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Full text: Grundauswertung der Einschulungsdaten in Berlin ... Issue 2017

Grundauswertung der
Einschulungsdaten in Berlin 2017

Druckversion des Berichts einschließlich der Tabellen und der Erläuterungen zur
Methodik aus dem Gesundheits- und Sozialinformationssystem (GSI) der
Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Berlin
(www.gsi-berlin.info)

Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle
Oranienstraße 106
10969 Berlin
Dr. Susanne Bettge
Tel (030) 9028 2679
E-Mail: susanne.bettge@sengpg.berlin.de
Dr. Sylke Oberwöhrmann
Tel (030) 9028 1541
E-Mail: sylke.oberwoehrmann@sengpg.berlin.de
Homepage https://www.berlin.de/sen/gesundheit/service/gesundheitsberichterstattung/
© SenGPG
Stand 12/2018

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Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

3

Abruf des Berichts, der Tabellen und Methodentexte im Internet:
Aufrufen der Startseite des Gesundheits- und Sozialinformationssystems (GSI):
http://www.gsi-berlin.info
Abrufen des Berichts (pdf-Datei):
Auf der GSI-Startseite links in der Navigation auf „Berichte“ klicken. Im rechten Bereich in der
2. Spalte auf „Grundauswertungen“ klicken. Alle verfügbaren Grundauswertungen der
Einschulungsdaten in Berlin beginnend mit der aktuellsten sind aufgelistet und stehen als pdfDatei zum Download bereit.
Die Daten der Einschulungsuntersuchungen aus den Jahren 2005 und 2006 sind im Rahmen
von Spezialberichten veröffentlicht und stehen ebenfalls als pdf-Dateien unter der Rubrik
„Spezialberichte“ in der 2. Spalte zum Download bereit.
Abrufen der Tabellen und Methodentexte (xls-Dateien):
a)

Abruf sämtlicher Auswertungen für den Einschulungsjahrgang 2017:
Auf der GSI-Startseite links in der Navigation auf „erweiterte Suche“ klicken. In der sich
öffnenden Suchmaske folgende Festlegung treffen:
Kontext: Einschulungsuntersuchung Berlin 2017
Die übrigen Auswahlfelder frei lassen. Als Suchergebnis werden sämtliche Tabellen zu den
Basisdaten der Einschulungsuntersuchungen 2017 angezeigt.

b)

Abruf von Auswertungen für die Einschulungsjahrgänge 2005 bis 2017:
Auf der GSI-Startseite links in der Navigation auf „Gesundheitsdaten“ klicken.
In der sich öffnenden Tabelle werden im Bereich „Gesundheitszustand der Bevölkerung“ unter
dem Thema „Gesundheitszustand von Vorschulkindern“ 14 Unterthemen angezeigt, die alle
Tabellen zu den Basisdaten der Einschulungsuntersuchungen beinhalten (auch die aus den
Vorjahren). Aus diesen können die Auswertungen themenbezogen einzeln abgerufen werden.

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Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

5

Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Eckdaten der untersuchten Kinder

7
10

2.1 Methodik

10

2.2 Die Eckdaten im Überblick

17

2.3 Soziale Lage und Migrationsmerkmale

19

3 Gesundheits- und Risikoverhalten

29

3.1 Impfstatus

29

3.2 Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen

52

3.3 Raucher/innen im Haushalt

58

3.4 Medienkonsum

62

4 Gesundheitliche Problemlagen

67

4.1 Körpergewicht

67

4.2 Auffälligkeiten in der motorischen Entwicklung

72

4.3 Auffälligkeiten in der kognitiven Entwicklung

80

4.4 Auffälligkeiten in der sprachlichen Entwicklung

88

4.5 Inanspruchnahme von Therapien im Bereich der Entwicklung

5 Soziales Umfeld und soziale Integration

109

117

5.1 Eckdaten der familiären Situation

117

5.2 Besuch von Kindertageseinrichtungen

126

5.3 Deutsche Sprachkenntnisse und Familiensprachen

131

Anhang

140

Dokumentationsbogen Einschulungsuntersuchung 2017

140

Übersicht über die Prognoseräume (LOR-PR) in Berlin

143

Nummern und Bezeichnungen der Prognoseräume (LOR-PR) in Berlin

144

Tabellen auf Ebene der Prognoseräume

145

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1

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

7

Einleitung

Die vorliegenden Auswertungen enthalten die Basisdaten zur gesundheitlichen und sozialen Lage von
Kindern in Berlin aus der Einschulungsuntersuchung 2017. Die Auswertungen und Ergebnisdarstellungen

1

folgen der Vorgehensweise für die Daten der Einschulungsuntersuchungen 2005 (Spezialbericht 2007-1) ,
2

2006 (Spezialbericht 2008-1) und 2007 bis 2016 (Tabellen und Grundauswertungen unter www.gsiberlin.info). In den genannten Spezialberichten finden sich genauere Hinweise zu den
Einschulungsuntersuchungen in Berlin und zu Gesichtspunkten der Datenverarbeitung und
Ergebnisdarstellung.
Beginnend mit der Grundauswertung der Daten der Einschulungsuntersuchung 2013 werden als
Grundgesamtheit alle die Kinder in die Auswertung einbezogen, die in dem betreffenden Jahr zum ersten
Mal zu einer Einschulungsuntersuchung im Kinder- und Jugendgesundheitsdienst vorgestellt wurden,
unabhängig davon, ob sie tatsächlich eingeschult oder für ein Jahr zurückgestellt werden. Bis 2013
bezogen sich die Auswertungen auf die Kinder, die in dem entsprechenden Jahr tatsächlich eingeschult
wurden. Diese Änderung wurde vorgenommen, da aufgrund der über mehrere Jahre stetig ansteigenden
Zahl von Zurückstellungen eine erneute Untersuchung im Folgejahr nicht mehr in jedem Fall stattfindet
und daher nach bisheriger Methodik nicht mehr ein kompletter Einschulungsjahrgang erfasst würde.
Weitere Informationen zur Änderung der Grundgesamtheit und deren Auswirkungen auf die berichteten
Ergebnisse lassen sich der Grundauswertung der Einschulungsdaten in Berlin 2013 (im Internet abrufbar
unter www.gsi-berlin.info) entnehmen.
Wie auch die oben genannten Berichte, gliedern sich die Auswertungen der Einschulungsdaten 2017 in
die Inhaltsbereiche Eckdaten der untersuchten Population, Gesundheits- und Risikoverhalten
(Impfstatus, Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen, Raucher/innen im Haushalt,
Medienkonsum), gesundheitliche Problemlagen (Körpergewicht, Auffälligkeiten der motorischen,
kognitiven und sprachlichen Entwicklung) sowie soziales Umfeld und soziale Integration (Eckdaten der
familiären Situation, Besuch von Kindertageseinrichtungen, Kenntnisse der deutschen Sprache). Neu
hinzukommen sind seit letztem Jahr die Bereiche Inanspruchnahme von Therapien im Bereich der
Entwicklung im Kapitel gesundheitliche Problemlagen sowie Familiensprachen und Mehrsprachigkeit im
Unterkapitel Kenntnisse der deutschen Sprache. Jedem Bereich ist zunächst eine kurze Darstellung zur
Methodik der Datenerhebung vorangestellt. Anschließend werden die Ergebnisse jeweils im Überblick
über die Gesamtsituation und differenziert nach Geschlecht, sozialer Lage, Merkmalen zum
Migrationshintergrund sowie auf Bezirksebene dargestellt. Für jedes Merkmal werden Zeitreihen
beginnend mit dem Jahr 2005 erstellt und jährlich weitergeführt. Für nach 2005 neu aufgenommene
Merkmale beginnen die Zeitreihen mit dem jeweils ersten Erhebungsjahr. In den präventionsrelevanten
Bereichen Übergewicht, motorische, kognitive und sprachliche Entwicklung sowie deutsche
Sprachkenntnisse der Kinder nichtdeutscher Herkunft, für die im Besonderen die Kitas einen wichtigen
Zugangsweg darstellen, werden die Ergebnisse auch nach der Kita-Besuchsdauer differenziert.

1

Oberwöhrmann, S. & Bettge, S. (2007). Basisdaten zur gesundheitlichen und sozialen Lage von Kindern in Berlin. Ergebnisse und
Handlungsempfehlungen auf der Basis der Einschulungsuntersuchungen 2005. Gesundheitsberichterstattung Berlin, Spezialbericht 2007 – 1.
Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz Berlin. Im Internet abrufbar unter http://www.gsi-berlin.info .

2

Oberwöhrmann, S. & Bettge, S. (2008). Grundauswertung der Einschulungsdaten 2006 zur gesundheitlichen und sozialen Lage von Kindern in
Berlin. Gesundheitsberichterstattung Berlin, Spezialbericht 2008 – 1. Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz Berlin. Im
Internet abrufbar unter http://www.gsi-berlin.info .

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Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

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Sozialraumorientierung: Die lebensweltlich orientierten Planungsräume (LOR)

Ein besonderes Merkmal der Einschulungsdaten besteht darin, dass detaillierte Informationen über den
Wohnort des Kindes vorliegen, die für kleinräumige Analysen genutzt werden können. Dadurch lassen
sich sozialräumliche Disparitäten in der gesundheitlichen und sozialen Lage der Kinder und ihrer Familien
aufzeigen. Hieraus werden räumlich differenzierte Informationen über Handlungsbedarf und Zielgruppen
für Gesundheitsförderung, Prävention und Intervention gewonnen.
Die bis zum Erhebungsjahr 2004 verwendeten räumlichen Gliederungsebenen (Verkehrszellen,
Statistische Gebiete, Alt-Bezirke) werden seit dem Einschulungsjahrgang 2005 durch die neuen,
3

lebensweltlich orientierten Planungsräume ersetzt. Ziel der Erarbeitung der neuen Planungsräume war
eine Vereinheitlichung der von verschiedenen Senatsverwaltungen und Bezirksämtern genutzten
Planungsregionen, um die räumlichen Planungsprozesse der Verwaltungen auf eine gemeinsame Basis
zu stellen und die ressortübergreifende Zusammenarbeit zu erleichtern.
Die lebensweltlich orientierten Planungsräume bilden ein hierarchisches räumliches Bezugssystem mit
drei Ebenen. Auf der untersten Ebene sind 447 Planungsräume festgelegt, die auf der zweiten Ebene zu
138 Bezirksregionen und auf der dritten Ebene zu 60 Prognoseräumen aggregiert werden. Für die
sozialräumlichen Auswertungen der Einschulungsdaten wurde die Ebene der Prognoseräume
ausgewählt. Diese lässt Auswertungen zu, die deutlich differenzierter sind als auf Bezirksebene,
gewährleistet aber andererseits in 59 der 60 Prognoseräume hinreichend große Fallzahlen, um auf einen
Einschulungsjahrgang bezogene statistische Analysen sinnvoll durchführen zu können.
Für die Jahre 2005 bis 2007 wurden die Prognoseräume auf der Basis der alten räumlichen
Gliederungsebenen für die Auswertung rekonstruiert. Seit dem Erhebungsjahr 2008 werden die Daten auf
der Planungsraumebene erfasst. Die Ergebnisse der sozialräumlichen Auswertungen auf der Ebene der
Prognoseräume werden im Anhang tabellarisch aufgeführt.
Mit der vorliegenden Grundauswertung ist es unter Einbeziehung der Spezialberichte 2007-1 und 2008-1
sowie der Grundauswertungen der Einschulungsdaten 2007 bis 2016 möglich, den zeitlichen Verlauf der
Veränderungen auch auf der kleinteiligeren räumlichen Ebene (Prognoseräume) zu betrachten. Bei der
Interpretation der Veränderungen ist jedoch Vorsicht geboten, da aufgrund der kleineren Fallzahlen von
Kindern pro Prognoseraum erfahrungsgemäß teils größere Schwankungen von Jahr zu Jahr zu
beobachten sind. Für verlässlichere Aussagen zu Veränderungen auf dieser räumlichen Ebene sollten
daher die Daten mehrerer Jahre herangezogen werden.
Für die bezirklichen Auswertungen wird seit 2005 auf der Basis des jeweiligen räumlichen Bezugssystems
der Wohnbezirk des Kindes gewählt und nicht der Bezirk, in dem das Kind bei der
Einschulungsuntersuchung untersucht wurde, um von deckungsgleichen Fallzahlen auf den
unterschiedlichen Raumebenen (Bezirke, Prognoseräume) auszugehen.

Grundsätze der statistischen Geheimhaltung und der Darstellung der Ergebnisse
Aufgrund der Vollerhebung eines Jahrgangs bei den Einschulungsuntersuchungen sind die Fallzahlen in

den Auswertungen in der Regel hinreichend groß, dass Rückschlüsse auf einzelne Kinder ausgeschlossen
sind. In den seltenen Fällen, in denen in einer Tabellenzelle eine Fallzahl von drei unterschritten wird,
wird diese aus Gründen der statistischen Geheimhaltung gesperrt. Diese Sperrungen werden mit dem
Zeichen „*“ gekennzeichnet.

3

Jahn, Mack & Partner (2006). Vereinheitlichung von Planungsräumen. Gutachten im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin und
des Statistischen Landesamtes Berlin.

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Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

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Gehören in einer Tabelle annähernd oder vollständig alle Fälle der berichteten Kategorie an (d. h.
lediglich bis zu zwei Fälle gehören derselben anderen Kategorie an), so wird nicht die exakte Anzahl bzw.
der exakte Anteil ausgewiesen, sondern eine Angabe „> x“ bzw. „> x %“ gemacht, die nicht offenlegt, wie
viele Fälle exakt übrig sind. Die Zahlenangabe x bzw. x % wird so berechnet, dass bei Abzug von der
Gesamtzahl der Fälle bzw. von 100 % mindestens drei Fälle übrig bleiben.
Für einzelne Merkmale reichen insbesondere im Falle der Tabellen zu den Prognoseräumen die Fallzahlen
nicht aus, um statistisch belastbare Aussagen zu treffen. Deshalb werden in Fällen mit weniger als 100
untersuchten Kindern keine Anteile ausgewiesen und stattdessen das Zeichen „/“ in der Tabelle
eingefügt.
Alle Prozentzahlen in den Tabellen sind auf eine Nachkommastelle gerundet, dadurch können sich bei
Addition der Prozentangaben in der Summe geringfügige Abweichungen von 100 % ergeben.

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Gesundheitsberichterstattung Berlin

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Eckdaten der untersuchten Kinder

In diesem Kapitel werden die soziodemografischen Eckdaten der Kinder des Einschulungsjahrganges
2017 dargestellt. Diese Eckdaten umfassen das mittlere Alter, die Geschlechtsverteilung, die soziale Lage
und Merkmale zum Migrationshintergrund. Sie werden für das aktuelle und das Vorjahr berichtet.
Zusätzlich wird die Verteilung der untersuchten Kinder über die zwölf Berliner Bezirke aufgeschlüsselt.
Die Erfassung und Bestimmung des Migrationshintergrundes haben sich 2015 im Vergleich zu den
Vorjahren geändert und erfolgen seitdem nach einer bundesweit unter den Bundesländern und dem
4

Robert Koch-Institut (RKI) abgestimmten Definition . Mit der neuen Definition ist auch eine
Vergleichbarkeit mit den Daten der KiGGS-Studie des RKI zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in
Deutschland gegeben. Durch die Änderung ergibt sich jedoch für die Migrationsmerkmale in Berlin von
2014 zu 2015 ein Bruch in der Zeitreihe. In den beiden folgenden Abschnitten wird das methodische
Vorgehen bei der Operationalisierung der sozialen Lage sowie der Migrationsmerkmale erläutert und im
Anschluss werden die Ergebnisse tabellarisch aufbereitet.
Veränderungen in der Anzahl untersuchter Kinder bei der Einschulungsuntersuchung 2016 und 2017
Am 15.8.2016 trat die Änderung der gesetzlichen Stichtagsregelung zur Schulpflicht in Kraft, nach der die
Kinder schulpflichtig sind, die mit Beginn eines Schuljahres (1. August) das sechste Lebensjahr vollendet
haben oder bis zum folgenden 30. September vollenden werden. Zuvor wurden Kinder schulpflichtig, die
im Laufe des Kalenderjahres, in dem das Schuljahr begann, das sechste Lebensjahr vollendeten (z. B. für
das Schuljahr 2015/2016 bis zum 31.12.2015). Dadurch wurden zum Schuljahr 2017/18
(Einschulungsuntersuchung 2017) nur drei Viertel eines Jahrgangs schulpflichtig, nämlich die von Januar
bis September 2011 geborenen Kinder. Allerdings galt bereits im Vorfeld dieser Schulgesetzänderung für
die Anmeldung der Kinder zum Schuljahr 2016/2017 (Einschulungsuntersuchung 2016) eine
Übergangsregelung zur Zurückstellung der schulpflichtigen Kinder, die im Zeitraum von Oktober bis
Dezember 2010 geboren waren. Diese konnten auf einfachen, formlosen Antrag ihrer Eltern ohne
Einschulungsuntersuchung zurückgestellt werden, wurden dann zur Einschulungsuntersuchung 2017
erstmals vorgestellt und gehen somit in die vorliegende Auswertung ein. Von der Übergangsregelung
wurde in einem größeren Ausmaß Gebrauch gemacht. Im Resultat wurden im Einschulungsjahrgang
2016 weniger Kinder zur Einschulungsuntersuchung vorgestellt (vgl. Tabelle 2.3 Deskription der Kinder
bei der Einschulungsuntersuchung) als in den Jahren zuvor. Die Anzahl der erstmals vorgestellten Kinder
zum Schuljahr 2017/2018 bewegt sich aufgrund der großen Zahl der aufgrund der Sonderregelung im
Vorjahr zurückgestellten Kinder wieder auf dem Niveau des Jahres 2015.

2.1

Methodik

Operationalisierung der sozialen Lage

Zur Beschreibung der sozialen Lage der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung werden Bildungs- und
Erwerbsstatus der Eltern durch Angaben über Schulabschluss, berufliche Ausbildung und
Erwerbstätigkeit beider Elternteile erfasst.

4

Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales (Hrsg.) (2013). Einheitliche Erfassung des Migrationshintergrundes bei den
Einschulungsuntersuchungen. Modellprojekt der AG GPRS der AOLG – Abschussbericht. Spezialbericht 2013-1. Im Internet abrufbar unter
http://www.gsi-berlin.info.

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Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

11

Methodisches Vorgehen bis 2008
Bei den Auswertungen der Einschulungsuntersuchungen bis einschließlich 2008 wurde aus den Angaben
zu Schulabschluss und Erwerbstätigkeit ein sozialer Schichtindex gebildet, indem für jeden Elternteil für
die beiden Komponenten Schulbildung und Erwerbsstatus Punkte vergeben wurden (Tabelle 2.1). Der
Schulabschluss wurde im Vergleich zur Erwerbstätigkeit mit doppelt so hohen Punktzahlen bewertet, um
den Bildungsanteil mit stärkerem Gewicht in den Index eingehen zu lassen. Fehlten Angaben eines
Elternteils, wurden die Punktzahlen des anderen Elternteils verdoppelt, sofern wenigstens für einen
Elternteil vollständige Angaben zu beiden Komponenten vorlagen.
Tabelle 2.1:
Vergabe von Punkten bei der Bildung des sozialen Schichtindexes bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin 2004 bis 2008
Schulbildung

Punkte

Erwerbsstatus

Punkte

ohne Hauptschulabschluss

2

vollzeitbeschäftigt

3

mit Hauptschulabschluss

2

teilzeitbeschäftigt

2

10. Klasse/mittlere Reife

4

nicht erwerbstätig:

(Fach-)Hochschulreife

6

ich finde keine Arbeit

0

ich habe andere Gründe

1

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Darstellung: SenGPG - I A -)

Unter Addition der Punkte beider Elternteile bzw. bei Verdoppelung der Punktzahl des Elternteils, von
dem Angaben vorlagen, konnte der soziale Schichtindex Werte zwischen 4 und 18 Punkten erreichen. Der
Punktwertebereich wurde auf der Basis der Daten 2004 in drei annähernd gleich große Gruppen
eingeteilt und der oberen, mittleren und unteren sozialen Schicht zugeordnet. Dabei errechnete sich für
die untere Schicht ein Punktwertebereich von 4 - 11 Punkten, für die mittlere Schicht von 12 - 15 Punkten
und für die obere Schicht von 16 - 18 Punkten. Die Verwendung der Daten 2004 als Referenzwerte
ermöglichte die Schaffung eines Bezugspunktes, der es erlaubte, in den weiteren Jahren Veränderungen
in der Verteilung der drei Schichten zu erkennen.
Aktuelles methodisches Vorgehen (seit 2009)
Der frühere soziale Schichtindex (s. o.) wurde unter Hinzuziehung der Angaben zur Berufsausbildung der
Eltern überarbeitet und in einen neuen sozialen Statusindex überführt (zu Details vgl. Spezialbericht
5

2011-1 ). In den sozialen Statusindex gehen die drei Merkmale Schulabschluss, Berufsausbildung und
Erwerbsstatus jeweils für beide Elternteile gleich gewichtet ein, wobei für jedes der drei Merkmale pro
Elternteil 0 bis 3 Punkte vergeben werden (Tabelle 2.2). Wie auch bisher werden bei fehlenden Angaben
eines Elternteils die Punktzahlen des anderen Elternteils in dem jeweiligen Merkmal verdoppelt, sofern
wenigstens für einen Elternteil vollständige Angaben zu allen drei Merkmalen vorliegen.

5

Bettge, S., Oberwöhrmann, S., Hermann, S. & Meinlschmidt, G. (2011). Sozialstruktur und Kindergesundheit - Ein Atlas für Berlin auf Basis der
Einschulungsuntersuchungen 2007/2008. Gesundheitsberichterstattung Berlin, Spezialbericht 2011 – 1. Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt
und Verbraucherschutz Berlin. Im Internet abrufbar unter http://www.gsi-berlin.info .

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Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle 2.2:
Vergabe von Punkten bei der Bildung des sozialen Statusindexes bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin ab 2009
Schulbildung

Berufsausbildung

Erwerbsstatus

ohne Hauptschulabschluss

ohne Berufsausbildung

Hauptschulabschluss

in Ausbildung/Studium

mittlere Reife/ mittlerer

abgeschlossene Berufsausbildung/

Schulabschluss (MSA) /10. Klasse

Fachschulabschluss

(Fach-)Hochschulreife

(Fach-)Hochschulabschluss

Punkte

nicht erwerbstätig
- finde keine Arbeit
nicht erwerbstätig
- habe andere Gründe

0

1

Teilzeit

2

Vollzeit

3

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Darstellung: SenGPG - I A -)

Addiert man die Punktwerte beider Elternteile, so kann der soziale Statusindex Werte zwischen 0 und 18
Punkten annehmen. Unter Verwendung der Ergebnisse detaillierter sozialstruktureller Analysen (vgl.
Spezialbericht 2011-1, a. a. O.) werden die Punktwerte 0 - 8 der Gruppe mit niedrigem sozialen Status,
die Punktwerte 9 - 15 der Gruppe mit mittlerem sozialen Status und die Punktwerte 16 - 18 der Gruppe
mit hohem sozialen Status zugeordnet. Die resultierende Verteilung steht in Einklang mit der Einteilung
sozialer Statusgruppen bei der KiGGS-Studie.

6

Um die Möglichkeit eines Abgleichs mit bisherigen Auswertungen zu erhalten, werden in den
Auswertungen der Einschulungsdaten seit 2009 sowohl der bisherige soziale Schichtindex als auch der
neue soziale Statusindex in den Eckdaten ausgewiesen und nach Bezirken und Migrationsmerkmalen
aufgeschlüsselt. Dabei ist die unterschiedliche Größe der sozialen Statusgruppen im Vergleich zu den
sozialen Schichten zu beachten, die nicht durch eine plötzliche Änderung im sozialen Gefüge zu erklären
ist, sondern auf die methodisch bedingte Verschiebung in der Definition der Gruppen zurückzuführen ist.
Zur besseren Vergleichbarkeit wird der soziale Schichtindex nur für die Gruppe der Kinder dargestellt, für
die auch gültige Werte zum sozialen Statusindex vorliegen. Damit werden Kinder mit Angaben zu
Schulbildung und Erwerbsstatus der Eltern, aber fehlenden Angaben zur beruflichen Ausbildung der
Eltern von der Berechnung und Darstellung des sozialen Schichtindexes ausgeschlossen. Dadurch können
sich gegenüber dem von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung an die Bezirke
herausgegebenen Auswertprogramm Fallzahlabweichungen in kleiner Größenordnung ergeben. In den
inhaltlichen Auswertungen der Kapitel 3 bis 5 werden ausschließlich die sozialen Statusgruppen nach
dem neuen Berechnungsverfahren als Stratifizierungsmerkmal verwendet, weil sich in der Auswertung
der Einschulungsdaten 2009 gezeigt hat, dass die mit den beiden sozialen Indizes zu erzielenden
grundsätzlichen inhaltlichen Aussagen weitgehend deckungsgleich sind.

Operationalisierung der Migrationsmerkmale

Seit der Einführung des Staatsangehörigkeitsgesetzes im Jahr 2000 geben die Passverhältnisse nur noch
unzureichend Auskunft über die Herkunft von Kindern aus Familien mit Migrationshintergrund. Die
Differenzierung nach der kulturellen Herkunft ist jedoch ein wichtiger Aspekt bei der Analyse der
gesundheitlichen und sozialen Lage im Kindes- und Jugendalter, insbesondere in einer stark

6

Lange, M., Kamtsiuris, P., Lange, C., Schaffrath Rosario, A., Stolzenberg, H. & Lampert, T. (2007). Messung soziodemographischer Merkmale im
Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) und ihre Bedeutung am Beispiel der Einschätzung des allgemeinen Gesundheitszustands.
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz, 50, 578-589.

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Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

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multikulturell geprägten Region wie dem Land Berlin. So werden sowohl das Gesundheitsverhalten als
auch der Umgang mit Krankheit zum Teil von kulturellen Einflüssen geprägt.
Methodisches Vorgehen von 2005 bis 2008
Im Rahmen der Einschulungsuntersuchungen wurde in Berlin seit dem Jahr 2002 neben der
Staatsangehörigkeit auch die kulturelle Herkunft (kurz: Herkunft) der Kinder erhoben. Maßgeblich für die
Zuordnung der Staatsangehörigkeit waren die Passverhältnisse der Kinder. Kinder, die zusätzlich zur
deutschen noch weitere Staatsangehörigkeiten besaßen, wurden als Deutsche gezählt. Die Herkunft
bezog sich auf den Kulturkreis, aus dem das jeweilige Kind stammte. Bei Kindern ohne deutsche
Staatsangehörigkeit entsprach die Herkunft der Staatsangehörigkeit. Ansonsten erfolgte die Zuordnung
des Kindes zu einer nichtdeutschen Herkunft unter Verwendung der Merkmale Geburtsland der Eltern,
Staatsangehörigkeit der Eltern und Familiensprache(n). Wenn mindestens eins der folgenden drei
Kriterien erfüllt war, wurde dem Kind eine nichtdeutsche Herkunft bescheinigt:
• Beide Eltern waren nicht in Deutschland geboren.
• Beide Eltern besaßen bei der Geburt nicht die deutsche Staatsangehörigkeit (unabhängig davon, ob
sie mittlerweile eingebürgert waren).
• Mindestens ein Elternteil war nicht in Deutschland geboren oder besaß bei Geburt nicht die deutsche
Staatsangehörigkeit und in der Familienkommunikation wurde vorwiegend eine (oder mehrere)
andere Sprache(n) als die deutsche Sprache verwendet oder das Kind sprach eine andere Sprache
besser als deutsch.
Die Entscheidung über das Vorliegen einer nichtdeutschen Herkunft und die Zuordnung zu einer der
sechs Staatsangehörigkeits- bzw. Kulturkreisgruppen (deutsch, türkisch, arabisch, osteuropäisch,
westliche Industriestaaten, sonstige Staaten) erfolgte durch den Untersucher/die Untersucherin.
Methodisches Vorgehen von 2009 bis 2014
Mit der Einschulungsuntersuchung 2009 wurde die Zuordnung zu einer der sechs Staatsangehörigkeitsbzw. Herkunftsgruppen jeweils durch die Erfassung des genauen Staates in Anlehnung an die
Staatenliste der Vereinten Nationen abgelöst. Für die Auswertung und Berichterstattung wurde die
Gruppierung der Staaten zu den bekannten sechs Herkunftsgruppen weiterhin beibehalten.
Aktuelles methodisches Vorgehen (seit 2015)
Bereits seit Längerem wurde auf Bundesländerebene der Bedarf an einer einheitlichen
Operationalisierung des Migrationshintergrundes in den Daten der Einschulungsuntersuchung gesehen,
um damit eine Vergleichbarkeit über Ländergrenzen und auch mit bundesweiten Daten gewährleisten zu
können. Vor diesem Hintergrund wurde 2009 ein Modellprojekt der Arbeitsgemeinschaft
Gesundheitsberichterstattung, Prävention, Rehabilitation und Sozialmedizin (AG GPRS) der obersten
Landesgesundheitsbehörden (AOLG) für eine einheitliche Erfassung des Migrationshintergrundes bei den
Einschulungsuntersuchungen unter Federführung des Landes Berlin initiiert. Für nähere Informationen
zur Methodik und den Ergebnissen des Modellprojektes wird auf den entsprechenden Spezialbericht
7

8

verwiesen . Die im Rahmen des Modellprojektes erarbeitete Definition wurde bei den
7

Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales (Hrsg.) (2013). Einheitliche Erfassung des Migrationshintergrundes bei den
Einschulungsuntersuchungen – Modellprojekt der AG GPRS der AOLG – Abschlussbericht. Gesundheitsberichterstattung Berlin, Spezialbericht 20131. Im Internet abrufbar unter http://www.gsi-berlin.info .

8

Die Definition im Modellprojekt entspricht der Definition, die auch im Kinder- und Jugendgesundheitssurvey des Robert Koch-Instituts verwendet
wird.

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Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Einschulungsuntersuchungen zum Schuljahr 2015/2016 (Einschulungsuntersuchung 2015)
flächendeckend eingeführt und löst die bisherige Definition ab.
Nach der neuen Definition wird einem Kind ein beidseitiger Migrationshintergrund zugeschrieben, wenn
• beide Eltern entweder nicht in Deutschland geboren sind und/oder eine andere als die deutsche
Staatsangehörigkeit besitzen
oder
• ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde und das Kind selbst nicht in Deutschland geboren
ist.
Für das Merkmal „nicht-deutsche Staatsangehörigkeit“ von Mutter und/oder Vater ist dabei in beiden
Fällen unerheblich, ob der jeweilige Elternteil zusätzlich auch die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt
oder nicht.
Beispiele für einen beidseitigen Migrationshintergrund des Kindes:
• Mutter und Vater sind in Deutschland geboren, haben aber beide die türkische Staatsangehörigkeit.
• Mutter ist in Deutschland geboren, hat aber die ukrainische Staatsangehörigkeit, Vater ist in
Russland geboren und hat die deutsche Staatsangehörigkeit.
• Kind und Vater sind in den USA geboren, Mutter ist in Deutschland geboren und hat die deutsche
Staatsangehörigkeit.
Ferner wird ein einseitiger Migrationshintergrund des Kindes definiert, wenn
• ein Elternteil nicht in Deutschland geboren ist und/oder eine nicht-deutsche Staatsangehörigkeit
besitzt.
Hierbei ist zu beachten, dass einem nicht in Deutschland geborenen Kind nur dann ein einseitiger
Migrationshintergrund zugeschrieben wird, wenn beide Eltern in Deutschland geboren sind und nur ein
Elternteil eine nicht-deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. In Fällen, in denen zusätzlich zum Kind auch
ein Elternteil nicht in Deutschland geboren ist, wird gemäß der obigen Definition ein beidseitiger
Migrationshintergrund zugewiesen.
Beispiele für einen einseitigen Migrationshintergrund des Kindes:
• Mutter ist in Polen geboren und hat die polnische Staatsangehörigkeit, Vater und Kind sind in
Deutschland geboren und der Vater hat die deutsche Staatsangehörigkeit.
• Mutter und Vater sind in Deutschland geboren, Mutter hat die deutsche Staatsangehörigkeit, Vater
die türkische.
Der Hauptunterschied zwischen der bisherigen und der neuen Definition liegt darin, dass bei der neuen
Definition keine Vermischung mit Merkmalen zur Familiensprache und/oder den Deutschkenntnissen des
Kindes erfolgt, die bei der bisherigen Definition in Fällen eines einseitigen Migrationshintergrundes über
die Zuschreibung eines Migrationshintergrundes entschieden. Ferner war nach der bisherigen Definition
keine Differenzierung in einen beidseitigen oder einseitigen Migrationshintergrund möglich und Kinder
mit einseitigem Migrationshintergrund wurden nur zum Teil erfasst. Aus Sicht der
Gesundheitsberichterstattung ist diese Differenzierung jedoch durchaus sinnvoll, da sich z. B. in
Auswertungen des Robert Koch-Instituts (RKI) zum Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) gezeigt

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Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

15

hat, dass es sehr wohl Unterschiede in der gesundheitlichen Lage von Kindern mit einseitigem vs. Kindern
mit beidseitigem Migrationshintergrund gibt.

9

Aufgrund der Änderung der Erfassungsmerkmale und der Definition des Migrationshintergrundes bei den
Einschulungsuntersuchungen ergibt sich ein Bruch in der Zeitreihe des Anteils der Kinder nichtdeutscher
Herkunft und konsekutiv auch der Anteile der Herkunftsgruppen (s. unten). Der Anteil der Kinder
nichtdeutscher Herkunft (d. h. mit einem ein- oder beidseitigen Migrationshintergrund) ist 2015
gegenüber 2014 um rund 6 Prozentpunkte sprunghaft angestiegen. Der Unterschied zwischen den
beiden Jahren liegt jedoch in der Größenordnung der Differenz der beiden Definitionen, wie sie mit den
Berliner Daten im Modellprojekt festzustellen war (SenGesSoz 2013, a. a. O.). Es wird davon
ausgegangen, dass der Anstieg nach der neuen Definition hauptsächlich auf die Kinder mit einem
einseitigen Migrationshintergrund zurückzuführen ist, die von der bisherigen Definition nur zum Teil
erfasst wurden. Der Anteil nicht in Deutschland geborener Kinder hat dagegen von 2014 zu 2015 lediglich
um 1,4 Prozentpunkte zugenommen und weist damit eine vergleichbare Steigerung auf wie von 2013 zu
2014. Der Anstieg im Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund von 2014 zu 2015 beruht damit
überwiegend auf der Änderung der Methodik und ist nicht Ausdruck einer realen Veränderung in der
Bevölkerung.
Die zusammenfassende Gruppierung der Herkunftsländer bleibt trotz der Definitionsänderung
gegenüber den Vorjahren unverändert. Die Vielzahl der in Berlin vertretenen Herkunftsländer macht zu
Auswertungszwecken eine Zusammenfassung in größere Gruppen erforderlich. Kriterien für die
Gruppenbildung sind zum einen die zahlenmäßige Häufigkeit, zum anderen ein postulierter ähnlicher
soziokultureller Hintergrund. Neben den Kindern deutscher und türkischer Herkunft werden die Kinder
aus den Staaten der arabischen Liga (arabisch), aus osteuropäischen Staaten (ehemalige Staaten und
Nachfolgestaaten des Warschauer Paktes, einschließlich der Staaten der ehemaligen Sowjetunion, der
Staaten des ehemaligen Jugoslawiens und Albanien) und die Kinder aus Industriestaaten europäischwestlicher Prägung („westliche Industriestaaten“: USA, Kanada, Australien, Neuseeland, alle
europäischen Staaten außer Deutschland und den aufgeführten osteuropäischen Staaten) jeweils in
Gruppen zusammengefasst. Alle Kinder mit anderer Herkunft werden aufgrund geringerer Häufigkeiten
unter der Sammelkategorie „aus sonstigen Staaten“ geführt. Die Zuordnung zu einer Herkunftsgruppe
erfolgt für alle Kinder nichtdeutscher Herkunft (also unabhängig vom Vorliegen eines ein- oder
beidseitigen Migrationshintergrundes). Sie wird nach der neuen Definition nicht mehr von dem
Untersucher/der Untersucherin vorgenommen, sondern erfolgt auf der Basis der vorliegenden Angaben.
Sind für Mutter und Vater Länder bzw. Staatsangehörigkeiten unterschiedlicher Herkunftsgruppen
angegeben, werden die Angaben der Mutter verwendet. Bei unterschiedlichen Herkunftsgruppen von
Geburtsland und Staatsangehörigkeit wird die Herkunftsgruppe anhand des Geburtslandes bestimmt.
Aufgrund der methodischen Änderung ist es in seltenen Einzelfällen möglich, dass das Kind keiner
Herkunftsgruppe zugeordnet werden kann, nämlich dann, wenn die Staatsangehörigkeit der Eltern
ungeklärt ist (sog. Staatenlose) und die Angaben zum Geburtsland fehlen. Im Einschulungsjahrgang 2017
betrifft dies berlinweit 14 Kinder. Aufgrund der kleinen Fallzahl werden diese Kinder zur Wahrung der
statistischen Geheimhaltung von den Auswertungen nach Migrationshintergrund und Herkunft
ausgeschlossen.

9

Kurth, B., Ellert, U., Neuhauser, H., Schenk, L. (2008). Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund: Ergebnisse des
Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS). In: Beauftragte der Bundesregierung für Migration und Flüchtlinge (2008). Gesundheit von Kindern
und Jugendlichen in Familien mit Migrationshintergrund. Dokumentation einer Tagung in Kooperation mit dem bundesweiten Arbeitskreis
Migration und Gesundheit am 19./20. September 2008.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

16

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Ein zusätzliches Stratifizierungsmerkmal stellt weiterhin wie bisher der Migrationshintergrund in
Verbindung mit den Deutschkenntnissen von Kind und begleitendem Elternteil dar (zu den
Deutschkenntnissen vgl. Kapitel 5.3). In der Regel werden die Kinder von einem Elternteil zur
Einschulungsuntersuchung begleitet, am häufigsten von der Mutter. Die Deutschkenntnisse des
begleitenden Elternteils werden für dieses Merkmal herangezogen. Haben beide Eltern das Kind zur
Untersuchung begleitet und ihre Deutschkenntnisse werden unterschiedlich beurteilt, werden die
Deutschkenntnisse der Mutter verwendet. Es werden vier Gruppen unterschieden: Kinder deutscher
Herkunft, Kinder nichtdeutscher Herkunft mit (sehr) guten Deutschkenntnissen von Kind und
begleitendem Elternteil, Kinder nichtdeutscher Herkunft mit unzureichenden Deutschkenntnissen von
Kind oder begleitendem Elternteil und Kinder nichtdeutscher Herkunft mit unzureichenden
Deutschkenntnissen von Kind und begleitendem Elternteil (zur methodischen Begründung und
Erläuterung dieser Gruppenbildung vgl. Spezialbericht 2011-1, a. a. O.). Auch hier wird die nichtdeutsche
Herkunft insgesamt, ohne Differenzierung nach ein- oder beidseitigem Migrationshintergrund, für die
Bildung des Merkmales verwendet.
Aufgrund der jahrelang konstant niedrigen Anteile nicht in Deutschland geborener Kinder wurden diese
vor 2016 nicht in der Grundauswertung ausgewiesen. Mit der Ost-Erweiterung der Europäischen Union
und der Zuwanderung Geflüchteter in den letzten Jahren ist jedoch ein gestiegener Anteil nicht in
Deutschland geborener Kinder zu verzeichnen, der zum Teil auch Veränderungen im zeitlichen Verlauf
der Merkmale erklären kann. Daher wird der Anteil nicht in Deutschland geborener Kinder seit der
Grundauswertung 2016 in den Eckdaten ausgewiesen und das Merkmal Geburt in Deutschland als
weiteres Stratifizierungsmerkmal in die entsprechenden Tabellen mit aufgenommen. Wichtig für die
Interpretation ist hierbei, dass die Gruppe nicht in Deutschland geborener Kinder zum einen auch im
Ausland geborene herkunftsdeutsche Kinder umfasst, zum anderen auch Zuwanderungen jenseits des
Fluchtgeschehens aus Krisengebieten beinhaltet, so dass der Anteil nicht mit „Geflüchteten“ gleich zu
setzen ist. Die Gründe für die Zuwanderung werden im Rahmen der Einschulungsuntersuchung nicht
erfasst und somit auch nicht berichtet.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

2.2

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

17

Die Eckdaten im Überblick

Tabelle 2.3:
Deskription der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Anzahl, Alter, Geschlecht, sozialer Lage und
Migrationsmerkmalen in Berlin 2017 im Vergleich zum Vorjahr (in Klammern Anteile in %)
Merkmal

2017

Gesamtzahl der untersuchten Kinder1

2016

31.479

28.701

5 Jahre 9 Monate

5 Jahre 9 Monate

4 - 7 Jahre

4 - 7 Jahre

Jungen

16.429 (52,2 %)

14.616 (50,9 %)

Mädchen

15.050 (47,8 %)

14.085 (49,1 %)

untere soziale Schicht

6.140 (22,4 %)

6.334 (25,7 %)

mittlere soziale Schicht

8.739 (31,9 %)

7.324 (29,7 %)

12.505 (45,7 %)

11.014 (44,6 %)

Alter
mittleres Alter (Median)
Altersspanne (Range)
Geschlecht

Soziale Lage
ESU-Schichtindex (bis 2008)

obere soziale Schicht
ESU-Sozialstatusindex (ab 2009)
untere Statusgruppe

4.532 (16,5 %)

4.747 (19,2 %)

mittlere Statusgruppe

12.601 (46,0 %)

10.820 (43,9 %)

obere Statusgruppe

10.251 (37,4 %)

9.105 (36,9 %)

27.941 (89,4 %)

25.375 (88,7 %)

3.297 (10,6 %)

3.234 (11,3 %)

Geburt in Deutschland
ja
nein
Migrationshintergrund
nein

16.484 (52,8 %)

14.757 (51,9 %)

ja, einseitig

5.077 (16,3 %)

4.695 (16,5 %)

ja, beidseitig

9.636 (30,9 %)

8.956 (31,5 %)

deutsch

16.484 (52,8 %)

14.757 (51,9 %)

türkisch

2.438 (7,8 %)

2.413 (8,5 %)

arabisch

2.640 (8,5 %)

2.562 (9,0 %)

5.024 (16,1 %)

4.463 (15,7 %)

aus westl. Industriestaaten

1.912 (6,1 %)

1.721 (6,1 %)

aus sonstigen Staaten

2.699 (8,7 %)

2.492 (8,8 %)

16.484 (53,4 %)

14.757 (52,6 %)

7.862 (25,5 %)

7.163 (25,5 %)

2.753 (8,9 %)

2.608 (9,3 %)

3.787 (12,3 %)

3.524 (12,6 %)

Herkunft

2

osteuropäisch

Migration/Deutschkenntnisse

2

Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/(sehr) gute Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/unzureichende Deutschkenntnisse
Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/unzureichende Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
1

Geringere Anzahl untersuchter Kinder in 2016 aufgrund einer Übergangsregelung zur Zurückstellung vom Schulbesuch der im
Oktober bis Dezember 2010 geborenen Kinder (vgl. Methodik).

2

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

18

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle 2.4:
Ein- und beidseitiger Migrationshintergrund nach Migrationsmerkmalen der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung
in Berlin 2017 - Angaben in %
Migrationshintergrund
Migrationsmerkmale

1

n=

nein

ja, einseitig

ja, beidseitig

27.776

58,8

18,3

23,0

3.247

4,4

0,2

95,4

deutsch

16.484

100,0

-

-

türkisch

2.438

-

43,6

56,4

arabisch

2.640

-

22,0

78,0

osteuropäisch

5.024

-

26,2

73,8

aus westl. Industriestaaten

1.912

-

59,1

40,9

aus sonstigen Staaten

2.699

-

36,6

63,4

16.484

100,0

-

-

7.862

-

53,5

46,5

2.753

-

21,8

78,2

3.787

-

5,0

95,0

Geburt in Deutschland

2

ja
nein
Herkunft

1

Migration/Deutschkenntnisse

3

Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/ (sehr) gute
Deutschkenntnisse Kind und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/ unzureichende
Deutschkenntnisse Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/ unzureichende
Deutschkenntnisse Kind und begleitender Elternteil
1

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund/ Herkunft in 0,9 % der Fälle (n = 282).

2

Fehlende Angaben zu Geburt in Deutschland in 0,6 % der Fälle (n = 174).

3

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil
in 1,9 % der Fälle (n = 593).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Tabelle 2.5:
Übersicht über die Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2017

Bezirk

Anzahl Kinder

Anteil bezogen
auf Gesamtberlin in %

Mitte

3.196

Friedrichshain-Kreuzberg

2.356

7,5

Pankow

4.129

13,1

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.329

7,4

Spandau

2.140

6,8

Steglitz-Zehlendorf

2.474

7,9

Tempelhof-Schöneberg

2.742

8,7

Neukölln

2.730

8,7

Treptow-Köpenick

2.101

6,7

Marzahn-Hellersdorf

2.553

8,1

Lichtenberg

2.502

7,9

Reinickendorf

2.227

7,1

Berlin gesamt

31.479

100,0

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

10,2

Gesundheitsberichterstattung Berlin

2.3

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

19

Soziale Lage und Migrationsmerkmale

Soziale Lage und Migrationsmerkmale in den Berliner Bezirken
Tabelle 2.6:
Soziale Lage der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2017 - Angaben in %
soziale Lage
ESU-Schichtindex (bis 2008)
Bezirk

1

n=

1

ESU-Sozialstatusindex (ab 2009)

untere

mittlere

obere

Schicht

Schicht

Schicht

untere

mittlere

obere

Status-

Status-

Status-

gruppe

gruppe

gruppe
36,0

Mitte

2.587

31,5

24,6

43,9

27,2

36,8

Friedrichshain-Kreuzberg

2.114

21,8

22,0

56,1

18,7

33,6

47,7

Pankow

3.681

7,1

26,5

66,5

4,5

37,8

57,7

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.043

12,6

25,2

62,2

9,2

37,9

53,0

Spandau

1.852

34,3

38,2

27,5

24,6

55,9

19,5

Steglitz-Zehlendorf

2.264

9,2

27,7

63,1

6,8

39,6

53,7

Tempelhof-Schöneberg

2.510

24,1

31,4

44,5

18,0

44,8

37,3

Neukölln

2.167

38,2

31,7

30,0

30,1

48,0

21,9

Treptow-Köpenick

1.941

16,5

43,0

40,5

10,7

57,3

32,0

Marzahn-Hellersdorf

2.137

29,9

44,1

26,1

17,7

63,0

19,2

Lichtenberg

2.198

24,6

39,2

36,2

16,3

55,8

27,8

Reinickendorf

1.890

30,1

37,0

32,9

22,4

52,5

25,1

Berlin gesamt

27.384

22,4

31,9

45,7

16,5

46,0

37,4

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 13,0 % der Fälle (n = 4.095).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Tabelle 2.7:
Anteil nicht in Deutschland geborener Kinder und Migrationshintergrund der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach
Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2017 - Angaben in %
Geburt in Deutschland
Bezirk

1
2

n=

ja

1

Migrationshintergrund

nein

n=

nein

2

ja, einseitig

ja, beidseitig

Mitte

3.171

83,9

16,1

3.116

27,1

21,4

51,5

Friedrichshain-Kreuzberg

2.344

91,5

8,5

2.349

45,2

23,1

31,7

Pankow

4.114

92,0

8,0

4.111

72,6

13,3

14,1

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.307

83,6

16,4

2.308

40,1

22,7

37,2

Spandau

2.120

86,5

13,5

2.122

45,3

15,6

39,1

Steglitz-Zehlendorf

2.461

89,6

10,4

2.458

59,2

17,7

23,1

Tempelhof-Schöneberg

2.737

88,0

12,0

2.730

46,4

20,5

33,0

Neukölln

2.717

91,8

8,2

2.714

33,5

22,5

44,0

Treptow-Köpenick

2.090

91,8

8,2

2.086

78,7

7,6

13,7

Marzahn-Hellersdorf

2.533

92,6

7,4

2.544

71,6

5,7

22,7

Lichtenberg

2.463

91,5

8,5

2.476

63,2

7,6

29,2

Reinickendorf

2.181

89,9

10,1

2.183

48,0

16,8

35,3

Berlin gesamt

31.238

89,4

10,6

31.197

52,8

16,3

30,9

Fehlende Angaben zu Geburt in Deutschland in 0,8 % der Fälle (n = 241).
Fehlende Angaben zum Migrationshintergrund in 0,9 % der Fälle (n = 282).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

20

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle 2.8:
Herkunft der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2017 - Angaben in %
Herkunft

Bezirk

n=

deutsch

türkisch

arabisch

1,2

osteuropäisch

aus westl.
Industriestaaten

aus sonstigen
Staaten

Mitte

3.116

27,1

15,7

16,6

20,4

8,2

Friedrichshain-Kreuzberg

2.349

45,2

15,3

8,8

11,4

10,4

9,0

Pankow

4.111

72,6

0,8

2,7

8,2

9,1

6,7

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.308

40,1

6,5

9,1

21,4

9,3

13,6

Spandau

2.122

45,3

9,1

10,1

23,4

2,9

9,1

Steglitz-Zehlendorf

2.458

59,2

3,1

4,7

14,9

8,9

9,2

Tempelhof-Schöneberg

2.730

46,4

10,8

9,9

17,9

7,1

7,9

Neukölln

2.714

33,5

19,0

19,0

18,8

4,6

5,1

Treptow-Köpenick

2.086

78,7

1,7

4,2

9,1

3,0

3,5

Marzahn-Hellersdorf

2.544

71,6

0,7

3,0

16,6

1,0

7,0

Lichtenberg

2.476

63,2

1,1

5,4

16,4

1,7

12,2

12,1

Reinickendorf

2.183

48,0

11,2

8,6

18,8

4,4

9,0

Berlin gesamt

31.197

52,8

7,8

8,5

16,1

6,1

8,7

1

Fehlende Angaben zur Herkunft in 0,9 % der Fälle (n = 282).

2

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Tabelle 2.9:
Migrationshintergrund und Deutschkenntnisse der Kinder und der begleitenden Elternteile bei der Einschulungsuntersuchung
nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2017 - Angaben in %
Kind deutscher
Herkunft

Bezirk

Kind nichtdeutscher Herkunft1,2

1

n=

(sehr) gute

unzureichende

unzureichende

Deutschkenntnisse

Deutschkenntnisse

Deutschkenntnisse

Kind und Elternteil

Kind oder Elternteil

Kind und Elternteil

Mitte

3.050

27,6

35,8

18,7

17,9

Friedrichshain-Kreuzberg

2.325

45,7

31,8

10,1

12,4

Pankow

4.100

72,8

19,4

4,0

3,8

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.292

40,4

39,9

6,7

13,0

Spandau

2.092

45,9

26,5

10,8

16,8

Steglitz-Zehlendorf

2.433

59,8

26,6

5,6

8,0

Tempelhof-Schöneberg

2.701

46,9

30,4

10,7

12,0

Neukölln

2.681

33,9

28,9

15,5

21,7

Treptow-Köpenick

2.075

79,1

11,3

2,5

7,2

Marzahn-Hellersdorf

2.532

71,9

12,2

6,4

9,6

Lichtenberg

2.457

63,7

13,3

6,3

16,6

Reinickendorf

2.148

48,7

30,4

9,2

11,7

Berlin gesamt

30.886

53,4

25,5

8,9

12,3

1

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil

2

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

in 1,9 % der Fälle (n = 593).
(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

21

Zeitreihen zu sozialer Lage und Migrationsmerkmalen
Tabelle 2.10:
Zeitreihe soziale Lage der Kinder bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin 2005 bis 2017 - Angaben in %
soziale Lage
ESU-Schichtindex (bis 2008)
Jahr

1

n=

untere

mittlere

obere

Schicht

Schicht

Schicht

ESU-Sozialstatusindex (ab 2009)
untere

mittlere

obere

Status-

Status-

Status-

gruppe

gruppe

gruppe

2005

25.154

35,2

35,7

29,1

-

-

-

2006

24.957

33,2

34,2

32,6

-

-

-

2007

24.056

33,5

34,8

31,7

-

-

-

2008

24.162

31,1

35,3

33,6

-

-

-

2009

23.977

30,5

34,4

35,1

22,9

50,4

26,7

2010

24.736

29,2

33,8

37,0

21,9

49,4

28,6

2011

24.298

27,8

33,7

38,5

20,6

49,8

29,6

2012

25.009

28,6

34,1

37,3

20,8

49,8

29,5

20131

27.034

26,3

33,9

39,8

18,8

49,7

31,6

2014

27.894

25,0

33,9

41,2

18,1

48,6

33,3

2015

27.869

24,4

32,5

43,1

17,8

47,4

34,9

2016

24.672

25,7

29,7

44,6

19,2

43,9

36,9

2017

27.384

22,4

31,9

45,7

16,5

46,0

37,4

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die
eingeschulten Kinder.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Der Anteil von Familien mit Kindern, die der unteren sozialen Schicht zugeordnet wurden, hat von 2005
bis 2017 bei leichten zwischenzeitlichen Schwankungen insgesamt deutlich abgenommen. Der Anteil der
Familien der oberen sozialen Schicht hat im gleichen Zeitraum zugenommen (vgl. Tabelle 2.10). Auch die
zeitliche Entwicklung des 2009 eingeführten Sozialstatusindex zeigt eine Abnahme der unteren
Statusgruppe und eine in Relation dazu stärkere Zunahme der oberen Statusgruppe. Korrespondierend
nimmt auch der Anteil in der mittleren Statusgruppe ab. In der Zunahme der oberen sozialen Schicht
bzw. oberen Statusgruppe spiegeln sich sowohl höhere Schulabschlüsse der Eltern als auch eine sinkende
Erwerbslosigkeit. Durch die Änderung der Grundgesamtheit 2013 ist die Veränderung im Vergleich zu den
Vorjahren etwas größer ausgefallen als dies bei Beibehaltung der bisherigen Grundgesamtheit der Fall
gewesen wäre. Im Einschulungsjahrgang 2016 wurde die Sonderregelung einer formlosen, vereinfachten
Zurückstellung zum Einschulungsjahrgang 2016 von bildungsnahen Eltern stärker in Anspruch
genommen. Dadurch wurden 2016 weniger Kinder aus der oberen und mittleren sozialen Lage
eingeschult. Bei dem im Vergleich zu 2015 und 2017 höheren Anteil von Kindern der unteren
Sozialstatusgruppe bzw. der unteren sozialen Schicht handelt es sich also nicht um eine reale
Veränderung der sozialen Lage.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

22

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle 2.11:
Zeitreihe Anteil nicht in Deutschland geborener Kinder und Migrationshintergrund der Kinder bei den
Einschulungsuntersuchungen in Berlin 2005 bis 2017 - Angaben in %
Geburt in

Kinder mit Migrationshintergrund

Deutschland
Jahr

n=

nein

n=

gesamt

einseitig

beidseitig

2005

27.525

3,2

27.583

30,5

-

-

2006

27.268

3,1

27.302

32,6

-

-

2007

26.184

3,4

26.182

32,9

-

-

2008

26.264

3,1

26.314

33,3

-

-

2009

26.706

3,3

26.668

34,8

-

-

2010

27.426

3,4

27.517

35,6

-

-

2011

27.086

3,9

27.208

37,2

-

-

2012

28.009

5,2

28.089

39,2

-

-

30.351

5,6

30.372

37,6

-

-

1

2013
2014

31.400

6,8

31.370

38,8

-

-

20152

31.670

8,2

31.337

45,1

15,8

29,3

2016

28.609

11,3

28.408

48,1

16,5

31,5

2017

31.238

10,6

31.197

47,2

16,3

30,9

1

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die

2

Umstellung der Erfassung auf die einheitliche Definition des Migrationshintergrundes bei den Einschulungsuntersuchungen der

eingeschulten Kinder.
Arbeitsgemeinschaft der obersten Landesgesundheitsbehörden (AOLG).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Der Anteil nicht in Deutschland geborener Kinder lag zwischen 2005 und 2010 stabil zwischen 3 % und
3,5 % und stieg ab dem Jahr 2011 bis 2015 zunächst jährlich zwischen 0,4 und 1,4 Prozentpunkten an,
gefolgt von einem deutlichen Anstieg um 3,1 Prozentpunkte von 2015 zu 2016 (vgl. Tabelle 2.11). Der
erste deutliche Anstieg in 2012 ist am ehesten auf eine Mischung verschiedener Zuzugsgeschehen
zurückzuführen (EU-Osterweiterung, Flüchtlingszuwanderung aus afrikanischen Ländern, Zuzug in die
Metropole Berlin infolge einer Arbeitsmigration aus westlichen Industriestaaten), der Anstieg von 2015
zu 2016 am ehesten Ausdruck der in 2014 beginnenden starken Zuwanderung Geflüchteter aufgrund der
politischen Situation im Nahen Osten. Die Stagnation in 2017 steht im Einklang mit der rückläufigen
Zuwanderung.
Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund bei den Einschulungsuntersuchungen hat im Zeitraum
von 2005 bis 2012 um neun Prozentpunkte zugenommen und liegt ab 2009 bei über einem Drittel (vgl.
Tabelle 2.11). Im Einschulungsjahrgang 2013 ist der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund im
Vergleich zu 2012 zurückgegangen. Diese Entwicklung wäre ohne den Wechsel der Datenbasis etwas
kleiner ausgefallen, aber dennoch eingetreten. Ab dem Einschulungsjahrgang 2014 steigt der Anteil von
Kindern mit Migrationshintergrund wieder an. Der sprunghafte Anstieg des Anteils der Kinder mit
Migrationshintergrund von 2014 zu 2015 ist dabei vor allem auf die geänderte Erfassung und Definition
zurückzuführen, durch die erstmals alle Kinder mit einem einseitigen Migrationshintergrund unabhängig
von den Deutschkenntnissen und der Familiensprache erfasst werden. Dieser Anstieg ist damit zumindest
in großen Teilen nicht auf eine reale Änderung in der Bevölkerung zurückzuführen. In allen
Herkunftsgruppen verfügen bei einseitigem Migrationshintergrund in der überwiegenden Mehrheit der
Fälle Kind und Eltern über (sehr) gute Deutschkenntnisse. Besonders hoch sind diese Anteile bei Kindern
osteuropäischer Herkunft (rund 87 %; Ergebnisse nicht ausgewiesen) und aus westlichen

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

23

Industriestaaten (knapp 95 %; Ergebnisse nicht ausgewiesen). Diesen Kindern wäre in vielen Fällen nach
der vorherigen Definition kein Migrationshintergrund zugeschrieben worden.
Von 2015 zu 2016 ist ein weiterer Anstieg im Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund zu beobachten,
so dass nun knapp die Hälfte der Kinder bei den Einschulungsuntersuchungen über einen
Migrationshintergrund verfügen. Auch hier ist in 2017 eine Stagnation festzustellen (vgl. Tabelle 2.11).
Tabelle 2.12:
Zeitreihe Herkunft der Kinder bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin 2005 bis 2017 - Angaben in %
Herkunft

Anteil Kinder
Jahr

1
2

3

n=

mit Migrationshintergrund

deutsch

türkisch

arabisch

osteuropäisch

aus westl.

aus

Industrie-

sonstigen

staaten

Staaten
5,8

2005

27.583

30,5

69,5

11,9

2,6

8,5

1,7

2006

27.302

32,6

67,4

12,1

3,9

8,4

2,3

6,0

2007

26.182

32,9

67,1

12,1

4,2

8,5

2,2

5,8

2008

26.314

33,3

66,7

11,5

4,3

8,4

2,7

6,3

20091

26.668

34,8

65,2

12,0

5,1

9,3

3,2

5,2

2010

27.517

35,6

64,4

11,6

5,5

10,0

3,2

5,4

2011

27.208

37,2

62,8

10,5

6,1

11,2

3,5

5,9

2012

28.089

39,2

60,8

11,3

5,9

12,1

3,5

6,4

20132

30.372

37,6

62,4

10,3

5,7

11,7

3,7

6,2

2014

31.370

38,8

61,2

9,4

5,9

12,7

4,0

6,7

20153,4

31.337

45,1

54,9

8,7

6,6

16,1

5,6

8,1

20164

28.408

48,1

51,9

8,5

9,0

15,7

6,1

8,8

20174

31.197

47,2

52,8

7,8

8,5

16,1

6,1

8,7

Seit 2009 wird die Herkunft anhand einer Staatenliste erfasst und den seit 2005 verwendeten Herkunftsgruppen zugeordnet.
Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die
eingeschulten Kinder.
Umstellung der Erfassung auf die einheitliche Definition des Migrationshintergrundes bei den Einschulungsuntersuchungen der
Arbeitsgemeinschaft der obersten Landesgesundheitsbehörden (AOLG).

4

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Der Anstieg im Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund von 2005 bis 2016 ist in allen
Herkunftsgruppen mit Ausnahme der Gruppe türkischer Herkunft zu beobachten, fällt aber in den
einzelnen Herkunftsgruppen unterschiedlich aus. Auch der Methodenwechsel bei der Definition des
Migrationshintergrundes in 2015 hat sich nicht auf alle Herkunftsgruppen in gleicher Weise ausgewirkt
(vgl. Tabelle 2.12).
Die Kinder mit türkischem Migrationshintergrund stellen bis 2010 die größte nichtdeutsche
Herkunftsgruppe dar. Der Anteil der türkischen Kinder ist von 2005 bis 2013 mit leichten Schwankungen
zwischen 10,3 % und 12,1 % stabil und ist seit 2014 rückläufig. Der Rückgang ist zum einen auf einen
Rückgang der absoluten Zahlen, zum anderen auch auf die veränderte Relation durch die gestiegene
Zuwanderung zurückzuführen. Ein gewisser Rückgang kann auf den Methodenwechsel in 2015
zurückgeführt werden, da Kinder, deren Eltern durch Einbürgerung die deutsche Staatsangehörigkeit
erworben haben, nicht mehr als Kinder mit Migrationshintergrund erfasst werden. Im Modellprojekt zur
Vereinheitlichung der Definition des Migrationshintergrundes (a.a.O.) ließ sich zeigen, dass Kinder der 3.
Generation, die mit der neuen Definition nicht mehr erfasst werden, zu Dreivierteln der türkischen
Herkunftsgruppe zuzuordnen waren.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

24

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Der Anteil arabischer Kinder ist von 2005 bis 2011 angestiegen und lag zwischen 2010 und 2014 mit
gewissen Schwankungen auf einem Niveau von im Mittel 5,8 %. Der Anstieg ab 2015 und insbesondere
zu 2016 korrespondiert mit der schon erwähnten gestiegenen Zuwanderung Geflüchteter aus dem Nahen
Osten. Die Herkunftsgruppe verzeichnet von 2015 zu 2016 den größten Zuwachs unter allen
Herkunftsgruppen. In 2017 ist ein leichter Rückgang zu beobachten.
Der Anteil osteuropäischer Kinder lag von 2005 bis 2008 stabil bei rund 8,5 % und ist in der Folge bis
2012 auf rund 12 % angestiegen. Der sprunghafte Anstieg von 2014 zu 2015 ist zu großen Teilen auf die
Änderung in der Definition des Migrationshintergrundes zurückzuführen, da hierdurch, wie oben bereits
erwähnt, Kinder mit einem einseitigen Migrationshintergrund mit guten Deutschkenntnissen von Kind
und Eltern erfasst werden, die vorher der Gruppe der deutschen Kinder zugeordnet wurden. Dies wird
zudem dadurch gestützt, dass der Anteil 2016 und 2017 auf dem Niveau von 2015 in etwa stabil
geblieben ist.
Der Anteil der Kinder aus westlichen Industriestaaten ist seit 2005 mit kleineren Schwankungen
kontinuierlich von 1,7 % auf 6,1 % in 2016 gestiegen. Durch den Methodenwechsel in 2015 kam es zu
einem etwas größeren Anstieg von 2014 zu 2015 (1,6 Prozentpunkte), die Größenordnung des Anstiegs
von 2015 zu 2016 mit 0,5 Prozentpunkten ist wieder derjenigen der Jahre vor 2014 vergleichbar, in 2017
bleibt der Anteil auf dem Vorjahresniveau stabil.
Der Anteil der Kinder aus den sonstigen Staaten war von 2005 bis 2014 mit gewissen Schwankungen im
Mittel bei 6,0 % stabil. Der sprunghafte Anstieg auf 8,1 % in 2015 wird zumindest in Teilen auf den
Methodenwechsel zurückzuführen sein, zumal die Steigerung zu 2016 nur noch halb so hoch ausfällt.
Auch in dieser Herkunftsgruppe bleibt der Anteil 2017 auf dem Vorjahresniveau stabil.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

25

Tabelle 2.13:
Zeitreihe Migrationshintergrund und Deutschkenntnisse der Kinder und der begleitenden Elternteile bei den
Einschulungsuntersuchungen in Berlin 2005 bis 2017 - Angaben in %
Kind deutscher

Kind nichtdeutscher Herkunft

Herkunft
Jahr

n=

unzureichende
Deutschkenntnisse

Kind und Elternteil

Kind oder Elternteil

Kind und Elternteil

27.268

70,3

12,1

7,7

10,0

2006

26.965

68,2

13,7

8,0

10,1

2007

25.891

67,9

14,6

8,6

8,9

2008

26.142

67,1

16,6

8,9

7,4

2009

26.386

65,9

16,2

9,6

8,3

2010

27.211

65,1

17,1

9,1

8,7

2011

26.954

63,4

19,7

9,2

7,7

2012

27.704

61,6

19,8

9,2

9,3

20131

30.051

63,1

18,5

8,9

9,6

31.068

61,8

20,4

8,6

9,2

2,3

30.992

55,5

24,5

9,7

10,2

3

28.052

52,6

25,5

9,3

12,6

3

30.886

53,4

25,5

8,9

12,3

2015
2016
2017

2

unzureichende
Deutschkenntnisse

2005

2014

1

(sehr) gute
Deutschkenntnisse

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die
eingeschulten Kinder.
Umstellung der Erfassung auf die einheitliche Definition des Migrationshintergrundes bei den Einschulungsuntersuchungen der
Arbeitsgemeinschaft der obersten Landesgesundheitsbehörden (AOLG).

3

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

In ähnlichem Ausmaß, in dem der Anteil der Kinder deutscher Herkunft zurückgegangen ist, ist im
Zeitraum von 2005 bis 2012 der Anteil der untersuchten Kinder, bei denen Kind und begleitender
Elternteil über gute oder sehr gute Deutschkenntnisse verfügen, angestiegen (vgl. Tabelle 2.13). Dies
beruhte hauptsächlich auf der deutlichen Verbesserung der Deutschkenntnisse der Kinder (vgl. auch
Abschnitt 5.3). Der Anteil der Eltern mit guten oder sehr guten Deutschkenntnissen blieb über die Jahre
nahezu stabil (Ergebnisse nicht ausgewiesen). Im Jahr 2013 ist der Anteil der Kinder mit
Migrationshintergrund und (sehr) guten Deutschkenntnissen von Kind und begleitendem Elternteil leicht
zurückgegangen und gleichzeitig der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund und unzureichenden
Deutschkenntnissen von Kind und begleitendem Elternteil leicht angestiegen. Dieser Effekt wäre auch
ohne Änderung der Grundgesamtheit zu beobachten gewesen, aber in abgeschwächter Form. Im
Einschulungsjahrgang 2014 mit wieder leicht rückläufigem Anteil der Kinder deutscher Herkunft ist
dagegen der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund und (sehr) guten Deutschkenntnissen von
Kind und begleitendem Elternteil im Vergleich zum Vorjahr wieder gestiegen.
In 2015 zeigt sich eine deutliche Zunahme an Kindern nichtdeutscher Herkunft, die in erster Linie auf die
Anwendung der neuen Definition des Migrationshintergrundes zurückzuführen ist (s. oben). Wie schon
erwähnt, ist die Zunahme im Anteil nichtdeutscher Kinder zu großen Teilen auf die bisher untererfassten
Kinder mit einseitigem Migrationshintergrund zurückzuführen, deren Anteil aber bis 2014 nicht separat
ausweisbar war. Dazu passt, dass der Anteil der Familien mit (sehr) guten Deutschkenntnissen von Eltern
und Kind von 2014 auf 2015 mit 4,1 Prozentpunkten deutlich zugenommen hat, von 2015 zu 2016 jedoch
lediglich um 1 Prozentpunkt bei gleicher Definition in 2015 und 2016. Durch den einen deutschen
Elternteil verfügen Kinder mit einseitigem Migrationshintergrund aufgrund des vorhandenen deutschen

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

26

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Sprachvorbildes über bessere Chancen beim Erwerb der deutschen Sprache. Zudem ist davon
auszugehen, dass bei ungleichen deutschen Sprachkenntnissen der Eltern häufiger der deutsche
Elternteil das Kind zur Einschulungsuntersuchung begleiten wird.
Der erstmals im Jahr 2012 und weiter in den Jahren 2015 und 2016 gestiegene Anteil von Kindern mit
Migrationshintergrund und unzureichenden Deutschkenntnissen von Kind und begleitendem Elternteil ist
am ehesten auf die größer werdenden Gruppe neu zugewanderter Familien zurückzuführen, bei denen
die Deutschkenntnisse aufgrund der erst kurzen Aufenthaltsdauer in Deutschland zum Zeitpunkt der
Einschulungsuntersuchung noch als unzureichend anzusehen sind. Dieser Anteil stagniert in 2017, was
im Einklang mit der rückläufigen Neuzuwanderung steht.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

14,1
20,9
40,2

7.387

ja, beidseitig

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund/ Herkunft in 0,4 % der Fälle (n = 115).

4

22,7

2.170

aus sonstigen Staaten

Fehlende Angaben zu Geburt in Deutschland in 0,4 % der Fälle (n = 119).

8,0

1.756

aus westl. Industriestaaten

3

28,7

4.166

osteuropäisch

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 13,0 % der Fälle (n = 4.095).

54,3

1.874

arabisch

2

54,1

2.008

türkisch

1

14,1

15.295

deutsch

Herkunft

3,4

nein
4.587

36,7

15.295

20,9

2.406

28,8

19,1

31,0

28,1

31,6

34,6

27,5

30,0

34,6

23,0

32,8

31,9

Schicht

22,4

mittlere

untere
Schicht

24.859

27.384

n=

ja, einseitig

3

2

Migrationshintergrund

nein

ja

Geburt in Deutschland

insgesamt

Migrationsmerkmale

ESU-Schichtindex (bis 2008)

48,6

72,9

40,3

17,6

14,3

51,3

32,3

49,0

51,3

40,3

46,3

45,7

Schicht

obere

Soziale Lage der Kinder nach Migrationsmerkmalen (Teil 1) bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %

Tabelle 2.14:

untere

20,7

5,5

22,4

49,9

44,2

7,8

35,4

14,9

7,8

35,3

14,6

16,5

42,8

30,6

45,5

38,8

47,7

49,0

40,2

45,3

49,0

31,1

47,5

46,0

Statusgruppe

mittlere

obere

36,5

64,0

32,1

11,2

8,1

43,1

24,4

39,8

43,1

33,6

37,9

37,4

Statusgruppe

ESU-Sozialstatusindex (ab 2009)

Statusgruppe

soziale Lage1

Gesundheitsberichterstattung Berlin
Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Soziale Lage nach Migrationsmerkmalen

27

2,3

untere

54,7

35,1

15,0

7,8

16,5

33,0

44,2

44,8

49,0

46,0

Statusgruppe

mittlere

obere

12,3

20,8

40,2

43,1

37,4

Statusgruppe

ESU-Sozialstatusindex (ab 2009)

Statusgruppe

soziale Lage1

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil in 1,2 % der Fälle (n = 341).

17,3

29,4

49,7

51,3

45,7

3

24,8

29,5

29,5

34,6

obere
Schicht

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 13,0 % der Fälle (n = 4.095).

57,9

41,1

20,7

14,1

31,9

Schicht

22,4

mittlere

untere
Schicht

2

2.572

2.159

7.017

15.295

27.384

n=

1

Deutschkenntnisse Kind und begleitender Elternteil

Kind nichtdeutscher Herkunft/ unzureichende

Deutschkenntnisse Kind oder begleitender Elternteil

Kind nichtdeutscher Herkunft/ unzureichende

Deutschkenntnisse Kind und begleitender Elternteil

Kind nichtdeutscher Herkunft/ (sehr) gute

Kind deutscher Herkunft

Migration/ Deutschkenntnisse

insgesamt

Migrationsmerkmale

ESU-Schichtindex (bis 2008)

Soziale Lage der Kinder nach Migrationsmerkmalen (Teil 2) bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %

Tabelle 2.15:

28
Gesundheitsberichterstattung Berlin

Gesundheitsberichterstattung Berlin

3

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

29

Gesundheits- und Risikoverhalten

Insbesondere unter dem Blickwinkel der Gesundheitsförderung und der Gesunderhaltung kommt dem
Gesundheits- und Risikoverhalten im Kindesalter große Bedeutung zu. Im Rahmen der
Einschulungsuntersuchungen werden einige Angaben erhoben, die sich hierunter einordnen lassen. So
können Impfungen und die Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen als
Gesundheitsverhalten, das Rauchen älterer oder erwachsener Vorbilder hingegen als Risikoverhalten
interpretiert werden. Ein übermäßiger bzw. unkontrollierter Konsum elektronischer Medien wird immer
wieder als Risikofaktor insbesondere für die kindliche Entwicklung diskutiert. Für die Berliner Daten hat
sich in multivariaten Analysen dieser Einfluss nicht nachweisen lassen.

10

Änderung in der Berichterstattung zur Zahnpflege
Die bis zur Grundauswertung der Einschulungsdaten 2016 vorgenommene Auswertung der Angaben zum
Gebisszustand als Parameter der Zahnpflege ist aufgrund fachlicher Abstimmungen mit den Kinder- und
Jugendgesundheitsdiensten und den Zahnärztlichen Diensten der Berliner Bezirke nicht mehr Bestandteil
der Grundauswertung. Die im Rahmen der Einschulungsuntersuchung vorgenommene Inspektion des
kindlichen Gebisszustandes stellt keine zahnärztliche Befunderhebung dar, sondern dient nur als grobes
Maß für familiäres Gesundheitsverhalten im Sinne regelmäßiger Zahnpflege und rechtzeitiger Sanierung
ggf. auftretender Karies. Um nicht den Eindruck entstehen zu lassen, die bei der
Einschulungsuntersuchung dokumentierten Angaben seien ein fachärztlich erhobener Zahnstatus,
werden sie nicht mehr ausgewiesen, dienen dem Kinder- und Jugendgesundheitsdienst aber weiterhin
zur Beratung der Eltern zum Thema Zahngesundheit einschließlich zahnärztlicher Vorsorge und
Versorgung.

3.1

Impfstatus

Methodik

Die Auswertungen zum Impfstatus der Kinder und hier insbesondere zur Vollständigkeit der Impfungen
richten sich nach den Vorgaben des Robert Koch-Instituts (RKI), dem nach § 34 Abs. 11
Infektionsschutzgesetz die Daten der Einschulungsuntersuchung zur Grundimmunisierung übermittelt
werden.
Die Impferfassung zum Zeitpunkt der Einschulungsuntersuchung erfolgt zu einem vergleichsweise
späten Zeitpunkt, wenn man bedenkt, dass alle von der Ständigen Impfkommission am RKI (STIKO)
empfohlenen Standardimpfungen bereits zum Ende des 2. Lebensjahres abgeschlossen sein sollten. Für
die Beurteilung des Impfschutzes der kindlichen Bevölkerung zwischen 2 und 5 Jahren kommt daher der
zeitgerechten Durchführung der Impfung eine wichtige Rolle zu. Vor diesem Hintergrund wurden ab der
Einschulungsuntersuchung 2015 über die Vorgaben des RKI hinaus Merkmale aufgenommen, die eine
Berechnung zur Rechtzeitigkeit der 4. Pertussisimpfung und der 2. Masernimpfung ermöglichen. Beide
Impfungen haben nicht nur eine Bedeutung für den individuellen Schutz, sondern auch für die so
genannte Herdenimmunität.

11

10

Oberwöhrmann, S., Bettge, S., Hermann, S. & Meinlschmidt, G. (2013). Migrationshintergrund als Einflussfaktor auf die kindliche Entwicklung im
Einschulungsalter – ein multivariates Modell. Gesundheitswesen, 75, 203-209.

11

Aufgrund der schweren Verlaufsformen einer Pertussiserkrankung im frühen Säuglingsalter bis hin zu tödlichem Ausgang, ist es ein erklärtes Ziel
der STIKO, durch einen ausreichenden Impfschutz in der Bevölkerung gegenüber Pertussis der Erkrankung noch ungeschützter Säuglinge im frühen
ersten Lebensjahr vorzubeugen (u. a. Epidemiologisches Bulletin des RKI Nr. 34/2016). Der 2. Masernimpfung kommt eine wichtige Rolle

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30

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Methodisches Vorgehen von 2005 bis 2008
Für Berlin werden seit den Daten des Einschulungsjahrgangs 2005 in allen Publikationen in Abweichung
vom seit 2003 nicht mehr überarbeiteten Indikatorensatz der Länder die für den jeweiligen
Einschulungsjahrgang aktuellen, strengeren RKI-Definitionen für einen vollständigen Impfstatus
verwendet (vgl. Tabelle 3.1). Hierbei wird seit 2005 für Tetanus und Diphtherie der Abstand zwischen der
2. und 3. Impfung berücksichtigt, sofern nur 3 Impfungen dokumentiert sind. Die Impfung gegen
Meningokokken C ist seit 2006 von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen und wurde bei der
Einschulungsuntersuchung 2008 erstmalig erfasst.
Tabelle 3.1:
Zugrunde liegende Definitionen zur Vollständigkeit der Impfungen bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin 2005 bis 2008
Impfung

vollständig bei Vorliegen von mindestens … dokumentierten Impfungen

Tetanus

3* bzw. 4

Diphtherie
Poliomyelitis

3* bzw. 4
3 bzw. 2 bei Verwendung von Virelon ®

Pertussis

4

Haemophilus influenzae Typ b (Hib)

3

Hepatitis B

3

Meningokokken C

1

* bei 3 Impfungen: Dauer des Abstands zwischen der 2. und 3. Impfung > 5 Monate.
(Datenquelle: SenGPG Berlin / Darstellung: SenGPG - I A -)

hinsichtlich des WHO-Ziels einer 95%igen Durchimpfungsrate zur Eradikation der Masern und Röteln zu (Bundesministerium für Gesundheit (2015).
Nationaler Aktionsplan 2015–2020 zur Elimination der Masern und Röteln in Deutschland).

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Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

31

Methodisches Vorgehen von 2009 bis 2013
Das RKI hat Ende 2007 die Kriterien für die Beurteilung der Vollständigkeit der Grundimmunisierungen
12

zum Zeitpunkt der Einschulungsuntersuchung überarbeitet. Demnach ist bei der Beurteilung der
Vollständigkeit der Grundimmunisierung die Verwendung von Kombinationsimpfstoffen mit
Pertussiskomponente sowie ggf. der Impfabstand zwischen der 2. und 3. Impfdosis zu berücksichtigen.
Weiterhin wurde die Erhebung der Meningokokken C-Impfung um die Frage des Zeitpunkts der 1.
Meningokokkenimpfung (im/jenseits des 1. Lebensjahrs) ergänzt, da bei einem Immunisierungsbeginn
im 1. Lebensjahr drei Impfdosen für eine vollständige Grundimmunisierung erforderlich sind. Nach
Rücksprache mit dem RKI ergaben sich daher folgende Definitionen (Tabelle 3.2):
Tabelle 3.2:
Zugrunde liegende Definitionen zur Vollständigkeit der Impfungen bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin 2009 bis 2013
Impfung

vollständig bei Vorliegen von mindestens … dokumentierten Impfungen

Tetanus

31 bzw. 4
31 bzw. 4

Diphtherie

31 bzw. 4; 2 bei Verwendung von Virelon ®

Poliomyelitis
Pertussis

4
31 bzw. 4

Haemophilus influenzae Typ b (Hib)

32 bzw. 4

Hepatitis B

2 bis 4 je nach Alter bei Erstimpfung3

Pneumokokken
Meningokokken C

1 bzw. 3 bei 1. Impfung bereits im 1. Lebensjahr

1

Bei 3 Impfungen: Abstand zwischen der 2. und 3. Impfung >= 6 Monate.

2

Bei 3 Impfungen mit Hepatitis B-Impfstoff ohne Pertussiskomponente: Abstand zwischen der 2. und 3. Impfung >= 5 Monate.

3

1. Impfung im Alter von 2-6 Monaten: 4 Impfdosen,
1. Impfung im Alter von 7-11 Monaten: 3 Impfdosen,
1. Impfung im Alter von 12-23 Monaten: 2 Impfdosen.
Kinder mit einem Immunisierungsbeginn nach dem 23. LM werden von der Berechnung der Impfraten ausgeschlossen, da hier eher
eine Indikationsimpfung anzunehmen ist.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Darstellung: SenGPG - I A -)

Die Impfung gegen Pneumokokken ist von der STIKO seit 2006 für Kinder bis zum Alter von zwei Jahren
empfohlen und wurde bei der Einschulungsuntersuchung 2009 erstmalig erfasst. Bei der Beurteilung der
Vollständigkeit der Grundimmunisierung spielt der Impfbeginn (Datum der 1. Pneumokokkenimpfung)
eine wichtige Rolle (vgl. Tabelle 3.2). Die Erfassung der Pneumokokkenimpfung bezieht sich auf die von
der STIKO empfohlene Grundimmunisierung mit einem Pneumokokkenkonjugatimpfstoff innerhalb der
ersten zwei Lebensjahre. Das Monitoring der Umsetzung dieser neu eingeführten Standardimpfung sollte
über die Einschulungsdaten erfolgen. Daneben existierte bereits vor Einführung dieser neuen Empfehlung
die Möglichkeit einer Indikationsimpfung mit einem Pneumokokkenpolysaccharidimpfstoff für besonders
gefährdete Gruppen, z. B. Kinder mit chronischen Atemwegserkrankungen oder nach Splenektomie. Für
einen Impfschutz ist hier in der Regel eine einmalige Dosis ausreichend. Da es wie oben aufgeführt dem
RKI zum damaligen Zeitpunkt nur um die Erfassung der empfohlenen Standardimpfung bis zum 2.
Lebensjahr ging, blieben die Kinder, die danach eine Immunisierung gegen Pneumokokken erhalten
haben, bei der Berechnung der Raten unberücksichtigt.

12

Aufgrund des zeitlichen Vorlaufs für die Realisierung des Erfassungsbogens und Dokumentationsprogramms bei den Einschulungsuntersuchungen,
konnten die dafür notwendigen Zusatzvariablen jedoch erst ab dem Erhebungsjahr 2009 (Untersuchungszeitraum November 2008 bis Frühjahr
2009) aufgenommen werden.

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32

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Methodisches Vorgehen 2014
Im Dezember 2013 wurden die Vorgaben des RKI zur Impferfassung erneut überarbeitet. Die Aufnahme
der Impfung gegen Rotaviren und Änderungen in der Definition der Vollständigkeit der Immunisierung
gegen Meningokokken C konnten erst zur Erhebung 2015 realisiert werden (s. nachfolgenden Abschnitt).
Bezüglich der Impfung gegen Pneumokokken werden seit 2014 nun auch die Kinder berücksichtigt, die
jenseits des 24. Lebensmonats mit einer Dosis eines Pneumokokkenimpfstoffs immunisiert wurden (vgl.
Tabelle 3.3). Da diese bereits seit 2009 im Datensatz enthalten sind, konnte die Anpassung der
Berechnungen ohne Änderungen im Dokumentationsbogen erfolgen.
Tabelle 3.3:
Zugrunde liegende Definitionen zur Vollständigkeit der Impfungen bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2014
Impfung

vollständig bei Vorliegen von mindestens … dokumentierten Impfungen

Tetanus

31 bzw. 4
31 bzw. 4

Diphtherie
Poliomyelitis

1

3 bzw. 4; 2 bei Verwendung von Virelon ®

Pertussis

4

Haemophilus influenzae Typ b (Hib)

31 bzw. 4

Hepatitis B

32 bzw. 4

Pneumokokken
Meningokokken C

1 bis 4 je nach Alter bei Erstimpfung3
1 bzw. 3 bei 1. Impfung bereits im 1. Lebensjahr

1

Bei 3 Impfungen: Abstand zwischen der 2. und 3. Impfung >= 6 Monate.

2

Bei 3 Impfungen mit Hepatitis B-Impfstoff ohne Pertussiskomponente: Abstand zwischen der 2. und 3. Impfung >= 5 Monate.

3

1. Impfung im Alter von 2-6 Monaten: 4 Impfdosen,
1. Impfung im Alter von 7-11 Monaten: 3 Impfdosen,
1. Impfung im Alter von 12-23 Monaten: 2 Impfdosen,
1. Impfung im Alter von 24 Monaten oder älter: 1 Impfdosis.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Darstellung: SenGPG - I A -)

Aktuelles methodisches Vorgehen (seit 2015)
Ab dem Einschulungsjahrgang 2015 konnten die im Dezember 2013 vom RKI übermittelten Änderungen
bezüglich der Impfung gegen Meningokokken C und der Aufnahme der Rotavirenimpfung umgesetzt
werden.
Für die Vollständigkeit der Impfung gegen Meningokokken C verzichtet das RKI auf die Erfassung der
Fälle, in denen die Kinder bereits im 1. Lebensjahr statt zu Beginn des 2. Lebensjahres eine Impfung
erhalten haben und bei denen dann gemäß Herstellerangaben zwei weitere Impfdosen für einen
vollständigen Impfschutz erforderlich sind, so dass alle Kinder mit mindestens einer dokumentierten
Impfung gegen Meningokokken C als vollständig geimpft gewertet werden (vgl. Tabelle 3.4).
Das ab 2015 von der STIKO empfohlene neue Impfschema der Pneumokokkenimpfung findet in den
Auswertungen der Einschulungsdaten (noch) keine Anwendung, da die Kinder des aktuellen
Geburtsjahrgangs 2011 noch nach dem vorherigen Schema geimpft wurden.
Im Jahr 2013 wurde die Schluckimpfung gegen Rotaviren von der STIKO als Standardimpfung für alle
Kinder in den Impfkalender aufgenommen. In Abhängigkeit vom verwendeten Impfstoff sind 2 bzw. 3
Impfdosen für eine vollständige Immunisierung erforderlich. Aus Praktikabilitätsgründen wird bei den
Einschulungsuntersuchungen in Berlin die Anzahl der Impfdosen ohne Angabe des verwendeten
Impfstoffes dokumentiert. Nach der Vorgabe des RKI zur Übermittlung der Impfraten wird die Gabe von
mindestens 2 Impfdosen als vollständige Impfung gewertet (vgl. Tabelle 3.4).

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Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

33

Tabelle 3.4:
Zugrunde liegende Definitionen zur Vollständigkeit der Impfungen bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin ab 2015
Impfung

vollständig bei Vorliegen von mindestens … dokumentierten Impfungen

Tetanus

31 bzw. 4

Diphtherie
Poliomyelitis

31 bzw. 4
31 bzw. 4; 2 bei Verwendung von Virelon ®

Pertussis

4

Haemophilus influenzae Typ b (Hib)

31 bzw. 4

Hepatitis B

32 bzw. 4

Pneumokokken

1 bis 4 je nach Alter bei Erstimpfung3

Meningokokken C

1

Rotavirus

2

1

Bei 3 Impfungen: Abstand zwischen der 2. und 3. Impfung >= 6 Monate.

2

Bei 3 Impfungen mit Hepatitis B-Impfstoff ohne Pertussiskomponente: Abstand zwischen der 2. und 3. Impfung >= 5 Monate.

3

1. Impfung im Alter von 2-6 Monaten: 4 Impfdosen,
1. Impfung im Alter von 7-11 Monaten: 3 Impfdosen,
1. Impfung im Alter von 12-23 Monaten: 2 Impfdosen,
1. Impfung im Alter von 24 Monaten oder älter: 1 Impfdosis.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Darstellung: SenGPG - I A -)

Für Mumps, Masern, Röteln und Varizellen werden grundsätzlich sowohl die Impfraten für mindestens
eine erfolgte Impfung als auch für zwei oder mehr Impfungen berichtet. Die 2. Impfung dient nicht der
Komplettierung des Impfschutzes, sondern dem Schließen von Immunitätslücken, da nur 95 % der
Erstimpflinge eine Immunität entwickeln. Der 2. Impfung kommt damit eine wichtige Rolle hinsichtlich
13

des WHO-Ziels einer 95%igen Durchimpfungsrate zur Eradikation der Masern und Röteln zu. In den
Einschulungsjahrgängen 2009 und 2010 galt bei Verwendung eines Varizellen-Monoimpfstoffs bereits
eine Impfdosis als ausreichend, weshalb dies in den Tabellen für diese Jahrgänge gesondert ausgewiesen
wurde. Ab dem Jahr 2011 werden unabhängig vom verwendeten Impfstoff zwei Impfdosen gegen
Varizellen empfohlen, was seither in den Auswertungen berücksichtigt wird.
Für die Erfassung der zeitgerechten Impfungen werden das Datum der 4. Pertussis- sowie das Datum der
2. Masernimpfung jeweils mit der Angabe von Monat und Jahr bei den Einschulungsuntersuchungen
dokumentiert. Aus den Angaben zum Datum der jeweiligen Impfung und dem Geburtsdatum des Kindes
(ebenfalls mit der Angabe Monat und Jahr) kann das Alter des Kindes zum Zeitpunkt der jeweiligen
Impfung in Monaten berechnet werden. Die Definition einer zeitgerecht erfolgten Impfung beruht auf
den von der STIKO empfohlenen Impfzeiträumen unter Berücksichtigung von Sonderfällen bei der
Masernimpfung (vgl. Tabelle 3.5). In die Auswertung zur zeitgerechten Impfung im Rahmen der
Grundauswertung werden nur die in Deutschland geborenen Kinder einbezogen, da im Laufe ihres
Lebens nach Deutschland zugezogene Kinder aufgrund anderer Impfschemata oder Zugangsbarrieren in
den Herkunftsländern möglicherweise keine zeitgerechte Impfung erhalten konnten. Wie die Exploration
der ersten Datenerhebung 2015 ergab, sind die größten Gruppenunterschiede tatsächlich zwischen den
in Deutschland bzw. im Ausland geborenen Kindern festzustellen. Um auf der Grundlage der Daten eine
Strategie für mehr zeitgerechte Impfungen zu entwickeln, sollen die berichteten Zahlen sich nur auf die
Kinder beziehen, die von diesen Strategien auch erreicht werden können.

13

Robert Koch-Institut (2013). Konstituierung der Nationalen Verifizierungskommission Masern/Röteln beim Robert Koch-Institut. Epidemiologisches
Bulletin, 7/2013, 55-57.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

34

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle 3.5:
Zugrunde liegende Definitionen zur Rechtzeitigkeit der 4. Pertussis- und der 2. Masernimpfung bei den
Einschulungsuntersuchungen in Berlin ab 2015
Impfung
4. Pertussisimpfung
2. Masernimpfung
1

zeitgerechte Impfung im Alter
10 bis 15 Lebensmonate1
10 bis 24 Monate1,2

Aufgrund der monats- und nicht taggenauen Erfassung von Geburts- und Impfdatum wird jeweils ein Monat gegenüber den gemäß
STIKO-Empfehlungen vorgesehenen Zeiträumen aufgeschlagen.

2

2. Masernimpfung gemäß STIKO-Empfehlungen im Alter von 15 bis 23 Monaten. Ausnahmen:
wenn 1. Masernimpfung im Alter von 9 bis 10 Monaten, 2. Impfung zu Beginn des 2. Lebensjahres
wenn 1. Masernimpfung im Alter von 6 bis 8 Monaten, 2. Impfung mit 11 bis 14 Monaten, 3. Impfung mit 15 bis 23 Monaten

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Darstellung: SenGPG - I A -)

Alle Auswertungen zum Impfstatus beziehen sich grundsätzlich nur auf die Kinder, für die ein Impfpass
vorgelegt wurde. Seit 2009 wird gesondert erfasst, ob kein Impfpass vorgelegt werden konnte, weil das
Kind glaubhaft keinerlei Impfungen erhalten hat. In diesen Sonderfällen (vgl. Tabelle 3.6) wird das Kind
für alle Krankheiten als ungeimpft gewertet. Da diese Kinder in früheren Jahren laut
Durchführungsanleitung in Berlin als Kinder mit vorgelegtem Impfpass, aber keinerlei Impfungen kodiert
wurden, ergeben sich in den Impfraten hierdurch keine Veränderungen im Vergleich zu den Vorjahren.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

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Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

35

Impfstatus nach Geschlecht, sozialer Lage und Migrationsmerkmalen
Tabelle 3.6:
Vorlage des Impfpasses gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und Migrationsmerkmalen bei der Einschulungsuntersuchung in
Berlin 2017 - Angaben in %
Impfpass lag vor
Merkmal

n=

insgesamt

ja

kein Impfpass,
Kind ungeimpft

nein

31.479

89,5

1,0

9,5

Jungen

16.429

89,7

0,9

9,4

Mädchen

15.050

89,3

1,2

9,5

untere Statusgruppe

4.532

83,2

0,2

16,6

mittlere Statusgruppe

12.601

92,1

1,1

6,8

obere Statusgruppe

10.251

93,0

1,3

5,6

27.941

92,0

1,1

6,9

3.297

70,3

0,7

29,0
5,4

Geschlecht

Soziale Lage

1

Geburt in Deutschland2
ja
nein
Migrationshintergrund3
16.484

93,5

1,1

ja, einseitig

5.077

91,8

1,5

6,6

ja, beidseitig

9.636

81,9

0,7

17,4

deutsch

16.484

93,5

1,1

5,4

türkisch

2.438

91,6

0,3

8,1

arabisch

2.640

78,7

0,3

20,9

osteuropäisch

5.024

84,2

1,4

14,4

aus westl. Industriestaaten

1.912

88,9

2,2

8,9

aus sonstigen Staaten

2.699

85,6

0,8

13,6

16.484

93,5

1,1

5,4

7.862

91,3

1,5

7,2

2.753

88,0

0,8

11,3

3.787

71,2

0,3

28,4

nein

Herkunft

3,4

Migration/Deutschkenntnisse

4,5

Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/ (sehr) gute
Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/ unzureichende
Deutschkenntnisse
Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/ unzureichende
Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil

1

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 13,0 % der Fälle (n = 4.095).

2

Fehlende Angaben zu Geburt in Deutschland in 0,8 % der Fälle (n = 241).

3

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund/ Herkunft in 0,9 % der Fälle (n = 282).

4

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

5

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil
in 1,9 % der Fälle (n = 593).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

94,2

13.618

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 11,6 % der Fälle (n = 3.304).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

bezogen auf die in Deutschland geborenen Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation (vgl. Methodik, n = 26.021).

95,2

3

95,9

95,3

88,8

Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation inkl. gesichert ungeimpfte Kinder ohne Impfdokumente (1,0 %, n = 330, vgl. Methodik).

96,2

9.674

obere Statusgruppe

95,6

89,3

93,5

93,5

4,2

93,5

Poliomyelitis

2

95,8

mittlere Statusgruppe

94,0

93,9

4,2

94,0

Diphtherie

1

89,3

3.779
11.745

untere Statusgruppe

Soziale Lage3

94,2

14.884

4,3

94,2

Tetanus

Mädchen

28.502

n =1

Jungen

Geschlecht

begonnene Grundimmunisierung

abgeschlossene Grundimmunisierung

insgesamt

Merkmal

Lage bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %

92,8

94,0

87,0

91,5

91,7

5,9

91,6

Pertussis

Art der Impfung

44,8

46,4

37,4

44,8

43,5

44,2

zeitgerecht

2

4. Pertussis

92,0

93,1

85,4

90,6

90,6

4,1

90,6

Hib

82,4

89,4

85,0

85,2

85,5

5,8

85,4

Hepatitis B

Durchimpfungsgrad der Kinder gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis, Pertussis, Haem. infl. b, Hepatitis B sowie zeitgerechte 4. Pertussis-Impfung gesamt, nach Geschlecht und sozialer

Tabelle 3.7:

36
Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017
Gesundheitsberichterstattung Berlin

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

96,9
95,9
88,1

4.741
7.960

ja, beidseitig

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Fehlende Angaben zur Migrationshintergrund/ Herkunft in 0,7 % der Fälle (n = 207).

5

89,9

Fehlende Angaben zu Geburt in Deutschland in 0,5 % der Fälle (n = 139).

90,8

92,5
92,3

4

2.331

aus sonstigen Staaten

93,3

93,2

bezogen auf die in Deutschland geborenen Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation (vgl. Methodik, n = 26.021).

90,8

1.742

aus westl. Industriestaaten

78,2

3

93,9

4.300

osteuropäisch

77,2

96,1
97,0

Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation inkl. gesichert ungeimpfte Kinder ohne Impfdokumente (1,0 %, n = 330, vgl. Methodik).

93,3

2.087

arabisch

96,6
97,5

87,4

95,5

96,1

66,1

96,1

93,5

Poliomyelitis

2

77,3

2.241

88,1

95,6

96,6

67,5

96,5

94,0

Diphtherie

1

96,9
97,5

15.594

deutsch

türkisch

Herkunft

4,5

nein

15.594

4

96,8
67,3

2.342

ja, einseitig

Migrationshintergrund

nein

ja

Geburt in Deutschland

3

94,2

Tetanus

26.021

28.502

insgesamt

abgeschlossene Grundimmunisierung

n=

Merkmal

1

(Teil 1) bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %

88,1

89,4

90,9

74,9

96,3

94,3

85,6

93,4

94,3

61,6

94,5

91,6

Pertussis

Art der Impfung

44,0

38,4

44,5

35,4

43,1

45,6

42,1

42,1

45,6

-

44,2

44,2

zeitgerecht

2

4. Pertussis

85,9

89,5

88,3

73,2

96,1

93,8

82,9

93,7

93,8

53,6

94,2

90,6

Hib

82,4

77,0

84,3

73,3

95,5

87,3

80,2

88,1

87,3

46,5

89,1

85,4

Hepatitis B

Durchimpfungsgrad der Kinder gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis, Pertussis, Haem. infl. b, Hepatitis B sowie zeitgerechte 4. Pertussis-Impfung gesamt und nach Migrationsmerkmalen

Tabelle 3.8:

Gesundheitsberichterstattung Berlin
Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017
37

3,4

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil in 1,6 % der Fälle (n = 460).

4

72,4

92,1

93,4

41,1

40,4

42,7

45,6

44,2

2

4. Pertussis
zeitgerecht

67,9

90,2

92,9

93,8

90,6

Hib

66,2

87,4

87,9

87,3

85,4

Hepatitis B

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

bezogen auf die in Deutschland geborenen Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation (vgl. Methodik, n = 26.021).

75,7

93,1

95,1

94,3

91,6

Pertussis

3

76,1

93,7

95,5

96,1

93,5

Poliomyelitis

Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation inkl. gesichert ungeimpfte Kinder ohne Impfdokumente (1,0 %, n = 330, vgl. Methodik).

76,1

93,7

95,8

96,6

94,0

Diphtherie

2

2.710

2.443

7.295

96,9

94,2

Tetanus

Art der Impfung

1

Deutschkenntnisse Kind und begleitender Elternteil

Kind nichtdeutscher Herkunft/unzureichende

Deutschkenntnisse Kind oder begleitender Elternteil

Kind nichtdeutscher Herkunft/unzureichende

Deutschkenntnisse Kind und begleitender Elternteil

Kind nichtdeutscher Herkunft/(sehr) gute

Kind deutscher Herkunft

Migration/Deutschkenntnisse
15.594

28.502

insgesamt

abgeschlossene Grundimmunisierung

n=

Merkmal

1

(Teil 2) bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %

Durchimpfungsgrad der Kinder gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis, Pertussis, Haem. infl. b, Hepatitis B sowie zeitgerechte 4. Pertussis-Impfung gesamt und nach Migrationsmerkmalen

Tabelle 3.9:

38
Gesundheitsberichterstattung Berlin

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

39

Tabelle 3.10:
Durchimpfungsgrad der Kinder gegen Pneumokokken, Meningokokken C und Rotaviren gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage
und Migrationsmerkmalen bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %
Art der Impfung
1

Merkmal

n=

insgesamt

Pneumokokken

Meningokokken C2

Rotaviren

28.502

abgeschlossene Grundimmunisierung

77,0

89,9

36,9

begonnene Grundimmunisierung

11,1

-

1,2

Geschlecht
Jungen

14.884

77,0

90,0

36,8

Mädchen

13.618

77,0

89,7

36,9

Soziale Lage

3

untere Statusgruppe

3.779

73,7

91,1

17,5

mittlere Statusgruppe

11.745

81,7

92,0

42,7

9.674

74,9

88,1

41,7

26.021

81,6

91,9

39,1

2.342

28,4

68,7

13,3

obere Statusgruppe
Geburt in Deutschland

4

ja
nein
Migrationshintergrund

5

15.594

80,8

90,9

45,2

ja, einseitig

4.741

79,9

90,8

32,8

ja, beidseitig

7.960

68,1

87,6

23,4

deutsch

15.594

80,8

90,9

45,2

türkisch

2.241

86,7

96,4

25,3

arabisch

2.087

62,4

85,3

16,5

osteuropäisch

4.300

72,6

88,2

28,3

aus westl. Industriestaaten

1.742

66,1

84,7

30,1

aus sonstigen Staaten

2.331

72,5

88,6

33,0

15.594

80,8

90,9

45,2

7.295

78,5

91,3

33,3

2.443

76,1

92,0

23,5

2.710

53,2

78,9

13,4

nein

Herkunft

5,6

Migration/Deutschkenntnisse

6,7

Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/(sehr) gute
Deutschkenntnisse Kind und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/unzureichende
Deutschkenntnisse Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/unzureichende
Deutschkenntnisse Kind und begleitender Elternteil
1
2

Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation inkl. gesichert ungeimpfte Kinder ohne Impfdokumente (1,0 %, n = 330, vgl. Methodik).
Änderung in der RKI-Definition: alle Kinder mit 1 Impfdosis gegen Meningokokken C gelten als ausreichend immunisiert.

3

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 11,6 % der Fälle (n = 3.304).

4

Fehlende Angaben zu Geburt in Deutschland in 0,5 % der Fälle (n = 139).

5

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund/ Herkunft in 0,7 % der Fälle (n = 207).

6

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

7

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil
in 1,6 % der Fälle (n = 460).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

28.502

insgesamt

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 11,6 % der Fälle (n = 3.304).

92,1

bezogen auf die in Deutschland geborenen Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation (vgl. Methodik, n = 26.021).

96,6

94,2

91,7

3

91,5

97,4

98,5

92,5

92,6

92,6

Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation inkl. gesichert ungeimpfte Kinder ohne Impfdokumente (1,0 %, n = 330, vgl. Methodik).

95,8

9.674

obere Statusgruppe

93,8

91,6

97,1

97,2

97,2

>= 2 Dosen

2

97,0

mittlere Statusgruppe

92,0

92,3

92,2

>= 1 Dosis

Masern

1

98,4

3.779
11.745

untere Statusgruppe

Soziale Lage

96,4

13.618

3

96,8

14.884

Mädchen

96,6

>= 2 Dosen

Mumps
>= 1 Dosis

Jungen

Geschlecht

n=

1

Merkmal

in Berlin 2017 - Angaben in %

2

67,4

70,5

65,7

69,4

67,6

68,5

zeitgerecht

2. Masern

Art der Impfung

95,8

97,0

98,4

96,4

96,8

96,6

>= 1 Dosis

91,6

93,8

91,6

92,0

92,3

92,2

>= 2 Dosen

Röteln

82,7

91,0

93,3

87,8

88,3

88,1

>= 1 Dosis

78,4

87,1

85,6

82,9

83,5

83,2

>= 2 Dosen

Varizellen

Durchimpfungsgrad der Kinder gegen Mumps, Masern, Röteln, Varizellen sowie zeitgerechte 2. Masern-Impfung gesamt, nach Geschlecht und sozialer Lage bei der Einschulungsuntersuchung

Tabelle 3.11:

40
Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017
Gesundheitsberichterstattung Berlin

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

96,8
95,9
96,8

7.960

ja, beidseitig

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund/Herkunft in 0,7 % der Fälle (n = 207).

92,9

5

97,3

89,3

Fehlende Angaben zu Geburt in Deutschland in 0,5 % der Fälle (n = 139).

92,0

94,1

89,1

4

96,9

2.331

aus sonstigen Staaten

88,9

96,1

87,9

bezogen auf die in Deutschland geborenen Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation (vgl. Methodik, n = 26.021).

93,6

1.742

aus westl. Industriestaaten

88,8

97,5

95,9

94,0

3

95,7

4.300

osteuropäisch

87,4

98,9

97,4

89,5

93,1

94,0

74,7

94,2

92,6

Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation inkl. gesichert ungeimpfte Kinder ohne Impfdokumente (1,0 %, n = 330, vgl. Methodik).

97,4

2.087

arabisch

95,9

93,7

97,0

96,4

97,4

94,7

97,4

97,2

>= 2 Dosen

2

98,9

2.241

türkisch

89,0

92,8

93,7

73,3

93,9

92,2

>= 1 Dosis

Masern

1

96,8

15.594

deutsch

Herkunft

4,5

nein
4.741

94,2

15.594

4

96,8

2.342

ja, einseitig

Migrationshintergrund

nein

ja

96,6

>= 2 Dosen

Mumps
>= 1 Dosis

26.021

28.502

insgesamt

Geburt in Deutschland3

n=

Merkmal

1

Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %

2

70,4

61,9

67,2

73,8

76,0

67,6

71,2

68,0

67,6

-

68,5

68,5

zeitgerecht

2. Masern

Art der Impfung

97,0

93,6

95,8

97,4

98,9

96,8

96,9

95,9

96,8

94,3

96,8

96,6

>= 1 Dosis

92,2

88,9

88,9

87,4

95,9

93,7

89,1

92,8

93,7

73,5

93,9

92,2

>= 2 Dosen

Röteln

90,4

77,0

86,8

89,8

95,8

88,1

88,7

87,4

88,1

75,4

89,3

88,1

84,1

70,3

80,7

79,4

91,7

84,7

80,9

82,9

84,7

57,0

85,7

83,2

>= 2 Dosen

Varizellen
>= 1 Dosis

Durchimpfungsgrad der Kinder gegen Mumps, Masern, Röteln, Varizellen sowie zeitgerechte 2. Masern-Impfung gesamt und nach Migrationsmerkmalen (Teil 1) bei der

Tabelle 3.12:

Gesundheitsberichterstattung Berlin
Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017
41

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil in 1,6 % der Fälle (n = 460).

71,0

72,9

68,6

67,6

68,5

4

83,4

92,9

92,9

94,0

2

zeitgerecht

bezogen auf die in Deutschland geborenen Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation (vgl. Methodik, n = 26.021).

96,8

97,5

96,5

97,4

92,6

>= 2 Dosen

3

82,6

92,7

92,6

93,7

97,2

>= 1 Dosis

2. Masern

Art der Impfung

Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation inkl. gesichert ungeimpfte Kinder ohne Impfdokumente (1,0 %, n = 330, vgl. Methodik).

96,5

97,5

96,1

96,8

92,2

>= 2 Dosen

Masern

2

2.710

2.443

7.295

15.594

96,6

>= 1 Dosis

Mumps

96,5

97,5

96,2

96,8

96,6

>= 1 Dosis

82,7

92,7

92,7

93,7

92,2

>= 2 Dosen

Röteln

84,9

91,9

88,1

88,1

88,1

>= 1 Dosis

72,1

86,5

83,5

84,7

83,2

>= 2 Dosen

Varizellen

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

1

Kind und begleitender Elternteil

unzureichende Deutschkenntnisse

Kind nichtdeutscher Herkunft/

Kind oder begleitender Elternteil

unzureichende Deutschkenntnisse

Kind nichtdeutscher Herkunft/

Kind und begleitender Elternteil

(sehr) gute Deutschkenntnisse

Kind nichtdeutscher Herkunft/

Kind deutscher Herkunft

Migration/Deutschkenntnisse

28.502

insgesamt

3,4

n=

Merkmal

1

Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %

Durchimpfungsgrad der Kinder gegen Mumps, Masern, Röteln, Varizellen sowie zeitgerechte 2. Masern-Impfung gesamt und nach Migrationsmerkmalen (Teil 2) bei der

Tabelle 3.13:

42
Gesundheitsberichterstattung Berlin

93,5
93,1
93,5
91,9
94,0
95,0
93,9
95,5
94,6
96,4
95,5
93,4

2.826
2.167
3.903
2.057
1.963
2.214
2.571
2.354
1.944
2.337
2.236
1.930
28.502

Mitte

Friedrichshain-Kreuzberg

Pankow

Charlottenburg-Wilmersdorf

Spandau

Steglitz-Zehlendorf

Tempelhof-Schöneberg

Neukölln

Treptow-Köpenick

Marzahn-Hellersdorf

Lichtenberg

Reinickendorf

Berlin gesamt

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

bezogen auf die in Deutschland geborenen Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation (vgl. Methodik, n = 26.021).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation inkl. gesichert ungeimpfte Kinder ohne Impfdokumente (1,0 %, n = 330, vgl. Methodik).

93,5

92,8

94,9

95,6

93,5

95,1

93,7

94,9

93,7

91,4

92,1

92,3

92,6

Poliomyelitis

2

94,0

93,3

95,3

96,3

94,3

95,5

93,6

94,6

93,7

91,7

93,4

92,8

93,2

Diphtherie

1

94,2

Tetanus

n =1

Bezirk

nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2017 - Angaben in %

91,6

90,6

94,1

95,1

91,3

93,5

91,2

91,5

92,3

88,8

90,9

89,7

90,4

Pertussis

Art der Impfung

44,2

29,2

48,0

43,2

51,1

37,1

43,5

47,6

53,3

45,1

46,1

41,6

43,6

zeitgerecht

2

4. Pertussis

90,6

89,5

93,0

93,6

90,2

92,7

90,4

92,7

90,7

88,3

89,3

88,6

89,1

Hib

85,4

87,4

89,8

91,4

82,9

88,2

85,8

83,2

88,4

82,1

82,5

78,7

85,4

Hepatitis B

Durchimpfungsgrad der Kinder gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis, Pertussis, Haem. infl. b (Hib), Hepatitis B sowie zeitgerechte 4. Pertussis-Impfung bei der Einschulungsuntersuchung

Tabelle 3.14:

Gesundheitsberichterstattung Berlin
Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Räumliche Verteilung des Impfstatus

43

44

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle 3.15:
Durchimpfungsgrad der Kinder gegen Pneumokokken, Meningokokken C und Rotaviren bei der Einschulungsuntersuchung nach
Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2017 - Angaben in %
Art der Impfung

1

1

Pneumokokken

Meningokokken C

Rotaviren

Bezirk

n=

Mitte

2.826

77,4

90,6

34,0

Friedrichshain-Kreuzberg

2.167

71,8

86,3

25,5

Pankow

3.903

73,2

86,8

51,4

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.057

76,9

88,2

39,8

Spandau

1.963

83,7

92,6

25,5

Steglitz-Zehlendorf

2.214

75,8

87,4

35,6

Tempelhof-Schöneberg

2.571

75,0

88,1

29,3

Neukölln

2.354

75,7

92,1

13,6

Treptow-Köpenick

1.944

77,3

88,0

49,3

Marzahn-Hellersdorf

2.337

85,5

94,8

52,0

Lichtenberg

2.236

82,2

93,8

44,7

Reinickendorf

1.930

72,3

92,2

32,8

Berlin gesamt

28.502

77,0

89,9

36,9

Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation inkl. gesichert ungeimpfte Kinder ohne Impfdokumente (1,0 %, n = 330, vgl. Methodik).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

94,8
95,4
96,1
98,0
95,8
96,9
97,9
95,8
99,0
98,0
96,4

2.167
3.903
2.057
1.963
2.214
2.571
2.354
1.944
2.337
2.236
1.930
28.502

Pankow

Charlottenburg-Wilmersdorf

Spandau

Steglitz-Zehlendorf

Tempelhof-Schöneberg

Neukölln

Treptow-Köpenick

Marzahn-Hellersdorf

Lichtenberg

Reinickendorf

Berlin gesamt

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

bezogen auf die in Deutschland geborenen Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation (vgl. Methodik, n = 26.021).

92,6

92,8

94,5

95,3

91,2

93,5

92,1

92,7

93,8

91,7

91,7

91,1

91,2

Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation inkl. gesichert ungeimpfte Kinder ohne Impfdokumente (1,0 %, n = 330, vgl. Methodik).

97,2

96,6

98,2

99,2

97,0

98,3

97,3

96,3

98,3

96,8

96,3

95,4

96,7

>= 2 Dosen

2

92,2

92,6

94,3

95,1

90,8

92,9

91,9

92,5

93,5

91,1

90,9

90,8

90,6

>= 1 Dosis

Masern

1

96,6

96,2

2.826

Friedrichshain-Kreuzberg

>= 2 Dosen

Mumps
>= 1 Dosis

Mitte

1

n=

Bezirk

- Angaben in %

2

68,5

70,2

67,9

67,3

67,7

68,5

70,6

68,8

76,9

68,6

62,8

64,7

72,5

zeitgerecht

2. Masern

Art der Impfung

96,6

96,4

98,0

99,0

95,9

97,9

96,9

95,8

98,0

96,2

95,4

94,8

96,2

>= 1 Dosis

92,2

92,6

94,4

95,1

90,9

92,9

91,9

92,5

93,5

91,2

90,9

90,9

90,7

>= 2 Dosen

Röteln

88,1

91,7

93,0

96,0

87,8

87,1

86,4

83,5

93,6

86,9

84,9

80,2

88,6

>= 1 Dosis

83,2

87,4

88,7

91,8

83,0

81,3

81,2

79,1

89,2

81,8

80,3

74,5

83,4

>= 2 Dosen

Varizellen

Durchimpfungsgrad der Kinder gegen Mumps, Masern, Röteln, Varizellen sowie zeitgerechte 2. Masern-Impfung bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2017

Tabelle 3.16:

Gesundheitsberichterstattung Berlin
Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017
45

95,9
96,4
96,8
97,1

25.365
25.176
24.038
24.072

2005

2006

2007

2008
96,6
96,7
96,8
96,6

25.222
24.895
25.870

2010

2011

2012
96,5
96,3
96,3
94,9
94,2

28.633
28.664
25.604
28.502

2014

2015

2016

2017

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die eingeschulten Kinder.

4

90,6

91,5

93,0

93,0

93,2

93,4

93,4

93,0

93,0

94,3

93,8

93,9

93,5

Hib

85,4

86,4

87,7

87,5

87,9

87,6

87,3

88,2

88,2

92,8

91,9

89,9

88,5

Hepatitis B

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Bezogen auf die in Deutschland geborenen Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation (vgl. Methodik).

44,2

44,8

42,7

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

2

4. Pertussis
zeitgerecht

Ab dem Jahr 2009 Anwendung der strengeren Richtlinien zur Beurteilung der Vollständigkeit der Grundimmunisierung bei Poliomyelitis, Hib und Hepatitis B (vgl. Methodik und Text).

91,6

92,6

94,1

94,3

94,6

94,7

94,8

94,3

94,1

94,1

93,7

93,1

92,1

Pertussis

3

93,5

94,1

95,5

95,3

95,6

95,7

95,8

95,4

95,5

97,7

97,3

97,5

97,5

Poliomyelitis

Art der Impfung

2

Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation inkl. gesichert ungeimpfte Kinder ohne Impfdokumente (vgl. Methodik).

94,0

94,6

96,0

96,0

96,2

96,2

96,3

96,0

96,0

96,7

96,4

96,1

95,7

Diphtherie

1

2013

27.877

4

2009

24.576

3

Tetanus

n =1

Jahr

Einschulungsuntersuchungen in Berlin 2005 bis 2017 - Angaben in %

Zeitreihe vollständige Grundimmunisierung der Kinder gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis, Pertussis, Haem. infl. b (Hib), Hepatitis B sowie zeitgerechte 4. Pertussis-Impfung bei den

Tabelle 3.17:

46
Gesundheitsberichterstattung Berlin

Zeitreihen zu Impfungen

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

47

Im gesamten Zeitverlauf von 2005 bis 2015 sind die Impfquoten für Tetanus und Diphtherie mit
Schwankungen von maximal 1,2 bzw. 1,0 Prozentpunkten auf dem Niveau von etwa 96 % stabil
geblieben. Im Jahr 2016 zeigt sich wie auch in den anderen Impfungen der Tabelle 3.17 ein Abfall um
knapp eineinhalb Prozentpunkte auf 94,9 % bzw. 94,6 %. Dieser Trend setzt sich 2017, wenn auch in
geringerem Ausmaß, fort. So sinken der Anteile von 2016 zu 2017 um weitere 0,7 bzw.
0,6 Prozentpunkte.
Die Impfquoten für Poliomyelitis lagen bis 2008 im Mittel bei 97,5 % und damit über den Quoten für
Tetanus und Diphtherie. Mit Anwendung der strengeren Beurteilungskriterien des RKI ab 2009 für diese
Impfung (vgl. Methodik) sank das Niveau und war bis 2015 mit geringen jährlichen Schwankungen von
maximal 0,5 Prozentpunkten bei im Mittel 95,5 % stabil. Auch hier zeigt sich in 2016 ein Abfall um
1,4 Prozentpunkte und in 2017 ein weiterer Abfall um 0,6 Prozentpunkte. Für die Pertussisimpfung zeigt
sich ein kontinuierlicher Anstieg der Impfquoten bis zum Einschulungsjahrgang 2011. Von 2011 bis 2015
war ein leichter kontinuierlicher Rückgang auf 94,1 % zu beobachten. Auch für diese Impfung zeigt sich
ein deutlicherer Rückgang in 2016 auf 92,6 %, in 2017 auf 91,6 %. Die Rate der Kinder mit einer
zeitgerechten 4. Pertussisimpfung wurde in 2015 erstmals ermittelt, ist 2016 um zwei Prozentpunkte auf
44,8 % angestiegen und liegt in 2017 mit 44,2 % wieder etwas niedriger (vgl. Tabelle 3.17).
Die Impfquote gegen Haemophilus influenzae Typ b (Hib) ist von 2005 bis 2008, wenn auch mit
Schwankungen, leicht angestiegen, mit Anwendung der strengeren Beurteilungskriterien des RKI ab 2009
auch für diese Impfung (vgl. Methodik) um einen Prozentpunkt gefallen und war bis 2015 auf einem
Niveau von im Mittel 93,1 % stabil. In 2016 ist auch hier ein Abfall um 1,5 Prozentpunkte zu verzeichnen,
in 2017 ein Abfall um weitere 0,9 Prozentpunkte. Die Impfquote der Hepatitis B-Impfung ist von 2005 bis
2008 bis auf 92,8 % angestiegen. Mit Anwendung der strengeren Beurteilungskriterien des RKI ab 2009
auch für diese Impfung (vgl. Methodik) sank das Niveau auf 88,2 %, ist seitdem noch weiter rückläufig
und liegt von 2011 bis 2015 im Mittel bei 87,6 %. In 2016 und 2017 sind die Raten wie auch bei den
vorgenannten Impfungen stetig gesunken.
Betrachtet man die Zeitreihe der Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Poliomyelitis und Hib
von 2011 bis 2015, so lässt sich ein dezenter, aber kontinuierlicher Rückgang der Durchimpfungsraten
erkennen. Von 2015 zu 2016 ist für alle diese Impfungen und zusätzlich auch für die Hepatitis B-Impfung
ein Rückgang der Impfraten um rund 1,5 Prozentpunkte zu konstatieren. Der Rückgang setzt sich in
2017, wenn auch in geringerem Ausmaß von 0,6 bis 1,0 Prozentpunkten je nach Impfung, weiter fort. Der
zunächst dezente, wenn auch kontinuierliche Rückgang ist am ehesten auf die steigende Zuwanderung
aus Ländern mit abweichenden Impfschemata bzw. nicht verfügbaren Impfungen zurückzuführen, denn
seit 2012 sinken die Impfquoten bei den Kindern mit Migrationshintergrund kontinuierlich und liegen seit
2014 erstmals für alle Impfungen unter den entsprechenden Impfraten der Kinder deutscher Herkunft
(Ausnahme: Hepatitis B in 2014). Der deutliche Sprung von 2015 zu 2016 und auch der weitere Rückgang
in 2017 sind am ehesten auf den höheren Anteil zugewanderter Kinder zurückzuführen. So beträgt der
Rückgang der Durchimpfungsraten in der Gruppe der Kinder mit beidseitigem Migrationshintergrund von
2015 zu 2016 rund 4 Prozentpunkte und parallel in der Gruppe der nicht in Deutschland geborenen
Kinder zwischen 7 und 10 Prozentpunkten. Von 2016 zu 2017 liegt der Rückgang der Impfraten in der
Gruppe der nicht in Deutschland geborenen Kinder je nach Impfung zwischen knapp 3 Prozentpunkten
(Poliomyelitis) und knapp 5 Prozentpunkten (Pertussis).

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

48

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle 3.18:
Zeitreihe vollständige Grundimmunisierung der Kinder gegen Pneumokokken, Meningokokken C und Rotaviren bei den
Einschulungsuntersuchungen in Berlin 2008 bis 2017 - Angaben in %
Art der Impfung
n =1

Jahr

1

Pneumokokken

Meningokokken C

Rotaviren

2008

24.072

-

54,1

-

2009

24.576

6,4

69,8

-

2010

25.222

12,1

77,7

-

2011

24.895

44,1

84,1

-

2012

25.870

64,7

85,9

-

20132

27.877

75,5

86,8

-

2014

3

28.633

78,6

87,0

-

20154

28.664

78,6

90,6

26,4

2016

25.604

77,8

90,1

31,3

2017

28.502

77,0

89,9

36,9

Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation inkl. gesichert ungeimpfte Kinder ohne Impfdokumente (vgl. Methodik).

2

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die

3

Änderung der Definition der vollständigen Grundimmunisierung gegen Pneumokokken ab 2014 (vgl. Methodik und Text).

4

Änderung der Definition der vollständigen Grundimmunisierung gegen Meningokokken C ab 2015 (vgl. Methodik und Text).

eingeschulten Kinder.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Die im Vergleich mit der ein Jahr früher aufgenommenen Meningokokkenimpfung niedrigere Impfquote
der seit 2009 erfassten Pneumokokkenimpfung dürfte zum einen an dem aufwendigeren Impfschema
liegen (bis zu 4 Impfdosen im 1. Lebensjahr) und zum anderen daran, dass anders als für die
Meningokokken ein Nachholen der Impfung jenseits des 2. Lebensjahres nicht in den STIKOEmpfehlungen enthalten ist. Dennoch weist auch die Pneumokokkenimpfung einen starken Anstieg in
den Jahren von 2009 bis 2014 auf, der in 2015 stagniert und in 2016 und 2017 wieder leicht rückläufig ist
(vgl. Tabelle 3.18). Dies ist wie auch bei den übrigen Impfungen in der Gruppe der Kinder mit einem
beidseitigen Migrationshintergrund bzw. nicht in Deutschland Geborenen stärker zu beobachten und die
Gesamtreduktion ist daher am ehesten auf die Zuwanderung aus Ländern mit abweichenden
Impfschemata bzw. nicht verfügbaren Impfungen zurückzuführen.
Die 2008 in die Dokumentation der Einschulungsuntersuchung aufgenommene Impfung gegen
Meningokokken C weist erwartungsgemäß einen starken Anstieg der Impfquoten im
Beobachtungszeitraum bis 2015 auf, wobei die Zunahme in den Jahren von 2011 bis 2014 mit 0,2 bis 1,8
Prozentpunkten wesentlich niedriger ausfällt als in den Vorjahren. Die Zunahme von 2014 zu 2015 ist am
ehesten auf die parallele Änderung der Definition zurückzuführen, nach der nunmehr eine Impfdosis als
vollständige Grundimmunisierung gewertet wird (vgl. Methodik). Addiert man die Raten aus 2014 für die
vollständige Grundimmunisierung (87,0 %) und die begonnene Grundimmunisierung (3,3 %), so lag diese
Rate bereits in 2014 bei 90,3 %. In 2016 und 2017 stagniert die Impfrate bzw. ist dezent rückläufig. Auch
diese Entwicklung ist am ehesten auf die Zuwanderung aus Ländern mit abweichenden Impfschemata
bzw. nicht verfügbaren Impfungen zurückzuführen.
Die Quote der Rotavirenimpfung wurde in 2015 erstmals erfasst und ausgewiesen. Sie ist bis 2017 um
rund 10 Prozentpunkte angestiegen und weiterhin erwartungsgemäß niedrig, da die Impfung erst seit
2013 öffentlich von der STIKO empfohlen wird. Die Impfung war für die mehrheitlich 2009 bis 2011
geborenen Kinder, die in den Einschulungsjahrgängen 2015 bis 2017 untersucht wurden, nur dann

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

verfügbar, wenn entweder die Eltern sie privat bezahlten oder die Kinder bei einer Krankenkasse
versichert waren, die bereits vor der Empfehlung der STIKO die Kosten übernahm. Hier ist wie auch bei
den anderen nach 2007 eingeführten Impfungen mit einem Anstieg der Impfquote in den nächsten
Einschulungsjahrgängen zu rechnen.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

49

93,3
94,0
94,7
94,7
95,0
95,5
95,4

25.176
24.038
24.072
24.576
25.222
24.895
25.870

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012
95,4
95,7
96,4
96,8
96,6

28.633
28.664
25.604
28.502

2014

2015

2016

2017

97,2

97,3

96,9

96,3

96,0

95,9

95,9

95,4

95,1

95,2

94,5

93,8

93,5

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle
2

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die eingeschulten Kinder.

4

96,6

96,8

96,4

95,8

95,4

95,5

95,5

95,0

94,7

94,7

94,0

93,3

92,8

>= 1 Dosis

92,2

92,2

91,8

91,3

90,5

90,6

90,3

89,3

88,6

87,9

86,3

83,1

78,1

>= 2 Dosen

Röteln

88,1

89,0

88,7

87,7

86,4

84,3

83,2

84,4

84,2

83,6

81,8

77,6

57,3

27,5

67,43
77,4

1,3
7,5

36,4

0,3

-

-

>= 2 Dosen

55,73

20,7

-

-

>= 1 Dosis

Varizellen

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Bezogen auf die in Deutschland geborenen Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation (vgl. Methodik).

2009 und 2010 genügte nach STIKO-Empfehlung die einmalige Impfung mit Varizellen-Monoimpfstoff (2009: 45,3 %, 2010: 36,3 %).

68,5

68,7

65,5

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

zeitgerecht

2. Masern

Art der Impfung

3

92,6

92,6

92,2

91,6

90,8

90,9

90,7

89,7

89,1

88,2

86,8

83,6

78,8

>= 2 Dosen

Masern

2

Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation inkl. gesichert ungeimpfte Kinder ohne Impfdokumente (vgl. Methodik).

92,2

92,2

91,8

91,3

90,5

90,5

90,3

89,4

88,7

87,9

86,4

83,2

78,4

>= 1 Dosis

1

2013

27.877

4

93,1

25.365

2005

>= 2 Dosen

Mumps
>= 1 Dosis

n=

1

Jahr

- Angaben in %

Zeitreihe Durchimpfungsgrad der Kinder gegen Mumps, Masern, Röteln, Varizellen sowie zeitgerechte 2. Masern-Impfung bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin 2005 bis 2017

Tabelle 3.19:

50
Gesundheitsberichterstattung Berlin

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

51

Der Anteil der zum Zeitpunkt der Einschulungsuntersuchungen gegen Mumps, Masern und Röteln
geimpften Kinder hat im Beobachtungszeitraum von 2005 bis 2016 zugenommen (vgl. Tabelle 3.19). Dies
gilt vor allem für den Anteil der Kinder, die (mindestens) noch eine zweite Impfdosis erhalten haben,
welcher im besagten Zeitraum um mehr als zehn Prozentpunkte angestiegen ist, auch wenn das Niveau
mit rund 92 % nach wie vor nicht die Zielvorgaben der WHO einer Impfquote von 95 % mit zwei Masernbzw. Rötelnimpfungen erreicht. In 2017 stagnieren die Anteile im Vergleich zu den Vorjahren. Die Rate
der Kinder mit einer zeitgerechten 2. Masernimpfung wurde in 2015 erstmals ermittelt, ist zu 2016 um
rund drei Prozentpunkte gestiegen und stagniert 2017 auf diesem Niveau.
Seit der Aufnahme der Varizellen-Impfung in die Impfempfehlungen hat erwartungsgemäß auch hier der
Anteil der Kinder, die überhaupt eine Impfung erhalten haben, deutlich zugenommen. Die Empfehlung
bezüglich einer zweiten Impfdosis gegen Varizellen wurde im Beobachtungszeitraum zweimal verändert
und gilt unabhängig vom verwendeten Impfstoff erst seit dem Einschulungsjahrgang 2011. Die
entsprechende Impfquote hat seitdem stark zugenommen, liegt aber mit rund 8 Prozentpunkten
Differenz noch deutlich unter dem Niveau der Masern-Mumps-Röteln-Impfung. Hier ist ein leichter
Rückgang der Impfquoten in 2017 um rund einen Prozentpunkt im Vergleich zu 2016 zu beobachten. Der
Rückgang geht jedoch nicht auf niedrigere Impfquoten zugewanderter Kinder zurück, deren Impfquoten
im Vergleich zu 2016 angestiegen sind, sondern auf einen Rückgang der Impfquote bei den Kindern
deutscher und osteuropäischer Herkunft sowie der Kinder aus sonstigen Staaten.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

52

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

3.2

Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen

Methodik

Für die Auswertungen zur Inanspruchnahme der Früherkennungs- oder Vorsorgeuntersuchungen
(umgangssprachlich auch U-Untersuchungen genannt) werden nur die Kinder berücksichtigt, die ein
Vorsorgeheft vorgelegt haben und seit ihrer Geburt in Deutschland leben, da nur von diesen überhaupt
eine vollständige Vorsorgedokumentation erwartet werden kann. Für Kinder, für die kein
Untersuchungsheft vorgelegt wurde, liegen keine Daten vor. Es ist davon auszugehen, dass die Rate an
unvollständiger Inanspruchnahme der Untersuchungen in dieser Gruppe höher liegen wird.
Tabelle 3.20 gibt einen Überblick über die Zeiträume, innerhalb derer die einzelnen
Früherkennungsuntersuchungen vorgesehen sind.
Tabelle 3.20:
Zeiträume der Früherkennungsuntersuchungen für Kinder (U1 - U9) in der Bundesrepublik Deutschland
Untersuchungsstufe

Zeitgrenze

Toleranzgrenze

U1

01.

Lebenstag

01.

Lebenstag

U2

03.-10.

Lebenstag

03.-14.

Lebenstag

U3

04.-05.

Lebenswoche

03.-08.

Lebenswoche

U4

03.-04.

Lebensmonat

02.-04½.

Lebensmonat

U5

06.-07.

Lebensmonat

05.-08.

Lebensmonat

U6

10.-12.

Lebensmonat

09.-14.

Lebensmonat

U7

21.-24.

Lebensmonat

20.-27.

Lebensmonat

U7a

34.-36.

Lebensmonat

33.-38.

Lebensmonat

U8

46.-48.

Lebensmonat

43.-50.

Lebensmonat

U9

60.-64.

Lebensmonat

58.-66.

Lebensmonat

(Datenquelle: Gemeinsamer Bundesausschuss / Darstellung: SenGPG - I A -)

Die U7a wurde am 1.7.2008 in die Richtlinien zur Früherkennung von Krankheiten bei Kindern bis zur
Vollendung des 6. Lebensjahres aufgenommen. Trotz Aufnahme der U7a in die Kinder-Richtlinien wurde
das Kinderuntersuchungsheft bisher nicht überall verändert, z. T. gibt es für die U7a immer noch lediglich
ein Einlegeblatt. Die Kinder, die 2012 eingeschult wurden, sind mehrheitlich 2006 geboren und damit der
erste Jahrgang, bei dem alle Kinder die Untersuchung in Anspruch genommen haben können, so dass erst
seit dem Einschulungsjahrgang 2012 die Inanspruchnahmeraten der U7a ausgewiesen werden. Die U7a
bleibt jedoch bei der Berechnung der Inanspruchnahmerate „U1 bis U8 vollständig“ weiterhin
unberücksichtigt, da die Raten deutlich unterhalb der Raten der U7 und U8 liegen. Eine Berücksichtigung
würde daher zu einer deutlichen Abnahme der Rate „U1 bis U8 vollständig“ führen, was bei
oberflächlicher Betrachtung zu einer Fehlinterpretation der Zeitreihe führen könnte. Es wird
angenommen, dass sich die neue U-Untersuchung (analog neu eingeführter Impfungen) erst etablieren
muss, so dass die weitere Entwicklung abgewartet wird.
Aufgrund der zeitlichen Überschneidung von U9 (Zeitgrenze 60-64 Monate, vgl. Tab. 3.20) und der
Einschulungsuntersuchung, von der seit 2005 aufgrund der früheren Stichtagsregelung für die
Einschulung ein erheblicher Anteil der Kinder betroffen ist, wird die Inanspruchnahmerate der U9 nicht
mehr ausgewiesen, da ihre Aussagekraft deutlich gesunken ist.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

99,6

99,5

98,9

97,6
99,2

98,9

96,1

98,5

98,6

98,5

U5

99,1

98,8

96,9

98,5

98,4

98,5

U6

98,3

97,6

92,9

96,9

96,8

96,9

U7

92,5

90,5

82,8

89,9

89,6

89,7

U7a

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Aus Gründen der Vergleichbarkeit mit den Vorjahren wird die U7a bei der Berechnung der vollständigen Inanspruchnahme des Früherkennungsprogramms nicht berücksichtigt.

99,5

99,2

97,5

98,8

98,9

98,8

U4

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 10,3 % der Fälle (n = 2.701).

99,6

9.029

obere Statusgruppe

99,4

98,6

98,9

99,1

99,0

U3

1

99,5

mittlere Statusgruppe

99,3

99,2

99,3

U2

Untersuchungsstufe

2

98,9

3.212

11.197

untere Statusgruppe

Soziale Lage

99,4

12.533

2

99,4

13.606

99,4

U1

Mädchen

26.139

n=

Jungen

Geschlecht

insgesamt

Merkmal

Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %

96,5

94,7

87,0

93,7

94,2

93,9

U8

94,0

91,3

78,3

89,5

90,1

89,8

vollständig

U1 bis U8

Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern (mit vorgelegtem Vorsorgeheft und in Deutschland geboren) gesamt, nach Geschlecht und sozialer Lage bei der

Tabelle 3.21:

1

Gesundheitsberichterstattung Berlin
Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

53

Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchungen nach Geschlecht, sozialer
Lage und Migrationsmerkmalen

99,5
98,8

5.708

ja, beidseitig

99,2
99,2

1.408
1.887

aus westl. Industriestaaten

aus sonstigen Staaten

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

91,2

94,7

81,7

85,5

89,2

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil in 1,3 % der Fälle (n = 336).

95,0

97,0

96,2

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

94,5

97,0

98,5

91,3

87,2

90,3

88,0

83,8

87,3

91,3

86,1

89,2

91,3

89,7

U7a

3

96,2

97,6

98,3

98,0

95,2

97,4

95,4

93,5

94,5

98,0

94,1

96,5

98,0

96,9

U7

4

96,1

97,6

98,7

99,0

97,5

98,4

97,3

97,4

98,3

99,0

97,0

98,5

99,0

98,5

U6

Aus Gründen der Vergleichbarkeit mit den Vorjahren wird die U7a bei der Berechnung der vollständigen Inanspruchnahme des Früherkennungsprogramms nicht berücksichtigt.

97,3

98,9

98,9

99,2

97,1

98,6

97,4

96,2

98,2

99,2

96,6

98,6

99,2

98,5

U5

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund/ Herkunft in 0,5 % der Fälle (n = 136).

97,7

99,1

99,2

99,3

98,2

98,6

97,8

97,7

98,7

99,3

97,7

98,7

99,3

98,8

U4

1

1.408

2.019

99,4

99,5

97,9

99,0

98,1

97,7

98,9

99,5

97,7

99,0

99,5

99,0

U3

2

Kind und begleitender Elternteil

unzureichende Deutschkenntnisse

Kind nichtdeutscher Herkunft/

Kind oder begleitender Elternteil

unzureichende Deutschkenntnisse

Kind nichtdeutscher Herkunft/

6.821

99,5

98,7

99,2

98,9

98,3

99,2

99,5

98,5

99,3

99,5

99,3

U2

Untersuchungsstufe

87,5

89,8

93,8

95,3

92,3

95,0

92,5

89,4

91,0

95,3

90,9

93,4

95,3

93,9

U8

U1 bis U8

76,5

81,6

88,9

92,7

84,4

91,1

86,7

81,3

84,6

92,7

82,9

89,1

92,7

89,8

vollständig

1

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Kind und begleitender Elternteil

(sehr) gute Deutschkenntnisse

Kind nichtdeutscher Herkunft/

Kind deutscher Herkunft

99,6

99,1

3.560

osteuropäisch

15.555

98,7

1.390

arabisch

Migration/Deutschkenntnisse

99,2

2.203

türkisch

3,4

99,6

15.555

deutsch

Herkunft

2,3

nein

99,6

99,4

4.740

26.139

U1

15.555

2

n=

ja, einseitig

Migrationshintergrund

insgesamt

Merkmal

Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %

Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern (mit vorgelegtem Vorsorgeheft und in Deutschland geboren) gesamt und nach Migrationsmerkmalen bei der

Tabelle 3.22:

54
Gesundheitsberichterstattung Berlin

99,4
99,5
99,4
99,4
99,8
99,3
98,7
99,3
99,7
99,4
99,2

2.035

3.649

1.785

1.751

2.031

2.296

2.217

1.810

2.217

2.088

1.802

26.139

Friedrichshain-Kreuzberg

Pankow

Charlottenburg-Wilmersdorf

Spandau

Steglitz-Zehlendorf

Tempelhof-Schöneberg

Neukölln

Treptow-Köpenick

Marzahn-Hellersdorf

Lichtenberg

Reinickendorf

Berlin gesamt

99,3

99,1

99,1

99,6

99,2

98,8

99,3

99,6

99,3

99,4

99,4

99,3

99,0

U2

99,0

98,7

98,8

99,5

98,8

98,2

99,0

99,2

99,0

99,4

99,5

99,1

98,6

U3

98,8

98,4

98,7

99,4

99,1

98,2

99,0

99,0

98,8

98,5

99,3

99,0

98,4

U4

98,5

97,9

98,3

99,2

98,7

96,9

98,6

99,3

98,2

98,8

99,0

98,8

98,1

U5

98,5

98,2

98,7

99,1

98,4

97,2

99,1

99,0

98,5

98,8

98,7

98,3

97,6

U6

Untersuchungsstufe

96,9

96,6

96,2

97,4

97,1

94,8

98,0

98,3

97,1

97,8

97,9

96,0

95,1

U7

89,7

90,1

87,6

89,0

88,6

88,5

95,6

94,0

89,9

91,3

89,1

87,8

85,8

U7a

Aus Gründen der Vergleichbarkeit mit den Vorjahren wird die U7a bei der Berechnung der vollständigen Inanspruchnahme des Früherkennungsprogramms nicht berücksichtigt.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

1

99,4

2.458

Mitte

99,4

U1

n=

Bezirk

(Wohnbezirk) 2017 - Angaben in %

93,9

94,6

94,4

94,5

93,4

90,3

96,4

97,2

93,9

94,8

95,5

91,6

90,3

U8

89,8

90,0

89,5

91,5

90,1

83,1

92,6

94,5

90,0

91,2

92,5

87,7

84,5

vollständig

U1 bis U8

Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern (mit vorgelegtem Vorsorgeheft und in Deutschland geboren) bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken

Tabelle 3.23:

1

Gesundheitsberichterstattung Berlin
Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

55

Räumliche Verteilung der Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchungen

99,5
99,5
99,4
99,4
99,5
99,4
99,4
99,4
99,5
99,4

23.140

23.618

24.262

24.042

24.751

26.679

27.350

26.944

23.592

26.139

2008

2009

2010

2011

2012

20132

2014

2015

2016

2017

99,3

99,3

99,3

99,3

99,3

99,2

99,1

99,1

99,2

99,2

99,2

99,0

99,0

98,8

98,8

98,7

98,5

98,5

98,5

98,3

98,5

98,4

98,4

98,0

98,8

98,6

98,2

98,0

97,9

97,5

97,7

97,6

97,6

97,7

97,4

97,3

97,4

98,5

98,1

97,2

96,9

96,8

96,3

96,5

96,3

96,4

96,2

95,7

96,0

96,0

U5

98,5

98,3

97,2

96,5

96,3

95,9

95,9

95,5

95,6

95,6

94,9

95,2

94,9

U6

96,9

96,7

96,9

94,1

92,7

91,9

91,9

91,8

91,4

91,9

90,9

91,3

90,1

U7

89,7

88,6

85,9

79,9

67,6

54,2

-

-

-

-

-

-

-

U7a

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Aus Gründen der Vergleichbarkeit mit den Vorjahren wird die U7a bei der Berechnung der vollständigen Inanspruchnahme des Früherkennungsprogramms nicht berücksichtigt.

99,6

23.103

2007

99,2

99,1

U4

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die eingeschulten Kinder.

99,5

24.146

2006

U3

1

99,4

24.210

2005

U2

Untersuchungsstufe

2

U1

n=

Jahr

Berlin 2005 bis 2017 - Angaben in %

93,9

93,3

93,6

93,4

93,2

86,9

86,5

86,5

85,9

85,3

84,1

84,9

83,1

U8

89,8

88,8

88,0

85,4

83,9

78,6

78,8

78,8

78,3

78,2

76,1

77,2

75,1

vollständig

U1 bis U8

Zeitreihe Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern bei den Einschulungsuntersuchungen (Kinder mit vorgelegtem Vorsorgeheft und in Deutschland geboren) in

Tabelle 3.24:

1

56
Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017
Gesundheitsberichterstattung Berlin

Zeitreihe zur Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchungen

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

57

Die Inanspruchnahme der Kinderfrüherkennungsuntersuchungen U1 und U2 hat sich im gesamten
Zeitraum von 2005 bis 2017 nicht verändert, die der U3 bis U5 auf bereits hohem Niveau geringfügig
verbessert. Die Inanspruchnahme der U6 hat sich von 2005 bis 2011 mit jährlichen Schwankungen
insgesamt geringfügig verbessert, seit 2012 ist ein leichter kontinuierlicher Anstieg in der
Inanspruchnahmerate zu verzeichnen (vgl. Tabelle 3.24).
Bei den späteren Untersuchungen, insbesondere der U8, ist ein leichter Anstieg der Teilnahmequoten von
2005 bis 2012 zu verzeichnen, in dessen Folge auch die vollständige Inanspruchnahme der
Untersuchungsserie U1 bis U8 leicht angestiegen ist. Im Einschulungsjahrgang 2013 ist gegenüber den
Vorjahren ein deutlicher Anstieg der Teilnahme an der U8 und in geringerem Ausmaß auch der U7 zu
vermerken. Für die U7 setzt dieser Anstieg sich 2014 und 2015 fort, stagniert jedoch in 2016 und 2017.
Bezüglich der U8 bleibt das 2013 erreichte Niveau in etwa konstant. Der Anteil der Kinder mit
vollständiger Inanspruchnahme der U1 bis U8 ist seit 2013 deutlich angestiegen, der Zuwachs von 2015
zu 2016 sowie zu 2017 fällt jedoch deutlich geringer aus als in den Vorjahren.
Die erst 2008 eingeführte U7a bleibt in der Inanspruchnahme weiter hinter den schon länger etablierten
Untersuchungen zurück, auch wenn gegenüber 2012 ein sehr deutlicher Zuwachs zu erkennen ist, der
jedoch von 2016 zu 2017 mit nur noch einem Prozentpunkt deutlich geringer ausfällt als in den
Vorjahren.
Der sprunghafte Anstieg der Inanspruchnahmeraten der U7, vor allem aber der U8 und konsekutiv der U1
bis U8 in 2013 ist im Wesentlichen nicht auf den zeitgleichen Wechsel der Grundgesamtheit
zurückzuführen (vgl. Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2013). Im Jahr 2010 wurde in Berlin
ein verbindliches Einladewesen zu den Kinderfrüherkennungsuntersuchungen eingeführt. Hiervon
konnten für die U7 erstmalig die 2008 geborenen Kinder (Einschulungsuntersuchung 2015) erreicht
werden, für die U7a erstmalig die 2007 Geborenen (Einschulungsuntersuchung 2014) und für die U8
erstmalig die 2006 Geborenen (Einschulungsuntersuchung 2013). Die Daten der
Einschulungsuntersuchungen in den Geburtsjahrgängen, die bereits vom verbindlichen Einladewesen in
Berlin erfasst wurden, weisen eine gestiegene Inanspruchnahme der betreffenden
Früherkennungsuntersuchungen auf. Mit den Daten der Einschulungsuntersuchungen ist nicht zu
beantworten, ob dies ursächlich auf das verbindliche Einladewesen zurückzuführen ist oder andere
Einflussfaktoren zum Tragen kamen.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

58

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

3.3

Raucher/innen im Haushalt

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Methodik

Um die kindliche Exposition gegenüber Tabakrauch, vor allem aber das Rauchverhalten der
unmittelbaren Bezugspersonen des Kindes in seiner Vorbildfunktion für späteres eigenes
Gesundheitsverhalten zu erfassen, wird das aktuelle Rauchverhalten der mit dem Kind in einem Haushalt
lebenden Personen erfragt. Die bis zum Einschulungsjahrgang 2006 praktizierte Erfassung des
Rauchverhaltens der Eltern wurde ab 2007 revidiert, da es bei dieser Frage – unabhängig von der
leiblichen Elternschaft – um das Vorbildverhalten von im Haushalt mit dem Kind zusammenlebenden
Erwachsenen oder auch älteren Geschwistern geht. Für die Auswertungen werden die Angaben zur
Anzahl der Raucher/innen im Haushalt zusammengefasst in die Kategorien „keiner raucht“, „eine Person
raucht“ und „mehr als eine Person raucht“. Zu berücksichtigen ist die eingeschränkte Vergleichbarkeit
der Zahlen zu den Jahren bis 2006, in denen das Rauchverhalten beider Elternteile erfasst wurde.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

59

Raucher/innen im Haushalt nach Geschlecht, sozialer Lage und
Migrationsmerkmalen
Tabelle 3.25:
Anzahl der Raucher/innen im Haushalt der Kinder gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und Migrationsmerkmalen bei der
Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %
Anzahl der Raucher/innen im Haushalt
Merkmal

n=

insgesamt

keiner raucht

eine Person raucht

mehr als eine Person raucht

29.186

68,7

23,1

8,2

Jungen

15.200

68,8

23,3

7,9

Mädchen

13.986

68,6

23,0

8,5

untere Statusgruppe

4.393

45,0

38,9

16,1

mittlere Statusgruppe

12.248

62,9

26,8

10,3

9.982

87,0

10,7

2,3

26.181

68,6

23,0

8,4

2.858

69,5

24,4

6,1

Geschlecht

Soziale Lage

1

obere Statusgruppe
Geburt in Deutschland

2

ja
nein
Migrationshintergrund3

15.621

69,8

21,6

8,7

ja, einseitig

4.776

69,2

23,2

7,6

ja, beidseitig

8.640

66,4

25,9

7,7

deutsch

15.621

69,8

21,6

8,7

türkisch

2.258

50,9

35,2

13,9

arabisch

2.292

60,1

33,3

6,6

osteuropäisch

4.584

66,5

24,2

9,3

aus westl. Industriestaaten

1.809

79,8

15,2

5,0

aus sonstigen Staaten

2.473

81,8

16,2

2,0

15.621

69,8

21,6

8,7

7.363

70,3

22,7

7,1

2.534

66,3

24,9

8,8

3.242

62,2

29,6

8,2

nein

Herkunft

3,4

Migration/Deutschkenntnisse

4,5

Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/
(sehr) gute Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
1

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 8,8 % der Fälle (n = 2.563).

2

Fehlende Angaben zu Geburt in Deutschland in 0,5 % der Fälle (n = 147).

3

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund/ Herkunft in 0,5 % der Fälle (n = 149).

4

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

5

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil
in 1,5 % der Fälle (n = 426).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

60

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Räumliche Verteilung der Raucher/innen im Haushalt
Tabelle 3.26:
Anzahl der Raucher/innen im Haushalt der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2017
- Angaben in %
Anzahl der Raucher/innen im Haushalt
Bezirk

n=

eine Person raucht

mehr als eine Person raucht

Mitte

2.895

67,1

24,8

8,2

Friedrichshain-Kreuzberg

2.253

71,0

22,0

7,0

Pankow

3.898

78,3

16,3

5,4

Charlottenburg-Wilmersdorf

1.835

79,6

16,8

3,6

Spandau

2.022

61,5

28,1

10,3

Steglitz-Zehlendorf

2.361

80,6

15,6

3,8

Tempelhof-Schöneberg

2.641

69,0

22,5

8,5

Neukölln

2.468

58,3

30,3

11,3

Treptow-Köpenick

1.998

65,1

25,6

9,3

Marzahn-Hellersdorf

2.383

57,8

28,7

13,6

Lichtenberg

2.350

64,8

25,6

9,6

Reinickendorf

2.082

66,2

24,9

8,9

Berlin gesamt

29.186

68,7

23,1

8,2

1

1

keiner raucht

Der Anteil der Fälle mit fehlenden Werten ist in Charlottenburg-Wilmersdorf mit 21,2% mehr als doppelt so hoch wie in den anderen
Bezirken.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

61

Zeitreihe zu Raucher/innen im Haushalt
Tabelle 3.27:
Zeitreihe Anzahl der Raucher/innen im Haushalt der Kinder bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin 2005 bis 2017
- Angaben in %
Anzahl der Raucher/innen im Haushalt
Jahr

n=
25.844

52,7

32,1

15,2

1

25.743

56,7

29,8

13,5

2007

24.614

57,4

30,4

12,2

2008

24.749

59,9

28,7

11,4

2009

25.203

59,9

28,8

11,3

2010

26.112

62,0

27,0

10,9

2011

25.763

61,8

27,3

11,0

2012

26.409

62,8

26,8

10,4

2013

28.678

64,1

26,1

9,8

2014

29.444

65,9

24,9

9,2

3

24.990

66,8

23,9

9,3

2016

4

24.776

65,2

25,4

9,4

2017

29.186

68,7

23,1

8,2

2015

3

4

mehr als eine Person raucht

2006

2

2

eine Person raucht

1

2005

1

keiner raucht

In den Jahren 2005 und 2006 wurde das Rauchverhalten der Elternteile, ab 2007 die Anzahl der Raucher im Haushalt erfragt
(vgl. Methodik).
Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die
eingeschulten Kinder.
Durch einen Fehler bei der Datenübertragung liegen für 2015 keine Daten von Kindern vor, die in Charlottenburg-Wilmersdorf und
Neukölln untersucht wurden. Die Angaben beziehen sich somit auf die übrigen 10 Bezirke.
Durch einen Fehler bei der Datenübertragung liegen für 2016 keine Daten von Kindern vor, die in Charlottenburg-Wilmersdorf
untersucht wurden. Die Angaben beziehen sich somit auf die übrigen 11 Bezirke.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Der Anteil der untersuchten Kinder, bei denen im Haushalt keine Person raucht, hat sich von 2005 bis
2014 substanziell um rund 13 Prozentpunkte erhöht (vgl. Tabelle 3.27). Diese Zunahme speist sich zu
etwa gleichen Anteilen aus einem Rückgang der Haushalte, in denen eine Person raucht und der
Haushalte, in denen mehr als eine Person raucht. Die Daten der Jahre 2015 und 2016 sind mit einer
gewissen Vorsicht zu betrachten, da zwei bzw. ein Bezirk von der Auswertung ausgeschlossen werden
mussten (vgl. Methodik). So kann die Zunahme im Anteil von Nichtraucherhaushalten von 2014 zu 2015
dadurch bedingt sein, dass der Bezirk Neukölln mit einem im Berliner Vergleich deutlich
unterdurchschnittlichen Anteil an Nichtraucherhaushalten in 2015 nicht enthalten war, was nur zum Teil
durch die ebenfalls nicht enthaltenen Daten von Charlottenburg-Wilmersdorf, einem Bezirk mit einem
eher überdurchschnittlichen Anteil von Nichtraucherhaushalten, kompensiert wurde. Die Abnahme von
2015 zu 2016 lässt sich vermutlich damit erklären, dass die Daten von Neukölln wieder enthalten sind,
während die Daten von Charlottenburg-Wilmersdorf auch für 2016 nicht vorliegen. Die Daten für das Jahr
2017 umfassen wieder alle Bezirke. Der Anteil der Nichtraucherhaushalte ist mit 68,7 % der höchste seit
2005, die Anteile der Haushalte mit ein bzw. mehr Raucher/innen im Umkehrschluss die bisher
niedrigsten.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

62

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

3.4

Medienkonsum

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Methodik

Zur Erfassung des medienbezogenen kindlichen Freizeitverhaltens wird von den Eltern der tägliche
durchschnittliche Konsum von Fernsehsendungen und Videos sowie von elektronischen Spielen (z.B.
Gameboy, Computerspiele, Videospiele) erfragt. Zusätzlich wird erfasst, ob das Kind über einen eigenen
Fernseher bzw. eigene elektronische Geräte verfügt. Dies wird als Hinweis darauf gewertet, dass die
Kontrolle über Einschaltzeiten und konsumierte Inhalte im Wesentlichen nicht bei den Eltern, sondern
beim Kind und ggf. seinen Geschwistern liegt.
Die in den Tabellen ausgewiesenen Fallzahlen beziehen sich jeweils auf den Medienkonsum. Die
Fallzahlen zur Angabe „eigenes elektronisches Gerät“ sind in den meisten Fällen niedriger. Aus Gründen
der Übersichtlichkeit und weil die Differenzen in den meisten Fällen klein sind, wird auf eine separate
Auflistung verzichtet.
Methodisches Vorgehen 2005
Im Elternfragebogen wurde im Jahr 2005 der Fernsehkonsum in den Ausprägungen „gar keiner“,
„weniger als eine Stunde“, „1 bis zu 3 Stunden“ und „mehr als 3 Stunden“ erfragt.
Methodisches Vorgehen 2006
Die Spannweite der mittleren Kategorie (1 bis zu 3 Stunden) wurde vor allem unter inhaltlichen Aspekten
als zu groß angesehen. Die Antwortvorgaben wurden daher in „gar keiner“ bzw. „täglicher Konsum von
bis zu ... Stunden“ geändert, wobei die Anzahl in ganzen Stunden eingetragen wurde. Angaben von 4
oder mehr Stunden wurden bei der Auswertung zu einer Kategorie zusammengefasst.
Methodisches Vorgehen von 2007 bis 2016
Die Kategorien der Angaben zur täglichen Konsumdauer sind seit 2007 gegenüber 2006 erneut
geringfügig geändert, nicht zuletzt deshalb, weil Stundenangaben von 4 oder mehr Stunden
vergleichsweise selten waren. So wurden die Antwortkategorien mit „gar nicht“, „max. 1 Stunde“, „max.
2 Stunden“, „max. 3 Stunden“ und „über 3 Stunden“ vorgegeben. Formal entspricht dies den gleichen
Zeitspannen wie 2006. Wie an den Ergebnissen in der Zeitreihe (Tabelle 3.30) jedoch zu sehen ist, scheint
die Formulierung „maximal“ insbesondere in den höheren Kategorien zu einem anderen
Antwortverhalten geführt zu haben.
Aktuelles methodisches Vorgehen (seit 2017)
Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung und des damit einhergehenden Wandels des
Nutzungsverhaltens elektronischer Medien bereits im Vorschulalter, erschien die getrennte Abfrage des
Fernseh- und Spielekonsums nicht mehr zeitgemäß. Daher wurde die Erfassung zum
Einschulungsjahrgang 2017 nach eingehender Erörterung mit den Kinder- und
Jugendgesundheitsdiensten umgestellt. Erfragt wird nun die durchschnittliche tägliche kindliche Nutzung
elektronischer Medien unabhängig vom verwendeten Gerät und den Inhalten (Fernsehsendung, Filme,
Spiele etc.). Die Kategorien der Nutzungsdauer („gar nicht“, „max. 1 Stunde“, „max. 2 Stunden“, „max. 3
Stunden“, „über 3 Stunden“) bleiben unverändert. Anstelle der Frage nach dem eigenen Fernseher wird
nach eigenen elektronischen Geräten gefragt. Hierbei stehen drei Antwortkategorien zur Auswahl („kein
eigenes Gerät“, „eigener Fernseher“, „anderes elektronisches Gerät“). Elektronische Geräte, die
ausschließlich ein Hören von Inhalten ermöglichen, wie z. B. CD-Player bleiben unberücksichtigt.

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Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

63

Berichtet wird zum einen die durchschnittliche Dauer des Medienkonsums sowie der Anteil der Kinder, die
über ein eigenes elektronisches Gerät verfügen („eigener Fernseher“ und/oder „anderes eigenes
elektronisches Gerät“).
Durch den Methodenwechsel kommt es zu einem Bruch in der Zeitreihe (vgl. Tab. 3.30). Dabei ist der
Anstieg des Medienkonsums eher moderat, hingegen ist ein sprunghafter Anstieg im Anteil eigener
elektronischer Geräte zu verzeichnen. Die Auswertung der erfragten Kategorien zeigt jedoch, dass der
Anteil der Kinder mit einem eigenen Fernseher von 8,2 % sich nach wie vor in der Größenordnung der
Vorjahre bewegt und der Anstieg daher auf die „anderen eigenen elektronischen Geräte“ zurückzuführen
ist. Dies unterstreicht die Veränderungen im Mediennutzungsverhalten bereits im Vorschulalter.

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64

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Medienkonsum nach Geschlecht, sozialer Lage und Migrationsmerkmalen
Tabelle 3.28:
Medienkonsum und eigene elektronische Geräte von Kindern gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und Migrationsmerkmalen
bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %
Medienkonsum in Stunden (Std.) pro Tag
n=1

Merkmal

insgesamt

kein
Konsum

<= 1 Std.

<= 2 Std.

<= 3 Std.

eigenes
> 3 Std.

elektr. Gerät
vorhanden

29.012

8,3

60,9

23,7

5,0

2,0

25,1

Jungen

15.140

8,2

60,4

24,1

5,2

2,1

24,9

Mädchen

13.872

8,5

61,5

23,2

4,8

1,9

25,2
34,7

Geschlecht

Soziale Lage

2

untere Statusgruppe

4.408

3,8

43,5

35,5

11,2

6,0

mittlere Statusgruppe

12.196

6,0

60,0

27,5

5,1

1,4

29,5

9.964

13,3

72,6

12,2

1,5

0,4

14,7

25.964

8,5

62,8

23,0

4,4

1,3

25,0

2.902

6,9

45,1

29,6

10,3

8,0

25,8

obere Statusgruppe
Geburt in Deutschland3
ja
nein
Migrationshintergrund

4

15.401

9,9

67,4

19,5

2,6

0,6

25,2

ja, einseitig

4.758

9,5

62,6

22,5

4,3

1,2

20,7

ja, beidseitig

8.697

5,0

48,6

31,8

9,7

5,0

27,2

deutsch

15.401

9,9

67,4

19,5

2,6

0,6

25,2

türkisch

2.252

3,5

53,8

32,8

7,7

2,2

22,0

arabisch

2.312

5,4

41,1

34,0

11,5

8,0

30,1

osteuropäisch

4.599

4,8

54,3

29,9

7,9

3,1

28,6

aus westl. Industriestaaten

1.807

13,8

68,2

14,6

2,3

1,0

13,6

aus sonstigen Staaten

2.485

8,4

53,0

27,0

8,0

3,7

24,1

15.401

9,9

67,4

19,5

2,6

0,6

25,2

7.390

8,0

61,0

24,6

4,9

1,5

21,9

2.520

4,6

50,2

32,8

9,5

2,9

27,5

3.270

4,7

39,3

34,3

12,8

8,9

29,9

nein

Herkunft

4,5

Migration/Deutschkenntnisse5,6
Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/
(sehr) gute Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
1

Die angegebenen Fallzahlen beziehen sich nur auf den Medienkonsum (vgl. Methodik).

2

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 8,4 % der Fälle (n = 2.444).

3

Fehlende Angaben zu Geburt in Deutschland in 0,5 % der Fälle (n = 146).

4

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund/ Herkunft in 0,5 % der Fälle (n = 156).

5

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

6

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil
in 1,5 % der Fälle (n = 431).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

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Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

65

Räumliche Verteilung des Medienkonsums
Tabelle 3.29:
Medienkonsum und eigene elektronische Geräte von Kindern bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken
(Wohnbezirk) 2017
Medienkonsum in Stunden (Std.) pro Tag

1

kein

eigenes
elektr. Gerät

Bezirk

n=1

Mitte

2.883

7,2

55,6

26,6

7,4

3,2

24,4

Friedrichshain-Kreuzberg

2.246

10,4

64,1

20,4

3,5

1,6

14,9

Pankow

3.704

11,9

69,2

16,3

1,7

0,8

18,1

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.120

11,8

64,2

18,0

4,1

2,0

18,3

Spandau

1.970

6,2

55,3

29,1

6,6

2,7

30,0

Steglitz-Zehlendorf

2.334

11,2

68,4

16,5

2,7

1,1

18,2

Tempelhof-Schöneberg

2.635

8,7

62,9

22,0

4,8

1,6

22,0

Neukölln

2.419

6,9

54,0

30,0

6,4

2,7

26,0

Treptow-Köpenick

1.997

7,3

63,1

23,6

4,0

2,0

30,9

Marzahn-Hellersdorf

2.306

6,0

56,0

29,6

6,7

1,7

36,8

Lichtenberg

2.344

4,8

57,5

28,0

6,5

3,2

39,7

Reinickendorf

2.054

5,3

56,6

28,4

7,4

2,2

28,8

Berlin gesamt

29.012

8,3

60,9

23,7

5,0

2,0

25,1

Konsum

<= 1 Std.

<= 2 Std.

Die angegebenen Fallzahlen beziehen sich nur auf den Medienkonsum (vgl. Methodik).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

<= 3 Std.

> 3 Std.

vorhanden

66

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Zeitreihe zum Medienkonsum
Tabelle 3.30:
Zeitreihe Fernsehkonsum bzw. Medienkonsum und eigene elektronische Geräte von Kindern bei den Einschulungsuntersuchungen
in Berlin 2005 bis 2017
Fernsehkonsum bzw. Medienkonsum
in Stunden (Std.) pro Tag
n=1

Jahr

Konsum

<= 1 Std.

<= 2 Std.

eigenes

<= 3 Std.

38,4

> 3 Std.

26.238

6,3

52,5

2,8

18,2

20063

26.224

8,6

58,0

14,8

17,3

1,3

16,5

20073

25.193

9,0

56,5

25,2

6,7

2,5

16,1

2008

25.110

9,1

58,3

23,0

7,6

2,1

14,6

2009

25.558

9,1

59,4

24,1

5,5

1,9

14,0

2010

26.305

10,5

59,5

23,5

5,1

1,4

13,6

2011

25.961

10,5

60,4

23,1

4,5

1,5

12,7

2012

26.588

8,7

62,4

23,3

4,4

1,2

12,3

2013

26.159

8,9

64,7

21,5

3,9

1,1

10,4

2014

29.577

8,7

64,9

21,5

3,7

1,1

9,6

2015

29.437

8,8

64,3

21,9

3,8

1,2

9,0

2016

26.438

9,8

63,8

21,3

3,9

1,3

8,3

29.012

8,3

60,9

23,7

5,0

2,0

25,1

2,6

2017

Bis 2016 wurde nach einem eigenen Fernseher des Kindes, ab 2017 nach eigenen elektronischen Geräten gefragt (vgl. Methodik).

3

Bei der Formulierung der Kategorien gab es Änderungen von 2005 zu 2006 und von 2006 zu 2007 (vgl. Methodik).

5

2

Die angegebenen Fallzahlen beziehen sich nur auf den Fernseh- bzw. Medienkonsum (vgl. Methodik).

2

4

elektr. Gerät

20053

4,5

1

kein

Durch einen Fehler bei der Datenübertragung liegen für 2013 keine Daten zum Fernsehkonsum aus Neukölln vor. Die Angaben
beziehen sich somit auf die übrigen 11 Bezirke.
Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die
eingeschulten Kinder.

6

Ab 2017 wird der Konsum elektronischer Medien unabhängig von verwendeten Gerät erhoben (vgl. Methodik).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Die Anteile der Kinder, die nach Angaben ihrer Eltern nicht oder wenig fernsehen, schwanken über den
Zeitraum von 2005 bis 2016 (vgl. Tabelle 3.30). Betrachtet man die beiden Gruppen zusammen, so zeigt
sich bei kleineren jährlichen Schwankungen eine Zunahme von 2005 bis 2013. Ab 2013 bleibt das Niveau
in etwa konstant. Gleichzeitig sind die Anteile der Kinder mit einem Fernsehkonsum von mehr als einer
Stunde pro Tag zurückgegangen, auch hier findet sich ab 2013 eine Stagnation. Die Ergebnisse für 2005
und 2006 sind methodisch bedingt nur eingeschränkt verwertbar (vgl. Methodik), 2013 fehlen die Daten
zum Fernsehkonsum aus Neukölln, wo in allen übrigen Jahren der Fernsehkonsum über dem Berliner
Durchschnitt lag. Der Anteil der Kinder mit eigenem Fernseher hat sich im Zeitraum von 2005 bis 2016
halbiert.
Der Wechsel in der Erhebungsmethodik 2017 zeigt nur leichte Unterschiede zwischen Fernsehkonsumund Medienkonsumdauer mit einer leichten Verschiebung von rund 2 Prozentpunkten hin zu einer
längeren Nutzungsdauer. Demgegenüber ist ein deutlicher Sprung in der Zeitreihe beim Anteil der Kinder
mit einem eigenen Fernsehen gegenüber dem Anteil der Kinder einem eigenen elektronischen Gerät von
rund 17 Prozentpunkten zu beobachten. Anhand der zugrunde liegenden Antwortkategorien lässt sich
dieser Anstieg ausschließlich auf die zusätzlich erhobenen eigenen elektronischen Geräte zurückführen,
da der Anteil der Kinder mit eigenem Fernseher in den Jahren 2016 und 2017 gleich geblieben ist (Daten
nicht in der Tabelle ausgewiesen).

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4

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

67

Gesundheitliche Problemlagen

Der Schwerpunkt der Gesundheitsberichterstattung auf der Basis der Einschulungsuntersuchungen liegt
auf präventionsrelevanten Bereichen. Für die Bereiche Körpergewicht und Störungen der motorischen,
kognitiven und sprachlichen Entwicklung, in denen schon gesundheitliche Probleme der Kinder
eingetreten sind, lassen sich aufgrund der Daten für die nachfolgenden Einschulungsjahrgänge
Zielgruppen und Sozialräume für gesundheitsförderliche und präventive Angebote identifizieren. Für den
ausgewerteten Jahrgang werden aus den Daten der Bedarf und die Zielgruppen von Interventionen
(Förderung/Therapie) deutlich, mit denen den bereits eingetretenen gesundheitlichen Problemen
begegnet werden sollte.

4.1

Körpergewicht

Methodik

Bei der Einschulungsuntersuchung werden Körpergröße und Gewicht der Kinder gemessen und daraus
der Body Mass Index nach der Formel BMI = Gewicht [kg] / Körpergröße [m]² berechnet. Für das
Erwachsenenalter wurden einheitliche BMI-Grenzwerte festgelegt, ab denen eine Person als
übergewichtig oder adipös bezeichnet wird. Diese Grenzwerte sind auf der Basis von Erkenntnissen zu
durch Übergewicht und Adipositas bedingten Erkrankungen entwickelt worden. Während des Wachstums
unterliegt der BMI jedoch stärkeren Veränderungen. Zudem sind Zusammenhänge von BMI und
ernährungsbedingten Krankheiten für das Kindes- und Jugendalter noch nicht ausreichend untersucht,
und wegen der längeren Entwicklungsdauer dieser Erkrankungen sind Bezüge zum BMI in den
verschiedenen Altersgruppen schwer herzustellen. Auch bezüglich des Untergewichts bei Kindern fehlen
verlässliche Angaben über den Krankheitswert.
Deshalb wurden für Kinder und Jugendliche BMI-Normwertetabellen entwickelt. In diesen werden die
BMI-Werte von Kindern und Jugendlichen aus den Datensätzen größerer nationaler und internationaler
Erhebungen getrennt nach Geschlecht und Altersstufen ausgewertet. National und international haben
sich verschiedene BMI-Referenzsysteme für Kinder und Jugendliche etabliert. Je nach gewähltem
Referenzsystem und den Cut-offs für Übergewicht bzw. Adipositas und für Untergewicht werden für
dieselben Daten unterschiedliche Prävalenzen für Übergewicht/Adipositas und Untergewicht ermittelt.
In Deutschland werden üblicherweise die Referenzwerte von Kromeyer-Hauschild entsprechend der
Empfehlung der Arbeitsgemeinschaft Adipositas (AGA) angewendet, die aus Daten verschiedener Studien
14

in unterschiedlichen Regionen Deutschlands aus dem Zeitraum 1985-1999 stammen. Diese
15

Referenzwerte wurden u. a. in der bundesweiten KiGGS-Studie verwendet und kommen in allen
Bundesländern zur Beurteilung der Daten der Einschulungsuntersuchungen zur Anwendung, so dass sich
die Wahl eines anderen Referenzsystems schon aus Gründen der Vergleichbarkeit ausschließt.
Entsprechend werden die Kinder bei der Einschulungsuntersuchung seit 2004 ausschließlich anhand der
alters- und geschlechtsspezifischen Grenzwerte von Kromeyer-Hauschild in deutlich untergewichtige
(unterhalb des 3. Perzentil), untergewichtige (3. bis unterhalb des 10. Perzentil), normalgewichtige (10.
14

Kromeyer-Hauschild, K., Wabitsch, M., Kunze, D. et al. (2001). Perzentile für den Body Mass Index für das Kindes- und Jugendalter unter
Heranziehung verschiedener deutscher Stichproben. Monatsschrift Kinderheilkunde, 149, 807-818.

15

Kurth, B.-M. & Schaffrath Rosario, A. (2007). Die Verbreitung von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland.
Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz, 50, 736-743.

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68

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

bis 90. Perzentil), übergewichtige (oberhalb des 90. Perzentil bis 97. Perzentil) und adipöse Kinder
(oberhalb des 97. Perzentil) eingeteilt.
Seit dem Einschulungsjahrgang 2007 werden statt der veröffentlichten Referenzwerte in halbjährlichen
Abständen die monatsgenauen Tabellen (persönliche Mitteilung Prof. Kromeyer-Hauschild) verwendet.
Diese wurden rückwirkend auch auf die Einschulungs-Daten der Jahre 2005 und 2006 angewendet, um in
der Zeitreihe vergleichbare Daten zu haben.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

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Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

69

Körpergewicht nach Geschlecht, sozialer Lage, Migrationsmerkmalen und KitaBesuchsdauer
Tabelle 4.1:
Körpergewicht der Kinder (Referenzsystem nach Kromeyer-Hauschild) gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und
Migrationsmerkmalen bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %
Gewichtskategorie
deutlich unterMerkmal

n=

gewichtig
(<3. Perzentil)

insgesamt

unter-

normal-

über-

gewichtig

gewichtig

gewichtig

adipös

(3. bis <10.

(10. bis 90.

(>90. bis 97.

(>97. Perzentil)

Perzentil)

Perzentil)

Perzentil)

31.236

2,4

6,1

81,7

5,8

3,9

Jungen

16.294

2,4

6,3

81,6

5,5

4,1

Mädchen

14.942

2,4

6,0

81,8

6,1

3,7

untere Statusgruppe

4.469

2,2

5,3

75,5

9,0

7,9

mittlere Statusgruppe

12.523

2,5

5,9

81,1

6,3

4,2

obere Statusgruppe

10.201

2,4

6,8

86,6

3,0

1,2

27.742

2,4

6,1

81,8

5,8

3,8

3.256

2,4

6,6

80,9

5,5

4,6

Geschlecht

Soziale Lage

1

Geburt in Deutschland

2

ja
nein
Migrationshintergrund3

16.367

2,7

6,6

83,6

4,6

2,4

ja, einseitig

5.041

2,0

5,6

82,6

6,0

3,9

ja, beidseitig

9.552

2,2

5,6

78,1

7,7

6,4

deutsch

16.367

2,7

6,6

83,6

4,6

2,4

türkisch

2.424

1,1

3,8

75,0

10,8

9,3

arabisch

2.617

2,0

4,3

79,9

8,4

5,3

osteuropäisch

4.972

2,4

7,1

78,3

6,5

5,6

aus westl. Industriestaaten

1.903

2,0

5,8

86,0

4,0

2,2

aus sonstigen Staaten

2.677

2,7

5,6

81,4

5,8

4,5

16.367

2,7

6,6

83,6

4,6

2,4

7.835

2,1

5,7

81,3

6,4

4,5

2.725

1,8

5,6

77,6

8,4

6,6

3.743

2,3

5,6

77,9

7,4

6,8

nein

Herkunft

3,4

Migration/Deutschkenntnisse

4,5

Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/
(sehr) gute Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
1

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 12,9 % der Fälle (n = 4.043).

2

Fehlende Angaben zu Geburt in Deutschland in 0,8 % der Fälle (n = 238).

3

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund/ Herkunft in 0,9 % der Fälle (n = 276).

4

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

5

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil
in 1,8 % der Fälle (n = 566).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

70

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle 4.2:
Körpergewicht der Kinder (Referenzsystem nach Kromeyer-Hauschild) nach Kita-Besuchsdauer bei der Einschulungsuntersuchung
in Berlin 2017 - Angaben in %
Gewichtskategorie
deutlich unterKita-Besuchsdauer

1

n=

gewichtig
(<3. Perzentil)

normal-

über-

gewichtig

gewichtig

gewichtig

adipös

(3. bis <10.

(10. bis 90.

(>90. bis 97.

(>97. Perzentil)

Perzentil)

Perzentil)

Perzentil)

kein Besuch

937

2,8

6,0

76,7

6,9

7,6

< 1/2 Jahr

445

2,5

6,5

82,2

5,4

3,4

1.839

2,6

6,1

79,8

6,0

5,4

> 2 Jahre

27.161

2,4

6,1

82,2

5,7

3,7

Gesamt

30.382

2,4

6,1

81,9

5,7

3,9

1/2 bis 2 Jahre

1

unter-

Fehlende Angaben zum Kitabesuch in 2,7 % der Fälle (n = 854).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Räumliche Verteilung des Körpergewichts
Tabelle 4.3:
Körpergewicht der Kinder (Referenzsystem nach Kromeyer-Hauschild) bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken
(Wohnbezirk) 2017 - Angaben in %
Gewichtskategorie
deutlich unterBezirk

n=

gewichtig
(<3. Perzentil)

unter-

normal-

über-

gewichtig

gewichtig

gewichtig

adipös

(3. bis <10.

(10. bis 90.

(>90. bis 97.

(>97. Perzentil)

Perzentil)

Perzentil)

Perzentil)

Mitte

3.159

1,2

4,2

80,6

8,0

6,0

Friedrichshain-Kreuzberg

2.343

4,1

7,6

80,2

5,2

2,9

Pankow

4.117

2,5

6,2

86,4

3,3

1,6

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.321

2,5

6,2

83,3

5,3

2,7

Spandau

2.128

2,6

7,7

77,4

6,8

5,5

Steglitz-Zehlendorf

2.465

1,8

5,5

85,8

4,1

2,8

Tempelhof-Schöneberg

2.696

3,3

7,3

80,2

5,6

3,4

Neukölln

2.710

2,0

5,8

78,2

7,5

6,5

Treptow-Köpenick

2.088

2,4

6,3

84,1

4,7

2,5

Marzahn-Hellersdorf

2.525

3,6

7,5

77,9

6,8

4,2

Lichtenberg

2.498

1,8

4,3

83,3

6,0

4,6

Reinickendorf

2.186

1,6

5,9

80,5

7,0

5,1

Berlin gesamt

31.236

2,4

6,1

81,7

5,8

3,9

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

71

Zeitreihe zum Körpergewicht
Tabelle 4.4:
Zeitreihe Körpergewicht der Kinder (Referenzsystem nach Kromeyer-Hauschild) bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin
2005 bis 2017 - Angaben in %
Gewichtskategorie
deutlich unterJahr

n=

gewichtig
(<3. Perzentil)

1
2

3

unter-

normal-

über-

gewichtig

gewichtig

gewichtig

adipös

(3. bis <10.

(10. bis 90.

(>90. bis 97.

(>97. Perzentil)

Perzentil)

Perzentil)

Perzentil)

2005

27.589

2,3

5,0

80,8

6,9

5,0

2006

27.257

2,2

5,1

81,3

6,6

4,8

20071

26.182

2,3

5,1

81,0

6,8

4,8

2008

26.258

2,0

5,0

81,7

6,9

4,5

20092

26.609

3,2

6,6

80,4

5,7

4,1

2010

27.310

2,7

6,2

81,0

5,7

4,4

2011

26.983

2,6

6,7

81,1

5,6

3,9

2012

27.993

2,5

5,9

81,6

5,9

4,0

20133

30.201

2,6

6,3

81,8

5,6

3,6

2014

31.188

2,4

6,0

82,6

5,4

3,7

2015

31.602

2,5

6,1

82,3

5,4

3,7

2016

28.474

2,6

5,9

81,8

5,8

4,0

2017

31.236

2,4

6,1

81,7

5,8

3,9

Seit 2007 erfolgt die Berechnung monatsgenau (vgl. Methodik).
Die Vermessung der Kinder war Bestandteil einer berlinweiten Qualitätssicherungsmaßnahme in 2008. Ferner sind soziale Aspekte
und Präventionseffekte als Ursachen für Veränderungen zu diskutieren.
Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die
eingeschulten Kinder.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Der Anteil übergewichtiger und adipöser Kinder ist im Zeitraum von 2005 bis 2013 bei gewissen
jährlichen Schwankungen leicht zurückgegangen und stagniert seitdem auf einem Niveau von im Mittel
5,6 % (Übergewicht) bzw. 3,8 % (Adipositas, vgl. Tabelle 4.4). In den Einschulungsdaten 2009 wurde im
Vergleich zu 2008 eine leichte Abnahme des Anteils übergewichtiger Kinder bei gleichzeitiger Zunahme
des Anteils untergewichtiger Kinder beobachtet, die zulasten des Anteils normalgewichtiger Kinder ging.
Die in einigen Bezirken zu beobachtende sprunghafte Veränderung im Zeitvergleich ist mit Vorsicht zu
interpretieren, weil neben sozialen Aspekten und Präventionseffekten auch methodische Änderungen bei
der Vermessung der Kinder ursächlich gewesen sein können (Effekte von
Qualitätssicherungsmaßnahmen). Die Erhöhung im Anteil der deutlich untergewichtigen Kinder in 2009
hat sich in der Folge so nicht fortgesetzt. Für die Kategorien „untergewichtig“, „übergewichtig“ und
„adipös“ blieben die Anteile auf dem Niveau von 2009 und sind mit geringen Schwankungen von
maximal 0,8 Prozentpunkten als relativ stabil anzusehen. Der Anteil der normalgewichtigen Kinder hat
hingegen von 2009 bis 2014 kontinuierlich zugenommen und ist seit 2015 wieder leicht rückläufig.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

72

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

4.2

Auffälligkeiten in der motorischen Entwicklung

Zur Feststellung des Entwicklungsstandes der Kinder wird bei den Einschulungsuntersuchungen seit 2005
das Instrument S-ENS (Screening des Entwicklungsstandes bei Einschulungsuntersuchungen)

16

eingesetzt. Dieses Instrument beinhaltet motorische, kognitive und sprachliche Entwicklungstests. Es
wird seit der Einschulungsuntersuchung 2012 um zwei Subtests des Sozialpädiatrischen
17

Entwicklungsscreenings für Schuleingangsuntersuchungen (SOPESS) ergänzt.
Es handelt sich bei den Subtests sowohl des S-ENS als auch des SOPESS um Screeningtests. Die
Anforderungen, die die Tests an die Kinder stellen, sollten von jedem altersgerecht entwickelten Kind
erfüllt werden können. In jedem der nachfolgend kurz vorgestellten Subtests werden die Testergebnisse
der Kinder anhand der erreichten Ergebnisse in die Kategorien „unauffällig“, „grenzwertig“ oder
„auffällig“ klassifiziert. Genauere Angaben zu Hintergrund, Durchführung und Bewertung der Tests
finden sich in den Testmanualen.

18,19

Das S-ENS-Verfahren ist für Kinder ab 5 Jahren normiert. Daher werden Kinder, die zum Zeitpunkt der
Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, von den Analysen ausgeschlossen. Bei den
Einschulungsuntersuchungen 2017 waren insgesamt 22 Kinder zum Zeitpunkt der Untersuchung jünger
als 5 Jahre. Die jeweilige Anzahl der aus diesem Grund bei den einzelnen Tests ausgeschlossenen Kinder
wird in den Fußnoten zu den Tabellen ausgewiesen.

Methodik Körperkoordination (S-ENS)

Zur Beurteilung der Grobmotorik wird der Subtest „Körperkoordination“ durchgeführt, bei dem das Kind
aufgefordert wird seitlich hin- und herzuspringen. Gewertet wird die Anzahl der Sprünge, die das Kind in
10 Sekunden schafft. Die Bewertung ist in Tabelle 4.5 gezeigt.
Tabelle 4.5:
Bewertung des Subtestes Körperkoordination (S-ENS)
Punktzahl
0-6

Bewertung
auffälliges Testergebnis

7

grenzwertiges Testergebnis

>7

unauffälliges Testergebnis

(Datenquelle: Döpfner et al. 2005)

16

Döpfner, M., Dietmair, I., Mersmann, H., Simon, K. & Trost-Brinkhues, G. (2005). S-ENS – Screening des Entwicklungsstandes bei
Einschulungsuntersuchungen. Göttingen: Hogrefe.

17

Petermann, F., Daseking, M., Oldenhage, M. & Simon, K. (2009). Sozialpädiatrisches Entwicklungsscreening für Schuleingangsuntersuchungen –
SOPESS. Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf.

18

Döpfner et al. (2005). a. a. O.

19

Petermann et al. (2009). a. a. O.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

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Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

73

Körperkoordination nach Geschlecht, sozialer Lage, Migrationsmerkmalen und
Kita-Besuchsdauer
Tabelle 4.6:
Körperkoordination der Kinder gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und Migrationsmerkmalen bei der
Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %
Körperkoordination
Merkmal

n=

insgesamt

unauffällig

grenzwertig

1

auffällig

30.791

71,3

15,9

12,9

Jungen

16.006

69,1

15,8

15,1

Mädchen

14.785

73,5

15,9

10,5

untere Statusgruppe

4.377

64,5

18,1

17,4

mittlere Statusgruppe

12.344

71,8

15,7

12,5

obere Statusgruppe

10.112

74,5

14,9

10,6

27.380

71,5

15,8

12,7

3.179

69,2

16,5

14,3

Geschlecht

Soziale Lage

2

Geburt in Deutschland

3

ja
nein
Migrationshintergrund

4

16.198

72,4

14,9

12,6

ja, einseitig

4.966

70,4

17,4

12,2

ja, beidseitig

9.357

70,0

16,5

13,5

deutsch

16.198

72,4

14,9

12,6

türkisch

2.371

65,7

19,7

14,6

arabisch

2.563

64,1

19,6

16,3

osteuropäisch

4.880

72,4

15,5

12,2

aus westl. Industriestaaten

1.876

72,9

15,9

11,1

aus sonstigen Staaten

2.633

73,9

14,5

11,5

16.198

72,4

14,9

12,6

7.763

73,2

16,1

10,8

2.677

69,0

17,9

13,1

3.631

65,2

17,5

17,3

nein

Herkunft

4,5

Migration/Deutschkenntnisse

5,6

Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/ (sehr) gute Deutschkenntnisse Kind
und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/ unzureichende Deutschkenntnisse
Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/ unzureichende Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
1

Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, wurden von der Auswertung ausgeschlossen
(n = 10, vgl. Methodik).

2

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 12,9 % der Fälle (n = 3.958).

3

Fehlende Angaben zu Geburt in Deutschland in 0,8 % der Fälle (n = 232).

4

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund/ Herkunft in 0,9 % der Fälle (n = 270).

5

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

6

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil in
1,7 % der Fälle (n = 522).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

74

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle 4.7:
Körperkoordination der Kinder nach Kita-Besuchsdauer bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %
Körperkoordination
Kita-Besuchsdauer

2

unauffällig

grenzwertig

auffällig

kein Besuch

906

65,5

17,2

17,3

< 1/2 Jahr

430

60,9

18,8

20,2

1.787

66,8

17,0

16,2

> 2 Jahre

26.837

72,0

15,7

12,3

Gesamt

29.960

71,4

15,9

12,8

1/2 bis 2 Jahre

1

n=

1

Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, wurden von der Auswertung ausgeschlossen
(n = 10, vgl. Methodik).

2

Fehlende Angaben zum Kitabesuch in 2,7 % der Fälle (n = 831).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Räumliche Verteilung der Körperkoordination
Tabelle 4.8:
Körperkoordination der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2017 - Angaben in %
Körperkoordination
Bezirk

1

n=

unauffällig

grenzwertig

1

auffällig

Mitte

3.068

69,0

22,4

8,6

Friedrichshain-Kreuzberg

2.321

73,8

14,9

11,3

Pankow

4.078

73,6

13,2

13,1

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.285

72,6

14,5

12,9

Spandau

2.083

68,9

16,1

15,0

Steglitz-Zehlendorf

2.421

71,1

15,8

13,1

Tempelhof-Schöneberg

2.690

60,9

21,0

18,1

Neukölln

2.659

72,7

16,5

10,8

Treptow-Köpenick

2.033

72,4

16,4

11,2

Marzahn-Hellersdorf

2.514

74,9

10,7

14,4

Lichtenberg

2.461

78,0

11,9

10,1

Reinickendorf

2.178

66,3

16,6

17,0

Berlin gesamt

30.791

71,3

15,9

12,9

Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, wurden von der Auswertung ausgeschlossen
(n = 10, vgl. Methodik).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

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Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

75

Zeitreihe zur Körperkoordination
Tabelle 4.9:
Zeitreihe Körperkoordination der Kinder bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin 2005 bis 2017 - Angaben in %
Körperkoordination1
Jahr

1
2

n=

unauffällig

grenzwertig

auffällig

2005

27.080

68,4

16,4

15,2

2006

26.634

69,8

16,8

13,5

2007

25.606

72,9

15,3

11,8

2008

25.762

74,8

14,0

11,2

2009

26.168

72,5

14,7

12,8

2010

26.963

74,8

14,4

10,8

2011

26.708

74,3

14,5

11,2

2012

27.575

74,8

14,0

11,2

20132

29.636

70,7

15,1

14,1

2014

30.601

69,5

15,5

15,1

2015

30.980

69,3

15,5

15,2

2016

28.003

70,8

15,6

13,6

2017

30.791

71,3

15,9

12,9

Die Auswertungen beziehen sich auf die Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung mindestens 5 Jahre alt waren.
Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die
eingeschulten Kinder.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Im Zeitraum von 2005 bis 2008 hat der Anteil der Kinder mit unauffälligen Testergebnissen in der
Körperkoordination zugenommen, der Anteil der Kinder mit auffälligen und grenzwertigen
Testergebnissen in der Körperkoordination entsprechend abgenommen und blieb in den Folgejahren bis
2012 auf dem erreichten Niveau mit gewissen Schwankungen stabil (vgl. Tabelle 4.9).
In 2013 zeigt sich ein deutlicher Rückgang des Anteils von Kindern mit unauffälligen Testergebnissen in
der Körperkoordination bei gleichzeitigem Anstieg des Anteils von Kindern mit grenzwertigen und
auffälligen Testergebnissen. Dies ist der Änderung der Grundgesamtheit geschuldet, die bis 2012 die
tatsächlich eingeschulten Kinder umfasste, ab 2013 dagegen die erstmals untersuchten Kinder, darunter
auch die Kinder, die eben wegen Entwicklungsrückständen vom Schulbesuch zurückgestellt wurden (vgl.
Grundauswertung der Einschulungsuntersuchungen 2013). Die Anteile von Kindern mit grenzwertigen
und auffälligen Testergebnissen nehmen in den beiden Folgejahren noch geringfügig zu, in den letzten
beiden Jahren sinkt der Anteil der Kinder mit auffälligem Testergebnis wieder leicht ab. Die Änderungen
von 2013 bis 2017 liegen in der Größenordnung der Schwankungsbreite früherer Jahre, so dass die
nächsten Jahre zeigen müssen, in wie weit es sich hierbei um einen stabilen Trend handelt.

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76

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Methodik Visuomotorik (S-ENS)

Der Testbereich „Visuomotorik“ prüft feinmotorische Fertigkeiten des Kindes wie die Auge-HandKoordination mittels Aufgaben zur Gestaltrekonstruktion (einfache Strichzeichnungen sollen nach
Vorlage vervollständigt werden) und zur Gestaltreproduktion (einfache Strichzeichnungen sollen exakt
abgezeichnet werden). In den Aufgaben zur Gestaltrekonstruktion können maximal 7 Punkte erreicht
werden, in den Aufgaben zur Gestaltreproduktion maximal 18 Punkte. Die Punktzahlen bei allen
Aufgaben dieses Testbereichs werden addiert und gemäß Tabelle 4.10 bewertet.
Tabelle 4.10:
Bewertung des Subtestes Visuomotorik (S-ENS)
Punktzahl

Bewertung

0-13

auffälliges Testergebnis

14-16

grenzwertiges Testergebnis

17-25

unauffälliges Testergebnis

(Datenquelle: Döpfner et al. 2005)

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Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

77

Visuomotorik nach Geschlecht, sozialer Lage, Migrationsmerkmalen und KitaBesuchsdauer
Tabelle 4.11:
Visuomotorik der Kinder gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und Migrationsmerkmalen bei der Einschulungsuntersuchung in
Berlin 2017 - Angaben in %
1

Visuomotorik
Merkmal

n=

insgesamt

unauffällig

grenzwertig

auffällig

31.219

68,7

11,5

19,8

Jungen

16.273

65,5

12,0

22,5

Mädchen

14.946

72,3

10,9

16,8

untere Statusgruppe

4.470

48,1

15,0

36,9

mittlere Statusgruppe

12.513

68,8

12,3

18,9

obere Statusgruppe

10.191

82,2

8,5

9,3

27.734

70,0

11,5

18,6

3.248

59,7

11,5

28,8

Geschlecht

Soziale Lage

2

Geburt in Deutschland

3

ja
nein
Migrationshintergrund

4

16.379

72,2

11,0

16,7

ja, einseitig

5.032

70,9

11,6

17,4

ja, beidseitig

9.529

62,2

12,1

25,7

deutsch

16.379

72,2

11,0

16,7

türkisch

2.417

62,6

14,1

23,3

arabisch

2.606

48,5

15,5

36,0

osteuropäisch

4.975

67,1

11,2

21,7

aus westl. Industriestaaten

1.890

78,6

8,4

13,1

aus sonstigen Staaten

2.673

70,8

10,4

18,7

16.379

72,2

11,0

16,7

7.832

73,7

11,1

15,2

2.730

63,3

13,0

23,7

3.729

49,9

12,7

37,4

nein

Herkunft

4,5

Migration/Deutschkenntnisse

5,6

Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/ (sehr) gute Deutschkenntnisse Kind
und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/ unzureichende Deutschkenntnisse
Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/ unzureichende Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
1

Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, wurden von der Auswertung ausgeschlossen
(n = 6, vgl. Methodik).

2

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 13,0 % der Fälle (n = 4.045).

3

Fehlende Angaben zu Geburt in Deutschland in 0,8 % der Fälle (n = 237).

4

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund/ Herkunft in 0,9 % der Fälle (n = 279).

5

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

6

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil in
1,8 % der Fälle (n = 549).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

78

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle 4.12:
Visuomotorik der Kinder nach Kita-Besuchsdauer bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %
1

Visuomotorik
Kita-Besuchsdauer

2

unauffällig

grenzwertig

auffällig

kein Besuch

939

42,8

10,8

46,4

< 1/2 Jahr

441

46,3

13,4

40,4

1.840

55,2

13,3

31,5

> 2 Jahre

27.152

71,4

11,3

17,3

Gesamt

30.372

69,1

11,4

19,4

1/2 bis 2 Jahre

1

n=

Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, wurden von der Auswertung ausgeschlossen
(n = 6, vgl. Methodik).

2

Fehlende Angaben zum Kitabesuch in 2,7 % der Fälle (n = 847).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Räumliche Verteilung der Visuomotorik
Tabelle 4.13:
Visuomotorik der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2017 - Angaben in %
1

Visuomotorik
Bezirk

1

n=

unauffällig

grenzwertig

auffällig

Mitte

3.169

65,9

11,4

22,7

Friedrichshain-Kreuzberg

2.337

74,3

11,4

14,3

Pankow

4.106

72,4

10,8

16,9

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.306

72,5

10,7

16,8

Spandau

2.123

65,8

12,2

22,0

Steglitz-Zehlendorf

2.447

77,9

8,1

13,9

Tempelhof-Schöneberg

2.722

70,6

11,1

18,3

Neukölln

2.694

64,7

12,1

23,2

Treptow-Köpenick

2.071

70,7

12,6

16,7

Marzahn-Hellersdorf

2.542

60,0

11,8

28,2

Lichtenberg

2.492

67,3

13,2

19,5

Reinickendorf

2.210

61,4

13,2

25,4

Berlin gesamt

31.219

68,7

11,5

19,8

Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, wurden von der Auswertung ausgeschlossen
(n = 6, vgl. Methodik).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

79

Zeitreihe zur Visuomotorik
Tabelle 4.14:
Zeitreihe Visuomotorik der Kinder bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin 2005 bis 2017 - Angaben in %
Visuomotorik1
Jahr

1
2

n=

unauffällig

grenzwertig

auffällig

2005

27.338

73,3

9,5

17,2

2006

26.929

71,4

9,9

18,8

2007

25.978

73,1

9,9

17,0

2008

26.085

74,2

9,8

16,0

2009

26.510

73,0

10,3

16,7

2010

27.261

74,9

10,4

14,8

2011

27.000

74,6

10,1

15,3

2012

27.921

72,3

11,0

16,7

20132

30.109

68,4

11,4

20,2

2014

31.031

67,4

11,9

20,8

2015

31.492

66,2

12,2

21,7

2016

28.397

66,5

12,4

21,0

2017

31.219

68,7

11,5

19,8

Die Auswertungen beziehen sich auf die Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung mindestens 5 Jahre alt waren.
Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die
eingeschulten Kinder.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

In den Testergebnissen zur Visuomotorik (Auge-Hand-Koordination) ist von 2005 bis 2012 bei jährlichen
Schwankungen von bis zu vier Prozentpunkten kein klarer zeitlicher Trend zu erkennen, lediglich der
Anteil der Kinder mit grenzwertigen Testergebnissen steigt in diesem Zeitraum nahezu kontinuierlich um
insgesamt 1,5 Prozentpunkte an.
Auch für den Screeningtest zur Visuomotorik zeigt sich 2013 ein deutlicher Rückgang des Anteils von
Kindern mit unauffälligen Testergebnissen bei gleichzeitigem Anstieg des Anteils von Kindern mit
auffälligen Testergebnissen. Dies ist ebenso wie bei den Testergebnissen der Körperkoordination der
Änderung der Grundgesamtheit geschuldet (s. oben). Die Änderungen von 2013 bis 2017 liegen in der
Größenordnung der Schwankungsbreite früherer Jahre.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

80

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

4.3

Auffälligkeiten in der kognitiven Entwicklung

Nachfolgend werden die Tests „visuelle Wahrnehmung und Informationsverarbeitung“ aus dem S-ENSScreeningverfahren und „Mengenvorwissen“ aus dem SOPESS sowie deren Bewertung kurz beschrieben.
Für eine detaillierte Beschreibung der Methodik bzw. der verwendeten Materialien sei auf die
Testmanuale

20,21

verwiesen.

Das S-ENS-Verfahren ist für Kinder ab 5 Jahren normiert. Daher werden Kinder, die zum Zeitpunkt der
Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, von den Analysen ausgeschlossen. Die jeweilige Anzahl der
deshalb ausgeschlossenen Kinder wird in der Fußnote zu den Tabellen ausgewiesen. Für den Test zum
Mengenvorwissen aus dem SOPESS-Verfahren werden die Daten ohne Alterseinschränkung zu allen
untersuchten Kindern berichtet, da sowohl in der Konstruktions- als auch in der Normierungsstichprobe
des SOPESS Kinder unter 5 Jahren enthalten waren.

Methodik visuelle Wahrnehmung und Informationsverarbeitung (S-ENS)

Der Subtest „visuelle Wahrnehmung und Informationsverarbeitung“ des S-ENS-Screeningverfahrens (vgl.
Abschnitt 4.2) erfasst grundlegende visuelle und schlussfolgernde Fähigkeiten des Kindes wie das
Erkennen von Regeln, Ähnlichkeiten und Unterschieden. Dem Kind werden verschiedene Muster
vorgelegt, aus denen es nach bestimmten Regeln das Richtige auswählen soll. Die insgesamt 10
Aufgaben werden nach dem in Tabelle 4.15 dargestellten Schema beurteilt.
Tabelle 4.15:
Bewertung des Subtestes visuelle Wahrnehmung und
Informationsverarbeitung (S-ENS)
Punktzahl
0-5

Bewertung
auffälliges Testergebnis

6

grenzwertiges Testergebnis

7-10

unauffälliges Testergebnis

(Datenquelle: Döpfner et al. 2005)

20

Döpfner, M., Dietmair, I., Mersmann, H., Simon, K., Trost-Brinkhues, G. (2005). S-ENS – Screening des Entwicklungsstandes bei
Einschulungsuntersuchungen. Göttingen: Hogrefe.

21

Petermann, F., Daseking, M., Oldenhage, M., Simon, K. (2009). Sozialpädiatrisches Entwicklungsscreening für Schuleingangsuntersuchungen –
SOPESS. Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

81

Visuelle Wahrnehmung und Informationsverarbeitung nach Geschlecht, sozialer
Lage, Migrationsmerkmalen und Kita-Besuchsdauer
Tabelle 4.16:
Visuelle Wahrnehmung der Kinder gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und Migrationsmerkmalen bei der
Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %
Visuelle Wahrnehmung
Merkmal

n=

insgesamt

unauffällig

grenzwertig

1

auffällig

31.169

65,0

14,5

20,5

Jungen

16.246

63,6

14,4

22,0

Mädchen

14.923

66,5

14,7

18,8

untere Statusgruppe

4.452

50,2

17,6

32,2

mittlere Statusgruppe

12.507

66,2

14,5

19,3

obere Statusgruppe

10.191

73,4

12,8

13,8

27.722

65,9

14,5

19,6

3.214

58,6

14,6

26,8

Geschlecht

Soziale Lage

2

Geburt in Deutschland

3

ja
nein
Migrationshintergrund

4

16.385

67,4

14,2

18,4

ja, einseitig

5.029

66,1

14,6

19,3

ja, beidseitig

9.481

60,6

15,1

24,3

deutsch

16.385

67,4

14,2

18,4

türkisch

2.411

59,2

17,3

23,4

arabisch

2.581

50,8

18,1

31,1

osteuropäisch

4.962

65,9

13,0

21,1

aus westl. Industriestaaten

1.888

69,6

13,5

16,9

aus sonstigen Staaten

2.668

65,5

14,2

20,3

16.385

67,4

14,2

18,4

7.830

69,7

13,6

16,7

2.717

60,7

15,8

23,6

3.692

49,3

17,0

33,7

nein

Herkunft

4,5

Migration/Deutschkenntnisse

5,6

Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/ (sehr) gute Deutschkenntnisse Kind
und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/ unzureichende Deutschkenntnisse
Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/ unzureichende Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
1

Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, wurden von der Auswertung ausgeschlossen
(n = 6, vgl. Methodik).

2

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 12,9 % der Fälle (n = 4.019).

3

Fehlende Angaben zu Geburt in Deutschland in 0,7 % der Fälle (n = 233).

4

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund/ Herkunft in 0,9 % der Fälle (n = 274).

5

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

6

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil in
1,7 % der Fälle (n = 545).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

82

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle 4.17:
Visuelle Wahrnehmung der Kinder nach Kita-Besuchsdauer bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %
Visuelle Wahrnehmung
Kita-Besuchsdauer

2

unauffällig

grenzwertig

auffällig

kein Besuch

919

53,0

15,1

31,9

< 1/2 Jahr

436

47,7

15,8

36,5

1.838

55,3

16,2

28,5

> 2 Jahre

27.140

66,6

14,4

18,9

Gesamt

30.333

65,3

14,6

20,2

1/2 bis 2 Jahre

1

n=

1

Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, wurden von der Auswertung ausgeschlossen
(n = 6, vgl. Methodik).

2

Fehlende Angaben zum Kitabesuch in 2,7 % der Fälle (n = 836).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Räumliche Verteilung der visuellen Wahrnehmung und Informationsverarbeitung
Tabelle 4.18:
Visuelle Wahrnehmung der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2017 - Angaben in %
Visuelle Wahrnehmung
Bezirk

1

n=

unauffällig

grenzwertig

1

auffällig

Mitte

3.161

68,0

13,9

18,1

Friedrichshain-Kreuzberg

2.335

61,5

16,8

21,6

Pankow

4.100

54,0

19,2

26,8

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.303

73,3

11,6

15,1

Spandau

2.112

66,6

13,4

20,0

Steglitz-Zehlendorf

2.438

71,3

12,1

16,6

Tempelhof-Schöneberg

2.720

62,3

14,9

22,8

Neukölln

2.691

68,6

12,6

18,8

Treptow-Köpenick

2.064

75,7

11,7

12,5

Marzahn-Hellersdorf

2.544

65,5

12,5

22,0

Lichtenberg

2.488

62,9

17,3

19,8

Reinickendorf

2.213

58,2

15,2

26,6

Berlin gesamt

31.169

65,0

14,5

20,5

Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, wurden von der Auswertung ausgeschlossen
(n = 6, vgl. Methodik).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

83

Zeitreihe zur visuellen Wahrnehmung und Informationsverarbeitung
Tabelle 4.19:
Zeitreihe visuelle Wahrnehmung der Kinder bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin 2005 bis 2017 - Angaben in %
Visuelle Wahrnehmung1
Jahr

1
2

n=

unauffällig

grenzwertig

auffällig

2005

27.292

74,7

11,3

14,0

2006

26.864

73,5

11,5

15,0

2007

25.935

75,9

10,9

13,2

2008

26.035

77,7

10,4

12,0

2009

26.483

73,9

11,8

14,3

2010

27.251

76,1

11,8

12,2

2011

26.965

74,8

12,1

13,0

2012

27.909

72,2

12,7

15,0

20132

30.078

68,2

13,5

18,2

2014

30.993

65,1

14,0

20,9

2015

31.449

64,8

14,5

20,7

2016

28.337

65,7

14,2

20,1

2017

31.169

65,0

14,5

20,5

Die Auswertungen beziehen sich auf die Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung mindestens 5 Jahre alt waren.
Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die
eingeschulten Kinder.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Von 2005 bis 2012 ist bei jährlichen Schwankungen von bis zu vier Prozentpunkten kein klarer zeitlicher
Trend zu erkennen (vgl. Tabelle 4.19). Ab der Einschulungsuntersuchung 2013 ist im Zuge der Änderung
der Grundgesamtheit ein sprunghafter Anstieg im Anteil der Kinder mit auffälligen Testergebnissen, im
Gegenzug eine Abnahme im Anteil der Kinder mit unauffälligen Testergebnissen festzustellen. Dies liegt
vor allem daran, dass 2013 nicht mehr die Kinder, die im Vorjahr zurückgestellt wurden und demzufolge
ein weiteres Jahr Förderung hatten, in die Auswertung einbezogen wurden, sondern die Kinder, die im
aktuellen Untersuchungsjahr u. a. aufgrund von Entwicklungsrückständen vom Schulbesuch
zurückgestellt wurden und die erst in der Folge noch ein Jahr weiter in der Kita gefördert werden (vgl.
auch Grundauswertung Einschulungsuntersuchungen 2013). Die Änderungen von 2013 bis 2017 liegen in
der Größenordnung der Schwankungsbreite früherer Jahre.

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84

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Methodik Mengenvorwissen (SOPESS)

Das Mengenvorwissen zählt zu den so genannten mathematischen Vorläuferfähigkeiten. Bezüglich
mathematischer Vorläuferfertigkeiten werden grundsätzlich Zahlenvorwissen und Mengenvorwissen
22

unterschieden. Das Zahlenvorwissen basiert auf der kognitiven Repräsentation der Zahlenfolge
(mentaler Zahlenstrahl) als Voraussetzung für Fertigkeiten des Zählens und Abzählens, das
Mengenvorwissen auf der kognitiven Grundfunktion der simultanen Mengenerfassung (Erfassung einer
23

kleinen Anzahl ohne Abzählen) als Grundlage für Mengenoperationen. Beide Bereiche sind wichtige
Vorläuferfertigkeiten für das spätere Verstehen und Beherrschen von Rechenoperationen und logischmathematischen Sachverhalten. Mathematische Vorläuferfertigkeiten sind wesentliche Prädiktoren
mathematischer Kompetenzen im Grundschulalter und darüber hinaus.
26

24,25

Zudem gibt es Hinweise, dass

sie durch Fördermaßnahmen beeinflussbar sind und somit einer späteren Rechenstörung, deren
Prävalenz ähnlich wie die der Lese-Rechtschreibstörung mit ca. 5-6 % angegeben wird

27,28

, wirksam

vorgebeugt werden kann.
Der Test zum Mengenvorwissen stammt aus dem SOPESS und besteht aus den Untertests simultane
Mengenerfassung (Benennen der Anzahl einer kleinen Menge von bis zu vier gleichartigen Objekten ohne
Zählen) und Mengenvergleich (Grundverständnis von „mehr“ und „weniger“ im Sinne eines
29

Grundverständnisses von Ordinalität). In den Untertests können jeweils maximal 8 Punkte, insgesamt
also maximal 16 Punkte erreicht werden. Die Punktzahlen der beiden Untertests werden addiert und
gemäß Tabelle 4.20 bewertet.
Tabelle 4.20:
Bewertung des Subtestes Mengenvorwissen (SOPESS)
Punktzahl

Bewertung

0-10

auffälliges Testergebnis

11-13

grenzwertiges Testergebnis

14-16

unauffälliges Testergebnis

(Datenquelle: Petermann et al. 2009)

Der Testbereich wurde erstmals zur Einschulungsuntersuchung 2012 in das Untersuchungsprogramm
mit aufgenommen.

22

Daseking, M. & Petermann, F. (2008). Battery for Assessment in Children – Screening für kognitive Basiskompetenzen im Vorschulalter (BASICPreschool). Bern: Huber.

23

Heine, A., Engl, V., Thaler, V.M., Fussenegger, B., Jacobs, A.M. (2012): Neuropsychologie von Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten.
Göttingen: Hogrefe.

24

Krajewski, K. & Schneider, W. (2005). Früherkennung von Rechenstörungen. In: W. von Suchodoletz (Hrsg.), Früherkennung von
Entwicklungsstörungen (S. 223-244). Göttingen: Hogrefe.

25

Hellmich, F. (2007). Möglichkeiten der Förderung mathematischer Vorläuferfertigkeiten im vorschulischen Bereich. Bildungsforschung, 4 (1), 1-16.,

26

Heine et al. (2012). a. a. O.

27

Kaufmann, L. & von Aster, M. (2012): Diagnostik und Intervention bei Rechenstörung. Deutsches Ärzteblatt, 109 (45), 767-777.

28

Heine et al. (2012). a.a. O.

29

Petermann et al. (2009). a. a. O.

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Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

85

Mengenvorwissen nach Geschlecht, sozialer Lage, Migrationsmerkmalen und
Kita-Besuchsdauer
Tabelle 4.21:
Mengenvorwissen der Kinder gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und Migrationsmerkmalen bei der
Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %
Mengenvorwissen
Merkmal

n=

insgesamt

unauffällig

grenzwertig

auffällig

31.023

73,7

16,7

9,7

Jungen

16.160

74,7

15,5

9,7

Mädchen

14.863

72,5

17,9

9,6

untere Statusgruppe

4.400

53,9

24,1

22,0

mittlere Statusgruppe

12.468

74,1

17,6

8,3

obere Statusgruppe

10.188

85,9

10,7

3,4

27.649

75,3

16,3

8,4

3.144

61,0

19,3

19,8
6,4

Geschlecht

Soziale Lage

1

Geburt in Deutschland

2

ja
nein
Migrationshintergrund3

16.361

79,1

14,5

ja, einseitig

5.008

75,2

16,9

7,9

ja, beidseitig

9.386

63,7

20,3

16,0

deutsch

16.361

79,1

14,5

6,4

türkisch

2.399

64,1

22,1

13,8

arabisch

2.544

58,7

23,2

18,1

osteuropäisch

4.908

67,5

18,2

14,3

aus westl. Industriestaaten

1.890

80,0

14,2

5,8

aus sonstigen Staaten

2.653

71,1

17,8

11,2

16.361

79,1

14,5

6,4

7.820

77,2

16,4

6,3

2.706

64,3

21,6

14,2

3.606

50,5

23,0

26,5

nein

Herkunft

3,4

Migration/Deutschkenntnisse4,5
Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/ (sehr) gute Deutschkenntnisse Kind
und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/ unzureichende Deutschkenntnisse
Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/ unzureichende Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
1

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 12,8 % der Fälle (n = 3.967).

2

Fehlende Angaben zu Geburt in Deutschland in 0,7 % der Fälle (n = 230).

3

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund/ Herkunft in 0,9 % der Fälle (n = 268).

4

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

5

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil in
1,7 % der Fälle (n = 530).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

86

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle 4.22:
Mengenvorwissen der Kinder nach Kita-Besuchsdauer bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %
Mengenvorwissen
Kita-Besuchsdauer1

n=

kein Besuch

885

50,7

22,4

26,9

< 1/2 Jahr

429

48,7

24,7

26,6

1.813

54,1

23,0

22,9

> 2 Jahre

27.078

76,6

15,8

7,6

Gesamt

30.205

74,1

16,5

9,4

1/2 bis 2 Jahre

1

unauffällig

grenzwertig

auffällig

Fehlende Angaben zum Kitabesuch in 2,6 % der Fälle (n = 818).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Räumliche Verteilung des Mengenvorwissens
Tabelle 4.23:
Mengenvorwissen der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2017 - Angaben in %
Mengenvorwissen
Bezirk

n=

unauffällig

grenzwertig

auffällig

Mitte

3.137

70,7

18,0

11,3

Friedrichshain-Kreuzberg

2.337

77,9

15,6

6,5

Pankow

4.087

80,1

13,1

6,8

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.300

82,7

12,0

5,3

Spandau

2.092

62,0

22,6

15,5

Steglitz-Zehlendorf

2.432

77,3

15,3

7,4

Tempelhof-Schöneberg

2.706

66,9

20,5

12,6

Neukölln

2.656

74,1

15,8

10,1

Treptow-Köpenick

2.063

79,9

13,9

6,3

Marzahn-Hellersdorf

2.542

71,1

18,1

10,7

Lichtenberg

2.469

73,2

15,9

10,9

Reinickendorf

2.202

64,5

21,4

14,0

Berlin gesamt

31.023

73,7

16,7

9,7

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

87

Zeitreihe zum Mengenvorwissen
Tabelle 4.24:
Zeitreihe Mengenvorwissen der Kinder bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin 2012 bis 2017 - Angaben in %
Mengenvorwissen
Jahr

1

n=

unauffällig

grenzwertig

auffällig

2012

27.672

72,8

17,9

9,4

20131

29.930

72,2

17,2

10,7

2014

30.833

72,8

17,4

9,8

2015

31.355

71,7

17,7

10,6

2016

28.192

72,3

17,7

10,0

2017

31.023

73,7

16,7

9,7

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die
eingeschulten Kinder.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Der Testbereich Mengenvorwissen wurde erstmals bei den Einschulungsuntersuchungen 2012
aufgenommen. Hier scheint sich der Methodenwechsel in 2013 nicht ausgewirkt zu haben, denn es zeigt
sich kein Niveauunterschied zwischen 2012 und den nachfolgenden Jahren. Die Werte bleiben über die
Zeit mit dezenten jährlichen Schwankungen auf ihrem Niveau stabil (vgl. Tabelle 4.24).

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

88

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

4.4

Auffälligkeiten in der sprachlichen Entwicklung

Methodik

Nachfolgend werden die sprachlichen S-ENS-Untertests Pseudowörter nachsprechen, Wörter ergänzen
und Sätze nachsprechen, der SOPESS-Untertest Pluralbildung und die in beiden Testverfahren enthaltene
Beurteilung der Artikulation kurz dargestellt und die Berechnung des kombinierten Indikators
Sprachdefizite beschrieben. Für eine detaillierte Beschreibung der Methodik bzw. der verwendeten
Materialien sei auf die Testmanuale

30,31

verwiesen. Für alle Tests gilt gleichermaßen, dass bei der

Auswertung nur die Ergebnisse der Kinder deutscher Herkunft und der Kinder nichtdeutscher Herkunft
mit guten bis sehr guten Deutschkenntnissen (vgl. Kapitel 5.3) berücksichtigt werden, da davon
auszugehen ist, dass Kinder mit schlechteren Deutschkenntnissen bei den Tests benachteiligt sind, zumal
die Untertests Wörter ergänzen, Sätze nachsprechen und Pluralbildung nicht als unabhängig von der
deutschen Sprache angesehen werden und bei Kindern mit geringen Deutschkenntnissen laut den
Manualen auch ausgelassen werden können (s. u.). Die Ergebnisse der Kinder mit schlechteren
Deutschkenntnissen werden – sofern die Tests mit ihnen durchgeführt wurden – separat für jeweils die
Gesamtheit dieser Kinder berichtet und außer nach ihren deutschen Sprachkenntnissen nicht weiter
differenziert.
Das S-ENS-Verfahren ist für Kinder ab 5 Jahren normiert. Daher werden Kinder, die zum Zeitpunkt der
Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, von den Analysen ausgeschlossen. Die jeweilige Anzahl der
deshalb ausgeschlossenen Kinder wird in der Fußnote zu den Tabellen ausgewiesen. Für den Test zur
Pluralbildung aus dem SOPESS-Verfahren und für die Artikulationsprüfung werden die Daten ohne
Alterseinschränkung zu allen untersuchten Kindern berichtet, da sowohl in der Konstruktions- als auch in
der Normierungsstichprobe des SOPESS Kinder unter 5 Jahren enthalten waren.
Für die Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen erlauben die sprachlichen S-ENS- und SOPESSUntertests nicht nur keine zuverlässige Beurteilung ihrer sprachlichen Entwicklung, sondern sie werden
auch häufiger – entsprechend der Anweisung im Manual – gar nicht durchgeführt. Dadurch werden
Aussagen zum Sprachstand aller Berliner Kinder und Regionalvergleiche zwischen Gebieten mit
unterschiedlichen Anteilen von Kindern mit Migrationshintergrund erschwert. Aus diesem Grund wurde
bei der Zusammenstellung von Kernindikatoren für Bezirksregionenprofile im Rahmen der
Rahmenstrategie Soziale Stadtentwicklung ein Indikator „Sprachdefizite“ entwickelt, dessen
Konstruktion ebenfalls nachfolgend beschrieben wird.

32

30

Döpfner, M., Dietmair, I., Mersmann, H., Simon, K., Trost-Brinkhues, G. (2005). S-ENS – Screening des Entwicklungsstandes bei
Einschulungsuntersuchungen. Göttingen: Hogrefe.

31

Petermann, F., Daseking, M., Oldenhage, M., Simon, K. (2009). Sozialpädiatrisches Entwicklungsscreening für Schuleingangsuntersuchungen –
SOPESS. Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf.

32

vgl. auch Oberwöhrmann, S., Bettge, S. & Hermann, S. (2011). Kernindikatoren für Bezirksregionenprofile aus den Einschulungsdaten in Berlin.
Statistische Kurzinformation 2011-1. Berlin: Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz. Im Internet abrufbar unter
http://www.gsi-berlin.info .

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

89

S-ENS-Untertest Pseudowörter nachsprechen
Bei diesem Test werden dem Kind insgesamt sechs „Quatschwörter“ vorgesprochen, die es nachsagen
soll. Mit dem Test werden die Gedächtnisspanne und Artikulationsgenauigkeit für unbekannte Begriffe
geprüft. Für jedes richtig nachgesprochene Wort gibt es einen Punkt. Der Test wird unabhängig von den
Deutschkenntnissen des jeweiligen Kindes durchgeführt. Die Tabelle 4.25 gibt einen Überblick über die
Bewertung des Testergebnisses.
Tabelle 4.25:
Bewertung des Subtestes Pseudowörter (S-ENS)
Punktzahl
0-3

Bewertung
auffälliges Testergebnis

4

grenzwertiges Testergebnis

5-6

unauffälliges Testergebnis

(Datenquelle: Döpfner et al. 2005)

S-ENS-Untertest Wörter ergänzen
Dem Kind werden insgesamt acht Wörter vorgesprochen, bei denen jeweils ein Buchstabe fehlt. Das Kind
wird jeweils nach dem Wort aufgefordert, das vollständige Wort zu nennen. Der Test untersucht das
Synthetisieren von Lauten zu Wörtern und den Vergleich mit im Gedächtnis bereits abgespeicherten
Wörtern. Für jedes richtig ergänzte Wort gibt es einen Punkt. Der Test gilt als nicht unabhängig von der
jeweiligen Muttersprache, da ausschließlich deutsche Wörter verwendet werden. Er kann daher für
Kinder, die über keine Deutschkenntnisse verfügen oder nur einzelne Worte in Deutsch sprechen,
ausgelassen werden. Die Tabelle 4.26 gibt einen Überblick über die Bewertung des Testergebnisses.
Tabelle 4.26:
Bewertung des Subtestes Wörter ergänzen (S-ENS)
Punktzahl
0-5

Bewertung
auffälliges Testergebnis

6

grenzwertiges Testergebnis

7-8

unauffälliges Testergebnis

(Datenquelle: Döpfner et al. 2005)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

90

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

S-ENS-Untertest Sätze nachsprechen
Hierbei werden dem Kind in normalem Sprechtempo Sätze vorgesprochen, die dann korrekt
nachgesprochen werden müssen. Der Test prüft das Speichern grammatikalischer Strukturen und das
Abrufen vollständiger Sätze als Teil der expressiven Sprachentwicklung. Für jeden präzise
nachgesprochenen Satz wird ein Punkt vergeben. Auch dieser Test ist nicht unabhängig von der
Muttersprache und kann daher bei nicht oder kaum Deutsch sprechenden Kindern weggelassen werden.
Die Tabelle 4.27 gibt einen Überblick über die Bewertung des Testergebnisses.
Tabelle 4.27:
Bewertung des Subtestes Sätze nachsprechen (S-ENS)
Punktzahl
0-2

Bewertung
auffälliges Testergebnis

3

grenzwertiges Testergebnis

4-5

unauffälliges Testergebnis

(Datenquelle: Döpfner et al. 2005)

SOPESS-Untertest Pluralbildung
Der Test wurde 2012 in das Untersuchungsprogramm in Berlin aufgenommen. Das Kind wird anhand von
Bildkarten aufgefordert, zu der jeweiligen Einzahl der abgebildeten Gegenstände die Mehrzahl zu bilden.
Der Test prüft die morphologische Regelbildung. Für jede präzise gebildete Pluralform wird ein Punkt
vergeben. Insgesamt können 7 Punkte erreicht werden. Auch dieser Test ist nicht unabhängig von der
Muttersprache und kann daher bei nicht oder kaum Deutsch sprechenden Kindern weggelassen werden.
Die Tabelle 4.28 gibt einen Überblick über die Bewertung des Testergebnisses.
Tabelle 4.28:
Bewertung des Subtestes Pluralbildung (SOPESS)
Punktzahl

Bewertung

0-3

auffälliges Testergebnis

4-5

grenzwertiges Testergebnis

6-7

unauffälliges Testergebnis

(Datenquelle: Petermann et al. 2009)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

91

Untertest Artikulation (sowohl im S-ENS als auch im SOPESS enthalten)
Die Prüfung der Artikulation kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen. Hierbei kommen die
Beurteilung der spontanen Sprachäußerungen, die anderen Teile der Sprachprüfung oder eine
Sprachtafel/Bildergeschichte in Frage. Es werden folgende Laute bzw. Stammelfehler geprüft: S/Z, Sch,
T/D, Ch (Rachen-Ch), G/K, L/N, R, F/Pf, B, Ch (weiches Ch). Die Bewertung erfolgt für alle Lautgruppen
getrennt. Berichtet wird die Anzahl der Artikulationsfehler pro Kind von 0 (Artikulation in Ordnung) bis
maximal 10, wobei die Kategorien 5-10 Lautgruppen mit gestörter Artikulation zusammengefasst
werden. Die Beurteilung wird unabhängig von den Deutschkenntnissen des jeweiligen Kindes
durchgeführt, kann allerdings bei Kindern nichtdeutscher Herkunft und mit geringen Deutschkenntnissen
je nach Herkunftssprache schwierig sein.
Bis zur Einschulungsuntersuchung 2011 wurden die Kinder jünger als 5 Jahre von der Auswertung der
Artikulationsergebnisse in der Grundauswertung ausgenommen. Seit der Aufnahme von Untertests aus
dem SOPESS zur Einschulungsuntersuchung 2012 beziehen sich die Auswertungen auf alle Kinder, da im
SOPESS keine Alterseinschränkung angegeben wird und die Artikulationsprüfung sich zwischen S-ENS
und SOPESS nicht unterscheidet.
Sprachdefizite
Der kombinierte Indikator „Sprachdefizite“ basiert auf Angaben zum S-ENS-Untertest Sätze
nachsprechen und Angaben zu den Deutschkenntnissen der Kinder nichtdeutscher Herkunft (vgl.
Kapitel 5.3). Als Kinder mit Sprachdefiziten werden folgende Gruppen ausgewiesen:
• Kinder deutscher Herkunft mit auffälligem Testergebnis im S-ENS-Subtest Sätze nachsprechen,
• Kinder nichtdeutscher Herkunft mit guten Deutschkenntnissen und auffälligem Testergebnis im
S-ENS-Subtest Sätze nachsprechen,
• Kinder nichtdeutscher Herkunft mit unzureichenden Deutschkenntnissen.
Kinder ohne Sprachdefizite sind entsprechend Kinder deutscher Herkunft mit unauffälligem oder
grenzwertigem Ergebnis im Test Sätze nachsprechen sowie Kinder nichtdeutscher Herkunft mit guten
Deutschkenntnissen und unauffälligem oder grenzwertigem Ergebnis im Test Sätze nachsprechen.
Durch seine Konstruktion weist der kombinierte Indikator „Sprachdefizite“ weit weniger fehlende Werte
auf als der Test Sätze nachsprechen und ermöglicht so eine vollständigere Abbildung des
Entwicklungsbereichs Sprache bei den Einschulungsuntersuchungen unter Einbeziehung der Kinder mit
Migrationshintergrund.
Die Ergebnisse für den Indikator „Sprachdefizite“ sind in den Tabellen 4.44 bis 4.47 aufgeführt.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

71,9
79,2
78,5

5.089

ja, beidseitig

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

79,8
78,5
82,5
78,0

1.137
3.310
1.653
1.881

arabisch

osteuropäisch

aus westl. Industriestaaten

aus sonstigen Staaten

14,2

12,0

14,0

14,2

15,6

16,7

1

7,8

5,5

7,4

6,1

9,1

11,5

7,5

7,0

11,5

5,0

10,1

5,8

11,5

16,2

9,0

10,8

9,9

auffällig

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

1.883

1.656

3.311

1.136

1.520

16.271

5.091

4.415

16.271

1.061

24.674

9.655

11.069

2.622

12.533

13.244

25.777

n=

67,0

79,2

67,9

60,7

60,9

74,3

61,6

74,7

74,3

66,1

72,1

80,7

70,3

54,2

73,2

70,6

71,8

unauffällig

Fehlende Angaben zu Geburt in Deutschland in 0,2 % der Fälle (n = 42).

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

3

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 9,5 % der Fälle (n = 2.448).

4

Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, wurden von der Auswertung ausgeschlossen (n = 5, vgl. Methodik).

75,4

1.511

türkisch

2

1

71,9

16.153

deutsch

Herkunft

14,0

13,9

16,7

12,1

15,8

12,9

16,9

19,6

15,1

16,2

15,7

grenzwertig

Pseudowörter

17,1

13,4

16,9

23,0

19,4

15,0

19,8

14,8

15,0

16,9

15,9

12,8

16,7

20,8

15,5

16,3

15,9

grenzwertig

Wörter ergänzen

1

15,9

7,4

15,2

16,4

19,7

10,7

18,6

10,4

10,7

17,1

12,0

6,4

13,0

25,0

11,4

13,1

12,2

auffällig

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

4

nein
4.403

82,9

16.153

74,1

1.066

ja, einseitig

Migrationshintergrund

nein

ja

24.537

obere Statusgruppe

Geburt in Deutschland

81,2

9.615

mittlere Statusgruppe

3

64,2
71,6

2.606
11.008

untere Statusgruppe

Soziale Lage

75,9

12.464

2

73,0

13.181

74,4

unauffällig

Mädchen

25.645

n=

Jungen

Geschlecht

insgesamt

Merkmal

Migrationsmerkmalen bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %

Sprachliche Entwicklung der Kinder (Teil 1, ohne Kinder nichtdeutscher Herkunft mit schlechteren als guten Deutschkenntnissen) gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und

Tabelle 4.29:

92
Gesundheitsberichterstattung Berlin

Sprachliche Entwicklung nach Geschlecht, sozialer Lage, Migrationsmerkmalen
und Kita-Besuchsdauer

80,8
72,7
49,6

5.044

ja, beidseitig

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

47,6
63,0
75,1
61,1

1.131
3.283
1.649
1.873

arabisch

osteuropäisch

aus westl. Industriestaaten

aus sonstigen Staaten

15,9

13,9

16,4

24,1

20,7

10,5

23,1

11,0

20,6

28,3

32,4

8,7

30,2

13,0

8,7

30,6

12,9

5,4

14,2

32,9

12,8

14,4

13,7

auffällig

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

1.883

1.655

3.307

1.136

1.516

16.320

5.075

4.422

16.320

1.041

24.734

9.654

11.103

2.627

12.551

13.266

25.817

n=

62,3

79,9

64,6

52,2

46,2

85,4

50,8

75,6

85,4

56,2

77,8

87,4

77,5

49,4

77,4

76,5

76,9

unauffällig

Fehlende Angaben zu Geburt in Deutschland in 0,2 % der Fälle (n = 42).

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

3

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 9,4 % der Fälle (n = 2.439).

4

Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, wurden von der Auswertung ausgeschlossen (n = 4, vgl. Methodik).

46,9

1.504

türkisch

20,2

14,4

10,5

18,3

12,9

9,5

13,6

21,4

12,4

13,8

13,1

grenzwertig

Sätze nachsprechen1

2

1

80,8

16.203

deutsch

Herkunft

4

nein
4.396

51,1

16.203

74,2

1.039

ja, einseitig

Migrationshintergrund

nein

ja

24.562

obere Statusgruppe

Geburt in Deutschland

85,1

9.618

mittlere Statusgruppe

3

45,7
72,2

2.599
11.023

untere Statusgruppe

Soziale Lage

74,8

12.469

2

71,8

13.174

73,3

unauffällig

Mädchen

25.643

n=

Jungen

Geschlecht

insgesamt

Merkmal

Migrationsmerkmalen bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %

19,0

12,7

19,5

25,4

23,3

9,9

24,1

14,3

9,9

20,0

13,1

8,7

14,1

23,8

13,1

13,7

13,4

grenzwertig

Pluralbildung

Sprachliche Entwicklung der Kinder (Teil 2, ohne Kinder nichtdeutscher Herkunft mit schlechteren als guten Deutschkenntnissen) gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und

Tabelle 4.30:

18,7

7,4

15,9

22,4

30,5

4,7

25,1

10,1

4,7

23,8

9,0

3,9

8,4

26,8

9,5

9,8

9,6

auffällig

Gesundheitsberichterstattung Berlin
Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017
93

94

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle 4.31:
Artikulationsstörungen bei Kindern (ohne Kinder nichtd. Herkunft mit schlechteren als guten Deutschkenntnissen) gesamt, nach
Geschlecht, soz. Lage und Migrationsmerkmalen bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %
Anzahl der betroffenen Lautgruppen
Merkmal

n=

insgesamt

Kinder ohne
Artikulationsstörung

1

2

3

4

5-10

25.866

69,5

18,6

7,5

2,5

1,0

0,9

Jungen

13.293

65,4

20,5

8,8

3,0

1,3

1,1

Mädchen

12.573

73,9

16,6

6,2

2,0

0,7

0,7

Geschlecht

Soziale Lage1
untere Statusgruppe

2.634

62,9

18,6

9,9

4,5

2,2

2,1

mittlere Statusgruppe

11.112

68,7

18,5

8,1

2,9

1,0

0,9

9.678

72,5

18,9

6,1

1,5

0,6

0,5

24.759

69,3

18,6

7,6

2,6

1,0

0,9

1.066

73,5

17,5

6,7

1,4

0,6

0,4

obere Statusgruppe
Geburt in Deutschland

2

ja
nein
Migrationshintergrund

16.330

69,0

18,6

7,5

2,7

1,2

1,1

ja, einseitig

4.430

69,2

19,9

7,6

2,2

0,7

0,4

ja, beidseitig

5.106

71,4

17,5

7,6

2,2

0,7

0,6

deutsch

16.330

69,0

18,6

7,5

2,7

1,2

1,1

türkisch

1.524

68,9

19,6

8,0

2,6

0,5

0,4

arabisch

1.139

70,2

17,6

8,6

2,3

0,8

0,5

osteuropäisch

3.326

70,0

18,1

8,1

2,2

0,9

0,7

aus westl. Industriestaaten

1.667

71,6

19,8

6,6

1,4

0,4

0,2

aus sonstigen Staaten

1.880

71,3

18,4

6,9

2,3

0,6

0,4

nein

Herkunft

3

1

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 9,4 % der Fälle (n = 2.442).

2

Fehlende Angaben zu Geburt in Deutschland in 0,2 % der Fälle (n = 41).

3

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

74,9

25.218

Gesamt

Fehlende Angaben zum Kitabesuch in 1,7 % der Fälle (n = 433).

25.346

24.193

832

81

240

n=

72,1

72,9

54,7

46,9

60,8

unauffällig

15,8

15,7

18,9

23,5

15,4

grenzwertig

Wörter ergänzen

1

12,1

11,4

26,4

29,6

23,8

auffällig

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

44,0
74,9

825
24.076
25.217

> 2 Jahre

Gesamt

Fehlende Angaben zum Kitabesuch in 1,7 % der Fälle (n = 433).

25.386

24.237

831

80

238

n=

77,2

78,4

50,8

48,8

59,2

unauffällig

13,3

13,1

18,1

18,8

18,5

grenzwertig

Pluralbildung

9,5

8,5

31,2

32,5

22,3

auffällig

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, wurden von der Auswertung ausgeschlossen (n = 4, vgl. Methodik).

13,4

12,4

36,5

37,5

27,1

auffällig

2

13,0

12,7

19,5

22,5

20,3

grenzwertig

Sätze nachsprechen1

1

73,5

40,0

80

< 1/2 Jahr

1/2 bis 2 Jahre

52,5

236

kein Besuch

unauffällig

n=

Kita-Besuchsdauer2

in Berlin 2017 - Angaben in %

Sprachliche Entwicklung der Kinder (Teil 2, ohne Kinder nichtdeutscher Herkunft mit schlechteren als guten Deutschkenntnissen) nach Kita-Besuchsdauer bei der Einschulungsuntersuchung

Tabelle 4.33:

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, wurden von der Auswertung ausgeschlossen (n = 5, vgl. Methodik).

9,8

9,6

14,3

17,6

15,9

auffällig

2

15,6

15,5

16,9

16,5

18,8

grenzwertig

Pseudowörter1

1

74,6

68,9

835

1/2 bis 2 Jahre
24.059

65,9

> 2 Jahre

65,3

85

unauffällig

239

n=

< 1/2 Jahr

2

kein Besuch

Kita-Besuchsdauer

in Berlin 2017 - Angaben in %

Sprachliche Entwicklung der Kinder (Teil 1, ohne Kinder nichtdeutscher Herkunft mit schlechteren als guten Deutschkenntnissen) nach Kita-Besuchsdauer bei der Einschulungsuntersuchung

Tabelle 4.32:

Gesundheitsberichterstattung Berlin
95

96

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle 4.34:
Artikulationsstörungen bei Kindern (ohne Kinder nichtdeutscher Herkunft mit schlechteren als guten Deutschkenntnissen) nach
Kita-Besuchsdauer bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %
Anzahl der betroffenen Lautgruppen
Kita-Besuchsdauer1

n=

kein Besuch

244

60,2

18,9

9,0

4,1

2,9

4,9

85

65,9

20,0

5,9

2,4

2,4

3,5

837

63,2

21,6

8,1

3,7

1,6

1,8

> 2 Jahre

24.268

69,9

18,5

7,5

2,5

0,9

0,8

Gesamt

25.434

69,5

18,6

7,5

2,5

1,0

0,9

< 1/2 Jahr
1/2 bis 2 Jahre

1

Kinder ohne
Artikulationsstörung

1

Fehlende Angaben zum Kitabesuch in 1,7 % der Fälle (n = 432).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

2

3

4

5-10

70,9
86,8
73,9
74,3
79,9
83,2
74,3
60,0
66,3
67,0

3.888
1.906
1.667
2.160
2.221
1.789
1.864
2.210
1.995
1.829
25.645

Pankow

Charlottenburg-Wilmersdorf

Spandau

Steglitz-Zehlendorf

Tempelhof-Schöneberg

Neukölln

Treptow-Köpenick

Marzahn-Hellersdorf

Lichtenberg

Reinickendorf

Berlin gesamt

15,7

19,5

20,9

19,1

17,2

11,1

13,6

15,5

15,2

9,8

17,6

12,7

13,5

grenzwertig

Pseudowörter1

9,9

13,5

12,9

20,9

8,5

5,7

6,5

10,2

10,9

3,5

11,4

7,0

5,5

auffällig

Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, wurden von der Auswertung ausgeschlossen (n = 5, vgl. Methodik).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

1

80,4

1.895

Friedrichshain-Kreuzberg

74,4

81,0

2.221

Mitte

unauffällig

n=

Bezirk

(Wohnbezirk) 2017 - Angaben in %

25.777

1.844

2.006

2.217

1.876

1.792

2.241

2.172

1.673

1.909

3.893

1.916

2.238

n=

71,8

63,4

72,8

55,3

82,1

80,0

76,6

74,9

63,7

75,0

68,3

81,3

72,9

unauffällig

15,9

18,7

16,7

17,1

12,2

13,6

15,0

15,7

19,1

15,2

17,5

11,0

17,5

grenzwertig

Wörter ergänzen1

12,2

17,9

10,5

27,6

5,7

6,4

8,4

9,4

17,2

9,7

14,1

7,8

9,6

auffällig

Sprachliche Entwicklung der Kinder (Teil 1, ohne Kinder nichtdeutscher Herkunft mit schlechteren als guten Deutschkenntnissen) bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken

Tabelle 4.35:

Gesundheitsberichterstattung Berlin
Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Räumliche Verteilung der sprachlichen Entwicklung

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

97

78,4
69,0
62,0
78,9
77,6
72,9
82,5
64,3
79,5
53,7

3.876
1.896
1.660
2.160
2.226
1.787
1.867
2.211
2.002
1.829
25.643

Pankow

Charlottenburg-Wilmersdorf

Spandau

Steglitz-Zehlendorf

Tempelhof-Schöneberg

Neukölln

Treptow-Köpenick

Marzahn-Hellersdorf

Lichtenberg

Reinickendorf

Berlin gesamt

13,1

19,4

9,6

13,0

10,8

14,0

11,1

12,0

17,7

15,8

12,5

6,6

16,0

grenzwertig

Sätze nachsprechen1

13,7

26,9

10,8

22,7

6,7

13,0

11,3

9,1

20,3

15,2

9,1

11,8

12,8

auffällig

Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, wurden von der Auswertung ausgeschlossen (n = 4, vgl. Methodik).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

1

81,6

1.902

Friedrichshain-Kreuzberg

73,3

71,2

2.227

Mitte

unauffällig

n=

Bezirk

(Wohnbezirk) 2017 - Angaben in %

25.817

1.847

2.010

2.231

1.883

1.797

2.247

2.180

1.671

1.912

3.886

1.917

2.236

n=

76,9

65,7

84,5

71,4

88,5

74,5

78,9

84,9

63,4

77,3

82,9

80,3

63,9

unauffällig

13,4

17,2

10,1

15,8

7,5

15,4

13,3

9,3

20,2

14,4

10,7

10,3

20,0

grenzwertig

Pluralbildung

9,6

17,1

5,4

12,8

4,0

10,2

7,8

5,8

16,4

8,3

6,4

9,3

16,1

auffällig

Sprachliche Entwicklung der Kinder (Teil 2, ohne Kinder nichtdeutscher Herkunft mit schlechteren als guten Deutschkenntnissen) bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken

Tabelle 4.36:

98
Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017
Gesundheitsberichterstattung Berlin

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

99

Tabelle 4.37:
Artikulationsstörungen bei Kindern bei der Einschulungsuntersuchung (ohne Kinder nichtdeutscher Herkunft mit schlechteren als
guten Deutschkenntnissen) nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2017 - Angaben in %
Anzahl der betroffenen Lautgruppen
Bezirk

n=

Kinder ohne
Artikulationsstörung

1

2

3

4

5-10

Mitte

2.240

76,9

16,5

4,9

0,7

0,2

Friedrichshain-Kreuzberg

1.914

71,3

17,9

7,4

2,2

0,8

0,4

Pankow

3.897

66,8

22,0

6,9

2,6

0,8

0,8

Charlottenburg-Wilmersdorf

1.911

69,5

20,9

7,3

1,5

0,5

0,4

Spandau

1.669

71,0

17,3

6,1

2,6

1,7

1,3

Steglitz-Zehlendorf

2.202

68,0

19,2

9,7

1,7

0,6

0,8

Tempelhof-Schöneberg

2.254

72,2

17,9

6,3

2,1

0,8

0,7

0,8

Neukölln

1.804

66,8

19,6

9,3

2,9

0,9

0,6

Treptow-Köpenick

1.891

73,4

16,0

6,6

2,2

1,1

0,7

Marzahn-Hellersdorf

2.239

72,1

12,0

7,5

4,3

2,1

1,9

Lichtenberg

2.009

73,9

15,8

6,1

2,4

0,9

0,8

Reinickendorf

1.836

52,1

26,3

13,5

5,1

1,7

1,5

Berlin gesamt

25.866

69,5

18,6

7,5

2,5

1,0

0,9

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

75,9
78,7
77,7
77,8
79,5
78,0
76,5

22.717
22.437
23.015
23.040
23.795
23.862
24.025

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012
75,3
74,4
74,7
75,3
74,4

26.700
26.124
23.261
25.645

2014

2015

2016

2017

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die eingeschulten Kinder.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Die Auswertungen beziehen sich auf die Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung mindestens 5 Jahre alt waren.

9,9

9,0

10,0

9,8

9,4

8,1

7,7

7,1

7,9

8,4

8,0

9,3

8,6

auffällig

2

15,7

15,8

15,4

15,9

15,3

15,3

14,3

13,4

14,3

13,9

13,3

14,7

14,1

grenzwertig

Pseudowörter1

1

2013

25.755

2

77,3

23.290

2005

unauffällig

n=

Jahr

2005 bis 2017 - Angaben in %

25.777

23.476

26.379

26.884

25.941

24.129

23.964

23.917

23.106

22.982

22.391

22.703

23.235

n=

71,8

69,3

69,6

69,6

71,3

74,2

76,3

76,3

75,0

77,4

76,7

74,4

74,3

unauffällig

15,9

17,5

16,7

17,1

16,5

16,1

14,7

15,0

15,4

13,5

13,7

14,4

14,5

grenzwertig

Wörter ergänzen1

12,2

13,2

13,6

13,3

12,2

9,7

9,0

8,7

9,6

9,1

9,6

11,2

11,2

auffällig

Zeitreihe sprachliche Entwicklung der Kinder (Teil 1, ohne Kinder nichtdeutscher Herkunft mit schlechteren als guten Deutschkenntnissen) bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin

Tabelle 4.38:

100
Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017
Gesundheitsberichterstattung Berlin

Zeitreihen zur sprachlichen Entwicklung

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

101

Im Zeitraum von 2005 bis 2012 sind Schwankungen im Anteil der unauffälligen Kinder in den Untertests
„Pseudowörter“ und „Wörter ergänzen“ in einer Größenordnung von knapp 4 % bzw. rund 3 % zu
beobachten (vgl. Tabelle 4.38). Für den Subtest „Wörter ergänzen“ ist in den Jahren 2007 bis 2012 der
Anteil der Kinder mit auffälligen Testergebnissen gegenüber 2005/2006 reduziert. Wie auch bei den
Testergebnissen zur motorischen und kognitiven Entwicklung zeigt sich auch bei den sprachlichen
Screeningtests ein Anstieg im Anteil der Kinder mit auffälligen Testergebnissen ab dem Jahr 2013, wobei
dieser Anstieg im Falle des Subtests „Pseudowörter“ mit rund einem Prozentpunkten diskret und im Falle
des Subtests „Wörter ergänzen“ mit rund zweieinhalb Prozentpunkten zwar deutlicher, jedoch im
Ausmaß geringer als bei den motorischen und kognitiven Tests ausfällt. Auch diese sind im Wesentlichen
auf die seit 2013 geänderte Grundgesamtheit zurückzuführen (vgl. Grundauswertung
Einschulungsuntersuchungen 2013). Die jährlichen Schwankungen im Zeitverlauf von 2013 bis 2017
entsprechen denen früherer Jahre und zeigen keinen eindeutigen Trend.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

74,5
75,2
75,3
75,9
76,2
75,6
75,4

22.687
22.404
22.976
23.055
23.802
23.871
24.050

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012
73,1
71,8
72,2
73,6
73,3

25.796
26.742
26.186
23.286
25.643

2015

2016

2017

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die eingeschulten Kinder.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Die Auswertungen beziehen sich auf die Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung mindestens 5 Jahre alt waren.

13,7

13,6

14,5

14,5

14,3

12,3

11,7

10,9

11,6

12,6

12,5

12,8

10,9

auffällig

2

13,1

12,9

13,3

13,7

12,6

12,2

12,7

12,9

12,4

12,1

12,3

12,7

11,5

grenzwertig

Sätze nachsprechen1

1

2013

2014

2

77,6

23.270

2005

unauffällig

n=

Jahr

2005 bis 2017 - Angaben in %

25.817

23.465

26.455

27.008

26.025

24.203

-

-

-

-

-

-

-

n=

76,9

75,4

73,9

73,3

72,4

72,6

-

-

-

-

-

-

-

unauffällig

13,4

14,3

15,2

15,6

16,1

16,2

-

-

-

-

-

-

-

grenzwertig

Pluralbildung

9,6

10,3

10,9

11,1

11,5

11,2

-

-

-

-

-

-

-

auffällig

Zeitreihe sprachliche Entwicklung der Kinder (Teil 2, ohne Kinder nichtdeutscher Herkunft mit schlechteren als guten Deutschkenntnissen) bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin

Tabelle 4.39:

102
Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017
Gesundheitsberichterstattung Berlin

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

103

Im Zeitraum von 2005 bis 2012 sind Schwankungen im Anteil der unauffälligen Kinder im Untertest
„Sätze nachsprechen“ in einer Größenordnung von rund 3 % zu beobachten (vgl. Tabelle 4.39). Mit dem
Methodenwechsel in 2013 (vgl. auch Grundauswertung der Einschulungsuntersuchung 2013) ist ein
Anstieg von rund zwei Prozentpunkten im Anteil der Kinder mit auffälligen Testergebnissen zu
beobachten, umgekehrt eine Abnahme im Anteil unauffälliger Kinder. Die Werte schwanken in den
Folgejahren bis 2017 auf dem erhöhten Niveau in einer Größenordnung, wie sie aus den Vorjahren
bekannt ist.
Der Untertest Pluralbildung wurde erstmals 2012 in das Untersuchungsprogramm aufgenommen. Im
Vergleich zu 2012 sind die Ergebnisse 2013 fast identisch, wären aber ohne Wechsel der
Grundgesamtheit geringfügig besser ausgefallen. In den Einschulungsjahrgängen 2014 bis 2017 ist ein
leichter kontinuierlicher Rückgang der Kinder mit auffälligem Testergebnis zu beobachten (vgl.
Tabelle 4.39).
Tabelle 4.40:
Zeitreihe Artikulationsstörungen bei Kindern bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin (ohne Kinder nichtdeutscher Herkunft
mit schlechteren als guten Deutschkenntnissen) 2005 bis 2017 - Angaben in %
Anzahl der betroffenen Lautgruppen
Jahr

n=

1

2

3

4

5-10

2005

23.584

72,8

14,8

6,9

2,8

1,1

1,5

2006

23.044

71,7

15,2

7,5

2,8

1,3

1,4

2007

22.682

70,9

16,2

7,8

2,6

1,2

1,3

2008

23.171

71,2

15,6

8,1

2,6

1,3

1,2

2009

23.216

70,4

16,8

7,9

2,7

1,1

1,1

2010

23.957

71,4

16,3

7,7

2,6

1,0

0,9

2011

24.025

71,7

16,4

7,4

2,5

0,9

1,0

1

24.252

70,7

16,5

7,6

2,7

1,0

1,6

2013

2

26.106

69,8

16,8

8,2

2,8

1,1

1,4

2014

27.115

70,6

16,9

7,7

2,6

1,2

1,0

2015

26.549

70,0

17,6

7,7

2,5

1,0

1,2

2016

23.562

69,4

18,5

7,4

2,7

0,9

1,1

2017

25.866

69,5

18,6

7,5

2,5

1,0

0,9

2012

1

Kinder ohne
Artikulationsstörung

Die Auswertungen der Einschulungsjahrgänge 2005 bis 2011 beziehen sich auf die Kinder, die zum Zeitpunkt der
Untersuchung mindestens 5 Jahre alt waren. Seit 2012 werden in die Auswertung auch Kinder einbezogen, die zum
Zeitpunkt der Untersuchung noch nicht 5 Jahre alt waren.

2

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die
eingeschulten Kinder.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Der Anteil der Kinder mit Artikulationsstörungen hat sich bei jährlichen Schwankungen um etwa 2
Prozentpunkte im Zeitraum von 2005 bis 2017 im Wesentlichen nicht verändert (vgl. Tabelle 4.40). Der
Methodenwechsel in 2013 hatte auf die zeitliche Entwicklung keinen Einfluss in relevantem Ausmaß.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

58,7

2.872
4.647

Gesamt

Subtest Pseudowörter nicht durchgeführt oder bewertet in 6,6 % der Fälle (n = 326).

Subtest Wörter ergänzen nicht durchgeführt oder bewertet in 21,4 % der Fälle (n = 1.063).

3

3.910

2.821

1.089

n=

18,8

25,1

2,5

unauffällig

20,9

26,1

7,3

grenzwertig

Wörter ergänzen

1,3

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

8,8

3.726

Gesamt

Subtest Sätze nachsprechen nicht durchgeführt oder bewertet in 25,1 % der Fälle (n = 1.247).

Subtest Pluralbildung nicht durchgeführt oder bewertet in 24,6 % der Fälle (n = 1.222).

3

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, wurden von der Auswertung ausgeschlossen (n = 4, vgl. Methodik).

82,9

77,5

98,1

auffällig

2

10,6

13,7

1,6

grenzwertig

1

6,5

0,3

975
2.751

fehlerhaft

unauffällig

nicht/kaum

n=

deutsche Sprachkenntnisse

3.755

2.758

997

n=

7,0

9,4

0,4

unauffällig

14,1

18,8

1,1

grenzwertig

Pluralbildung3

78,9

71,8

98,5

auffällig

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Sätze nachsprechen1,2

60,3

48,8

90,2

auffällig

Sprachliche Entwicklung (Teil 2) der Kinder nichtdeutscher Herkunft mit weniger als guten Deutschkenntnissen bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %

Tabelle 4.42:

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, wurden von der Auswertung ausgeschlossen (n = 4, vgl. Methodik).

22,2

19,0

27,4

auffällig

2

20,7

22,2

18,1

grenzwertig

1,2

1

57,1

54,5

1.775

unauffällig

fehlerhaft

n=

nicht/kaum

deutsche Sprachkenntnisse

Pseudowörter

Sprachliche Entwicklung (Teil 1) der Kinder nichtdeutscher Herkunft mit weniger als guten Deutschkenntnissen bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %

Tabelle 4.41:

104
Gesundheitsberichterstattung Berlin

Sprachliche Entwicklung von Kindern nichtdeutscher Herkunft mit weniger als
guten Deutschkenntnissen

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

105

Tabelle 4.43:
Artikulationsstörungen bei Kindern nichtdeutscher Herkunft mit weniger als guten Deutschkenntnissen bei der
Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %
Anzahl der betroffenen Lautgruppen
deutsche Sprachkenntnisse

n=

Kinder ohne
Artikulationsstörung

1

2

3

4

1

5-10

nicht/kaum

1.390

69,3

13,0

7,7

4,3

2,0

fehlerhaft

2.814

58,6

19,2

11,9

5,6

2,6

2,1

Gesamt

4.204

62,1

17,2

10,5

5,2

2,4

2,6

1

Artikulationsprüfung nicht durchgeführt oder bewertet in 15,5 % der Fälle (n = 773).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

3,7

106

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Kombinierter Indikator Sprachdefizite nach Geschlecht, sozialer Lage,
Migrationsmerkmalen und Kita-Besuchsdauer
Tabelle 4.44:
Kombinierter Indikator Sprachdefizite bei Kindern gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und Migrationsmerkmalen bei der
Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %
Sprachdefizite
Merkmal

n=

insgesamt

ja

nein

30.890

27,9

72,1

Jungen

16.099

29,6

70,4

Mädchen

14.791

26,2

73,8

untere Statusgruppe

4.412

60,3

39,7

mittlere Statusgruppe

12.384

23,4

76,6

obere Statusgruppe

10.132

10,0

90,0

Geschlecht

Soziale Lage

1

Geburt in Deutschland

2

ja
nein
Migrationshintergrund

27.452

21,7

78,3

3.216

77,4

22,6

3

16.203

8,7

91,3

ja, einseitig

4.996

23,4

76,6

ja, beidseitig

9.465

62,8

37,2

nein

Herkunft

3,4

deutsch

16.203

8,7

91,3

türkisch

2.392

57,5

42,5

arabisch

2.601

68,8

31,2

osteuropäisch

4.936

47,2

52,8

aus westl. Industriestaaten

1.877

21,8

78,2

aus sonstigen Staaten

2.655

45,7

54,3

1

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 12,8 % der Fälle (n = 3.962).

2

Fehlende Angaben zu Geburt in Deutschland in 0,7 % der Fälle (n = 222).

3

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund/ Herkunft in 0,7 % der Fälle (n = 226).

4

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Tabelle 4.45:
Kombinierter Indikator Sprachdefizite bei Kindern nach Kita-Besuchsdauer bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017
- Angaben in %
Sprachdefizite
1

n=

ja

kein Besuch

934

81,4

18,6

< 1/2 Jahr

438

88,4

11,6

1.808

70,7

29,3

> 2 Jahre

26.892

21,3

78,7

Gesamt

30.072

27,1

72,9

Kita-Besuchsdauer

1/2 bis 2 Jahre

1

Fehlende Angaben zum Kitabesuch in 2,6 % der Fälle (n = 818).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

nein

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Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

107

Räumliche Verteilung des kombinierten Indikators Sprachdefizite
Tabelle 4.46:
Kombinierter Indikator Sprachdefizite bei Kindern bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2017
- Angaben in %
Sprachdefizite
Bezirk

n=

ja

nein

Mitte

3.131

37,2

62,8

Friedrichshain-Kreuzberg

2.317

27,4

72,6

Pankow

4.062

13,1

86,9

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.284

29,2

70,8

Spandau

2.108

36,9

63,1

Steglitz-Zehlendorf

2.413

18,2

81,8

Tempelhof-Schöneberg

2.692

26,4

73,6

Neukölln

2.684

41,8

58,2

Treptow-Köpenick

2.044

14,4

85,6

Marzahn-Hellersdorf

2.513

31,9

68,1

Lichtenberg

2.469

27,2

72,8

Reinickendorf

2.173

37,8

62,2

Berlin gesamt

30.890

27,9

72,1

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

108

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Zeitreihe zum kombinierten Indikator Sprachdefizite
Tabelle 4.47:
Zeitreihe kombinierter Indikator Sprachdefizite bei Kindern bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin 2005 bis 2017
- Angaben in %
Sprachdefizite

1

Jahr

n=

ja

nein

2005

26.984

23,4

76,6

2006

26.531

25,5

74,5

2007

25.554

23,6

76,4

2008

25.723

21,9

78,1

2009

26.132

22,0

78,0

2010

26.944

21,3

78,7

2011

26.671

21,0

79,0

2012

27.537

23,4

76,6

20131

29.704

25,5

74,5

2014

30.602

25,2

74,8

2015

31.061

26,8

73,2

2016

28.032

27,8

72,2

2017

30.890

27,9

72,1

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die
eingeschulten Kinder.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Der Anteil von Kindern mit Sprachdefiziten erreichte bei jährlichen Schwankungen bisher 2011 seinen
niedrigsten Wert und nimmt seitdem wieder zu. Durch den Wechsel der Datenbasis in 2013 fällt die
Zunahme im Anteil von Kindern mit Sprachdefiziten von 2012 auf 2013 größer aus als es ohne Wechsel
der Datenbasis der Fall gewesen wäre, blieb 2014 auf dem gleichen Niveau, ist von 2014 zu 2016 jährlich
um jeweils einen weiteren Prozentpunkt angestiegen und bleibt 2017 auf diesem erreichten Niveau von
rund 28 % (vgl. Tabelle 4.47). Der leichte Anstieg dürfte angesichts gleich bleibender Ergebnisse im Test
Sätze nachsprechen am ehesten auf einen erhöhten Anteil neu zugewanderter Kinder mit noch
unzureichenden Deutschkenntnissen zurückzuführen sein.

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Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

109

4.5 Inanspruchnahme von Therapien im Bereich der
Entwicklung
Zur Behandlung von Verzögerungen oder Störungen im Bereich der motorischen, sensorischen,
kognitiven und psychischen Entwicklung werden im Kindesalter Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie
und Psychotherapie verordnet. Zu der Häufigkeit der Inanspruchnahme der drei erstgenannten
33

34

Therapiearten veröffentlichen einige Krankenkassen (AOK , Barmer GEK ) Auswertungen ihrer
entsprechenden Verordnungsdaten, die jedoch nicht zwingend repräsentativ für alle Kinder sind. Bei der
Einschulungsuntersuchung werden die Eltern im Rahmen der Beurteilung der kindlichen Entwicklung zu
bisherigen Therapien des Kindes befragt, um dies bei der Beurteilung des Entwicklungsstandes und ggf.
der Förderempfehlungen mit berücksichtigen zu können. Anders als bei den zitierten Daten der
Krankenkassen wird die Inanspruchnahme von Therapien nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt
(Punktprävalenz), sondern im bisherigen Zeitverlauf seit der Geburt erfragt (Lebenszeitprävalenz).
Physiotherapie umfasst sowohl Bewegungstherapie als auch Maßnahmen der physikalischen Therapie.
Sie dient der Förderung und Behandlung im Bereich der Motorik und der Wahrnehmung und kommt
sowohl bei Kindern mit neurologischen Erkrankungen als auch bei Kindern mit Verzögerungen oder
Störungen der motorischen bzw. sensomotorischen Entwicklung zum Einsatz. Die Daten aus dem
Heilmittelreport der AOK von 2016 zeigen, dass die Inanspruchnahme in den beiden ersten Lebensjahren
jeweils mit knapp 12 % bei den Jungen und rund 9 % bei den Mädchen relativ hoch ist, im Kleinkind- und
Einschulungsalter jedoch deutlich abfällt.
Ergotherapie „unterstützt und begleitet Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit
eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind. Ziel ist, sie bei der Durchführung für sie
bedeutungsvoller Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer
persönlichen Umwelt zu stärken. Hierbei dienen spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung
dazu, dem Menschen Handlungsfähigkeit im Alltag, gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung
35

seiner Lebensqualität zu ermöglichen“ (Deutscher Verband der Ergotherapeuten ). Sie wird bei Kindern
u. a. zur Unterstützung der sensomotorischen Entwicklung, bei sensorischen Integrationsstörungen oder
bei einer Verzögerung der sozialen Entwicklung verordnet. Nach den Daten aus dem Heilmittelreport der
AOK von 2016 sind die höchsten Raten über alle Altersgruppen hinweg in der Gruppe der 6-jährigen
Jungen (12,2 %) bzw. der 7-jährigen Mädchen (4,9 %) zu beobachten.
Logopädie umfasst Sprach-, Sprech- und Stimmtherapie. Sie wird im Kindesalter überwiegend bei
Verzögerungen und Störungen der Sprach- und Sprechentwicklung verordnet. Auch hier ist ein
Höhepunkt der Inanspruchnahme im Alter von sechs Jahren zu beobachten. Nach den Daten der AOK von
2016 liegt die Rate für 6-jährige Jungen bei 23,7 %, für die Mädchen bei 16,2 %. Die Daten der Barmer
GEK von 2012 weisen einen Häufigkeitsgipfel bei den 5-jährigen Kindern aus, dessen Größenordnung mit
19,8 % bei den Jungen bzw. 14,2 % bei den Mädchen ähnlich ist.
Bei Entwicklungsstörungen, die mehrere Bereiche betreffen, kommen auch mehrere der vorgenannten
Therapien in Kombination zum Einsatz. Nach dem Heilmittelbericht der AOK von 2016 nehmen im Alter
von sechs Jahren 6,5 % der Jungen und 2,7 % der Mädchen Therapien aus mehr als einem Bereich in

33

Waltersbacher, A. (2015): Heilmittelbericht 2016. Berlin: Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO).

34

Barmer GEK (Hrsg.) (2012): Barmer GEK Arztreport 2012: Schwerpunkt Kindergesundheit. Schriftenreihe zur Gesundheitsanalyse, Band 12.

35

https://www.dve.info/ergotherapie/definition zuletzt aufgerufen am 24.7.2017

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110

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Anspruch, die meisten davon sogar aus drei Bereichen, d. h. zeitgleich Physiotherapie, Ergotherapie sowie
Logopädie.
Eine psychotherapeutische Behandlung im Kindesalter kommt im Falle von Störungen der seelischen
Entwicklung oder von seelischen Erkrankungen zum Tragen. Zur konkreten Inanspruchnahme gibt es
wenige Daten. Studien legen jedoch nahe, dass nur ein Teil der Kinder mit entsprechenden Auffälligkeiten
36

auch eine Behandlung in Anspruch nehmen. Als Ursachen werden u. a. regional unterschiedlich große
Lücken in der Versorgung mit entsprechend qualifizierten Therapeuten, Unsicherheit der Eltern über die
Bedeutung und Behandlungsbedürftigkeit des Problems sowie Angst vor Stigmatisierung durch das
soziale Umfeld diskutiert.

Methodik

Die Eltern werden bei der Einschulungsuntersuchung danach gefragt, ob ihr Kind bisher schon einmal bei
einer entsprechenden therapeutischen Fachkraft (Krankengymnasten/Krankengymnastin,
Ergotherapeuten/Ergotherapeutin, Logopäden/Logopädin, Psychologen(in)/Psychiater(in)/
37

Erziehungsberatung ) in Behandlung oder in Betreuung war, unabhängig davon, ob diese bereits
beendet wurde oder zum Zeitpunkt der Einschulungsuntersuchung noch andauert. In den nachfolgenden
Tabellen werden die Anteile der Kinder, die in dem jeweiligen Bereich schon einmal eine Therapie in
Anspruch genommen haben, ausgewiesen.
Da bei der Beantwortung dieser Frage Mehrfachnennungen möglich sind, wird zusätzlich die Anzahl der
Bereiche berechnet, in denen ein Kind bisher Therapien in Anspruch genommen hat. Die Berechnung
beruht auf den Bereichen, für die Angaben zur Inanspruchnahme gemacht wurden. Fehlt die Angabe für
einen Bereich, so wird die Anzahl aus den übrigen Bereichen mit Angaben berechnet. Die Anzahl der
bisher in Anspruch genommenen Therapiebereiche kann daher potentiell unterschätzt werden. Die
Anteile der Kinder, die Therapien in drei oder allen vier Bereichen in Anspruch genommen haben, werden
zusammen berichtet, da die Einzelanteile dieser beiden Kategorien insgesamt sehr klein sind.

36

Klasen, F., Meyrose, A.K., Otto, C., Reiss, F., Ravens-Sieberer, U. (2017): Psychische Auffälligkeiten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland.
Ergebnisse der Bella Studie. Monatsschr Kinderheilkd 165: 402-407.

37

Eine psychotherapeutische Behandlung im Kindesalter findet nicht nur in Praxen und Kliniken statt. Die Frage umfasst daher auch eine
entsprechende Behandlung oder Betreuung durch einen Psychologen/Psychologin in Erziehungsberatungsstellen.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

111

Inanspruchnahme von Therapien nach Geschlecht, sozialer Lage und
Migrationsmerkmalen
Tabelle 4.48:
Bisherige Inanspruchnahme von Physiotherapie und Ergotherapie durch die Kinder gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und
Migrationsmerkmalen bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %
Art der Behandlung
Merkmal

n=

insgesamt

Physiotherapie

n=

Ergotherapie

30.777

7,0

30.793

9,7

Jungen

16.040

7,8

16.057

13,5

Mädchen

14.737

6,2

14.736

5,6

untere Statusgruppe

4.380

4,0

4.385

11,5

mittlere Statusgruppe

12.412

8,1

12.419

10,6

obere Statusgruppe

10.102

8,0

10.105

7,5

27.448

7,6

27.464

10,4

3.121

2,5

3.120

4,4

Geschlecht

Soziale Lage

1

Geburt in Deutschland

2

ja
nein
Migrationshintergrund3

16.315

9,1

16.320

10,7

ja, einseitig

4.956

7,1

4.959

9,7

ja, beidseitig

9.279

3,4

9.285

7,9

nein

Herkunft

3,4

deutsch

16.315

9,1

16.320

10,7

türkisch

2.366

4,0

2.367

11,5

arabisch

2.477

3,1

2.481

7,2

osteuropäisch

4.883

4,9

4.888

8,8

aus westl. Industriestaaten

1.877

7,0

1.877

8,5

aus sonstigen Staaten

2.632

4,7

2.631

6,7

16.315

9,1

16.320

10,7

7.682

5,7

7.686

8,2

2.691

4,1

2.693

10,4

3.592

2,6

3.594

7,5

Migration/Deutschkenntnisse

4,5

Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/(sehr) gute Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/unzureichende Deutschkenntnisse
Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/unzureichende Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
1

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 12,6 % der Fälle (n = 3.889).

2

Fehlende Angaben zu Geburt in Deutschland in 0,7 % der Fälle (n = 209).

3

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund/ Herkunft in 0,7 % der Fälle (n = 231).

4

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

5

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil
in 1,6 % der Fälle (n = 502).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

112

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle 4.49:
Bisherige Inanspruchnahme von Logopädie und Psychotherapie durch die Kinder gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und
Migrationsmerkmalen bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %
Art der Behandlung
Merkmal

n=

insgesamt

Logopädie

n=

Psychotherapie

30.800

19,5

30.752

3,3

Jungen

16.059

22,9

16.030

4,1

Mädchen

14.741

15,7

14.722

2,4

untere Statusgruppe

4.389

21,9

4.379

3,9

mittlere Statusgruppe

12.422

21,5

12.398

4,0

obere Statusgruppe

10.110

16,4

10.100

2,2

27.470

20,7

27.426

3,5

3.122

9,8

3.119

2,1

Geschlecht

Soziale Lage

1

Geburt in Deutschland2
ja
nein
Migrationshintergrund

3

16.324

20,3

16.307

4,0

ja, einseitig

4.959

19,5

4.954

3,3

ja, beidseitig

9.289

18,0

9.267

2,1

deutsch

16.324

20,3

16.307

4,0

türkisch

2.369

24,4

2.366

1,9

arabisch

2.479

13,6

2.474

1,5

osteuropäisch

4.889

20,3

4.874

3,1

aus westl. Industriestaaten

1.877

14,1

1.876

3,0

aus sonstigen Staaten

2.634

17,9

2.631

2,5

16.324

20,3

16.307

4,0

7.686

17,0

7.675

2,8

2.694

23,4

2.687

2,0

3.597

17,6

3.590

1,9

nein

Herkunft

3,4

Migration/Deutschkenntnisse

4,5

Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/(sehr) gute Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/unzureichende Deutschkenntnisse
Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/unzureichende Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
1

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 12,6 % der Fälle (n = 3.884).

2

Fehlende Angaben zu Geburt in Deutschland in 0,7 % der Fälle (n = 209).

3

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund/ Herkunft in 0,7 % der Fälle (n = 230).

4

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

5

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil
in 1,6 % der Fälle (n = 501).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

113

Tabelle 4.50:
Anzahl bisher in Anspruch genommener Therapiebereiche durch die Kinder gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und
Migrationsmerkmalen bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %
Anzahl der Therapiebereiche
Merkmal

n=

insgesamt

Kinder ohne bisherige
Therapie

1

2

3-4

30.834

70,9

21,0

6,3

1,9

Jungen

16.079

65,6

23,5

8,4

2,5

Mädchen

14.755

76,6

18,3

4,0

1,2

Geschlecht

Soziale Lage

1

untere Statusgruppe

4.396

71,4

18,7

7,3

2,5

mittlere Statusgruppe

12.434

67,6

23,2

6,9

2,3

obere Statusgruppe

10.113

73,5

20,4

5,0

1,2

27.499

69,0

22,3

6,7

2,0

3.126

85,8

10,5

3,0

0,7
2,2

Geburt in Deutschland

2

ja
nein
Migrationshintergrund

3

16.335

67,7

23,2

6,9

ja, einseitig

4.967

70,1

22,1

6,0

1,8

ja, beidseitig

9.300

76,9

16,5

5,4

1,3

deutsch

16.335

67,7

23,2

6,9

2,2

türkisch

2.371

69,9

20,2

8,3

1,6

arabisch

2.486

81,3

13,0

5,0

0,7

osteuropäisch

4.895

72,7

19,7

5,9

1,7

aus westl. Industriestaaten

1.879

74,9

19,2

4,4

1,4

aus sonstigen Staaten

2.636

75,4

19,1

4,0

1,4

16.335

67,7

23,2

6,9

2,2

7.696

73,9

20,0

4,8

1,2

2.698

71,8

18,8

7,6

1,9

3.602

78,6

14,7

5,4

1,3

nein

Herkunft

3,4

Migration/Deutschkenntnisse

4,5

Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/(sehr) gute
Deutschkenntnisse Kind und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/unzureichende
Deutschkenntnisse Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/unzureichende
Deutschkenntnisse Kind und begleitender Elternteil
1

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 12,6 % der Fälle (n = 3.891).

2

Fehlende Angaben zu Geburt in Deutschland in 0,7 % der Fälle (n = 209).

3

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund/ Herkunft in 0,8 % der Fälle (n = 232).

4

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

5

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil
in 1,6 % der Fälle (n = 503).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

114

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Räumliche Verteilung der Inanspruchnahme von Therapien
Tabelle 4.51:
Bisherige Inanspruchnahme von Physiotherapie und Ergotherapie durch die Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach
Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2017 - Angaben in %
Art der Behandlung
Bezirk

n=

Physiotherapie

n=

Ergotherapie

Mitte

2.770

5,3

2.780

Friedrichshain-Kreuzberg

2.350

6,3

2.350

8,3

Pankow

4.085

9,5

4.082

10,7

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.296

5,4

2.297

7,1

Spandau

2.100

7,2

2.100

9,7

Steglitz-Zehlendorf

2.424

8,6

2.425

10,0

Tempelhof-Schöneberg

2.730

7,1

2.730

9,2

Neukölln

2.686

5,5

2.690

10,4

Treptow-Köpenick

2.084

7,7

2.082

9,9

Marzahn-Hellersdorf

2.540

7,5

2.545

11,5

Lichtenberg

2.498

6,8

2.498

10,2

Reinickendorf

2.214

5,9

2.214

10,3

Berlin gesamt

30.777

7,0

30.793

9,7

8,5

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Tabelle 4.52:
Bisherige Inanspruchnahme von Logopädie und Psychotherapie durch die Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner
Bezirken (Wohnbezirk) 2017 - Angaben in %
Art der Behandlung
Bezirk

n=

Logopädie

n=

Psychotherapie

Mitte

2.784

17,2

2.770

2,1

Friedrichshain-Kreuzberg

2.350

17,2

2.349

3,1

Pankow

4.082

20,2

4.080

4,1

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.298

17,0

2.295

2,7

Spandau

2.101

19,9

2.099

3,4

Steglitz-Zehlendorf

2.429

19,3

2.423

3,5

Tempelhof-Schöneberg

2.729

21,3

2.724

3,5

Neukölln

2.689

20,2

2.683

2,7

Treptow-Köpenick

2.082

18,3

2.080

3,5

Marzahn-Hellersdorf

2.547

21,6

2.539

4,5

Lichtenberg

2.497

19,5

2.498

4,4

Reinickendorf

2.212

21,5

2.212

1,9

Berlin gesamt

30.800

19,5

30.752

3,3

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

115

Tabelle 4.53:
Anzahl bisher in Anspruch genommener Therapiebereiche durch die Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner
Bezirken (Wohnbezirk) 2017 - Angaben in %
Anzahl der Therapiebereiche
Bezirk

n=

Kinder ohne bisherige
Therapie

1

2

3-4

Mitte

2.790

75,6

17,3

5,8

1,3

Friedrichshain-Kreuzberg

2.350

73,4

19,9

5,3

1,4

Pankow

4.088

67,3

23,6

6,8

2,3

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.299

75,0

19,1

4,7

1,2

Spandau

2.103

70,9

20,5

6,4

2,2

Steglitz-Zehlendorf

2.430

69,3

22,5

6,3

2,0

Tempelhof-Schöneberg

2.733

69,6

21,9

6,7

1,8

Neukölln

2.691

71,9

19,0

7,7

1,3
2,1

Treptow-Köpenick

2.086

70,5

22,0

5,5

Marzahn-Hellersdorf

2.551

69,1

20,5

7,3

3,0

Lichtenberg

2.498

70,1

21,4

6,2

2,2

Reinickendorf

2.215

69,5

23,0

5,9

1,5

Berlin gesamt

30.834

70,9

21,0

6,3

1,9

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

116

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Zeitreihen zur Inanspruchnahme von Therapien
Tabelle 4.54:
Zeitreihe bisherige Inanspruchnahme von Physiotherapie und Ergotherapie durch die Kinder bei den Einschulungsuntersuchungen
in Berlin 2016 bis 2017 - Angaben in %
Art der Behandlung
Jahr

n=

Physiotherapie

n=

Ergotherapie

2016

27.496

6,5

27.517

8,7

2017

30.777

7,0

30.793

9,7

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Tabelle 4.55:
Zeitreihe bisherige Inanspruchnahme von Logopädie und Psychotherapie durch die Kinder bei den Einschulungsuntersuchungen in
Berlin 2016 bis 2017 - Angaben in %
Art der Behandlung
Jahr

n=

Logopädie

n=

Psychotherapie

2016

27.527

18,7

27.473

2,9

2017

30.800

19,5

30.752

3,3

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Tabelle 4.56:
Zeitreihe Anzahl bisher in Anspruch genommener Therapiebereiche durch die Kinder bei den Einschulungsuntersuchungen in
Berlin 2016 bis 2017 - Angaben in %
Anzahl der Therapiebereiche
Jahr

n=

Kinder ohne bisherige
Therapie

1

2

3-4

2016

27.564

72,4

20,3

5,7

1,6

2017

30.834

70,9

21,0

6,3

1,9

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Für alle Therapiearten ist ein dezenter Anstieg der Inanspruchnahme von 2016 zu 2017 zu beobachten.
Inwieweit es sich hier um einen echten Trend oder die jährliche Schwankungsbreite handelt, müssen die
Auswertungen der kommenden Jahre zeigen.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

117

5 Soziales Umfeld und soziale
Integration
Auf der Basis des ganzheitlichen Gesundheitsbegriffs, der körperliche, seelische und soziale Aspekte
einbezieht, werden im Rahmen der Einschulungsuntersuchungen auch Daten zum sozialen Umfeld der
Kinder erfasst wie Eckdaten zur familiären Situation, Besuch einer Kindertageseinrichtung und
Kenntnisse der deutschen Sprache bei Kindern nichtdeutscher Herkunft und den sie begleitenden
Elternteilen als eine Voraussetzung für erfolgreiche Integration. Dem Kita-Besuch kommt dabei neben
seinem Beitrag zur sozialen Integration eine wichtige Rolle als Zugangsweg für Maßnahmen der
Gesundheitsförderung, Prävention und Intervention zu.

5.1

Eckdaten der familiären Situation

Methodik
Erfassung der Eckdaten der familiären Situation
Bei der Einschulungsuntersuchung werden folgende Eckdaten der familiären Situation von den Eltern
erfragt: familiärer Lebensmittelpunkt des Kindes, Anzahl der im Haushalt des Kindes lebenden
Erwachsenen und Kinder. Der familiäre Lebensmittelpunkt gibt an, bei wem das Kind im Alltag lebt.
Methodisches Vorgehen von 2005 bis 2008
Es wurden die bei den Einschulungsuntersuchungen erhobenen Variablen zur familiären Situation in
ihrer ursprünglichen Ausprägung berichtet. Der familiäre Lebensmittelpunkt wurde in fünf Kategorien
erfragt: Eltern, allein erziehende Mutter, allein erziehender Vater, allein erziehende Mutter und Vater,
anderswo (z. B. Heim, Großeltern). Die Kategorien wurden so berichtet, wie sie erfragt wurden.
Methodisches Vorgehen von 2009 bis 2015
Im Zuge der Auswertungen zum Spezialbericht 2011-1 (a. a. O.) wurde aufgrund von Ergebnissen der
Faktorenanalyse ein Merkmal Familienkonstellation aus einer Kombination des familiären
Lebensmittelpunktes und der Anzahl der Erwachsenen im Haushalt entwickelt, welches in den
Auswertungen der Daten 2009 erstmalig in die Grundauswertung aufgenommen wurde.
Hierfür wurden die drei Gruppen Alleinerziehender (allein erziehende Mutter, allein erziehender Vater,
allein erziehende Mutter und Vater) zusammengefasst und danach unterschieden, ob im Haushalt eine
erwachsene Person oder mehr als eine erwachsene Person lebt. In Abweichung zum Spezialbericht
2011-1 wurden dabei Kinder mit fehlenden Angaben zur Zahl der Erwachsenen im Haushalt dennoch
einer der Gruppen zugeordnet, wenn dies eindeutig möglich war (Eltern, anderswo).
Da die geringfügig anders gruppierten Angaben zum familiären Lebensmittelpunkt gegenüber dem
Merkmal Familienkonstellation keinen wesentlichen Erkenntniszuwachs erbringen, wurden sie nicht
zusätzlich in Tabellen ausgewiesen. Die Verhältnisse der Größenordnung in den Kategorien „allein
erziehende Mutter“, „allein erziehender Vater“ und „allein erziehende Mutter und Vater“ blieben über die
Jahre konstant.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

118

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Aktuelles methodisches Vorgehen (seit 2016)
Im Elternfragebogen werden nach wie vor die fünf Ausprägungen zum Lebensmittelpunkt des Kindes
Eltern, allein erziehende Mutter, allein erziehender Vater, allein erziehende Mutter und Vater, anderswo
(z. B. Heim, Großeltern) erfragt. Die bereits für die bisherigen Grundauswertungen vorgenommene
Gruppierung wird nun bereits bei der Erfassung der Daten für die Gesundheitsberichterstattung
vorgenommen. Hierfür werden die drei Gruppen Alleinerziehender (allein erziehende Mutter, allein
erziehender Vater, allein erziehende Mutter und Vater) zusammengefasst.
Die Angaben zu allein erziehenden Elternteilen werden wie bisher danach unterschieden, ob im Haushalt
eine erwachsene Person oder mehr als eine erwachsene Person lebt.
In den Ergebnistabellen werden wie bisher die oberen Kategorien für die Anzahl der Erwachsenen bzw.
die Anzahl der Kinder im Haushalt zu jeweils einer zusammengefasst (4 und mehr Erwachsene, 5 und
mehr Kinder), da die Häufigkeit der Nennungen der Einzelkategorien sehr gering ist.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

119

Eckdaten der familiären Situation nach Geschlecht, sozialer Lage und
Migrationsmerkmalen
Tabelle 5.1:
Familienkonstellation der Kinder gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und Migrationsmerkmalen bei der
Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %
Familienkonstellation
Merkmal

n=

insgesamt

Eltern

allein erziehend
1 Erwachsene/r

allein erziehend
2 oder mehr

anderswo

Erwachsene

30.221

77,7

17,0

4,5

0,8

Jungen

15.758

77,8

16,8

4,5

0,9

Mädchen

14.463

77,6

17,2

4,5

0,7

untere Statusgruppe

4.489

64,9

26,5

7,1

1,5

mittlere Statusgruppe

12.521

74,7

19,5

5,5

0,4

obere Statusgruppe

10.213

88,6

8,9

2,2

0,3

26.988

76,9

17,6

4,6

0,8

3.060

84,2

11,7

3,5

0,7

Geschlecht

Soziale Lage

1

Geburt in Deutschland

2

ja
nein
Migrationshintergrund

3

16.032

75,2

18,5

5,3

1,0

ja, einseitig

4.926

80,1

16,0

3,5

0,4

ja, beidseitig

9.094

81,0

14,9

3,6

0,4

deutsch

16.032

75,2

18,5

5,3

1,0

türkisch

2.333

86,6

10,7

2,4

0,3

arabisch

2.460

87,1

10,4

2,0

0,5

osteuropäisch

4.778

78,8

16,7

4,1

0,4

aus westl. Industriestaaten

1.864

82,4

14,3

2,9

0,4

aus sonstigen Staaten

2.585

71,5

22,3

5,7

0,5

16.032

75,2

18,5

5,3

1,0

7.624

80,1

16,2

3,3

0,3

2.641

81,4

15,1

*

*

3.463

82,1

13,5

4,2

0,2

nein

Herkunft

3,4

Migration/Deutschkenntnisse

4,5

Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/
(sehr) gute Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
1

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 9,9 % der Fälle (n = 2.998).

2

Fehlende Angaben zu Geburt in Deutschland in 0,6 % der Fälle (n = 173).

3

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund/ Herkunft in 0,6 % der Fälle (n = 169).

4

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

5

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil
in 1,5 % der Fälle (n = 461).

* Zelle aus Gründen statistischer Geheimhaltung gesperrt.
(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

120

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle 5.2:
Anzahl der Erwachsenen im Haushalt der Kinder gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und Migrationsmerkmalen bei der
Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %
Anzahl Erwachsener im Haushalt
Merkmal

n=

1

2

29.855

17,5

77,6

3,2

1,7

Jungen

15.559

17,3

77,8

3,2

1,7

Mädchen

14.296

17,7

77,3

3,2

1,7

untere Statusgruppe

4.464

27,2

64,8

4,7

3,2

mittlere Statusgruppe

12.493

19,7

75,6

3,4

1,4

obere Statusgruppe

10.194

9,1

87,6

2,2

1,0

insgesamt

3

4 und mehr

Geschlecht

Soziale Lage

1

Geburt in Deutschland

2

ja
nein

26.736

18,1

77,2

3,2

1,6

2.962

12,5

81,5

3,8

2,3

Migrationshintergrund3
15.928

19,0

77,7

2,4

1,0

ja, einseitig

4.893

16,3

78,7

3,5

1,6

ja, beidseitig

8.879

15,5

76,9

4,6

2,9

nein

Herkunft

3,4

deutsch

15.928

19,0

77,7

2,4

1,0

türkisch

2.306

10,9

78,9

6,0

4,2

arabisch

2.357

11,1

81,6

4,1

3,2

osteuropäisch

4.709

17,2

76,7

4,2

2,0

aus westl. Industriestaaten

1.852

14,6

81,1

2,8

1,5

aus sonstigen Staaten

2.548

23,0

71,5

3,8

1,8

15.928

19,0

77,7

2,4

1,0

7.574

16,5

78,2

3,6

1,7

2.577

15,6

76,3

4,5

3,6

3.337

14,2

77,7

5,2

3,0

Migration/Deutschkenntnisse

4,5

Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/
(sehr) gute Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
1

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 9,1 % der Fälle (n = 2.704).

2

Fehlende Angaben zu Geburt in Deutschland in 0,5 % der Fälle (n = 157).

3

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund/ Herkunft in 0,5 % der Fälle (n = 155).

4

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

5

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil
in 1,5 % der Fälle (n = 439).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

121

Tabelle 5.3:
Anzahl der Kinder im Haushalt gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und Migrationsmerkmalen bei der
Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %
Anzahl Kinder im Haushalt
Merkmal

n=

1

2

3

29.855

25,7

48,3

17,6

5,7

2,6

Jungen

15.559

25,7

48,5

17,7

5,5

2,6

Mädchen

14.296

25,7

48,1

17,5

6,0

2,6

insgesamt

4

5 und mehr

Geschlecht

Soziale Lage

1

untere Statusgruppe

4.464

17,7

33,9

25,7

14,2

8,5

mittlere Statusgruppe

12.493

31,3

47,6

15,5

4,2

1,5

obere Statusgruppe

10.194

23,6

58,0

15,1

2,9

0,5

26.736

26,2

49,3

17,1

5,2

2,3

2.962

21,9

40,1

22,0

10,3

5,6

Geburt in Deutschland2
ja
nein
Migrationshintergrund

3

15.928

29,6

51,6

14,1

3,4

1,3

ja, einseitig

4.893

23,6

50,3

18,6

5,6

2,0

ja, beidseitig

8.879

19,9

41,6

23,2

10,0

5,3

deutsch

15.928

29,6

51,6

14,1

3,4

1,3

türkisch

2.306

15,7

44,9

26,4

9,7

3,3

arabisch

2.357

10,9

30,9

31,1

16,8

10,4

osteuropäisch

4.709

25,8

46,9

17,4

6,2

3,7

aus westl. Industriestaaten

1.852

23,8

55,5

16,0

4,2

0,6

aus sonstigen Staaten

2.548

25,2

45,5

20,2

6,6

2,5

15.928

29,6

51,6

14,1

3,4

1,3

7.574

23,4

49,6

18,8

5,8

2,3

2.577

19,5

42,0

23,6

9,8

5,1

3.337

17,6

36,2

26,0

13,0

7,2

nein

Herkunft

3,4

Migration/Deutschkenntnisse

4,5

Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/
(sehr) gute Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
1

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 9,1 % der Fälle (n = 2.704).

2

Fehlende Angaben zu Geburt in Deutschland in 0,5 % der Fälle (n = 157).

3

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund/ Herkunft in 0,5 % der Fälle (n = 155).

4

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

5

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil
in 1,5 % der Fälle (n = 439).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

122

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Räumliche Verteilung der Eckdaten der familiären Situation
Tabelle 5.4:
Familienkonstellation der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2017 - Angaben in %
Familienkonstellation
Bezirk

n=

allein erziehend

Eltern

1 Erwachsene/r

allein erziehend
2 oder mehr

anderswo

Erwachsene

Mitte

2.974

81,8

14,0

3,9

0,3

Friedrichshain-Kreuzberg

2.283

80,9

15,5

3,3

0,2

Pankow

3.953

81,0

15,5

2,7

0,8

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.250

81,1

14,9

3,1

0,9

Spandau

2.061

73,1

20,3

5,7

1,0

Steglitz-Zehlendorf

2.403

83,2

13,0

3,1

0,7

Tempelhof-Schöneberg

2.686

79,2

16,0

3,8

1,0

Neukölln

2.559

81,1

14,6

3,7

0,6

Treptow-Köpenick

2.055

75,0

17,8

6,5

0,7

Marzahn-Hellersdorf

2.481

67,1

24,1

7,4

1,4

Lichtenberg

2.396

69,2

22,0

7,8

0,9

Reinickendorf

2.120

75,2

18,7

4,9

1,2

Berlin gesamt

30.221

77,7

17,0

4,5

0,8

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Tabelle 5.5:
Anzahl Erwachsener im Haushalt der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2017
- Angaben in %
Anzahl Erwachsener im Haushalt
Bezirk

n=

1

2

3

4 und mehr

Mitte

2.914

14,3

79,1

4,0

2,5

Friedrichshain-Kreuzberg

2.264

15,9

78,3

3,5

2,3

Pankow

3.920

16,0

80,7

2,6

0,7

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.232

15,4

80,7

2,9

1,0

Spandau

2.038

20,9

73,7

3,4

2,1

Steglitz-Zehlendorf

2.377

13,5

82,2

2,7

1,6

Tempelhof-Schöneberg

2.672

16,5

77,7

3,6

2,1

Neukölln

2.491

15,1

78,0

4,4

2,5

Treptow-Köpenick

2.040

18,2

77,5

2,9

1,3

Marzahn-Hellersdorf

2.434

25,0

70,9

3,0

1,2

Lichtenberg

2.375

22,6

73,6

2,9

0,9

Reinickendorf

2.098

19,3

75,6

3,1

2,0

Berlin gesamt

29.855

17,5

77,6

3,2

1,7

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

123

Tabelle 5.6:
Anzahl der Kinder im Haushalt bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2017 - Angaben in %
Anzahl Kinder im Haushalt
Bezirk

n=

1

2

3

4

5 und mehr

Mitte

2.914

23,0

44,5

20,2

8,1

4,1

Friedrichshain-Kreuzberg

2.264

23,7

49,7

18,1

6,0

2,5

Pankow

3.920

27,6

54,4

13,8

3,3

0,9

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.232

27,7

49,6

16,5

4,4

1,7

Spandau

2.038

25,0

43,3

19,8

8,1

3,9

Steglitz-Zehlendorf

2.377

21,9

54,3

18,1

4,2

1,5

Tempelhof-Schöneberg

2.672

25,6

48,5

18,1

5,7

2,2

Neukölln

2.491

21,2

42,4

22,3

8,8

5,3

Treptow-Köpenick

2.040

31,0

49,4

13,2

4,1

2,4

Marzahn-Hellersdorf

2.434

28,6

47,1

16,7

5,2

2,3

Lichtenberg

2.375

29,9

48,9

15,5

3,7

1,9

Reinickendorf

2.098

23,1

44,1

20,7

8,2

3,9

Berlin gesamt

29.855

25,7

48,3

17,6

5,7

2,6

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Zeitreihen zu den Eckdaten der familiären Situation
Tabelle 5.7:
Zeitreihe Familienkonstellation der Kinder bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin 2005 bis 2017 - Angaben in %
Familienkonstellation
Jahr

1

n=

Eltern

allein erziehend
1 Erwachsene/r

allein erziehend
2 oder mehr

anderswo

Erwachsene

2005

26.801

68,9

24,4

5,9

0,8

2006

26.603

71,4

22,4

5,3

0,9

2007

25.577

71,5

21,8

5,8

0,8

2008

25.541

72,1

21,6

5,5

0,8

2009

25.670

72,2

21,5

5,5

0,8

2010

26.758

73,2

20,4

5,5

0,9

2011

26.379

73,7

20,2

5,3

0,9

2012

27.179

74,1

19,7

5,2

1,0

20131

29.488

74,8

19,1

5,3

0,9

2014

30.375

75,1

18,8

5,1

1,0

2015

30.465

76,3

18,0

4,7

0,9

2016

27.502

77,6

17,1

4,4

0,9

2017

30.221

77,7

17,0

4,5

0,8

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die
eingeschulten Kinder.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Der Anteil der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung, die mit beiden Eltern zusammen leben, hat sich
im Zeitraum von 2005 bis 2017 kontinuierlich erhöht (vgl. Tabelle 5.7). Zurückgegangen ist der Anteil der
Kinder, die bei einem allein erziehenden Elternteil leben, und zwar vor allem derjenigen mit nur einer
erwachsenen Person im Haushalt. Der Anteil der Kinder, die anderswo leben, ist im Wesentlichen
unverändert.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

124

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle 5.8:
Zeitreihe Anzahl Erwachsener im Haushalt der Kinder bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin 2005 bis 2017
- Angaben in %
Anzahl Erwachsener im Haushalt
Jahr

n=

2

3

4 und mehr

2005

26.493

24,9

71,4

2,7

0,9

2006

26.338

22,9

73,2

3,0

1,0

2007

25.342

22,3

72,6

3,5

1,7

2008

25.310

22,1

73,0

3,3

1,6

2009

25.746

21,7

72,9

3,6

1,8

2010

26.534

20,9

73,8

3,5

1,9

2011

26.123

20,7

74,5

3,3

1,6

2012

26.896

20,2

74,8

3,3

1,7

2013

29.144

19,6

75,3

3,5

1,6

2014

30.030

19,3

75,9

3,1

1,6

2015

30.098

18,6

76,6

3,3

1,6

2016

27.123

17,7

77,2

3,2

1,9

2017

29.855

17,5

77,6

3,2

1,7

1

1

1

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die
eingeschulten Kinder.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Parallel zum Rückgang des Anteils der Kinder, die bei Alleinerziehenden leben, ist auch der Anteil der
Kinder in Haushalten mit nur einem Erwachsenen von 2005 bis 2017 gesunken (vgl. Tabelle 5.8).
Dagegen ist der Anteil der Kinder in Haushalten mit zwei, aber auch mit mehr als zwei Erwachsenen,
leicht angestiegen.
Tabelle 5.9:
Zeitreihe Anzahl der Kinder im Haushalt bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin 2005 bis 2017 - Angaben in %
Anzahl Kinder im Haushalt
Jahr

n=

2

3

4

5 und mehr

2005

26.492

33,2

45,2

14,6

4,7

2,4

2006

26.338

31,1

45,3

15,7

5,0

3,0

2007

25.342

31,0

44,8

16,0

5,2

3,1

2008

25.309

30,8

45,6

15,8

5,1

2,7

2009

25.747

29,5

46,0

16,2

5,3

3,0

2010

26.529

28,8

46,1

16,4

5,8

3,0

2011

26.122

28,2

46,3

16,9

5,7

3,0

2012

26.896

27,6

46,6

17,3

5,6

2,9

2013

29.144

27,1

47,2

17,2

5,6

2,9

2014

30.030

27,4

47,6

17,2

5,1

2,6

2015

30.099

26,5

48,1

17,4

5,4

2,7

2016

27.123

25,2

47,8

18,2

5,9

3,0

2017

29.855

25,7

48,3

17,6

5,7

2,6

1

1

1

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die
eingeschulten Kinder.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Der Anteil der untersuchten Kinder, die ohne Geschwisterkind aufwachsen, ist von 2005 bis 2016
zurückgegangen, während entsprechend der Anteil der Kinder mit Geschwistern angestiegen ist (vgl.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

125

Tabelle 5.9). In 2017 ist ein diskreter Anstieg von 0,5 Prozentpunkten im Anteil der Einzelkinder zu
beobachten. Ob dies ein echter Trend ist oder eine kleine jährliche Schwankung, kann erst im Verlauf der
nächsten Jahre beurteilt werden.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

126

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

5.2

Besuch von Kindertageseinrichtungen

Methodik

Im Rahmen der Einschulungsuntersuchungen wird der Besuch von Betreuungseinrichtungen sowie
dessen Dauer erhoben.
Methodisches Vorgehen bis 2008
Von den Eltern wurde die Kitabesuchsdauer ihres Kindes in Monaten und Jahren erfragt und dabei nach
„Kita/Eltern-Initiativ-Kita (EKT)“ und „anderen Einrichtungen“ unterschieden. Die Dauer des Besuchs bis
zum Zeitpunkt der Einschulungsuntersuchung wurde somit monatsgenau ermittelt. Bei
Einrichtungswechseln wurden die jeweiligen Besuchszeiten zu einer Gesamtzeit addiert, die für die
Berichterstattung nach Zeiträumen gestaffelt in vier Gruppen unterteilt wurde: Kinder ohne
Einrichtungsbesuch, mit einer Betreuungsdauer von weniger als einem halben Jahr, ½ bis 2 Jahren und
länger als 2 Jahren.
Methodisches Vorgehen von 2009 bis 2015
Die Erhebung der Kitabesuchsdauer an sich ist im Vergleich zum Vorgehen vor 2009 gleich geblieben.
Allerdings wurde seit 2009 nicht mehr zwischen den Betreuungsformen „Kita/EKT“ und „andere
Einrichtung“ unterschieden. Da in den Jahren zuvor die Betreuungszeiten in den beiden
Einrichtungsformen addiert und als Kita-Besuchsdauer ausgewiesen wurden, wurde von einer
unveränderten Datenlage ausgegangen.
Aktuelles methodisches Vorgehen (seit 2016)
Mit dem Untersuchungsjahrgang 2016 wird von den Eltern das monatsgenaue Datum des Beginns des
Kita-Besuchs erfragt und die Kitabesuchsdauer bis zur Einschulungsuntersuchung aus diesem Datum und
dem monatsgenauen Datum der Untersuchung berechnet. Hierdurch kann es im Vergleich zu den
Vorjahren zu kleineren Veränderungen kommen. Zum einen kann nicht ausgeschlossen werden, dass in
den Vorjahren die Eltern die Angaben zum Zeitpunkt des Ausfüllens des Fragebogens eingetragen haben
(z. B. im Rahmen der Online-Terminvereinbarung) und somit in den Fällen eine um wenige Monate
kürzere Besuchsdauer ermittelt wurde. Des Weiteren entfallen potentielle Rundungen der
Kitabesuchsdauer auf halbe und ganze Jahre mit der Umstellung. Im Vergleich der Kitabesuchsdauer in
Monaten zwischen 2015 und 2016 zeigt sich, dass sich durch die Umstellung eine leichte Verschiebung
hin zur Kategorie > 2 Jahre ergibt, was am ehesten auf den Wegfall von Rundungseffekten
zurückzuführen ist. Darüber hinaus kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich der Recall-Bias
unterscheidet, wenn nach Dauer des bisherigen Besuchs bzw. Zeitpunkt des Besuchsbeginns gefragt
wird. Es wird jedoch angenommen, dass der Zeitpunkt besser erinnert werden kann und
Berechnungsungenauigkeiten dadurch verringert werden.
Die vier Kategorien für die Berichterstattung Kinder ohne Einrichtungsbesuch, mit einer Betreuungsdauer
von weniger als einem halben Jahr, ½ bis 2 Jahren und länger als 2 Jahren bleiben unverändert erhalten.
Aufgrund der seit 2016 veränderten Erfassung (Datum des Kitabesuchsbeginns statt Dauer des
Kitabesuchs) ist es möglich auch die Dauer des Kitabesuchs bei Schulbeginn zu extrapolieren, wenn man
davon ausgeht, dass der begonnene Kitabesuch bis zum Schulbeginn fortgesetzt wird. Da sich die
Einschulungsuntersuchungen aufgrund der großen Zahl der zu untersuchenden Kinder auf den Zeitraum
eines ganzen Jahres erstrecken, ergeben sich auf der individuellen Ebene deutliche Unterschiede
zwischen der Kitabesuchsdauer zum Zeitpunkt der Einschulungsuntersuchung und der Dauer, die das
Kind zu Beginn des Schulbesuchs in der Kita verbracht haben wird. Betrachtet man die Veränderungen

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

127

auf der Bevölkerungsebene in den vier Auswertungskategorien, ergeben sich jedoch nur geringe,
erwartbare Veränderungen, die daher nachfolgend nicht tabellarisch dargestellt sind. Der Anteil der
Kinder mit einem kurzen Kitabesuch von unter einem halben Jahr sinkt von 1,5 % auf 0,2 %, wohingegen
der Anteil der Kinder mit einem Kitabesuch von einem halben bis zwei Jahren um 0,1 Prozentpunkt (auf
6,2 %) und der Anteil der Kinder mit einem Kitabesuch von mehr als zwei Jahren um 1,2 Prozentpunkte
(auf 90,5 %) ansteigt. Der Anteil der Kinder ohne Kitabesuch bleibt konstant, da zu diesen Kindern im
Rahmen der Einschulungsuntersuchung keine gesicherten Erkenntnisse erhoben werden können, ob und
wann diese in der verbleibenden Zeit zwischen Einschulungsuntersuchung und Schulbeginn noch ein Kita
besuchen werden oder nicht.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

128

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Kita-Besuchsdauer nach Geschlecht, sozialer Lage und Migrationsmerkmalen
Tabelle 5.10:
Dauer des Kita-Besuchs der Kinder gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und Migrationsmerkmalen bei der
Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %
Kita-Besuchsdauer
Merkmal

n=

insgesamt

kein Besuch

< 1/2 Jahr

1/2 bis 2 Jahre

> 2 Jahre

30.613

3,1

1,5

6,1

89,3

Jungen

15.938

3,1

1,6

6,0

89,4

Mädchen

14.675

3,2

1,3

6,2

89,2

untere Statusgruppe

4.345

8,6

3,8

14,4

73,1

mittlere Statusgruppe

12.390

1,5

0,9

4,3

93,3

obere Statusgruppe

10.167

0,5

0,4

2,5

96,6

Geschlecht

Soziale Lage

1

Geburt in Deutschland

2

ja
nein
Migrationshintergrund

27.387

1,2

0,4

3,4

94,9

3.071

19,0

10,7

29,0

41,3

3

16.278

0,9

0,2

2,1

96,8

ja, einseitig

4.977

1,1

0,6

3,2

95,1

ja, beidseitig

9.177

8,1

4,1

14,6

73,2

deutsch

16.278

0,9

0,2

2,1

96,8

türkisch

2.367

1,6

0,7

6,0

91,7

arabisch

2.448

13,9

7,2

19,5

59,4

osteuropäisch

4.874

5,6

2,5

11,3

80,6

aus westl. Industriestaaten

1.883

1,6

1,3

4,1

92,9

aus sonstigen Staaten

2.582

4,5

2,7

9,8

83,0

16.278

0,9

0,2

2,1

96,8

7.698

1,0

0,5

4,1

94,5

2.652

2,6

1,7

11,0

84,7

3.512

18,0

8,8

23,9

49,3

nein

Herkunft

3,4

Migration/Deutschkenntnisse

4,5

Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/
(sehr) gute Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
1

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 12,1 % der Fälle (n = 3.711).

2

Fehlende Angaben zu Geburt in Deutschland in 0,5 % der Fälle (n = 155).

3

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund/ Herkunft in 0,6 % der Fälle (n = 181).

4

Angaben zu den Kindern nichtdeutscher Herkunft beinhalten Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

5

Fehlende Angaben zu Migrationshintergrund und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil
in 1,5 % der Fälle (n = 473).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

129

Räumliche Verteilung der Kita-Besuchsdauer
Tabelle 5.11:
Dauer des Kita-Besuchs der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2017 - Angaben in %
Kita-Besuchsdauer
Bezirk

n=

kein Besuch

< 1/2 Jahr

1/2 bis 2 Jahre

> 2 Jahre

Mitte

3.073

4,8

2,1

8,4

84,7

Friedrichshain-Kreuzberg

2.316

1,9

1,3

3,7

93,0

Pankow

4.084

0,7

0,8

3,4

95,1

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.222

3,9

2,2

6,3

87,7

Spandau

2.042

6,3

1,7

9,4

82,6

Steglitz-Zehlendorf

2.399

1,6

1,4

4,8

92,2

Tempelhof-Schöneberg

2.705

2,9

1,7

6,7

88,7

Neukölln

2.686

3,5

1,3

7,9

87,3

Treptow-Köpenick

2.071

3,0

1,5

3,7

91,8

Marzahn-Hellersdorf

2.473

3,7

0,8

6,3

89,1

Lichtenberg

2.406

2,9

1,1

6,1

89,9

Reinickendorf

2.136

4,1

2,1

7,9

85,9

Berlin gesamt

30.613

3,1

1,5

6,1

89,3

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

130

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Zeitreihe zur Kita-Besuchsdauer
Tabelle 5.12:
Zeitreihe Dauer des Kita-Besuchs der Kinder bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin 2005 bis 2017 - Angaben in %
Kita-Besuchsdauer
Jahr

1

n=

kein Besuch

< 1/2 Jahr

1/2 bis 2 Jahre

> 2 Jahre

2005

27.070

3,1

1,4

14,3

81,2

2006

26.951

3,7

1,2

13,2

81,9

2007

25.971

3,3

1,1

10,8

84,8

2008

26.067

2,7

0,8

9,9

86,6

2009

26.459

2,8

0,8

9,6

86,8

2010

27.084

2,2

0,7

9,2

88,0

2011

26.852

1,7

0,5

8,6

89,2

2012

27.697

2,1

0,7

8,5

88,7

20131

30.023

2,0

0,8

9,5

87,8

2014

30.952

2,0

0,9

9,6

87,5

2015

31.140

2,3

1,1

9,6

87,0

2016

27.813

3,7

1,4

6,6

88,3

2017

30.613

3,1

1,5

6,1

89,3

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die
eingeschulten Kinder.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Im Zeitraum von 2005 bis 2011 hat ein zunehmend größerer Anteil der Kinder zum Zeitpunkt der
Einschulungsuntersuchung die Kita bereits mehr als zwei Jahre besucht, wogegen die Anteile der Kinder
mit kürzerem Kitabesuch oder ohne Kitabesuch zurückgegangen sind (vgl. Tabelle 5.12). Diese
Entwicklung ist sicherlich auch von der sukzessiven Einführung kostenloser Kitajahre vor dem
Schulbesuch in Berlin beeinflusst. Von 2012 bis 2015 ist ein kontinuierlicher leichter Rückgang der Kinder
mit mehr als zwei Jahren Kitabesuch zu verzeichnen. Dem Rückgang von 2012 zu 2013 steht eine
Zunahme des Anteil der Kinder mit einem Kitabesuch zwischen einem halben und zwei Jahren Dauer
gegenüber. Dies wird am ehesten auf den Methodenwechsel der Datenbasis zurückzuführen sein, da seit
2013 die im Vorjahr zurückgestellten Kinder, die aufgrund der Zurückstellung eine längere
Kitabesuchsdauer aufweisen, nicht mehr im Datensatz enthalten sind.
Der Anstieg von 2015 zu 2016 im Anteil der Kinder mit einer längeren als zweijährigen Kitabesuchsdauer
und ein Teil des gleichzeitigen Rückgangs im Anteil der Kinder mit einer Kitabesuchsdauer von 6 Monaten
bis 2 Jahre ist am ehesten methodisch bedingt (vgl. Ausführungen zur Methodik). Von 2016 zu 2017 ist
der Anteil der Kinder mit einem Kitabesuch von mehr als zwei Jahre um einen Prozentpunkt leicht
gestiegen, korrespondierend der Anteil der Kinder mit einem kürzeren Kitabesuch von einem halben bis
zwei Jahre sowie der Anteil der Kinder ohne Kitabesuch um jeweils 0,5 Prozentpunkte leicht gesunken.
Die leichte Zunahme im Anteil der Kinder mit keinem oder kurzem Kitabesuch von 2013 bis 2016 lässt
sich mit einem Rückgang in der Kitabesuchsdauer von Kindern mit Migrationshintergrund erklären, da
Kinder aus kürzlich zugewanderten Familien naturgemäß eine kürzere Kitabesuchsdauer aufweisen. Die
in 2017 tendenziell wieder sinkenden Anteile sind bei stark rückläufiger Zuwanderung am ehesten auf die
Gruppe der in den Vorjahren zugewanderten Kinder zurückzuführen, die mit längerer Aufenthaltsdauer
auch die Möglichkeit eines (längeren) Kitabesuchs haben. Dies zeigt sich am Anteil der nicht in
Deutschland geborenen Kinder ohne Kitabesuch, der von 25,2 % in 2016 auf 19,0 % in 2017 gesunken ist.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

5.3

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

131

Deutsche Sprachkenntnisse und Familiensprachen

Methodik deutsche Sprachkenntnisse bei Kindern nichtdeutscher Herkunft

Die deutschen Sprachkenntnisse der Kinder nichtdeutscher Herkunft werden von den untersuchenden
Ärztinnen und Ärzten eingeschätzt. Ziel dieser Einschätzung ist es, für alle Kinder mit Deutsch als
Zweitsprache Informationen darüber zu gewinnen, wie weit sie sich die deutsche Sprache als
unabdingbare Voraussetzung für Integration, gesellschaftliche Teilhabe und einen erfolgreichen
Schulbesuch vor Schulbeginn bereits angeeignet haben.
Diese Erfassung deutscher Sprachkenntnisse von Kindern nichtdeutscher Herkunft ist abzugrenzen von
der Sprachstandserhebung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Die
Sprachstandserhebung verfolgt das Ziel, Förderbedarf bezüglich der deutschen Sprache unabhängig von
der Herkunft der Kinder bereits ein Jahr vor dem Schulbesuch festzustellen und geeignete Maßnahmen
einzuleiten. Im Gegensatz dazu werden in der Einschulungsuntersuchung die deutschen
Sprachkenntnisse der Kinder nichtdeutscher Herkunft anhand ihrer sprachlichen Äußerungen im Verlauf
der Untersuchung semiquantitativ eingeschätzt.
Erfassung der Deutschkenntnisse bei Kindern nichtdeutscher Herkunft
38

Mit der Berliner Sprachskala liegt ein standardisiertes Verfahren vor, das im Jahr 2005 in das
Testinstrument S-ENS (Screening des Entwicklungsstandes bei Einschulungsuntersuchungen)

39

aufgenommen wurde. Die Skala erfasst die Verständigungsmöglichkeiten der Kinder in deutscher
Sprache in vier Stufen, die in Tabelle 5.13 dargestellt sind. Sie wurde im Jahr 2009 gegenüber den
Vorjahren in zwei Punkten modifiziert: Zum einen wurde die Stufe 2 umbenannt in „einzelne Worte“
(vorher: „radebrechend“), weil die Formulierung „radebrechend“ als diskriminierend kritisiert wurde.
Zum anderen wurden die ehemaligen Stufen 4 („(sehr) gut, aber mit Akzent“) und 5 („akzentfrei“) zur
neuen Stufe 4 („(sehr) gut“) zusammengefasst, weil das Vorhandensein eines Akzents nichts über die
Deutschkenntnisse aussagt, auch wenn ein Akzent zur Diskriminierung der Person führen kann.
Tabelle 5.13:
Einteilung der Verständigung in deutscher Sprache bei den
Einschulungsuntersuchungen in Berlin ab 2009
Stufe

1

2

3

4

Wortschatz

Grammatik

Kind spricht...

-

nicht

geringer

keine

einzelne

Wortschatz

Grammatik

Worte

kein
Wortschatz

-

-

grundlegende
Grammatik

gute Grammatik

flüssig mit
erheblichen
Fehlern
(sehr) gut

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Darstellung: SenGPG - I A -)

38

Delekat, D. (2003). Zur gesundheitlichen Lage von Kindern in Berlin. Ergebnisse und Handlungsempfehlungen auf der Basis der
Einschulungsuntersuchungen 2001. Spezialbericht 2003 – 2. Berlin: Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz.

39

Döpfner, M., Dietmair, I., Mersmann, H., Simon, K. & Trost-Brinkhues, G. (2005). S-ENS – Screening des Entwicklungsstandes bei
Einschulungsuntersuchungen. Göttingen: Hogrefe.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

132

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Die vier Stufen sind durch die Kriterien Wortschatz und Grammatik definiert. Stufe 1 wird vergeben, wenn
das Kind sich gar nicht in deutscher Sprache verständigen kann. In Stufe 2 verfügt das Kind über einen
gewissen Wortschatz, mit dem es Zwei- und Mehrwort-Sätze bilden kann, wendet aber noch keine
Grammatik an. Stufe 3 bedeutet, dass das Kind über einen ausreichenden Wortschatz verfügt, um sich in
Deutsch flüssig zu verständigen, aber noch viele grammatische Fehler macht. In Stufe 4 verfügt das Kind
über einen altersgemäßen deutschen Wortschatz und ebenfalls altersgemäß gute Kenntnisse der
deutschen Grammatik.
Für die Auswertungen werden die Kategorien 1 („nicht“) und 2 („einzelne Worte“) zusammengefasst zur
Kategorie „nicht/kaum“, die Kategorie 3 wird als „fehlerhaft“ bezeichnet, die Kategorie 4 bleibt unter der
Bezeichnung „(sehr) gut“ bestehen. In der Ergebnisdarstellung treten somit keine Abweichungen zu den
Vorjahren bis 2008 auf, da dort die Kategorien 4 („gut bis sehr gut, aber mit Akzent“) und 5
(„akzentfrei“) ebenfalls zusammengefasst wurden. Als Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen
(beispielsweise für die Auswertung nach Prognoseräumen) werden die Kinder nichtdeutscher Herkunft
mit weniger als (sehr) guten Deutschkenntnissen (Kategorien 1 bis 3) zusammengefasst.
Nach dem gleichen Schema wie die Deutschkenntnisse des Kindes werden auch die Deutschkenntnisse
der Elternteile, die das Kind zur Untersuchung begleiten, erfasst. Da die Mehrzahl der Kinder von einem
Elternteil begleitet wird, ist hier zusätzlich die Kategorie „hat nicht begleitet“ zu berücksichtigen. Für die
Gruppenbildung zum Merkmal Migrationshintergrund in Verbindung mit Deutschkenntnissen werden als
Deutschkenntnisse der Eltern die Deutschkenntnisse des begleitenden Elternteils herangezogen. Dabei
werden die Stufen 1 bis 3 als unzureichende Deutschkenntnisse gewertet. Haben beide Elternteile das
Kind zur Untersuchung begleitet und die Einschätzung ihrer Deutschkenntnisse differiert, so werden die
Deutschkenntnisse der Mutter herangezogen, weil davon ausgegangen wird, dass in der Mehrzahl der
Familien noch immer die Mutter mehr Zeit mit dem Kind im Sinne eines Sprachvorbildes verbringt.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

133

Deutsche Sprachkenntnisse der Kinder nichtdeutscher Herkunft nach Geschlecht,
sozialer Lage, Migrationsmerkmalen und Kita-Besuchsdauer
Tabelle 5.14:
Deutsche Sprachkenntnisse der Kinder nichtdeutscher Herkunft gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und
Migrationsmerkmalen bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %
Deutsche Sprachkenntnisse
Merkmal

n=

insgesamt

nicht/kaum

1

fehlerhaft

(sehr) gut

14.583

14,0

20,1

65,9

Jungen

7.628

15,2

21,1

63,6

Mädchen

6.955

12,7

18,9

68,3

untere Statusgruppe

3.256

22,9

31,4

45,7

mittlere Statusgruppe

4.998

7,8

18,1

74,1

obere Statusgruppe

3.615

5,8

7,7

86,5

11.347

4,4

19,5

76,2

3.083

47,4

22,1

30,5

Geschlecht

Soziale Lage

2

Geburt in Deutschland

3

ja
nein
Herkunft
türkisch

2.410

6,3

30,0

63,6

arabisch

2.606

29,5

26,5

44,0

osteuropäisch

4.988

14,0

18,8

67,2

aus westl. Industriestaaten

1.907

5,3

6,7

88,0

aus sonstigen Staaten

2.672

12,2

16,9

71,0

1

Angaben beziehen sich auf Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

2

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 18,6 % der Fälle (n = 2.714).

3

Fehlende Angaben zu Geburt in Deutschland in 1,0 % der Fälle (n = 153).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Tabelle 5.15:
Deutsche Sprachkenntnisse der Kinder nichtdeutscher Herkunft nach Kita-Besuchsdauer bei der Einschulungsuntersuchung in
Berlin 2017 - Angaben in %
Deutsche Sprachkenntnisse
Kita-Besuchsdauer

2

n=

nicht/kaum

fehlerhaft

1

(sehr) gut

kein Besuch

793

74,3

12,1

13,6

< 1/2 Jahr

404

71,3

16,1

12,6

1.475

30,7

34,3

35,0

> 2 Jahre

11.360

4,5

18,9

76,6

Gesamt

14.032

13,1

20,1

66,8

1/2 bis 2 Jahre

1

Angaben beziehen sich auf Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

2

Fehlende Angaben zum Kitabesuch in 3,8 % der Fälle (n = 551).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

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134

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Deutsche Sprachkenntnisse der Kinder nichtdeutscher Herkunft in Abhängigkeit
von den deutschen Sprachkenntnissen der begleitenden Eltern
Tabelle 5.16:
Deutsche Sprachkenntnisse der Kinder nichtdeutscher Herkunft nach deutschen Sprachkenntnissen der begleitenden Eltern bei
der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 - Angaben in %
Deutsche Sprachkenntnisse
Elternteil

Deutsche Sprachkenntnisse Kind
n=

nicht/kaum

1

fehlerhaft

(sehr) gut

Mutter2
nicht/kaum

1.745

53,9

30,0

16,1

fehlerhaft

2.212

9,6

44,0

46,4

(sehr) gut

7.210

1,9

9,9

88,2

nicht/kaum

1.037

71,1

20,3

8,7

fehlerhaft

1.366

17,9

43,3

38,8

(sehr) gut

3.204

3,4

12,7

84,0

Vater

3

1

Angaben beziehen sich auf Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

2

Fehlende Angaben zu den Deutschkenntnissen der begleitenden Mutter (inkl. hat nicht begleitet) in 23,4 % der Fälle (n = 3.416).

3

Fehlende Angaben zu den Deutschkenntnissen des begleitenden Vaters (inkl. hat nicht begleitet) in 61,6 % der Fälle (n = 8.976).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Räumliche Verteilung deutscher Sprachkenntnisse der Kinder nichtdeutscher
Herkunft
Tabelle 5.17:
Deutsche Sprachkenntnisse der Kinder nichtdeutscher Herkunft bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken
(Wohnbezirk) 2017 - Angaben in %
Deutsche Sprachkenntnisse1
Bezirk

1

n=

nicht/kaum

fehlerhaft

(sehr) gut

Mitte

2.243

13,5

23,5

63,0

Friedrichshain-Kreuzberg

1.273

11,2

20,5

68,3

Pankow

1.123

9,6

6,0

84,4

Charlottenburg-Wilmersdorf

1.377

15,0

11,9

73,1

Spandau

1.151

15,9

21,2

62,9

Steglitz-Zehlendorf

1.000

11,1

13,0

75,9

Tempelhof-Schöneberg

1.453

12,8

18,4

68,8

Neukölln

1.783

12,1

37,3

50,6

Treptow-Köpenick

442

23,1

14,3

62,7

Marzahn-Hellersdorf

721

19,8

20,5

59,6

Lichtenberg

903

21,5

27,7

50,8

Reinickendorf

1.114

13,7

12,7

73,5

Berlin gesamt

14.583

14,0

20,1

65,9

Angaben beziehen sich auf Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

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Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

135

Zeitreihe zu deutschen Sprachkenntnissen der Kinder nichtdeutscher Herkunft
Tabelle 5.18:
Zeitreihe deutsche Sprachkenntnisse der Kinder nichtdeutscher Herkunft bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin 2005 bis
2017 - Angaben in %
Deutsche Sprachkenntnisse
Jahr

1

2

n=

nicht/kaum

fehlerhaft

(sehr) gut

2005

8.340

15,8

29,1

55,1

2006

8.797

15,2

28,2

56,6

2007

8.513

12,0

25,5

62,5

2008

8.698

9,4

21,9

68,8

2009

9.208

7,4

25,6

67,0

2010

9.707

7,2

24,9

67,9

2011

10.012

6,2

21,9

72,0

2012

10.832

6,9

24,9

68,3

20131

11.285

9,2

25,2

65,6

2014

12.019

10,2

21,7

68,2

20152,3

13.998

11,1

20,3

68,5

20163

13.499

14,7

18,6

66,8

20173

14.583

14,0

20,1

65,9

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die
eingeschulten Kinder.
Umstellung der Erfassung auf die einheitliche Definition des Migrationshintergrundes bei den Einschulungsuntersuchungen der
Arbeitsgemeinschaft der obersten Landesgesundheitsbehörden (AOLG).

3

Die Gruppe der Kinder nichtdeutscher Herkunft beinhaltet Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.
(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Bei den deutschen Sprachkenntnissen der Kinder nichtdeutscher Herkunft zum Zeitpunkt der
Einschulungsuntersuchung sind im Zeitraum von 2005 bis 2011 sehr deutliche Verbesserungen zu
erkennen (vgl. Tabelle 5.18). Der Anteil der Kinder nichtdeutscher Herkunft mit guten oder sehr guten
Deutschkenntnissen hat sich von der guten Hälfte im Jahr 2005 auf über 70 % im Jahr 2011 erhöht.
Zugleich ist der Anteil der Kinder nichtdeutscher Herkunft, die bei der Einschulungsuntersuchung nicht
oder kaum Deutsch sprechen können, im Jahr 2011 auf weniger als die Hälfte des Anteils im Jahr 2005
gesunken. Gründe für diese erfreuliche Entwicklung sind zum einen in den verstärkten Anstrengungen im
Bereich der vorschulischen Sprachförderung zu suchen. Zum anderen hat aber auch das allgemeine
öffentliche Bewusstsein hinsichtlich der Bedeutung des Erwerbs der deutschen Sprache für die
Teilhabechancen stark zugenommen, was auch zu einer höheren Aufmerksamkeit für und Akzeptanz von
Sprachförderangeboten für Kinder und Erwachsene unter den Migranten geführt haben dürfte. Allerdings
fand die deutlichste Verbesserung der deutschen Sprachkenntnisse von Kindern nichtdeutscher Herkunft
in den Jahren 2006 bis 2008 statt, von 2009 bis 2011 stagnierte die Entwicklung.
In den Einschulungsjahrgängen 2012 bis 2017 zeigt sich wieder eine Zunahme im Anteil der Kinder mit
Migrationshintergrund mit keinen oder geringen Deutschkenntnissen, die 2013 aufgrund des Wechsels
der Datenbasis deutlicher ausfällt als dies ohne veränderte Methodik der Fall gewesen wäre.
Möglicherweise sind die schlechteren Ergebnisse in diesen sechs Jahrgängen auf den Anstieg der Zahl
neu zugewanderter Familien zurückzuführen, die noch nicht ausreichend Gelegenheit hatten, die
deutsche Sprache zu erlernen. Allerdings nimmt der Anteil der Kinder mit keinen oder kaum
Deutschkenntnissen 2017 erstmals im Vergleich zum Vorjahr wieder leicht ab. Die könnte durch die
rückläufige Zuwanderung in Kombination mit den Förderungen der in den Vorjahren zugewanderter

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136

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Kinder bedingt sein. Für eine zuverlässige Beurteilung sind die Entwicklungen in den folgenden
Einschulungsjahrgängen abzuwarten.
Im Einschulungsjahrgang 2015 kommt erstmals die neue Definition des Migrationshintergrundes zum
Tragen. Abweichend von den Vorjahren werden als Kinder nichtdeutscher Herkunft jetzt auch Kinder mit
einem Elternteil mit Migrationshintergrund erfasst, die über gute Deutschkenntnisse verfügen oder in
deren Familie vorwiegend deutsch gesprochen wird. Daher wäre durch die Einbeziehung dieser Kinder in
die Auswertung eine Erhöhung des Anteils von Kindern mit (sehr) guten Deutschkenntnissen zu erwarten
gewesen. Dass dies nicht eingetroffen ist, deutet darauf hin, dass sich die Deutschkenntnisse in der
Gruppe der schon bisher als nichtdeutscher Herkunft eingestuften Kinder tatsächlich verschlechtert
haben dürften.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

137

Methodik Familiensprachen

Mit dem Untersuchungsjahrgang 2016 wird erstmalig die Frage nach den in der Familie gesprochenen
Sprachen bei den Einschulungsuntersuchungen aufgenommen. Aufgrund der Änderung bei der Definition
des Migrationshintergrundes seit 2015 werden Kinder der 3. Migrantengeneration nicht mehr als Kinder
mit Migrationshintergrund erfasst. In der Praxis zeigte sich jedoch, dass es auch in dieser Generation
Kinder gibt, die über unzureichende deutsche Sprachkenntnisse verfügen, diese aber als solche nicht
mehr erfasst werden. Mit der Änderung der Definition des Migrationshintergrundes wurde daher zugleich
auch die Erfassung der Deutschkenntnisse auf die Kinder deutscher Herkunft erweitert. Für die
Konstellation Kind deutscher Herkunft – Deutschkenntnisse nicht/kaum/fehlerhaft kommen
unterschiedliche Gründe in Frage: neben unzureichenden deutschen Sprachvorbildern auch Familien, in
denen kein Deutsch gesprochen wird. Daher kann die Erfassung der Familiensprache hier zur
Differenzierung herangezogen werden.
Erfassung der Familiensprachen und der Mehrsprachigkeit in der Familie
Die Angaben zu den Familiensprachen werden von den Eltern erfragt und im Elternfragebogen als
Freitextangabe dokumentiert. Die Eltern können drei Familiensprachen angeben, wobei die Reihenfolge
der Nennung keine Wertigkeit widerspiegelt. Für die Dokumentation und Berichterstattung wurde
anhand der Amtssprachen der Herkunftsländer im Datensatz 2014 die Häufigkeit der Sprachen
abgeschätzt und die 18 häufigsten als Kategorien ausgewählt, ergänzt um eine Sammelkategorie
„andere Sprachen“.
Methodisches Vorgehen 2016
Es werden bis zu zwei Familiensprachen von den maximal drei möglichen Angaben ausgewertet. War eine
der angegebenen Familiensprachen Deutsch, ging sie auf jeden Fall in die Dokumentation und
Auswertung ein. Die Sprachen kasachisch und ukrainisch wurden aufgrund geringer Fallzahlen (n = 11
bzw. n = 29) für die Auswertung mit der Kategorie „andere Sprachen“ zusammengefasst.
Aktuelles methodisches Vorgehen (seit 2017)
Es werden alle drei Familiensprachen ausgewertet. Die Sprachen kasachisch und ukrainisch werden
aufgrund geringer Fallzahlen (n = 3 bzw. n = 55) für die Auswertung mit der Kategorie „andere Sprachen“
zusammengefasst.
Für die Ermittlung der Häufigkeit der verschiedenen Familiensprachen werden die Nennungen je
einzelner Sprache aufaddiert, so dass sich diese insgesamt zu mehr als 100 % addieren.
Für das Merkmal Mehrsprachigkeit werden die Angaben zur Familiensprache in vier Kategorien
zusammengefasst: ausschließlich deutsch, deutsch und eine bzw. zwei andere Sprachen, nur eine
nichtdeutsche Sprache, zwei oder mehr nichtdeutsche Familiensprachen.

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

138

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Übersicht über die Häufigkeit der verschiedenen Familiensprachen
Tabelle 5.19:
In den Familien gesprochene Sprachen bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 (Mehrfachnennungen möglich)

Sprache

Anteil bezogen auf alle Kinder mit Angaben zu

Anzahl Kinder

Familiensprachen in %

deutsch

28.720

arabisch

2.595

8,2

bosnisch

234

0,7

254

0,8

bulgarisch
englisch

91,3

1.686

5,4

französisch

511

1,6

italienisch

334

1,1

kurdisch

523

1,7

polnisch

1.032

3,3

158

0,5

297

0,9

portugiesisch
rumänisch
russisch

1.493

4,7

serbisch

402

1,3

spanisch

567

1,8

türkisch

3.021

9,6

459

1,5

2.655

8,4

vietnamesisch
andere Sprachen
1

Mehrfachnennungen möglich, daher addieren sich die Anteile zu mehr als 100%.

2

Fehlende Angaben zur Familiensprache in < 0,1 % der Fälle (n = 9).

1,2

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Mehrsprachigkeit in der Familie
Tabelle 5.20:
Mehrsprachigkeit in den Familien der Kinder gesamt und nach Migrationshintergrund bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin
2017 - Angaben in %
Mehrsprachigkeit in der Familie
deutsch und
Merkmal

n=

nur deutsch

mindestens eine
andere Sprache

insgesamt
Migrationshintergrund
nein

1

31.470

54,7

36,6

nur eine
andere Sprache
7,2

zwei oder
mehr andere
Sprachen
1,5

1

16.483

94,4

5,6

*

*

ja, einseitig

5.077

25,2

73,4

1,2

0,1

ja, beidseitig

9.634

2,9

70,4

22,0

4,7

Fehlende Angaben zum Migrationshintergrund in 0,9 % der Fälle (n = 276).

* Zelle aus Gründen statistischer Geheimhaltung gesperrt.
(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

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Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

139

Deutschkenntnisse der Kinder und Mehrsprachigkeit in der Familie
Tabelle 5.21:
Deutschkenntnisse der Kinder und Mehrsprachigkeit in der Familie bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017
- Angaben in %
Deutsche Sprachkenntnisse1
Mehrsprachigkeit in der Familie

2

n=

nicht/kaum

fehlerhaft

(sehr) gut

nur deutsch

17.158

0,3

1,8

deutsch und eine andere Sprache

11.413

7,3

20,2

72,5

2.250

45,1

26,2

28,7

471

54,8

19,3

25,9

31.292

6,9

10,5

82,6

nur eine andere Sprache
zwei andere Sprachen
Gesamt

97,8

1

Das Merkmal umfasst alle Kinder mit Angaben unabhängig von einem vorhandenen Migrationshintergrund (vgl. Methodik).

2

Fehlende Angaben zur Familiensprache in < 0,1 % der Fälle (n = 9).

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Zeitreihe zur Mehrsprachigkeit in der Familie
Tabelle 5.22:
Zeitreihe Mehrsprachigkeit in den Familien der Kinder bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin 2016 bis 2017
- Angaben in %
Mehrsprachigkeit in der Familie
deutsch und
Jahr

n=

nur deutsch

mindestens eine
andere Sprache

nur eine
andere Sprache

zwei oder
mehr andere
Sprachen

2016

28.578

54,3

36,1

7,6

2,1

2017

31.470

54,7

36,6

7,2

1,5

(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

Die Größenordnungen der Jahre 2016 und 2017 sind weitgehend vergleichbar.

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140

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Anhang
Dokumentationsbogen Einschulungsuntersuchung 2017

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

141

142

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

0903

1004

0803

0901

0804

0902

1105

0603

0402

0504

0502

0604

0406

0503

0707
0602

0706

0705
0601

0703

0404

0405

0702

0704

0802

0801

0205
0203
0201

0202

0701
0403

0102

1221
0501

1222

1104

1103
0204
0101

0307

0306
0401

1223

1230

0104

1210

0103

0304

0302

0305

0303

0301

1102

1101

1001

1003

1002

0905

0904

Übersicht über die Prognoseräume (LOR-PR) in Berlin

(Datenquelle: Jahn, Mack & Partner 2006 /Darstellung: AfS Berlin-Brandenburg)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

143

144

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Nummern und Bezeichnungen der Prognoseräume (LOR-PR) in
Berlin
Tabelle A.1:
Nummern und Bezeichnungen der Prognoseräume (LOR-PR) in Berlin
Bezirk

Prognoseraum

Bezeichnung

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

Gesundbrunnen

0703

Friedenau

0104

Wedding

0704

Tempelhof

Friedrichshain-

0201

Kreuzberg Nord

0705

Mariendorf

Kreuzberg

0202

Kreuzberg Süd

0706

Marienfelde

0203

Kreuzberg Ost

0707

Lichtenrade

0204

Friedrichshain West

0801

Neukölln

0205

Friedrichshain Ost

0802

Britz-Buckow

0301

Buch

0803

Gropiusstadt

0302

Nördliches Pankow

0804

Buckow Nord / Rudow

0303

Nördliches Weißensee

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

0304

Südliches Pankow

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

0305

Südliches Weißensee

0903

Treptow-Köpenick 3

0306

Nördlicher Prenzl. Berg

0904

Treptow-Köpenick 4

0307

Südlicher Prenzl. Berg

0905

Treptow-Köpenick 5

Charlottenburg-

0401

Charlottenburg-Nord

Marzahn-

1001

Marzahn

Wilmersdorf

0402

Westend

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

0403

Charlottenburg

1003

Biesdorf

0404

Schmargendorf

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

0405

Wilmersdorf

1101

Hohenschönhausen Nord

0406

Forst Grunewald

1102

Hohenschönhausen Süd

0501

SPA 1

1103

Lichtenberg Nord

0502

SPA 2

1104

Lichtenberg Mitte

0503

SPA 3

1105

Lichtenberg Süd

0504

SPA 4

1210

Reinickendorf-Ost

Steglitz-

0601

Region A

1221

Tegel

Zehlendorf

0602

Region B

1222

Heiligensee-Konradshöhe

0603

Region C

1223

Frohnau-Hermsdorf

0604

Region D

1230

Waidmannslust

Pankow

Spandau

Bezeichnung

0101

Zentrum

0102

Moabit

0103

Prognoseraum
Nr.

Mitte

Nr.

Bezirk

Neukölln

Lichtenberg

Reinickendorf

(Datenquelle: Jahn, Mack & Partner 2006 / Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

145

Tabellen auf Ebene der Prognoseräume
Tabelle A.2:
Mittlerer sozialer Schichtindex bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 nach Prognoseräumen (LOR-PR)

Bezirk

Prognoseraum

sozialer
Schicht-

Bezirk

index

Nr.

Bezeichnung

0101

Zentrum

17,0

0102

Moabit

15,0

0103

Gesundbrunnen

0104
FriedrichshainKreuzberg

Prognoseraum

sozialer
Schichtindex

Nr.

Bezeichnung

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

15,0

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

16,0

11,0

0703

Friedenau

17,0

Wedding

12,0

0704

Tempelhof

14,0

0201

Kreuzberg Nord

11,0

0705

Mariendorf

14,0

0202

Kreuzberg Süd

17,0

0706

Marienfelde

13,0

0203

Kreuzberg Ost

16,0

0707

Lichtenrade

15,0

0204

Friedrichshain West

16,0

0801

Neukölln

12,0

0205

Friedrichshain Ost

17,0

0802

Britz-Buckow

14,0

0301

Buch

14,0

0803

Gropiusstadt

12,0

0302

Nördliches Pankow

16,0

0804

Buckow Nord / Rudow

14,0

0303

Nördliches Weißensee

15,0

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

16,0

0304

Südliches Pankow

16,0

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

14,0

0305

Südliches Weißensee

16,0

0903

Treptow-Köpenick 3

14,0

0306

Nördl. Prenzl. Berg

17,0

0904

Treptow-Köpenick 4

15,0

0307

Südl. Prenzl. Berg

17,0

0905

Treptow-Köpenick 5

16,0

Charlottenburg -

0401

Charlottenburg-Nord

12,0

Marzahn-

1001

Marzahn

13,0

Wilmersdorf

0402

Westend

16,0

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

12,0

0403

Charlottenburg

16,0

1003

Biesdorf

15,0

0404

Schmargendorf

17,0

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

16,0

0405

Wilmersdorf

16,0

1101

Hohenschönhausen Nord

13,0

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

14,0

0501

SPA 1

13,0

1103

Lichtenberg Nord

14,0

0502

SPA 2

13,0

1104

Lichtenberg Mitte

14,0

0503

SPA 3

13,0

1105

Lichtenberg Süd

17,0

0504

SPA 4

16,0

1210

Reinickendorf-Ost

12,0

Steglitz-

0601

Region A

16,0

1221

Tegel

13,0

Zehlendorf

0602

Region B

15,0

1222

Heiligensee-Konradshöhe

16,0

0603

Region C

17,0

1223

Frohnau-Hermsdorf

17,0

0604

Region D

17,0

1230

Waidmannslust

13,0

Mitte

Pankow

Spandau

(Median)

Neukölln

Lichtenberg

Reinickendorf

/ Weniger als 100 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

(Median)

146

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle A.3:
Mittlerer Sozialstatusindex bei der Einschulungsunterschung in Berlin 2017 nach Prognoseräumen (LOR-PR)

Bezirk

Prognoseraum

Nr.

Bezeichnung

Sozial
status-

Bezirk

index

Prognoseraum

Nr.

(Median)

Sozial
statusindex

Bezeichnung

(Median)

0101

Zentrum

16,0

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

14,0

0102

Moabit

14,0

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

16,0

0103

Gesundbrunnen

10,0

0703

Friedenau

16,0

0104

Wedding

10,0

0704

Tempelhof

13,0

Friedrichshain-

0201

Kreuzberg Nord

9,0

0705

Mariendorf

13,0

Kreuzberg

0202

Kreuzberg Süd

16,0

0706

Marienfelde

12,0

0203

Kreuzberg Ost

15,0

0707

Lichtenrade

14,0

0204

Friedrichshain West

15,0

0801

Neukölln

10,0

0205

Friedrichshain Ost

16,0

0802

Britz-Buckow

13,0

0301

Buch

13,0

0803

Gropiusstadt

11,0

0302

Nördliches Pankow

15,0

0804

Buckow Nord / Rudow

14,0

0303

Nördliches Weißensee

15,0

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

15,0

0304

Südliches Pankow

16,0

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

13,0

0305

Südliches Weißensee

15,0

0903

Treptow-Köpenick 3

14,0

0306

Nördl. Prenzl. Berg

17,0

0904

Treptow-Köpenick 4

14,0

0307

Südl. Prenzl. Berg

17,0

0905

Treptow-Köpenick 5

15,0

Charlottenburg -

0401

Charlottenburg-Nord

11,0

Marzahn-

1001

Marzahn

12,0

Wilmersdorf

0402

Westend

16,0

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

12,0

0403

Charlottenburg

16,0

1003

Biesdorf

15,0

0404

Schmargendorf

16,0

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

15,0

0405

Wilmersdorf

16,0

1101

Hohenschönhausen Nord

12,0

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

14,0

0501

SPA 1

12,0

1103

Lichtenberg Nord

13,0

0502

SPA 2

13,0

1104

Lichtenberg Mitte

13,0

0503

SPA 3

13,0

1105

Lichtenberg Süd

16,0

0504

SPA 4

16,0

1210

Reinickendorf-Ost

11,0

Steglitz-

0601

Region A

15,0

1221

Tegel

13,0

Zehlendorf

0602

Region B

15,0

1222

Heiligensee-Konradshöhe

15,0

0603

Region C

16,0

1223

Frohnau-Hermsdorf

16,0

0604

Region D

16,0

1230

Waidmannslust

12,0

Mitte

Pankow

Spandau

Neukölln

Lichtenberg

Reinickendorf

/ Weniger als 100 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

147

Tabelle A.4:
Anteil der Kinder mit einem beidseitigen Migrationshintergrund bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017
nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Prognoseraum

Anteil

Nr.

Bezeichnung

in %

0101

Zentrum

37,6

0102

Moabit

45,4

0103

Gesundbrunnen

0104
FriedrichshainKreuzberg

Bezirk

Prognoseraum

Anteil

Nr.

Bezeichnung

in %

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

48,5

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

31,1

62,8

0703

Friedenau

22,9

Wedding

59,2

0704

Tempelhof

35,0

0201

Kreuzberg Nord

52,9

0705

Mariendorf

34,6

0202

Kreuzberg Süd

28,3

0706

Marienfelde

41,2

0203

Kreuzberg Ost

35,2

0707

Lichtenrade

20,5

0204

Friedrichshain West

33,5

0801

Neukölln

51,5

0205

Friedrichshain Ost

17,1

0802

Britz-Buckow

36,5

0301

Buch

11,9

0803

Gropiusstadt

51,3

0302

Nördliches Pankow

9,0

0804

Buckow Nord / Rudow

23,4

0303

Nördliches Weißensee

9,9

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

14,9

0304

Südliches Pankow

9,8

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

19,0

0305

Südliches Weißensee

16,1

0903

Treptow-Köpenick 3

12,2

0306

Nördl. Prenzl. Berg

16,3

0904

Treptow-Köpenick 4

11,9

0307

Südl. Prenzl. Berg

21,7

0905

Treptow-Köpenick 5

Charlottenburg -

0401

Charlottenburg-Nord

55,7

Marzahn-

1001

Marzahn

Wilmersdorf

0402

Westend

30,0

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

21,6

0403

Charlottenburg

39,5

1003

Biesdorf

15,0

0404

Schmargendorf

27,7

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

0405

Wilmersdorf

37,9

1101

Hohenschönhausen Nord

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

30,3

0501

SPA 1

42,6

1103

Lichtenberg Nord

40,0

0502

SPA 2

37,8

1104

Lichtenberg Mitte

28,7

0503

SPA 3

49,8

1105

Lichtenberg Süd

0504

SPA 4

14,2

1210

Reinickendorf-Ost

46,4

Steglitz-

0601

Region A

26,6

1221

Tegel

36,8

Zehlendorf

0602

Region B

25,7

1222

Heiligensee-Konradshöhe

0603

Region C

23,3

1223

Frohnau-Hermsdorf

0604

Region D

17,3

1230

Waidmannslust

Mitte

Pankow

Spandau

Neukölln

Lichtenberg

Reinickendorf

/ Weniger als 100 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

7,2
32,4

6,9
31,3

8,6

7,9
7,5
43,4

148

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle A.5:
Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund und unzureichenden Deutschkenntnissen von Kind und begleitendem Elternteil bei
der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Mitte

Prognoseraum

Anteil

Bezirk

1

Prognoseraum

Anteil

Nr.

Bezeichnung

in %1
19,3

Nr.

Bezeichnung

0101

Zentrum

9,8

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

0102

Moabit

15,5

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

7,6

0103

Gesundbrunnen

20,5

0703

Friedenau

5,6

in %

0104

Wedding

25,8

0704

Tempelhof

13,1

Friedrichshain-

0201

Kreuzberg Nord

25,5

0705

Mariendorf

10,2

Kreuzberg

0202

Kreuzberg Süd

11,3

0706

Marienfelde

22,1

0203

Kreuzberg Ost

12,6

0707

Lichtenrade

0204

Friedrichshain West

12,1

0801

Neukölln

28,3

0205

Friedrichshain Ost

4,7

0802

Britz-Buckow

15,7

0301

Buch

3,6

0803

Gropiusstadt

22,8

0302

Nördliches Pankow

2,3

0804

Buckow Nord / Rudow

6,8

0303

Nördliches Weißensee

4,3

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

4,8

0304

Südliches Pankow

3,1

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

12,6

0305

Südliches Weißensee

7,1

0903

Treptow-Köpenick 3

4,9

0306

Nördl. Prenzl. Berg

2,8

0904

Treptow-Köpenick 4

8,7

0307

Südl. Prenzl. Berg

4,9

0905

Treptow-Köpenick 5

Charlottenburg -

0401

Charlottenburg-Nord

18,5

Marzahn-

1001

Marzahn

Wilmersdorf

0402

Westend

13,0

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

9,2

0403

Charlottenburg

13,4

1003

Biesdorf

8,0

0404

Schmargendorf

7,4

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

0405

Wilmersdorf

1101

Hohenschönhausen Nord

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

19,9

0501

SPA 1

19,8

1103

Lichtenberg Nord

19,8

0502

SPA 2

16,7

1104

Lichtenberg Mitte

15,8

0503

SPA 3

13,4

1105

Lichtenberg Süd

0504

SPA 4

7,7

1210

Reinickendorf-Ost

14,2

Steglitz-

0601

Region A

6,8

1221

Tegel

11,7

Zehlendorf

0602

Region B

10,5

1222

Heiligensee-Konradshöhe

0603

Region C

9,1

1223

Frohnau-Hermsdorf

0604

Region D

5,4

1230

Waidmannslust

Pankow

Spandau

1

14,3

Neukölln

Lichtenberg

Reinickendorf

Die Angaben beziehen sich auf Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

/ Weniger als 100 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

8,2

4,1
13,2

3,1
20,1

3,8

1,6
2,3
15,5

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

149

Tabelle A.6:
Anteil der Kinder mit 2 oder mehr Impfdosen gegen Masern bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017
nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Prognoseraum

Anteil

Bezirk

1

Prognoseraum

Anteil

Nr.

Bezeichnung

in %1

Nr.

Bezeichnung

in %

0101

Zentrum

91,3

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

87,7

0102

Moabit

91,2

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

93,8

0103

Gesundbrunnen

91,9

0703

Friedenau

91,0

0104

Wedding

90,1

0704

Tempelhof

94,0

Friedrichshain-

0201

Kreuzberg Nord

94,3

0705

Mariendorf

93,4

Kreuzberg

0202

Kreuzberg Süd

90,7

0706

Marienfelde

89,8

0203

Kreuzberg Ost

87,6

0707

Lichtenrade

93,5

0204

Friedrichshain West

92,8

0801

Neukölln

91,0

0205

Friedrichshain Ost

90,6

0802

Britz-Buckow

96,2

0301

Buch

93,0

0803

Gropiusstadt

95,8

0302

Nördliches Pankow

93,9

0804

Buckow Nord / Rudow

95,5

0303

Nördliches Weißensee

95,1

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

92,3

0304

Südliches Pankow

92,3

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

91,0

0305

Südliches Weißensee

91,2

0903

Treptow-Köpenick 3

94,3

0306

Nördl. Prenzl. Berg

90,3

0904

Treptow-Köpenick 4

91,2

0307

Südl. Prenzl. Berg

89,4

0905

Treptow-Köpenick 5

85,9

Charlottenburg -

0401

Charlottenburg-Nord

95,8

Marzahn-

1001

Marzahn

93,7

Wilmersdorf

0402

Westend

90,7

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

95,4

0403

Charlottenburg

90,8

1003

Biesdorf

96,7

0404

Schmargendorf

93,4

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

97,7

0405

Wilmersdorf

91,2

1101

Hohenschönhausen Nord

96,7

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

94,6

0501

SPA 1

94,1

1103

Lichtenberg Nord

93,3

0502

SPA 2

94,3

1104

Lichtenberg Mitte

93,5

0503

SPA 3

94,1

1105

Lichtenberg Süd

94,1

0504

SPA 4

89,9

1210

Reinickendorf-Ost

96,0

Steglitz-

0601

Region A

93,4

1221

Tegel

92,0

Zehlendorf

0602

Region B

95,5

1222

Heiligensee-Konradshöhe

93,8

0603

Region C

92,5

1223

Frohnau-Hermsdorf

87,6

0604

Region D

89,4

1230

Waidmannslust

93,0

Mitte

Pankow

Spandau

1

Neukölln

Lichtenberg

Reinickendorf

Bezogen auf Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation inkl. gesichert ungeimpfte Kinder ohne Impfdokumente (vgl. Methodik).

/ Weniger als 100 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

150

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle A.7:
Anteil der Kinder mit Dokumentation der U8 bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Prognoseraum

Anteil

Bezirk

1

Prognoseraum

Anteil

Nr.

Bezeichnung

in %1

Nr.

Bezeichnung

in %

0101

Zentrum

96,0

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

93,8

0102

Moabit

91,3

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

95,3

0103

Gesundbrunnen

85,9

0703

Friedenau

95,8

0104

Wedding

88,3

0704

Tempelhof

97,3

Friedrichshain-

0201

Kreuzberg Nord

87,8

0705

Mariendorf

97,6

Kreuzberg

0202

Kreuzberg Süd

93,1

0706

Marienfelde

96,1

0203

Kreuzberg Ost

87,5

0707

Lichtenrade

97,6

0204

Friedrichshain West

93,5

0801

Neukölln

88,0

0205

Friedrichshain Ost

94,5

0802

Britz-Buckow

93,5

0301

Buch

93,3

0803

Gropiusstadt

87,9

0302

Nördliches Pankow

97,1

0804

Buckow Nord / Rudow

94,8

0303

Nördliches Weißensee

95,2

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

94,7

0304

Südliches Pankow

95,7

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

90,3

0305

Südliches Weißensee

94,4

0903

Treptow-Köpenick 3

94,4

0306

Nördl. Prenzl. Berg

95,6

0904

Treptow-Köpenick 4

94,3

0307

Südl. Prenzl. Berg

95,1

0905

Treptow-Köpenick 5

94,1

Charlottenburg -

0401

Charlottenburg-Nord

94,6

Marzahn-

1001

Marzahn

95,8

Wilmersdorf

0402

Westend

95,7

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

91,6

0403

Charlottenburg

95,0

1003

Biesdorf

98,5

0404

Schmargendorf

93,3

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

95,7

0405

Wilmersdorf

95,1

1101

Hohenschönhausen Nord

93,2

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

97,7

0501

SPA 1

93,1

1103

Lichtenberg Nord

92,7

0502

SPA 2

93,5

1104

Lichtenberg Mitte

92,3

0503

SPA 3

94,4

1105

Lichtenberg Süd

97,7

0504

SPA 4

98,1

1210

Reinickendorf-Ost

93,8

Steglitz-

0601

Region A

96,9

1221

Tegel

94,2

Zehlendorf

0602

Region B

97,2

1222

Heiligensee-Konradshöhe

96,0

0603

Region C

97,2

1223

Frohnau-Hermsdorf

97,0

0604

Region D

97,6

1230

Waidmannslust

93,9

Mitte

Pankow

Spandau

1

Neukölln

Lichtenberg

Reinickendorf

Bezogen auf in Deutschland geborene Kinder mit vorgelegtem Vorsorgeheft.

/ Weniger als 100 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

151

Tabelle A.8:
Anteil der Kinder, bei denen mindestens eine Person im Haushalt raucht, bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017
nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Prognoseraum

Bezirk

Anteil

Nr.

Bezeichnung

in %

0101

Zentrum

14,4

0102

Moabit

33,2

0103

Gesundbrunnen

0104
FriedrichshainKreuzberg

Bezirk

Prognoseraum

Anteil

Nr.

Bezeichnung

in %

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

33,4

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

25,8

44,1

0703

Friedenau

21,9

Wedding

42,1

0704

Tempelhof

33,5

0201

Kreuzberg Nord

42,1

0705

Mariendorf

33,8

0202

Kreuzberg Süd

24,8

0706

Marienfelde

39,3

0203

Kreuzberg Ost

33,8

0707

Lichtenrade

29,8

0204

Friedrichshain West

21,2

0801

Neukölln

42,7

0205

Friedrichshain Ost

25,0

0802

Britz-Buckow

42,0

0301

Buch

39,0

0803

Gropiusstadt

45,9

0302

Nördliches Pankow

22,7

0804

Buckow Nord / Rudow

34,4

0303

Nördliches Weißensee

21,0

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

29,1

0304

Südliches Pankow

21,9

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

43,7

0305

Südliches Weißensee

29,1

0903

Treptow-Köpenick 3

37,8

0306

Nördl. Prenzl. Berg

18,9

0904

Treptow-Köpenick 4

39,2

0307

Südl. Prenzl. Berg

15,3

0905

Treptow-Köpenick 5

23,4

0401

Charlottenburg-Nord

43,4

Marzahn-

1001

Marzahn

46,1

0402

Westend

13,8

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

51,5

0403

Charlottenburg

16,5

1003

Biesdorf

21,5

0404

Schmargendorf

18,1

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

24,5

0405

Wilmersdorf

21,9

1101

Hohenschönhausen Nord

43,6

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

34,2

0501

SPA 1

42,3

1103

Lichtenberg Nord

39,7

0502

SPA 2

39,4

1104

Lichtenberg Mitte

36,2

0503

SPA 3

38,8

1105

Lichtenberg Süd

15,7

0504

SPA 4

15,5

1210

Reinickendorf-Ost

43,5

Steglitz-

0601

Region A

23,4

1221

Tegel

37,3

Zehlendorf

0602

Region B

30,1

1222

Heiligensee-Konradshöhe

22,0

0603

Region C

14,0

1223

Frohnau-Hermsdorf

0604

Region D

11,4

1230

Waidmannslust

Mitte

Pankow

Charlottenburg Wilmersdorf

Spandau

1

1

Neukölln

Lichtenberg

Reinickendorf

Der Anteil der Fälle mit fehlenden Werten ist in Charlottenburg-Wilmersdorf mit 21,2% mehr als doppelt so hoch wie in den anderen
Bezirken.

/ Weniger als 100 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

9,2
37,2

152

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle A.9:
Anteil der Kinder mit eigenem elektronischen Gerät bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017
nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Prognoseraum

Anteil

Nr.

Bezeichnung

in %

0101

Zentrum

20,4

0102

Moabit

24,9

0103

Gesundbrunnen

0104
FriedrichshainKreuzberg

Bezirk

Prognoseraum

Anteil

Nr.

Bezeichnung

in %

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

20,7

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

16,9

22,0

0703

Friedenau

16,5

Wedding

31,6

0704

Tempelhof

25,4

0201

Kreuzberg Nord

22,1

0705

Mariendorf

23,5

0202

Kreuzberg Süd

11,0

0706

Marienfelde

31,5

0203

Kreuzberg Ost

12,5

0707

Lichtenrade

20,0

0204

Friedrichshain West

17,9

0801

Neukölln

25,0

0205

Friedrichshain Ost

13,1

0802

Britz-Buckow

25,0

0301

Buch

30,7

0803

Gropiusstadt

28,5

0302

Nördliches Pankow

19,8

0804

Buckow Nord / Rudow

28,2

0303

Nördliches Weißensee

26,2

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

30,0

0304

Südliches Pankow

17,8

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

34,8

0305

Südliches Weißensee

22,1

0903

Treptow-Köpenick 3

31,9

0306

Nördl. Prenzl. Berg

14,8

0904

Treptow-Köpenick 4

33,1

0307

Südl. Prenzl. Berg

11,7

0905

Treptow-Köpenick 5

23,7

Charlottenburg -

0401

Charlottenburg-Nord

37,1

Marzahn-

1001

Marzahn

41,3

Wilmersdorf

0402

Westend

15,1

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

39,2

0403

Charlottenburg

17,5

1003

Biesdorf

32,2

0404

Schmargendorf

18,0

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

24,7

0405

Wilmersdorf

15,9

1101

Hohenschönhausen Nord

46,8

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

35,2

0501

SPA 1

31,9

1103

Lichtenberg Nord

39,0

0502

SPA 2

32,9

1104

Lichtenberg Mitte

47,5

0503

SPA 3

24,0

1105

Lichtenberg Süd

24,0

0504

SPA 4

15,8

1210

Reinickendorf-Ost

31,0

Steglitz-

0601

Region A

18,6

1221

Tegel

34,3

Zehlendorf

0602

Region B

20,9

1222

Heiligensee-Konradshöhe

21,7

0603

Region C

16,7

1223

Frohnau-Hermsdorf

19,6

0604

Region D

16,9

1230

Waidmannslust

29,4

Mitte

Pankow

Spandau

Neukölln

Lichtenberg

Reinickendorf

/ Weniger als 100 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

153

Tabelle A.10:
Anteil der übergewichtigen Kinder (Referenzsystem nach Kromeyer-Hauschild) bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017
nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Mitte

Prognoseraum

Anteil

Bezirk

Nr.

Bezeichnung

in %

0101

Zentrum

7,1

Tempelhof-

0102

Moabit

16,6

Schöneberg

0103

Gesundbrunnen

15,2

Prognoseraum
Nr.

Anteil

Bezeichnung

in %

0701

Schöneberg-Nord

10,8

0702

Schöneberg-Süd

9,3

0703

Friedenau

5,3
9,6

0104

Wedding

18,2

0704

Tempelhof

Friedrichshain-

0201

Kreuzberg Nord

15,5

0705

Mariendorf

9,6

Kreuzberg

0202

Kreuzberg Süd

7,6

0706

Marienfelde

11,9

0203

Kreuzberg Ost

9,2

0707

Lichtenrade

0204

Friedrichshain West

5,6

0801

Neukölln

15,5

0205

Friedrichshain Ost

4,4

0802

Britz-Buckow

10,7

0301

Buch

9,0

0803

Gropiusstadt

18,7

0302

Nördliches Pankow

5,0

0804

Buckow Nord / Rudow

10,6

0303

Nördliches Weißensee

5,5

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

8,6

0304

Südliches Pankow

4,7

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

8,3

0305

Südliches Weißensee

7,2

0903

Treptow-Köpenick 3

5,5

0306

Nördl. Prenzl. Berg

4,1

0904

Treptow-Köpenick 4

8,4

0307

Südl. Prenzl. Berg

3,3

0905

Treptow-Köpenick 5

Charlottenburg -

0401

Charlottenburg-Nord

9,1

Marzahn-

1001

Marzahn

13,1

Wilmersdorf

0402

Westend

7,5

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

11,5

0403

Charlottenburg

7,6

1003

Biesdorf

0404

Schmargendorf

8,1

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

0405

Wilmersdorf

8,4

1101

Hohenschönhausen Nord

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

0501

SPA 1

13,0

1103

Lichtenberg Nord

10,6

0502

SPA 2

13,6

1104

Lichtenberg Mitte

10,7

0503

SPA 3

10,8

1105

Lichtenberg Süd

0504

SPA 4

4,9

1210

Reinickendorf-Ost

18,6

Steglitz-

0601

Region A

9,0

1221

Tegel

13,7

Zehlendorf

0602

Region B

7,8

1222

Heiligensee-Konradshöhe

0603

Region C

5,9

1223

Frohnau-Hermsdorf

0604

Region D

5,4

1230

Waidmannslust

Pankow

Spandau

Neukölln

Lichtenberg

Reinickendorf

/ Weniger als 100 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

7,6

4,6

6,6
6,9
16,7
8,8

3,2

5,2
1,9
12,5

154

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle A.11:
Anteil der Kinder mit auffälligen Testergebnissen in der Visuomotorik bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017
nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Prognoseraum

Anteil

Bezirk

1

Prognoseraum

Anteil

Nr.

Bezeichnung

in %1

Nr.

Bezeichnung

in %

0101

Zentrum

10,0

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

19,9

0102

Moabit

23,5

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

14,1

0103

Gesundbrunnen

30,2

0703

Friedenau

13,0

0104

Wedding

28,1

0704

Tempelhof

20,7

Friedrichshain-

0201

Kreuzberg Nord

20,2

0705

Mariendorf

18,6

Kreuzberg

0202

Kreuzberg Süd

13,8

0706

Marienfelde

20,7

0203

Kreuzberg Ost

15,0

0707

Lichtenrade

19,9

0204

Friedrichshain West

15,1

24,3

0205

Friedrichshain Ost

0301

Mitte

0801

Neukölln

9,8

0802

Britz-Buckow

26,7

Buch

31,9

0803

Gropiusstadt

19,9

0302

Nördliches Pankow

17,0

0804

Buckow Nord / Rudow

16,4

0303

Nördliches Weißensee

19,8

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

11,6

0304

Südliches Pankow

16,3

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

25,1

0305

Südliches Weißensee

20,7

0903

Treptow-Köpenick 3

15,0

0306

Nördl. Prenzl. Berg

14,5

0904

Treptow-Köpenick 4

17,6

0307

Südl. Prenzl. Berg

12,7

0905

Treptow-Köpenick 5

12,7

Charlottenburg -

0401

Charlottenburg-Nord

22,4

Marzahn-

1001

Marzahn

24,1

Wilmersdorf

0402

Westend

13,9

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

38,8

0403

Charlottenburg

17,7

1003

Biesdorf

15,9

0404

Schmargendorf

11,5

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

21,1

0405

Wilmersdorf

18,7

1101

Hohenschönhausen Nord

22,0

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

13,5

0501

SPA 1

22,5

1103

Lichtenberg Nord

22,5

0502

SPA 2

25,2

1104

Lichtenberg Mitte

25,1

0503

SPA 3

11,5

1105

Lichtenberg Süd

10,5

0504

SPA 4

18,7

1210

Reinickendorf-Ost

24,8

Steglitz-

0601

Region A

12,7

1221

Tegel

21,7

Zehlendorf

0602

Region B

17,0

1222

Heiligensee-Konradshöhe

14,7

0603

Region C

13,9

1223

Frohnau-Hermsdorf

18,2

0604

Region D

11,9

1230

Waidmannslust

31,9

Pankow

Spandau

1

Neukölln

Lichtenberg

Reinickendorf

Bezogen auf Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung mindestens 5 Jahre alt waren.

/ Weniger als 100 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

155

Tabelle A.12:
Anteil der Kinder (ohne Kinder mit schlechteren als guten Deutschkenntnissen) mit auffälligen Testergebnissen im Subtest Sätze
nachsprechen bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Mitte

Prognoseraum

Anteil

Bezirk

1

Prognoseraum

Anteil

Nr.

Bezeichnung

in %1
20,7

Nr.

Bezeichnung

0101

Zentrum

9,3

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

0102

Moabit

10,1

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

7,7

0103

Gesundbrunnen

15,9

0703

Friedenau

4,7

in %

0104

Wedding

16,3

0704

Tempelhof

9,4

Friedrichshain-

0201

Kreuzberg Nord

35,8

0705

Mariendorf

16,4

Kreuzberg

0202

Kreuzberg Süd

8,0

0706

Marienfelde

12,1

0203

Kreuzberg Ost

14,8

0707

Lichtenrade

11,1

0204

Friedrichshain West

9,8

0801

Neukölln

15,5

0205

Friedrichshain Ost

2,9

0802

Britz-Buckow

12,7

0301

Buch

14,8

0803

Gropiusstadt

16,8

0302

Nördliches Pankow

9,9

0804

Buckow Nord / Rudow

5,6

0303

Nördliches Weißensee

9,5

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

2,6

0304

Südliches Pankow

8,1

Köpenick

0305

Südliches Weißensee

0306

Pankow

Neukölln

0902

Treptow-Köpenick 2

10,5

11,0

0903

Treptow-Köpenick 3

8,8

Nördl. Prenzl. Berg

8,6

0904

Treptow-Köpenick 4

3,8

0307

Südl. Prenzl. Berg

7,4

0905

Treptow-Köpenick 5

Charlottenburg -

0401

Charlottenburg-Nord

1001

Marzahn

18,1

Wilmersdorf

0402

Westend

1002

Hellersdorf

35,6

0403

Charlottenburg

16,0

1003

Biesdorf

0404

Schmargendorf

12,6

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

15,3

0405

Wilmersdorf

21,1

14,7

0406

Forst Grunewald

0501

10,5

Marzahn-

8,4

Hellersdorf

7,1

2,5

1101

Hohenschönhausen Nord

/

1102

Hohenschönhausen Süd

12,5

SPA 1

18,9

1103

Lichtenberg Nord

13,8

0502

SPA 2

23,1

1104

Lichtenberg Mitte

8,8

0503

SPA 3

21,1

1105

Lichtenberg Süd

0504

SPA 4

13,9

1210

Reinickendorf-Ost

33,3

Steglitz-

0601

Region A

10,8

1221

Tegel

29,6

Zehlendorf

0602

Region B

11,9

1222

Heiligensee-Konradshöhe

12,0

0603

Region C

7,9

1223

Frohnau-Hermsdorf

0604

Region D

6,3

1230

Waidmannslust

Spandau

1

Lichtenberg

Reinickendorf

Bezogen auf Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung mindestens 5 Jahre alt waren.

/ Weniger als 100 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

3,1

4,8
34,3

156

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle A.13:
Anteil der Kinder mit Sprachdefiziten (kombinierter Indikator) bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017
nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Prognoseraum

Anteil

Nr.

Bezeichnung

in %

0101

Zentrum

22,9

0102

Moabit

37,9

0103

Gesundbrunnen

0104
FriedrichshainKreuzberg

Mitte

Bezirk

Prognoseraum

Anteil

Nr.

Bezeichnung

in %

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

44,9

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

21,9

43,4

0703

Friedenau

12,4

Wedding

45,7

0704

Tempelhof

27,3

0201

Kreuzberg Nord

58,3

0705

Mariendorf

27,6

0202

Kreuzberg Süd

22,9

0706

Marienfelde

32,8

0203

Kreuzberg Ost

32,2

0707

Lichtenrade

19,7

0204

Friedrichshain West

24,7

51,4

0205

Friedrichshain Ost

0301

0801

Neukölln

8,7

0802

Britz-Buckow

34,3

Buch

19,5

0803

Gropiusstadt

46,3

0302

Nördliches Pankow

12,5

0804

Buckow Nord / Rudow

15,8

0303

Nördliches Weißensee

13,7

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

8,0

0304

Südliches Pankow

11,3

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

23,4

0305

Südliches Weißensee

17,6

0903

Treptow-Köpenick 3

13,7

0306

Nördl. Prenzl. Berg

11,8

0904

Treptow-Köpenick 4

13,5

0307

Südl. Prenzl. Berg

12,8

0905

Treptow-Köpenick 5

11,6

Charlottenburg -

0401

Charlottenburg-Nord

35,3

Marzahn-

1001

Marzahn

32,5

Wilmersdorf

0402

Westend

21,0

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

42,2

0403

Charlottenburg

29,6

1003

Biesdorf

12,9

0404

Schmargendorf

23,0

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

18,1

0405

Wilmersdorf

35,3

1101

Hohenschönhausen Nord

34,1

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

31,8

0501

SPA 1

38,5

1103

Lichtenberg Nord

32,5

0502

SPA 2

38,7

1104

Lichtenberg Mitte

23,8

0503

SPA 3

36,5

1105

Lichtenberg Süd

0504

SPA 4

21,1

1210

Reinickendorf-Ost

47,0

Steglitz-

0601

Region A

18,6

1221

Tegel

40,6

Zehlendorf

0602

Region B

23,4

1222

Heiligensee-Konradshöhe

13,8

0603

Region C

17,9

1223

Frohnau-Hermsdorf

0604

Region D

12,7

1230

Waidmannslust

Pankow

Spandau

Neukölln

Lichtenberg

Reinickendorf

/ Weniger als 100 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

7,9

7,7
46,0

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

157

Tabelle A.14:
Anteil der Kinder, die in Haushalten mit allein erziehenden Elternteilen leben, bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017
nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Prognoseraum

Anteil

Nr.

Bezeichnung

in %

0101

Zentrum

15,3

0102

Moabit

18,6

0103

Gesundbrunnen

0104
FriedrichshainKreuzberg

Bezirk

Prognoseraum

Anteil

Nr.

Bezeichnung

in %

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

17,5

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

16,5

18,2

0703

Friedenau

14,8

Wedding

22,9

0704

Tempelhof

22,0

0201

Kreuzberg Nord

16,7

0705

Mariendorf

22,5

0202

Kreuzberg Süd

16,7

0706

Marienfelde

26,4

0203

Kreuzberg Ost

18,5

0707

Lichtenrade

21,0

0204

Friedrichshain West

23,4

0801

Neukölln

18,9

0205

Friedrichshain Ost

21,1

0802

Britz-Buckow

19,5

0301

Buch

37,4

0803

Gropiusstadt

21,5

0302

Nördliches Pankow

13,2

0804

Buckow Nord / Rudow

16,1

0303

Nördliches Weißensee

17,9

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

24,1

0304

Südliches Pankow

18,6

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

32,8

0305

Südliches Weißensee

22,5

0903

Treptow-Köpenick 3

20,5

0306

Nördl. Prenzl. Berg

19,5

0904

Treptow-Köpenick 4

24,2

0307

Südl. Prenzl. Berg

14,0

0905

Treptow-Köpenick 5

17,6

Charlottenburg -

0401

Charlottenburg-Nord

28,3

Marzahn-

1001

Marzahn

36,0

Wilmersdorf

0402

Westend

14,7

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

41,3

0403

Charlottenburg

17,4

1003

Biesdorf

14,0

0404

Schmargendorf

19,3

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

14,1

0405

Wilmersdorf

18,6

1101

Hohenschönhausen Nord

40,3

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

30,6

0501

SPA 1

29,1

1103

Lichtenberg Nord

33,0

0502

SPA 2

27,6

1104

Lichtenberg Mitte

27,7

0503

SPA 3

25,7

1105

Lichtenberg Süd

14,8

0504

SPA 4

11,5

1210

Reinickendorf-Ost

31,8

Steglitz-

0601

Region A

18,5

1221

Tegel

26,7

Zehlendorf

0602

Region B

23,4

1222

Heiligensee-Konradshöhe

17,0

0603

Region C

15,3

1223

Frohnau-Hermsdorf

0604

Region D

9,0

1230

Waidmannslust

Mitte

Pankow

Spandau

Neukölln

Lichtenberg

Reinickendorf

/ Weniger als 100 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

7,5
25,4

158

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle A.15:
Anteil der Kinder mit einer Kita-Besuchsdauer von über 2 Jahren bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017
nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Prognoseraum

Anteil

Nr.

Bezeichnung

in %

0101

Zentrum

90,3

0102

Moabit

87,9

0103

Gesundbrunnen

0104
FriedrichshainKreuzberg

Bezirk

Prognoseraum

Anteil

Nr.

Bezeichnung

in %

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

81,2

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

92,7

81,7

0703

Friedenau

93,9

Wedding

79,6

0704

Tempelhof

90,1

0201

Kreuzberg Nord

89,0

0705

Mariendorf

88,7

0202

Kreuzberg Süd

92,6

0706

Marienfelde

79,9

0203

Kreuzberg Ost

93,5

0707

Lichtenrade

91,3

0204

Friedrichshain West

93,7

0801

Neukölln

86,0

0205

Friedrichshain Ost

95,5

0802

Britz-Buckow

86,9

0301

Buch

92,7

0803

Gropiusstadt

86,5

0302

Nördliches Pankow

96,6

0804

Buckow Nord / Rudow

93,1

0303

Nördliches Weißensee

94,7

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

92,8

0304

Südliches Pankow

97,0

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

88,9

0305

Südliches Weißensee

92,8

0903

Treptow-Köpenick 3

91,5

0306

Nördl. Prenzl. Berg

95,2

0904

Treptow-Köpenick 4

90,2

0307

Südl. Prenzl. Berg

93,6

0905

Treptow-Köpenick 5

96,3

Charlottenburg -

0401

Charlottenburg-Nord

84,0

Marzahn-

1001

Marzahn

86,8

Wilmersdorf

0402

Westend

88,4

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

87,0

0403

Charlottenburg

86,8

1003

Biesdorf

94,6

0404

Schmargendorf

92,5

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

95,9

0405

Wilmersdorf

86,4

1101

Hohenschönhausen Nord

89,4

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

86,0

0501

SPA 1

80,0

1103

Lichtenberg Nord

86,5

0502

SPA 2

82,7

1104

Lichtenberg Mitte

92,7

0503

SPA 3

85,6

1105

Lichtenberg Süd

96,7

0504

SPA 4

90,7

1210

Reinickendorf-Ost

85,5

Steglitz-

0601

Region A

93,5

1221

Tegel

86,7

Zehlendorf

0602

Region B

90,3

1222

Heiligensee-Konradshöhe

96,2

0603

Region C

92,0

1223

Frohnau-Hermsdorf

95,5

0604

Region D

93,1

1230

Waidmannslust

80,5

Mitte

Pankow

Spandau

Neukölln

Lichtenberg

Reinickendorf

/ Weniger als 100 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung Einschulungsuntersuchung 2017

159

Tabelle A.16:
Anteil der Kinder nichtdeutscher Herkunft mit unzureichenden deutschen Sprachkenntnissen an den Kindern nichtdeutscher
Herkunft bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2017 nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Prognoseraum

Anteil

Bezirk

1

Prognoseraum

Anteil

Nr.

Bezeichnung

in %1

Nr.

Bezeichnung

in %

0101

Zentrum

24,0

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

41,0

0102

Moabit

41,6

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

27,1

0103

Gesundbrunnen

37,5

0703

Friedenau

17,7

0104

Wedding

44,2

0704

Tempelhof

34,7

Friedrichshain-

0201

Kreuzberg Nord

42,5

0705

Mariendorf

23,9

Kreuzberg

0202

Kreuzberg Süd

30,3

0706

Marienfelde

41,1

0203

Kreuzberg Ost

31,6

0707

Lichtenrade

27,3

0204

Friedrichshain West

33,1

0801

Neukölln

55,2

0205

Friedrichshain Ost

15,9

0802

Britz-Buckow

44,7

0301

Buch

/

0803

Gropiusstadt

46,2

0302

Nördliches Pankow

/

0804

Buckow Nord / Rudow

25,8

0303

Nördliches Weißensee

/

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

20,0

0304

Südliches Pankow

15,0

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

52,6

0305

Südliches Weißensee

28,3

0903

Treptow-Köpenick 3

/

0306

Nördl. Prenzl. Berg

9,7

0904

Treptow-Köpenick 4

/

0307

Südl. Prenzl. Berg

14,3

0905

Treptow-Köpenick 5

Charlottenburg -

0401

Charlottenburg-Nord

36,1

Marzahn-

1001

Marzahn

43,8

Wilmersdorf

0402

Westend

26,8

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

36,7

0403

Charlottenburg

25,6

1003

Biesdorf

0404

Schmargendorf

23,6

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

0405

Wilmersdorf

27,6

1101

Hohenschönhausen Nord

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

56,9

0501

SPA 1

40,7

1103

Lichtenberg Nord

42,0

0502

SPA 2

37,8

1104

Lichtenberg Mitte

45,3

0503

SPA 3

27,7

1105

Lichtenberg Süd

0504

SPA 4

/

1210

Reinickendorf-Ost

26,3

Steglitz-

0601

Region A

16,5

1221

Tegel

24,8

Zehlendorf

0602

Region B

33,3

1222

Heiligensee-Konradshöhe

/

0603

Region C

25,9

1223

Frohnau-Hermsdorf

/

0604

Region D

20,9

1230

Waidmannslust

Mitte

Pankow

Spandau

1

Neukölln

Lichtenberg

Reinickendorf

Die Angaben beziehen sich auf Kinder mit ein- und beidseitigem Migrationshintergrund.

/ Weniger als 100 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGPG Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGPG - I A -)

SenGPG, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gesundheitsinformationssysteme, Statistikstelle

/

/
/
61,5

/

30,4
        
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