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Full text: Mittendran (Rights reserved) Issue31.2019 (Rights reserved)

+++ Villa Lützow eröffnet am 23. August +++ +++ Was bringt Tempo 30 auf der Potsdamer Straße? +++ mitte n dran +++ Neu: Die Seite für Kinder +++ Sommer 2019 Nachrichten für Tiergarten Süd 31 EDITORIAL mittendran.de wir hoffen, Sie sitzen irgendwo draußen und blättern in dieser Sommer-Ausgabe des Kiezmagazins mitteNdran. Wir haben wieder viel Neues zu berichten aus Tiergarten Süd, unserem Kiez, der sich so stark wandelt. Wir beschäftigen uns mit ersten Ergebnissen der Auswertung des TempoLimits auf der Potsdamer Straße, spazieren durch den Kiez und stellen Ihnen Nachbarn mit Ideen und Einrichtungen vor. Ringsherum wird an vielen Stellen gebaut, neue Leute ziehen hierher und mit ihnen hoffentlich auch viele Kinder. Deshalb gestalten wir ab jetzt wieder in jedem Heft eine Extra-Seite für Kinder und Jugendliche. Besonders toll wäre es, wenn die Texte hier nicht nur von Erwachsenen, sondern auch von Kindern geschrieben würden. Es gibt genug Themen, die kleinere Leute beschäftigen und natürlich auch wichtig sind für ihre Eltern. Schreiben Sie uns Ihre Wünsche und Anliegen, berichten Sie von Problemen oder Erfolgen im Bereich Kita und Schule an unsere Adresse redaktion​ @mittendran.de. Aufrecht stehen, präsent sein … … das macht unser Kiez-Magazin im neuen dekorativen Aufsteller und ist so für unsere Leser*innen und Interessierte nicht zu übersehen. Und für den Fall, dass keine Hefte mehr da sind, wird Nachschub deutlich angekündigt. Ein paar Ständer stehen schon an einigen Orten in unserem Kiez und nebenan bei den Nachbarn. Wir stellen gern noch mehr auf. Foto: KA Herausgeber mitteNdran e. V. (V. i. S. d. P.) Übrigens: Eine Bürgerredaktion erstellt ehrenamtlich das Magazin mitteNdran und auch unseren Blog mittendran.de. Wir freuen uns über Themenvorschläge, vor allem aber über Leute, die bei uns mitmachen, regelmäßig oder gelegentlich aus unserem bunten Stadtteil berichten wollen. Redaktionsteam Katja Aldorf KA, Friederike Beyer FB, Ingo Gust IG, Josef Lückerath JL, Friederike Pohlmann FP, Anastasia Poscharsky-Ziegler APZ, Adda SchmidtEhry ASE, Dr. Bergis Schmidt-Ehry BSE, Wolfgang Stitzl WS und Irene Weigel IW. Alle weiteren Autoren werden unter dem jeweiligen Artikel genannt. Verantw. Redakteurin: F. Pohlmann Friederike Pohlmann und Katja Aldorf im Namen der mitteNdran-Redaktion. Nach einer dreieinhalbjährigen Umbau­ pause wird das Kiez Zentrum in der Lützowstraße 28 mit einer festlichen Eröffnungsfeier am 23. August 2019 wieder an die Kiezbewohner übergeben. Hier inmitten eines zauberhaften, wie verwunschen wirkenden Familiengartens können sich Menschen aus dem Stadtteil nun wieder treffen, von- und miteinander lernen – einfach beisammen sein. Auch Rat und Unterstützung bekommen. Träger und Einrichtungen im Kiez Zentrum arbeiten vernetzt und bieten eine Palette an Angeboten und Möglichkeiten für alle Alters- und Personengruppen. Wir haben sie wieder, die Villa Lützow – unsere eigene „Villa Kunterbunt“. Lesen Sie dazu mehr auf Seite 4. Und noch etwas steht auf unserer Titelseite – und ist auch im Heft. Dies ist eine mitteNdran mit einer Seite nur für Kinder. Auf Seite 15 geht es los. KA Verschwunden ist auch eine Straße hier ganz in der Nähe, deren Name auf jeder Visitenkarte Eindruck machen würde: Blumeshof oder Blumes Hof hieß sie. Der Bankier Friedrich Blume hatte sie einst als Privatstraße anlegen lassen. 1864 erhielt er die Sondergenehmigung, den Verkehrsweg Blumes Hof zu nennen. Der verlief vom Redaktionsanschrift „mitteNdran e. V.“ Lützowstraße 27, 10785 Berlin E-Mail: redaktion@mittendran.de Anzeigen Adda Schmidt-Ehry anzeigen@mittendran.de Die Villa Lützow Platzrunde. Der Magdeburger Platz Impressum Eine Baustelle in TiergartenSüd ist fertig geworden: die „Villa Lützow“ wird endlich am 23. August wiedereröffnet. Im Heft erfahren Sie, was Sie dort alles machen können. Was draufsteht, ist auch drin. Diesmal: Titelgrafik von Andree Volkmann 3 Ach du liebes Lottchen – Spaziergänge mit Lotte Editorial Liebe Leserinnen und Leser, KOLUMNE mittendran.de Foto: Gerald Russbült 2 Spenden für die Weiterführung von mitteNdran bitte an Kontoinhaber: mittendran e. V. Bankverbindung: VR-BANK ABG-LAND/SKATBANK IBAN: DE63 8306 5408 0004 0807 69 BIC: GENO DEF1 SLR Titelgestaltung und Illustrationen Andree Volkmann Druck Rainbowprint, Norbert Ganz, ­Zellingen-Retzbach Begaswinkel Foto: Katja Aldorf Charme hat er wie gesagt nicht gerade. Aber punkten kann er mit jeder Menge Vergangenheit. Allein die vom Krieg übriggelassenen Wohnhäuser mit ihren abgenutzten ornamentgeschmückten Stuckfassaden erzählen Geschichte. Wie nichtssagend wirken dagegen die architektonisch angestrengten Neu- und Umbauten etwa in der ehemaligen Möbel-Avenue Genthiner Straße. Etwas Interessantes ist aber doch über die Straße zu sagen. Hier gab es die Kreuzung „Steglitzer Ecke Genthiner“. Die heutige Pohlstraße führte einmal als Steglitzer Straße über die Kluckstraße hinweg bis an die Genthiner heran. 1977 büßte sie den Abschnitt ein, und die Kreuzung verschwand. Hinweise Kommentare geben ausschließlich die Meinung des jeweiligen Autors wieder, nicht die der gesamten Redaktion. Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion gestattet. Noch mehr aus dem Kiez auf mittendran.de Lützow-Stübchen, Lützowstraße Hotel im Begaswinkel Foto: Katja Aldorf Schöneberger Ufer bis zur Lützowstraße und wurde 1962 und 1964 schrittweise aufgelöst. (Quelle: Walter Benjamin „Stadt des Flaneurs“, be.bra.verlag) Gottlob nicht verschwunden ist ein kleines Idyll um die Ecke mit viel bewegter Vergangenheit. Der Begaswinkel hinter einer Toreinfahrt in der Genthiner Straße wurde vom Abriss- und Baugetöse hier verschont. Zwar hat sich auch hier Neues dazu gedrängt, aber die schönen klassizistischen Häuser und das zauberhafte Rondell mit dem steinernen Knaben sind noch da. Lottchen muss was trinken. Also gehen wir rüber zum „Lützow-Stübchen“, wo immer eine Hunde-Schale mit Wasser steht. Das kleine Raucherlokal ist eine Mini-Trutzburg inmitten schicker Gourmet-Gastronomie in der Nähe und gehörte einmal Helmut, meiner Zufallsbekanntschaft vom Winterfeldtmarkt. Er war 13 Jahre lang Wirt dieses Kiez-Wohnzimmers für Anwohner. Seine damalige „Bauernstube“ hielt auf ihrem Tresen immer die typischen Berliner Sol-Eier, eingelegte Gurken und Buletten in großen Glasbehältern bereit. Dazu gab es gezapftes Bier, Fassbrause und natürlich diverse Kurze. Und eine Musikbox stand selbstverständlich auch im Laden. Auf dem Rückweg kommen wir an der Hausfassade Lützow- Ecke Kluckstraße mit einem Riesengraffito vorbei. Überdimensionale Hasen mit Hacken und Schaufeln graben darauf den Boden um. Ein tierischer Satire-Seitenhieb auf den Bauboom drumherum? Auf jeden Fall eine Verschönerung für die Unattraktivität der Nachkriegsarchitektur. So, Lottchen, das war’s für heute. Wir gehen jetzt Eis essen. Du kriegst wie immer die Waffel.  KA Hier gab es im Jahrhundertabstand zwei Etablissements, die trotz Unterschiedlichkeit vieles gemeinsam hatten: Menschen zusammenzuführen. Die Wienerin und Malerwitwe Luise Begas-Parmentier empfing um 1900 als Salonnière Künstler und illustre Feingeister und brachte sie laut damaliger Zeitschrift „Daheim“ zu „künstlerischer Geselligkeit“ zusammen. Fast 100 Jahre später brummte eine Geselligkeit der anderen Art in der „modernsten Discothek Europas“, dem „Sound“. David Bowie, Mick Jagger und Christiane F. waren hier Stammkunden. 1988 war Schluss. Foto: Katja Aldorf Graffito Hauswand Lützow- Ecke Kluckstraße  Foto: Katja Aldorf 4 AUS DEM KIEZ mittendran.de AUS DEM KIEZ mittendran.de 5 Bringt’s das – Tempo 30 auf unserer Potse? für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, einen ausführlichen Zwischenbericht ab. Er stellte fest: Verbesserung bringen wird. Wirkungsvoll wäre ein stärkerer Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel. ►Der Verkehrsfluss ist verbessert. Im Luftreinhaltungsplan 2019 ist vorgesehen, die Tempobeschränkung dauerhaft anzuordnen. ►Das Tempo wird noch mit 36-47 km/h überschritten. ►Eine Verringerung der Stickoxide wurde bewirkt. ►Der Eintrag von Feinstaub kommt aus der Umgebung durch Verbrennung von Holz und Abrieb der Autoreifen. Dies zeigt, dass die Umstellung auf Elektrofahrzeuge keine Zum Ende der Veranstaltung gab es eine lebhafte Diskussion, bei der die Anwesenden die kurzen Grünphasen zur Überquerung der Potsdamer Straße bemängelten. Auch wurde kritisiert, dass immer wieder parkende Autos die Busspur zuparken. Dies müsste konsequenter geahndet werden. APZ Foto: FP Seit Monaten läuft er: der Senatsversuch für bessere „Berliner Luft“. Auf den 1,8 Kilometern der Potsdamer Straße wurden zwischen Potsdamer Platz und Kleistpark die „Tempo 30“ Schilder aufgestellt und die Ampelschaltungen angepasst. So soll ein gleichmäßig fließender Verkehr erreicht werden, um den beim häufigen Anfahren der Kraftfahrzeuge entstehenden Feinstaub und erhöhten StickoxidAusstoß zu senken, die für die Schädigung der Atemwege und des Herz-Kreislauf-Systems verantwortlich gemacht werden. Auslöser für diese Maßnahmen ist das sogenannte „Diesel-Urteil“ des Verwaltungsgerichts Berlin, das Diesel-Fahrverbote für bestimmte Straßen aussprach und 106 weitere mit „Tempo 30“ ausgeschildert sehen möchte, da die gesetzlichen Grenzwerte nicht eingehalten werden. Die Villa Lützow Am 23. August wird eröffnet: Das Kiez Zentrum Villa Lützow ist ein soziokulturelles Zentrum in der Lützowstraße 28 in Tiergarten Süd, gleich neben der Bibliothek und schräg gegenüber der Allegro-Grundschule befindet es sich in guter Nachbarschaft. Unter dem Dach der Villa Lützow können Besucher*innen jetzt in zwei Gebäuden und auf dem großen Gartengelände zwölf Einrichtungen fünf verschiedener Organisationen nutzen. Bei der Informationsveranstaltung am 4. Juni 2019 im Paul-Gerhardt-Raum der Evangelischen Elisabeth Klinik gab Martin Lutz, der Fachgebietsleiter für Luftreinhaltung bei der Senatsverwaltung Kommentar Reste-Rampe – oder wie man mit 30 Tempo macht Nachdem das „Allheilmittel“ Tempo 30 unter anderem für die Potsdamer Straße verordnet wurde, ändert sich zwar nicht wesentlich die Luftqualität, dafür aber gibt es großzügigere Ampelschaltungen für Autofahrer. Und wo bleiben die Fußgänger*innen? Die kommen auf die verkehrspolitische „Reste-Rampe“. Waren bisher die Ampelschaltungen für Fußgänger 12 Sekunden und die absolute Auto-Rotphase ganze 20 Sekunden lang (in dieser Zeit kann und soll auch ein Fußgänger*in den Rest der Straße ohne Gefahr überqueren können), so ist für die Querung der Straße einheitlich nur noch ein Zeitrahmen von ganzen 8 Sekunden vorgesehen. Die absolute Rotphase wurde auf 15 Sekunden reduziert. Zu Gunsten eines fanatischen Tempolimits wird die Sicherheit für Fußgänger*innen einfach außer Acht gelassen. Die müssen also Tempo machen, um über die Straße zu kommen. Das trifft besonders Menschen mit Behinderung und Senior*innen! Denen wird die Querung fast unmöglich gemacht, verbunden mit viel Stress – eine Verbesserung der Lebensqualität ist das nicht! Eine ganzheitliche Lösung scheint in Berlin nicht möglich zu sein - nämlich, dass alle Verkehrsteilnehmer*innen berücksichtigt werden. So bringt letztlich Tempo 30 außer etwas weniger Staub nichts weiter. JL Manche Angebote sind ganz neu in unserem Kiez: Das Familienzentrum Villa Lützow für werdende und junge Familien und das queere Jugendzentrum, eine Freizeiteinrichtung für lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Jugendliche und deren Freund*innen. Einige Einrichtungen und Projekte arbeiten schon viele Jahre vor Ort und freuen sich über die neuen Räume und Möglichkeiten: ►Die Bildungsinitiative Queerformat mit der Fachstelle Queere Bildung, ►GLADT e.V. mit seinem Treffpunkt und den Beratungsangeboten von oder für queere Migrant*innen und PoCs, ►der Gemeinschaftsgarten „Wachsen­ lassen“, ►das Mehrgenerationenhaus mit offenem Treff, Kursen und Beratungsangeboten für Jung und Alt, ►der Kindertreff Villa Lützow, ►die Schulsozialarbeiter*innen der AllegroGrundschule, ►der Interkulturelle Garten, in dem über 40 Menschen aus Tiergarten Süd seit vielen Jahren gemeinsam gärtnern, ►die Stadtteilkoordination Tiergarten Süd, ►die sozialpädagogischen Kinder- und Jugendgruppen von KIDZ e.V., ►die Streetworker*innen der mobilen Jugendarbeit des Stadtteilvereins Tiergarten. Mit der Neueröffnung des Kiez Zentrums Villa Lützow haben nicht nur alle alten und neuen Einrichtungen ausreichend Platz und eine tolle Ausstattung für ihre Angebote, die Räume sind außerdem barrierefrei zugänglich. Sie wollen mehr wissen? Sie haben Fragen, Ideen, Vorschläge? Wir freuen uns auf Ihren Besuch oder Ihre Nachricht. Kommen Sie gerne vorbei. Noch ist nicht alles fertig, aber wir begrüßen Sie gern zu den Öffnungszeiten unseres Info-Cafés im Villa Lützow Foto: FiPP e.V. Erdgeschoss. Oder Sie sehen sich um auf unserer Homepage. Alexandra Däxl Weitere Informationen: www.kiez-zentrum-villa-luetzow.de SPORT IM KIEZ mittendran.de Yoga am Gleisdreieck Ob Leistungssportler*in oder Senior*in, für alle gibt es das richtige Tempo und die richtige „Belastung“. Bei einer individuellen Teststunde erfolgt die gezielte Anpassung an den Leistungsstand der Kund*innen. Erik Spiekermann Die internationalen Trainer*innen sind in Pilates oder Yoga-Methoden ausgebildet, einige haben einen Ballett-, Fitness- oder physiotherapeutischen Hintergrund. Foto: FP Angeboten werden Einzel-, Doppel- oder Gruppen-Trainings – auf der Matte oder an Geräten. Es gibt prä- und postnatales PilatesTraining, ausgerichtet auf die spezifischen Bedürfnisse der Schwangeren. Auch Botschaften und Betriebe buchen spezielle Kurse für ihre Mitarbeiter*innen. Und sollten Sie lieber in Ihrer Privatsphäre trainieren wollen, kein Problem, die Trainer*innen kommen auch zu Ihnen nach Hause. BSE The Pilates Movement Berlin, Flottwellstraße 14, www.pilatesmovementberlin.com Erik Spiekermann schlägt die „mitteNdran“ auf und sagt: „Der Titel und die Überschriften - das ist meine ‚Fira‘. Die Schrift haben wir damals für den Webbrowser Mozilla entwickelt. Gut lesbar am Bildschirm und gedruckt“. Erik Spiekermann, 73, ist einer der weltweit bekanntesten Schriftgestalter und Designer. Für Kunden wie die Deutsche Bahn, Volkswagen und viele internationale Firmen entwickelte er ein Corporate Design samt einer Hausschrift. Auch das Leitsystem der BVG stammt von ihm. WIR boxen uns durch! Zentrale Anliegen des Vereins sind Disziplin und der Respekt vor- und Fairness miteinander. „WIR aktiv. Boxsport & mehr“ will „vor allem Kindern und Jugendlichen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, Halt und eine verlässliche Anlauf- Fotos: Katja Aldorf Das hier ist kein Fitness-Studio für Schickeria in angesagter Sportklamotte. Im Box-Club „WIR aktiv Boxsport & mehr“ nicht weit entfernt von Tiergarten Süd in der Potsdamer Straße 152 können sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus Schöneberg und den angrenzenden Kiezen an den schweren Trainingssäcken abarbeiten. Allein rund 250 Schüler*innen trainieren in diesem anerkannten und geschätzten Box-Nachwuchszentrum. Preise bei Berliner und Deutschen Meisterschaften wurden auch schon gewonnen. Es wird nicht nur geboxt auf den 1.400 Quadratmetern Trainingsfläche. Neben Sportangeboten bietet der Verein auch Anti-Aggressions- und Eigensicherungstraining an. Ersteres gerichtet an Sechs- bis Sechzehnjährige, letzteres an erwachsene Frauen, Männer und Senioren. stelle sein“, sagt Lutz Freitag, Projektpate der GEWOBAG Stiftung „Berliner Leben“, die den Verein seit 2013 fördert, im Pressetext der Stiftung. und andere populäre Sportarten sollten dem gelangweilten Gammeln und Abhängen vieler Jugendlicher entgegenwirken und sie zu positiver Aktivität motivieren.KA Angefangen hat alles im Sommer 2005 als Initiative Schöneberger Eltern, einem Trainer und der GEWOBAG. Boxtraining WIR aktiv. Boxsport & mehr, Potsdamer Straße 152, 10783 Berlin, Tel. 0174-393 92 06, Mo–Sa 12.30–22.00, So geschlossen und erstellte das Layout für ein Buch über das „Quartier Latin“, den Veranstaltungsort, in dem jetzt der „Wintergarten“ ist. Foto: Norman Posselt Foto: Hagemann Isabelle kam mit 15 Jahren aus Bordeaux nach Wiesbaden und begann dort ihre Ballett-Kariere. Achtzehn Jahre stand sie als Balletttänzerin auf der Bühne. Pilates half Isabelle, ihre körperliche und mentale Fitness zu halten, nachdem sie aufgrund einer Verletzung im Ballett pausieren musste. Heute gibt sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen als Pilates Coach weiter. Nachdem Isabelle und ihr Mann Pierre 2019 nach Tiergarten gezogen sind, lag es nahe auch in unserem Kiez ein Studio einzurichten. Im April war es dann soweit. In der Flottwellstraße 14 lädt das Team nun auf 180 qm zu Yoga und Pilates nach Merrithew/Stott Pilates ein. Das Ambiente ist gemütlich familiär. 7 Wer sind Sie denn? Isabelle trainierte im Bundestag – und jetzt auch in unserem Kiez Seit 2016 leitet sie ein Pilates-Studio in Mitte, Kund*innen schätzen Isabelles pädagogisches Können. 2017 wurde sie gefragt, ob sie Interesse hätte, mit den im Bundestag Arbeitenden zu trainieren. Die entsprechende Ausschreibung gewann sie prompt. AUS DEM KIEZ mittendran.de Tagesspiegels ist in das Gebäude unter anderem auch seine Agentur Spiekermann & Spiekermann eingezogen. Vor ein paar Wochen eröffnete Spiekermann mit drei Partnern den Laden „analog“ in der Potsdamer Str. 100. Hier gibt es analoge Dinge wie Bücher, Bilder und Möbel aus der Manufaktur. Er geht häufig auf Vortragsreise, hat eine Honorarprofessur 2013 ging er in Rente, so sagt er. Das heißt, er mietete großzügige Räume in der Potsdamer Str. 98 im Hinterhaus und richtete eine Druckwerkstatt ein. Gemeinsam mit zwei Kollegen entwirft er hier in seiner Firma „p98a“ Designkonzepte. Und bietet Kurse an, in denen er Setzen und Drucken mit den alten Druckmaschinen vermittelt. Man kann hier aber auch einen „Letterpresso“ genießen und in hausgemachten Druck­ erzeugnissen schmökern. Den Kiez rund um die Potsdamer Straße kennt Erik Spiekermann seit 1964, als er auf der Flucht vor der Wehrpflicht nach West-Berlin kam. Neben der Schule machte er eine Lehre als Setzer beim „Tagesspiegel“. Später eröffnete er Büros seiner Design-Firmen in London, Zürich und San Franzisko. Seit dem Wegzug des Foto: Norman Posselt 6 „Junge Leute, die Brot backen oder Möbel bauen wollen, finden dafür keine bezahlbaren Räume“, so Spiekermann, „darum kümmere ich mich gerade. Die Berliner Mischung, im Vorderhaus wohnen, im Hinterhaus arbeiten, das war sinnvoll. Ist doch Quatsch, zur Arbeit zweimal am Tag quer durch die ganze Stadt zu fahren“. Erik Spiekermann kommt mit dem Fahrrad von zuhause in Mitte, aber manchmal denkt er gemeinsam mit seiner Frau darüber nach, wie es wäre, wieder in seinen alten Kiez um die Potse herum zu ziehen „weil hier mehr los ist“. Mal sehen. FP KIEZPLAN 8 mittendran.de SPORT UND FITNESS tra ße SF1 Yoga & Pilates Gleisdreieck Mo üle r Bülo w me stra ß Kur mär kisc he S tr. Ka rls ba d Po ts thin Gen enst Nollendorfplatz N7 G1 S1 KITAS, SCHULEN & BILDUNG N11 M3 V6 S1 Lüt zow stra ß S2 S3 e S2 N10 S16 S4 me rS tra S5 G5 r. ch M2 G3 S7 S8 r. -St M1 Potsdamer Straße 152 M6 S6 er S Der fflin traß e ger stra ß eL S erask N2 SF2 WIR aktiv. Boxsport & mehr S12 str. Els st s t r. tr. tzs Kur f ürs S13 te n stra ße Ziet Klei r. N1 lgan Maienst G4 Kie e hs-Straß rich-Ulric Ahornstr. S15 M4 e Karl-Hein S14 N3 N4 ße K1 V5 G2 V4 SF1 Po ts K2 Lü t z o ws traß e da S9 Am N6 S10 V7 da N5 S11 Flottwellstraße 14 rS K3 Kurfürstenstraße N9 M5 Kurfü rsten N8 V3 straß Park am Gleisdreieck V2 e Bülowstraße SF2 NAHVERSORGUNG/GEWERBE V1 B-Part Am Gleisdreieck Luckenwalder Straße 6b V2 Kara Kas Bar Kurfürstenstraße 9 V3 Roy’s Haircut Kurfürstenstraße 15 V4 V5 V6 V7 Fleischerei Jörg Staroske Potsdamer Straße 116 Queen of Muffins Pohlstraße 65 G1 G2 G3 G4 G5 Evangelische Zwölf-ApostelKirche An der Apostelkirche 1–3 Glaubens und Kulturzentrum e. V. Semerkant Camii Kurfürstenstraße 37 Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochia St. Jakob Gemeinde, Potsdamer Straße 94 MEDIZINISCHES M1 Evangelische Elisabeth Klinik Lützowstraße 24–26 S4 Kita Stepping Stones Lützowstraße 106 S5 Kita Maulwurf (AWO) Lützowstraße 83–85 Eingang über Pohlstraße 60–62 S6 Kita Cocorico e. V. Kluckstraße 29 S8 S9 M2 Evangelisches Charlottenheim Lützowstraße 24 M3 Humboldt Apotheke Lützowstraße 93 Kita KiBiLuGa, Krippe und Kindergarten­ Bissingzeile 15–19 Kita Flottwellstraße Flottwellstraße 44a S7 ⬇ GLAUBENSSACHEN P100 – analog Potsdamer Straße 100 Lützow-Bar Lützowplatz 7 V1 EKT – Pädagogisches Zentrum Bissingzeile e. V. Bissingzeile 5 S3 e K4 KIEZPLAN mittendran.de S12 Allegro Grundschule N8 Jugendtreff Pohl 11/ Mädchentreff Pohlstraße 11 S13 École Voltaire de Berlin N9 Nachbarschafts- und Familienzentrum Kurmark, Mehrgenerationenhaus Kurmärkische Straße 1–3 Lützowstraße 83–85 Kurfürstenstraße 53 S14 Französisches Gymnasium, Collège Français Derfflingerstraße 8 S15 Internationale Lomonossow Schule Genthiner Straße 20 NACHBARSCHAFT & SOZIALES N1 N2 Nachbarschaftstreff Lützowstraße 27 Mo–Fr 11–18 (Do bis 16 Uhr) Träger: Stadtteilverein Tiergarten e. V. Stadtteilbibliothek Tiergarten Süd und Grüne Bibliothek Lützowstraße 27 N3 Mehrgenerationenhaus Villa Lützow Lützowstraße 28 N4 Kita Sonnenschein Pohlstraße 87 Stadtteilkoordination Tiergarten Süd Lützowstraße 28 N5 Kita Bahnhof Lützowstraße 68 KIDZ e. V. Kluckstraße 6 N6 Jugendkulturzentrum Pumpe Lützowstraße 42 N7 Frauentreff Olga, Frauentreff und Suchthilfe Kurfürstenstraße 40 ANEZOLIA, Kindertagespflege Kluckstraße 35 S10 INA Kindergarten Lützowstraße 61a S11 Kids Company Lützowplatz 1 M4 Pro Seniore, Krankenheim Genthiner Straße Genthinerstraße 24–28 Lukas-Gemeinde Berlin Schöneberg, Freikirche Kurfürstenstraße 133 M5 Praxis für Physiotherapie Katholisch-Apostolische Gemeinde Berlin West Pohlstraße 81 M6 Zentrum für sexuelle Anzeigen Caroline Stotz-Meyer Kurfürstenstraße 27 Gesundheit STI/HIV Potsdamer Straße 65 N10 ZIK – zuhause im Kiez gGmbH Lützowstraße 102–104 N11 Willkommenszentrum Berlin Potsdamer Straße 65 S16 GFBM – Bildungszentrum Mitte Lützowstraße 106 Praxis für Physiotherapie Caroline Stotz-Meyer Vojta MT Fango Massage Shiatsu CMD Hausbesuche alle Kassen und Privat Kurfürstenstr. 27 10785 Berlin email: PhysioCSM@gmx.de Tel.: 030 / 263 66 65 6 9 KUNST UND KULTUR K1 Schwules Museum Lützowstraße 73 K2 Haus am Lützowplatz Kunstausstellungen Lützowplatz 9 K3 Galerie Verein Berliner Künstler Schöneberger Ufer 57 K4 Urban Nation Museum Bülowstraße 7 10 AUS DEM KIEZ mittendran.de Kennen Sie „Roy’s Haircut“? 11 T4, traurige Berühmtheit - eine Hausnummer in unserem Kiez Etwas verborgen im Souterrain der Kurfürstenstr. 15 liegt der etwas andere Friseursalon. Die Wände sind lila gestrichen, großformatige Fotos von Marilyn Monroe und Marlene Dietrich schmücken sie. Mit etwas Glück läuft im Hintergrund noch die passende Musik dazu. hin zur gestandenen Person höheren Alters, die vom eigenen Schrebergarten oder vom letzten BVG-Streik erzählt, sind hier alle Altersgruppen vertreten. Roy und Anja haben ihre Stamm­kund*­ in­nen, ein Termin „auf die Schnelle“ ist nur mit Glück zu ergattern. Aber wenn ich einmal im Sessel sitze, meinen Kaffee genieße und mich mit Anja unterhalte, geht es mir gut und ich fühle mich total entspannt. Danke sehr! ASE Roy und seine Mitarbeiterin Anja haben beide in Schöneberg mit ihrer Frisierkunst angefangen, sind aber nun schon seit 25 Jahren (Roy) bzw. 5 Jahren (Anja) in unserem Kiez tätig. Kurfürstenstr. 15, Tel. 030 261 32 21 Foto: ASE Jedem und jeder wird hier der Kopf gewaschen, zurechtgestutzt und hinter den Ohren getrocknet. Angefangen vom kleinen Kind auf der Sitzerhöhung, das von den Eltern manchmal mit einem Pad oder Tablet abgelenkt werden muss von der „schrecklichen“ Erfahrung des Haareschneidens bis Nachbarschaftsaktion an der Ecke Pohl- und Kluckstraße Pohlmann unterstützt durch Geld vom Senat, sog. FEIN (Freiwilliges Engagement in Nachbarschaften) -Mittel. So konnten Pflanzen gekauft werden und das Gartenbauamt kümmerte sich um den Abtransport der Pflanzenabfälle. Jetzt können sich Anwohner und In die Freude über die gelungene Pflanzaktion mischte sich leider auch Enttäuschung: Schon nach ein paar Tagen waren einige der Blumenpflanzen aus den Hochbeeten verschwunden, also geklaut worden. FP Führererlass zum „Gnadentod“, rückdatiert auf den 1. September 1939 Gedenkort für die Euthanasie-Opfer in der Tiergartenstraße An der „blauen Wand“ neben der Philharmonie sind Sie sicher schon vorbeigelaufen. Hier stand einst die große Villa der Familie Liebermann, die in der NS-Zeit traurige Berühmtheit erlangte. Die Villa in der Tiergartenstraße 4 wurde von den Nazis „übernommen“ und zum Sitz der Verwaltungsbehörde für die Aktion T4 des Dritten Reiches. Hier wurde die massenweise Tötung psychisch Kranker, geistig und körperlich Behinderter, sowie „rassisch“ und sozial Unerwünschter geplant und koordiniert. Im September 1939 wurden die ersten Psychiatriepatient*innen getötet, im Oktober die ersten „Probe-Vergasungen“ vorgenommen, wenig später die „KinderEuthanasie“ mit der Tötung von 5 000 Kindern und danach die „Erwachsenen-Euthanasie“ eingeleitet, bei der systematisch ca. 70 000 Einwohner*innen von Heil- und Pflegeanstalten liquidiert wurden. Foto: BSE Foto: Marcel (Fotograf ), MagentaGreen (Bearbeiter). Quelle: Wikimedia Commons Fotos: FP Gäste auf die Bänke setzen und sich am frischen Grün erfreuen. Und natürlich muss an diesen heißen Tagen regelmäßig gewässert werden, was u.a. auch Nachbarn übernommen haben. Anwohner*innen der Pohl- und der Kluckstraße haben in diesem Sommer die völlig verwilderten Hochbeete an ihrer Straße hergerichtet. Erwachsene und Kinder sammelten gemeinsam Müll aus den Beeten, schnitten trockene Äste ab und pflanzten Blumen an. Die Aktion wurde auf Antrag von Anwohnerin Adelheid AUS DEM KIEZ mittendran.de Am 1. September 1939 hatte Hitler persönlich den Mord-Befehl erlassen: „… da nach menschlichem Ermessen unheilbar Kranken bei kritischster Beurteilung ihres Krankheitszustandes der Gnadentod gewährt werden kann.“ Mitarbeiter des Reichssicherheitshauptamtes schlugen Kohlenstoffmonoxid als Tötungsmittel vor. Vierzig „Gutachter“ fällten anhand der Aktenlage die Todesurteile. Als 1941 unter dem Druck der Kirchen das Programm offiziell beendet wurde, liefen die Tötungen im Geheimen weiter - aus der Tiergartenstraße gesteuert, durchgeführt in einzelnen Pflegeanstalten mittels Nahrungsentzug und Tötungs-Spritzen. Anzeige Insgesamt verloren 300 000 Menschen ihr Leben. Viele Mitarbeiter*innen des Programms waren später am Massenmord von Juden, Sinti und Roma beteiligt. Sie hatten bei der Aktion T4 „gelernt“. Erst vor fünf Jahren, am 2. September 2014, wurde der Gedenkort an der Philharmonie der Öffentlichkeit übergeben. Schenken Sie ihm einmal Ihre Aufmerksamkeit! BSE BAUEN UND WOHNEN mittendran.de BAUEN UND WOHNEN 13 Reduzieren Sie Ihre Strom- und Energiekosten durch das Projekt Stromsparcheck-Aktiv U-Bahn-Stützen etwas merkwürdig aussehenden Stützen mit den großen Lochplatten am oberen Ende absacken, wurde eine sehr aufwändige Stützkonstruktion gebaut.  mittendran.de Foto: JL Auf dem Baufeld Süd, an der U 1 zwischen Gleisdreieckpark und Dennewitzstraße, sind schwere Stahlstützen montiert worden. Um beim Aushub des restlichen Baufeldes nicht Gefahr zu laufen, dass die Auf mehreren, bis zu acht Metern in die Tiefe gehenden Pfeilern wurde ein Betonblock aufgegossen. Hierauf sind die wuchtigen Stahlträger aufgelegt. An beiden Enden befinden sich Hydraulikstempel. Somit wird die Last von den eigentlichen Stützen genommen. Sobald es selbst nur ganz geringfügige Absenkungen gibt, werden diese mittels der Hydraulik sofort ausgeglichen, um so jede Gefahr für die U1 und deren Fahrgäste auszuschließen. eine Querverbindung durch Flottwell- und Dennewitzstraße hergestellt worden war, gab es Überlegungen, einen Tunnel von der Luckenwalder Straße bis zur Dennewitzstraße zu bauen. Zuerst war er für Autos bestimmt, dann nur noch für Fußgänger. Da er die Hochbahntrasse unterqueren sollte, wurde die eigenwillige Konstruktion mit den schrägen Stützen – wie jetzt angebracht – entwickelt, um die Bahnbrücken abzufangen, bis der Tunnel fertiggestellt sein würde. Letztlich aber wurden alle Pläne fallengelassen - übrig blieben bis heute die eigenartigen Stützen.  JL Seit Mitte Juni können Anwohner*innen jeden Mittwoch im Nachbarschaftstreff Lützowstraße 27 Kontakt zu den Mitarbeitern des Projektes StromsparcheckAktiv aufnehmen und einen kostenfreien Beratungstermin vereinbaren. Das Projekt Stromsparcheck-Aktiv richtet sich als kostenloses Angebot des CaritasVerbandes an einkommensschwache Familien, Senioren und Alleinerziehende. Die Mitarbeiter der Caritas unterbreiten Ihnen nach einer Besichtigung Ihrer Wohnung und Kenntnis Ihres aktuellen Stromverbrauchs Vorschläge, wie Sie Ihre Stromkosten und Mietnebenkosten reduzieren können. Warum aber überhaupt diese merkwürdigen Original-Stützen mit den Lochplatten? Nachdem der Güterbahnhof immer größer wurde, zwei Straßen abgeschnitten und HGEsch – B-Part Am Gleisdreieck / www.bpart.berlin Ende März war es dann soweit. Das „B-Part Am Gleisdreieck“ wurde offiziell eröffnet und seiner Bestimmung übergeben. Entstanden ist ein nachhaltiger - weil recyclingfähiger - Holzbau mit rund 1.000 qm Nutzfläche. Nach und nach wurde der Außenbereich ansprechend gestaltet. Er dient sowohl als Freifläche für sportliche Aktivitäten als auch als Ort der Begegnung. Das kleine Café mit der großen Terrasse steht allen offen und lädt zum Verweilen ein. Bei den weißen Gebilden, die am Weg entlang gebaut wurden, dachte ich zuerst an moderne Sitzmöbel oder Klettergerüste. Aber nein – es sind Modelle (Maßstab 1:20) der Häuser, die auf dem Baufeld der Urbanen Mitte Am Gleisdreieck entstehen sollen. Das „B-Part Am Gleisdreieck“ bietet ein Experimentierfeld für Menschen, die nach Lösungen für das Arbeiten in der Zukunft, die künftige Mobilität und das urbane Zusammenleben suchen. Neben den bereits jetzt komplett vermieteten Flächen stehen im „Urban Ideation Lab“ kuratierte, kostenfreie Arbeitsplätze zur Verfügung. Hier soll über zukunftsorientierte Ideen und Lösungen für ein lebenswertes Stadtquartier nachgedacht und geforscht werden. Wenn man sich für eine begrenzte Zeit zurückziehen möchte, um ungestört zu arbeiten, können einzelne Arbeitsplätze – ausgerüstet mit allen modernen Kommunikationsmöglichkeiten – tage- oder auch nur stundenweise gemietet werden. Ich bin sehr gespannt, was da noch kommt.  WS Wenn Sie das Angebot annehmen möchten, kommen Sie am Mittwoch zwischen 11 und 15 Uhr in den Nachbarschaftstreff und sprechen Sie direkt mit den Beratern oder vereinbaren Sie unter der Nummer 030/66633454 einen Beratungstermin. Beratungsangebot Stromsparcheck-Aktiv jeden Mittwoch zwischen 11 und 15 Uhr im Nachbarschaftstreff Lützowstraße 27 Weitere Informationen: Herr Schoß, Projektleitung, Telefon: 030/666331220. Dafür stellen sie Ihnen kostenlos Energiesparhilfen und Wassersparartikel im Wert bis zu 70,00 Euro pro Haushalt zur Verfügung und bauen diese auch gleich ein (z.B. LED-Energiesparlampen). Auf diesem Wege konnten die Mitarbeiter des Projekts in den vergangenen 10 Jahren etwa 18.000 Das B-Part im Park am Gleisdreieck – ein Labor für die Zukunft Im Herbst vergangenen Jahres konnte ich auf dem Gelände der Urbanen Mitte erste Bauarbeiten beobachten. Nach und nach entstand ein Gebäude, fast ganz aus Holz. Auf großen Plakaten stand, dass hier das B-Part gebaut wird, „ein Labor für das Stadtquartier der Zukunft“ – was auch immer das bedeuten mochte. Jedenfalls war mein Interesse geweckt. Haushalten helfen, ihre jeweilige Stromrechnung dauerhaft zu senken. Anzeige 50Hertz VOR ORT Umspannwerk Mitte – fit für die Energiewende Das Umspannwerk Berlin-Mitte in der Bissingzeile ist seit vielen Jahren ein wichtiger Netzknotenpunkt, um die Hauptstadt zuverlässig mit Strom zu versorgen. Um die Klimaziele, die sich Deutschland und Berlin gesetzt haben, zu erreichen und den steigenden Anforderungen der Verbraucher (u.a. Elektromobilität) gerecht zu werden, muss das Umspannwerk zukunftsfähig gemacht werden. Das heißt, das Betriebsgebäude und die Anlageneinhausung werden saniert und erweitert. Und die Transformatoren inklusive der Nebenanlagen gegen moderne, leistungsfähigere Anlagen ausgetauscht. Die dafür notwendigen Baumaßnahmen haben im Frühjahr 2018 begonnen. Die Hochbauarbeiten für die Erweiterung der Anlagenhalle konnten pünktlich abgeschlossen werden. 50Hertz wird Sie an dieser Stelle künftig regelmäßig über das Projekt und die geplanten Arbeiten informieren. Weitere Informationen finden Sie auch unter: 50hertz.com 50Hertz_AZ_mittendran_UW-Mitte_210x148_RZ.indd 1 © Daniel Seiffert 12 27.06.19 12:16 GASTRO mittendran.de Kehrwieder für „Barhocker“ Foto: Katja Aldorf Lützow-Bar, du Evergreen bist wieder da! mittendran.de 15 Kinder in die Zeitung! Alle Barfliegen haben dich vermisst und schwirrten mal in diesen mal in jenen Honigtopf. Jetzt sitzen sie wieder am mit 16 Metern gefühlt längsten Bar-Tresen Berlins und blicken wie früher in das unendlich scheinende Ende des Raumes, von wo aus sie ein überdimensionaler David Bowie ernst anblickt. Raumes. Das elegante, nobel zeitlose Outfit der Bar hatte der renommierte Architekt Jürgen Sawade entworfen, wie auch das nahe gelegene Esplanade-Hotel am Lützowufer. Nach 22 Jahren schloss die Barlegende und ließ eine trauernde Fan-Gemeinde zurück. Aber im März 2019 gab Barchef Thomas Altenberger ihr die geliebte Hausbar wieder zurück. Mit - wie gehabt - einem Bar-Ambiente und Genuss-Angebot von Weltniveau. Die Bar kann zu Recht als eine Mutter der zeitgemäßen Barkultur bezeichnet werden. Von den Brüdern Peter und Stefan Glückstein im Sommer 1990 nach dem Mauerfall eröffnet, spielte sie mit ihrer weltläufigen Eleganz und Noblesse in der Runde der „Barhocker“ schnell eine anerkannt herausragende Rolle. Von ihrer Champagnerauswahl und dem Mai Tai-Cocktail wurde über Berlins Grenzen hinaus geschwärmt. Ich probiere jetzt draußen in der lauen Sommernacht mal den Mai Tai! KA Lützow-Bar, Lützowplatz 7, 10785 Berlin, Mi - Sa 19 – 3 Uhr, www.luetzow-bar.de Mao und später der Tiergartentunnel waren damals die Motive der markanten Riesenbilder am Ende des langgezogenen Die haben uns gerade noch gefehlt, dachten wir uns. In den Kiez kommen immer mehr Familien mit Nachwuchs, und Kitas und Einrichtungen mit Kindertagespflege bieten ihren Dienst an. Also liegt es auf der Hand, die jüngste Zielgruppe auch wieder in unsere Leserschaft aufzunehmen. Dies ist nun das erste Heft seit einigen Jahren mit einer eigenen Seite für Kinder. Natürlich dürfen die Erwachsenen als Zweitleser mitlesen. Themen gibt es überall genug, klar finden wir die. Aber auch junge Leser­ reporter*innen sind gefragt. Schließlich sind es eure Themen. Also los, schreibt uns per Brief oder E-Mail, was euch bewegt, aufregt und ärgert, wundert oder staunen lässt. Das können auch Fotos oder gemalte Bilder sein. Am Anfang jeder Kinderseite wird ein Sinnspruch nur für euch stehen – heute erst mal hier: Man ist nie zu klein, um großartig zu sein. Foto: Katja Aldorf 14 Eine Geschichte haben wir jetzt schon für euch: Die Allegro Grundschule in der Lützowstraße 83-85 hatte am 7. Juni wie in jedem Jahr zu ihrer Sommergala geladen. Wieder war es ein ganz besonderer Abend, der uns von den Musik- und Tanz-Talenten der Schule geboten wurde. Mit Freude und Spaß zeigten die Schüler*innen und Lehrkräfte ihr Können. Das Publikum aus Familie, Freundeskreis und Gästen bedankte sich mit begeistertem Beifall und lautstarken Ovationen. Jetzt konnten die langersehnten Sommerferien beginnen. KA So macht Schule Spaß für alle!  Wenn Ihr uns schreiben wollt: mitteNdran e.V., Lützowstr.27, 10785 Berlin oder schneller: redaktion@mittendran.de My cup of tea … sicher kennt ihr den Magdeburger Platz direkt an der Lützowstraße. Er hat einen Spielplatz, große Bäume und Bänke zum Verweilen. Die meisten Menschen laufen einfach an ihm vorbei, denn er hat einen Zaun, der nachts verschlossen ist. Webseite: www.kinderkunstmagistrale.de Mail: info@kinderkunstmagistrale.de ©kinderKUNSTmagistrale 2018 G. Hulitschke Das Team der kinderKUNSTmagistrale e.V. initiiert seit 2008 immer Anfang September die kindermagistrale, unseren ehrenamtlichen Aktionstag mit Kunstaktionen zum Mitmachen und engem Bezug zur Stadtteilarbeit.  G. Hulitschke g .S ,7 ember 2019, ept 14 bi Kunstaktionen zum Mitmachen für Kinder von 3 bis 13 Jahren Anwohner möchten, dass dieser Platz neugestaltet wird. Wir wollen das mit a uf de la t z Queen of Muffins, Pohlstraße 65, 10785 Berlin, geöffnet Mo-Fr 8 – 19, Sa + So 9-19 Liebe Kinder, liebe Eltern, euch zusammen unterstützen. In Kunstaktionen könnt ihr gemeinsam mit den Künstler*innen der kinderKUNSTmagistrale Kunstobjekte für den Magdeburger Platz gestalten, eigene Ideen für eine Neugestaltung entwickeln und eure Meinung sagen. Wir freuen uns auf viele Besucher, kommt zahlreich! Sa m st a Jetzt im Sommer sitze ich am liebsten draußen bei einem geeisten Kaffee und meiner Lieblingsbeschäftigung LeuteKucken. Was hier alles vorbeiläuft, fährt, skatet – und erst die Gespräche an den Nachbartischen! Wie viel Stoff für Romane oder Drehbücher die hergeben könnten. Im Herbst und Winter sitzen wir dann wieder alle drinnen. Dann wird gelesen, in die Laptops und Handys getippt und manchmal auch richtig geschrieben. Und die Getränke sind dann heiß. KA ©kinderKUNSTmagistrale 2018 G. Hulitschke Die „Queen“ gibt es hier in der Pohlstraße seit 2011, die Hermannstraße folgte 2015. Axel ist der Inhaber beider Cafés. Ein Team junger engagierter Menschen unterstützt ihn mit geübter Hand aufmerksam und gut gelaunt hinter dem Tresen und in der Küche. hr Schon morgens brummt der Laden. Dann werden die to go-Kaffees und das Frühstück in die Büros, Läden und Galerien rundum getragen. Mittags steht die Schlange bis zur Bürgerbeteiligung. Wir machen uns stark für den Magdeburger Platz Tür und nur Glückspilze finden einen Platz an einem der Tische. 8U s1 Für den richtigen Hunger gibt es neben Salaten noch Sandwiches und Ciabatte in verschiedenen Variationen. Letztere auf Wunsch natürlich auch warm. Alles ist hausgemacht und zum Hier-Essen oder Mitnehmen. Auf einer Tafel draußen stehen noch wechselnde Tagessuppen und kleine Mittagsgerichte. Foto: Katja Aldorf … genau mein Ding ist die „Queen of Muffins“ in der Pohlstraße 65, und der Name kommt nicht von ungefähr. Hier sind ganz klar Muffins der Schlager. Moppelig fluffig mit leckerer Kruste stehen sie aufgereiht in der Vitrine am Tresen. Mit Blaubeeren, Schokolade oder Himbeeren gebacken. Nicht lange stehen sie da, so wie der New York Cheese Cake und die köstlichen Brownies sind sie am Nachmittag meist schon weg. Genau wie meine Lieblingskekse im Überformat mit Sesam und Honig. Alles kommt mit besten Zutaten hausgebacken aus der eigenen Backstube. Die ist im zweiten Laden in der Hermannstraße 164 in Neukölln, wo außer Bäckern auch Konditoren arbeiten. mM rP ag d e b ur ge 16 ZUM SCHLUSS – ABER NICHT AM ENDE Blick durch die Pforte auf die Kirche mittendran.de Foto: Katja Aldorf Auf den zweiten Blick Aufgefallen ist sie mir schon länger. Die mit schmiedeeisernen Blätterranken verzierte Pforte auf einem Grundstück am westlichen Ende der Pohlstraße. Heute will ich wissen, was dahinter ist. Ein verwunschener Garten vielleicht mit einem Haus voller Geheimnisse? Es ist eine kleine rote Backsteinkirche im neugotischen Stil mit Kreuzgewölben, eingerahmt von riesigen Tannen. Das weiße Marmorschild neben der Pforte erklärt: hier in der Pohlstraße 81 (ehemals Steglitzer Straße 55) ist die „KatholischApostolische Gemeinde Berlin West“ zu Hause. Das Gebäude wurde 1894 errichtet und am 3. Oktober desselben Jahres eingeweiht. In der kleinen Kirche mit 450 Sitzplätzen versammeln sich sonntags um 10 Uhr Gläubige aller Altersgruppen zur Andacht. Gottesdienste mit Eucharistie (z. B. Kommunion) werden in den katholisch- apostolischen Gemeinden aufgrund fehlender priesterlicher Ämter nicht mehr gefeiert. Die Gemeinde wird heute von drei Unterdiakonen betreut. Neben dem Sonntagsdienst bietet die Kirche zweimal wöchentlich Vormittagsgebete und ein Nachmittagsgebet an. Wieder ein Stück Nachbarschaft kennengelernt – der zweite Blick hat sich gelohnt. KA
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