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Periodical volume

Full text: Mittendran Issue 20.2015

mitten dran
August 2015 Nachrichten für Tiergarten Süd im Bereich des Quartiersmanagements Magdeburger Platz

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Editorial / Grusswort

Liebe Leserinnen und Leser,
Sommerzeit und Sie lesen unser Magazin vielleicht auf Ihrem Balkon oder im Gleisdreieckpark. Einige von Ihnen konnten wir beim Sommerempfang des QMs, das parallel zur Vernissage von Rolf Hemmerichs Sonderausstellung "Kiezköpfe 2015" stattfand, ablichten. Vertreter von Projekten wie Wachsenlassen, Leitbild Potsdamer Straße und Kindermagistrale waren mit von der Partie und kommen in dieser Ausgabe zu Wort. So auch die Kinder der AllegroGrundschule, die wieder für uns schreiben. Um den Milieuschutz im Kiez und den Zustand der Spielplätze kümmert sich der Quartiersrat. Außerdem waren wir für Sie auf dem Ökomarkt, in Grimm's Hotel, bei Maître Vite und mehreren Ausstellungen. Um die Zukunft dieses Magazins zu sichern, starten wir das Projekt "Kiezplan Tiergarten Süd", eine durch Anzeigen finanzierte Publikation, die zusammen mit "mitteNdran" verteilt werden soll. Wenn Sie Interesse an einer Anzeigenschaltung haben, wenden Sie sich bitte an Ingo Gust per Mail: visap@gmx.de Machen Sie bei uns mit! Sie sind herzlich eingeladen zu nächsten Redaktionssitzung am Mittwoch, 18. August 2015, um 10 Uhr im QMBüro, Pohlstraße 91. Falls Sie nicht kommen können, schreiben Sie uns: „mitteNdran“ c/o Quartiersmanagement Magdeburger Platz, Pohlstraße 91, 10785 Berlin, und per E-Mail: redaktionmittendran@yahoo.de

Inhaltsverzeichnis
Seite 3: Spielplätze und Grünflächen Seite 4+5: Sommerempfang und Vernissage "Kiezköpfe 2015" Seite 6+7: Leitbild Potsdamer Straße, Milieuschutz und QR-Kongress Seite 8+9: Stadtteilforum, Ausstellung "Unterm Strich" und "Wachsenlassen" Seite 10+11: Grimm's Hotel, Muslimisches Gräberfeld, Ökomarkt und Kiezfotos Seite 12+13: Ausstellung "Homosexualität_en", Kunstraum, Food Assembly und Maître Vite Seite 14+15: Allegroschule: Sponsorenlauf und Sommerfest Seite 16: Nachruf Erika, kindermagistrale, Termine, Adressen und Impressum
Bei der öffentlichen Redaktionssitzung im Mai im Nachbarschaftstreff

Die Redaktion – gemalt von Rolf Hemmerich bzw. fotografiert: Irene Weigel, Gerald Backhaus, Recep Aydınlar, Jörg Krohmer, 2x Michael Klinnert und Josef Lückerath (von links). Diesmal nicht im Bild sind Ayşe Gökmenoğlu, Kerstin Heinze und Ingo Gust.

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Aktuell

Am Magdeburger Platz In der Lützowstraße

Quartiersrat begutachtet Spielplätze und Grünflächen
Im Juni war das Hauptthema der Quartiersratssitzung „Wie ist der Zustand der Spielplätze sowie der Grün- und Freiflächen im Stadtteil?“ Dazu hatten sich die beiden Quartiersratsmitglieder Gabriele Hulitschke und Angelika Sauermann auf den Weg gemacht und alle Flächen angesehen, sie bewertet und fotografiert. Gabriele Hulitschke ist an dem Thema besonders Interessiert, weil sich die kinderKUNSTmagistrale, die sie koordiniert, in Zukunft mehr bei den Spielplätzen und Freiflächen einbringen und dort z.B. Kunstaktionen und Kinderbeteiligungen initiieren möchte. Angelika Sauermann betreibt die Verbundtagespflege Anezolia in der Kluckstraße 35 und weiß, was Kinder auf Spielplätzen benötigen. Gabriele Hulitschke projizierte Fotos der Spielplätze und Grünflächen und erläuterte daran die Vorzüge und Mängel einzelner Anlagen. In einem guten Zustand vorgefunden wurden der Spielplatz und die Grünanlage Am Karlsbad, die Spielplätze in der Bissingzeile neben der Kita Kibiluga und der neben der Pumpe. Drei Spielplätze werden noch in diesem Jahr völlig umgebaut oder aufgewertet (Kurfürstenstraße neben dem Collége Voltaire, Lützowstraße neben der INA-Kita und der in der Bissingzeile). Bei zwei Spielplätzen besteht erhöhter Handlungsbedarf. Der Spielplatz vor der Pohlstraße 11 ist völlig unbeschattet, er ist wenig strukturiert und das Angebot an Spielgeräten ist ungenügend. 2009 wurden aus Mitteln des QM-Verfahrens für 13.000 € Spielgeräte aufgestellt, mit der Zusicherung, dass aus Mitteln des Bezirks weitere Ergänzungen vorgenommen werden. Das ist bisher nicht erfolgt. Der Spielplatz auf dem Magdeburger Platz wurde zwar kürzlich für 56.000 € hergerichtet, ist aber regelmäßig durch Hinterlassenschaften von Hunden, Prostitutionsvollzug und Trinkgelagen verschmutzt. Der zuständige Ausschuss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hat daher das Bezirksamt aufgefordert zu prüfen, ob um den Spielplatz ein abschließbarer Zaun errichtet werden kann. In der „Berliner Woche“ war zu lesen, dem Bezirksamt würden dafür die nötigen Mittel fehlen. Der Quartiersrat wird in seiner nächsten Sitzung besprechen, wie er sich für notwendige Verbesserungen einsetzen kann. JB Werden Sie auch aktiv? Kontakt zum Quartiersrat über das QM-Büro in der Pohlstraße 91 oder direkt per E-Mail: quartiersrat@tiergarten-sued.de

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Aktuell

Sonderausstellung „KIEZKÖPFE 2015“
42 Porträts von Menschen rund um die Potsdamer Straße fertigte der Künstler Rolf Hemmerich kürzlich an. Er zeigte die Sonderausstellung „Kiezköpfe 2015“ im Juni in seinem Atelier in den U-Bahnbögen der Pohlstraße 11 ‒ zusammen mit einem Film von Gerald Backhaus, der einige der Porträtierten in Bild und Ton präsentiert. Die Kiezköpfe kann man direkt beim Künstler käuflich erwerben, und den Film kann man auf www.tiergarten-sued.de ansehen. Kontakt: Rolf Hemmerich, Dennewitzstr. 4, 10785 Berlin, Tel. 261 47 67, www.rolfhemmerich.de

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Aktuell

Das sind unsere Leser!
Hier beim Sommerempfang des Q ­ uartiersmanagements Tiergarten Süd Es gab super Live-Musik und Leckeres vom Grill, und den Regenschauern wurde getrotzt: Um möglichst viele aktive „Kiezköpfe“ zusammenzubringen, fand während des Empfangs am 19. Juni 2015 auch ein „Markt der Möglichkeiten“ statt, bei dem sich die Aktivierungsprojekte des Kiezes vorstellten und mitenander austauschten.

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Aktuell

Gentrifizierungskarte
Der Quartiersrat hatte sich bereits in seiner Februar­ sitzung mit einer Studie beschäftigt, in der die Verdrängungstendenzen von Bewohnern in Tiergarten Süd und in anderen Regionen von Mitte untersucht worden war. Unser Stadtteil wurde als ein Beobachtungsgebiet für den Erlass einer sog. Milieuschutzverordnung eingestuft. Eine solche Verordnung ist, wie wir bereits berichteten, ein Instrument zur Eindämmung von Verdrängung. Mit ihm kann insbesondere die Umwandlung von Mietin Eigentumswohnungen und die Luxussanierung von Wohnungen unterbunden werden. Der Quartiersrat hat nun einen Vorschlag erarbeitet, wie das Bezirksamt diese Beobachtung mit einem vertretbaren Auf-

Der Quartiersrat will die Verdrängung von Bewohnern aus Tiergarten Süd verhindern
wand regelmäßig durchführen kann. Die Bezirksverordneten sollen angesprochen werden, vom Bezirksamt eine regelmäßige Information über den Stand der Verdrängung zu verlangen. Aber wir diskutierten auch, wie wir selbst Informationen sammeln können, wo es Veränderung in unserem Stadtteil gibt, wie wir Erfahrungen, Beobachtungen aller im Stadtteil Lebenden zusammentragen können. Wir überlegen, eine Internetseite einzurichten, in die jeder eigene Beobachtungen eintragen kann, die dann noch einmal auf Bedeutung und Stimmigkeit nachzuprüfen wären, um sie dann auf der Internetseite zu veröffentlichen. Auf einer Karte von Tiergarten Süd würden sie dann grundstücksscharf eingetragen und könnten dort aufgerufen werden. In der kommenden Quartiersratssitzung am 1. September 2015 soll das Projekt weiter besprochen werden. Sie, liebe Leser, können sich gern daran beteiligen.
Jörg Borchardt

Termin: 1. September 2015, um 18 Uhr im Nachbarschaftstreff im Familiengarten, Lützow-/Ecke Kluckstraße. Vorbild in Moabit Auf der Internetseite https://moabit. crowdmap.com ist es möglich, sich ein ähnliches Projekt für Moabit schon einmal anzusehen. Kontakt zum Quartiersrat Tiergarten Süd: über das QM-Büro in der Pohlstraße 91 oder per E-Mail an quartiersrat@tiergarten-sued.de.

Vom 7. Quartiersräte-Kongress 2015
Am 24. April 2015 wurde im Berliner Abgeordnetenhaus zum siebten Mal der Quartiersrätekongress durchgeführt, um den Quartiersräten für ihren Einsatz zu danken. Auch „unsere“ Quartierräte waren vertreten und kamen im dort gezeigten Film von Gerald Backhaus zu Wort.* Dem Thema Verstetigung, das ja Ende 2016 auch das Gebiet Magdeburger Platz betrifft, wurde sich auf verschiedenen Ebenen gewidmet: So sicherte der zuständige Senator Andreas Geisel (SPD) für die Berliner Quartiere weitere Unterstützung für die kommenden Jahre zu. Allerdings müsse diese gerecht auch auf den künftigen Bedarf zugeschnitten werden. So dürften Stadtquartiere, die bislang im Sozialmonitoring noch keine Relevanz hatten, nun verstärkt in den Vordergrund treten, künftig auch bei der Förderung. Um dieser Tatsache gerecht zu werden, sei es notwendig, dass in Gebieten, die sich in den letzten Jahren stabilisiert haben, auch langjährige QM-Standorte in die Verstetigung gingen. Der Vortrag von Prof. Stefan F. Wagner, Vorstandsvorsitzender des Verbands für sozial-kulturelle Arbeit e.V. zum Thema „ehrenamtliche Arbeit“ wies insbesondere auf die Wichtigkeit von Strukturen hin, die ehrenamtliches und hauptamtliches Engagement effektiv organisieren können. Die Stärken beider, sowohl der persönliche Einsatz der Ehrenamtlichen, wie auch das planerische Element der hauptamtlich Engagierten, könne unter Berücksichtigung aller Talente zum Erfolg

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Aktuell

führen. So sollten noch während der aktiven Zeit des Quartiersmanagements Strukturen geschaffen werden, die diesen Stärken Rechnung tragen und so das Engagement in den Kiezen erhalten. Auch Hans Panhoff (GRÜNE), Bezirksstadtrat für Planen, Bauen, Umwelt und Immobilien des Bezirks Friedrichshain-

Kreuzberg, sprach sich in der Podiumsdiskussion dafür aus, den Gebieten auch nach der Beendigung des QM-Verfahrens finanzielle Mittel zu Seite zu stellen, um ehrenamtliches Engagement organisatorisch aufrecht erhalten zu können. KH *Den Film können Sie auf www.tiergarten-sued.de sehen.

Kultur, Gestaltung und Grün in der Potsdamer Straße
Über den zweiten Workshop zur Leitbildentwicklung Potsdamer Straße am 30. Juni 2015 „Aus meiner Sicht können zur Förderung der kulturellen Entwicklung alle Maßnahmen beitragen, die flexibel auf die Gegebenheiten Bezug nehmen, die vor allem die vorhandene Vielfalt sichern und weiter ausbauen, denn das halte ich für den wahren Reichtum der Potsdamer Straße,“ sagte Barbara Esch Marowski, Leiterin der Galerie im Haus am Kleistpark, einführend beim zweiten Workshop zur Leitbildentwicklung Potsdamer Straße. Dieser fand am 30. Juni 2015 in den Gemeinderäumen der Zwölf-Apostel-Kirche mit rund 40 Teilnehmern statt. Es wurden zahlreiche Vorschläge erarbeitet: Die Potsdamer Straße soll nicht durch bauliche Maßnahmen im Straßenraum vollkommen homogenisiert werden, sondern ihren typischen, vielfältigen Charakter unter Einbeziehung einiger gestalterischer Elemente als „roten Faden“ behalten. Es wurde vorgeschlagen, in die Gestaltung als Modellprojekt für innovative und kreative Stadt-/Straßengestaltung Künstler einzubeziehen. Weitere wesentliche Ergebnisse:
•	 Herstellung des „Brückenschlags“ zum Kulturforum sowie über die Bülowstraße zum Kleistpark •	 Verbreiterung des Kulturangebotes in den Bereichen Musik, Darstellende Kunst •	 stärkere Vernetzung der Kultureinrichtungen am Standort (ggf. mit einem gemeinsamen Event) •	 stärkere Teilnahme an Berliner Ereignissen, wie beispielsweise Tag des offenen Denkmals, Festival of Lights •	 Wiederaufnahme des Straßenfestes an der Potsdamer Straße („Magistrale 2.0“) sowie Kiezevents (z.B. mit „Hofflohmärkten“) •	 Entwicklung eines gemeinsamen Gestaltungskonzepts für die „Schankterrassen“ •	 Entwicklung und sukzessive Umsetzung eines langfristigen Verkehrskonzeptes für die Potsdamer Straße
Barbara Esch Marowski, Leiterin der Galerie im Haus am Kleistpark, beim Einleitungsreferat „Kultur / Galerien“.

Der dritte öffentliche Workshop zum Thema „Einzelhandel, gewerbliche Entwicklung, Verkehr“ ist am 22. September 2015 von 18 bis 21 Uhr (Veranstaltungsort wird noch bekannt gegeben). Interessierte sind herzlich eingeladen! Anmeldung unter info@tiergarten-sued.de. Allen Teilnehmern der Interviews, des OnlineDialogs und der Workshops herzlichen Dank für ihre engagierte Mitwirkung!
Kertin Lassnig

Teilnehmer beim Einführungsreferat.

Weitere Informationen dazu auf ­ www.tiergarten-sued.de

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Aktuell

Stadtteilforum Magdeburger Platz - Tiergarten Süd
Das Projekt „Weiterentwicklung der zukünftigen Bürgerbeteiligung in Tiergarten-Süd“ lädt gemeinsam mit dem QM alle Bewohnerinnen und Bewohner, engagierten Akteure und vor Ort arbeitende Menschen im Quartier Magdeburger Platz – Tiergarten Süd zum Stadtteilforum am Samstag, 12. September 2015, von 11 bis 15 Uhr in das Jugendkulturzentrum Pumpe in der Lützowstraße 42 ein. Für eine Kinderbetreuung und das leibliche Wohl ist gesorgt. Initiativen und Projekte aus dem Kiez stellen sich vor. Kommen Sie vorbei, informieren und beteiligen Sie sich! Gemeinsam mit Ihnen wollen wir den auf dem Sommerfest des QM begonnenen Dialog fortsetzen und u. a. für folgende Themen, Ziele und Strategien diskutieren:
•	 Quartiersrat und dann? Wie geht es mit dem Bürgergremium weiter? Welche Struktur und welche Unterstützung brauchen wir konkret? •	 Unterstützung kleiner Projekte: Wer braucht Unterstützung, welche Möglichkeiten gibt es, was muss getan werden?

Achtung: Termin vormerken! Samstag,12. September 2015, von 11 bis 15 Uhr in der Pumpe
•	 Kluckstraße 11 – Ankerpunkt im Quartier: Welche Anforderungen stellen wir an den Ort, was braucht es dafür und wer kümmert sich darum? Welche weiteren Orte im Quartier sind wichtig für uns? •	 Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit: Wie wird die Kommunikation im und über das Quartier zukünftig aussehen, wie geht es mit der Kiezzeitung weiter, und welche Medien wollen wir nutzen?

Wir freuen uns auf Ihre Ideen und Anregungen! Informieren Sie sich auf der Internetseite des QM oder nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Seien Sie gespannt! LPG Landesweite Planungs­ gesellschaft mbH Marie-Luise Hornbogen, Sören Drescher, Roland Schröder Schönhauser Allee 84 |10439 Berlin Tel. 816160395 | Fax: 816160391 Web: www.LPGmbH.de Mail: office@lpgmbh.de

Lernen – Selber-Machen - Unterstützen
Gemeinschaftsgarten wachsenlassen Der Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, seit 2010 auf dem Gelände des Familiengartens Kluckstraße 11 ansässig, bietet einen Ort zur sinnvollen Freizeitgestaltung in der Gemeinschaft mit anderen. Die ehrenamtlich tätigen Gärtnerinnen und Gärtner pflegen das bezirkseigene Gelände nicht nur zu ihrer eigenen Freude, sondern auch, um diesen Kultur-, Lern- und Aufenthaltsort für die Menschen im Kiez mit eigenen Ideen zu gestalten und zu erhalten. Die generationsübergreifenden Mitmach-

in der Grünen Bibliothek der Nachbarschaft mit dem Gemeinschaftsgarten wachsenlassen Aktionen erfreuen Familien und Anwohner und sensibilisieren für eine nachhaltige Lebensführung, gesunde Ernährung und Umweltschutz. Sie stärken das Gemeinschaftsgefühl, fördern ein gemeinsames Engagement der Bürger im Quartier und ihre Ergebnisse erfreuen auch den Bürger, der an diesem grünen Garten im Quartier entlang geht. In der Grünen Bibliothek der Nachbarschaft hat wachsenlassen eine öffentliche Leih-Sämerei errichtet, die zum Austausch von selbst gewonnenem Saatgut anregen soll.

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Aktuell

...und die Grüne Bibliothek der Nachbarschaft Interessierte Bürger haben sich in einer IG-Bibliothek zusammengeschlossen und treffen sich seit 2014 regelmäßig. Es wurde ein Konzept zur Weiterführung der Bibliothek erarbeitet, in welchem u. a. beschlossen wurde, den Schwerpunkt ­ urbanes) ( Gärtnern, nachhaltige Lebensstile, selber­ machen (DIY/DIT) ‒ eng verknüpft mit Lese- und Sprachförderungsangeboten ‒ zu installieren, um der Bibliothek ein neues Alleinstellungsmerkmal zu geben.

Die Grüne Bibliothek bietet VormittagsAngebote für Kindergärten und Schulen und offene, generationsübergreifende Spiele rund um Sprache und japanisches Erzähltheater am Nachmittag. Den Auftakt zu Vortragsveranstaltungen machte am 2. Juli der Publizist Hans von Trotha mit seinem gut besuchtem Bildvortrag: „Gartenkunst – Auf der Suche nach dem verlorenen Paradies.“ Weitere Veranstaltungen dieser Art sind in Planung sowie eine offene Holzbau-Workshops zum gemeinschaftlichem Selbermachen.

Sowohl der Gemeinschaftsgarten wachsenlassen als auch die „Grüne Bibliothek der Nachbarschaft“ werden getragen durch ein hohes bürgerschaftliches Engagement. Wer Lust hat, bei uns mitzumachen und/oder uns in anderer Weise bei unserer Arbeit unterstützen möchte, nehme bitte Kontakt zu uns auf unter: wachsenlassen@web.de
Gabriele Koll

Weitere Informationen unter: www.wachsenlassen.wordpress.com

Ausstellung in der Apostelkirche

„Unter dem Strich“
intime Details preisgebenden Situation anbieten. Ein Prozess der Annäherung von bürgerlichem und grenzgängerischem Bereich wurde angestrebt. Die teilweise Abstraktion der Entwürfe machte jedoch auch deutlich, dass die Auseinandersetzung mit der Thematik nicht allen leicht fiel. Die Studenten machten lange „Milieustudien“ im Kiez, wurden teilweise erstmals mit dem Gesicht der Straßenprostitution konfrontiert und mussten sich natürlich neben dem planerischen Aspekt stark mit sozialen Problemen auseinandersetzen. Schließlich war die Aufgabenstellung spannend und schwer zugleich. Die Ideen könnten in jedem Fall als Anregung zum Diskurs und zur weiteren Strategieentwicklung dienen, wie auch unter Einbezug der Stadtplanung ein entspanntes Miteinander im Kiez erreicht werden kann. Wünschenswert wäre, wenn die Entwürfe auch bei künftigen Projekten berücksichtigt und auch Außenstehende mit anderer „Draufsicht“ weiterhin in die Kiezentwicklung integriert würden. KH

Ende April 2015 wurde in der Apostelkirche ein ambitioniertes Projekt von Studentinnen und Studenten der Stadtund Regionalplanung an der TU Berlin mit dem Titel „Unter dem Strich – Entwerfen von öffentlichen Räumen an der Grenze der sozialen Akzeptanz“ gezeigt. Das Thema trifft den Nerv und so war die Apostelkirche mit interessierten Anwohnern, Mitarbeitern aus verschiedenen Einrichtungen und Ämtern sowie Universitätsangehörigen gut gefüllt. Dr. Sybill Klotz, Bezirksstadträtin für Gesundheit, Soziales und Stadtentwicklung in TempelhofSchöneberg, eröffnete die Veranstaltung, im Anschluss folgten Studenteninterviews und eine Podiumsdiskussion. Der Ausstellungstitel hört sich zunächst ein wenig provokant an, ist im Kiez Tiergarten Süd jedoch Alltagsrealität. Hier geht es tagtäglich um das Miteinander von Nachbarschaft und Prostitution, oftmals an der Grenze der sozialen Akzeptanz. In den 14 Entwürfen waren z.B. Sichtblenden, Lichtinstallationen und Wärmestrahler integriert, die für die Anwohnerschaft optische Aufbesserung und Beruhigung der angespannten, oftmals zu

Entwurf von Beate Brauner

Alltag im Kurfürstenkiez

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spezial

Marktbesuch al s Wellnesshappe
„Ein Wildkräutersalat schmeckt am besten mit einer etwas süßlichen Vinaigrette,“ erklärt mir Conni: „Sie können aber auch Banane hinein pürieren.“ Am frühen Nachmittag stehe ich auf dem Stadtplatz der Evangelischen Elisabeth Klinik am Stand des Gärtnerinnenhofes Blumberg. Heute morgen waren die Kräuter noch gemeinsam mit den Erdbeeren, dem Mangold, dem Salat und Ruccola im Ahrendsfelder Boden verwurzelt. Frischer kann man nur im eigenen Garten essen. Der Ökomarkt an der Lützowstraße bietet seit Ende Mai jeden Donnerstag von 11 bis 18 Uhr an rund einem Dutzend Ständen Grundnahrungsmittel von biozertifizierter Qualität an. „Wir freuen uns, wenn sich auf dem Markt ein neuer Kieztreff bildet,“ sagt André Jasper, Leiter der Elisabeth Klinik. Und weil in der Mitte des Marktes Tischensembles und Liegestühle stehen, passiert eine Begegnung zwischen den Menschen ganz zwanglos. Marktleiterin Brigitta Voigt liebt diese Art von Marktatmosphäre. Vor vier Jahren gründete sie ihren ersten Ökomarkt im Hansaviertel, dem einer am Nordbahnhof folgte. „Jeder Markt ist anders,“ weiß sie. „Und an allen neuen Standorten müssen wir erst herausfinden, was die Leute kaufen möchten.“ Deshalb ist sie jede Woche vor Ort und hat für Anregungen und Ideen ein offenes Ohr. Zu entdecken ist hier bereits jetzt ganz vieles. So gibt es an einem Stand Rohmilchkäse aus kleinen Molkereien und Bio-Käsereien. Fleisch und Wurst kommt von einem Hof nahe Neuruppin. Das Sortiment am Brot- und Kuchenstand stellt der Händler jede Woche neu zusammen. Die Preise sind erschwinglich, gerade auch für Streetfood (also Gerichte zum gleich vor Ort essen). „Ich weiß, dass das Essen, das ich verkaufe

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gut und gesund ist,“ erklärt Johann sein Schwärmen über die veganen Rollen, die er einzeln und frisch zubereitet. „Ich selbst bin nicht Veganer, aber ich freue mich, dass die Leute, die hierher kommen, die biologischen Produkte zu schätzen wissen.“ Den köstlichen Kaffee respektive Espresso oder Capuccino kann man bestens mit den Crêpes oder den Rohkostsüßigkeiten von den Nachbarständen genießen und dabei am Stand der Büchereule, der jeden zweiten Donnerstag dabei ist, ein wenig schmökern. Und eine Massage zum Abschluss oder zwischendurch sollte sich niemand entgehen lassen, denn nach 10 Minuten auf dem Stuhl von Evelin erscheint einem die Welt in Tiergarten Süd in einem sehr entspannten Licht.
Regine Wosnitza, Vorsitzende der Interessengemeinschaft Potsdamer Straße

Gesehen im Kiez
Spende am Straßenrand (links) und ein Neuankömmling in der Potsdamer Straße

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spezial

Neuer Zwölf-Apostel-Kirchhof eröffnet muslimisches Gräberfeld
Am 10. Juni 2015 wurde auf dem Neuen Zwölf-Apostel-Kirchhof am Werdauer Weg 5 das Gräberfeld für muslimische Bestattungen eröffnet. Viele Menschen muslimischen Glaubens, die lange hier gelebt haben, haben den Wunsch, in Deutschland beigesetzt zu werden. Auch die in Berlin wohnenden Familien möchten die Grabstätten ihrer Angehörigen gern in der Nähe wissen. Hierdurch entsteht auch in Berlin eine große Nachfrage nach Möglichkeiten, die Angehörigen nach islamischem Ritus zu bestatten. Auf den rund 300 neuen Begräbnisplätzen, die den Geboten des muslimischen Glaubens entsprechen, ist dies nun möglich. So sind diese Plätze z.B. nach Mekka ausgerichtet. Auf der Eröffnungsfeier begrüßte die Bezirksbürgermeisterin von TempelhofSchöneberg, Angelika Schöttler, dass es nun in Schöneberg Möglichkeiten für diese Beisetzungen gibt. Auch der amtierende Superintendent des Kirchkreises Schöneberg, Pfarrer Burkhard Bornemann, der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates der Evangelischen Zwölf-Apostel-Gemeinde, Carsten Schmidt, die Integrationsbeauftragte des Bezirks Tempelhof Schöneberg, Gabriele Gün Tank, und der muslimische Bestatter Isikali Karayel betonten die Wichtigkeit des neuen Areals. Einen Anstoß für diese außergewöhnliche Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinaus hatte das Projekt „Dialog der Religionsgemeinden“ gegeben, das seit 2012 selbständig arbeitet. Zuvor wurde das Projekt von den beiden Quartiersmanagements in Tiergarten Süd und Schöneberger Norden gefördert. KH

Nomen est Omen – Grimm`s Märchenhotel
die den Blick auf den Sitzplatz und den Park freigibt. Rechts, durch Säulen etwas abgedeckt und daher dezent, der Empfangstresen. Farbige Sitzgelegenheiten im vorderen Bereich, gefolgt von einer kleinen Kaminsitzgruppe. Ein diskreter Sitzbereich folgt und dann im hinteren Bereich das Restaurant. Eine lockere Atmosphäre empfängt den Besucher und ebenso locker und freundliche ist auch das Empfangspersonal. Wie seit langer Zeit bekannt steht nun das Hotel in der Flottwellstraße 45, Ecke Schöneberger Ufer mit seiner gerundeten Spitze, fast wie der Bug eines Schiffes, das zum nahen Wasser strebt. Seit dem 1. Juli ist das Hotel mit seinem Café/Restaurant „Tischlein deck Dich“ eröffnet. Diese Bezeichnung lässt schon ahnen, daß hier der Name zum Anlass genommen wurde, das Hotel „märchenhaft“ zu gestalten ‒ jede der sechs Etagen nach einem Märchen der Gebrüder Grimm. Betritt man durch die Drehtür an der Spitze das Foyer, geht der Blick erst einmal durch das ganze Haus. Links eine über die gesamte Länge reichende Glasfront, Die Fassade ist mit grau-braunen Ziegeln verblendet. Mit ihr möchte man sich an dieser dominanten Ecke nicht unbedingt anfreunden, aber vielleicht wachsen ja eines Tages Kletterrosen die Fassade hinauf. Sie weist eine Besonderheit auf: von der ersten bis zur sechsten Etage ist jeweils versetzt eine nicht verblendete Fläche. Hier sind graphisch Flächen eingelassen, die jeweils eine Märchenfigur zeigen und zwar aus dem Märchen, nach welchem die jeweilige Etage ausgerichtet ist. Bekannt ist, dass die gesamte Fläche östlich der Flottwellstraße zum Güterbahnhof der ehemaligen Potsdamer Bahn gehörte. Weiter östlich war es der Anhalter Güterbahnhof. Was aber war genau dort, wo jetzt das Hotel steht? Dort lagen die Gleise zum Personenbahnhof Potsdamer Platz. Bahnhof und Gleise wurden im Krieg fast gänzlich zerstört und später abgeräumt. Mitte der 90er Jahre entstand an genau dieser Stelle eine Stahlbrücke für LKWs zur Linkstraße. Es war die Verbindung zwischen dem Logistikzentrum und der Baustelle Daimler Areal, Sony Center und für den Tunnelbau für Bahn und Autoverkehr. Die Bahn fährt heute fast auf der alten Trasse dicht am Hotel vorbei, aber fast so tief im Erdboden vergraben wie das Hotel hoch ist. JL

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Annemarie Labers temporärer Kunstraum
in der Potsdamer Straße Annemarie Laber, Gründerin der BüroGalerie 102 und studierte Kunsterzieherin und Kunsthistorikerin, feierte am 20. Juni 2015 die Finissage ihrer ersten Ausstellung in ihren neuen Räumen. Gezeigt wurden Collagen von Ricarda Wallhäuser unter dem Titel „Poesie der Resonanz“. Hierzu hatte sie den Literatur-Salon Potsdamer Straße zu einer Lesung eingeladen: „Von Sommerwohnungen und Sommergärten, von Künstlern, Gelehrten und Salons an der Potsdamer Straße“ mit Sibylle Nägele und Silvia Höhne. Dazwischen gab es Musik vom Magnolia Jazz Duo. 2014 gründete Annemarie Laber die temporäre Galerie „private gallery – Ilse Tauchert“ in der Potsdamer Straße 98. 2015 erfolgte der Umzug in die Potsdamer Straße 102. Die Klarheit der jetzigen Räume bildet einen gelungenen Kontrast zur Wohnungsatmosphäre der ersten Galerie. JL Kontakt: Annemarie Laber Büro// GALERIE 102 mode@spitzenreiter.com Tel. 0178/7968260

Ausstellung "Homosexualität_en"
Der weltweit geführte Diskurs um die Gleichberechtigung Homosexueller ist Anlass dieser großen Ausstellungen, die parallel in den beiden Museen in der Lützowstraße und Unter den Linden stattfindet. Mit der Schau solle ein sowohl gesellschaftlich als auch politisch aktuelles Thema in die Mitte der Gesellschaft getragen werden. Die Ausstellung auf einer Gesamtfläche von 1.600 Quadratmetern zeigt in zehn Kapiteln, wie gleichgeschlechtliche Sexualität und nonkonforme Geschlechtsidentitäten von der Gesetzgebung kriminalisiert, von der Medizin pathologisiert und gesellschaftlich ausgegrenzt wurden. Eine historische Audiotour informiert über historisch wichtige Orte der sexuellen Vielfalt in Berlin auf dem Weg zwischen den beiden Ausstellungsorten. Am besten lassen sich die Audiostationen in der Buslinie 100 anhören, welche die beiden Museen miteinander verbindet. Die Audiotour kann man sich auch kostenlos herunterladen: http://queerhistory.de/angebote
Mösen in Bewegung – Christopher Street Day Berlin, 1998 | Foto und © Kristina Strauß

im Deutschen Historischen Museum und im Schwulen Museum* 16. August 2015, 18 Uhr Diskussion Schwules Museum*: Bücher in Bewegung – Ilona Bubeck (Querverlag), Peter Hedenström (Mitbegründer Verlag Rosa Winkel und Buchladen Eisenherz) und Steff Urgast (Verlag w_orten & meer) diskutieren über Bücher, die Geschichte schrieben und über die Zukunft von bewegenden Büchern. GB 29. August 2015 Lange Nacht der Museen
•	 21 Uhr: Diskussion zu Multiple Ways of Gender: Goodyn Green im Gespräch mit der Kuratorin Dorothée Brill •	 Stündlich Kurzführungen durch die Ausstellung “Homosexualität_en”: 19, 20, 22, 23, 24 Uhr •	 Bücherflohmarkt ab 18 Uhr in der Bibliothek
"Homosexualität_en" läuft bis 1. Dezember 2015: Schwules Museum*, Lützowstraße 73, 10785 Berlin Deutsches Historisches Museum, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

Soldatenfreundschaft, ca. 1913, Sepia Fotografie, © Schwules Museum*, Berlin

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Gastrorubrik mit Gewinnspiel

Maître Vite
Er nennt sich zwar Gourmet Bäcker ‒ Boulangerie und Pâtisserie, aber neben Brot und diversen Kuchen bietet er auch Mittagessen an. Die Portionen sind so groß wie nötig, um satt zu machen: z.B. ein Schnitzel wie es sein sollte, mit leckeren Rosmarin-Kartoffeln und kleinem Salat mit sanften Dressing. Nicht zu üppig, aber ausreichend für eine wohlige Sättigung. Diverse weitere Gerichte auf einer übersichtlichen Speisekarte versprechen ein aus Erfahrung abwechslungsreiches Mittagsmahl. Die Preise sind gemäßigt, was ein häufigeres Essen möglich macht. Das Personal ist sehr freundlich und aufmerksam, und das Essen steht in angemessener Zeit auf dem Tisch. In der Potsdamer Straße 71, Ecke Lützowstraße hat sich der Gourmet Bäcker jetzt niedergelassen (früher befand er sich neben dem Wintergarten). Ein heller Raum mit großen Fenstern und einem rückwärtigen roten Fliesenspiegel bewirken eine offene Atmosphäre mit einem frankophilen Anklang und lassen die Räumlichkeiten noch größer erscheinen. Die Sitzgelegenheiten im Eingangsbereich bestehen aus normalen Stühle und Tischen, dann hohe Tische mit Hockern und ganz hinten eine gemütliche helle Sitzgruppe, die zu längerem Verweilen auffordert. Ein angenehmer Ort. JL
Maître Vite, Potsdamer Str. 71, 10785 Berlin, Tel. 263 99 450, www.centroback.com, Öffnungszeiten: montags bis freitags 7–18.30 Uhr, samstags 8 – 16.30 Uhr

Food Assembly

oder .... wie Gott in Frankreich Ein neuer Trend, er kommt diesmal aus Frankreich, dem Land, das für seine Küche berühmt ist und wo man göttlich speisen kann. Die notwendigen Lebensmittel hierzu sind heute Bio-Produkte der besonderen Art. Jeder Kohlrabi hat sozusagen seinen eigenen Namen ‒ denn es wird nicht anonym im Bioladen gekauft. Verbraucher und Produzent lernen sich kennen und treffen sich regelmäßig, um so Vertrauen und Wissen aufzubauen. Der Kunde lernt auch den Betrieb kennen, in dem sein Essen wächst. In Frankreich bevorzugen bereits Hunderttausende diese besondere Einkaufsform. Die Produkte der Saison werden bestellt, und an festgelegten Tagen liefert der Biobauer die Bestellungen an einen bestimmten Ort. Jeder Kunde holt sich dann seinen Einkauf dort ab. Ein Vorteil für beide: ohne Zwischenhandel erhält der Konsument alles von „seinem“ Biobauern und dieser hat einen festen Kundenstamm und einen sicheren, d.h. vorhersehbaren Umsatz. JL Wer interessiert ist: http://blog.foodassembly.de/

Auflösung Gewinnspiel:

Biosfera

aus "mitteNdran" vom Mai 2015 Im letzten Heft hatten wir die neue BIOSFERA vorgestellt. Die richtige Antwort auf unsere Gewinnspiel-Frage nach ihrem Standort in der Flottwellstraße 14 wusste u.a. Uta Haacke, die einen Eintopf oder eine Suppe für zwei Personen und jeweils ein Getränk dazu in der BIOSFERA gewinnt. Guten Appetit!

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Kinderrubrik

Schulinspektion
In der Allegro-Grundschule fand im Februar 2015 die erste Schulinspektion statt. Mit dem Ergebnis kann die Schule fünf Jahre nach der Fusion sehr zufrieden sein. In fast allen überprüften Qualitätskriterien der Unterrichtsgestaltung liegt sie im Vergleich mit anderen Berliner Schulen über dem Durchschnitt. Den InspektionsBericht finden Sie auf www.tiergarten-sued.de/aktuell

Über Aktivitäten wie den Sponsorenlauf und das Sommerfest in ihrer Schule schreiben die Kinder hier selbst. Wir danken Schulleiterin Bianka Flemig ganz herzlich für die Organisation.

Bericht von der Klasse 4a Am 26. Juni haben wir einen Sponsorenlauf gemacht. Schon zwei Wochen vorher bekamen wir Zettel, auf denen unsere Sponsoren die Summe, die sie pro Runde spendieren wollten, eintragen mussten. Die meisten Kinder hatten die Unterschriften der Eltern und Verwandten auf dem Zettel, aber einige Kinder sind auch zu den Sozialarbeitern, zum Bäcker und in verschiedene Läden gegangen. Manche Kinder hatten sieben Sponsoren. Frau Ruge, unsere Klassenlehrerin, hat alle Kinder von unserer Klasse mit 20 Cent pro Runde gesponsert. Dann haben wir mit ihr auf dem Schulhof geübt und fast alle Kinder sind zehn Runden gelaufen. Da war sie richtig erstaunt, weil sie so viel zahlen musste. Unser Sportlehrer hatte uns im Sportunterricht noch die Strecke auf dem Gelände der ElisabethKlinik gezeigt. Dann kam der 26. Juni. Wir waren den ganzen Vormittag sehr aufgeregt, denn wir waren erst um 11 Uhr dran. Endlich ging es zum Start. Alle hatten ihren Laufzettel in der Hand. Erst starteten wir und gleich danach die Klasse 4b. Dreißig Minuten hatten wir Zeit. Als wir dann liefen,

Wir laufen für ein Sportgerät
war die ganze Aufregung weg. Bei jeder Runde bekamen wir von Frau Tanzmann oder Frau Ruge einen Stempel auf unseren Zettel. Alle Kinder der Klasse sind durchgelaufen, keiner hat aufgegeben und alle hatten mehr als 9 Runden geschafft, die meisten sogar mehr als 12 Runden. Es war spannend und anstrengend, hat aber auch viel Spaß gemacht. Wir setzten unsere Hoffnung auf Leo, weil er das T-Shirt mit dem Logo der Firma von Frau Ruges Mann getragen hat und damit richtig was verdienen wollte. Und Leo hat uns nicht enttäuscht. Er lief 17 Runden, obwohl er zwischendurch auch Seitenstiche bekam. Als von Frau Köhler dann abgepfiffen wurde, hatten wir alle zusammen 240 Runden geschafft. Nun muss Frau Ruge 48 Euro zahlen. Wir haben ausgerechnet, dass wir insgesamt 624 Euro bekommen müssten und das Geld von der Firma Securitas, die uns auch als Klasse gesponsert hat. Nach dem Laufen bekamen wir kühle Getränke, Obst und Rohkost und bespritzten uns ein bisschen mit Wasser, weil es so heiß war. Uns hat der Lauf sehr gut gefallen und wir wissen schon, was wir uns beim nächsten Sponsorenlauf wünschen wollen: eine Wasserrutsche…. Aber wir glauben, das wird nichts.

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Kinderrubrik

Das Allegro-Sommerfest am 26. Juni 2015
Auf dem Sommerfest war ich die meiste Zeit mit Verona unterwegs. Das Fest ging von 14 bis 16 Uhr. Es gab viele tolle Sachen, wie zwei große und bunte Hüpfburgen, riesige Wasserbälle und einen leckeren Kuchenbasar. Es wurde auch Kistenklettern, eine Kidz-Olympiade und ein Schminkstand angeboten. Zuckerwatte und Popcorn konnte man ganz frisch kaufen. Über den Schulhof lief ein Clown, der Luftballonfiguren bastelte. Mit Verona habe ich zuerst die Wasserbälle ausprobiert. Danach holten wir uns jeder Kuchen. Später trafen wir den Clown und gingen noch zur Hüpfburg. Am Ende mussten wir dann leider gehen – nahmen uns aber noch ein Würstchen mit. Ariadne Barnard, Klasse 6a Auf dem Schulgelände der Allegro-Grundschule war am 26.6. von 14 bis 16 Uhr das Sommerfest. Es gab viele bunte Stände. Man konnte sich schminken lassen und sogar in riesigen Bällen, die mit Luft gefüllt waren, über das Wasser laufen. Dafür wurde ein richtig großes Wasserbecken aufgestellt. Es wurde viel Musik gespielt und auf den knallbunten Hüpfburgen war richtig was los. Am Kuchenstand gab es viele leckere Sachen und auch Zuckerwatte und Popcorn wurden angeboten. Man konnte überall malen und basteln. Ich hatte den meisten Spaß in dem Wasserball. Das war das Beste. Das nächste Mal probiere ich noch mehr Sachen aus. Verona Jizi, Klasse 6a Schon vor dem Start habe ich mich sehr auf das Fest gefreut. Ich besuchte es gemeinsam mit meiner Freundin. Zuerst haben wir uns Zuckerwatte gekauft. Dann sind wir einfach über das Schulgelände geschlendert und ließen uns von der Musik treiben. Wir haben viele Angebote ausprobiert, wie Bilder auf den Boden malen oder die KidzOlympiade. Alles hat uns großen Spaß gemacht. Aber leider konnten wir die Hüpfburg und die Wasserbälle nicht mehr ausprobieren. Beim nächsten Mal vielleicht. Wir fanden das Sommerfest cool. Angelika Koch, Klasse 6a.

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Adressen / Aktuelles

Adressen und Termine:
Quartiersmanagement Magdeburger Platz Pohlstraße 91, 10785 Berlin Direkt am Möbel-Hübner-Parkplatz Das Büro ist für Sie geöffnet: Mo bis Do 9–16 Uhr, Fr 9–12 Uhr Gesprächstermine können auch außerhalb der Öffnungszeiten telefonisch vereinbart werden. Tel. 23 00 50 23, E-Mail: info@tiergarten-sued.de Web: www.tiergarten-sued.de

Ehrenamtlicher Aktionstag "kindermagistrale 2015" 5. September 2015 von 14 bis 18 Uhr im Familiengarten Kluckstraße 11 mit KunstAktionen zum Mitmachen für Kinder und Jugendliche von 3 bis 13 Jahre Thema 2015: "Stadt, Land, Fluss" Dieses Wissensspiel wird überall auf der Welt gespielt. Wer weiß am meisten und hat am schnellsten alle Spalten richtig ausgefüllt? In den Kunstaktionen zum Mitmachen arbeitet ihr kreativ gemeinsam mit den Künstlern in ganz unterschiedlichen künstlerischen Techniken. Zu jedem Wissensgebiet gibt es eine Aktion. So entsteht eine Stadt als Papierarbeit in 3D, die Landkarte wird von Euch als marmoriertes Papier hergestellt, Bücher verwandeln sich zur Bücherskulptur, Pflanzen drucken und Tiere... Lasst Euch überraschen. Wir freuen uns auf Euch. Bitte denkt an Arbeitskleidung. Aktuelle Infos: www.kinderkunstmagistrale.de

Impressum
Herausgeber VISAP e.V. (V.i.S.d.P.) Redaktionsanschrift „mitteNdran“ c/o Quartiersmanagement Magdeburger Platz, Pohlstraße 91, 10785 Berlin, Tel. 23 00 50 23, Fax 23 00 50 25, E-Mail: redaktionmittendran@yahoo.de, Redaktionsteam Recep Aydınlar RA, Gerald Backhaus GB, Jörg Borchardt JB, Ingo Gust IG, Kerstin Heinze KH, Gabriele Hulitschke GH, Michael Klinnert MK, ­ Gabriele Koll GK, Jörg Krohmer JK, Kerstin ­ Lassnig KL, Josef Lücke­ ath JL, Irene Weigel r IW, Regine Wosnitza RW Layout + Satz süpergrafik (Ayse Gökmenoglu) ¸ ˘ Abbildungen S. 1, 3, 13, 15, 16 Illustrationen: Andree Volkmann; S. 2 (oben) Ingo Gust; S. 2 (unten), 4, 5, 6 (oben), 7(Mitte links), 8 (oben, Mitte),10 (unten), S. 13 (links und Mitte) Gerald Backhaus; S. 3 Gabriele Hulitschke/Angelika Sauermann; S. 6 (Mitte, unten), 7 (oben), 9, 16 (links) Kerstin Heinze; S. 7 (Mitte rechts, unten) Thomas Möbius; S. 8 (Mitte) LPG mbH; S. 8 (unten) Gabriele Koll; S. 10 (oben links) Brigitta Voigt; S. 10 (rechts und darunter) Regine Wosnitza; S. 11 Josef Lücke­ ath; S. 12 Paula Immich/ r Annemarie Laber; S. 13 (rechts) Lisa-Marie Hoffmann; S. 14 (oben und unten) Hilmar Herweg; S. 14 (Mitte), 15 Bianka Flemig; S. 16 (rechts) kinderkunstmagistrale Druck Rainbowprint Hinweise Bei Personenbezeichnungen und Anreden sind beide Geschlechter angesprochen, auch wenn aufgrund besserer Lesbarkeit die gebräuchliche Form verwendet wird. Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur mit schriftlicher Genehmigung des VISAP e.V. gestattet

Tschüss Erika! Nach langer schwerer Krankheit verstarb Erika Wolff (17.11.1920 – 20.5.2015)

Erika lebte viele Jahre in der Pohlstraße. Sie war gern gesehener Gast im Nachbarschaftstreff und engagierte sich auch dort, wenn "Not am Mann" war. Sie nahm bis zuletzt aktiv am Leben im Kiez teil. Wir werden ihren Humor und ihre Originalität sehr vermissen. Die Beisetzung fand am 23.7.2015 auf dem Neuen Sankt Michaels Friedhof, Gottlieb-Dunkel-Str. 20, 12099 Berlin, statt.
        
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