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Full text: Beteiligungsbericht der Stadt Cottbus (Rights reserved) Ausgabe 2002 (Rights reserved)

Beteiligungsbericht der Stadt Cottbus für das Wirtschaftsjahr 2002 Stadtverwaltung Cottbus Dezernat Hauptverwaltung, Finanzen und Wirtschaft Amt für Wirtschaftsförderung Abt. Beteiligungsverwaltung Neumarkt 5, 03046 Cottbus Tel.: (03 55) 6 12-28 50 Fax: (03 55) 6 12-28 04 Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Inhaltsverzeichnis Vorwort Organigramm der städtischen Unternehmen und Beteiligungen Abkürzungsverzeichnis Eigen- und Beteiligungsgesellschaften Stadtwerke Cottbus GmbH (SWC) Cottbusverkehr GmbH (CV) COSTAR Cottbuser Stadtreinigung und Umweltdienste GmbH (COSTAR) LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG (LWG) Gebäudewirtschaft Cottbus GmbH (GWC) CMT Cottbus Congress, Messe & Touristik GmbH (CMT) Cottbuser Gartenschaugesellschaft 1995 mbH (BUGA) EGC Entwicklungsgesellschaft Cottbus mbH (EGC) ACOL Gesellschaft für Arbeitsförderung mbH (ACOL) Internationale Bauausstellung Fürst-Pückler-Land GmbH (IBA) Panta Rhei gemeinnützige GmbH (Panta Rhei) CoTEC Cottbus Technologie- und Entwicklungs-Zentrum GmbH (CoTEC) Eigenbetriebe Carl-Thiem-Klinikum Cottbus (CTK) Grün- und Parkanlagen der Stadt Cottbus (GPC) Sportstättenbetrieb der Stadt Cottbus (SBB) Jugendkulturzentrum Glad-House Cottbus (Glad-House) Stiftungen und Zweckverbände Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz Zweckverband Sparkasse Spree-Neiße Zweckverband ÖPNV Lausitz-Spreewald (ZÖLS) Zweckverband Niederlausitzer Studieninstitut Sonstiges Mitgliedschaft der Stadt Cottbus in Vereinen und Verbänden Erteilte Ausfallbürgschaften der Stadt Zusammenfassung von Unternehmensdaten 122 123 124 115 116 117 119 88 94 100 106 7 16 23 31 39 48 55 61 67 73 79 86 3 4 5 2 Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Vorwort 3 Die Stadt Cottbus ist gemäß § 105 Abs. 3 Gemeindeordnung des Landes Brandenburg verpflichtet, zur Information der Gemeindevertreter und der Einwohner einen Bericht über ihre Beteiligungen an Unternehmen und Einrichtungen in der Rechtsform des privaten Rechts zu erstellen. Der Bericht ist jährlich fortzuschreiben. Der Beteiligungsbericht 2002 wird wie im Berichtsjahr 2001 in seinem Umfang und Inhalt weit über das gesetzlich geforderte Maß hinausgehen. Neben den Unternehmen und Einrichtungen des privaten Rechts werden auch die Eigenbetriebe der Stadt und darüber hinaus die Zweckverbände, Stiftungen und Vereine aufgeführt. Die Stadt Cottbus war im Berichtsjahr 2002 an 11 Unternehmen in der Rechtsform des privaten Rechts beteiligt, davon stellen 3 Unternehmen so genannte Eigengesellschaften (100 % Beteiligung Stadt Cottbus) dar. Darüber hinaus ist die wirtschaftliche Betätigung der Stadt Cottbus durch 4 Eigenbetriebe sowie ihre Mitgliedschaft in 3 Zweckverbänden und 1 Stiftung im Berichtsjahr 2002 zu nennen. Allein in den Eigen- und Beteiligungsgesellschaften sowie in den Eigenbetrieben waren 3.839 Mitarbeiter im Jahr 2002 beschäftigt. Zugleich leisteten diese Unternehmen im Jahr 2002 Investitionen in einem Umfang von ca. 53 Mio. €. Gemeinsam mit der Stadt Cottbus sind die Unternehmen ein beträchtlicher Wirtschaftsfaktor und stellten im Berichtsjahr 2002 dem regionalen Arbeitsmarkt 3.839 Arbeitsplätze zur Verfügung. Grundlage eines Beteiligungsberichtes sind die Jahresabschlüsse bzw. Geschäftsberichte oder Prüfberichte der Gesellschaften. Hierdurch ergibt sich wiederkehrend eine Zeitverzögerung zwischen dem Berichtsjahr und der Veröffentlichung. Sollten Sie Anregungen zur Verbesserung von Inhalt und Form des Cottbuser Beteiligungsberichtes einbringen wollen, so bitte ich Sie, sich an die Beteiligungsverwaltung im Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Cottbus zu wenden. Cottbus, 16.04.2004 Ferdinand Schwarz Bürgermeister und Beigeordneter Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus – Organigramm der städtischen Unternehmen und Beteiligungen 4 S t a d t Cottbuser GartenSchaugesellschaft 1995 mbH 100 % Stadt Geschäftsführer Herr Koch CMT Cottbus Congress, Messe & Touristik GmbH 100 % Stadt Geschäftsführer Herr Koch C o t t b u s Gebäudewirtschaft Cottbus GmbH 100 % Stadt Geschäftsführer Herr Dr. Kunze LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG 79 % Stadt Geschäftsführung Frau Kopischke Herr Wollgam COSTAR Cottbuser Stadtreinigung und Umweltdienste GmbH 5,4 % Stadt Geschäftsführer Herr Schindler Stadtwerke Cottbus GmbH 100 % Stadt Geschäftsführer Herr Walter Eigenbetriebe Grün- und Parkanlagen der Stadt Cottbus EGC Entwicklungsgesellschaft Cottbus mbH 51 % Stadt Geschäftsführer Herr Prätzel BRAIN Brandenburg Innovation GmbH Cottbus 72 % Fernwärmeversorgung Cottbus GmbH 100 % Geschäftsführer Herr Fieber Cottbusverkehr GmbH 74 % Geschäftsführer Herr Thomsch Werkleiterin Frau Hetzschold CGG Cottbuser Gesellschaft für Gebäudeerneuerung und Stadtentwicklung mbH 100 % GF Herr Sieper LWG Lausitzer Wasser VerwaltungsGmbH 100 % Geschäftsführung Frau Kopischke Herr Wollgam Umwelt- und Deponietechnik GmbH 100 % Geschäftsführer Herr Schindler Sportstättenbetrieb der Stadt Cottbus ACOL Gesellschaft für Arbeitsförderung mbH 30 % Stadt Geschäftsführerin Frau Mehlhorn Heizkraftwerksgesellschaft Cottbus mbH 100 % Geschäftsführer Herr Walter Gas-Versorgungsbetriebe Cottbus GmbH 60 % Geschäftsführer Herr Walter Werkleiter Herr Przesdzing PRIVEG GWC – Privatisierungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH 100 % Geschäftsführer Herr Dr. Zwania Hygieneinstitut Cottbus GmbH 100 % Am 01.12.2003 wurde Insolvenz-antrag gestellt. CRG Cottbuser Recyclinggesellschaft für Baustoffe mbH 100 % Geschäftsführer Herr Riehmann Jugendkulturzentrum Glad-House Cottbus Internationale Bauausstellung FürstPückler-Land GmbH 17,6 % Stadt Geschäftsführer Herr Prof. Dr. Kuhn Bau- u. Betreibergesellschaft IBA Terrassen GmbH 60 % Elektroenergieversorgung Cottbus GmbH 100 % Geschäftsführer Herr Fieber Cottbuser Hochdruck GmbH 50 % Geschäftsführer Herr Stäber EGC Entwicklungsgesellschaft Cottbus mbH 19,5 % Geschäftsführer Herr Prätzel RSC Rohrbau und Sanierungs GmbH Cottbus 24,5 % Geschäftsführer Herr Kretschmann CSG Cottbuser Sonderabfallgesellschaft mbH 50 % Geschäftsführer Herr Wenk Leiter der Einrichtung Herr Dulitz Carl-ThiemKlinikum Cottbus Klinikumsleitung Frau Grünewald Panta Rhei gemeinnützige Gesellschaft mbH 10 % Stadt GF Herr Manns GF Herr Prof. Dr.-Ing. Viehweger COSTAR Cottbuser Stadtreinigung und Umweltdienste GmbH 94,6 % Geschäftsführer Herr Schindler EGC Entwicklungsgesellschaft Cottbus mbH 19,5 % EGC Entwicklungsgesellschaft Cottbus mbH 10,0 % Geschäftsführer Herr Prätzel Energieunion AG, Schwerin Flugplatzgesellschaft Cottbus/ Neuhausen m.b.H 80 % Geschäftsführer Herr Orphal 6% Gebäudeverwaltungsgesellschaft „Heidesiedlung“ mbH 31,8 % Geschäftsführer Herr Thimmel Cottbuser Technologie- u. EntwicklungsCentrum GmbH 18,5 % Stadt Am 01.08.2002 Insolvenzverfahren eröffnet. ENETKO GmbH, Köln 2,5 % Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Abkürzungsverzeichnis AG ABM ACOL ASS BUGA CGG CMT COSTAR CoTEC CRG CSG CTK EGC EigV EK EU e. V. EQUAL FECC GmbH GPC gGmbH GuV GWC LASA HGB HNO HRA HRB HKW IBA IG KAV IG JKZ KGSt KHG LKA MKG MSWV MTZ OLG ÖPNV PbefG PD PRIVEG SpKG SSB TUIV UDT VEB VBB ZÖLS Arbeitsgemeinschaft Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ACOL Gesellschaft für Arbeitsförderung mbH Arbeit statt Sozialhilfe Cottbuser Gartenschaugesellschaft 1995 mbH Cottbuser Gesellschaft für Gebäudeerneuerung und Stadtentwicklung mbH CMT Cottbus Congress, Messe & Touristik GmbH COSTAR Cottbuser Stadtreinigung und Umweltdienste GmbH Cottbuser Technologie- und Entwicklungs-Centrum GmbH CRG Cottbuser Recyclinggesellschaft für Baustoffe mbH CSG Cottbuser Sonderabfallgesellschaft mbH Carl-Thiem-Klinikum EGC Entwicklungsgesellschaft Cottbus mbH Verordnung über die Eigenbetriebe der Gemeinden Eigenkapital Europäische Union eingetragener Verein Eigenname des EU-Projektes Fördeverein der Stiftung der Europäischen Karnevalsstädte Gesellschaft mit beschränkter Haftung Grün- und Parkanlagen der Stadt Cottbus gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung Gewinn- und Verlustrechnung Gebäudewirtschaft Cottbus GmbH Landesagentur für Struktur und Arbeit Handelsgesetzbuch Hals-Nasen-Ohren Handelsregister A Handelsregister B Heizkraftwerk Internationale Bauausstellung „Fürst-Pückler-Land“ GmbH Industriegewerkschaft Kommunaler Arbeitgeberverband Industriegewerkschaft Jugendkulturzentrum Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsvereinfachung Krankenhausgesetz Leistungs-Kosten-Analyse Mund-Kiefer-Gesicht Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr Messe- und Tagungszentrum Oberlandesgericht Öffentlicher Personennahverkehr Personenbeförderungsgesetz Privatdozent GWC- Privatisierungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH Sparkassengesetz Sportstättenbetrieb der Stadt Cottbus Technikunterstützte Informationsverarbeitung Umwelt- und Deponietechnik GmbH Volkseigener Betrieb Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg Zweckverband ÖPNV Lausitz-Spreewald 5 Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 6 Eigen- und Beteiligungsgesellschaften Unternehmen Stadtwerke Cottbus GmbH (SWC) Cottbusverkehr GmbH (CV) COSTAR Cottbuser Stadtreinigung und Umweltdienste GmbH (COSTAR) LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG (LWG) Gebäudewirtschaft Cottbus GmbH (GWC) CMT Cottbus Congress, Messe & Touristik GmbH (CMT) Cottbuser Gartenschaugesellschaft 1995 mbH (BUGA) EGC Entwicklungsgesellschaft Cottbus mbH (EGC) ACOL Gesellschaft für Arbeitsförderung mbH (ACOL) Internationale Bauausstellung Fürst-Pückler-Land GmbH (IBA) Panta Rhei gemeinnützige GmbH (Panta Rhei) CoTEC Cottbus Technologie- und Entwicklungs-Zentrum GmbH (CoTEC) Seite 7 16 23 31 39 48 55 61 67 73 79 86 Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Stadtwerke Cottbus GmbH Karl-Liebknecht-Straße 130 03046 Cottbus Telefon: (03 55) 3 51-0 Telefax: (03 55) 3 51-1 11 7 Stadtwerke Cottbus GmbH 100 % Stadt Fernwärmeversorgung Cottbus GmbH Flugplatzgesellschaft Cottbus/Neuhausen m.b.H 80 % Cottbuser Hochdruck GmbH 100 % 50 % Elektroenergieversorgung Cottbus GmbH Cottbusverkehr GmbH EGC Entwicklungsgesellschaft Cottbus mbH 19,5 % 100 % 74 % HKW Heizkraftwerksgesellschaft Cottbus mbH 100 % Gas- Versorgungsbetriebe Cottbus GmbH Energieunion AG, Schwerin 63 % 6% COSTAR Cottbuser Stadtreinigung und Umweltdienste GmbH 94,6 % ENETKO GmbH, Köln 2,5 % Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Rahmendaten Gründung: Die Stadtwerke wurden am 11. Januar 1991 gegründet. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 1037 aktueller Gesellschaftsvertrag vom: 28.08.1998 gezeichnetes Kapital: 25.564.594,06 € Gesellschafter: Die Stadt Cottbus ist Alleingesellschafterin. Beteiligungen: Die Stadtwerke fungiert als Obergesellschaft mit den Tochtergesellschaften: n Fernwärmeversorgung Cottbus GmbH (FWC), Stammeinlage: 25,56 T€ (100 %) n Elektroenergieversorgung Cottbus GmbH (EVC), Stammeinlage: 102,26 T€ (100 %) n Heizkraftwerksgesellschaft Cottbus mbH (HKWG), Stammeinlage: 25,56 T€ (100 %) n COSTAR Cottbuser Stadtreinigung und Umweltdienste GmbH (COSTAR), Stammeinlage: 1.890,76 T€ (94,6 %) n Flugplatzgesellschaft Cottbus/Neuhausen m.b.H (FPG), Stammeinlage: 25,56 T€ (80 %) n Cottbusverkehr GmbH (CV), Stammeinlage: 10.225,84 T€ (74,0 %) n Gas- Versorgungsbetriebe Cottbus GmbH (GVC), Stammeinlage: 30 T€ (60 %) weitere Beteiligungen: n Cottbuser Hochdruck GmbH (CHD), Stammeinlage: 102,26 T€ (50 %) n EGC Entwicklungsgesellschaft Cottbus mbH (EGC), Stammeinlage: 25,56 T€ (19,5 %) n Energieunion AG, Schwerin, Stammeinlage: 4.387,34 T€ (6 %) n ENETKO GmbH, Köln, Stammeinlage: 128,2 T€ (2,5 %) 8 Unternehmensgegenstand Gemäß § 2 des Gesellschaftsvertrages ist Gegenstand des Unternehmens die Planung, Finanzierung, der Bau und Betrieb von Anlagen zur Versorgung Dritter mit Strom, Fernwärme, Gas und Telekommunikation einschließlich ergänzender Dienstleistungen sowie öffentlicher Luftverkehrsanlagen (Flughafenbetrieb) sowie der öffentliche Personennahverkehr, die Stadtbeleuchtung und sonstige der Versorgung und Entsorgung dienende Aufgaben. Die Gesellschaft kann zusätzliche Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Dienstleistungen für öffentliche Einrichtungen der Stadt Cottbus Betriebsführungsaufgaben im Bereich öffentlicher Gebäude übernehmen. 9 und Organe der Gesellschaft Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Aufsichtsrat: Herr Waldemar Kleinschmidt, Vorsitzender bis 24.05.2002 Frau Karin Rätzel, Vorsitzende ab 05.07.2002 Herr Markus Derling bis 02.09.2002 Herr Reinhard Beer Herr Peter Süßmilch Herr Karl-Heinz Fürstenhöfer Frau Karin Kühl Herr Hans-Joachim Weißflog Herr Reinhard Drogla Herr Dr. Hartmut Zwania Herr Bernd Breithaupt Herr Horst Kiese Herr Ralf Siering Geschäftsführung: Herr Eberhard Walter Erfüllung des öffentlichen Zweckes Ein öffentlicher Zweck liegt immer dann vor, wenn die Leistungen eines Unternehmens im Aufgabenbereich der Gemeinde liegen und eine im öffentlichen Interesse gebotene Versorgung der Bevölkerung zum Ziel haben. Bezogen auf den Gegenstand der Stadtwerke ergibt sich der öffentliche Zweck insbesondere durch die Ver- und Entsorgungsleistungen für die Einwohner der Stadt Cottbus. Prüfung des Unternehmens Die Konzernjahresabschlüsse der Stadtwerke Cottbus GmbH werden seit der Gründung von der WIBERA Wirtschaftsberatung AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Kurzübersicht Jahresabschlüsse 1999 – 2002 10 Konzern Stadtwerke 1999* T€ 2000* T€ 2001* T€ 2002 T€ Bilanz Anlagevermögen Umlaufvermögen RAP Bilanzsumme Eigenkapital Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten über 1 Jahr Verbindlichkeiten unter 1 Jahr RAP 164.629 45.262 34.965 244.855 82.576 53.368 4.518 55.203 48.787 402 164.941 48.039 34.523 247.504 78.635 53.798 6.849 66.430 41.382 411 158.416 48.988 32.689 240.093 74.638 49.887 8.052 59.622 47.464 431 153.967 63.853 30.908 248.729 75.052 47.163 7.520 55.893 62.766 334 Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Bestandsveränd. u. akt. Eigenl. sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebl. Aufwendungen sonst. Zinsen, ähnliche Erträge, … Abschreibungen auf Finanzanlagen Zinsen, ähnliche Aufwendungen, … Ergebnis gewöhnl. Geschäftstätigk. außerordentliches Ergebnis Steuern von Einkommen u. Ertrag sonstige Steuern Jahresergebnis anderen Gesell. zuzurechn. Jahreserg. Konzernverlustvortrag Veränderung der Rücklagen Konzernbilanzergebnis 100.033 424 16.253 59.703 32.967 16.343 10.702 394 3.116 -5.727 -230 641 2.101 -8.699 -198 -550 9.524 77 107.886 149 20.077 77.278 30.744 12.411 12.493 617 4.131 -8.328 -256 -313 148 -8.419 -128 -618 4.287 -4.879 121.249 38 25.127 96.635 30.708 11.845 11.502 450 4.560 -8.384 0 191 156 -8.732 -404 -4.983 4.421 -9.699 141.513 90 30.964 107.214 31.850 12.241 16.033 445 505 4.584 585 964 637 170 742 262 -9.894 1.781 -7.110 Investitionen 25.874 17.043 7.069 11.236 Personal Arbeitnehmeranzahl (in Personen) 897 825 805 854** * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich ** Aufnahme der CRG Cottbuser Recyclinggesellschaft für Baustoffe mbH in den Konsolidierungskreis Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Arbeitnehmeranzahl in Personen 920 900 880 860 840 820 800 780 760 740 Arbeitnehmer 11 1999 897 2000 825 2001 805 2002 854 Personalaufwand in T€ 33.500 33.000 32.500 32.000 31.500 31.000 30.500 30.000 29.500 Personalaufwand 1999* 32.967 2000* 30.744 2001* 30.708 2002 31.850 Investitionen in T€ 30.000 25.000 20.000 15.000 10.000 5.000 0 Investitionen 1999* 25.874 2000* 17.043 2001* 7.069 2002 11.236 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Situationsbericht und Ausblick 1. Wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Unternehmens 12 Im Stadtgebiet Cottbus setzten sich auch 2002 Bevölkerungsrückgang und Produktionsanpassungen im gewerblichen Bereich fort. Diese Entwicklungen beeinflussen weiterhin die wirtschaftlichen Ergebnisse der Versorgungsbranche. Die Geschäftsentwicklung der Stadtwerke Cottbus GmbH (SWC), die neben den operativen Handelsgeschäften der Strom- und Fernwärmeversorgung auch die Vertriebsaufgaben für die Gasversorgung und die kaufmännischen Querschnittsfunktionen für alle Konzerntochterunternehmen wahrnimmt, wird dadurch wesentlich mitbestimmt. Zusätzliche Belastungen, welche nicht im Einflussbereich der SWC lagen, prägten das Geschäftsjahr 2002 im Stromgeschäft. Die im Wesentlichen daraus resultierende Preisentwicklung wird von der Öffentlichkeit bundesweit kritisch gesehen. Durch die SWC wurden diese zusätzlichen Belastungen noch nicht vollständig an ihre Kunden weitergegeben; das Unternehmen wird sich aber aufgrund der Ertragsperspektiven stärker dieser Diskussion stellen. Der Fernwärmemarkt hat sich in den letzten Jahren den wirtschaftlichen und wohnungspolitischen Rahmenbedingungen angepasst. Insofern beeinflusst die Witterung maßgeblich Umsatz und Ergebnis. Die Gradtagszahl, die diesen Witterungseinfluss widerspiegelt, lag im Vorjahr rund 2 % über der des Geschäftsjahres 2001. Das Gasgeschäft, das dienstleistend von der SWC wahrgenommen wird, war 2002 durch wiedereinkehrende Normalität geprägt, nachdem noch 2001 gravierende Ölpreissteigerungen die Margen beeinflussten. Europäische Entwicklung auf der einen, deutsche Entwicklung auf der anderen Seite müssen gewichtet werden, wenn es um die weitere Liberalisierung des Gasmarktes geht. Unklare Rechtssituationen können hier nicht nur hohe Versorgungsqualität, sondern auch die wirtschaftliche Entwicklung wichtiger Unternehmenssparten beeinflussen. Das Geschäftsjahr 2002 in der Entsorgungsbranche war von einer weiteren Mengenverlagerung vom klassischen Hausabfall zu den getrennt erfassten Wertstoffen geprägt. Während die über die Trennsysteme „DSD“ und „Interseroh“ erfasste Wertstoffmenge erneut leicht gesteigert werden konnte, ging die Hausabfallquote sowohl durch verstärkte Stofftrennung als auch infolge sinkender Einwohnerzahlen weiter zurück. Der anhaltende Verdrängungswettbewerb erzeugte darüber hinaus einen weiteren Preisverfall bei gewerblichen als auch bei kommunalen Leistungen. In der Branche des öffentlichen Verkehrs setzte sich die Entwicklung zu mehr europäischen und nationalen Wettbewerb fort, ohne dass im Jahr 2002 gravierende Veränderungen sichtbar wurden. Wesentlich unmittelbarer auf das Unternehmen wirkte der Kostendruck aus den sinkenden finanziellen Ausstattungen der öffentlichen Haushalte und aus den Preissteigerungen bezogener Materialien, Stoffe und Leistungen. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 2. Investitionen 13 Die Gesamtinvestitionen aller Konzernunternehmen betrugen im Geschäftsjahr 2002 rund 11,2 Mio. €. Der Investitionsschwerpunkt im Stromgeschäft lag in der Erschließung, Rekonstruktion und Modernisierung des Mittel- und Niederspannungsnetzes. Insgesamt wurden 1,3 Mio. € in Anlagen der Stromversorgung investiert. 1,1 Mio. € entfielen auf Investitionen im Fernwärmegeschäft. Nach wie vor konzentriert sich die Investitionstätigkeit im Wärmegeschäft auf den Neubau und die Modernisierung der Wärmenetze. In Anlagen der Gasversorgung wurden 0,7 Mio. € investiert. Auch hier geht es schwerpunktmäßig um Vorhaben zum Neubau und zur Erneuerung der Gasnetze. Die Investitionstätigkeit von Cottbusverkehr konzentrierte sich in 2002 mit 3,1 Mio. € auf die Erneuerung weiterer Gleistrassen, die Errichtung bzw. Erneuerung von zum Teil behindertengerechten Haltestellenbereichen und die logistische Umrüstung von Geschäftsausstattungen im Zusammenhang mit dem Beitritt von Cottbusverkehr zum VBB. Die COSTAR legte im Geschäftsjahr ihren Schwerpunkt auf Ersatzinvestitionen. Das Investitionsvolumen lag mit insgesamt 1,5 Mio. € deutlich unter dem Niveau der Vorjahre. Die Vorhaben betrafen überwiegend die Anschaffung von Spezialfahrzeugen, Deponietechnik und Behältersysteme. 3. Unternehmensausblick Die Liberalisierung des Energiemarktes stellte auch die Stadtwerke Cottbus GmbH vor komplexe Herausforderungen. Die Anforderungen des Marktes und die Vorgaben der Energiepolitik erforderten ein ständiges Agieren; die Ausrichtung auf den Markt war nicht ohne organisatorische Veränderungen, die noch nicht abgeschlossen sind, möglich. Neben den Schwerpunktaufgaben eines qualitätsorientierten Energiedienstleisters soll im Jahr 2003 auch ein weiterer Schritt hin zur Konsolidierung der Finanzen insbesondere durch ein Netzleasing für Fernwärmenetze und -stationen sowie die Gestaltung der Lieferbeziehungen mit der VASA Kraftwerke GmbH & Co. Cottbus KG und daraus resultierender Umschichtungseffekte in der Fremdfinanzierung unternommen werden. Mit der Vermarktung freier Kraftwerkskapazitäten und der Optimierung der HKWFahrweise hat der Stromhandel der SWC eine strategische Optimierungsfunktion. Dabei werden die Handelsmengen noch ausgebaut, bis eine Plateauphase erreicht wird. Die Stadtwerke Cottbus GmbH wird auch weiterhin ihr Wachstumskonzept verfolgen. Als vordringliche Aufgabe gilt es nach wie vor, den Absatz bei bestehenden Kunden zu sichern und die Kundenbindung weiter zu verstärken. Interne Neuorganisationen Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 14 werden notwendig, um den Risiken zu begegnen aber auch die Chancen der Energiepolitik zu nutzen. Tochtergesellschaften und Mehrheitsbeteiligungen Fernwärmeversorgung Cottbus GmbH Gegenstand des Unternehmens ist die Belieferung der Bevölkerung und der sonstigen Verbraucher mit Fernwärme und sonstige der Versorgung und Entsorgung dienende Aufgaben, jedoch im Auftrag und nach Weisung der Stadtwerke Cottbus GmbH. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 0946 Geschäftsführer: Herr Herbert Fieber Elektroenergieversorgung Cottbus GmbH Gegenstand des Unternehmens ist die Belieferung der Bevölkerung, Wirtschaft und sonstigen Verbrauchern mit Strom sowie Stadtbeleuchtung und sonstige der Versorgung und Entsorgung dienende Aufgaben, jedoch im Auftrag und nach Weisung der Stadtwerke Cottbus GmbH. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 1036 Geschäftsführer: Herr Herbert Fieber Gas- Versorgungsbetriebe Cottbus GmbH Gegenstand des Unternehmens ist insbesondere die Errichtung, der Erwerb und der Betrieb von Anlagen, die der Versorgung des Gebietes der Stadt Cottbus mit Gas dienen. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 2676 Aufsichtsrat: Herr Eberhard Sattler, Vorsitzender Frau Dr. Anke Tuschek, Stellvertretende Vorsitzende Herr Bodo Pawlowski Herr Karlheinz Krömmelbein bis 20.11.2002 Herr Reinhard Henschel Herr Siegfried Dilk Herr Ralph Schöne Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 15 Geschäftsführer: Herr Eberhard Walter HKW Heizkraftwerksgesellschaft Cottbus mbH Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eines mit Braunkohlefeuerung wärmegeführten Heizkraftwerkes in Cottbus mit Erdgas- bzw. Ölfeuerung ausgestatteten Spitzenlastkessel samt aller dazugehörigen Anlagen, der Handel mit Energieträgern sowie der Ein- und Verkauf von Kraftwerkskomponenten. Die Gesellschaft kann auch beratend tätig sein. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 1035 Geschäftsführer: Herr Eberhard Walter Flugplatzgesellschaft Cottbus/Neuhausen m.b.H. Gegenstand des Unternehmens ist die Bereitstellung des Flugplatzes Neuhausen für den öffentlichen Luftverkehr, die Förderung des Flugsports und die Durchführung von Veranstaltungen. Die Gesellschaft bewirtschaftet, vermietet und verpachtet Flächen des Flugplatzes Neuhausen, die für die unmittelbare Flugbetriebsdurchführung nicht benötigt werden. Die Gesellschaft ist ferner ziviler Betreiber des Flugplatzes CottbusNord. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 1516 Aufsichtsrat: Frau Adelheid Andreas, Vorsitzende Herr Dr. Wolfgang Bialas, Stellvertretender Vorsitzender Herr Volker Thummerer Herr Joachim Hausten Herr Roland Schöpe Geschäftsführer: Herr Alfred Orphal Cottbusverkehr GmbH (CV) siehe Seite 15 ff. COSTAR Cottbuser Stadtreinigung und Umweltdienste GmbH (COSTAR) siehe Seite 22 ff. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Cottbusverkehr GmbH Walther-Rathenau-Straße 38 03044 Cottbus Telefon: (03 55) 86 62-0 Telefax: (03 55) 2 28 41 16 Cottbusverkehr GmbH 74 % Stadtwerke Cottbus GmbH 26 % Landkreis Spree-Neiße Verkehrsservice Cottbus GmbH 100 % Rahmendaten Gründung: Auf der Grundlage der Verordnung zur Umwandlung von volkseigenen Kombinaten, Betrieben und Einrichtungen in Kapitalgesellschaften vom 01.03.1990 und gemäß Beschluss des Rates des Bezirkes Cottbus vom 23.05.1990 wurde der aus dem VEB Kraftverkehr Cottbus ausgegliederte VEB Cottbusverkehr in die Cottbusverkehr GmbH umgewandelt. Die Gesellschaft wurde am 11. Juli 1990 gegründet. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 144 aktueller Gesellschaftsvertrag vom: 17.09.1997 gezeichnetes Kapital: 10.225.837,62 € Gesellschafter: Gesellschafter Anteil am Stammkapital 74 % 26 % Stammeinlage Stadtwerke Cottbus GmbH Landkreis Spree-Neiße 7.567.119,84 € (14.800.000,00 DM) 2.658.717,78 € ( 5.200.000,00 DM) Beteiligungen: Verkehrsservice Cottbus GmbH, Stammeinlage: 25,6 T€ (100 %) Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Unternehmensgegenstand 17 Gegenstand der Gesellschaft ist nach § 2 des Gesellschaftsvertrages die Durchführung von Personenverkehr und Verkehrsserviceleistungen. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, die dem Gesellschaftszweck förderlich sind. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an solchen beteiligen oder solche errichten. Ferner ist die Gesellschaft berechtigt, solche Unternehmen zu erwerben oder zu pachten. Sie darf Interessengemeinschaften eingehen und Zweigniederlassungen errichten. Organe der Gesellschaft Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Gesellschafterversammlung: Vertreter von Stadtwerke Cottbus GmbH und des Landkreises Spree-Neiße Aufsichtsrat: Herr Dr. Klaus-Peter Schupp, Vorsitzender Herr Horst Fillmer, stellvertretender Vorsitzender Herr Dr. Wolfgang Bialas bis 25.05.2002 Herr Dr. Falk Eisermann Herr Lothar Freundenberger Herr Holger Kelch ab 17.12.2002 Herr Hans-Georg Kobbe Herr Dr. Ulrich Noack Herr Gottfried Raimann Frau Gundula Schmidt Geschäftsführung: Herr Ulrich Thomsch Erfüllung des öffentlichen Zweckes Ein öffentlicher Zweck liegt immer dann vor, wenn die Leistungen eines Unternehmens im Aufgabenbereich der Gemeinde liegen und eine im Öffentlichen Interesse gebotene Versorgung der Bevölkerung zum Ziel haben. Bezogen auf den Gegenstand von Cottbusverkehr ergibt sich der öffentliche Zweck insbesondere durch die Durchführung von Personenverkehrs- und Verkehrsserviceleistungen für die Stadt Cottbus. Prüfung des Unternehmens Die Jahresabschlüsse der Gesellschaft werden seit der Gründung durch die WIBERA Wirtschaftsberatung AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Kurzübersicht Jahresabschlüsse 1999 – 2002 18 Cottbusverkehr GmbH 1999* T€ 2000* T€ 2001* T€ 2002 T€ Bilanz Anlagevermögen Umlaufvermögen RAP Bilanzsumme Eigenkapital Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten über 1 Jahr Verbindlichkeiten unter 1 Jahr RAP 44.692 4.410 8 49.110 23.232 2.130 742 10.144 12.494 368 44.077 7.778 5.035 56.890 22.720 2.728 2.014 16.542 7.515 341 42.095 5.353 3 47.451 22.722 2.805 2.153 14.369 5.066 336 38.793 3.383 1 42.177 20.365 2.665 1.970 11.584 5.282 311 Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Bestandsveränd. und akt. Eigenl. sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebl. Aufwendungen sonst. Zinsen, ähnliche Erträge, … Zinsen, ähnliche Aufwendungen, … Ergebnis gewöhnl. Geschäftstätigk. außerordentliches Ergebnis sonstige Steuern Erträge aus Gewinnabführung Entnahme aus der Gewinnrücklage Jahresergebnis 10.206 356 10.878 4.530 12.519 6.815 734 23 1.064 -4.199 0 29 13.881 67 7.879 5.295 11.502 3.677 1.075 229 995 -488 0 23 10.050 0 10.620 5.202 10.205 2.982 1.310 73 1.002 42 0 41 9.959 0 8.531 5.622 9.024 2.925 2.404 37 891 -2.340 0 28 11 1.880 -477 -4.228 -511 1 Investitionen 11.992 5.693 2.973 3.093 Personal Arbeitnehmeranzahl (in Personen) 339 301 267 257 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Arbeitnehmeranzahl in Personen 400 350 300 250 200 150 100 50 0 Arbeitnehmer 1999 339 2000 301 2001 267 2002 257 19 Personalaufwand in T€ 14.000 12.000 10.000 8.000 6.000 4.000 2.000 0 Personalaufwand 1999* 12.519 2000* 11.502 2001* 10.205 2002 9.024 Investitionen in T€ 14.000 12.000 10.000 8.000 6.000 4.000 2.000 0 Investitionen 1999* 11.992 2000* 5.693 2001* 2.973 2002 3.093 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Situationsbericht und Ausblick 1. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres 2002 20 Im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit standen im Jahr 2002 die stabile und zuverlässige Sicherung der durch die Aufgabenträger beauftragten Verkehrsleistungen, die weitere Senkung der Kosten und die Steigerung der Effektivität der Leistungen des Unternehmens in Fortschreibung des bestätigten Restrukturierungskonzeptes. Benannt werden folgende bedeutsame Geschäftsvorgänge: - Wirksamkeit des Spartentarifvertrages TV-N BRB ab 1. Oktober 2002 im Ergebnis von gescheiterten Tarifverhandlungen und des durch die Gesellschafter/Aufgabenträger geforderten Wiedereintritts von Cottbusverkehr (und Neißeverkehr) in den Kommunalen Arbeitgeberverband zum 1. Oktober 2002. Am 27. Mai 2002 fand bei Cottbusverkehr ein durch ver.di organisierter Warnstreik statt. - Gewährleistung einer reibungslosen Euro-Einführung zum 1. Januar 2002 auf der Grundlage langfristiger Vorbereitung, der notwendigen Schulung und Mitwirkung der Fahr- und Verkaufspersonale sowie der zeitnahen erforderlichen Informationen an die Fahrgäste. - Umfassende und zielgerichtete Vorbereitung und Realisierung des Beitritts von Cottbusverkehr, mit den anderen Verkehrsunternehmen Südbrandenburgs, zum Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg zum 1. August 2002 und den damit verbundenen Verkehrstarifänderungen zum gleichen Zeitpunkt. Die Sicherung dieses Vorhabens erforderte außerordentliche Anstrengungen und Aktivitäten und höchsten Einsatz aller Beteiligten und nur dadurch war es möglich, die maßgebliche Zielstellung des reibungslosen Verkaufs von Fahrausweisen des neuen VBB-Tarifs ab 1. August 2002 in den Omnibussen und Verkehrsbüros zu gewährleisten. - Verkauf der alten Betriebshöfe Stadtring und Berliner Straße - Erneute Beantragung der Erteilung der Linienkonzessionen der Linien 23, 37, 44, 46, 46R, 47 mit dem Ergebnis nur jeweils einstweiliger Erlaubnisse derzeitig aktuell bis zum 31. Juli 2004 wegen eines anhängigen Klageverfahrens durch einen Konkurrenten - Ausnutzung von Kostenvorteilen durch die Besetzung des Fahrausweisverkaufs Stadtpromenade und der befristeten Besetzung einer Verkäuferstelle im Verkehrsbüro Marienstraße sowie die Bedienerbesetzung in der Waschhalle durch eine Fremdfirma - Durchführung der Schwerbehindertenzählung in 4 vorgeschriebenen Erhebungsperioden 2002 mit einer Erreichung deutlich höherer Ausgleichszahlungen an Cottbusverkehr für die Jahre 2002 und 2003 durch das Land Brandenburg - erfolgte öffentliche Ausschreibung für Fahrausweiskontrollen für die Jahre 2003/2004 die erneute Vergabe der - Vorbereitung für die Wirkung eines Inkassobüros zum stringenteren Einzug von EBE-Zahlungsforderungen ab 1. Januar 2003 - noch anhängiger Rechtsstreit mit dem Landesamt für Bauen, Verkehr und Straßenwesen wegen Kürzung der Ausgleichszahlungen (§ 45a PBefG) für das Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 21 Jahr 1999 mit zwischenzeitlich erreichtem Teilerfolg für Cottbusverkehr respektive erfolgter Nachzahlung durch das Land Brandenburg an Cottbusverkehr. 2. Finanzmaßnahmen bzw. -vorhaben Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt im Jahre 2002 42.177 T€, davon entfallen auf das Eigenkapital einschließlich Sonderposten aus Investitionszuschüssen 23.030 T€ und auf das Fremdkapital 19.147 T€ (45,4 %). Der Betrag der Investitionskredite umfasst einen Wert von 14.318 T€, davon sind 3.210 T€ Kreditmittel längerfristig (mehr als 5 Jahre) gebunden, das entspricht 22,4 %. Die Neukreditaufnahme für Investitionen im Jahr 2002 in Höhe von 800 T€ wurde zunächst kurzfristig vereinbart. Durch Nutzung von Einsatzmöglichkeiten von GVFG-Mitteln für Investitionsvorhaben, durch geringere Kreditaufnahme, auch in den Folgejahren unter die Tilgungsgröße, wird die Senkung des Kreditbestandes und damit eine Zinsentlastung in den Folgejahren erreicht. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Inanspruchnahme von Kontokorrentkredit gewährleistet. Jahr 2002 ohne eine Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen bestehen für 4 Verträge in Höhe von 87 T€. Steigenden Zinsen in den Folgejahren wurde mit Abschluss einer 10jährigen ZinsSWAP Vereinbarung in Höhe von 10,2 Mio. € begegnet. 3. Investitionen Die Investitionstätigkeit war im Wesentlichen von der erforderlichen Fortsetzung der Erneuerung der Straßenbahnstrecke vom Bonnaskenplatz nach Neu Schmellwitz und der Erneuerung von Haltestellen sowie der Neubeschaffung der in Verbindung mit dem VBB-Beitritt erforderlichen Fahrausweisverkaufs- und Abfertigungstechnik bestimmt. Für die Finanzierung der Maßnahmen wurden namhaft GVFG-Fördermittel in Anspruch genommen. Wesentliche Vorhaben 2002: • In Fortsetzung der 2001 begonnenen Gleiserneuerung Neu Schmellwitz (Nordtrasse) wurde im Geschäftsjahr der 2. Abschnitt zwischen Haltestelle Sportpalast und Bonnaskenplatz einschließlich der Wendeschleife Neu Schmellwitz im Wesentlichen in der Schulferienzeit und unter Weiterführung eines eingleisigen Straßenbahnverkehrs für die Fahrgäste realisiert. Positiv auf das Umfeld und die Wohnbebauung wirkt sich die Rasengestaltung der Gleistrasse aus. • Neubau der Straßenbahnhaltestelle in der Madlower Hauptstraße zur wesentlich günstigeren ÖPNV-Erschließung des Wohnbereiches Spreestraße, der Neubebauung „Priormühle“ mit Ärztehaus und betreutes Wohnen und der im Erschließungsgebiet liegender Schulen, d. h. ein sehr relevantes Fahrgastpotential. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 22 • Behindertengerechter Ausbau der Haltestelle Hermann-Hammerschmidt-Straße in Sandow • Im Zusammenhang mit dem VBB-Beitritt Ausrüstung der Omnibusse mit neuen Fahrausweisdruckern, der Straßenbahnen und Stadtomnibusse erstmalig mit Fahrausweisverkaufsautomaten, des Verkehrsbüros mit neuer Verkaufs- und Abrechnungstechnik, der Umrüstung der stationären Verkaufsautomaten an den Haltestellen und der Umrüstung sämtlicher Entwerter auf die einheitlichen VBBFahrausweise. Für diese Lieferungen und Leistungen wurden die entsprechenden Ausschreibungsverfahren (z. T. europaweit) durchgeführt. Das gilt für Beschaffungen auch generell gemäß den Bestimmungen von VOB und VOL und den dazu maßgebenden Geschäftsanweisungen der Gesellschaft. Ausblick Der Wirtschaftsplan Jahresergebnisses. 2003 zielt auf die Erreichung eines ausgeglichenen Die Unternehmensplanung berücksichtigt dabei: - die mit dem durch Stadtverordnetenversammlung Cottbus und Kreistag SpreeNeiße bestätigten Nahverkehrsplan 2002 – 2006 vorliegende solide mittelfristigen Aufgaben- und Rahmenvorgaben für den ÖPNV in der Stadt und Region Cottbus - die für die Fahrgäste spürbaren Vorteile aus dem Beitritt des Verkehrsgebietes Südbrandenburg zum Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) - die Generierung von Personalkostensenkungen durch den ab 1. Oktober 2002 bei Cottbusverkehr gültigen Spartentarifvertrag - einen im Grunde gleich bleibendem Fahrtenangebot im öffentlichen Linienverkehr - einer angemessenen Einbeziehung von Nachauftragnehmern mit resultierendem kostengünstigerem „Einkauf“ von Verkehrsleistungen daraus - grundsätzliche Deckung der Mindereinnahmen aus dem Beitritt zum VBB durch das Land Brandenburg - anstehende Verkehrstarifanhebung zum 1. August 2003 im VBB Beteiligungen Verkehrsservice Cottbus GmbH Gegenstand ist die Durchführung von Personenverkehr und Verkehrsserviceleistungen. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 1556 Geschäftsführer: Herr Lothar Hentschel Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus COSTAR Cottbuser Stadtreinigung und Umweltdienste GmbH Dissenchener Straße 50 03042 Cottbus Telefon: (03 55) 75 08-0 Telefax: (03 55) 75 08-3 31 23 COSTAR Cottbuser Stadtreinigung und Umweltdienste GmbH 94,6 % Stadtwerke Cottbus GmbH 5,4 % Stadt Umwelt- und Deponietechnik GmbH CRG Cottbuser Recyclinggesellschaft für Baustoffe mbH 100 % CSG Cottbuser Sonderabfallges ellschaft mbH Gebäudeverwaltungsgesellschaft „Heidesiedlung“ mbH 31,8 % 100 % 50 % Rahmendaten Gründung: Die Gesellschaft wurde am 19. September 1990 von der Treuhandanstalt unter der Firma COSTAR Cottbuser Stadtreinigung und Umweltdienste GmbH gegründet. Die Stadt Cottbus hat am 6. Dezember 1990 die Geschäftsanteile an der Gesellschaft übernommen. Die Übertragung der Geschäftsanteile wurde am 28. Februar 1991 notariell beurkundet. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 0554 aktueller Gesellschaftsvertrag vom: 02.06.1999 gezeichnetes Kapital: 1.890.757,38 € Gesellschafter: Gesellschafter Stadtwerke Cottbus GmbH Stadt Cottbus Anteil am Stammkapital 94,6 % 5,4 % Stammeinlage 1.788.656,48 € 102.100,90 € Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Beteiligungen: n Umwelt- und Deponietechnik GmbH, Cottbus (UDT), Stammeinlage: 358,0 T€ (100 %) n CRG Cottbuser Recyclinggesellschaft für Baustoffe mbH (CRG), Stammeinlage: 385,0 T€ (100 %) n CSG Cottbuser Sonderabfallgesellschaft mbH (CSG), Stammeinlage: 25,6 T€ (50 %) n Gebäudeverwaltungsgesellschaft „Heidesiedlung“ mbH (GVG), Stammeinlage: 8.129,54 € (31,8 %) 24 Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist: 1. die Durchführung von stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen, − insbesondere die Entsorgung von Siedlungs-, Gewerbe und Industrieabfällen, einschließlich deren Separierung, Behandlung, Recycling und Deponierung, − Entsorgung von Abwässern und nicht separierten Klärschlämmen aus abflusslosen Gruben und Kleinkläranlagen, 2. Durchführung weiterer technischer Dienstleistungen, insbesondere die − Ausführung von Straßenreinigungsleistungen, − Realisierung von Maßnahmen zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit, − Durchführung von Straßenreparaturleistungen, − Erledigung von Winterdiensten, − Betreibung eines Zwischenlagers für besonders überwachungsbedürftige Abfälle, − Akten- und Datenvernichtung, − Durchführung von Serviceleistungen an Kommunalfahrzeugen, − Regenerierung und Herstellung von Anlagen und Baugruppen der Kommunaltechnik, − Betreiben einer Anschlussbahn im Industriegelände Cottbus, einschließlich Erbringung von Dienstleistungen an Gleisen, Weichen u. ä. baulichen Anlagen. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Organe der Gesellschaft 25 Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Aufsichtsrat: Herr Reinhard Beer, Vorsitzender Herr Markus Derling, stellvertretender Vorsitzender bis 30.06.2002 Herr Holger Kelch, stellvertretender Vorsitzender ab 19.11.2002 Herr Roland Mann ab 01.07.2002 bis 18.11.2002 Frau Karin Kühl Herr Michael Wonneberger Herr Uwe Kläge bis 30.09.2002 Herr Jens-Ulf Seidler Herr Mike Meschzan ab 01.10.2002 Geschäftsführung: Herr Bernhard Schindler Erfüllung des öffentlichen Zweckes Ein öffentlicher Zweck liegt immer dann vor, wenn die Leistungen eines Unternehmens im Aufgabenbereich der Gemeinde liegen und eine im öffentlichen Interesse gebotene Versorgung der Bevölkerung zum Ziel haben. Mit der Durchführung stadtwirtschaftlicher und sonstiger technischer Dienstleistungen können anfallende Aufgaben der Stadtreinigung, der Entsorgung und der Gewährleistung der Verkehrsicherheit unter dem Aspekt einer nachhaltigen Entwicklung im Interesse der Stadt Cottbus erfüllt werden. Prüfung des Unternehmens Jahr bis 2000 2001 bis 2002 Wirtschaftsprüfungsgesellschaft UWS Wirtschaftsprüfung GmbH, Saarlouis Mittelrheinische Treuhand GmbH, Koblenz, Zweigniederlassung Potsdam Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Kurzübersicht Jahresabschlüsse 1999 – 2002 26 COSTAR Stadtreinigung und Umweltdienste GmbH Bilanz Anlagevermögen Umlaufvermögen RAP Bilanzsumme Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten über 1 Jahr Verbindlichkeiten unter 1 Jahr RAP 1999* T€ 2000* T€ 2001* T€ 2002 T€ 4.567 2.781 36 7.383 3.287 1.642 655 1.798 0 4.902 3.364 47 8.314 2.592 1.785 1.968 1.968 0 4.561 2.774 46 7.381 2.488 1.184 1.684 2.025 1 6.030 2.934 46 9.009 2.488 1.297 1.984 3.241 0 Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebl. Aufwendungen sonst. Zinsen, ähnliche Erträge, … Zinsen, ähnliche Aufwendungen, … Ergebnis gewöhnl. Geschäftstätigk. außerordentliches Ergebnis Steuern von Einkommen u. Ertrag sonstige Steuern Jahresergebnis** 15.562 1.118 4.087 6.903 1.689 2.135 28 144 1.750 -230 643 77 800 16.762 537 4.221 6.896 1.336 2.465 29 79 2.331 -256 -15 77 2.525 16.053 743 4.630 6.678 1.132 2.279 33 124 1.986 0 0 78 1.908 17.640 453 5.167 7.488 1.285 2.530 32 149 1.505 0 0 76 1.430 Investitionen 1.014 1.924 791 2.763 Personal Arbeitnehmeranzahl (in Personen) 215 215 205 228 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich ** aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Arbeitnehmeranzahl in Personen 230 225 220 215 210 205 200 195 190 Arbeitnehmer 1999 215 2000 215 2001 205 2002 228 27 Personalaufwand in T€ 7.600 7.400 7.200 7.000 6.800 6.600 6.400 6.200 Personalaufwand 1999* 6.903 2000* 6.896 2001* 6.678 2002 7.488 Investitionen in T€ 3.000 2.500 2.000 1.500 1.000 500 0 Investitionen 1999* 1.014 2000* 1.924 2001* 791 2002 2.763 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Situationsbericht und Ausblick A. Geschäftsverlauf 28 Das Geschäftsjahr 2002 war von einer weiteren Mengenverlagerung vom klassischen Hausabfall zu den getrennt erfassten Wertstoffen geprägt. Während die über die Trennsysteme „DSD“ und „Interseroh“ erfasste Wertstoffmenge erneut leicht gesteigert werden konnte, ging die Hausabfallquote sowohl durch verstärkte Stofftrennung als auch infolge sinkender Einwohnerzahlen weiter zurück. Der Umsatzrückgang im Hausabfallbereich konnte durch die höheren Erlöse im DSD nahezu kompensiert werden. Der anhaltende Verdrängungswettbewerb in der Entsorgungsbranche erzeugte darüber hinaus einen weiteren Preisverfall sowohl bei gewerblichen als auch bei kommunalen Leistungen. Zu Beginn des Jahres 2002 wurden durch die Übernahme des Eigenbetriebes Straßenwesen von der Stadt Cottbus die Geschäftsfelder der COSTAR GmbH um die Bereiche Straßenunterhaltung und Fahrbahnwinterdienst erweitert, was zu einer deutlichen Umsatzsteigerung in Höhe von 1.586 T€ auf 17.640 T€ führte. Dem Aufbau weiterer Geschäftsfelder, wie Restabfallbehandlung und Gewerbeabfallentsorgung, wurde auch weiterhin verstärkte Aufmerksamkeit geschenkt. B. Geschäftslage Die Ertragslage der Gesellschaft kann weiterhin als stabil eingeschätzt werden. Gegenüber dem Vorjahr spiegeln sich die Umsatzrückgänge in den traditionellen Bereichen der COSTAR GmbH auch in der Ergebnisentwicklung wider. Durch die Erweiterung der Geschäftsfelder um den Bereich Straßenwesen entsprach der an die Stadtwerke Cottbus GmbH (SWC GmbH) abzuführende Gewinn mit 1.429 T€ nahezu dem Planansatz, lag jedoch unter dem Vorjahresniveau. Die Investitionstätigkeit konzentrierte sich im Jahr 2002 vorwiegend auf Ersatzinvestitionen im Bereich der kommunalen und gewerblichen Leistungen und auf Neuinvestitionen für den Bereich Straßenwesen. Das Investitionsvolumen lag bei 1.335 T€ und wurde überwiegend für Baumaßnahmen, Spezialfahrzeuge und Behältersysteme sowie für Neuinvestitionen im Bereich Straßenwesen verwendet. Als wichtige Geschäftsvorfälle sind darüber hinaus folgende Schwerpunkte zu nennen: - Übernahme des Eigenbetriebes Straßenwesen zum 01.01.2002, - Änderung der Anteile der CRG GmbH als 100%ige Tochter und - Erarbeitung einer Entwicklungsstrategie für die Restabfallbehandlung der Stadt Cottbus ab 2005 als neues Geschäftsfeld des Stadtwerke-Konzerns. C. Ausblick Die Aufgabe der Restabfallbehandlung ab 2005 wurde per Stadtverordnetenbeschluss an den Stadtwerke-Konzern übertragen. Zur Umsetzung des Projektes wurde eine entsprechende Ausschreibung vorbereitet. Parallel dazu wurde die Sicherung des Standortes über einen Antrag auf Vorbescheid bei der zuständigen Landesbehörde betrieben. Nach Erteilung des Vorbescheides soll das wirtschaftlichste Verfahren zur Restabfallbehandlung ermittelt und umgehend mit der Planung Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 29 und Errichtung einer entsprechenden Anlage begonnen werden. Damit kann ein weiteres wichtiges Geschäftsfeld für den Stadtwerke-Konzern erschlossen werden. Zur Ausweitung der Leistungen werden u. a. Gewerbeabfalltouren aufgebaut und der Marktanteil der COSTAR GmbH in der Fäkalienentsorgung vergrößert. Weitere Schritte zur Optimierung des Winterdienstes im Zuge der Übernahme des Bereiches Straßenwesen sollen umgesetzt werden. Zielstellung ist eine Leistungssteigerung des Bereiches Straßenwesen sowohl für den Bereich der kommunalen als auch der gewerblichen Auftraggeber. Die Einführung des Dosenpfandes zum 01.01.2003 wird zu einem Mengenrückgang führen, mit dem ein Preisrisiko beim Dualen System verbunden ist, deren Höhe heute noch ungewiss ist. Weitere Risiken für die zukünftige Entwicklung ergeben sich im Zusammenhang mit auslaufenden Verträgen für die Hausmüllentsorgung im Gebiet des KAEV sowie des Dualen Systems in den gebundenen Vertragsgebieten (insgesamt sind bis zu 43 % des Jahresumsatzes für das Geschäftsjahr 2002 betroffen). Im Rahmen der weiteren Unternehmensprofilierung steht deshalb die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit auch unter erschwerten Marktbedingungen im Vordergrund. Sowohl die Effizienzsteigerung in den bestehenden Leistungsarten als auch die erschlossenen neuen Geschäftsfelder sollen die Leistungs- und Ertragsfähigkeit der COSTAR GmbH auch zukünftig sichern. Tochtergesellschaften und Beteiligungen Umwelt- und Deponietechnik GmbH, Cottbus (UDT) Gegenstand des Unternehmens ist: - Planung, Bau und Betriebsführung einer Zentraldeponie - Zwischenlagerung von Problem- oder Sonderabfällen und Reststoffen - Deponiegasverwertung - Sickerwasserbehandlung und Aufbereitung Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 1882 Geschäftsführer: Herr Bernhard Schindler CRG Cottbuser Recyclinggesellschaft für Baustoffe mbH Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Baustoffaufbereitungsanlagen für die Herstellung von Baustoffen, insbesondere im Recyclingverfahren sowie der Vertrieb dieser Produkte; die Errichtung und der Betrieb von Recycling- und Abfallverwertungs- und -entsorgungsanlagen. Die Firma darf sich im Bereich des StoffstromManagements und in der Vermarktung von sonstigen Recyclingprodukten beschäftigen, weiterhin auch im Bereich von Container-Dienstleistungen. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 0921 Geschäftsführer: Herr Riehmann 30 CSG Cottbuser Sonderabfallgesellschaft mbH Gegenstand des Unternehmens ist das Einsammeln und Befördern von Sonderabfällen aus Haushalten und dem gewerblichen Bereich, deren Zwischenlagerung und endgültige Entsorgung und Verwertung. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 4534 Geschäftsführer: Herr Klaus Wenk bis 10.02.2002 Herr Ingolf Unzer vom 11.02.2002 bis 25.06.2002 Herr Klaus Fischer vom 11.02.2002 bis 25.06.2002 Herr Jürgen Neumann ab 26.06.2002 Herr Jürgen Ephan ab 26.06.2002 Gebäudeverwaltungsgesellschaft „Heidesiedlung“ mbH (GVG) Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung und Rekonstruktion des Hauses Dissenchener Straße 50 in Cottbus. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 2797 Geschäftsführer: Herr Thimmel Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG Berliner Straße 19 – 21 03046 Cottbus Telefon: (03 55) 3 50-0 Telefax: (03 55) 2 50-11 09 31 LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG 79 % Stadt 21 % LWG Wasser und Abwasser GmbH & Co. Beteiligungs-KG, Cottbus LWG Lausitzer Wasser Verwaltungs-GmbH 100 % Hygieneinstitut Cottbus GmbH RSC Rohrbau und Sanierungs GmbH Cottbus EGC Entwicklungsgesellschaft Cottbus mbH 10 % 100 % 24,5 % Rahmendaten Gründung: Auf der Grundlage der Kommunalverfassung vom 17.05.1990 und der vertraglichen Vereinbarungen zwischen der Vereinigung der kommunalen Eigentümer der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Cottbus e. V. wurde die Cottbuser Wasser und Abwasser AG (CoWAG) kommunalisiert. Die LWG GmbH & Co. KG wurde am 5.11.1992 gegründet. Die Stadt Cottbus hat ihre Übertragungs- und Eigentumsrechte der Betriebe und Anlagen der Wasserversorgung und Abwasserbehandlung mit Vertrag vom 24. März 1993 an die LWG abgetreten. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRA 326 Aktueller Gesellschaftsvertrag vom: 29.11.2001 Kommanditkapital: 25.565.000,00 € Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 32 Gesellschafter: Gesellschafter der Gesellschaft sind als persönlich haftende Gesellschafterin die LWG Lausitzer Wasser Verwaltungs-GmbH, Cottbus und als Kommanditisten: Kommanditisten Stadt Cottbus LWG Wasser und Abwasser GmbH & Co. Beteiligungs-KG, Cottbus Anteil 79 % Hafteinlage 20.196.350,00 € 21 % 5.368.650,00 € Beteiligungen: n Lausitzer Wasser Verwaltungs-GmbH, Stammeinlage: 51,15 T€ (100 %) n Hygieneinstitut Cottbus GmbH, Stammeinlage: 25,0 T€ (100 %) n RSC Rohrbau und Sanierungs GmbH Cottbus, Stammeinlage: 110,0 T€ (24,5 %) n EGC Entwicklungsgesellschaft Cottbus mbH (EGC), Stammeinlage: 30,0 T€ (10 %) Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens sind die Planung, der Bau und der Betrieb von Einrichtungen der Wasserversorgung und Abwasserbehandlung, die Führung der Geschäfte von Betrieben und Anlagen der Wasserversorgung und Abwasserbehandlung, die fachliche Beratung von Unternehmen der Wasserversorgung und Abwasserbehandlung sowie alle Werk- und Dienstleistungen für solche Unternehmen. Gegenstand ist insbesondere der Betrieb von Betrieben und Anlagen der Wasserversorgung und Abwasserbehandlung für Dritte aufgrund von Betreiberverträgen oder Dienstleistungsverträgen. Die öffentlichen-rechtlichen Bestimmungen sind zu beachten. Organe der Gesellschaft Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Aufsichtsrat: Frau Karin Rätzel, Vorsitzende Herr Fritz Handrow, stellvertretender Vorsitzender Herr Norbert Opitz Herr Peter Süßmilch Frau Marion Hadzik Herr Dieter Kupke Herr Dieter Perko Herr Hans Gahler Herr Dr. Hartmut Zwania Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 33 Geschäftsführung: Zur Geschäftsführung und Vertretung ist allein die LWG Lausitzer Wasser Verwaltungs-GmbH berechtigt und verpflichtet, diese vertreten durch Herrn Wolfgang Wollgam und Frau Gisela Kopischke. Erfüllung des öffentlichen Zweckes Ein öffentlicher Zweck liegt immer dann vor, wenn die Leistungen eines Unternehmens im Aufgabenbereich der Gemeinde liegen und eine im öffentlichen Interesse gebotene Versorgung der Bevölkerung zum Ziel haben. Bezogen auf den Gegenstand der LWG ergibt sich der öffentliche Zweck insbesondere durch die Wasserversorgung und Abwasserbehandlung für die Stadt Cottbus. Prüfung des Unternehmens Jahr bis 2000 2001 bis 2002 Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Rödl & Partner GmbH, Nürnberg Dr. Rödl & Partner GmbH, Cottbus Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Kurzübersicht Jahresabschlüsse 1999 – 2002 34 LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG Bilanz Anlagevermögen Umlaufvermögen RAP Treuhandvermögen Bilanzsumme Eigenkapital Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten über 1 Jahr Verbindlichkeiten unter 1 Jahr RAP Treuhandverbindlichkeiten 1999* T€ 2000* T€ 2001* T€ 2002 T€ 196.634 16.575 29 0 213.237 63.861 51.824 3.598 80.181 13.774 0 0 199.416 16.738 30 0 216.184 66.826 55.850 4.731 77.536 11.239 1 0 202.118 17.143 18 0 219.279 69.619 60.308 5.196 12.080 71.987 89 0 199.653 15.778 49 264 215.743 69.828 61.177 5.355 67.869 11.170 80 264 Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Bestandsveränd. u. akt. Eigenl. sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebl. Aufwendungen sonst. Zinsen, ähnliche Erträge, … Zinsen, ähnliche Aufwendungen, … Ergebnis gewöhnl. Geschäftstätigk. außerordentliches Ergebnis Steuern von Einkommen u. Ertrag sonstige Steuern Jahresergebnis 27.224 134 4.108 6.087 8.271 8.942 2.089 65 5.236 906 0 471 64 370 30.486 113 4.557 6.659 7.964 9.039 3.167 76 5.465 2.938 0 746 61 2.131 28.518 131 5.033 6.378 8.386 8.848 3.202 39 5.055 1.851 0 671 62 1.118 27.724 77 5.411 5.985 8.591 8.802 2.728 19 4.462 2.665 873 642 66 1.084 Investitionen 22.304 12.347 11.733 6.126 Personal Arbeitnehmeranzahl (in Personen) 202 199 198 197 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Arbeitnehmeranzahl in Personen 203 202 201 200 199 198 197 196 195 194 Arbeitnehmer 35 1999 202 2000 199 2001 198 2002 197 Personalaufwand in T€ 8.800 8.600 8.400 8.200 8.000 7.800 7.600 Personalaufwand 1999* 8.271 2000* 7.964 2001* 8.386 2002 8.591 Investitionen in T€ 25.000 20.000 15.000 10.000 5.000 0 Investitionen 1999* 22.304 2000* 12.347 2001* 11.733 2002 6.126 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Situationsbericht und Ausblick 1. Wirtschaftliche Lage 36 Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zum 31.12.2002 kann insgesamt als gut bezeichnet werden. Der Rückgang des Wasserverbrauchs und damit auch eine verringerte Einleitung von Abwasser resultiert vorrangig aus der Abwanderung von Einwohnern aus der Stadt Cottbus, Industrie- und Gewerbeansiedlungen hat es auch 2002 in Cottbus und dem Umland nur in unwesentlicher Anzahl gegeben. Das Betriebsergebnis per 31.12.2002 belief sich auf insgesamt 1.082 T€ davon Trinkwasser 278 T€ Abwasser 799 T€ Dienstleistungen 5 T€ Durch eine konsequente Kostenkontrolle einschließlich der Vorgabe und Abrechnung von Budgets hat es keine unplanmäßigen Kosteninanspruchnahmen gegeben, durch Kostensenkungen konnten die Ertragsrückgänge insgesamt ausgeglichen werden. Bei den Trinkwasserpreisen gab es 2002 keine Veränderungen gegenüber dem Vorjahr und es wurden keine Abwassergebührenanhebungen von den Aufgabenträgern beschlossen. Auch im Jahr 2002 war für die Geschäftsführung die stabile Ver- und Entsorgung die Hauptaufgabe mit einem Anteil von 96 % der Erträge. Besondere Ereignisse waren im Jahr 2002 nicht zu verzeichnen. Für alle Risiken auf die künftige Entwicklung der Gesellschaft sind entsprechende Rückstellungen im Jahresabschluss gebildet worden, insbesondere zu anhängigen Klageverfahren. 2. Unternehmensentwicklung Die Unternehmensentwicklung in den kommenden Jahren wird hauptsächlich geprägt durch die Entwicklung der Bevölkerung einschließlich Kleingewerbe, die auch in den kommenden Jahren rückläufig sein wird, was sich auch auf den Wasserverkauf und den Abwasseranfall einschließlich öffentlicher Einrichtungen auswirken wird. Einen besonderen Schwerpunkt wird hierbei der Stadtumbau insbesondere in den Plattenbausiedlungen der Stadt Cottbus bilden. Dabei geht es nicht nur um den Rückbau von Ver- und Entsorgungsanlagen, teilweise sind diese Systeme neu zu gestalten, wobei die gesamte Finanzierung noch völlig ungeklärt ist und öffentliche Förderprogramme bisher den gesamten Bereich der Ver- und Entsorgungswirtschaft nicht einbezogen haben. Hieraus sind für das Unternehmen in den kommenden Jahren Belastungen in Millionenhöhe zu erwarten. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 3. Investitionen Im Unternehmen wurden im Jahr 2002 Investitionen von 6.126 T€ realisiert, davon Trinkwasser 1.422 T€ Abwasser 4.400 T€ Betriebs- und Geschäftsausstattungen 292 T€ Grunderwerb 12 T€ 37 Als wichtigste Investitionsvorhaben wurden für die Stadt Cottbus 2002 realisiert: - Bereich Trinkwasser - Rekonstruktion Wasserwerk Sachsendorf - Versorgungsleitung Skadow-Willmersdorf - Versorgungsleitung Schillerstraße - Druckerhöhungsstation TKC - Bereich Abwasser - Schmutzwasserkanalisation Branitz (Dorfmitte, Dorfaue, Seebad, Kastanienallee) - Schmutzwasserkanalisation Kahren (Am Park, Kirchstraße, Frauendorfer Weg, Laubsdorfer Weg) - Schmutzwasserkanalisation Madlow (Alte Poststraße) - Schmutzwasserkanalisation Branitzer Siedlung - Regenwasserkanalisation Stadtring (2. Fahrbahn) - Rekonstruktion verschiedener Abwasserpumpwerke 4. Ausblick Der wirtschaftliche Ausblick auf die Folgejahre wird insbesondere geprägt durch den Anteilsverkauf der Stadt Cottbus an die EURAWASSER Cottbus GmbH, die als neuer Kommanditist einen Anteil in Höhe von 28,9 % der Gesellschaft ab 01. Januar 2004 übernimmt. Weitere Ausführungen wurden bereits im Punkt Unternehmensentwicklung gemacht. Tochtergesellschaften und Beteiligungen LWG Lausitzer Wasser Verwaltungs-GmbH Gegenstand des Unternehmens sind Geschäfte und Maßnahmen für die Planung, den Bau und den Betrieb von Einrichtungen der Wasserversorgung und Abwasserbehandlung. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 3107 Geschäftsführung: Frau Gisela Kopischke Herr Wolfgang Wollgam Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Hygieneinstitut Cottbus GmbH 38 Gegenstand sind die Untersuchungs-, Mess-, Sachverständigen-, Gutachter-, Planungs- und Bildungsleistungen sowie Überwachungsaufgaben und Probenahmen auf den Gebieten der Umweltanalytik und -toxikologie, Umwelt- und Krankenhaushygiene, Lärm- und Laufhygiene, Ingenieurtechnik und Produktanalytik, HumanBiologie und Umweltverträglichkeit. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 5881 Geschäftsführung: Herr Dr. Reinhard Bertl Herr Michael Achtelig Hinweis: Am 01.12.2003 wurde Insolvenzantrag gestellt. RSC Rohrbau und Sanierungs GmbH Cottbus Gegenstand des Unternehmens sind der Neubau von Leitungssystemen sowie die Auskleidung schadhafter Rohrsysteme und Behälter mit geeigneten Werkstoffen, einschließlich vorbereitender Reinigung und erforderlicher Tiefbauarbeit. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 1141 Geschäftsführung: Herr Kretschmann Herr Schubert EGC Entwicklungsgesellschaft Cottbus mbH (EGC) siehe Seite 60 ff. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Gebäudewirtschaft Cottbus GmbH Werbener Straße 3 03046 Cottbus Telefon: (03 55) 7 82 60 Telefax: (03 55) 7 82 62 27 Gebäudewirtschaft Cottbus GmbH 39 100 % Stadt Cottbuser Gesellschaft für Gebäudeerneuerung und Stadtentwicklung mbH 100 % PRIVEG GWC – Privatisierungsund Verwaltungsgesellschaft mbH 100 % EGC Entwicklungsgesellschaft Cottbus mbH 19,5 % Rahmendaten Gründung: Die Gebäudewirtschaft Cottbus GmbH (kurz: GWC) ist aus dem VEB Gebäudewirtschaft Cottbus hervorgegangen. Gemäß Artikel 22 Abs. 4 des Einigungsvertrages ging das zur Wohnungsversorgung genutzte volkseigene Vermögen, das sich in Rechtsträgerschaft der volkseigenen Betriebe der Wohnungswirtschaft befunden hatte, bei gleichzeitiger Übernahme der anteiligen Schulden in das Eigentum der Kommunen über. Mit notariell beurkundeter Vereinbarung vom 24. Januar 1991 sind der GWC sämtliche Vermögenswerte und Schulden des ehemaligen VEB Gebäudewirtschaft Cottbus durch die Stadt Cottbus übertragen worden. Die Eintragung der Gesellschaft in das Handelsregister des Amtsgerichtes Cottbus erfolgte am 17. April 1991. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 0988 aktueller Gesellschaftsvertrag vom: 03.12.2002 gezeichnetes Kapital: 5.112.918,81 € Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Beteiligungen: n Cottbuser Gesellschaft für Gebäudeerneuerung und Stadtentwicklung mbH (CGG), Stammeinlage: 102.258,38 € (100 %) n GWC- Privatisierungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Cottbus, Stammeinlage: 57.293,59 € (100 %) n EGC Entwicklungsgesellschaft Cottbus mbH (EGC), Stammeinlage: 390.597,15 € (19,5 %) Unternehmensgegenstand 40 Die Gesellschaft verwaltet, bewirtschaftet und vermietet in einer die Umwelt möglichst schonenden Weise Wohnungen mit dem Ziel, vor allem für einkommensschwächere Bevölkerungsschichten im niedrigen bis mittleren Marktsegment die Wohnverhältnisse zu sichern und stetig zu verbessern. Sie hat für eine sozial gerechte Verteilung der Wohnungen zu sorgen. Den in ihrem Eigentum stehenden Wohnungsbestand erhält oder versetzt die Gesellschaft in einen zeitgemäßen, den Wohnbedürfnissen entsprechenden Zustand. Außerdem kann die Gesellschaft in allen Bereichen der Wohnungswirtschaft, des Städtebaus und der Infrastruktur anfallende Aufgaben übernehmen sowie Bauten in allen Rechts- und Nutzungsformen errichten, betreuen, bewirtschaften und verwalten, soweit dies im öffentlichen Interesse liegt. Organe der Gesellschaft Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Aufsichtsrat: Herr Bernhard Neisener, Vorsitzender bis 31.05.2002 Frau Marietta Tzschoppe ab 17.12.2002, Vorsitzende ab 17.01.2003 Herr Vinzenz Schwarz, stellvertretender Vorsitzender bis 03.04.2002 Herr Volker Thummerer, stellvertretender Vorsitzender ab 24.05.2002 Herr Dr. Johannes Mai Herr Norbert Opitz Herr Dr. Josef Horntrich Herr Roland Schöpe Frau Andrea Grunert Frau Monika Elias Herr Klaus Schmiedchen ab 30.07.2002 Frau Karin Rätzel vom 30.07.2002 bis 17.12.2002 Geschäftsführung: Herr Dr. Torsten Kunze Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Erfüllung des öffentlichen Zweckes 41 Ein öffentlicher Zweck liegt immer dann vor, wenn die Leistungen eines Unternehmens im Aufgabenbereich der Gemeinde liegen und eine im öffentlichen Interesse gebotene Versorgung der Bevölkerung zum Ziel haben. Wesentliche Aufgabe der GWC ist es, vor allem für einkommensschwächere Bevölkerungsschichten die Wohnverhältnisse zu sichern und stetig zu verbessern sowie für eine sozial gerechte Verteilung der Wohnungen zu sorgen. Prüfung des Unternehmens Jahr bis 2000 2001 bis 2002 Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Domus Revision AG WIBERA Wirtschaftsberatung AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Kurzübersicht Jahresabschlüsse 1999 – 2002 42 Gebäudewirtschaft Cottbus GmbH 1999* T€ 2000* T€ 2001* T€ 2002 T€ Bilanz Anlagevermögen Umlaufvermögen RAP Bilanzsumme Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten über 1 Jahr Verbindlichkeiten unter 1 Jahr RAP 529.944 99.044 6 628.994 218.766 19.522 330.525 60.180 1 554.059 82.293 3 636.355 204.279 4.327 368.865 58.883 1 552.911 72.383 37 625.331 196.822 4.339 380.452 43.718 0 511.256 62.002 53 573.311 147.537 5.959 378.210 41.605 0 Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Bestandsveränd. u. akt. Eigenl. sonstige betriebliche Erträge Aufwendungen für bezog. LL Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebl. Aufwendungen sonst. Zinsen, ähnliche Erträge, … Zinsen, ähnliche Aufwendunge, … Ergebnis gewöhnl. Geschäftstätigk. außerordnentliches Ergebnis Steuern von Einkommen u. Ertrag sonstige Steuern Jahresergebnis 83.773 -1.686 10.720 40.705 8.139 38.946 6.972 2.153 18.696 -18.498 273 0 1.623 -19.848 80.154 628 10.822 34.998 8.011 38.787 5.516 1.778 19.107 -13.037 -464 0 1.701 -15.202 79.355 3.386 7.362 39.216 8.773 27.712 5.988 1.485 19.979 -10.080 0 0 1.753 -11.833 80.085 986 4.170 38.775 9.353 59.475 8.057 936 19.950 -49.433 0 0 1.772 -51.205 Investitionen 41.488 61.178 24.172 18.307 Personal Arbeitnehmeranzahl (in Personen) 185 183 182 176 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Arbeitnehmeranzahl in Personen 186 184 182 180 178 176 174 172 170 Arbeitnehmer 1999 185 2000 183 2001 182 2002 176 43 Personalaufwand in T€ 9.500 9.000 8.500 8.000 7.500 7.000 Personalaufwand 1999* 8.139 2000* 8.011 2001* 8.773 2002 9.353 Investitionen in T€ 70.000 60.000 50.000 40.000 30.000 20.000 10.000 0 Investitionen 1999* 41.488 2000* 61.178 2001* 24.172 2002 18.307 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Situationsbericht und Ausblick 1. Wirtschaftliche Lage des Unternehmens 44 Die GWC bewirtschaftet zum 31. 12. 2002 einen Bestand von 22.929 Wohnungsund 595 Gewerbeeinheiten. Darüber hinaus wurden zum Jahresultimo 158 restitutionsbehaftete und übrige Wohnungen verwaltet. Die stetig sinkende Einwohnerzahl in der Stadt Cottbus im Jahr 2002 wirkte auch auf den Wohnungsleerstand. Standen Ende Dezember 2001 insgesamt 3.371 Wohnungen leer, so waren es ein Jahr später schon 4.010 Wohnungen. Das entspricht einer Leerstandsquote von 17,5 %. Die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung sind gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Mio. € auf 80,1 Mio. € gestiegen. Die Steigerung wurde insbesondere im Bereich der abgerechneten Betriebskosten erzielt. Den Erhöhungen bei der Grundmiete und den Modernisierungszuschlägen standen fast im gleichen Umfang höhere Mietausfälle wegen Leerstand und Mietminderung entgegen. Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2002 mit einem Jahresfehlbetrag von 51.204,9 T€ ab (Vorjahr Jahresfehlbetrag 11.833,5 T€). Das Jahresergebnis wird hauptsächlich von Restwertabschreibungen nach Sonderabschreibungen in Vorjahren (§ 4 Abs. 3 Fördergebietsgesetz) in Höhe von 14,1 Mio. € (Vorjahr 14,3 Mio. €) und außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 35,1 Mio. € (Vorjahr 3,2 Mio. €) beeinflusst. Die Gesellschaft ist ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit termingerecht nachgekommen. 2. Investitionen 2002 Im Berichtsjahr sind 15,6 Mio. € in die Modernisierung des Wohnungsbestandes investiert worden. Weitere 8,4 Mio. € wurden für die laufende Instandsetzung aufgewendet. Schwerpunkte der Bautätigkeit lagen im Wohnquartier Turower/Zielona-Gora-Straße, dem ältesten Teil des im komplexen Wohnungsbau errichteten Stadtgebietes Sachsendorf-Madlow. Die Arbeiten mit einem Leistungsumfang von rund 5 Mio. € ermöglichten eine Komplexsanierung von 184 Wohnungen. Beendet wurde die Neugestaltung der Fassaden der mehrgeschossigen Häuser entlang der Gelsenkirchener Allee, dem Stadtteilzentrum von Sachsendorf-Madlow. Gleichzeitig gab es dort weitere intensive Bemühungen zur Aufwertung der Gewerbeeinheiten im Erdgeschossbereich dieser 8- und 11-geschossigen Gebäude. Ende Juli 2002 wurde mit dem Bau des Parkhauses Neustädter Platz begonnen. Mit seiner Fertigstellung in 2003 bietet es eine Stellplatzkapazität für insgesamt 376 Fahrzeuge. In dieses Gebäude integriert ist ein ca. 600 m² großer Gewerbebereich. Ein bedeutendes Bauvorhaben im Jahr 2002 war die Sanierung und Modernisierung eines früheren Kasernengebäudes auf dem Gelände der denkmalgeschützten „vonAlvensleben-Kaserne“, um dem Staatstheater Cottbus eine neue Heimstatt für die Verwaltung (Intendanz) übergeben zu können. In einem weiteren Bauabschnitt erfolgte im Jahr 2003 auf diesem Gelände der aufwändige Umbau einer alten KfzHalle zum neuen Probezentrum für das Theater. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 45 Für das Jahr 2003 sind bei der GWC insgesamt Modernisierungsleistungen im Umfang von 21,4 Mio. € geplant. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem 2. Bauabschnitt der Umgestaltung des Wohnquartiers Turower/Zielona-Gora-Straße in Sachsendorf-Madlow und der Aufwertung der Gewerbeeinheiten im dortigen Stadtteilzentrum. Grundlage bildet hierbei das von der GWC erstellte Marketingkonzept für die Gelsenkirchener Allee. 3. Allgemeiner Geschäftsverlauf Vor dem Hintergrund anhaltender rezessiver Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt muss sich die Gebäudewirtschaft mit steigendem strukturellen Leerstand auseinandersetzen, der zunehmende operative Verluste verursacht und mittelfristig existenzgefährdende Ausmaße annehmen kann. Das Unternehmen selbst – personell wie auch strukturell – den Markterfordernissen anzupassen, war und ist gegenwärtig nach wie vor vorrangige Aufgabe. Von der Geschäftsführung wurden deshalb frühzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet, die auf der Grundlage einer Portfolio-Analyse der Bestände und einer im Unternehmen entwickelten kapitalwertorientierten Betrachtung der einzelnen Gebäude zu einem – mit dem Stadtumbaukonzept und dem wohnungswirtschaftlichen/wohnungspolitischen Konzept der Stadt Cottbus korrespondierenden – Stilllegungs- und Abrisskonzept führten. Das Ende 2002 erarbeitete Unternehmenskonzept der GWC GmbH 2002 – 2012 bildet die Grundlage für das Abrisskonzept. Auf der Grundlage dieses Unternehmenskonzeptes hat die GWC GmbH zu Beginn des Jahres 2003 den Antrag nach § 6a AHG auf zusätzliche Entlastung von Altverbindlichkeiten bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gestellt. Voraussetzungen, um unter den gegebenen Marktbedingungen langfristig zu bestehen, sind: - der Abriss von ca. 4.000 Wohnungen zur nachhaltigen Leerstandsbeseitigung bis zum Jahr 2008, - eine zu gewährende Teilentlastung von 15,7 Mio. €, die der Tilgung von Altverbindlichkeiten dient und damit zur Verringerung der Belastung durch den Kapitaldienst beiträgt, - Förderung des Abrisses durch das Land in Höhe von 60 €/m² Wohnfläche. Ein Bescheid der KfW zu unserem Antrag liegt zurzeit noch nicht vor. 4. Ausblick Die erklärte langfristige Zielstellung der GWC besteht darin, sich zu einem modernen kommunalen Dienstleistungsunternehmen der Wohnungswirtschaft zu entwickeln. Deshalb wurde als mittelfristige Zielstellung - die Sicherung der Liquidität und Schaffung von Investitionsvolumen für Instandsetzung, Modernisierung und Stadtumbau, - die Sicherung des Risikomanagements und - die Erschließung neuer Geschäftsfelder herausgearbeitet. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Kurzfristig sollen - die Optimierung der (internen) Geschäftsprozesse, - die Kontrolle und Sicherung der Wirtschaftlichkeit jeglicher Abläufe, - die Nutzung der vorhandenen Ressourcen des Systems SAP R/3, - die Optimierung des Berichtswesens (KonTragG) und - ein wirksames Marketing erreicht werden. 46 Diese Zielstellungen sind u. a. durch folgende Maßnahmen untersetzt, mit deren Realisierung bereits begonnen wurde: - Freizug, Stilllegung und Abbruch unrentabler bzw. nicht vermietbarer Objekte nach vorliegendem Konzept. - Flexible Anpassung der Modernisierungsmaßnahmen an die Marktentwicklung, Bestandsentwicklung und Finanzierungskraft. - Systematischer Neubau des Unternehmens mit Business Reengineering entsprechend den langfristigen Zielen, Einführung des Balanced ScorecardModells zur Untersetzung der Unternehmensziele und im Leistungsvergleich. - An der Entwicklung neuer Geschäftsfelder bzw. der Neu-Ausrichtung der Tochtergesellschaften CGG, PRIVEG und EGC wird zurzeit konzeptionell gearbeitet. Laut Unternehmenskonzept der GWC GmbH wird für die nächsten fünf Jahre von folgenden Entwicklungen in der Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ausgegangen: Mietenentwicklung: gleich bleibend auf dem aktuellen Niveau mit geringfügiger Mieterhöhung nach Modernisierung; berücksichtigt wird der Abriss von ca. 3.800 Wohnungen. In Abhängigkeit von der Bevölkerungsentwicklung der Stadt Cottbus. Durch die geplanten Stilllegungs- und Abrissmaßnahmen kann die Leerstandsquote bis auf 6,1 % in 2008 abgesenkt werden. Leerstandsquote: Instandhaltungskosten: 4,13 €/m² bis 2008 Altschuldenentlastung: Gemäß AHGV zum § 6a AHG mit 69,00 €/m² Abrissfläche Abrissförderung: 100 % der reinen Abrisskosten, max. 60,00 €/m² Abrissfläche Die Liquiditätssituation wird unter Annahme der beschriebenen Planungsprämissen auch in den folgenden Jahren stabil sein. Insgesamt verfügt die Gebäudewirtschaft Cottbus GmbH über gute Voraussetzungen, um die Herausforderungen der kommenden Jahre erfolgreich zu bestehen. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Tochtergesellschaften und Beteiligungen Cottbuser Gesellschaft für Gebäudeerneuerung und Stadtentwicklung (CGG) 47 Die Aufgabe der Gesellschaft ist die Betreuung von Sanierungs- und Neubaumaßnahmen für die Gebäudewirtschaft Cottbus GmbH und Dritte. Die Gesellschaft kann alle Leistungen gemäß § 34c Gewerbeordnung, insbesondere als Bauträger durchführen. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 976 Geschäftsführung: Herr Peter Sieper PRIVEG GWC- Privatisierungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Cottbus (PRIVEG) Gegenstand des Unternehmens ist die Privatisierung von Wohnungen, Gebäuden oder Gebäudeteilen aller Eigentumsformen und die damit verbundene Vorbereitung von Kaufverträgen. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 3460 Aufsichtsrat: Herr Dr. Johannes Mai, Vorsitzender Frau Annely Richter, stellvertretende Vorsitzende Herr Gerhard Lehmann, bis 23.05.2002 Herr Bernd Kliemann, ab 23.05.2002 Herr Dr. Johann-Christoph Kröhan, ab 22.02.2002 Geschäftsführung: Herr Dr. Hartmut Zwania EGC Entwicklungsgesellschaft Cottbus mbH (EGC) siehe Seite 60 ff. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus CMT Cottbus Congress, Messe & Touristik GmbH Vorparkstraße 3 03042 Cottbus Telefon: (03 55) 75 42-2 00 Telefax: (03 55) 75 42-1 11 48 Rahmendaten: Gründung: Die durch Gesellschaftsvertrag vom 29.10.1990 errichtete und durch Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 25.07.1994 in Cottbuser Messe und Stadthallen GmbH umfirmierte Gesellschaft ist aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 08.07.1997 und des Verschmelzungsbeschlusses vom selben Tag mit der FBB Freizeit- und Bäderbetriebs-GmbH (übertragende Gesellschaft) durch Übernahme ihres Vermögens als Ganzes im Wege der Aufnahme verschmolzen. Die Gesellschaft führt die Firma CMT Cottbus Congress, Messe & Touristik GmbH. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 0730 aktueller Gesellschaftsvertrag vom: 05.11.1998 gezeichnetes Kapital: 536.856,48 € Gesellschafter: Die Stadt Cottbus ist Alleingesellschafterin. Beteiligungen: keine Unternehmensgegenstand Gemäß § 2 Gesellschaftsvertrag ist der Gegenstand der CMT der Betrieb des Messe- und Tagungszentrums, der Stadthalle sowie von Schwimmhallen und Freibädern in Cottbus und die mit dem Betrieb verbundene Organisation von Ausstellungen, Tagungen, Märkten und Veranstaltungen kultureller, sportlicher, sozialer, wirtschaftsfördernder und kommerzieller Natur. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der Unternehmensgegenstand unmittelbar gefördert werden kann. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen oder sich an solchen beteiligen. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Organe der Gesellschaft 49 Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Aufsichtsrat: Herr Reinhard Drogla, Vorsitzender Herr Klaus Arndt, stellvertretender Vorsitzender Herr Bernhard Neisener bis 12.04.2002 Herr Waldemar Kleinschmidt vom 13.04.2002 bis 05.05.2002 Frau Karin Rätzel ab 06.05.2002 Herr Michael Wonneberger Frau Kerstin Burdack Frau Carmen Schaller Frau Ute Schneider Frau Veronika Piduch Frau Yvonne Wolf, Herr Klaus-Ulrich Hörnicke Geschäftsführung: Frau Sabine Wolsdorf vom 01.01.2002 bis 31.01.2002 Herr Georg Duray vom 01.02.2002 bis 30.06.2002 Herr Bernd Koch ab 01.07.2002 Erfüllung des öffentlichen Zweckes Ein öffentlicher Zweck liegt immer dann vor, wenn die Leistungen eines Unternehmens im Aufgabenbereich der Gemeinde liegen und eine im öffentlichen Interesse gebotene Versorgung der Bevölkerung zum Ziel haben. Bezogen auf den Gegenstand der CMT ergibt sich der öffentliche Zweck besonders durch die Förderung von Wirtschaft und Gewerbe sowie die Entwicklung der Freizeitund Erholungsbedingungen und des kulturellen Lebens der Einwohner. Prüfung des Unternehmens Jahr bis 1996 1997 bis 1998 1999 bis 2001 Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Wirtschaftsprüfer Norbert Krämer, Berlin Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Witt Wülfing Dieckert, Hamburg Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HLV Haag Lenz Vieting, Mühlheim PRT Partnerschaftliche Revisions- und Treuhandsgesellschaft mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin 2002 Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Kurzübersicht Jahresabschlüsse 1999 – 2002 50 CMT Cottbus Congress, Messe & Touristik GmbH Bilanz Anlagevermögen Umlaufvermögen RAP nicht durch EK gedeckter Fehlbetrag Bilanzsumme Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten über 1 Jahr Verbindlichkeiten unter 1 Jahr RAP 1999* T€ 2000* T€ 2001* T€ 2002 T€ 18.729 247 4 25.602 5.124 80 1.234 32.041 0 6.118 24.834 1.089 0 36.538 1.418 48 35.510 774 27 18.980 591 4.677 12.035 1.676 2 38.004 4.014 1.667 30.388 1.935 0 36.310 3.465 1.553 29.987 1.306 0 Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Bestandsveränd. und akt. Eigenl. sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebl. Aufwendungen sonst. Zinsen, ähnliche Erträge, … Zinsen, ähnliche Aufwendungen, … Ergebnis gewöhnl. Geschäftstätigk. außerordentliches Ergebnis Steuern von Einkommen u. Ertrag sonstige Steuern Jahresergebnis 2.556 0 4.310 72 3.049 780 2.776 1 738 -548 -5.763 0 65 -6.377 2.218 0 4.239 64 3.068 722 3.615 108 842 -1.746 0 0 79 -1.825 2.235 0 6.008 56 3.275 1.348 3.637 67 1.402 -1.408 4.530 0 86 3.036 2.466 0 5.916 50 3.349 1.434 2.527 8 1.505 -475 0 0 74 -549 Investitionen 177 7.601 12.295 409 Personal Arbeitnehmeranzahl (in Personen) 96 97 100 98 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Arbeitnehmeranzahl in Personen 101 100 99 98 97 96 95 94 Arbeitnehmer 1999 96 2000 97 2001 100 2002 98 51 Personalaufwand in T€ 3.400 3.300 3.200 3.100 3.000 2.900 2.800 Personalaufwand 1999* 3.049 2000* 3.068 2001* 3.275 2002 3.349 Investitionen in T€ 14.000 12.000 10.000 8.000 6.000 4.000 2.000 0 Investitionen 1999* 177 2000* 7.601 2001* 12.295 2002 409 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Situationsbericht und Ausblick 52 Bedingt durch den weiteren kontinuierlichen Einwohnerrückgang im Einzugsgebiet der CMT GmbH (Stadt Cottbus, Landkreise Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster) ist die Anzahl der potentiellen Kunden für die Nutzung der Angebote in der Messe Cottbus, der Stadthalle, in den Bädern und bei den touristischen Leistungen kontinuierlich rückläufig. In allen Geschäftsfeldern der Gesellschaft konnte durch eine Vielzahl von Aktivitäten, die auf die Verbesserung des Angebotes gerichtet war, die Umsätze stabilisiert und teilweise gesteigert werden. Der Umsatz entwickelte sich von 2.235,1 T€ in 2001 auf 2.466,3 T€ in 2002, was einer Steigerung von 10,3 % entspricht. Die Nutzung der Betriebsstätten erfolgte im Wesentlichen wie im Vorjahr, wobei einer erhöhten Anzahl von Veranstaltungen in der Stadthalle Cottbus die Absage von einzelnen privaten Veranstaltern in den Messehallen gegenübersteht. Hinsichtlich der Realisierung der Veranstaltungstätigkeit in der Stadthalle Cottbus wurden mit 25 Agenturen und 5 Vereinen Verträge geschlossen. Für die Messe Cottbus sind dies insgesamt 30 Veranstalter. Die Anzahl hat sich weiter erhöht. Im Jahr 2002 erfolgten Investitionen in Höhe von 409 T€, davon 386 T€ für die Sanierung der Stadthalle Cottbus. Die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes erfolgte aus der erzielten Liquidität des Geschäftsbetriebes und dem Zuschuss der Stadt Cottbus in Höhe 5.310,6 T€. Darüber hinaus sind Maßnahmen zur Reduzierung des Finanzbedarfes eingeleitet worden. Dazu zählt insbesondere die Kündigung und teilweise Neugestaltung von 35 Verträgen mit Lieferanten und Dienstleistern. Im Jahr 2002 waren umgerechnet 98 Vollzeitkräfte beschäftigt. Ein Haustarifvertrag, der insbesondere die Reduzierung der Arbeitszeit beinhaltete, lief zum 31.12.2002 aus. Im Jahr 2003 erfolgt zum 31.12. eine Reduzierung auf umgerechnet 76 Vollzeitkräfte. Die Mitgliedschaft im KAV (Kommunaler Arbeitgeberverband) wurde zum 01.05.2003 in eine besondere Gastmitgliedschaft ohne Tarifbindung umgewandelt. Die Gesellschaft erhielt im Jahr 2000 erstmals die Auszeichnung der Stadt Cottbus als Ökoprofit-Betriebes, die im Jahr 2003 erfolgreich verteidigt wurde. Insbesondere wurde die Durchführung von Investitionen nach ökologischen Gesichtspunkten honoriert. Die Geschäftsführerin, Frau Sabine Wolsdorf, ist am 31. Januar 2002 ausgeschieden. Bis zum 30.Juni 2002 wurde die Geschäftsführung übergangsweise durch Herrn Georg Duray ausgeübt. Seit dem 01. Juli 2002 ist Herr Bernd Koch als Geschäftsführer im Amt. Bedingt durch die Verluste der Vorjahre bestand zum 31.12.2000 ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von 1.234 T€, der durch die Umwandlung eines Gesellschafterdarlehens von 1.743 T€ in einen Kapitalzuschuss und einen Kapitalzuschuss für die Sanierung der Stadthalle Cottbus von 469 T€ ausgeglichen wurde. Durch das Entstehen weiterer Verluste bestand Handlungsbedarf hinsichtlich der Sicherung eines ausreichenden Eigenkapitals. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 53 Auf der Grundlage einer Mitteilung der Stadt Cottbus vom 29. Juli 2002 erfolgt die Tilgung von Altkrediten und Altzinsen aus dem Erblastentilgungsfonds, womit eine ergebniswirksame Auflösung der aus dem Jahr 1994 bestehenden Rückstellung von 4,5 Mio. € erfolgen konnte. Im zweiten Halbjahr 2002 erfolgte die Erarbeitung des Wirtschaftsplanes 2003. Dieser gewährleistet gegenüber den Vorjahren den Erhalt des Eigenkapitals der Gesellschaft, da nicht wie in den Vorjahren ein Verlust, sondern ein Überschuss (122,3 T€) geplant ist. Der Plan-Ist-Vergleich der Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2002 und die Entwicklung zum Vorjahr stellt sich wie folgt dar: CMT GmbH T€ Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebl. Aufwendungen Sonstige Zinsen und ähnl. Erträge Zinsen und ähnl. Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit außerordentliche Erträge Sonstige Steuern Bilanzgewinn/-verlust Ist 2001 Plan 2002 2.235,1 6.007,9 56,1 3.274,9 1.347,6 3.636,7 67,1 1.402,3 -1.407,5 4.529,7 86,0 3.036,2 78,7 -1.173,0 74,1 -549,0 1.497,1 -1.094,3 2.506,1 5.504,9 81,8 3.175,1 1.574,3 2.777,0 Ist 2002 Entwicklung 2002/2001 2.466,3 5.915,7 49,5 3.349,3 1.434,3 2.526,9 8,1 1.505,1 -474,9 231,2 -92,2 -6,6 -74,4 86,7 -1.109,8 -59,0 102,8 -932,6 -4.529,7 -11,9 -3.585,2 Der Umsatz wurde im Vergleich zum Vorjahr um 231,2 T€ = 10,3 gesteigert. Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge von 5.915,7 T€ ist ein Betriebskostenzuschuss von 5.310,6 T€ enthalten. Die Abweichung zum Plan bei den Personalkosten ergibt sich aus der fehlenden Planung für die Personalgestellung gegenüber der Cottbuser Gartenschaugesellschaft 1995 mbH. Die Abschreibungen haben sich durch die Sanierung der Stadthalle Cottbus weiter erhöht. Durch die im 2. Halbjahr eingeleiteten Sparmaßnahmen sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1.110 T€ reduziert worden. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 54 Mit dem ausgewiesen Verlust von 549 T€ ist der geplante Verlust um 624 T€ unterschritten worden. Ursache ist im Wesentlichen die Reduzierung der geplanten Aufwendungen. Die Finanzlage war zu Beginn des Wirtschaftsjahres angespannt. Durch die Zuschusserhöhung und eingeleitete Maßnahmen hat sich diese wesentlich verbessert. Der Verlust entstand durch die fehlende Finanzierung der Abschreibungen im Jahr 2002. Im Jahr 2003 ist ein Überschuss geplant. Das wesentlichste bestandsgefährdende Risiko besteht gegenwärtig in den gerichtlichen Auseinandersetzungen mit dem ehemaligen Generalunternehmer, Gustav Pegel & Sohn GmbH & Co. KG, der ABB AG und der Bauer BDT GmbH. Die Liquidität ist dann gefährdet, wenn die Gesellschaft in o. g. gerichtlichen Auseinandersetzungen unterliegen sollte. Liquide Mittel für die strittigen Bauleistungen, die unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen werden, hat die Gesellschaft nicht. Sollten darüber hinaus noch Schadenersatzansprüche der Gegenseite zum Tragen kommen, wird zusätzlich auch die Ertragslage der Gesellschaft belastet. Die benötigten Mittel können nur durch Mittelzuflüsse des Gesellschafters beschafft werden. Bedingt durch die Stabilisierung der Gesellschaft, die durch eine Erlössteigerung, durch die Finanzierung der AfA sowie weiterer Kostenreduzierungen erfolgt, wird ein positives Ergebnis im Wirtschaftsjahr 2003 erwartet. Die Verminderung der Mitarbeiteranzahl auf umgerechnet 76 Vollzeitkräfte zum 31.12.2003 wird sich in den Jahren 2004 und 2005 entsprechend finanziell auswirken. Im Dezember 2003 musste auf Grund von erheblichen Mängeln am Gebäude der Sportschwimmhalle die sofortige Schließung erfolgen. Hierdurch bedingt mussten weitere 11 Mitarbeiter im Jahr 2004 freigesetzt werden. Seitens der Stadtverwaltung Cottbus wird gegenwärtig eine Entscheidung für eine Sanierung am gleichen Standort bzw. für einen Ersatzbau vorbereitet. Entsprechend dem langfristigen Bäderkonzept wird nach erfolgter Sanierung bzw. Eröffnung eines Ersatzbaues das Freizeitbad Splash geschlossen werden und in Cottbus zukünftig nur ein Hallenbad betrieben werden. Der Bestand der Gesellschaft bei tendenziell gemindertem Betriebskostenzuschuss ist nur möglich, wenn die Betriebskosten mittelfristig weiter gemindert werden können und sich weitere Einnahmenzuwächse realisieren lassen. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass dieses weiterhin gelingen wird und darüber hinaus keine weiteren bestandsgefährdenden Risiken bestehen. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Cottbuser Gartenschaugesellschaft 1995 mbH Vorparkstraße 3 03042 Cottbus Telefon: (03 55) 75 42-2 00 Telefax: (03 55) 75 42-1 11 Rahmendaten 55 Gründung: Am 21.07.1992 wurde die Bundesgartenschau Cottbus 1995 GmbH gegründet. Bis Ende 1995 war die Vorbereitung und Durchführung der Bundesgartenschau 1995 in Cottbus der vorrangige Gesellschaftszweck. 1998 und 2000 wurden der Gesellschaftszweck und Teile des Gesellschaftsvertrages im Sinne der Nachnutzung geändert. Seit dem Jahr 2000 besteht ein Geschäftsbesorgungsvertrag mit der CMT Cottbus GmbH. Die Gesellschaft führt derzeit die Firma Cottbuser Gartenschaugesellschaft 1995 mbH. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 2091 aktueller Gesellschaftsvertrag vom: 21.07.1992 mit Änderungen vom 29.01.1993, 07.02.1995, 28.06.1996, 27.05.1998 und 31.08.2000 gezeichnetes Kapital: 26.075,88 € Gesellschafter: Gesellschafter Stadt Cottbus Zentralverband Gartenbau e. V., Bonn Beteiligungen: keine Unternehmensgegenstand Aufgabe der Gesellschaft ist es, die ökologische Stadtentwicklung mit zu gestalten sowie die Nachnutzung des Geländes der ehemaligen Bundesgartenschau 1995 zu organisieren. Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Zur Verwirklichung des Unternehmensgegenstandes übernimmt die Gesellschaft insbesondere den Betrieb und Unterhalt des Parkgeländes der ehemaligen Anteil am Stammkapital 66,7 % 33,3 % Stammeinlage 17.383,92 € 8.691,96 € Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 56 Bundesgartenschau Cottbus 1995. Eine langfristige Nutzung der Anlagen steht im Vordergrund. Die Gesellschaft darf sich bei der Verwirklichung ihrer Zwecke der Hilfe Dritter bedienen. Organe der Gesellschaft Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Aufsichtsrat: Herr Waldemar Kleinschmidt, Vorsitzender bis 05.05.2002 Frau Christina Giesecke ab 17.12.2002 Frau Peggy Bauer Frau Kerstin Burdack Herr Karl-Heinz Fürstenhöfer Herr Siegfried Kretzsch Frau Karin Kühl Frau Carmen Schaller Herr Dr. Hartmut Zwania Herr Hans-Peter Cornils Herr Wolfgang Neitzel Herr Dr. Lothar Seipt Herr Heinz-Michael Wentzke Geschäftsführung: Frau Sabine Wolsdorf vom 01.01.2002 bis 31.01.2002 Herr Georg Duray vom 01.02.2002 bis 30.06.2002 Herr Bernd Koch ab 01.07.2002 Erfüllung des öffentlichen Zweckes Ein öffentlicher Zweck liegt immer dann vor, wenn die Leistungen eines Unternehmens im Aufgabenbereich der Gemeinde liegen und eine im öffentlichen Interesse gebotene Versorgung der Bevölkerung zum Ziel haben. Bezogen auf den Gegenstand der BUGA ergibt sich der öffentliche Zweck besonders durch die Parkpflege und -entwicklung im Sinne des Umwelt-, Landschafts- und Denkmalschutzes für die Allgemeinheit sowie die Realisierung von kulturellen Aktivitäten im Parkbereich. Prüfung des Unternehmens Jahr bis 2001 Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HLV Haag Lenz Vieting, Mühlheim an der Ruhr PRT Partnerschaftliche Revisions- und Treuhandsgesellschaft mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin 2002 Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Kurzübersicht Jahresabschlüsse 1999 – 2002 57 Cottbuser Gartenschaugesellschaft 1995 mbH Bilanz Anlagevermögen Umlaufvermögen RAP Bilanzsumme Eigenkapital erhaltene Zuschüsse Rückstellungen Verbindlichkeiten über 1 Jahr Verbindlichkeiten unter 1 Jahr RAP 1999* T€ 2000* T€ 2001* T€ 2002 T€ 2.428 4.594 1 7.023 559 2.417 863 0 3.185 0 1.952 4.484 0 6.435 563 1.914 754 0 3.205 0 1.468 946 1 2.415 563 1.431 217 0 203 0 981 802 4 1.787 526 950 134 0 178 0 Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Bestandsveränd. und akt. Eigenl. sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebl. Aufwendungen sonst. Zinsen, ähnliche Erträge, … Zinsen, ähnliche Aufwendungen, … Ergebnis gewöhnl. Geschäftstätigk. außerordentliches Ergebnis Steuern von Einkommen u. Ertrag sonstige Steuern Jahresergebnis 44 0 3.646 0 539 2.312 865 112 76 11 0 0 18 -8 33 0 1.869 0 395 504 1.130 163 1 36 0 0 32 5 21 0 1.593 0 122 492 1.009 36 0 26 0 0 26 0 38 0 1.159 0 72 491 696 25 0 -37 1 0 1 -37 Investitionen 4 34 9 4 Personal Arbeitnehmeranzahl (in Personen) 7 seit 2001 keine festangestellten Arbeitskräfte mehr, Einsatz von 6 ABM-Kräften und Strafgefangenen im offenen Vollzug * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Arbeitnehmeranzahl in Personen 8 7 6 5 4 3 2 1 0 Arbeitnehmer 1999 7 2000 6 2001 0 2002 0 58 Personalaufwand in T€ 600 500 400 300 200 100 0 Personalaufwand 1999* 539 2000* 395 2001* 122 2002 72 Investitionen in T€ 40 35 30 25 20 15 10 5 0 Investitionen 1999* 4 2000* 34 2001* 9 2002 4 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Situationsbericht und Ausblick 59 Innerhalb der Bewirtschaftung der Parks (Spreeauenpark, Eliaspark, Vorpark, UCC mit Außengelände) wird der Übergang von intensiv gepflegten Wechselpflanzungsflächen zum Landschaftspark vollzogen. Mit dem Spreeauenpark wird die Lücke zwischen den innerstädtischen Grün- und Parkanlagen und dem Branitzer Park geschlossen. Die Parkanlagen werden nach wie vor von den Einwohnern der Stadt Cottbus, der Region Südbrandenburg und überregional nachgefragt. Die Umsätze konnten im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten stabilisiert und teilweise erheblich gesteigert werden. So entwickelten sich diese von 21,0 T€ in 2001 auf 37,6 T€, was einer Steigerung von 78,8 % entspricht. Betont werden muss, dass entsprechend dem Gesellschaftszweck, kein Gewinn angestrebt wird und in erster Linie nicht eigenwirtschaftliche Zwecke verfolgt werden. Zum Vorjahr hat sich die Besucherzahl von 30.932 auf 32.812 im Jahr 2002 erhöht (6,1 % Steigerung). Damit konnte eine Trendwende zu wieder steigenden Besucherzahlen erreicht werden. Dazu haben auch die Veranstaltungen im Rahmen der pädagogischen Betreuung im Eliaspark beigetragen. Die Nutzungsmöglichkeiten der Sportanlagen im Eliaspark sind für jeden Besucher gegeben und werden von Kindern, Jugendlichen und im Rahmen des Sportunterrichtes genutzt. Die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes erfolgte aus der erzielten Liquidität des Geschäftsbetriebes, aus Rücklagen und dem Zuschuss der Stadt Cottbus in Höhe 511,3 T€. Zur Deckelung des Finanzbedarfes sind weitere Maßnahmen eingeleitet worden. Z. B. erfolgte die Veränderung der Eintrittskassierung dahingehend, dass diese nicht mehr durch eine Fremdfirma, sondern durch Aushilfskräfte der Gesellschaft realisiert werden. Weiterhin wurden die Standorte für Wechselbepflanzungsflächen weiter reduziert. Die Aufgaben der Gesellschaft wurden innerhalb des Geschäftsbesorgungsvertrages personell durch die Mitarbeiter der CMT Cottbus GmbH wahrgenommen. Entsprechend waren bei der Cottbuser Gartenschaugesellschaft im Jahr 2002 keine Mitarbeiter fest angestellt. Über Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen konnten 2002 durchschnittlich vier Mitarbeiter beschäftigt werden. Weiterhin wurden für die Parkpflege Strafgefangene im offenen Vollzug eingesetzt. Innerhalb der Förderung des Umwelt- und Landschaftsschutzes ist das UCC eine wesentliche Informationsstätte zum Umweltschutz. Es finden dort entsprechende Veranstaltungen statt. Weitere Umweltprojekte werden in den Parks realisiert, z. B. die Heranführung an das Thema Umwelt über das Angebot des Natur- und Erlebnispfades. Der praktizierte Umweltschutz ist Leitlinie im Geschäftsbetrieb. Die Geschäftsführerin, Frau Sabine Wolsdorf, ist am 31. Januar 2002 ausgeschieden. Bis zum 30.Juni 2002 wurde die Geschäftsführung übergangsweise durch Herrn Georg Duray ausgeübt. Seit dem 01. September 2002 ist Herr Bernd Koch als Geschäftsführer bestellt. Die Vermögenslage der Gesellschaft hat sich planmäßig entwickelt. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 60 Die Liquidität der Gesellschaft war im Jahr 2002 kontinuierlich gesichert. Mit dem im Plan 2003 in Höhe des im Jahr 2002 erhaltenen Betriebskostenzuschusses besteht diese Stabilität weiterhin. In der Einhaltung des Wirtschaftsplanes 2002 und der Entwicklung zum Vorjahr sind neben der o. g. Umsatzerlössteigerung von 21,0 T€ in 2001 auf 37,6 T€ in 2002 insbesondere die Aufwandsminderungen zu nennen. So wurden die Personalkosten von 122,2 T€ in 2001 auf 71,9 T€ im Berichtsjahr gemindert (Reduzierung um 50,3 T€). Ursache ist u. a. die Senkung der Anzahl der ABM-Kräfte. Die wesentlichste Aufwandsminderung besteht bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 1.009,4 T€ in 2001 auf 678,4 T€ im Berichtsjahr (Reduzierung um 331,0 T€). Durch Kompensation in anderen Erlös- und Kostenarten weist die Gesellschaft zum 31.12.2002 einen Verlust von 37,2 T€ aus. Die Liquidität der Gesellschaft ist dann gegeben, wenn die Höhe des Betriebskostenzuschusses mindestens der des im Jahr 2002 übergebenen Betriebskostenzuschusses durch die Stadt Cottbus entspricht. Eine weitere Senkung würde die Aufgabe jeglicher Parkpflege sowie die Einschränkung der Immobilienbewirtschaftung bedeuten. Am 27.01.2003 erfolgte die Abtretung der Gesellschaftsanteile des ZVG (Zentralverband für Gartenbau) an die Stadt Cottbus. In Folge dieser Abtretung ist die Stadt Cottbus alleinige Gesellschafterin. In der Gesellschafterversammlung am 19.09.2002 wurde u. a. beschlossen, der Gesellschaft bis einschließlich dem Jahr 2005 einen jährlichen Betriebskostenzuschuss von 511.292,00 €, vorbehaltlich künftiger Haushaltsbeschlüsse der Stadtverordnetenversammlung, zu übergeben. Bei jährlichem Erhalt dieser finanziellen Mittel ist der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft sichergestellt. Für die Jahre 2004 und 2005 wurde der jährliche Betriebskostenzuschuss von der Stadt Cottbus mit jeweils 411.292,00 € bestätigt. Dies war möglich, da seitens der Gesellschaft in diesen Jahren jeweils 100.000,00 € Gewinnrücklage eingesetzt werden. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus EGC Entwicklungsgesellschaft Cottbus mbH Am Turm 14 03046 Cottbus Telefon: (03 55) 72 99 13-0 Telefax: (03 55) 72 99 13-15 EGC Entwicklungsgesellschaft Cottbus mbH 51 % Stadt 19,5 % Stadtwerke Cottbus GmbH 19,5 % Gebäudewirtschaft Cottbus GmbH 10 % LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG 61 BRAIN Brandenburg Innovation GmbH Cottbus 72 % Rahmendaten Gründung: Die Gesellschaft wurde auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 27.05.1992, Beschluss-Nr. VIII-07/1992, gegründet. Der Gesellschaftsvertrag wurde am 05.06.1992 abgeschlossen. Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 16.12.1993 ist der Sitz von Berlin nach Cottbus verlegt worden. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 3201 CB aktueller Gesellschaftsvertrag vom: 12.10.2000 gezeichnetes Kapital: 30.000,00 € Gesellschafter: Gesellschafter Anteil am Stammkapital 51,0 % 19,5 % 19,5 % 10,0 % Stammeinlage Stadt Cottbus Stadtwerke Cottbus GmbH Gebäudewirtschaft Cottbus GmbH LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG 15.300,00 € 5.850,00 € 5.850,00 € 3.000,00 € Beteiligungen: BRAIN Brandenburg Innovation GmbH Cottbus, Stammeinlage: 18,0 T€ (72 %) Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Unternehmensgegenstand 62 Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, die Erschließung sowie die Vermarktung von Grundstücken, insbesondere von Wohnungsbau- und Gewerbeflächen. Soll ein Grundstück im öffentlichen Interesse einer Bebauung zugeführt werden, so kann die Gesellschaft als Bauherr, nicht jedoch als Bauträger fungieren. Organe der Gesellschaft Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Aufsichtsrat: Frau Karin Rätzel, Vorsitzender Herr Gunthard Kanter Herr H.-Joachim Rossbach Frau OMR Dr. Helga Scharkoff Frau Erika Golling Frau Gisela Kopischke Herr Helmut Söhnel Geschäftsführung: Herr Frank Prätzel Erfüllung des öffentlichen Zweckes Ein öffentlicher Zweck liegt immer dann vor, wenn die Leistungen eines Unternehmens im Aufgabenbereich der Gemeinde liegen und eine im öffentlichen Interesse gebotene Versorgung der Bevölkerung zum Ziel haben. Die EGC erschließt, entwickelt und vermarktet Flächen im öffentlichen Interesse. Prüfung des Unternehmens Jahr bis 1999 2000 bis 2002 Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Bayern-Revision GmbH, München Rödl & Partner GmbH, Nürnberg, Zweigniederlassung Cottbus Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Kurzübersicht Jahresabschlüsse 1999 – 2002 63 Entwicklungsgesellschaft Cottbus mbH Bilanz Anlagevermögen Umlaufvermögen RAP Bilanzsumme Eigenkapital Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten über 1 Jahr Verbindlichkeiten unter 1 Jahr RAP 1999* T€ 2000* T€ 2001* T€ 2002 T€ 1.429 6.883 1 8.312 1.394 0 645 0 6.273 0 1.430 7.143 1 8.573 1.495 3.678 581 0 2.819 0 1.430 6.820 1 8.250 1.421 3.715 581 0 2.532 0 1.430 8.309 3 9.742 1.428 3.810 586 0 3.918 0 Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Bestandsveränd. und akt. Eigenl. sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebl. Aufwendungen sonst. Zinsen, ähnliche Erträge, … Zinsen, ähnliche Aufwendungen, … Ergebnis gewöhnl. Geschäftstätigk. außerordnentliches Ergebnis Steuern von Einkommen u. Ertrag sonstige Steuern Jahresergebnis 494 708 7 916 11 25 63 0 293 -100 0 0 486 -586 316 1.116 232 1.393 54 8 260 1 180 -231 128 0 3 -106 1.151 -76 214 846 73 4 282 3 155 -69 0 0 5 -74 265 1.517 254 1.506 145 4 203 0 172 6 0 0 3 2 Investitionen 18 9 3 13 Personal Arbeitnehmeranzahl (in Personen) 1 3 3 3 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Arbeitnehmeranzahl in Personen 3,5 3 2,5 2 1,5 1 0,5 0 Arbeitnehmer 1999 1 2000 3 2001 3 2002 3 64 Personalaufwand in T€ 160 140 120 100 80 60 40 20 0 Personalaufwand 1999* 11 2000* 54 2001* 73 2002 145 Investitionen in T€ 20 15 10 5 0 Investitionen 1999* 18 2000* 9 2001* 3 2002 13 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Situationsbericht und Ausblick 1. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 65 Die Hauptaktivitäten der Geschäftsführung konzentrierten sich im Geschäftsjahr 2001 neben der weiteren Stabilisierung der wirtschaftlichen Entwicklung der EGC auf die Schaffung von Baurecht als Voraussetzung für die weitere Vermarktung des Standorts an der Lipezker Straße, sowie auf die Entwicklung der Grundstücke für den Eigenheimbau an der Ernst-Barlach-Straße in Cottbus. Der Auslastungsgrad liegt im 1. BA des Gewerbegebiets „An der Reichsbahn“ bei 73,93 % (ohne Berücksichtigung des Umschlagplatzes) und bei 54,65 % (bei Einrechnung des Umschlagplatzes). Im 2. BA liegt die Auslastung bei 62,78 %. Die Aktivitäten der Geschäftsführung, die Einnahmen durch Verkauf freier Gewerbeflächen zu erhöhen, zeigten trotz verstärkter Akquisitionsbemühungen keinen nennenswerten Erfolg. Deshalb wurde ein neuer Weg zur weiteren Belegung der Gewerbegebiete eingeschlagen. Interessierten Unternehmen wurden Pachtverträge mit Kaufoption angeboten. Es gelang zwei derartige Verträge abzuschließen. Das Geschäftsjahr wurde mit einem Überschuss von 2,0 T€ abgeschlossen. Dies ist die Fortsetzung der positiven Entwicklung des vergangenen Jahres. Damit wird dokumentiert, dass gegenüber dem Aufwand für die Grundstücksfinanzierungen, entsprechende Erlöse erwirtschaftet werden konnten. Die Grundlage für die weitere Erfüllung der Aufgaben der Gesellschaft entsprechend ihres Gesellschaftsvertrages ist gegeben. Dem mit der Klage gegen die Forderungen des Finanzamtes Cottbus beim Finanzgericht eingereichten Antrag auf Aussetzung der Vollziehung wurde entsprochen. Die Verhandlung fand am 10. Dezember 2003 statt. 2. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft 2.1. Wirtschaftliche Entwicklung Die im vergangenen Jahr geführten Verhandlungen zur Ansiedlung von Gewerbe auf Flächen im Eigentum der EGC konnten nicht zu einem Abschluss gebracht werden. Das anhaltende Konjunkturtal hat die Unternehmen aller Branchen zum zeitlichen Verschieben ihrer Investitionsabsichten bewogen. Eine Baufläche, gelegen im Stadtteil Cottbus-Sachsendorf, konnte zur individuellen Eigenheimbebauung zu neun Parzellen entwickelt werden. Die Bauparzellen konnten alle veräußert werden. In Fortführung der erfolgreichen Entwicklung von Grundstücken zur individuellen Bebauung mit Eigenheimen wurde die Erschließung an der Ernst- Barlach – Straße in Cottbus für sechs Bauparzellen begonnen. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 2.2. Strukturelle Entwicklung 66 Die Tätigkeiten der Gesellschaft erforderten insbesondere für Erreichbarkeit und Außenwirkung der EGC einen neuen Firmensitz. Deshalb wurden im Oktober 2002 Räumlichkeiten angemietet, die sich im Zentrum der Stadt Cottbus befinden. Mit dieser Maßnahme und den Beschlüssen der Stadtverordnetenversammlung und der Gesellschafter der EGC im Jahr 2003 sind die Voraussetzungen für eine bessere und schnellere Umsetzung der in Angriff genommenen Vorhaben verbessert worden. Gleichzeitig sind damit auch die Grundlagen geschaffen, dass die EGC auch strukturell flexibler auf die an sie gestellten Anforderungen reagieren kann. Beteiligungen BRAIN Brandenburg Innovation GmbH Cottbus Gegenstand des Unternehmens sind die Entwicklung einer ehemaligen militärisch genutzten Fläche zu einem Forschungs-Industrie-Technologiezentrum durch Errichtung von Einrichtungen für die Forschung und Entwicklung sowie die Ansiedlung Technologie orientierter Unternehmen. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 6014 Geschäftsführung: Herr Prof. Gerardus Duelen Herr Dipl.-Ing. Frank Prätzel Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus ACOL Gesellschaft für Arbeitsförderung mbH Werner-Seelenbinder-Ring 44/45 03048 Cottbus Telefon: (03 55) 87 41 21/23 Telefax: (03 55) 87 41 26 Rahmendaten 67 Gründung: Die ACOL Gesellschaft für Arbeitsförderung mbH wurde als Auffanggesellschaft der Beschäftigten der Textilindustrie im Jahr 1992 gegründet. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 1567 aktueller Gesellschaftsvertrag vom: 28.07.1994 gezeichnetes Kapital: 25.564,59 € Gesellschafter: Gesellschafter Stadt Cottbus Fa. Pschuskel Stadt Forst Dienstleistungsgesellschaft Textil mbH, Chemnitz IG Metall Beteiligungen: keine Anteil am Stammkapital 30 % 30 % 20 % 10 % 10 % Stammeinlage 7.669,38 € 7.669,38 € 5.112,92 € 2.556,46 € 2.556,46 € Unternehmensgegenstand Gegenstand der Gesellschaft ist die Betreuung ehemaliger Arbeitnehmer von Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie im Raum Cottbus sowie die Förderung von deren Vermittelbarkeit auf dem Arbeitsmarkt. Die Gesellschaft steht auch anderen Arbeitnehmern offen. Hierzu nimmt die Gesellschaft insbesondere folgende Aufgaben wahr: - Durchführung von Maßnahmen der beruflichen Fortbildung und Umschulung, - Erschließung, Trägerschaft und Durchführung von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und anderer Maßnahmen nach dem Arbeitsförderungsgesetz. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Organe der Gesellschaft Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Beirat und die Geschäftsführung. Beirat: Arbeitsamt Cottbus Handwerkskammer Cottbus IHK Cottbus Geschäftsführung: Frau Christel Mehlhorn 68 Erfüllung des öffentlichen Zweckes Ein öffentlicher Zweck liegt immer dann vor, wenn die Leistungen eines Unternehmens im Aufgabenbereich der Gemeinde liegen und eine im öffentlichen Interesse gebotene Versorgung der Bevölkerung zum Ziel haben. Bezogen auf den Gegenstand der ACOL ergibt sich der öffentliche Zweck besonders durch die Förderung von Beschäftigung und die Entwicklung von Arbeitsförderungsmaßnahmen. Prüfung des Unternehmens Jahr 1999 bis 2000 2001 bis 2002 Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Wirtschaftsprüfer Martin Muthmann, Cottbus Rechnungsprüfungsamt der Stadt Cottbus Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Kurzübersicht Jahresabschlüsse 1999 – 2002 69 ACOL Gesellschaft für Arbeitsförderung mbH Bilanz Anlagevermögen Umlaufvermögen RAP Bilanzsumme Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten über 1 Jahr Verbindlichkeiten unter 1 Jahr RAP 1999* T€ 2000* T€ 2001* T€ 2002 T€ 94 588 214 896 54 246 25 517 54 63 630 77 771 54 203 0 407 106 42 312 212 566 67 196 40 232 31 28 365 156 550 78 187 0 236 49 Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebl. Aufwendungen sonst. Zinsen, ähnliche Erträge, … Zinsen, ähnliche Aufwendungen, … Ergebnis gewöhnl. Geschäftstätigk. außerordentliches Ergebnis Steuern von Einkommen u. Ertrag sonstige Steuern Jahresergebnis 213 4.718 14 4.502 40 370 1 1 5 0 2 2 2 154 4.431 17 4.248 38 277 0 0 6 0 2 2 2 142 3.483 12 3.331 36 238 1 2 7 0 3 2 3 80 2.444 12 2.318 27 164 0 0 3 0 1 2 0 Investitionen 86 19 21 20 Personal Arbeitnehmeranzahl (in Personen) 295 300 163 144 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Arbeitnehmeranzahl in Personen 350 300 250 200 150 100 50 0 Arbeitnehmer 1999 295 2000 300 2001 163 2002 144 70 Personalaufwand in T€ 5.000 4.000 3.000 2.000 1.000 0 Personalaufwand 1999* 4.502 2000* 4.248 2001* 3.331 2002 2.318 Investitionen in T€ 100 80 60 40 20 0 Investitionen 1999* 86 2000* 19 2001* 21 2002 20 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Situationsbericht und Ausblick 71 Im Geschäftsjahr 2002 wurde der Gegenstand der Gesellschaft gemäß Gesellschaftsvertrag mit den von den Arbeitsämtern Cottbus und der LASA Brandenburg GmbH bewilligten Maßnahmen umgesetzt. Es wurden auf der Grundlage der arbeitsmarktpolitischen Programme der Stadt Cottbus und des Landkreises Spree-Neiße im Jahresdurchschnitt 139 befristete Arbeitsplätze in den verschiedensten Beschäftigungsmaßnahmen geschaffen. Der Frauenanteil an den Maßnahmen betrug 51 %. Die durchgeführten Maßnahmen hatten zum Ziel: - Arbeitnehmer/-innen mit besonderen Vermittlungserschwernissen in Arbeit zu bringen bzw. deren Arbeitsfähigkeit zu stabilisieren und zu erhalten und - Arbeiten zur Verbesserung der sozialen Infrastruktur und zur Verbesserung der Umwelt durchzuführen. Im Berichtszeitraum wurden 26 Beschäftigungsmaßnahmen, davon: 9 Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, 8 Strukturanpassungsmaßnahmen 3 Maßnahmen „Arbeit statt Sozialhilfe“ 2 Qualifizierungs-Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für Jugendliche 1 Maßnahme zur Förderung schwerbehinderter Frauen 2 Maßnahmen aus sonstiger Förderung, (Verzahnung, Kommunale Richtlinie) 1 Maßnahme ohne Förderung (Möbelbörse) begonnen. Die Maßnahmen wurden in den Tätigkeitsbereichen: - Erhaltung und Verbesserung des Wohnumfeldes und der Umwelt - Verbesserung des Angebotes bei den sozialen Diensten und der soziokulturellen Hilfsdienste, - freien Kulturarbeit, - Verbesserung der freien Angebote der Jugendarbeit und Freizeitgestaltung, - Touristische Angebote (z. B. „Kräuter- und Färbergarten“, Forst) durchgeführt. 62 % der Beschäftigungsmaßnahmen wurden in der kreisfreien Stadt Cottbus, 35 % im Landkreis Spree-Neiße (Forst, Guben, Spremberg) und 3 % im Landkreis Elbe-Elster durchgeführt. 8 Maßnahmen wurden im Bereich der sozialen Dienste in enger Zusammenarbeit mit den sozialen Einrichtungen der Region, 6 Maßnahmen im Bereich der Verbesserung der Umwelt, und je 3 Maßnahmen in den Bereichen Wohnumfeldverbesserung, Kultur, Freizeit und Jugend und sonstige durchgeführt. Neben der Durchführung von Beschäftigungsmaßnahmen für die Zielgruppen des Arbeitsmarktes wurden Langzeitarbeitslose erfolgreich auf reguläre Arbeitsplätze in Unternehmen der Region vermittelt. Des Weiteren arbeitete die ACOL GmbH als Dienstleister für die Stadt Cottbus im Rahmen der „Verzahnungsförderung“. Das Amt für Wirtschaftsförderung wurde bei der Umsetzung der arbeitsmarktpolitischen Aufgaben der Stadt Cottbus unterstützt. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 72 Wegen der fehlenden Arbeitsplätze in der Region werden die öffentlich geförderten Arbeitsplätze weiterhin einen unverzichtbaren Ausgleich am Arbeitsmarkt schaffen. Deshalb wurden wiederum Beschäftigungsmaßnahmen beim Arbeitsamt Cottbus und dessen Nebenstellen für die Zielgruppen des Arbeitsmarktes beantragt. Die Maßnahmen zeichnet ein hohes öffentliches Interesse aus, da sie ausschließlich mit den Kommunen und den Landkreisen Spree-Neiße und Elbe-Elster gemeinsam durchgeführt werden. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Internationale Bauausstellung Fürst-Pückler-Land GmbH Seestraße 84 – 86 01983 Großräschen Telefon: (03 57 53) 3 70-0 Telefax: (03 57 53) 3 70-12 Internationale Bauausstellung Fürst-Pückler-Land GmbH 17,6 % Stadt Cottbus 21,6 % Landkreis Oberspreewald-Lausitz 21,6 % Landkreis Spree-Neiße 20,0 % Landkreis Dahme-Spreewald 19,2 % Landkreis Elbe-Elster Bau- und Betreibergesellschaft IBA Terrassen GmbH 60 % 73 Rahmendaten Gründung: Die Gesellschaft wurde am 18.01.1999 unter der Firma „Vorbereitungsgesellschaft Internationale Bauausstellung Fürst-Pückler-Land mbH“ im Handelsregister eingetragen. Am 02.12.1999 wurde die Firma geändert in „Internationale Bauausstellung Fürst-Pückler-Land GmbH“. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 5462 aktueller Gesellschaftsvertrag vom: 26.10.2001 gezeichnetes Kapital: 26.250,00 € Gesellschafter: Gesellschafter Anteil am Stammkapital 21,6 % 21,6 % 20,0 % 19,2 % 17,6 % Stammeinlage Landkreis Oberspreewald-Lausitz, Senftenberg Landkreis Spree-Neiße, Forst Landkreis Dahme-Spreewald, Lübben Landkreis Elbe-Elster, Herzberg Stadt Cottbus, Cottbus 5.670,00 € 5.670,00 € 5.250,00 € 5.040,00 € 4.620,00 € Beteiligungen: Bau- und Betreibergesellschaft IBA Terrassen GmbH, Stammeinlage: 15,0 T€ (60 %) Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Unternehmensgegenstand 74 Aufgabe der Gesellschaft ist es, die Umstrukturierung der von Bergbau und Altindustrie geprägten Region ästhetisch, sozial und ökologisch, besonders bezüglich der Landschaftsgestaltung zu qualifizieren sowie die internationale Bauausstellung Fürst-Pückler-Land durchzuführen und abzuwickeln. Organe der Gesellschaft Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Fachbeirat und die Geschäftsführung. Fachbeirat: Herr Walter Momper, Berlin, Vorsitzender Herr Waldemar Kleinschmidt, Cottbus, stellvertretender Vorsitzender Herr Holger Bartsch, Senftenberg Frau Rita Werneke, Potsdam Herr Walter Karge, Brieske Herr Jürgen Kothe, Cottbus Herr Prof. Matthias Koziol, Cottbus Frau Edith Lotzmann, Cottbus Herr Dietmar Micklich, Cottbus Herr Helmut Rippl, Cottbus Herr Carsten Maluszcak, Großräschen Herr Prof. Dr. Ralf-Rüdiger Sommer, Cottbus Herr Erwin Stahl, Schönheide Herr Prof. Gerhard Wigleb, Cottbus Herr Dr. Dietmar Staschen, Potsdam Geschäftsführung: Herr Prof. Dr. Rolf Kuhn Erfüllung des öffentlichen Zweckes Ein öffentlicher Zweck liegt immer dann vor, wenn die Leistungen eines Unternehmens im Aufgabenbereich der Gemeinde liegen und eine im öffentlichen Interesse gebotene Versorgung der Bevölkerung zum Ziel haben. Die Gesellschaft fördert den Umwelt-, Landschafts- und Denkmalschutz einschließlich künstlerischer, kultureller und sozialer Entwicklungen durch Förderungen bestehender Projekte oder die Suche nach neuen Projektträgerschaften. Dazu gehört die Ideenfindung, Animation, Moderation und öffentlichkeitswirksame Präsentation konkreter Projekte sowie der Gesamtidee Internationale Bauausstellung FürstPückler-Land. Die im Rahmen der Internationalen Bauausstellung geplanten Projekte dienen der Verbesserung der Umwelt und der Lebensbedingungen der Bürger. Prüfung des Unternehmens Jahr bis 1999 2000 bis 2002 Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Haag und Lenz, Mühlheim an der Ruhr Kalus und Winkelmann GmbH, Vetschau Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Kurzübersicht Jahresabschlüsse 1999 – 2002 75 Internationale Bauausstellung Fürst-Pückler-Land GmbH Bilanz Anlagevermögen Umlaufvermögen RAP Bilanzsumme Eigenkapital Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten über 1 Jahr Verbindlichkeiten unter 1 Jahr RAP 1999* T€ 2000* T€ 2001* T€ 2002 T€ 13 188 6 207 42 6 47 0 112 0 66 481 4 550 48 74 117 0 311 0 73 281 10 364 51 71 56 0 185 0 79 306 9 395 75 63 65 0 189 4 Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Bestandsveränd. und akt. Eigenl. sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebl. Aufwendungen sonst. Zinsen, ähnliche Erträge, … Zinsen, ähnliche Aufwendungen, … Ergebnis gewöhnl. Geschäftstätigk. außerordentliches Ergebnis Steuern von Einkommen u. Ertrag sonstige Steuern Jahresergebnis 502 0 257 0 442 19 298 1 0 -1 0 0 0 -1 1.153 0 304 0 600 68 783 1 0 6 0 0 1 6 1.220 0 506 0 808 46 871 3 0 4 0 0 1 4 1.253 0 741 0 1.075 25 870 1 0 24 0 0 2 23 Investitionen 20 133 41 15 Personal Arbeitnehmeranzahl (in Personen) 12 14 19 28 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Arbeitnehmeranzahl in Personen 30 25 20 15 10 5 0 Arbeitnehmer 1999 12 2000 14 2001 19 2002 28 76 Personalaufwand in T€ 1.200 1.000 800 600 400 200 0 Personalaufwand 1999* 442 2000* 600 2001* 808 2002 1.075 Investitionen in T€ 140 120 100 80 60 40 20 0 Investitionen 1999* 20 2000* 133 2001* 41 2002 15 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Situationsbericht und Ausblick Das Jahr 2002 war ein sehr erfolgreiches IBA-Jahr. Mit den 6 Projekteröffnungen: am 04./05. Mai am 26. Mai am 02. Juni am 01. September am 08. September am 28. September 77 Besucherbergwerk F60, Bürgerhaus Pritzen, Kunstsommer „Sinnlich Drehna“, IBA-Stadtpfad Sachsendorf-Madlow, 1. Abschnitt Fürst-Pückler-Weg zwischen Branitz und Muskau, IBA-Auftaktgebiet sowie dem Start zwei weiterer Projekte, der Slawenburg Raddusch (24.04.) und des Kraftwerkes Plessa (01.05.) im Sinne von Vorabbesichtigung konnte sich die IBA im dritten Jahr ihres Bestehens mit den ersten sicht- und erlebbaren Erfolgen präsentieren. Alle Eröffnungen hatten einen kulturellen und öffentlichkeitswirksamen Rahmen, so dass sie der weiteren Entwicklung einen stimmungsvollen optimistischen Schub gaben und der IBA insgesamt in der Region, aber auch auf Landes- und nationaler Ebene mehr Bekanntheit, höheres Ansehen und gestiegenes Zutrauen verliehen. Nach diesen Höhepunkten kann man – auch was die öffentliche Wahrnehmung betrifft – von einem regionalen und nationalen Durchbruch sprechen. Die Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung über die beiderseitige Zusammenarbeit zwischen IBA und FH Lausitz im Februar, die IBA-Infotour für alle regionalen Tourismuspartner am 10. April, die Wanderausstellung „Werkstatt für neue Landschaften“ in allen Landschaftsinseln sowie in Dresden, die Wanderausstellung „ZeitmaschineLausitz“ in verschiedenen Orten (u. a. Landtag) sowie die IBA-Ausstellung „BrennWEITE“ bildeten weitere wichtige Ecktermine des Jahres 2002. Mit Wirkung vom 01.09.2002 wurde das in Gemeinschaftsinitiative des Bundes und des Landes laufende Projekt EQUAL „VIKTOUR“ (Virtueller Industrie-KulturTourismus) bestätigt. Inhaltlich befasst sich dieses Projekt mit der Vernetzung der gegenwärtigen und künftigen Angebote von Industrie-Kulturtourismus. Mit Hilfe von einzurichtenden und vernetzten Multimediastationen an bestimmten IBAProjektstandorten werden die Entwicklung der Region, die IBA Fürst-Pückler-Land, die industrielle Erschließung der Lausitz über die Braunkohle, die Lebensweise der Lausitzer etc. erlebbar gemacht. Im Rahmen des Projektes, das über eine Laufzeit von 3 Jahren angelegt ist, werden Gästeführer ausgebildet und IT-Techniker geschult, um sich auf den virtuell unterstützten Tourismus vorzubereiten. Die Finanzierung des Projektes erfolgt aus dem ESF-Fonds, aus Mitteln der Bundesanstalt für Arbeit und einem darzustellenden Eigenanteil der IBA FürstPückler-Land GmbH. Die IBA besetzte im Jahr 2002 15 feste Mitarbeiterstellen sowie 12 Arbeitnehmer im geförderten Bereich (ABM/SAM). Weitere 3 Arbeitnehmer wurden in Teilzeit im Rahmen des Projektmanagements EQUAL für das Projekt VIKTOUR angestellt und finanziert, weitere 5 Arbeitnehmer waren im Rahmen einer an das Projekt angeschlossenen Arbeitsbeschaffungsmaßnahme tätig und konnten über Zuschüsse der Bundesanstalt für Arbeit finanziert werden. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 78 Die Finanzierung der Gesellschaft wurde im Jahr 2002 schwerpunktmäßig durch die Bereitstellung der Betriebskostenzuschüsse durch die Gesellschafter, durch die vertragsgemäße Bereitstellung von Landesmitteln, Zuschüssen aus Arbeitnehmerförderung durch die Bundesanstalt für Arbeit, Erlösen aus Projektförderung sowie durch sonstige Erträge der Gesellschaft abgesichert. Das Jahr 2002 konnte mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 22,8 T€ abgeschlossen werden. Beantragt wird für 2003 ein Projekt (REKULA) aus dem INTERREG III B-Programm der Europäischen Union zur Förderung der wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und territorialen Zusammenarbeit in Europa. Im CADSES-Raum (südosteuropäischer Raum des EU-Fördergebietes) wird lokalen und regionalen Akteuren bei einem Finanzvolumen von insgesamt 3,7 Mio. € die Möglichkeit geboten, auf europäischer Ebene Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam mit anderen Staaten des Programmraumes neue Strategien, Produkte und Dienstleistungen zur Lösung transnationaler Probleme zu entwickeln. Das Projekt verfolgt das Ziel, das Management von Landschaften und die Weiterentwicklung des Natur- und Kulturerbes zu fördern. Die IBA wird als Lead-Partner die Gesamtkoordination des Projektes übernehmen, welches über einen Zeitraum von drei Jahren 01.01.2003 – 31.12.2005 angelegt ist. Rund 2,4 Mio. € des Gesamtfinanzvolumens entfallen direkt auf die IBA Fürst-Pückler-Land GmbH. Im Jahr 2003 wird REKULA einen Gesamtaufwand incl. Eigenanteil der IBA in Höhe von 768,7 T€ zu verzeichnen haben. Im Rahmen des Projektmanagement werden 4 Arbeitnehmer beschäftigt. Die finanzielle Situation der Gesellschaft im Jahr 2003 und voraussichtlich auch in den Folgejahren wird zunehmend durch Fremd- und Drittmittelfinanzierungen beeinflusst. Im Zusammenhang mit Fördermittelbeantragungen und -bewilligungen spielen insbesondere darzustellende Eigenanteilsfinanzierungen bzw. Vorfinanzierungen eine bedeutsame Rolle für den Haushalt der IBA. Die finanziellen Verpflichtungen, die aus der Darstellung von Eigenanteilen und Vorfinanzierungen insbesondere durch REKULA zu erwarten sind, können durch den derzeitigen IBAHaushalt nicht aufgefangen werden – die kalkulierte Inanspruchnahme von Fremdkapital in Form von „Überbrückungskrediten“ wird künftig zwingend notwendig, um die Liquidität der Gesellschaft nicht zu gefährden. Beteiligungen Bau- und Betreibergesellschaft IBA Terrassen GmbH Gegenstand des Unternehmens sind die Entwicklung und Betreibung der IBATerrassen als zentrales Projekt der Internationalen Bauausstellung Fürst-PücklerLand und damit unmittelbar oder mittelbar zusammenhängende Geschäfte. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 5154 CB Geschäftsführung: Karsten-Olaf Müller, Kolkwitz Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Panta Rhei gemeinnützige Gesellschaft mbH Universitätsplatz 3 – 4 03044 Cottbus Telefon: (03 55) 69 29 66 Telefax: (03 55) 69 37 51 79 Rahmendaten Gründung: Durch Gesellschaftsvertrag vom 05.06.2000 wurde die Panta Rhei GmbH errichtet und mit Gesellschaftsvertrag vom 10.08.2000 in eine gemeinnützige GmbH umgewandelt. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte erst am 13.06.2001. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRB 6329 aktueller Gesellschaftsvertrag vom: 01.12.2000 gezeichnetes Kapital: 25.000,00 € Gesellschafter: Gesellschafter Brandenburgische Technische Universität, Cottbus Stadt Cottbus Landkreis Spree-Neiße Deutsche materialwissenschaftliche Gesellschaft e. V., Cottbus Beteiligungen: Keine Anteil am Stammkapital Stammeinlage 70,0 % 10,0 % 10,0 % 10,0 % 17.500,00 € 2.500,00 € 2.500,00 € 2.500,00 € Unternehmensgegenstand Aufgabe der Gesellschaft ist die Förderung und Entwicklung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und anwendungsorientierter Technologien, die Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen und Projekte sowie die Förderung der Kooperation des Technologie- und Wissenstransfers. Die Gesellschaft dient ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen Zwecken. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Organe der Gesellschaft 80 Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Geschäftsführung: Herr Gerhard Manns, Cottbus Herr Prof. Dr. Bernd Viehweger, Cottbus Erfüllung des öffentlichen Zweckes Ein öffentlicher Zweck liegt immer dann vor, wenn die Leistungen eines Unternehmens im Aufgabenbereich der Gemeinde liegen und eine im öffentlichen Interesse gebotene Versorgung der Bevölkerung zum Ziel haben. Bezogen auf den Gegenstand der Panta Rhei ergibt sich der öffentliche Zweck besonders durch die Förderung von Wissenschaft und Forschung. Prüfung des Unternehmens Die Jahresabschlüsse der Gesellschaft werden durch den Wirtschaftsprüfer Martin Muthmann, Cottbus geprüft. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Kurzübersicht Jahresabschlüsse 1999 – 2002 81 Panta Rhei gemeinnützige Gesellschaft mbH Bilanz Anlagevermögen nicht durch EK gedeckter Fehlbetrag Umlaufvermögen RAP ausstehende Einlagen Bilanzsumme Eigenkapital nicht durch EK gedeckter Fehlbetrag Rückstellungen Verbindlichkeiten über 1 Jahr Verbindlichkeiten unter 1 Jahr Sonderposten RAP 2000* T€ 2001* T€ 2002 T€ 184 0 22 0 3 209 20 0 3 0 33 153 0 8.649 0 87 0 0 8.736 9 0 4 0 493 8.230 0 8.361 44 21 17 0 8.443 0 44 10 0 116 8.317 0 Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Bestandsveränd. und akt. Eigenl. sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebl. Aufwendungen sonst. Zinsen, ähnliche Erträge, … Zinsen, ähnliche Aufwendungen, … Ergebnis gewöhnl. Geschäftstätigk. außerordentliches Ergebnis Steuern von Einkommen u. Ertrag sonstige Steuern Jahresergebnis 0 0 0 0 0 0 5 0 0 -5 0 0 0 -5 15 0 29 0 0 29 23 4 6 -10 0 1 0 -11 161 0 348 10 0 350 193 0 9 -53 0 0 0 -53 Investitionen 184 8.494 0 Personal Arbeitnehmeranzahl (in Personen) 0 0 0 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Investitionen in T€ 10.000 8.000 6.000 4.000 2.000 0 Investitionen 2000* 184 2001* 8.494 2002 0 82 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Situationsbericht und Ausblick Forschungs- und Entwicklungsprojekte 83 Das interdisziplinäre Forschungszentrum für Leichtbauwerkstoffe „Panta Rhei“ untersucht die Produktion und Verarbeitung innovativer Leichtbauwerkstoffe, beispielsweise für den Automobilbau. Hierbei konzentriert sich der Schwerpunkt nicht nur auf die Werkstoffforschung sondern auch auf die Entwicklung zum anwendungsorientierten Bauteil sowie der gefügten Baugruppe. Die Werkstofftechnologien müssen entlang der gesamten Wertschöpfungskette gesehen werden. Bei der Panta Rhei arbeiten die die BTU-Lehrstühle, Metallkunde und Werkstofftechnik, Konstruktion und Fertigung, angewandte Physik/Sensorik und zukünftig Fügetechnik interdisziplinär zu den vielfältigen Fragestellungen des Leichtbaus zusammen. Diese Lehrstühle verfügen über ausgewiesene Erfahrungen auf den Gebieten der Aluminium-, Magnesium- und Titanlegierungen sowie der Verbundwerkstoffe. Mit diesem Forschungsfeld besitzt Panta Rhei zukünftig ein Alleinstellungsmerkmal in der Materialentwicklung in Deutschland und somit eine gute Basis für eine Profilbildung. Firmen in Brandenburg (Rolls Royce, Thyssen Krupp, BASF, Daimler Chrysler, Bombadier, EKO Stahl) sind interessiert, neue Werkstoffe, insbesondere für den Leichtbau, einzusetzen. Die Lehrstühle der BTU, die in der Panta Rhei tätig sind, forschen an einer Vielzahl von Projekten, die teilweise alleine oder interdisziplinär durchgeführt werden. Die wichtigsten Forschungsvorhaben die in 2002 bearbeitet wurden, sind nachfolgend aufgeführt: Projekte 1. Magnesium im Automobilbau 2. Leichte Rohre 3. Isothermpresse 4. Wirkmedienbasierte Warmumformung von Blechen aus Magnesium 5. TitanAluminid-Pleuel 6. Bruchresistente Messer 7. Hot Topics 8. Partikelverstärktes Aluminium in der Turbine 9. Udimet 720 Li 10. Mechanische Oberflächenverfest. 11. Kugelstrahlen TitanAluminid 12. MAGSUS 13. LowCoastBetter Fahrwerkfedern 14. Partikel- u. Tropfindetektion 15. Korrosion 16. Biosensoren 17. CIS – KupferIndium-Sulfide Mittelgeber BMBF Studiengesellschaft BMBF DFG BMBF AIF BMBF BMBF ThyssenKrupp OSK Kiefer Rolls Royce BMBF Krupp Hoesch AIF BMBF Carl-Thiem-Klinikum DFG Auftragssumme 747.197 € 23.030 € 920.325 € 11.973 € 1.261.428 € 36.800 € 54.733 € 56.242 € 66.847 € 18.534 € 25.661 € 35.790 € 50.000 € 75.000 € 100.000 € 100.000 € 20.000 € 3.634.680 € Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 84 Projektinhalt Ad 1 Magnesium im Automobilbau (MIA) ist das größte Projekt das z. Z. in Panta Rhei bearbeitet wird. Hierbei sollen Werkstoffe mit höherer Dichte durch solche mit niedriger Dichte substituiert werden. Hierzu müssen die Eigenschaften der neu verwendeten Werkstoffe optimiert werden. Ad 2 Entwicklung eines kostengünstigen Verfahrens zur Herstellung von leichten Rohren Ad 3 Die Isothermpresse wurde im Zusammenhang mit MIA (Ad1) benötigt. Es ist die Hauptinvestition für dieses Projekt. Und wird auch für zukünftige Projekte das Hauptaggregat für die Leichtbau-Forschungsaktivitäten sein. Ad 4 Die Umformung von Magnesium bei Raumtemperatur ist nicht möglich. Magnesium kann nur bei höheren Temperaturen umgeformt werden. Bei dem vorliegenden Projekt wurde zum Umformen ein flüssiges Wirkmedium bei einer Temperatur von 250 0C eingesetzt. Aus den Ergebnissen ergaben sich neue technische Anwendungsmöglichkeiten die für zukünftige Projekte genutzt werden können. Ad 5 Um zukünftig Autos und Flugzeuge leichter zu gestalten werden nicht nur äußere Bauteile, sondern auch Antriebsstränge von Fahrzeugen aus Leichtbauwerkstoffen Hergestellt. Das Projekt soll z. B. zeigen inwieweit Pleuel aus TitanAluminid zum in Motoren zum Einsatz kommen. Neben der Gewichtsersparnis wird gleichzeitig die Vibration vermindert. Ad 6 Cuttermesser, wie sie in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden, brechen unsystematisch an der Schneide aus. Hier wird durch die Materialeigenspannung und z. B. Fleischsäfte die Korrosionsneigung sehr stark vermindert. Material-technische und konstruktive Ansätze müssen gefunden werden um die Eigenschaften zu verbessern. Ad 7 Umformen von Magnesiumlegierungen zur Verbesserung der Eigenschaften Ad 8 In Leitschaufeln aus Aluminium-Legierungen werden SiC-Partikeln initiiert um die Festigkeitseigenschaften zu erhöhen Ad 9 Bei Nickel-Superlegierungen werden durch eine Wärmebehandlung die Festigkeitseigenschaften erhöht um die Bauteile höheren Anforderungen auszusetzen. Ad 10 Randschichtverfestigung durch Kugelstrahlen und daraus resultierend ein höheres Dauerschwingverhalten zu erreichen Ad 11 Durch Oberflächenverfestigung von TiAl-Legierungen das Ermüdungsverhalten zu verbessern Ad 12 Herstellung von Rad führenden Bauteilen aus Magnesiumlegierungen im new rheo casting Verfahren Ad 13 Erarbeitung der Verfahrensparameter zur Gefügeeinstellung und zum Kugelstrahlen der metastabilen Beta-Titanlegierung TIMETAL LCB für Anwendungen als Fahrwerkfeder“ Ad 14 Entwicklung von Feld-Effekt-Transistoren, die in mehreren Schichten (Halbleiter) erzeugt werden – hier sind keine Metalle vorhanden. Hieraus werden Biosensoren zur Detektion von Körperflüssigkeiten (z. B. Blut) hergestellt. Ad 15 Entwicklung eines Korrosionsschutzes bei Metallen und Legierungen durch Oberflächenauftrag in Form von leitfähigen/nicht leitfähigen Polymeren. Ad 16 Mit Hilfe von Schwingungsquarzen kann über Tröpfchenbildung z. B. der Schwefelgehalt bei der Verbrennung von Öl in Kraftwerken gemessen werden. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 85 Ad 17 Bei der Entwicklung von Solarzellen werden KupferIndium-Sulfide optimiert um einen hohen Wirkungsgrad bei der Aufnahme von Sonnenstrahlen in Wärmeenergie zu erreichen Das derzeit größte Forschungsvorhaben ist das Projekt „Magnesium im Automobilbau“ –MIA. Dieses Projekt läuft bis April 2006. Ein weiteres größeres Projekt Titanaluminid für den ultraleichten Kurbeltrieb im Automobilbau startet ab 2004. Die genannten Projekte haben eine große Bedeutung für die BTU und insbesondere für das ZIK. Für Panta Rhei sind diese Projekte sekundär, da sie zur wirtschaftlichen Bedeutung von Panta Rhei z. Z. nicht beitragen. ZIK – Zentrum für Innovationskompetenz Das vorgeschlagene Zentrum wird örtlich konzentriert an der BTU Cottbus und basiert auf Kernkompetenzen der drei Zentrumsträger. Der Antrag wird in 2003 beim BMBF eingereicht. Beteiligt sind folgende Einrichtungen: • Brandenburgische Technische Universität Cottbus (BTU), • Frauenhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration – Einrichtung für Polymermaterialien und Composites, Teltow (IZM Teltow), • Technischen Fachhochschule Wildau (TFHW). Das Zentrum fokussiert sein Forschungsfeld auf • Multifunktionale Schichtverbundwerkstoffe • und beschichteten Titanaluminid-Strukturwerkstoffen Nach der Genehmigung durch das BMBF werden über 7 Jahre mehrere Arbeitsgruppen aufgebaut. Die räumliche Unterbringung des ZIK wird in Panta Rhei sein. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Cottbuser Technologie- und Entwicklungs-Centrum GmbH Am Technologiepark 1 03099 Kolkwitz Telefon: (03 55) 78 41-1 00 Telefax: (03 55) 78 41-1 15 86 Rahmendaten: Die CoTEC wurde im Geschäftsjahr 1991 gegründet. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte beim Amtsgericht Cottbus unter HRB 1234. Unternehmensgegenstand: Gegenstand der Gesellschaft ist die Förderung von Innovation und Existenzgründungen sowie des Technologietransfers zwischen Wissenschaft und Unternehmen, insbesondere in den Bereichen der Umwelt-, der Energie-, der Bau-, der Information-, der Werkstoff- und der Medizintechnik sowie des Maschinenbaus. Hierzu errichtet und betreibt die Gesellschaft Technologie- und Entwicklungszentren für Unternehmen und Existenzgründer und bietet Beratungs- und Dienstleistungen an. Gegenstand des Unternehmens ist ebenso die Förderung der Zusammenarbeit der Unternehmen der Region untereinander in den Bereichen Forschung und Entwicklung, die Hervorhebung des Standortes Cottbus und damit die Unterstützung im interregionalen Standortwettbewerb sowie die Beratung und Unterstützung der Stadt Cottbus in Wirtschaftsförderungsfragen sowie Bearbeitung von Aufgaben der Wirtschaftsförderung im Auftrage der Stadt Cottbus. Situationsbericht und Ausblick Am 01.08.2002 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Insolvenzverwalter ist Herr van Haß, Dresden. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 87 Eigenbetriebe Unternehmen Carl-Thiem-Klinikum Cottbus (CTK) Grün- und Parkanlagen der Stadt Cottbus (GPC) Sportstättenbetrieb der Stadt Cottbus (SBB) Jugendkulturzentrum Glad-House Cottbus (Glad-House) Seite 88 94 100 106 Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Carl-Thiem-Klinikum Cottbus Thiemstraße 111 03048 Cottbus Telefon: (03 55) 46-0 Telefax: (03 55) 46-23 86 88 Rahmendaten Gründung: Der Eigenbetrieb Carl-Thiem-Klinikum Cottbus (CTK) entstand durch Umwandlung des Bezirkskrankenhauses Cottbus mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 28.08.1991. Der Eigenbetrieb ist Sondervermögen der Stadt Cottbus im Sinne des § 95 Abs.1 Ziffer 1 Gemeindeordnung des Landes Brandenburg. Er wird auf der Grundlage der Verordnung über die Eigenbetriebe der Gemeinden (EigV) geführt. Handelsregister: Keine Eintragung aktuelle Betriebssatzung vom: 01.11.2001 gezeichnetes Kapital: 36.301.723,56 € Gegenstand des Eigenbetriebes Gemäß § 2 der Betriebssatzung werden im Klinikum vor allem durch ärztliche und pflegerische Hilfeleistungen Krankheiten, Leiden und Körperschäden festgestellt, geheilt oder gelindert, Begutachtungen vorgenommen sowie Geburtshilfe geleistet und Patienten untergebracht und versorgt. Das Klinikum verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung. Es ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke der Stadt Cottbus. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Organe des Eigenbetriebes 89 Organe des Eigenbetriebes sind die Stadtverordnetenversammlung, der Werksausschuss, der Oberbürgermeister und die Werkleitung, die den Namen Krankenhausdirektorium trägt. Werksausschuss: Herr Norbert Opitz, Vorsitzender Herr Dr. Josef Horntrich, stellvertretender Vorsitzender Frau Dr. Helga Scharkoff Frau Carmen Schaller Frau Gundula Schmidt Frau Christiane Schorback Herr Hans-Jürgen Bauer Herr OA Dr. Manfred Kamenz Herr Karl-Heinz Fürstenhöfer Krankenhausdirektorium: Herr Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Eichhorn, Leitender Chefarzt Frau Dipl.-Päd. Heidi Peters, Pflegedienstleiterin Herr Dipl.-Ing.-Oek. Wolfgang Handreg, Verwaltungsdirektor Erfüllung des öffentlichen Zweckes Ein öffentlicher Zweck liegt immer dann vor, wenn die Leistungen eines Unternehmens im Aufgabenbereich der Gemeinde liegen und eine im öffentlichen Interesse gebotene Versorgung der Bevölkerung zum Ziel haben. Bezogen auf den Gegenstand des CTK ergibt sich der öffentliche Zweck besonders durch die Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege. Prüfung des Unternehmens Die Jahresabschlüsse des Eigenbetriebes werden seit 1991 durch die WRG Wirtschaftsberatungs- und Revisionsgesellschaft Gütersloh geprüft. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Kurzübersicht Jahresabschlüsse 1999 – 2002 90 Carl-Thiem-Klinikum Cottbus 1999* T€ 2000* T€ 2001* T€ 2002 T€ Bilanz Anlagevermögen Umlaufvermögen Ausgleichsposten nach KHG RAP Bilanzsumme Eigenkapital Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten über 1 Jahr Verbindlichkeiten unter 1 Jahr RAP 78.994 36.770 15.322 59 131.144 69.829 30.016 7.132 9.948 14.208 11 80.074 32.611 16.736 57 129.478 71.326 34.245 10.961 6.503 6.438 6 78.123 33.818 17.851 57 129.850 71.388 31.682 11.943 6.772 8.050 15 82.960 39.486 19.023 80 141.549 71.441 28.901 13.112 19.396 8.669 30 Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Bestandsveränd. und akt. Eigenl. sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebl. Aufwendungen sonst. Zinsen, ähnliche Erträge, … Zinsen, ähnliche Aufwendungen, … Erträge/Aufwendungen nach KHG u. Krankenhausfinanzierungsrecht Ergebnis gewöhnl. Geschäftstätigk. Steuern von Einkommen u. Ertrag sonstige Steuern Entnahme aus Kapitalrücklage Jahresergebnis 115.572 -224 8.018 34.075 76.030 8.621 12.595 443 0 7.661 148 0 13 0 135 119.372 -54 9.387 33.096 78.304 8.830 16.811 616 0 7.872 151 0 13 0 138 120.932 -45 10.125 33.826 82.337 8.221 14.285 633 1 7.097 73 0 11 0 62 125.548 141 10.205 34.486 86.532 7.783 13.580 582 0 6.699 794 0 742 204 257 Investitionen 7.978 10.257 6.385 13.301 Personal Arbeitnehmeranzahl (in Personen) 1.965 1.954 1.974 1.974 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Arbeitnehmeranzahl in Personen 1.980 1.975 1.970 1.965 1.960 1.955 1.950 1.945 1.940 Arbeitnehmer 1999 1.965 2000 1.954 2001 1.974 2002 1.974 91 Personalaufwand in T€ 90.000 85.000 80.000 75.000 70.000 Personalaufwand 1999* 76.030 2000* 78.304 2001* 82.337 2002 86.532 Investitionen in T€ 14.000 12.000 10.000 8.000 6.000 4.000 2.000 0 Investitionen 1999* 7.978 2000* 10.257 2001* 6.385 2002 13.301 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Situationsbericht und Ausblick Leistungsentwicklung 2002 92 Im Jahr 2002 wurden 43.141,0 vollstationäre und 257,5 teilstationäre Patienten behandelt. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Steigerung um 842,5 vollstationäre und 67,5 teilstationäre Patienten. Die Verweildauer ist durchschnittlich mit 9,2 Tagen (Vorjahr 9,3 Tage) über alle Kliniken zu registrieren. Das Statistische Bundesamt (StBA) weist für 1998 eine durchschnittliche Verweildauer von 10,7 Tagen aus. Der Bettennutzungsgrad für das Jahr 2002 liegt bei 83,4 % und damit über dem des Jahres 2001 mit 80,8 %. Das ist das Ergebnis als Differenz zwischen der vorherigen Absenkung und der Nichtkompensation durch den Fallzahlanstieg von 2,0 %. Die positive Fallzahlentwicklung ist überwiegend das Ergebnis der Erhöhung in der Inneren Medizin, der Chirurgie und der Urologie. Zu registrieren ist eine Fallzahlminderung zum Vorjahr in den Kliniken Kinder- und Jugendmedizin und Neurochirurgie. Die Entwicklung der Fallzahl bedarf einer ständigen Beobachtung. Sie wird regelmäßig Tagesordnungspunkt der Chefarzt-Besprechungen und der Krankenhausleitungssitzungen sein. Die Inanspruchnahme des medizinischen Sachbedarfs ist weiterhin als günstig zu bewerten. Dennoch ist die Kostenhöhe im Vergleich zum Vorjahr durch den Einsatz neuer Therapieverfahren wiederum leicht gestiegen. Die Konzentration auf eine geringere Artikelvielfalt in ausgewählten Sachkostengruppen zur Erzielung größerer Lose fand auch im Jahr 2002 ihre Anwendung und wird auch in den Folgejahren weiterhin Ziel unserer Bemühungen sein. Die Fallkosten des Carl-Thiem-Klinikums Cottbus sind im LKA-Vergleich der wichtigsten Schwerpunktkrankenhäuser ebenfalls als günstig einzuschätzen. Die Differenz der Fallkosten des Carl-Thiem-Klinikums Cottbus zum Durchschnitt der Vergleichskrankenhäuser Frankfurt/Oder und Potsdam beträgt 193,51 €/Fall. Bezogen auf die Fallzahl des Klinikums Cottbus ist das Budget um ca. 8 Mio. € niedriger als das der Vergleichshäuser. Mit Datum vom 10.01.2002 wurde der Förderantrag des Carl-Thiem-Klinikums Cottbus zum Neubau des Behandlungstraktes zur Auflösung der Außenstandorte vom MASGF und dem Ministerium der Finanzen Potsdam zur Prüfung angenommen. Die Hauptmaßnahme, Teil 1, Bauabschnitt 5a, besteht aus: Haus 3 (Überbauung), Haus 8 (Aufstockung mit Rettungshubschrauber-Dachlandeplatz), Haus 4 (Aufstockung), Haus 11 (Aufstockung) und Haus 60 (Neubau). Die ungeprüften Antragskosten belaufen sich auf ca. 71,5 Mio. €. Am 8.02.2002 wurden Planungskosten für diese Maßnahme in Höhe von ca. 1.97 Mio. € vorab bewilligt. Am 24.01.2002 wurde der Bescheid Nr. 01/2002 für die Maßnahme „Neubau Behandlungstrakt und Bettenhaus zur Auflösung der Außenstandorte Vorabmaßnahme Ausbau und Fertigstellung Haus 33, Energie- und Medienkonzept“ in Höhe von 11.344.303 € ausgestellt. Der Ausbau des Hauses 33 begann im Februar 2002 und konnte im Dezember abgeschlossen werden. Die bewilligte Summe war gegenüber der Antragssumme um 9 % gekürzt worden. Durch Wettbewerb sollten die gewünschten Einsparungen erreicht werden. Am 30.05.2002 wurde dem MASGF angezeigt, dass voraussichtlich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 93 die gewünschten Kosteneinsparungen nicht erreicht werden können. Mit der Bewilligung der Hauptmaßnahme Teil 1 bzw. Bauabschnitt 5a wird Anfang des Jahres 2003 gerechnet. Die anstehenden großen Umbaumaßnahmen sind für die materiell-technische Infrastruktur des CTK zwingend erforderlich, stellen sie doch eine wesentliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Aussicht. Die Zeit der Baumaßnahme wird große Beeinträchtigungen des Patientenbetriebes durch Einschränkungen der Verkehrswegeführung und durch Lärmbelästigungen mit sich bringen. Die Krankenhausleitung muss sich permanent mit dieser Problematik auseinander setzen, um keine Einschränkungen im Leistungsgeschehen des Klinikums auftreten zu lassen. Wie in den Vorjahren konnten umfangreiche Sanierungsarbeiten abgeschlossen werden, so: - Die Sanierung des Hauses 49 wurde im März 2002 begonnen und der Rückzug der Kliniken ist für Anfang 2003 vorgesehen. - Die Sanierung der Physiotherapie und der Tagesklinik Rheumatologie wurde nach Erteilung der Baugenehmigung im September 2002 begonnen. - Die Maßnahmen zur Ertüchtigung der Brandwände wurden fortgesetzt und die Bereitstellung des geforderten Löschwassers durch die Schaffung eines Löschwasserteiches und einer Zisterne abgeschlossen. - Im Haus 44/45 wurden Fenster-, Fassaden- und Dachsanierungen abgeschlossen. - Im Klinikbereich Kolkwitz wurden Sanitäranlagen und Fußböden instand gesetzt. Das Carl-Thiem-Klinikum Cottbus weist gegenüber anderen Kliniken des Landes Brandenburg (siehe Punkt 1) und Schwerpunktkrankenhäusern des Landes Sachsen, im Maßstab im Fallkosten (Vereinbarungs-LKA), eine gute wirtschaftliche Betriebsführung aus. Hauptaufgabe wird es künftig sein, das Leistungsportfolio des Klinikums sachgerecht in die DRG-Abrechnungssystematik einzuordnen. Die Krankenhausleitung hat vor dem Hintergrund des Inkrafttretens des so genannten Vorschaltgesetzes und damit der verordneten Nullrunde für „nicht optierende Krankenhäuser“ ihre Optionswilligkeit und damit frühzeitigen Umstieg in das DRG-System erklärt. Die Krankenhausleitung muss ständig die Kodier- bzw. Abrechnungsqualitäten der Kliniken überprüfen. Dabei ist größtes Augenmerk der sachgerechten, abrechnungsrelevanten Kodierung zu widmen. Die Verschlüsselung der Diagnosen und Therapien je Fall, einschließlich der Abrechnungsrelevanz, sind weiter zu schulen, unter Beachtung der jeweils geltenden Kodierrichtlinien. Probleme bereiten die noch nicht ausgereiften Module des Krankenhausinformationssystems und die erforderliche Umorganisation der stationären Patientenverwaltung in ein aktives „Fallbearbeiterteam“. Über die Möglichkeit der Nachoption muss nun der Gesetzgeber entscheiden. Für das Klinikum ist zur Aufrechterhaltung des wirtschaftlichen Betriebes unbedingt die Erzielung der Grundlohnsummensteigerungsrate in Höhe von 2,09 % erforderlich. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Grün- und Parkanlagen der Stadt Cottbus Dresdener Straße 34 03050 Cottbus Telefon: (03 55) 3 10 08 Telefax: (03 55) 3 10 00 94 Rahmendaten Gründung: Der Eigenbetrieb Grün- und Parkanlagen der Stadt Cottbus (GPC) entstand durch Umwandlung des VEB Landschaftsgestaltung und Holzverarbeitung Cottbus mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 19.12.1990. Der Eigenbetrieb ist Sondervermögen der Stadt Cottbus im Sinne des § 95 Abs.1 Ziffer 1 Gemeindeordnung des Landes Brandenburg. Er wird auf der Grundlage der Verordnung über die Eigenbetriebe der Gemeinden (EigV) geführt. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRA 1287 CB aktuelle Betriebssatzung vom: 16.10.2002 gezeichnetes Kapital: 260.000,00 € Gegenstand des Eigenbetriebes Gemäß § 2 der Betriebssatzung sind folgende Aufgaben Gegenstand des Eigenbetriebes: - Pflege und Unterhaltung öffentlicher Grün- und Parkanlagen einschließlich deren wassertechnischen Anlagen, - Pflege und Unterhaltung des öffentlichen Grün auf den städtischen Friedhöfen einschließlich deren wassertechnischen Anlagen, - Pflege und Unterhaltung der Kriegs- und Ehrengrabanlagen, - Wahrnehmung der hoheitlichen Aufgaben im Bestattungswesen, - Pflege und Unterhaltung von öffentlichen Spielplätzen und Spielanlagen einschließlich Spielgeräten, - Pflege, Unterhaltung und Beseitigung von Bäumen sowie Pflege und Unterhaltung des Stadtwaldes, - Pflege und Unterhaltung von wassertechnischen Anlagen wie Springbrunnen und Wasserbecken der Stadt Cottbus und - Aufgaben im Zusammenhang mit der Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen in Interesse der Stadt Cottbus. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Organe des Eigenbetriebes Organe des Eigenbetriebes sind die Stadtverordnetenversammlung, Werksausschuss, der Oberbürgermeister und die Werkleitung. Werksausschuss: Herr Dieter Kupke, Vorsitzender Herr Hans-Joachim Rossbach, stellvertretender Vorsitzender Herr Dr. Hartmut Zwania bis 30.09.2002 Herr Günter Konzack Werkleitung: Frau Doris Hetzschold 95 der Erfüllung des öffentlichen Zweckes Ein öffentlicher Zweck liegt immer dann vor, wenn die Leistungen eines Unternehmens im Aufgabenbereich der Gemeinde liegen und eine im öffentlichen Interesse gebotene Versorgung der Bevölkerung zum Ziel haben. Bezogen auf den Gegenstand des Eigenbetriebes Grün- und Parkanlagen der Stadt Cottbus ergibt sich der öffentliche Zweck besonders durch die Aufrechterhaltung der öffentlichen Reinlichkeit sowie den Schutz der natürlichen Umwelt. Prüfung des Unternehmens Jahr bis 1996 1997 1998 bis 2001 2002 Wirtschaftsprüfungsgesellschaft UWS Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH, Saarlouis Wirtschaftsprüfer Martin Muthmann, Cottbus UWS Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH, Saarlouis Rödl & Partner GmbH, Nürnberg, Zweigniederlassung Cottbus Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Kurzübersicht Jahresabschlüsse 1999 – 2002 96 Grün- und Parkanlagen der Stadt Cottbus Bilanz Anlagevermögen Umlaufvermögen RAP Bilanzsumme Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten über 1 Jahr Verbindlichkeiten unter 1 Jahr RAP 1999* T€ 2000* T€ 2001* T€ 2002 T€ 657 781 0 1.438 1.166 87 0 186 0 640 658 0 1.297 1.042 224 0 31 0 725 617 0 1.342 1.142 153 0 47 0 738 485 1 1.224 1.099 86 0 40 0 Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Bestandsveränd. und akt. Eigenl. sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebl. Aufwendungen sonst. Zinsen, ähnliche Erträge, … Zinsen, ähnliche Aufwendungen, … Ergebnis gewöhnl. Geschäftstätigk. außerordentliches Ergebnis Steuern von Einkommen u. Ertrag sonstige Steuern Jahresergebnis 3.016 0 623 170 3.078 103 257 3 0 33 0 0 12 21 2.452 0 56 158 1.813 100 352 9 0 94 0 0 9 85 2.273 0 87 129 1.627 117 359 11 0 139 0 0 8 131 2.086 0 62 125 1.579 110 250 11 0 96 0 0 8 88 Investitionen 40 85 203 124 Personal Arbeitnehmeranzahl (in Personen) 81 59 53 51 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Arbeitnehmeranzahl in Personen 100 80 60 40 20 0 Arbeitnehmer 97 1999 81 2000 59 2001 53 2002 51 Personalaufwand in T€ 3.500 3.000 2.500 2.000 1.500 1.000 500 0 Personalaufwand 1999* 3.078 2000* 1.813 2001* 1.627 2002 1.579 Investitionen in T€ 250 200 150 100 50 0 Investitionen 1999* 40 2000* 85 2001* 203 2002 124 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Situationsbericht und Ausblick 1 Darstellung des Geschäftsverlaufs 98 1.1 Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Im Wirtschaftsjahr 2002 wurde die Umsetzung des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung Nummer VII-023/00 fortgesetzt. Grundlage hierzu bildete die „Konzeption über die Zukunft des Eigenbetriebes Grün- und Parkanlagen der Stadt Cottbus“ vom 18.08.2000. Es erfolgte eine weitere Reduzierung der großflächigen Pflegeleistungen des Eigenbetriebes 1.2 Umsatzentwicklung Die Entwicklung der Umsatzerlöse in 2002 stellt sich wie folgt dar (Angaben in T€): Bezeichnung Umsatzerlöse gesamt darunter Haushaltsmittel sonstiger Umsatz Stadt Umsatz Dritte Ist 2002 2.086,4 2.036,6 42,5 7,3 Ist 2001 2.272,4 2.225,2 21,5 25,7 Differenz - 186,0 - 188,6 + 21,0 - 18,4 Die Umsatzerlöse sanken von 2002 zu 2001 insgesamt um T€ 186,0, das entspricht einem Rückgang von 8,2 %. Die Reduzierung der Umsätze erfolgte hauptsächlich bei den Haushaltsmitteln gegenüber der Stadtverwaltung Cottbus. Die Ausschreibungen und Vergaben von Leistungen des Grünflächenamtes an private Unternehmen wurden erhöht. 1.3 Ertragslage Der Wirtschaftsplan für 2002 sah ein Jahresergebnis von Null Euro vor. Es konnte jedoch ein Jahresüberschuss von T€ 88,3 (Vorjahr T€ 131,1) erzielt werden. Das positive Ergebnis gegenüber dem Planansatz resultiert hauptsächlich aus: • dem Erzielen von T€ 44,4 Umsatzerlösen über den Plan hinaus (hauptsächlich sonstige Umsätze gegenüber der Stadtverwaltung), • den erhöhten sonstigen betrieblichen Erträgen, und zwar T€ 46,5 mehr als geplant, und • einem um T€ 35,4 geringeren Personalaufwand. Dem gegenüber • war auf Grund der erhöhten Umsätze der Materialaufwand um T€ 20,3 höher als geplant, • lag der sonstige betriebliche Aufwand T€ 27,6 über dem Plan (überwiegend zusätzliche Ausgaben für Instandhaltung von Räumen und Gebäuden). Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 1.4 Investitionen 99 Im Wirtschaftsjahr 2002 waren im Vermögensplan Ausgaben in Höhe von T€ 120,0 geplant, investiert wurde für T€ 124,0. Unter den Investitionen war der Ersatz eines gestohlenen Kleintransporters über T€ 13,1. Die wesentlichsten Investitionsausgaben waren drei Kleintransporter mit insgesamt T€ 38,1, das Entsorgungsgerät Leiber mit T€ 23,6 und ein LKW mit Ladekran über T€ 11,0. 1.5 Personal- und Sozialbereich Die Zahl der Beschäftigten betrug Ende Dezember 2002 56 Mitarbeiter, darunter 5 Lehrlinge (Vorjahr 57 Mitarbeiter, darunter 4 Auszubildende). Für 2002 wurden folgende Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst, also auch für den Eigenbetrieb, wirksam: • Einkommenserhöhung um 2,4 % ab 01.09.2001, • Angleichung Tarifgebiet Ost ab 01.01.2002 auf 90,0 % des Westniveaus. 2 Voraussichtliche Entwicklung Seit 2001 wird der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 27.09.2000 zur Konzeption über die Zukunft des Eigenbetriebes durch Grün- und Parkanlagen der Stadt Cottbus umgesetzt. Mit Beginn des Jahres 2003 ist die Durchführung hinsichtlich der vorgesehenen Ausschreibung und Vergabe an private Dritte abgeschlossen. Da das Personal durch natürliche Fluktuation nicht in entsprechendem Maße reduziert wurde, beabsichtigte die Werkleitung, fünf betriebsbedingte Kündigungen auszusprechen. Da der Personalrat des Eigenbetriebes den Kündigungen nicht zustimmte, wurde die Einigungsstelle bei der Stadt Cottbus angerufen. Die Zustimmungsersetzung zur ordentlichen Kündigung wurde durch die Einigungsstelle abgelehnt. Es wurde darüber hinaus folgende Empfehlung gegeben: „Die Stadtverordnetenversammlung möge sich im Zusammenhang mit ihrem Beschluss zur privaten Vergabe von Pflegeleistungen im Bereich Grün- und Parkanlagen damit befassen, was mit dem nicht mehr benötigten Personal geschehen soll. Insbesondere sollte im Hinblick auf die Regelung des § 3 Rahmenvereinbarung zwischen Stadt und Gesamtpersonalrat geklärt werden, ob und wie eine Übernahme des Personals durch Private oder eine anderweitige Verwendung in der Stadt gewährleistet werden kann. Arbeitgeber und Gesamtpersonalrat mögen über eine Ergänzung bzw. Fortschreibung der Rahmenvereinbarung Verhandlungen aufnehmen.“ Damit der Eigenbetrieb in der Zukunft keine Verluste erzielt und arbeitsfähig bleibt, sind durch die Stadtverwaltung Cottbus die entsprechenden Schritte einzuleiten. Trotzdem nutzt der Eigenbetrieb alle Möglichkeiten und arbeitet langfristig daran, Gewinn zu erzielen. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Sportstättenbetrieb der Stadt Cottbus Dresdener Straße 18 03050 Cottbus Telefon: (03 55) 48 62 00 Telefax: (03 55) 48 62 01 100 Rahmendaten Gründung: Der Eigenbetrieb Sportstättenbetrieb der Stadt Cottbus (SSB) entstand durch Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 28.11.1990 zum 01.01.1991. Der Eigenbetrieb ist Sondervermögen der Stadt Cottbus im Sinne des § 95 Abs.1 Ziffer 1 Gemeindeordnung des Landes Brandenburg. Er wird auf der Grundlage der Verordnung über die Eigenbetriebe der Gemeinden (EigV) geführt. Handelsregister: Amtsgericht Cottbus HRA 1238 CB aktuelle Betriebssatzung vom: 23.06.2003 gezeichnetes Kapital: 255.645,94 € Gegenstand des Eigenbetriebes Gemäß § 2 der Betriebssatzung verwaltet und bewirtschaftet der SSB die dem Sondervermögen „Sportstätten“ der Stadt Cottbus zugeordneten Sportanlagen und Sporteinrichtungen, außerdem das Sportzentrum Madlow und den Sportkomplex „Stadion der Freundschaft“. Dazu gehören auch die Errichtung uns Unterhaltung von Neben- und Hilfsbetrieben, wenn diese wirtschaftlich mit dem Eigenbetrieb zusammenhängen und der optimalen Aufgabenerfüllung des Eigenbetriebes dienen. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Organe des Eigenbetriebes Organe des Eigenbetriebes sind die Stadtverordnetenversammlung, Werksausschuss, der Oberbürgermeister und die Werkleitung. Werksausschuss: Herr Dieter Kupke, Vorsitzender Herr Andre Kaun, stellvertretender Vorsitzender Herr Detlef Irrgang Frau Gisela Schwebke Werkleitung: Herr Peter Przesdzing 101 der Erfüllung des öffentlichen Zweckes Ein öffentlicher Zweck liegt immer dann vor, wenn die Leistungen eines Unternehmens im Aufgabenbereich der Gemeinde liegen und eine im öffentlichen Interesse gebotene Versorgung der Bevölkerung zum Ziel haben. Bezogen auf den Gegenstand des Eigenbetriebes Sportstättenbetrieb der Stadt Cottbus ergibt sich der öffentliche Zweck besonders durch die Gewährleistung der notwendigen Bedingungen für den Spitzen-, Nachwuchs-, Breiten- und Schulsport der Stadt Cottbus. Prüfung des Unternehmens Jahr bis 1996 Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Roggelin Witt Wülfing Dieckert, Hamburg Wirtschaftsprüfer Martin Muthmann, Cottbus 1997 bis 2002 Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Kurzübersicht Jahresabschlüsse 1999 – 2002 102 Sportstättenbetrieb der Stadt Cottbus Bilanz Anlagevermögen Umlaufvermögen RAP Bilanzsumme Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten über 1 Jahr Verbindlichkeiten unter 1 Jahr RAP 1999* T€ 2000* T€ 2001* T€ 2002 T€ 5.365 642 11 6.018 5.622 98 177 110 11 5.069 348 9 5.426 4.925 71 264 156 10 4.881 521 5 5.407 4.377 73 802 154 2 4.738 459 8 5.206 4.294 86 635 188 3 Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Bestandsveränd. und akt. Eigenl. sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebl. Aufwendungen sonst. Zinsen, ähnliche Erträge, … Zinsen, ähnliche Aufwendungen, … Ergebnis gewöhnl. Geschäftstätigk. außerordentliches Ergebnis Steuern von Einkommen u. Ertrag sonstige Steuern Jahresergebnis 847 0 2.601 200 1.928 380 1.167 0 0 -228 -7 0 -331 97 1.372 0 2.747 209 2.174 395 1.315 1 0 27 -27 0 8 -8 1.533 0 2.962 211 2.350 403 1.359 2 0 174 0 1 7 166 1.367 0 3.466 278 2.500 445 1.823 3 0 -211 0 1 6 -218 Investitionen 135 103 214 303 Personal Arbeitnehmeranzahl (in Personen) 65 69 69 73 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Arbeitnehmeranzahl in Personen 74 72 70 68 66 64 62 60 Arbeitnehmer 1999 65 2000 69 2001 69 2002 73 103 Personalaufwand in T€ 3.000 2.500 2.000 1.500 1.000 500 0 Personalaufwand 1999* 1.928 2000* 2.174 2001* 2.350 2002 2.500 Investitionen in T€ 350 300 250 200 150 100 50 0 Investitionen 1999* 135 2000* 103 2001* 214 2002 303 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Situationsbericht und Ausblick Wirtschaftliche Lage des Eigenbetriebes 104 Das Geschäftsjahr 2002 verlief für den Sportstättenbetrieb als kommunalen Eigenbetrieb der Stadt Cottbus weitestgehend planmäßig und erfolgreich. Der Betriebskostenzuschuss erhöhte sich entsprechend dem Planansatz für das Jahr 2002 durch Kapazitätserweitung von 2.610,7 T€ um 557,0 T€ auf 3.167,7 T€ Die Erhöhung der Mehrkosten resultierte aus: 1. Erweiterung des Hauses der Athleten ab 01.01.2002 (Beschlussvorlage HA 016/01) 2. Neubau Sportmehrzweckhalle (Lausitz-Arena) anteilig ab 30.08.2002 3. Neubau Sportanlage Hegelstraße ab 01.05.2002 4. Südstadion (ehem. Lok-Stadion) ab 01.07.2002 unentgeltliche Nutzung durch Schulsport der Lausitzer Sportschule 5. Umverlagerung Bezuschussung an Vereine (aus Erlöse des SSB in den BK-Zuschuss des SSB) 123,1 T€ 103,5 T€ 10,8 T€ 25,6 T€ 294,0 T€ ________ 557,0 T€ Ergebnisse des Eigenbetriebes Der Sportstättenbetrieb der Stadt als Dienstleistungsunternehmen sicherte im Jahr 2002 im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten die notwendigen Bedingungen für den Spitzen-, Nachwuchs-, Breiten- und Schulsport. Schwerpunkte 2002 waren: • die tägliche Absicherung des Schul-, Vereins- und Breitensportes, • die Standortsicherung des Olympiastützpunktes Cottbus/Frankfurt (Oder) und der Sportschule des Bundesgrenzschutzes, • die Sicherung der ganzjährigen Unterbringung und Versorgung der Bewohner des Hauses der Athleten (ca. 260 Schülerinnen und Schüler), • die Sicherung sämtlicher Miet-, Pacht- und Nutzungsverträge, • die Absicherung von Sportwettkämpfen, der Bundesligasaison Fußball, Handball, Boxen und Turnen sowie sonstiger Veranstaltungen. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Wichtige Investitionen 105 a) Fertigstellung der Sportmehrzweckhalle (Lausitz-Arena) im Sportzentrum Cottbus Gesamtkosten: 7.981.410,00 € b) Sanierung des Schulgebäudes der Lausitzer Sportschule und Neubau eines Ergänzungsbaus Gesamtkosten: 4.094.854,00 € c) Neubau einer Freizeit- und Versorgungseinrichtung für die Lausitzer Sportschule (Sportler-Mensa) Gesamtkosten: 310.226,00 € d) Neubau der Sport- und Freizeitanlage Hegelstraße Gesamtkosten: 1.123.500,00 € e) Sanierung Kunststoffbelag im Leichtathletik-Stadion im Sportzentrum Cottbus Gesamtkosten: 365.771,62 € Ausblick auf die Folgejahre - Übernahme und Bewirtschaftung der neuen Osttribüne einschließlich der 2. Zufahrt für Rettungsfahrzeuge im Stadion der Freundschaft - Sicherung aller zusätzlichen Veranstaltungen zur Umsetzung des Gesamtkonzeptes zur grenzüberschreitenden Nutzung des Stadions der Freundschaft - Reduzierung des Betriebskostenzuschusses um 300,0 T€ im Wirtschaftsjahr 2003 sowie die weitere Reduzierung des BK-Zuschusses in den Jahren 2004 bis 2008 - schrittweise Verpachtung und Schließung von städtischen Sportanlagen entsprechend eines abgestimmten Sportentwicklungskonzeptes der Stadt Cottbus Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Jugendkulturzentrum Glad-House Cottbus Straße der Jugend 16 03046 Cottbus Telefon: (03 55) 3 80 24-0 Telefax: (03 55) 3 80 24-27 106 Rahmendaten Gründung: Seit dem 01.07.1991 wurde das Jugendkulturzentrum Glad-House Cottbus als eigenbetriebsähnliche Einrichtung in Ahnlehnung an das Eigenbetriebsrecht Nordrhein-Westfalens geführt. Die Gemeindeordnung des Landes Brandenburg und die Verordnung über die Eigenbetriebe der Gemeinden des Landes Brandenburg sehen keine eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen vor, so dass das Jugendkulturzentrum Glad-House Cottbus als Eigenbetrieb zu bezeichnen war. Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 23.02.2000 wurde die bestehende Satzung vom 28.08.1996 dahingehend geändert. Das Jugendkulturzentrum Glad-House Cottbus ist Sondervermögen der Stadt Cottbus im Sinne des § 95 Abs.1 Ziffer 1 Gemeindeordnung des Landes Brandenburg. Er wird auf der Grundlage der Verordnung über die Eigenbetriebe der Gemeinden (EigV) geführt. Handelsregister: keine Eintragung aktuelle Betriebssatzung vom: 23.02.2000 gezeichnetes Kapital: keine Festlegung Gegenstand des Eigenbetriebes Der Eigenbetrieb wird als ein Kulturzentrum betrieben und erstellt insbesondere für Jugendliche kulturelle und kulturpädagogische Angebote in der Stadt Cottbus. Darüber hinaus können weitere kulturelle Aktivitäten durchgeführt werden, sofern sie sich in ihrem Umfang der Gesamtzielstellung des Eigenbetriebes unterordnen. Zur Erfüllung der Aufgabe ist die zweckdienliche gastronomische Versorgung zu sichern. Durch das Finanzamt wurde, mit Ausnahme der Gastronomie, die ausschließliche und unmittelbar steuerbegünstigte gemeinnützige Tätigkeit des Jugendkulturzentrums Glad-House Cottbus anerkannt. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 107 Organe des Eigenbetriebes Organe des Eigenbetriebes sind die Stadtverordnetenversammlung, Werksausschuss und der Oberbürgermeister. Werksausschuss: Herr Andre Kaun, Vorsitzender Herr Thomas Morys Herr Detlef Irrgang Die Leitung des Eigenbetriebes erfolgte durch den vom Oberbürgermeister der Stadt Cottbus eingesetzten Vertreter, Herrn Jürgen Dulitz. der Erfüllung des öffentlichen Zweckes Ein öffentlicher Zweck liegt immer dann vor, wenn die Leistungen eines Unternehmens im Aufgabenbereich der Gemeinde liegen und eine im öffentlichen Interesse gebotene Versorgung der Bevölkerung zum Ziel haben. Bezogen auf den Gegenstand des Jugendkulturzentrums Glad-House Cottbus ergibt sich der öffentliche Zweck durch die Erstellung von kulturellen, kulturpädagogischen und soziokulturellen Angeboten besonders für Jugendliche. Die Angebote zielen vorrangig auf gemeinnützige und nicht kommerzielle Formen der Kultur. Prüfung des Unternehmens Jahr bis 1999 Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Roggelin Witt Wülfing Dieckert, Hamburg Wirtschaftsprüfer Martin Muthmann, Cottbus 2000 bis 2002 Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Kurzübersicht Jahresabschlüsse 1999 – 2002 108 Jugendkulturzentrum Glad-House Cottbus Bilanz Anlagevermögen Umlaufvermögen RAP Bilanzsumme Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten über 1 Jahr Verbindlichkeiten unter 1 Jahr RAP 1999* T€ 2000* T€ 2001* T€ 2002 T€ 825 144 0 969 873 86 0 10 0 783 67 0 850 797 28 0 26 0 760 72 1 833 775 32 0 27 0 744 84 0 829 777 23 0 25 4 Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Bestandsveränd. und akt. Eigenl. sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebl. Aufwendungen sonst. Zinsen, ähnliche Erträge, … Zinsen, ähnliche Aufwendungen, … Ergebnis gewöhnl. Geschäftstätigk. außerordentliches Ergebnis Steuern von Einkommen u. Ertrag sonstige Steuern Jahresergebnis 416 0 1 54 839 47 564 2 0 -1.085 1.046 0 0 -40 354 0 965 51 786 57 501 0 0 -76 0 0 0 -76 369 0 948 54 716 59 510 0 0 -22 0 0 0 -22 408 0 904 65 698 57 491 0 0 3 0 0 0 3 Investitionen 26 10 36 33 Personal Arbeitnehmeranzahl (in Personen) 20 15 13 13 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Arbeitnehmeranzahl in Personen 25 20 15 10 5 0 Arbeitnehmer 109 1999 20 2000 15 2001 13 2002 13 Personalaufwand in T€ 1.000 800 600 400 200 0 Personalaufwand 1999* 839 2000* 786 2001* 716 2002 698 Investitionen in T€ 40 35 30 25 20 15 10 5 0 Investitionen 1999* 26 2000* 10 2001* 36 2002 33 * Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Situationsbericht und Ausblick 1. Allgemeine Entwicklung 110 Auf die sich verändernde Situation mit einer verstärkten Abwanderung gerade Jüngerer und zurückhaltendem Konsum auch für kulturelle Belange reagierte das JKZ Glad-House mit vorsichtiger Ausdünnung an Angeboten. Auch die Personalverhältnisse erzwingen Reduzierung. In den kommenden Jahren ist von einer weiteren, vorwiegend erzwungenen, Einschränkung der Angebotsdichte auszugehen. Wirtschaftlich konnte 2002 erfolgreich abgeschlossen werden, der geplante Jahresverlust wurde unterschritten. Dass dies gelingen konnte, ist den Sparanstrengungen der Mitarbeiter einerseits und den guten Einnahmeergebnissen andererseits zu verdanken. Die Zusammenarbeit mit Verwaltung und Werksausschuss verlief im Berichtszeitraum positiv, hinsichtlich der Abarbeitung der Jahresabschlüsse und deren Prüfung wurde aufgeholt, Beschlussfassungen dazu (1994 – 2000) stehen für das 1. Halbjahr 2003 an. 2. Personalentwicklung Die befürchtete Verschlechterung der Situation bei den ABM-Stellen ist eingetreten – von 11 Stellen Anfang des Jahres sind 6 gestrichen worden. Das hat zu Konsequenzen geführt, die Arbeitsbelastung ist weiter gestiegen, bei der Veranstaltungsvor- und -nachbereitung muss weitgehend auf Praktikanten, Freiwillige, Auszubildende und Sozialstunden leistende Jugendliche zurückgegriffen werden. Der Aufwand für die Tätigkeit von Beschäftigten auf Honorarbasis ist gestiegen. Ein derart dauerhaft auf Personalverschleiß angewiesener Betrieb wird Schaden nehmen, die Einhaltung arbeitsrechtlicher Vorgaben, die Sorgfalt und Genauigkeit auch technischer Abläufe, die Professionalität der Arbeit (vor allem wo sie von nicht professionellen Kräften ausgeführt werden muss) leiden enorm, der physische Verschleiß (Krankenstand) und die psychische Belastung der Mitarbeiter steigen. 3. Instandhaltung und Ausstattung Die wichtigsten Bauleistungen, die im abgelaufenen Wirtschaftsjahr zu erheblichen Verbesserungen der Infrastruktur geführt haben, sind: - letzte Maßnahmen bei der Fertigstellung des neuen Daches (Verwaltungsanbau), - Teilerneuerung der Fenster des Verwaltungsanbaus, - Herstellung einer Hofpflasterung, um die Aufrechterhaltung der Zulieferung zu gewährleisten, und - Erneuerung der Hofeinfahrt durch Anfertigung und Installation eines einfachen Schiebetores. An Ausstattung konnten im abgelaufenen Wirtschaftsjahr einige Neubeschaffungen und technische Ergänzungen realisiert werden. wichtige Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 4. Aus- und Fortbildung, Praktika, Jugendgerichtshilfe 111 Zur laufenden Ausbildung einer Fachkraft für Veranstaltungstechnik kam ab September 2002 die geplante Lehrstelle für eine Veranstaltungskauffrau, so dass der Betrieb momentan über 2 Ausbildungsstellen verfügt. Im Rahmen von Aus- und Fortbildung unterschiedlicher Bildungsträger konnten auch wieder eine Reihe von Praktika eingeordnet werden (14 Praktikanten von 5 Bildungsträgern). Im Rahmen der auferlegten gemeinnützigen Arbeit konnten in Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe insgesamt 22 Jugendliche 423 Stunden sinnvoll beschäftigt werden. Daneben ist es dem Betrieb gelungen, Einsatzstelle für 2 Projekte der Bundesvereinigung für kulturelle Jugendbildung zu werden und seit September 2 jungen Erwachsenen die Chance zu geben, ein freiwilliges soziales Jahr im Kulturbereich zu leisten. 5. Aktivitäten 5.1. Obenkino Der Bereich Obenkino hat 2002 mit Erfolg abgeschlossen. Qualität und Besucheransprüche müssen einander nicht ausschließen – dies beweisen nicht nur die bundesweite Anerkennung mit der Vergabe eines 1. Preises für kommunale Kinos in Städten von 100.000 – 200.000 Einwohner durch den Kinemathekverbund, sondern auch die insgesamt 18.853 Besucher der 531 Vorstellungen. Der Trend zu künstlerischen Mischformen, wie sie "Jazz & Cinema", "FilmBühne" oder "Buch & Film" versuchen, hielt weiter positiv an. Auf diesem Weg ist es oft möglich, auch Filme unbekannter Autoren oder schwieriger Thematik zu Besuchern zu verhelfen. Insgesamt ist festzustellen, dass das Obenkino eine gute Bekanntheit, ein positives Image und ein treues, sich auch in die Region erstreckendes Publikum hat und zu den wichtigen, unverzichtbaren kulturellen Säulen der Stadt gehört. 5.2. Kulturpädagogik Die Schreibwerkstätten betreuten im Berichtszeitraum im 1. Halbjahr 45, im 2. Halbjahr 38 gemeldete Teilnehmer im Alter von 8 bis 20 Jahren. Anleitung erhalten sie überwiegend in altersspezifischen Gruppen in den Räumen der Kulturwerkstatt, darüber hinaus zukünftig auch in der Bauhausschule, mit der seit Mitte 2002 eine Zusammenarbeit aufgebaut wird, um die Teilhabe auch behinderter Schüler an solcherart Angeboten realisieren zu können. Hinzukommen einige Einzelkonsultationen für weitere Nutzer. Motivationsfördernd ist in diesem Rahmen der Literaturwettbewerb mit seiner im Anschluss entstehenden Anthologie, die u. a. auch Deutschlehrer nutzen, um Schüler zum kreativen Schreiben anzuhalten. Zu den Ergebnissen der Arbeit im Sachgebiet gehören die zahlreichen Lesungen der Teilnehmer von Schreibwerkstätten bei öffentlichen oder halböffentlichen Anlässen, beispielsweise im HERON Buchhaus, im Konservatorium, im Staatstheater, im Stadthaus oder der „Lila Villa“. Im Rahmen überregionalen Wirkens nahmen 15 Nutzer am weltweiten HaikuWettbewerb teil, wobei 2 von ihnen einen 1. Platz in ihrer Altersstufe erringen konnte. Von den 5 Teilnehmern beim bundesweiten Schreibwettbewerb "Junge Autoren" gehörte einer zu den 50 Preisträgern von 2000 Teilnehmern. Ein großer Erfolg ist die Aufnahme von 2 Gedichten in Lesebücher der Klassenstufe 8, deren Autoren Teilnehmer der Schreibwerkstätten sind. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 112 Für das Sachgebiet Neue Medien mit seinen eingeschränkten personellen Möglichkeiten konnten 2002 insgesamt 6 Projekte, teilweise in Kooperation mit Partnern wie dem Steenbeck-Gymnasium, dem „Verein für ein multikulturelles Europa e.V.“, dem Konservatorium, dem Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis durchgeführt werden. Inhaltlich zählten u. a. ein Workshop mit 11 Teilnehmern, Dokumentationen zur Situation von Flüchtlingen in Brandenburg und über das Akkordeonorchester des Konservatoriums zu diesen Projekten. 5.3. Veranstaltungsbetrieb Insgesamt 155 Veranstaltungen (ein weiterer Rückgang gegenüber 2001 mit noch 187) bei ca. 37.000 Besuchern wurden insgesamt angeboten. Dabei reichte das Spektrum von Partys und Rockkonzerten, über Schülertheater und Kleinkunst, Diskotheken für Behinderte, dem Niederlausitzer Rockwettbewerb, Fußball- und Tischtennisturniere, einem großen Kinderfest usf. Nicht Bestandteil der Zahlen sind die unzähligen Proben und Kurse, u. a. für TangoTanz, Theater sowie zahlreicher Musiker und Bands (wöchentlicher Durchschnitt alleine für den Probenbetrieb mit etwa 40 Teilnehmern in beiden Häusern). Diesem Probenbetrieb kommt eine immer größere Bedeutung zu, was einerseits das Image des Betriebes als Kreativzentrum für junge Leute erkennen lässt, andererseits auch einem Mangel an entsprechenden Möglichkeiten kennzeichnet. 5.4. Jahresstatistik Die Gesamtzahl der Aktivitäten mit Veranstaltungscharakter aller drei Kulturbereiche betrug für den Berichtszeitraum 723, einschließlich der Veranstaltungen auf Kooperationsbasis und durch Dritte mit dem Betrieb gemeinsam (2001 noch 819 Angebote!). Die Besucherzahl dieser Veranstaltungen betrug insgesamt 61.399 (2001 nur 53.272), hinzukommen die Nutzerkontakte für die Projekte und Werkstätten, die mit 1.622 zu Buche stehen. Zusammen ergibt das über 63.000 Besucher/Nutzerkontakte für 2002. Nicht enthalten sind die Nutzer von Probemöglichkeiten. 6. Plan-Ist-Vergleich 6.1. Erträge 47,9 T€ betrug die Mehrerwirtschaftung bei den Umsätzen, wozu die Gastronomie den größten Beitrag leistete (27,8 T€). Zugleich stieg der Aufwand für Wareneinsatz um 17,2T€. 6.2. Personalaufwand Sowohl der Aufwand für Aushilfen im Kulturbetrieb (erhöhte Sicherheitsvorkehrungen bei Veranstaltungen) als auch für Honorarkräfte (teilweiser Ersatz des ungeplanten Wegfalls von ABM-Kräften zum Herbst 2002) sind gestiegen. Die Aufwendungen für Zivildienstleistende erhöhte sich, weil es gelang, 2 Stellen für ein Freiwilliges soziales Jahr im Kulturbereich zu akquirieren (seit September 2002), wozu ein jeweiliger Eigenanteil zu zahlen ist. 6.3. Abschreibungen Enthalten in dieser nicht förderfähigen Position sind die Abschreibungen auf Gebäude (31 T€), (die in gleicher Höhe zum geplanten Verlust führen) und Abschreibungen auf Betriebsausstattung, die der Re-Investition für Ausstattung dienen. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 113 6.4. Raumkosten Den entscheidenden Anteil an den Mehrausgaben haben die Instandhaltungsaufwendungen (15,7 T€), die notwendig wurden, um die Fenster des Bürotraktes zu erneuern (Einsparung von Heizkosten!) und für die Hofeinfahrt ein funktionsfähiges Schiebetor anfertigen und einbauen zu lassen (Sicherheitsrisiken nach einem rechtsradikalen Überfall auf das Haupthaus Ende 2001). Weitere Überschreitungen kleinerer Positionen, wie Wasser/Abwasser, Reinigung/Entsorgung und Strom konnten teilweise durch Minderausgaben anderer Unterpositionen ausgeglichen werden. 6.5. Verschiedene betriebliche Kosten Der Mehraufwand ist erheblich. Auch hierfür gilt, dass Mehreinnahmen diese Überschreitung ausgleichen. Dass es sich im Einzelnen um ungeplante Aufwendungen handelt, soll hier nochmals kurz dargestellt werden: - Beratungen/Prüfungen (Erhöhung der Kosten für die Prüfung der Jahresabschlüsse, da das ursprüngliche Angebot günstiger lag), - Dienstreisen und Fahrtaufwendungen wurden unplanmäßig teurer, da im Zusammenhang mit Seminaren und Fortbildung Fahrtkosten entstanden, die ursprünglich nicht vorgesehen waren, - Fortbildungskosten erhöhten sich um ein Vielfaches, da 2 Mitarbeiter ausgebildet bzw. umgeschult werden müssen und dazu einen Ausbildungsvertrag mit der Stadt erhielten, - sonstige Aufwendungen sind eine zuvor nicht erhobene (und damit nicht geplante) anteilige Gebäude- und Haftpflichtversicherung als Umlage (ca. 3.800 €). 6.6. Gastronomiebetrieb Gastronomie hat einen Mehraufwand, insbesondere durch den erhöhten Wareneinsatz, von 17,2 T€ erfordert, der zu einer Umsatzerhöhung von 27,8 T€ geführt hat. 6.7. Kosten des Kulturbetriebes Die Aufwendungen für den Kulturbetrieb konnten gesenkt werden. Grund dafür sind die geringeren Künstlerhonorare (knapp 34 T€). Die Mehrausgaben für Betriebsbedarf und Verbrauchsmaterial sind im Wesentlichen erklärbar durch höheren Aufwand bei der Gestaltung und Präsentation von Veranstaltungen. Andererseits relativiert sich dieser Aufwand gegenüber dem gesunkenen Verbrauch für Kleinmaterial um ca. 2,5 T€, wofür oftmals eine mangelnde exakte Abgrenzung dieser Positionen voneinander verantwortlich ist. Ein Teil der Aufwandserhöhungen beim Verbrauchsmaterial ist die teurer werdende Herstellung von Eintrittskarten, da immer neue Anstrengungen zur Fälschungssicherheit auch Geld kosten. Bei den Transportkosten (erhebliche Einsparungen) handelt es sich um Filmtransporte, die durch bessere Abstimmung bei der Logistik und günstige Transportwege geringer ausgefallen sind. Beitragserhöhungen der Künstlersozialkasse haben die entsprechende Position überschreiten lassen. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 114 Stiftungen und Zweckverbände Institution Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz Zweckverband Sparkasse Spree-Neiße Zweckverband ÖPNV Lausitz-Spreewald (ZÖLS) Zweckverband Niederlausitzer Studieninstitut Seite 115 116 117 119 Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz Kastanienallee 11 03042 Cottbus Telefon: (03 55) 75 15-0 Telefax: (03 55) 75 15-2 30 115 Rahmendaten Gründung: Am 01.01.1995 wurde die Stiftung wurde als juristisch unselbständige, kommunale Einrichtung geschaffen. aktuelle Satzung vom: 09.04.1999 Gegenstand der Stiftung Gemäß §2 der Satzung sind folgende Aufgaben Gegenstand der Stiftung: - Pflege und Erhalt des Park- und Schlossensemble Branitz nach den Intentionen des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau, - Erschließung des Werkes des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau als Gartengestalter und Schriftsteller, - wissenschaftliche Aufbereitung des Werkes und Schaffung des Zuganges für die Öffentlichkeit und - Nutzung von Park und Schloss Branitz als Ort des kulturellen Lebens. Organe der Stiftung Organe der Stiftung sind der Geschäftsführer (Direktor), der Stiftungsrat und das Stiftungskuratorium. Erfüllung des öffentlichen Zweckes Ein öffentlicher Zweck liegt immer dann vor, wenn die Leistungen eines Unternehmens im Aufgabenbereich der Gemeinde liegen und eine im öffentlichen Interesse gebotene Versorgung der Bevölkerung zum Ziel haben. Für die Stiftung ergibt sich der öffentliche Zweck aus der Bewahrung, Erforschung und Zugänglichmachen des kulturellen Erbes des Fürsten Hermann von PücklerMuskau für die Öffentlichkeit und insbesondere die Branitzer Parkanlage einschließlich des historischen Schlosskomplexes. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Zweckverband Sparkasse Spree-Neiße Breitscheidplatz 3 03046 Cottbus Telefon: (03 55) 6 10-0 Telefax: (03 55) 6 10-2 69 Rahmendaten 116 Gründung: Die Stadt Cottbus und der Landkreis sind übereingekommen, die Sparkassen Cottbus, Forst, Guben und Spremberg zur Sparkasse Spree-Neiße zu vereinigen. Gewährträger der vereinigten Sparkasse ist ein Sparkassenzweckverband. Dieser Zweckverband wurde am 13.12.1994 gegründet. aktuelle Satzung vom: 13.12.1994, Eine Änderung der Satzung wurde am 12.11.2002 durch die Zweckverbandsversammlung beschlossen, sie tritt am 19.07.2005 in Kraft. Mitglieder des Zweckverbandes sind: Landkreis Spree-Neiße Stadt Cottbus Gegenstand des Zweckverbandes Gemäß § 2 der Satzung sind folgende Aufgaben Gegenstand des Zweckverbandes Sparkasse Spree-Neiße: - Förderung des Sparkassenwesens im Gebiet seiner Mitglieder, - Übernahme der Gewährträgerhaftung einer Zweckverbandssparkasse, - Haftung für die Verbindlichkeiten nach Maßgabe des § 3 SpkG. Organe des Zweckverbandes Organe des Zweckverbandes Verbandsvorsteher. sind die Verbandsversammlung und der Erfüllung des öffentlichen Zweckes Ein öffentlicher Zweck liegt immer dann vor, wenn die Leistungen eines Unternehmens im Aufgabenbereich der Gemeinde liegen und eine im öffentlichen Interesse gebotene Versorgung der Bevölkerung zum Ziel haben. Für den Zweckverband für die Sparkasse Spree-Neiße ergibt sich der öffentliche Zweck aus der Bereitstellung finanzieller Mittel für die Bevölkerung und die kommunale Wirtschaft entsprechend des Sparkassengesetzes vom 29.06.1990. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Zweckverband ÖPNV Lausitz-Spreewald Bahnhofstraße 24 03046 Cottbus Telefon: (03 55) 3 55-50 30 Telefax: (03 55) 3 55-50 35 Rahmendaten 117 Gründung: Der Zweckverband wurde auf der Grundlage des Gesetzes über kommunale Gemeinschaftsarbeit am 28.08.1997 mit dem Ziel gegründet, ein gemeinsames Handeln bei der Gestaltung des übrigen öffentlichen Personennahverkehrs zu sichern. Die kommunalen Aufgaben bei der Personenbeförderung sollen im Zuständigkeitsbereich der Mitglieder abgestimmt gelöst werden. aktuelle Satzung vom: 14.08.2002 Mitglieder des Zweckverbandes sind: Landkreis Elbe-Elster Landkreis Oberspreewald-Lausitz Landkreis Spree-Neiße Stadt Cottbus Gegenstand des Zweckverbandes Gemäß § 4 der Satzung sind folgende Aufgaben Gegenstand des Zweckverbandes: - Gewährleistung einheitlicher Standards in der Fahrgastabfertigung und Fahrgastinformation, - einheitliches Tarif- und Fahrscheinsystem, - gemeinsame Nahverkehrsplanung, abgestimmte Verkehrsleistungen, Investitionsplanungen in Schwerpunktbereichen, abgestimmte Liniennetze. Organe des Zweckverbandes Organe des Zweckverbandes Verbandsvorsteher. sind die Verbandsversammlung und der Erfüllung des öffentlichen Zweckes Ein öffentlicher Zweck liegt immer dann vor, wenn die Leistungen eines Unternehmens im Aufgabenbereich der Gemeinde liegen und eine im öffentlichen Interesse gebotene Versorgung der Bevölkerung zum Ziel haben. Für den Zweckverband ÖPNV Lausitz-Spreewald ergibt sich der öffentliche Zweck aus der Bereitstellung von Verkehrsleistungen des sonstigen öffentlichen Nahverkehr für die Bevölkerung, den Betrieb und bedarfsgerechten Ausbau des öffentlichen Verkehrsliniennetzes unter Beachtung des Schutzes der natürlichen Umwelt. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Situationsbericht und Ausblick 118 Die im Jahr 2001 begonnenen Verhandlungen zum Beitritt des ZÖLS zum Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH zwischen MSWV, dem VBB und dem ZÖLS konnten erst im Januar des Jahres 2002 abgeschlossen werden. Der Vertrag wurde dann zusammen mit dem gemeinschaftlichen Nahverkehrsplan 2002 – 2006 von den Gremien der Verbandsmitglieder und der Verbandsversammlung beraten und abschließend im Juli kurz vor der Einführung des VBB-Verbundtarifes am 01.08.2002 unterzeichnet. Aufgrund dessen, dass ein von der VBBGeschäftsführung gesetzter Vertragsvorbehalt erst im November 2002 vom Aufsichtrat des VBB ausgeräumt wurde, verzögerte sich der vertraglich vereinbarte Personalübergang von 4 Mitarbeitern des ZÖLS in das neu eingerichtete Regionalbüro Lausitz bis zum 1. Januar 2003 und der gesellschaftsrechtliche Betritt bis zum 07.04.2003. Im Mittelpunkt der Aktivitäten des ZÖLS im Jahr 2002 stand die kooperative Vorbereitung der Einführung des VBB-Verbundtarifes am 01.08.2002 und die allgemeine Integration des ZÖLS-Raumes in den Verkehrsverbund BerlinBrandenburg durch die Verkehrsunternehmen, den VBB und den ZÖLS. Mit der Verabschiedung des gemeinschaftlichen Nahverkehrsplanes 2002 – 2006 verfügt die Region erstmalig über eine gemeinschaftliche Planungsgrundlage für die Entwicklung des ÖPNV in der Region. Er umfasst die verkehrspolitischen Ziele zur Gestaltung des ÖPNV im Verbandsgebiet. Im Jahr 2003 wird der Schwerpunkt der Arbeit auf den Abstimmungen und Untersuchungen zur Weiterentwicklung des ZÖLS liegen. Eine eigens dafür gegründete Arbeitsgruppe soll eine Grundsatzentscheidung für die zukünftige Aufgabenstruktur des ZÖLS vorbereiten. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Zweckverband Niederlausitzer Studieninstitut für kommunale Verwaltung Frankfurter Straße 22 15848 Beeskow Telefon: (0 33 66) 52 08-0 Telefax: (0 33 66) 52 06 94 119 Rahmendaten Gründung: Der Zweckverband wurde von kommunalen Gebietskörperschaften am 27.08.1991 als gemeinsame Einrichtung zur Aus- und Weiterbildung von Dienstkräften sowie zur Abnahme von Prüfungen auf der Grundlage des Gesetzes über die kommunale Gemeinschaftsarbeit gegründet. Das Institut wird auf öffentlich-rechtlicher Grundlage betrieben. aktuelle Satzung vom: 17.09.1997, zuletzt geändert 30.11.2000 Mitglieder des Zweckverbandes sind: Landkreis Dahme-Spreewald Landkreis Elbe-Elster Landkreis Oberspreewald-Lausitz Landkreis Spree-Neiße Stadt Cottbus Gegenstand des Zweckverbandes Gemäß § 3 der Satzung sind folgende Aufgaben Gegenstand des Zweckverbandes: - fachtheoretische Ausbildung der Anwärter des mittleren nichttechnischen Dienstes der allgemeinen Verwaltung, - dienstbegleitende Ausbildung in staatlich anerkannten Ausbildungsberufen des öffentlichen Dienstes nach dem Berufsbildungsgesetz vom 14.08.1969, - Fortbildung von Mitarbeitern des mittleren Dienstes nach der Bewährungsanforderungs-Verordnung vom 20.08.1991, - Fortbildung von Kommunalbediensteten in Angestellten-Lehrgängen I und II - berufsbegleitende Fortbildung in Kurzzeit-Seminaren, - bildungsrechtliche Beratung und Betreuung der Mitgliedskörperschaften. Organe des Zweckverbandes Organe des Zweckverbandes Verbandsvorsteher. sind die Verbandsversammlung und der Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Erfüllung des öffentlichen Zweckes 120 Ein öffentlicher Zweck liegt immer dann vor, wenn die Leistungen eines Unternehmens im Aufgabenbereich der Gemeinde liegen und eine im öffentlichen Interesse gebotene Versorgung der Bevölkerung zum Ziel haben. Für den Zweckverband Niederlausitzer Studieninstitut für kommunale Verwaltung ergibt sich der öffentliche Zweck aus der theoretischen Ausbildung von kommunalen Bediensteten des nichttechnischen Dienstes nach den Anforderungen der umzusetzenden Gesetze, Rechtsverordnungen und anderen Bestimmungen zur Absicherung des einheitlichen und gesetzeskonformen Verwaltungshandelns. Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus 121 Sonstiges Inhalt Mitgliedschaft der Stadt Cottbus in Vereinen und Verbänden Erteilte Ausfallbürgschaften der Stadt Zusammenfassung von Unternehmensdaten Seite 122 123 124 Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Mitgliedschaften der Stadt Cottbus in Vereinen und Verbänden 122 Verein/Verband Tourismusverband Spreewald e. V. Lindenstraße 1, 03226 Raddusch Städte- und Gemeindebund Brandenburg Stephensonstraße 4, 14482 Potsdam KGST Lindenallee 13 – 17, 50968 Köln KAV Brandenburg e. V. Stephensonstraße 4 a, 14482 Potsdam Deutscher Städtetag Lindenallee 13 – 17, 50968 Köln Rat der Gemeinden und Regionen Europas Deutsche Sektion Lindenallee 13 – 17, 50968 Köln Arbeitsgemeinschaft Regionale Entwicklungszentren Tuchmacherstraße 47, 14482 Potsdam TUIV – AG Brandenburg Im Technologiepark 1, 15236 Frankfurt/Oder Euroregion Spree-Neiße-Bober e. V. Berliner Straße 7, 03172 Guben Euroregion Spree-Neiße-Bober e. V. Uferstraße 22 – 26, 03172 Guben FECC Deutschland, Schatzmeister Helfried Knorr Siefstraße 44, 52382 Niederzier Deutsches Kinderhilfswerk e. V. Langwieder Hauptstraße 4, 81249 München Deutsches Institut für Urbanistik Verein für Kommunalwissenschaften e. V. Straße des 17. Juni 112, 10623 Berlin Wasser- und Bodenverband Neiße/Malxe-Tranitz Körperschaft des öffentlichen Rechts Am Großen Spreewehr 1, 03042 Cottbus Cottbusnet e. V., BTU Cottbus Postfach 10 13 44, 03013 Cottbus Tourismusverein Cottbus e. V. Geschäftsstelle Berliner Platz 6, 03046 Cottbus gesamt Jahresbeitrag in € 33.233,98 30.635,49 4.852,68 12.050,00 31.072,00 2.767,00 22.750,00 3.300,00 23.208,46 750,00 600,00 357,90 7.041,07 125.576,20 500,00 500,00 330.080,71 Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Erteilte Ausfallbürgschaften der Stadt Cottbus zur Aufnahme von Krediten 123 Grundlagen: Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung Genehmigung der Aufsichtsbehörde Angaben in T€ Kreditnehmer vorliegende Genehmigung seitens des Innenministeriums Haftungsstand per erteilte Bürgschaften 31.12.2001 31.12.2002 Cottbusverkehr GmbH 8.410,44 8.410,44 682,73 577,70 Gebäudewirtschaft Cottbus GmbH 33.635,08 33.635,08 3.232,59 2.968,30 CMT Cottbus Congress, Messe & Touristik GmbH 29.833,88 29.271,46 27.757,78 27.535,10 insgesamt 71.879,40 71.316,98 31.673,10 31.081,10 Beteiligungsbericht 2002 – Stadt Cottbus Zusammenfassung der Unternehmensdaten der Eigen- und Beteiligungsgesellschaften sowie der Eigenbetriebe Arbeitnehmeranzahl in Personen Unternehmen Eigen- und Beteiligungsgesellschaften Eigenbetriebe gesamt 1999 1.910 2.159 4.069 2000 1.842 2.120 3.962 2001 1.675 2.134 3.809 124 2002 1.728 2.111 3.839 Arbeitnehmeranzahl in Personen 4.500 4.000 3.500 3.000 2.500 2.000 1.500 1.000 500 0 2.159 2.120 2.134 2.111 1.910 1.842 1.675 1.728 1999 2000 2001 2002 Eigen- u. Beteiligungsgesellschaften Eigenbetriebe Investitionsentwicklung in T€ Unternehmen Eigen- und Beteiligungsgesellschaften Eigenbetriebe gesamt 1999* 90.985 8.368 99.353 2000* 100.472 10.569 111.041 2001* 64.628 6.970 71.598 2002 38.893 13.761 52.654 Investitionsentwicklung in T€ 120.000 100.000 80.000 60.000 40.000 20.000 0 1999* 2000* 2001* 2002 90.985 100.472 64.628 38.893 6.970 13.761 10.569 8.368 Eigen- u. Beteiligungsgesellschaften Eigenbetriebe * Einzelne Jahresabschlusszahlen wurden zum Umrechnungskurs 1,95583 in € umgerechnet, Rundungsfehler sind möglich
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