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Full text: Grundauswertung der Einschulungsdaten in Berlin ... Issue 2014

Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales
Referat I A

Grundauswertung der
Einschulungsdaten in Berlin 2014
Druckversion der Tabellen und der Erläuterungen zur Methodik aus dem Gesundheits- und
Sozialinformationssystem (GSI) der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales Berlin
(www.gsi-berlin.info)

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Grundauswertung ESU 2014

Fachliche Auskünfte:

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Dr. Sylke Oberwöhrmann
Dr. Susanne Bettge
Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales
Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme
Oranienstraße 106
10969 Berlin

Telefon:

(030) 9028 1541 (Frau Dr. Oberwöhrmann)
(030) 9028 2679 (Frau Dr. Bettge)

Telefax:

(030) 9028 2094

E-Mail:

Sylke.Oberwoehrmann@SenGS.Berlin.de
Susanne.Bettge@SenGS.Berlin.de

Homepage:

http://www.berlin.de/sen/gessoz/gesundheits-und-sozialberichterstattung/

Redaktionsschluss:

November 2015

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Quellenangabe gestattet

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Abruf der Tabellen und Methodentexte im Internet:
Aufrufen der Startseite des Gesundheits- und Sozialinformationssystems (GSI):
http://www.gsi-berlin.info

Abrufen der Auswertungen der Einschulungsuntersuchungen:
a) Abruf sämtlicher Auswertungen für den Einschulungsjahrgang 2014:
Auf der GSI-Startseite links in der Navigation auf „erweiterte Suche“ klicken. In der sich öffnenden Suchmaske folgende Festlegung treffen:
Kontext: Einschulungsuntersuchung Berlin 2014
Die übrigen Auswahlfelder frei lassen. Als Suchergebnis werden sämtliche Tabellen zu den Basisdaten der Einschulungsuntersuchungen 2014 angezeigt.

b) Abruf von Auswertungen für die Einschulungsjahrgänge 2005 bis 2014:
Auf der GSI-Startseite links in der Navigation auf „Gesundheitsdaten“ klicken.
In der sich öffnenden Tabelle werden im Bereich „Gesundheitszustand der Bevölkerung“ unter
dem Thema „Gesundheitszustand von Vorschulkindern“ 13 Unterthemen angezeigt, die alle Tabellen zu den Basisdaten der Einschulungsuntersuchungen beinhalten (auch die aus den Vorjahren). Aus diesen können die Auswertungen themenbezogen einzeln abgerufen werden.

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5

Inhaltsverzeichnis
1

EINLEITUNG ........................................................................................................ 7

2

ECKDATEN DER UNTERSUCHTEN KINDER ...................................................10

2.1 Methodik ........................................................................................................................................ 10
2.2 Die Eckdaten im Überblick .......................................................................................................... 14
2.3 Soziale Lage und Migrationsmerkmale ...................................................................................... 16

3

GESUNDHEITS- UND RISIKOVERHALTEN ......................................................21

3.1 Impfstatus ..................................................................................................................................... 21
3.2 Zahnpflege .................................................................................................................................... 34
3.3 Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen ....................................................... 38
3.4 Raucher/innen im Haushalt ......................................................................................................... 44
3.5 Fernsehkonsum ............................................................................................................................ 47

4

GESUNDHEITLICHE PROBLEMLAGEN ...........................................................51

4.1 Körpergewicht .............................................................................................................................. 51
4.2 Auffälligkeiten in der motorischen und kognitiven Entwicklung ............................................ 56
4.3 Auffälligkeiten in der sprachlichen Entwicklung ...................................................................... 66

5

SOZIALES UMFELD UND SOZIALE INTEGRATION ........................................81

5.1 Eckdaten der familiären Situation .............................................................................................. 81
5.2 Besuch von Kindertageseinrichtungen ..................................................................................... 88
5.3 Kenntnisse der deutschen Sprache bei Kindern nichtdeutscher Herkunft ........................... 92

ANHANG ...................................................................................................................97
Dokumentationsbogen Einschulungsuntersuchung 2014.............................................................. 97
Übersicht über die Prognoseräume (LOR-PR) in Berlin................................................................ 100
Nummern und Bezeichnungen der Prognoseräume (LOR-PR) in Berlin .................................... 101
Tabellen auf Ebene der Prognoseräume......................................................................................... 102

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1 Einleitung
Die vorliegenden Auswertungen enthalten die Basisdaten zur gesundheitlichen und sozialen Lage von
Kindern in Berlin aus der Einschulungsuntersuchung 2014. Die Auswertungen und Ergebnisdarstellungen
1

folgen der Vorgehensweise für die Daten der Einschulungsuntersuchungen 2005 (Spezialbericht 2007-1) ,
2

2006 (Spezialbericht 2008-1) und 2007 bis 2013 (Tabellen und Grundauswertungen unter www.gsiberlin.info). In den genannten Spezialberichten finden sich genauere Hinweise zu den Einschulungsuntersuchungen in Berlin und zu Gesichtspunkten der Datenverarbeitung und Ergebnisdarstellung.
Beginnend mit der Grundauswertung der Daten der Einschulungsuntersuchung 2013 werden als Grundgesamtheit alle die Kinder in die Auswertung einbezogen, die in dem betreffenden Jahr zum ersten Mal
zu einer Einschulungsuntersuchung im KJGD vorgestellt wurden, unabhängig davon, ob sie tatsächlich
eingeschult oder für ein Jahr zurückgestellt werden. Bis 2013 bezogen sich die Auswertungen auf die
Kinder, die in dem entsprechenden Jahr tatsächlich eingeschult wurden. Diese Änderung wurde vorgenommen, da aufgrund der über mehrere Jahre stetig ansteigenden Zahl von Zurückstellungen eine erneute Untersuchung im Folgejahr nicht mehr in jedem Fall stattfindet und daher nach bisheriger Methodik nicht mehr ein kompletter Einschulungsjahrgang erfasst würde. Weitere Informationen zur Änderung
der Grundgesamtheit und deren Auswirkungen auf die berichteten Ergebnisse lassen sich der Grundauswertung der Einschulungsdaten in Berlin 2013 (im Internet abrufbar unter www.gsi-berlin.info) entnehmen.
Wie auch die oben genannten Berichte, gliedern sich die Auswertungen der Einschulungsdaten 2014 in
die Inhaltsbereiche Eckdaten der untersuchten Population, Gesundheits- und Risikoverhalten (Impfstatus, Zahnpflege, Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen, Raucher/innen im Haushalt,
Fernsehkonsum), gesundheitliche Problemlagen (Körpergewicht, Auffälligkeiten der motorischen, kognitiven und sprachlichen Entwicklung), sowie soziales Umfeld und soziale Integration (Eckdaten der familiären Situation, Besuch von Kindertageseinrichtungen, Kenntnisse der deutschen Sprache bei Kindern
nichtdeutscher Herkunft). Jedem Bereich ist zunächst eine kurze Darstellung zur Methodik der Datenerhebung vorangestellt. Anschließend werden die Ergebnisse jeweils im Überblick über die Gesamtsituation
und differenziert nach Geschlecht, sozialer Lage, Merkmalen zum Migrationshintergrund sowie auf Bezirksebene dargestellt. Seit 2010 werden für jedes Merkmal Zeitreihen beginnend mit dem Jahr 2005
erstellt und jährlich weitergeführt. Für nach 2005 neu aufgenommene Merkmale beginnen die Zeitreihen
mit dem jeweils ersten Erhebungsjahr. In den präventionsrelevanten Bereichen Zahnpflege, Übergewicht,
motorische, kognitive und sprachliche Entwicklung sowie deutsche Sprachkenntnisse der Kinder nichtdeutscher Herkunft, für die im Besonderen die Kitas einen wichtigen Zugangsweg darstellen, werden die
Ergebnisse auch nach der Kita-Besuchsdauer differenziert.

1

Oberwöhrmann, S. & Bettge, S. (2007). Basisdaten zur gesundheitlichen und sozialen Lage von Kindern in Berlin. Ergebnisse und Handlungsempfehlungen auf der Basis der Einschulungsuntersuchungen 2005. Gesundheitsberichterstattung Berlin, Spezialbericht 2007 – 1. Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz Berlin. Im Internet abrufbar unter http://www.berlin.de/sen/gessoz/gesundheits-undsozialberichterstattung/gesundheitsberichterstattung-epidemiologie/.

2

Oberwöhrmann, S. & Bettge, S. (2008). Grundauswertung der Einschulungsdaten 2006 zur gesundheitlichen und sozialen Lage von Kindern in
Berlin. Gesundheitsberichterstattung Berlin, Spezialbericht 2008 – 1. Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz Berlin. Im
Internet abrufbar unter http://www.berlin.de/sen/gessoz/gesundheits-und-sozialberichterstattung/gesundheitsberichterstattung-epidemiologie/.

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Sozialraumorientierung: Die lebensweltlich orientierten Planungsräume (LOR)

Ein besonderes Merkmal der Einschulungsdaten besteht darin, dass detaillierte Informationen über den
Wohnort des Kindes vorliegen, die für kleinräumige Analysen genutzt werden können. Dadurch lassen
sich sozialräumliche Disparitäten in der gesundheitlichen und sozialen Lage der Kinder und ihrer Familien
aufzeigen. Hieraus werden räumlich differenzierte Informationen über Handlungsbedarf und Zielgruppen
für Gesundheitsförderung, Prävention und Intervention gewonnen.
Die bis zum Erhebungsjahr 2004 verwendeten räumlichen Gliederungsebenen (Verkehrszellen, Statistische Gebiete, Alt-Bezirke) werden seit dem Einschulungsjahrgang 2005 durch die neuen, lebensweltlich
3

orientierten Planungsräume ersetzt. Ziel der Erarbeitung der neuen Planungsräume war eine Vereinheitlichung der von verschiedenen Senatsverwaltungen und Bezirksämtern genutzten Planungsregionen,
um die räumlichen Planungsprozesse der Verwaltungen auf eine gemeinsame Basis zu stellen und die
ressortübergreifende Zusammenarbeit zu erleichtern.
Die lebensweltlich orientierten Planungsräume bilden ein hierarchisches räumliches Bezugssystem mit
drei Ebenen. Auf der ersten Ebene sind 447 Planungsräume festgelegt, die auf der zweiten Ebene zu 138
Bezirksregionen und auf der dritten Ebene zu 60 Prognoseräumen aggregiert werden. Für die sozialräumlichen Auswertungen der Einschulungsdaten wurde die Ebene der Prognoseräume ausgewählt. Diese lässt Auswertungen zu, die deutlich differenzierter sind als auf Bezirksebene, gewährleistet aber andererseits in 59 der 60 Prognoseräume hinreichend große Fallzahlen, um auf einen Einschulungsjahrgang
bezogene statistische Analysen sinnvoll durchführen zu können.
Für die Jahre 2005 bis 2007 wurden die Prognoseräume auf der Basis der alten räumlichen Gliederungsebenen für die Auswertung rekonstruiert. Seit dem Erhebungsjahr 2008 werden die Daten auf der Planungsraumebene erfasst. Die Ergebnisse der sozialräumlichen Auswertungen auf der Ebene der Prognoseräume werden im Anhang tabellarisch aufgeführt.
Mit der vorliegenden Grundauswertung ist es unter Einbeziehung der Spezialberichte 2007-1 und 2008-1
sowie der Grundauswertungen der Einschulungsdaten 2007 bis 2013 möglich, den zeitlichen Verlauf der
Veränderungen auch auf der kleinteiligeren räumlichen Ebene (Prognoseräume) zu betrachten. Bei der
Interpretation der Veränderungen ist jedoch Vorsicht geboten, da aufgrund der kleineren Fallzahlen von
Kindern pro Prognoseraum erfahrungsgemäß teils größere Schwankungen von Jahr zu Jahr zu beobachten sind. Für verlässlichere Aussagen zu Veränderungen auf dieser räumlichen Ebene sollten daher die
Daten mehrerer Jahre herangezogen werden.
Für die bezirklichen Auswertungen wird seit 2005 auf der Basis des jeweiligen räumlichen Bezugssystems
der Wohnbezirk des Kindes gewählt und nicht der Bezirk, in dem das Kind bei der Einschulungsuntersuchung untersucht wurde, um von deckungsgleichen Fallzahlen auf den unterschiedlichen Raumebenen
(Bezirke, Prognoseräume) auszugehen.

Grundsätze der statistischen Geheimhaltung und der Darstellung der Ergebnisse

Aufgrund der Vollerhebung eines Jahrgangs bei den Einschulungsuntersuchungen sind die Fallzahlen in
den Auswertungen in der Regel hinreichend groß, dass Rückschlüsse auf einzelne Kinder ausgeschlossen
sind. In den seltenen Fällen, in denen in der Randsumme eine Fallzahl von 3 unterschritten wird bzw. alle
Fälle der Zeilen oder Spaltenrandsumme in eine Merkmalskategorie fallen, werden diese aus Gründen der
statistischen Geheimhaltung gesperrt. Diese Sperrungen werden mit dem Zeichen „*“ gekennzeichnet.

3

Jahn, Mack & Partner (2006). Vereinheitlichung von Planungsräumen. Gutachten im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin und
des Statistischen Landesamtes Berlin.

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Für einzelne Merkmale reichen insbesondere im Falle der Tabellen zu den Prognoseräumen die Fallzahlen
nicht aus, um statistisch belastbare Aussagen zu treffen. Deshalb werden in diesen Fällen mit weniger als
30 untersuchten Kindern keine Anteile ausgewiesen und stattdessen das Zeichen „/“ in der Tabelle eingefügt.
Alle Prozentzahlen in den Tabellen sind auf eine Nachkommastelle gerundet, dadurch können sich bei
Addition der Prozentangaben in der Summe geringfügige Abweichungen von 100 % ergeben.

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2 Eckdaten der untersuchten Kinder
In diesem Kapitel werden die soziodemografischen Eckdaten der Kinder des Einschulungsjahrganges
2014 dargestellt. Diese Eckdaten umfassen das mittlere Alter, die Geschlechtsverteilung, die soziale Lage
und Merkmale zum Migrationshintergrund. Sie werden für das aktuelle und das Vorjahr berichtet. Zusätzlich wird die Verteilung der untersuchten Kinder über die zwölf Berliner Bezirke aufgeschlüsselt. Im
Folgenden wird das methodische Vorgehen bei der Operationalisierung der sozialen Lage sowie der Migrationsmerkmale erläutert und im Anschluss werden die Ergebnisse tabellarisch aufbereitet.

2.1 Methodik
Operationalisierung der sozialen Lage

Zur Beschreibung der sozialen Lage der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung werden Bildungs- und
Erwerbsstatus der Eltern durch Angaben über Schulabschluss, berufliche Ausbildung und Erwerbstätigkeit beider Elternteile erfasst.
Methodisches Vorgehen bis 2008
Bei den Auswertungen der Einschulungsuntersuchungen bis einschließlich 2008 wurde aus den Angaben
zu Schulabschluss und Erwerbstätigkeit ein sozialer Schichtindex gebildet, indem für jeden Elternteil für
die beiden Komponenten Schulbildung und Erwerbsstatus Punkte vergeben wurden (Tab. 2.1). Der Schulabschluss wurde im Vergleich zur Erwerbstätigkeit mit doppelt so hohen Punktzahlen bewertet, um den
Bildungsanteil mit stärkerem Gewicht in den Index eingehen zu lassen. Fehlten Angaben eines Elternteils,
wurden die Punktzahlen des anderen Elternteils verdoppelt, sofern wenigstens für einen Elternteil vollständige Angaben zu beiden Komponenten vorlagen.
Tabelle 2.1:
Vergabe von Punkten bei der Bildung des sozialen Schichtindexes bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2004 bis 2008
Schulbildung

Punkte

Erwerbsstatus

Punkte

ohne Hauptschulabschluss

2

vollzeitbeschäftigt

3

mit Hauptschulabschluss

2

teilzeitbeschäftigt

2

10. Klasse/mittlere Reife

4

nicht erwerbstätig:

(Fach-)Hochschulreife

6

ich finde keine Arbeit

0

ich habe andere Gründe

1

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Unter Addition der Punkte beider Elternteile bzw. bei Verdoppelung der Punktzahl des Elternteils, von
dem Angaben vorlagen, konnte der soziale Schichtindex Werte zwischen 4 und 18 Punkten erreichen. Der
Punktwertebereich wurde auf der Basis der Daten 2004 in drei annähernd gleich große Gruppen eingeteilt und der oberen, mittleren und unteren sozialen Schicht zugeordnet. Dabei errechnete sich für die
untere Schicht ein Punktwertebereich von 4 - 11 Punkten, für die mittlere Schicht von 12 - 15 Punkten
und für die obere Schicht von 16 - 18 Punkten. Die Verwendung der Daten 2004 als Referenzwerte ermöglichte die Schaffung eines Bezugspunktes, der es erlaubte, in den weiteren Jahren Veränderungen in
der Verteilung der drei Schichten zu erkennen.

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Aktuelles methodisches Vorgehen (seit 2009)
Der frühere soziale Schichtindex (s. o.) wurde unter Hinzuziehung der Angaben zur Berufsausbildung der
Eltern überarbeitet und in einen neuen sozialen Statusindex überführt (zu Details vgl. Spezialbericht
4

2011-1 ). In den sozialen Statusindex gehen die drei Merkmale Schulabschluss, Berufsausbildung und
Erwerbsstatus jeweils für beide Elternteile gleich gewichtet ein, wobei für jedes der drei Merkmale pro
Elternteil 0 bis 3 Punkte vergeben werden (Tab. 2.2). Wie auch bisher werden bei fehlenden Angaben
eines Elternteils die Punktzahlen des anderen Elternteils in dem jeweiligen Merkmal verdoppelt, sofern
wenigstens für einen Elternteil vollständige Angaben zu allen drei Merkmalen vorliegen.
Tabelle 2.2:
Vergabe von Punkten bei der Bildung des sozialen Statusindexes bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin ab 2009
Schulbildung

Berufsausbildung

ohne Hauptschulabschluss

ohne Berufsausbildung

Hauptschulabschluss

in Ausbildung/Studium
abgeschlossene Berufsausbildung/

mittlere Reife/10. Klasse

Fachschulabschluss

(Fach-)Hochschulreife

(Fach-)Hochschulabschluss

Erwerbsstatus
nicht erwerbstätig
- finde keine Arbeit
nicht erwerbstätig
- habe andere Gründe

Punkte

0

1

Teilzeit

2

Vollzeit

3

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Addiert man die Punktwerte beider Elternteile (bzw. verdoppelt man die Punktwerte des Elternteils, von
dem Angaben vorliegen), so kann der soziale Statusindex Werte zwischen 0 und 18 Punkten annehmen.
Unter Verwendung der Ergebnisse detaillierter sozialstruktureller Analysen (vgl. Spezialbericht 2011-1,
a. a. O.) werden die Punktwerte 0 - 8 der Gruppe mit niedrigem sozialen Status, die Punktwerte 9 - 15 der
Gruppe mit mittlerem sozialen Status und die Punktwerte 16 - 18 der Gruppe mit hohem sozialen Status
zugeordnet. Die resultierende Verteilung steht in Einklang mit der Einteilung sozialer Statusgruppen bei
der KiGGS-Studie.

5

Um die Möglichkeit eines Abgleichs mit bisherigen Auswertungen zu erhalten, werden in den Auswertungen der Einschulungsdaten seit 2009 sowohl der bisherige soziale Schichtindex als auch der neue soziale
Statusindex in den Eckdaten ausgewiesen und nach Bezirken und Migrationsmerkmalen aufgeschlüsselt.
Dabei ist die unterschiedliche Größe der sozialen Statusgruppen im Vergleich zu den sozialen Schichten
zu beachten, die nicht durch eine plötzliche Änderung im sozialen Gefüge zu erklären ist, sondern auf die
methodisch bedingte Verschiebung in der Definition der Gruppen zurückzuführen ist. Zur besseren Vergleichbarkeit wird der soziale Schichtindex nur für die Gruppe der Kinder dargestellt, für die auch gültige
Werte zum sozialen Statusindex vorliegen. Damit werden Kinder mit Angaben zu Schulbildung und Erwerbsstatus der Eltern, aber fehlenden Angaben zur beruflichen Ausbildung der Eltern von der Berechnung und Darstellung des sozialen Schichtindexes ausgeschlossen. Dadurch können sich gegenüber dem
4

Bettge, S., Oberwöhrmann, S., Hermann, S. & Meinlschmidt, G. (2011). Sozialstruktur und Kindergesundheit - Ein Atlas für Berlin auf Basis der
Einschulungsuntersuchungen 2007/2008. Gesundheitsberichterstattung Berlin, Spezialbericht 2011 – 1. Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt
und
Verbraucherschutz
Berlin.
Im
Internet
abrufbar
unter
http://www.berlin.de/sen/gessoz/gesundheits-undsozialberichterstattung/gesundheitsberichterstattung-epidemiologie/.

5

Lange, M., Kamtsiuris, P., Lange, C., Schaffrath Rosario, A., Stolzenberg, H. & Lampert, T. (2007). Messung soziodemographischer Merkmale im
Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) und ihre Bedeutung am Beispiel der Einschätzung des allgemeinen Gesundheitszustands. Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz, 50, 578-589.

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von der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales herausgegebenen ESU-Auswertprogramm Fallzahlabweichungen in kleiner Größenordnung ergeben. In den inhaltlichen Auswertungen der Kapitel 3 bis
5 werden ausschließlich die sozialen Statusgruppen nach dem neuen Berechnungsverfahren als Stratifizierungsmerkmal verwendet, weil sich in der Auswertung der Einschulungsdaten 2009 gezeigt hat, dass
die mit den beiden sozialen Indizes zu erzielenden grundsätzlichen inhaltlichen Aussagen weitgehend
deckungsgleich sind.

Operationalisierung der kulturellen Herkunft

Seit der Einführung des neuen Staatsangehörigkeitsgesetzes im Jahr 2000 geben die Passverhältnisse
nur noch unzureichend Auskunft über die Herkunft von Kindern aus Familien mit Migrationshintergrund.
Die Differenzierung nach der kulturellen Herkunft ist jedoch ein wichtiger Aspekt bei der Analyse der
gesundheitlichen und sozialen Lage im Kindes- und Jugendalter, insbesondere in einer stark multikulturell geprägten Region wie dem Land Berlin. So werden sowohl das Gesundheitsverhalten als auch der
Umgang mit Krankheit zum Teil von kulturellen Einflüssen geprägt.
Im Rahmen der ESU wird in Berlin seit dem Jahr 2002 neben der Staatsangehörigkeit auch die kulturelle
Herkunft (kurz: Herkunft) der Kinder erhoben. Maßgeblich für die Zuordnung der Staatsangehörigkeit
sind die Passverhältnisse der Kinder. Kinder, die zusätzlich zur deutschen noch weitere Staatsangehörigkeiten besitzen, werden als Deutsche gezählt. Die Herkunft bezieht sich auf den Kulturkreis, aus dem das
jeweilige Kind stammt. Bei Kindern ohne deutsche Staatsangehörigkeit entspricht die Herkunft der
Staatsangehörigkeit. Ansonsten erfolgt die Zuordnung des Kindes zu einer nichtdeutschen Herkunft unter Verwendung der Merkmale Geburtsland der Eltern, Staatsangehörigkeit der Eltern und Familiensprache(n). Wenn mindestens eins der folgenden drei Kriterien erfüllt ist, wird dem Kind eine nichtdeutsche
Herkunft bescheinigt:
•

Beide Eltern sind nicht in Deutschland geboren.

•

Beide Eltern besaßen bei der Geburt nicht die deutsche Staatsangehörigkeit (unabhängig davon,
ob sie mittlerweile eingebürgert sind).

•

Mindestens ein Elternteil ist nicht in Deutschland geboren oder besaß bei Geburt nicht die deutsche Staatsangehörigkeit und in der Familienkommunikation wird vorwiegend eine (oder mehrere) andere Sprache(n) als die deutsche Sprache verwendet oder das Kind spricht eine andere
Sprache besser als deutsch.

Die Zuordnung zu einem Herkunftsland erfolgt durch den Untersucher/die Untersucherin.
Die Vielzahl der in Berlin vertretenen Herkunftsländer macht zu Auswertungszwecken eine Zusammenfassung in größere Gruppen erforderlich. Kriterien für die Gruppenbildung sind zum einen die zahlenmäßige Häufigkeit, zum anderen ein postulierter ähnlicher soziokultureller Hintergrund. Neben den Kindern
deutscher und türkischer Herkunft werden die Kinder aus den Staaten der arabischen Liga (arabisch), aus
osteuropäischen Staaten (ehemalige Staaten und Nachfolgestaaten des Warschauer Paktes, einschließlich der Staaten der ehemaligen Sowjetunion, der Staaten des ehemaligen Jugoslawiens und Albanien)
und die Kinder aus Industriestaaten europäisch-westlicher Prägung („westliche Industriestaaten“: USA,
Kanada, Australien, Neuseeland, alle europäischen Staaten außer Deutschland und den aufgeführten
osteuropäischen Staaten) jeweils in Gruppen zusammengefasst. Alle Kinder mit anderer Herkunft werden
aufgrund geringerer Häufigkeiten unter der Sammelkategorie „aus sonstigen Staaten“ geführt.
In den vorliegenden Auswertungen wird nicht nach Staatsangehörigkeit differenziert, sondern wie auch
in den Vorjahren (Spezialberichte 2006-1, 2007-1, 2008-1, Grundauswertungen der Einschulungsdaten in
Berlin 2007 bis 2013) die Variable Herkunft verwendet, welche die Verhältnisse in diesem Bereich wirkSenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

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lichkeitsnäher abbildet. Dabei werden neben den sechs genannten Herkunftsgruppen (deutsch, türkisch,
arabisch, osteuropäisch, aus westlichen Industriestaaten, aus sonstigen Staaten) die Ergebnisse zusätzlich zusammengefasst für alle Kinder mit Migrationshintergrund im Vergleich zu den Kindern deutscher
Herkunft ausgewiesen.
Ein zusätzliches Stratifizierungsmerkmal stellt der Migrationshintergrund in Verbindung mit den
Deutschkenntnissen von Kind und begleitendem Elternteil dar (zu den Deutschkenntnissen vgl. Kapitel 5.3). In der Regel werden die Kinder von einem Elternteil zur Einschulungsuntersuchung begleitet (am
häufigsten von der Mutter), dessen Deutschkenntnisse für dieses Merkmal herangezogen werden. Haben
beide Eltern das Kind zur Untersuchung begleitet und ihre Deutschkenntnisse werden unterschiedlich
beurteilt, werden die Deutschkenntnisse der Mutter verwendet. Es werden vier Gruppen unterschieden:
Kinder deutscher Herkunft, Kinder nichtdeutscher Herkunft mit (sehr) guten Deutschkenntnissen von
Kind und begleitendem Elternteil, Kinder nichtdeutscher Herkunft mit unzureichenden Deutschkenntnissen von Kind oder begleitendem Elternteil und Kinder nichtdeutscher Herkunft mit unzureichenden
Deutschkenntnissen von Kind und begleitendem Elternteil (zur methodischen Begründung und Erläuterung dieser Gruppenbildung vgl. Spezialbericht 2011-1, a. a. O.).

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2.2 Die Eckdaten im Überblick
Tabelle 2.3:
Deskription der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Anzahl, Alter, Geschlecht, sozialer Lage und
Migrationsmerkmalen in Berlin 2014 im Vergleich zum Vorjahr (in Klammern Anteile in %)
Merkmal
Gesamtzahl der untersuchten Kinder

2014

2013

31.461

30.427

5 Jahre 8 Monate

5 Jahre 8 Monate

4 - 8 Jahre

4 - 8 Jahre

Jungen

16.446 (52,3 %)

15.869 (52,2 %)

Mädchen

15.015 (47,7 %)

14.558 (47,8 %)

untere soziale Schicht

6.960 (25,0 %)

7.103 (26,3 %)

mittlere soziale Schicht

9.445 (33,9 %)

9.174 (33,9 %)

11.489 (41,2 %)

10.757 (39,8 %)

Alter
mittleres Alter (Median)
Altersspanne (Range)
Geschlecht

Soziale Lage
ESU-Schichtindex (bis 2008)

obere soziale Schicht
ESU-Sozialstatusindex (ab 2009)
untere Statusgruppe

5.039 (18,1 %)

5.074 (18,8 %)

mittlere Statusgruppe

13.554 (48,6 %)

13.423 (49,7 %)

9.301 (33,3 %)

8.537 (31,6 %)

nein

19.200 (61,2 %)

18.959 (62,4 %)

ja

12.170 (38,8 %)

11.413 (37,6 %)

deutsch

19.200 (61,2 %)

18.959 (62,4 %)

türkisch

2.947 (9,4 %)

3.117 (10,3 %)

arabisch

1.863 (5,9 %)

1.745 (5,7 %)

3.996 (12,7 %)

3.544 (11,7 %)

aus westl. Industriestaaten

1.270 (4,0 %)

1.131 (3,7 %)

aus sonstigen Staaten

2.094 (6,7 %)

1.876 (6,2 %)

19.200 (61,8 %)

18.959 (63,1 %)

6.338 (20,4 %)

5.550 (18,5 %)

2.668 (8,6 %)

2.661 (8,9 %)

2.862 (9,2 %)

2.881 (9,6 %)

obere Statusgruppe
Migrationshintergrund

Herkunft

osteuropäisch

Migration/Deutschkenntnisse
Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/(sehr) gute Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/unzureichende Deutschkenntnisse
Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/unzureichende Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

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Tabelle 2.4:
Übersicht über die Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2014
Bezirk

Anzahl Kinder

Anteil bezogen
auf Gesamtberlin in %

Mitte

3.217

Friedrichshain-Kreuzberg

2.480

10,2
7,9

Pankow

4.070

12,9

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.306

7,3

Spandau

2.027

6,4

Steglitz-Zehlendorf

2.534

8,1

Tempelhof-Schöneberg

2.758

8,8

Neukölln

2.848

9,1

Treptow-Köpenick

2.126

6,8

Marzahn-Hellersdorf

2.500

7,9

Lichtenberg

2.289

7,3

Reinickendorf

2.306

7,3

Berlin gesamt

31.461

100,0

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

16

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

2.3 Soziale Lage und Migrationsmerkmale
Soziale Lage und Migrationsmerkmale in den Berliner Bezirken
Tabelle 2.5:
Soziale Lage der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung in den Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2014 - Angaben in %
soziale Lage1
ESU-Schichtindex (bis 2008)
Bezirk

1

n=

ESU-Sozialstatusindex (ab 2009)

untere

mittlere

obere

Schicht

Schicht

Schicht

untere

mittlere

obere

Statusgruppe Statusgruppe Statusgruppe

Mitte

2.647

38,9

25,0

36,1

31,8

39,3

Friedrichshain-Kreuzberg

2.326

28,6

22,9

48,5

25,1

35,2

39,8

Pankow

3.791

8,4

30,2

61,4

4,6

42,9

52,4

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.041

11,6

29,5

58,9

7,6

43,8

48,6

Spandau

1.762

34,3

40,6

25,1

24,2

57,6

18,2

Steglitz-Zehlendorf

2.364

8,8

29,9

61,3

5,3

43,4

51,3

28,9

Tempelhof-Schöneberg

2.514

24,8

33,9

41,3

17,7

49,2

33,1

Neukölln

2.328

44,8

33,8

21,5

35,7

48,6

15,7

Treptow-Köpenick

1.973

17,1

44,1

38,7

10,4

58,9

30,6

Marzahn-Hellersdorf

2.127

31,4

47,1

21,6

18,2

65,4

16,4

Lichtenberg

2.014

27,1

41,7

31,2

17,6

58,0

24,3

Reinickendorf

2.007

34,0

36,3

29,7

25,2

51,9

22,9

Berlin gesamt

27.894

25,0

33,9

41,2

18,1

48,6

33,3

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 11,3 % der Fälle (n = 3.567).

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Tabelle 2.6:
Migrationshintergrund und Herkunft der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung in den Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2014
- Angaben in %
Herkunft1

Anteil Kinder
mit MigrationsBezirk

1

n=

hintergrund

1

deutsch

türkisch

arabisch

osteuropäisch

aus westl.

aus

Industrie-

sonstigen

staaten

Staaten

Mitte

3.207

70,2

29,8

21,2

13,9

18,3

5,8

11,0

Friedrichshain-Kreuzberg

2.473

47,5

52,5

19,4

8,2

7,4

5,3

7,3

Pankow

4.064

16,0

84,0

0,8

0,7

4,6

5,8

4,1

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.285

46,7

53,3

5,5

4,4

17,0

8,4

11,3

Spandau

2.026

42,6

57,4

9,9

5,8

19,0

1,7

6,4

Steglitz-Zehlendorf

2.532

22,0

78,0

3,0

1,8

8,3

4,1

4,8

Tempelhof-Schöneberg

2.757

45,3

54,7

13,7

6,9

14,4

5,0

5,4

Neukölln

2.826

69,0

31,0

22,6

17,9

19,0

3,4

6,1

Treptow-Köpenick

2.115

9,6

90,4

0,8

0,7

4,2

2,0

2,0

Marzahn-Hellersdorf

2.500

18,2

81,8

0,4

0,6

11,4

0,6

5,2

Lichtenberg

2.289

29,1

70,9

1,1

2,0

14,5

1,4

10,0

Reinickendorf

2.296

47,2

52,8

12,4

6,7

18,2

2,8

7,1

Berlin gesamt

31.370

38,8

61,2

9,4

5,9

12,7

4,0

6,7

Fehlende Angaben zur Herkunft in 0,3 % der Fälle (n = 91).

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

17

Tabelle 2.7:
Migrationshintergrund und Deutschkenntnisse der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung und der begleitenden Elternteile in
den Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2014 - Angaben in %
Kind deutscher
Herkunft
Bezirk

1

Kind nichtdeutscher Herkunft

1

n=

1

(sehr) gute

unzureichende

unzureichende

Deutschkenntnisse

Deutschkenntnisse

Deutschkenntnisse

Kind und Elternteil

Kind oder Elternteil

Kind und Elternteil

Mitte

3.157

30,3

31,4

16,3

22,0

Friedrichshain-Kreuzberg

2.451

53,0

29,4

8,9

8,8

Pankow

4.054

84,2

11,9

3,0

0,9

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.265

53,8

32,4

5,9

7,9

Spandau

2.008

57,9

23,4

9,7

9,0

Steglitz-Zehlendorf

2.524

78,3

12,8

4,9

4,1

Tempelhof-Schöneberg

2.730

55,2

22,9

11,0

11,0

Neukölln

2.737

32,0

30,2

17,4

20,4

Treptow-Köpenick

2.111

90,5

6,0

1,6

1,9

Marzahn-Hellersdorf

2.495

81,9

6,6

6,5

5,0

Lichtenberg

2.277

71,3

10,5

7,0

11,2

Reinickendorf

2.259

53,7

28,4

10,3

7,7

Berlin gesamt

31.068

61,8

20,4

8,6

9,2

Fehlende Angaben zu Herkunft und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil in 1,2 % der Fälle (n = 393).

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Zeitreihen zu sozialer Lage und Migrationsmerkmalen
Tabelle 2.8:
Zeitreihe soziale Lage der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2005 bis 2014 - Angaben in %
soziale Lage
ESU-Schichtindex (bis 2008)
Jahr

1

n=

untere

mittlere

obere

Schicht

Schicht

Schicht

ESU-Sozialstatusindex (ab 2009)
untere

mittlere

obere

Statusgruppe Statusgruppe Statusgruppe

2005

25.154

35,2

35,7

29,1

-

-

-

2006

24.957

33,2

34,2

32,6

-

-

-

2007

24.056

33,5

34,8

31,7

-

-

-

2008

24.162

31,1

35,3

33,6

-

-

-

2009

23.977

30,5

34,4

35,1

22,9

50,4

26,7

2010

24.736

29,2

33,8

37,0

21,9

49,4

28,6

2011

24.298

27,8

33,7

38,5

20,6

49,8

29,6

2012

25.009

28,6

34,1

37,3

20,8

49,8

29,5

20131

27.034

26,3

33,9

39,8

18,8

49,7

31,6

2014

27.894

25,0

33,9

41,2

18,1

48,6

33,3

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die eingeschulten
Kinder.

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Der Anteil von Familien mit Kindern, die der unteren sozialen Schicht zugeordnet wurden, hat von 2005
bis 2014 abgenommen, der Anteil der Familien der oberen sozialen Schicht hat im gleichen Zeitraum
entsprechend zugenommen (vgl. Tabelle 2.8). Hierin spiegeln sich sowohl höhere Schulabschlüsse der
SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

18

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Eltern als auch eine sinkende Erwerbslosigkeit. Auch die zeitliche Entwicklung des 2009 neu eingeführten
Sozialstatusindex zeigt eine Abnahme der unteren Statusgruppe und eine Zunahme der oberen Statusgruppe. Die mittlere Statusgruppe ist etwas kleiner geworden. Durch die Änderung der Grundgesamtheit
2013 ist die Veränderung im Vergleich zu den Vorjahren etwas größer ausgefallen als dies bei Beibehaltung der bisherigen Grundgesamtheit der Fall gewesen wäre. Die beobachteten Trends setzen sich 2014
fort.
Tabelle 2.9:
Zeitreihe Herkunft der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2005 bis 2014 - Angaben in %
Herkunft

Anteil Kinder
mit MigrationsJahr

n=

türkisch

arabisch

osteuropäisch

aus westl.

aus

Industrie-

sonstigen

staaten

Staaten

27.583

30,5

69,5

11,9

2,6

8,5

1,7

5,8

2006

27.302

32,6

67,4

12,1

3,9

8,4

2,3

6,0

2007

26.182

32,9

67,1

12,1

4,2

8,5

2,2

5,8

2008

26.314

33,3

66,7

11,5

4,3

8,4

2,7

6,3

2009

26.668

34,8

65,2

12,0

5,1

9,3

3,2

5,2

2010

27.517

35,6

64,4

11,6

5,5

10,0

3,2

5,4

2011

27.208

37,2

62,8

10,5

6,1

11,2

3,5

5,9

2012

28.089

39,2

60,8

11,3

5,9

12,1

3,5

6,4

2013

30.372

37,6

62,4

10,3

5,7

11,7

3,7

6,2

2014

31.370

38,8

61,2

9,4

5,9

12,7

4,0

6,7

2

2

deutsch

2005

1

1

hintergrund

Seit 2009 wird die Herkunft anhand einer Staatenliste erfasst und den seit 2005 verwendeten Herkunftsgruppen zugeordnet.
Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die eingeschulten
Kinder.

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund bei den Einschulungsuntersuchungen hat im Zeitraum
von 2005 bis 2012 um neun Prozentpunkte zugenommen und liegt seit 2009 bei über einem Drittel (vgl.
Tabelle 2.9). Gestiegen sind vor allem die Anteile der Kinder arabischer und osteuropäischer Herkunft
sowie aus westlichen Industriestaaten. Im Einschulungsjahrgang 2013 ist der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund im Vergleich zu 2012 zurückgegangen. Davon sind alle Herkunftsgruppen außer den
westlichen Industriestaaten betroffen. Diese Entwicklung wäre ohne den Wechsel der Datenbasis etwas
kleiner ausgefallen, aber dennoch eingetreten. Der Einschulungsjahrgang 2014 weist wieder einen etwas
höheren Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund auf als 2013. Der Anteil der Kinder türkischer
Herkunft ist weiter rückläufig, während die übrigen nichtdeutschen Herkunftsgruppen, insbesondere die
osteuropäische, einen Zuwachs verzeichnen.

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

19

Tabelle 2.10:
Zeitreihe Migrationshintergrund und Deutschkenntnisse der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung und der begleitenden
Elternteile in Berlin 2005 bis 2014 - Angaben in %
Kind deutscher

Kind nichtdeutscher Herkunft

Herkunft

Jahr

1

n=

(sehr) gute

unzureichende

unzureichende

Deutschkenntnisse

Deutschkenntnisse

Deutschkenntnisse

Kind und Elternteil

Kind oder Elternteil

Kind und Elternteil

2005

27.268

70,3

12,1

7,7

10,0

2006

26.965

68,2

13,7

8,0

10,1

2007

25.891

67,9

14,6

8,6

8,9

2008

26.142

67,1

16,6

8,9

7,4

2009

26.386

65,9

16,2

9,6

8,3

2010

27.211

65,1

17,1

9,1

8,7

2011

26.954

63,4

19,7

9,2

7,7

2012

27.704

61,6

19,8

9,2

9,3

20131

30.051

63,1

18,5

8,9

9,6

2014

31.068

61,8

20,4

8,6

9,2

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die eingeschulten
Kinder.

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

In ähnlichem Ausmaß, in dem der Anteil der Kinder deutscher Herkunft zurückgegangen ist, ist im Zeitraum von 2005 bis 2012 der Anteil der untersuchten Kinder, bei denen Kind und begleitender Elternteil
über gute oder sehr gute Deutschkenntnisse verfügen, angestiegen (vgl. Tabelle 2.10). Dies beruht
hauptsächlich auf der deutlichen Verbesserung der Deutschkenntnisse der Kinder (vgl. auch Abschnitt
5.3). Der Anteil der Eltern mit guten oder sehr guten Deutschkenntnissen blieb über die Jahre nahezu
stabil (Ergebnisse nicht ausgewiesen). Im Jahr 2013 ist der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund
und (sehr) guten Deutschkenntnissen von Kind und begleitendem Elternteil zurückgegangen und gleichzeitig der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund und unzureichenden Deutschkenntnissen von Kind
und begleitendem Elternteil leicht angestiegen. Dieser Effekt wäre auch ohne Änderung der Grundgesamtheit zu beobachten gewesen, aber in abgeschwächter Form. Im Einschulungsjahrgang 2014 mit
wieder leicht rückläufigem Anteil der Kinder deutscher Herkunft ist dagegen der Anteil von Kindern mit
Migrationshintergrund und (sehr) guten Deutschkenntnissen von Kind und begleitendem Elternteil im
Vergleich zum Vorjahr wieder gestiegen. Der in den letzten Jahren im Vergleich zu 2011 erhöhte Anteil
von Kindern mit Migrationshintergrund und unzureichenden Deutschkenntnissen von Kind und begleitendem Elternteil hängt wahrscheinlich mit der größer werdenden Gruppe neu zugewanderter Familien
zusammen, bei denen die Deutschkenntnisse aufgrund der erst kurzen Aufenthaltsdauer in Deutschland
zum Zeitpunkt der Einschulungsuntersuchung noch als unzureichend anzusehen sind.

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

20

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Soziale Lage nach Migrationsmerkmalen
Tabelle 2.11:
Soziale Lage der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin nach Herkunft 2014 - Angaben in %
soziale Lage1
ESU-Schichtindex (bis 2008)
Herkunft

2

n=

ESU-Sozialstatusindex (ab 2009)

untere

mittlere

obere

Schicht

Schicht

Schicht

untere

mittlere

obere

Statusgruppe Statusgruppe Statusgruppe

deutsch

17.788

16,3

35,5

48,2

9,2

51,0

39,9

türkisch

2.516

60,1

30,4

9,5

50,1

43,9

6,0

arabisch

1.449

59,1

28,2

12,7

54,7

36,8

8,6

osteuropäisch

3.274

34,4

34,5

31,2

26,6

50,1

23,3

aus westl. Industriestaaten

1.153

9,2

21,4

69,4

6,6

34,0

59,4

aus sonstigen Staaten

1.661

27,0

34,1

38,9

24,1

47,8

28,1

27.841

24,9

33,9

41,2

18,1

48,6

33,3

Gesamt
1

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 11,3 % der Fälle (n = 3.567).

2

Fehlende Angaben zur Herkunft in 0,2 % der Fälle (n = 53).

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Tabelle 2.12:
Soziale Lage der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Migrationshintergrund und Deutschkenntnissen von Kind und
begleitendem Elternteil in Berlin 2014 - Angaben in %
soziale Lage1
bisheriger ESU-Schichtindex
n=

untere

mittlere

obere

Schicht

Schicht

Schicht

ESU-Sozialstatusindex
untere

mittlere

obere

Status-

Status-

Status-

gruppe

gruppe

gruppe

39,9

Migrationshintergrund2
nein

17.788

16,3

35,5

48,2

9,2

51,0

ja

10.053

40,3

31,0

28,7

33,8

44,4

21,8

Gesamt

27.841

24,9

33,9

41,2

18,1

48,6

33,3

17.788

16,3

35,5

48,2

9,2

51,0

39,9

5.679

29,2

33,9

36,9

22,1

49,0

28,9

2.122

49,5

30,4

20,0

42,9

43,3

13,8

2.053

60,3

23,8

15,9

56,1

33,0

10,9

27.642

24,8

33,9

41,3

17,9

48,6

33,5

Migration/Deutschkenntnisse3
Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/
(sehr) gute Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
Gesamt
1

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 11,3 % der Fälle (n = 3.567).

2

Fehlende Angaben zur Herkunft in 0,2 % der Fälle (n = 53).

3

Fehlende Angaben zu Herkunft und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil in 0,9 % der Fälle (n = 252).

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)
SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

21

3 Gesundheits- und Risikoverhalten
Insbesondere unter dem Blickwinkel der Gesundheitsförderung und der Gesunderhaltung kommt dem
Gesundheits- und Risikoverhalten im Kindesalter große Bedeutung zu. Im Rahmen der Einschulungsuntersuchungen werden einige Angaben erhoben, die sich hierunter einordnen lassen. So können Impfungen, die Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen und die Zahnpflege als Gesundheitsverhalten, das Rauchen älterer oder erwachsener Vorbilder hingegen als Risikoverhalten interpretiert werden. Ein übermäßiger Fernsehkonsum bzw. der unkontrollierte Zugang zu einem eigenen Fernseher wird
immer wieder als Risikofaktor insbesondere für die kindliche Entwicklung diskutiert. Für die Berliner Daten hat sich in multivariaten Analysen dieser Einfluss nicht nachweisen lassen.

6

3.1 Impfstatus
Methodik

Die Auswertungen zum Impfstatus der Kinder und hier insbesondere zur Vollständigkeit der Impfungen
richten sich nach den Vorgaben des Robert Koch-Instituts (RKI), dem nach § 34 Abs. 11 Infektionsschutzgesetz die Daten der Einschulungsuntersuchung zur Grundimmunisierung übermittelt werden.
Methodisches Vorgehen von 2005 bis 2008
Für Berlin werden seit den Daten des Einschulungsjahrgangs 2005 in allen Publikationen in Abweichung
vom seit 2003 nicht mehr überarbeiteten Indikatorensatz der Länder die für den jeweiligen Einschulungsjahrgang aktuellen, strengeren RKI-Definitionen für einen vollständigen Impfstatus verwendet (vgl. Tabelle 3.1). Hierbei wird seit 2005 für Tetanus und Diphtherie der Abstand zwischen der 2. und 3. Impfung
berücksichtigt, sofern nur 3 Impfungen dokumentiert sind. Die Impfung gegen Meningokokken C ist seit
2006 von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen und wurde bei der ESU 2008 erstmalig erfasst.
Tabelle 3.1:
Zugrunde liegende Definitionen zur Vollständigkeit der Impfungen der Berliner Einschulungsjahrgänge 2005 bis 2008
Impfung

vollständig bei Vorliegen von mindestens … dokumentierten Impfungen

Tetanus

3* bzw. 4

Diphtherie
Poliomyelitis

3* bzw. 4
3 bzw. 2 bei Verwendung von Virelon ®

Pertussis

4

Haemophilus influenzae Typ b (Hib)

3

Hepatitis B

3

Meningokokken C

1

* bei 3 Impfungen: Dauer des Abstands zwischen der 2. und 3. Impfung > 5 Monate.
(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Darstellung: SenGesSoz - I A -)

6

Oberwöhrmann, S., Bettge, S., Hermann, S. & Meinlschmidt, G. (2013). Migrationshintergrund als Einflussfaktor auf die kindliche Entwicklung im
Einschulungsalter – ein multivariates Modell. Gesundheitswesen, 75, 203-209.

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

22

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Methodisches Vorgehen von 2009 bis 2013
Das RKI hat Ende 2007 die Kriterien für die Beurteilung der Vollständigkeit der Grundimmunisierungen
7

zum Zeitpunkt der Einschulungsuntersuchung überarbeitet. Demnach ist bei der Beurteilung der Vollständigkeit der Grundimmunisierung die Verwendung von Kombinationsimpfstoffen mit Pertussiskomponente sowie ggf. der Impfabstand zwischen der 2. und 3. Impfdosis zu berücksichtigen. Weiterhin wurde die Erhebung der Meningokokken C-Impfung um die Frage des Zeitpunkts der 1. Meningokokkenimpfung (im/jenseits des 1. Lebensjahrs) ergänzt, da bei einem Immunisierungsbeginn im 1. Lebensjahr drei
Impfdosen für eine vollständige Grundimmunisierung erforderlich sind. Nach Rücksprache mit dem RKI
ergaben sich daher folgende Definitionen (Tabelle 3.2):
Tabelle 3.2:
Zugrunde liegende Definitionen zur Vollständigkeit der Impfungen der Berliner Einschulungsjahrgänge 2009 bis 2013
Impfung

vollständig bei Vorliegen von mindestens … dokumentierten Impfungen

Tetanus

31 bzw. 4

Diphtherie
Poliomyelitis
Pertussis

31 bzw. 4
31 bzw. 4; 2 bei Verwendung von Virelon ®
4

Haemophilus influenzae Typ b (Hib)

31 bzw. 4

Hepatitis B

32 bzw. 4

Pneumokokken
Meningokokken C

2 bis 4 je nach Alter bei Erstimpfung3
1 bzw. 3 bei 1. Impfung bereits im 1. Lebensjahr

1

Bei 3 Impfungen: Abstand zwischen der 2. und 3. Impfung >= 6 Monate.

2

Bei 3 Impfungen mit Hepatitis B-Impfstoff ohne Pertussiskomponente: Abstand zwischen der 2. und 3. Impfung >= 5 Monate.

3

1. Impfung im Alter von 2-6 Monaten: 4 Impfdosen,
1. Impfung im Alter von 7-11 Monaten: 3 Impfdosen,
1. Impfung im Alter von 12-23 Monaten: 2 Impfdosen.
Kinder mit einem Immunisierungsbeginn nach dem 23. LM werden von der Berechnung der Impfraten ausgeschlossen, da hier eher eine
Indikationsimpfung anzunehmen ist.

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Die Impfung gegen Pneumokokken ist von der STIKO seit 2006 für Kinder bis zum Alter von zwei Jahren
empfohlen und wurde bei der ESU 2009 erstmalig erfasst. Bei der Beurteilung der Vollständigkeit der
Grundimmunisierung spielt der Impfbeginn (Datum der 1. Pneumokokkenimpfung) eine wichtige Rolle
(vgl. Tabelle 3.2). Die Erfassung der Pneumokokkenimpfung bezieht sich auf die von der STIKO empfohlene Grundimmunisierung mit einem Pneumokokkenkonjugatimpfstoff innerhalb der ersten zwei Lebensjahre. Das Monitoring der Umsetzung dieser neu eingeführten Standardimpfung sollte über die Einschulungsdaten erfolgen. Daneben existierte bereits vor Einführung dieser neuen Empfehlung die Möglichkeit
einer Indikationsimpfung mit einem Pneumokokkenpolysaccharidimpfstoff für besonders gefährdete
Gruppen, z. B. Kinder mit chronischen Atemwegserkrankungen oder nach Splenektomie. Für einen Impfschutz ist hier in der Regel eine einmalige Dosis ausreichend. Da es wie oben aufgeführt dem RKI zum
damaligen Zeitpunkt nur um die Erfassung der empfohlenen Standardimpfung bis zum 2. Lebensjahr
ging, blieben die Kinder, die danach eine Immunisierung gegen Pneumokokken erhalten haben, bei der
Berechnung der Raten unberücksichtigt.

7

Aufgrund des zeitlichen Vorlaufs für die Realisierung des Erfassungsbogens und Dokumentationsprogramms bei den Einschulungsuntersuchungen,
konnten die dafür notwendigen Zusatzvariablen jedoch erst ab dem Erhebungsjahr 2009 (Untersuchungszeitraum November 2008 bis Frühjahr
2009) aufgenommen werden.

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

23

Aktuelles methodisches Vorgehen (seit 2014)
Im Dezember 2013 wurden die Vorgaben des RKI zur Impferfassung erneut überarbeitet. Die Aufnahme
der Impfung gegen Rotaviren und Änderungen in der Definition der Vollständigkeit gegen Meningokokken C konnten erst zur Erhebung 2015 realisiert werden.
Bezüglich der Impfung gegen Pneumokokken werden seit 2014 nun auch die Kinder berücksichtigt, die
jenseits des 23. Lebensmonats mit einer Dosis eines Pneumokokkenimpfstoffs immunisiert wurden (vgl.
Tabelle 3.3). Da diese bereits seit 2009 im Datensatz enthalten sind, konnte die Anpassung der Berechnungen ohne Änderungen im Dokumentationsbogen erfolgen.
Tabelle 3.3:
Zugrunde liegende Definitionen zur Vollständigkeit der Impfungen der Berliner Einschulungsjahrgänge ab 2014
Impfung

vollständig bei Vorliegen von mindestens … dokumentierten Impfungen

Tetanus

31 bzw. 4
31 bzw. 4

Diphtherie
Poliomyelitis

1

3 bzw. 4; 2 bei Verwendung von Virelon ®

Pertussis

4
31 bzw. 4

Haemophilus influenzae Typ b (Hib)

32 bzw. 4

Hepatitis B
Pneumokokken
Meningokokken C

1 bis 4 je nach Alter bei Erstimpfung3
1 bzw. 3 bei 1. Impfung bereits im 1. Lebensjahr

1

Bei 3 Impfungen: Abstand zwischen der 2. und 3. Impfung >= 6 Monate.

2

Bei 3 Impfungen mit Hepatitis B-Impfstoff ohne Pertussiskomponente: Abstand zwischen der 2. und 3. Impfung >= 5 Monate.

3

1. Impfung im Alter von 2-6 Monaten: 4 Impfdosen,
1. Impfung im Alter von 7-11 Monaten: 3 Impfdosen,
1. Impfung im Alter von 12-23 Monaten: 2 Impfdosen,
1. Impfung im Alter von 24 Monaten oder älter: 1 Impfdosis.

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Für Mumps, Masern, Röteln und Varizellen werden grundsätzlich sowohl die Impfraten für mindestens
eine erfolgte Impfung als auch für zwei oder mehr Impfungen berichtet. Die 2. Impfung dient nicht der
Komplettierung des Impfschutzes, sondern dem Schließen von Immunitätslücken, da nur 95 % der Erstimpflinge eine Immunität entwickeln. Der 2. Impfung kommt damit eine wichtige Rolle hinsichtlich des
8

WHO-Ziels einer 95%igen Durchimpfungsrate zur Eradikation der Masern und Röteln zu. In den Einschulungsjahrgängen 2009 und 2010 galt bei Verwendung eines Varizellen-Monoimpfstoffs bereits eine Impfdosis als ausreichend, weshalb dies in den Tabellen für diese Jahrgänge gesondert ausgewiesen wurde.
Ab dem Jahr 2011 werden unabhängig vom verwendeten Impfstoff zwei Impfdosen gegen Varizellen
empfohlen, was seither in den Auswertungen berücksichtigt wird.
Die Auswertungen beziehen sich grundsätzlich nur auf die Kinder, für die ein Impfpass vorgelegt wurde.
Seit 2009 wird gesondert erfasst, ob kein Impfpass vorgelegt werden konnte, weil das Kind glaubhaft
keinerlei Impfungen erhalten hat. In diesen Sonderfällen (2014: n = 350 Kinder, entsprechend 1,1 % aller
untersuchten Kinder) wird das Kind für alle Krankheiten als ungeimpft gewertet. Da diese Kinder in früheren Jahren laut Durchführungsanleitung in Berlin als Kinder mit vorgelegtem Impfpass, aber keinerlei
Impfungen kodiert wurden, ergeben sich in den Impfraten hierdurch keine Veränderungen im Vergleich
zu den Vorjahren.

8

Robert Koch-Institut (2013). Konstituierung der Nationalen Verifizierungskommission Masern/Röteln beim Robert Koch-Institut. Epidemiologisches
Bulletin, 7/2013, 55-57.

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

28.633

insgesamt

96,2

13.644

94,9

93,6

95,3

94,4
92,3

94,4

92,7

92,9

93,1

3,2

93,0

Hib

82,2

89,9

91,7

87,4

87,6

5,2

87,5

Hepatitis B

74,7

81,6

79,8

78,5

78,8

10,8

78,6

Pneumokokken

84,1

88,2

90,2

86,6

87,3

3,3

87,0

kokken C

Meningo-

Grundauswertung ESU 2014

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 10,3 % der Fälle (n = 2.936).

95,8

96,1

95,1

94,3

94,4

3,4

94,3

Pertussis

Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation inkl. gesichert ungeimpfte Kinder ohne Impfdokumente (1,1 %, n = 350, vgl. Methodik).

96,3

8.735

obere Statusgruppe

96,6

95,9

95,2

95,5

2,6

95,3

Poliomyelitis

1

96,9

mittlere Statusgruppe

95,9

96,1

2,3

96,0

Diphtherie

Art der Impfung

2

95,8

4.349

12.613

untere Statusgruppe

Soziale Lage2

96,3

14.989

Mädchen

2,4

96,3

Tetanus

Jungen

Geschlecht

Grundimmunisierung

begonnene

Grundimmunisierung

abgeschlossene

n=

Merkmal

1

gesamt, nach Geschlecht und sozialer Lage in Berlin 2014 - Angaben in %

Durchimpfungsgrad der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis, Pertussis, Haem. infl. Typ b, Hepatitis B, Pneumokokken und Meningokokken C

Tabelle 3.4:

24
Gesundheitsberichterstattung Berlin

Impfstatus nach Geschlecht, sozialer Lage und Migrationsmerkmalen

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

28.633

insgesamt

95,8

10.517

95,3
96,4

3.352

1.127

1.768

osteuropäisch

aus westl. Industriestaaten

aus sonstigen Staaten

91,3

95,5

96,1

90,0

95,1

95,4

2

82,8

90,6

90,2

86,8

89,1

77,4

84,9

93,3

95,2

86,8

88,7

86,8

87,5

Hepatitis B

67,3

81,0

80,4

79,2

78,1

69,0

70,6

82,5

87,2

79,2

77,7

79,2

78,6

Pneumokokken

Fehlende Angaben zur Herkunft in 0,2 % der Fälle (n = 68).

83,2

92,8

94,4

93,9

92,6

90,6

86,2

93,7

96,9

93,9

91,6

93,9

93,0

Hib

82,8

89,5

88,8

86,5

89,6

80,9

84,4

90,1

92,1

86,5

87,7

86,5

87,0

kokken C

Meningo-

Grundauswertung ESU 2014

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Fehlende Angaben zu Herkunft und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil in 1,1 % der Fälle (n = 321).

92,0

96,5

96,7

94,4

94,9

91,1

91,8

95,3

97,4

94,4

94,2

94,4

94,3

Pertussis

Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation inkl. gesichert ungeimpfte Kinder ohne Impfdokumente (1,1 %, n = 350, vgl. Methodik).

92,0

96,6

96,9

95,6

95,5

92,6

92,7

96,1

97,6

95,6

94,9

95,6

95,3

Poliomyelitis

3

2.153

2.326

5.785

96,2

96,4

94,9

93,4

96,2

98,1

96,2

95,7

96,2

96,0

Diphtherie

Art der Impfung

1

Kind und begleitender Elternteil

unzureichende Deutschkenntnisse

Kind nichtdeutscher Herkunft/

Kind oder begleitender Elternteil

unzureichende Deutschkenntnisse

Kind nichtdeutscher Herkunft/

Kind und begleitender Elternteil

(sehr) gute Deutschkenntnisse

Kind nichtdeutscher Herkunft/

Kind deutscher Herkunft

96,6

93,6

1.588

arabisch

18.048

96,3

2.682

türkisch

Migration/Deutschkenntnisse3

96,6
98,1

18.048

deutsch

Herkunft2

96,6

18.048

ja

2

96,3

Tetanus

nein

Migrationshintergrund

Grundimmunisierung

abgeschlossene

n=

Merkmal

1

gesamt und nach Migrationsmerkmalen in Berlin 2014 - Angaben in %

Durchimpfungsgrad der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis, Pertussis, Haem. infl. Typ b, Hepatitis B, Pneumokokken und Meningokokken C

Tabelle 3.5:

Gesundheitsberichterstattung Berlin
25

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

28.633

insgesamt

95,4

13.644

95,0

92,9
89,8

92,6

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 10,3 % der Fälle (n = 2.936).

89,3

98,2
96,6

91,3

91,8

91,6

Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation inkl. gesichert ungeimpfte Kinder ohne Impfdokumente (1,1 %, n = 350, vgl. Methodik).

obere Statusgruppe

92,8
92,4

96,1

96,4

96,3

>= 2 Dosen

2

94,1

8.735

mittlere Statusgruppe

91,0

91,5

91,3

>= 1 Dosis

Masern

1

98,1
96,2

4.349

12.613

untere Statusgruppe

Soziale Lage2

96,1

14.989

Mädchen

95,7

>= 2 Dosen

Mumps
>= 1 Dosis

Jungen

Geschlecht

n =1

Merkmal

94,1

96,2

98,1

95,4

96,1

95,8

>= 1 Dosis

Art der Impfung

89,4

92,4

92,8

91,0

91,5

91,3

>= 2 Dosen

Röteln

80,9

90,0

94,1

87,2

88,0

87,7

>= 1 Dosis

77,1

86,5

88,5

83,1

84,0

83,6

>= 2 Dosen

Varizellen

Durchimpfungsgrad der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung gegen Mumps, Masern, Röteln und Varizellen gesamt, nach Geschlecht und sozialer Lage in Berlin 2014 - Angaben in %

Tabelle 3.6:

26
Grundauswertung ESU 2014
Gesundheitsberichterstattung Berlin

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

28.633

93,9
97,7

1.127

1.768

aus westl. Industriestaaten

aus sonstigen Staaten

96,4

97,7

97,3

86,7

92,9

92,8

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Fehlende Angaben zu Herkunft und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil in 1,1 % der Fälle (n = 321).

86,2

92,7

92,6

91,5

93,3

86,2

87,9

94,2

95,8

91,5

91,6

91,5

91,6

Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation inkl. gesichert ungeimpfte Kinder ohne Impfdokumente (1,1 %, n = 350, vgl. Methodik).

96,0

97,5

96,9

95,7

98,2

94,6

95,6

98,0

99,0

95,7

97,2

95,7

96,3

>= 2 Dosen

3

2.153

2.326

5.785

91,2

92,6

86,0

87,8

94,0

95,6

91,2

91,3

91,2

91,3

>= 1 Dosis

Masern

1

Kind und begleitender Elternteil

unzureichende Deutschkenntnisse

Kind nichtdeutscher Herkunft/

Kind oder begleitender Elternteil

unzureichende Deutschkenntnisse

Kind nichtdeutscher Herkunft/

Kind und begleitender Elternteil

(sehr) gute Deutschkenntnisse

Kind nichtdeutscher Herkunft/

Kind deutscher Herkunft

95,1

95,2

3.352

osteuropäisch

18.048

98,0

1.588

arabisch

3

98,9

2.682

türkisch

Migration/Deutschkenntnisse

95,1

18.048

deutsch

2

96,9

10.517

Herkunft

95,1

18.048

ja

95,7

>= 2 Dosen

Mumps
>= 1 Dosis

nein

Migrationshintergrund2

insgesamt

1

n=

Merkmal

2

86,2

92,8

92,6

91,2

92,7

86,1

87,8

94,0

95,6

91,2

91,4

91,2

91,3

>= 2 Dosen

Röteln

83,8

92,2

89,5

86,9

91,8

76,7

85,8

91,2

94,8

86,9

88,9

86,9

87,7

>= 1 Dosis

76,8

86,9

85,2

83,4

86,8

70,0

79,9

87,0

90,7

83,4

83,8

83,4

83,6

>= 2 Dosen

Varizellen

Fehlende Angaben zur Herkunft in 0,2 % der Fälle (n = 68).

96,1

97,5

97,0

95,1

97,7

93,9

95,3

98,0

98,9

95,1

96,9

95,1

95,8

>= 1 Dosis

Art der Impfung

Durchimpfungsgrad der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung gegen Mumps, Masern, Röteln und Varizellen gesamt und nach Migrationsmerkmalen in Berlin 2014 - Angaben in %

Tabelle 3.7:

Gesundheitsberichterstattung Berlin
Grundauswertung ESU 2014
27

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

95,3
94,9
97,0
97,3
97,4
96,3
96,0
96,3
97,7
97,1
95,5

2.860

2.270

3.799

2.039

1.910

2.310

2.594

2.455

1.963

2.309

2.073

2.051

28.633

Mitte

Friedrichshain-Kreuzberg

Pankow

Charlottenburg-Wilmersdorf

Spandau

Steglitz-Zehlendorf

Tempelhof-Schöneberg

Neukölln

Treptow-Köpenick

Marzahn-Hellersdorf

Lichtenberg

Reinickendorf

Berlin gesamt

96,0

95,4

96,9

97,6

96,0

96,0

96,0

97,0

97,1

96,9

94,3

94,9

95,5

Diphtherie

95,3

94,5

96,5

97,4

94,9

95,8

95,7

96,8

96,5

96,5

93,2

93,3

94,8

Poliomyelitis

94,3

93,9

95,7

96,9

93,4

95,0

94,4

94,1

95,3

94,8

92,8

93,5

93,5

Pertussis

Art der Impfung

Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation inkl. gesichert ungeimpfte Kinder ohne Impfdokumente (1,1 %, n = 350, vgl. Methodik).

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

1

95,8

1

96,3

Tetanus

n=

Bezirk

Meningokokken C nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2014 - Angaben in %

93,0

92,4

94,3

95,9

93,1

94,1

93,9

94,1

93,3

94,4

90,8

91,5

90,7

Hib

87,5

89,0

91,8

91,9

86,9

90,7

89,3

86,2

91,1

86,1

83,5

78,9

87,5

Hepatitis B

78,6

74,8

83,2

85,8

78,7

78,5

79,1

75,1

85,0

82,6

75,0

72,5

77,6

Pneumokokken

87,0

91,4

85,3

93,7

83,4

83,6

88,0

86,3

91,3

87,6

85,2

86,1

84,4

kokken C

Meningo-

Durchimpfungsgrad der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis, Pertussis, Haemophilus influenzae Typ b, Hepatitis B, Pneumokokken und

Tabelle 3.8:

28
Grundauswertung ESU 2014
Gesundheitsberichterstattung Berlin

Räumliche Verteilung des Impfstatus

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

93,0
96,6
96,5
94,9
96,3
96,7
94,7
98,8
97,1
96,5

3.799

2.039

1.910

2.310

2.594

2.455

1.963

2.309

2.073

2.051

28.633

Pankow

Charlottenburg-Wilmersdorf

Spandau

Steglitz-Zehlendorf

Tempelhof-Schöneberg

Neukölln

Treptow-Köpenick

Marzahn-Hellersdorf

Lichtenberg

Reinickendorf

Berlin gesamt

91,3

92,1

92,4

95,8

89,4

91,2

93,1

91,4

93,2

92,0

88,9

86,7

90,7

96,3

96,6

97,4

98,9

95,6

96,9

96,6

95,5

97,4

97,1

94,0

94,2

96,6

>= 1 Dosis

91,6

92,3

92,7

95,9

89,7

91,4

93,3

91,9

93,6

92,3

89,3

87,0

91,0

>= 2 Dosen

Masern

Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation inkl. gesichert ungeimpfte Kinder ohne Impfdokumente (1,1 %, n = 350, vgl. Methodik).

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

1

93,6

2.270

95,7

96,1

2.860

>= 2 Dosen

Mumps
>= 1 Dosis

Friedrichshain-Kreuzberg

n =1

Mitte

Bezirk

95,8

96,5

97,2

98,8

94,7

96,7

96,3

95,0

96,5

96,7

93,1

93,6

96,1

>= 1 Dosis

Art der Impfung

91,3

92,1

92,4

95,8

89,4

91,2

93,1

91,4

93,2

92,2

88,9

86,7

90,7

>= 2 Dosen

Röteln

87,7

91,8

93,2

95,7

88,3

85,1

87,3

82,6

92,1

87,2

84,3

79,4

88,6

83,6

87,9

89,2

92,5

83,3

79,2

83,7

78,7

89,5

83,4

81,1

74,0

84,1

>= 2 Dosen

Varizellen
>= 1 Dosis

Durchimpfungsgrad der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung gegen Mumps, Masern, Röteln und Varizellen nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2014 - Angaben in %

Tabelle 3.9:

Gesundheitsberichterstattung Berlin
Grundauswertung ESU 2014
29

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

28.633

6

Änderung der Definition der vollständigen Grundimmunisierung gegen Pneumokokken ab 2014 (vgl. Methodik und Text).

2

Meningo-

87,0

86,8

85,9

84,1

77,7

69,8

54,1

-

-

-

kokken C3

Grundauswertung ESU 2014

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

6

78,6

75,5

64,7

44,1

12,1

6,4

-

-

-

-

Pneumokokken

Ab dem Jahr 2009 Anwendung der strengeren Richtlinien zur Beurteilung der Vollständigkeit der Grundimmunisierung bei Poliomyelitis, Hib und Hepatitis B (vgl. Methodik und Text).

87,5

87,9

87,6

87,3

88,2

88,2

92,8

91,9

89,9

88,5

Hepatitis B

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die eingeschulten Kinder.

93,0

93,2

93,4

93,4

93,0

93,0

94,3

93,8

93,9

93,5

Hib

5

Die Impfung gegen Meningokokken C wird seit dem Jahr 2008 bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin erfasst.

94,3

94,6

94,7

94,8

94,3

94,1

94,1

93,7

93,1

92,1

Pertussis

Art der Impfung

4

Die Impfung gegen Pneumokokken wird seit dem Jahr 2009 bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin erfasst.

3

95,3

Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation inkl. gesichert ungeimpfte Kinder ohne Impfdokumente (vgl. Methodik).

96,0

95,6

95,7

95,8

95,4

95,5

97,7

97,3

97,5

97,5

Poliomyelitis

2

96,3

96,2

96,2

96,3

96,0

96,0

96,7

96,4

96,1

95,7

Diphtherie

1

2014

2013

96,5

96,6

25.870

2012

27.877

96,8

24.895

2011

5

96,6

24.072

2008
96,7

97,1

24.038

2007

24.576

96,8

25.176

2006

25.222

96,4

25.365

2005

2010

95,9

1

20094

Tetanus

n=

Jahr

Pneumokokken und Meningokokken C in Berlin 2005 bis 2014 - Angaben in %

Zeitreihe vollständige Grundimmunisierung der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis, Pertussis, Haemophilus influenzae Typ b, Hepatitis B,

Tabelle 3.10:

30
Gesundheitsberichterstattung Berlin

Zeitreihen zu Impfungen

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

31

Im Zeitverlauf von 2005 bis 2011 sind die Impfquoten für Tetanus und Diphtherie im Wesentlichen unverändert (vgl. Tabelle 3.10). Für die Pertussisimpfung zeigt sich ein leichter, aber kontinuierlicher Anstieg der Impfquoten bis zum Einschulungsjahrgang 2011. Die Impfquoten gegen Poliomyelitis und Haemophilus influenzae Typ B sind von 2005 bis 2008 in etwa gleich bleibend, die Impfquote der Hepatitis
B-Impfung ist von 2005 bis 2008 angestiegen. Seit dem Einschulungsjahrgang 2009 werden für die Impfungen gegen Poliomyelitis, Haemophilus influenzae und Hepatitis B die strengeren Beurteilungskriterien
des RKI angewendet (vgl. Methodik), wodurch die berichteten Impfquoten um ein bis drei Prozentpunkte
abgesunken sind.
Betrachtet man die Zeitreihe der Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Poliomyelitis und Hib
seit 2011, so lässt sich ein dezenter, aber kontinuierlicher Rückgang der Durchimpfungsraten erkennen.
Dies ist am ehesten auf die steigende Zuwanderung aus Ländern mit abweichenden Impfschemata bzw.
nicht verfügbaren Impfungen zurückzuführen, denn seit 2012 sinken die Impfquoten bei den Kindern mit
Migrationshintergrund kontinuierlich und liegen in 2014 erstmals alle unter den Impfraten der Kinder
deutscher Herkunft für diese Impfungen (Ausnahme: Hib). Inwieweit es sich hierbei um einen echten
Trend handelt oder der Rückgang als übliche Schwankung zu beurteilen ist, müssen die nächsten Jahre
zeigen.
Die erst 2008 in die Dokumentation der Einschulungsuntersuchung aufgenommene Impfung gegen Meningokokken C weist erwartungsgemäß einen starken Anstieg der Impfquoten im Beobachtungszeitraum
von 2008 bis 2014 auf, wobei die Zunahme in den Jahren von 2011 bis 2014 wesentlich niedriger ausfällt
als in den Vorjahren. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Impfquote gegen Meningokokken C im Einschulungsjahrgang 2008 aufgrund der weniger strengen Definition (vgl. Methodik) vermutlich etwas
überschätzt wurde.
Die deutlich niedrigere Impfquote im Falle der seit 2009 erfassten Pneumokokkenimpfung dürfte zum
einen an dem aufwendigeren Impfschema liegen (bis zu 4 Impfdosen im 1. Lebensjahr) und zum anderen
daran, dass anders als für die Meningokokken ein Nachholen der Impfung jenseits des 2. Lebensjahres
nicht in den STIKO-Empfehlungen enthalten ist. Dennoch weist auch die Pneumokokkenimpfung einen
starken Anstieg in den Jahren von 2009 bis 2014 auf. Dabei reduziert sich die jährliche Zuwachsrate wie
bei allen neu eingeführten Impfungen im Sinne einer Sättigungskurve.

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

95,4
95,7

25.870

27.877

28.633

2012

20134

2014

91,3

90,5

90,5

90,3

89,4

96,3

96,0

95,9

95,9

95,4

91,6

90,8

90,9

90,7

89,7

89,1

88,2

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die eingeschulten Kinder.

95,4

24.895

2011

95,1

95,2

2009 und 2010 genügte nach STIKO-Empfehlung die einmalige Impfung mit Varizellen-Monoimpfstoff (2009: 45,3 %, 2010: 36,3 %).

95,5

25.222

2010

88,7

87,9

86,8

4

95,0

24.576

2009

94,5

83,6

78,8

Die Impfung gegen Varizellen wird seit dem Jahr 2007 bei den Einschulungsuntersuchungen in Berlin erfasst.

94,7

24.072

2008

86,4

93,8

93,5

95,8

95,4

95,5

95,5

95,0

94,7

94,7

94,0

93,3

92,8

>= 1 Dosis

3

94,7

24.038

2007

83,2

78,4

>= 2 Dosen

Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation inkl. gesichert ungeimpfte Kinder ohne Impfdokumente (vgl. Methodik).

94,0

25.176

2006

>= 1 Dosis

2

93,3

25.365

2005

>= 2 Dosen

Masern

1

93,1

n=

Mumps
>= 1 Dosis

1

Jahr

Art der Impfung

91,3

90,5

90,6

90,3

89,3

88,6

87,9

86,3

83,1

78,1

>= 2 Dosen

Röteln

Zeitreihe Durchimpfungsgrad der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung gegen Mumps, Masern, Röteln und Varizellen in Berlin 2005 bis 2014 - Angaben in %

Tabelle 3.11:

87,7

86,4

84,3

83,6

81,8

77,6

57,3

27,5

67,43
77,4

1,3
7,5

36,4

0,3

-

-

>= 2 Dosen

2

55,73

20,7

-

-

>= 1 Dosis

Varizellen

32
Grundauswertung ESU 2014
Gesundheitsberichterstattung Berlin

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

33

Der Anteil der zum Zeitpunkt der Einschulungsuntersuchungen gegen Mumps, Masern und Röteln geimpften Kinder hat im Beobachtungszeitraum von 2005 bis 2014 zugenommen (vgl. Tabelle 3.11). Dies
gilt vor allem für den Anteil der Kinder, die (mindestens) noch eine zweite Impfdosis erhalten haben,
welcher um mehr als zehn Prozentpunkte angestiegen ist, auch wenn das Niveau mit gut 91 % nach wie
vor nicht die Zielvorgaben der WHO einer Impfquote von 95 % mit zwei Masern- bzw. Rötelnimpfungen
erreicht.
Seit der Aufnahme der Varizellen-Impfung in die Impfempfehlungen hat erwartungsgemäß auch hier der
Anteil der Kinder, die überhaupt eine Impfung erhalten haben, deutlich zugenommen. Die Empfehlung
bezüglich einer zweiten Impfdosis gegen Varizellen wurde im Beobachtungszeitraum zweimal verändert
und gilt unabhängig vom verwendeten Impfstoff erst seit dem Einschulungsjahrgang 2011. Die entsprechende Impfquote hat seitdem stark zugenommen.

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

34

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

3.2 Zahnpflege
Methodik

Der Zustand des Gebisses wird im Rahmen der Einschulungsuntersuchung von den Ärzten und Ärztinnen
des KJGD erhoben. Er wird dabei durch einfache Inspektion der Mundhöhle nach den in Tabelle 3.12 beschriebenen Kriterien beurteilt. Die Kriterien sind rein qualitativer Art und lassen den quantitativen Aspekt bewusst außer Acht. Zusätzlich werden Angaben der Begleitpersonen insbesondere zum Grund von
Zahnextraktionen (Karies, Unfall, Fehlstellungen) erfragt, die in die Beurteilung mit eingehen (Kategorie 5
nur bei Extraktion aufgrund von Karies).
Tabelle 3.12:
Kategorien der Beurteilung des Gebisszustandes bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin seit 2004
Kategorie

Gebisszustand

1

naturgesundes Gebiss ohne sichtbare Karies und ohne Füllungen

2

Füllungen vorhanden und keine zusätzliche (deutliche) Karies

3

Füllungen vorhanden und zusätzlich (deutliche) Karies

4

(deutliche) Karies vorhanden, keine Füllungen

5

Zahn bis auf die Gingiva abgefault / Extraktionen wegen Karies

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Die Untersuchung erhebt keinen Anspruch, eine dem zahnärztlichen Befund vergleichbare Aussage über
den Gebisszustand zu ermöglichen und stellt auch keine zahnärztliche Beurteilung des Pflegezustandes
(z. B. über das Ausmaß von Zahnbelägen) dar, sondern dient der Einschätzung des Gesundheitsverhaltens der Familie, d. h. als grobes Maß für die regelmäßige Zahnpflege und rechtzeitige Sanierung von
auftretender Karies. Die Fehleinschätzung des Gesundheitsverhaltens von Kindern, die trotz mangelnder
Pflege keine Karies bekommen, oder Kindern mit anfälligen Zähnen, die trotz guter Pflege ein kariöses
Gebiss aufweisen, wird auf Einzelfälle beschränkt sein, die die Aussage in Bezug auf die Gesamtgruppe
der untersuchten Kinder nicht verfälschen. Eine weitere Verzerrung in dieser Hinsicht ist durch einige
Zahnärzte gegeben, die das kariöse Milchgebiss nicht für sanierungsbedürftig erachten.
In den Ergebnistabellen werden die Kategorien 1 (naturgesund) und 2 (saniert) in die Kategorie „Zähne
versorgt“ zusammengefasst und die Kategorien 3 (Füllungen mit Karies) und 4 (Karies ohne Füllungen) in
die Kategorie „Zähne sanierungsbedürftig“. Die Kategorie 5 (Zähne abgefault oder Extraktionen wegen
Karies) wird gesondert ausgewiesen.

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

35

Gebisszustand als Parameter der Zahnpflege nach Geschlecht, sozialer Lage,
Migrationsmerkmalen und Kitabesuchsdauer
Tabelle 3.13:
Gebisszustand der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und Migrationsmerkmalen
in Berlin 2014 - Angaben in %
Gebisszustand
Merkmal

n=

insgesamt

Zähne

Zähne

versorgt

sanierungsbedürftig

Zähne abgefault
oder Extraktionen
wegen Karies

30.565

86,8

8,2

5,0

Jungen

15.918

86,0

8,5

5,5

Mädchen

14.647

87,6

7,9

4,5

Geschlecht

Soziale Lage1
untere Statusgruppe

4.817

68,8

19,4

11,8

mittlere Statusgruppe

13.194

89,5

6,6

4,0

9.145

96,9

2,0

1,1

nein

18.745

92,5

4,7

2,9

ja

11.738

77,7

13,8

8,5

deutsch

18.745

92,5

4,7

2,9

türkisch

2.829

78,0

15,3

6,6

arabisch

1.795

73,5

15,8

10,6

osteuropäisch

3.852

70,7

17,1

12,2

aus westl. Industriestaaten

1.240

94,5

4,0

1,5

aus sonstigen Staaten

2.022

83,7

9,7

6,6

18.745

92,5

4,7

2,9

6.196

85,7

8,9

5,4

2.587

74,6

15,4

10,0

2.716

62,8

23,2

14,0

obere Statusgruppe
Migrationshintergrund2

Herkunft

2

Migration/Deutschkenntnisse3
Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/
(sehr) gute Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
1

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 11,2 % der Fälle (n = 3.409).

2

Fehlende Angaben zur Herkunft in 0,3 % der Fälle (n = 82).

3

Fehlende Angaben zu Herkunft und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil in 1,1 % der Fälle (n = 321).

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

36

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle 3.14:
Gebisszustand der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Kita-Besuchsdauer in Berlin 2014 - Angaben in %
Gebisszustand
Kita-Besuchsdauer

1

Zähne

Zähne

versorgt

sanierungsbedürftig

Zähne abgefault
oder Extraktionen
wegen Karies

kein Besuch

593

46,9

33,7

< 1/2 Jahr

275

59,3

25,1

15,6

2.820

69,9

17,7

12,4

1/2 bis 2 Jahre

1

n=

19,4

> 2 Jahre

26.398

90,0

6,3

3,7

Gesamt

30.086

87,0

8,1

4,9

Fehlende Angaben zum Kitabesuch in 1,6 % der Fälle (n = 479).

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Räumliche Verteilung des Gebisszustands als Parameter der Zahnpflege
Tabelle 3.15:
Gebisszustand der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2014 - Angaben in %
Gebisszustand
Bezirk

n=

Zähne

Zähne

versorgt

sanierungsbedürftig

Zähne abgefault
oder Extraktionen
wegen Karies

Mitte

3.143

77,8

13,5

8,7

Friedrichshain-Kreuzberg

2.397

89,6

7,3

3,1

Pankow

4.024

94,8

3,7

1,5

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.248

92,0

5,8

2,2

Spandau

1.911

83,1

9,2

7,7

Steglitz-Zehlendorf

2.482

92,6

4,4

3,1

Tempelhof-Schöneberg

2.709

86,5

8,5

5,0

Neukölln

2.737

80,3

12,6

7,2

Treptow-Köpenick

2.023

94,9

2,7

2,4

Marzahn-Hellersdorf

2.477

83,2

9,7

7,1

Lichtenberg

2.252

87,4

7,9

4,7

Reinickendorf

2.162

77,4

13,8

8,8

Berlin gesamt

30.565

86,8

8,2

5,0

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

37

Zeitreihe zum Gebisszustand als Parameter der Zahnpflege
Tabelle 3.16:
Zeitreihe Gebisszustand der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2005 bis 2014 - Angaben in %
Gebisszustand
Jahr

n=

Zähne

versorgt

sanierungsbedürftig

Zähne abgefault
oder Extraktionen
wegen Karies

2005

27.390

82,3

11,4

6,2

2006

27.092

84,1

9,8

6,1

2007

25.681

83,5

9,9

6,6

2008

25.678

84,3

9,7

5,9

2009

26.148

85,7

9,2

5,1

2010

26.811

87,1

8,2

4,8

2011

26.621

86,4

8,4

5,2

2012

27.471

86,3

8,6

5,1

2013

29.692

86,2

8,9

4,9

2014

30.565

86,8

8,2

5,0

1

1

Zähne

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die eingeschulten
Kinder

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Der Anteil der Kinder mit versorgten Zähnen, soweit dies aus der Laienperspektive erkennbar ist, hat von
2005 bis 2010 um etwa fünf Prozentpunkte zugenommen, ist seitdem aber wieder leicht zurückgegangen
(vgl. Tabelle 3.16). Ohne den Wechsel der Grundgesamtheit wäre der Gebisszustand 2013 noch geringfügig ungünstiger beurteilt worden. Das Verhältnis des Anteils von Kindern mit sanierungsbedürftigen
Zähnen zum Anteil der Kinder mit bereits abgefaulten oder wegen Karies entfernten Zähnen ist dabei
über die Jahre weitgehend unverändert.

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

38

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

3.3 Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen
Methodik

Für die Auswertungen zur Inanspruchnahme der Früherkennungs- oder Vorsorgeuntersuchungen (umgangssprachlich auch U-Untersuchungen genannt) werden nur die Kinder berücksichtigt, die ein Vorsorgeheft vorgelegt haben und seit ihrer Geburt in Deutschland leben, da nur von diesen überhaupt eine
vollständige Vorsorgedokumentation erwartet werden kann. Für Kinder, für die kein Untersuchungsheft
vorgelegt wurde, liegen keine Daten vor. Es ist davon auszugehen, dass die Rate an unvollständiger Inanspruchnahme der Untersuchungen in dieser Gruppe höher liegen wird.
Tabelle 3.17 gibt einen Überblick über die Zeiträume, innerhalb derer die einzelnen Früherkennungsuntersuchungen vorgesehen sind.
Tabelle 3.17:
Zeiträume der Früherkennungsuntersuchungen für Kinder (U1 - U9) in der Bundesrepublik Deutschland
Untersuchungsstufe

Zeitgrenze

Toleranzgrenze

U1

01.

Lebenstag

01.

Lebenstag

U2

03.-10.

Lebenstag

03.-14.

Lebenstag

U3

04.-05.

Lebenswoche

03.-08.

Lebenswoche

U4

03.-04.

Lebensmonat

02.-04½.

Lebensmonat

U5

06.-07.

Lebensmonat

05.-08.

Lebensmonat

U6

10.-12.

Lebensmonat

09.-14.

Lebensmonat

U7

21.-24.

Lebensmonat

20.-27.

Lebensmonat

U7a

34.-36.

Lebensmonat

33.-38.

Lebensmonat

U8

46.-48.

Lebensmonat

43.-50.

Lebensmonat

U9

60.-64.

Lebensmonat

58.-66.

Lebensmonat

(Datenquelle: Gemeinsamer Bundesausschuss / Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Die U7a wurde am 1.7.2008 in die Richtlinien zur Früherkennung von Krankheiten bei Kindern bis zur
Vollendung des 6. Lebensjahres aufgenommen. Trotz Aufnahme der U7a in die Kinder-Richtlinien wurde
das Kinderuntersuchungsheft bisher nicht überall verändert, z.T. gibt es für die U7a lediglich ein Einlegeblatt. Die Kinder, die 2012 eingeschult wurden, sind mehrheitlich 2006 geboren und damit der erste Jahrgang, bei dem alle Kinder die Untersuchung in Anspruch genommen haben können, so dass erst seit dem
Einschulungsjahrgang 2012 die Inanspruchnahmeraten der U7a ausgewiesen werden. Die U7a bleibt
jedoch bei der Berechnung der Inanspruchnahmerate „U1 bis U8 vollständig“ zunächst unberücksichtigt,
da die Raten deutlich unterhalb der Raten der U7 und U8 liegen. Eine Berücksichtigung würde daher zu
einer deutlichen Abnahme der Rate „U1 bis U8 vollständig“ führen, was bei oberflächlicher Betrachtung
zu einer Fehlinterpretation der Zeitreihe führen könnte. Es wird angenommen, dass sich die neue UUntersuchung (analog neu eingeführter Impfungen) erst etablieren muss, so dass die weitere Entwicklung abgewartet wird.
Aufgrund der zeitlichen Überschneidung von U9 (Zeitgrenze 60-64 Monate, vgl. Tab. 3.17) und der Einschulungsuntersuchung, von der seit 2005 aufgrund der früheren Stichtagsregelung für die Einschulung
ein erheblicher Anteil der Kinder betroffen ist, wird die Inanspruchnahmerate der U9 nicht mehr ausgewiesen, da ihre Aussagekraft deutlich gesunken ist.

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

27.350

insgesamt

99,4

99,0

98,3

95,7
98,4

97,5

93,5

96,9

96,8

96,9

U5

98,4

97,4

92,3

96,6

96,3

96,5

U6

97,2

95,3

87,2

94,1

94,1

94,1

U7

84,7

80,9

71,1

79,6

80,3

79,9

U7a

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Aus Gründen der Vergleichbarkeit mit den Vorjahren wird die U7a bei der Berechnung der vollständigen Inanspruchnahme des Früherkennungsprogramms nicht berücksichtigt.

99,5

99,0

97,4

98,1

97,9

98,0

U4

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 9,8 % der Fälle (n = 2.682).

99,6

8.303

obere Statusgruppe

99,4

98,7

98,7

98,8

98,8

U3

1

99,6

mittlere Statusgruppe

99,2

99,3

99,3

U2

Untersuchungsstufe

2

98,8

4.086

12.279

untere Statusgruppe

2

99,4

13.015

Soziale Lage

99,5

14.335

Mädchen

99,4

U1

Jungen

Geschlecht

n=

Merkmal

nach Geschlecht und sozialer Lage in Berlin 2014 - Angaben in %

96,4

94,5

86,5

93,4

93,4

93,4

U8

92,1

87,8

71,2

85,6

85,3

85,4

vollständig1

U1 bis U8

Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern bei der Einschulungsuntersuchung (Kinder mit vorgelegtem Vorsorgeheft und seit Geburt in Deutschland lebend) gesamt,

Tabelle 3.18:

Gesundheitsberichterstattung Berlin
Grundauswertung ESU 2014
39

Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchungen nach Geschlecht, sozialer
Lage und Migrationsmerkmalen

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

99,4
98,3
98,6

2.758

818

1.523

osteuropäisch

92,7

94,0

89,5

93,5

95,4

85,6

89,8

92,7

70,2

73,1

76,9

82,7

73,6

80,1

74,8

71,1

75,7

82,7

74,7

82,7

79,9

U7a

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Fehlende Angaben zu Herkunft und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil in 1,0 % der Fälle (n = 261).

95,8

96,1

95,5

95,8

90,6

93,3

90,9

88,9

90,8

95,8

90,7

95,8

94,1

U7

3

96,5

97,5

97,2

97,8

94,3

95,6

94,4

90,7

94,3

97,8

93,9

97,8

96,5

U6

Aus Gründen der Vergleichbarkeit mit den Vorjahren wird die U7a bei der Berechnung der vollständigen Inanspruchnahme des Früherkennungsprogramms nicht berücksichtigt.

98,2

98,9

98,5

98,0

95,0

94,9

95,3

92,3

95,1

98,0

94,7

98,0

96,9

U5

Fehlende Angaben zur Herkunft in 0,2 % der Fälle (n = 52).

98,7

99,3

99,0

98,7

96,5

97,1

97,1

95,1

97,1

98,7

96,7

98,7

98,0

U4

1

1.532

2.065

99,1

99,2

96,7

97,4

98,0

97,9

98,6

99,2

97,9

99,2

98,8

U3

2

Kind und begleitender Elternteil

unzureichende Deutschkenntnisse

Kind nichtdeutscher Herkunft/

Kind oder begleitender Elternteil

unzureichende Deutschkenntnisse

5.412

99,5

98,3

98,2

99,2

98,7

99,0

99,5

98,8

99,5

99,3

U2

Untersuchungsstufe

87,9

88,7

92,0

95,0

91,1

92,3

91,9

87,5

89,5

95,0

90,4

95,0

93,4

U8

U1 bis U8

69,5

74,3

81,1

89,6

76,4

83,0

80,0

71,1

77,0

89,6

77,4

89,6

85,4

vollständig1

Grundauswertung ESU 2014

Kind nichtdeutscher Herkunft/

Kind und begleitender Elternteil

(sehr) gute Deutschkenntnisse

Kind nichtdeutscher Herkunft/

Kind deutscher Herkunft

Migration/Deutschkenntnisse3

aus sonstigen Staaten
99,6

99,1

1.502

arabisch

18.080

99,2

2.617

aus westl. Industriestaaten

99,6

18.080

99,0

türkisch

99,6

9.218

deutsch

Herkunft2

ja

nein

99,4

U1

18.080

27.350

insgesamt

Migrationshintergrund2

n=

Merkmal

und nach Migrationsmerkmalen in Berlin 2014 - Angaben in %

Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern bei der Einschulungsuntersuchung (Kinder mit vorgelegtem Vorsorgeheft und seit Geburt in Deutschland lebend) gesamt

Tabelle 3.19:

40
Gesundheitsberichterstattung Berlin

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

99,1
99,6
99,1
99,6
99,6
99,5
99,2
99,6
99,5
99,4
99,3

2.210

3.708

1.867

1.805

2.194

2.430

2.381

1.935

2.284

1.988

1.949

27.350

Friedrichshain-Kreuzberg

Pankow

Charlottenburg-Wilmersdorf

Spandau

Steglitz-Zehlendorf

Tempelhof-Schöneberg

Neukölln

Treptow-Köpenick

Marzahn-Hellersdorf

Lichtenberg

Reinickendorf

Berlin gesamt

98,8

98,5

98,9

98,5

98,9

98,2

99,3

99,1

98,9

98,7

99,3

98,8

97,9

U3

98,0

97,4

98,1

97,6

98,7

97,6

98,0

98,7

97,8

98,0

98,9

97,8

97,1

U4

96,9

95,8

97,5

97,2

97,9

95,4

97,2

97,9

95,8

97,2

97,8

96,9

95,3

U5

96,5

96,0

96,8

96,9

97,2

93,7

96,7

97,9

96,1

96,8

97,9

96,4

94,6

U6

Untersuchungsstufe

94,1

92,5

93,5

94,7

95,2

90,3

94,8

96,8

92,7

95,9

95,9

93,8

92,0

U7

79,9

75,2

73,6

75,2

86,7

75,5

87,4

88,6

79,8

83,7

79,9

79,0

75,6

U7a

Aus Gründen der Vergleichbarkeit mit den Vorjahren wird die U7a bei der Berechnung der vollständigen Inanspruchnahme des Früherkennungsprogramms nicht berücksichtigt.

99,3

99,4

99,0

99,3

99,6

99,0

99,4

99,4

99,4

99,1

99,5

98,9

98,9

U2

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

1

99,3

2.599

Mitte

99,4

U1

n=

Bezirk

Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2014 - Angaben in %

93,4

92,0

94,1

95,4

94,3

89,4

95,4

96,6

92,9

96,0

94,0

92,0

89,4

U8

85,4

81,6

87,1

86,6

88,9

77,8

87,2

91,6

83,8

89,8

88,5

83,9

78,5

vollständig1

U1 bis U8

Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern bei der Einschulungsuntersuchung (Kinder mit vorgelegtem Vorsorgeheft und seit Geburt in Deutschland lebend) nach

Tabelle 3.20:

Gesundheitsberichterstattung Berlin
Grundauswertung ESU 2014
41

Räumliche Verteilung der Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchungen

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

99,4
99,4
99,5

24.262

24.042

24.751

2010

2011

2012
99,3

99,3
98,8

98,7

98,5

98,5

98,5

98,3

98,5

98,4

98,4

98,0

U3

98,0

97,9

97,5

97,7

97,6

97,6

97,7

97,4

97,3

97,4

U4

96,9

96,8

96,3

96,5

96,3

96,4

96,2

95,7

96,0

96,0

U5

96,5

96,3

95,9

95,9

95,5

95,6

95,6

94,9

95,2

94,9

U6

1

94,1

92,7

91,9

91,9

91,8

91,4

91,9

90,9

91,3

90,1

U7

79,9

67,6

54,2

-

-

-

-

-

-

-

U7a

93,4

93,2

86,9

86,5

86,5

85,9

85,3

84,1

84,9

83,1

U8

U1 bis U8

85,4

83,9

78,6

78,8

78,8

78,3

78,2

76,1

77,2

75,1

vollständig2

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die eingeschulten Kinder.

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Aus Gründen der Vergleichbarkeit mit den Vorjahren wird die U7a bei der Berechnung der vollständigen Inanspruchnahme des Früherkennungsprogramms nicht berücksichtigt.

2

und die Raten daher nicht aussagekräftig sind.

Die Inanspruchnahme der U9 wird nicht ausgewiesen, da aufgrund des jüngeren Einschulungsalters seit 2005 ein Anteil von bis zu 20 % der untersuchten Kinder die U9 noch nicht wahrgenommen haben muss

2014

2013

99,2

99,1

99,1

99,2

99,2

99,2

99,2

99,1

U2

Untersuchungsstufe

3

1

99,5

23.618

2009

99,4

99,5

23.140

2008

27.350

99,6

23.103

2007

99,4

99,5

24.146

2006

26.679

99,4

24.210

2005

3

U1

n=

Jahr

in Berlin 2005 bis 2014 - Angaben in %

Zeitreihe Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern bei der Einschulungsuntersuchung (Kinder mit vorgelegtem Vorsorgeheft und seit Geburt in Deutschland lebend)

Tabelle 3.21:

42
Grundauswertung ESU 2014
Gesundheitsberichterstattung Berlin

Zeitreihe zur Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchungen

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

43

Die Inanspruchnahme der Kinderfrüherkennungsuntersuchungen U1 und U2 hat sich im gesamten Zeitraum von 2005 bis 2014 nicht verändert, die der U3 bis U5 lediglich leicht verbessert (vgl. Tabelle 3.21).
Bei den späteren Untersuchungen, insbesondere der U8, ist ein leichter Anstieg der Teilnahmequoten von
2005 bis 2012 zu verzeichnen, in dessen Folge auch die vollständige Inanspruchnahme der Untersuchungsserie U1 bis U8 leicht angestiegen ist. Im Einschulungsjahrgang 2013 ist gegenüber den Vorjahren
ein deutlicher Anstieg der Teilnahme an der U8 und in geringerem Ausmaß auch an der U6 und U7 zu
vermerken, der sich 2014 fortsetzt. Hierdurch ist der Anteil der Kinder mit vollständiger Inanspruchnahme der U1 bis U8 ebenfalls deutlich angestiegen. Dieser Effekt ist vermutlich in erster Linie auf das in
Berlin im Jahr 2010 eingeführte verbindliche Einladewesen zu den Kinderfrüherkennungsuntersuchungen
zurückzuführen, das in den beiden zuletzt untersuchten Jahrgängen zunehmend zu greifen scheint.
Die erst 2008 eingeführte U7a bleibt in der Inanspruchnahme noch hinter den schon länger etablierten
Untersuchungen zurück, auch wenn gegenüber 2012 ein sehr deutlicher Zuwachs zu erkennen ist.

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

44

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

3.4 Raucher/innen im Haushalt
Methodik

Um die kindliche Exposition gegenüber Tabakrauch, vor allem aber das Rauchverhalten der unmittelbaren Bezugspersonen des Kindes in seiner Vorbildfunktion für späteres eigenes Gesundheitsverhalten zu
erfassen, wird das aktuelle Rauchverhalten der mit dem Kind in einem Haushalt lebenden Personen erfragt. Die bis zum Einschulungsjahrgang 2006 praktizierte Erfassung des Rauchverhaltens der Eltern
wurde ab 2007 revidiert, da es bei dieser Frage – unabhängig von der leiblichen Elternschaft – um das
Vorbildverhalten von im Haushalt mit dem Kind zusammenlebenden Erwachsenen oder auch älteren
Geschwistern geht. Für die Auswertungen werden die Angaben zur Anzahl der Raucher/innen im Haushalt zusammengefasst in die Kategorien „keiner raucht“, „eine Person raucht“ und „mehr als eine Person raucht“. Zu berücksichtigen ist die eingeschränkte Vergleichbarkeit der Zahlen zu den Jahren bis
2006, in denen das Rauchverhalten beider Elternteile erfasst wurde.

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

45

Raucher/innen im Haushalt nach Geschlecht, sozialer Lage und Migrationsmerkmalen
Tabelle 3.22:
Anzahl der Raucher/innen im Haushalt der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und
Migrationsmerkmalen in Berlin 2014 - Angaben in %
Anzahl der Raucher/innen im Haushalt
Merkmal

n=

keiner raucht

eine Person raucht

mehr als eine Person raucht

insgesamt

29.444

65,9

24,9

9,2

Jungen

15.412

66,0

24,6

9,3

Mädchen

14.032

65,8

25,2

9,0

Geschlecht

Soziale Lage

1

untere Statusgruppe

4.923

42,3

40,7

17,0

mittlere Statusgruppe

13.187

61,6

27,4

11,0

9.146

85,8

12,0

2,3

nein

18.122

67,7

23,0

9,2

ja

11.269

63,0

27,9

9,0

deutsch

18.122

67,7

23,0

9,2

türkisch

2.756

48,5

36,5

15,0

arabisch

1.714

61,3

31,0

7,7

osteuropäisch

3.667

60,9

28,9

10,2

aus westl. Industriestaaten

1.198

77,5

17,3

5,3

aus sonstigen Staaten

1.934

80,4

17,8

1,9

18.122

67,7

23,0

9,2

6.030

64,6

26,0

9,4

2.470

62,6

29,7

7,7

2.507

60,6

30,0

9,5

obere Statusgruppe
Migrationshintergrund

Herkunft

2

2

Migration/Deutschkenntnisse3
Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/
(sehr) gute Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
1

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 7,4 % der Fälle (n = 2.188).

2

Fehlende Angaben zur Herkunft in 0,2 % der Fälle (n = 53).

3

Fehlende Angaben zu Herkunft und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil in 1,1 % der Fälle (n = 315).

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

46

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Räumliche Verteilung der Raucher/innen im Haushalt
Tabelle 3.23:
Anzahl der Raucher/innen im Haushalt der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2014
- Angaben in %
Anzahl der Raucher/innen im Haushalt
Bezirk

n=

keiner raucht

eine Person raucht

mehr als eine Person raucht

Mitte

2.955

62,0

27,8

10,2

Friedrichshain-Kreuzberg

2.366

65,4

25,4

9,2

Pankow

3.903

75,6

18,4

6,0

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.134

76,1

19,4

4,6

Spandau

1.896

59,7

28,6

11,7

Steglitz-Zehlendorf

2.443

79,0

16,7

4,3

Tempelhof-Schöneberg

2.648

65,9

25,9

8,3

Neukölln

2.484

60,7

29,1

10,2

Treptow-Köpenick

2.012

64,6

25,2

10,2

Marzahn-Hellersdorf

2.312

52,7

31,1

16,2

Lichtenberg

2.155

61,2

28,1

10,7

Reinickendorf

2.136

61,3

27,5

11,2

Berlin gesamt

29.444

65,9

24,9

9,2

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Zeitreihe zu Raucher/innen im Haushalt
Tabelle 3.24:
Zeitreihe Anzahl der Raucher/innen im Haushalt der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2005 bis 2014
- Angaben in %
Anzahl der Raucher/innen im Haushalt
Jahr

1
2

n=

keiner raucht

eine Person raucht

mehr als eine Person raucht

20051

25.844

52,7

32,1

15,2

20061

25.743

56,7

29,8

13,5

2007

24.614

57,4

30,4

12,2

2008

24.749

59,9

28,7

11,4

2009

25.203

59,9

28,8

11,3

2010

26.112

62,0

27,0

10,9

2011

25.763

61,8

27,3

11,0

2012

26.409

62,8

26,8

10,4

20132

28.678

64,1

26,1

9,8

2014

29.444

65,9

24,9

9,2

In den Jahren 2005 und 2006 wurde das Rauchverhalten der Elternteile, ab 2007 die Anzahl der Raucher im Haushalt erfragt (vgl. Methodik).
Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die eingeschulten
Kinder

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Der Anteil der untersuchten Kinder, bei denen im Haushalt keine Person raucht, hat sich von 2005 bis
2014 substanziell um 13 Prozentpunkte erhöht (vgl. Tabelle 3.24). Diese Zunahme speist sich zu etwa
gleichen Anteilen aus einem Rückgang der Haushalte, in denen eine Person raucht und der Haushalte, in
denen mehr als eine Person raucht.

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

47

3.5 Fernsehkonsum
Methodik

Zur Erfassung des medienbezogenen kindlichen Freizeitverhaltens wird von den Eltern der tägliche
durchschnittliche Konsum von Fernsehsendungen und Videos sowie von elektronischen Spielen (Gameboy, Computerspiele, Videospiele) getrennt voneinander erfragt. Die Erfassung wurde zweimal geringfügig modifiziert (s. u.). Zusätzlich wird erfasst, ob das Kind über einen eigenen Fernseher verfügt. Dies
wird als Hinweis darauf gewertet, dass die Kontrolle über Einschaltzeiten und konsumierte Inhalte im
Wesentlichen nicht bei den Eltern, sondern beim Kind und ggf. seinen Geschwistern liegt.
Im Rahmen dieser Grundauswertung werden ausschließlich der Fernsehkonsum und die Angaben zum
Vorhandensein eines eigenen Fernsehers berichtet. Die in den Tabellen ausgewiesenen Fallzahlen beziehen sich jeweils auf den Fernsehkonsum. Die Fallzahlen zur Angabe „eigener Fernseher“ sind durchweg
niedriger. Da die Differenz jedoch jeweils klein ist, wird auf eine separate Auflistung verzichtet.
Methodisches Vorgehen 2005
Im Elternfragebogen wurde im Jahr 2005 der Fernsehkonsum in den Ausprägungen „gar keiner“, „weniger als eine Stunde“, „1 bis zu 3 Stunden“ und „mehr als 3 Stunden“ erfragt.
Methodisches Vorgehen 2006
Die Spannweite der mittleren Kategorie (1 bis zu 3 Stunden) wurde vor allem unter inhaltlichen Aspekten
als zu groß angesehen. Die Antwortvorgaben wurden daher in „gar keiner“ bzw. „täglicher Konsum von
bis zu ... Stunden“ geändert, wobei die Anzahl in ganzen Stunden eingetragen wurde. Angaben von 4
oder mehr Stunden wurden bei der Auswertung zu einer Kategorie zusammengefasst.
Aktuelles methodisches Vorgehen (seit 2007)
Die Kategorien der Angaben zur täglichen Konsumdauer sind seit 2007 gegenüber 2006 erneut geringfügig geändert, nicht zuletzt deshalb, weil Stundenangaben von 4 oder mehr Stunden vergleichsweise selten waren. So wurden die Antwortkategorien mit „gar nicht“, „max. 1 Stunde“, „max. 2 Stunden“, „max.
3 Stunden“ und „über 3 Stunden“ vorgegeben. Formal entspricht dies den gleichen Zeitspannen wie
2006. Wie an den Ergebnissen in der Zeitreihe (Tabelle 3.27) jedoch zu sehen ist, scheint die Formulierung
„maximal“ insbesondere in den höheren Kategorien zu einem anderen Antwortverhalten geführt zu haben.

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48

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Fernsehkonsum nach Geschlecht, sozialer Lage und Migrationsmerkmalen
Tabelle 3.25:
Fernsehkonsum und eigener Fernseher bei Kindern bei der Einschulungsuntersuchung gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und
Migrationsmerkmalen in Berlin 2014 - Angaben in %
Fernsehkonsum in Stunden (Std.) pro Tag
1

kein

Merkmal

n=

insgesamt

29.577

8,7

64,9

21,5

3,7

1,1

9,6

Jungen

15.485

8,3

65,5

21,0

3,8

1,3

9,8

Mädchen

14.092

9,2

64,2

22,1

3,6

0,9

9,3

untere Statusgruppe

4.959

3,4

48,1

36,3

8,7

3,5

20,5

mittlere Statusgruppe

13.273

6,2

65,7

24,0

3,4

0,7

10,3

9.132

15,8

75,1

8,3

0,7

0,1

1,5

nein

18.196

11,0

70,4

16,3

2,0

0,3

7,7

ja

11.322

5,1

56,1

29,9

6,4

2,4

12,8

deutsch

18.196

11,0

70,4

16,3

2,0

0,3

7,7

türkisch

2.777

3,3

55,8

32,0

6,7

2,1

13,8

arabisch

1.726

4,6

50,3

34,2

8,6

2,3

13,7

osteuropäisch

3.681

4,3

54,0

31,8

6,7

3,1

16,6

aus westl. Industriestaaten

1.208

11,2

72,9

14,2

1,0

0,7

4,7

aus sonstigen Staaten

1.930

6,1

55,4

29,2

6,9

2,4

8,3

18.196

11,0

70,4

16,3

2,0

0,3

7,7

6.053

6,2

62,0

26,3

4,6

1,0

11,6

2.483

4,0

51,9

33,5

7,6

2,9

13,9

2.524

3,7

47,3

34,5

9,4

5,0

14,5

Konsum

<= 1 Std.

<= 2 Std.

<= 3 Std.

eigener
> 3 Std.

Fernseher
vorhanden

Geschlecht

Soziale Lage2

obere Statusgruppe
Migrationshintergrund

3

Herkunft3

Migration/Deutschkenntnisse4
Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/
(sehr) gute Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
1

Die angegebenen Fallzahlen beziehen sich nur auf den Fernsehkonsum (vgl. Methodik).

2

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 7,5 % der Fälle (n = 2.213).

3

Fehlende Angaben zur Herkunft in 0,2 % der Fälle (n = 59).

4

Fehlende Angaben zu Herkunft und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil in 1,1 % der Fälle (n = 321).

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

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49

Räumliche Verteilung des Fernsehkonsums
Tabelle 3.26:
Fernsehkonsum und eigener Fernseher bei den Kindern bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk)
2014 - Angaben in %
eigener

Fernsehkonsum in Stunden (Std.) pro Tag

1

1

kein

<= 1 Std.

<= 2 Std.

<= 3 Std.

> 3 Std.

Fernseher

Bezirk

n=

Mitte

2.945

7,9

57,2

26,7

6,4

1,8

13,3

Friedrichshain-Kreuzberg

2.372

10,8

66,1

18,3

3,7

1,1

5,3

Pankow

3.815

14,0

70,5

13,8

1,3

0,3

3,9

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.142

11,5

70,4

15,3

2,1

0,7

5,2

Spandau

1.910

5,9

63,1

26,0

3,8

1,2

14,6

Steglitz-Zehlendorf

2.443

11,6

72,3

13,3

2,2

0,6

3,7

Tempelhof-Schöneberg

2.654

9,5

66,1

20,2

3,2

1,1

8,9

Neukölln

2.618

6,6

57,8

28,5

5,3

1,8

13,0

Treptow-Köpenick

2.023

6,8

69,2

20,6

2,8

0,7

6,6

Marzahn-Hellersdorf

2.344

5,0

60,5

28,1

4,8

1,5

18,7

Lichtenberg

2.160

5,9

62,2

26,1

4,7

1,1

12,4

Reinickendorf

2.151

5,5

62,3

25,5

5,1

1,5

13,2

Berlin gesamt

29.577

8,7

64,9

21,5

3,7

1,1

9,6

Konsum

vorhanden

Die angegebenen Fallzahlen beziehen sich nur auf den Fernsehkonsum (vgl. Methodik).

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

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Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Zeitreihe zum Fernsehkonsum
Tabelle 3.27:
Zeitreihe Fernsehkonsum und eigener Fernseher bei den Kindern bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2005 bis 2014
- Angaben in %
eigener

Fernsehkonsum in Stunden (Std.) pro Tag
Jahr

n=

1

kein
Konsum

<= 1 Std.

2

26.238

6,3

52,5

2

26.224

8,6

58,0

2005
2006

<= 2 Std.

<= 3 Std.
38,4

14,8

vorhanden

2,8

18,2

17,3

1,3

16,5
16,1

20072

25.193

9,0

56,5

25,2

6,7

2,5

2008

25.110

9,1

58,3

23,0

7,6

2,1

14,6

2009

25.558

9,1

59,4

24,1

5,5

1,9

14,0

2010

26.305

10,5

59,5

23,5

5,1

1,4

13,6

2011

25.961

10,5

60,4

23,1

4,5

1,5

12,7

2012

26.588

8,7

62,4

23,3

4,4

1,2

12,3

20133,4

26.159

8,9

64,7

21,5

3,9

1,1

10,4

2014

29.577

8,7

64,9

21,5

3,7

1,1

9,6

1

Die angegebenen Fallzahlen beziehen sich nur auf den Fernsehkonsum (vgl. Methodik).

2

Bei der Formulierung der Kategorien gab es Änderungen von 2005 zu 2006 und von 2006 zu 2007 (vgl. Methodik).

3

> 3 Std.

Fernseher

Durch einen Fehler bei der Datenübertragung liegen für 2013 keine Daten zum Fernsehkonsum aus Neukölln vor. Die Angaben
beziehen sich somit auf die übrigen 11 Bezirke.

4

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die eingeschulten
Kinder

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Der Anteil der Kinder, die nach Angaben ihrer Eltern nicht fernsehen, hat sich im Zeitraum von 2005 bis
2011 leicht erhöht, ist aber in den folgenden Einschulungsjahrgängen 2012 bis 2014 wieder auf das Niveau von 2006 zurückgegangen. Kontinuierlich erhöht hat sich im Zeitraum von 2005 bis 2014 der Anteil
der Kinder mit geringem Konsum von durchschnittlich unter einer Stunde pro Tag (vgl. Tabelle 3.27).
Gleichzeitig sind die Anteile der Kinder mit einem Fernsehkonsum von bis zu 3 oder mehr Stunden zurückgegangen. Die Ergebnisse für 2005 und 2006 sind methodisch bedingt nur eingeschränkt verwertbar
(vgl. Methodik), 2013 fehlen die Daten zum Fernsehkonsum aus Neukölln, wo in allen übrigen Jahren der
Fernsehkonsum über dem Berliner Durchschnitt lag.
Der Anteil der Kinder mit eigenem Fernseher hat sich im beobachteten Zeitraum nahezu halbiert.

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51

4 Gesundheitliche Problemlagen
Der Schwerpunkt der Gesundheitsberichterstattung auf der Basis der Einschulungsuntersuchungen liegt
auf präventionsrelevanten Bereichen. Für die Bereiche Körpergewicht und Störungen der motorischen,
kognitiven und sprachlichen Entwicklung, in denen schon gesundheitliche Probleme der Kinder eingetreten sind, lassen sich aufgrund der Daten für die nachfolgenden Einschulungsjahrgänge Zielgruppen und
Sozialräume für gesundheitsförderliche und präventive Angebote identifizieren. Für den ausgewerteten
Jahrgang werden aus den Daten der Bedarf und die Zielgruppen von Interventionen (Förderung/Therapie) deutlich, mit denen den bereits eingetretenen gesundheitlichen Problemen begegnet
werden sollte.

4.1 Körpergewicht
Methodik

Bei der Einschulungsuntersuchung werden Körpergröße und Gewicht der Kinder gemessen und daraus
der Body Mass Index nach der Formel BMI = Gewicht [kg] / Körpergröße [m]² berechnet. Für das Erwachsenenalter wurden einheitliche BMI-Grenzwerte festgelegt, ab denen eine Person als übergewichtig oder
adipös bezeichnet wird. Diese Grenzwerte sind auf der Basis von Erkenntnissen zu durch Übergewicht
und Adipositas bedingten Erkrankungen entwickelt worden. Während des Wachstums unterliegt der BMI
jedoch stärkeren Veränderungen. Zudem sind Zusammenhänge von BMI und ernährungsbedingten
Krankheiten für das Kindes- und Jugendalter noch nicht ausreichend untersucht, und wegen der längeren
Entwicklungsdauer dieser Erkrankungen sind Bezüge zum BMI in den verschiedenen Altersgruppen
schwer herzustellen. Auch bezüglich des Untergewichts bei Kindern fehlen verlässliche Angaben über den
Krankheitswert, zumal Essstörungen wie Anorexie oder Bulimie in diesem jungen Alter noch kaum auftreten dürften.
Deshalb wurden für Kinder und Jugendliche BMI-Normwertetabellen entwickelt. In diesen werden die
BMI-Werte von Kindern und Jugendlichen aus den Datensätzen größerer nationaler und internationaler
Erhebungen getrennt nach Geschlecht und Altersstufen ausgewertet. National und international haben
sich verschiedene BMI-Referenzsysteme für Kinder und Jugendliche etabliert. Je nach gewähltem Referenzsystem und den Cut-offs für Übergewicht bzw. Adipositas und für Untergewicht werden für dieselben
Daten unterschiedliche Prävalenzen für Übergewicht/Adipositas und Untergewicht ermittelt.
In Deutschland werden üblicherweise die Referenzwerte von Kromeyer-Hauschild entsprechend der Empfehlung der Arbeitsgemeinschaft Adipositas (AGA) angewendet, die aus Daten verschiedener Studien in
9

unterschiedlichen Regionen Deutschlands aus dem Zeitraum 1985-1999 stammen. Diese Referenzwerte
wurden u. a. in der bundesweiten KiGGS-Studie verwendet

10

und kommen in allen Bundesländern zur

Beurteilung der Daten der Einschulungsuntersuchungen zur Anwendung, so dass sich die Wahl eines
anderen Referenzsystems schon aus Gründen der Vergleichbarkeit ausschließt.
Entsprechend werden die Kinder bei der Einschulungsuntersuchung seit 2004 ausschließlich anhand der
alters- und geschlechtsspezifischen Grenzwerte von Kromeyer-Hauschild in deutlich untergewichtige
9

Kromeyer-Hauschild, K., Wabitsch, M., Kunze, D. et al. (2001). Perzentile für den Body Mass Index für das Kindes- und Jugendalter unter Heranziehung verschiedener deutscher Stichproben. Monatsschrift Kinderheilkunde, 149, 807-818.

10

Kurth, B.-M. & Schaffrath Rosario, A. (2007). Die Verbreitung von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz, 50, 736-743.

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52

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

(unterhalb des 3. Perzentil), untergewichtige (3. bis unterhalb des 10. Perzentil), normalgewichtige (10.
bis 90. Perzentil), übergewichtige (oberhalb des 90. Perzentil bis 97. Perzentil) und adipöse Kinder (oberhalb des 97. Perzentil) eingeteilt.
Seit dem Einschulungsjahrgang 2007 werden statt der veröffentlichten Referenzwerte in halbjährlichen
Abständen die monatsgenauen Tabellen (persönliche Mitteilung Prof. Kromeyer-Hauschild) verwendet.
Diese wurden rückwirkend auch auf die ESU-Daten der Jahre 2005 und 2006 angewendet, um in der Zeitreihe vergleichbare Daten zu haben.

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53

Körpergewicht nach Geschlecht, sozialer Lage, Migrationsmerkmalen und KitaBesuchsdauer
Tabelle 4.1:
Körpergewicht der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung (Referenzsystem nach Kromeyer-Hauschild) gesamt, nach
Geschlecht, sozialer Lage und Migrationsmerkmalen in Berlin 2014 - Angaben in %
Gewichtskategorie

Merkmal

n=

insgesamt

deutlich

untergewichtig

untergewichtig

(3. bis <10.

(<3. Perzentil)

Perzentil)

normalgewichtig
(10. bis 90.
Perzentil)

1

übergewichtig
(>90. bis 97.
Perzentil)

adipös
(>97. Perzentil)

31.188

2,4

6,0

82,6

5,4

3,7

Jungen

16.277

2,6

5,9

82,4

5,3

3,8

Mädchen

14.911

2,1

6,1

82,9

5,4

3,6

untere Statusgruppe

4.977

1,9

4,5

77,5

7,9

8,1

mittlere Statusgruppe

13.452

2,4

6,4

82,1

5,6

3,4

9.250

2,6

6,3

87,1

3,0

1,0

nein

19.025

2,6

6,5

84,7

4,1

2,0

ja

12.073

2,0

5,2

79,3

7,3

6,2

Geschlecht

Soziale Lage

2

obere Statusgruppe
Migrationshintergrund

Herkunft

3

3

deutsch

19.025

2,6

6,5

84,7

4,1

2,0

türkisch

2.926

1,0

3,4

75,5

11,1

9,0

arabisch

1.845

1,8

3,8

79,5

7,7

7,2

osteuropäisch

3.964

2,5

6,2

80,1

5,5

5,7

aus westl. Industriestaaten

1.257

2,4

5,8

85,8

4,1

1,9

aus sonstigen Staaten

2.081

2,4

6,3

79,0

7,0

5,2

19.025

2,6

6,5

84,7

4,1

2,0

6.311

2,0

5,0

80,9

6,8

5,3

2.652

1,8

5,0

77,9

8,6

6,7

2.827

2,2

5,7

77,4

7,2

7,5

Migration/Deutschkenntnisse

4

Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/
(sehr) gute Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
1

Seit 2007 erfolgt die Berechnung monatsgenau (vgl. Methodik).

2

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 11,3 % der Fälle (n = 3.509).

3

Fehlende Angaben zur Herkunft in 0,3 % der Fälle (n = 90).

4

Fehlende Angaben zu Herkunft und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil in 1,2 % der Fälle (n = 373).

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

54

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle 4.2:
Körpergewicht der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung (Referenzsystem nach Kromeyer-Hauschild) nach KitaBesuchsdauer in Berlin 2014 - Angaben in %
Gewichtskategorie1

Kita-Besuchsdauer

2

n=

deutlich

untergewichtig

untergewichtig

(3. bis <10.

(<3. Perzentil)

Perzentil)

normalgewichtig
(10. bis 90.
Perzentil)

übergewichtig
(>90. bis 97.
Perzentil)

adipös
(>97. Perzentil)

kein Besuch

615

2,9

7,3

74,3

7,0

< 1/2 Jahr

282

2,5

5,7

80,5

5,7

5,7

2.919

2,8

5,7

79,4

6,4

5,7

1/2 bis 2 Jahre

8,5

> 2 Jahre

26.879

2,3

6,0

83,2

5,2

3,3

Gesamt

30.695

2,4

6,0

82,6

5,4

3,6

1

Seit 2007 erfolgt die Berechnung monatsgenau (vgl. Methodik).

2

Fehlende Angaben zum Kitabesuch in 1,6 % der Fälle (n = 493).

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Räumliche Verteilung des Körpergewichts
Tabelle 4.3:
Körpergewicht der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung (Referenzsystem nach Kromeyer-Hauschild) nach Berliner Bezirken
(Wohnbezirk) 2014 - Angaben in %
Gewichtskategorie1

Bezirk

1

n=

deutlich

untergewichtig

untergewichtig

(3. bis <10.

(<3. Perzentil)

Perzentil)

normalgewichtig
(10. bis 90.
Perzentil)

übergewichtig
(>90. bis 97.
Perzentil)

adipös
(>97. Perzentil)

Mitte

3.203

1,3

4,3

80,9

6,9

6,5

Friedrichshain-Kreuzberg

2.470

2,1

5,5

82,6

6,0

3,8

Pankow

4.062

2,3

7,2

86,2

2,9

1,4

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.283

1,2

6,0

85,6

4,5

2,8

Spandau

2.015

2,4

6,1

81,0

6,3

4,3

Steglitz-Zehlendorf

2.522

2,6

7,1

85,1

3,7

1,5

Tempelhof-Schöneberg

2.740

2,9

6,4

81,5

5,9

3,4

Neukölln

2.826

2,0

4,3

79,4

7,4

6,9

Treptow-Köpenick

2.064

3,8

7,0

82,4

4,6

2,1

Marzahn-Hellersdorf

2.473

3,4

7,2

79,9

5,5

4,2

Lichtenberg

2.281

3,0

6,0

82,8

5,3

3,0

Reinickendorf

2.249

1,9

4,8

83,0

6,2

4,1

Berlin gesamt

31.188

2,4

6,0

82,6

5,4

3,7

Seit 2007 erfolgt die Berechnung monatsgenau (vgl. Methodik).

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

55

Zeitreihe zum Körpergewicht
Tabelle 4.4:
Zeitreihe Körpergewicht der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin (Referenzsystem nach Kromeyer-Hauschild) 2005
bis 2014 - Angaben in %
Gewichtskategorie1

Jahr

n=

deutlich

untergewichtig

untergewichtig

(3. bis <10.

(<3. Perzentil)

Perzentil)

normalgewichtig
(10. bis 90.
Perzentil)

übergewichtig
(>90. bis 97.
Perzentil)

adipös
(>97. Perzentil)

2005

27.589

2,3

5,0

80,8

6,9

5,0

2006

27.257

2,2

5,1

81,3

6,6

4,8

2007

26.182

2,3

5,1

81,0

6,8

4,8

2008

26.258

2,0

5,0

81,7

6,9

4,5

20092

26.609

3,2

6,6

80,4

5,7

4,1

2010

27.310

2,7

6,2

81,0

5,7

4,4

2011

26.983

2,6

6,7

81,1

5,6

3,9

2012

27.993

2,5

5,9

81,6

5,9

4,0

20133

30.201

2,6

6,3

81,8

5,6

3,6

2014

31.188

2,4

6,0

82,6

5,4

3,7

1

Monatsgenaue Berechnung (vgl. Methodik).

2

Die Vermessung der Kinder war Bestandteil einer berlinweiten Qualitätssicherungsmaßnahme in 2008. Ferner sind soziale Aspekte und
Präventionseffekte als Ursachen für Veränderungen zu diskutieren. Für verlässliche Aussagen zu Trends im Zeitverlauf und eine
entsprechende inhaltliche Interpretation ist eine längere Zeitreihe nach 2009 erforderlich.

3

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die eingeschulten
Kinder

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Der Anteil übergewichtiger und adipöser Kinder ist im Zeitraum von 2005 bis 2014 leicht zurückgegangen
(vgl. Tabelle 4.4). In den ESU-Daten 2009 wurde im Vergleich zu 2008 eine leichte Abnahme des Anteils
übergewichtiger Kinder bei gleichzeitiger Zunahme des Anteils untergewichtiger Kinder beobachtet, die
zulasten des Anteils normalgewichtiger Kinder ging. Die in einigen Bezirken zu beobachtende sprunghafte Veränderung im Zeitvergleich ist mit Vorsicht zu interpretieren, weil neben sozialen Aspekten und
Präventionseffekten auch methodische Änderungen bei der Vermessung der Kinder ursächlich sein können (Effekte von Qualitätssicherungsmaßnahmen). In den ESU-Daten 2010 bis 2014 liegt der Anteil der
normalgewichtigen Kinder wieder leicht über dem Anteil Normalgewichtiger bei der ESU 2009, der Anteil
deutlich untergewichtiger Kinder ist demgegenüber wieder etwas zurückgegangen. Für eine verlässliche
Beurteilung dieser Entwicklung ist die weitere Zeitreihe abzuwarten.

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

56

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

4.2 Auffälligkeiten in der motorischen und kognitiven Entwicklung
Zur Feststellung des Entwicklungsstandes der Kinder wird bei den Einschulungsuntersuchungen seit 2005
das Instrument S-ENS (Screening des Entwicklungsstandes bei Einschulungsuntersuchungen)

11

einge-

setzt. Dieses Instrument beinhaltet motorische, kognitive und sprachliche Entwicklungstests. Es wird seit
der Einschulungsuntersuchung 2012 um zwei Subtests des Sozialpädiatrischen Entwicklungsscreenings
12

für Schuleingangsuntersuchungen (SOPESS) ergänzt, darunter einer im Bereich kognitive Entwicklung.

Methodik

Es handelt sich bei den Subtests sowohl des S-ENS als auch des SOPESS um Screeningtests. Die Anforderungen, die die Tests an die Kinder stellen, sollten von jedem altersgerecht entwickelten Kind erfüllt werden können. In jedem der nachfolgend kurz vorgestellten Subtests werden die Testergebnisse der Kinder
anhand der erreichten Ergebnisse in die Kategorien „unauffällig“, „grenzwertig“ oder „auffällig“ klassifiziert. Genauere Angaben zu Hintergrund, Durchführung und Bewertung der Tests finden sich in den
Testmanualen.

13,14

Das S-ENS-Verfahren ist für Kinder ab 5 Jahren normiert. Daher werden Kinder, die zum Zeitpunkt der
Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, von den Analysen ausgeschlossen. Bei den Einschulungsuntersuchungen 2014 waren insgesamt 99 Kinder zum Zeitpunkt der Untersuchung jünger als 5 Jahre. Die jeweilige Anzahl der aus diesem Grund bei den einzelnen Tests ausgeschlossenen Kinder wird in den Fußnoten
zu den Tabellen ausgewiesen.
Für die Testbereiche bzw. Untertests aus dem SOPESS-Verfahren werden die Daten ohne Alterseinschränkung zu allen untersuchten Kindern berichtet, da sowohl in der Konstruktions- als auch in der
Normierungsstichprobe Kinder unter 5 Jahren enthalten waren.
Körperkoordination (S-ENS)
Zur Beurteilung der Grobmotorik wird der Subtest „Körperkoordination“ durchgeführt, bei dem das Kind
aufgefordert wird seitlich hin- und herzuspringen. Gewertet wird die Anzahl der Sprünge, die das Kind in
10 Sekunden schafft. Die Bewertung ist in Tabelle 4.5 gezeigt.
Tabelle 4.5:
Bewertung des Subtestes Körperkoordination (S-ENS)
Punktzahl
0-6

Bewertung
auffälliges Testergebnis

7

grenzwertiges Testergebnis

>7

unauffälliges Testergebnis

(Datenquelle: Döpfner et al. 2005)

11

Döpfner, M., Dietmair, I., Mersmann, H., Simon, K. & Trost-Brinkhues, G. (2005). S-ENS – Screening des Entwicklungsstandes bei Einschulungsuntersuchungen. Göttingen: Hogrefe.

12

Petermann, F., Daseking, M., Oldenhage, M. & Simon, K. (2009). Sozialpädiatrisches Entwicklungsscreening für Schuleingangsuntersuchungen –
SOPESS. Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf.

13

Döpfner et al. (2005). a. a. O.

14

Petermann et al. (2009). a. a. O.

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

57

Visuomotorik (S-ENS)
Der Testbereich „Visuomotorik“ prüft feinmotorische Fertigkeiten des Kindes wie die Auge-HandKoordination mittels Aufgaben zur Gestaltrekonstruktion (einfache Strichzeichnungen sollen nach Vorlage vervollständigt werden) und zur Gestaltreproduktion (einfache Strichzeichnungen sollen exakt abgezeichnet werden). In den Aufgaben zur Gestaltrekonstruktion können maximal 7 Punkte erreicht werden,
in den Aufgaben zur Gestaltreproduktion maximal 18 Punkte. Die Punktzahlen bei allen Aufgaben dieses
Testbereichs werden addiert und gemäß Tabelle 4.6 bewertet.
Tabelle 4.6:
Bewertung des Subtestes Visuomotorik (S-ENS)
Punktzahl

Bewertung

0-13

auffälliges Testergebnis

14-16

grenzwertiges Testergebnis

17-25

unauffälliges Testergebnis

(Datenquelle: Döpfner et al. 2005)

Visuelle Wahrnehmung und Informationsverarbeitung (S-ENS)
Der Subtest „Visuelle Wahrnehmung und Informationsverarbeitung“ erfasst grundlegende visuelle und
schlussfolgernde Fähigkeiten des Kindes wie das Erkennen von Regeln, Ähnlichkeiten und Unterschieden.
Dem Kind werden verschiedene Muster vorgelegt, aus denen es nach bestimmten Regeln das Richtige
auswählen soll. Die insgesamt 10 Aufgaben werden nach dem in Tabelle 4.7 dargestellten Schema beurteilt.
Tabelle 4.7:
Bewertung des Subtestes Visuelle Wahrnehmung und
Informationsverarbeitung (S-ENS)
Punktzahl
0-5

Bewertung
auffälliges Testergebnis

6

grenzwertiges Testergebnis

7-10

unauffälliges Testergebnis

(Datenquelle: Döpfner et al. 2005)

Mengenvorwissen (SOPESS)
Das Mengenvorwissen zählt zu den so genannten mathematischen Vorläuferfähigkeiten. Dieser Testbereich stammt aus dem SOPESS und besteht aus den Untertests simultane Mengenerfassung (Benennen
der Anzahl einer kleinen Menge von bis zu vier gleichartigen Objekten ohne Zählen) und Mengenvergleich (Grundverständnis von „mehr“ und „weniger“ im Sinne eines Grundverständnisses von Ordinalität).

15

In den Untertests können jeweils maximal 8 Punkte, insgesamt also maximal 16 Punkte erreicht

werden. Die Punktzahlen der beiden Untertests werden addiert und gemäß Tabelle 4.8 bewertet.
Der Testbereich wurde erstmals zur Einschulungsuntersuchung 2012 in das Untersuchungsprogramm
mit aufgenommen.

15

Petermann et al. (2009). a. a. O.

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

58

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle 4.8:
Bewertung des Subtestes Mengenvorwissen (SOPESS)
Punktzahl

Bewertung

0-10

auffälliges Testergebnis

11-13

grenzwertiges Testergebnis

14-16

unauffälliges Testergebnis

(Datenquelle: Petermann et al. 2009)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

30.601

insgesamt

71,9

14.685

72,7

9.125

mittlere Statusgruppe

obere Statusgruppe

69,5

11.785

ja

70,5
71,0
75,1

3.864

1.225

2.041

osteuropäisch

aus westl. Industriestaaten

aus sonstigen Staaten

63,9

69,4

72,2

17,0

15,1

15,6

19,1

15,5

12,2

15,3

11,3

14,2

13,9

16,7

17,0

15,3

14,7

15,3

12,6

14,9

18,4

12,7

17,2

15,1

auffällig

2.789

2.633

6.295

18.986

2.053

1.235

3.948

1.821

2.900

18.986

11.957

18.986

9.195

13.399

4.946

14.853

16.178

31.031

n=

49,0

62,1

71,4

69,6

69,2

76,3

65,0

51,8

60,4

69,6

63,8

69,6

80,5

67,6

48,8

71,1

63,9

67,4

unauffällig

13,7

12,9

11,8

11,4

11,5

9,4

11,4

16,1

14,2

11,4

12,6

11,4

8,7

12,6

14,8

11,2

12,5

11,9

grenzwertig

Fehlende Angaben zur Herkunft in 0,3 % der Fälle (n = 88).

4

2

2.756

2.628

6.296

18.992

2.048

1.231

3.924

1.817

2.897

18.992

11.917

18.992

9.194

13.400

4.929

14.827

16.166

30.993

n=

52,5

59,1

68,1

66,9

65,3

70,6

65,2

53,3

58,7

66,9

62,4

66,9

73,3

66,6

51,6

67,3

63,1

65,1

unauffällig

15,7

15,9

13,4

13,7

15,5

11,7

12,9

17,1

15,4

13,7

14,5

13,7

11,8

13,9

16,8

13,9

14,1

14,0

grenzwertig

31,7

25,0

18,5

19,4

19,2

17,7

22,0

29,6

25,9

19,4

23,2

19,4

14,9

19,5

31,5

18,8

22,8

20,9

auffällig

1

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 11,3 % der Fälle (n = 3.504).

37,2

25,0

16,8

18,9

19,2

14,3

23,7

32,0

25,4

18,9

23,6

18,9

10,8

19,8

36,5

17,7

23,6

20,8

auffällig

Visuelle Wahrnehmung

Fehlende Angaben zu Herkunft und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil in 1,1 % der Fälle (n = 333).

Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, wurden von der Auswertung ausgeschlossen (n = 50, vgl. Methodik).

2.718

2.603

6.239

15,3

13,6

14,8

15,5

17,8

17,1

15,3

15,8

15,3

14,7

15,1

17,4

15,4

15,6

15,5

grenzwertig

Visuomotorik1

Grundauswertung ESU 2014

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

3

1

Kind und begleitender Elternteil

unzureichende Deutschkenntnisse

Kind nichtdeutscher Herkunft/

Kind oder begleitender Elternteil

unzureichende Deutschkenntnisse

Kind nichtdeutscher Herkunft/

Kind und begleitender Elternteil

(sehr) gute Deutschkenntnisse

Kind nichtdeutscher Herkunft/

Kind deutscher Herkunft

69,4

65,6

1.794

arabisch

18.731

65,9

2.861

türkisch

Migration/Deutschkenntnisse4

69,4

18.731

deutsch

Herkunft3

69,4

18.731

nein

Migrationshintergrund3

64,3
70,0

4.849

13.219

untere Statusgruppe

Soziale Lage2

67,2

15.916

Mädchen

69,5

unauffällig

Jungen

Geschlecht

n=

Merkmal

Körperkoordination1

Motorische und kognitive Entwicklung der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und Migrationsmerkmalen in Berlin 2014 - Angaben in %

Tabelle 4.9:

Gesundheitsberichterstattung Berlin
59

Motorische und kognitive Entwicklung nach Geschlecht, sozialer Lage, Migrationsmerkmalen und Kita-Besuchsdauer

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

60

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle 4.10:
Mengenvorwissen der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und
Migrationsmerkmalen in Berlin 2014 - Angaben in %
Mengenvorwissen
Merkmal

n=

unauffällig

grenzwertig

auffällig

insgesamt

30.833

72,8

17,4

9,8

Jungen

16.090

72,9

16,9

10,2

Mädchen

14.743

72,7

18,0

9,2

Geschlecht

Soziale Lage1
untere Statusgruppe

4.845

57,3

23,4

19,4

mittlere Statusgruppe

13.359

74,0

17,7

8,3

9.199

83,3

12,6

4,2

nein

18.959

76,4

15,8

7,8

ja

11.790

67,1

20,1

12,8

deutsch

18.959

76,4

15,8

7,8

türkisch

2.870

65,4

22,0

12,6

arabisch

1.791

64,6

22,7

12,7

osteuropäisch

3.860

65,0

19,2

15,8

aus westl. Industriestaaten

1.228

76,5

16,4

7,0

aus sonstigen Staaten

2.041

69,8

18,9

11,3

18.959

76,4

15,8

7,8

6.292

75,4

17,5

7,1

2.617

63,3

21,7

15,1

2.650

51,5

24,6

23,9

obere Statusgruppe
Migrationshintergrund2

Herkunft

2

Migration/Deutschkenntnisse

3

Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/
(sehr) gute Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
1

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 11,1 % der Fälle (n = 3.430).

2

Fehlende Angaben zur Herkunft in 0,3 % der Fälle (n = 84).

3

Fehlende Angaben zu Herkunft und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil in 1,0 % der Fälle (n = 315).

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

63,6
70,3

2.784

26.496

30.128

> 2 Jahre

Gesamt

67,5

69,7

54,6

45,1

40,4

unauffällig

11,9

11,8

12,4

13,5

12,3

grenzwertig

46,4
57,4
75,4

261
2.810
26.738
30.360

< 1/2 Jahr

> 2 Jahre

Gesamt

Fehlende Angaben zum Kitabesuch in 1,5 % der Fälle (n = 473).

1/2 bis 2 Jahre

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

1

47,0

551

kein Besuch

72,9

unauffällig

Kita-Besuchsdauer

n=

1

17,4

16,7

23,0

23,0

22,9

grenzwertig

Mengenvorwissen

9,6

7,9

19,6

30,7

30,1

auffällig

Mengenvorwissen der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Kita-Besuchsdauer in Berlin 2014 - Angaben in %

Tabelle 4.12:

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Fehlende Angaben zum Kitabesuch in 1,6 % der Fälle (n = 494).

30.543

26.808

2.859

275

601

n=

Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, wurden von der Auswertung ausgeschlossen (n = 50, vgl. Methodik).

15,1

14,4

20,1

19,4

20,7

auffällig

1

Visuomotorik

2

15,5

15,3

16,3

17,2

15,7

grenzwertig

1

1

69,5

63,4

268

< 1/2 Jahr

1/2 bis 2 Jahre

63,6

580

kein Besuch

unauffällig

n=

Kita-Besuchsdauer2

Körperkoordination

20,6

18,5

33,0

41,5

47,3

auffällig

Motorische und kognitive Entwicklung der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Kita-Besuchsdauer in Berlin 2014 - Angaben in %

Tabelle 4.11:

30.513

26.800

2.848

271

594

n=

65,2

66,7

57,2

50,9

46,0

unauffällig

14,0

13,9

14,5

15,1

15,0

grenzwertig

1

20,8

19,5

28,3

33,9

39,1

auffällig

Visuelle Wahrnehmung

Gesundheitsberichterstattung Berlin
Grundauswertung ESU 2014
61

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

70,9
73,3

2.244

2.234

30.601

Lichtenberg

Reinickendorf

Berlin gesamt

15,1

14,5

14,9

17,8

10,9

15,3

21,2

10,0

13,2

19,0

16,6

13,3

12,3

auffällig

31.031

2.269

2.277

2.494

2.084

2.777

2.716

2.482

2.016

2.262

4.041

2.465

3.148

n=

67,4

65,8

64,4

56,6

77,4

60,4

67,4

76,7

66,1

71,1

69,1

75,9

60,4

unauffällig

11,9

12,6

12,4

14,3

10,4

13,6

12,2

8,9

11,9

10,9

11,4

9,2

14,0

grenzwertig

Visuomotorik1

Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, wurden von der Auswertung ausgeschlossen (n = 50, vgl. Methodik).

15,5

12,3

14,3

12,4

12,6

17,7

18,2

15,4

15,6

19,1

16,8

14,1

15,4

grenzwertig

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

1

69,8

2.446

Marzahn-Hellersdorf

69,5

76,6

2.039

Treptow-Köpenick

74,6

2.449

Steglitz-Zehlendorf
60,6

71,2

1.987

Spandau

67,1

61,9

2.226

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.694

66,5

4.020

Pankow

2.720

72,6

2.441

Friedrichshain-Kreuzberg

Neukölln

72,2

3.101

Mitte

Tempelhof-Schöneberg

unauffällig

n=

Bezirk

Körperkoordination1

20,8

21,7

23,1

29,1

12,2

26,0

20,4

14,4

22,0

17,9

19,5

14,8

25,6

auffällig

Motorische und kognitive Entwicklung der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2014 - Angaben in %

Tabelle 4.13:

30.993

2.274

2.271

2.493

2.069

2.769

2.718

2.481

2.011

2.262

4.040

2.463

3.142

n=

65,1

58,5

61,5

62,9

83,8

70,0

65,2

70,5

67,5

70,3

53,5

65,1

63,1

unauffällig

14,0

15,5

17,0

13,6

9,4

12,6

13,6

13,5

12,9

13,4

16,0

16,1

13,0

grenzwertig

20,9

26,0

21,5

23,5

6,8

17,4

21,1

15,9

19,6

16,3

30,5

18,8

24,0

auffällig

Visuelle Wahrnehmung1

62
Grundauswertung ESU 2014
Gesundheitsberichterstattung Berlin

Räumliche Verteilung der motorischen und kognitiven Entwicklung

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

63

Tabelle 4.14:
Mengenvorwissen der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2014 - Angaben in %
Mengenvorwissen
Bezirk

n=

unauffällig

grenzwertig

auffällig

Mitte

3.136

69,5

18,5

Friedrichshain-Kreuzberg

2.450

76,8

15,3

7,9

Pankow

4.034

69,4

20,6

10,0

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.269

78,2

14,5

7,3

Spandau

1.996

61,6

22,6

15,8

Steglitz-Zehlendorf

2.481

80,5

14,5

5,0

Tempelhof-Schöneberg

2.697

78,0

15,2

6,8

Neukölln

2.715

71,7

17,6

10,7

Treptow-Köpenick

2.073

85,1

10,4

4,5

Marzahn-Hellersdorf

2.487

71,2

18,7

10,2

Lichtenberg

2.262

66,0

19,4

14,6

Reinickendorf

2.233

67,6

19,9

12,4

Berlin gesamt

30.833

72,8

17,4

9,8

12,0

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

72,5
74,8
74,3
74,8

26.168

26.963

26.708

27.575

2009

2010

2011

2012
67,4

68,4

72,3

74,6

74,9

73,0

74,2

73,1

71,4

73,3

unauffällig

11,9

11,4

11,0

10,1

10,4

10,3

9,8

9,9

9,9

9,5

grenzwertig

20,8

20,2

16,7

15,3

14,8

16,7

16,0

17,0

18,8

17,2

auffällig

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die eingeschulten Kinder.

31.031

30.109

27.921

27.000

27.261

26.510

26.085

25.978

26.929

27.338

n=

Die Auswertungen beziehen sich auf die Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung mindestens 5 Jahre alt waren.

15,1

14,1

11,2

11,2

10,8

12,8

11,2

11,8

13,5

15,2

auffällig

2

15,5

15,1

14,0

14,5

14,4

14,7

14,0

15,3

16,8

16,4

grenzwertig

Visuomotorik1

1

2014

2013
69,5

74,8

25.762

2008

30.601

72,9

25.606

2007

70,7

69,8

26.634

2006

29.636

68,4

27.080

2005

2

unauffällig

n=

Jahr

Körperkoordination1

Zeitreihe motorische und kognitive Entwicklung der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2005 bis 2014 - Angaben in %

Tabelle 4.15:

30.993

30.078

27.909

26.965

27.251

26.483

26.035

25.935

26.864

27.292

n=

65,1

68,2

72,2

74,8

76,1

73,9

77,7

75,9

73,5

74,7

unauffällig

14,0

13,5

12,7

12,1

11,8

11,8

10,4

10,9

11,5

11,3

grenzwertig

20,9

18,2

15,0

13,0

12,2

14,3

12,0

13,2

15,0

14,0

auffällig

Visuelle Wahrnehmung1

64
Grundauswertung ESU 2014
Gesundheitsberichterstattung Berlin

Zeitreihen zur motorischen und kognitiven Entwicklung

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

65

Bei der Beurteilung der Zeitreihe der Testergebnisse zur motorischen und kognitiven Entwicklung ist zu
berücksichtigen, dass das S-ENS-Verfahren 2005 neu eingeführt wurde und sich also erst etablieren
musste. Im Zeitraum von 2005 bis 2012 hat der Anteil der Kinder mit unauffälligen Testergebnissen in
der Körperkoordination zugenommen, der Anteil der Kinder mit auffälligen und grenzwertigen Testergebnissen in der Körperkoordination entsprechend abgenommen (vgl. Tabelle 4.15). In den Testergebnissen zur Visuomotorik (Auge-Hand-Koordination) und zur visuellen Wahrnehmung (schlussfolgerndes
Denken) ist hingegen bei jährlichen Schwankungen von bis zu vier Prozentpunkten kein klarer zeitlicher
Trend zu erkennen.
In allen drei Tests zeigt sich 2013 ein deutlicher Rückgang des Anteils von Kindern mit unauffälligen
Testergebnissen bei gleichzeitigem Anstieg des Anteils von Kindern mit auffälligen, bei der Körperkoordination und der visuellen Wahrnehmung auch mit grenzwertigen Testergebnissen. Dies ist der Änderung
der Grundgesamtheit geschuldet, die bis 2012 die tatsächlich eingeschulten Kinder umfasste, 2013 dagegen die erstmals untersuchten Kinder, darunter auch die Kinder, die eben wegen Entwicklungsrückständen vom Schulbesuch zurückgestellt wurden. Im Einschulungsjahrgang 2014 fallen die Testergebnisse
noch etwas ungünstiger aus. In allen drei Testbereichen ist der Anteil der Kinder mit unauffälligem Testergebnis weiter gesunken, der Anteil der Kinder mit auffälligen Testergebnissen dagegen angestiegen.
Diese Entwicklung ist besonders deutlich im Test zur visuellen Wahrnehmung und Informationsverarbeitung.

Tabelle 4.16 :
Zeitreihe Mengenvorwissen der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2012 bis 2014 - Angaben in %
Mengenvorwissen
Jahr

1

n=

unauffällig

grenzwertig

auffällig

2012

27.672

72,8

17,9

9,4

20131

29.930

72,2

17,2

10,7

2014

30.833

72,8

17,4

9,8

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die eingeschulten
Kinder.

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Der Testbereich Mengenvorwissen wurde erstmals bei den Einschulungsuntersuchungen 2012 aufgenommen. Im Vergleich dazu ist 2013 ein moderater Anstieg des Anteils von Kindern mit auffälligem Testergebnis zu verzeichnen bei gleichzeitigem Rückgang des Anteils der unauffälligen Kinder. Dies ist vermutlich auf die Änderung der Grundgesamtheit zurückzuführen und wird in den weiteren Jahren zu beobachten sein. Im Einschulungsjahrgang 2014 entsprechen die Testergebnisse wieder weitgehend denen
von 2012.

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

66

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

4.3 Auffälligkeiten in der sprachlichen Entwicklung
Methodik

Nachfolgend werden die sprachlichen S-ENS-Untertests Pseudowörter nachsprechen, Wörter ergänzen
und Sätze nachsprechen, der SOPESS-Untertest Pluralbildung und die in beiden Testverfahren enthaltene
Beurteilung der Artikulation kurz dargestellt und die Berechnung des kombinierten Indikators Sprachdefizite beschrieben. Für eine detaillierte Beschreibung der Methodik bzw. der verwendeten Materialien sei
auf die Testmanuale

16,17

verwiesen. Für alle Tests gilt gleichermaßen, dass bei der Auswertung nur die

Ergebnisse der Kinder deutscher Herkunft und der Kinder nichtdeutscher Herkunft mit guten bis sehr
guten Deutschkenntnissen (vgl. Kapitel 5.3) berücksichtigt werden, da davon auszugehen ist, dass Kinder
mit schlechteren Deutschkenntnissen bei den Tests benachteiligt sind, zumal die Untertests Wörter ergänzen, Sätze nachsprechen und Pluralbildung nicht als unabhängig von der deutschen Sprache angesehen werden und bei Kindern mit geringen Deutschkenntnissen laut den Manualen auch ausgelassen
werden können (s. u.). Die Ergebnisse der Kinder mit schlechteren Deutschkenntnissen werden – sofern
die Tests mit ihnen durchgeführt wurden – separat für jeweils die Gesamtheit dieser Kinder berichtet und
außer nach ihren deutschen Sprachkenntnissen nicht weiter differenziert.
Das S-ENS-Verfahren ist für Kinder ab 5 Jahren normiert. Daher werden Kinder, die zum Zeitpunkt der
Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, von den Analysen ausgeschlossen. Die jeweilige Anzahl der deshalb ausgeschlossenen Kinder wird in der Fußnote zu den Tabellen ausgewiesen. Für den Test zur Pluralbildung aus dem SOPESS-Verfahren und für die Artikulationsprüfung werden die Daten ohne Alterseinschränkung zu allen untersuchten Kindern berichtet, da sowohl in der Konstruktions- als auch in der
Normierungsstichprobe des SOPESS Kinder unter 5 Jahren enthalten waren.
Für die Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen erlauben die sprachlichen S-ENS- und SOPESSUntertests nicht nur keine zuverlässige Beurteilung ihrer sprachlichen Entwicklung, sondern sie werden
auch häufiger – entsprechend der Anweisung im Manual – gar nicht durchgeführt. Dadurch werden Aussagen zum Sprachstand aller Berliner Kinder und Regionalvergleiche zwischen Gebieten mit unterschiedlichen Anteilen von Kindern mit Migrationshintergrund erschwert. Aus diesem Grund wurde bei der Zusammenstellung von Kernindikatoren für Bezirksregionenprofile im Rahmen der Rahmenstrategie Soziale Stadtentwicklung ein Indikator „Sprachdefizite“ entwickelt, dessen Konstruktion ebenfalls nachfolgend
beschrieben wird.

18

S-ENS-Untertest Pseudowörter nachsprechen
Bei diesem Test werden dem Kind insgesamt sechs „Quatschwörter“ vorgesprochen, die es nachsagen
soll. Mit dem Test werden die Gedächtnisspanne und Artikulationsgenauigkeit für unbekannte Begriffe
geprüft. Für jedes richtig nachgesprochene Wort gibt es einen Punkt. Der Test wird unabhängig von den
Deutschkenntnissen des jeweiligen Kindes durchgeführt. Die Tabelle 4.17 gibt einen Überblick über die
Bewertung des Testergebnisses.

16

Döpfner, M., Dietmair, I., Mersmann, H., Simon, K., Trost-Brinkhues, G. (2005). S-ENS – Screening des Entwicklungsstandes bei Einschulungsuntersuchungen. Göttingen: Hogrefe.

17

Petermann, F., Daseking, M., Oldenhage, M., Simon, K. (2009). Sozialpädiatrisches Entwicklungsscreening für Schuleingangsuntersuchungen –
SOPESS. Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf.

18

vgl. auch Oberwöhrmann, S., Bettge, S. & Hermann, S. (2011). Kernindikatoren für Bezirksregionenprofile aus den Einschulungsdaten in Berlin.
Statistische Kurzinformation 2011-1. Berlin: Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz.

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

67

Tabelle 4.17:
Bewertung des Subtestes Pseudowörter (S-ENS)
Punktzahl
0-3

Bewertung
auffälliges Testergebnis

4

grenzwertiges Testergebnis

5-6

unauffälliges Testergebnis

(Datenquelle: Döpfner et al. 2005)

S-ENS-Untertest Wörter ergänzen
Dem Kind werden insgesamt acht Wörter vorgesprochen, bei denen jeweils ein Buchstabe fehlt. Das Kind
wird jeweils nach dem Wort aufgefordert, das vollständige Wort zu nennen. Der Test untersucht das
Synthetisieren von Lauten zu Wörtern und den Vergleich mit im Gedächtnis bereits abgespeicherten Wörtern. Für jedes richtig ergänzte Wort gibt es einen Punkt. Der Test gilt als nicht unabhängig von der jeweiligen Muttersprache, da ausschließlich deutsche Wörter verwendet werden. Er kann daher für Kinder,
die über keine Deutschkenntnisse verfügen oder nur einzelne Worte in Deutsch sprechen, ausgelassen
werden. Die Tabelle 4.18 gibt einen Überblick über die Bewertung des Testergebnisses.
Tabelle 4.18:
Bewertung des Subtestes Wörter ergänzen (S-ENS)
Punktzahl
0-5

Bewertung
auffälliges Testergebnis

6

grenzwertiges Testergebnis

7-8

unauffälliges Testergebnis

(Datenquelle: Döpfner et al. 2005)

S-ENS-Untertest Sätze nachsprechen
Hierbei werden dem Kind in normalem Sprechtempo Sätze vorgesprochen, die dann korrekt nachgesprochen werden müssen. Der Test prüft das Speichern grammatikalischer Strukturen und das Abrufen vollständiger Sätze als Teil der expressiven Sprachentwicklung. Für jeden präzise nachgesprochenen Satz
wird ein Punkt vergeben. Auch dieser Test ist nicht unabhängig von der Muttersprache und kann daher
bei nicht oder kaum Deutsch sprechenden Kindern weggelassen werden. Die Tabelle 4.19 gibt einen
Überblick über die Bewertung des Testergebnisses.
Tabelle 4.19:
Bewertung des Subtestes Sätze nachsprechen (S-ENS)
Punktzahl
0-2

Bewertung
auffälliges Testergebnis

3

grenzwertiges Testergebnis

4-5

unauffälliges Testergebnis

(Datenquelle: Döpfner et al. 2005)

SOPESS-Untertest Pluralbildung
Das Kind wird anhand von Bildkarten aufgefordert, zu der jeweiligen Einzahl der abgebildeten Gegenstände die Mehrzahl zu bilden. Der Test prüft die morphologische Regelbildung. Für jede präzise gebildete Pluralform wird ein Punkt vergeben. Insgesamt können 7 Punkte erreicht werden. Auch dieser Test ist
SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

68

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

nicht unabhängig von der Muttersprache und kann daher bei nicht oder kaum Deutsch sprechenden
Kindern weggelassen werden. Die Tabelle 4.20 gibt einen Überblick über die Bewertung des Testergebnisses.
Tabelle 4.20:
Bewertung des Subtestes Pluralbildung (SOPESS)
Punktzahl

Bewertung

0-3

auffälliges Testergebnis

4-5

grenzwertiges Testergebnis

6-7

unauffälliges Testergebnis

(Datenquelle: Petermann et al. 2009)

Untertest Artikulation (sowohl im S-ENS als auch im SOPESS enthalten)
Die Prüfung der Artikulation kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen. Hierbei kommen die Beurteilung der spontanen Sprachäußerungen, die anderen Teile der Sprachprüfung oder eine Sprachtafel/Bildergeschichte in Frage. Es werden folgende Laute bzw. Stammelfehler geprüft: S/Z, Sch, T/D, Ch
(Rachen-Ch), G/K, L/N, R, F/Pf, B, Ch (weiches Ch). Die Bewertung erfolgt für alle Lautgruppen getrennt.
Berichtet wird die Anzahl der Artikulationsfehler pro Kind von 0 (Artikulation in Ordnung) bis maximal 10,
wobei die Kategorien 5-10 Lautgruppen mit gestörter Artikulation zusammengefasst werden. Die Beurteilung wird unabhängig von den Deutschkenntnissen des jeweiligen Kindes durchgeführt, kann allerdings bei Kindern nichtdeutscher Herkunft und mit geringen Deutschkenntnissen je nach Herkunftssprache schwierig sein.
Sprachdefizite
Der kombinierte Indikator „Sprachdefizite“ basiert auf Angaben zum S-ENS-Untertest Sätze nachsprechen und Angaben zu den Deutschkenntnissen der Kinder nichtdeutscher Herkunft (vgl. Kapitel 5.3). Als
Kinder mit Sprachdefiziten werden folgende Gruppen ausgewiesen:
•

Kinder deutscher Herkunft mit auffälligem Testergebnis im S-ENS-Subtest Sätze nachsprechen,

•

Kinder nichtdeutscher Herkunft mit guten Deutschkenntnissen und auffälligem Testergebnis im SENS-Subtest Sätze nachsprechen,

•

Kinder nichtdeutscher Herkunft mit unzureichenden Deutschkenntnissen.

Kinder ohne Sprachdefizite sind entsprechend Kinder deutscher Herkunft mit unauffälligem oder grenzwertigem Ergebnis im Test Sätze nachsprechen sowie Kinder nichtdeutscher Herkunft mit guten
Deutschkenntnissen und unauffälligem oder grenzwertigem Ergebnis im Test Sätze nachsprechen.
Durch seine Konstruktion weist der kombinierte Indikator „Sprachdefizite“ weit weniger fehlende Werte
auf als der Test Sätze nachsprechen und ermöglicht so eine vollständigere Abbildung des Entwicklungsbereichs Sprache bei den Einschulungsuntersuchungen unter Einbeziehung der Kinder mit Migrationshintergrund.
Die Ergebnisse für den Indikator „Sprachdefizite“ sind in den Tabellen 4.31 bis 4.34 aufgeführt.

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

26.700

insgesamt

76,2

12.866

81,9
80,1

1.038

1.467

aus westl. Industriestaaten

aus sonstigen Staaten

14,0

11,9

12,7

13,8

5,9

6,2

7,6

5,3

1.471

1.034

2.566

1.083

1.924

18.806

62,3

72,9

64,8

61,9

58,1

72,2

63,4

72,2

78,6

69,1

52,6

71,2

68,0

69,6

unauffällig

20,5

17,0

19,1

20,4

21,9

15,9

19,9

15,9

14,5

17,4

21,3

16,8

17,4

17,1

grenzwertig

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 9,1 % der Fälle (n = 2.452).

79,7

2.562

osteuropäisch

10,0

10,8

8.078

18.806

8.822

12.261

3.378

12.955

13.929

26.884

n=

Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, wurden von der Auswertung ausgeschlossen (n = 39, vgl. Methodik).

80,8

1.070

arabisch

17,0

16,6

7,3

10,8

5,7

10,3

16,4

8,7

10,8

9,8

auffällig

Wörter ergänzen

2

73,0

1.919

14,0

16,6

12,5

17,0

19,8

15,1

16,5

15,9

grenzwertig

1

1

72,5

18.644

78,6

türkisch

72,5

deutsch

Herkunft

ja

nein

8.056

obere Statusgruppe

18.644

81,8

8.787

mittlere Statusgruppe

Migrationshintergrund

63,8
72,7

3.337

12.166

untere Statusgruppe

Soziale Lage2

72,7

13.834

Mädchen

74,4

unauffällig

Jungen

Geschlecht

n=

Merkmal

Pseudowörter

sozialer Lage und Migrationsmerkmalen in Berlin 2014 - Angaben in %
1

17,2

10,1

16,1

17,7

20,0

11,9

16,7

11,9

6,9

13,6

26,1

11,9

14,7

13,3

auffällig

1.462

1.031

2.556

1.071

1.909

18.713

8.029

18.713

8.798

12.189

3.347

12.891

13.851

26.742

n=

57,3

74,2

58,8

53,0

45,7

78,3

56,6

78,3

86,0

71,3

45,2

74,0

69,8

71,8

unauffällig

16,9

14,3

18,2

21,0

19,7

11,8

18,2

11,8

9,0

15,0

19,7

13,0

14,4

13,7

grenzwertig

Sätze nachsprechen

25,8

11,5

23,0

26,0

34,6

9,9

25,2

9,9

4,9

13,7

35,0

13,0

15,8

14,5

auffällig

1

Sprachliche Entwicklung der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung (ohne Kinder nichtdeutscher Herkunft mit schlechteren als guten Deutschkenntnissen) gesamt, nach Geschlecht,

Tabelle 4.21:

Gesundheitsberichterstattung Berlin
Grundauswertung ESU 2014
69

Sprachliche Entwicklung nach Geschlecht, sozialer Lage, Migrationsmerkmalen
und Kita-Besuchsdauer

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

74,8

13.019

70,3
52,4

1.030

1.472

aus westl. Industriestaaten

aus sonstigen Staaten

24,2

17,7

24,3
23,4

12,0

18,4

25,5

1.481

1.052

2.582

1.087

1.938

18.975

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

In Abweichung zu den Jahren vor 2012 werden auch Kinder unter 5 Jahren in die Auswertung einbezogen (vgl. Methodik).

57,3

2.562

osteuropäisch

24,9

5,8
35,7

8.140

18.975

8.880

12.345

3.419

13.079

14.036

27.115

n=

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 9,1 % der Fälle (n = 2.478).

49,6

1.082

arabisch

23,5

12,4

23,6

5,8

3,9

9,5

29,8

10,2

12,0

11,1

auffällig

1

40,8

1.932

23,3

12,4

9,7

16,0

25,9

15,0

16,2

15,6

grenzwertig

Kinder ohne

74,7

73,3

71,1

69,5

71,2

70,0

71,9

70,0

74,9

70,2

63,1

74,9

66,6

70,6

Artikulationsstörung

16,3

16,3

16,8

16,7

16,3

17,0

16,5

17,0

16,1

17,0

17,1

15,2

18,4

16,9

1

6,4

5,9

8,4

9,6

8,2

7,6

7,8

7,6

6,4

7,9

10,1

6,3

8,9

7,7

2

1,4

2,9

2,2

2,7

2,7

2,8

2,3

2,8

1,5

2,7

4,9

2,0

3,3

2,6

3

0,7

1,0

0,9

1,0

1,0

1,3

0,9

1,3

0,5

1,2

2,5

0,8

1,4

1,2

4

Anzahl der betroffenen Lautgruppen

1

0,5

0,6

0,5

0,6

0,7

1,3

0,6

1,3

0,7

0,9

2,2

0,7

1,3

1,0

5-10

Grundauswertung ESU 2014

2

81,8

18.930

53,1

türkisch

81,8

deutsch

Herkunft

ja

nein

8.078

obere Statusgruppe

18.930

86,4

8.844

mittlere Statusgruppe

Migrationshintergrund

44,3
74,4

3.401

12.313

untere Statusgruppe

Soziale Lage2

71,8

13.989

73,3

unauffällig

Mädchen

27.008

n=

Jungen

Geschlecht

insgesamt

Merkmal

Pluralbildung

Geschlecht, soz. Lage und Migrationsmerkmalen in Berlin 2014 - Angaben in %

Pluralbildung und Artikulationsstörungen bei Kindern bei der Einschulungsuntersuchung (ohne Kinder nichtd. Herkunft mit schlechteren als guten Deutschkenntnissen) gesamt, nach

Tabelle 4.22:

70
Gesundheitsberichterstattung Berlin

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

67,8
75,1

1.804

24.267

26.393

> 2 Jahre

Gesamt

69,7

71,0

54,6

48,2

52,9

unauffällig

17,1

16,7

21,0

19,1

24,8

grenzwertig

13,2

12,2

24,4

32,7

22,4

auffällig

26.440

24.314

1.811

105

210

n=

71,9

73,9

48,3

44,8

57,1

unauffällig

13,7

13,3

18,3

17,1

19,5

grenzwertig

14,4

12,8

33,4

38,1

23,3

auffällig

Sätze nachsprechen1

75,3

26.693

Gesamt

Kinder ohne

70,6

71,3

63,5

63,3

62,0

Artikulationsstörung

16,9

16,8

17,6

15,6

18,5

1

7,7

7,5

10,2

10,1

7,4

2

2,6

2,4

4,3

5,5

7,9

3

1,1

1,0

2,4

3,7

2,3

4

Anzahl der betroffenen Lautgruppen

1

1,0

1,0

1,9

1,8

1,9

5-10

Grundauswertung ESU 2014

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

In Abweichung zu den Jahren vor 2012 werden auch Kinder unter 5 Jahren in die Auswertung einbezogen (vgl. Methodik).

26.797

24.604

1.868

109

216

n=

Fehlende Angaben zum Kitabesuch in 1,2 % der Fälle (n = 319).

11,0

9,7

27,3

26,6

17,5

auffällig

1

15,6

15,0

22,1

21,1

22,6

grenzwertig

Pluralbildung

2

73,4

50,6

1.844

1/2 bis 2 Jahre

24.523

52,3

109

> 2 Jahre

59,9

217

unauffällig

< 1/2 Jahr

n=

kein Besuch

Kita-Besuchsdauer2

Besuchsdauer in Berlin 2014 - Angaben in %

Pluralbildung und Artikulationsstörungen bei den Kindern bei der Einschulungsuntersuchung (ohne Kinder nichtdeutscher Herkunft mit schlechteren als guten Deutschkenntnissen) nach Kita-

Tabelle 4.24:

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Fehlende Angaben zum Kitabesuch in 1,2 % der Fälle (n = 313).

26.573

24.433

1.820

110

210

n=

Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, wurden von der Auswertung ausgeschlossen (n = 39, vgl. Methodik).

9,7

9,3

14,2

19,3

13,6

auffällig

Wörter ergänzen1

2

15,8

15,6

18,0

12,8

17,4

grenzwertig

Pseudowörter1

1

74,5

67,9

109

< 1/2 Jahr

1/2 bis 2 Jahre

69,0

213

kein Besuch

unauffällig

n=

Kita-Besuchsdauer2

Berlin 2014 - Angaben in %

Sprachliche Entwicklung der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung (ohne Kinder nichtdeutscher Herkunft mit schlechteren als guten Deutschkenntnissen) nach Kita-Besuchsdauer in

Tabelle 4.23:

Gesundheitsberichterstattung Berlin
71

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

67,0

2.001

26.700

Reinickendorf

Berlin gesamt

9,8

13,1

14,7

18,6

9,0

5,1

6,8

8,9

8,3

5,4

11,1

6,9

7,0

auffällig

26.884

2.038

1.986

2.306

2.003

1.857

2.270

2.343

1.752

1.985

3.964

2.138

2.242

n=

69,6

69,4

69,9

57,3

79,6

77,2

74,4

79,2

66,6

64,0

58,7

74,6

73,3

unauffällig

17,1

16,7

18,1

17,9

12,9

14,6

16,0

14,6

19,9

20,3

22,0

13,0

15,6

grenzwertig

Wörter ergänzen1

Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, wurden von der Auswertung ausgeschlossen (n = 39, vgl. Methodik).

15,9

19,9

21,0

19,8

19,2

11,9

13,4

14,9

16,6

12,1

16,2

11,7

13,3

grenzwertig

Pseudowörter1

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

1

64,3

1.977

Lichtenberg
74,4

61,6

2.293

Marzahn-Hellersdorf

79,7

2.253

Tempelhof-Schöneberg
82,9

76,2

2.329

Steglitz-Zehlendorf

71,8

75,1

1.749

Spandau

1.846

82,5

1.975

Charlottenburg-Wilmersdorf

1.987

72,7

3.950

Pankow

Treptow-Köpenick

81,3

2.121

Friedrichshain-Kreuzberg

Neukölln

79,6

2.219

Mitte

unauffällig

n=

Bezirk

(Wohnbezirk) 2014 - Angaben in %

13,3

13,8

11,9

24,8

7,5

8,2

9,6

6,2

13,5

15,8

19,3

12,4

11,2

auffällig

26.742

2.016

1.972

2.310

1.994

1.845

2.249

2.329

1.761

1.961

3.949

2.127

2.229

n=

71,8

52,4

73,1

58,7

83,0

66,4

77,0

80,9

64,0

69,4

75,2

82,3

74,0

unauffällig

13,7

17,8

12,6

17,5

11,4

16,5

11,6

11,1

17,8

16,9

14,1

6,5

11,9

grenzwertig

14,5

29,8

14,3

23,8

5,6

17,0

11,4

8,1

18,2

13,7

10,7

11,1

14,0

auffällig

Sätze nachsprechen1

Sprachliche Entwicklung der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung (ohne Kinder nichtdeutscher Herkunft mit schlechteren als guten Deutschkenntnissen) nach Berliner Bezirken

Tabelle 4.25:

72
Grundauswertung ESU 2014
Gesundheitsberichterstattung Berlin

Räumliche Verteilung der sprachlichen Entwicklung

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

78,6
71,0
71,4
82,0
76,4
60,7
86,9
70,3
75,7
65,1

3.976

2.004

1.765

2.348

2.274

1.866

2.017

2.336

1.992

2.035

27.008

Pankow

Charlottenburg-Wilmersdorf

Spandau

Steglitz-Zehlendorf

Tempelhof-Schöneberg

Neukölln

Treptow-Köpenick

Marzahn-Hellersdorf

Lichtenberg

Reinickendorf

Berlin gesamt

11,1

16,6

8,4

13,4

4,6

18,9

8,0

5,4

12,2

11,9

6,6

13,8

18,4

auffällig

27.115

2.044

1.993

2.350

2.030

1.864

2.287

2.382

1.770

2.014

3.976

2.147

2.258

n=

In Abweichung zu den Jahren vor 2012 werden auch Kinder unter 5 Jahren in die Auswertung einbezogen (vgl. Methodik).

15,6

18,3

15,9

16,2

8,5

20,4

15,6

12,6

16,4

17,1

14,8

12,1

20,9

grenzwertig

Pluralbildung

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

1

74,0

2.145

73,3

60,7

2.250

unauffällig

Friedrichshain-Kreuzberg

n=

Mitte

Bezirk

Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2014 - Angaben in %

Kinder ohne

70,6

54,3

69,3

71,4

71,4

70,5

73,1

71,2

73,7

68,0

72,7

80,9

68,1

Artikulationsstörung

16,9

24,1

15,7

13,7

15,2

16,2

16,9

16,6

16,3

21,2

17,7

8,7

20,1

1

7,7

12,4

7,8

6,9

7,4

8,7

6,7

9,2

6,0

7,0

6,6

6,2

8,2

2

2,6

4,5

3,4

3,8

4,0

2,9

2,1

1,8

1,9

2,2

1,7

2,0

2,2

3

1,2

3,0

2,0

2,4

0,8

0,8

0,5

0,7

1,0

1,0

0,4

0,9

1,0

4

Anzahl der betroffenen Lautgruppen

1

1,0

1,8

1,7

1,9

1,2

0,9

0,7

0,5

1,1

0,6

0,9

1,2

0,4

5-10

Pluralbildung und Artikulationsstörungen bei den Kindern bei der Einschulungsuntersuchung (ohne Kinder nichtdeutscher Herkunft mit schlechteren als guten Deutschkenntnissen) nach

Tabelle 4.26:

Gesundheitsberichterstattung Berlin
Grundauswertung ESU 2014
73

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

77,8
79,5
78,0
76,5
75,3
74,4

23.040

23.795

23.862

24.025

25.755

26.700

2009

2010

2011

2012

20132

2014

15,9

15,3

15,3

14,3

13,4

14,3

13,9

9,8

9,4

8,1

7,7

7,1

7,9

8,4

8,0

26.884

25.941

24.129

23.964

23.917

23.106

22.982

22.391

22.703

23.235

n=

69,6

71,3

74,2

76,3

76,3

75,0

77,4

76,7

74,4

74,3

unauffällig

17,1

16,5

16,1

14,7

15,0

15,4

13,5

13,7

14,4

14,5

grenzwertig

1

13,3

12,2

9,7

9,0

8,7

9,6

9,1

9,6

11,2

11,2

auffällig

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die eingeschulten Kinder.

77,7

23.015

2008

13,3

9,3

8,6

auffällig

Wörter ergänzen

Die Auswertungen beziehen sich auf die Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung mindestens 5 Jahre alt waren.

78,7

22.437

2007

14,7

14,1

1

2

75,9

22.717

2006

grenzwertig

Pseudowörter

1

77,3

23.290

2005

unauffällig

n=

Jahr

- Angaben in %

26.742

25.796

24.050

23.871

23.802

23.055

22.976

22.404

22.687

23.270

n=

71,8

73,1

75,4

75,6

76,2

75,9

75,3

75,2

74,5

77,6

unauffällig

13,7

12,6

12,2

12,7

12,9

12,4

12,1

12,3

12,7

11,5

grenzwertig

Sätze nachsprechen

14,5

14,3

12,3

11,7

10,9

11,6

12,6

12,5

12,8

10,9

auffällig

1

Zeitreihe sprachliche Entwicklung der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin (ohne Kinder nichtdeutscher Herkunft mit schlechteren als guten Deutschkenntnissen) 2005 bis 2014

Tabelle 4.27:

74
Grundauswertung ESU 2014
Gesundheitsberichterstattung Berlin

Zeitreihen zur sprachlichen Entwicklung

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

75

Bei der Beurteilung der Zeitreihe der Testergebnisse zur sprachlichen Entwicklung ist zu berücksichtigen,
dass das S-ENS-Verfahren 2005 neu eingeführt wurde und sich also erst etablieren musste. Im Zeitraum
von 2005 bis 2012 sind Schwankungen im Anteil der unauffälligen Kinder in allen Untertests in einer
Größenordnung von bis zu knapp 4 % zu beobachten (vgl. Tabelle 4.27). Im Anteil der auffälligen Kinder
kann bei gewissen Schwankungen von Jahr zu Jahr ein leichter Rückgang bei dem Subtest „Wörter ergänzen“ festgestellt werden. Für die Tests „Pseudowörter nachsprechen“ und „Sätze nachsprechen“ ergibt
sich kein eindeutiger Trend. Aufgrund der Schwankungen im Zeitverlauf sollten Veränderungen von einem Jahr zum anderen hinsichtlich der Interpretation im Sinne eines zeitlichen Trends vorsichtig bewertet werden.
In allen drei sprachlichen S-ENS-Subtests ist der Anteil der Kinder mit unauffälligem Testergebnis in der
Grundauswertung 2013 geringer und der Anteil der Kinder mit auffälligem Testergebnis höher als 2012.
Im Test „Pseudowörter nachsprechen“ wären die Testergebnisse ohne Wechsel der Grundgesamtheit im
Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben, in den beiden anderen Tests wäre auch ohne Methodenwechsel
eine leichte Verschlechterung beobachtet worden. Insgesamt sind die schlechteren Ergebnisse vermutlich
auf die Einbeziehung der aktuell zurückgestellten Kinder in die Grundauswertung 2013 zurückzuführen,
zumal Entwicklungsverzögerungen einen Zurückstellungsgrund darstellen. Im Einschulungsjahrgang
2014 ist im Vergleich zu 2013 der Anteil von Kindern mit unauffälligem Testergebnis in allen drei Bereichen gesunken und zugleich vor allem der Anteil der Kinder mit grenzwertigem, in geringerem Ausmaß
auch mit auffälligem Testergebnis angestiegen.

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

72,6

70,9
71,2
70,4
71,4
71,7

22.682
23.171
23.216
23.957
24.025

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die eingeschulten Kinder.

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Seit 2012 werden in die Auswertung auch Kinder einbezogen, die zum Zeitpunkt der Untersuchung noch nicht 5 Jahre alt waren (vgl. Methodik).

4

70,6

69,8

3

27.115

26.106

70,7

71,7

24.252

72,8

23.044

Der Test zur Pluralbildung wurde erst 2012 in das Programm der Einschulungsuntersuchungen aufgenommen.

11,1

11,5

11,2

Kinder ohne
Artikulationsstörung

23.584

n=

Die Auswertungen beziehen sich auf die Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung mindestens 5 Jahre alt waren.

15,6

16,1

16,2

-

-

-

-

-

-

-

auffällig

2

-

-

-

-

-

-

-

grenzwertig

Pluralbildung1

1

2012
73,3

-

2011

-

72,4

-

2010

-

27.008

-

2009

-

26.025

-

2008

-

2014

-

2007

-

-

20134

-

2006

24.203

-

2005

unauffällig

3

n=

Jahr

Deutschkenntnissen) 2005 bis 2014 - Angaben in %

16,9

16,8

16,5

16,4

16,3

16,8

15,6

16,2

15,2

14,8

1

7,7

8,2

7,6

7,4

7,7

7,9

8,1

7,8

7,5

6,9

2

2,6

2,8

2,7

2,5

2,6

2,7

2,6

2,6

2,8

2,8

3

1,2

1,1

1,0

0,9

1,0

1,1

1,3

1,2

1,3

1,1

4

Anzahl der betroffenen Lautgruppen2

Zeitreihe Pluralbildung und Artikulationsstörungen bei den Kindern bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin (ohne Kinder nichtdeutscher Herkunft mit schlechteren als guten

Tabelle 4.28:

1,0

1,4

1,6

1,0

0,9

1,1

1,2

1,3

1,4

1,5

5-10

76
Grundauswertung ESU 2014
Gesundheitsberichterstattung Berlin

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

77

Der Untertest Pluralbildung wurde erstmals 2012 in das Untersuchungsprogramm aufgenommen. Im
Vergleich zu 2012 sind die Ergebnisse 2013 fast identisch, wären aber ohne Wechsel der Grundgesamtheit geringfügig besser ausgefallen. Im Einschulungsjahrgang 2014 ist ein leichter Anstieg der Kinder mit
unauffälligem Testergebnis zu beobachten (vgl. Tabelle 4.28).
Der Anteil der untersuchten Kinder mit Artikulationsstörungen hat sich bei jährlichen Schwankungen um
etwa 2 Prozentpunkte im Zeitraum von 2005 bis 2014 im Wesentlichen nicht verändert (vgl. Tabelle 4.28). Im Einschulungsjahrgang 2013 wird der bisher niedrigste Anteil von Kindern ohne Artikulationsstörung festgestellt, was auf den Wechsel der Grundgesamtheit mit Einbeziehung der aktuell zurückgestellten Kinder zurückzuführen ist.

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

62,5

3.515

Gesamt

Subtest Sätze nachsprechen nicht durchgeführt oder bewertet in 22,2 % der Fälle (n = 847).

1,3

52,9

45,2

87,1

auffällig

2.969

2.445

524

n=

9,4

*

*

unauffällig

13,0

*

*

grenzwertig

Sätze nachsprechen

*

3.009

Gesamt

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

* Zellen aus Gründen der statistischen Geheimhaltung gesperrt

In Abweichung zu den Jahren vor 2012 werden auch Kinder unter 5 Jahren in die Auswertung einbezogen (vgl. Methodik).

Artikulationsprüfung nicht durchgeführt oder bewertet in 13,9 % der Fälle (n = 531).

3

3.296

2.507

789

n=

Subtest Pluralbildung nicht durchgeführt oder bewertet in 21,4 % der Fälle (n = 818).

74,2

69,3

96,7

auffällig

2

17,2

*

*

grenzwertig

1

8,6

*

539

2.470

fehlerhaft

unauffällig

nicht/kaum

n=

Pluralbildung1
Kinder ohne

59,7

58,7

62,9

Artikulationsstörung

18,0

19,2

14,3

1

12,2

13,0

9,6

2

5,9

5,5

7,0

3

2,2

1,9

3,2

4

Anzahl der betroffenen Lautgruppen2,3

2,0

1,7

3,0

5-10

77,6

73,1

98,5

auffällig

1,4

Grundauswertung ESU 2014

deutsche Sprachkenntnisse

- Angaben in %

Pluralbildung und Artikulationsstörungen bei den Kindern nichtdeutscher Herkunft mit weniger als guten Deutschkenntnissen bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2014

Tabelle 4.30:

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

* Zellen aus Gründen der statistischen Geheimhaltung gesperrt

Subtest Wörter ergänzen nicht durchgeführt oder bewertet in 19,3 % der Fälle (n = 737).

4

23,6

27,1

8,3

grenzwertig

Subtest Pseudowörter nicht durchgeführt oder bewertet in 7,9 % der Fälle (n = 301).

23,5

27,8

4,6

unauffällig

3

3.079

2.511

568

n=

Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung jünger als 5 Jahre waren, wurden von der Auswertung ausgeschlossen (n = 11, vgl. Methodik).

20,7

17,4

29,3

auffällig

Wörter ergänzen

2

20,0

20,1

19,5

grenzwertig

1,2

1

59,3

51,2

973

2.542

fehlerhaft

unauffällig

nicht/kaum

n=

deutsche Sprachkenntnisse

Pseudowörter

Sprachliche Entwicklung der Kinder nichtdeutscher Herkunft mit weniger als guten Deutschkenntnissen bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2014 - Angaben in %

Tabelle 4.29:

78
Gesundheitsberichterstattung Berlin

Sprachliche Entwicklung von Kindern nichtdeutscher Herkunft mit weniger als
guten Deutschkenntnissen

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

79

Kombinierter Indikator Sprachdefizite nach Geschlecht, sozialer Lage, Migrationsmerkmalen und Kita-Besuchsdauer
Tabelle 4.31:
Kombinierter Indikator Sprachdefizite bei den Kindern bei der Einschulungsuntersuchung gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage
und Migrationsmerkmalen in Berlin 2014 - Angaben in %
Sprachdefizite
Merkmal

n=

ja

nein

insgesamt

30.602

25,2

74,8

Jungen

15.967

27,0

73,0

Mädchen

14.635

23,3

76,7

Geschlecht

Soziale Lage

1

untere Statusgruppe

4.861

55,3

44,7

mittlere Statusgruppe

13.208

20,4

79,6

9.118

8,3

91,7

obere Statusgruppe
Migrationshintergrund2
nein

18.713

9,9

90,1

ja

11.866

49,4

50,6

Herkunft

2

deutsch

18.713

9,9

90,1

türkisch

2.877

56,6

43,4

arabisch

1.817

56,4

43,6

osteuropäisch

3.912

49,7

50,3

aus westl. Industriestaaten

1.220

25,2

74,8

aus sonstigen Staaten

2.040

46,8

53,2

1

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 11,2 % der Fälle (n = 3.415).

2

Fehlende Angaben zur Herkunft in 0,1 % der Fälle (n = 23).

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Tabelle 4.32:
Kombinierter Indikator Sprachdefizite bei den Kindern bei der Einschulungsuntersuchung nach Kita-Besuchsdauer in Berlin 2014
- Angaben in %
Sprachdefizite
Kita-Besuchsdauer1

ja

nein

kein Besuch

606

73,4

26,6

< 1/2 Jahr

267

75,7

24,3

2.799

56,9

43,1

> 2 Jahre

26.466

19,9

80,1

Gesamt

30.138

24,9

75,1

1/2 bis 2 Jahre

1

n=

Fehlende Angaben zum Kitabesuch in 1,5 % der Fälle (n = 464).

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

80

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Räumliche Verteilung des kombinierten Indikators Sprachdefizite
Tabelle 4.33:
Kombinierter Indikator Sprachdefizite bei den Kindern bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk)
2014 - Angaben in %
Sprachdefizite
Bezirk

n=

ja

nein

Mitte

3.148

39,1

60,9

Friedrichshain-Kreuzberg

2.431

22,3

77,7

Pankow

3.995

11,8

88,2

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.210

23,4

76,6

Spandau

1.994

27,7

72,3

Steglitz-Zehlendorf

2.451

12,6

87,4

Tempelhof-Schöneberg

2.686

25,8

74,2

Neukölln

2.717

43,7

56,3

Treptow-Köpenick

2.039

7,7

92,3

Marzahn-Hellersdorf

2.448

28,1

71,9

Lichtenberg

2.253

25,0

75,0

Reinickendorf

2.230

36,5

63,5

Berlin gesamt

30.602

25,2

74,8

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Zeitreihe zum kombinierten Indikator Sprachdefizite
Tabelle 4.34:
Zeitreihe kombinierter Indikator Sprachdefizite bei den Kindern bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2005 bis 2014
- Angaben in %
Sprachdefizite

1

Jahr

n=

ja

nein

2005

26.984

23,4

76,6

2006

26.531

25,5

74,5

2007

25.554

23,6

76,4

2008

25.723

21,9

78,1

2009

26.132

22,0

78,0

2010

26.944

21,3

78,7

2011

26.671

21,0

79,0

2012

27.537

23,4

76,6

20131

29.704

25,5

74,5

2014

30.602

25,2

74,8

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die eingeschulten
Kinder.

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Der Anteil von Kindern mit Sprachdefiziten erreichte bei jährlichen Schwankungen bisher 2011 seinen
niedrigsten Wert und nimmt seitdem wieder zu. Durch den Wechsel der Datenbasis fällt die Zunahme im
Anteil von Kindern mit Sprachdefiziten von 2012 auf 2013 größer aus als es ohne Wechsel der Datenbasis
der Fall gewesen wäre und bleibt 2014 auf dem gleichen Niveau (vgl. Tabelle 4.34). Dies steht im Einklang
mit den Veränderungen der zugrunde liegenden Einzelmerkmale „Ergebnis im Test Sätze nachsprechen“
und „Deutschkenntnisse“.
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Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

81

5 Soziales Umfeld und soziale Integration
Auf der Basis des ganzheitlichen Gesundheitsbegriffs, der körperliche, seelische und soziale Aspekte einbezieht, werden im Rahmen der Einschulungsuntersuchungen auch Daten zum sozialen Umfeld der Kinder erfasst wie Eckdaten zur familiären Situation, Besuch einer Kindertageseinrichtung und Kenntnisse
der deutschen Sprache bei Kindern nichtdeutscher Herkunft und den sie begleitenden Elternteilen als
eine Voraussetzung für erfolgreiche Integration. Dem Kita-Besuch kommt dabei neben seinem Beitrag
zur sozialen Integration eine wichtige Rolle als Zugangsweg für Maßnahmen der Gesundheitsförderung,
Prävention und Intervention zu.

5.1 Eckdaten der familiären Situation
Methodik
Erfassung der Eckdaten der familiären Situation
Bei der Einschulungsuntersuchung werden folgende Eckdaten der familiären Situation von den Eltern
erfragt: familiärer Lebensmittelpunkt des Kindes, Anzahl der im Haushalt des Kindes lebenden Erwachsenen und Kinder. Der familiäre Lebensmittelpunkt gibt an, bei wem das Kind im Alltag lebt.
Methodisches Vorgehen von 2005 bis 2008
Es werden die bei den Einschulungsuntersuchungen erhobenen Variablen zur familiären Situation in ihrer
ursprünglichen Ausprägung berichtet. Der familiäre Lebensmittelpunkt wird in fünf Kategorien erfragt:
Eltern, allein erziehende Mutter, allein erziehender Vater, allein erziehende Mutter und Vater, anderswo
(z. B. Heim, Großeltern). Die Kategorien werden so berichtet, wie sie erfragt werden.
Aktuelles methodisches Vorgehen (seit 2009)
Im Zuge der Auswertungen zum Spezialbericht 2011-1 (a. a. O.) wurde aufgrund von Ergebnissen der
Faktorenanalyse ein Merkmal Familienkonstellation aus einer Kombination des familiären Lebensmittelpunktes und der Anzahl der Erwachsenen im Haushalt entwickelt, welches in den Auswertungen der Daten 2009 erstmalig in die Grundauswertung aufgenommen wurde.
Hierfür werden die drei Gruppen Alleinerziehender (allein erziehende Mutter, allein erziehender Vater,
allein erziehende Mutter und Vater) zusammengefasst und danach unterschieden, ob im Haushalt eine
erwachsene Person oder mehr als eine erwachsene Person lebt. In Abweichung zum Spezialbericht 20111 werden dabei Kinder mit fehlenden Angaben zur Zahl der Erwachsenen im Haushalt dennoch einer der
Gruppen zugeordnet, wenn dies eindeutig möglich ist (Eltern, anderswo).
Da die geringfügig anders gruppierten Angaben zum familiären Lebensmittelpunkt gegenüber dem
Merkmal Familienkonstellation keinen wesentlichen Erkenntniszuwachs erbringen, werden sie nicht
mehr zusätzlich in Tabellen ausgewiesen. Im Jahr 2014 lagen zum Merkmal Familienkonstellation Angaben für 30.545 untersuchte Kinder vor, von denen 74,7 % bei den Eltern lebten, 21,9 % bei der allein erziehenden Mutter, 1,1 % beim allein erziehenden Vater, 1,3 % bei allein erziehender Mutter und allein
erziehendem Vater und 1,0 % anderswo (z. B. bei Großeltern oder im Heim). Die Verhältnisse der Größenordnung in den Kategorien „allein erziehende Mutter“, „allein erziehender Vater“ und „allein erziehende
Mutter und Vater“ bleiben bisher über die Jahre konstant.
SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

82

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

In den Ergebnistabellen werden die oberen Kategorien für die Anzahl der Erwachsenen bzw. die Anzahl
der Kinder im Haushalt zu jeweils einer zusammengefasst (4 und mehr Erwachsene, 5 und mehr Kinder),
da die Häufigkeit der Nennungen der Einzelkategorien sehr gering ist.

Eckdaten der familiären Situation nach Geschlecht, sozialer Lage und Migrationsmerkmalen
Tabelle 5.1:
Familienkonstellation der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und
Migrationsmerkmalen in Berlin 2014 - Angaben in %
Familienkonstellation
Merkmal

insgesamt

n=

Eltern

allein erziehend
1 Erwachsene/r

allein erziehend
2 oder mehr

anderswo

Erwachsene

30.375

75,1

18,8

5,1

1,0

Jungen

15.896

75,0

19,0

5,1

0,9

Mädchen

14.479

75,3

18,6

5,1

1,0

Geschlecht

Soziale Lage1
untere Statusgruppe

5.003

62,9

28,6

7,2

1,3

mittlere Statusgruppe

13.478

73,1

20,2

6,2

0,5

9.270

87,2

9,9

2,6

0,4

nein

18.639

72,2

20,5

6,0

1,3

ja

11.669

79,9

16,0

3,7

0,4

deutsch

18.639

72,2

20,5

6,0

1,3

türkisch

2.856

86,5

10,8

2,4

0,4

arabisch

1.791

87,4

9,9

2,5

0,3

osteuropäisch

3.803

76,9

18,2

4,3

0,6

aus westl. Industriestaaten

1.234

83,6

13,3

2,7

0,4

aus sonstigen Staaten

1.985

67,0

26,7

6,0

0,3

18.639

72,2

20,5

6,0

1,3

6.181

81,1

15,4

3,2

0,3

2.535

79,4

16,9

3,6

0,2

2.674

79,1

16,3

4,4

0,2

obere Statusgruppe
Migrationshintergrund2

Herkunft2

Migration/Deutschkenntnisse3
Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/
(sehr) gute Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
1

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 8,6 % der Fälle (n = 2.624).

2

Fehlende Angaben zur Herkunft in 0,2 % der Fälle (n = 67).

3

Fehlende Angaben zu Herkunft und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil in 1,1 % der Fälle (n = 346).

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

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83

Tabelle 5.2:
Anzahl der Erwachsenen im Haushalt der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und
Migrationsmerkmalen in Berlin 2014 - Angaben in %
Anzahl Erwachsener im Haushalt
Merkmal

n=

1

2

insgesamt

3

4 und mehr

30.030

19,3

75,9

3,1

1,6

Jungen

15.697

19,5

75,6

3,2

1,6

Mädchen

14.333

19,1

76,2

3,1

1,6

untere Statusgruppe

4.986

29,4

63,3

4,5

2,9

mittlere Statusgruppe

13.441

20,5

75,3

3,0

1,2

9.238

10,0

86,2

2,5

1,2

nein

18.478

21,1

75,5

2,4

1,0

ja

11.491

16,5

76,7

4,3

2,5

deutsch

18.478

21,1

75,5

2,4

1,0

türkisch

2.802

11,2

79,0

6,1

3,7

arabisch

1.759

10,1

82,3

3,9

3,7

osteuropäisch

3.756

18,8

75,1

4,1

1,9

aus westl. Industriestaaten

1.217

13,6

82,3

2,6

1,5

aus sonstigen Staaten

1.957

27,4

67,7

3,3

1,6

18.478

21,1

75,5

2,4

1,0

6.121

15,7

78,7

3,6

1,9

2.505

17,3

74,6

5,0

3,1

2.595

17,0

75,1

4,7

3,2

Geschlecht

Soziale Lage1

obere Statusgruppe
Migrationshintergrund

Herkunft

2

2

Migration/Deutschkenntnisse3
Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/
(sehr) gute Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
1

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 7,9 % der Fälle (n = 2.365).

2

Fehlende Angaben zur Herkunft in 0,2 % der Fälle (n = 61).

3

Fehlende Angaben zu Herkunft und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil in 1,1 % der Fälle (n = 331).

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

84

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle 5.3:
Anzahl der Kinder im Haushalt bei der Einschulungsuntersuchung gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und
Migrationsmerkmalen in Berlin 2014 - Angaben in %
Anzahl Kinder im Haushalt
Merkmal

n=

1

2

3

4

5 und mehr

insgesamt

30.030

27,4

47,6

17,2

5,1

2,6

Jungen

15.697

27,1

48,2

17,1

5,0

2,7

Mädchen

14.333

27,7

47,1

17,3

5,3

2,6

untere Statusgruppe

4.986

19,0

34,4

26,5

11,8

8,3

mittlere Statusgruppe

13.441

32,8

47,5

14,7

3,7

1,3

9.238

25,3

57,4

14,5

2,4

0,5

nein

18.478

31,4

50,3

13,9

3,1

1,3

ja

11.491

20,9

43,3

22,6

8,4

4,8

Geschlecht

Soziale Lage1

obere Statusgruppe
Migrationshintergrund

2

Herkunft2
deutsch

18.478

31,4

50,3

13,9

3,1

1,3

türkisch

2.802

16,1

45,1

26,6

8,7

3,6

arabisch

1.759

6,7

28,8

31,4

17,7

15,3

osteuropäisch

3.756

25,7

44,9

19,5

6,1

3,8

aus westl. Industriestaaten

1.217

28,1

52,2

16,4

2,8

0,5

aus sonstigen Staaten

1.957

27,0

45,1

18,8

7,6

1,6

18.478

31,4

50,3

13,9

3,1

1,3

6.121

23,0

47,7

20,5

5,9

2,8

2.505

19,2

39,9

24,8

10,3

5,8

2.595

17,6

37,3

25,2

12,1

7,7

Migration/Deutschkenntnisse3
Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/
(sehr) gute Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
1

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 7,9 % der Fälle (n = 2.365).

2

Fehlende Angaben zur Herkunft in 0,2 % der Fälle (n = 61).

3

Fehlende Angaben zu Herkunft und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil in 1,1 % der Fälle (n = 331).

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

85

Räumliche Verteilung der Eckdaten der familiären Situation
Tabelle 5.4:
Familienkonstellation der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2014 - Angaben in %
Familienkonstellation
Bezirk

n=

allein erziehend

Eltern

1 Erwachsene/r

allein erziehend
2 oder mehr

anderswo

Erwachsene

Mitte

3.041

79,3

16,3

3,8

0,6

Friedrichshain-Kreuzberg

2.407

78,0

17,1

4,3

0,6

Pankow

3.957

76,3

18,7

4,2

0,8

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.187

80,3

16,2

3,0

0,5

Spandau

1.965

71,3

21,5

5,6

1,5

Steglitz-Zehlendorf

2.471

83,3

12,8

3,3

0,6

Tempelhof-Schöneberg

2.712

77,1

17,7

4,4

0,9

Neukölln

2.755

77,2

17,9

4,1

0,7

Treptow-Köpenick

2.074

71,8

20,3

6,8

1,1

Marzahn-Hellersdorf

2.406

62,3

25,6

10,6

1,5

Lichtenberg

2.194

66,2

24,9

7,7

1,2

Reinickendorf

2.206

74,3

18,5

5,1

2,0

Berlin gesamt

30.375

75,1

18,8

5,1

1,0

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Tabelle 5.5:
Anzahl Erwachsener im Haushalt der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2014
- Angaben in %
Anzahl Erwachsener im Haushalt
Bezirk

n=

1

2

3

4 und mehr

Mitte
Friedrichshain-Kreuzberg

2.979

16,9

76,7

4,0

2,3

2.389

17,6

76,7

3,4

2,2

Pankow

3.903

19,2

77,5

2,4

0,9

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.163

16,5

79,6

3,0

0,9

Spandau

1.931

22,0

73,2

3,0

1,8

Steglitz-Zehlendorf

2.458

13,0

82,7

3,1

1,2

Tempelhof-Schöneberg

2.696

18,0

76,4

3,2

2,4

Neukölln

2.692

18,8

75,5

3,5

2,2

Treptow-Köpenick

2.056

20,9

76,0

2,3

0,8

Marzahn-Hellersdorf

2.399

26,3

69,1

3,2

1,3

Lichtenberg

2.177

25,8

70,6

2,5

1,1

Reinickendorf

2.187

19,3

74,9

3,8

1,9

Berlin gesamt

30.030

19,3

75,9

3,1

1,6

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

86

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle 5.6:
Anzahl der Kinder im Haushalt bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2014 - Angaben in %
Anzahl Kinder im Haushalt
Bezirk

n=

1

2

3

4

5 und mehr

Mitte

2.979

22,1

42,9

21,9

7,9

5,2

Friedrichshain-Kreuzberg

2.389

25,9

47,2

18,4

5,8

2,7

Pankow

3.903

30,8

53,7

12,6

2,2

0,7

Charlottenburg-Wilmersdorf

2.163

29,5

50,3

14,9

3,8

1,4

Spandau

1.931

26,9

45,0

18,9

6,2

3,1

Steglitz-Zehlendorf

2.458

24,5

51,1

18,9

4,7

0,8

Tempelhof-Schöneberg

2.696

26,4

49,3

16,8

5,2

2,3

Neukölln

2.692

21,0

40,5

22,5

9,5

6,4

Treptow-Köpenick

2.056

32,8

51,2

11,9

2,5

1,6

Marzahn-Hellersdorf

2.399

32,8

45,0

16,0

4,4

1,8

Lichtenberg

2.177

32,6

48,4

13,7

3,8

1,5

Reinickendorf

2.187

24,2

45,1

20,4

6,1

4,3

Berlin gesamt

30.030

27,4

47,6

17,2

5,1

2,6

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Zeitreihen zu den Eckdaten der familiären Situation
Tabelle 5.7:
Zeitreihe Familienkonstellation der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2005 bis 2014 - Angaben in %
Familienkonstellation
Jahr

1

n=

Eltern

allein erziehend
1 Erwachsene/r

allein erziehend
2 oder mehr

anderswo

Erwachsene

2005

26.801

68,9

24,4

5,9

2006

26.603

71,4

22,4

5,3

0,9

2007

25.577

71,5

21,8

5,8

0,8

2008

25.541

72,1

21,6

5,5

0,8

2009

25.670

72,2

21,5

5,5

0,8

2010

26.758

73,2

20,4

5,5

0,9

2011

26.379

73,7

20,2

5,3

0,9

0,8

2012

27.179

74,1

19,7

5,2

1,0

20131

29.488

74,8

19,1

5,3

0,9

2014

30.375

75,1

18,8

5,1

1,0

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die eingeschulten
Kinder.

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Der Anteil der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung, die mit beiden Eltern zusammen leben, hat sich
im Zeitraum von 2005 bis 2014 erhöht (vgl. Tabelle 5.7). Zurückgegangen ist der Anteil der Kinder, die bei
einem allein erziehenden Elternteil leben, und zwar vor allem derjenigen mit nur einer erwachsenen Person im Haushalt. Der Anteil der Kinder, die bei Alleinerziehenden mit mehr als einem Erwachsenen im
Haushalt oder anderswo leben, ist im Wesentlichen unverändert.

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Grundauswertung ESU 2014

87

Tabelle 5.8:
Zeitreihe Anzahl Erwachsener im Haushalt der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2005 bis 2014 - Angaben in %
Anzahl Erwachsener im Haushalt

1

Jahr

n=

1

2

3

4 und mehr

2005

26.493

24,9

71,4

2,7

0,9

2006

26.338

22,9

73,2

3,0

1,0

2007

25.342

22,3

72,6

3,5

1,7

2008

25.310

22,1

73,0

3,3

1,6

2009

25.746

21,7

72,9

3,6

1,8

2010

26.534

20,9

73,8

3,5

1,9

2011

26.123

20,7

74,5

3,3

1,6

2012

26.896

20,2

74,8

3,3

1,7

20131

29.144

19,6

75,3

3,5

1,6

2014

30.030

19,3

75,9

3,1

1,6

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die eingeschulten
Kinder.

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Parallel zum Rückgang des Anteils der Kinder, die bei Alleinerziehenden leben, ist auch der Anteil der
Kinder in Haushalten mit nur einem Erwachsenen von 2005 bis 2014 leicht gesunken (vgl. Tabelle 5.8).
Dagegen ist der Anteil der Kinder in Haushalten mit zwei, aber auch mit mehr als zwei Erwachsenen,
leicht angestiegen.
Tabelle 5.9:
Zeitreihe Anzahl der Kinder im Haushalt bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2005 bis 2014 - Angaben in %
Anzahl Kinder im Haushalt
Jahr

n=

1

2

3

2005

26.492

33,2

45,2

14,6

4,7

2,4

2006

26.338

31,1

45,3

15,7

5,0

3,0

2007

25.342

31,0

44,8

16,0

5,2

3,1

2008

25.309

30,8

45,6

15,8

5,1

2,7

2009

25.747

29,5

46,0

16,2

5,3

3,0

2010

26.529

28,8

46,1

16,4

5,8

3,0

2011

26.122

28,2

46,3

16,9

5,7

3,0

2012

26.896

27,6

46,6

17,3

5,6

2,9

2013

29.144

27,1

47,2

17,2

5,6

2,9

2014

30.030

27,4

47,6

17,2

5,1

2,6

1

1

4

5 und mehr

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die eingeschulten
Kinder.

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Der Anteil der untersuchten Kinder, die ohne Geschwisterkind aufwachsen, ist von 2005 bis 2014 zurückgegangen, während entsprechend der Anteil der Kinder mit Geschwistern angestiegen ist (vgl. Tabelle 5.9).

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Gesundheitsberichterstattung Berlin

5.2 Besuch von Kindertageseinrichtungen
Methodik

Im Rahmen der Einschulungsuntersuchungen wird der Besuch von Betreuungseinrichtungen sowie dessen Dauer erhoben. Dabei wird seit 2009 nicht mehr zwischen den Betreuungsformen „Kita/EKT“ und
„andere Einrichtung“ unterschieden. Da in den Jahren zuvor die Betreuungszeiten in den beiden Einrichtungsformen addiert und als Kita-Besuchsdauer ausgewiesen wurden, dürfte sich an der Datenlage
nichts geändert haben. Die Dauer des Besuchs bis zum Zeitpunkt der Einschulungsuntersuchung wird
monatsgenau ermittelt. Bei Einrichtungswechseln werden die jeweiligen Besuchszeiten zu einer Gesamtzeit addiert, die nach Zeiträumen gestaffelt in vier Gruppen unterteilt wird: Kinder ohne Einrichtungsbesuch, mit einer Betreuungsdauer von weniger als einem halben Jahr, ½ bis 2 Jahren und länger als 2
Jahren.

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89

Kita-Besuchsdauer nach Geschlecht, sozialer Lage und Migrationsmerkmalen
Tabelle 5.10:
Dauer des Kita-Besuchs der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung gesamt, nach Geschlecht, sozialer Lage und
Migrationsmerkmalen in Berlin 2014 - Angaben in %
Kita-Besuchsdauer
Merkmal

n=

kein Besuch

< 1/2 Jahr

1/2 bis 2 Jahre

> 2 Jahre

insgesamt

30.952

2,0

0,9

9,6

87,5

Jungen

16.184

1,9

0,8

10,1

87,1

Mädchen

14.768

2,2

1,0

8,9

87,9

untere Statusgruppe

4.941

5,7

2,0

20,8

71,6

mittlere Statusgruppe

13.439

1,0

0,6

7,5

90,8

9.258

0,2

0,4

3,3

96,1

nein

18.987

0,8

0,4

5,1

93,8

ja

11.899

4,0

1,8

16,7

77,5

deutsch

18.987

0,8

0,4

5,1

93,8

türkisch

2.916

1,3

0,9

14,4

83,4

arabisch

1.815

5,1

2,0

19,2

73,6

osteuropäisch

3.877

7,3

2,8

19,8

70,1

aus westl. Industriestaaten

1.259

1,7

1,5

11,1

85,6

aus sonstigen Staaten

2.032

1,8

1,2

15,6

81,4

18.987

0,8

0,4

5,1

93,8

6.266

0,8

0,6

10,0

88,6

2.622

2,3

1,4

19,3

77,0

2.729

12,6

4,8

28,6

53,9

Geschlecht

Soziale Lage

1

obere Statusgruppe
Migrationshintergrund2

Herkunft

2

Migration/Deutschkenntnisse

3

Kind deutscher Herkunft
Kind nichtdeutscher Herkunft/
(sehr) gute Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind oder begleitender Elternteil
Kind nichtdeutscher Herkunft/
unzureichende Deutschkenntnisse
Kind und begleitender Elternteil
1

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 10,7 % der Fälle (n = 3.314).

2

Fehlende Angaben zur Herkunft in 0,2 % der Fälle (n = 66).

3

Fehlende Angaben zu Herkunft und/oder Deutschkenntnissen von Kind und/oder begleitendem Elternteil in 1,1 % der Fälle (n = 348).

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

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Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Räumliche Verteilung der Kita-Besuchsdauer
Tabelle 5.11:
Dauer des Kita-Besuchs der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken (Wohnbezirk) 2014 - Angaben in %
Kita-Besuchsdauer
Bezirk

n=

kein Besuch

Mitte

3.152

3,6

Friedrichshain-Kreuzberg

2.477

1,5

Pankow

4.044

Charlottenburg-Wilmersdorf

< 1/2 Jahr

1/2 bis 2 Jahre

> 2 Jahre

1,4

14,3

80,6

0,6

6,5

91,4

0,5

0,5

4,1

94,9

2.197

1,5

0,5

8,8

89,2

Spandau

2.017

2,9

1,3

13,6

82,2

Steglitz-Zehlendorf

2.498

0,9

0,8

7,4

91,0

Tempelhof-Schöneberg

2.736

1,6

0,7

9,3

88,4

Neukölln

2.804

3,1

1,6

16,0

79,4

Treptow-Köpenick

2.063

1,0

0,6

5,1

93,3

Marzahn-Hellersdorf

2.465

2,6

1,1

10,4

85,9

Lichtenberg

2.224

2,0

0,9

7,9

89,2

Reinickendorf

2.275

3,8

1,1

12,6

82,5

Berlin gesamt

30.952

2,0

0,9

9,6

87,5

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Zeitreihe zur Kita-Besuchsdauer
Tabelle 5.12:
Zeitreihe Dauer des Kita-Besuchs der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2005 bis 2014 - Angaben in %
Kita-Besuchsdauer

1

Jahr

n=

kein Besuch

2005

27.070

3,1

2006

26.951

3,7

2007

25.971

2008

< 1/2 Jahr

1/2 bis 2 Jahre

> 2 Jahre

1,4

14,3

81,2

1,2

13,2

81,9

3,3

1,1

10,8

84,8

26.067

2,7

0,8

9,9

86,6

2009

26.459

2,8

0,8

9,6

86,8

2010

27.084

2,2

0,7

9,2

88,0

2011

26.852

1,7

0,5

8,6

89,2

2012

27.697

2,1

0,7

8,5

88,7

20131

30.023

2,0

0,8

9,5

87,8

2014

30.952

2,0

0,9

9,6

87,5

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die eingeschulten
Kinder.

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Im Zeitraum von 2005 bis 2011 hat ein zunehmend größerer Anteil der Kinder zum Zeitpunkt der Einschulungsuntersuchung die Kita bereits mehr als zwei Jahre besucht, wogegen die Anteile der Kinder mit
kürzerem Kitabesuch oder ohne Kitabesuch zurückgegangen sind (vgl. Tabelle 5.12). Diese Entwicklung
ist sicherlich auch von der sukzessiven Einführung kostenloser Kitajahre vor dem Schulbesuch in Berlin
beeinflusst. Allerdings ist nach einer Stagnation 2012 in den Grundauswertungen 2013 und 2014 wieder
ein leichter Rückgang der Kinder mit mehr als zwei Jahren Kitabesuch zu verzeichnen, dem ein gleich
großer Zuwachs in der Gruppe mit einer Kita-Besuchsdauer von ½ bis 2 Jahren gegenübersteht. Dieser
Effekt ist zum einen auf den Methodenwechsel bei der Datenbasis zurückzuführen, da seit 2013 die im
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Grundauswertung ESU 2014

91

Vorjahr zurückgestellten Kinder, die aufgrund der Zurückstellung eine längere Kitabesuchsdauer aufweisen, nicht mehr im Datensatz enthalten sind. Zum anderen kann der Effekt jedoch auch auf dem Rückgang in der Kitabesuchsdauer von Kindern mit Migrationshintergrund beruhen, da Kinder aus kürzlich
zugewanderten Familien naturgemäß eine kürzere Kitabesuchsdauer aufweisen.

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92

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

5.3 Kenntnisse der deutschen Sprache bei Kindern nichtdeutscher Herkunft
Methodik

Die deutschen Sprachkenntnisse der Kinder nichtdeutscher Herkunft werden von den untersuchenden
Ärztinnen und Ärzten eingeschätzt. Ziel dieser Einschätzung ist es, für alle Kinder mit Deutsch als Zweitsprache Informationen darüber zu gewinnen, wie weit sie sich die deutsche Sprache als unabdingbare
Voraussetzung für Integration, gesellschaftliche Teilhabe und einen erfolgreichen Schulbesuch bei Schulbeginn bereits angeeignet haben.
Diese Erfassung deutscher Sprachkenntnisse von Kindern nichtdeutscher Herkunft ist abzugrenzen von
der Sprachstandserhebung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft. Die Sprachstandserhebung verfolgt das Ziel, Förderbedarf bezüglich der deutschen Sprache unabhängig von der
Herkunft der Kinder bereits ein Jahr vor dem Schulbesuch festzustellen und geeignete Maßnahmen einzuleiten. Im Gegensatz dazu werden in der Einschulungsuntersuchung die deutschen Sprachkenntnisse
der Kinder nichtdeutscher Herkunft anhand ihrer sprachlichen Äußerungen im Verlauf der Untersuchung
semiquantitativ eingeschätzt.
Erfassung der Deutschkenntnisse bei Kindern nichtdeutscher Herkunft
Mit der Berliner Sprachskala

19

liegt ein standardisiertes Verfahren vor, das im Jahr 2005 in das Testin-

strument S-ENS (Screening des Entwicklungsstandes bei Einschulungsuntersuchungen)

20

aufgenommen

wurde. Die Skala erfasst die Verständigungsmöglichkeiten der Kinder in deutscher Sprache in vier Stufen,
die in Tabelle 5.13 dargestellt sind. Sie wurde im Jahr 2009 gegenüber den Vorjahren in zwei Punkten
modifiziert: Zum einen wurde die Stufe 2 umbenannt in „einzelne Worte“ (vorher: „radebrechend“), weil
die Formulierung „radebrechend“ als diskriminierend kritisiert wurde. Zum anderen wurden die ehemaligen Stufen 4 („(sehr) gut, aber mit Akzent“) und 5 („akzentfrei“) zur neuen Stufe 4 („(sehr) gut“) zusammengefasst, weil das Vorhandensein eines Akzents nichts über die Deutschkenntnisse aussagt, auch
wenn ein Akzent zur Diskriminierung der Person führen kann.

19

Delekat, D. (2003). Zur gesundheitlichen Lage von Kindern in Berlin. Ergebnisse und Handlungsempfehlungen auf der Basis der Einschulungsuntersuchungen 2001. Spezialbericht 2003 – 2. Berlin: Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz.

20

Döpfner, M., Dietmair, I., Mersmann, H., Simon, K. & Trost-Brinkhues, G. (2005). S-ENS – Screening des Entwicklungsstandes bei Einschulungsuntersuchungen. Göttingen: Hogrefe.

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Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

93

Tabelle 5.13:
Einteilung der Verständigung in deutscher Sprache bei der
Einschulungsuntersuchung in Berlin ab 2009
Stufe

1

2

3

4

Wortschatz

Grammatik

Kind spricht...

-

nicht

geringer

keine

einzelne

Wortschatz

Grammatik

Worte

kein
Wortschatz

-

-

grundlegende
Grammatik

gute Grammatik

flüssig mit
erheblichen
Fehlern
(sehr) gut

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Die vier Stufen sind durch die Kriterien Wortschatz und Grammatik definiert. Stufe 1 wird vergeben, wenn
das Kind sich gar nicht in deutscher Sprache verständigen kann. In Stufe 2 verfügt das Kind über einen
gewissen Wortschatz, mit dem es Zwei- und Mehrwort-Sätze bilden kann, wendet aber noch keine
Grammatik an. Stufe 3 bedeutet, dass das Kind über einen ausreichenden Wortschatz verfügt, um sich in
Deutsch flüssig zu verständigen, aber noch viele grammatische Fehler macht. In Stufe 4 verfügt das Kind
über einen altersgemäßen deutschen Wortschatz und ebenfalls altersgemäß gute Kenntnisse der deutschen Grammatik.
Für die Auswertungen werden die Kategorien 1 („nicht“) und 2 („einzelne Worte“) zusammengefasst zur
Kategorie „nicht/kaum“, die Kategorie 3 wird als „fehlerhaft“ bezeichnet, die Kategorie 4 bleibt unter der
Bezeichnung „(sehr) gut“ bestehen. In der Ergebnisdarstellung treten somit keine Abweichungen zu den
Vorjahren bis 2008 auf, da dort die Kategorien 4 („gut bis sehr gut, aber mit Akzent“) und 5 („akzentfrei“) ebenfalls zusammengefasst wurden. Als Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen (beispielsweise für die Auswertung nach Prognoseräumen) werden die Kinder nichtdeutscher Herkunft mit
weniger als (sehr) guten Deutschkenntnissen (Kategorien 1 bis 3) zusammengefasst.
Nach dem gleichen Schema wie die Deutschkenntnisse des Kindes werden auch die Deutschkenntnisse
der Elternteile, die das Kind zur Untersuchung begleiten, erfasst. Da die Mehrzahl der Kinder von einem
Elternteil begleitet wird, ist hier zusätzlich die Kategorie „hat nicht begleitet“ zu berücksichtigen. Für die
Gruppenbildung zum Merkmal Migrationshintergrund in Verbindung mit Deutschkenntnissen werden als
Deutschkenntnisse der Eltern die Deutschkenntnisse des begleitenden Elternteils herangezogen. Dabei
werden die Stufen 1 bis 3 als unzureichende Deutschkenntnisse gewertet. Haben beide Elternteile das
Kind zur Untersuchung begleitet und die Einschätzung ihrer Deutschkenntnisse differiert, so werden die
Deutschkenntnisse der Mutter herangezogen, weil davon ausgegangen wird, dass in der Mehrzahl der
Familien noch immer die Mutter mehr Zeit mit dem Kind im Sinne eines Sprachvorbildes verbringt.

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94

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Deutsche Sprachkenntnisse der Kinder nichtdeutscher Herkunft nach Geschlecht,
sozialer Lage, Herkunft und Kita-Besuchsdauer
Tabelle 5.14:
Deutsche Sprachkenntnisse der Kinder nichtdeutscher Herkunft bei der Einschulungsuntersuchung gesamt, nach Geschlecht,
sozialer Lage und Herkunftsgruppe in Berlin 2014 - Angaben in %
Deutsche Sprachkenntnisse
Merkmal

n=

nicht/kaum

fehlerhaft

(sehr) gut

insgesamt

12.019

10,2

21,7

68,2

Jungen

6.239

10,8

22,9

66,4

Mädchen

5.780

9,5

20,4

70,1

untere Statusgruppe

3.354

13,5

31,3

55,1

mittlere Statusgruppe

4.412

5,9

17,0

77,1

obere Statusgruppe

2.170

5,1

9,7

85,2

Geschlecht

Soziale Lage1

Herkunft

1

türkisch

2.909

5,0

28,1

67,0

arabisch

1.835

11,7

28,8

59,5

osteuropäisch

3.944

15,6

18,6

65,8

aus westl. Industriestaaten

1.258

7,5

7,9

84,7

aus sonstigen Staaten

2.073

7,5

20,5

72,0

Fehlende Angaben zur sozialen Lage in 17,3 % der Fälle (n = 2.083).

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Tabelle 5.15:
Deutsche Sprachkenntnisse der Kinder nichtdeutscher Herkunft bei der Einschulungsuntersuchung nach Kita-Besuchsdauer in
Berlin 2014 - Angaben in %
Deutsche Sprachkenntnisse
Kita-Besuchsdauer1

n=

kein Besuch

467

70,9

13,3

15,8

< 1/2 Jahr

210

57,6

20,0

22,4

1/2 bis 2 Jahre

1.949

18,2

32,5

49,4

> 2 Jahre

9.129

3,5

19,8

76,6

11.755

9,6

21,7

68,7

Gesamt
1

nicht/kaum

fehlerhaft

(sehr) gut

Fehlende Angaben zum Kitabesuch in 2,2 % der Fälle (n = 264).

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

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Grundauswertung ESU 2014

95

Deutsche Sprachkenntnisse der Kinder nichtdeutscher Herkunft in Abhängigkeit
von den deutschen Sprachkenntnissen der begleitenden Eltern
Tabelle 5.16:
Deutsche Sprachkenntnisse der Kinder nichtdeutscher Herkunft bei der Einschulungsuntersuchung nach deutschen
Sprachkenntnissen der begleitenden Eltern in Berlin 2014 - Angaben in %
Deutsche Sprachkenntnisse Kind

Deutsche Sprachkenntnisse
Elternteil
Mutter

n=

nicht/kaum

fehlerhaft

(sehr) gut

1

nicht/kaum

1.342

47,0

31,4

21,6

fehlerhaft

2.366

7,3

43,1

49,6

(sehr) gut

5.782

1,7

10,0

88,3

Vater

2

479

64,9

20,9

14,2

fehlerhaft

1.286

13,3

44,6

42,1

(sehr) gut

2.725

3,3

13,1

83,6

nicht/kaum

1

Fehlende Angaben zu den Deutschkenntnissen der begleitenden Mutter (inkl. hat nicht begleitet) in 21,0 % der Fälle (n = 2.529).

2

Fehlende Angaben zu den Deutschkenntnissen des begleitenden Vaters (inkl. hat nicht begleitet) in 62,6 % der Fälle (n = 7.529).

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

Räumliche Verteilung deutscher Sprachkenntnisse der Kinder nichtdeutscher
Herkunft
Tabelle 5.17:
Deutsche Sprachkenntnisse der Kinder nichtdeutscher Herkunft bei der Einschulungsuntersuchung nach Berliner Bezirken
(Wohnbezirk) 2014 - Angaben in %
Deutsche Sprachkenntnisse
Bezirk

n=

Mitte

2.234

10,3

30,8

Friedrichshain-Kreuzberg

1.165

8,0

17,9

74,1

649

4,5

2,5

93,1

Pankow

nicht/kaum

fehlerhaft

(sehr) gut
58,9

1.053

10,6

12,5

76,8

Spandau

861

10,1

17,0

72,9

Steglitz-Zehlendorf

550

11,6

10,7

77,6

Tempelhof-Schöneberg

1.238

8,9

26,3

64,9

Neukölln

1.886

10,0

35,6

54,5

Treptow-Köpenick

204

12,3

9,8

77,9

Marzahn-Hellersdorf

456

12,3

18,0

69,7

Lichtenberg

660

18,2

24,2

57,6

Reinickendorf

1.063

10,3

8,9

80,8

Berlin gesamt

12.019

10,2

21,7

68,2

Charlottenburg-Wilmersdorf

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

96

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Zeitreihe zu deutschen Sprachkenntnissen der Kinder nichtdeutscher Herkunft
Tabelle 5.18:
Zeitreihe deutsche Sprachkenntnisse der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung nichtdeutscher Herkunft in Berlin 2005 bis
2014 - Angaben in %
Deutsche Sprachkenntnisse
Jahr

n=

2005

8.340

15,8

29,1

55,1

2006

8.797

15,2

28,2

56,6

2007

8.513

12,0

25,5

62,5

2008

8.698

9,4

21,9

68,8

2009

9.208

7,4

25,6

67,0

2010

9.707

7,2

24,9

67,9

2011

10.012

6,2

21,9

72,0

2012

10.832

6,9

24,9

68,3

2013

11.285

9,2

25,2

65,6

2014

12.019

10,2

21,7

68,2

1

1

nicht/kaum

fehlerhaft

(sehr) gut

Wechsel in der Grundgesamtheit: ab der Grundauswertung 2013 werden die erstmals untersuchten Kinder betrachtet, zuvor die eingeschulten
Kinder.

(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

In den deutschen Sprachkenntnissen der Kinder nichtdeutscher Herkunft zum Zeitpunkt der Einschulungsuntersuchung sind im Zeitraum von 2005 bis 2011 sehr deutliche Verbesserungen zu erkennen (vgl.
Tabelle 5.18). Der Anteil der Kinder nichtdeutscher Herkunft mit guten oder sehr guten Deutschkenntnissen hat sich von der guten Hälfte im Jahr 2005 auf über 70 % im Jahr 2011 erhöht. Zugleich ist der Anteil
der Kinder nichtdeutscher Herkunft, die bei der Einschulungsuntersuchung nicht oder kaum Deutsch
sprechen können, im Jahr 2011 auf weniger als die Hälfte des Anteils im Jahr 2005 gesunken. Gründe für
diese erfreuliche Entwicklung sind zum einen in den verstärkten Anstrengungen im Bereich der vorschulischen Sprachförderung zu suchen. Zum anderen hat aber auch das allgemeine öffentliche Bewusstsein
hinsichtlich der Bedeutung des Erwerbs der deutschen Sprache für die Teilhabechancen stark zugenommen, was auch zu einer höheren Aufmerksamkeit für und Akzeptanz von Sprachförderangeboten für
Kinder und Erwachsene unter den Migranten geführt haben dürfte. Allerdings fand die deutlichste Verbesserung der deutschen Sprachkenntnisse von Kindern nichtdeutscher Herkunft in den Jahren 2006 bis
2008 statt, von 2009 bis 2011 stagnierte die Entwicklung.
In den Einschulungsjahrgängen 2012 bis 2014 zeigt sich wieder eine leichte Verschlechterung der
Deutschkenntnisse der untersuchten Kinder mit Migrationshintergrund, die 2013 aufgrund des Wechsels
der Datenbasis deutlicher ausfällt als dies ohne veränderte Methodik der Fall gewesen wäre. Möglicherweise sind die schlechteren Ergebnisse in den letzten drei Jahrgängen auf den Anstieg der Zahl neu zugewanderter Familien zurückzuführen, die noch nicht ausreichend Gelegenheit hatten, die deutsche
Sprache zu erlernen.

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

97

Anhang
Dokumentationsbogen Einschulungsuntersuchung 2014

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

98

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

99

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

100

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

0903

1004

0803

0901

0804

0902

1105

0707
0706
0602

0601

0703

0603

0404

0405

0702

0705

0704

0202

0802

0801

0205
0203
0701
0402

0504

0502

0604

0406

0503
0501

0201

0204
0101
0403

0102

1221
1222

1104

1103
0307

0306
0401

1223

1230

0104

1210

0103

0304

0302

0305

0303

0301

1102

1101

1001

1003

1002

0905

0904

Übersicht über die Prognoseräume (LOR-PR) in Berlin

(Datenquelle: Jahn, Mack & Partner 2006 / Darstellung: AfS Berlin-Brandenburg)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

101

Nummern und Bezeichnungen der Prognoseräume (LOR-PR) in
Berlin
Tabelle A.1:
Nummern und Bezeichnungen der Prognoseräume (LOR-PR) in Berlin
Bezirk

Prognoseraum
Nr.

Mitte

Bezirk

Bezeichnung

Prognoseraum
Nr.

Bezeichnung

0101

Zentrum

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

0102

Moabit

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

0103

Gesundbrunnen

0703

Friedenau

0104

Wedding

0704

Tempelhof

Friedrichshain-

0201

Kreuzberg Nord

0705

Mariendorf

Kreuzberg

0202

Kreuzberg Süd

0706

Marienfelde

0203

Kreuzberg Ost

0204

Friedrichshain West

0205
0301

0707

Lichtenrade

0801

Neukölln

Friedrichshain Ost

0802

Britz-Buckow

Buch

0803

Gropiusstadt

0302

Nördliches Pankow

0804

Buckow Nord / Rudow

0303

Nördliches Weißensee

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

0304

Südliches Pankow

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

0305

Südliches Weißensee

0903

Treptow-Köpenick 3

0306

Nördlicher Prenzl. Berg

0904

Treptow-Köpenick 4

0307

Südlicher Prenzl. Berg

0905

Treptow-Köpenick 5

Charlottenburg-

0401

Charlottenburg-Nord

Marzahn-

1001

Marzahn

Wilmersdorf

0402

Westend

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

0403

Charlottenburg

1003

Biesdorf

0404

Schmargendorf

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

0405

Wilmersdorf

1101

Hohenschönhausen Nord

0406

Forst Grunewald

1102

Hohenschönhausen Süd

0501

SPA 1

1103

Lichtenberg Nord

0502

SPA 2

1104

Lichtenberg Mitte

0503

SPA 3

1105

Lichtenberg Süd

0504

SPA 4

1210

Reinickendorf-Ost

Steglitz-

0601

Region A

1221

Tegel

Zehlendorf

0602

Region B

1222

Heiligensee-Konradshöhe

0603

Region C

1223

Frohnau-Hermsdorf

0604

Region D

1230

Waidmannslust

Pankow

Spandau

Neukölln

Lichtenberg

Reinickendorf

(Datenquelle: Jahn, Mack & Partner 2006 / Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

102

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabellen auf Ebene der Prognoseräume
Tabelle A.2:
Mittlerer sozialer Schichtindex bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2014 nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Prognoseraum
Nr.

Mitte

Bezeichnung

sozialer
Schichtindex

Bezirk

Prognoseraum
Nr.

(Median)

Bezeichnung

sozialer
Schichtindex
(Median)

0101

Zentrum

17,0

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

16,0

0102

Moabit

14,0

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

16,0

0103

Gesundbrunnen

10,0

0703

Friedenau

16,0

0104

Wedding

10,5

0704

Tempelhof

14,0

Friedrichshain-

0201

Kreuzberg Nord

10,0

0705

Mariendorf

14,0

Kreuzberg

0202

Kreuzberg Süd

16,0

0706

Marienfelde

12,0

0203

Kreuzberg Ost

14,0

0707

Lichtenrade

14,0

0204

Friedrichshain West

16,0

0801

Neukölln

11,0

0205

Friedrichshain Ost

16,0

0802

Britz-Buckow

13,0

0301

Buch

13,0

0803

Gropiusstadt

11,0

0302

Nördliches Pankow

16,0

0804

Buckow Nord / Rudow

13,0

0303

Nördliches Weißensee

15,0

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

15,0

0304

Südliches Pankow

16,0

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

14,0

0305

Südliches Weißensee

16,0

0903

Treptow-Köpenick 3

14,0

0306

Nördlicher Prenzl. Berg

17,0

0904

Treptow-Köpenick 4

14,0

0307

Südlicher Prenzl. Berg

17,0

0905

Treptow-Köpenick 5

16,0

Charlottenburg-

0401

Charlottenburg-Nord

13,0

Marzahn-

1001

Marzahn

12,0

Wilmersdorf

0402

Westend

16,0

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

12,0

0403

Charlottenburg

16,0

1003

Biesdorf

15,0

0404

Schmargendorf

17,0

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

16,0

0405

Wilmersdorf

16,0

1101

Hohenschönhausen Nord

12,0

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

14,0

0501

SPA 1

12,0

1103

Lichtenberg Nord

14,0

0502

SPA 2

13,0

1104

Lichtenberg Mitte

14,0

0503

SPA 3

13,0

1105

Lichtenberg Süd

17,0

0504

SPA 4

16,0

1210

Reinickendorf-Ost

12,0

Steglitz-

0601

Region A

16,0

1221

Tegel

13,0

Zehlendorf

0602

Region B

15,0

1222

Heiligensee-Konradshöhe

15,0

0603

Region C

16,0

1223

Frohnau-Hermsdorf

17,0

0604

Region D

17,0

1230

Waidmannslust

12,0

Pankow

Spandau

Neukölln

Lichtenberg

Reinickendorf

/ Weniger als 30 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

103

Tabelle A.3:
Mittlerer Sozialstatusindex bei der Einschulungsunterschung in Berlin 2014 nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Prognoseraum
Nr.

Mitte

Bezeichnung

Sozialstatusindex

Bezirk

Prognoseraum
Nr.

(Median)

Bezeichnung

Sozialstatusindex
(Median)

0101

Zentrum

16,0

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

15,0

0102

Moabit

13,0

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

15,0

0103

Gesundbrunnen

8,0

0703

Friedenau

16,0

0104

Wedding

9,0

0704

Tempelhof

13,0

Friedrichshain-

0201

Kreuzberg Nord

7,0

0705

Mariendorf

13,0

Kreuzberg

0202

Kreuzberg Süd

16,0

0706

Marienfelde

12,0

0203

Kreuzberg Ost

12,0

0707

Lichtenrade

13,0

0204

Friedrichshain West

15,0

0801

Neukölln

9,0

0205

Friedrichshain Ost

16,0

0802

Britz-Buckow

13,0

Pankow

Neukölln

0301

Buch

12,0

0803

Gropiusstadt

10,0

0302

Nördliches Pankow

15,0

0804

Buckow Nord / Rudow

13,0

0303

Nördliches Weißensee

14,0

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

14,0

0304

Südliches Pankow

15,0

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

14,0

0305

Südliches Weißensee

15,0

0903

Treptow-Köpenick 3

14,0

0306

Nördlicher Prenzl. Berg

16,0

0904

Treptow-Köpenick 4

14,0

0307

Südlicher Prenzl. Berg

17,0

0905

Treptow-Köpenick 5

15,0

Charlottenburg-

0401

Charlottenburg-Nord

12,0

Marzahn-

1001

Marzahn

12,0

Wilmersdorf

0402

Westend

16,0

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

12,0

0403

Charlottenburg

15,0

1003

Biesdorf

15,0

0404

Schmargendorf

16,0

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

15,0

0405

Wilmersdorf

15,0

1101

Hohenschönhausen Nord

12,0

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

13,0

0501

SPA 1

12,0

1103

Lichtenberg Nord

13,0

0502

SPA 2

12,0

1104

Lichtenberg Mitte

13,0

0503

SPA 3

12,0

1105

Lichtenberg Süd

16,0

0504

SPA 4

16,0

1210

Reinickendorf-Ost

10,5

Steglitz-

0601

Region A

15,0

1221

Tegel

13,0

Zehlendorf

0602

Region B

14,0

1222

Heiligensee-Konradshöhe

15,0

0603

Region C

16,0

1223

Frohnau-Hermsdorf

16,0

0604

Region D

16,0

1230

Waidmannslust

12,0

Spandau

Lichtenberg

Reinickendorf

/ Weniger als 30 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

104

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle A.4:
Anteil der Kinder nichtdeutscher Herkunft bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2014 nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Prognoseraum
Nr.

Mitte

Bezeichnung

Anteil

Bezirk

in %

Prognoseraum
Nr.

Bezeichnung

Anteil
in %

0101

Zentrum

48,1

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

55,0

0102

Moabit

67,7

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

52,2

0103

Gesundbrunnen

86,4

0703

Friedenau

32,2

0104

Wedding

77,2

0704

Tempelhof

52,4

Friedrichshain-

0201

Kreuzberg Nord

87,2

0705

Mariendorf

47,2

Kreuzberg

0202

Kreuzberg Süd

38,1

0706

Marienfelde

52,0

0203

Kreuzberg Ost

56,9

0707

Lichtenrade

31,1

0204

Friedrichshain West

36,3

0801

Neukölln

80,6

0205

Friedrichshain Ost

26,8

0802

Britz-Buckow

52,2

0301

Buch

14,2

0803

Gropiusstadt

74,4

0302

Nördliches Pankow

9,8

0804

Buckow Nord / Rudow

42,0

0303

Nördliches Weißensee

7,5

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

9,0

0304

Südliches Pankow

13,0

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

11,9

0305

Südliches Weißensee

12,5

0903

Treptow-Köpenick 3

7,5

0306

Nördlicher Prenzl. Berg

23,3

0904

Treptow-Köpenick 4

10,0

Pankow

Neukölln

0307

Südlicher Prenzl. Berg

21,6

0905

Treptow-Köpenick 5

Charlottenburg-

0401

Charlottenburg-Nord

59,6

Marzahn-

1001

Marzahn

26,7

Wilmersdorf

0402

Westend

37,5

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

15,9

0403

Charlottenburg

49,7

1003

Biesdorf

0404

Schmargendorf

44,5

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

0405

Wilmersdorf

43,5

1101

Hohenschönhausen Nord

27,2

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

27,8

0501

SPA 1

44,6

1103

Lichtenberg Nord

41,7

0502

SPA 2

42,7

1104

Lichtenberg Mitte

32,5

0503

SPA 3

48,9

1105

Lichtenberg Süd

0504

SPA 4

25,4

1210

Reinickendorf-Ost

63,2

Steglitz-

0601

Region A

34,3

1221

Tegel

56,5

Zehlendorf

0602

Region B

23,9

1222

Heiligensee-Konradshöhe

12,4

0603

Region C

18,2

1223

Frohnau-Hermsdorf

14,9

0604

Region D

11,7

1230

Waidmannslust

52,2

Spandau

Lichtenberg

Reinickendorf

9,7

8,1
4,5

9,0

/ Weniger als 30 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

105

Tabelle A.5:
Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund und unzureichenden Deutschkenntnissen von Kind und begleitendem Elternteil bei
der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2014 nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Prognoseraum
Nr.

Mitte

Bezeichnung

Anteil

Bezirk

in %

Prognoseraum
Nr.

Bezeichnung

Anteil
in %

0101

Zentrum

10,9

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

22,7

0102

Moabit

14,1

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

12,9

0103

Gesundbrunnen

37,7

0703

Friedenau

4,3

0104

Wedding

23,1

0704

Tempelhof

14,8

Friedrichshain-

0201

Kreuzberg Nord

15,9

0705

Mariendorf

8,1

Kreuzberg

0202

Kreuzberg Süd

7,2

0706

Marienfelde

8,7

0203

Kreuzberg Ost

11,4

0707

Lichtenrade

0204

Friedrichshain West

8,7

0801

Neukölln

30,0

0205

Friedrichshain Ost

3,4

0802

Britz-Buckow

10,8

0301

Buch

3,7

0803

Gropiusstadt

11,6

0302

Nördliches Pankow

0,2

0804

Buckow Nord / Rudow

4,5

0303

Nördliches Weißensee

0,3

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

1,3

0304

Südliches Pankow

0,7

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

2,5

0305

Südliches Weißensee

1,2

0903

Treptow-Köpenick 3

2,8

0306

Nördlicher Prenzl. Berg

1,4

0904

Treptow-Köpenick 4

1,9

0307

Südlicher Prenzl. Berg

0,7

0905

Treptow-Köpenick 5

0,8

Charlottenburg-

0401

Charlottenburg-Nord

10,7

Marzahn-

1001

Marzahn

7,7

Wilmersdorf

0402

Westend

4,5

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

4,6

0403

Charlottenburg

8,6

1003

Biesdorf

1,0

0404

Schmargendorf

6,8

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

0405

Wilmersdorf

8,4

1101

Hohenschönhausen Nord

12,6

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

14,1

0501

SPA 1

11,7

1103

Lichtenberg Nord

14,2

0502

SPA 2

7,1

1104

Lichtenberg Mitte

11,7

0503

SPA 3

11,0

1105

Lichtenberg Süd

0504

SPA 4

2,1

1210

Reinickendorf-Ost

9,3

Steglitz-

0601

Region A

5,6

1221

Tegel

9,4

Zehlendorf

0602

Region B

5,7

1222

Heiligensee-Konradshöhe

1,0

0603

Region C

3,1

1223

Frohnau-Hermsdorf

1,4

0604

Region D

1,9

1230

Waidmannslust

9,5

Pankow

Spandau

Neukölln

Lichtenberg

Reinickendorf

5,7

0,3

0,3

/ Weniger als 30 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

106

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle A.6:
Anteil der Kinder mit 2 oder mehr Impfdosen gegen Masern bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2014
nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Prognoseraum
Nr.

Mitte

Bezeichnung

Anteil

Bezirk

1

in %

Prognoseraum

Anteil

Nr.

in %1

Bezeichnung

0101

Zentrum

88,1

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

93,6

0102

Moabit

91,7

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

90,9

0103

Gesundbrunnen

91,7

0703

Friedenau

92,6

0104

Wedding

92,6

0704

Tempelhof

94,5

Friedrichshain-

0201

Kreuzberg Nord

91,3

0705

Mariendorf

93,1

Kreuzberg

0202

Kreuzberg Süd

84,3

0706

Marienfelde

94,8

0203

Kreuzberg Ost

84,8

0707

Lichtenrade

93,6

0204

Friedrichshain West

91,6

0801

Neukölln

88,4

0205

Friedrichshain Ost

84,8

0802

Britz-Buckow

94,4

0301

Buch

94,2

0803

Gropiusstadt

94,6

0302

Nördliches Pankow

94,1

0804

Buckow Nord / Rudow

95,3

0303

Nördliches Weißensee

96,0

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

89,4

0304

Südliches Pankow

89,3

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

90,0

0305

Südliches Weißensee

88,9

0903

Treptow-Köpenick 3

93,1

0306

Nördlicher Prenzl. Berg

86,2

0904

Treptow-Köpenick 4

90,0

0307

Südlicher Prenzl. Berg

86,3

0905

Treptow-Köpenick 5

85,1

Charlottenburg-

0401

Charlottenburg-Nord

93,5

Marzahn-

1001

Marzahn

95,7

Wilmersdorf

0402

Westend

92,2

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

95,8

0403

Charlottenburg

92,9

1003

Biesdorf

97,0

0404

Schmargendorf

92,6

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

95,9

0405

Wilmersdorf

90,8

1101

Hohenschönhausen Nord

95,9

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

93,7

0501

SPA 1

95,7

1103

Lichtenberg Nord

92,4

0502

SPA 2

94,6

1104

Lichtenberg Mitte

91,7

0503

SPA 3

95,3

1105

Lichtenberg Süd

88,3

0504

SPA 4

78,5

1210

Reinickendorf-Ost

91,8

Steglitz-

0601

Region A

93,6

1221

Tegel

93,1

Zehlendorf

0602

Region B

95,8

1222

Heiligensee-Konradshöhe

95,2

0603

Region C

91,6

1223

Frohnau-Hermsdorf

89,9

0604

Region D

86,7

1230

Waidmannslust

92,3

Pankow

Spandau

1

Neukölln

Lichtenberg

Reinickendorf

Bezogen auf Kinder mit vorgelegter Impfdokumentation inkl. gesichert ungeimpfte Kinder ohne Impfdokumente (vgl. Methodik).

/ Weniger als 30 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

107

Tabelle A.7:
Anteil der Kinder mit unversorgten Zähnen bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2014 nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Prognoseraum
Nr.

Mitte

Bezeichnung

Anteil

Bezirk

in %

Prognoseraum
Nr.

Bezeichnung

Anteil
in %

0101

Zentrum

9,2

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

13,6

0102

Moabit

15,7

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

10,1

0103

Gesundbrunnen

36,0

0703

Friedenau

4,8

0104

Wedding

26,5

0704

Tempelhof

18,3

Friedrichshain-

0201

Kreuzberg Nord

19,8

0705

Mariendorf

17,9

Kreuzberg

0202

Kreuzberg Süd

9,5

0706

Marienfelde

16,4

0203

Kreuzberg Ost

11,6

0707

Lichtenrade

13,5

0204

Friedrichshain West

7,4

0801

Neukölln

23,0

0205

Friedrichshain Ost

5,3

0802

Britz-Buckow

14,2

Pankow

Neukölln

0301

Buch

12,2

0803

Gropiusstadt

23,0

0302

Nördliches Pankow

5,3

0804

Buckow Nord / Rudow

12,1

0303

Nördliches Weißensee

9,0

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

2,0

0304

Südliches Pankow

4,6

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

5,9

0305

Südliches Weißensee

6,8

0903

Treptow-Köpenick 3

7,3

0306

Nördlicher Prenzl. Berg

4,9

0904

Treptow-Köpenick 4

8,2

0307

Südlicher Prenzl. Berg

2,1

0905

Treptow-Köpenick 5

Charlottenburg-

0401

Charlottenburg-Nord

13,3

Marzahn-

1001

Marzahn

20,5

Wilmersdorf

0402

Westend

2,1

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

19,3

0403

Charlottenburg

9,0

1003

Biesdorf

11,5

0404

Schmargendorf

7,6

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

0405

Wilmersdorf

8,1

1101

Hohenschönhausen Nord

19,2

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

10,4

0501

SPA 1

17,7

1103

Lichtenberg Nord

11,6

0502

SPA 2

19,4

1104

Lichtenberg Mitte

14,3

0503

SPA 3

14,4

1105

Lichtenberg Süd

0504

SPA 4

7,9

1210

Reinickendorf-Ost

29,6

Steglitz-

0601

Region A

12,2

1221

Tegel

24,7

Zehlendorf

0602

Region B

10,6

1222

Heiligensee-Konradshöhe

0603

Region C

5,4

1223

Frohnau-Hermsdorf

0604

Region D

1,6

1230

Waidmannslust

Spandau

Lichtenberg

Reinickendorf

2,9

3,7

3,9

6,4
5,8
27,1

/ Weniger als 30 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

108

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle A.8:
Anteil der Kinder mit Dokumentation der U8 bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2014 nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Prognoseraum
Nr.

Mitte

Bezeichnung

Anteil

Bezirk

1

in %

Prognoseraum

Anteil

Nr.

in %1

Bezeichnung

0101

Zentrum

92,7

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

93,3

0102

Moabit

91,1

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

93,6

0103

Gesundbrunnen

86,5

0703

Friedenau

96,4

0104

Wedding

87,9

0704

Tempelhof

95,6

Friedrichshain-

0201

Kreuzberg Nord

88,2

0705

Mariendorf

95,0

Kreuzberg

0202

Kreuzberg Süd

92,8

0706

Marienfelde

97,5

0203

Kreuzberg Ost

89,8

0707

Lichtenrade

96,5

0204

Friedrichshain West

93,8

0801

Neukölln

87,6

0205

Friedrichshain Ost

94,5

0802

Britz-Buckow

92,7

0301

Buch

86,2

0803

Gropiusstadt

89,1

0302

Nördliches Pankow

95,7

0804

Buckow Nord / Rudow

91,1

0303

Nördliches Weißensee

95,7

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

94,5

0304

Südliches Pankow

94,4

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

92,2

0305

Südliches Weißensee

91,4

0903

Treptow-Köpenick 3

96,4

0306

Nördlicher Prenzl. Berg

95,2

0904

Treptow-Köpenick 4

93,9

0307

Südlicher Prenzl. Berg

92,9

0905

Treptow-Köpenick 5

94,2

Charlottenburg-

0401

Charlottenburg-Nord

94,4

Marzahn-

1001

Marzahn

95,0

Wilmersdorf

0402

Westend

97,5

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

94,0

0403

Charlottenburg

96,3

1003

Biesdorf

98,5

0404

Schmargendorf

96,9

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

97,2

0405

Wilmersdorf

94,5

1101

Hohenschönhausen Nord

91,4

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

94,7

0501

SPA 1

91,3

1103

Lichtenberg Nord

93,4

0502

SPA 2

93,1

1104

Lichtenberg Mitte

94,3

0503

SPA 3

94,4

1105

Lichtenberg Süd

98,0

0504

SPA 4

96,6

1210

Reinickendorf-Ost

88,9

Steglitz-

0601

Region A

95,9

1221

Tegel

90,3

Zehlendorf

0602

Region B

96,5

1222

Heiligensee-Konradshöhe

95,2

0603

Region C

96,6

1223

Frohnau-Hermsdorf

97,7

0604

Region D

97,6

1230

Waidmannslust

91,8

Pankow

Spandau

1

Neukölln

Lichtenberg

Reinickendorf

Bezogen auf Kinder mit vorgelegtem Vorsorgeheft, die seit Geburt in Deutschland leben.

/ Weniger als 30 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

109

Tabelle A.9:
Anteil der Kinder, bei denen mindestens eine Person im Haushalt raucht, bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2014
nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Prognoseraum
Nr.

Mitte

Bezeichnung

Anteil

Bezirk

in %

Prognoseraum
Nr.

Bezeichnung

Anteil
in %

0101

Zentrum

22,3

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

35,6

0102

Moabit

32,5

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

28,7

0103

Gesundbrunnen

47,9

0703

Friedenau

24,0

0104

Wedding

47,8

0704

Tempelhof

35,4

Friedrichshain-

0201

Kreuzberg Nord

46,2

0705

Mariendorf

41,1

Kreuzberg

0202

Kreuzberg Süd

24,9

0706

Marienfelde

38,6

0203

Kreuzberg Ost

42,7

0707

Lichtenrade

37,1

0204

Friedrichshain West

30,1

0801

Neukölln

42,4

0205

Friedrichshain Ost

31,5

0802

Britz-Buckow

33,1

0301

Buch

53,3

0803

Gropiusstadt

48,4

0302

Nördliches Pankow

27,5

0804

Buckow Nord / Rudow

27,4

0303

Nördliches Weißensee

28,4

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

32,0

0304

Südliches Pankow

25,2

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

43,3

0305

Südliches Weißensee

31,6

0903

Treptow-Köpenick 3

38,7

0306

Nördlicher Prenzl. Berg

18,8

0904

Treptow-Köpenick 4

37,4

0307

Südlicher Prenzl. Berg

16,5

0905

Treptow-Köpenick 5

23,9

Charlottenburg-

0401

Charlottenburg-Nord

39,2

Marzahn-

1001

Marzahn

51,9

Wilmersdorf

0402

Westend

20,8

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

58,9

0403

Charlottenburg

24,5

1003

Biesdorf

17,3

0404

Schmargendorf

17,8

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

25,6

0405

Wilmersdorf

23,9

1101

Hohenschönhausen Nord

54,4

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

35,7

0501

SPA 1

45,4

1103

Lichtenberg Nord

38,1

0502

SPA 2

40,0

1104

Lichtenberg Mitte

38,2

0503

SPA 3

42,0

1105

Lichtenberg Süd

20,0

0504

SPA 4

17,6

1210

Reinickendorf-Ost

45,9

Steglitz-

0601

Region A

27,2

1221

Tegel

43,7

Zehlendorf

0602

Region B

30,3

1222

Heiligensee-Konradshöhe

20,7

0603

Region C

17,3

1223

Frohnau-Hermsdorf

14,2

0604

Region D

9,8

1230

Waidmannslust

44,4

Pankow

Spandau

Neukölln

Lichtenberg

Reinickendorf

/ Weniger als 30 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

110

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle A.10:
Anteil der Kinder mit eigenem Fernseher bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2014 nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Prognoseraum
Nr.

Mitte

Bezeichnung

Anteil

Bezirk

in %

Prognoseraum
Nr.

Bezeichnung

Anteil
in %

0101

Zentrum

4,7

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

5,8

0102

Moabit

11,7

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

4,1

0103

Gesundbrunnen

18,2

0703

Friedenau

3,3

0104

Wedding

18,3

0704

Tempelhof

11,1

Friedrichshain-

0201

Kreuzberg Nord

12,3

0705

Mariendorf

12,6

Kreuzberg

0202

Kreuzberg Süd

2,7

0706

Marienfelde

13,7

0203

Kreuzberg Ost

4,0

0707

Lichtenrade

12,1

0204

Friedrichshain West

4,8

0801

Neukölln

12,0

0205

Friedrichshain Ost

3,4

0802

Britz-Buckow

13,0

Pankow

Neukölln

0301

Buch

19,5

0803

Gropiusstadt

18,0

0302

Nördliches Pankow

3,6

0804

Buckow Nord / Rudow

12,5

0303

Nördliches Weißensee

7,3

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

4,8

0304

Südliches Pankow

3,7

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

9,7

0305

Südliches Weißensee

4,8

0903

Treptow-Köpenick 3

4,8

0306

Nördlicher Prenzl. Berg

2,5

0904

Treptow-Köpenick 4

8,7

0307

Südlicher Prenzl. Berg

1,2

0905

Treptow-Köpenick 5

Charlottenburg-

0401

Charlottenburg-Nord

16,1

Marzahn-

1001

Marzahn

20,9

Wilmersdorf

0402

Westend

4,9

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

25,7

0403

Charlottenburg

5,1

1003

Biesdorf

0404

Schmargendorf

3,1

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

0405

Wilmersdorf

3,6

1101

Hohenschönhausen Nord

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

0501

SPA 1

17,5

1103

Lichtenberg Nord

12,6

0502

SPA 2

15,3

1104

Lichtenberg Mitte

11,3

0503

SPA 3

12,7

1105

Lichtenberg Süd

0504

SPA 4

2,2

1210

Reinickendorf-Ost

17,9

Steglitz-

0601

Region A

4,8

1221

Tegel

15,4

Zehlendorf

0602

Region B

6,1

1222

Heiligensee-Konradshöhe

0603

Region C

2,6

1223

Frohnau-Hermsdorf

0604

Region D

1,5

1230

Waidmannslust

Spandau

Lichtenberg

Reinickendorf

5,6

4,0
5,8
22,7
8,1

2,5

3,7
3,3
15,2

/ Weniger als 30 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

111

Tabelle A.11:
Anteil der übergewichtigen Kinder (Referenzsystem nach Kromeyer-Hauschild) bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2014
nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Prognoseraum
Nr.

Mitte

Bezeichnung

Anteil

Bezirk

1

in %

Prognoseraum

Anteil

Nr.

Bezeichnung

in %1
12,0

0101

Zentrum

5,9

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

0102

Moabit

13,3

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

9,7

0103

Gesundbrunnen

16,8

0703

Friedenau

6,7

0104

Wedding

17,6

0704

Tempelhof

8,1

Friedrichshain-

0201

Kreuzberg Nord

19,1

0705

Mariendorf

10,4

Kreuzberg

0202

Kreuzberg Süd

7,2

0706

Marienfelde

9,7

0203

Kreuzberg Ost

13,0

0707

Lichtenrade

0204

Friedrichshain West

7,2

0801

Neukölln

0205

Friedrichshain Ost

4,6

0802

Britz-Buckow

8,6

0301

Buch

7,5

0803

Gropiusstadt

15,2

0302

Nördliches Pankow

6,7

0804

Buckow Nord / Rudow

10,7

0303

Nördliches Weißensee

5,3

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

7,2

0304

Südliches Pankow

4,2

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

7,4

0305

Südliches Weißensee

5,3

0903

Treptow-Köpenick 3

8,6

0306

Nördlicher Prenzl. Berg

3,9

0904

Treptow-Köpenick 4

6,0

0307

Südlicher Prenzl. Berg

1,7

0905

Treptow-Köpenick 5

Charlottenburg-

0401

Charlottenburg-Nord

11,8

Marzahn-

1001

Marzahn

11,5

Wilmersdorf

0402

Westend

7,4

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

10,4

0403

Charlottenburg

7,3

1003

Biesdorf

4,3

0404

Schmargendorf

5,9

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

5,6

0405

Wilmersdorf

6,6

1101

Hohenschönhausen Nord

8,6

0406

Forst Grunewald

1102

Hohenschönhausen Süd

9,2

Pankow

Spandau

Neukölln

Lichtenberg

/

9,5
17,0

3,7

0501

SPA 1

13,8

1103

Lichtenberg Nord

11,0

0502

SPA 2

10,5

1104

Lichtenberg Mitte

6,2

0503

SPA 3

6,0

1105

Lichtenberg Süd

0504

SPA 4

3,1

1210

Reinickendorf-Ost

16,9

Steglitz-

0601

Region A

5,1

1221

Tegel

10,7

Zehlendorf

0602

Region B

5,7

1222

Heiligensee-Konradshöhe

5,7

0603

Region C

6,1

1223

Frohnau-Hermsdorf

4,3

0604

Region D

3,6

1230

Waidmannslust

9,8

1

Reinickendorf

5,7

Seit 2007 erfolgt die Berechnung monatsgenau (vgl. Methodik).

/ Weniger als 30 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

112

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle A.12:
Anteil der Kinder mit auffälligen Testergebnissen in der Visuomotorik bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2014
nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Prognoseraum
Nr.

Mitte

Bezeichnung

Anteil

Bezirk

1

in %

Prognoseraum

Anteil

Nr.

in %1

Bezeichnung

0101

Zentrum

14,7

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

17,6

0102

Moabit

21,4

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

16,1

0103

Gesundbrunnen

36,8

0703

Friedenau

12,2

0104

Wedding

28,6

0704

Tempelhof

25,0

Friedrichshain-

0201

Kreuzberg Nord

22,3

0705

Mariendorf

31,0

Kreuzberg

0202

Kreuzberg Süd

15,7

0706

Marienfelde

22,6

0203

Kreuzberg Ost

17,3

0707

Lichtenrade

18,2

0204

Friedrichshain West

11,5

0801

Neukölln

27,1

0205

Friedrichshain Ost

9,1

0802

Britz-Buckow

22,1

0301

Buch

31,5

0803

Gropiusstadt

31,4

0302

Nördliches Pankow

21,1

0804

Buckow Nord / Rudow

22,7

0303

Nördliches Weißensee

19,9

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

11,1

0304

Südliches Pankow

19,9

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

12,6

0305

Südliches Weißensee

23,4

0903

Treptow-Köpenick 3

12,7

0306

Nördlicher Prenzl. Berg

17,4

0904

Treptow-Köpenick 4

14,7

0307

Südlicher Prenzl. Berg

15,4

0905

Treptow-Köpenick 5

10,8

Charlottenburg-

0401

Charlottenburg-Nord

19,1

Marzahn-

1001

Marzahn

36,7

Wilmersdorf

0402

Westend

9,9

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

29,9

0403

Charlottenburg

16,3

1003

Biesdorf

12,0

0404

Schmargendorf

21,6

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

15,4

0405

Wilmersdorf

22,4

1101

Hohenschönhausen Nord

26,8

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

20,2

0501

SPA 1

21,4

1103

Lichtenberg Nord

22,5

0502

SPA 2

24,5

1104

Lichtenberg Mitte

25,4

0503

SPA 3

21,1

1105

Lichtenberg Süd

18,0

0504

SPA 4

16,7

1210

Reinickendorf-Ost

27,7

Steglitz-

0601

Region A

15,5

1221

Tegel

15,2

Zehlendorf

0602

Region B

24,1

1222

Heiligensee-Konradshöhe

18,8

0603

Region C

11,2

1223

Frohnau-Hermsdorf

0604

Region D

6,8

1230

Waidmannslust

Pankow

Spandau

1

Neukölln

Lichtenberg

Reinickendorf

9,9
25,9

Bezogen auf Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung mindestens 5 Jahre alt waren.

/ Weniger als 30 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

113

Tabelle A.13:
Anteil der Kinder (ohne Kinder mit schlechteren als guten Deutschkenntnissen) mit auffälligen Testergebnissen im Subtest Sätze
nachsprechen bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2014 nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Prognoseraum
Nr.

Mitte

Bezeichnung

Anteil

Bezirk

1

in %

Prognoseraum

Anteil

Nr.

in %1

Bezeichnung

0101

Zentrum

5,7

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

7,1

0102

Moabit

10,6

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

6,0

0103

Gesundbrunnen

22,6

0703

Friedenau

4,6

0104

Wedding

20,6

0704

Tempelhof

13,3

Friedrichshain-

0201

Kreuzberg Nord

33,1

0705

Mariendorf

19,1

Kreuzberg

0202

Kreuzberg Süd

9,9

0706

Marienfelde

13,0

0203

Kreuzberg Ost

15,6

0707

Lichtenrade

14,8

0204

Friedrichshain West

1,8

0801

Neukölln

10,6

0205

Friedrichshain Ost

1,8

0802

Britz-Buckow

16,3

0301

Buch

21,5

0803

Gropiusstadt

38,6

0302

Nördliches Pankow

12,3

0804

Buckow Nord / Rudow

17,5

0303

Nördliches Weißensee

11,8

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

4,3

0304

Südliches Pankow

10,0

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

6,7

0305

Südliches Weißensee

11,2

0903

Treptow-Köpenick 3

6,8

0306

Nördlicher Prenzl. Berg

9,8

0904

Treptow-Köpenick 4

5,5

0307

Südlicher Prenzl. Berg

9,3

0905

Treptow-Köpenick 5

Charlottenburg-

0401

Charlottenburg-Nord

17,4

Marzahn-

1001

Marzahn

23,4

Wilmersdorf

0402

Westend

5,8

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

33,6

0403

Charlottenburg

13,8

1003

Biesdorf

0404

Schmargendorf

10,2

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

16,4

0405

Wilmersdorf

19,2

0406

Forst Grunewald

0501

Pankow

Neukölln

Lichtenberg

4,4

1,5

1101

Hohenschönhausen Nord

18,2

/

1102

Hohenschönhausen Süd

17,4

SPA 1

18,5

1103

Lichtenberg Nord

14,9

0502

SPA 2

21,3

1104

Lichtenberg Mitte

13,4

0503

SPA 3

14,5

1105

Lichtenberg Süd

0504

SPA 4

10,2

1210

Reinickendorf-Ost

41,2

Steglitz-

0601

Region A

11,2

1221

Tegel

29,6

Zehlendorf

0602

Region B

12,0

1222

Heiligensee-Konradshöhe

0603

Region C

6,1

1223

Frohnau-Hermsdorf

0604

Region D

3,3

1230

Waidmannslust

Spandau

1

Reinickendorf

6,4

6,9
5,5
38,1

Bezogen auf Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung mindestens 5 Jahre alt waren.

/ Weniger als 30 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

114

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle A.14:
Anteil der Kinder mit Sprachdefiziten (kombinierter Indikator) bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2014
nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Prognoseraum
Nr.

Mitte

Bezeichnung

Anteil

Bezirk

in %

Prognoseraum
Nr.

Bezeichnung

Anteil
in %

0101

Zentrum

17,8

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

41,2

0102

Moabit

34,5

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

24,6

0103

Gesundbrunnen

59,6

0703

Friedenau

13,0

0104

Wedding

43,1

0704

Tempelhof

30,8

Friedrichshain-

0201

Kreuzberg Nord

48,2

0705

Mariendorf

27,2

Kreuzberg

0202

Kreuzberg Süd

18,1

0706

Marienfelde

22,0

0203

Kreuzberg Ost

31,9

0707

Lichtenrade

21,7

0204

Friedrichshain West

11,7

0801

Neukölln

51,5

0205

Friedrichshain Ost

6,7

0802

Britz-Buckow

30,9

0301

Buch

24,6

0803

Gropiusstadt

51,1

0302

Nördliches Pankow

12,4

0804

Buckow Nord / Rudow

24,8

0303

Nördliches Weißensee

12,1

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

5,6

0304

Südliches Pankow

10,7

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

9,7

0305

Südliches Weißensee

12,4

0903

Treptow-Köpenick 3

9,4

0306

Nördlicher Prenzl. Berg

11,2

0904

Treptow-Köpenick 4

7,7

0307

Südlicher Prenzl. Berg

10,4

0905

Treptow-Köpenick 5

5,4

Charlottenburg-

0401

Charlottenburg-Nord

28,8

Marzahn-

1001

Marzahn

30,2

Wilmersdorf

0402

Westend

10,6

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

37,0

0403

Charlottenburg

24,7

1003

Biesdorf

0404

Schmargendorf

19,0

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

16,6

0405

Wilmersdorf

29,0

0406

Forst Grunewald

0501

Pankow

Neukölln

Lichtenberg

2,9

1101

Hohenschönhausen Nord

29,4

/

1102

Hohenschönhausen Süd

30,1

SPA 1

30,9

1103

Lichtenberg Nord

29,1

0502

SPA 2

28,4

1104

Lichtenberg Mitte

24,5

0503

SPA 3

27,1

1105

Lichtenberg Süd

0504

SPA 4

12,6

1210

Reinickendorf-Ost

47,9

Steglitz-

0601

Region A

17,5

1221

Tegel

37,9

Zehlendorf

0602

Region B

17,3

1222

Heiligensee-Konradshöhe

0603

Region C

10,1

1223

Frohnau-Hermsdorf

0604

Region D

5,7

1230

Waidmannslust

Spandau

Reinickendorf

6,7

7,9
6,8
45,5

/ Weniger als 30 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

115

Tabelle A.15:
Anteil der Kinder, die in Haushalten mit allein erziehenden Elternteilen leben, bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2014
nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Prognoseraum
Nr.

Mitte

Bezeichnung

Anteil

Bezirk

in %

Prognoseraum
Nr.

Bezeichnung

Anteil
in %

0101

Zentrum

18,4

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

22,1

0102

Moabit

21,4

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

21,3

0103

Gesundbrunnen

18,9

0703

Friedenau

19,5

0104

Wedding

24,7

0704

Tempelhof

25,3

Friedrichshain-

0201

Kreuzberg Nord

16,5

0705

Mariendorf

21,9

Kreuzberg

0202

Kreuzberg Süd

17,7

0706

Marienfelde

22,3

0203

Kreuzberg Ost

18,4

0707

Lichtenrade

23,0

0204

Friedrichshain West

30,4

0801

Neukölln

22,2

0205

Friedrichshain Ost

25,6

0802

Britz-Buckow

25,3

0301

Buch

44,6

0803

Gropiusstadt

25,2

0302

Nördliches Pankow

17,3

0804

Buckow Nord / Rudow

16,8

0303

Nördliches Weißensee

18,4

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

24,7

0304

Südliches Pankow

25,0

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

35,6

0305

Südliches Weißensee

30,2

0903

Treptow-Köpenick 3

26,3

0306

Nördlicher Prenzl. Berg

22,7

0904

Treptow-Köpenick 4

29,8

0307

Südlicher Prenzl. Berg

18,9

0905

Treptow-Köpenick 5

19,7

Charlottenburg-

0401

Charlottenburg-Nord

35,6

Marzahn-

1001

Marzahn

40,3

Wilmersdorf

0402

Westend

15,0

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

48,1

0403

Charlottenburg

17,9

1003

Biesdorf

15,3

0404

Schmargendorf

18,5

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

13,5

0405

Wilmersdorf

20,4

1101

Hohenschönhausen Nord

48,1

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

30,6

0501

SPA 1

31,2

1103

Lichtenberg Nord

29,7

0502

SPA 2

27,5

1104

Lichtenberg Mitte

35,0

0503

SPA 3

28,2

1105

Lichtenberg Süd

16,0

0504

SPA 4

12,1

1210

Reinickendorf-Ost

32,0

Steglitz-

0601

Region A

17,6

1221

Tegel

26,1

Zehlendorf

0602

Region B

21,5

1222

Heiligensee-Konradshöhe

0603

Region C

14,6

1223

Frohnau-Hermsdorf

10,0

0604

Region D

11,6

1230

Waidmannslust

26,6

Pankow

Spandau

Neukölln

Lichtenberg

Reinickendorf

9,9

/ Weniger als 30 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

116

Grundauswertung ESU 2014

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Tabelle A.16:
Anteil der Kinder mit einer Kita-Besuchsdauer von über 2 Jahren bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2014
nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Prognoseraum
Nr.

Mitte

Bezeichnung

Anteil

Bezirk

in %

Prognoseraum
Nr.

Bezeichnung

Anteil
in %

0101

Zentrum

89,6

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

90,5

0102

Moabit

88,5

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

88,8

0103

Gesundbrunnen

72,0

0703

Friedenau

92,9

0104

Wedding

74,6

0704

Tempelhof

87,6

Friedrichshain-

0201

Kreuzberg Nord

84,3

0705

Mariendorf

85,9

Kreuzberg

0202

Kreuzberg Süd

92,7

0706

Marienfelde

82,5

0203

Kreuzberg Ost

88,8

0707

Lichtenrade

88,5

0204

Friedrichshain West

94,3

0801

Neukölln

75,1

0205

Friedrichshain Ost

95,5

0802

Britz-Buckow

86,1

0301

Buch

84,6

0803

Gropiusstadt

81,8

0302

Nördliches Pankow

95,9

0804

Buckow Nord / Rudow

85,0

0303

Nördliches Weißensee

97,0

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

94,1

0304

Südliches Pankow

95,1

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

89,5

0305

Südliches Weißensee

92,9

0903

Treptow-Köpenick 3

94,9

0306

Nördlicher Prenzl. Berg

94,8

0904

Treptow-Köpenick 4

92,4

0307

Südlicher Prenzl. Berg

96,3

0905

Treptow-Köpenick 5

96,1

Charlottenburg-

0401

Charlottenburg-Nord

83,4

Marzahn-

1001

Marzahn

85,2

Wilmersdorf

0402

Westend

94,0

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

80,8

0403

Charlottenburg

89,1

1003

Biesdorf

94,7

0404

Schmargendorf

92,4

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

94,1

0405

Wilmersdorf

86,6

1101

Hohenschönhausen Nord

88,1

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

88,0

0501

SPA 1

80,0

1103

Lichtenberg Nord

88,4

0502

SPA 2

81,1

1104

Lichtenberg Mitte

87,2

0503

SPA 3

84,6

1105

Lichtenberg Süd

96,3

0504

SPA 4

92,2

1210

Reinickendorf-Ost

80,9

Steglitz-

0601

Region A

90,3

1221

Tegel

81,0

Zehlendorf

0602

Region B

90,0

1222

Heiligensee-Konradshöhe

94,8

0603

Region C

91,9

1223

Frohnau-Hermsdorf

95,8

0604

Region D

91,5

1230

Waidmannslust

77,4

Pankow

Spandau

Neukölln

Lichtenberg

Reinickendorf

/ Weniger als 30 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme

Gesundheitsberichterstattung Berlin

Grundauswertung ESU 2014

117

Tabelle A.17:
Anteil der Kinder nichtdeutscher Herkunft mit unzureichenden deutschen Sprachkenntnissen an den Kindern nichtdeutscher
Herkunft bei der Einschulungsuntersuchung in Berlin 2014 nach Prognoseräumen (LOR-PR)
Bezirk

Prognoseraum
Nr.

Mitte

Bezeichnung

Anteil

Bezirk

in %

Prognoseraum
Nr.

Bezeichnung

Anteil
in %

0101

Zentrum

26,3

Tempelhof-

0701

Schöneberg-Nord

66,8

0102

Moabit

39,0

Schöneberg

0702

Schöneberg-Süd

37,1

0103

Gesundbrunnen

54,7

0703

Friedenau

26,7

0104

Wedding

35,9

0704

Tempelhof

37,7

Friedrichshain-

0201

Kreuzberg Nord

25,1

0705

Mariendorf

20,4

Kreuzberg

0202

Kreuzberg Süd

23,2

0706

Marienfelde

19,1

0203

Kreuzberg Ost

33,7

0707

Lichtenrade

25,5

0204

Friedrichshain West

28,0

0801

Neukölln

55,5

0205

Friedrichshain Ost

18,5

0802

Britz-Buckow

32,6

0301

Buch

/

0803

Gropiusstadt

27,1

0302

Nördliches Pankow

2,1

0804

Buckow Nord / Rudow

20,9

0303

Nördliches Weißensee

/

Treptow-

0901

Treptow-Köpenick 1

14,3

0304

Südliches Pankow

6,6

Köpenick

0902

Treptow-Köpenick 2

25,4

0305

Südliches Weißensee

9,5

0903

Treptow-Köpenick 3

37,1

0306

Nördlicher Prenzl. Berg

6,8

0904

Treptow-Köpenick 4

/

0307

Südlicher Prenzl. Berg

5,9

0905

Treptow-Köpenick 5

10,8

Charlottenburg-

0401

Charlottenburg-Nord

21,0

Marzahn-

1001

Marzahn

32,1

Wilmersdorf

0402

Westend

13,0

Hellersdorf

1002

Hellersdorf

31,1

0403

Charlottenburg

24,5

1003

Biesdorf

0404

Schmargendorf

22,1

1004

Kaulsdorf / Mahlsdorf

0405

Wilmersdorf

27,0

1101

Hohenschönhausen Nord

49,7

0406

Forst Grunewald

/

1102

Hohenschönhausen Süd

54,2

0501

SPA 1

33,7

1103

Lichtenberg Nord

39,1

0502

SPA 2

20,7

1104

Lichtenberg Mitte

39,9

0503

SPA 3

30,0

1105

Lichtenberg Süd

0504

SPA 4

10,2

1210

Reinickendorf-Ost

17,4

Steglitz-

0601

Region A

20,5

1221

Tegel

19,7

Zehlendorf

0602

Region B

24,8

1222

Heiligensee-Konradshöhe

0603

Region C

23,5

1223

Frohnau-Hermsdorf

0604

Region D

21,1

1230

Waidmannslust

Pankow

Spandau

Neukölln

Lichtenberg

Reinickendorf

/
/

3,3

/
9,5
21,4

/ Weniger als 30 Kinder im Prognoseraum.
(Datenquelle: SenGesSoz Berlin / Berechnung und Darstellung: SenGesSoz - I A -)

SenGesSoz, Referat Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Gemeinsames Krebsregister, Sozialstatistisches Berichtswesen, Gesundheits- und Sozialinformationssysteme
        
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