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Full text: Auf Kurs zum Abitur Issue 2019/20

Auf Kurs zum Abitur Wegweiser für die gymnasiale Oberstufe Schuljahr 2019/2020 Inhalt Was Sie beim Start in die Oberstufe wissen müssen 2 Einführungsphase 9 Qualifikationsphase, Fächerwahl 11 Prüfung 17 Abschluss 18 Fachhochschulreife 22 Häufig gestellte Fragen 23 Meine persönliche Kurswahl 24 Ansprechpartner 25 Bitte beachten Sie auch unser Online-Angebot unter www.berlin.de/sen/bjf Aktuelle Informationen, Adressen und Angebote der Berliner Schulen finden Sie im Online-Schulverzeichnis unter www.berlin.de/schulvz Bleiben Sie informiert und abonnieren Sie unseren Newsletter. www.berlin.de/sen/bjf/service/newsletter/ Berliner Schulferien Impressum Unterrichtsfreier Tag Herausgeber Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Bernhard-Weiß-Straße 6 10178 Berlin-Mitte Diese Broschüre ist Teil der Öffentlichkeits­ arbeit des Landes Berlin. Sie ist nicht zum Verkauf bestimmt und darf nicht zur Werbung für politische Parteien verwendet werden. www.berlin.de/sen/bjf Damit die Broschüre gut lesbar ist, haben wir bei geschlechtsspezifischen Formulierungen teilweise abwechselnd die weibliche und die männliche Form verwendet. Selbstverständlich ist dabei auch das jeweils andere Geschlecht gemeint. Fr 04.10.2019 Herbstferien Mo 07.10.2019 bis Sa 19.10.2019 Weihnachtsferien Mo 23.12.2019 bis Sa 04.01.2020 Winterferien Mo 03.02.2020 bis Sa 08.02.2020 Osterferien Mo 06.04.2020 bis Fr 17.04.2020 Unterrichtsfreier Tag Fr 22.05.2020 Sommerferien Do 25.06.2020 bis Fr 07.08.2020 Gestaltung SenBJF Fotos Hans Scherhaufer: Seiten 2, 6, 17; Fotolia: Books © SkyLine – S. 4, Group of Students outdoor © Matthias Enter – S. 11 Druck Kern GmbH In der Kolling 120 66450 Bexbach Auflage 32 000, Januar 2019 Sandra Scheeres Senatorin für Bildung, Jugend und Familie Liebe Schülerinnen und Schüler, das Abitur eröffnet Ihnen viele Möglichkeiten: Sie können studieren, eine anspruchsvolle Berufsausbildung beginnen oder in einem dualen Studium beides miteinander verbinden. Jetzt sind Sie am Zug. Nehmen Sie sich Zeit, Ihren Weg zu einem erfolgreichen Abitur zu finden. In der Qualifikationsphase – auch Kursphase genannt – können Sie mit Ihren Inter­ essen und Stärken punkten. Mit der Wahl der Leistungskursfächer entscheiden Sie sich für Ihren individuellen Schwerpunkt. Vielleicht verbinden Sie damit auch schon Vorstellungen über Ihre weitere Berufskarriere. Diese Broschüre will Ihnen helfen, den für Sie besten Weg zum Abitur zu planen. Lassen Sie sich vor Ihrer Entscheidung auch beraten. Ihre Lehrkräfte, Ober­stufenkoordinatorinnen und -koordinatoren und Ihre Schulleitung werden Sie gern unterstützen und auch bei der Studien- und Berufsorientierung begleiten. Ich wünsche Ihnen viel Freude und Erfolg beim Erweitern Ihres Wissens und Ihrer Fähigkeiten und bei alldem die tatkräftige Unterstützung durch Ihre Eltern, Lehr­ kräfte und Freunde. Es grüßt Sie herzlich 1 Kommen Sie auf den richtigen Kurs Ob Einführungs- oder Qualifikationsphase, Grund- oder Leistungskurs – Sie lernen beim Start in die gymnasiale Oberstufe eine Menge neuer Begriffe und Regeln kennen. Machen Sie sich damit vertraut! Denn Sie fällen jetzt Entscheidungen, die Ihren Weg zum Abitur und damit Ihr weiteres Leben bestimmen werden. Vieles, was Sie kennen, wird sich verändern. Kurse ersetzen bald Klassen, Noten werden zu Punkten, Nebenfächer vielleicht zu neuen Schwerpunkten. Oft haben Sie die Wahl. Dann werden Sie ganz besonders merken, dass es für Ihren Erfolg auf Sie selbst ankommt, auf Ihr Können, Ihre Initiative und Ihre Entscheidungsfähigkeit. Kommen Sie also auf den richtigen Kurs. Finden Sie Ihre Fächer und behalten Sie Ihr großes Ziel vor Augen! Struktur der gymnasialen Oberstufe Die für die einzelnen Schularten gelten­ den Regelungen sind in diesem Heft wie folgt gekennzeichnet: Sek Gym bGym 2 Integrierte Sekundarschulen/ Gemeinschaftsschulen (in der Regel Abitur nach 13 Jahren) Gymnasien (Abitur nach 12 Jahren) Berufliche Gymnasien (Gymnasiale Oberstufe an OSZ, Abitur nach 13 Jahren) Ihr Weg durch die gymnasiale Oberstufe dauert zwei oder drei Jahre. Dies ist abhängig von der Schulart, die Sie besuchen. Sie können Ihr Abitur also entweder nach 12 oder nach 13 Schuljah­ ren ablegen. Sek Gym bGym An allen drei Schularten gibt es eine zweijährige Qualifikationsphase (Kurs­phase). Ein großer Teil der in dieser Zeit erbrachten schulischen Leistungen fließt in die spätere Abiturnote ein. Sek bGym An den Integrierten Sekundar­ schulen und beruflichen Gymnasien geht diesen zwei Jahren eine einjährige Einführungsphase (Jahrgangsstufe 11) voraus, in der sich die Schülerinnen und Schüler auf die Qualifikationsphase (Jahrgangsstufe 12 und 13) vorbereiten können. Sek Gym bGym In jedem Fall gilt: Die zwei­ jährige Qualifikationsphase besteht aus vier Kurshalbjahren. An der Sekundarschule und in der gymnasialen Oberstufe an OSZ ver­ schieben sich diese vier Kurshalbjahre um ein Schuljahr weiter nach hinten. Was Sie beim Start in die Oberstufe wissen müssen Sek Gym bGym Am Ende der gymnasialen einer Tutorengruppe zugeteilt. Eine Lehrkraft – übli­cherweise eines Leistungskurses – wird Ihre Tutorin oder Ihr Tutor und übernimmt die Funktion, die ehemals die Klassenlehr­ kraft innehatte. In der Qualifikationsphase wird der Unterricht in Halbjahreskursen, die als Grund- und Leistungskurse konzipiert werden, durchgeführt. Oberstufe entscheidet die sogenannte Gesamtqualifikation über den erfolgreichen Ab­ schluss der Schullaufbahn. In die Gesamtqua­ lifikation werden von Ihnen besuchte Kurse nach vorgegebenen Regelungen eingebracht. Sie sind Grundlage für die Berechnung Ihrer Endnote auf dem Abiturzeugnis. Grund- und Leistungskurse Sek Gym bGym Die Grundkurse umfassen drei Wochenstunden, in Sport-Praxis zwei, in einer in der Einführungsphase neu begonne­ nen Fremdsprache vier Wochenstunden. In den Kursen werden grundlegende inhaltliche und metho­dische Kenntnisse des jeweiligen Fachs vermittelt. Die Leistungsbewertungen aus den vier Halb­ jahren der Qualifikationsphase, also ab dem 1. Kurshalbjahr, und aus der Abiturprüfung werden dazu mit unterschiedlicher Gewich­ tung zusammengefasst. Wichtig ist: •• Leistungskurse zählen in der Gesamtqua­ lifikation doppelt, Grundkurse einfach. Die Prüfungsnoten im Abitur werden vierfach gewichtet. Die Leistungskurse dienen in besonderem Maße der Gewährleistung der Studierfähig­ keit und ermöglichen eine individuelle fach­ liche Schwer­punktbildung. Sie umfassen fünf Wochenstunden. •• Für das Abitur zählt also im Umfang von ca. zwei Dritteln, wie erfolgreich Sie im Un­ terricht in den vier Kurshalbjahren vor der eigentlichen Abiturprüfung waren. Darüber hinaus gibt es Zusatzkurse. In ihnen können Sie Ihr Wissen erweitern und Ihre Fähigkeiten über den fachbezogenen Unter­ richt hinaus anwenden. Die Angebote können vielfältig sein – Ihre Schule informiert Sie über die jeweiligen Angebote und berät Sie bei der Wahl. Unterricht in der Oberstufe Sek bGym Wie in den Jahrgangsstufen 7 bis 10 werden in der Einführungsphase noch Klassen gebildet. Der Unterricht erfolgt so­ wohl im Klassenverband als auch in Kursen, wie Sie es aus dem Wahlpflichtbereich bereits kennen. Für Bildungsgänge an Schulen besonderer pädagogischer Prägung müssen Sie mitun­ ter zusätzliche Regelungen beachten, so bei­ spielsweise an der Eliteschule des Sports und für die Züge im mathematisch-naturwissen­ schaftlichen Netzwerk. Gym Am Gymnasium gehen Sie sofort in die Qualifikationsphase über. Das bedeutet, Sie haben keinen Klassenverband und kei­ nen Klassenlehrer mehr, sondern werden Abiturprüfung Sek bGym Einführungsphase Unterricht im Klassenverband und in Wahlpflichtkursen Qualifikationsphase Versetzung 1. Kurshalbjahr Unterricht in Grund- und Leistungskursen 2. Kurshalbjahr 3. Kurshalbjahr 4. Kurshalbjahr Abiturprüfung Gym Qualifikationsphase 1. Kurshalbjahr Unterricht in Grund- und Leistungskursen 2. Kurshalbjahr 3. Kurshalbjahr 11. Jahrgangsstufe 4. Kurshalbjahr 12. Jahrgangsstufe 13. Jahrgangsstufe Abhängig von der Schulart dauert die gymnasiale Oberstufe zwei oder drei Jahre. 3 Viele Fächer, weite Felder Politikwissenschaft und Darstellendes Spiel – wo gibt’s denn so was? Sehr wahrscheinlich an Ihrer Schule, wenn Sie in die gymnasiale Oberstufe kommen. Doch nicht nur das Fächerangebot ändert sich jetzt. Verwandte Fächer werden einer besseren Übersichtlichkeit wegen zu Aufgabenfeldern zusammengefasst. Das wird wichtig, wenn Sie entscheiden, an welchem Unterricht Sie teilnehmen möchten. Fächer und Aufgabenfelder Sek Gym bGym Das Unterrichtsangebot der gymnasialen Ober­stufe umfasst einer­ seits Fächer, die bereits zuvor unterrichtet und damit fort­gesetzt werden, andererseits solche, die neu hinzu­kommen. Im beruflichen Gymnasium treten darüber hinaus Fächer hinzu, die der jeweiligen beruflichen Fach­ richtung entsprechen und daher nur an be­ stimmten Schulen unter­richtet werden (z. B. Volks- und Betriebswirtschaftslehre, Ernäh­ rung, Umwelttechnik). 4 Vielfalt planen – Allgemeinbildung absichern Jedes Fach – außer Sport – ist einem von drei Aufgabenfeldern zugeordnet. Sie müssen aus jedem Aufgabenfeld bestimmte Fächer be­ legen. Sie entscheiden – und zwar ganz be­ wusst! Aus jedem Aufgabenfeld müssen Sie mindes­ tens ein Prüfungsfach oder das Referenzfach, also das Hauptfach für die fünfte Prüfungskomponente, wählen. Was Sie beim Start in die Oberstufe wissen müssen Wozu gibt es diese Aufgabenfelder? Die Zu­ ordnung der Fächer zu Aufgabenfeldern hat den Sinn, in der Zusammenstellung der Prü­ fungsfächer und der Pflichtbelegungen von Fächern das Prinzip der Allgemeinbildung zu sichern. Der Wissensüberblick über jedes der drei Aufgabenfelder befähigt Sie dazu, mit dem Abitur die allgemeine Hochschulrei­ fe nachzuweisen, mit der Sie jedes mögliche Studienfach an jeder Universität studieren dürfen. Viele bieten viel, nicht alle können alles anbieten Für einige Fächer gibt es Einschränkungen dadurch, dass sie nur an bestimmten Schulen angeboten werden. Einschränkungen beste­ hen auch für eine Reihe von Fächern bei der Wahl zum Leistungskursfach und zum 3. und 4. Prüfungsfach auf der Grundlage der Ver­ einbarungen zwischen den Ländern der Bun­ desrepublik Deutschland. Darüber informiert die einzelne Schule im Rahmen ihres Unter­ richtsangebots. Wegen der großen Zahl der Fächer kann nicht jede Schule in jedem Fach Kurse einrichten. Das gilt vor allem für Leistungs­kursfächer, u. a. deshalb, weil deren Fort­führung über längere Zeit gesichert sein muss. Hier muss die Schule eine sorgfältige Auswahl treffen. Im Fach Sport können Kurse in Sport-Praxis in unterschiedlichen Sportarten sowie Kurse in Sport-Theorie eingerichtet werden. Die Fächer Religion oder Weltanschauungs­ unterricht werden – konfessionelle Privat­ schulen ausgenommen – nicht als Regelfach ange­boten. Der Unterricht liegt in der Zustän­ digkeit der Religions- und Weltanschauungs­ gemeinschaften. Bieten diese an einer Schule Religions- und Weltanschauungsunterricht an, ist die Teilnahme wie in der Sekundar­stufe I freiwil­lig. Die Leistungen können nicht ins Abitur eingebracht werden. Die Aufgabenfelder Die Zusammenfassung zu Aufgabenfeldern schafft Ihnen Wahlmöglichkeiten, wenn es darum geht, sich für bestimmte Leistungs- und Grundkurse zu entscheiden. Aus diesen Aufgabenfel­ dern können (und müssen) Sie verschiedene Fächer wählen. Sek Gym bGym Aufgabenfeld I (sprachlich-literarischkünst­le­risches Aufgabenfeld) Aufgabenfeld II (gesellschaftswissenschaftliches Aufgabenfeld) Aufgabenfeld III (mathematisch-naturwis­sen­schaft­ lich-technisches Auf­gabenfeld)  Deutsch  Englisch  Französisch  Italienisch  Spanisch  Polnisch  Portugiesisch  Russisch  Türkisch  Japanisch  Chinesisch  Latein  Alt-Griechisch  Neu-Griechisch  Musik  Bil­dende Kunst  Darstellendes Spiel  Politikwissenschaft  Geschichte  Geografie  Sozialwissenschaften  Psycho­logie  Philo­sophie  Wirtschaftswissenschaft  Recht  Mathematik  Physik  Chemie  Biologie  Informatik bGym Aufgabenfeld II (gesellschaftswissenschaftliches Aufgabenfeld) Aufgabenfeld III (mathematisch-naturwis­sen­schaft­lichtechnisches Auf­gabenfeld)  Pädagogik  Rechnungswesen und Controlling  Volks- und Betriebswirtschaftslehre  Projektmanagement  Wirtschaftsinformatik  Gesundheit  Ernährung  Biotechnologie  Medizininformatik  Gestaltungstechnik  Bautechnik  Biologielabortechnik  Biologietechnik  Chemielabortechnik  Chemietechnik  Elektrotechnik  Gestaltungs- und Medientechnik  Medientechnik Zusätzliche Fächer  Architektur  Physiklabortechnik  Physiktechnik  Erneuerbare Energien  Umwelttechnik  Informationstechnik  Technische Informatik  Technik und Management 5 Leistung zeigen, Punkte sammeln Leistung ist Arbeit pro Zeiteinheit, heißt es im Physikunterricht. Das gilt natürlich auch für Ihre Zeit, die Sie in der Schule verbringen. Nutzen Sie also Ihre Zeit in der gymnasialen Oberstufe, um zu zeigen, was in Ihnen steckt. An den neuen Modus der Leistungsbewertung werden Sie sich schnell gewöhnen; an die zeitlichen Grenzen, die diesem neuen „Punktesammeln“ gesetzt sind, sind Sie gebunden. Leistungsbewertung Sek bGym Die Einführungsphase bereitet Sie auf die Qualifikationsphase vor. Die Er­ gebnisse in den Fächern und Kursen werden in Noten und Punkten bewertet. Notenten­ denzen werden in den Klassenarbeiten und auf dem Zeugnis durch die Angabe von Punk­ ten verdeutlicht. Noten und Punkte Sek Gym bGym In der Qualifikationsphase wird die Bewertung mit Punkten dazu ver­ wendet, dass die einzelnen Leistungen in den einzelnen Fächern addiert werden können. 6 Zeugnisse In der Qualifikationsphase werden am Ende jedes Kurshalbjahres Zeugnisse erteilt, in de­ nen die Noten und Punkte ausgewiesen sind. Diese Punkte sind neben den Ergebnissen der Abiturprüfung Grundlage der Gesamtqualifi­ kation. Eine „6“ wird zum echten Problem Von besonderer Bedeutung ist, dass mit der Note 6 (0 Punkte) abgeschlossene Kurse als nicht belegt gelten und deshalb in der Gesamtqualifikation nicht berücksichtigt werden können. Wenn es sich dabei um ver­ pflichtend zu belegende Kurse handelt, muss man in der Regel unter Verlust eines ganzen Jahres in den nachfolgenden Schülerjahrgang zurücktreten, um den Kurs zu wiederholen. Was Sie beim Start in die Oberstufe wissen müssen Zurücktreten, Wieder­holen: Sie haben nicht ewig Zeit den Fällen ergibt sich eine Schulbesuchs­ dauer in der gymnasialen Oberstufe von drei Jahren (am Gymnasium) oder von vier Jahren, an deren Ende Sie in die Abiturprüfung ein­ treten oder die gymnasiale Oberstufe verlas­ sen müssen. Sek Gym bGym Während des zwei- bis dreijährigen Durchlaufs durch die gymnasiale Oberstufe ist es gestattet, durch Zurücktre­ ten in den nachfolgenden Schülerjahrgang genau ein Mal ein Jahr zu wiederholen. Zweite Chance beim Abitur Dazu kommt das Recht, eine nicht bestan­ dene Abiturprüfung ein Mal zu wiederholen. Die Wiederholung der Prüfung ist erst nach erneutem Besuch der Kurshalbjahre drei und vier möglich, so dass sich der Besuch der gymnasialen Oberstufe um ein ganzes Jahr verlängert. Eine bestandene Abiturprüfung darf allerdings nicht wiederholt werden. Wiederholen: Zwingend … Das kann zwingend notwendig werden, wenn der Bildungsgang nicht mehr erfolgreich ab­ geschlossen werden kann. Dies ist in der Ein­ führungsphase der Fall, wenn die Versetzung in die Qualifikationsphase nicht gegeben ist. Wenn Sie in der Qualifikationsphase in zu vielen verpflichtend einzubringenden Kursen das Ergebnis von 5 Punkten/Note 4 verfehlen, müssen Sie ebenfalls zurücktreten. Vorher wird Sie Ihre Schule ausführlich beraten. Sollten Sie aus gesundheitlichen Gründen für einen längeren Zeitraum den Unterricht nicht besuchen können, berät Sie Ihre Schule über zusätzliche Möglichkeiten, die Höchstverweildauer in der gymnasialen Oberstufe zu verlängern. … oder freiwillig Es ist aber auch möglich, freiwillig den Zeit­ raum eines Jahres zu wiederholen. Die Schule entscheidet dann über Ihren Antrag. In bei­ Punkte E-Phase 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 0 Punkte Q-Phase 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 0 Noten + 1 — + 2 — + 3 — + 4 — + 5 — Notenstufen sehr gut gut befriedigend ausreichend mangelhaft 6 ungenügend Wie Sie sehen, ermöglicht die Punktdarstellung eine Differenzierung und eine leichtere Addition von Leistungsbewertungen. Achtung: Eine Leistung, die mit vier Punkten bewertet wird (4 minus), ist in der Qualifikationsphase nicht ausreichend, zählt also als ein Leistungsausfall. Kurse, die mit null Punkten bewertet werden müssen, gelten sogar als nicht belegt. Zurücktreten ist Neubeginn Bei jedem Zurücktreten in den nachfolgen­ den Schülerjahrgang verfallen alle Leistungs­ bewertungen der beiden zuletzt besuchten Halbjahre. Sie müssen dann erneut erbracht werden. In die Gesamtqualifikation dürfen von gleich­ namigen Kurshalbjahren und inhaltlich glei­ chen Kursen grundsätzlich nur die zuletzt besuchten eingebracht werden. Durch das Zurücktreten wird Ihr Punktekonto in den ent­sprechenden Kursen gelöscht. Sie be­ ginnen wieder von vorn – und können sich verbessern oder in Ausnahmefällen trotz Wiederholung verschlechtern. Sie möchten nach der 10. Klasse einige Zeit an einer Schule im Ausland verbringen? Ihre Schule kann Sie dafür beurlauben. Gymnasium Gym Für die Qualifikationsphase bedeutet ein einjähriger Auslandsaufenthalt, dass Sie mit dem nachfolgenden Jahrgang die Quali­ fikationsphase begin­nen. Sie legen also Ihr Abitur ein Jahr später ab als Ihre jetzigen Mit­ schüler, dafür haben Sie aber wertvolle Er­ fahrungen gesammelt und Ihre Sprachkennt­ nisse erweitert. Das spätere Eintreten in die Qualifikationsphase gilt nicht als Rücktritt und hat keine Folgen für die Höchstverweil­ dauer in der gymnasialen Oberstufe. Auslandsaufenthalt Möchten Sie nur ein halbes Jahr im Ausland verbringen, gibt es in besonderen Fällen so­ gar die Möglichkeit, wieder in Ihren Jahrgang einzusteigen. Die Leistungen, die an einer Schule, die zur allgemeinen deutschen Hoch­ schulreife führt, erbracht werden, können in die Gesamtqualifikation eingebracht werden. 7 Was Sie beim Start in die Oberstufe wissen müssen Anderenfalls ist die Anrechnung des 1. Kurs­ halbjahres möglich, wenn nach Aufnahme­ prüfungen eine erfolgreiche Fortführung in der Qualifikationsphase zu erwarten ist. Diese Möglichkeit überprüft und entschei­ det die Schule auf der Basis der rechtlichen Bestimmungen. Alternativ ist nach der Rückkehr die Einglie­ derung in den bisherigen Schülerjahrgang auf Antrag möglich. In einem solchen Fall treten Sie also nach dem Auslandsaufent­ halt in der 11. Jahrgangsstufe direkt in das 1. Kurshalbjahr ein und haben die Chance, die Abiturprüfung nach nur zweijährigem Besuch der gym­nasialen Oberstufe abzule­ gen. Die Entscheidung trifft in diesem Fall die Schulleiterin bzw. der Schulleiter auf der Grundlage einer vor Antritt der Beurlaubung ausgesprochenen Empfehlung der Klassen­ konferenz und unter Würdigung der im Aus­ land erbrachten Leistungen. Integrierte Sekundarschule Sek Wer während der 11. Jahrgangsstufe eine Schule im Ausland besucht, kann nach seiner Rückkehr seine Schullaufbahn an dem Punkt fortsetzen, an dem sie unterbrochen wurde. Das bedeutet also, dass auf den Be­ such der 10. Jahrgangsstufe ein Auslandsjahr und nach Rückkehr der Eintritt in die 11. Jahr­ gangsstufe folgen können. Diese Eingliede­ rung in den nachfolgenden Schülerjahrgang gilt nicht als Zurücktreten und bleibt ohne Folgen in Bezug auf die Höchstverweildauer in der gymnasialen Oberstufe. Gymnasiale Oberstufe an OSZ bGym Hier ist der Besuch der Einführungs­ phase wegen der Aufnahme der neuen Fächer zwingend erforderlich. Verweildauer in der gymnasialen Oberstufe Jahre Sek bGym Normalfall 1 2 Einführungsphase 3 1 2 Einführungs- Einführungsphase phase Sek bGym 1./2. Semester und Abiturprüfung wiederholen Einführungsphase Sek bGym Einführungsphase und Abiturprüfung wiederholen Einführungs­ Einführungs‑ phase phase Gym Zurücktreten Gym Abiturprüfung wiederholen Gym Zurücktreten und Abiturprüfung wiederholen 5 Qualifikationsphase Sek bGym Einführungsphase wiederholen Gym Normalfall 4 3 4 Qualifikationsphase 1 2 3 4 Qualifikationsphase 1 2 1 2 3 4 3 4 3 4 Qualifikationsphase 1 2 3 4 3 4 3 4 3 4 Qualifikationsphase 1 2 3 4 Qualifikationsphase 1 2 1 2 Qualifikationsphase 1 2 3 4 Qualifikationsphase 1 2 1 2 3 4 Zwei oder drei Jahre in der gymnasialen Oberstufe – das ist der Normalfall. Durch Zurücktreten und Wieder­ holen einer nicht bestandenen Abiturprüfung ( kennzeichnet beispielhaft wiederholte Kurshalbjahre) können bis zu fünf Jahre als Höchstverweildauer zusammenkommen. 8 Einführungsphase Die Einführungsphase Planen Sie, Ihr Abitur an einer Integrierten Sekundarschule oder einem beruflichen Gymnasium abzulegen? Dann steht als erster Schritt in die gymnasiale Oberstufe die Einführungsphase auf dem Programm. In welchen Fächern möchten Sie jetzt Schwerpunkte setzen, wo möchten Sie einsteigen, um Ihr Interesse zu testen? Ihre Wahl entscheidet. Sie selbst nehmen jetzt mit dem Einstieg in die Einführungsphase Einfluss auf Ihren persönlichen Fächerkanon. Viele der Fächer, die Sie bereits kennen, bleiben jedoch wichtig für alle – und deswegen Pflicht. Gym Auf dem Gymnasium beginnen Sie die gymnasiale Oberstufe gleich mit der Qualifi­ kationsphase, da dort die 10. Jahrgangsstufe die Funktion der E-Phase übernimmt. Lesen Sie daher bitte auf Seite 11 weiter. Sek bGym An der Integrierten Sekundar­ schule und in der gymnasialen Oberstufe am beruflichen Gymnasium gibt es in der 11. Jahrgangsstufe die Einführungsphase, die Sie auf die folgende Qualifika­tionsphase vorbereitet. Für viele Fächer werden jetzt die Vorausset­ zungen zur Belegung und zur Wahl als Prü­ fungsfach geschaffen. Sie treffen jetzt auch die Entscheidung für eine neu beginnende Fremdsprache oder für spezielle Fächer der OSZ. Der Unterricht erfolgt in vielen Fächern nach wie vor im Klassenverband (z. B. in Deutsch, Mathematik, naturwissenschaft­ lichen Fächern), kann aber auch in klassen­ übergreifenden Kursen organisiert sein. Durch die Wahl Ihrer Fächer gestalten Sie Ihr persönliches Profil – im Rahmen des Ange­ bots der jeweiligen Schule und der recht­ lichen Vorgaben. Die Stundentafeln der Einführungs­phase an Integrierten Sekundarschulen und beruf­li­ chen Gymnasien bieten Ihnen einen Überblick über verpflichtende Fächer, Wahlpflichtfä­ cher und Kurse, die Sie auf Wunsch frei wäh­ len können. Pflichtunterricht Der Pflichtunterricht, an dem alle Schülerin­ nen und Schüler verbindlich teilnehmen müs­ sen, ist in der Stundentafel festgelegt. Wahlpflichtunterricht Sie müssen sich für einen oder zwei der von der Schule angebotenen Kurse entscheiden. Wahlunterricht Viele Schulen bieten Kurse an, an denen Sie freiwillig teilnehmen können. Bestimmte Fächer, z. B. Darstellendes Spiel oder Informa­tik, müssen Sie allerdings bereits in der Einführungsphase belegen, damit Sie sie – nach durchgehendem Unterricht auch in der Qualifikationsphase – als Prüfungsfach wählen können. Hierzu werden Sie von Ihrer Schule beraten. Über individuelle Angebote informiert die einzelne Schule ausführlich. So erfahren Sie dort, ob beispielsweise ein Wahlpflichtkurs Musik, Darstellendes Spiel oder Informatik angeboten wird. Versetzung in die Qualifikationsphase Am Ende der Einführungsphase entscheidet die Klassenkonferenz aufgrund der Jahr­ gangsnoten der Einführungsphase über die Versetzung. In der Einführungsphase können Sie einen Kurs noch mit 4 Punkten (Note 4–) bestehen. Später in der Qualifikationsphase sind für das Bestehen 5 Punkte (Note 4) erforderlich. Sie werden in die Qualifikationsphase ver­ setzt, wenn Ihre Leistungen •• in höchstens einem Fach mit schlechter als ausreichend (4 Punkte) bewertet werden oder •• in zwei Fächern oder Kursen mit weniger als 4 Punkten bewertet werden (höchstens eines mit 0 Punkten). Dann ist jedoch ein Ausgleich erforderlich. 9 Einführungsphase Beispiele: Versetzt oder nicht? •• Fabian hat in Englisch eine Fünf (2 Punkte) bekommen. Ansonsten liegen alle Noten bei ausreichend. Fabian braucht dafür keinen Ausgleich und wird in die Qualifika­tionsphase versetzt. •• Jonas hat in Deutsch, Geschichte und Chemie nur mit 3 Punkten abgeschnitten. Die restlichen Noten sind aller­ dings „Eins“ oder „Zwei“. Er kann trotzdem nicht in die Qualifikationsphase übergehen, da höchstens zwei Ausfälle zulässig sind, wenn ein hinreichender Ausgleich vorliegt. •• Sibell hat in Geografie eine Sechs (0 Punkte) und in Französisch nur 3 Punkte bekommen. Sie gleicht dies aus, weil sie in Englisch und Geschichte 9 Punkte erreicht hat. Sibell wird versetzt. •• Patrick hat in Mathematik und in Physik nur 3 Punkte erreicht. Er hat in Sport 11 Punkte sowie in Deutsch und im Wahlpflichtkurs Deutsch jeweils 7 Punkte. Die restlichen Noten sind alle ausreichend. Patrick wird versetzt, da er eine der beiden befriedigenden Deutschnoten und die Sportnote als Ausgleich anrechnen lassen kann. •• Melek hat nach langem Krankenhausaufenthalt die Versetzung knapp verpasst. Die Klassenkonferenz kann sie dennoch versetzen, wenn die Leistungsentwicklung im 2. Halbjahr positiv war. •• Sophia hat in zwei Fächern 0 Punkte. Sie kann nicht aufsteigen, unabhängig davon, wie gut ihre anderen Noten sind. Ausgleich – und weiter! Als Ausgleich gelten mit mindestens 7 Punk­ ten bewertete Leistungen in zwei verschiede­ nen Fächern. Im gleichen Fach darf nur ent­ weder die Note des Pflichtbereichs oder die Note des Wahlpflichtbereichs zum Ausgleich herangezogen werden. Unter den zum Ausgleich herangezogenen Fächern des Pflichtbereichs darf sich höchs­ tens eines der Fächer Musik, Bildende Kunst, Darstellendes Spiel und Sport befinden. Wer nicht versetzt wird, muss in den nachfol­ genden Schülerjahrgang zurücktreten oder die Einführungsphase verlassen. In Ausnah­ mefällen (z. B. bei längerer Krankheit) kann eine bestandene Einführungsphase freiwillig wiederholt werden. Stundentafel der Einführungsphase an der Integrierten Sekundarschule und am beruflichen Gymnasium Fach bGym Wirtschafts­ informatik bGym Technik und Management bGym Umwelttechnik bGym Bautechnik, Architektur bGym Physik-, Chemie-, Biologietechnik bGym Gestaltungs- und Medientechnik bGym Ernährung, Biotechnologie bGym Sozial­pädagogik bGym Gesundheit bGym bGym Gestaltungstechnik Informations­ technik, Technische Informatik, Medizininformatik 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 Fremdsprache 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3  Fremdsprache Fortsetzung  2. Fremdsprache Neubeginn  weiterer Kurs bei Erfüllung der FS-Verpflichtung 3 4 3 (3) (4) (3) (4) (3) (4) (3) (4) (3) (4) (3) (4) (3) (4) (3) (4) (3) (4) (3) (4) (3) (4) (3) (4) 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 2 2 3 3 3 3 3 3 3 + Sozialwissenschaften 3 3 3 3 3 3 2 2 2 2 2 Geschichte/Politikwissenschaft 1,5 Geografie/Politikwissenschaft 1,5 Recht 2 Physik 2 2 2 2 2 Chemie 2 2 2 2 2 Biologie 2 2 Musik, Bildende Kunst, Darstellendes Spiel 2 Sport 2 Informatik 2 Fachrichtungsbezogene Fächer Wahlpflichtunterricht bGym Wirtschaft Deutsch Mathematik Pflichtunterricht Sek Kurs Profilstunden Wirtschaft: 5 Rechnungswesen und Controlling: 2 2 Wirtschaft: 5 Wirtschafts­ informatik: 2 Rechnungswesen und Controlling: 2 2 2 Technik und Management: 7 Projekt­ management: 2 3 2 Umwelttechnik: 7 Technische Kommunikation: 2 Wirtschaft: 2 Bautechnik/ Architektur: 4 Techniklabor: 7 Technische Kommunikation: 2 2 2 Physik­technik: 3 Chemie­technik: 3 Biologie­technik: 3 Gestaltungs- und Medientechnik: 5 Wirtschaft: 2 3 2 2 2 2 3 2 2 2 Ernährung/ Biotechnologie: 5 Wirtschaft: 2 2 Pädagogik/ Psychologie: 3 + 5 oder 5 + 3 Gesundheit: 5 Wirtschaft: 2 Gestaltungs­ technik: 5 Wirtschaft: 2 Techniklabor: 2 Technische Kom­ munikation: 2 Informations­ technik/Technische Informatik/Medi­ zininformatik: 6 Techniklabor: 6 4 Physik/Chemie/Biologie 4 4 Sport/Musik/Bildende Kunst/ Darstellendes Spiel/Informatik 2 2 2 2 Deutsch/Englisch/Mathematik/ Biologie 2 2 2 2 2 2 2 2 Gesamt 29/30 29 (32/33) 31 (34/35) 31 (34/35) 30 (33/34) 31 (34/35) 29 (32/33) 31 (34/35) 30 (33/34) 30 (33/34) 30 (33/34) 29 (32/33) 30 (33/34) Wahlunterricht 2 bis 4 2 bis 4 2 bis 4 2 bis 4 2 bis 4 2 bis 4 2 bis 4 2 bis 4 2 bis 4 2 bis 4 2 bis 4 2 bis 4 2 bis 4 Für die Zahlen in Klammern gilt: An OSZ müssen Schülerinnen und Schüler, die eine 2. Fremdsprache durchgängig von Klasse 7 bis Klasse 10 besucht haben, diese in der gymnasialen Oberstufe nicht weiterführen. 10 Qualifikationsphase Die Anleitung für Ihre Fächerwahl Schullaufbahnplanung – lassen Sie sich von diesem Wort nicht abschrecken. Sehen Sie�s positiv: Jetzt werden Ihre Planungen und Wünsche konkret! Schullaufbahnplanung Sek Gym bGym Vor dem Übergang in die Qualifikationsphase muss von jedem Schüler und jeder Schülerin ein Übersichtsplan über die weitere Schullaufbahn aufgestellt wer­ den. Sie werden dabei besonders beraten, und jeder Übersichtsplan wird von der Schule genehmigt, weil die Schule für die festgelegte Laufbahn eine Durchführungsgarantie über­ nimmt. Der Übersichtsplan enthält alle Fächer und Kurse, die Sie vom Beginn der Qualifika­ tionsphase bis zum 4. Kurshalbjahr in den einzelnen Halbjah­ren zu belegen beabsichti­ gen. Auf diesem Plan werden auch Ihre spä­ teren vier Prüfungsfächer der Abiturprüfung gekennzeichnet und Angaben zur fünften Prüfungs­kompo­nente gemacht. Sollten Sie noch nicht volljährig sein, müssen Ihre Eltern diesen Plan unterschreiben. Belegen und Einbringen von Kursen Bei der Aufstellung des Übersichtsplans beach­ten Sie bitte die im Folgenden genann­ ten Grundregeln: Belegen Der Kurs wird regelmäßig besucht. Kurse, die mit 0 Punkten (Note 6) bewertet werden, gelten als nicht belegt. In jedem Fach darf in jedem Kurshalbjahr nur ein Kurs belegt und entsprechend aus jedem Kurshalbjahr nur ein Kurs in die Ge­ samtqualifikation eingebracht werden – ent­ weder als Grund- oder Leistungskurs. Sie dürfen beispielsweise also nicht zwei Kurse Deutsch in einem Kurshalbjahr belegen und anrechnen lassen. Erkundigen Sie sich, ob Ihre Schule am Modell „3 Leistungskurse“ teilnimmt. Die hierfür gel­ tenden Regeln werden Ihnen von Ihrem Ober­ stufenkoordinator erläutert. Einbringen Der belegte Kurs wird in der Gesamt­ qualifikation berücksichtigt, d. h. für die Abitur-Gesamtnote gewertet. Belegt und eingebracht werden müssen  alle Leistungskurse und alle Grund­ kurse des 3. und 4. Prüfungsfachs,  Kurse in Fächern, für die eine allge­ meine Einbringepflicht besteht (siehe Seite 14). 11 Leistungskurse und Grundkurse im Überblick Leistungskurse Grundkurse Fächer 2 gewählte Fächer übrige gewählte Fächer Zeitlicher Umfang 5 Wochenstunden pro Kurs 3 Wochenstunden pro Kurs (SportPraxis 2, eine in der gymnasialen Oberstufe neu begonnene Fremd­ sprache 4 Wochenstunden) Klausuren in der Regel 2 Klausuren pro Kurs in jedem Semester, im 4. Semester: 1 Klausur pro Kurs 1 Klausur pro Kurs in jedem Semester Gewichtung für die Gesamtqualifikation erzielte Punkte werden doppelt gezählt erzielte Punkte werden einfach gezählt Belegen und Einbringen von Kursen Sek Belegen (Regelfall) bGym  8 Leistungskurse  8 Leistungskurse  4 Grundkurse in Sport-Praxis  4 Grundkurse in Sport-Praxis  22 weitere Grundkurse  28 weitere Grundkurse (in 2 Leistungskursfächern jeweils 4 KHJ) Beachten Sie dabei die Pflichten gemäß Seite 14 ff. Einbringen in die Gesamtqualifikation (in 2 Leistungskursfächern jeweils 4 KHJ) Beachten Sie dabei die Pflichten gemäß Seite 14 ff. Genau 8 Leistungskurse und genau 24 Grundkurse. Beachten Sie dabei die Pflichten gemäß Seite 14 ff. Ihre Schule informiert Sie aus­ führlich und individuell. Welche Kurse genau Sie einbringen, entscheiden Sie am Endes des 4. Kurshalbjahrs. Sek bGym Sie müssen – wenn Sie vorher die Einführungsphase durchlaufen haben – in der Qualifikationsphase neben den acht Leistungskursen mindestens 26 Grundkur­ se einschließlich Sport-Praxis belegen, um die geforderten durchschnittlich 28 Stunden wöchentlich pro Schuljahr zu erreichen. Pla­ nen Sie auf jeden Fall eine kleine Reserve ein, damit Sie nicht nahezu alle belegten Kurse einbringen müssen. Bedenken Sie, dass Sie nur zwei Leistungskurse und vier Grundkurse einbringen dürfen, deren Ergebnis schlechter als 5 Punkte (Note 4) lautet. Gym Bei unmittelbarem Übergang von der 10. Klasse in die Qualifikationsphase – am Gymnasium und ggf. auch an einer Integ­ rierten Sekundarschule – müssen Sie neben den acht Leistungskursen mindestens 32 Grundkurse belegen, um die hier aufgrund der Schulzeitverkürzung geforderten durch­ schnittlich 33 Stunden wöchentlich pro Schul­ jahr zu erreichen. 12 Gym Sek Gym bGym An allen Schularten brin­ gen Sie von den insgesamt mindestens 34 bzw. 40 belegten Kursen genau 32 (8 Leis­ tungs- und 24 Grundkurse) in die Gesamt­ qualifikation ein. Leistungskurse, Prüfungsfächer und fünfte Prüfungskomponente Sek Gym bGym Die Aufstellung des Über­ sichtsplans beginnt mit der Wahl der Leis­ tungskursfächer und den Entscheidungen für das 3. und 4. Prüfungsfach. Weiterhin legen Sie auch das Referenzfach für die fünfte Prü­ fungskomponente fest. Mit diesen Entscheidungen ist bereits pro­ grammiert und klar, wie Sie einen Teil der Be­ legverpflichtungen (vgl. Seite 14 ff.) erfüllen werden. Qualifikationsphase Mindestzahl an belegpflichtigen Kursen In einem weiteren Schritt werden die ver­ bleibenden Kurse bestimmt, die Sie belegen und in den meisten Fällen auch in die Ge­ samtqualifikation einbringen müssen. Für diese Entscheidung hilft Ihnen die Tabelle der Wahlmöglichkeiten, die Ihnen Ihre Schule zur Verfügung stellt. An allen Schularten, vor allem aber am Gymna­sium, müssen Sie mehr Kurse belegen, als Sie einbringen können. Dafür können Sie weitere Grundkurse aus dem Angebot Ihrer Schule wählen. Sie haben aber auch die Mög­ lichkeit, besonders interessante Angebote als Zusatzkurse wahrzunehmen, z. B. Kurse in Ensemblemusik, Debating, Physik/Astrono­ mie. Unter Beachtung aller Regelungen können Sie solche Kurse auch in die Gesamtqualifi­ kation einbringen – die endgültige Entschei­ dung, welche Kurse Sie einbringen, treffen Sie unter Beachtung aller Regeln erst nach Abschluss des 4. Kurshalbjahrs.  Wählen Sie die Leistungskursfächer Sek Gym bGym 1. und 2. Prüfungsfach sind zwei Leistungskursfächer, die der in­ haltlichen Schwerpunktbildung innerhalb der individuellen Schullaufbahn dienen. Aus dem Angebot der Schule kann als 1. Leis­ tungskursfach gewählt werden: •• eine Fremdsprache, die mindestens seit der Jahrgangsstufe 9 durchgehend erlernt wurde, •• Mathematik, •• eine der Naturwissenschaften Physik, Chemie und Biologie oder •• Deutsch. Unter den weiteren von der Schule angebo­ tenen Leistungskursfächern ist das 2. Leis­ tungskursfach frei wählbar. An einigen Schulen haben Sie die Mög­ lichkeit, drei Leistungskurse zu wählen. Ihre Schule berät Sie über die Regeln und Belegverpflichtun­gen, die sich bei drei Leis­ tungskursen ergeben. bGym In der gymnasialen Oberstufe an OSZ ist jeweils ein fachrichtungsbezogenes Fach entweder als 2. Leistungsfach oder als 3. oder 4. Prüfungsfach oder als Referenzfach der fünften Prüfungskomponente zu wählen.  Wählen Sie das 3. und 4. Prüfungsfach Die beiden Leistungs­ kursfächer und das 3. Prüfungsfach werden schriftlich geprüft, im 4. Prüfungsfach legt man eine mündliche Prüfung ab. Sek Gym bGym 3. und 4. Prüfungsfach sind Grundkursfächer. Ihre Wahl hängt unmittelbar von der gewähl­ ten Leistungskursfach-Kombina­tion ab, weil zugleich eine ganze Reihe zusätzlicher Bedin­ gungen zu erfüllen ist. Dabei wird den Fächern Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen eine besondere Bedeu­ tung zugemessen. •• Unter den Leistungskursfächern und dem 3. und 4. Prüfungsfach müssen zwei der drei Fächer bzw. Fachbereiche Deutsch, Fremd­ sprache und Mathematik vertreten sein. •• Alle drei Aufgabenfelder (siehe Seite 4) müssen unter den vier Prüfungsfächern und dem Referenzfach der fünften Prüfungs­ komponente vertreten sein. Die Wahl des 3. oder 4. Prüfungsfachs und des Referenzfachs der fünften Prüfungskompo­ nente kann zu bestimmten Fristen, über die Sie Ihre Schule informiert, geändert werden.  Legen Sie ein weiteres Fach fest, in dem Sie sich prüfen lassen wollen Sek Gym bGym Das Thema der fünften Prüfungskomponente muss in ihren beiden Formen dazu Gelegenheit geben, ausgehend von dem gewähl­ten Fach fachübergreifende und fächerverbindende Aspekte zu berück­ sichtigen. 13  Entscheiden Sie sich bei der fünften Prüfungskomponente zwischen Präsentationsprüfung oder Besonderer Lernleistung (BLL) Sek Gym bGym Für die Präsentationsprüfung müssen Sie ein Referenzfach wählen, das noch nicht Prüfungsfach ist. Dieses muss über vier Kurshalbjahre belegt werden. In dieser Prüfung sollen Sie mit geeigneten, sorgfältig ausgewählten Medien eine von Ihnen selbst entwickelte Problemstellung bearbeiten. Dabei orientieren Sie sich an wis­ senschaftlichen Methoden. Nach der Präsen­ tation folgt ein Prüfungsgespräch zwischen Ihnen und dem prüfenden Fachausschuss, in dem Sie Ihre Kompetenzen etwa in Bezug auf Argumentationsgeschick und Methoden­ beherrschung nachweisen. Vor der Präsen­ tationsprüfung geben Sie zu einem von der Schule festgesetzten Termin eine ca. fünf Sei­ ten umfassende schriftliche Ausarbeitung ab. Das erfordert eine intensivere Vorbereitung, so dass die Themenstellung für diese Prüfung in der Regel spätestens im 3. Kurshalbjahr beim Fachlehrer anzumelden ist. Eine Besonderheit der fünften Prüfungs­ komponente – insbesondere bei der Präsenta­ tionsprüfung – ist, dass die Prüfung auch als Gruppenprüfung durchgeführt werden kann. Diese Prüfungsform wurde bereits zum mitt­ leren Schulabschluss geübt. Die Besondere Lernleistung (BLL) besteht aus einer schriftlichen Hausarbeit, die •• sich auf einen gewählten Kurs bezieht oder •• ein Beitrag im Rahmen der Teilnahme an einem Wettbewerb (Wettbewerbsarbeit) ist sowie einem Prüfungsgespräch. Eine Besondere Lernleistung können Sie auch einem Fach als Referenzfach zuordnen, das Sie bereits zum Prüfungsfach gewählt haben. Weit mehr als in der üblichen mündlichen Prüfung des 4. Prüfungsfachs ist im Prü­ fungsgespräch der Schüler der Gestalter des Gesprächs. Im besten Fall ist er der aktive Ex­ perte, der seine Thesen verteidigt. Eine Besondere Lernleistung ist spätes­ tens im 2. Kurshalbjahr bei der Schule an­ zumelden. Am Ende des 3. Kurshalbjahres muss die schriftliche Hausarbeit abgege­ ben werden. Die genauen Fristen setzt Ihre Schule.  Treffen Sie Ihre Wahl und beachten Sie, welche Fächer bzw. Fächer­ bereiche Sie weiterhin belegen müssen Die im Folgenden ge­ nannten Fächer bzw. Fächerbereiche müssen belegt und in die Gesamtqualifikation einge­ bracht werden (einige davon haben Sie be­ reits als Prüfungsfächer gewählt): Sek Gym bGym •• Deutsch (vier Kurse), •• eine Fremdsprache (vier Kurse), •• ein künstlerisches Fach (zwei Kurse), •• sechs bis acht Kurse in zwei Fächern im Aufgabenfeld II, darunter mindestens zwei Kurse Geschichte – über die detaillierten Regelungen berät Sie Ihre Schule, •• Mathematik (vier Kurse), •• eine Naturwissenschaft (vier Kurse), •• gegebenenfalls zwei Kurse in einer weiteren 14 Naturwissenschaft (Physik oder Chemie), wenn als durchgängig belegte Naturwis­ senschaft Biologie gewählt wird, •• Sport-Praxis (vier Kurse): Hier besteht nur die Pflicht zur Belegung. Im beruflichen Gymnasium entfällt die Be­ legverpflichtung für ein künstlerisches Fach zugunsten fachrichtungsspezifischer Beleg­ verpflichtungen. Bei diesen Festlegungen hilft Ihnen die Tabelle der Wahlmöglichkeiten und deren Anmerkungen, die Sie von Ihrer Schule aus­ gehändigt bekommen. Überdies werden Sie von Ihren Oberstufenkoordinatoren unter­ stützt und beraten. Qualifikationsphase  Beachten Sie nun – je nach Schulart – weitere Verpflichtungen und wählen Sie die benötige Mindestzahl an Kursen bGym Im beruflichen Gymnasium ergeben sich aufgrund der fachrichtungsbezogenen Pflichtfächer Abweichungen. Dazu gehört, dass die Belegverpflichtung in einem künst­ lerischen Fach entfällt sowie die Belegver­ pflichtung in einer weiteren Naturwissen­ schaft, wenn Biologie gewählt wird. Wenn Sie vor Eintritt in die Einführungsphase keine 2. Fremdsprache von mindestens Klasse 7 bis Klasse 10 besucht haben, müssen Sie eine 2. Fremdsprache in der Einführungs­ phase neu beginnen und bis einschließlich des 4. Kurshalbjahres belegen. Altsprachlicher Bildungsgang Sollten Sie den altsprachlichen Bildungsgang besuchen, also bereits ab Klasse 5 an einem Gymnasium Latein lernen, haben Sie, die Note 4 vorausgesetzt, bereits das Latinum in der Tasche (siehe Seite 21). Um diesen Bildungsgang bis zum Abitur fortzusetzen, müssen Sie eine der beiden Sprachen Latein oder Altgriechisch (unter bestimmten Voraussetzungen ersetzt durch Französisch) zum Prüfungsfach oder zum Referenzfach der fünften Prüfungskompo­ nente wählen. In der anderen alten Sprache müssen zwei Kurse belegt werden, von denen einer in die Gesamtqualifikation eingebracht werden muss. Diese Verpflichtung entfällt bei der Wahl von Griechisch (oder ggf. Fran­ zösisch) als Leistungskursfach. Unter be­ stimmten Bedingungen kann die Wahl einer 4. Fremdsprache als Prüfungsfach Latein oder Griechisch als Prüfungsfach ersetzen. Wenn Sie vor Eintritt in die Einfüh­ rungsphase keine 2. Fremdsprache von mindestens Klasse 7 bis Klasse 10 besucht haben, müssen Sie eine 2. Fremdsprache in der Einführungsphase neu beginnen und bis einschließlich des 4. Kurshalbjahres belegen; dafür entfällt die Belegverpflichtung in einem künstlerischen Fach. Sek Gym Am Gymnasium wählen Sie aus dem Angebot der Schule weitere Grundkurse, bis Sie die Belegverpflichtung von 32 Grundkur­ sen erfüllt haben. Erweitertes Kursangebot Neben den Ihnen bereits bekannten Fächern bieten viele Schulen noch eine Anzahl weite­ rer Kurse an. Besonders an den Gymnasien mit der erhöhten Belegverpflichtung ver­ stärken diese Zusatzkurse die schulischen Schwerpunkte. Diese Kurse sind fächerver­ bindend angelegt oder vertiefen einzelne Fächer. Der Kurs „Studium und Beruf“ unterstützt Ihre individuelle Entscheidung für die Wahl eines Studien- oder Ausbildungsgangs nach Abschluss der Schulzeit. 15 Checkliste zur Wahl der Kurse und Prüfungsfächer Prüfungsfächer und fünfte Prüfungskomponente1) Habe ich zwei Leistungskursfächer gewählt? Ist eines der folgenden Fächer ein Leistungskursfach? •• Deutsch   •• Mathematik •• eine spätestens in Klasse 9 begonnene Fremdsprache •• eine Naturwissenschaft (Physik, Chemie, Biologie) Sind zwei der folgenden Fächer 1. bis 4. Prüfungsfach? •• Deutsch  •• Mathematik •• eine Fremdsprache Sind alle der folgenden drei Aufgabenfelder (siehe Seite 4) unter dem 1. bis 4. Prüfungsfach und dem Referenzfach der fünften Prüfungskomponente vertreten? •• sprachlich-literarisch-künst­le­risches Aufgabenfeld (Aufgabenfeld I)  •• gesellschaftswissenschaftliches Aufgabenfeld (Aufgabenfeld II) •• mathematisch-naturwis­sen­schaft­lich-technisches Auf­gabenfeld (Aufgabenfeld III) Sind die Prüfungsfächer durchgängig in allen vier Kurshalbjahren belegt und die Fächer auch bereits in der Einführungsphase bzw. am Gymnasium in Jahrgangsstufe 10 besucht worden?  Ist das Referenzfach der fünften Prüfungskomponente durchgängig in allen vier Kurshalbjahren belegt?  Weitere Belegverpflichtungen Ist in folgenden Fächern jeweils durchgängig in allen Kurshalbjahren ein Kurs belegt? •• Deutsch  •• eine Fremdsprache* •• ein Fach im Aufgabenfeld II •• Mathematik •• eine Naturwissenschaft (Physik, Chemie, Biologie) Gym Sek bGym Sind folgende Belegverpflichtungen erfüllt? •• insgesamt mindestens 6 Kurse im 2. Aufgabenfeld (hierzu Regelungen auf S. 14 beachten!)  •• 4 Kurse Sport-Praxis (+ 2 Kurse Sport-Theorie, wenn Sport Prüfungsfach oder Referenzfach der fünften Prüfungskomponente) Gym Sek Sind folgende Belegverpflichtungen erfüllt? •• mindestens 2 Kurse in einem künstlerischen Fach (kann entfallen bei Neubeginn der 2. Fremdsprache in der Einführungsphase)  •• wenn Biologie durchgehende Naturwissenschaft: weitere 2 Kurse Physik oder Chemie Gym Altsprachlicher Bildungsgang: Ist eine der Sprachen Latein oder Altgriechisch (ggf. Französisch oder eine 4. Fremdsprache, sofern an der eigenen Schule genehmigt) Prüfungsfach oder Referenzfach der fünften Prüfungskomponente?  bGym Ist ein berufliches Fach Prüfungsfach oder Referenzfach der fünften Prüfungskomponente?    Sek bGym Sind die Bedingungen für die Fremdsprachenverpflichtungen*) erfüllt (je nach Beginn der 2. Fremdsprache)? bGym Sind die besonderen Regelungen für die einzelnen Fachrichtungen erfüllt? Kursumfang Erreiche ich die erforderliche Stundenzahl in der Qualifikationsphase? Gym 66 Jahreswochenstunden (8 Leistungskurse + 32 Grundkurse)  Zu der Zahl der belegpflichtigen Kurse bei der Wahl von drei Leistungskursfächern lassen Sie sich von Ihrer Schule beraten. Sek bGym 56 Jahreswochenstunden (8 Leistungskurse + 26 Grundkurse) Welche weiteren Kurse interessieren Sie, um auf die erforderliche Beleg- und Einbringverpflichtung zu kommen? Fragen zur Wahl der Kurse und Prüfungsfächer beantwortet Ihnen gern der Oberstufenkoordinator Ihrer Schule. *) Fremdsprachenverpflichtungen: •• Wenn die 2. Fremdsprache von der 7. bis 10. Jahrgangsstufe belegt wurde, reicht es aus, wenn eine der Fremdsprachen weiterhin besucht wird. •• Wenn die 2. Fremdsprache ab der 9. Jahrgangsstufe belegt wurde, muss diese, wie auch die 1. Fremdsprache, in der Einführungsphase und bis zum Ende des 2. Kurshalbjahres der Qualifiktationsphase belegt werden. Die 1. Fremdsprache muss dann bis zum Ende des 4. Kurshalbjahres belegt werden. •• Wird in der Einführungsphase mit einer 2. Fremdsprache begonnen, muss diese bis zum Ende der Jahrgangsstufe 13 belegt werden, die 1. bis zum Ende der 12. Jahrgangsstufe. 1) Beachte: Prüfungsfächer sind die beiden Leistungskursfächer und das 3. und 4. Prüfungsfach. Das Referenzfach der fünften Prüfungskomponente wird nicht dazu gezählt. 16 Prüfung Die Prüfung Für Ihre Abiturnote zählen bereits Leistungen in der Qualifikationsphase. Doch am Ende Ihrer Schulzeit können und müssen Sie Ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten in der Abiturprüfung unter Beweis stellen. Die Prüfung besteht aus drei schriftlichen Prüfungen, einer mündlichen Prüfung und der fünften Prüfungskomponente. Am Ende des 4. Kurshalbjahrs legen Sie fest, welche Grundkurse endgültig in die Gesamtqualifikation eingebracht werden. Auf der Grundlage der Notenpunkte aller ein­ gebrachten Leistungs- und Grundkurse stellt die Schulleitung fest, wer an den Prüfungen zum Abitur teilnehmen darf. Rücktritt von der Prüfung Es gibt für Sie eine letzte Rücktrittsmöglich­ keit für den Fall, dass Sie mit dem Nichtbe­ stehen rechnen. Falls Sie vorher schon einmal zurückgetreten sind, haben Sie zum ersten Mal das Abitur nicht bestanden. Prüfungsplan Die Prüfungen zum Abitur finden in dieser Systematik statt: •• Der Unterricht im 4. Kurshalbjahr endet in der Regel vor Prüfungsbeginn. Danach fin­ den nur noch Prüfungen statt. •• Die Reihenfolge der Prüfungen beginnt in der Regel mit den schriftlichen Prüfungen in den zentralen Fächern. Die Termine hierfür werden zentral von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie vorgegeben, während die Schule die Prüfungstermine für die dezentralen Fächer selbst festlegt. •• Am Ende des Prüfungszeitraums finden die mündlichen Prüfungen im 4. Prüfungsfach statt. Zentralabitur Für die schriftlichen Prüfungen in den Fächern Deutsch, Mathematik, in allen Fremdsprachen, Geografie, Geschichte, Physik, Chemie und Biologie werden zentrale Aufgaben gestellt, also nicht von den Lehrerinnen oder Lehrern Ihrer Schule, sondern zentral und für alle gleich in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. •• Die Prüfungen in der fünften Prüfungs­ komponente können schon vor Ende des 4. Kurshalbjahres beginnen. 17 Der krönende Abschluss  Die fünfte Prüfungskomponente ZEUGNIS REIFE HSCHUL C O H N E LGEMEIN DER AL  Die schriftliche Prüfung Wenn Sie eine Besondere Lernleistung ge­ wählt haben, haben Sie bis zum Prüfungszeit­ raum hierfür schon die meiste Arbeit getan. Zu einem von der Schule festgelegten Termin findet nur noch das Prüfungsgespräch statt. Die schriftliche Arbeit im Rahmen der Beson­ deren Lernleistung ist spätestens am Ende des 3. Kurshalbjahres abzugeben. E ENNAM FAMILI Sie stellen kurz das Ergebnis Ihrer Arbeit vor. Wenn Sie die Mitteilung über Ihre Leistungen Dies kann ein Wettbewerbsbeitrag oder eine EN AM R im 4. Kurshalbjahr in der Hand haben, geht ER VORN FRAU/H Seminarkursarbeit oder eine kursbezogene es auch schon gleich los mit den schriftlichen Prüfungen. Bei denINzentral geprüften Fächern finden im selben Fach zum selben Zeitpunkt in ganz Berlin die Prüfungsklausuren statt. EN. N AM RE O EB G RZOG UNTEan Dies gilt auch für die Nachschreibtermine, RÜFUNG ABITURP ER D TUFE denen Sie aber nur dürfen, wenn OBERSteilnehmen hschulreife für SIALEN emeinen Hoc GYMNAein ordentliches ärztliches Attest gnisses der Allg SieDERüber 2. Seite des Zeu SUCH BE EM NACH D PHASE: oder einen anerkennbaren Nachweis der Prü­ HAT SICH ALIFIKATIONS N IN DER QU 1. LEISTUNGE fungsunfähigkeit verfügen und diesen recht­ zeitig in der Schule vorgelegt haben. kursfach luss der LF = Leistungs (Besch ufe II“ kundarst in der Se li 1972 grunde: m 7. Ju berstufe ssung, zu O Fa n n le en ge e II“ vo ugnis lie gymnasia jeweils geltend ndarstuf Dem Ze ng der der Seku nden Fassung, der ltu ta in in es ) fe G 72 r Oberstu r jeweils gelte 7. Juli 19 arung zu nasialen de „Vereinb konferenz vom der gym mber 1973) in ng, − die inister ze rprüfung iturprüfu Fassung. Kultusm die Abitu enz vom 13. De ltenden in der Ab er üb weils ge ung nfer erungen je ar rd ko r er nb fo de ei ist an „Ver smin 07 in ungs üf 20 ltu Pr Ku ril − die r en ch ss de 18. Ap Einheitli (Beschlu O) vom über die fe (VO-G rungen Oberstu Vereinba mnasiale gy e − die di ng über Verordnu − die Grundlage der Aufgabenstellung für die schriftliche Prüfung sind die Inhalte der vier Kurshalbjahre bis zum Eintritt in die Prüfung. Im Falle zentral gestellter Aufga­ben wer­ den von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie für die einzel­nen Fächer rechtzeitig mehrere größere Themenbereiche 4) bekanntgegeben, auf die sich die Prüfungs­ – (07.1 nasium) hes Gym beruflic aufgaben beziehensiuwer­ dmten. schule, m, Gesa mein der allge Zeugnis 306 – Schul Z Englisch ........ rtung einfacher We der Kurse in Punktzahlen LF ................ ........ Latein ............ ............ Es findet zunächst die mündliche Prüfung im 4. Prüfungsfach statt, die für alle Schüle­ rinnen und Schüler verbindlich ist. Bei der mündlichen Prüfung im 4. Prüfungs­ fach werden Ihnen zwei Ihnen unbekannte Aufgaben aus zuvor festgelegten Kurshalb­ jahren des Fachs vorgelegt. Dies ist in der Regel das Abschluss-Kurshalbjahr und ein Kurshalbjahr Ihrer Wahl. Die Aufgaben er­ halten Sie erst unmittelbar vor der Prüfung. Innerhalb von 20 Minuten müssen Sie sich auf einen eigenen kurzen Vortrag und ein sich daran anschließendes Prüfungsgespräch vorbereiten. Auf der Grundlage aller bisherigen Prüfungs­ ergebnisse wird durch den Prüfungsaus­ schuss festgelegt, ob noch eine zusätzliche Prüfung angesetzt wird oder ob leider schon das Scheitern erklärt werden muss. Alle Abiturienten erhalten die bisher erreich­ ten Leistungen mitgeteilt und entscheiden sich auf der Grundlage ihrer Prüfungsergeb­ nisse, ob sie bis zu zwei zusätzliche münd­ liche Prüfungen in bereits schriftlich geprüf­ ten Fächern beantragen, weil sie dadurch die Möglichkeit erhalten, ihre Durchschnittsnote im Abitur zu verbessern. ............ Musik ............ t ............ Bildende Kuns LF ...... 07 06 08 08 14 11 13 13 ld s Aufgabenfe ssenschaftliche Gesellschaftswi 3. PF aft ............ Politikwissensch .... Geschichte..... (08) (07) ........ (05) (06) (07) (07) 08 06 07 08 11 10 11 11 4. Halbjahr 3. Halbjahr 2. Halbjahr 1. Halbjahr ld es Aufgabenfe ..................... .... Französisch.... Wenn Sie eine Präsentationsprüfung able­ gen, dauert die Prüfung insgesamt eine halbe Stunde. An die Präsentation werden erhöhte fachliche, methodische und kommunikative Anforderungen gestellt; dazu gehört auch na e (Gym schulreif en Hoch  Die mündliche Prüfung 18 ch risch-künstleris Sprachlich-litera . .... .... .... .... .... Deutsch ........ Arbeit sein. Anschließend stellen Sie sich den Fragen des Fachausschusses. Sie sind der Fachmann/die Fachfrau! Sie werden in 20 Minuten zeigen können, was Sie erforscht haben. Bei einer Gruppenprüfung erhöht sich die Prüfungsdauer. 05 05 ................ isches chaftlich-techn -naturwissens Mathematisch 4. PF ................... Mathematik.... ................ Physik ............ ........ Chemie ............ Biologie ........ .... .......... ..................... Informatik .... 5. PK Aufgabenfeld 06 05 06 07 05 05 10 05 08 10 ..................... er Weitere Fäch ..................... Sport ............ Beruf ........... Studium und 12 13 (08) 14 10 (09) Abschluss  Die Berechnung der schriftliche Teil, den Sie bereits einige Tage vor der Prüfung abgeben müssen. Mit dem richtigen Medium können Sie überzeu­ gen! Bei einer Gruppenprüfung zeigt sich neben Ihren kommunikativen Kompetenzen auch Ihre Fähigkeit, mit anderen zusammen­ zuarbeiten und gemeinsam zu präsentieren. Die Einzelleistungen sollen trotzdem sicht­ bar werden. Den Zeitraum für die Prüfungen setzt die Schule fest. emeinen gnisses der Allg 3. Seite des Zeu N 2. LEISTUNGE Hochschulreif RPRÜFU IN DER ABITU Für die Gesamtqualifikation müssen Sie Ihre 8 Leistungskurse und genau 24 Grundkurse einbringen. Die Berechnung erfolgt in zwei besteht aus den Leistungskursen der Gesamtqualifikation Blöcken. Der Kursblock Punkten, die Sie in den und den eingebrachten In den Prüfungsblock kommen die Ergeb­ nisse der schriftlichen und mündlichen Prüfungen sowie der fünften Prüfungs­ komponente. Hier müssen insgesamt 100 Punkte erreicht werden, wobei die Ergeb­ nisse aller fünf Prüfungen vierfach zählen. Darüber, welche weiteren Bedingungen für das Bestehen des Prüfungsblocks zu beachten sind, berät Sie, falls erforderlich, Ihre Schule rechtzeitig und ausführlich. e für NG: r Wertung nis in einfache Prüfungsergeb Prüfungsfach schriftlich mündlich 06 Englisch 1. 4. Seit e sfach) (Leistungskur 10 nst 2. Bildende Ku sfach) (Leistungskur Mathematik(Grundkursfach) 4. 5. leistung) (Besondere Lern Biologie prüfung) (Präsentations MTQUAL NG DER GESA 3. BERECHNU HSCHNI D DER DURC IFIKATION UN 0, mindestens 12 nkte Pu höchstens 360 198 , mindestens 80 nkte Pu höchstens 240 160 Wertung: in zweifacher stungskursen aus den 8 Lei e mm tsu nk Pu im Kursblock: sses d er Allg em TTSNOTE: her Wertung: kursen in einfac aus 24 Grund Punktsumme Punktsumme des Ze ugni einen  Die Durch- Punkte Hochs chulrei fe Durch- für 4. FRE schnittsMDSP schnittsnote RACH EN: note In der ersten Sind alle Bedingun­ g en F re ist de mdsp 900 - 823 1,0 r Unte rache rricht erfüllt, wird die Gesamt­ in dem für de summe aller erreichten 822 805 1,1 n Erw 08 Das Z ePunkte rb de in eineunDurch­ eugnis d der r Allg e z schlie m e weite804 1,2 ßt d e n Fre-m787 n Hoc schnittsnoteeinumgerech­ n Erw hschu dspra erb d che es net, die ggf. für Ihre lreife erford 786 - 769 1,3 erliche n Um Zulassung zu bestimm­ gemä fang ß b Fassu Vereinbaru ten Studiengängen von 768 - 751 1,4 esucht word ng ein ng de en. . r Kult Bedeutung ist. usmin isterko 750 - 733 1,5 nferen 10 Bem z vom erkun 22. Se Zur Veranschaulichung gen: ptemb 1,6 er 20 732 - 715 05 in dient die Beispielrech­ der je weils nung auf dem Zeugnis­ 714 - 697 gelte1,7 nden formular. 06 haft Politikwissen(Grsc undkursfach) 3. 24 Grundkursen erreicht haben. Dabei müssen Sie mindestens 200 Punkte auf Ihr Konto bringen, und zwar mindestens 80 Punkte aus den Leistungskursen bei doppelter Wertung und mindestens 120 Punkte aus den 24 Grundkursen. Unter den einzubringenden Kursen dürfen sich höchstens vier Grundkurse und zwei Lei­ stungskurse mit nur ein bis vier Punkten befinden. FRAU/H ER R HAT EINER n vier fungen in de k aus den Prü ponente Prüfungsbloc om im e gsk fun mm tsu Prü Punk r fünften ern sowie de Prüfungsfäch rtung In vierfacher We ZAHL: GESAMTPUNKT TSNOTE: DURCHSCHNIT 35 DIE8 0, mindestens 20 nkte Pu höchstens 600 ABITU R PRÜFU Mit dem Erreichen einer Durchschnittsnote von 4,0 oder besser haben Sie die Schullaufbahn erfolgreich abgeschlos­ sen und die allgemeine Hochschulreife, also die Hochschulzugangsbe­ rechtigung, erworben. NG HOCH TAN SCHU mindestens 100,BESnkt L 300 Pu e DEN UN D D ERs BU 160 EhöINchsDten AMIT NDES REPUB DIE LIK D BEFÄH EUTSC IGUNG HLAN D ER W Ben 0, OR B E E 30 s R L est IN nd N. mi , te 518 2,7 0 Punk höchstens 90 696 -679 1,8 678 - 661 1,9 660 - 643 2,0 642 - 625 2,1 624 - 607 2,2 606 - 589 2,3 588 - 571 2,4 570 - 553 2,5 552 - 535 2,6 ZUM STUDIU 534 - 517M AN 2,7 516 - 499 2,8 498 - 481 2,9 480 - 463 3,0 SCHUnet. hen. ) gekennzeich LLEITER(IN) 462 - 445 lifikation einge d Seminarkurse die Gesamtqua gänzungs- un in (Er ht e nic urs zk die sat Zu rsen, Ku n vo n Mit „Z“ sind hle 444 - 427 die Punktza gesetzt sind In Klammern t: VORS in Punkte gil ungenügend ten No ITZEN r de aft elh 426 - 409 ng DE(R) zu mang DER PR Für die Umset ausreichend ÜFUN GSKO 6 nicht bebefriedigend – MMIS t 5 gu t SI408 htig ON egel rücksicSi - 391 4 – + sehr gut Die D der Sc 0 3 – + 1 hule Notenstufen 2 3 2 – +des urchschnit 4 6tsnote5 1 – + Sta 7 + a 8 ts 390 - 373 9 vertra Noten ges ü (N) errechn 12 11 10 ber d 15 14 13 ie Verg et sich in Punkte Üb 372 - 355 abe v on Stu ereinstimm dienp u Die D lätzen ng mit A urchs n la n 354 - 337 ach d g c hn N=5 2 Gesam er Form e 3 der V tpunk ittsnote w /3 – erord el: tzahl ir d n G u e a n s u von 8 amtpu g z ur 23 un f eine Ste nktza Durch336 - 319 ll d me hl : 1 führu hr Pu e hinter d 80. ng nkten em K 318 - 301 ergibt omma sich e ine D errechnet; urchs chnitts es wird n 300 icht g note erund 1,0. et. Be i eine r 3,1 3,2 HAT 3,3 3,4 3,5 Dem Zeu 3,6 − die „V Kultusm 3,7 3,8 3,9 4,0 − die „V e (Besch r lus − die Verein − die Verord 19 Kompetenzen in den modernen Fremdsprachen Sie haben in Ihrer Schullaufbahn bis zum Abitur Unterricht in mehreren Fremdspra­ chen besucht, in mindestens einer sogar bis zum Abitur. Das Niveau, auf dem Sie am Ende Ihrer Schulzeit in modernen Fremdsprachen unterrichtet wurden, wird Ihnen auf dem Abiturzeugnis bescheinigt. Die dort ange­ gebenen Niveaustufen des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens (GeR) die­ nen dazu, bei einem Studium im Ausland Ihre Kompetenzen ermitteln zu können, und sind aufgrund europäischer Absprachen durch die Kultusministerkonferenz der Bundesrepublik Deutschland festgelegt. Die folgende Übersicht vedeutlicht Ihnen, welche Niveaustufe Sie in welcher Jahrgangs­ stufe erreichen können; Voraussetzung ist das Erreichen von 5 Punkten/Note 4 jeweils am Schuljahresende. Über Sonderregelungen einzelner Schulen – z. B. bei bilingualem Unterricht – informiert Sie Ihre Schule. Zuordnung der Niveaus des GeR zu den Abschlüssen – Gymnasium Fremdsprachenfolge Fremdsprachenbeginn Niveau Ende Jgst. 10 Niveau Ende Q 2 Niveau Ende Q 4 1. Fremdsprache ab Jgst. (1)/3 B1 B2 B2 Französisch B2/C1 Englisch Weitere fortgeführte Fremdsprache(n) ab Jgst. 5/6/7/8/9 B1 B1/B2 B2 Französisch B2/C1 alle weiteren Fremdsprachen Neu einsetzende Fremdsprache(n) ab Jgst. 10 A2 B1 B1/B2 Zuordnung der Niveaus des GeR zu den Abschlüssen – Integrierte Sekundarschule Fremdsprachenfolge Fremdsprachen­ beginn Niveau Ende Jgst. 10 Niveau Ende E-Phase Niveau Ende Q 2 Niveau Ende Q 4 1. Fremdsprache ab Jgst. (1)/3 A2/B1 (im GR-Niveau) (im ER-Niveau) B1 B1 B2 B2 Französisch B2/C1 Englisch Weitere fortgeführte Fremdsprache(n) ab Jgst. 7/9 B1 B1 B1/B2 B2 Französisch B2/C1 alle weiteren Fremdsprachen Neu einsetzende Fremdsprache(n) ab Jgst. 11 – A2 B1 B1/B2 20 Abschluss Die Abschlüsse „Latinum“ und „Graecum“ Wenn Sie spätestens in der Einführungspha­ se mit Lateinunterricht und/oder spätestens in der Jahrgangsstufe 9 mit Griechischunter­ richt begonnen haben, können Ihnen – unab­ hängig von Ihrem Schulabschluss – die bei­ den Abschlüsse „Latinum“ und „Graecum“ bescheinigt werden. Qualifikationsphase 5 Punkte/Note 4 lautet. Dafür müssen Sie in der Qualifikationsphase ggf. Kurse in der jeweiligen Sprache in hin­ reichender Zahl belegen (siehe Infokasten), aber nicht einbringen. Auch ist es für einen solchen Abschluss nicht erforderlich, das ent­ sprechende Fach für eine Abiturprüfung zu wählen. Voraussetzung ist, dass die Note auf dem je­ weils letzten Zeugnis Ihrer Pflichtzeit in die­ sem Fach mindestens „ausreichend“, in der Die Schule stellt sicher, dass Sie eine hinrei­ chende Zahl von Jahreswochenstunden in diesem Fach besucht haben. Zu welchem Zeitpunkt haben Sie das Latinum bzw. das Graecum erworben? Fach Beginn ab Jahrgangsstufe Latinum/Graecum Latein 5 Ende der Klasse 10 Sollten Sie zu diesem Zeitpunkt die geforderte Note – mindestens Note 4 – nicht erzielen, dürfen Sie das Fach länger belegen, um diesen Abschluss zu erreichen. 7 Ende des 2. Kurshalbjahres Sollten Sie zu diesem Zeitpunkt die geforderte Note – mindestens 5 Punkte – nicht erzielen, dürfen Sie das Fach länger belegen, um diesen Abschluss zu erreichen. 8 oder 9 Ende des 4. Kurshalbjahres 10 oder 11 Ende des 4. Kurshalbjahres, wenn Sie Latein als Prüfungsfach wählen und in der Prüfung mindestens 5 Punkte/Note 4 errei­ chen. 8 oder 9 Wenn Sie das Fach als Leistungsfach wählen: Ende des 2. Kurshalbjahres. Wenn Sie das Fach als Grundkurs-Fach wählen: Ende des 4. Kurshalbjahres. Griechisch Das Latinum oder das Graecum erhalten Sie auf Ihrem Abschlusszeugnis bescheinigt. 21 Fachhochschulreife Weiter auch ohne Abi Abi nicht bestanden oder aus der gymnasialen Oberstufe ausgestiegen? Damit muss Ihr Wunsch, ein Studium aufzunehmen, nicht vorbei sein. Denn Sie können sich Ihre Leistungen für die Fachhochschulreife anrechnen lassen. Sie benötigen dann allerdings noch ein Betriebspraktikum oder andere Erfahrungen. Schulischer Teil der Fachhochschul­reife In Berlin besteht für Schülerinnen und Schü­ ler, die die gymnasiale Oberstufe ohne Ab­ schluss verlassen (vorzeitiges Verlassen oder endgültig nicht bestandene Abiturprüfung), die Möglichkeit, den schulischen Teil der Fachhochschulreife zu erwerben. Dazu sind folgende Regelungen vorgesehen: Wer die Schule vor Abschluss des Bildungs­ gangs verlässt oder die Abiturprüfung endgültig nicht bestanden hat, erhält ein Abgangszeugnis. Liegen die folgenden Voraussetzungen vor, die in zwei aufeinanderfolgenden Kurshalb­ jahren erfüllt sein müssen, wird zusätzlich eine Bescheinigung über den Erwerb des schulischen Teils der Fachhochschulreife aus­ gestellt: •• In den beiden Leistungskursfächern wur­den je zwei Kurse belegt und insgesamt min­ destens 40 Punkte in zweifacher Wertung erreicht. •• Es wurden elf Grundkurse belegt und in diesen insgesamt mindestens 55 Punkte in einfacher Wertung erreicht. •• In zwei der vier anzurechnenden Leistungs­ kurse und in sieben der elf anzurechnenden Grundkurse wurden jeweils mindestens 5 Punkte in einfacher Wertung erreicht. •• Unter den als Grund- und Leistungskurse anzurechnenden Kursen befinden sich je zwei Kurse in Deutsch, einer Fremdsprache, einer Gesellschaftswissenschaft, Mathe­ matik und einer Naturwissenschaft (Physik oder Chemie oder Biologie). Bei den zwei Fremdsprachenkursen handelt es sich um Kurse, die zur Erfüllung der Mindestver­ pflichtungen in den Fremdsprachen dienen können. 22 Die Gesamtpunktzahl von mindestens 95 und höchstens 285 Punkten, die sich aus den anzurechnenden Kursen ergibt, wird in eine Durchschnittsnote umgerechnet. Wer neben dem Erwerb des schulischen Teils der Fachhochschulreife den Nachweis eines mindestens einjährigen Vollzeitpraktikums, einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder eines freiwillig abgeleisteten sozialen oder ökologischen Jahres oder des Bundesfrei­ willigendienstes erbringt, erhält auf Antrag ein Zeugnis über die Fachhochschulreife. Die­ ses berechtigt Sie zum Besuch von Fachhoch­ schulen in den meisten Bundesländern. Auch Zeiten von weniger als einem Jahr oder einer nicht abgeschlossenen Berufs­ausbildung können angerechnet werden. Punkte 285 – 261 260 – 255 254 – 249 248 – 244 243 – 238 237 – 232 231 – 227 226 – 221 220 – 215 214 – 210 209 – 204 203 – 198 197 – 192 191 – 187 186 – 181 180 – 175 174 – 170 169 – 164 163 – 158 157 – 153 152 – 147 146 – 141 140 – 135 134 – 130 129 – 124 123 – 118 117 – 113 112 – 107 106 – 101 100 – 96 95 Durch­ schnitts­note 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 1,8 1,9 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 2,7 2,8 2,9 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 3,6 3,7 3,8 3,9 4,0 Tabelle zur Ermittlung der Durchschnittsnote für den schulischen Teil der Fachhochschulreife Häufig gestellte Fragen ? Wie unterscheidet sich die fünfte Prüfungskomponente von den vier Prüfungsfächern? ! ? ma für die Präsentationsprüfung gewählt, aber mein Fachlehrer will das Thema nicht annehmen, weil er es mir In beiden Formen der fünften Prü­ nicht zutraut und sich selbst nicht kom­ fungskomponente ist der Abiturient petent fühlt. Was soll ich tun? in der speziellen Vorbereitung der For­ mulierung des Themas und in der Art der Darstellung der Leistung selbst ge­ fordert. Außerdem gilt hier ausdrücklich ! ? Nach dem 1. Kurshalbjahr ist mir ein gutes Thema für eine Präsen­ tationsprüfung im Fach PW eingefallen. Diese Probleme müssen jeweils ein­ Ich habe aber PW nicht belegt. Kann ich zeln betrachtet werden! Da die fünf­ trotzdem die Präsentationsprüfung in te Prüfungskomponente ein Pflichtteil das Prinzip der Fächerverbindung, d. h. des Abiturs ist, ist die Prüfung auch in der Prüfung muss ein Bezug zu einem durchzuführen, notfalls bei einem an­ weiteren Fach hergestellt werden. deren Lehrer. Bei der Wahl des Themas ? ?! Ich habe ein ganz besonderes The­ hat der Prüfer eine Beratungspflicht. Im diesem Fach ablegen? ! Nein, da das Referenzfach für die Präsentationsprüfung vier Kurshalb­ jahre belegt werden muss, ist dies nicht Für mich kommt in der fünften Konfliktfall kann er schriftlich festhal­ möglich. Politikwissenschaft kann aller­ Prüfungskomponente nur das Fach ten, dass er vor einem Thema wegen dings noch Bezugsfach werden, wenn Sport in Frage. Welche Bedingungen dessen Komplexität oder Schwierig­ Sie es noch zwei Semester belegen. muss ich erfüllen? keitsgrad gewarnt hat. ! Neben den vier belegpflichtigen Kursen in Sport-Praxis müssen zwei Kurse in Sport-Theorie belegt werden, von denen der zuletzt besuchte einge­ bracht werden muss. In der Präsenta­ tion muss wie in allen anderen Fällen auch der fachübergreifende Aspekt be­ rücksichtigt werden. ? ? Darf ich ein Fach als Leistungskurs­ fach oder als 3. bzw. 4. Prüfungsfach wählen, das ich erst im 1. Kurshalbjahr begonnen habe? ! Nein. Eine Prüfung im 1. bis 4. Prü­ Darf ich im Verlauf des 3. Kurshalb­ jahres von einer BLL zu einer Prä­ sentationsprüfung wechseln? ! Ja, bis zum Ende des 3. Kurshalb­ jahres ist ein solcher Wechsel zuläs­ sig. Nach eingehender Beratung durch fungsfach setzt voraus, dass Sie die Schule dürfen dabei auch noch das dieses Fach mindestens drei Jahre be­ Thema und das Referenzfach der fünf­ Meine Spezialinteressen liegen im legt haben. Für das Referenzfach der ten Fach Mathematik. Ich habe das Fach fünften Prüfungskomponente reichen werden. als Leistungskursfach gewählt. Darf ich nente noch einmal einsetzen? Ja, aber nur für eine Besondere Lern­ leistung und in einem Bereich, der Prüfungskomponente geändert die zwei Jahre allerdings aus. das Fach für die fünfte Prüfungskompo­ ! ? ? Ich habe meine Präsentationsprü­ fung noch vor den Osterferien. Was ? Mir ist gesagt worden, dass ich bei meiner Besonderen Lernleistung damit rechnen muss, dass genau hin­ passiert eigentlich, wenn ich gar nicht geschaut wird, woher ich meine Ergeb­ im Unterricht nicht behandelt wurde. zu den Prüfungen zugelassen werde nisse habe. Und dass ein schnelles Run­ Außerdem soll ein Bezug zu einem an­ oder scheitere? terladen von Internetrecherchen sogar deren Fach hergestellt werden. ? Kann ich die Forderung, vier Kurse einer Naturwissenschaft belegen zu müssen, auch mit Informatik erfüllen? ! ! zur Note „6“ (0 Punkte) führen kann. Leider verfällt dann diese erbrachte Leistung. Sie können aber bei der Abiturwiederholung auf Ihre Dokumen­ tationen und Forschungen aufbauen. ! Ja, das stimmt! Wer seine Quellen nicht aufführt und seinen Bearbei­ tungsweg nicht korrekt dokumentiert, arbeitet nicht wissenschaftlich und Nein! Informatik ist keine Naturwis­ schmückt sich mit fremden Federn. Ein senschaft. solcher Vorgang kann als Täuschungs­ versuch gewertet werden! 23 Meine persönliche Kurswahl Zeile _____________________ _______ Name in Blockschrift ________________ Jahr des Eintritts in die Q-Phase Aufgabenfeld II Aufgabenfeld I DEUTSCH 4/4 ENGLISCH / FRANZÖSISCH / LATEIN / Aufgabenfeld III 20 20 20 Q1 Q2 Q3 Q4 x x x x 4 x x x x 4 / MUSIK / BILDENDE KUNST / DARSTELLENDES SPIEL / GESCHICHTE / POLITIKWISSENSCHAFT / 4/4 PHYSIK / CHEMIE / BIOLOGIE / INFORMATIK / SPORT(-ARTEN) 4/ SPORT-THEORIE Summe der Kurse mit Einbringepflicht (Summe der jeweils rechts notierten Zahlen) Summe der Kurse mit Einbringepflicht (Summe der jeweils rechts notierten Zahlen) 24 20 / MATHEMATIK Weitere Fächer Belegpflicht/ Einbringepflicht Prüfungsfach (LF/3./4.PF/5.Pk) Verteilung der Kurse auf die Halbjahre Anzahl der Kurse, die belegt werden ___ Jahreswochenstunden ÜBERSICHTSPLAN Übersichtsplan über die Schullaufbahn, (SenBildJugFam) IID, 11/2018) Summe mind.. 56 Summe mind. 34 Summe mind..66 Summe mind. 40 13-jähriger Bildungsgang 12-jähriger Bildungsgang Ansprechpartner Ihre Frage Erste Ansprechpartner Weitere Ansprechpartner Organisation des Schultages, pädagogische Konzeption, Unterrichtsinhalte, Leistungs­ beurteilung Klassenlehrerin/Klassenlehrer; in der Qualifikationsphase: Tutorin/Tutor Fachlehrkräfte, Schulleitung Elternvertretung, Gesamtelternvertretung, GEV-Vorsitzende Gremien, klassenübergreifende Themen, Schulprogramm, Fragen, die mit der Lehrkraft nicht geklärt werden konnten, Sponsoring Schulleitung GEV-Vorsitzende, Fachkonferenzen, Jahrgangsstufenkonferenzen, Schulaufsicht Schulgebäude, Ausstattung der Schulen, Einrichtung und Organisation von Schulen, Schulschließungen, Schulwechsel Schulamt im Bezirk der Schule Klassenfrequenzen, organisatorische und pädagogische Fragen, die nicht innerhalb der Schule geklärt werden konnten Schulaufsicht der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie im jeweiligen Bezirk Grundsatzfragen über die Einzelschule hinaus Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Das Beschwerdemanagement – Ihre Problemlöser Sofern Probleme nach der Information der zuständigen Stellen weiterbestehen, können Sie sich an unser Beschwerdemanagement wenden, das sich um Ihr Anliegen kümmert, es an die verantwortlichen Stellen weiterleitet und die Erledigung überwacht. Ansprechpartner sind: Barbara Schäfer, Telefon 90227 6030 Saraya Gomis, Telefon 90227 5817, Antidiskriminierungsbeauftragte beschwerdemanagement@senbjf.berlin.de 25 Bernhard-Weiß-Str. 6 10178 Berlin Fon +49 (30) 90227-5050 www.berlin.de/sen/bjf briefkasten@senbjf.berlin.de
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