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Periodical volume

Full text: Jahresbericht Issue 2005

Barbara Schneider-Kempf Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin

Kurzjahresbericht 2005
erstellt im Januar 2006

Die Leistungen einer Bibliothek lassen sich an ihren drei Haupttätigkeiten ‚Erwerben, Erschließen, Benutzung der Bestände’ messen und daran, ob und wie es gelingt, angemessene Rahmenbedingungen zu schaffen und zu sichern. Die Maxime des Handelns in der Staatsbibliothek zu Berlin sind die Orientierung an den inhaltlichen und organisatorischen Bedürfnissen unserer Klientel sowie die gleichzeitige Sicherung der Bestände. Wie schon im Vorjahr galt auch für 2005: Wenn nach außen hin geräuschlos gearbeitet wird, dann läuft die Bibliothek, bei allen Herausforderungen, rund – und so war es. ‚Nach außen geräuschlos zu arbeiten’ bekommt jedoch vor dem Hintergrund der großen Baumaßnahmen eine besondere Bedeutung und verdient daher unterstrichen zu werden.

Erreichte Ziele 2005 / Weichenstellungen, Projekte 2006
Die Änderungen im Organisationsaufbau im Jahr 2005 kommen der Weiterentwicklung der SBB zugute: Eine Fachabteilung wurde erfolgreich in die Abteilung Bestandsaufbau integriert; die dadurch frei gesetzten Ressourcen werden ab 2006 für die Beschleunigung der Geschäftsgänge und die Verbesserung der Dienstleistung genutzt. Mit der Bildung der neuen Abteilung „Information und Kommunikation“ werden die Bereiche Technik und Anwendung enger verzahnt; die neue Abteilung wird das informationstechnische Rückgrat der Bibliothek – das elektronische Netzwerk – sowie die darauf basierenden Arbeitsabläufe in der Bibliothek, die Dienstleistungen vor Ort und in Zusammenarbeit mit anderen Bibliotheken die virtuelle Bibliothek weiterentwickeln. 1,15 Millionen Katalogzettel zu Literatur mit Erscheinungsjahr bis 1908 wurden in elektronische Form konvertiert, die Daten in den Online-Katalog StabiKat übernommen; mit diesem großen Schritt ist jetzt nahezu der gesamte Bestand der SBB an gedruckter Literatur seit Beginn des 16. Jahrhunderts unter einer Suchoberfläche nachgewiesen. Die bevorstehende Revision zum Abgleich der Kataloge mit den Magazinbeständen bis Erscheinungsjahr 1945 wurde im Jahr 2005 konzipiert und wird ab 2006 zunächst in einer Pilotphase, später im Regelbetrieb angegangen; auf diese Weise werden systematisch die noch vorhandenen Einträge ‚Kriegsverlust möglich’ bereinigt; eine der Voraussetzungen für den Start dieses Projektes war das Ineinandersortieren von mehreren Tausend Regalmetern Büchern im Standort Westhafen; die Bücher konnten jetzt erstmals seit der Zerteilung der Bestände im Zweiten Weltkrieg an einem Ort wieder in der alten Ordnung aufgestellt werden, was die Bereitstellung für die Benutzung erheblich erleichtert. Virtuelle Fachbibliotheken im System der DFG-Sondersammelgebiete: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert aktuell den weiteren Ausbau der bereits betriebenen ViFa Recht, die 2-jährige Aufbauphase der ViFa Slavistik (osteuropäische Sprachen und Literatur) sowie die vorbereitenden Arbeiten für die ViFa Ost- und Südostasien. 1 von 10

Als eine von vier großen Bibliotheken Deutschlands organisierte die SBB das DFG-finanzierte System der Nationallizenzen für elektronische Ressourcen mit. Dabei erwarb die SBB Lizenzen für The Times Digital Archive, The Making of Modern Law und China Academic Journals (Prinzip der Nationallizenzen: Der Lizenzhalter sichert bundesweit allen Forschungseinrichtungen den kostenlosen Zugang zu wissenschaftlich relevanten Datenbanken aus jenen Fachgebieten, in denen der Lizenzhalter eine besondere Kompetenz aufweist). Schärfung des Erwerbungsprofils / Freisetzung von Mitteln: Im Zuge der konsequenten Schwerpunktsetzung bei den Geistes- und Sozialwissenschaften wurden im Jahr 2005 rund 1.300 Zeitschriften aus dem Bereich der Natur- und Humanwissenschaften abbestellt; die dadurch frei gesetzten Mitteln wurden und werden zur Verstärkung der Mittel für den Erwerb von Monographien und Fortsetzungswerken sowie für die Bestellung von Zeitschriftenabonnements in den Schwerpunktbereichen Geistes- und Sozialwissenschaften eingesetzt.

Folgende größere Vorhaben werden in 2006 umgesetzt : die weitere Serviceverbesserung durch Einführung eines elektronischen Benutzerausweises mit Bezahlfunktion, der Aufbau eines Scan-Zentrums zur Bereitstellung elektronischer Reprografien und zur laufenden Erweiterung des Angebotes der digitalen Bibliothek, der Ausbau der Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek zur Nutzung von Synergieeffekten zwischen den großen wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands.

Erwerbungen und Bestandsentwicklung in 2005

Bestandzuwachs im Hauptmagazin und in den Allgemeinen Lesesälen: neu erworben wurden 115.000 Bände Monographien und Fortsetzungswerke; Bestand jetzt: 10 Millionen 230 Tausend Bände; die Zahl der Erwerbungen lag in 2005 um 10 % unter der des Vorjahres, dem steht jedoch ein deutlicher Zuwachs bei elektronischen Ressourcen gegenüber: mit rund 1.000 wurden mehr drei mal so viele elektronische Zeitschriften erworben wie Vorjahr (knapp 300 in 2004) Bestand jetzt: weit über 2.000 Elektronische Zeitschriften mit 525 Datenbanken (CD-Rom, Netz) wurden 5mal so viele erworben wie in 2004; Bestand jetzt: 2.280 Datenbanken, rund 28.000 Zeitschriften werden laufend gehalten.

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Bestandszuwachs bei den Sonderabteilungen: 2 von 10

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70.000 spezifische Druckwerke der Sonderabteilungen wie Einblatt-, Karten- oder Notendrucke; das sind deutlich mehr Erwerbungen als im Vorjahr Bestand jetzt: 1,740.000 Dokumente, davon über 1 Million Karten

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20 Nachlässe und Nachlassergänzungen Es wurden etwas weniger als im Vorjahr erworben, was auf das Angebot auf dem antiquarischen Markt zurückzuführen ist Bestand jetzt: 1.440 Nachlässe und Nachlassteile,

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44 Handschriften, 99 Autographen; darunter eine illuminierte Handschrift der Khamsah aus dem 16.oder 17. Jahrhundert sowie Briefe von Jean Paul, Gerhart Hauptmann, Richard Lepsius, des Kronprinzen Friedrich an seinen Vater, Bernhard H. Breslauer Insgesamt wurden weniger Handschriften und Autographen als im Vorjahr erworben, jedoch ist auch hier das Angebot auf dem antiquarischen Markt maßgeblich Bestand jetzt: 448.465 Handschriften und Autographen,

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Für das Mendelssohn-Archiv konnte u.a. ein Konvolut mit 140 Briefen von Lea Mendelssohn Bartholdy, der Mutter des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy, das Autograph eines Liedes von Felix Mendelssohn Bartholdy sowie ein Brief des Komponisten erworben werden,

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360 laufende Zeitungsabonnements ergänzen den Bestand der Zeitungsabteilung,

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11.000 Mikroformen (Film, Fiche), es wurden weniger als im Vorjahr erworben Bestand jetzt: 2,547.502 Mikroformen

Information und Schulungen für effiziente Benutzung der SBB-Bestände
Das Schulungsprogramm für Benutzer ist zu einem festen Bestandteil der Dienstleistungen der Bibliothek geworden: Die Anzahl der Datenbankschulungen konnte, z. T. in Kooperation mit anderen Einrichtungen der Stiftung und externen Datenbankanbietern, im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht werden - insgesamt wurden 102 Schulungen zu 44 verschiedenen Datenbanken durchgeführt. Eine Umfrage ergab, dass das Angebot vorwiegend wissenschaftlich tätige Benutzerinnen und Benutzer erreichte, mehr als die Hälfte der befragten Schulungsteilnehmer verfügten bereits über einen Hochschulabschluss. 3 von 10

Außerdem gab es 86 Einführungen in die Benutzung des modernen Bestandes und des Historischen Buches. Durch das Schulungsprogramm wurden insgesamt 450 Teilnehmer mit den Feinheiten systematischer Recherche – vornehmlich in den Beständen der Bibliothek bzw. lizenzierten elektronischen Ressourcen - vertraut gemacht. Seit der Freischaltung der Internetseiten „Fachinformation“ im April 2005 finden Benutzer für über 40 Wissenschaftsdisziplinen (von Agrarwissenschaft bis Wissenschaftskunde) kompakte Leitfäden für die fachbezogene Recherche und Benutzung der Bestände der SBB, der Fachdatenbanken und der elektronischen Zeitschriften.

Benutzung und Benutzungskomfort
Am 1. September 2005 wurde die neue Benutzungs- und Gebührenordnung eingeführt; wesentliche Änderungen waren: Wegfall der Tageskarten, Monatskarte 10 €, Jahreskarte 25€, Benutzung nur noch nach persönlicher Identifikation möglich. - Die neue BGO führte zu einem leichten Rückgang der Zahl der Benutzer, die Intensität der Benutzung der Bestände ist dennoch ungebrochen hoch. Insgesamt gab es kaum Beschwerden über die Regelungen der neuen BGO, vielmehr begrüßten regelmäßige Benutzer unserer Bestände die mit der Neuregelung einhergehende Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in der Bibliothek – das war ein durchaus gewollter Effekt.

Bei den Bestellungen aus den Magazinen der drei Standorte Unter den Linden, Potsdamer Straße und Westhafen stieg im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der Bestellungen in 2005 um 4 % an, insgesamt wurden 1,200.000 Bestellungen aufgegeben. In 2004 lag die Zahl der Bestellungen bei 1,155.000, was bereits gegenüber dem Jahr 2003 einer Steigerung um 25% entsprach. Verglichen mit dem Jahr 2002, in dem die Zahl der Bestellungen bei 852.000 lag, gab es in den drei Folgejahren eine Zunahme um 41%. Der Umfang der Dienstleistungen erhöht sich kontinuierlich, erbracht werden diese Leistungen mit gleich bleibender Personalausstattung und unter den wachsenden Belastungen durch die Bauvorhaben in den beiden großen Häusern. Betrachtet man die Zahl der Bestellungen im Verlauf des Jahres 2005, dann war nach der Einführung der neuen Benutzungs- und Gebührenordnung im September zunächst ein Rückgang zu verzeichnen, zum November/Dezember hin stabilisierte sich jedoch die Zahl der Bestellungen pro Öffnungstag auf dem gleichen Niveau wie vor der neuen BGO: So wurden im August noch 4.100 Bestellungen pro Tag aufgegeben, im September sank diese Zahl auf 3.600 und stieg ab Oktober wieder auf 4.100 Bestellungen pro Tag im Dezember. Die Bibliothek war an 300 Tagen geöffnet.

Bei der Zahl der Benutzer gab es – auch dies im Zusammenhang mit der neuen Benutzungs- und Gebührenordnung – im gesamten Jahr einen leichten Rückgang um 7,7% gemessen am Vorjahr; im Jahresverlauf gesehen gab es – ebenso wie bei den Bestellungen –im September einen Rückgang, danach jedoch wieder die Stabilisierung: Wurden im Vorjahr 1,842.000 Benutzer an allen drei Standorten in den Lesesälen sowie in der Ortsleihe gezählt, waren es im Jahr 2005 1,700.000. Mit dem Absinken der Benutzerzahl im Sep4 von 10

tember trat die erwartete Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Lesesälen ein, denn seither haben ausschließlich Benutzer mit Monats- bzw. Jahreskarte Zutritt; so gab es seit September keinen Tag mehr, an dem wegen Überfüllung der Zugang zur Bibliothek eingeschränkt werden musste. Die Zahl der Benutzer liegt jetzt für alle Standorte relativ konstant bei 130.000/Monat und wird sich vermutlich auch im kommenden Jahr auf diesem Niveau stabil halten.

Auch beim Benutzungskomfort gab es weitere Verbesserungen: In Einzelverhandlungen mit Anbietern von Datenbank wurden lizenzrechtliche Fragen geklärt, so dass die SBB ihren Benutzern zunehmend auch den Fernzugriff auf diverse Datenbanken ermöglichen kann; damit erhöht sich der Recherche- und Bestellkomfort für eingetragene Benutzer erneut; zugleich führt die Benutzung im „remote access“ zu einer Entlastung der Bibliotheksstandorte. Die Erweiterung und Verlagerung der Leihstellen im Haus Potsdamer Straße wird im Januar 2006 abgeschlossen; damit hat sich die räumliche Situation für Benutzer und Mitarbeiter erheblich verbessert.

Bauvorhaben der Bibliothek 2005/2006
Die jeweils geplanten Termine für die Bauvorhaben der Bibliothek wurden auch in 2005 eingehalten, so dass es an keiner Stelle zu einer bedeutenden Verzögerung beim Baufortschritt kam. Die Kooperation mit den am Bau beteiligten Firmen läuft sehr gut. Seit diesem Jahr ist ein weiterer, dritter Standort in die Planung und Durchführung großer Baumaßnahmen einbezogen. Die Belastungen durch die Baumaßnahmen sind sowohl für alle Mitarbeiter als auch für die Benutzer nicht von der Hand zu weisen, jedoch werden diese wegen des weiterhin möglichen Zugangs zu den Beständen akzeptiert. Die umfassende und umsichtige Vorsorge für die Sicherheit und die Ordnung in der Bibliothek seitens des Baureferats der Bibliothek, des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung und der am Bau beteiligten Firmen sind hervorzuheben. Von großer Bedeutung für Mitarbeiter, Benutzer und Baufirmen sind auch die gründlichen Planungen hinsichtlich Logistik und Wegeführung als Voraussetzung für die erfolgreiche Durchführung von Baumaßnahmen während des Bibliotheksbetriebes. Zur fortlaufenden Information der interessierten Öffentlichkeit über die einzelnen Baumaßnahmen an den verschiedenen Standorten, die zugrunde liegende Konzeption für die Zukunft der Bibliothek, den aktuellen Stand der Bauarbeiten, langfristige Planungen und vieles andere mehr wurde im Mai 2005 die Website www.bauen.staatsbibliothek-berlin.de frei geschaltet.

a) Haus Potsdamer Straße Seit Anfang November 2005 wird die Asbestsanierung und, damit verbunden, die Sanierung der raumlufttechnischen Anlagen durchgeführt. Bestandteil dieser Baumaßnahme, die voraussichtlich acht Jahre dauern wird, ist die Errichtung von Ausweichbüros für Mitarbeiter außerhalb des Ge5 von 10

bäudes. Die nötige Baufreiheit wird durch Verlagerung der Bestände innerhalb des Magazins erreicht, so dass sowohl die umfassende Sicherheit der Bestände als auch die Bereitstellung während der Sanierungsarbeiten gewährleistet ist. Ein ebenfalls umfangreiches Bauvorhaben, das voraussichtlich im Januar 2006 abgeschlossen sein wird, war und ist die Erweiterung und Umbau der Leihstellen (s.o.). Wegen der dann größeren Nutzungsflächen sowie der geänderten logistischen Abläufe werden deutliche Verbesserungen im Benutzungsbetrieb eintreten; zugleich verkürzen sich die internen Wege für Benutzer, was sich in höherer Zufriedenheit mit den Dienstleistungen der Bibliothek niederschlagen wird.

b) Haus Unter den Linden Am 9. Mai erfolgte der erste Spatenstich für den Neubau des Lesesaals, des Rara-Lesesaals, des Freihandmagazins und der Tresormagazine. Von Mai bis November 2005 wurde mit einem Spezialverfahren die Betonsohle für die Neubauten eingebracht, deren Dichtigkeit Ende November erfolgreich getestet werden konnte. Aktuell läuft der Aushub von 26 Tausend Kubikmeter Erde bis zu einer Tiefe von 8,50 Metern. Die Grundsteinlegung wird planmäßig Ende April 2006 erfolgen. Parallel wurde im Oktober mit der Entkernung des hinteren Gebäudeteils an der Dorotheenstraße begonnen. Der Bibliotheksbetrieb ist hiervon in keiner Weise betroffen.

c) Speichermagazin Friedrichshagen Den Architektenwettbewerb für den Bau des Speichermagazins am neuen Standort Friedrichshagen gewann im Juni 2005 das Büro Eberhard Wimmer, München. Die konkreten Planungen sind angelaufen.

Marktaktivitäten des Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz
Das BPK etablierte sich im Jahr 2005 am internationalen Bildermarkt mit einer komplett neuen, in Deutsch und Englisch geführten Website, welche auf einem leistungsfähigen Content Management System basiert und die unverzichtbare Funktion eines Webshops beinhaltet. 62.000 hoch auflösende Bilddateien zu Beständen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz können kostenfrei recherchiert werden; für die Berechtigung zur Nutzung der Bilder ist ein Vertrag zu schließen. Bedeutende und besonders nachgefragte Fotobestände werden fortlaufend digitalisiert, um ein ständig wachsendes Online-Angebot zu gewährleisten. Mit der italienischen Fotoagentur SCALA wurde ein Kooperationsvertrag über die Nutzungsrechte von Fotos aus den Staatlichen Museen zu Berlin in Italien und Spanien vereinbart. Für 2006 ist der Ausbau internationaler Vertriebspartnerschaften geplant. - Mit anderen deutschen Museen ist für 2006 vorgesehen, auf einer gemeinsamen Online-Plattform Bestände synergetisch zu vermarkten.

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Führungen, Präsentation von Beständen der Bibliothek, Veranstaltungen
An den knapp 100 allgemeinen Besichtigungsführungen durch die drei Standorte der SBB nahmen im vergangenen Jahr 1.250 Besucher teil; sie informierten sich über die Geschichte, Aufgaben, Bestände, Struktur und Zukunft der Bibliothek. Im letzten Jahr wurde unter dem Titel „Literatur im Foyer“ eine neue Form der kleinen, exklusiven und zeitlich eng begrenzten Vitrinenpräsentation von eigenen Beständen zu konkreten Anlässen bzw. Jubiläen etabliert; die Ausstellungen finden jeweils im Foyer des Hauses Potsdamer Straße statt: 8. März | Internationaler Frauentag Autographe berühmter Frauen aus Wissenschaft, Musik und Literatur 9. Mai 2005 | 200. Todestag Friedrich Schiller “Friedrich Schiller im Dialog mit Zeitgenossen“, Katalog 12. August 2005 | 50. Todestag Thomas Mann “Das Leben ein Werk“, Katalog

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Mit der ebenfalls im Jahr 2005 neu eingeführten Veranstaltungsreihe „Ein Abend für…“ wird bedeutenden Persönlichkeiten der Wissenschaft oder des Buch- und Bibliothekswesen besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Die Veranstaltungsreihe bildet auch den Rahmen für die von Klaus G. Saur gestalteten Gesprächsabende mit Personen der Zeitgeschichte: 15. September 2005 | „Ein Abend für… Konsul Wetzstein“ Diplomat und Forscher im Osmanischen Reich (1815–1905), aus Anlass seines 100. Todestages 7. Dezember 2005 | „Ein Abend für… Paul Raabe“ K.G. Saur im Gespräch mit Paul Raabe 8. Dezember 2005 | „Ein Abend für… Oswin Volkamer“ Dem Meister des Kupferstichs zum 75. Geburtstag

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Folgende Ausstellungen und Veranstaltungen wurden, teils in Kooperation mit Partnern, im vergangenen Jahr von der Staatsbibliothek konzipiert und durchgeführt: 16. bis 18. Februar 2005 | Christie’s in Zusammenarbeit mit der Staatsbibliothek: Christie’s New York präsentierte die Bibliotheca Bibliographica Breslaueriana 1. Mai bis 9. Oktober 2005 | In Zusammenarbeit mit dem „Einstein-Jahr 2005“ „Seid Herzlich gegrüsst. Euer Albert Einstein“. Briefe aus der Sammlung der Staatsbiblio-

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thek zu Berlin, Fassadeninstallation Haus Unter den Linden, Katalog 18. Mai 2005 | Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e.V.: Verleihung des Max-Herrmann-Preises an Ekaterina Genieva, Direktorin der Allrussischen Staatlichen Rudomino-Bibliothek für ausländische Literatur in Moskau 29. Juli – 13. August 2005 | Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung BBR: Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge Neubau Magazingebäude für die Staatsbibliothek zu Berlin in Friedrichshagen 2. September 2005 | im Rahmen der bundesweiten „Aktion Lesezeichen“: Tag der offenen Tür in der Abteilung für Bestandspflege und Reprographie 7. Oktober – 3. Dezember 2005 | in Zusammenarbeit mit der Internationalen Jugendbibliothek München und dem Bilderbuchmuseum Bonn-Troisdorf: Ausstellung „Däumelinchen, Nachtigall und Zinnsoldat“. Märchenbilder zum 200. Geburtstag von Hans Christian Andersen, an drei Abenden Begleitprogramm für Kinder und Erwachsene 10. / 11. November 2005 | in Zusammenarbeit mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) und dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V. (BDZV): „Berliner Zeitungskonferenz“ 3. Dezember 2005 Tag der offenen Tür in der Kartenabteilung

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Ausstellungen 2005 im Rahmen des Föderalen Programms der SPK: 28. Januar bis 8. Mai 2005 | Museum Schnütgen in Köln: 100 Objekte der Ausstellung (2004) „Aderlaß und Seelentrost“, Handschriftenabteilung 13. Juni bis 24. Juli 2005 | Oberschlesisches Landesmuseum Ratingen: Geschichtsbilder. Historische Jugendbücher aus vier Jahrhunderten. Ausstellung der Kinder- und Jugendbuchbibliothek der Staatsbibliothek zu Berlin

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Mit Leihgaben aus ihren einzigartigen Beständen unterstützte die SBB im Jahr 2005 - diverse Ausstellungen der Staatlichen Museen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, darunter 10.000 Jahr Kunst und Kultur aus Jordanien, Hieroglyphen um Nofretete, 100 Jahre Expressionismus, - sowie diverse Ausstellungen in anderen Einrichtungen in Berlin, Deutschland und Europa, darunter Musei Capitolini Rom, Fundación Bancaja im Centre Cultural Bancaixa in Valencia, In8 von 10

stitut du Monde Arabe in Paris, Museo de Ciencias Naturales in Madrid, Jüdisches Museum Berlin, Warschauer Königsschloss, Deutsches Historisches Museum, ZKM Zentrum für Kommunikation und Medien Karlsruhe, Völkerkundemuseum München, Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland/Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Schiller-Nationalmuseum Marbach a.N., Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn, Neues Palais Potsdam, Museum für Kommunikation Berlin, Berliner Medizinhistorisches Museum, Max-Planck-Gesellschaft, Franckesche Stiftungen Halle, Schillermuseum Weimar.

Die wichtigsten Veranstaltungen und Ausstellungen in 2006
3. / 4. Februar 2006 | „Literatur im Foyer“ Dietrich Bonhoeffer zum 100. Geburtstag

Mitte März, Ende Juni | „Ein Abend für…“ Klaus G. Saur im Gespräch mit herausragenden Persönlichkeiten

7. April – 10. Juni 2006 Exotische Typen. Orient und Buchdruck – Buchdruck und Orient. Die Ausstellung der Staatsbibliothek spannt einen Bogen von hebräischen Inkunabeln (vom Ende des 15. Jahrhunderts), über prächtige armenische Bibeln, erste osmanische Drucke des frühen 18. Jahrhunderts und üppig bebilderte persische Lithographiedrucke. Die frühe europäische Beschäftigung mit dem Orient und seinen Kulturen wird anhand seltener Bücher des 15. – 17. Jahrhunderts vorgestellt.

7. Juli 2006 – 26. August 2006 Willy Mögle. Die Sachfotografie Eine Ausstellung der Staatsbibliothek zu Berlin in Zusammenarbeit mit dem Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz (bpk) und dem Institut für angewandte Kunst- und Bildwissenschaften der Universität Wuppertal September 2006 Henrik Ibsen Eine Tafelausstellung zu gesellschaftspolitischen Themen, die gleichermaßen die Themen Ibsens in seinen Werken reflektieren: Meinungsfreiheit, Korruption, Idealismus, religiöser Fanatismus, Macht, soziales Verschweigen, das Nationale / Globale, Freiheit. Präsentation anlässlich des Ibsen-Jahres 2006 in Zusammenarbeit mit der Norwegischen Botschaft und der Staatsbibliothek zu Berlin

27. Oktober – 16. Dezember 2006 Wolfgang Amadeus Mozart zum 250. Geburtstag Meisterautographe, Briefe und Zeitdokumente über das Leben und Schaffen des Komponisten Eine Ausstellung der Musikabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin

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10. November 2006 Die Luther-Drucke der Grafen zu Lynar aus dem Besitz der Staatsbibliothek zu Berlin Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Berliner Dom (EKD Synode) ****

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