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Periodical volume

Full text: Geschäftsbericht Issue 2014

Geschäftsbericht 2014
Abfallwirtschaftgesellschaft des Rems-Murr-Kreises mbH

Inhaltsverzeichnis

Geschäftsbericht und Jahresabschluss
für das Geschäftsjahr 2014

Inhaltsverzeichnis

2

Organe der Gesellschaft	

Seite 03

Lagebericht Teil 1	

Seite 04

Öffentlichkeitsarbeit	

Seite 06

Sammlung und Transport	

Seite 08

Abfallberatung	

Seite 10

Abfallverwertung	

Seite 12

Deponien	

Seite 18

Personal- und Sozialwesen	

Seite 24

Lagebericht Teil 2	

Seite 26

Bericht des Aufsichtrates	

Seite 30

Bilanz	

Seite 32

Gewinn und Verlustrechnung	

Seite 34

Anhang	

Seite 36

Inhaltsverzeichnis – AWG Geschäftsbericht 2014

Organe der Gesellschaft

Gesellschafter
Am gezeichneten Kapital der Gesellschaft ist
der Rems-Murr-Kreis zu 100 Prozent beteiligt.

Aufsichtsrat
Vorsitzender
Johannes Fuchs	

Landrat des Rems-Murr-Kreises

Stellvertretender Vorsitzender
Erich Theile	Goldschmiedemeister
Mitglieder
Hermann Beutel	
Dr. Astrid Fleischer	
Gerhard Häuser	
Harald Handl	
Josef Heide	
Helmut Heissenberger	
Ursula Heß-Naundorf	
Jürgen Hofer	
Christoph Jäger	
Jürgen Kiesl	
Karl Ostfalk	
Klaus Riedel	
Uwe Voral	

Landwirt
Diplom-Agraringenieurin
Bürgermeister
Diplom-Bauingenieur (Arbeitnehmervertreter)
Diplom-Ingenieur
Kriminalhauptkommissar i.R.
Diplom-Pädagogin
Oberbürgermeister i.R.
Bürgermeister
Bürgermeister
Bürgermeister
Oberstudienrat a.D.
selbstständiger Hausverwalter

Geschäftsführung
Gerald Balthasar	
Frank Geißler	

Diplom-Ingenieur
Kreiskämmerer des Rems-Murr-Kreises

Organe der Gesellschaft – AWG Geschäftsbericht 2014

3

Lagebericht Teil 1

Geschäftsverlauf 2014
Im Jahr 2014 wurden insgesamt rund 58.900 Tonnen Haus-, Sperr-, Industrie-, und Gewerbemüll
im Rems-Murr-Kreis angenommen. Rund 55.190
Tonnen wurden als Restmüll in das RMHKW
Stuttgart zur thermischen Behandlung geliefert.
Die auf den Wertstoffstationen im Rems-MurrKreis angenommenen inerten Abfälle (belasteter Bauschutt, Asbest, Mineralwolle etc.) von
rund 2.640 Tonnen wurden auf der Mülldeponie
Backnang-Steinbach (Deponieklasse II) abgelagert. Bei der Erdaushubentsorgung lagen die
Verfüllmengen im Jahr 2014 deutlich über dem
Planansatz. Ausschlaggebend war die regionale
Baukonjunktur in diesem Zeitraum, die zu höheren Erdanlieferungen führte.
Die in 2014 durchgeführte Sammlung und Verwertung von Restmüll und Wertstoffen ist, wie
auch schon im Vorjahr, ohne größere Probleme
verlaufen.

4

Die Verkaufserlöse für Altpapier lagen unter dem
Vorjahrsniveau. Grund dafür sind sowohl die
leicht gefallenen Papierpreise sowie eine geringere Sammelmenge im Vergleich zum Vorjahr.
Dennoch wurde der Umsatzplanwert um rund
16 % deutlich übertroffen.
Bei der Altmetallvermarktung einschließlich der
Vermarktung des Elektronikschrotts lag der Umsatz in 2014 nahezu auf Vorjahresniveau. Somit
konnte der Planwert auch im Geschäftsjahr 2014
übertroffen werden. Die Grüngutannahmemengen und die Umsatzerlöse von gewerblichen Anlieferungen, die in Eigenregie der AWG abgewickelt werden, lagen in 2014 leicht unter
Vorjahresniveau.
Die gewerbliche Grüngutabwicklung konnte
auch im Berichtsjahr mit einem ausgeglichenen
Ergebnis abgeschlossen werden. In der Biovergä-

Lagebericht Teil 1 – AWG Geschäftsbericht 2014

Lagebericht Teil 1

rungsanlage Backnang-Neuschöntal wurden in
2014 rund 35.060 Tonnen Bioabfall und rund
7.665 Tonnen Grasschnitt und Strukturmaterial
verarbeitet. Durch die Nutzung des bei der Vergärung der Bioabfälle entstehenden Biogases zur
Stromerzeugung wurden im Jahr 2014 Stromerlöse in Höhe von rund 1,4 Mio. Euro erwirtschaftet.
Die Verwertungskosten für den Biomüll lagen
besser als die geplanten Werte, da im Jahr 2014
höhere Stromerlöse erzielt werden konnten.
Mit den bei der AWG auf verschiedenen Betriebsgebäuden und auf der Deponiefläche der Deponie Kaisersbach „Lichte“ installierten Photovoltaikanlagen konnten 2014 Umsatzerlöse in
Höhe von rund 247.000 € erwirtschaftet werden.
Auf den Betriebsanlagen sind zwischenzeitlich
PV-Anlagen mit insgesamt 972 kWpeak Leistung
installiert. Damit können vorbehaltlich der jährlichen Degression pro Jahr rund 930.000 kWh

Strom erzeugt werden. Die AWG und der RemsMurr-Kreis leisten mit den oben genannten lokalen Maßnahmen zur Energieeffizienz und zur
Nutzung regenerativer Energieträger einen
nachhaltigen und erfolgreichen Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasen und damit zum
Schutz unseres Klimas.
In 2014 betrug die Investitionssumme rund
428.000 €. Es handelt sich dabei im Wesentlichen
um die Beschaffung von Behältern zur Sammlung
von Restmüll, Biomüll und Altpapier. Weitere Investitionen betreffen bauliche Maßnahmen auf
den durch die AWG betriebenen Anlagen.

Entwicklung der Müllmengen ohne Erdaushub 2002 bis 2014
Angaben in Tonnen
85.165
78.700
73.352
65.895

2002

2003

2004

2005

65.386
65.071 65.202
63.417 64.284
63.215
63.183 62.766 62.217

2006

Lagebericht Teil 1 – AWG Geschäftsbericht 2014

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

5

Öffentlichkeitsarbeit

6

Öffentlichkeitsarbeit – AWG Geschäftsbericht 2014

Öffentlichkeitsarbeit

Öffentlichkeitsarbeit /
Internetdienstleistungen
Wie jedes Jahr wurden die Bürgerinnen und Bürger durch zahlreiche Pressemitteilungen über
Terminverschiebungen bei der Abfallentsorgung
vor und nach Feiertagen, aber auch über Sonderabfuhren wie die Christbaumsammlung sowie
die Grüngutsammlungen und die Touren des Umweltmobils informiert. Auch über geänderte Öffnungszeiten auf AWG-Einrichtungen oder Wissenswertes im Bereich Abfall wurde regelmäßig
berichtet.
Ein Schwerpunktthema im Jahr 2014 war die Altkleidersammlung über die Blaue Tonne in Schorndorf, die dort versuchsweise durchgeführt wurde. Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeit war es, die
Schorndorfer Bürgerinnen und Bürger über die
Durchführung der Aktion zu informieren. Hierfür
wurden Flyer entworfen, die vor Beginn der ersten Sammlung zusammen mit acht Sammelsäcken als sogenanntes Starterpaket verteilt. Die
Flyer enthielten neben allgemeinen Informationen auch die konkreten Sammeltermine. Zusätzlich mussten Anhängezettel für die Blauen Tonnen erstellt werden, die am jeweiligen Leerungstag der Blauen Tonnen an diesen befestigt wurden, um über die am Folgetag stattfindende Altkleidersammlung zu informieren. Die Aktion
wurde öffentlichkeitswirksam mit verschiedenen
Pressemitteilungen begleitet.
Der Geschäftsbericht 2013 wurde von einer beauftragten Werbeagentur grafisch überarbeitet.
Das neue Design wurde allgemein gut angenommen.
Im Jahr 2014 stieg die Nutzung elektronischer
Medien zur Information und Kontaktaufnahme
mit der AWG weiterhin an. Täglich etwa 1.240 In-

Öffentlichkeitsarbeit – AWG Geschäftsbericht 2014

ternetnutzer (2013: 1.170) besuchten im vergangenen Jahr die Homepage der AWG. Von den angebotenen
elektronischen
Dienstleistungen
(„Services“) wurden die Fundgrube sowie die
Online-Reservierung der beiden Geschirrmobile
am häufigsten genutzt. Viele Besucher der AWGHomepage nutzten außerdem die Möglichkeit,
sich online über die Müllabfuhrtermine zu informieren. Beim 2012 neu eingerichteten Erinnerungsservice per E-Mail waren Ende 2014 etwa
2.400 aktive Nutzer angemeldet (Ende 2013:
1.500).
Aufgrund der europaweiten SEPA-Umstellung im
bargeldlosen Zahlungsverkehr gab es zum
01.02.2014 Änderungen beim Bezahlverfahren
für die Online-Anforderung einer Sperrmüllabfuhr. Das bisher praktizierte Verfahren per Bankeinzug war aufgrund fehlender gültiger SEPALastschriftmandate nicht mehr möglich. Als
Ersatz wurde, in Abstimmung mit der Kreiskasse
des Landratsamtes, das Online-Bezahlverfahren
„Giropay“ angeboten.
Während der letzten Monate zeigte sich, dass etliche Nutzer der Online-Formulare erhebliche
Probleme mit der Nutzung von „Giropay“ haben.
Die Zahl der online beauftragten Sperrmüllanforderungen nahm im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 50% ab. Von insgesamt etwa 5.600
Anforderungsversuchen wurden knapp 3.500
Anforderungen vorzeitig abgebrochen. Die AWG
arbeitet daher gemeinsam mit dem Geschäftsbereich Abfallwirtschaft und der Kreiskasse des
Landratsamtes daran, in naher Zukunft alternative Online-Bezahlverfahren anbieten zu können.

7

Sammlung und Transport

Sammlung und Transport
Im Jahr 2014 wurde die getrennte Abfuhr von
Altholz bei der Sperrmüllsammlung fortgeführt.
Der bei der Sperrmüllsammlung getrennt erfasste Altholzanteil machte mit 1.957 Tonnen gut 44
Prozent der gesamten Sperrmüllmenge aus. Neben der stofflichen oder thermischen Nutzung
des nachwachsenden Rohstoffes Altholz bringt
die stoffliche Verwertung wirtschaftliche Vorteile durch eingesparte Entsorgungskosten im Müllheizkraftwerk Stuttgart-Münster.
Der Zeitraum der wöchentlichen Bioabfallsammlung wurde bereits im Vorjahr bis Ende Oktober
ausgeweitet. Dieses Zusatzangebot stieß auch im
Jahr 2014 bei den Bürgern auf breite Zustimmung, was sich unter anderem in dem um rund
250 Tonnen gesteigerten Bioabfallaufkommen
von insgesamt 33.982 Tonnen zeigte.
Die Behälter für die Sammlung von Restmüll, Biomüll und Altpapier im Rems-Murr-Kreis werden
den Bürgern von der AWG ohne gesonderte Gebühren zur Verfügung gestellt. Zum Jahresende
2014 umfasste dieser Behälterpool insgesamt
etwa 150.000 Restmülltonnen, 2.450 RestmüllContainer, 85.000 Biotonnen, 75.700 Papierton-

nen und 3.950 Papiercontainer. Weiterhin erheblichen Arbeitsaufwand für die AWG-Abfallberatung verursachte die Aufnahme und Aufbereitung der von den Bürgern eingehenden Aufträge zu Änderungsdiensten bei den Abfallbehältern, also Neubestellungen, Tauschaufträge
oder der Abzug nicht mehr benötigter Behälter.
Insgesamt wurden rund 30.500 Änderungsdienste aufgenommen, was leicht unter der Vorjahreszahl von 33.000 Aufträgen liegt (2012: 25.400).
Besonders gravierend ist die Arbeitsbelastung
jeweils nach dem Jahreswechsel, wo häufig mehr
als 200 Aufträge pro Tag zu bearbeiten sind.

Sperrmüll, Elektroaltgeräte, Altmetall
Auch im Jahr 2014 wurden Sperrmüll, Altmetall
und Elektroaltgeräte auf Abruf abgefahren. Eine
Neuerung gab es im vergangenen Jahr bei der
Abholung von Metallschrott und großen Elektroaltgeräten. Die Erlöse aus den günstig abgeschlossenen Verwertungsverträgen waren so
weit angestiegen, dass die Abholung vor Ort ab
dem Jahr 2014 gebührenfrei gestellt werden
konnte. Ferner durften durch eine veränderte

Haus- und Sperrmüllaufkommen 2008 bis 2014
Angaben in Tonnen

48.895

50.068

49.051

49.710

48.989

Hausmüll

37.155

37.529

38.618

39.693

38.913

38.683

41.443

Sperrmüll
*(davon Altholzanteil)

11.740

12.539
*6.405

10.433
*5.230

10.017
*5.003

10.076
*4.912

9.037
*4.714

7.263
*3.692

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

8

47.720

48.706

Sammlung und Transport – AWG Geschäftsbericht 2014

Sammlung und Transport

Abfuhrlogistik Schrottteile und Elektroaltgeräte
nun auch gemeinsam zur Abholung bereitgestellt werden. Für die Bürgerinnen und Bürger
des Rems-Murr-Kreises gibt es seit dem vergangenen Jahr entsprechende Anforderungskarten
in der Abfallinformationsbroschüre, die jeweils
zum Jahresende verteilt wird.
Die Möglichkeit der gebührenfreien Abholung
direkt am Haus hat dafür gesorgt, dass sich die
Abholaufträge für Altmetall und Elektroaltgeräte mit 5.015 Anforderungen nahezu verdoppelt
haben gegenüber der Vorjahreszahl von 2.724
Aufträgen.
Im Vergleich zum Vorjahr (15.651) haben die Aufträge zur regulären Abholung sperriger Güter
abgenommen. Insgesamt gingen 14.133 Abholaufträge ein. Die Anforderungen für ExpressSperrmüllabholungen sind mit 1.560 Anforderungen (Vorjahr 1.592) in etwa konstant
geblieben.
Die Anlieferungen mit Sperrmüllkarten direkt zu
den Kreismülldeponien haben mit 16.132 Stück
zugenommen (2013: 15.322 Stück, 2012: 15.578
Stück).

Papier, Pappe, Kartonagen
Seit Jahresende 2007 wird den Bürgern und Gewerbetreibenden im Rems-Murr-Kreis die Blaue
Altpapiertonne zur kostenlosen Erfassung ihrer
Papier- und Kartonagenabfälle angeboten. Auch
sieben Jahre danach halten Nachbestellungen
für die Altpapierbehälter weiterhin an, was den
guten Service dieses Entsorgungsangebotes belegt. Zum Jahresende 2014 waren bei den Haushalten und Gewerbebetrieben rund 75.700 Papiertonnen mit 240 Liter Inhalt und knapp 4.000
Papiercontainer mit 1.100 Liter Inhalt aufgestellt.
Damit sind über 70 % aller Bürger an die haushaltsnahe Altpapiererfassung angeschlossen.

und dürften vor allem auf die rückläufige Nutzung von Printmedien zurückzuführen sein. Auf
Grundlage der Mitbenutzungsvereinbarungen
für Verkaufsverpackungen aus Papier und Kartonagen zwischen der AWG und den Sammelunternehmen flossen diesen aus der Gesamt-Sammelmenge 4.310 Tonnen Altpapier zu. Die Restmenge
von 25.854 Tonnen an kommunalem Altpapier
wurde im Auftrag der AWG verwertet.
Die Zusammenarbeit mit Vereinen bei Altpapiersammlungen hat sich im Jahr 2014 weiter bewährt. Das finanziell attraktive und verlässliche
Festpreisangebot der AWG nutzen derzeit 16
Vereine, die insgesamt rund 445 Tonnen Altpapier gesammelt haben.
Trotz weiterer Investitionen in neue Altpapierbehälter ergab sich auch im Jahr 2014 eine positive
Gesamtbilanz für diese Recyclingsparte. Aus der
Sammlung und Vermarktung des Altpapiers
konnte im Jahr 2014 ein Überschuss von rund
1,21 Mio. € erzielt werden. In diesem Betrag sind
Mitbenutzungsvergütungen der Dualen Systeme
für die Erfassung der PPK- Verkaufsverpackungen in Höhe von rund 359.000 € und Aufwendungen für die Depotcontainer-Standplätze von
rund 86.000 € enthalten. Von den erzielten Überschüssen profitieren die Bürger durch kostengünstige Abfallgebühren.

Die Altpapiersammelmenge im Jahr 2014 von
30.164 Tonnen lag deutlich unter der Vorjahresmenge von 31.648 Tonnen. Diese Mengenverluste werden auch in anderen Regionen beobachtet

Sammlung und Transport – AWG Geschäftsbericht 2014

9

Abfallberatung

Gewerbeabfallberatung

Kindergarten- und Schulberatung

Im Jahr 2014 gab es bei der gewerblichen Abfallentsorgung keine wesentlichen Neuerungen. Vor
allem für neu angesiedelte Firmen besteht jedoch Beratungsbedarf zu den generellen Möglichkeiten der gewerblichen Abfallentsorgung.
Hierbei sind die meistgefragten Themen rechtliche Hintergründe, Pflichten zur Nachweisführung, Möglichkeiten der Wertstoffabgabe auf
unseren Anlagen und Recyclingmöglichkeiten.

Das Thema Abfall ist gerade für Kinder immer
wieder spannend und aktuell. Die AWG bietet altersgerechte Lerneinheiten zu den Themen Abfallvermeidung und Abfalltrennung an. Insgesamt wurden im vergangen Jahr 24 Unterrichtseinheiten durchgeführt. Meist ging es um das
Thema Altpapier und dessen Recycling. Dieses
Thema hat einen praxisnahen Bezug, da gerade
in der Schule viel Papier benötigt wird. Für die
Kinder gibt es auch die Möglichkeit, selbst Papier
zu schöpfen. Kindergärten und Schulen können
den Papierschöpfkoffer unabhängig von der
Durchführung einer Unterrichtseinheit ausleihen.

Haushaltsberatung
Ein Schwerpunkt in der AWG-Abfallberatung ist
nach wie vor die Bestellung und der Umtausch
von Altpapier-, Restmüll- und Biotonnen sowie
die Bearbeitung von Reklamationen bei Tonnenleerungen und Sonderabfuhren. Durch die Weiterführung der Biomülldetektion gibt es bei den
Bürgerinnen und Bürgern immer wieder Beratungsbedarf zur korrekten Befüllung der Biotonnen. Neben allgemeinen Auskünften zu Abfuhrterminen, Öffnungszeiten und Standorten von
AWG-Einrichtungen betreffen viele Fragen die
korrekte Trennung und Entsorgung von Abfällen
und Wertstoffen. Auch zum Thema Sperrmüll
und insbesondere zur Möglichkeit der ExpressAbholung gibt es stets Beratungsbedarf.

Müllaufkommen aus Gewerbe- und Industriebetrieben
Angaben in Tonnen
15.810
13.597
12.178

11.983

12.306

12.292

11.796

11.873

11.509

10.783

10.741

10.176

2012

2013

2014

9.003

2002

10

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

Abfallberatung – AWG Geschäftsbericht 2014

Abfallberatung

AWG-Fundgrube

Vesperdosenaktion

Der eine braucht es nicht mehr, der andere sucht
es ganz dringend - in der „Fundgrube“ der AWG
können die Bürger des Rems-Murr-Kreises gebrauchsfähige Gegenstände wie z.B. Möbel, Kinderwägen und funktionstüchtige Elektrogeräte
kostenfrei anbieten. Jede Woche erscheint eine
Anzeige in den Wochenblättern oder Zeitungen
im Kreis. Daneben gibt es auch die Möglichkeit
gebrauchte Gegenstände über die Internetseite
der AWG anzubieten.
Die „Fundgrube“ ist ein häufig genutztes Forum
um Gebrauchsgegenstände oder funktionierende Elektrogeräte sinnvoll weiterzugeben. Wie
schon in den Vorjahren wird hierbei die „Online-Fundgrube“ mit 4.519 Anzeigen stärker genutzt als die Veröffentlichungen in den Zeitungen (1.344).

Auch im Jahr 2014 konnte die Vesperdosenaktion, die durch die Kreissparkasse Waiblingen logistisch und finanziell unterstützt wird, reibungslos abgewickelt werden. Sämtliche Grundschulen
im Rems-Murr-Kreis erhalten pünktlich zum
Schulbeginn im September Vesperdosen zur Verteilung an die neuen Erstklässler. Diese Verteilung erfolgt dann meist in den ersten Schulwochen. Immer wieder nutzen Lehrkräfte hierbei
die Möglichkeit auf das Thema Abfallvermeidung einzugehen.

Warentauschtage
In den verschiedenen Städten und Gemeinden im
Rems-Murr-Kreis fanden im Jahr 2014 insgesamt
22 Warentauschtage statt. Zur Durchführung der
Warentauschtage erhalten die Veranstalter jeweils Unterstützung durch die AWG.
Auf den Warentauschtagen finden vor allem gut
erhaltene Haushaltsgegenstände wie z.B. Geschirr, Gläser und Besteck, aber auch Spielzeug,
Bücher und Bilder neue Besitzer.

Geschirrmobil
Nach wie vor gibt es bei der AWG zwei Geschirrmobile die kostenlos an Vereine, Schulen und gemeinnützige Organisationen verliehen werden.
Durch die Nutzung der Geschirrmobile kann umweltfreundlich ohne Papp- und Plastikgeschirr
gefeiert werden. Insgesamt wurden die Geschirrmobile im vergangenen Jahr 55 Mal ausgeliehen.

Abfallberatung – AWG Geschäftsbericht 2014

11

Abfallverwertung

12

Abfallverwertung – AWG Geschäftsbericht 2014

Abfallverwertung

Biovergärungsanlage
Backnang-Neuschöntal
Auf der Biovergärungsanlage in Backnang-Neuschöntal wird seit dem 1. Oktober 2011 der gesamte im Rems-Murr-Kreis angefallene Bioabfall
angeliefert und verarbeitet.
Insgesamt 33.982 Tonnen Bioabfall aus der Braunen Tonne wurden im Jahr 2014 angeliefert und
verarbeitet. Nach der Anlieferung wird der Bioabfall aufbereitet, Störstoffe aussortiert und im
Flachbunker zwischengelagert. Zusätzlich wurden weitere 4.657 Tonnen an Gras- und Rasenschnitt sowie 3.008 Tonnen Strauchwerk mitbehandelt. Das Strauchwerk wird als sogenanntes
Strukturmaterial, welches für den Verarbeitungsprozess benötigt wird, angeliefert und verarbeitet.
Bei der Aufbereitung des angelieferten Bioabfalls wurden rund 314 Tonnen Störstoffe (u.a.
Hausmüll, Metalle, Folien, Steine etc.) aussortiert
und extern verwertet. Weiterhin konnten ca. sieben Tonnen an metallischen Störstoffen über
den Magnetabscheider aussortiert werden. Der
Austrag aus der Vergärung wird abgepresst. Dabei fällt Presswasser und ein fester Gärrest an.
Der feste Gärrest wird anschließend kompostiert
und mittels eines mobilen Trommelsiebes auf 15
mm Körnung abgesiebt. Die Menge des aussortierten Siebüberlaufs nach der Kompostierung
von ca. 5.485 Tonnen wurde an externe Verwerter abgegeben.

Bei der Vergärung der Bioabfälle entsteht Biogas, welches in den beiden Blockheizkraftwerken zur Stromerzeugung genutzt wird. Im Jahr
2014 konnten rund 9.473 MWh in das öffentliche
Netz eingespeist werden und Einnahmen in Höhe
von rund 1,4 Mio. € erzielt werden. Die in den
Blockheizkraftwerken entstehende Abwärme
wird zum Teil zur Beheizung der Fermenter und
des Betriebsgebäudes verwendet. Die überschüssige Abwärme wird für die Klärschlammtrocknung auf der Kläranlage der Stadt Backnang kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Auf den Betriebshallen ist eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von ca. 206 kWpeak installiert. Mit dieser Photovoltaikanlage wurden 2014
weitere 205 MWh erzeugt und in das öffentliche
Netz eingespeist. Hieraus konnten Einnahmen in
Höhe vom rund 55.000 € erzielt werden.

Im Jahr 2014 sind ca. 23.334 Tonnen an Flüssigdünger für die landwirtschaftliche Verwertung
angefallen. Des Weiteren wurden im vergangenen Jahr ca. 9.834 Tonnen Biokompost kostenfrei an die Landwirtschaft, Landschaftsgärtner
und an Privatpersonen abgegeben. Der Biokompost wurde bis zur Abgabe auf der Anlage zwischengelagert.

Abfallverwertung – AWG Geschäftsbericht 2014

13

Abfallverwertung

Grünabfallverwertung
Auf den Deponien und der Biovergärungsanlage
Backnang-Neuschöntal wurden im Jahr 2014 insgesamt 14.770 Tonnen Grünabfälle angeliefert. Hiervon
stammen rund 4.131 Tonnen von Gewerbetreibenden
und 10.639 Tonnen von privaten Anlieferern sowie
aus den zweimal jährlich stattfindenden Straßensammlungen. Die Menge des auf den Häckselplätzen
bei den Städten und Gemeinden angelieferten Grünguts lag mit 9.189 Tonnen um einiges höher als im Vorjahr (7.060 Tonnen). Insgesamt wurden im Berichtsjahr 23.959 Tonnen Grünabfälle verarbeitet.
Auf dem Grüngut-Kompostierplatz der Deponie

Schorndorf wurden im vergangenen Jahr mit 744
Tonnen ca. 60 % mehr gütegesicherter Grünkompost
als im Vorjahr (461 Tonnen) erzeugt. Der Kompost
konnte komplett vermarktet werden. Hierbei gingen
ungefähr 90% an private Kleinabnehmer. Die restlichen 10 % wurden von gewerblichen Großabnehmern sowie Garten- und Landschaftsbaubetriebe abgenommen. Durch den Verkauf von Grünkompost
konnten im Jahr 2014 Einnahmen in Höhe von 9.530 €
erzielt werden.

Entwicklung des Wertstoffaufkommens 2008 bis 2014
Angaben in Tonnen
Gesamtwertstoffaufkommen

123.863
119.429

120.784

124.085

122.835

122.451

124.158

3.418

3.706

3.682

3.759

3.409

3.341

3.227

Altmetall

1.630

1.926

1.681

1.680

1.534

1.770

1.865

Verkaufsverpackungen
aus der „Gelben Tonne“

12.576

12.976

13.337

13.419

13.494

13.666

13.668

Glas

10.117

10.164

9.932

10.384

10.271

10.360

10.140

Papier, Pappe,
Kartonagen

31.479

32.189

32.148

33.137

31.656

31.648

30.164

Altholz

6.611

6.952

6.702

6.659

6.352

7.065

6.985

Grünabfälle

19.739

21.497

19.723

20.863

21.408

20.865

24. 127

Biomüll

33.859

34.453

33.579

34.184

34.711

33.736

33.982

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

Elektro-Altgeräte

14

Abfallverwertung – AWG Geschäftsbericht 2014

Abfallverwertung

Seit dem vergangenen Jahr erfolgt die komplette
Aufbereitung und Verwertung des Grüngutes durch
die Firma GWV aus Remseck. Auf diesem Wege wurden 10.854 Tonnen Grünguthäcksel der thermischen
Verwertung zugeführt.
Im Februar 2014 wurde ein weiterer Häckselplatz
in Althütte in Betrieb genommen. Die AWG betreibt nun insgesamt 19 Häckselplätze.

möglichst hohe Wertschöpfung aus den Elektroaltgeräten zu erzielen und den rechtlichen Anforderungen
an das Gerätehandling zu genügen, müssen die Elektroschrott – Container möglichst schonend be- und
umgeladen werden. Daher ist eine maschinelle Beladung von oben nicht mehr zulässig. Hierdurch kommt
es zu einer geringeren Auslastung vor allem der Bildschirm-Container und somit zwangsläufig zu höheren
Transportkosten.

Recyclinghöfe und Wertstoffstationen

Altholzrecycling

Die AWG hat auch im Jahr 2014 insgesamt 13 Recyclinghöfe in den Städten und Gemeinden und vier
Wertstoffstationen auf den Deponien des RemsMurr-Kreises betrieben. Dort können Wertstoffe kostenfrei abgegeben werden. Des Weiteren werden
auf den Deponien Kühlgeräte und gegen Gebühr
auch Rest- und Sperrmüll sowie mineralische Abfälle
angenommen.
Die Sammelmengen auf den Recyclinghöfen und
Wertstoffstationen sind beim Altmetall im Jahr 2014
mit 1.865 Tonnen leicht angestiegen (2013: 1.770 Tonnen). Die Mengen an Altpapier und Kartonagen sind
im Jahr 2014 nahezu gleich geblieben, sie haben insgesamt 2.473 Tonnen erreicht (2013: 2.499 Tonnen).

Die Menge des an den Wertstoffstationen der Deponien erfassten Altholzes der Kategorien A I bis A III
lag mit 5.442 Tonnen um sechs Prozent über dem
Vorjahresniveau (2013: 5.122 Tonnen). Mittels konsequenter Kontrolle der Rest- und Sperrmüllanlieferungen wird auf die Abtrennung von Altholzteilen
geachtet. Das gesammelte Altholz wird, je nach Qualität, thermisch oder stofflich verwertet. Ebenso getrennt erfasst und danach in thermischen Behandlungsanlagen entsorgt wird das Altholz der Kategorie
A IV (mit Holzschutzmitteln behandeltes Altholz wie
Fensterrahmen oder Pfosten aus Außenanlagen).
Die Sammelmenge lag mit 554 Tonnen geringfügig
über der Vorjahresmenge von 541 Tonnen.

Elektroaltgeräterecycling
Die Sammelmenge der Elektroaltgeräte im RemsMurr-Kreis ist im Jahr 2014 mit 3.227 Tonnen etwas
zurückgegangen (Vorjahr: 3.341 Tonnen). Wie bereits
in den Vorjahren wurden die Sammelgruppen 1
(Großgeräte), 2 (Kühlgeräte), 3 (Kommunikationsgeräte/Bildschirmgeräte) und 5 (Kleingeräte) in Eigenregie vermarktet. Durch diese Eigenvermarktung können nach wie vor Erlöse erzielt werden, die dem
Gebührenzahler zu Gute kommen, wenn auch die
Höhe der Erlöse weiter rückläufig ist.
Der Rückgang der Erlöse ist zum einen dadurch bedingt, dass wegen der rückläufigen Metallpreise der
Wert des Elektroschrotts zurückgegangen ist und
zum anderen durch höhere Transportkosten. Um eine

Abfallverwertung – AWG Geschäftsbericht 2014

Bei der Sperrmüllsammlung werden die Altholzteile
weiterhin getrennt erfasst und der Verwertung zugeführt. Von den Rems-Murr-Bürgern gemeldete
Sperrmüll-Anfallstellen werden nacheinander von
zwei Müllfahrzeugen angefahren. Hierbei erfasst
das erste Fahrzeug die Altholzteile (meist Holzmöbel). Durch die getrennte Sammlung ergeben sich
zum einen Kostenvorteile infolge der niedrigeren
Verwertungskosten im Vergleich zur Sperrmüllbehandlung im Müllheizkraftwerk. Zum anderen kann
hierdurch die Menge des thermisch zu entsorgenden
Sperrmülls verringert werden. Im Jahr 2014 wurden
so 1.957 Tonnen Altholz (2013: 1.943 Tonnen) der
Verwertung zugeführt und eine entsprechende
Mengenreduzierung bei der Anlieferung zum
RMHKW Stuttgart-Münster erreicht. Bezogen auf
die Sperrmüll-Gesamtmenge betrug der separierte
Altholzanteil gut 44 Prozent.

15

Abfallverwertung

Problemabfälle

CD-Recycling

Die Menge der gesammelten Problemabfälle lag
mit ca. 442 Tonnen nach wie vor auf dem Niveau
der Vorjahre. Den größten Anteil haben wie immer Altfarben und Altlacke mit rund 216 Tonnen.
Knapp über 80 % der Problemabfälle wurden an
den vier stationären Sammelstellen in Backnang,
Urbach, Waiblingen und Winnenden abgegeben.
Der Rest konnte während der drei Touren des
Umweltmobils eingesammelt werden. Hier sorgen insgesamt 99 Haltestellen in den Kreisgemeinden für einen optimalen Kundenservice.

Im Rems-Murr-Kreis werden auf den 4 Wertstoffstationen der Kreismülldeponien sowie auf
den insgesamt 13 Recyclinghöfen gebrauchte
CDs, DVDs und deren Hüllen gesammelt. Die Datenträger bestehen überwiegend aus Polycarbonat, einer einseitig aufgedampften Aluminiumschicht sowie einem Schutzlack.
Dieser Verbund wird beim Recycling durch mechanische und chemische Verfahren aufgetrennt
und die kleine Scheibe so wieder in ihre Bestandteile zerlegt. Aus dem aufbereiteten Polycarbonat kann eine Vielzahl neuer Produkte hergestellt werden, zum Beispiel für die Medizintechnik,
die Automobiltechnik und die Computerindustrie. Durch das CD-Recycling werden wertvolle
Ressourcen geschont, da einiges an Rohöl, aus
dem normalerweise Kunststoff hergestellt wird,
eingespart werden kann.
Die Menge der erfassten CDs und DVDs ist im
vergangen Jahr stark angestiegen auf 303.000
Stück (Vorjahr 185.000).

Erfasste Problemabfälle 2014
Angaben in Kilogramm
38 Quecksilber
415 Laborchemikalien org.
660 Ammoniaklösung
177 Glykohlether
1.309 Laborchemikalien anorg.

Photovoltaikmodule

1.383 Photochemikalien

Für die Annahme ausgedienter Photovoltaikmodule, sogenannter „End-of-Life-PV-Module“ betreibt die AWG auf der Deponie Winnenden
5.077 Säuren
„Eichholz“ eine zertifizierte Sammelstelle. Privat21.400 Leuchtstoffröhren
haushalte und Gewerbebetriebe können dort
seit Januar 2012 Kleinmengen an PV-Modulen
8.751 Spraydosen
kostenlos abgeben. Das Recycling und der Trans10.128 Fettabfälle
port der gesammelten PV-Module wird von PV
Cycle organisiert, einem europaweit tätigen Zu17.645 Tenside
sammenschluss der bekanntesten Modulherstel25.416 Lösemittel
ler. Die meisten Module bestehen größtenteils
aus Glas (siliziumbasierte PV-Module) oder aus
13.775 Altöl
Halbleitermaterialien (halbleiterbasierte PV-Mo29.415 Pflanzenschutzmittel dule). Neben diesen Hauptmaterialien lassen sich
durch das stoffliche Recycling vor allem Alumini33.048 Gerätebatterien
um, Kupfer und Kunststoffe zurückgewinnen. Im
14.748 Ölverschmutztes Material
Berichtsjahr wurden etwa 670 kg siliziumbasierte
EoL-PV-Module an der Sammelstelle angenom38.850 Autobatterien
men.

4.266 Laugen

215.528 Altlacke/Altfarben

16

Abfallverwertung – AWG Geschäftsbericht 2014

Abfallverwertung

Abfallverwertung – AWG Geschäftsbericht 2014

17

Deponien

18

Deponien – AWG Geschäftsbericht 2014

Deponien

Hausmülldeponie
Backnang-Steinbach (neu)
Nach wie vor wird die Deponie als Wertstoffstation
und zum Umschlag von Restmüll genutzt. Der Restmüll wird im Wesentlichen aus dem Altkreis Backnang eingesammelt, in der Umladestation in Container verladen und anschließend zum Restmüllheizkraftwerk nach Stuttgart abgefahren.
Rund 2.635 m³ belasteter Erdaushub und belastete
mineralische Abfälle wurden im Jahr 2014 auf der
Hausmülldeponie Backnang-Steinbach (neu) abgelagert. Das Brutto-Restablagerungsvolumen des
ersten und zweiten Bauabschnittes betrug zum 31.
Dezember 2014 noch rund 58.411 m³, das Ablagerungsvolumen für Restabfälle noch rund 15.411 m³.
Aufgrund der für den Umschlag von Abfällen benötigten Sonderfläche von ca. 3.000 m² im zweiten
Bauabschnitt kann derzeit nicht das gesamte Ablagerungsvolumen genutzt werden. Die abgelagerten Mengen liegen weiterhin unter dem Durchschnitt der abgelagerten Mengen der letzten sechs
Jahre (2.081 m³). Der Ausbau eines dritten Bauabschnittes ist in Planung.

Das Deponiegas der Deponie Backnang-Steinbach
(neu) wird gemeinsam mit dem Deponiegas der
Altdeponie erfasst und verwertet. Fast das gesamte Deponiegas konnte im Jahr 2014 umweltschonend zur Stromerzeugung genutzt werden. Aus
387.225 m³ Deponiegas wurden ca. 454 MWh Strom
erzeugt und zu den Konditionen des neuen EEG in
das öffentliche Netz eingespeist. Die Stromerlöse
des neuen EEG betragen 9 Cent/kWh. Im Jahr 2014
konnten so Einnahmen in Höhe von rund 40.900 €
erzielt werden.
Aufgrund der rückläufigen Gasqualität konnte das
vorhandene Blockkraftwerk (BKW) nur noch interimsweise betrieben werden. Daher hat die AWG
die Eisenlohr Energie & Umwelttechnik, Esslingen,
mit der Umrüstung der vorhandenen Entgasungsanlage mit einer Schwachgasnutzung beauftragt.
Durch die Umrüstung des vorhandenen BKW mit
einem neuen Gasmischer wurde die Verwertung
von Schwachgas aus der Deponie Backnang-Steinbach (neu) ermöglicht und hierdurch eine Verbes-

Strom- und Wärmeerzeugung auf den Deponien 2009 bis 2014

Angaben in Millionen kWh

Stromerzeugung Backnang-Steinbach
Wärmeerzeugung Winnenden „Eichholz“

19,54
15,99
13,39

11,04
9,53

0,59
2009

0,55
2010

Deponien – AWG Geschäftsbericht 2014

0,48
2011

0,46
2012

0,40
2013

8,90

0,45
2014

19

Deponien

serung der Gasnutzung erreicht. Die Kosten für die
Maßnahme betrugen rund 69.000 €. Die Umrüstung zur Optimierung der Deponiegasverwertung
wurde vom Ministerium für Umwelt, Klima und
Energiewirtschaft Baden-Württemberg mit einem
Zuschuss in Höhe von 35.000 € gefördert.

Hausmülldeponie
Backnang-Steinbach (alt)

maus, Spanische Flagge, Neuntöter etc.). Wegen
der Berücksichtigung naturschutzrechtlicher Auflagen konnten bislang nur geringfügige Untersuchungen für die weitere geotechnische Erkundung
zur Ausführung der Oberflächenabdichtung ausgeführt werden.

Erddeponie Backnang-Steinbach
Im Jahr 2014 wurden 139.735 Tonnen Erdaushub
angeliefert und abgelagert (Vorjahr 121.421
Tonnen). Das Restvolumen der Erddeponie belief
sich somit zum Jahresende 2014 noch auf ca.
867.200 m³.

Im Jahr 2014 wurden die Ingenieurleistungen für
die Planung der Oberflächenabdichtung auf der
Deponie Backnang-Steinbach (alt) an die Ingenieurgruppe RUK, Stuttgart, vergeben. Im Vorfeld wurde unter anderem mit den ersten Planungen für
den Bau der Oberflächenabdichtung auf der Deponie Backnang-Steinbach (alt) begonnen.

Hausmülldeponie „Diebsklinge“
bei Fellbach

Auf dem Deponiegelände befinden sich etliche u.a.
streng geschützte Arten (Zauneidechse, Hasel-

Auf der Deponie „Diebsklinge“, Fellbach mussten im Jahr 2014 aus Sicherheitsgründen stark

20

Deponien – AWG Geschäftsbericht 2014

Deponien

korrodierte Leitern und Geländer an einem ca. 30 m
tiefen Sickerwasserkontrollschacht erneuert werden. Die Arbeiten werden im 1. Quartal 2015 fertiggestellt.
Die Kosten für diese Maßnahme betragen rund
77.900 €.

außerdem die Müllumladestation für Kleinanlieferungen sowie die Wertstoffstation betrieben.
Die Nutzung dieses Ablagerungsvolumens wäre
daher nur bei einer Aufgabe dieser Einrichtungen möglich.

Hausmülldeponie „Lichte“
bei Kaisersbach

Hausmülldeponie
„Eichholz“ bei Winnenden

Durch die im Frühjahr 2011 fertiggestellte vollständige Oberflächenabdichtung hat sich die Sickerwassermenge von ursprünglich 17.800 m³ im
Mittel der Jahre 2007 - 2010 im Jahr 2014 auf
1.944 m³ verringert. Somit wurden, wie bereits in
den ersten drei Jahren nach der Fertigstellung
der Oberflächenabdichtung, im Jahr 2014 weitere Sickerwassertransport- und Behandlungskosten eingespart.

Im Jahr 2014 erfolgte die Erneuerung eines Teilstückes der Zaunanlage der Deponie „Eichholz“
bei Winnenden. Diese Maßnahme wurde beschränkt ausgeschrieben. Nach Prüfung der Angebote wurde der Auftrag mit einem Volumen
von rund 44.300 € vergeben. Es wurden ca. 540 m
Zaun demontiert und durch einen Doppelstabgitter-zaun mit zwei Aushängefeldern, einer Tür
und einer Schlupfklappe ersetzt.

Für die endgültige Stilllegung der Deponie „Lichte“ bei Kaisersbach ist es erforderlich die ehemalige Deponiefläche zu rekultivieren. Im Jahr 2014
wurden hierfür, auf der Grundlage des behördlich genehmigten Rekultivierungsplanes, 5.200
Strauchgehölze auf einer Fläche von 10.000 m²
gepflanzt und aus Kiessand eine Abmagerungsfläche mit 6.500 m² hergestellt. Auf dieser Fläche
wird im Frühjahr 2015 Saatgut für magere Wiesen aufgebracht. Die Kosten für diese Maßnahme
betragen rund 52.200 € (netto).

Auf der Deponie „Eichholz“ werden in der Kesselanlage, welche von der STEAG betrieben wird,
derzeit ca. 300 m³/h Deponiegas verwertet. Zur
Erhöhung der Betriebssicherheit der vorhandenen Entgasungsanlage wurden in 2014 an drei
Gasbrunnen kleinere Reparaturarbeiten erforderlich. Außerdem mussten an mehreren Sickerwasserschächten diverse Undichtigkeiten behoben werden. Hierfür erfolgte eine Ausschreibung
durch das begleitende Ingenieurbüro Eisenlohr
Energie und Umwelttechnik, Esslingen. Die Maßnahme wurde beschränkt ausgeschrieben. Die
Maßnahme mit einer Auftragssumme von rund
39.700 € wurde im Oktober 2014 abgeschlossen.

An den Fassaden von zwei Gassammelgaragen
und des Sickerwasserpumpenhauses waren im
Jahr 2014 Maler- und Putzsanierungsarbeiten erforderlich. Die Kosten für diese Sanierungsarbeiten betrugen rund 4.800 €.

Hausmülldeponie Schorndorf
Auf dieser Deponie steht grundsätzlich noch ein
Ablagerungsvolumen in Höhe von 100.000 m³ für
die Ablagerung von unbelastetem Erdaushub zur
Verfügung. Allerdings werden auf den entsprechenden Ablagerungsflächen nach wie vor in
größerem Umfang Grüngut und Gartenabfälle
angenommen, zerkleinert und kompostiert und

Deponien – AWG Geschäftsbericht 2014

Insgesamt konnten im Jahr 2014 1.876.468 m³
Deponiegas umweltschonend für die Fernwärmeerzeugung genutzt werden. Aus dem Deponiegas konnte 8.898.366 kWh thermische Energie in das Fernwärmenetz der Stadt Winnenden
eingespeist werden. Hierdurch hat die AWG im
Jahr 2014 Einnahmen in Höhe von rund 243.900 €
erzielt.

21

Deponien

Photovoltaikanlagen auf den Einrichtungen der AWG (Dachanlagen)
Die Photovoltaikanlagen der AWG mit einer Gesamtleistung von 91,50 kWpeak befinden sich auf
der Deponie Backnang-Steinbach, der Sickerwasserreinigungsanlage Backnang-Steinbach, der
Deponie „Eichholz“ bei Winnenden, der Sickerwasserreinigungsanlage „Eichholz“ bei Winnenden sowie auf dem Recyclinghof in Waiblingen.
Eine weitere PV-Anlage mit einer Leistung von
24,5 kWpeak wurde im Mai 2013 auf der Deponie
„Eichholz“ bei Winnenden in Betrieb genommen. Die Besonderheit der Anlage, die sich auf
dem Dach der Garage 1 befindet, liegt darin,
dass ein Teil der erzeugten Leistung für den eigenen Stromverbrauch der Deponie „Eichholz“ bei
Winnenden genutzt wird.
Insgesamt 111.050 kWh Strom wurden im Jahr
2014 mit den Photovoltaikanlagen erzeugt. Nach

22

Abzug des Eigenbedarfs in Höhe von 14.661 kWh
Strom konnten 96.389 kWh in das öffentliche
Netz eingespeist werden. Hierfür erhielt die
AWG eine Vergütung in Höhe von rund 44.200 €.

Freiflächenphotovoltaikanlage auf der
Deponie Kaisersbach „Lichte“
Seit September 2011 wird mit dieser Anlage klimaneutraler Ökostrom in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Mit den insgesamt 2.828 installierten polykristallinen Photovoltaikmodulen
konnten im vergangenen Jahr 702.158 kWh
Strom erzeugt und in das öffentliche Stromnetz
eingespeist werden. Die Vergütung hierfür betrug rund 148.200 €. Mit dem erzeugten
Ökostrom könnten rund 250 Haushalte versorgt
werden.

Deponien – AWG Geschäftsbericht 2014

Deponien

Sickerwasserreinigungsanlage
Backnang-Steinbach

Sickerwasserreinigungsanlage
„Eichholz“ bei Winnenden

In der Sickerwasserreinigungsanlage BacknangSteinbach werden sämtliche Sickerwässer der Deponien „Lichte“, Kaisersbach, Backnang-Steinbach (alt) und Backnang-Steinbach (neu)
gereinigt. Im Jahr 2014 wurden in der Anlage insgesamt 34.238 m³ Sickerwasser von den oben genannten Deponien behandelt und anschließend
entsprechend der Genehmigung in das Kanalnetz
der Stadt Backnang eingeleitet.

Über einen ca. 1,4 km langen Kanal wurden im
vergangenen Jahr 47.122 m³ gereinigtes Sickerwasser aus der Hausmülldeponie „Eichholz“, Winnenden direkt in den Buchenbach eingeleitet.
Die Wassertemperatur am Ablauf der Anlage wird
mit einem Kühlturm geregelt. Dieser Kühlturm
musste im Jahr 2014 ersetzt werden. Die Kosten
für diese Maßnahme betrugen rund 10.200 €.

Weiterhin waren für den ordnungsgemäßen Betrieb die qualifizierte Wartung und schrittweise
Erneuerung von technischen Einrichtungen zwingend erforderlich.

Durch die Direkteinleitung des gereinigten Sickerwassers in den Buchenbach (Forellengewässer) ist
ein absolut zuverlässiger Anlagenbetrieb notwendig, der auch 2014 durch regelmäßige Wartungen
und einen umfangreichen analytischen Aufwand
beim Betrieb dieser Anlage gesichert werden
konnte.

Sickerwassermengen auf den Deponien 2007 bis 2014

Angaben in m3

191.443
161.732

215.170
184.180

146.946

137.883

142.893

147.402

Jahressumme
Breuningsweiler

16.068

12.116

15.195

14.310

10.687

9.338

18.705

10.847

Fellbach

14.667

13.756

23.576

21.237

19.919

13.643

27.028

21.013

Schorndorf

27.671

24.585

31.674

32.656

23.043

25.550

34.726

19.674

Kaisersbach

18.120

16.800

18.436

17.700

4.140

2.544

1.998

1.945

Winnenden

50.787

48.164

62.493

56.053

47.343

52.384

80.406

58.412

34.419
2007

31.525

40.069
2009

42.224

32.751
2011

39.434

52.307
2013

35.511

BacknangSteinbach

Deponien – AWG Geschäftsbericht 2014

2008

2010

2012

2014

23

Personal- und Sozialwesen

Personal- und Sozialwesen
Der Personalstand zum 31. Dezember 2014 betrug 62 Mitarbeiter, davon 21 Teilzeitbeschäftigte. Im laufenden Jahr 2014 sind drei Mitarbeiter
aus dem Unternehmen ausgeschieden und fünf
neue Mitarbeiter konnten im Team der AWG begrüßt werden.
Zum 1. März 2014 erhöhten sich die tariflichen
Vergütungsentgelte für die Mitarbeiter/innen
der AWG um 3,0 %. Grundlage hierfür war der im
Mai 2014 zwischen der Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und ver.di abgeschlossene Entgelttarifvertrag.
Im Jahr 2014 wurden gemäß der Tarifeinigung
vom 27. Februar 2010 leistungs- und erfolgsorientierte Entgeltzahlungen in Höhe von 2,0 % der
gesamten Vergütungssumme der AWG an die
Mitarbeiter/innen der AWG ausbezahlt. Im Rah-

men dieses Bewertungsprozesses werden mit jedem Mitarbeiter Personalgespräche geführt.
Die seit 2011 erfolgten Überlegungen hinsichtlich einer Optimierung der Organisation und Unternehmensform der Abfallwirtschaft im RemsMurr-Kreis werden fortgeführt, sobald die dafür
notwendige rechtliche Basis in Baden-Württemberg geschaffen ist. Erwartet werden diese Gesetzesänderungen in 2015.
Die durchschnittliche Krankenquote der AWG lag
im Jahr 2014 bei 5,5 % (Vorjahr 9,6 %). Lässt man
den Sachverhalt der Langzeiterkrankung außen
vor, so liegt die Krankenquote bei 3,1% und damit unterhalb des Durchschnitts der gesetzlich
versicherten Arbeitnehmer. Diese Tatsache lässt
den Rückschluss auf ein hohes Engagement unserer Mitarbeiter/innen zu.

Personalstand nach Bereichen 2014
31.12.2014

31.12.2013

Geschäftsführung
davon Teilzeit

3
(1)

3
(1)

Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit
davon Teilzeit

1
(1)

1
(1)

Finanzen, Personal, Verwaltung
davon Teilzeit

6
(1)

6
(1)

Beratung, Logistik, Recycling
davon Teilzeit

8,5
(5)

8,5
(5)

Technik
davon Teilzeit

4,5
(1)

4,5
(1)

Deponien, Wertstoffhöfe, Rampenberatung
davon Teilzeit

19
(1)

18
(1)

Biovergärungsanlage
davon Teilzeit

6
-

5
-

Sickerwasserreinigungsanlagen
davon Teilzeit

3
-

3
-

Problemmüllsammelstellen
davon Teilzeit

11
(11)

11
(11)

Gesamt

62

60

24

Personal- und Sozialwesen – AWG Geschäftsbericht 2014

Personal- und Sozialwesen

Personal- und Sozialwesen – AWG Geschäftsbericht 2014

25

Lagebericht Teil 2

Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Gesellschaft verringerte
sich von 18,8 Mio. € im Jahr 2013 auf 16,5 Mio. €
im Berichtsjahr.
Das Anlagevermögen verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Mio. € auf 14,3 Mio. €.
Ursache hierfür sind die im Jahr 2014 verhältnismäßig geringen Investitionen und die mit
dem Bau der Biovergärungsanlage einhergehenden höheren Abschreibungen.
Das Umlaufvermögen verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um rund 261.000 € auf 2,1
Mio. €. Ursache hierfür ist der gesunkene Forderungsbestand. Die flüssigen Mittel zum Bilanzstichtag weisen einen Bestand von 531.000 €
aus.
Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält eine
Zahlung für die Behälterbestandspflege der Restmüllbehälter durch die beauftragte Entsorgungsfirma für die Laufzeit des Vertrags. Der Rechnungsabgrenzungsposten wird jährlich anteilig
aufgelöst.

26

Auf der Passivseite weist die Bilanz ein Eigenkapital in Höhe von 444.419,36 € aus. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem
im Jahr 2014 erzielten Jahresüberschuss in Höhe
von 55.366,00 €.
Die Rückstellungen erhöhten sich gegenüber
dem Vorjahr um rund 144.000 €. Darin enthalten
sind vor allem Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Lieferungen und Leistungen. Die übrigen Rückstellungen beinhalten unter anderem
ausstehende Urlaubs- und Zeitguthaben der Mitarbeiter sowie abgegrenzte Zuzahlungen für Depotcontainerstandorte. Die Verbindlichkeiten
verringerten sich zum Bilanzstichtag 2014 um 2,6
Mio. € auf rund 14,0 Mio. €. Die Reduzierung resultiert zum einen aus der Rückzahlung von Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter
und zum anderen aus der Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung.
Die vom Landkreis an die AWG gegebenen Darlehen konnten planmäßig zurückgeführt werden.
Dies erfolgte ausschließlich über Abschreibungs-

Lagebericht Teil 2 – AWG Geschäftsbericht 2014

Lagebericht Teil 2

rückflüsse, die vom Landkreis im Rahmen der laufenden Zuweisung an die AWG erstattet werden.

Finanz und Ertragslage
Die Aufwendungen der Gesellschaft in Höhe
von 20,3 Mio. € wurden 2014 zum großen
Teil durch Zuweisungen des Rems-Murr-Kreises aus dem Abfallwirtschaftsgebührenaufkommen finanziert. Neben diesen Zuweisungen wurden Erlöse aus der Stromerzeugung
aus Biogas auf der Biovergärungsanlage von
1,4 Mio. € erwirtschaftet. Des Weiteren wurden aus dem Deponiegasverkauf für die
Strom- und Fernwärmeerzeugung, aus dem
Betrieb von Photovoltaikanlagen, dem Verkauf von Gütekompost und Grünhackschnitzeln, der Annahme von Problemmüll sowie
durch DSD-Kostenerstattungen für Abfallberatung Erlöse in Höhe von insgesamt
672.000 € erzielt.
Außerdem ergaben sich im Berichtsjahr Umsatzerlöse bei der Vermarktung von Altpapier

von 2.280.000 €, bei Altkleidern von 25.000 €, bei
Altmetall und Elektroaltgeräten von 896.000 €
und bei Altholz von 204.000 €. Aus der Erdaushubentsorgung und aus der Annahme von Verwertungsabfällen für den Deponiebau bzw. zur Rekultivierung wurden im Jahr 2014 Erlöse von
1.402.000 €, aus der Annahme von gewerblichem
Grüngut von 168.000 € und aus der Vermarktung
von Grüngut von 70.000 € erzielt. Die von der Gesellschaft eingenommenen gesamten Erlöse aus
sonstigen Lieferungen und Leistungen entsprechen rund 7,1 Mio. € und somit 36,6 % der gesamten Umsatzerlöse (Vorjahr 34,9 %).Die sonstigen
betrieblichen Erträge reduzierten sich im Jahr
2014 um 153.000 € auf 823.000 €. Es handelt sich
dabei vor allem um Erträge aus der Auflösung
von Rückstellungen und um Erträge aus Anlagenabgängen sowie um Erträge aus Versicherungsentschädigungen, welche in 2014 um
143.000 € unter dem Vorjahr lagen. Die übrigen
betrieblichen Erträge enthalten vor allem Erlöse
aus der Mitbenutzung des Sammelsystems beim
Altpapier für Verkaufsverpackungen. Des Weite-

Aufwandstruktur der AWG
Angaben in Millionen Euro
2012: 21,8 Mio. €
2013: 21,9 Mio. €
2014: 22,1 Mio. €

5,4

5,6
5,1 5,1 5,1

5,6

2,8 2,8 2,9
1,7 1,7

0,1 0,1 0,1

0,2 0,2 0,3

Zinsen und
Steuern

Problemmüllentsorgung

0,8
0,7 0,8
Aufwand
Recycling

Lagebericht Teil 2 – AWG Geschäftsbericht 2014

3,0 3,1

2,9
2,4

2,7

2,5

1,3

sonst. betriebl. Papiersammlung Personalkosten Betrieb Abfall- Abschreibungen Sammlung
Aufwendungen und Verwertung
beseitigungsanlagen
und Transport

27

Lagebericht Teil 2

ren sind Erträge aus Anzeigenschaltungen in der
Abfallbroschüre enthalten.
	
Durch den 2014 erwirtschafteten Jahresüberschuss in Höhe von 55.366,00 € erhöht sich der
Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2014 auf
334.419,36 €.

Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem
Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

Prognosebericht
Im Jahr 2015 werden sich die gebührenrelevanten
Aufwendungen der AWG und damit die gebührenrelevanten Zuweisungsraten des Landkreises an
die AWG voraussichtlich auf dem für 2015 geplanten Niveau bewegen.
Das im Jahr 2014 geplante Aufbringen eines ersten
Bauabschnittes der Oberflächenabdichtung auf
der Altdeponie Backnang-Steinbach wird voraussichtlich auch in 2015 nicht in vollem Umfang (2,3
Mio. €) realisiert. Hintergrund ist der auf der vorgesehenen Fläche EU-weit geschützte Bestand an
Vogel-, Reptilien- und Schmetterlingsarten, der
zunächst umgesiedelt werden muss. Eine entsprechende Genehmigung steht nach wie vor aus. Die

28

Kosten für die Oberflächenabdichtung werden
nicht über die Abfallwirtschaftsgebühren, sondern
über die beim Landkreis gebildete Nachsorgerücklage finanziert und betragen rund 7,0 Mio. €.
Darüber hinaus sind im Jahr 2015 weitere Ausgaben im Investitionsplan in Höhe von rund 2,9 Mio. €
vorgesehen. Diese betreffen im Wesentlichen den
Ausbau des dritten Bauabschnitts der Mülldeponie Backnang-Steinbach (neu: DK II). Der Ausbau
wird auf Grund des im zweiten Bauabschnitt zu
Ende gehenden Verfüllvolumens notwendig. Weitere Investitionen betreffen Ersatzbeschaffungen
von Maschinen und Ausstattungen.
Im Bereich des Altpapiers und Altmetalls können
bei gleichbleibender Marktsituation wie im Jahr
2014 auch im Jahr 2015 ähnliche Erträge erwartet
werden. Da bei der Planung für 2015 die Umsatzerlöse für Altpapier und Altmetall auf der Basis einer vorsichtigen Kalkulation angesetzt wurden, kann damit gerechnet werden, dass die
Altpapier- und Altmetallumsätze 2015 über dem
Planansatz liegen.

Risikobericht
Bei den Sammel- und Transportleistungen des
Restmülls und der Wertstoffe kann es auch in der
Zukunft zu Struktur- / Leistungsanpassungen im
Rahmen der bestehenden Verträge kommen, die

Lagebericht Teil 2 – AWG Geschäftsbericht 2014

Lagebericht Teil 2

Auswirkungen auf die Entsorgungskosten haben.
Außerdem kann es vor allem durch Mehrmengen
beim Rest- und Biomüll und durch eventuelle Entgeltanpassungen zu höheren Sammelkosten in der
Zukunft kommen.
Konjunkturelle und witterungsbedingte Einflüsse
können im Bereich der Erdaushubannahme und
der Annahme von Deponiebaumaterial sowie der
Annahme von gewerblichem Grüngut zu Umsatzschwankungen führen.
Aufgrund von nicht vorhersehbaren Preisentwicklungen bei den Wertstoffen Altpapier und Altmetall besteht grundsätzlich ein Erlösrisiko. Weitere
Risiken bestehen im Bereich der Mülldeponien hinsichtlich der Boden-, Wasser- oder Luftverschmutzung, sollten hier unvorhersehbare Schäden auftreten. Allerdings sind diese Risiken als gering
einzuschätzen, da die Anlagen laufend überwacht,
gewartet und kritische Anlagenteile (Grund- und
Sickerwasseranlagen sowie die Gaserfassung und
Gasverwertung) vorbeugend instandgesetzt oder
ausgetauscht werden. Außerdem bestehen bei der
AWG eine Umweltschadenshaftpflichtversicherung
und eine Umweltschadensversicherung.

In 2015 wird die AWG das Pilotprojekt zum neuen
Geschäftsfeld Altkleidersammlung abschließen.
Über eine eventuelle Fortsetzung und Ausweitung des Projektes wird in den Gremien des
Rems-Murr-Kreises im zweiten Halbjahr 2015 beraten.
Änderungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen können für die AWG sowohl Chancen als
auch Risiken mit sich bringen. Zur Überwachung
der Chancen und Risiken hat die AWG ein Risikomanagementsystem installiert.

Risikobericht in Bezug auf die Ver­
wendung von Finanzinstrumenten
Die AWG setzt keine derivaten Finanzinstrumente
ein. Somit besteht kein Risiko in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten.
Die Geschäftsleitung dankt den Mitgliedern des
Aufsichtsrats für die Unterstützung in vielen wichtigen Fragen im vergangenen Geschäftsjahr. Der
Dank geht auch an unsere Geschäftspartner für die
positive Zusammenarbeit und an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWG für Ihren engagierten
Beitrag zu diesem erfolgreichen Geschäftsverlauf.

Chancenbericht
Bei der Sammlung und Verwertung des Abfalls
sowie im laufendenden Geschäftsbetrieb können sich zwar Kostenerhöhungen ergeben. Diese
können aber voraussichtlich durch entsprechende Nebenerträge (Wertstofferlöse) ausgeglichen
werden und haben somit keine negativen Auswirkungen auf die gebührenrelevante Zuweisungsrate des Landkreises.
Bei einem kontinuierlichen Betrieb der Biovergärungsanlage Backnang-Neuschöntal mit Stromerzeugung und Wärmenutzung kann, wie im
Vorjahr, auch für 2015 damit gerechnet werden,
dass sich die Behandlungskosten für den im
Rems-Murr-Kreis anfallenden Biomüll auf Planniveau bewegen. Damit trägt die Anlage weiterhin
zur Stabilität der Abfallwirtschaftsgebühren im
Rems-Murr-Kreis bei.

Waiblingen, den 27. April 2015
Abfallwirtschaftsgesellschaft des Rems-Murr-Kreises mbH (AWG)
Geschäftsleitung

Gerald Balthasar	

Lagebericht Teil 2 – AWG Geschäftsbericht 2014

Frank Geißler

29

Bericht des Aufsichtsrats

30

Bericht des Aufsichtsrats – AWG Geschäftsbericht 2014

Bericht des Aufsichtsrats

Die Geschäftsleitung hat den Aufsichtsrat kontinuierlich und aktuell über die Geschäftsentwicklung und die Lage der Gesellschaft sowie über
alle bedeutsamen Geschäftsvorgänge umfassend
unterrichtet. Der Aufsichtsrat ist seiner Überwachungspflicht gegenüber der Geschäftsführung
nachgekommen.
Im Geschäftsjahr 2014 haben vier Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Schwerpunkte der Beratungen bildeten die Berichte über die Geschäftsentwicklung und die Genehmigung des Jahresabschlusses 2013, die Vergabeentscheidungen zur
Verarbeitung und Verwertung von Altholz sowie
die Vergabe der Entsorgungsdienstleistungen im
Rems-Murr-Kreis ab dem 1. Januar 2016.
Weitere wichtige Beratungsthemen waren die
Vergleichsverhandlungen im Zusammenhang mit
der Abnahme der Biovergärungsanlage Backnang-Neuschöntal.

gen, dass die getroffenen Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung sowie der wirtschaftlichen Verhältnisse
geeignet und ausreichend sind.
Nach dem Ergebnis der Prüfung sind gegen den
Jahresabschluss keine Einwendungen zu erheben.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 24. Juni
2015 dem von der Geschäftsführung vorgestellten
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 zugestimmt. Er hat der Gesellschafterversammlung
empfohlen, den geprüften Jahresabschluss festzustellen und den Jahresgewinn des Geschäftsjahres 2014 in Höhe von 55.366,00 € in das Rechnungsjahr 2015 vorzutragen.
Der Aufsichtsrat dankt den Geschäftsführern sowie allen Beschäftigten der Gesellschaft für die
gute und erfolgreiche Arbeit.

Aufgrund der Neuwahlen zum Kreistag im Jahr
2014 ergaben sich Neubesetzungen im Aufsichtsrat der AWG. Von den 15 Aufsichtsräten sind am
14. September 2014 sechs Aufsichtsräte aus dem
Gremium ausgeschieden. Diese Positionen wurden neu besetzt. Der Aufsichtsratsvorsitzende
und Gesellschaftervertreter, Herr Landrat Johannes Fuchs, bedankte sich bei allen Aufsichtsräten
für ihre konstruktive Zusammenarbeit und für ihr
Engagement im AWG-Aufsichtsrat.
Die von der Gesellschafterversammlung mit der
Prüfung beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Wibera Wirtschaftsberatung, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat den vorliegenden Jahresabschluss 2014 einschließlich
Anhang und Lagebericht geprüft und mit dem
uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Allen Organen der Gesellschaft wurde die
ordnungsgemäße Erfüllung der ihnen obliegenden Verpflichtungen bescheinigt.
Außerdem wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der
Geschäftsführung und der wirtschaftlichen Verhältnisse nach § 53 Haushaltsgrundsätzegesetz
durchgeführt. Die Wirtschaftsprüfer bescheini-

Bericht des Aufsichtsrats – AWG Geschäftsbericht 2014

Johannes Fuchs
Aufsichtsratsvorsitzender der Abfallwirtschaftsgesellschaft und Landrat des Rems-Murr-Kreises

31

Bilanz zum 31. Dezember 2014

32

Bilanz zum 31. Dezember 2014 – AWG Geschäftsbericht 2014

Bilanz zum 31. Dezember 2014

Aktiva
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
2. Technische Anlagen und Maschinen
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegen Gesellschafter
3. Sonstige Vermögensgegenstände
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
C. Rechnungsabgrenzungsposten

Passiva
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Bilanzgewinn
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen
2. Sonstige Rückstellungen
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
3. Sonstige Verbindlichkeiten

Bilanz zum 31. Dezember 2014 – AWG Geschäftsbericht 2014

31.12.2014
€

31.12.2013
€

6.190,00

22.248,00

6.433.481,00

7.045.287,00

6.912.765,73
996.899,00
3.000,00
14.346.145,73
14.352.335,73

7.976.294,00
1.371.540,00
26.520,00
16.419.641,00
16.441.889,00

154.152,31

196.533,92

936.127,00
393.597,04
57.522,74
1.387.246,78

1.537.900,05
114.386,20
92.975,67
1.745.261,92

530.593,21
2.071.992,30

391.603,29
2.333.399,13

36.537,60

73.075,20

16.460.865,63

18.848.363,33

31.12.2014

31.12.2013

€

€

110.000,00

110.000,00

334.419,36
444.419,36

279.053,36
389.053,36

33.410,94
1.991.029,20
2.024.440,14

29.683,36
1.850.717,35
1.880.400,71

2.050.824,07
11.823.178,97
118.003,09
13.992.006,13

2.858.358,70
13.648.044,48
72.506,08
16.578.909,26

16.460.865,63

18.848.363,33

33

Gewinn- und Verlustrechnung 2014

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014

1. Umsatzerlöse

2014

2013

€

€

19.500.469,82

21.232.566,24

823.495,86

975.574,34

20.323.965,68

22.208.140,58

13.924.857,72

15.763.047,14

2.262.428,56

2.194.330,60

637.851,92

575.372,33

2.900.280,48

2.769.702,93

2.501.713,00

2.706.901,00

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

864.952,27

845.040,54

7. Betriebliches Ergebnis

132.162,21

123.448,97

8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

2.702,54

3.750,91

9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

50.532,09

64.141,47

10. Finanzergebnis

-47.829,55

-60.390,56

11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

84.332,66

63.058,41

12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

25.444,07

18.470,82

3.522,59

3.351,59

55.366,00

41.236,00

15. Gewinnvortrag

279.053,36

237.817,36

16. Bilanzgewinn

334.419,36

279.053,36

2. Sonstige betriebliche Erträge

3. Sachaufwand der Abfallbeseitigung und Wertstoffbezug
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung

5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen

13. Sonstige Steuern
14. Jahresüberschuss

34

Gewinn- und Verlustrechnung 2014 – AWG Geschäftsbericht 2014

Entwicklung des Anlagevermögens 2014

Entwicklung des Anlagevermögens 2014

I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche
Schutz­rechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden
Grundstücken
2. Technische Anlagen
und Maschinen
3. Andere Anlagen, Betriebsund Geschäftsausstattung
4. Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau

I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche
Schutz­rechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden
Grundstücken
2. Technische Anlagen
und Maschinen
3. Andere Anlagen, Betriebsund Geschäftsausstattung
4. Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
UmbuchunStand am
Zugänge
Abgänge
gen
01.01.2014
€
€
€
€

Stand am
31.12.2014
€

305.579

0

0

0

305.579

35.752.127

44.730

0

0

35.796.857

17.617.829

69.485

20.458

23.520

17.690.376

8.232.372

313.803

52.950

0

8.493.225

26.520

0

0

-23.520

3.000

61.628.848

428.018

73.408

0

61.983.458

61.934.427

428.018

73.408

0

62.289.037

Stand am
01.01.2014
€

Abschreibungen
Zugänge
Abgänge
€

€

283.331

16.058

0

28.706.840

656.536

9.641.535

1.140.675

4.600

6.860.832

688.444

Stand am
31.12.2014
€

Restbuchwerte
Stand am Stand am
31.12.2014 31.12.2013
€
€

283.331

6.190

22.248

0 28.706.840

6.433.481

7.045.287

9.641.535

6.912.766

7.976.294

52.950

6.860.832

996.899

1.371.540

0

0

3.000

26.520

0

0

45.209.207

2.485.655

57.550 45.209.207 14.346.146 16.419.641

45.492.538

2.501.713

57.550 45.492.538 14.352.336 16.441.889

Entwicklung des Anlagevermögens 2014 – AWG Geschäftsbericht 2014

35

Anhang für das Geschäftsjahr 2014

36

Anhang für das Geschäftsjahr 2014 – AWG Geschäftsbericht 2014

Anhang für das Geschäftsjahr 2014

A. Allgemeine Erläuterungen
Der Jahresabschluss der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Rems-Murr-Kreises mbH (AWG), Waiblingen, wurde auf der Grundlage der Bilanzierungsund
Bewertungsvorschriften
des
Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu
diesen Vorschriften waren die Regelungen des
GmbH-Gesetzes zu beachten.
Abweichend vom allgemeinen handelsrechtlichen Gliederungsschema für die Gewinn- und
Verlustrechnung wird der Sachaufwand für Abfallbeseitigung und Wertstoffbezug gesondert
an der sonst üblichen Stelle für den Materialaufwand ausgewiesen.

B. Rechnungslegungsgrundsätze
Die immateriellen Vermögensgegenstände sind
zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die
Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet.
Der Wertverzehr wird durch planmäßige Abschreibungen erfasst. Die Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode
berechnet. Auf die Zugänge des beweglichen
Anlagevermögens werden die Jahresabschreibungen pro rata temporis verrechnet. Davon abweichend werden die Investitionen für die Deponie in Backnang-Steinbach entsprechend den
verfüllten Mengen abgeschrieben (leistungsbezogene Abschreibungen). Für geringwertige

Anhang für das Geschäftsjahr 2014 – AWG Geschäftsbericht 2014

Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 150,00 und 1.000,00 Euro, die im Berichtsjahr angeschafft wurden, wird ein gesonderter
Posten gebildet, der linear über fünf Jahre abgeschrieben wird.
Die Vorräte sind mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen
und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und
Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren
Eintritt vorliegen.
Die Altersversorgung für die Mitarbeiter des Unternehmens ist durch den Altersvorsorgetarifvertrag für den Kommunalbereich (ATV-K) geregelt.
Der Arbeitgeber verpflichtet sich, die den Voraussetzungen der Versicherungspflicht unterliegenden Mitarbeiter bei der Zusatzversorgungskasse des kommunalen Versorgungsverbandes
Baden-Württemberg, Heidelberg (ZVK), zu versichern. Die Versorgungszusage ist entsprechend
der Satzung der ZVK ausgestaltet. Der auf die
Gesellschaft entfallende Umlagesatz 2014 beträgt 5,35 %. Das Sanierungsgeld betrug zusätzlich 2,4 % des ZVK-pflichtigen Entgelts.
Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag
passiviert.

37

Anhang für das Geschäftsjahr 2014

C. Erläuterungen zur Bilanz- und
Gewinn- und Verlustrechnung
I. Bilanz
1. Anlagevermögen
Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. Bei
der Position Bauten auf fremden Grundstücken handelt es sich um Anlagen, die auf den gepachteten
Grundstücken des Rems-Murr-Kreises erstellt wurden.

2. Vorräte

6. Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere ausstehende Rechnungen für noch nicht abgerechnete Leistungen (1.316.000 €; i.V. 1.218.000 €),
Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen
(168.000 €; i.V. 10.000 €), ausstehenden Urlaub und
Zeitguthaben (175.000 € i.V. 216.000 €), für Zuzahlungen an die Gemeinden zur Reinigung von Containerstandplätzen (77.000 €; i.V. 72.000 €), für Jahresabschlusskosten (36.000 €; i.V. 34.000 €), für
Nutzung Erddeponie BK (167.000 €; i.V. 140.000 €)
und übrige (52.000 €; i.V. 51.000 €).

7. Verbindlichkeiten

Bei den unter Vorräten ausgewiesenen Roh-, Hilfsund Betriebsstoffen handelt es sich hauptsächlich
um Ersatzteile, Betriebs- und Treibstoffe auf den
Anlagen der AWG.

3. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
betreffen überwiegend Forderungen aus der Annahme von Erdaushubmaterial und dem Verkauf
von Wertstoffen.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es
sich im Wesentlichen um fünf Darlehen. Davon wurde ein Darlehen in Höhe von 12,8 Mio. € zur Finanzierung der im Jahr 2010 und 2011 durchgeführten Investitionen im Zusammenhang mit dem Bau der
Biovergärungsanlage verwendet. Drei weitere Darlehen in Höhe von insgesamt 2,3 Mio. € betreffen die
Finanzierung von PV-Anlagen. Diese Darlehen werden mit 2,5% p.a. verzinst. Die restliche Darlehenssumme in Höhe von 3,7 Mio. € betrifft ein Darlehen
zur Finanzierung der Restmüll- und Papiertonnen.

4. Flüssige Mittel

€
422.578,97
6.074.000,00
5.326.600,00
11.823.178,97

Die Position enthält den Kassenbestand und die
Guthaben bei einem Kreditinstitut.

Restlaufzeit bis 1 Jahr
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre
Restlaufzeit über 5 Jahre

5. Eigenkapital
Entwicklung des Eigenkapitals:

Alle übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Stammkapital
Gewinnvortrag
Jahresüberschuss
Bilanzgewinn

€
110.000,00
279.053,36
55.366,00
344.419,36
444.419,36

Das Stammkapital ist voll einbezahlt. Alleiniger Gesellschafter ist der Rems-Murr-Kreis.

38

Verbindlichkeiten aus
Steuern
Übrige sonstige
Verbindlichkeiten

31.12.2014
€

31.12.2013
€

112.171,71

62.709,61

5.831,38
118.003,09

9.796,47
72.506,08

Anhang für das Geschäftsjahr 2014 – AWG Geschäftsbericht 2014

Anhang für das Geschäftsjahr 2014

II. Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung

4. Aufwendungen für
Altersversorgung

1. Umsatzerlöse

In der Position „Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung“
sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe
von 202.069,29 € (i.V. 186.686,72 € ) enthalten.

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt verteilen:

Zuweisungen des
Rems-Murr-Kreises
Lieferungen und
Leistungen

31.12.2014
€

31.12.2013
€

12.370.609,66 13.828.337,86
7.129.860,16 7.404.228,38
19.500.469,85 21.232.566,24

2. Sonstige betriebliche Erträge
Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge i. H. v. 370.000 € (i.V. 76.000 €) ausgewiesen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (114.000 €; i.V.
50.000 €), um Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (5.000 €; i.V. 12.000 €), um
Versicherungsentschädigungen des Schadens Biovergärungsanlage aus dem Vorjahr i. H. v. 234.000 € und um
sonstige periodenfremde Erträge (17.000 €; i.V. 14.000 €).
Der Rest betrifft übrige neutrale und betriebliche Erträge wie Versicherungsentschädigungen für das laufende
Jahr (30.000 €; i.V. 407.000 €), Erträge aus der Mitbenutzung des Sammelsystems für Altpapier (359.000 €; i.V.
359.000 €) sowie Erträge aus Anzeigen im Abfallkalender, Erträge aus der Fremdnutzung der Umschlagstation Backnang und sonstige Kostenerstattungen.

3. Sachaufwand für Abfall­beseitigung und Wertstoffbezug
Die Position setzt sich wie folgt zusammen:

Aufwand Mobilsammlung und -entsorgung
Aufwand der
Deponien
Verwertungskosten,
Recycling
Wertstoffübernahme
vom Landkreis
Entsorgung Problemmüll

2014
€

2013
€

6.441.799,11

6.823.562,79

3.327.428,40

3.119.063,97

2.445.594,18

1.690.865,17

1.418.566,03 3.941.335,61
291.470,00
188.219,60
13.924.857,72 15.763.047,14

Anhang für das Geschäftsjahr 2014 – AWG Geschäftsbericht 2014

5. Sonstige betriebliche
Aufwendungen
Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen
sind als wesentliche Posten die Sachaufwendungen
für Beratung, Öffentlichkeitsarbeit und Abfallkalender mit 116.000 € (i.V. 135.000 € ), die Mietaufwendungen für das Verwaltungsgebäude inkl. Nebenkosten mit 97.000 € (i.V. 98.000 € ), die Rechts- und
Beratungskosten mit 109.000 € (i.V. 61.000 € ) und
die Versicherungsbeiträge mit 168.000 € (i.V. 174.000
€ ) zu nennen. Der Rest betrifft übrige allgemeine
Geschäftsaufwendungen.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind
periodenfremde Aufwendungen i. H. v. 25.000 €
(i.V. 72.000 € ) enthalten.

D. Sonstige Angaben
1. Personal
Im Jahresdurchschnitt waren 62 Mitarbeiter beschäftigt, davon 21 Mitarbeiter in Teilzeit.

2. Sonstige finanzielle
Verpflichtungen
Aus erteilten Investitions- und Instandhaltungsaufträgen bestand zum 31. Dezember 2014 ein Bestellobligo
von 3.000 € (i.V. 134.000 €). Zurzeit bestehen langfristige Leistungsverträge überwiegend mit Entsorgungsun-ternehmen mit einem zukünftigen Aufwand von
58,7 Mio. € (i.V. 19,5 Mio. €). Der deutliche Anstieg zum
Vorjahr erklärt sich aus dem Neuabschluss des Entsorgungsdienstleistungsvertrages ab dem 1. Januar 2016.

39

Anhang für das Geschäftsjahr 2014

40

Anhang für das Geschäftsjahr 2014 – AWG Geschäftsbericht 2014

Anhang für das Geschäftsjahr 2014

3. Organe der Gesellschaft
Geschäftsführer sind:
Herr Gerald Balthasar	Diplom-Ingenieur
Herr Frank Geißler	
Kreiskämmerer des Rems-Murr-Kreises
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Herr Johannes Fuchs	Landrat	
Herr Erich Theile	
Goldschmiedemeister	
Herr Hermann Beutel	Landwirt	
Frau Dr. Astrid Fleischer	Diplom-Agraringenieurin	
Herr Gerhard Häuser	
Bürgermeister	
Herr Harald Handl	
Diplom-Bauingenieur 	
Herr Josef Heide	
Diplom-Ingenieur	
Herr Helmut Heissenberger	 Kriminalhauptkommissar i. R.	
Frau Ursula Heß-Naundorf	 Diplom-Pädagogin	
Herr Jürgen Hofer	
Oberbürgermeister i. R.	
Herr Christoph Jäger	
Bürgermeister	
Herr Wilfried Jasper	
Kriminalhauptkommissar	
Herr Jürgen Kiesl	
Bürgermeister 	
Herr Rudi Oetinger	
Mechanikermeister	
Herr Karl Ostfalk	Bürgermeister	
Herr Jürgen Oswald	
Oberbürgermeister	
Herr Klaus Riedel	
Oberstudienrat a.D.	
Herr Gerhard Röger	
Diplom-Bauingenieur	
Frau Sieglinde Schwarz	
selbstständige Marktfrau	
Herr Peter Treiber	
Landwirt 	
Herr Uwe Voral	
selbstständiger Hausverwalter	

Vorsitzender
Stv. Vorsitzender

(ab 15.09.2014)
Arbeitnehmervertreter
(ab 15.09.2014)
(ab 15.09.2014)
(ab 15.09.2014)
(ab 15.09.2014)
(bis 14.09.2014)		
(bis 14.09.2014)	
(bis 14.09.2014) 	
(bis 14.09.2014)
(bis 14.09.2014)	
(bis 14.09.2014)
(ab 15.09.2014)

Die Bezüge des Aufsichtsrates betrugen 12.307,50 €.

4. Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers
Abschlussprüfungsleistungen
Steuerberatungsleistungen

8.500,00 €
4.717,20 €
13.217,20 €

Weitere Leistungen wurden durch den Abschlussprüfer
nicht erbracht.

E. Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 334.419,36 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Waiblingen, 27. April 2015
Abfallwirtschaftsgesellschaft des Rems-Murr-Kreises mbH (AWG)
Geschäftsführung

Gerald Balthasar	

Frank Geißler

Anhang für das Geschäftsjahr 2014 – AWG Geschäftsbericht 2014

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Anhang für das Geschäftsjahr 2014

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Anhang für das Geschäftsjahr 2014 – AWG Geschäftsbericht 2014

Anhang für das Geschäftsjahr 2014

Bestätigungsvermerk des
Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Abfallwirtschaftsgesellschaft des
Rems-Murr-Kreises mbH (AWG) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft.
Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden
Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns
durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den
Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen
und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den
Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit
hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der
Festlegung der Prüfungshandlungen werden die
Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das
wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler
berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die
Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die An-

Anhang für das Geschäftsjahr 2014 – AWG Geschäftsbericht 2014

gaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben
beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der
angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der
Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend
sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den
ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“

Stuttgart, den 20. Mai 2015
WIBERA Wirtschaftsberatung AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Büchler	
ppa. Dieter Joachim Böhm
Wirtschaftsprüfer	Wirtschaftsprüfer

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Geschäftsbericht 2014

Abfallwirtschaftgesellschaft
des Rems-Murr-Kreises mbH
Stuttgarter Straße 110
71332 Waiblingen
Tel.:	0 71 51-501-95 0
Fax:	0 71 51-501-95 50
info@awg-rems-murr.de
www.awg-rems-murr.de
        
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