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Full text: Ergebnisse der Einschulungsuntersuchungen ... (Rights reserved) Issue2017/18 (Rights reserved)

Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin Ergebnisse der Einschulungsuntersuchungen Marzahn-Hellersdorf Schuljahr 2017/2018 Tverdohlib.com-depositphotos Monkey Business-Fotolia.com djama-Fotolia.com Beiträge zur integrierten Gesundheits- und Sozialberichterstattung Impressum Herausgeber: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin, Abteilung Stadtentwicklung, Gesundheit, Personal und Finanzen Organisationseinheit Qualitätsentwicklung, Planung und Koordination des öffentlichen Gesundheitsdienstes Autorin: Marion Augustin E-Mail: marion.augustin@ba-mh.berlin.de Internet: http://www.berlin.de/ba-marzahnhellersdorf/verwaltung/gesundheit/ges.soz.berichte.html Berlin, Mai 2019 Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung ......................................................................................................................................... 2 2 Kernaussagen der Einschulungsuntersuchungen 2017 ................................................................... 4 3 Ergebnisse ....................................................................................................................................... 5 Soziales und häusliches Umfeld .......................................................................................................... 5 Sozialstatus ...................................................................................................................................... 5 Familienkonstellation ...................................................................................................................... 5 Medienkonsum................................................................................................................................ 5 Kitabesuch ....................................................................................................................................... 6 Migrationshintergrund und Deutschkenntnisse ............................................................................. 6 Gesundheitsrelevantes Verhalten und Gesundheitszustand .............................................................. 6 Rauchverhalten ............................................................................................................................... 6 Vorsorge und Impfstatus ................................................................................................................. 7 Zahnstatus ....................................................................................................................................... 7 Körpergewicht ................................................................................................................................. 7 Entwicklungsauffälligkeiten und Förderempfehlungen ...................................................................... 8 Auffälligkeiten in der motorischen Entwicklung ............................................................................. 8 Visuelle Wahrnehmung ................................................................................................................... 8 Mengenvorwissen ........................................................................................................................... 8 Sprachliche Fähigkeiten................................................................................................................... 8 Förderempfehlungen ...................................................................................................................... 9 Inanspruchnahme von Therapien ................................................................................................... 9 Tab. 1: Ergebnisse 2017 und Entwicklungstendenzen in der Übersicht ....................................... 10 Tab. 2: Ausgewählte Ergebnisse im Überblick und Vergleich zu Berlin ........................................ 11 Ergebnisse nach Bezirksregionen ...................................................................................................... 12 Tab. 3: Vergleich der Bezirksregionen ........................................................................................... 16 Vergleich der Prognoseräume ........................................................................................................... 17 Tab. 4: Ausgewählte Ergebnisse der Prognoseräume (PGR) von Marzahn-Hellersdorf und Ranking im Vergleich zu anderen Prognoseräumen in Berlin ...................................................... 18 4 Zusammenfassung......................................................................................................................... 19 5 Anhang .......................................................................................................................................... 21 Entwicklungstendenzen nach Bezirksregionen ................................................................................. 21 Glossar ............................................................................................................................................... 30 2 Einschulungsuntersuchung Marzahn-Hellersdorf 2017/2018 Einschulungsuntersuchungen Marzahn-Hellersdorf 2017/2018 1 Einleitung Vor Aufnahme in die Schule muss jedes Kind gemäß § 55a Abs. 5 des Berliner Schulgesetzes amtsärztlich untersucht werden. Nach § 5 Abs. 1 der Grundschulverordnung sollen dabei die ältesten Kinder zuerst untersucht werden und die jüngsten zum Schluss, da in diesem Alter z. T. erhebliche Entwicklungssprünge zu verzeichnen sind. Das Mindestalter der zu untersuchenden Kinder muss wenigstens 5 Jahre betragen. Es werden Gesundheitszustand und Entwicklungsstand des Kindes geprüft und festgestellt, ob gesundheitliche oder entwicklungsbezogene Einschränkungen bestehen, die für den Schulbesuch von Bedeutung sind. Gegebenenfalls soll das Kind in der Schule besonders gefördert werden oder für ein Jahr vom Schulbesuch zurückgestellt werden. Die Ergebnisse der Einschulungsuntersuchungen geben Aufschluss über die soziale und gesundheitliche Situation eines ganzen Geburtsjahrganges. Solche Vollerhebungen sind einzigartig. In Marzahn-Hellersdorf werden jährlich fast 3.000 Kinder untersucht. Die Ergebnisse liefern wichtige Gesundheits- und Sozialdaten für Intervention, Prävention und Gesundheitsförderung im Bezirk und auf der Ebene der Bezirksregionen. Der vorliegende Bericht beinhaltet eine Vielzahl von Informationen zum sozialen und familiären Umfeld der Kinder, ihren Gesundheitszustand und ihre motorischen, kognitiven und sprachlichen Fähigkeiten. Entwicklungsverzögerungen und daraus resultierende Förderbedarfe werden dargestellt und in Kontext zu den Aufwachsbedingungen der Kinder gesetzt. Die Ergebnisse werden mit den Vorjahren verglichen und Entwicklungstendenzen aufgezeigt. Der Vergleich mit dem Berliner Durchschnitt und den anderen Bezirken ermöglicht eine Einordnung der Ergebnisse in den gesamtstädtischen Kontext. Darüber hinaus erfolgt ein Vergleich unterhalb der Bezirksebene für die Prognoseräume der Stadt. Dieser zeigt die extreme soziale Differenzierung von Marzahn-Hellersdorf auf: vom berlinweiten Spitzenreiter Biesdorf bis zum Schlusslicht Hellersdorf. In bewährter Weise werden die Ergebnisse auch kleinräumig auf Ebene der Bezirksregionen dargestellt, auch unter Berücksichtigung von Entwicklungstendenzen. Die kleinräumige Darstellung macht die Heterogenität innerhalb des Bezirks deutlich und zeigt gleichzeitig sozialräumliche Schwerpunkte für Prävention und Unterstützung auf. Der umfangreiche Tabellenteil stellt die Daten für jede Bezirksregion im Einzelnen sowie Entwicklungstendenzen seit 2014 dar. Ein Glossar im Anhang erläutert die wichtigsten Begriffe und Vorgehensweisen. Methodischer Hinweis Die Auswertung für den Gesamtbezirk und die Bezirksregionen bezieht sich auf alle Kinder, die vom Kinder- und Jugendgesundheitsdienst Marzahn-Hellersdorf untersucht wurden. Im Gegensatz dazu beziehen sich die Daten, die einen berlinweiten Vergleich ermöglichen nur auf die Kinder, die erstmals von einem Kinder- und Jugendgesundheitsdienst (KJGD) untersucht wurden und die in Marzahn-Hellersdorf wohnen, auch wenn sie von einem KJGD eines anderen Bezirkes untersucht wurden. Diese Daten stellt die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung zur Verfügung, die damit ein anderes methodisches Herangehen hat. Daher weichen die Werte leicht voneinander ab. Die Daten wurden aber aufgenommen um einen Vergleich mit Berlin und den anderen Bezirken zu ermöglichen und die bezirklichen Ergebnisse der Einschulungsuntersuchung im gesamtstädtischen Maßstab einordnen zu können. Das gleiche gilt für den Vergleich der Prognoseräume. 3 4 Einschulungsuntersuchung Marzahn-Hellersdorf 2017/2018 2 Kernaussagen der Einschulungsuntersuchungen 2017 Bei der folgenden Auswertung wird deutlich, dass es für die gesundheitliche Entwicklung der Kinder entscheidend ist, in welchem sozialen Umfeld sie aufwachsen. Kinder, deren Eltern über einen geringen Bildungs- und Erwerbsstatus verfügen, weisen häufiger Entwicklungsverzögerungen und – störungen auf und sind in ihrem häuslichen Umfeld eher ungünstigen Bedingungen und gesundheitsrelevanten Risikofaktoren ausgesetzt. Soziale Problemlagen und die daraus resultierenden gesundheitlichen Risiken konzentrieren sich in Marzahn-Hellersdorf schwerpunktmäßig auf die Bezirksregion Hellersdorf-Nord, in abgeschwächter Form finden sie sich in Hellersdorf-Ost und Marzahn-Nord. In diesen drei Stadtteilen, vor allem aber in Hellersdorf-Nord, sind die Schwerpunkte gesundheitlicher Prävention und Förderung von Bildung und Kompetenzen zu setzen. Der Besuch einer Kindertagesstätte kann die sozialen Benachteiligungen nicht ausgleichen, aber er wirkt sich, insbesondere bei längerem Aufenthalt, positiv auf die gesundheitliche Situation und den Entwicklungsstand der Kinder aus. Das betrifft vor allem Kinder, denen die Eltern zu Hause keine ausreichende Förderung gewährleisten können. Bei allen Untersuchungsfeldern gibt es signifikante Unterschiede in Abhängigkeit von der Dauer des Kitabesuchs. Je länger die Kinder in der Kita waren, desto besser waren ihr Gesundheitszustand und ihre motorischen, kognitiven und sprachlichen Fähigkeiten. Die nichtdeutsche Herkunft spielt vor allem in den Untersuchungsfeldern eine Rolle, die in besonderem Maße durch den Einfluss der Eltern geprägt sind. Das betrifft zum Beispiel die Zahngesundheit, die Teilnahme an den Vorsorgeuntersuchungen, die tägliche Fernsehzeit und die Sprachkenntnisse und -fähigkeiten. Auch bei Familien mit Migrationshintergrund ist bei mittlerem und hohem Sozialstatus ein gesundheitsbewussteres Verhalten und bessere Testergebnisse der Kinder zu verzeichnen als bei Kindern aus Familien mit niedrigem Sozialstatus. Wie schon bei den Einschulungsuntersuchungen der vergangenen Jahre erreichten die Mädchen bei den standardisierten Tests bessere Ergebnisse als die Jungen. Im Vergleich mit den anderen Berliner Bezirken wachsen überdurchschnittlich viele Kinder in Marzahn-Hellersdorf unter ungünstigen sozialen und familiären Bedingungen auf. Dementsprechend ist der Anteil der Kinder mit Entwicklungsdefiziten und –verzögerungen in Marzahn-Hellersdorf höher als im Berliner Durchschnitt. Das betrifft vor allem die visuomotorischen und sprachlichen Fähigkeiten. Innerhalb des Bezirkes gibt es ein deutliches Gefälle zwischen den Großsiedlungen und den Siedlungsgebieten. Die Kinder in den Großsiedlungen nehmen im gesamtstädtischen Vergleich eher hintere Rangplätze ein, d.h. sie wachsen in einem ungünstigen sozialen und familiären Umfeld auf und weisen entsprechend häufiger Entwicklungsdefizite auf. Die Kinder in den Siedlunggebieten hingegen nehmen im berlinweiten Ranking vordere Rangplätze mit günstigen Aufwachsbedingungen und positiven Testergebnissen ein. Einschulungsuntersuchungen Marzahn-Hellersdorf 2017/2018 3 Ergebnisse Soziales und häusliches Umfeld Sozialstatus • Jedes fünfte Kind wächst unter schwierigen sozialen Verhältnisse auf. • Seit 2013 ist ein leichter Rückgang der Kinder in der unteren Sozialstatusgruppe 1 zu verzeichnen und ein deutlicher Anstieg der Kinder in der oberen Sozialstatusgruppe. • Innerhalb des Bezirkes gibt es erhebliche Unterschiede beim Sozialstatus – insbesondere zwischen den Siedlungsgebieten und denen der Großsiedlung. Den höchsten Anteil an Kindern in der unteren Statusgruppe gibt es in Hellersdorf-Nord, gefolgt von Marzahn-Nord. Am geringsten ist er in Mahlsdorf. • Der Anteil der Kinder in der oberen Sozialstatusgruppe ist der niedrigste aller Bezirke - trotz einer leichten Zunahme gegenüber dem Vorjahr. Damals belegte der Bezirk Rang 10 von 12 Bezirken, dieses Jahr ist es der letzte Rang. Der soziale Status in den beiden Bezirken, die im Vorjahr noch die Ränge hinter Marzahn-Hellersdorf belegten, hat sich dementsprechend stärker verbessert als in Marzahn-Hellersdorf. • Die Mehrheit der Kinder (63 %) gehört der mittleren Sozialstatusgruppe an, was der höchste Wert aller Bezirke ist. • Je höher der Sozialstatus und damit das Bildungsniveau der Eltern, desto besser ist der Gesundheitszustand der Kinder und die Test-Ergebnisse bei den Einschulungsuntersuchungen. • Familien mit Migrationshintergrund sind häufiger in der unteren Sozialstatusgruppe vertreten als Familien ohne Migrationshintergrund. In der oberen Statusgruppe gibt es keine Unterschiede. Allerdings ist hier der Anteil von Familien mit einseitigem Migrationshintergrund deutlich höher als bei Familien mit zweiseitigem oder ohne Migrationshintergrund. Kinder mit Migrationshintergrund gehören häufiger zur unteren sozialen Statusgruppe als Kinder ohne Migrationshintergrund. Familienkonstellation • Jedes dritte Kind wächst mit nur einem Elternteil auf, die Tendenz ist deutlich rückläufig. Auch die Zahl der Fremdunterbringungen geht leicht zurück. • Nach wie vor hat Marzahn-Hellersdorf den höchsten Anteil an Alleinerziehenden (32 %). Ein Teil von ihnen lebt in (neuer) Partnerschaft, jedes vierte Kind wohnt mit nur einem Elternteil zusammen. • Der Bezirk hat – ebenfalls wie in den Vorjahren – den höchsten Anteil an Kindern, die nicht im Elternhaus aufwachsen, sondern fremduntergebracht sind. • Kinder von Alleinerziehenden wachsen häufiger mit einem niedrigen Sozialstatus auf als Kinder, die mit beiden Elternteilen leben. In der oberen Statusgruppe finden sich mehrheitlich Elternpaare, Alleinerziehende sind dort kaum vertreten. • Am höchsten ist der Anteil von Kindern Alleinerziehender in Hellersdorf-Nord. Hier lebt mehr als jedes zweite Kind mit nur einem Elternteil, gefolgt von Marzahn-Nord. Am geringsten ist der Anteil Alleinerziehender in Mahlsdorf. • Kinder mit Migrationshintergrund wachsen häufiger mit beiden Elternteilen auf als Kinder ohne Migrationshintergrund. Medienkonsum • Der Medienkonsum ist höher als im Berliner Durchschnitt und auch der Anteil der Kinder mit eigenen elektronischen Geräten liegt deutlich darüber. 1 Zur Definition der Sozialstatusgruppe s. Glossar im Anhang, S. 28 5 6 Einschulungsuntersuchung Marzahn-Hellersdorf 2017/2018 • Da Kinder häufig ein eigenes Handy oder Tablet haben, wurde erstmals der Besitz und die Nutzung elektronischer Medien insgesamt erfragt. Aufgrund der methodischen Änderung kam es zu einem deutlichen Anstieg bei der Mediennutzung, die nicht mit den Vorjahren verglichen werden kann. • In 10 % der Kinderzimmer steht ein Fernseher. Das ist deutlich weniger als vor 5 Jahren. • Der tägliche Fernsehkonsum der Kinder ist hingegen konstant. • Jedes fünfte Kind verfügt über ein eigenes elektronisches Gerät, aber keinen Fernseher und 6 % haben beides. Kitabesuch • 94 % der Kinder haben eine Kita besucht, 89 % waren länger als zwei Jahre in der Kita. • In den letzten vier Jahren ist sowohl der Anteil der Kinder mit einer längeren Kitabesuchsdauer gestiegen als auch der Anteil der Kinder, die nicht in der Kita waren. • Je länger die Kinder in die Kita gehen, desto besser sind ihre sprachlichen, motorischen und kognitiven Fähigkeiten. • 9 % der Kinder mit Migrationshintergrund haben keine Kita besucht. Bei Kindern ohne Migrationshintergrund sind es 2 %. • Der Anteil der Kinder mit Kitabesuch und auch mit einem längeren Kitabesuch von über 2 Jahren entspricht dem Berliner Durchschnitt. • Am häufigsten haben Kinder aus Marzahn-Mitte keine Kita besucht (7 %). Migrationshintergrund und Deutschkenntnisse • 28 % der untersuchten Kinder haben einen Migrationshintergrund. 80 % davon haben einen zweiseitigen Migrationshintergrund, d.h. beide Elternteile haben einen Migrationshintergrund. • Seit 2013 ist die Zahl der Kinder mit Migrationshintergrund um 40 % gestiegen. • Dennoch liegt der Anteil deutlich unter dem Berliner Durchschnitt (47 %) und ist der zweitniedrigste aller Berliner Bezirke nach Treptow-Köpenick. • In Marzahn-Nord ist der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund am höchsten, gefolgt von Marzahn-Mitte und Marzahn-Süd. Am niedrigsten ist er in Mahlsdorf. • Über 90 % der Kinder sind in Deutschland geboren. Das sind mehr als in allen anderen Bezirken. Dennoch haben überdurchschnittlich viele Kinder (40 %) unzureichende Deutschkenntnisse (dritthöchster Wert aller Berliner Bezirke). • 78 % der Kinder, die nicht in Deutschland geboren sind, haben unzureichende Deutschkenntnisse. Mit zunehmender Aufenthaltsdauer verbessern sich die Deutschkenntnisse. Dennoch haben auch nach mehr als 5 Jahren Aufenthalt in Deutschland noch 38 % der Kinder unzureichende Deutschkenntnisse. • Die Zahl der Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen nimmt stetig zu. • Am höchsten ist der Anteil der Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen in Marzahn-Mitte, der Bezirksregion mit den meisten Plätzen in Flüchtlingseinrichtungen. Gesundheitsrelevantes Verhalten und Gesundheitszustand Rauchverhalten • In 43 % der Elternhäuser wird geraucht. • Gegenüber den Vorjahren nimmt der Anteil der Raucherhaushalte ab. Ob dies die Realität widerspiegelt oder gesellschaftlich erwünschtes Antwortverhalten ist, kann nicht gesagt werden. Das Dampfen von E-Zigaretten wird nicht erfragt. Oft sehen sich diese Eltern nicht als Raucher. • Trotz eines deutlichen Rückgangs an Raucherhaushalten ist der Anteil der Kinder, die in Raucherhaushalten aufwachsen immer noch höher als in allen anderen Bezirken. Einschulungsuntersuchungen Marzahn-Hellersdorf 2017/2018 • Eltern mit Migrationshintergrund rauchen seltener als Eltern ohne Migrationshintergrund. Da die Zahl der Kinder mit Migrationshintergrund steigt, könnten hier weitere Gründe für den Rückgang liegen. • Je niedriger der soziale Status, desto höher der Anteil der Raucherhaushalte • Der Anteil der Raucherhaushalte ist in Hellersdorf-Nord am höchsten. Hier ist auch der Anteil der Kinder der unteren Sozialstatusgruppe am höchsten. Vorsorge und Impfstatus • 11 % der Kinder haben nicht an allen Früherkennungsuntersuchungen U1 bis U8 (ohne U7a) teilgenommen. Im Vergleich zu den Vorjahren gibt es hier einen leichten Rückgang. • Kinder mit Migrationshintergrund, Kinder der unteren Sozialstatusgruppe, Kinder von Alleinerziehenden und Kinder ohne Kitabesuch nehmen seltener die Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch. • Am seltensten werden die Vorsorgeuntersuchungen in Hellersdorf-Nord wahrgenommen, gefolgt von Hellersdorf-Ost. • Die Kinder in Marzahn-Hellersdorf haben seit Jahren den besten Durchimpfungsgrad aller Bezirke. Das betrifft alle Impfungen, die im Impfkalender des Robert-Koch-Instituts empfohlen werden. Einschränkend muss gesagt werden, dass ein erheblicher Teil der Kinder nicht zeitgerecht geimpft wurde. Letztendlich ist jedoch die Impfrate höher als in allen anderen Bezirken. • Kinder mit Migrationshintergrund (insbesondere mit zweiseitigem), Kinder der unteren Sozialstatusgruppe und Kinder ohne Kitabesuch sind seltener geimpft. Zahnstatus • Jedes fünfte Kind hat behandlungsbedürftige Zähne, Tendenz steigend. • Ähnlich wie bei den Vorsorgeuntersuchungen haben vor allem Kinder mit Migrationshintergrund, Kinder der unteren Sozialstatusgruppe, Kinder von Alleinerziehenden und Kinder ohne Kitabesuch häufiger behandlungsbedürftige Zähne. • Der Gebisszustand der Kinder wird nicht mehr Berlinweit verglichen, da die bei der Einschulungsuntersuchung vorgenommene Inspektion keiner zahnärztlichen Befunderhebung entspricht, sondern vielmehr als ein grobes Maß für familiäres Gesundheitsverhalten im Sinne von Zahnpflege und rechtzeitiger Sanierung. Perspektivisch sind daher für Berlinweite Vergleiche die Ergebnisse der Untersuchungen der zahnärztlichen Dienste heranzuziehen. • Am schlechtesten sind die Zähne der Kinder in Marzahn-Nord. Körpergewicht • 78 % der Kinder sind normalgewichtig und jeweils 11 % haben Über- bzw. Untergewicht. • Sowohl der Anteil der übergewichtigen als auch der untergewichtigen Kinder hat in den letzten vier Jahren leicht zugenommen. • Während Untergewicht bei allen sozialen Gruppen annähernd gleich häufig vorkommt, haben Kinder der unteren Sozialstatusgruppe mit 13 % doppelt so häufig Übergewicht wie Kinder der oberen Statusgruppe. • Untergewicht ist bei Kindern ohne Migrationshintergrund häufiger festzustellen als bei Kindern mit Migrationshintergrund. Beim Übergewicht ist es genau umgekehrt. • Der Anteil von Kindern mit Übergewicht entspricht dem Berliner Durchschnitt. • In Marzahn-Süd und Hellersdorf-Nord ist der Anteil der übergewichtigen Kinder am höchsten. Der Anteil der untergewichtigen Kinder ist in Biesdorf am höchsten. 7 8 Einschulungsuntersuchung Marzahn-Hellersdorf 2017/2018 Entwicklungsauffälligkeiten und Förderempfehlungen Auffälligkeiten in der motorischen Entwicklung • 15 % der Kinder zeigen Entwicklungsauffälligkeiten in der Körperkoordination. Längerfristig ist hier eine leicht positive Entwicklungstendenz zu beobachten. Der Wert liegt etwas über dem Berliner Durchschnitt. • Eine leicht positive Tendenz zeigt sich auch in der Visuomotorik. Dennoch weisen 29 % der Kinder Entwicklungsverzögerungen auf, was nach wie vor der höchste Wert aller Berliner Bezirke ist. • Die motorischen Fähigkeiten sind bei Kindern der oberen Sozialstatusgruppe deutlich besser ausgeprägt als bei Kindern der unteren Sozialstatusgruppe. Auch Kinder mit Migrationshintergrund verfügen über etwas bessere Motorik als Kinder ohne Migrationshintergrund. • Den höchsten Anteil an Kindern mit Auffälligkeiten in der motorischen Entwicklung gibt es in Hellersdorf-Nord. Das betrifft sowohl die Fein- als auch die Grobmotorik. Visuelle Wahrnehmung • 22 % der Kinder haben Entwicklungsverzögerungen bei der visuellen Wahrnehmung. Diese Werte sind seit Jahren relativ konstant und liegen leicht über dem Berliner Durchschnitt. • Wie bei den motorischen Fähigkeiten gibt es auch hier erhebliche Unterschiede in Abhängigkeit vom sozialen Status, d.h. je höher der soziale Status desto besser ist die visuelle Wahrnehmung. Und auch hier sind die Ergebnisse der Kinder mit Migrationshintergrund etwas besser als die der Kinder ohne Migrationshintergrund. • Den höchsten Anteil an Kindern mit Auffälligkeiten in der visuellen Wahrnehmung gibt es in Hellersdorf-Nord, dicht gefolgt von Hellersdorf-Ost. Mengenvorwissen • 11 % der Kinder weisen Auffälligkeiten beim Mengenvorwissen auf. Auch hier sind die Werte seit Jahren konstant und liegen minimal über dem Berliner Durchschnitt. • Wie bei allen Tests treten bei Kindern der unteren Sozialstatusgruppe am häufigsten Entwicklungsverzögerungen auf. Kinder mit Migrationshintergrund hatten – im Gegensatz zu den vorgenannten Tests – beim Mengenvorwissen sehr viel häufiger auffällige Ergebnisse als Kinder ohne Migrationshintergrund. • Auch bei diesem Test hatten die Kinder in Hellersdorf-Nord am häufigsten auffällige Ergebnisse. Sprachliche Fähigkeiten • Jedes dritte Kind hat Sprachdefizite, Tendenz leicht steigend. • Kinder mit Migrationshintergrund weisen bei den meisten Sprachtests deutlich häufiger Defizite auf als Kinder ohne Migrationshintergrund. Eine Ausnahme bildet der Test „Pseudowörter nachsprechen“. Kinder mit Migrationshintergrund, insbesondere mit zweiseitigem, schneiden bei diesem Test besser ab als die Kinder ohne Migrationshintergrund. • Bei den sprachlichen Fähigkeiten ist der Unterschied zwischen den Sozialstatusgruppen am gravierendsten. Defizite in der sprachlichen Entwicklung kommen in der unteren Sozialstatusgruppe viermal häufiger vor als in der oberen Sozialstatusgruppe. • Im Vergleich mit den anderen Bezirken sind die Sprachfähigkeiten unterdurchschnittlich. Bei zwei der vier Sprachtests war der Anteil der Kinder mit auffälligen Ergebnissen höher als in allen anderen Bezirken. Auch in den übrigen Sprachtests lagen die Ergebnisse deutlich über dem Berliner Durchschnitt, d.h. die sprachlichen Fähigkeiten sind schwächer. • Auch bei den Sprachtests treten am häufigsten Defizite wieder in Hellersdorf-Nord zutage. Einschulungsuntersuchungen Marzahn-Hellersdorf 2017/2018 Förderempfehlungen • 59 % der Kinder erhalten eine schulische Förderempfehlung. Dieser Anteil hat gegenüber 2014 leicht zugenommen, stagniert aber seit drei Jahren. • Neben der schulischen Förderung wurde für 15 % der Kinder zusätzlich eine sonderpädagogische Förderung empfohlen. Der Entwicklungstrend ist wie bei der schulischen Förderung seit drei Jahren relativ konstant, aber höher als 2014. • Kindern mit Migrationshintergrund wird häufiger eine schulische Förderung empfohlen als Kindern ohne Migrationshintergrund und bezieht sich vorwiegend auf Sprachförderung, insbesondere bei Kindern mit beidseitigem Migrationshintergrund. • 82 % der Kinder der unteren Sozialstatusgruppe erhielten eine schulische Förderempfehlung, aber nur 35 % der oberen Sozialstatusgruppe. • Eine sonderpädagogische Förderung wurde Kindern der unteren Sozialstatusgruppe fünfmal häufiger empfohlen als Kindern der oberen Sozialstatusgruppe. • Am häufigsten wurde den Kindern in Hellersdorf-Nord eine schulische Förderung empfohlen. Bei der sonderpädagogischen Förderung war der Anteil in Marzahn-Nord am höchsten. Inanspruchnahme von Therapien • Die Kinder in Marzahn-Hellersdorf nehmen häufiger Ergotherapie, Logopädie und Psychotherapie in Anspruch als in den anderen Berliner Bezirken. Lediglich bei Physiotherapien entspricht die Inanspruchnahme dem Berliner Durchschnitt. • Jedes dritte Kind hat bereits eine Therapie in Anspruch genommen oder ist in Behandlung. Am häufigsten sind die Kinder in logopädischer Behandlung. • Gegenüber dem Vorjahr ist die Entwicklung leicht rückläufig. Ein längerer Zeitvergleich ist nicht möglich, da diese Daten erst das zweite Jahr in Folge erhoben werden. • Die Nutzung von Therapien ist in Abhängigkeit vom sozialen Status unterschiedlich. Ergotherapie, Logopädie und Psychotherapien werden häufiger von Kindern der unteren Sozialstatusgruppe wahrgenommen, während Physiotherapie etwas häufiger bei Kindern der oberen Sozialstatusgruppe durchgeführt werden. • Kinder ohne Migrationshintergrund haben häufiger Therapien durchlaufen als Kinder mit Migrationshintergrund. Eine Ausnahme bildet die logopädische Behandlung, bei der es keine Unterschiede gibt. Die nachstehenden Tabellen enthalten einen Überblick über ausgewählte Ergebnisse und Entwicklungstendenzen für den Bezirk insgesamt und im Vergleich zu Berlin Der Berlinweite Vergleich zeigt, dass - trotz teilweise positiver Entwicklungstendenzen - das soziale und familiäre Umfeld der Marzahn-Hellersdorfer Kinder sowie die Ergebnisse der Tests bei der Einschulungsuntersuchung im gesamtberliner Maßstab ungünstig ausfallen. In der Tabelle 1 wurden deutliche Verbesserungen (> 3 %) gegenüber dem jeweiligen Vorjahr grün unterlegt. Verschlechterungen um mindestens 2 % sind orange und deutliche Verschlechterungen (über 5 %) sind rot unterlegt. Zum Abbilden langjähriger Entwicklungstendenzen wurde eine Spalte mit Tendenzpfeilen angefügt. In der Tabelle 2 wurde der beste Wert aller Bezirke grün unterlegt, der ungünstigste Wert wurde orange unterlegt und der zweitungünstigste Wert in blassem Orange. Bitte in Tabelle 2 beachten: Der höchste Wert erhält den höchsten Rangplatz (Rang 1 von 12 Bezirken), wobei der höchste Wert oft negativ besetzt ist (z.B. auffällige Ergebnisse beim Screening), aber nicht immer. Wenn das Merkmal positiv besetzt ist (d.h. erstrebenswert), ist ein hoher Wert und damit ein hoher Rangplatz positiv (z.B. ein hoher Anteil geimpfter Kinder oder ein hoher Anteil normalgewichtiger Kinder). 9 10 Einschulungsuntersuchung Marzahn-Hellersdorf 2017/2018 Tab. 1: Ergebnisse 2017 und Entwicklungstendenzen in der Übersicht Jahr 2013 2014 2015 2016 2017 Tendenz 2013 - 2017 untersuchte Kinder 2.709 2.936 2.955 2.563 2.756 bis 2015 Anstieg, dann schwankend darunter Rücksteller aus Vorjahr 321 424 436 406 198 erfolgte Rückstellungen 410 474 617 315 296 % % % % % untere Statusgruppe 21,3 20,0 20,8 23,0 19,1 leichter Rückgang mittlere Statusgruppe 65,1 64,2 64,2 58,5 62,5 leichter Anstieg obere Statusgruppe 13,6 15,9 15,0 18,5 18,4 leichter Anstieg Kinder mit Migrationshintergrund 16,8 18,1 24,9 25,1 28,0 deutlicher Anstieg Alleinerziehend 38,1 37,4 35,9 34,8 33,5 Rückgang 28,3 25,7 26,4 27,1 25,2 Rückgang Fremdunterbringung 2,2 1,9 2,4 2,0 1,5 relativ konstant Raucherhaushalt 49,9 48,1 48,8 50,6 43,0 deutlicher Rückgang eigener Fernseher 18,7 18,7 17,0 16,5 9,6 deutlicher Rückgang tgl. Medienkonsum von über 2 Std.* 7,9 6,5 6,9 6,6 8,4 relativ konstant Kitabesuch über 2 Jahre 86,4 84,4 85,4 89,1 88,8 leichter Anstieg kein Kitabesuch 2,8 2,5 2,1 3,1 3,7 leichter Anstieg familiäres und soziales Umfeld davon mit einem Erwachsenen bis 2015 Anstieg, ab 2016 deutlicher Rückgang Gesundheitliche Situation und Entwicklungsauffälligkeiten 84,2 85,2 88,9 87,6 88,9 leicht positive Entw. Übergewicht (inkl. Adipositas) 9,1 9,6 10,0 9,4 11,0 leicht negative Entw. Zähne sanierungsbedürftig 18,3 17,8 20,7 17,9 20,2 leicht negative Entw. Körperkoordination 18,6 18,3 18,0 15,3 15,3 leicht positive Entw. Visuomotorik 31,5 30,4 32,8 31,2 29,2 relativ konstant visuelle Wahrnehmung 23,8 23,7 25,0 22,5 22,2 relativ konstant Mengenvorwissen 11,8 10,4 12,8 12,2 11,2 relativ konstant Pseudowörter nachsprechen 19,5 19,8 20,2 24,7 22,1 leicht negative Entw. Wörter ergänzen 25,0 18,1 30,0 31,8 32,9 negative Entwicklung Sätze nachsprechen 29,4 29,1 32,3 31,1 31,1 relativ konstant Pluralbildung 17,4 18,4 20,7 22,4 21,4 negative Entwicklung 37,9 31,3 34,4 32,9 29,7 positive Entwicklung 31,1 31,6 27,7 31,1 41,3 negative Entwicklung 30,5 30,0 33,7 32,5 33,4 leicht negative Entw. 28,0 21,5 25,3 25,6 23,0 positive Entwicklung 55,9 52,9 59,0 59,7 58,6 leichter Anstieg 12,9 10,0 13,2 15,6 14,5 leichter Anstieg Entwicklungsscreening: auffällige Ergebnisse U1 bis U8 vollständig Artikulationsfehler unzureichende Deutschkenntnisse Kinder nichtdeutscher Herkunftssprache Sprachdefizite Auffälligkeiten emotional-soziale Entwicklung schulische Förderempfehlung sonderpädagogische Förderempfehlung * in 2017 methodische Veränderung, erstmals wurden auch Tablets und Handys einbezogen 11 Einschulungsuntersuchungen Marzahn-Hellersdorf 2017/2018 Tab. 2: Ausgewählte Ergebnisse im Überblick und Vergleich zu Berlin Merkmal Berlin (%) MarzahnRang ... von Bewertung der Ausprägung Hellersdorf (%) 12 Bezirken im Bezirksvergleich Sozialstatus untere Statusgruppe 16,5 mittlere Statusgruppe 46,0 obere Statusgruppe 37,4 familiäres und soziales Umfeld Migrationshintergrund 47,2 einseitig 16,3 beidseitig 30,9 in Deutschland geboren 89,4 unzureichende Deutschkenntnisse 34,1 Alleinerziehend 21,5 davon mit 1 Erwachsenen 17,0 Fremdunterbringung 0,8 Raucherhaushalt 32,3 eigenes elektronische Gerät 25,1 täglicher Medien-Konsum 91,0 tgl. Medien-Konsum von über 2 Std. 30,7 Kitabesuch über 2 Jahre 89,3 kein Kitabesuch 3,1 Vorsorge und gesundheitliche Situation U1 bis U8 vollständig 89,8 Masernimpfung 92,6 Masernimpfung zeitgerecht 68,5 Untergewicht 8,5 Normalgewicht 81,7 Übergewicht (inkl. Adipositas) 9,7 auffällige Ergebnisse Entwicklungsscreening Körperkoordination 12,9 Visuomotorik 19,8 visuelle Wahrnehmung 20,5 Mengenvorwissen 9,7 Pseudowörter nachsprechen 9,9 Wörter ergänzen 12,2 Sätze nachsprechen 13,7 Pluralbildung 9,6 Artikulationsstörungen 20,5 Sprachdefizite 27,9 Inanspruchnahme von Therapien Physiotherapie 7,0 Ergotherapie 9,7 Logopädie 19,5 Psychotherapie 3,3 Kinder mit bis zu 4 29,2 Therapiebereichen orange unterlegt: ungünstigster Wert aller Bezirke blass orange unterlegt: zweitungünstigster Wert aller Bezirke grün unterlegt: günstigster Wert aller Bezirke 17,7 63,0 19,2 7 1 12 durchschnittlich höchster Wert aller Bezirke ungünstige Ausprägung 28,4 5,7 22,7 92,6 40,4 31,5 24,1 1,4 42,2 36,8 94,0 38,0 89,1 3,7 11 12 10 1 3 1 1 1 1 2 10 3 6 5 deutlich unter Durchschnitt niedrigster Wert deutlich unter Durchschnitt höchster Wert deutlich über Durchschnitt 91,5 95,3 67,3 11,1 77,9 11,0 3 1 9 2 11 6 günstig besonders günstig durchschnittlich überdurchschnittlich unterdurchschnittlich durchschnittlich 14,4 28,2 22,0 10,7 20,9 27,6 22,7 12,8 27,9 31,9 4 1 4 6 1 1 2 4 6 5 durchschnittlich besonders ungünstig durchschnittlich durchschnittlich besonders ungünstig besonders ungünstig besonders ungünstig etwas ungünstig überdurchschnittlich überdurchschnittlich 7,5 11,5 21,6 4,5 4 1 1 1 durchschnittlich höchster Wert aller Bezirke, aber nur etwas über Durchschnitt 30,8 2 etwas über Durchschnitt höchster Wert aller Bezirke, besonders ungünstige Ausprägung besonders ungünstig ungünstige Ausprägung ungünstige Ausprägung durchschnittlich durchschnittlich 12 Einschulungsuntersuchung Marzahn-Hellersdorf 2017/18 Ergebnisse nach Bezirksregionen Marzahn-Nord • Überdurchschnittlich viele Kinder wachsen in ungünstigen sozialen Verhältnissen auf, wobei der Entwicklungstrend positiv ist. • Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund und der Familien mit 4 und mehr Kindern ist höher als in allen anderen Bezirksregionen. In den letzten Jahren hat sich der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund fast verdoppelt. • Die Impfquoten sind seit Jahren die niedrigsten aller Bezirksregionen. • Ein Drittel der Kinder hat behandlungsbedürftige Zähne (höchster Wert aller Bezirksregionen) mit steigender Tendenz. • Die grobmotorischen Fähigkeiten haben sich verbessert und die feinmotorischen verschlechtert. • 37 % der Kinder haben Sprachdefizite. Das liegt über dem bezirklichen Durchschnitt, ist aber deutlich weniger als in den beiden Vorjahren. • Jedem fünften Kind wurde eine sonderpädagogische Förderung empfohlen. Das ist häufiger als in den anderen Bezirksregionen, aber seit Jahren relativ konstant. • Der Anteil der Kinder mit schulischer Förderempfehlung ist der zweithöchste von allen Bezirksregionen, hat in den letzten Jahren jedoch abgenommen. Marzahn-Mitte • Die einwohnerstärkste Bezirksregion hat die zweithöchste Anzahl untersuchter Kinder. • 37 % der Kinder haben einen Migrationshintergrund. Das ist der zweithöchste Wert aller Bezirksregionen. Wie in Marzahn-Nord ist die Zahl der Kinder mit Migrationshintergrund deutlich gestiegen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Marzahn-Mitte im Vergleich zu den anderen Bezirksregionen mit Abstand die meisten Plätze in Flüchtlingseinrichtungen hat. Daher hat MarzahnMitte auch den höchsten Anteil an Kindern, die nicht in Deutschland geboren sind und den höchsten Anteil an Kindern mit unzureichenden Deutschkenntnissen. • Der Anteil von Kindern ohne Kitabesuch ist höher als in allen anderen Bezirksregionen. Gleichzeitig hat Marzahn-Mitte hat den geringsten Anteil von Kindern mit längerem Kitabesuch, was in engem Zusammenhang mit dem hohen Anteil an Kindern steht, die nicht in Deutschland geboren wurden. • Auch die geringe Quote an Kindern, die Vorsorgeheft und Impfpass dabei hatten, hängt damit zusammen, ebenso der hohe Anteil an Kindern mit behandlungsbedürftigen Zähnen und niedrigere Impfquoten. • Der Anteil der Kinder mit Entwicklungsauffälligkeiten entspricht weitestgehend dem bezirklichen Durchschnitt. Sprachtests werden bei Kindern, die nicht oder kaum Deutsch sprechen, nicht durchgeführt. Daher werden die Testergebnisse nicht als auffällig gewertet. Das erklärt auch, warum trotz durchschnittlicher Testergebnisse der Anteil der Kinder mit Förderempfehlungen vergleichsweise hoch ist, denn in diesen Fällen wird immer eine Sprachförderung empfohlen. • Gegenüber den Vorjahren verbesserten sich die feinmotorischen Fähigkeiten der Kinder deutlich und auch beim Mengenvorwissen und der visuellen Wahrnehmung ist ein leicht positiver Entwicklungstrend zu verzeichnen. Marzahn-Süd • Mehr als jedes dritte Kind hat einen Migrationshintergrund. • Die soziale und familiäre Situation, die gesundheitliche Vorsorge und der Gesundheitszustand entsprechen weitgehend dem bezirklichen Durchschnitt, mit zwei Ausnahmen: der Anteil der Kinder mit Übergewicht ist der höchste aller Bezirksregionen, Tendenz steigend und die Visuomotorik der Kinder ist überdurchschnittlich gut und hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. • Sprachdefizite nehmen zu, sind aber seltener als in Marzahn-Nord und Marzahn-Mitte, die ebenfalls über einen hohen Migrantenanteil verfügen. Einschulungsuntersuchung Marzahn-Hellersdorf 2017/18 • Vergleichsweise häufig sind die Kinder in logopädischer und ergotherapeutischer Behandlung. Hellersdorf-Nord • In der altersstrukturell jüngsten Bezirksregion wurden die meisten Kinder untersucht. • Jedes dritte Kind wächst unter ungünstigen sozialen Verhältnissen auf. Kinder aus sozial besser gestellten Familien sind selten. • Der Anteil der Alleinerziehenden ist überproportional hoch, auch wenn der Anteil rückläufig ist. • Jede zehnte Familie hat vier und mehr Kinder. Das ist nach Marzahn-Nord der zweithöchste Wert. • Fast jedes dritte Kind hat einen Migrationshintergrund. In den letzten Jahren war hier ein starker Anstieg zu beobachten. Gleichzeitig stieg die Zahl der Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen und derer, die nicht in Deutschland geboren sind. • Der Anteil von Raucherhaushalten und der Medienkonsum der Kinder sind überdurchschnittlich hoch. • Keine bzw. eine kurze Kitabesuchsdauer ist vergleichsweise häufig. • Die Kinder haben am seltensten alle Vorsorgeuntersuchungen, wobei die Entwicklungstendenz positiv ist. • Jedes vierte Kind hat behandlungsbedürftige Zähne, Tendenz steigend. Der Anteil übergewichtiger Kinder liegt über dem bezirklichen Durchschnitt, ebenfalls mit steigender Tendenz. • Die Kinder weisen deutlich häufiger Entwicklungsauffälligkeiten auf als die Kinder der anderen Bezirksregionen. In fast allen Tests weisen sie die schwächsten Ergebnisse auf. Die Hälfte der Kinder hat Sprachdefizite, Entwicklungstrend negativ. Die grobmotorischen Fähigkeiten sind zwar immer noch schwächer als in den anderen Bezirksregionen, aber gegenüber den Vorjahren sind deutliche Verbesserungen zu verzeichnen. • Aufgrund des hohen Anteils an Entwicklungsverzögerungen ist auch der Anteil an Kindern mit Förderempfehlungen entsprechend hoch. Fast drei von vier Kindern wurde eine schulische Förderung empfohlen. Das ist mit Abstand der höchste Wert aller Bezirksregionen. Hellersdorf-Ost • Jedes vierte Kind wächst unter ungünstigen sozialen Verhältnissen auf. • Ebenfalls jedes vierte Kind hat einen Migrationshintergrund. Der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund, die nicht in Deutschland geboren sind, liegt bei über 10 %, was nach Marzahn-Mitte der zweithöchste Wert ist. Dieser hohe Anteil ist vor allem auf die – im Vergleich zur Einwohnerzahl – hohe Zahl von Plätzen in Flüchtlingseinrichtungen zurückzuführen. • Die Vorsorgeuntersuchungen werden seltener wahrgenommen als in den anderen Bezirksregionen. • Wie in Hellersdorf-Nord sind die motorischen Fähigkeiten der Kinder häufig unzureichend entwickelt. Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich die Körperkoordination jedoch deutlich verbessert. In der Feinmotorik ist der Entwicklungstrend hingegen negativ. • Zwei von drei Kindern erhielten eine schulische Förderempfehlung, das ist der dritthöchste Wert aller Bezirksregionen. Hellersdorf-Süd • Jedes fünfte Kind wächst unter ungünstigen sozialen Verhältnissen auf. • Ebenfalls jedes fünfte Kind hat einen Migrationshintergrund. Der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund hat sich in den vergangenen vier Jahren verdoppelt. In diesem Zeitraum hat sich auch der Anteil der Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen verdoppelt. • Die Gesundheitsvorsorge und die gesundheitliche Situation der Kinder entsprechen im Wesentlichen dem bezirklichen Durchschnitt und sind seit Jahren relativ unverändert. 13 14 Einschulungsuntersuchung Marzahn-Hellersdorf 2017/18 • Wie in den meisten anderen Bezirksregionen haben sich die koordinatorischen Fähigkeiten der Kinder deutlich verbessert. Im Bereich der Visuomotorik ist hingegen ein leichter Negativtrend zu erkennen. Bei vielen Tests sind keine längerfristigen Entwicklungstendenzen zu erkennen. Die Werte schwanken oftmals über die Jahre, sind im Ergebnis aber relativ konstant. • Der Anteil der Kinder mit sonderpädagogischer Förderempfehlung liegt etwas unter dem bezirklichen Durchschnitt. Er ist in den vergangenen Jahren leicht gestiegen. Der Anteil der Kinder mit schulischer Förderempfehlung hat erheblich zugenommen, auch wenn der Wert leicht unter dem bezirklichen Durchschnitt liegt. Biesdorf • Im gesamten Siedlungsgebiet sind die sozialen und familiären Aufwachsbedingungen der Kinder sehr günstig, auch im gesamtberliner Maßstab gesehen. • Jedes fünfte Kind in Biesdorf hat einen Migrationshintergrund. Der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund hat sich in den vergangenen vier Jahren mehr als verdoppelt. In diesem Zeitraum hat sich auch der Anteil der Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen verdoppelt. Die in diesem Zeitraum errichteten Unterkünfte für Asylsuchende haben wesentlich zu dieser Entwicklung beigetragen. • Das Vorsorgeverhalten der Eltern und der Gesundheitszustand der Kinder sind besser als im bezirklichen Durchschnitt. • Auffallend ist der hohe Anteil an Kindern mit Untergewicht, der tendenziell zugenommen hat. Da diese Kinder beim Entwicklungsscreening überdurchschnittlich gute Ergebnisse aufweisen, gibt das Untergewicht keinen Anlass zur Sorge. Es handelt sich nicht um unterernährte, sondern um sehr schlanke Kinder. • Mit der Zunahme von Kindern mit Migrationshintergrund hat der Anteil der Kinder mit Sprachdefiziten zugenommen. Er liegt aber immer noch deutlich unter dem bezirklichen Durchschnitt. • Ebenfalls zugenommen hat der Anteil der Kinder mit Förderempfehlungen. Kaulsdorf • In der Bezirksregion mit der geringsten Bevölkerungszahl wurden die wenigsten Kinder untersucht (166). Das ist bei der Interpretation der Ergebnisse unbedingt zu berücksichtigen. Kleine zahlenmäßige Veränderungen haben stärkere prozentuale Veränderungen zur Folge als bei größeren Fallzahlen. • Wie im gesamten Siedlungsgebiet sind in Kaulsdorf die sozialen und familiären Aufwachsbedingungen der Kinder sehr günstig, auch im gesamtberliner Maßstab gesehen. • Der Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund ist der zweitniedrigste aller Bezirksregionen. • Die Inanspruchnahme der Vorsorgeuntersuchungen und die Impfquote bei Masern haben sich positiv entwickelt. Die Werte sind hier höher sind als in allen anderen Bezirksregionen. • Die Zahngesundheit der Kinder hat sich verschlechtert und der Anteil übergewichtiger Kinder nimmt zu. • Es wird zunehmend häufiger eine schulische Förderung empfohlen, inzwischen schon bei 46 % der Kinder. Einschulungsuntersuchung Marzahn-Hellersdorf 2017/18 Mahlsdorf • Der Anteil der Kinder in der unteren Sozialstatusgruppe ist geringer als in allen anderen Bezirksregionen und der Anteil in der oberen Sozialstatusgruppe höher als in den anderen Bezirksregionen. • Nur 11 % der Kinder haben einen Migrationshintergrund. Mahlsdorf ist die einzige Bezirksregion, in der es keine Einrichtung für Asylsuchende gibt. Auch wenn es in den letzten vier Jahren ebenfalls einen Anstieg von Kindern mit Migrationshintergrund gab, ist ihr Anteil der niedrigste aller Bezirksregionen. • In Mahlsdorf gibt es den höchsten Anteil fremduntergebrachter Kinder, da es hier ein Kinderheim gibt, aber auch zahlreiche Pflegefamilien. • Der Anteil der Kinder, die länger als zwei Jahre die Kita besuchen ist am höchsten von allen Bezirksregionen und der Anteil der Kinder ohne Kitabesuch der niedrigste. • Vorsorgeheft und Impfpass sind häufiger vorhanden als in anderen Bezirksregionen. • Wie in den Bezirksregionen der Großsiedlung Hellersdorf gibt es bei den körperkoordinatorischen Fähigkeiten eine positive Entwicklungstendenz und bei der Visuomotorik eine negative. • Die Zahl der Kinder mit Förderempfehlung nimmt zu. In der nachstehenden Tabelle 3 sind ausgewählte Problemlagen im Vergleich der Bezirksregionen übersichtlich dargestellt. Um auffällige Wert auf den „ersten Blick“ wahrzunehmen, wurde ein Bewertungsraster nach dem Modell einer Ampel entwickelt. Dazu wurde für jedes Merkmal ein Schwellenwert festgelegt, der eine günstige bzw. ungünstige Ist-Situation aufzeigt. Günstige Werte werden grün und ungünstige Werte rot bzw. orange gekennzeichnet. In den Farben einer Ampel bedeutet das: außergewöhnlich stark vom Durchschnitt abweichend, sehr hoher Anteil an Kindern mit ungünstigen Aufwachsbedingungen überdurchschnittlich ungünstig, hoher Anteil an Kindern mit ungünstigen orange Aufwachsbedingungen überdurchschnittlich günstig, hoher Anteil an Kindern mit sehr günstigen grün Aufwachsbedingungen rot Zur Methodik: Es wurde die statistische Methode der Standardabweichung genutzt. Die Abweichungen der Indikatorwerte für die einzelnen Stadtteile nach oben oder nach unten vom Referenzwert „Bezirksdurchschnitt“ werden wie folgt gekennzeichnet: • • • • Abweichungen vom Referenzwert nach unten, die über die Standardabweichung hinausgehen, werden als besonders günstig bewertet und grün markiert. Werte, die zwischen der halben und der einfachen Standardabweichung nach oben vom Referenzwert abweichen, wurden orange gekennzeichnet. Werte jenseits der einfachen Standardabweichung sind rot unterlegt. Werte im Bereich zwischen der halben Standardabweichung oben und einer Standardabweichung nach unten sind durchschnittlich und werden nicht gekennzeichnet. Der Anhang enthält für jede Bezirksregion eine Tabelle, die die Entwicklung der einzelnen Indikatoren im zeitlichen Verlauf seit 2014 darstellt und die o.g. Aussagen mit entsprechenden Daten ergänzt. Bei der farblichen Darstellung wurde die gleiche Methodik angewandt. 15 16 Einschulungsuntersuchung Marzahn-Hellersdorf 2017/18 Tab. 3: Vergleich der Bezirksregionen Bezirksregion Anzahl Kinder Marzahn -Nord Marzahn -Mitte Marzahn -Süd 259 469 313 483 18 29 25 49 Rücksteller aus Vorjahr Rückstellungen 2017 HellersHellersdorf-Nord dorf-Ost Hellersdorf-Süd Biesdorf Kaulsdorf Mahlsdorf 282 260 229 166 268 2.729 25 25 3 9 11 194 Bezirk 23 48 38 66 37 30 14 16 23 295 8,9 10,2 12,1 13,7 13,1 11,5 6,1 9,6 8,6 10,8 29,1 24,5 12,9 33,2 24,9 20,6 4,7 5,8 2,5 19,1 obere Sozialstatusgruppe 5,5 8,3 19,5 6,0 9,0 10,1 40,6 38,7 45,7 18,3 mit Migrationshintergrund 41,9 36,9 36,4 31,1 24,5 20,4 20,2 13,9 11,2 28,1 Kind nicht in D geboren unzureichende Deutschkenntnisse Alleinerziehend 9,7 12,0 5,8 8,8 10,8 5,8 6,3 4,8 1,9 7,9 43,9 53,5 31,3 38,7 36,2 36,5 50,0 34,8 20,0 41,1 45,5 40,0 24,8 43,4 39,3 43,3 14,7 17,6 12,4 33,4 Fremdunterbringung 1,6 0,9 1,3 1,3 1,1 2,0 -- 2,4 3,8 1,5 4 und mehr Kinder 10,7 8,4 6,9 9,5 8,1 7,4 7,1 6,1 3,9 7,8 Raucherhaushalt 49,0 49,8 41,2 54,3 49,4 51,5 21,2 32,3 19,4 43,1 eigene elektronische Geräte 43,4 43,3 39,3 42,9 43,2 30,6 31,9 23,6 26,9 37,6 täglicher TV-Konsum elektronischer . Medienkonsum > 2 Std. Kitabesuch > 2 Jahre 94,3 94,6 95,8 97,2 95,7 93,5 93,8 88,1 88,7 94,2 15,2 10,1 10,9 11,8 10,1 6,1 5,1 4,6 3,6 9,2 85,8 83,7 90,1 84,5 87,3 91,9 94,6 95,8 96,2 88,9 kein Kitabesuch 1,8 7,0 2,3 3,0 2,3 3,8 1,8 0,7 0,5 3,1 Gesundheitsbezogene Indikatoren Vorsorgeheft vorhanden 84,2 86,4 90,4 90,3 89,4 89,6 90,8 93,4 95,5 89,6 U1 - U8 vollständig 86,2 91,6 90,8 84,6 82,9 88,4 94,2 95,5 91,0 89,0 Impfpass vorhanden 86,9 88,3 92,0 91,1 91,1 92,7 92,6 91,0 96,3 91,1 Masernimpfung 92,0 93,5 95,5 95,7 95,0 95,0 96,7 98,0 97,7 95,3 Zähne sanierungsbedürftig 32,9 27,6 15,2 25,6 21,3 17,5 10,0 6,8 7,9 20,1 Normalgewicht 76,8 74,8 76,5 78,0 78,5 77,7 73,4 80,6 83,2 77,5 Untergewicht 11,6 12,9 9,0 8,5 10,9 10,9 19,7 10,9 11,2 11,4 Übergewicht 11,6 12,3 14,5 13,5 10,6 11,3 7,0 8,5 5,6 11,1 Körperkoordination 17,4 12,9 16,7 19,4 17,7 16,8 7,0 16,3 11,6 15,3 Visuomotorik visuelle Wahrnehmung Mengenvorwissen Pseudowörter nachsprechen Wörter ergänzen 31,7 26,5 16,8 42,1 38,6 36,3 16,6 21,1 21,3 29,1 25,5 19,1 15,8 29,7 28,8 24,2 8,3 23,5 17,9 21,9 13,5 10,6 13,1 17,6 13,3 11,5 6,1 4,8 2,6 11,2 18,0 16,3 23,9 33,9 21,9 30,4 5,4 18,9 19,9 21,9 31,2 28,8 25,6 49,6 40,5 38,4 9,0 34,6 24,5 32,6 Sätze nachsprechen 34,5 30,4 26,2 47,5 39,5 35,7 9,1 20,6 16,2 30,9 Pluralbildung 32,2 26,0 22,0 29,1 23,0 23,1 8,1 7,4 5,6 21,4 33,5 37,3 31,1 34,3 30,6 28,6 35,9 49,6 31,3 41,2 26,3 36,2 24,6 12,8 27,9 22,6 17,3 16,5 29,5 33,2 20,5 19,8 13,7 18,8 12,4 13,1 7,0 7,2 7,1 14,5 67,2 64,2 46,0 72,7 66,7 61,9 42,4 46,4 38,1 58,4 Entwicklungsscreening: auffällige Ergebnisse (%) Anteil Rückstellungen soziale Indikatoren untere Sozialstatusgruppe Therapien Artikulation Sprachdefizite sonderpädagogische. Förderempfehlung schulische Förderempfehlung Physiotherapie 11,0 7,1 10,3 5,0 3,2 6,9 17,1 4,2 6,7 7,7 Ergotherapie 14,0 12,7 16,1 14,5 10,3 17,7 10,5 10,3 13,5 13,5 Logopädie 24,2 25,5 28,8 23,2 20,2 28,8 18,9 20,6 20,9 23,8 Psychotherapie 8,7 7,6 7,7 5,0 4,6 4,2 3,5 1,8 2,6 5,4 Die rot unterlegten Felder in weißer Schrift weisen auf einen sehr hohen Anteil an Kindern mit ungünstigen Aufwachsbedingungen hin. Die orange unterlegten Felder weisen auf einen hohen Anteil an Kindern mit ungünstigen Aufwachsbedingungen hin. Die grün unterlegten Felder weisen auf Stadtteile mit einem hohen Anteil an Kindern mit sehr günstigen Aufwachsbedingungen hin. Einschulungsuntersuchung Marzahn-Hellersdorf 2017/18 Vergleich der Prognoseräume 2 Für einige Merkmale hat die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung die Ergebnisse auf Ebene der Prognoseräume ausgewertet. Dabei ist zu beachten, dass die Indikatoren nicht immer identisch sind mit denen des Bezirksvergleichs und die Werte ebenfalls leicht abweichen, da der Gesamtberliner Vergleich nur die erstmals untersuchten Kinder enthält und die Kinder berücksichtigt, die im jeweiligen Bezirk wohnen, unabhängig davon, in welchem Bezirk sie untersucht wurden. Die bezirkliche Auswertung enthält alle Kinder, die vom Kinder- und Jugendgesundheitsdienst MarzahnHellersdorf untersucht wurden, auch wenn sie nicht im Bezirk wohnen. Kinder, die im Bezirk wohnen und in anderen Bezirken untersucht wurden, fehlen hingegen in der bezirklichen Auswertung, da diese Daten dem nicht untersuchenden Bezirk nicht zur Verfügung gestellt werden. Der Vergleich der Prognoseräume Berlins zeigt die extremen sozialen Disparitäten innerhalb des Bezirks auf. Während die Prognoseräume Biesdorf und Mahlsdorf/Kaulsdorf günstige Werte und positive Rangplätze im Vergleich aller Berliner Prognoseräume belegen, stehen Marzahn und Hellersdorf mit ungünstigen Werten häufig am hinteren Ende der Rangskala. Im Vergleich der 59 Berliner Prognoseräume werden die nachteiligen sozialen und häuslichen Bedingungen und der hohe Anteil von Kindern mit auffälligen Testergebnissen im Entwicklungsscreenig in den Großsiedlungen Marzahn und Hellersdorf deutlich. Schlagwortartig lassen sich die Ergebnisse für die Großsiedlungen Marzahn und Hellersdorf im Vergleich zu den anderen Prognoseräumen der Stadt wie folgt zusammenfassen: − − − − − gehäuft nachteilige häusliche Bedingungen: hoher Anteil an Raucherhaushalten, an Alleinerziehenden, an Kindern mit eigenen elektronischen Geräten, vergleichsweise kurze Kita-Besuchsdauer relativ hoher Anteil an Kindern mit Übergewicht hoher Anteil an Kindern mit Sprachdefiziten, trotz geringen Migrantenanteils hoher Anteil an Kindern mit unzureichenden Deutschkenntnissen unzureichende visuomotorische Fähigkeiten (Hellersdorf belegt Rang 1 und hat damit den höchsten Anteil an Kindern mit auffälligen Werten, Marzahn: Rang 12 von 59) Positiv zu erwähnen ist die hohe Durchimpfungsrate bei Masern in fast allen Prognoseräumen. Lediglich der Prognoseraum Marzahn schneidet etwas schwächer ab. Die Siedlungsgebiete sind gekennzeichnet durch sehr gute häusliche und soziale Aufwachsbedingungen, auch im Gesamtberliner Maßstab. Dementsprechend gute Werte weisen der Vorsorge- und Gesundheitsstatus sowie die Testergebnisse des Entwicklungsscreenings auf. Die Siedlungsgebiete belegen hier jeweils vordere (positive) Ränge im Gesamtberliner Vergleich. Eine Übersicht über die Indikatorwerte und die daraus resultierende Rangfolge der einzelnen Prognoseräume des Bezirks enthält die nachstehende Tabelle. Auffallend positive oder negative Ränge wurden farblich unterlegt (positiv = grün, negativ = orange). Bitte beachten: der höchste Wert erhält den höchsten Rangplatz (Rang 1 von 59 Prognoseräumen), wobei der höchste Wert oft negativ besetzt ist (z.B. auffällige Ergebnisse beim Screening), aber nicht immer. Wenn das Merkmal positiv besetzt, d.h. erstrebenswert ist, ist ein hoher Wert und damit ein hoher Rangplatz positiv (z.B. ein hoher Anteil geimpfter Kinder oder ein hoher Anteil normalgewichtiger Kinder). Farblich unterlegt wurden jeweils die 10 äußeren Rangplätze (1 – 10 und 49 – 59), wobei günstige Werte grün und ungünstige Werte orange gekennzeichnet wurden. 2 s. Glossar S. 29 17 18 Einschulungsuntersuchung Marzahn-Hellersdorf 2017/18 Tab. 4: Ausgewählte Ergebnisse der Prognoseräume (PGR) von Marzahn-Hellersdorf und Ranking im Vergleich zu anderen Prognoseräumen in Berlin Marzahn Rang… Merkmal % von 59 PGR familiäres und soziales Umfeld Hellersdorf Rang… % von 59 PGR Biesdorf Rang… % von 59 PGR Mahlsdorf/Kaulsd. Rang… % von 59 PGR Sozialstatusindex (arithmetisches Mittel) 11,5 46 10,9 51 14,5 18 14,8 16 beidseitiger Migrationshintergrund 32,4 25 21,6 39 15,0 46 6,9 59 Kind und Elternteil mit unzureichenden Deutschkenntnissen 13,2 22 9,2 33 8,0 37 3,1 54 Alleinerziehend 36,0 4 41,3 1 14,0 54 14,1 53 Raucherhaushalt 46,1 2 51,5 1 21,5 46 24,5 38 eigenes elektron. Gerät 41,3 3 39,2 4 32,2 12 24,7 28 Kitabesuch über 2 Jahre 86,8 42 87,0 40 94,6 11 95,9 6 Vorsorge und gesundheitliche Lage U8 vorhanden 95,8 17 91,6 51 98,5 1 95,7 19 Masernimpfung 93,7 23 95,4 10 96,7 2 97,7 1 Übergewicht 13,1 11 11,5 15 6,6 43 6,9 42 Entwicklungsscreening: auffällige Ergebnisse Visuomotorik 24,1 12 38,8 1 15,9 38 21,1 19 Sätze nachsprechen 18,1 11 35,6 2 2,5 59 15,3 18 Anteil der Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen an allen Kindern nichtdeutscher Herkunftssprache* 43,8 9 36,7 18 / / / / Sprachdefizite 32,5 20 42,2 9 12,9 48 18,1 40 Die orange unterlegten Werte weisen auf einen Rang unter den ersten 10 bei negativ besetzten Indikatoren hin bzw. auf einen Rang unter den letzten 10 bei positiv besetzten Indikatoren. Die grün unterlegten Werte weisen auf einen Rang unter den ersten 10 bei positiv besetzten Indikatoren bzw. auf einen Rang unter den letzten 10 bei negativ besetzten Indikatoren hin. * schließt nur 46 PGR ein. 13 PGR in Berlin sind entfallen, da es dort weniger als 30 Kinder mit diesen Merkmalen gab. Einschulungsuntersuchung Marzahn-Hellersdorf 2017/18 4 Zusammenfassung  Fast jedes vierte Kind lebt in schwierigen sozialen Verhältnissen, Tendenz steigend • Gleichzeitig steigt der Anteil der Kinder in besser situierten Familien. Diese wachsende Kluft zeigt sich in einem regionalen Nord-Süd-Gefälle: in der Großsiedlung liegt der Anteil der Kinder aus sozial benachteiligten Familien bei über 30 %, während es in den Siedlungsgebieten weit unter 10 % sind. • Der Anteil der Alleinerziehenden liegt bei knapp 35 % mit leicht fallender Tendenz. Dennoch ist es der höchste Wert aller Berliner Bezirke. In Hellersdorf-Nord wächst fast jedes zweite Kind mit nur einem Elternteil auf.  Jedes vierte Kind hat einen Migrationshintergrund, Tendenz steigend • Im Vergleich mit den anderen Berliner Bezirken ist das der zweitniedrigste Wert. Im Berliner Durchschnitt hat fast jedes zweite eingeschulte Kind einen Migrationshintergrund. • Traditionell sind es in Marzahn-Hellersdorf vor allem Kinder aus Russland, Kasachstan, Polen und Vietnam. Sie machen über 53 % aller Kinder mit Migrationshintergrund aus. Ihre Zahl ist relativ konstant. Gestiegen ist vor allem die Zahl der Kinder aus dem arabischen Raum. • Fast jedes dritte Kind mit Migrationshintergrund hat unzureichende Deutschkenntnisse, das sind 8 % aller Kinder. • In der Großsiedlung Marzahn hat mehr als jedes dritte Kind einen Migrationshintergrund. In Marzahn-Nord und Marzahn-Mitte geht dies einher mit einem hohen Anteil an Kindern mit unzureichenden Deutschkenntnissen.  Marzahn-Hellersdorf hat die höchste Durchimpfungsrate aller Bezirke • 96 % der Kinder sind gegen Masern grundimmunisiert. Das sind mehr als in allen anderen Berliner Bezirken. In 12 von 13 Impfungen haben die Marzahn-Hellersdorfer Kinder die höchste Impfrate.  Anteil der Kinder mit Übergewicht liegt im Berliner Durchschnitt • Der Anteil der Kinder mit Übergewicht ist seit Jahren konstant (9 - 10 %).  Fast jedes dritte Kind weist erhebliche Entwicklungsauffälligkeiten in der Visuomotorik (AugeHand-Koordination) und in den sprachlichen Fähigkeiten auf • Marzahn-Hellersdorf hat von allen Berliner Bezirken den höchsten Anteil an Kindern mit auffälligen Ergebnissen in der Visuomotorik. • Auch bei den Sprachtests waren die Ergebnisse deutlich schlechter als im Berliner Durchschnitt. Vor allem in den Bezirksregionen der Großsiedlung Hellersdorf und in Marzahn-Nord sind die sprachlichen Fähigkeiten unzureichend. • Während in der Visuomotorik die Ergebnisse seit Jahren relativ konstant sind, zeichnet sich bei der sprachlichen Entwicklung ein Negativtrend ab. • Insbesondere Hellersdorf-Nord weist bei den Ergebnissen des Entwicklungsscreenings überdurchschnittlich häufig ungünstige Werte auf.  Fast jedes vierte Kind hat Therapie-Erfahrung • Am häufigsten sind das Logopädie, mit dem höchsten Wert aller Berliner Bezirke, und Psychotherapie (zweithöchster Wert).  Förderempfehlungen nehmen zu • 60 % der Kinder erhielten eine schulische, 16 % eine sonderpädagogische Förderempfehlung. 19 20 Einschulungsuntersuchung Marzahn-Hellersdorf 2017/18  Extreme Unterschiede innerhalb des Bezirks • Die Siedlungsgebiete belegen im Berlinweiten Ranking der Prognoseräume mit günstigen Werten positive Rangplätze während die Großsiedlungen mit ungünstigen Werten häufig am Ende der Rangskala stehen.  Ergebnisse im Vergleich mit den anderen Bezirken unterdurchschnittlich • Trotz teilweise positiver Entwicklungstendenzen sind das soziale und familiäre Umfeld der Marzahn-Hellersdorf Kinder ungünstiger als im Gesamtberliner Vergleich und dementsprechend fallen die Ergebnisse der Tests bei der Einschulungsuntersuchung ungünstiger aus. 21 Einschulungsuntersuchung Marzahn-Hellersdorf 2016/17 5 Anhang Entwicklungstendenzen nach Bezirksregionen In allen nachstehenden Tabellen wurden analog dem Vergleich der Bezirksregionen die gleiche Farbwahl zur Kennzeichnung von besonders günstigen bzw. ungünstigen Werten im Vergleich zu den anderen Bezirksregionen genutzt (zur Methodik s. S. 13). Marzahn-Nord Entwicklungsscreening: auffällige Ergebnisse (%) Marzahn-Nord Anzahl untersuchte Kinder Rücksteller in % Rücksteller aus dem Vorjahr soziale Indikatoren untere Sozialstatusgruppe obere Sozialstatusgruppe mit Migrationshintergrund Kind nicht in D geboren unzureichende Deutschkenntnisse Alleinerziehend Fremdunterbringung 4 und mehr Kinder Raucherhaushalt eigene elektronische Geräte täglicher TV-Konsum elektron. Medienkonsum > 2 Std. Kitabesuch > 2 Jahre kein Kitabesuch Gesundheitsbezogene Indikatoren Vorsorgeheft vorhanden U1 - U8 vollständig Impfpass vorhanden 2. Masernimpfung Zähne sanierungsbedürftig Normalgewicht Untergewicht Übergewicht Körperkoordination Visuomotorik visuelle Wahrnehmung Mengenvorwissen Pseudowörter nachsprechen Wörter ergänzen Sätze nachsprechen Pluralbildung Artikulation Sprachdefizite sonderpäd. Förderempfehlung schulische Förderempfehlung 2014 331 55 16,6 44 2015 320 63 19,7 51 2016 290 52 17,9 50 2017 259 23 8,9 18 Tendenz 2014 - 2017 Rückgang 34,8 4,3 23,0 3,6 40,8 50,3 1,9 11,4 61,5 26,6 94,2 10,0 80,6 3,1 31,2 2,4 38,1 4,7 42,3 46,9 2,0 11,5 59,3 21,9 96,7 14,7 75,7 4,5 32,2 6,1 35,1 6,9 42,9 40,1 3,5 9,5 57,5 20,4 94,3 8,2 89,4 1,8 29,1 5,5 41,9 9,7 43,9 45,5 1,6 10,7 49,0 43,4 94,3 15,2 85,8 4,9 deutlicher Rückgang schwankend starker Anstieg deutlicher Anstieg Anstieg deutlicher Rückgang schwankend konstant starker Rückgang starker Anstieg konstant deutlicher Anstieg* deutlicher Anstieg Anstieg 91,5 80,2 90,3 95,3 27,7 77,6 8,7 13,7 11,3 42,1 24,8 14,5 89,7 84,7 90,6 95,9 31,6 75,6 9,9 14,4 13,5 42,2 26,0 16,0 91,0 84,1 90,0 97,3 31,8 81,0 8,8 10,2 16,0 34,3 18,9 15,4 84,2 86,2 86,9 92,0 32,9 76,8 11,6 11,6 17,4 31,7 25,5 13,5 negative Entwicklung positive Entwicklung negative Entwicklung negative Entwicklung negative Entwicklung relativ konstant Anstieg leicht positive Entwicklung negative Entwicklung sehr positive Entwicklung relativ konstant relativ konstant 17,2 13,4 25,5 18,0 relativ konstant 28,6 35,1 25,7 36,6 36,3 20,2 72,5 29,5 42,2 33,5 39,9 44,6 22,8 78,4 32,6 42,8 31,6 46,0 45,1 23,8 73,8 31,2 34,5 32,2 33,5 37,3 20,5 67,2 leicht negative Entw. relativ konstant negative Entwicklung schwankend schwankend relativ konstant positive Entwicklung * methodisch bedingt (2017 wurden erstmals auch Tablets und Handys einbezogen) starker Rückgang seit 2015 22 Einschulungsuntersuchung Marzahn-Hellersdorf 2016/17 Marzahn-Mitte Marzahn-Mitte Anzahl untersuchte Kinder Rücksteller in % Rücksteller aus dem Vorjahr soziale Indikatoren 2014 559 78 14,0 76 2015 554 112 20,2 75 2016 488 61 12,5 83 2017 469 48 10,2 29 Tendenz 2014 - 2017 starker Rückgang untere Sozialstatusgruppe 26,9 27,5 31,5 24,5 schwankend obere Sozialstatusgruppe 4,7 5,2 5,7 8,3 leichte Zunahme mit Migrationshintergrund 27,2 29,8 33,9 36,9 deutliche Zunahme Kind nicht in D geboren 4,8 4,3 11,5 12,0 deutliche Zunahme unzureichende Deutschkenntnisse 40,8 34,1 48,4 53,5 starke Zunahme Alleinerziehend 42,1 45,6 42,9 40,0 leichter Rückgang Fremdunterbringung 1,8 1,3 0,6 0,9 relativ konstant deutlicher Rückgang seit 2016 4 und mehr Kinder 5,9 10,1 9,7 8,4 seit 2015 leichte Abnahme Raucherhaushalt 51,4 56,1 56,2 49,8 leichter Rückgang eigene elektronische Geräte 21,5 22,7 17,8 43,3 starker Anstieg* täglicher TV-Konsum 96,0 97,5 94,6 94,6 relativ konstant elektron. Medienkonsum > 2 Std. 8,5 7,1 8,4 10,1 relativ konstant Kitabesuch > 2 Jahre 84,9 83,0 82,8 83,7 relativ konstant kein Kitabesuch 3,1 2,4 7,0 4,0 schwankend Vorsorgeheft vorhanden 92,8 91,3 87,3 86,4 negative Entwicklung U1 - U8 vollständig 84,4 85,4 85,0 91,6 positive Entwicklung Impfpass vorhanden 91,9 91,0 91,6 88,3 leicht negative Entwicklung 2. Masernimpfung 93,8 93,7 94,4 93,5 konstant Zähne sanierungsbedürftig 22,0 27,8 27,8 27,6 negative Entwicklung Normalgewicht 78,0 75,5 76,0 74,8 leicht negative Entwicklung Untergewicht 11,4 12,4 13,4 12,9 relativ konstant Übergewicht 10,6 12,0 10,6 12,3 leicht negative Entwicklung Körperkoordination 11,4 10,6 12,6 12,9 relativ konstant Visuomotorik 35,6 34,5 28,0 26,5 positive Entwicklung visuelle Wahrnehmung 21,5 20,0 16,8 19,1 leicht positive Entwicklung Mengenvorwissen Pseudowörter nachsprechen Wörter ergänzen 13,3 13,7 10,8 10,6 leicht positive Entwicklung 9,2 13,8 24,3 16,3 sehr schwankend 23,6 24,9 32,2 28,8 sehr schwankend Sätze nachsprechen 30,1 31,6 36,7 30,4 sehr schwankend Pluralbildung 23,6 22,8 27,2 26,0 leicht negative Entwicklung Artikulation 36,6 36,9 37,0 31,1 positive Entwicklung Sprachdefizite 31,8 33,8 38,9 34,3 leicht negative Entwicklung sonderpäd. Förderempfehlung 13,8 17,2 21,1 19,8 deutliche Zunahme schulische Förderempfehlung 67,1 68,9 67,4 64,2 relativ konstant Entwicklungsscreening: auffällige Ergebnisse (%) Gesundheitsbezogene Indikatoren * methodisch bedingt (2017 wurden erstmals auch Tablets und Handys einbezogen) 23 Einschulungsuntersuchung Marzahn-Hellersdorf 2016/17 Marzahn-Süd Marzahn-Süd Anzahl untersuchte Kinder Rücksteller in % Rücksteller aus dem Vorjahr soziale Indikatoren 2014 364 71 19,5 51 2015 383 79 20,6 71 2016 311 32 10,3 62 2017 313 38 12,1 25 Tendenz 2014 - 2017 Rückgang Rückgang Rückgang Rückgang untere Sozialstatusgruppe 13,3 15,9 17,9 12,9 schwankend obere Sozialstatusgruppe 13,0 27,0 9,4 17,5 19,5 Zunahme 33,9 35,0 36,4 deutliche Zunahme 4,5 5,8 5,8 Zunahme unzureichende Deutschkenntnisse 1,6 12,2 8,3 17,6 31,1 sehr starke Zunahme Alleinerziehend 32,8 30,5 29,4 24,8 Rückgang Fremdunterbringung 2,0 9,3 2,5 2,3 1,3 leichter Rückgang 7,7 9,5 6,9 leichter Rückgang Raucherhaushalt 45,3 45,9 46,1 41,2 eigene elektronische Geräte 18,2 18,1 39,3 leichter Rückgang sehr starker Anstieg* täglicher TV-Konsum 13,6 96,5 96,6 95,8 95,8 relativ konstant elektron. Medienkonsum > 2 Std. 5,5 7,9 7,7 10,9 Zunahme 89,4 0,6 88,1 91,7 90,1 relativ konstant 1,6 2,3 2,6 Zunahme Vorsorgeheft vorhanden 92,3 89,3 91,0 90,4 relativ konstant U1 - U8 vollständig 90,2 92,1 89,7 90,8 relativ konstant Impfpass vorhanden 93,4 89,0 90,4 92,0 relativ konstant 2. Masernimpfung 98,8 97,4 97,5 95,5 leicht negative Entw. Zähne sanierungsbedürftig 11,6 12,2 13,1 15,2 negative Entwicklung Normalgewicht 80,7 80,7 78,5 76,5 negative Entwicklung Untergewicht 9,8 9,7 11,3 9,0 relativ konstant mit Migrationshintergrund Kind nicht in D geboren 4 und mehr Kinder Kitabesuch > 2 Jahre kein Kitabesuch Gesundheitsbezogene Indikatoren Entwicklungsscreening: auffällige Ergebnisse (%) Übergewicht 9,5 8,6 10,2 14,5 negative Entwicklung Körperkoordination 10,1 38,3 16,1 16,7 schwankend Visuomotorik 37,2 26,3 24,8 16,8 sehr positive Entwicklung visuelle Wahrnehmung 25,2 11,4 15,3 15,8 Mengenvorwissen 9,2 12,4 10,4 13,1 positive Entwicklung leicht negative Entwicklung Pseudowörter nachsprechen Wörter ergänzen 9,6 25,2 24,3 23,9 negative Entwicklung 20,0 30,7 24,7 25,6 negative Entwicklung Sätze nachsprechen 25,8 20,2 31,9 26,2 schwankend Pluralbildung 15,7 28,6 20,7 22,0 schwankend Artikulation 33,1 31,7 36,1 30,6 schwankend Sprachdefizite 25,8 25,8 33,4 28,6 negative Entwicklung sonderpäd. Förderempfehlung 9,6 12,1 14,4 13,7 negative Entwicklung schulische Förderempfehlung 64,3 67,2 61,8 46,0 positive Entwicklung * methodisch bedingt (2017 wurden erstmals auch Tablets und Handys einbezogen) 24 Einschulungsuntersuchung Marzahn-Hellersdorf 2016/17 Hellersdorf-Nord Hellersdorf-Nord 2014 2015 2016 2017 465 89 19,1 62 522 109 20,9 84 442 61 13,8 85 483 66 13,7 49 leichte Zunahme untere Sozialstatusgruppe 31,6 34,2 34,4 33,2 relativ konstant obere Sozialstatusgruppe 3,8 4,9 6,8 6,0 leichte Zunahme mit Migrationshintergrund 17,6 21,6 28,0 31,1 starker Anstieg Kind nicht in D geboren unzureichende Deutschkenntnisse Alleinerziehend 5,6 5,4 8,8 8,8 leichte Zunahme 26,8 22,4 16,4 38,7 sehr starke Zunahme 52,7 48,5 46,7 43,4 Rückgang Fremdunterbringung 1,3 3,6 1,7 1,3 relativ konstant Anzahl untersuchte Kinder Rücksteller in % Rücksteller aus dem Vorjahr soziale Indikatoren Tendenz 2014 - 2017 deutliche Abnahme seit 2015 Abnahme seit 2015 4 und mehr Kinder 6,3 5,2 8,7 9,5 leichte Zunahme Raucherhaushalt 61,7 62,2 60,9 54,3 eigene elektronische Geräte 28,2 21,2 23,3 42,9 Abnahme starker Anstieg* täglicher TV-Konsum 96,8 95,4 97,2 97,2 relativ konstant elektron. Medienkonsum > 2 Std. 9,7 6,3 8,5 11,8 leichter Anstieg Kitabesuch > 2 Jahre 78,4 83,2 85,0 84,5 Zunahme kein Kitabesuch 2,6 1,4 3,0 5,4 Zunahme Vorsorgeheft vorhanden 92,3 91,0 88,2 90,3 relativ konstant U1 - U8 vollständig 80,0 86,1 84,9 84,6 positive Entwicklung Impfpass vorhanden 90,8 91,2 90,0 91,1 relativ konstant 2. Masernimpfung 93,9 95,0 95,0 95,7 positive Entwicklung Zähne sanierungsbedürftig 21,4 26,3 20,6 25,6 negative Entwicklung Normalgewicht 80,0 74,2 75,4 78,0 leicht negative Entwicklung Untergewicht 9,6 13,9 10,7 8,5 relativ konstant Übergewicht 10,5 11,9 13,9 13,5 leicht negative Entwicklung Körperkoordination 30,1 27,5 19,4 19,4 sehr positive Entwicklung Visuomotorik 32,4 36,2 46,2 42,1 negative Entwicklung visuelle Wahrnehmung 31,2 35,3 37,4 29,7 schwankend Mengenvorwissen Pseudowörter nachsprechen Wörter ergänzen 13,8 19,5 18,4 17,6 relativ konstant 33,9 29,6 31,2 33,9 relativ konstant 38,5 37,8 41,7 49,6 negative Entwicklung Sätze nachsprechen 39,7 43,9 40,3 47,5 negative Entwicklung Pluralbildung 24,3 25,9 29,3 29,1 negative Entwicklung Artikulation 45,2 37,9 34,6 35,9 positive Entwicklung Sprachdefizite 40,7 44,9 41,5 49,6 negative Entwicklung sonderpäd. Förderempfehlung 10,3 13,6 17,5 18,8 negative Entwicklung Entwicklungsscreening: auffällige Ergebnisse (%) Gesundheitsbezogene Indikatoren schulische Förderempfehlung 53,1 63,6 68,7 72,7 deutlich negative Entw. * methodisch bedingt (2017 wurden erstmals auch Tablets und Handys einbezogen) 25 Einschulungsuntersuchung Marzahn-Hellersdorf 2016/17 Hellersdorf-Ost Hellersdorf-Ost Anzahl untersuchte Kinder Rücksteller in % Rücksteller aus dem Vorjahr soziale Indikatoren 2014 274 47 17,2 43 2015 249 56 22,5 43 2016 222 32 14,4 28 2017 282 37 13,1 25 Tendenz 2014 - 2017 konstant leichter Rückgang leichter Rückgang leichter Rückgang untere Sozialstatusgruppe 25,8 25,1 29,9 24,9 konstant obere Sozialstatusgruppe 5,1 5,9 12,6 9,0 schwankend mit Migrationshintergrund 17,5 22,4 18,5 24,5 Anstieg Kind nicht in D geboren unzureichende Deutschkenntnisse Alleinerziehend 8,4 12,0 9,0 10,8 leichter Anstieg 54,2 49,2 36,6 36,2 starker Rückgang 43,1 39,8 43,1 39,3 leichter Rückgang Fremdunterbringung 2,7 3,1 2,8 1,1 Rückgang 4 und mehr Kinder 8,0 10,1 10,1 8,1 relativ konstant Raucherhaushalt 58,6 54,2 55,9 49,4 Rückgang eigene elektronische Geräte 26,0 20,2 23,7 43,2 starker Anstieg* täglicher TV-Konsum 93,3 95,4 95,7 95,7 relativ konstant elektron. Medienkonsum > 2 Std. 7,1 9,6 9,1 10,1 leichte Zunahme Kitabesuch > 2 Jahre 77,4 79,5 89,9 87,3 deutliche Zunahme kein Kitabesuch 5,2 4,2 2,3 5,6 Zunahme Vorsorgeheft vorhanden 85,8 85,1 89,2 89,4 leicht positive Entw. U1 - U8 vollständig 83,8 89,6 85,4 82,9 schwankend Impfpass vorhanden 85,8 91,6 90,1 91,1 positive Entwicklung 2. Masernimpfung 97,0 94,3 93,0 95,0 schwankend Zähne sanierungsbedürftig 24,2 27,8 15,5 21,3 schwankend Normalgewicht 80,4 77,4 80,4 78,5 relativ konstant Untergewicht 10,0 10,1 12,3 10,9 relativ konstant Übergewicht 9,6 12,5 7,3 10,6 relativ konstant Körperkoordination 36,0 29,4 18,3 17,7 sehr positive Entw. Visuomotorik 31,4 31,9 35,2 38,6 negative Entwicklung visuelle Wahrnehmung 34,6 24,7 35,2 28,8 positive Entwicklung Mengenvorwissen Pseudowörter nachsprechen Wörter ergänzen 12,5 13,0 15,1 13,3 relativ konstant 32,8 35,2 30,2 21,9 positive Entwicklung 40,7 41,2 38,8 40,5 relativ konstant Sätze nachsprechen 39,1 42,2 34,1 39,5 relativ konstant Pluralbildung 25,3 25,0 28,0 23,0 schwankend Artikulation 47,3 45,0 33,6 31,3 positive Entwicklung Sprachdefizite 40,1 45,1 34,4 41,2 relativ konstant sonderpäd. Förderempfehlung 7,7 15,3 13,5 12,4 seit 2015 leicht positiv schulische Förderempfehlung 52,9 59,8 63,1 66,7 negative Entwicklung Entwicklungsscreening: auffällige Ergebnisse (%) Gesundheitsbezogene Indikatoren * methodisch bedingt (2017 wurden erstmals auch Tablets und Handys einbezogen) 26 Einschulungsuntersuchung Marzahn-Hellersdorf 2016/17 Hellersdorf-Süd Hellersdorf-Süd Anzahl untersuchte Kinder Rücksteller in % Rücksteller aus dem Vorjahr soziale Indikatoren 2014 234 30 12,8 40 2015 242 56 23,1 28 2016 241 25 10,4 37 2017 260 30 11,5 25 Tendenz 2014 - 2017 Zunahme relativ konstant leichter Rückgang Rückgang untere Sozialstatusgruppe 17,1 19,5 21,3 20,6 leichte Zunahme obere Sozialstatusgruppe 9,7 9,5 14,2 10,1 schwankend mit Migrationshintergrund 11,5 23,6 16,6 20,4 Zunahme Kind nicht in D geboren unzureichende Deutschkenntnisse Alleinerziehend 3,4 4,1 4,1 5,8 Zunahme 18,5 26,3 12,8 36,5 sehr starke Zunahme 44,6 45,0 40,5 43,3 relativ konstant Fremdunterbringung 1,3 1,8 1,7 2,0 relativ konstant 4 und mehr Kinder 5,2 3,6 4,4 7,4 leicht Zunahme Raucherhaushalt 57,9 50,5 53,9 51,5 leichter Rückgang eigene elektronische Geräte 21,1 15,5 15,2 30,6 deutlicher Anstieg* täglicher TV-Konsum 96,3 95,3 93,5 93,5 leichter Rückgang elektron. Medienkonsum > 2 Std. 6,8 6,2 4,2 6,1 relativ konstant Kitabesuch > 2 Jahre 89,3 81,4 91,9 91,9 leichter Anstieg kein Kitabesuch 3,0 3,0 3,8 3,2 relativ konstant Vorsorgeheft vorhanden 94,0 91,3 91,7 89,6 negative Entwicklung U1 - U8 vollständig 83,2 86,9 89,1 88,4 negative Entwicklung Gesundheitsbezogene Indikatoren 93,6 91,7 90,9 92,7 relativ konstant 2. Masernimpfung 96,8 96,8 95,9 95,0 relativ konstant Zähne sanierungsbedürftig 17,7 18,7 10,1 17,5 schwankend Normalgewicht 77,9 81,3 80,2 77,7 relativ konstant Untergewicht 9,5 8,7 10,1 10,9 relativ konstant Übergewicht 12,6 10,0 9,7 11,3 relativ konstant Körperkoordination 26,2 28,8 13,1 16,8 deutlich positive Entw. Visuomotorik 30,8 33,3 40,2 36,3 negative Entwicklung visuelle Wahrnehmung 25,6 36,4 25,4 24,2 relativ konstant Mengenvorwissen Pseudowörter nachsprechen Wörter ergänzen 11,1 16,1 14,2 11,5 relativ konstant 28,4 29,2 24,6 30,4 leicht negative Entw. 30,6 38,5 41,0 38,4 schwankend Sätze nachsprechen 34,6 41,5 28,8 35,7 schwankend Pluralbildung 14,2 21,0 19,8 23,1 negative Entwicklung Artikulation 35,7 35,7 30,0 26,3 positive Entwicklung Sprachdefizite 34,9 42,3 29,1 36,2 schwankend sonderpäd. Förderempfehlung 7,3 7,4 12,9 13,1 negative Entwicklung schulische Förderempfehlung 46,6 56,2 55,6 61,9 negative Entwicklung Entwicklungsscreening: auffällige Ergebnisse (%) Impfpass vorhanden * methodisch bedingt (2017 wurden erstmals auch Tablets und Handys einbezogen) 27 Einschulungsuntersuchung Marzahn-Hellersdorf 2016/17 Biesdorf Biesdorf Anzahl untersuchte Kinder Rücksteller in % Rücksteller aus dem Vorjahr soziale Indikatoren 2014 239 30 12,6 33 2015 228 47 20,6 25 2016 169 20 11,8 15 2017 229 14 6,1 3 Tendenz 2014 - 2017 schwankend Rückgang Rückgang deutlicher Rückgang untere Sozialstatusgruppe 2,7 3,3 4,1 4,7 leichte Zunahme obere Sozialstatusgruppe 42,5 43,3 51,7 40,6 leichter Rückgang mit Migrationshintergrund 8,4 16,2 17,9 20,2 starke Zunahme Kind nicht in D geboren unzureichende Deutschkenntnisse Alleinerziehend 0,8 3,5 6,5 6,3 Zunahme 25,0 24,3 46,7 50,0 sehr starke Zunahme 15,1 10,6 16,5 14,7 relativ konstant Fremdunterbringung 1,3 1,8 2,4 -- 4 und mehr Kinder 3,0 0,5 3,0 7,1 schwankend Raucherhaushalt 18,4 23,5 24,8 21,2 relativ konstant Rückgang eigene elektronische Geräte 4,3 4,5 3,7 31,9 sehr starker Anstieg* täglicher TV-Konsum 93,0 92,8 93,8 93,8 konstant elektron. Medienkonsum > 2 Std. 1,3 2,3 2,5 5,1 leichte Zunahme Kitabesuch > 2 Jahre 95,0 95,6 92,6 94,6 relativ konstant kein Kitabesuch 0,8 - 1,8 2,2 leichte Zunahme Vorsorgeheft vorhanden 97,1 96,1 88,8 90,8 negative Entwicklung U1 - U8 vollständig 94,0 94,5 92,0 94,2 konstant Impfpass vorhanden 94,6 96,1 91,1 92,6 leicht negative Entw. 2. Masernimpfung 96,5 95,9 96,8 96,7 konstant Zähne sanierungsbedürftig 11,3 8,8 10,1 10,0 relativ konstant Normalgewicht 81,2 78,2 75,7 73,4 negative Entwicklung Untergewicht 13,8 18,7 20,1 19,7 Zunahme Übergewicht 5,0 3,1 4,1 7,0 leicht negative Entw. Körperkoordination 8,0 6,6 6,5 7,0 konstant Visuomotorik 11,3 17,5 17,2 16,6 relativ konstant visuelle Wahrnehmung 6,3 10,1 11,2 8,3 relativ konstant Mengenvorwissen Pseudowörter nachsprechen Wörter ergänzen 2,5 5,7 8,9 6,1 leicht negative Entw. 1,7 4,9 7,9 5,4 leicht negative Entw. 4,3 8,4 10,6 9,0 leicht negative Entw. Sätze nachsprechen 3,4 10,2 9,3 9,1 leicht negative Entw. Pluralbildung 2,9 5,3 9,3 8,1 leicht negative Entw. Artikulation 29,1 25,2 19,9 24,6 positive Entwicklung Sprachdefizite 4,2 10,2 13,1 12,8 negative Entwicklung sonderpäd. Förderempfehlung 3,8 7,5 9,5 7,0 negative Entwicklung schulische Förderempfehlung 34,3 39,0 37,9 42,4 negative Entwicklung Entwicklungsscreening: auffällige Ergebnisse (%) Gesundheitsbezogene Indikatoren * methodisch bedingt (2017 wurden erstmals auch Tablets und Handys einbezogen) 28 Einschulungsuntersuchung Marzahn-Hellersdorf 2016/17 Kaulsdorf 2014 2015 2016 2017 Anzahl untersuchte Kinder Rücksteller in % Rücksteller aus dem Vorjahr soziale Indikatoren Kaulsdorf 185 33 17,8 35 194 46 23,7 25 145 11 7,6 27 166 16 9,6 9 leichter Rückgang Rückgang Rückgang Rückgang Tendenz 2014 - 2017 untere Sozialstatusgruppe 7,3 9,0 8,6 5,8 leichter Rückgang obere Sozialstatusgruppe 44,5 35,5 39,1 38,7 Rückgang mit Migrationshintergrund 2,7 6,7 8,3 13,9 starker Anstieg Kind nicht in D geboren unzureichende Deutschkenntnisse Alleinerziehend 1,6 2,6 3,4 4,8 Anstieg 0,0 23,1 8,3 34,8 sehr starker Anstieg 18,2 17,0 20,3 17,6 relativ konstant Fremdunterbringung 2,8 1,6 2,1 2,4 relativ konstant 4 und mehr Kinder 3,4 5,7 6,1 relativ konstant Raucherhaushalt 7,3 30,2 32,2 27,1 32,3 relativ konstant eigene elektronische Geräte 5,0 7,1 4,4 23,6 sehr starker Anstieg* täglicher TV-Konsum 92,6 92,3 88,1 88,1 leichter Rückgang elektron. Medienkonsum > 2 Std. 1,1 3,0 2,2 4,6 leichter Anstieg Kitabesuch > 2 Jahre 95,7 94,8 94,4 95,8 konstant kein Kitabesuch 1,1 2,1 0,7 1,8 relativ konstant Vorsorgeheft vorhanden 98,4 91,2 95,2 93,4 positive Entwicklung U1 - U8 vollständig 86,3 92,7 92,8 95,5 positive Entwicklung Impfpass vorhanden 97,8 93,3 95,2 91,0 positive Entwicklung 2. Masernimpfung 94,5 93,9 97,1 98,0 positive Entwicklung Zähne sanierungsbedürftig 2,7 8,8 6,3 6,8 negative Entwicklung Normalgewicht 83,2 74,3 77,6 80,6 schwankend Untergewicht 12,0 21,5 19,6 10,9 schwankend Übergewicht 4,9 4,2 2,8 8,5 negative Entwicklung Körperkoordination 18,0 21,4 16,3 16,3 relativ konstant Visuomotorik 18,4 26,3 24,5 21,1 relativ konstant visuelle Wahrnehmung 19,5 21,1 18,9 23,5 leicht negative Entw. Mengenvorwissen Pseudowörter nachsprechen Wörter ergänzen 3,2 6,7 4,9 4,8 leicht negative Entw. 28,9 25,7 24,8 18,9 positive Entwicklung 32,4 33,5 29,6 34,6 relativ konstant Sätze nachsprechen 23,6 18,8 22,0 20,6 relativ konstant Pluralbildung 9,8 10,4 11,3 7,4 positive Entwicklung Artikulation 37,6 26,9 23,8 27,9 positive Entwicklung Sprachdefizite 23,6 19,7 22,0 22,6 relativ konstant sonderpäd. Förderempfehlung 4,9 7,7 9,0 7,2 leicht negative Entw. schulische Förderempfehlung 29,7 35,6 39,6 46,4 negative Entwicklung Entwicklungsscreening: auffällige Ergebnisse (%) Gesundheitsbezogene Indikatoren * methodisch bedingt (2017 wurden erstmals auch Tablets und Handys einbezogen) 29 Einschulungsuntersuchung Marzahn-Hellersdorf 2016/17 Mahlsdorf Mahlsdorf Anzahl untersuchte Kinder Rücksteller in % Rücksteller aus dem Vorjahr soziale Indikatoren 2014 256 36 14,1 35 2015 248 47 19,0 31 2016 219 17 7,8 15 2017 268 23 8,6 11 Tendenz 2014 - 2017 Zunahme Rückgang Rückgang Rückgang untere Sozialstatusgruppe 1,7 1,8 1,1 2,5 konstant obere Sozialstatusgruppe 43,6 46,4 50,8 45,7 relativ konstant mit Migrationshintergrund 5,5 9,8 7,4 11,2 Zunahme Kind nicht in D geboren unzureichende Deutschkenntnisse Alleinerziehend 0,4 0,8 1,8 1,9 Zunahme 0,0 3,8 6,3 20,0 starker Anstieg 12,3 9,5 12,2 12,4 konstant Fremdunterbringung 2,4 2,9 3,3 3,8 konstant 4 und mehr Kinder 3,2 1,7 3,9 3,9 konstant Raucherhaushalt 23,9 25,9 27,5 19,4 leichter Rückgang eigene elektronische Geräte 6,2 5,8 6,3 26,9 sehr starker Anstieg* täglicher TV-Konsum 93,4 93,0 88,7 88,7 leichter Rückgang elektron. Medienkonsum > 2 Std. 1,6 1,3 1,0 3,6 leichte Zunahme Kitabesuch > 2 Jahre 94,1 95,9 95,8 96,2 leichte Zunahme kein Kitabesuch 1,6 - 0,5 1,1 relativ konstant Vorsorgeheft vorhanden 96,9 94,8 95,9 95,5 relativ konstant U1 - U8 vollständig 90,3 96,2 93,8 91,0 konstant Impfpass vorhanden 96,1 94,0 94,1 96,3 konstant 2. Masernimpfung 97,2 97,9 95,7 97,7 konstant Zähne sanierungsbedürftig 7,5 6,8 3,3 7,9 relativ konstant Normalgewicht 84,9 77,0 80,9 83,2 relativ konstant Untergewicht 9,2 18,5 13,5 11,2 schwankend Übergewicht 6,0 4,5 5,6 5,6 konstant Körperkoordination 16,3 20,3 14,0 11,6 positive Entwicklung Visuomotorik 14,2 20,2 15,2 21,3 negative Entwicklung visuelle Wahrnehmung 17,8 18,5 15,2 17,9 konstant Mengenvorwissen Pseudowörter nachsprechen Wörter ergänzen 3,2 3,6 3,7 2,6 leicht positive Entw. 22,8 22,3 18,5 19,9 positive Entwicklung 31,5 32,5 20,8 24,5 positive Entwicklung Sätze nachsprechen 15,9 13,1 8,8 16,2 schwankend Pluralbildung 6,4 7,3 3,7 5,6 leicht positive Entw. Entwicklungsscreening: auffällige Ergebnisse (%) Gesundheitsbezogene Indikatoren 36,3 24,7 20,7 17,3 sehr positive Entw. Sprachdefizite Artikulation 15,9 13,1 8,8 16,5 schwankend sonderpäd. Förderempfehlung 2,7 6,0 6,0 7,1 leicht negative Entw. schulische Förderempfehlung 18,4 28,2 35,3 38,1 negative Entwicklung * methodisch bedingt (2017 wurden erstmals auch Tablets und Handys einbezogen) 30 Einschulungsuntersuchung Marzahn-Hellersdorf 2016/17 Glossar Entwicklungs-Screening Bei der Einschulungsuntersuchung werden zwei Verfahren eingesetzt. Das Verfahren S-ENS (Screening des Entwicklungsstandes bei Einschulungsuntersuchungen) beinhaltet motorische, kognitive und sprachliche Entwicklungstests. Aus dem sozialpädiatrischen Entwicklungsscreening für Schuleingangsuntersuchungen (SOPESS) werden zwei Untertests „Mengenvorwissen“ und „Pluralbildung“ angewendet. Die erreichten Ergebnisse werden in die Kategorien „unauffällig“, „grenzwertig“ oder „auffällig“ eingeteilt. Bei der Auswertung der Sprachtests werden die Ergebnisse der Kinder nichtdeutscher Herkunft mit unzureichenden deutschen Sprachkenntnissen nicht berücksichtigt, sofern die Tests überhaupt durchgeführt wurden. Förderempfehlungen Wenn bei der Einschulungsuntersuchung Entwicklungsstörungen oder -verzögerungen beim Kind festgestellt werden, empfiehlt der Kinderarzt/die Kinderärztin eine entsprechende individuelle Förderung des Kindes. Dabei gibt es zwei Formen der Förderung, für die eine Empfehlung ausgesprochen werden kann: 1. schulische Förderung bei Entwicklungsverzögerungen oder -beeinträchtigungen, die jedoch nicht so stark ausgeprägt sind, dass eine sonderpädagogische Förderung erforderlich ist. 2. sonderpädagogische Förderung bei schwerwiegender Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Entwicklung, z.B. bei einer Behinderung. Mit der Empfehlung für eine Förderung soll frühzeitig auf mögliche Probleme im Schulalltag und im Lernprozess aufmerksam gemacht werden, die aufgrund von Entwicklungsstörungen und/oder -verzögerungen, Behinderung oder anderen Defiziten bei den Kindern zu erwarten sind. Migrationshintergrund 3 Mit der Einschulungsuntersuchung 2015 wurde seitens der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales eine veränderte Definition für den Migrationshintergrund eingeführt. Dabei wird zwischen ein- und beidseitigem Migrationshintergrund unterschieden. Danach hat ein Kind einen beidseitigen Migrationshintergrund, wenn − die Eltern entweder nicht in Deutschland geboren wurden und/oder (auch) eine andere als die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen oder − ein Elternteil und das Kind selbst nicht in Deutschland geboren wurde. Als einseitiger Migrationshintergrund wird definiert, wenn − ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde und/oder eine nicht-deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. Der Unterschied zur bisherigen Definition besteht darin, dass die Sprache, die zu Hause in der Familie gesprochen wird, keine Berücksichtigung mehr findet. Sozialer Status 4 Zur Beschreibung der sozialen Lage der Kinder werden Bildungs- und Erwerbsstatus der Eltern durch Angaben über Schulabschluss, berufliche Ausbildung und Erwerbstätigkeit beider Elternteile erfasst. Diese drei Merkmale gehen in den sozialen Statusindex ein. Für jedes der drei Merkmale werden pro Elternteil 0 bis 3 Punkte vergeben. Bei fehlenden Angaben eines Elternteils werden die Punktzahlen des anderen Elternteils in dem jeweiligen Merkmal verdoppelt, sofern wenigstens für einen Elternteil 3 Vgl. Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales, Einheitliche Erfassung des Migrationshintergrundes bei den Einschulungsuntersuchungen, Spezialbericht 2013-1 4 ausführliche Beschreibung der Methodik s. Sozialstruktur und Kindergesundheit, Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Bettge S., Oberwöhrmann S. u. a. 2010 31 Einschulungsuntersuchung Marzahn-Hellersdorf 2016/17 vollständige Angaben zu allen drei Merkmalen vorliegen. Der Sozialstatus Einschulungsuntersuchung ist somit wesentlich geprägt vom Bildungsgrad der Eltern. bei der Sprachdefizite Da die Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen bei der Auswertung der Sprachtests keine Berücksichtigung finden, werden Aussagen zum sprachlichen Entwicklungsstand, insbesondere im Vergleich der Regionen mit unterschiedlichen Anteilen von Kindern mit Migrationshintergrund erschwert. Aus diesem Grund wurde der Indikator „Sprachdefizite“ entwickelt. Der kombinierte Indikator setzt sich aus Angaben zum S-ENS-Untertest „Sätze nachsprechen“ und den Deutschkenntnissen der Kinder mit Migrationshintergrund zusammen. Kinder mit Sprachdefiziten sind demnach Kinder mit auffälligen Ergebnissen im Test „Sätze nachsprechen“ und Kinder mit Migrationshintergrund und unzureichenden Deutschkenntnissen. Räumliche Gliederung: Bezirksregionen (BZR) und Prognoseräume (PGR) Es gibt in Marzahn-Hellersdorf neun Bezirksregionen (s. Karte). Diese werden für den berlinweiten Vergleich zu Prognoseräumen zusammengefasst: Der Prognoseraum Marzahn umfasst die Großsiedlung Marzahn mit den Bezirksregionen Marzahn-Nord, Marzahn-Mitte und Marzahn–Süd. Der Prognoseraum Hellersdorf ist identisch mit der Großseidlung Hellersdorf. Dazu gehören Hellersdorf-Nord, Hellersdorf-Ost und Hellersdorf–Süd. Kaulsdorf und Mahlsdorf bilden den Prognoseraum Kaulsdorf/Mahlsdorf und Biesdorf ist ein eigener Prognoseraum. In Berlin werden insgesamt 59 Prognoseräume in die gesamtstädtische Betrachtung einbezogen. M-Nord M-Mitte H-Nord H-Ost M-Süd H-Süd Kaulsdorf Biesdorf Mahlsdorf
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