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Full text: Luftverunreinigungen in Berlin Issue 2018,[12] Dezember

Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Luftverunreinigungen in Berlin Monatsbericht Dezember 2018 Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Abteilung Integrativer Umweltschutz Brückenstraße 6, 10179 Berlin Tel.: 030 – 9025 – 2319 Fax: 030 – 9025 – 2952 Monatsbericht Dezember 2018 -2- Impressum: Herausgeber: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Referat Öffentlichkeitsarbeit Am Köllnischen Park 3 10179 Berlin Tel.: 030-9025-0 Bearbeiter: Paul Herenz, Dr. Heike Kaupp, Rainer Nothard unter Mitarbeit von: Dr. Albrecht von Stülpnagel, Sebastian Clemen, Klaus-Dieter Gäde, Dr. Katja Grunow, Helmut Herzog, Sylvia Krüger, Jörg Preuß, Michaela Preuß, Martin Schacht, Beate Stock, Philipp Tödter, Sebastian Trutz, Monika Weiß Berlin, April 2019 Bezug des Berichtes bei: Paul Herenz, Tel.: (030) 9025 – 2319, Fax: (030) 9025 – 2952 E-Mail: paul.herenz@senuvk.berlin.de oder über die Veröffentlichung des Berichts und der Messdaten im Internet unter: ht tp :/ /w ww . ber l i n. d e/s en uv k /u m we l t/ l uf tq u al i ta et / de /m es s n et z / m o n at .s h t ml T ite l b il d : MC 1 43 ( Ne u k öll n ) ; Q u el l e: Mar i o W ink ler ( Fa . Mo t i v -W uns c h) Monatsbericht Dezember 2018 -3- Begriffsbestimmungen: Chemolumineszenz UV-Fluoreszenz Streulichtmessung PM2,5 PM10 AOT40 Gaschromatographie Lichtemission bei der Reaktion von Stickstoffmonoxid mit Ozon zu Stickstoffdioxid und Sauerstoff (Verfahren zur Bestimmung von Stickstoffmonoxid und –dioxid) Verfahren zur Messung von Schwefeldioxid, das auf der Abstrahlung von Ultraviolettstrahlung durch Schwefeldioxid-Moleküle bei Einwirkung von Ultraviolettlicht beruht Verfahren zur Messung von Schwebstaub: Die Probeluft wird über ein Edelstahlrohr in eine Messkammer geleitet. Dort wird kontinuierlich jeweils ein sehr kleines Volumen (statistisch meist nur ein Partikel) mittels Laser ausgeleuchtet. Die dabei entstehende Lichtstreuung ist ein Maß für die Partikelanzahl und Größe. Die Größen werden klassifiziert. Aus der Anzahl der Partikel pro Größenklasse und dem Volumenstrom kann dann auf die Konzentration pro Fraktion rückgeschlossen werden. Partikelfraktion mit aerodynamischen Durchmessern kleiner oder gleich 2,5 µm Partikelfraktion mit aerodynamischen Durchmessern kleiner oder gleich 10 µm (Accumulated Ozone Exposure over a Threshold of 40 ppb) = die Summe der Differenz zwischen Ozon-Konzentrationen über 80 µg/m³ (=40 ppb) als 1-Stunden-Mittelwert und 80 µg/m³ während einer gegebenen Zeitspanne unter ausschließlicher Verwendung der 1-Stunden-Mittelwerte zwischen 8 und 20 Uhr (MEZ) an jedem Tag (ausgedrückt in (µg/m³)*Stunden) Verteilungschromatographie, die als Analysenmethode zum Auftrennen von Gemischen in einzelne chemische Verbindungen weite Verwendung findet. Im vorliegenden Fall wird die Gaschromatographie zur Bestimmung von Benzol, Toluol und Xylol benutzt. Berliner Luftgüte-Messnetz BLUME Die Bundesländer sind nach § 44 (1) des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG) und der 39. BImSchV verpflichtet, die Luftverunreinigung kontinuierlich zu überwachen. Berlin kommt dieser Verpflichtung mit dem Berliner Luftgüte-Messnetz (BLUME) nach. Dieses besteht derzeit aus 16 automatisch registrierenden Messstationen für Luftschadstoffe. Davon sind zur Beschreibung der allgemeinen Immissionssituation fünf Messstationen im innerstädtischen Hintergrund (Wohn- und Gewerbegebieten), fünf im Stadtrand- und Waldbereich und sechs an Verkehrsschwerpunkten eingerichtet. An allen Stationen werden Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid (mit dem Chemolumineszenzverfahren), an elf Stationen Partikel der PM10Fraktion (durch Messung der Streuung von Licht an Staubpartikeln), an sieben Stationen Ozon (durch Absorption von UV-Strahlung), an zwei Stationen Kohlenmonoxid (durch Absorption von Infrarotstrahlung), an drei Stationen Benzol (durch Gaschromatographie) und an zwei Stationen Schwefeldioxid (durch UV-Fluoreszenz) gemessen. Alle Geräte werden einer monatlichen Kalibrierung unterzogen, die Gas-Messgeräte zusätzlich einer täglichen automatischen Funktionsüberprüfung. Die Standorte der automatischen Stationen des Berliner LuftgüteMessnetzes sind Tabelle 1 zu entnehmen. Die Beurteilung der gemessenen Immissionsbelastung erfolgt durch Vergleich mit den geltenden Grenz- und Zielwerten (vgl. Tab. 2). Monatsbericht Dezember 2018 -4- Tab. 1: Standorte der automatischen Luftgüte-Messstationen Nr. Standort Messkomponenten Partikel-PM10 SO2 Gebietscharakteristik NOx CO O3 BTX Met Gebiet Bezirk Verkehr Hausbrand 1 1 1 1 1 7 6 4 6 4 2 1 1 2 1 3 3 3 2 2 1 1 1 1 1 1 6 6 6 6 6 6 3 3 3 2 4 2 3 2 3 3 2 3 2 2 2 2 2 0 0 0 0 0 1 1 1 1 1 1 1 1 2 1 Wohngebietsmessstationen 010 018 042 171 282 Wedding Schöneberg Neukölln Mitte (Brückenstr.) Karlshorst x x x x x x x x x x x x T,F Verkehrsmessstationen 115 117 124 143 174 220 Hardenbergplatz Schildhornstraße Mariendorfer Damm Silbersteinstraße Frankfurter Allee Karl-Marx-Straße x x x x x x x x x x x x x x x x Stadtrandmessstationen 027 032 077 085 145 Marienfelde Grunewald Buch Friedrichshagen Frohnau (Bodenmessstation) x x x x x x x x x x x x x x Meteorologiemessstationen 032 032 042 Grunewald, 3 m Grunewald, 27 m Neukölln, 3 m T T T F F F pp WG WR SB Erläuterungen: Gebietscharakteristik in Anlehnung ans Amtsblatt der europäischen Gemeinschaft 82/459/EWG Meteorologie: T = Temperatur, F = rel. Feuchte, WG = Windgeschwindigkeit, WR = Windrichtung, GS = Globalstrahlung, SB = Strahlungsbilanz, pp = Luftdruck Gebiet: 0 - nicht näher bestimmt 1 - Innenstadt 2 - Stadtrand/Vorstadt 3 - ländlich Bezirk: 0 - nicht näher bestimmt 1 - Industriebezirk 2 - Geschäftsbezirk 3 - Industrie- und Geschäftsbezirk 4 - Wohnbezirk 5 - Industrie- und Wohnbezirk 6 - Geschäfts- und Wohnbezirk 7 - Industrie-, Geschäfts-und Wohnbezirk Verkehr: 1 - sehr gering, 2 - gering, 3 - mittel, 4 - hoch, 0 – 15.000 Kfz/24h 15.000 – 40.000 Kfz/24h 40.000 – 60.000 Kfz/24h > 60.000 Kfz/24h, Grundlage: Verkehrszählung 2002 Hausbrand: 1 - sehr gering, SO2-Emission < 1 t/a 2 - gering, SO2-Emission 1 - 10 t/a 3 - mittel, SO2-Emission 10 - 20 t/a Grundlage: Emissionskataster Hausbrand 1999/2000 Monatsbericht Dezember 2018 -5- Tab. 2: Immissionswerte für Luftverunreinigungen nach der 39. BImSchV Komponente Mittel über Grenzwert, (für Benzo(a)pyren, Schwermetalle u. Ozon: Zielwert) Schwefeldioxid 1h 24 h 350 µg/m³ 125 µg/m³ 24 3 seit 1.1.2005 seit 1.1.2005 Schwefeldioxid Mittel über Okt.-März (zum Schutz von Ökosystemen) 20 µg/m³ (kritischer Wert) --- seit 1.1.2005 Stickstoffdioxid 1h 1 Jahr 200 µg/m³ 40 µg/m³ 18 --- seit 1.1.2010 seit 1.1.2010 Summe der Stickoxide 1 Jahr (zum Schutz von Ökosystemen) 30 µg/m³ (kritischer Wert) --- seit 1.1.2010 Partikel-PM10 24 h 50 µg/m³ 35 seit 1.1.2005 1 Jahr 40 µg/m³ --- seit 1.1.2005 GW Stufe 1, 1 Jahr 25 µg/m³ --- seit 1.1.2015 GW Stufe 2, 1 Jahr 20 µg/m³ --- ab 1.1.2020 Blei 1 Jahr 0,5 µg/m³ --- seit 1.1.2005 Benzol 1 Jahr 5 µg/m³ --- seit 1.1.2010 Ozon 8 Stunden 120 µg/m³ höchster 8-StundenMittelwert eines Tages 180 µg/m³ Informationsschwelle 240 µg/m³ Alarmschwelle 25 (gemittelt über 3 Jahre) seit 1.1.2010 Partikel-PM2,5 1-Stunden-Mittelwert 1-Stunden-Mittelwert zulässige Anzahl von Grenz- oder Zielwert Überschreitungen einzuhalten pro Jahr ----- Ozon AOT40, Summe über Mai – Juli 18000 µg/m³h, gemittelt über 5 Jahre --- seit 1.1.2010 Kohlenmonoxid 8 Stunden 10 mg/m³ höchster 8-StundenMittelwert eines Tages --- seit 1.1.2005 Arsen (im PM10) 1 Jahr (Kalenderjahr) 6 ng/m³ --- seit 31.12.2012 Kadmium (im PM10) 1 Jahr (Kalenderjahr) 5 ng/m³ --- seit 31.12.2012 Nickel (im PM10) 1 Jahr (Kalenderjahr) 20 ng/m³ --- seit 31.12.2012 Benzo(a)pyren (im PM10) 1 Jahr (Kalenderjahr) 1 ng/m³ --- seit 31.12.2012 Für Quecksilber ist kein Zielwert festgelegt; hier sind nur orientierende Messungen vorgeschrieben, die vom Umweltbundesamt durchgeführt werden. Monatsbericht Dezember 2018 -6- Meteorologischer Monatsüberblick Nachfolgend werden die meteorologischen Bedingungen im Dezember für Berlin anhand von Messdaten der Station Berlin-Dahlem (FU, DWD Stations_ID 403) dargestellt. Dabei wird zur Einordnung der aktuellen meteorologischen Werte bezüglich Temperatur, Sonnenscheindauer und Niederschlag der Referenzzeitraum von 1961-1990 sowie die grafische Darstellung dieser Parameter in Abbildung 1 in Form von Zeitreihen und Histogrammen genutzt. Der Dezember in Berlin kann als warm aber sehr trüb eingeordnet werden. Er weist eine Monatsmitteltemperatur von 4,5 °C auf und überschreitet damit den Referenzzeitraum um 3,3 °C. Die Sonnenscheindauer hingegen stellt mit 15,8 Stunden, was 42 % des langjährigen Mittels entspricht, einen unterdurchschnittlichen Wert dar (siehe Abbildung 1). Grund für das milde Wetter, welches nur in der zweiten Dezemberwoche durch einen Kälteeinbruch mit Luftmassen subpolaren Ursprungs unterbrochen wurde, sind zahlreiche atlantische Tiefdruckgebiete gewesen, die vorwiegend milde und feuchte atlantische Luftmassen herangetragen haben. Die Wetterlage, die im Sommer 2018 zur Dürre geführt hat, hat sich damit erst im Dezember 2018 nachhaltig umgestellt. Im Gegensatz zum Rest Deutschlands, wo weitestgehend überdurchschnittlich hohe Niederschlagsmengen gemessen wurden, blieb die Niederschlagsmenge für den Berliner Raum mit 50,6 mm 7 % unter dem langjährigen Mittel (siehe untere Grafik in Abbildung 1) und ist damit als durchschnittlich einzuordnen. Abb. 1: Zeitreihen der Monatsmittelwerte der meteorologischen Parameter Temperatur, Sonnenscheindauer und Niederschlagsmenge zwischen 1950 und 2018 für die DWD Station Berlin-Dahlem. Zusätzlich zu den Zeitreihen sind jeweils die Verteilungen dieser Parameter in Form eines Histogramms auf der rechten Seite dargestellt. Monatsbericht Dezember 2018 -7- Luftschadstoffbelastung im Monat Dezember In diesem Abschnitt wird die Belastung der Berliner Luft mit Luftschadstoffen im Monat Dezember anhand von Kennwerttabellen dargestellt. Zur Beurteilung werden jeweils Monatsmittelwerte bzw. Jahresmittelwerte oder die der Tabelle 2 zu entnehmenden Grenz- und Zielwerte herangezogen. Die Messwerte der einzelnen Messstationen und Schadstoffkomponenten sind den Kennwerttabellen ab Seite 9 zu entnehmen. Stickstoffoxide Im Jahr 2018 wurde bezüglich Stickstoffdioxid (Tab. 5) an fünf von sechs Straßenmessstellen der Grenzwert für das Jahresmittel von 40 µg/m³ überschritten. Der höchste Jahresmittelwert wurde mit 49 µg/m³ in der Silbersteinstraße gemessen, gefolgt von 45 µg/m³ in der Karl-Marx-Straße. Die Werte am Hardenbergplatz, in der Schildhornstraße und am Mariendorfer Damm liegen mit jeweils 43 µg/m³, 43 µg/m³ und 41 µg/m³ nur knapp über dem Grenzwert. In der Frankfurter Allee lag der Jahresmittelwert mit 37 µg/m³ unter dem Grenzwert. Der Vergleich mit den Jahresmittelwerten von 2017 zeigt im Mittel über alle 6 Straßenmessstellen einen Rückgang von 45,8 µg/m³ auf 43 µg/m³. Bezüglich des Einstunden-Mittelwertes von 200 µg/m³ kam es im Dezember sowie im gesamten Kalenderjahr zu keiner Überschreitung. Auch im gleitenden 12Monatszeitraum wurde dieser Wert an keiner Messstation überschritten. Der Jahresmittelwert der Summe der Stickoxide (Tab. 4) liegt am Stadtrand an jeder Messstelle unter 30 µg/m³, im innerstädtischen Hintergrund an 4 von 5 Messstellen über 30 µg/m³. Nur an der Messstation Karlshorst lag der Jahresmittelwert bei 27 µg/m³ und damit unter 30 µg/m³. Dieser kritische Wert für den Vegetationsschutz muss zwar in Ballungsgebieten nicht eingehalten werden, wird hier aber dennoch herangezogen, um auch der Bedeutung der Vegetation in innerstädtischen Grünanlagen oder auch in Straßenzügen für die Erholungswirkung und damit für die menschliche Gesundheit gerecht zu werden. Partikel PM10 Der Jahresmittelwert lag bei PM10 an allen Messstellen deutlich unter dem Grenzwert für das Jahresmittel von 40 µg/m³. Die maximalen Mittelwerte traten mit 29 µg/m³ in der Silbersteinstraße und in der Karl-Marx-Straße auf. In der Frankfurter Allee wurde ein Jahresmittelwert von 28 µg/m³ gemessen. Die Messungen an der Schildhornstraße sowie dem Mariendorfer Damm ergeben einen Jahresmittelwert von jeweils 25 µg/m³. Im städtischen Hintergrund ist die PM10 Belastung nur unwesentlich geringer als an den zuvor genannten verkehrsnahen Messstellen. In Neukölln und in Berlin Mitte wurden Jahresmittelwerte von jeweils 24 und 23 µg/m³ gemessen. Die Anzahl der Überschreitungen des Tagesmittels von 50 µg/m³ lag Kalenderjahr 2018 an keiner Messstation über dem Grenzwert von 35 Überschreitungen. Die meisten Überschreitungen wurden mit 27 in der Silbersteinstraße gemessen, gefolgt von der Frankfurter Allee mit 24 Überschreitungen und der Karl-Marx-Straße mit 23 Überschreitungen. Im Dezember 2018 wurde das Tagesmittel von 50 µg/m³ an keiner Messstelle überschritten (Tab. 6). Anmerkung: Auf Grund einer routinemäßigen Validierung der Messdaten nach Abschluss des Kalenderjahres, wurden die PM10-Massenkonzentrationen rückwirkend für das Jahr 2018 korrigiert. Daher kann es zu Datensprüngen zwischen den Monatsberichten September, der auf Grundlage der unkorrigierten Daten erstellt wurde, und Dezember 2018 kommen. Ozon Die Jahresmittelwerte bezüglich Ozon liegen für alle Messstellen im Bereich zwischen 49 und 58 µg/m³. Der höchste Jahresmittelwert wurde mit 58 µg/m³ in Friedrichshagen und der niedrigste mit 49 µg/m³ in Wedding und in Buch ermittelt. Der Vergleich mit den Jahresmittelwerten von 2017 zeigt im Mittel über alle 7 Messstellen einen Anstieg von 44,7 µg/m³ auf 52,3 µg/m³. Die Hohen Ozon-Jahresmittelwerte in 2018 sind auf die hohe Sonnenscheindauer und die hohe Temperatur in den Monaten April bis Oktober zurückzuführen, welche die Bildung von bodennahem Ozon begünstigt haben. Der maximale tägliche Monatsbericht Dezember 2018 -8- Achtstunden-Mittelwert der Ozonkonzentration von 120 µg/m³ wurde Informationsschwelle von 180 µg/m³ im Dezember 2018 nicht überschritten. wie die Kohlenstoffmonoxid, Benzol und Schwefeldioxid Die Grenzwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit wurden für Kohlenmonoxid und Benzol im Dezember weit unterschritten (vgl. Tab. 3 und 8). Beim Schwefeldioxid (vgl. Tab. 7) gab es im Dezember keine Überschreitung des Grenzwerts für das Einstundenmittel von 350 µg/m³. Auch im gesamten Kalenderjahr 2018 wurde dieser Grenzwert nicht überschritten (erlaubt sind 24 Überschreitungen). Einordnung der Luftschadstoffbelastung Die Luftschadstoffbelastung im Dezember 2018 ist bezüglich Stickstoffdioxid und Partikel PM10 in allen drei Belastungsregimen (verkehrsnah, städtischer Hintergrund, Stadtrand) als unterdurchschnittlich zu betrachten, was der oberen und der mittleren Grafik der Abbildung 2 zu entnehmen ist. Die Ursache für diese geringe Belastung im Monat Dezember ist in den meteorologischen Bedingungen begründet. Das häufige Durchziehen von Tiefdruckgebieten mit den dazugehörigen Fronten und den typischen Wetterverläufen sorgte für gute horizontale und vertikale Austauschbedingungen. Hinzu kommen generell hohe Niederschlagsmengen im gesamten Raum Deutschlands (siehe Meteorologischer Monatsüberblick), die durch Auswaschung von Partikeln zu einer geringen Hintergrundbelastung bezüglich PM10 geführt haben. Die Ozonwerte im Dezember 2018 sind im Vergleich zu den Vorjahren als leicht erhöht einzustufen, was im Einklang mit der ebenfalls erhöhten Monatsmitteltemperatur liegt. Abb. 2: Zeitreihen der Monatsmittelwerte der Luftschadstoffe Stickstoffdioxid, PM10 und Ozon zwischen 1993 und 2018 dargestellt für die Belastungsregime Straße, Innenstadt und Stadtrand. Im Fall von Ozon werden die Mittelwerte auf Grundlage von allen vorhandenen Messstationen berechnet und daher als gemischt betitelt. Zusätzlich zu den Zeitreihen sind jeweils die Verteilungen dieser Parameter in Form eines Histogramms auf der rechten Seite dargestellt. Monatsbericht Dezember 2018 -9- Kennwerttabellen Tab. 3: Kohlenmonoxid – Dezember 2018 Lage Station Straße 117 174 MM GL12MM MAX_8H Schildhornstr. Frankfurter Allee MM mg/m³ GL12MM mg/m³ MAX_8H mg/m³ 0,38 0,37 0,79 0,38 0,36 0,71 = Monatsmittel = gleitendes 12-Monatsmittel = max. 8-Stunden-Mittelwert (Grenzwert: 10 mg/m³) = Grenzwert wurde nicht überschritten. Tab. 4: Summe der Stickoxide – Dezember 2018 Station MM GL12MM µg/m³ µg/m³ Lage Stadtrand Innenstadt Straße MM GL12MM 027 032 Marienfelde Grunewald 15 17 18 18 077 Buch 22 17 085 145 Friedrichshagen Frohnau 15 14 18 14 010 018 Wedding Schöneberg 44 38 33 33 042 Neukölln 35 33 171 282 Mitte Karlshorst 33 33 15 27 115 117 Hardenbergplatz Schildhornstr. 80 88 191 89 124 Mariendorfer Damm 94 93 143 Silbersteinstr. 117 121 174 220 Frankfurter Allee Karl-Marx-Str. 80 74 127 100 = Kritischer Wert für Vegetationsschutz (30 µg/m³) wurde eingehalten. = Kritischer Wert für Vegetationsschutz (30 µg/m³) wurde überschritten. = Monatsmittel = gleitendes 12-Monatsmittel Monatsbericht Dezember 2018 - 10 - Tab. 5: Stickstoffdioxid – Dezember 2018 Station Stadtrand Innenstadt Straße MM GL12MM µg/m³ µg/m³ U200 U200KJ U200GL12 Anzahl Anzahl Anzahl 027 032 Marienfelde Grunewald 14 14 0 0 14 14 14 0 0 14 077 Buch 15 14 0 0 15 085 145 Friedrichshagen Frohnau 14 12 0 0 14 13 12 0 0 13 010 018 Wedding Schöneberg 28 27 0 0 28 24 25 0 0 24 042 Neukölln 25 24 0 0 25 171 282 Mitte Karlshorst 24 24 0 0 24 21 19 0 0 21 115 117 35 43 0 0 35 35 43 0 0 35 34 41 0 0 34 143 Hardenbergplatz Schildhornstr. Mariendorfer Damm Silbersteinstr. 37 49 0 0 37 174 220 Frankfurter Allee Karl-Marx-Str. 34 37 0 0 34 44 45 0 0 44 124 MM GL12MM U200 U200KJ = Monatsmittel = gleitendes 12-Monatsmittel (Grenzwert seit 2010: 40 µg/m³) = Anzahl der Überschreitungen des 1-Stundenmittels von 200 µg/m³ = Anzahl der Überschreitungen des 1-Stundenmittels von 200 µg/m³ im laufenden Kalenderjahr (18 seit 2010 erlaubt) U200GL12 = Anzahl der Überschreitungen des 1-Stundenmittels von 200 µg/m³ im gleitenden 12-Monatszeitraum = Grenzwert wurde nicht überschritten. = Grenzwert wurde überschritten. Monatsbericht Dezember 2018 - 11 - Tab. 6: PM10 – Dezember 2018 Lage Station Stadtrand Innenstadt Straße MM GL12MM U50 U50KL U50GL MM µg/m³ GL12MM µg/m³ U50 Anzahl U50KL Anzahl U50GL Grunewald 13 17 0 0 13 077 Buch 14 19 0 5 14 085 Friedrichshagen 14 19 0 5 14 010 Wedding 16 21 0 8 16 042 Neukölln 17 24 0 13 17 171 Mitte 17 23 0 13 17 117 Schildhornstr. 17 25 0 14 17 124 Mariendorfer Damm 18 25 0 11 18 143 Silbersteinstr. 21 29 0 27 21 174 Frankfurter Allee 21 28 0 24 21 220 Karl-Marx-Str. 21 29 0 23 21 032 = Monatsmittel = gleitendes 12-Monatsmittel (Grenzwert: 40 µg/m³) = Anzahl der Überschreitungen des 24-Stunden-Mittels von 50 µg/m³ = Anzahl der Überschreitungen des 24-Stunden-Mittels von 50 µg/m³ im laufenden Kalenderjahr (erlaubt sind 35) = Anzahl der Überschreitungen des 24-Stunden-Mittels von 50 µg/m³ im gleitenden 12-Monatszeitraum (erlaubt sind 35) = Grenzwert wurde nicht überschritten. = Grenzwert wurde überschritten. Tab. 7: Schwefeldioxid – Dezember 2018 Lage Station Innenstadt 282 Karlshorst 1 1 0 0 0 0 Straße 174 Frankfurter Allee 1 1 0 0 0 0 GL12MM U350 U350GL12 U125 U125GL12 MM µg/m³ GL12MM U350 U350GL12 µg/m³ Anzahl Anzahl U125 U125GL12 Anzahl Anzahl = gleitendes 12-Monatsmittel = Anzahl der Überschreitungen des 1-Stundenwerts von 350 µg/m³ im Monat = Anzahl der Überschreitungen des 1-Stundenwerts von 350 µg/m³ im gleitenden 12-Monatszeitraum (24 sind erlaubt) = Anzahl der Überschreitungen des 24-Stunden-Mittelwerts von 125 µg/m³ im Monat = Anzahl der Überschreitungen des 24-Stunden-Mittelwerts von 125 µg/m³ im gleitenden 12-Monatszeitraum (3 sind erlaubt) = Grenzwert wurde nicht = Grenzwert wurde überschritten. überschritten. Monatsbericht Dezember 2018 - 12 - Tab. 8: Benzol – Dezember 2018 Lage Station Innenstadt 042 Straße 117 174 MM µg/m³ GL12MM µg/m³ Neukölln 1,1 1,0 Schildhornstr. Frankfurter Allee 1,5 1,3 1,2 1,1 MM = Monatsmittelwert GL12MM = gleitender 12-Monatsmittelwert (Grenzwert: 5 µg/m³) = Grenzwert wurde nicht überschritten. Hinweis: Messung am MC010 zum 01.01.2017 eingestellt Tab. 9: Ozon – Dezember 2018 Lage Stadtrand Innenstadt MM GL12MM MAX_8H U120 U180 U240 Station MM µg/m³ GL12MM µg/m³ MAX_8H µg/m³ U120 U180 U240 Anzahl Anzahl Anzahl 027 Marienfelde 29 56 70 0 0 0 032 Grunewald 30 51 75 0 0 0 077 Buch 27 49 72 0 0 0 085 Friedrichshagen 31 58 66 0 0 0 145 Frohnau 28 52 69 0 0 0 010 042 Wedding Neukölln 23 49 63 0 0 0 25 51 66 0 0 0 = Monatsmittel = gleitendes 12-Monatsmittel = maximaler gleitender 8-Stunden-Mittelwert = Anzahl der Überschreitungen des täglichen gleitenden 8-Stunden-Mittelwerts von 120 µg/m³ = Anzahl der Überschreitungen des 1-Stundenwerts von 180 µg/m³ (Informationswert) = Anzahl der Überschreitungen des 1-Stundenwerts von 240 µg/m³ (Alarmwert)
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