Jährigen in der Bevölkerung, bei längeren Studiengängen (5 und 6 Jahre) die 26-Jährigen. Die Nettoquote zeigt, wie hoch der Anteil der Absolventinnen und Absolventen an der alterspezifischen Bevölkerung ist. Zur Berechnung der Nettoquote wird für jeden einzelnen Altersjahrgang der Bevölkerung der Anteil der Absolventinnen und Absolventen berechnet und addiert. Für Deutschland weist die OECD Nettoquoten aus. > M3: Abschlussprüfungen sind Prüfungen, die im Rahmen des Aufbau-, Ergänzungs-, Erweiterungs-, Erst- und Kontaktstudiums, der Weiterbildung, der Promotion, des Weiterstudiums zur Notenverbesserung sowie des Zweitstudiums abgelegt werden. 185 > 186 G Weiterbildung Weiterbildung und lebenslanges Lernen werden schon lange als eine zentrale Voraussetzung für den Erhalt der individuellen Leistungsfähigkeit und gesellschaftlichen Integration sowie für die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft angesehen. Weiterbildung ist auch für alle Arbeitgeber ein Teil der Personalentwicklungsstrategie, um die Wettbewerbs- bzw. Leistungsfähigkeit zu erhalten und auszubauen > B1. So schlägt der vom BMBF initiierte Innovationskreis Weiterbildung (IKWB) eine Beteiligung der Wie bedeutsam das Kompetenzniveau der Erwachsenen eingeschätzt wird, findet unter anderem auch Ausdruck in den Überlegungen der OECD zum neuen Programm „PISA für Erwachsene“ (Programme for the International Assessment of Adult Competencies, PIAAC). Die erste Erhebung mit dem Schwerpunkt auf den für die Partizipation am Erwerbsleben erforderlichen kognitiven und beruflichen Fähigkeiten und Fertigkeiten soll 2011 erfolgen. Kritiker der PIAAC-Studie befürchten zu undifferenzierte und damit für die Weiterbildungssteuerung schlecht verwendbare Ergebnisse. Vor dem Hintergrund der OECD-Studie IALS zur Lesekompetenz der Bevölkerung zwischen 16 einschätzung diagnostizierte, erscheint es erforderlich, die Erkenntnisse im Bereich Erwachsenenqualifikation zu vertiefen (International Adult Literacy Survey, 2000, S. 136, S. 161). Die große Bedeutung, die dem Bereich Bildung im Lebenslauf beigemessen wird, und die insgesamt wenig detaillierte Datenlage stehen in einem Widerspruch. Dies resultiert ganz wesentlich aus der grundsätzlich positiven Situation, dass es vielfältigste Möglichkeiten der Weiterbildung gibt > G1. Während es für Bildungsinstitutionen wie Schulen prinzipiell einfach ist, Daten über die Schülerinnen und Schüler kontinuierlich zu erfassen, ist dies für den gesamten Weiterbildungsbereich völlig ausgeschlossen. Output-Indikatoren sind ebenfalls nur für Teilbereiche erfassbar, da häufig keine formalen und staatlich anerkannten Abschlüsse > G3 und Zertifikate angestrebt werden. Von Interesse sind natürlich neben der Teilnahme an der Weiterbildung > G2 auch die Erträge, insbesondere die Arbeitsmarkterträge der beruflichen Weiterbildung. Hier müssen sicherlich unterschiedliche Erwartungen in Abhängigkeit davon formuliert werden, ob es sich z. B. um Aufstiegsfortbildungen wie Meisterkurse oder lediglich firmeninterne Produktschulungen handelt. Punktuelle Erkenntnisse zum Übergang von Absolventen aus Fördermaßnahmen gemäß § 11 SGB III stehen aus den Eingliederungserhebungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) zur Verfügung, wobei diese nur einen Weiterbildungstyp und nur den Erwerbsstatus nach Beendigung der Maßnahme erfassen. 187 > G Weiterbildungsarten und -daten G1 Weiterbildungsarten und -daten Im Weiterbildungsbereich lassen sich viele Dimensionen unterscheiden – die Dauer und das angestrebte Ziel sind zwei. Während viele Ausbildungs- und Bildungsangebote, wie die Berufsausbildung und das Studium eher mittel- und langfristig angelegt sind, reagieren Weiterbildungsangebote auch häufig kurzfristig auf einen gesellschaftlichen oder individuellen Bedarf. Es gibt eine Vielzahl von Programmen zur Grundbildung von Erwachsenen für spezifische Zielgruppen wie z. B. Kurse zur Alphabetisierung, zur Integration u. a. sowie Angebote zur politischen Bildung. Daneben gibt es aber auch die Angebote, wie den Zweiten Bildungsweg, die zu anerkannten schulischen oder beruflichen Abschlüssen durch Weiterqualifikation führen. Neben der Weiterbildung, die einen Zusammenhang zu dem bisherigen Beruf voraussetzt, spielt im Rahmen der Erwachsenenbildung auch die Umschulung eine Rolle, die aus vielfältigen Gründen erforderlich werden kann, z. B. durch die regionale Umstrukturierung des Arbeitsmarkts oder Erkrankungen. Eine weitere Dimension sind unterschiedliche Anbieter – Volkshochschulen, Kollegs, Hochschulen, Betriebe und Berufsakademien, kommerziell und nicht-kommerziell ausgerichtete Träger –, die auch vielfältige Fernlern- und Internetangebote bereitstellen. Daten aus personenbezogenen Erhebungen Daten zur beruflichen Weiterbildung von Erwerbspersonen können aus dem Mikrozensus erschlossen werden. In dieser Datenquelle liegen Informationen zur Beteiligung an Fortbildungs- und Umschulungsmaßnahmen, zum Besuch von Techniker- oder Meisterschulen sowie zum Besuch von Lehrgängen, Kursen, Seminaren vor M1. Aufgrund des geringen Stichprobenumfangs für diese Merkmale können diese Daten für kleine Länder wie Berlin und Brandenburg nicht differenziert ausgewertet werden. Die Berufsbildungs- und Berufsschulstatistik erfasst auch die Fortbildungs-, Umschulungs- sowie Ausbildereignungsprüfungen, wobei auch Daten über den höchsten allgemeinbildenden Schulabschuss sowie die berufliche Vorbildung vorliegen. Diese Daten sind jedoch erst seit 2007 auf Einzeldatenbasis verfügbar. Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP), durchgeführt durch das DIW, ist eine repräsentative Längsschnittstudie privater Haushalte in Deutschland. Seit 1984 werden jährlich ca. 11.000 Haushalte mit mehr als 20.000 Personen befragt. Es werden Daten zu Erwerbs- und Familienbiographien, zur Bildungs- und Erwerbsbeteiligung sowie beruflichen Mobilität erhoben. Die BA-finanzierten Maßnahmen (gemäß SGB II, III) werden durch die gemeldeten Eintritte in und Austritte aus Maßnahmen zur beruflichen Förderung im Bundesgebiet dokumentiert M2. Die Förderfälle bzw. Teilnahme werden erfasst und nicht die Personen. Folglich wird eine Person, die in einem Zeitraum oder zu einem Zeitpunkt mehrere Förderleistungen erhält, mehrfach erfasst. Führen die Maßnahmen zu anerkannten Berufsabschlüssen, so sind diese in der Berufsbildungs- bzw. Schulstatistik nachgewiesen. Das Berichtssystem Weiterbildung (BSW) ist eine Datenbasis für die kontinuierliche, differenzierte Weiterbildungsberichterstattung. Seit 1979 werden alle drei Jahre repräsentativ in Deutschland 7.000 Personen befragt. Das AES (Adult Education Survey), an dem sich Deutschland 2008 das erste Mal freiwillig beteiligte, wurde in die BSW-Erhebung integriert. Eine regionale Auswertung auf Länderebene ist aufgrund der kleinen Stichprobe nicht möglich. Insgesamt ist die Datenlage im Weiterbildungsbereich für einzelne Regionen als rudimentär zu bezeichnen. 188 Weiterbildung G Daten aus Einrichtungen und Organisationen Die berufliche Weiterbildung in Unternehmen wird durch die Europäische Erhebung CVTS3 (Continuing Vocational Training Survey) erfasst. Erhoben werden das Angebot der Unternehmen an verschiedenen Formen der beruflichen Weiterbildung (Lehrveranstaltungen, geplante Phasen der Weiterbildung am Arbeitsplatz, Job-Rotation, Lernund Qualitätszirkel), die Teilnahmequote der Beschäftigten in Unternehmen, die Lehrveranstaltungen sowie die Stunden pro teilnehmender Person. Die Fernunterrichtsstatistik ist eine weitere Datenquelle, die eine kontinuierliche Nachfrage ausweist. Die Teilnehmerzahlen liegen 2006 geschätzt bei rund 235 Tsd. in Deutschland, wobei keine Informationen verfügbar sind, woher die einzelnen Teilnehmenden kommen. Aus- und Weiterbildungsdaten sind auch aus dem IAB-Betriebspanel1 verfügbar. Fortbildungsmaßnahmen in Wirtschaftsorganisationen werden durch die Statistiken über die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Fortbildungsprüfungen der Industrieund Handelskammern sowie an Meisterprüfungen der Handwerkskammern erfasst M3. Klassifikation von Weiterbildungsaktivitäten Im Rahmen von AES wird zwischen formalen/non-formalen sowie informellen Bildungsaktivitäten differenziert. Formale Maßnahmen (formal education – FED) sind reguläre Bildungsgänge, die zu allgemeinbildenden Schulabschlüssen, Berufs- sowie Hochschulabschlüssen führen. Unter non-formalen Maßnahmen (non-formal education – NFE) werden Angebote wie Einzelunterricht/Training, Lehrgänge, Seminare und Schulungen gefasst. Hierzu gehört auch die Kategorie „guided on the job training“ sowie Fernunterricht in herkömmlicher Form oder tutoriell unterstütztes e-Learning. Informelles Lernen (informal learning – INF) ist die Kategorie, die Angebote außerhalb von angeleiteten Lehr-Lernprozessen erfasst, so auch informelles Selbstlernen. Diese Kategorie beinhaltet nicht das inzidentelle Lernen, welches häufig beiläufig und unabsichtlich in vielen Lebenssituationen erfolgt. 1 IAB – Betriebspanel des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 189 > G Schulische Weiterbildung G2 Weiterbildungsangebote und -teilnahme Weiterbildungsinstitutionen Die Orte, an denen die allgemeine und berufliche Weiterbildung stattfindet, sind vielfältig: betriebsexterne Veranstaltungen bei kommerziellen oder öffentlichen Anbietern, Inhouse-Schulungen mit freien oder institutionell gebundenen Lehrkräften, kommerzielle oder freie Angebote unter Nutzung von Medien – im Speziellen das Internet. Die Volkshochschulen sind der öffentliche Anbieter mit der längsten Tradition in der allgemeinen und beruflichen Weiterbildung (siehe Artikel 148 der Reichsverfassung von 1919). In der Metropolregion stehen 12 BE bzw. 20 BB Volkshochschulen zur Verfügung. Die rund 16.000 BE bzw. 6.300 BB Kursveranstaltungen in 2006 wurden von durchBE schnittlich 13 BE bzw. 10 BB Personen besucht > Tab. G2-5 BB von Frauen wahrgenommen. Darüber hinaus wurden 1.085 BE bzw. 443 BB Einzelveranstaltungen angeboten. An den Volkshochschulen werden auch Schulexternenprüfungen BE bzw. Nichtschülerprüfungen BB durchgeführt. Unter den überwiegend öffentlich finanzierten Einrichtungen haben auch vermehrt die Hochschulen den Weiterbildungsmarkt mit der berufsspezifischen wissenschaftlichen Weiterbildung, Schulungen für Führungskräfte, Sprachlehrgängen für sich entdeckt, auch in Form von ortsungebundenen e-Learning- oder anderen Fernlernangeboten. Schulische Weiterbildung Ein allgemeinbildender Schulabschluss kann im Rahmen des Zweiten Bildungswegs an 24BE bzw. 30BB Abendhauptschulen2, -realschulen, -gymnasien sowie Kollegs und abschlussbezogenen Lehrgängen nachgeholt werden. Im Schuljahr 2007/08 haben 4.647BE bzw. 2.436BB Personen das Angebot wahrgenommen. In Brandenburg waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Durchschnitt zwei Jahre jünger als in Berlin > Abb. G2-1. Anteil der Schülerinnen und Schüler in Angeboten des Zweiten Bildungswegs 2007/08 in % nach Alter > Tab. G2-1, G2-2 14 12 10 8 6 4 Berlin Brandenburg 2 0 re Jah re re re re re re re re re re re re ah ah ah ah ah ah ah ah ah ah ah ah 30 d J J J J J J J J J J J J 19 18 20 23 21 22 24 25 26 27 28 29 un r e ält 2 nur in Berlin 190 Weiterbildung G Berufliche Weiterbildung An der beruflichen Weiterbildung beteiligten sich laut der Angaben im Mikrozensus BE BB der Erwerbspersonen im Alter von 25 bis unter 65 Jahren. Im Gegensatz zur nationalen Situation sind es in beiden Ländern deutlich mehr Frauen als Männer > Abb. G2-2. In Berlin ist die Beteiligung von Personen ohne Migrationshintergrund MZ Beteiligung der Erwerbspersonen zwischen 25 und unter 65 Jahren an der beruflichen Weiterbildung in den letzten 12 Monaten nach Geschlecht 2007 in % > Tab. G2-3 Berlin 21,8 16,1 Brandenburg 23,0 18,8 Deutschland 19,6 18,5 weiblich männlich 0 5 10 15 20 Berufliche Weiterbildungen können sich in Bezug auf Umfang, Inhalt und Abschlussarten stark unterscheiden, so z. B. spezielle Firmenschulungen, Produktschulungen, Schulungen zur Erweiterung des Fachgebiets. Eine weitere Art sind Fortbildungen, die gemäß Berufsbildungsgesetz (§53, §54) und Handwerksordnung (§42) geregelt sind, wie Meister- oder Technikerprüfungen. Fortbildungen setzen häufig eine einschlägige Berufspraxis über eine gewisse Dauer voraus. Das IAB-Betriebspanel 3 erhebt, wie viele Beschäftigte und Betriebe sich an Weiterbildungsmaßnahmen beteiligt haben. Erfasst werden inner- und außerbetriebliche Weiterbildungen, für die die Beschäftigten freigestellt bzw. die Kosten für diese MaßnahBE BB der befragten men übernommen wurden. Dies war 2007 4 Betriebe bzw. Dienststellen der Fall. Damit hat sich die Beteiligung seit 1997 um 10 BE bzw. 7 BB Prozentpunkte erhöht, liegt jedoch noch unter dem ostdeutschen Wert von Erziehung und Unterricht, Gesundheits- und Sozialwesen sowie öffentliche Verwaltung wahrgenommen. Generell gilt, je größer der Betrieb, umso eher werden Weiterbildungen angeboten. BE BB, dass sie WeiterbilBE BB der BB BE BE BB ausschließlich in der 3 http://www.iab.de/de/erhebungen/iab-betriebspanel.aspx 4 jeweils 1. Halbjahr 2007 5 Es wird zwischen den direkten Kosten und indirekten Kosten unterschieden. Direkte Kosten sind die Kursgebühren, indirekte Kosten sind die Kosten, die dem Arbeitgeber entstehen durch Lohnfortzahlung bzw. Beschäftigung von Vertretungen. 191 > G Maßnahmen BE BB) beteiligt die BeschäfBE tigten nicht an den direkten Weiterbildungskosten 5 BB der Betriebe müssen die Beschäftigten die direkten Weiterbildungskosten selbst tragen. Die Weiterbildungsquote gibt Auskunft über den Anteil der Beschäftigten, die sich an den Weiterbildungsmaßnahmen beteiligen. Nach der IAB-Datenquelle liegt die BE BB und liegt damit über der Quote aus dem Mikrozensus für die 25- bis 64-Jährigen, berücksichtigt jedoch ungeachtet des Alters alle Beschäftigten. Die Betriebsgröße hat für die Weiterbildungsquote keine wesentliche Bedeutung. Frauen beteiligen sich überproportional an den Angeboten – ein Befund, der mit den Mikrozensus-Ergebnissen konform geht. Beschäftigte ohne Berufsabschluss nahmen BE BB BE BB und mit FachhochBE BB. Betriebe bevorzugen für die berufliche Weiterbildung ihrer Beschäftigten institutiBE BB der Betriebe BB BE BE BB machten Weiterbil- dungsangebote in Form von Inhouse-Schulungen. Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit Die Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit sind darauf ausgerichtet, die Chancen , eine Erwerbstätigkeit zu finden, zu erhöhen. 2007 wurden 21.214BE bzw. 30.016BB Eintritte in BA-finanzierte Qualifizierungsmaßnahmen für Personen im Rechtskreis BE BB der Eintritte entfielen auf Maßnahmen SGB III M4 der beruflichen Weiterbildung, die übrigen auf Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen. Der Teilnehmerbestand lag im Jahresdurchschnitt bei 3.718 BE bzw. BE BB verringert. 4.010 BB BE BB aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer > Tab. G2-4. Ein gegenteiliger Trend ist bei den Qualifikationsmaßnahmen im Rechtskreis SGB II M4 BE BB gegenüber 2006 gestiegen. Im Jahresdurchschnitt stieg die Zahl der teilnehmenden PersoBE BB. An der beruflichen Weiterbildung beBE BB aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die übrigen nahmen Eignungsfeststellungen und Trainingsmaßnahmen wahr. In der Metropolregion lag 2007 der Anteil der Arbeitslosen in den Fortbildungsmaß- Anteil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die einen anerkannten Ausbildungsberuf Informelle Weiterbildung Das Berichtssystem Weiterbildung (BSW) weist für Deutschland insgesamt einen Zuberichten von arbeitsplatznahen Aktivitäten in den letzten 12 Monaten. Drei Jahre vorsie sich selbst in der Freizeit „etwas beigebracht“ haben (BSW, 2008, S. 4). Nach Ländern regionalisierte Daten sind aus dieser Erhebung jedoch nicht verfügbar. 192 Weiterbildung G G3 Abschlüsse Allgemeinbildende Schulabschlüsse In Berlin werden seit Jahren in relativ konstantem Umfang allgemeinbildende Schulabschlüsse nachgeholt mit leicht ansteigender Tendenz für die allgemeine Hochschulreife und abnehmender Tendenz bei den Hauptschulabschlüssen. In Brandenburg ist der Zuwachs der letzten Jahre wesentlich auf die Realschulabschlüsse zurückzuführen BE BB Frauen. In Berlin hatten > Abb. G3-1 Anzahl der auf dem Zweiten Bildungsweg erreichten allgemeinbildenden Schulabschlüsse > Tab. G3-1, G3-2 2001 Berlin 2003 2005 2007 2001 22 Brandenburg 2003 20 2005 2007 0 71 153 300 295 263 225 188 188 323 205 200 316 283 276 328 501 647 661 682 201 550 214 500 750 1.000 1.250 Hauptschulabschluss Realschulabschluss allgemeine Hochschulreife 250 Des Weiteren werden Abschlüsse über die Schulfremdenprüfungen BE bzw. Nichtschülerprüfungen BB erlangt, die jährlich zweimal u. a. an Volkshochschulen stattfinden können > Tab. G3-1. Im Schuljahr 2007/08 haben 732 BE bzw. 120 BB Personen auf diesem Weg den Hauptschulabschluss nachgeholt, den Realschulabschluss schafften 212 BE bzw. 29 BB, die allgemeine Hochschulreife 38 BE bzw. 25 BB. Der Anteil der Frauen bei den erBE BB. 193 > G Austritte aus Maßnahmen der BA Fortbildungs- und Umschulungsprüfungen Von den 2.732 BE bzw. 2.963 BB Teilnehmerinnen und Teilnehmern an beruflichen FortbilBE BB ihre Prüfung bestanden, womit dungsprüfungen M5 2006 6 > Abb. G3-2, > E5. Geringe Bestehensquoten traten in beiden Ländern im Bereich Industrie und Handel auf. Sie liegen sowohl für die Frauen wie auch die Männer deutlich unter dem Bundeswert. Während in Berlin Frauen in allen Wirtschaftsbereichen die Prüfungen öfter erfolgreich bestehen als Männer, ist dies in Brandenburg nur im öffentlichen Dienst der Fall. Anteil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit bestandenen Fortbildungsprüfungen 2006 nach Ausbildungsbereichen und Ländern in % > Tab. G3-3 Berlin Brandenburg Deutschland Industrie und Handel Handwerk Landwirtschaft Öffentlicher Dienst Freie Berufe weiblich männlich weiblich männlich weiblich männlich 60 80 100 Die Umschulungen M6 erfolgten weitestgehend mit dem Ziel, einen anerkannten Ausbildungsberuf im Bereich Handel und Industrie zu erlangen. Bei den 3.673 BE bzw. BE 1.311 BB BB > Tab. G3-4. Austritte aus Maßnahmen der BA - oder Fehlzeiten. Von den Personen, die bis zum Ende an der Maßnahme teilnahmen, Ausbildungsabschluss alle 1.505 Männer und 1.856 Frauen erfolgreich waren. 6 Aufgrund der Umstellung der Berufsbildungsstatistik auf Einzeldaten und den entstandenen Inkonsistenzen können noch keine Daten für 2007 nachgewiesen werden. 194 Weiterbildung G >> Ausblick Die Situation der Weiterbildung darzustellen, ist aufgrund der Heterogenität der Angebote, der Anbieter, Zugangsmöglichkeiten sowie formalen Rahmenbedingungen schwierig. Viele Facetten werden durch die derzeitige Datenlage nicht abgebildet. Stabilere Befunde für den Bereich der Berufsabschlüsse und formalen Weiterbildung werden nach der Konsolidierung der auf Einzeldaten umgestellten Berufsbildungsstatistik erwartet. Methodische Erläuterungen >M1: Berufliche Weiterbildung kann im Betrieb oder am Arbeitsplatz, in speziellen Fortbildungsstätten von Betrieben, Verbänden, Handwerkskammern usw. oder auch als Fernunterricht stattfinden. Voraussetzung für die Beteiligung an den Maßnahmen ist eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine angemessene Berufserfahrung. Lehrgänge, die der Allgemeinbildung, der Berufsausbildung oder -vorbereitung dienen, zählen nicht als Maßnahmen der beruflichen Fortbildung. > M2: Die Förderstatistik erfasst Förderungen bzw. Teilnahmen von Personen an Maßnahmen der aktiven Arbeitsförderung (§ 3 SGB III Abs. 4) und Leistungen zur Eingliederung (§ 16 SGB II) des Bundes. Eine Förderung ist gegeben, wenn für eine Person bzw. im Rahmen der Teilnahme an einer Maßnahme der aktiven Arbeitsförderung eine Zahlung geleistet wird. Erfasst werden die Teilnehmer mit Wohnort im Bundesgebiet sowie die Daten zu Förderungen bzw. Teilnahmen von Personen gegliedert nach Eintritt und Austritt in einem Berichtszeitraum und Bestand zu einem Berichtszeitpunkt. > M3: Voraussetzungen für die Zulassung zu einer Meisterprüfung sind in der Regel die erfolgreiche Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf und eine mehrjährige entsprechende Berufstätigkeit. > M4: Rechtskreis SGB III: Arbeitslose im Rechtskreis SGB III sind alle arbeitslosen Personen, die Anspruch auf Leistungen (Arbeitslosengeld I) nach dem Dritten Sozialgesetzbuch (SGB III) haben, sowie die Personen, die keine Leistungen mehr erhalten. Die Leistungen nach dem SGB III werden aus der Arbeitslosenversicherung finanziert. Rechtskreis SGB II: Arbeitslose im Rechtskreis SGB II sind alle arbeitslosen Personen, die Anspruch auf Leistungen (Arbeitslosengeld II und Sozialgeld) nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) – Grundsicherung für Arbeitsuchende – haben. Das Arbeitslosengeld II ist keine Versicherungsleistung, sondern eine steuermittelfinanzierte Fürsorgeleistung. > M5: Fortbildungsprüfungen (§ 56 BBiG): Fortbildung ist eine besondere Form der beruflichen Weiterbildung (Erwachsenenbildung). Sie baut auf einer beruflichen (Erst-)Ausbildung auf, erweitert das Fachwissen und führt zu einer neuen Berufsbezeichnung. Zu den Fortbildungsprüfungen zählen sowohl Prüfungen in Fortbildungsberufen mit bundeseinheitlicher Fortbildungsordnung (§ 53 BBiG) als auch solche nach Fortbildungsregelungen der zuständigen Stellen (§ 54 BBiG). Zu den Fortbildungsprüfungen zählen auch die Meisterprüfungen. Hinweise zur statistischen Erfassung: Wenn die Fortbildungsprüfung aus mehreren Teilen (z. B. Kursen) besteht, werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nur dann statistisch erfasst und nachgewiesen, wenn sie sich in der letzten Stufe befinden, die nach erfolgreichem Abschluss eine neue Berufsbezeichnung zulässt. > M6: Umschulungsprüfungen (§ 62 BBiG): Umschulungsprüfungen dienen zum Nachweis von Kenntnissen und Fertigkeiten, die durch eine berufliche Umschulung erworben wurden. Aufgabe der beruflichen Umschulung ist es, durch geeignete Maßnahmen die berufliche Neuorientierung der Berufstätigen zu fördern und damit zu einer anderen beruflichen Tätigkeit zu befähigen. Erwachsene können auf diese Weise überhaupt eine oder eine weitere qualifizierte Berufsausbildung erreichen. Umschülerinnen und Umschüler können sowohl in Betrieben als auch in entsprechenden Fördereinrichtungen ausgebildet werden. Umschulungsprüfungen werden von den zuständigen Stellen in anerkannten Ausbildungsberufen 195 > G Methodische Erläuterungen oder in anderen Berufen durchgeführt. Die Prüfungsordnungen für die Umschulungsprüfungen, die nicht in anerkannten Ausbildungsberufen erfolgen, werden entweder über Umschulungsverordnungen des Bundes oder von den zuständigen Stellen selbst erlassen. 196 H Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung Fragen der Qualitätssicherung und -entwicklung haben in den letzten Jahren in allen Bereichen des Bildungssystems zunehmend an Bedeutung gewonnen. Besonders prominent ist die Entwicklung im allgemeinbildenden schulischen Bereich, die in diesem Kapitel exemplarisch dargestellt wird. Als Reaktion auf das bestenfalls mittelmäßige Abschneiden deutscher Schülerinnen und Schüler in den internationalen Leistungsvergleichen (PISA, TIMSS, IGLU) um das Jahr 2000 hat in Deutschland ein inhaltlicher und struktureller Reformprozess im schulischen Bildungssystem eingesetzt. Dieser Reformprozess („Paradigmenwechsel“) setzt auf eine Ergänzung der bis dahin dominierenden Input- und Prozessorientierung durch Elemente einer verstärkten OutputSteuerung: Verbesserungen in der Bildungsqualität sollen demnach durch eine Konzentration auf die Bildungserträge der Schülerinnen und Schüler, der Schulen und des schulischen Bildungssystems insgesamt erzielt werden und nicht mehr, wie vormals, vorrangig über die Modifikation von Lehrplänen, die Verbesserung der Lehrkräfteausbildung oder die Entwicklung und Erprobung didaktischer Modelle. Steuerung soll auf diese Weise evaluationsbasiert erfolgen (Altrichter & Heinrich, 2006). Die Gesamtstrategie der KMK zum Bildungsmonitoring in der Schule Die KMK hat im Jahre 2006 eine Gesamtstrategie zum Bildungsmonitoring 1 verabschiedet. Diese umfasst vier Bereiche: (I) die Teilnahme an internationalen Schulleistungsuntersuchungen, (II) die Einführung und Überprüfung länderübergreifender Bildungsstandards, (III) die Durchführung von Vergleichsarbeiten und (IV) die gemeinsame Bildungsberichterstattung von Bund und Ländern. Die Länder nehmen in Zusammenarbeit mit dem Bund an internationalen Leistungsvergleichsuntersuchungen wie PISA, IGLU und TIMSS teil, um die Leistungsfähigkeit im internationalen Vergleich feststellen zu können. Bildungsstandards beruhen auf einem länderübergreifenden Konsens über Leistungserwartungen an Schülerinnen und Schüler und formulieren fachbezogene Kompetenzen (einschließlich zugrunde liegender Wissensbestände), die diese zu bestimmten Zeitpunkten erworben haben sollen. Sie sind outputorientiert und sollen prinzipiell durch Kompetenztests erfassbar sein. Die zurzeit verabschiedeten Bildungsstandards in den Fächern Mathematik und Deutsch für den Primarbereich, Mathematik, Deutsch, Erste Fremdsprache (Englisch, Französisch) für den Hauptschulabschluss und den Mittleren Schulabschluss sowie zusätzlich für Letzteren die Naturwissenschaften (KMK, 2003, 2004) sind seit 2004 bzw. 2005 in allen Ländern verbindlich. Das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) entwickelt die Testaufgaben, um im Rahmen von bundesweiten Stichprobenuntersuchungen das Erreichen der Standards ländervergleichend zu überprüfen. Darüber hinaus entwickelt das IQB Aufgaben, die in den flächendeckenden Vergleichsarbeiten der Jahrgangsstufe 8 (VERA 8) und ab 2010 auch in der Jahrgangsstufe 3 (VERA 3) eingesetzt werden. Diese Aufgaben beruhen auf denselben Kompetenzmodellen wie die Bildungsstandards und ermöglichen es den Schulen und den einzelnen Lehrkräften, zu diagnostischen Zwecken den Leistungsstand ihrer Schülerinnen und Schüler auf dem Wege der Standarderreichung zu überprüfen. 1 Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 02.06.2006 197 > H Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung Ziel des vierten Bereichs der KMK-Gesamtstrategie, der gemeinsamen Bildungsberichterstattung von Bund und Ländern, ist es, anhand wichtiger Indikatoren aus den drei zuvor genannten Bereichen und weiteren Quellen eine Zusammenschau der Leistungsfähigkeit des gesamten Bildungssystems zu geben und kontinuierlich fortzuschreiben > Tab. H1. Gemeinsame Maßnahmen und Institutionen in der Bildungsregion Berlin-Brandenburg Berlin und Brandenburg haben in den letzten Jahren über die Gesamtstrategie der KMK hinaus ergänzende Maßnahmen der Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung im Bildungswesen eingeführt. So wurde, wie in anderen Ländern Deutschlands auch, ein Konzept der eigenverantwortlichen oder selbstständigen Schulen implementiert (Bergrößeren Handlungsspielraum, so das Konzept, sollen die Schulen verpflichtet werden, Verantwortung für den Lernerfolg ihrer Schülerinnen und Schüler zu übernehmen und Im Einzelnen handelt es sich u. a. um die Maßnahmen der Implementierung der länderübergreifenden Bildungsstandards im Unterricht, z. B. durch entsprechende Ausrichtung der Rahmenlehrpläne, die Entwicklung von Handlungs- bzw. Orientierungsrahmen, in denen Merkmale und Messkriterien schulischer Qualität festgelegt werden, die Einführung von Schulprogrammen, die Unterstützung der Selbstevaluation von Schulen, die Durchführung von externen Evaluationen durch die Schulinspektion (Berlin) bzw. die Schulvisitation (Brandenburg), die Einführung zentraler Abschlussprüfungen sowie eine, an die nationalen Formate angelehnte, regionale Bildungsberichterstattung. Berlin und Brandenburg haben in den letzten Jahren im Bereich der Qualitätssicherung mehrere Zweiländer-Institutionen durch Fusion oder Neugründung geschaffen. Mit dem 2006 gegründeten Institut für Schulqualität der Länder Berlin und Brandenburg (ISQ) und dem 2007 fusionierten gemeinsamen Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM), das einen gemeinsamen Bildungsserver betreibt, sind länderübergreifende Strukturen geschaffen worden, die für zentrale Felder der Qualitätsentwicklung eine Angleichung der bestehenden Ländersysteme ermöglichen. Im Sinne der eingangs erwähnten Klassifikation sind die zentralen Aufgabenbereiche des LISUM eher input-, die des ISQ eher outputorientiert. So betreibt das LISUM z. B. Unterrichtsentwicklung, konzipiert Rahmenlehrpläne und Prüfungsaufgaben, qualifiziert Schulleitungspersonal und regionale Fortbildnerinnen und Fortbildner und führt Schul- und Modellversuche durch. Mithilfe empirisch-statistischer Methoden erfasst und analysiert das ISQ Schülerleistungsdaten aus Vergleichs- und Prüfungsarbeiten, unterstützt schulische Selbst- und Fremdevaluation, überprüft den Umsetzungsgrad der KMK-Bildungsstandards u. a. m., um datengestützte Entscheidungen in den Schulen und den Bildungsadministrationen zu ermöglichen. Als weitere gemeinsame Bildungsinstitution kommt das Sozialpädagogische Fortbildungsinstitut BerlinBrandenburg (SFBB) hinzu. Im Folgenden werden der Handlungs- bzw. Orientierungsrahmen Schulqualität für Berlin und Brandenburg beschrieben > H1, interne und externe Maßnahmen der Evaluation vorgestellt sowie deren Ergebnisse zusammengefasst > H2. Zudem wird das Abschneiden Berliner und Brandenburger Schülerinnen und Schüler in internationalen Schulleistungsuntersuchungen (PISA, IGLU) dokumentiert sowie die zentrale Befundlage der Berliner ELEMENT-Studie zusammengefasst > H3. Abschließend werden Konzept und zentrale Ergebnisse der flächendeckenden Vergleichsarbeiten > H4 dargestellt. 198 Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung H H1 Qualitätsmodelle: Handlungs- und Orientierungsrahmen für Schulqualität Qualitätsmodelle sind konsensuelle, normativ formulierte Vorstellungen darüber, was „gute Schule“ ausmacht. Grundlage für systematische Qualitätsentwicklungsprozesse ist in beiden Ländern der Metropolregion ein Qualitätsrahmen, der relevante schulische Qualitätsbereiche festlegt > Abb. H1-1, H1-2. Die Einteilung und Bezeichnung der sechs Qualitätsbereiche ist in beiden Ländern identisch. Der erste Bereich thematisiert die sogenannte Outputqualität, d. h. die Bildungserträge der Schule im Sinne gemessener Schülerkompetenzen, während die restlichen fünf Bereiche Prozessqualitäten von Schulen sowohl auf Unterrichts- (Qualitätsbereich 2: Lehr- und Lernprozesse) als auch auf Schulebene (Qualitätsbereiche 3 bis 6: Schulkultur, Schulmanagement, Personal- und Qualitätsentwicklung) behandeln. In Berlin sind die 25 Qualitätsmerkmale durch insgesamt 73 Qualitätskriterien ausführlich beschrieben, in Brandenburg sind es 90 Kriterien für 27 Qualitätsmerkmale. Handlungsrahmen Schulqualität in Berlin (SenBWF, 2007). Diejenigen Aspekte des Handlungsrahmens, die im Zuge der Schulinspektion betrachtet werden, sind farblich unterlegt 1 Ergebnisse der Schule 2 Lehr- und Lernprozesse 3 Schulkultur 4 Schulmanagement 5 Lehrerprofessionalität und Personalentwicklung 5.1 Zielgerichtete Personalentwicklung 6 Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung 6.1 Schulprogramm 1.1 Personale und soziale Kompetenzen 2.1 Schulinternes Curriculum 3.1 Soziales Klima in der Schule und in den Klassen 3.2 Gestaltung der Schule als Lebensraum 4.1 Schulleitungshandeln und Schulgemeinschaft 4.2 Schulleitungshandeln und Qualitätsmanagement 4.3 Verwaltungs- und Ressourcenmanagement 4.4 Unterrichtsorganisation 1.2 Fachkompetenzen 2.2 Unterrichtsgestaltung/ Lehrerhandeln im Unterricht 2.3 Leistungsanforderungen und Leistungsbewertungen 2.4 Schülerunterstützung und -förderung im Lernprozess 2.6 Schülerberatung und -betreuung 5.2 Arbeits- und Kommunikationskultur im Kollegium 5.3 Personaleinsatz der Beschäftigten 6.2 Schulinterne Evaluation 1.3 Methodenkompetenzen 3.3 Beteiligung der Schülerinnen und Schüler und Eltern 3.4 Kooperation mit gesellschaftlichen Partnern 6.3 Maßnahmen zum schulübergreifenden Vergleich 6.4 Dokumentation und Umsetzungsplanung 1.4 Schullaufbahn 1.6 Schulzufriedenheit und Schulimage 199 > H Qualitätsmodelle Orientierungsrahmen Schulqualität in Brandenburg (MBJS, 2008). Diejenigen Aspekte des Qualitätsrahmens, die im Rahmen der Schulvisitation betrachtet werden, sind farblich unterlegt 1 Ergebnisse der Schule 2 Lehren und Lernen – Unterricht 3 Schulkultur 4 Führung und Schulmanagement 5 Personaleinsatz der Lehrkräfte 6 Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung 6.1 Schulprogramm 1.1 Personale Kompetenzen 2.1 Schulinternes Curriculum 3.1 Gestaltung der Schule als Lebensraum 4.1 Führungsverantwortung der Schulleitung 4.2 Schulleitungshandeln und Qualitätsmanagement 4.3 Verwaltungs- und Ressourcenmanagement 4.4 Unterrichtsorganisation 5.1 Zielgerichtete Personalentwicklung und Qualifizierung 5.2 Personaleinsatz 1.2 Fachkompetenzen 2.2 Schülerunterstützung und -förderung im Lernprozess 2.3 Fachliche und didaktische Gestaltung von Lernen im Unterricht 2.4 Selbstbestimmtes und selbstgesteuertes Lernen 2.5 Gestaltung von Beziehungen, Zeit und Raum für Lernen 2.6 Leistungsanforderungen und Leistungsbewertung 3.2 Wertschätzung und soziales Klima in der Schule und in den Klassen 3.3 Schülerberatung und -betreuung 6.2 Evaluation 1.3 Lern- und Methodenkompetenz 5.3 Arbeits- und Kommunikationskultur im Kollegium – Kooperation 6.3 Planung, Umsetzung und Dokumentation 1.4 Schullaufbahn und weiterer Bildungsweg 1.5 Zufriedenheit mit der Schule als Ganzem 3.4 Beteiligung der Schülerinnen und Schüler und Eltern 3.5 Kooperation mit gesellschaftlichen Partnern 4.5 Arbeitsbedingungen Die Handlungs- und Orientierungsrahmen selbst liefern mit ihrer Definition relevanter Qualitätsaspekte und -kriterien eine Grundlage für weitere Maßnahmen der Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung. Dies trifft insbesondere für den sechsten Qualitätsbereich zu, der explizit Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung zum Thema hat: Die Entwicklung des Schulprogramms, die Durchführung der internen Evaluation und Maßnahmen infolge der schulübergreifenden Leistungsvergleiche. Jede Schule in Berlin und Brandenburg ist verpflichtet, ein Schulprogramm zu entwickeln und darin das schulspezifische pädagogische und organisatorische Profil zu beschreiben sowie Entwicklungsziele festzulegen. Das Schulprogramm wird im Rahmen des kontinuierlichen Entwicklungs- und Evaluationsprozesses fortgeschrieben. Es enthält auch Aussagen zur internen Evaluation, anhand derer jede Schule den Erfolg ihrer pädagogischen Arbeit überprüft. Diese schulinternen Aktivitäten werden durch die externe Perspektive der Schulinspektion bzw. Schulvisitation ergänzt. 200 Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung H >> Ausblick Handlungs- und Orientierungsrahmen sind Instrumente, die bei der Sicherung und Entwicklung der Schulqualität für alle Beteiligten einen einheitlichen Bezugspunkt liefern sollen. Die Erkenntnisse aus interner wie externer Evaluationen > H2 sollen dazu beitragen, dieses Koordinatensystem weiterzuentwickeln, um einerseits den Katalog auf die bedeutsamsten Aspekte zu reduzieren und andererseits die Qualitätsbereiche genauer durch aussagekräftige Indikatoren zu unterlegen. 201 > H Interne und externe Evaluation H2 Interne und externe Maßnahmen der Evaluation Interne Evaluation: Selbstevaluation von Schulen Schulen werden bei ihrer internen Evaluation auf mehrfache Weise unterstützt. So wurden aus dem Kreis der Kollegien Schulevaluations- und Schulentwicklungsberaterinnen und -berater ausgebildet. Zusätzlich können Schulen an dem Selbstevaluationsverfahren SEIS (Selbstevaluation in Schulen) teilnehmen, das sich insbesondere für eine Überblicksevaluation über die Organisation Schule als Ganzes eignet 2. An der ersten SEIS-Erhebung im Jahr 2005 haben 120 BE bzw. 55 BB Schulen teilgenommen. 2006 und 2007 kamen in Berlin etwa 20 Schulen dazu, ca. 50 beteiligten sich zum wiederholten Mal. In Brandenburg fanden weitere Befragungsrunden in den Schuljahren 2006/07 und 2007/08 mit jeweils ca. 25 Schulen statt. Viele dieser Schulen nutzten nach eigenen Angaben die Ergebnisse der Befragung als Stärken-Schwächen-Analyse und damit als Ausgangspunkt für den eigenen Schulentwicklungsprozess. Zusätzlich wird vom Institut für Schulqualität (ISQ) seit 2008 eine Internetplattform angeboten, über die Lehrkräfte anhand empirisch erprobter Fragebögen anonym und gezielt evaluative Rückmeldungen über den eigenen Unterricht bei ihren Klassen erheben können. Externe Evaluation: Schulinspektion/Schulvisitation Vor dem Hintergrund erhöhter Eigenverantwortlichkeit der Schulen kommt der Schulinspektion/-visitation eine gesteigerte Bedeutung zu. Die Diagnose schulischer Qualität im Zuge der Schulinspektion/-visitation und die Rückmeldung der Ergebnisse soll zum einen der Selbstvergewisserung der Schule über den jeweiligen Stand ihrer Arbeit und als Planungshilfe für weitere Entwicklungsprozesse dienen, zum anderen auch der Bildungspolitik schulübergreifendes Steuerungswissen zur Weiterentwicklung auf Systemebene liefern. In beiden Ländern sind in den letzten Jahren Schulinspektorate mit der Zielsetzung aufgebaut worden, in einem Fünf-Jahres-Rhythmus alle öffentlichen Schulen einmal zu inspizieren M1. Zum 1. November 2005 nahm auf Grundlage des § 9 des Schulgesetzes für Berlin die Schulinspektion ihre Arbeit auf. Die Inspektionsteams bestehen aus Schulaufsichtsvertretern, Schulleitungsmitgliedern und Lehrkräften. In Berlin gibt es daneben die Möglichkeit, nach einer entsprechenden Schulung als ehrenamtlicher Externer z. B. aus der Gruppe der Eltern an einer Inspektion teilzunehmen. Organisatorisch ist die Berliner Schulinspektion Bestandteil der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung (SenBWF). In Berlin hat die Schulinspektion zur zweiten Hälfte des Schuljahres 2005/06 mit der Inspektion von 45 Schulen begonnen. Im Schuljahr 2006/07 wurden 150 Schulen besucht und im Laufe des Schuljahres 2009/10 soll der erste Inspektionszyklus für alle öffentlichen Schulen beendet sein > Tab. H2-1. In Brandenburg wurde die Schulvisitation im Herbst des Jahres 2004 als eigene Arbeitsstelle außerhalb der staatlichen Schulämter und der Abteilung Schulaufsicht des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) gegründet. Die Pilotphase der Schulvisitation wurde nach einer halbjährigen Phase der Qualifizierung des erforderlichen Personals und bei gleichzeitiger Entwicklung der Verfahren und Instrumente vom Februar bis zum Juni 2005 durchgeführt. Die Visitationsteams bestehen aus Schulrätinnen und Schulräten, Schulleiterinnen und Schulleitern sowie Lehrkräften, die in Volloder Teilzeit zur Schulvisitation abgeordnet sind. In der Pilotphase wurden zunächst 29 Schulen visitiert. Im Regelverfahren wurden im anschließenden Schuljahr 2005/06 100 Schulen, im Schuljahr 2006/07 118 Schulen und im Schuljahr 2007/08 160 Schulen extern evaluiert > Tab. H2-1. 2 SEIS wurde von der Bertelsmann Stiftung entwickelt (vgl. Stern, Ebel & Müncher, 2008) und wird inzwischen vom SEIS-Deutschland Konsortium angeboten, an dem mehrere Bundesländer beteiligt sind (www.seis-deutschland.de). 202 Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung H Ergebnisse der Schulinspektion/Schulvisitation Die Bewertung der Schulen erfolgt in beiden Ländern weitgehend standardisiert, d. h. alle erhobenen Informationen werden in zahlenmäßigen Bewertungen ausgedrückt (Ratingskalen), die schließlich in einem Stärken-Schwächen-Profil gemittelter Inspektionsurteile zusammengefasst werden. Die Rückmeldung der Ergebnisse erfolgt in beiden Ländern „schulöffentlich“, eine Veröffentlichung des Ergebnisberichtes über den Rahmen der Schule hinaus beschließt ggf. die Schulkonferenz. In Berlin liegen bislang die Ergebnisse der ersten 45 inspizierten Schulen des Schuljahres 2005/06 sowie die Ergebnisse der 152 besuchten Schulen des Schuljahres 2006/07 vor. In Brandenburg stehen die Resultate der Erprobungsphase sowie die Jahresberichte der Schulvisitation der Schuljahre 2005/06 und 2006/07 zur Verfügung. Über alle 152 Berliner Schulen hinweg, die im Schuljahr 2006/07 inspiziert wurden, zeichnen sich im Hinblick auf die im Handlungsrahmen Schulqualität beschriebenen Anforderungen besondere Stärken und Schwächen ab. Zu den generellen Stärken bei sellschaftlichen Partnern (z. B. anderen Schulen, Vereinen, Kindertagesstätten, Hochschulen, Jugendämtern) in gemeinsamen Projekten, das Schulleitungshandeln und Qualitätsmanagement (d. h. die vorrangige Unterstützung der Steuergruppe bei der kontinuierlichen Entwicklung des Schulprogramms) sowie die Unterrichtsorganisation (d. h. die effektive und transparente Planung der Maßnahmen zur Unterrichtsorganisation, sowie Regelungen zur Vermeidung von Unterrichtsausfall). bildung von Methodenkompetenzen (d. h. hinsichtlich „Lernen lernen“, Medien-, Moderations- und Präsentationskompetenz), in der zielgerichteten Personalentwicklung (d. h. bei Mitarbeiter-Vorgesetzten-Gesprächen sowie im aktiven Einwirken auf die Verbesserung der Unterrichts- und Erziehungsarbeit), in der schulinternen Evaluation, sowie in der Dokumentation und Umsetzungsplanung (d. h. in der Übereinstimmung der Schulprogramme mit der Ausführungsvorschrift sowie im Dialog mit der zuständigen Schulaufsicht und bei der Pflege des Schulporträts) > Abb. H2-1. 203 > H Interne und externe Evaluation Stärken-Schwächen-Profile als Ergebnis der Schulinspektion in Berlin im Schuljahr 2006/07 in % > Tab. H2-1 1.2 Fachkompetenzen 1.3 Methodenkompetenzen 1.4 Schullaufbahn 2.1 Curriculum 2.2 Unterrichtsgestaltung/Lehrerhandeln im Unterricht 2.3 Leistungsanforderungen/ Leistungsbewertungen 2.4 Schülerunterstützung und -förderung im Lernprozess 3.3 Beteiligung der Schüler und der Eltern 3.4 Kooperation mit gesellschaftlichen Partnern 4.2 Schulleitungshandeln und Qualitätsmanagement 4.4 Unterrichtsorganisation 5.1 Zielgerichtete Personalentwicklung 5.2 Arbeits- und Kommunikationskultur im Kollegium 6.1 Schulprogramm 6.2 Schulinterne Evaluation 6.4 Dokumentation und Umsetzungsplanung 0 10 A = stark 20 30 40 50 60 70 80 90 100 B = eher stark C = eher schwach D = schwach Fasst man die bisherigen Ergebnisse der Schulvisitation in Brandenburg zusammen, so Klassenführung (d. h. zum Beispiel in der effektiven Nutzung der Unterrichtszeit und im Umgang mit Unterrichtsstörungen), hinsichtlich der Zufriedenheit der Schülerschaft, Eltern und Lehrkräfte mit der eigenen Schule, sowie hinsichtlich der Unterrichtsorganisation (d. h. im Vermeiden von Unterrichtsausfall durch eine sinnvolle Unterrichts- und Vertretungsorganisation) (MBJS, 2008) > Abb. H2-2. len ab im Bereich „Aktiver Lernprozess“ (d. h. hinsichtlich der Anregung von Schülerinnen und Schülern aktiv teilzunehmen, zusammenzuarbeiten sowie sich gegenseitig zu unterstützen), „Zielgerichteter Lernprozess“ (d. h. in der Strukturierung des Unterricht, im Erklärverhalten, im regelmäßigen Überprüfen des Verstehens, in der abwechslungsreichen und realitätsnahen Gestaltung der Arbeitsformen), in der „Qualitätsentwicklung durch Evaluation“ (d. h. in der systematischen Evaluation der Unterrichtsqualität) sowie im Qualitätsmanagement (d. h. bezüglich der Überprüfung der Unterrichtsqualität, der Vorkehrungen zur Verbesserung des Unterrichts, des kollegialen Unterrichtsbesuchs und der Personalentwicklungskonzepte) > Abb. H2-2. 204 Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung H Stärken-Schwächen-Profile als Ergebnis der Schulvisitation in Brandenburg im Schuljahr 2006/07 in % (alle Schulen außer Förderschulen) 3 > Tab. H2-2 3. Zufriedenheit 4. Schuleigene Lehrpläne 5. Klassenführung 6. Aktiver Lernprozess 7. Zielgerichteter Lernprozess 8. Klassen- und Arbeitsklima 9. Transparente Leistungsanforderung 10. Diagnostik und individuelle Förderung 11. Aktive Beteiliung am Schulleben 12. Schulkooperation 13. Führungsverantwortung 14. Qualitätsmangagement 15. Unterrichtsorganisation 16. Personalentwicklung 17. Schulprogramm 18. Qualitätsentwicklung durch Evaluation 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 4 = überwiegend stark 3 = eher stark als schwach 2 = eher schwach als stark 1 = überwiegend schwach keine Angabe Beim Vergleich der ersten Ergebnisse der Inspektorate beider Länder muss beachtet werden, dass es sich hier prinzipiell um zwei eigenständige Verfahren handelt, die jeweils eigenständig formulierte Anforderungen überprüfen. Trotz dieser Unterschiede gleichen sich die Stärken der bisher in beiden Ländern besuchten Schulen im Bereich Unterrichtsorganisation ebenso wie die Schwächen im Bereich schulinterner Qualitätsentwicklung durch (Selbst-)Evaluation. >> Ausblick Insgesamt stehen die Schulen der Metropolregion am Beginn des Aufbaus von Kompetenzen zur Selbstevaluation. Die Fähigkeit, eine Bestandsanalyse schulischer Qualität eigenständig durchzuführen, auszuwerten und zu interpretieren, um daraus Schlüsse für die weitere Schul- und Unterrichtsentwicklung abzuleiten, stellt neuartige Anforderungen an alle Beteiligten. Entsprechend sind weitere Unterstützungsangebote erforderlich. Die Einführung der Schulinspektion/-visitation hat einen Prozess eingeleitet, der auf nachhaltigen und standardisierten Indikatoren beruhende Informationen über die Qualität der Berliner und Brandenburger Schulen zu liefern verspricht und somit neues Steuerungswissen sowohl auf Einzelschul- als auch auf Systemebene. In den nächsten 3 Die Beurteilung der Schule im Rahmen der Schulvisitation basiert nicht auf allen 27 Qualitätsmerkmalen des Orientierungsrahmens, sondern auf einer Auswahl von Aspekten, die dann umformuliert als Profilmerkmale bezeichnet werden. 205 > H Interne und externe Evaluation Jahren werden detaillierte Ergebnisse aus Unterrichtsbeobachtungen oder Vorabbefragungen Aussagen über Entwicklungen von Stärken und Schwächen der Schulen im Zeitverlauf zulassen. Voraussetzung für den Steuerungsnutzen dieser Informationen ist jedoch, dass die Instrumente der Schulinspektion (z. B. Unterrichtsbeobachtungsbögen) reliabel und valide sind. Hier befindet sich die wissenschaftliche Begleitforschung noch in den Anfängen. Methodische Erläuterungen > M1 Ablauf einer Schulinspektion/-visitation: Die Schulinspektion in Berlin und die Schulvisitation in Brandenburg gleichen sich hinsichtlich ihres Vorgehens stark. Zum Ablauf einer Schulinspektion/-visitation gehört: 1. die Auswahl der Schule, die entweder freiwillig, durch Los oder per Benennung durch die Schulaufsicht erfolgen kann, 2. die Information der Schule ca. 2 bis 3 Monate vor dem Schulbesuch, 3. ein Vorgespräch zur Organisation des Schulinspektion/-visitation, 4. die Vorabbefragung von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern (bei beruflichen Schulen auch der Ausbildungsbetriebe), 5. eine Daten- und Dokumentenanalyse, 6. die Inspektion/-visitation der Schule an 2 bis 3 Tagen, 7. die Berichterstellung. Im Ergebnisbericht werden die Erkenntnisse aus allen Datenquellen zusammengetragen und anhand der Struktur des Qualitätsrahmens sowohl schriftlich als auch in Form eines Stärken-Schwächen-Profils zurückgemeldet. Bevor der endgültige Ergebnisbericht an die Schule, die Schulaufsicht und den Schulträger gesandt wird, hat die Schule die Möglichkeit, eine Stellungnahme zum vorläufigen Bericht abzugeben, welche dem endgültigen Bericht angehängt wird. Zum typischen Methodenrepertoire einer Schulinspektion/-visitation gehören neben der Daten- und Dokumentenanalyse die Unterrichtsbeobachtung, das Interview, der Einsatz von Fragebögen und der Schulrundgang. Die gesamte Vorgehensweise ist transparent in den entsprechenden Handbüchern dargestellt visitation, MBJS, 2006). Die Bewertung der Schulen erfolgt in beiden Ländern weitgehend standardisiert, d. h. alle erhobenen Informationen werden in zahlenmäßigen Bewertungen ausgedrückt (Rating-Skalen), die schließlich in einem Stärken-Schwächen-Profil gemittelter Inspektionsurteile zusammengefasst werden. Die Rückmeldung erfolgt in beiden Ländern „schulöffentlich“, d. h. die Entscheidung über eine Veröffentlichung des Ergebnisberichtes liegt in den Händen der Schulen. In beiden Ländern ist vorgesehen, dass die Ergebnisse der Inspektionsberichte als Grundlage für Zielvereinbarungsgespräche mit der Schulaufsicht über den weiteren Schulentwicklungsprozess genutzt werden. Bei sehr schwachen Ergebnissen setzt in beiden Ländern das Prinzip der Nachinspektion ein. Dies bedeutet, dass Schulen, bei denen ein dringender Handlungsbedarf bzgl. Schul- und Unterrichtsentwicklung gesehen wird, schon nach zwei Jahren wiederholt inspiziert wird. In beiden Ländern hat das jeweilige Inspektionsteam einen gewissen Ermessensspielraum, ab wann eine Schule als „unter Standard“ gilt und nachinspiziert wird ( > Tab. H2-1). 206 Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung H H3 Internationale, nationale und regionale Schulleistungsstudien Die großen Schulleistungsstudien bilden die zentralen Komponenten der KMK-Gesamtstrategie zum Bildungsmonitoring > Einleitung zum Kapitel H. Berlin und Brandenburg haben sich im Rahmen der stichprobenbasierten internationalen Studien IGLU und PISA auch an deren nationalen Erweiterungen (IGLU-E und PISA-E) beteiligt, so dass regionale Werte aus der Primar- und Sekundarstufe vorliegen, die sich in Relation zu wichtigen Bezugspunkten setzen lassen: So werden die Ergebnisse der Schulleistungsstudien aus Berlin und Brandenburg vergleichend zum Bundesergebnis sowie – wo dies sinnvoll möglich ist – zum jeweiligen internationalen Gesamtergebnis berichtet. Skizziert werden ebenfalls Resultate der Berliner Längsschnittstudie ELEMENT, die die Leistungsentwicklung in den Klassenstufen 4 bis 6 untersuchte, also die Jahrgänge vor dem Übergang von der Primar- zur Sekundarstufe. Beginnend mit dem regionalen Bildungsbericht im Jahr 2010 werden an dieser Stelle die Ergebnisse der Ländervergleiche Eingang finden, die das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) bei der Überprüfung der Bildungsstandards ermittelt. IGLU Mit PIRLS (Progress in International Reading Literacy Study) / IGLU (Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung) wird das Leseverständnis von Schülerinnen und Schülern der vierten Jahrgangsstufe in Zyklen von fünf Jahren international vergleichend getestet. 2001 nahmen in Deutschland 7 Länder und 2006 alle 16 Länder an dieser Studie sowie an IGLU-E 2006, der nationalen Erweiterung, teil. Die nächste Erhebung erfolgt 2011. Im Folgenden werden nur die Ergebnisse von IGLU-E 2006 dargestellt. Brandenburg hat zwar an IGLU 2001 teilgenommen, da aber nur wenige Vergleichsbundesländer existieren, werden die Ergebnisse an dieser Stelle nicht berichtet. IGLU hat zum Ziel, die Leseleistungen der Lernenden in der vierten Jahrgangsstufe und die Rahmenbedingungen des Lesenlernens zu erfassen. Die Rahmenbedingungen beziehen sich auf schulische, unterrichtliche sowie außerschulische Aspekte, wie beispielsweise Merkmale des Elternhauses. Diese werden durch Fragebögen für die am Lernprozess beteiligten Personengruppen erhoben. Auf dem gleichen Weg werden die Lesemotivation, das Leseselbstkonzept und das Leseverhalten der Schülerinnen und Schüler ermittelt. Der Lesetest untersucht das Textverständnis, wobei vier Verstehensaspekte unterschieden werden, sowie die Leseintention der Viertklässlerinnen und -klässler. Im Ländervergleich zu IGLU 2006, der im Dezember 2008 veröffentlicht wurde, erreichten Berliner und Brandenburger Schülerinnen und Schüler 525 BE bzw. 540 BB Punkte und weichen somit nicht signifikant vom Bundesdurchschnitt ab > Tab. H3-1. Bei IGLU wurden sowohl literarische als auch informierende Texte untersucht, um den verschiedenen Leseabsichten der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden 1. Berlin erzielte bei den literarischen Texten 527 Punkte, Brandenburg 540 (Deutschland: 549). Bei den informierenden Texten erreichte Berlin 521 und Brandenburg 532 Punkte (Deutschland: 544). Die Differenz der Leseleistung zwischen literarischen und informierenden Texten ist mit 6BE bzw. 8BB Punkten signifikant (Deutschland: 5) > Tab. H3-1. Bei IGLU werden fünf Kompetenzstufen unterschieden M1, die von der elementaren Lesefähigkeit bis zu einem souveränen Umgang mit Texten reichen. Dabei sind vor allem die erste und zweite sowie die fünfte Kompetenzstufe zu betrachten, da ihnen wegen der unzureichenden bzw. herausragenden Lesekompetenz eine große Bedeutung zukommt. 1 Im Folgenden wird verkürzend von „Berlin“ und „Brandenburg“ gesprochen, womit stets die durchschnittlichen Leistungen der Berliner und Brandenburger Schülerinnen und Schüler gemeint sind. 207 > H IGLU, PISA, ELEMENT Schülerinnen und Schüler auf der Kompetenzstufe V sind zu Abstraktionen, Verallgemeinerungen und zur Begründung von Präferenzen fähig. In der Metropolregion sind BE BB vertreten. Berlin führt auf Platz 13 somit die Gruppe der Stadtstaaten an, Brandenburg befindet sich auf Platz 11 im Bundesvergleich (Deutsch> Abb. H3-1. IGLU-E, Anteil der Schülerinnen und Schüler unter der Kompetenzstufe III und auf der Kompetenzstufe V 2006 in % > Tab. H3-2 unter Kompetenzstufe III Kompetenzstufe V Berlin Brandenburg Deutschland 0 5 10 15 20 25 25 20 15 10 5 0 Die Schülerinnen und Schüler, welche die Kompetenzstufe III unterschreiten, verfügen lediglich über sehr basale Kompetenzen. Sie können nur Wörter und Sätze dekodieren sowie explizit im Text angegebene Informationen identifizieren und bedürfen „dringend einer besonderen Leseförderung, um in der Sekundarstufe erfolgreich weiterler- > Abb. H3-1. Hinsichtlich der Leseleistung schneiden Mädchen in der Regel besser ab als Jungen. Lediglich in Berlin findet sich ein anderes Bild, da nur hier die Jungen etwas besser lesen als die Mädchen. Die Jungen erreichen 526, die Mädchen 524 Punkte. In Brandenburg lesen die Mädchen hingegen mit 548 Punkten deutlich besser als die Jungen mit 532 Punkten (Deutschland: Mädchen: 551, Jungen: 544) > Tab. H3-3. Neben der Leseleistung wurden auch Fragebögen eingesetzt, um die Rahmenbedingungen des Leseerwerbs zu untersuchen. Hinsichtlich des Leseverhaltens geben in Brandenburg belegt damit im Ländervergleich den vorletzten Platz, Berlin schneidet mit Platz 9 unter den Stadtstaaten am besten ab > Tab. H3-4. Der soziale Hintergrund der Schülerinnen und Schüler wurde über die Anzahl der Bücher im Elternhaus erfasst, welche Rückschlüsse über den Bildungsstand der Eltern zulässt. Kinder aus bildungsnahen Elternhäusern schneiden gegenüber Kindern aus bildungsfernen Elternhäusern bei IGLU 2006 deutlich besser ab. Der Vorsprung der Kinder aus Haushalten mit mehr als 100 Büchern vor den Kindern aus Haushalten mit weniger als 100 Büchern beträgt in Berlin 70 Punkte, in Brandenburg 55 Punkte (Deutschland: 40). Damit weist Berlin im Ländervergleich die höchste, Brandenburg die dritthöchste Differenz zwischen Kindern aus bildungsnahen und bildungsfernen Familien auf > Tab. H3-5. Betrachtet man die Leseleistungen der Schülerinnen und Schüler unter Berücksichtigung des Migrationshintergrundes, so wird deutlich, dass Berliner Kinder aus Familien ohne Migrationshintergrund (552 BE bzw. 542 BB) eine deutlich bessere Leseleitung zeigen als Kinder mit Migrationshintergrund. Schülerinnen und Schüler mit einem Eltern- 208 Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung H teil das im Ausland geboren wurde, erreichten 517 BE bzw. 561 BB Punkte (Deutschland: 545). Wurden beide Elternteile nicht in Deutschland geboren, erzielt Berlin 504 und Brandenburg 524 Punkte (Deutschland: 516) > Tab. H3-6. PISA Seit 2000 nimmt Deutschland an der internationalen Leistungsmessung PISA (Pro28 OECD-, im Jahr 2003 und 2006 jeweils 30 OECD-Staaten beteiligt. PISA ist von der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) als Systemmonitoring konzipiert, das Aussagen zu wichtigen Aspekten von Bildungssystemen generieren soll, um Steuerungswissen zur weiteren Entwicklung des Schulwesens zu gewinnen. Alle drei Jahre werden von 15-jährigen Schülerinnen und Schülern Basiskompetenzen erfasst, „die in modernen Gesellschaften für eine befriedigende Lebensführung in persönlicher und wirtschaftlicher Hinsicht sowie für eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben notwendig sind“. 2 Die PISA-Studie konzentriert sich dabei auf die drei Domänen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften, wobei der inhaltliche Schwerpunkt 2000 auf dem Bereich Lesen lag, 2003 auf Mathematik und 2006 auf Naturwissenschaften. Deutschland hat die internationale PISA-Studie in den Jahren 2000, 2003 und 2006 um zusätzliche Erhebungen auf nationaler und regionaler Ebene erweitert, um einen Ländervergleich zu ermöglichen. An diesen PISA-E-Studien nahmen jeweils ca. 40.000 Schülerinnen und Schüler teil. Berlin konnte die Beteiligungsquote im Jahr 2000 nur an den Gymnasien erfüllen, weshalb schulartübergreifende Vergleiche für dieses Jahr nicht möglich sind. Die Einzelleistungen der 15-jährigen Jugendlichen werden in den jeweiligen Inhaltsbereichen verschiedenen Kompetenzstufen zugeordnet, die von „elementaren“ Fähigkeiten bis zu „Expertenwissen“ reichen. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler auf der untersten Kompetenzstufe I und darunter kennzeichnet die Risikoschülerschaft, die nicht über hinreichende Basiskompetenzen verfügt. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler auf den höchsten Kompetenzstufen (Ma, NW: Stufe VI, Lesen: Stufe V) kennzeichnet die Schülerschaft, die sich durch herausragende Leistungen im jeweiligen Inhaltsbereich auszeichnet. Wegen der besonderen Bedeutung der untersten bzw. obersten Kompetenzstufe, liegt das Augenmerk im Folgenden besonders auf diesen beiden Gruppen. Lesekompetenz: Um die Lesekompetenz abzuschätzen, wird anhand verschiedener Textsorten, die sowohl alltags- als auch bildungsbezogene Aspekte verknüpfen, überprüft, inwiefern die Jugendlichen in der Lage sind, einem Text Informationen zu entnehmen, diese zu interpretieren und den Text hinsichtlich seiner Form und seines Inhalts zu reflektieren. 2006 wichen sowohl Berlin als auch Brandenburg mit 488 BE bzw. 486 BB Punkten nicht signifikant vom OECD- und Bundesdurchschnitt ab (OECD: 492, Deutschland: 495) 3. Bei PISA 2003 hatten beide Länder mit 481 BE bzw. 478 BB noch unterhalb des OECDDurchschnitts und des Bundesdurchschnittts (491 Punkte) gelegen. Während sich das Abschneiden beider Länder bei PISA 2006 somit leicht verbesserte, war der Zugewinn nur in Brandenburg statistisch signifikant. Im Vergleich zur ersten PISA-Erhebung im Jahr 2000 konnte sich Brandenburg im Jahr 2006 um 22 Punkte deutlich verbessern (Deutschland: 14) > Abb. H3-2. Gegenüber den früheren Datenerhebungen bedeutet dies eine deutliche Anhebung des Leistungsniveaus, denn 2003 lagen beide Länder noch signifikant unter dem OECD-Durchschnitt und unter dem Bundesdurchschnitt von 491 Punkten (481 BE, 478 BB). Die Differenz des Brandenburger Werts von 464 Punkten zum Bundesdurchschnitt von 486 Punkten war 2000 noch größer > Abb. H3-2. 2 Deutsches PISA-Konsortium (Hg.): PISA 2000. Opladen 2001, S. 12 3 Der OECD-Durchschnitt liegt, wenn nicht – wie hier – anders angegeben, bei 500 Punkten. 209 > H IGLU, PISA, ELEMENT Mittelwerte der Lesekompetenz bei PISA 2000 bis 2006 nach Ländern > Tab. H3-7 520 510 500 490 480 470 2000 2003 2006 460 450 Berlin Brandenburg Deutschland BE BB Schüler auf dieser Kompetenzstufe sind in der Lage, unvertraute und komplexe Texte flexibel zu nutzen. In Bezug auf den Anteil dieser hochkompetenten Schülerinnen und Schüler an der Gesamtschülerschaft steht Berlin an der Spitze der Stadtstaaten, Brandenburg führt hierbei die Gruppe der ostdeutschen Flächenländer an. Die Gruppe der Der Anteil der Risikoschülerinnen und -schüler (Kompetenzstufe I und darunter) be15-Jährigen waren somit nur zu einem oberflächlichen Verständnis einfacher Texte fäStadtstaaten am besten ab und Brandenburg belegt im Ländervergleich Platz 12. Der Berliner Anteil an Risikoschülerinnen und -schülern hat sich von 2003 zu 2006 nicht verändert. In Brandenburg lag der Anteil der 15-Jährigen auf der Kompetenzstufe I im > Abb. H3-3. Anteil der Schülerinnen und Schüler auf den Lesekompetenzstufen I und V bei PISA 2000 bis 2006 in % > Tab. H3-8 Kompetenzstufe I 2006 2003 2000 Deutsch- Brandenland burg 2006 2003 2000 2006 2003 2000 0 5 10 15 20 25 30 30 25 20 15 10 5 0 Kompetenzstufe V Berlin 210 Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung H Mathematische Kompetenz: „In vielen Berufs-, Wirtschafts- und Kulturbereichen stellt die mathematische Kompetenz eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Handeln dar“ (PISA-Konsortium Deutschland, 2008, S.127). Mathematische Kompetenz muss sich bei der Lösung verschiedener Problemsituationen in unterschiedlichen Kontexten erweisen. 2006 waren sowohl der Berliner Mittelwert von 495 als auch der Brandenburger Mitdeutschlandweite Mittelwert betrug 504 Punkte. Im Jahr 2003 lag Berlin mit 488 Punkten noch unterhalb des OECD-Durchschnitts, konnte sich also deutlich verbessern und nimmt 2006 einen Platz im Mittelfeld ein. Brandenburg (2003 mit 492 Punkten) konnte sich ebenfalls verbessern. Der Bundesdurchschnitt lag 2003 bei 503 Punkten. In Brandenburg wurden 2000 durchschnittlich 478 erreicht, der Bundesmittelwert betrug 493 Punkte > Abb. H3-7. Mittelwerte der mathematischen Kompetenz bei PISA 2003 und 2006 > Tab. H3-7 520 510 500 490 480 470 460 450 Berlin Brandenburg Deutschland 2000 2003 2006 BE BB der Jugendlichen auf der raussetzungen für mathematikbezogene Bildungsgänge und Berufe. 2003 lag dieser Anteil der Jugendlichen auf der Kompetenzstufe V 4 > Tab. H3-9. BE BB der 15-Jährigen auf der Kompetenzstufe I oder darunter (Deutschland: grundlegende mathematische Kompetenzen und haben daher keine günstige ProBE BB > Tab. H3-9. Naturwissenschaftliche Kompetenz: Naturwissenschaften und Technik beeinflussen unsere „materielle, intellektuelle und kulturelle Umwelt“ (PISA-Konsortium Deutschland, 2008, S.68), weshalb ein Grundwissen in diesen Gebieten wichtig für die gesellschaftliche Partizipation ist. Dabei werden drei Bereiche unterschieden: Naturwissenschaftliche Fragestellungen erkennen, naturwissenschaftliche Phänomene erklären und naturwissenschaftliche Evidenz nutzen. Dieser Lernbereich bildete 2006 den Schwerpunkt der PISA-Erhebung. 4 Bei PISA 2000 gab es nur die Kompetenzstufen I bis V. 211 > H IGLU, PISA, ELEMENT Berlin lag mit 508 Punkten und Brandenburg mit 514 Punkten erstmals signifikant über dem OECD-Durchschnitt (Deutschland: 516). Insgesamt liegt die Metropolregion 2006 im deutschen Mittelfeld. Beide Länder haben sich gegenüber 2003 deutlich verbessert, kein anderes Land weist einen größeren Zuwachs an Punkten als Brandenburg auf. Während 2003 Berlin mit 493 Punkten nicht signifikant vom OECD-Durchschnitts abwich, aber vom Bundesdurchschnitt (502) befand, lag Brandenburg damals mit 486 Punkten unterhalb beider Durchschnittswerte. Brandenburg war 2000 mit 473 Punkten sowohl unter dem OECDals auch unter dem Bundesdurchschnitt (489) > Abb. H3-5. Mittelwerte der naturwissenschaftlichen Kompetenz bei PISA 2000 bis 2006 > Tab. H3-7 520 510 500 490 480 470 2000 2003 2006 460 450 Berlin Brandenburg Deutschland BE BB der Schülerinnen und Schüler auf den Kom- gut für natur- oder ingenieurwissenschaftliche Bildungsgänge vorbereitet. 2003 lag BE BB. 5 In Brandenburg befanden sich 2000 > Tab. H3-10. nen und Schülern fehlen naturwissenschaftliche Basiskompetenzen, d. h. sie sind nicht in der Lage, einfache Phänomene naturwissenschaftlich zu erklären und naturwissenschaftliche Informationen zu interpretieren. 2003 lag der Anteil der Jugendlichen auf > Tab. H3-10. Ergebnisse von PISA 2003 und PISA nach 2006 nach Schularten: Über die bislang berichteten Länderwerte hinausgehend ist es interessant, die Ergebnisse weiter zu differenzieren, da die 15-jährigen Schülerinnen und Schüler in Berlin und Brandenburg an verschiedenen Schularten unterrichtet werden und diese sich möglicherweise in Bezug auf das Abschneiden bei PISA unterscheiden. In beiden Ländern werden bei PISA Stichproben der Schülerinnen und Schüler von Realschulen, Gesamtschulen sowie Gymnasien getestet, in Berlin auch von Hauptschulen. Der Vergleich des Abschneidens der Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Schularten sowie im Vergleich der Erhebungen von 2003 und 2006 zeigt über die Inhaltsbereiche hinweg ein ähnliches Muster. An den Gymnasien werden die höchsten 5 Bei PISA 2000 und 2003 gab es nur die Kompetenzstufen I bis V. 212 Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung H Punktzahlen erreicht und das Gymnasium ist auch diejenige Schulart, die sich über die Erhebungszeitpunkte hinweg am stärksten verbessern konnte. Die anderen Schularten haben sich hingegen kaum bzw. gar nicht verbessert oder sind sogar hinter ihren Leistungen zurückgeblieben. Die oben berichtete Verbesserung beider Länder geht somit vor allem auf den Leistungsanstieg an den Gymnasien zwischen 2003 und 2006 zurück. Die großen Unterschiede zwischen den Schularten lassen sich anhand der Darstellungen in Perzentilbändern M3 verdeutlichen und zeigen sich in Berlin insbesondere im Vergleich der Gymnasien mit den Hauptschulen, zwischen deren Leistungsverteilungen es kaum Überlappungen gibt. So entsprechen die Leistungen der stärksten Hauptschülerinnen und -schüler in etwa den Leistungen der schwächsten Gymnasiastinnen und Gymnasiasten > Abb. H3-6, H3-7. Die Real- und Gesamtschulen befinden sich bezüglich ihres Leistungsniveaus zwischen den Gymnasien und Hauptschulen. An den Gesamtschulen ist im Vergleich zu den anderen Schularten eine größere Leistungsstreuung auszumachen, was darauf zurückzuführen ist, dass hier Schülerinnen und Schüler mit Haupt-, Real- und Gymnasialniveau an einer Schulart gemeinsam unterrichtet werden, die PISA-Ergebnisse aber nicht nach Kursniveaus differenziert berichtet werden. Berlin weist allgemein eine sehr hohe Leistungsstreuung auf. Auf Brandenburg trifft dies lediglich auf den Bereich Mathematik zu > Abb. H3-6, H3-7. Perzentilbänder 6 in den Domänen Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften nach Schularten in Berlin bei PISA 2003 und 2006 > Tab. H3-11 2003 Mathematik unter I I II III IV V VI 34.5 % 21.6 % 27.3 % 11.2 % 200 300 400 500 600 700 800 Gymnasium Realschule Integrierte Gesamtschule Hauptschule 200 300 400 500 12.2 % 600 700 800 20.6 % 27.7 % unter I I II III IV V VI 36.3 % 2006 Lesen unter I I II III IV V 34.5 % 26.6 % 27.3 % 11.2 % 200 300 400 500 600 700 800 Gymnasium Realschule Integrierte Gesamtschule Hauptschule 200 300 400 500 12.2 % 600 700 800 20.6 % 27.7 % unter I I II III IV V 36.3 % Naturwissenschaft unter I I II III IV V VI 34.5 % 21.6 % 27.3 % 11.2 % 200 300 400 500 600 700 800 Gymnasium Realschule Integrierte Gesamtschule Hauptschule 200 300 400 500 12.2 % 600 700 800 20.6 % 27.7 % unter I I II III IV V VI 36.3 % 6 Die Prozentangaben in den Grafiken bezeichnen die Verteilung der Schülerinnen und Schüler auf die Schularten 213 > H IGLU, PISA, ELEMENT Perzentilbänder 7 in den Domänen Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften nach Schularten in Brandenburg bei PISA 2003 und 2006 > Tab. H3-12 2003 Mathematik unter I I II III IV V VI 30.8 % 15.7 % 50.1 % 200 300 400 500 600 700 800 Gymnasium Realschule Integrierte Gesamtschule 200 300 400 500 600 18.1 % 44.5 % 700 800 unter I I II III IV V VI 33.2 % 2006 Lesen unter I I II III IV V 30.8 % 15.7 % 50.1 % 200 300 400 500 600 700 800 Gymnasium Realschule Integrierte Gesamtschule 18.1 % 44.5 % 200 300 400 500 600 700 800 unter I I II III IV V 33.2 % Naturwissenschaft unter I I II III IV V VI 30.8 % 15.7 % 50.1 % 200 300 400 500 600 700 800 Gymnasium Realschule Integrierte Gesamtschule 200 300 400 500 600 18.1 % 44.5 % 700 800 unter I I II III IV V VI 33.2 % Testleistung und soziale Herkunft (Sozialgradient): Faktoren sozialer Herkunft > A stehen in einem bedeutsamen Zusammenhang mit schulischen Leistungen. Da sich die Schülerschaften der einzelnen Länder in ihrer sozialen Zusammensetzung erheblich unterscheiden, sind schon aus diesem Grund Differenzen in den Länderleistungsniveaus zu erwarten. Eine wichtige Frage ist es, wie hoch der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Kompetenzstand der Schülerinnen und Schüler in den einzelnen Ländern ist. Der Sozialgradient als ein Indikator für Chancengerechtigkeit quantifiziert die Stärke dieses Zusammenhangs. Der Sozialgradient ist 2006 in Berlin der zweithöchste aller Länder. In Brandenburg entspricht die Stärke des Zusammenhangs zwischen der sozialen Herkunft und den Leistungen der Schülerinnen und Schüler etwa dem Bundeswert. Allerdings ist der Sozialgradient zwischen 2000 und 2006 in Brandenburg bedeutsam angestiegen. Im Jahr 2000 hatte Brandenburg den niedrigsten Sozialgradienten im Ländervergleich aufgewiesen. Allerdings ist zu beachten, dass die soziale Heterogenität der Berliner Bevölkerung weitaus größer ist als die Brandenburgs, so dass sozial bedingte Bildungsunterschiede in Brandenburg weniger akzentuiert auftreten können. 7 Die Prozentangaben in den Grafiken bezeichnen die Verteilung der Schülerinnen und Schüler auf die Schularten 214 Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung H Die ELEMENT-Studie in Berlin ELEMENT 8 ist eine Längsschnittstudie, die die Lernentwicklung von Schülerinnen und Schülern in Deutsch und Mathematik über mehrere Jahre verfolgt hat (Lehmann & Lenkeit, 2008). Bei der letzten Erhebung konnten auch Englischleistungen erfasst werden. Zusätzlich zu den Leistungen der Schülerinnen und Schüler wurde eine Vielzahl von Merkmalen zu schulbezogenen Einstellungen und zum familiären Hintergrund erhoben. Die Rezeption der Studienergebnisse konzentrierte sich auf die Frage, ob der – im Vergleich zur regulären 6-jährigen Grundschulzeit – frühzeitige Übergang besonders leistungsstarker bzw. in Teilbereichen besonders talentierter Schülerinnen und Schüler nach der 4. Jahrgangsstufe auf ein sogenanntes grundständiges Gymnasium bei diesen Kindern zu einer verbesserten Leistungsentwicklung führt. Anlage der Untersuchung und Datenbasis: Die Erhebung erfolgte in drei Wellen in den Jahren 2003 bis 2005. Die Ausgangsstichprobe umfasste rund 3.300 Berliner Grundschülerinnen und -schüler am Ende der Jahrgangsstufe 4 (140 Klassen aus 71 Schulen) und alle 1.700 Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrgangs der grundständigen Gymnasien (59 Klassen aus 31 Schulen). Die Folgeerhebungen fanden jeweils zum Schuljahrsende statt, als sich die Schülerkohorte in der 5. und 6. Jahrgangsstufe befand. Wie bei allen Längsschnittstudien kam es im Laufe der Zeit zu Ausfällen, insbesondere die Zusatzerhebungen. Z. B. zu den häuslichen Rahmenbedingungen, betrafen, aber bei ELEMENT insgesamt realtiv gering waren. So nahmen an der dritten Erhebung wiederum alle 71 Grundschulen und 31 grundständigen Gymnasien mit insgesamt 4.664 Schülerinnen und Schülern aus 193 Klassen teil. en übergehen > D4, stellen eine hoch ausgelesene Teilgruppe dar, denn der vorzeitige Übergang ans Gymnasium ist an spezielle Zugangsbedingungen geknüpft. M4 Die Berliner grundständigen Gymnasialklassen sind aufgrund dieser Auswahlmechanismen sozial und leistungsmäßig wesentlich homogener als die entsprechenden Grundschulklassen der 5. und 6. Jahrgangsstufe. Sie sind auch homogener als die jeweils in Jahrgangsstufe 7 beim regulären Übergang aus der Grundschule entstehenden Gymnasialklassen. Effekte differenzieller Leistungsentwicklung in dieser hoch selektierten Gruppe der grundständigen Gymnasialschülerinnen und -schüler sind daher nur sehr bedingt als Programmeffekte der Schulform Gymnasium an sich zu interpretieren. Ergebnisse der ELEMENT-Studie: Sowohl in den Grundschulen als auch in den grundständigen Gymnasialklassen haben die Kenntnisse und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler hinsichtlich des Lese- und Mathematikverständnisses im Verlauf der Untersuchung bis zur Jahrgangsstufe 6 teilweise beträchtlich zugenommen. 9 In den grundständigen Gymnasialklassen sind gleich zu Beginn der fünften Klasse im Durchschnitt höhere Leistungen zu beobachten als in den altersgleichen Grundschulklassen. Schülerinnen und Schüler mit besonders niedrigem Kompetenzstand sind dort kaum anzutreffen, d. h. der Unterricht kann in den grundständigen Gymnasialklassen auf einem höheren Leistungsniveau beginnen als an den Grundschulen. In den Grundschulen, zu deren Aufgaben es u. a. gehört, die besonders schwachen Schülerinnen und Schüler zu fördern, sind kompensatorische Erfolge im Leseverständnis erkennbar: Der Leistungszuwachs ist absolut betrachtet etwas höher als in den grundständigen Gymnasialklassen. 8 ELEMENT steht für Erhebung zum Lese- und Mathematikverständnis / Entwicklungen in den Jahrgangsstufen 4 bis 6 in Berlin. 9 In Englisch liegen keine Entwicklungsbefunde vor, da Daten nur zum dritten Erhebungszeitpunkt erfasst wurden. Im Vergleich der Schularten sind hier ähnliche Leistungsabstände festzustellen wie in Deutsch und in Mathematik. 215 > H IGLU, PISA, ELEMENT In Mathematik sind die Lernfortschritte in den grundständigen Gymnasialklassen etwas höher, beschränken sich aber auf eine relativ kleine Gruppe innerhalb der Gymnasialschülerinnen und -schüler. Die Unterschiede hinsichtlich der Lernfortschritte sind gemessen am mittleren Leistungsniveau der beiden Gruppen gering. Insgesamt entwickelt sich das mittlere Leistungsniveau der Grundschülerinnen und -schüler im Leseverständnis und in Mathematik fast im selben Maße wie das der grundständigen Gymnasiastinnen und Gymnasiasten, d. h. über die Zeit öffnet sich keine „Leistungsschere“ zwischen den beiden Gruppen > Abb. H4-1, H4-2. Betrachtet man allerdings die Lernentwicklungen der Schülerinnen und Schüler differenziert nach verschiedenen Leistungsstufen, so sind größere Unterschiede zu entdecken. Dabei schneiden die Grundschulen im Hinblick auf die Kompensation von Lernrückständen vor allem im unteren Segment – wenn auch in Deutsch und Mathematik unterschiedlich akzentuiert – besonders positiv ab. Durchschnittliche Lernstände im Leseverständnis (in Punkten) von Berliner Schülerinnen und Schülern in Grundschulen und grundständigen Gymnasien zu drei Erhebungszeitpunkten > Tab. H3-11 140 Testpunkte Leseverständnis 120 100 80 60 40 20 0 Jg 4 Jg 5 98 105 114 119 123 110 grundständige Gymnasien Grundschulen Jg 6 Durchschnittliche Lernstände in Mathematik (in Punkten) von Berliner Schülerinnen und Schülern in Grundschulen und grundständigen Gymnasien zu drei Erhebungszeitpunkten > Tab. H3-11 140 120 Testpunkte Mathematik 100 114 134 124 115 106 97 80 60 40 20 0 grundständige Gymnasien Grundschulen Jg 4 Jg 5 Jg 6 216 Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung H Im Laufe der zwei Schuljahre verändern sich die Leistungsunterschiede (Leistungsheterogenität) innerhalb der beiden Schulformen auf unterschiedliche Weise. In den Grundschulen nähern sich die Leistungen der Kinder im Leseverständnis einander an, in Mathematik dagegen nehmen die Leistungsunterschiede zu. In den grundständigen Gymnasialklassen gibt es diesbezüglich keine klare Tendenz. Die Analyse, welche Merkmale in besonders engem Zusammenhang mit dem frühzeitigen Übergang in grundständige Gymnasialklassen stehen, stellte als wichtige Faktoren die allgemeinen kognitiven Lernvoraussetzungen und die Fachleistungen fest. Es bemühen sich vornehmlich Eltern solcher Kinder um einen vorzeitigen Übergang aufs Gymnasium, die zuvor in der Grundschule besonders hohe Kompetenzniveaus erreicht haben > D4. Dabei wechseln Mädchen bei gleichen Lernvoraussetzungen etwas häufiger an grundständige Gymnasien als Jungen. Es zeigt sich ein Zusammenhang zwischen der Bildungsnähe sowie dem Ausbildungsabschluss der Eltern und einem vorzeitigen Übergang. Hinsichtlich des Zusammenhangs von Fachleistungen und familiärem Hintergrund zeigt die Gegenüberstellung von Bildungsabschluss der Eltern und Lernentwicklung einen durchgängigen Zusammenhang zwischen der Fachleistung und der Bildungsnähe des Elternhauses und bestätigt somit die bisherigen nationalen und internationalen Befunde (PISA-Konsortium Deutschland, 2008). Hinsichtlich der Entwicklungsverläufe zeigen Grundschulkinder aus bildungsfernen Elternhäusern vor allem Leistungszuwächse im Leseverständnis, aber nicht in Mathematik. Kinder mit Migrationshintergrund M5 sind in der Grundschule und in den grundständigen Gymnasialklassen in unterschiedlichem Maße vertreten sowie in unterschiedlicher Zusammensetzung hinsichtlich ihrer Herkunftsländer. Die Unterschiede zwischen Schülerinnen und Schülern mit und ohne Migrationshintergrund sind an den Grunddings gelingt es im Untersuchungszeitraum, diese nennenswert zu reduzieren. An den Gymnasien hingegen sind die Differenzen zwischen Schülern mit und ohne Migrationshintergrund von Beginn an eher unbedeutend. Zur Frage der Korrelation zwischen den erreichten Fachleistungen und Merkmalen des Herkunftsmilieus (Schulabschluss der Eltern und Bücherbestand zu Hause) stellt die Studie keine Entkopplungseffekte fest. Statistische Re-Analysen des ELEMENT-Datensatzes (Baumert, Becker, Neumann & Nikolova, Manuskript in Begutachtung) unterstreichen das bildungspolitisch interessante Ergebnis, dass die Entwicklungsverläufe sehr guter Schülerinnen und Schüler in der Grundschule und den grundständigen Gymnasien sich parallel gestalten. Dieser Befund wird von den Autoren nicht nur für die relativ unterrichtsunabhängige Domäne Lesen, sondern auch für Mathematik festgestellt. Insbesondere das Ausbleiben positiv-differenzieller Effekte der Schnellläuferangebote gibt Anlass zu konzeptioneller Reflexion dieser Programme. 217 > H IGLU, PISA, ELEMENT Methodische Erläuterungen > M1: Kompetenzstufen - rale Handlungsabläufe auffinden und die Hauptgedanken des Textes erfassen und erläutern und (V) Abstrahieren, Verallgemeinern und Präferenzen begründen. > M2: PISA-Teilnehmerländer An PISA (2006) teilnehmende Staaten: Finnland, Kanada, Japan, Neuseeland, Australien, Niederlande, Korea, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Tschechische Republik, Schweiz, Österreich, Belgien, Irland, Ungarn, Schweden, Polen, Dänemark, Frankreich, Island, USA, Slowakische Republik, Spanien, Norwegen, Luxemburg, Italien, Portugal, Griechenland, Türkei, Mexiko. > M3: Perzentilbänder stellen Verteilungen von Daten vergleichend dar. Bei der Darstellung in Perzentilbändern werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anhand der Perzentilwerte 5, 25, 50, 75 und 95 eingeteilt, welche angeben, wie hoch die erreichte Punktzahl an einer bestimmten Stelle der Verteilung ist. Bei einem Perzentilwert von 95 kann man somit den Punktwert ablesen, ab welchem die nen das obere und untere Viertel der Schülerschaft und zeigen die Spannweite der kiert ist. > M4: Grundständige Gymnasien Zu den institutionellen Voraussetzungen, um Gymnasialklassen ab der fünften Jahrgangsstufe einzurichten, zählen altsprachliche oder bilinguale Schwerpunkte im Schulprofil oder Schnellläuferklassen, in denen das Abitur in zwölf Jahren erreicht werden kann, während zum Zeitpunkt der ELEMENT-Untersuchung noch dreizehn Jahre die Regel darstellten. > M5: Migrationshintergrund in der ELEMENT-Studie Die ELEMENT-Studie ist eine auf Berlin beschränkte Längsschnitterhebung, in der zu drei Zeitpunkten die Mathematik- und Lesekompetenzen von Grundschulkindern gemessen wurden. Die Definition des Merkmals Migrationshintergrund wechselte von der zweiten zur dritten Erhebung. In der dritten Erhebung wurden vier Kategorien unterschieden: (1) Schülerinnen und Schüler, bei denen mindestens ein Elternteil in Deutschland geboren und deren Erstsprache Deutsch ist, (2) Kinder, bei denen höchstens ein Elternteil in Deutschland geboren und deren Erstsprache eine andere als Deutsch ist, (3) Kinder, deren Eltern beide im Ausland geboren sind und deren Erstsprache eine andere als Deutsch und (4) Kinder, deren Eltern beide im Ausland geboren sind und deren Erstsprache Deutsch ist. 218 Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung H H4 Vergleichsarbeiten Vergleichsarbeiten 1 bilden ein weiteres Element des Qualitätssicherungssystems, welches im KMK-Beschluss zum Bildungsmonitoring festgeschrieben wurde > Einleitung H. Vergleichsarbeiten orientieren sich an dem länderübergreifenden Kompetenzmodell der Bildungsstandards und ermöglichen den Lehrkräften einen „externen“ Blick auf das Leistungsprofil der einzelnen Schülerinnen und Schüler sowie der Klasse insgesamt. Mit Hilfe der Vergleichsarbeiten können Stärken und Schwächen der Lernenden auch in Hinblick auf einzelne Inhaltsbereiche und Aufgaben analysiert werden. Vergleichsarbeiten geben den Lehrkräften somit einen Einblick in die Erträge des Unterrichts sowie deren Entwicklung im zeitlichen Verlauf, sie liefern Hinweise zur gezielten Förderung der Schülerinnen und Schüler und leisten auf diese Weise einen potenziellen Beitrag zur Verbesserung des Unterrichts. Neben ihrer Orientierung an den Bildungsstandards zeichnen sich Vergleichsarbeiten dadurch aus, dass sie jährlich und flächendeckend an allen öffentlichen Schulen durchgeführt werden. Schulen in privater Trägerschaft können auf Wunsch an den Vergleichsarbeiten teilnehmen. Eltern und Lehrkräfte erhalten differenzierte Rückmeldungen über die Leistungsstände der Schülerinnen und Schüler und den Förderbedarf der Klasse. Vergleichsarbeiten in der Jahrgangsstufe 3 (VERA 3) An den Grundschulen in Berlin und Brandenburg wurden seit dem Schuljahr 2004/05 an allen öffentlichen Schulen Vergleichsarbeiten bzw. Orientierungsarbeiten am Ende der Jahrgangsstufe 2 (VG2/OA2) und zu Beginn der Jahrgangsstufe 4 1 (VERA 4) in Mathematik und Deutsch verpflichtend durchgeführt. Mit dem Beschluss der KMK, in allen Ländern eine einheitliche Vergleichsarbeit in der Primarstufe einzuführen, wurden seit dem Schuljahr 2007/08 in Berlin und Brandenburg die VG2/OA2 und VERA4 durch eine Vergleichsarbeit am Ende der Jahrgangsstufe 3 (VERA 3) ersetzt. VERA 3 umfasst die beiden Fächer Deutsch und Mathematik, wobei die getesteten Teilbereiche pro Fach über die Jahre variieren. Die Entwicklung der Tests für VERA 3 erfolgt in Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen 2 der Erziehungswissenschaften, Fachdidaktik und Psychologie mit Lehrkräften aller Bundesländer. Bei der Testentwicklung werden mehr Aufgaben entwickelt als eingesetzt werden können, um diese in Vorstudien (sogenannten Pilotierungen) erproben und eine Auswahl geeigneter Aufgaben treffen zu können. Pro Fach umfassen die Tests Aufgaben mehrerer Inhaltsbereiche und verschiedener Schwierigkeitsgrade, um Schülerleistungen verschiedener Leistungsniveaus differenziert erfassen zu können. In Berlin und Brandenburg koordiniert das Institut für Schulqualität (ISQ) die Erhebung, unterstützt die Schulen bei der internetbasierten Dateneingabe und fasst die zentralen Ergebnisse pro Land in einem Bericht zusammen, welcher den Schulen zugesandt und auf den Internetseiten des ISQ zum Download bereitgestellt wird (Kuhl & Harych, 2008 a, b). Zudem meldet das ISQ die Ergebnisse von VERA 3 hinsichtlich der Lösungsanteile der Klasse sowie der einzelnen Schülerinnen und Schüler an die Lehrkräfte und Eltern pro Inhaltsbereich zurück. Zusätzlich wird bei VERA 3 für jeden Inhaltsbereich zurückgemeldet, welches Fähigkeitsniveau jedes Kind erreicht hat, wobei drei Fähigkeits- 1 Die Aufgaben wurden von Wissenschaftlern des ISB (Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München) für VA 2/OA2 bzw. der Universität Koblenz-Landau für VERA4 gemeinsam mit Lehrkräften entwickelt, in Stichproben getestet und normiert. 2 Die Aufgaben von VERA 3 in den Schuljahren 2007/08 und 2008/09 werden von Lehrkräften gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Koblenz-Landau entwickelt, getestet und normiert. Ab dem Durchgang 2009/10 geht die Aufgabenentwicklung für VERA 3 an das IQB (Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen) in Berlin über. 219 > H Vergleichsarbeiten niveaus unterschieden werden 3. Schülerinnen und Schüler auf FN1 sind in der Lage, grundlegende Aufgaben mit hinreichender Sicherheit zu lösen, auf FN2 werden auch Aufgaben mittlerer Schwierigkeit mit hinreichender Sicherheit gelöst. Schülerinnen und Schüler auf FN3 sind schließlich auch fähig, Aufgaben zu lösen, die fortgeschrittene Fähigkeiten erfordern. Bei VERA 3 im Schuljahr 2007/08 umfasste der Deutschtest drei Texte mit Aufgaben zu den Inhaltsbereichen Leseverständnis und Sprache & Sprachgebrauch untersuchen. BE BB der Schülerschaft im Leseverständnis das Fähigkeitsniveau 2 oder 3 und hatten somit erweiterte oder fortgeschrittene Fähigkeiten gezeigt. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch für den Inhaltsbereich Sprache & Sprachgebrauch untersuchen, mit welchem die Fähigkeit des Umgangs mit Sprache erfasst wird > Abb H4-1. Verteilung der Schülerinnen und Schüler auf die Fähigkeitsniveaus im Fach Deutsch bei VERA 3 im Schuljahr 2007/08 in % > Tab. H4-1 Sprachgebrauch BE 11,3 36,5 35,5 16,7 BB 4,5 31,8 42,2 21,5 Leseverständnis khN FN 1 FN 2 FN 3 BE 9,3 35,6 34,8 20,3 BB 4,8 29,4 40,4 25,5 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Im Fach Mathematik wurden zum Ende des Schuljahres 2007/08 in der dritten Jahrgangsstufe die Inhaltsbereiche Zahlen & Operationen, Muster & Strukturen und Raum & Form getestet (Kuhl & Harych, 2008 a, b). Beim Vergleich der Verteilungen der Berliner und Brandenburger Schülerinnen und Schüler auf die Fähigkeitsniveaus zeigen sich große Unterschiede zwischen den verschiedenen Inhaltsbereichen > Abb H4-2. Während die große Mehrheit der Schülerinnen und Schüler im Inhaltsbereich Raum BE BB. Im Bereich Muster & Strukturen, welcher nicht als separates Themenfeld in den Berliner und Brandenburger Rahmenlehrplänen verankert ist, gelingt es knapp einem Drittel der Schülerinnen und Schüler nicht, das FN2 zu erreichen. 3 Zusätzlich zu den 3 Fähigkeitsniveaus gab es noch einen Bereich (khN, kein hinreichender Nachweis für FN1), welchem Schülerinnen und Schüler zugeordnet wurden, wenn ihre Leistungen nicht ausreichten, um eine Zuordnung zu FN 1 zu gewährleisten. 220 Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung H Verteilungen der Schülerinnen und Schüler auf die Fähigkeitsniveaus im Fach Mathematik bei VERA 3 im Schuljahr 2007/08 in % > Tab. H4-1 Raum und Form BE BB 2,2 BE 6,8 16,1 24,2 50,8 29,2 25,6 47,4 21,6 30,9 Muster und Strukturen 4,1 33,9 35,4 39,1 42,4 46,8 32,8 36,2 10,0 12,6 khN FN 1 FN 2 FN 3 BB 2,8 BE BB 8,5 5,7 Zahlen und Operationen 34,8 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Differenziert man die Ergebnisse von VERA 3 nach Geschlecht, so zeigen sich geringe Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen > Tab H4-2. In den beiden Inhaltsbereichen im Fach Deutsch schneiden Mädchen durchschnittlich etwas besser ab als Jungen, in Mathematik zeigte sich in allen drei Inhaltsbereichen das Gegenteil. Deutlichere Unterschiede als nach Geschlecht wurden bei der Differenzierung nach dem Migrationshintergrund deutlich. Dieser wurde im Rahmen von VERA 3 mithilfe der Angabe der Lehrkraft zur Verkehrssprache des Kindes zu Hause erhoben. Während die Unterschiede zwischen Kindern deutscher und nichtdeutscher Herkunft in Brandenburg relativ gering ausfielen, waren sie in Berlin deutlich. Schülerinnen und Schüler deutscher Herkunft schnitten in allen Inhaltsbereichen von VERA 3 durchschnittlich besser ab als Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunft > Tab H4-3. Für Berlin und Brandenburg regionalisiert werden die Ergebnisse zum Inhaltsbereich Leseverständnis beispielhaft dargestellt. Die Lesekompetenz von Schülerinnen und Schülern gilt als eine wichtige Schlüsselkompetenz für den Wissenserwerb in der Grundschule und das lebenslange Lernen (Bos et al., 2004). Bei den Berliner Bezirken sowie den Brandenburger Mittelbereichen werden erhebliche Unterschiede in den Anteilen der Schülerinnen und Schüler auf FN 3 deutlich, d. h. der Schülerinnen und Schüler mit fortgeschrittenen Fähigkeiten im Lesen > Abb. H4-3. Hohe Anteile von Schülerinnen und Schülern auf FN 3 weisen innerhalb von Berlin vor allem die Bezirke Pankow und Steglitz-Zehlendorf auf. Regionen mit einem hohen Anteil von Schülerinnen und Schülern auf FN3 finden sich in Brandenburg vor allem in den Randregionen Berlins, aber auch im Mittelbereich Beeskow. 221 > H Vergleichsarbeiten Anteil der Schülerinnen und Schüler auf Fähigkeitsniveau 3 im Leseverständnis bei VERA 3 2007/08 nach Berliner Bezirken und Brandenburger Mittelbereichen > Tab. H4-4 Anzahl Regionen in Prozent 10,8 bis unter 15 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis 35,3 (3) (7) (24) (16) (8) 34 35 44 33 46 39 MITTELBEREICHE 01 Berlin 02 Potsdam 03 Cottbus 04 Brandenburg an der Havel 05 Frankfurt (Oder) 06 Bad Freienwalde (Oder) 07 Beeskow 08 Belzig 09 Bernau bei Berlin 10 Eberswalde 11 Eisenhüttenstadt 12 Elsterwerda-Bad Liebenwerda 13 Erkner 14 Falkensee 15 Finsterwalde 16 Forst (Lausitz) 17 Fürstenwalde/Spree 18 Guben 19 Hennigsdorf 20 Herzberg (Elster) 21 Jüterbog 22 Königs Wusterhausen 23 Kyritz 24 Lauchhammer/Schwarzheide 25 Lübben (Spreewald) 26 Lübbenau/Spreewald 27 Luckenwalde 28 Ludwigsfelde 29 Nauen 30 Neuenhagen bei Berlin 31 Neuruppin 32 Oranienburg 33 Perleberg/Wittenberge 34 Prenzlau 35 Pritzwalk - Wittstock/Dosse 36 Rathenow 37 Schönefeld/Wildau 38 Senftenberg/Großräschen 39 Schwedt/Oder 40 Seelow 31 23 10 32 06 19 36 29 14 12 05 04 06 04 45 28 22 08 27 47 11 25 21 18 02 43 07 01 03 11 02 10 08 37 09 17 05 07 30 13 42 40 09 41 Spremberg 42 Strausberg 43 Teltow 44 Templin 45 Werder (Havel) 46 Zehdenick/Gransee 47 Zossen BEZIRKE 01 Mitte 02 Friedrichshain-Kreuzberg 03 Pankow 04 Charlottenburg-Wilmersdorf 05 Spandau 06 Steglitz-Zehlendorf 07 Tempelhof-Schöneberg 26 03 20 15 38 41 16 12 24 08 Neukölln 09 Treptow-Köpenick 10 Hellersdorf-Marzahn 11 Lichtenberg 12 Reinickendorf Während die Anteile der Schülerinnen und Schüler in > Abb. H4-3 für Berlin auf der Ebene der 12 Bezirke dargestellt wurden, gibt > Abb. H4-4 ein differenzierteres Bild der Anteile der Schülerschaft auf FN3 in den Berliner Prognoseräumen. Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler in Berlin variieren erheblich, was sich an den großen Differenzen zwischen den Prognoseräumen zeigt. Verdeutlicht man die Darstellungen für Berlin darüber hinaus nach dem Migrationshintergrund der Schülerinnen und Schüler > Abb. 2 und Abb. 4 (im Anhang E) zeigen sich relativ geringe Anteile von Schülerinnen und Schülern auf FN3 häufig in den Regionen, in denen sich auch hohe Anteile von Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund fanden > A3. In diesen Regionen finden sich deutlich höhere Anteile von Schülerinnen und Schülern, die über nicht hinreichende oder nur grundlegende Lesekompetenzen verfügen (vgl. Kuhl & Harych, 2008 a). 222 Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung H Anteil der Schülerinnen und Schüler auf Fähigkeitsniveau 3 im Leseverständnis bei VERA 3 2007/08 nach Berliner Prognoseräumen (PGR) in Prozent Anzahl PGR (14) (19) (19) (6) (1) (5) 1222 1222 1222 1222 1222 1222 1230 1230 1230 1230 1230 1230 0303 0303 0303 0303 0303 0303 1221 1221 1221 1221 1221 1221 0501 0501 0501 0501 0501 0501 0503 0503 0503 0503 0503 0502 0502 0502 0502 0502 0502 0402 0402 0402 0402 0402 0402 0403 0403 0403 0403 0403 0403 0701 0701 0701 0701 0701 0701 0702 0702 0702 0702 0702 0104 0104 0104 0104 0104 0401 0401 0401 0401 0401 0401 0102 0102 0102 0102 0102 1210 1210 1210 1210 1210 1210 0304 0304 0304 0304 0304 0304 0305 0305 0305 0305 0305 0305 0103 0306 0103 0306 0103 0306 0103 0103 0306 0103 0306 0307 0307 0307 0307 0307 0101 0101 0101 0101 0101 0201 0201 0201 0201 0201 0201 0202 0202 0202 0202 0202 0202 1103 1103 1103 1103 1103 1103 0204 0204 0204 0204 0204 0204 0205 0205 0205 0205 0203 0203 0203 0203 0203 0203 0801 0801 0801 0801 0801 0801 0704 0704 0704 0704 0704 0601 0601 0601 0601 0601 0601 0705 0705 0705 0705 0705 0705 0802 0802 0802 0802 0802 0802 0803 0803 0803 0803 0803 0803 0706 0706 0706 0706 0707 0707 0707 0707 0707 0707 0804 0804 0804 0804 0804 0903 0903 0903 0903 0903 0903 0904 0904 0904 0904 0904 0904 0901 0901 0901 0901 0901 0901 0902 0902 0902 0902 0902 0902 0905 0905 0905 0905 0905 0905 1104 1104 1104 1104 1104 1104 1105 1105 1105 1105 1105 1105 1102 1102 1102 1102 1102 1102 1101 1101 1101 1101 3,6 bis unter 15 15 bis unter 25 25 bis unter 35 35 bis unter 45 45 bis 60 weniger als 3 Schulen 0301 0301 0301 0301 0301 0301 1223 1223 1223 1223 1223 0302 0302 0302 0302 0302 0302 1001 1001 1001 1001 1001 1002 1002 1002 1002 1002 1003 1003 1003 1003 1003 1003 1004 1004 1004 1004 1004 0406 0406 0406 0406 0406 0406 0504 0504 0504 0504 0504 0504 0404 0404 0404 0404 0404 0405 0405 0405 0405 0405 0405 0703 0703 0703 0703 0703 0703 0604 0604 0604 0604 0603 0603 0603 0603 0603 0603 0602 0602 0602 0602 0602 0602 Die Ergebnisse von VERA 3 lassen sich regionalisiert nicht nur nach dem Anteil der starken Schülerinnen und Schüler auf FN3 verdeutlichen, sondern können auch anhand der Schülerinnen und Schüler verdeutlicht werden, die mit dem Fähigkeitsniveau khN oder FN1 höchstens grundlegende Fähigkeiten im Lesen gezeigt hatten > Abb. 3, Abb. 5 und Abb. 6 (im Anhang E). Der Vergleich der Regionen nach dem Anteil starker bzw. schwacher Schülerinnen und Schüler zeigt in vielen Fällen ein komplementäres Bild. Regionen, in denen ein hoher Anteil der Schülerinnen und Schüler im Leseverständnis das höchste Fähigkeitsniveau FN 3 erreicht hatte, gehören häufig zu den Regionen, in denen ein geringer Anteil der Schülerschaft Leistungen auf maximal FN 1 zeigt. Vergleichsarbeiten in der Jahrgangsstufe 8 (VERA 8) Zusätzlich zur Einführung der bundesweit einheitlichen Vergleichsarbeiten am Ende der Jahrgangsstufe 3 wurden im Schuljahr 2007/08 erstmals auch Vergleichsarbeiten in der 8. Jahrgangsstufe durchgeführt 4 (VERA 8). Neben Berlin und Brandenburg nahmen 10 weitere Bundesländern an diesem diagnostischen Test teil. Da die Teilnahme an VERA 8 in diesem ersten Durchgang im Fach Mathematik freiwillig war, kann über das landesweite Abschneiden der Berliner und Brandenburger Schülerinnen und Schüler noch keine valide Aussage getroffen werden. VERA 8 M5 wird im Fach Mathematik ab dem Schuljahr 2008/09 in beiden Ländern für öffentliche Schulen verpflichtend durchgeführt. Schulen in Berlin und Brandenburg können im März 2009 auf freiwilliger Basis an den Vergleichsarbeiten in der ersten Fremdsprache (Englisch oder Französisch) teilnehmen, Brandenburger Schulen haben zusätzlich die Möglichkeit, freiwillig auch an Vergleichsarbeiten im Fach Deutsch teilzunehmen. 4 Die Aufgaben werden von Lehrkräften gemeinsam mit Wissenschaftlern unter Koordination des IQB (Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen) entwickelt. Sie entsprechen den Anforderungen der bundesweit geltenden Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz. 223 > H Ausblick >> Ausblick und Zusammenfassung Als Reaktion auf das Abschneiden Deutschlands in internationalen Schulleistungsstudien wurden nicht nur länderübergreifende Maßnahmen des Bildungsmonitorings beschlossen, sondern in Berlin und Brandenburg darüber hinaus auch weitere Maßnahmen der Qualitätssicherung implementiert, die sich in die generelle Umorientierung von der Input- zur Outputsteuerung einfügen. Berlin und Brandenburg haben mit dem Orientierungs- bzw. Handlungsrahmen Qualitätsmerkmale festgeschrieben, die die schulische Qualität in den Ländern definieren und sichern sollen und u. a. mithilfe der Schulinspektion und -visitation in den Einzelschulen geprüft werden. In der Metropolregion wird der erste Inspektionszyklus in Kürze abgeschlossen sein, d. h. jede Schule wird sich dem Verfahren gestellt haben. Die Ergebnisse der bisherigen Inspektionen bzw. Visitationen zeigten über die Schulen hinweg Stärken und Schwächen der Schulsysteme beider Länder auf. Weitere Eckpfeiler des Bildungsmonitorings stellten die Teilnahmen Deutschlands an den internationalen Schulleistungsstudien IGLU und PISA dar sowie deren nationale Erweiterungsstudien, die einen Vergleich der Bundesländer ermöglichten. Die Ergebnisse aus dem Jahr 2006, welche Ende 2008 veröffentlicht wurden, zeigten eine deutliche Steigerung Brandenburgs bei IGLU im Vergleich zu 2001 und für beide Länder bei PISA im Vergleich mit 2003. In Berlin und Brandenburg fanden sich relativ viele Schülerinnen und Schüler auf einem sehr hohen Kompetenzniveau, aber auch viele Risikoschülerinnen und -schüler, die am Ende der Klasse 4 (IGLU) bzw. als 15-Jährige (PISA) nicht in der Lage sind, grundlegende Fähigkeiten in den Testbereichen zu zeigen. Künftig wird sich das öffentliche und wissenschaftliche Interesse verstärkt diesen Schülerinnen und Schülern zuwenden, da sie nicht ausreichend für eine erfolgreiche Bildungslaufbahn vorbereitet sind. In den kommenden Jahren wird sich Deutschland auch weiterhin an den internationalen Schulleistungsstudien beteiligen. Auf Beschluss der KMK werden die nationalen Erweiterungen künftig durch die Überprüfungen der Bildungsstandards durch das IQB ersetzt, welche in einem fünfjährigen Zyklus einen Vergleich der Leistungsfähigkeit der Schulsysteme der Länder ermöglichen werden. Schließlich wurde von der KMK beschlossen, in der Primarstufe in Jahrgangsstufe 3 und in der Sekundarstufe in Jahrgangsstufe 8 flächendeckende, bundesweit einheitliche und jährlich stattfindende Vergleichsarbeiten einzuführen (VERA 3, VERA 8). Diese haben zum Ziel, Unterrichts- und Schulentwicklung zu fördern und sollen der Lehrkraft, den Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern eine Diagnose des Leistungsstandes in den Kernfächern ermöglichen. Der Erfolg dieses Instruments der Qualitätsentwicklung wird zum einen davon abhängen, inwiefern Lehrkräfte diagnostisch interpretierbare und als nützlich wahrgenommene Leistungsrückmeldungen erhalten. Zum anderen müssen sie auch über Freiräume verfügen können, als notwendig erkannte Veränderungen ihres Unterrichtshandelns im Schulalltag erproben zu können. 224 Tabellenanhang Zeichenerklärung in den Tabellen Abweichungen in den Summen erklären sich durch Runden der Zahlen. – 0 / (n) X = = = = = nichts vorhanden Zahlenwert größer als null, aber kleiner als die Hälfte der verwendeten Einheit keine Angaben, da Zahlenwert nicht sicher genug Aussagewert eingeschränkt, da die Stichprobe sehr klein ist Kategorie nicht zutreffend 225 > A Tab. A1-1 Bisherige und voraussichtliche Entwicklung der Bevölkerungszahl in Berlin nach Altersgruppen Bevölkerung insgesamt Jahr unter 3 3-6 6 - 10 10 - 16 16 - 19 - in 1 000 - 19 - 25 25 - 30 30 - 35 35 - 55 55 - 67 67 - und älter 1995 2000 2005 2006 2007 3 471,4 3 382,2 3 395,2 3 404,0 3 416,3 85,0 86,9 85,6 86,8 88,9 97,3 81,6 82,4 81,6 82,8 153,9 107,4 106,6 107,4 106,6 223,3 213,9 163,7 155,6 154,4 104,0 108,1 108,1 105,4 97,3 231,7 248,2 260,8 261,4 263,2 305,7 232,5 253,7 261,2 267,1 354,1 301,9 240,5 236,6 239,5 1 014,5 1 039,5 1 086,8 1 087,2 1 082,9 486,2 545,4 516,0 509,4 498,8 415,8 416,8 490,9 511,5 534,7 - Vorausrechnung in 1 000 2010 2015 2020 2025 2030 3 412,8 3 417,7 3 410,4 3 392,8 3 367,2 85,1 84,1 81,1 77,9 76,2 84,9 83,6 81,7 78,5 75,9 105,2 108,0 106,1 102,9 98,8 152,9 152,8 155,0 152,2 147,7 77,9 77,7 77,2 77,8 76,7 - in Prozent 1995 2000 2005 2006 2007 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 2,4 2,6 2,5 2,5 2,6 2,8 2,4 2,4 2,4 2,4 4,4 3,2 3,1 3,2 3,1 6,4 6,3 4,8 4,6 4,5 3,0 3,2 3,2 3,1 2,8 6,7 7,3 7,7 7,7 7,7 8,8 6,9 7,5 7,7 7,8 10,2 8,9 7,1 7,0 7,0 29,2 30,7 32,0 31,9 31,7 14,0 16,1 15,2 15,0 14,6 12,0 12,3 14,5 15,0 15,7 254,9 213,2 211,2 212,0 211,7 264,7 262,7 231,8 229,8 229,0 256,3 263,8 260,6 236,1 233,7 1 060,9 1 036,4 978,4 947,7 934,8 477,3 512,8 563,7 581,8 528,7 592,8 622,7 663,5 696,1 754,1 - Vorausrechnung in Prozent 2010 2015 2020 2025 2030 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 2,5 2,5 2,4 2,3 2,3 2,5 2,4 2,4 2,3 2,3 3,1 3,2 3,1 3,0 2,9 4,5 4,5 4,5 4,5 4,4 2,3 2,3 2,3 2,3 2,3 7,5 6,2 6,2 6,2 6,3 7,8 7,7 6,8 6,8 6,8 7,5 7,7 7,6 7,0 6,9 31,1 30,3 28,7 27,9 27,8 14,0 15,0 16,5 17,1 15,7 17,4 18,2 19,5 20,5 22,4 - Veränderung gegenüber dem vorherigen Zeitpunkt in 1 000 2000 2005 2006 2007 2010 2015 2020 2025 2030 -89,2 13,0 8,8 12,3 -3,5 4,9 -7,3 -17,6 -25,6 1,9 -1,3 1,2 2,1 -3,8 -1,0 -3,0 -3,2 -1,7 -15,7 0,8 -0,8 1,2 2,1 -1,3 -1,9 -3,2 -2,6 -46,5 -0,8 0,8 -0,8 -1,4 2,8 -1,9 -3,2 -4,1 -9,4 -50,2 -8,1 -1,2 -1,5 -0,1 2,2 -2,8 -4,5 4,1 0,0 -2,7 -8,1 -19,4 -0,2 -0,5 0,6 -1,1 - 2000 = 100 2000 2005 2006 2007 100,0 100,4 100,6 101,0 100,0 98,5 99,9 102,3 100,0 101,0 100,0 101,5 100,0 99,3 100,0 99,3 100,0 76,5 72,7 72,2 100,0 100,0 97,5 90,0 100,0 105,1 105,3 106,0 100,0 109,1 112,3 114,9 100,0 79,7 78,4 79,3 100,0 104,6 104,6 104,2 100,0 94,6 93,4 91,5 100,0 117,8 122,7 128,3 16,5 12,6 0,6 1,8 -8,3 -41,7 -2,0 0,8 -0,3 -73,2 21,2 7,5 5,9 -2,4 -2,0 -30,9 -2,0 -0,8 -52,2 -61,4 -3,9 2,9 16,8 7,5 -3,2 -24,5 -2,4 25,0 47,3 0,4 -4,3 -22,0 -24,5 -58,0 -30,7 -12,9 59,2 -29,4 -6,6 -10,6 -21,5 35,5 50,9 18,1 -53,1 1,0 74,1 20,6 23,2 58,1 29,9 40,8 32,6 58,0 - Vorausrechnung in 1 000 - - Vorausrechnung in Prozent 2010 2015 2020 2025 2030 100,9 101,0 100,8 100,3 99,6 97,9 96,8 93,3 89,6 87,7 104,0 102,5 100,1 96,2 93,0 98,0 100,6 98,8 95,8 92,0 71,5 71,4 72,5 71,2 69,1 72,1 71,9 71,4 72,0 71,0 102,7 85,9 85,1 85,4 85,3 113,8 113,0 99,7 98,8 98,5 84,9 87,4 86,3 78,2 77,4 102,1 99,7 94,1 91,2 89,9 87,5 94,0 103,4 106,7 96,9 142,2 149,4 159,2 167,0 180,9 Quelle: Bevölkerungsstatistik 226 Rahmenbedingungen A Tab. A1-1 Bisherige und voraussichtliche Entwicklung der Bevölkerungszahl in Brandenburg nach Altersgruppen Bevölkerung insgesamt Jahr unter 3 3- 6 6 - 10 10 - 16 16 - 19 19 - 25 25 - 30 30 - 35 35 - 55 55 - 67 67 - und älter - in 1 000 1995 2000 2005 2006 2007 2 542,0 2 602,0 2 559,5 2 547,8 2 535,7 39,6 55,2 55,6 55,2 55,5 62,3 50,4 57,4 57,1 57,4 139,2 65,9 75,0 77,6 78,3 225,7 216,9 116,1 102,3 100,8 106,7 116,1 109,6 103,3 86,8 164,6 198,3 197,6 196,3 193,5 175,4 131,9 139,4 142,1 142,9 225,6 186,6 132,0 124,4 124,0 711,8 814,3 868,9 862,8 850,8 403,8 429,9 384,3 381,0 378,1 287,4 336,3 423,6 445,6 467,5 - Vorausrechnung in 1 000 2010 2015 2020 2025 2030 2 497,7 2 442,4 2 377,7 2 292,6 2 193,9 53,4 49,5 43,2 35,7 32,3 56,9 54,3 49,8 42,5 36,2 78,9 77,6 73,6 66,4 56,4 113,6 121,9 119,7 113,8 103,0 48,4 59,8 62,3 61,1 57,9 172,2 89,2 108,6 113,0 110,4 135,7 135,3 59,8 77,3 81,3 135,0 134,1 136,2 61,4 78,6 800,4 723,8 627,2 580,7 513,6 391,6 481,4 533,7 521,5 427,9 511,6 515,3 563,8 619,2 696,3 - in Prozent 1995 2000 2005 2006 2007 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 1,6 2,1 2,2 2,2 2,2 2,5 1,9 2,2 2,2 2,3 5,5 2,5 2,9 3,0 3,1 8,9 8,3 4,5 4,0 4,0 4,2 4,5 4,3 4,1 3,4 6,5 7,6 7,7 7,7 7,6 6,9 5,1 5,4 5,6 5,6 8,9 7,2 5,2 4,9 4,9 28,0 31,3 33,9 33,9 33,6 15,9 16,5 15,0 15,0 14,9 11,3 12,9 16,6 17,5 18,4 - Vorausrechnung in Prozent 2010 2015 2020 2025 2030 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 2,1 2,0 1,8 1,6 1,5 2,3 2,2 2,1 1,9 1,7 3,2 3,2 3,1 2,9 2,6 4,5 5,0 5,0 5,0 4,7 1,9 2,4 2,6 2,7 2,6 6,9 3,7 4,6 4,9 5,0 5,4 5,5 2,5 3,4 3,7 5,4 5,5 5,7 2,7 3,6 32,0 29,6 26,4 25,3 23,4 15,7 19,7 22,4 22,7 19,5 20,5 21,1 23,7 27,0 31,7 - Veränderung gegenüber dem vorherigen Zeitpunkt in 1 000 2000 2005 2006 2007 60,0 -42,5 -11,7 -12,1 15,6 0,4 -0,4 0,3 -11,9 7,0 -0,3 0,3 -73,3 9,1 2,6 0,7 -8,8 -100,8 -13,8 -1,5 9,4 -6,5 -6,3 -16,5 33,7 -0,7 -1,3 -2,8 -43,5 7,5 2,7 0,8 -39,0 -54,6 -7,6 -0,4 102,5 54,6 -6,1 -12,0 26,1 -45,6 -3,3 -2,9 48,9 87,3 22,0 21,9 - Vorausrechnung in 1 000 2010 2015 2020 2025 2030 -38,0 -55,3 -64,7 -85,1 -98,7 -2,1 -3,9 -6,3 -7,5 -3,4 -0,5 -2,6 -4,5 -7,3 -6,3 0,6 -1,3 -4,0 -7,2 -10,0 12,8 8,3 -2,2 -5,9 -10,8 -38,4 11,4 2,5 -1,2 -3,2 -21,3 -83,0 19,4 4,4 -2,6 -7,2 -0,4 -75,5 17,5 4,0 11,0 -0,9 2,1 -74,8 17,2 -50,4 -76,6 -96,6 -46,5 -67,1 13,5 89,8 52,3 -12,2 -93,6 44,1 3,7 48,5 55,4 77,1 - 2000 = 100 2000 2005 2006 2007 100,0 98,4 97,9 97,5 100,0 100,7 100,0 100,5 100,0 113,9 113,3 113,9 100,0 113,8 117,8 118,8 100,0 53,5 47,2 46,5 100,0 94,4 89,0 74,8 100,0 99,6 99,0 97,6 100,0 105,7 107,7 108,3 100,0 70,7 66,7 66,5 100,0 106,7 106,0 104,5 100,0 89,4 88,6 88,0 100,0 126,0 132,5 139,0 - Vorausrechnung in Prozent 2010 2015 2020 2025 2030 96,0 93,9 91,4 88,1 84,3 96,7 89,7 78,3 64,7 58,5 112,9 107,7 98,8 84,3 71,8 119,7 117,8 111,7 100,8 85,6 52,4 56,2 55,2 52,5 47,5 41,7 51,5 53,7 52,6 49,9 86,8 45,0 54,8 57,0 55,7 102,9 102,6 45,3 58,6 61,6 72,3 71,9 73,0 32,9 42,1 98,3 88,9 77,0 71,3 63,1 91,1 112,0 124,1 121,3 99,5 152,1 153,2 167,6 184,1 207,0 Quelle: Bevölkerungsstatistik 227 > A Tab. A1-2 Bevölkerungszahl in Berlin 1995 und 2007 nach Altersgruppen und Bezirken Bezirk Insgeunter 3 samt 3- 6 6 - 10 10 - 16 16 - 19 19 - 25 25 - 30 30 - 35 35 - 55 55 - 67 67 - und älter Mitte Friedrichshain-Kreuzberg Pankow Charlottenburg-Wilmersdorf Spandau Steglitz-Zehlendorf Neukölln Marzahn-Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Berlin Mitte Friedrichshain-Kreuzberg Pankow Charlottenburg-Wilmersdorf Spandau Steglitz-Zehlendorf Neukölln Marzahn-Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Berlin Mitte Friedrichshain-Kreuzberg Pankow Charlottenburg-Wilmersdorf Spandau Steglitz-Zehlendorf Neukölln Marzahn-Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Berlin Mitte Friedrichshain-Kreuzberg Pankow Charlottenburg-Wilmersdorf Spandau Steglitz-Zehlendorf 341,0 262,2 312,1 324,8 224,4 291,5 345,4 314,9 216,4 296,9 288,7 253,1 3471,4 328,4 267,9 363,6 316,9 223,7 290,3 331,8 306,7 237,8 249,4 258,1 241,7 3416,3 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 -3,7 2,2 16,5 -2,4 -0,3 -0,4 -3,9 9,9 8,2 6,0 7,7 5,9 7,2 9,4 10,1 3,4 5,7 4,7 6,7 85,0 10,3 8,4 11,3 6,9 5,3 6,4 7,9 8,6 5,6 6,2 6,5 5,5 88,9 3,1 3,1 3,1 2,2 2,4 2,2 2,4 2,8 2,4 2,5 2,5 2,3 2,6 4,0 2,4 88,3 -10,4 -10,2 -11,1 -16,0 10,7 8,4 7,3 7,6 6,6 7,9 9,7 10,2 5,1 9,5 6,8 7,5 97,3 8,9 7,0 9,4 6,5 5,3 7,0 7,8 8,2 5,3 5,8 5,7 5,9 82,8 2,7 2,6 2,6 2,1 2,4 2,4 2,4 2,7 2,2 2,3 2,2 2,4 2,4 -16,8 -16,7 28,8 -14,5 -19,7 -11,4 -19,6 14,8 12,4 13,4 9,7 9,1 10,5 12,6 13,2 9,7 22,4 16,0 10,4 153,9 10,7 8,4 10,8 8,6 7,8 9,8 10,5 11,1 6,8 7,1 6,5 8,5 106,6 20,3 16,3 19,5 14,2 13,4 15,8 18,2 18,3 13,8 34,5 24,1 14,9 223,3 14,4 11,2 12,6 12,9 12,5 - in 1 000 1995 9,6 25,2 7,3 21,0 9,4 23,7 6,9 18,6 6,2 14,0 7,5 17,4 8,7 21,1 8,6 21,9 6,5 12,9 15,4 19,4 11,1 21,1 6,8 15,4 104,0 231,7 2007 8,7 29,1 6,4 25,2 8,8 27,3 6,9 18,7 7,4 15,6 36,0 30,5 34,9 27,0 17,8 21,6 29,4 29,0 16,4 21,2 23,3 18,5 305,7 32,9 36,1 35,6 20,7 12,9 40,8 95,2 34,8 72,8 33,7 81,0 32,0 104,7 19,9 64,8 24,7 86,6 34,5 106,6 32,9 89,9 19,6 55,7 32,2 93,7 28,4 88,9 20,7 74,6 354,1 1014,5 29,8 31,1 36,3 20,2 11,5 104,7 86,9 123,9 102,6 67,9 42,8 27,6 47,2 46,2 35,0 45,0 47,3 42,8 43,9 27,2 40,9 40,3 486,2 39,0 24,2 38,7 57,5 36,6 52,1 54,5 44,7 33,0 37,3 38,2 42,9 498,8 11,9 9,0 10,6 18,1 16,4 17,9 16,4 14,6 13,9 15,0 14,8 17,7 14,6 -8,9 -12,3 -18,0 24,5 4,6 15,8 15,2 35,7 22,8 36,0 50,3 31,7 47,4 47,8 38,2 29,4 15,8 23,5 37,3 415,8 39,8 23,2 49,0 55,4 41,1 56,4 54,4 45,2 50,3 31,6 42,1 46,4 534,7 12,1 8,7 13,5 17,5 18,4 19,4 16,4 14,7 21,2 12,7 16,3 19,2 15,7 11,5 1,8 36,1 10,1 29,7 19,0 13,8 15,3 8,3 17,4 14,9 14,8 87,9 16,2 8,8 20,9 21,3 20,7 108,8 17,3 9,6 23,5 23,6 21,2 93,6 8,9 7,0 17,4 16,3 13,7 73,6 10,2 10,1 26,3 18,0 12,3 84,4 8,8 7,6 25,8 22,5 16,2 78,1 14,0 7,8 15,8 12,5 11,8 70,8 154,4 97,3 263,2 267,1 239,5 1082,9 - Anteil 2007 in % 3,3 4,4 2,6 8,9 10,0 9,1 31,9 3,1 4,2 2,4 9,4 13,5 11,6 32,4 3,0 3,5 2,4 7,5 9,8 10,0 34,1 2,7 4,1 2,2 5,9 6,5 6,4 32,4 3,5 5,6 3,3 7,0 5,8 5,1 30,4 3,4 5,3 2,9 6,0 5,1 5,1 30,3 3,2 4,9 2,7 6,3 6,4 6,2 32,8 3,6 5,6 3,1 7,7 7,7 6,9 30,5 2,9 3,7 2,9 7,3 6,9 5,8 31,0 2,8 4,1 4,0 10,5 7,2 4,9 33,8 2,5 3,4 2,9 10,0 8,7 6,3 30,3 3,5 5,8 3,2 6,5 5,2 4,9 29,3 3,1 4,5 2,8 7,7 7,8 7,0 31,7 - Veränderung 2007 gegenüber 1995 in % -27,7 -29,1 -9,4 15,5 -8,6 -27,0 10,0 -32,3 -31,3 -12,3 20,0 18,4 -10,6 19,4 -19,4 -35,4 -6,4 15,2 2,0 7,7 53,0 -11,3 -9,2 0,0 0,5 -23,3 -36,9 -2,0 -14,3 -6,7 19,4 11,4 -27,5 -42,2 4,8 -6,7 -3,2 10,7 0,0 -31,0 -40,1 1,5 -16,7 -11,0 1,1 -0,9 -27,6 -40,0 2,1 228 Rahmenbedingungen A Bezirk Insgeunter 3 samt -2,6 9,9 -16,0 -10,6 -4,5 -1,6 -14,9 64,7 8,8 38,3 -17,9 4,6 3- 6 6 - 10 10 - 16 16 - 19 19 - 25 25 - 30 30 - 35 35 - 55 55 - 67 67 - und älter 18,3 71,1 100,0 79,1 24,4 28,6 Neukölln Marzahn-Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Berlin -19,6 3,9 -38,9 -16,2 -21,3 -14,9 -15,9 -29,9 -68,3 -59,4 -18,3 -30,7 -5,5 -35,5 -70,4 -63,5 -6,0 -30,9 11,6 7,7 -34,4 -31,5 14,7 -6,4 7,3 34,9 35,6 22,3 2,6 13,6 -18,6 -0,6 -15,1 -3,4 -32,4 -12,6 -35,6 -30,1 -61,8 -43,0 -43,0 -32,4 4,1 32,1 -9,9 -12,1 -5,1 6,7 4,4 -24,8 37,1 -6,6 6,5 2,6 Tab.A1-2 Bevölkerungszahl in Brandenburg1995 und 2007 nach Altersgruppen, kreisfreien Städten und Kreisen Kreisfreie Städte Kreise Insgeunter 3 samt 3- 6 6 - 10 10 - 16 16 - 19 19 - 25 25 - 30 30 - 35 35 - 55 55 - 67 67 und älter - in 1 000 1995 Kreisfreie Städte Brandenburg an der Havel Cottbus Frankfurt (Oder) Potsdam Kreise Barnim Elbe-Elster Havelland Märkisch-Oderland Oberhavel Oberspreewald-Lausitz Oder-Spree Ostprignitz-Ruppin Potsdam-Mittelmark Prignitz Spree-Neiße Uckermark Land Brandenburg Kreisfreie Städte Brandenburg an der Havel Cottbus Frankfurt (Oder) Potsdam Kreise Barnim Elbe-Elster Havelland Märkisch-Oderland Oberhavel Oberspreewald-Lausitz Oder-Spree 86,8 126,3 80,8 144,1 151,8 145,0 136,9 131,8 172,6 170,5 156,8 190,8 116,0 171,6 101,4 148,1 150,4 160,3 2542,0 1,3 2,0 1,3 2,2 2,3 2,2 2,1 2,2 2,7 2,8 2,4 2,9 1,9 2,7 1,6 2,4 2,2 2,7 39,9 2,1 3,2 2,0 3,4 3,7 3,5 3,3 3,3 4,1 4,1 3,9 4,5 3,0 4,1 2,5 3,6 3,7 4,2 62,2 4,5 6,9 4,6 7,7 8,2 7,5 7,2 7,4 9,7 9,2 8,3 10,4 6,7 9,4 5,8 8,3 8,1 9,4 139,3 6,9 11,7 7,6 12,2 13,5 12,5 12,1 11,1 16,2 14,8 13,5 17,1 10,9 15,0 8,8 13,2 13,9 14,9 225,9 3,2 5,5 3,8 5,9 6,5 5,8 5,7 5,0 7,7 6,8 6,7 8,5 5,0 6,7 4,1 5,9 6,6 5,4 9,0 6,3 10,1 9,8 8,9 9,2 8,0 10,9 10,2 10,4 12,5 7,6 10,7 6,2 9,2 9,5 6,0 9,9 5,8 10,5 10,0 9,9 9,3 9,2 11,1 11,5 11,1 13,0 7,9 11,9 6,6 10,5 10,2 10,9 175,3 7,5 12,1 7,5 13,2 13,3 12,5 11,3 11,9 15,4 15,6 13,3 16,7 10,5 15,6 8,8 13,4 13,0 14,0 225,6 24,4 36,2 23,2 41,7 44,2 40,5 36,7 37,2 47,9 48,5 42,4 53,7 32,2 48,3 27,2 40,9 41,8 44,8 711,8 15,0 17,7 11,4 22,2 24,1 24,6 21,8 21,7 28,4 28,4 25,8 30,8 17,1 26,9 16,6 23,3 22,9 24,9 403,6 10,3 12,3 7,3 15,1 16,2 17,1 18,2 14,9 18,5 18,7 19,1 20,8 13,1 20,3 13,2 17,3 18,5 16,6 287,5 7,2 10,7 106,6 164,6 2007 2,2 3,3 2,0 4,3 6,1 5,4 4,0 5,6 7,1 6,8 4,3 6,6 5,9 9,6 5,7 13,3 13,7 11,4 8,7 10,9 14,6 14,1 9,5 14,4 73,0 102,8 62,0 150,8 177,6 161,7 117,5 155,4 191,6 201,9 127,3 188,0 1,5 2,1 1,4 4,6 4,0 3,5 2,3 3,5 4,1 4,9 2,4 3,9 1,4 2,0 1,3 4,1 4,1 3,6 2,4 4,0 4,3 5,3 2,4 4,0 1,8 2,6 1,6 4,7 5,4 5,2 3,2 5,9 5,7 7,0 3,4 5,4 2,4 3,3 2,1 5,2 6,9 6,6 4,5 7,7 7,6 9,1 4,4 7,1 4,7 7,4 4,0 12,9 10,0 8,8 6,1 7,7 10,2 10,7 6,9 10,4 3,4 5,5 3,0 10,6 8,7 7,8 5,4 7,4 9,3 9,8 5,7 9,1 22,1 32,3 19,8 46,0 61,2 54,5 38,5 53,9 67,3 70,0 40,7 62,8 11,7 15,7 9,5 20,0 27,4 24,1 17,8 22,7 27,8 29,5 20,3 28,5 15,8 19,1 11,5 25,2 30,2 30,8 24,5 26,2 33,6 34,9 27,2 35,7 229 > A Kreisfreie Städte Kreise Insgeunter 3 samt 105,8 204,5 85,7 132,8 162,3 135,0 2 535,7 2,2 4,7 1,6 2,5 3,8 2,7 55,5 3- 6 6 - 10 10 - 16 16 - 19 19 - 25 25 - 30 30 - 35 35 - 55 55 - 67 67 und älter 19,6 34,4 18,5 26,0 28,2 26,2 467,5 Ostprignitz-Ruppin Potsdam-Mittelmark Prignitz Spree-Neiße Uckermark Land Brandenburg Kreisfreie Städte Brandenburg an der Havel Cottbus Frankfurt (Oder) Potsdam Kreise Barnim Elbe-Elster Havelland Märkisch-Oderland Oberhavel Oberspreewald-Lausitz Oder-Spree Ostprignitz-Ruppin Potsdam-Mittelmark Prignitz Spree-Neiße Uckermark Land Brandenburg Kreisfreie Städte Brandenburg an der Havel Cottbus Frankfurt (Oder) Potsdam Kreise Barnim Elbe-Elster Havelland Märkisch-Oderland Oberhavel Oberspreewald-Lausitz Oder-Spree Ostprignitz-Ruppin Potsdam-Mittelmark Prignitz Spree-Neiße Uckermark Land Brandenburg 2,2 5,3 1,7 2,6 3,9 2,8 57,4 3,2 7,6 2,3 3,8 5,5 3,9 78,3 4,1 3,8 8,4 6,0 9,4 7,1 14,3 10,1 3,2 3,0 6,5 4,3 4,8 4,7 10,0 6,9 7,1 5,7 12,4 9,1 5,4 4,9 10,2 6,7 100,8 86,8 193,5 142,9 - Anteil 2007 in % 3,3 3,2 3,4 3,4 3,0 3,2 3,2 2,9 8,1 9,3 9,2 8,8 6,4 7,2 6,5 8,6 5,0 9,9 3,5 5,8 8,1 6,1 124,0 35,8 72,2 28,0 45,4 55,3 45,0 850,8 15,5 29,5 13,1 20,4 23,4 21,2 378,1 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 2,1 2,0 2,3 3,1 2,3 2,2 2,0 2,3 2,1 2,4 1,9 2,1 2,1 2,3 1,9 1,9 2,3 2,0 2,2 1,9 1,9 2,1 2,7 2,3 2,2 2,0 2,6 2,2 2,6 1,9 2,1 2,1 2,6 2,0 2,0 2,4 2,1 2,3 2,5 2,5 2,6 3,1 4,7 5,4 4,8 7,0 4,9 4,8 4,6 4,8 4,9 4,9 4,5 4,8 4,7 4,8 4,1 4,4 5,0 4,5 4,9 30,3 31,4 31,9 30,5 34,5 33,7 32,8 34,7 35,1 34,7 32,0 33,4 33,8 35,3 32,7 34,2 34,1 33,3 33,6 16,0 15,3 15,3 13,3 15,4 14,9 15,1 14,6 14,5 14,6 15,9 15,2 14,7 14,4 15,3 15,4 14,4 15,7 14,9 21,6 18,6 18,5 16,7 17,0 19,0 20,9 16,9 17,5 17,3 21,4 19,0 18,5 16,8 21,6 19,6 17,4 19,4 18,4 3,0 3,9 3,4 7,7 5,6 3,2 4,1 3,3 7,1 5,4 2,7 3,8 3,4 7,4 5,2 3,8 5,0 3,6 7,0 5,0 3,0 4,0 3,7 7,6 5,3 3,5 4,5 3,4 7,0 5,3 2,7 3,5 3,4 7,5 5,4 2,9 3,8 3,5 7,7 5,5 3,0 3,9 3,6 7,9 5,7 3,7 4,6 3,5 7,0 4,9 2,7 3,7 3,5 7,6 5,0 2,9 3,6 3,5 7,5 5,2 3,4 4,4 3,5 7,6 5,6 2,9 4,0 3,6 7,6 5,0 3,1 4,0 3,4 7,6 5,6 Veränderung 2007 gegenüber 1995 in % -60,0 -62,3 -65,2 -39,0 -34,1 -30,7 -55,6 -20,3 -41,2 -23,9 -59,0 -48,1 -52,2 -19,1 -60,3 -54,2 -32,1 -58,5 -43,8 -65,2 -71,8 -72,4 -57,4 -48,9 -47,2 -62,8 -30,6 -53,1 -38,5 -67,4 -58,5 -62,4 -37,3 -63,6 -63,6 -48,9 -63,8 -55,4 -31,3 -40,0 -47,4 -27,1 -6,2 -6,9 -29,8 12,0 -7,8 0,0 -35,8 -22,4 -24,0 6,0 -26,8 -20,3 -13,6 -31,9 -18,6 9,3 6,7 -9,5 31,7 39,8 28,1 -5,4 36,3 33,9 38,2 -8,7 15,2 10,5 33,6 4,8 8,7 30,5 -4,7 17,6 -21,7 -25,3 -31,0 22,9 0,0 -11,1 -34,4 -16,3 -8,1 -7,0 -37,8 -20,0 -24,1 -15,1 -34,8 -34,3 -10,8 -38,5 -18,5 -15,9 -18,6 -23,3 4,6 17,0 11,5 -14,2 17,9 11,0 18,4 -18,8 -1,5 -8,8 19,2 -15,5 -10,3 7,9 -15,8 -0,2 15,4 5,0 7,7 109,1 73,9 59,1 9,5 59,1 51,9 75,0 0,0 34,5 15,8 74,1 0,0 4,2 72,7 0,0 39,1 -33,3 -37,5 -35,0 20,6 10,8 2,9 -27,3 21,2 4,9 29,3 -38,5 -11,1 -26,7 29,3 -32,0 -27,8 5,4 -33,3 -7,7 -54,7 -54,5 -60,0 -19,7 -34,6 -37,6 -52,2 -37,8 -39,6 -37,2 -57,1 -45,5 -52,4 -36,5 -60,2 -56,7 -37,7 -56,4 -45,0 -9,4 -10,8 -14,7 10,3 38,5 34,6 4,9 44,9 40,5 44,3 -4,0 16,9 11,2 49,5 2,9 11,0 32,3 0,4 19,5 -22,0 -11,3 -16,7 -9,9 13,7 -2,0 -18,3 4,6 -2,1 3,9 -21,3 -7,5 -9,4 9,7 -21,1 -12,4 2,2 -14,9 -6,3 53,4 55,3 57,5 66,9 86,4 80,1 34,6 75,8 81,6 86,6 42,4 71,6 49,6 69,5 40,2 50,3 52,4 57,8 62,6 Quelle: Bevölkerungsstatistik 230 Rahmenbedingungen A Tab. A2-1 Familien- und Lebensformen in Berlin und Brandenburg 2000 und 2007 Berlin 2000 2007 in 1000 671 144 250 317 717 184 1 091 3 374 in % 19,9 4,3 7,4 9,4 21,3 5,4 32,3 100,0 2000 Brandenburg 2007 Lebens- und Familienformen Ehepaare und ihre Kinder unter 18 Jahren Lebensgemeinschaften und ihre Kinder unter 18 Jahren Alleinerziehende und ihre Kinder unter 18 Jahren Ehepartner ohne Kinder im Haushalt Lebenspartner ohne Kinder im Haushalt Alleinstehende Bevölkerung insgesamt Ehepaare und ihre Kinder unter 18 Jahren Lebensgemeinschaften und ihre Kinder unter 18 Jahren Alleinerziehende und ihre Kinder unter 18 Jahren Ehepartner ohne Kinder im Haushalt Lebenspartner ohne Kinder im Haushalt Alleinstehende Bevölkerung insgesamt 828 124 245 288 759 171 921 3 336 24,8 3,7 7,3 8,6 22,8 5,1 27,6 100,0 788 164 158 389 592 96 398 2 585 30,5 6,3 6,1 15,0 22,9 3,7 15,4 100,0 523 142 142 444 677 102 489 2 519 20,7 5,6 5,6 17,8 26,9 4,0 19,4 100,0 Quelle: Mikrozensus Tab. A2-2 Armutsgefährdete Familien und ihre Kinder nach Migrationsstatus und Familienform 2007 in Tausend Migrationsstatus Familienform Ehepaare ohne Migrationshintergrund Ehepaare mit Migrationshintergrund Lebensgemeinschaften ohne Migrationshintergrund Lebensgemeinschaften mit Migrationshintergrund Alleinerziehende ohne Migrationshintergrund Alleinerziehende mit Migrationshintergrund 28 129 11 7 52 38 135 36 40 87 8 Quelle: Mikrozensus Berlin Brandenburg 231 > A Tab. A2-3 Anteil der Kinder unter 18 Jahren nach wirtschaftlichen, bildungsbezogenen und sozialen Risiken in Berlin und Brandenburg 2000 und 2007 in % Berlin Risiken insgesamt Ehepaare Lebensgemeinschaften Alleinerziehende 2000 wirtschaftliches Risiko Bildungsrisiko* soziales Risiko mindestens ein Risiko alle drei Risiken wirtschaftliches Risiko Bildungsrisiko* soziales Risiko mindestens ein Risiko alle drei Risiken wirtschaftliches Risiko Bildungsrisiko* Soziales Risiko mindestens ein Risiko alle drei Risiken 21,5 19,7 19,9 33,1 5,0 23,3 21,4 24,1 34,8 6,4 8,4 8,6 21,1 5,1 28,0 20,4 18,2 14,0 28,8 4,2 14,6 10,4 16,7 25,0 / 27,7 26,3 36,5 47,4 8,0 24,3 6,2 12,6 27,5 2,1 30,1 6,1 12,6 32,2 2,0 23,9 -1,6 0,0 17,1 -4,8 insgesamt Brandenburg Ehepaare Lebensgemeinschaften Alleinerziehende 18,8 3,8 5,3 21,0 / 23,2 3,8 4,7 24,6 23,4 0,0 -11,3 17,1 - 18,8 / 15,6 25,0 / 26,8 10,7 26,8 42,6 -31,4 7,2 - 50,0 16,3 38,4 52,3 8,1 51,4 14,9 36,5 56,8 8,1 2,8 -8,6 -4,9 8,6 0,0 2007 21,6 14,0 30,2 19,9 30,2 17,5 42,4 30,2 19,3 50,4 5,8 8,6 Zuwachs oder Abnahme in Prozent 5,9 -4,1 9,0 9,3 14,8 25,0 16,2 4,9 -22,8 6,3 38,1 7,5 Quelle: Mikrozensus, * = im Nationalen Bildungsbericht 2008 bezeichnet als kulturelles Risiko Tab. A2-4 Bevölkerung unter 60% des durchschnittlichen Familieneinkommens nach Lebensformen, Erwerbsstatus, Bildungsstand 2000 und 2007 in % Familieneinkommen Erwerbsstatus Bildungsstand Bevölkerung insgesamt Bevölkerung nach Lebensformen in Familien mit ledigen Kindern insgesamt davon Eltern unter 35 Jahre darunter: Ehepaare insgesamt Ehepaare mit Kindern unter 18 Jahren Ehepaare 1 Kind unter 18 Jahren Ehepaare mit 2 Kindern unter 18 Jahren Ehepaare mit 3 Kindern unter 18 Jahren Ehepaare mit 4 und mehr Kindern unter 18 Jahren Lebensgemeinschaften insgesamt Lebensgemeinschaften mit Kindern unter 18 Jahren Lebensgemeinschaften mit 1 Kind unter 18 Jahren Lebensgemeinschaften mit 2 Kindern unter 18 Jahren Lebensgemeinschaften mit 3 und mehr Kindern unter 18 Jahren Alleinerziehende insgesamt Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren Alleinerziehende mit 1 Kind unter 18 Jahren Alleinerziehende mit 2 Kindern unter 18 Jahren Alleinerziehende mit 3 und mehr Kindern unter 18 Jahren Berlin 2000 16,7 17,9 20,9 17,2 18,8 14,2 17,3 24,7 54,3 11,1 12,1 9,2 23,1 26,9 22,9 31,1 32,1 2007 17,8 19,2 22,2 18,0 19,8 14,6 17,2 33,0 48,6 11,4 12,5 9,7 14,3 25,4 29,6 25,3 36,1 34,5 Brandenburg 2000 18,3 19,0 21,7 14,9 17,5 13,7 16,9 38,3 50,0 19,1 18,9 17,4 38,3 46,2 40,4 50,0 75,0 2007 22,9 24,5 27,8 20,1 23,1 20,0 25,6 25,6 45,5 24,6 25,4 22,0 24,3 42,9 40,3 50,7 47,5 51,5 80,0 232 Rahmenbedingungen A Familieneinkommen Erwerbsstatus Bildungsstand Paare ohne ledige Kinder Ehepartner Lebenspartner Alleinstehende männlich weiblich Bevölkerung 25- bis unter 55 Jahre nach Vorhandensein und Art des allgemeinen Schulabschlusses Mit allgemeinem Schulabschluss zusammen Haupt-(Volks-)schulabschluss Realschul- oder gleichwertiger Abschluss Fachhochschul-/Hochschulreife Ohne Angabe zur Art des vorhandenen allgemeinen Schulabschlusses Ohne allgemeinen Schulabschluss nach Vorhandensein und Art des beruflichen Ausbildungsabschlusses Mit beruflichem Ausbildungsabschluss zusammen Anlern-/Lehrausbildung Fachschulabschluss Fachhochschulabschluss Universitätsabschluss/Promotion Ohne Angabe zur Art des vorhandenen beruflichen Ausbildungsabschlusses Ohne beruflichen Ausbildungsabschluss Berlin 2000 7,4 7,2 8,2 24,3 27,4 21,7 16,2 15,2 22,7 11,2 15,3 19,2 37,5 11,9 13,7 7,6 7,8 11,4 19,1 34,6 2007 7,9 7,1 10,9 24,3 27,4 21,1 18,5 17,0 32,4 15,3 13,6 43,4 13,1 17,0 9,2 8,7 7,7 38,1 Brandenburg 2000 9,7 9,0 15,6 30,2 30,9 29,2 17,5 17,0 30,2 16,8 8,7 30,4 16,0 19,2 10,3 7,2 30,3 41,5 2007 13,2 12,9 16,7 34,4 38,0 31,0 23,8 23,0 47,5 23,1 14,1 29,2 66,7 21,2 25,8 11,9 9,6 9,5 46,7 51,2 Quelle: Mikrozensus Tab. A3-1 Melderechtlich registrierte ausländische Kinder unter 18 Jahren sowie als Deutsche geborene Kinder ausländischer Eltern (Optionsregelung) in Berlin am 31.12. 2007 * Alter in Jahren durch Optionsregelung 3 647 4 086 4 036 4 082 4 313 4 161 4 274 4 434 4 358 4 416 4 455 4 447 4 396 4 523 4 521 4 668 4 960 4 928 78 705 Ausländer absolut 1 907 1 722 1 713 1 873 2 014 1 992 2 036 2 216 3 941 4 013 4 065 4 080 4 058 4 181 4 187 4 311 4 580 4 558 57 447 1 740 2 364 2 323 2 209 2 299 2 169 2 238 2 218 417 403 390 367 338 342 334 357 380 370 21 258 in % 47,7 57,9 57,6 54,1 53,3 52,1 52,4 50,0 9,6 9,1 8,8 8,3 7,7 7,6 7,4 7,6 7,7 7,5 27,0 unter 1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 Insgesamt Quelle: Statistischer Bericht Melderechtlich registrierte Ausländer im Land Berlin am 30. Juni 2007 (AI4/S-hj 2/07),Tab.4 233 > A Tab. A3-2 Bevölkerung 2007 in Berlin und Brandenburg nach Migrationshintergrund Personen mit Migrationshintergrund Land Region Bevölkerung in 1000 ohne Migrationshintergund in % 76,2 89,3 68,3 94,8 81,3 95,2 78,6 insgesamt in % Migrationshintergund in % 9,9 4,9 13,0 2,6 8,9 2,4 11,8 Ausländer in % Berlin Berlin-Ost Berlin-West Brandenburg Neue Länder 3 408 1 285 2 123 2 541 82 257 13 191 69 066 23,8 10,7 31,7 5,2 18,7 4,8 21,4 13,8 5,8 18,7 2,6 9,8 2,4 10,5 Quelle: Mikrozensus 2007 Tab. A3-3 Einwohner im Alter von unter 25 Jahren in Berliner Bezirken am 31.12.2007 nach Migrationshintergrund und Alter in Tausend Einwohner mit Migrationshintergrund zusammen Einwohner mit Migrationshintergrund Bezirk Einwohner insgesamt ohne zusammen mit Ausländer Migrationshintergrund 391 466 470 003 50 919 35 270 23 288 40 862 30 808 29 879 46 457 48 647 15 282 20 443 20 919 28 692 92 549 59 952 26 565 58 769 22 287 30 781 51 724 68 242 7 834 8 966 18 914 23 420 zusammen 0– 6 72 267 12 872 8 099 3 938 6 899 4 734 4 770 7 806 11 036 1 668 2 297 3 175 4 973 6– 10 46 227 7 858 5 234 2 027 4 427 3 195 3 571 5 249 7 241 929 1 277 1 764 3 455 10 – 16 63 635 10 428 7 056 2 138 6 191 4 831 5 111 7 492 10 045 1 233 1 799 2 385 4 926 16 – 19 30 014 5 290 3 237 878 2 845 2 412 2 152 3 478 4 734 535 1 002 1 230 2 221 19 – 25 68 404 13 463 8 309 3 479 6 764 4 065 4 404 6 913 9 948 1 087 2 466 3 821 3 685 Berlin Mitte Friedh.Kreuzbg. Pankow Charlb.Wilmd. Spandau SteglitzZehld. Schönebg. Neukölln Köpenick MarzahnHellersd. Lichtenbg. Reinickendorf 3 353 854 2 883 851 2 492 385 323 017 260 441 354 551 310 068 215 927 286 970 325 952 302 801 234 975 246 195 250 808 242 149 230 468 200 489 327 986 251 299 193 640 256 189 274 228 234 559 227 141 237 229 231 894 218 729 179 549 165 219 304 698 210 437 162 832 226 310 227 771 185 912 211 859 216 786 210 975 190 037 861 469 280 547 143 468 95 222 49 853 99 631 53 095 60 660 98 181 116 889 23 116 29 409 39 833 52 112 49 911 31 935 12 460 27 126 19 237 20 008 30938 43 004 5 452 8 841 12 375 19 260 Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Meldepflichtig registrierte Einwohner am Ort der Hauptwohnung in Berlin 234 Rahmenbedingungen A Tab. A3-4 Anzahl Lebensweltlich orientierter Räume nach dem Anteil der Personen mit Migrationshintergrund 2007 Anzahl Lebensweltlich orientierter Räume (LOR) mit einem Einwohneranteil mit Migratinshintergrund ... kleiner 20% 0 bis unter 6 6 bis unter 10 10 bis unter 16 16 bis unter 19 19 bis unter 25 alle Altersgruppen 94 88 99 155 192 203 20 bis unter 50 % 194 195 203 185 181 181 50 % und mehr 130 135 116 78 45 34 Alter in Jahren Quelle: Einwohnerregister; Prozentuierungsbasis: alle Einwohner der jeweiligen Gruppe Tab. A3-5 Ausgewählte Lebensweltlich orientierte Räume mit einem Anteil der Personen mit Migrationshintergrund größer als 60 % Planungsraum Bezirk Name Friedrichshain-Kreuzberg Mitte Neukölln Mitte Friedrichshain-Kreuzberg Friedrichshain-Kreuzberg Friedrichshain-Kreuzberg Mitte Mitte Neukölln Neukölln Friedrichshain-Kreuzberg 02 01 08 01 02 02 02 01 01 08 08 02 01 04 01 01 03 01 01 03 02 01 01 01 01 42 02 11 03 01 01 32 22 01 02 01 01 01 12 04 01 04 02 01 02 18 11 03 Askanischer Platz Reinickendorfer Str. Rollberg Körnerstr. Oranienplatz Wassertorplatz Mehringplatz Brunnenstr. Heidestr. Silbersteinstraße Flughafenstraße Moritzplatz Einwohner mit Migrationshintergrund in % 68,1 67,0 66,0 65,7 65,2 65,1 64,5 63,4 62,5 60,3 60,1 60,0 Quelle: Einwohnerregister; Prozentuierungsbasis: alle Einwohner der jeweiligen Gruppe Tab. A4-1 Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen absolut und je Einwohner 2003 bis 2007 nach Ländern 2003 Land BIP je Einwohner BIP 2004 je Einwohner BIP 2005 je Einwohner BIP 2006 je Einwohner BIP 2007 je Einwohner 24 536 20 678 29 465 20 352 50 557 Berlin Brandenburg Länder-Min Länder-Max 78 124 46 919 2 163 800 - 23 035 77 573 18 213 48 279 26 221 2 211 200 17 906 44 980 - 22 899 79 012 18 791 48 999 26 802 2 244 600 18 452 45 677 - 23 295 80 576 19 122 50 209 27 219 2 322 200 18 609 46 869 - 23 699 83 555 19 668 52 562 28 194 2 423 800 19 206 48 647 - Quelle: Arbeitskreis VGR der Länder 235 > A Tab. A4-2 Preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt in Berlin, Brandenburg und Deutschland 2000 bis 2007 (Index 2000 = 100) Land Berlin Brandenburg 2000 100,0 100,0 100,0 2001 98,8 100,5 101,2 2002 97,2 100,2 101,2 2003 95,1 100,0 101,0 2004 93,1 101,1 102,1 2005 93,9 102,0 102,9 2006 95,0 103,4 105,8 2007 96,9 105,5 108,5 Quelle: Arbeitskreis VGR der Länder, Rechenstand August 2007/Januar 2008 Tab. A4-3 Anteile öffentlicher Bildungsausgaben am Gesamtetat und am Bruttoinlandsprodukt nach Ländern Bildungsausgaben Land 2004 2005 2006* 2007* in Mio. Euro 4 123 2 135 7 074 62 464 12 886 4 290 86 716 4 243 2 091 7 215 63 440 12 759 4 640 88 055 4 192 2 167 7 311 64 157 12 504 7 184 91 158 Anteile am öffentlichen 2004 2005 2006* 2007* 2004 in % 21,3 18,8 21,8 24,9 22,8 3,1 17,8 18,8 25,8 20,9 18,9 21,7 24,7 22,6 4,8 18,3 18,9 25,9 5,27 4,41 3,88 3,51 4,93 0,19 3,90 2,93 5,06 Anteile am BIP 2005 2006* 2007* Berlin Brandenburg Stadtstaaten Westliche Flächenländer Östliche Flächenländer Bund Deutschland Länder-Min Länder-Max 4 088 2 130 7 031 62 196 12 678 4 281 86 178 - 20,3 18,4 20,8 24,4 21,5 3 17,6 18,4 26,1 19,4 18,7 20,4 24,2 22,2 2,9 17,4 18,7 25,6 5,23 4,36 3,82 3,47 5,0 0,19 3,86 2,90 5,33 5,27 4,17 3,78 3,40 4,9 0,20 3,79 2,89 5,10 5,02 4,12 3,67 3,30 4,49 0,30 3,76 2,86 4,66 Quelle: Statistisches Bundesamt, Bildungsfinanzbericht *vorläufige Istwerte Tab. A4-4 Erwerbstätige in Berlin, Brandenburg und Deutschland 2000 bis 2007 (Index 2000 = 100) Berlin Jahr 1 000 Personen 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 1 575,4 1 571,2 1 546,6 1 526,0 1 539,6 1 545,5 1 571,5 1 606,7 1 063,9 1 045,8 1 025,1 1 011,9 1 016,4 1 009,2 1 012,9 1 034,4 39 144,0 39 316,0 39 096,0 38 726,0 38 880,0 38 846,0 39 088,0 39 737,0 100,0 99,7 98,2 96,9 97,7 98,1 99,8 102,0 2000 = 100 100,0 98,3 96,4 95,1 95,5 94,9 95,2 97,2 100,0 100,4 99,9 98,9 99,3 99,2 99,9 101,5 Brandenburg Berlin Brandenburg Quelle: Arbeitskreis VGR der Länder, Rechenstand: August 2007/Februar 2008 236 Rahmenbedingungen A Tab. A4-5 Arbeitslosenquote in Berlin, Brandenburg und Deutschland 2000 bis 2007 Arbeitslosenquote (alle zivilen Erwerbspersonen)* Berlin 2000 2001 2002 2003 2004 2005** 2006 2007 15,8 16,1 16,9 18,1 17,7 19,0 17,5 15,5 Brandenburg 17,0 17,4 17,5 18,8 18,7 18,2 17,0 14,9 9,6 9,4 9,8 10,5 10,5 11,7 10,8 9,0 Arbeitslosenquote (alle abhängigen Erwerbspersonen) Berlin 17,6 17,9 18,9 20,2 19,9 21,5 20,1 17,9 Brandenburg 18,4 18,8 19,1 20,4 20,3 19,9 18,7 16,5 10,7 10,3 10,8 11,6 11,7 13,0 12,0 10,1 Jahr Quelle: Bundesagentur für Arbeit, *Definition BA, ** Jahresdurchschnittswerte wegen Einführung des SGB II ab 2005 nur bedingt vergleichbar Tab. A4-6 Arbeitslosenquote (abhängige Erwerbspersonen) in Berlin und Brandenburg nach Geschlecht 2000 bis 2007 Jahr insgesamt 2000 2001 2002 2003 2004 2005* 2006 2007 17,6 17,9 18,9 20,2 19,9 21,5 20,1 17,9 Berlin Frauen 15,5 15,6 16,2 17,1 16,9 19,0 17,6 15,7 Männer 19,5 20,1 21,6 23,1 22,7 24,0 22,5 20,0 insgesamt 18,4 18,8 19,1 20,4 20,3 19,9 18,7 16,5 Brandenburg Frauen 19,7 19,3 18,9 19,9 19,6 18,8 18,1 16,4 Männer 17,2 18,4 19,2 20,9 21,1 20,9 19,4 16,5 Quelle: Bundesagentur für Arbeit, *Jahresdurchschnittswerte wegen Einführung des SGB II nur bedingt vergleichbar 237 > A Tab. A4-7 Erwerbstätige in Berlin, Brandenburg und Deutschland nach der Stellung im Beruf 2000 bis 2007 in Tausend Land Berlin Erwerbstätige Arbeitnehmer SVB am 30.06. Marginal Beschäftigte Selbständige Brandenburg Erwerbstätige Arbeitnehmer SVB am 30.06. Marginal Beschäftigte Selbständige Deutschland Erwerbstätige Arbeitnehmer SVB am 30.06. Marginal Beschäftigte Selbständige 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 1 575,4 1 407,4 1 139,1 168,1 1 063,9 960,0 811,0 103,9 39 144,0 35 229,0 27 825,6 3 915,0 1 571,2 1 398,9 1 125,7 172,4 1 045,8 938,1 778,8 107,7 39 316,0 35 333,0 27 817,1 3 983,0 1 546,6 1 371,6 1 103,8 174,9 1 025,1 918,4 759,8 106,7 39 096,0 35 093,0 27 571,1 4 003,0 1 526,0 1 340,6 1 065,4 143,8 185,5 1 011,9 903,3 732,9 109,3 108,5 38 726,0 34 653,0 26 954,7 5 131,0 4 073,0 1 539,6 1 337,4 1 042,3 170,5 202,2 1 016,4 901,5 715,5 124,6 114,9 38 880,0 34 658,0 26 524,0 5 607,0 4 222,0 1 545,5 1 328,1 1 013,8 189,7 217,5 1 009,2 886,4 698,9 131,4 122,8 38 846,0 34 490,0 26 178,3 5 799,0 4 356,0 1 571,5 1 345,5 1 024,5 199,8 226,0 1 012,9 889,8 705,8 134,4 123,1 39 088,0 34 696,0 26 354,3 5 887,0 4 392,0 1 606,7 1 376,2 1 047,8 230,6 1 034,4 909,5 724,9 124,9 39 737,0 35 291,0 26 854,6 4 446,0 Quelle: Arbeitskreis VGR der Länder, Rechenstand: August 2007/Februar 2008 Tab. A4-8 Arbeitnehmer, sozialversicherungspflichtig und marginal Beschäftigte in Berlin, Brandenburg und Deutschland: Veränderung 2006 gegenüber 2003 in % (Index 2003 = 100) Arbeitnehmer / Art der Beschäftigung Arbeitnehmer Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am 30.06. Marginal Beschäftigte Berlin 0,4 -3,8 38,9 Brandenburg -1,5 -3,7 22,9 0,1 -2,2 14,7 Quelle: Arbeitskreis VGR der Länder, Rechenstand: August 2007 Tab. A4-9 Erwerbstätige nach Wirtschaftsbereichen in Berlin, Brandenburg und Deutschland: Veränderung 2006 gegenüber 2000 in % Berlin Wirtschaftsbereich 1 000 Personen Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 2000 2006 7,2 5,0 -30,1 285,7 214,3 -25,0 1 282,5 1 352,2 5,4 42,7 36,6 -14,2 288,6 228,2 -20,9 732,6 748,0 2,1 936 841 -10,1 11 303 9 968 -11,8 26 905 28 279 5,1 Brandenburg 2000 2006 2000 2006 Quelle: Arbeitskreis VGR der Länder, Rechenstand: August 2007 238 Rahmenbedingungen A Tab. A4-10 Erwerbstätige im Jahresdurchschnitt in Berlin und Brandenburg nach dem Geschlecht im Jahr 2000 und 2006 2000 Land Insgesamt Anteil an insgesamt in % weiblich Berlin Brandenburg 1 472,1 1 144,6 46,4 45,1 männlich 53,6 54,9 1 456,9 1 171,5 Insgesamt 2006 Anteil an insgesamt in % weiblich 47,7 47,1 männlich 52,3 52,9 Quelle: Arbeitskreis VGR der Länder, Rechenstand: August 2007 Tab. A4-11 Erwerbstätige nach Alterskategorien und Beschäftigungsumfang 2006 Erwerbspersonen insgesamt insgesamt Erwerbstätige Vollzeitbeschäftigt Anteil der zu 2005 zu 2005 zu 2005 Frauen an insgesamt in 1 000 in % in Prozentpunkten in % in Prozentpunkten in % in Prozentpunkten in % Land Berlin bis unter bis unter bis unter bis unter bis unter bis unter bis unter bis unter bis unter bis unter und mehr Insgesamt Brandenburg 15 bis unter 20 bis unter 25 bis unter 30 bis unter 35 bis unter 40 bis unter 45 bis unter 50 bis unter 55 bis unter 60 bis unter 65 und mehr Insgesamt 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 65 20 25 30 35 40 45 50 55 60 65 42,7 152,0 205,6 202,5 235,9 283,2 215,1 198,1 163,3 73,5 18,4 1 790,3 52,3 126,3 120,3 118,1 180,0 231,7 210,5 187,2 121,9 46,7 9,0 1 404,0 71,1 77,1 80,9 81,5 83,1 83,5 83,1 83,0 78,7 76,2 97,2 81,4 83,2 79,7 81,1 86,1 86,1 85,5 85,1 83,0 75,4 85,0 98,9 83,4 -0,2 -0,9 0,1 0,6 0,1 0,5 3,2 1,2 3,0 -3,9 -1,0 0,7 0,5 3,3 3,3 1,5 -0,8 0,9 3,3 2,3 1,6 1,7 -0,1 1,6 81,5 72,0 63,8 73,2 75,0 77,3 77,0 76,9 77,4 75,9 39,9 74,1 89,9 82,3 76,8 79,3 80,6 83,0 80,9 83,2 77,1 69,5 / 80,4 0,9 2,3 -1,1 -0,1 -3,1 -1,9 -2,6 -3,7 -3,0 -1,7 0,8 -1,7 -1,3 -1,1 -4,3 -3,2 -2,0 -1,9 -1,7 1,6 -3,7 -7,5 / -2,0 18,5 28,0 36,2 26,8 25,0 22,7 23,0 23,1 22,6 24,1 60,1 25,9 10,1 17,7 23,2 20,7 19,3 17,0 19,1 16,8 22,9 30,5 76,4 19,6 -0,9 -2,3 1,1 0,1 3,1 1,9 2,6 3,7 3,0 1,7 -0,8 1,7 1,1 1,1 4,3 3,2 1,9 1,9 1,7 -1,6 3,7 7,5 8,4 2,0 69,6 61,6 57,4 61,8 68,3 70,9 71,3 71,0 73,3 64,2 41,7 65,4 56,8 66,3 64,6 82,5 83,6 81,9 82,2 80,1 79,5 57,9 39,7 75,8 20 25 30 35 40 45 50 55 60 65 Quelle: Mikrozensus 2005, 2006, Auswertung der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit 239 > A Tab. A4-12 Erwerbstätige und Erwerbslose nach Bezirken 2006 Bezirk Kreisfreie Stadt Verwaltungsbezirk Berlin Mitte Neukölln Spandau Friedrichshain-Kreuzberg Marzahn-Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf CharlottenburgWilmersdorf Pankow Steglitz-Zehlendorf Brandenburg Frankfurt (Oder) Oberspreewald-Lausitz Uckermark Elbe-Elster Cottbus Spree-Neiße Märkisch-Oderland Brandenburg an der Havel Havelland Prignitz Ostprignitz-Ruppin Oder-Spree Oberhavel Barnim Erwerbstätige in 1 000 1 456,9 125,0 112,2 79,3 123,1 117,5 115,4 90,7 142,3 145,4 101,5 182,6 121,8 1 171,5 23,1 50,5 56,3 48,3 45,0 60,6 88,4 31,6 76,4 39,7 49,2 85,1 92,9 84,6 81,4 80,6 102,6 76,0 in % von Erwerbspersonen 81,4 74,1 74,2 78,7 78,8 79,9 80,6 82,0 82,2 84,7 85,8 86,3 88,6 83,4 74,8 75,7 76,7 79,6 79,9 82,2 82,5 83,4 83,4 83,4 83,5 84,6 84,7 84,9 86,5 86,5 88,1 88,3 in 1 000 22,7 -3,6 -0,2 -4,8 6,3 1,3 -2,1 -0,9 6,9 6,9 5,0 6,1 1,6 43,0 -1,4 -0,2 0,2 0,4 3,7 2,9 5,2 0,4 5,1 2,1 2,4 3,0 2,8 5,2 5,5 0,6 5,0 1,2 Erwerbslose in 1 000 333,4 43,8 39,0 21,5 33,1 29,6 27,8 19,9 30,7 26,4 16,9 29,0 15,7 232,4 7,9 16,2 17,2 12,3 11,3 13,1 18,7 6,3 15,2 7,9 9,7 15,5 16,8 15,1 12,7 12,6 13,9 10,1 in % von Erwerbspersonen 18,6 25,9 25,8 21,3 21,2 20,1 19,4 18,0 17,8 15,3 14,2 13,7 11,4 16,6 25,6 24,3 23,4 20,3 20,1 17,8 17,5 16,6 16,6 16,6 16,5 15,4 15,3 15,1 13,5 13,5 11,9 11,7 Quelle: Mikrozensus 2005 Prozentpunkte von Erwerbspersonen 0,7 -1,6 0,4 -0,5 3,2 0,9 -1,2 -2,0 2,1 0,4 3,4 0,6 1,6 1,6 -1,1 2,9 1,8 -0,8 5,4 1,8 1,8 2,6 -0,8 6,8 5,1 3,3 0,9 1,3 0,5 -1,0 0,7 -0,2 Potsdam-Mittelmark Potsdam 240 Rahmenbedingungen A Tab. A4-13 Bevölkerung 2007 nach Bezirken, kreisfreien Städten und Kreisen und monatlichem Nettoeinkommen darunter mit Nettoeinkommen von ... EUR Bezirk Kreisfreie Stadt Verwaltungsbezirk Insgesamt Ohne Einkommen* 300 bis unter 500 500 bis unter 700 700 bis unter 900 in % 15,8 17,6 12,2 12,1 15,7 18,5 17,2 17,0 18,3 12,8 15,7 14,0 18,8 17,7 16,1 13,9 (15,2) 15,4 18,3 20,0 16,6 18,6 16,4 23,6 16,2 17,8 16,4 17,3 17,3 18,6 17,3 16,7 4,5 5,9 5,0 3,8 2,7 5,7 3,7 4,1 5,5 3,6 5,3 4,3 4,6 6,3 (7,8) (4,4) (11,2) (5,1) 5,9 (5,7) (4,7) (6,2) 8,4 5,3 (5,0) 6,4 (7,0) 8,3 (6,3) (5,4) 7,0 (5,2) 6,5 9,5 8,1 4,5 6,2 6,6 5,0 6,8 7,3 4,6 6,5 6,5 6,5 8,1 (9,8) (9,6) (9,0) 7,4 9,6 7,0 9,9 7,9 9,6 8,5 8,7 7,2 (7,2) 6,7 (7,4) (7,0) (5,1) 10,6 10,2 12,4 16,8 10,9 8,8 8,7 4,7 9,5 10,2 9,0 10,9 10,7 9,3 10,6 (12,4) 11,4 (12,2) 9,9 8,9 8,7 12,1 8,8 9,6 9,4 12,3 11,1 13,2 8,9 13,0 11,6 10,2 12,8 11,5 11,3 15,1 11,3 10,2 10,8 8,3 10,6 14,2 13,0 12,0 11,7 9,2 11,5 (12,7) 11,6 (10,1) 10,9 11,0 11,6 13,6 10,6 10,0 9,5 11,6 11,9 12,9 10,8 15,0 13,2 10,2 13,8 11,0 9,3 11,7 10,8 9,0 10,2 10,1 10,0 12,2 12,2 13,9 14,3 9,4 13,4 (11,3) 13,6 (12,3) 12,9 12,1 11,5 14,5 13,7 14,4 11,8 14,4 13,6 15,6 12,2 15,9 14,9 14,4 14,0 9,7 7,7 8,3 9,5 7,5 10,1 9,1 7,8 9,4 13,5 11,0 14,8 9,7 10,8 (10,8) 11,8 (10,3) 11,1 11,0 11,5 13,1 10,8 9,8 8,7 11,7 10,5 10,9 11,1 (10,3) 10,2 12,1 9,7 8,2 6,8 6,1 10,0 7,6 8,1 9,1 8,3 7,6 10,3 8,2 8,7 7,5 7,1 / (9,2) / 8,3 7,7 9,0 (5,9) (6,3) 7,2 6,9 8,5 6,2 (5,7) 7,2 / (6,3) 7,6 (7,0) 22,7 19,5 16,7 27,0 32,3 21,3 32,8 26,0 15,3 21,0 16,5 15,0 25,1 14,5 14,1 14,5 (12,2) 18,9 15,5 14,9 9,6 17,1 14,6 16,4 11,5 15,3 11,0 17,3 (9,7) 12,9 16,2 10,1 900 bis unter 1 100 1 100 bis unter 1 300 1 300 bis unter 1 500 1 500 und mehr unter 300 1 000 Berlin Mitte Friedrichshain-Kreuzberg Pankow Charlottenburg.-Wilmersdorf Spandau Steglitz-Zehlendorf Neukölln Marzahn-Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Brandenburg Brandenburg an der Havel Cottbus Frankfurt (Oder) Potsdam Barnim Elbe-Elster Havelland Märkisch-Oderland Oberhavel Oberspreewald-Lausitz Oder-Spree Ostprignitz-Ruppin Potsdam-Mittelmark Prignitz Spree-Neiße Uckermark 3 373,2 325,8 265,6 352,1 315,8 222,4 285,0 332,1 303,3 231,3 248,6 251,3 239,7 2 541,1 73,3 103,3 62,4 148,9 177,1 161,4 119,1 155,2 191,6 201,1 128,9 188,6 106,5 203,7 86,8 134,4 162,2 136,6 Quelle: Mikrozensus, *einschließlich „ohne Angabe“ sowie ohne Personen, die in ihrer Haupttätigkeit Selbständige in der Land-, Forstwirtschaft/Fischerei sind 241 > A Tab. A4-14a Personen in SGB II-Bedarfsgemeinschaften in Berlin 2007 nach Altersgruppen und Bezirken Bezirk Insgesamt unter 3 3-6 6 - 10 10 - 16 16 - 19 in 1 000 26,0 3,9 2,7 1,5 1,4 2,1 1,1 2,4 19 - 25 25 - 30 30 - 35 35 - 55 55 - 65 Berlin Mitte FriedrichshainKreuzberg Pankow CharlottenburgWilmersdorf Spandau Steglitz-Zehlendorf Schöneberg Neukölln Marzahn-Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Berlin Mitte FriedrichshainKreuzberg Pankow CharlottenburgWilmersdorf Spandau Steglitz-Zehlendorf Schöneberg Neukölln Marzahn-Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf 604,9 81,9 64,2 48,5 39,0 44,8 25,3 52,7 82,3 30,1 51,4 44,4 39,3 17,7 24,9 24,0 13,4 12,3 20,0 8,7 15,9 26,8 12,7 20,6 17,2 16,3 37,2 5,2 3,9 3,0 1,9 2,6 1,3 3,1 5,3 1,9 3,5 3,0 2,5 41,9 50,5 46,9 26,4 27,5 49,6 20,9 39,1 61,0 33,5 56,2 45,7 45,9 32,2 4,8 3,4 2,3 1,6 2,4 1,1 2,7 4,8 1,5 2,9 2,4 2,2 38,8 53,4 48,4 24,0 25,2 44,7 16,0 35,2 58,3 28,8 50,7 41,0 38,3 39,0 5,8 4,4 2,6 2,2 3,0 1,5 3,5 50,5 7,7 5,7 3,0 2,9 4,1 2,2 4,7 52,3 6,8 5,1 4,0 2,7 4,2 1,9 3,8 57,3 7,0 6,2 5,2 3,2 4,0 2,2 4,4 53,2 7,3 6,8 5,1 3,2 3,6 2,1 4,5 7,4 2,6 3,8 3,6 3,2 22,2 24,5 21,9 13,9 15,8 31,4 14,2 21,8 34,6 19,2 30,7 22,3 27,2 203,3 26,8 21,5 17,9 14,5 14,9 9,0 18,2 26,7 10,6 15,8 14,5 12,6 18,8 25,6 24,8 14,5 14,2 22,0 10,2 16,7 28,5 14,4 18,7 18,6 17,8 53,9 6,8 4,5 3,9 5,4 3,9 3,0 5,4 6,6 2,7 4,3 3,8 3,4 13,3 21,0 22,4 12,8 11,5 13,2 7,0 12,0 18,1 10,7 13,7 12,4 9,9 5,7 7,6 3,7 7,0 7,6 1,9 2,0 1,1 2,6 3,2 3,1 3,7 2,4 6,1 5,8 2,6 3,2 1,8 4,5 5,0 2,8 3,8 1,8 3,5 3,5 in % der jeweiligen Bevölkerungsgruppe 36,6 32,7 26,7 19,9 21,4 54,2 53,1 44,6 23,2 21,3 52,8 24,1 25,2 38,4 15,1 33,1 51,4 27,5 42,9 39,6 32,8 50,6 24,0 22,6 32,8 14,3 29,0 43,7 22,1 35,8 35,9 27,2 42,2 17,3 20,5 28,9 13,0 26,8 38,8 15,6 23,9 24,4 23,0 20,3 14,8 14,3 26,8 10,9 18,4 29,7 14,9 23,4 17,5 22,3 17,2 14,6 15,2 31,3 14,4 20,8 32,3 20,0 32,1 22,0 27,7 Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Prozentuierungsbasis: Bevölkerungsstatistik 31.12.2007 242 Rahmenbedingungen A Tab. A4-14b Personen in SGB II-Bedarfsgemeinschaften in Brandenburg 2007 nach Altersgruppen und Kreisen und kreisfreien Städten Kreisfreie Stadt Kreise Insgesamt unter 3 3-6 6 - 10 10 - 16 16 - 19 in 1 000 14,4 0,6 0,6 0,4 0,6 19 - 25 25 - 30 30 - 35 35 - 55 55 - 65 Land Brandenburg Kreisfreie Städte Brandenbg. a. d. Havel Cottbus Frankfurt (Oder) Potsdam Kreise Barnim Elbe-Elster Havelland Märkisch-Oderland Oberhavel Oberspreewald-Lausitz Oder-Spree Ostprignitz-Ruppin Potsdam-Mittelmark Prignitz Spree-Neiße Uckermark Land Brandenburg Kreisfreie Städte Brandenbg. a. d. Havel Cottbus Frankfurt (Oder) Potsdam Kreise Barnim Elbe-Elster Havelland Märkisch-Oderland Oberhavel Oberspreewald-Lausitz Oder-Spree Ostprignitz-Ruppin Potsdam-Mittelmark Prignitz Spree-Neiße Uckermark 328,2 12,6 15,3 10,7 16,4 21,9 16,6 16,4 19,0 26,4 22,8 18,8 24,7 17,1 16,2 13,3 17,5 17,2 25,4 12,9 17,3 14,9 17,3 10,9 12,4 10,2 13,9 12,2 13,8 11,3 14,7 13,1 16,1 7,9 15,6 13,2 10,6 18,8 18,2 0,7 0,9 0,6 1,2 1,3 1,0 0,8 1,0 1,4 1,3 1,0 1,4 0,8 0,9 0,7 0,9 1,0 1,2 32,7 44,9 42,9 44,5 26,1 32,8 29,6 35,2 30,1 35,0 26,3 40,2 36,1 38,0 18,2 42,4 34,1 27,3 46,3 15,1 0,6 0,7 0,5 0,9 1,0 0,8 0,7 0,9 1,2 1,1 0,8 1,1 0,7 0,7 0,6 0,7 0,9 1,1 26,4 39,7 36,2 38,9 22,2 25,4 21,8 29,7 22,6 28,0 20,6 34,8 28,8 33,1 13,5 35,8 27,3 22,3 39,0 18,0 0,6 0,8 0,6 1,0 22,1 0,7 0,9 0,7 1,0 32,2 1,4 1,7 1,2 1,6 31,9 1,3 1,8 1,2 2,0 22,6 0,8 1,2 0,8 1,5 1,6 1,2 1,1 1,2 1,9 1,5 1,3 1,7 1,1 1,0 0,8 1,1 1,1 1,6 18,2 24,8 22,2 26,7 14,3 18,2 15,1 20,3 16,2 20,5 14,9 22,3 18,3 22,2 10,5 23,1 19,4 14,1 26,7 122,2 4,6 5,3 3,7 5,3 7,9 5,9 6,6 7,0 9,8 8,6 7,2 8,9 6,6 6,2 5,3 7,1 6,2 9,9 14,4 21,0 16,5 18,6 11,5 12,9 10,9 17,2 12,9 14,6 12,3 17,8 14,1 18,5 8,6 18,8 15,5 11,3 22,0 31,6 1,3 1,3 1,0 1,4 2,0 1,5 1,8 1,9 2,4 2,2 1,8 2,5 1,5 1,7 1,3 1,8 1,6 2,6 10,4 14,2 10,4 12,7 8,6 9,3 7,8 12,3 10,4 10,5 9,3 11,3 10,7 12,3 7,1 12,0 11,0 8,6 15,2 1,2 1,4 1,0 2,2 2,3 1,0 1,2 0,8 1,6 1,6 0,8 1,1 0,7 1,4 1,4 1,1 1,4 0,9 1,9 1,7 1,4 1,8 1,2 2,6 2,6 1,2 1,5 1,0 2,2 2,2 1,0 1,2 0,8 1,8 1,8 1,4 1,7 1,1 2,5 2,4 1,0 1,1 0,8 1,8 1,6 0,9 1,1 0,7 1,5 1,5 0,7 1,0 0,6 1,3 1,2 0,9 1,2 0,7 1,5 1,6 1,1 1,2 0,7 1,6 1,6 1,4 1,8 1,1 2,4 2,2 in % der jeweiligen Bevölkerungsgruppe 23,0 21,9 16,6 16,6 22,3 34,2 29,7 35,2 20,7 22,3 19,1 25,7 18,8 25,1 17,2 29,4 25,9 30,1 11,2 29,1 24,1 20,0 35,5 30,4 28,8 31,4 19,3 20,5 18,1 24,7 17,8 23,7 16,9 27,1 23,6 26,7 12,0 29,9 24,8 17,6 33,5 24,7 18,1 22,4 14,0 15,8 14,0 16,5 16,9 16,4 14,8 18,7 17,1 21,3 10,4 20,3 15,6 13,1 23,4 23,4 18,0 21,3 11,9 15,9 14,0 15,6 17,2 18,0 15,9 18,9 17,6 20,7 10,2 20,2 15,2 13,0 23,9 28,1 23,8 30,5 15,5 23,1 18,1 22,8 22,5 25,9 20,3 26,2 22,8 27,3 14,4 27,1 23,0 17,8 32,3 Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Prozentuierungsbasis: Bevölkerungsstatistik 31.12.2007 243 > A Tab. A4-15a Nichterwerbsfähige Personen unter 15 Jahren in alleinerziehenden SGB II-Bedarfsgemeinschaften in Berlin 2007 nach Altersgruppen und Bezirken Personen in Bedarfsgemeinschaften im Bezirk Insgesamt unter 3 3-6 in 1 000 Berlin Mitte Friedrichshain-Kreuzberg Pankow Charlottenburg-Wilmersdorf Spandau Steglitz-Zehlendorf Neukölln Marzahn-Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Berlin Mitte Friedrichshain-Kreuzberg Pankow Charlottenburg-Wilmersdorf Spandau Steglitz-Zehlendorf Neukölln Marzahn-Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf 67,3 7,9 6,1 6,4 3,9 5,1 3,0 5,8 7,9 4,0 6,5 5,6 5,0 42,4 33,7 35,0 58,6 45,4 42,2 49,2 41,4 34,0 54,8 49,5 50,8 43,6 13,0 1,4 1,2 1,4 0,7 0,9 0,5 1,0 1,4 0,8 1,5 1,3 0,9 34,9 27,2 31,2 47,2 35,8 32,7 36,6 32,5 26,2 44,4 42,4 44,8 34,7 13,4 1,6 1,1 1,4 0,7 0,9 0,5 1,1 1,6 0,8 1,5 1,2 0,9 41,7 33,5 33,4 60,0 43,8 39,9 48,0 38,6 32,6 54,5 50,6 52,7 41,9 17,3 2,0 1,7 1,7 1,0 1,3 0,8 1,5 2,0 1,1 1,6 1,4 1,3 44,4 34,9 37,4 63,7 47,5 44,5 50,6 44,4 35,6 58,4 50,6 53,1 45,6 23,5 2,9 2,1 1,9 1,5 2,0 1,2 2,2 3,0 1,2 2,0 1,7 1,9 46,6 37,4 36,8 64,3 51,1 47,7 56,4 46,7 39,2 61,5 54,5 53,4 48,9 6 - 10 10 - 15 in % der Personen in Bedarfsgemeinschaften Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Berechnungen 244 Rahmenbedingungen A Tab. A4-15a Nichterwerbsfähige Personen unter 15 Jahren in alleinerziehenden SGB II-Bedarfsgemeinschaften in Brandenburg 2007 nach Altersgruppen und Kreisen und kreisfreien Städten Kreisfreie Stadt Kreise Personen in Bedarfsgemeinschaften im Insgesamt unter 3 3-6 in 1 000 Land Brandenburg Kreisfreie Städte Brandenburg an der Havel Cottbus Frankfurt (Oder) Potsdam Kreise Barnim Elbe-Elster Havelland Märkisch-Oderland Oberhavel Oberspreewald-Lausitz Oder-Spree Ostprignitz-Ruppin Potsdam-Mittelmark Prignitz Spree-Neiße Uckermark Land Brandenburg Kreisfreie Städte Brandenburg an der Havel Cottbus Frankfurt (Oder) Potsdam Kreise Barnim Elbe-Elster Havelland Märkisch-Oderland Oberhavel Oberspreewald-Lausitz Oder-Spree Ostprignitz-Ruppin Potsdam-Mittelmark Prignitz Spree-Neiße Uckermark 43,6 46,6 39,1 47,8 44,5 45,0 48,4 47,5 27,4 43,8 45,6 43,0 45,4 41,9 38,7 42,5 40,8 41,7 41,6 43,6 47,0 46,6 31,6 38,8 44,8 41,3 41,1 43,6 46,5 47,7 38,8 50,3 46,1 48,5 47,7 50,0 31,8 44,1 48,7 46,9 46,1 44,3 44,9 50,2 39,3 49,6 45,2 45,8 51,3 49,0 27,2 45,6 46,5 42,2 47,8 42,5 44,9 46,3 37,8 49,4 45,2 43,1 47,7 45,4 21,1 46,1 43,6 42,7 46,3 38,8 51,2 54,7 51,2 50,6 46,6 49,2 45,2 43,3 50,2 53,3 50,0 51,6 54,5 56,5 53,9 56,1 53,5 59,6 55,2 53,2 2,2 1,9 1,4 2,1 2,6 2,3 1,9 2,7 1,0 1,6 1,3 1,6 1,9 2,3 45,2 0,5 0,4 0,3 0,4 0,6 0,6 0,5 0,7 0,3 0,3 0,3 0,4 0,4 0,5 42,6 0,5 0,4 0,3 0,5 0,6 0,5 0,4 0,6 0,2 0,3 0,3 0,3 0,4 0,5 46,8 0,5 0,5 0,3 0,6 0,7 0,6 0,5 0,7 0,3 0,4 0,3 0,4 0,5 0,6 46,7 0,6 0,6 0,4 0,7 0,8 0,7 0,6 0,8 0,2 0,5 0,4 0,5 0,6 0,7 44,9 1,3 1,8 1,2 2,1 0,3 0,4 0,3 0,5 0,3 0,4 0,2 0,5 0,3 0,4 0,3 0,5 0,4 0,6 0,4 0,5 33,2 7,8 7,1 8,4 9,9 6 - 10 10 - 15 in % der Personen in Bedarfsgemeinschaften Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Berechnungen 245 > B Tab. B1-1 Entwicklung der öffentlichen Bildungsausgaben in Berlin und Brandenburg insgesamt Land 1995 2000 2004 2005 2006* 2007 * Berlin Brandenburg davon kommunal Berlin Brandenburg Flächenländer West Flächenländer Ost Stadtstaaten Länder-Min Länder-Max Berlin Brandenburg Flächenländer West Flächenländer Ost Stadtstaaten Länder-Min Länder-Max 4 836 683 2 450 747 837 255 19,9 19,6 20,0 19,8 19,3 17,7 22,0 6,1 6,4 3,5 6,7 4,6 3,0 7,6 4 067 714 2 220 386 752 351 19,6 19,0 23,1 21,9 20,8 19,0 25,2 5,2 4,9 3,4 5,7 4,1 2,9 6,3 4 088 548 2 130 710 658 548 20,3 18,4 24,4 21,5 20,8 18,4 26,1 5,3 4,4 3,5 4,9 3,9 2,8 5,4 4 132 290 2 135 255 661 390 19,4 18,7 24,2 22,2 20,4 18,7 25,6 5,2 4,4 3,5 5,0 3,8 2,7 5,3 4 243 420 2 091 667 633 958 21,3 18,8 24,9 22,8 21,8 18,8 25,8 5,3 4,2 3,4 4,8 3,8 2,6 5,3 4 192 184 2 167 382 696 170 20,9 18,9 24,7 22,6 21,7 18,9 26,1 5,0 4,1 3,3 4,5 3,7 2,6 5,0 Quelle: Bildungsfinanzbericht, 2008, Tab. 3-2, Tab. 3.2-1, Tab. 3.3-2, * vorläufig Tab. B1-2 Entwicklung der öffentlichen Bildungsausgaben in Berlin und Brandenburg nach Bildungsbereichen in Tsd. Euro Land Bildungsbereich Berlin Bildungsausgaben Kindertageseinrichtungen 1) Schulen Hochschulen lern und Studierenden Sonstiges Bildungswesen Jugendarbeit 1) Brandenburg Bildungsausgaben insgesamt Kindertageseinrichtungen 1) Schulen Hochschulen lern und Studierenden Sonstiges Bildungswesen Jugendarbeit 1) 1995 2000 2004 2005 2006* 2007* 4 836 683 0 2 238 772 1 445 809 113 631 53 728 984 744 2 450 747 522 041 1 562 196 228 894 50 093 43 598 43 926 4 067 714 0 2 042 342 1 226 767 58 859 89 890 649 856 2 220 386 431 113 1 385 003 237 095 78 547 49 553 39 075 4 088 548 762 528 1 957 328 1 154 118 79 882 30 964 1 344 2 130 710 413 941 1 375 497 249 938 86 850 40 830 37 042 4 132 290 751 408 2 038 066 1 172 192 85 320 29 098 56 206 2 135 255 417 697 1 322 711 237 004 81 775 38 237 37 831 4 243 420 675 201 2 129 216 1 278 627 72 515 24 889 62 971 2 091 667 405 430 1 283 896 248 941 78 737 37 540 37 123 4 192 184 705 252 2 107 654 1 228 781 69 910 19 255 61 332 2 167 382 447 076 1 315 074 247 978 82 138 35 623 39 493 Quelle: Bildungsfinanzbericht, 2008, Tab. 4.1.3-1, Tab. 4.2.1-1, Tab. 4.3.1-1, Tab. 4.4.2-1, Tab. 4.5.1-1, Tab. 4.6.3-1 1) In Berlin wurden die öffentlichen Ausgaben für diesen Bereich 1995 und 2000 anders verbucht *vorläufig 246 B Tab. B1-3 Entwicklung der Anteile der Bildungsbereiche an den öffentlichen Bildungsausgaben in % Land Bildungsbereich Berlin Bildungsausgaben insgesamt Kindertageseinrichtungen 1) Schulen Hochschulen lern und Studierenden Sonstiges Bildungswesen Jugendarbeit 1) Brandenburg Bildungsausgaben insgesamt Kindertageseinrichtungen 1) Schulen Hochschulen lern und Studierenden Sonstiges Bildungswesen Jugendarbeit 1995 2000 2004 2005 2006* 2007* 100,0 0,0 46,3 29,9 2,4 1,1 20,4 100,0 21,3 63,7 9,3 2,0 1,8 1,8 100,0 0,0 50,2 30,2 1,5 2,2 16,0 100,0 19,4 62,4 10,7 3,5 2,2 1,8 100,0 18,7 47,9 28,3 2,0 0,8 0,03 100,0 19,4 64,6 11,7 4,1 1,9 1,7 100,0 18,2 49,3 28,4 2,1 0,7 1,4 100,0 19,6 62,0 11,1 3,8 1,8 1,7 100,0 15,9 50,2 30,1 1,7 0,6 1,5 100,0 18,7 59,2 11,5 3,6 1,7 1,7 100,0 16,8 50,3 29,3 1,7 0,5 1,5 100,0 20,6 60,7 11,4 3,8 1,6 1,8 Quelle: Bildungsfinanzbericht, 2008, Tab. 4.1.3-1, Tab. 4.2.1-1, Tab. 4.3.1-1, Tab. 4.4.2-1, Tab. 4.5.1-1, Tab. 4.6.3-1. Eigene Berechnungen, 1) In Berlin wurden die öffentlichen Ausgaben für diesen Bereich 1995 und 2000 anders verbucht *vorläufig Tab. B1-4 Anteile der Bildungsbereiche an den öffentlichen Bildungsausgaben 2005 in % Bildungsbereich Land Förderung von Kindertageseinrichtungen 18,2 19,6 12,1 15,7 16,7 9,0 19,6 Schulen Hochschulen Studenten Berlin Brandenburg Flächenländer West Flächenländer Ost Stadtstaaten Länder-Min Länder-Max 49,3 61,9 61,3 60,0 50,3 49,3 67,1 28,4 11,1 19,7 17,9 27,9 11,1 28,8 2,1 3,8 3,4 3,8 2,1 1,8 4,3 Sonstiges Bildungswesen 0,7 1,8 1,9 1,5 1,3 0,6 3,4 Jugendarbeit 1,4 1,7 1,6 1,2 1,6 0,5 2,1 Quelle: Bildungsfinanzbericht, 2008, Tab. 4.7-2 247 > B Tab. B1-5 Ausgaben für Bildungseinrichtungen je Bildungsteilnehmer 2005 in Euro Primarbereich Sekundarbereich Insgesamt Berlin Brandenburg Länder-Min Länder-Max 5 100 4 400 4 500 4 200 5 900 5 600 6 500 5 800 5 500 5 100 6 900 6 600 9 700 8 300 9 200 8 300 10 200 7 500 7 700 6 800 6 800 6 400 8 000 7 000 11 300 10 000 11 900 9 200 15 700 Primar- bis Land (ohne FuE) 6 500 6 600 7 100 5 800 9 500 8 100 6 800 7 000 6 500 8 400 6 700 Quelle: Bildungsfinanzbericht, 2008, Tab. 5.1.2-1 Tab. B1-6 Ausgaben für öffentliche allgemeinbildende und berufliche Schulen 2005 je Schüler/in nach Schularten in Euro darunter Land Alle Schularten darunter Allgemeinbildende Schulen Berufliche Schulen Berufsschulen im Berlin Brandenburg Flächenländer West Flächenländer Ost Stadtstaaten Länder-Min Länder-Max 5 600 4 600 4 700 4 600 5 000 5 500 4 300 5 600 6 100 5 200 5 100 4 900 5 700 6 000 4 700 6 400 3 600 2 700 3 500 3 500 3 000 3 800 2 500 4 300 2 400 2 400 2 200 2 200 2 100 2 500 1 800 2 800 Quelle: Bildungsfinanzbericht, 2008, Tab. 4.2.4-1 Tab. B1-7 Ausgaben für öffentliche allgemeinbildende Schulen 2005 je Schüler/in nach Schularten in Euro Allgemeinbildende Schulen 6 100 5 200 5 100 4 900 5 700 6 000 4 700 6 400 darunter schulen 4 700 3 700 4 000 3 900 4 500 4 800 3 700 5 100 Hauptschulen 9 200 5 600 5 500 6 600 7 700 Realschulen 5 200 4 200 4 500 4 400 4 600 5 400 4 000 5 200 5 700 5 600 4 700 5 800 6 900 sien 5 700 4 900 5 400 5 300 5 600 5 700 4 800 6 300 schulen 6 900 5 700 5 700 5 400 5 700 6 700 4 800 6 900 Förderschulen 14 700 12 600 12 300 12 000 12 400 15 100 9 900 16 100 Land Berlin* Brandenburg* Flächenländer West Flächenländer Ost Stadtstaaten Länder-Min Länder-Max Quelle: Bildungsfinanzbericht, 2008, Tab. 4.2.4-2 * ohne 5. und 6. Jahrgangsstufe 248 B Tab. B1-8 Entwicklung der Ausgaben für öffentliche allgemeinbildende und berufliche Schulen je Schüler/in in Euro Land Berlin Brandenburg Flächenländer West Flächenländer Ost Stadtstaaten Länder-Min Länder-Max 1995 5 100 3 500 4 300 4 300 3 700 5 300 3 500 5 900 2000 4 900 3 700 4 300 4 300 4 000 5 200 3 700 6 100 2001 5 100 3 800 4 500 4 400 4 200 5 400 3 800 6 300 2002 5 200 4 000 4 600 4 500 4 400 5 400 3 900 6 000 2003 5 200 4 500 4 600 4 500 4 800 5 400 4 200 6 000 2004 5 200 4 600 4 700 4 600 4 900 5 400 4 300 5 900 2005 5 600 4 600 4 700 4 600 5 000 5 500 4 300 5 700 Quelle: Bildungsfinanzbericht, 2008, Tab. 4.2.5-1 Tab. B1-9 Lehrkosten* an Berliner Universitäten und der Universität Potsdam 2004 in Euro Lehrgebiet Universität Sprach- und Kulturwissenschaften FU Berlin HU Berlin U Potsdam Sport HU Berlin U Potsdam Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften FU Berlin HU Berlin U Potsdam Mathematik, Naturwissenschaften FU Berlin HU Berlin U Potsdam Agrar- und Ernährungswissenschaft HU Berlin U Potsdam Ingenieurwissenschaften Je Studienplatz RSZ* jährliche Kosten je Semesterwochenstunde Je Absolvent/in Auslastung 11 306 13 541 10 982 9 581 14 922 15 265 9 110 10 677 11 105 8 517 19 056 20 875 17 404 19 584 37 193 24 172 17 294 23 631 26 172 25 504 23 868 17 733 26 945 26 333 12 168 12 442 19 793 16 663 54 276 65 240 51 081 94 270 53 968 19 413 29 209 39 088 30 368 24 393 57 290 3 343 3 676 3 829 3 145 2 815 2 625 4 279 5 012 4 639 4 132 4 257 4 905 4 210 4 360 7 436 5 036 3 760 5 354 3 669 4 327 1 434 86 113 134 134 148 86 103 132 130 114 88 97 97 80 118 92 58 112 106 94 61 FU Berlin HU Berlin U Potsdam 11 629 14 248 30 716 Quelle: HIS (Dölle, et. Al 2007; S. 43 ff.), *RSZ = Regelstudienzeit; vollzeitgewichtete und dienstleistungsbereinigte Zahlen; Kosten aus Landes- und Sondermitteln; einschl. lehrbezogener Drittmittel, aber ohne Bewirtschaftungskosten, Bauunterhaltung, Bauinvestitionen und Gebäudemieten 249 > B Tab. B1-10 Öffentliche Ausgaben für Hochschulen in Tsd. Euro Land Berlin Brandenburg Flächenländer Ost Flächenländer West Stadtstaaten 1995 1 445 809 228 894 16 227 940 2 196 613 10 160 149 2 100 975 2000 1 226 767 237 095 17 242 563 2 269 646 11 017 350 2 019 109 2005 1 172 192 237 004 18 416 579 2 302 772 12 293 488 1 976 847 2006 1 278 627 248 941 19 370 893 2 475 838 12 918 894 2 083 262 2007 1 228 781 247 978 19 311 202 2 485 487 12 635 784 2 062 179 Quelle: Bildungsfinanzbericht, 2008, Tab. 4.3.1-1 Tab. B1-11 Öffentliche Ausgaben für das Sonstige Bildungswesen in Tsd. Euro Land Berlin Stadtstaaten Brandenburg Flächenländer Ost Flächenländer West 1995 53 728 106 568 43 598 106 795 1 430 281 737 384 2000 89 890 145 101 49 553 206 644 1 626 144 823 584 2005 29 098 95 033 38 237 192 872 1 965 891 1 208 489 2006 24 889 95 597 37 540 186 275 2 037 003 1 294 084 2007 19 255 84 735 35 623 161 542 1 854 545 1 146 456 Quelle: Bildungsfinanzbericht, 2008, Tab. 4.5.1-1 Tab. B1-12 Kumulierte Ausgaben der Bildungseinrichtungen für ausgewählte Bildungskarrieren 2005 Mittlerer Land Hauptschulabschluss und Mittlerer Abschluss und Ausbildung, Fachoberschule, Ausbildung, - Berlin Brandenburg 129 600 91 100 116 900 80 600 90 100 145 800 119 400 120 600 131 700 101 800 112 200 161 100 123 000 139 500 Quelle: Bildungsfinanzbericht, 2008, S. 23, Statistisches Bundesamt 250 B Tab. B2-1 Tätige Personen am 15.03.2007 in Tageseinrichtungen nach Altersgruppen und Geschlecht (ohne hauswirtschaftliches und technisches Personal) Berlin Alter absolut Insgesamt Alter von ... bis unter Jahren unter 20 20 - 25 25 - 35 35 - 45 45 - 55 55 und älter Männlich Alter von ... bis unter Jahren unter 20 20 - 25 25 - 35 35 - 45 45 - 55 55 und älter Weiblich Alter von ... bis unter Jahren unter 20 20 - 25 25 - 35 35 - 45 45 - 55 55 und älter 366 172 9 826 33 643 80 175 103 984 109 520 29 024 11 637 1 030 1 847 3 142 2 909 2 039 670 354 535 8 796 31 796 77 033 101 075 107 481 28 354 in % 100,0 2,7 9,2 21,9 28,4 29,9 7,9 3,2 8,9 15,9 27,0 25,0 17,5 5,8 96,8 2,5 9,0 21,7 28,5 30,3 8,0 absolut 16 615 91 871 2 715 6 553 4 755 1 630 722 13 69 225 212 144 59 15 893 78 802 2 490 6 341 4 611 1 571 in % 100,0 0,6 5,2 16,3 39,4 28,6 9,8 4,4 1,8 9,6 31,2 29,4 19,9 8,2 95,7 0,5 5,1 15,7 39,9 29,0 9,9 absolut 13 210 94 437 1 457 4 037 5 184 2 001 259 11 33 87 81 30 17 12 951 83 404 1 370 3 956 5 154 1 984 in % 100,0 0,7 3,3 11,0 30,6 39,2 15,2 2,0 4,3 12,7 33,6 31,3 11,6 6,6 98,0 0,6 3,1 10,6 30,6 39,8 15,3 Brandenburg Quelle: Kinder- und Jugendhilfestatistik 251 > B Tab. B2-2 Tätige Personen in öffentlich geförderter Kindertagespflege am 15.03.2007, Tagespflegepersonen nach Alter und Geschlecht Berlin Alterkategorie absolut Insgesamt Alter von ... bis unter ... Jahren unter 20 20 - 25 25 - 30 30 - 35 35 - 40 40 - 45 45 - 50 50 - 55 55 - 60 60 und älter Männlich Alter von ... bis unter ... Jahren unter 20 20 - 25 25 - 30 30 - 35 35 - 40 40 - 45 45 - 50 50 - 55 55 - 60 60 und älter Weiblich Alter von ... bis unter ... Jahren unter 20 20 - 25 25 - 30 30 - 35 35 - 40 40 - 45 45 - 50 50 - 55 55 - 60 60 und älter 33 136 143 1 073 2 526 4 234 5 966 6 526 4 970 3 623 2 230 1 845 738 8 36 51 74 115 123 109 78 53 91 32 398 135 1 037 2 475 4 160 5 851 6 403 4 861 3 545 2 177 1 754 in % 100,0 0,4 3,2 7,6 12,8 18,0 19,7 15,0 10,9 6,7 5,6 2,2 0,0 0,1 0,2 0,2 0,4 0,4 0,3 0,2 0,2 0,3 97,8 0,4 3,1 7,5 12,6 17,7 19,3 14,7 10,7 6,6 5,3 absolut 1 311 3 34 47 84 151 260 249 247 156 80 38 2 2 1 7 6 10 5 2 3 1 273 3 32 45 83 144 254 239 242 154 77 in % 100,0 0,2 2,6 3,6 6,4 11,5 19,8 19,0 18,8 11,9 6,1 2,9 0,0 0,2 0,2 0,1 0,5 0,5 0,8 0,4 0,2 0,2 97,1 0,2 2,4 3,4 6,3 11,0 19,4 18,2 18,5 11,8 5,9 absolut 1 042 1 13 61 127 238 205 183 132 64 18 28 3 3 6 2 5 6 3 1 014 1 13 58 124 232 203 178 126 64 15 in % 100,0 0,1 1,3 5,9 12,2 22,8 19,7 17,6 12,7 6,1 1,7 2,7 0,0 0,0 0,3 0,3 0,6 0,2 0,5 0,6 0,0 0,3 97,3 0,1 1,3 5,6 11,9 22,3 19,5 17,1 12,1 6,1 1,4 Brandenburg Quelle: Kinder- und Jugendhilfestatistik 252 B Tab. B2-3 Hauptberufliche Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen nach Altersgruppen und Geschlecht 2007/08 Land Alter von ... bis unter ... Jahren Berlin unter 30 30 - 35 35 - 40 40 - 45 45 - 50 50 - 55 55 - 60 60 - 65 65 und älter Brandenburg unter 30 30 - 35 35 - 40 40 - 45 45 - 50 50 - 55 55 - 60 60 - 65 65 und älter absolut Insgesamt männlich weiblich Insgesamt männlich In % weiblich männlich rel.* 100,0 0,3 2,2 7,3 12,6 15,8 20,8 27,5 13,3 0,2 100,0 0,1 1,8 8,5 17,5 21,9 22,0 20,0 7,6 0,6 weiblich rel.* 100,0 0,9 3,4 9,5 17,1 17,0 21,9 22,6 7,5 0,1 100,0 0,5 2,3 9,5 20,0 21,4 22,1 20,0 4,1 0,1 25 560 195 780 2 288 4 073 4 264 5 523 6 102 2 302 33 18 827 82 423 1 750 3 681 4 044 4 153 3 771 892 31 6 745 19 150 495 849 1 066 1 404 1 852 894 16 3 474 2 64 295 608 761 764 695 264 21 18 815 176 630 1 793 3 224 3 198 4 119 4 250 1 408 17 15 353 80 359 1 455 3 073 3 283 3 389 3 076 628 10 100,0 0,8 3,1 9,0 15,9 16,7 21,6 23,9 9,0 0,1 100,0 0,4 2,3 9,3 19,6 21,5 22,1 20,0 4,7 0,2 26,4 0,1 0,6 1,9 3,3 4,2 5,5 7,3 3,5 0,1 18,5 0,0 0,3 1,6 3,2 4,0 4,1 3,7 1,4 0,1 73,6 0,7 2,5 7,0 12,6 12,5 16,1 16,6 5,5 0,1 81,6 0,4 1,9 7,7 16,3 17,4 18,0 16,3 3,3 0,1 Quelle: Schulstatistik, *Alterskategorie-Anteile Tab. B2-4 Hauptberufliche Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen nach Altersgruppen und Geschlecht 2007/08 Land Alter von ... bis unter ... Jahren Berlin unter 30 30 - 35 35 - 40 40 - 45 45 - 50 50 - 55 55 - 60 60 - 65 65 und älter Brandenburg unter 30 30 - 35 35 - 40 40 - 45 45 - 50 50 - 55 55 - 60 60 - 65 65 und älter absolut Insgesamt männlich weiblich Insgesamt männlich In % weiblich männlich rel.* 100,0 0,2 1,3 7,2 14,1 14,1 18,4 29,4 15,0 0,4 100,0 0,2 1,4 6,4 14,8 18,8 21,8 25,2 10,1 1,3 weiblich rel.* 100,0 0,7 3,2 10,8 19,1 18,5 22,0 19,9 5,8 0,1 100,0 0,7 2,3 7,7 19,5 24,6 21,0 19,7 4,3 0,2 4 650 19 103 417 771 757 939 1 146 485 13 3 024 14 59 217 533 674 645 662 200 20 2 337 4 30 167 329 330 431 686 350 10 1 206 2 17 77 178 227 263 304 122 16 2 313 15 73 250 442 427 508 460 135 3 1 818 12 42 140 355 447 382 358 78 4 100,0 0,4 2,2 9.0 16,6 16,3 20,2 24,7 10,4 0,3 100,0 0,5 2,0 7,2 17,6 22,3 21,3 21,9 6,6 0,7 50,3 0,1 0,7 3,6 7,1 7,1 9,3 14,8 7,5 0,2 39,9 0,1 0,6 2,6 5,9 7,5 8,7 10,1 4,0 0,5 49,7 0,3 1,6 5,4 9,5 9,2 10,9 9,9 2,9 0,1 60,1 0,4 1,4 4,6 11,7 14,8 12,6 11,8 2,6 0,1 Quelle: Schulstatistik*Alterskategorie-Anteile 253 > B Tab.B2-5 Wissenschaftliches und künstlerisches Hochschulpersonal nach Altersgruppen, Art des Beschäftigungsverhältnisses und Personalgruppen 2007 davon Land In der Altersgruppe von ... bis unter ... Jahren hauptberufliches Personal Insgesamt insgesamt Professoren darunter zenten und Assistenten wiss. und Mitarbeiter Lehrkr. f. bes. Aufgaben insgesamt prof., Emeriti nebenberufliches Personal darunter Lehrbeauftr., Honorarapl. Prof. wiss. Hilfskr., 1) Berlin Insgesamt unter 25 25 - 30 30 - 35 35 - 40 40 - 45 45 - 50 50 - 55 55 - 60 60 - 65 65 und älter ohne Angabe Brandenburg Insgesamt unter 25 25 - 30 30 - 35 35 - 40 40 - 45 45 - 50 50 - 55 55 - 60 60 - 65 65 und älter 24 879 1 838 5 762 3 785 2 753 2 463 1 915 1 576 1 573 1 388 820 1 006 6 488 1 141 1 498 857 600 553 433 496 447 303 160 12 196 55 2 155 2 667 1 955 1 522 1 019 845 906 903 167 2 2 886 26 450 511 362 331 279 357 325 215 30 2 696 – 3 51 226 424 437 424 462 542 127 – 842 – 1 15 57 109 133 200 163 138 26 442 – – 31 135 168 68 19 8 10 3 – 30 – – 1 3 7 3 3 10 3 – 8 648 55 2 148 2 573 1 563 878 443 310 343 299 34 2 1 787 25 441 478 281 184 109 113 111 41 4 410 – 4 12 31 52 71 92 93 52 3 – 227 1 8 17 21 31 34 41 41 33 – 12 683 1 783 3 607 1 118 798 941 896 731 667 485 653 1 004 3 602 1 115 1 048 346 238 222 154 139 122 88 130 87 – 1 1 6 14 8 3 5 2 31 16 – – – – – – – – – – – 6 528 9 190 415 682 879 880 726 657 482 622 986 1 202 2 54 130 190 210 147 137 120 85 127 6 068 1 774 3 416 702 110 48 8 2 5 1 – 2 2 400 1 113 994 216 48 12 7 2 2 3 3 Quelle: Hochschulstatistik, Statistisches Bundesamt Fachserie 11 Reihe 4, 1) einschl. stud. Hilfskräfte 254 B Tab. B2-6 Wissenschaftliches und künstlerisches Hochschulpersonal nach Art des Beschäftigungsverhältnisses und Geschlecht 2007 davon hauptberufliches Personal Land schlecht Insgesamt insgesamt Professoren davon wiss. und und Assistenten Mitarbeiter Lehrkr. f. bes. Aufgaben insgesamt Emeriti nebenberufliches Personal davon Lehrbeauftr., Honorarapl. Prof. wiss. Hilfskr., 1) Berlin insgesamt 24 879 männlich 15 113 weiblich 9 766 Brandenburg insgesamt 6 488 männlich 3 976 weiblich 2 512 12 196 7 620 4 576 2 886 1 916 970 2 696 2 053 643 842 687 155 442 288 154 30 22 8 8 648 5 123 3 525 1 787 1 087 700 410 156 254 227 120 107 12 683 7 493 5 190 3 602 2 060 1 542 87 66 21 - 6 528 4 246 2 282 1 202 820 382 6 068 3 181 2 887 2 400 1 240 1 160 Quelle: Hochschulstatistik, Statistisches Bundesamt Fachserie 11 Reihe 4, 1) einschl. stud. Hilfskräfte Tab. B2-7 Tätige Personen am 15.03.2007 in Tageseinrichtungen nach Berufsausbildungsabschluss Berlin Berufsausbildungsabschluss absolut 425 547 darunter 1) vergleichbarer Abschluss) wissenschaftler/-innen (Universität oder vergleichbarer Abschluss) Erzieher/-innen Heilpädagogen/-innen (Fachschule) Kinderpfleger/-innen Assistenten/-innen im Sozialwesen 2) Sonstige soziale/sozialpädagogische Kurzausbildung Sonstige Sozial- und Erziehungsberufe (Fach-)Kinderkrankenpfleger, -schwestern, Krankenpfleger, -schwestern Lehrer/-innen Anderer Hochschulabschluss Hauswirtschaftsleiter/-innen, Wirtschafter/-innen, Oekotrophologen/-innen, (Fach-)Hauswirtschafter/-innen Sonstiger Berufsausbildungsabschluss Praktikanten/-innen im Anerkennungsjahr Anderweitig noch in Berufsausbildung Ohne abgeschlossene Berufsausbildung 8 549 3 076 806 257 020 5 237 47 144 1 760 1 628 3 390 1 337 2 534 1 513 947 2 013 401 6 199 10 721 4 178 7 719 2,0 0,7 0,2 60,4 1,2 11,1 0,4 0,4 0,8 0,3 0,6 0,4 0,2 0,5 0,1 1,5 2,5 1,0 1,8 373 184 41 14 407 134 150 4 49 76 183 39 90 90 81 12 297 23 106 276 1,9 1,0 0,2 74,9 0,7 0,8 0,0 0,3 0,4 1,0 0,2 0,5 0,5 0,4 0,1 1,5 0,1 0,6 1,4 128 82 24 11 776 263 90 7 33 159 70 9 102 35 65 12 139 32 81 103 0,8 0,5 0,2 76,4 1,7 0,6 0,1 0,2 1,0 0,5 0,1 0,7 0,2 0,4 0,1 0,9 0,2 0,5 0,7 in % 100,0 absolut 19 228 in % 100,0 absolut 15 418 in % 100,0 Brandenburg Quelle: Kinder- und Jugendhilfestatistik, 1) pädagogisches und Verwaltungspersonal nach Berufsausbildungsabschluss zusammen, 2) Sozialassistenten/-innen, Sozialbetreuer/-innen, Sozialpflegeassistenten/-innen, sozialpädagogische Assistenten/-innen 255 > B Tab. B2-8 Voll- und teilzeitbeschäftigte Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen: Zu- und Abgänge hauptberuflicher Lehrkräfte des Schuljahres 2006/07 nach Gründen Berlin insgesamt Bestand im Schuljahr 2006/07 (Vorjahr) . . . Zugänge Neueintritt in den Schuldienst mit abgelegter 2. voraussetzung Übertritt aus dem Schuldienst eines anderen Bundeslandes Wechsel innerhalb des Landes von einer anderen Schule an die berichtende Schule Wiedereintritt in den Schuldienst Sonstige Zugänge Abgänge Eintritt in den Ruhestand 25 932 2 590 457 127 1 399 365 242 2 962 282 315 29 53 1 397 677 209 25 560 männlich 6 939 627 114 30 351 73 59 821 128 82 16 10 351 162 72 6 745 weiblich 18 993 1 963 343 97 1 048 292 183 2 141 154 233 13 43 1 046 515 137 18 815 Brandenburg insgesamt 18 275 1808 115 35 1 466 100 92 2 549 604 42 20 92 1 472 143 176 17 534 männlich 3 297 364 21 5 284 3 51 554 195 11 6 20 284 13 25 3 107 weiblich 14 978 1 444 94 30 1 182 97 41 1 995 409 31 14 72 1 188 130 151 14 427 Übertritt in den Schuldienst eines anderen Bundeslandes Wechsel innerhalb des Landes von der berichtenden Schule an eine andere Schule Befristete Abgänge Sonstige Abgänge Bestand im Schuljahr 2007/08 . . . Quelle: Schulstatistik Tab. B2-9 Tätige Personen am 15.03.2007 in Kindertageseinrichtungen nach Beschäftigungsumfang Berlin Beschäftigungsumfang absolut 425 547 davon hauswirtschaftlicher/technischer Bereich Nach Beschäftigungsumfang Hauptberuflich tätige Personen Vollzeittätige Personen Nebenberuflich tätige Personen 59 375 413 616 148 128 265 488 11 931 14,0 97,2 34,8 62,4 2,8 in % absolut 19 228 2 613 18 962 7 167 11 795 266 13,6 98,6 37,3 61,3 1,4 in % absolut 15 418 2 208 15 246 2 511 12 735 172 14,3 98,9 16,3 82,6 1,1 in % Brandenburg Quelle: Kinder- und Jugendhilfestatistik 256 B Tab. B2-10 Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen nach Beschäftigungsumfang und Geschlecht 2007 Vollzeitbeschäftigte Lehrkräfte 1) insgesamt männlich weiblich Lehrkräfte 2) insgemännweiblich samt lich Stundenweise beschäftigte Lehrkräfte 3) insgemännweiblich samt lich VZÄ insgesamt Land Berlin Schulen insgesamt Öffentliche Schulen Private Schulen Brandenburg Schulen insgesamt Öffentliche Schulen Private Schulen 19 265 18 288 977 8 271 7 557 714 5 861 5 464 397 1 980 1 766 214 13 404 12 824 580 6 291 5 791 500 6 295 5 408 887 10 556 9 977 579 884 705 179 1 494 1 341 153 5 411 4 703 708 9 062 8 636 426 1 555 1 393 162 894 535 359 390 333 57 343 220 123 1 165 1 060 105 551 315 236 23 957 22 338 1 619 16 673 15 415 1 258 Quelle: Schulstatistik stunden + Abminderungsstunden) tätig sind Regelungen bis zu 50% der Regelpflichtstunden ermäßigt worden ist einer vollzeitbeschäftigten Lehrkraft tätig Tab. B2-11 Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen nach Beschäftigungsumfang und Geschlecht 2007 Vollzeitbeschäftigte Lehrkräfte 1) insgesamt männlich weiblich Lehrkräfte 2) insgemännweiblich samt lich Stundenweise beschäftigte Lehrkräfte 3) insgemännweiblich samt lich VZÄ insgesamt Land Berlin Schulen insgesamt Öffentliche Schulen Private Schulen Brandenburg Schulen insgesamt Öffentliche Schulen Private Schulen 3 595 3 327 268 2 173 1 921 252 2 040 1906 134 940 822 118 1 555 1 421 134 1 233 1 099 134 1 055 834 221 851 763 88 297 220 77 266 245 21 758 614 144 585 518 67 736 219 517 449 10 439 302 86 216 182 5 177 434 133 301 267 5 262 4 482 3 973 509 2 980 2 503 477 Quelle: Schulstatistik stunden + Abminderungsstunden) tätig sind Regelungen bis zu 50% der Regelpflichtstunden ermäßigt worden ist einer vollzeitbeschäftigten Lehrkraft tätig 257 > B Tab. B2-12 Zu- und Abgänge hauptberuflicher Lehrkräfte 1) an beruflichen Schulen des Schuljahres 2006/07 nach Gründen Berlin insgesamt Bestand im Schuljahr 2006/2007 (Vorjahr) Zugänge Eintritt in den Schuldienst mit abgelegter 2. gangsvoraussetzung Übertritt aus dem Schuldienst eines anderen Bundeslandes Wechsel innerhalb des Landes von einer anderen Schule an die berichtende Schule Wiedereintritt in den Schuldienst nach Beurlaubung Sonstige Zugänge Abgänge Eintritt in den Ruhestand 4 662 310 52 12 95 44 107 322 49 31 7 9 83 97 46 4 650 männlich 2 382 112 18 6 39 14 35 157 30 20 5 3 30 50 19 2 337 weiblich 2 280 198 34 6 56 30 72 165 19 11 2 6 53 47 27 2 313 insgesamt 2 786 203 17 2 146 15 23 305 72 5 3 15 147 18 45 2 684 Brandenburg männlich 1 124 61 3 1 42 3 12 118 53 1 2 9 42 7 4 1 067 weiblich 1 662 142 14 1 104 12 11 187 19 4 1 6 105 11 41 1 617 Übertritt in den Schuldienst eines anderen Bundeslandes Wechsel innerhalb des Landes von der berichtenden Schule an eine andere Schule Befristete Abgänge Sonstige Abgänge Bestand im Schuljahr 2007/2008 Quelle: Schulstatistik ist. 258 B Tab. B2-13 Hochschulpersonal nach Art des Beschäftigungsumfangs und Geschlecht 2007 davon Verwaltungs-, technisches und sonstiges Personal davon insgesamt insgesamt 12 196 7 620 4 576 2 886 1 916 970 Vollzeitbeschäftigte 8 534 5 889 2 645 1 924 1 412 512 schäftigte 3 662 1 731 1 931 962 504 458 nebenberuflich insgesamt Vollzeitbeschäftigte schäftigte Land Insgesamt Berlin männlich weiblich Brandenburg männlich weiblich 41 641 19 456 22 185 8 926 4 865 4 061 24 879 15 113 9 766 6 488 3 976 2 512 12 683 7 493 5 190 3 602 2 060 1 542 16 762 4 343 12 419 2 438 889 1 549 11 822 3 666 8 156 1 980 798 1 182 4 940 677 4 263 458 91 367 Quelle: Hochschulstatistik Tab. B2-14 Entwicklung des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals 1) von 1998 bis 2007 Jahr 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 216 425 219 222 219 296 224 959 231 542 237 162 236 378 240 186 248 938 260 064 Berlin 18 679 18 497 18 248 18 525 18 890 19 467 18 869 19 258 19 725 20 192 Brandenburg 3 422 3 431 3 368 3 453 3 615 3 841 4 009 4 092 4 285 4 494 Quelle: Hochschulstatistik, 1) ohne studentische Hilfskräfte, s.a. Statistisches Bundesamt Fachserie 11 Reihe 4.4 Tab. Zus-01 Tab. B2-15 Entwicklung des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals 1) 1998 bis 2007 in Vollzeitäquivalenten in Tausend Jahr 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 146,8 148,6 148,8 151,1 155,9 157,1 153,5 153,7 157,1 164,8 Berlin 11,5 11,5 11,3 11,3 11,6 11,6 11,2 11,4 11,7 11,7 Brandenburg 2,4 2,4 2,3 2,4 2,5 2,5 2,5 2,5 2,6 2,7 Quelle: Hochschulpersonalstatistik, 1) ohne studentische Hilfskräfte 259 > B Tab. B3-1 Höchster allgemeinbildender Schulabschluss der Erwachsenbevölkerung (15 Jahre und älter) 2007 in % (ohne Personen noch in schulischer Ausbildung) Land Alterskategorie Ohne allgemeinbildendenden Schulabschluss darunter Insgesamt Realschulbzw. Mittlerer Schulabschluss 53,6 32,3 27,2 23,7 19,8 19,8 17,7 14,7 22,4 20,5 63,6 44,1 47,4 29,1 7,4 5,1 3,4 4,0 15,9 10,9 25,2 23,4 Abschluss einer nischen Oberschule 2,7 15,5 21,3 14,4 2,9 11,6 13,2 25,2 63,9 63,9 48,7 6,8 42,6 49,0 8,8 10,1 Hochschulreife, Fachhochschule Hauptschulabschluss Berlin Brandenburg 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 50 50 bis unter 65 65 und älter 15 bis unter 65 25 bis unter 65 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 50 50 bis unter 65 65 und älter 15 bis unter 65 25 bis unter 65 15 bis unter 65 25 bis unter 65 8,1 4,8 4,0 5,5 5,8 6,2 6,6 4,9 5,8 5,9 4,7 2,2 2,8 1,9 1,6 1,4 1,2 2,3 1,7 1,5 3,5 3,4 80,4 47,2 38,9 39,3 48,5 55,9 59,9 72,8 52,1 52,0 80,3 54,9 57,2 64,2 76,8 77,4 76,5 85,4 72,4 73,9 67,4 67,9 26,8 14,9 11,7 12,9 13,2 14,9 27,8 55,2 18,2 18,3 16,7 10,8 9,8 10,0 5,5 8,4 24,5 74,6 13,8 14,0 33,3 34,4 11,5 48,0 57,2 55,2 45,6 37,9 33,5 22,4 42,0 42,1 15,0 42,9 39,9 33,9 21,6 21,2 22,3 12,2 25,9 24,5 29,1 28,7 Quelle: Mikrozensus 260 B Tab. B3-2 Höchster allgemeinbildender Schulabschluss der weiblichen Erwachsenenbevölkerung (15 Jahre und älter) 2007 in % (ohne Personen noch in schulischer Ausbildung) Land Alterskategorie Ohne allgemeinbildendenden Schulabschluss darunter Insgesamt Realschulbzw. Mittlerer Schulabschluss 57,3 31,5 27,9 23,9 21,6 22,7 21,3 16,5 24,5 23,0 66,3 39,5 43,1 24,3 8,1 5,4 3,6 4,3 14,7 10,2 28,4 26,8 Abschluss einer nischen Oberschule 2,2 17,3 22,5 14,4 3,0 11,9 13,5 25,9 63,3 65,6 49,3 5,5 43,8 49,9 9,1 10,3 Hochschulreife, Fachhochschule Hauptschulabschluss Berlin Brandenburg 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 50 50 bis unter 65 65 und älter 15 bis unter 65 25 bis unter 65 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 50 50 bis unter 65 65 und älter 15 bis unter 65 25 bis unter 65 15 bis unter 65 25 bis unter 65 6,6 5,0 3,4 4,7 6,2 5,9 7,2 5,3 5,8 5,9 1,5 1,0 2,3 1,7 1,9 1,8 1,0 2,4 1,5 1,6 3,6 3,6 78,9 41,2 36,3 37,5 50,4 57,7 62,8 79,3 52,5 53,2 80,3 46,7 50,9 56,3 75,6 76,8 78,7 90,4 71,1 73,2 68,5 68,5 21,6 9,7 8,4 11,5 11,6 12,5 27,1 59,8 16,1 16,7 14,0 7,2 7,8 6,1 4,2 5,8 25,9 80,6 12,6 13,1 31,1 32,6 14,5 53,9 60,3 57,8 43,4 36,4 30,0 15,4 41,7 40,9 18,2 52,3 46,8 42,0 22,5 21,4 20,2 7,3 27,4 25,2 27,8 26,7 Quelle: Mikrozensus 261 > B Tab. B3-3 Höchster allgemeinbildender Schulabschluss der männlichen Erwachsenenbevölkerung (15 Jahre und älter) 2007 in % (ohne Personen noch in schulischer Ausbildung) Land Alterskategorie Ohne allgemeinbildendenden Schulabschluss darunter Insgesamt Realschulbzw. Mittlerer Schulabschluss 50,0 33,2 26,4 23,5 18,1 17,1 13,9 12,1 20,3 18,2 61,4 48,0 51,1 33,6 6,6 4,8 3,1 3,6 17,1 11,6 22,1 19,9 Abschluss einer nischen Oberschule 3,1 13,9 20,2 14,3 2,9 11,3 12,8 24,6 64,6 62,4 48,0 8,7 41,5 48,1 8,6 9,9 8,6 42,3 53,8 52,8 47,7 39,2 37,2 32,1 42,4 43,2 12,3 35,1 33,9 25,8 20,8 21,0 24,4 19,0 24,5 23,9 30,3 30,7 Quelle: Mikrozensus Hauptschulabschluss Hochschulreife, Fachhochschule Berlin Brandenburg 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 50 50 bis unter 65 65 und älter 15 bis unter 65 25 bis unter 65 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 50 50 bis unter 65 65 und älter 15 bis unter 65 25 bis unter 65 15 bis unter 65 25 bis unter 65 9,5 4,6 4,6 6,2 5,6 6,5 6,0 4,2 5,9 5,9 7,3 3,2 3,3 2,0 1,3 1,0 1,3 2,3 1,9 1,5 3,4 3,2 81,9 53,2 41,6 41,0 46,7 54,3 56,7 63,7 51,7 50,9 80,4 61,7 62,8 72,2 77,9 78,0 74,3 78,7 73,6 74,6 66,3 66,1 31,9 20,0 15,2 14,4 14,7 17,0 28,6 48,7 20,1 19,9 19,0 13,8 11,7 13,9 6,7 10,7 23,1 66,4 15,0 14,9 35,6 36,3 Tab. B3-4 Bevölkerung im Alter von 25 bis unter 65 Jahren 2007 nach höchstem beruflichem Bildungsabschluss in % Mit beruflichem Abschluss ... Land ohne beruflichen Abschluss Lehr-/Anlernausbildung 1) Fachschulabschluss 2) Hochschul- und Fachhochschulabschluss Berlin Brandenburg 22,0 8,4 18,6 43,6 61,7 57,1 8,4 14,9 8,7 26,0 15,0 15,6 Quelle: Mikrozensus 262 B Tab. B3-5 Höchster Berufsabschluss der Bevölkerung im Alter von 25 bis unter 65 Jahren 2007 nach ISCED-Kategorien in % Land Berlin männlich weiblich insgesamt männlich weiblich insgesamt männlich weiblich insgesamt männlich weiblich insgesamt östliche Länder ohne Brandenburg und BerlinOst männlich weiblich insgesamt 5,3 5,6 5,4 1,3 1,4 1,4 2,9 3,4 3,2 3,1 3,8 3,5 1,1 0,8 1,0 10,1 11,0 10,5 5,0 6,4 5,7 9,7 15,2 12,4 10,6 17,1 13,9 5,5 6,7 6,1 3A/B 43,6 41,6 42,6 60,8 55,7 58,3 53,0 52,8 52,9 51,4 52,3 51,9 63,9 58,8 61,4 6,4 7,6 7,0 4,7 5,4 5,0 6,6 7,9 7,2 7,1 8,6 7,9 3,7 3,9 3,8 7,0 9,8 8,4 12,9 16,7 14,7 10,1 7,4 8,7 10,0 5,2 7,6 11,1 17,4 14,2 24,5 22,8 23,6 14,5 13,9 14,2 16,1 12,6 14,4 16,1 12,2 14,1 13,7 11,9 12,8 3,1 1,7 2,4 0,8 0,5 0,6 1,6 0,8 1,2 1,6 0,7 1,2 1,0 0,6 0,8 Quelle: Mikrozensus Brandenburg westliche Länder ohne Berlin-West Tab. B3-6 Abschluss ISCED 5A/B bzw. ISCED6 nach Altersgruppen 2007 in % Alterskategorie Land 25 bis unter 35 Berlin Brandenburg Länder-min Länder-max 25,3 12,0 16,1 10,9 25,3 24,0 35 bis unter 45 28,0 13,4 16,4 9,6 28,0 19,0 45 bis unter 55 26,8 16,0 15,3 11,7 26,8 17,0 Quelle: Mikrozensus 263 > B Tab. B3-7 Höchster beruflicher Ausbildungs- oder Hochschulabschluss differenziert nach höchsten allgemeinbildenden Schulabschlüssen der Bevölkerung von 25 bis unter 65 Jahren 2007 in % Höchster beruflicher Ausbildungs- oder Hochschulabschluss Land Höchster allgemeinbildender Schulabschluss ohne beruflichen Abschuss 93,2 37,0 14,2 5,5 14,2 94,3 21,0 7,3 3,8 5,4 94,2 27,1 10,8 5,3 10,4 Lehrausbildung 6,5 59,7 75,7 74,3 16,6 5,7 74,7 81,5 77,4 20,3 5,5 68,3 78,6 77,6 25,1 Fachschulabschluss 0,3 3,3 10,0 20,2 7,2 4,3 11,2 18,8 15,7 0,2 4,7 10,6 17,1 10,2 Hochschulabschluss 62,0 58,6 54,4 Quelle: Mikrozensus Berlin ohne allg. Schulabschluss Haupt-(Volks)schulabschluss Realschul-/Mittlerer Schulabschluss Hochschulreife, Fachhochschulreife ohne allg. Schulabschluss Haupt-(Volks)schulabschluss Realschul-/Mittlerer Schulabschluss Hochschulreife, Fachhochschulreife ohne allg. Schulabschluss Haupt-(Volks)schulabschluss Realschul-/Mittlerer Schulabschluss Hochschulreife, Fachhochschulreife Brandenburg Tab. B3-8 Frauen: Höchster beruflicher Ausbildungs- oder Hochschulabschluss differenziert nach höchsten allgemeinbildenden Schulabschlüssen der Bevölkerung von 25 bis unter 65 Jahren 2007 in % Höchster beruflicher Ausbildungs- oder Hochschulabschluss Land Höchster allgemeinbildender Schulabschluss ohne beruflichen Abschuss 95,8 42,3 14,2 4,4 12,9 95,3 25,5 8,9 4,1 5,1 96,5 34,7 12,1 5,7 10,1 Lehrausbildung 3,8 55,4 76,0 69,6 18,5 4,7 70,2 79,8 74,9 21,4 3,4 63,4 80,5 74,6 29,4 Fachschulabschluss 0,3 2,2 9,8 25,9 8,8 4,3 11,3 21,0 18,4 0,1 1,9 7,5 19,7 10,2 Hochschulabschluss 59,8 55,1 50,3 Berlin ohne allg. Schulabschluss Haupt-(Volks)schulabschluss Realschul-/Mittlerer Schulabschluss Hochschulreife, Fachhochschulreife ohne allg. Schulabschluss Haupt-(Volks)schulabschluss Realschul-/Mittlerer Schulabschluss Hochschulreife, Fachhochschulreife ohne allg. Schulabschluss Haupt-(Volks)schulabschluss Realschul-/Mittlerer Schulabschluss Hochschulreife, Fachhochschulreife Brandenburg 264 B Tab. B3-9 Männer: Höchster beruflicher Ausbildungs- oder Hochschulabschluss differenziert nach höchsten allgemeinbildenden Schulabschlüssen der Bevölkerung von 25 bis unter 65 Jahren 2007 in % Höchster beruflicher Ausbildungs- oder Hochschulabschluss Land Höchster allgemeinbildender Schulabschluss ohne beruflichen Abschuss 90,6 32,5 14,3 6,6 15,4 93,3 17,2 6,0 3,4 5,7 93,3 17,2 6,0 3,4 5,7 Lehrausbildung 9,1 63,3 75,4 79,2 14,8 6,7 78,5 82,9 79,9 19,2 6,7 78,5 82,9 79,9 19,2 Fachschulabschluss 0,3 4,1 10,3 14,2 5,7 4,3 11,1 16,7 12,9 4,3 11,1 16,7 12,9 Hochschulabschluss 64,1 62,2 62,2 Berlin ohne allg. Schulabschluss Haupt-(Volks)schulabschluss Realschul-/Mittlerer Schulabschluss Hochschulreife, Fachhochschulreife ohne allg. Schulabschluss Haupt-(Volks)schulabschluss Realschul-/Mittlerer Schulabschluss Hochschulreife, Fachhochschulreife ohne allg. Schulabschluss Haupt-(Volks)schulabschluss Realschul-/Mittlerer Schulabschluss Hochschulreife, Fachhochschulreife Brandenburg Tab. B3-10 Höchster allgemeinbildender Schulabschluss der Erwachsenbevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund MZ (MH) (15 Jahre und älter) 2007 in % (ohne Personen noch in schulischer Ausbildung) Ohne allgemeinbildenden Schulabschluss Land ohne MH mit MH ohne MH mit MH darunter Hauptschulabschluss ohne MH Berlin 15 bis unter 20 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 50 50 bis unter 65 65 und älter 15 bis unter 65 25 bis unter 65 15 bis unter 65 25 bis unter 65 mit MH darunter Realschulbzw. Mittlerer Schulabschluss ohne MH mit MH Hochschul-, Fachhochschulreife ohne MH mit MH 6,1 2,5 1,5 1,3 2,1 2,3 1,9 2,6 2,0 1,9 1,9 1,4 15,4 10,0 11,0 14,1 15,3 20,3 26,8 31,4 17,8 18,9 11,5 12,3 81,8 48,4 39,1 38,6 50,0 59,4 64,8 75,3 55,2 55,3 69,0 69,8 76,9 45,0 37,0 42,3 44,4 43,2 39,4 43,1 37,5 41,2 60,5 59,6 24,2 13,7 9,6 8,9 8,9 12,3 28,3 57,0 16,7 16,8 32,1 33,4 30,8 18,3 16,4 22,5 23,6 24,6 26,0 33,3 17,8 23,2 38,5 39,1 57,6 34,8 29,4 29,7 41,1 47,0 36,5 18,3 38,5 38,5 36,9 36,4 46,2 26,7 20,5 19,7 20,8 18,6 13,4 9,8 19,7 18,0 22,0 20,5 12,1 49,1 59,4 60,1 47,9 38,4 33,3 22,1 42,8 42,8 29,4 28,8 7,7 45,0 52,1 43,7 40,3 36,4 33,9 25,5 39,7 39,9 28,0 28,1 Quelle: Mikrozensus 265 > B Tab. B3-11 Frauen: Höchster allgemeinbildender Schulabschluss der Erwachsenbevölkerung mit Migrationshintergrund MZ (15 Jahre und älter) 2007 in % (ohne Personen noch in schulischer Ausbildung) Land Alter Ohne allgemeinbildenden Schulabschluss insgesamt Hauptschulabschluss 13,8 13,2 21,2 22,2 19,2 23,4 29,2 19,8 20,2 34,7 35,7 Realschul- bzw. Mittlerer Schulabschluss 24,1 21,1 18,2 22,2 21,2 15,6 8,3 20,5 19,3 23,3 21,7 Hochschul-, Fachhochschulreife 48,3 55,3 48,5 38,9 34,6 31,3 20,8 40,3 39,9 29,2 28,8 Quelle: Mikrozensus Berlin 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 50 50 bis unter 65 65 und älter 15 bis unter 65 25 bis unter 65 15 bis unter 65 25 bis unter 65 13,8 10,5 12,1 16,7 25,0 29,7 41,7 19,4 20,6 12,9 13,8 37,9 34,2 39,4 44,4 40,4 39,1 37,5 40,3 39,5 58,0 57,4 Tab. B3-12 Männer: Höchster allgemeinbildender Schulabschluss der Erwachsenbevölkerung mit Migrationshintergrund MZ (15 Jahre und älter) 2007 in % (ohne Personen noch in schulischer Ausbildung) Land Alter Ohne allgemeinbildenden Schulabschluss insgesamt Hauptschulabschluss 20,9 21,0 23,5 25,2 28,4 28,2 38,2 25,8 26,0 42,1 42,5 Realschul- bzw. Mittlerer Schulabschluss 27,7 19,9 20,8 19,6 17,3 11,3 10,9 18,8 17,0 20,8 19,4 Hochschul-, Fachhochschulreife 41,0 47,7 40,5 41,0 37,0 36,3 28,4 38,8 39,6 26,9 27,4 Quelle: Mikrozensus Berlin 20 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis unter 50 50 bis unter 65 65 und älter 15 bis unter 65 25 bis unter 65 15 bis unter 65 25 bis unter 65 10,3 11,4 15,1 14,2 17,3 24,2 22,5 16,7 17,4 10,2 10,8 48,7 40,9 44,3 44,8 45,7 39,5 49,1 44,6 43,0 62,9 61,9 266 B Tab. B3-13 Bevölkerung mit Migrationshintergrund MZ im Alter von 25 bis unter 65 Jahren nach höchstem beruflichen Bildungsabschluss 2007 in % Mit beruflichem Abschluss ... Land Ohne beruflichen Abschluss Lehr-/Anlernausbildung1) 28,9 25,3 27,2 42,5 35,8 39,2 Fachschulabschluss2) Hochschul- und Fachhochschulabund 6) Berlin männlich weiblich insgesamt männlich weiblich insgesamt 43,1 46,7 44,9 38,6 46,7 42,6 4,2 4,9 4,5 4,5 3,6 4,0 23,8 23,1 23,3 14,5 13,8 14,2 Quelle: Mikrozensus Tab. B3-14 Bildungsbeteiligung nach Alter 2006 in % Alterskategorie 2006 0 bis unter 5* Berlin Brandenburg 101,1 105,6 96,8 5 bis unter 15 97,8 96,8 98,8 15 bis unter 20 88,5 84,5 88,6 20 bis unter 30 34,5 22,4 28,5 30 bis unter 40 5,0 2,1 2,5 älter als 40 0,3 0,0 0,1 Quelle: EAG 2008, Tab. C2.1, S.73 * In einigen Ländern besuchen bereits sehr viele 2-Jährige den Kindergarten, sodass die entsprechenden Quoten über 100% liegen können. 267 > C Tab. C1-1 Anzahl der Tageseinrichtungen für Kinder in Berlin und Brandenburg nach Trägern und Anzahl der genehmigten Plätze 2007 Berlin Einrichtungen Insgesamt Öffentliche Träger davon 1 766 288 288 1 478 52 384 253 Caritasverband und sonstige juristische Person, andere Vereinigungen 63 707 2 migte Plätze 126 168 36 492 36 492 89 676 5 158 36 228 14 151 3 808 29 374 45 Brandenburg Einrichtungen 1 700 1 047 195 46 806 653 96 104 113 18 239 39 migte Plätze 152 303 96 429 18 355 4 289 73 785 55 874 10 421 11 434 7 931 1 089 19 296 4 075 Berlin Einrichtungen 1 798 280 280 1 518 47 407 242 64 739 2 migte Plätze 127 931 35 723 35 723 92 208 5 011 38 139 13 830 3 840 30 514 45 2008 Brandenburg Einrichtungen 1 704 986 44 9 933 718 109 138 122 18 233 47 migte Plätze 157 319 94 285 4 062 901 89 322 63 034 11 984 15 054 9 179 1 083 18 772 5 056 Land Freie Träger darunter Arbeiterwohlfahrt Wohlfahrtsverband Quelle: Jugendhilfestatistik Tab. C2-1 Inanspruchnahme von Kindertagesbetreuung der Kinder der jeweiligen Altersgruppe in % 0 bis unter 3 2008 Land 2006 2007 davon in insgesamt insgesamt Insgesamt Einrichtungen 37,9 40,5 13,6 39,3 8,0 39,8 43,4 15,5 40,7 9,9 40,5 44,8 17,8 42,0 12,2 36,8 38,9 15,3 38,0 10,0 davon in 2006 2007 Kinder- insgesamt insgesamt Insgesamt tagespflege 3,6 5,9 2,5 3,9 2,1 88,4 91,3 87,1 91,6 86,1 92,4 93,7 89,2 93,6 88,3 93,6 94,5 91,0 94,4 90,3 3 bis unter 6 2008 davon in Einrichtungen 92,2 93,6 90,3 93,6 89,5 davon in Kindertagespflege 1,3 0,9 0,8 0,7 0,8 Berlin Brandenburg Ostdeutschland* Westdeutschland Quelle: Jugendhilfestatistik, *inkl. Berlin 268 C Tab. C2-2a Inanspruchnahme von Kindertageseinrichtungen durch Nichtschulkinder mit und ohne Migrationshintergrund 2007 und 2008, Bevölkerungstand: 31.12.2007 2008 In der Familie wird vorrangig deutsch gesprochen 2007 In der Familie wird vorrangig deutsch gesprochen Land Insgesamt davon weiblich Bevölkerung am 31.12.2007 insgesamt davon weiblich ja absolut Berlin 0 bis unter 1 1 bis unter 2 2 bis unter 3 3 bis unter 4 1) 4 bis unter 5 1) 5 bis unter 6 Brandenburg 0 bis unter 1 1 bis unter 2 2 bis unter 3 3 bis unter 4 1) 4 bis unter 5 1) 5 bis unter 6 Deutschland 0 bis unter 1 1 bis unter 2 2 bis unter 3 3 bis unter 4 1) 4 bis unter 5 1) 5 bis unter 6 109 122 1 125 10 994 20 613 25 570 25 692 25 128 75 329 1 042 7 750 12 831 17 332 18 340 18 034 2 245 940 10 917 87 322 214 875 579 349 672 996 680 481 in % 63,6 3,6 37,4 72,6 89,8 94,2 92,8 66,7 5,6 42,3 69,3 91,0 95,2 94,5 53,6 1,6 12,9 31,2 81,8 94,8 94,1 absolut 52 465 556 5 444 10 007 12 267 12 198 11 993 36 609 517 3 727 6 241 8 457 8 864 8 803 1 096 392 5 376 42 365 105 533 283 336 327 928 331 854 nein in % absolut absolut in % absolut ja in % 73,5 90,1 86,2 75,3 71,0 70,6 71,4 97,4 99,0 98,6 97,9 97,0 97,4 97,1 84,5 92,9 93,0 89,4 83,4 83,1 84,3 nein 72,9 89,9 86,2 74,9 71,2 69,5 70,0 95,4 96,3 96,7 96,1 94,9 94,9 95,3 84,3 91,9 92,7 89,3 83,2 82,8 83,9 27,1 171 693 105 735 10,1 31 086 1 168 13,8 29 400 9 898 25,1 28 383 20 297 28,8 28 478 24 457 30,5 27 277 24 984 30,1 27 069 24 931 4,6 112 930 74 015 3,7 18 686 1 224 3,3 18 327 7 331 3,9 18 524 12 458 5,1 19 047 17 571 5,1 19 261 17 889 4,7 19 085 17 542 15,7 4 192 318 2 205 557 8,1 7,3 10,7 16,8 17,2 16,1 685 495 676 142 689 181 708 342 709 884 723 274 10 938 74 973 192 731 564 505 669 736 692 674 62,8 50 818 4,0 595 34,6 4 758 70,8 9 695 89,1 11 641 91,6 11 937 92,8 12 192 65,9 35 885 6,8 590 39,9 3 541 65,9 6 065 91,9 8 526 94,5 8 713 92,1 8 450 52,0 1 077 147 1,6 10,9 27,2 79,5 92,5 93,5 5 326 36 616 94 200 276 395 327 165 337 445 26,5 9,9 13,8 24,7 29,0 29,4 28,6 2,6 1,0 1,4 2,1 3,0 2,6 2,9 15,5 7,1 7,0 10,6 16,6 16,9 15,7 Quelle: Jugendhilfestatistik 1) Einschl. Kinder, die eine vorschulische Einrichtung besuchen. Tab. C2-2b Nichtschulkinder in Kindertagespflege nach Alter Alter von ... bis unter ... Land Insgesamt 0-1 1-2 2007 1 430 1 384 18 507 2008 1643 1617 23 632 2-3 3 - 4 1) 4 - 5 1) 5-6 Berlin Brandenburg 4 163 3 475 56 694 4 347 3 812 67 575 473 410 6 572 366 324 5 425 1 269 1 186 17 602 1225 1339 22 019 471 292 6 356 559 302 7 706 283 119 4 035 290 129 4 682 237 84 3 622 264 101 4 111 Berlin Brandenburg Quelle: Jugendhilfestatistik 1) Einschl. Kinder, die eine vorschulische Einrichtung besuchen. 269 > C Tab. C2-3 Teilnahme an der Kindertagesbetreuung in Einrichtungen und Tagespflege nach Alter und Verwaltungsbezirken 2008 2008 Anzahl der Kinder 3 bis unter 6 82 824 8 939 6 961 9 449 6 505 5 278 7 021 7 810 8 194 5 284 5 791 5 728 5 864 57 393 1 401 2 045 1 271 4 111 4 063 3 621 2 448 3 993 4 299 5 261 2 436 3 966 2 236 5 298 1 683 2 561 3 938 2 762 Kindertagesbetreuung in % unter 3 40,5 41,0 40,4 47,4 35,7 35,3 37,4 41,1 31,2 51,5 42,3 45,3 34,2 44,8 49,2 47,7 49,5 46,0 46,8 45,3 44,7 40,6 48,8 39,8 44,3 46,1 43,0 46,7 44,5 43,6 44,2 40,4 3 bis unter 6 93,6 100,1 95,2 94,6 92,4 92,2 89,1 96,4 86,9 95,5 92,7 95,5 90,8 94,5 99,8 99,5 103,5 99,7 93,7 93,9 96,7 94,7 94,5 92,1 98,2 94,4 95,7 90,5 93,9 90,5 94,4 95,0 Veränderung zu 2007 in % Anzahl der Kinder 3 bis unter 6 1,5 2,2 2,5 5,8 -0,2 -1,2 -0,2 -1,0 0,1 2,6 3,6 4,2 -1,1 0,5 -0,9 0,2 1,8 5,4 2,7 -1,0 2,6 -0,4 0,4 0,1 1,3 -2,0 -1,0 1,6 -1,1 -1,5 0,2 -1,4 Kindertagesbetreuung unter 3 0,7 0,3 1,2 -0,4 0,3 1,3 0,4 2,4 0,9 1,6 0,4 -1,4 0,5 1,4 0,1 -2,0 -1,9 -1,0 1,4 2,0 2,6 3,6 -0,5 2,6 3,6 0,8 2,1 -0,5 3,4 2,7 2,3 3,5 3 bis unter 6 1,2 1,8 0,9 -0,1 0,8 1,7 2,6 4,1 -0,3 -0,9 1,1 0,2 1,6 0,8 0,7 2,4 2,6 0,5 -0,5 -1,0 0,0 2,8 1,3 1,1 1,7 -0,4 4,3 0,1 -0,6 5,1 2,6 0,3 Land unter 3 Berlin Mitte Friedrichshain-Kreuzberg Pankow Charlottenburg-Wilmersdorf Spandau Steglitz-Zehlendorf Neukölln Marzahn-Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf Brandenburg Brandenburg an der Havel Cottbus Frankfurt (Oder) Potsdam Barnim Elbe-Elster Havelland Märkisch-Oderland Oberhavel Oberspreewald-Lausitz Oder-Spree Ostprignitz-Ruppin Potsdam-Mittelmark Prignitz Spree-Neiße Uckermark 88 869 10 274 8 413 11 269 6 858 5 284 6 396 7 858 8 636 5 638 6 214 6 542 5 487 55 537 1 524 2 097 1 394 4 574 4 022 3 497 2 261 3 469 4 064 4 858 2 384 3 916 2 218 4 675 1 617 2 502 3 780 2 685 unter 3 2,4 1,9 1,9 5,0 2,8 2,3 0,3 0,7 0,1 3,7 3,9 4,7 1,5 0,6 2,8 -3,4 2,6 5,5 1,7 2,1 -4,1 -2,8 1,4 1,1 -1,0 2,8 1,8 0,4 -2,4 0,0 -0,3 -2,5 Quelle: Jugendhilfestatistik, *Durch die Nutzung über die Kreisgrenzen hinweg – typisch für die Nutzung bei kreisfreien Städten durch Kinder aus dem Umland -, es können Zahlen über 100% auftreten 270 C Tab. C2-4a Kindertagesbetreuung 0 bis unter 3 Jahre und Betreuungszeiten in % 2006 Land bis zu 5 Stunden 14,5 6,6 25,0 33,5 17,2 mehr als 5 bis zu 7 Stunden 30,8 31,1 27,3 34,0 21,2 mehr als 7 Stunden 54,8 62,3 47,7 32,5 61,7 bis zu 5 Stunden 16,6 6,2 25,1 33,3 16,3 2007 mehr als 5 bis zu 7 Stunden 28,9 30,7 27,7 34,1 20,9 mehr als 7 Stunden 54,5 63,1 47,2 32,6 62,8 bis zu 5 Stunden 15,2 6,2 25,9 33,9 15,7 2008 mehr als 5 mehr als 7 bis zu 7 Stunden Stunden 28,9 32,4 27,5 32,7 20,8 55,9 61,5 46,7 33,4 63,5 Berlin Brandenburg Westliche Bundesländer Östliche Bundesländer Quelle: Jugendhilfestatistik Tab. C2-4b Kindertagesbetreuung 3 bis unter 6 Jahre und Betreuungszeiten in % 2006 Land bis zu 5 Stunden 9,2 6,6 29,7 33,0 14,1 mehr als 5 mehr als 7 bis zu 7 Stunden Stunden 33,3 45,1 45,0 49,4 24,6 57,6 48,3 25,2 17,6 61,3 bis zu 5 Stunden 10,5 6,1 28,3 31,7 12,8 2007 mehr als 5 mehr als 7 bis zu 7 Stunden Stunden 32,7 43,8 44,4 48,7 24,9 56,8 50,1 27,3 19,5 62,4 bis zu 5 Stunden 10,1 5,4 26,4 27,7 11,8 2008 mehr als 5 mehr als 7 bis zu 7 Stunden Stunden 32,5 42,0 43,9 48,3 24,1 57,4 52,6 29,7 22,1 64,1 Berlin Brandenburg Westliche Bundesländer Östliche Bundesländer Quelle: Jugendhilfestatistik Tab. C3-1 Beteiligung an der Kindertagesbetreuung nach Alter und Bezirken 2007 in % aus Familien, in denen nicht vorrangig deutsch gesprochen wird Bezirke Mitte Neukölln Friedrichshain-Kreuzberg Charlottenburg-Wilmersdorf Spandau Reinickendorf Steglitz-Zehlendorf Lichtenberg Marzahn-Hellersdorf Pankow Berlin 0 bis unter 1 17,4 27,7 15,6 11,3 28,1 11,8 5,3 11,8 0,8 2,3 1,8 3,1 9,9 1 bis unter 2 29,9 36,0 16,7 21,9 23,2 16,8 18,1 13,0 4,7 3,1 2,2 2,8 13,8 2 bis unter 3 49,6 49,3 37,6 33,1 29,8 28,9 24,8 17,6 10,0 7,4 3,6 3,4 24,7 3 bis unter 4 57,4 53,9 46,1 34,8 30,6 30,6 26,1 17,0 13,0 11,0 4,7 5,5 29,0 4 bis unter 5 59,2 56,4 46,4 36,0 29,4 27,2 24,6 15,4 16,7 10,6 4,7 5,9 29,4 5 bis unter 6 58,9 54,2 47,4 32,9 28,8 27,1 24,6 15,9 16,3 8,5 4,2 5,2 28,6 Quelle: Jugendhilfestatistik 271 > C Abb. C3-1b Einwohner mit beidseitigem Migrationshintergrund unter 6 Jahren in Berlin in % . Quelle: Melderechtlich registrierte Einwohner am Ort der Hauptwohnung in Berlin am 31.12.2007 (Angaben in der Klammer geben die Anzahl der Lebensweltlich orientierten Räumen LOR in der jeweiligen Kategorie an) Tab. C3-2 Kindertageseinrichtungen und Kinder mit Migrationshintergrund 2007 in ausgewählten Stadtgebieten Kindertageseinrichtungen Bezirksteile Anzahl insgesamt Wedding Kreuzberg Neukölln 103 61 139 161 69 32 62 78 in % 67,0 52,5 44,6 48,4 5 979 3 035 5 577 9 460 50% und mehr mit MH Anzahl insgesamt 4 826 2 029 3 398 5 160 in % 80,7 66,9 60,9 54,5 Kinder in Kindertageseinrichtungen 50% und mehr mit MH Quelle: Kinder- und Jugendhilfestatistik, MH = MigrationshintergrundJHS 272 C Tab. C3-3 Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund im Alter von 3 bis unter 6 Jahren in Berlin und Anteil der Kinder mit NDHS in der Kindertagesbetreuung in % nach Bezirken 2007 Migrationshintergrund EWR* Bezirke einseitig*** Mitte Neukölln Friedrichshain-Kreuzberg Charlottenburg-Wilmersdorf Spandau Reinickendorf Steglitz-Zehlendorf Lichtenberg Marzahn-Hellersdorf Pankow 71 68 57 52 50 44 41 34 28 21 20 16 beidseitig 54 54 42 32 34 35 28 18 17 12 7 7 JHS: in der Familie wird vorrangig nicht deutsch gesprochen** 59 55 47 30 35 28 25 16 15 10 6 5 *Stichtag 31.12.2007 Einwohnerregister; **Stichtag 15.3.2007 Kinder- und Jugendhilfestatistik *** einseitig schließt die Kategorie beidseitig mit ein Tab. C4-1 Anteil der vorzeitigen Einschulungen an allen Einschulungen sowie der prozentuale Anteil von Mädchen und Jungen in % Land Berlin Mädchen Jungen Brandenburg Mädchen Jungen Mädchen Jungen Länder-Min* Länder-Max* 2000/01 5,8 58,4 41,6 3,1 59,8 40,2 5,0 59,6 40,4 1,4 14,1 2001/02 6,4 57,1 42,9 4,0 58,8 41,2 5,8 59,7 40,3 1,6 9,4 2002/03 7,4 57,3 42,7 6,1 61,0 39,0 6,6 55,7 44,3 2,0 11,8 2003/04 8,9 58,9 41,1 6,5 61,0 39,0 7,8 59,1 40,9 1,8 17,5 2004/05 13,0 57,3 42,7 7,3 59,6 40,4 9,1 59,1 40,9 1,0 18,2 2005/06 2,1 57,8 42,2 2,3 60,9 39,1 7,8 57,7 42,3 0,8 16,0 2006/07 2,7 57,3 42,7 2,8 62,0 38,0 7,1 59,2 40,8 0,5 18,1 2007/08 2,4 57,3 42,7 2,8 61,8 38,2 6,2 59,1 40,9 0,7 17,2 Quelle: Schulstatistik *Lesehinweis = die minimalen und maximalen Werte stammen nicht zwingend aus einem Bundesland 273 > C Tab. C4-2 Anteil der verspäteten Einschulungen an allen Einschulungen in den Jahren 2000 bis 2007 sowie Anteil der Mädchen und Jungen in % Land Berlin Mädchen Jungen Brandenburg Mädchen Jungen Mädchen Jungen Länder-Min Länder-Max 2000/01 10,5 37,1 62,9 7,7 36,7 63,3 7,1 35,8 64,2 4,4 14,6 2001/02 9,1 37,2 62,8 7,5 40,2 59,8 6,8 35,6 64,4 4,5 12,9 2002/03 8,4 38,7 61,3 8,5 39,4 60,6 6,4 36,1 63,9 4,0 11,7 2003/04 6,2 37,4 62,6 8,0 37,8 62,2 5,6 35,9 64,1 3,8 10,2 2004/05 5,6 37,5 62,5 7,7 37,4 62,6 5,7 35,6 64,4 2,7 8,9 2005/06 3,0 35,7 64,3 5,9 37,7 62,3 4,8 37,3 62,7 2,9 8,6 2006/07 5,1 34,7 65,3 14,9 37,9 62,1 4,8 36,0 64,0 0,9 14,9 2007/08 3,0 39,2 60,8 12,5 36,2 63,8 5,4 36,5 63,5 0,7 12,5 Quelle: Schulstatistik Tab. C4-3 Ergebnisse DEUTSCH PLUS (2007) Insgesamt Bezirke Insgesamt ohne Förderbedarf in % insgesamt 24 319 2 393 2 140 2 887 1 827 1 694 1 752 2 462 2 333 1 529 1 866 1 777 1 659 ohne Förderbedarf in % insgesamt 761 97 52 54 51 88 16 81 116 31 63 52 60 ohne Förderbedarf in % Berlin Mitte Friedrichshain-Kreuzberg Pankow Charlottenburg-Wilmersdorf Spandau Steglitz-Zehlendorf Neukölln Marzahn-Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf 25 080 2 490 2 192 2 941 1 878 1 782 1 768 2 543 2 449 1 560 1 929 1 829 1 719 89,6 87,4 93,0 93,2 94,3 86,4 95,4 91,1 83,9 90,8 81,4 86,2 86,7 48,5 46,0 50,6 63,9 67,1 53,6 50,6 58,4 34,4 50,9 32,4 50,8 45,2 88,3 84,7 91,8 92,2 92,3 82,4 94,5 88,8 81,2 95,8 79,7 85,4 84,4 47,4 45,4 50,3 59,5 65,2 51,4 50,6 56,9 33,1 50,0 32,4 49,2 44,7 69,8 65,0 77,8 70,7 85,7 80,0 93,3 84,1 70,3 76,9 51,8 43,3 60,0 27,5 15,8 8,8 53,8 56,5 46,4 0,0 37,8 25,3 25,0 0,0 22,7 20,0 Quelle: www.berlin.de/sen/bildung/schulqualitaet/lernausgangsuntersuchungen, 8.12.2008 274 Allgemeinbildende Schule D Tab. D1-1 Entwicklung der Anzahl der öffentlichen und privaten Schulen, Klassen und Schülerinnen und Schüler in den Jahrgangsstufen 1–6 in Brandenburg Schulen Klassen Schulen* Klassen 1995/96 2000/01 2001/02 2002/03 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 677 9 298 210 678 100 100 100 596 6 416 138 377 88 69 66 607 5 682 119 372 90 61 57 Schulen* Klassen 586 569 557 5 107 4 720 4 706 103 537 95 676 96 192 1995/96 = 100 87 84 82 55 51 51 49 45 46 546 4 904 102 469 81 53 49 542 5 080 108 252 80 55 51 551 5 253 112 524 81 56 53 Quelle: Schulstatistik Tab. D1-2 Flex-Klassen sowie Schülerinnen und Schüler in Flex-Klassen in Brandenburg Flex-Klassen - 2001/02 2002/03 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 Flex-Schulen Flex-Klassen 18 46 1 020 20 49 1 180 74 164 3 744 101 236 5 276 122 291 6 631 139 327 7 885 147 351 8 205 Quelle: Schulstatistik 275 > D Tab. D2-1 Anzahl der Ausländerinnen und Ausländer sowie Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache an Berliner Grundschulen im Schuljahr 2007/08 Ausländische Schuljahr 1997/98 1998/99 1999/00 2000/01 2001/02 2002/03 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 33 456 33 144 33 746 33 520 32 908 32 190 31 108 30 220 30 638 28 464 26 033 Herkunftssprache 41 728 42 268 44 725 44 229 44 265 45 229 45 673 45 894 50 350 51 383 52 933 Quelle: Schulstatistik Tab. D2-2 Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen (ohne Freie Waldorfschulen und Förderschulen nach Bezirken in Berlin) 2006/07 Land Bezirk darunter ausländische darunter Insgesamt 2007/08 darunter ausländische darunter Insgesamt Berlin Mitte Friedrichshain-Kreuzberg Pankow Charlottenburg-Wilmersdorf Spandau Steglitz-Zehlendorf Neukölln Marzahn-Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf davon öffentliche Schulen private Schulen 318 835 28 846 22 211 28 125 28 350 23 957 32 576 31 619 30 612 19 669 22 173 21 367 29 330 300 852 17 983 52 004 11 104 7 090 1 225 5 184 2 684 3 290 5 518 9 080 642 810 2 249 3 128 50 412 1 592 87 699 17 376 11 437 1 771 7 908 6 166 5 009 10 282 14 973 969 2 091 3 631 6 086 85 118 2 581 312 621 28 650 21 753 27 787 28 393 23 434 32 591 31 077 30 050 18 970 20 534 20 319 29 063 293 221 19 400 49 529 10 383 6 604 1 237 4 942 2 587 3 215 5 141 8 573 664 771 2 272 3 140 47 906 1 623 90 698 17 884 11 537 1 817 8 301 6 638 5 231 10 440 15 465 1 100 2 195 3 804 6 286 87 803 2 895 Quelle: Schulstatistik 276 Allgemeinbildende Schule D Tab. D2-3 Schülerinnen und Schüler an Grundschulen (ohne Freie Waldorfschulen und Förderschulen nach Bezirken in Berlin) 2006/07 Land Bezirk darunter insgesamt ausländische insgesamt 2007/08 darunter ausländische Berlin Mitte Friedrichshain-Kreuzberg Pankow Charlottenburg-Wilmersdorf Spandau Steglitz-Zehlendorf Neukölln Marzahn-Hellersdorf Lichtenberg Reinickendorf davon öffentliche Schulen private Schulen 158 464 15 785 12 433 14 246 12 974 12 222 14 623 16 815 16 197 9 439 10 063 9 499 14 168 149 068 9 396 28 464 6 255 4 029 683 2 436 1 417 1 347 3 238 5 280 416 468 1 219 1 676 27 613 851 51 383 10 425 6 783 1 142 4 334 3 439 2 491 6 422 8 900 672 1 219 1 943 3 613 49 701 1 682 158 518 15 938 12 344 14 973 12 993 11 839 14 652 16 314 15 854 9 744 10 309 9 628 13 930 147 990 10 528 26 033 5 672 3 595 649 2 248 1 282 1 268 2 858 4 832 396 422 1 141 1 670 25 196 837 52 933 10 744 6 851 1 135 4 527 3 800 2 700 6 382 8 898 694 1 313 1 965 3 924 51 064 1 869 Quelle: Schulstatistik 277 > D Tab. D2-4a Schülerinnen und Schüler an Haupt- und Realschulen (ohne Freie Waldorf- und Förderschulen nach Bezirken in Berlin) Hauptschule 2006/2007 Land Bezirk darunter Insgesamt ausländische rinnen Insgeund samt rinnen und 4 224 854 741 73 403 178 140 546 890 38 36 72 253 5 578 1 051 1 057 89 480 334 183 706 1 103 44 63 74 394 12 305 1 526 1 230 794 843 899 658 1 510 1 492 567 839 645 1 302 2007/08 darunter ausländische rinnen Insgeund samt rinnen und 3 981 763 691 76 399 187 101 539 800 46 36 74 269 5 638 1 025 947 81 503 316 173 825 1 116 56 64 108 424 22 578 1 879 1 097 1 832 1 796 1 691 2 131 2 881 1 874 2 021 1 890 1 198 2 288 2006/2007 darunter ausländische rinnen und rinnen und 4 231 892 343 121 424 227 205 722 742 57 28 109 361 6 858 1 294 460 132 638 518 352 1 309 1 181 98 63 174 639 Insgesamt Realschule 2007/08 darunter ausländische rinnen und rinnen und 4 109 893 292 134 356 259 182 711 710 65 34 105 368 6 886 1 383 417 158 598 585 310 1 236 1 195 114 79 169 642 Berlin Mitte Friedrichs.Kreuzbg. Pankow Charlbg.Wilmersd. Spandau SteglitzZehlendorf Schönebg. Neukölln Köpenick MarzahnHellersdorf Lichtenberg Reinickendorf davon öffentliche Schulen private Schulen 13 219 1 628 1 360 852 901 968 711 1 581 1 564 560 956 754 1 384 20 654 1 786 989 1 657 1 623 1666 2 030 2 664 1 737 1 655 1 477 1 101 2 269 13 079 140 4 202 22 5 555 23 12 190 115 3 975 6 5 627 11 21 186 1 392 4 095 136 6 661 197 19 299 1 355 3 987 122 60 713 173 Quelle: Schulstatistik 278 Allgemeinbildende Schule D Tab. D2-4b Schülerinnen und Schüler an Gesamtschulen und Gymnasien (ohne Freie Waldorfschulen und Förderschulen) 2006/2007 Land Bezirk Insgesamt darunter ausländische rinnen Insgeund samt rinnen und 7 744 1 920 830 223 1 034 400 492 690 974 89 142 446 504 12 691 2 873 1 343 243 1 525 809 748 1 264 1 834 135 340 621 956 79 346 7 352 4 331 7 845 9 617 4 650 10 109 6 501 5 286 5 135 5 468 4 778 8 274 2007/2008 darunter ausländische rinnen Insgeund samt rinnen und 8 002 1 965 852 232 1 040 419 511 663 1 055 121 139 525 480 13 524 3 073 1 433 266 1 545 856 775 1 374 2 089 154 340 759 860 43 518 2 242 2 904 2 842 3 194 4 434 5 124 3 846 5 806 2 257 2 884 4 709 3 276 2006/2007 darunter ausländische rinnen Insgeund samt rinnen und 7 341 1 183 1 147 125 887 462 1 106 322 1 194 42 136 403 334 11 189 1 733 1 794 165 931 1 066 1 235 581 1 955 20 406 819 484 41 798 2 048 2 859 2 518 3 317 4 380 5 142 4 088 5 681 1 869 2 441 4 167 3 288 2007/2008 darunter ausländische rinnen und rinnen und 7 404 1 090 1 174 146 899 440 1 153 370 1 176 36 140 427 353 11 717 1 659 1 889 177 1 128 1 081 1 273 623 2 167 82 399 803 436 Berlin Mitte Friedrh.Kreuzberg Pankow Charlbg.Wilmerdorf Spandau SteglitzZehlendorf Schönebg. Neukölln Köpenick MarzahnHellersdorf Lichtenbg. Reinickendorf davon öffentliche Schulen private Schulen 81 056 7 312 4 417 8 353 9 485 4 642 9 987 6 496 5 171 5 392 6 380 5 207 8 214 75 568 5 488 7 376 368 12 286 405 73 524 5 822 7 596 406 13 009 515 41 951 1 567 7 126 215 10 915 274 40 218 1 580 7 152 252 11 390 327 Quelle: Schulstatistik 279 > D Tab. D2-5 Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache an allgemeinbildenden Schulen in Berlin am 14. September 2007 nach Bezirk, Schulart und Geschlecht davon an ... Land Bezirk insgesamt schulen darunter weiblich 45 599 8 910 5 772 921 4 299 3 217 2 656 5 167 7 923 538 1 117 1 935 3 144 insgesamt Hauptschulen Realschulen insgesamt darunter weiblich 7 373 1 593 757 150 842 456 429 771 1 178 79 201 423 494 schulen insgesamt Förderschulen* dadadarunter insge- runter insge- runter weib- samt weib- samt weiblich lich lich 25 775 5 638 5 240 1 025 3 334 552 2 217 1 842 1 336 3 085 947 81 503 316 173 825 2 338 6 886 446 1 383 404 25 208 116 56 417 158 598 585 310 3 366 709 190 80 311 264 134 584 610 45 40 84 315 dadarunter insge- runter weib- samt weiblich lich 5 703 2 900 761 460 973 86 570 514 633 331 979 39 199 381 237 368 71 393 71 173 197 720 19 62 176 190 1 044 161 114 28 151 25 68 65 265 6 17 68 76 Berlin Mitte FriedrichshainKreuzberg Pankow Charlottenbg.Wilmersdorf Spandau SteglitzZehlendorf Schöneberg Neukölln Köpenick MarzahnHellersdorf Lichtenberg Reinickendorf 93 630 18 344 11 919 1 888 8 694 6 718 5 411 10 637 16 185 1 119 2 257 3 980 6 478 52 933 10 744 6 851 1 135 4 527 3 800 2 700 6 382 8 898 694 1 313 1 965 3 924 13 524 3 073 1 433 266 1 545 856 775 1 374 2 089 154 340 759 860 11 749 1 659 1 903 177 1 128 1 090 1 280 623 2 167 82 399 803 438 331 1 236 504 1 195 26 21 43 158 114 79 169 642 4 387 1 116 343 639 936 1 864 56 64 108 424 Quelle: Schulstatistik * Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt 280 Allgemeinbildende Schule D Tab. D3-1 Verwaltungseinheiten und schulische Einrichtungen mit Ganztagsbetrieb 2002 bis 2007 in öffentlicher und privater Trägerschaft Land Schulart Verwaltungseinheiten Berlin Brandenburg 2002 2003 Anzahl 2004 2005 2006 2007 2002 Anteil an allen Verwaltungseinheiten 2003 2004 2005 2006 2007 292 141 4 951 175 5 1 757 139 33 5 1 x 618 3 3 288 x x 329 5 5 386 58 70 488 51 57 1 315 1 30 291 144 5 723 169 6 2 106 125 34 6 1 x 777 3 3 330 x x 504 5 7 499 56 71 493 55 57 1 333 1 40 310 193 6 810 194 46 2 766 139 46 36 42 1 x 939 3 5 400 x x 553 5 9 644 53 72 503 55 61 1 432 5 63 550 254 8 226 440 87 3 912 374 87 209 79 1 x 1 154 4 x 534 x 65 487 5 16 725 57 26 524 76 60 1 597 4 59 556 311 9 688 444 129 4 878 377 129 241 120 1 x 1328 4 x 551 x 72 576 5 24 924 50 22 539 70 64 1 744 12 4 88 626 360 444 173 376 173 260 163 1 x 4 X x 74 5 28 55 24 78 64 7 4 - 34,7 13,9 16,3 37,9 1,1 10,3 30,1 7,7 1,1 1,6 x 11,5 3,4 3,8 9,6 x x 19,2 4,1 4,5 12,2 87,9 29,7 62,8 51,5 42,9 37,7 20,0 17,0 35,4 14,5 19,0 37,7 1,3 12,4 27,9 8,3 1,3 1,1 x 14,5 3,6 3,8 11,1 x x 32,3 4,1 6,3 15,9 87,5 32,7 64,7 55,6 43,2 38,3 20,0 22,1 38,0 20,0 23,2 43,7 10,0 16,3 31,3 10,0 8,8 9,3 1,7 x 18,1 3,6 6,3 13,3 x x 39,0 4,1 8,3 20,6 84,1 36,7 69,5 57,9 52,1 41,2 100,0 35,0 68,0 27,5 28,3 98,9 18,8 23,3 84,0 18,8 50,4 17,6 1,7 x 23,1 5,0 x 17,9 x 32,8 34,7 4,3 14,7 23,4 93,4 57,9 73,1 79,2 54,1 46,0 71,2 35,1 33,6 100,0 27,6 29,1 84,9 27,6 58,1 26,6 1,8 x 27,6 5,3 x 18,7 x 43,6 43,6 4,5 22,9 29,8 79,9 42,4 100,0 36,5 84,7 36,5 56,6 35,8 1,8 x 5,4 x X 52,9 4,5 29,8 - Berlin Brandenburg(1-6) dar. offene Form Berlin Brandenburg dar. 5-6. Klasse Berlin Brandenburg Hauptschule Berlin Brandenburg Realschule Berlin Brandenburg Oberschule Berlin Brandenburg Berlin Brandenburg Berlin Brandenburg Förderschule Berlin Brandenburg Freie Waldorfschule* Berlin Brandenburg 92,6 105,8** 56,4 55,3 77,9 72,9 58,7 51,4 83,9 62,1 100,0 100,0 - - 171,4** 100,0 100,0 32,6 45,8 Quelle: KMK (2008c), * ohne gymnasiale Oberstufe, ** Werte über 100% kommen durch Doppelzählungen von Schulen zustande 281 > D Tab. D3-2 Anzahl der Schüler/-innen in Ganztagsbetreuung und Anteil der Schüler/-innen in Ganztagsbetreuung an Gesamtschülerschaft allgemeinbildender Schulen 2002 bis 2007 in % Land Schulart Berlin Brandenburg* Anzahl 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2002 21,9 10,7 9,8 22,4 0,4 4,2 3,5 0,3 6,5 1,0 x 10,2 0,8 4,0 4,0 x x 3,7 2,3 1,6 3,9 89,5 26,5 66,8 37,8 29,1 33,3 19,1 8,9 2003 22,1 11,2 10,8 23,6 0,4 5,1 3,5 0,3 7,3 1,0 x 11,4 1,0 4,0 4,3 x x 7,3 2,3 2,3 5,3 87,6 28,0 67,8 37,9 30,1 33,4 18,0 11,0 2004 23,6 15,6 12,5 28,3 7,7 6,8 4,4 704,0 13,2 1,0 x 14,4 0,9 5,1 5,4 x x 9,8 2,3 5,0 6,7 84,1 32,2 69,0 39,4 31,9 35,5 82,6 13,2 2005 35,4 20,8 15,2 54,0 15,3 9,9 6,7 13,8 17,7 1,0 x 16,4 1,2 11,1 7,0 x 44,2 15,3 2,3 8,8 10,3 94,8 39,8 72,8 44,4 34,9 37,1 83,9 15,9 2006 38,5 27,1 17,6 60,4 23,1 12,7 9,0 21,7 21,5 0,8 x 18,9 1,2 12,4 8,5 x 49,2 21,2 2,8 13,4 12,5 89,9 45,9 75,3 47,4 37,1 38,9 31,3 100,0 19,5 2007 40,1 32,8 66,1 30,7 11,4 28,7 0,8 x 0,2 22,4 x 51,4 2,6 17,2 97,7 50,0 49,5 41,7 33,4 63,1 - 69 023 67 947 70 305 105 609 112 088 131 819 26 984 26 292 34 091 43 025 52 394 60 847 873 935 954 940 1 091 772 1 307 570 1 484 462 22 691 23 844 232 241 133 506 160 708 1 847 119 22 854 1 692 91 20 865 29 141 4 721 214 810 2 030 1 841 14 593 169 x 156 458 232 1040 73 148 x x 37 135 1 184 1 898 114 162 32 211 19 435 322 697 5 338 4 239 150 604 917 8 165 61 218 11 131 314 143 2 962 3 754 18 109 146 x 167 825 299 1565 93 142 x 2 781 51 954 1 119 2 909 174 510 33 904 15 659 323 570 5 961 4 338 154 319 888 9998 68 893 17 832 399 666 3 982 6 202 21 408 115 x 180 152 281 941 110 588 x 5 993 65 986 1 300 3 817 211 123 30 576 12 269 324 546 6 161 4 289 158 552 780 1 051 12 441 74 185 24 008 5 284 8 966 93 x 39 718 x 9 122 1 184 4 638 31 495 8 353 6 292 4 393 855 649 - Berlin Brandenburg** 5.-6. Klasse Berlin Brandenburg** Hauptschule Berlin Brandenburg Realschule Berlin Brandenburg*** Oberschule Berlin Brandenburg 177 170 x x 113 917 125 040 261 966 51 075 x x 16 262 1251 702 64 314 303 923 55 507 x x 31 480 1 234 979 86 797 Berlin Brandenburg Berlin Brandenburg Förderschule Berlin Brandenburg Freie Waldorfschule Berlin Brandenburg* 37 603 35 503 20 617 19 696 323 637 324 282 5 193 5 201 4 152 4 165 143 106 143 557 196 5 264 197 6 704 Quelle: KMK (2008c * Einschließlich 122 Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 an Waldorfschulen, die auf die Schüler der Waldorfschulen in den Jahrgangsstufen 1 bis 12 prozentuiert sind ** Einschließlich Grundschulen Jg. 1 bis 4 bzw. Jg. 5 und 6 an Oberschulen (gem. KMK-Zuordnung) *** Ab 2005/06 - Schüler in auslaufenden Realschulbildungsgängen an OBERSCHULEN (gem. KMK-Zuordnung) 282 Allgemeinbildende Schule D Tab. D4-1a Anzahl der Einschulungen in Berlin und Brandenburg für die Schuljahre 2000/01 – 2007/08 Land Berlin Brandenburg 2000/01 26 344 14 686 2001/02 25 762 15 296 2002/03 27 067 16 503 2003/04 27 992 18 276 2004/05 28 540 18 547 2005/06* 37 120 21 878 2006/07 28 332 20 463 2007/08 27 417 19 330 2008/09** 27 600 19 470 2012/13** 28 860 19 490 Quelle: Schulstatistik; *Verschiebung des Einschulungsstichtags und damit Vorverlegung des fristgemäßen Einschulungsalters um ein halbes (Berlin) bzw. ein viertel Jahr (Brandenburg), **Schüler-Prognose der KMK Tab. D4-1b Anzahl der Einschulungen nach Schulart Land Schulart Berlin 2006/07 Insgesamt 28 332 26 719 358 359 896 20 463 19 958 67 90 348 darunter weiblich 13 715 13 067 175 173 300 10 011 9 797 32 52 130 darunter Insgesamt 27 417 26 011 332 250 824 19 330 18 765 128 73 364 2007/08 darunter weiblich 13 437 12 875 154 122 286 9 461 9 234 60 35 132 darunter Freie Waldorfschulen Förderschulen Brandenburg Freie Waldorfschulen Förderschulen 9 049 8 692 154 4 199 x x x x x 9 034 8 676 166 6 186 x x x x x Quelle: Schulstatistik; NDHS = nichtdeutsche Herkunftssprache Tab. D4-2 Verteilung der Schülerinnen und Schüler*, die die Grundschule nach der Jahrgangsstufe 6 verlassen, auf die Schularten in % Berlin Brandenburg Schuljahr Insgesamt Hauptschulen Realschulen sien schulen Insgesamt Oberschulen sien schulen 2005/06 2006/07 2007/08 100,0 100,0 100,0 8,8 8,2 7,5 19,6 18,6 18,5 43,8 45,0 46,9 27,8 28,2 27,5 100,0 100,0 100,0 39,5 38,5 36,2 41,3 44,7 47,9 19,1 16,9 15,6 Quelle: Schulstatistik, *ohne Förder- und Freie Waldorfschulen 283 > D Tab. D4-3 Schulartwechsel in den Jahrgangsstufen 7–9 des Schuljahres 2006/2007 sowie 2007/08 in % der Wechsel davon Aufstieg* Land insgesamt insgesamt davon HS-RS insgesamt davon Abstieg* davon RSHS davon neutrale Wechsel Berlin 2006/07 2007/08 Brandenburg 2006/07 2007/08 2006/07 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 3,5 2,9 6,2 7,1 14,4 2,2 1,8 x x 10,4 1,3 1,1 2,7 0,3 2,6 x x 3,4 6,9 1,2 0,0 0,0 x x 0,3 53,7 54,0 7,8 10,4 65,6 30,5 31,1 x x 27,0 22,8 22,5 2,2 x 32,2 x x 5,6 10,4 4,9 0,5 0,9 x x 1,6 42,8 43,1 86,1 82,4 20,0 Quelle: Schulstatistik, HS = Hauptschule, RS = Realschule, GY = Gymnasium, SMBG = Schule mit mehreren Bildungsgängen, * Klassifikation von Auf- und Abstieg wie im Nationalen Bildungsbericht 2008, D1-11web Tab. D4-4 Anteil der Schülerinnen und Schüler nach Herkunftsschulart beim Übergang in die 11. Jahrgangsstufe an Gymnasien und Gesamtschulen im Schuljahr 2007/08 in % Berlin Schulart in der 10. Jahrgangsstufe schulen Hauptschule Realschule Schule mit mehreren Bildungsgängen 0,1 3,5 x 94,6 0,3 1,4 100,0 11 077 0,7 16,9 x 6,8 72,9 0,0 2,7 100,0 3 154 x 4,0 0,2 89,0 6,3 0,6 100,0 9 110 schulen x 10,5 1,0 7,7 79,4 1,4 100,0 1 955 0,3 5,2 0,1 92,5 1,2 0,0 0,0 0,6 100,0 279 089 schulen 3,7 15,1 0,6 6,1 72,9 0,0 0,0 1,5 100,0 28 080 Brandenburg Freie Waldorfschule Förderschule keine Angabe Insgesamt Anzahl insgesamt Quelle: Schulstatistik * 2006 284 Allgemeinbildende Schule D Tab. D4-5 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, Förderquote des Schuljahres 2007/08* 2006/07 Land Anzahl der Förderquote Anteil der IntegrationsAnzahl der 2007/08 Förderquote Anteil der Integrations- insgesamt Berlin darunter Ausländer Brandenburg 19 650 3 620 16 077 480 947 6,7 7,1 8,3 6,0 in % 33,8 42,5 28,2 15,1 insgesamt 19 840 3 569 15 983 471 203 7,0 7,4 8,6 5,7 in % 35,9 42,5 34,1 17,2 Quelle: Schulstatistik, * ohne Zweiten Bildungsweg, ohne Klassen für Kranke Tab. D4-6 Wechsel* zwischen Förderschulen und sonstigen allgemeinbildenden Schulen im Schuljahr 2007/08 Wechsel an Förderschulen Anteil der neu an Förderschulen gewechselten Wechsel von Förderschulen Anteil der an allg. Schulen gewechselallen Nicht-Förderan Förderschulen insgesamt Berlin Brandenburg 1 198 1 394 27 998 in % 9,8 13,2 7,0 insgesamt 331 305 8 101 in % 0,1 0,2 0,1 2,7 2,9 2,1 Anteil der gewechselrinnen und Anzahl der Land Anzahl der Quelle: Schulstatistik, * ohne Zweiten Bildungsweg 285 > D Tab. D5-1 Anzahl der Jahrgangswiederholungen nach Schulart und freiwilliger bzw. nicht freiwilliger Wiederholung im Schuljahr 2007/08 Wiederholungen Land JS** darunter insgesamt Hauptschulen nicht freiwillig 1 678 x x x x x x x 839 94 109 458 88 90 x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x freiwillig 486 x x x x x x x 243 4 6 12 221 x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x davon an ... Oberschulen Realschulen nicht freiwillig 3 110 x x x x x x x 1 555 239 472 538 306 x x x x 69 x x x x x x x 69 69 x x x x nicht freiwillig 3 591 7 x x x x 1 6 1 221 163 333 374 351 1 142 287 567 288 547 x x x x 186 22 37 73 54 361 270 45 46 freiwillig 128 x x x x 42 10 8 13 11 44 44 131 1 x x x x 1 33 5 2 12 14 97 25 43 29 schulen nicht freiwillig 678 678 9 249 168 153 99 x x x x x x x x x x 707 707 300 170 47 50 81 59 x x x x x x x x x freiwillig x x x x x x x x x x 892 892 381 320 57 29 50 55 x x x x x x x x x schulen* nicht freiwillig 3 940 11 4 1 2 4 1 641 408 584 531 118 647 160 334 153 910 2 1 1 699 51 89 134 425 209 124 51 34 freiwillig 2 399 1 187 5 12 26 1 144 25 25 414 8 4 4 377 11 5 8 353 29 7 5 17 weiblich 4 353 283 4 104 72 67 36 3 253 375 665 869 1 315 29 817 201 423 193 1 936 686 281 237 45 27 55 41 944 115 151 244 434 306 185 72 49 freiwillig 2 122 2 053 29 30 73 1 921 69 69 1 593 901 385 324 57 29 51 55 566 38 21 50 457 126 32 48 46 nicht freiwillig x x x x x x x x x x x x x x x x x 1 032 x x x x x x x 1 032 237 327 468 x x x x freiwillig x x x x x x x x x x x x x x x x x 66 x x x x x x x 66 22 14 30 x x x x freiwillig 1 162 x x x x x x x 581 10 4 22 545 x x x x 90 x x x x x x x 90 90 x x x x Berlin Primarbereich 1. JS 2. JS 3. JS 4. JS 5. JS 6. JS Sekundarbereich I 7. JS 8. JS 9. JS 10. JS Ohne Angabe Sekundarbereich II 11. JS 12. JS 13. JS Brandenburg Primarbereich 1. JS 2. JS 3. JS 4. JS 5. JS 6. JS Sekundarbereich I 7. JS 8. JS 9. JS 10. JS Sekundarbereich II 11. JS 12. JS 13. JS 9 858 691 9 249 168 156 109 7 309 933 1 528 1 974 2 784 90 1 858 516 901 441 4 858 1 610 685 494 104 79 133 115 2 552 348 474 725 1 005 696 426 144 126 Quelle: Schulstatistik, *ohne Freie Waldorfschulen, ** JS= Jahrgangsstufen 286 Allgemeinbildende Schule D Tab. D5-2 Wiederholungen und Anteil der Wiederholungen an allen Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe und Schulart in der 7.-10. Jahrgangsstufe im Schuljahr 2007/2008 Wiederholungen darunter freiwillige Wiederholungen davon an ... Land Jahgangsstufe rinnen und insgesamt insgesamt Hauptschulen Realschulen Oberschulen schulen* in % insgeinsgeinsgein % in % samt samt samt 7 309 933 1 528 1 974 2 784 90 2 552 348 474 725 1 005 124 386 25 118 32 268 41 559 25 193 248 7,0 3,8 6,2 7,3 10,1 16,8 4,1 2,3 3,4 4,7 5,7 4,0 3,3 4,0 5,0 3,6 16,3 2 053 29 30 73 1 921 566 38 21 50 457 x x x x x in % insgesamt x x x x x x 1 098 259 341 498 10 813 1 793 2 985 3 835 2 200 . in % x x x x x x 6,2 4,7 5,8 7,8 1,8 3,8 5,6 6,6 4,9 - insgesamt 1 263 173 341 387 362 219 27 39 85 68 27 644 5 345 7 371 6 927 7 997 4 in % 3,1 1,6 3,5 3,8 3,6 0,9 0,4 0,7 1,4 1,1 2,5 1,9 2,6 2,6 3,0 3,6 insgesamt 2 828 413 596 557 1262 1 076 62 94 142 778 9 049 818 1 263 3 000 3 965 3 in % 9,4 6,0 8,0 7,5 15,3 6,7 2,6 3,8 4,5 9,7 3,2 1,2 1,8 4,1 5,6 1,1 Berlin 7. JS 8. JS 9. JS 10. JS Ohne Angabe Brandenburg 7. JS 8. JS 9. JS 10. JS 7. JS 8. JS 9. JS 10. JS Ohne Angabe 104 240 24 401 24 831 27 013 27 458 537 62 075 14 907 13 982 15 573 17 613 3 099 342 769 899 798 013 826 049 704 020 1 522 2,0 1 082 9,0 2 136 10,4 0,1 98 5,3 249 5,5 0,1 115 4,1 476 9,7 0,3 470 11,6 560 10,6 7,0 309 9,5 851 14,7 90 16,8 0,9 x x 159 5,0 0,3 x x 0,2 x x 0,3 x x 2,6 x x 159 5,0 x 28 868 4,7 48 012 7,8 x 6 166 4,0 10 996 5,3 x 7 004 4,1 13 645 6,2 x 13 005 6,5 14 792 6,5 x 2 455 2,8 8 576 3,7 238 29,1 3 18,8 Quelle: Schulstatistik, *ohne Freie Waldorfschulen 287 > D Tab. D5-3 Wiederholungen und Anteil der Wiederholungen in der Jahrgangsstufe und Schulart in der 7.-10. Jahrgangsstufe 2007/2008 nach Geschlecht in % Wiederholungen Land Jahrgangsstufe darunter freiwillige Wiederholungen insgesamt in % insgesamt in % insgesamt in % insgeinsgein % samt samt in % insgesamt in % insgesamt in % Hauptschulen Oberschulen davon an ... Realschulen schulen Berlin 7. Jahrgangsstufe 8. Jahrgangsstufe 9. Jahrgangsstufe 10. Jahrgangsstufe ohne Angabe** Brandenburg 7. Jahrgangsstufe 8. Jahrgangsstufe 9. Jahrgangsstufe 10. Jahrgangsstufe Berlin 7. Jahrgangsstufe 8. Jahrgangsstufe 9. Jahrgangsstufe 10. Jahrgangsstufe ohne Angabe Brandenburg 7. Jahrgangsstufe 8. Jahrgangsstufe 9. Jahrgangsstufe 10. Jahrgangsstufe 3 253 375 665 869 1 315 29 944 115 151 244 434 4 056 558 863 1 105 1 469 61 1 608 233 323 481 571 6,4 3,1 5,5 6,6 9,7 3,4 1,6 2,3 5,0 4,9 7,7 4,5 6,7 8,0 10,5 x 4,7 3,1 4,4 4,5 6,5 983 13 12 39 919 223 11 4 26 182 1 070 16 18 34 1 002 x 343 27 17 24 275 6,9 0,4 0,3 1,1 23,4 23,6 9,6 2,6 10,7 41,9 26,4 2,9 2,1 3,1 68,2 x 21,3 11,6 5,3 5,0 48,2 449 38 41 195 146 29 x x x x x 633 60 74 275 163 61 x x x x x 8,8 5,3 3,9 11,6 10,4 x x x x x 9,2 5,3 4,2 11,6 8,8 x x x x x x x x x x x x 347 80 101 166 x x x x x x 751 179 240 332 - x x x x x x 4,4 3,2 3,9 5,8 - 983 111 217 257 398 60 x x x 60 10,2 5,2 9,6 10,2 14,5 3,9 x x x 3,9 10,6 5,7 9,8 10,9 15,0 x 5,9 x x x 5,9 527 63 136 175 153 79 9 14 31 25 736 110 205 212 209 140 18 25 54 43 2,4 1,1 2,6 3,2 2,8 0,6 0,2 0,5 1,0 0,7 3,8 2,1 4,6 4,5 4,4 x 1,2 0,6 0,9 1,9 1,5 1 294 163 271 242 618 458 26 36 47 349 1 534 250 325 315 644 x 618 36 58 95 429 9,1 5,0 7,8 6,8 15,8 6,3 2,4 3,3 3,2 9,5 9,8 6,9 8,3 8,1 14,9 x 7,2 2,8 4,3 5,7 9,9 x 1 153 x 138 x 259 x 303 x 453 x 7,6 99 5,8 x 7,4 x 9,4 x 99 Quelle: Schulstatistik, *Ohne Freie Waldorf- und Förderschulen, **keiner Jahrgangsstufe zuzuordnen Tab. D5-4 Wiederholungen nach Schulart im Sekundarbereich II im Schuljahr 2007/08* Wiederholungen Land Jahrgangsstufe darunter weiblich darunter freiwillig in % 0,2 0,5 0,4 0,3 0,4 0,4 davon an ... insgesamt in %** insgesamt darunter weiblich 508 127 261 120 196 123 45 28 in % darunter freiwillig in % 0,1 0,4 0,3 0,3 0,4 0,3 insgesamt 672 185 334 153 238 131 56 51 darunter weiblich 309 74 162 73 110 62 27 21 in % darunter freiwillig in % 0,3 0,8 0,5 0,4 0,2 0,8 Berlin 11. Jahrgangsstufe 12. Jahrgangsstufe 13. Jahrgangsstufe Brandenburg 11. Jahrgangsstufe 12. Jahrgangsstufe 13. Jahrgangsstufe 1 858 516 901 441 696 426 144 126 817 201 423 193 306 185 72 49 4,3 3,6 6,0 3,3 1,9 3,8 1,1 1,1 1 186 331 567 288 458 295 88 75 3,6 3,0 4,8 2,7 1,6 3,2 0,8 0,8 7,1 5,9 10,2 5,0 3,6 6,7 2,2 2,4 Quelle: Schulstatistik, *ohne Freie Waldorf- und Förderschulen, ** an allen Schülerinnen und Schülern 288 Allgemeinbildende Schule D Tab. D6-1 Abgängerinnen und Abgänger ohne allgemeinbildenden Schulabschluss in den Abgangsjahren 2000 bis 2007 in % von allen Abgängern und Absolventen Land Berlin Brandenburg 1995 12,5 8,3 8,8 2000 13,0 8,7 9,6 2001 12,2 8,7 9,8 2002 11,9 8,6 9,2 2003 12,0 7,9 8,8 2004 11,1 8,6 8,5 2005 10,1 9,5 8,1 2006 9,9 10,7 7,9 2007 10,7 11,5 7,7 Quelle: Schulstatistik Tab. D6-2 Abgängerinnen und Abgänger ohne allgemeinbildenden Schulabschluss nach Schularten im Abgangsjahr 2007 davon von Abgänger Land Hauptschulen Oberschulen Realschulen* Förderschulen schulen** dadadarunruninsgeinsge- runter ter ter samt samt weibweibweiblich lich lich 18 8 4 726 197 899 19 318 91 275 3 715 153 1 387 9 283 70 609 6 dadadadainsge- runter insge- runter insge- runter insge- runter insgesamt weib- samt weib- samt weib- samt weib- samt lich lich lich lich 3 015 927 2 676 38 1 215 390 394 5 1 321 492 x x 501 189 x x x x 257 8 x x 79 2 215 67 115 1 95 32 36 38 18 18 1 Berlin darunter Ausländer Brandenburg darunter Ausländer Quelle: Schulstatistik, * für Brandenburg sind Realschülerinnen und -schüler gemeint, ** ohne Förderschwerpunkt geistige Entwicklung Tab. D6-3 Abgängerinnen und Abgänger ohne allgemeinbildenden Schulabschluss nach Schularten und Staatsangehörigkeit im Abgangsjahr 2007 (ohne Förderschulen) Abgängerinnen und Abgänger insgesamt Berlin Hauptschule Realschule 2 300 1 321 215 726 38 insgesamt 1 526 829 148 529 20 in % 66,3 62,8 68,8 72,9 52,6 davon Ausländerinnen und Ausländer insgesamt 774 492 67 197 18 in % 33,7 37,2 31,2 27,1 47,4 darunter nichtdeutsche Herkunftsinsgesamt 990 606 82 281 21 in % 43,0 45,9 38,1 38,7 55,3 Land Schulart Quelle: Schulstatistik, Fachserie 11, Reihe 1, Tab. 6.2 289 > D Tab. D6-4a Förderung nach Förderschwerpunkten und Ort der Förderung im Schuljahr 2007/08 in % Land Staatsangehörigkeit Art der Förderung Berlin darunter Ausländerinnen und Ausländer darunter Ausländerinnen und Ausländer in Förderschulen darunter Ausländerinnen und Ausländer Brandenburg in Förderschulen Förderschwerpunkt Körperliche Emotionale und und soziale Sprache motorische EntwickBehinderung lung 21,6 14,7 16,4 12,8 25,1 16,4 12,8 22,5 6,1 13,2 16,5 12,4 7,1 9,5 5,8 7,4 2,6 10,9 8,8 5,6 8,4 3,6 7,7 6,5 8,1 6,0 14,7 8,4 31,1 16,6 3,6 1,1 18,1 35,6 6,1 13,5 22,4 11,2 7,2 keinem Förderschwerpunkt fend zugeordnet 1,1 0,8 1,7 0,8 0,6 0,8 0,0 0,0 0,0 3,3 0,5 4,0 3,8 0,2 0,0 0,6 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,2 0,0 0,0 Lernen Sehen Hören in Förderschulen darunter Ausländerinnen und Ausländer 47,4 63,7 39,1 64,7 53,0 62,8 59,3 27,1 81,4 56,8 48,3 59,0 70,4 2,2 2,2 1,2 0,6 2,9 3,6 1,3 1,2 1,4 1,8 2,0 1,7 1,9 3,2 4,3 2,3 1,9 3,8 6,5 3,0 5,2 1,4 3,6 3,7 3,6 3,7 Quelle: Schulstatistik, ohne Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ Tab. D6-4bAbschlüsse an Förderschulen im Schuljahr 2007/08 allgemeinbildender Schulabschluss insgesamt Hauptschulabschluss 27,9 29,9 18,1 21,8 4,8 90,2 Abschluss Land ohne Abschluss Lernbehinderte davon mit Realschulabschluss 5,8 6,8 1,2 2,2 1,2 9,2 allg. Hochschulreife 0,5 0,6 0,4 0,3 0,6 0,6 Quelle: Schulstatistik Berlin davon mit deutscher Staatsangehörigkeit davon mit ausländischer Staatsangehörigkeit darunter nichtdeutsche Herkunftssprache Brandenburg 40,8 37,9 54,6 50,2 31,1 26,1 25,0 24,8 25,8 25,5 62,2 50,7 34,2 37,3 19,6 24,3 6,7 23,1 290 Allgemeinbildende Schule D Tab. D6-5 Absolventinnen und Absolventen sowie Abgängerinnen und Abgänger nach Abschlussarten, Migrationshintergrund und Geschlecht 2007 darunter nichtdeutsche Herkunftssprache insgesamt 7 005 1 233 2 449 2 152 1 171 x x x x x x x x x x Absolventinnen und Absolventen Land insgesamt darunter Frauen darunter Ausländerinnen und Ausländer insgesamt in % darunter Frauen in % insgesamt 2 265 415 771 667 412 220 11 33 56 120 40 463 5 489 16 414 13 913 4 647 in % 49,0 42,2 47,4 50,0 60,6 57,6 28,9 40,7 56,6 73,2 48,4 39,4 46,7 52,6 57,9 in % Berlin ohne Hauptschulabschluss Hauptschulabschluss Realschulabschluss allgemeine Hochschulreife Brandenburg ohne Hauptschulabschluss Hauptschulabschluss Realschulabschluss allgemeine Hochschulreife ohne Hauptschulabschluss Hauptschulabschluss Realschulabschluss allgemeine Hochschulreife 32 905 3 295 7 268 10 234 12 108 29 653 3 024 4 555 11 177 10 897 928 625 70 547 220 438 385 729 251 911 16 330 1 331 3 215 4 938 6 846 14 805 1 003 1 744 5 609 6 449 456 295 26 299 94 045 194 017 141 934 4 624 983 1 627 1 334 680 382 38 81 99 164 83 555 13 944 35 126 26 463 8 022 14,1 29,8 22,4 13,0 5,6 1,3 1,3 1,8 0,9 1,5 9,0 19,8 15,9 6,9 3,2 21,3 37,4 33,7 21,0 9,7 x x x x x x x x x x Quelle: Schulstatistik Tab. D6-6 Absolventinnen und Absolventen sowie Abgängerinnen und Abgänger allgemeinbildender Schulen 2000 bis 2007 nach Abschlussart Land Berlin Ohne Hauptschulabschluss Hauptschulabschluss Realschulabschluss allgemeine Hochschulreife Brandenburg Ohne Hauptschulabschluss Hauptschulabschluss Realschulabschluss allgemeine Hochschulreife Ohne Hauptschulabschluss Hauptschulabschluss Realschulabschluss allgemeine Hochschulreife 1995 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 12,5 21,8 34,7 29,4 8,3 17,9 37,7 27,7 8,8 27,4 39,1 24,5 13,0 20,4 34,6 29,3 8,7 18,7 41,9 27,8 9,6 25,3 40,0 24,1 12,2 21,4 41,0 29,6 8,7 18,9 42,0 27,7 9,8 26,1 41,4 22,5 11,9 21,1 39,5 29,4 8,6 18,4 40,8 28,1 9,2 25,2 40,9 23,1 12,0 21,2 37,8 29,3 7,9 18,5 41,1 26,8 8,8 25,1 40,8 23,1 11,1 21,2 38,0 30,9 8,6 17,6 41,3 29,1 8,5 24,7 43,4 23,7 10,1 20,7 35,9 32,1 9,5 17,2 39,8 27,8 8,1 23,9 40,4 23,9 9,9 22,3 30,9 32,3 10,7 18,4 38,1 29,1 7,9 23,8 40,4 24,8 10,7 23,7 29,8 31,5 11,5 17,3 33,5 30,5 7,7 23,9 40,1 25,8 Quelle: Schulstatistik. Die Quoten addieren sich nicht auf 100%, da sie anhand unterschiedlicher Anteile aus der Bevölkerung berechnet werden. Abgangs- und Hauptschulabschlussquote: herangezogen wird die Bevölkerung im Alter von 15 und 16 Jahren, beim Mittleren Schulabschluss die Bevölkerung im Alter von 16 und 17 Jahren, bei der Hochschulzugangsberechtigung im Alter von 18, 19 und 20 Jahren 291 > D Tab. D6-7 Teilnehmerzahlen am MSA in Berlin 2007 und 2008 und Bestehensquoten der Teilnahmeverpflichteten im Prüfungs- und Jahrgangsteil sowie des MSA insgesamt differenziert nach Schulart in % Schulart Jahr Anzahl Schulen Anzahl Klassen insgesamt freiwillig verpflichtend 3 765 4 262 639 785 553 619 4 413 10 406 5 993 9 178 10 406 11 521 906 634 19 454 22 053 Bestehensquoten der Verpflichteten in JahrMSA gangsinsgefungsteil teil samt 90 88 47 46 74 64 84 84 85 99 99 99 58 55 89 90 89 88 77 79 83 84 90 89 91 97 96 96 87 75 91 89 84 81 43 43 69 61 81 79 81 96 96 96 57 51 85 84 Hauptschule Verbundene H/R* Realschule Berufl. Schule 2008 2007 2008 2007 2008 2007 2008 2007 2006 2008 2007 2006 2008 2007 2008 2007 47 49 45 45 9 9 52 97 58 94 97 103 40 42 287 294 292 319 112 126 40 39 175 348 229 346 348 428 137 144 1 102 1 220 6 161 6 944 984 1 229 663 722 4 413 10 406 5 993 9 178 10 406 11 521 1 862 2 030 23 261 26 678 2 396 2 682 345 444 110 103 0 0 0 0 0 0 956 1 396 3 807 4 625 Quelle: Wendt, 2008; öffentliche Schulen ohne Förderschulen, *Haupt-/Realschule 292 Allgemeinbildende Schule D Tab. D6-8 Bestehensquoten zum MSA in Berlin bezogen auf die Schülerzahlen zu Anfang des jeweiligen Schuljahres differenziert nach Schulart SenBWF Schulstatistik Anzahl 2008 2007 2006 2008 2007 2006 2008 2007 2006 2008 2007 2006 2008 2007 2006 2008 2007 2006 7 932 8 607 8 734 2 730 2 883 2 349 1 006 994 849 4 864 5 738 6 613 9 506 10 659 11 666 26 038 28 881 30 211 MSA bestanden Anzahl 3 984 4 153 4 109 381 418 380 400 384 283 3 533 4 159 4 504 8 765 9 566 10 154 17 063 18 680 19 430 in % 50 48 47 14 14 16 40 39 33 73 72 68 92 90 87 66 65 64 Schulart Jahr Hauptschule Verbundene H/R* Realschule Quelle: Wendt, 2008, öffentliche Schulen ohne Förderschulen, *Haupt-/Realschule Tab. D6-9 Schülerzahlen und Bestehensquoten des MSA in Berlin insgesamt und differenziert nach Geschlecht und Herkunftssprache Verpflichtete Herkunftssprache Jahr Anzahl 2008 2007 2006 männlich 2008 2007 2006 2008 2007 2006 2008 2007 2006 2008 2007 2006 2008 2007 2006 19 276 21 355 In % 86 85 Anzahl 3 672 4 302 In % 40 35 Anzahl 22 948 25 657 26 151 11 503 12 789 13 067 11 445 12 868 13 084 17 243 19 829 21 319 2 547 2 617 2 044 3 158 3 211 2 788 In % 79 77 78 78 75 76 80 78 79 83 81 82 60 55 53 70 68 65 Freiwillige Insgesamt 9 455 10 336 9 821 11 019 85 84 87 85 2 048 2 453 1 624 1 849 42 36 39 35 weiblich Herkunftssprache 14 790 16 954 1 938 1 895 2 548 2 506 89 88 70 67 79 79 2 453 2 875 609 722 610 705 45 40 28 23 35 30 Andere Quelle: Wendt, 2008, öffentliche Schulen ohne Förderschulen 293 > D Tab. D6-10 Anzahl der Teilnahmeverpflichteten und Bestehensquoten differenziert nach Schulart und Herkunftssprache für den MSA 2007/08 in Berlin in % Bestehensquote Schulart Nichtdeutsche Herkunftssprache MW in Anzahl s in % % 826 265 206 1 389 1 422 378 4 486 76 41 66 74 91 47 75 42 49 47 44 29 50 43 Insgesamt Anzahl 3 724 619 547 4 375 9 125 886 19 276 MW in % 84 43 69 81 96 57 86 s in % 36 50 46 39 19 50 35 Anzahl 2 898 354 341 2 986 7 703 508 14 790 MW in % 87 45 70 84 97 64 89 s in % 34 50 46 37 17 48 31 Hauptschule Verbundene H/R Realschule Berufsfachschule Insgesamt Quelle: Wendt, 2008, öffentliche Schulen ohne Förderschulen, MW = Mittelwert, s = Standardabweichung Tab. D6-11 P10 in Brandenburg - Vergleich der Lösungsanteile für die Aufgaben 1 bis 4 für alle Schulformen bzw. Kursniveaus 2007 in % Aufgabe 1 2 3 4 48,8 32,8 44,9 54,2 Oberschule (OR) 70,0 56,4 64,2 69,5 Erweiterungskurs 71,7 56,3 67,0 46,5 82,6 42,4 65,5 65,9 Quelle: Lehmann et al., 2007 Tab. D6-12 P10 in Brandenburg – Teilnehmerzahlen, Jahresnote, Prüfungsnote und resultierender Abschlussnote, differenziert nach Schuljahren Jahresnote MW (s) Abschlussnote MW (s) Schuljahr Anzahl Anzahl note MW (s) Anzahl 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 Mathematik 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 32 760 31 509 30 751 23 681 16 094 32 762 31 509 30 751 23 681 16 094 3,0 3,0 3,0 (,88) 2,9 (,86) 3,0 (,86) 3,2 3,2 3,2 (,98) 3,2 (,95) 3,2 (,97) 32 729 31 509 30 687 23 655 16 082 32 756 31 509 30 685 23 652 16 083 3,2 3,1 3,1 (,99) 2,9 (,87) 3,1 (,96) 3,2 3,8 3,6 (1,20) 3,5 (1,17) 3,5 (1,24) 32 729 31 509 30 687 23 655 16 082 33 056 31 509 30 685 23 652 16 083 3,0 3,0 3,0 (,87) 2,9 (,84) 3,0 (,86) 3,2 3,3 3,3 (1,00) 3,2 (,97) 3,3 (1,00) Quelle: Röder & Gärtner, 2007/2008. MW = Mittelwert, s = Standardabweichung 294 Allgemeinbildende Schule D Tab. D6-13 P10 in Brandenburg – Teilnehmerzahlen, Jahresnote, Prüfungsnote und resultierende Abschlussnote differenziert nach Prüfungsfach und Schulform im Schuljahr 2007/08 (unter „Realschule“ werden ehemalige Schulart Anzahl Jahresnote MW (s) Anzahl note MW (s) Anzahl Abschlussnote MW (s) Realschule 5 700 3 013 3 904 3 449 16 094 5 700 3 013 3 019 4 334 16 094 2,6 (,80) 3,0 (,82) 3,0 (,80) 3,6 (,71) 3,0 (,86) 2,9 (,91) 3,2 (,95) 3,1 (,89) 3,8 (,89) 3,2 (,97) 5 694 3 011 3 902 3 447 16 082 5 695 3 011 3 019 4 330 16 083 2,7 (,88) 3,2 (,87) 3,1 (,90) 3,8 (,81) 3,1 (,96) 3,0 (1,13) 3,5 (1,24) 3,6 (1,23) 4,0 (1,15) 3,5 (1,24) 5 694 3 011 3 902 3 447 16 082 5 694 3 011 3 019 4 330 16 083 2,6 (,79) 3,0 (,80) 3,0 (,78) 3,6 (,70) 3,0 (,86) 2,9 (,92) 3,2 (,95) 3,3 (,94) 3,8 (,91) 3,3 (1,00) Mathematik Realschule Quelle: Röder & Gärtner, 2008. MW = Mittelwert, s = Standardabweichung Tab. D6-14 P10 in Brandenburg – Teilnehmerzahlen und resultierende Schulabschüsse nach Schulform im Schuljahr 2007/08 in % Erweiterter Hauptschulabschluss (Erweiterte Berufbildungsreife) Anzahl In % 23 129 2 129 7 2 288 0,4 4,3 29,0 25,0 14,2 Fachoberschulreife mit Berechtigung zum Besuch Oberstufe Anzahl In % 5 389 1 548 2 000 10 8 947 94,5 51,4 27,2 35,7 55,6 Abschluss Schulart Ohne Abschluss der Jahrgangsstufe 10 Anzahl 209 143 1 122 3 1 477 In % 3,7 4,7 15,3 10,7 9,2 Realschulabschluss (Fachoberschulreife) Anzahl 76 1 192 2 096 8 3 372 In % 1,3 39,6 28,5 28,6 21,0 Anzahl 5 697 3 012 7 347 28 16 084 In % 100 100 100 100 100 Realschule Förderschule Quelle: Röder & Gärtner, 2008 295 > D Tab. D6-15 Teilnehmerzahlen und Bestehensquoten in % und Durchschnittsnoten im Abitur für Berlin und Brandenburg im Schuljahresvergleich Land Berlin 2007 2008 Brandenburg 2005 2006 2007 2008 Bestehensquote 14 063 14 311 11 710 12 341 12 518 12 462 94,5 94,7 95,2 94,2 95,8 95,8 2,5 2,5 2,5 2,5 2,5 2,4 Quelle: Bieber et al. (2007a, 2007b), Gärtner (2007), Emmrich (2009) 296 Berufliche Bildung E Tab. E1-1 Verteilung der Neuzugänge* auf die drei Sektoren des Berufsbildungssystems 2006 und 2007 sowie die Veränderung gegenüber 2004 davon Land Insgesamt 2007 Schulbetem insgesamt 2007 13 505 10 700 2006 9 337 12 397 8 382 12 221 212 984 503 401 195 090 479 017 49 359 62 260 145 731 416 757 17 894 24 384 9 773 7 489 in % Prozentpunkte Übergangsdavon SchulberufsÜbergangsVeränderungen SchulberufsÜbergangs- Berlin Brandenburg Berlin Brandenburg Flächenländer Flächenländer Ost Flächenländer West Stadtstaaten Länder-Min Länder-Max 44 911 37 387 42 358 35 871 1 267 819 1 186 642 203 602 983 040 81 177 - 21 633 19 198 20 624 15 268 551 434 512 535 91 983 420 552 38 899 - 48,2 51,3 48,7 42,6 43,5 43,2 45,2 42,8 47,9 36,4 59,1 21,8 20,0 22,0 23,4 16,8 16,4 24,2 14,8 22,0 9,7 31,5 30,1 28,6 29,3 34,1 39,7 40,4 30,6 42,4 30,0 18,5 49,0 1,7 6,6 2,2 -2,2 0,1 0,0 0,3 0,0 2,1 -1,0 2,2 -0,2 -2,0 0,1 1,3 -0,3 -0,5 1,4 -0,8 2,8 2,0 6,3 -1,5 -4,6 -2,3 0,9 0,2 0,5 -1,7 0,8 -4,9 -7,5 2,1 Quelle: Schulstatistik; Berufsbildungsstatistik, Statistik der Bundesagentur für Arbeit *Berlin: Duales System einschließlich BGJ; Brandenburg: Auszubildende im 1. Schuljahr (ohne Wiederholungen) Tab. E1-2 Verteilung der Neuzugänge* auf die drei Sektoren des Berufsbildungssystems nach schulischer Vorbildung Land Schulische Vorbildung Berlin Ohne Hauptschulabschluss Mit Hauptschulabschluss Mit Mittlerem (Real-) Schulabschl. Mit Fachhoch- oder Hochschulreife Mit sonstigem Abschluss ohne Angabe Brandenburg Ohne Hauptschulabschluss Mit Hauptschulabschluss Mit Mittlerem (Real-) Schulabschl. Mit Fachhoch- oder Hochschulreife Mit sonstigem Abschluss ohne Angabe Ohne Hauptschulabschluss Mit Hauptschulabschluss Mit Mittlerem (Real-) Schulabschl. Mit Fachhoch- oder Hochschulreife Mit sonstigem Abschluss ohne Angabe Insgesamt 2000 2006 2007 2000 2006 2007 2000 2006 2007 Übergangs2006 2007 30 156 42 358 2,7 9,8 23,4 29,9 53,5 37,6 20,3 20,2 29 835 35 871 17,3 21,3 31,2 25,3 40,2 35,4 9,7 10,5 1,7 1,2 1 209 101 1 267 819 13,9 11,3 29,6 30,4 44,6 44,1 10,9 11,0 1,2 0,9 - 45 232 22 007 20 624 21 954 8 149 9 337 3,7 3,4 4,7 0,1 0,1 26,0 27,5 28,5 16,5 15,0 49,9 43,1 38,1 63,4 51,9 20,4 26,0 26,9 20,0 33,0 1,9 37 387 17 439 15 268 19 198 7 093 8 382 7,2 11,5 6,8 0,5 0,1 34,6 30,6 26,1 29,4 20,7 44,7 42,4 42,1 56,6 59,0 12,9 15,1 20,4 9,0 15,9 0,6 0,4 4,5 4,4 4,3 - 582 416 551 434 - 175 462 212 984 4,5 5,4 0,3 0,3 29,0 28,8 15,4 14,5 50,0 48,1 62,7 64,2 15,7 17,1 18,6 18,7 0,7 0,6 3,1 2,3 - 9773 12 397 13 505 0,0 27,6 16,3 45,0 50,0 17,7 33,7 0,7 0,0 8,9 7 489 12 221 10 700 0,3 48,0 17,9 21,8 61,7 10,6 18,8 1,0 1,2 0,1 18,5 - 503 401 22,4 38,9 31,3 1,1 0,6 5,7 - Quelle: Schulstatistik, Berufsbildungsstatistik, BA-Statistik *Berlin: Duales System einschließlich BGJ; Brandenburg: Auszubildende im 1. Schuljahr (ohne Wiederholungen) 297 > E Tab. E1-3 Verteilung der Neuzugänge* auf die drei Sektoren des Berufsbildungssystems 2006 und 2007 (nach schu- davon im Insgesamt Schulische Vorbildung insgesamt Berlin - 2006 Ohne Hauptschulabschluss Mit Hauptschulabschluss Mit Mittlerem (Real-) Schulabschluss Mit Fachhoch- oder Hochschulreife ohne Angabe Berlin - 2007 Ohne Hauptschulabschluss Mit Hauptschulabschluss Mit Mittlerem (Real-) Schulabschluss Mit Fachhoch- oder Hochschulreife ohne Angabe Brandenburg - 2006 Ohne Hauptschulabschluss Mit Hauptschulabschluss Mit Mittlerem (Real-) Schulabschluss Mit Fachhoch- oder Hochschulreife Mit sonstigem Abschluss ohne Angabe Brandenburg - 2007 Ohne Hauptschulabschluss Mit Hauptschulabschluss Mit Mittlerem (Real-) Schulabschluss Mit Fachhoch- oder Hochschulreife Mit sonstigem Abschluss ohne Angabe Ohne Hauptschulabschluss Mit Hauptschulabschluss Mit Mittlerem (Real-) Schulabschluss Mit Fachhoch- oder Hochschulreife Mit sonstigem Abschluss ohne Angabe 42 358 4 135 12 661 15 922 8 538 1 102 45 232 35 871 7 628 9 070 12 710 3 762 439 2 261 37 387 1 267 819 143 032 385 553 559 284 139 748 11 340 28 862 davon weiblich 48,0 35,5 40,3 49,0 63,8 46,3 47,2 43,5 30,5 37,8 50,1 61,2 69,4 38,6 46,6 46,7 34,9 41,1 50,4 60,3 54,3 40,2 insgesamt 20 624 703 5 677 8 882 5 362 0 21 954 1 025 6 251 8 363 5 898 417 15 268 1 756 4 672 6 474 2 305 61 0 19 198 1 313 5 008 8 088 3 924 865 0 551 434 29 780 158 905 265 059 94 209 3 481 0 davon weiblich 47,4 35,0 36,6 47,9 59,8 0 46,6 35,6 38,3 47,1 57,3 35,0 37,7 28,2 31,1 39,5 53,0 44,2 0 37,7 31,8 29,9 37,1 51,2 37,2 0 41,8 31,7 33,2 43,5 54,5 38,8 0 insgesamt 9 337 6 1 405 4 842 3 084 0 9 773 4 1 590 4 888 3 291 0 8 382 8 1 735 4 945 1 333 360 0 7 489 23 1 344 4 622 1 407 93 0 212 984 677 30 978 136 643 39 806 4 880 0 davon weiblich 55,9 50,0 40,8 50,7 70,9 0 55,9 . . . . . 65,2 47,7 54,7 65,3 75,4 75,7 0 66,2 30,4 55,7 67,0 73,6 81,7 0 69,0 77,0 72,3 66,4 74,7 74,0 0 insgesamt 12 397 3 426 5 579 2 198 92 1 102 13 505 . . . . . 12 221 5 864 2 663 1 291 124 18 2 261 10 700 . . . . . . 503 401 112 575 195 670 157 582 5 733 2 979 28 862 davon weiblich 43,0 35,6 44,1 49,8 54,3 46,3 42,0 . . . . . 35,9 31,1 38,6 45,3 59,7 27,8 38,6 48,7 . . . . . . 42,7 35,5 42,5 48,2 55,4 40,3 40,2 Quelle: Schulstatistik, Berufsschulstatistik, Berufsbildungsstatistik, Berechnungen IAB *Berlin: Duales System einschließlich BGJ; Brandenburg: Auszubildende im 1. Schuljahr (ohne Wiederholungen) 298 Berufliche Bildung E Tab. E2-1 Gesetzliche Angebot-Nachfrage-Relation (ANR) in der Dualen Ausbildung jeweils zum 30.9. nach Arbeitsagenturbezirken in % Angebot-Nachfrage-Relation in % Arbeitsagenturbezirk 2004 Berlin Brandenburg Cottbus Eberswalde Frankfurt-Oder Neuruppin Potsdam 82,8 85,8 82,6 83,2 84,8 85,2 90,7 80,0 104,3 2006 80,4 84,5 81,9 89,1 79,4 86,2 87,5 77,8 109,9 2007 87,3 94,6 94,9 91,5 96,0 95,5 94,4 85,6 114,4 Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Erhebung zum 30. September; Bundesagentur für Arbeit, Ergebnisse der Berufsberatungsstatistik Tab. E2-2 Ausbildungsbeteiligung der Betriebe in Berlin und Brandenburg 2007 (Stand Juni) in % Betriebsgrößenklasse Land Berlin 1 bis 4 Beschäftigte 5 bis 9 Beschäftigte 10 bis 49 Beschäftigte 50 bis 249 Beschäftigte ab 250 Beschäftigte Brandenburg 1 bis 4 Beschäftigte 5 bis 9 Beschäftigte 10 bis 49 Beschäftigte 50 bis 249 Beschäftigte ab 250 Beschäftigte Ausbildende Betriebe 27 15 36 41 50 77 27 9 38 48 77 85 Nicht ausbildende Betriebe mit Ausbildungsberechtigung 22 21 25 24 18 7 28 33 31 15 12 6 ohne Ausbildungsberechtigung 51 64 39 35 32 16 45 58 31 37 11 9 Quelle: IAB-Betriebspanel, Befragung 2007, 15.644 Betriebe, 12. Welle 299 > E Tab. E2-3 Verteilung der Neuzugänge auf Ausbildungsbereiche 2006 und 2007 (ohne Seeschifffahrt) davon in LandwirtÖffentlicher schaft Land Insgesamt Industrie und Handel Handwerk Freie Berufe Hauswirtschaft Berlin Brandenburg Neue Länder* 21 954 19 198 623 929 125 901 498 028 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 20 908 18 413 580 868 154 075 426 793 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 13 167 12 116 368 907 79 292 289 615 60,0 63,1 59,1 63,0 58,2 12 528 11 258 336 663 76 818 259 845 59,9 61,1 58,0 62,6 56,7 Berlin Brandenburg Neue Länder* Berlin Brandenburg Neue Länder* Berlin Brandenburg Neue Länder* insgesamt 2007 5 923 4 681 176 254 31 762 144 492 in % 2007 27,0 24,4 28,2 25,2 29,0 insgesamt 2006 5 474 4 742 168 880 31 326 137 554 in % 2006 26,2 25,8 29,1 25,5 30,0 366 970 17 617 4 705 12 912 1,7 5,1 2,8 3,7 2,6 438 972 15 819 4 809 11 010 2,1 5,3 2,7 4,1 7,9 672 461 12 952 3 262 9 690 3,1 2,4 2,1 2,6 1,9 620 509 13 929 3 314 10 615 3,0 2,8 2,4 3,9 2,4 1 683 781 43 155 5 382 37 773 7,7 4,1 6,9 4,3 7,6 1 685 735 41 422 36 390 5 032 8,1 4,0 7,1 2,7 2,3 143 189 4 681 1 469 3 212 0,7 1,0 0,8 1,2 0,6 163 197 4 155 1 418 2 737 0,8 1,1 0,7 1,2 0,6 Quelle: Berufsbildungsstatistik, * inkl. Berlin 300 Berufliche Bildung E Tab. E2-4 Verteilung der Neuzugänge der Auszubildenden nach Alter und Bereich Land Jahr Auszubildende mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag davon beim Abschluss des Vertrages im Alter von ... Jahren 16 und 24 und ohne 17 18 19 20 21 22 23 älter Angabe Insgesamt 2007 2 848 3 228 3 573 3 520 3 968 3 879 3 308 2 569 125 750 109 861 97 138 77 743 97 294 84 846 76 667 62 617 28 456 25 015 20 471 15 126 2006 2 901 3 253 3 299 3 001 3 936 3 775 2 959 2 134 115 826 103 401 84 979 68 678 86 912 79 463 66 996 55 995 28 914 23 938 17 983 12 683 Industrie und Handel 1)2) 2007 1 681 2 105 2 357 2 110 2006 1 471 1 743 1 969 2 257 2 286 1 824 60 772 56 737 52 566 43 611 41 995 40 901 17 161 14 742 11 665 Handwerk 2007 1 049 1 147 970 1 187 1 062 718 2006 1 023 1 098 822 1 207 1 015 670 37 752 32 651 21 357 29 474 26 063 17 350 8 278 6 588 4 007 Landwirtschaft 2007 47 73 52 270 255 166 2006 71 93 54 285 250 129 4 189 3 205 1 808 2 668 2 123 1 236 1 521 1 082 572 3) 1 416 2 317 101 71 123 47 3 342 2 543 799 2007 57 117 31 106 2006 40 117 69 128 2 046 2 161 1 651 1 578 395 583 2 260 1 715 Insgesamt Berlin Brandenburg 4) Neue Länder 5) Berlin Brandenburg 4) Neue Länder 5) 21 954 19 198 623 929 498 028 125 901 20 908 18 413 581 181 458 444 122 737 819 1 061 73 085 64 253 8 832 1 290 1 784 83 710 69 107 14 603 2 624 1 763 1 227 1 480 1 124 727 51 184 31 124 20 216 41 721 24 632 15 705 9 463 6 492 4 511 2 356 1 633 1 126 1 416 895 569 44 029 27 525 18 235 35 582 21 924 14 301 8 447 5 601 3 934 2 352 1 082 37 828 30 293 7 535 2 049 945 33 942 27 312 6 630 - 856 852 4 Berlin Brandenburg Berlin Brandenburg 4) Neue Länder 5) 13 167 12 116 12 528 11 258 336 663 259 845 76 818 398 610 654 972 36 842 28 905 7 937 1 770 1 015 1 201 783 829 496 1 507 713 1 243 607 21 006 16 736 4 270 702 700 2 1 960 1 634 1 112 742 1 414 942 595 361 46 425 30 433 19 022 12 158 37 802 24 560 15 138 9 497 8 623 5 873 3 884 2 661 Berlin Brandenburg Berlin Brandenburg 4) Neue Länder 5) 5 923 4 681 5 474 4 742 168 880 137 554 31 326 277 304 387 536 35 624 30 837 4 787 746 476 586 405 13 691 11 297 2 394 540 299 420 328 8 869 7 223 1 646 373 239 330 198 5 789 4 647 1 142 281 168 258 161 4 393 3 493 900 540 228 550 222 8 699 7 115 1 584 55 55 - Berlin Brandenburg Berlin Brandenburg 4) Neue Länder 5) 366 970 438 972 15 819 11 010 4 809 13 77 23 125 2 678 1 971 707 53 73 40 67 1 212 931 281 35 35 43 46 801 597 204 32 31 29 23 539 406 133 19 19 26 16 368 259 109 42 44 59 31 1 006 806 200 13 13 - Berlin Brandenburg Berlin Brandenburg 4) Neue Länder 5) 672 461 620 509 13 929 10 615 3 314 63 34 61 106 2 348 1 733 615 143 118 120 93 1 890 1 428 462 79 43 71 28 877 674 203 38 16 40 16 431 342 89 29 9 14 5 250 206 44 45 33 34 17 575 451 124 9 9 - 301 > E Land Jahr Insgesamt Auszubildende mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag davon beim Abschluss des Vertrages im Alter von ... Jahren 16 und 24 und ohne 17 18 19 20 21 22 23 älter Angabe Freie Berufe 3) 2007 228 248 287 104 110 156 2006 207 246 291 118 86 150 8 896 7 595 6 207 8 030 6 872 5 348 866 723 859 Hauswirtschaft 2007 7 22 42 19 64 52 2006 6 33 46 22 69 58 817 1 123 829 531 717 534 286 406 295 Berlin Brandenburg Berlin Brandenburg 4) Neue Länder 5) 1 683 781 1 685 735 41 422 36 390 5 032 68 36 165 45 5 972 5 459 513 293 172 272 137 4 984 4 186 798 180 73 175 67 2 766 2 330 436 113 50 110 49 1 550 1 264 286 64 23 73 22 959 782 177 202 57 146 61 2 416 2 044 372 77 75 2 Berlin Brandenburg Berlin Brandenburg 4) Neue Länder 5) 143 189 163 197 4 155 2 737 1 418 206 167 39 25 15 23 18 435 314 121 20 15 13 5 259 175 84 6 5 12 14 175 110 65 5 12 13 4 99 56 43 16 7 17 7 212 133 79 - Quelle: Berufsbildungsstatistik; 1) einschließlich Banken, Versicherungen, Gast- und Verkehrsgewerbe, 2) einschließlich neu abgeschlossener Anschlussverträge in Stufenausbildung, 3) ohne diejenigen Auszubildenden, deren Ausbildungsverträge nach dem Berufsbildungsgesetz bei anderen zuständigen Stellen (Kammern) außerhalb dieses Ausbildungsbereichs registriert werden, 4) ohne Berlin, 5) einschließlich Berlin. Tab. E2-5 Verteilung der Neuzugänge nach Schulabschluss und Geschlecht davon Land Insgesamt ohne allg. Schulabschluss Hauptschulabschluss mittlerem bzw. Realschulabschluss Fachhoch- oder Hochschulreife sonstigem Abschluss* Berlin Frauen Männer Brandenburg Frauen Männer Frauen Männer Berlin Brandenburg 21 954 10 220 11 734 19 198 7 244 11 954 623 929 257 588 366 341 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 1 025 365 660 1 313 417 896 23 567 7 556 16 011 3,6 5,8 2,9 5,6 7,5 4,4 Berlin Brandenburg 2007 6 251 2 393 3 858 5 008 1 498 3 510 198 070 64 128 133 942 Frauen in % 23,4 20,7 24,9 Männer in % 32,9 29,4 36,6 8 363 3 938 4 425 8 088 2 999 5 089 263 960 114 939 149 021 38,5 41,4 44,6 37,7 42,6 40,7 5 898 3 378 2 520 3 924 2 008 1 916 117 038 62 506 54 532 33,1 27,7 24,3 21,5 16,0 14,9 417 146 271 865 322 543 21 294 8 459 12 835 1,4 4,4 3,3 2,3 4,5 3,5 Quelle: Berufsbildungsstatistik, BA-Auswertungen, eigene Berechnungen, *Abschluss im Ausland erworben und nicht zuordenbar 302 Berufliche Bildung E Tab. E2-6 Anzahl vorzeitig gelöster Ausbildungsverträge nach Ausbildungsbereichen und Ländern für 2007 davon im Bereich Land Insgesamt Industrie und Handel Handwerk Landwirtschaft Öffentlicher Freie Berufe Hauswirtschaft Berlin Ausbildungsverträge insgesamt darunter Neuzugänge darunter weiblich Anzahl gelöster Verträge insgesamt darunter weiblich davon 1. Ausbildungsjahr davon 2. Ausbildungsjahr davon 3. Ausbildungsjahr davon 4. Ausbildungsjahr darunter in der Probezeit Brandenburg Ausbildungsverträge insgesamt darunter Neuzugänge darunter weiblich Anzahl gelöster Verträge insgesamt darunter weiblich davon 1. Ausbildungsjahr davon 2. Ausbildungsjahr davon 3. Ausbildungsjahr davon 4. Ausbildungsjahr darunter in der Probezeit Westdeutschland Ausbildungsverträge insgesamt Ostdeutschland* Ausbildungsverträge insgesamt 54 916 21 954 24 943 5 995 2 674 3 205 1 821 905 64 1 946 49 570 19 198 18 070 5 434 2 167 2 226 1 753 1 290 165 1 452 1 264 336 103 457 329 831 31 527 31 777 13 167 14 131 3 472 1 529 2 065 1 068 336 3 1 050 29 532 12 116 11 219 3 393 1 485 1 728 1 192 458 15 712 735 50 697 197 584 20 026 15 267 5 923 4 663 1 937 730 1 185 486 214 52 671 12 893 4 681 2 662 1 572 413 511 426 487 148 384 593 42 742 90 473 8 745 1 049 366 245 137 30 73 37 27 37 2 966 970 823 215 61 115 67 33 29 333 1 970 13 554 1 089 1 907 672 1 325 56 37 28 4 24 24 1 502 461 886 20 7 9 5 6 29 199 552 9 795 156 4 460 1 683 4 205 333 301 128 30 175 153 2 070 781 1 928 162 141 40 20 102 100 025 6 877 14 248 1 043 456 143 374 60 47 28 17 15 11 607 189 552 72 60 31 34 7 7 556 619 4 110 468 Quelle: Berufsbildungsstatistik, * inkl. Berlin 303 > E Tab. E3-1 Schülerinnen und Schüler im ersten Schuljahr des Schulberufssystems zwischen 2000/01 und 2007/08 nach Schularten davon in rinnen und ersten Schuljahr Berufsfachschulen vollqualifizierend außerhalb davon in Land Schuljahr Berufsfachschulen in HwO-Berufen Schulen des heitswesens Fachschulen Veränderung 2000/01 = 100 Berufsfachschulen in HwO-Berufen Berufsfachschulen vollqualifizierend außerhalb Schulen des heitswesens Fachschulen Anzahl Berlin 2000/01 2001/02 2002/03 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 Brandenburg 2000/01 2001/02 2002/03 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 2000/01 2001/02 2002/03 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 8 149 8 675 8 669 9 688 9 792 9 511 9 337 9 773 7 093 6 912 7 389 8 067 7 949 8 464 8 382 7 489 166 920 173 053 185 010 199 495 200 647 201 199 203 839 201 102 2 074 2 242 2 100 2 645 2 635 2 606 2 603 2 638 3 231 2 853 2 419 2 473 2 509 2 482 2 330 1 248 13 281 12 830 12 207 13 466 17 033 16 194 16 656 14 764 1 981 2 145 2 199 2 462 3 394 3 215 3 007 3 258 1 502 1 628 2 289 2 641 2 721 3 099 3 062 2 894 87 081 91 709 101 158 115 022 118 202 120 246 119 397 116 575 2 130 2 112 2 237 2 177 2 110 2 237 2 237 2 248 1 187 1 178 1 423 1 422 1 442 1 368 1 490 1 550 42 735 43 500 45 901 47 796 46 827 47 495 49 830 50 532 1 964 2 176 2 133 2 404 1 653 1 453 1 490 1 629 1 173 1 253 1 258 1 531 1 277 1 515 1 500 1 797 23 823 25 014 25 744 23 211 18 585 17 264 17 956 19 231 100,0 106,5 106,4 118,9 120,2 116,7 114,6 119,9 100,0 97,4 104,2 113,7 112,1 119,3 118,2 105,6 100,0 103,7 110,8 119,5 120,2 120,5 122,1 120,5 100,0 108,1 101,3 127,5 127,0 125,7 125,5 127,2 100,0 88,3 74,9 76,5 77,7 76,8 72,1 38,6 100,0 96,6 91,9 101,4 128,3 121,9 125,4 111,2 100,0 108,3 111,0 124,3 171,3 162,3 151,8 164,5 100,0 108,4 152,4 175,8 181,2 206,3 203,9 192,7 100,0 105,3 116,2 132,1 135,7 138,1 137,1 133,9 100,0 99,2 105,0 102,2 99,1 105,0 105,0 105,5 100,0 99,2 119,9 119,8 121,5 115,2 125,5 130,6 100,0 101,8 107,4 111,8 109,6 111,1 116,6 118,2 100,0 110,8 108,6 122,4 84,2 74,0 75,9 82,9 100,0 106,8 107,2 130,5 108,9 129,2 127,9 153,2 100,0 105,0 108,1 97,4 78,0 72,5 75,4 80,7 Quelle: NBB, 2008, S. 283, Schulstatistik, Berufsbildungsstatistik 304 Berufliche Bildung E Tab. E3-2 Anzahl der Schülerinnen und Schüler des Schulberufssystems nach Berufsclustern 2007/08 Berlin davon Männer Frauen 4 307 1 694 856 108 76 74 381 245 465 54 244 97 8 5 466 944 246 130 21 295 406 538 1 215 225 1 071 273 51 Brandenburg davon Männer Frauen 2 528 720 234 161 94 7 89 53 368 19 134 393 256 4 961 528 136 430 70 18 192 202 815 93 739 1 589 149 Berufscluster Insgesamt 9 773 2 638 1 102 238 97 369 787 783 1 680 279 1 315 370 59 Insgesamt Insgesamt Kaufmännischer Assistenzberufe Wirtschaftsinformatikberufe Fremdsprachenkorrespondenten, Übersetzungsberufe Assistenzberufe in der Mediengestaltung Medizinische und Pharmazeutisch- techn. Assistenzberufe Erzieher/innen und Kinderpfleger/innen Sozialpflegerische Berufe Sonstige 7 489 1 248 370 591 164 25 281 255 1 183 112 873 1 982 405 Quelle: Schulstatistik, Berufsbildungsstatistik Tab. E4-1 Ausbildungsanfängerinnen und -anfänger in Maßnahmen des Übergangssystems 2005 Land - Maßnahme darunter insgesamt weiblich Berlin Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) Berufsfachschulen u. a. (ohne Berufsausbildung) Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen Einstiegsqualifizierung Jugendlicher Brandenburg Berufsfachschulen u. a. (ohne Berufsausbildung) Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen Einstiegsqualifizierung Jugendlicher 13 306 3 126 5 113 4 738 329 12 319 483 5 331 5 940 565 5 752 1 151 2 503 1 947 151 4 262 202 1 761 2 050 249 12 397 2 976 4 682 4 362 377 12 221 644 4 805 5 973 799 insgesamt weiblich 5 333 1 070 2 245 1 822 196 4 389 252 1 622 2 167 348 13 505 2 929 4 414 1 747 4 105 310 10 700 358 4 208 5 632 502 2006 darunter insgesamt weiblich 5 668 1 044 2 129 575 1 759 161 5 214 196 2 751 2 062 205 2007 darunter Quelle: Förderstatistik BA, Berufsbildungsstatistik, Schulstatistik 305 > E Tab. E4-2 Einmündung in das Übergangssystem nach schulischer Vorbildung und Geschlecht davon Land – Schuljahr ohne allg. Schulabschluss männlich weiblich insgesamt Berlin 2005/06 2006/07 2007/08* Brandenburg 2005/06 2006/07 2007/08* 2004/05 2006/07 darunter weiblich Hauptschulabschluss darunter weiblich davon Realschul- oder gleichwertiger Abschluss insgesamt darunter weiblich Hochschul- oder Fachhochschulreife insgesamt darunter weiblich sonstiger Abschluss / keine Angabe insgesamt darunter weiblich insgesamt insgesamt 13 306 12 397 13 505 12 318 12 221 10 700 7 556 7 066 7 837 8 057 7 832 6 814 5 750 5 331 5 668 4 261 4 389 3 886 3 573 3 426 2 365 7 140 5 864 . 1 235 1 218 . 2 143 1 825 . 6 859 5 579 . 3 665 2 663 . 3 018 2 459 . 1 405 1 027 . 2 704 2 198 . 1 390 1 291 . 1 416 1 094 . 649 585 . . 75 932 133 92 . 103 124 . 3 673 5 733 70 50 . 62 74 . . 3 175 37 1 102 . 20 2 279 . 7 606 31 841 11 510 . 2 878 . . 12 813 488 073 278 073 209 482 135 382 493 401 278 275 215 126 112 575 . 194 567 39 996 185 670 . 146 845 83 210 157 582 Quelle: Schulstatistik, BA-Statistik, Berufsbildungsstatistik, *die Schulabschlüsse liegen aufgrund fehlender Zahlen von der BA nicht vor Tab. E4-3 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der MDQM-Maßnahme in Berlin zu Beginn des jeweiligen Schul- / Ausbildungsjahres 2002/03 Stufe I darunter weiblich darunter Ausländer darunter weiblich darunter weiblich Stufe II darunter weiblich darunter Ausländer darunter weiblich darunter weiblich 1 190 470 286 94 343 109 2 134 588 405 98 515 118 2003/04 1 210 436 248 80 321 96 2 478 759 419 115 545 149 2004/05 1 196 389 283 80 347 101 2 432 803 341 82 455 111 2005/06 1 032 339 268 73 355 90 2 509 809 320 61 460 109 2006/07 1 215 409 330 104 451 146 2 234 699 334 66 545 113 2007/08 1 171 450 279 108 427 165 2 219 629 362 83 594 130 Quelle: Schulstatistik 306 Berufliche Bildung E Tab. E5-1 Absolventinnen und Absolventen sowie Abgänge aus dem Berufsbildungssystem 2003 bis 2007 nach Teilsystemen Land Berlin davon Abgänger davon Absolventen darunter in einem anerkannten Ausbildungsberuf Berufsschule davon Abgänger davon Absolventen davon Abgänger davon Absolventen Berufsfachschule davon Abgänger davon Absolventen 35 685 8 477 27 208 21 522 18 615 2 565 16 050 6 359 276 6 083 2 252 192 2 060 884 1 176 2 224 22 2 202 1 591 1 883 62 1 821 10 711 5 636 5 075 6 827 1 989 1 870 2 968 3 884 679 3 205 27 978 4 040 23 794 18 947 144 16 061 1 874 14 181 6 5 675 805 4 870 3 535 654 2 881 1 052 36 1 016 35 031 7 763 27 268 21 469 18 011 2 374 15 637 7 021 392 6 629 2 514 268 2 246 1 084 1 162 2 642 52 2 590 1 793 1 865 72 1 793 9 999 4 997 5 002 6 250 2 167 1 987 2 096 3 749 734 3 015 27 518 4 196 23 134 18 448 188 15 807 2 192 13 603 12 5 784 819 4 965 3 655 670 2 985 956 10 946 34 047 8 570 25 477 20 236 17 430 2 484 14 946 6 401 402 5 999 2 679 307 2 372 1 076 1 296 1 804 33 1 771 1 062 1 918 62 1 856 10 216 5 684 4 532 6 679 1 543 1 685 3 451 3 537 690 2 847 27 627 4 212 23 299 18 833 116 15 541 2 196 13 339 6 6 330 715 5 615 3 803 564 3 239 1 122 16 1 106 32 473 7 053 25 420 20 392 16 891 2 254 14 637 7 048 475 6 573 3 095 334 2 761 1 266 1 495 2 043 65 1 978 1 160 1 910 76 1 834 8 534 4 324 4 210 5 194 1 180 1 803 2 211 3 340 933 2 407 29 078 4 513 24 370 20 032 195 16 186 2 388 13 781 17 7 176 857 6 319 4 129 702 3 427 1 263 32 1 231 32 074 6 523 25 551 21 122 16 639 2 141 14 498 7 838 474 7 364 3 791 333 3 458 1 450 1 586 2 172 50 2 122 1 382 1 875 91 1 784 7 597 3 908 3689 4 508 942 1 376 2190 3089 776 2313 29 394 4 289 24 968 20 935 137 16 257 1 952 14 295 10 7 556 827 6 729 4 679 650 4 029 1 143 44 1 099 2003 2004 2005 2006 2007 Fachschule davon Abgänger davon Absolventen darunter in einem anerkannten Ausbildungsberuf* davon Abgänger davon Absolventen davon Abgänger davon Absolventen Berufsschule davon Abgänger davon Absolventen Berufsfachschule davon Abgänger davon Absolventen Brandenburg davon Abgänger davon Absolventen darunter in einem anerkannten Ausbildungsberuf* ohne Angabe Berufsschule davon Abgänger davon Absolventen ohne Angabe davon Abgänger davon Absolventen Berufsfachschule davon Abgänger davon Absolventen Fachschule davon Abgänger davon Absolventen 307 > E Land darunter in einem anerkannten Ausbildungsberuf* davon Abgänger davon Absolventen davon Abgänger davon Absolventen ohne Angabe Berufsschule - Berufsbildungsgrundjahr davon Abgänger davon Absolventen ohne Angabe Berufsfachschule davon Abgänger davon Absolventen ohne Angabe 2003 912 1 088 115 973 6 242 1 361 4 743 138 5 878 1 189 4 577 112 364 172 166 26 2004 826 1 173 139 1 034 5 751 1 185 4 566 176 5 566 1 035 4 355 176 361 150 211 0 2005 985 1 405 135 1 270 5 646 1 301 4 345 110 5 285 1 041 4 167 77 471 260 178 33 2006 1 163 1 784 123 1 661 5 538 1 268 4 270 178 5 277 1 071 4 091 115 439 197 179 63 2007 1 010 1 734 133 1 601 5 454 1 510 3 944 127 5 076 1 217 3 740 119 505 293 204 8 Quelle: Berufsschulstatistik, *Gesundheits- und Sozialberufe, Erzieher/innen-Ausbildung Tab. E5-2 Ausbildungsabsolventenquote sowie Absolventinnen und Absolventen des Dualen und Schulberufssystems sowie die Bevölkerung im Alter von 19 bzw. 21 Jahren Land Jahr insgesamt Bevölkerung zum 31.12. des Vorjahres insgesamt in %* in %* 19-Jährige 21-Jährige insgesamt in %* 2006 Berlin Brandenburg 2007 Berlin Brandenburg 22 652 23 178 22 135 20 863 54,5 70,7 52,7 62,7 16 933 17 017 15 511 14 134 40,8 51,9 36,9 42,5 5 719 6 161 6 624 6 729 13,8 18,8 15,8 20,2 37 519 36 065 38 434 36 471 41 530 32 792 41 997 33 265 Quellen: Berufsbildungsstatistik, Berufsschulstatistik, Bevölkerungsstatistik, *prozentuiert anhand der 21-Jährigen Tab. E5-3 Absolventinnen und Absolventen sowie Abgänge im Rahmen der Dualen bzw. Schulberufsausbildung davon im Bereich Land Insgesamt Industrie und Handel Handwerk Landwirtschaft Öffentlicher Freie Berufe Hauswirtschaft Berlin Ausbildungsverträge insgesamt darunter Neuzugänge Absolventen/innen und Abgänge darunter Absolventen/innen darunter Absolventen/innen in % Brandenburg Ausbildungsverträge insgesamt darunter Neuzugänge Absolventen/innen und Abgänge darunter Absolventen/innen darunter Absolventen/innen in % 54 916 21 954 18 359 15 511 84,5 49 570 19 198 17 239 14 134 82,0 31 777 13 167 11 276 9 890 87,7 29 532 12 116 10 442 8 683 83,2 15 267 5 923 4 281 3 070 71,7 12 893 4 681 4 355 3 461 79,5 1 049 366 355 282 79,4 2 966 970 1 002 680 67,9 1 907 672 737 704 95,5 1 502 461 463 429 92,7 4 460 1 683 1 566 1 447 92,4 2 070 781 745 705 94,6 456 143 144 118 81,9 607 189 232 176 75,9 Quelle: Berufsbildungsstatistik 308 Berufliche Bildung E Tab. E5-4: Allgemeinbildende Schulabschlüsse im Rahmen der Dualen bzw. Schulberufsausbildung 2007 Land - Hauptschulabschluss Mittlerer Schulabschluss Fachhochschulreife Berlin Brandenburg 1 481 259 20 1 202 2 239 1 544 82 613 1 841 305 589 947 2 436 1 872 564 - 570 12 558 563 138 425 Quelle: Berufsschulstatistik Tab. E5-5 Abgänge, Absolventinnen und Absolventen der Dualen Ausbildung und aus dem Schulberufssystem 2007 Land Ausbildungsbereiche Berlin Berufsschule Wirtschaft und Verwaltung Ernährung und Hauswirtschaft Metalltechnik Elektrotechnik Körperpflege Bautechnik Agrarwirtschaft Farbtechnik und Raumgestaltung Holztechnik mit Erfolg insgesamt insgesamt 24 477 16 639 6 711 2 457 1 520 1 245 1 078 689 496 433 400 423 348 183 75 581 2 172 416 1423 333 3 791 3791 497 1 875 776 1099 23 813 16 257 3 507 2 410 1 776 398 404 1 041 756 21 862 14 498 6 109 1 866 1 312 1 179 985 535 407 389 278 347 316 181 61 533 2 122 411 1 382 329 3 458 3 458 408 1 784 758 1 026 21 024 14 295 3 271 2 071 1 618 389 367 837 586 in % 89,3 87,1 91,0 75,9 86,3 94,7 91,4 77,6 82,1 89,8 69,5 82,0 90,8 98,9 81,3 91,7 97,7 98,8 97,1 98,8 91,2 91,2 82,1 95,1 97,7 93,4 88,3 88,0 93,3 85,9 91,1 97,7 90,8 80,4 77,5 2 615 2 141 602 591 208 66 93 154 89 44 122 76 32 2 14 48 50 5 41 4 333 333 89 91 18 73 2 789 1 962 236 339 158 9 37 204 170 ohne Erfolg mehrere Berufsfelder Fachschule Sozial- und Erziehungsberufe Berufsfachschule insgesamt Pflegeberufe Medizinisch-technische Berufe Brandenburg Berufsschule Wirtschaft und Verwaltung Ernährung und Hauswirtschaft Metalltechnik Elektrotechnik Körperpflege Bautechnik Agrarwirtschaft 309 > E Land Ausbildungsbereiche Farbtechnik und Raumgestaltung Holztechnik mit Erfolg insgesamt insgesamt 567 480 39 109 13 4 747 1 143 86 1 049 8 4 679 1 734 753 981 435 351 39 105 11 4 215 1 099 81 1 010 8 4 029 1 601 704 897 in % 76,7 73,1 100,0 96,3 84,6 88,8 96,2 94,2 96,3 100,0 86,1 92,3 93,5 91,4 132 129 – 4 2 542 44 5 39 – 650 133 49 84 Quelle: Berufsschulstatistik ohne Erfolg mehrere Berufsfelder Fachschule Sozial- und Erziehungsberufe Berufsfachschule Pflegeberufe Medizinisch-technische Berufe Tab. E5-6 Abgänge und Absolventinnen und Absolventen von beruflichen Schulen mit dem Ausbildungsziel allgemeinbildender Schulabschluss Land 2003 2004 2005 2006 2007 Fachhochschulreife 2 514 2 514 2 514 2 514 2 012 2 012 2 012 - Hochschulreife 1 003 1 003 320 320 683 683 1 167 1 167 1 167 Quelle: Berufsschulstatistik Berlin davon Abgänger davon Absolventen darunter Zweiter Bildungsweg Fachoberschule davon Abgänger davon Absolventen Berufsoberschule davon Abgänger davon Absolventen davon Abgänger davon Absolventen Brandenburg davon Abgänger davon Absolventen darunter Zweiter Bildungsweg Fachoberschule davon Abgänger davon Absolventen davon Abgänger davon Absolventen 3 626 372 3 254 307 2 955 352 2 603 671 20 651 3 195 557 2 638 1 886 175 1 711 1 309 382 927 3 766 429 3 337 299 3 136 390 2 746 630 39 591 3 537 581 2 956 2 114 275 1 839 1 423 306 1 117 4 067 464 3 603 287 3 316 407 2 909 70 13 57 681 44 637 3 517 571 2 946 2 258 274 1 984 1 259 297 962 4 555 674 3 881 236 3 489 537 2 952 291 77 214 775 60 715 3 789 699 3 090 2 438 331 2 107 1 351 368 983 4 199 682 3 517 218 3 090 576 2 514 373 53 320 736 53 683 3 831 652 3 179 2 243 231 2 012 1 588 421 1 167 310 Hochschule F Tab. F1-1 Übergangsquote: Deutsche und Bildungsinländer nach Studienberechtigtenjahrgang und Land ein halbes Jahr nach Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung in % Studienberechtigtenjahrgang insgesamt 75,3 76,1 73,3 72,6 74,3 73,1 73-79 71-77 68-74 Abitur 80,7 81,9 80,8 80,8 84,0 82,2 76-82 76-81 73-79 Fachhochschulreife 57,8 56,9 48,9 48,1 45,4 46,8 62-70 57-65 53-61 mit Migrationshintergrund** . 82-85 75-82 72-78 Berlin Länder-Min Länder-Max 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2002* 2004* 2006 87,5 86,0 85,9 88,8 86,7 85,8 76-83 64-74 62-71 56,6 59,9 59,2 58,9 58,7 58,7 63-71 61-68 50-59 94,1 96,2 90,2 88,8 86,7 85,8 82-88 78-88 77-82 Quelle: Hochschulstatistik; HIS-Studienberechtigtenbefragungen; *2002, 2004: Erwartete Studienaufnahme auf Basis der HIS-Bruttostudierquote; angegeben ist die Bandbreite von Kern- und Maximalquote. Ohne Verwaltungsfachhochschulen und Hochschulen der Bundeswehr. **Migrationshintergrund = Kombination aus verschiedenen Merkmalen: eigene Staatsangehörigkeit, Geburtsland, Geburtsland der Eltern, Im Elternhaus gesprochene Sprache; Heine, Spangenberg & Willich, 2008, S. 22 Tab. F1-2 Studienanfängerquote an der altersspezifischen Bevölkerung gemäß internationaler Abgrenzung nach Land des Studienortes in %, 2005 bis 2008 2005 Land insgesamt 46,0 36,2 50,6 34,9 männlich 46,3 36,4 53,2 35,0 weiblich 45,7 36,0 48,1 34,9 insgesamt 43,7 35,4 48,7 34,2 2006 männlich 44,2 35,6 50,9 34,4 weiblich 43,4 35,1 46,7 34,1 insgesamt 45,7 34,4 48,9 33,1 2007 männlich 45,5 34,2 50,6 32,8 weiblich 46,0 34,6 47,4 33,5 insgesamt 51,4 36,2 54,8 34,6 2008 männlich 52,3 35,7 56,3 34,0 weiblich 50,7 36,8 53,6 35,3 Berlin Staatstaaten Flächenländer Quelle: Hochschulstatistik, alle Hochschulen außer Verwaltungshochschulen, Bildung auf einen Blick, 2008, Tab. A2-4a Tab. F1-3 Studienanfängerinnen und -anfänger im 1. Hochschulsemester nach Geschlecht Studienjahr 2007 Land insgesamt Berlin davon Länder mit Studienbeiträgen davon Länder ohne Studienbeiträgen 22 339 361 459 250 021 111 438 darunter weiblich 11 366 180 058 123 399 56 659 Studienjahr 2006 insgesamt 20 318 344 967 243 861 101 106 darunter weiblich 10 221 170 467 119 797 50 670 Veränderung in % insgesamt 9,9 4,8 2,5 10,2 darunter weiblich 11,2 5,6 3,0 11,8 Quelle: Hochschulstatistik 311 > F Tabellenanhang Bildung in Berlin und Brandenburg 2008 - Korrekturseite - Zahlen im roten Kasten wurden geändert Tab. F1-4 Studienanfängerinnen und -anfänger im 1. Hochschulsemester nach Hochschulart im WS 2007/08 Universität Frauen Berlin 6 777 Männer 5 758 Fachhochschulen Frauen 2 212 Männer 2 760 Kunsthochschulen Frauen 298 Männer 219 Verwaltungsfachhochschulen Frauen 367 Männer 240 Land Quelle: Hochschulstatistik Tab. F1-5 Studierende in Berlin nach Ort des Erwerbs der Hochschulzugangsberechtigung (HZB), WS 2007/08 in % 1. Hochschulsemester / alle Studierenden Studierende Berlin Anfänger/innen Land Jahr HZB Berlin HZB Brandenburg 10,7 10,8 11,3 11,6 HZB Bundesländer 31,8 32,1 24,4 25,0 HZB Ausland 2006 2007 2006 2007 44,8 44,2 38,8 38,0 12,6 12,8 25,5 25,4 Quelle: Hochschulstatistik Tab. F1-6 Studienanfängerinnen und -anfängern in Berlin nach Land des Erwerbs der Hochschulzugangsberechti gung im WS 2007/08 und Veränderung zum Vorjahr in % Land Hochschulzugangsberechtigung erworben in Anzahl Deutsche HZB Ausländische HZB Deutsche HZB Berlin übrige Bundesländer Anzahl mit HZB aus anderen Ländern Baden-Württemberg Bayern Brandenburg Bremen Hamburg Hessen Mecklenburg-Vorpommern Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Saarland Sachsen Sachsen-Anhalt Schleswig-Holstein Thüringen Studienaufnahme in Studienanfänger/ innen 18 631 74,6 25,4 51,0 33,5 4 643 634 436 2 153 63 119 243 535 465 697 111 29 437 486 150 238 Alle Studierenden 134 504 87,2 12,8 50,7 36,9 43 190 6 251 4 498 14 535 739 1 353 3 069 3 477 4 858 7 547 1 290 334 3 332 2 815 1 869 1 758 Veränderung gegenüber 2006 Studienanfänger/ innen 1 838 0,1 -0,1 -1,1 0,8 553 133 -11 251 1 -7 28 62 43 101 14 6 81 108 -16 10 Alle Studierenden 1 682 -0,2 0,2 -0,6 0,4 915 196 196 313 13 0 12 144 -109 70 -5 3 163 225 -58 65 Korrektur nach Drucklegung Quelle: Hochschulstatistik, Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 4.1, Tab. 06 312 Hochschule F Tab. F1-7 Studierende im 1. Fach- oder Hochschulsemester nach Staatsangehörigkeit WS 2007/08 Studierende Land insgesamt darunter weiblich insgesamt darunter weiblich insgesamt darunter weiblich davon deutsche Studierende davon ausländische Studierende Berlin 134 504 1 932 355 18 631 310 853 24 501 400 027 Berlin Berlin Studierende 66 927 113 719 922 167 1 700 489 ... im 1. Hochschulsemester 9 654 13 509 154 804 263 314 ... im 1. Fachsemester 12 309 20 120 194 477 348 918 55 853 806 062 6 664 129 262 9 884 167 955 20 785 231 866 5 122 47 539 4 381 51 109 11 074 116 105 2 990 25 542 2 425 26 522 Quelle: Hochschulstatistik Tab. F1-8 Zusammensetzung der Studienanfängerinnen und -anfänger an den Hochschulen nach Art der Studienberechtigung im WS 2007/08 und Zeitpunkt des Studienbeginns davon an Art der Studienberechtigung Schulart des Erwerbs der HZB ohne HZB Insgesamt Kunsthochschule Fachhochschule Verwaltungsfachhochschule 607 24 20 583 360 4 34 13 1 Studienbeginn nach Erlangen der HZB in Jahren im 5. Jahr oder später Universität im 1. Jahr im 2. Jahr im 3. Jahr im 4. Jahr Berlin davon mit ausländischer HZB darunter Ausländer* davon mit deutscher HZB darunter von der Schulart 18 631 4 734 4 416 13 897 9 617 260 956 12 535 3 967 3 735 8 568 6 576 216 779 244 8 517 137 128 380 242 1 10 26 4 972 606 533 4 366 2 439 39 133 124 4 7 013 541 461 6 472 4 373 117 371 168 - 4 242 375 316 3 867 2 923 80 299 25 - 1 722 715 685 1 007 685 12 90 6 - 1 411 737 702 674 461 12 60 15 - 4 243 2 366 2 252 1 877 1 175 39 136 167 - darunter ohne HZB 381 39 Quelle: Hochschulstatistik, *Ausländer, die die Studienberechtigung im Ausland erworben haben, sind Bildungsausländer, ** ohne Eignungsprüfung 313 > F Tab. F1-9 Altersverteilung der Studienanfängerinnen und –anfänger im WS 2007/08 in Berlin Land Hochschulart Insge- 17 und samt 29 29 11 3 13 13 30 und älter 18 19 20 21 22 23 1551 24 1125 25 834 800 349 277 33 490 34 26 588 567 236 192 12 363 21 27 505 480 200 160 15 305 25 28 354 342 125 115 5 222 12 29 Berlin 18 631 darunter ohne Verwaltungs18 024 hochschulen darunter Ausländer/innen 5 122 davon an Fachhochschulen* 4 972 Kunsthochschulen 517 Universitäten 12 535 Verwaltungsfachhoch607 schulen 421 3 011 4 100 2 848 1 849 414 61 89 14 311 7 280 1 136 266 1 094 110 90 8 168 14 423 317 26 751 42 2906 3 983 2 769 1 784 1 497 1 093 325 724 745 695 659 505 50 942 54 459 351 41 701 32 616 929 729 599 56 107 82 55 2234 2 947 1 958 1 130 105 117 79 65 Quelle: Hochschulstatistik, *ohne Verwaltungs-FH Tab. F1-10 Anzahl der Bachelor- und Masterstudiengänge nach Semestern Land Wintersemester 2007/08 Berlin Sommersemester 2008 Berlin Wintersemester 2008/09 Berlin Land Wintersemester 2007/08 Berlin Sommersemester 2008 Berlin Wintersemester 2008/09 Berlin Master Bachelor 6 Semester 7 Semester 8 Semester 263 4 108 273 4 541 298 5 230 198 3 119 209 3 432 223 3 886 2 Semester 3 Semester 47 771 48 852 50 982 4 Semester 15 155 12 182 23 262 216 2 778 224 3 065 299 4 004 20 195 20 211 19 270 37 481 39 523 44 552 141 1 980 147 2 196 212 3 018 Quelle: HRK-Hochschulkompass, 1.9.2008 (Wintersemester 2008/2009) 314 Hochschule F Tab. F1-11 Bachelor- und Masterstudienangebote nach Bundesländern im Wintersemester 2008/09 Land Berlin akkreditiert* akkreditiert* Studiengänge 661 12 298 Bachelor 298 98 5 230 2 154 Master 299 90 4 004 1 855 BA/MA in % 90,3 31,5 75,1 43,4 Quelle: HRK-Statistik, http://www.hrk.de/de/download/dateien/HRK_StatistikBA_MA_WiSe2008_09_final_mit_Cover.pdf Tab. F1-12 Angestrebter Studienabschluss der Studienanfängerinnen und -anfänger im WS 2007/08 Berlin davon Insgesamt männlich Insgesamt darunter ohne Promotion Bachelor (FH) Bachelor (U) Master (FH) Master (U) 18 631 18 479 4 786 6 056 215 714 484 964 9 1 114 1 112 152 2 188 837 in % (Anteile ohne Promotion) 58,7 2,6 5,0 5,3 6,0 6,0 11,8 4,5 8 977 8 897 2 651 3 195 113 305 193 474 2 382 358 80 827 397 65,7 2,2 4,7 5,4 4,3 4,0 9,3 4,5 weiblich 9 654 9 582 2 135 2 861 102 409 291 490 7 732 754 72 1 361 440 52,1 3,0 5,3 5,2 7,6 7,9 14,2 4,6 Quelle: Hochschulstatistik Magister Staatsexamen Lehramtsstudiengänge Promotion Abschluss im Ausland Sonstiges Bachelor Master Staatsexamen Lehramtsstudiengänge Abschluss im Ausland Sonstiges 315 > F Tab. F2-1 Finanzierungsquellen der Vollzeitäquivalente an Universitäten und Fachhochschulen in Berlin 2007 davon Land Fächergruppen Insgesamt finanzierung 1) mittel Bund mittel mittel mittel Land VW Stiftung private öffentl. mittel mittel Berlin ohne Humanmedizin und klinische Einrichtungen ohne Pharmazie und Veterinärmedizin Berlin ohne Humanmedizin und klinische Einrichtungen ohne Pharmazie und Veterinärmedizin Berlin ohne Humanmedizin und klinische Einrichtungen ohne Pharmazie und Veterinärmedizin Berlin Berlin Berlin Berlin Universitäten - Lehrkräfte 9 874 7 289 533 970 6 329 6 129 4 591 340 732 720 9,8 11,6 225 157 156 2,3 2,5 2,5 0 0 0 2 0,2 0 0,0 60 59 59 0,6 0,9 1,0 2 2 2 8 0,7 4 0,5 38 38 38 0,4 0,6 0,6 4 4 4 0 0,0 0 0,0 495 312 308 5,0 4,9 5,0 3 2 2 23 1,9 14 1,9 263 101 98 2,7 1,6 1,6 29 16 16 0 0,0 0 0,0 4 415 335 - Anteile in Prozent 100,0 73,8 5,4 100,0 72,5 5,4 100,0 72,0 5,5 11,7 Universitäten - Professuren 1 504 1 440 2 24 1 263 1 218 1 20 1 228 1 183 1 20 Fachhochschulen - Lehrkräfte 1 198 1 164 2 0 - Anteile in Prozent 100,0 97,1 0,1 0,0 Fachhochschulen - Professuren 734 716 0 0 - Anteile in Prozent 100,0 97,5 0,0 0,0 Quelle: Hochschulstatistik Tab. F2-2 Betreuungsrelationen: Anzahl der Studierenden je wissenschaftlicher und künstlerischer Lehrkraft bzw. Professur finanziert aus Dritt- und Grundmitteln an Universitäten nach ausgewählten Fächergruppen 2007 Sprach- und Kulturwissenschaften mittel und mittel Berlin Lehrkräfte darunter Lehrbeauftragte darunter Professuren Betreuungsrelation Studierende Lehrkräfte Professuren Rechts-, Wirtschafts-, Sozialwissenschaften mittel und mittel Mathematik, Naturwissenschaften mittel und mittel Ingenieurwissenschaften mittel und mittel Land Personalgruppen 1 203 245 373 28 424 24 76 1 489 248 388 697 105 221 24 758 36 112 886 125 233 1 362 132 367 19 356 14 53 2 148 133 381 652 52 137 8 480 13 62 950 52 138 19 73 28 106 9 51 9 61 Quelle: Hochschulstatistik 316 Hochschule F Tab. F2-3 Betreuungsrelationen: Anzahl der Studierenden je wissenschaftlicher und künstlerischer Lehrkraft bzw. Professur finanziert aus Dritt- und Grundmitteln an Fachhochschulen ohne Verwaltungsfachhochschulen nach ausgewählten Fächergruppen 2007 Sprach- und Kulturwissenschaften mittel und tel Berlin Lehrkräfte darunter Lehrbeauftragte darunter Professuren Betreuungsrelation Studierende Lehrkräfte Professuren Rechts-, Wirtschafts-, Sozialwissenschaften mittel und tel Mathematik, Naturwissenschaften mittel und tel Ingenieurwissenschaften mittel und tel Land Personalgruppen 98 38 35 975 10 28 99 38 36 488 185 289 13 322 27 46 502 189 293 198 44 133 4 530 23 34 202 44 135 267 56 199 8 052 30 40 267 56 199 10 27 27 46 22 34 30 40 Quelle: Hochschulstatistik Tab. F2-4 Anteil der Personalgruppe an dem wissenschaftlichen und künstlerischen Personal in Vollzeitäquivalenten 2007 Personalgruppe Land Hochschulart Fächergruppe Professuren Wissenschaftl. Mitarbeiter/ -innen 1) Lehrbeauftragte Berlin Ingenieurwissenschaften Mathematik, Naturwissenschaften Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Sprach- und Kulturwissenschaften Ingenieurwissenschaften Mathematik, Naturwissenschaften Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Sprach- und Kulturwissenschaften 74,6 67,7 59,6 35,3 23,3 28,9 32,8 31,5 4,3 10,0 2,2 26,1 67,9 60,9 51,6 47,8 21,1 22,3 38,3 38,5 8,8 10,1 15,6 20,7 Quelle: Hochschulstatistik Fachhochschulen Universitäten 317 > F Tab. F3-1 Monatliche Einnahmen der Studierenden* 2006 nach Ländern (in Euro) Land Berlin Neue Länder Länder-Min Länder-Max Mittelwert 805 770 685 788 670 868 Spanne* 785 - 825 765 - 775 673 - 696 781 - 794 - Quelle: DSW/HIS-Sozialerhebung 2007, S.210 *Vertrauenintervall: Mittelwert liegt mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% in diesem Intervall Tab. F3-2 Soziale Herkunft der Studierenden 2006 in % Land Berlin Neue Länder niedrig 11 13 12 14 mittel 19 25 22 26 gehoben 24 24 27 23 hoch 46 38 39 37 Quelle: DSW/HIS-Sozialerhebung 2007 Tab. F3-3 Soziale Herkunft der Studierenden mit Migrationshintergrund 2006 in % Land Migartionsstatus davon niedrig 13 41 21 42 44 mittel 25 18 14 17 19 gehoben 24 15 23 13 16 hoch 38 26 42 28 21 darunter Migranten doppelte Staatsangehörigkeit Bildungsinländer Quelle: DSW/HIS-Sozialerhebung 2007 318 Hochschule F Tab. F4-1a Studierende im Erststudium 1) mit Fachwechsel zwischen Sommersemester 2007 und Wintersemester 2007/2008, die im WS 2007/2008 an Hochschulen in Berlin studierten Fächergruppe im Vorsemester Fachwechsel insgesamt Sprachund Kulturwissenschaft Rechts-, Wirtschaftsund Sozialwissenschaft 26 48 21 26 9 39 11 14 2,4 Mathematik, Naturwissenschaft Humanmedizin, heitswissenschaft Agrar-, Forst-, Ernährungswissenschaft Ingenieurwissenschaft Kunst, Kunstwissenschaft Sonstige 2) Sprach- und Kulturwissenschaft Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaft Mathematik, Naturwissenschaft heitswissenschaft Agrar-, Forst-, Ernährungswissenschaft Ingenieurwissenschaft Kunst, Kunstwissenschaft Sonstige 2) Anteil Wechsel (in % ) 3) Fachwechsel insgesamt Fachwechsel innerhalb der Fächergruppen 607 497 418 31 54 308 84 189 2,3 2 188 42,5 16,7 15,3 29,0 11,1 13,3 25,0 52,4 2,6 13 14 33 16 44 14 19 17 2,5 3 1 0 16 0 0 1 3 0,5 1 4 5 3 17 4 0 3 3,3 2 13 19 3 9 27 7 1 2,1 8 2 5 6 0 3 37 7 2,5 3 2 1 0 9 0 0 3 2,2 34,6 Quelle: Hochschulstatistik 1) Ohne Master/Lehramt-Master im Erststudium 2) Sport, Veterinärmedizin sowie Fächer außerhalb der Studienbereichsgliederung 2007/2008. 319 > F Tab. F4-2 Semester der Fachstudiendauer (Median) 2000-2007 nach Abschlussart Fachstudiendauer diendauer Fachstudiendauer diendauer Fachstudiendauer diendauer Fachstudiendauer diendauer 2000 Berlin Lehramt Bachelor Master 11,9 14,0 7,6 11,5 9,7 8,5 5,9 13,9 19,0 7,6 12,7 11,4 8,9 8,2 - 2005 2006 2007 11,8 11,8 7,6 5,4 3,7 11,2 9,1 8,4 6,1 - 13,4 15,4 7,9 5,2 12,2 10,5 8,8 6,8 - 11,6 11,2 7,8 5,9 3,6 11,1 8,9 8,5 6,2 4,4 13,1 14,4 8,1 6,5 12,0 10,3 8,8 6,9 - 11,6 10,9 8,1 5,7 4,6 - 13,3 14,7 8,8 6,0 - Lehramt Bachelor Master Quelle: Hochschulstatistik Tab. F4-3 Gesamtstudiendauer in Semestern: Median nach Art des Abschlusses und Bildungsherkunft 2006 Lehramt Berlin Bildungsinländer Bildungsausländer* 13,2 13,3 12,4 10,3 12,1 12,2 12,6 10,4 14,5 14,4 . . 10,5 10,5 11,8 9,9 Fachhochschulabschluss 8,1 8,0 9,9 10,1 8,8 8,8 10,2 9,2 Bachelor (U) 6,6 6,8 6,0 4,6 7,0 7,0 7,6 6,9 Bachelor (FH) 6,4 6,4 6,5 7,0 6,8 6,8 7,5 6,9 Bildungsinländer Bildungsausländer* Quelle: Hochschulstatistik, *evtl. Studienzeiten an einer ausländischen Hochschule werden nicht berücksichtigt. Bildungsinländer = Absolventen mit ausländischer Staatsbürgerschaft, die ihre Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland erworben haben; Bildungsausländer = Absolventen mit ausländischer Staatsbürgerschaft, die ihre Studienberechtigung im Ausland erworben haben. 320 Hochschule F Tab. F5-1 Erfolgreiche Abschlüsse in den Prüfungsjahren 2005 bis 2007 nach Abschlussarten davon Erfolgreiche Land se insgesamt Promotionen davon (U) und - entspreFachhochse ohne chende Masterab- LehramtsBachelorSonstiger rischer schulabPromotiAbschluss abschluss Abschluss Abschluss schluss onen schlussfungen 2005 Berlin davon weiblich davon weiblich 2006 Berlin davon weiblich davon weiblich 2007 Berlin davon weiblich davon weiblich 21 120 10 560 252 482 124 971 19 860 10 331 265 704 134 069 19 892 10 352 286 391 145 380 3 038 1 337 25 952 10 272 2 011 919 24 287 9 927 1 910 905 23 843 10 068 18 082 9 223 226 530 114 699 17 849 9 412 241 417 124 142 17 982 9 447 262 548 135 312 9 134 4 831 95 550 48 241 8 843 4 808 99 154 51 062 8 243 4 431 106 179 54 990 1 012 446 9 158 3 725 1 168 545 11 268 4 476 1 890 903 14 219 5 786 854 623 24 286 18 498 806 580 26 451 20 236 905 648 28 859 21 900 839 448 4 686 2 684 1 219 728 5 709 3 310 821 481 4 816 2 859 476 158 9 848 4 955 835 364 15 050 8 265 1 616 807 23 358 12 591 5 613 2 603 81 483 35 760 4 843 2 298 82 239 35 936 4 325 2 062 83 505 36 258 154 114 1 519 836 135 89 1 546 857 182 115 1 612 928 Quelle: Hochschulstatistik Tab. F5-2 Absolventinnen und Absolventen nach Fächergruppen 2007 Agrar-, HumanForstmedizin/ Ingeund nieurErnähheitswissenrungswissen- schaften wissenschaften schaften 537 485 52 2,7 2,7 2,7 1 984 1 345 639 10,0 7,5 33,5 2 247 2 135 112 in % 11,3 11,9 5,9 Rechts-, Wirtschaftsund Sozialwissenschaften 7 050 6 799 251 35,4 37,8 13,1 Land Abschlussart Insgesamt Kunst, Kunstwissenschaft Mathematik, Naturwissenschaften 3 113 2 653 460 15,6 14,8 24,1 Sport Sprachund Kulturwissenschaften 3 280 3 014 266 16,5 16,8 13,9 Veterinärmedizin Berlin tionen Promotionen Berlin tionen Promotionen 19 892 17 982 1 910 100,0 100,0 100,0 1 334 1 305 29 6,7 7,3 1,5 93 90 3 0,5 0,5 0,2 254 156 98 1,3 0,9 5,1 Quelle: Hochschulstatistik 321 > G Tab. G2-1 Schülerinnen und Schüler des Zweiten Bildungswegs in Berlin und Brandenburg nach Alter und Schulart im Schuljahr 2007/08 Abendhauptschulen insgesamt 4 647 333 267 282 303 359 429 486 481 357 308 254 195 593 2 436 291 262 270 259 302 242 219 161 103 83 55 52 137 darunter weiblich 2 439 162 130 157 163 214 221 261 245 196 146 131 97 316 1077 132 126 131 126 131 105 102 62 38 33 17 10 64 insgesamt 588 167 96 65 44 37 36 24 28 16 19 11 9 36 darunter weiblich 281 71 46 28 21 18 16 12 13 8 12 9 5 22 - Abendrealschulen insgesamt 995 165 160 146 115 76 76 62 41 29 29 25 11 60 1 358 289 237 186 130 143 113 69 52 33 29 17 18 42 darunter weiblich 493 91 76 84 52 35 30 29 21 13 12 14 6 30 562 131 108 82 52 57 47 28 11 9 10 3 4 20 insgesamt 622 1 6 19 34 58 72 65 58 52 36 38 40 143 705 2 18 55 90 91 90 98 70 41 28 25 22 75 darunter weiblich 320 4 11 21 40 36 32 28 31 15 17 19 66 332 1 13 32 50 41 43 49 32 17 12 9 3 30 Kollegs insgesamt 2 442 5 52 110 188 245 335 354 260 224 180 135 354 373 7 29 39 68 39 52 39 29 26 13 12 20 darunter weiblich 1 345 4 34 69 121 139 188 183 144 107 91 67 198 183 5 17 24 33 15 25 19 12 11 5 3 14 Land Alter Berlin 18 Jahre 19 Jahre 20 Jahre 21 Jahre 22 Jahre 23 Jahre 24 Jahre 25 Jahre 26 Jahre 27 Jahre 28 Jahre 29 Jahre 30 Jahre und älter Brandenburg 18 Jahre 19 Jahre 20 Jahre 21 Jahre 22 Jahre 23 Jahre 24 Jahre 25 Jahre 26 Jahre 27 Jahre 28 Jahre 29 Jahre 30 Jahre und älter Quelle: Schulstatistik Tab. G2-2 Schulen des Zweiten Bildungswegs im Schuljahr 2007/08 Land Berlin Brandenburg Insgesamt 24 30 Abendhauptschulen 8 Abendrealschulen 9 16 2 12 Kollegs 5 2 Quelle: Schulstatistik 322 G Tab. G2-3 Teilnahme an der beruflichen Weiterbildung in den letzten 12 Monaten nach Geschlecht und Migrationsstatus MZ von Erwerbspersonen im Alter von 25 bis unter 65 Jahren 2007 25 bis unter 65 Jahre Land Migrationsstatus Erwerbspersonen in 1 000 Berlin männlich weiblich ohne Migrationshintergrund mit Migrationshintergrund Brandenburg männlich weiblich ohne Migrationshintergrund mit Migrationshintergrund männlich weiblich ohne Migrationshintergrund mit Migrationshintergrund 1 580 840 740 1 238 342 1 207 634 573 1 154 53 36 143 19 710 16 433 29 846 6 297 bildungsveranstaltung in den letzten 12 Monaten in 1 000 296 135 161 266 31 251 120 132 244 7 6 861 3 638 3 223 6 221 640 in % 18,7 16,1 21,8 21,5 9,0 20,8 18,8 23,0 21,1 14,0 19,0 18,5 19,6 20,8 10,2 Erwerbspersonen in 1 000 1 776 948 828 1 387 389 1 385 737 648 1 323 62 41 170 22 462 18 707 33 817 7 352 Weiterbildungsveranstaltung in den letzten 12 Monaten in 1 000 315 144 171 283 32 272 130 142 264 8 7 440 3 904 3 537 6 723 717 in % 17,7 15,2 20,7 20,4 8,2 19,6 17,6 21,9 20,0 12,5 18,1 17,4 18,9 19,9 9,8 15 bis unter 65 Jahre Quelle: Erwerbstätigenrechnung, Mikrozensus Tab. G2-4 Qualifizierungsmaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit 2006 und 2007 Land Zugang / Eintritte / Bewilligungen im Jahr 2007 2006 Jahresdurchschnitt 2007 2006 Berlin Berufliche Weiterbildung berufliche Weiterbildung behinderter Menschen Brandenburg Berufliche Weiterbildung berufliche Weiterbildung behinderter Menschen 3 718 2 666 316 730 6 4 010 2 769 221 1 018 2 10 130 6 911 549 2 639 31 3 215 1 711 100 1 402 2 5 350 3 726 597 1 024 4 5 304 3 805 416 1 082 7 256 4 773 408 2 054 21 2 762 1 240 93 1 428 - 21 214 8 732 277 12 144 61 30 016 7 548 164 22 278 26 47 967 16 655 642 30 424 246 29 629 4 214 121 25 283 11 20 117 6 273 274 13 535 35 29 018 6 207 160 22 631 20 35 857 12 414 675 22 580 188 24 806 2 024 116 22 666 - Berlin Berufliche Weiterbildung berufliche Weiterbildung behinderter Menschen Brandenburg Berufliche Weiterbildung berufliche Weiterbildung behinderter Menschen Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg 323 > G Tab. G2-5 Veranstaltungen an Volkshochschulen 2006 Kursveranstaltungen Land Volkshochschulen insgesamt Anzahl Berlin Brandenburg 12 20 974 16 079 6277 557 968 in % 2,9 1,1 100 Belegung* Anzahl 202 778 64152 6 499 247 in % 3,1 1,0 100 Einzelveranstaltungen insgesamt Anzahl 1 085 443 78 867 in % 1,4 0,6 100 Besucherinnen und Besucher* Anzahl 16 344 5165 2 171 233 in % 0,8 0,2 100 Quelle: Deutsches Institut für Erwachsenenbildung, Bonn, * ggf. Mehrfachzählung bei Mehrfachbelegung durch eine Person Tab. G3-1 Absolventinnen und Absolventen nach Art des Abschlusses zweiter Bildungsweg und Schulfremdenprüfung 2000 - 2007 Land 2000 Berlin Hauptschulabschluss Realschulabschluss Allg. Hochschulreife Brandenburg Hauptschulabschluss Realschulabschluss Allg. Hochschulreife 2001 Zweiter Bildungsweg 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2000 2001 2002 846 706 99 41 34 17 7 10 931 780 96 55 35 21 10 4 2003 2004 2005 886 767 69 50 80 30 25 25 2006 2007 982 732 212 38 174 120 29 25 1 059 1 117 1 090 1 225 1 204 1 200 1 364 1 235 313 263 483 370 13 160 197 300 316 501 415 22 188 205 309 246 535 373 10 179 184 295 283 647 408 20 188 200 259 290 655 580 93 262 225 263 276 661 595 71 323 201 275 342 747 704 99 394 211 225 328 682 917 153 550 214 882 1 139 744 93 45 41 17 4 20 970 129 40 43 21 9 13 661 1 012 558 54 49 804 160 48 300 208 47 45 Quelle: Schulstatistik 324 Weiterbildung G Tab. G3-2 Absolventinnen und Absolventen von Abendschulen und Schulfremdenprüfungen des Schuljahres 2007/08 Abendhauptschulen Abendrealschulen sien Externe (Schulfrem- Abschlussart Staatsangehörigkeit Absolventen Kollegs Insgesamt Berlin darunter Ausländer Hauptschulabschluss darunter Ausländer Realschulabschluss darunter Ausländer allg. Hochschulreife darunter Ausländer Brandenburg darunter Ausländer Hauptschulabschluss Realschulabschluss darunter Ausländer Fachhochschulreife allg. Hochschulreife darunter Ausländer 2 217 183 957 119 540 43 720 21 1 112 17 273 579 6 21 239 11 darundarundarundarundarundarunter Insgeter Insgeter Insgeter Insgeter Insgeter weib- samt weib- samt weib- samt weib- samt weib- samt weiblich lich lich lich lich lich 1 162 100 506 66 274 19 382 15 460 10 93 252 4 14 101 6 225 225 119 0 135 135 66 0 328 328 43 571 153 418 5 172 172 19 231 57 174 3 90 90 5 249 111 1 21 117 2 55 55 4 114 52 1 14 48 1 592 592 16 118 21 97 1 308 308 11 58 14 44 1 982 732 212 38 174 120 29 25 8 492 371 102 19 57 36 12 9 4 Quelle: Schulstatistik Tab. G3-3 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Fortbildungsprüfungen 2006 nach Ausbildungsbereichen und Ländern davon im Ausbildungsbereich Land Insgesamt Industrie und Handel* Handwerk Landwirtschaft Öffentlicher Freie Berufe** Hauswirtschaft Seeschifffahrt Berlin darunter weiblich Brandenburg darunter weiblich darunter weiblich Berlin darunter weiblich Brandenburg darunter weiblich darunter weiblich 2 732 1 241 2 963 1 132 120 433 42 976 1 955 843 2 209 762 96 526 32 680 1 503 742 1 170 539 60 961 25 804 833 434 567 235 42 517 17 363 810 133 1 325 290 48 762 9 945 810 133 1 241 259 45 270 9 291 12 6 123 18 2 124 407 12 6 96 13 1 723 341 112 79 208 156 2 851 1 606 94 71 188 145 2 538 1 472 295 281 132 124 5 256 4 741 206 199 115 108 4 119 3 860 5 5 479 473 2 2 359 353 - Quelle: Berufsschulstatistik, *einschließlich Banken, Versicherungen, Gast- und Verkehrsgewerbe, **ohne diejenigen Auszubildenden, deren Ausbildungsverträge nach dem Berufsbildungsgesetz bei anderen zuständigen Stellen außerhalb dieses Ausbildungsbereichs registriert werden 325 > G Tab. G3-4 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Umschulungsprüfungen nach Ausbildungsbereichen und Art des Umschulungsberufs 2006 (anerkannte Ausbildungsberufe) davon im Ausbildungsbereich Land Insgesamt Industrie und Handel* Handwerk Landwirtschaft Öffentlicher Freie Berufe** Hauswirt- Seeschiffschaft fahrt Berlin darunter weiblich Brandenburg darunter weiblich Berlin darunter weiblich Brandenburg darunter weiblich 3 673 1 664 1 311 402 2 750 1 268 1 006 329 3 295 1 371 1 130 299 2 455 1 036 843 237 - 2 22 2 2 19 2 51 12 49 11 375 292 108 89 292 231 95 79 1 1 1 1 - - Quelle: Berufsschulstatistik, *einschließlich Banken, Versicherungen, Gast- und Verkehrsgewerbe, **ohne diejenigen Auszubildenden, deren Ausbildungsverträge nach dem Berufsbildungsgesetz bei anderen zuständigen Stellen außerhalb dieses Ausbildungsbereichs registriert werden 326 H Tab. H1 Testungen und Berichtsveröffentlichungen im Rahmen der KMK-Gesamtstrategie zum Bildungsmonitoring Berichterstattung Jahr PIRLS / PISA - Flächendeckende gleich VergleichsarKMK-Standards beiten1 PIRLS/ PISA vergleich KMK-Standards Bildungsbericht 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 X X X I L I I L national 2 8 (M) 3 X 4 national & regional I X X X X (M/ NA) I I I X (M/ Na) national & regional national & regional national & regional X X I X X (M/ NA) I X (M/ Na) Quelle: KMK (2006) - X I I national & regional national & regional 4 die Länder legen selbst fest, welche der der drei Fächer verbindlich bzw. freiwillig getestet werden. 327 > H Tab. H2-1 Anzahl inspizierter Schulen (kumulativ und jährlich) sowie Anzahl Nachinspektionen Land Berlin 2005/6 2006/7 2007/8 Brandenburg 2004/5 2005/6 2006/7 2007/8 Anzahl inspizierte Schulen Inspizierte Schulen (kumulativ) Anzahl Nachinspektionen 45 150 150 29 100 118 160 195 345 2 6 3 100 218 378 5 4 Quelle: MBJS (2008), SENBWF (2008) Tab. H2-2 Stärken-Schwächen-Profile als Ergebnis der Schulinspektion in Berlin im Schuljahr 2006/07 in % A stark 1.2 1.3 1.4 2.1 2.2 2.3 2.4 3.3 3.4 4.2 4.4 5.1 5.2 6.1 6.2 6.4 Fachkompetenzen Methodenkompetenzen Schullaufbahn Curriculum Unterrichtsgestaltung/Lehrerhandeln im Unterricht Leistungsanforderungen/ Leistungsbewertungen 30,7 5,4 49,6 22,2 5,3 34,2 32 22,1 56 49,3 43,3 10 18 18,8 7,4 6,4 B eher stark 45 16,1 27,7 32,2 44,7 42,3 39,3 33,6 29,3 31,3 37,3 24,7 33,3 43 25,7 30 C eher schwach 20 40,9 18,4 36,9 47,3 19,5 22,7 28,9 12 12,7 17,4 37,3 37,3 24,8 32,4 37,1 schwach 4,3 37,6 4,3 8,7 2,7 4 6 15,4 2,7 6,7 2 28 11,4 13,4 34,5 26,5 Quelle: SENBWF (2008) Kooperation mit gesellschaftlichen Partnern Unterrichtsorganisation Zielgerichtete Personalentwicklung Arbeits- und Kommunikationskultur im Kollegium Schulprogramm Schulinterne Evaluation 328 H Tab. H2-3 Stärken-Schwächen-Profile als Ergebnis der Schulvisitation in Brandenburg im Schuljahr 2006/07 in % (alle Schulen außer Förderschulen) 4 stark 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. Zufriedenheit Schuleigene Lehrpläne aktiver Lernprozess zielgerichteter Lernprozess Klassen- und Arbeitsklima transparente Leistungsanforderung aktive Beteiliung am Schulleben Schulkooperation 60,0 16,4 69,1 16,4 0,9 31,8 40,0 24,5 43,6 21,8 53,6 9,1 65,5 7,3 6,4 5,5 3 eher stark als schwach 32,7 66,4 14,5 24,5 0,0 57,3 51,8 52,7 29,1 37,3 23,6 30,0 25,5 53,6 12,8 7,3 2 eher schwach als stark 7,3 17,3 15,5 51,8 96,4 10,0 8,2 19,1 27,3 39,1 16,4 52,7 8,2 37,3 10,1 83,6 1 schwach 0,0 0,0 0,9 6,4 0,9 0,0 0,0 3,6 0,0 0,9 4,5 6,4 0,0 1,8 0,9 3,6 keine Angabe 0,0 0,0 0,0 0,9 1,8 0,9 0,0 0,0 0,0 0,9 1,8 1,8 0,9 0,0 69,7 0,0 Quelle: MBJS (2008) Unterrichtsorganisation Personalentwicklung Schulprogramm Tab. H3-1 Testleistungen der Schülerinnen und Schüler insgesamt sowie bei literarischen und informierenden – IGLU 2006 – Gesamtskala Lesen Land Berlin Brandenburg Länderminimum Ländermaximum 525 540 548 522 564 527 540 549 523 564 521 532 544 520 560 Quelle: Bos et al. (2008) Tab. H3-2 Prozentualer Anteil von Schülerinnen und Schülern unter der Kompetenzstufe III und auf der Kompetenzstufe V in % – IGLU 2006 Land Berlin Brandenburg Länderminimum Ländermaximum Unter Kompetenzstufe III 24,9 16,4 13,2 24,9 6,8 Kompetenzstufe V 8,6 9,6 10,8 5,5 15,3 Quelle: Bos et al. (2008) 329 > H Tab. H3-3 Leseleistung bei Mädchen und Jungen sowie Lesevorsprung der Mädchen – Gesamtskala Lesen – IGLU 2006 Leseleistung Land Jungen Berlin Brandenburg 524 548 551 Mädchen 526 532 544 2 16 7 Quelle: Bos et al. (2008) Tab. H3-4 Schülerinnen und Schüler, die angeben, außerhalb der Schule nie oder fast nie zum Vergnügen zu lesen in % – IGLU 2006 Land Berlin Brandenburg Mädchen Jungen 15 21 14 8 12 9 22 28 19 Quelle: Bos et al. (2008) Tab. H3-5 Leistungsvorsprung im Leseverständnis von Kindern aus Familien mit mehr als 100 Büchern vor denen aus Familien mit weniger als 100 Büchern – IGLU 2006 Länder Berlin Brandenburg Länderminimum Ländermaximum 70 55 40 25 70 Quelle: Bos et al. (2008) Tab. H3-6 Leseleistung – Gesamtskala Lesen – nach Migrationshintergrund – IGLU 2006 Land Berlin Brandenburg land geboren 552 542 564 Ein Elternteil im Ausland geboren 517 561 545 Beide Elternteile im Ausland geboren 504 524 516 Quelle: Bos et al. (2008) 330 H Tab. H3-7 PISA 2000 bis 2006: Mittelwerte mit Standardfehler (SE) in den Inhaltsbereichen Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften 2000 Lesen Berlin Brandenburg Länderminimum Ländermaximum Mathematik Berlin Brandenburg Länderminimum Ländermaximum Naturwissenschaft Berlin Brandenburg Länderminimum Ländermaximum 2003 2006 X 464 (5.3) 486 448 (4,5) 509 (4,1) 500 (0,6) 2000 X 478 (5,3) 493 454 (5,4) 527 (4,7) 500 (0,7) 2000 x 473 (5,0) 489 455 (5,7) 505 (5,6) 500 (0,7) 481 (2,7) 478 (3,1) 491 (2,4) 467 (2,9) 518 (4,2) 494 (0,6) 2003 488 (2,7) 492 (3,1) 503 (2,4) 471 (2,5) 533 (3,7) 500 (0,6) 2003 493 (2,7) 486 (3,5) 502 (3,6) 477 (2,9) 530 (3,5) 500 (0,6) 488 (3,3) 486 (3,9) 495 (3,9) 474 (4,0) 512 (2,9) 492 (0,6) 2006 495 (3,3) 500 (3,9) 504 (3,9) 478 (3,0) 523 (2,5) 500 (0,5) 2006 508 (3,5) 514 (3,6) 516 (3,8) 485 (3,4) 541 (2,5) 500 (0,5) Quelle: Deutsches PISA-Konsortium (2002, 2005, 2008) Tab. H3-8 Anteil der Schülerinnen und Schüler auf den Lesekompetenzstufen bei PISA 2000 bis 2006 in % Kompetenzstufe I und darunter Kompetenzstufe II Kompetenzstufe III 2000 Berlin Brandenburg 1 Berlin Brandenburg x 28,0 22,6 24,4 23,0 22,3 24,4 24,4 20,1 x 26,0 22,3 2003 21,0 24,5 19,8 2006 Berlin Brandenburg 18,9 20,2 20,3 23,5 24,7 27,3 22,1 19,7 22,5 11,2 11,0 9,9 27,0 29,0 26,3 20,3 17,6 21,9 7,4 5,9 9,6 x 26,0 26,8 x 16,0 19,4 X 4,0 8,8 Kompetenzstufe IV Kompetenzstufe V Quelle: Deutsches PISA-Konsortium (2002, 2005, 2008) 331 > H Tab: H3-9 Anteil der Schülerinnen und Schüler auf der naturwissenschaftlichen Kompetenzstufe I (2000, 2003) bzw. auf oder unter der Kompetenzstufe I (2006) sowie auf der naturwissenschaftlichen Kompetenzstufe V (2000) und Kompetenzstufe V und VI (2003, 2006) bei PISA in % Kompetenzstufe I 2000 4 Berlin Brandenburg Länderminimum Ländermaximum Kompetenzstufe I oder darunter Berlin Brandenburg Länderminimum Ländermaximum 2003 26,2 21,5 21,6 32,2 13,1 21,4 2006 25,8 22,9 19,9 29,0 12,3 21,3 X 25,0 39,0 17,0 - Kompetenzstufe V X 1,0 5,0 1,0 Kompetenzstufe VI 3,0 1,9 4,1 7,1 1,9 4,0 4,5 5,3 4,5 5,8 1,7 3,3 Berlin Brandenburg Länderminimum Ländermaximum 4 Ohne Berlin und Hamburg Quelle: Deutsches PISA-Konsortium (2002, 2005, 2008) 332 H Tab. H3-10 Anteil der Schülerinnen und Schüler auf der naturwissenschaftlichen Kompetenzstufe I (2000, 2003) bzw. auf oder unter der Kompetenzstufe I (2006) sowie auf der naturwissenschaftlichen Kompetenzstufe V (2000) und Kompetenzstufe V und VI (2003, 2006) bei PISA in % Kompetenzstufe I oder darunter 2000 5 Berlin Brandenburg Länderminimum Ländermaximum X 31,0 21,0 40,0 2003 26,3 24,0 14,4 30,8 23,2 Kompetenzstufe I oder darunter Berlin Brandenburg Länderminimum Ländermaximum 2006 20,4 15,7 15,4 8,5 24,9 19,2 Kompetenzstufe V und VI 13,5 12,9 11,8 8,3 17,2 9,0 X 3,0 3,0 8,0 5,6 3,0 3,0 8,6 5,7 Kompetenzstufe V Berlin Brandenburg Länderminimum Ländermaximum 5 Ohne Berlin, Hamburg und Niedersachsen Quelle: Deutsches PISA-Konsortium (2002, 2005, 2008) 333 > H Tab: H3-11 Mittelwerte und Streuungen der Testwerte in Berlin in den Domänen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften bei PISA 2003 und 2006. Berlin Mittelwert (Standardfehler) Standardabweichung 2003 82 91 73 66 70 85 74 71 84 93 82 76 2006 85 93 79 67 76 82 74 71 77 87 78 72 Perzentile 5 10 25 75 90 95 Schulform Hauptschule Lesen Realschule Hauptschule Mathematik Realschule Hauptschule Naturwissenschaft Realschule 346 455 478 565 374 463 483 567 366 464 479 584 355 451 484 585 383 458 473 585 381 474 488 601 (5,6) (8,4) (5,9) (3,0) (4,9) (7,1) (5,7) (3,6) (4,6) (7,3) (5,0) (4,0) (11,1) (7,3) (9,1) (4,9) (7,9) (5,6) (6,8) (6,5) (8,3) (6,8) (7,8) (6,3) 211 299 356 452 257 324 362 448 225 311 346 454 224 295 347 469 266 328 353 468 263 333 359 476 243 335 386 479 287 352 387 473 263 343 375 483 246 327 382 498 290 356 383 496 286 360 388 508 293 393 432 523 329 402 432 519 312 402 426 535 291 386 434 542 332 400 422 537 327 413 436 557 400 520 529 610 420 525 534 616 421 528 534 635 412 518 539 631 431 513 521 633 432 535 540 649 449 569 566 648 460 573 578 658 467 581 586 678 465 570 582 672 480 564 572 676 480 586 589 691 477 599 592 669 487 597 603 681 498 611 610 706 499 601 604 695 511 599 599 702 510 614 612 714 Quelle: IPN Hauptschule Lesen Realschule Hauptschule Mathematik Realschule Hauptschule Naturwissenschaft Realschule 334 H Tab: H3-12 Mittelwerte und Streuungen der Testwerte in Brandenburg in den Domänen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften bei PISA 2003 und 2006. Brandenburg Schulform Mittelwert (Standardfehler) Standardabweichung 2003 92 78 69 78 66 62 85 80 67 2006 98 80 78 80 68 77 84 70 75 Perzentile 5 10 25 75 90 95 Lesen Realschule Mathematik Realschule Naturwissenschaft Realschule 442 470 561 458 484 571 450 476 571 436 485 585 449 492 591 466 508 600 (5,9) (7,2) (3,7) (5,2) (6,2) (3,7) (5,4) (8,3) (5,1) (8,5) (6,6) (7,5) (6,1) (5,4) (7,8) (5,9) (4,2) (7,3) 277 335 455 328 376 471 302 345 462 271 345 456 323 378 461 334 392 478 321 372 479 356 401 490 339 383 486 306 379 487 353 401 493 366 418 505 387 423 516 407 441 529 398 431 527 371 434 536 397 446 543 411 460 549 504 522 605 513 526 613 507 528 616 504 539 634 500 539 643 524 555 653 553 563 647 556 568 651 556 569 656 558 584 686 549 579 689 574 598 695 578 588 674 580 594 673 581 597 679 588 610 715 577 603 716 601 622 720 Quelle: IPN Lesen Realschule Mathematik Realschule Naturwissenschaft Realschule Tab. H3-13 Mittlere Lernstände von Berliner Schülerinnen und Schüler in Grundschulen und grundständigen Gymnasien zu drei Erhebungszeitpunkten bei ELEMENT, in Punkten Jg 4 Leseverständnis 98 114 Mathematik 97 114 106 124 115 134 Quelle: Lehmann & Lenkeit (2008) Jg 5 Jg 6 105 119 110 123 335 > H Tab. H4-1 Anteil der Schülerinnen und Schüler auf den Fähigkeitsniveaus bei VERA 3 im Schuljahr 2007/08 in % khN Berlin 9 11 9 4 7 5 5 6 3 2 36 36 39 29 24 29 32 35 26 16 35 36 42 34 47 40 42 47 35 51 20 17 10 33 22 25 22 13 36 31 FN 1 FN 2 FN 3 Mathematik - Zahlen & Operationen Mathematik - Muster & Strukturen Mathematik - Raum & Form Brandenburg Mathematik - Zahlen & Operationen Mathematik - Muster & Strukturen Mathematik - Raum & Form Quelle: Ergebnisbericht VERA 3 2007/08 (Kuhl & Harych, 2008 a,b) Tab. H4-2 Teilnehmerzahlen und mittlere Lösungshäufigkeiten 1 nach Geschlecht und Migrationshintergrund bei VERA 3 im Schuljahr 2007/08 in % Herkunft männlich Berlin 27 744 Leseverständnis Sprache und Sprachgebrauch untersuchen Mathematik 27 956 Zahlen & Operationen Muster & Strukturen Raum & Form Brandenburg 18 986 Leseverständnis Sprache und Sprachgebrauch untersuchen Mathematik 18 910 Zahlen & Operationen Muster & Strukturen Raum & Form 46 53 64 9 525 48 58 65 9 385 45 49 64 18 592 47 54 64 318 43 50 59 60 60 9 558 58 58 9 428 61 62 18 675 60 60 311 50 49 42 51 57 14 377 44 55 58 13 579 40 46 56 20 207 45 54 61 7 749 35 42 48 54 53 14 244 53 52 13 500 55 54 20 271 59 58 7 473 42 40 weiblich deutsch nicht deutsch Quelle: Ergebnisbericht VERA 3 2007/08 (Kuhl & Harych, 2008 a, b) 336 Übersichten A Erhebung/Publikation Kinder- und Jugendhilfe-Statistik Statistik der allgemeinbildenden Schulen Statistik der beruflichen Schulen Berufsbildungsstatistik Aus- und Weiterbildungsstatistik IAB-Betriebspanel Hochschulstatistik -Studierende Stichtag/ Berichtszeitraum 15.03.2007 Schuljahr 2007/2008 Schuljahr 2007/2008 31.12.2007 31.12.2007 2007 Wintersemester 2007/2008 Veröffentlichung März 2008 Oktober 2008 Oktober 2008 Oktober 2008 kontinuierlich 2008 September 2008 September 2008 Periodizität jährlich jährlich jährlich jährlich monatlich Jährlich jährlich jährlich jährlich jährlich und Bildungsforschung StLÄ des Bundes und der Länder StLÄ des Bundes und der Länder StLÄ des Bundes und der Länder StLÄ des Bundes und der Länder StLÄ des Bundes und der Länder StLÄ des Bundes und der Länder StLÄ des Bundes und der Länder StLÄ des Bundes und der Länder StLÄ des Bundes und der Länder StLÄ des Bundes und der Länder StLÄ des Bundes und der Länder StLÄ des Bundes und der Länder Brandenburg SenBWF StLÄ des Bundes und der Länder StLÄ des Bundes und der Länder StLÄ des Bundes und der Länder StLÄ des Bundes und der Länder Hochschulstatistik - Personal Hochschulfinanzstatistik 01.12.2007 2006 Oktober 2008 Mai 2008 Bildungsbudget Jahresrechnungsstatistik der öffentlichen Haushalte Personalstandstatistik des öffent- 2006 2006 30.06.2007 2007 2007 März 2008 Oktober 2008 November 2008 Juli 2008 Juni 2008 jährlich jährlich jährlich jährlich jährlich Mikrozensus EU-SILC Bevölkerungsstatistik Einwohnerregisterstatistik 2007 2007 31.12.2007 31.12.2007 August 2008 Juni 2008 jährlich jährlich jährlich jährlich 2003-2005 2006 PISA 2006 2005 bis 2008 Keine Alle 5 Jahre November 2008 Alle 3 Jahre 337 > A VERA 3 VERA 8 Mai 2008 März 2008 Berlin: 2004 bis 2007: Herbst 1 2 Brandenburg: Herbst September 2008 2009 seit 2004 jährlich jährlich Sprachstandserhebung jährlich ab 2008 November 2008 jährlich jährlich SenBWF, MBJS MSA P10 Jahresbericht Schulinspektion/visitation Zentralabitur Schuljahr 2005/6, 2006/7 2007, 2008 2009 jährlich jährlich SenBWF, MBJS „Bildung auf einen Blick 2008“ „Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich 2008“ Bildungsfinanzbericht Nationaler Bildungsbericht 2008“ „Progress towards the Lisbon objectives in education and training 2008“ 1 Erhebung im Rahmen der Schulanmeldung 2 Erhebung ein halbes Jahr vor der Schulanmeldung 2006 und neuer September 2008 September 2008 jährlich jährlich StLÄ des Bundes und der Länder Bund-Länder-Kommission Forschungsförderung (BLK) Juni 2008 Alle 2 Jahre alle drei Jahre BMBF / KMK EAEA European Association of Education of Adults European Commission noch nicht bekannt jährlich B BA/BIBB ohne Migrationshintergrund definiert. Alle anderen werden zu den Jugendlichen mit Migrationshintergrund gezählt. - Berliner Einwohnerregister (EWR) - Berliner Migrationsbeauftragter onshintergrund bzw. bei nur einem Elternteil einseitigem Hintergrund. Einschulungsuntersuchung Bei den Einschulungsuntersuchung in Berlin werden neben der Staatsangehörigkeit die kulturelle Herkunft der Einzuschulenden erhoben, u. a. gehört dazu, die Zuhause vorwiegend gesprochene Sprache. 338 Übersichten B - - Kinder- und Jugendhilfestatistik (KJH) teren wird erhoben, ob mindestens ein Elternteil des Kindes im Ausland geboren wurde und ob in diesem - zur Bildung, zur wirtschaftlichen Situation und soziodemographischen Aspekten geht. Erstmalig wurde der Mikrozensus (MZ) male nur von einem Prozent der Bevölkerung erfasst werden, ist eine nach Bezirken oder Altersgruppen differenzierte Auswertung nicht möglich. Wahlweise kann jedoch der ein- und beidseitige MigrationshinIn der ersten Erhebung (2000) wurden drei Kategorien unterschieden, nämlich (1) beide Elternteile in In den Erhebungen 2003 und 2006 wurden dagegen vier Kategorien benutzt. Es wurde unterschieden zwiPISA und der bzw. die Jugendliche sind im Ausland geboren. Als zusätzliches Hintergrundmerkmal wurde erfragt, welches zu Hause die Umgangssprache ist. Schulstatistik, allg. Schulen (AS) entscheidend ist die Kommunikationssprache innerhalb der Familie. Studierende mit Migrationshintergrund sind im Rahmen der Sozialerhebung (2007, S. 433): a) Studierende Sozialerhebung (SOZ) Studierende, die neben der deutschen, eine weitere Staatsangehörigkeit besitzen. Ausländische Studieren- Sprachstandserhebung oder eine andere Sprache sprechen. 339 > C C Jahre in Bildung Level Programmorientierung Bildungsprogramm Vorschulerziehung 01 - Kindergarten 0 02 - Schulkinder garten 03 - Vorklassen 1 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 meinbildende Bildungsgänge meinbildende Bildungsgänge (Programm 13) 07 - Sekundarbereich I, Abendschulen allgemeinbildend 2A 08 - Berufsaufbauschulen berufsvorbereitend 09 - Berufsvorbereitungsjahr 10 - Fachoberschulen, 2-jährig 11 - Berufsfachschulen, die eine Studienberechtigung vermitteln 3A allgemeinbildend 13 - Allgemeinbildende Programme im Sekundarbereich II 14 - Berufsgrundbildungsjahr 15 - Berufsfachschulen, die berufliche 3B beruflich (medizinische Hilfsberufe) 17 - Berufsfachschulen, die einen Berufsabschluss vermitteln Erstausbildung 3C beruflich 340 Übersichten C 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 in Programm17 enthalten 341 > C Jahre in Bildung Level Programmorientierung Bildungsprogramm Vorschulerziehung 20 - Fachoberschulen, 1-jährig 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 allgemeinbildend 4A 21 - Berufsoberschulen/Technische Oberschulen 22 - Sekundarbereich II, Abendschulen 23 - Berufsfachschulen, die einen Berufsabschluss vermitteln (Zweitausbildung kombiniert mit Studienberechtigung) beruflich (Zweitausbildung nach vorherigem Erwerb einer Studienberechtigung) 4B beruflich Erstabschluss 5A Erstabschluss Erstabschluss Erstabschluss Erstabschluss 5B Erstabschluss Erstabschluss Erstabschluss 31 - Fachschulen, 3- und 4-jährig 32 - Berufsakademien 33 - Verwaltungsfachhochschulen 34 - Promotionsstudium (Zweitausbildung, nach Abschluss eines berufsqualifizierenden Bildungsganges) 26 - Fachhochschulen 27 - Universitäten 30 - Fachschulen, 2-jährig 6 9 allgemeinbildend speziellen Level zugeordnet werden können) 1) Programm zur Erwachsenenbildung 342 Übersichten C 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 535 127 Studierende 1 418 377 Studierende ter: 25–29 Studierende: m 343 > D Fachgruppengliederung Vergleichsarbeiten, zentrale D Fächergruppe Erziehungswissenschaften Ingenieurwesen allgemein Kunst, Kunstwissenschaft allgemein Mathematik, Naturwissenschaften allgemein Sonderpädagogik Sport allgemein Sprach- und Kulturwissenschaften allgemein Wirtschaftswissenschaft Allgemeine und vergleichende Literatur- und Sprachwissenschaft Allgemeine Sprachwissenschaft/Indogermanistik Altphilologie (Klassische Philologie), Neugriechisch Anglistik, Amerikanistik Architektur, Innenarchitektur Außereuropäische Sprach- und Kulturwissenschaften Bildende Kunst 2 1 Erziehungswissenschaften Kunst, Kunstwissenschaft allgemein Maschinenbau/Verfahrenstechnik Musik, Musikwissenschaft Philosophie Romanistik Slawistik, Baltistik, Finno-Ugristik Kulturwissenschaften i.e.S. Politikwissenschaften 3 Sozial-, Rechts-, Wirtschaftswissenschaften Rechtswissenschaft Regionalwissenschaften Sozialwissenschaften Verwaltungswissenschaft Wirtschaftsingenieurwesen Wirtschaftswissenschaften 344 Übersichten D 42 Biowissenschaften Biologie Chemie Chemie 44 Exakte Naturwissenschaften 46 Mathematik und Statistik Mathematik 48 Informatik Informatik Architektur, Innenarchitektur Agrarwissenschaften Bauingenieurwesen 5 Ingenieurwesen, Fertigung und Bauwesen Elektrotechnik Ingenieurwesen allgemein Landespflege, Umweltgestaltung Maschinenbau/Verfahrenstechnik Raumplanung Verkehrstechnik, Nautik Vermessungswesen Agrarwissenschaften Forstwissenschaft, Holzwirtschaft Veterinärmedizin Ernährungs- und Haushaltswissenschaften 7 Humanmedizin (ohne Zahnmedizin) Pharmazie Sozialwesen Verwaltungswissenschaft Zahnmedizin Ernährungs- und Haushaltswissenschaften Landespflege, Umweltgestaltung Maschinenbau/Verfahrenstechnik Raumplanung Sport allgemein Verkehrstechnik, Nautik, Verwaltungswissenschaft Wirtschaftswissenschaften Nicht bekannt oder keine Angabe Außerhalb der Studienbereichsgliederung 6 Agrarwissenschaften 8 9 345 > E Ergänzende Karten E Ergänzende Karten Abb. 1 Einwohner mit Migrationshintergrund unter 6 Jahren in Berlin mit beidseitigem Migrationshintergrund in % (Kapitel C3, vgl. auch Abb. C3-1) Abb. 2 Anteil der deutschen Schülerinnen und Schüler auf Fähigkeitsniveau 3 im Leseverständnis nach Prognoseräumen in Berlin (Kapitel H4) in Prozent 6,5 bis unter 10,0 (3) 10,0 bis unter 20,0 (12) 20,0 bis unter 30,0 (21) 30,0 bis unter 40,0 (16) 40,0 bis 47,6 (3) weniger als 3 Schulen (5) 0301 0301 0301 0301 1223 1223 1223 1223 1223 1223 0302 0302 0302 0302 0302 0302 1230 1230 1230 1230 0303 0303 0303 0303 0303 0303 1221 1221 1221 1221 1221 1221 0501 0501 0501 0501 0501 0501 0503 0503 0503 0503 0503 0503 0502 0502 0502 0502 0502 0502 0402 0402 0402 0402 0402 0402 0403 0403 0403 0403 0403 0403 0701 0701 0701 0701 0701 0701 0405 0405 0405 0405 0702 0405 0702 0702 0702 0702 0404 0404 0404 0404 0404 0404 0703 0703 0703 0703 0703 0703 0601 0601 0601 0601 0601 0601 0705 0705 0705 0705 0705 0705 0802 0802 0802 0802 0802 0802 0803 0803 0803 0803 0803 0803 0706 0706 0706 0706 0706 0706 0707 0707 0707 0707 0707 0707 0804 0804 0804 0804 0804 0804 0903 0903 0903 0903 0903 0903 0904 0904 0904 0904 0904 0104 0104 0104 0104 0104 0104 0401 0401 0401 0401 0102 0102 0102 0102 0102 0102 1210 1210 1210 1210 1210 1210 0304 0304 0304 0304 0304 0304 0305 0305 0305 0305 0305 0305 0103 0306 0103 0306 0103 0306 0103 0306 0103 0306 0103 0306 0307 0307 0307 0307 0307 0307 0101 0101 0101 0101 0101 0101 0201 0201 0201 0201 0201 0201 0202 0202 0202 0202 0202 0202 1102 1102 1102 1102 1103 1103 1103 1103 1103 1104 1104 1104 1104 1104 1104 1105 1105 1105 1105 1105 1105 0801 0801 0801 0801 0801 0801 0704 0704 0704 0704 0704 0901 0901 0901 0901 0901 0902 0902 0902 0902 0902 0902 0905 0905 0905 0905 0905 0905 1003 1003 1003 1003 1003 1003 1004 1004 1004 1004 1004 1004 1101 1101 1101 1101 1101 1222 1222 1222 1222 1222 1222 1001 1001 1001 1001 1001 1001 1002 1002 1002 1002 1002 1002 0204 0204 0204 0204 0204 0204 0205 0205 0205 0205 0205 0205 0203 0203 0203 0203 0406 0406 0406 0406 0406 0504 0504 0504 0504 0504 0504 0604 0604 0604 0604 0604 0604 0603 0603 0603 0603 0602 0602 0602 0602 0602 0602 346 Übersichten E Abb. 3 Anteil der Schülerinnen und Schüler auf Fähigkeitsniveau 0 oder 1 im Leseverständnis nach Bezirken in Berlin und Mittelbereichen in Brandenburg (Kapitel H4) in Prozent 22,5 bis unter 25 25 bis unter 30 30 bis unter 35 35 bis unter 40 40 bis 63,1 Anzahl Regionen (2) (8) (16) (21) (11) 34 35 33 MITTELBEREICHE 01 Berlin 02 Potsdam 03 Cottbus 04 Brandenburg an der Havel 05 Frankfurt (Oder) 06 Bad Freienwalde (Oder) 07 Beeskow 08 Belzig 09 Bernau bei Berlin 10 Eberswalde 11 Eisenhüttenstadt 12 Elsterwerda-Bad Liebenwerda 13 Erkner 14 Falkensee 15 Finsterwalde 16 Forst (Lausitz) 17 Fürstenwalde/Spree 18 Guben 19 Hennigsdorf 20 Herzberg (Elster) 21 Jüterbog 22 Königs Wusterhausen 23 Kyritz 24 Lauchhammer/Schwarzheide 25 Lübben (Spreewald) 26 Lübbenau/Spreewald 27 Luckenwalde 28 Ludwigsfelde 29 Nauen 30 Neuenhagen bei Berlin 31 Neuruppin 32 Oranienburg 33 Perleberg/Wittenberge 34 Prenzlau 35 Pritzwalk - Wittstock/Dosse 36 Rathenow 37 Schönefeld/Wildau 38 Senftenberg/Großräschen 39 Schwedt/Oder 40 Seelow 46 31 44 39 23 10 32 06 19 36 29 14 12 05 03 42 09 01 11 10 30 04 02 13 06 07 08 09 37 28 22 08 27 47 11 25 21 41 Spremberg 42 Strausberg 43 Teltow 44 Templin 45 Werder (Havel) 46 Zehdenick/Gransee 47 Zossen BEZIRKE 01 Mitte 02 Friedrichshain-Kreuzberg 03 Pankow 04 Charlottenburg-Wilmersdorf 05 Spandau 06 Steglitz-Zehlendorf 07 Tempelhof-Schöneberg 18 26 20 15 38 12 41 03 16 07 40 04 45 02 43 17 05 24 08 Neukölln 09 Treptow-Köpenick 10 Hellersdorf-Marzahn 11 Lichtenberg 12 Reinickendorf 347 > E Ergänzende Karten Abb. 4 Anteil der Schülerinnen und Schüler mit NDHS auf Fähigkeitsniveau 3 im Leseverständnis nach Prognoseräumen in Berlin (Kapitel H4) in Prozent 0,1 bis unter 5,0 (10) 5,0 bis unter 10,0 (16) 10,0 bis unter 20,0 (15) 20,0 bis unter 30,0 (5) 30,0 bis 33,4 (1) weniger als 3 Schulen oder ausländische Schüler (21) 0301 0301 0301 0301 0301 0301 1223 1223 1223 1223 1223 1223 0302 0302 0302 0302 0302 0302 1230 1230 1230 1230 1230 1230 0303 0303 0303 0303 0303 0303 1221 1221 1221 1221 1221 1221 0501 0501 0501 0501 0501 0501 0503 0503 0503 0503 0503 0503 0502 0502 0502 0502 0502 0502 0402 0402 0402 0402 0402 0402 0406 0406 0406 0406 0406 0406 0504 0504 0504 0504 0504 0504 0403 0403 0403 0403 0403 0403 0701 0701 0701 0701 0701 0701 0702 0702 0702 0702 0702 0702 0201 0201 0201 0201 0201 0201 0202 0202 0202 0202 0202 0202 0104 0104 0104 0104 0104 0104 0401 0401 0401 0401 0102 0102 0102 0102 0102 1210 1210 1210 1210 1210 0304 0304 0304 0304 0304 0304 0305 0305 0305 0305 0305 0305 0306 0103 0306 0103 0306 0103 0306 0103 0306 0103 0306 0307 0307 0307 0307 0307 0101 0101 0101 0101 0101 1102 1102 1102 1102 1103 1103 1103 1103 1103 1103 1104 1104 1104 1104 1104 1104 1105 1105 1105 1105 1105 1105 0801 0801 0801 0801 0801 0801 0704 0704 0704 0704 0704 0704 0601 0601 0601 0601 0601 0601 0705 0705 0705 0705 0705 0705 0802 0802 0802 0802 0802 0802 0803 0803 0803 0803 0803 0803 0706 0706 0706 0706 0707 0707 0707 0707 0707 0707 0804 0804 0804 0804 0804 0804 0903 0903 0903 0903 0903 0903 0904 0904 0904 0904 0904 0904 0901 0901 0901 0901 0901 0901 0902 0902 0902 0902 0905 0905 0905 0905 0905 0905 1003 1003 1003 1003 1003 1003 1004 1004 1004 1004 1004 1004 1101 1101 1101 1101 1101 1222 1222 1222 1222 1222 1222 1001 1001 1001 1001 1001 1001 1002 1002 1002 1002 1002 1002 0204 0204 0204 0204 0204 0205 0205 0205 0205 0205 0205 0203 0203 0203 0203 0404 0404 0404 0404 0405 0405 0405 0405 0405 0405 0703 0703 0703 0703 0703 0703 0604 0604 0604 0604 0604 0604 0603 0603 0603 0603 0603 0603 0602 0602 0602 0602 0602 0602 Abb. 5 Anteil der Schülerinnen und Schüler auf Fähigkeitsniveau 0 oder 1 im Leseverständnis nach Prognoseräumen in Berlin (Kapitel H4) in Prozent 8,7 bis unter 25 25 bis unter 35 35 bis unter 45 45 bis unter 55 55 bis 80,4 weniger als 3 Schulen (9) (17) (11) (15) (9) (5) 0301 0301 0301 0301 0301 0301 1223 1223 1223 1223 1223 1223 0302 0302 0302 0302 0302 0302 1230 1230 1230 1230 1230 1230 0303 0303 0303 0303 0303 0303 1221 1221 1221 1221 1221 1221 0501 0501 0501 0501 0501 0501 0503 0503 0503 0503 0503 0503 0502 0502 0502 0502 0502 0502 0402 0402 0402 0402 0402 0403 0403 0403 0403 0403 0403 0701 0701 0701 0701 0701 0701 0702 0702 0702 0702 0702 0702 0104 0104 0104 0104 0104 0104 0401 0401 0401 0401 0401 0401 0102 0102 0102 0102 0102 0102 0101 0101 0101 0101 0101 0101 0201 0201 0201 0201 0201 0201 0202 0202 0202 0202 0202 0202 0103 0103 0103 0103 0103 0103 1210 1210 1210 1210 1210 1210 0304 0304 0304 0304 0304 0304 0305 0305 0305 0305 0305 0305 0306 0306 0306 0306 0306 0306 0307 0307 0307 0307 0307 0307 0204 0204 0204 0204 0204 0204 0205 0205 0205 0205 0205 0205 0203 0203 0203 0203 0203 0203 0801 0801 0801 0801 0801 0801 0704 0704 0704 0704 0704 0704 0601 0601 0601 0601 0601 0601 0602 0602 0602 0602 0602 0602 0705 0705 0705 0705 0705 0705 0802 0802 0802 0802 0802 0802 0803 0803 0803 0803 0803 0803 0804 0804 0804 0804 0804 0804 0707 0707 0707 0707 0707 0707 0903 0903 0903 0903 0903 0903 0904 0904 0904 0904 0904 0904 0901 0901 0901 0901 0901 0901 0902 0902 0902 0902 0902 0902 0905 0905 0905 0905 0905 0905 1103 1103 1103 1103 1103 1103 1104 1104 1104 1104 1104 1104 1105 1105 1105 1105 1105 1105 1003 1003 1003 1003 1003 1003 1004 1004 1004 1004 1004 1004 1102 1102 1102 1102 1102 1102 1001 1001 1001 1001 1001 1001 1002 1002 1002 1002 1002 1002 1101 1101 1101 1101 1101 1222 1222 1222 1222 1222 1222 0406 0406 0406 0406 0504 0504 0504 0504 0504 0504 0404 0404 0404 0404 0404 0404 0405 0405 0405 0405 0405 0405 0703 0703 0703 0703 0703 0703 0604 0604 0604 0604 0604 0604 0603 0603 0603 0603 0603 0603 0706 0706 0706 0706 0706 0706 348 Übersichten E Abb. 6 Anteil der deutschen Schülerinnen und Schüler auf Fähigkeitsniveau 0 oder 1 im Leseverständnis nach Prognoseräumen in Berlin (Kapitel H4) in Prozent 16,2 bis unter 30,0 (20) 30,0 bis unter 40,0 (15) 40,0 bis unter 50,0 (12) 50,0 bis unter 60,0 (5) 60,0 bis 73,2 (3) weniger als 3 Schulen (5) 0301 0301 0301 0301 0301 1223 1223 1223 1223 1223 1223 0302 0302 0302 0302 1230 1230 1230 1230 1230 0303 0303 0303 0303 0303 0303 1221 1221 1221 1221 1221 1221 0501 0501 0501 0501 0501 0501 0503 0503 0503 0503 0503 0503 0502 0502 0502 0502 0502 0502 0402 0402 0402 0402 0403 0403 0403 0403 0403 0403 0701 0701 0701 0701 0701 0701 0702 0702 0702 0702 0702 0702 0104 0104 0104 0104 0104 0104 0401 0401 0401 0401 0401 0401 0102 0102 0102 0102 0102 0102 0101 0101 0101 0101 0101 0101 0201 0201 0201 0201 0201 0201 0202 0202 0202 0202 0202 0202 1210 1210 1210 1210 1210 1210 0304 0304 0304 0304 0304 0304 0305 0305 0305 0305 0305 0305 0103 0306 0103 0306 0103 0306 0103 0306 0103 0306 0103 0306 0307 0307 0307 0307 0307 0307 0204 0204 0204 0204 0204 0204 0205 0205 0205 0205 0205 0205 0203 0203 0203 0203 0203 0203 0801 0801 0801 0801 0801 0801 0704 0704 0704 0704 0704 0704 0601 0601 0601 0601 0601 0601 0602 0602 0602 0602 0602 0602 0705 0705 0705 0705 0705 0705 0802 0802 0802 0802 0802 0802 0803 0803 0803 0803 0803 0803 0804 0804 0804 0804 0804 0804 0707 0707 0707 0707 0707 0707 0903 0903 0903 0903 0904 0904 0904 0904 0904 0904 0901 0901 0901 0901 0901 0901 0902 0902 0902 0902 0902 0902 0905 0905 0905 0905 1103 1103 1103 1103 1103 1103 1104 1104 1104 1104 1104 1104 1105 1105 1105 1105 1105 1105 1003 1003 1003 1003 1003 1003 1004 1004 1004 1004 1004 1004 1102 1102 1102 1102 1102 1102 1001 1001 1001 1001 1001 1001 1002 1002 1002 1002 1002 1002 1101 1101 1101 1101 1101 1222 1222 1222 1222 1222 1222 0406 0406 0406 0406 0406 0406 0504 0504 0504 0504 0504 0504 0404 0404 0404 0404 0404 0404 0405 0405 0405 0405 0405 0405 0703 0703 0703 0703 0703 0703 0604 0604 0604 0604 0604 0604 0603 0603 0603 0603 0603 0603 0706 0706 0706 0706 0706 0706 Abb. 7 Anteil der Schülerinnen und Schüler mit NDHS auf Fähigkeitsniveau 0 oder 1 im Leseverständnis nach Prognoseräumen in Berlin (Kapitel H4) in Prozent 33,3 bis unter 40,0 (7) 40,0 bis unter 50,0 (3) 50,0 bis unter 60,0 (17) 60,0 bis unter 70,0 (14) 70,0 bis 86,1 (11) weniger als 3 Schulen oder ausländische Schüler (11) 0301 0301 0301 0301 0301 0301 1223 1223 1223 1223 1223 1223 0302 0302 0302 0302 0302 0302 1230 1230 1230 1230 1230 1230 0303 0303 0303 0303 0303 0303 1221 1221 1221 1221 1221 1221 0501 0501 0501 0501 0501 0501 0503 0503 0503 0503 0503 0503 0502 0502 0502 0502 0502 0502 0402 0402 0402 0402 0402 0402 0403 0403 0403 0403 0403 0701 0701 0701 0405 0701 0405 0701 0405 0701 0405 0405 0405 0702 0702 0702 0702 0702 0702 0404 0404 0404 0404 0404 0404 0703 0703 0703 0703 0703 0601 0601 0601 0601 0601 0601 0705 0705 0705 0705 0705 0705 0802 0802 0802 0802 0802 0802 0803 0803 0803 0803 0706 0706 0706 0706 0706 0706 0707 0707 0707 0707 0707 0707 0804 0804 0804 0804 0804 0804 0903 0903 0903 0903 0903 0903 0904 0904 0904 0904 0904 0904 0104 0104 0104 0104 0104 0104 0401 0401 0401 0401 0401 0401 0102 0102 0102 0102 0102 0102 1210 1210 1210 1210 0304 0304 0304 0304 0304 0304 0305 0305 0305 0305 0306 0103 0306 0103 0306 0103 0306 0103 0306 0103 0306 0103 0307 0307 0307 0307 0307 0307 0101 0101 0101 0201 0201 0201 0201 0201 0201 0202 0202 0202 0202 0202 0202 1103 1103 1103 1103 1103 1103 0204 0204 0204 0204 0204 0204 0205 0205 0205 0205 0205 0205 0203 0203 0203 0203 0203 0203 0801 0801 0801 0801 0801 0801 0704 0704 0704 0704 0704 0704 0901 0901 0901 0901 0901 0901 0902 0902 0902 0902 0902 0902 0905 0905 0905 0905 0905 0905 1104 1104 1104 1104 1104 1104 1105 1105 1105 1105 1105 1105 1102 1102 1102 1102 1102 1102 1101 1101 1101 1101 1101 1101 1222 1222 1222 1222 1222 1222 1001 1001 1001 1001 1001 1001 1002 1002 1002 1002 1002 1002 1003 1003 1003 1003 1003 1003 1004 1004 1004 1004 1004 1004 0406 0406 0406 0406 0406 0406 0504 0504 0504 0504 0604 0604 0604 0604 0604 0604 0603 0603 0603 0603 0603 0603 0602 0602 0602 0602 0602 0602 349 > F 350 Übersichten F 351 > F 352 Übersichten J 353 > G G Abgänger, Schulabgängerinnen und -abgänger ... sind Personen, die die Schule verlassen, ohne einen Schulabschluss erreicht zu haAbbrecherinnen und Abbrecher > allgemeinbildende Schule: sind Personen, die die Schule verlassen, bevor ihre Vollzeitschulpflicht beendet ist und die keinen allgemeinbildenden Schulabschluss erworben haben. > berufliche Ausbildung: sind Personen, die einen beruflichen Bildungsgang vor seiner Beendigung abbrechen und keinen Berufsabschluss erwerben. > Hochschule: sind Personen, die ihr Studium nicht abschließen, die Hochschule verlassen, aber nicht die Hochschule wechseln. Absolventinnen und Absolventen > allgemeinbildende Schule: sind Personen, die die Schule mit einem der folgenden schluss oder vergleichbarer), Hochschulreife (allgemein oder fachbezogen). > berufliche Ausbildung: sind Personen, die einen beruflichen Bildungsgang vollständig absolvieren und mit einem vollqualifizierenden Berufsabschluss abschließen. > Hochschule: sind Personen, die ihr Studium absolviert haben und einen HochschulAbsolventenquoten, Hochschule to- oder als Nettoquote berechnet. Bei der Bruttoquote wird der Anteil der Absolvenengängen (3 bis unter 5 Jahre) die 25-Jährigen in der Bevölkerung, bei längeren Studi- hoch der Anteil der Absolventinnen und Absolventen an der alterspezifischen Bevölder Bevölkerung der Anteil der Absolventinnen und Absolventen berechnet und an- Altersjahrgänge – im Nenner – zugrunde gelegt (Hauptschulabschluss: 15 bis unter 17 meine Hochschulreife: 18 bis unter 21 Jahre). Angebot-Nachfrage-Relation - Neuverträge und von der Bundesagentur noch nicht vermittelte/versorgte Bewerber. untererfasst. 354 Übersichten G Arbeitslose gehend in keinem Beschäftigungsverhältnis stehen und sich bei der Arbeitsagentur gemeldet haben, um in ein Arbeitsverhältnis als Arbeitnehmer oder Heimarbeiter vermittelt zu werden. Als arbeitslos gilt nicht, wer arbeitsunfähig erkrankt oder als Arbeitnehmer/in, Heimarbeiter/in, mithelfende/r Familienangehörige/r oder Selbständige/r Nach dem ILO-Konzept zählen zu den Arbeitslosen alle Personen von 15 bis 74 Jahren, a) die während der Berichtswoche ohne Arbeit waren (weniger als 1 Stunde pro beitssuche waren, d. h. Personen, die innerhalb der letzten vier Wochen (einschließlich der Berichtswoche) spezifische Schritte unternommen haben, um eine abhängige gefunden haben, die Beschäftigung aber erst später, d. h. innerhalb eines Zeitraums von höchstens drei Monaten aufnehmen. Arbeitslosenquote > Amtliche Statistik: Arbeitslosenquote aller abhängig zivilen Erwerbspersonen ist der amten zusammen. registrier-ter Arbeitslosigkeit eine Erwerbstätigkeit mit einem Umfang von unter 15 Armutsquote meinsamer Festlegung der EU-Mitgliedstaaten liegt diese bei 60% des Medians des bedarfsgewichteten Äquivalenzeinkommens. Liegt das bedarfsgewichtete Äquivalenzeinkommen unter diesem Schwellenwert, wird Armutsgefährdung angenommen. - vorschulen wird eine Berufsvorbereitung angeboten (im Berichtsjahr nicht belegt). 355 > G Ausländerinnen und Ausländer ... sind Personen, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Auszubildende ... sind Personen, die aufgrund eines Ausbildungsvertrages nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung eine betriebliche Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf oder in einem Behinderten-Ausbildungsberuf erhalten. Berufsschulen dungsverhältnis. Sie vermitteln allgemeine und fachliche Fähigkeiten zur Ergänzung oder Vertiefung der im Betrieb erworbenen Kenntnisse. In der Regel erfolgt der Ungenden Abschnitten. Außerdem werden berufsbefähigende und berufsvorbereitende Lehrgänge sowie ein Berufsgrundbildungsjahr mit Vollzeitunterricht angeboten. Berufsfachschulen Bei den Berufsfachschulen handelt es sich um Einrichtungen mit Bildungsgängen von praktischen Fertigkeiten und theoretischen Kenntnisse und erweitern die Allgemeinbildung. Berufsfeldbezogene Oberstufenzentren (OSZ) siale Oberstufe mit berufsfeldorientiertem Bildungsgang, teilweise auch Fachschulen, Berufsoberschulen, Berlin Schuljahr 2004/05 neu eingerichtet worden. Sie vermitteln in einem zweijährigen VollRealabschluss) und einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung oder einer schulreife kommen. Beim Nachweis der notwendigen Kenntnisse in einer zweiten Fremdsprache kann dort auch das Abitur erworben werden. Oberstufe an allgemein bildenden Schulen. Berufsvorbereitungsjahr Bildungsgang. Hier werden Jugendliche ohne Ausbildungsvertrag auf eine berufliche Bevölkerungsprognose, Bevölkerungsvorausberechtung ... zeigt, wie sich die Bevölkerungszahl und der Altersaufbau verändern, falls bestimmte tenhäufigkeit, Sterblichkeit und Wanderungen – eintreffen. Jedes Land wendet unterschiedliche Vorannahmen an. 356 Übersichten G Bevölkerungsprognose, Bevölkerungsfortschreibung, Berlin vorgenommen. Eine Fortschreibung erfolgt mit den Ergebnissen der Statistik der na- Volkszählung 1970 eine nicht korrigierbare Untererfassung um etwa 2% oder rund 40.000 Personen aufwies und weil zum anderen bis Ende 1971 vorgenommene Anmeldungen von Berlinern in westdeutscher Nebenwohnung, die weiterhin in Berlin die Jahresendbestände der Bevölkerung aus den Registerzahlen des im Jahre 1985 einZum Stand 3. Oktober 1990 wurde eine Auszählung des Zentralen Einwohnerregisters Stadtteilen Berlins die Bevölkerungsfortschreibung nach bundeseinheitlichen statisti- tistik Berlin-Brandenburg im Januar 2008 herausgegebenen Bericht „BevölkerungsentAnnahmen so wie in den in den letzten zehn Jahren, nämlich jeweils rund 1,2 Kinder pro Frau. hung der bei den Frauen auf 85 Jahre und bei den Männern auf 80 Jahre in 2030 angesetzt. Bevölkerungsprognose, Brandenburg - herausgegeben. Annahmen bis 2015 moderat auf durchschnittlich 1,35 Kinder pro Frau an und bleibt danach konstant. Erhöhung bei den Frauen auf 85 Jahre und bei den Männern auf 80 Jahre in 2030 angesetzt. 357 > G Bildung, non-formale Non-formale Bildung findet außerhalb von Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen statt und Bildungsbereiche - Bildungsbeteiligungsquote Zahl der Bildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer in einer bestimmten Altersgruppe relativ zur Bevölkerungszahl in dieser Altersgruppe. Bildungsbeteiligungsquoten werden berechnet, indem die Bildungsteilnehmer einer bestimmten Bildungsstufe (z. B. der Hochschule) in Bezug Bildungsgang Ein Bildungsgang ist ein Bildungsangebot innerhalb von Bildungs- und AusbildungseinrichtunBildungsinländer/Bildungsausländer Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit, die ihren Schulabschluss (z. B. Studienberech- Bildungsausländer. Bildungsstand wobei die Bildungsbereiche gemäß der Internationalen Standard-Klassifikation des Bildungs> Übersicht D. Bruttoinlandsprodukt bzw. in der jeweiligen Region (z. B. in Berlin) nach Abzug der Vorleistungen. Es gilt als Indikator und Subventionen nicht enthalten sind. Einwohnerregisterstatistik, Berlin - rierten Personen am Ort der Hauptwohnung. Erwerbslose Erwerbslose sind Erwerbspersonen, die nicht unmittelbar am Erwerbsleben teilnehmen bzw. nung zu diesem Personenkreis ist es nicht von Bedeutung, ob eine Arbeitslosenmeldung bei der Arbeitsagentur vorliegt. Insofern ist der Begriff der Erwerbslosen umfassender als der BeArbeitsamtes (ILO) nicht zu den Erwerbslosen, sondern zu den Erwerbstätigen. 358 Übersichten G Erwerbsperson, amtliche Statistik Erwerbspersonen sind Personen, die mindestens im Alter von 15 Jahren sind und die die Zuordnung zu dem Kreis der Erwerbspersonen nicht von Bedeutung. Erwerbstätige, ILO-Konzept Als Erwerbstätige werden alle Personen angesehen, die einer Erwerbstätigkeit oder sächlich geleisteten Arbeitszeit. Zu den Erwerbstätigen gehören auch Soldaten (einStellung im Beruf nach Arbeitnehmer oder Selbständiger/mithelfender Familienangezugrunde gelegt. Nach dem Inlands- bzw. Arbeitsortkonzept werden alle Erwerbstätigen bei inländischen Wirtschaftseinheiten – unabhängig von ihrem Wohnsitz – erfasst. Wohnortkonzept werden alle Erwerbstätigen, die in der Region wohnen – unabhängig Region. Formale Bildung versitäten und anderen formalen Bildungseinrichtungen vermittelt wird. Sie stellt normalerweise eine aufeinander aufbauende Abfolge von Vollzeitunterricht dar, in dem Kinder bzw. junge Menschen im Allgemeinen ab einem Alter von 5 bis 7 Jahren bis zu Fachoberschulen Mittelere Schulabschluss bzw. eine gleichwertige Schulbildung oder eine abgeschlossene Berufsausbildung, sofern ein Hauptschulabschluss bzw. eine gleichwertige Schulbildung vorliegt. Ab 1998 erfolgt Nachweis einschließlich der Lehrgänge des Zweiten - Fachschulen Einer vertieften beruflichen Aus- und Weiterbildung dienen Fachschulen. Sie werden nach einer bereits erworbenen Berufsausbildung und praktischen Berufserfahrung, teilweise auch nach langjähriger praktischer Arbeitserfahrung oder mit dem Nachweis einer fachspezifischen Begabung besucht und vermitteln eine weitergehende fachlischen Bereich bieten auch berufliche Erstausbildung. In der Regel wird der Erwerb der Fachhochschulreife ermöglicht. Sprache nicht so beherrschen, dass sie dem Unterricht in einer Regelklasse folgen können. Förderquote schulpflicht (Jahrgangsstufen 1 bis 10 der allgemeinbildenden Schulen). Unterschiede 359 > G KMK-Statistik in „Sonderpädagogische Förderung in Schulen 1997 bis 2006“ verwendet werden, die aktuell jedoch nur bis inkl. 2006 vorliegt. Förderschulen - dungsgang nach der Pädagogik von Rudolf Steiner. trikulation. - nen bereits mit der Klassenstufe 5. Hauptschulen chen Abschluss der 9. Klasse wird der Hauptschulabschluss, mit dem der 10. Klasse der erweiterte Hauptschulabschluss erworben. > erwerbsfähige: neben dem Alter auch von der individuellen gesundheitlichen Leistungsfähigkeit und > nicht erwerbsfähige: Alle Personen innerhalb einer Bedarfsgemeinschaft, die noch nicht im erwerbsfähigen Alter sind (unter 15 Jahren) oder aufgrund ihrer gesundheitlichen Leistungsfähigkeit und evt. rechtlicher Einschränkungen nicht in der Lage 360 Übersichten G Arbeitsmarktes zu arbeiten, können als nicht erwerbsfähige Mitglieder einer Bedarfs- Hochschulzugangsberechtigung schule (Universitäten und Fachhochschulen). Anders ist es bei der fachgebundenen Hochschulreife, mit ihr ist es nur möglich bestimmte Fächer an einer Hochschule zu studieren. Neben einer an Fächer gebundenen Hochschulreife gibt es noch die Fach- gänge. Folgende Einteilungen werden in der Klassifikation getroffen: Elementarbe- > Übersicht C. Kindertageseinrichtungen regelt das jeweilige Landesrecht. Lehrkraft - - und -leiter, deren Aufgaben ein gewisses Maß an Unterricht beinhalten, während nicht voll qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Lehrkräfte beim Unterricht Migrationshintergrund > Übersicht B Mikrozensus - ein mathematisches Zufallsverfahren ausgewählt und bleiben in vier aufeinanderfol- Werte unter 5 000 (weniger als 50 Fälle in der Stichprobe) nicht nachgewiesen, da sie mit einem einfachen relativen Stichprobenfehler von mehr als 15 % behaftet sind. Ab tagsergebnissen vergleichbar. 361 > G Oberschulen te allgemeine Bildung und umfasst – den Bildungsgang zum Erwerb des erweiterten Hauptschulabschlusses/der erweiterten Berufsbildungsreife und – den Bildungsgang zum Erwerb des Realschulabschlusses/der Fachoberschulreife. Realschulen, Berlin Sie umfassen in die Klassenstufen 7 bis 10. Ihr erfolgreicher Abschluss (Mittlerer Aboberschule. Sonderschulen > Förderschulen Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer Zu diesem Personenkreis zählen alle Arbeitnehmer einschließlich der zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten, die kranken-, renten-, pflegeversicherungspflichtig und/ den Arbeitgebern Beitragsanteile nach dem Recht der Arbeitsförderung zu entrichten sind. In der Regel sind damit alle Arbeiter und Angestellten (einschließlich Personen in beruflicher Ausbildung) von der Sozialversicherungspflicht erfasst. Wehr- und Zivildienstleistende gelten dann als sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, wenn sie - mithelfenden Familienangehörigen. den Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit gleichgestellt sind, z. B. Vertriebene sche Staatsangehörigkeit. Studierende In einem Fachstudium als Haupt- oder Nebenhörer eingeschriebene Personen ohne Studienabbruch und Studienabbruchquote Fach- und Hochschulwechsel bedeuten also keinen Studienabbruch, sofern das Stute nach dem sog. HIS-Verfahren wird berechnet, indem von einem Absolventenjahrgang auf die zugehörigen Studienanfänger (also alle relevanten Anfängerjahrgänge) - Studienanfänginnen und -anfänger Studierende, die im ersten Hochschulsemester (Erstimmatrikulierte) an einer der Hochschulen eingeschrieben sind (darunter auch Studierende, die bereits an ausländischen Hochschulen studiert oder eine ausländische Hochschulzugangsberechtigung haben) oder Studierende im ersten Semester eines bestimmten Studienganges (erstes Fachsemester). 362 Übersichten G Studienanfängerquote und -anfänger im ersten Hochschulsemester (Studierende im Erststudium) an der Bevölkerung des entsprechenden Alters (und ist nicht deckungsgleich mit dem Indikafängerquote wird berechnet als Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger eines Altersjahrgangs, dividiert durch die Bevölkerung in diesem Altersjahrgang, mit an- zugrunde. Abweichungen zwischen nationalen und internationalen Berechnungen sichtigt) sowie die Abgrenzung des Studienjahres (Sommer- plus nachfolgendes Wintersemester). Studienberechtigtenquote auf die Bevölkerung im Alter von 18 bis unter 21 Jahren. Als Bevölkerungszahl in dieser verstanden, in welchem den Lernenden Maßnahmen angeboten werden, die ihre tungsjahr, die Einstiegsqualifizierung Jugendlicher das Berufsgrundbildungsjahr. Vollzeitäquivalent Eine vollzeitbeschäftigte Person entspricht einem Vollzeitäquivalent, teilzeitbeschäffestgelegt. Wiederholerquote, amtlichen Statistik - Jahrgangsstufe wiederholen, sowie jene, die Zugänge aus dem Ausland oder sonstige Seiteneinsteiger sind. Wohnbevölkerung Zur Wohnbevölkerung eines Ortes zählen alle Einwohner, die dort ihren Lebensmittelpunkt hatten. Als Lebensmittelpunkt wurde der Ort gewertet, von dem aus die Person gig davon, ob im Falle mehrerer Wohnungen diese die Haupt- oder Nebenwohnung ist. Zweiter Bildungsweg ses oder der Fachhochschulreife bieten Einrichtungen des Zweiten Bildungsweges. Sie umfassen alle öffentlichen und privaten Einrichtungen (Abendschulen, Kollegs sowie schulabschlussbezogene Lehrgänge an Volkshochschulen, an beruflichen Schulen und 363 > H Literatur H Literatur Altrichter, H., & Heinrich, M. (2006). Evaluation als Steuerungsinstrument im Rahmen eines „neuen Steuerungsmodells“ im Schulwesen. Weinheim: Juventa. Allgemeinbildende Schulen des Landes Bevölkerungsentwicklung in Berlin 2006Brandenburg. Be- Bildung in Berlin und Brandenburg 2008, Supplementband I: Erträge aus Bildung. ISBN: 978-00-001994-4 Autorengruppe Bildungsberichterstattung (2008). Abi- fungen im Schuljahr 2005/ 2006. Ergebnisse. Ludwigsfelde: LISUM. BMBF (2004). BMBF (2005). bbig_20050323.pdf [22.01.2009]. BMBF (2007). BMBF (2008). Berufsbildungsbericht 2008. Bonn, Berlin: BMBF. BMBF (2008). Bömermann, H., Rehkämper, K., & Rockmann, U. (2008). Statistik Berlin Brandenburg, 3, 20-28. 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