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Volltext: Geschäftsbericht ... Issue 2018

Geschäftsbericht 2018 Berliner Wasserbetriebe , Anstalt öffentlichen Rechts, Berlin Geschäftsbericht 2018 INHALTSBERZEICHNIS Bericht des Aufsichtsrates ..................................................................................................................... 3 Zusammengefasster Lagebericht der Berliner Wasserbetriebe und des Konzerns ................................ 6 Bilanz ..................................................................................................................................................... 32 Gewinn- und Verlustrechnung............................................................................................................... 34 Anhang .................................................................................................................................................. 35 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers - Jahresabschluss ...................................... 54 Konzernbilanz ....................................................................................................................................... 58 Konzerngewinn- und Verlustrechnung .................................................................................................. 60 Konzernkapitalflussrechnung ................................................................................................................ 61 Konzerneigenkapitalspiegel ................................................................................................................... 62 Konzernanhang ..................................................................................................................................... 63 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers - Konzernabschluss ................................... 80 Entsprechenserklärung 2018 ................................................................................................................. 83 2 Bericht des Aufsichtsrates der Berliner Wasserbetriebe Der Aufsichtsrat der Berliner Wasserbetriebe hat im Berichtsjahr 2018 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands kontinuierlich überwacht und ihn bei der Leitung und strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens sowie bei wesentlichen Entscheidungen beratend begleitet. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über die wesentlichen Belange des Unternehmens und der Konzerngesellschaften. Insbesondere wurden die Geschäftslage und entwicklung, die Geschäftspolitik, die Rentabilität, die kurz- und langfristige Unternehmens-, Finanz,- und Personalplanung sowie die Investitionen und organisatorische Maßnahmen erläutert. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den Berichten des Vorstandes kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Die Aufsichtsratsvorsitzende stand mit dem Vorstand in engem Kontakt und hat sich über wichtige Entwicklungen berichten lassen. Über die wesentlichen Belange wurden die Mitglieder spätestens in der folgenden Aufsichtsratssitzung informiert. Für Geschäftsvorgänge, die für das Unternehmen eilbedürftig waren, wurden in zwei Fällen Beschlüsse im Rahmen von schriftlichen Verfahren gefasst. che Fragen der Unternehmenspolitik sowie der Governance-Organisation erörtert; Intensive Befassung mit Investitionsvorhaben und umweltpolitischen Anforderungen: Hierzu wurde eine Vielzahl von Investitionsprojekten beraten. Schwerpunkte: u. a. Umsetzung des Standortentwicklungskonzeptes des Klärwerks Waßmannsdorf, Neubau des Reinwasserbehälters im Zwischenpumpwerk Lindenberg, Bau einer Flockungsfiltration in Münchehofe und Erschließung von Altsiedlungsgebieten; Zustimmung zur Abgabe eines Angebots der Berliner Stadtwerke GmbH im Ausschreibungsverfahren über die Nachnutzung Tegel - eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas; Intensive Befassung mit der ComplianceÜberwachung: Hierzu hat der Vorstand regelmäßig und umfassend zu diesen Themenbereichen berichtet sowie die aktuelle Lage der Berliner Wasserbetriebe erläutert; Beratungen zu Cybersecurity sowie bestehenden Schutz- und Abwehrmaßnahmen des IT-Sicherheitsmanagements; u. a. wurde der Erneuerung der IT-Netzwerktechnik zugestimmt; Schwerpunkte der Sitzungen: Im Geschäftsjahr 2018 haben vier turnusmäßige Sitzungen stattgefunden. Dabei standen die nachfolgenden Themen im Mittelpunkt der Beratungen und Beschlussfassungen des Aufsichtsrates: Entwicklung des Unternehmens und seiner Tochtergesellschaften: Hierzu wurden jeweils die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und grundsätzli- Vertiefende Behandlung der DemografieMaßnahmen der Berliner Wasserbetriebe und Beratung des Systems der Vorstandsvergütung sowie der Vergütungspraxis nachfolgender Führungsebenen Nach Beratung der Chancen und Risiken wurde der Wirtschaftsplan 2019, mit den wesentlichen Prämissen für die Ergebnis-, Finanz,- und Personalplanung beschlossen. 3 Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich im Berichtsjahr zu zwei Klausurtagungen zusammengefunden. Ziel war, sich zu abzeichnenden Herausforderungen zu positionieren und die Weichen für eine erfolgreiche und nachhaltige Zukunft zu stellen. Gemeinsam mit dem Vorstand wurde ausführlich die mittel- und langfristige Tarifentwicklung diskutiert und hierbei die relevanten Einflussfaktoren und deren Entwicklungstendenzen dargestellt. Zudem wurde die strategische Positionierung der Berliner Stadtwerke GmbH, die sich verändernden energiewirtschaftlich Rahmenbedingungen sowie die Perspektive für die Berliner Stadtwerke Gruppe zum Teil mit externen Referenten präsentiert und intensiv beraten. Im Berichtsjahr haben sich die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands in einer gemeinsamen Fortbildungsveranstaltung zu aktuellen Entwicklungen in Recht und Praxis der Aufsichtsratstätigkeit, neuen Rechtsvorschriften sowie schwerpunktmäßig mit den Auswirkungen der EU-Datenschutzgrundverordnung und zur Cyberkriminalität informiert. Arbeit der Ausschüsse: Die vom Aufsichtsrat eingerichteten Ausschüsse (Wirtschafts- und Prüfungsausschuss sowie der Personalausschuss) haben im Geschäftsjahr 2018 regelmäßig getagt und den Aufsichtsrat bei seiner Arbeit effizient unterstützt. Über die Arbeit und die Ergebnisse der Ausschüsse wurde das Plenum durch die Ausschussvorsitzenden zu jeder Aufsichtsratssitzung ausführlich unterrichtet. Corporate Governance Kodex: Der Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr 2018 mit den Inhalten des Corporate Governance Kodex der Berliner Wasserbetriebe befasst. Vorstand und Aufsichtsrat haben gemeinsam die Entsprechenserklärung am 3. Dezember 2018 verabschiedet. Im Berichtsjahr hat kein Aufsichtsratsmitglied an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Gewährträgerversammlung zu in4 formieren wäre, sind im Berichtszeitraum nicht entstanden. Jahresabschlussprüfung 2018: Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 sind von dem durch die Gewährträgerversammlung gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen worden. Die Vorlagen sind zunächst vom Wirtschafts- und Prüfungsausschuss in Gegenwart des Abschlussprüfers und abschließend vom Aufsichtsrat zusammen mit dem Abschlussprüfer ausführlich besprochen worden. Der Abschlussprüfer hat über die Prüfungshandlungen, festgelegte Prüfungsschwerpunkte und das wesentliche Ergebnis seiner Prüfungen berichtet. Schwächen des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems sowie des Rechnungslegungsprozesses sind nicht festgestellt worden. Im Ergebnis seiner Prüfungen hat der Wirtschaftsund Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat empfohlen, dem Ergebnis der Prüfungen durch den Abschlussprüfer zuzustimmen, den Jahresabschluss, den Konzernabschluss sowie den Lagebericht zu billigen und sich dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns anzuschließen. Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung des Aufsichtsrates sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse gebilligt und empfiehlt in Übereinstimmung mit dem Vorstand seine Feststellung durch die Gewährträgerversammlung. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns wurde zugestimmt. Besetzung in Vorstand und Aufsichtsrat: Frau Prof. Dr. Barbara Praetorius wurde mit Wirkung zum 31. Januar 2018 zum Mitglied des Aufsichtsrats der Berliner Wasserbetriebe bestellt, und zwar anstelle von Herrn Axel Ensinger, der mit Wirkung zum 31. Dezember 2017 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist. Der Auf- sichtsrat hat Frau Prof. Dr. Barbara Praetorius mit Beschluss vom 16. März 2018 zum Mitglied des Wirtschafts- und Prüfungsausschusses gewählt. Danksagung: Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands für ihren Einsatz zum Wohle des Unternehmens. Besonderer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Berliner Wasserbetriebe und deren Beteiligungsunternehmen für ihr hohes persönliches Engagement und die erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2018. Berlin, 6. März 2019 Für den Aufsichtsrat Senatorin Ramona Pop Vorsitzende des Aufsichtsrates der Berliner Wasserbetriebe 5 Zusammengefasster Lagebericht der Berliner Wasserbetriebe und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 Der Lagebericht und der Konzernlagebericht der Berliner Wasserbetriebe wurden zusammengefasst, da die im Lagebericht beschriebenen Unternehmensgrundlagen wie Geschäftsmodell, Ziele und Strategien sowie Forschung und Entwicklung gleichermaßen für den Einzelund den Konzernabschluss gelten. Dies gilt ebenso für die Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie den Chancen-, Risiko- und Prognosebericht. Soweit nicht anders vermerkt, sind die Aussagen sowohl für den Einzel- als auch für den Konzernabschluss der Berliner Wasserbetriebe zutreffend. Seit 2014 gehört auch die neugegründete Berliner Stadtwerke GmbH als Tochtergesellschaft zu den Berliner Wasserbetrieben. Gemäß Beschluss des Abgeordnetenhauses besteht deren Aufgabe darin, in Produktionskapazitäten von Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien zu investieren und selbst erzeugten Strom bzw. Wärme zu veräußern. Darüber hinaus werden Dienstleistungen im Energiesektor erbracht. Die Auswirkungen auf einzelne Posten der Konzernbilanz und der Konzerngewinnund Verlustrechnung und der Einfluss der Berliner Stadtwerke GmbH und ihrer Tochtergesellschaften auf den Konzern sind gesamtwirtschaftlich von untergeordneter Bedeutung und werden daher jeweils nur kurz erläutert. 1. Unternehmensgrundlagen betriebe Kern der Berlinwasser Unternehmensgruppe. Träger ist das Land Berlin. Im Mittelpunkt der Berliner Stadtwerke GmbH und ihrer Tochterunternehmen stehen der Auf- und Ausbau von Produktionskapazitäten für erneuerbare Energien, die Verlagerung der energiewirtschaftlichen Wertschöpfung nach Berlin sowie der Aufbau energiepolitischer Beratungskompetenz für die Herausforderungen des Ballungsraums Berlin. Nachfolgend werden Geschäftsfelder mit ihren wesentlichen Gesellschaften dargestellt. Die Geschäftstätigkeit der Berlinwasser Unternehmensgruppe umfasst die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, die Regenwasserbewirtschaftung sowie die Erzeugung und den Vertrieb von erneuerbarem Strom, den Betrieb von Anlagen zur dezentralen Energieversorgung sowie die Durchführung von Energiedienstleistungen. 1.1. Geschäftsmodell des Konzerns Die Berlinwasser Unternehmensgruppe ist mit den Berliner Wasserbetrieben Deutschlands größtes Unternehmen für die Trinkwasserversorgung und die Abwasserentsorgung. Seit 160 Jahren versorgen wir die Menschen in Berlin und in Teilen Brandenburgs mit Trinkwasser und behandeln ihr Abwasser. Als Anstalt des öffentlichen Rechts sind die Berliner Wasser- 6 Die Berlinwasser Unternehmensgruppe ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit sowohl im regulierten Tarifgeschäft als auch im Wettbewerbsgeschäft tätig. Zu unserem Kundenkreis zählen private Haushalte, Gewerbe- und Industrieunternehmen, Wohnungswirtschaftsunternehmen und kommunale Einrichtungen. Das Zentrum unserer Geschäftstätigkeit liegt in der Metropolregion Berlin-Brandenburg. Unsere Geschäftstätigkeiten im Einzelnen sind stark von regulatorischen Vorgaben beeinflusst, wie dem Berliner Betriebe-Gesetz, der Wassertarifverordnung Berlin und dem Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG). Der Konzern wird von drei Vorständen geführt. Vorstandsvorsitzender ist Jörg Simon. Er ist auch verantwortlich für den Bereich Technik. Für den Bereich Finanzen trägt Frank Bruckmann die Verantwortung und für den Bereich Personal und Soziales Kerstin Oster. Den Aufsichtsratsvorsitz nimmt Frau Ramona Pop im Rahmen ihrer Funktion als Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin wahr. 1.2. Ziele und Strategien 1.2.1 Berliner Wasserbetriebe Ohne uns läuft nix Die Berliner Wasserbetriebe stellen sich den zukünftigen Herausforderungen einer wachsenden Stadt und unterstützen als Unternehmen des Landes Berlin die Entwicklung zu einer lebenswerten und modernen Metropole. In der Vision, dem Leitbild und den Zielen des Unternehmens „BWB 2021“ spiegelt sich der Anspruch wider, Ökologie, Soziales und Effizienz in Einklang zu bringen und im Interesse heutiger und zukünftiger Generationen zu handeln. 7 Wir erbringen Qualität zum fairen Preis Wir wirtschaften werterhaltend Das Berliner Trinkwasser wird zu 100 % naturnah aufbereitet und hat eine erstklassige Qualität. Dementsprechend gilt es, den Wasserkreislauf in Berlin zu schützen. Um dies zu gewährleisten, wurden verschiedene Teilstrategien erarbeitet. Darüber hinaus werden diese strategischen Überlegungen durch anerkannte Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Hinblick auf neue technische Lösungen ergänzt. Das Tarifmodell bildet fixe und variable Kosten angemessen ab und ist transparent. 2017 wurden die Tarife für 2018/2019 neu kalkuliert: Die Berliner Wasserbetriebe halten sich gegenüber den Berlinerinnen und Berlinern an ihre Zusage, die Tarife bis 2019 stabil zu halten. Nach derzeitiger Einschätzung könnte dies sogar bis 2023 gelingen. Damit ist der Trinkwasserpreis seit 2014 stabil. Der Schmutzwassertarif wurde im Jahr 2018 um weitere 4,0 % gesenkt und soll nach heutiger Einschätzung bis 2023 stabil bleiben. Innovative Ansätze und die digitale Entwicklung werden auch in einem benutzerfreundlichen und modernen Kundeninformationssystem umgesetzt. Der Kundenservice ist auf ein zeitgemäßes und möglichst individuelles Angebot an Leistungen ausgerichtet. Eine Kundenserviceoffensive soll darüber hinaus die Kundenorientierung in allen Bereichen des Unternehmens stärken. 8 Zur sicheren Einhaltung von gesetzlichen Überwachungswerten und Auflagen für die Reinigung und Entsorgung des Abwassers investiert das Unternehmen in erheblichem Umfang in neue Technologien und Kapazitäten. Dies geschieht darüber hinaus zur Sicherstellung einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Abwasserreinigung. Hierzu zählen beispielsweise der Neubau und die Erweiterung der Mischwasserspeicher auf den Klärwerken um 90.000 m³, die Optimierung der Belebungsbecken und die Errichtung einer vierten Reinigungsstufe als Flockungsfiltration zur weiteren Phosphorentfernung in allen Klärwerken des Unternehmens bis 2027. Insgesamt werden die Berliner Wasserbetriebe in den kommenden Jahren mehr als 2,5 Mrd. € bis 2024 in ihre Werke und Netze und damit in Qualität und Sicherheit investieren. Wir haben unser Leistungsspektrum durch neue, attraktive Dienstleistungen ausgebaut und sind ein wichtiger Auftraggeber für die Region. Wir sind führend im Umwelt- und Klimaschutz Ein hoher Qualitätsanspruch an die Ver- und Entsorgung ist verknüpft mit dem Schutz der Umwelt und des Klimas. Der Abschluss einer weiteren Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin im Jahr 2016 unterstützt das Be- streben des Landes Berlin, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu sein. Hierfür setzen die Berliner Wasserbetriebe schon seit langem verstärkt auf den Einsatz erneuerbarer Energien und investieren in moderne, energiesparende Verfahren. Dem Klimaschutz dient auch der Einsatz personenbefördernder Fahrzeuge mit alternativen Antriebstechniken, deren Anteil auf 80 % ansteigen soll. Mit dem Ausbau der Elektromobilität sowie weiteren Aktivitäten unterstützen die Berliner Wasserbetriebe gleichzeitig die Smart CityStrategie des Landes Berlin. Als Beispiele können hierzu die Entwicklung alternativer Regenwasserkonzepte, der Aufbau einer Regenwasseragentur, die elektronische Vergabeplattform, das gemeinsame Rechenzentrum der Berliner Wasserbetriebe, Berliner Verkehrsbetriebe und Berliner Stadtreinigungsbetriebe AöR, der Ausbau von Smart Metering sowie die Mieterstrommodelle der Berliner Stadtwerke GmbH genannt werden. Wir sind attraktiver Arbeitgeber Mit den steigenden Anforderungen an die Leistungen des Unternehmens muss auch die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten Schritt halten. Zur Bewältigung des demografischen Wandels haben die Berliner Wasserbetriebe eine umfassende Demografiestrategie „Fit for Change“ entwickelt. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten zu erhalten, Wissen nachhaltig zu sichern, neues Know-how aufzubauen sowie strategisch und bedarfsorientiert weiterzuentwickeln. In diesem Zusammenhang erfolgt auch die systematische Umsetzung einer neuen Rekrutierungsstrategie, in deren Rahmen auch in 2018 diverse Maßnahmen und Aktionen umgesetzt wurden, um die Arbeitgebermarke des Unternehmens weiter zu stärken. Die Berliner Wasserbetriebe stehen für die Förderung von Gleichstellung und Chancengleichheit für ihre Beschäftigten. In 2018 wurden in diesem Zusammenhang verschiedene Diversity-Maßnahmen erfolgreich realisiert und durch eine professionelle Arbeitgeber- kommunikation auch nach außen sichtbar gemacht. Im Zuge der Gleichstellung und Chancengleichheit von Männern und Frauen halten die Berliner Wasserbetriebe selbstverständlich das Landesgleichstellungsgesetz ein. Dieses sieht unter anderem die Erstellung eines Frauenförderplans vor. Der Frauenförderplan, welcher 2017 neu abgeschlossen wurde, betrachtet im Besonderen die Förderung von Frauen bei den Berliner Wasserbetrieben. Er gilt für die Jahre von 2017 bis 2023 und definiert unter anderem individuelle Zielvereinbarungen mit einzelnen Bereichen bei Unterrepräsentanz von Frauen. Der Plan richtet sich dabei nicht nur auf die quantitative Erhöhung des Frauenanteils, sondern fördert durch gezieltes Talentmanagement und durch Kompetenzentwicklung auch die qualitativen Fähigkeiten. 1.2.2 Konzern 2014 wurde die Berliner Stadtwerke GmbH gegründet, die nun als Tochtergesellschaft zum Konzern der Berliner Wasserbetriebe gehört. Der Konzern ist jedoch im Wesentlichen von der Entwicklung der Berliner Wasserbetriebe geprägt, über die vorstehend berichtet wurde, so dass hier im Folgenden nur auf die die Berliner Stadtwerke GmbH und ihre Tochtergesellschaften eingegangen wird. Als Tochtergesellschaft der Berliner Wasserbetriebe ist die Berliner Stadtwerke GmbH mit ihren Tochtergesellschaften Teil der Smart CityStrategie des Landes Berlin. Sie engagiert sich für die Gestaltung wichtiger Zukunftsthemen im breiten Spektrum der Energiewirtschaft. Im Mittelpunkt stehen der Auf- und Ausbau von Produktionskapazitäten für erneuerbare Energien im Raum Berlin-Brandenburg, die Verlagerung hin zu dezentralen Anlagen sowie der Aufbau energiepolitischer Beratungskompetenz für die Herausforderungen des Ballungsraums Berlins. Um diese Ziele zu erreichen, strebt die Berliner Stadtwerke GmbH enge Kooperationen mit den landeseigenen Unternehmen und anderen lokalen Partnern in den Bereichen Photovoltaik 9 und Blockheizkraftwerke, Mieterstromkonzepte und Energieeffizienzlösungen an. Die Berliner Stadtwerke GmbH arbeitet zudem eng mit ihrer Muttergesellschaft, den Berliner Wasserbetrieben, zusammen, um deren Produktion von erneuerbarem Strom zu steigern. Bis 2021 soll die Eigenproduktion von Strom von rund 89.000 MWh im Jahr 2014 auf ca. 96.700 MWh gesteigert werden. Hinzu kamen eine erhöhte Sichtbarkeit auf diversen Jobportalen, auf den Social Media Kanälen sowie über eine Mediaaktion explizit für Hochschulabsolventen. Ausbildung auf hohem Niveau 1.3. Mitarbeiter Die Berliner Wasserbetriebe bilden seit vielen Jahren junge Menschen aus, auch in Kooperation mit der OWA Falkensee, der BEGA.tec sowie der bluepartner GmbH. Aus der Maßnahme „Einstiegsqualifizierung“ haben die Berliner Wasserbetriebe sieben junge Geflüchtete und Berliner Jugendliche mit Startschwierigkeiten in eine reguläre Ausbildung übernommen. Mit dem Ziel, den zukünftigen Bedarf an Fachkräften überwiegend aus der eigenen Ausbildung und den daraus resultierenden Personalentwicklungsmaßnahmen zu decken, wurden 2018 insgesamt 70 ehemalige Auszubildende in ein unbefristetes Anstellungsverhältnis übernommen. Mitarbeiterentwicklung Nachhaltige Personalpolitik Als einer der größten Arbeitgeber in der Region Berlin-Brandenburg beschäftigen die Berliner Wasserbetriebe zum Stichtag 4.382 (Plan: 4.410) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Anteil der Frauen liegt, ähnlich wie im Vorjahr, unternehmensweit bei 31,4 % und unter den Führungskräften bei 30,4 % (Plan: 29,3 %). Bei den direkt dem Vorstand unterstellten Managern liegt der Frauenanteil mit 47,8 % deutlich höher. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels steht eine nachhaltige Personalpolitik im Fokus. Die Demografiestrategie „Fit for Change“ schafft hier die Basis. Über die Maßnahmen der Strategie hinaus ist es den Berliner Wasserbetrieben daher wichtig, mit einem großen Angebot an flexiblen Arbeitszeitmodellen und gezielten präventiven Maßnahmen zur Gesunderhaltung der eigenen Beschäftigten beizutragen. Aktuell werden 367 (Plan: 350) Schwerbehinderte oder Gleichgestellte beschäftigt. Damit ist die Schwerbehindertenquote leicht gesunken und liegt bei 8,4 % (Vorjahr: 8,5 %; Plan: 8,1 %). 1.4. Forschung und Entwicklung Die Berliner Stadtwerke GmbH will den Berliner Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit bieten, sich auch finanziell an den geplanten energiewirtschaftlichen Projekten zu beteiligen und damit die Energiewende zu unterstützen. Hierfür wurde im Juni 2018 erstmals ein festverzinsliches Nachrangdarlehen in Höhe von 4,7 Mio. € für die Errichtung einer Windenergieanlage in Großbeeren emittiert. Weiterentwicklung der Arbeitgebermarke In 2018 wurde umfassend an der Weiterentwicklung der Arbeitgebermarke der Berliner Wasserbetriebe gearbeitet. Die neue Karrierewebseite - das „Netz der Möglichkeiten“ - hat sich etabliert, der persönliche Kontakt auf Karriere- und Ausbildungsmessen intensiviert. 10 Unsere Forschung schafft klare Verhältnisse Als einziges Unternehmen der Branche in Deutschland verfügen die Berliner Wasserbetriebe über eine zertifizierte Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Mit Forschungs- und Innovationsprojekten streben die Berliner Wasserbetriebe nach ständiger Optimierung der sicheren, wirtschaftlichen und nachhaltigen Erfüllung der Ver- und Entsorgungsaufgaben. Durch die Entwicklung effektiver, nachhaltiger Technologien wird auch in Zukunft die bestmögliche Technik für den Ausbau und die Instandhaltung der Netze und Anlagen verfügbar sein. Die Forschungsbedarfe erstrecken sich dabei über den gesamten Wasserkreislauf. Hochqualifizierte Fachleute arbeiten hier gemeinsam in einem großen Netzwerk mit Hochschulen, Instituten und Unternehmen und insbesondere der Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH. Wir stärken den Forschungsstandort Berlin. Insgesamt betrugen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung 3,4 Mio. € (Vorjahr: 3,8 Mio. €). Digitalisierung in der Arbeitswelt Der fortschreitenden Digitalisierung in allen Bereichen wird mit einer Automatisierungsstrategie sowie dem Center of ExcellenceDigitalisierung Rechnung getragen. Auch in diesem Jahr wurden erneut bereichsübergreifende Teams gebildet, die sich mit innovativen Digitalisierungsprojekten beschäftigen und in Form von Erfolgssprints kurzfristig Lösungen erarbeiten. Zu den Themen gehören u.a. die prozessgeführte digitale Dokumentation technischer Anlagen sowie die digitale Verfügbarkeit von Dokumenten der Bauleitung. Weitere Projektteams beschäftigen sich zudem mit dem Aufbau einer Plattform auf Basis der LoRaWan-Technologie oder mit der Entwicklung einer digitalen Anwendung zur Bereitstellung von Wasseranalysedaten. 1.5. Nachhaltigkeit Mit der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung liegt ein wichtiger Teil der Daseinsvorsorge für die Bevölkerung in Berlin und Teilen von Brandenburg in der Hand der Berliner Wasserbetriebe. Damit trägt das Unternehmen eine hohe Verantwortung und ist in allen Bereichen zu nachhaltigem Handeln verpflichtet. Wie die Berliner Wasserbetriebe für eine nachhaltige Wasserwirtschaft in Berlin und Brandenburg arbeiten, ist im Nachhaltigkeitsbericht der Berliner Wasserbetriebe beschrieben, der alle zwei Jahre erscheint. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Steuerungssystem Zur Steuerung der Aktivitäten des Konzerns, die von den Berliner Wasserbetrieben geprägt sind, nutzt die Berlinwasser Unternehmensgruppe im Hinblick auf die Unternehmensziele folgende Leistungsindikatoren die kontinuierlich beobachtet und ausgewertet werden. Finanzielle Leistungsindikatoren Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren EBIT Trinkwassermenge Trinkwassertarifentwicklung/ Schmutzwassertarifentwicklung Abwassermenge Höhe der Investitionen Ausbildungsquote 1) verkaufte Menge Berlin 2) gereinigte Menge 1) 2) 2.2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2.1 Berliner Wasserbetriebe Die Hauptstadt ist der wesentliche Absatzmarkt für die Berliner Wasserbetriebe. Darüber hinaus sind die Berliner Wasserbetriebe auf Basis von langfristigen Verträgen für die Trinkwasserver- und die Abwasserentsorgung von einigen brandenburgischen Gemeinden und deren Zweckverbänden zuständig bzw. fungieren als Betriebsführer von Anlagen zu diesem Zweck. Zukünftig wird von einem leichten Anstieg des Berliner Trinkwasserbedarfes ausgegangen. Der bisherige Trend sinkender Trinkwasserbedarfe pro Kopf kompensierte bis vor wenigen Jahren die steigende Bevölkerungszahl Berlins. Mit der Trinkwasserbedarfs- und Schmutzwasseranfallsprognose aus dem Jahr 2016 für die Jahre 2016 bis 2030 reagierten die Berliner Wasserbetriebe frühzeitig auf den erwarteten Anstieg der Bevölkerung. Zudem bietet die Prognose eine fundierte Grundlage für die Wirtschaftsplanung und die Tarifkalkulation. 11 Auch stellt die künftige Klärschlammentsorgung die Unternehmen der Abwasserentsorgung, besonders durch eine veränderte Gesetzgebung für Energiever- und Klärschlammentsorgung, vor Herausforderungen. So wird etwa die Mitverbrennung von Klärschlamm in Kraft- oder Zementwerken in wenigen Jahren nicht mehr möglich sein. Mit dem Konzept zur Sicherstellung der Klärschlammentsorgung sichern die Berliner Wasserbetriebe ausreichende Entsorgungskapazitäten und streben eine Dämpfung der erwarteten Kostensteigerung an. Das Jahr 2018 zeichnete sich aufgrund der hohen Temperaturen und geringen Niederschläge als extremes Trockenjahr aus und führte zu einem hohen Bewässerungsbedarf, der sich in einem hohen Wasserverkauf für die Berliner Wasserbetriebe widergespiegelt hat. Ähnliche Mengen wurden zuletzt vor mehr als 20 Jahren gefördert, zu einem Zeitpunkt, zu dem noch zwei zusätzliche Wasserwerke zur Verfügung standen. Die Grundlage der Berliner Trinkwasserversorgung, bestehend aus Uferfiltration, Grundwasseranreicherung und landseitigem Zustrom hat sich in diesem Kontext im Extremjahr 2018 aber grundsätzlich bewährt. Es kam zu keinen Einschränkungen in der Wasserversorgung. Für die langfristige Sicherstellung der Trinkwasser-Versorgungssicherheit werden die Berliner Wasserbetriebe vor dem Hintergrund der wachsenden Stadt und zukünftig häufiger auftretenden Trockenphasen potentielle Engpässe und den resultierenden Handlungsbedarf identifizieren. 2.2.2 Konzern Die Berlinwasser Unternehmensgruppe ist auch ein Teil der Smart City-Strategie des Landes Berlin. Sie engagiert sich für die Gestaltung wichtiger Zukunftsthemen im breiten Spektrum der Wasser- und Energiewirtschaft. Einflussfaktoren mit wesentlicher Bedeutung für das Geschäft der Berliner Stadtwerke GmbH und ihrer Tochtergesellschaften sind die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Finanzierungskonditionen und die gesetzli12 chen Regelungen des EEG und des KraftWärme-Kopplungsgesetzes sowie des Energiesammelgesetzes. Die umfangreichen Investitionsvorhaben der Berliner Stadtwerke GmbH und ihrer Tochtergesellschaften werden durch weiterhin niedrige Zinsen gestützt. Die EEGUmlage, als ein wesentlicher Bestandteil des Strompreises für Endverbraucher, beträgt 6,792 Cent je kWh im Jahr 2018. Für 2019 wird die EEG-Umlage durch die Bundesnetzagentur auf 6,405 Cent je kWh angepasst. Das Zentrum der Aktivitäten der Berliner Stadtwerke GmbH und ihrer Tochterunternehmen liegt in Berlin und in den berlinnahen Regionen in Brandenburg. 2.3. Geschäftsverlauf der Berliner Wasserbetriebe und des Konzerns 2.3.1 Berliner Wasserbetriebe Ziele und Ergebnisse des Unternehmens Einheit 2017 IST 2018 Plan Finanzielle Leistungsindikatoren Ergebnis der betrieblichen Mio. € 238,0 268,8 Tätigkeit (EBIT) Trinkwassertarifent% +/- 0 +/- 0 wicklung Schmutzwassertarif% +/- 0 -4,0 entwicklung Höhe der Mio. € 273,9 479,7 Investitionen Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2019 2020 Plan IST 279,3 260,7 288,7 +/- 0 +/- 0 +/- 0 -4,0 +/- 0 +/- 0 496,6 425,0 464,7 Trinkwassermenge 1) Mio. m3 200,7 203,6 218,0 205,5 206,4 Abwassermenge 2) Mio. m3 261,7 253,2 252,2 262,0 262,9 6,6 7,2 Ausbildungsquote 1) 2) % 6,8 7,3 7,2 verkaufte Menge Berlin gereinigte Menge Entwicklung der Leistungsindikatoren Die Berliner Wasserbetriebe haben im Geschäftsjahr 2018 ihre Ziele erreicht. Die wichtigsten Leistungsindikatoren haben sich wie folgt entwickelt: • • • • EBIT stieg um 41,3 Mio. € auf 279,3 Mio. €. Trinkwassermenge mit 218,0 Mio. m3 auf höchstem Stand seit 5 Jahren. Investitionen um 222,7 Mio. € über Vorjahr. Rückkauf der Unternehmenszentrale für 118,1 Mio. €. Entwicklung der Abwasserreinigung (in Mio. m3) Berlin IST Umland Plan Gesamt Vorjahr 0 50 100 150 200 250 300 Infrastruktur fit für die Zukunft EBIT (Mio. €) Ist Vorjahr Plan 0 50 100 150 200 250 300 Das EBIT lag um 3,9 % über dem Planwert. Hauptursache ist ein nicht geplanter Ertrag durch die in 2018 geänderten Bescheide über die Niederschlagswasserabgabe des Landes Brandenburg für die Misch- und Trennkanalisation. In 2018 wurden die Bescheide teilwiderrufen sowie den Widersprüchen stattgegeben. Daraus entstanden sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 20,9 Mio. €. Die ergebniswirksamen Anteile aus dieser Absenkung in Höhe von 9,5 Mio. € machen den größten Teil der Ergebnisverbesserung aus. Wasserverkauf steigt weiter Die Berliner Wasserbetriebe haben im Geschäftsjahr aufgrund des außergewöhnlich warmen und trocknen Sommers 8,6 % mehr Trinkwasser in Berlin verkauft als im Vorjahr. Im Detail stellen sich die Trinkwassermengen und die gereinigte Abwassermenge wie folgt dar: Entwicklung des Wasserverkaufs (in Mio. m3) Berlin Ist Umland Plan Gesamt Vorjahr 0 50 100 150 200 250 In 2018 haben die Berliner Wasserbetriebe insgesamt 496,6 Mio. € in das Anlagevermögen investiert. Für den Rückkauf der Unternehmenszentrale wurden insgesamt 118,1 Mio. € gezahlt. Davon entfallen 107,4 Mio. € auf das Anlagevermögen und 11,0 Mio. € auf die Rückerstattung des von der Rolandufer KG in 1997 zu viel gezahlten Erbbauzinses, da der Rückkauf ursprünglich erst für 2028 geplant war. Die Aufteilung der Investitionen auf die einzelnen Ausgabegruppen ergibt sich wie folgt: 2018 Mio. € 2017 Delta Ist Plan IST Plan VJ 132,3 112,0 80,9 20,3 51,5 94,5 52,8 91,0 47,2 58,6 39,2 3,5 5,6 35,9 13,6 23,9 27,4 20,2 -3,5 3,7 10,7 15,8 7,7 -5,1 3,0 139,2 149,6 35,1 -10,4 104,0 453,4 43,2 443,0 36,7 241,7 32,2 10,4 6,5 211,7 11,0 496,6 479,7 273,9 16,9 222,7 Investitionen in: Kanalnetz und Abwasserdruckleitungen Klärwerke Rohrnetz Wasserwerke und Pumpwerke Abwasserpumpwerke Sonstige Investitionen Summe Drittinvestitionen Gesamtinvestitionen Die Investitionen in das Kanalnetz und in die Abwasserdruckleitungen liegen zum Jahresende 20,3 Mio. € über dem Plan. Während die Investitionen ins Kanalnetz den Plan deutlich übersteigen (22,7 Mio. €), bleiben die Investitionen in die Abwasserdruckleitungen etwas hinter dem Plan zurück (-2,4 Mio. €). Bei den Investitionen in das Kanalnetz übersteigen sowohl die Investitionen in die Sanierung des Netzes als auch in die Erweiterung 13 von Kanälen und Becken den Plan. Dabei konnte in der Sanierung eine höhere Verlegeleistung (+15,5 km) zu geringeren spezifischen Kosten (-13 €/m) realisiert werden, was im Wesentlichen auf eine Erhöhung der günstigeren, grabenlosen Renovierung gegenüber der kostenintensiveren Erneuerung in offener Bauweise zurückzuführen ist. Bei den Investitionen in die Abwasserdruckleitungen bleibt die Bauleistung der Erneuerungsmaßnahmen unter dem Plan, was unter anderem auf Genehmigungsschwierigkeiten zurückzuführen ist, nicht zuletzt da regelmäßig Hauptverkehrsstraßen betroffen sind. Für die Beseitigung der Rohrschäden an Abwasserdruckleitungen und in die Erweiterung des Abwasserdruckleitungsnetzes wurde auch hier mehr investiert als geplant. -2,6 Mio. €, da aufgrund der wachsenden Stadt eine neue Bemessungsgrundlage für die Auslegung zugrunde gelegt werden musste. Die sonstigen Investitionen beinhalten im Wesentlichen den Rückkauf der Unternehmenszentrale in Berlin Mitte in Höhe von 107,4 Mio. €. Bei den Drittinvestitionen handelt es sich um von Dritten durchgeführte und finanzierte Baumaßnahmen am Rohr- und Kanalnetz, die aufgrund der gesetzlichen Regelungen in das Eigentum der Berliner Wasserbetriebe übergehen. Der Gegenposten daraus wird in der Bilanz als Sonderposten aus sonstigen Finanzierungen des Anlagevermögens ausgewiesen. Ausbildungsquote auf hohem Niveau Die Investitionen in die Klärwerke liegen 3,5 Mio. € über dem Plan. Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Investitionen um 35,9 Mio. € gesteigert werden. Die Investitionen in das Rohrnetz liegen über dem Plan, was überwiegend den steigenden spezifischen Kosten (+285 €/m) in der Rehabilitation bei geringerer Bauleistung (-5,6 km) geschuldet ist. Die Erweiterung des Netzes liegt aufgrund des Wohnungsbaus über dem Plan (1,3 Mio. € bzw. 2,9 km). Die Investitionen in die Wasser- und Pumpwerke liegen unter dem Plan (-3,5 Mio. €). Die größte Einzelabweichung (-1,9 Mio. €) resultiert aus dem Projekt „Neubau Reinwasserbehälter Lindenberg“. Da die Angebote der Bieter weit über der Kostenberechnung lagen, war eine erneute Legitimation erforderlich. Die Investitionen in die Abwasserpumpwerke liegen mit 10,7 Mio. € unter dem Plan (15,8 Mio. €). Die größte Einzelabweichung entstand im Projekt „Neubau des Hauptpumpwerkes Charlottenburg“ aufgrund einer Fristverlängerung bei der Ausschreibung des Totalunternehmers (-1,1 Mio. €). Das Programm für den Ersatz der Diesel- durch Elektromotoren in den Abwasserpumpwerken führte zu einer Abweichung von insgesamt 14 Die Berliner Wasserbetriebe bilden aktuell in 22 Berufen aus, und beschäftigen zum Stichtag 271 Auszubildende. Damit ist das Ausbildungsniveau des Unternehmens, wie auch bereits in den Vorjahren, auf hohem Niveau. 2.3.2 Konzern Darüber hinaus haben die Berliner Stadtwerke GmbH und ihre Tochtergesellschaften erfolgreich investiert. Mio.€ Ist 2018 Plan IST 2017 Delta Plan VJ Investitionen in: Windenergie 3,1 8,9 7,7 -5,8 -4,6 Photovoltaik-Mieterstrom 0,0 2,5 0,3 -2,5 -0,3 Photovoltaik-Anlagenpacht 1,3 2,0 3,7 -0,7 -2,4 Anlagen-Effizienzmaßnahmen 0,0 3,1 0,0 -3,1 0,0 Blockheizkraft-Mieterstrom 0,1 0,3 0,0 -0,2 0,1 Geschäftsausstattung 0,0 0,3 0,0 -0,3 0,0 Gesamtinvestitionen 4,5 17,1 11,7 -12,6 -7,2 Im Bereich Windenergie wurde in einen selbstentwickelten Standort in Großbeeren investiert und eine Windenergieanlage errichtet. Die geplanten Investitionen für den Windpark Teltow II in Stahnsdorf wurden aufgrund eines Bebauungsplanverfahrens bis zum Abschluss dieses Verfahrens angehalten. Bei den Investitionen im Bereich PhotovoltaikMieterstrom sind vor allem in 2017 begonnene Projekte fertiggestellt worden. Der Realisierungsbeginn für ein Großprojekt wurde aufgrund weiterer notwendiger Abstimmungen zwischen den Betroffenen nach 2019 verschoben. Die Investitionen im Bereich PhotovoltaikAnlagenpacht betreffen vor allem die ARGE BSW-Berolina GbR, welche in 2016 von der Berliner Immobilienmanagement GmbH mit der Umsetzung mehrerer Lose beauftragt worden war. 2.4. Ertragslage der Berliner Wasserbetriebe und des Konzerns Gewinn- und Verlustrechnung BWB 2018 Mio. € Anteil Umsatzerlöse Erhöhung (+) / Verminderung (-) des Bestandes an unfertigen Leistungen Andere aktivierte Eigenleistungen 2017 Mio. € Abw. Mio. € Konzern 2018 Mio. € Anteil 2017 Mio. € Abw. Mio. € 1.151,9 93 % 1.099,5 52,4 1.156,5 93 % 1.101,8 54,7 0,0 0% 0,9 -0,9 0,0 0% 1,0 -1,0 51,8 4% 49,9 1,9 51,9 4% 50,0 1,9 20,1 Sonstige betriebliche Erträge 36,9 3% 17,0 19,9 37,2 3% 17,1 1.240,6 100 % 1.167,3 73,3 1.245,6 100 % 1.169,9 75,7 Materialaufwand -239,5 -19 % -228,7 10,8 -243,1 -20 % -230,8 12,3 Personalaufwand -321,2 -26 % -310,0 11,2 -322,9 -26 % -311,0 11,9 Abschreibungen -299,7 -24 % -294,8 4,9 -304,4 -24 % -299,1 5,3 Sonstige betriebliche Aufwendungen und sonstige Steuern -100,9 -8 % -95,8 5,1 -89,7 -7 % -82,9 6,8 279,3 23 % 238,0 41,3 285,5 23 % 246,1 39,4 Gesamtleistung Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit Beteiligungsergebnis Zinsergebnis 0,0 0% 0,0 0,0 0,2 0% 0,0 0,2 -75,3 -6 % -103,8 28,5 -81,3 -7 % -110,1 28,8 Steuern vom Einkommen und Ertrag -10,4 -1 % 0,9 -11,3 -10,0 -1 % 1,8 -11,8 Jahresüberschuss 193,6 16 % 135,1 58,5 194,4 16 % 137,8 56,6 wie gegenläufigen Effekten aus der Nachkalkulation der Trinkwassertarife1). 2.4.1 Berliner Wasserbetriebe Umsatzerlöse 2018 Zusammensetzung Umsatzerlöse (in Mio.€) Die Umsatzerlöse aus Schmutzwasser Berlin stiegen insgesamt um 12,9 Mio. € an. Hier wirkt sich die gestiegene Schmutzwassermenge Berlin aus, der gegenläufige Effekte aus der Nachkalkulation der Abwassertarife 1) gegenüber stehen. 2017 Schmutzwasser Berlin Trinkwasserverkauf Berlin Niederschlagswasserentg. Entw. öffentl. Straßen Aufl. Sopo a. Zuschüssen Sonstige Umsatzerlöse Schmutzwasser Umland Hausanschlüsse 0 100 200 300 400 500 Die Umsatzerlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 52,4 Mio. €. Die Umsatzerlöse aus Trinkwasserverkauf Berlin stiegen insgesamt um 47,0 Mio. €. Dies resultiert aus der höheren Trinkwasserverkaufsmenge Berlin so- Die Umsatzerlöse aus dem Entgelt für die Entwässerung öffentlicher Straßen und Plätze sind gegenüber dem Vorjahr um 9,0 Mio. € gesunken. Die Auflösung der Verbindlichkeiten und Rückstellungen für die Niederschlagswasserab1 Gemäß Wassertarifverordnung sind die Überdeckungen, die entstehen, da die Einnahmen aus dem Trinkwasserverkauf und Schmutzwasserentsorgung die entstandenen Kosten übersteigen, den Kunden in Folgeperioden gutzuschreiben und als Erlösabgrenzung zu berücksichtigen 15 gabe des Landes Brandenburg für die Mischund Trennkanalisation aufgrund der nun vorliegenden Bescheide wirkte sich hier in Höhe von -9,0 Mio. € aus. Einmaleffekt beeinflusst sonstige betriebliche Erträge positiv Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen, insbesondere wegen höherer Erträge aufgrund neuer Bescheide für die Niederschlagswasserabgabe des Landes Brandenburg für die Mischund Trennkanalisation (20,9 Mio. €) sowie der höheren Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für steuerliche Betriebsprüfungen (1,7 Mio. €) und für Abwasserabgaben (1,4 Mio. €). Im Vorjahr war hier zusätzlich im Wesentlichen die Erstattung für Stromsteuer der Jahre 2006 bis 2014 in Höhe von 3,0 Mio. € ausgewiesen. Mehr Beschäftigte und Tarifsteigerung wirken auf Personalaufwand Der Personalaufwand betrug 321,2 Mio. € und lag damit um 11,2 Mio. € über dem Vorjahr. Der Personalaufwand erhöhte sich im Wesentlichen durch die Tariferhöhung ab 1. März 2018 um 3,19 %, und die darauf entfallenden höheren Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung. Gegenüber dem Vorjahr ist die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten um 14 angestiegen. EBIT erreicht Das EBIT verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr. Dies resultiert im Wesentlichen aus höheren Umsatzerlösen und aus Einmaleffekten im Zusammenhang mit den neuen Bescheiden für die Niederschlagswasserabgabe des Landes Brandenburg für die Misch- und Trennkanalisation. Materialaufwand leicht angestiegen Zusammensetzung Materialaufwand (in Mio. €) 2018 2017 Grundwasserentnahmeentgelt Fremdleist. Instandhaltung Energie, Brennstoffe Sonstige Fremdleistungen Material- u. Wareneinsatz Abwasserabgabe Klärschlammentsorgung Fremdleistungen… Hilfsstoffe Sonstge Entsorgungskosten 0 10 20 30 40 50 60 70 Der Materialaufwand liegt insgesamt über dem Niveau des Vorjahres. Hier wirken sich insbesondere das höhere Grundwasserentnahmeentgelt wegen des höheren Wasserverkaufs (5,3 Mio. €) und die aufgrund von Mehrausgaben infolge von Preissteigerungen gestiegenen Fremdleistungen für Instandhaltungen (2,5 Mio. €) aus. 16 Auswirkungen des niedrigen Zinsniveaus spürbar Das negative Zinsergebnis verbesserte sich um 28,5 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Geringere Zinsaufwendungen ergaben sich aus dem niedrigeren langfristigen Darlehensbestand sowie der kontinuierlichen Refinanzierung der Darlehensbestände zu niedrigeren Zinssätzen (23,6 Mio. €). Die Zinsen aus der Diskontierung von Rückstellungen unter Anwendung der Rückstellungsabzinsungsverordnung erhöhten sich um 0,4 Mio. €. Im Zusammenhang mit den abgeschlossenen und laufenden Betriebsprüfungen ergaben sich Zinserträge (3,4 Mio. €, Vorjahr: 3,2 Mio. €) sowie Zinsaufwendungen (0,8 Mio. €, Vorjahr: 5,1 Mio. €). Steuern von Einkommen und Ertrag steigen mit verbessertem EBIT In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind aufgrund des höheren operativen Ergebnisses höhere laufende Steuern (6,7 Mio. €) enthalten. Weiterhin wirken sich höhere latente Steuern in Höhe von 2,4 Mio. € aus. Jahresergebnis positiv Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus Einmaleffekten im Zusammenhang mit den neuen Bescheiden für die Niederschlagswasserabgabe des Landes Brandenburg für die Misch- und Trennkanalisation. 2.4.2 Konzern Im Geschäftsjahr wurden die Berliner Stadtwerke EnergiePartner GmbH und die Berliner Stadtwerke KommunalPartner GmbH zum 8. Januar 2018 erstkonsolidiert. Mit dem Rückkauf der Unternehmenszentrale der Berliner Wasserbetriebe von der Rolandufer KG ist die Funktion der Rolandufer KG als Zweckgesellschaft zum 31. Dezember 2018 erloschen. Die Rolandufer KG wurde daher zum 31. Dezember 2018 entkonsolidiert. Die Auswirkungen auf einzelne Posten der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und Verlustrechnung werden jeweils in der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage erläutert. Des Weiteren verweisen wir auf die Erläuterungen im Konzernanhang. Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung ist in allen Posten von der Gewinn- und Verlustrechnung der Berliner Wasserbetriebe geprägt. Die Entwicklung der Ertragslage der Berliner Wasserbetriebe ist in Punkt 2.4.1 erläutert. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit des Konzerns zum 31. Dezember 2018 belief sich auf 285,5 Mio. € (Vorjahr: 246,1 Mio. €). Es entfällt mit 279,3 Mio. € (Vorjahr: 238,0 Mio. €) auf die Berliner Wasserbetriebe und mit 11,6 Mio. € (Vorjahr: 11,4 Mio. €) auf die Rolandufer KG. Gegenläufig wirkten sich die Ergebnisse der betrieblichen Tätigkeit der Berliner Stadtwerke GmbH und ihre in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften (im Folgenden Berliner Stadtwerke Gruppe) in Höhe von -5,4 Mio. € (Vorjahr: -3,3 Mio. €) aus. Umsatzbeitrag der Berliner Stadtwerke Gruppe gestiegen In den Umsatzerlösen des Konzern sind zusätzlich zu den Umsatzerlösen der Berliner Wasserbetriebe die Erlöse aus Stromverkauf der Berliner Stadtwerke GmbH und ihrer Tochtergesellschaften enthalten, die gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 2,3 Mio. € anstiegen. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem Wachstum der Kundenzahlen. Materialaufwand für Strombeschaffung gestiegen Der Materialaufwand der Berliner Stadtwerke GmbH stieg aufgrund der Kosten für Strombeschaffung, Netzentgelte und EEG-Entgelte sowie für Kundenabrechnungen, Bilanzkreismanagement und das Call Center um 1,4 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Werbekosten gestiegen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen Steuern der Berliner Stadtwerke Gruppe erhöhten sich um insgesamt 1,8 Mio. €. Dies resultierte im Wesentlichen aus höheren Werbekosten (1,0 Mio. €) und den im Geschäftsjahr erstmals entstandenen Aufwendungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 0,4 Mio. €. Konzern-EBIT von den Berliner Wasserbetrieben geprägt Das EBIT in Höhe von 285,5 Mio. € ist gegenüber dem Vorjahr um 39,4 Mio. € gestiegen. Ursächlich dafür ist die Erhöhung des EBIT der Berliner Wasserbetriebe, die unter dem Punkt Ertragslage erläutert ist. Das EBIT der Berliner Stadtwerke Gruppe verschlechterte sich um 2,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr, insbesondere aufgrund des weiteren Aufbaus des Geschäftsbetriebes. 17 Auswirkungen des niedrigen Zinsniveaus spürbar Konzernjahrergebnis positiv Der Konzernjahresüberschuss in Höhe von 194,4 Mio. € (Vorjahr: 137,8 Mio. €) wurde im Wesentlichen von den Berliner Wasserbetrieben erwirtschaftet (193,6 Mio. €; Vorjahr: 135,1 Mio. €). Das negative Zinsergebnis des Konzerns verbesserte sich um 28,7 Mio. € gegenüber dem Vorjahr und resultiert im Wesentlichen aus dem Zinsergebnis der Berliner Wasserbetriebe, das unter Punkt 2.4.1 erläutert ist. Der Anteil der Rolandufer KG am Konzernjahresüberschuss betrug 6,1 Mio. € (Vorjahr: 5,8 Mio. €), der Anteil der Berliner Stadtwerke Gruppe beträgt -5,3 Mio. € (Vorjahr: -3,1 Mio. €). Steuern von Einkommen und Ertrag steigen mit verbessertem EBIT der Berliner Wasserbetriebe Die Steuern vom Einkommen und Ertrag stiegen gegenüber dem Vorjahr um 11,7 Mio. € und resultieren im Wesentlichen aus den Steuern vom Einkommen und Ertrag der Berliner Wasserbetriebe, die unter Punkt 2.4.1 erläutert sind. Die Position „Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Konzernjahresüberschuss“ enthält das vollständige Jahresergebnis der Rolandufer KG in Höhe von 6,1 Mio. € (Vorjahr: 5,8 Mio. €). 2.5. Finanz- und Vermögenslage der Berliner Wasserbetriebe und des Konzerns Bilanz BWB 2018 Mio. € Anteil Konzern 2017 Mio. € Abw. Mio.€ 2018 Mio. € Anteil 2017 Mio. € Abw. Mio.€ Anlagevermögen 6.371,0 87 % 6.179,9 191,1 6.374,1 87 % 6.291,2 82,9 Umlaufvermögen 919,2 13 % 998,6 -79,4 932,0 13 % 1.029,3 -97,3 Rechnungsabgrenzungsposten 4,8 0% 2,9 1,9 5,5 0% 3,4 2,1 Aktive latente Steuern 4,7 0% 9,2 -4,5 6,0 0% 10,0 -4,0 Aktiva 7.299,7 100 % 7.190,6 109,1 7.317,6 100 % 7.333,9 -16,3 Eigenkapital 1.731,7 24 % 1.597,7 134,0 1.720,6 24 % 1.610,4 110,2 Langfristiges Fremdkapital ( > 5 Jahre) 2.546,7 35 % 2.395,1 151,6 2.578,2 35 % 2.411,5 166,7 Kurz- und mittelfristiges Fremdkapital ( < 5 Jahre) 3.021,3 41 % 3.197,8 -176,5 3.018,8 41 % 3.312,0 -293,2 Fremdkapital insgesamt 5.568,0 76 % 5.592,9 -24,9 5.597,0 76 % 5.723,5 -126,5 Passiva 7.299,7 100 % 7.190,6 109,1 7.317,6 100 % 7.333,9 -16,3 18 2.5.1 Berliner Wasserbetriebe Rückkauf Unternehmenszentrale erhöht Anlagevermögen Umlaufvermögen Zusammensetzung Umlaufvermögen (in Mio. €) 2018 2017 Ford. a. Lieferungen u. Leistungen Im Geschäftsjahr 2018 haben die Berliner Wasserbetriebe insgesamt 496,6 Mio. € (Vorjahr: 273,9 Mio. €) in das Anlagevermögen (ohne Finanzanlagen) investiert. Für den Rückkauf der Unternehmenszentrale wurden insgesamt 118,1 Mio. € gezahlt. Davon entfallen 107,4 Mio. € auf das Anlagevermögen und 11,0 Mio. € auf die Rückerstattung des von der Rolandufer KG in 1997 zu viel gezahlten Erbbauzinses, da der Rückkauf ursprünglich erst für 2028 geplant war. Für die Erneuerung der Anlagen wurden 238,0 Mio. € und hier im Wesentlichen für das Kanalnetz verwendet. Die Erweiterungsinvestitionen in Höhe von 258,6 Mio. € erfolgten vor allem im Klärwerk Waßmannsdorf. Die wesentlichen Investitionen sind in Punkt 2.3.1 erläutert. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Schwerpunkte der Investitionen für Erneuerungen und Erweiterungen der Netze und der Anlagen nicht verändert. Demgegenüber sind Abschreibungen in Höhe von 299,7 Mio. € (Vorjahr: 294,8 Mio. €) entstanden, davon 16,3 Mio. € auf den Geschäftsoder Firmenwert. Durch die planmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes sinkt das immaterielle Anlagevermögen. Die Berliner Wasserbetriebe finanzieren ihre Investitionen über deren Abschreibungen auf Wiederbeschaffungszeitwerte, die über den Tarif vereinnahmt werden. Zur Finanzierung der Investitionen nehmen die Berliner Wasserbetriebe regelmäßig langfristige Darlehen von Banken und anderen Kreditgebern auf. Dabei erfolgt die Finanzierung nicht pro Investitionsmaßnahme sondern im Rahmen einer Gesamtfinanzierung aller Investitionsmaßnahmen. Sonstige Vermögensgegenstände Unfertige Leistungen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Kasse und Bankguthaben 0 150 300 450 600 750 900 Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Infolge der gestiegenen Umsatzerlöse aufgrund des hohen Wasserverkaufs im Geschäftsjahr, wegen des außergewöhnlich warmen und trocknen Sommers, stiegen auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr deutlich um 37,4 Mio. € an. Dem Zahlungsausfallrisiko von Forderungen wird mit vertraglich festgelegten Zahlungskonditionen und einem Debitorenmanagement (Mahnwesen) begegnet. Liquide Mittel für Rückkauf der Unternehmenszentrale verwendet Zum Jahresende sind liquide Mittel in Höhe von 1,6 Mio. € (Vorjahr 118,0 Mio. €) vorhanden. Für den Rückkauf der Unternehmenszentrale zum 31. Dezember 2018 wurden insbesondere bereits in 2016 durch ForwardDarlehen gesicherte Termingeldanlagen in Höhe von 100,0 Mio. € verwendet. Eigenkapitalquote gestiegen Durch das verbesserte Jahresergebnis 2018 ist das Eigenkapital zum Bilanzstichtag angestiegen und beträgt 24 % (Vorjahr: 22 %) der Bilanzsumme. Der Bilanzgewinn des Jahres 2018 in Höhe von 111,7 Mio. € (Vorjahr: 59,6 Mio. €) wird gemäß Berliner Betriebe-Gesetz in voller Höhe an das Land Berlin ausgeschüttet. 19 Rücklagenzuführung stärkt Eigenfinanzierungskraft Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten durch Neuaufnahme von Darlehen gestiegen Gemäß Umlaufbeschluss der Gewährträgerversammlung vom 1. Februar 2016 sind die geschäftsführenden Organe der Berliner Wasserbetriebe berechtigt, der sogenannten Rücklage für Tilgungen von Darlehen der Investitionsbank Berlin im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses so lange Beträge zuzuführen, wie die Berliner Wasserbetriebe Verpflichtungen für Tilgungsleistungen, für die im Zusammenhang mit der Beendigung der Stillen Gesellschaften übernommenen Darlehen, gegenüber der Investitionsbank Berlin haben. Im Geschäftsjahr 2018 wird ein Betrag in Höhe von 33,7 Mio. € (Vorjahr: 33,7 Mio. €) den Gewinnrücklagen des Betriebsteils Abwasserentsorgung zugeführt. Dieser Betrag entspricht den Tilgungsleistungen für das Jahr 2019. Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten stiegen insgesamt um 144,4 Mio. € auf 1.797,8 Mio. € (Vorjahr: 1.653,4 Mio. €) an. Es handelt sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und anderen Darlehensgebern, die nach Ablauf von fünf Jahren fällig sind. Diese betreffen in Höhe von 1.638,2 Mio. € (Vorjahr: 1.542,4 Mio. €) Kreditinstitute. Weiterhin sind hier sonstige Verbindlichkeiten mit Darlehenscharakter in Höhe von 159,6 Mio. € (Vorjahr: 111,0 Mio. €) enthalten. Sie sind ausschließlich mit einer fixen Zinsbindung versehen. Im Geschäftsjahr wurden langfristige Darlehen in Höhe von 340,0 Mio. € neu aufgenommen. Mit Ablauf des Geschäftsjahres ergeben sich neue Fristigkeiten für die Tilgung der Darlehen. Daraus resultiert eine Verschiebung in den kurz- und mittelfristigen Bereich in Höhe von -195,6 Mio. €. Weiterhin wurden die geschäftsführenden Organe mit dem oben genannten Gewährträgerbeschluss ermächtigt, der sogenannten Rücklage für Wiederbeschaffungszeitwerte in jedem Geschäftsjahr Beträge zuzuführen, die auf der in der Tarifkalkulation berücksichtigten Differenz zwischen den Abschreibungen auf Basis der historischen Anschaffungskosten und den Abschreibungen, welche sich auf der Grundlage von Wiederbeschaffungszeitwerten ergeben, basiert. Im Geschäftsjahr erfolgte hierfür eine Zuführung zu den Gewinnrücklagen in Höhe von 48,2 Mio. € (Vorjahr: 41,8 Mio. €). Langfristiges Fremdkapital Bei den langfristigen Sonderposten in Höhe von 581,2 Mio. € (Vorjahr: 572,3 Mio. €) handelt es sich im Wesentlichen um Zuschüsse für von Dritten durchgeführte und finanzierte Baumaßnahmen am Rohr- und Kanalnetz, die aufgrund der gesetzlichen Regelungen in das Eigentum der Berliner Wasserbetriebe übergehen. Der Gegenposten daraus wird in der Bilanz als Anlagevermögen ausgewiesen. Anstieg der Rückstellungen bei gleichzeitigem Rückgang der Verbindlichkeiten Zusammensetzung langfristiges Fremdkapital (Mio.€) 2018 2017 Finanzielle Verbindlichkeiten Sonderposten aus Zuschüssen Rückstellungen Passive latente Steuern Sonstige Verbindlichkeiten 0 Langfristige Sonderposten aus Zuschüssen stabil 500 1000 1500 2000 Die Rückstellungen im langfristigen Bereich betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Rückstellungen für die begleitende Nachkalkulation der Wasser- und Abwassertarife für die noch nicht abgeschlossenen Kalkulationszeiträume in Höhe von 96,3 Mio. €. Für gemäß Art. 28 EGHGB nicht in den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesene Beträge verbleibt ein nicht dotierter handelsrechtlicher Wertan- 20 satz von 5,9 Mio. € (Vorjahr: 6,1 Mio. €). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt 0,3 Mio. €. und Zinsbindungsfrist weitestgehend mittelund langfristig ausgerichtet. Die Darlehen valutieren ausnahmslos in Euro. In den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten waren im Vorjahr Verbindlichkeiten aus der begleitende Nachkalkulation der Wasserund Abwassertarife für die abgeschlossenen Kalkulationszeiträume in Höhe von 93,0 Mio. € enthalten, die nun kurz- und mittelfristigen Bereich ausgewiesen werden. Erhaltene Anzahlungen bleiben stabil Kurz- und mittelfristiges Fremdkapital Verbindlichkeiten gestiegen Zusammenstetzung kurz- und mittelfristiges Fremdkapital (Mio . €) 2018 2017 Finanzielle Verbindlichkeiten Erhaltene Anzahlungen Sonstige Verbindlichkeiten Sonderposten aus Zuschüssen Rückstellungen Lieferungs- u. Leistungsverbindl. Passive latente Steuern Rechnungsabgrenzungsposten 0 500 1000 1500 2000 Kurz- und mittelfristige finanzielle Verbindlichkeiten durch Tilgungen gesunken Die kurz- und mittelfristigen finanziellen Verbindlichkeiten sind insgesamt um 231,9 Mio. € auf 1.615,9 Mio. € (Vorjahr: 1.847,8 Mio. €) gesunken. Diese betreffen mit 1.522,0 Mio. € Kreditinstitute (Vorjahr: 1.753,8 Mio. €). Weiterhin bestehen sonstige kurz- und mittelfristige Verbindlichkeiten mit Darlehenscharakter in Höhe von 93,9 Mio. € (Vorjahr: 94,0 Mio. €). Sie sind ausschließlich mit einer fixen Zinsbindung versehen. Die Zinsverbindlichkeiten daraus sanken gegenüber dem Vorjahr um 6,0 Mio. €. Aufgrund planmäßiger Tilgungen, saldiert mit planmäßigen Neuaufnahmen sanken die kurz- und mittelfristigen finanziellen Verpflichtungen aus Darlehen um insgesamt 421,4 Mio. €. Aus den neuen Fristigkeiten für die Tilgung der Darlehen resultiert eine Verschiebung aus dem langfristigen Bereich in den kurz- und mittelfristigen Bereich in Höhe von +195,5 Mio. €. Das Darlehensportfolio der Berliner Wasserbetriebe ist in Bezug auf Laufzeit Die für das Geschäftsjahr 2018 von den Kunden erhaltenen, noch nicht verrechneten Abschlagsbeträge werden als erhaltene Anzahlungen in Höhe von 808,9 Mio. € als kurzfristiges Fremdkapital ausgewiesen. In den kurz- und mittelfristigen sonstigen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen die Verpflichtung aus der Nachkalkulation der Wasserund Abwassertarife für die abgeschlossenen Kalkulationszeiträume enthalten. Diese steigen aufgrund der Verschiebung aus dem langfristigen Bereich um 87,4 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Des Weiteren sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 5,6 Mio. € (Vorjahr: 5,1 Mio. €) enthalten. Wirtschaftlich erfolgreiches Jahr 2018 Insgesamt blicken die Berliner Wasserbetriebe auf ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr 2018 zurück, das mit einem deutlich positiverem als geplanten Ergebnis abgeschlossen werden konnte. Liquiditätsentwicklung und Finanzierungsstrategie Fremdmittel wurden überwiegend in Form langfristiger Bankdarlehen beschafft. Daneben wurden unterjährige Liquiditätsschwankungen durch Tagesgeldaufnahmen und -anlagen bei Banken ausgeglichen. Im März 2018 stimmte der Aufsichtsrat der Berliner Wasserbetriebe der Gewährung wechselseitiger Darlehen zwischen den Berliner Wasserbetrieben und anderen Beteiligungsunternehmen des Landes Berlin zu, soweit die Vorgaben eines entsprechenden Rechtsgutachtens beachtet würden. Auf dieser Grundlage haben die Berliner Stadtreinigungsbetriebe AöR und die Berliner Wasserbetriebe am 21 27. März 2018 einen Rahmenvertrag über Kurzfristkredite abgeschlossen. Dieser bildet die rechtliche Grundlage dafür, dass die Berliner Wasserbetriebe zusätzlich zu den Tagesgeldaufnahmen und -anlagen bei Banken Termingelder bei der Berliner Stadtreinigungsbetriebe AöR in Höhe von durchschnittlich 60,2 Mio. € aufgenommen haben. Die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Berliner Wasserbetriebe wurde zusätzlich durch Kreditlinien von Banken unterstützt. Cashflow Rechnung + + - Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen des Mutterunternehmens Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten Cashflow Rechnung Periodenergebnis +/+/+/- -/+ +/- -/+ Abschreibungen/ Zuschreibungen auf das Anlagevermögens Zunahme/Abnahme der Rückstellungen Zahlungsunwirksame Erträge aus der Auflösung von Sonderposten Zunahme/Abnahme von Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind Zunahme/Abnahme von Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind Gewinn/Verlust aus Anlageabgängen 2018 Mio. € BWB 2017 Mio. € Abw. Mio.€ 193,6 135,1 58,5 299,6 294,8 4,8 86,8 -74,5 161,3 -34,6 -35,0 0,4 59,0 -7,0 66,0 -34,6 192,8 -227,4 3,8 -0,3 4,1 +/- Zinsaufwendungen/-erträge 75,3 103,9 -28,6 +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 10,4 -1,0 11,4 -/+ Ertragsteuerzahlung -6,9 -9,3 2,4 652,4 599,5 52,9 -5,5 -5,9 0,4 2,1 4,5 -2,4 Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Auszahlungen für Investitionen - in das immaterielle Anlagevermögen Einzahlungen aus + Sachanlagen-Abgängen Auszahlungen für + Investitionen in das Sachanlagevermögen Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen + Erhaltene Zinsen Cashflow aus der Investitionstätigkeit 22 BWB 2017 Mio. € Abw. Mio.€ 0,0 22,7 -22,7 340,0 100,6 239,4 -703,7 -277,8 -425,9 + Einzahlungen aus Zuschüssen 41,0 23,3 17,7 - Gezahlte Zinsen -82,6 -84,0 1,4 - Gezahlte Dividenden an das Mutterunternehmen -59,6 -92,1 32,5 -464,9 -307,3 -157,6 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit Veränderung der liquiden Mittel Einen detaillierten Einblick in die Finanzlage der Berliner Wasserbetriebe ergibt die folgende Kapitalflussrechnung. 2018 Mio. € Finanzmittelfonds am Anfang der + Periode Finanzmittelfonds am Ende der Periode -298,9 10,5 -309,4 18,0 7,4 10,5 -280,9 18,0 -298,9 Der Finanzmittelfonds enthält 1,6 Mio. € Bankguthaben und 0,06 Mio. € Bargeld. Die Berliner Wasserbetriebe hatten zum 31. Dezember 2017 Festgeldanlagen in Höhe von 100,0 Mio. €, fällig am 19. März 2018, getätigt. Am Bilanzstichtag bestanden jederzeit fällige Kreditverbindlichkeiten in Höhe von 282,5 Mio. € (Vorjahr: 0 €). Diese wurden gemäß DRS 21 nicht in den Finanzmittelfonds einbezogen. Zum 31. Dezember 2018 bestand eine freie Kreditlinie in Höhe von 177,5 Mio. €. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen sind im Anhang angegeben. 2.5.2 Konzern -486,8 -261,5 -225,3 0,0 -23,3 23,3 3,8 4,5 -0,7 -486,4 -281,7 -204,7 Die Bilanz des Konzerns wird in allen Positionen von der Bilanz der Berliner Wasserbetriebe geprägt. Die Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage der Berliner Wasserbetriebe ist in Punkt 2.5.1 erläutert. Der Konzern hat insgesamt 394,0 Mio. € (Vorjahr: 279,8 Mio. €) investiert. Die Berliner Wasserbetriebe haben, nach Abzug der Anlagen der bereits in den Konzernabschluss einbezo- genen Rolanduber KG in Höhe von 107,4 Mio. €, die durch Kauf auf die Berliner Wasserbetriebe zum 31. Dezember 2018 übergegangen sind, insgesamt 389,2 Mio. € (Vorjahr: 273,9 Mio. €) im Geschäftsjahr investiert. Die Berliner Stadtwerke Gruppe hat im Geschäftsjahrs insgesamt 4,8 Mio. € (Vorjahr: 5,9 Mio. €) in Energieerzeugungsanlagen investiert. Demgegenüber sind Abschreibungen in Höhe von 304,4 Mio. € (Vorjahr: 299,1 Mio. €) entstanden. Umlaufvermögen Das Umlaufvermögen des Konzerns ist insgesamt um 97,3 Mio. € gesunken. Über die Entwicklungen bei den Berliner Wasserbetrieben (-79,0 Mio. €), die in Punkt 2.5.1 erläutert sind hinaus, stieg der Bestand an liquiden Mitteln der Rolandufer KG bis zur Entkonsolidierung am 31. Dezember 2018 um 10,3 Mio. €. Der Bestand an liquiden Mitteln der Berliner Stadtwerke Gruppe reduzierte sich im Geschäftsjahr um 10,0 Mio. € Durch die Entkonsolidierung der Rolandufer KG sind die liquiden Mittel des Konzerns um 19,2 Mio. € gesunken. Eigenkapitalquote Konzern auf 24 % gestiegen Das Eigenkapital des Konzerns entfällt mit 1.720,6 Mio. € (Vorjahr: 1.610,4 Mio. €) auf das Mutterunternehmen, die Berliner Wasserbetriebe und mit 0,02 Mio. € (Vorjahr: 18,4 Mio. €) auf andere Gesellschafter. Im Geschäftsjahr wurden die Kapitalanteile der Rolandufer KG zum 31. Dezember 2018 entkonsolidiert (Vorjahr: 18,3 Mio. €). Der Konzernjahresüberschuss betrug 194,4 Mio. € (Vorjahr: 137,8 Mio. €). Davon entfielen 6,1 Mio. € (Vorjahr: 5,8 Mio. €) auf fremde Gesellschafter. Gewinnausschüttungen an das Land Berlin (59,6 Mio. €; Vorjahr: 92,1 Mio. €) und an andere Gesellschafter (6,1 Mio. €; Vorjahr: 5,8 Mio. €) verminderten das Eigenkapital. Insgesamt stieg die Eigenkapitalquote des Konzern auf 24 % (Vorjahr: 22 %). Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten des Konzerns gestiegen Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 143,7 Mio. €. Im Konzern bestehen, zusätzlich zu den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten der Berliner Wasserbetriebe gegenüber Kreditinstituten und anderen Darlehensgebern, langfristige finanzielle Verbindlichkeiten der Berliner Stadtwerke Gruppe gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 14,8 Mio. € (Vorjahr: 16,5 Mio. €). Die sonstigen Verbindlichkeiten mit Darlehenscharakter der Berliner Stadtwerke GmbH stiegen um 0,9 Mio. € infolge der Gewährung von Nachrangdarlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt (Klimarendite). Die Darlehen sind ausschließlich mit einer fixen Zinsbindung versehen. Kurz- und mittelfristiges Fremdkapital gesunken Am 31. Dezember 2018 betrugen die kurz- und mittelfristigen finanziellen Verpflichtungen 1.624,8 Mio. € (Vorjahr: 1.969,6 Mio. €). Diese betreffen mit 1.531,1 Mio. € Kreditinstitute (Vorjahr: 1.875,6 Mio. €) und in Höhe von 93,5 Mio. € (Vorjahr: 94,0 Mio. €) andere Darlehensgeber. Über die Entwicklungen bei den Berliner Wasserbetrieben, die in Punkt 2.5.1 erläutert sind, darüber hinaus sinken die kurz- und mittelfristigen finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen durch die Tilgung der Kreditverbindlichkeiten der Rolandufer KG um 112,0 Mio. €. Die kurz- und mittelfristigen finanziellen Verbindlichkeiten Berliner Stadtwerke Gruppe bestehen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 8,8 Mio. € (Vorjahr: 8,8 Mio. €). Konzernjahr 2018 erfolgreich Insgesamt blickt der Konzern auf ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr 2018 zurück, das mit einem deutlich positiverem als geplanten Ergebnis abgeschlossen werden konnte. 23 Cashflow Rechnung Liquiditätsentwicklung 2018 Mio. € Einen detaillierten Einblick in die Finanzlage und die Liquiditätsentwicklung des Konzerns ergibt die folgende Kapitalflussrechnung: Cashflow Rechnung 2018 Mio. € Konzern 2017 Mio. € Abw. Mio.€ 194,4 137,7 56,7 304,3 299,0 5,3 86,6 -73,1 159,7 -34,6 -35,0 0,4 58,0 -8,2 66,2 +/- Periodenergebnis Abschreibungen/ Zuschreibungen auf das Anlagevermögen Zunahme/Abnahme der Rückstellungen Zahlungsunwirksame Erträge aus der Auflösung von Sonderposten Zunahme/Abnahme von Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind Zunahme/Abnahme von Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind Gewinn/Verlust aus Anlageabgängen Zinsaufwendungen/-erträge 81,4 110,1 -28,7 - Sonstige Beteiligungserträge -0,2 0,0 -0,2 +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 10,0 -1,7 11,7 -/+ Ertragsteuerzahlung -7,0 -9,3 2,3 674,4 614,7 59,7 -5,6 -5,9 0,3 2,2 4,7 -2,6 +/+/+/- -/+ +/- -/+ Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit + + + + Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen Einzahlungen aus Sachanlagen-Abgängen Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen Einzahlungen aus Finanzanlagen-Abgängen Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -22,3 3,8 -0,3 4,1 -384,3 -267,4 -116,9 0,7 0,5 0,2 0,0 -1,4 1,4 3,7 4,3 -0,6 + Erhaltene Dividenden 0,2 0,0 0,2 -383,1 -265,2 -118,0 0,0 22,7 -22,7 340,9 107,6 233,3 -817,5 -283,4 -534,1 + Einzahlungen aus Zuschüssen 41,0 23,3 17,7 - Gezahlte Zinsen -88,4 -90,0 1,6 -59,6 -92,1 32,5 -6,3 -6,3 0,0 -589,9 -318,2 -271,7 24 31,3 -330,0 46,7 15,4 31,3 -19,2 0,0 -19,2 -271,1 46,7 -317,9 Der Finanzmittelfonds des Konzerns enthält 11,3 Mio. € Bankguthaben und 0,06 Mio. € Bargeld. Die Berliner Wasserbetriebe hatten zum 31. Dezember 2017 Festgeldanlagen in Höhe von 100,0 Mio. €, die am 19. März 2018, fällig wurden. Am Bilanzstichtag bestanden jederzeit fällige Kreditverbindlichkeiten in Höhe von 282,5 Mio. € Vorjahr: 0 €). Diese wurden gemäß DRS 21 nicht in den Finanzmittelfonds einbezogen. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Die Entwicklung der Leistungsindikatoren ist im Geschäftsverlauf unter Punkt 2.3.1 dargestellt. 3.1.1 Berliner Wasserbetriebe Erhaltene Zinsen Gezahlte Dividenden an das Mutterunternehmens Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -298,6 Abw. Mio.€ 195,5 -217,8 + Cashflow aus der Investitionstätigkeit Einzahlungen aus Eigenkapital+ zuführungen des Mutterunternehmens Einzahlungen aus der Aufnah+ me von Krediten Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten Veränderung der liquiden Mittel Finanzmittelfonds am Anfang + der Periode Konsolidierungskreisbedingte Änderungen Finanzmittelfonds am Ende der Periode Konzern 2017 Mio. € In seiner Sitzung am 20. September 2017 hat der Aufsichtsrat der Berliner Wasserbetriebe die Trink- und Schmutzwassertarife für den Kalkulationszeitraum vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2019 beschlossen. Vor dem Hintergrund einer angestrebten Tarifstabilität seit 2012 (Bundeskartellamt) betragen der Trinkwassertarif (Arbeitspreis) unverändert 1,694 €/m³ und der Arbeitspreis für die Schmutzwasserentsorgung 2,210 €/m³. Der Antrag auf Genehmigung der Tarife 2018/2019 (einschließlich Niederschlagswasser) wurde mit Bescheid vom 23. Oktober 2017 von der Tarifgenehmigungsbehörde (Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung) positiv beschieden. Der Kalkulation 2018/2019 liegt ein Gewinnverzicht des Landes Berlin in Höhe von insgesamt 54 Mio. € zugrunde, der vom Land Berlin mit Beschluss des Senates vom 20. Februar 2018 erklärt wurde. Für das Jahr 2019 wurde ein Planupdate erar- beitet und durch den Aufsichtsrat am 3. Dezember 2018 bestätigt. tionen) in den nächsten Jahren noch einmal deutlich. Das Niveau der Tarife ist bis 2020 bei weiterhin unterstellter positiver Ergebnisentwicklung gesichert. Die skizzierte Tarifentwicklung wird in Kombination mit der geplanten Kostenentwicklung mittelfristig zu einer stabilen Erlössituation führen. Dies ist im Wesentlichen auf die weiter steigenden Investitionen in die Klärwerke, Abwasserpumpwerke und die Wasserwerke zurückzuführen, wo in den kommenden Jahren mehrere Großprojekte realisiert werden. Auch die Investitionen in das Abwasserdruckleitungsnetz werden in den nächsten Jahren deutlich erhöht. Wasserverkauf wächst witterungsunabhängig Die Arbeitsgruppe „Trinkwasserbedarfsprognose/Schmutzwasseranfallsprognose 2016 2030“, welche die Entwicklung des Wasserbedarfs auf der Grundlage der Bevölkerungsprognose 2016 bis 2030 der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen aus dem Jahr 2016 untersuchte, hat ihre Arbeit fortgesetzt. Der spezifische Trinkwasserbedarf hat sich tendenziell infolge des Klimawandels leicht erhöht. Der Anstieg durch Zuzug von Geflüchteten wird gegenüber der ursprünglichen Planung aufgrund der oben genannten Bevölkerungsprognose der Senatsverwaltung stark reduziert. Weiterhin zeigt der Trend der letzten Jahre einen Anstieg der Verbräuche von Gewerbe und Industrie. Insgesamt ergibt sich eine leichte Steigerung im Zeitverlauf bis 2020, welche sich auch in den Folgejahren fortsetzen soll. Der hohe Wasserverkauf 2018 aufgrund des außergewöhnlich langen und trockenen Sommers wurde dabei nicht in Betracht gezogen. Investitionen vorrangig in Netze und Klärwerke Die Investitionsplanung bis 2020 erfolgt auf der Grundlage der investitions- und unternehmensstrategischen Ziele der Berliner Wasserbetriebe und ist so der Garant für die gezielte Entwicklung der Assets. Dabei wurden die aktuelle Bevölkerungsentwicklung und Wasserbedarfsprognosen berücksichtigt. Insgesamt planen die Berliner Wasserbetriebe für den Zeitraum 2019 und 2020 Investitionen in Höhe von 425,0 Mio. € bzw. 464,7 Mio. €. Unter Berücksichtigung des Einmal-Effekts durch den Rückkauf der Unternehmenszentrale erhöhen sich die Investitionen (eigene und Drittinvesti- In die Investitionsplanung sind die Ergebnisse neuer bzw. weiterentwickelter Strategien (Rehabilitationsstrategie für das Trinkwasserverteilungsnetz, Brunnenerneuerungskonzept, mittelfristige Erweiterungs- und Rehabilitationsstrategie für Abwasserdruckleitungen, Strategie zur Entwicklung der Klärwerke und Kanalsanierungsstrategie) sowie die Investitionen aus bereits laufenden Projekten eingeflossen. Wirtschaftliche Entwicklung Grundsätzlich sind alle erwarteten Kostenänderungen über die Kalkulation abgedeckt und in den Tarifen berücksichtigt. Die Personalplanung ab 2019 ist geprägt von einem Sollplanstellen- und einem damit verbundenen Personalaufbau. Im Zuge des Aufbaus wurde von allen Organisationseinheiten die Wirtschaftlichkeit nachgewiesen oder durch zusätzliche Vakanzen kompensiert. In der Personalplanung wurde bis 2020 der aktuelle Tarifabschluss für die Beschäftigten berücksichtigt. Die IT-Kosten der Berliner Wasserbetriebe steigen vor allem aufgrund der Vorhaben zur Digitalisierung. Der Materialaufwand bildet gestiegene Preise im Netzbau und zusätzliche Maßnahmen für den Brandschutz auf den Werken und Betriebsstellen ab. Der für 2018 geltende Verordnungszinssatz von 5,1 % wurde in der verabschiedeten Planung für 2019 auf 4,9% und für 2020 auf 4,7% abgesenkt. Das geplante EBIT liegt 2019 bei 260,7 Mio. € und 2020 bei 288,7 Mio. €. Das Finanzergebnis verbessert sich aufgrund geringerer und zinsgünstigerer Darlehensaufnahmen 2018 sowie niedrigerer Planzinssätze ab 25 2019. Insgesamt entsteht 2019 nach Steuern und Rücklagenbildung eine geringere Gewinnabführung an das Land Berlin als in 2018. Des Weiteren wird für 2019 mit einer leicht steigenden Ausbildungsquote von 7,3 %, in 2020 auf 7,2 % gerechnet. 3.1.2 Konzern Die Berliner Stadtwerke GmbH und ihre Tochtergesellschaften werden sich zusammen mit den neu gegründeten Tochtergesellschaften auch in den folgenden Jahren auf die Projektentwicklung und das Angebot von aus Erneuerbaren Energien gewonnenen Strom für alle Berliner*innen fokussieren. Die Projektentwicklung wird sich auf Windenergieprojekte, Photovoltaik und Mieterstromprojekte sowie Blockheizkraftwerke konzentrieren. Die bestehenden Kooperationen mit Wohnungsbaugesellschaften in Berlin werden ausgebaut und erweitert. Dies kann zu einer signifikanten Anzahl von Projekten in den Bereichen Photovoltaik und Blockheizkraftwerke führen. Daneben wird auch eine Zusammenarbeit mit den Berliner Bezirken entwickelt. 3.2. Berichterstattung über wesentliche Chancen und Risiken Chancen- und Risikomanagement-System Mit dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich, insbesondere dem § 91 Abs. 2 Aktiengesetz, werden Unternehmen aufgefordert, geeignete Maßnahmen zu treffen wie insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten, um den Fortbestand der Gesellschaften gefährdende Entwicklungen früh erkennen zu können. Darüber hinaus leitet sich für die Berliner Wasserbetriebe die Pflicht, ein funktionsfähiges Risikomanagement zu betreiben, aus dem Berliner BetriebeGesetz und damit einhergehend aus dem Corporate Governance Kodex der Berliner Wasserbetriebe ab. Das Risikomanagement der Berliner Wasserbetriebe betrachtet dabei neben Risiken auch Chancen. Ziel des Risikoma26 nagements ist es, Entwicklungen und deren Auswirkungen für die Berliner Wasserbetriebe frühzeitig zu erkennen, zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zur Steuerung der Risiken und Chancen einzuleiten. Vor allem sollen zukünftige Ereignisse und Entwicklungen aus dem Umfeld des Unternehmens identifiziert und gesteuert werden, die wesentliche Auswirkungen auf den Ver- und Entsorgungsauftrag haben können. Hierbei umfasst das Risikomanagement der Berliner Wasserbetriebe nur die Muttergesellschaft, wobei Einflüsse aus den Konzerngesellschaften berücksichtigt sind. Risiken und Chancen der einzelnen Gesellschaften des Konzerns der Berliner Wasserbetriebe werden in diesen Gesellschaften erkannt und gesteuert. Der Prozess des Chancen- und Risikomanagements orientiert sich dabei an den Grundelementen des Prüfungsstandard IDW PS 981. Alle erfassten Chancen und Risiken basieren auf Ereignissen und Entwicklungen, die Einfluss auf die Ziele der Berliner Wasserbetriebe haben. Dabei können Chancen zu einer positiven und Risiken zu einer negativen Zielabweichung führen. Die Chancen und Risiken wurden aus dem Tagesgeschäft und in Workshops identifiziert und durch Fachexperten und Führungskräfte analysiert und bewertet. Zu allen erkannten Chancen und Risiken wurden zielgerichtete Reaktionen und Maßnahmen abgeleitet, um die langfristige Sicherung des Unternehmens, insbesondere der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung im Land Berlin, zu gewährleisten. Die Ausgestaltung und Methodik wie auch die Berichterstattung an den Vorstand wird durch das zentrale Risikomanagement im Bereich Corporate Governance wahrgenommen. Das dezentrale Risikomanagement mit den Aufgaben der Identifikation, Bewertung und Steuerung sowie die Berichterstattung an das zentrale Risikomanagement wird durch die einzelnen Organisationseinheiten wahrgenommen. Die folgende Abbildung stellt die Ablauforganisation schematisch dar: Auswirkung Verkürzte Aufzählung der Bewertungskriterien (Schadensausmaß) Für Berichterstattungszwecke an Vorstand und Aufsichtsrat werden Chancen und Risiken halbjährlich zum 31. März und 30. September in Form einer Risikoinventur erhoben. Neue Chancen und Risiken werden u.a. im Wege von dezentralen Workshops identifiziert, analysiert und bewertet, sowie bestehende Chancen und Risiken regelmäßig überprüft. Die Durchführung der Workshops wie auch die einzelnen Chancen und Risiken werden dezentral dokumentiert. Die Chancen und Risiken werden hierbei in Form von zentral vorgegebenen Steckbriefen beschrieben. Ad-hoc-Meldungen bei plötzlich auftretenden Risiken ergänzen die Berichterstattung an das zentrale Risikomanagement. Geringfügige negative Auswirkungen auf: - Geschäftstätigkeit *) gering - Haftung - Reputation - Finanzen (≥ 2,5 Mio. € Einzelrisiko) Kurzzeitige negative Auswirkungen auf: - Geschäftstätigkeit *) mittel - Haftung - Reputation - Finanzen (≥ 5 Mio. € Einzelrisiko) Spürbare negative Auswirkungen auf - Geschäftstätigkeit *) hoch - Haftung - Reputation - Finanzen (≥ 10 Mio. € Einzelrisiko) Gravierende negative Auswirkungen auf: - Geschäftstätigkeit *) sehr hoch - Haftung - Reputation - Finanzen (≥ 20 Mio. € Einzelrisiko) *) Ver- und Entsorgungssicherheit Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit kleiner 10 % werden im Risikomanagement nicht behandelt. Für diese Risiken sind wirtschaftlich angemessene Maßnahmen kaum abbildbar, daher sind sie Bestandteil des Krisenmanagements und werden entsprechend in der vorliegenden Berichterstattung nicht berücksichtigt. Risikobewertung und Risikosteuerung Bewertungsmethodik Alle identifizierten Risiken werden nach einer Brutto-Netto-Methode bewertet. Hierbei sind für die Bruttobewertung ggf. bereits existierende Maßnahmen zur Risikobeherrschung bewusst auszublenden, die in der Nettobewertung enthalten sind und die Eignung, Funktionsfähigkeit und Überwachung dieser Maßnahmen berücksichtigen. Für die Bewertung der Risiken werden die Ausprägungen „Eintrittswahrscheinlichkeit“ und „Auswirkung“ herangezogen. Dabei gelten folgende finanzielle und nicht-finanzielle Beurteilungsmaßstäbe: Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung selten ≥10 %-30 % unwahrscheinlich >30 %-50 % wahrscheinlich >50 %-70 % sehr wahrscheinlich >70 % Durch die Bewertung der Risiken nach den vorgenannten Ausprägungen „Auswirkung (Schadensausmaß)“ und „Eintrittswahrscheinlichkeit“ wird der Erwartungswert der Risiken gemäß der unten aufgezeigten Grafik in „geringes Risiko“, „mittleres Risiko“, „hohes Risiko“ und „sehr hohes Risiko“ kategorisiert. 27 Risiken und Chancen Berliner Wasserbetriebe Übersicht Risikoportfolio Im Folgenden werden die Brutto- und Nettorisiken einschließlich der Bewertungskriterien aufgezeigt und in operative, strategische, rechtliche und sonstige Risiken unterteilt: Risiken (aggregierte Darstellung) Wesentliche Bewertungskriterien Operative Risiken: Betriebliche Infrastruktur Geschäftstätigkeit / Haftung Cyberkriminalität Geschäftstätigkeit Demografische Entwicklung Geschäftstätigkeit Einflüsse auf Rohwasserqualität Geschäftstätigkeit / Reputation Klimawandel Geschäftstätigkeit Strategische Risiken: Wasserwerk Johannisthal Finanzen Rechtsrisiken: Kartellrecht, laufende Verfahren, Haftung Finanzen / Haftung / Reputation Sonstige Risiken: Berliner Stadtwerke GmbH Reputation / Finanzen Erwartungswert (Brutto-Risiko) sehr hoch Erwartungswert (Netto-Risiko) Investitionen hoch hoch Investitionen und Maßnahmen nach Branchenstandard B3S mittel hoch Demografie- und Rekrutierungsstrategie mittel sehr hoch Investitionen hoch hoch Investitionen gering sehr hoch Masterplan Wasser, Investitionen mittel sehr hoch Prozessführung, Investitionen, Richtlinien hoch Ausbau Geschäftsfelder, operative Einsparungen mittel hoch Grundlage für die vorgenannten reduzierten Nettorisiken bilden die durch das Management ergriffenen und umgesetzten Maßnahmen. Diese sind den Risiken zugeordnet. Im Folgenden sind die Risiken und ausgewählte Maßnahmen zu den Risiken dargestellt: Betriebliche Infrastruktur Im Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungssystem Berlins kann es immer wieder durch unterschiedliche externe Entwicklungen zu Beeinträchtigungen der betrieblichen Infrastruktur kommen. Zu diesen externen Entwicklungen zählen z. B. die Beeinträchtigung von strategischen Leitungsabschnitten, eine mögliche bakteriologische Beeinträchtigung der Trinkwasserqualität im Trinkwasserverteilungsnetz und in den Wasserwerken, die Verschlechterung des Anlagenzustandes durch „Betonkrebs“ wie auch die Verknappung von Mitverbrennungskapazität bzw. das „Verbot“ der Mitverbrennung von Klärschlamm. Die Anlagen zur Wasserversorgung- und Abwasser entsorgung werden durch stetige betriebliche 28 Maßnahmen Veränderung ggü. Vorjahr neu und infrastrukturelle Maßnahmen, wie z.B. Strategien und Investitionen verbessert. Das Qualitätsmanagement, die dazugehörigen Kontrollen und die Qualitätssicherung werden fortlaufend weiter entwickelt. Schulungen und Sensibilisierungen der Beschäftigten sowie Zutritts- und Berechtigungskonzepte ergänzen das Portfolio an Maßnahmen. Cyberkriminalität Cyberkriminalität ist ein Bestandteil der modernen vernetzten Gesellschaft. Die Komplexität der IT-Systeme ermöglicht den Eingriff in komplexe Systeme, ohne dass dieser gleich erkannt wird. Durch die Manipulation von ITSystemen kann es zu Beeinträchtigungen in der Versorgungs- und Entsorgungssicherheit kommen. Hierzu wurde ein Branchenspezifischer Sicherheitsstandard „B3S“ entwickelt und mit konkreten Maßnahmen zum präventiven Schutz umgesetzt. Demografische Entwicklung Die Herausforderung, geeignete Fachkräfte und Auszubildende zu finden, um die Wasserver- und Abwasserentsorgung in Berlin mit hoher Qualität sicherstellen zu können, wird immer größer. Zur langfristigen Sicherung wurde eine Demografiestrategie „Fit for Change“ wie auch eine Rekrutierungsstrategie erarbeitet und befindet sich derzeit in Umsetzung. Systematische Schulungs-, Weiterbildungs- und Qualifikationsprogramme für die Beschäftigten ergänzen diese Maßnahmen und werden regelmäßig durchgeführt. Einflüsse auf Rohwasserqualität Die Rohwasserqualität wird auch durch die Güte der Oberflächengewässer Berlins beeinflusst. Vor allem organische Spurenstoffe und Sulfat haben einen Einfluss auf die Trinkwasserqualität. Diesen Entwicklungen wird mit Investitionen aus z.B. einer Spurenstoffstrategie begegnet. Zusätzlich wird auf politischer Ebene und mit den Behörden der Länder Berlin und Brandenburg ein intensiver und konstruktiver Dialog geführt. Klimawandel Infolge des Klimawandels kann es immer häufiger zu extremen Wetterereignissen kommen. Hierzu zählen langanhaltende Trockenperioden wie auch Starkregenereignisse. Nach starken Regenfällen werden Schadstoffe aus Straßen und Haushalten über die Mischkanalisation in die Berliner Gewässer geleitet. Zur Reduzierung werden verschiedene Investitionen, wie z.B. in Regenspeicherbecken und Stauräume im Kanal umgesetzt. Wasserwerk Johannisthal In Abstimmung mit dem Land Berlin wurde festgelegt, den Standort des Wasserwerks Johannisthal als Vorhaltegebiet für den Mehrbedarf einer wachsenden Stadt zu nutzen. Aktuell werden die dafür notwendigen Voraussetzungen geprüft. Hierzu zählen die Ausweisung von Schutzzonen, die Planung und Regenerierung von Brunnen und die Eignung einer naturnahen Trinkwasseraufbereitung. Die weitere Vorgehensweise wird mit den Behörden des Landes Berlin abgestimmt. Für die Berliner Wasserbetriebe würden sich Mehrinvestitionen in Höhe von ca. 60 Mio. € ergeben. Kartellrecht, laufende Verfahren und Haftung Das Kartellverwaltungsverfahren gegen die Berliner Wasserbetriebe wurde mit Abschluss eines öffentlich-rechtlichen Vergleichsvertrages mit dem Bundeskartellamt beendet. Dennoch könnten sich weitere Einflüsse auf die Tarifgestaltung ergeben. Ebenso könnten sich Einflüsse auf den Tarif aus laufenden Verfahren ergeben. Mit der Einhaltung der Kalkulationsvorschriften, der Genehmigung durch eine Preisprüfungsbehörde und juristischen Rechtsberatungen kann dem entgegengewirkt werden. Laufende Verfahren werden durch eine geeignete Verfahrensführung gesteuert und durch entsprechende Vertragsgestaltungen minimiert. Haftungsrisiken wie z.B. aus der EUDatenschutzgrundverordnung, Tax-Compliance und Wirtschaftskriminalität wird durch Richtlinien, neu implementierte Managementsysteme und Prüfungen z.B. durch die Interne Revision entgegengewirkt. Das Bundeskartellamt führt derzeit ein Verfahren wegen des Verdachts wettbewerbsbeschränkender Absprachen von Tiefbauunternehmen durch. Neben anderen Berliner Versorgern werden auch die Berliner Wasserbetriebe grundsätzlich als Geschädigte geführt. In dem Verfahren geht es im Kern um den Vorwurf angeblicher wettbewerbsbeschränkender Absprachen im Zusammenhang mit Angeboten von Tiefbauleistungen für die Berliner Wasserbetriebe und eine angebliche Beteiligung von Beschäftigten der Berliner Wasserbetriebe an solchen Absprachen. Die Untersuchung dauert noch an. Im Rahmen des Jahres- und Konzernabschlusses zu berücksichtigende Auswirkungen ergeben sich nach derzeitigem Kenntnisstand aus dem Vorgang nicht. Über die Risiken der Berliner Wasserbetriebe hinaus ist die Berlinwasser Unternehmensgruppe Risiken aus der Berliner Stadtwerke GmbH und ihrer Tochtergesellschaften ausgesetzt. 29 Berliner Stadtwerke GmbH Die Mittelfristplanung der Berliner Stadtwerke GmbH weist Ziele bezüglich der rechtzeitigen Entwicklung von Projekten und damit der Anzahl Kunden sowie der Erreichung hoher Marktanteile bei öffentlichen Auftraggebern aus. Bei einer schwächeren wirtschaftlichen Entwicklung als in der Mittelfristplanung oder bei einer Veränderung der zur Bewertung heranzuziehenden Kapitalkosten könnte sich die Notwendigkeit der Korrektur des Buchwertes der Berliner Stadtwerke GmbH in der Bilanz der Berliner Wasserbetriebe ergeben. Chancen (in alphabetischer Reihenfolge) Erwartungswert (Brutto-Chance) Eine mögliche Abwertung hätte neben finanziellen Auswirkungen eine hohe Auswirkung auf die Reputation der Berlinwasser Unternehmensgruppe. Bestandsgefährdende Risiken waren aufgrund der Risikoinventuren im Geschäftsjahr 2018 nicht erkennbar. Übersicht Chancenportfolio Chancen werden analog zu den Risiken bewertet und gesteuert. Im Folgenden werden ausgewählte wesentliche Chancen dargestellt: Maßnahmen Erwartungswert (Netto-Chance) Veränderung ggü. Vorjahr neu CO2 Bilanz Berlin hoch Klimaschutzvereinbarung, e-Mobility, Regenwasseragentur, EnergieeffizienzNetzwerk hoch Smart City mittel Projektentwicklungen hoch Wachsende Stadt - erhöhter Trinkwasserabsatz hoch Steuerung, Anlagenauslastung der Werke hoch Wärme aus Abwasser mittel Kooperationen hoch CO2 Bilanz Berlin Durch effiziente Nutzung von Energie, optimierte Abläufe und die Eigenproduktion erneuerbarer Energie können der CO2-Ausstoß trotz aufwendiger Prozesse z.B. der Abwasseraufbereitung reduziert werden. Darüber hinaus kann mit der Berliner Stadtwerke GmbH die Energiewende unterstützt werden. Smart City Mit der Gestaltung und Unterstützung Berlins auf dem Weg zur Smart City kann durch zukunftsweisende Konzepte und Projekte Leistungen effizient, im Sinne zukünftiger Generationen und zum Umwelt- und Klimaschutz, erbracht werden. Wachsende Stadt Der Bevölkerungsanstieg von Berlin steht im direkten Zusammenhang mit der Trink- und Abwassermenge. Bei einem weiteren Anstieg kann mit einem erhöhten Trinkwasser- und Abwasserumsatz gerechnet werden. 30 Wärme aus Abwasser Mit der Wärmegewinnung aus Abwasser kann das Leistungsspektrum durch neue, attraktive Dienstleistungen ausgebaut und ein nachhaltiger Beitrag zum Ressourcenschutz erreicht werden. 4. Erklärung in entsprechender Anwendung des § 161 Aktiengesetz Vorstand und Aufsichtsrat haben auf der Grundlage des Corporate Governance Kodex der Berliner Wasserbetriebe in der Fassung vom 3. Dezember 2018 eine Erklärung in entsprechender Anwendung des § 161 Aktiengesetz abgegeben; diese Erklärung wurde über das Internet zugänglich gemacht. Berlin, 6. Februar 2019 Berliner Wasserbetriebe 31 Bilanz der Berliner Wasserbetriebe, Anstalt öffentlichen Rechts, Berlin zum 31. Dezember 2018 Aktivseite 31.12.2018 € A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geschäfts- oder Firmenwert Geleistete Anzahlungen 1. 2. 3. II. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. III. 1. 2. 3. Sachanlagen Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten Grundstücke mit Wohnbauten Grundstücke ohne Bauten Bauten auf fremden Grundstücken Wassergewinnungs- und -aufbereitungsanlagen Wasserverteilungsanlagen Abwasserkanäle und -druckrohre Abwasserförderungsanlagen Abwasserreinigungsanlagen Sonstige technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen Beteiligungen Mitgliedschaften in Zweckverbänden B. Umlaufvermögen I. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Unfertige Leistungen 1. 2. II. 1. 2. 3. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Sonstige Vermögensgegenstände 31.12.2018 € 31.12.2017 T€ 509.712.614,87 90.970 440.435 5.371 5.820.950.909,78 381.764 9.712 16.854 5.214 157.660 928.143 3.329.195 59.394 296.856 11.964 39.841 366.255 33.878.000,00 3.186.564,88 3.304.402,23 40.368.967,11 33.878 3.187 3.304 11.767.024,54 14.203.368,16 25.970.392,70 10.757 12.246 82.402.595,77 424.097.673,27 3.212.345,83 479.507.775,74 18.072.442,98 16.254.207,31 5.466.491,26 154.853.170,44 926.942.751,13 3.305.163.548,23 55.437.090,96 288.368.209,14 13.202.742,49 38.511.912,57 519.170.567,53 872.804.093,19 168.169,91 0,00 18.633.501,51 835.428 46 891.605.764,61 8 22.127 III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.625.229,05 117.982 C Rechnungsabgrenzungsposten 4.788.827,80 2.858 D. Aktive latente Steuern 4.725.099,85 9.165 7.299.747.805,77 7.190.614 32 Passivseite 31.12.2018 € A. I. II. III. IV. Eigenkapital Stammkapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Bilanzgewinn B. Sonderposten aus Zuschüssen mit Gegenleistungsverpflichtung 1. 2. Sonderposten aus sonstigen Finanzierungen des Anlagevermögens Baukostenzuschüsse C. 1. 2. 3. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Steuerrückstellungen Sonstige Rückstellungen 31.12.2018 € 31.12.2017 T€ 749.221 749.221.000,00 32.684.000,00 838.096.927,42 111.729.086,40 1.731.731.013,82 32.684 756.196 59.612 575.057.072,42 122.368.511,96 697.425.584,38 560.173 126.625 210.008.783,59 9.972 2.050 107.900 Rückstellungen D. Verbindlichkeiten 1. 2. 3. 4. 5. 6. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Sonstige Verbindlichkeiten E. Rechnungsabgrenzungsposten F. Passive latente Steuern 10.712.182,00 2.610.978,27 196.685.623,32 3.160.222.954,25 808.887.236,02 31.810.659,83 22.834,47 154.238,43 591.026.792,44 3.296.243 818.698 23.380 46 4.592.124.715,44 72 563.597 233.357,15 12.307 68.224.351,39 71.838 7.299.747.805,77 7.190.614 33 Gewinn- und Verlustrechnung der Berliner Wasserbetriebe, Anstalt öffentlichen Rechts, Berlin für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 1.1.-31.12.2018 € 1. Umsatzerlöse a) Wasserverkauf b) Abwasserentsorgungsleistungen c) Auflösung Sonderposten aus Zuschüssen mit Gegenleistungsverpflichtung d) Hausanschlüsse e) Sonstige Umsatzerlöse 4. Sonstige betriebliche Erträge 66.743.261,16 98.589.621,25 74.193.124,36 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9. Erträge aus Beteiligungen 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 34.994 9.626 27.802 1.099.529 905 51.785.246,33 49.848 36.865.841,20 1.240.584.083,06 16.981 1.167.263 239.526.006,77 65.279 94.009 69.409 228.697 245.950 321.201.223,72 64.023 309.973 299.649.869,67 294.826 94.084.792,00 954.461.892,16 88.346 921.842 20.585,91 3.837.203,35 T€ -33.174,48 255.870.860,12 65.330.363,60 T€ 335.612 691.495 34.614.876,54 11.229.986,71 29.409.495,11 1.151.966.170,01 3. Andere aktivierte Eigenleistungen 6. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung € 383.207.594,33 693.504.217,32 2. Verminderung (i.Vj. Erhöhung) des Bestands an unfertigen Leistungen 5. Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren b) Aufwendungen für bezogene Leistungen und Abwasserabgabe c) Grundwasserentnahmeentgelt 1.1.-31.12.2017 23 3.857.789,26 4.505 4.528 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 79.096.425,00 108.340 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10.428.486,70 -966 200.455.068,46 142.575 14. Sonstige Steuern 6.824.621,79 7.451 15. Jahresüberschuss 193.630.446,67 135.124 81.901.360,27 75.512 111.729.086,40 59.612 13. Ergebnis nach Steuern 16. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 17. Bilanzgewinn 34 Anhang der Berliner Wasserbetriebe für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 1. Allgemeine Angaben Die Berliner Wasserbetriebe sind im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRA 30951 B eingetragen. Der Jahresabschluss der Berliner Wasserbetriebe zum 31. Dezember 2018 wurde nach den Vorschriften des Publizitätsgesetzes in Verbindung mit § 18 Berliner Betriebe-Gesetz (BerIBG) und nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die vorgeschriebene Gliederung wurde durch Einfügung einzelner Posten der besonderen Struktur der Berliner Wasserbetriebe angepasst (§ 265 Abs. 5 HGB). So wird ein sachgerechter Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ermöglicht. Die Klarheit und Übersichtlichkeit der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wird dadurch nicht beeinträchtigt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Bei den Berliner Wasserbetrieben unterliegt der Betriebsteil Wasserversorgung der Steuerpflicht nach § 1 Abs. 1 Nr. 6 in Verbindung mit § 4 Körperschaftsteuergesetz. Hingegen ist der Betriebsteil Abwasserentsorgung nach § 4 Abs. 5 Körperschaftsteuergesetz nicht steuerbar, soweit es sich bei der Entsorgungsleistung um hoheitliche Aufgaben (Kunden in Berlin) handelt. Die Entsorgungsleistung für Kunden im Umland ist steuerpflichtig. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Soweit erforderlich, erfolgt eine Abschreibung auf den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert. Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten unter Abzug linearer Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen auf Software liegen seit 2003 nicht mehr die steuerlichen Abschreibungstabellen zugrunde, sondern die von den Berliner Wasserbetrieben geschätzte betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die zwischen drei und zehn Jahren beträgt. Die Aktivierung der persönlich beschränkten Dienstbarkeiten erfolgte nach technischer und kaufmännischer Bewertung der zu erwartenden Entschädigungsverpflichtungen aufgrund der Bestimmungen des § 9 Grundbuchbereinigungsgesetz in Verbindung mit der Sachenrechtsdurchführungsverordnung. Es regelt insbesondere die Dienstbarkeiten von Versorgungsunternehmen an nicht öffentlichen Grundstücken sowie die hierfür an den jeweiligen Grundstückseigentümer zu gewährenden Ausgleichszahlungen. Die aktivierten Dienstbarkeiten in Höhe von 62.296 T€ (Vorjahr: 62.274 T€) werden unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen und planmäßig nicht abgeschrieben. Aus der Beendigung der Stillen Gesellschaft Betriebsteil Abwasserentsorgung- wurde zum 1. Januar 2015 ein Geschäfts- oder Firmenwert (der im Wesentlichen den Kundenstamm betrifft) bilanziert. Da das Geschäft der Berliner Wasserbetriebe als langfristig gesichert angesehen werden kann, wird die Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwertes mit 30 Jahren eingeschätzt. Diese Nutzungsdauer orientiert sich dabei an der durchschnittlichen Restnutzungsdauer der Sachanlagen der Berliner 35 Wasserbetriebe im Betriebsteil Abwasserentsorgung. Aus dem Erwerb der Betriebsteile „Landschaftsplanung“ und „Projektsteuerung“ von der p2m berlin GmbH wurde zum 5. Dezember 2017 ein Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Die Nutzungsdauer beträgt 15 Jahre. Prägende Faktoren der Bestimmung der Nutzungsdauer sind die Bestandsdauern der übernommenen Arbeitsverhältnisse, die erwartete Dauer der Tätigkeit der wichtigsten Mitarbeiter und die erwartete Dauer der Wettbewerbsfähigkeit des vorhandenen Wissens. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten gemäß Wahlrecht § 255 Abs. 2 HGB neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung und der betrieblichen Altersversorgung. Soweit es sich um kreditfinanzierte Erweiterungsinvestitionen handelt, werden, gemäß Wahlrecht § 255 Abs. 3 HGB, Zinsaufwendungen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, aktiviert. Die planmäßige Abschreibung auf Sachanlagen erfolgt grundsätzlich linear. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten 250 € nicht übersteigen, werden in voller Höhe als Aufwand erfasst. Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten der einzelnen Wirtschaftsgüter 250 €, aber nicht 1.000 € übersteigen, wurde ein Sammelposten gebildet. Dieser wird im Wirtschaftsjahr der Bildung und den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Die Festlegung der jeweiligen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und der daraus resultierenden Abschreibungssätze erfolgt in Anlehnung an die vom Bundesfinanzministerium veröffentlichten Abschreibungstabellen unter Berücksichtigung betriebsinterner Abweichungen. Bei den Finanzanlagen sind Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und die Mitgliedschaften in Zweckverbänden mit den Anschaffungskosten, einschließlich etwaiger Anschaffungsnebenkosten, bilanziert. Soweit es zu dauerhaften Wertminderungen kommt, 36 werden Abschreibungen auf den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu fortgeschriebenen Durchschnittspreisen bewertet. Am Bilanzstichtag wird dem Niederstwertprinzip Rechnung getragen. Die unfertigen Leistungen werden mit den direkt zurechenbaren Anschaffungskosten sowie neben den aktivierungspflichtigen Gemeinkosten, gemäß Wahlrecht § 255 Abs. 2 HGB, auch mit angemessenen Teilen der Kosten der allgemeinen Verwaltung und der betrieblichen Altersversorgung bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Die Berliner Wasserbetriebe ermitteln ihre Umsätze und Forderungen, wie branchenüblich, anhand einer rollierenden Jahresverbrauchsabrechnung, so dass es zu einer Jahresverbrauchsabgrenzung kommt. Die für das Geschäftsjahr von den Kunden erhaltenen, noch nicht verrechneten Abschlagsbeträge sind als erhaltene Anzahlungen ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert bewertet. Für zweifelhafte Forderungen sind Einzelabwertungen vorgenommen worden. Bei den verbleibenden Forderungen ist eine Pauschalwertberichtigung abgesetzt, welche dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko Rechnung trägt. Die flüssigen Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) werden zum Nennbetrag bewertet. Aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der am Stichtag abzugrenzenden Beträge angesetzt. Die Sonderposten aus sonstigen Finanzierungen des Sachanlagevermögens sind nach handelsrechtlichen Grundlagen gebildet und werden linear entsprechend den Nutzungsdauern der bezuschussten Anlagengegenstände aufgelöst. Die mit Investitionen zur Verbesserung der Ablaufwerte von Klärwerken erstatteten Abwasserabgaben werden passiviert und im Jahr des Zugangs mit 2,5 %, ansonsten mit 5,0 % jährlich aufgelöst. Von Kunden erhaltene Baukostenzuschüsse werden passiviert und mit jährlich 5,0 % ertragswirksam aufgelöst. Für Zugänge des Geschäftsjahres erfolgt eine Auflösung in Höhe von 2,5 %. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und unter Beachtung des HGB. Als Bewertungsmethode wurde, in Anlehnung an die internationalen Standards, die Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) verwendet. Bei der Ermittlung wurde der Rechnungszinssatz in Höhe von 3,21 % (Vorjahr: 3,67 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB seit dem 31. Dezember 2016 mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre berücksichtigt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Zukünftig erwartete Anwartschaftstrends (2,5 %) und Rententrends (2,0 %) werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Die Effekte aus der Änderung des Abzinsungssatzes werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Bei den vor dem 1. Januar 1987 erteilten, nicht bilanzierten Pensionszusagen wurde das Wahlrecht gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 1 EGHGB in Anspruch genommen. Die Bewertung erfolgt analog zu den bilanzierten Pensionszusagen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit sind auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen gemäß der Stellungnahme des Institutes der Wirtschaftsprüfer vom 19. Juni 2013 in Verbindung mit dem HGB in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes passiviert. Bei der Ermittlung wurde der Rechnungszinssatz in Höhe von 2,32 % (Vorjahr: 2,8 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB be- rücksichtigt. Zukünftig erwartete Entgelttrends (2,5 %) werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Zuführungen zu den hier enthaltenen Aufstockungsbeträgen des Arbeitgebers mit Abfindungscharakter werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen abgebildet. Die Bewertung der Jubiläumsrückstellungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und unter Beachtung des HGB. Als Bewertungsmethode wurde in Anlehnung an die internationalen Standards ebenfalls die PUC-Methode verwendet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Für die Einleitung von vorgereinigtem Abwasser ist eine Abwasserabgabe an die Länder Berlin und Brandenburg durch die Berliner Wasserbetriebe zu entrichten. Die Abgabe wird gemäß Abwasserabgabengesetz jährlich festgesetzt. Für ausstehende Festsetzungsbescheide werden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Zins gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst und nach der Bruttomethode gebucht. Die Berliner Wasserbetriebe erheben gemäß § 16 BerlBG vom 14. Juli 2006, zuletzt geändert am 8. Mai 2018, Gebühren für die in § 3 BerlBG genannten Tätigkeiten. Die Tarife sind dabei jeweils für einen Kalkulationszeitraum dergestalt zu bemessen, dass das veranschlagte Entgeltaufkommen die voraussichtlichen 37 Kosten deckt (§ 16 Abs. 1 BerlBG). Kostenüberund Kostenunterdeckungen werden durch eine Nachkalkulation für den dem laufenden Kalkulationszeitraum vorangehenden Kalkulationszeitraum ermittelt. Damit werden etwaige Abweichungen von den zum Zeitpunkt der Tarifgenehmigung angenommenen Kosten ermittelt. Die Tarifkunden dürfen nur mit den tatsächlich entstandenen Kosten belastet werden. Kostenüberdeckungen am Ende eines Kalkulationszeitraums sind nach § 16 Abs. 6 BerlBG unter Berücksichtigung einer Verzinsung gemäß § 247 BGB innerhalb von zwei Kalkulationszeiträumen auszugleichen. Kostenunterdeckungen sind ebenfalls innerhalb von zwei Kalkulationszeiträumen auszugleichen. Der Kalkulationszeitraum beinhaltet aktuell zwei Geschäftsjahre. Zum Ende eines Geschäftsjahres entstandene Überdeckungen werden während des Kalkulationszeitraumes als Rückstellungen ausgewiesen. Überdeckungen aus abgeschlossenen Kalkulationsperioden werden als Verbindlichkeiten bilanziert. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Latente Steuern werden für sich in folgenden Geschäftsjahren voraussichtlich abbauende Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie für gewerbesteuerliche Verlustvorträge ermittelt. Eine sich ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer, eine sich ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuer angesetzt. Die sich ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern sind unsaldiert angesetzt. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens, einschließlich der Abschreibungen im Berichtsjahr 2018, ist im Anlage- 38 spiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage 2 beigefügt ist. Nach dem Rahmenvertrag zwischen den Berliner Wasserbetrieben und dem Land Berlin über die Straßenentwässerung vom 1. Juli 1999 trägt das Land Berlin die Kosten für den Bau und die Erweiterung der Straßenentwässerungsanlagen. Dies gilt auch in Bezug auf die Kosten der Sicherung von Leitungsrechten der Berliner Wasserbetriebe durch Belastung der Grundstücke mit entsprechenden Dienstbarkeiten. Die Kosten der Sicherung von Leitungsrechten für Schmutzwasserkanäle und Trinkwasserversorgungsanlagen haben die Berliner Wasserbetriebe allein zu tragen. Bei sogenannten Mischwasseranlagen - das sind Anlagen, in denen neben Regenwasser auch Schmutzwasser durchgeleitet und behandelt wird - gilt der Rahmenvertrag sinngemäß, allerdings mit der Besonderheit, dass sich das Land Berlin und die Berliner Wasserbetriebe die Kosten für den Bau der Anlagen im Verhältnis 60 % (Land Berlin) zu 40 % (Berliner Wasserbetriebe) teilen. Dies gilt wiederum auch in Bezug auf die Kosten der Sicherung von Leitungsrechten der Berliner Wasserbetriebe durch Belastung der Grundstücke mit entsprechenden Dienstbarkeiten (Ausgleichszahlungen). Die in den Jahren 1996 und 1997 mit dem verbundenen Unternehmen ImmobilienVermietungsgesellschaft Schumacher GmbH & Co. Objekt Rolandufer KG (Rolandufer KG) abgeschlossenen Verträge über das Erbbaurecht und die aufstehenden Gebäude an der Neuen Jüdenstraße und der Stralauer Straße wurden von den Berliner Wasserbetrieben zum 31. Dezember 2018 zurückgekauft. Der Rückkaufpreis wurde zum 31. Dezember 2018 bezahlt und wird nun zuzüglich Nebenkosten im Anlagevermögen der Berliner Wasserbetriebe bilanziert. In den Zugängen zu den Anlagen im Bau sind 2.320 T€ (Vorjahr: 1.552 T€) Bauzeitzinsen enthalten. Verbundene Unternehmen und Beteiligungen der Berliner Wasserbetriebe sind: Ort Kapitalanteil Eigenkapital Jahresergebnis % T€ T€ Berlin 100,0 21.834 -5.610 Berlin 100,0 134 0 Berlin 100,0 540 0 Windpark Stahnsdorf GmbH & Co. KG Berlin 100,0 2.942 236 Windenergie Management GmbH & Co. Ladeburg KG2) Berlin 100,0 551 100 Berlin 98,0 812 -35 Hohen Neuendorf 49,0 7.264 245 Hohen Neuendorf 49,0 152 2 Schönwalde-Glien 49,0 8.332 91 Berlin 25,5 228 -193 Hamburg 8,0 484 55 Berlin 8,5 302 0 Geislingen an der Steige 33,3 26.804 8 Königs Wusterhausen 4 Stimmen 153.939 3.546 Ahrensfelde/Eiche 1 Stimme 8.319 356 Verbundene Unternehmen Berliner Stadtwerke GmbH Verbundene Unternehmen der Berliner Stadtwerke GmbH Berliner Stadtwerke EnergiePartner GmbH1) 1) Berliner Stadtwerke KommunalPartner GmbH 2) ARGE BSW-Berolina GbR 2) Beteiligungen Wasser Nord GmbH & Co. KG3) 3) Wasser Nord Verwaltungs GmbH 3) Klärwerk Wansdorf GmbH KWB Kompetenzzentrum Wasser Berlin gemeinnützige GmbH3) aquabench GmbH3) SBB-Abfallerzeuger GbR 3) Beteiligungen der Berliner Stadtwerke GmbH Onshore Bündelgesellschaft 1 GmbH3) Mitgliedschaften in Zweckverbänden Märkischer Abwasser- und Wasserzweckverband3) 3) Wasser- und Abwasserzweckverband Ahrensfelde/Eiche 1) nach Ergebnisabführung auf Grundlage Ergebnisabführungsvertrag 2) Beteiligung der Berliner Stadtwerke GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin 3) Eigenkapital/Jahresergebnis 2017 Entsprechend dem Corporate Governance Kodex der Berliner Wasserbetriebe werden die Namen und Beteiligungshöhen aller Gesellschafter der genannten Unternehmen in der Anlage 1 zum Anhang aufgeführt. Umlaufvermögen Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben 85 T€ (Vorjahr: 65 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum 31. Dezember 2018 Forderungen gegen den Gewährträger in Höhe 2.715 T€ (Vorjahr: 11.740 T€) ausgewiesen. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 545 T€ (Vorjahr: 573 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 4.725 T€ wurden für Bewertungsunterschiede in den Bilanzposten Vorräte (190 T€) und Rückstellungen (3.204 T€) gebildet. Mit der Beendigung der Stillen Gesellschaft entstand für die Berliner Wasserbetriebe - Betriebsteil Wasserversor-gung ein nutzbarer und vortragsfähiger gewerbesteuerlicher Verlustvortrag. Die latenten Steuern auf diesen Verlustvortrag (1.331 39 T€) werden voraussichtlich im nächsten Jahr in Anspruch genommen. Der Berechnung der latenten Steuer liegen ein Gewerbesteuersatz von 14,35 % und ein Körperschaftsteuersatz von 15,825 % zugrunde. Insgesamt ergibt sich folgende Entwicklung. in T€ Bestand aktive latente Steuern Bestand 1.1.2018 9.165 Zugang Abgang Bestand 31.12.2018 685 -5.125 4.725 Eigenkapital In ihrer Sitzung am 5. Juni 2018 hat die Gewährträgerversammlung beschlossen, den Bilanzgewinn 2017 in Höhe von 59.612 T€ (Vorjahr: 92.107 T€) an das Land Berlin auszuschütten. Kapitalrücklage Im Zusammenhang mit der Gründung der Berliner Stadtwerke GmbH haben die Berliner Wasserbetriebe vom Land Berlin bis zum 31. Dezember 2018 insgesamt zweckgebundene Zuzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von 32.684 T€ erhalten. In gleicher Höhe haben die Berliner Wasserbetriebe zweckgebundene Zuzahlungen in die Kapitalrücklage der Berliner Stadtwerke GmbH geleistet. Andere Gewinnrücklagen Gemäß Umlaufbeschluss der Gewährträgerversammlung vom 1. Februar 2016 sind die geschäftsführenden Organe der Berliner Wasserbetriebe berechtigt, der sogenannten Rücklage für Tilgungen für Darlehen der Investitionsbank Berlin im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses so lange Beträge zuzuführen, wie Verpflichtungen für Tilgungsleistungen für die im Zusammenhang mit der Beendigung der Stillen Gesellschaften übernommenen Darlehen der Investitionsbank Berlin bei den Berliner Wasserbetrieben bestehen. Im Geschäftsjahr 2018 wird ein Betrag in Höhe von 33.750 T€ (Vorjahr: 33.729 T€) der Gewinnrücklage im Betriebsteil Abwasserentsorgung zugeführt. Dieser Betrag entspricht den Tilgungsleistungen für das Jahr 2019. 40 Weiterhin wurden die geschäftsführenden Organe mit oben genannten Gewährträgerbeschluss ermächtigt, der sogenannten Rücklage aus Wiederbeschaffungszeitwerten in jedem Geschäftsjahr Beträge zuzuführen, die auf der in der Tarifkalkulation berücksichtigten Differenz zwischen den Abschreibungen auf Basis der historischen Anschaffungskosten und den Abschreibungen, welche sich auf der Grundlage von Wiederbeschaffungszeitwerten ergeben, basiert. Im Geschäftsjahr erfolgte hierfür eine Zuführung zur Gewinnrücklage in Höhe von 48.151 T€ (Vorjahr: 41.783 T€). Rückstellungen Der Unterschiedsbetrag bei Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren gegenüber sieben Geschäftsjahren beträgt 1.572 T€. Für gemäß Art. 28 EGHGB nicht in den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesene Beträge verbleibt ein nicht dotierter handelsrechtlicher Wertansatz von 5.918 T€ (Vorjahr: 6.121 T€). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB daraus beträgt 274 T€ (Vorjahr: 284 T€). Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: 2018 2017 Nachkalkulation der Wasser- und Abwassertarife in T€ 96.276 0 Personalaufwendungen 48.233 41.994 Abwasserabgabe 15.891 22.803 Lieferungen und Leistungen 15.871 14.705 Risiken Niederschlagswasser 3.734 0 Risiken Betriebsprüfung 3.224 13.446 Grundwasserentnahmeentgelt 2.625 4.773 Berufsgenossenschaft 2.889 3.281 Risiken Schadenersatz 2.038 0 Übrige sonstige Rückstellungen 5.905 6.898 196.686 107.900 Sonstige Rückstellungen Aufgrund der am 31. Dezember 2018 nicht abgeschlossenen Tarifkalkulationsperiode 2018/2019 wird am Stichtag eine Rückstellung in Höhen von 96.276 T€ bilanziert. Die Verpflichtungen aus der Nachkalkulation der Wasser- und Abwassertarife für die abgeschlossenen Tarifkalkulationsperioden werden in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Verbindlichkeiten Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten kann der folgenden Aufstellung entnommen werden: in T€ Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr) Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (Vorjahr) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Gesamt bis 1 Jahr von 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 3.160.223 641.818 880.155 1.638.250 (3.296.244) (671.049) (1.082.750) (1.542.445) 808.887 808.887 0 0 (818.697) (818.697) (0) (0) 31.811 31.798 13 0 (23.380) (23.345) (35) (0) 23 23 0 0 (Vorjahr) (46) (46) (0) (0) Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 154 154 0 0 (Vorjahr) (72) (72) (0) (0) 591.027 120.466 305.446 165.115 (Vorjahr) (563.597) (136.812) (218.496) (208.289) Gesamt 4.592.125 1.603.146 1.185.614 1.803.365 (Vorjahr) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr) Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern (5.638 T€, Vorjahr: 5.103 T€) ausgewiesen. Am Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 19 T€ (Vorjahr: 8 T€). Des Weiteren sind hier Verbindlichkeiten gegenüber dem Gewährträger in Höhe von 2.464 T€ (Vorjahr: 912 T€) bilanziert. Passive latente Steuern Mit der Beendigung der Stillen Gesellschaft -Betriebsteil Wasserversorgung- haben die Berliner Wasserbetriebe den Anteil der Berlinwasser Holding GmbH (49,9 %) an der Personengesellschaft „Stille Gesellschaft“ erworben. Dadurch erhielten die Berliner (4.702.036) (1.650.021) (1.301.281) (1.750.734) Wasserbetriebe -Betriebsteil Wasserversorgung- neben dem steuerlichen Kapitalkonto auch ein Auseinandersetzungsguthaben. Aus Sicht der Berliner Wasserbetriebe -Betriebsteil Wasserversorgung- führte dies zum Beendigungszeitpunkt steuerlich zu negativen Anschaffungskosten in Höhe von 249.787 T€. In der Steuerbilanz wurden diese negativen Anschaffungskosten durch eine Abstockung des Anlagevermögens des Betriebsteils Wasserversorgung berücksichtigt. Dementsprechend wurden passive latente Steuern zum Beendigungszeitpunkt gebildet (am 31. Dezember 2018: 61.831 T€). Die Verteilung des Abstockungsbetrages erfolgt über 19 Jahre, da dies die durchschnittliche Nutzungsdauer der Sachanlagen im Betriebsteil Wasserver- 41 sorgung widerspiegelt. Daraus ergeben sich, für steuerliche Zwecke, geringere Abschreibungen ab dem 1. Januar 2015. Darüber hinaus wurden passive latente Steuern für sonstige Bewertungsunterschiede im Anlagevermögen (6.393 T€) gebildet. Der Berechnung der latenten Steuer liegen ein Gewerbesteuersatz von 14,35 % und ein Körperschaftsteuersatz von 15,825 % zugrunde. Insgesamt ergibt sich folgende Entwicklung: in T€ Bestand 1.1.2018 Zugang Abgang Bestand 31.12.2018 71.838 361 -3.975 68.224 Bestand passive latente Steuer Berliner Wasserbetrieben zum 31. Dezember 2018 zurückgekauft. Der Rückkaufpreis wurde zum 31. Dezember 2018 bezahlt und wird nun zuzüglich Nebenkosten im Anlagevermögen der Berliner Wasserbetriebe bilanziert. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse in T€ Trinkwasserverkauf Trinkwasser Berlin Trinkwasser Umland Bürgschaften Abwasserentsorgungsleistungen Gesamt davon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ davon gesichert 11.010 - 10.454 - Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaften, für die Bürgschaften ausgereicht wurden, zeigt, dass mit einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften aktuell nicht zu rechnen ist. Bestellobligo für Investitionen Rückkaufverpflichtung Unternehmenszentrale Miet- und Leasingverträge Nicht bilanzierte Rückbauverpflichtungen Konsortialfinanzierung Klärwerk Wansdorf GmbH Gesamt davon mit verbundenen Unternehmen Niederschlagswasserentgelt Entgelt für die Entwässerung öffentlicher Straßen und Plätze Sonstige Abwasserentsorgungsleistungen Auflösung Sonderposten aus Zuschüssen mit Gegenleistungsverpflichtung 2018 2017 442.556 293.443 0 118.062 20.195 26.099 4.863 725 12 207 467.626 438.536 0 134.684 2017 335.612 380.087 333.094 3.120 2.518 693.504 691.495 444.282 431.357 26.897 27.498 137.769 138.025 80.610 89.656 3.946 4.959 34.615 34.994 Hausanschlüsse 11.230 9.626 Sonstige Umsatzerlöse 29.410 27.802 1.151.966 1.099.529 davon periodenfremde Umsatzerlöse Die in den Jahren 1996 und 1997 mit dem verbundenen Unternehmen ImmobilienVermietungsgesellschaft Schumacher GmbH & Co. Objekt Rolandufer KG (Rolandufer KG) abgeschlossenen Verträge über das Erbbaurecht und die aufstehenden Gebäude in der Neuen Jüdenstraße und der Stralauer Straße wurden von den 42 Schmutzwasser Umland Umsatzerlöse Gesamt Sonstige finanzielle Verpflichtungen in T€ Schmutzwasser Berlin 2018 383.207 7.029 2.571 Die periodenfremden Umsatzerlöse resultieren aus der rollierenden Abrechnung der Umsätze aus dem Wasserverkauf und der Abwasserentsorgungsleistungen. Sonstige betriebliche Erträge Periodenfremde Erträge sind aus der Auflösung von Rückstellungen (11.355 T€; Vorjahr: 5.560 T€), aus sonstigen neutralen Erträgen aus Umsatzsteuererstattungen (1.207 T€; Vorjahr: 1.593 T€) und aus Erträgen aus der Auflösung nicht mehr benötigter Wertberichtigungen auf Forderungen (475 T€; Vorjahr: 271 T€) entstanden. Das Landesamt für Umwelt Brandenburg, Abteilung Wasserwirtschaft, erließ in 2016 Festsetzungsbescheide für 2015 und Vorjahre über die Abwasserabgabe für das Einleiten von verschmutztem Niederschlagswasser. In 2018 wurden die Bescheide teilwiderrufen sowie den Widersprüchen stattgegeben. Daraus sind periodenfremde sonstige betriebliche Erträgen in Höhe von 20.935 T€, davon 2.249 T€ in den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen erfasst. Personalaufwand Im Personalaufwand sind insgesamt Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 16.136 T€ (Vorjahr: 16.013 T€) enthalten. Beschäftige im Jahresdurchschnitt Beschäftigte 2018 2017 4.334 4.320 davon weibliche Beschäftigte 1.362 1.339 davon männliche Beschäftigte 2.972 2.981 248 240 Auszubildende Sonstige betriebliche Aufwendungen Periodenfremde Aufwendungen sind aus Verlusten aus Anlageabgängen in Höhe von 5.056 T€ (Vorjahr: 2.392 T€) entstanden. Weiterhin sind periodenfremde Aufwendungen für anteilig nicht abzugsfähige Vorsteuer in Höhe von 955 T€ (Vorjahr: 5.367 T€) im Zusammenhang mit Feststellungen aus der Betriebsprüfung entstanden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: 2018 2017 Mieten, Pachten, Leasing, Gebühren und Beiträge in T€ 25.462 25.318 Sondernutzungsentgelt 16.278 16.278 IT-Pflege, -Wartung und Unterstützung 8.366 7.962 Zuschlämm- und Abbruchkosten 7.390 3.561 Verluste aus Anlagenabgang 5.056 2.392 in T€ 2018 2017 4.729 4.615 3.923 4.035 3.551 3.387 Werbe-, Insertionskosten 3.522 3.298 Aufwendungen für Altersteilzeit 3.498 2.573 Versicherungen 2.808 2.761 Risiken Schadensersatz Telekommunikation, Porto, Frachten und ähnliche Aufwendungen Tagungsgelder, Reisekosten, Bewirtungen Prüfungs- und Beratungskosten, Gutachten 2.038 0 Risiken aus Betriebsprüfung 955 5.367 Bürobedarf, Drucksachen 807 914 Sonstige soziale Aufwendungen 690 519 Abschreibungen auf Forderungen 654 1.112 4.358 4.254 94.085 88.346 6.011 7.759 Übrige sonstige Aufwendungen Sonstiger betrieblicher Aufwand Gesamt davon periodenfremde Aufwendungen Zinsergebnis Für die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen sind Zinsaufwendungen in Höhe von 2.371 T€ (Vorjahr: 1.995 T€) entstanden. Darüber hinaus sind Zinserträge aus Steuererstattungen in Höhe von 3.363 T€ (Vorjahr: 3.203 T€) und Zinsaufwendungen aus Steuernachzahlungen in Höhe von 804 T€ (Vorjahr: 5.099 T€) angefallen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultieren in Höhe von 826 T€ aus latenten Steueraufwendungen (Vorjahr: 1.602 T€; latente Steuererträge). Darüber hinaus sind periodenfremde Steuererstattungen in Höhe von 4.634 T€ (Vorjahr: 6.932 T€) entstanden. Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn in Höhe von 111.729 T€ (Vorjahr: 59.612 T€) soll an das Land Berlin ausgeschüttet werden. 43 5. Weitere Anhangsangaben Organe Vorstand Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing. Jörg Simon Vorsitzender/Technik Dipl.-Kfm. Frank Bruckmann Finanzen Dipl.-Betriebsw. (FH) Kerstin Oster Personal und Soziales Aufsichtsrat Vertreter der Anteilseigner Ramona Pop Vorsitzende des Aufsichtsrates Senatorin der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin Erika Jaeger Immobilienökonom (ebs), selbständige Beraterin Dr. Matthias Kollatz Senator für Finanzen des Landes Berlin Bärbel Nehring-Kleedehn Diplom-Volkswirtin, Landesministerin a. D. Ingeborg Neumann Geschäftsführende Gesellschafterin der Peppermint.Holding GmbH Prof. Dr. Barbara Praetorius Professorin für Nachhaltigkeit, Umwelt- und Energieökonomie und -politik der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Mitglied ab 31. Januar 2018 Stefan Tidow Staatssekretär der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Christine Wolff Diplom-Geologin, selbständige Unternehmensberaterin Vertreter der Arbeitnehmer Lutz Neetzel Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates Vorsitzender des Personalrates Abwasserentsorgung, Berliner Wasserbetriebe Roland Jäschke Vorsitzender des Personalrates Wasserversorgung, Berliner Wasserbetriebe Karsten Kretschmer 1. stellvertretender Vorsitzender des Personalrates Hauptverwaltung, Berliner Wasserbetriebe Karsten Malareck Vorsitzender des Gesamtpersonalrates, Berliner Wasserbetriebe 44 Aufsichtsrat Birgit Richlitzki Diplom-Ingenieurin (FH), Berliner Wasserbetriebe Sabine Thonke Architektin, Gesamtfrauenvertreterin, Berliner Wasserbetriebe Elke Wittstock Leiterin des Wasserwerkes Friedrichshagen, Berliner Wasserbetriebe Doro Zinke DGB-Bundesvorstand, Abteilung Internationale und europäische Gewerkschaftspolitik Beirat Jan Eder Vorsitzender des Beirates Hauptgeschäftsführer Industrie- und Handelskammer zu Berlin Jörg Franzen Vorstandsvorsitzender GESOBAU AG, Berlin Heiko Glawe Regionsgeschäftsführer Berlin, Deutscher Gewerkschaftsbund Helmut Kleebank Bezirksbürgermeister Spandau Dr. Brigitta Kauers Sprecherin des Kundenbeirates der Berliner Wasserbetriebe, Rentnerin Stefan Richter Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Zukunft Berlin Dr. Michaela Schmitz Bevollmächtigte Wasserwirtschaft Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V., Berlin Michael Schröder Geschäftsführender Inhaber Orca Affairs GmbH, Berlin Reiner Wild Geschäftsführer Berliner Mieterverein Axel Wunschel Rechtsanwalt, Berlin Mitglied bis 22. Februar 2018 Gewährträgerversammlung Dr. Matthias Kollatz Senator für Finanzen des Landes Berlin Vorsitzender der Gewährträgerversammlung Ramona Pop Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin Regine Günther Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin 45 Aufwendungen für Organe Aufteilung der Vorstandsbezüge 2018 ( § 18 Abs. 6 BerlBG und § 285 Nr. 9a HGB) in € Gehälter (Jahreseinkommen) (Vorjahr) Leistungs- und erfolgsabhängige variable Bezüge auf der Grundlage von Zielvereinbarungen (Vorjahr) Pauschale/Zulage (Vorjahr) Abfindungsbetrag (Vorjahr) Gewinnbeteiligung (Vorjahr) Aufwandsentschädigung (Vorjahr) Versicherungsentgelte (Vorjahr) Simon, Jörg Bruckmann, Frank Oster, Kerstin Gesamt 252.000,00 202.000,00 205.000,00 659.000,00 (227.000,00) (202.000,00) (165.000,00) (594.000,00) 124.600,00 124.600,00 111.250,00 360.450,00 (150.960,00) (125.460,00) (110.000,00) (386.420,00) 0,00 0,00 0,00 0,00 (0,00) (0,00) (0,00) (0,00) 0,00 0,00 0,00 0,00 (0,00) (0,00) (0,00) (0,00) 0,00 0,00 0,00 0,00 (0,00) (0,00) (0,00) (0,00) 0,00 0,00 0,00 0,00 (0,00) (0,00) (0,00) (0,00) 19.144,64 20.898,14 11.781,82 51.824,60 (17.198,42) (18.823,35) (11.096,86) (47.118,63) Provisionen und Nebenleistungen jeder Art 10.355,00 11.524,32 7.200,00 29.079,32 (Vorjahr) (9.155,00) (11.439,76) (10.200,00) (30.794,76) Gesamt 406.099,64 359.022,46 335.231,82 1.100.353,92 (404.313,42) (357.723,11) (296.296,86) (1.058.333,39) (Vorjahr) Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder 2018 T€ 2017 T€ Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder 392 377 Bezüge Hinterbliebene eines ehemaligen Geschäftsleiters und eines ehemaligen Vorstandsmitglieds 128 121 Höhe der Pensionsrückstellung 6.720 6.417 Gesamt 7.240 6.915 Aufteilung der Beiratsvergütung 2018 Die Beiratsmitglieder erhalten folgende individuelle Gesamtvergütung*): Mitglieder des Beirates 2018 € 2017 € Jan Eder (Vorsitzender) 550,00 550,00 Jörg Franzen 550,00 550,00 Heiko Glawe 550,00 550,00 Helmut Kleebank 550,00 550,00 Aufteilung der Aufsichtsratsvergütung 2018 (§ 18 BerlBG) Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für das Geschäftsjahr folgende individuelle Gesamtvergütung*): Mitglieder des Aufsichtsrates 2018 € 2017 € Ramona Pop 10.000,00 9.150,68 Lutz Neetzel 9.500,00 9.500,00 Dr. Brigitta Kauers 550,00 37,67 Stefan Richter 550,00 550,00 Ingeborg Neumann 8.500,00 8.500,00 550,00 Erika Jaeger 8.000,00 8.000,00 8.000,00 8.000,00 Dr. Michaela Schmitz 550,00 Michael Schröder 550,00 550,00 Bärbel Nehring-Kleedehn Reiner Wild Axel Wunschel (Mitglied bis 22. Februar 2018) Michael Henkel (Mitglied bis 15. Oktober 2017) 550,00 550,00 Roland Jäschke 8.000,00 8.000,00 Karsten Kretschmer 8.000,00 8.000,00 Elke Wittstock Prof. Dr. Barbara Praetorius (Mitglied ab 31. Januar 2018) Dr. Matthias Kollatz 8.000,00 8.000,00 7.101,37 0,00 6.000,00 6.093,15 Gesamt *) Ausweis der Beträge ohne Umsatzsteuer 46 79,86 550,00 0,00 432,47 5.029,86 5.420,14 Mitglieder des Aufsichtsrates 2018 € 2017 € Christine Wolff 6.000,00 6.000,00 Karsten Malareck 6.000,00 6.000,00 Birgit Richlitzki 6.000,00 6.000,00 Sabine Thonke 6.000,00 6.000,00 Stefan Tidow 6.000,00 5.243,84 Doro Zinke 6.000,00 6.000,00 0,00 509,59 0,00 8.000,00 0,00 509,59 Henner Bunde (Mitglied bis 31. Januar 2017 Axel Ensinger (Mitglied bis 31. Dezember 2017) Christian Gaebler (Mitglied bis 31. Januar 2017) Gesamt *) 117.101,37 117.506,85 Ausweis der Beträge ohne Umsatzsteuer Vergütung der Mitglieder der Gewährträgerversammlung 2018 Die Gewährträgerversammlung wird vom Senat bestellt. Ihr gehören jeweils ausschließlich Mitglieder des Senats an. Es werden keine Vergütungen für die Tätigkeit durch die Berliner Wasserbetriebe geleistet. Nachtragsbericht Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Erklärung in entsprechender Anwendung des § 161 Aktiengesetz Vorstand und Aufsichtsrat haben auf der Grundlage des Corporate Governance Kodex der Berliner Wasserbetriebe eine Erklärung in entsprechender Anwendung des § 161 Aktiengesetz abgegeben; diese Erklärung wurde über das Internet dauerhaft zugänglich gemacht. Berlin, 6. Februar 2019 Berliner Wasserbetriebe Honorare des Abschlussprüfers Die Angaben sind entsprechend § 285 Nr. 17 HGB im Konzernabschluss der Berliner Wasserbetriebe enthalten. Simon Bruckmann Oster Konzernverhältnisse Die Berliner Wasserbetriebe stellen als Muttergesellschaft für den größten und den kleinsten Kreis einen Konzernabschluss auf, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. 47 Anlage 1 zum Anhang Name und Beteiligungshöhe aller Gesellschafter von mittelbaren und unmittelbaren Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen der Berliner Wasserbetriebe Beteiligungshöhe % Nominalkapital € 100,0 25.000,00 Berliner Stadtwerke EnergiePartner GmbH 100,0 25.000,00 Berliner Stadtwerke KommunalPartner GmbH 100,0 25.000,00 BWB Rekom Verwaltungs GmbH 100,0 25.000,00 Windenergie Management GmbH & Co. Ladeburg KG 100,0 1.000,00 Windpark Stahnsdorf GmbH & Co. KG 100,0 250.000,00 50,0 200,00 50,0 200,00 Verbundene Unternehmen der Berliner Wasserbetriebe: Berliner Stadtwerke GmbH Verbundene Unternehmen der Berliner Stadtwerke GmbH: Beteiligungen der Windpark Stahnsdorf GmbH & Co. KG: Windpark Stahnsdorf Ruhlsdorf Kopfstation GmbH & Co. OHG Windpark Stahnsdorf GmbH & Co. KG FP Lux Wind GmbH & Co. Ruhlsdorf KG ARGE BSW-Berolina GbR Berliner Stadtwerke GmbH Einlage in die GbR 98,0 785.000,00 Berolina Solar GmbH & Co. KG 1,0 8.000,00 BeSo Service GmbH & Co. KG 1,0 8.000,00 Beteiligungen der Berliner Stadtwerke GmbH: Onshore Bündelgesellschaft 1 GmbH Nominalkapital Berliner Stadtwerke GmbH 33,3 10.000,00 Alb-Elektrizitätswerk Geislingen-Steige eG 16,7 5.000,00 3 SG Windparkbeteiligungsgesellschaft mbH 16,7 5.000,00 Stadtwerke Sindelfingen GmbH 16,7 5.000,00 KomKo Wing GmbH 16,7 5.000,00 - - Berliner Wasserbetriebe 49,0 1.002.132,08 Stadt Hohen Neuendorf 24,2 494.930,54 Zweckverband Fließtal 19,0 388.581,83 7,8 159.523,07 Berliner Wasserbetriebe 49,0 14.700,00 Stadt Hohen Neuendorf 24,2 7.260,00 Zweckverband Fließtal 19,0 5.700,00 7,8 2.340,00 49,0 15,4 12,8 12,2 6,4 4,2 637.000,00 200.200,00 166.400,00 158.600,00 83.200,00 54.600,00 Beteiligungen der Berliner Wasserbetriebe: Wasser Nord GmbH &. Co. KG Komplementärin Wasser Nord Verwaltungs GmbH Kommanditisten Gemeinde Glienicke/Nordbahn Wasser Nord Verwaltungs GmbH Gemeinde Glienicke/Nordbahn Klärwerk Wansdorf GmbH Berliner Wasserbetriebe Stadt Oranienburg Stadt Hennigsdorf Stadt Falkensee Stadt Velten Trink-und Abwasserzweckverband Glien 48 Name und Beteiligungshöhe aller Gesellschafter von mittelbaren und unmittelbaren Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen der Berliner Wasserbetriebe Beteiligungshöhe % Nominalkapital € Technologiestiftung Berlin 50,0 7.850,00 Berliner Wasserbetriebe 25,5 8.150,00 Berlinwasser Holding GmbH 24,5 8.150,00 AV Aggerwasser GmbH 13,0 6.500,00 Emscher Gesellschaft für Wassertechnik mbH KWB Kompetenzzentrum Wasser Berlin gemeinnützige GmbH aquabench GmbH 13,0 6.500,00 Berliner Wasserbetriebe 8,0 4.000,00 Hamburger Stadtentwässerung 8,0 4.000,00 Hanse Wasser Bremen GmbH 8,0 4.000,00 Landeshauptstadt Düsseldorf, Stadtentwässerungsbetrieb Düsseldorf 8,0 4.000,00 Landeshauptstadt München, Münchner Stadtentwässerung 8,0 4.000,00 Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband (OOWD) 8,0 4.000,00 Stadtentwässerungsbetriebe Köln 8,0 4.000,00 Stadtentwässerung Dresden GmbH 8,0 4.000,00 Stadt Zürich -Entsorgung + Recycling Zürich 8,0 4.000,00 aquabench GmbH 2,0 1.000,00 SBB-Abfallerzeuger GbR Einlage in die GbR Verband der Chemischen Industrie (VCI) Landesverband Nordost 23,3 71.580,86 Vattenfall GmbH 17,0 51.129,19 Bayer Pharma AG 14,8 44.482,39 Berliner Wasserbetriebe 8,5 25.564,59 Siemens AG 8,5 25.564,59 Vattenfall Europe Mining AG 8,5 25.564,59 VDMA Landesverband OST 7,3 21.985,55 Umweltverbände Berlin Brandenburg 3,4 10.225,84 BASF-Schwarzheide GmbH 1,7 5.112,92 PCK Raffinerie GmbH 1,7 5.112,92 Prefere Resins GmbH 1,7 5.112,92 Verband Druck und Medien NordOST e.V. 1,7 5.112,92 ZF Friedrichshafen AG 1,7 5.112,92 Beteiligungen der SBB-Abfallerzeuger GbR Nominalkapital SBB Sonderabfallgesellschaft Brandenburg/Berlin mbH SBB Abfallerzeuger GbR 25,0 187.500,00 SBB Entsorgungswirtschaft GmbH 25,0 187.500,00 Land Berlin 25,0 187.500,00 Land Brandenburg 25,0 187.500,00 49 Name und Beteiligungshöhe aller Gesellschafter von mittelbaren und unmittelbaren Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen der Berliner Wasserbetriebe Mitgliedschaften in Zweckverbänden - Berliner Wasserbetriebe: Märkischer Abwasser- und Wasserzweckverband Rücklagen Gesamt 150.392.673,46 Mitglieder Berliner Wasserbetriebe, Gemeinde Bestensee, Gemeinde Blankenfelde-Mahlow, Gemeinde Eichwalde, Gemeinde Heidesee, Stadt Königs Wusterhausen, Gemeinde Krausnick-Groß Wasserburg, Stadt Märkisch Buchholz, Gemeinde Märkische Heide, Stadt Mittenwalde, Gemeinde Münchehofe, Gemeinde Schönefeld, Gemeinde Schulzendorf, Stadt Storkow (Mark), Gemeinde Tauche, Gemeinde Unterspreewald, Stadt Wildau, Gemeinde Zeuthen, Stadt Zossen Verbandsversammlung Die Verbandsversammlung besteht aus je einem Vertreter der Verbandsmitglieder, wobei jedes Verbandsmitglied je angefangene 1.000 Einwohner eine Stimme hat. Die Berliner Wasserbetriebe haben einwohnerunabhängig vier Stimmen VerbandsEinlagen Wasser- und Abwasserzweckverband Ahrensfelde/Eiche versammlung Mitglieder 50 Berliner Wasserbetriebe 1 Stimme 1.105.521,44 Gemeinde Ahrensfelde 1 Stimme 3.890.010,12 51 Anlagespiegel der Berliner Wasserbetriebe, Anstalt öffentlichen Rechts, Berlin zum 31. Dezember 2018 in € Anfangsstand zum 1.1.2018 Posten des Anlagevermögens I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten - +/- 5.428.117,89 294.099,21 -7.109.152,08 244.766.321,43 489.283.289,57 0,00 0,00 0,00 489.283.289,57 5.371.511,63 113.614,70 0,00 -2.272.780,50 3.212.345,83 741.396.256,03 5.541.732,59 294.099,21 -9.381.932,58 737.261.956,83 1.181.333.542,85 101.818.161,78 1.304.719,32 19.657.550,46 1.301.504.535,77 31.094.042,40 8.088.751,44 51.913,51 772.007,54 39.902.887,87 24.359.396,22 0,00 525.726,22 0,00 23.833.670,00 14.113.926,76 188.045,02 332,85 521.810,03 14.823.448,96 614.688.550,00 7.777.721,07 1.657.042,57 10.322.264,86 631.131.493,36 2.102.708.154,25 20.046.824,57 2.262.752,04 25.838.977,08 2.146.331.203,86 6.345.056.096,87 30.699.823,39 3.293.533,43 63.831.889,13 6.436.294.275,96 265.298.947,08 1.921.972,66 347.815,66 5.120.647,99 271.993.752,07 1.109.001.430,53 12.392.033,71 7.117.945,08 21.463.350,58 1.135.738.869,74 39.624.019,64 2.246.599,17 274.413,83 1.228.436,19 42.824.641,17 153.196.399,32 9.582.873,19 7.215.860,82 869.031,17 156.432.442,86 366.255.396,38 296.280.524,56 3.121.320,96 -140.244.032,45 519.170.567,53 12.246.729.902,30 491.043.330,56 27.173.376,29 9.381.932,58 12.719.981.789,15 33.878.000,00 0,00 0,00 0,00 33.878.000,00 2. Beteiligungen 3.199.091,53 0,00 0,00 0,00 3.199.091,53 3. Mitgliedschaften in Zweckverbänden 3.304.402,23 0,00 0,00 0,00 3.304.402,23 3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Gegenstände Summe immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen 1. Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs-und anderen Bauten 2. Grundstücke mit Wohnbauten 3. Grundstücke ohne Bauten 4. Bauten auf fremden Grundstücken 5. Wassergewinnungs- und -aufbereitungsanlagen 6. Wasserverteilungsanlagen Abwasserkanäle und Druckroh7. re 8. Abwasserförderungsanlagen 9. Abwasserreinigungsanlagen 10. Sonstige technische Anlagen und Maschinen 11. Betriebs- und Geschäftsausstattung 12. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe Sachanlagen III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen Summe Finanzanlagen GESAMT 52 + Endstand zum 31.12.2018 246.741.454,83 2. Geschäfts- oder Firmenwert II. Anschaffungs- und Herstellungskosten Zugänge Abgänge Umbuchungen 40.381.493,76 0,00 0,00 0,00 40.381.493,76 13.028.507.652,09 496.585.063,15 27.467.475,50 0,00 13.497.625.239,74 Anlage 2 zum Anhang Anfangsstand zum 1.1.2018 Abschreibungen im Geschäftsjahr Abschreibungen angesammelte Abschreibungen Abgänge + - Umbuchungen Endstand zum 31.12.2018 Restbuchwerte am Ende am Ende des des vorangegangenen Geschäftsjahres Geschäftsjahres +/- 155.771.940,59 7.667.498,77 294.099,21 -781.614,49 162.363.725,66 82.402.595,77 90.969.514,24 48.847.724,79 16.337.891,51 0,00 0,00 65.185.616,30 424.097.673,27 440.435.564,78 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3.212.345,83 5.371.511,63 204.619.665,38 24.005.390,28 294.099,21 -781.614,49 227.549.341,96 509.712.614,87 536.776.590,65 799.569.611,08 22.260.368,83 558.646,21 725.426,33 821.996.760,03 479.507.775,74 381.763.931,77 21.382.421,22 499.937,18 51.913,51 0,00 21.830.444,89 18.072.442,98 9.711.621,18 7.505.715,68 97.769,72 24.022,71 0,00 7.579.462,69 16.254.207,31 16.853.680,54 8.899.826,22 457.417,67 332,85 46,66 9.356.957,70 5.466.491,26 5.214.100,54 457.028.586,24 20.715.491,26 1.626.086,77 160.332,19 476.278.322,92 154.853.170,44 157.659.963,76 1.174.565.134,43 46.746.264,21 1.923.052,05 106,14 1.219.388.452,73 926.942.751,13 928.143.019,82 3.015.861.165,37 117.956.373,65 2.686.787,31 -23,98 3.131.130.727,73 3.305.163.548,23 3.329.194.931,50 205.905.323,75 10.986.988,36 335.674,98 23,98 216.556.661,11 55.437.090,96 59.393.623,33 812.145.486,66 42.040.779,51 6.818.481,65 2.876,08 847.370.660,60 288.368.209,14 296.855.943,87 27.659.326,40 2.336.533,49 257.223,83 -116.737,38 29.621.898,68 13.202.742,49 11.964.693,24 113.355.576,84 11.546.555,51 6.991.166,53 9.564,47 117.920.530,29 38.511.912,57 39.840.822,48 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 519.170.567,53 366.255.396,38 6.643.878.173,89 275.644.479,39 21.273.388,40 781.614,49 6.899.030.879,37 5.820.950.909,78 5.602.851.728,41 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 33.878.000,00 33.878.000,00 12.526,65 0,00 0,00 0,00 12.526,65 3.186.564,88 3.186.564,88 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3.304.402,23 3.304.402,23 12.526,65 0,00 0,00 0,00 12.526,65 40.368.967,11 40.368.967,11 6.848.510.365,92 299.649.869,67 21.567.487,61 0,00 7.126.592.747,98 6.371.032.491,76 6.179.997.286,17 53 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die Berliner Wasserbetriebe, Anstalt öffentlichen Rechts, Berlin Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlus- Prüfungsurteile ses und des Lageberichts geführt hat. Wir haben den Jahresabschluss der Berliner Wasserbetriebe, Anstalt öffentlichen Rechts, Berlin – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Berliner Wasserbetriebe, Anstalt öffentlichen Rechts, und des Konzerns (im Folgenden: Lagebericht) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Grundlage für die Prüfungsurteile Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • • 54 entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter ver- antwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das 55 • • • 56 Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Ge- gebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. • Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Berlin, 6. Februar 2019 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Marqourdt Wirtschaftsprüfer Langosch Wirtschaftsprüfer 57 Konzernbilanz der Berliner Wasserbetriebe, Anstalt öffentlichen Rechts, Berlin zum 31. Dezember 2018 Aktiva 31.12.2018 € A. 31.12.2018 € 31.12.2017 T€ 512.237.404,53 90.995 443.054 5.372 5.846.595.094,39 524.042 4.800.285 39.870 371.530 25.000,00 11.981.296,97 3.304.402,23 15.310.699,20 25 12.698 3.304 11.767.024,54 14.203.368,16 25.970.392,70 10.757 12.247 Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2. Geschäfts- oder Firmenwert 3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2. Technische Anlagen und Maschinen 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau III. 1. 2. 3. Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen Beteiligungen Mitgliedschaften in Zweckverbänden B. Umlaufvermögen I. Vorräte 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2. Unfertige Leistungen II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3. Forderungen gegen Gesellschafter 4. Sonstige Vermögensgegenstände 82.448.297,27 426.576.761,43 3.212.345,83 519.300.917,29 4.766.597.744,99 38.535.935,55 522.160.496,56 875.583.946,33 837.340 0,00 56,22 19.054.023,61 894.638.026,16 8 1 22.311 11.378.307,63 146.664 III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.458.157,09 3.416 D. Aktive latente Steuern 5.976.887,42 9.952 7.317.564.969,12 7.333.870 58 Passiva 31.12.2018 € A. Eigenkapital I. II. III. IV. V. Stammkapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Nicht beherrschende Anteile B. Sonderposten aus Zuschüssen mit Gegenleistungsverpflichtung 1. Sonderposten aus sonstigen Finanzierungen des Anlagevermögens 2. Baukostenzuschüsse C. 31.12.2017 T€ 749.221.000,00 32.684.000,00 838.096.927,42 100.595.354,75 23.400,00 1.720.620.682,17 749.221 32.684 756.196 53.853 18.368 575.057.072,42 122.368.511,96 697.425.584,38 560.173 126.625 211.725.581,64 9.972 2.053 109.767 Rückstellungen 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2. Steuerrückstellungen 3. Sonstige Rückstellungen D. 31.12.2018 € 10.712.182,00 2.610.978,27 198.402.421,37 Verbindlichkeiten 1. 2. 3. 4. 5. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 7. Sonstige Verbindlichkeiten E. Rechnungsabgrenzungsposten F. Passive latente Steuern 3.183.820.709,35 811.259.015,52 32.004.601,85 437,57 3.434.517 820.420 23.689 1 154.238,43 29.414,42 592.054.451,20 4.619.322.868,34 72 496 563.723 242.982,20 198 68.227.270,39 71.842 7.317.564.969,12 7.333.870 59 Konzerngewinn- und Verlustrechnung der Berliner Wasserbetriebe, Anstalt öffentlichen Rechts, Berlin für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 1.1.-31.12. 2018 € 1. Umsatzerlöse a) Wasserverkauf b) Abwasserentsorgungsleistungen c) Auflösung Sonderposten aus Zuschüssen mit Gegenleistungsverpflichtung d) Hausanschlüsse e) Stromverkauf f) Sonstige Umsatzerlöse 335.612 691.495 34.614.876,54 11.229.986,71 5.789.185,67 28.104.633,67 34.994 9.626 3.748 26.343 3. Andere aktivierte Eigenleistungen 4. Sonstige betriebliche Erträge 6. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.1.-31.12.2017 T€ T€ 383.207.594,33 693.504.217,32 2. Verminderung (i.Vj. Erhöhung) des Bestands an unfertigen Leistungen 5. Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren b) Aufwendungen für bezogene Leistungen c) Grundwasserentnahmeentgelt und Abwasserabgabe € 69.743.968,86 99.112.488,42 74.193.124,36 1.156.450.494,24 -33.174,48 905 51.918.185,33 50.057 37.237.933,67 1.245.573.438,76 17.082 1.169.862 243.049.581,64 257.322.689,29 65.563.363,03 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9. Erträge aus Beteiligungen 10. Erträge aus Verlustübernahme 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 67.094 94.329 69.409 230.832 246.813 322.886.052,32 64.168 310.981 304.387.930,17 299.067 82.931.329,45 953.254.893,58 75.453 916.333 187.252,58 32 56,22 1 3.673.123,32 1.101.818 3.860.432,12 4.352 4.385 85.025.055,37 114.439 9.959.507,03 -1.729 201.194.414,90 145.204 6.825.130,62 7.451 194.369.284,28 137.753 -6.113.594,59 -5.762 18. Konzerngewinn 188.255.689,69 131.991 19. Gewinnvortrag 53.853.299,08 89.481 20. Ausschüttung -59.612.273,75 -92.107 21. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -81.901.360,27 -75.512 22. Konzernbilanzgewinn 100.595.354,75 53.853 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 14. Ergebnis nach Steuern 15. Sonstige Steuern 16. Konzernjahresüberschuss 17. Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Konzernjahresüberschuss 60 Konzernkapitalflussrechnung der Berliner Wasserbetriebe, Anstalt öffentlichen Rechts, Berlin für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 Periodenergebnis +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen +/- Sonstige zahlungsunwirksame Erträge aus der Auflösung von Sonderposten aus Zuschüssen mit Gegenleistungsverpflichtung Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, -/+ die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, +/die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge - Sonstige Beteiligungserträge +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag -/+ Ertragsteuerzahlung Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens + Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens + Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis + Erhaltene Zinsen + Erhaltene Dividenden Cashflow aus der Investitionstätigkeit + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens + Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten - Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten + Einzahlungen aus Zuschüssen mit Gegenleistungsverpflichtung - Gezahlte Zinsen - Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens - Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit Veränderung der liquiden Mittel + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode - Konsolidierungsgedingte Änderungen des Finanzmittelfonds Finanzmittelfonds am Ende der Periode Zusammensetzung des Finanzmittelfonds Guthaben bei Kreditinstituten Jederzeit fällige Kreditverbindlichkeiten Festgeldanlagen > 3 Monate ab Erwerbszeitpunkt Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2018 T€ 2017 T€ +194.369 +304.388 +86.623 +137.753 +299.067 -73.095 -34.615 -34.994 +57.995 -8.249 -22.346 +195.550 +3.800 +81.352 -187 +9.960 -6.973 +674.366 -5.569 +2.145 -384.253 +716 +0 +3.672 +188 -383.101 +7 +340.949 -817.477 +41.046 -88.469 -59.612 -6.292 -589.848 -298.583 +46.664 -19.203 -271.122 -326 +110.088 -33 -1.729 -9.323 +614.709 -5.957 +4.710 -267.394 +504 -1.447 +4.349 +32 -265.203 +22.698 +107.618 -283.413 +23.332 -90.033 -92.107 -6.304 -318.209 +31.297 +15.367 0 +46.664 +11.378 -282.500 0 -271.122 +146.664 0 -100.000 +46.664 61 Konzerneigenkapitalspiegel der Berliner Wasserbetriebe, Anstalt öffentlichen Rechts, Berlin für die Zeit vom 1. Januar2017 bis 31. Dezember 2018 Angaben in T€ Stand am 1.1.2017 Einstellung in/ Entnahme aus den Rücklagen Ausschüttung Veränderungen des Konsolidierungskreises Konzernjahresüberschuss Stand am 31.12.2017 Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen Einstellung in/Entnahme aus den Rücklagen Ausschüttung Veränderungen des Konsolidierungskreises Konzernjahresüberschuss Stand am 31.12.2018 Angaben in T€ Stand am 1.1.2017 Einstellung in/Entnahme aus den Rücklagen Ausschüttung Veränderungen des Konsolidierungskreises Konzernjahresüberschuss Stand am 31.12.2017 Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen Einstellung in/Entnahme aus den Rücklagen Ausschüttung Veränderungen des Konsolidierungskreises Konzernjahresüberschuss Stand am 31.12.2018 Eigenkapital des Mutterunternehmens Stammkapital Kapitalrücklage 749.221 0 0 0 0 749.221 0 0 0 0 0 749.221 10.000 22.684 0 0 0 32.684 0 0 0 0 0 32.684 Nicht beherr+/- Auf nicht beschende Antei- herrschende Anle vor Jahresteile entfallende ergebnis Gewinne/Verluste 19.673 -777 0 0 0 -6.304 14 0 0 5.762 19.687 -1.319 7 0 0 0 0 -6.291 -19.671 1.497 0 6.113 23 0 62 Bilanzgewinn Eigenkapital 89.481 -75.512 -92.107 0 131.991 53.853 0 -81.901 -59.612 0 188.256 100.596 1.529.385 22.684 -92.107 0 131.991 1.591.953 0 0 -59.612 0 188.256 1.720.597 Eigenkapital Konzerneigenkapital Summe 18.896 0 -6.304 14 5.762 18.368 7 0 -6.291 -18.174 6.113 23 1.548.281 22.684 -98.410 14 137.753 1.610.322 7 0 -65.903 -18.174 194.369 1.720.621 T€ 33.750 48.151 81.901 T€ 33.729 41.783 75.512 Nicht beherrschende Anteile Die Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen setzt sich wie folgt zusammen: Gewinnrücklage für Tilgungsleistungen Gewinnrücklage für Wiederbeschaffungszeitwerte Andere Gewinnrücklagen 680.683 75.512 0 0 0 756.195 0 81.901 0 0 0 838.096 Konzernanhang der Berliner Wasserbetriebe für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 1. Allgemeine Angaben Die Berliner Wasserbetriebe sind im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRA 30951 B eingetragen. Der Konzernabschluss der Berliner Wasserbetriebe wird unter Berücksichtigung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) auf der Grundlage des § 290 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die vorgeschriebene Gliederung ist durch Einfügung einzelner Posten der besonderen Struktur des Konzerns der Berliner Wasserbetriebe angepasst. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Vermietungsgesellschaft Schumacher GmbH & Co. Objekt Rolandufer KG (Rolandufer KG) abgeschlossenen Verträge über das Erbbaurecht und die aufstehenden Gebäude an der Neuen Jüdenstraße und der Stralauer Straße wurden von den Berliner Wasserbetrieben zum 31. Dezember 2018 zurückgekauft. Damit sind die Bedingungen des § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB (Zweckgesellschaft) für die Rolandufer KG nicht mehr gegeben und die Gesellschaft wurde zum 31. Dezember 2018 entkosolidiert. Im Folgenden sind die Auswirkungen der Erstkonsolidierungen und der Entkonsolidierung dargestellt. Konzernbilanz in T€ 2. Konsolidierungskreis Verbundene Unternehmen Kapitalanteil Konsolidierungsdirekt indikreis rekt % % Berliner Stadtwerke GmbH, Ber100,0 lin Immobilien-Vermietungsgesellschaft Schumacher GmbH & Co. Objekt Rolandufer KG, 0,0 Berlin bis 31.Dezember 2018 Windpark Stahnsdorf GmbH & 100,0 Co. KG, Berlin Windenergie Management GmbH & Co. Ladeburg KG, Ber100,0 lin Berliner Stadtwerke Energie100,0 Partner GmbH, Berlin Berliner Stadtwerke Kommunal100,0 Partner GmbH, Berlin ARGE BSW Berolina GbR, Berlin 98,0 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB Finanzanlagen Umlaufvermögen Erstkonsolidierung BSW BSW Energie KomPartner munal Partner Entkonsolidierung Rolandufer KG Konsolidierung Konzern 0 0 0 -50 -50 25 25 -19.203 0 -19.153 Aktiva 25 25 -19.203 -50 -19.203 Eigenkapital 25 25 -18.174 -50 -18.174 Rückstellungen 0 0 -8 0 -8 Verbindlichkeiten 0 0 -1.022 0 -1.022 25 25 -19.203 -50 -19.203 Passiva 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB Die Berliner Stadtwerke EnergiePartner GmbH und die Berliner Stadtwerke KommunalPartner GmbH wurden am 8. Januar 2018 durch die Berliner Stadtwerke GmbH gegründet. Die Erstkonsolidierung der Gesellschaften erfolgt zu diesem Zeitpunkt. Die Berliner Stadtwerke EnergiePartner GmbH erzielte während der Konzernzugehörigkeit Umsatzerlöse in Höhe von 0 T€ und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 35 T€. Die Berliner Stadtwerke KommunalPartner GmbH erzielte während der Konzernzugehörigkeit Umsatzerlöse in Höhe von 32 T€ und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 187 T€. Die Auswirkungen auf die Konzerngewinn- und Verlustrechnung im Einzelnen sind unwesentlich. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr wird durch die Veränderung des Konsolidierungskreises nicht wesentlich beeinträchtigt. Die in den Jahren 1996 und 1997 mit dem verbundenen Unternehmen Immobilien63 3. Konsolidierungsgrundsätze Für die Erstkonsolidierungen wird die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Dabei ergibt sich das Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt, in dem es Tochterunternehmen geworden ist, aus den beizulegenden Zeitwerten der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Sonderposten, Rückstellungen, Verbindlichkeiten, Rechnungsabgrenzungsposten und latenten Steuern. Die anzusetzenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden unter Berücksichtigung der ihnen zuzurechnenden stillen Reserven und Lasten angesetzt. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt nach § 253 Abs. 1 und 2 HGB, der latenten Steuern nach § 274 HGB. Ein verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert bzw. als passivischer Unterschiedsbetrag ausgewiesen. Die als Finanzanlagen bilanzierten Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen wurden wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil ihr Jahresergebnis und/oder ihre Umsatzerlöse weniger als 1% des Konzernergebnisses bzw. Konzernumsatzes ausmachten. Bilanzstichtag aller vollkonsolidierten Unternehmen ist der 31. Dezember. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen werden eliminiert, Zwischengewinne und Differenzen in der Schuldenkonsolidierung werden erfolgswirksam verrechnet. Die funktionale Währung der Berliner Wasserbetriebe ist der Euro. 64 4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Soweit erforderlich, erfolgt eine Abschreibung auf den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert. Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten unter Abzug linearer Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen auf Software liegen seit 2003 nicht mehr die steuerlichen Abschreibungstabellen zugrunde, sondern die geschätzte betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die zwischen drei und zehn Jahren beträgt. Die Aktivierung der persönlich beschränkten Dienstbarkeiten erfolgte nach technischer und kaufmännischer Bewertung der zu erwartenden Entschädigungsverpflichtungen aufgrund der Bestimmungen des § 9 Grundbuchbereinigungsgesetzes in Verbindung mit der Sachenrechtsdurchführungsverordnung. Es regelt insbesondere die Dienstbarkeiten von Versorgungsunternehmen an nicht öffentlichen Grundstücken sowie die hierfür an den jeweiligen Grundstückseigentümer zu gewährenden Ausgleichszahlungen. Die aktivierten Dienstbarkeiten in Höhe von 62.296 T€ (Vorjahr: 62.274 T€) werden unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen und planmäßig nicht abgeschrieben. Aus der Beendigung der Stillen Gesellschaft Betriebsteil Abwasserentsorgung- wurde zum 1. Januar 2015 ein Geschäfts- oder Firmenwert (der im Wesentlichen den Kundenstamm betrifft) bilanziert. Da das Geschäft der Berliner Wasserbetriebe als langfristig gesichert angesehen werden kann, wird die Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwertes mit 30 Jahren eingeschätzt. Diese Nutzungsdauer orientiert sich dabei an der durchschnittlichen Rest- nutzungsdauer der Sachanlagen der Berliner Wasserbetriebe im Betriebsteil Abwasserentsorgung. Aus dem Erwerb der Betriebsteile „Landschaftsplanung“ und „Projektsteuerung“ von der p2m Berlin GmbH wurde zum 5. Dezember 2017 ein Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Die Nutzungsdauer beträgt 15 Jahre. Prägende Faktoren der Bestimmung der Nutzungsdauer sind die Bestandsdauern der übernommenen Arbeitsverhältnisse, die erwartete Dauer der Tätigkeit der wichtigsten Mitarbeiter und die erwartete Dauer der Wettbewerbsfähigkeit des vorhandenen Wissens. Bei der Erstkonsolidierung der Windpark Stahnsdorf GmbH & Co. KG entstand ein Geschäfts- oder Firmenwert, der ab dem Geschäftsjahr 2017 entsprechend der Betriebsgenehmigung der Windkraftanlagen über einen Zeitraum von 20 Jahren abgeschrieben wird, da diese Windkraftanlagen die wesentliche Geschäftsgrundlage der Windpark Stahnsdorf GmbH &. Co. KG darstellen. Bei der Erstkonsolidierung der Windenergie Management GmbH & Co. Ladeburg KG entstand ein Geschäfts- oder Firmenwert, der entsprechend der Nutzungsdauer der Windkraftanlage über einen Zeitraum von 20 Jahren, abgeschrieben wird, da diese Windkraftanlage die wesentliche Geschäftsgrundlage der Gesellschaft darstellen. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten gemäß Wahlrecht § 255 Abs. 2 HGB neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung und der betrieblichen Altersversorgung. Soweit es sich um kreditfinanzierte Erweiterungsinvestitionen handelt, werden, gemäß Wahlrecht § 255 Abs. 3 HGB, Zinsaufwendungen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, aktiviert. Die planmäßige Abschreibung auf Sachanlagen erfolgt grundsätzlich linear. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten 250 € nicht übersteigen, werden in voller Höhe als Aufwand erfasst. Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Anschaf- fungskosten der einzelnen Wirtschaftsgüter 250 €, aber nicht 1.000 € übersteigen, wurde ein Sammelposten gebildet. Dieser wird im Wirtschaftsjahr der Bildung und den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Die Festlegung der jeweiligen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und der daraus resultierenden Abschreibungssätze erfolgt in Anlehnung an die vom Bundesfinanzministerium veröffentlichten Abschreibungstabellen unter Berücksichtigung betriebsinterner Abweichungen Bei den Finanzanlagen sind Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und die Mitgliedschaften in Zweckverbänden mit den Anschaffungskosten einschließlich etwaiger Anschaffungsnebenkosten bilanziert. Soweit es zu dauerhaften Wertminderungen kommt, werden Abschreibungen auf den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu fortgeschriebenen Durchschnittspreisen bewertet. Am Bilanzstichtag wird dem Niederstwertprinzip Rechnung getragen. Die unfertigen Leistungen werden mit den direkt zurechenbaren Anschaffungskosten sowie, gemäß Wahlrecht § 255 Abs. 2 HGB, auch mit angemessenen Teilen der Kosten der allgemeinen Verwaltung und der betrieblichen Altersversorgung bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Die Berliner Wasserbetriebe ermitteln ihre Umsätze und Forderungen, wie branchenüblich, anhand einer rollierenden Jahresverbrauchsabrechnung, so dass es zu einer Jahresverbrauchsabgrenzung kommt. Die für das Geschäftsjahr von den Kunden erhaltenen, noch nicht verrechneten Abschlagsbeträge sind als erhaltene Anzahlungen ausgewiesen. Die Ermittlung der Forderungen und Umsätze aus Stromlieferungen wird, wie branchenüblich, anhand einer rollierenden Jahresverbrauchsabrechnung vorgenommen, so dass es zu einer Jahresverbrauchsabgrenzung kommt. Für das aktuelle Geschäftsjahr wird auf Basis des Vorjahresverbrauches, bei Neukunden des 65 Geschäftsjahres 2018, auf Basis von Schätzungen der Kunden, der Stromverbrauch des laufenden Geschäftsjahres anhand eines Standardlastprofils monatlich und je Kunde (Messeinrichtung) berechnet, so dass sich mit dieser Gewichtung die jahreszeitlichen Schwankungen im Verbrauch in der Umsatzabgrenzung widerspiegeln. Für die Mieterstromkunden, das ist der Kundenkreis, der den Strom direkt vom Dach der Photovoltaikanlage bezieht, wird aufgrund der Ist-Abrechnung im Januar des Folgejahres für die zum Jahresabschlussstichtag erforderliche Umsatzabgrenzung ebenso verfahren. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert bewertet. Für zweifelhafte Forderungen sind Einzelabwertungen vorgenommen worden. Bei den verbleibenden Forderungen ist eine Pauschalwertberichtigung abgesetzt, welche dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko Rechnung trägt. Die flüssigen Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) werden zum Nennbetrag bewertet. Aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der am Stichtag abzugrenzenden Beträge angesetzt. Die Sonderposten aus sonstigen Finanzierungen des Sachanlagevermögens sind nach handelsrechtlichen Grundlagen gebildet und werden linear entsprechend den Nutzungsdauern der bezuschussten Anlagengegenstände aufgelöst. Die mit Investitionen zur Verbesserung der Ablaufwerte von Klärwerken erstattete Abwasserabgaben werden passiviert und im Jahr des Zugangs mit 2,5 %, ansonsten mit 5,0 % jährlich aufgelöst. Von Kunden erhaltene Baukostenzuschüsse werden passiviert und mit jährlich 5,0 % ertragswirksam aufgelöst. Für Zugänge des Geschäftsjahres erfolgt eine Auflösung in Höhe von 2,5 %. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach versicherungsmathematischen 66 Grundsätzen und unter Beachtung des HGB. Als Bewertungsmethode wurde, in Anlehnung an die internationalen Standards, die Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) verwendet. Bei der Ermittlung wurde der Rechnungszinssatz in Höhe von 3,21 % (Vorjahr: 3,67 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB seit dem 31. Dezember 2016 mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre berücksichtigt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Zukünftig erwartete Anwartschaftstrends (2,5 %) und Rententrends (2,0 %) werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Die Effekte aus der Änderung des Abzinsungssatzes werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Bei den vor dem 1. Januar 1987 erteilten, nicht bilanzierten Pensionszusagen wurde das Wahlrecht gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 1 EGHGB in Anspruch genommen. Die Bewertung erfolgt analog zu den bilanzierten Pensionszusagen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit sind auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen gemäß der Stellungnahme des Institutes der Wirtschaftsprüfer vom 19. Juni 2013 in Verbindung mit dem HGB in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes passiviert. Bei der Ermittlung wurde der Rechnungszinssatz in Höhe von 2,32 % (Vorjahr: 2,8 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB berücksichtigt. Zukünftig erwartete Entgelttrends (2,5 %) werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Zuführungen zu den hier enthaltenen Aufstockungsbeträgen des Arbeitgebers mit Abfindungscharakter werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen abgebildet. Die Bewertung der Jubiläumsrückstellungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und unter Beachtung des HGB. Als Bewertungsmethode wurde in Anlehnung an die internationalen Standards ebenfalls die PUC-Methode verwendet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Für die Einleitung von vorgereinigtem Abwasser ist eine Abwasserabgabe an die Länder Berlin und Brandenburg durch die Berliner Wasserbetriebe zu entrichten. Die Abgabe wird gemäß Abwasserabgabengesetz jährlich festgesetzt. Für ausstehende Festsetzungsbescheide werden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Zins gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst und nach der Bruttomethode gebucht. Die Berliner Wasserbetriebe erheben gemäß § 16 BerlBG vom 14. Juli 2006, zuletzt geändert am 8. Mai 2018, Gebühren für die in § 3 BerlBG genannten Tätigkeiten. Die Tarife sind dabei jeweils für einen Kalkulationszeitraum dergestalt zu bemessen, dass das veranschlagte Entgeltaufkommen die voraussichtlichen Kosten deckt (§ 16 Abs. 1 BerlBG). Kostenüberund Kostenunterdeckungen werden durch eine Nachkalkulation für den dem laufenden Kalkulationszeitraum vorangehenden Kalkulationszeitraum ermittelt. Damit werden etwaige Abweichungen von den zum Zeitpunkt der Tarifgenehmigung angenommenen Kosten ermittelt. Die Tarifkunden dürfen nur mit den tatsächlich entstandenen Kosten belastet werden. Kostenüberdeckungen am Ende eines Kalkulationszeitraums sind nach § 16 Abs. 6 BerlBG unter Berücksichtigung einer Verzinsung gemäß § 247 BGB innerhalb von zwei Kalkulationszeiträumen auszugleichen. Kostenun- terdeckungen sind ebenfalls innerhalb von zwei Kalkulationszeiträumen auszugleichen. Der Kalkulationszeitraum beinhaltet aktuell zwei Geschäftsjahre. Zum Ende eines Geschäftsjahres entstandene Überdeckungen werden während des Kalkulationszeitraumes als Rückstellungen bilanziert. Überdeckungen aus abgeschlossenen Kalkulationsperioden werden als Verbindlichkeiten bilanziert. Die Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Beschaffungs- und Absatzgeschäften wurden zusammengefasst und auf der Grundlage von Marktpreisen zum Bilanzstichtag bewertet. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Latente Steuern werden für sich in folgenden Geschäftsjahren voraussichtlich abbauende Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie für gewerbesteuerliche Verlustvorträge ermittelt. Eine sich ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer, eine sich ergebene Steuerentlastung als aktive latente Steuer angesetzt soweit sich der abweichende Steueraufwand oder Steuerertrag in späteren Geschäftsjahren ausgleicht. Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden Aufwendungen oder Erträge aus latenten Steuern berücksichtigt. Die sich ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern sind unsaldiert angesetzt. Finanzinstrumente Der Wert von Commodity-Derivaten (Warenterminkontrakte), die die Basis der strukturierten Strombeschaffung sind, hängt unmittelbar von den Marktpreisen für Strom ab. Die Beschaffungsstrategie der Berliner Stadtwerke GmbH ist auf die risikominimierte Eindeckung der zur Versorgung von Kunden der Berliner Stadtwerke GmbH benötigten Energiemengen ausgelegt. Eine Beschaffung von Energiemengen zu Spekulationszwecken ist nicht vorgesehen. 67 Die abgeschlossenen Beschaffungspositionen sind vertriebsseitig vollständig durch Verkaufskontrakte und Vertriebsprognosen gedeckt. Die Berliner Stadtwerke GmbH bildet gemäß § 254 HGB eine Bewertungseinheit auf Basis eines Portfoliohedges und verzichtet auf eine Bilanzierung der Beschaffungspositionen zum aktuellen Marktpreis am Bilanzstichtag (Anwendung der Einfrierungsmethode). Die zum Bilanzstichtag abgeschlossenen Beschaffungsverträge, die in eine Bewertungseinheit auf Basis eines Portfoliohedges einbezogen wurden, haben ein Nominalvolumen in Höhe von 0,45 Mio. € und eine Laufzeit bis Ende 2019. Diese Verträge dienen der Absicherung von Preisänderungsrisiken beim Einkauf von Energie für Kunden auf Basis bestehender Kundenverträge und erwarteter Verkaufsmengen bis Ende 2019. Ansprüche und Verpflichtungen aus schwebenden Energiebezugs- und Verkaufsgeschäften werden, soweit sie in einem kausalen wirtschaftlichen Zusammenhang stehen, in einem gemeinsamen Saldierungsbereich zusammengefasst, da sie mithilfe einer Deckungsbeitragsrechnung kalkuliert und überwacht werden. Für drohende Verluste aus diesen schwebenden Geschäften wurde zum 31. Dezember 2019 eine Rückstellung in Höhe von 395 T€ gebildet. 5. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens, einschließlich der Abschreibungen, im Berichtsjahr 2018 ist im Anlagespiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. Nach dem Rahmenvertrag zwischen den Berliner Wasserbetrieben und dem Land Berlin über die Straßenentwässerung vom 1. Juli 1999 trägt das Land Berlin die Kosten für den Bau und die Erweiterung der Straßenentwässerungsanlagen. Dies gilt auch in Bezug auf die Kosten der Sicherung von Leitungsrechten der 68 Berliner Wasserbetriebe durch Belastung der Grundstücke mit entsprechenden Dienstbarkeiten. Die Kosten der Sicherung von Leitungsrechten für Schmutzwasserkanäle und Trinkwasserversorgungsanlagen haben die Berliner Wasserbetriebe allein zu tragen. Bei sogenannten Mischwasseranlagen - das sind Anlagen, in denen neben Regenwasser auch Schmutzwasser durchgeleitet und behandelt wird - gilt der Rahmenvertrag sinngemäß, allerdings mit der Besonderheit, dass sich das Land Berlin und die Berliner Wasserbetriebe die Kosten für den Bau der Anlagen im Verhältnis 60 % (Land Berlin) zu 40 % (Berliner Wasserbetriebe) teilen. Dies gilt wiederum auch in Bezug auf die Kosten der Sicherung von Leitungsrechten der Berliner Wasserbetriebe durch Belastung der Grundstücke mit entsprechenden Dienstbarkeiten (Ausgleichszahlungen). Der bilanzierte Geschäftswert- oder Firmenwert enthält Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 424.098 T€ (Vorjahr: 440.436 T€), die in den Jahresabschlüssen der einbezogenen Unternehmen entstanden sind. Aus den Kapitalkonsolidierungen sind Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 2.479 T€ (Vorjahr: 2.618 T€) bilanziert. In den Zugängen zu den Anlagen im Bau sind 2.320 T€ (Vorjahr: 1.552 T€) Bauzeitzinsen enthalten. Die Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen: Ort Kapitalanteil direkt indirekt % % Eigenkapital T€ Jahresergebnis T€ Verbundene Unternehmen BWB Rekom Verwaltungs GmbH 1) Berlin 100,0 18 -1 Hohen Neuendorf 49,0 7.264 245 Hohen Neuendorf 49,0 152 2 Schönwalde-Glien 49,0 8.332 91 Berlin 25,5 228 -193 Hamburg 8,0 484 55 Berlin 8,5 302 0 Beteiligungen Wasser Nord GmbH & Co. KG 2) Wasser Nord Verwaltungs GmbH 2) Klärwerk Wansdorf GmbH 2) KWB Kompetenzzentrum Wasser Berlin gemeinnützige GmbH 2) aquabench GmbH 2) SBB-Abfallerzeuger GbR 2) Onshore Bündelgesellschaft 1 GmbH 2) Windpark Ruhlsdorf Kopfstation GmbH & Co OHG 2) Geislingen an der Steige 33,3 26.804 8 Potsdam 50,0 114 -4 Mitgliedschaften in Zweckverbänden Märkischer Abwasser- und Wasserzweckverband 2) Wasser- und Abwasserzweckverband Ahrensfelde/Eiche 2) Königs Wusterhausen 4 Stimmen 153.939 3.546 Ahrensfelde/Eiche 1 Stimme 8.319 356 1) Eigenkapital/Jahresergebnis 2018 2) Eigenkapital/Jahresergebnis 2017 Das Tochterunternehmen wurde gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da es für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns einzeln und insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Auf die Einbeziehung der Beteiligungen (Kapitalanteil > 20%) als assozierte Unternehmen in den Konzernabschluss wurde gemäß § 311 Abs. 2 HGB verzichtet, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entspechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Umlaufvermögen Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben 85 T€ (Vorjahr: 65 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Unter den Forderungen aus Liefer- und Leistungen werden zum 31. Dezember 2018 Forderungen gegen den Gewährträger in Höhe 2.715 T€ (Vorjahr: 11.740 T€) ausgewiesen. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 545 T€ (Vorjahr: 573 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern wurden für Bewertungsunterschiede in den Bilanzposten Anlagevermögen 724 T€ (Vorjahr: 769 T€) , Vorräte 190 T€ (Vorjahr: 190 T€) und Rückstellungen 3.358 T€ (Vorjahr: 2.545 T€) gebildet. Mit der Beendigung der Stillen Gesellschaft entstand für die Berliner Wasserbetriebe - Betriebsteil Wasserversorgung - ein nutzbarer und vortragsfähiger gewerbesteuerlicher Verlustvortrag. Die latenten Steuern (am 31. Dezember 2018: 1.331 T€) auf diesen Verlustvortrag werden voraussichtlich im nächsten Jahr in Anspruch genommen. Des Weiteren wurden aktive latente Steuern auf die Nutzung des gewerbesteuerlichen Verlustvortrages in Höhe von 227 T€ und in Höhe von 146 T€ für die körperschaftsteuerliche Nutzung des Verlustvortrages gebildet. Der Berechnung der latenten Steuern liegen ein Gewerbesteuersatz von 14,35 % und ein Körperschaftsteuersatz von 15,825 % zugrunde. Insgesamt ergibt sich folgende Entwicklung: 69 in T€ Bestand aktive latente Steuern Bestand 1.1.2018 Zugang Abgang Bestand 31.12.2018 9.952 1.192 -5.167 5.977 Eigenkapital In ihrer Sitzung am 5. Juni 2018 hat die Gewährträgerversammlung beschlossen, den Bilanzgewinn 2017 in Höhe von 59.612 T€ (Vorjahr: 92.107 T€) an das Land Berlin auszuschütten. Der Gewinnvortrag des Konzerns beträgt 53.853 T€ (Vorjahr: 89.481 T€). Kapitalrücklagen Im Zusammenhang mit der Gründung der Berliner Stadtwerke GmbH haben die Berliner Wasserbetriebe vom Land Berlin bis zum 31. Dezember 2018 insgesamt zweckgebundene Zuzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von 32.684 T€ erhalten. Andere Gewinnrücklagen Gemäß Umlaufbeschluss der Gewährträgerversammlung vom 1. Februar 2016 sind die geschäftsführenden Organe der Berliner Wasserbetriebe berechtigt, der sogenannten Rücklage für Tilgungen für Darlehen der Investitionsbank Berlin im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses so lange Beträge zuzuführen, wie Verpflichtungen für Tilgungsleistungen für die im Zusammenhang mit der Beendigung der Stillen Gesellschaften übernommenen Darlehen der Investitionsbank Berlin bei den Berliner Wasserbetrieben bestehen. Im Geschäftsjahr 2018 wird ein Betrag in Höhe von 33.750 T€ (Vorjahr: 33.729 T€) der Gewinnrücklage, im Betriebsteil Abwasserentsorgung, zugeführt. Dieser Betrag entspricht den Tilgungsleistungen für das Jahr 2019. Weiterhin wurden die geschäftsführenden Organe mit oben genanntem Gewährträgerbeschluss ermächtigt, der sogenannten Rücklage für Wiederbeschaffungszeitwerte in jedem Geschäftsjahr Beträge zuzuführen, die auf der in der Tarifkalkulation berücksichtigten Differenz zwischen den Abschreibungen auf Basis der historischen Anschaffungskosten und den Abschreibungen, welche sich auf der Grundlage von Wiederbeschaffungszeitwerten ergeben, basieren. Im Geschäftsjahr erfolgte hierfür eine Zu- 70 führung zur Gewinnrücklage in Höhe von 48.151 T€ (Vorjahr: 41.783 T€). Nicht beherrschende Anteile Hier werden die Anteile anderer Gesellschafter am Kapital der ARGE BSW-Berolina GbR im Konzern ausgewiesen. Die Anteile an der Rolandufer KG wurden zum 31. Dezember 2018 entkonsolidiert. Rückstellungen Der Unterschiedsbetrag bei Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren gegenüber sieben Geschäftsjahren beträgt 1.572 T€. Für gemäß Art. 28 EGHGB nicht in den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesene Beträge verbleibt ein nicht dotierter handelsrechtlicher Wertansatz von 5.918 T€ (Vorjahr: 6.121 T€). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt 274 T€ (Vorjahr: 284 T€). Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: 2018 2017 Nachkalkulation der Wasser- und Abwassertarife in T€ 96.276 0 Personalaufwendungen 48.332 42.055 Lieferungen und Leistungen 16.877 16.210 Abwasserabgabe 15.891 22.803 Risiken Betriebsprüfung 3.224 13.446 Grundwasserentnahmeentgelt 2.625 4.773 Berufsgenossenschaft Übrige sonstige Rückstellungen Sonstige Rückstellungen 2.903 3.290 12.274 7.190 198.402 109.767 Aufgrund der am 31. Dezember 2018 nicht abgeschlossenen Tarifkalkulationsperiode 2018/2019 wird am Stichtag eine Rückstellung in Höhe von 96.276 T€ bilanziert. Die Verpflichtungen aus der Nachkalkulation der Wasserund Abwassertarife für die abgeschlossenen Tarifkalkulationsperioden werden in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Verbindlichkeiten Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten ist der folgenden Aufstellung zu entnehmen. in T€ Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr) Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (Vorjahr) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Vorjahr) Gesamt bis 1 Jahr von 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 3.183.821 643.549 887.268 1.653.004 (3.434.517) (785.725) (1.089.863) (1.558.929) 811.259 811.259 0 0 (820.420) (820.420) - - 32.005 31.992 13 0 (23.689) (23.654) (35) 0 0 0 0 (1) (1) - - Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 154 154 0 0 (Vorjahr) (72) (72) - - 30 30 0 0 (496) (496) - - Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (Vorjahr) Sonstige Verbindlichkeiten 592.054 120.545 305.446 166.063 (Vorjahr) (563.723) (136.938) (218.497) (208.288) Gesamt 4.619.323 1.607.529 1.192.727 1.819.067 (Vorjahr) Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 10.642 T€ (Vorjahr: 11.467 T€) durch Pfandrechte an beweglichen Sachen und übertragenen Rechten sowie Sicherungsabtretung von Forderungen besichert. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 5.334 T€ (Vorjahr: 5.188 T€) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 19 T€ (Vorjahr: 8 T€) ausgewiesen. Des Weiteren sind hier Verbindlichkeiten gegenüber dem Gewährträger in Höhe von 2.464 T€ (Vorjahr: 912 T€) bilanziert. Passive latente Steuern Mit der Beendigung der Stillen Gesellschaft Betriebsteil Wasserversorgung- haben die Berliner Wasserbetriebe den Anteil der Berlinwasser Holding GmbH (49,9 %) an der Personengesellschaft „Stille Gesellschaft“ erworben. Dadurch erhielten die Berliner Wasserbetriebe - Betriebsteil Wasserversorgung - neben dem steuerlichen Kapitalkonto auch ein Auseinandersetzungsguthaben. Aus Sicht der Berliner (4.842.918) (1.767.306) (1.308.395) (1.767.217) Wasserbetriebe -Betriebsteil Wasserversorgung- führte dies steuerlich zu negativen Anschaffungskosten in Höhe von 249.787 T€ zum Beendigungszeitpunkt. In der Steuerbilanz wurden diese negativen Anschaffungskosten durch eine Abstockung des Anlagevermögens des Betriebsteils Wasserversorgung berücksichtigt. Dementsprechend wurden passive latente Steuern zum Beendigungszeitpunkt gebildet (am 31. Dezember 2018: 61.831 T€). Die Verteilung des Abstockungsbetrages erfolgt über 19 Jahre, da dies die durchschnittliche Nutzungsdauer der Sachanlagen im Betriebsteil Wasserversorgung widerspiegelt. Daraus ergeben sich, für steuerliche Zwecke, geringere Abschreibungen ab dem 1. Januar 2015. Darüber hinaus wurden passive latente Steuern für sonstige Bewertungsunterschiede im Anlagevermögen (6.396 T€) gebildet. Der Berechnung der latenten Steuern liegen ein Gewerbesteuersatz von 14,35% und ein Körperschaftsteuersatz von 15,825 % zugrunde. Insgesamt ergibt sich folgende Entwicklung: 71 in T€ Bestand 1.1.2018 Bestand passive latente Steuern 71.842 Zugang 362 Abgang Bestand 31.12.2018 -3.976 68.228 Bürgschaften Gesamt in T€ davon gesichert 556 - Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft zeigt, dass mit einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften aktuell nicht zu rechnen ist. Haftungsverhältnisse aus sonstigen Gewährleistungen Die Berliner Stadtwerke GmbH haben am 3. Juni 2015 einen Gestattungsvertrag über die Inanspruchnahme von Grundstücken, mit der Absicht der Errichtung für Windenergieanlagen mit der BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH, Berlin, (BVVG) abgeschlossen. Gemäß § 3 wurde bereits eine Entschädigungszahlung in Höhe von 81 T€ an die BVVG geleistet. Diese ist, wie bereits auch im Vorjahr, bis zur finalen Vorlage der Baugenehmigung in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Weitere 423 T€ sind spätestens einen Monat nach Inbetriebnahme der Windenergieanlage zur Zahlung fällig. Die Zahlung wird jedoch nur fällig, wenn von dem genannten Flurstück 21, Gemarkung Sputendorf (6 Dienstbarkeiten) tatsächlich Gebrauch gemacht wird. Am 22. November 2016 wurde ein weiterer Options- und Gestattungsvertrag über die Inanspruchnahme von Grundstücken, mit der Absicht der Errichtung für Windenergieanlagen zwischen der Berliner Stadtwerke GmbH und der BVVG abgeschlossen. Gemäß § 4 wurde bereits eine Entschädigungszahlung in Höhe von 52 T€ für das erste und zweite Optionsjahr (2017 und 2018) an die BVVG geleistet. Gemäß § 4 Abs. 2 wurde auf Antrag der Berliner Stadtwerke GmbH der Optionszeitraum auf weitere zwei Jahre bis zum 31. Dezember 2020 verlängert. Hierfür sind ebenfalls Zahlungen in 72 Höhe von jeweils 26 T€ vorgesehen. Erst mit Genehmigung und freiwilliger Erklärung der Inanspruchnahme der Flächen Gemarkung Börnicke (Projekt Albertshof) wird eine Pachtzahlung fällig. Sonstige finanzielle Verpflichtungen in T€ 2018 2017 Bestellobligo für Investitionen Miet- und Leasingverträge Pachtverträge Nicht bilanzierte Rückbauverpflichtungen Wartungsverträge Umweltschutzmaßnahmen Geschäftsbesorgungsverträge Nicht bilanzierte Verbindlichkeiten aus Strombeschaffung Konsortialfinanzierung Klärwerk Wansdorf GmbH 444.154 20.212 14.521 296.076 11.351 14.609 6.625 2.329 2.066 1.185 753 2.387 632 809 447 0 12 207 Gesamt 489.975. 328.400 6. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt und gliedern sich wie folgt: in T€ 2018 2017 Wasserverkauf 383.207 335.612 Abwasserentsorgungsleistungen Auflösung Sonderposten aus Zuschüssen mit Gegenleistungsverpflichtung Hausanschlüsse 693.504 691.495 34.615 34.994 11.230 9.626 5.789 3.748 28.106 26.343 Stromverkauf Sonstige Umsatzerlöse Gesamt davon periodenfremde Umsatzerlöse 1.156.450 1.101.818 7.063 2.606 Die periodenfremden Umsatzerlöse resultieren aus der rollierenden Abrechnung der Umsätze aus dem Wasserverkauf, der Abwasserentsorgungsleistungen und aus dem Stromverkauf. Sonstige betriebliche Erträge Periodenfremde Erträge sind aus der Auflösung von Rückstellungen (11.691 T€; Vorjahr: 5.563 T€), aus sonstigen neutralen Erträgen aus Umsatzsteuererstattungen (1.207 T€; Vorjahr: 1.593 T€) und aus Erträgen aus der Auflösung nicht mehr benötigter Wertberichtigungen auf Forderungen (475 T€; Vorjahr: 271 T€) entstanden. Das Landesamt für Umwelt Brandenburg, Abteilung Wasserwirtschaft, erließ in 2016 Festsetzungsbescheide für 2015 und Vorjahre über die Abwasserabgabe für das Einleiten von verschmutztem Niederschlagswasser. In 2018 wurden die Bescheide teilwiderrufen sowie den Widersprüchen stattgegeben. Daraus sind periodenfremde sonstige betriebliche Erträgen in Höhe von 20.935 T€, davon 2.249 T€ in den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen erfasst. Personalaufwand Im Personalaufwand sind insgesamt Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 16.136 T€ (Vorjahr: 16.013 T€) enthalten. Beschäftige 2018 2017 4.356 4.333 davon weibliche Beschäftigte 1.368 1.341 davon männliche Beschäftgte 2.988 2.992 248 240 Auszubildende Sonstige betriebliche Aufwendungen he von 3.363 T€ (Vorjahr: 3.203 T€) und Zinsaufwendungen aus Steuernachzahlungen in Höhe von 804 T€ (Vorjahr: 5.099 T€) angefallen. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultieren in Höhe von 360 T€ aus latenten Steueraufwendungen (Vorjahr: 2.364 T€ latente Steuererträge) . Darüber hinaus sind periodenfremde Steuererstattungen in Höhe von 4.634 T€ (Vorjahr: 6.932 T€) entstanden. In der folgenden Überleitungsrechnung ist der Zusammenhang zwischen dem unter Anwendung des Konzernsteuersatzes erwarteten Steueraufwand und den ausgewiesenen Steuerertrag dargestellt. Überleitungsrechnung 2018 T€ Ergebnis vor Steuern vom Ein204.328 kommen und Ertrag: abzüglich Ergebnis aus steuer-152.740 befreiter hoheitlicher Tätigkeit Ergebnis vor Steuern vom 51.588 Einkommen und Ertrag Erwarterter Aufwand aus Steuern 30,18% vom Einkommen und Ertrag Überleitung Steueranteil für: Verluste, für die keine latenten Steuern erfasst wurden Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen Abweichende Gewerbesteuerbelastung Periodenfremde Aufwendungen sind aus Verlusten aus Anlageabgängen in Höhe von 5.056 T€ (Vorjahr: 2.392 T€) entstanden. Weiterhin sind periodenfremde Aufwendungen für anteilig nicht abzugsfähige Vorsteuer in Höhe von (955 T€; Vorjahr: 5.367 T€) im Zusammenhang mit Feststellungen aus der Betriebsprüfung bei den Berliner Wasserbetrieben entstanden. Zinsergebnis Im Geschäftsjahr 2018 sind für die Abzinsung langfristiger Rückstellungen Zinserträge in Höhe von 1 T€ (Vorjahr: 3 T€) angefallen. Für die Aufzinsung langfristiger Rückstellungen sind Zinsaufwendungen in Höhe von 2.378 T€ (Vorjahr: 1.997 T€) entstanden. Darüber hinaus sind Zinserträge aus Steuererstattungen in Hö- Periodenfremder Steuerertrag Konsolidierungsbuchungen Latente Steuern Steuern vom Einkommen und Ertrag 2018 T€ 15.569 1.711 -3.016 -79 -4.635 50 360 9.960 Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Konzernjahresüberschuss Hier werden die Anteile anderer Gesellschafter am Jahresergebnis des Konzerns ausgewiesen. Der Anteil der Rolandufer KG bis zum 31. Dezember 2018 ist hier enthalten, diese Anteile fremder Gesellschafter sind zu diesem Zeitpunkt abgegangen. Einstellung in die Gewinnrücklage Gemäß Umlaufbeschluss der Gewährträgerversammlung vom 1. Februar 2016 wird insge73 samt ein Betrag in Höhe von 81.901 T€ (Vorjahr: 75.512 T€) in die Gewinnrücklage eingestellt. 53.853 T€). Der Bilanzgewinn der Berliner Wasserbetriebe in Höhe von 111.729 T€ (Vorjahr: 59.612 T€) soll an das Land Berlin ausgeschüttet werden. Bilanzgewinn Für das Geschäftsjahr entsteht ein Konzernbilanzgewinn in Höhe von 100.595 T€ (Vorjahr: 7. Weitere Anhangsangaben Organe Vorstand Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing. Jörg Simon Vorsitzender/Technik Dipl.-Kfm. Frank Bruckmann Finanzen Dipl.-Betriebsw. (FH) Kerstin Oster Personal und Soziales Aufsichtsrat Vertreter der Anteilseigner Ramona Pop Vorsitzende des Aufsichtsrates Senatorin der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin Erika Jaeger Immobilienökonom (ebs), selbständige Beraterin Dr. Matthias Kollatz Senator für Finanzen des Landes Berlin Bärbel Nehring-Kleedehn Diplom-Volkswirtin, Landesministerin a. D. Ingeborg Neumann Geschäftsführende Gesellschafterin der Peppermint.Holding GmbH Prof. Dr. Barbara Praetorius Stefan Tidow Christine Wolff Professorin für Nachhaltigkeit, Umwelt- und Energieökonomie und -politik der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Mitglied ab 31. Januar 2018 Staatssekretär der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Diplom-Geologin, selbständige Unternehmensberaterin Vertreter der Arbeitnehmer Lutz Neetzel Roland Jäschke 74 Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates Vorsitzender des Personalrates Abwasserentsorgung, Berliner Wasserbetriebe Vorsitzender des Personalrates Wasserversorgung, Berliner Wasserbetriebe Aufsichtsrat Karsten Kretschmer 1. stellvertretender Vorsitzender des Personalrates Hauptverwaltung, Berliner Wasserbetriebe Karsten Malareck Vorsitzender des Gesamtpersonalrates, Berliner Wasserbetriebe Birgit Richlitzki Diplom-Ingenieurin (FH), Berliner Wasserbetriebe Sabine Thonke Architektin, Gesamtfrauenvertreterin, Berliner Wasserbetriebe Elke Wittstock Leiterin des Wasserwerkes Friedrichshagen, Berliner Wasserbetriebe Doro Zinke DGB-Bundesvorstand, Abteilung Internationale und europäische Gewerkschaftspolitik Beirat Jan Eder Vorsitzender des Beirates Hauptgeschäftsführer Industrie- und Handelskammer zu Berlin Jörg Franzen Vorstandsvorsitzender GESOBAU AG, Berlin Heiko Glawe Regionsgeschäftsführer Berlin, Deutscher Gewerkschaftsbund Helmut Kleebank Bezirksbürgermeister Spandau Dr. Brigitta Kauers Sprecherin des Kundenbeirates der Berliner Wasserbetriebe, Rentnerin Stefan Richter Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Zukunft Berlin Dr. Michaela Schmitz Bevollmächtigte Wasserwirtschaft Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V., Berlin Michael Schröder Geschäftsführender Inhaber Orca Affairs GmbH, Berlin Reiner Wild Geschäftsführer Berliner Mieterverein Axel Wunschel Rechtsanwalt, Berlin Mitglied bis 22. Februar 2018 Gewährträgerversammlung Dr. Matthias Kollatz Senator für Finanzen des Landes Berlin Vorsitzender der Gewährträgerversammlung Ramona Pop Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin Regine Günther Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin 75 Aufwendungen für Organe Aufteilung der Vorstandsbezüge 2018 ( § 18 Abs. 6 BerlBG und § 285 Nr. 9a HGB) in € Gehälter (Jahreseinkommen) (Vorjahr) Leistungs- und erfolgsabhängige variable Bezüge auf der Grundlage von Zielvereinbarungen (Vorjahr) Pauschale/Zulage (Vorjahr) Abfindungsbetrag (Vorjahr) Gewinnbeteiligung (Vorjahr) Aufwandsentschädigung (Vorjahr) Versicherungsentgelte (Vorjahr) Simon, Jörg Bruckmann, Frank Oster, Kerstin Gesamt 252.000,00 202.000,00 205.000,00 659.000,00 (227.000,00) (202.000,00) (165.000,00) (594.000,00) 124.600,00 124.600,00 111.250,00 360.450,00 (150.960,00) (125.460,00) (110.000,00) (386.420,00) 0,00 0,00 0,00 0,00 (0,00) (0,00) (0,00) (0,00) 0,00 0,00 0,00 0,00 (0,00) (0,00) (0,00) (0,00) 0,00 0,00 0,00 0,00 (0,00) (0,00) (0,00) (0,00) 0,00 0,00 0,00 0,00 (0,00) (0,00) (0,00) (0,00) 19.144,64 20.898,14 11.781,82 51.824,60 (17.198,42) (18.823,35) (11.096,86) (47.118,63) Provisionen und Nebenleistungen jeder Art 10.355,00 11.524,32 7.200,00 29.079,32 (Vorjahr) (9.155,00) (11.439,76) (10.200,00) (30.794,76) Gesamt 406.099,64 359.022,46 335.231,82 1.100.353,92 (404.313,42) (357.723,11) (296.296,86) (1.058.333,39) (Vorjahr) Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder 2018 T€ 2017 T€ Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder 392 377 Bezüge Hinterbliebene eines ehemaligen Geschäftsleiters und eines ehemaligen Vorstandsmitglieds 128 121 Höhe der Pensionsrückstellung 6.720 6.417 Gesamt 7.240 6.915 Aufteilung der Beiratsvergütung 2018 Die Beiratsmitglieder erhalten folgende individuelle Gesamtvergütung*): Mitglieder des Beirates 2018 € 2017 € Jan Eder (Vorsitzender) 550,00 550,00 Jörg Franzen 550,00 550,00 Heiko Glawe 550,00 550,00 Aufteilung der Aufsichtsratsvergütung 2018 (§ 18 BerlBG) Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für das Geschäftsjahr folgende individuelle Gesamtvergütung*): Mitglieder des Aufsichtsrates 2018 € 2017 € Ramona Pop 10.000,00 9.150,68 Lutz Neetzel 9.500,00 9.500,00 Ingeborg Neumann 8.500,00 8.500,00 Helmut Kleebank 550,00 550,00 Dr. Brigitta Kauers 550,00 37,67 Stefan Richter 550,00 550,00 Erika Jaeger 8.000,00 8.000,00 8.000,00 8.000,00 Dr. Michaela Schmitz 550,00 550,00 Bärbel Nehring-Kleedehn Michael Schröder 550,00 550,00 Roland Jäschke 8.000,00 8.000,00 Reiner Wild 550,00 550,00 Karsten Kretschmer 8.000,00 8.000,00 Elke Wittstock 8.000,00 8.000,00 Prof. Dr. Barbara Praetorius (Mitglied ab 31. Januar 2018) 7.101,37 0,00 Dr. Matthias Kollatz 6.000,00 6.093,15 Christine Wolff 6.000,00 6.000,00 Karsten Malareck 6.000,00 6.000,00 Axel Wunschel (Mitglied bis 22. Februar 2018) Michael Henkel (Mitglied bis 15. Oktober 2017) Gesamt *) 79,86 0,00 432,47 5.029,86 5.420,14 Ausweis der Beträge ohne Umsatzsteuer 76 550,00 Mitglieder des Aufsichtsrates 2018 € 2017 € Birgit Richlitzki 6.000,00 6.000,00 Sabine Thonke 6.000,00 6.000,00 Stefan Tidow 6.000,00 5.243,84 Doro Zinke Henner Bunde (Mitglied bis 31. Januar 2017 Axel Ensinger (Mitglied bis 31. Dezember 2017) Christian Gaebler (Mitglied bis 31. Januar 2017) 6.000,00 6.000,00 0,00 509,59 0,00 8.000,00 0,00 509,59 Gesamt *) 117.101,37 117.506,85 Ausweis der Beträge ohne Umsatzsteuer Vergütung der Mitglieder der Gewährträgerversammlung 2018 Die Gewährträgerversammlung wird vom Senat bestellt. Ihr gehören jeweils ausschließlich Mitglieder des Senats an. Es werden keine Vergütungen für die Tätigkeit durch die Berliner Wasserbetriebe geleistet. Nachtragsbericht Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Honorare des Abschlussprüfers in T€ 2018 2017 Abschlussprüferleistungen 217 197 Sonstige Leistungen 527 179 Gesamt 745 376 Berlin, 6. Februar 2019 Berliner Wasserbetriebe Simon Bruckmann Oster 77 Konzernanlagespiegel der Berliner Wasserbetriebe, Anstalt öffentlichen Rechts, Berlin zum 31. Dezember 2018 Posten des Anlagevermögens Anschaffungs- und Herstellungskosten Anfangsstand zum 1.1.2018 Angaben in € I. Zugänge Abgänge Umbuchungen + - (+/ - ) Endstand zum 31.12.2018 Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 246.767.776,23 5.455.414,29 294.099,21 -7.109.152,08 244.819.939,23 2. Geschäfts- oder Firmenwert 492.076.269,06 0,00 0,00 0,00 492.076.269,06 3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 5 371 511,63 113.614,70 0,00 -2.272.780,50 3.212.345,83 744.215.556,92 5.569.028,99 294.099,21 -9.381.932,58 740.108.554,12 1.375.212.233,03 3.049.095,24 1.882.691,90 20.951.368,03 1.397.330.004,40 10.494.789.607,43 78.031.601,64 14.953.502,61 131.546.702,22 10.689.414.408,68 153.239.666,10 9.586.293,56 7.215.860,82 869.031,17 156.479.130,01 371.530.043,70 297.781.844,04 3.166.222,34 -143.985.168,84 522.160.496,56 12.394.771.550,26 388.448.834,48 27.218.277,67 9.381.932,58 12.765.384.039,65 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 40.266.072,60 0,00 0,00 0,00 40.266.072,60 2. Sonstige Beteiligungen 12.710.390,26 0,00 716.566,64 0,00 11.993.823,62 3. Mitgliedschaften in Zweckverbänden 3.304.402,23 0,00 0,00 0,00 3.304.402,23 Summe Sachanlagen 56.280.865,09 0,00 716.566,64 0,00 55.564.298,45 13.195.267.972,27 394.017.863,47 28.228.943,52 0,00 13.561.056.892,22 Summe immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2. Technische Anlagen und Maschinen 3. Andere Anlagen, Betriebsund Geschäftsausstattung 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe Sachanlagen III . Finanzanlagen Gesamt 78 Abschreibungen Anfangsbestand zum 1.1.2018 Abschreibungen im Geschäftsjahr + Restbuchwerte angesammelte Abschreibungen auf Abgänge - Umbuchungen Endstand zum 31.12.2018 (+/ - ) am Ende des Geschäftsjahres 31.12.2018 am Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres 31.12.2017 155.772.932,67 7.674.422,99 294.099,21 -781.614,49 162.371.641,96 82.448.297,27 90.994.843,56 49.022.483,92 16.477.023,71 0,00 0,00 65.499.507,63 426.576.761,43 443.053.785,14 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3.212.345,83 5.371.511,63 204.795.416,59 24.151.446,70 294.099,21 -781.614,49 227.871.149,59 512.237.404,53 539.420.140,33 851.169.943,64 26.768.585,76 634.915,28 725.472,99 878.029.087,11 519.300.917,29 524.042.289,39 5.694.504.661,67 241.912.731,58 13.647.306,59 46 577,03 5.922.816.663,69 4.766.597.744,99 4.800.284.945,76 113.369.630,39 11.555.166,13 6.991.166,53 9 564,47 117.943.194,46 38.535.935,55 39.870.035,71 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 522.160.496,56 371.530.043,70 6.659.044.235,70 280.236.483,47 21.273.388,40 781.614,49 6.918.788.945,26 5.846.595.094,39 5.735.727.314,56 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 40.266.072,60 40.266.072,60 12.526,65 0,00 0,00 0,00 12.526,65 11.981.296,97 12.697.863,61 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3.304.402,23 3.304.402,23 12.526,65 0,00 0,00 0,00 12.526,65 55.551.771,80 56.268.338,44 6.863.852.178,94 304.387.930,17 21.567.487,61 0,00 7.146.672.621,50 6.414.384.270,72 6.331.415.793,33 79 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die Berliner Wasserbetriebe, Anstalt öffentlichen Rechts, Berlin und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Prüfungsurteile • Wir haben den Konzernabschluss der Berliner Wasserbetriebe, Anstalt öffentlichen Rechts, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, Konzerngewinn- und Verlustrechnung, Konzernkapitalflussrechnung, Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 sowie den Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Berliner Wasserbetriebe, Anstalt öffentlichen Rechts, und des Konzerns (im Folgenden: Konzernlagebericht) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • • 80 entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögensund Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlun- 81 gen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen 82 sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Berlin, den 6. Februar 2019 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Marqourdt Wirtschaftsprüfer Langosch Wirtschaftsprüfer Entsprechenserklärung 2018 Entsprechenserklärung von Aufsichtsrat und Vorstand zu den Empfehlungen des Corporate Governance Kodex der Berliner Wasserbetriebe Vorstand und Aufsichtsrat der Berliner Wasserbetriebe, Anstalt öffentlichen Rechts, erklären, dass den Empfehlungen des von ihnen beschlossenen und auf der Internetseite der Gesellschaft bekannt gemachten Corporate Governance Kodex der Berliner Wasserbetriebe in der derzeit gültigen Fassung vom 4. März 2010 seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Dezember 2017 entsprochen wurde und werden wird. Berlin, 3. Dezember 2018 Für den Aufsichtsrat Für den Vorstand Senatorin Ramona Pop Aufsichtsratsvorsitzendende Jörg Simon Vorstandsvorsitzender Frank Bruckmann Mitglied des Vorstandes Kerstin Oster Mitglied des Vorstandes 83
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