Publication:
2008
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-opus-99405
Path:
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Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Bildung für Berlin

Gewaltsignale an Berliner Schulen 2006/2007
Pressehandout 27. März 2008

Gewaltprävention

Impressum
Herausgeber Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Beuthstr. 6 - 8 10117 Berlin www.berlin.de/sen/bwf/ Redaktion und Gestaltung Gewaltprävention Ulrike Buckwitz, Ulrike Jesse Telefon 030 9026 6513 gewaltpraevention@senbwf.verwalt-berlin.de ulrike.buckwitz@senbwf.berlin.de
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Diese Veröffentlichung ist Teil der Öffentlichkeitsarbeit des Landes Berlin. Sie darf nicht zur Werbung für politische Parteien verwendet werden.

Titelgestaltung Bettina Schubert/ITpro Stand: Februar 2008

Inhalt
1.
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Das Wichtigste auf einen Blick ...................................................................................3
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2.
U U U

Deliktentwicklung in den letzten drei Schuljahren .....................................................6
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3.
U U U

Gemeldete Gewaltvorfälle nach Regionen ..................................................................7
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4.
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Meldungen nach Schulstufen......................................................................................9
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5.
U U U

Kulturelle Herkunft ....................................................................................................11
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6.
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Extremismus ..............................................................................................................14
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7.
U U U

Gewalt gegen Lehrer.................................................................................................15
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8.
U U U U

Vergleich der Gewaltmeldungen an die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung mit Erkenntnissen der Polizei ......................18
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9.
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Ausblick .....................................................................................................................20
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2

1.

Das Wichtigste auf einen Blick

Der nachfolgende Bericht wertet Angaben aus Gewaltmeldungen von Schulen aus. Die Zahlen spiegeln somit das Meldeverhalten der Schulen wider und lassen nur bedingt Rückschlüsse auf die Gewaltentwicklung an Schulen zu. Vielmehr ist von einer Erhellung des Dunkelfeldes auszugehen. Im letzten Schuljahr wurden 1735 Gewaltvorfälle aus den öffentlichen allgemein bildenden Schulen, beruflichen Schulen sowie aus Schulen des zweiten Bildungswegs gemeldet. Damit meldete jede Berliner Schule im Schuljahr 2006/2007 1,8 Vorfälle im statistischen Durchschnitt, die sich in Schulen, auf Schulwegen, oder in seltenen Fällen auch bei Ausflügen, ereignet haben. 1735 Meldungen 2006/2007 stehen 1573 Meldungen im Vorjahr gegenüber. Prozentual bedeutet dies eine Zunahme an Meldungen um 10 Prozent. Die Regionen Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln, also die Regionen, die nach dem Sozialindex als besonders belastet gelten, melden die meisten Gewaltvorfälle. Auffällig ist zudem die Zunahme der Gewaltmeldungen aus Neukölln um 64 Prozent. In der Region Lichtenberg ist eine Abnahme der Gewaltmeldungen um 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Migrationshintergrund und Gewalt: Der Anteil der Vorfälle, in denen Personen nichtdeutscher Herkunftssprache als Beteiligte an Gewaltvorfällen genannt werden, beträgt 53,0 Prozent; der Anteil ist etwas geringer als im Vorjahr. In den Meldungen werden Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache häufiger als Beteiligte auf der Täterseite genannt, seltener als Opfer. Lehrer werden in einem Viertel der Fälle als Geschädigte in den Meldungen genannt. Jeder dieser Vorfälle ist einer zu viel und gefährdet das Selbstverständnis der Schulen, zu dem es gehört, die physische und psychische Sicherheit für alle in einer Schulgemeinschaft zu gewährleisten. Will man den Grad der Belastung der Berliner Schulen mit Gewaltvorfällen bewerten, so ist es notwendig, die Meldungen in Relation zu der Anzahl der Schulen und Schüler zu setzen, auf die sich diese Zahl der Gewaltmeldungen bezieht. Die insgesamt 938 Schulen 1 werden in dem genannten Zeitraum von 407.680 Schülerinnen und Schülern besucht, welche von 28.692 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet werden. Die folgenden Auswertungen zum Schuljahr 2006/2007 beziehen sich jeweils auf diese Gesamtheit. Bei den wenigen Ausnahmen zu dieser Darstellungsweise wird mitgeteilt, welches die Bezugsgröße der jeweiligen Aussage ist.
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Die Meldungen der Schulen 2006/2007 verdeutlichen folgende Auffälligkeiten: Mit einer Zunahme von 187 auf 258 Meldungen ist in der Gesamtschule der höchste Zuwachs in einer Schulart, nämlich von über 25 Prozent, zu verzeichnen. Angriffe auf Lehrerinnen und Lehrer – selten auf andere Mitarbeiter der Schulen – wurden in 442 Gewaltmeldungen beschrieben; dies ist eine Zunahme um 18 Prozent (Vorjahr 374 Meldungen). Es gibt eine Zunahme der gemeldeten Vorfälle um 10 Prozent. Mit dieser Zuwachsrate konnten erstmals die außergewöhnlichen Zuwachsraten der Vorjahre von +66 Prozent im
1

Öffentliche allgemein bildende und berufliche Schulen

3

Schuljahr 2002/2003, +33 Prozent im Schuljahr 2003/2004, +60 Prozent im Schuljahr 2004/2005 und +76 Prozent im Schuljahr 2005/2006 unterbrochen werden. Die Kooperation der Schulen mit „internen Experten“, z. B. Konfliktlotsen/innen oder Sozialpädagogen/innen, hat um 5 Prozentpunkte zugenommen (von 15 Prozent auf 20 Prozent). Damit werden in einem Fünftel der Fälle interne Spezialisten in die Aufarbeitung einbezogen. Die Zusammenarbeit mit Eltern konnte im letzten Jahr deutlich verbessert werden und beträgt jetzt 65 Prozent; im Vorjahr wurden die Eltern dagegen nur in 32 Prozent aller Vorfälle einbezogen. In über 8 Prozent aller Meldungen wird Mediation durch Schüler oder Erwachsene als Verfahren zur Aufarbeitung gewählt. Im Folgenden wird differenziert nach verschiedenen Gesichtspunkten wie z. B. regionale Belastung und solche nach Schularten dargestellt, was der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung im Schuljahr 2006/2007 mitgeteilt wurde und welche Schlussfolgerungen bislang zur Unterstützung der Schulen entwickelt wurden. Im gesamten letzten Jahr hat sich gezeigt, dass Schulleitungen sowie Pädagoginnen und Pädagogen mehr Offenheit im Umgang mit Gewalttaten in den Schulen und deren Umfeld zeigen. Die im Jahr 2003 erstmals deutlich gewordene Diskrepanz zwischen den Erkenntnissen der Polizei und denen der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport zum „Tatort Schule“ wurde in vielen Regionen zum Anlass genommen, durch Appelle in Schulaufsichtskonferenzen und Schulleitersitzungen erneut und nachdrücklich an die Meldepflicht von Gewaltvorfällen innerhalb von 24 Stunden per Fax an die Schulaufsicht und die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen für Gewaltprävention und Krisenintervention (G/K) zu erinnern. Das rasche Unterstützungsangebot der regional zuständigen G/K Schulpsychologinnen und Schulpsychologen, das solchen Gewaltmeldungen folgt, ermöglicht die das Meldeverhalten ermutigende Erfahrung: Es lohnt sich, Belastungen zu melden. Gemeldete Gewaltvorfälle werden von den Schulen sowohl mit schulinternen als auch externen Experten aufgearbeitet. Im letzten Kapitel „Ausblick“ wird vorgestellt, welche Projekte für das Schuljahr 2007/2008 – fortführend bzw. ergänzend zu den bisherigen Maßnahmen – geplant sind In dem soeben erschienenen Heft „Gewaltprävention im Miteinander – Verstehen und Handeln X“ wird von ihnen und vielen anderen aus Schulen und sonstigen Fachleuten und universitären Experten darüber informiert, wer in den Schulen und im Bereich der Prävention in Berlin handelt und was diese vielen Engagierten im Schulalltag und zu Gunsten der Schulen tun, um das Miteinander zu fördern.
Meldepflicht, Darstellungsweise, Klassifizierung von Delikten und „Tätern“, Hinweise zu Berechungen und Zahlen

Die Meldepflicht von Gewaltvorfällen gilt in Berlin seit 1992. Hinweise und Informationen zur Meldepflicht sowie „Hilfen bei Gewaltvorfällen auf einen Blick“ sind im Internet unter folgendem Link zu finden: www.berlin.de/imperia/md/content/senbildung/hilfe_und_praevention/gewaltpraevention/hinsehen_und_handeln_rundschreiben_1_41_ 2003.pdf
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Aus Gründen der Übersichtlichkeit beschränkt sich dieser Bericht auf die Darstellung der Entwicklungen in den letzten drei Schuljahren – in diesem Jahr also auf die Jahre 2004/2005 – 2006/2007. Bei diesem Bericht handelt es sich um eine ausschließlich deskriptive Darstellung der gemeldeten Belastungen an Berliner Schulen, nicht um Aussagen über Jugenddelinquenz oder gar um Ursachenforschung.
Zur Klassifikation der Delikte und zum „Täter“-Begriff

Die Klassifikation der Delikte wurde von juristischen Laien vorgenommen. So wird als „Bedrohung“ eine erlebte Drohung eingestuft, unabhängig davon, ob die Tat durch einen Richter als Drohung mit einem entsprechenden Strafmaß eingeschätzt werden würde. „Körperverletzung“ wird dann eingetragen, wenn eine Person eine andere körperlich schädigt. Von einer „gefährlichen Körperverletzung“ wird dann gesprochen, wenn ein Einzelner mit einer Waffe angreift und in Fällen, in denen eine Gruppe (ab zwei Personen) mit oder ohne Waffe körperlich angreift. Wenn von „Tätern“ die Rede ist, so geschieht dies nicht auf der Grundlage einer vorhergegangenen Rechtsprechung, sondern auf der Grundlage des Augenscheins in der konkreten Situation. Eine Person war schädigend tätig gegen eine andere. In der Mehrheit der gemeldeten Fälle handelt es sich um eine Straftat. Die Terminologie „Täter“ soll jeder Bagatellisierung einer Straftat entgegenwirken. Eine Stigmatisierung der Täterperson, bei der dem Täter nicht die Hilfe und Unterstützung zuteil wird, die ihm zusteht, widerspricht dem Motto dieses Berichtes „Verstehen und Handeln“, ihr ist entgegenzuwirken. Wenn von „Opfern“ die Rede ist, so sind grundsätzlich die Geschädigten gemeint. Diese bedürfen in jedem Falle des menschlichen Beistandes und auch weiterer konkreter Unterstützung und Beratung. Dies gilt auch in all den Fällen, in denen sie aktiv zur Entwicklung des später für sie schmerzlichen Geschehens beigetragen haben. Was immer jemand selbst getan hat, rechtfertigt niemals einen aktiven Gegenangriff, d. h. Selbstjustiz.
Hinweise zu den Tabellen, Abbildungen und Zahlen

Die Gesamtsummen in den Tabellen und Abbildungen in diesem Bericht wurden alle auf 100 Prozent auf- oder abgerundet. Eventuelle rechnerische Abweichungen ergeben sich aus vorhergegangenen Rundungen der einzelnen Zahlen. In diesem Jahresbericht gibt es in einigen wenigen Fällen Differenzen zu früheren Angaben und Zahlen aus dem Schuljahr 2005/06. Die Zahlen aus dem vorangegangenen Schuljahr in den Tabellen und Statistiken sind in den Fällen, in denen Berechnungsfehler nachträglich auffielen, gegenüber dem vorigen Jahresbericht korrigiert worden. Die Angaben zu früheren Schuljahren seit 1996/1997 sind im Internet unter www.berlin.de/sen/bildung/hilfe_und_praevention/gewaltpraevention/ (siehe Gewaltsignale an Berliner Schulen“) zu finden.
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5

2.

Deliktentwicklung in den letzten drei Schuljahren

Abb. 1. Deliktentwicklung in den letzten drei Schuljahren (absolute Zahlen)

2000 1800 1600 1573 1400 1200 1000 800 600 400 200 0
2004/05 2005/06 2006/07

1753

894

Tab. 1 Deliktverteilung in den letzten drei Schuljahren Schuljahr Delikt Bedrohung Beleidigung Erpressung Körperverletzung Gefährliche Körperverletzung* Mobbing** Raub (Rechts-)Extremismus Sachbeschädigung*** Sexuelle Übergriffe** Sonstige Gesamt
∗

2004/2005 absolut in % 159 17,8 22 2,5 6 0,7 368 41,2 204 25 62 16 32 894 22,8 20,8 6,9 1,8 3,6 100

2005/2006 absolut in % 319 20,3 56 3,6 18 1,1 724 46,0 262 7 17 80 22 24 44 1573 16,7 0,4 1,1 5,1 1,4 1,5 2,8 100

2006/2007 absolut in % 356 20,5 66 3,8 14 0,8 741 42,7 304 22 22 88 21 37 64 1735 17,5 1,3 1,3 5,1 1,2 2,1 3,7 100

In die Kategorie „Gefährliche Körperverletzung“ werden Fälle mit zwei oder mehr Angreifern/innen oder Fälle mit Einsatz von Waffen oder waffenartigen Gegenständen eingeordnet. ∗∗ Die Kategorien „Sexuelle Übergriffe“ und „Mobbing“ wurden erstmalig im Schuljahr 2005/06 erfasst. ∗∗∗ Als Sachbeschädigung gilt die Schädigung von persönlichen Gegenständen oder Schuleigentum. Fälle von Sachbeschädigung werden der Senatsverwaltung kaum gemeldet, da diese nicht meldepflichtig sind.

6

3.

Gemeldete Gewaltvorfälle nach Regionen

Abb. 2 Meldungen der letzten drei Schuljahre nach Regionen (absolute Zahlen)
350

300

250

200

150

100

50

0 Mitte Steglitz-Zehlendorf Treptow-Köpenick FriedrichshainKreuzberg Pankow Neukölln Marzahn-Hellersdorf CharlottenburgWilmersdorf Reinickendorf TempelhofSchöneberg Lichtenberg Spandau 2004/05 2005/06

2006/07

Die Regionen Mitte, Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg meldeten im Schuljahr 2006/2007 die meisten Gewaltvorfälle. Die wenigsten Meldungen kamen aus der Region CharlottenburgWilmersdorf. Im Vergleich zum vorherigen Schuljahr nahmen die gemeldeten Gewaltvorfälle in der Region Neukölln deutlich zu, wohingegen in Lichtenberg ein Rückgang der Gewaltmeldungen zu verzeichnen war.

7

Tab. 2 Meldungen der letzten drei Schuljahre nach Regionen 2004/2005 Region absolut in % Mitte 205 22,9 Friedrichshain-Kreuzberg 43 4,8 Pankow 47 5,3 Charlottenburg-Wilmersdorf 50 5,6 Spandau 31 3,5 Steglitz-Zehlendorf 60 6,7 Tempelhof-Schöneberg 45 5,0 Neukölln 135 15,1 Treptow-Köpenick 65 7,3 Marzahn-Hellersdorf 77 8,6 Lichtenberg 88 9,8 Reinickendorf 48 5,4 Gesamt 894 100 Schuljahr 2005/2006 absolut in % 300 19,1 176 11,2 88 5,6 99 6,3 61 3,9 127 8,1 83 5,3 160 10,2 98 6,2 94 6,0 201 12,8 86 5,5 1573 100 2006/2007 absolut in % 298 17,2 168 9,7 136 7,8 70 4,0 93 5,3 152 8,8 100 5,8 263 15,2 121 7,0 107 6,2 118 6,8 109 6,3 1735 100

8

4.
2B

Meldungen nach Schulstufen

Tab. 3 Meldungen der letzten drei Schuljahre nach Schulstufen Schuljahr Schulstufe Grundschule S Grundschule∗ Grundstufe Gesamtschule Gymnasium Sek I S Sek I** Haupt-/Realschule Hauptschule Realschule Sek I gesamt Gymnasium Sek II Berufsbildende Sek II Sek II gesamt Berlin gesamt 2004/2005 absolut in % 198 22,1 49 5,5 247 27,6 147 16,4 36 4,0 149 16,7 24 2,7 91 10,2 92 10,3 539 60,3 33 3,7 75 8,4 108 12,1 894 100 2005/2006 absolut in % 501 31,8 127 8,1 628 39,9 187 11,9 72 4,6 146 9,3 59 3,8 219 13,9 136 8,6 819 52,1 30 1,9 96 6,1 126 8,0 1573 100 2006/2007 absolut in % 565 32,6 110 6,3 675 38,9 258 14,9 98 5,6 183 10,6 42 2,4 229 13,2 114 6,6 924 53,3 21 1,2 115 6,6 136 7,8 1735 100

Über die Hälfte aller eingegangenen Gewaltvorfälle im Schuljahr 2006/2007 meldeten Schulen aus dem Bereich der Sekundarstufe I (53,3 Prozent). Im Vergleich der letzten drei Schuljahren sank der prozentuale Anteil aller eingegangenen Meldungen im Bereich der Sekundarstufe I und II; der Anteil im Bereich der Grundschule stieg an.

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Abb. 3 Anteil der Gewaltmeldungen 2006/2007 im Verhältnis zum Schüleranteil in Prozent
40 35 30 25 20 15 10,3 10 5 0 Grundschulen Berufsbildende Schulen Gymnasium Gesamtschule Realschule Hauptschule Sonderschule 6,6 6,8 7,8 5,2 3,2 3,0 23,2 18,5 14,9 14,4 16,9 36,6 32,6

Anteil der Schüler/innen in %

Anteil der Meldungen in %

∗

∗∗

S Grundschule = Grundschule mit sonderpädagogischen Förderschwerpunkten S Sek I = Schule der Sekundarstufe I mit sonderpädagogischen Förderschwerpunkten

Oben stehende Grafik zeigt den Anteil der Schüler/innen der jeweiligen Schulstufe zur Gesamtschüler/innenzahl im Verhältnis zu den von den einzelnen Schulstufen eingegangenen Meldungen. Es ist zu erkennen, dass Gesamtschulen, Hauptschulen und Sonderschulen gemessen an ihrer Schüler/innenzahl sehr viele Vorfälle meldeten. Berufsbildende Schulen und Gymnasien meldeten weniger Vorfälle bei höheren Schüler/innenanteilen. Grundschulen meldeten mit 32,6 Prozent die meisten Fälle und stellen gemessen an ihrem Anteil an der Gesamtschülerschaft die meisten Schüler/innen.

10

5.
3B

Kulturelle Herkunft

Mit Beginn des Schuljahres 2006/2007 gilt ein neuer Meldebogen für Gewaltvorfälle an Schulen gem. Rundschreiben I Nr. 41/2003. Auf diesem wird zwischen drei Kategorien unterschieden: ndH = Schüler/innen nichtdeutscher Herkunftssprache, Mig = vermuteter Migrationshintergrund, für Fälle, in denen die Beteiligten schulfremde oder anonyme Personen sind, die vom Augenschein oder der Sprache nichtdeutscher Herkunftssprache sind und vom Opfer nicht zu ihren Sprachgewohnheiten in der Familie befragt werden können, deutsch. Die Bezeichnung „Beteiligung“ bedeutet, dass die Betroffenen an einem Vorfall als Täter, Opfer oder in beiden Rollen beteiligt waren. Dank dieser erweiterten Vorgaben sind genauere Aussagen zur Gewaltbelastung einzelner Schülergruppen mit und ohne Migrationshintergrund möglich. Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden in den Tabellen und Grafiken die Werte unter dem Begriff „ndH“ zusammengefasst. „Mig“ wird nur gesondert ausgewiesen, wenn diese Gruppe eine besondere Bedeutung hat, insbesondere bei der Täterherkunft. Abb. 4 Deliktentwicklung von Schüler/innen nichtdeutscher Herkunftssprache in den letzten drei Schuljahren (absolute Zahlen)

1000 900 800 700 600 500 400 300 200 100 0
2004/05 2005/06 2006/07

920

853

321

Im Schuljahr 2006/2007 gingen 920 Meldungen ein, in denen Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache sowie schulfremde Jugendliche, Eltern oder Verwandte mit Migrationhintergrund beteiligt waren. Dies entspricht einem prozentualen Anteil von 53,0 Prozent an insgesamt 1735 Meldungen. Das Niveau hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.
11

Tab. 4 Deliktstruktur der Meldungen mit ndH-Beteiligung der letzten beiden Schuljahre Anzahl der Delikte Anzahl der Delikte Anzahl der Delikte mit ndHmit ndHmit ndHBeteiligung Beteiligung Beteiligung 2004/2005 2005/2006 2006/2007 absolut in % absolut in % absolut in % 133 41,4 367 43,0 395 42,9 77 53 14 9 13 3 3 16 321 24,0 16,5 4,4 2,8 4,0 0,9 0,9 5,0 100 196 161 32 31 10 7 12 9 6 22 853 23,0 18,9 3,8 3,6 1,2 0,8 1,4 1,1 0,7 2,6 100 185 165 39 31 21 16 14 12 9 33 920 20,1 17,9 4,2 3,4 2,3 1,7 1,5 1,3 1,0 3,6 100

Delikt Körperverletzung gefährliche Körperverletzung Bedrohung Extremismus Beleidigung Sexuelle Übergriffe* Raub Sachbeschädigung Erpressung Mobbing* Sonstiges Gesamt

12

Abb. 5 Deliktstruktur der Meldungen mit ndH-Beteiligung der letzten drei Schuljahre (absolute Zahlen)
450 400 350 300 250 200 150 100 50 0 Körperverletzung gefährliche Körperverletzung Sexuelle Übergriffe* Sachbeschädigung Bedrohung Beleidigung Erpressung Mobbing* Raub Extremismus Sonstiges

2004/05

2005/06

2006/07

Wie im Schuljahr 2005/2006 sind Personen nichtdeutscher Herkunftssprache am häufigsten an Fällen von Körperverletzung beteiligt, gefolgt von Fällen gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung. Bei einer Zunahme der absoluten Zahlen in den drei Deliktkategorien blieb der prozentuale Anteil der Meldungen an der Gesamtmeldezahl annähernd gleich.

13

6.
4B

Extremismus

Der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung wurden im Schuljahr 2006/2007 88 Delikte der Kategorie (Rechts-)Extremismus gemeldet; dies entspricht einem Anteil von 5,1 Prozent an allen Delikten. Als (Rechts-)Extremismus werden mündliche oder schriftliche Äußerungen von Schülern, welche im Kern antisemitisch, deutschfeindlich, fremdenfeindlich, rassistisch oder rechtsextrem sind, klassifiziert. Abb. 6 Extremistische Vorfälle nach tendenzieller Motivation im Schuljahr 2006/2007

4,5 22,7 47,7

rechtsextremistisch

rassistisch/ fremdenfeindlich antisemitisch

25

politisch extremistisch

Tab. 5 Verteilung der Extremismusmeldungen nach Regionen Bezirk Marzahn-Hellersdorf Mitte Treptow- Köpenick Neukölln Friedrichshain-Kreuzberg Pankow Reinickendorf Charlottenburg- Wilmersdorf Spandau Tempelhof- Schöneberg Lichtenberg Steglitz- Zehlendorf Gesamt 2005/2006 absolut in % 7 14,0 3 6,0 7 14,0 2 4,0 4 8,0 2 4,0 5 10,0 4 8,0 2 4,0 2 4,0 5 10,0 7 14,0 50 100 2006/2007 absolut in % 13 14,8 12 13,6 10 11,4 8 9,1 8 9,1 7 8,0 6 6,8 5 5,7 5 5,7 5 5,7 5 5,7 4 4,6 88 100

14

7.
5B

Gewalt gegen Lehrer

Tab. 6 Geschädigte nach Schuljahren 2004/2005 absolut in % 625 69,9 146 16,3 50 821 73 894 5,6 91,8 8,2 100 2005/2006 absolut in % 1089 69,2 292 18,6 82 1463 110 1573 5,2 93 7 100 2006/2007 Absolut in % 1204 69,4 324 18,7 118 1646 89 1735 6,8 94,9 5,1 100

Schüler als Geschädigte Lehrer als Geschädigte Lehrer und Schüler als Geschädigte Delikte gegen Personen gesamt Sonstige* gesamt

*„Sonstige“ enthält die Kategorien: Schädigung ideeller Güter, z. B. Menschenrecht und Sachbeschädigung

Im Schuljahr 2006/07 wurden 442 Gewaltvorfälle gemeldet, bei denen Lehrer und Lehrerinnen zu Schaden kamen. Im Vergleich zum Schuljahr 2005/06 zeigt sich ein Anstieg um 68 Fälle (18,2 Prozent). Insgesamt sind im Schuljahr 2006/07 bei 25,5 Prozent aller Gewaltdelikte die Geschädigten Lehrer oder Lehrerinnen. Der prozentuale Anteil von Lehrer/innen als Geschädigte im Vergleich zu allen Geschädigten der Gewaltmeldungen ist zum Schuljahr 2006/07 insgesamt geringfügig um 1,7 Prozentpunkte gestiegen. Tab. 7 Deliktstruktur bei Meldungen mit Lehrer/innen als Geschädigte 2004/2005 absolut in % 85 43,3 49 25 17 8,7 19 13 6 1 6 196 9,7 6,6 3,1 0,5 3,1 100 2005/2006 absolut in % 144 38,5 124 33,2 52 13,9 35 8 1 1 5 1 3 374 9,4 2,1 0,3 0,3 1,3 0,3 0,8 100,1* 2006/2007 absolut in % 199 45 108 24,4 54 12,2 24 31 16 4 2 2 1 1 442 5,4 7 3,6 0,9 0,5 0,5 0,2 0,2 99,9*

Bedrohung Körperverletzung Beleidigung Störung des Schullebens** Gefährliche KV (Rechts-)Extremismus Sexuelle Übergriffe*** Raub Sachbeschädigung**** Mobbing*** Erpressung Sonstiges gesamt

* Das Ergebnis ergibt sich aufgrund mathematischer Rundungen. ** Die Kategorie „Störung des Schullebens“ wird erstmalig im Schuljahr 2006/07 erfasst. *** Die Kategorien „Mobbing“ und „sexuelle Übergriffe“ werden erstmalig im Schuljahr 2005/06 erfasst **** Sachbeschädigungen sind nicht meldepflichtig.

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In der Tabelle ist die Deliktstruktur der Gewaltmeldungen gegen Lehrer/innen in den vergangenen drei Schuljahren abgebildet. Mit einer Anzahl von 199 Fällen und einem Anteil von 45 Prozent werden vorwiegend Bedrohungen gegen Lehrer/innen ausgesprochen. Am zweithäufigsten werden mit 108 Fällen und 24,4 Prozent Körperverletzungen gegen Lehrer/innen gemeldet. Im Unterschied zum Vorjahr zeigt sich bei Bedrohungen ein Anstieg um 55 Fälle und 6,5 Prozentpunkte. Des Weiteren hat sich die Anzahl von (rechts-)extrem motivierten Delikten gegen Lehrer/innen von 8 Fällen auf 16 Fälle verdoppelt. Tab. 8 Delikte gegen Lehrer/innen im Internet oder per E- Mail (absolute Zahlen) 2004/2005 2005/2006 2006/2007 Beleidigung Bedrohung Beleidigung Bedrohung Beleidigung Bedrohung Im Internet Per E-mail zusammen gesamt 0 3 1 2 3 1 1 3 1 1 2 6 1 7 13 4 2 6

Im Schuljahr 2006/2007 zeigt sich ein deutlicher Anstieg von Angriffen mit Hilfe des Internets in Form von Beleidigung oder Bedrohung gegen Lehrer. Im Schuljahr 2006/2007 wurden 7 Beleidigungen sowie 6 Bedrohungen gegen Lehrkräfte über das Internet verbreitet. Abb. 7. Lehrer/innen als Geschädigte nach Regionen (absoluten Angaben)

100 90 80 70 60 50 40 30 20 10

91

62

42

38

35

31

29

29

26

25

21 13

Neukölln

FriedrichshainKreuzberg

Reinickendorf

MarzahnHellersdorf

Mitte

TreptowKöpenick

SteglitzZehlendorf

TempelhofSchöneberg

Spandau

CharlottenburgWilmersdorf

Lichtenberg

0

Pankow

16

Tab. 9 Lehrer/innen als Geschädigte nach Schularten und Schulstufen in den letzten drei Schuljahren 2004/2005 absolut in % 30 15,3 9 4,6 39 19,9 25 12,8 14 7,1 6 3,1 33 16,8 3 1,5 49 25,0 130 66,3 9 4,6 18 9,2 27 13,8 196 100 2005/2006 absolut in % 115 30,8 46 12,3 161 43,1 55 14,7 22 5,9 17 4,6 33 8,8 9 2,4 43 11,5 179 47,9 7 1,8 27 7,2 34 9 374 100 2006/2007 absolut in % 129 29,2 36 8,1 165 37,3 64 14,5 31 7 10 2,3 56 12,7 17 3,8 59 13,3 237 53,6 6 1,4 34 7,7 40 9,1 442 100

Grundschule S Grundschule* Grundstufe gesamt Hauptschule Realschule Haupt-/Realschule Gesamtschule Gymnasium Sek. I Sonderschule Sek. I Sekundarstufe I gesamt Gymnasium Sek. II Berufsbildende Schulen Sekundarstufe II gesamt Alle Schulstufen gesamt

* S Grundschule= Grundschule mit sonderpädagogischem Schwerpunkt.

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8. Vergleich der Gewaltmeldungen an die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung mit Erkenntnissen der Polizei
Im Hinblick auf konkrete Gewalthandlungen von Kindern und Jugendlichen wie auch im Hinblick auf präventives Handeln haben die Schule und die Polizei ganz unterschiedliche Aufgaben. Die Meldungen der Schulen dienen nicht dazu, ein Erfassungssystem von Straftaten parallel zu dem der Polizei aufzubauen. Weder die Vernehmungen zu Straftaten noch die Strafverfolgung gehören zu den Aufgaben der Schulen; es versteht sich daher von selbst, dass keine Straftäterkartei angelegt wird. Die Verantwortung der Schule liegt primär bei Unterricht und der Erziehung. Was die Wahrnehmung dieser Aufgaben behindert, wird untersucht, um Schule stetig zu verbessern. Bereits in den letzten vier Jahren wurde ein regelmäßiger Vergleich der Erkenntnisse der Polizei und der Erkenntnisse der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung zu Gewaltentwicklungen am Tatort Schule vorgenommen, um Kinder- und Jugenddelinquenz in einem frühen Stadium wirksam zu begegnen. Mit der Einführung des Datenverarbeitungssystems Poliks (2005) in der Berliner Polizei sind alle Daten über Straftaten, die sowohl bei der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung meldepflichtig sind, als auch von der Polizei als Straftat klassifiziert und erfasst werden, besser vergleichbar. Bis dahin war der Vergleich aufgrund unterschiedlicher Vorgehensweisen in der Datenerfassung nur für den Bereich der Gruppentaten möglich. Tab. 10 Vergleich der Gewaltmeldungen an Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung mit den Daten der Polizei (absolute Zahlen) Delikt Körperverletzung gefährliche Körperverletzung Bedrohung Extremismus Beleidigung sexuelle Übergriffe Erpressung/Raub Gesamt
∗

Polizei 951 391 223 68 423 36 170 2262

SenBildWiss 741 304 356 88 66 37 36 1628∗

Die übrigen 107 Vorfälle zu insgesamt 1735 sind sonstige Delikte wie Mobbing, Störung des Schullebens und Sachbeschädigung und finden bei diesem Vergleich keine Beachtung.

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Abb. 8 Vergleich der Gewaltmeldungen an Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung mit den Daten der Polizei 951 741

1000 900 800 700 600 500 400 300 200 100 0

391 304 223

356 68 88

423 170 66 Beleidigung 36 37 sexuelle Übergriffe 36 Erpressung/Raub
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Körperverletzung

gefährliche Körperverletzung

Bedrohung

Polizei

Die Tabelle 10 und die Abbildung 8 vergleichen die Anzahl der gemeldeten Gewaltvorfälle an die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung mit einer Auswertung der Berliner Polizei zu Straftaten an Schulen. In den Vergleich einbezogen wurden nur die Delikte, die sowohl bei der Senatsverwaltung meldepflichtig sind, als auch von der Polizei als Straftaten an Schulen erfasst werden. Die Meldepflicht an die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung bezieht sich vornehmlich auf die Gewalt gegen Menschen. Daher wurden nur solche Delikte in den Vergleich einbezogen. Die Diskrepanz der Erkenntnisse von Schule und Polizei zu Straftaten an Schulen erklärt sich primär durch das Anzeige- und Meldeverhalten - das der Eltern und das der Schulen. Häufig melden Eltern Gewaltvorfälle, die sich in der Schule zugetragen haben, direkt der Polizei, nicht jedoch der Schule. An einer Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Eltern - auch bezogen auf das Thema Gewaltprävention - wurde auch im letzten Jahr gezielt gearbeitet. Das Meldeverhalten der Schulen hat sich seit 1992 mit der Einführung der Meldepflicht deutlich verändert. Eine Zusammenarbeit mit der Polizei bei Straftaten ist heute in nahezu allen Schulen selbstverständlich.

Extremismus
SenBildWiss

9.
6B

Ausblick

Im Schuljahr 2007/2008 werden die Konzepte zur Gewaltprävention fortgeführt, die sich bewährt haben. Dies gilt insbesondere auch für die im Schuljahr 2006/2007 eingeführten Programme für Grundschulen „Faustlos“ und „Buddy“, beides Programme zum sozialen Lernen. Damit die Verantwortlichen in den Schulen der Stadt Gefährdungen früh erkennen und ihnen angemessen begegnen können, bieten die Schulpsychologen/innen für Gewaltprävention und Krisenintervention (G/K) auch im kommenden Jahr in ihrer Region Fortbildungen zur Gewaltprävention und zum Handeln nach Gewaltvorfällen und den Notfallplänen für die Berliner Schulen an. Dabei gilt der Zusammenarbeit mit externen Helfern, insbesondere mit dem Jugendamt, bei Gefährdungen des Kindswohls besondere Aufmerksamkeit. Die G/K Psychologen/innen beraten Schulen, die einen Kooperationsvertrag mit der Polizei planen. Es ist angestrebt die Anzahl der Kooperationsvereinbarungen weiter zu erhöhen, um damit jeder Form der Sicherheitsgefährdung einer gewaltbelasteten Schule im Vorfeld offensiv zu begegnen. Auch 2007/2008 vermitteln die G/K Psychologen/innen Jugendliche, bei denen sich die Gefahr einer delinquenten Karriere andeutet, in geeigneten Fällen an das Projekt „Denkzeit“. Eine solche Vermittlung ist in den Fällen möglich, in denen auch die Eltern zu einer Zusammenarbeit mit „Denkzeit“ bereit sind. Neu ist, dass das im letzten Schuljahr bereits gut eingeführte und erfolgreiche Projekt „Denkzeit“ für delinquenzgefährdete Jugendliche, gemeinsam entwickelt und verantwortet von Prof. Jürgen Körner, FU Berlin und Rebecca Friedmann von der Denkzeit Gesellschaft, im Schuljahr 2007/08 deutlich erweitert wird. Dies geschieht, indem in den Schulen selbst Lehrer/innen, Erzieher/innen und Sozialarbeiter/innen auf die Arbeit mit delinquenten und gewaltbereiten Schülern vorbereitet werden. In einer erstmalig im August 2007 erschienenen Veröffentlichung der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung „Gewaltprävention im Miteinander“ berichten Lehrer/innen sowie andere Fachleute aus dem Bereich der Schulen, der Fortbildung sowie schulexterne Experten aus den Universitäten und anderen Einrichtungen wie z. B. der BVG über wirksame Ansätze zur Gewaltprävention. Die anschaulichen Texte enthalten viele Anregungen und sind gut geeignet, das eigene Handeln im Alltag der Schule zu beflügeln. Der Text ist im Netz abrufbar unter: www.berlin.de/sen/bildung/hilfe_und_praevention/gewaltpraevention
HU U

Im Schuljahr 2007/2008 unterstützt die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung zudem die „Schulstudie“ des Leaking Projektes der Freien Universität Berlin. Ziel dieses Projektes ist es, mögliche Fälle von schwerer, zielgerichteter Gewalt im Vorfeld zu verhindern. Hierzu sollen an etwa 25 ausgewählten Berliner Schulen nach vorherigen Informationsveranstaltungen zum Leaking-Phänomen (schriftliche oder mündliche Ankündigungen evtl. auch in Zeichnungen) über einen Zeitraum von 9 Monaten LeakingFälle erfasst und analysiert werden.

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