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Periodical volume

Full text: Bericht des Bezirksamtes Lichtenberg von Berlin Issue 2014

BERICHT
2014

des Bezirksamtes Berlin Lichtenberg

Vorwort der Bezirksbürgermeisterin, Birgit Monteiro, für den Jahresbericht 2014 des Bezirksamtes

Liebe Leserinnen und Leser, ein arbeitsreiches Jahr 2014 liegt hinter uns, in dem die knapp 1.800 Beschäftigten aus den Bereichen A wie Amt für Bürgerdienste bis W wie Wirtschaftsförderung den Bezirk Lichtenberg bürgernah, effizient und transparent verwaltet und gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern gestaltet haben. Die Früchte dieser Arbeit können wir nun ernten – unser Bezirk floriert und ist im Wandel: Immer mehr Menschen ziehen nach Lichtenberg, an viele Orten entsteht Neues und wir investieren in die Zukunft. So hat das Bezirksamt 2014 den Bau von 2.223 Wohnungen genehmigt, in mehr als 600 können in diesem Jahr bereits Menschen einziehen. Der Bau von Wohnungen ist notwendiger denn je. Das Standesamt hat 2014 insgesamt 3.544 Geburten beurkundet, 272 mehr als noch im Jahr zuvor. Damit die Kleinen gut betreut und altersgerecht gefördert werden, haben neun neue Kindergärten im vergangenen Jahr ihre Türen geöffnet, 941 zusätzliche Plätze konnten in bereits bestehenden Einrichtungen geschaffen werden. Außerdem wurde das Sofortprogramm „Spielplatzsanierung“ umgesetzt. Auch 2015 erhalten dadurch fünf Spielplätze neue Geräte und werden teils neu gestaltet. Große Priorität haben auch der Ausbau und das Sanieren der Schulen im Bezirk. Jedes Kind, das hier lebt, soll dieselben Startchancen haben und sich gleich gut entwickeln können. Sechs neue Schulgebäude konnten dazu im vergangenen Jahr feierlich eingeweiht werden. Die steigende Geburtenrate sowie der Zuzug von Menschen aus anderen Stadtbezirken und aus aller Welt verändern das Gesicht Lichtenbergs. Deshalb wollen wir einerseits die vielen Neulichtenbergerinnen und Neulichtenberger willkommen heißen und ihnen die Teilhabe an unserer Gemeinschaft ermöglichen, andererseits aber auch diejenigen berücksichtigen, die bereits hier leben. Aus diesem Grund unterzieht sich der Bezirk seit dem vergangenen Jahr einer freiwilligen Qualitätskontrolle, dem bundesweiten Audit „Familiengerechte Kommune“. Dabei soll herausgefunden werden, was sich noch verbessern lässt und ob die Menschen tatsächlich

gern hier leben und zufrieden sind. Der Familienbegriff wird dabei nicht auf die klassische Eltern-Kind-Familie reduziert. Überall da, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, wird Familie gelebt. Der Qualitätscheck nimmt das alles unter die Lupe: Von den Lebensbedingungen Neugeborener bis hin zu den Senioren. Für Letztgenannte hat 2014 die erste Lichtenberger Woche für ältere Menschen stattgefunden. Zusätzlich wurden Menschen, die älter sind als 55 Jahre, in einer Umfrage des Bezirkes mit wissenschaftlicher Begleitung der Katholischen Hochschule für Sozialwesen nach ihrer Zufriedenheit mit ihrem Leben in Lichtenberg befragt. In unserem Bezirk leben Menschen mit und ohne Behinderung. Im vergangenen Jahr haben wir gemeinsam die erste Inklusionswoche unter dem Motto „Lichtenberg – Vielfalt inklusive“ begangen. Auch praktisch hat das Bezirksamt daran gearbeitet, dass der Alltag von Menschen, die beispielsweise im Rollstuhl sitzen, einfacher wird: So investiert Lichtenberg in diesem Jahr 140.000 Euro in Bordsteinabsenkungen, 2014 wurden insgesamt 139.337,41 Euro für den barrierefreien Umbau ausgegeben. Weniger Barrieren machen das Leben für alle Menschen leichter. Steigende Energiepreise, schwindende Ressourcen und der drohende Klimawandel verlangen einen verantwortungsbewussten Umgang mit Energie. Der Bezirk Lichtenberg will hierzu seinen Beitrag leisten und hat dazu im vergangenen Jahr ein ökologisches Modellprojekt entwickelt. Bis Mitte 2015 sollen zwei Wohnblöcke im Quartier Frankfurter Allee Nord zeigen, welche Energie- und Kosteneinsparungen durch energiesenkende Maßnahmen möglich sind. Dazu werden sowohl die Eigentümer von Mehrfamilienhäusern als auch deren Mieter beraten und unterstützt. Lichtenberg ist ein wachsender Großstadtbezirk, in dem Menschen naturnah und zugleich innerstädtisch leben und arbeiten können. Helfen Sie uns dabei, den Bezirk weiter zu entwickeln, ihn noch kinder- und familienfreundlicher zu gestalten. Wir in Lichtenberg machen, was wir können. Und wir können, was wir machen. Damit unser Bezirk noch schöner, lebenswerter und attraktiver wird. Wir freuen uns auf Ihre tatkräftige Unterstützung und Ihre kreativen Ideen. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

Ihre Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro

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Inhalt
Vorwort der Bezirksbürgermeisterin, Birgit Monteiro, 	 für den Jahresbericht 2014 des Bezirksamtes	 	 1

1. ALLGEMEINER TEIL 	

Büro für Wirtschaftsförderung	 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit	 Integrationsbeauftragte	 Gleichstellungsbeauftragte	 Klimaschutzbeauftragte	 Behindertenpolitische Arbeit	 Europapolitische Arbeit	 Steuerungsdienst / Organisationseinheit Sozialraumorientierte Planungskoordination	 Rechtsamt 	 Arbeitsgruppe Antikorruption	 SE Finanzen	 SE Personal	 	

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2. ABTEILUNG STADTENTWICKLUNG	

Fachbereich Stadtplanung	 Wohnungsaufsicht	 Untere Denkmalschutzbehörde	 Fachbereich Vermessung	 Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt	 Fachbereich Straßenunterhaltung und Straßenaufsicht	 Fachbereich Grundsatz und Sonderaufgaben	 Fachbereich Grünflächenunterhaltung	 Umwelt- und Naturschutzamt	 Fachbereich Umwelt	 Fachbereich Naturschutz und Landschaftsplanung	 	

32 47 47 47 49 49 50 51 60 60 62

3. ABTEILUNG BILDUNG, 	KULTUR, SOZIALES UND SPORT	
Schule	 Sport	 Soziales	 Kultur	 Weiterbildung	 65 71 76 82 90

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4. ABTEILUNG BÜRGERDIENSTE, ORDNUNGSANGELEGENHEITEN UND IMMOBILIEN	
Serviceeinheit Facility Management 	 Strategisches Immobilienmanagement	 Objektmanagement	 IT-Service	 Einkauf-Service	 Zentralarchiv	 Poststelle	 Kopierstelle	 Baumanagement	 Amt für Bürgerdienste	 Fachbereich Bürgerämter	 Wohnungsamt	 Wahlamt	 Fachbereich Staatsangehörigkeitsangelegenheiten / Einbürgerungen	 Fachbereich Standesamt	 Amt für regionalisierte Ordnungsaufgaben	 Ordnungsamt 	 95 95 96 96 97 97 98 98 98 101 102 103 104 104 105 106 109

5. ABTEILUNG JUGEND UND GESUNDHEIT	
Jugendamt 	 Gesundheitsamt	 Qualitätsentwicklung, Planung und Koordinierung	 115 120 125

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1. ALLGEMEINER TEIL
Büro für Wirtschaftsförderung
Das bezirkliche Büro für Wirtschaftsförderung ist Anlauf- und Beratungsstelle für Unternehmer, Existenzgründer und andere an wirtschaftlichen Fragen interessierte Bürger. Die Mitarbeiter des Büros stellen Informationen bereit, beraten, erstellen imagefördernde Publikationen, bearbeiten ämterübergreifende Anfragen, beurteilen Vorhaben unter wirtschaftsrelevanten Aspekten und organisieren Gesprächsrunden und Veranstaltungen. Das alles dient dem Ziel, Lichtenberg als Wirtschaftsstandort zu stärken, ihn zu beleben und damit letztlich Arbeitsplätze und Ausbildungsstellen in der Stadt zu erhalten. 2014 nutzten fast 1600 Bürger den Informations- und Beratungsservice. Das Büro für Wirtschaftsförderung unterstützte unter anderem bei Standortfragen, bei der Inanspruchnahme von Fördermitteln, Veranstaltungen, Personal- und Ausbildungsfragen und half mit Auskünften und Informationen. Beispielsweise wurden Gründerinnen und Gründer beraten und in die Selbständigkeit begleitet. 13 von ihnen haben Fördermittel aus dem KfW-Programm „Gründercoaching Deutschland“ in Anspruch genommen. Mit diesem Förderprogramm werden Existenzgründer und Existenzgründerinnen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziell unterstützt. Junge Unternehmen haben die Möglichkeit, Zuschüsse für die Inanspruchnahme von kommerziellen Beratungsleistungen zu erhalten. Dieser Zuschuss setzt die Empfehlung des Büros für Wirtschaftsförderung voraus. In seiner Funktion als Regionalpartner für das KfW-Programm „Gründercoaching Deutschland“ versteht sich das Büro für Wirtschaftsförderung als erste Anlaufstelle, um über das Förderprogramm zu informieren, Anträge entgegenzunehmen, zu prüfen und mit einem Votum an die KfW-Mittelstandsbank weiterzuleiten. Neben den einzureichenden Unterlagen ist vor allem das persönliche Beratungsgespräch unerlässlich, um den Unternehmer bzw. die Unternehmerin kennenzulernen und Hinweise geben zu können. Darüber hinaus können so Kontakte geknüpft werden, die häufig über die Gründung hinaus Bestand haben.

Im Rahmen des Informations- und Beratungsservices wurden 60 Unternehmen bei ihrer Suche nach einem neuen Standort unterstützt. Etwa die Hälfte der nachfragenden Unternehmen wollte sich erstmals in Lichtenberg ansiedeln. Die Nachfrage galt insbesondere Werkstatt- und Produktionsräumen sowie Grundstücken für derartige Nutzungen. Im Rahmen des Ansiedlungsmanagements des Büros für Wirtschaftsförderung für landeseigene Flächen wurden im Jahr 2014 drei Kaufverträge im Gewerbegebiet Pablo-Picasso-Straße notariell beurkundet. Insgesamt wurden dort mehr als 29.000 Quadratmeter über die Liegenschaftsfonds Berlin GmbH & Co. KG verkauft. Die zukünftig an der Pablo-Picasso-Straße ansässigen Unternehmen sind im Sinne der Berliner Wirtschaftspolitik förderfähige Betriebe, deren Projekte sich bereits im Baugenehmigungsverfahren befinden. Im Jahr 2015 werden sie 20 Mio. Euro in ihren neuen Standort investieren. Zwei Unternehmen haben ihren Firmenstandort in das landeseigene Gewerbegebiet Darßer Straße verlegt und dort bereits ca. 2 Mio. Euro investiert. Als erstes Unternehmen konnte die Schlüter & Co. Tischlereibetrieb GmbH am Standort begrüßt werden. Seit August 2014 firmiert die Tischlerei nun unter der Adresse Graaler Weg 5. Ursprünglich war das Unternehmen in Reinickendorf tätig. Da der ehemalige Standort keine Expansion zuließ und das Gewerbegebiet Darßer Straße alle Voraussetzungen für eine Firmenerweiterung hat, war die Entscheidung schnell gefallen. Derzeit sind am Standort 11 Mitarbeiter tätig. Die Bode Bautechnik Baumaschinen GmbH hat ihren Firmensitz im Dezember 2014 von Pankow in die Darßer Straße 105 verlegt. Am Standort sind bereits 6 Mitarbeiter beschäftigt, weitere Einstellungen sind geplant. Aktive Kommunikation ist ein wesentlicher Baustein lokaler Wirtschaftsförderung. Daher besuchte Bezirksbürgermeister Andreas Geisel gemeinsam mit dem Büro für Wirtschaftsförderung auch 2014 zahlreiche Unternehmen im Bezirk. Die Betriebsbesuche dienten vor allem dazu, Lichtenberger Unternehmen an ihrem Standort kennenzulernen, ihnen Unterstützung anzubieten, Ideen aufzugreifen und Netzwerke zu bilden. Sie werden darüber hinaus auch dazu genutzt, aktuelle Projekte im Bezirk vorzustellen und für anstehende Veranstaltungen zu werben. Die Betriebsbesuche werden vom Büro für Wirtschaftsförderung geplant, begleitet und nachbereitet. Sie haben sich

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Lokale Unternehmensgespräche, Foto: regioconsult

in der Vergangenheit als ein wesentliches Kommunikationselement innerhalb der Bestandspflege herauskristallisiert. Der Bedarf der Unternehmen nach informellem Austausch mit anderen Unternehmen der Region, mit Politik und Verwaltung ist sehr groß und ist vielfältig. Dementsprechend wurden verschiedene Gesprächsformate entwickelt. So zum Beispiel die „Lokalen Unternehmensgespräche“. Sie wurden als Angebot für eine stärkere lokale Gesprächskultur in gewerblich geprägten Bereichen etabliert. Neben der persönlichen Ansprache der Unternehmen und der Verbesserung der Identifikation mit dem Standort zielt dieses Format gleichzeitig auf eine Verbesserung der Kommunikation der Unternehmen untereinander. 2014 gab es 4 Gesprächsrunden dieser Art. Im Juni folgten über 100 Unternehmerinnen und Unternehmer der Einladung des Bezirksbürger-

meisters zum „Lichtenberger Unternehmerabend“, der 2014 nun bereits zum dritten Mal stattfand. Der Hof des Rathauses bot an diesem Sommerabend Raum für anregende Gespräche, individuellen Gedankenaustausch und gegenseitiges Kennenlernen in angenehmer Atmosphäre. Am 9. Oktober lud das Bezirksamt Unternehmen und Unternehmensverbände ins Rathaus zur „Aktionskonferenz Starker Partner Wirtschaft“ ein. Expertinnen und Experten verschiedener Bereiche aus Politik und Wirtschaft moderierten die 10 Themen-Lounges. Sie diskutierten mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern über aktuelle Themen wie Fachkräftegewinnung, Kundenbindung, Infrastruktur, Liquiditätssicherung, IT-Sicherheit und vieles mehr.

Aktionskonferenz Starker Partner Wirtschaft, Foto: Medienbüro Gäding

Lichtenberger Unternehmerabend , Foto: Breuer

Den Höhepunkt dieses Veranstaltungstages bildete die Verleihung des Titels „Lichtenberger Unternehmen des Jahres 2014“ in angemessen festlichem Rahmen.

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Seit 2012 zeichnet das Bezirksamt ein „Lichtenberger Unternehmen des Jahres“ aus. Das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro stellt alljährlich der Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg e.V. zur Verfügung. Unternehmen können sich bewerben oder von Bürger/innen vorgeschlagen werden. Von allen eingesandten Vorschlägen nominierte die Jury 12 Unternehmen für ihr außerordentliches Engagement. Als Sieger wurde APONEO Deutsche Versand-Apotheke geehrt. 			

www.berlin.de/lichtenberg/aktuelles angesehen werden. Der Film zeigt, ebenso wie die neue attraktive Wirtschaftsbroschüre, die Möglichkeiten und Chancen des Bezirkes. Wie kann das überzeugender dargestellt werden als durch die Präsentation der Unternehmen, die sich bereits bewusst für den Standort Lichtenberg entschieden haben? Die Broschüre, die anhand der ansässigen Unternehmen kommuniziert, was der Bezirk zu bieten hat, Qualitäten darstellt und bewusst die Wirtschaftsorientierung der lokalen Akteure heraushebt ist im Büro für Wirtschaftsförderung erhältlich. In Zusammenarbeit mit der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH (BPWT) wurde die erfolgreiche Reihe bezirklicher „UnternehmensTalks“ auch in 2014 mit zwei Veranstaltungen fortgesetzt. Der Unternehmens-Talk ist ein regelmäßiges, sehr erfolgreiches Veranstaltungsformat, das von der BPWT in allen Berliner Bezirken organisiert wird. Am 13.05. empfing Bezirksbürgermeister Andreas Geisel sechs Unternehmensvertreter der IKT-Branche zum gemeinsamen Dinner am Sitz der Berlin Mobil GmbH, um sich mit Ihnen über unternehmens- und standortnahe Themen auszutauschen.

Lichtenberger Unternehmen des Jahres, Foto: Medienbüro Gäding

Unternehmenstalk, Foto: T. Pawlowski

Beim zweiten Unternehmenstalk am 02.12.2014 folgten sieben Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen der Einladung in das Restaurant Hafenküche. Im Rahmen dieses Abends führte Wilfried Nünthel, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, durch ausgewählte Schauplätze im Bezirk, an denen aktuell und künftig besondere Stadtentwicklungsprojekte realisiert werden.
Foto: Büro für Wirtschaftsförderung

Im Rahmen der Auszeichnungsveranstaltung hatte der Imagefilm zum Standort Lichtenberg Premiere. Er entstand in engem Zusammenwirken mit der Pressestelle des Bezirksamtes und kann unter

In 2014 wurde nun bereits zum 10. Mal der „WirtschaftsPartnerTag Berlin eastside“ gemeinsam mit den Partnern aus Marzahn-Hellersdorf veranstaltet und in bewährter Weise tatkräftig von der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH (BPWT) unterstützt.

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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Die Mitarbeiterinnen der Pressestelle informieren die Öffentlichkeit tagesaktuell über die Arbeit des Bezirksamtes. Sie arbeiten eng mit den Referentinnen und Referenten der Stadträtinnen und Stadträte zusammen und kommunizieren mit weiteren Mitgliedern des Bezirksamtes. Täglich verfassen sie Pressemitteilungen und stellen neueste Informationen ins Internet. Durch die Pressemitteilungen erhalten sowohl die Lokalredaktionen der hauptstädtischen Tageszeitungen, als auch Lichtenberger Wochen- und Monatszeitungen sowie Radio- und Fernseh-Sender, unterschiedliche Nachrichtenagenturen sowie Onlineredaktionen aktuellste Informationen aus dem Bezirk. Außerdem werden zu ausgewählten Themen mehrfach im Jahr Pressekonferenzen veranstaltet.

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Foto: T. Pawlowski

Das diesjährige Thema „Wohnen und Arbeiten in Berlin eastside – Herausforderung Demografischer Wandel“ zog am 06.11.2014 über 200 Gäste ins UKB Berlin.

WirtschaftsPartnerTag Berlin eastside , Foto: Hohenberger

Mit dem UPL- Unternehmensportal Lichtenberg www.upl-lichtenberg.de stellt das Bezirksamt eine Informations- und Kommunikationsplattform für Unternehmen aus der Region bereit, die auch berlinweit von immer mehr Bürgerinnen und Bürgern genutzt wird, um gezielt nach Produkten und Dienstleistungen für den eigenen Bedarf zu suchen. 2015 wird die Darstellung speziell für diese Nutzergruppe noch einmal eine grundlegende Verbesserung erfahren.

Die Arbeit des Bezirksamtes wird so effizient an mögliche Multiplikatoren kommuniziert. Zusätzlich werden Lichtenbergerinnen und Lichtenberger stets schnell, ausführlich und transparent informiert. Durch die gezielte Pressearbeit ist es in der Vergangenheit gelungen, die Wahrnehmung Lichtenbergs als bunten, kinder- und familienfreundlichen Bezirk auch über seine Grenzen hinaus zu etablieren. Besondere Themen der Pressearbeit waren: •  Bezirkliche Veranstaltungshöhepunkte wie die „Lange Nacht der Politik“ ( im Januar 2014), „spectaculum am lichten berg“ (im Mai 2014) und der „Lichtermarkt“ (im Dezember 2014)

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•  Halbzeitbilanz-Pressekonferenz zur Entwicklung des Bezirks •  Bürgersprechstunden, Kiezspaziergänge und Presserundfahrten mit dem Bezirksbürgermeister und den weiteren Mitgliedern des Bezirksamtes •  ein Festakt zum 25-jährigen Jubiläum des Mauerfalls in der Erlöserkirche •  Begleiten der Aktivitäten zur Gestaltung „Gedenken an der Rummelsburger Bucht“ und das Einweihen des Gedenkortes Rummelsburg •  Kommunizieren der wirtschaftlichen Entwicklung des Bezirks, Vorstellung des aktuellen Wirtschaftsberichts, des Wirtschaftspartnertags und Unternehmerabends im Rathaus sowie Verleihung des Preises „Unternehmer des Jahres“ •  Aktivitäten zu einer neuen Städtepartnerschaft mit dem Wiener Stadtteil Margareten •  Weitere Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements und neue Formen der Bürgerbeteiligung •  Monatlicher Bericht über aktuelle Bau- und Planungsvorhaben im Bezirk sowie Einweihung von Parks und Spielplätzen •  Bürgerversammlungen zu Bauprojekten und Sanierungsvorhaben sowie Beteiligung der Öffentlichkeit in der Stadtplanung, zu Verkehrsthemen im Gebiet Frankfurter Allee Nord (FAN) u. v. a. •  Vielfältige Aktivitäten gegen Rechts, für Demokratie und Zivilcourage •  Situation der Kinderbetreuung und Kita-Entwicklungsplan sowie Schule und Schulnetzentwicklung •  Jugendhilfe und Jugendfreizeiteinrichtungen, Betreuung junger Menschen •  Angebote und Informationen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes •  Kunstaktionen, Konzerte, Ausstellungen sowie weitere monatliche Veranstaltungen der Bibliotheken, des Museums, des Kulturhauses Karlshorst, der Musikschule Im Jahr 2014 sind 365 Pressemitteilungen und Presseeinladungen herausgegeben worden. Die Pressemitteilungen wurden am Erscheinungstag im Internet veröffentlicht und mit dem Presseportal des Presse- und Informationsamtes des Landes Berlin verlinkt. Auf der Internetseite www.lichtenberg.berlin.de wurden ausgewählte Mitteilungen anhand des „Bezirkstickers“ auf der Startseite oder unter der Rubrik „Aktuelles“ verlinkt. Gemeinsam mit dem Bezirksamtskollegium wurden zahlreiche Pressegespräche vorbereitet und

realisiert. Diese und vielfältige andere Termine wurden fotografisch dokumentiert. Internet Das Bezirksamt präsentiert sich unter der Internetadresse www.lichtenberg.berlin.de auf dem Stadtportal berlin.de mit etwa 600 Internetseiten. Es gibt 45 aktive Redakteure im Bezirk Lichtenberg, die von der Pressestelle koordiniert wurden. In 2014 wurden verstärkt die Dienstleistungen der Dienstleistungsdatenbank in unseren vorhandenen Internetseiten eingebunden. Im Bezirk sind drei Leistungsredakteure tätig, die ausgewählte Dienstleistungen in den Bereichen Jugend, Gesundheit und Ordnung für alle Berliner Bezirke formulieren, erstellen und pflegen. Unsere acht Standortredakteure verorten die Dienstleistungen mit den bezirklichen Standorten, damit unter anderem eine Online-Terminvergabe bereitgestellt werden konnte. Einen großen Stellenwert nahmen die Vorbereitungen zum Relaunch von www.berlin.de und die Umstellung auf das Content-Management-System „Imperia 9“ ein. Das Konzept zur Umstellung wurde in einer großen Infoveranstaltung allen Webredakteuren präsentiert. Im Vorfeld wurden alle Internetseiten gesichtet und den zuständigen Webredakteuren zur Aktualisierung übergeben. Schulungen wurden für 2014 und 2015 organisiert und durchgeführt. Der Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit war in allen entsprechenden Arbeitsgruppen auf Landesebene vertreten. Ein Newsletter kann auf den Seiten des Bezirksamtes elektronisch abonniert werden, mit dem die Pressemitteilungen des Bezirksamtes tagesaktuell abrufbar sind. Die Statistik für den Internetauftritt hat 1.521.463 Zugriffe für das Jahr registriert, durchschnittlich sind es 126.000 monatlich. Im www.OpenData.de – Portal wurden in regelmäßigen Abständen der Haushaltsplan und die monatlichen kameralen Monatsdaten hinterlegt. Es handelt sich um ein Datenportal in dem Rohdaten wie Excel-Tabellen zum Erstellen von Statistiken zur Verfügung gestellt wurden. Publikationen Das Team der Pressestelle recherchiert, schreibt und redigiert Texte und macht Bilder für die Monatszeitung „Lichtenberger Rathausnachrichten“. Darin präsentiert das Bezirksamt neben Themen aus dem Rathaus auch spannendes aus dem bezirklichen Leben. Zwölf Ausgaben wurden pünkt-

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lich in Zusammenarbeit mit dem Redaktionsteam des Bezirksamtes realisiert. Die Rathausnachrichten werden in einer Auflage von mehr als 120.000 Exemplaren kostenlos an alle erreichbaren Haushalte im Bezirk verteilt. Haushaltsmittel des Bezirksamtes werden dafür nicht eingesetzt. Der Jahresveranstaltungskalender diente der Publizierung herausragender öffentlichkeitswirksamer Ereignisse im Bezirk und ist im Internet veröffentlicht. Die Pressestelle hat außerdem damit begonnen, die Bildschirme in den Wartezimmern der Bürgerämter mit aktuellen Informationen zu bestücken. Zusätzlich haben die Mitarbeiterinnen Plakate, Einladungen und Flyer für bezirkliche Zwecke erstellt. Image-Film Die Pressestelle hat die Wirtschaftsförderung des Bezirksamtes bei der Produktion des neuen Lichtenberger Imagefilmes beraten und unterstützt. Darin wird Lichtenberg als innovativer Wirtschaftsstandort und lebenswerter Bezirk dargestellt. Interessierte können ihn sich unter www.berlin.de/ lichtenberg/aktuelles ansehen.

Lichtenberger feiern 755 Jahre Jurbarkas (Litauen) Unter Leitung des stellvertretenden Bürgermeisters, Dr. Andreas Prüfer, nahm eine Lichtenberger Delegation an den Feierlichkeiten zum 755-jährigen Stadtjubiläum unserer Partnerstadt Jurbarkas in Litauen teil. In Anwesenheit der litauischen Staatspräsidentin Dalia Grybauskaitė, eröffnete Landrat Ričardas Juška am 15. August ein Stadtfest, das es in sich hatte.

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Folkloregruppen, Kulturverbände, Sportvereine, Bürgerinnen und Bürger des Kreises und des Umlandes feierten mit den Gästen aus den Partnerstädten in Russland, Deutschland, Polen, Belgien, Österreich und weiteren Delegationen aus Lettland und Moldawa drei Tage lang. Ganz Jurbarkas war auf den Beinen und beging mit Begeisterung den Jahrestag mit Feuerwerk, Umzug und Musical (Notre Dame), Blasmusik und Springreiten, Tanzperformances, Rock und Pop, hohen Ehrungen sowie traditionellen Speisen und Getränken. Im Mittelpunkt des Festes stand die Einweihung des von einer russischen Adelsfamilie im 19. Jahrhundert begründeten Gutsparks nach Sanierung, die in gemeinsamer Arbeit mit Partnern aus dem russischen Kaliningrad realisiert wurde, was dort selbstverständlich schien und die Hoffnung auf das friedliche Zusammenleben in der Region stärkte.

Foto: BA Lichtenberg

Internationale Beziehungen und Städtepartnerschaften Besondere Höhepunkte im Rahmen partnerschaftlicher Beziehungen waren in diesem Jahr die 755ste Jubiläumsfeier der Stadt Jurbarkas in Litauen, die Verhandlungen zur Vorbereitung der Vereinbarungen städtepartnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Bezirken Hoan Kiem von Hanoi und Margareten von Wien, der Empfang eines Mitgliedes des Stadtrates aus Kaliningrad anlässlich der 8. Deutsch-Russischen Festtage als auch eine Projektreise nach Ka Mubukwana, Mosambik.

Die Lichtenberger Delegation knüpfte neue Kontakte für die städtepartnerschaftliche Zusammenarbeit der nächsten Jahre, unter anderem beim Besuch einer Behinderteneinrichtung. Glückwünsche gab es für Heinz Puttlitz, Vorsitzender des Vereins „Berliner Polizisten helfen“, der für sein

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ehrenamtlichen Engagements für hilfsbedürftige Menschen zum Ehrenbürger des Kreises Jurbarkas ernannt wurde. Für den Bürgerverein „Fennpfuhl“, der seit Jahren das Kinderheim in Viešvilė in Kreis Jurbarkas unterstützt, überreichte der Vorsitzende Rainer Bosse auch in diesem Jahr wieder eine Spende in Höhe von 600,00 €. Besucherinnen und Besucher des 21. Lichtermarktes erfreuten sich an gebastelten Sternchen und Engelchen aus einer Behinderteneinrichtung der Partnerstadt.

Am Stand der EJF gemeinnützige AG, Verbund Darßer Straße, verlässlicher Partner im Rahmen der Städtepartnerschaft, konnten die schönen Weihnachtspräsente käuflich erworben werden. Der Erlös ging an die litauische Behinderteneinrichtung. 5. Wiener Gemeindebezirk Margareten und Lichtenberg werden Städtepartner (Österreich) Auf gegenseitigen Arbeitsbesuchen im Juni und Oktober zeigten Frau Susanne Schaefer-Wiery, Bezirksvorsteherin von Margareten und Andreas Geisel, ehemaliger Bezirksbürgermeister von Lichtenberg ihr großes Interesse an einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit. Besonderes Augenmerk wurde hierbei auf die Schwerpunkte kommunale Wohnungspolitik, Kreativwirtschaft und Unternehmensformen, Partizipation von Kindern-und Jugendlichen, Migration und Integration im Lebensalltag und Umsetzung von Klimaschutzprogrammen mit allen zur Verfügung stehenden bezirklichen Ressourcen gelegt. Beide Partner setzen sich ebenfalls für einen kontinuierlichen Erfahrungsaustausch für ein familienfreundliches Margareten bzw. Lichtenberg, für Kunst und Kultur sowie Jugend und Sport ein.

Erfahrungsaustausch während der 8. DeutschRussischen Festtage Anlässlich der Festtage vom 06.-08. Juni 2014 verweilten Herr Alexander Pyatikop, Mitglied des Stadtrates und Herr Andre Malashenko, Abteilung internationale Beziehungen aus Kaliningrad, zu einem Erfahrungsaustausch in Lichtenberg.

Neben den sportlichen und kulturellen Höhepunkten des dt.-russ. Festes, trafen sich die Gäste zum Erfahrungsaustausch auch mit Fachleuten aus Stadtentwicklung, Gesundheit, Bürgerdienste sowie Bildung und Kultur. Besonders angetan war Herr Pyatikop von der Institution Bürgeramt und dem Zentrum für tuberkuloseerkrankte und -gefährdete Menschen.

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Als Vertreterinnen der Partnerschaften Lichtenberg nahmen Kerstin Beurich, Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur, Soziales und Sport und Karin Strumpf, Beauftragte für Partnerschaften bei den Festlichkeiten des Tages der Stadt Kaliningrad im Juli 2014 eil. Die Fortsetzung gemeinsamen Aktivitäten in den Bereichen Bildung, Jugend, Kultur, Sport und Tourismuswirtschaft wurde bekräftigt. Neue Städtepartnerschaftsvereinbarung mit Distrikt Hoan Kiem von Hanoi (Vietnam) vor dem Abschluss Mit Lichtenberger Akteuren und Vertretern der vietnamesischen Community urden mögliche Schwerpunkte einer partnerschaftlichen Willenserklärung diskutiert. Im Ergebnis dieser konstruktiven Debatte liegt der Entwurf einer Vereinbarung zur Unterzeichnung vor.

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Die Fotos geben einen Einblick über das Leben im 5. Stadtbezirk von Maputo, Ka Mubukwana und in Berlin-Lichtenberg. Sie zeigen Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf und stellen die Projekte der Städtepartnerschaft vor. Die Fototafeln vermitteln nicht nur Informationen über die Partnerbezirke, sondern sind zugleich Ausdruck für eine engagierte Zusammenarbeit zwischen den Menschen in zwei weit voneinander entfernten Bezirken. 11. run for help der Alexander Puschkin Schule am 21.Juni 2014 Traditionell wie in jedem Jahr, trafen sich Schülerinnen und Schüler, interessierte Mitstreiter und aktive Läufer der Fangemeinde der AlexanderPuschkin Schule am 21. Juni im Stadion Friedrichsfelde. Sie nahmen am Spendenlauf für ihre Partnerschule Escola Primaria de Bagamoyo in Ka Mubukwana (Mosambik) teil. 316 Läuferinnen und Läufer absolvierten insgesamt 2607 Runden und nahmen 2.413 € an Spenden ein. Ein großes Dankeschön gilt allen Aktiven, Organisatoren, Helfern und Unterstützern.

Am 04. November 2014 empfing das Bezirksamt eine hochrangige Delegation aus Hanoi und Vertretern aus dem Distrikt Hoan Kiem. Delegationsleiter Herr Nguyen Khan Loi, (stellv. Leiter der Abteilung Kultur, Sport und Tourismus) wertschäzte die fortgeschrittenen Planungen. Auf Einladung der Partnerstadt wird im ersten Quartal 2015 eine Delegation des Bezirksamtes die gemeinsame Unterzeichnung der Städtepartnervereinbarung 2015-2017 in Hoan Kiem vollziehen.

Vernissage Städtepartnerschaft Berlin - Lichtenberg und Ka Mubukwana - 5. Bezirk von Maputo Am 01. Juli 2014 fand die Ausstellungseröffnung über die bezirkliche Städtepartnerschaft im Humboldt-Haus der Wohnungsbaugenossenschaft „Humboldt-Universität eG“, Warnitzerstraße 13, in 13057 Berlin statt. Susanne Laudahn (SODI), Ralf Straßburg (Ehrenamt) und Thomas Iwainsky (extractdesign), langjährige Mitglieder des Arbeitskreises Maputo des Bezirksamtes, waren maßgeblich an der Gestaltung und Umsetzung der Ausstellung beteiligt.

Nun können in Ka Mubukwana die dringend benötigten Schulmöbel gekauft werden, damit keiner mehr auf dem Boden sitzen muss.

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Einladung Oberbürgermeister nach Ka Mubukwana Auf Einladung des Oberbürgermeisters von Maputo, David Simango, besuchte im November eine Lichtenberger Delegation unter Leitung des ehemaligen Bezirksbürgermeisters Andreas Geisel ihren Partnerbezirk Ka Mubukwana. Die Delegationsmitglieder besuchten Schulen, ein Krankenhaus, Initiativen für Frauen und Aidswaisenkinder, die Kleinbauern, den Städtepartnerverein ASTA und viele weitere Akteure, die die

gerstiftung. Immer wieder gelingt es ihr, ein abwechslungsreiches Programm zusammen zu stellen und Künstler, Chöre, Tanzgruppen etc. zu motivieren und auf ihr Honorar zu verzichten, damit der Erlös aus der Gala Projekten in Lichtenberg zufließen kann. 			 	 Dank der eingegangenen Spenden, unter anderen anlässlich der 5.Benefiz-Gala am 06.Dezember 2014, konnten interessante Projekte im Bezirk eine Förderung erhalten. Nach dem Jahresmotto „Lichtenberg bunt und aktiv“ erhielten eine finanzielle Unterstützung: 	 Jugend macht Wirtschaft – 	 Berufsinformationstage	 400,00 € 	 Seniorenprojekt „Krise oder Chance“	 500,00 € 	 Projekt „werkstatt denkmal“	 400,00 € 	 Lichtenberger Helden	 200,00 € 	 Projekt „Graue Zellen“	 1.500,00 € 	 Kinder-Universität Lichtenberg (KUL) 	 500,00 € 	 „Kleine Füße-große Schritte“	 Tanzfestival SpringSteps	 1.000,00€ 	

Städtepartnerschaft unterstützen. Sie erhielten Eindruck über kommunale Verwaltungsstrukturen, Projektarbeit und den fleißigen und motivierten Menschen, die sich für die Verbesserung ihres Lebensumfeldes unter schwierigsten Bedingungen einsetzen.

Integrationsbeauftragte

Bürgerstiftung Lichtenberg Die Bürgerstiftung setzte ihre erfolgreiche Arbeit für ehrenamtliches Engagement Lichtenberger Bürgerinnen und Bürger fort. Monika Mayer, ehem. Schulleiterin der OSZ Max-Taut-Schule in Berlin - Lichtenberg und stellv. Vorsitzende des Kuratoriums der Bürgerstiftung Berlin-Lichtenberg wurde für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement für die Bürgerstiftung mit der Bürgermedaille 2014 ausgezeichnet. Sie organisiert die jährliche Benefizgala der Bür-

Das Jahr 2014 war für die Bundesrepublik Deutschland, das Land Berlin und damit auch für den Bezirk Lichtenberg gekennzeichnet von der Zuwanderung von Flüchtlingen aus Südosteuropa, dem Westbalkan und aus Bürgerkriegsländern wie Afghanistan, dem Irak oder Syrien. 2 neue Flüchtlingsunterkünfte in Alt-Lichtenberg nahmen ihren Betrieb auf. Eine Sammelunterkunft im Dorf Falkenberg soll im Frühjahr 2015 bereit stehen. Dies stellt das bezirkliche Gemeinwesen vor neue Herausforderungen. 2014 erfolgte die Koordinierung dieser Arbeit durch die Integrationsbeauftragte über die jeweiligen Akteursrunden von Vereinen, Initiativen, Wohnungsunternehmen, Polizei usw. gemeinsam mit den Heimbetreibern und in einer bezirklichen AG dieser Heimbetreiber. Die dort diskutierten Probleme waren u.a. die Kinder-und Jugendarbeit, die Kita- und Schulplatzversorgung und die spezielle medizinische Betreuung von

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schwerstkranken oder behinderten Flüchtlingen. Auch die Leitung des Landesamtes für Gesundheit und Soziales nahm an einer Beratung im Frühjahr 2014 teil. Durch die weiterhin wachsende Anzahl an Flüchtlingen im Bezirk, vor allem die geplante Unterbringung in Falkenberg, sind weitere abgestimmte und verbesserte Maßnahmen der Fachbereiche des Bezirksamtes und Multiplikatorenrunden in den jeweiligen Stadteilen, auch als Anlaufstellen für die Nachbarinnen und Nachbarn der Neu-Lichtenberger notwendig. Zu den Neuzuwanderern gehören auch die rumänischen Roma-Familien in Lichtenberg Mitte, die in prekären Wohnverhältnissen leben. Um die angespannte Situation zwischen Hauseigentümer und Mieterinnen und Mietern zu verbessern, fand im Juli ein „Runder Tisch“ unter Leitung des ehemaligen Bezirksbürgermeisters Andreas Geisel statt, in dessen Ergebnis eine Hausordnung für das Wohnhaus Alt-Friedrichsfelde 110 erstellt und ausgegeben wurde. Der Bezirk Lichtenberg hat in der Berliner Lenkungsgruppe „Roma“ aktiv mitgearbeitet. Die bezirkliche Arbeit wurde von der Anlaufstelle für Zuwanderer aus Südosteuropa beim Verein „SüdOst Europa Kultur“ begleitet und unterstützt. 2015 ist diese Anlaufstelle beim Caritas-Verband Berlin angesiedelt, Lichtenberg bekommt senatsgefördert ein eigenes Projekt für die Mieter- sowie Schülerund Elternbetreuung. Der Bezirk hat sich in diesem Fall für die neuerliche Kooperation mit dem „SüdOst Europa Kulturverein“ entschieden. Die RAA Berlin betreut an der Adam-Ries Grundschule und der Schule am Breiten Luch zugewanderte Mädchen und Jungen aus Roma-Familien bei ihrer Integration in das hiesige Schulsystem. Das Projekt ist bestens vernetzt mit demSport- und Freizeitangebot „ankommen“ der Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit, das im Frühsommer 2014 seine Arbeit im Kiez „Rosenfelder Ring“ aufgenommen hat. Für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter aus dem Jugend- und Schulbereich sowie weitere Interessierte fanden zwei Fachgespräche und Fachtage zum Thema statt, gefördert und organisiert über die Lokalen Aktionspläne der Bundesregierung. Die Gesamtkoordinierung der Integration dieser Neuzuwanderergruppe erfolgt über die bezirkliche AG „Roma“, die unter der Beteiligung der Projekte, Vereine und Ämter 2014 viermal tagte. Das senatsgeförderte Projekt der Integrationslotsen bei der Bürgerinitiative „Ausländische MitbürgerInnen e.V.“ stößt auf große Resonanz, vor allem bei jungen vietnamesischen Familien mit Kindern.

Aus diesem Projekt ist inzwischen ein Treffpunkt für vietnamesische Mütter mit ihren Kindern entstanden und der Senat (Büro der Integrationsbeauftragten) hat seine Förderung auf weitere Stellen zur Beratung von Flüchtlingen beim Träger ausgedehnt. Um die Integration der im Bezirk zahlenmäßig stark vertretenen Vietnamsinnen und Vietnamesen weiter voranzutreiben hat die Integrationsbeauftragte vor allem mit dem Interkulturellen Kompetenzzentrum für Migrantinnen- und Migrantenorganisationen des VIA Regionalverbandes Berlin/Brandenburg e.V. kooperiert. Schwerpunkt waren u.a. die Weiterentwicklung des Altenpflege- und Hospizprojektes für Vietnamesinnen und Vietnamesen, die Vorbereitung und Durchführung eines Fachtages im November mit dem Thema „Älter werden“ vietnamesischer Berlinerinnen und Berliner und die Kooperation mit dem vietnamesischen Unternehmerverband in Hinblick auf die Zusammenarbeit mit dem Gewerbeamt und der Wirtschaftsförderung. DieZusammenarbeit mit VIA wird 2015 fortgeführt und ein neuer Fachtag Vietnam vorbereitet. Auch die am Rodeliusplatz ansässige koptischägyptische Gemeinde hat in ihren Reihen Flüchtlinge aus Ägypten aufgenommen und betreut. Um diese Integrationsarbeit weiter leisten zu können ist die bauliche Sicherung des Daches des Kirchgebäudes unerlässlich. Die ersten koordinierenden Runden mit den Gemeindevertretern, dem Stadtplanungsamt und der unteren Denkmalschutzbehörde erfolgte durch die Integrationsbeauftragte. Bei der Integrationsbeauftragten sind die Geschäftsstellen der Jury zur Vergabe des „Preises für Demokratie und Zivilcourage“ und des 2014 erstmals vergebenen Integrationspreises Lichtenberg angesiedelt. Die Vergabe dieses Preises erfolgte im September 2014 an die Brodowin-Grundschule für die herausragende und langjährige Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund, insbesondere von Flüchtlingskindern. Im Mai und November 2014 bürgerte der ehemalige Bezirksbürgermeister Andreas Geisel in einer jeweiligen feierlichen Veranstaltung im Rathaus, Lichtenbergerinnen und Lichtenberger ein. Die Integrationsbeauftragte arbeitet aktiv im bezirklichen Rat für Migrantenangelegenheiten sowie im Integrationsausschuss der BVV mit. Der Rat und der Ausschuss beschäftigten sich auch 2014 mit der Situation der Flüchtlinge und neuzugewanderten Romafamilien aus Rumänien im Bezirk und kooperierte jeweils mit demMigrantenrat und Ausschuss für Integration des Bezirkes MarzahnHellersdorf.

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Gleichstellungsbeauftragte
Ein Schwerpunkt in diesem Jahr war die Netzwerkstrukturen für Frauen, die im Bezirk leben und arbeiten, zu stärken. Auf Initiative der Lichtenberger Frauenprojekte und der Gleichstellungsbeauftragten wurde der Runde Tisch „Frau Lichtenberg vernetzt sich“ gegründet. Dieser versteht sich als Interessenvertretung für Frauen in ihren vielfältigen biografischen Lebensbezügen. Dem Gründungsaufruf am 24.6.14 sind viele interessierte Frauen gefolgt. Ihre Themenschwerpunkte und Bedarfe wurden u.a. in den Zielvereinbarungen im Audit „kinder – und familienfreundlicher Bezirk“ aufgenommen.

Sehr erfolgreich war die Kampagne der Berliner Gleichstellungsbeauftragten zum 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen. Mitglieder des Bezirksamtes und Abgeordnete haben am Rathaus Möllendorffstraße die Fahne „Frei leben – ohne Gewalt“ von TERRE DES FEMMES gehisst und in einem Kaisers-Backstops Tüten mit der Aufschrift „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ mit Informationen und Werbeträger der Berliner Unternehmen der diesjährigen Kampagne verteilt. Der Bezirk beteiligte sich mit eigenen Fach- und Informationsveranstaltungen an der berlinweiten Kampagne. Im Frühjahr fand eine Fachveranstaltung zum Thema „Kinder und Jugendliche im Kontext häuslicher Gewalt“ statt. Die Ausstellung der BIG Hotline wurde im Bezirk gezeigt und Präventionsworkshops mit Schülerinnen und Schülern durchgeführt. Im Rahmen des lokalen Aktionsplans für Demokratie und Toleranz wurden Workshops zur Geschlechterdemokratie und Gewalt an Frauen und Mädchen als Menschrechtsverletzung in den Jugendfreizeiteinrichtungen initiiert und zum öffentlichen Streiktanz „One Billion Rising“ am 14. Februar und 25. November in Lichtenberg aufgerufen. März 2014 fanden wieder viele Veranstaltungen in

den Frauenprojekten unter dem Motto „Frau Lichtenberg hat eine Botschaft“ statt. Ein besonderer Höhepunkt war der Jahresempfang des Bezirksamtes anlässlich des Internationalen Frauentages. Viele Frauen und Mädchen feierten gemeinsam, würdigten bisher Erreichtes und forderten, was es im Rahmen der Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern noch zu erreichen gilt. Zum Tag der Lohngleichheit, dem Equal Pay Day am 21. März wurde das von den Berliner Gleichstellungsbeauftragten herausgegebene EXTRABLATT im Bezirk verteilt und am Rathaus Möllendorffstraße die Fahne gehisst. Unter dem Motto „Mädchen in die Kommunalpolitik“ hatte der ehemalige Bezirksbürgermeister zum Girls Day in das in das Rathaus eingeladen. Ein wesentlicher Themenschwerpunkt des Runden Tisches „Frau Lichtenberg vernetzt sich“ ist die Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt. Sehr gute Kooperationen haben sich mit den Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt aus dem Jobcenter Lichtenberg und der Arbeitsagentur Mitte sowie dem Frauennetzwerk entwickelt. Die Projekte „Für Sie“ vom Arbeitslosenverband und das FrauenTechnikZentrum beraten und coachen Frauen zum Wiedereinstieg in das Berufsleben bzw. der beruflichen Weiterentwicklung. Das Projekt des Frauen Technikzentrums „Ausbildung in Sicht“ richtet sich an Migrantinnen und Migranten. Mit der Umsetzung des Projektes „Berliner JobCoaching für Alleinerziehende und Frauen mit Familien- und Pflegeaufgaben“ im Jobcenter Lichtenberg werden insbesondere junge Mütter beim Einstieg in den Arbeitsmarkt unterstützt. Es bestehen gute Kooperationsbeziehungen zwischen dem Jugendamt und Jobcenter. Geplant ist der Ausbau der Angebote der flexiblen Kinderbetreuung. Die Lichtenberger Frauenprojekte sind aktive Partnerinnen im Netzwerk der Willkommensinitiative für Flüchtlinge im Bezirk. Sie stellen ihre Räumlichkeiten und Spenden zur Verfügung. Weitere Frei-

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zeit- und Unterstützungsangebote werden in den Begleitgremien aufeinander abgestimmt.

Klimaschutzbeauftragte
Ökologisches Modellprojekt „Wieviel Energie lässt sich in privaten Berliner Mietshäusern sparen? Das Bezirksamt hat als erster Bezirk in Berlin ein ökologisches Pilotprojekt im Stadtumbau- und Sanierungsgebiet Frankfurter Allee Nord konzipiert und gestartet, bei dem Privateigentümer von Mietshäusern und deren Mieter beim Reduzieren von Energie und CO2-Emissionen unterstützt werden. Im Vorfeld der gemeinsamen Auftaktveranstaltung am 20.11.2014 wurde der Projektflyer per Postwurfsendung in sämtliche Postkästen im Modellgebiet verteilt.

tümern und Mietern und die Beratung zu energiesparenden Maßnahmen. Damit verbunden ist insbesondere die Hoffnung, dass Eigentümer für die Umsetzung von energetischen Maßnahmen gewonnen werden. Als Modellgebiet wurden zwei Häuserblöcke mit 38 Mietshäusern und 30 unterschiedlichen Eigentümern ausgewählt. Das Modellprojekt verfolgt zwei Ansätze: Einerseits bietet es ein auf das jeweilige Mietshaus bezogene Beratungspaket. Somit erhalten Einzeleigentümer kostenfrei ein energetisches Sanierungskonzept und einen Energieausweis für ihr Gebäude, welches anonym und ohne Umsetzungsverpflichtung angeboten wird. Dabei werden auch geringinvestive Maßnahmen betrachtet, wie das Dämmen von Leitungen oder Beleuchtungskonzepte, die spürbare Effekte erzielen und relativ unkompliziert umsetzbar sind. Gleichzeitig können Mieter haushaltsbezogene Energieberatungen in Anspruch nehmen. Zusätzlich sollen die Eigentümer für liegenschaftsübergreifende, gemeinsam koordinierte Maßnahmen gewonnen werden, um die Investitionskosten zu senken und damit die Belastungen für die Mieter zu reduzieren. Denkbar wären eine gemeinsame Heizzentrale zur gebäudeübergreifenden Energieversorgung oder das Nutzen von Rabatten, die gewährt werden, wenn mehrere Vermieter energetische Sanierungsmaßnahmen gemeinsam beauftragen. Maßgeblich finanziert wird das Projekt über das Förderprogramm „Stadtumbau Ost“ der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Als Sponsor und Fachberater konnte die Gasag für dieses Projekt gewonnen werden. Die Investitionsbank Berlin, die Verbraucherzentrale Berlin und der Berliner Mieterverein bereichern das Projekt als Kooperationspartner. Lichtenberger Mobilitätskonzept Gemäß bezirklichem Klimaschutzkonzept liegen die verkehrsbedingten Emissionen auf Platz zwei der Treibhausgasproduzenten im Bezirk. Mit Hilfe der nachfolgenden fünf Klimaschutzmaßnahmen aus dem Handlungsfeld Verkehr, sollen die Emissionen bis 2020 erheblich reduziert werden: •  Ausbau ÖPNV •  Modernisierung Fuhrpark •  Radwegekonzept •  Abstellangebote für Fahrräder •  Mobilitätsmanagement/ - erziehung

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Auf der Grundlage des bezirklichen Klimaschutzkonzeptes will Lichtenberg seine CO2-Emissionen bis 2020 erheblich senken. 48 Prozent der Treibhausgase im Bezirk entstehen durch das Heizen von Gebäuden und demStromverbrauch der dort lebenden Menschen. Im Gegensatz zu den Wohnungsbeständen von Wohnungsbaugesellschaften und genossenschaften haben Mietshäuser in Privatbesitz häufig noch einen hohen energetischen Sanierungsbedarf. Aber energetische Sanierungen kosten viel Geld und sind kompliziert umzusetzen. Das schreckt sowohl Eigentümer als auch Mieter ab. Deshalb untersucht der Bezirk zurzeit gemeinsam mit privaten Eigentümern und Mietern, inwieweit sich der Energieverbrauch und die Emissionen durch energetische Maßnahmen wirtschaftlich und sozialverträglich senken lassen. Im Fokus stehen dabei die energetische Gebäudesanierung, die effiziente Energieversorgung und die individuelle Beratung von Mietern und Eigentümern. Ziel des Modellprojektes ist der Dialog mit Eigen-

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Die Erstellung eines Mobilitätskonzeptes für den Bezirk soll die konkrete Umsetzung von Mobilitätsmaßnahmen vorbereiten und koordinieren. Dabei geht es im Wesentlichen um die Reduzierung von Emissionen, sichere und verknüpfte Mobilitätsangebote für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und eine Attraktivitätssteigerung von Fuß- und Radverkehr sowie ÖPNV.

zum September 2015 ein Klimaschutzteilkonzept „Klimafreundliche Mobilität in Lichtenberg“ erstellt. Am 3.11.2014 fand die Auftaktveranstaltung im Lichtenberger Rathaus statt. Es erfolgte ein reger Austausch zwischen den Studenten der TU Berlin und den Fachabteilungen des Bezirksamtes. Weitere Informationen erhalten alle Interessierten auf der bezirklichen Mobilitätshomepage http:// www.berlin.de/ba-lichtenberg/politik/klimabeauftragte05.html Über ein eingerichtetes Kontaktformular können Anregungen, Vorschläge und Ideen online eingebracht werden.

Modellblöcke im Projektgebiet

Das Bezirksamt stellte Ende März 2014 bei der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit einen Fördermittelantrag für 50 Prozent der anfallenden Kosten. Mit Antragstellung hat sich das Bezirksamt zur Bereitstellung der Co-Finanzierung verpflichtet. Der bewilligte Fördermittelbescheid lag im Oktober 2014 vor. Das Institut für Stadt- und Regionalplanung an der TU Berlin hat im Rahmen eines Studentenprojektes ein Mobilitätskonzept für den Bezirk Pankow erarbeitet. In Anlehnung an dieses Projekt wird in Kooperation mit dem Bezirksamt Lichtenberg bis

Behindertenpolitische Arbeit
Die UN-Behindertenrechtskonvention, die seit 2009 in Deutschland geltendes Recht ist, zielt auf die volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an der Gesellschaft.

Auszug aus dem Lichtenberger Klimaschutzkonzept (Datenbasis 2007)

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Die Inklusion, Partizipation und Selbstbestimmung als Leitbilder der UN-BRK bildeten in der behindertenpolitischen Arbeit die Arbeitsschwerpunkte, um die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu erleichtern und zu fördern. Für ein gemeinsames selbstverständliches Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung galt es weiter, Barrieren in der Behindertenarbeit abzubauen. Dazu zählten bauliche Barrieren, fehlende Aufzüge, fehlende Leitsysteme für blinde und taube Menschen, Barrieren in den Köpfen von Menschen ohne Behinderungen, die sich in Vorbehalten zeigten, und soziale Barrieren, wenn Eltern mit behinderten Kindern zu wenig Unterstützung erhielten. Vom 12. bis 22. März fand die „1. Woche der Inklusion in Lichtenberg – Vielfalt inklusive!“ statt. Durch ein vielfältiges Programm wurden die Bürgerinnen und Bürger im Bezirk über die Arbeit und Projekte zur Inklusion informiert. Durch Workshops, Ausstellungen und Tage der offenen Türen wurden Räume der Begegnung geschaffen. Lichtenberg präsentierte sich als ein Berliner Bezirk auf dem Weg zur inklusiven Kommune mit inklusionsorientierter Verwaltung. Die Aktionswoche findet alle zwei Jahre im Bezirk mit Unterstützung der AG „Inklusion“ statt. Um die Mitarbeiter mit Publikumsverkehr im Umgang mit den verschiedenen Behinderungsarten zu sensibilisieren, wurden Fortbildungsveranstaltungen im Rahmen von Inhouseschulungen durchgeführt und für 2015 vorbereitet. So fand mit dem Allgemeinen Blinden und Sehbehindertenverein Berlin e.V. eine Tagesschulung zum Thema „Sensibilisierung für den Umgang mit blinden und sehbehinderten Menschen“ im Februar statt. Ein Kommunikationsworkshop im Umgang mit schwerhörigen und tauben Menschen und die An-

wendung der „Leichten Sprache“ wurden für das I. Quartal 2015 vorbereitet. Die Mitarbeit in bezirklichen und überbezirklichen Gremien wie Ausschuss Soziales, Menschen mit Behinderungen und Mieterschutz, Treffen der Konferenz der Berliner Beauftragten für Menschen mit Behinderung beim Landesbeauftragten, Beratungen beim Landesbeirat für Menschen mit Behinderung, Arbeitskreis „Wohnen im Alter“, Runder Tisch „Selbstbestimmte Lebensgestaltung verbessern“ in Alt-Hohenschönhausen der Spastikerhilfe, Quartalsgespräch mit der BVG zum ÖPNV, wurde fortgesetzt. Die Teilnahme an verschiedenen Fachkonferenzen zur Behindertenarbeit wurde gewährleistet. Im Rahmen der Sitzung des Bezirksbeirates für Menschen mit Behinderungen wurde informiert, beraten und vorgestellt: •  Bereitstellung von barrierefreien Wahllokalen – DS/1330/VII Einreicher: AK „Wahlen“ •  Möglichkeiten, Angebote und Leistungen für schwerbehinderte Menschen auf Arbeitssuche •  weitere Verbesserung der Barrierefreiheit im Rathaus •  geplante und durchgeführte Bordsteinabsenkungen im Bezirksamt Lichtenberg •  bezahlbarer und barrierefreier Wohnraum •  Klimaschutz- und Mobilitätskonzept des Bezirkes Der Beirat tagte auf der Grundlage einer Geschäftsordnung alle zwei Monate zu behindertenpolitischen Themen und Schwerpunkten im Bezirk. Die Erkenntnisse und Hinweise aus diesem Arbeitsprozess mit Vereinen, Verbänden, Experten, dem Beirat und Bürgern wurden kontinuierlich mit den Fachabteilungen des Bezirksamtes ausgewertet und flossen in die Arbeit des Bezirksamtes ein. So wurden u. a. die Hinweise über fehlende Bordsteinabsenkungen im Bezirk geprüft, mit den Mitgliedern des Bezirksbeirates abgestimmt und in die Liste des Tiefbauamtes aufgenommen. Die Interessen der Menschen mit Behinderung wurde von Mitgliedern des Beirates mit beratendem Charakter im Begleitgremium Bürgerhaushalt, Mobilitätsrat, im Bürgerbeirat für die FAN Förderkulisse Stadtumbau Ost und Baubeirat Roederplatz vertreten. Der Bezirksbeirat stellte sich und seine Arbeitsschwerpunkte an den Lichtenberger Sozialtagen und Gesundheitsmesse vor.

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Studenten tauschen sich mit den Fachabteilungen aus

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Die Beauftragte sah durch ihre Einbeziehung die Möglichkeit, die Verantwortlichen für die einzelnen Bauvorhaben für die Belange von Menschen mit Behinderung sensibilisieren zu können, und im Bedarfsfall die Einbeziehung von Sachverständigen für Barrierefreiheit zu verlangen. Auch waren persönliche Kontakte und Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern mit Behinderung wesentlicher Bestandteil der Arbeit der Beauftragten für Menschen mit Behinderung. Dabei ging es unter anderem um: •  Beschaffung von barrierefreiem Wohnraum •  sozialen Fragen hinsichtlich der Nachteilsausgleiche für Menschen mit Behinderung nach den SGB IX und XII •  Beantragung eines Schwerbehindertenausweises beim Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin •  Genehmigung von Parkplätzen •  Vermittlung und Zusammenarbeit mit dem Integrationsfachdienst Ost
Eröffnung der Inklusions-Woche

Auf der Konferenz der Berliner Beauftragten für Menschen mit Behinderung in der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales wurde informiert und beraten über: •  Novellierungsvorschläge §7 LGBG •  Einbeziehung der Belange für Menschen mit Behinderung in die sozialraumorientierte •  Sozialraumkoordination •  Vorschriften zum Bau von Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkünften •  barrierefreie Informationen in leichter Sprache •  Versorgungslücken in den Bezirken bei Menschen mit geistiger Behinderung •  Aktivitäten zur Weiterentwicklung Signet „Barrierefrei“ •  die Umsetzung der BITV 2.0 (die Barrierefreie Informationstechnik Verordnung, seit Sept. 2012 gültig) Von der Beauftragten wurden vom Bau- und Wohnungsaufsichtsamt des Bezirksamtes und Architektenbüros Stellungnahmen zum barrierefreien Bauen und den damit im Zusammenhang stehenden Anträgen auf Abweichung von der Pflicht des barrierefreien Bauens gemäß der Bauordnung für Berlin (§ 51) abverlangt. Antworten auf Anfragen von Bauherren, Architekten oder anderen Personen zu Baumaßnahmen konnten nur beratenden Charakter haben oder informeller Art sein.

In Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk, Vereinen, Akteuren und Mitgliedern aus dem Bezirksbeirat von und für Menschen mit Behinderung entstand der Kiezatlas „Lieblings-Orte in Hohenschönhausen“ in (fast) leichter Sprache. Mit dem Projekt wurde ein Stück UN-Behindertenrechtskonvention in unserem Bezirk mit Leben gefüllt. Anlässlich des Internationalen Tages für Menschen mit Behinderung am 03.12. veranstaltete das Bezirksamt die „Lichtenberger Inklusionstage“. Unter dem Motto „(ER)LEBEN MIT BEHINDERUNG“ fanden ein inklusives Theaterstück, eine Fotoausstellung und eine Buchlesung statt. Sämtliche Veranstaltungen waren baulich und kommunikativ barrierefrei.

Europapolitische Arbeit
-das Europäische Jahr der Vereinbarkeit von Berufs und FamilienlebenEuropawoche mit Europafest am Brandenburger Tor Im Rahmen der 20. Berliner Europawoche vom 03. bis 11. Mai 2014, fand das Europa-Fest „Berlin wählt Europa“ am 9. Mai auf dem Pariser Platz statt. Veranstalter des Festes waren wieder die Berliner Senatskanzlei, Vertreter der Europäischen Kommission, das Informationsbüro des Europäischen

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Internationaler Tag für Menschen mit Behinderung

Parlaments und weitere engagierte Berliner EUAkteure der Bezirke. Berlinerinnen und Berliner sowie Gäste der Stadt informierten sich an ca 28 Ständen von europäischen Organisationen, Vereinen und Initiativen über die Europäische Union und die Europawahl. Europawahl 25. Mai 2014 Die Veranstaltungsreihe der Berliner Europa-Foren für Bürgerinnen und Bürger setzte sich auch 2014 fort, dem Jahr der Neuwahlen zum Europäischen Parlament. Interessierte Bürgerinnen und Bürger konnten ihre Anliegen erläutern, Wünsche und Forderungen an Europa formulieren und sich allgemein informieren. Als lokale Bürgererklärung zusammengefasst, wurde diese an europapolitisch verantwortliche Politikerinnen und Politiker übergeben.

zum ersten Mal auch im Rahmen der Wahl zum Europäischen Parlament statt. 800 Lichtenberger Kinder und Jugendliche nutzten an diesem Tag die Möglichkeit ihre Stimme abzugeben. Wahlergebnisse: 27,13% CDU, 16,25 % DIE LINKE, 15,39 % SPD, 11,63 Bündnis Grüne, 2 % FDP Eine gemeinsame Postkartenaktion der Berliner EU-Beauftragten wurde ins Leben gerufen, um die Menschen über Ihr Stimmrecht aufzuklären

Gemeinsame Postkartenaktion der EU-Beauftragten der Berliner Bezirke zur Europa-Wahl am 25.Mai 2014

Partizipation und Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen wird in Lichtenberg ernst genommen. So fand am 10. Mai die U18-Europawahl

Auslandspraktika für Verwaltungspersonal LoGo! Europe 2.0 – Locals go Europe 2014 Im Zusammenhang mit der Europäischen Integration stehen die Kommunen vor großen Aufgaben und Herausforderungen. Soziale und interkulturelle Kompetenz, projektbezogene, grenzüberschreitende Arbeitsabläufe erfordern interdisziplinäres

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Arbeiten, Flexibilität und Fremdsprachenkenntnisse. Mit dem Ziel, die Fachkräftemobilität zur Stärkung der Europafähigkeit in Lichtenberg zu erhöhen, nahmen von insgesamt 34 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Berliner Bezirksverwaltungen, drei Beschäftigte aus Lichtenberg erfolgreich an einem vierwöchigen Auslandspraktikum teil. In Kooperation mit Partnern in den Städten Amstelveen (Niederlande), Stettin (Polen) und Istanbul (Türkei) lernten sie in einer Verwaltung die dortigen Arbeitsabläufe kennen. Die KollegenInnen sammelten wertvolle Erfahrungen, die sie in ihrem eigenen Arbeitsumfeld nachhaltig nutzen können.

Steuerungsdienst / Organisationseinheit Sozialraumorientierte Planungskoordination
Die Fertigstellung der 13 Stadtteilprofile (Bezirksregionenprofile) nahm einen Großteil der Tätigkeit der Organisationseinheit Sozialraumorientierte Planungskoordination und Gemeinwesenarbeit in 2014 ein. Für 2015 ist nun die Diskussion in den Stadtteilen angedacht, um bezirkliche Handlungsempfehlungen und aktuelle Planungen der Fachämter vorzustellen sowie die Sicht der Bewohnerund Trägerschaft in die Bewertung der einzelnen Gebiete aufzunehmen. Ziel ist eine zusammenfassende Übersicht, u. a. auf die Wohnungslage und -qualität, Nahversorgung und Einkaufsinfrastruktur, soziale und kulturelle Einrichtungen, Kitas und Schulen, Kultureinrichtungen, Naherholungs- und Freizeitangebote sowie Kleingartenanlagen, insbesondere vor dem Hintergrund des stark anwachsenden Bezirkes zu erhalten und auf den Bedarf entsprechend zu reagieren. Um einer neuen Qualität der bezirklich geförderten Stadtteilarbeit mehr Gewicht zu geben und sie auf eine gute fachliche Basis zu stellen, fand eine Neuausschreibung der Stadtteilzentren zum 1. Juli 2014 statt. Das Aufgaben- und Leistungsspektrum dazu wurde in einem bezirklichen Stadtteilzentrenvertrag festgehalten. Zusammen mit einem Rahmenkonzept für bezirkliche Stadtteilkoordination zur Sicherung von Stadtteil- und Gemeinwesenarbeit wurde er am 30. September 2014 im Rathaus Lichtenberg von Vertreterinnen und Vertretern der bezirklichen Kooperationspartner unterzeichnet.  Fachlich unterstützt von den Dachverbänden der gemeinnützigen Träger der Stadtteilkoordination wie dem Paritätischen Wohlfahrtsverband e.V.,

dem Verband für sozial-kulturelle Arbeit e.V., dem Arbeiterwohlfahrt-Kreisverband, der StephanusStiftung und dem Jobcenter wird eine noch bessere fachliche und partnerschaftliche Zusammenarbeit für Lichtenberg angestrebt. Mit der Neuausschreibung der Stadtteilzentren zum 01.07.2014 fand auch eine neue interne Ausrichtung der Tätigkeitsschwerpunkte innerhalb der Organisationseinheit statt. Zwei Gebietskoordinatorinnen arbeiten nun in regionaler Zuständigkeit (Lichtenberg, Hohenschönhausen) und zwei nach Aufgabenschwerpunkten (Kontaktmanagement, Ehrenamt, Konzepte und Prozesse der Gemeinwesenentwicklung). Die Zusammenarbeit mit den Stadtteilzentren und lokalen Akteuren wurde fortgeführt, musste sich aber aufgrund der nun wesentlich größeren regionalen Zuständigkeiten auf ausgewählte Schwerpunkte, Projekte und Gremien orientieren (Jubiläum 30 Jahre NeuHohenschönhausen, Audit Familiengerechter Bezirk Lichtenberg, Begleitausschüsse der LAP Hohenschönhausen und Lichtenberg, Wettbewerb Mittendrin, Geschäftsstellentätigkeiten). Im Bezirk Lichtenberg wurden im Jahre 2014 durch die stetig steigende Anzahl an Flüchtlingen, die in die Bundesrepublik kommen, die meisten Asylbewerber des Landes Berlin untergebracht. Dies führte zu besonderen Herausforderungen für das Bezirksamt bezüglich der Unterbringung, gesundheitlichen Versorgung, Beschulung und Integration ins Wohnumfeld. Gemeinsam mit den Fachämtern des Bezirksamtes, den Wohnheimbetreibern, den Trägern vor Ort, der Polizei usw. waren die Gebietskoordinatorinnen insbesondere im Sinne von besserer Kommunikation, von Verständnis und einer Koordinierung von Hilfeangeboten bemüht. Ein aktuelles Thema im Bezirk ist der Umgang mit Zuwanderung. Dies betrifft vor allem Roma-Gruppen aus EU-Partnerländern. Um Ihnen eine bessere Integration zu ermöglichen, hat die Gebietskoordination im Zusammenwirken mit Trägern und dem Theater an der Parkaue einen Förderantrag für „Freiwilliges Engagement in Nachbarschaften“ bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gestellt. Damit wäre 2015 eine Umsetzung nachbarschaftlich orientierter, integrativer Projekte möglich. Audit Familiengerechte Kommune Lichtenberg ist im Aufwärtstrend. Dies macht sich nicht nur an der Neuansiedlung von Unternehmen, einer niedrigen Arbeitslosenquote (insbesondere bei den Jugendlichen) und einem Wachs-

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tum von Haushaltseinkommen und Kaufkraft fest. Der Bezirk wächst auch in seiner Bevölkerung – es ziehen junge Familien nach Lichtenberg und die Geburtenrate steigt. Dabei kann sich Lichtenberg auf seine gute Infrastruktur und die vorhandenen Angebote berufen: viele Grün- und Freizeitflächen, vielfältige Kitaplatz- und Schulangebote, die Seen, gute Einkaufsmöglichkeiten, moderne Krankenhäuser, gut besuchte Jugendfreizeit- und Sportstätten und zahlreiche überregionale Attraktionen wie z.B. der Tierpark Friedrichsfelde, die Trabrennbahn oder das Theater an der Parkaue qualifizieren den Bezirk als kinder- und familienfreundlichen Wohnstandort. Um diese positive Entwicklung auch nachhaltig zu sichern und auszubauen hat es oberste Priorität im Bezirksamt, Lichtenberg so attraktiv und familienfreundlich wie möglich zu gestalten. Dabei nimmt Familienpolitik in Lichtenberg ganz unterschiedliche Lebensgemeinschaften wahr und respektiert die vielfältigen Lebensentwürfe und Lebensphasen verschiedenster Menschen. Familie ist für uns überall da, wo über Generationen hinweg Menschen füreinander Verantwortung übernehmen. Und um dem Anspruch, ein familiengerechter Bezirk zu sein, gerecht zu werden, hat sich das Bezirksamt dafür entschieden, den Bezirk Berlin-Lichtenberg dem bundesweiten Audit „Familiengerechte Kommune“ zu unterziehen. Dieses Audit wird einen Soll-Ist-Vergleich herstellen und verfolgt das Ziel, weiteren Verbesserungsbedarf aufzuspüren und bestehende Defizite zu beseitigen. Es geht um die Fragen: Sind die Menschen an ihrem Wohnort und mit ihrem Wohnumfeld zufrieden? Und fühlen sie sich hier wohl? Um diese Fragen zu beantworten, bedarf es der Beteiligung vieler familienpolitischer Akteure Vereine und Träger, die mit ihren Angeboten im Feld der Familienarbeit unterwegs sind, Unternehmen, die in ihrer Arbeitgeberfunktion familienfreundlich agieren, Fördervereine von Schulen und Kitas, die die Rahmenbedingungen der Kinder und Jugendlichen mitgestalten, Sport- und andere Freizeitvereine, die einen Anteil zur gesunden Entwicklung der Lichtenberger leisten und letztendlich der Familien, die hier im Bezirk leben. Das Expertenwissen all derer ist in einem Beteiligungsprozess, der von August bis Dezember 2014 stattfand, eingeflossen. Alle in diesem Prozess erarbeiteten Maßnahmen und Ziele werden in einer Zielvereinbarung festgehalten, die, von der Bezirksverordnetenversammlung beschlossen, Grundlage für die Zertifizierung

als Familiengerechte Kommune ist und an denen sich der Bezirk dann in den nächsten Jahren messen lassen wird. In sechs Handlungsfeldern, die sich von ganz zentralen Themen wie Vernetzung und Steuerung über Bereiche wie Erziehung, Bildung, Betreuung und Beratung ziehen, das Wohnumfeld und die Lebensqualität im Bezirk betrachten und dabei alle Lebensphasen der Generationen vom Kleinkind, über die Arbeit bis hin zum Ruhestand im Blick haben, werden Ziele und Maßnahmen formuliert und sollen umgesetzt werden.
Eckdaten Audit

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Auftraggeber	 Bezirksamt Lichtenberg Auftragnehmer	 Verein Familiengerechte 	 Kommune e.V. Ziel	 1. Zertifizierung als Familienge	 rechte Kommune 	 2. Umsetzung der vereinbarten 	 Ziele und Maßnahmen 	 3. Lichtenberg als familienge	 rechten Bezirk qualifizieren! Beteiligte	 Bezirksamt und Bezirksverordne	 tenversammlung Lichtenberg 	 Vereine und Träger der Familien	 arbeit 	 Sport- und Freizeitvereine 	 Fördervereine von Schulen 	 und Kitas 	 Interessenvertretungen (Senio	 ren, Frauen, Migranten) 	 Unternehmen 	 Hochschulen 	 Kirchengemeinden 	 ... Projektzeitraum	Erhebungsphase I. Quartal 2014 	 Analyse- und Strategiephase 	 II. Quartal 2014 	 Beteiligungsphase 	 III/IV. Quartal 2014 	 Zielvereinbarungsphase IV. Quar	 tal 2014 – I. Quartal 2015 	 Zertifizierung II./III. Quartal 2015 Umsetzung	 2015 - 2018 Bürgerversammlungen/Bürgerbeteiligung/ Beiräte An Diskussions- und Planungsprozessen zur Verbesserung und Überarbeitung des Verfahrens zum Bürgerhaushalt ist die Gebietskoordination von Beginn an beteiligt und hat dazu in allen Arbeitsgruppen mitgearbeitet.

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Nach wie vor unterstützen die Gebietskoordinatorinnen die Bürgerbeteiligung vor Ort und sind an der Vorbereitung, Information und Durchführung von Bürgerversammlungen beteiligt. Auch 2014 gelang es wieder, Fördermittel des Senates zum Thema „Freiwilliges Engagement in Nachbarschaften“ für besonders unterstützenswerte Gebiete (Ostseeviertel) zu akquirieren. Eine Bürgerjury begleitete diesen Prozess und zeigte dabei viel Eigeninitiative. In Hohenschönhausen gab es am 09.02.2014 den offiziellen Startschuss für das Jubiläum „30 Jahre HSH“. Eine Internetseite www.hohenschoenhausen-kiezinfo.de entstand und informiert seitdem über eine Vielzahl von Veranstaltungen im Altbezirk Hohenschönhausen. Die Gebietskoordination ist weiterhin Mitglied im Initiativkreis und unterstützt bei der Kommunikation zwischen Akteuren und Bezirksamt. In Lichtenberg gibt es eine Vielzahl von Interessenvertretungen der Lichtenbergerinnen und Lichtenberger wie (Bürger-)Vereine, (Bei-)Räte, Kiezaktive, Initiativen und Bürgerjurys. Die Gebietskoordinatorinnen stehen als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung und unterstützen deren Arbeit. Gute Erfahrungen haben der Bezirk und die Verwaltung mit der Arbeit von Bürgergremien im Rahmen der Maßnahmen des Sanierungsgebietes Frankfurter Allee Nord (FAN) auch 2014 gemacht. Der FAN-Beirat als Bürgergremium nimmt aktiv am Geschehen teil, übermittelt die Position der Bürgerschaft zur Vorhabenplanung in die Verwaltung aber auch in Richtung Politik. Die Gebietskoordination als Geschäftsstelle des Beirates steht hier beratend und unterstützend dem Beirat und der Verwaltung zur Seite. Unterstützung von Bürgeraktivitäten, Ehrenamt, Ehrenamtsfonds und regionalen Projekten Die Gebietskoordination übernahm 2014 wieder die Organisation des Lichtenberger Frühjahrsputzes. Mehr als 4.770 Stunden ehrenamtliche Arbeit wurden durch Aktive geleistet und viele Flächen im Bezirk gereinigt. Auch der Herbstputz wurde vielerorts durch Ehrenamtliche organisiert und findet immer mehr Anhänger. Das Familienfest „Spectaculum am lichten Berg“ in der Möllendorffstraße wurde 2014 durch die Ge-

bietskoordinatorin Lichtenberg organisiert und umgesetzt.

Als Geschäftsstelle des Freiwilligenrates wurde die Festveranstaltung zur Verleihung der Bürgermedaille durch die Gebietskoordination organisiert. Die Veranstaltung, auf der in diesem Jahr 10 ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger die Auszeichnung erhielten, fand 2014 im Christlichen Sozialwerk statt. Projekte und Veranstaltungen Wie sieht das bürgerschaftliche Engagement in Lichtenberg aus? Dieser Frage will der Bezirk Lichtenberg nachgehen und beteiligt sich deshalb als einer von vier Pilot-Bezirken an dem von der Senatskanzlei im Jahr 2013 ins Leben gerufenen Projekt „Engagiert in Berlin! Bezirkliche Engagementförderung“. Um festzustellen, in welchen Bereichen sich Menschen engagieren, wurden exemplarisch die Stadtteile Neu-Hohenschönhausen Nord und Fennpfuhl umfassend analysiert. Die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Untersuchung wurden im November 2014 im Rahmen von „Engagement-Werkstätten“ in den Stadtteilen präsentiert. Die Erkenntnisse und Ergebnisse der Workshops werden als Grundlage für die Entwicklung eines Handlungskonzeptes zur Stärkung des ehrenamtlichen/ bürgerschaftlichen Engagements genutzt. Ziel des Projektes ist es, Ansatzpunkte für eine von den Bezirken und dem Berliner Senat ausgehenden Ehrenamtspolitik zu ermitteln und Strategien zu entwickeln, wie bürgerschaftliches Engagement gefördert werden kann. Diese Ideen fließen dann als konkrete Vorschläge in eine berlinweite Online-Plattform ein, die voraussichtlich im April 2015 freigeschaltet wird. Bürgerhaushalt Lichtenberg Das Jahr 2014 begann für das Beteiligungsverfahren Bürgerhaushalt mit dem Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) zu einer über-

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arbeiteten Rahmenkonzeption. Den Ergebnissen der öffentlichen gemeinsamen Auswertung in Arbeitsgruppen und Workshops folgend, hatte das Begleitgremium Bürgerhaushalt ein mit folgenden Schwerpunkten verändertes Papier vorgelegt: •  vorgeschaltetes Sichtungsverfahren nach Vorschlagseingang zur Auswahl der jeweils geeigneten Bearbeitungsverfahren, •  Nutzung vorhandener Plattformen des Anliegenmangagements, •  Durchführung von Veranstaltungen und anderen diskursiven Verfahren zur Vorschlagserarbeitung in den Stadtteilen (ggf. zu einem festgelegten Schwerpunktthema) bis zum Ende des I. Quartals eines Jahres, •  Votierungsverfahren im II. Quartal eines Jahres, damit Ergebnisse in die Haushaltsberatungsprozesse der BVV eingespeist werden können. Mit diesen Änderungen ist eine fokussiertere Arbeit im Begleitgremium möglich, da Einreichungen, die entweder als Anliegen erkannt werden, deren Bearbeitung in der Zuständigkeit außerhalb des Bezirksamtes liegt oder die als Fachthema eines grundsätzlichen Dialoges bedürfen, über die direkten und geeigneteren Bearbeitungswege geleitet werden. Somit erfolgt im Begleitgremium der konkrete Dialog mit den Vorschlagseinreichern/innen, Politik, Bürgerschaftsvertretern/innen und Verwaltung zu Möglichkeiten der Umsetzung von haushaltsrelevanten Vorschlägen, die innerhalb der bzw. durch die Bezirksverwaltung umgesetzt werden könnten. Pro Sitzung werden ca. 20 Vorschläge behandelt und anschließend der BVV zur Beschlussfassung vorgelegt. Im Jahr 2014 gingen insgesamt 80 Vorschläge ein, davon wurden 43 dem Begleitgremium zur Beratung vorgelegt. Fünf dieser Vorschläge wurden vom Begleitgremium zur Votierung vorgesehen (Eingangsfrist bis Ende des I. Quartals 2014). Hinzukamen 13 Vorschläge der insgesamt im Jahr 2013 eingegangenen 255 Vorschläge, die ebenfalls in die Votierungsphase übergeleitet wurden. Insgesamt standen somit 18 Vorschläge zur Abstimmung. Alle Lichtenbergerinnen und Lichtenberger waren vom 12. bis zum 18. Mai 2014 aufgerufen, sich an der Wahl der besten 10 Vorschläge zu beteiligen. Knapp 3.000 Menschen beteiligten sich insgesamt an der Votierung und kürten ihre Favoriten.

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Die zehn am höchsten bewerteten Vorschläge wurden anschließend der BVV zur Beratung und Beschlussfassung übergeben. Die Entscheidungen haben sich die Verordneten nicht leicht gemacht und erst im Dezember 2014 die entsprechenden Beschlüsse getroffen. Zu dem mit Platz 1 als Favoriten erkorenen Vorschlag „Nachhaltige Sicherung des sozio-kulturellen Zentrums in der KULTschule Sewanstraße 43“ sind auch bereits die ersten Schritte aufgezeigt worden. Das Bezirksamt geht den Auftrag der BVV intensiv an und wird spätestens bis März 2016 entsprechende Ergebnisse vorlegen. Um den Vorschlag sinnentsprechend, etwa durch die Erhaltung des Nachbarschaftshauses mit seinen Angeboten, umzusetzen, soll mit den Nutzern und externer Unterstützung ein langfristiges Nutzungs- inkl. Finanzkonzept erarbeitet werden. Zum Vorschlag auf Platz 2 „Wasseranschluss und Sanitäre Anlagen für den Aktivspielplatz Dolgenseestraße 16-17 (Friedrichsfelde Süd)“ wird das Bezirksamt prüfen, den Zugang zu einem Wasseranschluss zu ermöglichen. Dabei wird geschaut, ob ein Wasseranschluss auf dem Aktivspielplatz reaktiviert oder ein fußläufig erreichbarer Wasseranschluss im Umfeld unkompliziert genutzt werden kann.  Auf Platz 3 steht der Vorschlag „Öffentliche Toiletten für die Rummelsburger Bucht, Öffentliche Toilette im Stadtteil Neu-Hohenschönhausen Nord“.

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Hierzu soll am 24-Stunden-Anleger in Rummelsburg und am S-Bahnhof Friedrichsfelde-Ost die Einrichtung von öffentlichen Toiletten getestet und die Testergebnisse nach den Sommerferien im Jahr 2015 ausgewertet werden. Parallel zu diesem Beschluss gibt es generellen Bedarf zum Thema. So soll eine Übersicht in Form einer Karte und einer Liste über vorhandene öffentlich zugängliche Toiletten in Lichtenberg erstellt werden, die die Informationen über Standort, Zugangszeiten, Betreiber und Kosten für die Nutzer/innen enthält. Die Übersicht soll in geeigneter Form veröffentlicht werden. Eine Prioritätenliste von Standorten ist zu erstellen, an denen öffentlich zugängliche Toiletten notwendig sind. Dabei sollen beispielhaft Standortbedingungen zur Errichtung und Betrieb einer öffentlichen Toilette dargestellt werden. Das Begleitgremium Bürgerhaushalt kam im Jahr 2014 zur Beratung der Vorschläge mit den Einreicherinnen und Einreichern achtmal zusammen und konnte im laufenden Jahr schon 11 Vorschläge als umgesetzt verzeichnen, ein Großteil befindet sich noch in der Bearbeitung. Über die Umsetzungen der TOP 10 sowie aller anderen vom Begleitgremium behandelten Vorschläge wird auf der Internetseite www.buergerhaushalt-lichtenberg.de anschaulich berichtet. Kiezfonds Über das Verfahren des Kiezfonds werden in Lichtenberg Partizipationsmöglichkeiten eröffnet, die innerhalb eines Stadtteils Anwohner, Akteure und aktive Interessierte zusammenbringen. Projektanträge können ganzjährig an die in den Stadtteilen angesiedelten 13 Bürgerjurys gerichtet werden, die selbstständig über ihr jeweiliges Budget von 7.000 € entscheiden. Angefangen von Spiel- und Freizeitangeboten für Kleinkinder, über Informationsstände zum Naturschutz bis hin zur Organisation eines Lebendigen Adventskalenders erstreckt sich die Palette der Antragsvielfalt. Durch die Umsetzung der Projekte sollen und können sich die Stadtteile unter Einsatz von viel ehrenamtlichen Engagement im Sinne einer lebendigen Bürgergesellschaft entwickeln. Aus den für das Jahr 2014 bereitgestellten Mitteln (je Stadtteil 7.000 €) wurden folgende Summen durch Beschluss der Bürgerjurys ausgeschöpft:(Tabelle S. 25 oben) 142 Projekte konnten also das gemeinschaftliche Leben in den einzelnen Kiezen kreativ bereichern

und nur knapp 3 % blieben vom bereitgestellten Geld übrig. Dies ist nur durch die engagierte Tätigkeit der Bürgerjurymitglieder mit Unterstützung der Stadtteilzentren im Bezirk möglich gewesen. Katastrophen- und Zivilschutz Am 19.02.2014 fand eine weitere Schulung eines Teils der Mitglieder des Katastrophenschutzstabes statt. In der Schulung wurden Allgemeines zum Katastrophenschutz sowie der Aufbau und die Alarmierung des bezirklichen Katastrophenschutzstabes vermittelt. Das Bezirksamt Lichtenberg Bereich Katastrophenschutz hat am 29.11.2014 eine Alarmierungsübung durchgeführt. Der Katastrophenschutzstab Lichtenbergs wäre ca. zwei Stunden nach Alarmierung einsatzbereit, der Zugang zu den Räumen im Rathaus vorausgesetzt. Kiezatlas Der Kiezatlas stellt seit November 2014 die nunmehr fünfte Kinder-Kiez-Karte als Download zur Verfügung. Die Kinder-Kiez-Karte ist ein kleiner Stadtplanausschnitt, der einen Kiez aus Sicht von Kindern beschreibt und entsprechend anschaulich aufbereitet ist. Die fünf Kinder-Kiez-Karten wurden vom Lokalen Aktions Plan Hohenschönhausen unterstützt. Seit Anfang des Jahres 2013 gibt es vom Kiezatlas eine mobile Version für Smartphones unter m.kiezatlas.de/. Schauen Sie doch mal in den Kiezatlas Lichtenberg www.kiezatlas.de/lichtenberg/. Sachmittel für freiwilliges Engagement in Nachbarschaften im Jahr 2014 http://www.berlin.de/ba-lichtenberg/buergerservice/gemeinwesen/gemeinwesen012.html Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt hat dem Bezirksamt Lichtenberg für das Jahr 2014 Sachmittel für freiwilliges Engagement in Nachbarschaften in Höhe von 74.000 Euro zur Verfügung gestellt, um ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger bei der Aufwertung und Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur in der Nachbarschaft zu unterstützen. Damit sollen für das Gemeinwesen wichtige Einrichtungen im Sinne einer sozialen Stadtentwicklung verbessert werden. Die Mittel wurden an 76 Projekte verteilt und bis zum Jahresende vollständig verausgabt. Schreiben Sie uns! http://www.berlin.de/ba-lichtenberg/aktuelles/ kontakt.php

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Aus den für das Jahr 2014 bereitgestellten Mitteln (je Stadtteil 7.000 €) wurden folgende Summen durch Beschluss der Bürgerjurys ausgeschöpft: Stadtteile  Insges. Anzahl der Anträge abgelehnt zurückgezg. verschoben 0	 1	 1	 4	 3	 0	 0	 1	 1	 1	 1	 1	 5	 19	 bewilligt bewilligte Beträge in EUR Nicht verbr. Mittel in EUR

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Dörfer 	 Neu-Hohenschönhausen Nord	 Neu-Hohenschönhausen Süd	 Alt-Hohenschönhausen Nord	 Alt-Hohenschönhausen Süd	 Fennpfuhl	 Alt-Lichtenberg	 Frankfurter Allee Süd	 Neu-Lichtenberg	 Friedrichsfelde Nord	 Friedrichsfelde Süd	 Rummelsburger Bucht 	 Karlshorst	 Gesamt:	

8	 12	 11	 15	 13	 14	 12	 15	 13	 12	 12	 8	 16	 161	

8	 11	 10	 11	 10	 14	 12	 14	 12	 11	 11	 7	 11	 142	

7.000,00 	 6.696,00 	 7.000,00 	 7.000,00 	 6.424,00 	 7.000,00 	 6.946,54 	 6.998,25 	 7.000,00 	 7.000,00 	 7.000,00 	 5.238,25 	 7.000,00 	 88.303,04 	

0,00 304,00 0,00 0,00 576,00 0,00 53,46 1,75 0,00 0,00 0,00 1.761,75 0,00 2.696,96

142 Projekte konnten also das gemeinschaftliche Leben in den einzelnen Kiezen kreativ bereichern und nur knapp 3 % blieben vom bereitgestellten Geld übrig. Dies ist nur durch die engagierte Tätigkeit der Bürgerjurymitglieder mit Unterstützung der Stadtteilzentren im Bezirk möglich gewesen. Der direkte Draht Sie haben Fragen oder Anregungen an die Verwaltung? Sie möchten wegen eines persönlichen Anliegens mit uns in Kontakt treten? Über diesen Weg haben im Jahre 2014 insgesamt 243 Personen die Möglichkeit wahrgenommen, Anfragen aus allen Lebensbereichen zu stellen, die durch die zuständigen Fachabteilungen zügig und kompetent bearbeitet und beantwortet wurden. Neue Klagen	 vor den Amtsgerichten	 vor den Landgerichten	 vor dem Verwaltungsgericht	 gesamt	 2011	 20	 11	 28	 59	 2012	 2013	 2014 8	 4	 40	 52	 14	 7	 47	 68	 5 12 25 42

Rechtsamt
Das Rechtsamt berät zum einen frühzeitig die einzelnen Fachabteilungen mit dem Ziel, Rechtsstreitigkeiten sofern möglich schon im Vorfeld zu vermeiden. Sind gerichtliche Auseinandersetzungen unumgänglich gehört es zu seinen Aufgaben, kompetent und engagiert die Interessen des Landes Berlin vor den Gerichten zu vertreten. Einen inhaltlichen Schwerpunkt stellten dabei auch im Jahr 2014 die Klageverfahren vor den Zivil- und Verwaltungsgerichten dar. Die Summe der insgesamt neu vor den Zivil- und Verwaltungsgerichten geführten Prozesse ging nach dem Anstieg des Jahres 2013 wieder leicht unter das Niveau der Vorjahre zurück.

Dabei sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen: •  Fast das gesamte Jahr 2014 waren im Rechtsamt nur zwei statt regulär vier Juristen im Dienst. •  Während die Zahl der Klagen vor den Amtsgerichten deutlich sank, erhöhte sich die der Klagen vor den Landgerichten. Das hängt mit der Höhe der eingeklagten Forderungen zusammen. Bis zu einem Streitwert von 5000,- € sind die Amtsgerichte, darüber die Landgerichte zuständig. •  Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der gefertigten Rechtsgutachten von 27 im Jahr 2013 auf 35 im Jahr 2014. Die Zahl der Klagen vor den Sozialgerichten in 2. Instanz lag in 2014 wie auch schon im Vorjahr deutlich über dem Mittel der vergangenen Jahre, wie die nachfolgende Tabelle verdeutlicht:

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Neue Klagen	 vor den Sozialgerichten ( in 2. Instanz)	

09	 10	 11	 12	 13	 14 9	 32	 12	 12	 19	 20

laufende	 Zwangsvollstreckungsverfahren	

09	

10	

11	

12	

13	

14

1789	 1844	 1848	 1811	 1794	1839

Neben den Klageverfahren, in denen es oft um höhere Beträge bzw. schwierige Rechtsfragen geht, sind auch die gerichtlichen Mahnverfahren von nicht geringer Bedeutung. Hier geht es meist um Forderungen aus dem Bibliotheksbereich gegen Nutzer wegen verspätet oder gar nicht zurück gegebener entliehener Medien. Nach Ende der testweisen Erprobung einer zentralen Bearbeitung durch die Zentral- und Landesbibliothek Berlin in Teilen der Jahre 2011 und 2012 war deren Zahl bereits 2013 wieder deutlich gestiegen. Dieser Trend setzte sich in 2014 fort. Neu eingeleitet	 Mahnverfahren	 09	 10	 11	 12	 13	 14 262	 231	 179	 148	 225	 270

Die Zahl der neu gestellten Anträge auf Vor- oder Nachnamensänderung ging 2014 nach dem Anstieg in 2013 wieder etwas zurück, wie die nachfolgende Übersicht verdeutlicht: neue Anträge	 auf Namensänderung	 09	 90	 10	 60	 11	 72	 12	 40	 13	 57	 14 46

Seit 2009 gehörte zu den Aufgaben des Rechtsamts daneben die Vertretung des Bezirksamtes in den Fällen der Anfechtung von Scheinvaterschaften gemäß § 1600 Abs. 1 Nr. 5 BGB. Hierzu stellte das Bundesverfassungsgericht nunmehr fest, dass dieser Paragraph wegen Verstoßes gegen Grundrechte nichtig ist. In 2014 wurden daher nur noch die bereits bei Gericht anhängigen Verfahren beendet. 2014 wurde kein Bürgerantrag zur rechtlichen Prüfung eingereicht und auch kein Bürgerbegehren eingeleitet. Die Zahl der insgesamt im Rechtsamt in Bearbeitung befindlichen Fälle blieb im Wesentlichen konstant. Dies wird durch die Zahlen in nachfolgender Tabelle verdeutlicht: Akten	 09	 10	 11	 12	 13	 14 in Bearbeitung insgesamt	 3769	3968	 3982	3879	 3711	3780 Dabei stammt der Großteil der Fälle aus den Bereichen des gerichtlichen Mahnwesens und der Zwangsvollstreckung nach den Regelungen der ZPO, der Namensänderungen und der Insolvenzverfahren, auf die nachfolgend eingegangen wird. Die Zahl der darin enthaltenen Zwangsvollstreckungsvorgänge blieb fast konstant. In 2014 konnten wieder etwa 200 Zwangsvollstreckungsvorgänge abgeschlossen werden. Dem standen aber in etwa gleich viele neu eingeleitete Zwangsvollstreckungsverfahren gegenüber. Die Entwicklung der letzten Jahre ergibt sich aus nachfolgender Tabelle:

Die Zahl der angezeigten Verbraucherinsolvenzen und der damit in der Regel verbundenen Forderungsausfälle des Landes Berlin bewegte sich 2014 knapp unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Dies spiegelt sich in folgenden Zahlen wider, die indes nur eine Tendenz anzeigen können, da in ihnen auch Firmeninsolvenzen mit enthalten sind: Anzahl	 Insolvenzverfahren	 09	 88	 10	 74	 11	 58	 12	 92	 13	 44	 14 67

Sofern in einem Verbraucherinsolvenzverfahren Einigungsversuche mit den Gläubigern scheitern, schließt sich im Rahmen des Restschuldbefreiungsverfahrens eine mehrjährige sogenannte Wohlverhaltensphase an, in der der Schuldner gehalten ist, alles ihm Zumutbare zu unternehmen, um die Forderungen seiner Gläubiger zu befriedigen. Nach Ablauf dieser Wohlverhaltensphase kann der Schuldner bei Gericht den Erlass der dann noch offenen Schulden beantragen. Zusammen mit den Zahlen der laufenden Namensänderungen und der Mahn- und Vollstreckungsakten ergibt sich daraus für diesen Bereich des Rechtsamts ein weiterhin sehr hohes Arbeitsaufkommen mit deutlich mehr als 1000 laufenden Akten pro damit befasster Sachbearbeiterin. Insgesamt waren hier per 31.12.2014 2360 laufende Vorgänge in der Bearbeitung. Die Zahl der Schadensersatzanträge aus dem Schulbereich verharrte in 2014 auf dem niedrigen Stand der Vorjahre. Dies veranschaulicht die nachfolgende Tabelle: Anzahl	 Schadensersatzanträge aus Schulen	 09	 7	 10	 13	 11	 3	 12	 9	 13	 2	 14 4

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Erneut war auch in 2014 die Ausbildung junger Menschen besonderes Anliegen im Rechtsamt. Insgesamt elf juristische Referendare / innen wurden jeweils für drei Monate im Rechtsamt ausgebildet. Daneben wurden drei Auszubildende für den Beruf des Kaufmanns / der Kauffrau für Bürokommunikation betreut.

Arbeitsgruppe Antikorruption
Wesentlicher Arbeitsschwerpunkt in diesem Jahr war die Durchführung einer sehr umfangreichen Routineprüfung baulicher Unterhaltungsarbeiten im Straßen- und Grünflächenamt (ehemals Tiefbauamt). Auf der Grundlage des weiterhin hier geführten Bauregisters wurden außerdem wieder mehrere Routineprüfungen in den verschiedenen mit Bauaufgaben betreuten Bereichen durchgeführt. Bei allen durchgeführten Routineprüfungen im zurückliegenden Arbeitsjahr ergaben sich keinerlei konkrete Anzeichen für Korruption. Eine vertrauliche anlassbezogene Prüfung wurde durchgeführt und von uns abgeschlossen, mit noch offenem Ergebnis anderer Behörden. Im Bereich Datenschutz sowie Informationsfreiheit erfolgte wiederum sowohl innerhalb des Bezirksamtes als auch für Bürgerinnen und Bürger eine Rechtsberatung zu ausgewählten Fragen bzw. Problemen im Umgang mit personenbezogenen Daten bzw. sonstigen sensiblen Angaben

dass durch die Senatsverwaltung für Finanzen für bestimmte Sachverhalte eine Basiskorrektur erfolgt (die Entscheidung des Senats hierzu wird frühestens im März 2015 erwartet), wird für das Haushaltsjahr 2014 dennoch ein positives Jahresergebnis prognostiziert. Die unterjährigen Ausgabensteigerungen belasten somit insbesondere das Jahresergebnis des Landeshaushalts und der Bezirk darf wieder auf einen Überschuss hoffen, der in das übernächste Haushaltsjahr übertragen werden kann. Gegenüber 2013 wurden im Haushaltsjahr 2014 die Ausgaben um 22,9 Mio. € gesteigert. Die wesentlichen Ausgabenbereiche im Jahr 2014 sowie die Veränderungen zu 2013 stellen sich wie folgt dar: (Tabelle S. 28) Bezogen auf die fünf Abteilungen, die von den fünf Bezirksstadträten/-rätinnen bzw. dem Bezirksbürgermeister verantwortet werden bzw. wurden, verteilen sich die Gesamtausgaben im Bezirk Lichtenberg in 2014 wie folgt: Die vergleichsweise hohen Volumina der Abteilungen Bildung, Kultur, Soziales und Sport sowie Jugend und Gesundheit resultieren daraus, dass diese Ressorts die Sozialausgaben verantworten. Wie in den Vorjahren standen auf Landesebene in den Etats der Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und Bildung Sonderprogramme auf dem hohen Niveau von 2013 auch in 2014 zur Verfügung, um den Sanierungsstau in den Bezirken weiter zu senken: •  „Schlaglochprogramm“ zur Beseitigung von Schäden im Straßenland (1,7 Mio. €) •  Schul- und Sportanlagensanierungsprogramm (4,7 Mio. €) •  Sportanlagensanierungsprogramm (0,7 Mio. €). Darüber hinaus standen erstmalig zusätzliche Finanzmittel aus dem neu aufgelegten •  Kita- und Spielplatzsanierungsprogramm (0,8 Mio. €) zur Verfügung. Das voraussichtlich positive Jahresergebnis, das in der Haushaltsdurchführung 2014 erwirtschaftet werden konnte, ergibt sich vor allem aus folgenden Sachverhalten: •  höheren Einnahmen – hier insbesondere bei Gebühren und Entgelten im Rahmen der Einnahmevorgabe E 3, aber auch bei Mieteinnahmen und Mehreinnahmen für das fremdfinanzierte Personal im Jobcenter, die nach Ausgleich der Personalausgaben übrig blieben •  geringere Verwaltungsausgaben wie Ausgaben

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SE Finanzen
Im Haushaltsjahr 2014 standen dem Bezirk insgesamt Mittel in Höhe von 727.733.300 € für Ausgaben zur Verfügung, die auch durch den Überschuss aus dem Haushaltsjahr 2012 i. H. v. 10,3 Mio. € untersetzt waren. Dadurch wurde es möglich, nicht nur Kürzungen auszuschließen und somit die soziale Infrastruktur sowie das Leistungsniveau zu halten, sondern sogar einige Schwerpunktbereiche wie die Hochbauunterhaltung, die Beschaffungen in Schulen, die Grünflächenunterhaltung und die Bürgerbeteiligungen an Planungen mit zusätzlichen Mitteln auszustatten. Tatsächlich wurden 745.400.700 € verausgabt. Die verfügbaren Mittel wurden somit um 17,7 Mio. € überschritten. Die unterjährigen Ausgabensteigerungen beziehen sich vor allem auf die Sozialausgaben, die der Bezirk auf Basis gesetzlicher Regelungen gewährt. Da der Bezirk aber davon ausgeht,

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zur Grundstücksbewirtschaftung A08, Beköstigung A07, Beschaffungen A05 und pauschalierte Ausgaben (A09), •  auch bei den Hochbauunterhaltungsmitteln (A02) wurde nicht alles verausgabt (700 T€ waren über die Leitlinie hinaus für das Bauvorhaben SH Heckelberger Ring veranschlagt, es wurde aber nicht umgesetzt) •  Personalausgaben, deren Veranschlagung auskömmlich war, jedoch vor allem die Tarif- und Besoldungserhöhungen noch basiskorrigiert werden

Ausgabenzweck Personalausgaben	 Lehr- und Lernmittel	 Bauunterhaltung	 Beköstigung	 Bewirtschaftung von Gebäuden	 sonst. Verwaltungsausgaben	 Verrechnungen für kalkulatorischen Gebäude- und Personalkosten	 Investitionen	 Eingliederungshilfen und Hilfen zur Pflege 	

Ausgaben 2013 (€)

Ausgaben 2014 (€)

(Ausgaben für Hilfen in Einrichtungen und außerhalb von Einrichtungen für Personen, die infolge Krankheit oder Behinderung so hilflos sind, dass sie nicht ohne Betreuung und Pflege leben können. Das Bezirksamt Lichtenberg ist auch zuständig für alle Berlinerinnen und Berliner, die außerhalb von und in Einrichtungen außerhalb Berlins untergebracht sind)	

88.903.180	 90.621.932 2.336.409	 2.368.498 11.731.722	 9.967.506 2.469.628	 3.539.693 15.900.675	 16.850.064 21.478.091	 18.318.702 25.150.743	 29.695.763 11.527.101	 8.788.063 180.693.398	 186.707.353

Hilfe zum Lebensunterhalt	 Hilfen zur Erziehung	

(stationäre Hilfen (Heimerziehung, betreutes Wohnen, Vollzeitpflege, Inobhutnahme), ambulante Hilfen (sozialpädagogische Familienhilfe, soziale Gruppenarbeit, Betreuungshelfer/innen), therapeutische und teilstationäre Hilfen, gemeinschaftliche Wohnformen (Mutter-Kind), Erziehungsberatung und Jugendberufshilfe)	

3.186.929	 41.586.811	

4.055.191 40.364.134

Wohngeld	 Ausbildungsförderung	 Krankenhilfe	 freiwillige soziale Leistungen	

(Zuwendungen / Leistungsverträge an / mit sozialen Einrichtungen für allgemeine Betreuungsangebote für Senioren und Seniorinnen sowie an Vereine zur Unterstützung der allgemeinen Jugendarbeit sowie Förderung der Stadtteilarbeit und Regionalmanagement)

3.490.727	 17.180.486	 4.193.149	 6.030.877	

2.817.791 21.117.868 4.063.212 5.988.188

Grundsicherung im Alter	

(Grundsicherung für den, der dauerhaft voll erwerbsgemindert und älter als 65 Jahre ist und seinen notwendigen Lebensunterhalt nicht oder nicht ausreichend aus eigenen Kräften u. Mitteln beschaffen kann)

44.239.158	 2.087.571	 2.002.312	 1.412.347	

46.867.129 2.099.554 1.761.316 1.445.041

Pflegegeld	 Beförderung behinderter Kinder	 Unfallkasse	

(Transportkosten für die Beförderung geistig und körperlich behinderter Kinder und Jugendlicher zu den Schulen) (Aufwendungen für die gesetzliche Unfallversicherung für Schüler/innen in öffentlichen allgemeinbildenden Schulen sowie Kinder in öffentlichen Tageseinrichtungen)

psychosoziale Projekte	 Darlehen	 Insolvenzberatung	 Kosten der Unterkunft nach SGB II	

(Ausgaben nach SGB II für Empfänger von Arbeitslosengeld II)

862.600	 880.000 807.840	 726.124 530.000	 530.000 114.960.503	 108.712.812 1.675.439	 1.803.279 99.184.824	 109.701.988 16.901.824	 23.144.200 1.553.624	 2.036.025

Tagespflege /Tagesbetreuungsstellen	 Kindertagesbetreuung	 sonstige Sozialleistungen 	 Bildungs- und Teilhabepaket	

(Leistungen für Bedarfe, die in der Regel einmalig auftreten) (Kinder von Familien, die Leistungen vom Jobcenter, dem Sozialamt oder der Wohngeldstelle beziehen oder Kinderzuschlag bekommen, können mit diesem Paket Vergünstigungen erhalten)

Ausgaben gesamt	

722.077.968	 744.971.426

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•  Transferleistungen - insbesondere die Hilfen in besonderen Lebenslagen (HbL) werden produktbezogen nachbudgetiert und die prognostischen Berechnungen ergeben an dieser Stelle erneut einen Budgetgewinn Neben der laufenden Haushaltsdurchführung wurde die Arbeit des Finanzservice in 2014 insbesondere auch durch die Erarbeitung des ergänzenden Haushalts 2015, die Beteiligung am Schulentwicklungsplan und die Erarbeitung des Investitionsplans 2015 - 2019 geprägt. Die Haushaltswirtschaft 2015 ist einerseits geprägt von einer Pauschalen Minderausgabe i. H. v. 10,1 Mio. € und andererseits von der fortgeschriebenen Globalzuweisung i. H. v. 14,7 Mio. € sowie dem im Haushaltsjahr 2013 erzielten Überschuss i. H. v. 6,9 Mio. €. Dazu hat das Bezirksamt einen „Ergänzenden Haushalt 2015“ beschlossen. Dieser zeigt auf, an welchen Stellen die zusätzlichen Zuweisungsmittel eingesetzt werden müssen (Vorgabe der Senatsverwaltung für Finanzen), welche Haushaltsrisiken damit abgedeckt werden können und welche Mehreinnahmen bzw. Minderausgaben zur Auflösung des sich dann noch ergebenden Fehlbetrages notwendig sind. Es sind alle Anstrengungen zu unternehmen, zumindest einen ausgeglichenen Haushalt zu erwirtschaften.

Die Senatsverwaltung für Finanzen hat (zunächst) für 2015 Mittel in Höhe von 10 Mio. € bereit- gestellt, um den Behörden des Landes den weiteren Ausbau und (letztlich) die Verstetigung dieses wichtigen Personalmanagementinstruments zu ermöglichen. Finanziert wird u. a. eine auf drei bzw. sechs Monate befristete Doppelbesetzung von hohen Führungspositionen und von Aufgabengebieten mit hohem Spezialwissen, damit die ausscheidende die neue Dienstkraft einarbeiten und so der jeweiligen Behörde Wissen und Erfahrung erhalten bleiben.

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Darüber hinaus haben die Bezirke die Möglichkeit, die Position eines Wissensmanagers bzw. einer Wissensmanagerin, zunächst befristet bis Ende 2016, einzurichten. Das Bezirksamt Lichtenberg hat diese Stelle bereits ausgeschrieben, um dem Prozess des Wissenstransfers einen positiven Schub zum Nutzen aller Beschäftigten zu geben. Als ein weiteres Instrument des Wissenstransfers wird die Berufung und Qualifizierung von interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum behördlichen Dialogbegleiter gefördert.

Schwerbehinderte Mit Stand 31.12.2014 sind 223 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schwerbehindert im Sinne des SGB IX; das entspricht einer Quote von 12,2 %. Im Vorjahr betrug die Quote 12,1%. Altersstruktur Das Durchschnittsalter der aktiven Beschäftigten beträgt jetzt (Stichtag 31.12.2014) 49,9 Jahre. KompetenzPlus Das im Jahr 2013 begonnene interne Qualifizierungsprogramm KompetenzPlus, mit dem Führungskräfte und Nachwuchsführungskräfte gezielt auf die Übernahme von Führungsaufgaben vorbereitet werden, wurde 2014 mit zwei weiteren Teilnehmergruppen fortgesetzt.Für die 1. Gruppe, deren Teilnehmer/innen bereits über Führungserfahrung verfügen, wurden Inhouse-Seminare organisiert, die neben der Weiterentwicklung der methodischen und sozialen Kompetenzen auch die Vermittlung von Rechtskenntnissen beinhalten. Aufgrund der guten Erfahrungen ist geplant, diese Seminare im Jahr 2015 auch für die 2. und 3. Gruppe durchzuführen. Im Rahmen der Umsetzung des Qualifizierungsprogrammes werden ab Januar 2015 drei Teilnehmer/ innen Führungs- und Leitungsaufgaben übernehmen, weitere werden im Laufe des Jahres folgen.

SE Personal
Zielvereinbarung Personal - Konzept zur Erreichung einer künftigen Personalsollstärke für den Bezirk Lichtenberg Das Personalabbaukonzept war auch im Jahre 2014 Richtschnur für die Personalpolitik des Bezirksamtes. Nach gegenwärtigem Stand ist davon auszugehen, dass die Zielsetzung für 2014 annähernd erreicht wird. Darüber hinaus ist es durch eine verantwortungsvolle Arbeit und die Nutzung der von der Senatsverwaltung für Finanzen zusätzlich bewilligten Stellen gelungen, im Bezirk Beschäftigte befristet und unbefristet einzustellen. Insgesamt sind 2014 92 Stellen befristet und 48 Stellen unbefristet besetzt worden. 21 Auszubildende, davon drei unbefristet, sind nach erfolgreichem Bestehen der Ausbildung in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen worden. Wissenstransfer Das Ausscheiden einer Vielzahl von Mitarbeitern in den kommenden Jahren, die Einstellungsrestriktionen und der demografische Wandel führen nicht nur zu Personal-, sondern auch zu Wissensverlust. Ein Mittel, um dies zu minimieren, ist der Wissenstransfer.

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Personalentwicklung - Jahresgespräch Die Bezirksverwaltung hat zum Sommer 2014 das „Jahresgespräch“ als verbindliches Personalentwicklungs-und Führungsinstrument eingeführt. Es soll dazu beitragen, eine erfolgreiche Kommunikation zwischen Führungskraft und Beschäftigten zu fördern. Nach Schulung aller Führungskräfte, einer Informationsveranstaltung für alle Beschäftigten und der Veröffentlichung des Leitfadens zur Durchführung der Jahresgespräche sind die formalen Voraussetzungen für die Durchführung der Jahresgespräche im Bezirk geschaffen. Mit Abschluss des Jahres 2014 haben über 70 Jahresgespräche stattgefunden. Im Ergebnis sind vier Bedarfsmeldungen für Fortbildungen eingegangen, die sofort bearbeitet und realisiert werden konnten. In sechs Fällen haben Führungskräfte sowie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen als ein Ergebnis des Jahresgespräches eine Zielvereinbarung abgeschlossen. Ausbildung Im Jahr 2014 haben 22 Auszubildende erfolgreich ihre Prüfung absolviert und somit ihre Ausbildung abgeschlossen. Fünf von ihnen (vier Verwaltungsfachangestellte und ein Gärtner – Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau) haben ihre Ausbildung auf Grund sehr guter Leistungen um ein halbes Jahr verkürzt und ihre Ausbildung bereits im Februar 2014 abgeschlossen. Zwei der vier Verwaltungsfachangestellten erhielten zum Abschluss ihrer Ausbildung eine Auszeichnung als Jahrgangsbeste. Allen Auszubildenden konnte nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss mindestens eine auf ein Jahr befristete Anschlussbeschäftigung angeboten werden.
Für den Einstellungstermin 01.09.2014 gingen im Bezirksamt Lichtenberg 698 Bewerbungen ein.

Nach intensiven Auswahlverfahren konnten im September 23 neue Auszubildende im BA Lichtenberg ihre Ausbildung beginnen: •  8 Verwaltungsfachangestellte •  2 Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste - Fachrichtung Bibliotheken •  8 Gärtner/innen - Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau •  1 Vermessungstechniker •  4 Altenpfleger/innen
Mit heutigem Stand werden insgesamt 73 junge Menschen in ihrer Ausbildung im BA Lichtenberg betreut. Vor Ort engagieren sich motivierte Praxisanleiter/innen, die eine fundierte und qualitativ hochwertige Ausbildung garantieren. Bereits vor dem ersten Ausbildungstag werden die neuen Auszubildenden - so auch im Berichtsjahr 2014 - in einem Willkommenstreffen zusammengeführt. Verbunden mit einer Einführungswoche lernen sich die neuen Kolleginnen und Kollegen kennen, und erfahren Wissenswertes über den Bezirk und den Aufbau der Verwaltung. Mit diesem Einstieg erhöht das Bezirksamt seine Attraktivität als Ausbildungsbetrieb und Arbeitgeber und unterstützt zugleich die Bindung und Identifikation; einer eventuellen Vertragsauflösung und dem Wechsel zu einem anderen öffentlichen Arbeitgeber wird so entgegengewirkt. Zur nachhaltigen Sicherung von Nachwuchskräften betreut das Bezirksamt Lichtenberg jährlich auch mehrere Regierungsinspektoren und Regierungsräte auf Probe sowie Trainees. Diese erhalten in den jeweiligen Ämtern bzw. Serviceeinheiten ihre praktische Ausbildung, die sie gemäß Laufbahnverordnung benötigen und ergänzen somit ihre bisher erworbenen theoretischen Kenntnisse. Berlinweit wird derzeit ein webbasiertes Bewerbermanagement eingeführt, bei dem sich Bewerberinnen und Bewerber online auf Stellenausschrei-

Berufsfachrichtung

Ausbildungsplätze (31.12.14) Weiblich Männlich 21	 6	 5	 0	 4	 2	 38	 65 3	 3	 2	 2	 15	 2	 27	
(zuzügl. 8 Gärtner Frd./ Krzbg.)

Neueinstellungen Ausbildungsjahr (01.09.14) Weiblich Männlich 7	 0	 1	 0	 2	 2	 12	 23 1 0 1 1 6 2 11
(zuzügl. 3 Gärtner Frd./ Krzbg.)

Verwaltungsfachangestellte	 Kaufleute für Bürokommunikation	 Fachangest. für Medien- u. Informationsdienste	 Vermessungstechniker/in	 Landschaftsgärtner/in	 Altenpflege	 Gesamt	

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bungen des Landes Berlin bewerben können. Als eine der ersten Behörden des Landes Berlin hat das Bezirksamt Lichtenberg das Pilotprojekt begleitet und das Online-Bewerber-System bei den Ausschreibungen für die Ausbildungsplätze im Jahr 2014 erfolgreich angewendet. Damit präsentiert sich das Bezirksamt Lichtenberg als moderne Verwaltung, die sich den Herausforderungen der Zeit stellt.

arbeitern zum frühesten möglichen Zeitpunkt herzustellen, um dann zielgerichtete Maßnahmen zur Überwindung der Arbeitsunfähigkeit und zur Förderung der Leistungsfähigkeit vereinbaren und festlegen zu können. Die Projektgruppe BEM prüft darüber hinaus weitere Aspekte, wie das betriebliche Eingliederungsmanagement einen aktiven Beitrag zur Gesunderhaltung unserer Beschäftigten leisten kann. Wesentliche Faktoren sind die Einbindung und Unterstützung der Führungskräfte sowie der Gesichtspunkt der Prävention. Hier spielen neben weiteren niederschwelligen Angeboten auch Fragen einer Honorierung, z. B. im Rahmen eines Bonussystems eine Rolle.

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Betriebliches Gesundheitsmanagement Die im Rahmen der Dienstvereinbarung über das betriebliche Gesundheitsmanagement und betriebliche Eingliederungsmanagement aus dem Jahre 2008 festgelegten Grundsätze und Ziele waren auch im Jahre 2014 Richtschnur für die zahlreichen Aktivitäten und Angebote des Bezirksamtes auf diesem Gebiet.
Mit Blick auf die Altersstruktur werden den Beschäftigten des Bezirksamtes Lichtenberg bereits seit mehreren Jahren verschiedene Gesundheitsangebote – wie Bewegungsangebote, Vortragsreihen und Seminare zu gesundheitsbewusstem Verhalten und rechtlichen Fragen, Grippeschutzimpfungen, etc. – durch die Serviceeinheit Personal unterbreitet. Diese Angebote werden zunehmend angenommen: 2009 waren es ca. 150, 2014 schon mehr als 350 Beschäftigte – ohne, dass die Beschäftigten ihre Aktivitäten als Arbeits-/Dienstzeit berücksichtigen dürfen. Auch speziell für einzelne Bereiche angebotene Seminare werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr gut angenommen. Beispielhaft sind die Seminare „gesundheitsorientierte Teamentwicklung“ für den Bereich Bürgerdienste und die Veranstaltung „Förderung und Stärkung von sozialen Kompetenzen in der Ausbildung“ für die Auszubildenden zu nennen. Trotz dieser Bemühungen sind seit Jahren regelmäßig ein Viertel der Beschäftigten länger als sechs Wochen im Jahr arbeits- bzw. dienstunfähig erkrankt. In diesen Fällen bietet der Arbeitgeber die Durchführung eines betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) an, das mit einem Gesprächsangebot an den Betreffenden beginnt. Mit diesem Verfahren hat sich das Bezirksamt Lichtenberg im Rahmen eines Projekts sehr ausführlich auseinander gesetzt und Reserven und Optimierungsmöglichkeiten analysiert. Ziel dieses Projektes ist es, einen besseren und schnelleren Informationsfluss zwischen der Serviceeinheit Personal und Führungskräften zu gewährleisten und die Kontaktaufnahme zwischen Führungskräften und Mitarbeiterinnen und Mit-

Arbeitsschutz Das Sicherheitskonzept für das Jugendamt hat seine erste Bewährungsprobe bestanden, ist aber kein Dogma und muss den sich verändernden Bedingungen angepasst werden.
Im Rahmen einer psychischen Gefährdungsbeurteilung wurde im Sozialamt, Fachbereich 4, eine Befragung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu den psychischen Belastungssituationen und Stressoren am Arbeitsplatz durchgeführt. In der anschließenden Besprechung der Ergebnisse haben die Mitarbeiter/-innen Maßnahmen zur Verbesserung der objektiven und subjektiven Arbeitssituation entwickelt. Gemeinsam mit Präventionsspezialisten der Polizei, dem zuständigen Polizeiabschnitt und der Unfallkasse Berlin wurden die Büros und Arbeitsräumlichkeiten begangen. Die Empfehlungen der Fachleute wurden umgesetzt. Zum Ende des Jahres fand - auf freiwilliger Basis - eine Begleitung der Mitarbeiter bei den Sprechstunden durch einen Kriminalpsychologen statt, der ihr Auftreten und Vorgehen in der Beratungssituation analysiert. Für Februar 2015 ist geplant, das Thema Deeskalation im Umgang mit schwierigen Klientel mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Arbeitsgruppe noch mal grundsätzlich zu besprechen und auszuwerten. Die Ergebnisse aus diesem Prozess sollen dann in ein Sicherheitskonzept für das gesamte Sozialamt mit einfließen. In den Dienstgebäuden Rathaus Lichtenberg, AltFriedrichsfelde 60 Haus 2, Deutschmeisterstr. 24, Egon-Erwin-Kisch-Str. 106 und Oberseestr. 98 wurden Räumungsübungen durchgeführt. Im Vorfeld wurden die Brandschutzorganisation und die Brandschutzordnung aktualisiert, Brandschutzkräfte geschult, die Signalanlagen geprüft und Warnwesten beschafft.

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2. ABTEILUNG STADTENTWICKLUNG
Stadtentwicklungsamt
Angesichts der wachsenden Stadt Berlin und den damit verbundenen Herausforderungen an die Schaffung von ausreichendem und bezahlbarem Wohnraum, schlossen der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt und die für Stadtentwicklung zuständigen Bezirksstadträte im Mai 2014 das „Bündnis für Wohnungsneubau in Berlin“. Darin verpflichten sich die Bezirke zur zügigen Schaffung von Bau- und Planungsrecht sowie zu zügigen, transparenten und verlässlichen Baugenehmigungsverfahren. Zur Unterstützung erhielten die Bezirke, je nach Umfang der dort jeweils durchgeführten Genehmigungsverfahren für Wohnungen, die Möglichkeit, in den Jahren 2014 und 2015 befristet zusätzliches Personal auf sogenannten Beschäftigungspositionen einzustellen. Darüber hinaus wurden „Sonderzuweisungen Wohnungsbau“ ausgereicht, die zur Finanzierung weiteren Personals, Leistungen Dritter bei der Bearbeitung von Bebauungsplänen, Schaffung von Infrastruktur im Zusammenhang mit Wohnungsbauvorhaben sowie Durchführung von Bürgerinformationsveranstaltungen eingesetzt werden. Auf diesem Wege konnte das Stadtentwicklungsamt im Jahr 2014 erstmalig nach Jahrzehnte währender Personaleinsparung in den Fachbereichen Bau- und Wohnungsaufsicht und Stadtplanung in der zweiten Jahreshälfte fünf Sachbearbeiterstellen mit geeigneten Fachkräften besetzen. Mit Hilfe der „Sonderzuweisung Wohnungsbau“ in Höhe von 220.000 Euro wurden in der Abteilung Stadtentwicklung finanziert: Gutachten und städtebauliche Konzepte, Mobiliar und IT-Ausstattung für die neuen Arbeitsplätze, Gerichtskosten sowie Infrastrukturmaßnahmen (Kita). Sowohl die Personalverstärkung als auch die Sonderzuweisung trugen dazu bei, im Berichtszeitraum sowohl Baugenehmigungen für 2.223 Wohnungen zu erteilen, als auch mittels laufender Fortführung der Bebauungspläne für die kommenden Jahre ein Flächenpotential für ca. 5.000 Wohnungen in Lichtenberg zu entwickeln. Es folgen die Berichte der drei Fachbereiche.

Fachbereich Stadtplanung
Entwicklungsplanungen Zur städtebaulichen Entwicklung von Neu-Hohenschönhausen wurde im November 2014 eine Planungskonferenz durchgeführt. In verschiedenen Foren wurde z.B. über die Planungspotenziale im südwestlichen Zentrum südlich der Falkenberger Chaussee sowie über die Notwendigkeit der tangentialen Verbindung Nord diskutiert. Der Fachbereich Stadtplanung arbeitete an der Schulentwicklungsplanung und an der Erarbeitung eines neuen Landschaftsrahmenplanes mit. Für das Gebiet Frankfurter Allee Nord konnte das integrierte Stadtentwicklungskonzept und die Fortschreibung des Sanierungsrahmenplans beschlossen werden. Außerdem wurde das Gutachten zur städtebaulichen Aufwertung der alten Frankfurter Allee begleitet. Flächennutzungsplanung / Übergeordnete Planungen Es erfolgte die Mitwirkung an den FNP-Änderungsverfahren zum Ortsteilzentrum Alt-Hohenschönhausen, Fachmarktagglomeration Landsberger Allee, Herzberge / Lindenhof und Blockdammweg sowie an der Aktualisierung des Landschaftsprogramms. Bebauungsplanverfahren 2014 wurden wieder diverse vom Gesetzgeber vorgeschriebene Verfahrensschritte im Rahmen der verbindlichen Bauleitplanung durchgeführt. Im Vergleich zum Zeitraum ab 2010 wurden folgende Verfahrensschritte abgeschlossen: 		 2010	 2011	 2012	 2013	 2014 Insgesamt	 37	 67	 48	 56	 68 Aufstellung etc	 10	 28	 25 	 26	 26 Frühz. Öffentlk.	 6	 10	 5	 8	 20 Frühz. Behörd.	 4	 7	 3	 6	 10 Behörden	 6	 7	 9	 3	 5 Auslegung	 7	 10	 15	 8	 4 Festsetzung	 4	 5	 1	 5	 3 Hervorzuheben ist, dass diverse Planverfahren zur Sicherung von neuen Wohngebieten eingeleitet bzw. fortgeführt wurden. Dies betrifft u.a. Flächen nördlich der Konrad-Wolf-Straße am Gelände des Sportforums, den Bereich der ehemaligen Asylbewerberheime zwischen Wartenberger Straße und Wollenberger Straße, die südlich der Kfz-Zulassungsstelle gelegenen, brachliegenden Grundstü-

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cke, den ehemaligen BVG-Parkplatz Weißenseer Weg, die Frankfurter Allee 135, den Lindenhof und die Gartenstadt Karlshorst. In Karlshorst und an der Rummelsburger Bucht war neben der B-Planbearbeitung insbesondere die Koordination und Betreuung der städtebaulichen Verträge zu den Bebauungsplänen XVII-4 „Ostkreuz“, 11-14a „Wohnpark Karlshorst“, 11-14b „Trabrennbahn Karlshorst“, XVII-50aa „Gartenstadt Karlshorst I“, XVII-50ab „Gartenstadt Karlshorst II“, 11-47a „GuD Klingenberg“ und 11-58 „BMHKWs Klingenberg“ besonders aufwendig. Wettbewerbsverfahren Für die Wohnungsbaupotentiale Reichenberger Straße/ Küstriner Straße, Neustrelitzer Straße 65, Rathausstraße 12 hat der Fachbereich Stadtplanung an dem Wettbewerbsverfahren der HoWoGe teilgenommen. Interkommunale Kooperation Der FB Stadtplanung nahm auch 2014 an den Sitzungen des kommunalen Nachbarschaftsforums (KNF) in der Arbeitsgruppe Nord teil. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe tauschten sich u.a. schwerpunktmäßig zur Steuerung des regionalen Wachstums und Sicherung von Qualitäten und zur IGA 2017 in Berlin und zu dezentralen Standorten der IGA aus. Die Jahreskonferenz fand aus Anlass der 10-jährigen Mitgliedschaft von Polen in der EU in Szczecin statt. Thema waren die Stadt-Umland Beziehungen beider Metropolenregionen und ihre Verflechtungsbeziehungen. Baubeiräte Im Jahr 2014 wurde die Arbeit des Baubeirates Mühlengrundcenter unterstützt. Für den Baubeirat wurden die Sitzungen vor- und nachbereitet und die Internetseite regelmäßig aktualisiert. Die Teilnahme an den Sitzungen wurde abgesichert, Protokolle gefertigt und versandt sowie Informationen des Bezirksamtes an die Mitglieder des Baubeirates weitergeleitet. Die konstituierende Sitzung des Baubeirates Roederplatz wurde vorbereitet: •  Stadtumbau Ost Die Koordinierungsfunktion der Stadtplanung umfasste die Programmplanung, die Abstimmung mit den Fachämtern und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, die Steuerung des Mittelabflusses und ggf. von Programmkorrekturen sowie die Begleitung der Antragstellung bezirklicher und externer Maßnahmenträger und

die verfahrensmäßige Abwicklung der Maßnahmen. Gegenüber externen Fördernehmern wird die Funktion der Förderstelle wahrgenommen. Dies betrifft im Jahr 2014 folgende Maßnahmen mit einem Fördervolumen von insgesamt 2.935.000 Euro (über die gesamte Laufzeit), die Kassenrate 2014 betrug: •  Demminer Str. 4/6: Teilumbau zur Kita u. energetische Sanierung: 405.000 Euro •  Paul-Junius-Str. 67: Umbau des ehem. Schulgebäudes zur Kita „Paule“: 770.000 Euro •  Kreativitätsgymnasium Rüdigerstr. 76: energetische Sanierung, 2. BA: 538.300 Euro Im Kassenjahr 2014 standen Fördermittel in Höhe von insgesamt ca. 6,46 Mio. Euro zur Verfügung, davon konnten knapp 96% verausgabt werden. Auch 2014 wurden Mittel aus dem ZIS-Teilprogramm Stadterneuerung über Stadtumbau Ost für den 2. BA der Schule am Rathaus ausgereicht (energetische und denkmalgerechte Sanierung der Fenster und der Turnhalle). Dafür standen 1,68 Mio. Euro zur Verfügung. Maßnahmen, die 2014 abgeschlossen wurden: •  Jugendfreizeiteinrichtung Ahrenshooper Str. 5, 7, energetische Sanierung •  Adam-Ries-Grundschule, Schulhofneugestaltung u. Sportfreiflächensanierung, (Einweihung am 19.09.2014) •  Sanierung der Schulsporthalle Barther Str. 27 •  Rückbau des ehem. Sportfunktionsgebäudes Bernhard-Bästlein-Str. •  Sanierung des Brunnens am Mühlengrund (Einweihung am 13.11.14) •  Zuwegung zur Wartenberger Feldmark •  Generationenübergreifende Spielfläche in der Tasdorfer Str./ Schulze-Boysen-Str. •  Schule in der Lincolnstr. 67: Sanierung des Schulhofs und der Sportfreifläche •  Grundschule am Roederplatz: Sanierung der Sportfläche •  Flächenaufwertung Gensinger Str. 56 (Ausbildungsmaßnahme des UmNat) Maßnahmen, die 2014 fortgesetzt wurden: •  Schule in der Rathausstraße: energetische und denkmalgerechte Sanierung der Fenster und der Turnhalle •  Kreativitätsgymnasium 2.BA, „Die Kappe e.V.“ (energetische Sanierung) •  Kita Paul-Junius-Str. 67, „Hanna gGmbH“: Lauf-

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zeitverlängerung bis zum 28.2.2015 •  Quartierspark Hagenstraße •  Neubau der Jugendfreizeiteinrichtung Gotlindestr. 39 •  Beteiligungsverfahren in Kooperation mit der UdK Maßnahmen, die 2014 begonnen wurden: •  Demminer Str. 2/4, „ARTKI gGmbH“: Teilumbau zur Kita und energetische Sanierung •  Dolgenseestr. 60 Rückbau der ehemaligen Musikschule •  Grünzug am Hönower Weg Spielplatzerneuerung und Wegebau 1.BA •  Aufwertung der öffentlichen Freifläche Gotlindestraße 44 •  Spielleitplanung für das Gebiet Frankfurter Allee Nord Die im Stadtumbau- und Sanierungsgebiet Frankfurter Allee Nord etablierten Gremien zur Beteiligung der Öffentlichkeit an der Planung, der FANBeirat und die fachlichen Arbeitsgruppen haben planmäßig gearbeitet. Die Internetplattform zur Anwohnerbeteiligung ist erreichbar unter www.alt-lichtenberg-fan.de. Der FAN-Fonds wurde mit 15.000 € ausgestattet. Davon konnte ca. die Hälfte für zwei kleinere Maßnahmen der koptischen Gemeinde eingesetzt werden. Zur Beteiligung der Kinder und Jugendlichen am Planungsprozess im Sanierungs- und Stadtumbaugebiet Frankfurter Allee Nord wurde eine Spielleitplanung als Pilotprojekt initiiert. Im Rahmen der Kooperation mit der Universität der Künste wurde durch die Studierenden eine lokale Intervention im Gebiet Frankfurter Allee Nord mit dem Titel „Picknickurbanismus“ vorbereitet und realisiert. Die Ergebnisse sind im Internet unter www.lived-space-lab.org veröffentlicht.

In den Räumlichkeiten in der Fanningerstr. 33 wurde ein neues Stadtteilzentrum des Trägers Kiezspinne eingerichtet. Hier können sich auch die im Rahmen der FAN-Konferenz gegründeten Arbeitsgruppen treffen und die Anwohner Informationen vom Gebietsbeauftragten erhalten; eine regelmäßige „Sprechstunde“ ist eingerichtet. Im Jahr 2014 wurden zusammenfassend folgende Aufgaben wahrgenommen: •  Fortschreibung der Programmplanung für den Aufwertungsteil „Stadtumbau-Ost“, Programmjahr 2015 (BA-Beschluss Nr. 166/2014 vom 19.8.2014) •  BA- Beschluss über die Aufstellung des INSEK für das Gebiet Frankfurter Allee Nord vom 4.11.14, veröffentlicht im Amtsblatt vom 28.11.2014. •  Abstimmung der Maßnahmen mit den Fachämtern •  Abrechnung der ZIS-Fördermaßnahmen mit der Programmservicestelle PSS •  Betreuung externer Maßnahmeträger und Wahrnehmung der Funktion als Förderstelle •  Betreuung bezirklicher Maßnahmeträger •  Abstimmung mit dem Stadtumbaubeauftragten •  Teilnahme am monatlichen jour fixe bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung •  Akquisition zusätzlich erforderlicher Fördermittel Die Webseite der Senatsverwaltung zum Stadtumbau Ost www.stadtumbau-berlin.de wird fortlaufend durch Informationen aus dem Bezirk Lichtenberg aktualisiert. Darüber hinaus ist wurde eine neue Darstellung der Stadtumbaumaßnahmen auf der Webseite des Bezirks eingestellt: www.berlin.de/ba-lichtenberg/buergerservice/bauen/bauen014.html.

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Projektbeispiele

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Enttwurf der JFE Gotlindestr. 39, Architekten Kersten & Kopp

Jugendkunstschule Demminer Str. 4/6 vor der Sanierung und dem Umbau zur Kunstkita

Schule Siegfriedstr. 208/210, Treppenhaus und Neubau der Mensa

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Sanierung des „Kreativitätsgymnasiums“ Rüdigerstr. 76, vor und nach dem 2. BA

Schulhofneugestaltung Friedrichsfelder Schule, Lincolnstr. 67

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Stadträumliche Interventionen des UdK-Projekts „Picknick-Urbanismus“

neuer Zugang Wartenberger Feldmark

Paul-Junius-Str. 67, Umbau zur Kita „Paule“

Neugestaltung der Freifläche Gensinger Str. 56 als Ausbildungsmaßnahme (Fotos UmNat)

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Ehemalige Musikschule Dolgenseestr. 60 vor und während des Rückbaus

Rathausstr. 8, Sanierung der Turnhalle (Fotos FM)

Rathausstraße 8, Fenster im Raum 2.12 vor der Sanierung (Foto FM)

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Stadterneuerung Am 15. März 2011 wurde das Quartier nördlich der Frankfurter Allee bis zur Rutnik- / Gotlindestraße durch der Zwölften Verordnung über die förmliche Festlegung von Sanierungsgebieten (GVBl. Seite 90 und 97) zum Stadtumbaugebiet bzw. in drei Teilbereichen sogar zu einem förmlich festgelegten Sanierungsgebiet erklärt. Für die drei Sanierungsinseln, die zum einen den Baublock des ehem. MfS-Geländes, des Weiteren den Baublock des Kreativgymnasiums an der Hagenstraße und schließlich die Grundstücke beidseitig der Siegfried- und an der Gudrunstraße umfassen, wurde am 04. November 2014 die Fortschreibung des Sanierungsrahmenplans sowie das Integrierte Stadtentwicklungskonzept vom Bezirksamt beschlossen. Für die alte Frankfurter Allee wurde eine städtebauliche Untersuchung zu den Varianten der Straßenbahn-Endhaltestelle im westlichen bzw. östlichen Abschnitt in Auftrag gegeben und das Ergebnis ausführlich mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt sowie mit der BVG diskutiert. Ein Schwerpunkt der Gebietsbeauftragten Stattbau lag auf den Bemühungen zur Verlagerung der „Auto-Ecke“ auf dem Grundstück Gotlindestraße

39 ins Gewerbegebiet Herzbergstraße. Entsprechend den beschlossenen Sanierungszielen soll das Grundstück Gotlindestraße 39 zu einer öffentlichen Grünfläche entwickelt werden. Am 13. März 2014 fand die FAN-Konferenz mit dem Schwerpunkt Verkehrsentwicklung im Fördergebiet im Sana-Klinikum statt und am 24. September 2014 mit den Schwerpunkten Wohnungen im Gebiet Frankfurter Allee Nord und Alte Frankfurter Allee im Gemeindesaal in der Schottstraße. 155 sanierungsrechtliche Bescheide nach §§ 144 und 145 BauGB wurden erstellt und 2 Vereinbarungen zur Ablösung des Ausgleichsbetrags nach § 154 Abs. 3 BauGB. Dazu noch 15 Kontrollen zur Überprüfung der belegungsgebundenen Wohnungen in den ehemaligen Sanierungsgebieten Kaskelstraße und Weitlingstraße. Es ist vorgesehen, die Mieterberatung mit Sitz in der Lückstraße 66 noch bis Ende 2015 weiter zu finanzieren, weil die Beratungsangebote im Bereich der ehemaligen Sanierungsgebiete fortwährend nachgefragt werden. Fachbereich Bau- und Wohnungsaufsicht Zunächst die grafische Darstellung des Investitionsvolumens der betreuten Bauvorhaben, der wohnungsaufsichtlichen Mängelbeseitigung sowie der eingenommenen Gebühren und Zwangsgelder:

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Untere Denkmalschutzbehörde Die im Berichtszeitraum realisierten Bauvorhaben zeigen im Bezirk von Nord nach Süd beispielhaft folgende Bilder:

Dorfstraße 9, Malchow, Gutshaus Malchow Neubau eines Apartmenthauses durch die Stiftung Synanon Nutzungsaufnahme: Dezember 2014

Dorfstraße 9, Malchow, Gut Malchow hier Gutshaus, wohnheimähnliche Nutzung und Büro

Graaler Weg 5 Neubau eines Tischlereigebäudes Nutzungsaufnahme: Oktober 2014

Darßer Straße 105 Errichtung Gewerbehof Bautechnik, Baumaschinen GmbH Teilnutzungsaufnahme: Dezember 2014

Vincent-van-Gogh-Str. 19 Neubau Pflegeheim mit 144 Betten Nutzungsaufnahme: April 2014

Gehrenseestraße Neubau Einfamilien- und Reihenhäuser Beantragt: 147, genehmigt: 146, im Bau: 47

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Degnerstr. 2/ Suermondtstr. 20 - 20E Neubau von 7 Stadtvillen mit 36 WE Nutzungsaufnahme Juni – Dez. 2014

Degnerstraße 36 Neubau von 52 WE mit Tiefgarage Baubeginn: März 2014

Hedwigstraße 11,12 Neubau einer KITA mit 100 Plätzen und einem Stadteilzentrum Baubeginn: Februar 2014

Küstriner Straße 18 Neubau von 4 Wohngebäuden (44 WE) mit Tiefgarage Baubeginn: August 2014

Reichenberger Straße 4 Neubau einer Wohnanlage (64 WE) mit Tiefgarage Baubeginn: Oktober 2014

Joachimsthaler Straße 4 – 10 (gerade) Neugestaltung der Fassade, jede Wohnung mit Balkon Fertigstellung: Dezember 2014

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Otto-Marquardt-Str. 124 Neubau Nils-Holgersson-Schule (Schule mit sonderpädagogischem Förderbedarf) Fertigstellung: August 2014

Rudolf-Seifert-Str. 53 Umbau durch Aufstockung eines Gemeindezentrums Teilabnahme: Oktober 2014

Rhinstr. 139/141 Neu- und Umbau Getränkemarkt Selgros Fertigstellung: Mai 2014

Rhinstr. 139 A/141 Umbau und Erweiterung Selgros Großmarkt Fertigstellung: Dezember 2014

Rhinstr. 103 Neubau von 2 Wohnhäusern für Wohngruppen von Kindern und Jugendlichen mit Förder-u. Betreuungsbedarf Fertigstellung: Januar 2014

Allee der Kosmonauten 17,19 – Haus A Neubau Wohngebäude mit 16 WE Fertigstellung: Dezember 2014

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Josef-Orlopp-Str. 90 Neubau mechanisierte Zustellbasis DHL Fertigstellung: Oktober 2014

Freesienweg Neubau Reihenhäuser (24 WE) Fertigstellung: November 2014

Gotlindestr. 40 Umbau zum Appartementhotel Fertigstellung: Dezember 2014

Gotlindestr. 51 Neubau Seniorenpflegeheim Fertigstellung: Februar 2014

Kriemhildstr. 6 – 20 Neubau Reihenhäuser Fertigstellung: Dezember 2014

Nibelungenring 24 – 40 Neubau Reihenhäuser Fertigstellung: November 2014

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Bürgerheimstr. 25 Umbau EG zur Kita Fertigstellung: Januar 2014

Siegfriedstr. 208 – 210 Reaktivierung Schulgebäude und Neubau Mensa Fertigstellung: Juni 2014

Buchberger Str. 6 Nutzungsänderung zu Bandprobe- und Musik-unterrichtsräumen Baubeginn: November 2014

Sophienstr. 35 Errichtung Mehrfamilienwohnhaus 18 WE Fertigstellung: Juli 2014

Einbeckerstraße 5 Neubau einer Mehrfamilienwohnanlagen mit PKW-Einstellplätzen, 61 Wohnungen Baubeginn: November 2011 Fertigstellung: Februar 2014

Dolgenseestraße 60 Sanierung der Grundschule Haus A Baubeginn: Dezember 2013 Fertigstellung: August 2014

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Dolgenseestraße 60 Grundinstandsetzung der Sporthalle Baubeginn: Juni 2013 Fertigstellung: Januar 2014

Sewanstraße 2 Neubau eines Geschäftshauses ALDI Markt Baubeginn: Juni 2013 Fertigstellung: Januar 2014

Am Tierpark 68 Neubau eines Geschäftshauses ( Kaisers) Baubeginn: Mai 2014 Fertigstellung: Dezember 2014

Rummelsburger Str. 61 Nutzungsänderung von Gewerbeeinheiten in eine KITA mit 80 Plätzen Baubeginn: Januar 2014 Fertigstellung: April 2014

Lückstraße 74-76 Errichtung eines Wohngebäudes mit 50 Wohneinheiten Baubeginn: März 2013 Fertigstellung: August 2014

Hauptstraße 3A Neubau einer Kindertagesstätte mit 100 Plätzen Baubeginn: Februar 2014 Fertigstellung: Januar 2015

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Aristotelessteig 14 - 16 Neubau von 52 Reihenhäusern in 7 Gruppen Baubeginn: November 2011 Fertigstellung: Januar 2014

Liepnitzstraße 49 Errichtung von Balkonen und einer Innentreppe Änderungen der Decken und Dachkonstruktion Nutzungsänderung in Eigentumswohnungen und Gewerbefläche Baubeginn: Oktober 2013 Fertigstellung: Dezember 2014

Eine detaillierte Zusammenstellung der damit verbundenen geleisteten Aufgaben zeigt die folgende Tabelle:

Geleistete Aufgaben Bauanträge	 Investitionsvolumen (in Mio €)	 Bescheide gesamt	 Vorbescheide	 Baugenehmigungen	 Baugenehmigungen für Werbung	 Widerspruchsbescheide	 Versagungen	 Abgeschlossenheitsbescheinigungen	 Abweichungen/Befreiungen	 Abweichungen EnEV	 brandschutztechnische Prüfberichte	 Anordnungen	 Auskünfte Baulastenverzeichnis	 Baulasten eingetragen / geändert / gelöscht	 Wohnungsaufsicht angezeigte Mängel	 Mängelbeseitigung auf Veranlassung des BWA	 Verwaltungsverfahren erhobene Klagen	 abgeschl. Klageverfahren	 eingelegte Widersprüche	 bearbeite Widersprüche	 eingeleitete Bußgeldverfahren	 abgeschlossene Bußgeldverfahren	 angedrohte Zwangsmittel	 erlassene Leistungsbescheide / festgesetzte Zwangsmittel	

Gesamt 697 324,30 2.120 40 544 30 48 22 52 172 7 48 10 960 195

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7 7 54 48 18 22 10 0

Einnahmen Im Berichtszeitraum wurden Baugebühren in Höhe von 1.221.588 Euro, Buß- und Zwangsgelder in Höhe von 16.362 Euro und Gebühren für brandschutztechnische Prüfberichte in Höhe von 37.379 Euro eingenommen.

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Wohnungsaufsicht

  2014 wurden der Wohnungsaufsicht (WA) diverse Mängel durch Bürger und durch die Versorgungsträger Vattenfall, Gasag und Berliner Wasserbetriebe mit insgesamt 49 Vorgängen angezeigt; 40 davon wurden abschließend bearbeitet. Anzeigen durch die Polizei oder Mieter wegen „vermüllter“ Wohnungen lagen 2014 nicht vor. 4 Wohngebäude waren im Jahr 2014 von drohenden Liefersperrungen betroffen. Die Eigentümer kamen nach mündlicher oder schriftlicher Anhörung durch die Wohnungsaufsicht ihren Verpflichtungen nach, so dass die angekündigten Versorgungseinstellungen abgewendet wurden. Bei den Mängeln in Wohnungen handelte es sich vorwiegend um Schimmelbildung und Schäden durch Feuchtigkeit. Mit Einsetzen der Heizperiode kam es partiell auch zum Ausfall von Heizungen in einigen Mietwohnungen. Durch die Einflussnahme der auf die Hausverwaltungen konnten sich die Mieter jedoch bald wieder in ihrer warmen Wohnung wohlfühlen.

sowie am ehem. Portland-Cement-Haus Dönhoffstraße 38. Auf Initiative der Unteren Denkmalschutzbehörde Lichtenberg wurden die Häuser 22 und 7 auf dem ehem. Gelände des MfS Normannenstraße in die Denkmalliste Berlin eingetragen. Die Untere Denkmalschutzbehörde Lichtenberg nahm als Sachverständige am Gestaltungs-wettbewerb „Gedenkort Rummelsburg“, am Wettbewerb Neubau Sporthalle Hans-und-Hilde-CoppiGymnasium sowie am Kunst am Bau Wettbewerb – Gebäude der Mildred-Harnack-Schule - teil. Die Untere Denkmalschutzbehörde Lichtenberg beteiligte sich im Rahmen des Programms ServiceStadt Berlin 2016 am Projekt Denkmalschutzrechtliche Genehmigungen Online. 2014 wurden die Dokumente zur denkmalrechtlichen Genehmigung sowie zur Einvernehmensherstellung erarbeitet und zusammengeführt. Die Untere Denkmalschutzbehörde Lichtenberg nahm auch 2014 regelmäßig an den Sitzungen der Arbeitsgruppe Gedenktafeln des Ausschusses für Kultur der BVV Lichtenberg von Berlin sowie an den Sitzungen der Kommission Kunst am Bau teil. An die Öffentlichkeit trat die Untere Denkmalschutzbehörde mit der Vorbereitung von Führungen und Teilnahme an Veranstaltungen zum Tag des offenen Denkmals am 13.9.2014 und 14.9.2014, der in diesem Jahr unter dem Motto „Farbe“ stand.

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Untere Denkmalschutzbehörde
Schwerpunkte der Arbeit der Unteren Denkmalschutzbehörde Lichtenberg 2014 waren die kontinuierliche Betreuung der Planung und Ausführung folgender Bauvorhaben: •  Schule am Rathaus (Sanierung der Fassaden und der Turnhalle) •  Umbau des Postamtes Lichtenberg Dottistraße zum Wohnen •  2. Bauabschnitt Gutshaus Hohenschönhausen •  Umbau der ehem. ACETA Gebäude Hauptstraße 11-12 sowie Gustav-Holzmann-Str.4 zu Künstlerateliers •  Jugendherberge Ostkreuz Marktstraße 9 Intensiv begleitet wurde die Sanierung des Hauses 4 des Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge gGmbH, die Sanierung und Instandsetzung des Gutshofes Malchow, die Sanierung der RobinsonGrundschule und der Mildred-Harnack-Schule, die Fassadensanierung der Wohnanlage „Sonnenhof“ sowie die Planungen zur ehem. Flussbadeanstalt. Weiterhin betreut wurden die laufenden Baumaßnahmen für den Umbau des Bahnhofes Karlshorst

Fachbereich Vermessung
Der Fachbereich Vermessung richtete seine Aufgabenschwerpunkte im Berichtszeitraum 1. auf die Optimierung der Arbeitsabläufe bei den Übernahmearbeiten von Fortfürungsvermessungen für Gebäude und Grenzen ins Liegenschaftskataster (LK), bei der Erteilung von schriftlichen Auszügen und Auskünften aus dem LK für die Antragsteller, mit dem Ziel, die Bearbeitungszeiten zu verkürzen, 2. die weitere Erhöhung der Effizienz der Abgabe von Vermessungsunterlagen und Rückverfolgungen durch die Teilnahme am Projekt DMS (Dokumenten-Management-System),

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3. die Datenbereinigungsaufgaben als Vorbereitung für die Einführung des neuen Amtlichen Liegenschaftskataster Informationssystems, -ALKIS-, im Jahr 2015, als ein integriertes System aus dem Automatisierten Liegenschaftsbuch (ALB), der Automatisierten Liegenschaftskarte (ALK) und der geodätischen Punktdatei fristgemäß durchzuführen. 4. Im Einzelnen wurden für dieses Ziel Tausende von Grundstücksdatenbeständen überprüft, abgeglichen und korrigiert. Als Verstärkung des Projektteams Geschäftsprozesse zur Einführung von ALKIS sind zwei Mitarbeiter des FB Vermessung für umfangreiche Prüf- und Testzwecke der ALKISSoftware wochenweise eingesetzt.

Zum Abgleich der Datenbestände mit dem Grundbuch von Hohenschönhausen (Beginn 03.09.2007) und dem Grundbuch von Lichtenberg (seit 14.04.2008) wurden im Jahr 2014 vom Grundbuch eingestellte Veränderungen in 1.457 Aufträgen abgearbeitet, um jeweilige Veränderungen im Grundbuch bzw. im ALB in Übereinstimmung zu bringen. Im Rahmen der vorhandenen personellen Möglichkeiten wurden im Auftrag von Grundstückseigentümern zur Erhöhung der Aussagekraft der Liegenschaftskarte, des Liegenschafts- und des Grundbuchs 48 Flurstücksverschmelzungen durchgeführt.

Zusammenstellung ausgewählter erbrachter Leistungen im Liegenschaftskataster:

Ausgewählte Leistungen Liegenschaftskataster übernommene Grenzvermessungen	 übernommene Gebäudevermessungen	 Erteilte Vermessungsunterlagen	 Erledigte Rückverfolgungen	 Flurstücksverschmelzungen	 Widerspruchsverfahren	 ALB-Fortführungen	 festgesetzte, aufgehobene und neu zugeordnete Grundstücksnummern	 Klagen beim Verwaltungsgericht	 Verwarnungsgeld-Verfahren	 5. den digitalen Datenaustausch zwischen dem Grundbuch und dem Liegenschaftskataster im Rahmen eines Projektes der beteiligten Senatsverwaltungen für Justiz und Stadtentwicklung zeitnah zu gewährleisten, 6. auf die Umsetzung der Open-Data-Initiative des Landes Berlin durch kostenfreie Bereitstellung, 7. digitaler Daten z.B. aus der Automatisierten Liegenschaftskarte (ALK) und aus dem Landeskartenwerk 1:5000 (K5). Die Übernahmezeiten im Liegenschaftskataster liegen für Gebäudevermessungen mit durchschnittlich 3,1 Wochen, für die Übernahme von Grenzvermessungen mit durchschnittlich 6,3 Wochen und für Bereitstellung von Vermessungsunterlagen für Grenzvermessungen, für amtliche Lagepläne und für Gebäudevermessungen mit durchschnittlich 9,5 Wochen unter der in der Zielvereinbarung mit SenStadtUm für 2014 festgelegten Übernahmezeitenobergrenze.

Anzahl 80 (Bildung 416 neuer Flurstücke) 105 (Bildung 526 neuer Gebäude) 200 9 48 (Bildung 56 neuer Flurstücke) 0 9.757 835 1 53

Vermessungstechnische Arbeiten für öffentliche Planungs-, Ordnungsund Bauaufgaben:

Anzahl durchgeführte Grenzvermessungen	 durchgeführte Gebäudevermessungen	 Lagepläne, Straßenbestandspläne	 Absteckungen	 Vermessungstechnische. Bearbeitung von Bebauungsplänen	 20 8 33 6 24

Aus dem Basisinformationssystem wurden digitale raumbezogene Daten im Umfang von ca. 3.000 ha über die Schnittstellen DXF, DWG, EDBS, PDF, TIFF an interne (z. B. Straßen- und Grünflächenamt, Umwelt- und Naturschutzamt und Stadtentwicklungsamt) und externe Nutzer (z. B. ÖbVI, Planungsbüros, Grundstückseigentümer) abgegeben. An analogen und digitalen Karten fanden insbesondere die Karte 1:5000, Luftbildkarten und die Bezirkskarte 1:15000 reges Interesse z.B. beim Kin-

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der- und Jugendhilfe-Verbund, beim Jugendamt, Schul- und Sportamt, bei der Polizeidirektion 6 sowie bei Architekten- und Planungsbüros, insbesondere als Grundlage für Sonderkarten, Broschüren, Zeitschriften und Flyer. Die termingerechte Fertigstellung der für Lichtenberg zu bearbeiteten Kartenblätter des Landeskartenwerkes (K5) im Maßstab 1:5000 konnte sichergestellt werden.

Kaufverträge für unbebaute Grundstücke sowie 1.488 Verträge für Wohnungseigentum und 1.193 Grunddaten für Wohnungen ausgewertet werden. Die Einnahmen des Fachbereiches für 2013 belaufen sich auf 148.526 Euro. 2014 konnten wir erstmalig eine im Fachbereich Vermessung ausgebildete Vermessungstechnikerin unbefristet als Sachbearbeiterin im Liegenschaftskataster einstellen.

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Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt
Für die Unterhaltung, Aufwertung, Gestaltung und Verbesserung der Infrastruktur des öffentlichen Stadtraumes in Lichtenberg wurden 2014 insgesamt 8.015.233 Euro aufgewendet. Davon entfallen auf das öffentliche Straßenland 5.175.828 Euro und 2.839.405 Euro für den öffentlichen Grünflächenbereich, einschließlich der Spielplätze und Kleingartenanlagen.

Fachbereich Straßenunterhaltung und Straßenaufsicht
Im Jahr 2014 wurden insgesamt 3.763.464,22 Euro für Unterhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten im öffentlichen Straßenland ausgegeben. Die der baulichen Unterhaltung zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel wurden unter anderem für die Beseitigung von 19.588 kleineren Gefahrenstellen und für die Instandsetzung von 24.556,34 m² Straßenfläche verwendet. Die Senatsverwaltung für Finanzen stellte im Rahmen des Straßeninstandsetzungssonderprogramms Mittel in Höhe von 1.629.214,22 Euro zur Verfügung. Diese Mittel wurden für die Instandsetzung von Fahrbahnen 1.233.022,00 Euro und Erneuerung von Gehwegen 396.192,11 Euro eingesetzt. Die mit den Mitteln des Sonderprogramms realisierten Maßnahmen sind in Anlage 1 aufgeführt. Im Bereich der technischen Sondernutzung wurden im Jahr 2014 insgesamt Einnahmen in Höhe von 1.203.300,08 Euro erzielt. Diese setzen sich aus Sondernutzungsgebühren und Verwaltungsgebühren zusammen. Die Verwaltungsgebühreneinnahme betrug 82.997,83 Euro. Es wurden insgesamt 749 Bescheide für Leitungsverlegungen und dauerhafte Sondernutzungen erlassen. Aus Investitionsmitteln (204.695,00 Euro wurden die Straße Am Tierpark sowie die Parkaue fertiggestellt.

Die Bereitstellung der Interaktiven Bezirkskarte Lichtenberg im Intranet wurde mit der Fertigstellung der neuen Homepages des Bezirksamtes durch den Stadtplan Berlin ersetzt. Durch den Reproduktionsservice des Fachbereichs Vermessung wurden mehr als 1.768 großformatige Kopien, davon ca. 1.350 in Farbe, für interne und externe Nutzer erstellt. Grundstückswertermittlung Verkehrswertgutachten	 -davon Plausibilitätsprüfungen nach Grundbuchbereinigungsgesetz	 mündliche Bodenrichtwertausk.	 schriftl. Bodenrichtwertauskünfte	 Anzahl 111 83 467 2

Zur gesetzlich vorgeschriebenen Kaufpreissammlung des Gutachterausschusses von Berlin mussten 300 Kaufverträge für bebaute bzw. 135

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Ausgewählte Projekte des Straßen- und Grünflächenamtes sind in der Anlage 2 einzusehen.

Paula-Ufer; Straße Am Tierpark; Suermondtstraße. Des Weiteren wurde 2014 für 12 neue Radverkehrsanlagen die Planung für 2015/ 2016 begonnen und Planungsmittel in Höhe von 63.000,- Euro verausgabt. Um das sichere Abstellen von Fahrrädern weiter zu verbessern, wurden 86 Kreuzberger Bügel mit einem Kostenaufwand von 11.360,- Euro installiert.

Barrierefreie Gestaltung des Straßenlandes Für die barrierefreie Gestaltung des Straßenlandes standen zweckgebunden bezirkliche Mittel (50.000,- Euro) und Mittelergänzungen aufgrund eines Sonderprogramms der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung für geplante 11 Maßnahmen gemäß Prioritätenliste zur Verfügung. Weiterhin wurden Unterhaltungsmittel zusätzlich für Herstellung von Bordabsenkungen verwendet. Insgesamt wurden Haushaltsmittel in Höhe von 139.337,41 Euro für den barrierefreien Umbau verausgabt. Die mit diesen Mitteln realisierten 11 Bordsteinabsenkungen sind in Anlage 3 aufgeführt. Querungshilfen Im Haushaltsjahr 2014 wurden für die Verbesserung der Querungsmöglichkeiten für Fußgänger zwei Mittelinseln (Liebenwalder Straße und Schottstraße) und zwei Fußgängerüberwege (Volkradstraße und Degnerstraße) sowie Gehwegvorstreckungen (Rheinsteinstraße/ Ecke Honnefer Straße) hergestellt. Die Finanzierung in Höhe von insgesamt 283.000,00 Euro erfolgte aus dem Radwegeprogramm und Querungshilfenprogramm der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sowie aus der baulichen Unterhaltung (13.400,- Euro). Radverkehr Am 03.12.14 führte das Bezirksamt zur weiteren Entwicklung und Umsetzung der Radverkehrsstrategie des BA Lichtenberg einen runden Tisch Radverkehr durch. In dieser Veranstaltung wurden die realisierten Baumaßnahmen, die Planungen vorgestellt sowie die perspektivische Entwicklung erörtert. Für die Entwicklung des Radwegenetzes wurden im Jahr 2014 aus dem Radwegeprogramm der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung 1.268.960,Euro bereitgestellt, von den nur 912.500,- Euro umgesetzt werden konnten. Fehlende Anordnungen der Verkehrslenkung Berlin, Verzögerung von Bauabläufen durch die Berliner Wasserbetriebe (BWB) sowie günstigere Ausschreibungsergebnisse führten dazu, dass 356.010,- Euro nicht kassenwirksam werden konnten. Im Jahr 2014 wurden vier Maßnahmen des Radwegebaus in folgenden Straßen mit einer Gesamtlänge von 6.100 m fertiggestellt: Knotenpunkt Weißenseer Weg/Konrad-Wolf-Straße/ Hohenschönhauser Str./Landsberger Allee; Paul-und-

Fachbereich Grundsatz und Sonderaufgaben
Kleingartenwesen Im Jahr 2014 wurden in den Kleingartenanlagen des Landes Berlin im Bezirk Lichtenberg 113 Zustimmungen des Grundstückseigentümers zu Baumaßnahmen erteilt Schwerpunkt hierbei war der Einbau von abflusslosen Abwassersammelgruben auf den Parzellen mit 62 Genehmigungen. Die restlichen Zustimmungen wurden erteilt für das Aufstellen/ bauliche Veränderungen von Lauben und für die Errichtung von Brunnen. Für den Abriss einer baufälligen Laube in der KGA Stallwiese wurden 4.700,- Euro ausgegeben. Zwei neue Trinkwasseranschlüsse für die KGA Biesenhorst II konnten mit ca. 25.000,- Euro eingerichtet werden. Für Baumarbeiten auf den Gemeinschaftsflächen sind Aufträge in Höhe von ca. 8.000,- Euro erteilt worden; die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) auf den Gemeinschaftsflächen wurde mit 3.000,- Euro bezuschusst. Ordnungsaufgaben Erwähnenswert – weil sehr zeitaufwändig – wäre in diesem Jahr die Ermittlung von unerlaubten Aufgrabungen und die ständig sinkenden Qualitäten bei der Wiederherstellung der Oberflächen durch fachunkundige Vertragsfirmen von Leitungsnetzbetreibern. Hier mussten 227 Ordnungswidrigkeitsverfahren diesbezüglich durchgeführt werden. Schwerpunkt im Grünflächenbereich war das unerlaubte Parken in Grünanlagen und auf Baumscheiben. Hier wurden nach dem Grünanlagengesetz und der Bauschutzverordnung 159 Verstöße geahndet. Unfall und Schadensbearbeitung Im Jahr 2014 ist die bis 2013 noch zu verzeich-

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nende tendenziell steigende Unfallbearbeitung leicht zurückgegangen. Bei der Beseitigung von Verkehrsunfall- und Vandalismusschäden (gesamt 670 Unfall- und Vandalismusschäden, davon 180 Polizeimeldungen) konnten in 114 Fällen auf Grund bekannter Verursacher Regressansprüche gestellt werden. In 2014 gab es 40 Anträge (63 in 2013) auf Schadensersatz. 20 bezogen sich auf Schädigungen im Straßenland, 16 auf Schädigungen durch Bäume und Schnittarbeiten und 4 auf Unfälle auf Spielplätzen. In 2014 mussten 3.290,- Euro für Schadensersatzleistungen und 8852,32 Euro für Verwaltungsstreitverfahren gezahlt werden Bürgerhaushalt Als Verwalter des öffentlichen Raumes ist der Bürgerhaushalt ein wichtiges Anliegen des Straßenund Grünflächenamtes. Im Jahr 2014 gingen 60 neue Vorschläge ein, die die Zuständigkeiten des Straßen- und Grünflächenamtes betrafen. Von diesen und auch von Vorschlägen der Vorjahre konnten im Jahr 2014 37 Vorschläge umgesetzt werden. Dazu gehörten unter anderem die Aufstellung von zwölf Bänken im Bezirk, die Pflanzung von 22 Bäumen in der Atzpodienstraße, die Erneuerung der Bordabsenkung in der Erich-Kurz-Straße und die Asphaltierung der Wege der Grünanlage hinter der Paul-Junius-Straße 37-45.

burg – Wilmersdorf und von den Bezirksgärtnern aus Lichtenberg gepflanzt (Ribnitzer Straße vor dem Zugang zum S-Bahnhof Wartenberg, EgonErwin-Kisch-Straße vor dem Bürgeramt, Grünanlage Warnitzer Bogen, Falkenberger Chaussee / Vincent-van-Gogh-Straße, Parkhauszufahrt vor dem Linden-Center Falkenberger Chaussee, Degnerstraße, Eingangsbereich zum Fennpfuhlpark, Landsberger Allee / Weißenseer Weg, Grünanlage zw. Rudolf-Seiffert-Straße und Paul-Junius-Straße, am Wolfgangspfuhl, Fischerbrunnen Frankfurter Allee / Ecke Möllendorffstraße, Zentralfriedhof Friedrichsfelde, Ehrenmal in der Nöldnerstraße, Münsterlandplatz). Auch dieses Jahr wurde das gesamte Straßenbegleitgrün im Bezirk mittels Fremdvergabe (ca. 150.000 m²) und in Eigenregie durch die Bezirksgärtner (ca. 500.000 m²) gepflegt. Vorrangig erfolgte dabei Rasenmahd und Gehölzschnitt. Dafür wurden Sachmittel in Höhe von 130.000 Euro aufgewendet. In enger Zusammenarbeit mit den beiden Vereinen Landschaftspark Nordost und Naturschutz Malchow, pflegten die Bezirksgärtner unter Beachtung extensiver Bewirtschaftungskriterien vorrangig die ländlich geprägten Außenräume des Bezirkes in Malchow sowie der Wartenberger- und Falkenberger Feldmark. Die Pflege und Unterhaltung von sämtlichen Grünanlagen wurde durch Reviermitarbeiter (Eigenregie) und bei ausgewählten Grünanlagen (z.B. Lärmschutzwall Sportanlage Fischerstr., Lärmschutzwall Hohenschönhausen, Malchower Seepark u.a.) in Fremdvergabe durchgeführt. Ausstattungselemente auf Flächen des Fachvermögens unterlagen auch in diesem Jahr einer permanenten Reparatur und Wartung. So wurden durch die Mitarbeiter der Reviere und des Werkhofes Bänke, Papierkörbe, Geländer, Pergolen, Mauern usw. gepflegt und instandgesetzt. Die Beseitigung von Vandalismusschäden an Parkmöbeln, sowohl in Eigenregie als auch in Fremdvergabe (vorrangig Graffitibeseitigung), stand dabei im Vordergrund. Wegebau in Grünanlagen Insgesamt wurden ca. 2.500 m² wassergebundene Decke, Asphalt- und Verbundsteinpflasterflächen in den verschiedensten Grünanlagen (z.B. Oberseepark, Wustrower Park, Teilabschnitte Grünzug Kraatz- Tränke- Graben, Rudolf Seiffert Park Nähe Wolfgangspfuhl, „Katzenwäldchen“ Nähe Buch-

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Fachbereich Grünflächenunterhaltung
Für Unterhaltung der öffentlichen Grünanlagen sowie der öffentlichen Spiel- und Bewegungsflächen, eichschließlich gärtnerischer und instandhaltungstechnischer Leistungen, Kauf von Materialien, Gehölzen, Pflanzen, Sitzbänken; Maßnahmen der Erneuerung von Wegen; Pflege der Grünanlagen durch Fremdfirmen, Ausgaben für die praktische Lehrlingsausbildung und Unterhaltung der Straßenbäume standen 1.060.000,- Euro zur Verfügung. 	 Die Grünflächenpflege durch die Reviere wurden mit Sachmitteln in Höhe von 135.000 Euro unterstützt. Damit konnte der Personalabbau weitestgehend kompensiert werden, so dass die Qualität der Grünflächenpflege aufrechterhalten werden konnte. Im Rahmen der Frühjahrs- und Sommerbepflanzung wurden ca. 55.000 Frühjahrsblüher und Sommerblumen aus der Bezirksgärtnerei Charlotten-

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berger Str., Grünanlage zw. Hohenschönhauser Str. / Otto Marquardt Str. / Judith Auer Str. ggü. Seniorenheim, Zentral-Friedhof Friedrichsfelde Gudrunstr., und Stolperstellen im ganzen Bezirk) erneuert. Schwerpunktmäßig wurden die Wege überarbeitet, bei denen die Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet werden konnte. Die Kosten hierfür betrugen 115.000 Euro Spielplätze Für die Unterhaltung der öffentlichen Spielplätze ist die Sicherheit und damit die Einhaltung der einschlägigen Vorschriften das entscheidende Kriterium für das Handeln. Hier gab es in der Vergangenheit bereits gravierende Abstriche! 2014 konnten für die Unterhaltung ca. 216.000,- Euro aufgewandt werden, dies waren ca. 40.00,- Euro weniger als im Vorjahr. Trotzdem konnten weitere Maßnahmen zur Erhaltung des Fallschutzes, in Höhe von ca. 42.000,- Euro, realisiert werden. Eine weitere Verringerung des diesbezüglichen Nachholbedarfs, konnte damit nicht erreicht werden. Weitere Maßnahmen zur Rekonstruktion maroder Fallschutz- und Spielflächen und der umgebenden Wege- und Platzflächen konnten nicht realisiert werden. Die Tatsache, dass 52 % aller Spielgeräte älter als 10 Jahre sind und für den Ersatz der überalterten Geräte ein Finanzbedarf von 529.000,- Euro besteht, erfordert in den kommenden Haushaltsjahren eine wesentlich höhere Zuweisung, um den Abbau von Spielgeräten und die Quantität- und Qualitätsminderung im familienfreundlichen Bezirk Lichtenberg zu verhindern. Im Rahmen des Kita- und Spielplatzsanierungsprogramm (KSSP) standen für die öffentlichen Spielplätze 264.000,- Euro zur Verfügung. Hiervon wurden 7 Spielplätze neu ausgestattet bzw. ergänzt. Auf den Altersdurchschnitt der öffentlichen Spielplätze und deren Ausstattung hatte dies wenig Einfluss. Einen Überblick über neu gestaltete Spielplätze erhält man in der Anlage 4. Landschafts- und Sonderbauten Hier wurde die Gestaltung des Landschaftsparks Wartenberg im Wesentlichen abgeschlossen. Zur Verbesserung des Angebots für die Freizeitgestaltung wurde die Spielfläche Tasdorfer Straße/ Schulze- Boysen- Straße durch weitere Spiel und Bewegungsgeräte (97.000,- Euro) erweitert. Im Landschaftspark Herzberge wurde eine Skatertrapezanlage 198.000,- Euro errichtet. Weitere Baumaßnahmen die begonnen und im Jahr 2015 fertiggestellt werden, sind Neugestal-

tung einer Parkanlage in der Rüdiger Straße/Hagenstraße, sowie der Umbau der Küstriner Straße zwischen Straußberger Straße und Reichenberger Straße zu einem Geh- und Radweg mit integriertem Spielplatz. Am Mühlengrund wurde der Mühlengrundbrunnen für 394,000,- Euro komplett rekonstruiert und konnte der Bevölkerung feierlich im November 2014 übergeben werden. Die Bilder hierzu sind in Anlage 5 zu betrachten. Bäume Lichtenberg verfügt über einen öffentlichen Baumbestand von 69.303 Bäumen, davon sind 31.132 Straßenbäume. Zur Pflege des Baumbestandes standen in 2015 finanzielle Mittel in Höhe von 315.000,- Euro zur Verfügung. Im Jahr 2014 wurden 394 Bäume neu gepflanzt. 151 Bäume wurden durch die Stadtbaumkampagne vorwiegend im Bereich Lichtenberg, Friedrichsfelde, Rummelsburg, Neu Hohenschönhausen gepflanzt. 31 Bäume wurden aus Ausgleichs- und Ersatzmitteln wie zum Beispiel im Stadtpark oder auf dem Tuchollaplatz gepflanzt. Neue Bäume erhielt auch die Karl Lade Straße, die Ribbecker Straße und weitere Straßen im Umfeld. In Karlshorst sind viele Straßen durch eine Baumpflanzung im Rahmen einer städtebaulichen Maßnahme aufgewertet worden. Es wurden 212 Bäume gepflanzt, beispielsweise in der Zwieseler Straße, Köpenicker Allee, Tannhäuser Straße und Lehndorffstraße. Im Jahr 2014 wurden 343 Straßenbäume und 486 Bäume in Park und Parkanlagen gefällt. Im Jahr 2014 wurden ca. 6.000 Bäume mit eigenem Personal bzw. in Fremdvergabe durch zertifizierte Baumpflegefirmen baumpflegerisch bearbeitet. Leistungen für Dritte Für die Pflege– und Unterhaltung der Außenanlagen in Schulen und Sportstätten wurden Mittel laut Prioritätenplan 2014, in Höhe von 200.000,Euro eingesetzt und für das Sportamt 93.000,Euro u.a. Neubeschaffung von Spielgeräten mit 30.000,- Euro diverse Reparaturarbeiten an Zaunanlagen, Spielplätzen und Gefahrenbeseitigung mit 150.000,- Euro 60.000,- Euro wurden alleine für Baumpflegearbeiten und Baumfällungen verwendet. Für das Amt für Schule und Sport wurden Bauleistungen für die Gestaltung der Außenanlagen von Schulhöfen und Sportanlagen in Höhe von 1.923.000,- Euro erbracht, die der Anlage 7 zu entnehmen sind.

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Für Versorgungsunternehmen wurden Leistungen in Amtshilfe bei der Wiederherstellung von Straßenflächen nach Aufgrabungen in Höhe von 781.739,19 Euro erbracht und dafür als Erstattung des Verwaltungsaufwandes Einnahmen in Höhe von 68.913,38 Euro erwirtschaftet. Weiterhin wurden Serviceleistungen für Bürger mit einem Bauvolumen in Höhe von 197.003,04 Euro für den Bau von Grundstückszufahrten erbracht. Winterdienst Da sich die europaweite Neuausschreibung des Winterdienstes 2014/15 verzögert beziehungsweise aktuell noch läuft, wurden die Firmen Hygiea und Weiß-Grün, im Rahmen einer Interimsvergabe, mit der Bearbeitung der Winterdienststrecken beauftragt. Beide genannten Firmen leisteten in der vergangenen Saison den Winterdienst, sind mit den Örtlichkeiten sowie den Abläufen vertraut und konnten deshalb die Leistungen kurzfristig übernehmen. Die derzeitige Wettersituation lässt zwar momentan noch keine genaue Aussage zur Qualität der Winterdienstausführung zu, eigenes Personal in den Parkrevieren sowie die beauftragten Winterdienstfirmen sind jedoch auf den Wintereinbruch vorbereitet. Auf 43 Kilometern wird der Winterdienst durchgeführt, für die Gesamtkosten von etwa 185.000,Euro prognostiziert wurden. Baustellen Spielplatz Gensinger Straße	 Grünzug Hönower Weg	 Spielplatz Rolandseck	 Spielplatz Gotlindestraße 66	 Spielplatz Malchower See	 Werkhof Zu den Krugwiesen	
Anlagen: Anlage 1: Straßeninstandsetzungssonderprogramm Anlage 2: Ausgewählte Projekte des Straßen- und Grünflächenamtes Anlage 3: Realisierte Bordsteinabsenkungen Anlage 4: neu gestaltete Spielplätze Anlage 5: Bauleistungen für Dritte Anlage 6: Mühlengrundbrunnen Anlage 7: Projekte der Auszubildenden

Lehrlingsausbildung Derzeit befinden sich 27 Azubis und ein Praktikant in der Ausbildung. Davon werden acht Personen für das BA Friedrichshain-Kreuzberg ausgebildet. Insgesamt sind es sechs weibliche und 21 männliche Azubis. Am 1. September 2014 wurden 11 neue Auszubildende eingestellt. Ein Lehrling, der seine Ausbildung nach der Probezeit beendete, wurde ersetzt. Mehrere Azubis nahmen im Laufe des Jahres an Praktika teil. Sie waren in Norwegen, in der Türkei und in Berliner Privatfirmen. Im Februar sowie Ende August haben sieben Auszubildende ihre Abschlussprüfung bestanden. Einer war unter den Besten drei des Jahrgangs aller Berliner Gärtner-Azubis. Vier wurden im BA Lichtenberg in den Revieren befristet übernommen. Die zwei Auszubildenden aus FriedrichshainKreuzberg erhielten dort einen Jahresvertrag. Im 1. Quartal 2014 erfolgten Schnittarbeiten im gesamten Bezirk. Beispielsweise wurden zahlreiche Straßenbäume verkehrssicher erzogen sowie Sträucher im Stadtpark Lichtenberg, auf dem Hendrichplatz sowie in der Barnimer Feldmark geschnitten. Im Rahmen der Ausbildung arbeiteten die Jugendlichen auf folgenden Baustellen:

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Status Fertigstellung Fertigstellung 1.Bauabschnitt Baubeginn Baubeginn Weiterführung Verlegung von Betonplatten als Fundamentierung

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Anlage 1: Sonderprogramm zur Winterschädenbeseitigung

Straße Fahrbahnen Suermondtstraße	 Alt-Friedrichsfelde	 	 Köpenicker Chaussee	 Landsberger Allee 	 Gehrenseestraße	 	 Josef-Orlopp-Straße	 	 Werneuchener Straße	 	 Köpenicker Allee	 Roedernstraße	 	 Ursula-Goetze-Straße	 Karlshorster Straße Pablo-Picasso-Straße	 	 Gehwege Gernotstraße	 Falkenberger Chaussee Rüdickenstr.	 	 Lincolnstraße 65	 Am Breiten Luch	 Simon-Bolivar-Straße 	 	 Rosenfelder Ring	 Oberseestraße	 Atzpodienstraße	 Honnefer Straße	

Umfang

Kreuzungsbereich Degnerstraße Zwischen Lichtenberger Brücke und Am Tierpark (Einzelstellen) Blockdammweg bis Kraftwerk Klingenberg Franz-Jacob-Straße bis Weißenseer Weg zwischen Anna-Ebermann-Straße und Pablo-PicassoStraße Teilbereiche zwischen Möllendorffstraße und Ruschestraße / Bornitzstraße Große-Leege-Str. bis Goeckestraße grundhafter Ausbau	 i.H. KGA, 1. BA bis Wiesengrundstraße Konrad-Wolf-Straße bis Nr. 7 und Nr. 24 bis Friedhofstraße Robert-Siewert- Str. bis Nr. 9 Seehausener Straße bis Gehrenseestraße (Einzelstellen)

Nr. 32- 35 Durchwegung Trampelpfad zur Straßenbahnhaltestelle und Kreuzungsbereich südöstliche Ecke Delbrückstraße bis Schule Nr. 38- 52 zw. Konrad-Wolf-Straße und Küstriner Straße südwestlicher Gehweg i. H. Nr. 35, Verbindungsweg - Kita Augustastr. bis Gertrudstraße Nr. 38 - 42 vor Kita (derzeit im Bau)

Anlage 2: Ausgewählte Projekte des ‚Straßen- und Grünflächenamtes

Ort 1	 	 2	 	 3	 	 4	 	 5	 	 6	 	 7	 	 Herzbergstr. von Möllendorffbis Vulkanstr.	 Herzbergstr. von Siegfriedstr.. u. Klinikum Herzberge	 Östl. Rampe Blockdammwegbrücke	 Rüdigerstr. v. Siegfried- bis Gudrunstr.	 Ahrensfelder Chaussee/ Hohenschönhauser Straße 	 Sangeallee v. Ria- bis Hönower Straße	 Schlichtallee von Zobtener Str. bis Max-Taut-Schule	

Maßnahme Fahrradstreifen und Parkhäfen	 Fahrradstreifen und Gehwegparken	 Radwegsanierung	 Fahrbahnasphaltierung	 Mittelinsel	 Asphaltierung (Radwegeprogramm)	 Fahrradstreifen	

Bearbeitungsstand BPU abgeschlossen BPU abgeschlossen BPU abgeschlossen BPU abgeschlossen laufende Baumaßnahme laufende Baumaßnahme laufende Baumaßnahme

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Ort 8	 Parkaue	 9	 Paul–u.-Paula-Ufer	 10	 KP Weißenseer Weg/Konrad	 Wolf-Str./Hohenschönhaus.Str.	 11	 Straße Am Tierpark – Treskow	 allee von Criegernweg bis 	 Grogoroviusweg	 12	 Degener Straße/ Ecke Obersee	 straße 	 13	 Hansastraße	 14	 Mühlengrund, 2. BA, 	 15	 Suermondtstraße	 16	 Werneuchener Straße von 	 Große-Leege- bis Goeckestr.	 17	 Köpenicker Chaussee von Block	 dammweg bis Kraftwerk, NO-S.	 18	 Josef-Orlopp-Str. v. Möllendorff	 straße bis Ruschestraße	 19	 Ursula-Götze-Str. v. Robert-Sie	 wert-Str. bis Nr. 9	 20	 Weiße Taube	 21	 Schottstr./Rüdigerstr.	 22	 Liebenwalder-/Heiliegen	 städter Straße 	 23	 Kraatz-Tränke-Graben von	 	 Betriebsbf. Rummelsburg 	 bis Sewanstr. 	
Anlage 3: Realisierte Bordsteinabsenkungen

Maßnahme Neubau der Fahrbahn	 Gem. Geh- und Radweg	 Neubau von Radverkehrsanlagen	 Neubau	 FGÜ	 Fahrradstreifen	 Brunnenneubau	 Asphaltierung von Einzelstellen	 Fahrbahninstandsetzung 	 Fahrbahninstandsetzung	 Fahrbahninstandsetzung	 Fahrbahninstandsetzung	 Straßeninstandsetzung	 Mittelinsel	 Mittelinsel	 Sanierung Radwegeverbindung	

Bearbeitungsstand Baumaßnahme abgeschl. Baumaßnahme abgeschl. Baumaßnahme abgeschl. Baumaßnahme abgesch. Baumaßnahme abgeschl. Baumaßnahme abgesch. Baumaßnahme abgeschl. Baumaßnahme abgeschl. Baumaßnahme abgeschl. Baumaßnahme abgeschl. Baumaßnahme abgeschl. Baumaßnahme abgeschl. Baumaßnahme abgeschl. Baumaßnahme abgeschl. Baumaßnahme abgeschl. Baumaßnahme abgeschl.

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Straße Rudolf-Seiffert-Straße		 Rüdigerstraße		 Rudolf-Seiffert-Straße		 Wilhelm-Guddorf-Straße		 Rüdickenstraße		 Landsberger Allee		 Dolgenseestraße		 Dolgenseestraße		 		 Erich-Kurz-Straße		 		 Otto-Marquardt-Straße		 Hausnummer 2 und 80 Ecke Plonzstraße Hausnummer 66 Hausnummer 12/14 zwischen Hausnummer 31-33 i. H. 144 (im Bau, Fertigstellung 2015) Ecke Dolgenseestraße Giebel Hausnummer 55 Ecke Dolgenseestraße Giebel Hausnummer 55 Verbindung zur Sewanstr. Hausnummer 118 Hausnummer 5 zu Hausnummer 6 (Übergang zur Paul-und Charlotte-Kniese-Schule) Hausnummer 14 (Übergang zur Nils-Holgerssen-Schule)

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Anlage 4- Neu gestaltete Spielplätze

Spielplatz: Biesenthaler-/Joachimsthaler Straße vorher 	

nachher				

Spielplatz: Wilhelm-Guddorf-Str. ggü. 12-20 vorher					

nachher				

Spielplatz: John-Sieg-Str. ggü. 1-3 vorher					

nachher				

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Spielplatz: Rosenfelder Platz „Zamenhofpark“ vorher 	

nachher (Nestschaukel steht noch nicht)	

Spielplatz: Hauffstr. 22-25 vorher 	

nachher 	

Spielplatz: Ingelheimer Str. vorher 	

nachher

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Spielplatz: Lisztstr. 3-5 vorher

nachher

Anlage 5 Bauleistungen für Dritte

Ort Schule Dolgenseestraße 60	 Kastanienhofschule Otto-Marquart-Str.	 Alt-Friedrichsfelde 66, Adam-Ries GS	 Grundschule Roederplatz Bernhard-	 Bästlein-Str. 22	 	 Friedrichsfelder Grundschule 	 Lincolnstraße 67	
Anlage 6 Mühlengrundbrunnen

Maßnahme Schulhofgestaltung	 Schulhofgestaltung	 Schulhofgestaltung	 Sanierung Sportfläche mit Kleinspielfeld und Leichtathletikanlage 	 Sanierung Schulhof und Sportfläche	

Bearbeitungsstand BPU abgeschlossen laufende Baumaßnahme Baumaßnahme abgeschlossen	 Baumaßnahme abgeschlossen Baumaßnahme abgeschlossen

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Umwelt- und Naturschutzamt
Das Umwelt- und Naturschutzamt hat den Anspruch, aktiv auf die Gestaltung gesunder, nachhaltiger und familienfreundlicher Lebensbedingungen in Lichtenberg Einfluss zu nehmen und die biologische Vielfalt der Natur zu schützen und zu fördern.

Fachbereich Umwelt
Die Zielstellung im Fachbereich Umwelt besteht zum überwiegenden Teil in der Wahrnehmung von ordnungsbehördlichen Aufgaben u. a. mittels Präventionsarbeit zur Erhaltung des Umweltschutzes und Vermeidung von Gefährdungen der Schutzgüter der Umwelt zum Wohl der Allgemeinheit. Integrativer Umweltschutz 8. Durchführung von 1178 Anlagenüberwachungen einschließlich Bearbeitung von Beschwerden über Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie sonstigen Beschwerden über den unsachgemäßen Betrieb von nicht genehmigungsbedürftigen Anlagen. Weiterhin Lärm ausgehend von Lüfterund Kälteanlagen und Anlieferverkehr für Märkte/ Handelseinrichtungen. Hierzu wurden anlassbezogen, auch zur Nachtzeit und an Wochenenden Schallpegelmessungen durchgeführt und ausgewertet. Bei nachgewiesenen Überschreitungen der gesetzlichen Immissionsrichtwerte wurden die Betreiber aufgefordert, durch technische bzw. organisatorische Maßnahmen deren Einhaltung zu gewährleisten. Zudem gab es Beschwerden von Anwohnern über Lichtimmissionen z.B. ausgehend von elektrischen Werbeträgern und der Hofbeleuchtung eines Gewerbebetriebes. Auch in diesen Fällen wurden Messungen zum Nachweis der Einhaltung der Immissionsrichtwerte durchgeführt. 9. Mit der Änderung der Bauordnung Berlin (Wegfall der Schlusspunkttheorie) wurden bereits 2005 verpflichtende Beteiligungen im Baugenehmigungsverfahren z.B. beim Immissionsschutz, aber auch bei der Altlastenproblematik, abgeschafft. In der Folge müssen Bauherren/Architekten im Rahmen ihrer Planungen als Nachweis der Einhaltung der Lärmwerte zunehmend Schallimmissionsprognosen extern in Auftrag geben. Die Gutachten / Prognoserechnungen werden vom FB Umwelt auf Plausibilität und daraus resultierenden Schlussfolgerungen für Lärmschutzmaßnahmen geprüft und Stellungnahmen abgegeben. Im Jahr 2014

betraf das eine Vielzahl teils größerer Planungen bzw. Bauvorhaben. 10. Anwohnerbeschwerden zu nächtlichem Lärm, ausgehend von Warenlieferungen für Verbrauchermärkte haben zugenommen. Märkte werden von den verschiedensten Lieferfirmen mit LKW meist in den frühen Morgenstunden von 02 – 06 Uhr angefahren. Anwohner werden in ihrem Nachtschlaf gestört. In den meisten Fällen kann durch kooperative Maßnahmen in Absprache mit den Verantwortlichen eine Veränderung der Lieferzyklen erreicht werden. 11. Beschwerden über Luftverunreinigungen durch Heizungsanlagen und einhergehendem Verdacht auf illegale Verbrennung von Abfällen wurden gemeinsam mit dem BWA geprüft. Wiederholt kam es zur illegalen Verbrennung von Siedlungsabfällen in offenen Feuerstellen, die mit starken Rauchbelästigungen für Anwohner einhergingen. Die Verursacher wurden vor Ort belehrt bzw. verwarnt. 12. Erteilung von 486 Ausnahmezulassungen bzw. Genehmigungen (2013 = 466) von den Lärmschutzvorschriften nach Landes-Immissionsschutzgesetz für die Durchführung von Festen und öffentlichen Veranstaltungen wie z.B. die Deutsch-Russischen-Festtage auf der Trabrennbahn Karlshorst. Besondere Schwerpunkte der Überwachungstätigkeit ergaben sich aus Beschwerden von Anwohnern der Rummelsburger Bucht und aus Karlshorst zu Lärmbelästigungen durch genehmigte, aber auch nicht angemeldete öffentliche Veranstaltungen. 13. Insgesamt 421 Vorgänge/Beschwerden betrafen illegale Abfallablagerungen auf öffentlich zugänglichem Privatland und gewerblich genutzten Flächen. Im Jahr 2014 kam es wiederholt zu widerrechtlichen Entsorgungen von größeren Mengen teils gefährlicher Abfälle. Die Struktur der Abfallarten und – mengen ließen in einigen Fällen auf gewerbliche Verursacher schließen, die sich ganz offensichtlich die Entsorgungskosten sparen wollen. In einigen Fällen wurden Abfälle auf Grundstücken verbrannt, statt entsorgt (Foto S.61). 14. Die Durchführung von Generalinspektionen und Dichtheitsprüfungen bei Abwasseranlagen gem. Indirekteinleiterverordnung wurde kontrolliert. Diese Ordnungsaufgabe mit insgesamt 416 Vorgängen/Überwachungen dient der Reduzierung und Vermeidung des Anteils der Einleitungen gefährlicher Abwässer in Abwasseranlagen. Zahlreiche Unternehmen, die Öl- oder Fettabscheideranlagen bzw. Anlagen für wassergefährdende Stoffe betreiben, kommen ihren gesetzlichen Verpflichtungen der regelmäßigen fachmännischen

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Illegale Abfallbeseitigung Foto: FB Umwelt

Überprüfung der Anlagen nicht nach. Aufforderung und Kontrolle verursachen einen immer größeren behördlichen Arbeitsaufwand. 15. Es wurden weiterhin 692 Kontrollen/Prüfberichte im Bereich von Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen bearbeitet. 16. Im Jahr 2014 wurde schwerpunktmäßig an der Erstellung der Bezirksregionenprofile mitgewirkt und Einschätzungen zu Umweltdaten, vorrangig in Bezug auf die Verkehrslärmbelastung einzelner Ortsteile abgegeben. Boden- und Grundwasserschutz 17. Erstellung von Untersuchungskonzepten und Beauftragung von Boden- und Grundwasseruntersuchungen im Bezirk (z.B. B-Plan Ostkreuz) 18. Grundwassersanierung zweier Grundwasserschäden, verursacht durch Ölkabelschäden (Vattenfall) sowie Grundwasseruntersuchung im Nachgang zu Boden- und Grundwassersanierungen (Schulze-Boysen-Str. und S-Bahnwerk Friedrichsfelde, alter Ölbunker). Weiterführung des Grundwassermonitorings an verschiedenen Standorten (z.B. Kaskelstr., Wiesenweg 1- 4).

19. Bewertung von zahlreichen Standorten mit Verdacht auf oder nachgewiesenen Boden- bzw. Grundwasserverunreinigungen, bei denen Grundstückseigentümer Untersuchungsergebnisse vorgelegt haben (z.B. Altablagerung Tierparkgelände). 20. Einige Standorte konnten vom Verdacht auf schädliche Bodenverunreinigungen befreit werden, andere wurden erstmalig in das Kataster aufgenommen. Bei einigen Standorten waren bzw. werden Sanierungsmaßnahmen erforderlich. So wurden z.B. Bodenuntersuchungen im Vorfeld sowie im Zuge des Wohnungs- und KITA-Neubaus z.B. im Bereich Bornitzstr./Gotlindestr., Rüdigerstr./ Kriemhildstr., Gotlindestr. 51, Alt-Friedrichsfelde 70, Köpenicker Allee, durchgeführt und ggf. lokale Belastungsherde im Rahmen der Bebauung beseitigt. 21. Für zahlreiche Baumaßnahmen (z.B. KITA Neubauten, Reparatur und Neubau von Wasserund Abwasseranlagen der BWB und Neubau und Reparatur am Gasrohrnetz) und Bebauungspläne (z.B. B-Plan Ostkreuz) wurden Zuarbeiten und Stellungnahmen erarbeitet, wie Untersuchungskonzepte, Bewertung von hergereichten Untersuchungen / Gutachten, Umgang mit Bodenaushub und Abfall. 22. Stellungnahmen an SenStadtUm im Rahmen von wasserbehördlichen Genehmigungsverfahren für Erdwärmeanlagen, Errichtung von Brunnen, Grundwasserabsenkungen bei Baumaßnahmen und Bau von Niederschlagswasserversickerungsanlagen. 23. Weitere Arbeitsschwerpunkte bilden die Entscheidungen zum Umgang mit Bodenaushub (Entscheidung ob eine Verwertung am Standort möglich ist, z.B. Bodenhaufwerk im Tierpark) und schadstoffbelastetem Bodenaushub, der bei privaten oder Baumaßnahmen des Bezirkes oder des Landes anfällt oder zum Umgang mit schadstoffbelasteten Böden bei beabsichtigter Niederschlagswasserversickerung 24. Gemäß Umweltinformationsgesetz (UIG) wurden auf Antrag 626 schriftliche Auskünfte zum Altlastenverdacht erteilt.

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Fachbereich Naturschutz und Landschaftsplanung
Landschaftsplanung Vorbereitung und landschaftsplanerische/naturschutzfachliche Begleitung von Baumaßnahmen Vorbereitung von Baumaßnahmen, Vergabe und Begleitung von Leistungen nach HOAI an Landschaftsarchitekturbüros u.a. für die Lehrlingsausbildung: •  Planungsvorschlag für Wege und Gehölze in einem Teilbereich des Grünzuges Hönower Weg (Büro Wallmann) •  Spielplatz und Wegeanbindungen innerhalb des Grünzuges Hönower Weg (Vergabe der Vorentwurfsplanung an das Büro Lechner)
Vorbereitung und landschaftsplanerische/naturschutzfachliche Begleitung von Baumaßnahmen aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost: •  Mitarbeit an der Weiterentwicklung des INSEK Frankfurter Allee Nord darüber hinaus erfolgte die Vorbereitung und Anmeldung neuer Baumaßnahmen für die Folgejahre: •  Grünverbindung Am Berl (Fortsetzung Wegeverbindung zum Malchower Auenpark) •  Vorplatz zum Betriebsbahnhof Rummelsburg •  Stellungnahme zum Stadtplatz Gotlindestr. 39 •  Friedhofsvorplatz Gudrunstraße/Rüdigerstraße Vorbereitung zur Anmeldung von Baumaßnahmen in der Investitionsplanung, u.a.: •  Spielplatz Paul-Zobel-Str. 1-4 •  Spielplatz Schwarzmeerstraße Freiraum- und Entwicklungskonzepte, Pflegeplanung Erarbeitung von Freiraumkonzepten und Vorbereitung, Vergabe und Begleitung von Leistungen nach HOAI an Landschaftsarchitekturbüros: •  Umgestaltungskonzept Flächen nördlich der Wendeschleife Zingster Straße (Malchow) •  Konzept „ Beerengarten“ innerhalb der Falkenberger Krugwiesen •  Konzept Umnutzung von Flächen westlich der Nilessiedlung Malchow •  Überarbeitung See- und Uferkonzept (Rummelsburger Bucht) •  Begleitung der Pflegemaßnahmen von Biotopflächen (Rummelsburger Bucht) Erarbeitung eines Antrages und Mitwirkung bei der Abstimmung zur Realisierung des Genderprojekts Grünflächen

Beteiligung an den Workshops und Arbeitstreffen zur IGA dezentral Baugenehmigungen, Bebauungsplanverfahren und andere förmliche und nicht förmliche Verfahren Der FB NL erarbeitete diverse Stellungnahmen zu Bebauungsplanverfahren und wirkte durch Beratungen und Freiflächenkonzepte an den Bebauungsplanentwürfen mit, u.a. am Bebauungsplan 11-60 „Lindenhof“ und an der Planung des „Wasserhauses“ im B-Plan XVII-4 Ostkreuz. Darüber hinaus wurden Stellungnahmen zu Planfeststellungsverfahren, zur Überarbeitung des Landschaftsprogramms von Berlin und zum Schulentwicklungsplan des Bezirks Lichtenberg erarbeitet. An der Ausweisung des zukünftigen LSG Wartenberger/Falkenberger Feldmark und Malchower Aue wurde mitgewirkt: Es erfolgten Zuarbeiten aus landschaftsplanerischer Sicht zu Nutzungs- und Pachtverträgen, sowie zu diversen Grundstücksangelegenheiten. Mitwirkung an Wettbewerben •  Wettbewerb Gedenkort Rummelsburg Landschaftsrahmenplan Lichtenberg Schwerpunkt in der Landschaftsplanung war die Aktualisierung der 9 Karten und des Textteils des Landschaftsrahmenplans. Nach intensiver Abstimmung der Ziele, Maßnahmen und Darstellungen in den Karten mit dem SGA und Stadtplanung wurde der Landschaftsrahmenplan Ende Dezember 2014 vom Bezirksamt beschlossen. Spielplatzplanung Ein Schwerpunkt lag in der Fortschreibung des Spielplatzkonzeptes im Landschaftsrahmenplan, die Anpassung von Daten, der Versorgungsanalyse, Prioritätensetzung von Maßnahmen zum Defizitabbau sowie Anpassung der Bestands-, Kategorie- und Entwicklungskarte. Im Rahmen des Berliner Bezirkswettbewerbs für Gender-Budgeting-Verfahren im Haushaltsjahr 2013 erfolgte die Weiterführung der Genderanalyse – Prüfung und Bewertung der öffentlichen Kinderspielplätze in Berlin- Lichtenberg unter dem Gesichtspunkt von Gender- Kriterien zum Produkt 72640 – Öffentliche Spiel- und Bewegungsflächen für alle Berliner Bezirke. Für eine wissenschaftlich zufällig ausgewählte Spielplatzanzahl konnte eine Berlin einheitliche Analyse durchgeführt werden.

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Wesentlicher Zweck ist neben der Vorbereitung einer gendergerechten Sanierung von Spiel- und Bewegungsflächen das Sammeln von Erfahrungen mit diesem Qualitätsverfahren zur gendergerechten Verwendung von Haushaltsmitteln. Weiterhin erfolgte die Organisation und Begleitung von Kinder- und Jugend- sowie Bürgerbeteiligungen an Planungsprozessen und deren Umsetzung für den Spielplatz: -	 Gotlindestraße 44 Es wurden turnusgemäß 4 Sitzungen der bezirklichen Spielplatzkommission vorbereitet und durchgeführt. Themenschwerpunkte waren: Drucksachen zu Spielflächenproblematiken, Beschwerden, Kinder- und Jugendbeteiligungsverfahren; Vorstellung zu geplanten Projekten und Umgestaltungsmaßnahmen, zu generationsübergreifenden Angeboten, zu Spielplatzarten und deren Auswirkungen auf die Budgetierung und Investivmaßnahmen. Eine Sondersitzung widmete sich speziell der Vorstellung des Spielplatzkonzeptes im Landschaftsrahmenplan. Weiterhin konnte eine Besichtigung von Spielplätzen im Stadtteil Friedrichsfelde Nord durchgeführt werden. Es erfolgte eine aktive Mitarbeit und Unterstützung im Fachausschuss Spielplätze sowie in Unter AG(u.a. AG zur Begleitung der Genderanalyse von ausgesuchten Spielplätzen in Berliner Bezirken und deren Auswertung) Kita-Spielplatz-Sonderprogramm:; Aufgabenstellung, Schwerpunktsetzung, Mitarbeit in Jury in Zusammenarbeit mit dem SGA Spielplatzunterhaltung. Mitarbeit in der bezirklichen AG Spielleitplanung sowie bei der Vergabe der Spielleitplanung FAN. Erstellung bzw. Fortschreibung von Stadtteilprofilen bezüglich der Thematik Spielplatzplanung. Naturschutz Baumschutz Gegenüber dem Vorjahr ist die Anzahl der Anträge auf Ausnahmegenehmigung von der Berliner Baumschutzverordnung leicht rückgängig. Es wurden 410 Anträge gestellt (2013: 497). Die Stellungnahmeersuchen im Rahmen der Behördenbeteiligung durch die Bauaufsicht haben sich zum Vorjahr jedoch stark erhöht auf 49 Bauvorhaben (2013: 30). In 23 Fällen wurde Widerspruch eingelegt. Auf 20 Grundstücken kam es auf Grund von Bauvorhaben zu der Fällung von mehr als 10 Bäumen – das Ortsbild hat sich hier in der Regel dadurch stark verändert. Meist handelte es sich um

Vorhaben des Wohnungsbaus, die die Baumfällungen erforderten. Da sich die Vorhaben gleichmäßig über die Fläche des Bezirkes verteilten, kam es hier nicht zu gravierenden Veränderungen. Naturdenkmale (ND) Die Naturdenkmale auf den öffentlichen Flächen des Bezirksamtes Lichtenberg wurden mindestens einmal je Jahr kontrolliert. Der Gesundheitszustand der Bäume wurde dokumentiert und bewertet. Durch Sturmereignisse im Sommer erlitten die ND 11 – 31 B (Schwarzpappel Park Herzberge – östlich der Pathologie) und 11 – 36 B (Kanadische Pappel Malchower Weg / Privatstraße) erhebliche Schäden im Kronenbereich. Zwei Ende des Jahres abgeschlossene Gutachten belegen, dass eine Erhaltung der Kronen dieser Bäume nicht mehr möglich ist. Am ND 11 – 32 B (Stieleiche am Krokodilhaus) wurde im Dezember Totholz entfernt, damit keine Gefährdung der Besucher eintritt. Biotop- und Artenschutz Die Aufgaben im internationalen und einheimischen Artenschutz werden durch zwei Mitarbeiterinnen wahrgenommen. Im Bereich des Artenschutzes arbeitete eine Mitarbeiterin im Rahmen des ökologischen Bundesfreiwilligendienstes. Vollzug internationales Artenschutzrecht: Die Kontrolle des Artenschutzes im größten Tierheim Europas obliegt dem BA Lichtenberg. Im Jahr 2014 wurden 138 (Vorjahr: 123) artgeschützte Tiere im Tierheim nach § 47 i.V.m. § 49 Abs. 4 BNatSchG eingezogen, da sie keine legalen Besitzpapiere besaßen. Sie wurden somit Eigentum des Bezirksamtes Lichtenberg. 73 Tiere konnten an Privatpersonen weitervermittelt werden. Weitere Kontrollen wurden in drei Zirkussen, zwei Zoofachgeschäften sowie in vier weiteren Einrichtungen des Einzelhandels und Gewerbes durchgeführt. Die Kontrollen dienten dem Ziel, illegalen Tier- und Pflanzenhandel vorzubeugen und den ordnungsgemäßen Verkauf geschützter Tiere und Pflanzen zu überwachen. Verstöße konnten nicht festgestellt werden. Zudem wurden durch private Halter 97 nach § 7 Abs. 2 der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) artgeschützte Tiere angemeldet und in das Artenschutzregister von Berlin-Lichtenberg eingetragen sowie 71 Tiere abgemeldet.

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Vollzug des Freilandartenschutzes: Beseitigung von Nisthöhlen in Bäumen Im Vollzug des einheimischen Artenschutzes wurden im Jahr 2014 drei Befreiungen nach § 62 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG (Bundesnaturschutzgesetz) und eine Ausnahmegenehmigungen gem. § 43 Abs. 8 Nr. 5 BNatSchG zur Beseitigung von Nisthöhlen in Bäumen erteilt. In diesem Zusammenhang wurden im Jahr 2014 ca. 101 Bauvorhaben auf das Vorhandensein von Niststätten einheimischer Vögel überprüft (Schutzvorschrift des § 42, Abs.1, Nr.1 BNatSchG). Es wurden 47 Bauherren auf Grund von Vorkommen geschützter Niststätten angeschrieben. Die Senatsverwaltung erteilte daraufhin 13 Befreiungen nach § 62 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) sowie 3 Ausnahmegenehmigung. Es wurden zu 24 B-Plänen nach §4 (2) BauGB artenschutzrechtliche Stellungnahmen abgegeben. Vollzug Sommerrodungsverbot vom 01.März -30. September Nach § 39 (5) Nr.2 BNatSchG ist es verboten, Bäume, Hecken, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1.3. bis 30.9. abzuschneiden oder „auf den Stock“ zu setzen. Ausnahmen ergeben sich nur für geringfügigen Gehölzaufwuchs, für behördlich angeordnete Maßnahmen, für Maßnahmen zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit sowie für Maßnahmen, die im öffentlichen Interesse nicht auf andere Weise oder zu anderer Zeit durchgeführt werden können. Das saisonale Beseitigungsverbot gilt für Fällungen von Bäumen, die nach der Baumschutzverordnung (BaumSchVO) zugelassen worden sind, aber auch für Baumarten und Gehölzbestände, die nicht der BaumSchVO unterliegen. Nach bisheriger Verwaltungspraxis wurde angenommen, dass die schnelle Realisierung baurechtlich zulässiger Bauvorhaben privater Vorhabensträger immer im öffentlichen Interesse liegt. Damit fiel z.B. die bauvorbereitende Beseitigung von Vegetationsbeständen regelmäßig nicht unter das Verbot des § 39 BNatSchG und war als Legalausnahme unter Auflagen während der Schutzzeit zumeist möglich. Dieser Rechtsauffassung ist das Oberverwaltungsgericht jedoch nicht gefolgt (OVG 11 S 26.13 vom 19.7.13). Eine Legalausnahme nach § 39 (5) Nr.2 BNatSchG liegt demzufolge nur dann vor, wenn der Bauherr im Einzelfall belegen kann, dass die baulichen Maßnahmen nicht zu anderer Zeit oder

auf andere Weise umgesetzt werden können und zusätzlich durch konkrete Umstände begründen kann, dass auch ein öffentliches Interesse an einem vorzeitigen Beginn der Maßnahmen während der Vegetationsperiode besteht. In den Fällen, in denen keine Legalausnahme vorliegt, kann die Untere Naturschutzbehörde im Einzelfall nach Maßgabe des § 67 BNatSchG auf Antrag eine Befreiung von den Verboten des § 39 BNatSchG erteilen. Voraussetzung ist, dass eine unzumutbare Belastung glaubhaft nachgewiesen wird und eine Beseitigung der Vegetation in der Vegetationsperiode mit den Belangen von Naturschutz und Landschaftspflege zu vereinbaren ist. Hierzu ist ein gebührenpflichtiger Antrag bei der Unteren Naturschutzbehörde zu stellen. In diesem Zusammenhang wurden 2014 32 Anträge gestellt. Davon erhielten 2 Befreiungen, 11 fielen unter die Legalausnahmen und 19 Anträge wurden abgelehnt. Vollzug der Gebäudebrüterverordnung in Kraft seit dem 01.10.2014 Sind Fortpflanzungs- oder Ruhestätten von Vögeln oder Fledermäusen an zum Abriss bzw. zur Sanierung vorgesehenen Gebäuden vorhanden, hat die Bauherrschaft die Abriss- oder Sanierungsmaßnahme unverzüglich der unteren Behörde für Naturschutz und Landschaftspflege des zuständigen Bezirksamtes anzuzeigen. Der Zugriff auf die Fortpflanzungs- oder Ruhestätten darf nur durch die fachkundige Person erfolgen und erst durchgeführt werden, wenn die untere Behörde für Naturschutz und Landschaftspflege des zuständigen Bezirksamtes nicht innerhalb von zwei Wochen, nachdem ihr die vollständigen Unterlagen zugegangen sind, die Maßnahme schriftlich ganz oder teilweise untersagt. Im Jahr 2014 wurden seit dem 01.Oktober 18 Bauherren auf Grund relevanter Baumaßnahmen bezüglich der Neuen Verordnung angeschrieben. Eine Untersagung von Baumaßnahmen wurde nicht vorgenommen. Artenhilfsmaßnahmen des Amtes: Für die Wiederansiedelung des um 1960 im Bezirk Lichtenberg ausgestorbenen Laubfrosches wurde ein Gutachten erarbeitet und die artenschutzrechtliche Genehmigung zur Wiederansiedelung von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz eingeholt. Entsprechend dem Gutachten ist eine Wiederansiedelung des Laub-

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frosches in den Falkenberger Rieselfeldern möglich. Betriebserlaubnis für Zoos / Tierparks: Die Betriebserlaubnis für den Tierpark Berlin – Friedrichsfelde GmbH wurde im Dezember 2013 für weitere 2 Jahre verlängert. Es besteht die Auflage, die Haltung der Malaienbären und Elefanten zu verbessern. Ein neues Haltungsgutachten für Säugetiere wurde im Mai 2014 vorgestellt. Daraus resultieren Änderungen bzgl. der Haltungsbedingungen für die Säugetiere werden im Jahr 2015 dem Tierpark mitgeteilt. Herr Dr. Blaszkiewitz wurde Mitte des Jahres als Direktor von Zoo und Tierpark abgelöst durch Herrn Dr. Knieriem. Erste Gespräche zwischen dem Umwelt- und Naturschutzamt, dem Stadtrat Herrn Nünthel und Herrn Dr. Knieriem fanden statt.

Gremienarbeit: Arbeitskreis Umwelt und Bildung (AUB) Der AUB hat in diesem Jahr erstmalig einen Schulgartenwettbewerb in Lichtenberg, unter Schirmherrschaft des Stadtrates Herr Nünthel, durchführt. Beteiligt haben sich 7 Schulen, 6 Jugendfreizeiteinrichtungen, 4 Kita’s und zwei weitere Umweltbildungseinrichtungen. Es wurden Preise vom Schirmherrn in Höhe von 5000,- Euro angeworben und an alle Teilnehmer verteilt. Zusätzlich haben sich Sponsoren mit Sachmitteln am Wettbewerb beteiligt. Der Erfolg des Wettbewerbs bei allen Teilnehmern hat für das Jahr 2015 die Erwartung einen neuen Wettbewerbs geweckt. Im November führte der AUB wieder eine Pflanzaktion am Schälingsgraben durch. Es haben 30 Bürgerinnen und Bürger teilgenommen, darunter auch der Stadtrat Herr Nünthel und der ehemalige Stadtrat Herr Stawinoga. Diese Pflanzaktion war gleichzeitig das 20. Jubiläum des AUB.

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3. ABTEILUNG BILDUNG, KULTUR, SOZIALES UND SPORT
Schule
Schulentwicklung Erweiterung des Lichtenberger Schulnetzes Sechs neue Schulgebäude gingen pünktlich mit Beginn des neuen Schuljahres ans Netz der öffentlichen Schulen im Bezirk. Für die Erweiterung des Grundschulnetzes wurden in der als äußerst kurz zu bewertenden Bauzeit von rund 5 Monaten (einschließlich Planungs- und Ausschreibungsphase ca. 1 Jahr) an 3 Grundschulstandorten sogenannte Modulare Ergänzungsbauten (MEB) errichtet und an den bezirklichen Schulträger übergeben. Jeweils ein doppelter MEB-Bau wurde auf dem Gelände der Brodowin-Schule sowie der Karlshorster Schule gebaut, ein MEB auf dem Gelände der RichardWagner-Schule. Die Schulen sind mit der Pünktlichkeit ebenso wie mit der Qualität der Ausführung grundsätzlich sehr zufrieden. Mehrfach wurde die Attraktivität der Gebäude gelobt. Ein MEB entspricht einer zusätzlichen Raumkapazität von 1,5 Zügen. Am ersten Schultag, dem 25.08.2014 besichtigte der Staatssekretär für Bildung gemeinsam mit der Schulstadträtin den MEB am Standort der Brodowin-Schule. Das Bezirksamt warb in diesem Rahmen dringend für

eine Fortsetzung des MEB-Sonderbauprogramms durch den Senat. Der Staatssekretär für Bildung bekräftigte diese Absicht seiner Verwaltung und kündigte dazu auch an, dass Modifikationen in der Ausführung geplant seien, so dass künftig auch Fachräume Bestandteil einer MEB sein könnten.

Besuch des MEB der Brodowin-Schule zu Schuljahresbeginn (v.l.n.r. Schulstadträtin Kerstin Beurich, Staatssekretär Mark Rackles und Schulleiter Ralph Kaiser) © BA

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Weiterhin wurde in der Siegfriedstr. 108 eine Filiale der Schule auf dem lichten Berg ans Netz genommen. Der ehemalige Schulstandort wurde insbesondere mit Mitteln aus dem Stadtumbau Ost saniert und um Gemeinflächen erweitert. Das größte Neubauprojekt im Bereich der Schulen seit langer Zeit stellt der Neubau der Nils-Holgersson-Schule in der Otto-Marquardt-Straße dar. Auch dieser Bau konnte zum neuen Schuljahr von den bislang in zwei Filialgebäuden unterrichteten Schüler/innen in Besitz genommen werden. Die Sanierung des Hauses 1 des Schulstandortes Dolgensseestr. 60 sowie der Sporthalle auf dem weitläufigen Areal ist ebenfalls abgeschlossen. Der Schulstandort wird für eine Übergangszeit nunmehr von der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule als Filiale zur Erweiterung auf eine Dreizügigkeit genutzt, bis an ihrem eigentlichen Standort die Erweiterung der Kapazität durch einen MEB erfolgt ist. Die Sporthalle wird derzeit auch durch die Hans-und-Hilde-Coppi-Schule mitgenutzt, deren eigene Sporthalle aufgrund eines Brandes seit vergangenem Jahr nicht mehr zur Verfügung steht. Die Wegezeiten zum Sportunterricht haben sich dadurch verkürzt.

geweiht. Das historische Schulgebäude, das vor seiner Sanierung und Reaktivierung rund 10 Jahre leer stand, wurde hauptsächlich mit Mitteln aus dem Stadtumbau Ost für ca. 2 Mio. € saniert und um einen modernen Mensa-Anbau erweitert. Das Bezirksamt hatte zuvor eine Teilfläche des benachbarten Sana-Klinikums angekauft, um die Schulhoffläche zu vergrößern. Der Anbau wurde als Pfahlbau errichtet, um die darunter befindliche Fläche als Freifläche nutzen zu können. Die Einweihung erfolgte im Rahmen eines kleinen festlichen Programms der Schüler/innen, an dem zahlreiche Gäste auch aus dem Umfeld der Schule teilnahmen. Zu diesem Anlass stellte sich u.a. das neu gegründete Schülerparlament der Schule vor.

Siegfriedstr. 208 Alt- und Neubau der neuen Schulfiliale © BA

MEB Richard-Wagner-Schule (o.), neue Innenausstattung der Klassenräume (u.) © BA

Einweihung Filialschulgebäude Siegfriedstraße Die Filiale der Schule auf dem lichten Berg (Grundschule) in der Siegfriedstr. 208-210 wurde am 10.11.2014 durch die Schulstadträtin offiziell ein-

AG Schulentwicklungsplanung Im Jahr 2014 tagte auf Einladung der Schulstadträtin die breit aufgestellte bezirkliche AG Schulentwicklungsplanung (AG SEP), in der Regel monatlich. Die Arbeit der AG SEP sichert auf bewährte Weise einen partizipativen Prozess aller relevanten Gremien und beteiligten Dienststellen. In der AG SEP arbeiten mit: •  die/der jeweilige Vorsitzende des Bezirksschulbeirats, Bezirkseltern-, Bezirksschüler- und Bezirkslehrerausschusses sowie weitere Vertreter der Gremien •  die/der Vorsitzende des Haushaltsausschusses

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und Ausschusses Schule und Sport sowie weitere Mitglieder des Ausschusses Schule und Sport der BVV •  Vertreter/innen der Außenstelle Lichtenberg der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft und ein/e Vertreter/in des Personalrats der Lehrer •  je ein/e Vertreter/in der jeweiligen Schularten •  Vertreter/innen des Schul- und Sportamtes. Der Ausschuss Schule und Sport ist in die Arbeit der AG SEP eingebunden und wurde zusätzlich jeweils aktuell in seinen Sitzungen informiert. Im Zuge der Beratungen wurden u.a. die Entwicklungspotentiale des Grundschulnetzes, der Ausbau der Schulplatzkapazitäten der weiterführenden Schulen und die Lehrerausstattung diskutiert. Jeweils nach Regionen gegliedert, wurden Lösungsund Entwicklungsvarianten erörtert und abgestimmt. Eine bezirksamtsinterne Arbeitsgruppe aller Ämter zur Schulentwicklungsplanung (SEP) stimmte parallel hierzu künftig benötigte oder in Reserve zu haltende öffentliche Liegenschaften für notwendige Erweiterungen des Schulnetzes ab. Gegenwärtig wird der 2. Entwurf der SEP für die Schuljahre 2014/15 bis 2018/19 im Ausschuss Schule und Sport und in der AG SEP diskutiert und befindet sich in der Endredaktion. Einweihung Nils-Holgersson-Schule Das größte Neubauprojekt im Bereich der Schulen seit langer Zeit ist der Neubau der Nils-Holgersson-Schule in der Otto-Marquardt-Straße. Auch dieser Bau konnte zum neuen Schuljahr von den bislang in zwei Filialgebäuden unterrichteten Schüler/innen in Besitz genommen werden. Die

offizielle Einweihung im feierlichen Rahmen eines ganztägigen Schulfestes fand am 03.12.2014, dem internationalen Tag für Menschen mit Behinderungen, statt. Die Schulstadträtin und die Schulleiterin würdigten in ihren Reden den besonderen Neubau. Nach rund dreieinhalbjähriger Bauzeit konnte das rund 20 Mio. € teure Projekt nahezu planmäßig abgeschlossen werden. Anstelle des alten Schulstandortes entstand auf 6000 m² Grundfläche ein besonderer Ort, der auch belebend in das ihn umgebende Wohngebiet hinein strahlt. Die derzeit ca. 170 Schüler/innen, die bisher in zwei sanierungsbedürftigen Filialgebäuden unterrichtet wurden, bezogen zu Schuljahresbeginn ein architektonisch durchdachtes, modernes Schulgebäude. Es zeichnet sich besonders durch lichtdurchflutete Gänge, einen großzügigen Innenhof sowie helle und modern eingerichtete Klassenräume aus. Großzügige, attraktive Außenanlagen umgeben die Schule. Eine kleine Schwimmhalle steht für Therapiezwecke zur Verfügung. Die integrierte Sporthalle kann am Abend auch der Vereinssport nutzen. Der Neubau berücksichtigt neben den allgemeinen Anforderungen eines Schulbaus auch den spezifischen therapeutischen Bedarf der besonderen Schülergruppe. Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule: neue Gemeinschaftsschule Im Laufe des Jahres 2014 wurden wesentliche Weichen für die Entwicklung der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule (PCK) zur Gemeinschaftsschule gestellt. Die Senatsverwaltung für Bildung genehmigte den Antrag des Bezirksamtes

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Einweihung Nils-Holgersson-Schule. Die neue Sporthalle in Betrieb © BA.

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vom 18.12.2013 für die erneute Einrichtung von 7. Klassen (ISS) zum Schuljahr 2014/15. Die Einrichtung der ISS-Klassen sicherte das Nachwachsen eines weiteren Jahrgangs der Sekundarstufe I im Hinblick auf die Teilnahme der Schule an der Pilotphase Gemeinschaftsschule des Landes Berlin zum Schuljahr 2015/16. Die Projektvereinbarung wird von Senat, Bezirk und Schule im Januar 2015 unterschrieben werden. Die PCK wird Gemeinschaftsschule in Personalunion mit einer einzügigen Schule mit dem Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“, mit dem besonderen Fokus auf schwerstmehrfachbehinderte Schüler/innen, die auch erhebliche Beeinträchtigungen im Förderbereich Sehen haben. Sie ist bislang eine kooperative Schule, die die Grundschule des Einzugsbereiches und das Sonderpädagogische Förderzentrum mit dem Schwerpunkt Sehen und Schwerstmehrfachbehinderung verbindet. Für die Schule ist perspektivisch eine Dreizügigkeit vorgesehen. Dafür erfolgen Umbaumaßnahmen im Schulgebäude (Zusammenlegung von Räumen, kofinanziert durch die Senatsverwaltung für Bildung aus Sondermitteln „Inklusion“) und die Errichtung eines Modularen Ergänzungsbaus auf dem Schulgelände. Der Bezirk Lichtenberg kann zum Schuljahr 2015/16 dann in beiden ehemaligen Alt-Bezirken (Hohenschönhausen und Lichtenberg) jeweils ein Angebot einer Gemeinschaftsschule machen.

Schülerzahlen Aktuell lernen im Schuljahr 2014/15 21.765 Schüler/innen an den öffentlichen Lichtenberger Schulen. Am 31.08.2013 waren es noch 20.954 Schüler/ innen. Dies entspricht einem Zuwachs um 3,87 %. Auf die einzelnen Schultypen verteilt sind dies 10.356 Schüler/innen in den Grundschulen, 4.801 Schüler/innen in den Integrierten Sekundarschulen, 4.018 Schüler/innen in den Gymnasien, 1.144 Kinder und Jugendliche in den Klassenstufen 1 bis 10 der Gemeinschaftsschule sowie 1.446 Schüler/ innen in den Lichtenberger Förderzentren. Die Schüler/innen der Schulen in freier Trägerschaft sowie im Schul- und Leistungssportzentrum Berlin (ehemalige Seelenbinder-Schule) sind in diesen Zahlen nicht erfasst. Das neue Schuljahr startete mit 2.068 Schulanfänger/innen (2.283 inklusive Sonder- und Privatschulen). Für das Schuljahr 2014/15 wurden 442 Kinder vom Schulbesuch zurückgestellt. Für die Schüleranmeldungen der 7. Klassen an der Gemeinschaftsschule, den Integrierten Sekundarschulen (ISS) und den Gymnasien gab es eine ausreichende Zahl an Schulplätzen im Bezirk, übernachgefragt waren vier ISS sowie zwei Gymnasien. Der absolute Anmeldestand war mit 1615 Anmeldungen etwas höher als im Vorjahr (1525). Damit konnte allen Lichtenberger Grundschüler/ innen ein Schulplatz an einer weiterführenden Schule im eigenen Bezirk angeboten werden. Beschulung von Flüchtlingen Die Zahl der nach Lichtenberg ziehenden oder hier untergebrachten Zuwanderer (EU-Bürger und Flüchtlinge aus Krisenregionen) nimmt weiter zu. Zwischenzeitlich wurde die neue Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in der Herzbergstraße (ehemaliges Corvus-Haus) eröffnet. Dort sind gegenwärtig ca. 385 Plätze belegt, darunter sind derzeit 70 Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter. Für deren Beschulung hat sich das Bezirksamt mit den beiden für Soziales und Bildung zuständigen Senatsverwaltungen auf eine einrichtungsnahe Beschulung – dies jedoch in Kooperation mit der benachbarten Schule am Grünen Grund – verständigt. Dazu fand ein gesonderter Ortstermin mit dem Staatsekretär für Bildung statt. Die Schule selbst hat keine freien räumlichen Kapazitäten mehr, deshalb wurden – nach entsprechenden Abstimmungen mit den Senatsverwaltungen für Bildung und Finanzen – zusätzliche Räume neben der Flüchtlingseinrichtung angemietet, ebenso eine im Objekt befindliche Sporthalle, so dass hier neben Schulsport voraussichtlich auch freizeitsportpädagogische Maßnahmen ermöglicht

Schulmotto: „Es ist normal, verschieden zu sein..!“ (R. von Weizsäcker) © BA

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werden. Die entstehenden Kosten werden dem Bezirk von der Senatsverwaltung für Finanzen erstattet. Perspektivisch ist die Errichtung eines Modularen Ergänzungsbaus (MEB) auf dem Gelände der Schule am Grünen Grund und damit eine Erweiterung der Kapazität geplant. Für diese Option einer Erweiterung des Schulstandortes wurde durch den Schulträger der Text einer Verordnung zur Festsetzung eines Landschaftsschutzgebietes Herzberge neu verhandelt, der nun den Schulstandort für eine Erweiterung in das Landschaftsschutzgebiet weitgehend freistellt. Seit dem deutlichen Anstieg der Unterbringungszahlen von Flüchtlingen und Asylbewerbern/ innen in Lichtenberg durch die schrittweise Eröffnung weiterer Gemeinschaftsunterkünfte ab Anfang 2012 hat unser Bezirk bisher die Beschulung der Kinder und Jugendlichen der Einrichtungen in Regelschulen organisiert und sichergestellt. Waren es Ende 2011 noch rund 600 Unterbringungsplätze, verdoppelte sich die Zahl der Belegungen bis Ende 2012 nahezu, mittlerweile befinden sich in Lichtenberg mehr als 2000 belegte Plätze. Dies entspricht einem kontinuierlichen, d.h. sich ständig erneuernden Anteil von rund 600 Schulpflichtigen. Aufgrund der Dynamik des Weiterzuges und der Nachbelegung wissen wir, dass die absolute Zahl von in das Lichtenberger Schulnetz laufend zu integrierenden Kindern der betroffenen Familien mindestens im vierstelligen Bereich liegt. Viele Schüler/innen bleiben auch nach dem Verlassen einer Gemeinschaftsunterkunft in Schulen unseres Bezirkes. Dies ist eine außerordentliche Integrationsleistung sowohl des Schulamtes, der Außenstelle Lichtenberg der Senatsverwaltung für Bildung wie auch insbesondere der betroffenen Schulen, in deren Einzugsbereich die Gemeinschaftseinrichtungen liegen. Lichtenberg übernimmt und trägt seit Beginn des verstärkten Zuzuges einen der größeren Teile der gesamtstädtischen Verantwortung – dies gern und im Bewusstsein der Verantwortung für die Menschen, im Rahmen des Möglichen und so gut es angesichts begrenzter Ressourcen und notwendiger Planungsvorläufe geht. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) hat zwischenzeitlich für die immer drängender werdenden Fragen der Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge im Land Berlin eine Task Force eingerichtet, die sich intensiv um die Suche nach geeigneten Unterkünften kümmert. Aus Sicht des Bezirksamtes braucht es je-

doch mehr denn je eine integrierte Koordination des gesamten Flüchtlingsthemas im Land Berlin, wo frühzeitig sich aus den Unterbringungen ableitende Folgebedarfe bedacht und in enger Abstimmung mit den Bezirken zentral gesteuert werden. Die Volkshochschule (VHS) Lichtenberg nimmt an der Umsetzung der Verwaltungsvereinbarung über die Durchführung von Deutschkursen für Flüchtlinge der Integrationsbeauftragten des Landes Berlin mit den Berliner Volkshochschulen teil. Diese sieht ein verstärktes Angebot von Deutschkursen für Flüchtlinge durch die VHS und Regelungen für deren finanzielle Abfederung vor. Bonusprogramm für Berliner Schulen Für Berliner Schulen, die aufgrund ihres hohen Anteils an lernmittelbefreiten Schüler/innen (mindestens größer 50%) besondere Herausforderungen zu bewältigen haben, gibt es seit Beginn des Schuljahres 2014/15 einen sogenannten Strukturund Leistungsbonus. Dieser beinhaltet eine verbesserte finanzielle Ausstattung (zwischen 50.000 € und 100.000 € pro Schule) sowie weitere, die Schule unterstützende Maßnahmen. Insgesamt 17 Lichtenberger Schulen profitieren von diesem neuen Bonus-Programm der Sen. Darunter sind 8 Grundschulen, 6 Förderzentren sowie 3 Integrierte Sekundarschulen. Die Schulen können grundsätzlich frei über den Mitteleinsatz entscheiden, schließen jedoch mit der regionalen Schulaufsicht Zielvereinbarungen über bestimmte Entwicklungsziele der Schulen. Lichtenberger Inklusionswoche Vom 12. bis 22.03.2014 veranstaltete der Bezirk auf Initiative der Barnim-Schule die erste Woche der Inklusion in Lichtenberg. Es präsentierten sich Schulen, Kitas, Vereine, Werkstätten, Wohneinrichtungen u.a. mit ihren Projekten und Angeboten. Sie zeigten damit, wie Inklusion in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen bereits jetzt gelebt wird und gelebt werden kann. Neben der BarnimSchule waren z.B. die Carl-von-Linné-Schule, die Bernhard-Grzimek-Schule, die Richard-WagnerSchule, die Martin-Niemöller-Schule, die Paul-undCharlotte-Kniese-Schule, die Herrmann-GmeinerSchule sowie das Oberstufenzentrum Max-Taut in das Programm dieser Woche involviert. Auf der großen Abschlussveranstaltung in der Max-TautAula dankte die Schulstadträtin den Ausrichtenden und Beteiligten für ihren Beitrag zum Erfolg dieser besonderen Woche.

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Baumaßnahmen an Schulen Schulanlagensanierungsprogramm (SSP) 2014 Folgende Baumaßnahmen an Schulen wurden 2014 erfolgreich abgeschlossen. Baumaßnahmen Maßnahmen auf der Grundlage des Zumessungsbetrages für den Bezirk Maßnahme 1:	 	 	 Maßnahme 2: 	 	 	 Maßnahme 3:	 	 	 Maßnahme 4:	 	 	 	 Maßnahme 5:	 	 	 Künftiger Schulstandort Dolgenseestraße 60 Dolgenseestraße 60, 10319 Berlin Grundinstandsetzung des Schulgebäudes Haus B	 Karlshorster Schule (Grundschule) Lisztstraße 6, 10318 Berlin Sanierung des Schulgebäudes	 Philipp-Reis-Schule (Integrierte Sekundarschule) Werneuchener Straße 14, 13055 Berlin Sanierung der Außenanlagen, 2. Bauabschnitt 2014	 Mildred-Harnack-Schule (Integrierte Sekundarschule) Schulze-Boysen-Str. 20 Sanierung Dach, Fenster und teilweise Fassade des Altbaus (1. Teil) 	 Schule am Rathaus (Integrierte Sekundarschule) Rathausstr. 8 Sanierung Fassade (1. Bauabschnitt) 	 Kosten

1,3 Mio. € 225.000 € 70.000 €

1 Mio. € 558.000 €

Maßnahmen im Rahmen der politischen Schwerpunktsetzung Maßnahme P1: 	 Maßnahme P2: 	 	 	 Maßnahme P3:	 	 	 Maßnahme P4:	 	 	 	 Maßnahme P5:	 	 	 	 Kleinstmaßnahmen bis zu 7000 € pro Schule	 Karlshorster Schule (Grundschule) Lisztstraße 6, 10318 Berlin Sanierung des Schulgebäudes	 Berhard-Grzimek-Schule (Grundschule) Sewanstraße 184, 10319 Berlin Maßnahme des Klimaschutzes	 Hermann-Gmeiner-Schule (Grundschule) Harnackstr. 17 energetische Sanierung (Fenster, Fassade, Dach etc.) Planungsleistungen	 Mildred-Harnack-Schule (Integrierte Sekundarschule) Schulze-Boysen-Str. 20 Sanierung Dach, Fenster und teilweise Fassade des Altbaus (2. Teil) 	 322.000 € 256.000 € 17.000 €

160.000 €

508.000 €

Sanierung des Johann-Gottfried-Herder-Gymnasiums Das Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium wird seit dem 2. Schulhalbjahr 2014/15 für ca. zwei Jahre saniert. Dach, Fenster, Sonnenschutz, Fassade und Fachtechnik innerhalb des Gebäudes werden für ca. 3,2 Mio. € erneuert. Neubau Sporthalle Hans-und-Hilde-Coppi-Schule Zur im Juli 2013 abgebrannten Sporthalle der Hans-und-Hilde-Coppi-Gymnasium und dem geplanten Neubau informierte das Bezirksamt regelmäßig.

Das Bezirksamt stand insbesondere vor der Herausforderung, die Sicherstellung des Sportunterrichts über andere Hallen zu organisieren. Es hat dafür beim Präsidenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) erreicht, dass das CoppiGymnasium die Sporthalle der HTW (nach der Sanierung und Wiedereröffnung) weiterhin und im bisherigen Umfang nutzen kann. Die HTW hatte zuvor angekündigt, aufgrund von Eigenbedarf die zeitlichen Nutzungsmöglichkeiten des Gymnasiums künftig deutlich zu kürzen. Am 18.03.2014 wurden die aktuellen Planungen zum Neubau der Sporthalle der Gesamtelternvertretung, der Schülervertretung und Lehrer/in-

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nen des Coppi-Gymnasiums in der Schule durch das Bezirksamt vorgestellt. Zum Neubau erfolgte im Zuge der Vorbereitung der Ausschreibung ein Abstimmungsverfahren mit den Senatsverwaltungen für Sport und Stadtentwicklung, die den Wettbewerb und das Ausschreibungsverfahren für den Sporthallenbau koordiniert. Im Ergebnis erfolgte die Verständigung auf einen solitären 2-Feld-Sporthallenbau, der jedoch bei Bedarf in drei Hallenteile teilbar ist. In dem dann folgenden Wettbewerbsverfahren wurde in der Preisgerichtssitzung am 13.11.2014 einstimmig für den Entwurf des Büros schulz & schulz architekten gmbh, Leipzig entschieden, der u.a. einen besonders markantes Hallendach als stilprägendes Element beinhaltet. Oberschulbroschüre Vor den Weihnachtsferien 2013 wurde die neue Lichtenberger Oberschulbroschüre für das Schuljahr 2014/15, eine zusammenfassende Darstellung aller weiterführenden Schulen im Bezirk, an alle 6. Klassen verteilt. Tage der offenen Tür, Schulprofile und besondere Angebote des schulischen Lebens werden hier kompakt und einladend dargestellt. Die Broschüre ist ein besonderer bezirklicher Service des Schulträgers für die Lichtenberger Familien. AG Schulpflicht Die AG Schulpflicht, die seit 2010 weiter zweimal im Jahr tagt, hat sich im Zuge einer Fachdiskussion zu Modellen der Prävention von Schuldistanz besonders mit dem Modell der sogenannten „Hammer Elternschule“ beschäftigt. Gegenwärtig wird ein Vorschlag entwickelt, wie und mit welchen Partnern dieses Modell auf Lichtenberg übertragen werden könnte. Zielsetzung des Modells ist,

auf der Grundlage eines „Erziehungskonsens“ möglichst viele im präventiven Bereich engagierte Partner (Träger der Jugend- und Familienhilfe, Beratungsstellen, Familienzentren, Angebote der frühen Hilfen sowie Gesundheitseinrichtungen) unter einem gemeinsamen Dach im Rahmen einer dauerhaften „Präventionsoffensive“ zu verankern und als differenziertes, aber gemeinsames Angebot in der Öffentlichkeit wahrnehmbar zu machen. Run For Help Am 21.06.2014 veranstaltete die Alexander-Puschkin-Schule zum 11. Mal den traditionellen Run For Help, einen Sponsorenlauf zugunsten der Partnerschule Escola Primaria de Bagamoyo in Mosambik. Der Lauf war wieder eingebettet in ein buntes musikalisches und kulinarisches Programm und wurde vom Bezirksamt eröffnet. Trotz Regens liefen 316 Läufer/innen im Alter von 2 bis 81 Jahren insgesamt 2607 Runden und erzielten damit ein Spendenergebnis von ca. 2.500 €. Schul- und Leistungssportzentrum Berlin Am 05.09.2014 wurde auf dem Gelände des Sportforums der neue Schulbau des Schul- und Leistungssportzentrums Berlin (SLZB) im Beisein des Staatssekretärs für Bildung und der Schulstadträtin eröffnet. In dem Neubau findet das SLZB, welches aus den ehemaligen traditionsreichen Sportschulen Werner-Seelenbinder-Schule und Coubertin-Gymnasium entstanden ist, nun ein neues Zuhause. Das SLZB ist eine Schule besonderer pädagogischer Prägung mit dem Schwerpunkt Sport und eine der größten und erfolgreichsten „Eliteschulen des Sports“ des Deutschen Olympischen Sportbundes.

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Sport
Sportanlagen Der Fachbereich Sport war 2014 für die Koordinierung und Vergabe der Nutzungszeiten für 80 Sporthallen (78 bezirkliche und 2 senatseigene), 19 ungedeckte Sportanlagen und 3 Sondersportanlagen verantwortlich. 21 Sportplatz- und Hallenwarte sicherten den Betrieb der bezirklichen Sportanlagen ab. Insgesamt wurden von 241 Sportvereinen und anderen Nutzergruppen 20.691 Anträge auf Zuweisung von Nutzungszeiten gestellt, die vom Fachbereich bearbeitet wurden. Für 6 bezirkliche Sportanlagen bestanden sogenannte erweiterte Schlüsselverträge. Baumaßnahmen an Sportanlagen Sporthalle Anton-Saefkow-Platz Die 2013 begonnene Sanierung des Hallenbodens der Sporthalle Anton-Saefkow-Platz wurde im Januar 2014 erfolgreich abgeschlossen und die Halle konnte ihren Nutzern/innen wieder übergeben werden. Die Gesamtkosten betrugen ca. 409.000 €, alle durch einen Wassereinbruch im Untergrund des Hallenbodens verursachten Schäden konnten beseitigt werden.

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Sportanlagensanierungsprogramm 2014 Folgende Baumaßnahmen an Sportanlagen wurden 2014 erfolgreich abgeschlossen: Baumaßnahmen Maßnahme 1	 	 Maßnahme 2	 	 Sportanlage Wartenberger Str. 123 Sportfunktionsgebäude (2. BA)	 Stadion 1. Mai Sportfunktionsgebäude (1. BA, energetische Teilsanierung)	 Kosten 640.000 € 120.000 €

ttc berlin eastside Die Damen des Tischtennisclubs „ttc berlin eastside“ holten 2014 mit einem dreifachen Meisterschaftsgewinn ein historisches „Triple“. In der Besetzung Xiaona Shan, Gina Pota, Kristin Silbereisen und Irene Ivancan, bestens betreut von Trainerin Irina Palina, gewannen sie als erste deutsche Damen-Tischtennismannschaft neben dem Meistertitel in der TT-Bundesliga und dem Pokalsieg zudem die Champions League. Die Bezirksämter Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf würdigten das international erfolgreichste Berliner Sportteam mit einem Empfang. Der ttc trainiert regelmäßig in der Sporthalle Anton-Saefkow-Platz und empfängt seine Gegner dort zu Wettkämpfen, darunter auch zu Bundesligaturnieren.

40. Drumbo-Cup Der Drumbo Cup ist Europas größtes Hallenfußballturnier, welches 2014 als Grundschulturnier in Zusammenarbeit von Berliner Fußballverband, Senatsverwaltung für Bildung sowie Commerzbank bereits zum 40. Mal durchgeführt wurde. Am 26.02.2014 spielten die Berliner Grundschulen unter der Schirmherrschaft der Schulstadträtin im Finale des diesjährigen 40. Jubiläums-Drumbo Cups in der Anton-Saefkow-Halle wieder um den Titel. Bezirkssieger wurde die Schule am Wilhelmsberg, zweiter die Hermann-Gmeiner-Schule. Beide Schulen qualifizierten sich damit für die Berliner Endrunde. In diesem Jahr waren insgesamt 354 Schulmannschaften aus 266 Berliner Schulen mit über 3600 Schüler/innen beteiligt.

TTC - Xiaona Shan, Gina Pota, Trainerin Irina Palina, Kristin Silbereisen und Irene Ivancan (v.l.n.r.) © BA

Resolution des Landessportbundes Das Bezirksamt unterstützte die Resolution „Leistungsfähige Sportämter in den Bezirken erhalten“ des Landessportbundes Berlin. Es wurde allerdings darauf hingewiesen, dass das gegenwärtige Finanzierungssystem der Bezirke und insbesondere das Personalsollstärkenkonzept des Senats einen erheblichen Einsparungsdruck auf die einzelnen Bezirke bewirken. Der Appell muss sich deshalb insbesondere an den Senat und das Abgeordnetenhaus für eine dauerhafte, ggf. bereichsgebundene finanzielle und personelle Mindest- bzw. Mehrausstattung der Bezirke richten.

Drumbo-Cup Hallenfußballturnier © U. Podolski

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Boxen beim SV Lichtenberg 47 Zum 8. Mal richtete die Abteilung Boxen des Sportvereins Lichtenberg 47 e.V. am 26. und 27.04.2014 das traditionelle Lichtenberger Pokalturnier im Boxen aus. Unter der Schirmherrschsaft der Sportstadträtin fand der Wettkampf traditionell in der Heimathalle der Box-Abteilung in der Sporthalle Rhinstraße statt. Boxvereine aus Hessen, Niedersachsen, Sachsen, Brandenburg, Berlin und Mecklenburg Vorpommern nahmen an diesem Turnier teil. Spannende Kämpfe in allen Altersklassen – vom 10jährigen Schüler bis in den Erwachsenenbereich hinein-, wie auch das Mädchen und Frauenboxen sorgten für ein unterhaltsames, spannendes und faires Turnier. Der 13-jährige Lichtenberger Jung-Boxer Fabian Thiemke, nominiert vom Deutschen Boxverband für die U15-Europameisterschaft in Kesthely/Ungarn, erkämpfte dort nach einem Halbfinalsieg über einen Ukrainer in der Gewichtsklasse bis 68 kg am 04.07.2014 einen überlegenen Finalsieg über den Favoriten Akhmadgadzhiden RASULOV aus Russland und damit den U15-Europameistertitel. Die Sportstadträtin gratulierte Fabian Thiemke im Namen des Bezirks und wünschte ihm für seine weitere sportliche Karriere viele Erfolge. Der Dank richtete sich dabei auch an den SV Lichtenberg 47, insbesondere für den Boxsport verantwortlichen Bereichsleiter, für sein langjähriges und erfolgreiches Engagement in der Jugendarbeit des Boxsports in Lichtenberg. Bei den „Europameisterschaften der Schoolboys“ im ungarischen Keszthely nahmen 176 Teilnehmer aus insgesamt 24 Ländern teil, davon 8 deutsche Sportler. Stadionsportfest des SC Borussia Auch in diesem Jahr richtete der SC Borussia 1920 Friedrichsfelde e.V. am 01.05.2014 sein traditionelles Stadionsportfest in der Zachertstraße aus. Das Familiensportfest für Borussia-Mitglieder wie auch für Gäste lud ein zur Beteiligung an den verschiedenen sportlichen Aktivitäten. Die Sportstadträtin eröffnete den Event. Vorführungen von Kindertanzgruppen, der „Borussia – Viertelmeilenlauf“ für die Vorschulkinder sowie der „Borussia – Meilen – Lauf“ über 1920 Meter wurden gefolgt von Fußballturnieren der G- sowie der E-Junioren, einem Leichtathletik – Dreikampf für Kinder ab 3 bis 8 Jahre sowie einem Volleyballturnier. Daneben animierten zahlreiche Angebote in den Sportarten Basketball, Schach, Tischtennis, CastingSportangeln, Voltigieren (mit Pony), Tennis und der Gymnastikworkshop zum Mitmachen.

Hohenschönhausener Gartenlauf Der 18. Hohenschönhausener Gartenlauf unter Schirmherrschaft der Sportstadträtin am 15.06.2014 brach aus Sicht der Veranstalter alle Rekorde. 441 Sportler/innen waren innerhalb der verschiedenen Laufstrecken unterwegs. Dabei wurden zwei neue Streckenrekorde aufgestellt. Ein buntes Programm und viele Attraktionen rahmten den Lauf und sorgten für volksfestartige gute Stimmung

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Start Hohenschönhauser Gartenlauf © BA

40 Jahre Wartenberger SV Der Wartenberger Sportverein Berlin feierte am 28.06.2014 auf seinem Vereinssitz Fennpfuhlweg 53 das 40. Jahr seines Bestehens. Aus diesem Anlass überbrachte die Sportstadträtin persönliche Glückwünsche und dankte für die langjährige Zusammenarbeit sowie das Engagement des Vereins für den Sport in Lichtenberg.

Pokal für das Sieger-Drachenboot © BA

Drachenbootrennen Wasserfest Rummelsburger Bucht Im Rahmen des traditionellen Rummelsburger Wasserfestes am 23.08.2014 wurde erneut ein großes Drachenbootrennen veranstaltet. LaienMannschaften aus Nachbarschaft und öffentlichem Leben des Bezirks traten hier wieder gegen Profi-Drachenbootbesatzungen an. Die Sportstadträtin nahm die Siegerehrung vor. Das Rum-

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melsburger Wasserfest als besonderer Veranstaltungshöhepunkt im Süden des Bezirks lockt seit Jahren zahlreiche Besucher auch aus angrenzenden Bezirken nach Lichtenberg. Bürgerversammlung zum Sport in Karlshorst Am 26.08.2014 veranstaltete der Bürgerverein Karlshorst eine Diskussion zur sportbezogenen Infrastruktur in Karlshorst Die Sportstadträtin stellte sich den Fragen der Bürger/innen. In der Veranstaltung wurde zunächst auf die sportliche Historie des Stadtteils Bezug genommen, nachfolgend wurden gemeinsam mit Vertretern des Bezirksamtes, der BVV und eines Sportvereines das bisherige Defizit an Sportflächen, anstehende Erweiterungsmaßnahmen (Neubau der Sporthalle des CoppiGymnasiums, Erweiterung der Sporthalle an der Lew-Tolstoi-Schule) und weiterführende Ideen zu einer Verbesserung der Situation erörtert. Deutsche Meisterschaft Bögen ohne Visier Die Deutsche Meisterschaft Bögen ohne Visier am 30.08.2014 im Stadion 1. Mai wurde vom SV BauUnion ausgerichtet. Die Sportstadträtin eröffnete die Meisterschaft. 130 Sportler/innen aus allen Teilen Deutschlands traten im Bogenschießen auf 20, 30, 40 und 50 Meter Distanz gegeneinander an.

Friedrichsfelder Gartenlauf Bereits zum 22. Mal starteten auf Einladung der Laufgruppe des SC Borussia Friedrichsfelde am 31.08.2014 wieder junge und alte Teilnehmer/ innen in insgesamt 4 Läufen (2, 6 und 10 km sowie 600m-Lauf der Nils-Holgersson-Schule) im Rahmen des Friedrichsfelder Gartenlaufs durch die Kleingartenanlage „Märkische Aue“. Die Sportstadträtin eröffnete den 6 km Lauf. Ein ganztägiges thematisches und musikalisches Rahmenprogramm sorgte für Spiel, Spaß und Unterhaltung. 20. Reit- und Springturnier des Reit- und Fahrvereins Kleeblatt e.V. Vom 29. bis 31.08.2014 fand auf dem vereinseigenen Platz des Reit- und Fahrvereins Kleeblatt e.V. das bereits 20. Reit- und Springturnier statt. Das Bezirksamt gratulierte dem Verein zu seiner langjährigen und wachsend erfolgreichen Arbeit im Reitsport. Mehr als 600 Pferde waren mit über 1250 Starts bei dem Turnier dabei. Rund 1000 Besucher/innen aus Berlin und Brandenburg kamen zu diesem besonderen sportlichen Event.

Reit- und Springturnier © BA

Mädchen-Volleyball-Turnier LINDEN-CUP Das internationale Jugend-Volleyball-Turnier LINDEN-CUP des VC Preußen Berlin e.V. für Mädchen unter 16 Jahren fand am 05.10.2014 bereits zum 18. Mal statt. In der bezirklichen Sporthalle Prendener Straße 29 eröffnete die Sportstadträtin das Turnier und begrüßte die zahlreichen internationalen Gäste, die der Turniereinladung des VC Preußen gefolgt waren. 16 „Mann“schaften, u. a. aus Dänemark, Polen, Belgien, der Slowakei, verschiedenen Bundesländern sowie natürlich aus Berlin, spielten um den Turniersieg. Die Sportstadträtin würdigte den Wettkampf als wichtigen Beitrag für eine verstärkte öffentliche Wahrnehmung des Mädchensports.
Deutsche Meisterschaft Bögen ohne Visier © BA

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Impressionen Turngala © BA

Carl-von-Linné Cup Bereits zum 7. Mal fand am 11.11.2014 der Carlvon-Linné Cup, ausgetragen durch die Carl-vonLinné-Schule, in der Schwimm- und Sprunghalle des Europasportparks statt. Die beiden für Schule bzw. Gesundheit zuständigen Stadträtinnen eröffneten den Wettkampf, an dem insgesamt 17 Schulen aus 8 Bundesländern teilnahmen. Kinder und Jugendliche mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „körperliche und motorische Entwicklung“ haben mit diesem jährlich wiederkehrenden Schwimm-Wettkampf die Gelegenheit, sich bundesweit leistungsmäßig zu vergleichen und darüber auch untereinander soziale Kontakte zu knüpfen. Weihnachtsturn- und Eiskunstlaufgala des SC Berlin Am 16.12. bzw. 19.12.2014 richtete der SC Berlin zum Jahresausklang im Wellblechpalast des Sportforums seine traditionellen beiden Galas als Dankeschön des Vereins für seine Mitglieder aus – die Weihnachtsturngala sowie die Eislaufperformance „Stars und Sternchen zur Weihnachtszeit“. Die Entwicklung des SC Berlin im vergangenen Jahrzehnt war ganz wesentlich auch Verdienst des langjährigen Vereinspräsidenten des SC Berlin, Matthias Stawinoga. Diesen ehrte das Bezirksamt

für sein über 13-jähriges Engagement im November mit der Bürgermedaille. Der SC Berlin hat sich unter der Leitung von Matthias Stawinoga zu einem der für den Sport im Bezirk, in Berlin und in ganz Deutschland bedeutsamsten und vielseitigsten Vereine entwickelt. Viele Athleten/innen des Vereins haben sich bis in die Weltspitze gekämpft, zu Olympia und den Paralympics, zu Welt- und Europameisterschaften, Weltcups und Deutschen Meisterschaften. Der SC Berlin ist damit ein weltweites Aushängeschild für den Berliner Sport und ein echter Imagefaktor für Lichtenberg.

Bild: Peter Liebers, Deutscher Meister im Eiskunstlauf der Herren 2012 bis 2014 (Mi.) zus. mit dem ehem. Präsidenten des SC Berlin Matthias Stawinoga (re.) und Sportstadträtin Kerstin Beurich © BA

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Soziales
Seniorenuniversität Lichtenberg 2014 Am 30.04.2014 startete bereits die 4. Lichtenberger Seniorenuniversität unter der Schirmherrschaft der Sozialstadträtin. Im Rahmen einer vom Bezirksamt koordinierten und von der HOWOGE unterstützten Ringvorlesung zu relevanten wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Themen hatten die Hochschule für Technik und Wirtschaft, die Hochschule für Wirtschaft und Recht, die Katholische Hochschule für Sozialwesen, die Hochschule für Gesundheit und Sport sowie das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung zu folgenden Terminen eingeladen. •  30.04.2014: „Wenn mir eine Laus über die Leber läuft… - Humor und seine neurowissenschaftliche Bedeutung. H:G Hochschule für Gesundheit und Sport, Technik und Kunst Referentin: Prof. Dr. Petra Schepler, Professorin für Neuropsychologie und Methodenlehre •  07.05.2014: „Citizen Science – BürgerInnen aus Berlin und Brandenburg unterstützen die Forschung“ Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung Referentin: Dr. Miriam Brandt, Wissenschaftsreferentin der Leitung des IZW •  14.05.2014: „Preußische Mythen. Friedrich der Große, die Königin Luise und der Freiherr vom Stein.“ Hochschule für Technik und Wirtschaft Referent: Prof. Hans Wilderotter, Professor für Museumskunde •  21.05.2014: „Patientenverfügungen und Vorsorgevollmacht – wer entscheiden darf, wenn ich es nicht mehr kann?“ Katholische Hochschule für Sozialwesen Referentin: Prof. Dr. Cornelia Bohnert, Professor für Rechtsgrundlagen der Sozialen Arbeit, •  04.06.2014 „Tatort live – Auf der Spur des Verbrechens: sichern, lesen, aufklären.“ Hochschule für Wirtschaft und Recht Referentin: Kriminaloberkommissarin Ines Karsch, Direktion 6 Verbrechensbekämpfung Die Vertreter/innen der Hochschulen zogen rückblickend wieder ein durchweg positives Resümee, auch in Bezug auf die weiter wachsende Besucher/ innenzahl.

Vortrag der Seniorenuni im Institut für Zoo- und Wildtierforschung © BA

Lichtenberger Sozialtage Unter dem Motto „Leben in Lichtenberg…sozial, tolerant und mittendrin!“ fanden am 23. und 24.05.2014 im Linden-Center die 21. Lichtenberger Sozialtage statt. Die Sozialstadträtin eröffnete die Messe, auf der sich insgesamt 42 öffentliche, freie und private Träger des Bezirks mit ihren Beratungs-, Unterstützungs- und Freizeitangeboten vorstellten. Neben Musik- und Tanzgruppen wurden wieder interessante Gesprächsrunden zu verschiedenen Themen angeboten. Der traditionelle „Tanz im Mai“ am 25.05.2014 rundete die Sozialtage musikalisch ab. Im Rahmen der Sozialtage wurden 14 ehrenamtlich tätige Lichtenberger Bürger/innen mit der Ehrenamtskarte des Landes Berlin ausgezeichnet. Die Gewürdigten haben sich über Jahre hinweg auf verschiedenen Feldern ehrenamtlichen Engagements, wie in den Sozialkommissionen, den Seniorenbegegnungsstätten oder in der Lichtenberger Seniorenvertretung, verdient gemacht.

21. Lichtenberger Sozialtage © BA

Mitmach-Sommer Seit 6 Jahren ist der „Mitmach-Sommer“ aller acht kommunalen Begegnungsstätten im August ein Anziehungspunkt für Jung und Alt. Am 13.08.2014 konnten wieder 200 Besucherinnen und Besucher begrüßt werden, die an verschiedenen Stationen vielfältige Aktivitäten durchführten. Im Jahr 2014

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fand die traditionelle Veranstaltung im Garten des Verbundes Lichtenberger Seniorenheime in der Sewanstraße statt. Der Mitmach-Sommer beinhaltet zahlreiche Angebote für Aktionen und Initiativen, die der Vereinsamung älterer Menschen in Lichtenberg entgegenwirken und verschiedene Generationen miteinander verbinden. Dankeschön-Veranstaltung Ehrenamt Die Dankeschön-Veranstaltung für die Ehrenamtlichen, die in den bezirklichen Sozialkommissionen sowie den Seniorenbegegnungsstätten tätig sind, fand am 10.09.2014 im Tierpark Berlin statt. Es konnten ca. 150 Ehrenamtliche durch das Bezirksamt begrüßt werden. Auch der Geschäftsführer von Berliner Zoo und Tierpark, Dr. Andreas Knieriem, nahm an der Veranstaltung teil und fand wertschätzende Worte für das geleistete ehrenamtliche Engagement.

Beratungsbörse für pflegende Angehörige, an Pflegefachtagungen, den jährlichen Sozialtagen, thematischen Rundbriefen oder der bezirklichen AG Qualitätssicherung in Wohngemeinschaften. 2009 wurde die Beratungsstelle der erste Pflegestützpunkt im Bezirk. 2011 wurde aus ihr heraus der Verein „Demenzfreundliche Kommune Lichtenberg“ gegründet, für den Aufklärung, Information und die Schaffung geeigneter Hilfe- und Unterstützungsstrukturen für die wachsende Zielgruppe der Demenzkranken zentrale Anliegen sind. Lichtenberger Woche der älteren Menschen Die Vereinten Nationen haben mit dem 01.10.2014 im Jahr 1990 den „Internationalen Tag älterer Menschen“ ins Leben gerufen. Dieser ist seither Anlass, weltweit die besonderen Belange, Bedürfnisse und Interessen der älteren Generation in den Fokus zu nehmen. Der Bezirk Lichtenberg veranstaltete in diesem Jahr erstmals rund um diesen UNO-Tag vom 29.09. bis 02.10.2014 eine Lichtenberger Woche für ältere Menschen. Ein attraktives Programm boten – schwerpunktmäßig unter dem Thema „Kultur im Alter – Kultur für das Alter“ – verschiedene kommunale Einrichtungen (u.a. Begegnungsstätten, Galerien, Museum, Bibliotheken). Hier bestanden Möglichkeiten zum Diskutieren, Nachdenken und Genießen. Die Sozialstadträtin eröffnete die Lichtenberger Woche für ältere Men-

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„Zoo- und Tierparkdirektor“ Dr. Andreas Knieriem, begrüßt die Ehrenamtlichen © BA

20 Jahre Beratungsstelle der Volkssolidarität Die Lichtenberger Beratungsstelle der Volkssolidarität für ältere und pflegebedürftige Menschen (ehemalige Koordinierungsstelle rund ums Alter und seit 5 Jahren Pflegestützpunkt) feierte am 30.09.2014 ihr 20jähriges Bestehen. Die Sozialstadträtin gratulierte zu engagierter, profilierter und erfolgreicher Arbeit im Bezirk. Die Beratungsstelle ist ein sehr geachteter, wichtiger Kooperationspartner für den Bezirk, der maßgeblichen Anteil an der positiven Entwicklung seniorenbezogener Themen und Anliegen hat. Ihre langjährige Leiterin Frau Vahrenhorst hat einen wichtigen Anteil am Aufbau des Geriatrischgerontopsychiatrischen Verbundes in Lichtenberg. Das Team der Einrichtung wirkt(e) neben der täglichen Beratung und Unterstützung der hilfesuchenden Bürger/innen auch an einer Vielzahl bezirklicher Projekte mit, so z.B. an den Themenbroschüren „Wohnen im Alter“ und „Wohngemeinschaften für Demenzerkrankte“, der

Eröffnung Woche der älteren Menschen © BA

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Herbstball der Lichtenberger Seniorenbegegnungsstätten © BA

schen am 29.09.2014 im Kulturhaus Karlshorst. Im Anschluss daran gab eine Podiumsdiskussion mit dem emeritierten Kulturwissenschaftler Prof. Mühlberg den thematischen Auftakt. Frühlings- und Herbstball für Senioren/innen Am 16.03.2014 begrüßte die Sozialstadträtin in der Max-Taut-Aula wieder die Besucher/innen des diesjährigen Frühlingsballs der Lichtenberger Seniorenbegegnungsstätten. Der Frühlingsball hat eine lange Tradition im Bezirk und ist fester Bestandteil im Jahresprogramm der Seniorenkulturarbeit. Bereits zum 23. Mal empfing am 19.10.2014 der Herbstball der bezirklichen Seniorenbegegnungsstätten seine tanzfreudigen Gäste. Die jeweils 220 Karten für die festlichen Veranstaltungen waren innerhalb kurzer Zeit ausverkauft. Beide Events erfreuen sich seit Jahren unter den Lichtenberger Senioren/innen ungebrochener Beliebtheit. Befragung von Lichtenberger Senioren/innen Im Zeitraum vom 01.10. bis 31.10.2014 erhielten 5000 Lichtenberger Bürger/innen im Alter von über 55 Jahren im Rahmen des Handlungskonzeptes für Senioren/innen einen Fragebogen zu ihrer Zufriedenheit mit den Lebensbedingungen vor Ort zugesandt. In Kooperation mit der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin werden die Rückläufe bis zum Februar 2015 ausgewertet und in Form einer Studie dokumentiert. Mit einer Rücklaufquote von mehr als 1700 Fragebögen war ein erfreulich hohes Interesse an der Befragung zu verzeichnen. Eine erste derartige Befragung führte der Bezirk

bereits 2009 im Rahmen der Teilnahme am Bundesmodellprojekt Aktiv im Alter durch. Durch die Wiederholung der Befragung besteht nunmehr die Möglichkeit, neben neuen Erkenntnissen auch den Vergleich zu den damaligen Befragungsergebnissen zu ziehen und repräsentative Aussagen zur Entwicklung des Bezirkes in den letzten 5 Jahren zu erhalten. Poeten- und Fotowettbewerb Auf der Abschlussveranstaltung im Rathaus Lichtenberg am 18.11.2014 zeichnete die Sozialstadträtin die diesjährigen Preisträger/innen des Poeten- und Fotowettbewerbes mit einer Urkunde und einem Präsent aus. Am 21. Poetenwettbewerb nahmen unter dem Motto „Bin ich eigentlich reich?“ 42 Hobbyautoren teil, davon 34 Frauen und 8 Männer. Sie reichten 58 Beiträge in Lyrik und Prosa ein. Der Wettbewerb ist seit Jahren weit über Lichtenberg hinaus bekannt, auch aus angrenzenden Bezirken wie Friedrichshain-Kreuzberg und Pankow kommen Einsendungen. Die älteste Teilnehmerin war 95 Jahre alt. Am 15. Fotowettbewerb beteiligten sich 28 Hobbyfotografen, davon 19 Frauen und 9 Männer, mit einer Vielzahl von Fotos zum Thema „Berlin – Lichtenberg, schön zu allen Jahreszeiten“. Regelmäßig treffen sich Hobbyfotografen in der Seniorenbegegnungsstätte Einbecker Straße unter fachlicher ehrenamtlicher Leitung von Hans Piepenhagen. Darüber hinaus ist bis zum 16.01.2015 aus Anlass des 15. Jubiläums des Lichtenberger Seniorenfototreffs eine Ausstellung mit den schönsten Fotos der letzten 15 Jahre im Rathaus Lichtenberg zu sehen.

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Diese beiden Wettbewerbe sind ein wichtiger Bestandteil der offenen Altenarbeit und fördern die kreative Tätigkeit ebenso wie persönliches Interesse an Themen des Lebens älterer Menschen und die Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie.

sowie verschiedenste Bastel- und Handarbeiten. Nicht zuletzt das abwechslungsreiche Bühnenprogramm für Jung und Alt mit Musik, Tanz und Unterhaltung sowie Puppenspiel im Ratssaal bescherten Groß und Klein einen festlichen wie unterhaltsamen Adventssonntag. Seniorenbegegnungsstätten Für alle kommunalen Lichtenberger Seniorenbegegnungsstätten wurden für den weiteren Betrieb Kooperationsvereinbarungen mit dem kommunalen Verbund Lichtenberger Seniorenheime, dem Verein für ambulante Versorgung Hohenschönhausen e.V. und der Bürgerinitiative ausländische MitbürgerInnen e.V. unterzeichnet. Die bereits bestehende Kooperationsvereinbarung mit dem Sozialwerk des DfB wird ebenfalls fortgesetzt. Im Jahr 2014 wurden im Amt für Soziales im Rahmen der offenen Altenarbeit vielfältige soziokulturelle und generationsspezifische Angebote für ältere Bürger/innen organisiert. Dazu gehörten neben den bereits genannten Veranstaltungen auch die Weihnachtsfeier der Deutschen Klassenlotterie und eine Weihnachtsveranstaltung für ältere Obdachlose.

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Poeten- und Foto- Seniorenwettbewerb © BA

Lichtermarkt rund ums Rathaus Traditionell zum 1. Advent fand am 30.11.2014 zum 21. Mal der Lichtermarkt rund um das Rathaus Lichtenberg statt. An ca. 95 Ständen präsentierten soziale Vereine, Kirchengemeinden und weitere Aussteller weihnachtliche Köstlichkeiten

Der stellv. Bezirksbürgermeister Dr. Andreas Prüfer und Sozialstadträtin Kerstin Beurich beim Gruppenbild mit St. Nikolaus © BA

Weihnachtsfeier für ältere Obdachlose © BA

Besucherstatistik der Lichtenberger Seniorenbegegnungsstätten

Seniorenbegegnungs- BesucherInnen stätten insgesamt Ribnitzer Str.	 Warnitzer Str.	 Neustrelitzer Str.	 Hönower Str.	 Ruschestr.	 Sewanstr.	 Judith-Auer-Str.	 Einbecker Str. 	 Summen	 21.887	 12.025	 5.587	 13.711	 15.501	 15.751	 25.049	 27.348	 136.859	

Anz. W 13.821	 9.527	 3.926	 9.467	 11.803	 11.042	 18.415	 19.992	 97.993	

Antl. W% 63%	 79%	 70%	 69%	 76%	 70%	 74%	 73%	 72%	

Anz. M 8.066	 2.498	 1.661	 4.244	 3.698	 4.709	 6.634	 7.356	 38.866	

Antl. M% 37%	 21%	 30%	 31%	 24%	 30%	 26%	 27%	 28%	

BesucherInnen pro Monat 1.824 1.002 466 1.143 1.292 1.313 2.087 2.279 11.405

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Gratulationen und Ehrungen von Senioren/innen davon	 davon	 80 Jahre	 85 Jahre	 2.163	 1.137	 davon	 davon	 91-94 Jahre 	 95-99 Jahre 	 1.039	 307	 Frauen	 3.427 (67%)	 Männer 	 1.671 (33%)	

davon 90 Jahre 385 davon ab 100 Jahre 67

Gratulationen und Ehrungen nach Geschlecht Insgesamt 5.098

•  Ehrungen Ehejubiläen im Jahr 2014 insgesamt: 207 •  ehrenamtliche Mitarbeiter/innen in Sozialkommissionen/Sondersozialkommissionen Im Jahr 2014 im Monatsdurchschnitt: 185 Soziale Beratungen Nachfolgend finden Sie das Berichtsjahr des Amtes für Soziales in Zahlen abgebildet. Diese dokumentieren die Dynamik der Fallzahlsteigerungen in fast allen Leistungsbereichen. Sie sind damit auch Indikatoren und Parameter für einige soziale Tendenzen im Bezirk. Fachstelle für Wohnungssicherung und Wohnungsversorgung In der Fachstelle erfolgten im Jahr 2014 insgesamt •  4.578 Beratungen zum Produkt „Sozialpädagogische Wohnungslosenberatung“ (33% weiblich; 67% männlich) •  3.517 Beratungen zum Produkt „Sozialpädagogische Beratung gem. § 67 ff SGB XII“ (36% weiblich; 64% männlich) •  4.538 Beratungen zum Produkt „Prävention zum Wohnungserhalt“ (45% weiblich; 55% männlich) •  385 Beratungen zum Produkt „Sozialpädagogische Beratung zur Eingliederung in Arbeit“ (40% weiblich; 60% männlich) •  275 allgemeine soziale Beratungen (44% weiblich; 56% männlich). Im Jahr 2014 wurden insgesamt 1.032 Bürger/innen vom JobCenter Lichtenberg im Rahmen der Notwendigkeit kommunaler Eingliederungsleistungen an die Fachstelle für Wohnungssicherung und Wohnungsversorgung verwiesen (28% weiblich; 72% männlich).

In 1.900 Fällen wurde Wohnungslosen ein Unterkunftsplatz in einer nicht betreuten Unterkunft neu vermittelt, bzw. weiter bewilligt (28% weiblich; 72% männlich). Betreuende Hilfen gem. §§ 67/68 SGB XII zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten wurden in 2.030 Fällen neu vermittelt, bzw. weiter bewilligt (34% weiblich; 66% männlich). Im Jahr 2014 gab es 632 Kontakte des Sozialdienstes der Fachstelle im Rahmen der Nachbetreuung von Mietschuldnern (48% weiblich; 52% männlich) und 1.567 Kontakte im Rahmen der Nachbetreuung von Mietern des „Geschützten Marktsegmentes“ (39% weiblich; 61% männlich). Fachteam Pflege und Seniorenberatung Das Fachteam Pflege und Seniorenberatung führte im Jahr 2014 insgesamt 1.895 Beratungen zum Produkt „Hilfebedarfsfeststellung im Rahmen der ambulanten und teilstationären Hilfe zur Pflege“ durch (59% weiblich; 41% männlich). 1.817 Beratungen erfolgten zum Produkt „Seniorenspezifische Beratung und Betreuung“ (71% weiblich; 29% männlich) und 1.367 Beratungen zum Produkt „Sozialpädagogische Beratung behinderter, pflegebedürftiger und kranker Menschen“ (66% weiblich; 34% männlich). Die Sozialarbeiter/innen des Fachteams leisteten weiterhin 698 allgemeine soziale Beratungen im Jahr 2014. Es erfolgten insgesamt 393 Erstbegutachtungen und 1.072 Folgebegutachtungen im Rahmen der Bedarfsfeststellungen „Hilfe zur Pflege“. Sozialdienst Eingliederungshilfe in Einrichtungen außerhalb von Berlin Durch den Sozialdienst Eingliederungshilfe in Einrichtungen außerhalb von Berlin wurden im Jahr 2014 insgesamt 2.222 Beratungen zum Produkt „Sozialpädagogische Beratung und Hilfevermittlung für Hilfen außerhalb des Landes Berlin“ geleistet (36% weiblich; 64 % männlich). Durch die Leistungsabteilung erfolgten im Jahr 2014 insgesamt 1.522 Aufträge an den Sozialdienst, von denen 1.180 Fälle (78%) umfassend und 316 Fälle (21%) mit Kurzbericht bearbeitet wurden. Die Sozialarbeiter/innen des Sozialdienstes Eingliederungshilfe in Einrichtungen außerhalb von Berlin arbeiteten im Jahr 2014 an der Erstellung bzw. Fortführung von 1.090 Gesamtplänen.

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Materielle Hilfen Der Fachbereich 4 des Amtes für Soziales mit knapp 100 Dienstkräften ist für materielle Hilfen nach dem SGB XII, dem Asylbewerberleistungsgesetz sowie dem Berliner Pflegegeldgesetz zuständig und somit für den größten Teil an auszugebenden Transferkosten in Lichtenberg verantwortlich. Im vergangenen Jahr wurden von hier mehr als 240 Mio. € Transferleistungen ausgereicht. Somit verfügte der Fachbereich etwa über ein Drittel des gesamten Bezirksbudgets. Im gesamten Fachbereich Materielle Hilfen ist über alle Hilfearten hinweg aufgrund der demographischen Entwicklung ein Fallzahlenanstieg zu verzeichnen. Noch bezahlbare Mieten in Lichtenberg führen zur Zuwanderung sozial bzw. finanziell schwächer gestellter Schichten und der vermehrten Ansiedlung sozialer Projekte, die Transferleistungsempfänger betreuen. Hilfe zur Pflege Die positive Entwicklung im Bereich Hilfe zur Pflege konnte fortgesetzt werden. Die neuen Verwaltungsabläufe haben sich etabliert, Kommunikationswege verstetigt und verbessert. Insgesamt hat sich mit allen Beteiligten am Prozess der Hilfegewährung in der ambulanten Hilfe zur Pflege ein funktionierendes Team gebildet. Verwaltungsabläufe konnten dadurch verkürzt werden und ein System zur Qualitätssicherung befindet sich im Aufbau, welches das Ziel verfolgt, dass die gewährten Leistungen den Pflegebedürftigen in bestmöglicher Qualität und in angemessenem Umfang zugutekommen. Insbesondere Leistungsmissbrauch soll dadurch aufgedeckt und verfolgt

werden. Die Zusammenarbeit mit den Pflegekassen, der Staatsanwaltschaft und der Polizei gestaltet sich an dieser Stelle effektiver als in den vergangenen Jahren. Es arbeiten zu dieser Thematik verschiedene Arbeitsgruppen und Gremien, an denen sich der Fachbereich aktiv beteiligt. Eingliederungshilfe für behinderte Menschen Zum bezirklichen Leitfaden gab es im Dezember 2014 erneut eine Zusammenkunft zwischen allen im Bezirk Beteiligten am Fallmanagement. Das Fallmanagement, der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes, das Krankenhaus KöniginElisabeth-Herzberge und freie Träger arbeiteten gemeinsam an einer Aktualisierung und Anpassung des Leitfadens. Ziel dabei war es, den Hilfebedarf behinderter Menschen individuell und der jeweiligen Behinderung entsprechend zu ermitteln und Hilfen so zu gestalten, dass den Betroffenen Perspektiven im Leben in der Gemeinschaft eröffnet werden. Es wurden Probleme in der Zusammenarbeit thematisiert und Abläufe von der Antragstellung bis zur Umsetzung der Eingliederungshilfe festgelegt. In der Arbeitsgruppe zum Leitfaden wurde außerdem beschlossen, im Jahr 2015 eine gemeinsame Weiterbildung mit den am Eingliederungsprozess Beteiligten zu organisieren, um individuelle Erwartungen an eine Bedarfsfeststellung abzugleichen und damit die Ziele der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen klarer werden zu lassen. Auch in der Eingliederungshilfe muss besonders im Bereich der Hilfegewährung an psychisch kranke Menschen ein erheblicher Fallzahlanstieg verzeichnet werden. Zahlreiche gemeinnützige Trä-

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ger siedeln sich – zum Teil aus Innenstadtbezirken kommend – mit ihren Projekten in Lichtenberg an. Dadurch entsteht in der Regel die Zuständigkeit des Sozialamtes Lichtenberg für die Hilfen im Rahmen der §§ 53,54 SGB XII. Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sowie Asylbewerberleistungsgesetz Im Bereich der Grundsicherung konnten aufgrund von Fallzahlsteigerungen zwei neue Stellen für die Sachbearbeitung geschaffen werden. Dies trug dem Umstand Rechnung, dass immer mehr Menschen ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenen Kräften sichern können und auf Transferleistungen angewiesen sind. Kosteneinziehung, Unterhalt, soziale Sonderleistung, Ausbildungsförderung Im Jahr 2014 konnten für das Land Berlin Einnahmen in Höhe von insgesamt ca. 5,17 Mio. € erzielt werden. Davon entfielen auf den Bereich der Kosteneinziehung Einnahmen in Höhe von ca. 4 Mio. € (2013: ca. 2,7 Mio. €). Im Sachgebiet Unterhalt wurden wie auch im Vorjahr im Jahr 2014 ca. 1,2 Mio. € an Einnahmen erzielt. Im Bereich BAföG wurden insgesamt 9.703 Anträge bearbeitet (2013: 8.987 Anträge). Bei den Leistungen nach dem AFBG-MeisterBAföG wurden 1.501 Anträge bearbeitet (2013: 1.373 Anträge). Im Jahr 2014 beantragten 175 Bürger/innen die verschiedenen Leistungen des Unterhaltssicherungsgesetzes USG (2013: 219 Anträge). Im Jahr 2014 wurden im Fachbereich 230 Widerspruchsverfahren geführt (2013: 295 Verfahren). 2014 wurden 1.430 Insolvenzverfahren bearbeitet (2013: 1.810 Verfahren). Dabei handelt es sich um ein Verfahren, welches Überschuldete beantragen, um einen bestimmten Betrag ihrer Schuld mit einem Schuldenbereinigungsplan erlassen zu bekommen. Dies betrifft Schuldner mit mehreren Gläubigern und oft sehr hohen Schulden. Rechtliche Grundsatzangelegenheiten Der sich im vergangenen Kalenderjahr abzeichnende Trend des Verfahrensanstiegs setzte sich in diesem Jahr fort. Im Laufe des Jahres 2014 gingen insgesamt 181 (2012:146, 2013:169) neue erstinstanzliche Verfahren ein (Klagen und einstweilige Rechtsschutzverfahren). Der Zuwachs resultierte allein aus den Klageverfahren. Der Eingang von Anträgen auf einstweiligen Rechtsschutz war fast konstant. In der zweiten Instanz waren insgesamt 26 (2012: 11, 2013: 20) neue Streitigkei-

ten zu verzeichnen. Im Jahr 2014 kam es immer wieder sowohl zu gerichtlichen Rechtsstreitigkeiten, als auch Nachfragen aus den Fachbereichen zur örtlichen Zuständigkeit des Sozialhilfeträgers (insbesondere § 98 (2) und (5) SGB XII) und der Verpflichtung des erstangegangenen Trägers zur (vorläufigen) Leistung bzw. in bestimmten Fallkonstellationen der durch Weitergabe des Antrages nach § 14 SGB IX entstandenen Zuständigkeit. Von den insgesamt 105 in diesem Jahr erledigten Klageverfahren erfolgte dies in 43 Fällen aufgrund einer Klagerücknahme und in 19 Fällen durch eine zurückweisende Entscheidung des Gerichtes. Diesen insgesamt 62 Erledigungen stehen 26 (Teil-) Anerkenntnisse und 17 nicht eindeutig zuordenbare Verfahrenserledigungen gegenüber. Lediglich in 7 von insgesamt 35 in diesem Jahr erledigten einstweiligen Rechtsschutzverfahren erfolgte ein Anerkenntnis von Seiten des Sozialhilfeträgers bzw. eine Verpflichtung zur Leistung durch das Gericht. Im Jahr 2014 wurden der Rechtsstelle insgesamt 85 (im letzten Jahr 62) Vorgänge aus den Fachbereichen übermittelt, in welchen Ordnungswidrigkeiten oder Strafhandlungen vermutet wurden. 40 (im letzten Jahr 23) dieser Vorgänge zur Einleitung eines Ordnungswidrigkeits- und 29 (25 im Vorjahr) eines Strafverfahrens. Überwiegend entstammten die eingeleiteten Verfahren aus der widerrechtlichen Inanspruchnahme von Ausbildungsförderung nach dem BAföG. Zunehmend ist ein Anstieg der Verfahren zu erkennen, welche zur Prüfung von missbräuchlichen Verhaltensweisen im Bereich der ambulanten Hilfe zur Pflege weitergeleitet werden.

Kultur
Lange Nacht der Bilder in Lichtenberg Die diesjährige, bereits 7. Lange Nacht der Bilder stand unter dem Motto Berlin entdecken: Kunst in Lichtenberg. Die Lange Nacht der Bilder mit zahlreichen Gästen (ca. 200 Teilnehmer/innen) wurde im Kulturhaus Karlshorst durch den Schirmherren, den Regierenden Bürgermeister und die Kulturstadträtin eröffnet. Am 6. und 7. November präsentierten sich etwa 130 KünstlerInnen mit ihren Werken verschiedenen Genres von Malerei und Grafik über Plastik und Installation bis hin zur Fotografie an über 35 Ausstellungsorten in allen Ortsteilen Lichtenbergs. Der Bezirk stärkt seit vielen Jahren eine Vielzahl von Kunst- und Kultureinrichtungen, da sie ein wichtiges Kulturgut sind. Mit der größten bezirks-

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tenberg gedacht. In der Erlöserkirche, als einem der historischen Orte von Widerstand und friedlicher Revolution, treten an diesem Abend sowohl eine Punkband als auch Kirchenmusiker auf – genau wie in dieser aufregenden Zeit vor 25 Jahren.

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Eröffnung der Langen Nacht der Bilder (v.l.n.r.) Andreas Geisel (Bezirksbürgermeister von Berlin Lichtenberg), Stefanie Frensch (Geschäftsführerin HOWOGE), Klaus Wowereit (Regierende Bürgermeister von Berlin), Kerstin Beurich (Kulturstadträtin), © Florian Griep

eigenen Kunstaktion in Lichtenberg, der „Langen Nacht der Bilder“, sollen diese in der Öffentlichkeit noch mehr Präsenz erhalten, um so einen hohen Stellenwert für das öffentliche Leben Lichtenbergs zu geben. Die „Lange Nacht der Bilder “ ist stetig gewachsen und findet in der Presse immer ein großes Echo. Elementares Anliegen des Bezirks ist es, mit dieser Aktion junge Künstler/innen auf dem Weg in den Kunstbetrieb zu unterstützen, besonders auch die Präsentation außergewöhnlicher ostdeutscher Kunst. Freie Künstler/innen, die unser Bezirk seit Jahren unterstützt, wurden mit interessanten Aktivitäten in ihren Ateliers einbezogen. Neben den Kunstausstellungen haben die Galerien, Ateliers und das Museum Lichtenberg Konzerte, Performances und Kunstaktionen zu bieten. Ausstellungsorte, Ateliers der freien Szene sowie die kommunalen Galerien öffnen ihre Türen. Als Opener fand in der Galerie im Kulturhaus Karlshorst die Präsentation außergewöhnlicher ostdeutscher Kunst am 6. November statt. Die Skulpturen des Chemnitzer Bildhauers Erik Neukirchner und ganz besonders sein bisheriges Hauptwerk, die überlebensgroße Skulptur Großer Gehender faszinierten durch eine Darstellung von ungeheurer Kraft, Empfindsamkeit und Verletzbarkeit. Der Künstler Erik Neukirchner gilt als herausragendes Nachwuchstalent der heutigen jungen ostdeutschen Kunstszene. 25 Jahre friedliche Revolution in Lichtenberg Zu einem gemeinsamen Festakt luden der Evangelische Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree und das Bezirksamt am 04.11.2014 anlässlich der friedlichen Revolution in der DDR an den historischen Ort, die Erlöserkirche. Gemeinsam mit verschiedenen Zeitzeugen werden an diesem Abend der politischen Wende und ihrer Vorgeschichte in Lich-

Pogativ erinnern mit ihrem Auftritt an 25 Jahre friedliche Revolution © BA

Kulturhaus Karlshorst Das Kulturhaus Karlshorst hat das umfassendste und zahlenmäßig größte Kulturprogramm in kommunaler Trägerschaft zu bieten. Es kann dauerhaft ein bezahlbares qualitativ hochwertiges Kulturangebot gestalten mit Programmreihen in den Sparten Musik, Bildende Kunst, Theater, Film und Literatur. Die an sieben Tagen in der Woche geöffnete Galerie legt den Schwerpunkt ihrer Ausstellungstätigkeit auf Fotografie und Grafik. Des Weiteren werden Programmformate für Kinder und Jugendliche erstellt. Es gibt folgende Reihen (alphabetisch): Carlshorster Salon, Hören und Spielen, Jazz Treff Karlshorst e. V., Karlshorster Salon, der Kleine Stern, Literatur am Fenster, Musik für Kinder, Sinn & Ton - Hörspiel zum Zugucken, der verflimmerte Donnerstag, Zimmertheater. Monat des Jazz mit dem Jazz Treff Karlshorst im Kulturhaus Ab Mitte März bis Mitte April stand das Kulturhaus Karlshorst wieder ganz im Zeichen der Jazzmusik, die wie keine andere ein beschwingendes Lebensgefühl verkörpert. Das Kulturhaus bietet dazu gemeinsam mit dem Jazz Treff Karlshorst e.V. (JTK) ein eindrucksvolles Programm. Es gab eine große Vielfalt an Jazz-Veranstaltungen mit nationalen und internationalen Jazz-Größen im Bezirk. Dies war ein Ergebnis der hervorragenden und kreativen Zusammenarbeit mit dem JTK. Neben den vielen Höhepunkten zum Hören gab es ein Highlight zum Sehen, quasi eine Jam-Session für die Augen. Swingende, gekonnt eingefangene Momente mit vielen auch internationalen Größen der Jazzmusik vereinte eine Fotoausstellung mit Arbeiten der Mitglieder des Jazztreffs

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Karlshorst e.V. Volkhard Kühl, Gerhard Metzschker und Heinz Georg Schubel. Die Vernissage fand am 15.03.2014 statt. Zum Auftakt der Jazzwochen spielte im Anschluss an die Ausstellungseröffnung das Black Heritage Orchestra. Es moderierte Karlheinz Drechsel. Weitere Veranstaltungen (Auszug) im Kulturhaus •  Karlshorster Künstler, präsentierte das Stadtteilzentrum iKARUS, Chansonabend mit Sabrina Wölke am 08.03.2014 •  Klassik am Sonntag, mit Oli Bott, Anna Carewe, Eric Schaefer und Christoph Franke am 09.03.2014 •  Sinn & Ton, Christine Marx und Klaus Nothnagel präsentieren Wilhelm Buschs „Die fromme Helene“, 11.03.2014 •  Jubiläumsveranstaltung zu Oscar Gregorovius (Gründer, Baumeister und Förderer der Villenkolonie Karlshorst) mit dem Karlshorster Erzählkreis, Karlshorster Geschichtsfreunde im Kulturring in Berlin e.V., 14.03.2014 •  Zimmertheater, eMANNzipiertes Programm, Marlis und Wolfgang Helfritsch; musikalisch begleitete Dirk Morgenstern, 18.03.2014 •  Literatur am Fenster, Literaturwissenschaftlerin Sonja Hilzinger über das Schriftstellerehepaar Christa Wolf (*1929, †2011) und Gerhard Wolf (*1928) vor, 19.03.2014 •  Verflimmerter Donnerstag im Zeichen des Jazz mit „Brassed off – Mit Pauken und Trompeten“, 27.03.2014 •  Carlshorster Salon, finnischen Tango mit der Gruppe Satumaa und kulinarisches aus Finnland, 28.03.2014 •  120 Jahre Pferderennen in Karlshorst, Filmfestival „Rennbahnfilme in Karlshorst“ im Kulturhaus Karlshorst, dem Deutsch-Russischen Museum und dem Pferdesportpark Karlshorst, 22.05.2014 •  Deutsch-russisches Kultur- und Bildungsforum, 04.06.2014 Ausstellungen in der Galerie im Kulturhaus •  „Metrische Montagen“, Fotoarbeiten von Ingo Arnold, 01.10.2014 bis 29.10.2014 •  „Realitäten im Spiel der Phantasie“, Grafik von Helga Schönfeld, 23.08.2014 bis 29.10.2014 •  „Leichtigkeit zu sein“, Grafiken von Gisela Kurkhaus-Müller, 21.08. 2014 bis 27.09.2014 •  „Grenzfälle“ zum Thema: „25 Jahre Mauerfall“, Fotografien von Eberhard Klöppel, 04.06.2014 bis 13.08.2014 •  Fotografien von Andrea Gregori, 16.07. 2014 bis 13.08.2014

•  „Frostige Zeiten“ Fotografien von Volkmar Billeb, Vernissage im Rahmen der deutsch-russischen Festtage, 04.06. 2014 bis 09.07.2014 •  „Kulturräume“, Fotografien von Alexander Schippel, 23.04. 2014 bis 29.05.2014 •  „JazzMoments“, Fotoausstellung zu den diesjährigen Wochen des Jazz im Kulturhaus, 15.03. 2014 bis 16.04.2014 •  „Himmel-Fahrt“, Malerei von Lutz Brandt, 29.01.2014 bis 09.03.2014 Das Kinderopernhaus Lichtenberg Das Kinderopernhaus Lichtenberg gastierte mit seinem diesjährigen Programm erneut im Kulturhaus Karlshorst. Die diesjährigen „BERLINISCHE GESCHICHTEN“, wurden durch die Kulturstadträtin eröffnet. In der halbszenischen Werkschau drehte sich alles um das schillernde, faszinierende Berlin der Goldenen Zwanziger Jahre. Lieder, Tänze, Texte, von der Berliner Operette bis zum Arbeitersong, von Charleston bis Tango, von Erich Kästner bis Irmgard Keun kamen vom 30.08. bis 01.09.2014 zur Aufführung. Das Projekt wurde erneut vom Caritasverband für das Erzbistum Berlin und der Staatsoper im Schiller Theater realisiert. Kindern aus dem Stadtteil Frankfurter Allee Süd, die überwiegend aus bildungsfernen Milieus stammen, wurden mit den Kunstformen und Themen der klassischen Oper in Berührung gebracht. Ihnen wurde die Möglichkeit eröffnet, selber Oper zu machen, auch wenn ihnen die Welt der Oper und der klassischen Musik bisher völlig unbekannt gewesen ist.

Kinderoper im Kulturhaus Karlshorst © Angela Kroell

Museum Lichtenberg im Stadthaus Abschlussveranstaltung 725 Jahre Lichtenberg des Museums Am 07.03.2014 wurde mit einem musikalisch-literarischen Programm die Jubiläumsfeierlichkeit anlässlich der ersten urkundlichen Erwähnung Lichtenbergs vor 725 Jahren beendet, die durch

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die Kulturstadträtin eröffnet wurde. An einem der schönsten und historisch bedeutsamen Orte, dem Schloss Friedrichsfelde im Tierpark wurden Wanderungen Theodor Fontanes nach Friedrichsfelde und Malchow vorgelesen, begleitet von Musik aus Barock und Klassik. Es musizierte das Duo Musette, die Violinistin Heidrun Polster, begleitet am Cembalo von Marlene Preubsch. Als Sprecher fungierte der Schauspieler und Regisseur Mathis Schrader. Diesem kulturellen Höhenpunkt in unserem Bezirk folgten zahlreiche Gäste. Lange Nacht der Museen im Museum „Eine für alle“ war das Motto der 34. Langen Nacht der Museen am 17.05.2014, an der sich 80 Berliner Museen beteiligten, so auch das Museum Lichtenberg. Das Haus war an diesem Abend mit dem BusShuttle der Museumsnacht erreichbar. Das Museum beteiligte sich mit seiner Sonderausstellung „Preußische Reformer in Lichtenberg - Carl August von Hardenberg und Friedrich Scharnweber“ daran und bot ein umfangreiches Begleitprogramm. Widerspenstig und widerständig im Museum Am 10.10.2014 eröffnete die Kulturstadträtin die Ausstellung mit dem Titel „Widerspenstig und widerständig – Jugendkultur in Lichtenberg 19601990“ im Museum Lichtenberg. Es sprach Ulrike Poppe, die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur. Die Band Sinti-Swing-Berlin begleitete den Abend musikalisch. In den Siebzigerjahren hatte sie unweit des Museums, in der Pfarrstraße, ihre ersten Auftritte. In Foto-, Film- und Tonzeugnissen wurden in der Ausstellung verschiedene Arten der Jugendkultur dargestellt, die im Zeitraum zwischen Mauerbau und Mauerfall im Widerspruch zu den Vorstellungen der DDR-Jugendpolitik standen. Die Ausstellung ist noch bis zum 30.04.2015 zu sehen. Weitere Ausstellungen im Museum und Veranstaltungen in den Lichtenberg Studios •  Vortrag mit Wolfgang Aichner, lebte im Februar in den Lichtenberg Studios im Stadthaus, Lichtenberg Studios, 26.02.2014 •  Preußische Reformer in Lichtenberg, Museum, 23.03.2014 bis 06.06.2014 •  multimediale Diskussion mit Sara Bouchard (New York), Leslie Kuo (Berlin) vom Projekts „Urban Plant Research“, Lichtenberg Studios, 23.05.2014 •  „Bilder russischer Soldaten“ Fotoarbeiten von Rudolf Jünke, Gastausstellung des DeutschRussischen Museums Karlshorst mit Fotos von

Wladimir Borissow, Museum, 22.06.2014 bis 21.09.2014 Mies van der Rohe Haus Das Mies van der Rohe Haus stand in diesem Jahr im Zeichen der Themenreihe INNEN UND GEGENÜBER. Sie soll die Beziehung von Mensch, Architekturraum und Kunstwerk näher untersuchen. Die Architektur des Mies Hauses bot dem Menschen und der Kunst durch eine klare Sprache und inszenierte Öffnung des Baus zur Natur ein starkes Gegenüber an. Im Inneren des Baus sieht sich der Mensch mit stetig wechselnden Bildern konfrontiert, die die Architektur aus sich heraus erzeugt – durch Licht- und Schattenspiele, Spiegelungen in den wandgroßen Fensterfassaden und unterschiedliche Raumkonstellationen. Dazu gehören auch der berühmte Mies’sche Wechsel von Wand und Öffnung sowie das Spiel von Innen und Außen. Im diesem Jahr wurde in dieser Themenreihe vier Einzelausstellungen gezeigt. Veranstaltungen, Führungen, Künstler/innengespräche und ein Symposium zum Umgang mit den kürzlich in einer Privatsammlung wurde aufgetauchten Ausstattungsgegenständen mit dem Spiegel und der Garderobe aus der ehemaligen Diele des Landhauses Lemke ergänzt das Programm.

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Mies van der Rohe Haus © Harf Zimmermann

Ausstellungen im Rahmen des Themenjahres im Mies van der Rohe Haus •  Harf Zimmermann „Das Haus in Photographien“, 09.02.2014 bis 09.03.2014 •  Helmut Stromsky, Zeichnung ,Skulptur, 16.03.2014 bis 01.06. 2014 •  Gerold Miller, minimalistisch-konzeptuellen Arbeiten, 08.06.2014 bis 14.09.2014 •  Michael Wesely „The Epic View”, fotografischen Langzeitbelichtung anlässlich des 80jährigen Jubiläums des Hauses, 22.09.2014 bis 11.01.2014 •  Invisible Tea House vom Künstler-, Architekten-

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und Designerpaar Fumiaki und Mami Maruoka Nagashima, kleines Teehaus im Garten des Hauses im zeitgenössischem Design, 28.09.2014 bis 01.05.2015 rk-Galerie für zeitgenössische Kunst im Ratskeller BLO-Ateliers in der rk-Galerie Am 29.01.2014 lud die rk-Galerie zur Eröffnung der Ausstellung „Zwischenraum“. Die Ausstellung versammelte mit Claudia Clemens, Maria Fernandez Verdeja, Christa Fülbier und Johnny Kortlever Künstler/innen, deren Ateliers sich auf dem BLOAteliergelände im Kaskelkiez befinden. Der Ausstellungstitel bezog sich sowohl auf die örtliche Situation des Geländes, wie auch die Bedeutung des Begriffs in räumlicher und zeitlicher Hinsicht. Gezeigt wurden Fotografien, Installationen, Malerei und Videos. Interventionen III in der rk-Galerie Ab 26.03.2014 war in der rk-Galerie die Ausstellung mit dem Titel „Die Kunst der Intervention III“ zu erleben. Gezeigt wurden die künstlerischen Ergebnisse der Arbeitsaufenthalte von internationalen Künstler/innen im Rahmen des Residenzprogramms der Lichtenberg-Studios im Stadthaus. Publikumsführungen fanden ebenfalls statt. Kopenhagen - Berlin, hin und zurück in der rk-Galerie Die rk-Galerie zeigte ab dem 21.05.2014 die Ausstellung „Kopenhagen - Berlin, hin und zurück“, in der sich je zwölf namhafte dänische und deutsche Künstler/innen aus Berlin und Brandenburg Kunstwerke aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei präsentieren. Die Kulturstadträtin begrüßte neben den Künstlern/innen auch den Gesandten Botschaftsrat für Kultur der Königlich Dänischen Botschaft in Berlin, Per Erik Veng. Teilen & Fügen in der rk-Galerie Vom 17.07.2014 bis 05.09.2014 zeigten Heribert Bücking seine Kupferstiche und Robert SchmidtMatt seine Skulpturen. Die Ausstellung „Teilen & Fügen“ verbindet die künstlerischen Arbeiten des Kupferstechers Heribert Bücking und des Bildhauers Robert Schmidt-Matt. Moving Space in der rk-Galerie In der rk - Galerie wurde am 16.09.2014 die Ausstellung „Moving Space“ mit Arbeiten von Ines Doleschal (Malerei) und Elgin Willigerodt (Skulptur) von der Kulturstadträtin eröffnet. Reduziert und doch nuancenreich in ihrer raumbildenden

Wirkung sind Farben und Formen der Arbeiten der Künstlerinnen. Zwischen Fläche und Körperlichkeit verschwimmen die Grenzen scharfer Zuordnungen. Material und Raum kommunizieren fließend und dynamisch, sie sind in Bewegung.

BU: Performance zu Moving Space © Florian Griep

transAUSTRAL in der rk-Galerie Samuel Melser und Cameron Tauschke zeigten ab 20.11.2014 Malerei, Zeichnung, Collage in der Ausstellung mit dem Titel „transAUSTRAL“ und nehmen damit Bezug auf ihre Herkunft. Beide sind Weltenbummler, haben teilweise in London und Paris Kunst studiert und leben heute in Berlin. Die Werke beider Künstler unterliegen unzähligen Einflüssen: geografischen Visionen fremdartiger Länder, historischen und kulturellen Gegenüberstellungen, der Beziehung von Land und Großstadt und der Rolle des Menschen in diesen Lebensräumen. Berlin Art Week Im Rahmen der Art Week präsentierten die kommunalen Galerien Berlins die „KGB- Kunstwoche“(12.09. bis 21.09.2014) mit Ausstellungen, Rundgängen, Vorträgen, Workshops und Konzerten. Die rk-Galerie vertrat den Bezirk Lichtenberg. Galerie 100 In der Galerie 100 wurden folgende Ausstellungen gezeigt: •  Andrea Herrmann, Keramik - Glasur und Skulptur, 20.11.2014 bis 14.01.2015 •  Katrin Peters, Malerei und Zeichnung, 02.10.2014 bis 12.11.2014 •  Johan Jacobs, Malerei und Grafik, 21.08.2014 bis 24.09.2014 •  Jörg Menge, Malerei und Knuth Seim, Skulpturen, 26.06.2014 bis 13.08.2014 •  Ute Hausfeld, Komposition in Farbe und Strich, 08.05.2014 bis 18.06.2014 •  Sigrid Artes, Fayencen und Dieter Goltzsche, Radierungen, 20.03.2014 bis 27.04.2014

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•  Elke Daemmrich „Peintures et gravures“, 06.02.2014 bis 12.03.2014. studio im hochhaus Folgende Ausstellungen wurden im studio im hochhaus gezeigt: •  Arndt Beck, ekskursionistika, Fotografische Skizzen (2008 - 2014), 7.11.2014 bis 22.2.2015 •  „Zeigt Euch...“ Arbeiten von Schülerinnen, Schülern und Auszubildenden, Fotografie Collagen Objekte, 09.08.2014 bis 02.11.2014 •  „Zeigt her eure Lust…“ Arbeiten von Jugendlichen, 09.08.2014 bis 02.11.2014 •  „Im Mittelpunkt: Der Mensch“, Elisabeth Naomi Reuter, Malerei, 18.5.2014 bis 3.8.2014 •  „Synthesis“, Michael Schnittmann und Halina Hildebrand, Malerei und Fotografie im Dialog, 30.02.2014 bis 11.05.2014 •  „Im Kreis der Wahrnehmung“ Bilder aus einem Workshop mit Jugendlichen in der Gedenkstätte Sachsenhausen, 03.11.2013 bis 20.2.2014 •  „Zwei Stunden nach Berlin“ - Fotografie von Conny Höflich und Carolin Fast. Keramikatelier Das Keramikatelier arbeitet seit Jahren nach einem bewährten System von Grund- und Spezialkursen, der offenen Werkstatt, Familien- und Kinderkursen, sowie Veranstaltungen für Rehabilitanden. Außerdem bietet das Atelier die Möglichkeit für Projektarbeit mit Schulen und Jugendeinrichtungen. Eine Besonderheit stellt das Angebot zur TeilAusbildung von Floristen/innen im Rahmen ihrer regulären Berufsausbildung dar. Eine Stärke des Keramikateliers ist sein hoch professionelles Dozententeam. Die Kursleiter/ innen sind Absolventen von namhaften Kunstschulen oder anerkannte Bildhauer/innen bzw. absolvierten Meisterlehren in der für Keramik berühmten Stadt Bürgel. Fachliches Können, Einfühlungsvermögen und pädagogisches Geschick der Kursleiter/innen sind damit das Aushängeschild der Einrichtung und hier hoch gefragt. Ihr Wissen und Können spornt die Teilnehmer/innen an, bringt ihnen Freude an der eigenen Arbeit mit dem künstlerischen Material, dem Ton, und versetzt sie in die Lage, ihre Fähigkeiten auf dem Gebiet der Keramik-Kunst zu entwickeln. Diese außergewöhnliche Kompetenz hat dem Keramikatelier über die Grenzen Lichtenbergs hinaus großes Ansehen verschafft. Die Kurse, die das Atelier abhält, sind sehr gut besucht und zum Teil über einen langen Zeitraum ausgebucht. Für einzelne Kurse gilt eine Wartezeit von 2 Jahren. Zielgruppen sind Erwachsene, Familien mit Kin-

dern, Schüler/innen und Rehabilitanden. Die derzeitige Altersstruktur der Nutzer/innen: bis 20 Jahre (6 %), 21- 39 Jahre (18 %), 40- 59 Jahre (40 %), über 60 Jahre (36 %). Jugendkunstschule Mit einem Jubelfest feierte die Jugendkunstschule am 12.09.2014 mit vielen Gästen ihren 20. Geburtstag. Die Kulturstadträtin gratulierte ganz herzlich zum Jubiläum, insbesondere ihrer langjährigen Leiterin, Christina Schulz. Die Jugendkunstschule schaffte es mit viel Engagement und Herzblut in den vergangenen 20 Jahren Kindern und Jugendlichen ein künstlerisches und pädagogisches Zuhause zu geben. Die Jugendkunstschule hat sich im Laufe der Jahre zu einem aktiven und attraktiven Partner in der kulturellen Jugendbildung in Lichtenberg entwickelt. Mit den generations- und genreübergreifenden Kursen, Workshops, Kita- und Schulprojekten, Wochenend- und Ferienworkshops leistet die Schule einen wichtigen Beitrag. Der Schwerpunkt dieser Einrichtung liegt auf Malerei, Grafik, Bildhauerei, Plastik, Keramik, Textilkunst, s/w Fotografie, digitaler Bildbearbeitung, Tanz und darstellendem Spiel.

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Jubiläumsfest der Jugendkunstschule © BA

Ausstellungen im Rathaus Im Rathaus Lichtenberg wurden 2014 folgende Ausstellungen gezeigt: •  Stefan Paubel „Lichtenberger-Häuser flucht 9“, Fotomantagen, 18.02.2014 •  Sean Gallup „Rechtsextreme Gewalt in Deutschland 1990 bis 2013“, Fotografien und Texte, 08.05.2014 •  „Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme. Streiflichter auf die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert“, Posterausstellung, herausgegeben von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dem Institut für Zeitgeschichte und Deutschlandradio Kultur, 11.08.2014.

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Lichtenberger Woche der älteren Menschen Die Vereinten Nationen haben mit dem 01.10.2014 im Jahr 1990 den „Internationalen Tag älterer Menschen“ ins Leben gerufen. Dieser ist seither Anlass, weltweit die besonderen Belange, Bedürfnisse und Interessen der älteren Generation in den Fokus zu nehmen. Der Bezirk Lichtenberg veranstaltete in diesem Jahr erstmals rund um diesen UNO-Tag eine Lichtenberger Woche für ältere Menschen vom 29.09. bis 02.10.2014. Ein attraktives Programm bot – schwerpunktmäßig unter dem Thema „Kultur im Alter – Kultur für das Alter“ – an verschiedenen Orten im Bezirk Möglichkeiten zum Diskutieren, Nachdenken und Genießen. Die Bezirksstadträtin eröffnete die Lichtenberger Woche für ältere Menschen am 29.09.2014 im Kulturhaus Karlshorst. Im Rahmen dieser Woche gab es für ältere Menschen in kommunalen Seniorenund Kultureinrichtungen zahlreiche unterschiedlichste Angebote und Veranstaltungen. BLO-Ateliers Berlins größte unabhängige Ateliergemeinschaft feierte am 17.05.2014 ihr 10-jähriges Bestehen und wird auch weiterhin ein Teil der Lichtenberger Kulturlandschaft bleiben. Nach langen Verhandlungen konnten sich die Künstler/innen mit der Deutschen Bahn einigen, dass der Mietvertrag bei einer moderaten Erhöhung, mit gleichzeitiger selbständiger Instandsetzung, auf 10 Jahre geschlossen wurde. Das Bezirksamt begrüßt es sehr, dass die rund 65 Kunst- und Kulturschaffenden auch in Zukunft ihr schöpferisches Zuhause weiter nutzen können. Gemeinsam besuchten der Staatssekretär für Kultur und die Kulturstadträtin am 08.10.2014 die BLO-Ateliers und sicherten ihre Unterstützung zu. Bezirkskulturfonds Aus dem Bezirkskulturfonds werden auf Empfehlung des Lichtenberger Kulturbeirates Einzelmaßnahmen und Veranstaltungen gefördert, die für den Bezirk Lichtenberg bedeutsam sind. Mit dem Ziel, die kulturelle Infrastrukturentwicklung Lichtenbergs sowie einzelne Schwerpunktprojekte zu fördern, werden besonders Vorhaben unterstützt, die eine überregionale und internationale Ausstrahlung haben und innovativ sind. Der Bezirkskulturfonds soll durch die Förderung aktueller und künstlerischer Projekte dazu beitragen, den kulturellen Dialog über gesellschaftlich bedeutsame Fragen aufzunehmen, zu führen und zu festigen.

Projekt Herrenreiter-Denkmal Das mit Mitteln des Bezirkskulturfonds geförderte Projekt Herrenreiter fand am 21.03.2014 neben dem Gelände der Trabrennbahn statt. Zu erleben war die feierliche Verhüllung des Denkmals der im 1. Weltkrieg gefallenen Herrenreiter für die Verkündung der neuen Helden. Im Rahmen dieser Intervention des internationalen Videoprojektes trafficjam hatten Interessierte die Möglichkeit, für einige Minuten zum lebenden, überlebensgroßen Monument erhoben zu werden. Gleichzeitig wurde der Sinn oder Unsinn von derartigen Denkmälern hinterfragt. Projektfonds kulturelle Bildung (3. Fördersäule) Der Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung fördert Kooperationsprojekte, die für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene neue Zugangsmöglichkeiten zu Kunst und Kultur schaffen. Im Zentrum stehen Kooperationsprojekte von Künstler/innen und Kulturschaffenden mit Kultur-, Bildungs-, Kinder- und Jugendeinrichtungen. Der Lichtenberger Beirat für kulturelle Bildung hat auf seiner Sitzung am 27.01.2014 folgende Projektförderungen in Höhe von bis zu 3.000 € für das Jahr 2014 beschlossen. Ausstellungfonds für kommunale Galerien Die Senatskanzlei für kulturelle Angelegenheiten hat allen Bezirken in den Jahren 2014 und 2015 Mittel in Höhe von insgesamt 350.000 € pro Jahr zur Verfügung gestellt. Die Gelder können für Ausstellungen in den kommunalen Galerien zur Förderung professioneller Berliner Künstlern/innen verwendet werden. Davon werden 240.000 € (also 20.000 € pro Bezirk), für die Unterstützung der Programmarbeit in den Galerien und 110.000 € für die Durchführung einer gemeinsamen Kunstaktion der Bezirke eingesetzt. Dieser Ausstellungsfonds ist ein Komplementärmittelfonds, d.h. die im jeweiligen Bezirk zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel für das Jahr 2014 dürfen nicht geringer ausfallen als die Mittel in 2013.

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Bezirkskulturfonds Künstler/in bzw. Verein Mittelhammer, Sabine; Puppen-	 spielkom- panie Handmaids	 		 Mika Productions GmbH, 	 Wilke Michael	 Uwe Jonas	 Heike Kati Barath	 		 Theater OmU, Türkay, Poyraz	 top e.V., Verein zur Förderung 	 kulturelle Praxis, Roth, Matthias Blo-Ateliers, Michael Steger	 		 Verein „Kulturwerker Berlin“, 	 Tobias Schimmack	 		 Stadtraumnutzung e.V., 	 Hajo Toppius theaterboxring berlin lichten-	 berg, Thomas Lang	 beantragtes Projekt Der Räuber Hotzenplotz - 	 Wie jagt eine Großmutter einen Räuber? Bandwettbewerb Berlin	 Bands United (BBU) Chicago Boy	 Bilder für Neu-Hohenschön-	 hausen Endstation Sehnsucht	 Herrenreiter	 Survival Internationale Perfor-	 mance Festival 2014 Freies Filmfestival Berlin 	 Lichtenberg „Meine Freiheit, Deine Freiheit“ BAND STADT VIDEO	 Sommergäste	 Szenen nach Gorki Prognoseraum Libg. Nord	 Libg. Nord	 Libg. Nord	 Hshn. Nord	 Libg. Mitte	 Libg. Süd	 Libg. Mitte	 Libg. Nord	 versch. Orte	 Libg. Mitte	 Summe Förderung in € 5.000,00 2.500,00 1.800,00 5.000,00 5.279,05 2.500,00 4.000,00 4.500,00 4.000,00 5.260,00 39.839,05

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Summe			 Projektfonds kulturelle Bildung (3. Fördersäule) Kontext Kunst Kontext Bildung Kontext Jugend Projekttitel

Prognoseraum Summe in € 2.998,58 2.400,00 3.000,00		 3.000,00 2.988,00 3.000,00 2.200,00 2.940,00 2.595,00 2.824,02 2.054,40 30.000,00

Dr. Sabine Kebir	 Grüner Campus 	 „Geschichten unterm Feigen-	 Hshn. Nord	 	 Malchow	 baum“ Erzählen-Spielen-Lesen Oliver Kuhnert	 Schule am 	 Abstrakadabra - Die malerische 	 Libg. Nord	 	 Roederplatz	 Verwandlung der Umwelt		 SAMSPEL e.V.	 Grüner Campus	 SCHÖPFRAD - schöpfe	 Hshn. Nord	 	 Malchow	 deine Wasser Lorenzo 	 Kita „Pinocchio“	 Der Traum von Pinocchio	 Libg. Mitte	 Pennacchietti		 Theaterstück Dirk Jesse	 Hermann-	 „Pixelsalat“	 Libg. Nord	 	 Gmeiner-Schule Petra-Maria	 Jugendkunst-	 „Das sind wir“	 Hshn. Nord	 Keßler	 schule Libg Albus e.V.-	 Kita „Nido Piccolo“	 „Worte sind Spiele“ nach	 Hshn. Nord	 Jugendkunst-		 E. Gomringer schule		 Mein erstes Gedichtebuch Petra Helbig / 	 Jugendkunst-	 Bau von Marionetten	 Hshn. Nord	 Michael Kain	 schule Libg Evi Rejeki	 OSZ Max-Taut-	 Schule in der Zukunft	 Libg. Mitte	 	 Schule Julia Ziegler / 	 Herm.-Gmeiner-	 Wie lerne ich tanzen wie ein	 Libg. Nord	 Christian Bilger	 Grundschule	 Derwisch Sabe Wunsch 	 „eastside“ Club	 Kunst_ein_Blick_nach_Syrien_	 Libg. Mitte	 Kulturvertr. GdR		 aus Lichtenberg Summe				

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Weiterbildung
Schostakowitsch-Musikschule Schostakowitsch-Wettbewerb Seit 2010 veranstaltet die Musikschule jährlich im Frühjahr den musikschulinternen „Schostakowitsch-Wettbewerb“. Dabei werden die Darbietungen der Schüler/innen im Rahmen von Wertungsvorspielen durch eine fachkundige Jury beurteilt. Die musikalischen Vorträge lassen sich messen nach Kriterien wie Schwierigkeitsgrad der Musikstücke, künstlerischem Ausdruck, Spielfreude und virtuosen Fähigkeiten. Den Abschluss bildete ein Preisträgerkonzert im Kulturhaus Karlshorst. Dieser interne Leistungsvergleich befördert sowohl bei den Schüler/innen als auch bei den Lehrkräften die Identifikation mit ihrer „SchostakowitschMusikschule“ und motiviert die Teilnehmenden zu höheren Leistungen. In diesem Jahr wurde der Wettbewerb im März in den Kategorien Streichinstrumente, Akkordeon, Schlagzeug und Klavier (Jazz, Rock, Pop) ausgetragen. Großen Applaus, Urkunden und kleine Preise konnten die 29 Preisträger/innen beim Preisträgerkonzert für ihr fleißiges Üben empfangen. Die Preise wurden wieder vom Freundeskreis der Musikschule zur Verfügung gestellt. Frühlingskonzert der Musikschule Am 17.05.2014 fand das diesjährige Frühlingskonzert der Musikschule mit ca. 400 Gästen statt. Wie in den vergangenen Jahren war es eine Gemeinschaftsveranstaltung mit der Volkssolidarität. Im Audimax der Hochschule für Technik und Wirtschaft Karlshorst traten Kinder eines russi-

Schostakowitsch-Wettbewerb © Hariette Scherat

chen Chores, des großen Blasorchesters und viele Solisten/innen auf sowie die Preisträger/innen des diesjährigen Schostakowitsch-Wettbewerbes. Zum Abschluss spielte die Rhythm and Melody Concertband auf. „FridayMusicBar“ der Musikschule Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „FridayMusicBar“ wurden auch im dritten Jahr wieder vier Konzerte in Kooperation mit der „Havanna-Bar“ durchgeführt. Die „FridayMusicBar“ konnte sich damit weiter als spannendes Musikevent in Karlshorst etablieren. Musikalisch bewegt sich diese Reihe

DR11 auf der Rockbühne © Jan Candid

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vornehmlich auf dem Terrain des Big Band Jazz. Zum Beispiel lieferte am 23.05.2014 die Big Band „Just Mad“ während der Friday Music Bar in Karlshorst die Melodien des Abends. Im Schostakowitsch-Saal der Musikschule erklangen ansteckende Grooves von Jazz bis Swing über Latin bis hin zu Funk. Unter der Leitung von Simone Münzner brachten erwachsene Schüler/innen der Musikschule facettenreiche Klangfarben und beeindruckende Tutti-Passagen auf die Bühne. Rockbühne der Musikschule Auf der „Rockbühne“ am 14.11.2014 im Kulturhaus Karlshorst präsentierten 8 Schülerbands ihre einstudierten Songs unter professioneller Betreuung durch Ton- und Lichttechnik. Eine prima Live-Atmosphäre war dadurch sowohl für die Bands als auch für das Publikum gegeben. Traditionelles Weihnachtskonzert der Musikschule Das traditionsreiche Weihnachtskonzert am 1. Advent in der Erlöserkirche wurde auch in diesem Jahr von ca. 600 Gästen besucht und von der Kulturstadträtin und dem Leiter der Musikschule eröffnet. Der Clara-Schumann-Kinder- und Jugendchor sowie das Jugendorchester der Musikschule sangen und spielten weihnachtliche Musik. Ein Höhepunkt in diesem Jahr war die Orchesterbearbeitung von Tschaikowskis „Nussknacker“.

und Jungen zwischen 6 und 13 Jahren sowie Schulklassen zur Teilnahme am Medienkompetenz-Projekt Kindersoftwarepreis „TOMMI“ ein, etwa 800 Kinder nahmen teil. Die Lichtenberger Bibliotheken sind die Einzigen in Berlin, die sich an diesem medienkompetenzfördernden Projekt beteiligen. Das Ziel des Medienprojekts „TOMMI“ ist es, gute Apps, Computer-, Online- und Konsolenspiele einem größeren Publikum bekannt zu machen und den Eltern einen Überblick im Spiele-Dschungel zu geben. Der „TOMMI“ bindet Kinder in die Jurytätigkeit ein, regt so zum kritischen Umgang mit Computer- und Konsolenspielen an und fördert nachhaltig die Medienkompetenz. Bundesweiter Tag der Bibliotheken „Netzwerk Bibliothek“ ist der Titel der neuen Kampagne des Deutschen Bibliotheksverbandes. Sie läutete die diesjährige Aktionswoche zum bundesweiten „Tag der Bibliotheken“ am 24.10.2014 ein. Digitale Services, Angebote und Veranstaltungen in den Bibliotheken sollen über das Netzwerk Bibliothek bekannter gemacht und mit anderen Kultur- und Bildungsangeboten vernetzt werden. Die Lichtenberger Bibliotheken luden u.a. zum Aktionstag in die Einkaufsstraße des Linden-Centers am Prerower Platz 2 ein. Good-practice-Projekt in der Anna-Seghers-Bibliothek Das von der Anna-Seghers-Bibliothek gemeinsam mit Partnern aus dem Stadtteil gestaltete Projekt „Wir Kinder aus Hohenschönhausen – Meine Fotostory“ ist als Good-Practice-Beispiel durch den Deutschen Bibliotheksverband hervorgehoben worden. Im Rahmen des Förderprogramms des Bundes „Lesen macht stark“ entdecken Kinder ihr Umfeld, lernen den Umgang mit digitalen Medien kennen, schreiben und malen Geschichten, fotografieren und bearbeiten gemeinsam mit Profis die Bilder. Ziel ist die Erarbeitung einer Fotostory

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Bibliotheken
„Kultur gut stärken“ – Tag der kulturellen Vielfalt in den Bibliotheken „Kultur gut stärken“ ist eine bundesweite Aktion zum internationalen Tag der kulturellen Vielfalt. Unter dem Motto „Kultur im Kiez“ luden die Bibliotheken zu verschiedenen Veranstaltungen ein: •  Mitmach-Aktionen für Kinder und Erwachsene gemeinsam mit Partnern im Kiez für ein buntes Programm mit Lesecafé, Spielen, Musik und dem Recyclingclown „Tonnenpaul“ am 21.05.2014 vor der Anton-Saefkow-Bibliothek, •  Straßenmalfest für Kinder, Schüler/innen und Erwachsene, mit dem Clown „Tonnenpaul“ Musik Diskothek „Traumzeit“ am 22.05.2014 vor der Anna-Seghers-Bibliothek, •  „Fest der Nachbarn“ eine Gemeinschaftsaktion der Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek mit freien Trägern im Kiez am 24.05.2014 in der Kiezspinne. Kindersoftwarepreis „TOMMI“ der Bibliotheken Zum vierten Mal luden im September für drei Wochen die Lichtenberger Bibliotheken Mädchen

Präsentation des Projektes „Wir Kinder aus Hohenschönhausen“ © BA

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mit Hilfe eines Tablet-PCs. Die Ergebnisse wurde 18.11.2014 vorgestellt und bilden einen Beitrag der Anna-Seghers-Bibliothek zum 30jährigen Jubiläum von Hohenschönhausen. Die Kulturstadträtin bedankte sich bei den anwesenden Kindern und Jugendlichen für ihr Engagement. Bildungspartner Schule und Bibliothek der AntonSaefkow-Bibliothek Als Schuljahresabschlussveranstaltungen gab es auch in diesem Jahr vielfältige Kooperationsprojekte mit der Anton-Saefkow-Bibliothek. Ausgewählte Beispiele sind: •  Schule am Wilhelmsberg - für 125 Schüler/innen, Programm des Zauberkünstler Urs Jandl „Eselohren – ein wortreiches Getrixe“ •  Lagerlöf Schule – für 74 Schüler/innen der Schule für Sprachbehinderte, Projekttage zum Thema „Lichtenberg“ •  Schule am Fennpfuhl - Workshop zum Aufbau einer Schulbibliothek, für 49 Schüler/innen und Eltern Zeugnisübergabe für die Schulabgänger Inklusive Bibliotheksarbeit der Anton-Saefkow-Bibliothek Im Rahmen der Vernetzung wurde die Zusammenarbeit der Anton-Saefkow-Bibliothek mit dem Rehabilitationswerk Ost (RBO) unter dem Aspekt der Gestaltung inklusiver Angebote ausgebaut. So konnten erstmals Fördergruppen, die durch RBO betreut werden, mit der Bibliothek und deren Angeboten vertraut gemacht werden. Dazu wurden von der Bibliothek spezielle Konzepte entwickelt. Im Gegenzug gestalteten die Kreativgruppen des RBO eine Ausstellung im Schaufenster der Bibliothek. Mit Handpuppen, Holz- und Filzarbeiten haben die Ausstellenden, in Zusammenarbeit mit der Lichtenberger Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, auf ihre Potenziale aufmerksam gemacht. Kombination von realer und virtueller Welt Im Rahmen des Forschungsprojektes „mylibARry“, dass am 01.06.2014 begann, ist die Egon-ErwinKisch-Bibliothek Partnerin als Pilotbibliothek. Dieses Forschungsprojekt ist eine Kooperation der Fachhochschule Potsdam mit der Firma metaio GmbH München. Ziel des Projektes ist es, innovative und anwenderorientierte Szenarien für den Einsatz der Augmented Reality in Bibliotheken und Informationseinrichtungen zu entwickeln. Dabei soll eine anwendbare Lösung für die Verbindung der physischen und virtuellen Bestände geschaffen werden, um ein kreatives Browsing zu ermöglichen. Die Augmented Reality kombiniert

die reale und die virtuelle Welt in einer realen Umgebung miteinander. Dies geschieht auf interaktive Art und in Echtzeit. Lesung gegen das Vergessen in der Anton-Saefkow-Bibliothek Bereits zum 6. Mal fand am 06.09.2014 die öffentliche Lesung gegen das Vergessen vor der Anton-Saefkow-Bibliothek statt. 134 Bürger/innen nahmen daran teil. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Bürgerverein Fennpfuhl e.V. sowie dem Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium organisiert. Zu den Vortragenden gehörten ebenfalls Professor Heinrich Fink und Bärbel SchindlerSaefkow. Parallel dazu präsentierte die Bibliothek eine Ausstellung anlässlich des 70. Todestages von Anton Saefkow, Franz Jacob und Bernhard Bästlein. Weitere Lesungen in den Bibliotheken (Auszug) •  Vortrag „Antarktis“ – Reisebericht in der neuen Veranstaltungsreihe „ReiseBilder“ am 26.02.2014, Anna-Seghers-Bibliothek •  Lesung „Meine Winsstraße“ – Radiomoderator Knut Elstermann aus seinem Buch am 26.02.2014; Bodo-Uhse-Bibliothek •  literarischer Weinabend – die Berliner Autorin Anne Riebel mit ihrem Wein-Krimi „Silvaner trocken oder ein tödlicher Tropfen“ am 17.03.2014, Anton-Saefkow-Bibliothek •  Peter Wensierski „Die verbotene Reise - die Geschichte einer abenteuerlichen Flucht“ am 14.05.2014, Bodo-Uhse-Bibliothek •  Fußballmagazin „11 Freunde“ - Christoph Biermann über die Faszination des Fußballs am 10.06.2014, Anna-Seghers-Bibliothek •  Literaturdialog Literatur in der Diskussion am 19.06.2014 in der Menselssohn-Remise •  Literarische Wanderungen durch Hohenschönhausen anlässlich des 30 jährigen Jubiläums vom 24.09.2014 bis 24.06.2015, Anna-SeghersBibliothek •  Knut Elstermann „Meine Winsstraße“ am 08.09.2014, Anton-Saefkow-Bibliothek •  Claus-Dieter Steyer „Geheime Orte in Berlin und Brandenburg“ am 10.09.2014, Anna-SeghersBibliothek •  Anja Reich „Der Fall Scholl: das tödliche Ende einer Ehe“ am 24.09.2014, Egon-Erwin-KischBibliothek •  Polizeireporter Michael Behrend in der Reihe TatZeit am 26.09.2014, Anna-Seghers-Bibliothek •  Jörg Bock „Die Wuhlheide: zur Geschichte des Volks- und Waldparks“ am 30.09.2014, BodoUhse-Bibliothek

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•  Filmregisseur Andreas Dresen und Herausgeber Hans-Dieter Schütt „GlücksSpiel“ am 21.10.2014, Bodo-Uhse-Bibliothek •  Giulia Enders „Darm mit Charme“ am 31.10.2014, Anna-Seghers-Bibliothek Familienangebote in den Bibliotheken (Auszug) •  Familiensamstag – „Der große Popolino“ – Basteln, Malen, Show am 15.03.2014; Egon-ErwinKisch-Bibliothek •  Familiensamstage mit diversen Angeboten am 05.04.,17.05. und 28.06.2014 in der Anton-Saefkow-Bibliothek und Bodo-Uhse-Bibliothek •  ein Fest für Kinder und Familien zum Welttag der Kulturellen Vielfalt am 21.05.2014, vor der Anton-Saefkow-Bibliothek •  Jonglage, Comedy, Publikumsspiel, Clownerie, der große Popolino am 06.09.2014, Anna-Seghers-Bibliothek •  Märchenerzähler, Jeronimo am 13.09.2014, Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek •  PuppenTheater Felicio am 27.09.2014, BodoUhse-Bibliothek •  Lesung für Kinder von 7 bis 10 Jahren, „Alles gelogen“ am 26.09.2014, Anton-Saefkow-Bibliothek Ausstellungen in den Bibliotheken (Auszug) •  „Recyclingpapier macht Schule“ – Eine Ausstellung des Berliner Netzwerks Papierwende, Anna-Seghers-Bibliothek •  Eine Landschaft im Wandel – Lausitzer Seenland – Der Fotograf Peter Stelter präsentiert eine Landschaft im Wandel – zwischen Senftenberg, Hoyerswerda und Spremberg, Anton-SaefkowBibliothek •  „Geheimnis Wald“ – Fotografien von Helmut Knaute aus Nationalparks und heimischen Wäldern in Berlin und Brandenburg, AntonSaefkow-Bibliothek •  Falkenberg und Familie von Humboldt - Ausstellung des Fördervereins Landschaftspark Nord-Ost e.V. und der Dorfkate Falkenberg, Anna-Seghers-Bibliothek •  Erlebnis Farbe - Malerei von Hans Piepenhagen und Saarfried Kurze, Anton-Saefkow-Bibliothek •  „JuKsiläum“ – 20 Jahre Jugendkunstschule Lichtenberg, Anna-Seghers-Bibliothek •  Kamtschatka - Leserin Sabine Geschke über Wanderungen zu Vulkanen und heißen Quellen, Anton-Saefkow-Bibliothek •  Romantik unter Segeln - Harald Jastram, Fotografien von der Hanse-Sail, Anna-SeghersBibliothek •  „Nieder mit Hitler - Schluss mit dem Krieg“ -

zum 70. Todestag von Anton Saefkow, Franz Jacob, Bernhard Bästlein, Anton-Saefkow-Bibliothek •  „Kinderrechte sind Menschenrechte“ – Ausstellung Amnesty International, Bodo-UhseBibliothek Weitere Veranstaltungen (Auszug) in den Bibliotheken •  Informationsveranstaltung – Fachleute zum Thema Pflege am 19.02.2014, Anton-SaefkowBibliothek •  Informationsveranstaltung zum Thema Steuern – mit Experten des Lohnsteuerhilfevereins VLH in Berlin-Lichtenberg am 10.03.2014, AntonSaefkow-Bibliothek •  Concert im Center: Klassikmatinee im LindenCenter am 18.05.2014, Anna-Seghers-Bibliothek •  Wie funktioniert ein E-Book-Reader? am 15.05.2014, Anton-Saefkow-Bibliothek •  „Das Glück ist eine leichte Dirne“ - HeinrichHeine-Programm mit Angelika Neutschel und Renate Geißler am 16.06.2014, Anton-SaefkowBibliothek •  freie Wille und die Wünsche betreuter Menschen - Informationsveranstaltung des Betreuungswerks Berlin (KBW) e.V. am 17.06.2014, Anna-Seghers-Bibliothek •  Zielführende Kommunikation mit Behörden Thomas Wagner am 16.09.2014, Anna-SeghersBibliothek •  Demenz, Pflegestützpunkt Lichtenberg zum Umgang mit verwirrten Menschen am 17.09.2014, Anton-Saefkow-Bibliothek •  Kann man Lebensfreude trainieren? - Marlies Carbonaro am 18.09.2014, Egon-Erwin-KischBibliothek •  Ratschläge, zum Schutz des Eigentums, Beamte der Berliner Polizei am 15.10.2014, Anna-Seghers-Bibliothek

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Margarete-SteffinVolkshochschule (VHS)
Kursangebote der VHS Das Kursangebot wurde im gesamten Frühjahrssemester 2014 sehr gut angenommen. Die sich bereits im Januar und Februar abzeichnende Tendenz hat sich im Zeitraum März bis Mai 2014 fortgesetzt. Im Bereich Fremdsprachen sind neben den Standardkursen insbesondere Auffrischungskurse, Kompaktkurse, auch als Bildungsurlaubskurse, über ein bis zwei Wochen sowie Wochenendkurse

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gut nachgefragt. Neben Englisch betrifft das auch die Kursangebote in Russisch, Spanisch, Französisch und Italienisch.

dem Kulturhaus Karlshorst. Ziel ist es, in der Region, Karlshorst/Friedrichsfelde Süd, zukünftig auch VHS-Angebote wohnortnah anzubieten. Deutsch als Fremd/Zweitsprache in der VHS Die Margarete-Steffin-Volkshochschule bietet attraktiven Deutschunterricht nicht nur vor Ort, sondern auch zum „Anfassen“ in Museen an. So besuchten Teilnehmer/innen eines Integrationskurses auch in diesem Semester das Museum Lichtenberg mit einer Führung durch die Sonderausstellung „725 Jahre erste urkundliche Erwähnung Lichtenbergs“. In den Deutschunterricht neu aufgenommen ist die Teilnahme an der Geschichtswerkstatt im Deutschen Historischen Museum Berlin zum Thema NS-Regime und Nachkriegszeit. Die Teilnehmer/innen eines Integrationskurses setzten sich in selbständiger Gruppenarbeit aktiv mit der Deutschen Geschichte von 1933 bis 1949 auseinander. Kunst-Kultur-Gestalten in der VHS Im April 2014 fand mit der Ausstellungseröffnung die Projektvorstellung „Musik als Bildungsinstrument in der Erwachsenenbildung“ in der Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin statt. Im Rahmen dieses Projektes wurde der seit mehreren Jahren an der VHS stattfindende Workshop „Bluesharp“ untersucht. Ziel war es, herauszufinden, welche Bildungseffekte musikalische Lernangebote haben, wenn der Bildungsbegriff auch die Motivation, Persönlichkeitsentwicklung, soziale Interaktion und nicht nur die Vermittlung von Lerninhalten, Kompetenzen und Zielen einschließt. Die Auswertung ergab, dass Musik ein geeignetes Bildungsinstrument ist, das Menschen zusammenführt und interagieren lässt, sowie anregt, gemeinsam Neues zu entdecken und zu erarbeiten. Die ausführliche Darstellung des Projektes ist in einer Dokumentation beschrieben. Diese ist seit dem 07.11.14 in der VHS zu sehen. Erwachsenenbildung inklusiv – ERW-IN der VHS Im Rahmen des Projekts Berliner Erwachsenenbildung inklusiv ERW-IN fand im April in der VHS ein Planungstreffen der Kooperationspartner des Bezirkes statt, an welchem ebenfalls die Beauftragte für Menschen mit Behinderungen des Bezirksamtes teilgenommen hat. Es wurden Bedarfsermittlungen ausgewertet, relevante Projektinhalte diskutiert und vier Kursangebote abgestimmt, die die VHS in das Projekt eingebracht hat und damit insbesondere Menschen mit Behinderungen und

VHS Entspannungskurs © VHS

Erstmalig wurde ein „Einführungskurs Floristik“ angeboten und durchgeführt, der Interessierten die Möglichkeit geben soll, sich mit diesem Berufsbild vertraut zu machen und wesentliche praktische Anleitungen bietet. Kooperationen der VHS •  Kursreihe Psychologie im Alltag für Mitarbeiter/ innen des Jobcenter und des BA „Thema Schizophrenie“ ab Februar 2014 •  Fremdsprachenkino – Kinofilm „Ein Mordsteam“ in französischer Sprache mit Originaluntertiteln am 24.03.2014 im Kino CineMotion •  Veranstaltungen und Führungen im Rahmen des Programms „Freiheit Vielfalt Europa“ zur Woche der •  Projekt mit der Lebenshilfe Bildung gGmbH in Kooperation mit allen Berliner Volkshochschulen „ERW-IN- Berliner Erwachsenenbildung inklusiv“ mit dem Ziel: bezirkliches Netzwerk für inklusive Erwachsenenbildung Fremdsprachenangebote der VHS Die Fremdsprachenangebote stellten auch in 2014 34% des offenen Kursangebotes der Volkshochschule. Es wurden Kurse in 14 Fremdsprachen in unterschiedlichen Niveaustufen angeboten. In den Monaten vor Semesterbeginn (Januar, Juli-August) wurden insbesondere Kurse zur Auffrischung, Festigung und Vertiefung der Sprachkenntnisse in verschiedenen Sprachen angeboten, die den Teilnehmenden das Weiterlernen in den Standardkursen ab Semesterbeginn erleichterten. Weiterhin hält die Tendenz an, dass Kompaktkurse, auch als Bildungsurlaubskurse, über ein bis zwei Wochen sowie Wochenendkurse verstärkt nachgefragt werden. Erstmals gab es ab September Sprachkurse in Kooperation mit

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Lernschwierigkeiten die Chance auf eine soziale und kulturelle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gibt. Die Angebote wurden in den Programmbereichen Elementarbildung/Alphabetisierung, Kunst, Kultur und Gesundheit gestaltet. Kooperationspartner ist neben der Lebenshilfe Berlin gGmbH auch das Rehabilitationszentrum BerlinOst gGmbH mit seinem Standort in Lichtenberg. Integrationskurse in der VHS Im Herbstsemester 2014 wurden im Programmbereich Deutsch als Zweitsprache 15 parallel laufende Integrationskurse unterschiedlicher Niveaustufen mit gleichbleibend guter Nachfrage eröffnet. Drei gut angenommene Mütter-Eltern-Kurse können in stadtteilnahen Einrichtungen (Paul-und-

Charlotte-Kniese-Schule und Stadtteilzentrum LIBEZEM) in Fortsetzung durchgeführt werden. Die VHS erweiterte ihr Angebot im Herbstsemester 2014 um einen Kurs zur Basissprachförderung für Flüchtlinge und ist der Verwaltungsvereinbarung der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen über Regelungen für die Durchführung von „Deutschkursen für Flüchtlinge“ in Berliner Volkshochschulen beigetreten. In diesem Zusammenhang wurde ein neuer Unterrichtsort im Asylbewerberheim Rhinstraße 125-127 gewonnen. In Zusammenarbeit mit der AWO, als Träger der Einrichtung, konnten die fachinhaltlichen und organisatorischen Vorbereitungen für den Start des Kurses im Oktober abgeschlossen werden.

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4. ABTEILUNG BÜRGERDIENSTE, ORDNUNGSANGELEGENHEITEN UND IMMOBILIEN
Serviceeinheit Facility Management
2014 war in der Serviceeinheit Facility Management geprägt von vielfältigen Aktivitäten. Hervorzuheben sind die Mitwirkung und Klärung von Grundstücks- und Vertragsfragen für wichtige Fachprojekte, u. a. bei der Kita- und Schulentwicklungsplanung. Der erfolgreiche Abschluss der gestellten Aufgaben 2014 ist im Zusammenwirken aller Fachbereiche der SE FM und dem außerordentlichen Engagement aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich geworden. Die Serviceleistungen im Rahmen des FM haben das Ziel, den Nutzern der bezirklichen Immobilien bei effektivem Ressourceneinsatz die bestmöglichen Arbeitsbedingungen zu schaffen. Das betrifft sowohl die Bereitstellung von Büroflächen und Grundstücken, einschließlich der baulichen Maßnahmen und aller damit im Zusammenhang stehenden Aufgaben sowie die technischen Serviceleistungen IT und TK, den Einkauf und die Beschaffung allgemein, Hausmeister- und Transportleistungen, den Postverkehr und das Zentralarchiv. Damit leisteten die MitarbeiterInnen der SE FM einen wesentlichen Beitrag, dass die Fachabteilungen der Bezirksverwaltung ihre Arbeit sachgerecht, bürgernah und qualitativ hochwertig erbringen können.

Besondere Schwerpunkte der Arbeit der SE FM waren 2014: •  Realisierung komplexer Bauvorhaben, einschließlich Sonderbauvorhaben mit einem Gesamtbauvolumen von 21,5 Mio. Euro, mit dem Höhepunkt der Schlüsselübergabe des Neubaus der Nils Holgersson-Schule an die Nutzer zum Einschulungsbeginn 2014/2015 •  Bereitstellung von zeitgemäßen und anforderungsgerechten IT-Service und IT-Dienstleistungen •  Weiterführung der IT-Migration, insbesondere Bereitstellung neuer Hardware und Umstellung aller Verfahren auf das neue Betriebssystem und die Software Windows 7 an den jeweiligen Arbeitsplätzen der gesamten Bezirksverwaltung •  Qualifizierte und effiziente Durchführung wichtiger Vergabeverfahren für die Bezirksverwaltung und für Dritte •  Vorbereitung und Verhandlungen zu Erbbaurechtsverträgen für Seniorenheime

Strategisches Immobilienmanagement
In diesem Bereich werden alle Prozesse gesteuert, die im Zusammenhang mit Verkäufen, Erbbaurechtsverträgen, Eigentumserwerb sowie dem Flächenmanagement für Fachnutzungen stehen. Um das umzusetzen, wurden u. a. nachfolgende Tätigkeiten ausgeübt: •  Vorbereitung von Erbbaurechtsverträgen für Seniorenheime, •  Unterstützung des Jugendamtes bei der Bereitstellung von Unterlagen für den möglichen Abschluss von Erbbaurechtsverträgen für Kitas genutzte Grundstücke,

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•  Verhandlungen zu und Abschluss von zahlreichen Straßenlandankäufen sowie sonstigen Erwerbsverträgen (z. B. resultierend aus städtebaulichen Verträgen), •  Beratung und Mitwirkung bei der Ausübung des gesetzlichen Vorkaufsrechts gemäß Naturschutzgesetz, •  Vorbereitung von Unterlagen für den Steuerungsausschuss zur Veräußerung von Liegenschaften oder Bestellung von Erbbaurechten (u. a. nach SachenRBerG) durch die Liegenschaftsfonds Berlin GmbH & Co. KG, •  Beratung, Abstimmung mit den Fachämtern zur Vornahme dinglicher Sicherung von Rechten, meistens zu Gunsten des Landes Berlin, •  Vertragscontrolling bereits geschlossener Ankaufs-, Verkaufs- und Erbbaurechtsverträge, •  Überwachung von bereits gestellten Kommunalisierungsanträgen sowie Stellung neuer Kommunalisierungsanträge.

fung der technischen Voraussetzungen für die Umsetzung der Sicherheitskonzepte des Jugendamtes in der Große-Leege-Str. 103 und des Sozialamtes in Alt Friedrichsfelde 60. 2014 wurde die Umsetzung des § 9 Grundbuchbereinigungsgesetz weitergeführt. Hieraus resultieren 2014, voraussichtlich letztmalig, noch bedeutende Einnahmen. Damit verbunden waren aber noch vielfältige Verhandlungen mit nicht eindeutig vorhersehbarem Ausgang über die tatsächlichen Höhen der Entgelte, da diese nach wie vor in Größenordnung strittig zwischen dem Bezirksamt und den Leitungsbetrieben sind. Nach Ausstieg des Lichtenberger Kulturvereins als Stadtteilzentrum und der damit verbundenen Aufgabe der Verwaltung des Hauses wurde durch das Objektmanagement der SE FM die Organisation und Aufrechterhaltung der Verwaltung des mehrfach überwiegend von Vereinen und einer Kita genutzten Gebäudes Sewanstraße 43 geleistet. Besonders hervorzuheben ist die Verwaltertätigkeit für die Liegenschaften des Schul- und Sportamtes durch den Verwalterbereich der SE FM. Das betraf auch die Mitwirkung bei der Sicherung von Flächen im Rahmen der Schulentwicklungsplanung und die Verwaltungsübernahme der neuen Schule Nils-Holgersson und der Modularen Ergänzungsbauten (MEB) Liebenwalder Straße und Lisztstraße. Für das Jugendamt wurde unter Mitwirkung der SE FM ein Interessenbekundungsverfahren für einen (neuen) Kita-Standort Strausberger Str. 5 durchgeführt und die Vertragsgestaltung für den Träger wurde vorbereitet. Wesentlichen Anteil an der Gewährleistung der Nutzungsfähigkeit der bezirkseigenen Liegenschaften hat auch die Tätigkeit der Hausmeister und Transportarbeiter. Wichtige Veranstaltungen des Bezirksamtes, wie u. a. „Lange Nacht der Politik“ und Lichtermarkt waren auch durch das Engagement der Hausmeister erfolgreich.

Objektmanagement
Der Fachbereich Objektmanagement ist für die Verwaltung der Liegenschaften des Fachvermögens im Auftrag der Eigentümer, für die Bürodienstgebäudeverwaltung und für die Verwaltung der Grundstücke des Finanzvermögens zuständig. Hier laufen alle Fäden zur Sicherung der Funktionalität der bezirklichen Gebäude und Büroarbeitsplätze bei der Umsetzung bezirklicher Entscheidungen zusammen. Das Objektmanagement nimmt sowohl die Eigentümerfunktion bei der Verwaltung der Bürodienstgebäude und des Finanzvermögens als auch die Dienstleisterfunktion für die Fachliegenschaften des Jugendamtes, des Schul- und Sportamtes, des Amtes für Weiterbildung und Kultur, des Gesundheitsamtes und des Amtes für Soziales wahr. Das betraf 2014 ca. 215 bebaute Liegenschaften mit einer Bruttogeschossfläche von ca. 570.000 m². Durch die engagierte und kontinuierliche Arbeit der MitarbeiterInnen wurde eine ordnungsgemäße und an wirtschaftlichen Kriterien orientierte Verwaltung der Liegenschaften des Fachvermögens für die Fachämter gewährleistet. Der Auftrag des Bezirksamtes zur Überarbeitung des Bürodienstgebäudekonzeptes in Anpassung an das Personalentwicklungskonzept wurde weitergeführt. Eine wichtige Aufgabe bestand 2014 in der Schaf-

IT-Service
Gesamtprojekt IT - Migration Nach Umsetzung der notwendigen zentralen Erneuerungs- und Konsolidierungsmaßnahmen im Datennetzverbund, einiger Pilotierungen und umfangreicher Rolloutvorbereitungen in der IT-Stelle

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waren die Voraussetzungen Anfang des Jahres 2014 gegeben, planmäßig mit der flächendeckenden Umstellung der Bildschirmarbeitsplätze der Organisationseinheiten zu beginnen. Zum Jahresende 2014 waren dann insgesamt 1.288 PC unter dem neuen Betriebssystem Windows 7 und Office 2013 umgestellt. Insgesamt wurden für die umfassenden Migrationsmaßnahmen zur Erneuerung der zentralen IT-Infrastruktur und für die Umstellung der Bildschirmarbeitsplätze der Organisationseinheiten Technik, Software und IT-Dienstleistungen im Gesamtumfang von 1,62 Millionen Euro beauftragt. Unter anderem wurden für die Rollouts 1.067 neue PCs und aktuelle Softwarelizenzen beschafft. IT – Infrastrukturbetreuung (ISB) Neben den sich aus dem Migrationsprojekt ergebenden zusätzlichen Aufgaben galt es für den ITService auch die laufenden Betreuungsaufgaben abzusichern. Trotz der projektbedingten Mehrbelastung, die sich auch aus dem erforderlichen Parallelbetrieb der alten und neuen Infrastruktur, hohen Koordinationsaufwänden, vielen Schulungsteilnahmen oder organisatorischen Anpassungen für alle Kolleginnen und Kollegen des IT-Service ergab, konnte dank hoher Einsatzbereitschaft und Engagement und mit Unterstützung ihrer Ansprechpartner in den Organisationseinheiten auch diese obligatorischen IuK- Betreuungsaufgaben und IuK- Dienstleistungen durchgehend abgesichert und der IT/TK-Einsatz für einen ordnungsgemäßen Dienstbetrieb sowie anforderungsgerechte Aufgabenerledigung der Fachämter, Service- und anderen Organisationseinheiten im Bezirk über das gesamte Jahr hinweg ohne Einschränkungen gewährleistet werden. So wurden beispielsweise neben dem Migrationsprojekt folgende Maßnahmen und fachlichen Anforderungen der Organisationseinheiten realisiert: •  Einführung einer Alarmierungslösung im Jugendamt. Vorbereitung der Einführung der Alarmierungslösung im Amt für Soziales und Gesundheitsamt, •  Ersatz von Hardware und Software sowie Anpassung des Internetwebservers des Bürgerhaushaltes BA Lichtenberg (https://www. buergerhaushalt-lichtenberg.de/), u. a. mit notwendigen Maßnahmen und Anpassungen zur Erhöhung der IT-Sicherheit und Verfügbarkeit der Webseiten im Internet, •  Aufbau und Test der Infrastruktur für Telearbeit sowie Piloteinsatz eines vernetzten mobilen Referenz–PC,

•  Ersatz der Infrastruktur und Anpassung des bezirklichen Intranet-Seiten (Beschäftigtenportal) im Zusammenhang mit der Konsolidierung der BA-internen Webserver und einem Relaunch der Darstellung der Intranet Seiten des BA Lichtenberg. TK - Infrastrukturbetreuung (TKB) Neben den laufenden Routineaufgaben ist für Dienstgebäude die Reparatur und Ersatzbeschaffung von Unterbrechungsfreien Stromversorgungseinheiten (USV) in verschiedenen Serverund Technikraumbereichen der Dienstgebäude sowie des zentralen AB- und Faxsystems zu benennen. Es wurden Baumaßnahmen und Technik im Umfang von 55.000 Euro beauftragt und abgeschlossen.

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Einkauf-Service
In der Verdingungsstelle des Einkauf-Services wurden im Jahr 2014 nach der VOB/A und VOL/A insgesamt 7 EU-Verfahren, 79 Öffentliche Ausschreibungen, 221 Beschränkte Ausschreibungen und 47 Freihändige Vergaben bzw. sonstige Wettbewerbe durchgeführt. Im Verlauf des Jahres wurden die notwendigen Maßnahmen zur Einführung der elektronischen Abwicklung von Ausschreibungen (e-Vergabe) eingeleitet. In Kooperation mit dem Büro des Bezirksstadtrates für Bürgerdienste, Ordnungsangelegenheiten und Immobilien wurden Nicht Offene Wettbewerbe im Auftrag der Kommission Kunst am Bau für vier Schulen des Bezirks vorbereitet. Im Bereich der Beschaffungen für das Bezirksamt wurden im Jahr 2014 zwei neue Rahmenverträge für Artikel des laufenden Geschäftsbedarfs sowie Drucker und Toner geschlossen. Insgesamt wurden 2.029 Beschaffungen im Verlauf des Jahres abgewickelt.

Zentralarchiv
Die elektronische Nacherfassung im Archiv geht mit den Beständen des Sozialamtes und Jugendamtes weiter voran. Durch Kassation von Personalund Sozialakten konnte die Auslastung der Archivfläche entspannt werden. Auch im Jahr 2014 wurde das Zentralarchiv mit der vorhandenen Softwarelösung als Modell von Vertretern anderer Bezirksämter besichtigt.

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Poststelle
Die Poststelle ist für die Verteilung und Weiterleitung aller ein- und ausgehenden Poststücke zuständig. Auch im Jahr 2014 arbeitete die Poststelle mit den schon bekannten Postdienstleister PINAG, Menütaxi, Deutsche Post und DHL zusammen. Eine Änderung gibt es seit dem 01.11.2014; seitdem wird die gesamte Briefpost über die PIN-MailAG zugestellt. Der Postaustausch mit den Außenstellen wurde auch im Jahre 2014 durch die Firma ESD Eskort erbracht. Die Zahl täglicher Sendungen hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich erhöht. So wurden täglich zwischen 7.500 und 8.000 Sendungen bearbeitet, davon entfallen rund ¾ auf amtsinterne Post.

SSP Schule

1. Dolgenseestr. 60, Haus B, Grundinstandsetzung inklusive energetischer Sanierung des gesamten Gebäudes, Baubeginn: Juni 2014 hier: anteilige Finanzierung aus dem Sportanlagensanierungsprogramm für 2014 ca. 913.000 Euro Gesamtkosten der Sanierung: 5.100.000 Euro Geplante Übergabe des Hauses B in 7/2016

Kopierstelle
In der zentralen Kopierstelle ist ein neuer Großkopierer aufgestellt worden. Durch kürzere Bearbeitungszeiten haben sich Arbeitserleichterungen ergeben. Der Umbau in der Kopierstelle im Rahmen des Arbeits-und Gesundheitsschutz hat sich bewährt. Immer mehr Mitarbeiter nutzen die Chance, Kopieraufträge über E-Mail zu verschicken. Hier war ein Zuwachs um 73 auf 209 Aufträge zu verzeichnen.

Baumanagement
Im Haushaltsjahr 2014 wurden durch das Baumanagement Baumittel in Höhe von ca. 21,5 Mio. Euro kassenwirksam umgesetzt. Hierbei hat das Baumanagement die Aufgaben der Projektleitung/Bauherrenvertretung und Projektsteuerung wahrgenommen sowie selbst Architekten-, Fachingenieur- und Bauleitungsleistungen in der Planung und Baudurchführung erbracht. An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass alle Aktivitäten nur durch ein außerordentliches Engagement der Mitarbeiter/innen möglich waren. Die Mittel wurden aus der bezirklichen Bauunterhaltung, aus Sonderprogrammen sowie aus Investitionen bereitgestellt. Die aus dem Schulanlagensanierungsprogramm 2014 bereitgestellten Gelder in Höhe von rund 4.690.000 Euro sind vollständig umgesetzt worden. Nachstehend aufgeführte Baumaßnahmen wurden in den jeweiligen Liegenschaften durchgeführt:

2. Lisztstr. 6, Karlshorster Schule, Energetische Sanierung des Schulgebäudes (Dach, Fenster, Fassade) I. Bauabschnitt, anteilige Finanzierung ca. 930.000 Euro Gesamtkosten: 3,2 Mio. Euro 3. Werneuchener Str. 15, Sanierung der Außenanlagen bzw. Schulhofflächen II. Bauabschnitt, Gesamtkosten: ca. 155.000 Euro 4. Einzelmaßnahmen in div. Schulen in Höhe von 7.000 Euro für Bodenbeläge u. schallakustische Maßnahmen, Gesamtkosten: ca. 350.000 Euro 5. Schulze-Boysen-Str. 12, Sanierung der Dachflächen sowie Erneuerung der Fensteranlagen und Instand-setzung der Fassade Anteilige Finanzierung: 550.000 Euro Gesamtkosten der Baumaßnahme: 1,2 Mio. Euro Fertigstellung der Baumaßnahme: Juli 2015

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6. Rathausstr. 8, Sanierung der Fassade Anteilige Finanzierung in Höhe von 395.000 Euro Gesamtkosten: 1.350.000 Euro 7. Harnackstr. 17, Energetische Sanierung des Schulgebäudes (Dach, Fenster, Fassade) Beginn der Baumaßnahme mit Erstellung der BPU sowie der Ausführungsplanung und Leistungsverzeichnisse Anteilige Finanzierung in Höhe von 134.000 Euro Gesamtkosten: 2,2 Mio. Euro Fertigstellung der Baumaßnahme: Ende 2015 8. Franz-Jacob-Str. 8, Energetische Sanierung vom Haus 2 (Dach, Fenster, Fassade) anteilige Finanzierung: ca. 620.000 Euro Gesamtkosten: 3,35 Mio. Euro 9. Dolgenseestr. 60, Haus A Grundinstandsetzung inkl. Energetische Sanierung des gesamten Gebäudes, Baubeginn: 6/2012 hier: anteilige Finanzierung in Höhe von rd. 645.000 Euro Gesamtkosten: 4.526.000 Euro Die Übergabe an den Nutzer erfolgte im Juli 2014

Stadtumbau Ost
1. Ahrenshooper Str. 5 – 7, Jugendfreizeiteinrichtung - Energetische Sanierung des Gebäudes (Dach, Fenster, Fassade inkl. außen liegenden Sonnenschutz und Herstellung des 2. Baulichen Rettungsweges) Gesamtkosten: ca. 842.000 Euro anteilige Finanzierung für 2014 in Höhe von 400.000 Euro Die Baumaßnahme wurde im Dezember 2014 an den Nutzer übergeben.

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2. Siegfriedstr. 29 - Neubau einer Jugendfreizeiteinrichtung - Baubeginn Juni 2014 Gesamtkosten: ca. 2 Mio. Euro Anteilige Finanzierung für das Jahr 2014: 810.000 Euro Fertigstellung der Maßnahme: Herbst 2015 3. Bernhard-Bästlein-Str. 24 - Rückbau des ehemaligen Sportfunktionsgebäudes Gesamtkosten: ca. 75.000 Euro Die Rückbaumaßnahme wurde im Dezember 2014 abgeschlossen. 4. Barther Str. 27 - Sanierung des Hallenteils der Sporthalle Gesamtkosten: 460.000 Euro Übergabe der Baumaßnahme an den Nutzer im November 2014

SSP Sport
Wartenberger Str. 123, Sportplatz - Energetische Sanierung des Sportfunktionsgebäudes III. Bauabschnitt Gesamtkosten: 562.000 Euro

5. Dolgenseestr. 60, ehemalige Musikschule - Rückbau der gesamten baulichen Anlage 1. Rate 2014 in Höhe von 200.000 Euro Fertigstellung der Maßnahme ca. Juni 2015 Gesamtkosten: 400.000 Euro 1. Scheffelstr. 21, Stadion 1. Mai, I. Bauabschnitt Teilsanierung Fenster u. Türen des Sportfunktionsgebäudes Gesamtkosten für den I. Bauabschnitt 92.000 Euro 6. Siegfriedstr. 208 bis 210, Sanierung des Schulgebäudes inkl. Erneuerung des Mensabereiches Gesamtkosten: ca. 2 Mio. Euro Finanzierung aus dem Stadtumbau Ost in Höhe von 1.580.000 Euro Die Übergabe der Baumaßnahme inkl. der Außenanlagen erfolgte im Juli 2014.

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Zukunftsinitiative Stadtteil, Teilprogramm Stadterneuerung
1. Rathausstr. 8, Schule am Rathaus - Sanierung der alten Fensteranlagen sowie Grundinstandsetzung der Turnhalle, Gesamtkosten: 1,8 Mio. Euro Restleistungen bei der Sanierung der Fensteranlagen erfolgen im Frühjahr 2015. Die Grundinstandsetzung der Turnhalle ist 2014 erfolgt. Die Übergabe an den Nutzer war im Dezember 2014.

2013

2014

Investive Baumaßnahmen
1. Wönnichstr. 7, Erneuerung der Fenster und der Fassade des Schulgebäudes Gesamtkosten: rd. 2 Mio. Euro Fertigstellung: 2015

3. Otto-Marquardt-Str.14 - Kastanienhofschule Der Schulneubau ist abgeschlossen. Die Übergabe an den Nutzer erfolgte am 19.8.2014, die dazugehörigen Freianlagen wurden mit dem 30.10.2014 fertig gestellt. Die Schule konnte das Schuljahr 2014/15 am neuen Standort beginnen.

2. Römerweg 30/32 - Neubau einer Doppelsporthalle Gesamtkosten: 4,5 Mio. Euro Für diese Baumaßnahme wurde bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung u. Umwelt ein Wettbewerb durchgeführt, der Ende 2014 abgeschlossen wurde. Zurzeit ist die Bauplanungsunterlage in Bearbeitung. Baubeginn: Mitte 2016 Fertigstellung: geplant im August 2017

Inklusion in Schulen
Erich-Kurz-Str. 6-10, Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule Umbau von Klassenräumen Gesamtkosten ca. 114.000 Euro Anteilig 60.000 Euro aus Sonderprogramm „Inklusion“

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Kitasanierungsprogramm
Gesamtkosten rd. 380.000 Euro für alle drei Standorte Dachsanierung: 1. Heckelberger Ring 1 - 3 2. Manetstr. 23 3. Karl-Vesper-Str. 11

Bauliche Unterhaltung
1. Oberseestr. 98, Haus der Gesundheit - Grundinstandsetzung der Fassade inkl. Dachsanierung und Fenstererneuerung II. Bauabschnitt: Gesamtkosten: ca. 200.000 Euro 2. Alfred-Kowalke-Str. 24 - Bürodienstgebäude - Vorbeugender Brandschutz Ertüchtigung des Brandschutzes in den Installationsschächten. Gesamtkosten: 208.000 Euro 3. Dolgenseestr. 60 - Fertigstellung der Turnhalle Gesamtkosten: rd. 2,35 Mio. Euro Fertigstellung: im Frühjahr 2014 Übergabe an den Nutzer: Juli 2014

bei baulichen Maßnahmen an folgenden Schulen beschlossen: •  Mildred-Harnack-Schule, Schulze-Boysen-Str. 20 Wettbewerbssumme: 8.050 € •  Karlshorster Grundschule, Lisztstr. 6 Wettbewerbssumme: 20.667 € •  Grundschule Dolgenseestr. 60, Haus A und B, Wettbewerbssumme: 45.450 € •  Johann-Gottfried-Herder Gymnasium, Haus B, Franz-Jacob-Str. 8 Wettbewerbssumme: 23.110 € Die Auslobungsunterlagen wurden, außer die für das Herder-Gymnasium, im Berichtsjahr versandt. Die Jurysitzung zum Wettbewerb Mildred-Harnack-Schule fand am 11.12.2014 statt und es wurde das Konzept von Anja Sonnenburg „YOLO“ zur Realisierung ausgewählt.

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Foto: Anja Sonnenburg

Amt für Bürgerdienste
Berlins Bürgerämter standen im Jahr 2014 besonders im Fokus der Öffentlichkeit. Schlagzeilen in den Tageszeitungen wie „Die Berliner Bürgerämter stehen vor dem Super-Gau“, „Berliner Bürgerämter vor dem Kollaps“ oder „Keine Termine mehr wegen Personalmangels“ spiegelten den Unmut der Kundinnen und Kunden wieder. Und tatsächlich hatten auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Lichtenberger Bürgerämtern mit einem enormen Ansturm von Besucherinnen und Besucher zu kämpfen. Kaum ein Tag, an dem nicht in einem Bürgeramt in Lichtenberg die Wartenummernvergabe vorzeitig eingestellt werden musste. Freie Termine gab es nur weit im Voraus. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Zum einen haben immer mehr Bezirke ihre Sprechstunden auf Terminsprechstunden umgestellt und damit eine unfreiwillige Wanderung der Kunden zu Bürgerämtern, die auch ohne Terminvergabe An-

4. Grevesmühlener Str. 43 - Erneuerung der kompletten Sanitäranlagen in der Jugendfreizeiteinrichtung Gesamtkosten: 72.000 Euro

Geschäftsstelle Kunst am Bau und im Stadtraum Anfang des Jahres wechselte die Federführung für Kunst am Bau und im Stadtraum in die Abteilung. Es wurden im Jahresverlauf drei Sitzungen (Januar, Juni, Oktober) der bezirklichen Kommission Kunst am Bau und im Stadtraum durchgeführt. Im Rahmen der Sitzungen wurde die Durchführung von nicht offenen Wettbewerben Kunst am Bau

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liegen bearbeiten, ausgelöst. Zum anderen betrug der Anteil der tatsächlich in den Lichtenberger Bürgerämtern anwesenden Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern aufgrund von Urlaub und Krankheit lediglich 60 Prozent. Eine Arbeitsgruppe der Senatsverwaltung für Finanzen mit Verantwortlichen der Bezirke hat sich zum Ende 2014 auf eine Regelung geeinigt, die es den Bürgerämtern ermöglicht, befristet mehr Stellen zu besetzen. Ständige Beratungsrunde der zuständigen Stadträte und Arbeitsgruppen der Amtsleiter verständigten sich parallel auf organisatorische Regelungen und qualitative Ziele, um dem Anspruch der Bürgerämter wieder gerecht zu werden. Mit der Wiedereinführung der Zweckentfremdung in Berlin im Mai 2014 darf Wohnraum nur mit Genehmigung des Wohnungsamtes zweckentfremdet, also für andere Zwecke (z. B. als Ferienwohnung oder Gewerberaum) genutzt werden. Hierfür wurden den Bezirken neue Stellen zur Verfügung gestellt. In Lichtenberg konnte eine Mitarbeiterin eingesetzt werden, die bereits aus früheren Jahren Erfahrungen für diese Tätigkeit mitbringt. Die nochmals gegenüber 2013 deutlich gestiegenen Geburtenzahlen in Lichtenberg im Jahr 2014 konnten im Standesamt nur bewältigt werden, da es gelungen ist, eine freie Stelle nunmehr nach zu besetzen. Erfreulich ist auch, dass die Zahl der Trauungen und Verpartnerungen durch ein vergrößertes Angebot wieder gesteigert werden konnte.

wurde die wöchentliche Sprechzeit daher für alle stationären Bürgerämter ab September auf 36 Stunden erweitert und die Samstagsprechstunde eingestellt. Gleichzeitig nahm im Bürgeramt 4 (AltHohenschönhausen) eine Terminsprechstunde den Probebetrieb auf. Um die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stärken, wurde das im Vorjahr bereits erfolgreich in zwei Bürgerämtern durchgeführte Seminar zur gesundheitsorientierten Teamentwicklung im Bürgeramt 3 (Friedrichsfelde) fortgesetzt. Neben der Teambildung ging es vor allem darum, wie man den Arbeitsalltag gesünder gestalten kann. Dazu gab die Dozentin Tipps und Tricks, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern interessiert aufgenommen wurden. Mehr Zuspruch als im vergangenen Jahr erfuhr die Gehörlosensprechstunde im Bürgeramt 2 (Lichtenberg). Gehörlose Bürgerinnen und Bürger haben hier jeden 2. Dienstag im Monat die Möglichkeit, von 16 bis 18 Uhr mittels eines Gebärdensprachdolmetschers die Leistungen des Bürgeramtes Lichtenberg in Anspruch zu nehmen. Ungebetenen Besuch bekam das Bürgeramt 1 (Neu-Hohenschönhausen) im November und Dezember von Einbrechern. Zum Glück entstand dabei „nur“ ein Schaden an verschiedenen Türen; die bereits fertiggestellten Personaldokumente und Blankodokumente waren und sind sicher im Panzerschrank verstaut. Im vergangenen Jahr haben 332.764 Bürgerinnen und Bürger ein Lichtenberger Bürgeramt aufgesucht. Das waren 44.440 mehr als im vergangenen Jahr. Dabei war die Nachfrage nach Terminen so groß, dass längst nicht alle Kundenwünsche erfüllt werden konnten. Vorsprachen Bürgeramt 1 Neu-Hohenschönhausen	 Bürgeramt 2 Lichtenberg	 Bürgeramt 3 Friedrichsfelde	 Bürgeramt 4 Alt-Hohenschönhausen	 Mobiles Bürgeramt 	 Anzahl 102.044 	 89.645 	 75.922 	 54.485 	 10.668 	 dav. mit Termin 18.947 14.810 16.615 14.389 ---

Fachbereich Bürgerämter
Da sich die Anzahl der vorsprechenden Bürgerinnen und Bürger in den Lichtenberger Bürgerämtern in diesem Jahr deutlich erhöht hat, konnten nicht alle Anliegen bearbeitet werden. Die vorhandenen Kapazitäten reichten nicht, um alle Kundenwünsche zu erfüllen. Um die Lage sowohl für das Publikum als auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu entspannen, hat sich Anfang des Jahres eine Arbeitsgruppe mit den Sprechzeiten der Bürgerämter befasst. In der Arbeitsgruppe waren neben Leitungskräften auch Mitarbeiterinnen aller Bürgerämter vertreten. Als erste kurzfristige Maßnahme wurden zusätzliche Termine vor- und nach der regulären Sprechzeit eingerichtet. Aufgrund der Freiwilligkeit führte diese Maßnahme nur bedingt zum Erfolg. Um eine Einheitlichkeit herzustellen,

Am 11. Juni 2014 wurde im Bürgeramt 1 (Neu-Hohenschönhausen) die 4-millionste Besucherin seit Bestehen der Lichtenberger Bürgerämter durch

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orenheimen und – einrichtungen, Stadtteilzentren oder auch Firmen wie Coca Cola und der Elpro AG mit großem Erfolg an. Dazu kamen zahlreiche Hausbesuche bei Bürgerinnen und Bürgern, für die aus gesundheitlichen Gründen ein Besuch der stationären Bürgerämter nicht mehr möglich ist. Im vergangenen Jahr wurden 131 Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen das Melde- und Ausweisrecht eingeleitet. Davon wurden 68 Verfahren mit einer Bußgeldzahlung abgeschlossen, in 25 Fällen konnte ein Verwarnungsgeld ausgesprochen werden. Weitere 41 Verfahren wurden eingestellt. Insgesamt wurden Bußgelder in Höhe von 22.650,59 EUR verhängt.

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Bezirksstadtrat Dr. Prüfer und dem Leiter des Amtes, Axel Hunger, begrüßt. Gleichzeitig dankte Dr. Prüfer den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Arbeit am „Schaufenster“ der Bezirksverwaltung. Wie in den vergangenen Jahren gehören zu den am meisten nachgefragten Dienstleistungen in den Bürgerämtern die An- und Ummeldungen von Wohnungen, die Beantragung neuer Personaldokumente sowie die Ausstellung bzw. Verlängerung von Berlin-Pässen. ausgewählte Dienstleistungen Beglaubigungen v. Kopien undUnterschriften	 Anträge auf Erteilung, Verlängerung oder Umtausch der Fahrerlaubnis	 An-, Ab- und Ummeldungen von Wohnungen	 Beantragte Reisepässe 	 Beantragte Personalausweise 	 Beantragte Führungszeugnisse 	 Ausgestellte/Verlängerte BerlinPässe 	 2013 13.075 	 6.919 	 41.794 	 12.699 	 28.546 	 13.555 	 38.736 	 2014 17.721 9.570 51.862 16.719 39.218 16.543 40.928

Wohnungsamt
Im Jahr 2014 haben alle Mitarbeiterinnen des Wohnungsamtes an der 2-tägigen Fortbildung zur gesundheitsorientierten Teamentwicklung teilgenommen. Im Rahmen dieser Fortbildung wurden verschiedene Situationen des Arbeitslebens angesprochen. So haben die Mitarbeiterinnen mehrere Empfehlungen bekommen, wie man mit bestimmten Situationen am Arbeitsplatz umgeht und was man unternehmen kann, um die eigene Gesundheit zu stärken und zu verbessern. Die Fortbildung ist sehr gut bei allen Mitarbeiterinnen angekommen und die Empfehlungen wurden in die Praxis umgesetzt. Eine wesentliche Veränderung war die Wiederbelebung der Zweckentfremdung ab 01.05.2014. Mit dem neuen Gesetz soll die Problematik der Ferienwohnungen in Berlin gelöst werden. Jedoch lässt sich erst nach einigen Jahren feststellen, ob die Verabschiedung dieses Gesetzes dem Land Berlin einen Nutzen gebracht hat. Mit 65 zur Anzeige gebrachten Ferienwohnungen liegt der Bezirk Lichtenberg im berlinweiten Vergleich an letzter Stelle. Bei der Genehmigung wegen zweckfremder Nutzung (hier: Leerstand) liegt der Bezirk mit 120 eingegangenen Anträgen berlinweit im Mittelfeld. Die Zahl der Wohnberechtigungsanträge hielt sich auch im Jahr 2014 auf einem sehr hohen Niveau. Wurden im Vorjahr 3.535 Wohnberechtigungsscheine erteilt, so sank die Anzahl in diesem Jahr auf 3.440. Die Bearbeitungszeit der Wohngeld- und Wohnberechtigungsscheinanträge ist im Laufe des Jahres konstant geblieben und liegt aktuell bei 7 bis 8 Wochen.

Aufgrund der hohen Einsatzbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Bürgerämtern, dem verbesserten Kundenmanagement sowie der Verlängerung der Sprechzeiten ist es gelungen, die Anzahl der insgesamt bearbeiteten Dienstleistungen um über 16 Prozent zu steigern. Das mobile Bürgeramt war auch im Jahr 2014 an zahlreichen Orten im Bezirk im Einsatz. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter boten ihre Dienstleistungen neben den bereits etablierten Standorten wie dem JobCenter und der Bibliothek am Anton-Saefkow-Platz auch in verschiedenen Seni-

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per 31.12. bearbeitete Wohngeldanträge 	 dav. Erstanträge 	 dav. Wiederholungsantr. 	 dav. Erhöhungsanträge 	 Anzahl der Wohngeldempfänger 	 durchschnittliches monatliches Wohngeld 	

2013 6.926 	 1.983 	 4.456 	 487 	 2.908 	 88,09 € 	

2014 6.306 1.853 4.054 399 2.076 85,91 €

Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien haben seit 2011 einen verbesserten Anspruch auf Bildung und aufs Mitmachen. Dabei ist das Amt für Bürgerdienste zuständig für den Personenkreis der Empfänger/innen von Wohngeld und eines Kinderzuschlages nach § 6a Bundeskindergeldgesetz. Sie können Leistungen für das gemeinsame Mittagessen in der Schule oder Kita, für den persönlichen Schulbedarf und die erforderlichen Fahrtkosten für den Schulweg geltend gemacht werden. Sofern die Kinder und Jugendlichen für ihr Lernziel eine Förderung außerhalb der Schule benötigen, profitieren sie ebenfalls von den Leistungen aus dem Bildungspaket. Außerdem können sie im Sportverein, in der Musikschule oder bei kulturellen Aktivitäten mitmachen und an Ausflügen der Schule oder der Kita dabei sein. Art der Leistungen Anzahl Anzahl 2014 2013 eintägige Kita-Ausflüge 	 125 	 103 mehrtägige Kita-Fahrten 	 13 	 15 eintägige Klassenausflüge 	 573 	 526 mehrtägige Klassenfahrten 	 256 	 255 Lernförderung 	 330 	 289 Mittagessen Kita 	 133 	 106 Mittagessen Schule 	 593 	 559 Schulbedarf 	 963 	 821 Schülerbeförderung 	 198 	 227 Teilhabeleistung 	 445 	 342

Feldes statt. Bereits im Januar wurde hierfür mit der Akquise der Wahllokale und Wahlhelfenden begonnen. Für die Erstellung und Ausgabe der Briefwahlunterlagen konnten elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeitlich befristet eingestellt werden. Insgesamt wurden 23.112 Briefwahlunterlagen ausgestellt. Die Wählerinnen und Wähler konnten diese per Post an das Bezirkswahlamt senden oder in einem der beiden Briefwahllokale in der Normannenstraße im Ortsteil Lichtenberg oder in der Egon-Erwin-Kisch-Straße 106 im Ortsteil Neu-Hohenschönhausen ihre Stimmzettel kennzeichnen. Anzahl Wahl-/Abstimmungsberechtigte	 Wähler / Abstimmungsteilnehmer insgesamt	 darunter mit Wahl-/ Abstimmungsschein	 Europa- Volkswahl entschd. 206.219 	 205.284 76.779 	 20.697 	 55.764 19.199

Über 1.400 Wahlhelfende sorgten in 125 Wahllokalen und 31 Briefwahllokalen für einen reibungslosen Ablauf der Wahl.

Fachbereich Staatsangehörigkeitsangelegenheiten / Einbürgerungen
Die im Jahr 2013 noch massiv gestiegene Zahl der Antragstellungen (um ca. 34 %) ist im Jahr 2014 wieder auf das Niveau der Jahre 2011/2012 zurückgegangen. Die Zahl der vollzogenen Einbürgerungen stieg jedoch gegenüber dem Vorjahr um ca. 10 % und bewegte sich weiterhin auf hohem Niveau. Dies ist vor allem auf die hohen Antragszahlen im Jahr 2013 zurückzuführen. Anzahl der Anträge Einbürgerungen 	 davon Frauen 	 davon Männer 	 Staatsangehörigkeitsausweise 	 Negativbescheinigungen 	 Anzahl bearbeitete Anträge Einbürgerungen 	 davon Frauen 	 davon Männer 	 Staatsangehörigkeitsausweise 	 Amtsermittlungen 	 Negativbescheinigungen 	 2013 461 	 258 	 203 	 23 	 57 	 2013 300 	 152 	 148 	 16 	 8	 59 	 2014 363 177 186 20 43 2014 335 181 154 13 10 44

Die Zahl der Antragstellungen ist gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig. So wurden insgesamt 116.173,63 EUR für Leistungen aus dem Bildungsund Teilhabepaket ausgegeben, rund 11.000 EUR weniger als 2013.

Wahlamt
Am 25. Mai 2014 fanden die Europawahl sowie der Volksentscheid über den Erhalt des Tempelhofer

104

Die Anträge von 16 Personen (7 Antragstellerinnen, 9 Antragsteller) mussten abgelehnt werden. Dies entspricht einer Quote von 4,4 % der Antragseingänge (Vorjahr: 2 %). 14 Personen (8 Einbürgerungsbewerberinnen und 6 Einbürgerungsbewerber) haben ihre Anträge nach rechtlicher Beratung zurückgenommen. Das sind ca. 3,85 % der gestellten Anträge (Vorjahr: 2,6 %). Somit konnten 8,25 % der Verfahren nicht positiv abgeschlossen werden (Vorjahr: 4,8 %). Bei der Zahl der antragstellenden Personen überwiegt der Anteil der Männer leicht (ca. 49 % Frauen – ca. 51 % Männer). Im Hinblick auf die Zahlen der tatsächlich eingebürgerten Personen lässt sich hingegen feststellen, dass der Anteil der eingebürgerten Frauen höher ist als der der Männer. Auf Grund der ab dem Jahr 2014 neu abgeschlossenen Rahmen-Zielvereinbarung fanden im Kalenderjahr 2014 keine Überprüfungen zur qualitativen Kontrolle mehr statt. Ausblick: Da sich die Antragszahlen weiter auf dem Niveau des Jahres 2013 bewegen, ist mit einem wahrscheinlich gleich bleibenden Antragsaufkommen im Jahr 2015 zu rechnen. Durch eine personelle Verstärkung im Fachbereich konnte das im Jahr 2013 massiv gestiegene Antragsaufkommen bewältigt und ein Großteil der Anträge aus dem Jahr 2013 abschließend bearbeitet werden.

bei den Jungen lagen Alexander, Maximilian und Leon an der Spitze. 1.918 Kinder erhielten einen und 1.412 Kinder zwei Vornamen. Mit dem 19.08.2013 wurde das elektronische Personenstandsregister in den Berliner Standesämtern eingeführt. Das war und ist mit erheblichen Beeinträchtigungen des Dienstbetriebes aufgrund technischer Probleme verbunden. Auch im Jahr 2014 kam es zu Ausfällen des Programms und somit zu Verzögerungen in der Beurkundungstätigkeit. Trotzdem ist es gelungen, die Transferierung der auf Papier geführten Personenstandsfälle zusätzlich zu den täglichen Aufgaben in das elektronische Register abzuschließen. Die Transferierung betrafen 4.992 Register aus 2009, 5.147 Register aus 2010, 5.508 Register aus 2011, 6.173 Register aus 2012 und 4.123 Register aus 2013 (19.08.)

4

2014 wurden folgende Register nacherfasst: Eheregister	 228 Geburtenregister	 561 Sterberegister	 12 Lebenspartnerschaftsregister	 21
Die bis zum 31.12.2008 geführten Personenstandsbücher besitzen Bestandsschutz und müssen nacherfasst werden, was mit einem sehr großen Zeitraufwand verbunden ist. Der Personenstandseintrag und jede Folgebeurkundung müssen gesondert in einzelnen Arbeitsschritten in die Fachverfahrenssoftware manuell eingepflegt und signiert werden. Seit dem 01.10.2014 werden die Bestattungsgenehmigungen für alle im Bereich des Standesamtes Lichtenberg von Berlin eingetretenen Sterbefälle durch das Standesamt ausgestellt. Diese Aufgabe wurde von den Bürgerämtern in das Standesamt verlagert. Da die technischen Voraussetzungen

Fachbereich Standesamt
Im Jahr 2014 fanden insgesamt 622 Eheschließungen statt und es wurden 36 Lebenspartnerschaften registriert. Das Rathaus (206 Eheschließungen, 5 Lebenspartner-schaften) und das Schloss Friedrichsfelde (39 Eheschließungen, 2 Lebenspartnerschaften) sind nach wie vor beliebte Eheschließungsorte. Das Eheschließungszimmer in der Egon-Erwin-Kisch-Str. 106 wurde für 377 Eheschließungen und 29 Lebenspartnerschaften genutzt. An sieben Samstags-Diensten fanden 27 Eheschließungen im Rathaus und 10 Eheschließungen sowie 1 Lebenspartnerschaft im Schloss statt. Über Jahre ist in Lichtenberg wieder ein Anstieg der Geburten zu verzeichnen. Im Jahr 2014 stieg die Zahl auf 3.544; das sind 272 Geburten mehr als im Vorjahr. Zu den beliebtesten Vornamen bei den Mädchen gehörten Sophie, Marie und Charlotte,

Anzahl Beurkundungen Eheschließungen 	 Lebenspartnerschaften 	 Geburten 	 Sterbefälle 	 Besondere Beurkundungen 	

2013 496 	 23 	 3.272 	 2.305 	 981 	

2014 622 36 3.544 2.368 1057

nicht termingerecht geschaffen wurden, führte die Ausstellung der Bestattungsgenehmigungen zu erheblichen Verzögerungen in der Beurkundungstätigkeit. Die Einführung von Office 2013 und ein zum 01.11.2014 eingespieltes Update in der Fachsoftware AutiSta, welches grundlegende Veränderungen in der Arbeitsweise beinhaltet, führten ebenfalls zu Rückständen in der Bearbeitung sämtlicher Personenstandsregister.

105

4

Die Übernahme der Testamentskartei durch die Bundesnotarkammer erfolgt erst zum 07.04.2015, so dass auch im gesamten Jahr 2014 die mit der

Führung der Testamentskartei stehenden Aufgaben erfüllt wurden.

Amt für regionalisierte Ordnungsaufgaben
Die Aufgaben des Amtes für regionalisierte Ordnungsaufgaben bestehen u. a. in der Unterbringung der Fund-, Verwahr- und Beobachtungstiere sowie in der Beseitigung von Fahrzeugen ohne gültige amtliche Kennzeichen, sowie Abfallfahrzeugen, die eine Gefahr für die Umwelt darstellen. Im Haushaltsjahr 2014 wurde der planmäßige Ansatz von 1.374.000 Euro vom Amt für regionalisierte Ordnungsaufgaben durch Einnahmen von 1.354.560,27 Euro fast in vollem Umfang erreicht. Im Bereich der Fahrzeugbeseitigung wurden im Haushaltsjahr 2014 von 18.857 Anzeigen insgesamt 3.085 Aufträge zur Fahrzeugbeseitigung erteilt. Hiervon befanden sich 147 Fahrzeuge im Zustand eines Abfallfahrzeugs. Der Transport, die Verwahrung und ggf. die Demontage von Fahrzeugen erfolgte aufgrund von Verträgen mit verschiedenen Abschleppunternehmen. Für die Bezahlung dieser Verträge wurde im Haushaltsjahr 2014 eine Gesamtsumme von insgesamt 353.830,81 Euro aufgewendet. Wie schon in den vorherigen Haushaltsjahren trugen im besonderen Maße die Erlöse aus den Versteigerungen von Kraftfahrzeugen zum guten Einnahmeergebnis des RegOrd bei. Von den 1.416 nach dem Berliner Straßengesetz (Beseitigung von entstempelten Fahrzeugen) angebotenen Kraftfahrzeugen wurden in 4 Versteigerungen 1.354 Fahrzeuge versteigert. Es konnte ein Gesamterlös von 670.490 Euro erzielt werden. Davon blieben nach Abzug aller Forderungen, einschließlich offener Bußgelder, Kosten und offener Forderungen anderer Behörden Berlins (Finanzämter, Polizei, Zulassungsstelle), Einnahmen in Höhe von 328.426,28 Euro übrig. Diese Einnahmen werden für 3 Jahre hinterlegt und können in dieser Zeit von den ehemaligen Eigentümern abgefordert werden. Nach Ablauf der Frist verfallen die Erlöse an die Landeskasse. Bei allen im Haushaltsjahr 2014 durchgeführten Fahrzeugversteigerungen konnte ein durch-

schnittlicher Versteigerungserlös pro Fahrzeug in Höhe von 495,19 Euro erzielt werden.

106

Fahrzeugversteigerungen

	 angebotene Fahrzeuge	 versteigerte Fahrzeuge	 Erlös	 durchschnittlicher Versteigerungserlös 	
Fahrzeugbeseitigungen

1. Quartal	 342	 342	 211.830 €	 619 €	

2. Quartal	 397	 336	 156.480 €	 466 €	

3. Quartal	 377	 376	 171.130 €	 455 €	

4. Quartal	 300	 300	 131.050 €	 437 €	

Gesamt 1.416 1.354 670.490 € 495 €

4

	 Anzeigen	 Aufträge zur Fahrzeugbeseitigung 	 beseitigte Fahrzeuge BerlStrG	 beseitigte Fahrzeuge KrWG	

1. Quartal	 5.187	 758	 724	 34	

2. Quartal	 4.798	 786	 749	 37	

3. Quartal	 4.664	 842	 802	 40	

4. Quartal	 4.208	 699	 663	 36	

Gesamt 18.857 3.085 2.938 147

tergebracht. Unter den 3.547 Tieren befanden sich 1.397 Hunde, 1.554 Katzen und 596 sonstige Tiere. Die Unterbringung der Fund-, Verwahr- und Beobachtungstiere erfolgt aufgrund eines Vertrages mit dem Tierschutzverein für Berlin und Brandenburg e.V. Für das Haushaltsjahr 2014 mussten daher, zur Bezahlung dieses Vertrages, Mittel in Höhe von 395.306,69 Euro aufgewendet werden.

Weiterhin konnten im Bereich der Fahrzeugbeseitigung für die Erhebung von Geldbußen 623.592,49 Euro und für den Ersatz von Ausgaben Beträge in Höhe von 272.329,79 Euro vereinnahmt werden. Um diese Einnahmen in 2014 erzielen zu können, wurden durch die Sachbearbeiter des Fachbereiches der Fahrzeugbeseitigung 1.996 Bußgeldbescheide und 2.265 Leistungsbescheide erlassen. Im Fachbereich des Hunde- und Katzenfangs wurden Einnahmen aus Gebühren für den Transport und die Unterbringung von Tieren in Höhe von 128.065,89 Euro erwirtschaftet. Im Haushaltsjahr 2014 konnten bei 2.437 Einsätzen insgesamt 3.547 Tiere transportiert werden. Diese Fund-, Verwahr- und Beobachtungstiere wurden alle in der Tiersammelstelle des Tierschutzvereins für Berlin und Brandenburg e.V. (TVB) un-

107

4

Hunde- und Katzenfang

Anzahl	 Einsätze	 eingebrachte Tiere	 eingebrachte Hunde	 eingebrachte Katzen	 sonstige eingebr. Tiere	

1. Quartal	 529	 734	 334	 292	 108	

2. Quartal	 615	 1.041	 354	 431	 256	

3. Quartal	 714	 986	 379	 483	 124	

4. Quartal	 579	 786	 330	 348	 108	

Gesamt 2.437 3.547 1.397 1.554 596

Im Bereich der ordnungsmäßigen Straßenreinigung sind im Haushaltsjahr 2014 unter anderem 2.320 Anträge eingegangen, die sich wie folgt aufschlüsseln:

Anzahl Anträge	 Antr. auf Befreiungen (§§ 4 Abs. 5; 5 Abs.3 und 6 Abs. 2)	 Anträge auf Änderung des Straßenreinigungsverzeichnisses	 Anträge zur Klärung der Anliegereigenschaft	 Gesamt:	

1. Quartal	

2. Quartal	

3. Quartal	

4. Quartal

277	 103	 83	 463	

308	 156	 44	 508	

431	 226	 20	 677	

461 117 94 672

Die Bearbeitung der Eingänge im Bereich der ordnungsmäßigen Straßenreinigung brachte im Haushaltsjahr 2014 folgendes Ergebnis:

108

Ordnungsmäßige Straßenreinigung - Anzahl der Bescheide

Anzahl Bescheide	 Befreiungen	 Anzahl Anträge	 Ablehnungen	 Widerrufe	 Heranziehungen	 Klärung Anliegereigenschaft	 Widersprüche	 Gesamt:	

1. Quartal	 226	 1. Quartal	 11	 6	 25	 83	 62	 413	

2. Quartal	 299	 2. Quartal	 10	 21	 24	 49	 126	 529	

3. Quartal	 345	 3. Quartal	 14	 34	 57	 21	 161	 632	

4. Quartal 377 4. Quartal 26 37 37 89 92 658

4

Ordnungsamt
Das Ordnungsamt verzeichnete 2014 im Bereich der Haushaltwirtschaft Mehreinnahmen von ca. 25,2 % bei Minderausgaben (A-Teil) von rund 8 % (jeweils zum Soll 2014). Der Personalbestand des Außendienstes des Ordnungsamtes stabilisierte sich im Vergleich zur relativ großen Fluktuation in den Vorjahren deutlich.

und Projekten mitgewirkt und zu mehr Transparenz von Verwaltungshandeln beitragen. Im Bereich der Verwaltungsmodernisierung Berlin bleibt das Amt unverändert in mehreren Projekten/AG aktiv, um seinen Beitrag zur Entwicklung der bezirklichen Ordnungsämter leisten. Zentrale Anlauf- und Beratungsstelle (ZAB) Von Jahr zu Jahr erhöht sich die Anzahl der in der ZAB eingehenden Hinweise und Beschwerden. Die ZAB hat sich als feste und erste Anlaufstelle für die Bürger etabliert. So gingen 2014 mit 16.963 registrierten Vorgängen die bisher höchste Anzahl von Anfragen und Hinweisen von Bürgern, Firmen und Institutionen in der ZAB ein. Es gab verstärkt Hinweise zu verkehrswidrigem Verhalten, aber auch eine große Anzahl von Hinweisen und Anregungen zu verkehrslenkenden- und gestaltenden Maßnahmen in Zuständigkeit der Straßenverkehrsbehörde. 2014 wurde das Angebot des Internetportals Maerker stärker genutzt. So gingen 2014 536 Hinweise über das Maerkerportal ein (2012: 300; 2013: 400 Hinweise).

Projekt- und Gremienarbeit Das Ordnungsamt hat auch 2014 regelmäßig in Kiezbeiräten, Bürgervereinen etc. an Beratungen
Anteil der wesentlichsten Sachverhalte am Beschwerdeaufkommen

Sachgebiet/ Jahr	 Beschwerden ges.	 dar. Abfall	 Grünanlagen	 Hunde	 Lärm	 Straßenaufsicht	 Verkehr	 Winterdienst	 Straßenverkehrsbeh.	 Sonstiges	 dar. Anfragen allg.	

2009	 12.317	 4.384	 85	 159	 1.108	 581	 2.384	 190	 -	 1.497	 3.468	

2010	 15.069	 2.683	 102	 164	 1.160	 715	 3.529	 1.622	 -	 1.179	 3.482	

2011	 14.548	 2.679	 106	 157	 1.360	 794	 4.456	 184	 -	 1.615	 2.854	

2012	 14.663	 2.106	 145	 149	 1.303	 1.500	 4.415	 199	 698	 1.586	 2.120	

2013	 15.558	 1.849	 167	 139	 1.388	 686	 6.515	 195	 1.120	 1.515	 1.538	

2014 16.991 1.519 187 122 1.372 576 8.609 146 1.138 2.811 1.266

109

4

Lebensmittelaufsicht Ein Schwerpunkt im Bereich der Lebensmittelaufsicht ist die Vorbereitung der Einführung einer mobilen Datenerfassung. Neben einem zeitgemäßen Behördenauftritt in der Öffentlichkeit steht die Arbeitserleichterung für die Außendienstmitarbeiter im Vordergrund. Im Mai 2014 wurde durch einen Gerichtsbeschluss zu einer Klage eines Lebensmittel-Discounters das Smiley- Projekt untersagt. Leider musste der Bereich Lebensmittelaufsicht starke krankheitsbedingte Ausfälle kompensieren, z.T. dem relativ hohen Durchschnittsalter (71% der Lebensmittelkontrolleure sind >50 Jahre alt) und dem fast ganzjährigen Ausfall einer Lebensmittelkontrolleurin geschuldet.
Zusammengefasste Ergebnisse der Lebensmittelaufsicht: 

Anzahl	 Kontrollen	 Anzahl Anträge	 Planproben/Verdachtsproben	 Kundenbeschwerden	 Gebührenpflichtige Verwarnungen	 OWiG-Verfahren	 Abgabe an Amtsanwaltschaft (§ 41 OWiG)	 Abgabe an andere Behörden (§ 37 OWiG)	

2012	 4036	 1. Quartal	 1417	 61	 137	 103	 118	 85	

2013	 3460 	 2. Quartal	 1460 	 26 	 48 	 68 	 81 	 63 	

2014	 3269	 3. Quartal	 1394	 64	 56	 58	 51	 73	

Veränd. in % -5,52  4. Quartal -4,52  +146,15  +16,67 -14,71  -37,03  +15,87 

Veterinäraufsicht Die Naturschutzstation Malchow und der Tierpark Berlin wurden im Rahmen des bundesweit angelegten Monitorings der Rindertuberkulose äußerst aufwendig überprüft. Der Grund für diese Überprüfung waren unklare Tuberkuloseausbrüche in Bayern und Niedersachsen. Außerdem ist das Land Berlin (und damit auch der Bezirk Lichtenberg) in das Antragsverfahren zur Anerkennung der BHV1 (Bovines Herpesvirus 1) Freiheit eingetreten. In Lichtenberg sind bis zum heutigen Zeitpunkt keine Reagenten bekannt.
Zusammengefasste Ergebnisse der Veterinäraufsicht:

Alle Rinder haltenden Betriebe werden umfangreich beprobt. Durch die Erweiterung des § 11 des Tierschutzgesetzes wird die Überwachung auf tiervermittelnde und in das Inland verbringende Tierschutzorganisationen und Hundetrainer erweitert. Die flächendeckende Beprobung aller gefallenen Füchse bestätigte die Tollwutfreiheit für den Bezirk Lichtenberg. Die Fledermauspopulation war in Jahr 2014 epidemiologisch völlig unauffällig. Leider musste auch der Bereich Veterinäraufsicht Personalausfälle ausgleichen. Von 4 VZÄ standen dem Bereich nur 3 VZÄ zur Verfügung. 2013	 2014	 3. Quartal	 74	 35	 8	 480	 16	 402	 140	 40	 75	 Veränd. in % 4. Quartal -2,63  -18,60  +60,00  +2,13  -27,27  +2,29  +7,69  -23,07 -16,66

Anzahl	 Zahl der Bissvorfälle Anzahl Anträge	 mit Hunden	 verletzte Personen	 zu regulierende Tierausstellungen	 tierseuchenrechtliche Untersuchungen	 Bescheinigungen im Reiseverkehr	 Kontrollen von Tierhaltungen	 Tierschutzanzeigen	 Kontrollen Tierheim/ amtl. Tiersammelstelle	 Kontrollen Tierpark	

2012	 1. Quartal	 89	 52	 10	 486	 18	 522	 102	 59	 140	

2. Quartal	 76 	 43 	 5 	 470 	 22 	 393 	 130 	 52	 90	

110

Wirtschaftsordnung / Gewerbeentwicklung Seit nunmehr 12 Jahren ist ein stetiger Zuwachs an Gewerbebetrieben zu verzeichnen. Der Bestand hat sich um 5.950 Betriebe und damit um 43 % auf 19.789 Betriebe erhöht. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Zuwachs von 496 Betrieben. In 2014 wurden von 2.813 erstatteten Gewerbeanmeldungen 634 bestandswirksam, das sind 22,5 %. Von den Anmeldungen deutscher Unternehmen wurden 13,6 % bestandswirksam, wobei bei den Unternehmen mit Inhabern nichtdeutscher Herkunft 38,7 % bestandswirksam wurden. Mehr als die Hälfte der 634 neugründeten Betriebe (- 60,1 %), resultiert aus der Gewerbeanmeldung von Ausländern.
Entwicklung Gewerbebetriebe absolut 2002- 2014

3.487 Unternehmen haben ausländische Inhaber, anteilig aus folgenden Haupt-Herkunftsländern (73,4 %): Polen 		 Vietnam 	 Bulgarien 	 Rumänien 	 Lettland 	 Türkei 		 651 	 492 	 480	 366	 275	 266	 - 18,9%, - 14,3% - 13,9% - 10,6% - 8,0% - 7,7%.

4

Zu 90 - 95% handelt es sich dabei um Einzelunternehmen.

Jahr 2002	 2003	 2004	 2005	 2006	 2007	 2008	 2009	 2010	 2011	 2012	 2013	 2014	

Gewerbetreibende gesamt Deutsche Ausländer 13.839	 14.104	 14.986	 15.348	 15.846	 16.577	 16.803	 17.348	 18.008	 18.422	 18.637	 19.155	 19.789	 13078	 13.307	 13.946	 13.764	 14.159	 14.598	 14.845	 15.091	 15.453	 15.708	 15.889	 16.054	 16.302	 761	 797	 1.040	 1.584	 1.705	 1.979	 1.958	 2.257	 2.555	 2.714	 2.748	 3.101	 3.487	

ges. % 5,5	 5,6	 6,9	 10,3	 10,7	 11,9	 11,6	 13,0	 14,2	 14,7	 14,7	 16,2	 17,6	

gesamt -65	 265	 882	 362	 516	 713	 226	 545	 660	 414	 221	 518	 634	

Nettozuwachs Deutsche Ausländer -120	 229	 639	 -182	 395	 439	 247	 246	 362	 255	 181	 165	 248	 55 36	 243	 544	 121	 274	 -21 299	 298	 159	 34	 353	 386	

% 13,6 27,5 150,2 23,4 38,4 54,9 45,1 38,4 15,4 68,1 60,1

Das Verfahren zur Gewerbeanmeldung wird zunehmend über den elektronischen Weg des „Einheitlichen Ansprechpartners – EA“ vorgenommen. Der Anteil der über den EA eingereichten Vorgänge hat sich bei jährlich ca. 4.900 Gewerbemeldungen (Summe der An-, Um- und Abmeldungen) wie folgt entwickelt: 2012: 40 Meldungen	 0,8 % 2013: 201 Meldungen 	 4,1% 2014: 507 Meldungen	 10,2 % Straßenverkehrsbehörde / nichttechnische Sondernutzung Die bezirkliche Straßenverkehrsbehörde war auch 2014 vielfach gefragt, um Fragen im Rahmen des Bürgerhaushaltes, aus der Politik und von LichtenbergerInnen aus allen Stadtteilen zu beantworten.

Gefahrenabwehr a) allgemein Insgesamt wurden im Ordnungsamt 2.643 Ordnungswidrigkeiten- und Verwaltungsverfahren eingeleitet. Neben der Überwachung der Sauberkeit und Ordnung im öffentlichen Raum und der Bekämpfung des Haus- und Nachbarschaftslärms stand auch die Einhaltung der Bestimmungen des Berliner Straßengesetzes im Mittelpunkt. Hierbei galt es weiterhin die unerlaubte Sondernutzung des öffentlichen Straßenlandes (beispielsweise durch illegal aufgestellte Altkleidersammelbehälter, illegales Herausstellen von Waren oder Werbetafeln, illegales Errichten von Schankvorgärten, illegal abgestellte Werbeanhänger, illegale Plakatierung) und die damit einhergehende Beeinträchtigung der Allgmeinheit zu unterbinden. Zwar zeigten die bisherigen Maßnahmen bereits Wirkungen, dennoch wird dieses Themenfeld auch weiterhin

111

4

eine wichtige Rolle im Tätigkeitsbereich des Ordnungsamtes spielen. b) Gewerberestriktionen In 2014 mussten 548 Ordnungswidrigkeiten- und Verwaltungsverfahren gegen Gewerbetreibende eingeleitet werden. In Kooperation mit dem Polizeipräsidenten in Berlin sind wiederholt die Spielhallen des Bezirks überprüft worden. Dabei waren immer wieder Verstöße gegen diverse gesetzliche Vorschriften festzustellen. Da nunmehr der Verfassungsgerichtshof Berlin die Vereinbarkeit des Spielhallengesetzes Berlin mit der Verfassung von Berlin bestätigte, wird auch im Kalenderjahr 2015 ein Schwerpunkt des ordnungsbehördlichen Handelns darin bestehen, die Einhaltung der bestehenden rechtlichen Regelungen in Spielhallen durchzusetzen. c) Jugendschutz und Nichtraucherschutz Die kontinuierliche Fortführung der Überwachung der Einhaltung von jugendschutzrechtlichen Vorschriften insbesondere in der Öffentlichkeit und von nichtraucherschutz-, gewerbe- und gaststättenrechtlichen Vorschriften führte dazu, dass weniger Zuwiderhandlungen gegen die gesetzlichen Vorschriften festzustellen waren. d) ordnungsbehördliche Bestattungen Ordnungsbehördliche Bestattungen müssen durchgeführt werden, wenn bei Todesfällen entweder zunächst keine Angehörigen bekannt waren oder sich die ermittelten Angehörigen nicht um die Bestattung des/der Verstorbenen kümmern. In 2014 wurden dem Ordnungsamt 196 Sterbefälle gemeldet, bei den ordnungsbehördliches Handeln notwendig wurde.

Außendienst / Präsenz Die hohe Personalfluktuation in diesem Bereich konnte gestoppt werden. Es wurde jedoch ein neues Dienstplanmodell notwendig, weil im Zuge der Personaleinsparungen die Dienstzeiten des Außendienstes eingeschränkt werden mussten. Dies bedeutete weniger Überwachung an den Wochenenden und Mehrarbeit für die Polizei, um den gewohnten Sicherheitsstandard in Lichtenberg zu erhalten. Im Berichtszeitraum wurden 15 Übergriffe auf Dienstkräfte des Ordnungsamtes verübt, davon •  7 x Körperverletzung •  4 x Bedrohung (Ankündigung eines Tötungsdeliktes gegenüber MA) •  9 x Beleidigung •  1x Nötigung •  1x Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte Eine Straftat wurde in Tateinheit begangen, so dass insgesamt 22 Straftaten in 15 Strafverfahren mündeten, die zu teilweise drastischen eintragungspflichtigen Strafen führten. In zwei Fällen führten sie zu krankheitsbedingten Ausfällen von Dienstkräften über mehrere Tage. Ein weiteres Mal war das Lichtenberger Ordnungsamt, vertreten durch den Außendienst, Teilnehmer am Aktions- und Präventionstag der Berliner Polizei in der Direktion 6. Mehrere tausend Menschen besuchten die Veranstaltung und konnten sich so von vielfältigen Angeboten ordnungsbehördlicher und polizeilicher Präventionsaufgaben einen persönlichen Einblick verschaffen. Im Rahmen eines vom Ordnungsamt Lichtenberg

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initiierten Quiz konnten wertvolle Preise wie Fanpakete und Eintrittskarten unserer Partner von Hertha BSC Berlin, dem 1. FC Union und den Eisbären Berlin an glückliche Gewinner ausgeschüttet werden. Präventionsbeirat Lichtenberg Arbeitskreis 4Öffentliche Ordnung und Sicherheit Am 19. Mai fand in den Räumen des Polizeiabschnitts 61 eine Gesprächsrunde der Mitglieder des Arbeitskreises statt. Hauptthema war die Kri-

minalitätslage am Großraumparkplatz Altenhofer Straße (mit anschließender Begehung vor Ort), weiteres präventives Engagement und repressive Maßnahmen zur Festnahme von Tätern und das Auffinden entwendeter Fahrzeuge sowie Maßnahmen der Städtebaulichen Kriminalitätsprävention. Darauf wurden Sträucher entfernt und beschnitten sowie die Beleuchtung freigeschnitten. Umzusetzen ist noch die Beschilderung des Parkplatzes nach Quadranten, um die Anzeigen zu präzisieren. Im Februar 2015 wird es dazu einen Ortstermin geben.

Ordnungsbehördliches Handeln seit September 2004 ff – Ordnungsamt (Allgemeine Ordnungsangelegenheiten) Lichtenberg Ordnungswidrigkeiten/Verwarnungsgelder

Sachverhalt /Tatbestände - Anzahl 1.Verkehr 1	 darunter Radfahrer 1	 2. Öffentl. Raum gesamt	 darunter Kleinverschmutzung	 unangeleinte Hunde	 Hundekot	 Winterdienst	 Jugendschutz	 Nichtraucherschutz	 Anderes	 dar. illeg. Griller	 3. Haus- und Nachbarschaftslärm	 4. Wirtschaftsordnungsrecht/ Sprengstoffrecht u.a.	 Anzahl der geahndeten Verstöße 1 - 4	 Vereinnahmte Bußgelder gesamt in T€	

	 2005	 2006	 2007	 2008	 2009	 2010	 2011	 2012	 2013	 2014 30.505	 30.651	 34.882	 29.019	 43.263	 45.186	 58.725	 61.667	 61.713	 54.145 152	 499	 196	 237	 543	 639	 594	 817	 1.991	 1.344 854	 1.737	 1.091	 161	 501	 47	 22	 17	 -	 106	 -	 425	 259	 477	 50	 233	 44	 -	 174	 - 	 527	 203	 491	 45	 12	 66	 -	 274	 - 	 977	 968	 1.873	 1.693	 1.077	 1.797	 2.735	 1.507 190	 428	 38	 13	 122	 77	 100	 - 	 939	 401	 698	 77	 202	 104	 72	 319	 - 	 537	 236	 350	 41	 752	 46	 49	 219	 43	 485	 117	 244	 23	 275	 80	 65	 272	 97	 510	 208	 392	 24	 67	 50	 53	 186	 82	 439	 77	 258	 15	 71	 43	 31	 249	 133	 417	 314 546 50 15 63 88 431 48 588

375	

570	

605	

547	

529	

645	

466	

525	

383	

294

10.320	 32.159	 32.985	 37.555	 31.473	 46.202	 48.009	 59.802	 63.507	 56.518 378	 441	 552	 599	 797	 942	 1.154	 1.204	 1.279	 1.285

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Ordnungsbehördliches Handeln seit September 2004 ff – Ordnungsamt (Allgemeine Ordnungsangelegenheiten) Lichtenberg Verwaltungsmaßnahmen

Sachverhalt /Tatbestände - Anzahl

	 2005	 2006	 2007	 2008	 2009	 2010	 2011	 2012	 2013	 2014

Kfz - Umsetzungen	 346	 384	 422	 369	 752	 1.458	 2.646	 2.370	 2.556	 2.818 Kfz-Mängelberichte	 719	 1.565	 1.762	 1.301	 1.618	 1.428	 2.345	 2.101	 1.592	 858 Gelbpunkte (Beseitigungsauffd. Altautos) 				 396	 522	 621	 776	 724	 568	 399 Bürgerbeschwerden/ Anzeigen	 3.574	 5.602	 9.143	 10.120	 12.317	 15.082	 14.456	 14.669	 15.588	 16.991 darunter zum Thema Winterdienst			 13	 21	 190	 1.192	 109	 124	 195	 146 Beseitigungsaufträge öffentl. Straßenland	 918	 1.112	 1.554	 1.625	 2.898	 2.682	 2.677	 2.105	 1.851	 1.520 Beseitigte illegale Textilcontainer im Bezirk insgesamt unabhängig vom Eigentümer								 599	 56	 5 Platzverweise	 467	 1.411	 3.360	 2.547	 3.817	 4.281	 4.308	 4.462	 3.536	 2.346 Ersatzvornahmen Winterdienst	 o.A.	 39	 2	 0	 25	 263	 43	 29	 50	 13 Aufwendungen hierfür OrdA in € 	 o.A.	 1.415	 450	 0	 2.600	 15.375	 13.217	 1.318	 13.616	 1.110 Maßnahmen „gefährl. Hunde“ (Abgabe VetLeb)	 Verstöße Hundesteuergesetz	 14	 69	 19	 84	 83	 149	 81	 137	 228	 312	 77	 175	 48	 124	 47	 111	 79	 132	 45 116

Gewerbeeingriffe und sonstige Verwaltungsrestriktionen (BelVA)  									 Strafanzeigen geg. Bürgern	 2	 5	 6	 13	 10	 15	 7	 8	

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5. ABTEILUNG JUGEND UND GESUNDHEIT
Familien besser unterstützen Audit familiengerechte Kommune Es ist eine Aufgabe des gesamten Bezirks und die Abteilung Jugend und Gesundheit hat sich in den Prozess der Auditierung als familiengerechte Kommune sehr intensiv eingebracht. Denn natürlich gehören die Aufgaben und Angebote des Jugendamtes, des Gesundheitsamtes und der QPK zentral dazu, wenn untersucht wird, wo Lichtenberg als familienfreundlicher Bezirk seine Stärken hat und wo noch nachgebessert werden muss. Viel Arbeit wurde in eine Bestandserhebung investiert und im gesamten folgenden Prozess der Beteiligungsphase hat sich die Abteilung engagiert. So wollen wir mithelfen, dass Maßnahmen, die im Rahmen des Audits beschlossen werden möglichst passgenau für ganz unterschiedliche Lichtenberger Familien sind und auch gut umgesetzt werden können.

spektivische Versorgungssituation bereits gegenwärtig das Handeln in der Kita-Planung bestimmt. Bundesinitiative Netzwerk Frühe Hilfen und Familienhebammen Die 2013 begonnenen Projekte wurden 2014 fortgesetzt: •  Wunschkind von FAN e. V. - Unterstützung durch eine Familienhebamme •  Gutscheinprojekt des KJHV/KJSH-Stiftung Unterstützung in Form von Gutscheinen und Begleitung in die Angebote der Frühen Hilfen •  Großelternpaten der Berliner Familienfreunde e. V. - Begleitung durch Ehrenamt in Frühe Hilfen, Beziehungsangebote, konkrete Unterstützung der Eltern und Förderung der Kinder •  Willkommen im Leben von Starke Brücken GbR Unterstützung und Begleitung an der Schnittstelle Jugend und Gesundheit. Hinzu kamen 2014 eine weitere halbe Stelle für eine Familienhebamme beim Träger FAN e. V. sowie ein Angebot des RBO mit dem Schwerpunkt Ehrenamt/Hebamme. Am 12.12.2014 fand der erste Lichtenberger Fachaustausch statt. Themen waren die Verortung der Frühen Hilfen im Hilfesystem und die Angebotsentwicklung im Bezirk. Zur Fallbearbeitung fand ein intensiver Austausch statt. Der Antrag für die Fördermittel 2015 liegt bei der Senatsverwaltung vor. Bundeselterngeld/ Betreuungsgeld Trotz der steigenden Fallzahlen und der ständig wechselnden Rechtsprechung im Bereich ist es 2014 gelungen, den Bewilligungszeitraum von der Antragsstellung bis zur Auszahlung des Elterngeldes stabil zu halten. Im Regelfall erhalten Eltern das ihnen zustehende Elterngeld innerhalb von 4 bis 6 Wochen. Seit der Einführung des Betreuungsgeldes im August 2013 beziehen 256 Eltern Betreuungsgeld. Auch hier ist die Zahl der Anträge steigend; im Vergleich zum Wunsch nach Kindertagesbetreuung jedoch gering. Übergang Kita-Grundschule Im November und Dezember fanden vier Fachveranstaltungen zum Übergang Kita - Grundschule in den einzelnen Bezirksregionen statt. Diesen voran ging ein zweijähriger Prozess der Entwicklung von Thesen für den Übergang, die (aus Kindersicht) als Anforderungen an die Fachkräfte durch eine Arbeitsgruppe mit breiter Beteiligung von Fachkräften und Eltern aus dem Bezirk erarbeitet wurden.

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Jugendamt
Leistungen für Familien in Lichtenberg	 Das Jugendamt hat 2014 wieder vielfältige Leistungen für Lichtenberger Familien erbracht. Vorschulische Kindertagesbetreuung Die Versorgung Lichtenberger Kinder mit Plätzen in Kita und Tagespflege konnte im Jahr 2014 deutlich verbessert werden. So wurden insgesamt mit 941 zusätzlichen Plätzen in Bestandseinrichtungen und in 9 neuen Kitas die Kapazitäten im Bezirk ausgebaut. Aber auch die Betreuungsquoten der Kinder im Vorschulalter, insbesondere der 1- bis unter 3-Jährigen Kinder, wurden erhöht und die Versorgung Lichtenberger Kinder mit Kita-Plätzen weiter verbessert. Diese ersichtlichen Verbesserungen in der vorschulischen Kindertagesbetreuung sind Erfolg gemeinsamer Anstrengungen von Land, Bezirk und Trägern. Der Bezirk Lichtenberg ist seit einigen Jahren ein begehrtes und attraktives Wohngebiet für Familien, was sich in konstanten Bevölkerungszuwächsen abbildet. Die Zahl der Kinder im Alter unter 6 Jahren hat nach wie vor steigende Tendenz, was verstärkte Anforderungen an die Bereitstellung der erforderlichen Tagesbetreuungskapazitäten stellt. Auch in den kommenden Jahren wird mit weiteren Bevölkerungszuwächsen, auch in Folge umfangreicher Wohnungsneubauvorhaben, gerechnet, so dass diese Anforderungen an die per-

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An diesen Veranstaltungen nahmen insgesamt 150 Fachkräfte aus Kita, Grundschule, Jugendamt, Schulaufsicht, Elternvertretungen und Sozialpsychiatrischem Zentrum teil und entwickelten in insgesamt 15 Arbeitsgruppen Verabredungen zur konkreten weiteren Zusammenarbeit im Stadtteil. Die Ergebnisse stehen auf der Internetseite www. kooperation-schule-jugend-berlin-lichtenberg.de zur Verfügung.

•  Weitere Umsetzung des Controlling/Berichtswesen Aufgrund der verschiedenen Steuerungsmaßnahmen, die bereits 2013 eingeleitet wurden, konnte erstmalig ein Rückgang der Ausgaben für Hilfen zur Erziehung seit 2007 erreicht werden. Im Vergleich zu 2013 wurden die Ausgaben um 1.214.105 € reduziert, trotz steigender Fallzahlen. Die Gesamtausgaben für stationäre Hilfen sind bei einem leichten Rückgang der Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 176.350 € gesunken. Durch das Absenken der Fallkosten für ambulante Hilfen zur Erziehung konnten die Ausgaben in diesem Bereich im Vergleich zum Vorjahr um 1.506.854 € gesenkt werden. Im Jahr 2015 wird die Wirkungsevaluation ambulanter und teilstationärer bezirklicher Leistungsangebote im Rahmen des Projektes „Transferkostensteuerung“ abgeschlossen und mit der Untersuchung familienaktivierender stationärer Leistungsangebote fortgeführt. Fachlicher Schwerpunkt auch im Jahr 2015 ist die Umsetzung von Familienaktivierung in den Beratungsangeboten des Jugendamtes und bei den Leistungsangeboten der freien Träger der Jugendhilfe. Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund im Bezirk willkommen heißen und integrieren Ein Thema, das ganz Berlin in 2014 beschäftigt hat, betrifft auch das Jugendamt: Die hohe Zahl von Flüchtlingen, die in Deutschland Schutz suchen, ist auch für Lichtenberg eine große Herausforderung. Das Jugendamt stellt sich seinem Teil dieser Herausforderung und hat intensiv mit den Flüchtlingseinrichtungen sowie anderen Stellen auf Bezirks- und Landesebene kooperiert. Zudem hat das Jugendamt mit allen Flüchtlingseinrichtungen Informationen und Abstimmungen durchgeführt, damit Flüchtlingsfamilien, die dies wünschen, auch einen Kitaplatz erhalten können. Schließlich gehören Fragen des Kinderschutzes sowie Angebote der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit für Flüchtlingsfamilien zu den Aufgaben des Jugendamts. An Schulen, die mit Willkommensklassen Flüchtlingskindern die ersten Schritte in den Schulalltag ermöglichen, wurden verschiedene Angebote schulbezogener Jugendsozialarbeit verankert. Seit dem Jahr 2013 zogen zudem verstärkt Familien aus Rumänien, die der ethnischen Gruppe der Roma zugehören, nach Friedrichsfelde Nord. Die Familien sind gekommen, um dauerhaft zu blei-

Hilfen zur Erziehung Arbeitsschwerpunkte und Projekte im Bereich der Hilfen zur Erziehung waren 2014 die Umsetzung des veränderten Berichtswesens im Finanzcontrolling und die Durchführung des Projektes „Transferkostensteuerung im Bereich der Hilfen zur Erziehung“ vom Jugendamt und der Serviceeinheit Finanzen mit dem Ziel, eine Dämpfung der HzEAusgaben zu erreichen. Folgende Teilprojekte sind im vergangenen Jahr fortgeführt, neu eingeleitet und erfolgreich beendet worden: •  Überprüfung des Verfahrens der Kostenübernahme •  Qualifizierung der Verfahren zur Leistungsgewährung

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ben. Die Kommunikation mit den Bewohnern/innen stellt sich mitunter durch die Sprachbarrieren als schwierig dar. Ermutigende Signale der Bewohner/-innen zur Integration beizutragen sind z. B. Beratung zu unterstützen, Antiziganismus und Alltagsrassismus entschiedener entgegenzutreten und die Bitte, Angebote für eine schnellere Integration zu erweitern. Der Bezirk hat 2014 eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe gebildet, um auf die Problemlagen besser eingehen zu können. Es geht um die Aktivierung aller Anwohner/-innen des Stadtteils und die Etablierung einer Kultur des Miteinanders und Füreinander, generationsübergreifend und unabhängig von sozialer und kultureller Herkunft. Für die Kinder und Jugendlichen der Roma-Familien bietet das Projekt „ankommen“ der Gesellschaft für Sport- und Jugendsozialarbeit zweimal in der Woche Sport an. Die Projektbausteine setzen am bisherigen Kenntnis- und Erfahrungsstand der Familien an. In gemeinsamen Angeboten an die Erstbewohnerschaft und die Zuwanderer geht es um den Aufbau von Vertrauen und Offenheit sowie den Abbau von Ängsten auf beiden Seiten. Das Projekt wird durch bereits im Stadtteil wirkende Akteure unterstützt. Jugendamt intern - Personal Die wachsende Zahl von Kindern und Jugendlichen in Lichtenberg bedeutet auch für das Jugendamt zunehmende Aufgaben. Mehr Kitagutscheine sind nötig, mehr Elterngeldanträge zu prüfen, mehr Erziehungshilfen sind zu leisten. Dass soziostrukturelle Belastungen vieler Menschen zu stärkerem Hilfebedarf führen, kommt noch hinzu. Allein die Zahlen von Hilfen zur Erziehung sind seit 2010 um ca. 25 Prozent gestiegen. Da die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jedoch nicht mitgewachsen ist, war im Jahr 2014 die personelle Überlastung eines der großen Themen. 2014 hatte jede/r Sozialarbeiter/in durchschnittlich 80 Einzelfälle zu bearbeiten, fachlich geboten sind höchstens 65. Hinzu kamen Ausfälle durch Elternzeit und Langzeiterkrankungen, im Jugendamt mussten andere Bereiche zeitweilig „still gelegt“ werden, um den RSD zu unterstützen. Teilweise wurden auch Vertretungskräfte genehmigt. Das geht im Prinzip allen Berliner Jugendämtern so. Besonders die Sozialarbeiter/innen der Regionalen Sozialpädagogischen Dienste aller Jugendämter haben ihre Personalnot öffentlich gemacht, Elterngeldstellen und Kita-Gutscheinstellen sind ähnlich betroffen. Senat und Jugendämter haben deshalb eine gemeinsame Maßnahmeplanung aufgelegt und detailliert nachgewiesen, wo wie

viele Fachkräfte in den Jugendämtern fehlen. Die Ergebnisse werden nun in die laufenden Haushaltsberatungen eingebracht. Toleranz fördern – Kompetenz stärken Im Rahmen des Bundesprogramms TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN wurden zwei Lokale Aktionspläne (LAP) in den Fördergebieten Hohenschönhausen und Lichtenberg-Mitte realisiert. Ein besonderer Höhepunkt für die LAPs in Lichtenberg waren die sieben Veranstaltungen im Rahmen der Aktionswochen für ein offenes und vielfältiges Berlin im September und Oktober. Exemplarisch sollen hier folgende Veranstaltungen benannt werden: •  Fachgespräch Romafamilien in Berlin und in Lichtenberg am 24.09.2014 (ca. 30 Teilnehmer_ innen aus Stadtteilzentren, Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen und Projekten der Jugendsozialarbeit und Familienförderung); •  Filmvorführung und Konzert „Can’t be silent“ am 26.09.2014 - Auseinandersetzung mit dem Alltag von Flüchtlingen (Veranstalter_innen waren das LAP geförderte Projekt „JFE gegen Diskriminierungen, Kulturzentrum wb13, spik e. V. und das Medienkompetenzzentrum M2B; ca. 80 Teilnehmer_innen); •  Filmvorführung „Land in Sicht“ am 01.10.2014 mit anschließender Diskussion mit den Filmemacherinnen über Flucht, Vertreibung und Herausforderungen an eine Willkommenskultur, organisiert vom Lichtenberger Bündnis für Demokratie und Toleranz (ca. 50 Teilnehmer_innen). Am 31.12.2014 endete das Bundesprogramm TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN. Das Bundesjugendministerium legt jedoch ein neues Programm (2015 – 2019) „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ auf und das Jugendamt hat sich im Auftrag des Bezirksamtes erfolgreich beworben. Die bewährten Elemente aus den Lokalen Aktionsplänen sollen in Form regionaler „Partnerschaften für Demokratie“ konzeptionell fortgesetzt und weiterentwickelt werden. Schwerpunkte für strategische Ziele der beiden Partnerschaften sind: •  Stärkung einer vielfältigen demokratischen Zivilgesellschaft •  Förderung des interkulturellen und interreligiösen Zusammenlebens •  Förderung der Anerkennung vielfältiger Lebensformen (Diversity – Orientierung)

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•  Stärkung des öffentlichen Engagements gegen bzw. der Widerstandsfähigkeit und der gesellschaftlichen Sensibilisierung für rechtsextreme, antisemitische oder rassistische Aktivitäten sowie andere demokratie- und rechtsstaatsfeindliche Phänomene Veranstaltungs-Highlights 2014 Der Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag, veranstaltet von der Arbeitsgemeinschaft für Kinderund Jugendhilfe - AGJ, fand vom 03. - 05.07.2014 in Berlin statt und nahezu 50.000 Besucher und Besucherinnen nahmen daran teil. Drei Tage standen Angebote, Dienstleistungen, aktuelle Trends und Projekte der Kinder- und Jugendhilfe im Fokus. Die Fachmesse überzeugte mit 389 Ausstellern auf einer Fläche von 23.000 m². Das interessierte Fachpublikum hatte die Möglichkeit zwischen 222 spannenden und facettenreichen Veranstaltungen zu wählen.

die Mitarbeiterinnen des Mädchensportzentrums Kreafithaus. Gemeinsam ließen sie „die Erde beben“, demonstrierten Solidarität, Lebensfreude und bündelten ihre Energien für Gerechtigkeit. Damit unterstützten sie die drei zentralen Forderungen der bundesweiten Frauenverbände: •  den Rechtsanspruch auf Schutz und Unterstützung für Betroffene von häuslicher und sexueller Gewalt gesetzlich festzuschreiben, •  die Sicherung der eigenständigen Existenz von Gewaltopfern und Frauen die sich aus den Händen von Menschenhändlern befreit haben und •  die Unterbindung der diskriminierenden Darstellung von Frauen und Männern in den Medien.

Das Jugendamt Lichtenberg präsentierte mit Unterstützung freier Träger Projekte aus den Bereichen Jugendarbeit, frühe Hilfen, Familienförderung und Kooperation Jugendhilfe und Schule. An drei Veranstaltungstagen standen aus dem Jugendamt Ansprechpartner_innen für die Messebesucher_innen für Fachgespräche und Diskussionen am Lichtenberger Informationsstand zu Verfügung. Für die Mitarbeitenden des Jugendamtes bestand darüber hinaus die Möglichkeit, die anspruchsvollen Veranstaltungen rund um Themen der Jugendhilfe des Kinder- und Jugendhilfetages zu besuchen und so in einen bundesweiten Fachdiskurs zu gehen. Seit 2012 findet auf Initiative der US-Autorin Eve Ensler am Valentinstag der weltweite Aktionstag gegen Gewalt und Unterdrückung an Mädchen und Frauen „One Billion Rising“ statt. Diesem Aufruf folgten 2014 in Lichtenberg 200 Mädchen und Frauen sowie Jungen und Männer aus verschiedenen Initiativen und Projekten. Initiator waren

Am 16.05.2014 fand zum ersten Mal eine U 18 Wahl im Rahmen der Wahl zum Europäischen Parlament statt. 17 Lichtenberger (141 Berliner) Wahllokale beteiligten sich an diesem Projekt der politischen Bildung. 12 Wahllokale befanden sich in Jugendfreizeiteinrichtungen und 5 in Schulen. Insgesamt gaben 841 Lichtenberger Kinder und Jugendliche ihre Stimme ab. Im gesamten Bundesgebiet beteiligten sich 36.435 und in Berlin 12.470 Jugendliche an der U 18 Wahl.

Am 21.05.2014 fand der gemeinsame Lichtenberger und Pankower Ausbildungstag statt. Aus Lichtenberg nahmen 7 Integrierte Sekundar-

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U18-Wahl einige Ergebnisse (in%):

Partei	 Bündnis 90/ Die Grünen	 CDU	 DIE LINKE	 FDP	 SPD	 AfD	 PIRATEN	 REP	 NPD	 Tierschutz	

Bund	 18,73	 24,35	 7,76	 2,61	 18,88	 2,60	 7,18	 0,27	 3,1	 6,10	

Berlin	 23,04	 19,41	 11,96	 1,99	 18,89	 1,71	 7,29	 0,27	 2,26	 6,02	

Libg. 11,63 27,13 16,25 2,00 15,38 2,38 8,88 0,63 2,25 4,88

Veranstaltung zu präsentieren. Neben dem jugendkulturellen informellen Bildungsansatz hat die Veranstaltung einen nicht zu unterschätzenden repräsentativen Charakter für den Stand der jugendkulturellen Arbeit und den gesamten Bezirk Lichtenberg. Hauptveranstalter in Lichtenberg war traditionell die Sozialdiakonische Arbeit Berlin, finanziell unterstützt von der HOWOGE. Am 19.06.2014 fand der einrichtungsübergreifende Suchtpräventionstag Lichtenberg statt. In der Freizeiteinrichtung „Die Lücke“ nahmen ca. 80 Kinder und Jugendliche aus 12 Jugendfreizeiteinrichtungen am erlebnispädagogischen Parcours teil. Der Tag wurde von 24 Mitarbeitern_ innen des Arbeitskreises Suchtprävention in Lichtenberg initiiert, geplant und durchgeführt. Auch durch die Mitglieder der Koordinierungsgruppe Suchtprävention in Lichtenberg wurde die Veranstaltung mit unterstützt. Der Jugendkulturtag, der am 05.09.2014 in der JFE Steinhaus stattfand, stellt eine Plattform zur Präsentation von Angeboten und Leistungen kultureller Jugendbildung im Bezirk Lichtenberg dar. Er leistet einen Beitrag zur Befähigung von Kindern und Jugendlichen, am kulturellen Leben aktiv und selbstverantwortlich teilnehmen zu können. Die Ausrichtung des Jugendkulturtages wird seit 2011 der Jugendfreizeiteinrichtung „Linse an der Parkaue“ übertragen. Zielgruppe des Jugendkulturtages sind junge Menschen im Alter von 10 bis 21 Jahren. In die Vorbereitung und Durchführung des Jugendkulturtages wurden Kinder und Jugendliche auf vielfältige Weise einbezogen. Aus mehr als 15 Einrichtungen kamen Sozialarbeiter_ innen und Erzieher_innen mit ca. 150 Kindern und Jugendlichen zur Veranstaltung. In den Herbstferien haben im Rahmen der Suchtprävention zum 16. Mal die einrichtungsübergreifenden Turniere der Lichtenberger Jugendfreizeiteinrichtungen in den Disziplinen Tischtennis, Billard und Bowling stattgefunden. Es nahmen an den Wettkämpfen ca. 130 Mädchen und Jungen aus Jugendfreizeiteinrichtungen Lichtenbergs teil. Im Rahmen der Mädchenarbeit wurde im Oktober traditionell ein Ballsporttag für Mädchen in der Anton-Saefkow-Halle veranstaltet, der den Teilnehmerinnen viel Spaß gemacht hat. Lichtenberger „Markt der Möglichkeiten“ am 7. November Der im vergangenen Jahr an den Start gegangene Jugend-Demokratiefonds Berlin unterstützt Kinder und Jugendliche in der Entwicklung ihrer

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schulen und eine Gemeinschaftsschule teil. Insgesamt besuchten 1275 Schüler_innen des Bezirkes Lichtenberg die Messe, die in das Duale Lernen der Schulen eingebunden ist. Zusätzlich haben die Carl-von-Linné-Schule und die Praxisklasse der Vincent-van-Gogh-Schule teilgenommen. Aus beiden Bezirken haben ca. 3000 Jugendliche die Messe des Ausbildungstages besucht. Die über 70 Aussteller gaben ein sehr positives Feedback an die Jugendämter. Die Schüler_innen waren aus deren Sicht sehr gut vorbereitet. Sie konnten dadurch bei der Berufswegeplanung unterstützt werden. Auf der am Nachmittag stattfindenden Börse konnten direkte Bewerbungen auf dem 1. Arbeitsmarkt stattfinden. Das haben über 300 Besucher_ innen angenommen. Von den Betrieben gab es hierzu gute und sehr gute Bewertungen im Feedbackbogen.

Dr. Sandra Obermeyer mit Christine Keil (Jugendstadträtinnen Lichtenberg und Pankow)

Die Fete de la Musique ist das Fest der Musik, das alljährlich zum Sommeranfang am 21. Juni gefeiert wird. Dieser Kulturevent stellt alljährlich einen Höhepunkt der kulturellen Arbeit verschiedener Jugendfreizeiteinrichtungen und Vereine dar und bietet jungen Künstlern die Möglichkeit, sich im Rahmen einer weltweit renommierten

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Demokratiefähigkeit. Gefördert werden Initiativen, Projekte und Angebote, die Jugendlichen alltagsgerechte Zugänge zu demokratischen Werten erschließen und zu Beteiligungsformen befähigen. Das Berliner Programm ist in einen landesweiten und einen bezirklichen Bereich gegliedert. Lichtenberger Jugendliche sind in zwei Jugendjurys tätig, die von Gangway e. V. betreut werden. Seit 2013 entstanden ca. 40 Projekte, die am 7. November im Jugendcafé Maggie, Frankfurter Allee 205, präsentiert wurden. Eröffnet wurde der Lichtenberger „Markt der Möglichkeiten“ mit einem Grußwort der Staatssekretärin für Jugend und Familie, Sigrid Klebba. Anwesend waren weiterhin Mitglieder der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin, der Drehscheibe Kinder- Jugendpolitik Berlin sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren von Beteiligungsprozessen im Bezirk. 25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention –

henschönhausen Nord. Sie setzten sich mit dem Thema Kinderrechte auseinander. Rappen, Breakdance und Graffiti wurden als Stilmittel benutzt. Erstmalig wurden Kinderrechtemoderatoren ausgebildet. Höhepunkte waren die Kinderrechtekonferenz im Oktober und die Präsentation beim Jugendforum im Abgeordnetenhaus. Begleitet und vorbereitet wurde das vom LAP finanzierte Projekt, von einer Arbeitsgruppe.

Gesundheitsamt
Die steigende Anzahl von Flüchtlingen und Asylbewerbern/innen stellte das Gesundheitsamt in verschiedenen Handlungsbereichen, sei es Infektionsschutz oder die Einschulungsuntersuchung, vor eine große Herausforderung. Neben den Eltern sind es hauptsächlich Kinder, die es zu betreuen gilt. Kinder- und Jugendgesundheitsdienst 2631 Einschuluntersuchungen wurden durchgeführt, für 427 dieser Kinder (16,22 %) wurde eine Befreiung von der Schulbesuchspflicht befürwortet. 195 zugezogene Schüler/innen aus Flüchtlingsfamilien wurden vor Schulaufnahme untersucht, 46 davon hatten besonderen Förderbedarf. Ein Problem stellt weiterhin die Betreuung von Flüchtlingskindern mit Behinderung dar, deren Versorgung im Zusammenwirken mit dem Landesamt für Gesundheit und Versorgung im Rahmen der gesetzlichen Grundlagen schwierig ist. Durch die Sozialarbeiter/innen des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes (KJGD) wurden in 2014 2003 Ersthausbesuche durchgeführt, das sind 74 % aller Eltern mit Neugeborenen und Kinder unter einem Jahr, die besucht wurden. Damit leisten die Sozialarbeiter/innen einen großen Beitrag im präventiven Kinderschutz und in den frühen Hilfen. 213 Familien wurden durch die Sozialarbeiter/ innen über einen längeren Zeitraum begleitet. Bei 226 Kindern wurde dem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung nachgegangen. Insgesamt wurden 8077 Beratungen durchgeführt, davon 252 mit einer schwierigen sprachlichen Verständigung. Durch die steigende Zahl an Flüchtlingen im Bezirk, aber auch einem Zuzug von Menschen mit Migrationshintergrund, wird die Arbeit vielseitiger und anspruchsvoller in der Verständigung und Auseinandersetzung mit den verschiedenen kulturellen Aspekten. Die Übersetzung von Informationsmaterialien/Anschreiben in verschiedene Sprachen konnte in 2014 realisiert werden und somit ein wichtiger Zugang zu den Familien er-

Staatssekretärin Sigrid Klebba, Bezirksstadträtin, Dr. Sandra Obermeyer, Koordinatorin für Kinder- und Jugendbeteiligung, Manuela Elsaßer.

Start für Aktionen in Lichtenberg Zum 25. Jubiläum der UN-Kinderrechtskonvention wurden am 20.11.2014 Kinder in der Kultschule und im benachbarten Jugendfunkhaus zum Thema aktiv. Gesucht wurde das kreativste Logo für Kinderrechte, das im Jahr 2015 eine große Rolle spielen wird, wenn monatlich Veranstaltungen unter dem Motto: „Heute schon mal über Kinderrechte nachgedacht?“ in Kinder- und Jugendeinrichtungen stattfinden werden. Die immer wieder neue Auseinandersetzung mit Kinderrechten wird in Lichtenberg als kinderfreundlichem Bezirk als besonders wichtig bewertet und deshalb intensiv unterstützt. In dem Projekt „Fight for your Right“ beteiligten sich Schüler_innen aus 4 Grundschulen aus Ho-

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reicht werden. Es konnten gute Netzwerke und Kooperationen mit den Flüchtlingsunterkünften erarbeitet werden, um die Familien mit in unser System einzubinden, präventive Beratung in der Gesundheitsförderung anzubieten und ebenso wie den gesundheitsbezogenen Kinderschutz zu gewährleisten. Im therapeutischen Bereich wurden 2014 5945 Therapien durchgeführt. Betreut wurden ca. 600 Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsverzögerungen und/oder Behinderungen, kindeswohlgefährdete Kinder und nicht krankenversicherte Kinder. Für 170 Schulanfänger/innen im Regelschulbereich, die zum Zeitpunkt der gesetzlichen Einschuluntersuchung Auffälligkeiten in ihrer körperlichen, motorischen, emotionalen oder der Sinnesentwicklung zeigten, konnte ein individuelles therapeutisches Angebot im Schulalltag und im Schulumfeld zugesichert werden. Ca. 330 Schüler und Schülerinnen mit einer Behinderung werden in den Sonderpädagogischen Förderzentren des Bezirks therapeutisch betreut. Für ca. 100 Kinder des Bezirks erfolgte eine therapeutische Anbindung im Dienstgebäude Oberseestraße 98. Ausgerichtet sind diese Angebote vorwiegend für Kinder in erschwerten Lebenslagen. Gemessen an diesen Fallzahlen besteht weiterhin Personalmangel. Es können nur minimal logopädische Therapien und keine ergotherapeutischen Angebote durchgeführt werden. Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst Die Fallzahlen der Neu- und Wiedervorstellungen im Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst (KJPD) sind im Jahr 2014 im Vergleich zu den Vorjahren nahezu gleich geblieben. Der Anteil von Klienten und Klientinnen mit Mig-

rationshintergrund hat sich bislang nicht wesentlich verändert. Aus den beiden Erstaufnahmeeinrichtungen kamen vereinzelte Anfragen, wie auch aus der Lichtenberger Einrichtung für unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge. Es wurde Kontakt zu den Erstaufnahmeeinrichtungen aufgenommen, um den Bedarf zu eruieren und Hilfsmöglichkeiten zu besprechen. Die Aufgaben des KJPD haben keinen Projektcharakter, sondern sind als kontinuierliches Beratungs- und subsidiäres Versorgungsangebot zu verstehen. Darüber hinaus werden Gutachtenaufträge des Jugendamtes einschließlich des Fallmanagements (Eingliederungshilfe für behinderte Kinder und Jugendliche) bearbeitet. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil ist die schulärztliche Tätigkeit in der Schule mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung der Paul-und-Charlotte-KnieseSchule. Zahnärztlicher Dienst Die Hauptaufgaben des Zahnärztlichen Dienstes (ZÄD) sind zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen (VU) und Gruppenprophylaxe (GP). Bei der Durchsetzung dieser Aufgaben arbeitet der ZÄD gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft zur Verhütung von Zahnerkrankungen (LAG) nach dem Berliner Organisationskonzept. Da eine Korrelation zwischen Kariesbefall und soziodemografischen Faktoren besteht, wird zielgruppenorientiert gearbeitet. Für die Einrichtungen erfolgt ein Ranking und die Einordnung in Bedarfsgruppen. So können die Prophylaxe-Maßnahmen bedarfsgerecht gesteuert werden, so dass auch sozial benachteiligte Kinder von der Möglichkeit zur Verbesserung der Zahngesundheit profitieren können.

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Einmal im Schuljahr sollen alle Kinder in Kitas, Grund- und Sonderschulen flächendeckend untersucht werden. Diese Aufgaben konnten im Schuljahr 2013/2014 durch personelle Engpässe nicht in allen Bereichen erfüllt werden. Es wurden im Schuljahr 2013/14 bei etwa 17.430 Kindern und Jugendlichen VU und GP durchgeführt. Eine weitere wichtige Aufgabe des ZÄD ist die bedarfsgerechte Fluoridierung zur Zahnschmelzhärtung. Bei rund 7830 Kindern wurden 2013/14 Fluoridierungen durchgeführt. Der Anteil kariesfreier Gebisse (Altersgruppe 0-18 Jahre) ist in Lichtenberg in den letzten Jahren leicht auf 58,11 % gestiegen. Leider ist der Anteil behandlungsbedürftiger Gebisse mit 30,15 % immer noch zu hoch. Deshalb müssen verstärkt Anstrengungen unternommen werden, die Eltern betroffener Kinder zu beraten, um die notwendigen Sanierungs- und Prophylaxemaßnahmen durchführen zu lassen. Seit Jahren stellen die Einschulungskinder auf Grund der hohen Behandlungsbedürftigkeit von ca. 48 % eine Problemgruppe dar. Im Berichtsjahr wurde deshalb wieder für rund 1200 Kinder das Einschulungsprogramm realisiert (Zahnputzzeile mit Spiegeln, Anfärben der Beläge und Kontrolle im Kariestunnel, Angstabbau am Zahnarztstuhl, thematisches Malen und Spielen). Der ZÄD nahm auch 2013/14 Aufgaben im Rahmen des Kinderschutzes wahr. Ein frühzeitiger Indikator für eine Kindeswohlgefährdung kann ein über einen längeren Zeitraum bestehendes stark kariöses Gebiss sein. Es erfolgten Nachuntersuchungen und Aufklärungsgespräche mit den Eltern, um zu erreichen, dass auch diese Kinder einer Behandlung zugeführt werden. Ist es nicht möglich, die Eltern über diese erhebliche Gesundheitsgefährdung zu beraten, erfolgt eine Kontaktaufnahme mit dem Kinderschutzkoordinator des Gesundheitsamtes. Gemeinsam sollen Möglichkeiten gesucht werden, wie das Kind die entsprechenden Hilfen erhalten kann. Die kontinuierliche Umsetzung des Berliner Organisationskonzeptes wird weiter Hauptziel der Arbeit des ZÄD sein, um die Zahngesundheit zu erhöhen und auch sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen eine Verbesserung der Zahngesundheit zu ermöglichen. Sozialmedizinischer Bereich am Sonderpädagogischen Förderzentrum Der sozialmedizinische Bereich am Sonderpädagogischen Förderzentrum arbeitet mit Kindern mit Behinderung und von Behinderung bedrohten Kindern und Jugendlichen an sechs sonderpädagogischen Förderzentren (Sonderschulen) des Bezirkes Lichtenberg.

Der größte Anteil der zu betreuenden Kinder befindet sich in der Carl–von-Linné-Schule für Körperbehinderte. Dort befinden sich die Schüler/innen mit den schwersten Einschränkungen und dem größten Bedarf an Betreuung, Pflege und Therapie. In diesem Bereich sind die Krankenschwestern/pfleger tätig, ohne deren Arbeit es einer großen Anzahl an Kindern nicht möglich wäre, in der Gemeinschaft zu lernen. Im Jahre 2014 wurden von den insgesamt 365 Schülerinnen und Schülern in 49 Klassen der Carl– von-Linné-Schule 60 Kinder mehrmals täglich pflegerisch betreut. Hinzu kommt noch die pflegerische Betreuung und Behandlung von akuten Erkrankungen und Notfällen – diese betrugen 2014 ca. 900 Fälle. Die Therapeuten/innen nahmen an allen schulischen Veranstaltungen, wie Sportfest, Tag der offenen Tür, Bisalki-Cup, Sommerfest aktiv teil. Sie führten regelmäßig Elternkreise für Kinder mit Muskelerkrankungen durch. Die Therapeuten/innen wirkten an allen Klassenkonferenzen und Helferkonferenzen mit. Sie nahmen an Studientagen und Fortbildungen zu Fachthemen teil. Sie nahmen am Fachtag für Therapeuten/innen des ÖGD teil. In Einzelfällen begleiteten die Therapeuten/ innen Kinder zu fachärztlichen Sprechstunden. Durch die Tätigkeit in diesem Bereich ist es möglich, die Kinder und Jugendlichen, die in den Förderzentren lernen, innerhalb einer sozialen Gemeinschaft zu betreuen, zu behandeln, die Pädagogen/innen in medizinischen Fragen optimal zu beraten und anzuleiten sowie die Eltern bei der Bewältigung der Schwierigkeiten, die ein behindertes Kind mit sich bringen, zu unterstützen. Heilpraktikerbereich Im Jahr 2014 wurden 790 Anträge auf eine Heilkundeerlaubnis bearbeitet. Als Folge von steigendenden Antragszahlen musste bereits vor Jahren eine Warteliste für die Abnahme der schriftlichen Kenntnisüberprüfung, die zweimal im Jahr stattfindet, eingerichtet werden. Für die Abnahme der schriftlichen Überprüfung ist das Gesundheitsamt auf „bezirksamtsfremde“ Räume mit einer Platzkapazität für 250 – 300 Personen (Hörsäle in Hochschulen oder Tagungsräume in Hotels) in örtlicher Nähe angewiesen. Erst mit Zusage der Räumlichkeiten kann eine verbindliche Teilnehmerzahl zur schriftlichen Überprüfung festgelegt und die Antragsteller/innen können verbindlich zur Kenntnisüberprüfung eingeladen werden. Trotz stetig steigender Antragszahlen ist das Gesundheitsamt fortwährend um den Abbau der

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Warteliste bemüht, um die Wunschtermine zur Überprüfung von allen Antragstellern/innen zu berücksichtigen. Für 397 Antragsteller/innen wurde die Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung nach dem Heilpraktikergesetz erteilt. Infektions- Katastrophenschutz und umweltbezogener Gesundheitsschutz Im Rahmen der Überwachung von Einrichtungen wurden die jährlichen Hygienebegehungen (Schwerpunkte: Infektionsschutz, Trinkwasser, Badewasser und Schädlingsbefall), u. a. in Kitas, Seniorenheimen, sonstigen Heimen, Bädereinrichtungen, medizinischen Einrichtungen und Krankenhäusern planmäßig durchgeführt. Zusätzlich erfolgten anlassbezogene Begehungen. Gravierende Mängel bestanden nicht. Kurzfristige Belegung von Flüchtlingsunterkünften sowie einem Hostel erzeugten kurzfristigen Klärungsbedarf, insbesondere bei der Trinkwasser- und Warmwasserversorgung sowie der Legionellen-Kontaminationen. Nach § 6 Infektionsschutzgesetz (IfSG) ist der Verdacht auf die Erkrankung sowie das versterben an übertragbaren Erkrankungen meldepflichtig. Im Vergleich zum Vorjahr war ein Anstieg der Meldungen der Durchfallerreger (Noroviren), welche saisonal zu Ausbrüchen in Gemeinschaftseinrichtungen führen, festzustellen (2013: 562; 2014: 817). Auch die Windpockenmeldungen (2013: 22; 2014: 104) nahmen zu. Die Masernmeldungen, die gegen Jahresende anstiegen, haben nicht den Stand vom Vorjahr erreicht (2013: 31; 2014: 19). Es kam zu 2 familiären Masernausbrüchen in Heimen, bei denen nicht nur Kinder sondern auch jüngere Erwachsene erkrankten. Ermittlungen und antiepidemische Maßnahmen, wie Absonderung und Riegelungsimpfungen, erfolgten durch das

Gesundheitsamt. Mit Unterstützung eines niedergelassenen Kinderarztes konnten Impfaktionen in drei von sechs Unterbringungseinrichtungen durchgeführt werden. Trotzdem musste zum Ende des Jahres in vier Heimen ein Aufnahme- und Verlegungsstopp auf Grund von Masern ausgesprochen werden. Der aktuelle Ebolaausbruch in Westafrika zeigt aufgrund des internationalen Flugverkehrs auch Auswirkungen auf die Gesundheits- und Katastrophenschutzplanung in Deutschland. Seitens des Robert-Koch-Instituts wurden Handlungsanweisungen erstellt, die in ein „Rahmenkonzept Ebolafieber“ mündeten. Nach Rückkehr von Reisenden aus den derzeit betroffenen Ländern Westafrikas beraten die Gesundheitsämter und treffen ggfs. als zuständige Ordnungsbehörde die erforderlichen Maßnahmen nach §§ 28-30 IfSG. Im Rahmen des Trinkwasser-Landesüberwachungsprogramms wurden sechs bezirklich verwaltete Gebäude monatlich beprobt. Grenzwertüberschreitungen waren selten. Ursachenermittlungen und Nachkontrollen führten zum Erfolg. Die Probenahmen werden 2015 mit neu ausgewählten Objekten fortgesetzt. Für das Trinkwasser-Screening sind drei gewerbliche Freizeit-/Fitness-/Bädereinrichtungen durch ein Zufallsprinzip ausgewählt worden. Es gab keine Beanstandungen. In 2015 werden drei öffentliche Einrichtungen dieser Kategorie beprobt. Die Trinkwasser-Legionellenuntersuchungen von WW-Großanlagen, bei gewerblicher und öffentlicher Tätigkeit, wurden von 2013 fortgeführt. Ab Mai wurden sie auch erstmalig in Turnhallen durchgeführt. Bei Überschreitung des technischen Maßnahmewertes bestehen eine Anzeige- und eine Mitteilungspflicht über ergriffene Maßnahmen (z.B. Duschverbot, weitergehende TU-Analysen, betriebs- und bautechnische Veränderungen)

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mit Gefährdungsanalyse ans Gesundheitsamt. Die Überwachung/Bearbeitung der Fälle ist sehr umfangreich und zeitintensiv. Es ergab sich ein hoher Beratungsbedarf (Betreiber, Mieter). Die gesetzlich vorgegebene Überwachung, einschließlich Ortsbegehung der Trinkwasser-Brunnen in den Kleingartenanlagen wurde fortgesetzt. In den vorliegenden Prüfberichten werden die Werte für Eisen und Mangan geologisch bedingt überschritten. Die Straßenbrunnen für die Notversorgung wurden jahresanteilig beprobt/untersucht. Es gab einzelne mikrobiologische Beanstandungen. Sämtliche Brunnen sind seit Jahren vorsorglich mit -Kein Trinkwasser- gekennzeichnet. Es besteht ein Bedarf an zusätzlichen Brunnen, insbesondere bei Wohnneubauten sollten Brunnen errichtet werden. Im Handlungsfeld Schädlingsbefall wurden 2014 Ratten-, Schaben- und zunehmend BettwanzenBefallsmeldungen bearbeitet. Neben Begehungen waren ausführliche Beratungen der Hausverwaltungen und der Mieter/innen erforderlich. Im Bereich der Lebensmittelpersonalhygiene führen die Beschäftigten Belehrungen für Personen im Umgang mit Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen oder in Einrichtungen mit und zur Gemeinschaftsverpflegung, gemäß § 43 Abs. 1 Nr. 1 IfSG durch. Das Gesundheitsamt Lichtenberg ist eine der drei Lebensmittelpersonal-Beratungsstellen in Berlin und zuständig für die Bezirke Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick und Neukölln. Im Jahr 2014 wurden insgesamt 14.734 Bürgerinnen und Bürger belehrt. Positive Resonanz gibt es auf die bessere Erreichbarkeit des Standortes mit der Verlegung der TramHaltestelle „Am Tierpark/Alfred-Kowalke-Str.“. Zentrum für tuberkulosekranke und gefährdete Menschen 2014 wurden 340 (Vergl. siehe Anlage) Neuzugänge an Tuberkulose betreut, dies entspricht dem Vorjahresniveau. Die sich daraus ergebenden Untersuchungen der Kontaktpersonen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht erhöht. Allerdings ist unverändert ein zunehmender Beratungs- und Betreuungsbedarf zu verzeichnen, um den Therapieerfolg zu gewährleisten. Der 2013 zu verzeichnende Anstieg der Asylbewerbenden – und Flüchtlingszahlen und damit der Anstieg der Untersuchungen im Zentrum setzte sich 2014 fort (Tabelle). Die personelle und räumli-

che Ausstattung im Zentrum ist, trotz des Einbaus einer neuen Röntgenanlage 2013 und räumlicher Erweiterung, dieser Steigerung nicht gewachsen. Der gesetzliche Auftrag nach § 36 IfSG, der einen unverzüglichen Nachweis der Tuberkulosefreiheit bei Aufnahme in einer Gemeinschaftseinrichtung vorsieht, konnte 2014 nicht erfüllt werden. Diese Situation verlangt von allen Beteiligten einen erheblichen Einsatz; die Mitarbeiter-/innen arbeiten ständig an der Kapazitätsgrenze. Dennoch konnte die Tbc-Stelle ihrem Ruf als Kompetenzzentrum gerecht werden, u.a. durch Teilnahme am internationalen Kongress vom 08.04.-10.04.2014 in Kaliningrad mit dem Thema „AIDS-Bekämpfung und assoziierte Infektionen“ mit einem Vortrag zum Thema Tuberkulosemanagement in Berlin sowie durch Teilnahme am halbjährlichen Treffen mit den Gesundheitsämtern von Brandenburg am 10.12.2014, initiiert vom Tuberkulosezentrum und Helios Klinikum Emil von Behring.
Fallzahlen des Tubekulosezentrums im Jahr 2014

		 09	 10	 11	 12	 13	 14 Erkrankungen	 268	 294	 325	 317	 334	 340 Kontaktpersonen bis 30.11.14	 5862	 7457	 6400	 4719	 8290	6818 Röntgen ges.	 4023	 5943	 6227	 6738	 7901	 1076 1 Röntgen n. § 36 IfSG	 2293	 3824	 3914	 4786	 6049	7802 § 36 IfSG Kinder klinische Untersuchung 			 475	 871	 1791	1840 § 36 IfSG Kinder Tuberkulinhauttest			 397	 529	 436	 582

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Suchtberatungsstelle Hohenschönhausen Die wöchentliche Sprechstunde im KEH hat sich bewährt. Schnelle Übergänge von der stationären Entgiftung in die ambulante Weiterbehandlung werden dadurch ermöglicht. Die Zahl der Erstkontakte von hilfesuchenden Bürgerinnen und Bürgern ist leicht gestiegen auf 677 Betroffene. Hauptsuchtmittel bleibt Alkohol, dabei häufiger gekoppelt mit anderen psychiatrischen Diagnosen (Psychose, Depression) sowie sozialen Problemen, wie Arbeitslosigkeit, Schulden und drohendem Wohnungsverlust. Die positive Zusammenarbeit mit dem Sozialamt und dem Jugendamt bei der Umsetzung von Hilfen soll stabil weitergeführt werden. Sozialpsychiatrischer Dienst Der Sozialpsychiatrische Dienst (SpD) Lichtenberg hat im Jahr 2014 alle Arbeitsziele und Arbeitsaufgaben vollständig und in hoher Qualität erfüllen können. Die Aufgaben des SpD haben sich nicht verändert, jedoch ist in der Quantität eindeutig eine Zunahme der Anforderungen zu verzeichnen. Die Zusammenarbeit mit anderen Ämtern, dem Jobcenter, dem KEH sind noch intensiver als 2013. Insbesondere die Zahl der Kriseneinsätze ist über das gesamte Jahr 2014 hinweg angestiegen, allein im letzten Quartal 2014 haben wir eine Verdopplung zu verzeichnen. Die Kriseneinsätze sind personal- und zeitaufwendig und resultieren auch aus der Veränderung des sozialen Umfeldes im Raum Lichtenberg/Hohenschönhausen, allein schon mit zunehmend mehr älteren Bewohnern/ innen und somit zunehmend mehr psychiatrischen Altersproblematiken. Der SpD beteiligt sich aktiv an dem Projekt „Demenzfreundliche Kommune“. Der SpD Lichtenberg ist als Weiterbildungsstätte von der Ärztekammer für 12 Monate zugelassen. Damit wird eine stabile Besetzung im ärztlichen Bereich weiter gesichert. Beratungsstelle für behinderte, chronisch kranke, krebs- und aidskranke Menschen Die Beratungsstelle ist ein bezirklicher Fachdienst für Erwachsene oben genannter Zielgruppen und deren Bezugspersonen. Neben der Beratung und Vermittlung zu gesundheitlichen, materiellen und sozialen Hilfen, sowie Gutachten/Stellungnahmen für Sozialämter, Jobcenter und andere Institutionen, erfolgt eine regelmäßige administrative Unterstützung der Treffen der Gehörlosen- Selbsthilfegruppe durch eine Mitarbeiterin der Beratungsstelle. Aufgrund personeller Engpässe ab September

2014 (Langzeitausfall zweier Mitarbeiterinnen) entstand eine teilweise Überbelastung der verbliebenen Mitarbeiterinnen mit Einschränkung für hilfesuchende Menschen durch Wegfall einer Sprechstunde. Insgesamt konnte bei unveränderten Arbeitsinhalten im Vergleich zum Vorjahr erneut eine Zunahme psychischer Begleiterkrankungen bzw. begleitende dementielle Symptome bei dem älteren Klientel, sowie verwahrloste Wohnverhältnisse und Mietschulden mit drohender Obdachlosigkeit verzeichnet werden. Die im „INSEL“-Begegnungszentrum für Menschen mit und ohne Handicap regelmäßig angebotenen Veranstaltungen und Gruppenaktivitäten wurden im Verlauf des Jahres 2014 von 116 Bürgern/innen mehrfach monatlich bzw. jährlich in Anspruch genommen. Durch Kontaktpflege und gemeinsame Freizeitgestaltung wird den Betroffenen mit körperlicher und/oder seelischer Behinderung die Möglichkeit gegeben, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Besondere Höhepunkte für die Besucher/innen sind die inzwischen regelmäßig stattfindenden Dampfer- und Bustagesfahrten oder das traditionelle Garten- und Grillfest. Insgesamt fanden im Berichtsjahr 640 Gruppentreffen (Selbsthilfe- und Aktivitäten-Gruppen), sowie 48 Veranstaltungen statt.

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Qualitätsentwicklung, Planung und Koordinierung
Themenschwerpunkt: Versorgungssituation von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen Zur Situation von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen in Lichtenberg fand Anfang Dezember 2014 eine sehr gut besuchte Gesundheitskonferenz im Festsaal des Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge statt.

Eröffnung durch die Bezirksstadträtinnen Kerstin Beurich und Dr. Sandra Obermeyer

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Die Idee zu dieser Fachkonferenz war von einer gemeinsamen interdisziplinären Arbeitsgruppe in Kooperation mit allen demokratischen Fraktionen der Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung, den zuständigen Fachabteilungen des Bezirksamtes und den beiden Lichtenberger Kliniken entwickelt worden. Die fachliche Vorbereitung dauerte ein halbes Jahr. Die Konferenz wartete mit hochkarätigen Fachvorträgen und Praxiserfahrungen aus verschiedenen Bereichen auf. Die Teilnehmenden der Konferenz stimmten darin überein, dass psychiatrische und psychosomatische Krankheitsbilder bei Kindern und Jugendlichen an Schwere und Komplexität zunehmen, was deren Teilhabe am gesellschaftlichen Leben einschränkt. Mit der Verabschiedung einer Resolution sind das Land Berlin, Krankenkassen, die Kassenärztliche Vereinigung und weitere Akteure daher zum Handeln zugunsten dieser Kinder und Jugendlichen aufgefordert worden. 2014 wurden erfolgreiche und bewährte Veranstaltungsreihen fortgeführt: Kinoreihe „Irrsinnig Menschlich“ Die Kinoreihe „Irrsinnig Menschlich“ wurde 2014 mit insgesamt 7 Filmen fortgesetzt. Anliegen der Reihe war es, das Thema Psychiatrie weiter in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und gesellschaftlichen Stigmatisierungen entgegenzuwirken. Die Podiumsdiskussion im Anschluss an die jeweiligen Filme verfolgte dabei einen trialogischen Ansatz. ExpertInnen in eigener Sache, Angehörige und professionelle ExpertInnnen tauschten ihre Sichtweisen zu den jeweiligen Themen aus. Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation zwischen dem Bezirksamt Lichtenberg, dem Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge, dem Gemeindepsychiatrischen Verbund Lichtenberg und dem CineMotion Berlin-Hohenschönhausen. Lichtenberger Trialoge Die Reihe startete 2013 und wurde 2014 mit insgesamt 7 Veranstaltungen fortgesetzt. Veranstalter ist der GPV Lichtenberg unter Mitwirkung der QPK Gesundheit. Im Trialog begegneten sich ExpertInnen in eigener Sache, Angehörige und professionelle Helfer auf Augenhöhe und tauschen sich zu verschiedensten psychiatrischen Themen aus. Ziel war es, gegenseitige Berührungsängste abzubauen und die jeweilige Sicht des Anderen kennen zu lernen. Die Veranstaltungen fanden jeweils jeden 4. Mittwoch im Monat zwischen 18:00 und 20:00 Uhr im Rathaus Lichtenberg statt.

Volkshochschulreihe „Psychiatrie im Alltag“ Im vergangenen Jahr wurde die in 2013 wieder neu aufgelegte Volkshochschulreihe „Psychiatrie im Alltag“ mit insgesamt 7 Veranstaltungen fachlich erfolgreich und unter großer zahlenmäßiger Beteiligung fortgesetzt. Die Reihe ist ein Kooperationsprojekt von QPK, GPV Lichtenberg, dem Ev. Krankenhaus Elisabeth Herzberge und der VHS-Lichtenberg. Die Reihe 2013/2014 richtete sich speziell an MitarbeiterInnen des Jobcenters Lichtenberg und andere interessierte MitarbeiterInnen des Bezirksamtes mit Kundenkontakt. Jeweils im ersten Teil der Veranstaltung wurden von ExpertInnen psychiatrische Krankheitsbilder sowie Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten vorgestellt. In einem zweiten Vortrags- und Diskussionsteil wurde das bezirkliche Hilfesystem praxisnah vorgestellt. Die Veranstaltungen fanden jeweils mittwochs von 14:30 – 16:00 Uhr im Jobcenter Lichtenberg statt und wurden seitens des GPV evaluiert. Lichtenberger Gesundheitsmesse Die 7. Lichtenberger Gesundheitsmesse fand am 24.09.2014 im Allee Center Berlin statt und zog durch die Vielfalt von interessanten Angeboten nicht nur zahlreiche Besucherinnen und Besucher, sondern auch Kundinnen und Kunden an. An 36 Ständen informierten über 50 Institutionen aus dem Gesundheits-, Jugend- und Sozialbereich sowie von Sportvereinen umfassend über ihre Angebote, beantworteten Fragen, vermittelten bei Bedarf an weitere Einrichtungen und stellten diverses Informationsmaterial zur Verfügung. Gesundheitsbewusste Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit und ließen ihre Vitalwerte wie Blutdruck und Blutzucker überprüfen. Diabetesfrüherkennung an Schulen Nach Ersuchen des Gesundheitsausschusses, im Rahmen eines Projektes die Diabetesfrüherkennung insbesondere an Sekundarschulen und Gymnasien in Lichtenberg zu fördern (DS/0707/ VII), wurden am Barnim Gymnasium und an der Fritz- Reuter-Schule Befragungen durchgeführt. Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass das Risiko, einen Typ2-Diabetes zu entwickeln, mit dem Körpergewicht ansteigt. Aus beiden Schulen nahmen jeweils fünf Mal die Klasse acht mit 254 Schülerinnen und Schülern teil. Die Untersuchung hatte keinen Wissenschaftsanspruch. Im Rahmen des Biologieunterrichtes fand in einem theoretischen Teil Wissensvermittlung mit anschließender praktischer Anwendung statt. Abschließend wurden von den Teilnehmenden Größe, Gewicht, Body

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Mass Index (BMI) und bei Vorlage des schriftlichen Einverständnisses der Erziehungsberechtigten, der Blutzuckerwert gemessen. Auffällige Befunde wurden mit der betroffenen Schülerin bzw. dem Schüler besprochen und eine schriftliche Information an die Eltern übergeben. Es wurde festgestellt, dass knapp 10% der Schülerinnen und Schüler einen BMI aufwiesen, der im Bereich Übergewicht bzw. starkes Übergewicht lag. Dies entspricht dem Normalwert in der Verteilungskurve. Kindergesundheit – Modellprojekt zu gesundem Essen in Kitas Das Modellprojekt basiert auf der Idee, das Essen in Lichtenberger Kitas ohne Zusatzkosten für Kitas und Eltern möglichst frisch zuzubereiten und auf regionale und saisonale Bio-Lebensmittel umzustellen. Es entstand auf Initiative der Naturschutzstation Malchow und des Bezirksamtes. Im Rahmen von Coachings wird ein engagierter Koch seine KollegInnen anleiten. Der Kitaeigenbetriebe Nord-Ost ist neben dem VaV Kooperationspartner. Umsetzung der Lichtenberger Psychiatrieplanung 2013 bis 2016 Im Zuge der Umsetzung des Lichtenberger Psychiatrieplanes 2013-2016 konnte das bezirkliche psychiatrische Hilfesystem weiter ausgebaut werden. So entstand in Kooperation mit der psychiatrischen Fachambulanz für vietnamesische BürgerInnen am Krankenhaus KEH das Projekt Betreutes Einzelwohnen für psychisch kranke Menschen mit vietnamesischem Migrationshintergrund in Trägerschaft der Pinel gGmbH. Weitere Wohnprojekte wurden vom Psychiatriekoordinator gemeinsam mit den Fachgremien des Gemeindepsychiatrischen Verbundes Lichtenberg (GPV) inhaltlich vorbereitet und werden Im Frühjahr 2016 starten. Lichtenberger Gesundheitskonferenz „Geschlechtsspezifische Krebsvorsorge? Motivationsstrategien“ Schon 2011 machten der lokale Männergesundheitsbericht und die drei darauf folgenden Männergesundheitskonferenzen in Lichtenberg deutlich, dass Gesundheit nicht geschlechtsneutral ist. Die gemeinsame Gesundheitskonferenz zwischen Bezirksamt, Hochschule für Gesundheit und Sport, Ev. Krankenhaus Elisabeth Herzberge und dem Sana Klinikum Lichtenberg konzentrierte sich deshalb auf die geschlechtsspezifische Krebsvorsorge. Sie fand am 25. Juni 2014 statt und richtete sich an das interessierte Fachpublikum. Es wurden u.a. die Ergebnisse des Lichtenberger Forschungs-

projektes zur Darmkrebsfrüherkennung bei Männern im Bezirk Lichtenberg vorgestellt, wonach zwei Workshops mit moderiertem Brainstorming zu möglichen Motivationsstrategien für Männer und Frauen in der Krebsvorsorge stattfand. Die Diskussion im Plenum widmete sich der Hauptfrage, wie Frauen und Männer zur Krebsvorsorge erreicht werden können. Mit Hilfe der Gesundheitskonferenz konnten neue Motivationsstrategien gesammelt werden. Die vielen Ideen für denkbare Vorgehensweisen zur Motivation von beiden Geschlechtern lassen sich zusammenfassen in „Öffentlichkeitskampagne zur Vorsorge“ und „Vortragsreihen zur Aufklärung und Motivation“. Darunter fallen z.B. Partnerschaften mit Fußball- und Sportvereinen, Fitnesscentern, Kleingartenvereinen oder auch Wohnungsbaugesellschaften. Lichtenberg gewinnt 1. Preis im Berliner Gender Budgeting-Verfahren In der Folge hat sich der Bezirk Lichtenberg mit dem Konzept „Gendersensibilisierung der MultiplikatorInnen der Gesundheitsförderung für die zielgruppengerechte Ansprache und Motivation für die die geschlechtsspezifische Vorsorge und Früherkennung von Krebserkrankungen“ erfolgreich beim Gender Budgeting Wettbewerb des Senates beworben. Der Lichtenberger Projektbeitrag bezieht sich auf die geschlechtergerechte Ansprache in der Krebsvorsorge. Dieser innovative Ansatz hilft Geschlechterungerechtigkeiten in der Gesundheitsförderung abzubauen, denn Gesundheitsangebote erreichen Frauen und Männer auf unterschiedliche Weise. 2015 hat der Bezirk die Gelegenheit, das Preisgeld von 30 000 € für geschlechtergerechte Maßnahmen in der Krebsvorsorge einzusetzen. Der Leitgedanke ist, dass Prävention durch frühzeitiges Erkennen Behandlung effektiver macht und die Heilungschancen steigert, was auf verschiedene Krebsarten wie Darmkrebs, Prostatakrebs bei Männern sowie Brustkrebs und Gebärmutterhalskrebs bei Frauen zutrifft. Auftakt der Veranstaltungsreihe „Leben und gesund alt werden in Lichtenberg“ Der Begriff des Alters und das Älterwerden sind nahezu allgegenwärtig. Es gibt immer mehr ältere Menschen in unserer Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund wurde ein gemeinsamer Austausch zu folgenden Fragen in Lichtenberg angeregt: Wie sieht die zukünftige Versorgung älterer Menschen aus? Wie gut ist die Versorgungsqualität in Lichtenberg? Welchen Beitrag können wir alle leisten für ein gesundes Altern im Bezirk Lichtenberg? Diese und andere Fragen erörterte die Auftakt-

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veranstaltung am 10. Dezember 2014 im Rathaus Lichtenberg. Sie richtete sich an die interessierte (Fach)-Öffentlichkeit. Gemeinsam mit den Geriatrieabteilungen des Sana Klinikums und des Ev.

angestiegen. Die Untersuchungsergebnisse lassen, wie in den vergangenen Jahren, insbesondere bei den Ergebnissen der standardisierten Tests, Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen erkennen. Die Jungen schneiden bei den meisten Tests schlechter ab und ihnen werden häufiger Fördermaßnahmen empfohlen. Weitaus stärker ausgeprägt sind die Unterschiede nach sozialem Status. Besonders viele auffällige Ergebnisse wiesen Kinder mit einem niedrigen Sozialstatus auf. Auffällig war hier die unterschiedliche Verteilung und Konzentration auf bestimmte Stadtteile, wie zum Beispiel Neu-Hohenschönhausen Süd, Frankfurter Allee Süd und Friedrichsfelde Nord. Plakatausstellung Na klar…! Die Ausstellung fand im Vorfeld der Berliner Aktionstage „Na klar…!“ statt und konnte vom 04.08 – 16.08. im Allee Center besichtigt werden. Präsentiert wurde die Ausstellung zur Suchtprävention durch die Kooperation zwischen der Fachstelle für Suchtprävention, dem Bezirksamt Lichtenberg und dem Verein Klaus Ziese e.V. Lichtenberger Psychiatriewegweiser / Gesundheitswegweiser 2014 Der Lichtenberger Wegweiser für Menschen mit psychischen Störungen und Suchtproblemen wurde in 2013 inhaltlich komplett überarbeitet und ist im Januar 2014 beim ehs-Verlag erschienen. Die Broschüre erfreute sich seither einer sehr großen Nachfrage bei den Lichtenberger BürgerInnen und erwies sich als nützliche Hilfe insbesondere für MitarbeiterInnen der öffentlichen Verwaltung und freier Beratungsstellen. Ebenso wurde der Lichtenberger Gesundheitswegweiser neu aufgelegt und an die Öffentlichkeit verteilt.

Von links: Prof. Dr. Thomas, Dr. Obermeyer, Robert Stephan, Dr. Kloppenborg, Dr. Born

Krankenhauses Elisabeth Herzberge sollen künftig zwei öffentliche Veranstaltungen pro Jahr stattfinden. Auswertung der Einschulungsuntersuchungen 2013 Im Juni wurden die Auswertungsergebnisse der Einschulungsuntersuchungen 2013 öffentlich vorgestellt. Grundlage waren die Untersuchungsergebnisse von 2.155 Kindern im Alter zwischen 5 und 7 Jahren. Im Vergleich zu den Vorjahren ist eine positive Tendenz zu verzeichnen: Der Anteil des Übergewichtsanteils bei den untersuchten Kindern ist weiterhin zurückgegangen und bei den Tests zur Sprachentwicklung wurden inzwischen bessere Ergebnisse erzielt. Leider gab es aber auch 347 Kinder, die das Ziel der Einschulung 2013 nicht erreicht haben. Damit ist die Anzahl der zurückgestellten Kinder zum Vorjahr weiter

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