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Full text: Bericht (Rights reserved) Ausgabe 2012(2013) (Rights reserved)

2012 Geschäftsbericht 2012 Inhalt inhalt Vorwort 4 Jahresabschluss · Bilanz Lagebericht 6 · Gewinn- und Verlustrechnung · Anhang Zentrale Themen des Jahres 2012 · ERRECHNET: Fahrgastzahlen-Rekorde 4 4 4 5 4 6 15 15 1 6 6 1 17 17 18 19 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Bericht des Aufsichtsrates Kennwerte 2012 7 5 58 59 · ERREICHT: 10.000. Abonnementkunde · ERMITTELT: Kundenzufriedenheit · EINGESETZT: „Europas sauberste Dieselbusse“ · ERPROBT: „GTL“-Kraftstoff · EINGEFÜHRT: Umweltzone · ENTWICKELT: Elektronischer Fahrausweis „eTicket“ · ERZIELT: Dynamische Fahrgastinformationen Impressum 59 Informationen aus den Betriebsbereichen · Fahrdienst · Verkehrsplanung und Verkehrssteuerung · Technischer Betrieb · Vertrieb · Kundenkommunikation · Personal 1. Januar bis 31. Dezember 2012 Zur Vorlage in der Ordentlichen Gesellschafterversammlung am 11. Juni 2013 ESWE Verkehrsgesellschaft mbH, Wiesbaden · Rechnungswesen · Nerobergbahn · ESWE Verkehr Servicegesellschaft 22 2 4 26 28 3 0 34 36 3 8 40 4 Vorwort Vorwort 5 vorwort 2012 – Eine „magische“ Zielmarke wurde überschritten Haben Sie, verehrte Leserin, verehrter Leser, sich eigentlich schon einmal gefragt, warum einen 40. Geburtstag größer feiern als etwa den 39. oder den 41., oder warum beispielsweise das 25. Saisontor eines Fußballspielers für mehr Schlagzeilen sorgt als vielleicht das 24. oder das 26.? wir Menschen in so besonderem Maß auf runde Zahlen fixiert sind? Warum wir zum Beispiel sich ziehen als „unrunde“ Zahlen, rückt automatisch auch den Sachverhalt, für den sie stehen, stärker ins weise sehr deutliche Zuwachs bei der Jahresgesamtzahl unserer Fahrgäste, den wir seit 2006 alljährlich verzeichnen können, hat bislang in keinem Jahr so viel öffentliches Interesse auf sich gezogen wie Marke wieder überschritten hat. im Jahr 2012; dem Jahr, in dem die Fahrgastgesamtzahl erstmals seit 2002 die „magische“ 50-MillionenBlickfeld. Dankenswerterweise ist dies so, sagen wir aus Sicht von ESWE Verkehr: Denn der stetige, teil- In jedem Fall sind runde Zahlen markant und einprägsam – und dass sie mehr Aufmerksamkeit auf Jahres 2011 ist das ein Plus von 0,5 Millionen, was einem Zuwachs von etwas über einem Prozent entspricht. Fahrgäste). Beeindruckende Zahlen, auf die jeder und jede Einzelne im Unternehmen stolz sein kann terinnen und Mitarbeitern bei ESWE Verkehr und unserer Schwestergesellschaft WiBus, die allesamt mit Verglichen mit dem Jahr 2005 beträgt der Anstieg sogar mehr als neun Prozent (plus 4,2 Millionen Genau 50,4 Millionen Passagiere zählte ESWE Verkehr 2012; gegenüber den 49,9 Millionen Fahrgästen des und für die es „Danke!“ zu sagen gilt: natürlich all unseren Fahrgästen, ebenso aber auch allen Mitarbeigroßem Engagement ihren Beitrag zum Erreichen der 50-Millionen-Zielmarke geleistet haben. Dies nämlich ist wichtig zu betonen: Die überaus positive Entwicklung ist mitnichten ein Zufalls- produkt! Vielmehr ist sie das Resultat kluger unternehmerischer Entscheidungen und des tatkräftigen Einsatzes einer hochmotivierten Belegschaft. So liegen die Ursachen der erfreulich gestiegenen Fahrgastnachfrage im Wesentlichen in unseren kontinuierlich verbesserten, an den Kundenbedürfnissen orientierten Mobilitätsangeboten wie auch in der intensivierten Vermarktung unserer Fahrscheinpro- dem haben sich unsere erheblichen Investitionen in innovative Umwelttechnologien, zum Beispiel in dukte – nicht umsonst konnten wir im Jahr 2012 unseren 10.000. Abonnementkunden begrüßen. Außer- Fahrgastinteresses ausgezahlt: Ist doch immer mehr Menschen bewusst, dass sie aktiven Umweltschutz betreiben, wenn sie mit dem Bus statt mit dem Auto fahren. modernste „Euro VI“-Abgasfilterung und in praktisch rußfreien „GTL“-Kraftstoff, in Form steigenden Uwe Cramer und Stefan Burghardt, Geschäftsführer der ESWE Verkehrsgesellschaft Über all diese genannten Aspekte – und über vieles mehr – erfahren Sie interessante Details im vorlieFreude und Erkenntnisgewinn wünschen. genden Geschäftsbericht der ESWE Verkehrsgesellschaft für das Jahr 2012, für dessen Lektüre wir Ihnen viel Das eingangs erwähnte große öffentliche Interesse, das die runde Zahl „50 Millionen“ ausgelöst hat, ist übrigens kein Selbstzweck. Vielmehr geht mit ihm eine positive Werbewirkung für den Wiesbadener sogar weiter steigern kann. Und dies liegt im Interesse von ganz Wiesbaden: Denn von der verstärkten ÖPNV einher, die den Fahrgastzuspruch zum Linienangebot von ESWE Verkehr gewiss stabilisieren, vielleicht ÖPNV-Nutzung profitiert jeder in der Stadt – und zwar in Gestalt von weniger Abgas-, Lärm- und Staubelastung durch den Pkw-Verkehr. Nach einer Berechnung des Bundesverkehrsministeriums ersetzen 50,4 Millionen Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln rund 32,7 Millionen Autofahrten. Man stelle sich ein- würden … mal vor, wie es in Wiesbaden aussähe, wenn nicht so viele Menschen Tag für Tag mit unseren Bussen fahren (Uwe Cramer) Technischer Geschäftsführer, Vorsitzender der Geschäftsführung (Stefan Burghardt) Kaufmännischer Geschäftsführer 6 Lagebericht Lagebericht 7 lagebericht der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr 2012 Allgemeines Das Wirtschaftsjahr 2012 war für die ESWE Verkehrsgesellschaft mbH Schwerpunkte der Gesellschaft lagen in folgenden Entwicklungen: geprägt von verschiedenen Themenstellungen. Die wesentlichen nehmen WiBus zu erheblichen Belastungen der „K4-Ergebnisse“ führen werden. Die Geschäftsführung hat die aus ihrer Sicht erforderlichen Maßnahmen eingeleitet, um diesen negativen Entwick- • Fortsetzung der Maßnahmen zur Verbesserung der Kundenori- • Sicherstellung der Qualitätsmerkmale und Zuverlässigkeit • Weiterführende nachhaltige wirtschaftliche Konsolidierung des Öffentlichen Personennahverkehrs in Wiesbaden im Liniennetz entierung zur Erreichung der 50 Millionen beförderten Fahrgäste nicht zu gefährden. Für den Verlauf des Jahres 2013 werden eine lungen gegenzusteuern und somit das Konzessionsverfahren 2017 strukturelle Neuorganisation der ÖPNV-Unternehmen und eine men bereits vorbereitet, um eine Rückkehr zu den positiven „K4-Ergebnissen“ zu gewährleisten. Neuregelung der gültigen Vertragswerke zwischen den Unterneh- • • • Bereich der Aufgabenstellungen Verkehrsleistungen Ökologische und energetische Ertüchtigung der Betriebseinrichtungen Unterstützung der Schwestergesellschaft WiBus im Weiterentwicklung von Synergien im Verkehrsbereich Weitere wesentliche Rahmenbedingungen für das Unternehmen im Geschäftsjahr 2012 waren: • • Nahverkehrsplan der von der Landeshauptstadt Wiesbaden beschlossene die Weiterentwicklung des Fahrplanangebotes in enger Wie in den Vorperioden wurden die aktuellen Entwicklungen der des Öffentlichen Personennahverkehrs genau beobachtet. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die zukünftige Entwicklung aus dem Januar 2009 vorliegende Genehmigungsurkunde nach besitzt ihre Gültigkeit bis zum 30. September 2017. Bis zu diesem Abstimmung mit der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) im gemeinsamen Verkehrsverbund Mainz-Wiesbaden (VMW) die Veränderungen in den Auswirkungen der vertraglichen • § 42 PBefG i. V. m. §§ 2 Abs. 6, 13 PBefG für die Linienkonzessionen (RMV), wie zum Beispiel Infrastrukturkostenzahlungen und Einnahmenaufteilungsverfahren Finanzierungsinstrumente im Rhein-Main-Verkehrsverbund Zeitpunkt ist die mittelfristige Zukunft der Gesellschaft gesichert. Die Vorbereitungen für die bevorstehende Konzessionserteilung des Jahres 2017 wurden vonseiten der Geschäftsführung der ESWE • Fortsetzung der Leistungsverlagerung vom unternehmens- eigenen Fahrdienst zum Fahrdienst des Subunternehmens Ausrichtung des Wiesbadener ÖPNVs WiBus unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Verkehrsgesellschaft in Zusammenarbeit mit der Schwestergesellschaft WiBus und der WVV Wiesbaden Holding GmbH aber bereits in den Vorjahren eingeleitet. Die Zielsetzung der eingerichteten Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr zahlreiche Maßnahmen zur Effizienzverbesserung durchgeführt und weitere Projekte zur Kostenrationalisierung bzw. Einnahmensteigerung vorangetrie- Projektgruppe besteht darin, frühzeitig die wesentlichen Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Konzessionsverfahren 2017 zu organisieren. Wegweisend in Sachen Ökologie Europa-Premiere am 21. Mai 2012 vor dem Jagdschloss Platte hoch über Wiesbaden: Mit der Inbetriebnahme der neuen „Euro VI“-Busse hat ESWE Verkehr nicht zum ersten Mal eine Vorreiterrolle im Umweltschutz eingenommen ben. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt an dieser Stelle weiterhin in den Effizienzsteigerungen im Fahr- und Dienstplanbereich. Dies erfolgt sowohl für die der Gesellschaft selbst, aber auch als Dienstleister für das Schwesterunternehmen WiBus als beauftragtem Die Betrauungsvereinbarung über die gemeinwirtschaftliche dem Personenbeförderungsgesetz beruhenden ÖPNVs in der Verpflichtung zur Durchführung des auf Genehmigungen nach Landeshauptstadt Wiesbaden zwischen der Gesellschaft und der Landeshauptstadt Wiesbaden wurde am 30. November 2009 unterschrieben und galt für das Berichtsjahr in unveränderter Form. die Erstellung der jährlichen Trennungsrechnung unter der sogeseit 2011 in ihrer periodischen Durchführung intensiviert. Subunternehmen für die Fahrdienstleistungen. Im Zusammenhang mit dem Einsatz von computergestützten Planungsmodellen wird nuierlichen Verbesserungsprozess unterworfen. die gesamte Fahrplanleistung im Wiesbadener ÖPNV einem konti- Weiterführende Teilbereiche dieser Vereinbarung, wie zum Beispiel nannten „K4-Analyse“, wurden weiter vorangetrieben und werden Des Weiteren wurden verschiedene Optimierungsprozesse in den Analysestrukturen der Dienstplanungsauswertungen in ZusammenJahr 2012 konnten unterschiedliche, saisonal aktuelle Einflüsse in den arbeit mit einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft fortgeführt. Für das Basis der verschiedenen Wirtschaftsplanberechnungen wurde deutlich, dass die zum Teil bereits vorliegenden bzw. geplanten Als bedeutendes Ergebnis dieser Wirtschaftlichkeitsanalysen auf Personalbereichen der Fahrdienste erfolgreich bearbeitet werden. Im lungen konnten durch kurzfristige Dispositionsarbeiten zwischen Verkehrsangebot weitestgehend verhindert werden. Zusammenhang mit Personalfluktuation und Krankenstandsentwick- Kostenentwicklungen bei der Schwestergesellschaft und Subunter- den Fahrdienstbereichen wesentliche negative Auswirkungen im 8 Lagebericht Lagebericht 9 Entwicklung des Verkehrsangebotes wiegend mit Omnibussen der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH Die Verkehrsleistungen im Wiesbadener Liniennetz werden übererbracht. Im Berichtsjahr wurden neben 205 unternehmenseigenen Omnibussen (Vorjahr: 218) 28 angemietete Fahrzeuge des Schwesterunternehmens WiBus (Vorjahr: 28) eingesetzt. Vermögens- und Finanzlage Das Investitionsvolumen in das Anlagevermögen belief sich im Berichtsjahr auf 6,3 Mio. a (Vorjahr: 8,1 Mio. a ). Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die Anschaffung neuer Aufwandsstruktur 2012 Omnibusse in Höhe von 5,4 Mio. a . Insgesamt wurden im aktuellen Berichtsjahr 16 neue Darlehen mit einem Nennbetrag von 5,0 Mio. a aufgenommen. Omnibusse in Betrieb genommen. Zur Finanzierung der Omnibusbeschaffungen wurde ein Die Fahrleistungen wurden neben den ESWE-Fahrern vorrangig durch Fahrer der Schwestergesellschaft WiBus erbracht. Infolge der zeitweise begrenzten Personalkapazitäten bei WiBus wurden Das Anlagevermögen ist zu 9,8 P rozent (Vorjahr: 9,9 P rozent) durch Eigenkapital sowie zu kapital finanziert. 55,9 P rozent (Vorjahr: 40,8 P rozent) durch Eigenkapital und mittel- bis langfristiges Fremd- zusätzliche Fahrdienstmitarbeiter bei den Gesellschaften CityBus Mainz (CBM), Intercity Bus (VGF) und der Firma Fahrzeit angemietet. Im Jahresdurchschnitt waren bei ESWE Verkehr 264 Fahrdienstmitarbeiter (Vorjahr: 275) beschäftigt. Die Anzahl der Fahrdienstmit- arbeiter der Schwestergesellschaft und Hauptsubunternehmers vertraglicher Vereinbarungen auf RMV-Ebene in Höhe von 2,6 Mio. a , für die Erstattung von die pauschalierte Ausgleichszahlung im Ausbildungsverkehr gemäß § 45a PBefG in Höhe von unverändert 2,0 Mio. a vereinnahmt. Fahrgeldausfällen gemäß §§ 145 ff. SGB IX in Höhe von 2,2 Mio. a (Vorjahr: 1,9 Mio. a ) und für Form von Zuwendungen zur Finanzierung des Öffentlichen Personennahverkehrs gemäß Finanz- und Fördermittel der öffentlichen Hand wurden im Berichtsjahr im Wesentlichen in wurde zeitweise um bis zu 15 Mitarbeiter der anderen Gesellschaften ergänzt. Die gefahrenen Platzkilometer änderten sich gegenüber dem Vorjahr von 889 Mio. Kilometern auf 892 Mio. Kilometer. Für das Jahr 2012 setzte die Gesellschaft die nachhaltige Entwick- WiBus betrug im Durchschnitt 294 Mitarbeiter (Vorjahr: 256) und Dem negativen Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von - 11,9 Mio. a Gesamtaufwendungen: 67,7 Mio. e Personalaufwendungen Materialaufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen Abschreibungen (Vorjahr: -8,8 Mio. a ) sowie den Auszahlungen für Investitionen von 6,3 Mio. a und für die chen Erstellung der Fahrleistungen im Wiesbadener ÖPNV fort. Auf dieser Basis wurde das Verkehrsangebot punktuell ergänzt bzw. verstärkt. Ein Schwerpunkt lag hier im Bereich des sogenannten lung des Verkehrsangebotes unter der Prämisse einer wirtschaftli- der WVV Wiesbaden Holding GmbH aus dem Verlustausgleich in Höhe von 14,5 Mio. a sowie Darlehensaufnahmen von 8,8 Mio. a gegenüber. Tilgung von Bankverbindlichkeiten von 5,7 Mio. a (Vorjahr: 3,8 Mio. a ) stehen Einzahlungen Die Zahlungsfähigkeit der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH war während des ganzen Jahres menden Verlustausgleich uneingeschränkt gegeben. Beginn des Folgejahres einzelne Buslinien mit hoher Fahrgastnachfrage durch zusätzliche Fahrten verstärkt wurden. Winterfahrplans, in dem für einen Zeitraum von November 2012 bis aufgrund der Abschlagszahlungen der WVV Wiesbaden Holding GmbH auf den zu überneh- Beförderungsfälle gegenüber dem Vorjahr an. Inklusive der Fahr- Fahrausweisverkauf stieg um 0,9 P rozent von 45,4 Mio. auf 45,9 Mio. Aufgrund des bestehenden Ergebnisübernahmevertrages mit der WVV Wiesbaden Holding GmbH ist die Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft nachhaltig gesichert. Die Eigenkapitalquote im Berichtsjahr hat sich unter anderem aufgrund der Darlehensaufnahme zur Finanzierung der Omnibusbeschaffungen von 9,0 P rozent auf 8,6 P rozent verringert. Umsatzerlöse 2012 Entwicklung der Verkehrsnachfrage Im Geschäftsjahr 2012 konnte der bereits in den Jahren 2006 bis 2011 eingeschlagene positive Trend fortgesetzt werden und ein Anstieg Zielsetzung der Erreichung von 50 Millionen Fahrgästen konnte der Fahrgastzahlen verzeichnet werden. Die im Jahr 2006 verkündete mit Abschluss des Geschäftsjahres 2012 erfüllt werden. Die Zahl 50,4 Mio. Beförderungen erreicht. Höhe von 4,5 Mio. Beförderungen wird die Gesamtsumme von gastzahlen aus Schwerbehinderten- und Schülerbeförderung in Die positive Beförderungsentwicklung der ESWE Verkehrsgesell- schaft ist aus Sicht der Geschäftsführung auch auf intensive Marketing- und Vertriebsmaßnahmen zurückzuführen. Die Fortführung der wichtigsten Marketingkampagnen der vergangenen Jahre hat dazu geführt, dem Öffentlichen Personennahverkehr in WiesbaEntwicklung wird auch in der seit 2009 jährlich durchgeführten der Vorjahre mit den Durchschnittsnoten von 2,6 konnten mit verbessert werden. den weiterhin ein positives Image zu verleihen. Diese erfreuliche Kundenzufriedenheitsmessung deutlich: Die guten Ergebnisse Abschluss des Geschäftsjahres und einer Note von 2,5 noch einmal lungen um 1,1 Mio. a , während die Summe der Verbindlichkeiten um 2,2 Mio. a stieg. verbundene Unternehmen ( + 1,9 Mio. a ). Auf der Passivseite sank die Summe der Rückstel- Wesentlichen aus der Zunahme der Sachanlagen (+ 0,5 Mio. a ) und Forderungen gegen Der Anstieg der Bilanzsumme um 2,4 Mio. a auf 42,1 Mio. a resultiert auf der Aktivseite im reichen Maßnahmen des Unternehmens zurückzuführen. insgesamt 50,4 Mio. Diese Entwicklung ist auf eine Fülle von erfolg- der beförderten Fahrgäste im Verkehrsgebiet stieg um 0,5 Mio. auf Der Schwerpunkt liegt in den vonseiten der Gesellschaft seit 2008 beworbenen Maßnahmen zur Steigerung der Kundenbindung. Sowohl im Bereich der Erwachsenenfahrkarten wie auch im Schü- ler- und Kinderbereich konnten Zuwachsraten bei den langfristigen Zielerreichung bezüglich des 10.000sten Abonnementkunden, der Zeittickets erreicht werden. Dies dokumentiert sich auch in der Summe Linienverkehr : 44,2 Mio. e Zeitkarten Freifahrer Nerobergbahn Bartarif In der Gesamtbetrachtung kann eine weiterhin ausgesprochen bereits im Frühjahr des Jahres 2012 begrüßt werden konnte. den erfolgreichen Start des elektronischen Fahrausweises verkünden: Seit dem 1. Dezember 2012 werden an alle JahresabonnementkunMain-Verkehrsverbundes ausgegeben. den die „eTickets“ auf Basis des gemeinsamen Konzeptes des Rhein- Zum Ende des Geschäftsjahres konnte die Geschäftsführung auch positive ÖPNV-Entwicklung für das Geschäftsjahr in Wiesbaden analysiert werden. Die Beförderungsentwicklung aus dem Bereich 10 Lagebericht Lagebericht 11 Ertragslage und Ergebnis Der Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme in Höhe von -16,4 Mio. a verändert. Die Verschlechterung des Jahresergebnisses resultiert aus den gestiegenen Kosten der Subunternehmerleistung der Schwestergesellschaft WiBus und den Entwicklungen der Finan- zierungsinstrumente des Rhein-Main-Verkehrsverbundes. Das ausgewiesene Jahresergebnis ist aber vor dem Hintergrund dieser fristig nicht zu beeinflussenden Entwicklungen als planmäßig zu bewerten. hat sich genüber dem Vorjahresergebnis von -13,9 Mio. a nachhaltig bilanziellen Auswirkungen des Einnahmenaufteilungsverfahrens unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen ist, gab es im Bereich der anderen Sachkostenpositionen keine besonderen Auffälligkeiten. Das negative Zinsergebnis hat sich aufgrund der Darlehensaufnahme zur Finanzierung der Omnibusbeschaffungen des Berichtsjahres um 0,2 Mio. a auf - 0,9 Mio. a verschlechtert. ungeplanten und von der Geschäftsführung der Gesellschaft kurz- Die Summe der Umsatzerlöse aus Verkehrsleistungen in Höhe von 44,3 Mio. a beinhaltet die Einnahmen aus dem Fahrausweisverkauf sowie Einnahmen aus der Vermarktung von Busaußenflächen und aus Fahrplanverkäufen. Gegenüber dem Vorjahr stieg dieser Wert nur um 0,1 Mio. a, vor allem bedingt durch die bilanziellen Auswirkungen des Einnahmenaufteilungsverfahrens mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund in Höhe von 1,6 Mio. a . Die um 0,9 Mio. a gesunkenen sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus niedrigeren Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (- 0,5 Mio. a ) und geringeren Mehrerlösen aus Anlagenverkäufen (- 0,2 Mio. a ). Der Materialaufwand hat sich im Wesentlichen aufgrund der im Geschäftsjahr 2012 gestiegenen Treibstoffpreise (+ 0,7 Mio. a ) und der gestiegenen Fremdvergabe von Fahrdienstleistungen an das Schwesterunternehmen WiBus und andere Drittunternehmen (+3,1 Mio. a ) um insgesamt 2,6 Mio. a auf 27,2 Mio. a erhöht. Die Reduzierung sonstiger Fremdleistungen in Höhe von 0,6 Mio. a konnte dieser Kostenentwicklung geringfügig entgegenwirken. Die vergleichsweise geringen Auswirkungen im Bereich der Treibstoffaufwendungen sind auf die erfolgreichen Maßnahmen der Dieselpreisabsicherungsgeschäfte zurückzuführen, die im Geschäftsjahr 2012 erstmals über Festpreislieferverträge mit den Treibstofflieferanten vorgenommen wurden. Den Kostensteigerungen im Bereich der Subunternehmerleistungen stehen gesunkene Personalaufwendungen (27,0 Mio. a ; Vorjahr: 27,2 Mio. a ) gegenüber. Trotz der durchgeführten Tarifentgeltanpassungen konnte durch den fortgeführten konsequenten Mitarbeiterabbau im Fahrdienst der Personal- aufwand um 0,2 Mio. a verringert werden. Die Abschreibungen stiegen im Berichtsjahr 2012 von 5,5 Mio. a € auf 5,7 Mio. a . Dies ist im Wesentlichen auf die jährlichen Investitionsmaßnahmen im Rahmen der rollierenden Busbeschaffung zurückzuführen. Im Berichtsjahr 2012 wurden neue Fahrzeuge im Wert von 5,4 Mio. a dem Anlagevermögen zugeführt. Die Sachaufwendungen konnten von 8,8 Mio. a auf 7,9 Mio. a reduziert werden. Während diese Entwicklung vorrangig auf die Risikomanagement Das Risikomanagementsystem (RMS) wurde im Berichtsjahr auf Vorkehrungen für die Einführung einer neuen Systematik für das Basis der Vorjahre fortgeführt. Zeitgleich wurden aber bereits die RMS der Gesellschaft ab 2013 vorbereitet. Das ESWE-Risikomanage- besteht aus den einzelnen Elementen: • • ment ist als verbindliche Regelung im Unternehmen eingeführt und Strategie und risikopolitische Grundsätze • • • Ziele, Aufgaben und Verantwortlichkeiten Identifikation der Risiken durch eine Risikoinventur des Unternehmens Risikobewertung mit einer Darstellung des Risikoportfolios Risikosteuerung mit Festlegung von Frühwarnindikatoren • Risikoberichtswesen zur Dokumentation und Kontrolle Als grundlegendes Instrumentarium für das Risikomanagementsystem wurden im Unternehmen das Handbuch fortgeschrieben und ein Risikobeauftragter benannt. Das nach Bewertung der Risikoinventur erstellte Risikoportfolio für das Unternehmen wird Information der Geschäftsführung sowie der Unternehmensbe- periodisch regelmäßig fortgeschrieben. Hier erfolgt die regelmäßige reiche im Rahmen einer vierteljährlichen Controlling-Information. fen, die im Wesentlichen neben dem Einsatz interner und externer Risiken aus Finanzinstrumenten Die Gesellschaft ist bezüglich ihrer Finanzinstrumente, die im Vermögensgegenstände sowie Verbindlichkeiten betreffen, Geschäftsjahr 2012 im Wesentlichen Forderungen und sonstige bestimmten Risiken ausgesetzt. Das Ausfallrisiko aus finanziellen tragspartners und daher maximal in der Höhe der positiven Zeitfür Forderungsausfälle ist das tatsächliche Risiko aus originären rungsgeschäften dient ein monatliches Controlling-Tool, welches Zur kontinuierlichen Steuerung der Chancen und Risiken aus Sicheder Geschäftsführung einen permanenten Überblick zur aktuellen wird die Strategie der Sicherung von Dieselpreisentwicklungen Zur Steuerung der Risiken hat das Unternehmen Maßnahmen ergrifFachleute ein umfangreiches technisches Regelwerk, die Zertifizie- rung des Unternehmens, einen umfassenden Versicherungsschutz ist in das interne Kontrollsystem der Gesellschaft eingebettet. Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Ver- Geschäftsentwicklung verschafft. Vonseiten der Geschäftsführung weiterhin als großer Erfolg bewertet. Neben der hohen PlanungsDieselpreisentwicklung des laufenden Geschäftsjahres 2012 mit Geschäftsmodell gezogen werden. sowie Führungsleitsätze umfassen. Das Risikomanagementsystem werte der betreffenden Forderungen. Durch Wertberichtigungen Finanzinstrumenten ausreichend abgedeckt. sicherheit für das laufende Geschäftsjahr konnte im Vergleich der der Kondition des Festpreisvertrages ein positives Fazit aus dem Das langfristig bei der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH vorliegende ischen Verkehrsrecht. Auch unter der Berücksichtigung des erfolgreichen Konzessionsverfahrens und der Konzessionsverlängerung bis 2017 bleibt dieses Risiko mittel- und langfristig bestehen. Die Hauptrisiko besteht nach wie vor in der Entwicklung im europä- Seit Ende des Geschäftsjahres 2008 bestehen verschiedene Geschäfte im Bereich von Rohwaren-Swap-Geschäften zur DieselDieselpreis-Swaps wurden ausschließlich zur Planungssicherheit der zeitweise stark schwankenden Dieselpreise eingesetzt und preisabsicherung. Derartige Absicherungsgeschäfte auf Basis von Bewertung des Risikoszenarios insgesamt führt aber zu dem Ergebnis, dass durch die ergriffenen Steuerungsmaßnahmen sowohl im Berichtsjahr als auch für die Zukunft keine Risiken erkennbar sind, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. deckten maximal 90 P rozent der erwartenden Einsatzmenge. Für mit einem Treibstofflieferanten abgeschlossen. Dieses Vertragskonstrukt wurde auch für das Geschäftsjahr 2013 unter aktueller Konditionierung fortgeführt. das Geschäftsjahr 2012 wurde erstmals ein Festpreisvertragsmodell 12 Lagebericht Lagebericht 13 Ausblick und Ziele Die entscheidende Frage zur Zukunft der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH konnte für die Geschäftsführung mit der Erteilung der Linienkonzessionen bis 2017 positiv beantwortet werden. Somit kann für die Gesellschaft auch für die mittelfristige Zukunft ein positiver zufriedenheitsmessung ebenfalls verbessert werden. Die Zielsetzung der Geschäftsführung für die kommenden Jahre besteht in der auf die andauernde Wirtschafts- bzw. Finanzkrise konnte die GeBestätigung und Festigung der guten Entwicklungen. Mit dem Blick schäftsführung für das Geschäftsjahr keine wesentlichen Auswirkungen für die Gesellschaft feststellen. Auch im Geschäftsfeld zur Vermarktung von Busaußenflächen konnten wieder leichte positive Ausblick gegeben werden. ESWE Verkehr sieht sich aber seit der zu- rückliegenden Konzessionsentscheidung in der Vorbereitungsphalichen Rahmenbedingungen zur Vergabe von Verkehrsleistungen se für die nächste Konzessionsbeantragung. Die veränderten recht- WVV Wiesbaden Holding GmbH und Beteiligung der Schwester- im ÖPNV werden im Strategie-Projekt 2017 unter Federführung der Impulse in der Werbe- und Marketingbranche festgestellt werden. Die aktuellen Trends auf den Rohölmärkten unter Berücksichtigung gesellschaft WiBus berücksichtigt. Die zeitweise unterbrochenen Aktivitäten werden im Verlauf des Jahres 2013 wieder fortgeführt. der aktuellen politischen Entwicklungen werden nach Auffassung der Geschäftsführung für 2013 weitestgehend erfolgsneutral für die Gesellschaft bleiben. Fortsetzungen dieser Geschäftsmodelle Effizienzsteigerung fortgesetzt. Diese sind nicht auf die Gesell- Prozessoptimierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen zur Als Schwerpunkte der unternehmerischen Aktivitäten werden die zu realisieren sein, können aber für die Folgejahre derzeit nicht werden gegebenenfalls unter erheblichen Kostenveränderungen abschließend beurteilt werden. Im Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres wird die längerfristige Preisbindung in den verschiedenen Vertragsszenarien analysiert. der Schwestergesellschaft WiBus und der Tochtergesellschaft ESWE Verkehr Service GmbH ausgedehnt, um gegebenenfalls etwaige Synergien zu erzielen. Hierbei werden die Ergebnisse der erneuten jahre 2010 und 2011 in Zusammenarbeit mit einer Wirtschaftsprüwurden bereits im Verlauf des Geschäftsjahres auch auf die Wirtschaftsplanzeiträume ausgedehnt. schaft konzentriert, sondern werden auch auf die Arbeitsprozesse Analyse des sogenannten „Vierten Kriteriums“ für die Geschäfts- Für das Geschäftsjahr 2013 liegt zum Zeitpunkt der Jahresabschlussprüfung ein durch den Aufsichtsrat beschlossener Wirtschaftsplan vor. Die Planungsrechnungen für den Planungszeitraum bis 2017 wurden unter Berücksichtigung der dargestellten Entwicklungen schaft WiBus und der Entwicklung der RMV-Finanzierungsinstrumente im Frühjahr 2013 durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft beschlossen. fungsgesellschaft einen wichtigen Beitrag leisten. Diese Analysen im Bereich der Subunternehmerkosten durch die Schwestergesell- Als weiterer Schwerpunkt werden die Zielsetzungen der GesellNach Erreichung der Zielsetzung von 50 Millionen Fahrgästen schaft zur Erhöhung der Fahrgastzahlen in Wiesbaden fortgeführt. im Berichtsjahr konzentriert sich die Geschäftsführung auf eine Fortführung der positiven Fahrgastentwicklungen ist aufgrund der hohen Auslastungsgrade zu den Hauptverkehrszeiten nur durch eine sukzessive Ausweitung der Verkehrsangebote möglich. orientierte Ausweitung der angebotenen Verkehrsleistungen. Eine Überarbeitung dieser Zielsetzung im Hinblick auf eine nachfrage- Wiesbaden, 30. April 2013 ESWE Verkehrsgesellschaft mbH Fest verwurzelt in der heimatlichen Region Von Frauensteins Reben im Westen Wiesbadens bis hin ins „Ländchen“ im Osten der Stadt: Die Linien von ESWE Verkehr schaffen Verbindungen zwischen Orten – und damit zwischen Menschen (Uwe Cramer) Kundenbedürfnisse und eine Verbesserung des ÖPNV-Images in der Dipl.-Ing. hessischen Landeshauptstadt konnten die Ergebnisse der Kunden Durch eine verstärkte Ausrichtung des Unternehmens auf die (Stefan Burghardt) Dipl.-Verwaltungswirt 14 Zentrale Themen des Jahres 2012 Zentrale Themen des Jahres 2012 15 z entrale THEMEN des JAHRES 2012 Weiter wachsender Fahrgastzuspruch, weiter steigende Positivbewertung ERRECHNET: Fahrgastzahlen-Rekorde ner Nahverkehr die Linienbusse der ESWE Verkehrsgesellschaft ge50-Millionen-Marke wieder überschritten. Genau 50,4 Millionen Im Jahr 2012 haben mehr als 50 Millionen Fahrgäste im Wiesbadetester wasserballastbetriebenen Drahtseil-Zahnstangenbahn vom Vergleich zum Vorjahr bedeutete dies einen Zuwachs um mehr als Nerotal aus hinauf auf Wiesbadens Hausberg und wieder herunter. Im nutzt. Zum ersten Mal seit dem Jahr 2002 wurde damit die „magische“ Passagiere zählte ESWE Verkehr im Jahr 2012 – gegenüber dem Jahr Plus von 0,5 Millionen oder gut einem Prozent. Bereits von 2010 auf 22.500 Passagiere; die Steigerungsrate gegenüber 2011 lag somit bei eindrucksvollen 8,3 Prozent. 2011, in dem 49,9 Millionen Fahrgäste registriert wurden, ist das ein 2011 hatte ESWE Verkehr eine signifikante Zunahme der Jahresgesamt-Fahrgastzahl verzeichnen können: nämlich ebenfalls um 0,5 Millionen (von 49,4 auf 49,9 Millionen). ERREICHT: 10.000. Abonnementkunde Am 29. Februar 2012 wurde ein besonderes Jubiläum gefeiert: ESWE Verkehr konnte die 10.000. Abonnementkundin begrüßen. Mit der runden Zahl „10.000“ blickt das Abonnement von ESWE Verkehr auf eine äußerst erfolgreiche Historie zurück: Bereits in den Die außerordentlich positive Fahrgastentwicklung im Wiesbadeten seit Jahren zum Teil deutlich über dem Bundesschnitt liegen: So stagnierte – während ESWE Verkehr einen Anstieg um rund ner ÖPNV ist umso höher zu bewerten, als die hiesigen Zuwachsra- frühen 90er-Jahren unter dem bis heute unvergessenen Namen ein Prozent verzeichnete (siehe oben) – die bundesweit ermittelte Jahresgesamt-Fahrgastzahl im Busliniennahverkehr 2012 unverdie Wiesbadener Zahlen beeindruckend: Mit dem Passagierplus ändert bei rund 5,3 Milliarden. Und auch auf regionaler Ebene sind „Himmelblaue Jahreskarte“ eingeführt, wurde das Ticket im Jahr 1995 als wesentliches Element in das einheitliche Tarifsystem des damals neu gegründeten Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) integriert. Seitdem bietet das Abonnement seinen Nutzern jede Menge Vorteile: Nicht nur der attraktive Angebotspreis („zwölf von 0,5 Millionen hat ESWE Verkehr allein ein Viertel des Gesamtzuin seinem Gebiet für das Jahr 2012 errechnet hat (der RMV ermit- wachses beigesteuert, den der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) Monate fahren, nur zehn Monate zahlen“) sowie die umfassende telte für 2012 bei einer Gesamtfahrgastzahl von rund 705 Millionen sondern auch die Preisvergünstigungen bei zahlreichen kulturellen, sportlichen und touristischen Einrichtungen, in deren Genuss jeder Abo-Inhaber ohne Zusatzkosten kommt. Gratis-Mitnahmeregelung für Begleitpersonen sind hier zu nennen, einen Anstieg um zwei Millionen Fahrgäste gegenüber dem Jahr 2011). Auch die von ESWE Verkehr betriebene Nerobergbahn, Wiesba- Ein Dankeschön an die Fahrgäste 50,4 Millionen Fahrgäste im Jahr 2012: Aus diesem besonderen Grund – es lag genau zehn Jahre zurück, dass bei der Jahresgesamt-Passagierzahl die „magische“ 50-Millionen-Marke letztmalig überschritten wurde – rief ESWE Verkehr zu einer großen Mitmachaktion auf, als deren Ergebnis im Mai 2013 der „50-Millionen-Dankeschön-Bus“ präsentiert wurde verzeichnen: Insgesamt fuhren von April bis Oktober 2012 genau dens romantischstes und gleichzeitig „schrägstes“ Wahrzeichen, konnte im Berichtsjahr einen eindrucksvollen Passagierrekord 292.510 Fahrgäste mit Deutschlands ältester und Europas zweitäl- 51 50 49 48 47 46 45 44 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 Seit dem Jahr 2006 ist die Jahresgesamtzahl der ESWE-Fahrgäste um rund vier Millionen gestiegen Kleine Feierstunde am 29. Februar 2012 in der Mobilitätszentrale im Wiesbadener LuisenForum: Ana-Gabriela Brandusa wurde als 10.000. Abonnementkundin begrüßt 16 Zentrale Themen des Jahres 2012 Zentrale Themen des Jahres 2012 17 Fortschrittliche Umwelttechnologien EINGESETZT: „Europas sauberste Dieselbusse“ So ist es kaum erstaunlich, dass die Abonnentenzahlen in den verVerkehr im Jahr 2007 eine Kooperation mit dem RMV einging, um gangenen Jahren stetig angewachsen sind – insbesondere seit ESWE Mitte Mai 2012 kam in Wiesbaden der europaweit erste Linienbus mit einer Abgasfiltertechnik gemäß der künftigen „Euro VI“-Norm ERPROBT: „GTL“-Kraftstoff Ebenfalls im Mai 2012 wurde in Wiesbaden eine weitere wegweisende Initiative für noch weniger Abgasbelastung im ÖPNV aus der Taufe gehoben: Gemeinsam starteten ESWE Verkehr und der ist die Einführung der Umweltzone natürlich auch für Wiesbadens kommunalen ÖPNV-Betreiber ein zentrales Thema. gemeinsam die Betreuung der Abo-Kunden zu verbessern. Ziel war es, mittels intensivierter Marketingaktivitäten die Fahrgäste noch umfassender über das Abo-Angebot zu informieren; außerdem wurden besondere Kundenbindungsmaßnahmen realisiert. in den Verkehr; kurz danach wurden zwei weitere „Euro VI“-Busse an der „saubersten Dieselbusse Europas“ auf den Straßen der hessischen sind damit einmal mehr beim Einsatz modernster Abgasfiltersys- Landeshauptstadt unterwegs sind. Wiesbadens Verkehrsbetriebe ESWE Verkehr ausgeliefert, sodass seither insgesamt drei Exemplare landweit ersten kommerziellen Einsatz des synthetisch aus Erdgas Mineralölkonzern Shell im Rahmen eines Pilotprojekts den deutsch- Zum Jahresende 2012 stellte sich die Situation wie folgt dar: Busse umfassenden ESWE- und WiBus-Fuhrparks sind hergestellten Kraftstoffs „Shell GTL Fuel“. Dieser Dieseltreibstoff – zen Rauch – ermöglicht eine weitere Reduzierung des Ausstoßes • Mehr als drei Viertel des insgesamt 233 dieselbetriebene in puncto Abgasfiltertechnik auf dem neuesten Stand: Sie „Euro IV“, „Euro V“, „EEV“ oder sogar „Euro VI“ (siehe links: Dass ESWE Verkehr im Berichtsjahr die zehntausendste Abo-Kundin beglückwünschen konnte, zeugt vom Erfolg der eingeleiteten Maßnahmen. Seit 2007 registrierte das Unternehmen einen Anstieg der Zahl der Abo-Nutzer von rund 6.500 auf nunmehr 10.000 – eine Steigerung um fast 54 Prozent in fünf Jahren! teme innovativ vorangegangen. er ist glasklar und geruchsarm und erzeugt praktisch keinen schwar- Die ESWE-Umweltinitiative trug frühzeitig der Tatsache Rechnung, dass ab September 2014 EU-weit die neue „Euro VI“-Norm gelten Nutzfahrzeuge mit Dieselmotor. Mit den drei neuen „Euro VI“wird – die strengste jemals erlassene Abgasvorschrift für schwere Gelenkzügen vom Typ „Citaro 2“ (abgekürzt: „C 2“; Hersteller ist Verkehrsunternehmen, das Linienbusse mit „Euro VI“-Abgas- reinigungstechnik in Betrieb genommen hat. lokaler Emissionen bei der Partikelmasse (PM) und bei Stickoxiden gewonnenem Diesel wesentlich schadstoffärmer verbrennt. (NOx ), weil er im Vergleich zu konventionellem, aus Mineralöl erfüllen die Schadstoffnormen „Euro III mit Partikelfilter“, „EINGESETZT“), sodass diese Busse problemlos die vorgevor dem 1. Februar werden die grünen Aufkleber an den Frontscheiben der Busse angebracht. schriebene Feinstaubplakette erhalten können. Rechtzeitig „GTL“ steht für „Gas to Liquids“, also für die Verflüssigung von Erdgas sis der neuartige Kraftstoff entwickelt wurde. Im Zuge des von ESWE zwölf der insgesamt 233 ESWE-Busse ab sofort nur noch mit „Shell Verkehr gemeinsam mit Shell gestarteten Pilotprojekts wurden mittels eines chemischen Umwandlungsverfahrens, auf dessen Ba- ERMITTELT: Kundenzufriedenheit 2012 kein Zufall war, belegt eine Studie der Hochschule RheinMain Dass das Übertreffen der Marke von 50 Millionen Fahrgästen im Jahr Mercedes-Benz/EvoBus) war ESWE Verkehr das europaweit erste • Für 53 Busse älterer Baujahre, deren Antriebssysteme nur den Anforderungen der „Euro III“-Abgasnorm entsprechen, plant ESWE Verkehr, Ausnahmegenehmigungen zu beantragen, Jahr gültige Ausnahmen werden nicht erforderlich sein, denn für 25 der 53 Busse steht im Verlauf des Jahres 2013 die auf maximal ein Jahr befristet sein sollen. Länger als ein in Wiesbaden. Die wissenschaftliche Repräsentativuntersuchung der Fahrgastzufriedenheit wird ein Mal pro Jahr von ESWE Verkehr in sondern auch, weil die Verkehrsgesellschaft den städtischen Gremien Auftrag gegeben – nicht nur aus nachvollziehbarem Eigeninteresse, die von herkömmlichen Rußpartikelfiltern nur in geringem Maß 95 Prozent führt! Technologie bei Stickoxiden (NOx), also bei jenen Abgasbestandteilen, Erste Messungen ergaben im Jahresverlauf, dass die neue „Euro VI“- jahres erhoben wurden, besagten, dass der Einsatz des „GTL“-Kraftführt, während sich die Kohlendioxid-, also die CO2 -Emissionen um GTL Fuel“ betankt. Erste Messergebnisse, die im Verlauf des Berichtsstoffs zu einer Verringerung des NOx-Ausstoßes um rund 16 Prozent etwa elf Prozent reduzierten. ohnehin turnusgemäß die altersbedingte Ausmusterung erfasst werden können, zu einer Emissionsreduzierung von circa an, während die anderen 28 Fahrzeuge bis zum Jahresende genannt) nachgerüstet sein werden, woraufhin ihnen die fahrzeug kostet der Filtereinbau rund 8.000 a, sodass jährlich einen Leistungsbericht vorlegen muss, der unter anderem eine aktuelle Analyse der Kundenzufriedenheit beinhaltet. 2013 mit einem Rußpartikelfilter (in der Fachwelt „CRT-Filter“ grüne Feinstaubplakette ebenfalls zustehen wird. Je Linien- EINGEFÜHRT: Umweltzone Im Berichtsjahr bereitete sich ESWE Verkehr intensiv auf das für den 1. Februar 2013 angesetzte Inkrafttreten der gemeinsamen Umweltzone der beiden Landeshauptstädte Wiesbaden und Mainz vor. Denn da die entsprechenden Regelungen nicht nur für Pkws, sondern beispielsweise auch für Lkws und Busse gelten, war und Standorten im Wiesbadener Stadtgebiet nach ihrer Zufriedenheit mit dem Nahverkehrsangebot in der Landeshauptstadt befragt. hard Heidel in vier Zeitintervallen Passanten an unterschiedlichen So wurden auch im Berichtsjahr unter der Leitung von Prof. Dr. Bern- weltschutz dar – die Verkehrsgesellschaft bleibt damit ihrem Credo treu, mit ihrer Busflotte stets ein Vorreiter in Sachen filtertechnik zu sein. umweltverträgliche Busmotoren mit hocheffizienter Abgas- Summe eine weitere lohnenswerte Investition in den Um- che schlagen wird. Aus Sicht von ESWE Verkehr stellt diese die gesamte Nachrüstaktion mit etwa 224.000 a zu Bu- Dabei setzten sich die Umfrageteilnehmer abermals aus ganz unterschiedlichen Gruppen zusammen: Von regelmäßigen Busnutzern über gelegentliche ÖPNV-Kunden bis hin zu eingefleischten Autofahrern kamen auch 2012 alle relevanten Zielgruppen in der Studie zu Wort. Insgesamt 1.680 Befragungen führte das studentische Team schiedlichen Kategorien Noten vergeben, unter anderem für die Quelle: Tiefbau- und Vermessungsamt, Landeshauptstadt Wiesbaden der Hochschule durch; die Passanten konnten hierbei in unter- Servicequalität, den Komfort in den Bussen und das Fahrplanangebot. Unterm Strich stellten die Befragten ESWE Verkehr für 2012 ein gutes Zeugnis aus: 2,5 lautete, orientiert an der Schulnotenskala von eins bis sechs, die Gesamtnote – eine Verbesserung um 0,1 Notenpunkte gegenüber 2011. Deutlich schlechter hingegen schnitt bei den Um2012 nur noch mit der Note 3,4 bewertet, was ein Absinken um 0,2 Notenpunkte gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die gewachsene festmachen: Vor allem bei den Kriterien „Pünktlichkeit“, „Fahr- frageteilnehmern die Pkw-Nutzung in Wiesbaden ab: Diese wurde Kundenzufriedenheit lässt sich laut Studie konkret an drei Punkten komfort“ und „Zustand der Busse“ konnte ESWE Verkehr teilweise deutlich zulegen. Nur einige Vororte blieben „außen vor“: Ansonsten wurde nahezu das gesamte Stadtgebiet von Wiesbaden und Mainz am 1. Februar 2013 zur Umweltzone erklärt Offizieller Startschuss zum „GTL“-Pilotprojekt: Am 30. Mai 2012 wurde auf dem Betriebsgelände von ESWE Verkehr der Einsatz des neuartigen Öko-Kraftstoffs eingeläutet 18 Zentrale Themen des Jahres 2012 Zentrale Themen des Jahres 2012 19 Technische Innovationen für die Fahrgäste ENTWICKELT: Elektronischer Fahrausweis„eTicket“ „Ihr Fahrausweis wird elektronisch“: So einfach ist die Neueinfühüber eines der beherrschenden Arbeitsthemen bei ESWE Verkehr rung des „eTicket Rhein-Main“ erklärt, die das gesamte Berichtsjahr werden, versteht sich von selbst: So sind auf dem Elektrochip des Tickets keinerlei persönliche Kundendaten hinterlegt (nur Fahrdie strengen gesetzlichen Datenschutzbestimmungen eingehalten Im Zuge der Vorbereitungen der „eTicket“-Einführung wurden im lierten Fahrscheinprüfgerät ausgerüstet, zudem wurden mobile Berichtsjahr alle 233 ESWE- und WiBus-Busse mit einem festinstalKontrollgeräte für den Einsatz durch Fahrausweisprüfer ange- ERZIELT: Dynamische Fahrgastinformationen Unter dem Stichwort „Dynamisierung der Fahrgastinformation“ „Aktualisierungs-Software“ für die Bus-Zielanzeigen begonnen war bereits im Jahr 2011 auf einigen Linien mit der Erprobung einer worden; im Berichtsjahr wurde dieses Verfahren nun in den Regelbetrieb überführt. Dank der neuen Software können die Zielanzeigen – also jene nach außen gerichteten Displays, die oberhalb der ausweises für den Fahrgast außer der Ticket-Optik praktisch kaum etwas änderte. Statt der gewohnten Papierfahrscheine, die die Inhaber beispielsweise eines Abonnements bislang drei Mal pro war – obgleich sich mit der Einführung des elektronischen Fahr- werden keinerlei Fahrtinformationen abgespeichert. gespeichert), und beim Auslesen des Tickets durch ein Kontrollgerät kartenart, Gültigkeitszeitraum und Tarifgebiete werden auf ihm schafft. Da die Kommunikation zwischen den Prüfgeräten und den der gesamte ESWE-Betriebshof mit einem großflächigen WLANund Bussen ermöglicht. zentralen Datenrechnern digital vonstattengeht, wurde außerdem Netz überzogen, das den drahtlosen Austausch zwischen Rechnern scheckkartengroßes, fünf Jahre lang gültiges Plastikmedium mit Ablauf der Gültigkeit ihres derzeitigen Fahrausweises. integriertem Elektrochip zugesandt – und zwar rechtzeitig vor Jahr zugeschickt bekamen, erhalten die Nutzer nun einmalig ein So einfach die „eTicket“-Einführung aus Fahrgastsicht auch verläuft, so komplex stellte sie sich für ESWE Verkehr dar; akribisch und engagiert wurde hinter den Kulissen an den Abläufen gearbeitet. Nicht weniger als elf Mitglieder gehörten der federführenden ProjektVertrieb, Informationstechnik, Technischer Betrieb, Rechnungsgruppe an, die sich aus Mitarbeitern der Unternehmensbereiche wesen und Betriebssysteme zusammensetzte. Zu den größten He- Frontscheibe eines jeden Busses angebracht sind – ihre Inschriften selbsttätig und automatisch aktualisieren. Die Software „befiehlt“ der vom Bus-Bordrechner gesteuerten Zielanzeige beispielsweise ab Die Einführung des „eTicket Rhein-Main“ fand und findet übrigens statt. Für den Wiesbadener Fahrgast bedeutet dies, dass er, ein im gesamten Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) einem bestimmten Punkt des Fahrtwegs, einen bestimmten Hinweis mit der Zielanzeigeninschrift „Eigenheim / über Hauptbahnhof“ auszublenden. So kann etwa ein Bus der Linie 8 seine Fahrt in Biebrich beginnen, und sobald das Fahrzeug den Hauptbahnhof hinter sich ja „erledigte“ – Zusatzinformation „über Hauptbahnhof“. Auch was den Preis und die Produktwahl angeht, änderte sich mit dem „eTicket“ nichts. So gibt es vom Abonnement nach wie vor sowohl ein unpersönliches und somit übertragbares Ticket als auch drucktem Lichtbild. Neu ist allerdings, dass registrierten Kunden die personalisierte, daher nicht übertragbare Variante mit aufgenun beide Fahrscheinvarianten ersetzt werden können, wenn das rausforderungen, die sich den elf Fachleuten – die parallel natürlich zählte die für den Start des „eTicket“ notwendige Komplettumstellung und teilweise Neuentwicklung der internen Verwaltungs- und Abrechnungs-Software. Dass dies bei laufendem Betrieb durch- entsprechend gebuchtes Tarifgebiet vorausgesetzt, mit seinem unterwegs sein kann. auch ihre eigentliche Arbeit nicht vernachlässigen durften – stellten, „eTicket“ beispielsweise auch in Frankfurt, Marburg oder Darmstadt gelassen hat, erlischt im Zielanzeigen-Display automatisch die – nun „eTicket“ zum Beispiel einmal verloren geht. Dies stellt einen echten Vorteil gegenüber dem alten Papierfahrschein dar, denn bislang offen. Möglich machte diese Erweiterung der in den neuen elekinnerhalb von 24 Stunden sperren lässt und so vor Missbrauch stand die Ersatzoption nur den Inhabern eines persönlichen Abos tronischen Fahrausweis integrierte Elektrochip, der sich jederzeit geschützt wird. Ersetzt wird das „eTicket“ natürlich auch dann, Verlauf des Jahres 2012 erwies sich insbesondere die Umstellung der Abonnentenverwaltung auf das neue, „eTicket“-gemäße System einschließlich des „Datenumzugs“ von alter zu neuer Software als geführt werden musste, stellte eine zusätzliche Belastung dar. Im schwieriger als ursprünglich erwartet, was zu – angesichts der Grökationen und Verzögerungen in den Prozessabläufen führte. wenn es einmal einen Defekt haben sollte. Dass bei allen Vorgängen ßenordnung des Projekts nachvollziehbaren – vereinzelten Kompli- Topthema im Fahrgastmagazin INFOMOBIL, Ausgabe 1/12: Wasserspender, Namensgeber, Funkstation Der Bingert-Wasserturm spielt in der ESWE-Historie, vor allem in der Geschichte des Funkverkehrs, eine ganz besondere Rolle. Der Ursprung des knapp 28 Meter hohen Turms geht auf den in den Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs auch in Wiesbaden expandierenden Wohnungsbau für US-Soldaten und deren Familien zurück. Es galt, die rund 600 Wohneinheiten, die damals oberhalb des Bierstadter Aukammtals neu entstanden und wenig später die Aukamm-Siedlung bildeten, mit Wasser zu versorgen. Das 1956/57 auf einem Landrücken namens „Bingert“ errichtete Bauwerk hatte sich in seiner Funktion als „Wasserspender“ für die rund anderthalb Kilometer entfernte und etwa 80 Meter tiefer liegende Aukamm-Siedlung längst etabliert, Fachübergreifende Kooperation: Experten aus verschiedenen Unternehmensbereichen bildeten die zur Einführung des „eTicket“ eingerichtete Projektgruppe als der Turm Ende der 60er- und Anfang der 70er-Jahre zusätzlich zum Namenspaten gemacht wurde – und das gleich in doppelter Hinsicht: Zum einen wurde die im Jahr 1969 ins Leben gerufene Firmenzeitschrift der Wiesbadener Stadtwerke auf den Namen „bingert“ getauft; zum zweiten benötigte man für den 1970/71 gestarteten Funkverkehr des städtischen Linienbusbetriebs ein unverwechselbares Kennwort – und fand es im bis heute existierenden Funkrufwort „Bingert“. Der Grund hierfür ist klar: Die zentrale Sendeanlage des Funkverkehrs befand sich (und befindet sich noch heute) auf dem Bingert-Turm. 20 Betriebsbereiche Betriebsbereiche 21 Zwei unverwechselbare Wahrzeichen Wiesbadens Auch sie prägen das Stadtbild: Die Busse von ESWE Verkehr sind aus dem Wiesbadener Leben ebenso wenig wegzudenken wie etwa das Kurhaus 22 Betriebsbereiche Betriebsbereiche 23 INFORMATIONEN AUS DEN BETRIEBSBEREICHEN Fahrdienst Sonderfahrten Seit der Eröffnung des neuen Mainzer Fußballstadions „Coface-Arena“ im Sommer 2011 unterstützt der Fahrdienst von ESWE Verkehr die tagen des Bundesligisten Mainz 05 mit Fahrzeugen und Fahrern; Im Rahmen einer kleinen Feierstunde, die üblicherweise alle zwei Jahre stattfindet, wurden insgesamt elf langjährige Fahrer in den Kategorien „30 Jahre Unfallfreiheit“, „25 Jahre Unfallfreiheit“ und „10 Jahre Unfallfreiheit“ ausgezeichnet; sie erhielten repräsentative Urkunden sowie wertvolle Sachpreise. Zusammengerechnet brachunfallfreie Jahre. wirtschaftliche Komponente: Schließlich sind optimal gestaltete Darüber hinaus besitzt die Personalentscheidung auch eine Stadt Wiesbaden angehört, sowie dem Fahrdienst von ESWE Verkehr wieder dem Thema „Gewaltprävention“. Ziel der Initiative war und widmeten sich die jeweils vierstündigen Veranstaltungen auch 2012 ist es, interessierte Bürger darin zu schulen, wie sie in Konfliktsituati- Kollegen der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) an allen Heimspielauch im Berichtsjahr 2012 war dies wieder der Fall. Dabei wurden die stets um rund zehn Wiesbadener Gelenkbusse ergänzt. Besonders rund 75 MVG-Busse, die die Fußballfans jedes Mal zur Arena bringen, praktisch für alle Schlachtenbummler von der hessischen Rheinseite: Sie konnten direkt am Wiesbadener Hauptbahnhof in die unter der Bezeichnung „E6“ verkehrenden Sonderbusse einsteigen. ten es die elf Kollegen am Tag ihrer Ehrung auf sage und schreibe 195 Last, not least verbindet sich mit der Stellenbesetzung auch eine WiBus-Betriebsleiter steht für die zunehmende Durchlässigkeit zwischen den beiden Unternehmen. damit sind sie auch ein wichtiger Faktor der Arbeitsplatzsicherheit. Abschneiden im Wettbewerb mit anderen Verkehrsanbietern – und Betriebsabläufe eine zentrale Voraussetzung für ein erfolgreiches onen – etwa während der Fahrt in einem öffentlichen Verkehrsmittel – deeskalierend, also entschärfend reagieren können. symbolische Bedeutung: Die Doppelfunktion ESWE-Fahrdienstchef/ Dabei ging es in den Seminaren keineswegs um Selbstverteidigung; den Teilnehmern wurde vielmehr erklärt und in Rollenspielen auch demonstriert, wie man andere Personen aus potenziell gefährlichen WiBus-Betriebsleitung Seit dem 1. Oktober des Berichtsjahres übt der Fachbereichsleiter des leiters bei der Schwestergesellschaft WiBus aus. Mit dieser neuen ESWE-Fahrdienstes in Personalunion auch das Amt des Betriebs- Über die Fahrten zur „Coface-Arena“ hinaus fanden im Berichtsjahr zahlreiche weitere Sonderfahrten statt, etwa zu Konzerten des Rheingau-Musik-Festivals. Auch Schulen, Kindergärten und andere für diverse Ausflugs- und andere Fahrten an. Zivilcourage-Seminare Nachdem ESWE Verkehr bereits im Jahr 2010 erste und seither regelgerufen hatte – diese besonderen Ausbildungen sollen den Fahrern zu mehr Sicherheit im Umgang mit brenzligen Situationen in den mäßige Deeskalationstrainings für Fahrdienstmitarbeiter ins Leben Szenarien befreien kann. Zu den praktischen Handlungsanlei- tungen, die dem Motto „Menschen möchten helfen – sie wissen Einrichtungen mieteten im Jahr 2012 wieder so manchen ESWE-Bus personellen Konstellation konnten, insbesondere auf der operativen Ebene, wichtige Synergieeffekte erreicht werden, denn der Abstimmungsbedarf zwischen den Fahrdiensten beider Unternehmen hat Konfliktsituation ganz gezielt Öffentlichkeit herzustellen, um auf häufig nur nicht wie!“ folgten, gehörte es beispielsweise, in einer diese Weise der möglichen Bedrohung entgehen zu können. Auch das „Magnetfeld“ man sich befreien soll, und das Sich-Konzentrieren auf die Situation des (potenziellen) Opfers zählten zu den Lerninhalten. Die große und durchweg äußerst positive Resonanz auf das für die Sich-Abwenden vom Angreifer, den es zu isolieren gilt und aus dessen Fahrerehrung zeichnet, die ihre Busse jahrzehntelang unfallfrei durch den Wiesbadener Straßenverkehr gesteuert haben – was angesichts des ständig schehens eine wirklich beachtenswerte Leistung darstellt. zunehmenden und zudem immer hektischer werdenden VerkehrsgeIm Februar 2012 wurden wieder einmal jene ESWE-Fahrer ausge- sich erheblich verringert. Im Ergebnis profitiert von dieser EntscheiLeistung, die der ÖPNV in Wiesbaden „draußen auf der Straße“ zu dung gerade auch der Fahrgast, der zu Recht erwartet, dass die Bussen verhelfen –, wurden im Jahr 2011 erstmals auch ZivilcourageTrainings für Fahrgäste angeboten. Im Berichtsjahr 2012 wurde die „Zivilcourage: Ja! Aber wie?“ betitelte Seminarreihe fortgesetzt. Initiiert, organisiert und gemeinsam durchgeführt vom Polizei- hin nur als ein Anbieter wahrgenommen werden. zwischen zwei Unternehmen, die von den meisten Fahrgästen ohne- erbringen hat, bestmöglich organisiert ist – ohne Reibungsverluste Teilnehmer kostenlose Seminarangebot zeigte, dass bei vielen MenUm diesem Interesse gerecht zu werden, wurde entschieden, die Seminarreihe auch im Jahr 2013 fortzusetzen. präsidium Westhessen, dem Wiesbadener Präventionsrat, dem schen ein starkes Interesse vorhanden ist, richtiges Helfen zu lernen. hessischen Landesprojekt „Netzwerk gegen Gewalt“, dem auch die „Europas sauberste Dieselbusse“ – jetzt auf Wiesbadens Straßen Der europaweit erste Linienbus mit einer Abgasfiltertechnik gemäß der künftigen Euro-VI-Norm ist Mitte Mai in den Verkehr gekommen – und zwar bei ESWE Verkehr. Inzwischen sind zwei weitere Euro-VI-Busse des neuen Mercedes-Typs „Citaro 2“ an das Verkehrsunternehmen ausgeliefert worden, sodass nun insgesamt drei Exemplare der „saubersten Dieselbusse Europas“ auf den Straßen der Landeshauptstadt unterwegs sind. Wiesbadens Verkehrsbetriebe gehen damit einmal mehr beim Einsatz modernster Abgasfiltersysteme innovativ voran. Ein kleiner Blick in die Zukunft: Ab September 2014 wird EU-weit eine neue Abgasvorschrift für Lkws und Busse gelten – die sogenannte Euro-VI-Norm. Sie wird dann die strengste jemals erlassene Abgasvorschrift für schwere Nutzfahrzeuge mit Dieselmotor sein. Doch bereits jetzt, also rund zweieinviertel Jahre vor dem Inkrafttreten der Euro-VI-Norm, sind die ersten Linienbusse auf den Markt gekommen, die eine hochmoderne Abgasfiltertechnik eingebaut haben, mit der schon heute die strengen Euro-VI-Vorgaben erfüllt werden. Am 21. Mai 2012 wurde der erste Euro-VI-Bus vom Typ „Citaro 2“ (Hersteller ist Mercedes-Benz/EvoBus) auf dem Gelände des Wiesbadener Jagdschlosses Platte an die ESWE Verkehrsgesellschaft übergeben. ESWE Verkehr ist damit europaweit das erste Verkehrsunternehmen überhaupt, das einen Linienbus, der bereits über die künftige Abgasreinigungstechnik verfügt, in Betrieb genommen hat. Weitere Informationen zu diesem Thema hält der vorliegende Geschäftsbericht auf Seite 16 bereit. 24 Betriebsbereiche Betriebsbereiche 25 Verkehrsplanung und Verkehrssteuerung Terminlich flexible Angebotsoptimierungen „Zwecks Anpassung des Fahrtenangebots an die gestiegene Nachfrage“ eine Erweiterung von Fahrtzeiten, für eine Verengung von Fahrtentakder 50-Millionen-Grenze bei der Gesamtfahrgastzahl des Jahres 2012 spricht in diesem Zusammenhang eine deutliche Sprache. Gleichzei– immer häufiger ist diese Formulierung die erfreuliche Begründung für tungen oder für eine Ausweitung des Liniennetzes. Das Überschreiten Linie 47 Seit dem 16. April 2012 nimmt die Linie 47, die jüngste, seit Ende 2010 Schülerverkehr Stadtteil Gonsenheim einen teilweise neuen, in jedem Fall verlängerten bestehende Gemeinschaftslinie von ESWE Verkehr und MVG, im Mainzer Verlauf. Die bislang im Uhrzeigersinn gefahrene Schleife über die im Nor- Mit dem Schulbeginn nach den Sommerferien am 13. August des Berichtsjahres setzte ESWE Verkehr ein optimiertes Angebot an E-Wagen- und „Schulbus“-Fahrten (hierbei handelt es sich nicht um Linienfahrten, die allerdings überwiegend von Schülern genutzt ausschließliche Schülerfahrten, sondern in der Regel um reguläre Nachfrageanalyse der L inien 45 und 47 Die beiden Mainz-Wiesbadener Gemeinschafts-Buslinien 45 und 47, die beiden Landeshauptstädte auf ihrer wichtigsten Straßenverbindie seit den Fahrplanwechseln im Dezember 2008 bzw. Dezember 2010 dung – der Schiersteiner Autobahnbrücke – miteinander verknüpfen, einer zum Jahresende vorgestellten Fahrgastzahlenanalyse zeigten, den Gonsenheims gelegene Elsa-Brändström-Straße entfiel, infolgedessen werden die Haltestellen „Wildpark“ und „Elsa-Brändström-Straße“ Wiesbaden/Schiersteiner Brücke/Mainz-Mombach kommend nun nun nicht mehr bedient. Stattdessen fahren die 47er-Busse aus Richtung werden) in Kraft. In abermaliger enger Abstimmung mit dem städ- tig verstärkt sich seit Jahren der Trend, im Sinne eines zeitnahen und tischen Schuldezernat und den jeweiligen Schulleitungen konnte so auf nach den Ferien wirksam gewordene Veränderungen der Unterrichtszeiten reagiert werden. schrieben im Berichtsjahr ihre Erfolgsgeschichte weiter. Die Ergebnisse dass im Jahr 2012 ein weiterer Nachfragezuwachs verzeichnet werden außerhalb von Ferienzeiten insgesamt etwa 1.100 Fahrgäste die 45er- der Umsetzung von Fahrplanänderungen nicht bis zum alljährlichen Fahrplanwechsel-Stichtag Mitte Dezember abzuwarten, sondern flexiblen Reagierens auf Schwankungen in der Fahrgastnachfrage mit weiter nach Gonsenheim hinein, wo sie nacheinander an den Haltestellen „Am Gonsenheimer Wald“, „Kapellenstraße“, „Nerotalstraße“ und „Wilhelm-Raabe-Straße“ stoppen – die letztgenannte Haltestelle ist dann konnte. Mittlerweile nutzen an einem durchschnittlichen Wochentag und die 47er-Busse in beiden Fahrtrichtungen. In Summe sind es jährlich rund 325.000 Passagiere, die im öffentlichen Nahverkehr den Rhein auf der A 643 überqueren. zu setzen. solche Änderungen bereits im Jahresverlauf, also „unterjährig“ in Kraft auch die neue Endstelle (einzelne Fahrten enden allerdings schon an der Haltestelle „Kapellenstraße“). • Linie 37 zwischen den Haltestellen „Wielandstraße“ und „Egerstraße“ sowie in der Gegenrichtung Insgesamt wurden per 13. August folgende Änderungen wirksam: So gab es im Berichtsjahr 2012 gleich drei Stichtage, an denen zahl- Liniennahverkehr wirksam wurden: den 16. April (erster Schultag nach den Osterferien in Hessen und Rheinland-Pfalz), den 13. August (erster Schultag nach den Sommerferien in Hessen und Rheinland-Pfalz) sowie den 5. November (Beginn der ersten vollen Arbeitswoche nach in Kraft getretenen Fahrplanänderungen bildeten zusammen mit reiche kundenorientierte Angebotsoptimierungen im Wiesbadener So ist von der neu hinzugekommenen Haltestelle „Am Gonsenheimer gut erreichbar wie das angrenzende Naturschutzgebiet „Am Großen Der neue 47er-Fahrtweg bietet den Fahrgästen eine Reihe von Vorteilen: • Linie E zwischen den Haltestellen „Nordstrander Straße“ und „Karlsbader Platz“ bzw. zwischen den Haltestellen „Dernsches Gelände“ und „Nordstrander Straße“ Wald“ aus der zu Spaziergängen einladende Gonsenheimer Wald ebenso Sand“. An der Haltestelle „Kapellenstraße“ können die Fahrgäste zudem in die Mainzer Buslinie 64 in Richtung Budenheim umsteigen; und an den Haltestellen „Kapellenstraße“, „Nerotalstraße“ und „Wilhelm-RaabeStraße“ kann von der Linie 47 aus direkt in die Straßenbahnlinien 50 und 51 umgestiegen werden, die im Mainzer Westen bis Finthen und im Süden • Linie E zwischen Amöneburg (Haltestelle „Dyckerhoff in der Gegenrichtung die Schiersteiner Brücke auf ein ausreichend großes Fahrgastinteresse stoßen werde, sind mittlerweile großer Zufriedenheit gewichen“, „Die vor 2008 noch weitverbreiteten Zweifel, ob ein ÖPNV-Angebot über straße“) und Erbenheim (Haltestelle „Egerstraße“) sowie bilanziert die Analyse die erfreuliche Entwicklung der Nutzungszahlen. Erwartungsgemäß hat sich die Linie 45 als die stärkere Verbindung etabliert, aber auch die Linie 47, die als „kleine Schwester“ 2012 ihr zweites volles Betriebsjahr erlebte, hat sich eine dauerhafte, solide Nachfrage erarbeitet. den Herbstferien in Hessen und Rheinland-Pfalz). Die am 5. November weiteren Änderungen, die auf den 11. Februar 2013 terminiert wurden, die Maßnahmen des erstmals auf zwei Stichtage aufgeteilten Fahrplanwechsels 2012/2013. • Schulbusfahrten zur bzw. von der Theodor-Fliedner Ehlers-Schule in Erbenheim Schule in Bierstadt sowie zur bzw. von der Hermann- bis Hechtsheim verkehren. • Linie E zwischen den Haltestellen „Nordfriedhof“ (bisher nur ab Haltestelle „Zietenring“) und „Gymnasium Mosbacher Linie 6 Linie 48 fortgesetzt – und sogar erweitert. Dieses Prinzip galt im Berichtsjahr für den 2011 erstmals realisierten „Winterfahrplan“ der Linie 6, der dienstälsellschaft (MVG). So verkehrten ab dem 5. November 2012 die 6er-Busse statt im traditionellen 10-Minuten-Takt wieder in einem 7,5-Minutentesten Gemeinschaftslinie von ESWE Verkehr und Mainzer Verkehrsge- Was sich in einem Jahr erfolgreich bewährt hat, wird im nächsten Jahr Für alle Studierenden der Hochschule RheinMain war der Berg“ sowie zwischen den Haltestellen „Platz der Deutschen Ein- heit“ bzw. „Gymnasium Mosbacher Berg“ und „Nordfriedhof“ (bisher nur bis Haltestelle „Zietenring“) 5. November 2012 ein wichtiges Datum: Seit diesem Tag nämlich sind die drei Wiesbadener Standorte der Hochschule – „Kurt-Schuma- Nahverkehrslinie miteinander verbunden. Möglich machte dies die cher-Ring“, „Bleichstraße“ und „Unter den Eichen“ – erstmals auf einer Weitere Änderungen im Schülerverkehr wurden zum Fahrplanwechsel am 5. November realisiert: • Linie 27/E27: Montags bis donnerstags fährt an Schul Haltestelle „Berufsschulzentrum“ bis zur Haltestelle „Gartenfeldstraße“. Hierdurch konnte die Umsteige- verbessert werden. möglichkeit zu den Regionalbussen am Hauptbahnhof tagen nun ein zusätzlicher Bus als Linie E27 von der Verlängerung des Fahrtwegs der Linie 48 bis zum Nordfriedhof, von Takt. Statt stündlich sechs Bussen verbanden nun also acht Busse je Stunde die beiden Landeshauptstädte auf der Linie 6 miteinander – und zwar endet am 21. Dezember, dem Freitag vor Weihnachten; sie wurde aber – anders als im Vorjahr – nach dem Ende der Weihnachtsferien am (8. Februar) anzudauern. 7. Januar 2013 wieder aufgenommen, um dann bis zum Fastnachtsfreitag unter der Woche zwischen circa 7 und circa 19 Uhr. Die Taktverdichtung wo aus der Hochschulstandort „Unter den Eichen“ nur wenige Gehminuten entfernt ist. Die beiden anderen Standorte liegen ohnehin seit jeher am 48er-Linienweg. Neue Verkehrsmeister neu zum Einsatz, die zuvor bei der Schwestergesellschaft WiBus als Im Berichtsjahr kamen bei ESWE Verkehr erstmals drei Verkehrsmeister Busfahrer gearbeitet hatten. Nachdem sie seit Herbst 2011 eine interne Weiterbildung durchlaufen hatten, konnten die drei Mitarbeiter 2012 ihre neue Tätigkeit aufnehmen. Konkret bedeutet die Linienwegverlängerung, dass einzelne Fahrten der Linie 48 nicht wie bisher am Platz der deutschen Einheit enden bzw. beginnen, sondern erst bzw. schon am Nordfriedhof. Die bessere auf Wunsch der Hochschulleitung realisiert; die entstehenden Kosten werden von der Hochschule getragen. Die Verlängerung des 48erDezember 2013 angeboten werden. Linienwegs ist als Probebetrieb konzipiert und wird zunächst bis zum Vernetzung der drei Hochschulstandorte wurde von ESWE Verkehr • Linie 37: Montags bis freitags finden, außer während der um 15:46 Uhr ab Hauptbahnhof in Richtung Bierstadt Schulferien, die bisherigen Abfahrten um 14:46 Uhr und Die saisonalen Trends in der Fahrgastnachfrage, auf die ESWE Verkehr in ihre Ursachen in den Vorlesungszeiten an der Mainzer Universität und • Linie 43: Die Abfahrt am Hauptbahnhof in Fahrtrichtung Breckenheim um 8:44 Uhr (montags bis freitags) wurde um fünf Minuten nach vorne verschoben. und Erbenheim nun jeweils fünf Minuten später statt. Gestalt der „Winterfahrplan“-Taktverdichtung flexibel reagierte, haben der Hochschule RheinMain in Wiesbaden sowie in der erhöhten Zahl von – in der ungemütlichen Jahreszeit gerne auf den Bus umsteigen. Und mit Verkehrsteilnehmern, die – ansonsten per Fahrrad oder Auto unterwegs Im Übrigen ging auch mit der am 13. August des Berichtsjahres im „Dyckerhoffstraße“: Die Fahrten, die bisher um 15:09 Uhr Erbenheim starteten, wurden um fünf Minuten nach hinten verschoben. • Linie E („Schulbus“) ab Theodor-Fliedner-Schule: Die „Schulbusse“ fahren freitags nun wieder um 13:20 Uhr bzw. um 13:21 Uhr. und um 16:09 Uhr an der Haltestelle „Egerstraße“ in • Linie E („Schulbus“) zwischen „Egerstraße“ und Dass Verkehrsmeister aus dem Kreis der Busfahrer kommen, ist alles Blick auf den Monat Dezember spielte natürlich auch die Vorweihnachtszeit eine Rolle, die Weihnachtseinkäufer wie auch WeihnachtsmarktRheinseite lockt. besucher aus Mainz und aus Wiesbaden oftmals auf die jeweils andere Linienwegverlängerung der E-Wagen über die Haltestelle „Zietenverkehr“) eine deutliche Verbesserung der ÖPNV-Anbindung des Zuge der Optimierungen im Schülerverkehr wirksam gewordenen ring“ hinaus bis zur Haltestelle „Nordfriedhof“ (siehe rechts: „Schüler- nisse des Liniennetzes sind seit jeher Grundvoraussetzungen für die dass der Nachwuchs aus den Reihen von WiBus stammte. Diese drei Wissen um die Betriebsabläufe und nicht zuletzt umfangreiche Kenntverantwortungsvolle Arbeit eines Verkehrsmeisters. Neu allerdings war, andere als ungewöhnlich – im Gegenteil: Langjährige Erfahrung, das Hochschulstandorts „Unter den Eichen“ einher. den Beginn einer zunehmenden Durchlässigkeit zwischen den beiden Unternehmen. ersten Personalwechsel von WiBus zu ESWE Verkehr dokumentieren 26 Betriebsbereiche Betriebsbereiche 27 Technischer Betrieb Neue Busse auf den Betriebshof; andere Busse, die schon viele hunderttausend Kilometer als Fahrleistung abgeliefert haben, werden dafür „in Fast jedes Jahr im Frühling rollen bei ESWE Verkehr fabrikneue Busse der neu angeschafften Fahrzeuge in Sachen Abgasfiltertechnik dem die gegenwärtig anspruchsvollste europäische Richtschnur für den natürlich die drei neuen Gelenkzüge, die sogar schon die „Euro VI“- „EEV“-Standard („Enhanced Environmentally Friendly Vehicle“), der Wie bei ESWE Verkehr seit langem selbstverständlich, genügt jedes Allerdings gilt diese Vorschrift ausdrücklich nicht für den Buslinienden klassischen Personennahverkehr, weshalb ESWE Verkehr auf den Einbau der digitalen Fahrtenschreiber eigentlich hätte verzichten können – würden ESWEs Busse nicht manchmal auch Fahrten unverkehr mit einer Streckenlänge von bis zu 50 Kilometern, also für ausdrücklich nur als Reparatur-, nicht aber als Abstellhallen zugelassen sind. Rente geschickt“. Einen Gesamtbestand von exakt 233 Bussen, bestehend aus 135 Solowagen und 98 Gelenkzügen, wies der Fuhrpark der beiden Verkehrsunternehmen ESWE und WiBus am Jahresende 2012 WiBus-Eigentum. Schadstoffausstoß von Bussen und Lkws ist. Eine Ausnahme bilden Die Lösung des Problems brachte im August des Berichtsjahres auf. Davon gehörten 205 Busse zu ESWE Verkehr, 28 befanden sich im len (siehe hierzu Seite 16). Abgasnorm, die erst im Jahr 2014 EU-weit in Kraft treten wird, erfül- ternehmen, bei denen größere Streckenlängen als nur 50 Kilometer absolviert werden oder die als Sonder- bzw. Gelegenheitsverkehre nicht zu den regulären Liniennetzfahrten zählen. Solche Fahrten fallen bei den Wiesbadener Verkehrsbetrieben gar nicht mal so selten an: Man denke beispielsweise an die vielen Schul- oder Kindergartenausflugsfahrten sowie etwa an den alljährlichen ShuttlebusService für Konzertbesucher des Rheingau-Musik-Festivals. die Fertigstellung des neuen Busparkplatzes an der Westseite des Betriebsgeländes, genauer: an der Habsburgerstraße. Nach etwa halbjähriger Bauzeit war dort eine Abstellfläche für insgesamt 38 Busse (21 Gelenkzüge und 17 Solowagen) entstanden. Über sieben Parkspuren verfügt der neue Parkplatz; vier davon sind für Gelenk36 Linienbussen haben an der Habsburgerstraße auch die beiden ein neues, festes Zuhause gefunden. züge vorgesehen, drei Spuren sind Solowagen vorbehalten. Außer ESWE-Fahrschulbusse sowie die Fahrzeuge des Streckendienstes Im Berichtsjahr ging mit der turnusgemäßen Busneuanschaffung insgesamt 21 Fahrzeugen (18 Solowagen und drei Gelenkzüge), die im Zeitraum März bis Juni 2012 nach und nach neu auf die Straße kamen, befanden sich drei Solo-Busse, die – eine Premiere für eine Besonderheit in puncto Innenausstattung einher. Unter den Digitale Fahrtenschreiber und Videoanlagen Die insgesamt 21 neuen Busse des Jahres 2012 waren die ersten Fahrzeuge in Wiesbadens ÖPNV-Fuhrpark, die über einen digitalen schaffungen werden mit solchen hochmodernen Tachographen Fahrtenschreiber verfügen. Auch alle künftigen Fahrzeugneuanausgerüstet sein. Der Grund für diese Ausstattungsmaßnahme ist Wiesbaden – nach dem „Low Entry“-Prinzip konstruiert sind. Diese Bauart, eine Weiterentwicklung der seit vielen Jahren bewährten Niederflurtechnik, ist dadurch gekennzeichnet, dass der Bus nied- Für derartige Fahrten besitzt die oben genannte EU-Verordnung Tachographen in die 21 neuen Busse ermöglicht es den Busfahrern Gültigkeit. Der aus diesem Grund erfolgte Einbau der digitalen rige („low“), vollkommen stufenlose Einstiege („entry“) besitzt und aufweist – während der Heckbereich des Fahrgastraums über zwei Stufen im Mittelgang verfügt. Weitere Neuerung der „Low Entry“Busse: Im hinteren Wagenteil sind alle Sitzplätze in Fahrtrichtung angeordnet. für den gewerblichen Güter- oder Personenverkehr die Lenk- und Ruhezeiten für Fahrer von Fahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen regelt. ein rechtlicher: nämlich eine EU-Verordnung aus dem Jahr 2006, die nun ganz offiziell, mit ihrer jeweiligen Fahrerkarte auch Fahrten im Sonder- oder Gelegenheitsverkehr zu absolvieren. schäftigten war bereits 2011 im Zuge des Umbaus der Hauptpforte Der bisher an dieser Stelle gelegene Parkplatz für Privatautos von Bean der Gartenfeldstraße teilweise in den dortigen Mitarbeiterparkeiner neuen Zufahrt versehen worden war. im vorderen Wagenteil einen ebenfalls „niederflurigen“ Innenraum platz integriert worden, der zu diesem Zweck neu gestaltet und mit Jeder der 21 Busse, die 2012 neu in Dienst gestellten wurden, ver- fügt außerdem über eine Videoüberwachungsanlage. Diese kann zwischen Fahrgästen oder bei Übergriffen auf den Fahrer, die Täterzu solch einem Vorfall kommt, dienen die Videokameras – deren im Fall kritischer Situationen im Bus, etwa bei Gewalttätigkeiten Werkstattsanierung Nachdem im Technischen Betrieb die Jahre 2010 und 2011 von umfangreichen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen in den Werkstatthallen geprägt waren, blieben im Jahr 2012 nur noch kleinere ermittlung erheblich erleichtern. Aber auch ohne dass es tatsächlich Einsatz selbstverständlich allen datenschutzrechtlichen Bestim- mungen unterliegt – dem Sicherheitsgefühl der Fahrgäste. Insgesamt waren am Jahresende 2012 130 Wiesbadener Linienbusse mit einer Videoanlage ausgerüstet. möglichkeiten für die Kellerräume der Buswerkstatt geschaffen Ergänzungsarbeiten zu erledigen. So mussten neue Belüftungs- werden, denn die vorherigen Lüftungswege konnten infolge einer me nicht mehr genutzt werden. aus Brandschutzgründen vorgeschriebenen Abschottung der Räu- Zusätzlicher Busparkplatz Genau 233 Fahrzeuge umfasste Wiesbadens Linienbus-Fuhrpark am Jahresende 2012. Sowohl der Fahrzeuggesamtbestand als auch der angestiegen – ein Ergebnis der erfreulicherweise stetig zunehmenden Fahrgastzahlen. prozentuale Anteil der Gelenkbusse sind in den vergangenen Jahren Mehr und größere Busse benötigen allerdings auch mehr Stellfläche. Im Jahr 2004, als im Zuge der WiBus-Gründung innerhalb kurzer Zeit für rund 40 zusätzliche Busse Raum auf dem ESWE-Betriebs- das Platzproblem noch dadurch gelöst werden, dass die damalige gelände an der Gartenfeldstraße gefunden werden musste, konnte Parkordnung gemäß „Fischgrätenmuster“ in ein Blockaufstellungssystem umgewandelt wurde. Doch nur wenige Jahre später gab es abermals „parkplatzlose“ Busse – eine Entwicklung, die sich noch Werkstatthallen aus Feuerschutz- und anderen Sicherheitsgründen verschärfte, seit konsequent darauf geachtet werden muss, dass die 28 Betriebsbereiche Betriebsbereiche 29 Vertrieb Vertriebsaktivitäten Betreuungsroutine Das im Frühjahr 2010 in Zusammenarbeit mit dem Rhein-Main- Marketingaktivitäten Veranstaltungen Bei einer Vielzahl von Veranstaltungen und Festivitäten zeigte die untermauerte damit einmal mehr ihr Selbstverständnis, ein festes, ESWE Verkehrsgesellschaft auch im Jahr 2012 Präsenz und „Busverkehrsschule“ Verkehrsverbund (RMV) gestartete Projekt „Betreuungsroutine“, in dem es um ein kontinuierliches, festen Regeln folgendes Verfahren der Kundenbetreuung geht, konnte im Berichtsjahr, gut zwei Jahre nach seinem Start, eine positive Zwischenbilanz vorlegen. ESWE- Schon im vierten Jahr in Folge führte ESWE Verkehr 2012 ihre „Busverkehrsschule“ durch – abermals in Zusammenarbeit mit dem Wiesbadener Schulamt. Einmal mehr wurde dabei jungen Busnutes beim Fahren mit dem Bus zu beachten gilt. zern ganz praktisch und lebensnah erklärt und demonstriert, was sympathisch-„volksnahes“ Element des öffentlichen Lebens in • Zu nennen sind zum einen die verschiedenen von ESWE Wiesbaden zu sein: des Projekts in regelmäßigen Abständen – erstmals vier bis sechs Kunden, die Inhaber eines Abonnements sind, erhalten im Rahmen Wochen nach Abschluss des Abonnements und dann nach zehn und nach 22 Monaten der Abo-Laufzeit – wichtige Zusatzinformationen befragt. rund um ihr Abo und werden außerdem nach ihrer Zufriedenheit Verkehr eigeninitiierten Veranstaltungen, etwa das tra- ditionelle, besonders bei Familien beliebte Neroberg- fest Ende Mai sowie die Krimidinner-Erlebnistour „Krimi erfolgreiche vierte Saison hinlegte und als attraktive 83 Grundschul- sowie fünfte Klassen aus insgesamt 24 Wiesbade- im Bus“, die im Berichtsjahr mit insgesamt 15 Terminen eine Neuerung zudem mit zwei „Mottotagen“ aufwartete. „Busschulstunden“ wahr. Den 25- bis 30-köpfigen Schülergruppen die als „Bus-Lehrer“ fungierenden langjährig erfahrenen ESWE- ner Schulen nahmen im Berichtsjahr das Angebot der 45-minütigen wurden in kurzer Zeit die wichtigsten Inhalte vermittelt: So zeigten Fahrer beispielsweise anhand einer auf sicherem Terrain durchge- Die Zwischenbilanz ergab, dass fast 90 Prozent der telefonisch konsowohl mit dem Abonnement als Produkt als auch mit der Art und Weise der Kundenbetreuung zeigten. Gleichermaßen wünschten sich ebenfalls knapp 90 Prozent weitere telefonische Kontaktaufnahmen. Und drittens wird von den Kunden auch die Möglichkeit zu können: Etwa jeder dritte Kunde äußerte sich im Gespräch zu taktierten Kunden sich „zufrieden“ oder „weitestgehend zufrieden“ • Zum anderen beteiligte sich ESWE Verkehr auch 2012 wieder mit einem eigenen Infostand an der Rheingauer Weinwoche Möglichkeit, als Käufer des speziellen, besonders preis- im August. Mehr Weinfest-Besucher denn je nutzten die der Fahrt im Bus besonders gut festhalten sollte. führten Gefahrenbremsung sehr eindrucksvoll, warum man sich bei geschätzt, im Rahmen der Anrufe Anregungen oder Kritik loswerden günstigen „WeinfestTickets“ (das mit rund 24.200 verkauf- dem Vorjahr erzielte) oder aber als Abo-Inhaber einen Partnerwinzer zu genießen. ten Exemplaren ein Absatzplus von 13,6 Prozent gegenüber Gratis-Sekt oder -Wein bei einem der nunmehr 19 ESWE- Außergewöhnlich erfolgreich verlief die „Busverkehrsschule“ übri- gens mit jenen Schulklassen, denen auch körperlich beeinträchtigte Schüler angehörten. Gerade hier konnten viele Vorbehalte revidiert und das Selbstvertrauen der Kinder gestärkt werden. mindestens einem Thema rund um ESWE Verkehr, das ihn bewegte. Bei Kunden, die ihr Abonnement kündigen wollten, konnte die „Betreuungsroutine“ mittels Erforschung der Gründe und Aufklärung über mögliche Alternativangebote erreichen, dass der Anteil jener Kunden, • einer 2012 ebenfalls neu produzierten Broschüre, die die der Hochschule RheinMain zum Inhalt hatte. Ermöglicht „Mehr Bus für Wiesbadens Studenten“ lautete der Titel • Auch die „mobilen Bürgersprechstunden“ im Rahmen Broschüren bessere ÖPNV-Vernetzung der drei Wiesbadener Standorte wurde die bessere Anbindung durch die am 5. November 2012 der von ESWE Verkehr seit dem Jahr 2007 gemeinsam mit den Wiesbadener Tageszeitungen organisierten „VorOrt Eine Vielzahl gedruckter Informationsmaterialien wurde im Jahr 2012 neu entwickelt bzw. neu aufgelegt. Hier einige Beispiele: • Unter dem Motto „Klarmachen zur Umstellung!“ wurde in in Kraft getretene Verlängerung des Fahrtwegs der Linie 48 bis zum Nordfriedhof, von wo aus der Hochschulstandort „Unter den Eichen“ nur wenige Gehminuten entfernt ist. stand nahmen, deutlich gesteigert werden konnte. die von ihrer ursprünglichen Kündigungsabsicht letztlich wieder Ab- fortgesetzt. 2012 standen beispielsweise die Vororte auf Tour“-Veranstaltungsreihe wurden im Berichtsjahr einem Faltblatt der neue elektronische Fahrausweis „eTicket stellt. Einen der wichtigsten Inhalte bildete hierbei die deutliche Betonung der Sicherheits- und Datenschutzaspekte. Breckenheim, Nordenstadt, Rambach und Schierstein auf stets mit von der Partie. RheinMain“ mitsamt seinen Funktionen und Vorteilen vorge- „ESWEMANIA“ Neues Ticket dem Tourplan; Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller war Die Welt von ESWE Verkehr kann seit Mitte 2012 jeder InteressierBrettspiel „ESWEMANIA“ ist ein spannendes Taktikspiel rund ums es als „Bestem Busfahrer Wiesbadens“ gelingt, mit zwei Bussen te selbst nachspielen: Das im Unternehmen selbstentwickelte Die vom Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) zum 9. Dezember 2012 neu eingeführte „65 plus“-Jahreskarte, eine Spezialvariante des persönlichen Abonnements, fand auch in Wiesbaden rasch Anklang. • Die schrittweise Verlegung des europäischen Hauptquar tiers der US-Landstreitkräfte von Heidelberg nach Wiesba- den, die im Berichtsjahr konkretere Formen annahm, bildete den Anlass für die Entwicklung und die Produktion der neuen Broschüre „Go Downtown!“. Das englischsprachige Busfahren in Wiesbaden. Bis zu vier Spieler wetteifern darum, wem Das neue Ticket, dessen Inhaber überall dort, wo im RMV-Gebiet mindestens 30 Fahrgäste an acht Haltestellen im Wiesbadener Nahverkehrszüge fahren, aufpreisfrei stets den 1. -Klasse-Waggon Rechnung: Senioren sind heutzutage agiler, interessierter und unternehmungslustiger, kurz: mobiler denn je. nutzen darf, trägt einer wichtigen gesellschaftlichen Entwicklung Fallblatt informiert die sich neu in Hessens Landeshauptstadt ansiedelnden Soldaten und deren Familien nicht nur über das hiesige Nahverkehrsangebot im Allgemeinen und über Liniennetz aufzusammeln und die Passagiere schnellstmöglich zum Hauptbahnhof zu bringen. Der Spielplan in A2-Größe ist dem WiesHaltestellen „Rheinufer“, „Kirchgasse“ und „Nerotal“. badener Stadtbild nachempfunden und enthält unter anderem die die besten Verbindungen von den vier Wiesbadener „Housing wichtigsten Ticketangebote vor und präsentiert zudem im Areas“ zum Stadtzentrum im Besonderen, es stellt auch die Vorverkaufsstellen Im Berichtsjahr konnte die Zahl der externen Vorverkaufsstellen konstant bei etwa 70 Stück gehalten werden. Mit dieser Versorgungsdichte – bis in alle Vororte der Landeshauptstadt hinein – liegt Wiesbaden weiterhin deutlich über dem Niveau vergleichbarer Städte. Als „niedrigschwelliger“ Zugang zum Fahrausweisangebot ein wichtiges Werkzeug im vertrieblichen Instrumentarium der ESWE Verkehrsgesellschaft dar. • keiten. Rahmen von Ausflugstipps einige attraktive Sehenswürdig- Ebenfalls eine Neuerung des Jahres 2012 war die Broschüre „ESWEMANIA“ stellt eine gelungene Mischung aus beliebten Spieleklassikern wie „Monopoly“ und „Mensch ärgere Dich nicht“ dar. Der www.eswe-verkehr.de/eswemania besondere Clou: Das Spiel steht unter „Busfahren von Weihnachten bis Neujahr: Ihre ESWE-Linien einem handlichen Faltblatt zusammengefasst, alle beson- zum kostenlosen Online-Download zur Verfügung! Nach dem Herunterladen des 13-seitigen PDF-Dokuments müssen die A4-Bögen dann zusammengeklebt bzw. auseinandergeschnitten werden. mit den diversen Spielelementen lediglich farbig ausgedruckt und des Nahverkehrs stellt das engmaschige Netz der Vorverkaufsstellen machen keine Feiertagspause!“. Darin wurden, erstmals in deren Fahrplanregelungen, die in der Zeit vom 23. Dezember 2012 bis zum 2. Januar 2013 zum Tragen kamen, übersichtlich dargestellt – sowohl in textlicher als auch in tabellarischer Form. Sogar die Spielfiguren zum Selberbasteln sind in der Ausdruck-Variante von „ESWEMANIA“ enthalten; lediglich einen handelsüblichen Würfel muss man selbst noch beisteuern. 30 Betriebsbereiche Betriebsbereiche 31 Kundenkommunikation Internet- und Social-Media-Aktivitäten Online-Kanälen wurde im Berichtsjahr weiter ausgebaut und deutlich intensiviert. Hier das Wichtigste im Überblick: Die interaktive Kommunikation mit den Fahrgästen auf diversen YouTube-Videos Der im Frühjahr 2011 aus der Taufe gehobene eigene ESWE-VerkehrKanal auf der Online-Videoplattform YouTube entwickelte sich im wie informativen Unternehmensfilme, die man sich kostenlos Jahr 2012 weiterhin äußerst erfolgreich. Die ebenso unterhaltsamen eingebunden ist. Stellvertretend für die Fahrgäste begeben sich für die Reihe „ESWE Verkehr hautnah“ ein Video- und ein Printreporter in Situationen, die man in der Regel nur als ESWE-Mitarbeiter erlebt exklusiven, persönlichen, eben „hautnahen“ Erlebnisschilderungen werden dann auf doppelte Weise veröffentlicht: Jeder „Hautnah“- Hinweise zur Herkunft von „Schelmengraben“, „Im Hahn“, „Armen- ruhstraße“ etc. großer Beliebtheit bei den Nutzern. Immer mittwochs wird bei ESWE Verkehr auf Facebook ein neuer Namensursprung aufmittlung ganz bestimmter Haltestellennamen-Herkünfte geäußert werden – wovon ESWEs Facebook-Fangemeinde rege Gebrauch macht. >> www.facebook.com/esweverkehr E-Mail-Newsletter – beispielsweise als Busfahrer oder als Fahrer der Nerobergbahn. Die gedeckt, und selbstverständlich können hier auch Wünsche nach Er- Der kostenlose E-Mail-Newsletter für ESWE-Fahrgäste erschien im Berichtsjahr in 13 regulären Ausgaben, die jeweils etwa fünf Nachrichtenmeldungen enthielten, sowie in einer monothematischen Sonderausgabe zum warnstreikbedingten ÖPNV-Ausfall am 20. ansehen kann, bieten stets interessante, manchmal auch überra- im Monatsturnus – mit Ausnahme des Januars – kam im Berichts- schende Einblicke hinter die Kulissen von ESWE Verkehr. Regelmäßig Film wird von einer gedruckten Reportage zum selben Thema begleitet, die gleichzeitig im INFOMOBIL erscheint. >> www.youtube.com/esweverkehr März 2012. Die Anzahl der Newsletter-Abonnenten stieg von der Aus- gabe 01/2012 bis zur Ausgabe 14/2012 von 597 auf 997. Dieser Zuwachs um beachtliche 67 Prozent ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die Möglichkeit für Nutzer, den Newsletter zu beziehen, ohne gleichzeitig Mitglied der „Meine ESWE“-Online-Community zu sein, formularen auf eswe-verkehr.de sowie im Zusammenhang mit den angeklickten 2012er-Video entwickelte sich der im Februar eingestellnigung und Busbetankung alles geschieht, während die meisten te Clip „Nachts bei ESWE Verkehr“, der zeigt, was in Sachen Busrei- jahr jeweils ein neuer Film hinzu. Zum mit Abstand am häufigsten Facebook „Social-Media-Guidelines“ Menschen schlafen. Im August 2012 jährte sich der Start der ESWE-Verkehr-Fanpage im sozialen Online-Netzwerk Facebook zum ersten Mal. Die seither stetig wachsende Fan-Zahl beweist, dass die Hauptziele der Fahrgastmunizieren mit den Kunden, verknüpft mit dem Versprechen, ihre Neben automatisch veröffentlichten Themen, beispielsweise Die im Frühjahr 2011 erstmals unternehmensintern veröffentlichten Form neu aufgelegt und an alle Mitarbeiter von ESWE Verkehr, WiBus und EVS verteilt. Die 24-seitige Broschüre „Wissenswertes über Facebook, YouTube und Co.“ gibt wichtige Hinweise und Handlungsempfehlungen für die berufliche wie auch die private Nutzung von sozialen Online-Netzwerken wie Facebook, Flickr oder Twitter. „Social-Media-Guidelines“ wurden im Berichtsjahr in erweiterter deutlich intensiver beworben wurde – beispielsweise in den KontaktGewinnspielen der Fahrgastzeitschrift INFOMOBIL. Als Neuerung wurde im Berichtsjahr die Kategorie der „Hautnah- Videos“ kreiert. Diese sind Teil eines bimedialen Projekts, in das ne- kommunikation via Facebook – persönliches und authentisches KomFragen zeitnah und kompetent zu beantworten – erreicht wurden. ben ESWEs YouTube-Kanal auch die Fahrgastzeitschrift INFOMOBIL aktuellen News von der ESWE-Website sowie Hinweisen auf neue YouTube-Videos, werden auf der Facebook-Fanpage auch vielfältige eigenständige Inhalte kommuniziert, die sich dann viral weiterverbreiten. Hierzu zählen etwa Gewinnspiele, aber auch Themen, die – Guidelines“ insbesondere das Kapitel „Praktische Tipps“ deutlich Gegenüber der ersten Auflage wurde in den neuen „Social-Media- umfangreicher ausgestaltet. Dieses bietet jede Menge Detail-Infos, Diensten für sich herauszuholen, ohne dabei bestimmte Risiken – beispielsweise das ungewollte Zugänglichmachen persönlicher Daten gegenüber Dritten – einzugehen. ursprünglich aus einem der anderen Medienkanäle stammend – auf Facebook „verlängert“ werden. Bestes Beispiel ist die im Jahr 2012 im Fahrgastmagazin INFOMOBIL gestartete Artikelreihe „HaltestellenHeft schließlich auf der Facebook-Seite fortgesetzt wurde. Seither die es dem Leser ermöglichen, das Optimum aus den sozialen Online- namen-Herkunftserläuterungen“, die nach zwei Folgen im gedruckten erfreuen sich dort die von der ESWE-Redaktion selbstrecherchierten Topthema im Fahrgastmagazin INFOMOBIL, Ausgabe 3/12: „eTicket Rhein-Main“: Klarmachen zur Umstellung Die hier eingeklebte DVD enthält die elf ESWE-Verkehr-Unternehmens- videos, die im Jahresverlauf 2012 in (www.youtube.com/esweverkehr) der DVD das im Frühjahr 2013 erstellte Fahrgäste in 2012“ zu finden. Darin wie das Titelbild dieses Geschäftsist unter anderem dokumentiert, Video zum Thema „50 Millionen eingestellt wurden. Außerdem ist auf den YouTube-Kanal von ESWE Verkehr DVD ESWE Verkehr hat in Wiesbaden mit der schrittweisen Einführung des neuen elektronischen Fahrausweises namens „eTicket RheinMain“ begonnen. In den kommenden Monaten erhalten zunächst alle Inhaber eines Abonnements (inklusive „9-Uhr-Abo“) nach und nach das neue, scheckkartengroße „eTicket“ mit integriertem Speicherchip automatisch per Post nach Hause geschickt – bequem, einfach und kostenlos. Für das Verkehrsunternehmen selbst bedeutet die Umstellung eine deutliche Veränderung in den Betriebsabläufen. „Ihr Fahrausweis wird elektronisch“ – so einfach ist die bevorstehende Neueinführung des „eTicket Rhein-Main“ erklärt. Und um es ganz direkt zu sagen: Eigentlich ändert sich für den Fahrgast kaum etwas. Lediglich das Aussehen der gewohnten Papierfahrscheine, die die Inhaber eines Abonnements seit Jahren kennen und die sie bislang drei Mal pro Jahr zugesendet bekommen haben, ändert sich. Künftig erhalten die Nutzer dieses ESWE-Vorteilstickets einmalig ein scheckkartengroßes, volle fünf Jahre lang gültiges Plastikmedium mit integriertem Elektrochip zugesandt – und zwar rechtzeitig vor Ablauf der Gültigkeit des derzeitigen Fahrausweises und somit genau dann, wenn der individuelle Abrechnungszeitraum für das Abonnement neu beginnt. Auch was den Preis und die Produktwahl angeht, ändert sich nichts. berichts entstanden ist. Viel Spaß beim Anschauen! Weitere Informationen zu diesem Thema hält der vorliegende Geschäftsbericht auf Seite 18 bereit. 32 Betriebsbereiche Betriebsbereiche 33 Zeitschrift INFOMOBIL Die kombinierte Fahrgast- und Mitarbeiterzeitschrift INFOMOBIL, die ein Mal je Quartal erschien, wartete 2012 mit einer neuen Themenrubrik auf: Stellvertretend für die Leser begibt sich in den Artikeln eine Situation, die man normalerweise nur als ESWE-Mitarbeiter der neuen Reihe „ESWE Verkehr hautnah“ ein Reporter jedes Mal in erlebt – sei es als Busfahrer, als Fahrer der Nerobergbahn oder als auch im Berichtsjahr – dem siebten Jahr ihres Bestehens – regelmäßig Verbesserungsmanagement Das ebenfalls zum Bereich Kundenkommunikation gehörende Arbeitsgebiet Verbesserungsmanagement verzeichnete im Berichtsjahr einen leichten Anstieg der Zahl der von Fahrgästen eingereichten Verbesserungswünsche. Zum einen ist dies darauf zurückzuführen, dass auch für die Ansprache des Verbesserungs- managements seit einiger Zeit moderne elektronische Kommunikationskanäle zur Verfügung stehen, die schnell und einfach genutzt werden können und somit als besonders „niedrigschwellig“ anzu- Mobilitätsberater. Die „Hautnah“-Reihe ist ein bimediales Projekt: Jede Reportage im INFOMOBIL wird von einem Videofilm zum selben kehr veröffentlicht wird siehe (Seite 30: „YouTube-Videos“). Thema begleitet, der gleichzeitig im YouTube-Kanal von ESWE Ver- sehen sind. Zum anderen zeigt sich hier etwas sehr Naheliegendes: Der stetige Zuwachs der Fahrgastzahlen, mithin der zahlenmäßige zu der Situation, dass die Zahl jener Fahrgäste, die ein bestimmtes Vorkommnis zum Anlass einer Beanstandung nehmen, ebenfalls Anstieg der „Beförderungsfälle“, führt gewissermaßen automatisch Einen der inhaltlichen INFOMOBIL-Schwerpunkte bildete im Be- richtsjahr das Thema „eTicket“: Über die Einführung des neuen elektronischen Fahrausweises wurde in jeder der vier 2012er-Ausgaben berichtet. zunimmt – ganz einfach weil die Zahl der von ein und demselben konkreten Vorkommnis, etwa der Verspätung eines Busses, betroffenen Fahrgäste heute oft größer ist als noch vor einigen Jahren. Pressestelle Pressemitteilungen verfasst und an Journalisten versendet, außerDie Pressestelle von ESWE Verkehr hat im Berichtsjahr insgesamt 95 Im Berichtsjahr 2012 führte das Verbesserungsmanagement eine schwerdefällen“ untersucht wurde, wie andere Unternehmen der gungen hieraus flossen in die Arbeit des ESWE-Verbesserungsmakleine Feldstudie durch, in deren Rahmen mithilfe von „Testbe- ÖPNV-Branche auf kritisches Fahrgast-Feedback reagieren. Anrenagements ein. dem hat sie zahlreiche Pressetermine vorbereitet und durchgeführt. Hinzu kam auch 2012 wieder eine Vielzahl telefonisch und schriftlich beantworteter Journalistenanfragen – auch dies ein immens wich- tiger, weil ganz unmittelbarer Informationsservice gegenüber den Medien, der von diesen so erwartet wird. Die bereits vor einigen Jahren erfolgte Umbenennung des einstigen im Übrigen für einen sehr praxisorientierten Umgang mit Fahrgastzügig zu operationalisieren und in konkrete Serviceoptimierungen Rückmeldungen: Heute gilt es, die Inhalte solcher Rückmeldungen „Beschwerdemanagements“ in „Verbesserungsmanagement“ steht Eine Analyse der Medienresonanz ergab, dass – wie schon in den Jahren zuvor – die allermeisten Presseveröffentlichungen in Lokal- und Regionalmedien in Wiesbaden und Umgebung unmittelbar auf Aussendungen durch die Pressestelle zurückzuführen waren. Dies umzusetzen. belegt, dass die durchgeführten Presseaktivitäten einmal mehr sehr genau der Erwartungshaltung der adressierten Medienvertreter entsprachen. Ein rollender Kommunikationsvermittler Ob mit, wie hier, einer Dankeschön-Botschaft an die 50,4 Millionen Fahrgäste des Jahres 2012, oder ob mit klassischer Firmenwerbung für Produkte oder Dienstleistungen: Der ESWE-Bus befördert nicht nur Passagiere, er transportiert auch Kommunikation jedweder Art 34 Betriebsbereiche Betriebsbereiche 35 Personal (Stand: 31.12.2012, sofern nicht anders angegeben) • Belegschaftsstärke: 499 Mitarbeiter • Vollzeitarbeitsverhältnisse: 468 • Teilzeitarbeitsverhältnisse: 31 Personalstruktur und -statistik Zugehörigkeit der Mitarbeiter zu den Fachbereichen, Stabsstellen und anderen Unternehmensbereichen   Fahrdienst: 271 Mitarbeiter* Technischer Betrieb: 86 Mitarbeiter** Verkehrsplanung und Verkehrssteuerung: 35 Mitarbeiter Vertrieb: 25 Mitarbeiter Rechnungswesen: 22 Mitarbeiter*** Personal: 19 Mitarbeiter Geschäftsführung: 4 Mitarbeiter Betriebsrat: 3 Mitarbeiter Nerobergbahn: 4 Mitarbeiter**** Lokale Nahverkehrsaufgaben (LNO): 2 Mitarbeiter Arbeitssicherheit/Umweltschutz: 1 Mitarbeiter Stabsstelle „Innovative Projekte“: 1 Mitarbeiter an die ESWE Verkehr Service GmbH gestellt: 26 Mitarbeiter***** Personalqualifizierung „Geprüften Verkehrsfachwirt“, an der insgesamt 14 Mitarbeiter aus verschiedenen Fachbereichen der ESWE Verkehrsgesellschaft sowie der Schwestergesellschaft WiBus teilnehmen, war im Herbst des Berichtsjahres gewissermaßen „Halbzeit“. Am 10. Oktober 2012 absolvierten die Teilnehmer die schriftliche Prüfung in den Fächern „Kaufmännische Steuerung und Personalwirtschaft“ sowie „Verdie mündliche Prüfung. Während es im ersten Teil der Weiterbilkehrswirtschaft und Verkehrsdienstleistungen“; im Dezember folgte dung um theoretische Grundlagen ging, ist der zweite Teil der noch spezifischen Sachthemen und Fragestellungen orientiert. Für die im Herbst 2011 gestartete zweijährige Weiterbildung zum • Belegschaftsstärke im Jahresmittel: 504 Mitarbeiter • Neu hinzugekommene Mitarbeiter: 6 • Ausländische Mitarbeiter: 28 (5,6 Prozent) • Durchschnittsalter der Beschäftigten: 50 Jahre • Neu eingestellte Auszubildende: 5 • Schwerbehinderte Mitarbeiter: 60 (12,0 Prozent) • Bezahlte Überstunden: 13.111 • Krankheitsbedingte Fehlzeiten (Jahresdurchschnitt): 11,0Prozent • Nach Ausbildung übernommene Auszubildende: 3 (Stand: 31.12.2012) * Summe: 499 Mitarbeiter bis zum August 2013 dauernden Maßnahme an konkreten betriebs- ** angestellt, die insgesamt 357 Mitarbeiter beschäftigte. zuzüglich 13 Auszubildende (Kfz-Mechatroniker) Weitere 345 Busfahrer waren zum Stichtag bei der Schwestergesellschaft WiBus GmbH FQG) definierten Schulungsmodule stellten hierbei die zentralen Lerninhalte dar. Ein spezielles Augenmerk galt in diesem Zusammenhang auch der Einhaltung der vorgegebenen Fristen: Das EU-weit geltenden Berufskraftfahrerqualifizierungsgesetz (BKr- (Informationen zum Personalaufwand: siehe Seite 53) *** zuzüglich 6 Auszubildende (kaufmännische Berufe) Die berufsbegleitende Weiterbildung zum Verkehrsfachwirt, die **** zuzüglich 21 saisonal beschäftigte studentische Aushilfskräfte Mitarbeiter angestellt. Dank und Würdigung 2012 verließen insgesamt 24 Beschäftigte das Unternehmen: 19 gingen in Rente, fünf schieden infolge von Kündigung aus. ***** Zusätzlich waren bei der ESWE Verkehr Service GmbH zum Stichtag 39 eigene zwar in Kooperation mit der Akademie des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Mit ausschlaggebend dafür, die samstags im Unternehmen selbst, also „inhouse“ angeboten, und auch als IHK-Abschluss anerkannt ist, wird in Zeitblöcken freitags und BKrFQG schreibt vor, dass jeder Inhaber eines Lkw- oder Busführerscheins sich fortbilden muss – anderenfalls droht ihm die Gefahr, dass die Gültigkeit seines Führerscheins eines Tages nicht mehr verlängert wird. Die Gesetzesvorschrift gilt dabei nicht nur für Personalakquisition Um rechtzeitig und proaktiv dafür Sorge zu tragen, dass ESWE Verkehr auch künftig ihre Ausbildungsplätze im technischen und Qualifizierungsmaßnahme anzubieten, war für ESWE Verkehr im Jahr 2011 unter anderem gewesen, dass mit der Einführung des Gruppenleitermodells im Fahrdienst neue Stellen mit Führungsverantwortung und damit auch neue Aufgabengebiete mit neuen Anforderungen entstanden waren. aktive Busfahrer, sondern für jeden Besitzer einer entsprechenden Fahrerlaubnis. Bei ESWE Verkehr und der Schwestergesellschaft WiBus sind – all jene Führerscheininhaber mit eingerechnet, die in der Werkstatt oder in der Verwaltung arbeiten – rund 650 Personen von der Weiterbildungspflicht betroffen. 24 Mitarbeiter konnten im Berichtsjahr ihr 25-jähriges Dienstjubiläum feiern, vier Mitarbeiter blickten sogar auf 40 Jahre Betriebszugehörigkeit zurück. All ihnen, wie auch den Mit- gliedern des Betriebsrates sowie der gesamten Belegschaft, gilt der Dank des Unternehmens für ihre Leistungen und ihr Engagement. Berichtsjahr zum zweiten Mal in Folge an der von der Wiesbadener dungsmesse in den Rhein-Main-Hallen teil. A m 7. und 8. März Industrie- und Handelskammer jährlich veranstalteten Ausbil- im Verwaltungsbereich besetzen kann, nahm das Unternehmen im Personalaufbau Fünf junge Leute traten im Berichtsjahr ihre Berufsausbildung bei ESWE Verkehr an: Drei von ihnen werden in der unternehmensei- dige Weiterbildung absolviert und bei der Beantragung der nächsten Führerscheinverlängerung nachgewiesen werden. Die Fortbildung, die übrigens keiner Abschlussprüfung bedarf, ist modular aufgebaut; jedes der insgesamt fünf Module widmet sich einem eigenen Thema, heit und Gesundheit“. Je Modul ist eine Schulungsdauer von sieben meisten Fachleute, so auch die Experten der ESWE-Fahrschule, den zum Beispiel „Eco-Training“, „Markt und Image“ oder „Fahrgastsicher- Laut Gesetz muss innerhalb von fünf Jahren eine insgesamt 35-stün- Im Jahr 2012 musste die ESWE Verkehrsgesellschaft den Tod von drei aktiven Mitarbeitern sowie von zehn Pensionären betrauern. Das Unternehmen wird den Verstorbenen ein ehrendes Gedenken bewahren. konnten sich interessierte Schülerinnen und Schüler im Alter ab von den Verkehrsbetrieben angebotenen Berufsausbildungen 14 Jahre am ESWE-eigenen Präsentationsstand über die Inhalte der informieren. Die Messe fand 2012 gut drei Monate früher statt als Unternehmen die Möglichkeit zu bieten, eventuell noch freie Ausbilim Vorjahr; Ziel dieser Vorverlegung war es, den teilnehmenden genen Buswerkstatt zu Kfz-Mechatronikern ausgebildet (darunter die erste weibliche Werkstatt-Auszubildende seit 21 Jahren), zwei absolvieren im Verwaltungsbereich ihre Ausbildung zur Industriekauffrau bzw. zum Industriekaufmann. Stunden vorgesehen. Aus didaktischen Gründen empfehlen die Allgemeines Der Personalbereich, der innerhalb des Unternehmens eine klassische Querschnittsaufgabe darstellt, indem er umfassende interne Dienstleistungen für andere Fachbereiche sowie für die Geschäftsführung – und auch für die Schwestergesellschaft Aufgaben, die mit hohem zeitlichen Einsatz verbunden waren. WiBus – erbringt, erfüllte im Berichtsjahr eine Vielfalt von dungsplätze für das laufende Jahr zu besetzen. Nicht nur die für die Ausbildung zuständigen Mitarbeiter, sondern auch einige derzeitige Auszubildende des Unternehmens standen den Besuchern vor Ort Rede und Antwort. Wie schon 2011 verstand sich die ESWE-Messepräsenz dabei nicht nur als bloße Orientierungshilfe für Jugendliche, die sich noch unschlüssig sind, welchen Beruf sie später einmal ergreifen möchten; der Infostand sollte gen (inklusive Aushilfen). Darunter befanden sich 46 Personen, Beim Fahrpersonal kam es 2012 zu insgesamt 80 Neueinstellun- Fünfjahreszeitraum voll auszuschöpfen und somit jedes Jahr ein Modul zu absolvieren – was einen Tag Weiterbildung pro Jahr bedeutet. Landeshauptstadt Wiesbaden und den Sozialversicherungsträgern um anschließend im Fahrdienst der Schwestergesellschaft WiBus eingesetzt zu werden. in der ESWE-eigenen Fahrschule zu Busfahrern ausgebildet wurden, die in Kooperation mit der Kommunalen Arbeitsvermittlung der tenden Fristen und an seine gegebenenfalls noch fehlenden Fortbil- Jeder Führerscheininhaber wurde im Berichtsjahr an die einzuhal- dungsmodule erinnert. Dabei gilt für all jene, die ihren Führerschein Weiterbildung innerhalb der oben erwähnten fünf Jahre durchlaufen haben müssen, also bis spätestens zum 9. September 2013. Um der Modul-Fortbildung terminlich in Einklang zu bringen, gilt – je vor dem 9. September 2008 erworben haben, dass sie die 35-stündige im Hinblick auf die kontinuierliche Abstimmung mit Finanz- Hierzu zählte unter anderem ein umfangreicher Prüfaufwand ämtern und Berufsgenossenschaften. Auch die regelmäßige Aufbereitung und Darstellung von Personalkennzahlen, denen eine wichtige Aussagekraft bezüglich der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zukommt, zählten im Jahr 2012 zu den zentralen Leistungen des Personalbereichs. sich einen individuellen Wunschtext aussuchen, der dann in eine merksamkeitsstarken Werbemaßnahme: Jeder Besucher durfte Besonders gut gelang dies mithilfe einer ebenso originellen wie auf- auch ganz konkret potenzielle Bewerber von morgen ansprechen. Fahrer-Aus- und Fortbildung Neben der Ausbildung von 46 Berufsneueinsteigern (siehe oben: „Personalaufbau“) stand für die TÜV-zertifizierte Fahrschule der ESWE Verkehrsgesellschaft im Berichtsjahr abermals die Fortbildung der Busfahrer im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit. Die von dem seit 2008 jedoch die Gültigkeitsdauer der Fahrerlaubnis mit der Absolvierung nach Datum der nächsten Führerscheinverlängerung – eine zwei ist der allerletzte Termin, bis zu dem jeder Führerscheininhaber, durchgeführten BKrFQG-Weiterbildung erbracht haben muss. am Messestand aufgebaute Bus-Zielanzeige eingegeben wurde. grafieren lassen und das daraufhin vor Ort ausgedruckte Foto als Nun konnte sich der „Textwünscher“ vor „seiner“ Zielanzeige fotoErinnerung mit nach Hause nehmen. Jahre längere Übergangsfrist. Dies bedeutet: Der 9. September 2015 der auch künftig gewerblich Bus fahren möchte, den Nachweis der 36 Betriebsbereiche Betriebsbereiche 37 Rechnungswesen Controlling und Finanzbuchhaltung Im Rechnungswesen führten im Berichtsjahr verschiedene besondere erhöhten Arbeitsaufwand. Beispielsweise erforderte die intensiHerausforderungen zu einem gegenüber den Vorjahren deutlich Luxemburger Urteil auf Unternehmen, die zum Beispiel ihrer Größe und Leistungspalette nach dem Branchendurchschnitt entsprechen und zudem gut geführt werden. Fremdleistungen In seiner Eigenschaft als klassische Querschnittsaufgabe oblag es dem Rechnungswesen auch im Jahr 2012, als interner Dienstleister die – und insbesondere natürlich auch die Geschäftsführung – bei der Stellen in Anspruch genommenen kaufmännisch- buchhalterischen Services. Zu den externen Kunden zählten im Berichtsjahr abermals das Tochterunternehmen ESWE Verkehr Servicegesellbund Mainz-Wiesbaden (VMW) sowie verschiedene Ämter und Einrichtungen der Wiesbadener Stadtverwaltung. schaft (EVS), das Schwesterunternehmen WiBus, der Verkehrsver- vierte Bearbeitung der Wirtschaftsplanprozesse, die infolge aktuell entstandener Aufgabenstellungen notwendig geworden war, ein größeres Zeitkontingent. Auch die Fülle von Geschäftsprozessen, die weises „eTicket“ zu regeln und zu koordinieren waren – hierbei ist anderen Fachbereiche und Stabsstellen der ESWE Verkehrsgesellschaft Erfüllung ihrer jeweiligen Aufgaben zu begleiten und zu unterstützen. Ebenfalls gehörten zu den vom Rechnungswesen erbrachten unterstützenden Tätigkeiten auch 2012 wieder die von diversen externen Die Voraussetzung, ein „durchschnittliches, gut geführtes Unzurückliegenden Jahren stets erfüllt. Und obschon die Wirt- im Zusammenhang mit der Einführung des elektronischen Fahrausinsbesondere die Software-Einführung zu erwähnen –, band im Jahr ternehmen“ zu sein, hat die ESWE Verkehrsgesellschaft in den schaftlichkeitsuntersuchungen gemäß dem „K 4“-Kriterium nur 2012 viel Arbeitskraft und -zeit. Ebenfalls eine Neuerung gegenüber den Vorjahren stellte ein sächlich geschieht dies, um praktisch jederzeit Gewissheit über Verkehr in jedem Jahr dem aufwändigen Prüfverfahren. Haupt- im Drei-Jahres-Turnus vorgeschrieben sind, unterzieht sich ESWE gesellschaft zusammen mit etwa zehn anderen Verkehrsunternehmen ähnlicher Größe bestimmte Wirtschaftsdaten auf Basis der Kennzahlen des Jahres 2011 einer überregionalen Vergleichsanalyse Benchmarking-Projekt dar, in dessen Rahmen die ESWE Verkehrs- im Berichtsjahr initiiertes und auf den Weg gebrachtes offenes zu können. auf eventuelle wirtschaftliche Risiken möglichst früh reagieren die wichtigsten wirtschaftlichen Kenndaten zu besitzen und so unterzog. Zusätzliche Bearbeitungszeit beanspruchte schließlich auch der Mehraufwand beim Verbuchen von Einnahmen, der mit bei der Jahresgesamtzahl der Fahrgäste einherging. Testat ausstellen kann, müssen vom Rechnungswesen zuvor sämt- „K 4“-Beurteilung durchführen und daraufhin das erforderliche Damit das beauftrage Wirtschaftsprüfungsunternehmen die dem überaus erfreulichen Überschreiten der 50-Millionen-Grenze liche relevanten Daten, insbesondere die Produktivitätskennzahlen, aufwändig aufbereitet werden. Diese umfassende Aufgabe wurde auch 2012 erfolgreich bewältigt. Eine Herausforderung ganz anderer Art, zumal eine mit besonders traurigem Hintergrund, entstand im April 2012 durch den plötzlichen Tod des Leiters der Arbeitsgruppe Finanzbuchhaltung. Mit Dieselpreis-Absicherung Angesichts von rund sechs Millionen Litern Dieselkraftstoff, die die Bus in jedem Jahr verbrauchen, stellt Planungssicherheit bezüglich knapp 235 Fahrzeuge des Bus-Fuhrparks von ESWE Verkehr und Wi- ihm ging ein immens wichtiges Bindeglied für die Arbeitsprozesse im Rechnungswesen verloren; vor allem aber hinterließ der allseits geschätzte Mitarbeiter menschlich eine nicht zu schließende Lücke. des Kraftstoffpreises einen enormen wirtschaftlichen Vorteil dar Entwicklung der Benzin- und Dieselpreise auch im Jahr 2012 fort– zumal sich die sprunghafte und daher nur schwer kalkulierbare „K 4“-Untersuchung Die Untersuchung der Wirtschaftlichkeit der ESWE Verkehrsgesellschaft – eine der zentralen Aufgaben des Rechnungswesens, die stets in enger Zusammenarbeit mit den vom Unternehmen beauftragten exfalls unter intensivierten Anforderungen statt. Einmal mehr spielte ternen Wirtschaftsprüfern erbracht wird – fand im Berichtsjahr ebenhierbei das sogenannte „Vierte Kriterium“ eine entscheidende Rolle. Absicherung des Dieselpreises noch auf sogenannte „Swap“-Verträge gesetzt, die mit verschiedenen Bankhäusern abgeschlossen worden waren und erfolgreich dazu führten, dass die Kraftstoffkostensi- setzte. Hatte ESWE Verkehr in den Jahren 2009, 2010 und 2011 zwecks Topthema im Fahrgastmagazin INFOMOBIL, Ausgabe 4/12: Luxemburg gefällten Urteil entstammt, definiert einen Rechtsrahmen, haben, wenn sie im schärfer werdenden Wettbewerb der Verkehrsanbieter bestehen und somit ihre Arbeitsplätze sichern wollen. Das „K 4“-Kriterium legt fest, dass ein Verkehrsunternehmen als sein muss, wenn es ÖPNV-Leistungen erbringen möchte. Das an dem sich Verkehrsunternehmen wie ESWE Verkehr zu orientieren wird und einem im Jahr 2003 vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Dieses Kriterium, das meist abgekürzt als „K 4“-Kriterium bezeichnet einem Diesel-Lieferanten wurde für die Dauer des gesamten Kalenben. derjahres ein konkreter Festpreis pro Liter vertraglich festgeschrie- beschritt das Unternehmen im Berichtsjahr einen neuen Weg: Mit tuation in einem kalkulierbaren Rahmen gehalten werden konnte, Neues im Fahrplan – diesmal auch am Rosenmontag Es ist wie in jedem Jahr: Dem Jahreswechsel geht drei Wochen zuvor, am zweiten Sonntag im Dezember, der Fahrplanwechsel im öffentlichen Nah- und Fernverkehr voran. Diesmal ist der 9. Dezember der entscheidende Stichtag; er gilt bundes-, teils sogar europaweit, und somit auch im Rhein-Main-Verkehrsverbund und in Wiesbaden. Allerdings gibt‘s für die Landeshauptstadt diesmal eine terminliche Besonderheit. Die üblicherweise mit dem FahrplanwechselStichtag einhergehenden Fahrplananpassungen werden bzw. wurden bei ESWE Verkehr diesmal auf zwei Termine verteilt: Der erste Teil der Änderungen ist bereits in Kraft getreten, nämlich am 5. November 2012; der zweite Teil wird am 11. Februar 2013, also am Rosenmontag, wirksam werden. Daher gilt: Bis zum 10. Februar 2013, dem Fastnachtssonntag, besitzt für alle ESWE-Linien weiterhin der 2012er-Fahrplan Gültigkeit! Diese Sonderregelung gilt auch für die zwischen Wiesbaden und Mainz verkehrenden Linien 6, 28, 33, 45, 47 und N7, aber – Achtung! – nicht für die Linie 9, obgleich sie ebenfalls zu den Wiesbaden-Mainzer Gemeinschaftslinien gehört. Im Vergleich mit den „Swap“-Geschäften bietet das Festpreisverfahren betriebswirtschaftliche Vorteile; gleichzeitig bleibt der Positiveffekt unverändert erhalten: ESWE Verkehr konnte und kann über „durchschnittliches, gut geführtes Unternehmen“ anerkannt Komma in der vom EuGH gewählten Formulierung ist dabei von einen langen Zeitraum mit einem unveränderten Einkaufspreis kalkulieren und gewinnt dadurch ein Mehr an Planungssicherheit, was maßgeblich zur wirtschaftlichen Solidität des Unternehmens beiträgt. men, das nur „durchschnittlich gut“ geführt wird; vielmehr zielt das großer Bedeutung: Gemeint ist nämlich mitnichten ein Unterneh- Weitere Informationen zu diesem Thema hält der vorliegende Geschäftsbericht auf Seite 24 bereit. 38 Betriebsbereiche Betriebsbereiche 39 Nerobergbahn Passagierrekord Im Berichtsjahr konnte die von ESWE Verkehr betriebene Nerobergbahn, Wiesbadens romantischstes und gleichzeitig „schrägstes“ Wahrzeichen, abermals einen eindrucksvollen Passagierrekord verFahrgäste mit Deutschlands ältester und Europas zweitältester Feste und Messen Zu den 2012er-Höhepunkten zählten zwei „Traditions-Events“: Ebenso wie das Nerobergfest am 27. Mai bescherte auch das Hallo- zeichnen: Insgesamt fuhren von April bis Oktober 2012 genau 292.510 wasserballastbetriebenen Drahtseil-Zahnstangenbahn vom Nerotal aus hinauf auf Wiesbadens Hausberg und wieder herunter. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutete dies einen Zuwachs um mehr als ween-Kinderfest am 28. Oktober der Nerobergbahn enorme Aufmerksamkeit. Gerade die schaurig-fröhliche Halloween-Feier, die schon zum zehnten Mal in Folge den herbstlichen Saisonabschluss der Bahn markierte, bot allerlei optische Reize – tummelten sich doch an diesem Tag jede Menge Hexen, Gespenster, Vampire und Zauberer sowie andere erschreckende Gestalten auf Wiesbadens Hausberg. und ehrenamtlichen Helfern des Nerobergbahn-Fördervereins. Organisiert worden war das Grusel-Fest wie stets von Mitgliedern hervorragenden 8,3 Prozent. 22.500 Passagiere; die Steigerungsrate gegenüber 2011 lag somit bei Der starke Anstieg der Jahresgesamtpassagierzahl hat verschiedene Ursachen; unter anderem sind das durchweg gute „Bahnwetter“ während der Saison (sonnig, aber nicht zu heiß), das weiter inten- Eine echte Premiere bedeutete im Jahr 2012 die Teilnahme der sivierte Marketing sowie die in Wiesbaden allgemein angestie- nalen Bustouristikverband RDA organisierten Branchentreff gelang Bahn zu wecken und das gesamte Neroberggebiet als attraktiven es, bei zahlreichen Veranstaltern von Busreisen Interesse für die Nerobergbahn an der RDA-Messe in Köln. Auf dem vom Internatio- genen Übernachtungszahlen zu nennen. Denn das Gros der Fahrgäste stellte auch 2012 wieder die Gruppe der in- wie auch ausländischen Touristen; ihr Anteil an der Gesamtzahl der Passagiere lag abermals bei etwa 80 Prozent. Nicht wenige der Gäste von außerhalb der Landeshauptstadt beriefen sich bei ihrem Besuch auf einen oder mehrere der zahlreichen Medienberichte, die im Berichtsjahr des japanischen Fernsehens drehte 2012 am Neroberg Bilder für sehenswertes touristisches Highlight präsentiert wurde. Stopp für Busreisende zu präsentieren. Jubiläumsvorbereitungen für das 125-jährige Bahnjubiläum im September 2013 wurden auch im Berichtsjahr fortgeführt, und zwar mit deutlich wachsender Intensität. So wurde mit den Planungen für eine umfangreiche Jubiläums-Agenda begonnen – mit dem Ziel, dass im Jahr 2013 Die bereits im Jahr 2009 in Angriff genommenen Vorbereitungen Werke wurde auf den 1. März 2013 terminiert; als Ort der Filmpreisvielen Cineasten als Deutschlands schönstes Kino gilt. gala konnte Wiesbadens „Caligari Filmbühne“ gebucht werden, die einmal mehr die Nerobergbahn zum Thema hatten. Selbst ein Team eine Reisereportage, in der den Zuschauern die Nerobergbahn als wirksame Veranstaltung oder Aktion rund um die Nerobergbahn verstreichen soll. zwischen April und Oktober kein Monat ohne eine öffentlichkeits- FILMWETTBEWERB Auch die planerischen Vorbereitungen für die erstmalige, in Präsenz der Nerobergbahn auf der weltgrößten Tourismusmesse ITB im März 2013 in Berlin begannen bereits im Lauf des Berichtsjahres. Kooperation mit dem Wiesbadener Stadtmarketing zu realisierende Filmwettbewerb Ein ganz besonderes Element im Rahmen der Vorbereitungen auf das Jubiläumsjahr 2013 stellte der im Frühjahr 2012 gestartete Kulturamt und der Wiesbadener Filmkreis riefen gemeinsam alle Hobbyfilmer auf, ein maximal 15-minütiges Video über die Nero- Nerobergbahn-Filmwettbewerb dar. ESWE Verkehr, das städtische bergbahn zu drehen, in dem die ganze Faszination des historischen Gefährts zum Ausdruck kommt. Nach dem Einsendeschluss des Wettbewerbs am 12. Dezember Am 1. März 2013 um 20 Uhr Filmprämierung und Kartenkauf in der Caligari FilmBühne begann eine fachkundig besetzte Jury mit der Sichtung und BewerGewinner, die offizielle Prämierung der Preisträger, die Übergabe tung der insgesamt 16 eingereichten Beiträge. Die Bekanntgabe der der Preisgelder und die öffentliche Erstaufführung der siegreichen MEHR INFOS AN DER NEROBERGBAHN ODER UNTER www.eswe-verkehr.de/filmwettbewerb 40 Betriebsbereiche Betriebsbereiche 41 ESWE Verkehr Servicegesellschaft Allgemeines Die zum Jahresbeginn 2010 gegründete ESWE Verkehr ServicegesellTätigkeitsfeldern unter Beweis, dass sie sich zu einer flexiblen und siger Problemlösungskompetenz entwickelt hat. schlagkräftigen „Schnelleingreiftruppe“ mit hoher und zuverlässchaft, kurz: EVS GmbH, stellte auch im Berichtsjahr 2012 auf vielerlei Beauftragung durch die Stadt Wiesbaden streifen“ unterwegs. Im Rahmen einer mittlerweile über das Jahr Bereits seit Herbst 2011 sind in Wiesbaden sogenannte „Bus- Schwerbehindertenzählung Ein weiteres Tätigkeitsfeld der EVS im Berichtsjahr stellte die sogeMaßnahme bestand darin, dass gemäß Sozialgesetzbuch IX schwerentgeltlich befördert werden. Die dadurch bei den ÖPNV-Anbietern vom jeweiligen Bundesland erstattet; die Berechnungsgrundlage dieser Erstattung bildet ein vom Land errechneter Durchschnittsbehinderte Menschen im Öffentlichen Personennahverkehr unnannte „Schwerbehindertenzählung“ dar. Der Hintergrund dieser EVS-Mitarbeitern begleitet, die zuvor erfolgreich eine Ausbil- Stadtpolizei, wenn sie im ÖPNV-Umfeld im Einsatz sind, von drei 2012 hinaus verlängerten Kooperation werden Angehörige der Nach der Unternehmensgründung Anfang 2010 hatte zunächst dung zum Ordnungspolizisten absolviert hatten. Die gemischten ausschließlich die Fahrausweisprüfung auf der Aufgabenagenda der EVS gestanden. Schnell jedoch kamen zahlreiche weitere Bereiche hinzu: So fallen heute beispielsweise auch der Betriebsschutz inklu- Doppelstreifen kümmern sich beispielsweise darum, dass die dem blockiert werden – was leider immer wieder vorkommt und so zu entstehenden Einnahmeausfälle werden den Verkehrsunternehmen ÖPNV vorbehaltenen Busfahrspuren nicht von anderen Fahrzeugen Verspätungen im Linienverkehr führen kann. Indem die „Busstrei- Prozentsatz. Kann ein Verkehrsunternehmen jedoch belegen, dass te größer ist als der vom Land festgelegte Pauschalsatz, kann ein sive der Pförtnerei sowie die Unterhaltsreinigung des Firmengebäuin die Zuständigkeit der EVS. Darüber hinaus erbringt die Service- des von ESWE Verkehr, des Betriebsgeländes und der Buswerkstätten gesellschaft innerhalb der ESWE-Unternehmensfamilie allgemeine Dienstleistungen unterschiedlichster Art: seien es Fahrdienste, sei es die Unterstützung bei Marketingaktionen und Großveranstal- fen“ durch ihre Kontrollen die Schnelligkeit des Busverkehrs sichern, tragen sie insgesamt zur Attraktivitätssteigerung des ÖPNVs in der Landeshauptstadt bei. auf seinen Linien der Prozentanteil der schwerbehinderten Fahrgäshöherer Erstattungsbetrag geltend gemacht werden. Genau aus durchführen: Das Unternehmen rechnete mit einer deutlichen Mehreinnahme. diesem Grund ließ ESWE Verkehr 2012 eine entsprechende Zählung Im Berichtsjahr 2012 wurde der Zusammenarbeit zwischen der Stadt Wiesbaden und der ESWE Verkehr Servicegesellschaft ein neues Tätigkeitsfeld hinzugefügt: Drei weitere EVS-Mitarbeiter werden nun eingesetzt, um im Bereich des Individualverkehrs den sogenannten Fahrzeuge zählen. „ruhenden Verkehr“ zu überwachen, wozu hauptsächlich parkende schule“ (siehe hierzu Seite 29). tungen, sei es die Kinderbeaufsichtigung im Rahmen der „Busverkehrs- Somit führten Mitarbeiter der EVS – unterstützt von zusätzlich schiedlichen Zeitintervallen zwischen März und November die angeworbenen, speziell geschulten Hilfskräften – in fünf unterZählung der schwerbehinderten Fahrgäste in Form repräsenta- Aber auch externe Kunden können die Dienste der EVS buchen: Der ner Stadtverwaltung. Seither sind es EVS-Mitarbeiter, die Wiesbadens Parkscheinautomaten entleeren. erste Großauftrag von außerhalb ESWEs kam 2011 von der Wiesbade- Einen zusätzlichen Beleg dafür, dass die EVS im sogenannten „Drittgeschäft“ auch und gerade für externe Kunden – konkretes Beispiel ist eben die Stadt Wiesbaden – ein attraktiver Dienstleistungspartner ist, liefert eine weitere Beauftragung: Seit Mitte 2012 erbringen EVSAngestellte regelmäßige Chauffeurdienste für Wiesbadens politische vorsteher Wolfgang Nickel, sowie für Bürgermeister Arno Goßmann. praktisch rund um die Uhr gearbeitet, und das auf allen Linien an tiver Datenerhebungen durch. Dabei wurde im Dreischichtbetrieb allen Wochentagen. Mit dieser Komplettabdeckung konnte erreicht werden, dass empirisch „saubere“ Zählresultate generiert wurden, die dem Anspruch der Repräsentativität tatsächlich genügten und entsprechend „belastbar“ waren. Prominenz, nämlich für den ersten Bürger der Stadt, Stadtverordneten- Entwicklung der Beschäftigtenzahl der EVS 67 65 38 25 8 17 Januar 2010 39 29 Januar 2012 26 Dezember 2012 EVS-eigene Mitarbeiter von ESWE Verkehr gestellte Mitarbeiter 42 Jahresabschluss Jahresabschluss 43 jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012 Hessenweit beispielgebend Stark auch in der Region: Der RheinMain-Verkehrsverbund, der einen Großteil Hessens abdeckt, vermeldete in seinem Gebiet für das Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der Jahresgesamt-Fahrgastzahl von 703 auf 705 Millionen. Allein ein Viertel dieses Zwei-Millionen-Zuwachses steuerte ESWE Verkehr bei – mit ihrem Passagierplus von 0,5 Millionen 44 Jahresabschluss Jahresabschluss 45 Bilanz zum 31. Dezember 2012 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012 AKTIVA A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen III. Finanzanlagen Anhang (1) (2) (3) (4) 31.12.2012 Te 31.12.2011 Te 1. Umsatzerlöse Anhang (13) (14) (15) (16) (17) (18) (19) (20) (21) (22) 2012 Te -18 4 7.920 27.221 26.960 5.689 7.863 110 -878 -16.343 0 0 44.252 2011 Te 44.133 18 1 8.822 24.587 27.247 5.518 8.770 65 -735 -13.818 72 -72 31 13.921 0 243 38.431 328 39.002 222 37.908 375 38.505 2. Bestandsveränderungen 3. Andere aktivierte Eigenleistungen 4. Sonstige betriebliche Erträge 5. Materialaufwand 6. Personalaufwand B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (5) (6) (7) 440 4.276 729 5.445 C. Rechnungsabgrenzungsposten (8) 25 44.472 443 2.336 816 3.595 17 42.117 7. Abschreibungen 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 10. Zinsergebnis 11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 12. Außerordentliche Aufwendungen 13. Außerordentliches Ergebnis 14. Sonstige Steuern 15. Erträge aus Verlustübernahme 16. Jahresergebnis (23) (24) 31 16.374 0 PASSIVA A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital II. Kapitalrücklage Anhang (9) 31.12.2012 Te 31.12.2011 Te 1.500 2.305 3.805 1.500 2.305 3.805 12.799 23.029 2.484 42.117 B. Rückstellungen C. Verbindlichkeiten D. Rechnungsabgrenzungsposten (10) (11) (12) 11.648 26.798 2.221 44.472 46 Jahresabschluss Jahresabschluss 47 anhang für das Geschäftsjahr 2012 der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2012 wird nach den Rechnungslegungsvorschriften des HandelsHaftung aufgestellt. gesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend Gesellschaften mit beschränkter Für abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 150 a und 1.000 a lagen, wurden in den Vorjahren Sammelposten (Pool) gebildet, die inklusive des Anschaffungsjahres über fünf Jahre abgeschrieben wurden. Ab dem 1. Januar 2011 wird diese Poolbildung nicht mehr vorgenommen. Die Sammelposten der Jahre 2008 bis 2010 laufen bis zum Ende aus, sodass der letzte 2014 vollständig abgeschrieben ist. Es gelten gemäß § 267 Abs. 3 HGB die Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen In 2012 werden für abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände, die einer selbstständigen Nutzung schreibungen vorgenommen; über diesem Wert liegend werden sie nach der Nutzungsdauer linear abge- weiteren Abschnitten des Anhangs gesondert ausgewiesen und erläutert. Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten sind in den sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Darüber hinaus sind der Klarheit der Darstellung wegen in der fähig sind und deren Anschaffungskosten bis 410 a betragen (Geringwertige Wirtschaftsgüter), Sofortab- schrieben. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Mit der WVV Wiesbaden Holding GmbH als herrschendem Unternehmen besteht ein Ergebnisabführungsvertrag (Vertrag vom 29. August 2000). Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen zu Anschaffungskosten bewertet. Verzinsliche Ausleihungen sind zum Nennwert, unverzinsliche zum Barwert angesetzt. Hierbei wird ein Zinssatz von 5,5 Prozent p. a. zugrunde gelegt. Die Vorräte werden zu durchschnittlichen fortgeschriebenen Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips nach dem Grundsatz der Einzelbewertung angesetzt. Bestandsrisiken aufgrund getragen. verminderter Verwertbarkeit oder langer Lagerdauer wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung Mit der ESWE Verkehr Service GmbH als beherrschtem Unternehmen besteht ein Ergebnisabführungsvertrag (Vertrag vom 17. November 2011). Bei den grundsätzlich zum Nennwert bilanzierten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem Ausfallwagnis bei 1 Prozent des Nettoforderungsbestandes Rechnung getragen. den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird mit einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten erfasst und werden linear nach ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen kosten und angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten; Fremdkapitalzinsen sind nicht einbezogen. Erhaltene Kapitalzuschüsse werden bei den Zugängen gekürzt. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzel- Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. (§§ 254, 279 Abs. 2 HGB a.F.) bisher die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Mit Inkrafttreten besondere Fahrzeuge, die nicht dem Personenverkehr dienen, wurde vereinzelt aus steuerlichen Gründen des BilMoG ist die umgekehrte Maßgeblichkeit der Steuerbilanz für die Handelsbilanz zwar entfallen, die Gesellschaft hat sich jedoch entschieden, von dem in der Übergangsregelung nach Art. 67 Abs. 4 EGHGB vorgesehenen Wahlrecht zur Fortführung der bisherigen Wertansätze unter Anwendung der für sie bis zum Inkrafttreten des BilMoG geltenden Vorschriften Gebrauch zu machen. Die degressive Abschreibung dieser Vermögensgegenstände, deren Restbuchwerte sich zum 31. Dezember 2012 auf insgesamt 9 T a belaufen, Für die vor dem 1. Januar 2008 zugegangenen beweglichen Gegenstände des Sachanlagevermögens, ins- Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmaBerücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen thematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezembei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 5,04 Prozent (Vorjahr: 5,14 Prozent). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden unverändert Rentensteigerungen von jährlich 2,0 Prozent zugrunde gelegt. ber 2012 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich wird daher fortgeführt. Im Vergleich zur linearen Methode ergeben sich dabei nur unwesentliche Mehrabschreibungen. 48 Jahresabschluss Jahresabschluss 49 Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen errechnet. Die Rückstellungen vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 5,04 Prozent (Vorjahr: 5,14 Prozent). Die Preis- und Kostensteigerung wurde unverändert mit 2,00 Prozent p. a. angenommen. Die Gesellschaft hatte zum 31. Dezember 2009 Aufwandsrückstellungen nach § 249 Abs. 2 HGB, im Wesentlichen für Reparaturen bzw. wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2012 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der (2) Immaterielle Vermögensgegenstände (3) Sachanlagen Bei den Zugängen in Höhe von 64 T a handelt es sich vorwiegend um Software -Lizenzen für FAKS II und Netzplanung. künftig ein Passivierungsverbot, die Gesellschaft macht jedoch von dem in der Übergangsregelung von Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB vorgesewert der zum 31.Dezember 2012 noch bilanzierten Aufwandsrückstellungen beträgt 3.117 T a . Instandhaltungen, im Umfang von 6.620 T a gebildet. Nach der Neuregelung durch das BilMoG besteht für diese Innenverpflichtungen zwar Die Zugänge des Berichtsjahres in Höhe von 6.180 T a betreffen im Wesentlichen Fahrzeuge für den Personenverkehr (5.364 T a ). Die Zugänge für Anlagen im Bau (358 T a ) resultieren hauptsächlich aus der Errichtung eines Busparkplatzes (353 T a ). henen Wahlrecht zur Beibehaltung und Fortführung der Rückstellungen unter Anwendung der bisherigen Regelungen Gebrauch. Der Buch- (4) Finanzanlagen Name und Sitz der Gesellschaft Buchwert 31.12.2012 Te KapitalAnteil % Eigenkapital Jahresergebnis 31.12.2012 Te 2012 Te 0 Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben bzw. Einnahmen erfasst, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Anteile an verbundenen Unternehmen Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten zeigt der nachfolgende Anlagenspiegel . ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN Vortrag zum 01.01.2012 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2012 Vortrag zum 01.01.2012 ESWE Verkehr Service GmbH, Wiesbaden Beteiligungen Verkehrsverbund Mainz-Wiesbaden GmbH, Wiesbaden 100 100,0 106 26 50,0 52 0 ABSCHREIBUNGEN Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Stand am 31.12.2012 BUCHWERTE 31.12.2012 31.12.2011 Mit der ESWE Verkehr Service GmbH besteht seit dem 1. Januar 2011 ein Ergebnisabführungsvertrag. (5) Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 31.12.2012 Te 440 440 31.12.2011 Te 443 443 Te Te Te Te Te Te Te Te Te Te Te I. Immaterielle Vermögensgegenstände 930 64 6 0 988 708 43 6 745 243 222 II. Sachanlagen 1. 2. 3. 4. 5. Grundstücke und grundstücks- gleiche Rechte einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Fahrzeuge für Personenverkehr Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 43 85.849 358 6.180 6.244 0 4.178 4.184 -43 0 0 358 87.851 88.839 0 47.941 48.649 0 5.646 5.689 0 4.168 4.173 0 49.420 50.164 358 38.431 38.674 43 37.908 38.130 13.195 358 530 0 13.023 8.235 854 519 8.570 4.453 4.959 19.835 573 52.204 100 0 5.364 7 0 3.642 43 0 0 19.971 573 53.926 12.053 295 27.358 323 44 4.425 7 0 3.642 12.370 339 28.141 7.601 234 25.785 7.781 278 24.846 Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen handelt es sich im Wesentlichen um Lagermaterialbestände für den Betriebs- und Instandhaltungsbereich der Fahrzeuge der Gesellschaft. (6) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Forderungen gegen die Landeshauptstadt Wiesbaden Sonstige Vermögensgegenstände 31.12.2012 Te 987 1.966 93 382 848 4.276 31.12.2011 Te 1.054 48 84 207 943 2.336 Summe immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 86.779 III. Finanzanlagen 1. 2. 3. Anteile an verbundenen Unternehmen Beteiligungen Sonstige Ausleihungen 26 250 376 0 33 33 6.277 0 81 81 4.264 0 0 0 0 26 202 328 89.167 0 0,1 0,1 48.649 0 0 0 5.689 0 0 0 4.173 0 0,1 0,1 50.165 26 202 328 39.002 26 249 375 38.505 100 0 0 0 100 0 0 0 0 100 100 Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen vorrangig Forderungen gegenüber der WVV Wiesbaden Holding GmbH aus Umsatzsteuer November und Dezember 2012 sowie dem Verlustausgleich des Geschäftsjahres. Die Forderungen gegen die Landeshauptstadt Wiesbaden betreffen im Wesentlichen den Liefer- und Leistungsverkehr. Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände haben 28 T a (Vorjahr: 24 T a) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen des Berichtsjahres und des Vorjahres haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Summe Anlagevermögen 87.154 Differenzen in den Summen durch Runden der Zahlen möglich 50 Jahresabschluss Jahresabschluss 51 (7) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Der stichtagsbezogene Stand der liquiden Mittel beträgt 729 T a (Vorjahr: 816 T a). (11) Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.12.2012 Te 20.440 3.721 2.159 478 (313) (0) 26.798 31.12.2011 Te 17.371 3.473 1.854 331 (245) (0) 23.029 (8) Rechnungsabgrenzungsposten Der Posten betrifft im Wesentlichen Pensionszahlungen für Januar 2013 und Ausbildungskosten für Kraftverkehrsmeister. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Sonstige Verbindlichkeiten davon aus Steuern davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Das Gezeichnete Kapital beträgt am 31. Dezember 2012 1.500 T a und wird zu 94,9 Prozent von der WVV Wiesbaden Holding GmbH und zu 5,1 Prozent von der Landeshauptstadt Wiesbaden gehalten. (9) Eigenkapital (10) Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen Sonstige Rückstellungen 31.12.2012 Te 798 10.850 11.648 31.12.2011 Te 690 12.109 12.799 Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 20.440 T a sind 4.671 T a innerhalb eines Jahres fällig, 9.568 T a haben eine Fälligkeit von mehr als einem und weniger als fünf Jahren, und 6.200 T a haben eine Fälligkeit von mehr als fünf Jahren. Darlehen im Umfang von 18.140 T a sind durch Bürgschaften der Landeshauptstadt Wiesbaden besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit der ESWE Versorgungs AG (715 T a) sowie der WiBus GmbH (1.441 T a). Die Verbindlichkeiten haben – mit Ausnahme der Darlehensverbindlichkeiten – wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Rückstellungen bestehen vorwiegend für den Personalbereich (4.569 T a), und hier im Wesentlichen für Verpflichtungen aus Freifahrtberechtigungen (1.272 T a), Beihilfeverpflichtungen (882 T a), Zeitguthaben (713 T a), Jubiläumsverpflichtungen (562 T a) sowie Abfindungsvereinbarungen (255 T a). Darüber hinaus bestehen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem RMV-Einnahmenaufteilungsverfahren 2012 (2.118 T a), aus Brandschutzmaßnahmen (838 T a), der Sanierung der Aartalbahn (638 T a), für Altlasten und Umweltschutzmaßnahmen (489 T a), für die Sanierung des Betriebsgeländes Gartenfeldstraße (597 T a) sowie für Versicherungen und Kosten des Jahresabschlusses. (12) Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen abgegrenzte Verkehrseinnahmen für das Jahr 2013. Das Bestellobligo beläuft sich auf 5.204 T a. Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen mehrjährige Verpflichtungen in Höhe von 84 T a p.a. Vor dem Hintergrund eines üblichen Geschäftsverlaufes ist die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme als hoch einzustufen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen 52 Jahresabschluss Jahresabschluss 53 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (13) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse, die ausschließlich im Inland erzielt werden, stellen sich wie folgt dar: 2012 Te Verkehrsbetriebe Übrige Umsatzerlöse 41.959 2.293 44.252 2011 Te 42.082 2.051 44.133 (17) Materialaufwand Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Aufwendungen für bezogene Leistungen 2012 Te 2011 Te 8.570 16.017 24.587 9.036 18.185 27.221 Im Bereich der Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen stellen die Treibstoffkosten (6.400 T a) die größte Teilposition dar. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten im Wesentlichen Fremdleistungen für die Personenbeförderung durch die Firma WiBus Wiesbadener Busgesellschaft mbH in Höhe von 15.710 T a. In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Erlöse aus der Erstattung gemäß § 145 SGB IX im Umfang von 617 T a (Vorjahr: 341 T a) enthalten. (14) Bestandsveränderungen (18) Personalaufwand Löhne und Gehälter Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung davon für Altersversorgung 2012 Te 20.716 6.244 (1.803) 26.960 2011 Te 21.090 6.157 (1.707) 27.247 Zum Bilanzstichtag hat sich der Bestand der nicht abgerechneten Leistungen um 18 T a vermindert (Vorjahr: Anstieg um 18 T a). (15) Andere aktivierte Eigenleistungen Sie umfassen die im Anlagevermögen aktivierten Personalaufwendungen und Gemeinkosten des Berichtsjahres. (16) Sonstige betriebliche Erträge Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen Erträge aus Anlagenabgängen und Zuschreibungen Erträge aus öffentlichen Zuwendungen Übrige Erträge 2012 Te 271 353 4.440 2.856 7.920 2011 Te 819 525 4.743 2.735 8.822 Die ESWE Verkehrsgesellschaft mbH beschäftigte im Geschäftsjahr 2012 durchschnittlich 504 Mitarbeiter (Vorjahr: 514 Mitarbeiter). Die über die normale gesetzliche Sozialversicherung hinausgehende Versorgung erfolgte über die Zusatzversorgungskasse für Gemeinde und Gemeindeverbände, deren Mitglied die ESWE Verkehrsgesellschaft mbH ist. Der Umlagesatz der ZVK betrug im Geschäftsjahr 2012 unverändert 6,2 Prozent (5,7 Prozent Arbeitgeberanteil; 0,5 Prozent Arbeitnehmeranteil). Der Sanierungsbeitrag im Geschäftsjahr 2012 betrug 2,3 Prozent. Der Höchstbetrag für die Pauschalversteuerung des Arbeitgeberanteils an der Umlage beläuft sich auf monatlich 89,48 a je Mitarbeiter. Die Summe der umlagepflichtigen Löhne und Gehälter betrug im Geschäftsjahr 2012 20.054.578,26 a. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen Auflösungen aus Rückstellungen für Verpflichtungen aus der RMV-Einnahmenaufteilung (22 T a ), Sanierung des Viadukts Nerobergbahn (200 T a), Personalrückstellungen (14 T a ), Prozesskostenrisiken aus Vorjahren (1 T a ), Beiträge zur Berufsgenossenschaft (15 T a ), Versicherungen (6 T a ) sowie Abschlusskosten (13 T a ). Die übrigen Erträge betreffen im Wesentlichen Erlöse aus dem Verkauf von Treib- und Schmierstoffen, aus Schadenersatzleistungen, aus Aufwandszuschüssen sowie Erlöse aus Vermietung und Verpachtung. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 121 T a (Vorjahr: 130 T a ) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Erstattungen von Versicherungen. (19) Abschreibungen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind im Einzelnen im Anlagenspiegel dargestellt. Ergänzend verweisen wir auf die Darstellung der Bewertungsmethoden. 54 Jahresabschluss Jahresabschluss 55 (20) Sonstige betriebliche Aufwendungen Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens Wertberichtigungen auf Forderungen Diestleistungsentgelte ESWE Versorgung Aufwendungen für Zuschüsse für Verkehrsleistungen Treibstoffeinsatz für Verkauf an Dritte Übrige Aufwendungen Organe der Gesellschaft 2012 Te 1 64 1.023 962 1.279 5.534 7.863 2011 Te 45 207 1.144 1.699 1.240 4.435 8.770 Lothar Brüllingen, Omnibusfahrer; Arbeitnehmervertreter Helge Dörr, Sachbearbeiter Qualitätskontrolle; Arbeitnehmervertreter Dr. Vera Gretz-Roth, Diplom-Volkswirtin, Stadtverordnete Claus-Peter Große, Diplom-Geologe, Stadtverordneter Hans-Martin Kessler, Werbe-/Kommunikationsberater, Stadtverordneter Marcus Maus, Omnibusfahrer; Arbeitnehmervertreter (seit dem 1. März 2012) Petermartin Oschmann, Jurist, Stadtverordneter Harald Schuck, Gewerkschaftssekretär Werner Springer, Kraftfahrzeugmechaniker; Arbeitnehmervertreter Dennis Volk-Borowski, Soziologe, Stadtverordneter Fred Wölfert, Betriebsratsvorsitzender; stellvertretender Vorsitzender (bis zum 29. Februar 2012) Aufsichtsrat Mitglieder des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2012 waren folgende Personen: Sigrid Möricke, Dezernentin für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr der Landeshauptstadt Wiesbaden, Stadträtin; Vorsitzende Wolfgang Janz, Fahrausweisprüfer, Betriebsratsvorsitzender; stellvertretender Vorsitzender Geschäftsführung Geschäftsführer der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH sind: Diplom-Ingenieur Uwe Cramer, Saulheim Diplom-Verwaltungswirt Stefan Burghardt, Wiesbaden Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführervergütung wurde von der Ausnahmeregelung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die übrigen Aufwendungen beinhalten unter anderem Aufwendungen für Instandhaltungen, allgemeine Aufwendungen für die Verwaltung, Versicherungsbeiträge, Mieten, Pachten, Aufwendungen für Dienstleistungen der Betriebskantine sowie Prüfungs- und Beratungskosten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 494 T a (Vorjahr: 309 T a) enthalten. Sie betreffen im Wesentlichen den Aufwand für die Partnerschaftsfinanzierung RBNV 2008 bis 2011 (380 T a), die Umlageabrechnung HDN 2011 (80 T a), die Lohnsteuerprüfung 2008 bis 2011 (22 T a) und die Wasserabrechnung 2011. (21) Erträge aus Gewinnabführungsverträgen Die ESWE Verkehr Service GmbH hat mit der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH als herrschendem Unternehmen am 17. November 2011 einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Ihm hat die Gesellschafterversammlung am 30. November 2011 mit Wirkung zum 1. Januar 2011 zugestimmt. Der Jahresüberschuss 2012 in Höhe von 110 T a der ESWE Verkehr Service GmbH ist somit der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH zuzurechnen. (22) Zinsergebnis Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge davon von verbundenen Unternehmen 2012 Te 12 66 (0) -956 (39) -878 2011 Te 14 111 (0) - 860 (23) -735 Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon an verbundene Unternehmen Die unter den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen ausgewiesenen Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen betragen 54 T a. Die unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesenen Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen betragen 253 T a . (23) Sonstige Steuern Der Steueraufwand betrifft Grundsteuer (24 T a) und Kraftfahrzeugsteuern (7 T a) für das Jahr 2012. (24) Erträge aus Verlustübernahme Die Erträge aus Verlustübernahme betreffen die Übernahme des Jahresfehlbetrages 2012 durch die WVV Wiesbaden Holding GmbH in Höhe von 16.374 T a (Vorjahr: 13.921 T a). Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen im Geschäftsjahr 27.040,00 a .  An Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Geschäftsjahr Kredite gewährt, die zum Bilanzstichtag mit 3.132,28 a erfasst sind. Die Kredite wurden in 2012 mit 845,05 a getilgt und mit 6,5 Prozent bzw. 4 Prozent p.a. verzinst. 56 Jahresabschluss Jahresabschluss 57 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Ergebnisabführung Der Jahresverlust 2012 in Höhe von 16.374.297,46 a wurde gemäß Ergebnisabführungsvertrag von der WVV Wiesbaden Holding GmbH übernommen. Bestätigungsvermerk erteilt: Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 30. April 2013 den folgenden uneingeschränkten Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH, Wiesbaden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Abschlussprüferhonorar Auf die Angaben zu den Honoraren des Abschlussprüfers der Gesellschaft nach § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da diese Angaben im Konzernabschluss der WVV Wiesbaden Holding GmbH, als einbeziehendes Mutterunternehmen, enthalten sind. der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Eine gesetzliche Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts für den Teilkonzern der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH besteht nach § 291 HGB nicht, da die ESWE Verkehrsgesellschaft mbH und ihr Tochterunternehmen ESWE Verkehr Service GmbH in den Konzernabschluss der W VV Wiesbaden Holding GmbH, Wiesbaden, einbezogen werden. Der Konzernabschluss der WVV Wiesbaden Holding GmbH ist unter HRB 11941 beim Amtsgericht Wiesbaden hinterlegt. Konzernbeziehungen Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deuttigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das schen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrich- wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung resabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vor- schriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entspre- werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, JahBilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Wiesbaden, 30. April 2013 ESWE Verkehrsgesellschaft mbH chendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Dipl.-Ing. Uwe Cramer Dipl.-Verwaltungswirt Stefan Burghardt Frankfurt am Main, 30. April 2013 PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dirk Fischer Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin ppa. Claudia Burck 58 Jahresabschluss Jahresabschluss 59 Bericht des Aufsichtsrates Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2012 aufgrund regelmäßiger schriftlicher und mündlicher Berichterstattung die Geschäftsführung laufend überwacht. Im Rahmen seiner satzungsmäßigen Zuständigkeit hat er die ihm obliegenden Entscheidungen getroffen. Es handelte sich hierbei um folgende wesentliche Themen: • Jahresabschluss 2011 • Fahrplanwechsel • Tarifanpassung • Wirtschaftsplan 2012 und 2013 • Entwicklung der Energiekosten • Ausschreibung von Subunternehmerleistungen Kennwerte 2012 2012 Verkehr Leistungen Beförderungsfälle im Linienverkehr Bartarif Zeitkarten Summe Fahrausweisverkauf Freifahrer, Schwerbehinderte Summe Linienverkehr Nerobergbahn Summe Bus- und Bahnbetrieb Gesamterlöse Durchschnittserlöse im Fahrausweisverkauf Kennwerte Anzahl der Linien Linienlänge Anzahl der Fahrzeuge davon Gelenkzüge Standard-Linienbusse Nutzwagenkilometer im Linienverkehr Platzkilometer im Linienverkehr Platzausnutzung im Linienverkehr 5,782 Mio. 40,072 Mio. 45,854 Mio. 4,502 Mio. 50,356 Mio. 0,292 Mio. 50,648 Mio. 44.190 T a 87,25 Ct/Bef 39 St. 646,33 km 205 St. 83 St. 122 St. 11.628.849 Nwkm 892.104.502 Plkm 28,4 % 6,247 Mio. 39,202 Mio. 45,449 Mio. 4,405 Mio. 49,854 Mio. 0,269 Mio. 50,123 Mio. 41.967 T a 83,72 Ct/Bef 39 St. 646,33 km 205 St. 83 St. 122 St. 11.566.179 Nwkm 889.281.839 Plkm 28,2 % 0,7 % 0,3 % -7,4 % 2,2 % 0,9 % 2,2 % 1,0 % 8,3 % 1,0 % 5,3 % 4,2 % 0% 0% 0% 0% 0% 0,5 % 2011 gegenüber Vorjahr Veränderungen Die Aufsichtsratsmitglieder wurden im Rahmen der Schwerpunktthemen über alle bedeutsamen Geschäftsvorgänge schriftlich in Form von Vorlagen informiert. Die Buchführung, der Jahresabschluss und der Lagebericht für die ESWE Verkehrsgesellschaft mbH zum 31. Dezember 2012 wurden von der PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Der Prüfungsbericht des Wirtschaftsprüfers lag den Aufsichtsratsmitgliedern vor. Vertreter des Wirtschaftsprüfers haben an der Sitzung des Aufsichtsrates teilgenommen und Erläuterungen gegeben. Dem Ergebnis der Prüfung stimmt der Aufsichtsrat zu. Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss einschließlich des Lageberichts der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH zum 31. Dezember 2012 geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben, sodass er den Jahresabschluss billigt. Der Geschäftsführung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern spricht der Aufsichtsrat für die im Geschäftsjahr 2012 geleistete Arbeit seinen Dank aus. Wiesbaden, 11. Juni 2013 Hafen- und gez. Sigrid Möricke Vorsitzende des Aufsichtsrates Gleisanlagen Leistungen Güterumschlag Waggonumschlag Gesamterlöse 3.021 t 51 St. 5Ta 2.008 t 34 St. 5Ta 50,4 % 50,0 % 0% Impressum Herausgeber ESWE Verkehrsgesellschaft mbH Gartenfeldstraße 18, 65189 Wiesbaden Postfach 2369, 65013 Wiesbaden Telefon (0611) 450 22-450 www.eswe-verkehr.de Gestaltung www.99grad.de, Wiesbaden Text und Lektorat www.textstark.de, Wiesbaden Fotos · ESWE Verkehr · Roger Richter Photography, Mainz-Kastel · Christoph Keller, Bad Kösen Redaktioneller Hinweis Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verzichtet diese Publikation darauf, personenbezogene Substantive außer in der männlichen immer auch in der weiblichen Form zu verwenden. Mit der männlichen Wortform sind stets beide Geschlechter gemeint.
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