Publication:
2019
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15365812
Path:
Geschäftsbericht 2018

Berliner Wasserbetriebe ,
Anstalt öffentlichen Rechts, Berlin

Geschäftsbericht 2018
INHALTSBERZEICHNIS
Bericht des Aufsichtsrates ..................................................................................................................... 3
Zusammengefasster Lagebericht der Berliner Wasserbetriebe und des Konzerns ................................ 6
Bilanz ..................................................................................................................................................... 32
Gewinn- und Verlustrechnung............................................................................................................... 34
Anhang .................................................................................................................................................. 35
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers - Jahresabschluss ...................................... 54
Konzernbilanz ....................................................................................................................................... 58
Konzerngewinn- und Verlustrechnung .................................................................................................. 60
Konzernkapitalflussrechnung ................................................................................................................ 61
Konzerneigenkapitalspiegel ................................................................................................................... 62
Konzernanhang ..................................................................................................................................... 63
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers - Konzernabschluss ................................... 80
Entsprechenserklärung 2018 ................................................................................................................. 83

2

Bericht des Aufsichtsrates der Berliner Wasserbetriebe

Der Aufsichtsrat der Berliner Wasserbetriebe hat
im Berichtsjahr 2018 die ihm nach Gesetz,
Satzung und Geschäftsordnung obliegenden
Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen. Der
Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands kontinuierlich überwacht und ihn bei der Leitung und
strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens sowie bei wesentlichen Entscheidungen beratend begleitet. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und
umfassend in schriftlicher und mündlicher Form
über die wesentlichen Belange des Unternehmens und der Konzerngesellschaften.
Insbesondere wurden die Geschäftslage und entwicklung, die Geschäftspolitik, die Rentabilität, die kurz- und langfristige Unternehmens-,
Finanz,- und Personalplanung sowie die Investitionen und organisatorische Maßnahmen erläutert. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten
stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den Berichten des Vorstandes kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen.
Die Aufsichtsratsvorsitzende stand mit dem Vorstand in engem Kontakt und hat sich über wichtige Entwicklungen berichten lassen. Über die
wesentlichen Belange wurden die Mitglieder
spätestens in der folgenden Aufsichtsratssitzung
informiert. Für Geschäftsvorgänge, die für das
Unternehmen eilbedürftig waren, wurden in
zwei Fällen Beschlüsse im Rahmen von schriftlichen Verfahren gefasst.

che Fragen der Unternehmenspolitik sowie
der Governance-Organisation erörtert;
Intensive Befassung mit Investitionsvorhaben
und umweltpolitischen Anforderungen:
Hierzu wurde eine Vielzahl von Investitionsprojekten beraten. Schwerpunkte: u. a.
Umsetzung des Standortentwicklungskonzeptes des Klärwerks Waßmannsdorf, Neubau
des Reinwasserbehälters im Zwischenpumpwerk Lindenberg, Bau einer Flockungsfiltration in Münchehofe und Erschließung von Altsiedlungsgebieten;
Zustimmung zur Abgabe eines Angebots der
Berliner Stadtwerke GmbH im Ausschreibungsverfahren über die Nachnutzung
Tegel - eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas;
Intensive Befassung mit der ComplianceÜberwachung: Hierzu hat der Vorstand
regelmäßig und umfassend zu diesen
Themenbereichen berichtet sowie die aktuelle Lage der Berliner Wasserbetriebe erläutert;
Beratungen zu Cybersecurity sowie bestehenden Schutz- und Abwehrmaßnahmen des
IT-Sicherheitsmanagements; u. a. wurde der
Erneuerung der IT-Netzwerktechnik zugestimmt;

Schwerpunkte der Sitzungen:
Im Geschäftsjahr 2018 haben vier turnusmäßige
Sitzungen stattgefunden. Dabei standen die
nachfolgenden Themen im Mittelpunkt der Beratungen und Beschlussfassungen des Aufsichtsrates:
Entwicklung des Unternehmens und seiner
Tochtergesellschaften:
Hierzu wurden jeweils die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und grundsätzli-

Vertiefende Behandlung der DemografieMaßnahmen der Berliner Wasserbetriebe
und Beratung des Systems der Vorstandsvergütung sowie der Vergütungspraxis nachfolgender Führungsebenen
Nach Beratung der Chancen und Risiken
wurde der Wirtschaftsplan 2019, mit den
wesentlichen Prämissen für die Ergebnis-,
Finanz,- und Personalplanung beschlossen.

3

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich im
Berichtsjahr zu zwei Klausurtagungen zusammengefunden. Ziel war, sich zu abzeichnenden
Herausforderungen zu positionieren und die
Weichen für eine erfolgreiche und nachhaltige
Zukunft zu stellen. Gemeinsam mit dem
Vorstand wurde ausführlich die mittel- und
langfristige Tarifentwicklung diskutiert und hierbei die relevanten Einflussfaktoren und deren
Entwicklungstendenzen dargestellt. Zudem wurde die strategische Positionierung der Berliner
Stadtwerke GmbH, die sich verändernden energiewirtschaftlich Rahmenbedingungen sowie die
Perspektive für die Berliner Stadtwerke Gruppe
zum Teil mit externen Referenten präsentiert
und intensiv beraten.
Im Berichtsjahr haben sich die Mitglieder des
Aufsichtsrats und des Vorstands in einer
gemeinsamen Fortbildungsveranstaltung zu
aktuellen Entwicklungen in Recht und Praxis der
Aufsichtsratstätigkeit, neuen Rechtsvorschriften
sowie schwerpunktmäßig mit den Auswirkungen
der EU-Datenschutzgrundverordnung und zur
Cyberkriminalität informiert.
Arbeit der Ausschüsse:
Die vom Aufsichtsrat eingerichteten Ausschüsse
(Wirtschafts- und Prüfungsausschuss sowie der
Personalausschuss) haben im Geschäftsjahr
2018 regelmäßig getagt und den Aufsichtsrat bei
seiner Arbeit effizient unterstützt. Über die Arbeit und die Ergebnisse der Ausschüsse wurde
das Plenum durch die Ausschussvorsitzenden zu
jeder Aufsichtsratssitzung ausführlich unterrichtet.
Corporate Governance Kodex:
Der Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr 2018
mit den Inhalten des Corporate Governance
Kodex der Berliner Wasserbetriebe befasst.
Vorstand und Aufsichtsrat haben gemeinsam die
Entsprechenserklärung am 3. Dezember 2018
verabschiedet. Im Berichtsjahr hat kein Aufsichtsratsmitglied an weniger als der Hälfte der
Sitzungen teilgenommen. Interessenkonflikte
von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern,
über die die Gewährträgerversammlung zu in4

formieren wäre, sind im Berichtszeitraum nicht
entstanden.
Jahresabschlussprüfung 2018:
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss,
der Konzernabschluss und der Lagebericht für
das Geschäftsjahr 2018 sind von dem durch die
Gewährträgerversammlung gewählten und vom
Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Berlin, geprüft und mit uneingeschränkten
Bestätigungsvermerken versehen worden. Die
Vorlagen sind zunächst vom Wirtschafts- und
Prüfungsausschuss in Gegenwart des Abschlussprüfers und abschließend vom Aufsichtsrat zusammen mit dem Abschlussprüfer ausführlich
besprochen worden. Der Abschlussprüfer hat
über die Prüfungshandlungen, festgelegte
Prüfungsschwerpunkte und das wesentliche
Ergebnis seiner Prüfungen berichtet. Schwächen
des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems sowie des Rechnungslegungsprozesses sind nicht festgestellt worden. Im
Ergebnis seiner Prüfungen hat der Wirtschaftsund Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat empfohlen, dem Ergebnis der Prüfungen durch den
Abschlussprüfer zuzustimmen, den Jahresabschluss, den Konzernabschluss sowie den
Lagebericht zu billigen und sich dem Vorschlag
des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns anzuschließen. Nach dem abschließenden
Ergebnis der eigenen Prüfung des Aufsichtsrates
sind keine Einwendungen zu erheben.
Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse gebilligt und empfiehlt in
Übereinstimmung mit dem Vorstand seine
Feststellung durch die Gewährträgerversammlung. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns wurde zugestimmt.
Besetzung in Vorstand und Aufsichtsrat:
Frau Prof. Dr. Barbara Praetorius wurde mit Wirkung zum 31. Januar 2018 zum Mitglied des
Aufsichtsrats der Berliner Wasserbetriebe bestellt, und zwar anstelle von Herrn Axel Ensinger,
der mit Wirkung zum 31. Dezember 2017 aus
dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist. Der Auf-

sichtsrat hat Frau Prof. Dr. Barbara Praetorius
mit Beschluss vom 16. März 2018 zum Mitglied
des Wirtschafts- und Prüfungsausschusses gewählt.
Danksagung:
Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des
Vorstands für ihren Einsatz zum Wohle des Unternehmens. Besonderer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Berliner Wasserbetriebe und deren Beteiligungsunternehmen für ihr hohes persönliches Engagement und
die erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2018.
Berlin, 6. März 2019

Für den Aufsichtsrat Senatorin Ramona Pop
Vorsitzende des Aufsichtsrates der
Berliner Wasserbetriebe

5

Zusammengefasster Lagebericht der Berliner Wasserbetriebe und des Konzerns
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018

Der Lagebericht und der Konzernlagebericht
der Berliner Wasserbetriebe wurden zusammengefasst, da die im Lagebericht beschriebenen Unternehmensgrundlagen wie Geschäftsmodell, Ziele und Strategien sowie Forschung
und Entwicklung gleichermaßen für den Einzelund den Konzernabschluss gelten. Dies gilt
ebenso für die Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie
den Chancen-, Risiko- und Prognosebericht.
Soweit nicht anders vermerkt, sind die Aussagen sowohl für den Einzel- als auch für den
Konzernabschluss der Berliner Wasserbetriebe
zutreffend.
Seit 2014 gehört auch die neugegründete Berliner Stadtwerke GmbH als Tochtergesellschaft
zu den Berliner Wasserbetrieben. Gemäß Beschluss des Abgeordnetenhauses besteht deren Aufgabe darin, in Produktionskapazitäten
von Strom und Wärme aus erneuerbaren
Energien zu investieren und selbst erzeugten
Strom bzw. Wärme zu veräußern. Darüber hinaus werden Dienstleistungen im Energiesektor
erbracht. Die Auswirkungen auf einzelne Posten der Konzernbilanz und der Konzerngewinnund Verlustrechnung und der Einfluss der Berliner Stadtwerke GmbH und ihrer Tochtergesellschaften auf den Konzern sind gesamtwirtschaftlich von untergeordneter Bedeutung und
werden daher jeweils nur kurz erläutert.

1. Unternehmensgrundlagen

betriebe Kern der Berlinwasser Unternehmensgruppe. Träger ist das Land Berlin.
Im Mittelpunkt der Berliner Stadtwerke GmbH
und ihrer Tochterunternehmen stehen der
Auf- und Ausbau von Produktionskapazitäten
für erneuerbare Energien, die Verlagerung der
energiewirtschaftlichen Wertschöpfung nach
Berlin sowie der Aufbau energiepolitischer Beratungskompetenz für die Herausforderungen
des Ballungsraums Berlin.
Nachfolgend werden Geschäftsfelder mit ihren
wesentlichen Gesellschaften dargestellt.

Die Geschäftstätigkeit der Berlinwasser Unternehmensgruppe umfasst die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, die Regenwasserbewirtschaftung sowie die Erzeugung und
den Vertrieb von erneuerbarem Strom, den
Betrieb von Anlagen zur dezentralen Energieversorgung sowie die Durchführung von Energiedienstleistungen.

1.1. Geschäftsmodell des Konzerns
Die Berlinwasser Unternehmensgruppe ist mit
den Berliner Wasserbetrieben Deutschlands
größtes Unternehmen für die Trinkwasserversorgung und die Abwasserentsorgung. Seit 160
Jahren versorgen wir die Menschen in Berlin
und in Teilen Brandenburgs mit Trinkwasser
und behandeln ihr Abwasser. Als Anstalt des
öffentlichen Rechts sind die Berliner Wasser-

6

Die Berlinwasser Unternehmensgruppe ist im
Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit sowohl im regulierten Tarifgeschäft als auch im Wettbewerbsgeschäft tätig. Zu unserem Kundenkreis
zählen private Haushalte, Gewerbe- und Industrieunternehmen, Wohnungswirtschaftsunternehmen und kommunale Einrichtungen.
Das Zentrum unserer Geschäftstätigkeit liegt in
der Metropolregion Berlin-Brandenburg.

Unsere Geschäftstätigkeiten im Einzelnen sind
stark von regulatorischen Vorgaben beeinflusst, wie dem Berliner Betriebe-Gesetz, der
Wassertarifverordnung Berlin und dem Gesetz
für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG).
Der Konzern wird von drei Vorständen geführt.
Vorstandsvorsitzender ist Jörg Simon. Er ist
auch verantwortlich für den Bereich Technik.

Für den Bereich Finanzen trägt Frank
Bruckmann die Verantwortung und für den Bereich Personal und Soziales Kerstin Oster.
Den Aufsichtsratsvorsitz nimmt Frau Ramona
Pop im Rahmen ihrer Funktion als Senatorin
für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin wahr.

1.2. Ziele und Strategien

1.2.1 Berliner Wasserbetriebe
Ohne uns läuft nix
Die Berliner Wasserbetriebe stellen sich den
zukünftigen Herausforderungen einer wachsenden Stadt und unterstützen als Unternehmen des Landes Berlin die Entwicklung zu einer
lebenswerten und modernen Metropole.

In der Vision, dem Leitbild und den Zielen des
Unternehmens „BWB 2021“ spiegelt sich der
Anspruch wider, Ökologie, Soziales und Effizienz in Einklang zu bringen und im Interesse
heutiger und zukünftiger Generationen zu
handeln.

7

Wir erbringen Qualität zum
fairen Preis
Wir wirtschaften werterhaltend
Das Berliner Trinkwasser wird zu 100 % naturnah aufbereitet und hat eine erstklassige Qualität. Dementsprechend gilt es, den Wasserkreislauf in Berlin zu schützen. Um dies zu gewährleisten, wurden verschiedene Teilstrategien erarbeitet. Darüber hinaus werden diese
strategischen Überlegungen durch anerkannte
Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Hinblick auf neue technische Lösungen ergänzt.
Das Tarifmodell bildet fixe und variable Kosten
angemessen ab und ist transparent. 2017 wurden die Tarife für 2018/2019 neu kalkuliert:
Die Berliner Wasserbetriebe halten sich gegenüber den Berlinerinnen und Berlinern an
ihre Zusage, die Tarife bis 2019 stabil zu halten.
Nach derzeitiger Einschätzung könnte dies sogar bis 2023 gelingen. Damit ist der Trinkwasserpreis seit 2014 stabil. Der Schmutzwassertarif wurde im Jahr 2018 um weitere 4,0 % gesenkt und soll nach heutiger Einschätzung bis
2023 stabil bleiben.
Innovative Ansätze und die digitale Entwicklung werden auch in einem benutzerfreundlichen und modernen Kundeninformationssystem umgesetzt. Der Kundenservice ist auf ein
zeitgemäßes und möglichst individuelles Angebot an Leistungen ausgerichtet. Eine Kundenserviceoffensive soll darüber hinaus die Kundenorientierung in allen Bereichen des Unternehmens stärken.

8

Zur sicheren Einhaltung von gesetzlichen
Überwachungswerten und Auflagen für die
Reinigung und Entsorgung des Abwassers investiert das Unternehmen in erheblichem Umfang in neue Technologien und Kapazitäten.
Dies geschieht darüber hinaus zur Sicherstellung einer zukunftsfähigen und nachhaltigen
Abwasserreinigung. Hierzu zählen beispielsweise der Neubau und die Erweiterung der
Mischwasserspeicher auf den Klärwerken um
90.000 m³, die Optimierung der Belebungsbecken und die Errichtung einer vierten Reinigungsstufe als Flockungsfiltration zur weiteren
Phosphorentfernung in allen Klärwerken des
Unternehmens bis 2027. Insgesamt werden die
Berliner Wasserbetriebe in den kommenden
Jahren mehr als 2,5 Mrd. € bis 2024 in ihre
Werke und Netze und damit in Qualität und Sicherheit investieren.
Wir haben unser Leistungsspektrum durch
neue, attraktive Dienstleistungen ausgebaut
und sind ein wichtiger Auftraggeber für die Region.
Wir sind führend im Umwelt- und
Klimaschutz
Ein hoher Qualitätsanspruch an die Ver- und
Entsorgung ist verknüpft mit dem Schutz der
Umwelt und des Klimas. Der Abschluss einer
weiteren Klimaschutzvereinbarung mit dem
Land Berlin im Jahr 2016 unterstützt das Be-

streben des Landes Berlin, bis zum Jahr 2050
klimaneutral zu sein. Hierfür setzen die
Berliner Wasserbetriebe schon seit langem
verstärkt auf den Einsatz erneuerbarer Energien und investieren in moderne, energiesparende Verfahren. Dem Klimaschutz dient auch
der Einsatz personenbefördernder Fahrzeuge
mit alternativen Antriebstechniken, deren Anteil auf 80 % ansteigen soll.
Mit dem Ausbau der Elektromobilität sowie
weiteren Aktivitäten unterstützen die Berliner
Wasserbetriebe gleichzeitig die Smart CityStrategie des Landes Berlin. Als Beispiele können hierzu die Entwicklung alternativer Regenwasserkonzepte, der Aufbau einer Regenwasseragentur, die elektronische Vergabeplattform, das gemeinsame Rechenzentrum
der Berliner Wasserbetriebe, Berliner Verkehrsbetriebe und Berliner Stadtreinigungsbetriebe AöR, der Ausbau von Smart Metering
sowie die Mieterstrommodelle der Berliner
Stadtwerke GmbH genannt werden.
Wir sind attraktiver Arbeitgeber
Mit den steigenden Anforderungen an die Leistungen des Unternehmens muss auch die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten Schritt halten.
Zur Bewältigung des demografischen Wandels
haben die Berliner Wasserbetriebe eine umfassende Demografiestrategie „Fit for Change“
entwickelt. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit
der Beschäftigten zu erhalten, Wissen nachhaltig zu sichern, neues Know-how aufzubauen
sowie strategisch und bedarfsorientiert weiterzuentwickeln. In diesem Zusammenhang erfolgt auch die systematische Umsetzung einer
neuen Rekrutierungsstrategie, in deren Rahmen auch in 2018 diverse Maßnahmen und
Aktionen umgesetzt wurden, um die Arbeitgebermarke des Unternehmens weiter zu stärken.
Die Berliner Wasserbetriebe stehen für die
Förderung von Gleichstellung und Chancengleichheit für ihre Beschäftigten. In 2018 wurden in diesem Zusammenhang verschiedene
Diversity-Maßnahmen erfolgreich realisiert
und durch eine professionelle Arbeitgeber-

kommunikation auch nach außen sichtbar gemacht. Im Zuge der Gleichstellung und Chancengleichheit von Männern und Frauen halten
die Berliner Wasserbetriebe selbstverständlich
das Landesgleichstellungsgesetz ein. Dieses
sieht unter anderem die Erstellung eines Frauenförderplans vor. Der Frauenförderplan, welcher 2017 neu abgeschlossen wurde, betrachtet im Besonderen die Förderung von Frauen
bei den Berliner Wasserbetrieben. Er gilt für
die Jahre von 2017 bis 2023 und definiert unter anderem individuelle Zielvereinbarungen
mit einzelnen Bereichen bei Unterrepräsentanz von Frauen. Der Plan richtet sich dabei
nicht nur auf die quantitative Erhöhung des
Frauenanteils, sondern fördert durch gezieltes
Talentmanagement und durch Kompetenzentwicklung auch die qualitativen Fähigkeiten.
1.2.2 Konzern
2014 wurde die Berliner Stadtwerke GmbH gegründet, die nun als Tochtergesellschaft zum
Konzern der Berliner Wasserbetriebe gehört.
Der Konzern ist jedoch im Wesentlichen von
der Entwicklung der Berliner Wasserbetriebe
geprägt, über die vorstehend berichtet wurde,
so dass hier im Folgenden nur auf die die Berliner Stadtwerke GmbH und ihre Tochtergesellschaften eingegangen wird.
Als Tochtergesellschaft der Berliner Wasserbetriebe ist die Berliner Stadtwerke GmbH mit ihren Tochtergesellschaften Teil der Smart CityStrategie des Landes Berlin. Sie engagiert sich
für die Gestaltung wichtiger Zukunftsthemen
im breiten Spektrum der Energiewirtschaft.
Im Mittelpunkt stehen der Auf- und Ausbau
von Produktionskapazitäten für erneuerbare
Energien im Raum Berlin-Brandenburg, die
Verlagerung hin zu dezentralen Anlagen sowie
der Aufbau energiepolitischer Beratungskompetenz für die Herausforderungen des Ballungsraums Berlins.
Um diese Ziele zu erreichen, strebt die Berliner
Stadtwerke GmbH enge Kooperationen mit
den landeseigenen Unternehmen und anderen
lokalen Partnern in den Bereichen Photovoltaik
9

und Blockheizkraftwerke, Mieterstromkonzepte und Energieeffizienzlösungen an.
Die Berliner Stadtwerke GmbH arbeitet zudem
eng mit ihrer Muttergesellschaft, den Berliner
Wasserbetrieben, zusammen, um deren Produktion von erneuerbarem Strom zu steigern.
Bis 2021 soll die Eigenproduktion von Strom
von rund 89.000 MWh im Jahr 2014 auf ca.
96.700 MWh gesteigert werden.

Hinzu kamen eine erhöhte Sichtbarkeit auf diversen Jobportalen, auf den Social Media Kanälen sowie über eine Mediaaktion explizit für
Hochschulabsolventen.
Ausbildung auf hohem Niveau

1.3. Mitarbeiter

Die Berliner Wasserbetriebe bilden seit vielen
Jahren junge Menschen aus, auch in Kooperation mit der OWA Falkensee, der BEGA.tec sowie der bluepartner GmbH. Aus der Maßnahme „Einstiegsqualifizierung“ haben die Berliner
Wasserbetriebe sieben junge Geflüchtete und
Berliner Jugendliche mit Startschwierigkeiten
in eine reguläre Ausbildung übernommen. Mit
dem Ziel, den zukünftigen Bedarf an Fachkräften überwiegend aus der eigenen Ausbildung
und den daraus resultierenden Personalentwicklungsmaßnahmen zu decken, wurden
2018 insgesamt 70 ehemalige Auszubildende
in ein unbefristetes Anstellungsverhältnis
übernommen.

Mitarbeiterentwicklung

Nachhaltige Personalpolitik

Als einer der größten Arbeitgeber in der Region Berlin-Brandenburg beschäftigen die
Berliner Wasserbetriebe zum Stichtag 4.382
(Plan: 4.410) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Anteil der Frauen liegt, ähnlich wie im
Vorjahr, unternehmensweit bei 31,4 % und unter den Führungskräften bei 30,4 % (Plan:
29,3 %). Bei den direkt dem Vorstand unterstellten Managern liegt der Frauenanteil mit
47,8 % deutlich höher.

Vor dem Hintergrund des demografischen
Wandels steht eine nachhaltige Personalpolitik
im Fokus. Die Demografiestrategie „Fit for
Change“ schafft hier die Basis. Über die Maßnahmen der Strategie hinaus ist es den
Berliner Wasserbetrieben daher wichtig, mit
einem großen Angebot an flexiblen Arbeitszeitmodellen und gezielten präventiven Maßnahmen zur Gesunderhaltung der eigenen Beschäftigten beizutragen.

Aktuell werden 367 (Plan: 350) Schwerbehinderte oder Gleichgestellte beschäftigt. Damit
ist die Schwerbehindertenquote leicht gesunken und liegt bei 8,4 % (Vorjahr: 8,5 %; Plan:
8,1 %).

1.4. Forschung und Entwicklung

Die Berliner Stadtwerke GmbH will den Berliner Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit
bieten, sich auch finanziell an den geplanten
energiewirtschaftlichen Projekten zu beteiligen
und damit die Energiewende zu unterstützen.
Hierfür wurde im Juni 2018 erstmals ein festverzinsliches Nachrangdarlehen in Höhe von
4,7 Mio. € für die Errichtung einer Windenergieanlage in Großbeeren emittiert.

Weiterentwicklung der Arbeitgebermarke
In 2018 wurde umfassend an der Weiterentwicklung der Arbeitgebermarke der Berliner
Wasserbetriebe gearbeitet. Die neue Karrierewebseite - das „Netz der Möglichkeiten“ - hat
sich etabliert, der persönliche Kontakt auf Karriere- und Ausbildungsmessen intensiviert.
10

Unsere Forschung schafft klare Verhältnisse
Als einziges Unternehmen der Branche in
Deutschland verfügen die Berliner Wasserbetriebe über eine zertifizierte Forschungs- und
Entwicklungsabteilung. Mit Forschungs- und
Innovationsprojekten streben die Berliner
Wasserbetriebe nach ständiger Optimierung
der sicheren, wirtschaftlichen und nachhaltigen Erfüllung der Ver- und Entsorgungsaufgaben. Durch die Entwicklung effektiver, nachhaltiger Technologien wird auch in Zukunft die

bestmögliche Technik für den Ausbau und die
Instandhaltung der Netze und Anlagen verfügbar sein. Die Forschungsbedarfe erstrecken
sich dabei über den gesamten Wasserkreislauf.
Hochqualifizierte Fachleute arbeiten hier gemeinsam in einem großen Netzwerk mit Hochschulen, Instituten und Unternehmen und insbesondere der Kompetenzzentrum Wasser
Berlin gGmbH. Wir stärken den Forschungsstandort Berlin. Insgesamt betrugen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung
3,4 Mio. € (Vorjahr: 3,8 Mio. €).
Digitalisierung in der Arbeitswelt
Der fortschreitenden Digitalisierung in allen
Bereichen wird mit einer Automatisierungsstrategie sowie dem Center of ExcellenceDigitalisierung Rechnung getragen. Auch in
diesem Jahr wurden erneut bereichsübergreifende Teams gebildet, die sich mit innovativen
Digitalisierungsprojekten beschäftigen und in
Form von Erfolgssprints kurzfristig Lösungen
erarbeiten. Zu den Themen gehören u.a. die
prozessgeführte digitale Dokumentation technischer Anlagen sowie die digitale Verfügbarkeit von Dokumenten der Bauleitung. Weitere
Projektteams beschäftigen sich zudem mit
dem Aufbau einer Plattform auf Basis der
LoRaWan-Technologie oder mit der Entwicklung einer digitalen Anwendung zur Bereitstellung von Wasseranalysedaten.
1.5. Nachhaltigkeit
Mit der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung liegt ein wichtiger Teil der Daseinsvorsorge für die Bevölkerung in Berlin und Teilen von
Brandenburg in der Hand der Berliner Wasserbetriebe. Damit trägt das Unternehmen eine
hohe Verantwortung und ist in allen Bereichen
zu nachhaltigem Handeln verpflichtet. Wie die
Berliner Wasserbetriebe für eine nachhaltige
Wasserwirtschaft in Berlin und Brandenburg
arbeiten, ist im Nachhaltigkeitsbericht der Berliner Wasserbetriebe beschrieben, der alle
zwei Jahre erscheint.

2. Wirtschaftsbericht
2.1. Steuerungssystem
Zur Steuerung der Aktivitäten des Konzerns,
die von den Berliner Wasserbetrieben geprägt
sind, nutzt die Berlinwasser Unternehmensgruppe im Hinblick auf die Unternehmensziele
folgende Leistungsindikatoren die kontinuierlich beobachtet und ausgewertet werden.
Finanzielle
Leistungsindikatoren

Nichtfinanzielle
Leistungsindikatoren

EBIT

Trinkwassermenge

Trinkwassertarifentwicklung/
Schmutzwassertarifentwicklung

Abwassermenge

Höhe der Investitionen

Ausbildungsquote

1)

verkaufte Menge Berlin

2)

gereinigte Menge

1)

2)

2.2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
2.2.1 Berliner Wasserbetriebe
Die Hauptstadt ist der wesentliche Absatzmarkt für die Berliner Wasserbetriebe. Darüber
hinaus sind die Berliner Wasserbetriebe auf
Basis von langfristigen Verträgen für die Trinkwasserver- und die Abwasserentsorgung von
einigen brandenburgischen Gemeinden und
deren Zweckverbänden zuständig bzw. fungieren als Betriebsführer von Anlagen zu diesem
Zweck.
Zukünftig wird von einem leichten Anstieg des
Berliner Trinkwasserbedarfes ausgegangen.
Der bisherige Trend sinkender Trinkwasserbedarfe pro Kopf kompensierte bis vor wenigen
Jahren die steigende Bevölkerungszahl Berlins.
Mit der Trinkwasserbedarfs- und Schmutzwasseranfallsprognose aus dem Jahr 2016 für die
Jahre 2016 bis 2030 reagierten die
Berliner Wasserbetriebe frühzeitig auf den erwarteten Anstieg der Bevölkerung. Zudem bietet die Prognose eine fundierte Grundlage für
die Wirtschaftsplanung und die Tarifkalkulation.

11

Auch stellt die künftige Klärschlammentsorgung die Unternehmen der Abwasserentsorgung, besonders durch eine veränderte Gesetzgebung für Energiever- und Klärschlammentsorgung, vor Herausforderungen. So wird
etwa die Mitverbrennung von Klärschlamm in
Kraft- oder Zementwerken in wenigen Jahren
nicht mehr möglich sein. Mit dem Konzept zur
Sicherstellung der Klärschlammentsorgung sichern die Berliner Wasserbetriebe ausreichende Entsorgungskapazitäten und streben eine
Dämpfung der erwarteten Kostensteigerung
an.
Das Jahr 2018 zeichnete sich aufgrund der hohen Temperaturen und geringen Niederschläge als extremes Trockenjahr aus und führte zu
einem hohen Bewässerungsbedarf, der sich in
einem hohen Wasserverkauf für die Berliner
Wasserbetriebe widergespiegelt hat. Ähnliche
Mengen wurden zuletzt vor mehr als 20 Jahren
gefördert, zu einem Zeitpunkt, zu dem noch
zwei zusätzliche Wasserwerke zur Verfügung
standen. Die Grundlage der Berliner Trinkwasserversorgung, bestehend aus Uferfiltration,
Grundwasseranreicherung und landseitigem
Zustrom hat sich in diesem Kontext im Extremjahr 2018 aber grundsätzlich bewährt. Es kam
zu keinen Einschränkungen in der Wasserversorgung. Für die langfristige Sicherstellung der
Trinkwasser-Versorgungssicherheit werden die
Berliner Wasserbetriebe vor dem Hintergrund
der wachsenden Stadt und zukünftig häufiger
auftretenden Trockenphasen potentielle Engpässe und den resultierenden Handlungsbedarf identifizieren.
2.2.2 Konzern
Die Berlinwasser Unternehmensgruppe ist
auch ein Teil der Smart City-Strategie des Landes Berlin. Sie engagiert sich für die Gestaltung
wichtiger Zukunftsthemen im breiten Spektrum der Wasser- und Energiewirtschaft.
Einflussfaktoren mit wesentlicher Bedeutung
für das Geschäft der Berliner Stadtwerke
GmbH und ihrer Tochtergesellschaften sind die
gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen,
die Finanzierungskonditionen und die gesetzli12

chen Regelungen des EEG und des KraftWärme-Kopplungsgesetzes sowie des Energiesammelgesetzes. Die umfangreichen Investitionsvorhaben der Berliner Stadtwerke GmbH
und ihrer Tochtergesellschaften werden durch
weiterhin niedrige Zinsen gestützt. Die EEGUmlage, als ein wesentlicher Bestandteil des
Strompreises für Endverbraucher, beträgt
6,792 Cent je kWh im Jahr 2018. Für 2019 wird
die EEG-Umlage durch die Bundesnetzagentur
auf 6,405 Cent je kWh angepasst.
Das Zentrum der Aktivitäten der Berliner
Stadtwerke GmbH und ihrer Tochterunternehmen liegt in Berlin und in den berlinnahen
Regionen in Brandenburg.
2.3. Geschäftsverlauf der
Berliner Wasserbetriebe und des Konzerns
2.3.1 Berliner Wasserbetriebe
Ziele und Ergebnisse des Unternehmens
Einheit

2017
IST

2018
Plan

Finanzielle Leistungsindikatoren
Ergebnis der
betrieblichen
Mio. € 238,0 268,8
Tätigkeit
(EBIT)
Trinkwassertarifent%
+/- 0
+/- 0
wicklung
Schmutzwassertarif%
+/- 0
-4,0
entwicklung
Höhe der
Mio. € 273,9 479,7
Investitionen
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2019
2020
Plan

IST

279,3

260,7

288,7

+/- 0

+/- 0

+/- 0

-4,0

+/- 0

+/- 0

496,6

425,0

464,7

Trinkwassermenge 1)

Mio.
m3

200,7

203,6

218,0 205,5

206,4

Abwassermenge 2)

Mio.
m3

261,7

253,2

252,2 262,0

262,9

6,6

7,2

Ausbildungsquote
1)
2)

%

6,8

7,3

7,2

verkaufte Menge Berlin
gereinigte Menge

Entwicklung der Leistungsindikatoren
Die Berliner Wasserbetriebe haben im Geschäftsjahr 2018 ihre Ziele erreicht. Die wichtigsten Leistungsindikatoren haben sich wie
folgt entwickelt:

•
•
•
•

EBIT stieg um 41,3 Mio. € auf
279,3 Mio. €.
Trinkwassermenge mit 218,0 Mio. m3 auf
höchstem Stand seit 5 Jahren.
Investitionen um 222,7 Mio. € über
Vorjahr.
Rückkauf der Unternehmenszentrale für
118,1 Mio. €.

Entwicklung der Abwasserreinigung
(in Mio. m3)

Berlin

IST

Umland

Plan

Gesamt

Vorjahr
0

50

100

150

200

250

300

Infrastruktur fit für die Zukunft
EBIT (Mio. €)

Ist
Vorjahr
Plan
0

50

100

150

200

250

300

Das EBIT lag um 3,9 % über dem Planwert.
Hauptursache ist ein nicht geplanter Ertrag
durch die in 2018 geänderten Bescheide über
die Niederschlagswasserabgabe des Landes
Brandenburg für die Misch- und Trennkanalisation. In 2018 wurden die Bescheide teilwiderrufen sowie den Widersprüchen stattgegeben.
Daraus entstanden sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 20,9 Mio. €. Die ergebniswirksamen Anteile aus dieser Absenkung in Höhe
von 9,5 Mio. € machen den größten Teil der
Ergebnisverbesserung aus.
Wasserverkauf steigt weiter
Die Berliner Wasserbetriebe haben im Geschäftsjahr aufgrund des außergewöhnlich
warmen und trocknen Sommers 8,6 % mehr
Trinkwasser in Berlin verkauft als im Vorjahr.
Im Detail stellen sich die Trinkwassermengen
und die gereinigte Abwassermenge wie folgt
dar:
Entwicklung des Wasserverkaufs
(in Mio. m3)

Berlin
Ist
Umland

Plan

Gesamt

Vorjahr

0

50

100

150

200

250

In 2018 haben die Berliner Wasserbetriebe
insgesamt 496,6 Mio. € in das Anlagevermögen
investiert. Für den Rückkauf der Unternehmenszentrale wurden insgesamt 118,1 Mio. €
gezahlt. Davon entfallen 107,4 Mio. € auf das
Anlagevermögen und 11,0 Mio. € auf die Rückerstattung des von der Rolandufer KG in 1997
zu viel gezahlten Erbbauzinses, da der Rückkauf ursprünglich erst für 2028 geplant war.
Die Aufteilung der Investitionen auf die einzelnen Ausgabegruppen ergibt sich wie folgt:
2018
Mio. €

2017

Delta

Ist

Plan

IST

Plan

VJ

132,3

112,0

80,9

20,3

51,5

94,5
52,8

91,0
47,2

58,6
39,2

3,5
5,6

35,9
13,6

23,9

27,4

20,2

-3,5

3,7

10,7

15,8

7,7

-5,1

3,0

139,2

149,6

35,1

-10,4

104,0

453,4
43,2

443,0
36,7

241,7
32,2

10,4
6,5

211,7
11,0

496,6

479,7

273,9

16,9

222,7

Investitionen in:
Kanalnetz und
Abwasserdruckleitungen
Klärwerke
Rohrnetz
Wasserwerke und
Pumpwerke
Abwasserpumpwerke
Sonstige
Investitionen
Summe
Drittinvestitionen
Gesamtinvestitionen

Die Investitionen in das Kanalnetz und in die
Abwasserdruckleitungen liegen zum Jahresende 20,3 Mio. € über dem Plan. Während die Investitionen ins Kanalnetz den Plan deutlich
übersteigen (22,7 Mio. €), bleiben die Investitionen in die Abwasserdruckleitungen etwas
hinter dem Plan zurück (-2,4 Mio. €).
Bei den Investitionen in das Kanalnetz übersteigen sowohl die Investitionen in die Sanierung des Netzes als auch in die Erweiterung

13

von Kanälen und Becken den Plan. Dabei konnte in der Sanierung eine höhere Verlegeleistung (+15,5 km) zu geringeren spezifischen
Kosten (-13 €/m) realisiert werden, was im
Wesentlichen auf eine Erhöhung der günstigeren, grabenlosen Renovierung gegenüber der
kostenintensiveren Erneuerung in offener
Bauweise zurückzuführen ist. Bei den Investitionen in die Abwasserdruckleitungen bleibt
die Bauleistung der Erneuerungsmaßnahmen
unter dem Plan, was unter anderem auf Genehmigungsschwierigkeiten zurückzuführen
ist, nicht zuletzt da regelmäßig Hauptverkehrsstraßen betroffen sind. Für die Beseitigung der
Rohrschäden an Abwasserdruckleitungen und
in die Erweiterung des Abwasserdruckleitungsnetzes wurde auch hier mehr investiert als geplant.

-2,6 Mio. €, da aufgrund der wachsenden Stadt
eine neue Bemessungsgrundlage für die Auslegung zugrunde gelegt werden musste.
Die sonstigen Investitionen beinhalten im Wesentlichen den Rückkauf der Unternehmenszentrale in Berlin Mitte in Höhe von
107,4 Mio. €.
Bei den Drittinvestitionen handelt es sich um
von Dritten durchgeführte und finanzierte
Baumaßnahmen am Rohr- und Kanalnetz, die
aufgrund der gesetzlichen Regelungen in das
Eigentum der Berliner Wasserbetriebe übergehen. Der Gegenposten daraus wird in der Bilanz als Sonderposten aus sonstigen Finanzierungen des Anlagevermögens ausgewiesen.
Ausbildungsquote auf hohem Niveau

Die Investitionen in die Klärwerke liegen
3,5 Mio. € über dem Plan. Im Vergleich zum
Vorjahr konnten die Investitionen um
35,9 Mio. € gesteigert werden.
Die Investitionen in das Rohrnetz liegen über
dem Plan, was überwiegend den steigenden
spezifischen Kosten (+285 €/m) in der Rehabilitation bei geringerer Bauleistung (-5,6 km) geschuldet ist. Die Erweiterung des Netzes liegt
aufgrund des Wohnungsbaus über dem Plan
(1,3 Mio. € bzw. 2,9 km).
Die Investitionen in die Wasser- und Pumpwerke liegen unter dem Plan (-3,5 Mio. €). Die
größte Einzelabweichung (-1,9 Mio. €) resultiert aus dem Projekt „Neubau Reinwasserbehälter Lindenberg“. Da die Angebote der Bieter
weit über der Kostenberechnung lagen, war
eine erneute Legitimation erforderlich.
Die Investitionen in die Abwasserpumpwerke
liegen mit 10,7 Mio. € unter dem Plan
(15,8 Mio. €). Die größte Einzelabweichung
entstand im Projekt „Neubau des Hauptpumpwerkes Charlottenburg“ aufgrund einer
Fristverlängerung bei der Ausschreibung des
Totalunternehmers (-1,1 Mio. €). Das Programm für den Ersatz der Diesel- durch Elektromotoren in den Abwasserpumpwerken führte zu einer Abweichung von insgesamt
14

Die Berliner Wasserbetriebe bilden aktuell in
22 Berufen aus, und beschäftigen zum Stichtag
271 Auszubildende. Damit ist das Ausbildungsniveau des Unternehmens, wie auch bereits in
den Vorjahren, auf hohem Niveau.
2.3.2 Konzern
Darüber hinaus haben die Berliner Stadtwerke
GmbH und ihre Tochtergesellschaften erfolgreich investiert.
Mio.€

Ist

2018
Plan

IST

2017 Delta
Plan
VJ

Investitionen in:
Windenergie

3,1

8,9 7,7

-5,8

-4,6

Photovoltaik-Mieterstrom

0,0

2,5 0,3

-2,5

-0,3

Photovoltaik-Anlagenpacht

1,3

2,0 3,7

-0,7

-2,4

Anlagen-Effizienzmaßnahmen

0,0

3,1 0,0

-3,1

0,0

Blockheizkraft-Mieterstrom

0,1

0,3 0,0

-0,2

0,1

Geschäftsausstattung

0,0

0,3 0,0

-0,3

0,0

Gesamtinvestitionen

4,5 17,1 11,7

-12,6

-7,2

Im Bereich Windenergie wurde in einen selbstentwickelten Standort in Großbeeren investiert
und eine Windenergieanlage errichtet. Die geplanten Investitionen für den Windpark
Teltow II in Stahnsdorf wurden aufgrund eines
Bebauungsplanverfahrens bis zum Abschluss
dieses Verfahrens angehalten.

Bei den Investitionen im Bereich PhotovoltaikMieterstrom sind vor allem in 2017 begonnene
Projekte fertiggestellt worden. Der Realisierungsbeginn für ein Großprojekt wurde aufgrund weiterer notwendiger Abstimmungen
zwischen den Betroffenen nach 2019 verschoben.

Die Investitionen im Bereich PhotovoltaikAnlagenpacht betreffen vor allem die ARGE
BSW-Berolina GbR, welche in 2016 von der
Berliner Immobilienmanagement GmbH mit
der Umsetzung mehrerer Lose beauftragt worden war.

2.4. Ertragslage der Berliner Wasserbetriebe und des Konzerns
Gewinn- und Verlustrechnung

BWB
2018
Mio. €
Anteil

Umsatzerlöse
Erhöhung (+) / Verminderung (-) des Bestandes an
unfertigen Leistungen
Andere aktivierte Eigenleistungen

2017
Mio. €

Abw.
Mio. €

Konzern
2018
Mio. €
Anteil

2017
Mio. €

Abw.
Mio. €

1.151,9

93 %

1.099,5

52,4

1.156,5

93 %

1.101,8

54,7

0,0

0%

0,9

-0,9

0,0

0%

1,0

-1,0

51,8

4%

49,9

1,9

51,9

4%

50,0

1,9
20,1

Sonstige betriebliche Erträge

36,9

3%

17,0

19,9

37,2

3%

17,1

1.240,6

100 %

1.167,3

73,3

1.245,6

100 %

1.169,9

75,7

Materialaufwand

-239,5

-19 %

-228,7

10,8

-243,1

-20 %

-230,8

12,3

Personalaufwand

-321,2

-26 %

-310,0

11,2

-322,9

-26 %

-311,0

11,9

Abschreibungen

-299,7

-24 %

-294,8

4,9

-304,4

-24 %

-299,1

5,3

Sonstige betriebliche Aufwendungen und sonstige Steuern

-100,9

-8 %

-95,8

5,1

-89,7

-7 %

-82,9

6,8

279,3

23 %

238,0

41,3

285,5

23 %

246,1

39,4

Gesamtleistung

Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
Beteiligungsergebnis
Zinsergebnis

0,0

0%

0,0

0,0

0,2

0%

0,0

0,2

-75,3

-6 %

-103,8

28,5

-81,3

-7 %

-110,1

28,8

Steuern vom Einkommen und Ertrag

-10,4

-1 %

0,9

-11,3

-10,0

-1 %

1,8

-11,8

Jahresüberschuss

193,6

16 %

135,1

58,5

194,4

16 %

137,8

56,6

wie gegenläufigen Effekten aus der Nachkalkulation der Trinkwassertarife1).

2.4.1 Berliner Wasserbetriebe
Umsatzerlöse
2018

Zusammensetzung Umsatzerlöse
(in Mio.€)

Die Umsatzerlöse aus Schmutzwasser Berlin
stiegen insgesamt um 12,9 Mio. € an. Hier
wirkt sich die gestiegene Schmutzwassermenge Berlin aus, der gegenläufige Effekte aus der
Nachkalkulation der Abwassertarife 1) gegenüber stehen.

2017

Schmutzwasser Berlin
Trinkwasserverkauf Berlin
Niederschlagswasserentg.
Entw. öffentl. Straßen
Aufl. Sopo a. Zuschüssen
Sonstige Umsatzerlöse
Schmutzwasser Umland
Hausanschlüsse
0

100

200

300

400

500

Die Umsatzerlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 52,4 Mio. €. Die Umsatzerlöse aus Trinkwasserverkauf Berlin stiegen insgesamt um 47,0 Mio. €. Dies resultiert aus der
höheren Trinkwasserverkaufsmenge Berlin so-

Die Umsatzerlöse aus dem Entgelt für die Entwässerung öffentlicher Straßen und Plätze sind
gegenüber dem Vorjahr um 9,0 Mio. € gesunken. Die Auflösung der Verbindlichkeiten und
Rückstellungen für die Niederschlagswasserab1

Gemäß Wassertarifverordnung sind die Überdeckungen, die entstehen, da die Einnahmen aus dem Trinkwasserverkauf und Schmutzwasserentsorgung die entstandenen Kosten übersteigen, den Kunden in Folgeperioden
gutzuschreiben und als Erlösabgrenzung zu berücksichtigen

15

gabe des Landes Brandenburg für die Mischund Trennkanalisation aufgrund der nun vorliegenden Bescheide wirkte sich hier in Höhe
von -9,0 Mio. € aus.
Einmaleffekt beeinflusst sonstige betriebliche
Erträge positiv
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge
sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen, insbesondere wegen höherer Erträge aufgrund neuer Bescheide für die Niederschlagswasserabgabe des Landes Brandenburg für die Mischund Trennkanalisation (20,9 Mio. €) sowie der
höheren Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für steuerliche Betriebsprüfungen
(1,7 Mio. €) und für Abwasserabgaben
(1,4 Mio. €). Im Vorjahr war hier zusätzlich im
Wesentlichen die Erstattung für Stromsteuer
der Jahre 2006 bis 2014 in Höhe von 3,0 Mio. €
ausgewiesen.

Mehr Beschäftigte und Tarifsteigerung wirken
auf Personalaufwand
Der Personalaufwand betrug 321,2 Mio. € und
lag damit um 11,2 Mio. € über dem Vorjahr.
Der Personalaufwand erhöhte sich im Wesentlichen durch die Tariferhöhung ab 1. März
2018 um 3,19 %, und die darauf entfallenden
höheren Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung. Gegenüber dem Vorjahr ist die Anzahl
der durchschnittlich Beschäftigten um 14 angestiegen.
EBIT erreicht
Das EBIT verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr. Dies resultiert im Wesentlichen aus höheren Umsatzerlösen und aus Einmaleffekten im
Zusammenhang mit den neuen Bescheiden für
die Niederschlagswasserabgabe des Landes
Brandenburg für die Misch- und Trennkanalisation.

Materialaufwand leicht angestiegen
Zusammensetzung Materialaufwand
(in Mio. €)

2018

2017

Grundwasserentnahmeentgelt
Fremdleist. Instandhaltung
Energie, Brennstoffe
Sonstige Fremdleistungen
Material- u. Wareneinsatz
Abwasserabgabe
Klärschlammentsorgung
Fremdleistungen…
Hilfsstoffe
Sonstge Entsorgungskosten
0

10 20 30 40 50 60 70

Der Materialaufwand liegt insgesamt über dem
Niveau des Vorjahres. Hier wirken sich insbesondere das höhere Grundwasserentnahmeentgelt wegen des höheren Wasserverkaufs
(5,3 Mio. €) und die aufgrund von Mehrausgaben infolge von Preissteigerungen gestiegenen
Fremdleistungen für Instandhaltungen
(2,5 Mio. €) aus.

16

Auswirkungen des niedrigen Zinsniveaus spürbar
Das negative Zinsergebnis verbesserte sich um
28,5 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Geringere
Zinsaufwendungen ergaben sich aus dem niedrigeren langfristigen Darlehensbestand sowie
der kontinuierlichen Refinanzierung der Darlehensbestände zu niedrigeren Zinssätzen
(23,6 Mio. €). Die Zinsen aus der Diskontierung
von Rückstellungen unter Anwendung der
Rückstellungsabzinsungsverordnung erhöhten
sich um 0,4 Mio. €. Im Zusammenhang mit den
abgeschlossenen und laufenden Betriebsprüfungen ergaben sich Zinserträge (3,4 Mio. €,
Vorjahr: 3,2 Mio. €) sowie Zinsaufwendungen
(0,8 Mio. €, Vorjahr: 5,1 Mio. €).
Steuern von Einkommen und Ertrag steigen
mit verbessertem EBIT
In den Steuern vom Einkommen und Ertrag
sind aufgrund des höheren operativen Ergebnisses höhere laufende Steuern (6,7 Mio. €)
enthalten. Weiterhin wirken sich höhere latente Steuern in Höhe von 2,4 Mio. € aus.

Jahresergebnis positiv
Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus Einmaleffekten im
Zusammenhang mit den neuen Bescheiden für
die Niederschlagswasserabgabe des Landes
Brandenburg für die Misch- und Trennkanalisation.
2.4.2 Konzern
Im Geschäftsjahr wurden die Berliner Stadtwerke EnergiePartner GmbH und die Berliner
Stadtwerke KommunalPartner GmbH zum
8. Januar 2018 erstkonsolidiert. Mit dem Rückkauf der Unternehmenszentrale der Berliner
Wasserbetriebe von der Rolandufer KG ist die
Funktion der Rolandufer KG als Zweckgesellschaft zum 31. Dezember 2018 erloschen. Die
Rolandufer KG wurde daher zum 31. Dezember
2018 entkonsolidiert. Die Auswirkungen auf
einzelne Posten der Konzernbilanz und der
Konzerngewinn- und Verlustrechnung werden
jeweils in der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage erläutert. Des Weiteren verweisen wir auf
die Erläuterungen im Konzernanhang.
Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung ist in
allen Posten von der Gewinn- und Verlustrechnung der Berliner Wasserbetriebe geprägt. Die
Entwicklung der Ertragslage der Berliner Wasserbetriebe ist in Punkt 2.4.1 erläutert.
Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit des
Konzerns zum 31. Dezember 2018 belief sich
auf 285,5 Mio. € (Vorjahr: 246,1 Mio. €). Es
entfällt mit 279,3 Mio. € (Vorjahr:
238,0 Mio. €) auf die Berliner Wasserbetriebe
und mit 11,6 Mio. € (Vorjahr: 11,4 Mio. €) auf
die Rolandufer KG. Gegenläufig wirkten sich
die Ergebnisse der betrieblichen Tätigkeit der
Berliner Stadtwerke GmbH und ihre in den
Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften (im Folgenden Berliner Stadtwerke
Gruppe) in Höhe von -5,4 Mio. € (Vorjahr:
-3,3 Mio. €) aus.

Umsatzbeitrag der Berliner Stadtwerke Gruppe
gestiegen
In den Umsatzerlösen des Konzern sind zusätzlich zu den Umsatzerlösen der Berliner Wasserbetriebe die Erlöse aus Stromverkauf der
Berliner Stadtwerke GmbH und ihrer Tochtergesellschaften enthalten, die gegenüber dem
Vorjahr um insgesamt 2,3 Mio. € anstiegen.
Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus
dem Wachstum der Kundenzahlen.
Materialaufwand für Strombeschaffung
gestiegen
Der Materialaufwand der Berliner Stadtwerke
GmbH stieg aufgrund der Kosten für Strombeschaffung, Netzentgelte und EEG-Entgelte sowie für Kundenabrechnungen, Bilanzkreismanagement und das Call Center um 1,4 Mio. €
gegenüber dem Vorjahr.
Werbekosten gestiegen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
und sonstigen Steuern der Berliner Stadtwerke
Gruppe erhöhten sich um insgesamt
1,8 Mio. €. Dies resultierte im Wesentlichen
aus höheren Werbekosten (1,0 Mio. €) und
den im Geschäftsjahr erstmals entstandenen
Aufwendungen für drohende Verluste aus
schwebenden Geschäften in Höhe von
0,4 Mio. €.
Konzern-EBIT von den Berliner
Wasserbetrieben geprägt
Das EBIT in Höhe von 285,5 Mio. € ist gegenüber dem Vorjahr um 39,4 Mio. € gestiegen.
Ursächlich dafür ist die Erhöhung des EBIT der
Berliner Wasserbetriebe, die unter dem Punkt
Ertragslage erläutert ist.
Das EBIT der Berliner Stadtwerke Gruppe verschlechterte sich um 2,1 Mio. € gegenüber
dem Vorjahr, insbesondere aufgrund des weiteren Aufbaus des Geschäftsbetriebes.

17

Auswirkungen des niedrigen Zinsniveaus spürbar

Konzernjahrergebnis positiv
Der Konzernjahresüberschuss in Höhe von
194,4 Mio. € (Vorjahr: 137,8 Mio. €) wurde im
Wesentlichen von den Berliner Wasserbetrieben erwirtschaftet (193,6 Mio. €; Vorjahr:
135,1 Mio. €).

Das negative Zinsergebnis des Konzerns verbesserte sich um 28,7 Mio. € gegenüber dem
Vorjahr und resultiert im Wesentlichen aus
dem Zinsergebnis der Berliner Wasserbetriebe,
das unter Punkt 2.4.1 erläutert ist.

Der Anteil der Rolandufer KG am Konzernjahresüberschuss betrug 6,1 Mio. € (Vorjahr:
5,8 Mio. €), der Anteil der Berliner Stadtwerke
Gruppe beträgt -5,3 Mio. € (Vorjahr:
-3,1 Mio. €).

Steuern von Einkommen und Ertrag steigen
mit verbessertem EBIT der Berliner
Wasserbetriebe
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag stiegen gegenüber dem Vorjahr um 11,7 Mio. €
und resultieren im Wesentlichen aus den Steuern vom Einkommen und Ertrag der Berliner
Wasserbetriebe, die unter Punkt 2.4.1 erläutert sind.

Die Position „Auf nicht beherrschende Anteile
entfallender Konzernjahresüberschuss“ enthält
das vollständige Jahresergebnis der Rolandufer
KG in Höhe von 6,1 Mio. € (Vorjahr:
5,8 Mio. €).

2.5. Finanz- und Vermögenslage der Berliner
Wasserbetriebe und des Konzerns

Bilanz

BWB
2018
Mio. €
Anteil

Konzern
2017
Mio. €

Abw.
Mio.€

2018
Mio. €
Anteil

2017
Mio. €

Abw.
Mio.€

Anlagevermögen

6.371,0

87 %

6.179,9

191,1

6.374,1

87 %

6.291,2

82,9

Umlaufvermögen

919,2

13 %

998,6

-79,4

932,0

13 %

1.029,3

-97,3

Rechnungsabgrenzungsposten

4,8

0%

2,9

1,9

5,5

0%

3,4

2,1

Aktive latente Steuern

4,7

0%

9,2

-4,5

6,0

0%

10,0

-4,0

Aktiva

7.299,7

100 %

7.190,6

109,1

7.317,6

100 %

7.333,9

-16,3

Eigenkapital

1.731,7

24 %

1.597,7

134,0

1.720,6

24 %

1.610,4

110,2

Langfristiges Fremdkapital
( > 5 Jahre)

2.546,7

35 %

2.395,1

151,6

2.578,2

35 %

2.411,5

166,7

Kurz- und mittelfristiges Fremdkapital
( < 5 Jahre)

3.021,3

41 %

3.197,8

-176,5

3.018,8

41 %

3.312,0

-293,2

Fremdkapital insgesamt

5.568,0

76 %

5.592,9

-24,9

5.597,0

76 %

5.723,5

-126,5

Passiva

7.299,7

100 %

7.190,6

109,1

7.317,6

100 %

7.333,9

-16,3

18

2.5.1 Berliner Wasserbetriebe
Rückkauf Unternehmenszentrale erhöht
Anlagevermögen

Umlaufvermögen
Zusammensetzung Umlaufvermögen
(in Mio. €)

2018

2017

Ford. a. Lieferungen u. Leistungen

Im Geschäftsjahr 2018 haben die Berliner Wasserbetriebe insgesamt 496,6 Mio. €
(Vorjahr: 273,9 Mio. €) in das Anlagevermögen
(ohne Finanzanlagen) investiert.
Für den Rückkauf der Unternehmenszentrale
wurden insgesamt 118,1 Mio. € gezahlt. Davon
entfallen 107,4 Mio. € auf das Anlagevermögen und 11,0 Mio. € auf die Rückerstattung des
von der Rolandufer KG in 1997 zu viel gezahlten Erbbauzinses, da der Rückkauf ursprünglich
erst für 2028 geplant war.
Für die Erneuerung der Anlagen wurden
238,0 Mio. € und hier im Wesentlichen für das
Kanalnetz verwendet. Die Erweiterungsinvestitionen in Höhe von 258,6 Mio. € erfolgten vor
allem im Klärwerk Waßmannsdorf. Die wesentlichen Investitionen sind in Punkt 2.3.1 erläutert. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die
Schwerpunkte der Investitionen für Erneuerungen und Erweiterungen der Netze und der
Anlagen nicht verändert.
Demgegenüber sind Abschreibungen in Höhe
von 299,7 Mio. € (Vorjahr: 294,8 Mio. €) entstanden, davon 16,3 Mio. € auf den Geschäftsoder Firmenwert. Durch die planmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes
sinkt das immaterielle Anlagevermögen.
Die Berliner Wasserbetriebe finanzieren ihre
Investitionen über deren Abschreibungen auf
Wiederbeschaffungszeitwerte, die über den
Tarif vereinnahmt werden. Zur Finanzierung
der Investitionen nehmen die Berliner Wasserbetriebe regelmäßig langfristige Darlehen von
Banken und anderen Kreditgebern auf. Dabei
erfolgt die Finanzierung nicht pro Investitionsmaßnahme sondern im Rahmen einer Gesamtfinanzierung aller Investitionsmaßnahmen.

Sonstige Vermögensgegenstände
Unfertige Leistungen
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
Kasse und Bankguthaben
0

150 300 450 600 750 900

Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
Infolge der gestiegenen Umsatzerlöse aufgrund des hohen Wasserverkaufs im Geschäftsjahr, wegen des außergewöhnlich warmen und trocknen Sommers, stiegen auch die
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber dem Vorjahr deutlich um
37,4 Mio. € an. Dem Zahlungsausfallrisiko von
Forderungen wird mit vertraglich festgelegten
Zahlungskonditionen und einem Debitorenmanagement (Mahnwesen) begegnet.
Liquide Mittel für Rückkauf der Unternehmenszentrale verwendet
Zum Jahresende sind liquide Mittel in Höhe
von 1,6 Mio. € (Vorjahr 118,0 Mio. €) vorhanden. Für den Rückkauf der Unternehmenszentrale zum 31. Dezember 2018 wurden insbesondere bereits in 2016 durch ForwardDarlehen gesicherte Termingeldanlagen in Höhe von 100,0 Mio. € verwendet.
Eigenkapitalquote gestiegen
Durch das verbesserte Jahresergebnis 2018 ist
das Eigenkapital zum Bilanzstichtag angestiegen und beträgt 24 % (Vorjahr: 22 %) der Bilanzsumme. Der Bilanzgewinn des Jahres 2018
in Höhe von 111,7 Mio. € (Vorjahr: 59,6 Mio. €)
wird gemäß Berliner Betriebe-Gesetz in voller
Höhe an das Land Berlin ausgeschüttet.

19

Rücklagenzuführung stärkt Eigenfinanzierungskraft

Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
durch Neuaufnahme von Darlehen gestiegen

Gemäß Umlaufbeschluss der Gewährträgerversammlung vom 1. Februar 2016 sind die geschäftsführenden Organe der Berliner Wasserbetriebe berechtigt, der sogenannten Rücklage
für Tilgungen von Darlehen der Investitionsbank Berlin im Rahmen der Aufstellung des
Jahresabschlusses so lange Beträge zuzuführen, wie die Berliner Wasserbetriebe Verpflichtungen für Tilgungsleistungen, für die im Zusammenhang mit der Beendigung der Stillen
Gesellschaften übernommenen Darlehen, gegenüber der Investitionsbank Berlin haben. Im
Geschäftsjahr 2018 wird ein Betrag in Höhe
von
33,7 Mio. € (Vorjahr: 33,7 Mio. €) den Gewinnrücklagen des Betriebsteils Abwasserentsorgung zugeführt. Dieser Betrag entspricht den
Tilgungsleistungen für das Jahr 2019.

Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten
stiegen insgesamt um 144,4 Mio. € auf
1.797,8 Mio. € (Vorjahr: 1.653,4 Mio. €) an. Es
handelt sich um Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten und anderen Darlehensgebern, die nach Ablauf von fünf Jahren fällig
sind. Diese betreffen in Höhe von
1.638,2 Mio. € (Vorjahr: 1.542,4 Mio. €) Kreditinstitute. Weiterhin sind hier sonstige Verbindlichkeiten mit Darlehenscharakter in Höhe von
159,6 Mio. € (Vorjahr: 111,0 Mio. €) enthalten.
Sie sind ausschließlich mit einer fixen Zinsbindung versehen. Im Geschäftsjahr wurden langfristige Darlehen in Höhe von 340,0 Mio. € neu
aufgenommen. Mit Ablauf des Geschäftsjahres
ergeben sich neue Fristigkeiten für die Tilgung
der Darlehen. Daraus resultiert eine Verschiebung in den kurz- und mittelfristigen Bereich in
Höhe von -195,6 Mio. €.

Weiterhin wurden die geschäftsführenden Organe mit dem oben genannten Gewährträgerbeschluss ermächtigt, der sogenannten Rücklage für Wiederbeschaffungszeitwerte in jedem
Geschäftsjahr Beträge zuzuführen, die auf der
in der Tarifkalkulation berücksichtigten Differenz zwischen den Abschreibungen auf Basis
der historischen Anschaffungskosten und den
Abschreibungen, welche sich auf der Grundlage von Wiederbeschaffungszeitwerten ergeben, basiert. Im Geschäftsjahr erfolgte hierfür
eine Zuführung zu den Gewinnrücklagen in
Höhe von 48,2 Mio. € (Vorjahr: 41,8 Mio. €).
Langfristiges Fremdkapital

Bei den langfristigen Sonderposten in Höhe
von 581,2 Mio. € (Vorjahr: 572,3 Mio. €) handelt es sich im Wesentlichen um Zuschüsse für
von Dritten durchgeführte und finanzierte
Baumaßnahmen am Rohr- und Kanalnetz, die
aufgrund der gesetzlichen Regelungen in das
Eigentum der Berliner Wasserbetriebe übergehen. Der Gegenposten daraus wird in der Bilanz als Anlagevermögen ausgewiesen.
Anstieg der Rückstellungen bei gleichzeitigem
Rückgang der Verbindlichkeiten

Zusammensetzung langfristiges Fremdkapital
(Mio.€)
2018

2017

Finanzielle Verbindlichkeiten
Sonderposten aus Zuschüssen
Rückstellungen
Passive latente Steuern
Sonstige Verbindlichkeiten
0

Langfristige Sonderposten aus Zuschüssen
stabil

500 1000 1500 2000

Die Rückstellungen im langfristigen Bereich betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für
Rückstellungen für die begleitende Nachkalkulation der Wasser- und Abwassertarife für die
noch nicht abgeschlossenen Kalkulationszeiträume in Höhe von 96,3 Mio. €.
Für gemäß Art. 28 EGHGB nicht in den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesene Beträge verbleibt
ein nicht dotierter handelsrechtlicher Wertan-

20

satz von 5,9 Mio. € (Vorjahr: 6,1 Mio. €). Der
Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt 0,3 Mio. €.

und Zinsbindungsfrist weitestgehend mittelund langfristig ausgerichtet. Die Darlehen valutieren ausnahmslos in Euro.

In den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten waren im Vorjahr Verbindlichkeiten aus
der begleitende Nachkalkulation der Wasserund Abwassertarife für die abgeschlossenen
Kalkulationszeiträume in Höhe von 93,0 Mio. €
enthalten, die nun kurz- und mittelfristigen Bereich ausgewiesen werden.

Erhaltene Anzahlungen bleiben stabil

Kurz- und mittelfristiges Fremdkapital

Verbindlichkeiten gestiegen

Zusammenstetzung kurz- und mittelfristiges Fremdkapital
(Mio . €)
2018

2017

Finanzielle Verbindlichkeiten
Erhaltene Anzahlungen
Sonstige Verbindlichkeiten
Sonderposten aus Zuschüssen
Rückstellungen
Lieferungs- u. Leistungsverbindl.
Passive latente Steuern
Rechnungsabgrenzungsposten
0

500

1000

1500

2000

Kurz- und mittelfristige finanzielle Verbindlichkeiten durch Tilgungen gesunken
Die kurz- und mittelfristigen finanziellen Verbindlichkeiten sind insgesamt um 231,9 Mio. €
auf 1.615,9 Mio. € (Vorjahr: 1.847,8 Mio. €)
gesunken. Diese betreffen mit 1.522,0 Mio. €
Kreditinstitute (Vorjahr: 1.753,8 Mio. €). Weiterhin bestehen sonstige kurz- und mittelfristige Verbindlichkeiten mit Darlehenscharakter in
Höhe von 93,9 Mio. € (Vorjahr: 94,0 Mio. €).
Sie sind ausschließlich mit einer fixen Zinsbindung versehen. Die Zinsverbindlichkeiten daraus sanken gegenüber dem Vorjahr um
6,0 Mio. €. Aufgrund planmäßiger Tilgungen,
saldiert mit planmäßigen Neuaufnahmen sanken die kurz- und mittelfristigen finanziellen
Verpflichtungen aus Darlehen um insgesamt
421,4 Mio. €. Aus den neuen Fristigkeiten für
die Tilgung der Darlehen resultiert eine Verschiebung aus dem langfristigen Bereich in den
kurz- und mittelfristigen Bereich in Höhe von
+195,5 Mio. €. Das Darlehensportfolio der Berliner Wasserbetriebe ist in Bezug auf Laufzeit

Die für das Geschäftsjahr 2018 von den Kunden erhaltenen, noch nicht verrechneten Abschlagsbeträge werden als erhaltene Anzahlungen in Höhe von 808,9 Mio. € als kurzfristiges Fremdkapital ausgewiesen.

In den kurz- und mittelfristigen sonstigen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen die Verpflichtung aus der Nachkalkulation der Wasserund Abwassertarife für die abgeschlossenen
Kalkulationszeiträume enthalten. Diese steigen
aufgrund der Verschiebung aus dem langfristigen Bereich um 87,4 Mio. € gegenüber dem
Vorjahr. Des Weiteren sind Verbindlichkeiten
aus Steuern in Höhe von 5,6 Mio. € (Vorjahr:
5,1 Mio. €) enthalten.
Wirtschaftlich erfolgreiches Jahr 2018
Insgesamt blicken die Berliner Wasserbetriebe
auf ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr 2018
zurück, das mit einem deutlich positiverem als
geplanten Ergebnis abgeschlossen werden
konnte.
Liquiditätsentwicklung und Finanzierungsstrategie
Fremdmittel wurden überwiegend in Form
langfristiger Bankdarlehen beschafft.
Daneben wurden unterjährige Liquiditätsschwankungen durch Tagesgeldaufnahmen
und -anlagen bei Banken ausgeglichen.
Im März 2018 stimmte der Aufsichtsrat der
Berliner Wasserbetriebe der Gewährung wechselseitiger Darlehen zwischen den Berliner
Wasserbetrieben und anderen Beteiligungsunternehmen des Landes Berlin zu, soweit die
Vorgaben eines entsprechenden Rechtsgutachtens beachtet würden. Auf dieser Grundlage haben die Berliner Stadtreinigungsbetriebe
AöR und die Berliner Wasserbetriebe am
21

27. März 2018 einen Rahmenvertrag über
Kurzfristkredite abgeschlossen. Dieser bildet
die rechtliche Grundlage dafür, dass die Berliner Wasserbetriebe zusätzlich zu den Tagesgeldaufnahmen und -anlagen bei Banken Termingelder bei der Berliner Stadtreinigungsbetriebe AöR in Höhe von durchschnittlich
60,2 Mio. € aufgenommen haben.
Die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Berliner
Wasserbetriebe wurde zusätzlich durch Kreditlinien von Banken unterstützt.

Cashflow Rechnung

+
+
-

Einzahlungen aus
Eigenkapitalzuführungen des
Mutterunternehmens
Einzahlungen aus der
Aufnahme von Krediten
Auszahlungen aus der
Tilgung von Krediten

Cashflow Rechnung

Periodenergebnis
+/+/+/-

-/+

+/-

-/+

Abschreibungen/
Zuschreibungen auf das
Anlagevermögens
Zunahme/Abnahme der
Rückstellungen
Zahlungsunwirksame
Erträge aus der Auflösung von
Sonderposten
Zunahme/Abnahme von
Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
Zunahme/Abnahme von
Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
Gewinn/Verlust aus
Anlageabgängen

2018
Mio. €

BWB
2017
Mio. €

Abw.
Mio.€

193,6

135,1

58,5

299,6

294,8

4,8

86,8

-74,5

161,3

-34,6

-35,0

0,4

59,0

-7,0

66,0

-34,6

192,8 -227,4

3,8

-0,3

4,1

+/- Zinsaufwendungen/-erträge

75,3

103,9

-28,6

+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag

10,4

-1,0

11,4

-/+ Ertragsteuerzahlung

-6,9

-9,3

2,4

652,4

599,5

52,9

-5,5

-5,9

0,4

2,1

4,5

-2,4

Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit
Auszahlungen für Investitionen
- in das immaterielle
Anlagevermögen
Einzahlungen aus
+
Sachanlagen-Abgängen
Auszahlungen für
+ Investitionen in das
Sachanlagevermögen
Auszahlungen für
Investitionen in das
Finanzanlagevermögen
+

Erhaltene Zinsen

Cashflow aus der
Investitionstätigkeit

22

BWB
2017
Mio. €

Abw.
Mio.€

0,0

22,7

-22,7

340,0

100,6

239,4

-703,7 -277,8 -425,9

+

Einzahlungen aus Zuschüssen

41,0

23,3

17,7

-

Gezahlte Zinsen

-82,6

-84,0

1,4

-

Gezahlte Dividenden an das
Mutterunternehmen

-59,6

-92,1

32,5

-464,9 -307,3

-157,6

Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit
Veränderung der liquiden Mittel

Einen detaillierten Einblick in die Finanzlage
der Berliner Wasserbetriebe ergibt die folgende Kapitalflussrechnung.

2018
Mio. €

Finanzmittelfonds am Anfang der
+
Periode
Finanzmittelfonds
am Ende der Periode

-298,9

10,5 -309,4

18,0

7,4

10,5

-280,9

18,0

-298,9

Der Finanzmittelfonds enthält 1,6 Mio. € Bankguthaben und 0,06 Mio. € Bargeld. Die Berliner
Wasserbetriebe hatten zum 31. Dezember
2017 Festgeldanlagen in Höhe von
100,0 Mio. €, fällig am 19. März 2018, getätigt.
Am Bilanzstichtag bestanden jederzeit fällige
Kreditverbindlichkeiten in Höhe von
282,5 Mio. € (Vorjahr: 0 €). Diese wurden gemäß DRS 21 nicht in den Finanzmittelfonds
einbezogen.
Zum 31. Dezember 2018 bestand eine freie
Kreditlinie in Höhe von 177,5 Mio. €.
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle
Verpflichtungen
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle
Verpflichtungen sind im Anhang angegeben.
2.5.2 Konzern

-486,8 -261,5 -225,3

0,0

-23,3

23,3

3,8

4,5

-0,7

-486,4 -281,7

-204,7

Die Bilanz des Konzerns wird in allen Positionen von der Bilanz der Berliner Wasserbetriebe
geprägt. Die Entwicklung der Vermögens- und
Finanzlage der Berliner Wasserbetriebe ist in
Punkt 2.5.1 erläutert.
Der Konzern hat insgesamt 394,0 Mio. € (Vorjahr: 279,8 Mio. €) investiert. Die Berliner Wasserbetriebe haben, nach Abzug der Anlagen
der bereits in den Konzernabschluss einbezo-

genen Rolanduber KG in Höhe von
107,4 Mio. €, die durch Kauf auf die Berliner
Wasserbetriebe zum 31. Dezember 2018 übergegangen sind, insgesamt 389,2 Mio. € (Vorjahr: 273,9 Mio. €) im Geschäftsjahr investiert.
Die Berliner Stadtwerke Gruppe hat im Geschäftsjahrs insgesamt 4,8 Mio. € (Vorjahr:
5,9 Mio. €) in Energieerzeugungsanlagen investiert. Demgegenüber sind Abschreibungen in
Höhe von 304,4 Mio. € (Vorjahr: 299,1 Mio. €)
entstanden.
Umlaufvermögen
Das Umlaufvermögen des Konzerns ist insgesamt um 97,3 Mio. € gesunken. Über die Entwicklungen bei den Berliner Wasserbetrieben
(-79,0 Mio. €), die in Punkt 2.5.1 erläutert sind
hinaus, stieg der Bestand an liquiden Mitteln
der Rolandufer KG bis zur Entkonsolidierung
am 31. Dezember 2018 um 10,3 Mio. €. Der
Bestand an liquiden Mitteln der Berliner
Stadtwerke Gruppe reduzierte sich im Geschäftsjahr um 10,0 Mio. € Durch die Entkonsolidierung der Rolandufer KG sind die liquiden
Mittel des Konzerns um 19,2 Mio. € gesunken.
Eigenkapitalquote Konzern auf 24 % gestiegen
Das Eigenkapital des Konzerns entfällt mit
1.720,6 Mio. € (Vorjahr: 1.610,4 Mio. €) auf
das Mutterunternehmen, die Berliner Wasserbetriebe und mit 0,02 Mio. € (Vorjahr:
18,4 Mio. €) auf andere Gesellschafter. Im Geschäftsjahr wurden die Kapitalanteile der Rolandufer KG zum 31. Dezember 2018 entkonsolidiert (Vorjahr: 18,3 Mio. €).
Der Konzernjahresüberschuss betrug
194,4 Mio. € (Vorjahr: 137,8 Mio. €). Davon
entfielen 6,1 Mio. € (Vorjahr: 5,8 Mio. €) auf
fremde Gesellschafter. Gewinnausschüttungen
an das Land Berlin (59,6 Mio. €; Vorjahr:
92,1 Mio. €) und an andere Gesellschafter
(6,1 Mio. €; Vorjahr: 5,8 Mio. €) verminderten
das Eigenkapital. Insgesamt stieg die Eigenkapitalquote des Konzern auf 24 % (Vorjahr:
22 %).

Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten des
Konzerns gestiegen
Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten
des Konzerns stiegen um 143,7 Mio. €. Im Konzern bestehen, zusätzlich zu den langfristigen
finanziellen Verbindlichkeiten der Berliner
Wasserbetriebe gegenüber Kreditinstituten
und anderen Darlehensgebern, langfristige finanzielle Verbindlichkeiten der Berliner Stadtwerke Gruppe gegenüber Kreditinstituten in
Höhe von 14,8 Mio. € (Vorjahr: 16,5 Mio. €).
Die sonstigen Verbindlichkeiten mit Darlehenscharakter der Berliner Stadtwerke GmbH stiegen um 0,9 Mio. € infolge der Gewährung von
Nachrangdarlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt (Klimarendite). Die Darlehen sind ausschließlich mit einer fixen Zinsbindung versehen.
Kurz- und mittelfristiges Fremdkapital
gesunken
Am 31. Dezember 2018 betrugen die kurz- und
mittelfristigen finanziellen Verpflichtungen
1.624,8 Mio. € (Vorjahr: 1.969,6 Mio. €). Diese
betreffen mit 1.531,1 Mio. € Kreditinstitute
(Vorjahr: 1.875,6 Mio. €) und in Höhe von
93,5 Mio. € (Vorjahr: 94,0 Mio. €) andere Darlehensgeber.
Über die Entwicklungen bei den Berliner
Wasserbetrieben, die in Punkt 2.5.1 erläutert
sind, darüber hinaus sinken die kurz- und mittelfristigen finanziellen Verbindlichkeiten des
Konzerns gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen durch die Tilgung der Kreditverbindlichkeiten der Rolandufer KG um 112,0 Mio. €. Die
kurz- und mittelfristigen finanziellen Verbindlichkeiten Berliner Stadtwerke Gruppe bestehen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von
8,8 Mio. € (Vorjahr: 8,8 Mio. €).
Konzernjahr 2018 erfolgreich
Insgesamt blickt der Konzern auf ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr 2018 zurück, das
mit einem deutlich positiverem als geplanten
Ergebnis abgeschlossen werden konnte.

23

Cashflow Rechnung

Liquiditätsentwicklung

2018
Mio. €

Einen detaillierten Einblick in die Finanzlage
und die Liquiditätsentwicklung des Konzerns
ergibt die folgende Kapitalflussrechnung:
Cashflow Rechnung
2018
Mio. €

Konzern
2017
Mio. €

Abw.
Mio.€

194,4

137,7

56,7

304,3

299,0

5,3

86,6

-73,1

159,7

-34,6

-35,0

0,4

58,0

-8,2

66,2

+/-

Periodenergebnis
Abschreibungen/
Zuschreibungen auf das
Anlagevermögen
Zunahme/Abnahme der
Rückstellungen
Zahlungsunwirksame Erträge
aus der Auflösung von
Sonderposten
Zunahme/Abnahme von Aktiva,
die nicht der Investitions- oder
der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
Zunahme/Abnahme von
Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
Gewinn/Verlust aus
Anlageabgängen
Zinsaufwendungen/-erträge

81,4

110,1

-28,7

-

Sonstige Beteiligungserträge

-0,2

0,0

-0,2

+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag

10,0

-1,7

11,7

-/+ Ertragsteuerzahlung

-7,0

-9,3

2,3

674,4

614,7

59,7

-5,6

-5,9

0,3

2,2

4,7

-2,6

+/+/+/-

-/+

+/-

-/+

Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit
+
+
+
+

Auszahlungen für Investitionen
in das immaterielle
Anlagevermögen
Einzahlungen aus
Sachanlagen-Abgängen
Auszahlungen für Investitionen
in das Sachanlagevermögen
Einzahlungen aus Finanzanlagen-Abgängen
Auszahlungen für Zugänge zum
Konsolidierungskreis

-22,3

3,8

-0,3

4,1

-384,3 -267,4 -116,9
0,7

0,5

0,2

0,0

-1,4

1,4

3,7

4,3

-0,6

+

Erhaltene Dividenden

0,2

0,0

0,2

-383,1 -265,2

-118,0

0,0

22,7

-22,7

340,9

107,6

233,3

-817,5 -283,4 -534,1

+

Einzahlungen aus Zuschüssen

41,0

23,3

17,7

-

Gezahlte Zinsen

-88,4

-90,0

1,6

-59,6

-92,1

32,5

-6,3

-6,3

0,0

-589,9 -318,2

-271,7

24

31,3 -330,0

46,7

15,4

31,3

-19,2

0,0

-19,2

-271,1

46,7

-317,9

Der Finanzmittelfonds des Konzerns enthält
11,3 Mio. € Bankguthaben und 0,06 Mio. €
Bargeld. Die Berliner Wasserbetriebe hatten
zum 31. Dezember 2017 Festgeldanlagen in
Höhe von 100,0 Mio. €, die am 19. März 2018,
fällig wurden. Am Bilanzstichtag bestanden jederzeit fällige Kreditverbindlichkeiten in Höhe
von 282,5 Mio. € Vorjahr: 0 €). Diese wurden
gemäß DRS 21 nicht in den Finanzmittelfonds
einbezogen.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
3.1. Prognosebericht
Die Entwicklung der Leistungsindikatoren ist im
Geschäftsverlauf unter Punkt 2.3.1 dargestellt.
3.1.1 Berliner Wasserbetriebe

Erhaltene Zinsen

Gezahlte Dividenden an das
Mutterunternehmens
Gezahlte Dividenden an andere
Gesellschafter
Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit

-298,6

Abw.
Mio.€

195,5 -217,8

+

Cashflow aus der
Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Eigenkapital+ zuführungen des Mutterunternehmens
Einzahlungen aus der Aufnah+
me von Krediten
Auszahlungen aus der Tilgung
von Krediten

Veränderung der liquiden Mittel
Finanzmittelfonds am Anfang
+
der Periode
Konsolidierungskreisbedingte
Änderungen
Finanzmittelfonds am Ende
der Periode

Konzern
2017
Mio. €

In seiner Sitzung am 20. September 2017 hat
der Aufsichtsrat der Berliner Wasserbetriebe
die Trink- und Schmutzwassertarife für den
Kalkulationszeitraum vom 1. Januar 2018 bis
zum 31. Dezember 2019 beschlossen. Vor dem
Hintergrund einer angestrebten Tarifstabilität
seit 2012 (Bundeskartellamt) betragen der
Trinkwassertarif (Arbeitspreis) unverändert
1,694 €/m³ und der Arbeitspreis für die
Schmutzwasserentsorgung 2,210 €/m³. Der
Antrag auf Genehmigung der Tarife 2018/2019
(einschließlich Niederschlagswasser) wurde mit
Bescheid vom 23. Oktober 2017 von der Tarifgenehmigungsbehörde (Senatsverwaltung für
Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung) positiv beschieden. Der Kalkulation
2018/2019 liegt ein Gewinnverzicht des Landes
Berlin in Höhe von insgesamt 54 Mio. € zugrunde, der vom Land Berlin mit Beschluss des
Senates vom 20. Februar 2018 erklärt wurde.
Für das Jahr 2019 wurde ein Planupdate erar-

beitet und durch den Aufsichtsrat am
3. Dezember 2018 bestätigt.

tionen) in den nächsten Jahren noch einmal
deutlich.

Das Niveau der Tarife ist bis 2020 bei weiterhin
unterstellter positiver Ergebnisentwicklung gesichert. Die skizzierte Tarifentwicklung wird in
Kombination mit der geplanten Kostenentwicklung mittelfristig zu einer stabilen Erlössituation führen.

Dies ist im Wesentlichen auf die weiter steigenden Investitionen in die Klärwerke, Abwasserpumpwerke und die Wasserwerke zurückzuführen, wo in den kommenden Jahren mehrere Großprojekte realisiert werden. Auch die
Investitionen in das Abwasserdruckleitungsnetz werden in den nächsten Jahren deutlich
erhöht.

Wasserverkauf wächst witterungsunabhängig
Die Arbeitsgruppe „Trinkwasserbedarfsprognose/Schmutzwasseranfallsprognose 2016 2030“, welche die Entwicklung des Wasserbedarfs auf der Grundlage der Bevölkerungsprognose 2016 bis 2030 der Senatsverwaltung
für Stadtentwicklung und Wohnen aus dem
Jahr 2016 untersuchte, hat ihre Arbeit fortgesetzt. Der spezifische Trinkwasserbedarf hat
sich tendenziell infolge des Klimawandels leicht
erhöht. Der Anstieg durch Zuzug von Geflüchteten wird gegenüber der ursprünglichen Planung aufgrund der oben genannten Bevölkerungsprognose der Senatsverwaltung stark reduziert. Weiterhin zeigt der Trend der letzten
Jahre einen Anstieg der Verbräuche von Gewerbe und Industrie. Insgesamt ergibt sich eine leichte Steigerung im Zeitverlauf bis 2020,
welche sich auch in den Folgejahren fortsetzen
soll. Der hohe Wasserverkauf 2018 aufgrund
des außergewöhnlich langen und trockenen
Sommers wurde dabei nicht in Betracht gezogen.
Investitionen vorrangig in Netze und Klärwerke
Die Investitionsplanung bis 2020 erfolgt auf
der Grundlage der investitions- und unternehmensstrategischen Ziele der Berliner Wasserbetriebe und ist so der Garant für die gezielte Entwicklung der Assets. Dabei wurden die
aktuelle Bevölkerungsentwicklung und Wasserbedarfsprognosen berücksichtigt. Insgesamt
planen die Berliner Wasserbetriebe für den
Zeitraum 2019 und 2020 Investitionen in Höhe
von 425,0 Mio. € bzw. 464,7 Mio. €. Unter Berücksichtigung des Einmal-Effekts durch den
Rückkauf der Unternehmenszentrale erhöhen
sich die Investitionen (eigene und Drittinvesti-

In die Investitionsplanung sind die Ergebnisse
neuer bzw. weiterentwickelter Strategien (Rehabilitationsstrategie für das Trinkwasserverteilungsnetz, Brunnenerneuerungskonzept,
mittelfristige Erweiterungs- und Rehabilitationsstrategie für Abwasserdruckleitungen, Strategie zur Entwicklung der Klärwerke und Kanalsanierungsstrategie) sowie die Investitionen
aus bereits laufenden Projekten eingeflossen.
Wirtschaftliche Entwicklung
Grundsätzlich sind alle erwarteten Kostenänderungen über die Kalkulation abgedeckt und
in den Tarifen berücksichtigt. Die Personalplanung ab 2019 ist geprägt von einem Sollplanstellen- und einem damit verbundenen Personalaufbau. Im Zuge des Aufbaus wurde von allen Organisationseinheiten die Wirtschaftlichkeit nachgewiesen oder durch zusätzliche Vakanzen kompensiert. In der Personalplanung
wurde bis 2020 der aktuelle Tarifabschluss für
die Beschäftigten berücksichtigt. Die IT-Kosten
der Berliner Wasserbetriebe steigen vor allem
aufgrund der Vorhaben zur Digitalisierung. Der
Materialaufwand bildet gestiegene Preise im
Netzbau und zusätzliche Maßnahmen für den
Brandschutz auf den Werken und Betriebsstellen ab.
Der für 2018 geltende Verordnungszinssatz
von 5,1 % wurde in der verabschiedeten Planung für 2019 auf 4,9% und für 2020 auf 4,7%
abgesenkt. Das geplante EBIT liegt 2019 bei
260,7 Mio. € und 2020 bei 288,7 Mio. €. Das
Finanzergebnis verbessert sich aufgrund geringerer und zinsgünstigerer Darlehensaufnahmen 2018 sowie niedrigerer Planzinssätze ab
25

2019. Insgesamt entsteht 2019 nach Steuern
und Rücklagenbildung eine geringere Gewinnabführung an das Land Berlin als in 2018.
Des Weiteren wird für 2019 mit einer leicht
steigenden Ausbildungsquote von 7,3 %, in
2020 auf 7,2 % gerechnet.
3.1.2 Konzern
Die Berliner Stadtwerke GmbH und ihre Tochtergesellschaften werden sich zusammen mit
den neu gegründeten Tochtergesellschaften
auch in den folgenden Jahren auf die Projektentwicklung und das Angebot von aus Erneuerbaren Energien gewonnenen Strom für alle
Berliner*innen fokussieren. Die Projektentwicklung wird sich auf Windenergieprojekte,
Photovoltaik und Mieterstromprojekte sowie
Blockheizkraftwerke konzentrieren.
Die bestehenden Kooperationen mit Wohnungsbaugesellschaften in Berlin werden ausgebaut und erweitert. Dies kann zu einer signifikanten Anzahl von Projekten in den Bereichen Photovoltaik und Blockheizkraftwerke
führen. Daneben wird auch eine Zusammenarbeit mit den Berliner Bezirken entwickelt.
3.2. Berichterstattung über wesentliche
Chancen und Risiken
Chancen- und Risikomanagement-System
Mit dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz
im Unternehmensbereich, insbesondere dem
§ 91 Abs. 2 Aktiengesetz, werden Unternehmen aufgefordert, geeignete Maßnahmen zu
treffen wie insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten, um den Fortbestand der
Gesellschaften gefährdende Entwicklungen
früh erkennen zu können. Darüber hinaus leitet sich für die Berliner Wasserbetriebe die
Pflicht, ein funktionsfähiges Risikomanagement
zu betreiben, aus dem Berliner BetriebeGesetz und damit einhergehend aus dem Corporate Governance Kodex der Berliner Wasserbetriebe ab. Das Risikomanagement der
Berliner Wasserbetriebe betrachtet dabei neben Risiken auch Chancen. Ziel des Risikoma26

nagements ist es, Entwicklungen und deren
Auswirkungen für die Berliner Wasserbetriebe
frühzeitig zu erkennen, zu identifizieren und
geeignete Maßnahmen zur Steuerung der Risiken und Chancen einzuleiten. Vor allem sollen
zukünftige Ereignisse und Entwicklungen aus
dem Umfeld des Unternehmens identifiziert
und gesteuert werden, die wesentliche Auswirkungen auf den Ver- und Entsorgungsauftrag haben können. Hierbei umfasst das Risikomanagement der Berliner Wasserbetriebe
nur die Muttergesellschaft, wobei Einflüsse aus
den Konzerngesellschaften berücksichtigt sind.
Risiken und Chancen der einzelnen Gesellschaften des Konzerns der Berliner Wasserbetriebe werden in diesen Gesellschaften erkannt
und gesteuert.
Der Prozess des Chancen- und Risikomanagements orientiert sich dabei an den Grundelementen des Prüfungsstandard IDW PS 981. Alle
erfassten Chancen und Risiken basieren auf
Ereignissen und Entwicklungen, die Einfluss auf
die Ziele der Berliner Wasserbetriebe haben.
Dabei können Chancen zu einer positiven und
Risiken zu einer negativen Zielabweichung führen. Die Chancen und Risiken wurden aus dem
Tagesgeschäft und in Workshops identifiziert
und durch Fachexperten und Führungskräfte
analysiert und bewertet. Zu allen erkannten
Chancen und Risiken wurden zielgerichtete
Reaktionen und Maßnahmen abgeleitet, um
die langfristige Sicherung des Unternehmens,
insbesondere der Wasserversorgung und der
Abwasserentsorgung im Land Berlin, zu gewährleisten.
Die Ausgestaltung und Methodik wie auch die
Berichterstattung an den Vorstand wird durch
das zentrale Risikomanagement im Bereich
Corporate Governance wahrgenommen. Das
dezentrale Risikomanagement mit den Aufgaben der Identifikation, Bewertung und Steuerung sowie die Berichterstattung an das zentrale Risikomanagement wird durch die einzelnen Organisationseinheiten wahrgenommen.
Die folgende Abbildung stellt die Ablauforganisation schematisch dar:

Auswirkung

Verkürzte Aufzählung der Bewertungskriterien

(Schadensausmaß)

Für Berichterstattungszwecke an Vorstand und
Aufsichtsrat werden Chancen und Risiken halbjährlich zum 31. März und 30. September in
Form einer Risikoinventur erhoben. Neue
Chancen und Risiken werden u.a. im Wege von
dezentralen Workshops identifiziert, analysiert
und bewertet, sowie bestehende Chancen und
Risiken regelmäßig überprüft. Die Durchführung der Workshops wie auch die einzelnen
Chancen und Risiken werden dezentral dokumentiert. Die Chancen und Risiken werden
hierbei in Form von zentral vorgegebenen
Steckbriefen beschrieben. Ad-hoc-Meldungen
bei plötzlich auftretenden Risiken ergänzen die
Berichterstattung an das zentrale Risikomanagement.

Geringfügige negative Auswirkungen auf:
- Geschäftstätigkeit *)
gering
- Haftung
- Reputation
- Finanzen (≥ 2,5 Mio. € Einzelrisiko)
Kurzzeitige negative Auswirkungen auf:
- Geschäftstätigkeit *)
mittel
- Haftung
- Reputation
- Finanzen (≥ 5 Mio. € Einzelrisiko)
Spürbare negative Auswirkungen auf
- Geschäftstätigkeit *)
hoch
- Haftung
- Reputation
- Finanzen (≥ 10 Mio. € Einzelrisiko)
Gravierende negative Auswirkungen auf:
- Geschäftstätigkeit *)
sehr hoch
- Haftung
- Reputation
- Finanzen (≥ 20 Mio. € Einzelrisiko)
*)
Ver- und Entsorgungssicherheit

Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit
kleiner 10 % werden im Risikomanagement
nicht behandelt. Für diese Risiken sind wirtschaftlich angemessene Maßnahmen kaum
abbildbar, daher sind sie Bestandteil des Krisenmanagements und werden entsprechend in
der vorliegenden Berichterstattung nicht berücksichtigt.

Risikobewertung und Risikosteuerung
Bewertungsmethodik
Alle identifizierten Risiken werden nach einer
Brutto-Netto-Methode bewertet. Hierbei sind
für die Bruttobewertung ggf. bereits existierende Maßnahmen zur Risikobeherrschung
bewusst auszublenden, die in der Nettobewertung enthalten sind und die Eignung, Funktionsfähigkeit und Überwachung dieser Maßnahmen berücksichtigen. Für die Bewertung
der Risiken werden die Ausprägungen „Eintrittswahrscheinlichkeit“ und „Auswirkung“
herangezogen. Dabei gelten folgende finanzielle und nicht-finanzielle Beurteilungsmaßstäbe:

Eintrittswahrscheinlichkeit

Beschreibung

selten

≥10 %-30 %

unwahrscheinlich

>30 %-50 %

wahrscheinlich

>50 %-70 %

sehr wahrscheinlich

>70 %

Durch die Bewertung der Risiken nach den
vorgenannten Ausprägungen „Auswirkung
(Schadensausmaß)“ und „Eintrittswahrscheinlichkeit“ wird der Erwartungswert der Risiken
gemäß der unten aufgezeigten Grafik in „geringes Risiko“, „mittleres Risiko“, „hohes Risiko“ und „sehr hohes Risiko“ kategorisiert.

27

Risiken und Chancen Berliner Wasserbetriebe
Übersicht Risikoportfolio
Im Folgenden werden die Brutto- und Nettorisiken einschließlich der Bewertungskriterien
aufgezeigt und in operative, strategische,
rechtliche und sonstige Risiken unterteilt:
Risiken (aggregierte Darstellung)
Wesentliche Bewertungskriterien

Operative Risiken:
Betriebliche Infrastruktur
Geschäftstätigkeit / Haftung
Cyberkriminalität
Geschäftstätigkeit
Demografische Entwicklung
Geschäftstätigkeit
Einflüsse auf Rohwasserqualität
Geschäftstätigkeit / Reputation
Klimawandel
Geschäftstätigkeit
Strategische Risiken:
Wasserwerk Johannisthal
Finanzen
Rechtsrisiken:
Kartellrecht, laufende Verfahren, Haftung
Finanzen / Haftung / Reputation
Sonstige Risiken:
Berliner Stadtwerke GmbH
Reputation / Finanzen

Erwartungswert
(Brutto-Risiko)

sehr hoch

Erwartungswert
(Netto-Risiko)

Investitionen

hoch

hoch

Investitionen und Maßnahmen nach
Branchenstandard B3S

mittel

hoch

Demografie- und Rekrutierungsstrategie

mittel

sehr hoch

Investitionen

hoch

hoch

Investitionen

gering

sehr hoch

Masterplan Wasser, Investitionen

mittel

sehr hoch

Prozessführung, Investitionen,
Richtlinien

hoch

Ausbau Geschäftsfelder,
operative Einsparungen

mittel

hoch

Grundlage für die vorgenannten reduzierten
Nettorisiken bilden die durch das Management
ergriffenen und umgesetzten Maßnahmen.
Diese sind den Risiken zugeordnet. Im Folgenden sind die Risiken und ausgewählte Maßnahmen zu den Risiken dargestellt:
Betriebliche Infrastruktur
Im Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungssystem Berlins kann es immer wieder
durch unterschiedliche externe Entwicklungen
zu Beeinträchtigungen der betrieblichen Infrastruktur kommen. Zu diesen externen Entwicklungen zählen z. B. die Beeinträchtigung von
strategischen Leitungsabschnitten, eine mögliche bakteriologische Beeinträchtigung der
Trinkwasserqualität im Trinkwasserverteilungsnetz und in den Wasserwerken, die Verschlechterung des Anlagenzustandes durch
„Betonkrebs“ wie auch die Verknappung von
Mitverbrennungskapazität bzw. das „Verbot“
der Mitverbrennung von Klärschlamm. Die Anlagen zur Wasserversorgung- und Abwasser
entsorgung werden durch stetige betriebliche
28

Maßnahmen

Veränderung
ggü. Vorjahr

neu

und infrastrukturelle Maßnahmen, wie z.B.
Strategien und Investitionen verbessert. Das
Qualitätsmanagement, die dazugehörigen Kontrollen und die Qualitätssicherung werden fortlaufend weiter entwickelt. Schulungen und
Sensibilisierungen der Beschäftigten sowie Zutritts- und Berechtigungskonzepte ergänzen
das Portfolio an Maßnahmen.
Cyberkriminalität
Cyberkriminalität ist ein Bestandteil der modernen vernetzten Gesellschaft. Die Komplexität der IT-Systeme ermöglicht den Eingriff in
komplexe Systeme, ohne dass dieser gleich erkannt wird. Durch die Manipulation von ITSystemen kann es zu Beeinträchtigungen in der
Versorgungs- und Entsorgungssicherheit kommen. Hierzu wurde ein Branchenspezifischer
Sicherheitsstandard „B3S“ entwickelt und mit
konkreten Maßnahmen zum präventiven
Schutz umgesetzt.

Demografische Entwicklung
Die Herausforderung, geeignete Fachkräfte
und Auszubildende zu finden, um die Wasserver- und Abwasserentsorgung in Berlin mit hoher Qualität sicherstellen zu können, wird immer größer. Zur langfristigen Sicherung wurde
eine Demografiestrategie „Fit for Change“ wie
auch eine Rekrutierungsstrategie erarbeitet
und befindet sich derzeit in Umsetzung. Systematische Schulungs-, Weiterbildungs- und
Qualifikationsprogramme für die Beschäftigten
ergänzen diese Maßnahmen und werden regelmäßig durchgeführt.
Einflüsse auf Rohwasserqualität
Die Rohwasserqualität wird auch durch die Güte der Oberflächengewässer Berlins beeinflusst. Vor allem organische Spurenstoffe und
Sulfat haben einen Einfluss auf die Trinkwasserqualität. Diesen Entwicklungen wird mit Investitionen aus z.B. einer Spurenstoffstrategie
begegnet. Zusätzlich wird auf politischer Ebene
und mit den Behörden der Länder Berlin und
Brandenburg ein intensiver und konstruktiver
Dialog geführt.
Klimawandel
Infolge des Klimawandels kann es immer häufiger zu extremen Wetterereignissen kommen.
Hierzu zählen langanhaltende Trockenperioden
wie auch Starkregenereignisse. Nach starken
Regenfällen werden Schadstoffe aus Straßen
und Haushalten über die Mischkanalisation in
die Berliner Gewässer geleitet. Zur Reduzierung werden verschiedene Investitionen, wie
z.B. in Regenspeicherbecken und Stauräume
im Kanal umgesetzt.
Wasserwerk Johannisthal
In Abstimmung mit dem Land Berlin wurde
festgelegt, den Standort des Wasserwerks
Johannisthal als Vorhaltegebiet für den Mehrbedarf einer wachsenden Stadt zu nutzen. Aktuell werden die dafür notwendigen Voraussetzungen geprüft. Hierzu zählen die Ausweisung von Schutzzonen, die Planung und Regenerierung von Brunnen und die Eignung einer
naturnahen Trinkwasseraufbereitung. Die weitere Vorgehensweise wird mit den Behörden
des Landes Berlin abgestimmt. Für die Berliner

Wasserbetriebe würden sich Mehrinvestitionen in Höhe von ca. 60 Mio. € ergeben.
Kartellrecht, laufende Verfahren und Haftung
Das Kartellverwaltungsverfahren gegen die
Berliner Wasserbetriebe wurde mit Abschluss
eines öffentlich-rechtlichen Vergleichsvertrages mit dem Bundeskartellamt beendet. Dennoch könnten sich weitere Einflüsse auf die Tarifgestaltung ergeben. Ebenso könnten sich
Einflüsse auf den Tarif aus laufenden Verfahren ergeben. Mit der Einhaltung der Kalkulationsvorschriften, der Genehmigung durch eine
Preisprüfungsbehörde und juristischen Rechtsberatungen kann dem entgegengewirkt werden. Laufende Verfahren werden durch eine
geeignete Verfahrensführung gesteuert und
durch entsprechende Vertragsgestaltungen
minimiert. Haftungsrisiken wie z.B. aus der EUDatenschutzgrundverordnung, Tax-Compliance
und Wirtschaftskriminalität wird durch Richtlinien, neu implementierte Managementsysteme und Prüfungen z.B. durch die Interne Revision entgegengewirkt.
Das Bundeskartellamt führt derzeit ein Verfahren wegen des Verdachts wettbewerbsbeschränkender Absprachen von Tiefbauunternehmen durch. Neben anderen Berliner Versorgern werden auch die Berliner Wasserbetriebe grundsätzlich als Geschädigte geführt. In
dem Verfahren geht es im Kern um den Vorwurf angeblicher wettbewerbsbeschränkender
Absprachen im Zusammenhang mit Angeboten
von Tiefbauleistungen für die Berliner Wasserbetriebe und eine angebliche Beteiligung von
Beschäftigten der Berliner Wasserbetriebe an
solchen Absprachen. Die Untersuchung dauert
noch an.
Im Rahmen des Jahres- und Konzernabschlusses zu berücksichtigende Auswirkungen ergeben sich nach derzeitigem Kenntnisstand aus
dem Vorgang nicht.
Über die Risiken der Berliner Wasserbetriebe
hinaus ist die Berlinwasser Unternehmensgruppe Risiken aus der Berliner Stadtwerke
GmbH und ihrer Tochtergesellschaften ausgesetzt.
29

Berliner Stadtwerke GmbH
Die Mittelfristplanung der Berliner Stadtwerke
GmbH weist Ziele bezüglich der rechtzeitigen
Entwicklung von Projekten und damit der Anzahl Kunden sowie der Erreichung hoher
Marktanteile bei öffentlichen Auftraggebern
aus. Bei einer schwächeren wirtschaftlichen
Entwicklung als in der Mittelfristplanung oder
bei einer Veränderung der zur Bewertung heranzuziehenden Kapitalkosten könnte sich die
Notwendigkeit der Korrektur des Buchwertes
der Berliner Stadtwerke GmbH in der Bilanz
der Berliner Wasserbetriebe ergeben.
Chancen
(in alphabetischer Reihenfolge)

Erwartungswert
(Brutto-Chance)

Eine mögliche Abwertung hätte neben finanziellen Auswirkungen eine hohe Auswirkung auf
die Reputation der Berlinwasser Unternehmensgruppe.
Bestandsgefährdende Risiken waren aufgrund
der Risikoinventuren im Geschäftsjahr 2018
nicht erkennbar.
Übersicht Chancenportfolio
Chancen werden analog zu den Risiken bewertet und gesteuert. Im Folgenden werden ausgewählte wesentliche Chancen dargestellt:
Maßnahmen

Erwartungswert
(Netto-Chance)

Veränderung
ggü. Vorjahr

neu

CO2 Bilanz Berlin

hoch

Klimaschutzvereinbarung, e-Mobility,
Regenwasseragentur, EnergieeffizienzNetzwerk

hoch

Smart City

mittel

Projektentwicklungen

hoch

Wachsende Stadt - erhöhter Trinkwasserabsatz

hoch

Steuerung, Anlagenauslastung der Werke

hoch

Wärme aus Abwasser

mittel

Kooperationen

hoch

CO2 Bilanz Berlin
Durch effiziente Nutzung von Energie, optimierte Abläufe und die Eigenproduktion erneuerbarer Energie können der CO2-Ausstoß
trotz aufwendiger Prozesse z.B. der Abwasseraufbereitung reduziert werden. Darüber hinaus kann mit der Berliner Stadtwerke GmbH
die Energiewende unterstützt werden.
Smart City
Mit der Gestaltung und Unterstützung Berlins
auf dem Weg zur Smart City kann durch zukunftsweisende Konzepte und Projekte Leistungen effizient, im Sinne zukünftiger Generationen und zum Umwelt- und Klimaschutz, erbracht werden.
Wachsende Stadt
Der Bevölkerungsanstieg von Berlin steht im
direkten Zusammenhang mit der Trink- und
Abwassermenge. Bei einem weiteren Anstieg
kann mit einem erhöhten Trinkwasser- und
Abwasserumsatz gerechnet werden.

30

Wärme aus Abwasser
Mit der Wärmegewinnung aus Abwasser kann
das Leistungsspektrum durch neue, attraktive
Dienstleistungen ausgebaut und ein nachhaltiger Beitrag zum Ressourcenschutz erreicht
werden.

4. Erklärung in entsprechender
Anwendung des § 161 Aktiengesetz
Vorstand und Aufsichtsrat haben auf der
Grundlage des Corporate Governance Kodex
der Berliner Wasserbetriebe in der Fassung
vom 3. Dezember 2018 eine Erklärung in entsprechender Anwendung des § 161 Aktiengesetz abgegeben; diese Erklärung wurde über
das Internet zugänglich gemacht.
Berlin, 6. Februar 2019
Berliner Wasserbetriebe

31

Bilanz der Berliner Wasserbetriebe,
Anstalt öffentlichen Rechts, Berlin
zum 31. Dezember 2018

Aktivseite
31.12.2018
€
A.

Anlagevermögen

I.

Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Geschäfts- oder Firmenwert
Geleistete Anzahlungen

1.
2.
3.
II.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
III.
1.
2.
3.

Sachanlagen
Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten
Grundstücke mit Wohnbauten
Grundstücke ohne Bauten
Bauten auf fremden Grundstücken
Wassergewinnungs- und -aufbereitungsanlagen
Wasserverteilungsanlagen
Abwasserkanäle und -druckrohre
Abwasserförderungsanlagen
Abwasserreinigungsanlagen
Sonstige technische Anlagen und Maschinen
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
Beteiligungen
Mitgliedschaften in Zweckverbänden

B.

Umlaufvermögen

I.

Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
Unfertige Leistungen

1.
2.
II.
1.
2.
3.
4.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
Sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2018
€

31.12.2017
T€

509.712.614,87

90.970
440.435
5.371

5.820.950.909,78

381.764
9.712
16.854
5.214
157.660
928.143
3.329.195
59.394
296.856
11.964
39.841
366.255

33.878.000,00
3.186.564,88
3.304.402,23

40.368.967,11

33.878
3.187
3.304

11.767.024,54
14.203.368,16

25.970.392,70

10.757
12.246

82.402.595,77
424.097.673,27
3.212.345,83

479.507.775,74
18.072.442,98
16.254.207,31
5.466.491,26
154.853.170,44
926.942.751,13
3.305.163.548,23
55.437.090,96
288.368.209,14
13.202.742,49
38.511.912,57
519.170.567,53

872.804.093,19
168.169,91
0,00
18.633.501,51

835.428
46

891.605.764,61

8
22.127

III.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

1.625.229,05

117.982

C

Rechnungsabgrenzungsposten

4.788.827,80

2.858

D.

Aktive latente Steuern

4.725.099,85

9.165

7.299.747.805,77

7.190.614

32

Passivseite
31.12.2018
€
A.
I.
II.
III.
IV.

Eigenkapital
Stammkapital
Kapitalrücklage
Gewinnrücklagen
Bilanzgewinn

B.

Sonderposten aus Zuschüssen mit Gegenleistungsverpflichtung

1.
2.

Sonderposten aus sonstigen Finanzierungen des Anlagevermögens
Baukostenzuschüsse

C.
1.
2.
3.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Steuerrückstellungen
Sonstige Rückstellungen

31.12.2018
€

31.12.2017
T€
749.221

749.221.000,00
32.684.000,00
838.096.927,42
111.729.086,40

1.731.731.013,82

32.684
756.196
59.612

575.057.072,42
122.368.511,96

697.425.584,38

560.173
126.625

210.008.783,59

9.972
2.050
107.900

Rückstellungen

D.

Verbindlichkeiten

1.
2.
3.
4.
5.
6.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
Sonstige Verbindlichkeiten

E.

Rechnungsabgrenzungsposten

F.

Passive latente Steuern

10.712.182,00
2.610.978,27
196.685.623,32

3.160.222.954,25
808.887.236,02
31.810.659,83
22.834,47
154.238,43
591.026.792,44

3.296.243
818.698
23.380
46

4.592.124.715,44

72
563.597

233.357,15

12.307

68.224.351,39

71.838

7.299.747.805,77

7.190.614

33

Gewinn- und Verlustrechnung der Berliner Wasserbetriebe,
Anstalt öffentlichen Rechts, Berlin
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

1.1.-31.12.2018
€
1. Umsatzerlöse
a) Wasserverkauf
b) Abwasserentsorgungsleistungen
c) Auflösung Sonderposten aus Zuschüssen mit
Gegenleistungsverpflichtung
d) Hausanschlüsse
e) Sonstige Umsatzerlöse

4. Sonstige betriebliche Erträge

66.743.261,16
98.589.621,25
74.193.124,36

7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
9. Erträge aus Beteiligungen
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

34.994
9.626
27.802

1.099.529

905

51.785.246,33

49.848

36.865.841,20
1.240.584.083,06

16.981
1.167.263

239.526.006,77

65.279
94.009
69.409

228.697

245.950
321.201.223,72

64.023

309.973

299.649.869,67

294.826

94.084.792,00
954.461.892,16

88.346
921.842

20.585,91
3.837.203,35

T€

-33.174,48

255.870.860,12
65.330.363,60

T€
335.612
691.495

34.614.876,54
11.229.986,71
29.409.495,11 1.151.966.170,01

3. Andere aktivierte Eigenleistungen

6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung

€

383.207.594,33
693.504.217,32

2. Verminderung (i.Vj. Erhöhung) des Bestands an unfertigen
Leistungen

5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für
bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen und Abwasserabgabe
c) Grundwasserentnahmeentgelt

1.1.-31.12.2017

23
3.857.789,26

4.505

4.528

11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

79.096.425,00

108.340

12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

10.428.486,70

-966

200.455.068,46

142.575

14. Sonstige Steuern

6.824.621,79

7.451

15. Jahresüberschuss

193.630.446,67

135.124

81.901.360,27

75.512

111.729.086,40

59.612

13. Ergebnis nach Steuern

16. Einstellung in andere Gewinnrücklagen
17. Bilanzgewinn

34

Anhang der Berliner Wasserbetriebe für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum
31. Dezember 2018

1. Allgemeine Angaben
Die Berliner Wasserbetriebe sind im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRA 30951 B eingetragen.
Der Jahresabschluss der Berliner Wasserbetriebe zum 31. Dezember 2018 wurde nach
den Vorschriften des Publizitätsgesetzes in
Verbindung mit § 18 Berliner Betriebe-Gesetz
(BerIBG) und nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die vorgeschriebene
Gliederung wurde durch Einfügung einzelner
Posten der besonderen Struktur der Berliner
Wasserbetriebe angepasst (§ 265 Abs. 5 HGB).
So wird ein sachgerechter Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ermöglicht.
Die Klarheit und Übersichtlichkeit der Bilanz
und der Gewinn- und Verlustrechnung wird
dadurch nicht beeinträchtigt. Die Gewinn- und
Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
Bei den Berliner Wasserbetrieben unterliegt
der Betriebsteil Wasserversorgung der Steuerpflicht nach § 1 Abs. 1 Nr. 6 in Verbindung mit
§ 4 Körperschaftsteuergesetz. Hingegen ist der
Betriebsteil Abwasserentsorgung nach
§ 4 Abs. 5 Körperschaftsteuergesetz nicht
steuerbar, soweit es sich bei der Entsorgungsleistung um hoheitliche Aufgaben (Kunden in
Berlin) handelt. Die Entsorgungsleistung für
Kunden im Umland ist steuerpflichtig.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
maßgebend:

Die immateriellen Vermögensgegenstände und
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder
Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Soweit erforderlich, erfolgt eine Abschreibung auf den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert.
Die Bewertung der entgeltlich erworbenen
immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt
zu Anschaffungskosten unter Abzug linearer
Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen auf Software liegen seit 2003 nicht
mehr die steuerlichen Abschreibungstabellen
zugrunde, sondern die von den Berliner Wasserbetrieben geschätzte betriebsgewöhnliche
Nutzungsdauer, die zwischen drei und zehn
Jahren beträgt.
Die Aktivierung der persönlich beschränkten
Dienstbarkeiten erfolgte nach technischer und
kaufmännischer Bewertung der zu erwartenden Entschädigungsverpflichtungen aufgrund
der Bestimmungen des § 9 Grundbuchbereinigungsgesetz in Verbindung mit der
Sachenrechtsdurchführungsverordnung. Es regelt insbesondere die Dienstbarkeiten von Versorgungsunternehmen an nicht öffentlichen
Grundstücken sowie die hierfür an den jeweiligen Grundstückseigentümer zu gewährenden
Ausgleichszahlungen. Die aktivierten Dienstbarkeiten in Höhe von 62.296 T€ (Vorjahr:
62.274 T€) werden unter den immateriellen
Vermögensgegenständen ausgewiesen und
planmäßig nicht abgeschrieben.
Aus der Beendigung der Stillen Gesellschaft Betriebsteil Abwasserentsorgung- wurde zum
1. Januar 2015 ein Geschäfts- oder Firmenwert
(der im Wesentlichen den Kundenstamm betrifft) bilanziert. Da das Geschäft der Berliner
Wasserbetriebe als langfristig gesichert angesehen werden kann, wird die Nutzungsdauer
des Geschäfts- oder Firmenwertes mit 30 Jahren eingeschätzt. Diese Nutzungsdauer orientiert sich dabei an der durchschnittlichen Restnutzungsdauer der Sachanlagen der Berliner

35

Wasserbetriebe im Betriebsteil Abwasserentsorgung.
Aus dem Erwerb der Betriebsteile „Landschaftsplanung“ und „Projektsteuerung“ von
der p2m berlin GmbH wurde zum 5. Dezember
2017 ein Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Die Nutzungsdauer beträgt 15 Jahre. Prägende Faktoren der Bestimmung der Nutzungsdauer sind die Bestandsdauern der übernommenen Arbeitsverhältnisse, die erwartete
Dauer der Tätigkeit der wichtigsten Mitarbeiter
und die erwartete Dauer der Wettbewerbsfähigkeit des vorhandenen Wissens.
Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen
enthalten gemäß Wahlrecht § 255 Abs. 2 HGB
neben den direkt zurechenbaren Kosten auch
angemessene Teile der Kosten der allgemeinen
Verwaltung und der betrieblichen Altersversorgung. Soweit es sich um kreditfinanzierte
Erweiterungsinvestitionen handelt, werden,
gemäß Wahlrecht § 255 Abs. 3 HGB, Zinsaufwendungen, soweit sie auf den Zeitraum der
Herstellung entfallen, aktiviert. Die planmäßige
Abschreibung auf Sachanlagen erfolgt grundsätzlich linear. Geringwertige Wirtschaftsgüter,
deren Anschaffungskosten 250 € nicht übersteigen, werden in voller Höhe als Aufwand erfasst. Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten der einzelnen Wirtschaftsgüter
250 €, aber nicht 1.000 € übersteigen, wurde
ein Sammelposten gebildet. Dieser wird im
Wirtschaftsjahr der Bildung und den folgenden
vier Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Die Festlegung
der jeweiligen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und der daraus resultierenden
Abschreibungssätze erfolgt in Anlehnung an
die vom Bundesfinanzministerium veröffentlichten Abschreibungstabellen unter Berücksichtigung betriebsinterner Abweichungen.
Bei den Finanzanlagen sind Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und die
Mitgliedschaften in Zweckverbänden mit den
Anschaffungskosten, einschließlich etwaiger
Anschaffungsnebenkosten, bilanziert. Soweit
es zu dauerhaften Wertminderungen kommt,

36

werden Abschreibungen auf den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.
Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu fortgeschriebenen Durchschnittspreisen bewertet. Am Bilanzstichtag wird dem
Niederstwertprinzip Rechnung getragen. Die
unfertigen Leistungen werden mit den direkt
zurechenbaren Anschaffungskosten sowie neben den aktivierungspflichtigen Gemeinkosten,
gemäß Wahlrecht § 255 Abs. 2 HGB, auch mit
angemessenen Teilen der Kosten der allgemeinen Verwaltung und der betrieblichen Altersversorgung bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert.
Die Berliner Wasserbetriebe ermitteln ihre
Umsätze und Forderungen, wie branchenüblich, anhand einer rollierenden Jahresverbrauchsabrechnung, so dass es zu einer Jahresverbrauchsabgrenzung kommt. Die für das
Geschäftsjahr von den Kunden erhaltenen,
noch nicht verrechneten Abschlagsbeträge
sind als erhaltene Anzahlungen ausgewiesen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert
bewertet. Für zweifelhafte Forderungen sind
Einzelabwertungen vorgenommen worden. Bei
den verbleibenden Forderungen ist eine Pauschalwertberichtigung abgesetzt, welche dem
allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko Rechnung
trägt.
Die flüssigen Mittel (Kassenbestand, Guthaben
bei Kreditinstituten) werden zum Nennbetrag
bewertet.
Aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der am Stichtag abzugrenzenden Beträge angesetzt.
Die Sonderposten aus sonstigen Finanzierungen des Sachanlagevermögens sind nach handelsrechtlichen Grundlagen gebildet und werden linear entsprechend den Nutzungsdauern
der bezuschussten Anlagengegenstände aufgelöst. Die mit Investitionen zur Verbesserung
der Ablaufwerte von Klärwerken erstatteten

Abwasserabgaben werden passiviert und im
Jahr des Zugangs mit 2,5 %, ansonsten mit
5,0 % jährlich aufgelöst.
Von Kunden erhaltene Baukostenzuschüsse
werden passiviert und mit jährlich 5,0 % ertragswirksam aufgelöst. Für Zugänge des Geschäftsjahres erfolgt eine Auflösung in Höhe
von 2,5 %.
Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach versicherungsmathematischen
Grundsätzen und unter Beachtung des HGB.
Als Bewertungsmethode wurde, in Anlehnung
an die internationalen Standards, die Projected
Unit Credit Method (PUC-Methode) verwendet. Bei der Ermittlung wurde der Rechnungszinssatz in Höhe von 3,21 % (Vorjahr: 3,67 %)
gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung bei einer pauschalen Restlaufzeit von
15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB seit
dem 31. Dezember 2016 mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen
zehn Geschäftsjahre berücksichtigt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die
Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck
verwendet. Zukünftig erwartete Anwartschaftstrends (2,5 %) und Rententrends (2,0 %)
werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen
berücksichtigt. Die Effekte aus der Änderung
des Abzinsungssatzes werden im Zinsergebnis
ausgewiesen.
Bei den vor dem 1. Januar 1987 erteilten, nicht
bilanzierten Pensionszusagen wurde das Wahlrecht gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 1 EGHGB in
Anspruch genommen. Die Bewertung erfolgt
analog zu den bilanzierten Pensionszusagen.
Die Rückstellungen für Altersteilzeit sind auf
Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen gemäß der Stellungnahme des Institutes der Wirtschaftsprüfer vom 19. Juni
2013 in Verbindung mit dem HGB in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes
passiviert. Bei der Ermittlung wurde der Rechnungszinssatz in Höhe von 2,32 % (Vorjahr:
2,8 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung bei einer pauschalen Restlaufzeit von
15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB be-

rücksichtigt. Zukünftig erwartete Entgelttrends
(2,5 %) werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Als biometrische
Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln
2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Zuführungen zu den hier enthaltenen Aufstockungsbeträgen des Arbeitgebers mit Abfindungscharakter werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen abgebildet.
Die Bewertung der Jubiläumsrückstellungen erfolgt nach versicherungsmathematischen
Grundsätzen und unter Beachtung des HGB.
Als Bewertungsmethode wurde in Anlehnung
an die internationalen Standards ebenfalls die
PUC-Methode verwendet. Als biometrische
Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln
2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet.
Für die Einleitung von vorgereinigtem Abwasser ist eine Abwasserabgabe an die Länder
Berlin und Brandenburg durch die Berliner
Wasserbetriebe zu entrichten. Die Abgabe wird
gemäß Abwasserabgabengesetz jährlich festgesetzt. Für ausstehende Festsetzungsbescheide
werden Rückstellungen gebildet.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe
des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist.
Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen
werden berücksichtigt, sofern ausreichende
objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr
als einem Jahr werden gemäß
§ 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit
entsprechenden Zins gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst und
nach der Bruttomethode gebucht.
Die Berliner Wasserbetriebe erheben gemäß
§ 16 BerlBG vom 14. Juli 2006, zuletzt geändert
am 8. Mai 2018, Gebühren für die in § 3
BerlBG genannten Tätigkeiten. Die Tarife sind
dabei jeweils für einen Kalkulationszeitraum
dergestalt zu bemessen, dass das veranschlagte Entgeltaufkommen die voraussichtlichen

37

Kosten deckt (§ 16 Abs. 1 BerlBG). Kostenüberund Kostenunterdeckungen werden durch eine
Nachkalkulation für den dem laufenden Kalkulationszeitraum vorangehenden Kalkulationszeitraum ermittelt. Damit werden etwaige Abweichungen von den zum Zeitpunkt der Tarifgenehmigung angenommenen Kosten ermittelt. Die Tarifkunden dürfen nur mit den tatsächlich entstandenen Kosten belastet werden.
Kostenüberdeckungen am Ende eines Kalkulationszeitraums sind nach § 16 Abs. 6 BerlBG
unter Berücksichtigung einer Verzinsung gemäß § 247 BGB innerhalb von zwei Kalkulationszeiträumen auszugleichen. Kostenunterdeckungen sind ebenfalls innerhalb von zwei Kalkulationszeiträumen auszugleichen. Der Kalkulationszeitraum beinhaltet aktuell zwei Geschäftsjahre. Zum Ende eines Geschäftsjahres
entstandene Überdeckungen werden während
des Kalkulationszeitraumes als Rückstellungen
ausgewiesen. Überdeckungen aus abgeschlossenen Kalkulationsperioden werden als Verbindlichkeiten bilanziert.
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.
Latente Steuern werden für sich in folgenden
Geschäftsjahren voraussichtlich abbauende
Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen
und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie für gewerbesteuerliche Verlustvorträge ermittelt. Eine sich ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als
passive latente Steuer, eine sich ergebende
Steuerentlastung als aktive latente Steuer angesetzt. Die sich ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern sind unsaldiert angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens, einschließlich der Abschreibungen im Berichtsjahr 2018, ist im Anlage-

38

spiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage 2 beigefügt ist.
Nach dem Rahmenvertrag zwischen den Berliner Wasserbetrieben und dem Land Berlin
über die Straßenentwässerung vom 1. Juli
1999 trägt das Land Berlin die Kosten für den
Bau und die Erweiterung der Straßenentwässerungsanlagen. Dies gilt auch in Bezug auf die
Kosten der Sicherung von Leitungsrechten der
Berliner Wasserbetriebe durch Belastung der
Grundstücke mit entsprechenden Dienstbarkeiten. Die Kosten der Sicherung von Leitungsrechten für Schmutzwasserkanäle und Trinkwasserversorgungsanlagen haben die Berliner
Wasserbetriebe allein zu tragen. Bei sogenannten Mischwasseranlagen - das sind Anlagen, in
denen neben Regenwasser auch Schmutzwasser durchgeleitet und behandelt wird - gilt der
Rahmenvertrag sinngemäß, allerdings mit der
Besonderheit, dass sich das Land Berlin und die
Berliner Wasserbetriebe die Kosten für den
Bau der Anlagen im Verhältnis 60 % (Land
Berlin) zu 40 % (Berliner Wasserbetriebe) teilen. Dies gilt wiederum auch in Bezug auf die
Kosten der Sicherung von Leitungsrechten der
Berliner Wasserbetriebe durch Belastung der
Grundstücke mit entsprechenden Dienstbarkeiten (Ausgleichszahlungen).
Die in den Jahren 1996 und 1997 mit dem verbundenen Unternehmen ImmobilienVermietungsgesellschaft Schumacher GmbH &
Co. Objekt Rolandufer KG (Rolandufer KG) abgeschlossenen Verträge über das Erbbaurecht
und die aufstehenden Gebäude an der Neuen
Jüdenstraße und der Stralauer Straße wurden
von den Berliner Wasserbetrieben zum
31. Dezember 2018 zurückgekauft. Der Rückkaufpreis wurde zum 31. Dezember 2018 bezahlt und wird nun zuzüglich Nebenkosten im
Anlagevermögen der Berliner Wasserbetriebe
bilanziert.
In den Zugängen zu den Anlagen im Bau sind
2.320 T€ (Vorjahr: 1.552 T€) Bauzeitzinsen
enthalten.

Verbundene Unternehmen und Beteiligungen der Berliner Wasserbetriebe sind:
Ort

Kapitalanteil

Eigenkapital

Jahresergebnis

%

T€

T€

Berlin

100,0

21.834

-5.610

Berlin

100,0

134

0

Berlin

100,0

540

0

Windpark Stahnsdorf GmbH & Co. KG

Berlin

100,0

2.942

236

Windenergie Management GmbH & Co. Ladeburg KG2)

Berlin

100,0

551

100

Berlin

98,0

812

-35

Hohen Neuendorf

49,0

7.264

245

Hohen Neuendorf

49,0

152

2

Schönwalde-Glien

49,0

8.332

91

Berlin

25,5

228

-193

Hamburg

8,0

484

55

Berlin

8,5

302

0

Geislingen an der Steige

33,3

26.804

8

Königs Wusterhausen

4 Stimmen

153.939

3.546

Ahrensfelde/Eiche

1 Stimme

8.319

356

Verbundene Unternehmen
Berliner Stadtwerke GmbH
Verbundene Unternehmen der Berliner Stadtwerke GmbH
Berliner Stadtwerke EnergiePartner GmbH1)
1)

Berliner Stadtwerke KommunalPartner GmbH
2)

ARGE BSW-Berolina GbR

2)

Beteiligungen
Wasser Nord GmbH & Co. KG3)
3)

Wasser Nord Verwaltungs GmbH
3)

Klärwerk Wansdorf GmbH

KWB Kompetenzzentrum Wasser Berlin gemeinnützige GmbH3)
aquabench GmbH3)
SBB-Abfallerzeuger GbR

3)

Beteiligungen der Berliner Stadtwerke GmbH
Onshore Bündelgesellschaft 1 GmbH3)
Mitgliedschaften in Zweckverbänden
Märkischer Abwasser- und Wasserzweckverband3)
3)

Wasser- und Abwasserzweckverband Ahrensfelde/Eiche

1) nach Ergebnisabführung auf Grundlage Ergebnisabführungsvertrag
2) Beteiligung der Berliner Stadtwerke GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin
3) Eigenkapital/Jahresergebnis 2017

Entsprechend dem Corporate Governance
Kodex der Berliner Wasserbetriebe werden
die Namen und Beteiligungshöhen aller Gesellschafter der genannten Unternehmen in
der Anlage 1 zum Anhang aufgeführt.
Umlaufvermögen
Von den Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen haben 85 T€ (Vorjahr: 65 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Unter den Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen werden zum 31. Dezember

2018 Forderungen gegen den Gewährträger in Höhe 2.715 T€ (Vorjahr: 11.740 T€)
ausgewiesen.
Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 545 T€ (Vorjahr: 573 T€) eine
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Aktive latente Steuern
Die aktiven latenten Steuern in Höhe von
4.725 T€ wurden für Bewertungsunterschiede in den Bilanzposten Vorräte
(190 T€) und Rückstellungen (3.204 T€) gebildet. Mit der Beendigung der Stillen Gesellschaft entstand für die Berliner Wasserbetriebe - Betriebsteil Wasserversor-gung ein nutzbarer und vortragsfähiger gewerbesteuerlicher Verlustvortrag. Die latenten
Steuern auf diesen Verlustvortrag (1.331

39

T€) werden voraussichtlich im nächsten
Jahr in Anspruch genommen. Der Berechnung der latenten Steuer liegen ein Gewerbesteuersatz von 14,35 % und ein Körperschaftsteuersatz von 15,825 % zugrunde.
Insgesamt ergibt sich folgende Entwicklung.
in T€

Bestand aktive
latente Steuern

Bestand
1.1.2018

9.165

Zugang

Abgang

Bestand
31.12.2018

685 -5.125

4.725

Eigenkapital
In ihrer Sitzung am 5. Juni 2018 hat die Gewährträgerversammlung beschlossen, den
Bilanzgewinn 2017 in Höhe von
59.612 T€ (Vorjahr: 92.107 T€) an das Land
Berlin auszuschütten.
Kapitalrücklage
Im Zusammenhang mit der Gründung der
Berliner Stadtwerke GmbH haben die Berliner Wasserbetriebe vom Land Berlin bis
zum 31. Dezember 2018 insgesamt zweckgebundene Zuzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von 32.684 T€ erhalten. In
gleicher Höhe haben die Berliner Wasserbetriebe zweckgebundene Zuzahlungen in die
Kapitalrücklage der Berliner Stadtwerke
GmbH geleistet.
Andere Gewinnrücklagen
Gemäß Umlaufbeschluss der Gewährträgerversammlung vom 1. Februar 2016 sind
die geschäftsführenden Organe der Berliner
Wasserbetriebe berechtigt, der sogenannten Rücklage für Tilgungen für Darlehen der
Investitionsbank Berlin im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses so lange Beträge zuzuführen, wie Verpflichtungen für
Tilgungsleistungen für die im Zusammenhang mit der Beendigung der Stillen Gesellschaften übernommenen Darlehen der Investitionsbank Berlin bei den Berliner Wasserbetrieben bestehen. Im Geschäftsjahr
2018 wird ein Betrag in Höhe von 33.750 T€
(Vorjahr: 33.729 T€) der Gewinnrücklage im
Betriebsteil Abwasserentsorgung zugeführt.
Dieser Betrag entspricht den Tilgungsleistungen für das Jahr 2019.

40

Weiterhin wurden die geschäftsführenden
Organe mit oben genannten Gewährträgerbeschluss ermächtigt, der sogenannten
Rücklage aus Wiederbeschaffungszeitwerten in jedem Geschäftsjahr Beträge zuzuführen, die auf der in der Tarifkalkulation
berücksichtigten Differenz zwischen den
Abschreibungen auf Basis der historischen
Anschaffungskosten und den Abschreibungen, welche sich auf der Grundlage von
Wiederbeschaffungszeitwerten ergeben,
basiert. Im Geschäftsjahr erfolgte hierfür
eine Zuführung zur Gewinnrücklage in Höhe
von 48.151 T€ (Vorjahr: 41.783 T€).
Rückstellungen
Der Unterschiedsbetrag bei Rückstellungen
für Altersversorgungsverpflichtungen nach
§ 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der
Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren gegenüber sieben Geschäftsjahren
beträgt 1.572 T€. Für gemäß Art. 28 EGHGB
nicht in den Rückstellungen für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesene Beträge verbleibt ein nicht dotierter
handelsrechtlicher Wertansatz von
5.918 T€ (Vorjahr: 6.121 T€). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB daraus beträgt 274 T€ (Vorjahr: 284 T€).
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich
wie folgt zusammen:
2018

2017

Nachkalkulation der
Wasser- und Abwassertarife

in T€

96.276

0

Personalaufwendungen

48.233

41.994

Abwasserabgabe

15.891

22.803

Lieferungen und Leistungen

15.871

14.705

Risiken Niederschlagswasser

3.734

0

Risiken Betriebsprüfung

3.224

13.446

Grundwasserentnahmeentgelt

2.625

4.773

Berufsgenossenschaft

2.889

3.281

Risiken Schadenersatz

2.038

0

Übrige sonstige Rückstellungen

5.905

6.898

196.686

107.900

Sonstige Rückstellungen

Aufgrund der am 31. Dezember 2018 nicht
abgeschlossenen Tarifkalkulationsperiode
2018/2019 wird am Stichtag eine Rückstellung in Höhen von 96.276 T€ bilanziert. Die
Verpflichtungen aus der Nachkalkulation
der Wasser- und Abwassertarife für die abgeschlossenen Tarifkalkulationsperioden
werden in den sonstigen Verbindlichkeiten
ausgewiesen.
Verbindlichkeiten
Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten kann der folgenden Aufstellung entnommen werden:
in T€

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
(Vorjahr)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
(Vorjahr)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Gesamt

bis 1 Jahr

von 1 bis
5 Jahre

über
5 Jahre

3.160.223

641.818

880.155

1.638.250

(3.296.244)

(671.049) (1.082.750) (1.542.445)

808.887

808.887

0

0

(818.697)

(818.697)

(0)

(0)

31.811

31.798

13

0

(23.380)

(23.345)

(35)

(0)

23

23

0

0

(Vorjahr)

(46)

(46)

(0)

(0)

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht

154

154

0

0

(Vorjahr)

(72)

(72)

(0)

(0)

591.027

120.466

305.446

165.115

(Vorjahr)

(563.597)

(136.812)

(218.496)

(208.289)

Gesamt

4.592.125

1.603.146

1.185.614

1.803.365

(Vorjahr)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Sonstige Verbindlichkeiten

(Vorjahr)

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind
Verbindlichkeiten aus Steuern (5.638 T€,
Vorjahr: 5.103 T€) ausgewiesen. Am Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten im
Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von
19 T€ (Vorjahr: 8 T€). Des Weiteren sind
hier Verbindlichkeiten gegenüber dem Gewährträger in Höhe von 2.464 T€ (Vorjahr:
912 T€) bilanziert.
Passive latente Steuern
Mit der Beendigung der Stillen Gesellschaft
-Betriebsteil Wasserversorgung- haben die
Berliner Wasserbetriebe den Anteil der Berlinwasser Holding GmbH (49,9 %) an der
Personengesellschaft „Stille Gesellschaft“
erworben. Dadurch erhielten die Berliner

(4.702.036) (1.650.021) (1.301.281) (1.750.734)

Wasserbetriebe -Betriebsteil Wasserversorgung- neben dem steuerlichen Kapitalkonto
auch ein Auseinandersetzungsguthaben.
Aus Sicht der Berliner Wasserbetriebe
-Betriebsteil Wasserversorgung- führte dies
zum Beendigungszeitpunkt steuerlich zu
negativen Anschaffungskosten in Höhe von
249.787 T€. In der Steuerbilanz wurden diese negativen Anschaffungskosten durch eine Abstockung des Anlagevermögens des
Betriebsteils Wasserversorgung berücksichtigt. Dementsprechend wurden passive latente Steuern zum Beendigungszeitpunkt
gebildet (am 31. Dezember 2018:
61.831 T€). Die Verteilung des Abstockungsbetrages erfolgt über 19 Jahre, da
dies die durchschnittliche Nutzungsdauer
der Sachanlagen im Betriebsteil Wasserver-

41

sorgung widerspiegelt. Daraus ergeben
sich, für steuerliche Zwecke, geringere Abschreibungen ab dem 1. Januar 2015. Darüber hinaus wurden passive latente Steuern
für sonstige Bewertungsunterschiede im
Anlagevermögen (6.393 T€) gebildet. Der
Berechnung der latenten Steuer liegen ein
Gewerbesteuersatz von 14,35 % und ein
Körperschaftsteuersatz von 15,825 % zugrunde. Insgesamt ergibt sich folgende
Entwicklung:
in T€

Bestand
1.1.2018

Zugang

Abgang

Bestand
31.12.2018

71.838

361 -3.975

68.224

Bestand passive
latente Steuer

Berliner Wasserbetrieben zum
31. Dezember 2018 zurückgekauft. Der
Rückkaufpreis wurde zum 31. Dezember
2018 bezahlt und wird nun zuzüglich Nebenkosten im Anlagevermögen der Berliner
Wasserbetriebe bilanziert.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Umsatzerlöse
in T€

Trinkwasserverkauf
Trinkwasser Berlin
Trinkwasser Umland

Bürgschaften

Abwasserentsorgungsleistungen

Gesamt
davon gegenüber
verbundenen Unternehmen

T€

davon
gesichert

11.010

-

10.454

-

Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaften, für die Bürgschaften ausgereicht
wurden, zeigt, dass mit einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften aktuell nicht
zu rechnen ist.

Bestellobligo für Investitionen
Rückkaufverpflichtung
Unternehmenszentrale
Miet- und Leasingverträge
Nicht bilanzierte
Rückbauverpflichtungen
Konsortialfinanzierung
Klärwerk Wansdorf GmbH
Gesamt
davon mit verbundenen
Unternehmen

Niederschlagswasserentgelt
Entgelt für die Entwässerung
öffentlicher Straßen und Plätze
Sonstige Abwasserentsorgungsleistungen
Auflösung Sonderposten aus
Zuschüssen mit Gegenleistungsverpflichtung

2018

2017

442.556

293.443

0

118.062

20.195

26.099

4.863

725

12

207

467.626

438.536

0

134.684

2017

335.612

380.087

333.094

3.120

2.518

693.504

691.495

444.282

431.357

26.897

27.498

137.769

138.025

80.610

89.656

3.946

4.959

34.615

34.994

Hausanschlüsse

11.230

9.626

Sonstige Umsatzerlöse

29.410

27.802

1.151.966 1.099.529

davon periodenfremde
Umsatzerlöse

Die in den Jahren 1996 und 1997 mit dem
verbundenen Unternehmen ImmobilienVermietungsgesellschaft Schumacher
GmbH & Co. Objekt Rolandufer KG
(Rolandufer KG) abgeschlossenen Verträge
über das Erbbaurecht und die aufstehenden Gebäude in der Neuen Jüdenstraße
und der Stralauer Straße wurden von den

42

Schmutzwasser Umland

Umsatzerlöse Gesamt

Sonstige finanzielle Verpflichtungen
in T€

Schmutzwasser Berlin

2018

383.207

7.029

2.571

Die periodenfremden Umsatzerlöse resultieren aus der rollierenden Abrechnung der
Umsätze aus dem Wasserverkauf und der
Abwasserentsorgungsleistungen.
Sonstige betriebliche Erträge
Periodenfremde Erträge sind aus der Auflösung von Rückstellungen (11.355 T€; Vorjahr: 5.560 T€), aus sonstigen neutralen Erträgen aus Umsatzsteuererstattungen
(1.207 T€; Vorjahr: 1.593 T€) und aus Erträgen aus der Auflösung nicht mehr benötigter Wertberichtigungen auf Forderungen
(475 T€; Vorjahr: 271 T€) entstanden. Das
Landesamt für Umwelt Brandenburg, Abteilung Wasserwirtschaft, erließ in 2016 Festsetzungsbescheide für 2015 und Vorjahre

über die Abwasserabgabe für das Einleiten
von verschmutztem Niederschlagswasser.
In 2018 wurden die Bescheide teilwiderrufen sowie den Widersprüchen stattgegeben. Daraus sind periodenfremde sonstige
betriebliche Erträgen in Höhe von
20.935 T€, davon 2.249 T€ in den Erträgen
aus der Auflösung von Rückstellungen erfasst.
Personalaufwand
Im Personalaufwand sind insgesamt Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe
von 16.136 T€ (Vorjahr: 16.013 T€) enthalten.
Beschäftige im Jahresdurchschnitt

Beschäftigte

2018

2017

4.334

4.320

davon weibliche Beschäftigte

1.362

1.339

davon männliche Beschäftigte

2.972

2.981

248

240

Auszubildende

Sonstige betriebliche Aufwendungen
Periodenfremde Aufwendungen sind aus
Verlusten aus Anlageabgängen in Höhe von
5.056 T€ (Vorjahr: 2.392 T€) entstanden.
Weiterhin sind periodenfremde Aufwendungen für anteilig nicht abzugsfähige Vorsteuer in Höhe von 955 T€ (Vorjahr:
5.367 T€) im Zusammenhang mit Feststellungen aus der Betriebsprüfung entstanden.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
setzen sich wie folgt zusammen:
2018

2017

Mieten, Pachten, Leasing, Gebühren und Beiträge

in T€

25.462

25.318

Sondernutzungsentgelt

16.278

16.278

IT-Pflege, -Wartung und Unterstützung

8.366

7.962

Zuschlämm- und Abbruchkosten

7.390

3.561

Verluste aus Anlagenabgang

5.056

2.392

in T€

2018

2017

4.729

4.615

3.923

4.035

3.551

3.387

Werbe-, Insertionskosten

3.522

3.298

Aufwendungen für Altersteilzeit

3.498

2.573

Versicherungen

2.808

2.761

Risiken Schadensersatz

Telekommunikation, Porto, Frachten und ähnliche Aufwendungen
Tagungsgelder, Reisekosten,
Bewirtungen
Prüfungs- und Beratungskosten,
Gutachten

2.038

0

Risiken aus Betriebsprüfung

955

5.367

Bürobedarf, Drucksachen

807

914

Sonstige soziale Aufwendungen

690

519

Abschreibungen auf Forderungen

654

1.112

4.358

4.254

94.085

88.346

6.011

7.759

Übrige sonstige Aufwendungen
Sonstiger betrieblicher Aufwand
Gesamt
davon periodenfremde Aufwendungen

Zinsergebnis
Für die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen sind Zinsaufwendungen in Höhe
von 2.371 T€ (Vorjahr: 1.995 T€) entstanden. Darüber hinaus sind Zinserträge aus
Steuererstattungen in Höhe von 3.363 T€
(Vorjahr: 3.203 T€) und Zinsaufwendungen
aus Steuernachzahlungen in Höhe von
804 T€ (Vorjahr: 5.099 T€) angefallen.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultieren in Höhe von 826 T€ aus latenten Steueraufwendungen (Vorjahr:
1.602 T€; latente Steuererträge). Darüber
hinaus sind periodenfremde Steuererstattungen in Höhe von 4.634 T€ (Vorjahr:
6.932 T€) entstanden.
Bilanzgewinn
Der Bilanzgewinn in Höhe von 111.729 T€
(Vorjahr: 59.612 T€) soll an das Land Berlin
ausgeschüttet werden.

43

5. Weitere Anhangsangaben
Organe
Vorstand
Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing. Jörg Simon

Vorsitzender/Technik

Dipl.-Kfm. Frank Bruckmann

Finanzen

Dipl.-Betriebsw. (FH) Kerstin Oster

Personal und Soziales

Aufsichtsrat
Vertreter der Anteilseigner
Ramona Pop

Vorsitzende des Aufsichtsrates
Senatorin der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und
Betriebe des Landes Berlin

Erika Jaeger

Immobilienökonom (ebs), selbständige Beraterin

Dr. Matthias Kollatz

Senator für Finanzen des Landes Berlin

Bärbel Nehring-Kleedehn

Diplom-Volkswirtin, Landesministerin a. D.

Ingeborg Neumann

Geschäftsführende Gesellschafterin der
Peppermint.Holding GmbH

Prof. Dr. Barbara Praetorius

Professorin für Nachhaltigkeit, Umwelt- und Energieökonomie
und -politik der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin,
Mitglied ab 31. Januar 2018

Stefan Tidow

Staatssekretär der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und
Klimaschutz

Christine Wolff

Diplom-Geologin, selbständige Unternehmensberaterin

Vertreter der Arbeitnehmer
Lutz Neetzel

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates
Vorsitzender des Personalrates Abwasserentsorgung,
Berliner Wasserbetriebe

Roland Jäschke

Vorsitzender des Personalrates Wasserversorgung,
Berliner Wasserbetriebe

Karsten Kretschmer

1. stellvertretender Vorsitzender des Personalrates
Hauptverwaltung, Berliner Wasserbetriebe

Karsten Malareck

Vorsitzender des Gesamtpersonalrates,
Berliner Wasserbetriebe

44

Aufsichtsrat
Birgit Richlitzki

Diplom-Ingenieurin (FH), Berliner Wasserbetriebe

Sabine Thonke

Architektin, Gesamtfrauenvertreterin,
Berliner Wasserbetriebe

Elke Wittstock

Leiterin des Wasserwerkes Friedrichshagen,
Berliner Wasserbetriebe

Doro Zinke

DGB-Bundesvorstand, Abteilung Internationale und
europäische Gewerkschaftspolitik

Beirat
Jan Eder

Vorsitzender des Beirates
Hauptgeschäftsführer Industrie- und Handelskammer zu Berlin

Jörg Franzen

Vorstandsvorsitzender GESOBAU AG, Berlin

Heiko Glawe

Regionsgeschäftsführer Berlin, Deutscher Gewerkschaftsbund

Helmut Kleebank

Bezirksbürgermeister Spandau

Dr. Brigitta Kauers

Sprecherin des Kundenbeirates der Berliner Wasserbetriebe,
Rentnerin

Stefan Richter

Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Zukunft Berlin

Dr. Michaela Schmitz

Bevollmächtigte Wasserwirtschaft Bundesverband der
Energie- und Wasserwirtschaft e.V., Berlin

Michael Schröder

Geschäftsführender Inhaber Orca Affairs GmbH, Berlin

Reiner Wild

Geschäftsführer Berliner Mieterverein

Axel Wunschel

Rechtsanwalt, Berlin
Mitglied bis 22. Februar 2018

Gewährträgerversammlung
Dr. Matthias Kollatz

Senator für Finanzen des Landes Berlin
Vorsitzender der Gewährträgerversammlung

Ramona Pop

Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin

Regine Günther

Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin

45

Aufwendungen für Organe
Aufteilung der Vorstandsbezüge 2018 ( § 18 Abs. 6 BerlBG und § 285 Nr. 9a
HGB)
in €

Gehälter (Jahreseinkommen)
(Vorjahr)
Leistungs- und erfolgsabhängige variable Bezüge
auf der Grundlage von Zielvereinbarungen
(Vorjahr)
Pauschale/Zulage
(Vorjahr)
Abfindungsbetrag
(Vorjahr)
Gewinnbeteiligung
(Vorjahr)
Aufwandsentschädigung
(Vorjahr)
Versicherungsentgelte
(Vorjahr)

Simon,
Jörg

Bruckmann,
Frank

Oster,
Kerstin

Gesamt

252.000,00

202.000,00

205.000,00

659.000,00

(227.000,00)

(202.000,00)

(165.000,00)

(594.000,00)

124.600,00

124.600,00

111.250,00

360.450,00

(150.960,00)

(125.460,00)

(110.000,00)

(386.420,00)

0,00

0,00

0,00

0,00

(0,00)

(0,00)

(0,00)

(0,00)

0,00

0,00

0,00

0,00

(0,00)

(0,00)

(0,00)

(0,00)

0,00

0,00

0,00

0,00

(0,00)

(0,00)

(0,00)

(0,00)

0,00

0,00

0,00

0,00

(0,00)

(0,00)

(0,00)

(0,00)

19.144,64

20.898,14

11.781,82

51.824,60

(17.198,42)

(18.823,35)

(11.096,86)

(47.118,63)

Provisionen und Nebenleistungen jeder Art

10.355,00

11.524,32

7.200,00

29.079,32

(Vorjahr)

(9.155,00)

(11.439,76)

(10.200,00)

(30.794,76)

Gesamt

406.099,64

359.022,46

335.231,82

1.100.353,92

(404.313,42)

(357.723,11)

(296.296,86)

(1.058.333,39)

(Vorjahr)

Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder

2018
T€

2017
T€

Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder

392

377

Bezüge Hinterbliebene eines ehemaligen Geschäftsleiters und eines ehemaligen Vorstandsmitglieds

128

121

Höhe der Pensionsrückstellung

6.720

6.417

Gesamt

7.240

6.915

Aufteilung der Beiratsvergütung 2018
Die Beiratsmitglieder erhalten folgende individuelle Gesamtvergütung*):
Mitglieder des Beirates

2018
€

2017
€

Jan Eder (Vorsitzender)

550,00

550,00

Jörg Franzen

550,00

550,00

Heiko Glawe

550,00

550,00

Helmut Kleebank

550,00

550,00

Aufteilung der Aufsichtsratsvergütung 2018
(§ 18 BerlBG)
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für das
Geschäftsjahr folgende individuelle Gesamtvergütung*):
Mitglieder des Aufsichtsrates

2018
€

2017
€

Ramona Pop

10.000,00

9.150,68

Lutz Neetzel

9.500,00

9.500,00

Dr. Brigitta Kauers

550,00

37,67

Stefan Richter

550,00

550,00

Ingeborg Neumann

8.500,00

8.500,00

550,00

Erika Jaeger

8.000,00

8.000,00

8.000,00

8.000,00

Dr. Michaela Schmitz

550,00

Michael Schröder

550,00

550,00

Bärbel Nehring-Kleedehn

Reiner Wild
Axel Wunschel
(Mitglied bis 22. Februar 2018)
Michael Henkel
(Mitglied bis 15. Oktober 2017)

550,00

550,00

Roland Jäschke

8.000,00

8.000,00

Karsten Kretschmer

8.000,00

8.000,00

Elke Wittstock
Prof. Dr. Barbara Praetorius
(Mitglied ab 31. Januar 2018)
Dr. Matthias Kollatz

8.000,00

8.000,00

7.101,37

0,00

6.000,00

6.093,15

Gesamt
*)

Ausweis der Beträge ohne Umsatzsteuer

46

79,86

550,00

0,00

432,47

5.029,86

5.420,14

Mitglieder des Aufsichtsrates

2018
€

2017
€

Christine Wolff

6.000,00

6.000,00

Karsten Malareck

6.000,00

6.000,00

Birgit Richlitzki

6.000,00

6.000,00

Sabine Thonke

6.000,00

6.000,00

Stefan Tidow

6.000,00

5.243,84

Doro Zinke

6.000,00

6.000,00

0,00

509,59

0,00

8.000,00

0,00

509,59

Henner Bunde
(Mitglied bis 31. Januar 2017
Axel Ensinger
(Mitglied bis 31. Dezember 2017)
Christian Gaebler
(Mitglied bis 31. Januar 2017)
Gesamt
*)

117.101,37 117.506,85

Ausweis der Beträge ohne Umsatzsteuer

Vergütung der Mitglieder der Gewährträgerversammlung 2018
Die Gewährträgerversammlung wird vom
Senat bestellt. Ihr gehören jeweils ausschließlich Mitglieder des Senats an. Es werden keine Vergütungen für die Tätigkeit
durch die Berliner Wasserbetriebe geleistet.

Nachtragsbericht
Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres
sind nicht eingetreten.
Erklärung in entsprechender Anwendung des
§ 161 Aktiengesetz
Vorstand und Aufsichtsrat haben auf der
Grundlage des Corporate Governance Kodex
der Berliner Wasserbetriebe eine Erklärung
in entsprechender Anwendung des § 161
Aktiengesetz abgegeben; diese Erklärung
wurde über das Internet dauerhaft zugänglich gemacht.

Berlin, 6. Februar 2019
Berliner Wasserbetriebe

Honorare des Abschlussprüfers
Die Angaben sind entsprechend § 285 Nr. 17
HGB im Konzernabschluss der Berliner
Wasserbetriebe enthalten.

Simon

Bruckmann

Oster

Konzernverhältnisse
Die Berliner Wasserbetriebe stellen als
Muttergesellschaft für den größten und den
kleinsten Kreis einen Konzernabschluss auf,
der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

47

Anlage 1 zum Anhang
Name und Beteiligungshöhe aller Gesellschafter von mittelbaren und unmittelbaren
Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen der Berliner Wasserbetriebe

Beteiligungshöhe
%

Nominalkapital
€

100,0

25.000,00

Berliner Stadtwerke EnergiePartner GmbH

100,0

25.000,00

Berliner Stadtwerke KommunalPartner GmbH

100,0

25.000,00

BWB Rekom Verwaltungs GmbH

100,0

25.000,00

Windenergie Management GmbH & Co. Ladeburg KG

100,0

1.000,00

Windpark Stahnsdorf GmbH & Co. KG

100,0

250.000,00

50,0

200,00

50,0

200,00

Verbundene Unternehmen der Berliner Wasserbetriebe:
Berliner Stadtwerke GmbH
Verbundene Unternehmen der Berliner Stadtwerke GmbH:

Beteiligungen der Windpark Stahnsdorf GmbH & Co. KG:
Windpark Stahnsdorf Ruhlsdorf Kopfstation GmbH & Co. OHG
Windpark Stahnsdorf GmbH & Co. KG
FP Lux Wind GmbH & Co. Ruhlsdorf KG
ARGE BSW-Berolina GbR
Berliner Stadtwerke GmbH

Einlage in die GbR
98,0

785.000,00

Berolina Solar GmbH & Co. KG

1,0

8.000,00

BeSo Service GmbH & Co. KG

1,0

8.000,00

Beteiligungen der Berliner Stadtwerke GmbH:
Onshore Bündelgesellschaft 1 GmbH

Nominalkapital

Berliner Stadtwerke GmbH

33,3

10.000,00

Alb-Elektrizitätswerk Geislingen-Steige eG

16,7

5.000,00

3 SG Windparkbeteiligungsgesellschaft mbH

16,7

5.000,00

Stadtwerke Sindelfingen GmbH

16,7

5.000,00

KomKo Wing GmbH

16,7

5.000,00

-

-

Berliner Wasserbetriebe

49,0

1.002.132,08

Stadt Hohen Neuendorf

24,2

494.930,54

Zweckverband Fließtal

19,0

388.581,83

7,8

159.523,07

Berliner Wasserbetriebe

49,0

14.700,00

Stadt Hohen Neuendorf

24,2

7.260,00

Zweckverband Fließtal

19,0

5.700,00

7,8

2.340,00

49,0
15,4
12,8
12,2
6,4
4,2

637.000,00
200.200,00
166.400,00
158.600,00
83.200,00
54.600,00

Beteiligungen der Berliner Wasserbetriebe:
Wasser Nord GmbH &. Co. KG
Komplementärin
Wasser Nord Verwaltungs GmbH
Kommanditisten

Gemeinde Glienicke/Nordbahn
Wasser Nord Verwaltungs GmbH

Gemeinde Glienicke/Nordbahn
Klärwerk Wansdorf GmbH
Berliner Wasserbetriebe
Stadt Oranienburg
Stadt Hennigsdorf
Stadt Falkensee
Stadt Velten
Trink-und Abwasserzweckverband Glien

48

Name und Beteiligungshöhe aller Gesellschafter von mittelbaren und unmittelbaren
Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen der Berliner Wasserbetriebe

Beteiligungshöhe
%

Nominalkapital
€

Technologiestiftung Berlin

50,0

7.850,00

Berliner Wasserbetriebe

25,5

8.150,00

Berlinwasser Holding GmbH

24,5

8.150,00

AV Aggerwasser GmbH

13,0

6.500,00

Emscher Gesellschaft für Wassertechnik mbH

KWB Kompetenzzentrum Wasser Berlin gemeinnützige GmbH

aquabench GmbH
13,0

6.500,00

Berliner Wasserbetriebe

8,0

4.000,00

Hamburger Stadtentwässerung

8,0

4.000,00

Hanse Wasser Bremen GmbH

8,0

4.000,00

Landeshauptstadt Düsseldorf, Stadtentwässerungsbetrieb Düsseldorf

8,0

4.000,00

Landeshauptstadt München, Münchner Stadtentwässerung

8,0

4.000,00

Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband (OOWD)

8,0

4.000,00

Stadtentwässerungsbetriebe Köln

8,0

4.000,00

Stadtentwässerung Dresden GmbH

8,0

4.000,00

Stadt Zürich -Entsorgung + Recycling Zürich

8,0

4.000,00

aquabench GmbH

2,0

1.000,00

SBB-Abfallerzeuger GbR

Einlage in die GbR

Verband der Chemischen Industrie (VCI) Landesverband Nordost

23,3

71.580,86

Vattenfall GmbH

17,0

51.129,19

Bayer Pharma AG

14,8

44.482,39

Berliner Wasserbetriebe

8,5

25.564,59

Siemens AG

8,5

25.564,59

Vattenfall Europe Mining AG

8,5

25.564,59

VDMA Landesverband OST

7,3

21.985,55

Umweltverbände Berlin Brandenburg

3,4

10.225,84

BASF-Schwarzheide GmbH

1,7

5.112,92

PCK Raffinerie GmbH

1,7

5.112,92

Prefere Resins GmbH

1,7

5.112,92

Verband Druck und Medien NordOST e.V.

1,7

5.112,92

ZF Friedrichshafen AG

1,7

5.112,92

Beteiligungen der SBB-Abfallerzeuger GbR
Nominalkapital

SBB Sonderabfallgesellschaft Brandenburg/Berlin mbH
SBB Abfallerzeuger GbR

25,0

187.500,00

SBB Entsorgungswirtschaft GmbH

25,0

187.500,00

Land Berlin

25,0

187.500,00

Land Brandenburg

25,0

187.500,00

49

Name und Beteiligungshöhe aller Gesellschafter von mittelbaren und unmittelbaren Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen der Berliner Wasserbetriebe
Mitgliedschaften in Zweckverbänden - Berliner Wasserbetriebe:
Märkischer Abwasser- und Wasserzweckverband

Rücklagen

Gesamt
150.392.673,46
Mitglieder
Berliner Wasserbetriebe, Gemeinde Bestensee, Gemeinde Blankenfelde-Mahlow, Gemeinde Eichwalde, Gemeinde
Heidesee, Stadt Königs Wusterhausen, Gemeinde Krausnick-Groß Wasserburg, Stadt Märkisch Buchholz, Gemeinde
Märkische Heide, Stadt Mittenwalde, Gemeinde Münchehofe, Gemeinde Schönefeld, Gemeinde Schulzendorf, Stadt
Storkow (Mark), Gemeinde Tauche, Gemeinde Unterspreewald, Stadt Wildau, Gemeinde Zeuthen, Stadt Zossen
Verbandsversammlung
Die Verbandsversammlung besteht aus je einem Vertreter der Verbandsmitglieder, wobei jedes Verbandsmitglied je
angefangene 1.000 Einwohner eine Stimme hat. Die Berliner Wasserbetriebe haben einwohnerunabhängig vier
Stimmen
VerbandsEinlagen
Wasser- und Abwasserzweckverband Ahrensfelde/Eiche
versammlung
Mitglieder

50

Berliner Wasserbetriebe

1 Stimme

1.105.521,44

Gemeinde Ahrensfelde

1 Stimme

3.890.010,12

51

Anlagespiegel der Berliner Wasserbetriebe, Anstalt öffentlichen Rechts, Berlin
zum 31. Dezember 2018

in €

Anfangsstand
zum
1.1.2018

Posten des Anlagevermögens
I.

Immaterielle
Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten

-

+/-

5.428.117,89

294.099,21

-7.109.152,08

244.766.321,43

489.283.289,57

0,00

0,00

0,00

489.283.289,57

5.371.511,63

113.614,70

0,00

-2.272.780,50

3.212.345,83

741.396.256,03

5.541.732,59

294.099,21

-9.381.932,58

737.261.956,83

1.181.333.542,85

101.818.161,78

1.304.719,32

19.657.550,46

1.301.504.535,77

31.094.042,40

8.088.751,44

51.913,51

772.007,54

39.902.887,87

24.359.396,22

0,00

525.726,22

0,00

23.833.670,00

14.113.926,76

188.045,02

332,85

521.810,03

14.823.448,96

614.688.550,00

7.777.721,07

1.657.042,57

10.322.264,86

631.131.493,36

2.102.708.154,25

20.046.824,57

2.262.752,04

25.838.977,08

2.146.331.203,86

6.345.056.096,87

30.699.823,39

3.293.533,43

63.831.889,13

6.436.294.275,96

265.298.947,08

1.921.972,66

347.815,66

5.120.647,99

271.993.752,07

1.109.001.430,53

12.392.033,71

7.117.945,08

21.463.350,58

1.135.738.869,74

39.624.019,64

2.246.599,17

274.413,83

1.228.436,19

42.824.641,17

153.196.399,32

9.582.873,19

7.215.860,82

869.031,17

156.432.442,86

366.255.396,38

296.280.524,56

3.121.320,96

-140.244.032,45

519.170.567,53

12.246.729.902,30

491.043.330,56

27.173.376,29

9.381.932,58

12.719.981.789,15

33.878.000,00

0,00

0,00

0,00

33.878.000,00

2. Beteiligungen

3.199.091,53

0,00

0,00

0,00

3.199.091,53

3. Mitgliedschaften in
Zweckverbänden

3.304.402,23

0,00

0,00

0,00

3.304.402,23

3. Geleistete Anzahlungen auf
immaterielle Gegenstände
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts-,
Betriebs-und anderen Bauten
2. Grundstücke mit Wohnbauten
3. Grundstücke ohne Bauten
4. Bauten auf fremden
Grundstücken
5. Wassergewinnungs- und
-aufbereitungsanlagen
6. Wasserverteilungsanlagen
Abwasserkanäle und Druckroh7.
re
8. Abwasserförderungsanlagen
9. Abwasserreinigungsanlagen
10. Sonstige technische Anlagen
und Maschinen
11. Betriebs- und Geschäftsausstattung
12. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
Summe Sachanlagen
III.
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen

Summe Finanzanlagen
GESAMT

52

+

Endstand
zum
31.12.2018

246.741.454,83

2. Geschäfts- oder Firmenwert

II.

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen

40.381.493,76

0,00

0,00

0,00

40.381.493,76

13.028.507.652,09

496.585.063,15

27.467.475,50

0,00

13.497.625.239,74

Anlage 2 zum Anhang

Anfangsstand
zum
1.1.2018

Abschreibungen
im
Geschäftsjahr

Abschreibungen
angesammelte
Abschreibungen
Abgänge

+

-

Umbuchungen

Endstand
zum
31.12.2018

Restbuchwerte
am Ende
am Ende des
des
vorangegangenen
Geschäftsjahres
Geschäftsjahres

+/-

155.771.940,59

7.667.498,77

294.099,21

-781.614,49

162.363.725,66

82.402.595,77

90.969.514,24

48.847.724,79

16.337.891,51

0,00

0,00

65.185.616,30

424.097.673,27

440.435.564,78

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

3.212.345,83

5.371.511,63

204.619.665,38

24.005.390,28

294.099,21

-781.614,49

227.549.341,96

509.712.614,87

536.776.590,65

799.569.611,08

22.260.368,83

558.646,21

725.426,33

821.996.760,03

479.507.775,74

381.763.931,77

21.382.421,22

499.937,18

51.913,51

0,00

21.830.444,89

18.072.442,98

9.711.621,18

7.505.715,68

97.769,72

24.022,71

0,00

7.579.462,69

16.254.207,31

16.853.680,54

8.899.826,22

457.417,67

332,85

46,66

9.356.957,70

5.466.491,26

5.214.100,54

457.028.586,24

20.715.491,26

1.626.086,77

160.332,19

476.278.322,92

154.853.170,44

157.659.963,76

1.174.565.134,43

46.746.264,21

1.923.052,05

106,14

1.219.388.452,73

926.942.751,13

928.143.019,82

3.015.861.165,37

117.956.373,65

2.686.787,31

-23,98

3.131.130.727,73 3.305.163.548,23

3.329.194.931,50

205.905.323,75

10.986.988,36

335.674,98

23,98

216.556.661,11

55.437.090,96

59.393.623,33

812.145.486,66

42.040.779,51

6.818.481,65

2.876,08

847.370.660,60

288.368.209,14

296.855.943,87

27.659.326,40

2.336.533,49

257.223,83

-116.737,38

29.621.898,68

13.202.742,49

11.964.693,24

113.355.576,84

11.546.555,51

6.991.166,53

9.564,47

117.920.530,29

38.511.912,57

39.840.822,48

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

519.170.567,53

366.255.396,38

6.643.878.173,89

275.644.479,39

21.273.388,40

781.614,49

6.899.030.879,37

5.820.950.909,78

5.602.851.728,41

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

33.878.000,00

33.878.000,00

12.526,65

0,00

0,00

0,00

12.526,65

3.186.564,88

3.186.564,88

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

3.304.402,23

3.304.402,23

12.526,65

0,00

0,00

0,00

12.526,65

40.368.967,11

40.368.967,11

6.848.510.365,92

299.649.869,67

21.567.487,61

0,00

7.126.592.747,98

6.371.032.491,76

6.179.997.286,17

53

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Berliner Wasserbetriebe,
Anstalt öffentlichen Rechts, Berlin

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir,
dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen
gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlus-

Prüfungsurteile

ses und des Lageberichts geführt hat.

Wir haben den Jahresabschluss der Berliner
Wasserbetriebe, Anstalt öffentlichen Rechts,
Berlin – bestehend aus der Bilanz zum
31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom
1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie
dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden –
geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Berliner
Wasserbetriebe, Anstalt öffentlichen Rechts,
und des Konzerns (im Folgenden: Lagebericht)
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum
31. Dezember 2018 geprüft.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
•

•

54

entspricht der beigefügte Jahresabschluss
in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis
zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang
mit dem Jahresabschluss, entspricht den
deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung
mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und
Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung
des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres
Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit
diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und
des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und
den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der
den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter ver-

antwortlich für die internen Kontrollen, die sie
in Übereinstimmung mit den deutschen
Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung
als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind
die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.
Des Weiteren haben sie die Verantwortung,
Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind
sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche
Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von
der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in
allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie
als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung
mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die
Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses
der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss
als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt
ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit
den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen
und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine
in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf
der Grundlage dieses Jahresabschlusses und
Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes
Ermessen aus und bewahren eine kritische
Grundhaltung. Darüber hinaus
•

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder
unbeabsichtigter – falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht,
planen und führen Prüfungshandlungen als
Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage
für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das

55

•

•

•

56

Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei
Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten,
da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für
die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für
die Prüfung des Lageberichts relevanten
Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den
gegebenen Umständen angemessen sind,
jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der
Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von
den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die
Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob
eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an
der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls
diese Angaben unangemessen sind, unser
jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren.
Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf
der Grundlage der bis zum Datum unseres
Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Ge-

gebenheiten können jedoch dazu führen,
dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
•

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den
Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob
der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter
Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

•

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen
Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den
zugrunde liegenden Annahmen geben wir
nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

•

Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung
sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Berlin, 6. Februar 2019
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Marqourdt
Wirtschaftsprüfer

Langosch
Wirtschaftsprüfer

57

Konzernbilanz der Berliner Wasserbetriebe,
Anstalt öffentlichen Rechts, Berlin
zum 31. Dezember 2018

Aktiva
31.12.2018
€
A.

31.12.2018
€

31.12.2017
T€

512.237.404,53

90.995
443.054
5.372

5.846.595.094,39

524.042
4.800.285
39.870
371.530

25.000,00
11.981.296,97
3.304.402,23

15.310.699,20

25
12.698
3.304

11.767.024,54
14.203.368,16

25.970.392,70

10.757
12.247

Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
2. Geschäfts- oder Firmenwert
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
2. Technische Anlagen und Maschinen
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
III.
1.
2.
3.

Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
Beteiligungen
Mitgliedschaften in Zweckverbänden

B.

Umlaufvermögen

I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
2. Unfertige Leistungen
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht
3. Forderungen gegen Gesellschafter
4. Sonstige Vermögensgegenstände

82.448.297,27
426.576.761,43
3.212.345,83

519.300.917,29
4.766.597.744,99
38.535.935,55
522.160.496,56

875.583.946,33

837.340

0,00
56,22
19.054.023,61

894.638.026,16

8
1
22.311

11.378.307,63

146.664

III.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

C.

Rechnungsabgrenzungsposten

5.458.157,09

3.416

D.

Aktive latente Steuern

5.976.887,42

9.952

7.317.564.969,12

7.333.870

58

Passiva
31.12.2018
€
A.

Eigenkapital

I.
II.
III.
IV.
V.

Stammkapital
Kapitalrücklage
Gewinnrücklagen
Bilanzgewinn
Nicht beherrschende Anteile

B.

Sonderposten aus Zuschüssen mit Gegenleistungsverpflichtung

1. Sonderposten aus sonstigen Finanzierungen
des Anlagevermögens
2. Baukostenzuschüsse

C.

31.12.2017
T€

749.221.000,00
32.684.000,00
838.096.927,42
100.595.354,75
23.400,00

1.720.620.682,17

749.221
32.684
756.196
53.853
18.368

575.057.072,42
122.368.511,96

697.425.584,38

560.173
126.625

211.725.581,64

9.972
2.053
109.767

Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
2. Steuerrückstellungen
3. Sonstige Rückstellungen

D.

31.12.2018
€

10.712.182,00
2.610.978,27
198.402.421,37

Verbindlichkeiten

1.
2.
3.
4.
5.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
6. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
7. Sonstige Verbindlichkeiten

E.

Rechnungsabgrenzungsposten

F.

Passive latente Steuern

3.183.820.709,35
811.259.015,52
32.004.601,85
437,57

3.434.517
820.420
23.689
1

154.238,43
29.414,42
592.054.451,20

4.619.322.868,34

72
496
563.723

242.982,20

198

68.227.270,39

71.842

7.317.564.969,12

7.333.870

59

Konzerngewinn- und Verlustrechnung der Berliner Wasserbetriebe,
Anstalt öffentlichen Rechts, Berlin
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

1.1.-31.12. 2018
€
1. Umsatzerlöse
a) Wasserverkauf
b) Abwasserentsorgungsleistungen
c) Auflösung Sonderposten aus Zuschüssen
mit Gegenleistungsverpflichtung
d) Hausanschlüsse
e) Stromverkauf
f) Sonstige Umsatzerlöse

335.612
691.495

34.614.876,54
11.229.986,71
5.789.185,67
28.104.633,67

34.994
9.626
3.748
26.343

3. Andere aktivierte Eigenleistungen
4. Sonstige betriebliche Erträge

6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung

1.1.-31.12.2017
T€
T€

383.207.594,33
693.504.217,32

2. Verminderung (i.Vj. Erhöhung) des Bestands an unfertigen Leistungen

5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
c) Grundwasserentnahmeentgelt und Abwasserabgabe

€

69.743.968,86
99.112.488,42
74.193.124,36

1.156.450.494,24

-33.174,48

905

51.918.185,33

50.057

37.237.933,67
1.245.573.438,76

17.082
1.169.862

243.049.581,64

257.322.689,29
65.563.363,03

7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
9. Erträge aus Beteiligungen
10. Erträge aus Verlustübernahme
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

67.094
94.329
69.409

230.832

246.813
322.886.052,32

64.168

310.981

304.387.930,17

299.067

82.931.329,45
953.254.893,58

75.453
916.333

187.252,58

32

56,22

1

3.673.123,32

1.101.818

3.860.432,12

4.352

4.385

85.025.055,37

114.439

9.959.507,03

-1.729

201.194.414,90

145.204

6.825.130,62

7.451

194.369.284,28

137.753

-6.113.594,59

-5.762

18. Konzerngewinn

188.255.689,69

131.991

19. Gewinnvortrag

53.853.299,08

89.481

20. Ausschüttung

-59.612.273,75

-92.107

21. Einstellung in andere Gewinnrücklagen

-81.901.360,27

-75.512

22. Konzernbilanzgewinn

100.595.354,75

53.853

13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
14. Ergebnis nach Steuern
15. Sonstige Steuern
16. Konzernjahresüberschuss
17. Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Konzernjahresüberschuss

60

Konzernkapitalflussrechnung der Berliner Wasserbetriebe,
Anstalt öffentlichen Rechts, Berlin
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

Periodenergebnis
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Erträge aus der Auflösung von Sonderposten aus Zuschüssen
mit Gegenleistungsverpflichtung
Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva,
-/+
die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva,
+/die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge
- Sonstige Beteiligungserträge
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag
-/+ Ertragsteuerzahlung
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens
+ Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens
+ Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis
+ Erhaltene Zinsen
+ Erhaltene Dividenden
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten
- Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten
+ Einzahlungen aus Zuschüssen mit Gegenleistungsverpflichtung
- Gezahlte Zinsen
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens
- Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Veränderung der liquiden Mittel
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode
- Konsolidierungsgedingte Änderungen des Finanzmittelfonds
Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Guthaben bei Kreditinstituten
Jederzeit fällige Kreditverbindlichkeiten
Festgeldanlagen > 3 Monate ab Erwerbszeitpunkt
Finanzmittelfonds am Ende der Periode

2018
T€

2017
T€

+194.369
+304.388
+86.623

+137.753
+299.067
-73.095

-34.615

-34.994

+57.995

-8.249

-22.346

+195.550

+3.800
+81.352
-187
+9.960
-6.973
+674.366
-5.569
+2.145
-384.253
+716
+0
+3.672
+188
-383.101
+7
+340.949
-817.477
+41.046
-88.469
-59.612
-6.292
-589.848
-298.583
+46.664
-19.203
-271.122

-326
+110.088
-33
-1.729
-9.323
+614.709
-5.957
+4.710
-267.394
+504
-1.447
+4.349
+32
-265.203
+22.698
+107.618
-283.413
+23.332
-90.033
-92.107
-6.304
-318.209
+31.297
+15.367
0
+46.664

+11.378
-282.500
0
-271.122

+146.664
0
-100.000
+46.664

61

Konzerneigenkapitalspiegel der Berliner Wasserbetriebe,
Anstalt öffentlichen Rechts, Berlin
für die Zeit vom 1. Januar2017 bis 31. Dezember 2018

Angaben in T€

Stand am 1.1.2017
Einstellung in/ Entnahme aus den Rücklagen
Ausschüttung
Veränderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss
Stand am 31.12.2017
Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen
Einstellung in/Entnahme aus den Rücklagen
Ausschüttung
Veränderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss
Stand am 31.12.2018

Angaben in T€

Stand am 1.1.2017
Einstellung in/Entnahme aus den Rücklagen
Ausschüttung
Veränderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss
Stand am 31.12.2017
Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen
Einstellung in/Entnahme aus den Rücklagen
Ausschüttung
Veränderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss
Stand am 31.12.2018

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Stammkapital

Kapitalrücklage

749.221
0
0
0
0
749.221
0
0
0
0
0
749.221

10.000
22.684
0
0
0
32.684
0
0
0
0
0
32.684

Nicht beherr+/- Auf nicht beschende Antei- herrschende Anle vor Jahresteile entfallende
ergebnis Gewinne/Verluste
19.673
-777
0
0
0
-6.304
14
0
0
5.762
19.687
-1.319
7
0
0
0
0
-6.291
-19.671
1.497
0
6.113
23
0

62

Bilanzgewinn

Eigenkapital

89.481
-75.512
-92.107
0
131.991
53.853
0
-81.901
-59.612
0
188.256
100.596

1.529.385
22.684
-92.107
0
131.991
1.591.953
0
0
-59.612
0
188.256
1.720.597

Eigenkapital

Konzerneigenkapital
Summe

18.896
0
-6.304
14
5.762
18.368
7
0
-6.291
-18.174
6.113
23

1.548.281
22.684
-98.410
14
137.753
1.610.322
7
0
-65.903
-18.174
194.369
1.720.621

T€
33.750
48.151
81.901

T€
33.729
41.783
75.512

Nicht beherrschende Anteile

Die Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen setzt sich wie folgt zusammen:
Gewinnrücklage für Tilgungsleistungen
Gewinnrücklage für Wiederbeschaffungszeitwerte

Andere
Gewinnrücklagen
680.683
75.512
0
0
0
756.195
0
81.901
0
0
0
838.096

Konzernanhang der Berliner Wasserbetriebe für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum
31. Dezember 2018

1. Allgemeine Angaben
Die Berliner Wasserbetriebe sind im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRA 30951 B eingetragen.
Der Konzernabschluss der Berliner Wasserbetriebe wird unter Berücksichtigung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) auf
der Grundlage des § 290 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die vorgeschriebene Gliederung ist durch
Einfügung einzelner Posten der besonderen
Struktur des Konzerns der Berliner Wasserbetriebe angepasst. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren
aufgestellt. Der Konzernabschluss ist in Euro
aufgestellt.

Vermietungsgesellschaft Schumacher GmbH &
Co. Objekt Rolandufer KG (Rolandufer KG) abgeschlossenen Verträge über das Erbbaurecht
und die aufstehenden Gebäude an der Neuen
Jüdenstraße und der Stralauer Straße wurden
von den Berliner Wasserbetrieben zum 31. Dezember 2018 zurückgekauft. Damit sind die
Bedingungen des § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB
(Zweckgesellschaft) für die Rolandufer KG nicht
mehr gegeben und die Gesellschaft wurde zum
31. Dezember 2018 entkosolidiert.
Im Folgenden sind die Auswirkungen der Erstkonsolidierungen und der Entkonsolidierung
dargestellt.
Konzernbilanz
in T€

2. Konsolidierungskreis
Verbundene Unternehmen

Kapitalanteil
Konsolidierungsdirekt indikreis
rekt
%
%

Berliner Stadtwerke GmbH, Ber100,0
lin
Immobilien-Vermietungsgesellschaft Schumacher GmbH
& Co. Objekt Rolandufer KG,
0,0
Berlin
bis 31.Dezember 2018
Windpark Stahnsdorf GmbH &
100,0
Co. KG, Berlin
Windenergie Management
GmbH & Co. Ladeburg KG, Ber100,0
lin
Berliner Stadtwerke Energie100,0
Partner GmbH, Berlin
Berliner Stadtwerke Kommunal100,0
Partner GmbH, Berlin
ARGE BSW Berolina GbR, Berlin

98,0

290 Abs. 2
Nr. 1 HGB
290 Abs. 2
Nr. 4 HGB

Finanzanlagen
Umlaufvermögen

Erstkonsolidierung
BSW
BSW
Energie
KomPartner
munal
Partner

Entkonsolidierung
Rolandufer
KG

Konsolidierung

Konzern

0

0

0

-50

-50

25

25

-19.203

0

-19.153

Aktiva

25

25

-19.203

-50

-19.203

Eigenkapital

25

25

-18.174

-50

-18.174

Rückstellungen

0

0

-8

0

-8

Verbindlichkeiten

0

0

-1.022

0

-1.022

25

25

-19.203

-50

-19.203

Passiva
290 Abs. 2
Nr. 1 HGB
290 Abs. 2
Nr. 1 HGB
290 Abs. 2
Nr. 1 HGB
290 Abs. 2
Nr. 1 HGB
290 Abs. 2
Nr. 1 HGB

Die Berliner Stadtwerke EnergiePartner GmbH
und die Berliner Stadtwerke KommunalPartner
GmbH wurden am 8. Januar 2018 durch die
Berliner Stadtwerke GmbH gegründet. Die
Erstkonsolidierung der Gesellschaften erfolgt
zu diesem Zeitpunkt.

Die Berliner Stadtwerke EnergiePartner GmbH
erzielte während der Konzernzugehörigkeit
Umsatzerlöse in Höhe von 0 T€ und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 35 T€. Die Berliner
Stadtwerke KommunalPartner GmbH erzielte
während der Konzernzugehörigkeit Umsatzerlöse in Höhe von 32 T€ und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 187 T€. Die Auswirkungen auf
die Konzerngewinn- und Verlustrechnung im
Einzelnen sind unwesentlich. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr wird durch die Veränderung des Konsolidierungskreises nicht wesentlich beeinträchtigt.

Die in den Jahren 1996 und 1997 mit dem verbundenen Unternehmen Immobilien63

3. Konsolidierungsgrundsätze
Für die Erstkonsolidierungen wird die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Dabei ergibt sich das Eigenkapital des Tochterunternehmens zum
Zeitpunkt, in dem es Tochterunternehmen geworden ist, aus den beizulegenden Zeitwerten
der in den Konzernabschluss aufzunehmenden
Vermögensgegenstände, Sonderposten, Rückstellungen, Verbindlichkeiten, Rechnungsabgrenzungsposten und latenten Steuern. Die anzusetzenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden unter Berücksichtigung
der ihnen zuzurechnenden stillen Reserven
und Lasten angesetzt. Die Bewertung der
Rückstellungen erfolgt nach § 253 Abs. 1 und 2
HGB, der latenten Steuern nach
§ 274 HGB. Ein verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert bzw.
als passivischer Unterschiedsbetrag ausgewiesen.
Die als Finanzanlagen bilanzierten Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen
wurden wegen untergeordneter Bedeutung für
die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht in den
Konzernabschluss einbezogen, weil ihr Jahresergebnis und/oder ihre Umsatzerlöse weniger
als 1% des Konzernergebnisses bzw. Konzernumsatzes ausmachten.
Bilanzstichtag aller vollkonsolidierten Unternehmen ist der 31. Dezember.
Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie
Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen
den einbezogenen Unternehmen werden eliminiert, Zwischengewinne und Differenzen in
der Schuldenkonsolidierung werden erfolgswirksam verrechnet.
Die funktionale Währung der Berliner Wasserbetriebe ist der Euro.

64

4. Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Die Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder
Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Soweit erforderlich, erfolgt eine Abschreibung auf den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert.
Die Bewertung der entgeltlich erworbenen
immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt
zu Anschaffungskosten unter Abzug linearer
Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen auf Software liegen seit 2003 nicht
mehr die steuerlichen Abschreibungstabellen
zugrunde, sondern die geschätzte betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die zwischen drei
und zehn Jahren beträgt.
Die Aktivierung der persönlich beschränkten
Dienstbarkeiten erfolgte nach technischer und
kaufmännischer Bewertung der zu erwartenden Entschädigungsverpflichtungen aufgrund
der Bestimmungen des § 9 Grundbuchbereinigungsgesetzes in Verbindung mit der
Sachenrechtsdurchführungsverordnung. Es regelt insbesondere die Dienstbarkeiten von Versorgungsunternehmen an nicht öffentlichen
Grundstücken sowie die hierfür an den jeweiligen Grundstückseigentümer zu gewährenden
Ausgleichszahlungen. Die aktivierten Dienstbarkeiten in Höhe von 62.296 T€ (Vorjahr:
62.274 T€) werden unter den immateriellen
Vermögensgegenständen ausgewiesen und
planmäßig nicht abgeschrieben.
Aus der Beendigung der Stillen Gesellschaft Betriebsteil Abwasserentsorgung- wurde zum
1. Januar 2015 ein Geschäfts- oder Firmenwert
(der im Wesentlichen den Kundenstamm betrifft) bilanziert. Da das Geschäft der Berliner
Wasserbetriebe als langfristig gesichert angesehen werden kann, wird die Nutzungsdauer
des Geschäfts- oder Firmenwertes mit 30 Jahren eingeschätzt. Diese Nutzungsdauer orientiert sich dabei an der durchschnittlichen Rest-

nutzungsdauer der Sachanlagen der Berliner
Wasserbetriebe im Betriebsteil Abwasserentsorgung.
Aus dem Erwerb der Betriebsteile „Landschaftsplanung“ und „Projektsteuerung“ von
der p2m Berlin GmbH wurde zum 5. Dezember
2017 ein Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Die Nutzungsdauer beträgt 15 Jahre. Prägende Faktoren der Bestimmung der Nutzungsdauer sind die Bestandsdauern der übernommenen Arbeitsverhältnisse, die erwartete
Dauer der Tätigkeit der wichtigsten Mitarbeiter
und die erwartete Dauer der Wettbewerbsfähigkeit des vorhandenen Wissens.
Bei der Erstkonsolidierung der Windpark
Stahnsdorf GmbH & Co. KG entstand ein Geschäfts- oder Firmenwert, der ab dem Geschäftsjahr 2017 entsprechend der Betriebsgenehmigung der Windkraftanlagen über einen Zeitraum von 20 Jahren abgeschrieben
wird, da diese Windkraftanlagen die wesentliche Geschäftsgrundlage der Windpark Stahnsdorf GmbH &. Co. KG darstellen.
Bei der Erstkonsolidierung der Windenergie
Management GmbH & Co. Ladeburg KG entstand ein Geschäfts- oder Firmenwert, der entsprechend der Nutzungsdauer der Windkraftanlage über einen Zeitraum von 20 Jahren, abgeschrieben wird, da diese Windkraftanlage
die wesentliche Geschäftsgrundlage der Gesellschaft darstellen.
Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen
enthalten gemäß Wahlrecht § 255 Abs. 2 HGB
neben den direkt zurechenbaren Kosten auch
angemessene Teile der Kosten der allgemeinen
Verwaltung und der betrieblichen Altersversorgung. Soweit es sich um kreditfinanzierte Erweiterungsinvestitionen handelt, werden, gemäß Wahlrecht § 255 Abs. 3 HGB, Zinsaufwendungen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, aktiviert. Die planmäßige
Abschreibung auf Sachanlagen erfolgt grundsätzlich linear. Geringwertige Wirtschaftsgüter,
deren Anschaffungskosten 250 € nicht übersteigen, werden in voller Höhe als Aufwand erfasst. Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Anschaf-

fungskosten der einzelnen Wirtschaftsgüter
250 €, aber nicht 1.000 € übersteigen, wurde
ein Sammelposten gebildet. Dieser wird im
Wirtschaftsjahr der Bildung und den folgenden
vier Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Die Festlegung
der jeweiligen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und der daraus resultierenden
Abschreibungssätze erfolgt in Anlehnung an
die vom Bundesfinanzministerium veröffentlichten Abschreibungstabellen unter Berücksichtigung betriebsinterner Abweichungen
Bei den Finanzanlagen sind Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und die
Mitgliedschaften in Zweckverbänden mit den
Anschaffungskosten einschließlich etwaiger
Anschaffungsnebenkosten bilanziert. Soweit es
zu dauerhaften Wertminderungen kommt,
werden Abschreibungen auf den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.
Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu fortgeschriebenen Durchschnittspreisen bewertet. Am Bilanzstichtag wird dem
Niederstwertprinzip Rechnung getragen. Die
unfertigen Leistungen werden mit den direkt
zurechenbaren Anschaffungskosten sowie,
gemäß Wahlrecht § 255 Abs. 2 HGB, auch mit
angemessenen Teilen der Kosten der allgemeinen Verwaltung und der betrieblichen Altersversorgung bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert.
Die Berliner Wasserbetriebe ermitteln ihre
Umsätze und Forderungen, wie branchenüblich, anhand einer rollierenden Jahresverbrauchsabrechnung, so dass es zu einer Jahresverbrauchsabgrenzung kommt. Die für das
Geschäftsjahr von den Kunden erhaltenen,
noch nicht verrechneten Abschlagsbeträge sind
als erhaltene Anzahlungen ausgewiesen.
Die Ermittlung der Forderungen und Umsätze
aus Stromlieferungen wird, wie branchenüblich, anhand einer rollierenden Jahresverbrauchsabrechnung vorgenommen, so dass es
zu einer Jahresverbrauchsabgrenzung kommt.
Für das aktuelle Geschäftsjahr wird auf Basis
des Vorjahresverbrauches, bei Neukunden des
65

Geschäftsjahres 2018, auf Basis von Schätzungen der Kunden, der Stromverbrauch des laufenden Geschäftsjahres anhand eines Standardlastprofils monatlich und je Kunde (Messeinrichtung) berechnet, so dass sich mit dieser
Gewichtung die jahreszeitlichen Schwankungen
im Verbrauch in der Umsatzabgrenzung widerspiegeln. Für die Mieterstromkunden, das ist
der Kundenkreis, der den Strom direkt vom
Dach der Photovoltaikanlage bezieht, wird aufgrund der Ist-Abrechnung im Januar des Folgejahres für die zum Jahresabschlussstichtag erforderliche Umsatzabgrenzung ebenso verfahren.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert
bewertet. Für zweifelhafte Forderungen sind
Einzelabwertungen vorgenommen worden. Bei
den verbleibenden Forderungen ist eine Pauschalwertberichtigung abgesetzt, welche dem
allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko Rechnung
trägt.
Die flüssigen Mittel (Kassenbestand, Guthaben
bei Kreditinstituten) werden zum Nennbetrag
bewertet.
Aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der am Stichtag abzugrenzenden Beträge angesetzt.
Die Sonderposten aus sonstigen Finanzierungen des Sachanlagevermögens sind nach handelsrechtlichen Grundlagen gebildet und werden linear entsprechend den Nutzungsdauern
der bezuschussten Anlagengegenstände aufgelöst. Die mit Investitionen zur Verbesserung
der Ablaufwerte von Klärwerken erstattete
Abwasserabgaben werden passiviert und im
Jahr des Zugangs mit 2,5 %, ansonsten mit
5,0 % jährlich aufgelöst.
Von Kunden erhaltene Baukostenzuschüsse
werden passiviert und mit jährlich 5,0 % ertragswirksam aufgelöst. Für Zugänge des Geschäftsjahres erfolgt eine Auflösung in Höhe
von 2,5 %.
Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach versicherungsmathematischen
66

Grundsätzen und unter Beachtung des HGB.
Als Bewertungsmethode wurde, in Anlehnung
an die internationalen Standards, die Projected
Unit Credit Method (PUC-Methode) verwendet. Bei der Ermittlung wurde der Rechnungszinssatz in Höhe von 3,21 % (Vorjahr: 3,67 %)
gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15
Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB seit
dem 31. Dezember 2016 mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen
zehn Geschäftsjahre berücksichtigt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die
Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck
verwendet. Zukünftig erwartete Anwartschaftstrends (2,5 %) und Rententrends (2,0 %)
werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen
berücksichtigt. Die Effekte aus der Änderung
des Abzinsungssatzes werden im Zinsergebnis
ausgewiesen.
Bei den vor dem 1. Januar 1987 erteilten, nicht
bilanzierten Pensionszusagen wurde das Wahlrecht gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 1 EGHGB in
Anspruch genommen. Die Bewertung erfolgt
analog zu den bilanzierten Pensionszusagen.
Die Rückstellungen für Altersteilzeit sind auf
Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen gemäß der Stellungnahme des Institutes der Wirtschaftsprüfer vom 19. Juni
2013 in Verbindung mit dem HGB in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes
passiviert. Bei der Ermittlung wurde der Rechnungszinssatz in Höhe von 2,32 % (Vorjahr:
2,8 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung bei einer pauschalen Restlaufzeit von
15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB berücksichtigt. Zukünftig erwartete Entgelttrends
(2,5 %) werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Als biometrische
Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln
2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Zuführungen zu den hier enthaltenen
Aufstockungsbeträgen des Arbeitgebers mit
Abfindungscharakter werden in den sonstigen
betrieblichen Aufwendungen abgebildet.
Die Bewertung der Jubiläumsrückstellungen
erfolgt nach versicherungsmathematischen
Grundsätzen und unter Beachtung des HGB.

Als Bewertungsmethode wurde in Anlehnung
an die internationalen Standards ebenfalls die
PUC-Methode verwendet. Als biometrische
Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln
2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet.
Für die Einleitung von vorgereinigtem Abwasser ist eine Abwasserabgabe an die Länder
Berlin und Brandenburg durch die Berliner
Wasserbetriebe zu entrichten. Die Abgabe
wird gemäß Abwasserabgabengesetz jährlich
festgesetzt. Für ausstehende Festsetzungsbescheide werden Rückstellungen gebildet.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe
des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist.
Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen
werden berücksichtigt, sofern ausreichende
objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr
als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2
HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Zins gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst und nach der Bruttomethode gebucht.
Die Berliner Wasserbetriebe erheben gemäß
§ 16 BerlBG vom 14. Juli 2006, zuletzt geändert
am 8. Mai 2018, Gebühren für die in § 3
BerlBG genannten Tätigkeiten. Die Tarife sind
dabei jeweils für einen Kalkulationszeitraum
dergestalt zu bemessen, dass das veranschlagte Entgeltaufkommen die voraussichtlichen
Kosten deckt (§ 16 Abs. 1 BerlBG). Kostenüberund Kostenunterdeckungen werden durch eine
Nachkalkulation für den dem laufenden Kalkulationszeitraum vorangehenden Kalkulationszeitraum ermittelt. Damit werden etwaige Abweichungen von den zum Zeitpunkt der Tarifgenehmigung angenommenen Kosten ermittelt. Die Tarifkunden dürfen nur mit den tatsächlich entstandenen Kosten belastet werden. Kostenüberdeckungen am Ende eines
Kalkulationszeitraums sind nach § 16 Abs. 6
BerlBG unter Berücksichtigung einer Verzinsung gemäß § 247 BGB innerhalb von zwei Kalkulationszeiträumen auszugleichen. Kostenun-

terdeckungen sind ebenfalls innerhalb von
zwei Kalkulationszeiträumen auszugleichen.
Der Kalkulationszeitraum beinhaltet aktuell
zwei Geschäftsjahre. Zum Ende eines Geschäftsjahres entstandene Überdeckungen
werden während des Kalkulationszeitraumes
als Rückstellungen bilanziert. Überdeckungen
aus abgeschlossenen Kalkulationsperioden
werden als Verbindlichkeiten bilanziert.
Die Rückstellungen für drohende Verluste aus
schwebenden Beschaffungs- und Absatzgeschäften wurden zusammengefasst und auf
der Grundlage von Marktpreisen zum Bilanzstichtag bewertet.
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.
Latente Steuern werden für sich in folgenden
Geschäftsjahren voraussichtlich abbauende
Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen
und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie für gewerbesteuerliche Verlustvorträge ermittelt. Eine sich ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als
passive latente Steuer, eine sich ergebene
Steuerentlastung als aktive latente Steuer angesetzt soweit sich der abweichende Steueraufwand oder Steuerertrag in späteren Geschäftsjahren ausgleicht. Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden Aufwendungen oder Erträge aus latenten Steuern
berücksichtigt. Die sich ergebenden aktiven
und passiven latenten Steuern sind unsaldiert
angesetzt.
Finanzinstrumente
Der Wert von Commodity-Derivaten (Warenterminkontrakte), die die Basis der strukturierten Strombeschaffung sind, hängt unmittelbar
von den Marktpreisen für Strom ab. Die Beschaffungsstrategie der Berliner Stadtwerke
GmbH ist auf die risikominimierte Eindeckung
der zur Versorgung von Kunden der Berliner
Stadtwerke GmbH benötigten Energiemengen
ausgelegt. Eine Beschaffung von Energiemengen zu Spekulationszwecken ist nicht vorgesehen.

67

Die abgeschlossenen Beschaffungspositionen
sind vertriebsseitig vollständig durch Verkaufskontrakte und Vertriebsprognosen gedeckt. Die
Berliner Stadtwerke GmbH bildet gemäß § 254
HGB eine Bewertungseinheit auf Basis eines
Portfoliohedges und verzichtet auf eine Bilanzierung der Beschaffungspositionen zum aktuellen Marktpreis am Bilanzstichtag (Anwendung der Einfrierungsmethode).
Die zum Bilanzstichtag abgeschlossenen Beschaffungsverträge, die in eine Bewertungseinheit auf Basis eines Portfoliohedges einbezogen wurden, haben ein Nominalvolumen in
Höhe von 0,45 Mio. € und eine Laufzeit bis Ende 2019. Diese Verträge dienen der Absicherung von Preisänderungsrisiken beim Einkauf
von Energie für Kunden auf Basis bestehender
Kundenverträge und erwarteter Verkaufsmengen bis Ende 2019.
Ansprüche und Verpflichtungen aus schwebenden Energiebezugs- und Verkaufsgeschäften werden, soweit sie in einem kausalen wirtschaftlichen Zusammenhang stehen, in einem
gemeinsamen Saldierungsbereich zusammengefasst, da sie mithilfe einer Deckungsbeitragsrechnung kalkuliert und überwacht werden.
Für drohende Verluste aus diesen schwebenden Geschäften wurde zum 31. Dezember
2019 eine Rückstellung in Höhe von 395 T€ gebildet.

5. Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens, einschließlich der Abschreibungen, im Berichtsjahr 2018 ist im Anlagespiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.
Nach dem Rahmenvertrag zwischen den Berliner Wasserbetrieben und dem Land Berlin
über die Straßenentwässerung vom 1. Juli 1999
trägt das Land Berlin die Kosten für den Bau
und die Erweiterung der Straßenentwässerungsanlagen. Dies gilt auch in Bezug auf die
Kosten der Sicherung von Leitungsrechten der
68

Berliner Wasserbetriebe durch Belastung der
Grundstücke mit entsprechenden Dienstbarkeiten. Die Kosten der Sicherung von Leitungsrechten für Schmutzwasserkanäle und Trinkwasserversorgungsanlagen haben die Berliner
Wasserbetriebe allein zu tragen. Bei sogenannten Mischwasseranlagen - das sind Anlagen, in
denen neben Regenwasser auch Schmutzwasser durchgeleitet und behandelt wird - gilt der
Rahmenvertrag sinngemäß, allerdings mit der
Besonderheit, dass sich das Land Berlin und die
Berliner Wasserbetriebe die Kosten für den
Bau der Anlagen im Verhältnis 60 % (Land Berlin) zu 40 % (Berliner Wasserbetriebe) teilen.
Dies gilt wiederum auch in Bezug auf die Kosten der Sicherung von Leitungsrechten der Berliner Wasserbetriebe durch Belastung der
Grundstücke mit entsprechenden Dienstbarkeiten (Ausgleichszahlungen).
Der bilanzierte Geschäftswert- oder Firmenwert enthält Geschäfts- oder Firmenwerte in
Höhe von 424.098 T€ (Vorjahr: 440.436 T€),
die in den Jahresabschlüssen der einbezogenen
Unternehmen entstanden sind. Aus den Kapitalkonsolidierungen sind Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 2.479 T€ (Vorjahr:
2.618 T€) bilanziert.
In den Zugängen zu den Anlagen im Bau sind
2.320 T€ (Vorjahr: 1.552 T€) Bauzeitzinsen
enthalten.

Die Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
Ort

Kapitalanteil
direkt indirekt
%
%

Eigenkapital
T€

Jahresergebnis
T€

Verbundene Unternehmen
BWB Rekom Verwaltungs GmbH 1)

Berlin

100,0

18

-1

Hohen Neuendorf

49,0

7.264

245

Hohen Neuendorf

49,0

152

2

Schönwalde-Glien

49,0

8.332

91

Berlin

25,5

228

-193

Hamburg

8,0

484

55

Berlin

8,5

302

0

Beteiligungen
Wasser Nord GmbH & Co. KG 2)
Wasser Nord Verwaltungs GmbH

2)

Klärwerk Wansdorf GmbH 2)
KWB Kompetenzzentrum Wasser Berlin gemeinnützige GmbH 2)
aquabench GmbH

2)

SBB-Abfallerzeuger GbR 2)
Onshore Bündelgesellschaft 1 GmbH

2)

Windpark Ruhlsdorf Kopfstation GmbH & Co OHG

2)

Geislingen an der Steige

33,3

26.804

8

Potsdam

50,0

114

-4

Mitgliedschaften in Zweckverbänden
Märkischer Abwasser- und Wasserzweckverband 2)
Wasser- und Abwasserzweckverband Ahrensfelde/Eiche

2)

Königs Wusterhausen

4 Stimmen

153.939

3.546

Ahrensfelde/Eiche

1 Stimme

8.319

356

1) Eigenkapital/Jahresergebnis 2018
2) Eigenkapital/Jahresergebnis 2017

Das Tochterunternehmen wurde gemäß § 296
Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da es für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
einzeln und insgesamt von untergeordneter
Bedeutung ist. Auf die Einbeziehung der Beteiligungen (Kapitalanteil > 20%) als assozierte
Unternehmen in den Konzernabschluss wurde
gemäß § 311 Abs. 2 HGB verzichtet, da sie für
die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entspechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
von untergeordneter Bedeutung ist.
Umlaufvermögen
Von den Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen haben 85 T€ (Vorjahr: 65 T€) eine
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Unter den Forderungen aus Liefer- und Leistungen werden zum 31. Dezember 2018 Forderungen gegen den Gewährträger in Höhe
2.715 T€ (Vorjahr: 11.740 T€) ausgewiesen.
Von den sonstigen Vermögensgegenständen
haben 545 T€ (Vorjahr: 573 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Aktive latente Steuern
Die aktiven latenten Steuern wurden für Bewertungsunterschiede in den Bilanzposten Anlagevermögen 724 T€ (Vorjahr: 769 T€) , Vorräte 190 T€ (Vorjahr: 190 T€) und Rückstellungen
3.358 T€ (Vorjahr: 2.545 T€) gebildet. Mit der
Beendigung der Stillen Gesellschaft entstand
für die Berliner Wasserbetriebe - Betriebsteil
Wasserversorgung - ein nutzbarer und vortragsfähiger gewerbesteuerlicher Verlustvortrag. Die latenten Steuern (am 31. Dezember
2018: 1.331 T€) auf diesen Verlustvortrag werden voraussichtlich im nächsten Jahr in Anspruch genommen. Des Weiteren wurden aktive latente Steuern auf die Nutzung des gewerbesteuerlichen Verlustvortrages in Höhe von
227 T€ und in Höhe von 146 T€ für die körperschaftsteuerliche Nutzung des Verlustvortrages
gebildet.
Der Berechnung der latenten Steuern liegen
ein Gewerbesteuersatz von 14,35 % und ein
Körperschaftsteuersatz von 15,825 % zugrunde. Insgesamt ergibt sich folgende Entwicklung:

69

in T€

Bestand aktive
latente Steuern

Bestand
1.1.2018

Zugang

Abgang

Bestand
31.12.2018

9.952

1.192

-5.167

5.977

Eigenkapital
In ihrer Sitzung am 5. Juni 2018 hat die Gewährträgerversammlung beschlossen, den
Bilanzgewinn 2017 in Höhe von 59.612 T€
(Vorjahr: 92.107 T€) an das Land Berlin auszuschütten. Der Gewinnvortrag des Konzerns beträgt 53.853 T€ (Vorjahr: 89.481 T€).
Kapitalrücklagen
Im Zusammenhang mit der Gründung der Berliner Stadtwerke GmbH haben die Berliner
Wasserbetriebe vom Land Berlin bis zum
31. Dezember 2018 insgesamt zweckgebundene Zuzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe
von 32.684 T€ erhalten.
Andere Gewinnrücklagen
Gemäß Umlaufbeschluss der Gewährträgerversammlung vom 1. Februar 2016 sind die geschäftsführenden Organe der Berliner Wasserbetriebe berechtigt, der sogenannten Rücklage
für Tilgungen für Darlehen der Investitionsbank
Berlin im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses so lange Beträge zuzuführen, wie
Verpflichtungen für Tilgungsleistungen für die
im Zusammenhang mit der Beendigung der
Stillen Gesellschaften übernommenen Darlehen der Investitionsbank Berlin bei den Berliner Wasserbetrieben bestehen. Im Geschäftsjahr 2018 wird ein Betrag in Höhe von
33.750 T€ (Vorjahr: 33.729 T€) der Gewinnrücklage, im Betriebsteil Abwasserentsorgung, zugeführt. Dieser Betrag entspricht den
Tilgungsleistungen für das Jahr 2019. Weiterhin wurden die geschäftsführenden Organe mit
oben genanntem Gewährträgerbeschluss ermächtigt, der sogenannten Rücklage für Wiederbeschaffungszeitwerte in jedem Geschäftsjahr Beträge zuzuführen, die auf der in der Tarifkalkulation berücksichtigten Differenz zwischen den Abschreibungen auf Basis der historischen Anschaffungskosten und den Abschreibungen, welche sich auf der Grundlage von
Wiederbeschaffungszeitwerten ergeben, basieren. Im Geschäftsjahr erfolgte hierfür eine Zu-

70

führung zur Gewinnrücklage in Höhe von
48.151 T€ (Vorjahr: 41.783 T€).
Nicht beherrschende Anteile
Hier werden die Anteile anderer Gesellschafter
am Kapital der ARGE BSW-Berolina GbR im
Konzern ausgewiesen. Die Anteile an der Rolandufer KG wurden zum 31. Dezember 2018
entkonsolidiert.
Rückstellungen
Der Unterschiedsbetrag bei Rückstellungen für
Altersvorsorgeverpflichtungen nach § 253
Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden
durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den
vergangenen zehn Geschäftsjahren gegenüber
sieben Geschäftsjahren beträgt 1.572 T€. Für
gemäß Art. 28 EGHGB nicht in den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesene Beträge verbleibt ein
nicht dotierter handelsrechtlicher Wertansatz
von 5.918 T€ (Vorjahr: 6.121 T€). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt
274 T€ (Vorjahr: 284 T€). Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
2018

2017

Nachkalkulation der Wasser- und
Abwassertarife

in T€

96.276

0

Personalaufwendungen

48.332

42.055

Lieferungen und Leistungen

16.877

16.210

Abwasserabgabe

15.891

22.803

Risiken Betriebsprüfung

3.224

13.446

Grundwasserentnahmeentgelt

2.625

4.773

Berufsgenossenschaft
Übrige sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen

2.903

3.290

12.274

7.190

198.402

109.767

Aufgrund der am 31. Dezember 2018 nicht abgeschlossenen Tarifkalkulationsperiode
2018/2019 wird am Stichtag eine Rückstellung
in Höhe von 96.276 T€ bilanziert. Die Verpflichtungen aus der Nachkalkulation der Wasserund Abwassertarife für die abgeschlossenen
Tarifkalkulationsperioden werden in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Verbindlichkeiten
Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten ist der folgenden Aufstellung zu entnehmen.
in T€

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
(Vorjahr)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
(Vorjahr)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
(Vorjahr)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
(Vorjahr)

Gesamt

bis 1 Jahr

von 1 bis
5 Jahre

über
5 Jahre

3.183.821

643.549

887.268

1.653.004

(3.434.517)

(785.725) (1.089.863) (1.558.929)

811.259

811.259

0

0

(820.420)

(820.420)

-

-

32.005

31.992

13

0

(23.689)

(23.654)

(35)

0

0

0

0

(1)

(1)

-

-

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht

154

154

0

0

(Vorjahr)

(72)

(72)

-

-

30

30

0

0

(496)

(496)

-

-

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
(Vorjahr)
Sonstige Verbindlichkeiten

592.054

120.545

305.446

166.063

(Vorjahr)

(563.723)

(136.938)

(218.497)

(208.288)

Gesamt

4.619.323

1.607.529

1.192.727

1.819.067

(Vorjahr)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 10.642 T€ (Vorjahr:
11.467 T€) durch Pfandrechte an beweglichen
Sachen und übertragenen Rechten sowie Sicherungsabtretung von Forderungen besichert.
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind
Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von
5.334 T€ (Vorjahr: 5.188 T€) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in
Höhe von 19 T€ (Vorjahr: 8 T€) ausgewiesen.
Des Weiteren sind hier Verbindlichkeiten gegenüber dem Gewährträger in Höhe von
2.464 T€ (Vorjahr: 912 T€) bilanziert.
Passive latente Steuern
Mit der Beendigung der Stillen Gesellschaft Betriebsteil Wasserversorgung- haben die
Berliner Wasserbetriebe den Anteil der Berlinwasser Holding GmbH (49,9 %) an der Personengesellschaft „Stille Gesellschaft“ erworben.
Dadurch erhielten die Berliner Wasserbetriebe
- Betriebsteil Wasserversorgung - neben dem
steuerlichen Kapitalkonto auch ein Auseinandersetzungsguthaben. Aus Sicht der Berliner

(4.842.918) (1.767.306) (1.308.395) (1.767.217)

Wasserbetriebe -Betriebsteil Wasserversorgung- führte dies steuerlich zu negativen Anschaffungskosten in Höhe von 249.787 T€ zum
Beendigungszeitpunkt. In der Steuerbilanz
wurden diese negativen Anschaffungskosten
durch eine Abstockung des Anlagevermögens
des Betriebsteils Wasserversorgung berücksichtigt. Dementsprechend wurden passive latente Steuern zum Beendigungszeitpunkt gebildet (am 31. Dezember 2018: 61.831 T€). Die
Verteilung des Abstockungsbetrages erfolgt
über 19 Jahre, da dies die durchschnittliche
Nutzungsdauer der Sachanlagen im Betriebsteil
Wasserversorgung widerspiegelt. Daraus ergeben sich, für steuerliche Zwecke, geringere Abschreibungen ab dem 1. Januar 2015. Darüber
hinaus wurden passive latente Steuern für
sonstige Bewertungsunterschiede im Anlagevermögen (6.396 T€) gebildet. Der Berechnung
der latenten Steuern liegen ein Gewerbesteuersatz von 14,35% und ein Körperschaftsteuersatz von 15,825 % zugrunde. Insgesamt ergibt
sich folgende Entwicklung:

71

in T€

Bestand
1.1.2018

Bestand passive latente Steuern

71.842

Zugang

362

Abgang

Bestand
31.12.2018

-3.976

68.228

Bürgschaften

Gesamt

in T€

davon gesichert

556

-

Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft zeigt, dass mit einer Inanspruchnahme
aus den Bürgschaften aktuell nicht zu rechnen
ist.
Haftungsverhältnisse aus sonstigen
Gewährleistungen
Die Berliner Stadtwerke GmbH haben am
3. Juni 2015 einen Gestattungsvertrag über die
Inanspruchnahme von Grundstücken, mit der
Absicht der Errichtung für Windenergieanlagen
mit der BVVG Bodenverwertungs- und
-verwaltungs GmbH, Berlin, (BVVG) abgeschlossen. Gemäß § 3 wurde bereits eine Entschädigungszahlung in Höhe von 81 T€ an die
BVVG geleistet. Diese ist, wie bereits auch im
Vorjahr, bis zur finalen Vorlage der Baugenehmigung in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Weitere 423 T€ sind spätestens einen Monat nach Inbetriebnahme der
Windenergieanlage zur Zahlung fällig. Die Zahlung wird jedoch nur fällig, wenn von dem genannten Flurstück 21, Gemarkung Sputendorf
(6 Dienstbarkeiten) tatsächlich Gebrauch gemacht wird.
Am 22. November 2016 wurde ein weiterer
Options- und Gestattungsvertrag über die Inanspruchnahme von Grundstücken, mit der
Absicht der Errichtung für Windenergieanlagen
zwischen der Berliner Stadtwerke GmbH und
der BVVG abgeschlossen. Gemäß § 4 wurde
bereits eine Entschädigungszahlung in Höhe
von 52 T€ für das erste und zweite Optionsjahr
(2017 und 2018) an die BVVG geleistet. Gemäß § 4 Abs. 2 wurde auf Antrag der Berliner
Stadtwerke GmbH der Optionszeitraum auf
weitere zwei Jahre bis zum 31. Dezember 2020
verlängert. Hierfür sind ebenfalls Zahlungen in
72

Höhe von jeweils 26 T€ vorgesehen. Erst mit
Genehmigung und freiwilliger Erklärung der Inanspruchnahme der Flächen Gemarkung Börnicke (Projekt Albertshof) wird eine Pachtzahlung fällig.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
in T€

2018

2017

Bestellobligo für Investitionen
Miet- und Leasingverträge
Pachtverträge
Nicht bilanzierte
Rückbauverpflichtungen
Wartungsverträge
Umweltschutzmaßnahmen
Geschäftsbesorgungsverträge
Nicht bilanzierte Verbindlichkeiten
aus Strombeschaffung
Konsortialfinanzierung
Klärwerk Wansdorf GmbH

444.154
20.212
14.521

296.076
11.351
14.609

6.625

2.329

2.066
1.185
753

2.387
632
809

447

0

12

207

Gesamt

489.975.

328.400

6. Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt und
gliedern sich wie folgt:
in T€

2018

2017

Wasserverkauf

383.207

335.612

Abwasserentsorgungsleistungen
Auflösung Sonderposten aus
Zuschüssen mit Gegenleistungsverpflichtung
Hausanschlüsse

693.504

691.495

34.615

34.994

11.230

9.626

5.789

3.748

28.106

26.343

Stromverkauf
Sonstige Umsatzerlöse
Gesamt
davon periodenfremde Umsatzerlöse

1.156.450 1.101.818
7.063

2.606

Die periodenfremden Umsatzerlöse resultieren
aus der rollierenden Abrechnung der Umsätze
aus dem Wasserverkauf, der Abwasserentsorgungsleistungen und aus dem Stromverkauf.
Sonstige betriebliche Erträge
Periodenfremde Erträge sind aus der Auflösung
von Rückstellungen (11.691 T€; Vorjahr:

5.563 T€), aus sonstigen neutralen Erträgen
aus Umsatzsteuererstattungen (1.207 T€; Vorjahr: 1.593 T€) und aus Erträgen aus der Auflösung nicht mehr benötigter Wertberichtigungen auf Forderungen (475 T€; Vorjahr: 271 T€)
entstanden. Das Landesamt für Umwelt Brandenburg, Abteilung Wasserwirtschaft, erließ in
2016 Festsetzungsbescheide für 2015 und Vorjahre über die Abwasserabgabe für das Einleiten von verschmutztem Niederschlagswasser.
In 2018 wurden die Bescheide teilwiderrufen
sowie den Widersprüchen stattgegeben. Daraus sind periodenfremde sonstige betriebliche
Erträgen in Höhe von 20.935 T€, davon 2.249
T€ in den Erträgen aus der Auflösung von
Rückstellungen erfasst.
Personalaufwand
Im Personalaufwand sind insgesamt Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von
16.136 T€ (Vorjahr: 16.013 T€) enthalten.

Beschäftige

2018

2017

4.356

4.333

davon weibliche Beschäftigte

1.368

1.341

davon männliche Beschäftgte

2.988

2.992

248

240

Auszubildende

Sonstige betriebliche Aufwendungen

he von 3.363 T€ (Vorjahr: 3.203 T€) und Zinsaufwendungen aus Steuernachzahlungen in
Höhe von 804 T€ (Vorjahr: 5.099 T€) angefallen.
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
resultieren in Höhe von 360 T€ aus latenten
Steueraufwendungen (Vorjahr: 2.364 T€ latente Steuererträge) . Darüber hinaus sind periodenfremde Steuererstattungen in Höhe von
4.634 T€ (Vorjahr: 6.932 T€) entstanden. In der
folgenden Überleitungsrechnung ist der Zusammenhang zwischen dem unter Anwendung des Konzernsteuersatzes erwarteten
Steueraufwand und den ausgewiesenen
Steuerertrag dargestellt.
Überleitungsrechnung

2018
T€

Ergebnis vor Steuern vom Ein204.328
kommen und Ertrag:
abzüglich Ergebnis aus steuer-152.740
befreiter hoheitlicher Tätigkeit
Ergebnis vor Steuern vom
51.588
Einkommen und Ertrag
Erwarterter Aufwand aus Steuern
30,18%
vom Einkommen und Ertrag
Überleitung
Steueranteil für:
Verluste, für die keine latenten
Steuern erfasst wurden
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen
Abweichende Gewerbesteuerbelastung

Periodenfremde Aufwendungen sind aus Verlusten aus Anlageabgängen in Höhe von
5.056 T€ (Vorjahr: 2.392 T€) entstanden. Weiterhin sind periodenfremde Aufwendungen für
anteilig nicht abzugsfähige Vorsteuer in Höhe
von (955 T€; Vorjahr: 5.367 T€) im Zusammenhang mit Feststellungen aus der Betriebsprüfung bei den Berliner Wasserbetrieben entstanden.
Zinsergebnis
Im Geschäftsjahr 2018 sind für die Abzinsung
langfristiger Rückstellungen Zinserträge in Höhe von 1 T€ (Vorjahr: 3 T€) angefallen. Für die
Aufzinsung langfristiger Rückstellungen sind
Zinsaufwendungen in Höhe von 2.378 T€ (Vorjahr: 1.997 T€) entstanden. Darüber hinaus
sind Zinserträge aus Steuererstattungen in Hö-

Periodenfremder
Steuerertrag
Konsolidierungsbuchungen
Latente Steuern
Steuern vom Einkommen und Ertrag

2018
T€

15.569

1.711
-3.016
-79
-4.635
50
360
9.960

Auf nicht beherrschende Anteile entfallender
Konzernjahresüberschuss
Hier werden die Anteile anderer Gesellschafter
am Jahresergebnis des Konzerns ausgewiesen.
Der Anteil der Rolandufer KG bis zum 31. Dezember 2018 ist hier enthalten, diese Anteile
fremder Gesellschafter sind zu diesem Zeitpunkt abgegangen.
Einstellung in die Gewinnrücklage
Gemäß Umlaufbeschluss der Gewährträgerversammlung vom 1. Februar 2016 wird insge73

samt ein Betrag in Höhe von 81.901 T€ (Vorjahr: 75.512 T€) in die Gewinnrücklage eingestellt.

53.853 T€). Der Bilanzgewinn der Berliner
Wasserbetriebe in Höhe von 111.729 T€ (Vorjahr: 59.612 T€) soll an das Land Berlin ausgeschüttet werden.

Bilanzgewinn
Für das Geschäftsjahr entsteht ein Konzernbilanzgewinn in Höhe von 100.595 T€ (Vorjahr:

7. Weitere Anhangsangaben
Organe
Vorstand
Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing. Jörg Simon

Vorsitzender/Technik

Dipl.-Kfm. Frank Bruckmann

Finanzen

Dipl.-Betriebsw. (FH) Kerstin Oster

Personal und Soziales

Aufsichtsrat
Vertreter der Anteilseigner
Ramona Pop

Vorsitzende des Aufsichtsrates
Senatorin der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
des Landes Berlin

Erika Jaeger

Immobilienökonom (ebs), selbständige Beraterin

Dr. Matthias Kollatz

Senator für Finanzen des Landes Berlin

Bärbel Nehring-Kleedehn

Diplom-Volkswirtin, Landesministerin a. D.

Ingeborg Neumann

Geschäftsführende Gesellschafterin der Peppermint.Holding GmbH

Prof. Dr. Barbara Praetorius
Stefan Tidow
Christine Wolff

Professorin für Nachhaltigkeit, Umwelt- und Energieökonomie und
-politik der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin,
Mitglied ab 31. Januar 2018
Staatssekretär der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Diplom-Geologin, selbständige Unternehmensberaterin

Vertreter der Arbeitnehmer
Lutz Neetzel
Roland Jäschke

74

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates
Vorsitzender des Personalrates Abwasserentsorgung,
Berliner Wasserbetriebe
Vorsitzender des Personalrates Wasserversorgung,
Berliner Wasserbetriebe

Aufsichtsrat
Karsten Kretschmer

1. stellvertretender Vorsitzender des Personalrates Hauptverwaltung,
Berliner Wasserbetriebe

Karsten Malareck

Vorsitzender des Gesamtpersonalrates, Berliner Wasserbetriebe

Birgit Richlitzki

Diplom-Ingenieurin (FH), Berliner Wasserbetriebe

Sabine Thonke

Architektin, Gesamtfrauenvertreterin, Berliner Wasserbetriebe

Elke Wittstock

Leiterin des Wasserwerkes Friedrichshagen, Berliner Wasserbetriebe

Doro Zinke

DGB-Bundesvorstand, Abteilung Internationale und europäische Gewerkschaftspolitik

Beirat
Jan Eder

Vorsitzender des Beirates
Hauptgeschäftsführer Industrie- und Handelskammer zu Berlin

Jörg Franzen

Vorstandsvorsitzender GESOBAU AG, Berlin

Heiko Glawe

Regionsgeschäftsführer Berlin, Deutscher Gewerkschaftsbund

Helmut Kleebank

Bezirksbürgermeister Spandau

Dr. Brigitta Kauers

Sprecherin des Kundenbeirates der Berliner Wasserbetriebe,
Rentnerin

Stefan Richter

Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Zukunft Berlin

Dr. Michaela Schmitz

Bevollmächtigte Wasserwirtschaft Bundesverband der
Energie- und Wasserwirtschaft e.V., Berlin

Michael Schröder

Geschäftsführender Inhaber Orca Affairs GmbH, Berlin

Reiner Wild

Geschäftsführer Berliner Mieterverein

Axel Wunschel

Rechtsanwalt, Berlin
Mitglied bis 22. Februar 2018

Gewährträgerversammlung
Dr. Matthias Kollatz

Senator für Finanzen des Landes Berlin
Vorsitzender der Gewährträgerversammlung

Ramona Pop

Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin

Regine Günther

Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin

75

Aufwendungen für Organe
Aufteilung der Vorstandsbezüge 2018 ( § 18 Abs. 6 BerlBG und § 285 Nr. 9a HGB)
in €

Gehälter (Jahreseinkommen)
(Vorjahr)
Leistungs- und erfolgsabhängige variable Bezüge
auf der Grundlage von Zielvereinbarungen
(Vorjahr)
Pauschale/Zulage
(Vorjahr)
Abfindungsbetrag
(Vorjahr)
Gewinnbeteiligung
(Vorjahr)
Aufwandsentschädigung
(Vorjahr)
Versicherungsentgelte
(Vorjahr)

Simon,
Jörg

Bruckmann,
Frank

Oster,
Kerstin

Gesamt

252.000,00

202.000,00

205.000,00

659.000,00

(227.000,00)

(202.000,00)

(165.000,00)

(594.000,00)

124.600,00

124.600,00

111.250,00

360.450,00

(150.960,00)

(125.460,00)

(110.000,00)

(386.420,00)

0,00

0,00

0,00

0,00

(0,00)

(0,00)

(0,00)

(0,00)

0,00

0,00

0,00

0,00

(0,00)

(0,00)

(0,00)

(0,00)

0,00

0,00

0,00

0,00

(0,00)

(0,00)

(0,00)

(0,00)

0,00

0,00

0,00

0,00

(0,00)

(0,00)

(0,00)

(0,00)

19.144,64

20.898,14

11.781,82

51.824,60

(17.198,42)

(18.823,35)

(11.096,86)

(47.118,63)

Provisionen und Nebenleistungen jeder Art

10.355,00

11.524,32

7.200,00

29.079,32

(Vorjahr)

(9.155,00)

(11.439,76)

(10.200,00)

(30.794,76)

Gesamt

406.099,64

359.022,46

335.231,82

1.100.353,92

(404.313,42)

(357.723,11)

(296.296,86)

(1.058.333,39)

(Vorjahr)
Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder

2018
T€

2017
T€

Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder

392

377

Bezüge Hinterbliebene eines ehemaligen Geschäftsleiters und eines ehemaligen Vorstandsmitglieds

128

121

Höhe der Pensionsrückstellung

6.720

6.417

Gesamt

7.240

6.915

Aufteilung der Beiratsvergütung 2018
Die Beiratsmitglieder erhalten folgende individuelle Gesamtvergütung*):
Mitglieder des Beirates

2018
€

2017
€

Jan Eder (Vorsitzender)

550,00

550,00

Jörg Franzen

550,00

550,00

Heiko Glawe

550,00

550,00

Aufteilung der Aufsichtsratsvergütung 2018
(§ 18 BerlBG)
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für das
Geschäftsjahr folgende individuelle Gesamtvergütung*):
Mitglieder des Aufsichtsrates

2018
€

2017
€

Ramona Pop

10.000,00

9.150,68

Lutz Neetzel

9.500,00

9.500,00

Ingeborg Neumann

8.500,00

8.500,00

Helmut Kleebank

550,00

550,00

Dr. Brigitta Kauers

550,00

37,67

Stefan Richter

550,00

550,00

Erika Jaeger

8.000,00

8.000,00

8.000,00

8.000,00

Dr. Michaela Schmitz

550,00

550,00

Bärbel Nehring-Kleedehn

Michael Schröder

550,00

550,00

Roland Jäschke

8.000,00

8.000,00

Reiner Wild

550,00

550,00

Karsten Kretschmer

8.000,00

8.000,00

Elke Wittstock

8.000,00

8.000,00

Prof. Dr. Barbara Praetorius
(Mitglied ab 31. Januar 2018)

7.101,37

0,00

Dr. Matthias Kollatz

6.000,00

6.093,15

Christine Wolff

6.000,00

6.000,00

Karsten Malareck

6.000,00

6.000,00

Axel Wunschel
(Mitglied bis 22. Februar 2018)
Michael Henkel
(Mitglied bis 15. Oktober 2017)
Gesamt
*)

79,86
0,00

432,47

5.029,86

5.420,14

Ausweis der Beträge ohne Umsatzsteuer

76

550,00

Mitglieder des Aufsichtsrates

2018
€

2017
€

Birgit Richlitzki

6.000,00

6.000,00

Sabine Thonke

6.000,00

6.000,00

Stefan Tidow

6.000,00

5.243,84

Doro Zinke
Henner Bunde
(Mitglied bis 31. Januar 2017
Axel Ensinger
(Mitglied bis 31. Dezember 2017)
Christian Gaebler
(Mitglied bis 31. Januar 2017)

6.000,00

6.000,00

0,00

509,59

0,00

8.000,00

0,00

509,59

Gesamt
*)

117.101,37

117.506,85

Ausweis der Beträge ohne Umsatzsteuer

Vergütung der Mitglieder der Gewährträgerversammlung 2018
Die Gewährträgerversammlung wird vom Senat
bestellt. Ihr gehören jeweils ausschließlich Mitglieder des Senats an. Es werden keine Vergütungen für die Tätigkeit durch die Berliner Wasserbetriebe geleistet.

Nachtragsbericht
Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung
nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind
nicht eingetreten.
Honorare des Abschlussprüfers
in T€

2018

2017

Abschlussprüferleistungen

217

197

Sonstige Leistungen

527

179

Gesamt

745

376

Berlin, 6. Februar 2019
Berliner Wasserbetriebe

Simon

Bruckmann

Oster

77

Konzernanlagespiegel der Berliner Wasserbetriebe,
Anstalt öffentlichen Rechts, Berlin
zum 31. Dezember 2018

Posten des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anfangsstand
zum
1.1.2018

Angaben in €
I.

Zugänge

Abgänge

Umbuchungen

+

-

(+/ - )

Endstand
zum
31.12.2018

Immaterielle
Vermögensgegenstände

1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten

246.767.776,23

5.455.414,29

294.099,21

-7.109.152,08

244.819.939,23

2. Geschäfts- oder Firmenwert

492.076.269,06

0,00

0,00

0,00

492.076.269,06

3. Geleistete Anzahlungen auf
immaterielle Vermögensgegenstände

5 371 511,63

113.614,70

0,00

-2.272.780,50

3.212.345,83

744.215.556,92

5.569.028,99

294.099,21

-9.381.932,58

740.108.554,12

1.375.212.233,03

3.049.095,24

1.882.691,90

20.951.368,03

1.397.330.004,40

10.494.789.607,43

78.031.601,64

14.953.502,61

131.546.702,22

10.689.414.408,68

153.239.666,10

9.586.293,56

7.215.860,82

869.031,17

156.479.130,01

371.530.043,70

297.781.844,04

3.166.222,34

-143.985.168,84

522.160.496,56

12.394.771.550,26

388.448.834,48

27.218.277,67

9.381.932,58

12.765.384.039,65

1. Anteile an verbundenen
Unternehmen

40.266.072,60

0,00

0,00

0,00

40.266.072,60

2. Sonstige Beteiligungen

12.710.390,26

0,00

716.566,64

0,00

11.993.823,62

3. Mitgliedschaften in
Zweckverbänden

3.304.402,23

0,00

0,00

0,00

3.304.402,23

Summe Sachanlagen

56.280.865,09

0,00

716.566,64

0,00

55.564.298,45

13.195.267.972,27

394.017.863,47

28.228.943,52

0,00

13.561.056.892,22

Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
II.

Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken
2. Technische Anlagen und
Maschinen
3. Andere Anlagen, Betriebsund Geschäftsausstattung
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
Summe Sachanlagen
III
.

Finanzanlagen

Gesamt

78

Abschreibungen
Anfangsbestand
zum
1.1.2018

Abschreibungen
im
Geschäftsjahr
+

Restbuchwerte

angesammelte
Abschreibungen
auf Abgänge
-

Umbuchungen

Endstand
zum
31.12.2018

(+/ - )

am Ende
des
Geschäftsjahres
31.12.2018

am Ende des
vorangegangenen
Geschäftsjahres
31.12.2017

155.772.932,67

7.674.422,99

294.099,21

-781.614,49

162.371.641,96

82.448.297,27

90.994.843,56

49.022.483,92

16.477.023,71

0,00

0,00

65.499.507,63

426.576.761,43

443.053.785,14

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

3.212.345,83

5.371.511,63

204.795.416,59

24.151.446,70

294.099,21

-781.614,49

227.871.149,59

512.237.404,53

539.420.140,33

851.169.943,64

26.768.585,76

634.915,28

725.472,99

878.029.087,11

519.300.917,29

524.042.289,39

5.694.504.661,67

241.912.731,58

13.647.306,59

46 577,03 5.922.816.663,69 4.766.597.744,99

4.800.284.945,76

113.369.630,39

11.555.166,13

6.991.166,53

9 564,47

117.943.194,46

38.535.935,55

39.870.035,71

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

522.160.496,56

371.530.043,70

6.659.044.235,70

280.236.483,47

21.273.388,40

781.614,49

6.918.788.945,26

5.846.595.094,39

5.735.727.314,56

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

40.266.072,60

40.266.072,60

12.526,65

0,00

0,00

0,00

12.526,65

11.981.296,97

12.697.863,61

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

3.304.402,23

3.304.402,23

12.526,65

0,00

0,00

0,00

12.526,65

55.551.771,80

56.268.338,44

6.863.852.178,94

304.387.930,17

21.567.487,61

0,00

7.146.672.621,50

6.414.384.270,72

6.331.415.793,33

79

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Berliner Wasserbetriebe,
Anstalt öffentlichen Rechts, Berlin

und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.

Prüfungsurteile
•
Wir haben den Konzernabschluss der Berliner
Wasserbetriebe, Anstalt öffentlichen Rechts,
Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der
Konzern) – bestehend aus Konzernbilanz zum
31. Dezember 2018, Konzerngewinn- und Verlustrechnung, Konzernkapitalflussrechnung,
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 sowie den Konzernanhang, einschließlich der
Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht
der Berliner Wasserbetriebe, Anstalt
öffentlichen Rechts, und des Konzerns (im
Folgenden: Konzernlagebericht) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum
31. Dezember 2018 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
•

•

80

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften
und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögensund Finanzlage des Konzerns zum
31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis
zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von
der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären
wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit
des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
„Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von
den Konzernunternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften
und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht
zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und
des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und
den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Konzernabschlusses,
der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss

unter Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben,
um die Aufstellung eines Konzernabschlusses
zu ermöglichen, der frei von wesentlichen –
beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses
sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder
rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild
von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in
allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie
als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und
um ausreichende geeignete Nachweise für die
Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu
können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses

des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss
als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des
Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum
Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine
in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf
der Grundlage dieses Konzernabschlusses und
Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes
Ermessen aus und bewahren eine kritische
Grundhaltung. Darüber hinaus
•

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder
unbeabsichtigter – falscher Darstellungen
im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlun-

81

gen als Reaktion auf diese Risiken durch
sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als
Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu
dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
•

gewinnen wir ein Verständnis von dem für
die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den
für die Prüfung des Konzernlageberichts
relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen,
die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel,
ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser
Systeme abzugeben.

•

beurteilen wir die Angemessenheit der von
den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

•

ziehen wir Schlussfolgerungen über die
Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob
eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an
der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen
können. Falls wir zu dem Schluss kommen,
dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen
oder, falls diese Angaben unangemessen

82

sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum
Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
•

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den
Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie
ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Konzernabschluss unter
Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

•

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns
ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung
der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen
die alleinige Verantwortung für unsere
Prüfungsurteile.

•

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm
vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

•

führen wir Prüfungshandlungen zu den von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen
wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein

eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den
zugrunde liegenden Annahmen geben wir
nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung
sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen,

einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 6. Februar 2019
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Marqourdt
Wirtschaftsprüfer

Langosch
Wirtschaftsprüfer

Entsprechenserklärung 2018

Entsprechenserklärung von Aufsichtsrat
und Vorstand zu den Empfehlungen des
Corporate Governance Kodex
der Berliner Wasserbetriebe
Vorstand und Aufsichtsrat der Berliner
Wasserbetriebe, Anstalt öffentlichen Rechts,
erklären, dass den Empfehlungen des von
ihnen beschlossenen und auf der Internetseite
der Gesellschaft bekannt gemachten Corporate Governance Kodex der Berliner Wasserbetriebe in der derzeit gültigen Fassung vom 4.
März 2010 seit Abgabe der letzten
Entsprechenserklärung im Dezember 2017
entsprochen wurde und werden wird.
Berlin, 3. Dezember 2018

Für den Aufsichtsrat

Für den Vorstand

Senatorin Ramona Pop
Aufsichtsratsvorsitzendende

Jörg Simon
Vorstandsvorsitzender

Frank Bruckmann
Mitglied des Vorstandes

Kerstin Oster
Mitglied des Vorstandes

83
                            
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