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Full text: Luftqualität in Brandenburg Issue 2017

Immissionsschutz Luftqualität in Brandenburg Jahresbericht 2017 Luftqualität in Brandenburg Jahresbericht 2017 Herausgeber: Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (MLUL) Henning-von-Tresckow-Str. 2-13 14467 Potsdam Bearbeitung / Redaktion: LfU, Abteilung Technischer Umweltschutz 1 Referat T14 – Luftqualität, Nachhaltigkeit: Informationen zum Luftgütemessnetz: lfu.brandenburg.de/info/luft-online Bereitstellung von Luftgütedaten: luftdaten.brandenburg.de Titelfoto: © Hannes Brauer Die Veröffentlichung erfolgt im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg. Sie darf weder von Parteien noch von Wahlwerbern oder Dritten zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden. Der Bericht einschließlich aller Abbildungen ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Herausgebers unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Bearbeitung in elektronischen Systemen. Potsdam, 2018 Inhaltsverzeichnis 1 Luftreinhaltung 1.1 1.2 Rechtsgrundlagen Überwachung der Luftqualität in Brandenburg im Jahr 2017 2 Witterung , Feinstaub und Ozon im Jahresgang 3 Immissionen ausgewählter Luftschadstoffe 3.1 3.1.1 3.1.2 3.2 3.3 3.4 3.5 3.6 3.7 3.7.1 3.7.2 3.8 Feinstaub PM10 PM2,5 Stickstoffdioxid (NO2) Ozon (O3) Schwefeldioxid (SO2) Kohlenmonoxid (CO) Benzol Staubinhaltsstoffe Feinstaub (PM10-Fraktion) Staubniederschlag Mehrländerprojekt PM-OST 4 Emissionen ausgewählter Luftschadstoffe 4.1 4.2 Emissionen PRTR-pflichtiger Betriebe Straßenverkehrsemissionen 5 Qualitätssicherung von luftanalytischen Messergebnissen von gasförmigen anorganischen Luftschadstoffen im Luftgütemessnetz Brandenburg Anhang 1: Zusammenfassung der Messergebnisse Anhang 2: Verzeichnis der Luftgütemessstellen des Landes Brandenburg Anhang 3: Ergebnisse der Immissionsmessungen Anhang 4: Verzeichnis der Kenngrößen LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 2 1 Luftreinhaltung 1.1 Rechtsgrundlagen Der rechtliche Rahmen der Luftreinhaltung und der Überwachung der Luftqualität ist durch die europäische Luftqualitätsrichtlinie (2008/50/EG) [1] in Verbindung mit der sogenannten 4. Tochterrichtlinie (2004/107/EG) [2] in der Fassung der Richtlinie (EU) 2015/1480 [3] vorgegeben. Die Luftqualitätsrichtlinie vom 11.06.2008 regelt die Luftqualitätsstandards für Stickstoffdioxid und Stickstoffoxide, Feinstaub (PM10 und PM2,5), Schwefeldioxid, Benzol, Kohlenmonoxid, Blei und Ozon. In der EU-Richtlinie vom 15.12.2004 über Arsen, Cadmium, Quecksilber, Nickel und Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe in der Luft sind die Höchstkonzentrationen für diese Schadstoffe festgelegt. Durch die 39. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes [4] - Verordnung über Luftqualitätsstandards und Emissionshöchstmengen (39. BImSchV) [5] wurden diese EU-Richtlinien in deutsches Recht umgesetzt. Die 39. BImSchV bildet damit die gesetzliche Grundlage für die Überwachung und Bewertung der Luftqualität in Brandenburg. Für die relevanten Luftschadstoffe sind hier Grenz- und Zielwerte festgelegt. Tab. 1: Grenzwerte gemäß 39. BImSchV Schadstoff Mittelungszeitraum Stickstoffdioxid Stunde Grenzwert 200 µg/m³ Kalenderjahr Schwefeldioxid 40 µg/m³ Stunde 350 µg/m³ maximal 24 Überschreitungen im Kalenderjahr Tag 125 µg/m³ maximal 3 Überschreitungen im Kalenderjahr Benzol Kalenderjahr 5 µg/m³ Blei Kalenderjahr 0,5 µg/m³ Kohlenstoffmonoxid Höchster 8-StundenMittelwert pro Tag 10 mg/m³ PM10 Tag 50 µg/m³ Kalenderjahr 40 µg/m³ Kalenderjahr 25 µg/m³ PM2,5 maximal 18 Überschreitungen im Kalenderjahr maximal 35 Überschreitungen im Kalenderjahr Tab. 2: Zielwerte für Ozon gemäß 39. BImSchV Schutzziel Mittelungszeitraum Gesundheit Höchster 8-Stunden-Mittelwert pro Tag 120 µg/m³ maximal 25 Überschreitungen im Kalenderjahr, gemittelt über 3 Jahre Höchster 8-Stunden-Mittelwert pro Tag innerhalb eines Kalenderjahres 120 µg/m³ langfristiges Ziel Vegetation Mai bis Juli Zielwert AOT40 berechnet anhand von 1-Stunden-Mittelwerten, 18.000 µg/m³*h, gemittelt über 5 Jahre AOT40 berechnet anhand von 1-Stunden-Mittelwerten, 6.000 µg/m³*h (langfristiges Ziel) LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 3 1.2 Überwachung der Luftqualität in Brandenburg im Jahr 2017 Das Landesamt für Umwelt überwacht gem. § 44 BImSchG i.V.m. §1 ImSchZV [6] unter Beachtung der 39. BImSchV und der grundlegenden Europäischen Gesetzgebung (vgl. Kap. 1.1) die Luftqualität im Land Brandenburg. Diese Überwachung wird seit 1991 durch das Luftgütemessnetz Brandenburg realisiert. An ausgewählten Messpunkten wird kontinuierlich die Konzentration verschiedener Luftschadstoffe gemessen. Nach der Ratsentscheidung zum Datenaustausch (97/101/EG, Änderung vom 12. Dezember 2011 [7]) werden alle Messstellen nach ihrer Umgebung in städtische, vorstädtische bzw. ländliche Stationen und zusätzlich nach der Art ihrer hauptsächlichen Belastung in Hintergrundstationen, verkehrsbezogene Messstationen bzw. Messstationen mit industriellem Bezug klassifiziert. An den Messstellen werden bei unterschiedlichem Ausstattungsgrad die Schadstoffe Ozon, Stickstoffoxide, Feinstaub (PM10/PM2,5), Schwefeldioxid und Kohlenmonoxid sowie meteorologische Parameter durch kontinuierlich messende Geräte erfasst. Hinzu kommen Probenahmegeräte für weitere im Labor zu ermittelnde Schadstoffe. Im Vergleich zu 2016 blieb die Anzahl der Messstellen im automatischen Luftgütemessnetz Brandenburg unverändert; es waren im Jahr 2017 24 Messstellen, davon acht verkehrsbezogene Messstellen in Betrieb. Die verkehrsbezogene Messstelle am Standort Cottbus, Wilhelm-Külz-Straße, wurde Anfang 2017 stillgelegt. Die Auswertung der mehrjährigen Parallelmessung in der Bahnhofstraße und der Wilhelm-Külz-Straße hatte ergeben, dass die Bahnhofstraße auch nach dem Rückbau von vier auf zwei Fahrspuren ein Belastungsschwerpunkt der Stadt Cottbus ist. Mit dem Weiterbetrieb der Verkehrsmessstelle in der Wilhelm-Külz-Straße ist kein weiterer Erkenntnisgewinn zu erwarten (Luftqualität in Brandenburg, Jahresbericht 2016). Einige Auswertungen beziehen sich auf die Messstelle Neuglobsow, die das Umweltbundesamt als Messstelle im ländlichen Hintergrund unterhält. Weiterhin sind auch Ergebnisse der Station Schönefeld, Flughafen veröffentlicht. Diese Messstelle wird von der Betreibergesellschaft des Flughafens Berlin-Brandenburg nach den Anforderungen des Planfeststellungsbeschlusses [8] und den Standards des Landesmessnetzes betrieben. Im Jahr 2017 wurden 15 Standard-Staubniederschlagsmessstellen betrieben; alle ca. 200 Monatsproben wurden auf Spurenmetalle untersucht. Die Bestimmung der PAK-Deposition wurde planmäßig an den drei bestehenden Messorten (Cottbus, Meisenweg, Potsdam-Zentrum und Hasenholz) fortgesetzt. Manuelle Feinstaubmessungen (PM10 bzw. PM2,5) wurden mit 13 Messgeräten weitergeführt. Insgesamt wurden ca. 4700 Filter bestaubt, von denen etwa 600 Filter auf Spurenmetalle, etwa 1100 Filter auf PAK, etwa 1000 Filter auf Ruß und ca. 300 Filter auf Ionen untersucht wurden. Die Analysen erfolgten größtenteils als Wochenmischproben aus jeweils vier Filterhälften. Daneben wurden insbesondere an den verkehrsbezogenen Messpunkten Probenahmen zur Bestimmung von Benzol, Toluen, Ethylbenzen und Xylen realisiert (sechs Messpunkte mittels passiver Probenahme, drei Messpunkte parallel mit aktiver Probenahme). Ein weiterer Messpunkt wurde mittels aktiver Probenahme beprobt, um zusätzlich weitere flüchtige Kohlenwasserstoffe zu ermitteln (VOC (aktiv)). Die Wägung der bestaubten Filter und die Analysen der Inhaltsstoffe im Staub sowie der Gehalte von BTX und VOC wurden durch das Landeslabor Berlin-Brandenburg (LLBB) vorgenommen. Im vorliegenden Bericht erfolgt die Zusammenfassung und Bewertung der wichtigsten Luftverunreinigungskomponenten für das Jahr 2017. Aktuelle Daten und Informationen sowie Auswertungen auf Monats- und Jahresbasis und Details zu den Stationen finden sich auch im Internet unter https://luftdaten.brandenburg.de. Aktuelle Messwerte stehen darüber hinaus auch im rbb-Text auf den Seiten 177 und 178 zur Verfügung. LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 4 Abb. 1: Übersichtskarte über das Luftgütemessnetz LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 5 2 Witterung, Feinstaub und Ozon im Jahresgang Die meteorologische Situation im Jahresverlauf beeinflusst über die Schadstoffausbreitungsbedingungen die Immissionsverhältnisse (Transportvorgänge, Luftchemie) direkt sowie indirekt über das Temperaturregime (Heizungsemissionen, Photochemie). Deshalb werden nachfolgend die Charakteristika meteorologischer und lufthygienischer Jahresgänge in ihrem Zusammenhang kurz dargestellt. Tab. 3: Jahresgang Luftschadstoffkonzentrationen als landesweite Mittelwerte für Brandenburg im Jahr 2017 Monat Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jahr PM10 (µg/m³) 25 34 16 14 17 14 14 14 16 15 15 12 17 Ozon (µg/m³) 34 43 53 63 69 65 57 58 42 39 31 37 49 Insgesamt lag das Jahr 2017 in Brandenburg mit einer positiven Temperaturabweichung von 1,2 K über dem Durchschnittswert des Referenzzeitraumes 1961 - 1990. Abgesehen vom Januar war die Mitteltemperatur sämtlicher Monate wärmer als der Referenzzeitraum. Insbesondere die Monate Februar (1,8 K), März (3,5 K), Oktober (2,2 K) und Dezember (2,5 K) zeigen deutliche positive Abweichungen. 2017 war deutlich nasser als das Vorjahr bzw. die Referenzperiode. In den Sommermonaten Juni und Juli sowie im Oktober war praktisch die doppelte Niederschlagsmenge im Vergleich zur Referenzperiode zu verzeichnen. Aber auch der November war mit 30 % mehr Niederschlag als im langjährigen Mittel zu nass. Überdurchschnittlich trocken hingegen waren der April und der Mai mit ca. 70 % im Vergleich zur Referenzperiode. Sehr trockene Monate wie im vorangegangenen Jahr 2016 traten jedoch im Jahr 2017 nicht auf. Die Sonnenscheindauer war im Jahr durchschnittlich; besonders sonnenintensive Monate waren nicht zu verzeichnen [9]. Die landesweite PM10-Schwebstaub-Immission der städtischen und ländlichen Hintergrundmessstellen lag 2017 mit 17 µg/m³ auf etwas geringerem Niveau als im Vorjahr. Das höchste Monatsmittel mit 34 µg/m³ trat im Februar auf. Mit Ausnahme des Monats Februar ist der Jahresgang der Belastung ausgeglichen. Lediglich das Monatsmittel des Januars lag mit 25 µg/m³ noch über dem Jahresmittel von 17 µg/m³. Alle anderen Monatsmittel überschritten den Jahresmittelwert nicht und wichen auch nicht sehr stark vom Jahresmittelwert ab. Die Belastung für das gesamte Winterhalbjahr lag mit 19,5 µg/m³ etwas über dem Niveau des vergangenen Jahres (2016: 18,5 mg/m³), aber noch unter dem Niveau der ebenfalls gering belasteten Jahre (2013: 20 µg/m³, 2012: 22 µg/m³), und war damit deutlich niedriger als in den Wintern mit stationären Hochdruckgebieten und anhaltender östlicher Luftmassenzufuhr (2011: 30 µg/m³, 2010: 31 µg/m³). Die durchschnittliche PM10 Schwebstaub-Immission lag im Sommerhalbjahr lediglich bei 15 µg/m³. Die mittlere Sommertemperatur 2017 lag mit einer Abweichung von ca. +0,7 K ebenfalls etwas über dem Durchschnitt der Referenzperiode. In den Monaten mit der längsten Sonnenscheindauer (Mai und Juni) wurden die höchsten Ozon-Konzentrationen (69 und 65 µg/m³ im Tagesmittel) gemessen. Insgesamt entspricht der landesweite Ozon-Jahresmittelwert mit 47 µg/m³ (2016: 47 µg/m³, 2015: 49 µg/m³, 2014: 48 µg/m³) dem Durchschnitt der letzten Jahre. Der Ozon-Sommermittelwert mit 59 µg/m³ (2016: 62 µg/m³, 2015: 63 µg/m³, 2014: 62 µg/m³) lag geringfügig unter dem Durchschnitt der letzten Jahre. LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 6 140 Niederschlagssumme mm 20 Temperatur °C 15 10 5 0 -5 120 100 80 60 40 20 0 J F M A M J J 1961-1990 A S O N D J F 2017 M A M J J 1961-1990 A S O N D 2017 Sonnenscheindauer h 250 200 150 100 50 0 J F M A M J J 1961-1990 A S O N D 2017 Abb. 2: Jahresgang von Temperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer 3 Immissionen ausgewählter Luftschadstoffe 3.1 Feinstaub Feinstaub stammt zum Teil aus natürlichen Quellen wie Bodenerosion, aber auch aus Verbrennungsprozessen in Industrie und Verkehr. Außerdem kommt es durch chemische Prozesse in der Luft zur Bildung sekundärer Partikel aus Vorläufersubstanzen wie Ammoniak, Stickoxiden und Schwefeldioxid. Ein nicht geringer Anteil der Feinstaubbelastung im Straßenraum entsteht aus Abrieb von Asphalt, Reifen, Bremsbelägen und durch Aufwirbelungen auch dieser Abriebe durch den fließenden Verkehr. 3.1.1 PM10 Die Jahresmittelwerte 2017 der PM10-Immissionen lagen mit 15 – 23 µg/m³ an allen Messstationen deutlich unter dem Grenzwert von 40 µg/m³, wobei die ländlichen Hintergrundmessstellen Spreewald und Lütte (Belzig) sowie Wittenberge die niedrigsten Werte aufwiesen. An den verkehrsbezogenen Messstationen war die Belastung mit 21 - 23 µg/m³ etwas höher als an den Messstellen mit Hintergrundbelastung (15 – 19 µg/m³). Die höchsten Immissionen wurden in Cottbus (Bahnhofstraße), Frankfurt/Oder (Leipziger Straße) und Herzfelde (Hauptstraße) gemessen. Der Jahresmittelwert an der Messstation am Flughafen Schönefeld lag mit 18 µg/m³ im Bereich der Hintergrundbelastung. LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 7 PM10-Schwebstaub (µg/m³) 35 30 25 20 15 10 5 0 2008 2009 2010 2011 2012 Spannweite über alle Messstellen Abb. 3: 2013 2014 2015 2016 2017 Mittelwert der Jahresmittelwerte Mittlere PM10-Konzentration (Jahresmittelwerte) Anzahl der Überschreitungen 60 50 40 30 20 10 0 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Brandenburg an der Havel, Neuendorfer Str. Frankfurt (Oder), Leipziger Str. Potsdam, Zeppelinstraße Cottbus, Bahnhofstr. 2016 2017 Cottbus, Wilhelm-Külz-Straße Abb. 4: Zahl der PM10-Tagesmittelwerte >50 µg/m³ an ausgewählten Verkehrsmessstellen Der höchste Tagesmittelwert von 168 µg/m³ wurde in Bernau (Lohmühlenstraße) gemessen. Insgesamt kam es in der Größenordnung zwischen 6 und 20 Tagen an allen Messstationen zu Überschreitungen des Tagesmittels von 50 µg/m³. Die maximal erlaubten 35 Überschreitungstage wurden nicht erreicht. Witterungs- und Saisonbedingt gab es in den Monaten Januar und Februar die meisten Überschreitungstage (Abb. 5). Sowohl der Tages- als auch der Jahresgrenzwert für PM10 gemäß der 39. BImSchV wurden sicher eingehalten. Die WHO empfiehlt eine maximale PM10-Konzentration von 20 µg/m³ im Jahresmittel, dieser Wert wird an den verkehrsbezogenen Messstationen geringfügig überschritten. Der Tagesmittelwert von 50 µg/m³ sollte gemäß WHO-Empfehlung nicht öfter als dreimal pro Kalenderjahr überschritten werden. Dieses Ziel wird landesweit verfehlt. LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 8 alle Messstellen ländlicher Hintergrund städtischer Hintergrund verkehrsnah 2017 2016 2005-2015 2017 2016 2005-2015 2017 2016 2005-2015 2017 2016 2005-2015 0 5 Jan 10 Feb Mrz 15 Apr Mai 20 Jun Jul 25 Aug Sep 30 Okt Nov 35 Dez Abb. 5: Mittlere Anzahl der Überschreitungstage pro Monat 3.1.2 PM2,5 Die Spannweite der PM2,5-Jahresmittelwerte lag zwischen 10 µg/m³ an der ländlichen Messstation Lütte (Belzig) und 17 µg/m³ in Blankenfelde-Mahlow und Herzfelde, Hauptstraße. Ein eindeutiger Einfluss des Straßenverkehrs auf die Messwerte ist nicht zu erkennen, an den verkehrsnahen Messstellen lagen die Werte zwischen 14 und 17 µg/m³, im städtischen bzw. vorstädtischen Hintergrund zwischen 13 und 17 µg/m³. Der Grenzwert der 39. BImSchV von 25 µg/m³ im Jahresmittel wird landesweit problemlos eingehalten. Allerdings wird der von der WHO empfohlene maximale Jahresmittelwert von 10 µg/m³ an allen Messstationen - außer in Lütte (Belzig) - überschritten. PM2,5-Schwebstaub (µg/m³) 25 20 15 10 5 0 2008 2009 2010 2011 2012 Spannweite über alle Messstellen Abb. 6: 2013 2014 2015 2016 2017 Mittelwert der Jahresmittelwerte Mittlere PM2,5-Konzentration (Jahresmittelwerte) LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 9 3.2 Stickstoffdioxid (NO2) Der motorisierte Straßenverkehr, vor allem Dieselmotoren ohne moderne Abgasreinigung und diejenigen mit teilweise nicht zulässigen Abschalteinrichtungen für die Abgasnachbehandlung, ist eine der Hauptquellen für NO2-Immissionen. In vielen Städten werden an stark befahrenen Straßen mit geschlossener Randbebauung regelmäßig die Grenzwerte gemäß 39. BImSchV überschritten, im Jahr 2017 lag der NO2-Jahresmittelwert an 41% der verkehrsnahen Messstationen deutschlandweit über 40 µg/m³ [10]. Im Land Brandenburg gab es 2017 zum ersten Mal seit vielen Jahren keine Grenzwertüberschreitungen bei den Stickstoffdioxidimmissionen. Die höchsten Werte wurden mit je 34 µg/m³ an den Potsdamer Messstationen in der Großbeerenstraße und der Zeppelinstraße ermittelt, an den übrigen verkehrsbezogenen Messstationen lagen die NO2-Jahresmittelwerte zwischen 18 und 32 µg/m³. Stickstoffdioxid (µg/m³) 50 40 30 20 10 0 2008 Abb. 7: 2009 2010 2011 2012 2013 Frankfurt (Oder), Leipziger Str. Potsdam, Zeppelinstraße Cottbus, Bahnhofstr. Cottbus, Wilhelm-Külz-Str. 2014 2015 2016 2017 Potsdam, Großbeerenstraße Stickstoffdioxid-Jahresmittelkonzentration an ausgewählten verkehrsbezogenen Messstellen (rote Linie: Grenzwert) Im städtischen Hintergrund lagen die Stickstoffdioxidkonzentrationen zwischen 8 und 17 µg/m³. Die niedrigsten Werte wiesen die drei Messstationen im ländlichen Raum mit 6, 7 und 9 µg/m³ auf. Der Grenzwert zum Schutz der Vegetation von 30 µg NOx/m³ wird deutlich unterschritten. Im Bundesdurchschnitt lagen die NO2-Jahresmittelwerte im städtischen Hintergrund bei 20 µg/m³ und im ländlichen Raum bei 9 µg/m³ [10]. LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 10 Stickstoffdioxid (µg/m³) 25 20 15 10 5 0 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Spannweite der Jahresmittelwerte über alle Messstellen 2015 2016 2017 Mittlerer Jahresmittelwert Abb. 8: Mittlere NO2-Konzentration (Jahresmittelwerte) 3.3 Ozon (O3) Die Ozonbildung in bodennahen Luftschichten ist stark wetterabhängig. Im mäßig warmen und niederschlagsreichen Sommer 2017 lagen die mittleren Ozonkonzentrationen zwischen 43 und 53 µg/m³. Der Informationsschwellenwert von 180 µg/m³ wurde nicht überschritten, der höchste Stundenmittelwert von 163 µg/m³ wurde in Frankfurt (Oder) gemessen. Deutliche regionale oder Stadt-Land-Unterschiede der Ozonbelastung waren nicht festzustellen. In der 39. BImSchV ist zum Schutz der Gesundheit ein Zielwert von 120 µg Ozon/m³ als maximaler 8-Stundenmittelwert festgelegt, der an höchstens 25 Tagen im Jahr (gemittelt über drei Jahre) überschritten werden darf. Die Anzahl der Überschreitungstage (Mittelwerte 2015 – 2017) lag zwischen 7 in Neuruppin und 18 in Elsterwerda. Langfristig sollen die Tagesmittelwerte der Ozonkonzentration nicht mehr über 120 µg/m³ steigen. 70 Ozon (µg/m³) 60 50 40 30 20 10 0 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Spannweite der Jahresmittelwerte über alle Messstellen 2014 2015 2016 2017 Mittlerer Jahresmittelwert Abb. 9: Mittlere Ozon-Konzentration (Jahresmittelwerte) LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 11 40 Anzahl der Tage 35 30 25 20 15 10 5 0 2008 2009 2010 2011 Spannweite 2012 2013 Mittelwert 2014 2015 2016 2017 3-Jahresmittel Abb. 10: Mittlere Anzahl der Tage (über alle Ozon-Messstellen) mit Überschreitung von 120 µg/m³ durch den höchsten 8-Stunden-Mittelwert Als Zielwert zum Schutz der Vegetation wird der sogenannte AOT40 ermittelt, indem alle Stundenmittelwerte zwischen 80 µg/m³ (= 40 ppb) und mehr als 80 µg/m³ von 8 Uhr morgens bis 20 Uhr abends in den Monaten Mai bis Juli aufsummiert werden. Im 5-Jahresmittel soll der AOT40 nicht über 18.000 µg/m³.h liegen. Der AOT40 (Mittelwerte 2013 – 2017) lag zwischen 8665 µg/m³.h in Neuruppin und 14146 µg/m³.h in Elsterwerda. Der Zielwert der 39. BImSchV wurde deutlich unterschritten. Allerdings vertragen viele Pflanzenarten schon wesentlich geringere Ozonkonzentrationen nicht und reagieren mit Wachstumsminderung und Ertragseinbußen. Deshalb wurde in der EU-Luftqualitätsrichtlinie als langfristiger Zielwert ein AOT40 von 6000 µg/m³.h festgelegt. AOT40 (µg/m³·h) 30.000 20.000 10.000 0 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Spannweite der AOT40-Werte über alle Messstellen 2014 2015 2016 2017 Mittlerer AOT40-Wert Abb. 11: Mittlerer AOT40-Dosiswert der Ozon-Immission LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 12 3.4 Schwefeldioxid (SO2) Schwefeldioxid spielt als Luftschadstoff seit längerem nur noch eine untergeordnete Rolle. Der Jahresmittelwert lag landesweit wie in den Vorjahren bei 2 µg/m³. Sowohl die maximalen Tages- (12 – 28 µg/m³) als auch die Stundenmittelwerte (15 – 142 µg/m³) blieben weit unter den Grenzwerten der 39. BImSchV. Schwefeldioxid (µg/m³) 5 4 3 2 1 0 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Spannweite der Jahresmittelwerte über alle Messstellen 2014 2015 2016 2017 Mittlerer Jahresmittelwert Abb. 12: Mittlere SO2-Konzentration 3.5 Kohlenmonoxid (CO) Kohlenmonoxid wurde an zwei städtischen Hintergrund- und drei Verkehrsmessstationen erfasst, sowie am Flughafen Schönefeld. Wie im Vorjahr wurden die niedrigsten Konzentrationen (0,19 mg/m³) am Flughafen Schönefeld gemessen, aber auch im städtischen Hintergrund (0,26 und 0,23 mg/m³) und an Verkehrsschwerpunkten (0,31 – 0,39 mg/m³) wurde der Grenzwert der 39. BImSchV (10 mg/m³) um mehr als eine Zehnerpotenz unterschritten. 3.6 Benzol An sechs verkehrsbelasteten Standorten lagen die Jahresmittelwerte der Benzolkonzentrationen bei ca. 1 µg/m³ (0,8 – 1,1 µg/m³), an den Messstationen Blankenfelde-Mahlow und Flughafen Schönefeld wurden ca. 0,6 µg/m³ gemessen (0,63 und 0,58 µg/m³). Der Grenzwert der 39. BImSchV von 5 µg/m³ im Jahresmittel wurde wieder sehr deutlich unterschritten. LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 13 6 Benzol (µg/m³) 5 Grenzwert 39.BImSchV 4 3 2 1 0 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Frankfurt (Oder), Leipziger Str. Potsdam, Zeppelinstr. Cottbus, Bahnhofstr. Cottbus, Wilhelm-Külz-Str. 2016 2017 Abb. 13: Benzol-Konzentration an ausgewählten Verkehrsmessstellen (Jahresmittelwerte) 3.7 Staubinhaltsstoffe 3.7.1 Feinstaub (PM10-Fraktion) An insgesamt acht Messstationen wurden die PAK- und Rußgehalte im PM10 bestimmt, an drei Stationen zusätzlich die Konzentrationen der Schwermetalle Arsen, Blei, Cadmium und Nickel sowie die für verkehrsbedingte Emissionen typischen Metalle Antimon und Barium an zwei verkehrsbezogenen Messstationen. Antimon Die Antimongehalte im Feinstaub lagen mit 1,8 ng/m³ in Cottbus (Bahnhofstraße) und 2,8 ng/m³ in Eberswalde (Breite Straße) auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Ein Grenz- oder Zielwert ist für Antimon nicht festgelegt. Arsen Auch im Jahr 2017 blieben die Arsengehalte mit 0,6 – 1,6 ng/m³ unter dem Zielwert der 39. BImSchV von 6 ng/m³. Barium An zwei verkehrsbezogenen Messstationen wurden Bariumgehalte von 15,2 und 16,3 ng/m³ ermittelt, das entspricht dem Vorjahresniveau. Ein Grenz- oder Zielwert ist für Barium nicht festgelegt. Blei Bleikonzentrationen lagen mit 6,0 – 6,9 ng/m³ etwas niedriger als im Vorjahr. Der Grenzwert von 0,5 µg/m³ wird nur zu etwa einem Prozent ausgeschöpft. LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 14 Blei im Schwebstaub (ng/m³) 30 25 20 15 10 5 0 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Spannweite der Jahresmittelwerte über alle Messstellen 2015 2016 2017 Mittlerer Jahresmittelwert Abb. 14: Mittlere Blei-Konzentration im Schwebstaub (PM10) Cadmium Die Cadmiumgehalte lagen mit 0,1 – 0,2 ng/m³ auf dem gleichen sehr niedrigen Niveau wie im Vorjahr. Der Zielwert von 5 ng/m³ (39. BImSchV) wird weit unterschritten. Nickel Auch die Nickelkonzentrationen entsprechen mit 2,7 – 2,9 ng/m³ den Feinstaubgehalten des Vorjahres und liegen erneut deutlich unter dem Zielwert von 20 ng/m³. PAK Benzo(a)pyren im Schwebstaub (ng/m³) Die durchschnittliche Konzentration der Leitsubstanz Benzo(a)pyren (BaP) im PM10 betrug 0,4 ng/m³ (0,2 - 0,6 ng/m³) und war somit niedriger als im Vorjahr. Ein Unterschied zwischen verkehrsbelasteten und Hintergrundstandorten war nicht zu erkennen. Der Grenzwert von 1 ng/m³ wird sicher eingehalten. 2,5 2,0 1,5 1,0 0,5 0,0 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Spannweite derJahresmittelwerte über alle Messstellen 2014 2015 2016 2017 Mittlerer Jahresmittelwert Abb. 15: Mittlere Benzo(a)pyren-Konzentration im Schwebstaub (PM10) LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 15 Ruß Die aus Kohlenstoff bestehenden Rußpartikel entstehen bei allen Verbrennungsvorgängen und sind Bestandteil des Feinstaubes. Die gesundheitliche Relevanz resultiert zum einen aus dem sehr geringen Durchmesser von unter 1 µm, zum anderen adsorbieren an der Oberfläche von Rußpartikeln andere organische, z. T. toxische Substanzen wie z. B. polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Die WHO hat Dieselruß als krebserzeugend eingestuft [11]. An zwei Messstationen wurde der Rußgehalt in der PM10-Fraktion bestimmt. Die Konzentrationen lagen im Jahresmittel bei 2,0 ng/m³ (Blankenfelde-Mahlow, städtischer Hintergrund) und 1,5 ng/m³ am Flughafen Schönefeld (Verkehrsmessstation). Ein gesetzlicher Grenz- oder Richtwert für Ruß existiert nicht. 3.7.2 Staubniederschlag Auch im Jahr 2017 zeigen die Staubniederschläge gegenüber den Vorjahren eine abnehmende Tendenz, die Jahresmittelwerte an 17 Messstationen mit Hintergrundbelastung lagen zwischen 40 und 53 mg/(m².d), der Landesdurchschnitt betrug 46 mg/(m².d). Der Immissionswert der TA Luft von 350 mg/(m².d) wird wieder weit unterschritten. Mit dem Staubniederschlag geht die Deposition der Inhaltsstoffe wie Schwermetalle und PAK einher, die sich dann im Boden und auch in Pflanzen anreichern können. Deshalb sind in der TA Luft Depositionswerte für Arsen (4 µg/(m².d)), Blei (100 µg/(m².d)), Cadmium (2 µg/(m².d)) und Nickel (15 µg/(m².d)) festgelegt [12]. Für Benzo(a)pyren als PAK-Leitsubstanz wird in Expertenkreisen ein Beurteilungswert von 0,5 µg/(m².d) vorgeschlagen. Die Depositionswerte der TA Luft für Schwermetalle werden wie in den Vorjahren deutlich unterschritten. Die Gehalte im Staub lagen für Arsen zwischen 0,2 und 0,5 µg/(m².d), für Blei bei 1 bis 2 µg/(m².d), für Cadmium zwischen 0,02 und 0,07 µg/(m².d) und für Nickel zwischen 0,5 und 1,3 µg/(m².d). Als Benzo(a)pyren-Gehalte wurden im Staubniederschlag 0,005 µg/(m².d) an der Station Hasenholz (ländlicher Hintergrund) gemessen und an den städtischen Hintergrundstationen in Potsdam-Zentrum und Cottbus 0,006 µg/(m².d) und 0,013 µg/(m².d). Die PAK-Gesamtgehalte im Staubniederschlag lagen im Durchschnitt bei etwa 0,05 µg/(m².d). 3.8 Mehrländerprojekt PM-OST Das Projekt „Auswertung der gravimetrischen PM10-Messungen zur Identifikation des Anteils verschiedener Quellen an der Feinstaubbelastung anhand der Inhaltsstoffe und anhand von Rezeptormodellierungen (PMOST)“ war ein länderübergreifendes Forschungsvorhaben der Bundesländer Berlin, Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern sowie des Umweltbundesamtes. Die Auswertungen wurden vom Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) aus Leipzig durchgeführt. Hauptziel war es, die Quellen der Feinstaubbelastung im ostdeutschen Raum zu untersuchen, wobei der Fokus insbesondere auf Episoden mit östlicher Luftmassenherkunft lag, da diese häufig zu erhöhten Feinstaub-Konzentrationen im Untersuchungsgebiet führen. Die Ergebnisse wurden im November 2017 veröffentlicht. LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 16 Insgesamt wurden Messdaten von zehn Messstationen im Osten Deutschlands ausgewertet, die zwischen September 2016 und März 2017 erfasst wurden. Das Landesamt für Umwelt Brandenburg stellte dazu Daten von drei Messstationen zur Verfügung: Potsdam, Zeppelinstraße, sowie Cottbus und Hasenholz. Neben den gravimetrischen Feinstaubmessungen (PM10) wurden auch verschiedene Staubinhaltsstoffe, wie z. B. Ionen, Metalle, Ruß, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Levoglucosan analysiert. Im Zeitraum zwischen Ende Januar bis Mitte Februar 2017 wurden im Untersuchungsgebiet stark erhöhte Feinstaubkonzentrationen (PM10) gemessen. Diese Episode ist gekennzeichnet durch eine hohe Anzahl von Grenzwertüberschreitungstagen – also Tagen, an denen die mittlere PM10-Belastung den Wert von 50 µg/m³ überstieg. Die höchsten Feinstaub-Einträge aus östlicher Richtung traten an kalten, trockenen Tagen auf, an denen die ankommenden Luftmassen lange Strecken zurückgelegt hatten und die Atmosphäre schlecht durchmischt war, das heißt die Höhe der Mischungsschicht gering war. Für solche Tage konnte im Mittel ein zusätzlicher grenzüberschreitender PM10-Konzentrationsbeitrag aus östlicher Richtung von ca. 30 µg/m³ ermittelt werden. Als Hauptbestandteile des grenzüberschreitenden Eintrages von Feinstaub ins Untersuchungsgebiet werden sowohl primäre als auch sekundäre Produkte der Verbrennung von Feststoffen genannt. Zudem scheinen Hausbrandemissionen als Ursache wahrscheinlicher als Emissionen aus der Industrie oder dem Energiesektor, da die Feinstaubbelastungen von warmen zu kalten Tagen stark zunehmen. Bei meteorologischen Randbedingungen, die zu einer Belastung größer 30 µg/m³ führen, liegt der grenzüberschreitende Anteil bei ca. 50 %. Die Quellen der herantransportierten Feinstäube liegen nicht unbedingt in Teilen Polens und Tschechiens, sondern stammen der Untersuchung zufolge auch aus dem ferneren Südost-Europa (Ungarn, Rumänien, Ukraine). An der Brandenburger Station Hasenholz im ländlichen Hintergrund wurde bei westlicher Luftanströmung eine mittlere PM10-Belastung von 15 µg/m³ bestimmt, bei östlicher Anströmung erhöhte sie sich auf 26 µg/m³. Auch die Feinstaubzusammensetzung veränderte sich mit der Anströmungsrichtung. Während bei Westanströmung nur 43 % des Feinstaubs auf primäre und sekundäre Produkte der Verbrennung von Feststoffen zurückzuführen waren, lag der Verbrennungsanteil bei Anströmung aus östlicher Richtung bei 68 %. Ähnliches gilt für die Station Cottbus im städtischen Hintergrund. Hier wurde bei Westanströmung eine mittlere Immissionskonzentration von 18 µg/m³ bzw. bei Ostanströmung 31 µg/m³ berechnet. Beim Wechsel der Anströmungsrichtung von Westen nach Osten erhöhte sich der Anteil des Feinstaubs, der seine Ursache in der Verbrennung von Feststoffen hat, von 48 % auf 69 %. Die für das Projekt „PM-OST“ erhobenen Daten sind im Anhang in Tabelle A 3.15 dargestellt. Für die Messstelle Potsdam, Zeppelinstraße sind zusätzlich die Messwerte des gleitenden Jahres vom 01.09.2016 bis zum 31.08.2017 angegeben. LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 17 4 Emissionen ausgewählter Luftschadstoffe 4.1 Emissionen PRTR-pflichtiger Betriebe Nach der E-PRTR-Verordnung, EG Nr. 166/2006 vom 18. Januar 2006 [13] und dem Gesetz zur Ausführung des PRTR vom 06. Juni 2007 [14] sind Betriebe, in denen PRTR-Tätigkeiten durchgeführt werden und Emissionen oberhalb festgelegter Schwellenwerte verursachen, zu einer jährlichen Berichterstattung verpflichtet. Das erste Berichtsjahr ist das Jahr 2007. Tab. 4: Emissionen PRTR-pflichtiger Betriebe für ausgewählte Luftschadstoffe (kt/a) und korrespondierende Anzahl der Betriebe Schadstoff Schwellenwert Emissionen 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017* Anzahl berichtspflichtiger Betriebe 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017* *vorläufige Daten SO2 0,15 NOx 0,1 NH3 0,01 NMVOC 0,1 PM10 0,05 41,6 38,0 36,2 34,8 36,6 39,6 39,0 36,1 34,9 32,1 30,2 33,8 32,7 30,8 32,3 36,0 36,3 36,6 35,7 35,2 34,6 34,4 1,5 1,5 1,5 1,4 1,4 1,5 1,5 1,6 1,7 1,5 1,5 2,8 2,6 2,3 3,3 3,2 4,2 4,1 4,1 3,6 3,6 4,1 1,6 1,5 1,5 1,4 1,6 1,8 1,4 1,4 1,3 1,3 1,3 10 8 7 7 8 8 9 10 9 10 7 24 20 23 23 26 28 28 27 27 28 25 58 64 65 66 61 68 69 72 76 68 66 4 4 3 4 4 5 5 5 5 5 5 8 7 7 5 7 9 8 9 9 8 9 Aufgrund der Schwellenwerte wird mit der Berichterstattung nach PRTR nur ein geringer Anteil aller Betriebe erfasst. Dieses betrifft in der Regel ausschließlich große Industriebetriebe, die den dominierenden Anteil der Emissionen stellen. Während die Emissionen für SO2, NOx und PM10 zum großen Teil aus den Energieerzeugungs- bzw. Verbrennungsanlagen resultieren, werden die NH3-Emissionen durch die zahlreichen landwirtschaftlichen Anlagen verursacht. Seit dem Inkrafttreten der Atomgesetznovelle vom 31.07.2011 [15] wurden acht Atomkraftwerke stillgelegt. Zum Ausgleich der weggefallenen Leistung erhöhten sich bei den Kohlekraftwerken in Brandenburg sowohl die Einsatzzeiten unter Volllastbetrieb als auch die Menge der produzierten Energie. Dieses führte zu einem vorübergehenden leichten Anstieg der SO2-Gesamtemissionen in den Jahren 2012 und 2013. Der seit dem Jahr 2014 zu verzeichnende leichte Rückgang der SO2-Emissionen setzt sich auch im Berichtsjahr fort. LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 18 4.2 Straßenverkehrsemissionen Basis für die Berechnung der verkehrsbedingten Emissionen sind die Fahrleistungsabschätzungen für das Land Brandenburg sowie die sich jährlich verändernden Emissionsfaktoren für alle Kfz je nach Zusammensetzung der Flotte bzw. der Anteile von Kfz entsprechender Emissionsminderungsstandards. Das Verkehrsaufkommen im Land Brandenburg sowohl des Personenverkehrs als auch des Güterverkehrs wuchs im Gegensatz zu den vorangegangenen Jahren im Jahr 2014 und noch stärker in 2015 an. Zeitweilige wirtschaftliche Schwächephasen die noch in 2012 zu teilweise geringerem Verkehrsaufkommen auf Bundes- und Landesstraßen geführt hatten, sind überwunden worden. Der geringe Kraftstoffpreis wird den Anstieg des Straßenverkehrs begünstigt haben. So stieg die Fahrleistung auf dem Autobahnnetz in 2015 um 3 – 4 % gegenüber dem Vorjahr an. Waren 2013 auf den übrigen Bundes- und Landesstraßen noch leichte Rückgänge zu verzeichnen, wuchs danach der Straßenverkehr auch hier weiter an. Die Anzahl der zugelassenen Kfz nahm von 2002 bis 2006 um 6 % zu. In den folgenden 2 Jahren stagnierte der Kfz-Bestand und wuchs erst ab 2009 wieder an. 2011 waren Erhöhungen im Bestand um 0,8 % zu verzeichnen. Dieser Trend setzte sich 2012 bis 2014 mit ca. 0,5 % fort. Im Jahr 2015 und 2016 lag dieser Anstieg sogar bei ca. 1,6 % gegenüber dem Vorjahr. Infolge der Abwrackprämie kam es 2009/2010 zu einer verstärkten Erneuerung des Pkw-Bestandes. Der Bestand der Diesel-Pkw erhöhte sich in den letzten Jahren um 5 – 7 % pro Jahr. Hier gab es im Jahr 2017 jedoch nur noch eine Zunahme um 3 %. Bei den Lkw nahmen die Bestandszahlen 2009 - 2017 wieder zu, wobei eine stärkere Zunahme der Anteile leichter Nutzfahrzeuge (< 3,5 t) gegenüber dem Schwerverkehr (≥ 3,5 t) festgestellt wurde. Seit dem 01.01.2008 werden vom Kraftfahrtbundesamt nur noch Fahrzeuge im Bestand erfasst, die nicht vorübergehend stillgelegt werden. Damit lassen sich die in Abb. 16 und Abb. 17 dargestellten scheinbaren Rückgänge in den Pkw-Bestandszahlen für 2008 erklären. Der Motorisierungsgrad lag 2017 bei 697 Kfz/1000 EW bzw. 566 Pkw/1000 EW. 1.400.000 1.200.000 Anzahl Kfz 1.000.000 800.000 600.000 400.000 200.000 0 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 Stichtag 01.01. keine E1 E2 E3 E4 E5 E6 Abb. 16: Differenzierung des Otto-Pkw-Bestandes nach Abgasminderungsklassen im Land Brandenburg LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 19 450.000 400.000 350.000 Anzahl Kfz 300.000 250.000 200.000 150.000 100.000 50.000 0 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 Stichtag 01.01. keine E1 E2 E3 E4 E5 E6 Abb. 17: Differenzierung des Diesel-Pkw-Bestandes nach Abgasminderungsklassen im Land Brandenburg Infolge der weiter verschärften Abgasgesetzgebung (Übergang auf EURO4 - E4 ab 2006, E5 ab 2011, E6 ab 2015) wurden ab 2006 hauptsächlich Pkw nach EURO4 - EURO6-Abgasminderungssystemen zugelassen. Pkw ohne Abgasreinigung wurden immer häufiger stillgelegt und spielen im Straßenverkehr keine Rolle mehr. Der Anteil der Diesel-Pkw wuchs 2017 auf 28 % an. Da Diesel-Pkw höhere Fahrleistungen aufweisen als Pkw mit Otto-Motor, kann davon ausgegangen werden, dass derzeit gut jeder dritte Pkw im fahrenden Verkehr innerorts ein Diesel-Pkw ist. Im Kfz-Bestand stieg der Anteil der Fahrzeuge mit alternativen Antriebssystemen (Tab. 4) bei den Pkw auf 1,9 % bezogen auf alle Fahrzeuge der jeweiligen Kfz-Klasse gegenüber 2016 (1,8 %) leicht an. Vor allem haben hier Fahrzeuge mit Flüssiggas und Erdgas hohe Anteile. Der Bestand von Kfz mit Elektro-Antrieben verdreifachte sich in den letzten 3 Jahren. Dennoch ist der Bestand mit 967 Fahrzeugen noch unbedeutend am Gesamtbestand. Tab. 4: Kfz-Bestand im Land Brandenburg nach Kraftstoffarten 2017 Krad Benzin Diesel Flüssiggas (einschl. bivalent) Erdgas (einschl. bivalent) Elektro Hybrid sonstige Summe Anteil alternativer Antriebe Pkw Bus Lkw zus. Lkw nach zul. Nutzlast in kg bis 1999 ab 2000 Zugmaschinen Ackerschl. Sattelzug übrige Kfz Kfz 126.106 989.696 10 6.478 6.404 73 4.017 4 671 1.126.980 119 391.203 2.340 126.371 109.445 16.747 38.180 7665 11.864 577.672 3 14.198 0 769 765 4 0 2 19 14.991 3 2.560 39 748 742 6 0 5 6 3.361 177 967 18 104 93 11 8 0 5 1.279 9 7877 0 3 2 1 1 0 2 7.892 71 530 0 16 8 8 43 2 9 671 126.486 1.407.031 2.407 134.389 117.459 16.850 42.249 7.678 0,2 % 1,9 % 2,4 % 1,2 % 1,4 % 0,2 % 0,1 % 0,1 % 12.606 1.732.864 0,3 % LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 1,6 % 20 Die Kfz-Emissionen wurden mithilfe der aktuellen Version 3.3 des Handbuches der Emissionsfaktoren (HBEFA, INFRAS 2017) ab dem Jahr 2015 bestimmt. Davor kam die vorherige Version 3.2 ab dem Jahr 2010 zum Einsatz. Die etwas gestiegenen Fahrleistungen und die wachsenden Neuzulassungen verbrauchsärmerer Kfz sowie der steigende Anteil Diesel-Pkw führte zu etwas geringeren Otto- bzw. höheren Diesel-Kraftstoffverbräuchen. Fast bei allen Luftschadstoffen waren Emissionsminderungen über die Jahre zu verzeichnen, da der beschriebene Austausch von Fahrzeugen mit hohem Schadstoffausstoß gegen Kfz mit modernen Abgasminderungssystemen wirkte (insbesondere nach der Einführung der EURO 4-Norm im Jahr 2006 und der EURO 5-Norm im Jahr 2011). Eine Ausnahme stellten die NOx- und NO2-Emissionen dar. Zum 1.1.2018 waren 15 % der Otto-Pkw und 20 % der Diesel-Pkw nach Euro6-Norm zugelassen. Zu beachten ist, dass bei den nachfolgenden Berechnungen von Emissionen auf Basis des HBEFA das reale Emissionsverhalten berücksichtigt wird – und nicht etwa die auf dem Rollenprüfstand ermittelten Werte. Die Kohlenwasserstoffemissionen (HC) und damit auch die Benzolemissionen gingen von 2006 bis 2017 um 68 % und damit von allen berechneten Emissionen am deutlichsten zurück. Ursache war das fast vollständige Verschwinden von 2-Takt-Pkw sowie 4-Takt-Pkw ohne G-Kat. Die Kräder tragen bei einem Fahrleistungsanteil unter 2 %überproportional an diesen Emissionen mit 24 % bei. Der Emissionsanteil des Güterverkehrs an den Kohlenwasserstoffemissionen ist mit weniger als 8 % als geringfügig zu betrachten. Die Stickoxidemissionen (NOx) gingen von 2006 bis 2017 um 48 % zurück. Der Personenverkehr ist mit 65 % an den NOx-Emissionen beteiligt und hat den Güterverkehr als Hauptverursacher abgelöst. Die NOx-Emissionen bestehen aus NO und NO2. Problematisch für die Einhaltung des NO2-Immissionsgrenzwertes ist, dass der Anteil des direkt aus dem Auspuff ausgestoßenen NO2 mit zunehmendem Einsatz von Oxidationskatalysatoren bei Diesel-Kfz in den letzten Jahren angewachsen ist bzw. derzeit stagniert. Aus diesem Grund ist eine der NOxEmissionsentwicklung folgende NO2-Immissionsreduzierung im Straßenraum nicht zu erwarten. Im HBEFA 3.3 wird erstmalig ab 2015 eine Außentemperaturabhängigkeit der NO2- bzw. NOx-Emissionen der Pkw eingeführt. Deshalb sind auf Grund der veränderten Methodik die NO2- bzw. NOx-Emissionen aller Kfz um 22 bzw. 7 % höher als im Vorjahr. Die Partikelemissionen setzen sich aus den direkten verbrennungsbedingten Emissionen und den Partikeln < 10 µm zusammen, die durch Aufwirbelungs- und Abriebprozesse an Kupplung, Bremsen, Reifen und Fahrbahn entstehen. Es ist bekannt, dass die Aufwirbelungs- und Abriebemissionen vor allem im städtischen Straßennetz in Folge zahlreicher Abbrems- und Beschleunigungsvorgänge den deutlich überwiegenden Anteil der Partikelemissionen ausmachen. Dieser Anteil kann durch abgasbezogene Maßnahmen wie z. B. Partikelfilter nicht beeinflusst werden. Das ist ein Grund für die geringe Abnahme der Partikelemissionen von 30 % zwischen 2006 und 2017. Betrachtet man allein die Abgasemissionen, so reduzierten sich diese trotz Zunahme des KfzDiesel-Anteils im gleichen Zeitraum um 76 %. Der Güterverkehr trug zu 42 % an den gesamten Partikelemissionen sowie zu 51 % an den verbrennungsbedingten direkten Emissionen bei (2017). Da vor allem die feineren Partikel mit Durchmessern < 1 µm eine hohe gesundheitsschädigende Relevanz besitzen, ist bei der Emissionsminderung verstärkt auf die Reduzierung der Primäremission hinzuwirken. LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 21 30 0,5 Benzol-Emissionen kt Fahrleistung Mrd km 25 20 15 10 5 0 0,4 0,3 0,2 0,1 0,0 2008 2010 2012 2014 Personenverkehr 2016 2008 Güterverkehr 2010 2012 Personenverkehr 5,0 2014 2016 Güterverkehr 30 4,5 25 NOx-Emissionen kt NO2-Emissionen kt 4,0 3,5 3,0 2,5 2,0 1,5 1,0 20 15 10 5 0,5 0,0 0 2008 2010 2012 2014 2008 Güterverkehr 2,5 2,5 2,0 2,0 1,5 1,0 0,5 0,0 2010 2012 Personenverkehr Partikel-Emissionen kt Partikel-Emissionen kt Personenverkehr 2016 2014 2016 Güterverkehr 1,5 1,0 0,5 0,0 2008 2010 2012 Personenverkehr 2014 2016 Güterverkehr 2008 2010 Verbrennung 2012 2014 2016 Aufwirbelung und Abrieb Abb. 18: Emissionen und emissionsrelevante Daten des Straßenverkehrs im Land Brandenburg unter Verwendung der Emissionsfaktoren aus HBEFA 3.3 ab dem Jahr 2015, HBEFA 3.2 ab dem Jahr 2010, davor HBEFA 3.1 LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 22 5 Qualitätssicherung von luftanalytischen Messergebnissen gasförmiger anorganischer Luftschadstoffe im Luftgütemessnetz Brandenburg 5.1 Einleitung Ringversuche sind ein wesentliches Instrument der Qualitätssicherung in den Luftgütemessnetzen der Bundesländer und sind das akzeptierte und dem Stand der Technik entsprechende Mittel des Kompetenznachweises einer Untersuchungsstelle (Konformitätsbewertungsstelle, Messstelle). Sie bieten mithin die Möglichkeit, die Kompetenz und die Funktionsfähigkeit eines Qualitätsmanagementsystems unabhängig zu überprüfen. Die Bereiche der Luftqualitätsmessung der Landesämter gehören zu den gesetzlich nicht geregelten Bereichen [16] und müssen ihre fachliche Kompetenz und Erfahrung nachweisen. Nationale Referenzlaboratorien für die Beurteilung der Luftgüte (in Deutschland: Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) und Umweltbundesamt (UBA)) koordinieren Qualitätssicherungsmaßnahmen der EU-Richtlinie 2008/50/EG [1] in ihrem jeweiligen Mitgliedsstaat. Sie veranstalten unter anderem Ringversuche, nehmen zur eigenen Qualitätssicherung aber auch an solchen teil, die vom Europäischen Referenzlabor für Luftverschmutzung (ERLAP) veranstaltet werden. LANUV und UBA gehören zum Netzwerk europäischer Referenzlaboratorien "Network of Air Quality Reference Laboratories" AQUILA, dem auch das Europäische Referenzlabor für Luftverschmutzung angeschlossen ist. Beide nationale Referenzlabore sind durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) überprüft und verfügen über eine Akkreditierung für die Durchführung von Ringversuchen nach der Norm „Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien“ DIN EN ISO 17025 [17]. Um die Aussagekraft und europäische Vergleichbarkeit luftanalytischer Messergebnisse abzusichern, wird die Analyse diverse Luftschadstoffe im Landesamt für Umwelt normgerecht durchgeführt. Die Messung der Luftschadstoffe erfolgt mittels der in der Richtlinie (EU) 2015/1480 festgelegten Referenzmessverfahren [18, 19, 20, 21] und nach Anforderungen, die sich aus der 39. BImSchV [5] ergeben. Zum Untersuchungsspektrum zählen bei den anorganischen gasförmigen Luftschadstoffen vor allem Ozon und Stickstoffoxide, aber auch Schwefeldioxid und Kohlenmonoxid. 5.2 Historisches 1980 wurde an der damaligen Landesanstalt für Immissionsschutz Nordrhein-Westfalen (LIS, jetzt Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz, LANUV) in Essen der erste Ringversuch durchgeführt. Damals war das Hauptthema noch Schwefeldioxid in der Luft, doch im Laufe der Zeit rückte eine breitere Palette von interessierenden Luftschadstoffen, wie Ozon, Stickstoffoxide und Kohlenmonoxid in den Vordergrund. Aber auch Prüfaerosole und organische Komponenten wie Benzol, Toluol, Xylol gerieten verstärkt in den Fokus der Luftschadstoffanalyse. Das heutige LANUV in Essen fungiert als nationales Referenzlabor und verfügte seit 1980 über eine gläserne Probenluftverteileranlage, die definierte Probengasgemische für zahlreiche Ringversuchsteilnehmer, wie z.B. die Landesämter gleichzeitig anbieten kann. Weiterhin ist es möglich, sowohl definierte Luftfeuchte als auch Störkomponenten dazu zu dosieren und zeitlich zu variieren. Seit 1993 nimmt das heutige Landesamt für Umwelt Brandenburg regelmäßig an entsprechenden gemeinsamen Ringversuchen der Staatliche Immissionsmess- und Erhebungsstellen (STIMES-Ringversuche) am LANUV Nordrhein-Westfalen teil. LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 23 © Landesamt für Umwelt, 29.10.2015 Abb. 19: Im Technikum der LANUV NRW, Blick auf die Ringleitung Je nach Art der Luftschadstoffe und Messverfahren, die im Ringversuch bearbeitet werden, werden jährlich wechselnd entweder Stickstoffoxide und Ozon oder Schwefeldioxid und Kohlenmonoxid als Prüfgas in der Ringleitung angeboten. Die erfassten Daten werden auf Basis von normierten Halbstundenmittelwerten in den vom LANUV NRW ausgegebenen Formularen eingetragen und eingereicht. Das LANUV NRW fasst die Ergebnisse zusammen und stellt sie graphisch und tabellarisch da. Eine statistische Aus- und Bewertung erfolgt und ein Teilnahmezertifikat wird für jeden einzelnen Ringversuchsteilnehmer ausgestellt. Dieses Prozedere wird messdatenerfassungstechnisch regelmäßig an den Stand der Technik angepasst. Die Bewertung der Qualität der Teilnehmer erfolgt nach aktuell gültigen Rechtsvorschriften. 5.3. Der Ringversuch als externes Instrument der Qualitätssicherung 5.3.1. Was sind Ringversuche in der Luftmessung? Als Ringversuche werden allgemein Versuche bezeichnet, die der Bestimmung von (gasförmigen) Stoffen dienen und von mehreren Versuchsteilnehmern durchgeführt werden. Es handelt sich um eine Methode der externen Qualitätssicherung für Messverfahren sowie Messstellen. Bei Ringversuchen bekommen die Versuchsteilnehmer die gleiche Probe und müssen diese mit identischen Messverfahren analysieren. In der Luftanalytik wird hierbei in einer Probengasverteileranlage, der sogenannten Ringleitung, eine ausreichende homogene Luftprobenmenge bereitgestellt, die alle Ringversuchsteilnehmer zeitgleich analysieren. Der Vergleich der Ergebnisse erlaubt es, Aussagen über die Messgenauigkeit generell bzw. über die Messqualität der beteiligten Versuchsteilnehmer/Landesämter respektive deren Technik zu machen. LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 24 Abb. 20: Schematische Darstellung der Ringgasanlage (nach H.-U. Pfeffer et al., LIS 1994, verändert) 5.3.2. Erzeugung der Probenluft (Prüfgas) in der Ringleitung Aus Druckgasflaschen, die ein Gasgemisch enthalten, wird das Prüfgas mit einem definierten Volumenstrom in das trockene Grundgas (aufbereitete Druckluft, frei von jeglichen Luftschadstoffen und Feuchte) eingeleitet. Die Steuerung des Durchflusses und damit die Einstellung der Verdünnungsverhältnisse werden über Massenflussregler (MFC) bewerkstelligt. Luftfeuchte und Ozon werden über eigene Erzeugereinheiten (Befeuchtungsmodul, Ozongenerator) dosiert hinzugefügt. In einer Gasmischkammer werden Stickstoffmonoxid und Ozon dosiert und somit Stickstoffdioxid erzeugt. Dieser Prozess wird als Gasphasentitration bezeichnet. Die Gasverteileranlage wird mit einem Probenluftdurchsatz von ca. 200 l/min und mit einem leichten Überdruck von ca. 2 hPa betrieben. Diese Verfahrensweise ermöglicht es, dass die Ringversuchsteilnehmer an der 20 m langen Ringleitung die Probenluft gleichzeitig ansaugen können und sich nicht etwa gegenseitig „die Luft absaugen“. So wird LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 25 sichergestellt, dass es nicht zu langen Einstellzeiten, inhomogenen Gasgemischen oder gar Leckagen in der Ringleitung kommt. © Landesamt für Umwelt, 29.10.2015 Abb. 21: Messplatz eines Ringversuchsteilnehmers an der Ringleitung 5.3.3. Auswerteverfahren für Ringversuchsergebnisse Die Auswerteverfahren erfolgen gemäß den gültigen Normen [22, 23]. Für die Bewertung der Ergebnisse von Ringversuchen gasförmiger Luftschadstoffe werden strenge Toleranzgrenzen für Reproduzierbarkeit und Genauigkeit festgelegt. Die Bewertung der Ergebnisse erfolgt nach dem sog. „z‘-score-Verfahren“. Der z‘-score wird nach folgender Formel berechnet: ′    z‘ x X σ z‘-score Konzentration einzelner Teilnehmer Vorgabewert (Sollwert) Standardabweichung für die Eignungsbeurteilung Der z‘-score (z‘-Wert) ist ein standardisiertes Maß für die systematische Abweichungskomponente eines Ringversuchsteilnehmers, berechnet unter Verwendung des zugewiesenen Sollwertes und der Standardabweichung. Ein z‘-Wert, der den Betrag 3 überschreitet, entspricht einer Überschreitung der Kontrollgrenzen und somit einem fehlerhaften Wert. Ein z‘-Wert oberhalb von 2 stellt ein Warnsignal dar und unterhalb von 2 ist alles in Ordnung. Der Vorgabewert der Konzentration für Prüfgasangebote ohne Störkomponenten wurde aus dem Mittelwert der Messwerte des Referenzverfahrens der beiden nationalen Referenzlaboratorien (LANUV NRW und UBA) LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 26 berechnet. Somit wird die Rückführbarkeit auf nationale (und indirekt dann internationale Normale) bei der Messung von anorganischen Luftschadstoffen in allen Bundesländern abgesichert. Weiterhin erfolgt die Ermittlung der Vorgabekonzentration (Sollwert) und der zulässigen Unsicherheit des Ringversuchsteilnehmermesswertes. Die zulässige Unsicherheit des Ringversuchsteilnehmermesswertes leitet sich aus den Qualitätszielen der EU-Luftqualitätsrichtlinie bzw. der 39. BImSchV ab. Aus den Messwerten der Ringversuchsteilnehmern werden neben Median und Standardabweichung auch der robuste Vorgabewert und die robuste Standardabweichung nach DIN ISO 13528 (die Norm beschreibt statistische Verfahren zur Auswertung von Ringversuchen) berechnet [24]. 5.4. Zusammenfassung Die regelmäßige Teilnahme an Ringversuchen ist für staatliche Messstellen notwendig. Als externe Möglichkeit der Qualitätssicherung von Immissionsmessungen tragen Ringversuche dazu bei, ein hohes Maß an Qualität zu halten und auszubauen. Der Bereich Luftqualität des Landesamtes für Umwelt Brandenburg nahm bisher stets erfolgreich an den Ringversuchen des nationalen Referenzlabors teil, was jährlich mit einem Teilnahmezertifikat des LANUV Essen dokumentiert wurde. Entsprechende dokumentierende Fachberichte zu den Ringversuchen werden vom nationalen Referenzlabor NRW jährlich erstellt (z.B. [25, 26]). LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 27 Literaturverzeichnis [1] Richtlinie 2008/50/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Mai 2008 über Luftqualität und saubere Luft für Europa [2] Richtlinie 2004/107/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Dezember 2004 über Arsen, Cadmium, Quecksilber, Nickel und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe in der Luft [3] Richtlinie (EU) 2015/1480 der Kommission vom 28. August 2015 zur Änderung bestimmter Anhänge der Richtlinien 2004/107/EG und 2008/50/EG des Europäischen Parlaments und des Rates betreffend Referenzmethoden, Datenvalidierung und Standorte für Probenahmestellen zur Bestimmung der Luftqualität [4] Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge (Bundes-Immissionsschutzgesetz – BImSchG) in der Fassung vom 17.5.2013 [5] Neununddreißigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes – Verordnung über Luftqualitätsstandards und Emissionshöchstmengen (39. BImSchV) vom 02.08.2010 [6] Brandenburger Verordnung zur Regelung der Zuständigkeiten auf dem Gebiet des Immissionsschutzes (Immissionsschutzzuständigkeitsverordnung - ImSchZV) vom 31. März 2008 (GVBl.II/08, [Nr. 08], S.122) [7] Entscheidung des Rates vom 27. Januar 1997 zur Schaffung eines Austausches von Informationen und Daten aus Netzen und Einzelstationen zur Messung der Luftverschmutzung in den Mitgliedsstaaten (97/101/EG) [8] Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr des Landes Brandenburg, Planfeststellungsbeschluss Ausbau Verkehrsflughafen Berlin-Schönefeld (13.08.2004), Az.: 44/16441/1/101 [9] WitterungsReport Express 2017, Deutscher Wetterdienst 2017 [10] Umweltbundesamt: Luftqualität 2017 – Vorläufige Auswertung, Januar 2018 [11] WHO/IARC: Press Release Nr. 213, 12.06.2012 [12] Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft – TA Luft) vom 24. Juli 2002 [13] Verordnung (EG) Nr. 166/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18.01.2006 über die Schaffung eines Europäischen Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsgesetzes (Abl. der EU vom 04.02.2006 (R 33/1) [14] Gesetz zur Ausführung des Protokolls über Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregister vom 21.05.2003 sowie zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 166/2006 vom 06.06.2007 (BGBl., I, 1002) [15] Dreizehntes Gesetz zur Änderung des Atomgesetzes vom 31.Juli 2011, BGBl 2011 Teil I Nr. 43, Bonn 05.08.2011 [16] Verwaltungsvereinbarung über den Kompetenznachweis und die Notifizierung von Prüflaboratorien und Messstellen im gesetzlich geregelten Umweltbereich LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 28 [17] DIN EN ISO 17025 „Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien“, Beuth Verlag [18] DIN EN 14211:2012-11: Außenluft-Messverfahren zur Bestimmung der Konzentration von Stickstoffdioxid und Stickstoffmonoxid mit Chemilumineszenz [19] DIN EN 14212:2012-11: Außenluft-Messverfahren zur Bestimmung der Konzentration von Schwefeldioxid mit Ultraviolett-Fluoreszenz [20] DIN EN 14625:2012-12: Außenluft-Messverfahren zur Bestimmung der Konzentration von Ozon mit Ultraviolett-Photometrie [21] DIN EN 14626:2012-12: Außenluft-Messverfahren zur Bestimmung der Konzentration von Kohlenmonoxid mit nicht-dispersiver Infrarot-Photometrie [22] DIN EN ISO 20988:2007: Luftbeschaffenheit – Leitlinien zur Schätzung der Messunsicherheit [23] DIN EN ISO 9169:2006: Luftbeschaffenheit – Definition und Ermittlung von Verfahrenskenngrößen einer automatischen Messeinrichtung [24] ISO 13528:2015, „Statistische Verfahren für Eignungsprüfungen durch Ringversuche“ Beuth-Verlag [25] LANUV-Fachbericht 84 „Ringversuche der staatlichen Immissionsmessstellen (STIMES) Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid und Benzol vom 22. bis 24. September 2015“ [26] LANUV-Fachbericht 76 „Ringversuche der staatlichen Immissionsmessstellen (STIMES) Stickoxide und Ozon vom 16. bis 18. September 2014“ LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 29 Abkürzungsverzeichnis AOT40 BaP BImSchG 39. BImSchV °C CO CO2 d DWD DTV EU EW G-Kat h HBEFA HC K Kfz KÜL 2015 LfU LKW LLBB LRP m² m³ mg MW µg ng NH3 NMVOC NO2 NOx O3 PAK PM10 PM2,5 PKW ppb PRTR SO2 TA Luft UBA VOC Accumulated Ozone Exposure over a Threshold of 40 ppb (Ozonkonzentrationen über einer Schwelle von 40 ppb) Benzo(a)pyren Bundes-Immissionsschutzgesetz 39. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes Grad Celsius Kohlenmonoxid Kohlendioxid Tag Deutscher Wetterdienst Durchschnittlicher täglicher Verkehr Europäische Union Einwohner geregelter Katalysator Stunde Handbuch der Emissionsfaktoren des Straßenverkehrs Hydrocarbon (Kohlenwasserstoff) Kelvin Kraftfahrzeug Konzeption zur Überwachung der Luftqualität im Land Brandenburg 2015 bis 2019 Landesamt für Umwelt Lastkraftwagen Landeslabor Berlin-Brandenburg Luftreinhalteplan Quadratmeter Kubikmeter Milligramm Mittelwert Mikrogramm Nanogramm Ammoniak flüchtige organische Verbindungen ohne Methan Stickstoffdioxid Stickstoffoxide Ozon Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe Particulate Matter 10 (Feinstaub mit einer Partikelgröße kleiner 10 Mikrometer) Particulate Matter 2,5 (Feinstaub mit einer Partikelgröße kleiner 2,5 Mikrometer) Personenkraftwagen parts per billion Pollutant Release and Transfer Register (Schadstofffreisetzungs- und –verbringungsregister ) Schwefeldioxid Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft Umweltbundesamt volatile organic compounds (flüchtige organische Verbindungen) LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 30 Cadmium Cottbus 6 9 6 8 16 Potsdam, Groß Glienicke 16 18 16 19 15 Neuruppin Potsdam-Zentrum Schw edt/Oder Spremberg Wittenberge Bernau, Lohmühlenstr. v 24 h 50 18 Jahr 40 Schönefeld, Flughafen * Bezugszeit LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 Jahr Überschreitungen pro Zulässige Anzahl v on Grenzw ert/Zielw ert 19 22 Potsdam, Zeppelinstr. v 35 7 18 17 Herzfelde, Hauptstr. v 23 17 Potsdam, Großbeerenstr. v21 15 23 20 23 Cottbus, Bahnhofstr. v Frankfurt(O), Lpz.Str. v 18 Ebersw alde, Breite Str. v 22 16 19 22 Brandenburg,Neu.df.Str v 21 25 Jahr 13 15 16 17 16 15 16 14 14 16 13 14 14 15 16 15 14 14 17 10 13 8 8 10 6 12 18 17 Nauen 10 14 14 10 11 8 Frankfurt (Oder) 17 19 Brandenburg a.d.Hav el 19 18 Blankenfelde-Mahlow Elsterw erda 19 Spreew ald + Eisenhüttenstadt 15 15 Lütte (Belzig) + 10 1 Jahr 0,3 0,5 0,5 0,4 0,5 0,2 0,5 0,7 JMW 1,5 Jahr 1,9 1,1 2,3 2,4 0,8 1,8 2,0 0,5 JMW 6 Jahr 0,8 1,6 0,6 JMW 500 Jahr 6,5 6,9 6,0 JMW 5 Jahr 0,2 0,1 0,2 JMW ng/m³ Nickel 20 Jahr 2,7 2,9 2,8 JMW ng/m³ Benzol 5 Jahr 0,6 1,0 1,1 0,9 1,0 0,9 0,8 0,6 JMW µg/m³ NO2 40 Jahr 18 34 34 19 32 22 29 26 24 9 9 8 15 13 17 11 12 12 9 13 13 15 6 7 9 18 200 1h 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 47 53 50 50 47 47 43 49 52 49 53 52 49 45 50 48 52 25 120 8h 7 5 10 4 3 4 1 3 7 14 6 10 5 5 6 6 4 µg/m³ Tage Ozon 0 Blei ng/m³ 17 JMW ng/m³ Hasenholz (Buckow ) + Arsen 8h- Ruß µg/m³ 1h- ng/m³ µg/m³ mit Benzo(a)pyren PM2,5 + Hintergrundmessstelle Anza v v erkehrsbez. MessstelleJMW hl * Fremdbetreiber TMW PM10 µg/m³ µg/m³ Anzah JMW JMW l Messstellen 180 1h 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1h-MW mit Tage 20 Jahr 2 2 2 2 2 JMW SO2 24 350 1h 0 0 0 0 0 1h- l 3 125 24 h 0 0 0 0 0 TMW hl µg/m³ Anzah Anza CO 190 360 314 389 229 255 10 mg/m³ 8h 0 0 0 0 0 0 > 10 JMW 8h-GMW µg/m³ Anzahl Anhang 1: Zusammenfassung der Messergebnisse 31 Anhang 2: Luftgütemessstellen des Landes Brandenburg Stationsklassifikation nach EU-Richtlinie Messstelle Schwebstaub Schwefeldioxid PM10 PM2,5 Bernau, Lohmühlenstraße SG - V X X Blankenfelde-Mahlow Schulstraße 1 Brandenburg a. d. Havel Lilly-Friesicke-Straße VG - H X X VG - H X X Brandenburg, Neuendorfer Str. SG - V X X Cottbus, Bahnhofstraße SG - V X X Cottbus Gartenstraße Cottbus Meisenweg (DWD) SG - H X X Eberswalde, Breite Straße SG - V X X Eisenhüttenstadt Karl-Marx-Straße 35a Elsterwerda Lauchhammer Straße VG - I X X VG - H X X Frankfurt (O), Leipziger Straße SG - V X X Frankfurt (Oder) Im Sande Hasenholz (Buckow) OT Hasenholz VG - H X X LR - H X X Herzfelde, Hauptstraße VG - V X X Lütte (Belzig) Die hohe Heide/Feldstraße Nauen Kreuztaler Straße 3 Neuruppin Fehrbelliner Straße Neuruppin Gerhart-Hauptmann-Straße LR - H VG - H X Potsdam, Großbeerenstraße SG - V X Potsdam Groß Glienicke Potsdam-Zentrum Bassinplatz VG - H X Potsdam, Zeppelinstraße SG - V Schwedt/Oder Helbigstr. Spreewald Neu Zauche, Am Nordumfluter Spremberg Lustgartenstraße Wittenberge Wilhelm-Külz-Straße VG - I LR - H SG VG LR städtisches Gebiet vorstädtisches Gebiet ländlich regional X Schwebstaubinhaltsstoffe Schwermetalle X Ruß PAK X X X X Ionen X X X X X X X X X X VG - H X X X VG - H X X X X VG - H SG - H X X X X X X X X X X X X X VG - H X X VG - H X X V I H X verkehrsbezogene Messstelle industriebezogene Messstelle Hintergrund LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 32 Kohlenwasserstoffe Messstelle Stickoxide Kohlenmonoxid Deposition Meteorolog.Parameter Ozon BTX VOC Bernau, Lohmühlenstraße X Blankenfelde-Mahlow Schulstraße 1 Brandenburg a. d. Havel Lilly-Friesicke-Straße X Brandenburg, Neuendorfer Str. X X Cottbus, Bahnhofstraße X X Cottbus Gartenstraße Cottbus Meisenweg (DWD) X Eberswalde, Breite Straße X Eisenhüttenstadt Karl-Marx-Straße 35a Elsterwerda Lauchhammer Straße X Frankfurt (O), Leipziger Straße X Frankfurt (Oder) Im Sande Hasenholz (Buckow) OT Hasenholz X X X X Herzfelde, Hauptstraße X Lütte (Belzig) Die hohe Heide/Feldstraße Nauen Kreuztaler Straße 3 Neuruppin Fehrbelliner Straße Neuruppin Gerhart-Hauptmann-Straße X X X X Potsdam, Großbeerenstraße X Potsdam Groß Glienicke Potsdam-Zentrum Bassinplatz X X X X X Potsdam, Zeppelinstraße X Schwedt/Oder Helbigstr. Spreewald Neu Zauche, Am Nordumfluter Spremberg Lustgartenstraße Wittenberge Wilhelm-Külz-Straße X Staubniederschlag Schwermetalle X X X X X X X X PAK X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 33 Anhang 3: Ergebnisse der Immissionsmessungen A 3.1: Stickstoffdioxid Messstelle Blankenfelde-Mahlow Verf.% MW-NO2 MW-NOx P50 P98 Ü200 Ü400 max 1h-MW max TMW 100,0 15 21 12 44 0 0 92 50 Brandenburg a. d. Havel Cottbus Eisenhüttenstadt Elsterwerda Frankfurt (Oder) Hasenholz (Buckow) Lütte (Belzig) Nauen Neuglobsow U) Neuruppin Potsdam, Groß Glienicke Potsdam-Zentrum Schwedt/Oder Spreewald Spremberg Wittenberge 97,4 99,9 99,9 99,8 99,6 99,8 99,9 99,9 93,7 99,9 99,9 99,2 99,9 98,8 99,1 99,3 13 13 9 12 12 9 7 11 4 17 13 15 8 6 9 9 16 17 12 16 16 11 9 14 55 17 21 12 8 13 11 10 11 7 9 10 7 5 8 3 15 10 12 6 5 8 7 39 38 31 44 39 28 23 37 17 45 44 47 29 24 31 30 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 80 98 132 79 93 54 48 90 39 82 82 114 95 59 79 72 49 57 43 63 37 45 36 52 20 44 55 66 44 39 59 44 Bernau, Lohmühlenstr. Brandenburg a. d. Havel, Neuendorfer Str. Cottbus, Bahnhofstr. Eberswalde, Breite Straße Frankfurt (Oder), Leipziger Straße Herzfelde, Hauptstraße Potsdam, Großbeerenstraße Potsdam, Zeppelinstraße Schönefeld, Flughafen S) 99,9 99,9 99,9 99,3 99,9 99,9 99,9 99,9 98,4 24 26 29 22 32 19 34 34 18 50 57 66 56 77 36 81 76 25 21 22 26 20 29 16 31 32 15 63 65 69 53 74 47 77 77 51 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 193 148 196 109 184 114 191 169 115 84 79 86 53 71 49 90 77 61 Spaltenüberschriften siehe Anhang 4 Konzentrationsangaben in µg/m³ U) UBA-Messstelle S) Messstelle der Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 34 A 3.2: Stickstoffmonoxid Messstelle Verf.% MW P50 P98 max 1h-MW max TMW Blankenfelde-Mahlow Brandenburg a.d. Havel Cottbus Cottbus, Südeck Eisenhüttenstadt Elsterwerda Frankfurt (Oder) Hasenholz (Buckow) Lütte (Belzig) Nauen Neuruppin Potsdam, Groß Glienicke Potsdam-Zentrum Schwedt/Oder Spreewald Spremberg Wittenberge 100,0 97,4 99,9 99,9 99,8 99,7 99,6 99,8 99,9 99,9 99,9 99,9 99,2 99,9 98,8 99,1 99,3 4 2 2 2 2 3 2 2 1 2 25 3 4 2 1 2 2 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 4 1 1 1 1 1 1 29 12 12 13 11 23 12 5 2 14 168 19 22 10 4 11 6 155 116 115 166 220 151 98 37 12 131 323 132 240 118 21 64 57 34 22 32 30 26 28 17 20 4 26 195 35 55 37 5 15 11 Bernau, Lohmühlenstr. Brandenburg a. d. Havel, Neuendorfer Str. Cottbus, Bahnhofstr. Eberswalde, Breite Straße Frankfurt (Oder), Leipziger Straße Herzfelde, Hauptstraße Potsdam, Großbeerenstraße Potsdam, Zeppelinstraße Schönefeld, Flughafen S) 99,7 99,9 99,0 99,3 99,8 99,6 99,9 99,9 98,4 17 21 24 22 29 11 31 27 5 9 10 16 13 19 6 20 17 2 87 111 98 103 122 56 133 117 28 470 517 691 283 439 194 600 481 161 153 154 151 110 96 55 175 105 41 Spaltenüberschriften siehe Anhang 4 U) S) Konzentrationsangaben in µg/m³ UBA-Messstelle Messstelle der Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH A 3.3: Schwefeldioxid Messstelle Cottbus Eisenhüttenstadt Neuglobsow U) Potsdam-Zentrum Schwedt/Oder Spreewald Verf.% MW P50 MWWinter P98 Ü500 Ü350 Ü125 max 1h-MW max TMW 99,9 99,9 94,1 99,2 99,9 98,7 2 2 1 2 2 2 1 1 0,5 1 1 1 2 2 8 10 4 5 8 8 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 21 26 15 15 142 35 13 17 9 12 28 18 Spaltenüberschriften siehe Anhang 4 2 2 2 Konzentrationsangaben in µg/m³ U) UBA-Messstelle LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 35 A 3.4: Kohlenmonoxid Messstelle Verf.% MW P50 P98 Ü10 max 1h-MW max 8h-GMW max TMW Blankenfelde-Mahlow Eisenhüttenstadt 100 99,9 255 229 220 195 672 691 0 0 1700 2064 1328 1067 858 961 Frankfurt (Oder), Leipziger Straße Herzfelde, Hauptstraße Potsdam, Zeppelinstraße Schönefeld, Flughafen S) 99,8 99,7 99,8 99,9 389 314 360 190 342 265 322 179 937 827 814 537 0 0 0 0 2796 1544 2281 1049 1679 1093 1204 982 1131 946 968 800 Spaltenüberschriften siehe Anhang 4 S) Konzentrationsangaben in µg/m³ Messstelle der Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH A 3.5: Quecksilber (gasförmig) Herzfelde, Hauptstraße Verf.% MW max 1h-MW 96,4 1,9 30,7 Spaltenüberschriften siehe Anhang 4 Konzentrationsangaben in ng/m³ A 3.6: Ozon Messstelle Verf.% MW P50 P98 Ü180 Ü240 max 1h-MW max TMW max 8h-GMW Ü120 Ü120 *) Blankenfelde-Mahlow Brandenburg a. d. Havel Cottbus Eisenhüttenstadt Elsterwerda Frankfurt (Oder) Hasenholz (Buckow) Lütte (Belzig) Nauen Neuglobsow U) Neuruppin Potsdam, Groß Glienicke Potsdam-Zentrum Schwedt/Oder Spreewald Spremberg Wittenberge 99,9 97,4 99,8 99,8 99,8 99,6 99,8 99,9 99,9 94,1 99,8 99,3 99,1 99,9 98,8 99,1 99,3 45 49 52 53 49 52 52 48 49 48 43 47 47 50 50 50 53 45 49 51 52 48 51 51 47 49 48 42 47 47 50 49 49 53 107 104 112 109 114 106 104 106 102 98 95 104 101 100 110 110 101 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 152 138 145 138 153 163 141 148 147 141 162 139 141 138 139 149 139 92 103 104 105 95 107 104 96 96 95 99 94 92 102 98 100 98 132 133 135 132 143 144 133 129 136 132 141 133 130 127 134 134 127 5 5 10 6 14 7 4 6 3 3 1 4 3 4 6 10 5 13 12 13 17 18 14 14 17 13 9 7 15 9 12 10 16 11 Schönefeld, Flughafen S) 97,8 47 45 111 0 0 161 103 137 7 15 Spaltenüberschriften siehe Anhang 4 U) S) Konzentrationsangaben in µg/m³ *) Mittelwert 2015 bis 2017 UBA-Messstelle Messstelle der Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 36 Messstelle AOT40 AOT40**) AOT40-W AOT40-W **) Blankenfelde-Mahlow Brandenburg a. d. Havel Cottbus Eisenhüttenstadt Elsterwerda Frankfurt (Oder), Im Sande Hasenholz (Buckow) Lütte (Belzig) Nauen Neuglobsow U) Neuruppin Potsdam, Groß Glienicke Potsdam-Zentrum Schwedt/Oder Spreewald Spremberg Wittenberge 9743 8147 13256 11394 14392 10254 8214 8811 7558 5570 4355 8054 7108 5847 11262 13134 6750 12296 10990 12690 13439 14146 12033 11420 12482 10800 19612 17060 20834 21906 22647 19817 19162 19837 17212 8665 11511 10326 9775 11272 12295 10192 13693 11376 18732 16276 20132 15078 12334 12360 11292 8960 6196 11890 10215 8855 16137 17670 10781 13496 18287 16119 16494 18517 19780 16325 Schönefeld, Flughafen S) 12205 12296 16792 19750 Spaltenüberschriften siehe Anhang 4 U) S) Angaben in µg/m³·h **) Mittelwert 2013 bis 2017 UBA-Messstelle Messstelle der Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 37 A 3.7: PM10-Schwebstaub Messstelle Blankenfelde-Mahlow Blankenfelde-Mahlow Brandenburg a.d. Havel Brandenburg a.d. Havel Cottbus Cottbus Cottbus Eisenhüttenstadt Elsterwerda Frankfurt (Oder) Frankfurt (Oder) Hasenholz (Buckow) Hasenholz (Buckow) Lütte (Belzig) Nauen Neuglobsow U) Neuruppin Potsdam, Groß Glienicke Potsdam-Zentrum Schwedt/Oder Spreewald Spremberg Wittenberge Wittenberge Bernau, Lohmühlenstr. Brandenburg a. d. Havel, Neuendorfer Str. Cottbus, Bahnhofstr. Cottbus, Bahnhofstr. Eberswalde, Breite Straße Eberswalde, Breite Straße Frankfurt (Oder), Leipziger Straße Herzfelde, Hauptstraße Potsdam, Großbeerenstraße Potsdam, Zeppelinstraße Potsdam, Zeppelinstraße Schönefeld, Flughafen S) Schönefeld, Flughafen S) Spaltenüberschriften siehe Anhang 4 LVS EDM BAM S Faktor U) S) GW-rel Verf.% MW P50 P98 Ü50 x 99,7 100,0 98,9 99,2 99,5 98,6 99,5 99,7 99,7 99,5 98,9 99,7 100,0 99,2 99,2 91,5 100 99,7 99,2 100 98,4 97,8 93,7 99,2 19 21 18 16 19 18 18 17 19 18 17 17 17 15 17 13 16 16 18 16 15 19 15 16 16 18 15 13 15 14 14 13 15 14 14 14 14 12 15 10 14 13 15 12 12 16 12 14 53 55 53 52 61 54 57 58 57 60 62 52 50 49 46 42 51 49 54 56 51 53 51 44 11 10 10 8 14 8 12 14 10 12 12 10 7 6 6 1 9 6 8 10 8 8 8 1 78 74 74 63 91 72 100 92 88 84 91 76 68 69 70 56 72 70 71 82 75 76 83 68 LVS EDM LVS EDM LVS EDM S EDM EDM EDM S LVS EDM EDM EDM S S EDM EDM S EDM LVS EDM 1,00 1,00 0,91 0,91 1,00 0,91 98,9 99,5 98,1 99,7 99,7 99,5 100 99,7 100 99,7 99,7 22 21 23 22 22 19 23 23 21 22 20 19 17 18 18 18 15 19 19 18 19 16 63 74 62 69 66 64 66 58 56 65 62 19 18 20 18 15 13 17 18 17 19 15 168 159 104 158 113 100 101 79 99 97 100 EDM EDM LVS EDM LVS EDM EDM EDM EDM LVS EDM 0,96 0,96 97,5 97,3 18 21 15 19 46 51 7 8 67 66 LVS BAM x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x max TMW Messverfahren Faktor 0,91 0,91 0,91 1,00 0,91 0,91 0,91 1,00 0,91 0,91 0,91 0,91 0,96 0,96 0,96 0,96 0,96 0,96 1,00 Konzentrationsangaben in µg/m³ Gravimetrische Messung: Probenahme mittels Low Volume Sampler mit PM10-Messkopf = Referenzverfahren Kontinuierliche Messung mit EDM180 (Streulichtmessung) Kontinuierliche Messung mit BAM (Beta-Absorption) Kontinuierliche Messung mit Sharp-Gerät (Nephelometer mit Beta-Messung) Bereits eingerechneter Umrechnungsfaktor zum Referenzverfahren UBA-Messstelle Messstelle der Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 38 A 3.8: PM2,5-Schwebstaub Messstelle GW-rel Verf.% MW P50 P98 max TMW Messverfahren Faktor Blankenfelde-Mahlow x 100 17 14 52 67 EDM 0,94 Brandenburg a.d. Havel Cottbus Cottbus Eisenhüttenstadt Elsterwerda Frankfurt (Oder) Hasenholz (Buckow) Lütte (Belzig) Lütte (Belzig) Nauen Potsdam-Zentrum Potsdam-Zentrum Schwedt/Oder Spremberg Wittenberge x x 99,2 98,6 98,6 99,7 99,7 99,5 100 94,5 99,2 99,2 97,3 99,2 100 97,8 99,2 14 14 15 15 16 15 13 10 12 14 14 15 13 16 14 11 10 11 11 12 11 10 7 8 11 11 11 10 13 11 46 54 50 58 55 59 40 40 43 45 51 51 56 47 42 60 88 66 82 84 81 58 63 62 59 68 63 77 75 65 EDM LVS EDM EDM EDM EDM EDM LVS EDM EDM LVS EDM EDM EDM EDM 0,94 98,9 98,6 99,5 99,7 99,5 99,2 100 99,7 100 99,7 99,2 16 14 16 16 15 16 17 17 16 15 13 13 10 12 13 11 11 13 13 12 11 11 49 53 58 54 55 65 60 53 50 53 41 71 82 83 82 82 92 81 63 64 66 51 EDM LVS EDM EDM EDM LVS EDM EDM EDM EDM BAM Bernau, Lohmühlenstr. Brandenburg a. d. Havel, Neuendorfer Str. Brandenburg a. d. Havel, Neuendorfer Str. Cottbus, Bahnhofstr. Eberswalde, Breite Straße Frankfurt (Oder), Leipziger Straße Frankfurt (Oder), Leipziger Straße Herzfelde, Hauptstraße Potsdam, Großbeerenstraße Potsdam, Zeppelinstraße Schönefeld, Flughafen S) Spaltenüberschriften siehe Anhang 4 EDM LVS BAM S) x x x x x x x x x x x x x x x x x x x 0,94 0,94 0,94 0,94 0,81 0,81 0,94 0,94 0,94 0,94 0,94 0,94 0,94 0,94 0,94 0,94 0,94 0,94 0,94 1,00 Konzentrationsangaben in µg/m³ Kontinuierliche Messung mit EDM180 (Streulichtmessung) Gravimetrische Messung: Probenahme mittels Low Volume Sampler mit PM2,5-Messkopf = Referenzverfahren Kontinuierliche Messung mit BAM(Beta Absorption) Messstelle der Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 39 A 3.9: Inhaltstoffe des Schwebstaubs Blankenfelde-Mahlow (LVS mit PM10-Kopf Wochenmischproben aus 4 Tagen) gült Prob Verf % * MW Schönefeld, Flughafen (LVS mit PM10-Kopf Wochenmischproben aus 4 Tagen) P50 max TMW gült Prob Verf % * MW P50 max TMW PM10 364 99,7 19 16 78 356 Ruß ** 52 57,3 2,0 1,7 7,7 B(a)A B(a)P B(b)F B(j)F B(k)F DB(ah)A INP 52 52 52 52 52 52 52 57,3 57,3 57,3 57,3 57,3 57,3 57,3 4,0 4,8 7,8 4,4 3,1 0,9 7,8 0,4 0,1 0,5 0,2 0,8 0,4 0,4 0,1 0,3 0,1 0,1 0,04 0,8 0,5 Cottbus (LVS mit PM10-Kopf Wochenmischproben aus 4 Tagen) gült Prob gült Prob gült Prob gült Prob PM10 B(a)A B(a)P B(b)F B(j)F B(k)F DB(ah)A INP 97,5 18 15 67 51 56,2 1,89 1,5 6,3 52 52 52 52 52 52 52 57,3 57,3 57,3 57,3 57,3 57,3 57,3 0,3 0,1 0,3 0,1 0,6 0,2 0,3 0,1 0,2 0,1 0,1 0,02 0,6 0,2 3,6 3,0 6,0 2,3 2,1 0,7 5,2 gült Prob 363 99,5 19 15 91 52 52 52 52 52 52 52 56,4 56,4 56,4 56,4 56,4 56,4 56,4 0,5 0,5 0,9 0,3 0,4 0,1 0,9 0,1 0,1 0,3 0,1 0,1 0,03 0,4 8,4 8,2 11,2 4,9 4,6 1,4 10,2 LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 40 Cottbus, Bahnhofstraße (LVS mit PM10-Kopf Wochenmischproben aus 4 Tagen) Eberswalde, Breite Straße (LVS mit PM10-Kopf Wochenmischproben aus 4 Tagen) gült Prob Verf % * MW P50 max TMW gült Prob Verf % * MW P50 max TMW PM10 358 98,1 23 18 104 364 99,7 22 18 113 Ruß ** 51 55,9 2,4 2,3 7,7 52 57,0 2,3 2,0 7,1 Arsen Blei Cadmium Nickel Antimon Barium 51 51 51 51 51 51 55,9 1,6 0,5 55,9 6,9 4,2 55,9 0,1 0,1 55,9 2,9 3,3 55,9 1,8 1,7 55,9 15,2 13,5 12,7 39,2 0,8 5,3 2,9 28,5 52 52 52 52 52 52 57,0 0,8 0,4 57,0 6,5 4,7 57,0 0,2 0,1 57,0 2,7 3,0 57,0 2,8 2,7 57,0 16,3 15,2 5,2 41,2 0,7 5,4 4,8 38,8 B(a)A B(a)P B(b)F B(j)F B(k)F DB(ah)A INP 51 51 51 51 51 51 51 3,9 3,7 6,1 2,3 2,3 0,8 5,6 51 51 51 51 51 51 51 55,9 55,9 55,9 55,9 55,9 55,9 55,9 55,9 0,4 0,1 55,9 0,4 0,2 55,9 0,7 0,4 55,9 0,3 0,1 55,9 0,3 0,2 55,9 0,1 0,04 55,9 0,7 0,4 Brandenburg (LVS mit PM10-Kopf Wochenmischproben aus 4 Tagen) 0,4 0,2 0,5 0,2 0,8 0,5 0,4 0,2 0,3 0,2 0,1 0,04 0,8 0,5 4,6 4,7 7,9 3,7 3,0 0,9 7,2 gült Prob Verf % * MW P50 max TMW PM10 361 Ruß ** 98,9 18 15 74 51 55,9 1,77 1,4 7,9 Arsen Blei Cadmium Nickel 51 51 51 51 55,9 55,9 55,9 55,9 0,6 6,0 0,2 2,8 0,2 3,8 0,1 3,0 6,8 27,3 0,5 10,1 B(a)A B(a)P B(b)F B(j)F B(k)F DB(ah)A INP 51 51 51 51 51 51 51 55,9 55,9 55,9 55,9 55,9 55,9 55,9 0,2 0,04 0,2 0,1 0,5 0,2 0,2 0,1 0,2 0,1 0,1 0,02 0,5 0,2 2,2 2,2 4,0 1,8 1,5 0,5 3,5 Spaltenüberschriften siehe Anhang 4 Konzentrationsangaben: Schwebstaub in µg/m³, Spurenelemente, PAK in ng/m³ Verf % * Anteil beprobter und gültiger Tage (%) Ruß ** Messung nach VDI 2465 Bl. 2: 1999-05 B(a)A B(b)F B(k)F DB(ah)A Benz(a)anthracen Benzo(b)fluoranthen Benzo(k)fluoranthen Dibenzo(a,h)anthracen B(a)P B(j)F INP Benzo(a)pyren Benzo(j)fluoranthen Indeno(1,2,3-cd)pyren LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 41 A 3.10: Flüchtige Kohlenwasserstoffe (VOC) gült Prob Benzol Ethylbenzol Summe m/p-Xylol Toluol o-Xylol n-Heptan n-Oktan Isooktan 1,2,3-Trimethylbenzol 1,2,4-Trimethylbenzol 1,3,5-Trimethylbenzol n-Nonan n-Decan n-Undecan n-Dodecan n-Tridecan n-Tetradecan n-Pentadecan n-Hexadecan n-Heptadecan n-Octadecan n-Nonadecan n-Eicosan 52 52 52 52 52 52 52 52 52 52 52 52 52 52 52 52 52 52 52 52 52 52 52 Blankenfelde-Mahlow (7d-Proben) MW P50 0,63 0,17 0,39 0,74 0,14 0,06* 0,06* 0,12 0,03* 0,11* 0,05* 0,07 0,08* 0,08* 0,04* 0,10* 0,08* 0,06* 0,04* 0,03* 0,04* 0,04* 0,03* MEW gült Prob 3,10 0,44 1,18 1,50 0,54 0,16 0,06 0,29 0,06 0,30 0,15 0,07 0,17 0,24 0,11 0,10 0,08 0,11 0,16 0,13 0,04 0,04 0,03 53 53 53 53 53 53 53 53 53 53 53 53 53 53 53 53 53 53 53 53 53 53 53 0,45 0,16 0,34 0,67 0,12 0,06 0,06 0,12 0,03 0,10 0,05 0,07 0,08 0,07 0,03 0,10 0,08 0,06 0,03 0,03 0,04 0,04 0,03 Schönefeld (7d-Proben) MW P50 MEW 0,58 0,11 0,24 0,49 0,08 0,06* 0,06* 0,07 0,03* 0,10* 0,05* 0,07* 0,08* 0,05 0,04* 0,10* 0,08* 0,06* 0,03* 0,03* 0,04* 0,04* 0,03* 3,38 0,31 0,57 1,54 0,23 0,23 0,06 0,13 0,09 0,19 0,05 0,14 0,08 0,14 0,09 0,10 0,08 0,06 0,03 0,07 0,04 0,04 0,03 0,45 0,06 0,22 0,39 0,06 0,06 0,06 0,05 0,03 0,10 0,05 0,07 0,08 0,04 0,03 0,10 0,08 0,06 0,03 0,03 0,04 0,04 0,03 * ≥ 75 % der in die Berechnung eingegangenen Einzelwerte unterhalb der Bestimmungs-/Nachweisgrenze A 3.11: Flüchtige Kohlenwasserstoffe (BTEX) Cottbus, Bahnhofstraße aktive Probenname *) Benzol Ethylbenzol Toluol m/p-Xylol o-Xylol Passivsammler **) Benzol Ethylbenzol Toluol m/p-Xylol o-Xylol Passivsammler **) Benzol Ethylbenzol Toluol m/p-Xylol o-Xylol Eberswalde, Breite Straße Potsdam Zeppelinstraße gült Prob MW P50 MEW gült Prob MW P50 MEW gült Prob MW P50 MEW 52 52 52 52 52 1,0 0,3 1,7 1,0 0,3 0,8 0,3 1,7 1,0 0,3 4,3 0,7 3,0 2,4 0,6 52 52 52 52 52 0,9 0,3 1,4 0,8 0,3 0,7 0,3 1,3 0,8 0,3 3,9 0,6 3,0 2,1 0,6 52 52 52 52 52 1,0 0,6 3,3 1,5 0,5 0,9 0,5 2,7 1,3 0,4 3,4 2,6 9,6 4,6 1,3 1,8 0,8 2,1 1,2 0,4 22 0,9 3,5 22 0,7 5,0 22 2,9 26,5 22 1,4 10,4 22 0,4 2,7 Brandenburg an der Havel, Neuendorfer Straße 24 24 24 24 24 22 22 22 22 22 0,9 0,5 1,5 0,9 0,3 Bernau, Lohmühlenstraße 1,0 1,1 4,2 1,9 0,6 Frankfurt (Oder), Leipziger Straße 3,0 2,8 9,3 4,1 2,5 gült Prob MW MEW gült Prob MW MEW gült Prob MW MEW 20 20 20 20 20 0,8 0,7 1,8 1,2 0,4 1,7 4,2 3,0 3,5 1,3 23 23 23 23 23 0,9 0,7 2,4 1,2 0,4 2,0 1,4 4,1 2,3 0,7 22 22 22 22 22 1,1 0,7 2,1 1,3 0,5 4,8 4,6 11,1 7,0 3,9 Spaltenüberschriften siehe Anhang 4 *) Wochenmittelwerte **) Monatsmittelwerte (Doppelbeprobung) Konzentrationsangaben in µg/m³ LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 42 A 3.12: Gehalt wasserlöslicher Ionen im Schwebstaub Brandenburg, Neuendorfer Straße (LVS mit PM2,5-Kopf 1d-Proben) Ammonium Calcium (gelöst) Natrium (gelöst) Kalium (gelöst) Magnesium (gelöst) Chlorid Nitrat Sulfat Lütte (Belzig) (LVS mit PM2,5-Kopf 1d-Proben) gült Prob MW max TMW gült Prob MW max TMW 121 121 121 121 121 121 121 121 1,0 0,1 0,1 0,1 0,02 0,1 1,9 1,7 6,8 0,2 1,3 0,8 0,1 1,2 12,2 10,3 118 118 118 118 118 118 118 118 0,8 0,03 0,1 0,1 0,01 0,04 1,0 1,5 7,4 0,1 0,6 0,1 0,1 0,05 13,4 9,6 Spaltenüberschriften siehe Anhang 4 Konzentrationsangaben in µg/m³ A 3.13: Staubniederschlag Messstelle Gesamtstaub mg/(m²—d) Inhaltsstoffe µg/(m²—d) MW As Pb Cd Ni Blankenfelde-Mahlow Brandenburg, Lilli-Friesicke-Str. Cottbus, Gartenstraße Cottbus, Meisenweg DWD Eisenhüttenstadt, Karl-Marx-Str. Elsterwerda, Lauchhammerstr. Frankfurt (Oder), Im Sande Hasenholz (Buckow) Herzfelde, Hauptstraße Lütte (Belzig) Nauen, Kreuztaler Str. Neuruppin, Fehrbelliner Str. Potsdam-Zentrum, Bassinplatz Schwedt/Oder, Helbigstraße Spreewald, Neu Zauche, Schöpfwerk Spremberg, Lustgartenstr. Wittenberge, Dr.-W.-Külz-Str. 52 52 43 43 46 42 40 44 50 53 47 43 45 46 42 44 44 0,3 0,3 0,5 0,5 0,3 0,3 0,3 0,2 0,4 0,4 0,2 0,3 0,2 0,2 0,3 0,3 0,2 1 2 2 1 1 1 2 1 2 2 1 2 1 2 1 1 1 0,02 0,07 0,04 0,03 0,04 0,03 0,06 0,04 0,06 0,07 0,03 0,03 0,05 0,03 0,07 0,04 0,03 0,6 1,2 0,9 0,6 0,6 0,6 0,8 0,6 1,3 0,8 0,7 0,6 0,7 0,8 0,6 0,8 0,5 Sondermessung Rüdersdorf bei Berlin * Hennickendorf Tasdorf Rüdersdorf, Krankenhaus 50 53 46 0,5 0,3 0,2 2 2 1 0,04 0,04 0,03 1,5 1,0 1,3 * Ca Tl 2467 1886 932 0,010 0,010 0,007 Messstellen der Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 43 A 3.14: Niederschlagsdeposition (Bulk) - Organische Spurenstoffe Cottbus, Meisenweg (2-Monats-Proben) Benz(a)anthracen Benzo(a)pyren Benzo(b)fluoranthen Benzo(j)fluoranthen Benzo(k)fluoranthen Dibenzo(a,h)anthracen Indeno(1,2,3-cd)pyren Hasenholz (2-Monats-Proben) Potsdam-Zentrum (2-Monats-Proben) gült Prob MW gült Prob MW gült Prob MW 6 6 6 6 6 6 6 9,9 13,1 19,4 7,2 7,8 1,6 14,8 6 6 6 6 6 6 6 1,9 5,4 8,5 3,4 3,0 1,4 12,8 5 5 5 5 5 5 5 3,1 5,9 8,6 2,8 3,3 1,1 9,0 Angaben in ng/(m²·d) LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 44 A 3.15: Inhaltsstoffe des Staubniederschlags – Ergebnisse des Projekts PM-Ost (Projektzeitraum: 01.09.2016 – 31.03.2017) Hasenholz Cottbus (LVS mit PM10-Kopf (LVS mit PM10-Kopf Tagesproben Tagesproben Messzeitraum: 01.09.2016 – 31.03.2017) Messzeitraum: 01.09.2016 – 31.03.2017) gült Prob Verf % * MW P50 max TMW gült Prob Verf % * MW P50 max TMW PM10 212 100 22 19 76 212 100 24 20 91 Ruß ** 210 99,1 0,49 0,4 1,7 208 98,1 0,81 0,7 3,1 B(a)A B(a)P B(b)F B(j)F B(k)F DB(ah)A INP 211 211 211 211 211 211 211 99,5 99,5 99,5 99,5 99,5 99,5 99,5 0,1 0,2 0,4 0,2 0,2 0,1 0,4 5,9 5,0 9,3 4,4 3,6 1,9 8,7 212 212 212 212 212 212 212 100 100 100 100 100 100 100 0,3 0,5 0,9 0,5 0,4 0,1 0,9 8,4 8,2 11,4 5,2 4,6 1,8 10,2 Ammonium Calcium (gelöst) Natrium (gelöst) Kalium (gelöst) Magnesium (gelöst) Chlorid Nitrat Sulfat PM10 0,6 0,6 1,2 0,6 0,5 0,2 1,2 1,0 1,1 1,8 0,9 0,7 0,3 1,8 198 93,4 1,6 1,0 8,7 212 100 1,6 1,1 8,1 198 93,4 0,1 0,1 0,7 212 100 0,2 0,1 0,8 93,4 0,3 0,2 0,3 212 100 0,3 0,2 2,9 198 93,4 0,2 0,1 0,2 212 100 0,2 0,1 9,5 198 198 93,4 0,04 0,02 0,4 212 100 0,04 0,03 1,0 198 93,4 0,3 0,2 4,8 212 100 0,3 0,1 4,7 93,4 3,3 2,4 15,2 212 100 2,9 2,1 21,5 198 198 93,4 2,3 1,5 12,7 212 100 2,7 1,7 18,6 Potsdam, Zeppelinstraße Potsdam, Zeppelinstraße (LVS mit PM10-Kopf (LVS mit PM10-Kopf, Tagesproben Tagesproben gleitendes Jahr Messzeitraum: 01.09.2016 – 31.03.2017) Messzeitraum: 01.09.2016 – 31.08.2017) gült Prob Verf % * MW P50 max TMW gült Prob Verf % * MW P50 max TMW 99,7 25 21 364 97 99,5 28 24 97 211 Ruß ** 200 94,3 1,21 1,1 2,9 351 96,2 1,13 B(a)A B(a)P B(b)F B(j)F B(k)F DB(ah)A INP 212 212 212 212 212 212 212 100 100 100 100 100 100 100 0,3 0,4 0,6 0,4 0,2 0,1 0,6 6,8 6,1 9,6 3,7 3,6 1,3 8,7 365 365 365 365 365 365 365 100 100 100 100 100 100 100 0,6 0,7 1,2 0,6 0,5 0,2 1,2 1,1 2,9 0,4 0,1 0,4 0,1 0,8 0,3 0,4 0,1 0,3 0,1 0,1 0,02 0,7 0,3 6,8 6,1 9,6 3,7 3,6 1,3 8,9 Spaltenüberschriften siehe Anhang 4 Konzentrationsangaben: Schwebstaub in µg/m³, Spurenelemente, PAK in ng/m³ Verf % * Anteil beprobter und gültiger Tage (%) Ruß ** Messung (elementarer Kohlenstoff) nach DIN EN 16909:2015-10 mit optischer Korrektur per Transmission (TOT) (Temperaturprofil: EUSAAR 2) B(a)A B(b)F B(k)F DB(ah)A Benz(a)anthracen Benzo(b)fluoranthen Benzo(k)fluoranthen Dibenzo(a,h)anthracen B(a)P B(j)F INP Benzo(a)pyren Benzo(j)fluoranthen Indeno(1,2,3-cd)pyren LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 45 Anhang 4: Verzeichnis der Kenngrößen Stoff allgemein SO2 Kennung Kenngröße Erläuterung gült Prob Anzahl gültiger Proben Verf.% Messwertverfügbarkeit max 1h-MW Maximaler Stundenmesswert im Kalenderjahr max TMW Maximaler Tagesmittelwert im Kalenderjahr max 8h-GMW Max. gleitender 8h-Mittelwert eines Tages im Kalenderjahr MEW Maximaler Einzelwert MW Immissionskenngröße für die Dauerbelastung Arithmetischer Mittelwert der im Kalenderjahr ermittelten Einzelmesswerte P98 Immissionskenngröße für die Kurzzeitbelastung 98 %-Perzentil der im Kalenderjahr ermittelten Einzelmesswerte MWWinter Immissionskenngröße für die Dauerbelastung im Winterhalbjahr Arithmetischer Mittelwert über die im Winterhalbjahr ermittelten Einzelmesswerte P50 Immissionskenngröße für die Dauerbelastung 50 %-Perzentil (Median) der im Kalenderjahr ermittelten Einzelwerte Ü500 Überschreitungshäufigkeit der Alarmschwelle nach 39. BImSchV Anzahl der Stunden mit Überschreitung des 1-StundenMittelwertes von 500 µg/m³ während des Kalenderjahres Ü350 Überschreitungshäufigkeit nach 39. BImSchV Anzahl der Stunden mit Überschreitung des 1-StundenMittelwertes von 350 µg/m³ während des Kalenderjahres Ü125 Überschreitungshäufigkeit nach 39. BImSchV Anzahl der Tage mit Überschreitung des Tagesmittelwertes von 125 µg/m³ während des Kalenderjahres Ü200 Überschreitungshäufigkeit nach 39. BImSchV Anzahl der Stunden mit Überschreitung des 1-StundenMittelwertes von 200 µg/m³ während des Kalenderjahres Ü400 Überschreitungshäufigkeit nach 39. BImSchV Anzahl Überschreitungen von 400 µg/m3 an 3 aufeinanderfolgenden Stunden während des Kalenderjahres Ü50 Überschreitungshäufigkeit nach der 39. BImSchV Anzahl der Tage mit Überschreitung des Tagesmittelwertes von 50 µg/m3 NO2 PM10Faktor Schwebstaub CO Ozon Faktor für die Umrechnung auf das Referenzverfahren GW-rel Grenzwertrelevante Messung Kennzeichnung der Grenzwert-relevanten Messung bei Vorliegen mehrerer Parallelmessungen mit teilweise unterschiedlicher Genauigkeit und/oder Verfügbarkeit Ü10 Überschreitungshäufigkeit nach der 39. BImSchV Anzahl der Tage mit Überschreitung des höchsten 8-Stundenmittelwertes von 10 mg/m3 während eines Tages Ü180 Überschreitungshäufigkeit nach 39. BImSchV Anzahl der Tage mit Überschreitung des 1-Stundenmittelwertes von 180 µg/m³ während des Kalenderjahres Ü240 Überschreitungshäufigkeit nach 39. BImSchV Anzahl der Tage mit Überschreitung des 1-Stundenmittelwertes von 240 µg/m³ während des Kalenderjahres Ü120 Überschreitungshäufigkeit nach 39. BImSchV Anzahl der Tage mit Überschreitung des höchsten 8-Stundenmittelwertes von 120 µg/m3, berechnet aus stündlich gleitenden 8-Stundenmittelwerten AOT40 O3-Dosis nach 39. BImSchV oberhalb 40 ppb zum Schutz der Vegetation Summe der Differenzen zwischen stündlichen Konzentrationen über 80 µg/m3 und 80 µg/m³ von 8 - 20 Uhr (MEZ) in der Zeit Mai bis Juli AOT40-W O3-Dosis nach 39. BImSchV oberhalb 40 ppb zum Schutz des Waldes Summe der Differenzen zwischen stündlichen Konzentrationen über 80 µg/m3 und 80 µg/m³ von 8 - 20 Uhr (MEZ) in der Zeit April - September LUFTQUALITÄT IN BRANDENBURG – JAHRESBERICHT 2017 46 Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg Landesamt für Umwelt Büro des Präsidenten | Presseanfragen | Öffentlichkeitsarbeit Seeburger Chaussee 2 14476 Potsdam OT Groß Glienicke Tel.: 033201 442-171 Fax: 033201 43678 E-Mail: infoline@lfu.brandenburg.de www.lfu.brandenburg.de
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